# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e58d384b-b507-5c4a-a0f0-90edd3fe6b7c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.12.2025 E-8855/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8855-2025_2025-12-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8855/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  D e z e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Markus König;  

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

(Beschwerdeführer 1) 

und sein Sohn 

B._______, geboren am (…), 

(Beschwerdeführer 2), 

beide afghanische Staatsangehörige,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin,  

und MLaw Michael Meyer, AsyLex,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 11. November 2025 / N (…). 

 

 

E-8855/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführer (ein afghanischer Staatsangehöriger [Beschwerde-

führer 1] und sein minderjähriger Sohn [Beschwerdeführer 2]) stellten am 

(…) 2025 in der Schweiz ein Asylgesuch. Ein Abgleich mit der europäi-

schen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass ihnen am (…) 

2025 von den griechischen Behörden internationaler Schutz gewährt wor-

den war.  

A.a Am (…) 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um Rück-

übernahme der Beschwerdeführer gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG 

des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 

über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rück-

führung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) 

sowie das Abkommen vom 28. August 2006 zwischen dem Schweizeri-

schen Bundesrat und der Regierung der Hellenischen Republik über die 

Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt (SR 

0.142.113.729). 

A.b Mit E-Mail vom (…) 2025 stimmten die griechischen Behörden dem 

Ersuchen zu und bestätigten, dass Griechenland die Beschwerdeführer am 

(…) 2025 als Flüchtlinge anerkannt habe und ihre Aufenthaltsbewilligungen 

bis am (…) 2028 gültig seien.   

B.  

Anlässlich der am 1. Oktober 2025 durchgeführten persönlichen Gesprä-

che wurde den Beschwerdeführern das rechtliche Gehör zum beabsichtig-

ten Nichteintretensentscheid und zu ihrer Rückführung nach Griechenland 

gewährt.  

B.a Dabei machte der Beschwerdeführer 1 im Wesentlichen geltend, nach 

Erhalt des Entscheids, mit welchem er und sein Sohn in Griechenland als 

Flüchtling anerkannt worden seien, seien sie aus dem Flüchtlingscamp hin-

ausgeworfen worden. Ein paar Tage hätten sie im Aussenbereich in einem 

Zelt warten müssen, bis sie ihre Identitätskarten erhalten hätten. Anschlies-

send sei er mit seinem Sohn mit einem Passagierschiff nach C._______ 

gereist, wo sie sich während einer Woche in den Parkanlagen D._______ 

und E._______ aufgehalten und dort auch übernachtet hätten. Insgesamt 

hätten sie sich während acht bis neun Monaten in Griechenland aufgehal-

ten. Während dieser Zeit hätten sie keinerlei Unterstützung erhalten. Sein 

älterer, volljähriger Sohn, der heute in F._______ lebe und dort vorläufig 

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Seite 3 

aufgenommen worden sei, sei in Griechenland vergewaltigt worden. Damit 

sein jüngerer Sohn nicht dasselbe erleben müsse, habe er diesen keine 

Minute alleine gelassen und nicht in einer Kollektivunterkunft, wo zehn bis 

fünfzehn Personen in einem Zimmer übernachten müssten, wohnen wol-

len. Er und sein Sohn hätten sich daher eine eigene Unterkunft gesucht. 

