# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4e60869-0835-55b5-818d-c215ae258c0a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-08-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.08.2017 C-250/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-250-2015_2017-08-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-250/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  A u g u s t  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richterin Michela Bürki Moreni,  

Gerichtsschreiberin Sonja Andrea Fünfkirchen. 
 

 
 

Parteien 
 X._______, (Deutschland), 

vertreten durch lic. iur. Elisabeth Tribaldos, Rechtsanwältin, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rente;  

Verfügung der IVSTA vom 28. November 2014. 

 

 

 

C-250/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

X._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin), geboren 

1953, geschieden und Mutter einer Tochter, ist deutsche Staatsangehörige 

und wohnt in (…) (Deutschland). Sie arbeitete von 1971-1974 sowie von 

1997-2010 (mit Unterbrechungen) als Grenzgängerin und ausgebildete 

kaufmännische Arzthelferin in der Schweiz und leistete für insgesamt 

185 Monate Beiträge in die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) 

sowie Invalidenversicherung (vgl. Akten der Sozialversicherungsanstalt 

Basel-Landschaft [nachfolgend: SVA]-act. 9). Zuletzt arbeitete sie 

vollzeitlich als Büroangestellte im Logistikunternehmen A._______ AG in 

(…) (Basel-Landschaft), wo sie in der Probezeit und nach einem Unfall am 

25. Juni 2012 per 30. Juni 2012 gekündigt wurde. Ihr monatlicher 

Bruttolohn betrug Fr. 3‘600.– (vgl. Akten der SUVA Basel [nachfolgend: 

SUVA]-act. 7.2). 

B.  

B.a Am 25. Juni 2012 stürzte die Versicherte beim Hineingehen in einem 

Café in (…) (Kanton Aarau) auf der Treppe (SUVA-act. 7.3/1). Für die 

Folgen des Nichtberufsunfalls kam die SUVA Basel in Form von Taggeldern 

und Heilkosten auf. Da in der Folge aufgrund der Abklärung die noch 

geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar seien 

bzw. die noch bestehenden Beschwerden an der linken Hand nicht mehr 

unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien, stellte die 

SUVA mit Verfügung vom 12. Juni 2013 die Versicherungsleistungen per 

30. Juni 2013 ein. Mangels Vorliegen adäquater Unfallfolgen bestehe auch 

kein Anspruch auf weitere Geldleistungen der SUVA in Form einer 

Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung (SUVA-act. 28.11). 

Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. auch SUVA-

act. 28.10). 

B.b In Gutheissung des Antrags vom 2. Januar 2013 sprach die Deutsche 

Rentenversicherung mit Rentenbescheid vom 23. August 2013 der Ver-

sicherten eine Rente wegen voller Erwerbsminderung ab 1. Oktober 2013 

in der Höhe von € 502.02 pro Monat zu, die bis 31. Dezember 2015 be-

fristet wurde (SVA-act. 35, 25; vgl. Beschwerdeakten [nachfolgend: B-

act.] 1/5). Zudem erhielt die Versicherte nach dem Unfall Krankentaggelder 

von der Mm._______ in Deutschland, wo sie obligatorisch und privat 

versichert ist (SVA-act. 28.12; vgl. auch B-act. 3, 3/4). 

C.  

C-250/2015 

Seite 3 

C.a Auf Empfehlung der SUVA Basel meldete sich die Versicherte am 

19. Dezember 2012 (auch) für Versicherungsleistungen aus der Invaliden-

versicherung (berufliche Integration oder IV-Rente) an (SVA-act. 1, 6; B-

act. 1/3).  

C.b Am 4. April 2013 verfügte die SVA Basel-Landschaft, dass keine 

Kostengutsprache für berufliche Massnahmen oder Arbeitsvermittlung er-

folgen könne, da die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegend nicht erfüllt 

seien. Gemäss den vorliegenden Unterlagen erhalte die Versicherte Tag-

gelder der deutschen Arbeitslosenkasse. Da ein Bezug von Taggeldern 

einer Erwerbstätigkeit gleichgestellt werde, habe die Invalidenversicherung 

keine Möglichkeit, berufliche Massnahmen zu finanzieren (SVA-act. 27). 

Auch diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

C.c In Kenntnis der SUVA-Akten, zusätzlich erfolgter Abklärungen durch 

die SVA Basel-Landschaft sowie gestützt auf die Stellungnahmen des 

Regional Ärztlichen Dienstes beider Basel (nachfolgend: RAD) vom 

18. Oktober 2013, 16. Dezember 2013, 17. Januar 2014, 13. Februar 2014 

und 14. März 2014 (SVA-act. 31, 48, 55, 58, 62) stellte die SVA Basel-

Landschaft mit Vorbescheid vom 28. April 2014 (SVA-act. 24, 63) die Ab-

weisung des Rentengesuchs in Aussicht.  

C.d Am 22. Mai 2014 teilte die Versicherte der SVA Basel-Landschaft ihren 

Einwand gegen den Vorbescheid mit (SVA-act. 65 f.). Nach gewährter 

Fristerstreckung für die Nachbesserung des fehlenden Rechtsbegehrens 

und einer ausreichenden Begründung (SVA-act. 67) liess die Beschwerde-

führerin durch ihre Rechtsvertreterin mit Eingaben vom 30. Juni 2014, 

8. Juli 2014, 30. September 2014 und 1. Oktober 2014 ihren Einwand 

entsprechend den gesetzlichen Formerfordernissen ergänzen. Zudem 

reichte sie weitere Arztberichte als Beweismittel ein (SVA-act. 69, 72, 69, 

74, 78). 

C.e Unter Berücksichtigung der neu eingereichten Arztberichte und der 

Stellungnahmen des RAD vom 24. Juli 2014 sowie 17. Oktober 2014 wies 

die IV-Stelle für Versicherte (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) das 

Leistungsgesuch gemäss der Feststellungen der SVA Basel-Landschaft 

vom 18. November 2014 mit Verfügung vom 28. November 2014 ab. Für 

die Berechnung des Invaliditätsgrades nahm sie einen Einkommensver-

gleich vor, aus dem ein Invaliditätsgrad von 0% ab 18. Juni 2013, 100% ab 

17. Oktober 2013 und 0% ab 31. Oktober 2013 resultiert. Als Begründung 

führte sie im Wesentlichen aus, dass die Versicherte in der Wahrnehmung 

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Seite 4 

ihrer Erwerbstätigkeit aus gesundheitlichen Gründen ab 25. Juni 2012 ein-

geschränkt gewesen sei. Ab 18. Juni 2013 habe wieder volle Arbeitsfähig-

keit bestanden. Ab 17. Oktober 2013 sei die Versicherte erneut arbeitsun-

fähig gewesen, jedoch habe bereits wieder ab dem 31. Oktober 2013 eine 

volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Weil diese erneute Verschlechterung 

ohne wesentliche Unterbrechung weniger als drei Monate gedauert habe, 

sei dieser Zeitraum nicht zu berücksichtigen. Da der Invaliditätsgrad nach 

Ablauf des Wartejahres (Juni 2013) unter 40% gelegen habe, bestehe kein 

Rentenanspruch (SVA-act. 81 f.; B-act. 1/2). 

D.  

D.a Die Beschwerdeführerin – weiterhin vertreten durch die bevoll-

mächtigte Rechtsanwältin lic. iur. E. Tribaldos (B-act. 1/1) – erhob am 

13. Januar 2015 gegen den rentenabweisenden Entscheid der Vorinstanz 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde (B-act. 1). Sie beantragte 

(sinngemäss) die Aufhebung der Verfügung vom 28. November 2014 und 

die „Zusprechung der gesetzlichen Leistungen“ an die Beschwerde-

führerin. Eventualiter sei die Sache zur umfassenden Abklärung an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen. Als Beweismittel reichte sie weitere 

Arztberichte ein (B-act. 1/1-15), die grösstenteils bereits aktenkundig sind. 

Gleichzeitig stellte sie einen Antrag auf unentgeltliche Prozessführung mit 

unentgeltlicher Verbeiständung. Sie rügte im Wesentlichen – unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge –  

1. die Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör, da die Vorinstanz ihr 
die Einsichtnahme in die vollständigen SUVA-Akten verweigert habe; 

2. die Verletzung der Abklärungspflicht; insbesondere seien die formalen An-
forderungen bei der Einholung von versicherungsexternen Gutachten für die 
schweizerischen Versicherungsfragen nicht eingehalten worden.  

3. Es sei kein angemessener leidensbedingter Abzug aufgrund des vorgerückten 
Alters, der bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen sowie des ver-
mutlich schwierigen Wiedereinstiegs der Beschwerdeführerin auf den Arbeits-
markt berücksichtigt worden.  

D.b In ihrer Vernehmlassung vom 24. Februar 2015 (B-act. 4) beantragte 

die IVSTA – gestützt auf die eingeholte Stellungnahme der SVA Basel-

Landschaft vom 20. Februar 2015 (B-act. 4.1) –, die Beschwerde sei abzu-

weisen und die angefochtene Verfügung sei zu bestätigen. 

D.c Mit Zwischenverfügung vom 13. Mai 2015 wies der zuständige Instruk-

tionsrichter das Gesuch um entgeltliche Prozessführung und Beiordnung 

eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ab. Die Beschwerdeführerin 

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Seite 5 

wurde aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 500.– in der Höhe der 

mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Zudem wurde der Be-

schwerdeführerin die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 24. Februar 

2015 inklusive Stellungnahme der SVA Basel-Landschaft vom 20. Februar 

2015 im Doppel zur Kenntnis gebracht (B-act. 5). 

D.d Mit verfahrensleitender Verfügung vom 7. Mai 2015 wurde zur Kennt-

nis genommen, dass die Beschwerdeführerin innert mit Zwischenver-

fügung vom 13. März 2015 angesetzter Frist zwar den Kostenvorschuss 

von Fr. 500. – rechtzeitig einbezahlt, jedoch keine Replik eingereicht habe. 

Der Schriftenwechsel wurde – unter Vorbehalt weiterer Instruktionsmass-

nahmen – geschlossen (B-act. 8). 

D.e Mit Schreiben vom 14. Februar 2017 (B-act. 9) fragte die 

Beschwerdeführerin an, wann mit einem Entscheid gerechnet werden 

könne. Der zuständige Instruktionsrichter teilte am 16. Februar 2017 (B-

act. 10) mit, dass mit einem Urteil in der vorliegenden Beschwerdesache 

im Verlaufe der ersten Jahreshälfte 2017 zu rechnen sei. 

E.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie auf die eingereichten 

Unterlagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 13. Januar 2015 gegen die Ver-

fügung vom 28. November 2014, mit der die IVSTA das Leistungsgesuch 

(Erstanmeldung) vom 19. Dezember 2012 mangels rentenanspruchsbe-

gründender Invalidität abgewiesen hat. 

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen, ob die Pro-

zessvoraussetzungen erfüllt sind und auf die Beschwerde eingetreten 

werden kann (BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesver-

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Seite 6 

waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Ver-

fügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht 

vor.  

1.3 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-

waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-

stimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine 

Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG (SR 830.1) 

anwendbar ist.  

1.4 Als Adressat ist die Beschwerdeführerin durch die angefochtene Ver-

fügung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. Änderung ein 

schutzwürdiges Interesse; sie hat auch am vorinstanzlichen Verfahren als 

Partei teilgenommen (Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie ist daher 

zur Beschwerde legitimiert. Sie hat die bevollmächtigte Rechtsanwältin 

lic. iur. Elisabeth Tribaldos am 6. Juni 2014 mit der Wahrung ihrer 

Interessen beauftragt (B-act. 1/1). Die von der Rechtsvertreterin am 

13. Januar 2015 unterzeichnete Beschwerde ist somit rechtsgültig. 

1.5 Da die Beschwerde im Übrigen in Berücksichtigung der Gerichtsferien 

frist- und formgerecht eingereicht und der Kostenvorschuss fristgerecht ge-

leistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten (Art. 60 i.V.m. Art. 38 

Abs. 4 Bst. c ATSG, Art. 52 VwVG und Art. 63 Abs. 4 VwVG).  

2.  

2.1 Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV (SR 831.201) ist bei Grenzgängerinnen und 

Grenzgängern die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet diese eine Erwerbs-

tätigkeit ausüben, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zu-

ständig. Dies gilt auch für ehemalige Grenzgängerinnen, sofern sie bei der 

Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenz-

zone haben und der Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als 

Grenzgängerin zurückgeht. Die Verfügungen werden von der IVSTA erlas-

sen.  

2.2 Da die Beschwerdeführerin bei Eintritt des geltend gemachten Gesund-

heitsschadens (25. Juni 2012) als Grenzgängerin mit Wohnsitz in Deutsch-

land im Kanton Basel-Landschaft (…) einer Arbeit nachging und bei der 

Anmeldung am 19. Dezember 2012 ihren ordentlichen Wohnsitz noch in 

der benachbarten Grenzzone in (…) (Deutschland) hatte (vgl. Sachverhalt 

Bst. A), war die SVA Basel-Landschaft für die Entgegennahme und Prüfung 

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Seite 7 

der Anmeldung zuständig. Die angefochtene Verfügung vom 

28. November 2014 wurde zu Recht von der IVSTA erlassen (E. 2.1). 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin ist deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in 

Deutschland, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen 

vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten 

andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar 

ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 

14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmungen über die Personenfrei-

zügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Er-

richtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA 

werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere 

die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewähr-

leisten. 

