# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b398091-90c1-5bf8-bd81-1924708cbbe7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2009 C-1393/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1393-2008_2009-10-13.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1393/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer,
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

A._______, Frankreich,
vertreten durch Advokat Dr. iur. Beat Schmidli, 
Aeschengraben 13, 4010 Basel,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1393/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  (...)  1957  geborene,  verheiratete,  französische  Staatsange-
hörige  A._______  hat  seit  1981  in  der  Schweiz  als  Chauffeur, 
Magaziner  und  Betriebsarbeiter  mit  Grenzgängerstatus  gearbeitet 
(act. 6 und 7). Am 8. November 2000 hat er sich bei der IV-Stelle Ba-
sel-Stadt (nachfolgend: IV-Stelle BS) zum Bezug einer Rente angemel-
det (act. 1).

Mit  Verfügung vom 11. Juli  2002 (act. 19) hat  die IV-Stelle  für  Versi-
cherte  im  Ausland  (nachfolgend:  IV-Stelle)  A._______  gestützt  auf 
einen  Invaliditätsgrad von 59% mit  Wirkung  ab  1. Januar  2001  eine 
halbe Invalidenrente zugesprochen (act. 19).

Dieser  Verfügung  lagen  namentlich  ein  Arztbericht  von 
Dr. med. B._______ vom 31. Januar 2002 (act. 13, S. 1 ff.), sowie ein 
Bericht  von Dr. med. C._______,  Physikalische  Medizin  und  Rehabi-
litation,  speziell  Rheumaerkrankungen  FMH,  vom  23. Januar  202 
(act. 13,  S. 5 ff.)  sowie  die  Fragebogen  für  den  Arbeitgeber  vom 
20./22. November  2000  (act. 6)  und  vom  8. März  2002  (act. 16, 
S. 1 ff.) zugrunde.

A.a Der  Arztbericht  von  Dr. med. B._______  vom  31. Januar  2002 
(act. 13, S. 1 ff.) attestierte A._______ ein chronisches spondylogenes 
Syndrom  rechts  mit  möglicher  belastungsabhängiger  radikulärer 
Reizung S1 bei Status nach Diskushernienoperation 1997 und rezidiv 
1998 bei degenerativer Discopathie L2/3 und L5/S1 sowie eine unklare 
sensible  Hemisymptomatik  rechts  bei  negativer  Lymeborreliose-
Serologie anamnestisch.

A.b Der  Bericht  von  Dr. med. C._______  vom  23. Januar  2002  be-
stätigte,  dass  bei  A._______  ein  chronisches  lumbospondylogenes 
Syndrom  rechts  mit  möglicher  belastungsabhängiger  radikulärer 
Reizung  S1  bei  degenerativer  Discopathie  L5/S1  und  Status  nach 
zweimaliger Operation auf dieser Höhe. Klinisch sei zur Zeit keine Ra-
dikulärsymptomatik  ausmachbar. Es bestünden aber  auch keine Zei-
chen  der  Symptomausweitung  oder  Hinweise  für  eine  somatoforme 
Schmerzstörung (Waddellzeichen negativ).

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C-1393/2008

B.
Am 9. Dezember 2003 hat die IV-Stelle BS ein Rentenrevisionsverfah-
ren eingeleitet (act. 21). Mit Schreiben vom 1. März 2004 (act. 24) hat 
die IV-Stelle BS den Rentenentscheid vom 11. Juli 2002 bestätigt.

C.
Mit Schreiben vom 27. Januar 2006 (act. 27) hat A._______ bei der IV-
Stelle  BS  zufolge  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  eine 
Rentenanpassung für die Zeit ab 18. Oktober 2005 beantragt.

Mit Vorbescheid vom 23. Oktober 2007 (act. 37) informierte die IV-Stel-
le  BS A._______  darüber,  dass  sich  die  Verhältnisse  gemäss  ihren 
Abklärungen  nicht  wesentlich  verschlechtert  hätten,  weshalb  er 
unverändert Anspruch auf eine halbe Invalidenrente habe.