Hierbei habe es sich um ein Kellergeschoss gehandelt, das voller Kakerla-

ken und anderen Insekten gewesen sei. Indem er zwei- bis dreimal pro 

Woche als Tagelöhner (…) habe, habe er ungefähr (…) Euro pro Tag ver-

dient. So habe er zwar die Miete von monatlich (…) Euro  

finanzieren können, manchmal jedoch kein Geld mehr gehabt, um Nahrung 

zu kaufen. Oft hätten sie sich bloss Wasser und Brot leisten können. Etwas 

entfernt vom (…)park habe es ein dreistöckiges Gebäude gegeben, in dem 

der UNHCR sei. Dort sei ihm gesagt worden, er solle zu einer anderen 

Organisation namens «GCR» gehen. Bei dieser habe er sich um finanzielle 

Unterstützung bemüht. Diese habe ihn an eine weitere Organisation na-

mens «Helios» weiterverwiesen. Dort hätte er jedoch für den Erhalt einer 

monatlichen Unterstützung von hundert Euro verschiedene Unterlagen (ei-

nen von einem offiziellen Immobilienbüro ausgestellten Mietvertrag, eine 

Steuerbescheinigung, eine Bestätigung über die Krankenversicherung, 

welche wiederum ein Arbeitsverhältnis vorausgesetzt hätte, sowie eine 

«AMA»-Bescheinigung) vorlegen müssen, was ihm nicht möglich gewesen 

sei. Weitere Adressen, bei denen er um Unterstützung hätte ersuchen kön-

nen, seien ihm nicht bekannt gewesen. Mangels offiziellen Mietvertrags 

habe er auch seinen Sohn nicht in der Schule anmelden können. Als er 

selbst während seines Aufenthalts im Camp an (…) erkrankt sei, habe er 

ebenfalls kaum medizinische Unterstützung erhalten. Daher habe er sich 

günstige Flugtickets nach Genf gekauft. Erst seit seiner Ankunft in der 

Schweiz müsse er keine Angst mehr haben, dass seinem Sohn etwas zu-

stosse oder dass sie verhungern würden. 

B.b Der Beschwerdeführer 2 ergänzte seinerseits, es habe für ihn in Grie-

chenland keine Möglichkeit gegeben, die Schule zu besuchen. Von den 

griechischen Behörden hätten er und sein Vater weder finanziell, materiell 

noch in Bezug auf die Schulbildung Hilfe erhalten. Nach Erhalt des positi-

ven Asylentscheids hätten sie das Camp sofort verlassen müssen. Zwei 

Nächte hätten sie im Aussenbereich des Camps verbracht, bis sie ihre 

Identitätskarte erhalten hätten. Anschliessend hätten sie zweieinhalb Mo-

nate in einem Container mit acht weiteren Personen gelebt. Wegen den 

Spielsüchtigen, Betrunkenen und Drogenabhängigen habe er nachts nicht 

schlafen können. Er und sein Vater seien mit alleinstehenden Männern un-

tergebracht worden, weil sie nicht als Familie gegolten hätten. Als er später 

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mit seinem Vater in einem Keller gelebt habe, hätten sie oft zu wenig Geld 

für Nahrung gehabt. Im Keller habe es nicht nur Kakerlaken gegeben, son-

dern auch andere Insekten und Bettwanzen. Er sei an mehreren Stellen 

seines Körpers gestochen worden. Zudem hätten er und sein Vater in ei-

nem Quartier gelebt, in welchem viele «komische Menschen» (zum Bei-

spiel Drogensüchtige) auf der Strasse gelebt hätten. Als er einmal die 

Gasse gefilmt habe, sei ein Mann auf seinen Vater mit einer Zange losge-

gangen. Auch er selber sei oft belästigt worden, indem Leute ihm den Weg 

versperrt hätten oder versucht hätten, ihn anzufassen. 

C.  

Am 6. November 2025 unterbreitete das SEM den Beschwerdeführern ei-

nen Entwurf zum beabsichtigten Nichteintretensentscheid und zur Weg-

weisung nach Griechenland. 

D.  

Mit Stellungnahme vom 7. November 2025 hielten die Beschwerdeführer 

zum Verfügungsentwurf fest, dieser verkenne ihre persönliche Situation so-

wie ihre nachweislichen intensiven Eigenbemühungen während ihres 

sechsmonatigen Aufenthalts in Griechenland, die klar zeigen würden, dass 

ihr Scheitern nicht auf ihre mangelnde Initiative, sondern auf strukturelle 

und administrative Hindernisse im griechischen Unterstützungssystem zu-

rückzuführen sei. Während sechs Monaten habe der Vater (Beschwerde-

führer 1) unermüdlich nach Arbeit, Unterkunft und Hilfe gesucht und hierbei 

bei mindestens fünf verschiedenen Stellen – bei der Gemeinde in 

C._______, beim UNHCR, beim Greek Council for Refugees (GCR), beim 

staatlichen Integrationsprogramm Helios sowie weiteren Organisationen – 

vorgesprochen. Überall sei er abgewiesen worden, da er die geforderten 

Dokumente nicht habe vorlegen können. Zudem sei er gesundheitlich ein-

geschränkt und habe seinen Sohn nicht unbeaufsichtigt lassen können. 

Die Wohnsituation in C._______ sei unhaltbar gewesen, was die beiden 

Videos auf dem der Eingabe beigelegten USB-Stick aufzeigen würden. 

