# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9da0e25e-aba0-55d1-bc2f-e0379a0f975b
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 01.12.2020 SK.2020.25
**Docket/Reference:** SK.2020.25
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2020-25_2020-12-01

## Full Text

Einfache Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 1 SVG), Mehrfache grobe und qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 2 und Abs. 3 SVG), mehrfache Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB), mehrfache einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB), mehrfache Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 StGB), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19a BetmG);;Einfache Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 1 SVG), Mehrfache grobe und qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 2 und Abs. 3 SVG), mehrfache Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB), mehrfache einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB), mehrfache Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 StGB), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19a BetmG);;Einfache Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 1 SVG), Mehrfache grobe und qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 2 und Abs. 3 SVG), mehrfache Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB), mehrfache einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB), mehrfache Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 StGB), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19a BetmG);;Einfache Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 1 SVG), Mehrfache grobe und qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 2 und Abs. 3 SVG), mehrfache Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB), mehrfache einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB), mehrfache Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 StGB), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19a BetmG)

Urteil vom 1. Dezember 2020  
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Vorsitz 

Martin StupfundSylvia Frei,  

Gerichtsschreiber Friedo Breitenfeldt  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, 

 

und 

 

als Privatklägerschaft: 

 

1. B., 

2. C., 

 
gegen  

 

  
 A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Martin Dietrich, 

 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2020.25 

- 2 - 

SK.2020.25 

Gegenstand  
Mehrfache grobe und qualifiziert grobe Verkehrsregelver-

letzung, mehrfache Gefährdung des Lebens, mehrfache 

einfache Körperverletzung, mehrfache Sachbeschädi-

gung, Hinderung einer Amtshandlung, mehrfache Wider-

handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz  

 

 

 

 

  

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SK.2020.25 

Anträge der Bundesanwaltschaft: 

1. A. sei freizusprechen: 

- vom Vorwurf der mehrfachen groben und qualifiziert groben Verkehrsre-

gelverletzung (Art. 90 Abs. 2 und Abs. 3 SVG), angeblich begangen am 4. 

Juni 2019 auf der Autobahn A3 zwischen Altendorf SZ und Kilchberg ZH; 

- vom Vorwurf der mehrfachen Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB) an-

geblich begangen am 4. Juni 2019 auf der Autobahn A3 zwischen Freien-

bach SZ und Kilchberg ZH; 

- vom Vorwurf der mehrfachen einfachen Körperverletzung mit einem ge-

fährlichen Gegenstand (Art. 123 Ziff. 2 StGB), angeblich begangen am 4. 

Juni 2019 auf der Autobahn A3 in Kilchberg ZH; 

- vom Vorwurf der mehrfachen Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 StGB), 

angeblich begangen am 4. Juni 2019 Autobahn A3 zwischen Freienbach 

SZ und Kilchberg ZH; sowie 

- vom Vorwurf der Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), angeblich 

begangen am 28. Mai 2019 in Chur. 

2. A. sei schuldig zu sprechen: 

der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 

19 Abs. 1 Bst. d i.V.m. Art. 19a Ziff. 1 BetmG), begangen in der Zeit von 1. 

Dezember 2017 bis 27. Mai 2019 in Zürich, Chur und anderswo in der 

Schweiz, 

und es sei von einer Bestrafung abzusehen (Art. 54 StGB). 

3. Es sei eine stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 59 Abs. 3 StGB, even-

tualiter Art. 59 Abs. 2 StGB, anzuordnen. 

Es sei festzustellen, dass die Massnahme am 27. Januar 2020 vorzeitig angetre-

ten worden ist. 

Die ausgestandene Untersuchungshaft von 238 Tagen sei an die Massnahme an-

zurechnen (Art. 51 StGB). 

4. Der Kanton Zürich sei als Vollzugskanton zu bestimmen (Art. 74 Abs. 2 StBOG 

i.V.m. Art. 34 Abs. 1 StPO). 

5. Die Zivilklagen seien gerichtlich zu beurteilen. 

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6. Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens in der Höhe 

von Fr. 67’104.45 (Gebühren: Fr. 9’500.00; Auslagen: Fr. 57’604.45) und den ge-

richtlich zu bestimmenden Kosten des Hauptverfahrens, seien A. Im Betrag von 

CHF 2'000.00 aufzuerlegen (Art. 419 und Art. 426 Abs. 1 StPO). 

Im Übrigen seien die Verfahrenskosten vom Bund zu tragen (Art. 419 und Art. 423 

StPO). 

7. A. sei keine Entschädigung und keine Genugtuung auszurichten (Art. 429 Abs. 1 

und Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO). 

8. Rechtsanwalt Martin Dietrich sei für die amtliche Verteidigung von A. in gerichtlich 

zu bestimmender Höhe aus der Bundeskasse zu entschädigen (Art. 135 Abs. 1 

StPO). 

A. sei zu verpflichten, dem Bund die Entschädigung im Betrag von Fr. 1'000.00 

zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 

Abs. 4 und Art. 419 StPO). 

Anträge der Verteidigung: 

1. Es sei festzustellen, dass der Beschuldigte die Straftatbestände der 

- mehrfachen qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne 

von Art. 90 Abs. 3 SVG; 

- mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 

Abs. 2 SVG; 

- vorsätzlichen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 

2 StGB; 

- mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB; 

im Zustand der Schuldunfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 1 StGB erfüllt hat. 

2. Der Beschuldigte sei freizusprechen von den Vorwürfen der 

- vorsätzlichen einfachen Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB) mit 

Bezug auf Anklagepunkt 1.4., Ziffer 1; 

- Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB) mit Bezug auf Anklage-

punkt 1.6. 

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3. Das Verfahren betreffend mehrfache Übertretung gegen das Betäubungsmittelge-

setz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b. BetmG i.V.m. Art. 19a Ziff. 1 BetmG sei 

gestützt auf Art. 19a Ziff 3 BetmG einzustellen; eventualiter sei von einer Bestra-

fung abzusehen. 

4. Es sei für den Beschuldigten eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne 

von Art. 59 StGB anzuordnen unter Weiterführung des bereits laufenden Vollzugs. 

5. Von einer Landesverweisung sei abzusehen. 

6. Die Schadenersatzforderung von C. Im Betrag von EUR 1‘304.00 sei vollumfäng-

lich auf den Zivilweg zu verweisen. 

7. Die Genugtuungsforderungen von C. und von B. seien abzuweisen. 

8. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten maximal im Umfang von 60% auf-

zuerlegen. 

9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien nach Massgabe der eingereichten 

Honorarnote (inkl. Auslagen für Dolmetscher und MWST) auf die Staatskasse zu 

nehmen unter Vorbehalt der anteilsmässigen Nachforderung (maximal 60%) nach 

Art. 135 Abs. 4 StPO. 

 

  

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Prozessgeschichte: 

A. Am 28. Mai 2019 fiel A. («Beschuldigter») in der Bahnhofsunterführung in Z. auf, 

als er lauthals Koranverse vorlas. Bei der anschliessenden Polizeikontrolle soll 

er «Allahu akbar» gerufen haben, um sich geschlagen sowie geschrien haben, 

er wolle «alle töten». Am Folgetag wurde er nach einem weiteren Vorfall fürsor-

gerisch in der Klinik D. in Z. untergebracht.  

B. Als er am 4. Juni 2019 aus der fürsorgerischen Unterbringung entlassen wurde, 

soll der Beschuldigte in floridem psychotischem Zustand mit dem Auto seiner 

Schwiegermutter auf der Autobahn A3 gefahren sein. Dabei soll er zwischen 

Altendorf SZ und Kilchberg ZH unter grober Missachtung der zulässigen Höchst-

geschwindigkeit mehrere waghalsige Überholmanöver ausgeführt und mehrere 

Gefahrensituationen und Kollisionen verursacht haben. Bei dem Vorfall wurden 

zwei Automobilistinnen verletzt und mehrere Fahrzeuge beschädigt. Der Be-

schuldigte wurde von der Kantonspolizei Zürich zurück in die Klinik D. gebracht. 

C. Mit Hausdurchsuchungs- und Durchsuchungsbefehl vom 4. Juni 2019 ordnete 

die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl eine Hausdurchsuchung am Wohnort des Be-

schuldigten sowie eine Durchsuchung seines Fahrzeuges, seiner Kleider und 

seiner Aufzeichnungen an. 

D. Nach seiner Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Juni 

2019 wurde der Beschuldigte mit Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts 

des Bezirks Zürich vom 8. Juni 2019 einstweilen in Untersuchungshaft versetzt.  

E. Mit Verfügung vom 13. Juni 2019 trat die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl das Ver-

fahren an die Bundesanwaltschaft ab.  

F. Mit Verfügung vom 16. Juni 2019 stellte die Bundesanwaltschaft das Verfahren 

in Bezug auf den Vorwurf der Drohung (Art. 180 StGB) nach einer Desinteresse-

erklärung des mutmasslich Geschädigten ein (BA pag. 03-00-0004). 

G. Mit Verfügung vom 10. Juli 2019 dehnte die Bundesanwaltschaft die gegen den 

Beschuldigten wegen Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB), Verletzung der 

Verkehrsregeln (Art. 90 SVG) und Verstosses gegen Art. 2 des Bundesgesetzes 

über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» sowie 

verwandter Organisationen («AQ/IS-Gesetz») geführte Untersuchung auf die 

Tatbestände der einfachen Körperverletzung (Art. 123 StGB) und der Sachbe-

schädigung (Art. 144 StGB) aus (BA pag. 01-01-0003).  

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H. Mit Erklärung vom 2. September 2019 stellte B. Strafantrag im Zusammenhang 

mit dem Vorfall vom 4. Juni 2019 und bezifferte ihre Zivilansprüche auf Fr. 

2'000.00 als Genugtuung (BA pag. 15-05-0007).  

I. Mit Verfügung vom 3. September 2019 dehnte die Bundesanwaltschaft die Un-

tersuchung auf den Tatbestand des Verstosses gegen das Betäubungsmittelge-

setz (Art. 19 Abs. 1 lit. d und 19a BetmG) aus (BA pag. 01-01-0004).   

J. Mit Erklärung vom 4. September 2019 stellte C. Strafantrag im Zusammenhang 

mit dem Vorfall vom 4. Juni 2019 und bezifferte seine Zivilansprüche auf EUR 

1'304.00 als Schadenersatz sowie EUR 1'000.00 als Genugtuung (BA pag. 15-

04-0007). 

K. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2019 dehnte die Bundesanwaltschaft die Unter-

suchung auf den Tatbestand der Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB) 

aus (BA pag. 01-01-0005).  

L. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2019 stellte die Bundesanwaltschaft das Ver-

fahren in Bezug auf den Vorwurf des Verstosses gegen Art. 2 des AQ/IS-Geset-

zes ein (BA pag. 03-00-0001). 

M. Mit Verfügung vom 17. Januar 2020 wurde der Beschuldigte zum vorzeitigen 

Massnahmenvollzug ab 27. Januar 2020 in die Klinik E. in Y. eingewiesen (BA 

pag. 06-01-0139). 

N. Am 21. Juli 2020 erhob die Bundesanwaltschaft Anklage gegen A. wegen mehr-

facher grober und qualifiziert grober Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 2 und 

3 SVG), mehrfacher Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB), mehrfacher einfa-

cher Körperverletzung (Art. 123 StGB), mehrfacher Sachbeschädigung (Art. 144 

Abs. 3 StGB), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB) sowie mehrfacher 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. d sowie 

Art. 19a BetmG). 

O. Mit Verfügung vom 24. August 2020 lud das Bundesstrafgericht («Verfahrenslei-

tung») die Parteien zur Stellung von Beweisanträgen ein. Von Amtes wegen ein-

geholt wurden die Auszüge aus Betreibungs- und Strafregister sowie Steuerun-

terlagen (TPF pag. 7.400.002).  

P. Mit Eingabe vom 1. September 2020 stellte Rechtsanwalt Dietrich einen Beweis-

antrag, wonach ein aktueller Verlaufsbericht über den bisherigen Massnahme-

vollzug des Beschuldigten einzuholen sei (TPF pag. 7.521.001). Diesem Antrag 

gab die Verfahrensleitung mit Verfügung vom 8. Oktober 2020 statt. Von Amtes 

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wegen eingeholt wurde zudem der Bericht zur Risikoabklärung des Amts für Jus-

tizvollzug Zürich vom 3. Januar 2020 (TPF pag. 7.262.1.002 ff.). 

Q. Die Hauptverhandlung fand am 1. Dezember 2020 in Anwesenheit der Bundes-

anwaltschaft, des Beschuldigten sowie seines Verteidigers am Sitz des Gerichts 

statt.  

 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Bundesgerichtsbarkeit 

Das Gericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen. Die Anklage lautet auf 

mehrfache grobe und qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 2 

und 3 SVG), mehrfache Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB), mehrfache ein-

fache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB), mehrfache Sachbeschädigung 

(Art. 144 Abs. 3 StGB), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB) sowie 

mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. 

d sowie Art. 19a BetmG). Keines dieser Delikte untersteht per se der Bundesge-

richtsbarkeit (Art. 23 f. StPO e contrario). Im vorliegenden Fall wurde zunächst 

eine Untersuchung wegen mutmasslichen Verstosses gegen Art. 2 des Bundes-

gesetzes über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer 

Staat» sowie verwandter Organisationen («AQ/IS-Gesetz») geführt (BA pag. 15-

02-0001). Dieser Vorwurf erhärtete sich jedoch nicht, weshalb die Bundesanwalt-

schaft das Verfahren mit Verfügung vom 13. Dezember 2019 insoweit einstellte 

(BA pag. 03-00-0001). Eine einmal in Anwendung von Art. 26 Abs. 2 StPO be-

gründete Bundeszuständigkeit bleibt bestehen (BGE 133 IV 235). Die Zuständig-

keit der Strafkammer des Bundesstrafgerichts für die Beurteilung aller Anklage-

punkte ist somit gegeben (Art. 35 Abs. 1 StBOG).  

2. Strafantrag 

2.1 Ist eine Tat nur auf Antrag strafbar, so kann jede Person, die durch sie verletzt 

worden ist, die Bestrafung des Täters beantragen (Art. 30 Abs. 1 StGB). Das 

Antragsrecht erlischt nach Ablauf von drei Monaten. Die Frist beginnt mit dem 

Tag, an welchem der antragberechtigten Person der Täter sowie die Tat, samt 

ihrer objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale, bekannt wird (Art. 31 

StGB; anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts 6B_1335/2015 vom 23. Septem-

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ber 2016, E. 1.1). Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die aus-

drücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin zu beteiligen 

(Art. 118 Abs. 1 StPO). Der Strafantrag ist dieser Erklärung gleichgestellt (Art. 

118 Abs. 2 StPO).  

2.2 In Bezug auf die Anklage ist zunächst der Tatbestand der einfachen Körperver-

letzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB) auf Antrag strafbar, wobei vorliegend die Qualifi-

kation von Art. 123 Ziff. 2 StGB angeklagt ist, bei der es sich wiederum um ein 

Offizialdelikt handelt.  