3.2 Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt (28. November 2014) finden vor-

liegend auch die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) 

Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 

2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

(SR 0.831.109.268.1) sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Moda-

litäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die 

Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) 

Anwendung.  

3.2.1 Gemäss Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Personen, 

für die diese Verordnung gilt, sofern (in dieser Verordnung) nichts anderes 

bestimmt ist, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvor-

schriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates. 

Im Rahmen ihres Geltungsbereichs tritt diese Verordnung an die Stelle aller 

zwischen den Mitgliedstaaten geltenden Abkommen über soziale Sicher-

heit. Einzelne Bestimmungen von Abkommen über soziale Sicherheit, die 

von den Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung dieser Verord-

nung geschlossen wurden, gelten jedoch fort, sofern sie für die Berechtig-

ten günstiger sind oder sich aus besonderen historischen Umständen er-

geben und ihre Geltung zeitlich begrenzt ist. Um weiterhin Anwendung zu 

finden, müssen diese Bestimmungen in Anhang II aufgeführt sein. Ist es 

aus objektiven Gründen nicht möglich, einige dieser Bestimmungen auf 

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Seite 8 

alle Personen auszudehnen, für die diese Verordnung gilt, so ist dies an-

zugeben (Art. 8 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004). Die Be-

stimmung des anwendbaren Rechts ergibt sich aus Art. 11 ff. der Ver-

ordnung (EG) Nr. 883/2004. Der Anspruch auf berufliche Massnahmen und 

eine Invalidenrente richtet sich auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach 

schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4). 

3.2.2 Der Träger eines Mitgliedstaats hat jedoch gemäss Art. 49 Abs. 2 der 

Verordnung (EG) Nr. 987/2009 die von den Trägern der anderen Mitglied-

staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie die ver-

waltungsmässigen Auskünfte ebenso zu berücksichtigen, als wären sie in 

seinem eigenen Mitgliedstaat erstellt worden. Jeder Träger behält indessen 

die Möglichkeit, die antragstellende Person durch einen Arzt oder eine 

Ärztin seiner Wahl untersuchen zu lassen. Es besteht hingegen keine 

Pflicht zur Durchführung einer solchen Untersuchung. 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrecht-

licher Regelungen – grundsätzlich diejenigen materiellrechtlichen Rechts-

sätze massgebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder 

zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 

E. 3.1.1, 131 V 9 E. 1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert 

haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-

fügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).  

In materiellrechtlicher Hinsicht ist auf jene Bestimmungen des IVG und der 

IVV respektive des ATSG und der ATSV abzustellen, die bei Eintritt des am 

19. Dezember 2012 geltend gemachten Versicherungsfalls, spätestens 

jedoch bei Erlass der Verfügung vom 28. November 2014 in Kraft standen. 

Vorliegend ist ein frühestmöglicher Rentenanspruch ab 25. Juni 2013 

(Art. 29 Abs. 1 IVG) strittig, weshalb das IVG und die IVV in den Fassungen 

der 6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket (Revision 6a), anzuwenden 

sind (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], in Kraft seit 

1. Januar 2012; die IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 

5679], in Kraft seit 1. Januar 2012). Die im ATSG enthaltenen Formu-

lierungen der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Inva-

lidität (Art. 8) sowie der Revision der Invalidenrente und anderer Dauer-

leistungen (Art. 17) entsprechen den von der Rechtsprechung zur Invali-

denversicherung entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. 

BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). 

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Seite 9 

4.  

Im Folgenden werden die für die Beurteilung der Streitsache wesentlichen 

Bestimmungen und von der Rechtsprechung dazu entwickelten Grund-

sätze dargestellt. 

4.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvoll-

ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unan-

gemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).  

4.2 Die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes hat nach dem 

Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen zu erfolgen (Art. 12 VwVG). 

Auch das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. 

BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht 

unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der 

Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit weiteren Hin-

weisen).  

4.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs-

rechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 212).  

4.4 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-

fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 

eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 

Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 

würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b; 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). Führen 

die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder 

das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 

bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 

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Seite 10 

und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Er-

gebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 

verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; UELI KIESER, Das Verwaltungs-

verfahren in der Sozialversicherung, 1999, S. 212, Rz. 450; vgl. auch 

BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b).  

4.5  

4.5.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 

(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärzt-

liche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 

haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 

E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc).  

4.5.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beur-

teilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-

sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-

zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen 

als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a).  

4.5.3 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Be-

weiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Bezug 

auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten aufzustellen 

(vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des 

BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). Den im Rahmen des Ver-

waltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, die auf-

grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-

sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Be-

weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-

lässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren 

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Seite 11 

Hinweisen). Berichte behandelnder Ärzte sind aufgrund deren auftrags-

rechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen 

(BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden 

Hausarzt ebenso wie für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des 

BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des 

BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 

4.5.4 Gemäss Art. 59 Abs. 2bis IVG steht der ärztliche Dienst der IV-Stelle 

zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan-

spruchs zur Verfügung. Versicherungsinterne Ärzte müssen über die im 

Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, 

spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche 

Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizini-

schen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Ge-

richte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Nach 

Art. 49 Abs. 2 IVV führt der medizinische Dienst für die Beurteilung der 

Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur bei Bedarf selber ärztliche 

Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt der versicherungs-

interne Arzt seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen 

ab. Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist somit kein Grund, um 

einen Bericht des medizinischen Dienstes in Frage zu stellen. Dies gilt ins-

besondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines fest-

stehenden medizinischen Sachverhalts geht, und die direkte ärztliche Be-

fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile 

des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 

14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). Ein Aktenbericht ist zu-

lässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind; der 

Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der Experte im-

stande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein vollständiges 

Bild zu verschaffen (Urteil des BGer 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 

E. 5.2). Die IV-Stelle kann auf die Stellungnahmen des medizinischen 

Dienstes nur abstellen, wenn diese den allgemeinen beweisrechtlichen An-

forderungen an einen ärztlichen Bericht genügen und keine Indizien gegen 

ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. Urteil des BGer 9C_1063/2009 vom 

22. Januar 2010 E. 4.2.3 mit Hinweis auf das Urteil des EVG I 694/05 vom 

15. Dezember 2006 E. 2). Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 

einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt indes 

nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. 

Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

C-250/2015 

Seite 12 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen 

(BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 

5.  

Die Beschwerdeführerin rügt zunächst eine Verletzung ihres Anspruchs auf 

rechtliches Gehör, da ihr die Vorinstanz die Aushändigung der voll-

ständigen SUVA-Akten aus datenschutzrechtlichen Gründen verweigert 

habe. Sie sei angewiesen worden, diese selber [bei der SUVA] einzuholen. 

Fest stehe aus Sicht der Beschwerdeführerin, dass sie Anspruch auf die 

Herausgabe der vollständigen Akten habe, um u.a. prüfen zu können, ob 

die Beschwerdegegnerin über die vollständigen SUVA-Akten verfügt und 

in ihrem Entscheid mitberücksichtigt habe (B-act. 1 S. 8 Ziff. 2.3).  

5.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesver-

fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, 

SR 101], Art. 42 ATSG) gewährleistet der vom Entscheid in ihrer Rechts-

stellung betroffenen Person insbesondere das Recht, sich vor Erlass des 

Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Ein-

sicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu 

werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken 

oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses ge-

eignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1). Der Ge-

hörsanspruch verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der betroffenen 

Person auch tatsächlich zu hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung 

zu berücksichtigen, weshalb sie ihren Entscheid zu begründen hat 

(BGE 134 I 83 E. 4.1). Die Pflicht der Behörde, ihre Verfügungen – sofern 

sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 

ATSG) – zu begründen, bezweckt insbesondere, die betroffene Person in 

die Lage zu versetzen, eine Verfügung gegebenenfalls sachgerecht an-

fechten zu können (BGE 124 V 180 E. 1a, vgl. auch BGE 134 I 83 E. 4.1 

mit Hinweisen).  

Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG hat die IV-Stelle der versicherten Person den 

vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren mittels Vorbe-

scheid mitzuteilen und ihr das rechtliche Gehör zu gewähren. Weiter hat 

sie sich in ihrer Verfügung mit den im Vorbescheidverfahren vorgebrachten, 

relevanten Einwänden auseinanderzusetzen (Art. 74 Abs. 2 IVV).  

5.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Deshalb führt 

dessen Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in 

der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung 

C-250/2015 

Seite 13 

(BGE 127 V 431 E. 3d/aa, BGE 126 I 19 E. 2d/bb). Nach der Recht-

sprechung kann jedoch eine Verletzung des Gehörsanspruchs dann ge-

heilt werden, wenn die unterbliebene Gewährung des rechtlichen Gehörs 

(also etwa die unterlassene Ermöglichung der Akteneinsicht oder eine un-

genügende Begründung) in einem Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, 

in dem die Beschwerdeinstanz mit der gleichen Prüfungsbefugnis ent-

scheidet wie die untere Instanz. Die Heilung ist aber ausgeschlossen, wenn 

es sich um eine besonders schwerwiegende Verletzung der Parteirechte 

handelt. Zudem darf den Beschwerdeführenden kein Nachteil erwachsen 

und die Heilung soll die Ausnahme bleiben (BGE 129 I 129 E. 2.2.3, 

BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 126 I 68 E. 2). Bei Verstössen gegen die Be-

gründungspflicht wird der Mangel als behoben erachtet, wenn die Rechts-

mittelbehörde eine hinreichende Begründung liefert oder wenn die unter-

instanzliche Behörde im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eine ge-

nügende Begründung nachschiebt (Urteil BVGer A-1737/2006 vom 

22. August 2007 E. 2.2). Von einer Rückweisung der Sache zur Ge-

währung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist jedoch im Sinne 

einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung 

des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rück-

weisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Ver-

zögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an 

einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären 

(BGE 116 V 182 E. 3d; zum Ganzen ausführlich Urteil des Eidge-

nössischen Versicherungsgerichts vom 14. Juli 2006, I 193/04, sowie Urteil 

BVGer C-2714/2008 vom 16. August 2010 E. 4.2 f.). 

5.3 Vorliegend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen 

des Vorbescheidverfahrens um Akteneinsicht bei der SVA Basel-

Landschaft gebeten hat (SVA-act. 65 f.). Mit Schreiben vom 25. Mai 2014 

(SVA-act. 68) hat ihr die SVA Basel-Landschaft die „gewünschten Akten“ in 

Form einer CD unentgeltlich zur Verfügung gestellt, womit (grundsätzlich) 

dem Recht auf Akteneinsicht nach Art. 47 Abs. 1 Bst. a ATSG in 

Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 und Art. 9 ATSV Genüge getan ist. Zudem 

wurde die Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass sie „Unterlagen 

von weiteren Versicherungen“ [z.B. SUVA-Akten] direkt beim entsprechen-

den Versicherungsträger anfordern müsse. Aus den Angaben der Be-

schwerdeführerin und den Akten geht nicht hervor, welche Dokumente im 

Detail auf dem Datenträger gespeichert sind, weshalb nachträglich nicht 

beurteilt werden kann, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin Ein-

sicht in die Akten der SVA Basel-Landschaft erhalten hat oder, wie von ihr 

behauptet, von der SVA Basel-Landschaft „verweigert“ worden seien. Auch 

http://links.weblaw.ch/BGE-127-V-431
http://links.weblaw.ch/BGE-126-I-19
http://links.weblaw.ch/BGE-129-I-129
http://links.weblaw.ch/BGE-126-V-130
http://links.weblaw.ch/BGE-126-I-68
http://links.weblaw.ch/BVGer-A-1737/2006
http://links.weblaw.ch/BGE-116-V-182
http://links.weblaw.ch/BVGer-C-2714/2008

C-250/2015 

Seite 14 

ist nicht belegt, ob die Beschwerdeführerin ihren Anspruch auf Einsicht in 

die Unfallakten am Sitz des zuständigen Sozialversicherungsträgers, 

namentlich der SUVA, geltend gemacht oder ein Gesuch um Zustellung der 

Aktenkopien gestellt hat (vgl. Art. 8 Abs. 2 und Art. 46 ATSG). Gemäss 

ergänzendem Einwand der Beschwerdeführerin vom 30. Juni 2014 (SVA-

act. 69) ist jedoch davon auszugehen, dass sie und ihre Rechtsvertreterin 

zum damaligen Zeitpunkt bereits im Besitz der vollständigen SUVA-Akten 

gewesen sind. Dem Schreiben ist zu entnehmen, dass die 

Rechtsvertreterin davon ausgehe, die SVA Basel-Landschaft verfüge über 

die vollständigen SUVA-Akten, weshalb sie „an dieser Stelle darauf 

verzichte, diese Akten nochmals einzureichen (…)“. Als rechtskundige Per-

son war sie damit in der Lage, einen sachgerecht begründeten Einwand 

einzureichen. Dennoch muss sich die SVA Basel-Landschaft den Vorwurf 

gefallen lassen, dass zumindest eine Auflistung der ihr vorliegenden SUVA-

Akten (Aktenverzeichnis) im Sinne der Transparenz im IV-Verfahren 

angebracht gewesen wäre.  