Eine Rückführung nach Griechenland würde unter diesen Umständen auch 

dem Kindeswohl zuwiderlaufen.  

E.  

Mit Verfügung vom 11. November 2025 (gleichentags eröffnet) trat das 

SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a in Verbindung mit Art. 6a 

Abs. 2 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch der Beschwerdeführer 

nicht ein, ordnete ihre Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegwei-

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Seite 5 

sungsvollzug an und forderte sie auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt der 

Rechtskraft der Verfügung zu verlassen.  

F.  

Hiergegen erhoben die Beschwerdeführer mit zwei verschiedenen, inhalt-

lich ähnlich aufgebauten Eingaben je vom 18. November 2025 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Eine Eingabe (mit dem Betreff 

«Beschwerde») reichten die Beschwerdeführer in eigenem Namen per 

Post beim Bundesverwaltungsgericht ein. Die andere Eingabe (mit dem 

Betreff «Beschwerde und Antrag um superprovisorischen Vollzugsstopp») 

reichten sie, vertreten durch MLaw Michael Meyer der AsyLex, elektronisch 

ein. In beiden Eingaben stellten sie die Anträge, die angefochtene Verfü-

gung sei vollumfänglich aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, auf ihr 

Asylgesuch einzutreten, eventualiter sei ihnen die vorläufige Aufnahme zu 

gewähren, subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vor-

instanz zurückzuweisen und sub-subeventualiter seien spezifische Garan-

tien von den griechischen Behörden einzuholen, um eine angebrachte Un-

terbringung und medizinische Versorgung sicherzustellen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten sie in beiden Eingaben, es 

sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und superpro-

visorisch die Aussetzung des Wegweisungsvollzuges zu verfügen. Der zu-

ständige Kanton sei über die Aussetzung der Wegweisung bis zum Ent-

scheid über die Beschwerde in Kenntnis zu setzen. Gleichzeitig stellten sie 

ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. In der durch ihren 

Rechtsvertreter verfassten Eingabe stellten sie in verfahrensrechtlicher 

Hinsicht zudem die Anträge, sie seien gemäss Art. 3 EMRK in Verbindung 

mit Art. 13 EMRK zu einer mündlichen Anhörung vorzuladen und der man-

datierte Rechtsvertreter sei als ihr unentgeltlicher Rechtsbeistand einzu-

setzen. 

G.  

Am 19. November 2025 bestätigte die Instruktionsrichterin den Eingang 

der Beschwerde und hielt fest, die Beschwerdeführer könnten den Aus-

gang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten.  

 

  

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Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Die 

Beschwerdeführer sind als Verfügungsadressaten zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 

VwVG). 

1.2 Soweit die Beschwerdeführer um Gewährung der aufschiebenden Wir-

kung der Beschwerde ersuchen, ist festzustellen, dass der Beschwerde 

bereits von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (vgl. Art. 6 

AsylG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese vorliegend nicht 

entzogen hat. Damit ist auf den entsprechenden Antrag nicht weiter einzu-

gehen. 

2.  

Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die Vor-

instanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2). Bezüglich der Frage der Wegweisung und des Wegwei-

sungsvollzugs hat die Vorinstanz demgegenüber eine materielle Prüfung 

vorgenommen, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 

volle Kognition zukommt (vgl. Art. 49 VwVG). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensicht-

lich unbegründet, weshalb darüber im Verfahren einzelrichterlicher Zustän-

digkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters ohne Durchführung eines 

Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung zu entscheiden ist 

(Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführer beantragen in ihren Rechtsmitteleingaben sub-

eventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur neuen Be-

urteilung. Sie machen geltend, das SEM habe den Sachverhalt unvollstän-

dig und in wesentlichen Teilen unrichtig abgeklärt, indem es zentrale As-

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pekte ihrer persönlichen Situation – insbesondere im Hinblick auf die tat-

sächlichen Verhältnisse in Griechenland sowie ihre konkreten Verhältnisse, 

namentlich ihre medizinische Situation und ihre Erfahrungen extremer ma-

terieller Not – nicht angemessen abgeklärt habe. Darüber hinaus habe es 

die Vorinstanz gänzlich unterlassen, in der angefochtenen Entscheidung 

eine Beurteilung des Kindeswohls vorzunehmen. 