Mit Erklärung vom 2. September 2019 (Eingangsstempel 6. September 2019) 

stellte B. Strafantrag im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 4. Juni 2019 und 

bezifferte ihre Zivilansprüche auf Fr. 2'000.00 als Genugtuung (BA pag. 15-05-

0007). Mit Erklärung vom 4. September 2019 (Eingangsstempel 11. September 

2019) stellte C. Strafantrag, ebenfalls im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 4. 

Juni 2019 und bezifferte seine Zivilansprüche auf EUR 1'304.00 als Schadener-

satz sowie EUR 1'000.00 als Genugtuung (BA pag. 15-04-0007). Dem Beschul-

digten wird in der Anklageschrift jedoch kein Antragsdelikt zulasten von C. vor-

geworfen. Somit konnte C. zwar keine Strafklage erheben, wohl aber seine Zivil-

forderung adhäsionsweise geltend machen. Seine Erklärung ist als Adhäsions-

klage entgegenzunehmen (Art. 118 Abs. 2 StPO). 

Die Bundesanwaltschaft hatte die Strafuntersuchung erst mit Verfügung vom 10. 

Juli 2019 namentlich auf den Tatbestand der einfachen Körperverletzung (Art. 

123 StGB) ausgedehnt (BA pag. 01-01-0003). Da für die Anwendbarkeit dieser 

Strafbestimmung Vorsatz erforderlich ist, hatten die Privatkläger frühestens zum 

Zeitpunkt der Ausdehnung der Untersuchung Kenntnis über Tat und Täter im 

Sinne von Art. 30 f. StGB. Die Strafantragsfrist ist somit gewahrt und die beiden 

Geschädigten konstituierten sich rechtsgültig als Privatkläger. 

2.3   Des Weiteren wirft die Bundesanwaltschaft dem Beschuldigten mehrfache Sach-

beschädigung i.S.v. Art. 144 StGB vor. Die Bundesanwaltschaft macht geltend, 

der Beschuldigte habe einen «grossen Schaden» i.S.v. Art. 144 Abs. 3 StGB 

(Qualifikation) verursacht. Zwar wird die zur Annahme eines «grossen Scha-

dens» übliche Schwelle von Fr. 10'000.00 (anstelle vieler: ZBJV 121 (1985) 511) 

gegenüber den einzelnen Geschädigten nicht überschritten. Vorliegend ist je-

doch von einer natürlichen Handlungseinheit auszugehen (hierzu BGE 131 IV 83 

E. 2.4.5 m.w.H.; WEISSENBERGER, Basler Kommentar, 4. Aufl., 2019, Art. 144 

StGB N. 104 ff.). Somit ist von einem grossen Schaden und folglich von einem 

Offizialdelikt auszugehen. Dies gilt umso mehr als sich der (Eventual-) Vorsatz 

des Beschuldigten auf die Verursachung weit höheren Schadens bezog und die 

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Tatsache, dass der Schwellenwert von Fr. 10'000.00 vorliegend nur knapp über-

schritten wurde, lediglich den Umständen zu verdanken ist.  

3. Unbefugter Konsum von Betäubungsmitteln (Art. 19a BetmG) 

3.1 In Anwendung von Art. 19a Ziff. 3 BetmG kann von einer Strafverfolgung abge-

sehen werden, wenn sich der Täter wegen Konsums von Betäubungsmitteln ei-

ner ärztlich beaufsichtigten Betreuung unterzieht. Diese Bestimmung ist als 

«Kann-Vorschrift» formuliert. Das Verfahren kann eingestellt werden, sobald dies 

im Hinblick auf die Resozialisierung des Täters sinnvoll erscheint. Als Täter im 

Sinne des Gesetzes kommt derjenige in Betracht, der ausschliesslich Wider-

handlungen gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG begangen hat (zum Ganzen: Urteil des 

Bundesgerichts 6S.15/2001 vom 14. Juni 2001 E. 3/dd).  

3.2 Der Beschuldigte erklärte anlässlich der Hauptverhandlung ausdrücklich seine 

Behandlungsbereitschaft und entsagte explizit dem Drogenkonsum. Die erforder-

liche ärztliche Betreuung gemäss Art. 19a Ziff. 3 BetmG ist im Rahmen der an-

zuordnenden stationären Massnahme i.S.v. Art. 59 StGB gewährleistet (unten 

Ziff. 6). Das Verfahren wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz ist 

folglich in Anwendung von Art. 19a Ziff. 3 BetmG einzustellen.   

4. Autofahrt und -unfall vom 4. Juni 2019 

4.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, mehrfach durch vorsätzli-

che Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko von Unfällen mit 

Schwerverletzten oder Todesopfern eingegangen zu sein, namentlich durch be-

sonders krasse Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und waghal-

siges Überholen.  

4.1.1 Zusammengefasst soll er am 4. Juni 2019 zwischen 12.41 und 12.55 Uhr auf der 

zweispurigen Autobahn A3 zwischen Altendorf SZ und Kilchberg ZH, in Fahrt-

richtung Zürich, auf einer Strecke von rund 30 km mit dem […] Toyota […] mit 

Kennzeichen 1 («Toyota») die signalisierte Höchstgeschwindigkeit massiv über-

schritten haben, die anderen sich auf der Strecke befindenden Fahrzeuge mit 

sehr hoher Geschwindigkeit sowohl auf der Überhol- und Normalspur als auch 

zwischendurch (auf der mittleren Leitlinie) überholt haben und dabei sehr nahe 

auf die anderen Fahrzeuge aufgefahren und seitlich sehr nahe an ihnen vorbei-

gefahren sein. Hierbei soll er mehrfach die Beherrschung über den Toyota verlo-

ren haben, bei Überholmanövern zwei Fahrzeuge gestreift und beschädigt ha-

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ben, jedoch seine Fahrt ungebremst fortgesetzt haben und zuletzt bei einem wei-

teren Überholmanöver eine Kollision mit zwei weiteren Autos verursacht haben, 

worauf er mit dem stark beschädigten Toyota zum Stillstand gekommen sei. 

4.1.2 Konkret soll der Beschuldigte um ca. 12.41 Uhr im Altendorftunnel bei Kilometer 

138.7 (vor dem Tunnel) mit einer Geschwindigkeit von mindestens 174 km/h ge-

fahren sein und somit die signalisierte Höchstgeschwindigkeit um mindestens 74 

km/h überschritten haben. Dabei soll er einen Lastwagen (Tieflader mit Bauma-

schine), der viel langsamer auf der Normalspur unterwegs gewesen sei, auf der 

Überholspur überholt haben. Bei Kilometer 138.4 (im Tunnel) soll der Beschul-

digte weiter mit einer Geschwindigkeit von mindestens 175 km/h gefahren sein 

und das signalisierte Tempolimit somit um mindestens 75 km/h überschritten ha-

ben. Dabei soll er einen weissen Personenwagen, der viel langsamer auf der 

Normalspur unterwegs gewesen sei, auf der Überholspur überholt haben. Zwi-

schen Kilometer 138.2 und 137.9 (im Tunnel) soll der Beschuldigte mit 167 bis 

171 km/h unterwegs gewesen sein und dabei eine Reihe von Personenwagen, 

die viel langsamer dicht aufeinander auf der Normalspur unterwegs gewesen 

seien, auf der Überholspur überholt haben. Durch diese Fahrweise soll der Be-

schuldigte die unmittelbare Gefahr eines Unfalls mit Toten oder Schwerverletzten 

geschaffen haben, insbesondere auf Grund der hohen Geschwindigkeit (bis min-

destens 175 km/h) bzw. dem Unterschied zu derer der anderen Fahrzeuge (ca. 

100 km/h), deren Unvorhersehbarkeit für die anderen Verkehrsteilnehmer, des 

hohen Verkehrsaufkommens sowie der schlechten Sichtverhältnisse im engen 

Tunnel.  

4.1.3 Sodann soll der Beschuldigte um ca. 12.44 Uhr in Freienbach SZ mit massiv 

überhöhter Geschwindigkeit (mindestens 160 km/h bei einer signalisierten 

Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h) den Personenwagen BMW i3 mit Kenn-

zeichen 2 des F., der mit ca. 120 km/h auf der Normalspur unterwegs gewesen 

sei, auf der Überholspur überholt haben. Weiter soll er mit massiv überhöhter 

Geschwindigkeit (mindestens 160 km/h) das Fahrzeug des G., welches mit ca. 

120 km/h auf der Überholspur unterwegs gewesen sei, rechts auf der Normalspur 

überholt haben. Das Fahrzeug BMW X 5 mit Kennzeichen 3 von H., welches sei-

nerseits mit ca. 120 km/h auf der Überholspur dabei gewesen sei, einen auf der 

Normalspur fahrenden Lastwagen zu überholen, soll der Beschuldigte rechts – 

d.h. auf der mittleren Linie zwischen BMW und Lastwagen hindurch – überholt 

haben. Dabei soll er während des Überholvorganges mit der linken Seite des 

Toyota die rechte Seite des X 5 (vom hinteren bis zum vorderen Radkasten) ge-

streift haben, sodass es einen Knall gegeben habe und beide Fahrzeuge beschä-

digt worden seien. Nach dem Überholmanöver soll der Beschuldigte seine Fahrt 

ungebremst fortgesetzt bzw. noch mehr beschleunigt haben. Mit seiner Fahr-

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weise soll er die unmittelbare Gefahr eines Unfalls mit Toten oder Schwerverletz-

ten hervorgerufen haben, insbesondere auf Grund der hohen Geschwindigkeit 

(bis mindestens 160 km/h) bzw. dem Unterschied zur Geschwindigkeit der ande-

ren Fahrzeuge, der Unvorhersehbarkeit und krassen Regelwidrigkeit der Manö-

ver für die anderen Verkehrsteilnehmer, des geringen Abstandes beim Überho-

len, der Streifkollision mit dem BMW sowie der Grösse, Masse und Beschaffen-

heit des Lastwagens. 

4.1.4 Weiter soll der Beschuldigte um ca. 12.52 Uhr in Wädenswil den Personenwagen 

Ferrari FF (Kennzeichen 4) des I., der seinerseits mit ca. 70 km/h auf der Nor-

malspur hinter einem Lastwagen gefahren sei und gleichzeitig von einem ande-

ren Fahrzeug mit ca. 120 (signalisierte Tempolimite) überholt worden sei, links – 

d.h. zwischen der mittleren Leitlinie zwischen dem Ferrari und dem überholenden 

Fahrzeug hindurch – mit massiv überhöhter Geschwindigkeit überholt haben. 

Während des Überholvorgangs soll er mit dem rechten Aussenspiegel des 

Toyota den linken Aussenspiegel des Ferrari gestreift haben, sodass der Aus-

senspiegel des Toyota abgerissen und derjenige des Ferrari beschädigt worden 

sei. Hiernach soll er seine Fahrt ungebremst fortgesetzt und in Slalomfahrt (links-

recht-links) mindestens drei weitere Fahrzeuge mit massiv übersetzter Ge-

schwindigkeit auf Überhol- und Normalspur überholt haben. Durch diese Fahr-

weise soll der Beschuldigte die unmittelbare Gefahr eines Unfalls mit Toten oder 

Schwerverletzten geschaffen haben, insbesondere auf Grund der hohen Ge-

schwindigkeit (bis mindestens 175 km/h) bzw. dem Unterschied zu derer der an-

deren Fahrzeuge, deren Unvorhersehbarkeit für die anderen Verkehrsteilneh-

mer, der krass regelwidrigen Fahrweise, mit der die anderen Verkehrsteilnehmer 

nicht hätten rechnen können, des geringen Seitenabstands beim Überholen, der 

Streifkollision mit dem Ferrari auf Höhe des überholenden Fahrzeuges sowie der 

Grösse, Masse und Beschaffenheit des Lastwagens. 

4.1.5 Des Weiteren soll sich der Beschuldigte um ca. 12.54 Uhr in Thalwil dem vor ihm 

mit ca. 120 km/h auf der Überholspur fahrenden Fiat Panda mit Kennzeichen 5 

des J., der seinerseits dabei gewesen sei, auf der Überholspur einen Lastwagen 

zu überholen, mit massiv überhöhter Geschwindigkeit (mindestens 150 km/h bei 

einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h) angenähert haben, 

wodurch J. gezwungen gewesen sein soll, kurz vor dem Lastwagen wieder rechts 

einzuscheren. Der Beschuldigte soll den Fiat unmittelbar nach dessen Wechsel 

auf die Normalspur mit massiv überhöhter Geschwindigkeit (mindestens 150 

km/h) auf der Überholspur überholt haben und nach dem Manöver seine Fahrt 

ungebremst fortgesetzt und weitere Fahrzeuge in Slalommanier auf Überhol- und 

Normalspur überholt haben. Sodann soll der Beschuldigte mit massiv überhöhter 

Geschwindigkeit (mindestens 150 km/h) den Personenwagen Skoda Fabia 

(Kennzeichen 6) des K., der seinerseits mit ca. 130 km/h dabei gewesen sei, ein 

- 13 - 

SK.2020.25 

auf der Normalspur fahrendes Fahrzeug zu überholen, rechts – d.h. auf der mitt-

leren Leitlinie zwischen dem Skoda und dem anderen Fahrzeug hindurch – über-

holt haben, wodurch K. und das andere Fahrzeug gezwungen worden seien, aus-

zuweichen, um einen Unfall zu vermeiden. So soll der Beschuldigte den Skoda 

so schnell und mit so geringem seitlichen Abstand überholt haben, dass dieser 

durch den Luftdruck «durchgeschüttelt» worden sei. Nach dem Manöver soll er 

seine Fahrt ungebremst fortgesetzt und den nächsten Automobilisten bedrängt 

haben. Durch diese Fahrweise soll der Beschuldigte die unmittelbare Gefahr ei-

nes Unfalls mit Toten oder Schwerverletzten geschaffen haben, insbesondere 

auf Grund der hohen Geschwindigkeit (bis mindestens 150 km/h) bzw. dem Un-

terschied zu derer der anderen Fahrzeuge, deren Unvorhersehbarkeit für die an-

deren Verkehrsteilnehmer, der krass regelwidrigen Fahrweise, mit der die ande-

ren Verkehrsteilnehmer nicht hätten rechnen können, des geringen Seitenab-

stands beim Überholen, der Beinahe-Kollision mit dem Skoda auf Höhe des über-

holenden Fahrzeuges sowie der Grösse, Masse und Beschaffenheit des Lastwa-

gens. 