5.4 Wesentlich ist, dass die SVA Basel-Landschaft im Vorbescheid vom 

28. April 2014 ihr Abklärungsergebnis erläutert, den rentenabweisenden 

Entscheid begründet und der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör ge-

währt hat. Zudem hat sich die IVSTA – als verfügende Behörde (E. 2) – in 

ihrer Verfügung vom 28. November 2014 mit den im Vorbescheidverfahren 

vorgebrachten, relevanten Einwänden auseinandergesetzt, wie in den 

nachfolgenden Erwägungen darzulegen ist (vgl. E. 6 ff. hiernach). Das 

Bundesverwaltungsgericht prüft die Beschwerde mit voller Kognition. Mit 

Vernehmlassung vom 24. Februar 2015 wurden sämtliche vorinstanzliche 

Akten beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht (B-act. 4). Zudem 

wurde der Beschwerdeführerin die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 

24. Februar 2015 inklusive der Stellungnahme der SVA Basel-Landschaft 

vom 20. Februar 2015 im Doppel zur Kenntnis gebracht (B-act. 5). Damit 

hatte sie Gelegenheit, in Kenntnis der vollständigen Akten zur 

Argumentation der Vorinstanz Stellung zu nehmen, welche sie jedoch 

replikweise nicht wahrnahm (B-act. 8). Aus prozessökonomischen 

Gründen – insbesondere auch mit Blick auf die lange Verfahrensdauer, den 

zweifachen Schriftenwechsel im Beschwerdeverfahren mit Offenlegung 

der Begründung in der Vernehmlassung sowie der Stellungnahme der SVA 

Basel-Landschaft vom 20. Februar 2015 und der Möglichkeit der 

Beschwerdeführerin, eine Replik einzureichen – ist eine allfällige 

Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt zu betrachten. 

  

C-250/2015 

Seite 15 

6.  

6.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG) und kann 

Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 

IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden, ausge-

glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor-

liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge-

sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig-

keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

6.2 Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die kumulativ (Art. 28 

Abs. 1 IVG): 

a) ihre Erwerbsfähigkeit oder Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be-

tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder 

herstellen, erhalten oder verbessern können; 

b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) waren; und 

c) nach Ablauf dieses Jahres weiterhin zu mindestens 40% invalid (Art. 8 

ATSG) sind.  

6.3 Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Zunahme der Hilflosigkeit oder 

Erhöhung des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebe-

darfs ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung 

drei Monate gedauert hat. Artikel 29bis ist sinngemäss anwendbar (Art. 88a 

Abs. 2 IVV). 

7.  

7.1 Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltungsge-

richt zu prüfen, ob die IVSTA zu Recht einen Anspruch der Beschwerde-

führerin auf Ausrichtung einer Invalidenrente mit Verfügung vom 

28. November 2014 verneint hat, weil der Invaliditätsgrad nach Ablauf des 

ersten Wartejahres (25. Juni 2012 – 24. Juni 2013) und des neu generier-

ten zweiten Wartejahres (ab 17. Oktober 2013) unter 40% betragen habe 

(vgl. E. 6.3).  

C-250/2015 

Seite 16 

7.2 Einleitend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin von 1971-

1974 sowie von 1997-2010 als Grenzgängerin und ausgebildete kauf-

männische Angestellte in der Schweiz gearbeitet und für insgesamt 

185 Monate Beiträge an die Schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenversicherung geleistet hat (SVA-act. 9). Damit erfüllt sie die ver-

sicherungsmässigen Voraussetzungen nach Art. 36 Abs. 1 IVG.  

7.3 In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin 

invalid im Sinne des Gesetzes ist, weshalb zunächst ihre medizinische 

Vorgeschichte und die Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit, wie sie sich bis 

zur angefochtenen Verfügung vom 28. November 2014 darstellte, 

darzulegen sind. 

7.3.1 Am 25. Juni 2012 stürzte die Beschwerdeführerin in einem Café in 

(...) (Kanton Aarau) auf der Treppe und verletze insbesondere ihre linke 

Hand. Gemäss dem Konsultationsbericht der interdisziplinären Not-

fallstation Chirurgie des Spitals B._______ wurden ein Röntgenbild des 

linken Handgelenks angefertigt und folgende Diagnosen gestellt: Hand-

gelenkskontusion links, anamnestisch Status nach Morbus Sudeck 

(schmerzhafte Nervenkrankheit, die per Definition als komplexes 

regionales Schmerzsyndrom [CRPS] bezeichnet wird) nach Spaltung des 

Karpaltunnels im November 2011 (vor dem Unfallereignis), keine 

Frakturen, Rhizarthrose (primär nicht entzündliche Gelenkserkrankung, 

i.d.R. durch altersbedingte Abnützung) links (SUVA-act. 7.4). Die Patientin 

habe anlässlich dieser Konsultation „in keiner Weise irgendwelche 

Beschwerden an der Halswirbelsäule angegeben, weshalb auch kein 

Halswirbelsäulenfragebogen ausgefüllt worden sei“ (vgl. Kurzbericht der 

Oberärztin, Dr. C._______, vom 27. November 2012 an die SUVA; SUVA-

act. 7.51). Der Beschwerdeführerin wurde eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum vom 25. bis einschliesslich 30. Juni 

2012 bescheinigt (SUVA-act. 7.3 S. 2). 

Erst am 6. Juli 2012 und in der Folge am 18. Juli 2012 sowie 22. August 

2012 wurde – nebst der vom Spital B._______ bestätigten linksseitigen 

Handgelenkskontusion (Prellung) – eine Distorsion der Halswirbelsäule 

(HWS) diagnostiziert, welche laut Dr. D._______, Facharzt für Innere 

Medizin (MVZ Nn._______, Deutschland), physiotherapeutisch gut 

behandelbar sei. Da eine Besserung bis Ausheilung der Beschwerden und 

kein bleibender Nachteil zu erwarten seien, stehe einer Wiederaufnahme 

der Arbeit im Umfang von 100% ab August 2012 nichts entgegen (SUVA -

act. 7.19 S. 2, 7.15, 7.19 S. 1).  

C-250/2015 

Seite 17 

Am 11. September und 5. Oktober 2012 bescheinigten Dr. E._______ und 

F._______, Fachärzte für Anästhesie, Allgemeinmedizin, spezielle 

Schmerztherapie, Chirotherapie, ambulantes Operieren, Gemeinschafts-

praxis im Schmerzzentrum G._______ in (…) (Deutschland), der 

Beschwerdeführerin die Diagnose „M54.2 G“ [Definition gem. ICD-10: 

Radikulitis Wurzelsyndrom a.n.k.] und eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang 

von 100% für den Zeitraum vom 11. September 2012 bis einschliesslich 

4. November 2012 (SUVA-act. 7.25, 7.22). In seinem Zwischenbericht vom 

25. Oktober 2012 an die SUVA führte Dr. E._______ folgende schmerz-

therapeutisch relevanten Diagnosen an: Cervicobrachialgie (Schulter-Arm-

Syndrom) mit Muskel- und Blockierungsketten cervical cervicothoracaler, 

Übergang erste Rippe links; degeneratives HWS-Syndrom, CRPS II linke 

Hand (komplexes regionales Schmerzsyndrom), Muskelkettenproblematik 

Unterarm links. Gegenwärtig werde die Patientin mittels Akupunktur, 

Chirotherapie, Ergotherapie (vgl. SUVA-act. 15.7) und Schmerzmedika-

menten (Ibuprofen) behandelt. Eine Wiederaufnahme der Arbeit sei im Um-

fang von 20% in drei Monaten [Februar 2013] vorgesehen. Er gehe davon 

aus, dass in der Funktion der linken Hand eine gewisse Beeinträchtigung 

verbleibe (SUVA -act. 7.33). 

Nachdem am 5. November 2012 eine Kernspintomographie der linken 

Handwurzel in der Radiologischen Praxis H._______ durchgeführt wurde, 

beurteilte Dr. I._______ die Beschwerden der Beschwerdeführerin in 

seinem Kurzbericht wie folgt: Posttraumatische Ödemveränderungen, DD 

(differentialdiagnostisch) posttraumatische Dystrophie im gesamten 

Handwurzelbereich sowie ausgeprägte Rhizarthrose mit Luxationsstellung, 

TFC-Läsion (engl.: Triangular fibrocartilage complex); Abriss des 

Processus styloideus ulnae, Verdacht auf abgelaufene Infraktion 

(unvollständiger Knochenbruch) distal in der Ulna (Elle); gegebenenfalls 

ergänzende HR-CT (SUVA -act. 7.41).  

Mit Arbeitsbescheinigungen vom 5. November und 3. Dezember 2012 

wurde die Beschwerdeführerin von Dr. E._______ und F._______ vom 

Schmerzzentrum G._______ in (…) für den Zeitraum vom 11. September 

2012 bis einschliesslich 7. Januar 2013 zu 100% arbeitsunfähig 

geschrieben. Neben der bisherigen Diagnose „M54.2 G“ wurde „M89.0-G“ 

[Definition gem. ICD-10: Neurodystrophie/mehrere Lokalisationen inkl. 

Schulter-Hand-Syndrom, Sudeck-Knochenatrophie, Sympathische Reflex-

Dystrophie] diagnostiziert (SUVA -act. 7.40, 7.56). 

C-250/2015 

Seite 18 

7.3.2 Am 17. Dezember 2012 wurde im Institut für Radiologie im Spital 

J._______ ein MRI des linken Handgelenks durchgeführt. Dr. K._______ 

machte in seinem Konsultationsbericht vom 20. Dezember 2012 folgende 

klinische Angaben: Zustand nach CRPS vor einem Jahr. Zustand nach 

Sturz mit Schmerzen ulnarseitig. Verdacht auf Fraktur des Processus sty-

loideus ulnae, Infraktion der Ulna, Verdacht auf TFCC-Läsion; Beurteilung: 

Schwere degenerative Veränderungen im Bereich des Handgelenkes, der 

Handwurzel sowie Carpometacarpale (Verbindung der distalen Hand-

wurzelknochen mit dem zweiten bis fünften Mittelhandknochen). Zum Teil 

kleinere, zum Teil grössere ganglionäre intraossäre Zysten. Die grösste mit 

9 mm in der Basis des Metakarpale l. Intakter TFCC. Kein Nachweis einer 

Fraktur. Ausgeprägte degenerative Zeichen auch im Bereich der distalen 

Ulna (SUVA -act. 7.60). 

Dr. L._______, Fachärztin Chirurgie/spezialisierte Handchirurgie im Spital 

J._______, bescheinigte in den Arztzeugnissen vom 9. und 30. Januar 

2013 eine durchgehende und vollständige Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin vom 7. Januar 2013 bis einschliesslich 27. Februar 

2013 (SUVA-act. 13.3, 13.6; B-act.  1/12). 

7.3.3 Am 23. Januar 2013 fand in der Rehaklinik M._______ im Auftrag der 

SUVA ein „Ambulantes Assessment“ zwecks Einschätzung der Rehabilita-

tion und Eingliederung in den Arbeitsprozess statt. Der 9-seitige Bericht 

vom 4. Februar 2013 der Dres. N._______ und O._______, Fachärzte für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, enthält detaillierte Angaben über 

die bisher gestellten Diagnosen nach Aktenstudium (HWS-Distorsion und 

Handgelenkskontusion links), die aktuellen Beschwerden, die Assessment-

Abklärungen (u.a. Aktenstudium, Anamnese und medizinischer Befund, 

eine strukturierte Befragung über den Umgang mit Schmerzen und 

Rehabilitationshindernissen, aktivitätsbezogene Schmerzskala, 

Selbsteinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit – PACT-Test, 

physische Leistungstests, Probebehandlung und Probetraining, 

strukturierte Bewertung des Umgangs mit Schmerz und der 

Leistungsbereitschaft/Konsistenz, Ergebnisanalyse im Team) sowie das 

Reha- und Eingliederungspotential. Das „Ambulante Assessment“ ent-

spricht demnach durchaus den formalrechtlichen Anforderungen der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung an ein versicherungsexternes Fachgut-

achten (vgl. E. 4.5.3). Die Fachärzte kamen zum Schluss, dass aktuell 

keine weiteren Abklärungen erforderlich seien. Die Prognosen seien grund-

sätzlich günstig, wenn die therapeutischen Massnahmen (insbesondere 

die Medizinische Trainingstherapie [MTT], Physio-, Kraniosakral- und 

C-250/2015 

Seite 19 

Ergotherapie sowie die instruierten Übungen für zu Hause) eingehalten 

werden. In Anbetracht der dato noch immer geltend gemachten, erheb-

lichen Beschwerden sowohl in der Nacken-/Brustwandregion, als auch im 

linken Handgelenk und der Tatsache, dass sich die therapeutischen Be-

mühungen eher auf passive Massnahmen konzentrierten, solle zuerst der 

Effekt der empfohlenen, aktiven Massnahmen abgewartet werden, bevor 

die Patientin wieder in den Arbeitsprozess einsteige. Sie sei momentan 

ohnehin stellenlos, weshalb diese Situation dazu verwendet werden könne, 

die bisherigen Bemühungen in therapeutischer Hinsicht vor allem auf der 

aktiven Seite auszubauen, um dann in spätestens 4-6 Wochen [Ende 

Februar/Mitte März 2013] einen Einstieg in die Arbeitswelt anzupeilen. Die 

erwähnten Empfehlungen seien an der Schlussbesprechung mit der Pa-

tientin im Beisein der testenden Physiotherapeutin, Frau P._______, be-

sprochen worden (SUVA-act. 13.8; B-act. 1/13). 

7.3.4 Nach Durchführung eines MRT der Halswirbelsäule am 27. Februar 

2013 (SUVA-act. 15.6) beurteilte PD Dr. Q._______, R._______ 

Radiologie Nordwest (…), die gesundheitliche Situation der Beschwerde-

führerin wie folgt:  

– Osteochondrose HWK 4/5 (Störung der Umwandlung von Knorpel zu 
Knochen in Gelenken und Wachstumsfugen) mit beginnender diskoliga-
mentär bedingter Einengung des Foramens C5 links. 