Mit  Eingabe vom 29. Oktober 2007 (act. 38) teilte A._______ der IV-
Stelle BS mit, er sei mit dem Vorbescheid nicht einverstanden, da die 
Restarbeitsfähigkeit,  von  welcher  die  IV-Stelle  ausgehe,  nicht  mehr 
vorhanden sei und somit kein entsprechendes Einkommen mehr erzielt 
werden könne.

D.
Mit  Verfügung  vom 28. Januar  2008  (act. 45)  wies  die  IV-Stelle  das 
Rentenanpassungsgesuch  von  A._______  ab,  da  lediglich  eine 
subjektive Verschlechterung stattgefunden habe. Sie stützte sich dabei 
im Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. med. C._______, Arzt für 
Physikalische Medizin und Rehabilitation, Rheumaerkrankungen FMH, 
Psychosomatische  Medizin  APPM,  Manuelle  Medizin  SAMM,  vom 
14. November 2006 (act. 33), welches A._______ im Wesentlichen die 
bereits  früher  festgestellten  Leiden  und  zusätzlich  aufgrund  der 
Diskusdegeneration  sowie  der  postoperativen  Veränderungen  eine 
deutlich  verminderte  Belastbarkeit  der  Wirbelsäule  attestierte. 
Dr. med. C._______  schloss  daraus  auf  eine  mindestens  halbtägige 
Arbeitsfähigkeit für adaptierte Arbeiten (wie seine bisherige Tätigkeiten 
[Rundgänge, Botengänge und Musterablieferungen, vgl. act. 43]). Der 
IV-Stelle  lagen  ferner  ein  Fragebogen  von  Dr. med. D._______  vom 
27. April  2006  (act. 30)  sowie  ein  Arbeitgeberfragebogen  vom 
28. Februar 2006 (act. 29) vor.

E.
Gegen  die  Verfügung  vom  28. Januar  2008  hat  A._______ 

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(nachfolgend:  Beschwerdeführer),  vertreten  durch  Advokat  Dr. Beat 
Schmidli, am 29. Februar 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht  erhoben.  Er  beantragte  die  Aufhebung  der  Verfügung  vom 
28. Januar 2008 sowie die Zusprechung einer ganzen IV-Rente, even-
tualiter die Rückweisung der Angelegenheit zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz, alles unter Kostenfolge zu Lasten der Vorinstanz. 

F.
Mit Vernehmlassung vom 30. Juni 2008 beantragte die IV-Stelle unter 
Hinweis auf die Stellungnahme der IV-Stelle BS vom 27. Juni 2008 die 
Abweisung der Beschwerde. Sie begründete dies damit, dass die Be-
gutachtung  durch  Dr. med. C._______  klare  und  schlüssige  Ergeb-
nisse geliefert habe und somit kein Bedarf für eine weitere Begutach-
tung  und  nähere  Abklärung  der  subjektiven  Beschwerden  bestehe. 
Ferner ändere auch die Einschätzung des Hausarztes des Beschwer-
deführers,  Dr. med. D._______,  welcher  ebenfalls  das  Vorliegen 
gewisser subjektiver Elemente bestätige, nichts am Ergebnis.

G.
Mit Replik vom 24. September 2008 hielt der Beschwerdeführer an sei-
nen Rechtsbegehren der Beschwerde vom 29. Februar 2008 fest.

H.
Mit Duplik vom 15. Oktober 2008 und unter Hinweis auf die Stellung-
nahme der IV-Stelle BS vom 14. Oktober 2008 hielt die IV-Stelle eben-
falls an ihrem Begehren fest.

I.
Der mit Verfügung vom 12. März 2008 einverlangte Kostenvorschuss in 
der  Höhe  von  Fr. 400.--  ist  am  26. März  2008  beim  Bundesverwal-
tungsgericht eingegangen.