4.1.6 Sodann soll der Beschuldigte um ca. 12.54 Uhr in Rüschlikon bzw. Kilchberg den 

Personenwagen Volvo V 70 (Kennzeichen 7) von L., der mit ca. 85 km/h auf der 

Überholspur unterwegs gewesen sei, mit massiv überhöhter Geschwindigkeit 

(mindestens zwischen 110 und 130 km/h bei einer signalisierten Tempolimite von 

80 km/h) rechts auf der Normalspur überholt haben. Hierbei sei er auf der Über-

holspur sehr nahe an den Volvo herangefahren, die Spur unmittelbar vor ein an-

deres Fahrzeug gewechselt haben, das seitlich hinter dem Volvo auf der Normal-

spur gefahren sei, den Volvo mit einem sehr geringen seitlichen Abstand überholt 

haben und anschliessend wieder unmittelbar vor den Volvo auf die Überholspur 

zurückgewechselt haben. Hiernach soll er seine Fahrt ungebremst fortgesetzt 

und unmittelbar danach auf dieselbe Weise ein weiteres Fahrzeug rechts über-

holt haben. Bei Kilometer 109.300 soll der Beschuldigte weiter mit massiv über-

höhter Geschwindigkeit (mindestens zwischen 110 und 130 km/h bei einer sig-

nalisierten Tempolimite von 80 km/h) dem vor ihr mit ca. 80 km/h auf der Über-

holspur fahrenden BMW 225 (Kennzeichen 8) von M. angenähert haben, sodass 

diese gezwungen gewesen sei, sofort auf die Normalspur zu wechseln, um einen 

Unfall zu vermeiden. Unmittelbar nach dessen Wechsel auf die Normalspur soll 

er den BMW 225 mit massiv überhöhter Geschwindigkeit überholt haben. Nach 

dem Überholmanöver soll er seine Fahrt ungebremst fortgesetzt und mit massiv 

überhöhter Geschwindigkeit mindestens zwei weitere auf der Überholspur fah-

rende Fahrzeuge rechts auf der Normalspur überholt haben. Durch diese Fahr-

weise soll der Beschuldigte die unmittelbare Gefahr eines Unfalls mit Toten oder 

Schwerverletzten geschaffen haben, insbesondere auf Grund der hohen Ge-

schwindigkeit (über 110 km/h) bzw. dem Unterschied zu derer der anderen Fahr-

zeuge, deren Unvorhersehbarkeit für die anderen Verkehrsteilnehmer, der krass 

- 14 - 

SK.2020.25 

regelwidrigen Fahrweise, mit der die anderen Verkehrsteilnehmer nicht hätten 

rechnen können, des geringen Seitenabstands beim Überholen, des regen Ver-

kehrsaufkommens sowie der Enge der Fahrbahn im Baustellenbereich. 

4.1.7 Weiter soll sich der Beschuldigte um ca. 12.55 Uhr in Kilchberg dem vor ihm mit 

ca. 85 km/h auf der Überholspur fahrenden Fiat 500 mit belgischem Kennzeichen 

9 von C. und B. sowie dem auf der Normalspur fahrenden BMW 118i (Kennzei-

chen 10) von N. mit massiv überhöhter Geschwindigkeit (zwischen 110 und 130 

km/h bei einer signalisierten Tempolimite von 80 km/h) genähert haben. Beim 

Versuch, den Fiat rechts zu überholen, sei die linke hintere Seite des Toyota mit 

der hinteren rechten Seite des Fiat kollidiert, sodass der Fiat beschädigt, nach 

vorne geworfen und nur mit Mühe in der Spur habe gehalten werden können. Der 

Beschuldigte habe seinerseits vollends die Beherrschung über den Toyota ver-

loren und mit grosser Geschwindigkeit (mindestens 110 km/h) mit der rechten 

Front des Toyota bei einer geringen Überdeckung mit dem linken Heck des BMW 

kollidiert sein, sodass der BMW beschädigt und nach vorne geworfen, ins Schleu-

dern geraten und schliesslich mit der Leitplanke auf der rechten Strassenseite 

kollidiert sei. Nach einer Schleuderfahrt von 182 m über Normal- und Überholspur 

sei der stark beschädigte Toyota auf dem Pannenstreifen zum Stehen gekom-

men. Mit seiner Fahrweise soll der Beschuldigte die unmittelbare Gefahr eines 

Unfalls mit Toten oder Schwerverletzten geschaffen haben, insbesondere auf 

Grund der hohen Geschwindigkeit bzw. dem Unterschied zu derer der anderen 

Fahrzeuge, deren Unvorhersehbarkeit für die anderen Verkehrsteilnehmer, der 

krass regelwidrigen Fahrweise, mit der die anderen Verkehrsteilnehmer nicht 

hätten rechnen können, der Kollisionen mit dem Fiat und dem BMW und der 

dadurch verursachten Richtungsänderungen dieser Fahrzeuge, des geringen 

Seitenabstands beim Überholen, des regen Verkehrsaufkommens sowie der 

Enge der Fahrbahn im Baustellenbereich. 

4.1.8 Der Beschuldigte soll während der gesamten Strecke eine vollkommen hem-

mungs- und rücksichtslose Fahrweise gezeigt haben. Dabei soll er starke Hallu-

zinationen gehabt haben und insbesondere den Eindruck gehabt haben, in einem 

Autorennen zu sein, von einem Geist gehetzt zu werden, ein Lied und Koran-

verse zu hören sowie Stimmen im Kopf gehört haben, die ihm «schnell, schnell» 

gesagt hätten. Dabei soll er immer wieder die linke Hand aus dem geöffneten 

Fenster gestreckt und das «Victory»-Zeichen gemacht haben. Mit seiner Fahr-

weise soll er elementare Verkehrsregel in gravierender Weise verletzt haben, 

insbesondere durch: 

 

- besonders krasse Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit (Art. 

27 Abs. 1, 32 Abs. 1 und 2 Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01); Art. 

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SK.2020.25 

4a Abs. 1 und 5 Verkehrsregelverordnung (VRV; SR 741.11); Art. 22 Abs. 

1 Signalisationsverordnung (SSV; SR 741.21);  

- waghalsiges, verbotenes Rechtsüberholen auf der Autobahn (Art. 35 Abs. 

1, 2 und 3, Art. 43 Abs. 3 SVG; Art. 8 Abs. 1 und 3, Art. 11 Abs. 2 und Art. 

36 Abs. 5 VRV); 

- ungenügenden seitlichen Abstand beim Überholen (Art. 34 Abs. 3 und 4 

SVG; Art. 10 Abs. 1 und 2 VRV); 

- ungenügenden Abstand beim Hintereinanderfahren (Art. 34 Abs. 3 und 4 

SVG; Art. 12 Abs. 1 VRV); 

- Spurwechsel ohne Zeichengebung (Art. 39 Abs. 1; Art. 28 Abs. 1 VRV) so-

wie;  

- Nichtbeherrschung des Fahrzeugs (Art. 31 Abs. 1 SVG). 

 

Durch dieses Verhalten soll er die unmittelbare Gefahr eines Unfalls mit Toten 

oder Schwerverletzten hervorgerufen haben, wobei das Unfallrisiko besonders 

hoch gewesen und die möglichen Unfallfolgen besonders schwerwiegend hätten 

sein können auf Grund der Geschwindigkeit des Toyota (bis 175 km/h), der gros-

sen Unterschiede zwischen derselben und derjenigen der anderen Fahrzeuge, 

der krassen Regelwidrigkeit der Fahrmanöver sowie deren Unvorhersehbarkeit 

für die anderen Verkehrsteilnehmer, den geringen Abständen zwischen den 

Fahrzeugen im dichten Verkehr und der damit verbundenen Sichtverhältnisse 

und Reaktionsmöglichkeiten, der Halluzinationen und der damit verbundenen er-

regten psychischen Verfassung des Beschuldigten, der Grösse, Masse und Be-

schaffenheit der beteiligten Lastwagen sowie der Enge der Fahrbahn in den Tun-

nel- und Baustellenbereichen.  

Der Beschuldigte soll wissentlich und willentlich gehandelt haben. Insbesondere 

soll er die gravierende Verletzung elementarer Verkehrsregeln direkt angestrebt 

und das hohe Risiko eines Unfalls mit Toten und Verletzten zumindest billigend 

in Kauf genommen haben. Dieses Verhalten soll Zeugnis einer besonderen, 

durch nichts zu rechtfertigenden Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben und der 

körperlichen Integrität der anderen Verkehrsteilnehmer gewesen sein.  

4.1.9 Während der gesamten Fahrt unmittelbar nach der Entlassung aus der fürsorge-

rischen Unterbringung in der psychiatrischen Klinik D. soll sich der Beschuldigte 

in einem floriden psychotischen Zustand befunden haben und somit gänzlich 

schuldunfähig gewesen sein.  

4.1.10 Weiter wirft die Bundesanwaltschaft dem Beschuldigten vor, mit folgendem Ver-

halten durch grobe Verletzung der Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die 

Sicherheit anderer hervorgerufen zu haben.  

- 16 - 

SK.2020.25 

Zunächst indem er am 4. Juni 2019, zwischen ca. 12.49 und 12.53 Uhr auf der 

Autobahn A3 zwischen Wollerau SZ und Horgen ZH, in Fahrtrichtung Zürich, mit 

dem Toyota mit Kennzeichen 1, gegen 12.49 Uhr im Blatt-Tunnel (zwischen km 

129.1 und km 128.6) mit Geschwindigkeiten von mindestens 128 km/h bis 135 

km/h gefahren und die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um 

mindestens 35 km/h überschritten, und mindestens einen Personenwagen dunk-

ler Farbe, welcher viel langsamer auf der Normalspur unterwegs gewesen sei, 

auf der Überholspur überholt habe. 

Sodann soll der Beschuldigte gegen 12.53 Uhr zwischen Wädenswil und Horgen 

mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein, immer wieder ohne zu 

blinken die Spur gewechselt haben und streckenweise auf der mittleren Leitlinie 

gefahren sein. Hierbei habe er eine besonders rücksichtslose Fahrweise offen-

bart sowie starke Halluzinationen gehabt, insbesondere habe er das Gefühl ge-

habt, in einem Autorennen zu sein, von einem Geist gehetzt zu werden sowie ein 

Lied, Koranverse und Stimmen zu hören, wonach er immer schneller fahren solle. 

Dabei habe er wichtige Verkehrsregeln in gravierender Weise verletzt, insbeson-

dere durch grobe Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit (Art. 27 

Abs. 1, Art. 32 Abs. 1 und 2 SVG; Art. 4a Abs. 1 und 5 VRV; Art. 22 Abs. 1 SSV), 

verbotenes Linksfahren auf einer Autobahn (Art. 34 Abs. 1 SVG, Art. 8 Abs. 1 

VRV) sowie Spurwechsel ohne Zeichengebung (Art. 39 Abs. i SVG, Art. 28 Abs. 

1 VRV). 

Durch dieses Verhalten soll er eine ernstliche Gefahr für Leib und Leben der an-

deren Verkehrsteilnehmer hervorgerufen haben, insbesondere auf Grund der 

Geschwindigkeit des Toyota, der grossen Unterschiede zwischen derselben und 

derjenigen der anderen Fahrzeuge, deren Unvorhersehbarkeit für die anderen 

Verkehrsteilnehmer, des regen Verkehrsaufkommens auf der Normalspur und 

der damit verbundenen, besonders naheliegenden Möglichkeit eines Spurwech-

sels eines anderen Fahrzeuges vor den heranfahrenden Toyota sowie der Licht- 

und Sichtverhältnisse im Tunnel. 

Der Beschuldigte soll wissentlich und willentlich gehandelt und insbesondere die 

grobe Verletzung wichtiger Verkehrsregeln direkt angestrebt sowie das ernstliche 

Risiko für die körperliche Unversehrtheit der anderen Verkehrsteilnehmer zumin-

dest billigend in Kauf genommen und somit eine besondere Rücksichtslosigkeit 

gegenüber Leib und Leben der anderen Verkehrsteilnehmer gezeigt haben.  

Während der gesamten Fahrt unmittelbar nach der Entlassung aus der fürsorge-

rischen Unterbringung in der psychiatrischen Klinik D. soll sich der Beschuldigte 

in einem floriden psychotischen Zustand befunden haben und somit gänzlich 

schuldunfähig gewesen sein. 

- 17 - 

SK.2020.25 

4.1.11 Sodann wirft die Bundesanwaltschaft dem Beschuldigten vor, mit folgendem Ver-

halten mehrere Menschen in skrupelloser Weise in unmittelbare Lebensgefahr 

gebracht zu haben.  

4.1.12 So soll er am 4. Juni 2019 zwischen ca. 12.44 und 12.55 Uhr auf der Autobahn 

A3 zwischen Freienbach SZ und Kilchberg ZH, in Fahrtrichtung Zürich mit seinem 

vorstehend in Ziff. 4.1.3 beschriebenen Überholmanöver die Insassen des BMW 

X 5, H. und ihren Sohn O., in eine solche Lage gebracht haben, dass mit grosser 

Wahrscheinlichkeit ein schwerer Unfall mit tödlichen Folgen hätte eintreten kön-

nen, wobei die unmittelbare Gefahr bestanden habe, dass der X 5 bei einer Ge-

schwindigkeit von ca. 120 km/h mit der Leitplanke bzw. mit dem sich auf gleicher 

Höhe befindenden Lastwagen kollidieren und die Insassen des X 5 dabei hätten 

ums Leben kommen können. Mit seinem in Ziff. 4.1.3 oben umschriebenen Über-

holmanöver soll er I. sowie die unbekannten Insassen des anderen Fahrzeugs, 

das den Ferrari von I. auf der Überholspur überholt habe, in eine solche Lage 

gebracht haben, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit ein schwerer Unfall mit töd-

lichen Folgen habe eintreten können, wobei die unmittelbare Gefahr bestanden 

habe, dass der Toyota (mit weit über 120 km/h), das überholende Fahrzeug (mit 

ca. 120 km/h), der Ferrari und der Lastwagen (beide mit ca. 70 km/h) hätten mit-

einander kollidieren können und dies für die Insassen tödliche Folge hätte haben 

können. Weiter habe die Gefahr bestanden, dass der Toyota (mit weit über 120 

km/h), der Fiat Panda (mit ca. 120 km/h) und der Lastwagen (mit ca. 100 km/h) 

miteinander bzw. der Leitplanke hätten kollidieren können und J. dabei hätte ums 

Leben kommen können. Sodann habe der Beschuldigte mit seinem in Ziff. 4.1.4 

(oben) beschriebenen Überholmanöver K. und die (unbekannten) Insassen des 

anderen Fahrzeuges, das von K. im Skoda auf der Überholspur überholt worden 

sei, in eine solche Lage gebracht, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit ein 

schwerer Unfall mit tödlichen Folgen habe eintreten können, wobei die unmittel-

bare Gefahr bestanden habe, dass der Toyota (mit mindestens 150 km/h), der 

Skoda (mit ca. 130 km/h) und das überholte Fahrzeug (mit ca. 120 km/h) mitei-

nander bzw. mit der Leitplanke kollidieren und deren Insassen dabei ums Leben 

hätten kommen können. Weiter soll er mit seinem in Ziff. 4.1.5 (oben) umbe-

schriebenen Überholmanöver sowohl die Insassen des Fiat, C. und B., als auch 

N. im BMW in eine solche Lage gebracht haben, dass mit grosser Wahrschein-

lichkeit ein schwerer Unfall mit tödlichen Folgen habe eintreten können, wobei 

die unmittelbare Gefahr bestanden habe, dass bei den Kollisionen des Toyota 

(mit 110 bis 130 km/h) mit dem Fiat (mit ca. 85 km/h) und dem BMW (mit ca. 80 

km/h) C., B. bzw. N. hätten ums Leben kommen können, dies insbesondere auch 

aufgrund der engen Fahrbahn zwischen der Mittelleitplanke und den Betonele-

menten der Baustelle sowie aufgrund des regen Verkehrsaufkommens und des 

dicht aufeinanderfolgenden Verkehrs. 