– Zum Teil ödematöse fortgeschrittene Ostochondrose HWK 5/6 mit zirku-
lärer dorsaler Protrusion und eher rechtsbetonter fortgeschrittener Forami-
nalstenose C6 (Einengung des Rückenmarksnerven an der Austrittsstelle) 
wobei eine mechanische Irritation foraminal C6 rechts (evtl. links) möglich 
wäre. 

– Ödematöse Osteochondrose HWK 6/7 mit zirkulärer dorsaler Protusion 
und nur leichter Einengung des Foramens C7 beidseits. 

– Diskoligamentär beginnende Eindellung des Duralsackes auf Höhe HWK 
4/5 und HWK 5/6 ohne absolute Spinalkanalstenose (Verengung des Wir-
belkanals) und ohne Myelopathie (degenerative Schädigung des Rücken-
marks infolge Kompression). 

– Linksbetonte und proximal betonte deutliche Facettengelenksarthrosen. 

– Keine Hinweise auf ein posttraumatisches fokales Knochenmarksödem. 

7.3.5 Am 15. April 2013 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der 

SUVA von Dr. S._______, Facharzt für Neurologie (…), untersucht. Sein 5-

seitiger Bericht vom 22. April 2013 berücksichtigt die wesentlichen 

medizinischen Vorakten (u.a. die erwähnten Arztberichte vom 18.07.2012 

C-250/2015 

Seite 20 

[Dr. D._______, Facharzt für Innere Medizin in (...)], 25.10.2012 [Dr. 

E._______, Schmerzzentrum G._______], 5.11.2012 

[Kernspintomographie der linken Hand], 17.12.2012 [MRI des linken 

Handgelenks], 9.01.2013 [Dr. L._______, Handchirurgie, Spital 

J._______], 23.01.2013 [Ambulantes Assessment in der Reha-Klinik 

M._______]), 27.02.2013 [MRI der HWS]), detaillierte Angaben der 

Patientin, Befunde, Diagnosen sowie die Beurteilung und Vorschläge zum 

weiteren Prozedere. Der neurologische Bericht entspricht demnach den 

formalrechtlichen Anforderungen des Bundesgerichts an ein ver-

sicherungsexternes Fachgutachten (vgl. 4.5.3). Nach Dr. S._______ sei 

bei der klinischen Untersuchung die aktive HWS-Beweglichkeit deutlich 

eingeschränkt. Es bestehe vor allem unter Berücksichtigung des MRI-Be-

fundes der Verdacht, dass ein chronisches Zervikalsyndrom mit einer radi-

kulären Reizsymptomatik der Wurzel C5 links vorliege (positives Provoka-

tionsmanöver). Die entsprechende Diagnose sei – bei Fehlen sensomo-

torischer Ausfälle und da kein Kennreflex für das Segment C5 existiere – 

klinisch nicht einfach zu stellen. Eine relevante Wurzelkompression auf 

einem anderen Niveau komme aber im MRI nicht zur Darstellung. Unter 

Berücksichtigung dieses MRI-Befundes und auch des Alters seien dege-

nerative HWS-Veränderungen selbstverständlich vorbestehend. Diese 

seien offenbar durch den Unfall vom 25. Juni 2012 (wieder) symptomatisch 

gemacht worden. An der linken Hand, wo die Patientin vor allem im Hand-

gelenksbereich nach wie vor konstant vorhandene und belastungsab-

hängig verstärkte Schmerzen geltend gemacht habe, falle eine leichte, 

aber eindeutige Schwellung auf, auch eine rötliche Verfärbung mit frag-

lichen etwas erhöhter Temperatur. Die Funktion sei reduziert, ohne dass 

eindeutig sensomotorische Ausfälle objektivierbar wären. Das [klinische] 

Bild sei aber an sich verdächtig auf ein CRPS I (komplexes regionales 

Schmerzsyndrom vom Typ I), wie es offenbar schon nach der 

Karpalkanalspaltung im November 2011, also vor dem zur Diskussion 

stehenden Unfall, vorgelegen habe. Bezüglich der Hand stehe die Patientin 

in handchirurgischer Behandlung. „Aus neurologischer Sicht ist er-

wähnenswert, dass zumindest klinisch keine Anhaltspunkte für eine 

Nervenmitbeteiligung vorliegen.“ Die Prognose sei zum aktuellen Zeitpunkt 

offen. Angegebene Beschwerden und objektivierbare Befunde seien kon-

kordant. Eine Arbeitsfähigkeit sei aktuell in erster Linie wegen der linken 

Hand nicht gegeben. Als weiteres Prozedere schlug der Neurologe im 

Wesentlichen eine peridurale Infiltration der Wurzel C5 links, die 

Fortsetzung der Lyrica-Medikation und allenfalls eine neurologische 

Kontrolle bei Bedarf vor (SUVA-act. 17.6, 15.10; B-act. 1/7). 

C-250/2015 

Seite 21 

7.3.6 Am 6. Mai 2013 berichtete Dr. U._______ (Praxis Ff._______) der 

SUVA, dass seitens der Beschwerdeführerin eine einmalige Konsultation 

am 2. Mai 2013 erfolgt sei, an der eine epidurale Steroidinfiltration C5/6 

links vorgenommen worden sei. Aussagen über den gesundheitlichen 

Verlauf oder über allfällige Prognosen könne er anhand dieser [einmaligen] 

Konsultation nicht machen (SUVA-act. 17.13; vgl. auch SVA-act. 42/17, 

47). Gemäss Telefonnotiz der SUVA vom 4. Juni 2013 teilte die 

Beschwerdeführerin mit, dass es ihr leider nicht sehr gut gehe, weil sie 

nach wie vor starke Nackenschmerzen habe, die bis in die Schultern 

ausstrahlten. Die Infiltration bei Dr. U._______ habe leider keine erhebliche 

Besserung gebracht. In ca. zwei Monaten habe die Beschwerdeführerin 

den nächsten Arzttermin bei Dr. U._______, an dem eine letzte Infiltration 

durchgeführt werde (SUVA-act. 28.4). 

7.3.7 Mit Zwischenbericht vom 16. Mai 2013 informierte Dr. L._______, 

(Fachärztin Chirurgie/spezialisierte Handchirurgie am Spital J._______) 

die SUVA über den Gesundheitszustand des linkes Handgelenks der Be-

schwerdeführerin. Diagnosen: Status nach Kontusionen linkes Handgelenk 

– Verdacht auf CRPS links. Prognose: nicht vorhersagbar. Umstände, die 

den Heilungsverlauf ungünstig beeinflussen können: Status nach CTS-OP 

links mit CRPS, Arthrose linkes Handgelenk, Arthrose 1. Strahl links. 

gegenwärtige Behandlung: Ergo- und Physiotherapie, Steroidinfiltration 

links; voraussichtliche Dauer der Behandlung nicht absehbar. 

Arbeitsaufnahme: SUVA soll sich beim Betrieb um Zuweisung geeigneter 

Arbeit engagieren. Ein bleibender Nachteil (Schmerzen, eingeschränkte 

Beweglichkeit und Kraft der linken Hand) sei zu erwarten (SUVA-

act. 17.14). 

7.3.8 Gestützt auf die Vorakten und Antworten des SUVA-Kreisarztes Dr. 

T._______ hielt die SUVA in ihrem Zwischenbericht vom 4. Juni 2013 fest, 

dass keine degenerativen HWS-Veränderungen vorlägen und der Unfall 

vom 25. Juni 2012 zu keinen zusätzlichen Läsionen an der HWS geführt 

habe, welche bildgebend nachweisbar seien. Auch könne von einer 

weiteren Behandlung der Unfallfolgen mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet 

werden, da der Gesundheitszustand der Versicherten seit Monaten mehr 

oder weniger unverändert sei (SUVA-act. 28.5). Daraufhin stellte die SUVA 

die Versicherungsleistungen mit Verfügung vom 12. Juni 2013 per 30. Juni 

2013 ein (SUVA -act. 28.11). 

C-250/2015 

Seite 22 

7.4 In Kenntnis der erwähnten SUVA-Akten (E. 7.3) und nach Abschluss 

des Unfallversicherungsverfahrens (Verfügung vom 12. Juni 2013) führte 

die SVA Basel-Landschaft weitere Abklärungen bei verschiedenen behan-

delnden Ärzten durch, auf die sich die IVSTA im angefochtenen Entscheid 

vom 28. November 2014 stützte. Aktenkundig sind folgende medizinischen 

Unterlagen: 

– 07.08.2012: handschriftlicher ärztlicher Befundbericht zum Rentenantrag 
bei der Rentenversicherung bzw. zur Nachprüfung der weiteren 
Rentenberechtigung von Dr. D._______, Facharzt für Innere Medizin, MVZ 
Nn._______, mit den Diagnosen HWS-Distorsion/HWS-Syndrom, 
Handgelenkskontusion links, Carpaltunnelsyndrom beidseits, Morbus 
Sudeck. Als Funktionseinschränkungen nannte er die HWS-Beweglichkeit, 
reduzierte Funktion bei Hand und Schmerzen; wenig Besserung im letzten 
halben Jahr (SVA-act. 42/15 f.). 

– 06.05.2013: handschriftlicher Arztbericht von Dr. U._______, Praxis 
Ff._______, in Auftrag gegeben von der SUVA Basel; Gegenwärtige 
Behandlung: 2.05.2013 epidurale Steroidinfiltration C6/6 links (SVA-
act. 42/17; vgl. auch SUVA-act. 17.13) 

– 18.06.2013: „Ärztliches Gutachten“ für die gesetzliche Rentenversicherung 
auf dem Gebiet Orthopädie (datiert vom 24. Juni 2013) von Dr. V._______, 
Arzt für Orthopädie und Sportmedizin, in (…), in Auftrag gegeben vom 
Deutschen Rentenversicherungsträger (SVA-act. 42 S. 18-28; B-
act. 1/10 ff.) 

– 18.07.2013: Arztbericht/„Fragebogen“ im Rahmen der IV-Abklärung beant-
wortet durch Dr. F._______, Facharzt für Anästhesie, Allgemeinmedizin, 
spezielle Schmerztherapie, Chirotherapie, ambulantes Operieren, 
Gemeinschaftspraxis im Schmerzzentrum G._______, (…) (SVA-act. 22, 
60; B-act. 1/4) 

– 18.10.2013: Stellungnahme RAD, Dr. W._______, Facharzt für Orthopädie 
sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin (SVA-act. 31) 

– 22.10.2013: OP-Bericht von Dr. Y._______, Facharzt für Plastische und 
Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie Kreiskrankenhaus Z._______, 
Deutschland (SVA-act. 56/9 f.; vgl. auch SVA-act. 56/11 f.) 

– 05.11.2013: Arztbericht von Dr. L._______, Fachärztin Chirur-
gie/spezialisierte Handchirurgie, Spital J._______; ambulante Behandlung 
vom 04.12.2012 bis 05.06.2013 (SVA-act. 40; B-act. 1/11) 

– 10.11.2013: Entlassungsbericht von Dr. Y._______, Facharzt für Plasti-
sche und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie Kreiskrankenhaus 
Z._______ (Deutschland) (SVA-act. 56 S. 11 f.) 

– 15.11.2013: Bericht/„Fragebogen“ im Rahmen der IV-Abklärung von Dr. 
Y._______, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Hand-
chirurgie Kreiskrankenhaus Z._______, Deutschland (SVA-act. 45) 

C-250/2015 

Seite 23 

– 18.11.2013: handschriftlich beantworteter und zum Teil unleserlicher Be-
richt/„Fragebogen“ im Rahmen der IV-Abklärung von Dr. Aa._______, (…) 
(SVA-act. 54; vgl. auch SVA-act. 45) 

– 09.12.2013: Bericht/„Fragebogen“ im Rahmen der IV-Abklärung von Dr. 
U._______, Praxis Ff._______ (SVA-act. 47; vgl. auch SUVA-act. 17.13) 

– 16.12.2013: Stellungnahme RAD beider Basel, Dr. W._______, Facharzt 
für Orthopädie sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin (SVA-
act. 48) 

– 17.01.2014: Arztbericht von Dr. Bb._______, HNO-Ärztin (unterzeichnet 
von Dr. Cc._______) vom Medizinischen Versorgungszentrum 
Kk._______, (Deutschland), adressiert an Dr. Dd._______, Ärztin für 
Allgemeinmedizin (SVA-act. 56 S. 8) 

– 17.01.2014: ergänzende Stellungnahme RAD beider Basel, Dr. 
W._______, Facharzt für Orthopädie sowie Physikalische und Re-
habilitative Medizin (SVA-act. 55) 

– 10.02.2014: Arztbericht/“Fragebogen“ im Rahmen der IV-Abklärung von 
Dr. Dd._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Deutschland (SVA-
act. 56 S. 1 ff.) 