J.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwal-
tungsgericht  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit 
Art. 33 lit. d  VGG und Art. 69  Abs. 1 lit. b  des  Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni  1959 (IVG, SR 831.20)  beur-
teilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. 
Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-
lidenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, so-
weit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass er  im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegiti-
miert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
Abs. 1  ATSG  und  Art. 52  Abs. 1  VwVG)  eingereicht  und  der 
einverlangte Kostenvorschuss in  der  Höhe von Fr. 400.--  fristgerecht 
geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.
Vorab ist  zu  prüfen,  welche Rechtsnormen im vorliegenden  Fall  zur 
Anwendung gelangen.

2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  französischer  Staatsangehöriger,  so 
dass  vorliegend  das  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II be-
treffend Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwen-
den  ist  (Art. 80a  IVG).  Nach  Art. 3  Abs. 1  der  Verordnung  (EWG) 

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Nr. 1408/71  des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft zu- und abwandern, haben die in den persönlichen An-
wendungsbereich  der  Verordnung  fallenden,  in  einem  Mitgliedstaat 
wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied-
staats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staats-
angehörigen dieses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Verfah-
rens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit so-
wie der Effektivität  – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzun-
gen einer  schweizerischen Invalidenrente  grundsätzlich  nach der  in-
nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend 
bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf 
eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201).

3.
Weiter  sind  die  zur  Beurteilung  der  Streitsache  massgebenden  ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Gemäss bundesgerichtlicher  Rechtsprechung sind  im Beschwer-
deverfahren  für  die  Bestimmung des  rechtserheblichen Sachverhalts 
grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des 
strittigen Entscheids massgebend (BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinwei-
sen).  Ferner  sind  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze anzuwenden, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329).  Ein allfälli-
ger Leistungsanspruch ist  für  die Zeit  vor einem Rechtswechsel auf-
grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Nor-

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men zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Vorliegend können 
somit  grundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwen-
dung  finden,  die  bei  Erlass  der  Verfügung  vom  28. Januar  2008  in 
Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeit-
punkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung 
des früher entstandenen Rentenanspruchs ab 1. Januar 2001 von Be-
lang sind (für  das IVG: ab dem 1. Januar  2001 in  der  Fassung vom 
23. Juni  2000  [AS 2000 2685];  ab  dem 1. Juni  2002  in  der  Fassung 
vom 8. Oktober 1999 [AS 2002 701 sowie AS 2002 685]; ab dem 1. Ja-
nuar  2003 in  der  Fassung vom 6. Oktober  2000 [AS 2002 3371  und 
3453]; ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 
2003 3837; 4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung 
vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129 und 5147; 5. IV-Revision]).

Weil  sich  die  einschlägigen  Bestimmungen  materiell  nicht  verändert 
haben,  werden  im  Folgenden  die  Bestimmungen  lediglich  in  der  ab 
1. Januar 2008 gültig gewesenen Fassung zitiert.

Ferner  ist  für  das  vorliegende  Verfahren  das  per  1. Januar  2003  in 
Kraft  getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts  anwendbar. Die  im ATSG enthaltenen Formulie-
rungen der  Arbeitsunfähigkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität 
und  der  Einkommensvergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen 
von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der Invaliden-
versicherung.  Demzufolge  haben  die  von  der  Rechtsprechung  dazu 
herausgebildeten Grundsätze unter der Herrschaft des ATSG weiterhin 
Geltung (BGE 130 V 343).

3.3 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen 
oder  auf  Gesuch hin  für  die  Zukunft  entsprechend erhöht,  herabge-
setzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbe-
zügers erheblich verändert hat.

Zu  einer  Änderung  des Invaliditätsgrades Anlass  geben  kann  einer-
seits  eine  wesentliche Verbesserung oder  Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes mit entsprechender Beeinflussung der Erwerbsfä-
higkeit  und anderseits eine erhebliche Veränderung der erwerblichen 
Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens 
(BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a, 107 V 221 E. 2 mit Hinweisen; 
SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Ist die Invalidität nach der Einkommens-
vergleichsmethode gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu bemessen, so kann 

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jede Änderung eines der beiden Vergleichseinkommen zu einer für den 
Anspruch erheblichen Erhöhung oder Verringerung des Invaliditätsgra-
des führen.