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SK.2020.25 

Hierbei habe er eine besonders rücksichtslose Fahrweise offenbart sowie starke 

Halluzinationen gehabt, insbesondere habe er das Gefühl gehabt, in einem Au-

torennen zu sein, von einem Geist gehetzt zu werden sowie ein Lied, Koranverse 

und Stimmen zu hören, wonach er immer schneller fahren solle. 

Der Beschuldigte soll wissentlich und willentlich gehandelt, und insbesondere ge-

wusst haben, dass er die anderen Verkehrsteilnehmer mit seinen Fahrmanövern 

direkt in unmittelbare Lebensgefahr bringe, und dies zumindest billigend in Kauf 

genommen haben. Somit habe er eine besondere, durch nichts zu rechtferti-

gende Hemmungs- und Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Leben der anderen 

Verkehrsteilnehmer gezeigt. Dabei habe er sich in einem floriden psychotischen 

Zustand befunden und sei gänzlich schuldunfähig gewesen.  

4.1.13 Weiter wird dem Beschuldigten vorgeworfen, durch folgendes Verhalten mehrere 

Menschen mit einem gefährlichen Gegenstand vorsätzlich an Körper bzw. Ge-

sundheit geschädigt zu haben. 

So soll er am 4. Juni 2019 gegen 12.55 Uhr auf der zweispurigen Autobahn A3 

in Kilchberg ZH, in Fahrtrichtung Zürich mit dem Toyota, bei seinem in Ziff. 4.1.7 

(oben) beschriebenen Überholmanöver mit grosser Geschwindigkeit (zwischen 

110 und 130 km/h) in die hintere rechte Seite des Fiat gefahren sein, sodass der 

Fiat beschädigt und nach vorne geworfen worden sei. Hierdurch sei B. am rech-

ten Bein (Unterschenkel) verletzt worden, sodass sie deswegen monatelang 

Schmerzen gehabt und sich in ärztliche Behandlung habe begeben müssen so-

wie in ihrer psychischen Integrität verletzt worden sei, sodass sie deswegen mo-

natelang Albträume gehabt und sich auf Grund einer posttraumatischen Belas-

tungsstörung in ärztliche Behandlung habe begeben müssen. Weiter sei der Be-

schuldigte mit grosser Geschwindigkeit (mindestens 110 km/h) bei geringer 

Überdeckung ins Heck des BMW gefahren, sodass dieser beschädigt und nach 

vorne geworfen worden sei. Hierdurch habe sich N. an der Halswirbelsäule ver-

letzt, sodass sie sich deswegen ins ärztliche Behandlung habe begeben müssen 

und mehrere Wochen arbeitsunfähig gewesen sei (vom 4. bis 16. Juni 2019 zu 

100 %, vom 17. bis 21. Juni 2019 zu 60 % sowie vom 22. bis 30. Juni zu 20 %). 

Der Beschuldigte soll während der gesamten Strecke eine vollkommen hem-

mungs- und rücksichtslose Fahrweise gezeigt haben. Dabei soll er starke Hallu-

zinationen gehabt haben und insbesondere den Eindruck gehabt haben, in einem 

Autorennen zu sein, von einem Geist gehetzt zu werden, ein Lied und Koran-

verse zu hören sowie Stimmen im Kopf gehört haben, die ihm «schnell, schnell» 

gesagt hätten. 

Er soll wissentlich und willentlich gehandelt haben und es insbesondere für mög-

lich gehalten haben, dass er die Insassen des Fiat und des BMW bei seinem 

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SK.2020.25 

Überholmanöver an Körper oder Gesundheit verletzen würde, und dies zumin-

dest billigend in Kauf genommen haben. Dabei habe er sich in einem floriden 

psychotischen Zustand befunden und sei gänzlich schuldunfähig gewesen. 

4.1.14 Durch nachfolgend umschriebene Handlungen soll der Beschuldigte mehrere 

Sachen, an denen fremde Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrechte 

bestanden hätten, beschädigt und einen grossen Schaden verursacht haben. 

So soll er am 4. Juni 2019, zwischen ca. 12.44 und 12.55 Uhr auf der Autobahn 

A3 zwischen Freienbach SZ und Kilchberg ZH, in Fahrtrichtung Zürich, bei sei-

nem in Ziff. 4.1.3 (oben) beschriebenen Überholmanöver mit der linken Seite des 

Toyota die rechte Seite des X 5 gestreift haben, wodurch die linke Seite des 

Toyota (Halterin gemäss Anklage: P.) insbesondere im vorderen Bereich langge-

zogen eingedrückt und zerkratzt worden und die rechte Seite des X 5 (Halter 

gemäss Anklage: Q.) vom hinteren bis zum vorderen Radkasten eingedrückt und 

zerkratzt worden sein (Schadensumme gemäss Anklage: Fr. 4’955.60). Bei sei-

nem in Ziff. 4.1.4 (oben) umschriebenen Überholmanöver soll er mit dem rechten 

Aussenspiegel des Toyota den linken Aussenspiegel des Ferrari gestreift haben, 

wodurch der rechte Aussenspiegel des Toyota abgerissen worden sei und das 

Spiegelglas des linken Aussenspiegels des Ferrari (Halterin gemäss Anklage: 

R. AG) zersprungen sei (Schadensumme gemäss Anklage: ca. Fr. 2’000.00). Bei 

seinem in Ziff. 4.1.7 (oben) beschriebenen Versuch, den Fiat rechts zu überholen 

sei der Beschuldigte mit der linken hinteren Seite des Toyota mit der hinteren 

rechten Seite des Fiat kollidiert, wodurch die linke Seite des Toyota von der hin-

teren Mitfahrertür bis zum Radkasten des Hinterrads deformiert und zerkratzt 

worden sei und der Fiat (Halterin gemäss Anklage: S. NV/SA) von der hinteren 

rechten Fahrzeugecke bis zur rechten hinteren Mitfahrertür deformiert und zer-

kratzt worden sei und dessen rechtes Rücklicht zerbrochen sei (Schadensumme: 

bisher bekannt Fr. 1’419.25). Sodann sei der Beschuldigte beim Versuch, den 

Fiat rechts zu überholen unmittelbar nach der Kollision mit dem Fiat mit der rech-

ten Front des Toyota bei einer geringen Überdeckung mit dem linken Heck des 

BMW kollidiert. Hierdurch sei die rechte Front des Toyota deformiert und dessen 

Vorderrad mit gebrochenem Felgenbett nach hinten an den Radkasten gedrückt 

worden (Schadensumme gemäss Anklage nach allen Kollisionen: Totalschaden, 

d.h. ca. Fr. 3000.00). Beim BMW X 5 (Halter gemäss Anklage: T.) seien durch 

die Kollision mit dem Toyota an der hinteren linken Fahrzeugseite Seitenblech 

und Hinterradkasten deformiert worden, es seien Heckleute und Hinterradfelge 

zerborsten und durch die anschliessende Kollision mit der Leitplanke die rechte 

Fahrzeugseite (vom hinteren Radkasten über die Türen bis zum vorderen Rad-

kasten) deformiert und zerkratzt worden (Schadensumme gemäss Anklage ins-

gesamt Fr. 5’845.35). Dadurch sei zudem die Leitplanke bei km 108.760 beschä-

digt worden (Schadensumme gemäss Anklage Fr. 422.05). 

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SK.2020.25 

Der Beschuldigte soll während der gesamten Strecke eine vollkommen hem-

mungs- und rücksichtslose Fahrweise gezeigt haben. Dabei soll er starke Hallu-

zinationen gehabt haben und insbesondere den Eindruck gehabt haben, in einem 

Autorennen zu sein, von einem Geist gehetzt zu werden, ein Lied und Koran-

verse zu hören sowie Stimmen im Kopf gehört haben, die ihm «schnell, schnell» 

gesagt hätten. 

Er soll wissentlich und willentlich gehandelt und es insbesondere für möglich ge-

halten haben, dass er den Toyota, den BMW X 5, den Ferrari, den Fiat, den BMW 

118i sowie die Leitplanke bei seinem Überholmanöver beschädigen würde oder 

dies zumindest billigend in Kauf genommen haben. Dabei habe er sich in einem 

floriden psychotischen Zustand befunden und sei gänzlich schuldunfähig gewe-

sen. 

4.2 Gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG sind Signale und Markierungen zu befolgen. Der 

Bundesrat beschränkt die Geschwindigkeit der Motorfahrzeuge auf allen Strasse 

(Art. 32 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 SSV). Der Bundesrat hat die Höchstge-

schwindigkeit auf Autobahnen auf 120 km/h festgelegt (Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV). 

Abweichende signalisierte Höchstgeschwindigkeiten gehen den allgemeinen 

Höchstgeschwindigkeiten vor (Art. 4a Abs. 5 VRV).  

4.2.1 In Anwendung von Art. 35 Abs. 1 SVG ist rechts zu kreuzen, links zu überholen. 

Überholen und Vorbeifahren an Hindernissen ist nur gestattet, wenn der nötige 

Raum übersichtlich und frei ist und der Gegenverkehr nicht behindert wird (Art. 

35 Abs. 2 SVG). Im Kolonnenverkehr darf nur überholen, wer die Gewissheit hat, 

rechtzeitig und ohne Behinderung anderer Fahrzeuge wieder einbiegen zu kön-

nen (Art. 35 Abs. 2 SVG). Wer überholt, muss auf die übrigen Strassenbenutzer, 

namentlich auf jede, die er überholen will, besonders Rücksicht nehmen (Art. 35 

Abs. 3 SVG). Auf Strassen mit mehreren Fahrstreifen in gleicher Richtung ist der 

äusserste Streifen rechts zu benutzen (Art. 8 Abs. 1 VRV). Ausnahmen sind in 

Art. 36 Abs. 5 VRV geregelt. Namentlich das Rechtsüberholen durch Ausschwen-

ken und Wiedereinbiegen ist jedoch untersagt (Art. 8 Abs. 3 VRV). Zudem darf 

der Fahrzeugführer kein Fahrzeug überholen, das ein anderes Fahrzeug über-

holt, ausser wenn namentlich beide überholten Fahrzeuge nicht breiter als je ein 

Meter sind und die Strasse breit und übersichtlich ist (Art. 11 Abs. 2 lit. VRV).  

Gemäss Art. 34 Abs. 3 und 4 SVG hat der Führer, der seine Fahrrichtung ändern 

will, wie zum Abbiegen, Einspuren und Wechseln des Fahrstreifens auf den Ge-

genverkehr und auf die ihm nachfolgenden Fahrzeuge Rücksicht zu nehmen und 

hat ihnen gegenüber genügend Abstand zu wahren. So hat der Fahrzeugführer, 

der überholen will, vorsichtig auszuschwenken und darf nachfolgende Fahrzeuge 

nicht behindern. Er darf nicht überholen, wenn sich vor dem voranfahrenden 

- 21 - 

SK.2020.25 

Fahrzeug Hindernisse befinden, wie Baustellen oder weitere Fahrzeuge (Art. 10 

Abs. 1 VRV). Nach dem Überholen hat der Fahrzeugführer wieder einzubiegen, 

sobald für den überholten Strassenbenutzer keine Gefahr mehr besteht (Art. 10 

Abs. 2 VRV). Beim Hintereinanderfahren hat der Fahrzeugführer einen ausrei-

chenden Abstand zu wahren, sodass er auch bei überraschendem Bremsen des 

vorfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig halten kann (Art. 12 Abs. 1 VRV).  

In Anwendung von Art. 39 Abs. 1 SVG ist jede Richtungsänderung mit dem Rich-

tungsanzeiger oder durch deutliche Handzeichen rechtzeitig bekannt zu geben. 

Dies gilt namentlich für das Einspuren, Wechseln des Fahrstreifens sowie Über-

holen (Art. 39 Abs. 1 lit. a und b SVG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 VRV).  

Nicht zuletzt hat der Führer das Fahrzeug ständig so zu beherrschen, dass er 

seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann (Art. 31 Abs. 1 SVG).  

4.2.2 Nach Art. 90 Abs. 3 SVG macht sich strafbar, wer durch vorsätzliche Verletzung 

elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten 

oder Todesopfern eingeht, namentlich durch besonders krasse Missachtung der 

zulässigen Höchstgeschwindigkeit, waghalsiges Überholen oder Teilnahme an 

einem nicht bewilligten Rennen mit Motorfahrzeugen. Absatz 3 ist in jedem Fall 

erfüllt, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um mindestens 

60 km/h überschritten wird (Art. 90 Abs. 4 lit. c SVG).   

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind namentlich die Vorschriften 

über die Geschwindigkeit grundlegende Verkehrsregeln. Sie sind wesentlich für 

die Sicherheit des Strassenverkehrs (BGE 121 IV 230 E. 2c). Das nach Art. 90 

Abs. 3 SVG geforderte Risiko muss sich auf einen Unfall mit Todesopfern oder 

Schwerverletzten beziehen und somit ein qualifiziertes Ausmass erreichen. Der 

Erfolgseintritt muss vergleichsweise naheliegen; gefordert ist ein «hohes» Risiko. 

Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass es sich um eine höhere als die in Art. 

90 Abs. 2 SVG geforderte «ernstliche» Gefahr handeln muss. Diese muss analog 

der Lebensgefährdung nach Art. 129 StGB unmittelbar, nicht jedoch unausweich-

lich sein (Urteile des Bundesgerichts 6B_1349/2017 vom 2. Oktober 2018 E. 2.1; 

6B_567/2017 vom 22. Mai 2018 E. 3.1 und 6B_148/2016 vom 29. November 

2016 E. 1.3.2). Da bereits die erhöhte abstrakte Gefahr im Sinne von Art. 90 Abs. 

2 SVG die naheliegende Möglichkeit einer konkreten Gefährdung voraussetzt 

(BGE 142 IV 93 E. 3.1 S. 96; 131 IV 133 E. 3.2 S. 136), ist für die Erfüllung von 

Abs. 3 die besonders naheliegende Möglichkeit einer konkreten Gefährdung zu 

verlangen. Die allgemeine Möglichkeit der Verwirklichung einer Gefahr kann in 

Anlehnung an Art. 90 Abs. 2 SVG nur genügen, wenn aufgrund besonderer Um-

stände, wie Tageszeit, Verkehrsdichte, Sichtverhältnisse usw. der Eintritt einer 

konkreten Gefahr oder gar einer Verletzung besonders nahelag und es letztlich 

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SK.2020.25 

nur vom Zufall abhing, dass sich diese nicht verwirklicht hat (Urteile des Bundes-

gerichts 6B_1349/2017 vom 2. Oktober 2018 E. 2.1 und 6B_567/2017 vom 22. 

Mai 2018 E. 3.1).  

Der subjektive Tatbestand des Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG erfordert Vorsatz be-

züglich der Verletzung einer elementaren Verkehrsregel und der Risikoverwirkli-

chung, wobei Eventualvorsatz genügt (BGE 142 IV 137 E. 3.3 S. 140). Ein Ge-

fährdungsvorsatz oder der Vorsatz, einen bestimmten Erfolg herbeizuführen, ist 

nicht erforderlich (Urteile des Bundesgerichts 6B_636/2019 vom 12. August 2019 

E. 1.1.2; 6B_1349/2017 vom 2. Oktober 2018 E. 2.1; je mit Hinweisen). Nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist Eventualvorsatz gegeben, wenn der Tä-

ter mit der Tatbestandsverwirklichung rechnet, aber dennoch handelt, weil er den 

Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt und sich mit ihm abfindet, mag 

er ihm auch unerwünscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis).   