– 13.02.2014: ergänzende Stellungnahme RAD beider Basel, Dr. 
W._______, Facharzt für Orthopädie sowie Physikalische und Re-
habilitative Medizin (SVA-act. 58) 

– 14.03.2014: ergänzende Stellungnahme RAD beider Basel, Dr. 
W._______, Facharzt für Orthopädie sowie Physikalische und Re-
habilitative Medizin (SVA-act. 62) 

– 03.07.2014: Bericht von Dr. Ee._______, Fachärztin für Neurologie, 
Psychiatrie und Psychotherapie (SVA-act. 72 S. 2 f.; B-act. 1/8) 

– 24.07.2014: Stellungnahme RAD beider Basel, Dr. W._______, Facharzt 
für Orthopädie sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin (SVA-
act. 73) 

– 07.08.2014: Bericht der Kernspintomographie des Hangelenks links von 
Dr. I._______, Facharzt für Diagnostische Radiologie, Radiologische 
Praxis H._______(SAV-act. 78, 74/2) 

– 03.10.2014: Aktennotiz RAD, Dr. W._______, Facharzt für Orthopädie so-
wie Physikalische und Rehabilitative Medizin; betrifft: Nachfrage in der 
Radiologischen Praxis H._______ (SVA-act. 76) 

– 17.10.2014: Stellungnahme RAD beider Basel, Dr. W._______, Facharzt 
für Orthopädie sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin (SVA-
act. 79) 

C-250/2015 

Seite 24 

7.5 Zunächst ist zu prüfen, ob das vom Deutschen Rentenversicherungs-

träger in Auftrag gegebene und von der SVA Basel-Landschaft ange-

forderte „Ärztliche Gutachten für die gesetzliche Rentenversicherung“ vom 

24. Juni 2013 von Dr. V._______, Facharzt für Orthopädie und 

Sportmedizin in (…) (Deutschland; vgl. SVA-act. 42/18-28; B-act. 1/10 ff.), 

den Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten genügt, zumal die 

Beschwerdeführerin beanstandet, dass die formalen Anforderungen bei 

der Einholung von versicherungsexternen Gutachten für die schweizeri-

schen Versicherungsfragen nicht eingehalten worden seien.  

Insbesondere sei die monodisziplinäre Begutachtung vom 18. Juni 2013 

(Gutachten datiert vom 24. Juni 2013) durch Dr. V._______ nicht gemäss 

den bundesgerichtlich vorgeschriebenen Vergaberichtlinien, ohne vor-

gängiges Fragerecht der Versicherten und auch ohne Einigungsverfahren 

durchgeführt worden. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin umfasse 

die Beurteilung weder die Berücksichtigung sämtlicher beklagter Be-

schwerden noch sei sie umfassend oder widerspruchsfrei – ohne dies sub-

stantiiert zu begründen. Zudem handle es sich beim diagnostizierten 

Morbus Sudeck um eine neurologische Erkrankung, welche nicht von 

einem Orthopäden, sondern von einem entsprechenden Spezialisten 

(Neurologen) zu beurteilen sei. Daher sei ein den formalen Vergabe- und 

inhaltlichen Anforderungen in der Schweiz entsprechendes versicherungs-

externes, polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben, welches sich 

auch zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zu äussern 

habe (B-act. 1). 

7.5.1 Vorwegzunehmen ist, dass die monodisziplinäre Begutachtung vom 

18. Juni 2013 im Auftrag des deutschen Rentenversicherungsträgers durch 

Dr. V._______, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin, erfolgt ist, 

weshalb nicht die bundesgerichtlichen Vergaberichtlinien in der Schweiz 

zur Anwendung gelangen. Es ist darauf hinzuweisen, dass die SVA Basel-

Landschaft gemäss Art. 49 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 die 

vom deutschen Sozialversicherungsträger erhaltenen ärztlichen 

Unterlagen und Berichte (so auch das orthopädische Gutachten von Dr. 

V._______) sowie die verwaltungsmässigen Auskünfte zu berücksichtigen 

hat, als wären sie in der Schweiz erstellt worden (vgl. E. 3.2.2). Hinsichtlich 

der formalen Anforderungen an ein Gutachten ist folgendes festzustellen:  

Das vom 24. Juni 2013 datierte Gutachten (SVA-act. 42/18-28) mit der Be-

zeichnung „Ärztliches Gutachten für die gesetzliche Rentenversicherung 

auf dem Gebiet Orthopädie“ umfasst 11 Seiten – einschliesslich einem 

C-250/2015 

Seite 25 

Deckblatt mit den persönlichen Angaben der Beschwerdeführerin, An-

gaben zum Begutachtungsanlass und der damals bestehenden Arbeitsun-

fähigkeit seit 12. September 2012 sowie die namentliche Nennung der be-

handelnden Ärzte, einen einleitenden ersten Teil mit einer ausführlichen 

Anamnese sowie die Angaben über die aktuell bestehenden Beschwerden 

(S. 19 f.). Im Untersuchungsbefund (Ziff. 2), der sich auf den Bewegungs-

apparat beschränkt (obere und Extremitäten, Wirbelsäule), beschreibt Dr. 

V._______ ausführlich die körperliche Statur und Konstitution der rund 

60 Jahre alten Beschwerdeführerin (S. 21 f.). Zudem erwähnt der Gut-

achter eingangs, dass ihm vielfältige Arztberichte aus den Jahren 2010 von 

der Klinik Gg._______in (…) und der Klinik Hh._______in (…), die auch 

beim Bundesverwaltungsgericht aktenkundig sind, sowie ein 

„Sozialmedizinisches Gutachten des Medizinischen Dienstes Ii._______“ 

aus (…) vom 25. April 2013 vorgelegen habe (S. 19; dieses Gutachten liegt 

dem BVGer nicht vor) und deren beinhaltende Befunde er 

zusammengefasst habe (S. 23 f., Ziff. 2). Im Weiteren hält er die 

resultierenden Diagnosen (S. 24 f., Ziff. 3), eine Epikrise (S. 25, Ziff. 4) 

sowie seine sozialmedizinische Beurteilung in Bezug auf die verbleibende 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin (S. 25, Ziff. 5) fest. Zuletzt 

beinhaltet das „Ärztliche Gutachten“ ein von Dr. V._______ 

unterzeichnetes „Schlussblatt [Formular für den Rentenver-

sicherungsträger] Teil 1 und Teil 2“ mit einer Zusammenfassung der sozial-

medizinischen Beurteilung (S. 27 f.). Das Gutachten entspricht somit in for-

maler Hinsicht den bundesgerichtlichen Anforderungen an ein beweis-

kräftiges Gutachten (E. 4.2.3 mit Hinweisen zur Rechtsprechung). 

7.5.2 Im Rahmen der Anamnese gab die Beschwerdeführerin gegenüber 

Dr. V._______ als „aktuelle Beschwerden“ an, dass sie bereits seit ihrer 

Kindheit Schmerzen „im Bereich der Hand“ verspürt habe. Nach einem Ver-

kehrsunfall im Alter von 14 Jahren habe sich in den letzten Jahren beid-

seitig ein CTS [Carpal-Tunnel-Syndrom; Einengung des Handmittelnervs 

im Bereich der Handwurzel beugeseitig des Handgelenks] entwickelt. Sie 

sei auch vor einigen Jahren mehrfach auf die linke Hand gestürzt, zuletzt 

am 3. Januar 2011 und im Oktober 2011, weshalb sie im November 2011 

am CT links operiert worden sei, jedoch nachträglich sich ein Morbus 

Sudeck [komplexes regionales Schmerzsyndrom] entwickelt habe. Sie sei 

bis Mai 2012 arbeitsunfähig gewesen. Durch die medikamentöse Be-

handlung habe sich der Morbus Sudeck allmählich zurückgebildet. Am 

25. Juni 2012 sei sie beim Betreten eines Cafés erneut gestürzt und habe 

sich eine Verletzung der Halswirbelsäule zugezogen. Am 27. Februar 2013 

(ein Jahr nach dem Unfall) sei ein MRT der HWS durchgeführt und seien 

C-250/2015 

Seite 26 

ihr eine Bandscheibenwölbung sowie deutliche degenerative Veränderun-

gen attestiert worden. Bereits 2010 sei in der Klinik Hh._______ in (…) 

anlässlich eines MRT des rechten Handgelenkes eine Rhizarthrose rechts 

[primär nicht entzündliche Gelenkserkrankung, i.d.R. durch altersbedingte 

Abnützung] und eine knöcherne Absprengung an der Basis des Os 

metacarpale festgestellt worden [liegt in den Beschwerdeakten nicht vor]. 

Auch habe bereits das am 29. März 2010 in der Klinik Hh._______ 

durchgeführte MRT der LWS [nicht aktenkundig] das Vorhandensein von 

Bandscheibenvorwölbungen und multisegmentalen Abnutzungen in allen 

lumbalen Segmenten verdeutlicht. Die Kernspintomographie des linken 

Handgelenkes vom 5. November 2012 [SUVA -act. 7.41; vgl. E. 7.3.1 

m.w.H.] habe ebenfalls eine ausgeprägte Rhizarthrose und ein Abriss des 

Processus styloideus ulnae gezeigt. Ein weiteres „NMR“ [MRI] des linken 

Handgelenkes, das von Dr. K._______ am Spital J._______ in (…) am 

17. Dezember 2012 durchgeführt worden sei [siehe E. 7.5.3 nachfolgend], 

zeige ebenfalls erhebliche Abnützungen im Handgelenk und der 

Handwurzel (SVA-act. 42/20). Zudem gab die Beschwerdeführerin an, 

dass sie seit längerer Zeit Ein- und Durchschlafstörungen habe, aber keine 

Schlafmittel einnehme. An Sport betreibe die Explorandin Reiten (sie habe 

ein eigenes Pferd). Sie könne derzeit wegen der Handbeschwerden „keine 

Dressur reiten“, gehe aber ausreiten und ausserdem regelmässig spazier-

gehen (S. 19). 

7.5.3 Gemäss dem orthopädischen Untersuchungsbefund befinde sich die 

rund 60 Jahre alte Beschwerdeführerin in einem altersentsprechenden All-

gemein- und Ernährungszustand (57 kg bei einer Grösse von 168 cm und 

einem BMI von 20,5). Seit sechs Jahren erfolge eine Beta-Blocker-Ein-

nahme wegen Hypertonus mit normalen Blutdruckwerten. Ruhepuls 

76/Min. Im Bereich der oberen Extremitäten seien die Schultern normal 

konfiguriert (stehen in gleicher Höhe) und es bestehe eine freie Schulter-

gelenksbeweglichkeit beidseits. Der Nacken- und Schürzengriff sei 

problemlos durchführbar. Auch bestehen unauffällige Ellbogenkonturen mit 

freier Beweglichkeit bezüglich Beugung und Streckung, die Umwendbe-

wegungen in der Längsachse seien nicht eingeschränkt. Es bestehe eine 

geringfügige Schwellung der linken Hand gegenüber rechts mit einer etwas 

rötlichen Hautverfärbung im Vergleich zu rechts nach durchgemachtem 

Morbus Sudeck sowie ein lokaler Druckschmerz im Daumensattelgelenk 

beidseitig. Kein Hinweis für synovitische Schwellungen der Fingergelenke 

beidseits, jedoch schmerzhafte Einschränkung der Handgelenksfunktion 

links. Der Faustschluss sei beidseitig vollständig und kräftig durchführbar 

und das Fingerspiel frei, wobei die grobe Kraft in der linken Hand 

C-250/2015 

Seite 27 

gegenüber rechts um zirka ein Drittel abgeschwächt sei. Freie 

Ellbogenbeweglichkeit rechts. Auch hier seien Beugung und Streckung und 

die Umwendbewegungen in der Längsachse des Unterarms frei. Nur 

leichte Funktionseinschränkungen im rechten Handgelenk. 

„Grobneurologisch“ fänden sich laut Dr. V._______ keine sensiblen oder 

motorischen Ausfälle. 

Auch hinsichtlich der unteren Extremitäten (Gangbild, Becken, Hüften, 

Kniegelenke, Kniescheibenbeweglichkeit, Bandverhältnisse, Fussform und 

Zehen – einschliesslich deren Beweglichkeit, Durchblutungsverhältnisse 

der Beine) seien aus orthopädischer Sicht keine Auffälligkeiten feststellbar.  

Die orthopädische Beurteilung der Wirbelsäule lautet wie folgt: Asthe-

nischer Habitus. Schwach angelegte Rückstreckmuskulatur, die im 

Nacken- und Schultergürtelbereich „etwas verspannt“ sei. Erhebliche 

Schmerzangabe beim Durchbewegen der HWS in allen Richtungen (Rota-

tion rechts/links 20/0/20; Inklination/Reklination 0/0/10; Seitneigung 

rechts/links 20/0/20). Gute Beweglichkeit der übrigen Wirbelsäulenab-

schnitte, FBA 10 cm. Schober LWS 10/14,5. Die Seitneigungs- und Rota-

tionsbewegungen seien nicht eingeschränkt. 

7.5.4 Im Ergebnis schloss Dr. V._______ aus orthopädischer Sicht auf 

folgende Diagnosen respektive krankhafte Veränderungen: 

1. Rezidivierendes Cervicalsyndrom bei kernspintomographisch nachge-
wiesenen Bandscheibenprotrusionen und deutlichen degenerativen Ver-
änderungen mit deutlicher Funktionseinschränkung der HWS. 

2. Status nach Morbus Sudeck der linken Hand nach multiplen Prellungen mit 
kernspintomographisch nachweisbaren ausgeprägten degenerativen Ver-
änderungen der Handwurzel und Rhizarthrose. 

3. Kernspintomographisch nachgewiesene erhebliche degenerative Ver-
änderungen im rechten Handgelenk mit Rhizarthrose und mit leichten 
Funktionseinschränkungen. 

Gemäss Dr. V._______ ergeben sich hieraus Funktionseinschränkungen 

im Bereich beider Hände, so dass Einschränkungen der groben Kraft 

beider Hände und der feinmotorischen Funktionen zu objektivieren seien. 