Ob eine solche rentenrelevante Änderung eingetreten ist, beurteilt sich 
(unter Vorbehalt früher durchgeführter Revisionen) durch Vergleich des 
Sachverhaltes,  wie  er  im  Zeitpunkt  der  ursprünglichen  Rentenver-
fügung  bestanden  hat,  mit  demjenigen  zur  Zeit  der  streitigen  Revi-
sionsverfügung  (BGE 125 V 369  E. 2,  113 V 275  E. 1a).  Eine  in  der 
Zwischenzeit ergangene Revisionsverfügung gilt  dann als Vergleichs-
basis,  wenn  sie  die  ursprüngliche  Rentenverfügung  nicht  bestätigt, 
sondern die laufende Rente aufgrund eines neu festgesetzten IV-Gra-
des  geändert  hat  (BGE 109 V 262  E. 4a  mit  Hinweisen;  ZAK 1987 
S. 37 E. 1a). Der Revisionsverfügung kommt im Weiteren – auch wenn 
der bisherige IV-Grad bestätigt wird und die Höhe der Rente unverän-
dert bleibt – dann als Vergleichsbasis Bedeutung zu, wenn sie in Form 
einer in Rechtskraft getretenen Verfügung ergangen ist und eine mate-
rielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat. Diese im Bereich der Neuanmeldung geänderte Praxis des Eidge-
nössischen  Versicherungsgerichts  (EVG,  heute:  Bundesgericht)  gilt 
neu  auch  im  Bereich  von  Rentenrevisionen  (vgl.  BGE 133 V 108 
E. 5.4). Dagegen ist die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent-
lichen unverändert gebliebenen Sachverhalts kein Revisionsgrund; un-
terschiedliche Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann beacht-
lich, wenn sie Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnis-
se  sind  (siehe  nur  BGE 115 V 313  E. 4a/bb  mit  Hinweisen; 
SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

Vorliegend ist somit der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenverfügung 
vom 11. Juli 2002 mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt der Revisionsver-
fügung  vom  28. Januar  2008  zu  vergleichen.  Die  Mitteilung  vom 
1. März 2004, welche nicht auf einer umfassenden materiellen Prüfung 
beruhte und die Verfügung vom 11. Juli  2002 lediglich bestätigte, ist 
somit unbeachtlich.

3.4 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebre-
chen,  Krankheit  oder  Unfall.  Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss  Art. 7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-

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rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkei-
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Ar-
beitsunfähigkeit  ist  die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenversiche-
rungsverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und gegebenenfalls bezüg-
lich  welcher  Tätigkeiten der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist. Die ärztli-
chen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurtei-
lung  der  Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  konkret 
noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; 
AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc).

3.6 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag  gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des  EVG  vom  26. Januar  2006,  I 268/2005  E. 1.2,  mit  Hinweis  auf 
BGE 125 V 352 E. 3.a). 

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Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi-
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des EVG vom 24. Januar 2000, I 128/98, E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat-
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen,  bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti-
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind  aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des EVG vom 20. März 2006, I 655/05 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil  des  Bundesgerichts  9C_24/2008  vom  27. Mai 2008  E. 2.3.2, 
publiziert in: Plädoyer 2009 S. 72 ff.).

3.7 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1).  Für  den  Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

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3.8 Gemäss dem seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 
Abs. 1 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 70% ein Anspruch 
auf eine ganze Rente, auf eine Dreiviertelsrente bei einem Grad der 
Invalidität von 60%, auf eine halbe Rente bei einem solchen von 50% 
und auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40%.

4.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IV-Stelle zu Recht das Vorliegen ei-
nes  Revisionsgrundes verneint  und auf  eine  Abänderung  der  Rente 
des Beschwerdeführers verzichtet hat.