4.2 Die Vorinstanz hat den vorliegend erheblichen Sachverhalt hinreichend 

abgeklärt, die Beschwerdeführer in je einem persönlichen Gespräch ange-

hört, Beweismittel erhoben und in der angefochtenen Verfügung gestützt 

darauf eine Einzelfallprüfung vorgenommen. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführer hat sie sich insbesondere auch mit der Frage des Kin-

deswohls explizit auseinandergesetzt (vgl. angefochtene Verfügung S. 10). 

Dabei durfte sich die Vorinstanz auf die wesentlichen Gesichtspunkte be-

schränken (BGE 143 III 65 E. 5.2), was sie vorliegend getan hat. Den vor-

instanzlichen Erwägungen des 19-seitigen Nichteintretensentscheids sind 

überdies detaillierte Ausführungen zur Situation und zu den Möglichkeiten 

der Beschwerdeführer in Griechenland sowie zu der medizinischen Versor-

gung vor Ort zu entnehmen. Dass die Beschwerdeführer die Auffassung 

und Schlussfolgerungen des SEM nicht teilen, stellt keine Verletzung der 

Untersuchungspflicht dar, sondern betrifft die materielle Beurteilung der 

vorgebrachten Vollzugshindernisse. Der Sachverhalt ist damit als erstellt 

zu erachten, weshalb kein Anlass besteht, die Sache zur (weiteren Abklä-

rung und) neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Sub-

eventualantrag auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neube-

urteilung ist damit abzuweisen. 

4.3 Nachdem das SEM – wie dargelegt – die Beschwerdeführer in je einem  

persönlichen Gespräch, in welchem diese ihre persönliche Situation um-

fassend darlegen konnten, angehört hat, ist es den für Nichteintretensent-

scheide nach Art. 31a Abs. 1 AsylG geltenden Verfahrensvorschriften (vgl. 

Art. 36 Abs. 1 AsylG) nachgekommen. Hingegen besteht bei Nichteintre-

tensentscheiden nach Art. 31a Abs. 1 AsylG keine Pflicht zur Durchführung 

einer Anhörung gemäss Art. 29 AsylG (vgl. Art. 36 Abs. 2 AsylG e contrario). 

Im Übrigen haben die Beschwerdeführer in ihren Rechtsmitteleingaben 

den in den persönlichen Gesprächen geschilderten Sachverhalt vollum-

fänglich bestätigt. Unter diesen Umständen sind von einer zusätzlichen An-

hörung keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Damit ist der Antrag der 

Beschwerdeführer auf Vorladung zu einer mündlichen Anhörung in antizi-

pierender Beweiswürdigung abzuweisen. 

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Seite 8 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründet ihre Verfügung im Wesentlichen damit, der 

Bundesrat habe Griechenland als sicheren Drittstaat bezeichnet und die 

Beschwerdeführer seien dort als Flüchtlinge anerkannt. Ausserdem 

habe Griechenland ihrer Rückübernahme zugestimmt. Sie könnten dorthin 

zurückkehren, ohne eine Rückschiebung in Verletzung des Non-Refoule-

ment-Prinzips befürchten zu müssen. Es sei daher in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf ihr Asylgesuch nicht einzutreten. 

5.2 Dem hielten die Beschwerdeführer in ihren Rechtsmitteleingaben – 

nebst einer Wiederholung ihrer Vorbringen und allgemeinen Ausführungen 

zur schwierigen Situation von Schutzberechtigten in Griechenland – im 

Wesentlichen entgegen, ihre Rückführung sei mit den internationalen Ver-

pflichtungen der Schweiz nicht vereinbar, weshalb auf ihr Asylgesuch ein-

zutreten sei. Sie hätten in Griechenland ohne irgendeine Form von Unter-

stützung gelebt, obwohl sie viele Anstrengungen unternommen hätten. 

Eine Rückführung würde auch die grundlegenden Rechte des Kindes ver-

letzen.  

6.  

6.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht ein-

getreten, wenn die asylsuchende Person in einen gemäss Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, in wel-

chem sie sich vorher aufgehalten hat.  