Einem weiteren operativen Eingriff stehe die Patientin ablehnend 

gegenüber, da sie auf der linken Seite einen Morbus Sudeck erlitten habe 

und erneut entsprechende Komplikationen bei weiteren Operationen 

befürchte. Derzeit nehme sie therapeutisch Ibuprofen 800 (nicht-

steroidaler Entzündungshemmer mit schmerzlindernden, fiebersenkenden 

C-250/2015 

Seite 28 

und entzündungshemmenden Eigenschaften) zwei Mal täglich ein. Weitere 

medikamentöse Massnahmen (z.B. Lyrica) hätten ihr keine Linderung 

gebracht. Bei dem derzeitigen Befund sei aus orthopädischer Sicht auch 

keine weitere Operationsindikation gegeben. Bezüglich der HWS sollte 

eine entsprechende intensive Physiotherapie mit Traktionen erfolgen. Auch 

hier bestehe aus orthopädischer Sicht derzeit keine Operationsindikation 

(s. Epikrise, Ziff. 4).  

Aus sozialmedizinischer Sicht beurteilte Dr. V._______ die Leistungsfähig-

keit der Beschwerdeführerin wie folgt: Die Leistungsfähigkeit der Exploran-

din sei zweifelsohne deutlich eingeschränkt. Insbesondere durch die Funk-

tionseinschränkungen und erheblichen degenerativen Veränderungen im 

Bereich der Handgelenke seien ihr mittelschwere oder schwere Tätigkeiten 

mit den Händen nicht mehr zumutbar, auch hohe Ansprüche an die Fein-

motorik der Handfertigkeit seien ihr nicht mehr möglich. Langdauernde 

Wirbelsäulen-Zwangshaltungen seien im Bereich der HWS zu vermeiden, 

auch Vibrations- oder Stossbelastungen. Ihrer letzten Tätigkeit als 

Büroangestellte könne sie aber weiterhin noch vollschichtig nachgehen, da 

diese Tätigkeit als leidensgerecht anzusehen sei. Auch alle leichten 

sonstigen Tätigkeiten unter Berücksichtigung der oben genannten 

Einschränkung der Hände und der Halswirbelsäule ohne Einwirkung von 

Nässe, Kälte und Zugluft wären ihr noch vollschichtig zumutbar. Die 

getroffenen Feststellungen gälten seit 18. Juni 2013 (S. 25 ff.). Daraus 

resultiere eine 100%-ige Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ab 

18. Juni 2013 in Verweistätigkeiten als auch in ihrer angestammten 

Tätigkeit als Büroangestellte.  

7.6 Im Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes beider Basel (nachfol-

gend: RAD) vom 18. Oktober 2013 nahm der zuständige RAD-Arzt und 

Facharzt für Orthopädie sowie für Physikalische und Rehabilitative 

Medizin, Dr. W._______, zum „Ärztlichen Gutachten“ vom 24. Juni 2013 

(E. 7.5) keine Stellung. „Übereinstimmend mit der SUVA Verfügung liegen 

bei der Versicherten unfallfremde gesundheitliche Einschränkungen vor. 

Der aktuellste medizinische Bericht des Schmerzzentrums G._______ vom 

25.07.2013 [Posteingang; datiert vom 18.07.2013] ist zur Beurteilung der 

Lage unbrauchbar.“ Eine Aktualisierung und Vervollständigung der Akten-

lage sei laut Dr. W._______ erforderlich. Insbesondere sei bei der DRV 

Bund in (…) nachzufragen, aufgrund welcher medizinischen Unterlagen 

der Versicherten eine volle Erwerbsminderungsrente zugesprochen 

worden sei (SVA-act. 31).  

C-250/2015 

Seite 29 

Festzuhalten ist, dass im Bericht des Schmerzzentrums G._______ vom 

25. Juli 2013 ausgeführt wird, die Prognose bezüglich eines CRPS der 

linken Hand sei aufgrund der Erkrankung „schlecht einzuschätzen“. Mit 

einem residualen Defekt sei prinzipiell zu rechnen. Aufgrund der 

schmerzhaften Funktionseinschränkung sei auch damit zu rechnen, dass 

die Fehlhaltung im Bereich der linken Schulter und des Nackens unter 

Belastung exacerbiere. Die Versicherte nehme aktuell Ibuprofen 800 mg 

(2x täglich) und Novaminsulfon bei Bedarf ein. Sie sei mittelfristig auf eine 

kontinuierliche Behandlung durch Physiotherapie und Ergotherapie 

angewiesen – wie es auch Dr. V._______ empfohlen hatte. Unter Ziff. 1.7 

(Fragen zur bisherigen Tätigkeit) ist zu lesen, dass eine 

Funktionseinschränkung im Bereich der linken Hand gegeben sei. 

Aufgrund der Schmerzen bestehe auch eine psychische Alteration im 

Sinne einer reaktiven depressiven Verstimmung. Die Frage, wie sich das 

bei der Arbeit auswirke, wurde mit „lässt sich zur Zeit aufgrund der vielen 

Arbeit nicht beurteilen“ beantwortet. Die Patientin sei bezüglich einer 

Arbeitsaufnahme „motiviert“. Keine klare Antwort ist dem Arztbericht auf die 

Frage, ob die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar 

sei, zu entnehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei „eher eine Teilzeittätigkeit“ 

– auch in ihrem alten Beruf als kaufmännische Angestellte – im Sinne einer 

Wiedereingliederung und einem empfohlenen Arbeitspensum von 

25 Prozent vorstellbar, wie es von der Patientin „baldmöglichst gewünscht“ 

worden sei. Die Patientin sei unter Belastung mit einer Schmerzzunahme 

behaftet und sei Linkshänderin, weshalb eine verminderte 

Leistungsfähigkeit bestehe (SVA-act. 22/5-7, 21/1-7). 

7.7 Im Rahmen der weiteren IV-Abklärungen gingen nebst dem orthopädi-

schen Gutachten von Dr. V._______ vom 24. Juni 2013 (E. 7.5 m.w.H.), 

das vom RAD-Arzt in seiner Stellungnahme vom 16. Dezember 2013 zu-

sammenfassend und korrekt dargelegt wurde (SVA-act. 48/2 f.), weitere 

medizinische Unterlagen bei der SVA Basel-Landschaft ein, die dem Regi-

onal Ärztlichen Dienst unterbreitet worden sind und im Wesentlichen fol-

gende Befunde sowie Hinweise zur Leistungsfähigkeit der Beschwerde-

führerin beinhalten:  

7.7.1 Nach einer am 22. Oktober 2013 durchgeführten plastischen Rekon-

struktion der Nase durch zwei ausgedehnte Lappenplastiken, die aufgrund 

eines Defektes der gesamten rechten Nasenseite nach Exzision eines 

Plattenepithelkarzinoms und Basalioms (ICD-10: C44.3) im 

Kreiskrankenhaus Z._______ (Deutschland) durchgeführt werden musste 

(SVA-act. 56/9 f.), prognostizierte Dr. Y._______, Facharzt für Plastische 

C-250/2015 

Seite 30 

und Ästhetische Chirurgie, in seinem Entlassungsbericht vom 

10. November 2013 (SVA-act. 56/11 f.), dass mit einem Rückgang der 

Deformierung nach Abschwellen der Lappenplastiken zu rechnen sei. 

Hinweise zur Arbeitsfähigkeit sind weder dem OP-Bericht noch dem 

Entlassungsbericht zu entnehmen. 

Im an die SVA-Basel-Landschaft adressierten Bericht/“Fragebogen“ legte 

Dr. Y._______ am 15. November 2013 zudem dar, dass die Beschwerde-

führerin in der Zeit vom 14. bis 30. Oktober 2013 ambulant und vom 22. bis 

25. Oktober 2013 stationär behandelt worden sei. Gemäss Befund vom 

30. Oktober 2013 bestehen reizlose Wundverhältnisse, kein Verzug der 

Nase, keine Schwellung, keine Rötung; das Fadenmaterial sei entfernt 

worden. Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 100% habe 

für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in der Zeit vom 17. bis einschliesslich 

30. Oktober 2013 bestanden; danach bestehe keine verminderte 

Leistungsfähigkeit (SVA-act. 45). Dies wurde auch vom RAD-Arzt in seiner 

Stellungnahme vom 16. Dezember 2013 vermerkt (SVA-act. 48/3). 

7.7.2 Im Arztbericht vom 5. November 2013 teilte Dr. L._______ 

(Fachärztin Chirurgie/spezialisierte Handchirurgie) mit, dass die 

Beschwerdeführerin im Zeitraum vom 4. Dezember 2012 bis 

einschliesslich 5. Juni 2013 im Spital J._______ behandelt worden sei. 

Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Status nach 

mehreren Kontusionen/Distorsionen linkes Handgelenk. Status nach CTS-

OP mit anschliessendem CRPS. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit nannte sie: Radiocarpalarthrose, Arthrose intercarpal und 

Carpometacarpal linke Hand. Bezüglich der von der Beschwerdeführerin 

angeführten Beschwerden in der rechten Hand wurden keine Diagnosen 

gestellt (vgl. orthopädisches Gutachten von Dr. V._______). 

Da laut der Fachspezialistin für Handchirurgie von der SUVA keine 

weiteren Kosten übernommen worden seien (i.S. eines Mandatsentzugs), 

habe die letzte Kontrolle am 5. Juni 2013 stattgefunden. Als nicht 

zumutbare Einschränkungen in behinderungsangepasster Tätigkeit nannte 

sie: Heben, Tragen, auf Leitern/Gerüste steigen, Tätigkeiten mit 

Beidhändigkeit; übrige Tätigkeiten: keine Einschränkungen (SVA-act. 40; 

B-act. 1/11). Wie vom RAD-Arzt korrekt festgestellt, finden sich (im 

Vergleich zum orthopädischen Gutachten von Dr. V._______) im 

Arztbericht der Handchirurgin keine Angaben zur zeitlichen Beschränkung 

einer Arbeitsunfähigkeit. 

C-250/2015 

Seite 31 

7.7.3 Der von der SVA Basel-Landschaft befragte Arzt, Dr. U._______, 

Praxis Ff._______, führte als Bemerkungen, die in der Stellungnahme des 

RAD erwähnt sind, an: „Keine Besserung nach Episteroid C5/6 links am 

02.05.2013 gemäss Protokoll bis 30.05.2013; NRS gleichbleibend 6-2; 

keine zusätzliche Aussage möglich“ (SVA-act. 47; vgl. auch SUVA-

act. 17.13; vgl. auch SVA-act. 42/17: „Einmalige Konsultation am 

2.05.2013; Aussagen von Verlauf und Prognose anhand dieser 

Konsultation nicht möglich“). 

7.7.4 Gemäss Stellungnahme des RAD vom 16. Dezember 2013 (SAK-

act. 48) werde in den „übersandten Unterlagen der DRV Bund Deutsch-

land“, insbesondere auf die Frage der gegenwärtigen gesundheitlichen 

Probleme im Selbsteinschätzungsbogen vom 9. April 2013 (SAK-

act. 42/13 f.) genannt: „allgemein und überhaupt immer und überall“.  

Der RAD-Arzt erwähnt zudem den am 7. August 2012 datierten und hand-

schriftlich verfassten „Ärztlichen Befundbericht“ von Dr. D._______, 

Facharzt für Innere Medizin, MVZ Nn._______, mit folgendem, zum Teil 

unleserlichen Angaben: Diagnosen: „Halswirbelsäule Distorsion / 

Halswirbelsäule Syndrom, Handgelenks …? links, CTS beidseits, 

M. Sudeck“. Die Patientin sei seit dem 26. Juni 2012 wegen der „HWS-

Distorsion, Handgelenks…“ arbeitsunfähig. Eine Besserung der 

Leistungsfähigkeit sei durch medizinische Rehabilitation möglich (SVA-

act. 42/15 f.). Über die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit oder 

die Auswirkungen zumutbarer Funktionseinschränkungen äussert sich Dr. 

D._______ nicht. 