4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, sein subjektives Empfinden, 
die Bestätigung des Hausarztes sowie auch die Bestätigung der vor-
maligen Arbeitgeberin lässen klar auf eine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes  schliessen.  Selbst  wenn  diese  einzelnen  Argu-
mente je alleine für sich nicht genügten, um die Verschlechterung zu 
beweisen, so müssten diese Hinweise für die IV-Stelle zumindest An-
lass zu weiteren (multidisziplinären) Abklärungen sein. Das Abstellen 
auf die Aussage von Dr. med. C._______ sei nicht ausreichend. Ferner 
habe die  IV-Stelle  ungenügend dargelegt,  weshalb  das  Zeugnis  des 
Hausarztes,  welcher  eine  Verschlechterung  des  Gesundheitszu-
standes festgestellt habe, nicht beachtlich sein soll.

4.2 Die IV-Stelle führt dagegen aus, die Kritik des Beschwerdeführers 
an  der  Einschätzung  von Dr. med. C._______  sei  nicht  fundiert  und 
seine subjektiven Eindrücke lässen sich nicht objektiv feststellen, wes-
halb diese nicht relevant seien.

4.3

4.3.1 Die  anlässlich  der  ursprünglichen  Rentenfestsetzung  eingehol-
ten  und  berücksichtigten  Gutachten  von  Dr. med. C._______  und 
Dr. med. B._______  attestierten  dem Beschwerdeführer  im Wesentli-
chen das Vorliegen einer komplexen und bereits chronifizierten Proble-
matik des lumbalen Wirbelsäulenbereichs, unklare Fieberschübe sowie 
eine unklare sensible Hemisymptomatik rechts mit negativer Lymebor-
reliose-Serologie anamnestisch.

4.3.2 Das  Gutachten  von  Dr. med. C._______  vom  14. November 
2006  attestierte  dem  Beschwerdeführer  wiederum  die  bereits  be-
kannte Wirbelsäulenproblematik und zusätzlich zunehmende Schmer-
zen  mit  im  Verlauf  veränderter  Ausdehnung.  Dr. med. C._______ 

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führte aus, er könne für die geltend gemachte Verschlimmerung aller-
dings keine plausible Erklärung finden, da der objektive Befund – ins-
besondere  auch das Ergebnis  der  MRI-Untersuchung –  unverändert 
sei. Eine Veränderung der Arbeitsfähigkeit  könne er  somit  nicht fest-
stellen. Eine adaptierte Arbeit sei seines Erachtens noch mindestens 
halbtags möglich.

4.3.3 Dr. med. D._______  führte  im  Fragebogen  vom  27. April  2006 
aus, der Beschwerdeführer leide an „hernies discales L4/L5 et L5/S1 
opérées,  lombosciatiques  invalidisantes,  cruralgies  invalidisantes, 
lombarthrose  (fibroses  interva[...])“.  Aus  den  festgestellten  Beein-
trächtigungen schloss er auf eine „inaptitude totale définitive au travail 
d'ouvrier“. Eine eigentliche Begründung für seine Einschätzung ist dem 
Fragebogen nicht zu entnehmen.

4.3.4 Die  frühere  Arbeitgeberin  bestätigte  mit  Fragebogen  vom 
28. Februar 2006, dass es dem Beschwerdeführer trotz „Schonarbeits-
platz“ seit dem 18. Oktober 2005 aufgrund der Schmerzen nicht mehr 
möglich gewesen sei, seiner Arbeit nachzugehen.