Ob der Täter die Tatbestandsverwirklichung im Sinne des Eventualvorsatzes in 

Kauf genommen hat, muss das Gericht auf Grund der Umstände entscheiden. 

Dazu gehören die Grösse des dem Täter bekannten Risikos der Tatbestandsver-

wirklichung, die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggründe des 

Täters und die Art der Tathandlung. Je grösser die Wahrscheinlichkeit der Tat-

bestandsverwirklichung ist und je schwerer die Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, 

desto näher liegt die Schlussfolgerung, der Täter habe die Tatbestandsverwirkli-

chung in Kauf genommen. Da ein Fahrzeuglenker durch sein gewagtes Fahrver-

halten meistens selbst zum Opfer zu werden droht, darf nicht leichthin angenom-

men werden, er habe sich gegen das geschützte Rechtsgut entschieden und 

nicht im Sinne der bewussten Fahrlässigkeit auf einen guten Ausgang vertraut 

(BGE 130 IV 58 E. 9.1 S. 64 f. mit Hinweisen). Im Strassenverkehr kann daher 

nicht ohne Weiteres aus der hohen Wahrscheinlichkeit des Eintritts des tatbe-

standsmässigen Erfolgs auf dessen Inkaufnahme geschlossen werden. Eventu-

alvorsatz in Bezug auf Verletzungs- und Todesfolgen ist im Strassenverkehr nur 

mit Zurückhaltung und in krassen Fällen anzunehmen, in denen sich die Ent-

scheidung gegen das geschützte Rechtsgut aus dem gesamten Geschehen 

ergibt (BGE 133 IV 9 E. 4.4 S. 20; Urteile des Bundesgerichts 6B_1349/2017 

vom 2. Oktober 2018 E. 2.1; 6B_567/2017 vom 22. Mai 2018 E. 2.1.2; je mit 

Hinweisen). Das Gericht darf vom Wissen des Täters auf den Willen schliessen, 

wenn sich dem Täter der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdrängte, 

dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als In-

kaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit 

Hinweis). 

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SK.2020.25 

4.2.3 Der objektive Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG ist erfüllt, wenn der Täter eine 

wichtige Verkehrsvorschrift in objektiv schwerer Weise missachtet und die Ver-

kehrssicherheit ernstlich gefährdet. Es muss konkret eine ernstliche Gefahr her-

vorgerufen oder abstrakt die Möglichkeit einer ernstlichen Gefahr geschaffen 

werden. Es genügt mithin eine erhöht abstrakte Gefährdung. Ob eine konkrete, 

eine erhöhte abstrakte oder nur eine abstrakte Gefahr geschaffen wird, hängt 

von der Situation ab, in welcher die Verkehrsregelverletzung begangen wird. We-

sentliches Kriterium für die Annahme einer ernstlichen oder erhöhten abstrakten 

Gefahr ist die Nähe der Verwirklichung. Die allgemeine Möglichkeit der Verwirk-

lichung einer Gefahr genügt demnach nur zur Erfüllung des Tatbestandes, wenn 

in Anbetracht der Umstände der Eintritt einer konkreten Gefährdung oder gar ei-

ner Verletzung naheliegt (BGE 131 IV 133 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 

6B_520/2015 vom 24. November 2015 Eg. 1.3). 

Subjektiv erfordert der Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG ein rücksichtsloses 

oder sonst schwerwiegend verkehrsregelwidriges Verhalten, d.h. ein schweres 

Verschulden, bei fahrlässigem Handeln mindestens grobe Fahrlässigkeit. Je 

schwerer die Verkehrsregelverletzung objektiv wiegt, desto eher wird Rücksichts-

losigkeit subjektiv zu bejahen sein, sofern keine besonderen Gegenindizien vor-

liegen. Die Annahme von Rücksichtslosigkeit im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG 

ist allerdings restriktiv zu handhaben, weshalb nicht unbesehen von einer objek-

tiv schweren auf eine subjektiv schwere Verkehrsregelverletzung geschlossen 

werden darf. Nicht jede Unaufmerksamkeit, die wegen der Schwere des Erfolgs 

objektiv als gravierende Verletzung der Vorsichtspflicht zu betrachten ist, wiegt 

auch subjektiv schwer (BGE 142 IV 93 E. 3.1 m.w.H.). 

4.2.4 Der Gefährdung des Lebens macht sich schuldig, wer einen Menschen in skru-

pelloser Weise in unmittelbare Lebensgefahr bringt (Art. 129 StGB).   

In objektiver Hinsicht erfordert der Tatbestand den Eintritt einer konkreten unmit-

telbaren Lebensgefahr. Sie liegt vor, wenn sich aus dem Verhalten des Täters 

nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge direkt die Wahrscheinlichkeit oder nahe 

Möglichkeit der Todesfolge ergibt (BGE 133 IV 1 E. 5.1). Dies setzt nicht voraus, 

dass die Wahrscheinlichkeit des Todes grösser sein muss als jene seines Aus-

bleibens. Die Gefahr muss unmittelbar, nicht aber unausweichlich erscheinen. 

Nach der Rechtsprechung ist in der Regel bereits von einer unmittelbaren Le-

bensgefahr auszugehen, wenn der Täter das Opfer stranguliert, ohne ihm ernst-

hafte Verletzungen beizufügen und ohne, dass das Opfer ohnmächtig wird (BGE 

124 IV 53 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 6B_54/2013 vom 23. August 2013 E. 

3.1 mit Hinweis).  

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SK.2020.25 

Der subjektive Tatbestand verlangt bezüglich der unmittelbaren Lebensgefahr 

direkten Vorsatz; Eventualvorsatz genügt nicht (BGE 133 IV 1 E. 5.1). Bei siche-

rem Wissen um den Eintritt der tödlichen Verletzung liegt Tötungsvorsatz vor, so 

dass die Art. 111 ff. StGB eingreifen (zur echten Konkurrenz von Art. 129 StGB 

und Art. 117 StGB vgl. BGE 136 IV 76 E. 2.7). Eine Verurteilung wegen Art. 129 

StGB fällt daher nur in Betracht, wenn der Täter trotz der erkannten Lebensgefahr 

handelt, aber darauf vertraut, die Gefahr werde sich nicht realisieren (BGE 136 

IV 76 E. 2.4). Weiter erfordert der Tatbestand skrupelloses Handeln. Skrupellos 

ist ein in schwerem Grade vorwerfbares, ein rücksichts- oder hemmungsloses 

Verhalten (BGE 133 IV 1 E. 5.1). Je grösser die vom Täter geschaffene Gefahr 

ist und je weniger seine Beweggründe zu billigen sind, desto eher ist die Skru-

pellosigkeit zu bejahen. Diese liegt stets vor, wenn die Lebensgefahr aus nichti-

gem Grund geschaffen wird oder deutlich unverhältnismässig erscheint, so dass 

sie von einer tiefen Geringschätzung des Lebens zeugt (Urteil des Bundesge-

richts 6B_698/2017 vom 13. Oktober 2017 E. 4.2 mit Hinweisen).  

4.2.5 Nach Art. 123 Ziff. 1 StGB macht sich strafbar, wer einen Menschen vorsätzlich 

in anderer Weise (als der in Art. 122 StGB [schwere Körperverletzung] genann-

ten) schädigt, sofern ein gültiger Strafantrag (Art. 30 StGB) vorliegt. 

Art. 123 Ziff. 1 StGB erfasst alle Körperverletzungen, welche noch nicht als 

schwer im Sinne von Art. 122 StGB, aber auch nicht mehr als blosse Tätlichkeit 

im Sinne von Art. 126 StGB zu werten sind. Eine Körperverletzung ist eine nicht 

mehr bloss harmlose Beeinträchtigung der körperlichen Integrität oder des ge-

sundheitlichen Wohlbefindens. Eine solche Beeinträchtigung liegt u.a. vor, wenn 

innere oder äussere Verletzungen oder Schädigungen zugefügt worden sind, die 

mindestens eine gewisse Behandlung oder Heilungszeit erfordern (ROTH/BERKE-

MEIER, Basler Kommentar, 4. Aufl., 2019, Art. 123 StGB N. 3 f.). 

Gemäss Art. 123 Ziff. 2 StGB wird die Tat von Amtes wegen verfolgt, wenn der 

Täter einen gefährlichen Gegenstand verwendet. Hierunter fallen namentlich Gift 

oder Waffen. Auch andere Gegenstände können jedoch als gefährlich gelten, 

und zwar gemäss h.L. immer dann, wenn sie so verwendet werden, dass ein 

hohes Risiko der Tötung oder schweren Körperverletzung entsteht (TRECH-

SEL/FINGERHUTH, Praxiskommentar StGB, 3. Aufl., 2017, Art. 123 StGB N. 8).  

Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz; Eventualvorsatz genügt (Art. 12 Abs. 

1 und 2 StGB). Oftmals kann vom Vorgehen auf den Vorsatz bzw. Eventualvor-

satz geschlossen werden (ROTH/BERKEMEIER, a.a.O., Art. 123 StGB N. 35). 

4.2.6 Nach Art. 144 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer eine Sache, an der ein frem-

des Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zer-

stört, unbrauchbar macht, sofern ein gültiger Strafantrag (Art. 30 StGB) vorliegt. 

- 25 - 

SK.2020.25 

Eine Beschädigung setzt voraus, dass in die physische Substanz der Sache ein-

gegriffen bzw. eine mehr als nur belanglose Mangelhaftigkeit herbeigeführt wird, 

wobei die Beeinträchtigung ihrer Ansehnlichkeit genügt (BGE 115 IV 26 E. 2b). 

Hat der Täter einen grossen Schaden verursacht, so kann auf Freiheitsstrafe von 

einem Jahr bis zu fünf Jahren erkannt werden. Die Tat wird von Amtes wegen 

verfolgt (zum Ganzen Art. 144 Abs. 3 StGB). 

Nur die vorsätzliche Begehung ist strafbar; Eventualvorsatz genügt (WEISSEN-

BERGER, a.a.O., Art. 144 StGB N. 81).  

4.3 Anlässlich seiner Hafteinvernahme bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl am 7. 

Juni 2019 bestätigte der Beschuldigte, am 4. Juni 2019 gegen 12.44 Uhr das 

Fahrzeug Toyota mit Kennzeichen 1 auf der Autobahn A3 in Richtung Zürich ge-

lenkt zu haben. Er bestätigte weiter, dabei auf Höhe Freienbach, Kilometer 

131.200, zwischen dem Fahrzeug der Geschädigten H. (BMW X 5; Kennzeichen 

3), die auf der Überholspur einen Lastwagen überholte und – somit auf keiner 

Spur – zwischen dem Lastwagen und der Geschädigten durchgefahren zu sein. 

Sodann bestätigte er, hierbei mit seinem Fahrzeug das Fahrzeug der Geschä-

digten seitlich gestreift zu haben und dass es an beiden Fahrzeugen zu Sach-

schaden in unbekannter Höhe kam. Zudem bestätigte er, daraufhin seine Ge-

schwindigkeit massiv auf circa 150 km/h erhöht zu haben, sodass ihm die Ge-

schädigte mit seinem Fahrzeug nicht mehr folgen konnte und letztlich das Fahr-

zeug unvermittelt abrupt in die Ausfahrt Raststätte Fuchsberg gelenkt zu haben 

(zum Ganzen BA pag. 06-01-0009 f.).  

4.3.1 Anlässlich derselben Einvernahme wurde dem Beschuldigten weiter folgender 

Vorhalt gemacht: «04.06.2019, ca. 12.52 Uhr: Auf der Autobahn A3 in Richtung 

Zürich, Höhe Wädenswil, Kilometer 121.550 lenkte der Beschuldigte das Fahr-

zeug Toyota mit den Kennzeichen 1 zwischen dem Fahrzeug Ferrari (Kennzei-

chen 4) und einem nicht weiter bekannten Fahrzeug hindurch, wobei der Ge-

schädigte I. sein Fahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen, der unbekannte Lenker 

sein Fahrzeug auf der Überholspur lenkte und der Beschuldigte, mithin auf keiner 

Spur, zwischen den beiden Fahrzeugen durchfuhr, wobei am Fahrzeug des Ge-

schädigten I. Sachschaden in unbekannter Höhe entstand (Beschädigung linker 

Seitenspiegel). In der Folge spurte der Beschuldigte vor dem Fahrzeug des Ge-

schädigten ein, fuhr mit massiv überhöhter Geschwindigkeit weiter, fuhr zwi-

schen ca. 3 Fahrzeugen «Slalom», wobei er gleichzeitig den linken Arm aus dem 

Fenster hielt und das «Victory» Zeichen machte.» Hierauf gab der Beschuldigte 

zu Protokoll, er habe das «Victory»-Zeichen gemacht, da er das Gefühl gehabt 

habe, die anderen Leute seien «gegen ihn» gefahren (zum Ganzen BA pag. 01-

06-0010).  

- 26 - 

SK.2020.25 

Weiter wurde dem Beschuldigten folgender Vorhalt gemacht: «04.06.2019, ca. 

12.55 Uhr: Auf der Autobahn A3 in Richtung Zürich. Höhe Kilchberg, Kilometer 

108.900 fuhr der Beschuldigte mit seinem Fahrzeug Toyota, Kennzeichen 1 ins 

Heck des Fahrzeuges Fiat, Kontrollschild Belgien Kennzeichen 9, gelenkt von C., 

welche ihr Fahrzeug mit ca. 85 km/h lenkte, und dieses aufgrund der Kollision 

mit Mühe in der Spur halten konnte, sie schliesslich in den Sandstreifen fuhr, der 

Beschuldigte sein Fahrzeug ebenfalls in den Sandstreifen lenkte, aus dem Fahr-

zeug stieg, die Beifahrertüre des Fahrzeuges Fiat öffnete und der Beifahrerin C. 

an das rechte Knie fasste [und] ihr etwas nicht weiter bekannte[s] […] sagte, wo-

bei mindestens einmal das Wort Allah vorkam, die Geschädigte leicht verletzt 

wurde und zur Kontrolle ins Spital gebracht wurde». Hierauf sagte der Beschul-

digte, er habe sie gefragt, ob es ihr gut gehe, danach sei er zu Boden gegangen 

und habe gesagt «Allah, Gott sei Dank». Sie sei vor ihn und er hinter ihr herge-

fahren und als sie gebremst habe, habe er sie «gestossen». Auf den Vorwurf hin, 

vorgängig weitergefahren zu sein und mit dem Fahrzeug BMW (Kennzeichen 10) 

von N. auf nicht bekannte Art und Weise kollidiert zu sein, sodass am BMW der 

linke Hinterreifen geplatzt sei und die Geschädigte das Fahrzeug gerade noch 

auf den Pannenstreifen habe lenken können, antwortete der Beschuldigte wie 

folgt: «Ich glaube, das stimmt nicht. Ich glaube nicht, dass ein Hinterreifen 

platzte.». Mit dem Vorfall mit dem Ferrari (I., Kennzeichen 4) habe er zudem 

nichts zu tun. Bezüglich seiner Geschwindigkeit gab der Beschuldigte zu Proto-

koll: «Manchmal 65 bis 70, manchmal 120. Manchmal 160 km/h. Ich hatte zwei 

Personen in meinem Kopf, eine magnetische Person und die andere» (zum Gan-

zen BA pag. 06-01-0011). 