7.7.5 Auf Basis der erwähnten medizinischen Unterlagen (E. 7.7) und jener 

in der Stellungnahme vom 18. Oktober 2013 (E. 7.6) sowie gestützt auf die 

orthopädische Begutachtung vom 18. Juni 2013 durch Dr. V._______ kam 

der RAD-Arzt zum Schluss, dass es sich bei den dokumentierten und von 

Dr. V._______ nachgewiesenen Erkrankungen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ausschliesslich um Erkrankungen des Be-

wegungsapparates (unfallabhängig und unfallunabhängig) handle. Die 

Leistungsfähigkeit der Versicherten sei zweifelsohne deutlich einge-

schränkt. Insbesondere durch die Funktionseinschränkungen und erheb-

lichen degenerativen Veränderungen im Bereich der Handgelenke seien 

ihr mittelschwere oder schwere Tätigkeiten mit den Händen nicht mehr zu-

mutbar. Auch hohe Ansprüche an die Feinmotorik der Handfertigkeit seien 

ihr nicht mehr möglich. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in angestammter 

Tätigkeit sowie leidensangepasster Verweistätigkeit seien langdauernde 

C-250/2015 

Seite 32 

Wirbelsäulen-Zwangshaltungen im Bereich der HWS ebenso zu ver-

meiden, wie Vibrations- oder Stossbelastungen. Zudem seien schwere 

Tätigkeiten mit den Händen, hohe Anforderungen bezüglich der Feinmo-

torik an die Handgelenksfertigkeiten, langdauernde Zwangshaltungen zu 

vermeiden. Aus sozialmedizinischer Sicht könne die Versicherte ihrer 

letzten Tätigkeit als Büroangestellte weiterhin noch vollschichtig nach-

gehen, da diese Tätigkeit als leidensgerecht anzusehen sei. Auch alle 

leichten sonstigen Tätigkeiten unter Berücksichtigung der erwähnten Ein-

schränkungen der Hände und der Halswirbelsäule wären ihr noch voll-

schichtig zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit entspricht 

gemäss RAD derjenigen in der angestammten Tätigkeit. Eine höhere 

Arbeitsfähigkeit wäre in einer Verweistätigkeit nicht zu erreichen. Die 

Einschätzung des RAD-Arztes zur verbleibenden Leistungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin sind nachvollziehbar und nicht zu beanstanden, zumal 

sie sich auf die vorliegenden sowie erwähnten medizinischen Unterlagen 

stützen und den erwähnten Einschränkungen Rechnung tragen (SVA-

act. 48/5 f.). Auch decken sich die Angaben über die Zeiten der Arbeits-(un-

)fähigkeit seit dem Unfallereignis (100% AUF vom 25.06.2012-17.06.2013, 

0% AUF vom 18.06.-16.10.2013, 100% AUF vom 17.10.2013-30.10.2013, 

0% AUF vom 31.10.2013 bis auf weiteres) mit den SUVA-Akten, den 

Feststellungen im orthopädischen Gutachten von Dr. V._______ vom 

24. Juni 2013 sowie dem Bericht/“Fragebogen“ nach OP Basaliom von Dr. 

Y._______ vom 15. November 2013.  

7.8 Auf die Frage der SVA Basel-Landschaft, ob insbesondere der Bericht 

des vorbehandelnden Arztes (Dr. Aa._______) im Zusammenhang mit der 

gestellten Diagnose „Basaliom“ (Hautkrebserkrankung) im Bereich der 

Nase Einfluss auf die Stellungnahme des RAD vom 16. Dezember 2013 

habe, antwortete der RAD-Arzt am 17. Januar 2014 wie folgt (SVA-act. 55): 

„Der Bericht der Kliniken Jj._______ [vgl. E. 7.7.1 m.w.H. zu den 

Ausführungen des Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie im 

Kreiskrankenhaus Z._______] lag bereits der Stellungnahme vom 

16.12.2013 vor (Seite 3). Es ergeben sich keine Änderungen hinsichtlich 

der Stellungnahme vom 16.12.2013“. Ergänzend zitierte er aus dem am 

18. November 2013 handschriftlich beantworteten und zum Teil unleser-

lichen Bericht/“Fragebogen von Dr. Aa._______, (…) vom 18. November 

2013 (SVA-act. 54): „Sicherung der Diagnose Basaliom am 17.09.2013 

durch PE, Spinaliom am 1. Oktober 2013, entfernt durch Exzision. 

Ambulante Behandlung vom 22.08.2013 [recte: 27.08.2013] bis zum 

11.10.2013; Therapieempfehlung: Chirurgische Exzision und plastische 

Rekonstruktion; alle 3 bis 6 Monate dermatologische Nachsorge. Bezüglich 

C-250/2015 

Seite 33 

der AUF [Arbeitsunfähigkeit] Nachfrage bei den chirurgischen Kollegen. Im 

Übrigen habe gemäss den Arztberichten der Kliniken Jj._______ lediglich 

eine Arbeitsunfähigkeit vom 17. Oktober 2013 bis zum 30. Oktober 2013 

und nach Abschluss der Behandlung eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit 

bestanden (vgl. E. 7.7.1), wie dies zutreffend vom RAD-Arzt dokumentiert 

wurde. 

7.9  

7.9.1 Im Arztbericht vom 17. Januar 2014 von Dr. Bb._______ (HNO-

Ärztin), unterzeichnet von Dr. Cc._______ vom Medizinischen 

Versorgungszentrum Kk._______ (Deutschland), der an Dr. Dd._______ 

(Ärztin für Allgemeinmedizin) adressiert ist, ist unter „Diagnose“ 

angegeben: „Die Kopfschmerzen lassen sich nicht durch die von Ihnen 

diagnostizierte Sinusitis erklären (…). Der Beschwerdekomplex ist 

differentialdiagnostisch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sicher zu 

beurteilen“ (SVA-act. 56/8). Diese Aussage findet sich auch in der 

ergänzenden Stellungnahme des RAD vom 13. Februar 2014 (SVA-

act. 58). 

7.9.2 Der im Rahmen der IV-Abklärung eingeholte Arztbericht/“Fragebogen 

vom 10. Februar 2014 von Dr. Dd._______, Ärztin für Allgemeinmedizin 

(SVA-act. 56/1 ff.), enthält im Wesentlichen folgende Angaben: ambulante 

Behandlung bis 2009 und von 6/2013 bis dato; Diagnosen mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit: HWS Distorsion, CTS OP rechts und links, Sudeck. 

Als neue Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde 

angegeben: „evt. Hypertonie“ (chronisch überhöhter Blutdruck) seit 

5 Jahren – ohne dies näher zu erläutern. Behandlung: keine 

Akutbehandlung; bei Bedarf Schmerzmittel Ibuprofen 800, Amlodipin 5 bei 

arterieller Hypertonie; „Bisherige Tätigkeit ist aus medizinischer Sicht nicht 

zumutbar. (…) externes Gutachten hat 25% Belastbarkeit bescheinigt 

[vgl. SVA-act. 60/1 ff. und 22]. 

7.10 In seiner fünften Stellungnahme vom 14. März 2014 (SVA-act. 62) 

würdigte der RAD-Arzt den erst nach der Stellungnahme vom 13. Februar 

2014 (SVA-act. 58/2) unterbreiteten Arztbericht/“Fragebogen“ (datiert vom 

18. Juli 2013) der Dres. E._______ und F._______ im Schmerzzentrum 

G._______ (SVA-act. 60, 22/5-7). Gemäss RAD sei die Versicherte (lt. 

Arztbericht/Fragebogen) vom 11. September 2012 bis zum 3. Dezember 

2012 im Schmerzzentrum G._______ behandelt worden. Eine letzte Vor-

stellung (Kontrolle) habe am 14. Dezember 2012 stattgefunden (s.  SVA-

act. 22/2). Die Angabe der Leistungsbeurteilung würde seit dem 11. Juli 

C-250/2015 

Seite 34 

2013 gelten (s. SVA-act. 22/4). Welches Datum auch zugrunde gelegt 

werde, die letzte klinische Untersuchung/Behandlung habe im Dezember 

2012 stattgefunden. Wie der RAD-Arzt zutreffend festgestellt hat, kann sich 

daher die Aussage zur Leistungsfähigkeit nur auf dieses Datum/diesen 

Zeitraum (bis 14. Dezember 2012) beziehen. Die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit durch den RAD habe sich in der Stellungnahme vom 

16. Dezember 2013 auf das orthopädische Gutachten vom 18. Juni 2013 

abgestützt. Seitens Diagnosen und Erkrankungen ergäben sich keine 

neuen Aspekte. Jedoch sei das externe Gutachten, das eine Belastbarkeit 

von 25% bescheinige, einzuverlangen. 

7.11  

7.11.1 Am 24. Juli 2014 nahm der RAD erneut eingehend Stellung (SVA-

act. 73) zu den medizinischen Punkten (2, 5, 6, 8 und 9, 10, 11 und 12) im 

Einwandschreiben vom 21. Mai 2014. Als Nachweis der bestehenden 

Beschwerdebilder habe die Versicherte einen mit 1. Juli 2014 datierten Be-

richt von Dr. Ee._______, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und 

Psychotherapie, eingereicht, der im Nachgang zur Untersuchung 

am  1. Juli 2014 verfasst worden sei (vgl. SVA-act. 72/2 f.; B-act. 1/8). 

Diagnose: „Verdacht“ auf komplex regionales Schmerzsyndrom Typ 1. Ver-

sicherte könne „manchmal links nicht richtig greifen.“ Gemäss der 

Fachärztin für Neurologie leide die Versicherte unter Schmerzen der linken 

Hand, gleichzeitig unter einem Brennen handschuhförmig in allen Fingern 

der linken Hand bis zum Ellbogen reichend. Schwellung der linken Hand 

und Kältegefühl der linken Hand. Die Sensibilität sei – bis auf die oben 

beschriebenen Missempfindungen – in der gesamten linken Hand und im 

Unterarm bis zum Ellenbogen reichend intakt gewesen. 

Feinmotorikstörung der linken Hand. In seiner Beurteilung führte er aus, 

die von der Versicherten geschilderten Beschwerden liessen sich nicht 

dem Verlauf eines peripheren Nervens zuordnen, insbesondere keiner 

Schädigung des Nervus medianus. Der Symptomenkomplex entspreche 

„am ehesten“ einem komplex regionalen Schmerzsyndrom vom Typ 1 mit 

anhaltenden brennenden Schmerzen, einer Asymmetrie der 

Hauttemperatur, Ödem und reduzierter Beweglichkeit, einer Hyperalgesie. 

Die Therapie bestehe im Wesentlichen aus Schonung sowie einer 

Schmerztherapie wie bei neuropatischen Schmerzen. Diese Würdigung 

deckt sich mit dem aktenkundigen Arztbericht. 

7.11.2 Die Frage, inwieweit die Versicherte ihre Hand noch belasten 

könne, ohne dass der auch in Ruhe vorhandene Schmerz zunehme, 

C-250/2015 

Seite 35 

respektive das CRPS sich verschlimmere (vgl. SVA-act. 72/1), beant-

wortete der RAD zusammenfassend wie folgt: Unter Würdigung der ge-

samten medizinischen Unterlagen bestünden Hinweise darauf, dass es 

sich – übereinstimmend mit dem Bericht vom 22. April 2013 über die 

neurologische Untersuchung vom 15. April 2013 von Dr. S._______, 

Facharzt FMH für Neurologie (s. E. 7.3.5 m.w.H.), um ein CRPS 1 der 

linken Hand seit der Carpaltunneloperation vom November 2011 handle. 

Die Ausprägung zeige einen wechselnden Verlauf mit Phasen der 100%-

igen Arbeitsfähigkeit bei einem Arbeitspensum von 100% (zum Zeitpunkt 

des Unfalls am 25.06.2012). Hinsichtlich des von der Beschwerdeführerin 

beanstandeten orthopädischen Gutachtens von Dr. V._______ entgegnete 

der RAD-Arzt, dass es sich bei dem CRPS um eine klinische Diagnose 

handle (siehe auch „Budapest-Kriterien“), weshalb bei wechselndem 

Verlauf nur auf echtzeitliche medizinische Untersuchungsunterlagen 

zurückgegriffen und abgestützt werden könne. Hierzu stehe der 

orthopädische Untersuchungsbefund von Dr. V._______ mit einer 

differenzierten Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zur Verfügung (vgl. E. 7.5 

m.w.H.). Entsprechend diesem Befund habe zum Zeitpunkt der 

Untersuchung am 18. Juni 2013 eine Arbeitsfähigkeit bestanden 

(medizinisch echtzeitliches fachärztliches Dokument). Die Beurteilung des 

Schmerzzentrums G._______, welches noch im Oktober 2010 (?) nur von 

einer 20%-igen Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit in drei Monaten (per 

Ende Januar 2013) ausgegangen sei, stehe nicht im Widerspruch zu dem 

Gutachten von Dr. V._______. Vom Schmerzzentrum G._______ sei eine 

stufenweise Wiedereingliederung mit zunächst 25% empfohlen worden 

(vgl. E. 7.6 m.w.H.). Die letzte Vorstellung (Kontrolle) habe im Dezember 

2012 stattgefunden – etwa ein halbes Jahr vor der Untersuchung bei Dr. 

V._______. Damit werde an der Stellungnahme vom 16. Dezember 2013 

festgehalten. Sollte sich der klinische Befund wieder verschlechtert haben 

(vorliegend Folgeuntersuchung vom 1. Juli 2014), müsse hinsichtlich der 

Behandlung, des Verlaufs und der Therapieergebnisse gegebenenfalls 

erneut über Arbeitsfähigkeit und Leistungsvermögen entschieden werden 

(SVA-act. 73/1-7). Die auf sieben Seiten dargelegten Ausführungen des 

RAD-Arztes sind nachvollziehbar und decken sich mit den vorliegenden 

Akten und Inhalten der bisherigen Erwägungen (SVA-act. 73).  

7.12 Mit ergänzendem Einwand vom 1. Oktober 2014 (SVA-act. 74/1; B-

act. 1/14) erklärte die bevollmächtigte Rechtsanwältin, dass es der Ver-

sicherten nicht möglich sei, mit einer derart geschädigten Hand längere 

Einsätze auch nur leichter Art zu leisten. Auch aufgrund des Alters sei eine 

Verwertung der Restarbeitsfähigkeit nicht mehr möglich. Als Nachweis der 

C-250/2015 

Seite 36 

Beschwerden fügte sie einen mit Datum vom 7. August 2014 versehenen 

Bericht der Kernspintomographie des linken Handgelenks von Dr. 

I._______ (Facharzt für Diagnostische Radiologie, Radiologische Praxis 

H._______) dem Schreiben bei (SVA-act. 74/1-2). Dem Befund ist zu 

entnehmen, dass eine MRT-Voraufnahme vom 5. November 2012 zum 

Vergleich diene. Beurteilung: Morbus Sudeck der gesamten Hand-

wurzelknochen sowie ausgeprägte, zum Teil aktivierte Rhizarthrose in 

Luxationsstellung. TFC-Läsion bei Abriss des Prozessus styloideus ulnare 

und ausgeprägter Arthrose auch ulno-radial distal. 