4.3.5 Aufgrund der bei den Akten liegenden Berichte ist unbestritten, 
dass  der  Beschwerdeführer  in  erster  Linie  durch  die  Wirbelsäulen-
problematik beeinträchtigt wird. Dies ist denn auch die bereits bei der 
Rentenfestsetzung vorliegende Diagnose. Ferner sind – gemäss Anga-
ben des Beschwerdeführers, seines Hausarztes sowie seiner früheren 
Arbeitgeberin  –  verstärkt  Schmerzen  aufgetreten.  Diese  Schmerzen 
konnten jedoch weder vom begutachtenden Arzt noch vom Hausarzt 
objektiv festgestellt werden. Ferner fand man kein somatisches Korre-
lat,  welches  die  Schmerzen  erklären  könnte.  Abgesehen  von  den 
Schmerzen hat sich das Beschwerdebild beim Beschwerdeführer nicht 
verändert. Dies ist aus den Akten ersichtlich und ist unbestritten. Die 
Empfehlung  von  Dr. med. C._______,  der  Beschwerdeführer  solle 
nach Möglichkeit sein halbtägiges Arbeitspensum in zwei Teilen absol-
vieren,  lässt ebenso wenig auf eine Verschlechterung schliessen. Es 
ist  ohne weiteres nachvollziehbar, dass zwei kurze Einsätze weniger 
belastend sind als ein langer Einsatz am Stück. Ferner ist festzuhalten, 
dass Dr. med. C._______ zwar eine interdisziplinäre Abklärung emp-
fiehlt, er dies jedoch im Hinblick auf eine möglicherweise bessere Ein-
gliederungsfähigkeit  macht  (vgl. den Kontext  seiner  Aussage). Unter 
Berücksichtigung des Umstandes, dass er eine vorbehaltslose Angabe 
über  die  derzeitige  Restarbeitsfähigkeit  macht,  ist  seine  Bemerkung 

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betreffend interdisziplinäre Abklärung so zu verstehen, dass nach ei-
ner entsprechenden Abklärung und Einleitung von angezeigten Mass-
nahmen die festgestellte Restarbeitsfähigkeit unter Umständen sogar 
auf über 50% gesteigert werden könnte, das heisst, dass ein entspre-
chendes Rehabilitationspotential vorhanden sei. Zusammenfassend ist 
somit  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  zwar  unbestrittener-
massen immer noch an einer Wirbelsäulenproblematik leidet, eine ob-
jektive Verschlimmerung indes nicht festgestellt und eine Erklärung für 
die geltend gemachte Zunahme der Schmerzen nicht  gefunden wer-
den konnte. Die IV-Stelle hat somit zu Recht festgehalten, dass keine 
Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten ist.

5.
Da  keine  Veränderung  des  Gesundheitszustandes  eingetreten  ist, 
kommt eine allfällige Erhöhung der Rente nur noch bei Bejahung einer 
Veränderung der erwerblichen Verhältnisse in  Frage. Ob eine solche 
vorliegt, ist nachfolgend zu prüfen.

5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er wohne in Frankreich und 
für die Berechnung des Invaliditätsgrades werde auf ein Invalidenein-
kommen  in  der  Schweiz  abgestellt.  Er  werde  dadurch  zusätzlich 
benachteiligt,  da  er,  wollte  er  dieses  Vergleichseinkommen  erzielen, 
diesfalls  einen langen Arbeitsweg auf  sich  zu  nehmen hätte. Ferner 
wäre  es  ihm  unter  diesen  Umständen  nicht  möglich,  sein  Ar-
beitspensum auf zwei (kurze) Einsätze aufzuteilen.

5.2 Die IV-Stelle führte demgegenüber aus, der Arbeitsweg stelle ein 
invaliditätsfremder Faktor dar und die Aufteilung des Arbeitspensums 
auf zwei Schichten sei nicht zwingend, könne jedoch zum Wohlbefin-
den des Beschwerdeführers beitragen. Es  liege somit  in  seinem Er-
messen, wie er sich die Arbeit einteile.