Anlässlich seiner Einvernahme vom 8. Juni 2019 vor dem Zwangsmassnahmen-

gericht des Bezirks Zürich bestätigte der Beschuldigte sein Geständnis in Bezug 

auf die «Slalomfahrten» sowie Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h (BA pag. 

06-01-0034). 

In weiteren Einvernahmen machte der Beschuldigte keine weiteren Aussagen 

zur Irrfahrt und dem Unfallhergang.  

4.3.2 Anlässlich ihrer polizeilichen Einvernahme am 4. Juni 2019 als Auskunftsperson 

gab H. zum Vorfall am 4. Juni 2019 Folgendes zu Protokoll: «Ich fuhr mit meinem 

Personenwagen von Lachen in Richtung Zürich, hierzu benutzte ich die Auto-

bahn A3. Zum Zeitpunkt des Geschehnisses fuhr ich mit zirka 120 km/h auf dem 

Überholstreifen. Ich war gerade dabei einen Lastwagen zu überholen. Dies war 

etwa im Bereich der Ausfahrt Schindellegi und der Autobahnraststätte Fuchs-

berg. Mein Personenwagen war etwa auf Höhe des hinteren Drittels des Lastwa-

gens, als es rechts plötzlich einen Knall gab. Ich erschrak sehr stark und sah, 

dass ein anderer Personenwagen mich von rechts, zwischen dem Lastwagen 

- 27 - 

SK.2020.25 

und meinem Personenwagen, überholte. Dabei kollidierte er seitlich in mein Fahr-

zeug, bzw. streifte dieses. Ich versuchte darauf dem anderen Personenwagen zu 

folgen. Dieser beschleunigte aber so massiv, dass ich mit meinem Fahrzeug die-

sem nicht folgen konnte. Überraschend und völlig unvermittelt fuhr er dann bei 

der Raststätte Fuchsberg in deren Ausfahrt. Aufgrund dieses Manövers konnte 

ich ihm nicht mehr folgen und musste weiterfahren in Richtung Zürich. In Wolle-

rau verliess ich dann die Autobahn und informierte die Polizei über den Vorfall». 

Weiter sagte sie aus, dass das Fahrzeug Bündner Nummernschilder gehabt 

habe und «minivanartig» ausgesehen habe. Seine Geschwindigkeit schätzte die 

Auskunftsperson mit ca. 150-160 km/h ein. Es habe ein reges Verkehrsaufkom-

men geherrscht. Die Überholmanöver des Beschuldigten beschrieb sie als « ge-

meingefährlich, rücksichtslos, definitiv grob fahrlässig, unverständlich. Es war 

einfach nicht normal und ich hatte nie mit einem solchen Manöver gerechnet» 

(zum Ganzen BA pag. 12-01-0002 ff.). 

4.3.3 Anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme als Auskunftsperson am 4. Juni 

2019 äusserte sich F. wie folgt: «Ich wollte auf der A3 von Chur herkommend in 

Richtung Zürich fahren. Kurz vor dem Anschluss Schindellegi wurde ich von ei-

nem […] Toyota mit massiv übersetzter Geschwindigkeit auf dem Überholstreifen 

überholt. Ich konnte dann beobachten, wie dieses Fahrzeug auf einen Lastwagen 

auf dem Normalstreifen und einem schwarzen BMW auf dem Überholstreifen 

aufschloss. Plötzlich fuhr der […] Toyota zwischen den erwähnten Fahrzeugen 

hindurch. Dabei kam es zur Kollision mit dem schwarzen BMW auf dem Überhol-

streifen. Ob es zur Kollision mit dem Lastwagen kam, kann ich nicht sagen. Der 

Toyota fuhr in der Folge mit überhöhter Geschwindigkeit weiter. Kurz vor dem 

Rastplatz Fuchsberg fuhr er relativ zackig in die Ausfahrt des Rastplatzes. Der 

schwarze BMW konnte die Ausfahrt nicht mehr ausfahren. Ich folgte dem […] 

Toyota auf den Rastplatz. Der Lenker des Toyotas parkierte seinen Wagen direkt 

vor dem Eingang des Mc Donalds. Ich parkierte meinen Wagen direkt hinter mir. 

Dann stieg der Lenker aus. Er sah speziell aus. Er trug Kopfhörer, oder irgend so 

etwas. In der Folge kam er zu meinem Fahrzeug. Ich konnte mich durch die ge-

öffnete Beifahrerscheibe mit dem Mann unterhalten. Er kam zum Fenster und 

sprach etwas von Allah oder so. In der Folge reichte mir der Mann die Hand. 

Dann fragte er mich, ob ich Muslim sei. Ich verneinte. In der Folge sagte er mir, 

dass man alle auslöschen müsse. Wie die genauen Worte waren, weiss ich nicht 

mehr. In der Folge lief der Mann von mir weg. Ich hatte ein mulmiges Gefühl und 

ging nach vorne zur Tankstelle. Dort ging ich auf die Toilette. Dies, weil ich mich 

vor dem Mann wie schützen wollte. Anschliessend sah ich den Wagen nicht 

mehr. Ich habe dann die 117 gewählt.» Weiter sagte die Auskunftsperson aus, 

dass es sich um einen […] Toyota […] mit Bündner Nummernschild gehandelt 

habe. Die Geschwindigkeit des Toyota schätzte sie mit ca. 150-160 km/h ein 

(zum Ganzen BA pag. 12-02-0002 f.).  

- 28 - 

SK.2020.25 

Zum weiteren Hergang sagte die Auskunftsperson aus: «[Das Fahrzeug] hat 

mich links überholt. Es fuhr dann auf dem Überholstreifen weiter bis es zu einem 

schwarzen Geländewagen, ein BMW X 5, aufgeschlossen hat. Es fuhr diesem 

sehr nahe auf. Der Geländewagen war gerade daran, einen Lastwagen zu über-

holen. Es fuhr eher etwas links auf dem Überholstreifen. Für mich sah es so aus, 

als würde das Fahrzeug den BMW bedrängen. Er fuhr dann auf den Normalstrei-

fen und hat den schwarzen Geländewagen rechts überholt. Der Geländewagen 

war leicht schräg nach hinten versetzt zu dem Lastwagen, welchen er überholte. 

Das Verursacherfahrzeug hat sich dann zwischen dem Geländewagen und dem 

Lastwagen hindurchgedrückt. Es hat dort viel zu wenig Platz, da der Geländewa-

gen dann fast auf gleicher Höhe war wie der Lastwagen. Das Verursacherfahr-

zeug ist dann mit dem schwarzen Geländewagen kollidiert. Der Toyota ist dann 

weitergefahren. Der BMW hat dann den Lastwagen überholt. Ich habe dann den 

Lastwagen auch überholt. Der Toyota ist dann abrupt in die Ausfahrt des Rast-

platzes Fuchsberg gefahren. Der BMW merkte, dass er nicht mehr ausfahren 

kann und ist weitergefahren. Dieser hat dann glaub ich versucht, nach dem Rast-

platz auf den Pannenstreifen zu fahren. Ich habe die Ausfahrt genommen und 

habe nach dem Toyota [A]usschau gehalten. Ich habe diesen auf dem Parkplatz 

nicht gesehen. Ich wollte dann weiterfahren zu dem schwarzen Geländewagen 

um zu schauen, ob es diesem etwas gemacht hatte. Ich habe dann aber den 

Toyota im Halteverbot beim Spielplatz des McDonald gesehen. Ich bin dann hin-

ter den Toyota gefahren und habe angehalten. Ich habe gesehen, dass der Len-

ker aussteigt. Er hatte Kopfhörer an. Er [ist] dann im meine Richtung gelaufen 

und vor meinem Fahrzeug hat er auf die Beifahrerseite gewechselt. Ich habe ihm 

dann ein Zeichen gegeben. Ich habe zu erkennen gegeben, dass er zu mir kom-

men soll. Er ist dann auf der Beifahrerseite an mein Fahrzeug herangetreten und 

hat dann irgendetwas gesagt. Er hat da die Kopfhörer schon abgezogen gehabt. 

Ich hatte dann die Scheibe schon heruntergelassen. Ich habe ihn dann auf Eng-

lisch gefragt, ob alles in Ordnung sei und ob er gemerkt habe, was passiert sei» 

(BA pag. 12-02-0003 f.).  

Anlässlich seiner delegierten Einvernahme als Auskunftsperson vom 28. August 

2019 bestätigte F. diese Aussagen im Wesentlichen (vgl. BA pag. 12-02-0012 

ff.).  

4.3.4 Anlässlich ihrer delegierten Einvernahme als Auskunftsperson vom 7. August 

2019 bestätigte AA., ihrem Ehemann (Beschuldigter) den Autoschlüssel des Un-

fallfahrzeugs Toyota […] (Kennzeichen 1) anlässlich seines Klinikaustritts am 4. 

Juni 2019 übergeben zu haben (BA pag. 12-03-0003). 

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SK.2020.25 

4.3.5 Anlässlich ihrer delegierten Einvernahme als Auskunftsperson vom 29. August 

2019 bestätigte P., dass das Unfallfahrzeug Toyota […] (Kennzeichen 1) auf ih-

ren Namen eingelöst sei (BA pag. 12-04-0005). 

4.3.6 Anlässlich seiner delegierten Einvernahme als Auskunftsperson vom 10. Sep-

tember 2019 gab I. zum Vorfall am 4. Juni 2019 Folgendes zu Protokoll: «Also 

ich war am Einspuren im Bereich der Autobahnausfahrt Wädenswil. Der Verkehr 

war ziemlich dicht, das weiss ich noch. Eigentlich war ich schon konzentriert zum 

Verlassen der Autobahn, als es einen richtig lauten Knall gab, wobei ich sah, wie 

der Rückspiegel des «Toyotas» durch die Luft flog. Dann erschrak ich kurz, was 

ist passiert. Ich dachte das Auto hielt an, aber das war nicht der Fall. Ich hupte 

noch kurz, aber nichts passierte. Ich konnte das Kontrollschild nicht ablesen und 

dachte deshalb, dass ich dem kurz nachfahren müsse. Aufgrund des Fahrstiles 

mit rechtsüberholen, in der Mitte fahren und so, verlor ich den Sichtkontakt. Da-

rauf rief ich die Polizei an, ich ging davon aus, dass der Fahrer das bemerkt habe 

und rechts anhalte. Als dies nicht der Fall war, rief ich wie gesagt die Polizei an. 

Als ich mit der Polizeinotrufzentrale sprach, fragte man mich, ob ich das Kontroll-

schild ablesen konnte und sagte mir auch, dass ich bereits der fünfte oder 

sechste Anrufer sei und man über die Story bereits Bescheid wisse. Dann hat 

mich der Herr von der Notrufzentrale [gebeten] dranzubleiben, falls etwas pas-

sieren würde. Im Bereich kurz vor der Ausfahrt Horgen konnte ich dann das Fahr-

zeug wieder kurz sehen. Dann eigentlich nicht mehr. Bei der Ausfahrt Adliswil 

habe ich das Tempo kurz reduziert und geschaut, ob das Fahrzeug dort sichtbar 

sei, was aber nicht der Fall war. Bei der Ausfahrt Thalwil stellte ich dann fest, 

dass der Unfall bereits passiert war. Als ich dann bei der Unfallstelle ankam, 

kümmerten sich bereits zwei Herren um den Mann, worauf ich zur Frau im weis-

sen BMW ging. Bei der Anfahrt zur Unfallstelle war ich noch in telefonischem 

Kontakt mit der Polizei, wobei man mir sagte, ich solle aussteigen und die Situa-

tion überprüfen. Ich war ja wahrscheinlich nicht der einzige, welcher in diesem 

Fall mit der Polizei in Kontakt stand. Noch zu erwähnen wäre, dass ich bei der 

Anfahrt zur Unfallstelle kurz in der Mitte der beiden Fahrbahnen das Tempo re-

duzierte, um möglichst einen kleinen Rückstau zu bilden, damit nicht alle zu 

schnell zur Unfallstelle auffahren. Wie gesagt, haben sich zwei Herren um den 

Mann gekümmert und ihm etwas Wasser gegeben, weil er vermutlich auch unter 

Schock stand. Um welche zwei Herren es sich dabei gehandelt hat, kann ich jetzt 

auch nicht mehr sagen. Mit der Zeit haben sich dann Autos angehäuft, welche 

auch beschädigt wurden und in den Fall verwickelt waren. Darauf erschien dann 

die Polizei und kümmerte sich um die Unfallaufnahme mit Spurensicherung, 

Kurzbefragungen, usw. Als das dann abgeschlossen war, konnte ich weiterfah-

ren». Sein eigenes Fahrzeug sei auf der linken Seite beschädigt worden, «also 

der Spiegel und Spiegelschale». Zudem sei an der linken Fahrerseite die Türe 

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SK.2020.25 

durch leichte Schrammen beschädigt worden (zum Ganzen BA pag. 12-05-0003 

f.). 

4.3.7 Anlässlich ihrer delegierten Zeugeneinvernahme vom 10. September 2019 gab 

N. zum Vorfall am 4. Juni 2019 Folgendes zu Protokoll: Sie sei auf der rechten 

Spur gefahren und habe plötzlich von hinten einen Schlag gespürt. Dann habe 

sie einen lauten Knall gehört und versucht zu reagieren, indem sie das Lenkrad 

drei- oder viermal nach links oder rechts herumgerissen habe. In diesem Moment 

sei der Hinterreifen geplatzt und das Auto am Rand der Autobahn zum Stehen 

gekommen. Anschliessend habe sie gesehen, wie der Beschuldigte ausgestie-

gen sei, sich zu Boden geworfen habe und angefangen habe zu beten. Weiter 

beschreibt die Zeugin die Szene nach dem Unfall sowie ihre Einlieferung ins Trie-

mli-Spital. Zu ihrem Gesundheitszustand führte sie aus, dass sie nach dem Unfall 

einen starren Nacken gehabt habe und sich kaum habe bewegen können. Sie 

sei deshalb für eine Woche voll und anschliessend zu 80% arbeitsunfähig gewe-

sen. Zum Zeitpunkt der Einvernahme sei sie immer noch einmal pro Woche in 

die Physiotherapie gegangen. Sie könne sich sportlich nicht mehr so betätigen 

wie früher. Sie sei Tennislehrerin und den Aufschlag beispielsweise könne sie 

zum Zeitpunkt der Einvernahme noch immer nicht machen. Auch habe sie 

Schmerzen im Hals- / Nackenbereich. Das schwierigste sei jedoch das Einschla-

fen. Das Verhalten des Beschuldigten qualifizierte die Zeugin insgesamt als 

«nicht normal» (zum Ganzen BA pag. 12-06-0003).  