Mit Nachtrag vom 14. Oktober 2014 (SVA-act. 78) ergänzte Dr. I._______ 

seinen unveränderten Bericht vom 7. August 2014 (SVA-act. 74/2) wie 

folgt: „Verteilung und Ausprägung der Ödemveränderungen weitgehend 

konstant im Vergleich zu 11/12. Auch die Veränderungen im Bereich des 

distalen Radioulnargelenkes und des TFCC zeigen keine relevanten 

Ausprägungsänderungen“. 

Der RAD würdigte dies dahingehend, dass im Vergleich zum MRI der 

linken Handwurzel vom 5. November 2012 (SUVA-act. 7.41; vgl. auch 

E. 7.3.1 m.w.H.) hinsichtlich der Verteilung und Ödemveränderung ein 

weitgehender konstanter Befund bestehe. Auch zeigten die 

Veränderungen im Bereich des distalen Radioulnargelenkes und des 

TFCC keine relevante Ausprägungsänderung. Es ergäben sich damit aus 

dem aktuell vorliegenden radiologischen Befund keine neuen 

Erkenntnisse, es verbleibe bei der Stellungnahme vom 16. Dezember 2013 

(SVA-act. 79). 

7.13 Nebst der bereits dargelegten medizinischen Unterlagen reichte die 

Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren zwei weitere Arztberichte 

ein:  

7.13.1 Der „Ärztlichen Bescheinigung zur Vorlage bei SVA Basel-Land-

schaft“ von Dr. Dd._______ (Ärztin für Allgemeinmedizin) vom 23. Mai 

2014 ist folgender Wortlaut zu entnehmen: „Die Patientin befindet sich seit 

02.06.2013 in unserer Praxis in Behandlung. Sie bezieht seit 19.07.2013 

die deutsche Erwerbsminderungsrente. Somit war der letzte Tag der 

Arbeitsunfähigkeit in Deutschland über die Ll._______ am 18.07.13. Aus 

ärztlicher Sicht ist die Patientin auch nach dem 18.07.2013 bis auf weiteres 

arbeitsunfähig und höchstens wie in dem Gutachten vom 10.02.2014 zu 

25% belastbar. Ich bezog mich auf das Gutachten vom Schmerzzentrum 

G._______ vom 18.07.2013“ (B-act. 1/15). 

C-250/2015 

Seite 37 

7.13.2 Im Bericht über die Kernspintomographie der LWS vom 

3. Dezember 2014 macht Dr. I._______ (Facharzt für Diagnostische 

Radiologie, Radiologische Praxis H._______) folgende klinische Angaben: 

Persistierende/rezidivierende Rückenschmerzen „seit langem“, teils 

ischialgiforme Schmerzausstrahlung nach rechts. Beurteilung: Aktive 

Osteochondrose L3/4, D5/S1, Zustand nach erosiver Osteochondrose 

L4/5, Spondylarthrosen L3-S1, am deutlichsten L5/S1 rechts. Geringe 

Taillierung des rechten Neuroforamen L4/5 mit intraforaminalem 

Wurzelkontakt L4. Protrusionen L1-L3. Keine Spinalstenose (B-act. 1/9). 

8.  

8.1 Unter den medizinischen Unterlagen, die der SVA Basel-Landschaft 

etappenweise seitens der SUVA zugeführt oder im Rahmen der IV-

Abklärungen bei den zuständigen Ärzten erst eingeholt und anschliessend 

vom RAD eingehend gewürdigt wurden, ist insbesondere auffällig, dass 

sich Dr. Dd._______ (Allgemeinmedizinerin) im Fragebogen vom 

10. Februar 2014 auf ein „externes Gutachten“ stützt, ohne dieses näher 

zu spezifizieren. Im Gutachten werde der Beschwerdeführerin ein „vorstell-

bares Arbeitspensum von 25%“ empfohlen“, wie es von der Patientin „bald-

möglichst gewünscht“ worden sei (vgl. E. 7.9.2). Mit der „Ärztlichen Be-

scheinigung (…)“ vom 23. Mai 2014 stellte Dr. Dd._______ klar, dass sie 

das „Gutachten vom Schmerzzentrum G._______ vom 18.07.2013“ 

gemeint habe (E. 7.13.1). Dabei handelt es sich jedoch um einen Arztbe-

richt/„Fragebogen“ für die Beurteilung des Anspruchs auf eine Rente vom 

18. Juli 2013 des Schmerzzentrums G._______, der kein Gutachten im 

engeren Sinne darstellt (vgl. E. 4.5.3 und 7.6; vgl. SAK-act. 60). Dr. 

Dd._______ lässt zudem jegliche medizinische Begründung hinsichtlich 

der Auswirkungen im angestammten Beruf als auch in einer 

Verweistätigkeit vermissen. An dieser Stelle ist auf die Ausführungen in 

Erwägung 7.6, auf die orthopädische Begutachtung vom 18. Juni 2013 

durch Dr. V._______ sowie auf die Stellungnahmen des RAD zu verweisen. 

Fragwürdig ist auch die Aussage der Allgemeinmedizinerin, dass bei der 

Beschwerdeführerin eine CTS-OP an der rechten und linken Hand 

vorgenommen worden sei, zumal gemäss bisher dargelegter Aktenlage 

einzig eine Karpalkanalspaltung an der linken Hand im November 2011 

durchgeführt wurde (vgl. E. 7.3.5, 7.5.2). Eine Aussage zur orthopädischen 

Behandlung konnte Dr. Dd._______ nicht machen, wie der RAD-Arzt am 

13. Februar 2014 (SVA-act. 58) zutreffend festgestellt hat. Zudem lässt die 

Diagnose eventuelle Hypertonie seit 5 Jahren nicht auf eine fundiert 

belegte medizinische Angabe schliessen, weshalb dem „Befund“ der 

Allgemeinmedizinerin nicht die gleiche Beweiskraft beigemessen werden 

C-250/2015 

Seite 38 

kann, wie dem schlüssigen Gutachten von Dr. V._______ (E. 4.5.3 mit 

Hinweis zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung). Gleiches gilt auch für 

die „Ärztliche Bescheinigung zur Vorlage bei SVA Basel-Landschaft“ vom 

23. Mai 2014 (E. 7.13.1), die keine Diagnosen, Hinweise über den Be-

handlungsverlauf, Einschätzung der verbleibenden Leistungsfähigkeit oder 

eine medizinische Begründung für die attestierte 25%ige Belastbarkeit ent-

hält. Insofern können die Angaben der Allgemeinmedizinerin auch nicht 

den Ausführungen von Dr. V._______ entgegengehalten werden, zumal 

das orthopädische Gutachten vom 24. Juni 2013 die Anforderungen an ein 

beweiskräftiges Gutachten erfüllt (E. 7.5.1). 

8.2 Hinsichtlich der zu beurteilenden medizinischen Situation sowie ver-

bleibenden Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei der medizini-

sche Bericht des Schmerzzentrums G._______ vom 18. Juli 2013 „un-

brauchbar“, wie der RAD-Arzt in seiner gleich datierten Stellungnahme 

feststellte (vgl. E 7.6). Dies ist insofern nachvollziehbar, zumal aus diesem 

Arztbericht/“Fragebogen“ – im Gegensatz zum orthopädischen Gutachten 

von Dr. V._______ – nicht hervorgeht, ob die Diagnosen (CRPS Grad I 

linke Hand, sekundäre Cervicobrachalgie mit Ansatztendinosen, HWS-

Syndrom mit Blockierungs- und Muskelkettenproblematik, V.a. 

Facettengelenksreizung) eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben. 

Auch lässt sich der Aussage, die Prognose bezüglich eines CRPS der 

linken Hand sei aufgrund der Erkrankung „schlecht einzuschätzen“, keine 

Information über die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen.  

8.3 Die Beanstandung der Beschwerdeführerin, dass die medizinische Be-

urteilung durch Dr. V._______ weder die Berücksichtigung sämtlicher be-

klagter Beschwerden umfasse noch umfassend oder widerspruchsfrei sei, 

ist nicht nachvollziehbar, zumal sie nicht aufzeigt, welche aktuellen Be-

schwerden im „Ärztlichen Gutachten für die gesetzliche Rentenver-

sicherung“ vom 24. Juni 2013 nicht berücksichtigt worden sind (vgl. 

E. 7.5.2 m.w.H.) und inwieweit das Gutachten den anderen Arztberichten 

widerspricht. Zudem ist festzuhalten, dass Dr. V._______, der vom 

deutschen Rentenversicherungsträger beauftragt wurde, eine 

monodisziplinäre Begutachtung im Fachbereich Orthopädie 

durchzuführen, ausgewiesener Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin 

ist und somit die hierfür notwendigen Qualifikationen aufweist. Zudem lässt 

auch der RAD in seinen Stellungnahmen keine Zweifel an den 

Ausführungen im orthopädischen Gutachten von Dr. V._______ erkennen. 

Auch die Vorinstanz (IVSTA) schloss sich den Ausführungen des RAD an, 

wonach das orthopädische Gutachten von Dr. V._______ eine ausführliche 

C-250/2015 

Seite 39 

echtzeitliche und differenzierte fachärztliche Stellungnahme darstelle, die 

– wie auch die SUVA-Unterlagen – in der Gesamtbeurteilung gewürdigt 

worden seien (SVA-act. 81 f.). Nachdem der Beweiswert des Gutachtens 

auch nicht durch die zahlreichen Arztberichte, die eingehenden 

Abklärungen der SVA Basel-Landschaft sowie nachvollziehbaren 

Stellungnahmen des RAD geschmälert wurden und der deutsche 

Sozialversicherungsträger seinen Rentenentscheid im Jahr 2013 darauf 

stützte, sieht das Bundesverwaltungsgericht keinen Grund, das genannte 

orthopädische Gutachten nicht als Beweismittel zuzulassen respektive 

zusätzliche medizinische Abklärungen anzuordnen. 

8.4 In ihrer abweisenden Verfügung vom 28. November 2014 (SVA-

act. 81 f.) stellte die IVSTA (Vorinstanz) fest, dass aufgrund der dokumen-

tierten Diagnosen ein Belastungsprofil in Verweistätigkeiten mit folgenden 

Punkten festgelegt worden sei: leichte Tätigkeiten, ohne hohe Ansprüche 

an die Feinmotorik der Handfertigkeit, langdauernde Wirbelsäulen-

Zwangshaltungen im Bereich der HWS seien zu vermeiden, keine Vibra-

tions- oder Stossbelastungen. Es sei jedoch auch festgehalten worden, 

dass der letzten Tätigkeit als Büroangestellte weiterhin vollschichtig 

nachgegangen werden könne, da diese Tätigkeit als leidensgerecht 

anzusehen sei. Ein leidensbedingter Abzug, den die Versicherte respektive 

ihre Rechtsvertreterin einfordere, erübrige sich somit, wie die Vorinstanz 

zutreffend festgestellt hat (siehe dazu E. 9.3 mit Hinweis zur 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung).  

Die Vorstellung bei Dr. S._______ (Facharzt für Neurologie) sei im April 

2013 im Auftrag der SUVA erfolgt. Gemäss seiner Prognose sei die Prog-

nose zum damaligen Zeitpunkt noch offen gewesen und eine Arbeitsfähig-

keit sei aktuell in erster Linie wegen der linken Hand nicht gegeben. Zu 

erwähnen sei, dass das klinische Bild verdächtig für ein CRPS I (kom-

plexes regionales Schmerzsyndrom vom Typ I) sei, wie es offenbar schon 

nach der Karpalkanalspaltung im November 2011, also vor dem zur Dis-

kussion stehenden Unfall, vorgelegen habe [vgl. E. 7.3.5 m.w.H.]. Die Ver-

sicherte sei jedoch zum Zeitpunkt des Unfalles (25. Juni 2012) voll arbeits-

fähig in einem 100% Pensum als Büroangestellte gewesen [vgl. Sachver-

halt Bst. A; SUVA-act. 7.2]. Somit sei ein CRPS mit wechselnder Aus-

prägung im Verlauf gegeben. Gemäss dem Arztbericht der Hausärztin Dr. 

Dd._______ (Ärztin für Allgemeinmedizin) vom 12. Februar 2014 [recte: 

10. Februar 2014, vgl. E. 7.9.2] seien bei der letzten Kontrolle im Januar 

2014 eine HWS-Distorsion und ein Morbus Sudeck vorgelegen. Beide 

C-250/2015 

Seite 40 

Diagnosen seien jedoch nicht bei ihr behandelt worden. Auch sei keine 

weitere Behandlung am Bewegungsapparat erfolgt. 

Erst im Rahmen des Einspracheverfahrens, also rund ein Jahr später, sei 

wieder eine fachärztliche Vorstellung bei Dr. Eee._______ [recte: Dr. 

Ee._______], Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, 

am 1. Juli 2014 erfolgt [vgl. E. 7.1.11]. Hier sei der Verdacht auf ein 

komplex regionales Schmerzsyndrom Typ 1 geäussert worden, welches 

„scheinbar“ seit November 2011 in wechselnder Ausprägung und mit einer 

100%-igen Arbeitsfähigkeit bestehen soll. Diese 100%-ige Arbeitsfähigkeit 

sei bereits von Dr. S._______ bestätigt worden. Somit könne be