6.2 Den Akten zufolge wurden die Beschwerdeführer in Griechenland als 

Flüchtlinge anerkannt; sie verfügen über gültige griechische Aufenthaltsbe-

willigungen. Zudem haben die griechischen Behörden ihrer Rücküber-

nahme vorbehaltlos zugestimmt. Es ist unter diesen Umständen ohne Wei-

teres davon auszugehen, dass sie nach Griechenland zurückkehren und 

sich dort legal aufhalten können. 

6.3 Griechenland ist ein EU-Mitgliedstaat und gilt gemäss einem – bisher 

nicht revidierten – Beschluss des Bundesrats vom 14. Dezember 2007 als 

sicherer Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG. Dass die Be-

schwerdeführer gemäss ihren Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe 

Griechenland nicht als sicheren Drittstaat betrachten, ändert daran nichts. 

6.4 Das SEM ist demnach in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführer nicht eingetreten. Die 

in den beiden Rechtsmitteleingaben zitierten Urteile des Gerichtshofs der 

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Europäischen Union (EuGH) vermögen diese Einschätzung nicht in Frage 

zu stellen. Ob eine Rückführung nach Griechenland rechtmässig ist, wird 

gemäss der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts im Rahmen der Prü-

fung des Wegweisungsvollzugs beurteilt. 

7.  

7.1 Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, verfügt es in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).  

7.2 Die Beschwerdeführer verfügen in der Schweiz insbesondere weder 

über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen An-

spruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach 

ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, 

je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be-

weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

8.2.2 Es handelt sich bei Griechenland um einen sicheren Drittstaat, in wel-

chem die Beschwerdeführer Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 

Abs. 1 AsylG finden. Griechenland ist sodann Signatarstaat der EMRK, des 

Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-

same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, 

SR 0.105], des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 

SR 0.142.30] sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen grundsätzlich nach. Zwar erkennt das Bundesverwaltungsgericht 

an, dass die Lebensbedingungen in Griechenland schwierig sind. Trotz ge-

wisser Schwachstellen kann aber nicht von einem dysfunktionalen Auf-

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Seite 10 

nahmesystem gesprochen werden. Es existieren in Griechenland verschie-

dene Angebote, die Schutzberechtigten offenstehen, auch wenn die Kapa-

zitäten kaum ausreichend sein dürften und Infrastrukturhilfen und Ange-

bote bisher vor allem von internationalen Akteuren in Zusammenarbeit mit 

der lokalen Zivilgesellschaft erbracht und finanziert worden sind. Trotz 

schwieriger Verhältnisse geht das Bundesverwaltungsgericht davon aus, 

dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich in der Lage sind, ihre exis-

tenziellen Bedürfnisse abzudecken. Ebenso ist anzunehmen, dass Rück-

kehrenden keine menschenunwürdige Behandlung droht, weshalb für sie 

kein «real risk» einer völkerrechtswidrigen Behandlung besteht (vgl. Refe-

renzurteil des BVGer D-2590/2025 vom 11. September 2025 E. 8.1). Vor-

liegend deutet nichts darauf hin, dass die Beschwerdeführer bei einer 

Rückkehr nach Griechenland einer menschenunwürdigen oder erniedri-

genden Behandlung ausgesetzt sein könnten. Daran vermögen auch die 

von ihnen geschilderten Schwierigkeiten in Griechenland nichts zu ändern. 

8.2.3 Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren. 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 5 AIG ist eine Wegweisung in einen EU- oder 

EFTA-Staat vermutungsweise zumutbar, wobei diese Legalvermutung mit 

Bezug auf Griechenland grundsätzlich auch für vulnerable Personen gilt 

(vgl. Referenzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 

2022 E. 11.3, 11.5.1). Es obliegt der betroffenen Person, diese Legalver-

mutung umzustossen. Dazu hat sie ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzu-

bringen, dass sie in Griechenland aufgrund von individuellen Umständen 

sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Not-

lage geraten würde (vgl. ebd. E. 11.4). Allein die Tatsache, dass sich die 

bisherige Integration der betroffenen Person in Griechenland als schwierig 

erwiesen hat, lässt den Vollzug der Wegweisung noch nicht als unzumutbar 

erscheinen (vgl. ebd. E. 11.5.2). 

Im Referenzurteil D-2590/2025 vom 11. September 2025 präzisierte das 

Gericht die Praxis betreffend den Wegweisungsvollzug von Familien mit 

Kindern nach Griechenland und hielt diesbezüglich fest, dass die Bedin-

gungen für Familien mit Kindern, die in Griechenland internationalen 

Schutz erhalten haben, nach wie vor schwierig seien. Insbesondere seien 

die Hürden hoch, eine angemessene und dauerhafte Unterkunft zu finden. 