4.3.8 Anlässlich seiner delegierten Zeugeneinvernahme vom 4. November 2019 gab 

BB. zum Vorfall am 4. Juni 2019 folgendes zu Protokoll: «Eben, das war ja da-

mals, als dieser Unfall war. Ich war damals auf der Autobahn von Horgen Rich-

tung Zürich unterwegs. Mir ist damals ein weisser Ferrari aufgefallen, welcher 

einen […] Toyota […] verfolgte. Die Fahrzeuge habe ich dann jedoch nicht mehr 

gesehen, sondern erst am Unfallort wieder. Als ich den Unfallort nach der Bau-

stelle sah, habe ich gedacht, dass ich helfe, weil ich in der Wiese eine Person 

liegen sah und sich die Unfallfahrzeuge teilweise noch auf der Fahrbahn befan-

den. Ich parkierte mein Fahrzeug und stellte eine Leitbacke vor die Unfallfahr-

zeuge, damit sich nicht noch eine Folgekollision ereignet. Dann habe ich diese 

Person auf der Wiese liegen sehen, das ist eben der Beschuldigte. Weil sonst 

niemand dort war, habe ich mich um diese Person gekümmert — es war ein 

heisser Tag — weshalb ich ihm die Stirn mit einem nassen Lappen abtupfte. Er 

hatte Kaltschweiss auf der Stirn und stand vermutlich unter Schock. Er zitterte 

auch. Ich zog ihn danach das Wiesenbord hoch. Dann wartete ich dort, bis die 

Polizei kam.» (BA pag. 12-08-0003). 

4.3.9 Anlässlich seiner delegierten Zeugeneinvernahme vom 5. November 2019 gab 

J. zum Vorfall am 4. Juni 2019 Folgendes zu Protokoll: «Also ich war auf dem 

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SK.2020.25 

Heimweg von Bäch/Wollerau nach Solothurn, zu mir nach Hause. Die Zeit kann 

ich nicht mehr genau sagen. Es war nach dem Mittag. Ich fuhr normal auf der 

Autobahn mit 120 km/h. Es fährt nur 120 km/h weil es ‘abgeriegelt’ ist. Ich wollte 

den Lastwagen überholen, habe links in den Spiegel geschaut und ziemlich weit 

hinten ein Fahrzeug festgestellt. Dann habe ich geblinkt und bin links rausgefah-

ren. Ich habe dann gemerkt, dass irgendwie das Auto schnell daherkommt und 

ich konnte nicht weiter beschleunigen, da mein Auto nur 120 km/h fährt. Der Last-

wagenfahrer hat vermutlich bemerkt, dass das andere Auto zu schnell kommt 

und hat vermutlich deshalb abgebremst oder ist ab dem Gas. Dann bin ich wieder 

rechts eingebogen und das andere Fahrzeug ist ziemlich schnell an mir vorbei-

gefahren. Ich habe dann mit der Lichthupe geblinkt, im Sinne [von] ‘was soll das’. 

Der Lenker des anderen Fahrzeuges hat dann die linke Hand aus dem Fenster 

gestreckt und irgendetwas gemacht. Ich habe nicht genau gesehen was, aber 

die Hand war draussen. Danach sind wir in eine Baustelle reingefahren. Rechts 

waren Betonelemente und links eine Leitplanke. In der Baustelle fuhr er irgend-

wie Slalom und hat dabei einen Lieferwagen überholt. Wie ich mich erinnern 

kann, fuhr der Lieferwagen auf der rechten Spur. Danach sah ich nichts mehr, 

hörte aber, dass etwas passiert war und bremste sofort ab». Abschliessend gab 

der Zeuge zu Protokoll, es habe sich seiner Meinung nach nicht um einen «nor-

malen» Verkehrsunfall gehandelt. Der Beschuldigte sei zu schnell gefahren. Zu-

dem sei der Verkehr dicht gewesen. Dank des Lastwagens sei nicht «mehr pas-

siert» (zum Ganzen BA pag. 12-09-0003 ff.). 

4.3.10 Anlässlich seiner delegierten Zeugeneinvernahme vom 5. November 2019 gab 

K. zum Vorfall am 4. Juni 2019 Folgendes zu Protokoll: Er sei in seinem Skoda 

Fabia auf der Autobahn Richtung Zürich unterwegs gewesen. Auf seiner Fahr-

richtung habe die Autobahn zwei Spuren aufgewiesen. Als er in Horgen vorbei-

gefahren sei und dabei gewesen sei, auf der Überholspur ein anderes Fahrzeug 

zu überholen, sei der Beschuldigte zwischen seinem und dem anderen Fahrzeug 

mit hoher Geschwindigkeit durchgefahren. Er habe dann noch die Hand rausge-

streckt und das «Peace»-Zeichen gemacht. Durch das Überholmanöver des Be-

schuldigten sei «so ein Druck» entstanden, was er am Schütteln seines Wagens 

gemerkt habe (BA pag. 12-10-0003). 

4.3.11 Anlässlich seiner delegierten Zeugeneinvernahme vom 5. November 2019 gab 

G. zum Vorfall am 4. Juni 2019 Folgendes zu Protokoll: Er sei in seinem schwar-

zen VW Touran in Richtung Dietikon/ZH unterwegs gewesen. Er könne sich zwar 

nicht mehr genau erinnern, auf welcher Höhe es gewesen sei, aber er sei mit ca. 

120 km/h unterwegs gewesen. Vor ihm habe sich ein Auto befunden, er sei auf 

der Überholspur unterwegs gewesen. Auf dem rechten Fahrstreifen sei ein Last-

wagen gefahren. Dann sei ein Auto von rechts gekommen und habe ihn überholt. 

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SK.2020.25 

Er habe noch gesehen, wie das Auto den Seitenspiegel eines Lastwagens tou-

chiert habe, danach habe er nichts mehr gesehen, da das Auto sehr schnell un-

terwegs gewesen sei (ca. 160 bis 170 km/h). Bei dem Auto habe es sich um ein 

kleines helles Auto mit Bündner Kennzeichen gehandelt (zum Ganzen: BA pag. 

12-11-0003). 

4.3.12 Anlässlich ihrer delegierten Zeugeneinvernahme vom 19. Dezember 2019 gab L. 

zum Vorfall am 4. Juni 2019 Folgendes zu Protokoll: Sie sei in ihrem schwarzen 

Volvo V70 ca. auf der Höhe Kilchberg mit etwa 105 km/h unterwegs gewesen. 

Ein etwas höheres, evtl. goldfarbenes Fahrzeug mit Bündner Nummer sei erheb-

lich schneller unterwegs gewesen und habe sie rechts überholt. Sie habe zuerst 

gedacht, dass es sie touchiert hätte, da es so nah gewesen sei. Das Ganze sei 

in Sekundenbruchteilen passiert und ihr Fahrzeug habe geschaukelt. Dasselbe 

Manöver (Rechtsüberholen) habe das überholende Fahrzeug mit dem weissen 

Auto vor ihr gemacht (zum Ganzen: BA-pag. 12-16-0003).  

4.3.13 Anlässlich ihrer delegierten Zeugeneinvernahme vom 15. Januar 2020 gab M. 

zum Vorfall am 4. Juni 2019 Folgendes zu Protokoll: Sie sei auf der A3 in Rich-

tung Zürich unterwegs gewesen. Sie sei in einen Baustellenbereich gekommen, 

wo die Geschwindigkeit zuerst auf 100 und dann auf 80 km/h begrenzt gewesen 

sei. Das sei kurz vor der Ausfahrt Wollishofen gewesen. Auf beiden Fahrstreifen 

sei ein «sich gut fortbewegender Verkehr» gewesen. Da sei eigentlich niemand 

mehr zu schnell gefahren. Im Rückspiegel habe sie sehen können, dass ein Wa-

gen in «unglaubliche[m] Tempo» herangeschossen gekommen sei, sodass alle 

Autos auf dem linken Fahrstreifen schnell versuchten hätten, auf den rechten 

Fahrstreifen zu wechseln. Auch ihr sei es gelungen auf die rechte Spur zu wech-

seln als ihr ein «ungebremstes Geschoss, ein blauer Wagen mit Bündner Num-

mern» an ihr vorbeigefahren sei. Der blaue Wagen habe mehrere andere «im 

Zickzack» überholt. Danach seien Autoteile durch die Luft geflogen, und sie habe 

gesehen, dass es einen Unfall mit dem blauen Wagen gegeben habe (zum Gan-

zen BA pag. 12-17-0003). 

4.3.14 Anlässlich seiner delegierten, rechtshilfeweisen Zeugeneinvernahme durch die 

belgischen Behörden am 10. Februar 2020, gab C. bezüglich des Unfallhergangs 

und der Fahrweise des Beschuldigten Folgendes zu Protokoll: «Ich, C., war der 

Lenker des Mietautos, die Marke wissen wir nicht mehr, und fuhr mit meiner Ehe-

frau B. in der Tat auf der Autobahn Richtung Zürich. Irgendwann, als ich auf dem 

Mittelstreifen fuhr, und rechts neben mir noch ein Auto fuhr, kam ein dunkler 

Toyota-Wagen in achtlosem Zickzackkurs zwischen uns gefahren, und touchierte 

dabei die rechte Seite des Autos. Ich wusste nicht, was Ios war... Ich dachte, wir 

hätten einen Platten. Ich habe dann angehalten, da verschiedene Autos anhiel-

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SK.2020.25 

ten. Als wir stillstanden, wurde die Mitfahrertüre auf der Seite meiner Frau aufge-

rissen. Ein Mann stand da, war lauthals am Rufen und lehnte mit seinem Körper 

über meine Frau hinweg in den Wagen hinein. Er rief: ‘Alles gehört Allah, Allah 

ist gross...’» (BA pag. 18-02-0040 f.). 

B. fügte hinzu: «Ich war sehr erschrocken durch ihn... Er wollte mich irgendwann 

anfassen, und ich habe laut und deutlich gerufen, dass er mich nicht anfassen 

dürfe. Wir, ich und mein Mann, blieben im Wagen sitzen, bis die Polizei und Am-

bulanz da waren. […] Ich war und bin immer noch in einem Schock wegen dieses 

Ereignisses.» (BA pag. 18-02-0041). 

Zur Unverwertbarkeit der Zeugenaussagen von C. und B. zulasten des Beschul-

digten wird auf Ziff. 4.4.5 (unten) verwiesen. 

4.3.15 In Bezug auf die Videoaufnahmen vor und im Altendorftunnel sowie im Blatt-Tun-

nel stellt sich die Frage nach deren rechtmässiger Erhebung und somit deren 

Verwertbarkeit. Die Strassenverkehrskontrollverordnung vom 28. März 2007 

(SKV; SR 741.013; Stand 1. Februar 2019) bildet die gesetzliche Grundlage für 

die Erstellung und Speicherung von Videoaufzeichnungen im Rahmen der Ver-

kehrskontrollen namentlich auf Autobahnen. Das verkehrstechnische Gutachten 

vom 11. März 2020 (BA pag. 11-04-0014 ff) stützt sich bezüglich der mutmassli-

chen Verkehrsregelverletzungen durch den Beschuldigten im und vor dem Alten-

dorftunnel sowie im Blatt-Tunnel im Wesentlichen auf solche Videoaufzeichnun-

gen. Art. 47 Abs. 3 SKV verbietet jedoch ausdrücklich die personenbezogene 

Datenbearbeitung, womit sich eine Prüfung unter dem Gesichtspunkt der an-

wendbaren Datenschutzgesetzgebung erübrigt. Es handelt sich bei den Aufnah-

men mithin um rechtswidrig erhobene Beweismittel. Solche dürften in Anwen-

dung von Art. 141 Abs. 2 StPO lediglich zur Aufklärung einer schweren Straftat 

verwendet werden, worunter eine grobe Verkehrsregelverletzung i.S.v. Art. 90 

Abs. 2 SVG nicht zu subsumieren ist (BGE 137 I 218 E. 2.3.5.2; Urteile des Bun-

desgerichts 6B_1188/2018 vom 26. September 2019 E. 4 sowie 6B_1282/2019 

vom 13. November 2020 E. 7.3). Sind die Videoaufzeichnungen unverwertbar, 

so fallen auch die sich darauf stützenden Aussagen des verkehrstechnischen 

Gutachtens vom 11. März 2020 als Beweismittel ausser Betracht (Art. 141 Abs. 

4 StPO). 

4.3.16 Zu prüfen ist somit, ob der Beschuldigte durch seine mutmassliche Fahrweise 

vor bzw. im Altendorftunnel die unmittelbare Gefahr eines Unfalls mit Toten oder 

Schwerverletzten im Sinne von 90 Abs. 3 SVG schuf und damit in objektiver Hin-

sicht ein Verbrechen und folglich eine schwere Straftat i.S.v. Art. 141 Abs. 2 StPO 

beging. Die Tatsache, dass er beim mutmasslichen Überholvorgang einen Last-

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SK.2020.25 

wagen (vor dem Tunnel) bzw. einen anderen Personenwagen (im Tunnel) über-

holt haben soll, reicht nicht aus um von einer solchen unmittelbaren Gefährdung 

auszugehen. Vielmehr liegt es in der Natur der Sache, dass andere Fahrzeuge 

bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung überholt werden. Der Tatsache, dass 

es sich um einen Tunnel mit eher schlechten Sichtverhältnissen handelt, wird 

bereits durch das tiefere Maximaltempo (100 km/h) Rechnung getragen. Der Be-

schuldigte erreichte im Rahmen seiner mutmasslichen Fahrweise die in Art. 90 

Abs. 4 lit. d SVG für die Anwendbarkeit von Art. 90 Abs. 3 SVG festgeschriebene 

Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 80 km/h jedoch nicht. Im Ergebnis 

erfüllte der Beschuldigte durch seine Fahrweise den objektiven Tatbestand der 

qualifiziert groben Verkehrsregelverletzung nicht. Somit liegt keine schwere 

Straftat i.S.v. Art. 141 Abs. 2 StGB vor und die Videoaufzeichnungen vor und im 

Altendorftunnel sowie die sich darauf stützenden gutachterlichen Aussagen sind 

unverwertbar. Im Ergebnis ist von einem regelkonformen Fahrverhalten des Be-

schuldigten vor und innerhalb des Altendorftunnels auszugehen.  

Bezüglich seiner Fahrt im Blatt-Tunnel wird dem Beschuldigten lediglich ein Ver-

gehen i.S.v. Art. 90 Abs. 2 SVG und somit keine schwere Straftat vorgeworfen. 

Somit erübrigt sich eine Interessenabwägung nach Art. 141 Abs. 2 StPO und 

sowohl die Videoaufnahmen als auch die daraus gewonnenen gutachterlichen 

Erkenntnisse sind unverwertbar (Art. 141 Abs. 4 StPO). Folglich muss von einem 

regelkonformen Fahrverhalten des Beschuldigten im Blatt-Tunnel ausgegangen 

werden. 

4.3.17 Der Unfallhergang und die Endlage des durch den Beschuldigten gelenkten Fahr-

zeugs sind detailliert fotografisch und planerisch dokumentiert (BA pag. 10-01-

0001 ff.) sowie gutachterlich bewertet worden (BA pag. 11-04-0001 ff.).  