5.3 Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätig-
keit  im Gesundheitsfall  weitergeführt  worden wäre,  ist  Anknüpfungs-
punkt für  die Bestimmung des Valideneinkommens häufig der zuletzt 
erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung ange-
passte Verdienst (RKUV 1993 Nr. U 168 101 E. 3b) beziehungsweise 
das  an die  branchenspezifische Nominallohnentwicklung angepasste 
frühere Einkommen (AHI 2000 305 ff. E. 2c). Bei der Bestimmung des 
Invalideneinkommens ist ebenfalls – sofern möglich – auf die beruflich-
erwerbliche  Situation  abzustellen,  in  welcher  die  versicherte  Person 
konkret  steht. Ist  kein solches Vergleichseinkommen vorhanden, weil 

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die  Person  nach  dem  Eintritt  des  Gesundheitsschadens  keiner  Er-
werbstätigkeit  nachgegangen ist,  so können rechtsprechungsgemäss 
Daten der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) oder aber Tabel-
lenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus-
gegebenen  Lohnstrukturerhebungen  (LSE)  herangezogen  werden 
(BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Bei der Feststellung des Invaliditätsgrades 
wurde als Valideneinkommen das vom Beschwerdeführer früher in der 
Schweiz  erzielte  Einkommen beigezogen. Richtigerweise  hat  die  IV-
Stelle deshalb bei der Feststellung des Invalideneinkommens auf die 
schweizerischen LSE abgestellt. Da der Beschwerdeführer derzeit kein 
Invalideneinkommen erzielt, welches als Vergleichsgrösse zur Berech-
nung dienen könnte, ist das Abstellen auf die LSE angezeigt. Ein Ver-
gleich von schweizerischen Löhnen und Löhnen aus dem Ausland ist 
nicht möglich, da bei einem solchen Vergleich verschiedene Grössen 
miteinander  verglichen  würden.  Aus  dem  Umstand,  dass  der  Be-
schwerdeführer  seit  Aufgabe  seiner  ursprünglichen  Tätigkeit  keine 
neue Arbeit  aufgenommen hat,  kann geschlossen werden, dass sich 
auch die erwerblichen Voraussetzungen nicht verändert haben. Die IV-
Stelle hat beim Einkommensvergleich somit zu Recht auf die bereits 
bei  der  Festsetzung der  Rente  verwendeten –  und neu bis  ins  Jahr 
2006  indexierten  –  Daten  abgestellt.  Entgegen  der  Ansicht  des  Be-
schwerdeführers, ist der Umstand, dass er bisher in der Schweiz als 
Grenzgänger  gearbeitet  hat  und  somit  einen  wohl  eher  überdurch-
schnittlich  langen  Arbeitsweg  hatte,  im  Rahmen  der  Invaliditätsbe-
messung nicht zu berücksichtigen. Dies gilt sowohl für die erste Fest-
setzung der Rente wie auch für die revisionsweise Überprüfung der-
selben. Es steht dem Beschwerdeführer frei, eine Arbeit in der Nähe 
seines Wohnortes anzunehmen, um so die Verwertung der verbleiben-
den Ressourcen – unter Vermeidung eines langen Arbeitsweges – zu 
optimieren. Ob diesfalls eine erneute Berechnung des Invaliditätsgra-
des vorzunehmen wäre, ist vorliegend nicht zu beurteilen.

6.  
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass beim Beschwerdeführer we-
der Veränderungen im gesundheitlichen noch im erwerblichen Bereich 
eingetreten sind und somit das Revisionsgesuch zu Recht abgewiesen 
wurde. Die  angefochtene Verfügung ist  daher  zu  bestätigen und die 
Beschwerde abzuweisen.

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7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der seit dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung) ist das Beschwerdeverfah-
ren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  kostenpflichtig.  Ge-
mäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unterliegen-
den Partei aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss zu be-
rücksichtigen ist. Da der Beschwerdeführer unterlegen ist,  hat er die 
Verfahrenskosten zu tragen. Diese sind nach dem Verfahrensaufwand 
und  unabhängig  vom  Streitwert  im  Rahmen  von  200-1'000 Franken 
festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren sind 
die Verfahrenskosten auf Fr. 400.-- festzusetzen. Sie sind mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss von Fr. 400.-- zu verrechnen.

7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als 
Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch auf  Partei-
entschädigung (Art. 7 Abs. 3  des Reglements vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]). 

7.3 Der  unterliegende  Beschwerdeführer  hat  keinen  Anspruch  auf 
Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

Versand: 

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