Trotzdem könnten auch von Familien mit Kindern konkrete Anstrengungen 

erwartet werden, sich in Griechenland zu integrieren und sich dort eine 

Existenz aufzubauen. Vor diesem Hintergrund kam das Gericht zum 

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Seite 11 

Schluss, der Wegweisungsvollzug sei nur dann als unzulässig beziehungs-

weise unzumutbar zu erachten, wenn es den Familienmitgliedern trotz 

glaubhafter, konkreter Anstrengungen und unter Ausschöpfung der vorhan-

denen Ressourcen nicht gelungen sei, in Griechenland eine menschen-

würdige Existenz respektive eine Existenzgrundlage im Sinne von Art. 83 

Abs. 4 AIG aufzubauen (vgl. ebd. E. 8 und 9, insbes. E. 9.8). 

8.3.2 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht 

zum Schluss, dass das SEM die Situation der Beschwerdeführer einge-

hend geprüft und die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs mit zutref-

fender Begründung bejaht hat. Es liegen keine rechtsgenüglichen Hin-

weise vor, dass die Beschwerdeführer im Falle einer Rückführung nach 

Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten würden. Wie die Vor-

instanz zu Recht festgestellt hat, haben die Beschwerdeführer (nach Erhalt 

ihrer Ausweisdokumente) lediglich rund sechs Monate als anerkannte 

Flüchtlinge in Griechenland gelebt. Es gelingt den Beschwerdeführern 

nicht aufzuzeigen, dass sie in dieser relativ kurzen Zeit alle ihnen zumut-

baren Anstrengungen unter Ausschöpfung der vorhandenen Ressourcen 

unternommen hätten, um in Griechenland eine menschenwürdige Existenz 

aufzubauen. Die Beschwerdeführer behaupten zwar in ihren Rechtsmittel-

eingaben, sie hätten sowohl bei staatlichen Stellen als auch bei NGOs ver-

sucht, Hilfe zu bekommen. Aus den persönlichen Gesprächen geht jedoch 

eindeutig hervor, dass sie lediglich auf Anraten des UNHCR und der 

«GRC» bei der Organisation «Helios» um Hilfe ersucht hätten. Den Akten 

lässt sich hingegen nicht entnehmen, dass sie bei weiteren Organisationen 

(NGOs beziehungsweise kirchlichen Hilfsorganisationen) und insbeson-

dere staatlichen Stellen (z.B. Migrant Integration Center [MIC]) um Unter-

stützung ersucht hätten. Die entsprechenden Behauptungen in den 

Rechtsmitteleingaben haben sie denn auch nicht näher ausgeführt. Sie 

sind daher als blosse Schutzbehauptungen und damit als nicht glaubhaft 

einzustufen. Von Schutzsuchenden darf erwartet werden, dass sie bei Be-

darf an mehreren zuständigen Stellen nachfragen, ob respektive welche 

Unterstützung allenfalls erhältlich gemacht werden kann. Diesbezüglich ist 

auf die ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen 

Verfügung zu verweisen, welche zahlreiche Hinweise darauf enthalten, wie 

die Beschwerdeführer in Griechenland zu Unterstützungsleistungen gelan-

gen können (mit Blick auf Arbeit und allfällig notwendige finanzielle, soziale 

oder medizinische Unterstützung). 

Weiter hat das SEM in der Verfügung zu Recht als «günstige Faktoren» 

hervorgehoben, dass der Beschwerdeführer 1 in Griechenland in der Lage 

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Seite 12 

gewesen sei, einer Arbeit als Tagelöhner nachzugehen und eine Unterkunft 

für sich und seinen Sohn zu organisieren. Gleichzeitig hat es die Beschwer-

deführer jedoch nicht als (besonders) vulnerable Personen eingestuft. Ent-

gegen der Auffassung der Beschwerdeführer ändert an dieser zutreffenden 

Einschätzung des SEM der Umstand nichts, dass es sich beim Beschwer-

deführer 1 um einen alleinerziehenden Vater eines minderjährigen Sohnes 

handelt, zumal der Sohn (Beschwerdeführer 2) bereits im kommenden 

Februar (…) Jahre alt wird. Vielmehr ist festzustellen, dass der Beschwer-

deführer 2 nicht mehr in einem schulpflichtigen Alter ist (vgl. 