Explizit zur Fahrweise des Toyota […]-Fahrers befragt, äusserte sich der Gut-

achter folgendermassen: «Der Toyota […] fuhr in den untersuchten Teilbereichen 

auf der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Zürich mit einer höheren Geschwindigkeit 

als die übrigen Verkehrsteilnehmer. […] Die hohen Geschwindigkeitsunter-

schiede zwischen dem Toyota […] und den anderen Fahrzeugen bargen kon-

krete Gefahrensituationen. Die betroffenen Lenker und Lenkerinnen gaben an, 

überraschend eine Kollision wahrgenommen zu haben. Das Überraschungsmo-

ment für die betroffenen Lenker und Lenkerinnen, gepaart mit unterschiedlich 

heftigen Anstössen, welche den betroffenen Fahrzeugen unterschiedlich starke 

Richtungsänderungen aufzwangen, bei der vierten Kollision wurde der BMW 118i 

in Richtung der Baustellenleitplanke gestossen und kollidierte mit dieser, riefen 

konkrete Gefahrensituationen hervor.» (BA pag. 11-04-0041). 

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SK.2020.25 

Folgendes ist dem Gutachten bezüglich der Kollisionen zu entnehmen: «Mit den 

vorhandenen Mikrospuren liess sich in einer Voruntersuchung bei der ersten Kol-

lision zwischen dem BMW X 5 und dem Toyota […] ein Kontakt nicht nachweisen. 

Allerdings weist ein Fremdlackpartikel ab dem BMW X 5 und der Eigenlack des 

rechten Aussenspiegel-Gehäuses des Toyota […] visuell grosse Ähnlichkeit auf. 

Bei der zweiten Kollision bei Wädenswil lässt sich mit dem vorliegenden Spuren-

material der Kontakt zwischen dem Ferrari FF und dem Toyota […] nicht nach-

weisen. Bei den geschilderten Kollisionen bei Kilchberg lässt sich bei der mikro-

skopischen Untersuchung ein Fremdmaterial-Lackpartikel des BMW 118i nicht 

vom Eigenmaterial-Lack des Toyota […] unterscheiden. Am Fiat Allis 500 wurden 

keine Mikrospuren gesichert. Deshalb lässt sich für die dritte Kollision keine Mik-

rospurenuntersuchung vornehmen. » (BA pag. 11-04-36). 

Zu den Kollisionsfolgen äusserte sich der Gutachter wie folgt: «Aus unfallanaly-

tischer Sicht sind die Ereignisse bzw. die Kollisionen plausibel erklärbar. Mangels 

objektiver Anknüpfungstatsachen können die verschiedenen Ereignisse nicht 

weiter eingegrenzt werden. Zusammenfassend sind die Kollisionen darauf zu-

rückzuführen, dass der Toyota […] mit einer höheren Geschwindigkeit als die der 

übrigen Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn fuhr und die begrenzten räumli-

chen Gegebenheiten ein schadenfreies Überholen über die gesamte Fahrtstre-

cke betrachtet unrealistisch erscheinen lässt (sic).» (BA pag. 11-04-0039). 

4.4 Wie aufgezeigt (Ziff. 4.3.15) sind die Videoaufzeichnungen vor und im Alten-

dorftunnel, auf die sich der Sachverständige im Rahmen des verkehrstechni-

schen Gutachtens vom 11. März 2020 stützt (BA pag. 11-04-0014 ff.), nicht zu-

lasten des Beschuldigten verwertbar. Somit ist von einer regelkonformen Fahr-

weise des Beschuldigten vor und innerhalb des Altendorftunnels auszugehen. 

4.4.1 Durch die Aussagen der Auskunftsperson F. (BA pag. 12-02-0002 f.) ist erstellt, 

dass der Beschuldigte gegen 12.44 Uhr in Freienbach SZ mit überhöhter Ge-

schwindigkeit (150 km/h bei einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 120 

km/h) den Personenwagen BMW i3 mit Kennzeichen 2 des F., der mit ca. 120 

km/h auf der Normalspur unterwegs war, auf der Überholspur überholte.  

Weiter ist durch Zeugenaussage erstellt, dass der Beschuldigte das Fahrzeug 

des G., welches mit ca. 120 km/h auf der Überholspur unterwegs war, mit einer 

Geschwindigkeit von 160 km/h rechts auf der Normalspur überholte (BA pag. 12-

11-0003).  

Durch die Aussagen der Auskunftsperson H. (BA pag. 12-01-0002 ff.) ist erstellt, 

dass der Beschuldigte ihren BMW X 5 (Kennzeichen 3), in welchem sie mit ca. 

120 km/h auf der Überholspur dabei gewesen war, einen auf der Normalspur 

fahrenden Lastwagen zu überholen, rechts – d.h. auf der mittleren Linie zwischen 

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SK.2020.25 

BMW und Lastwagen hindurch – überholte. Dabei streifte er während des Über-

holvorganges mit der linken Seite des Toyota die rechte Seite des X 5 (vom hin-

teren bis zum vorderen Radkasten), sodass es einen Knall gab und beide Fahr-

zeuge beschädigt wurden. Die Schäden sind fotografisch dokumentiert, womit 

auch die Streifkollision erstellt ist (BA pag. 11-04-0020 f.).  

4.4.2 Weiter ist die durch den Beschuldigten verursachte Streifkollision des Toyota mit 

dem Ferrari FF (Kennzeichen 4) des I. auf Grund der glaubhaften Schilderung 

des Unfallhergangs durch den Geschädigten (BA pag. 12-05-0003) sowie der 

fotografischen Dokumentation (BA pag. 11-04-0022) hinreichend erstellt. Erstellt 

ist ebenfalls, dass der Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt Fahrzeuge rechts und 

links überholend «Slalom» fuhr, teils einhändig – dies bestätigte er selbst anläss-

lich seiner Einvernahme vor dem Zwangsmassnahmengericht (BA pag. 06-01-

0034). Die vorgängige Aussage des Beschuldigten anlässlich seiner Hafteinver-

nahme, wonach er «nichts mit dem Ferrari zu tun» gehabt habe, ist als reine 

Schutzbehauptung zu werten (BA pag. 06-01-0011). Vielmehr ist die Urheber-

schaft des Beschuldigten erstellt. So ist es angesichts der Akten und der Beweis-

lage ausgeschlossen, dass ein anderes Fahrzeug mit dem Ferrari kollidiert sein 

könnte. Mit welcher Geschwindigkeit der Beschuldigte hierbei unterwegs war, 

kann nicht abschliessend festgestellt werden. 

 

Wie aufgezeigt (Ziff. 4.3.15) sind die Videoaufzeichnungen im Blatt-Tunnel, auf 

die sich der Sachverständige im Rahmen des verkehrstechnischen Gutachtens 

vom 11. März 2020 stützt (BA pag. 11-04-0014 ff.) nicht zulasten des Beschul-

digten verwertbar. Somit ist von einer regelkonformen Fahrweise des Beschul-

digten im Blatt-Tunnel auszugehen. 

Durch Zeugenaussage (BA pag. 12-08-0003) ist jedoch erstellt, dass der Be-

schuldigte gegen 12.53 Uhr zwischen Wädenswil und Horgen immer wieder ohne 

zu blinken die Spur wechselte und streckenweise auf der mittleren Leitlinie fuhr. 

Es ist davon auszugehen, dass sich der Beschuldigte dabei an die geltenden 

Geschwindigkeitsbegrenzungen hielt.  

4.4.3 Des Weiteren soll sich der Beschuldigte gegen 12.54 Uhr in Thalwil dem vor ihm 

mit ca. 120 km/h auf der Überholspur fahrenden Fiat Panda mit Kennzeichen 5 

des J., der seinerseits dabei gewesen sei, auf der Überholspur einen Lastwagen 

zu überholen, mit massiv überhöhter Geschwindigkeit (mindestens 150 km/h bei 

einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h) angenähert haben, 

wodurch J. gezwungen gewesen sein soll, kurz vor dem Lastwagen wieder rechts 

einzuscheren. Dieser Anklagesachverhalt lässt sich anhand der diesbezüglich 

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SK.2020.25 

eher vagen Aussagen des Zeugen J. als einzigem Beweismittel (BA pag. 10-01-

0017 bzw. 12-09-0003) nicht beweisen.  

Durch Zeugenaussage erstellt ist jedoch, dass der Beschuldigte nach der Begeg-

nung mit dem Fiat in Slalom-Manier rechts und links je ein Fahrzeug überholte 

(BA pag. 12-09-0003). Es ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte die zu-

lässige Höchstgeschwindigkeit dabei nicht überschritt. 

Sodann ist ebenfalls durch Zeugenaussage (BA pag. 12-10-0003) erstellt, dass 

der Beschuldigte den Personenwagen Skoda Fabia (Kennzeichen 6) des K., der 

seinerseits dabei war, ein auf der Normalspur fahrendes Fahrzeug zu überholen, 

rechts – d.h. auf der mittleren Leitlinie zwischen dem Skoda und dem anderen 

Fahrzeug hindurch – überholte, wodurch K. und das andere Fahrzeug gezwun-

gen waren, auszuweichen, um einen Unfall zu vermeiden. So überholte der Be-

schuldigte den Skoda so schnell und mit so geringem seitlichen Abstand, dass 

dieser durch den Luftdruck «durchgeschüttelt» wurde. Es ist davon auszugehen, 

dass der Beschuldigte die zulässige Höchstgeschwindigkeit dabei nicht über-

schritt.  

4.4.4 Sodann ist durch Zeugenaussage (BA pag. 12-16-0003) erstellt, dass der Be-

schuldigte gegen 12.54 Uhr in Kilchberg den Personenwagen Volvo V 70 (Kenn-

zeichen 7) von L. rechts auf der Normalspur überholte. Hierbei fuhr er auf der 

Überholspur sehr nahe an den Volvo heran, wechselte die Spur unmittelbar vor 

ein anderes Fahrzeug, das seitlich hinter dem Volvo auf der Normalspur fuhr, 

überholte den Volvo mit einem sehr geringen seitlichen Abstand und wechselte 

anschliessend wieder unmittelbar vor den Volvo auf die Überholspur. Es ist auch 

hier davon auszugehen, dass der Beschuldigte die zulässige Höchstgeschwin-

digkeit nicht überschritt.  

Bei Kilometer 109.300 soll sich der Beschuldigte mit «massiv überhöhter Ge-

schwindigkeit» dem vor ihm mit ca. 80 km/h auf der Überholspur fahrenden BMW 

225 (Kennzeichen 8) von M. angenähert haben, sodass diese gezwungen gewe-

sen sei, sofort auf die Normalspur zu wechseln, um einen Unfall zu vermeiden. 

Unmittelbar nach dessen Wechsel auf die Normalspur soll er den BMW 225 mit 

massiv überhöhter Geschwindigkeit überholt haben. Nach dem Überholmanöver 

soll er seine Fahrt ungebremst fortgesetzt und mit massiv überhöhter Geschwin-

digkeit mindestens zwei weitere auf der Überholspur fahrende Fahrzeuge rechts 

auf der Normalspur überholt haben. Aus den verfügbaren Beweismitteln geht 

nicht hervor, ob es sich bei diesem Anklagesachverhalt tatsächlich um eine 

selbstständige Tathandlung des Beschuldigten handelt, oder ob die Beobachtun-

gen der Zeugin M. nicht dieselben Tatsachen beschreiben, die bereits von L. 

wahrgenommen worden waren. So schildern beide Zeuginnen einen ähnlichen 

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SK.2020.25 

Sachverhalt und beschreiben den Ort namentlich als «vor der Ausfahrt Wollish-

ofen» (BA pag. 12-16-003 bzw. 12-07-0003). Zudem lagen die inkriminierten 

Handlungen zum Zeitpunkt der Zeugenaussage von M. bereits über 7 Monate 

zurück. Die durch die Zeugin M. beschriebenen Handlungen sind somit nicht er-

stellt. 

4.4.5 Weiter ist gutachterlich sowie durch Zeugenaussagen sowie den Aussagen des 

Beschuldigten selbst folgender Unfallhergang erstellt: Der Beschuldigte näherte 

sich gegen 12.55 Uhr, wohl auf dem Gebiet der Gemeinde Adliswil, dem vor ihm 

mit ca. 85 km/h auf der Überholspur fahrenden Fiat 500 mit belgischem Kennzei-

chen 9 von C. und B. sowie dem auf der Normalspur fahrenden BMW 118i (Kenn-

zeichen 10) von N. mit überhöhter Geschwindigkeit (110 km/h bei einer signali-

sierten Tempolimite von 80 km/h) (BA pag. 11-04-0038). Beim Versuch, den Fiat 

rechts zu überholen, kollidierte die linke hintere Seite des Toyota mit der hinteren 

rechten Seite des Fiat, sodass der Fiat beschädigt, nach vorne geworfen und nur 

mit Mühe in der Spur gehalten werden konnte (BA pag. 06-01-0011). Der Be-

schuldigte verlor seinerseits vollends die Beherrschung über den Toyota und kol-

lidierte mit 110 km/h mit der rechten Front des Toyota bei einer geringen Über-

deckung mit dem linken Heck des BMW, sodass der BMW beschädigt und nach 

vorne geworfen wurde, ins Schleudern geriet und schliesslich mit der Leitplanke 

auf der rechten Strassenseite kollidierte (BA pag. 10-01-011a ff.). Nach einer 

Schleuderfahrt von 182 m über Normal- und Überholspur kam der stark beschä-

digte Toyota auf dem Pannenstreifen zum Stehen (BA pag. 10-01-011a ff.). 

Die Zeugen C. und B. wurden im Auftrag der Bundesanwaltschaft von der belgi-

schen Polizei rechtshilfeweise einvernommen (BA pag. 18-02-0040 f.). Gemäss 

Art. 147 Abs. 1 StPO haben die Parteien das Recht, bei Beweiserhebungen 

durch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte anwesend zu sein und einvernom-

menen Personen Fragen zu stellen. Von diesem Recht machte der Verteidiger 

des Beschuldigten denn auch Gebrauch und stellte schriftlich Ergänzungsfragen. 

Es ist jedoch nicht erstellt, dass diese den Zeugen anlässlich ihrer Einvernahme 

gestellt worden wären (a.a.O.). Somit ist die Einvernahme nicht zulasten des Be-

schuldigten verwertbar (Art. 147 Abs. 4 StPO). Eine Körperverletzung zulasten 

von B. ist im Ergebnis nicht erstellt. 

Erstellt ist hingegen, dass N. durch den Aufprall an der Halswirbelsäule verletzt 

wurde, sodass sie sich in ärztliche Behandlung begeben musste und mehrere 

Wochen arbeitsunfähig war (BA pag. 12-06-0004 ff.). 

4.5 Wie aufgezeigt (Ziff. 4.3.15) sind die Videoaufzeichnungen vor und im Alten-

dorftunnel, auf die sich der Sachverständige im Rahmen des verkehrstechni-

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SK.2020.25 

schen Gutachtens vom 11. März 2020 stützt (BA pag. 11-04-0014 ff.) nicht ver-

wertbar. Somit ist von einer regelkonformen Fahrweise des Beschuldigten vor 

und innerhalb des Altendorftunnels auszugehen. 

4.5