https://www.unicef.org/greece/en/state-childrens-rights/education/educa-

tion-system, zuletzt abgerufen am 1. Dezember 2025) und es ihm daher 

zugemutet werden darf, mittels Aufnahme einer Berufsausbildung oder ei-

ner beruflichen Tätigkeit ebenfalls zur Bestreitung des Familieneinkom-

mens beizutragen. Dass der ältere Sohn des Beschwerdeführers 1 in Grie-

chenland Opfer eines (sexuellen) Übergriffs geworden sei, vermag an die-

ser Einschätzung nichts zu ändern. 

Insgesamt ist zwar nicht in Abrede zu stellen, dass eine Eingliederung in 

Griechenland für Personen mit Schutzstatus möglicherweise mit nicht zu 

verkennenden Erschwernissen verbunden sein kann. Diese erscheinen 

vorliegend aber nicht als unüberwindbar. Es darf von den Beschwerdefüh-

rern erwartet werden, dass sie sich um das Erlernen der Landessprache 

bemühen und sich bei Unterstützungsbedarf, beispielsweise bei der Woh-

nungs- und Arbeitssuche, an die griechischen Behörden wenden. Es ist 

nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer bei einer Rückkehr 

nach Griechenland trotz der von der Vorinstanz detailliert aufgezeigten Un-

terstützungsmöglichkeiten und der von ihnen in diesem Zusammenhang 

zu erwartenden Anstrengungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

dennoch in eine existenzielle Notlage geraten würden, die sie nicht aus 

eigener Kraft abwenden könnten. Damit gelingt es ihnen nicht, die oben 

erwähnte Legalvermutung umzustossen.  

8.3.3 Die Beschwerdeführer machen sodann verschiedene gesundheitli-

che Probleme geltend: Der Beschwerdeführer 1 leide an (…)schmerzen 

sowie an Schmerzen im (…). Der Beschwerdeführer 2 sei psychisch be-

lastet, was zu selbstverletzendem Verhalten führe. Er habe in der Schweiz 

jedoch keinen Arzt konsultiert. 

Die genannten Leiden sind nicht als schwerwiegende Erkrankungen im 

Sinne des Referenzurteils E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 

einzustufen, die zu einer besonderen Vulnerabilität führen würden. Auch ist 

https://www.unicef.org/greece/en/state-childrens-rights/education/education-system
https://www.unicef.org/greece/en/state-childrens-rights/education/education-system

E-8855/2025 

Seite 13 

nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer deswegen in Grie-

chenland in eine medizinische Notlage geraten würden. So geht das Bun-

desverwaltungsgericht in seiner Rechtsprechung denn auch davon aus, 

dass Behandlungsangebote in Griechenland verfügbar sind (vgl. bspw. Ur-

teil des BVGer D-1142/2025 vom 18. März 2025 E. 8.4.2 m.w.H.). Zudem 

haben alle Personen in medizinischen Notfällen, unabhängig von ihrem 

rechtlichen Status, in Griechenland Zugang zu Notfallstationen (vgl. Refe-

renzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 E. 9.8.2). Es ist den Beschwerdefüh-

rern zuzumuten, in Griechenland Anstrengungen zu unternehmen, um die 

allenfalls benötigte medizinische Hilfe zu erhalten und sich mittels der 

ihnen zustehenden griechischen Sozialversicherungsnummer Zugang zum 

griechischen Gesundheits- und Versicherungswesen zu verschaffen.  

8.3.4 Auch das Kindeswohl steht dem Wegweisungsvollzug nicht entge-

gen, wie das SEM in der angefochtenen Verfügung zu Recht ausgeführt 

hat. Es liegen keine erhärteten Hinweise vor, wonach sich Griechenland 

als Signatarstaat des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die 

Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107) nicht an 

seine entsprechenden völkerrechtlichen Verpflichtungen halten würde. Das 

Bundesverwaltungsgericht hat denn auch in mehreren Urteilen die Weg-

weisung von Familien mit Schutzstatus in Griechenland als zulässig und 

zumutbar qualifiziert und entsprechende Nichteintretens- und Wegwei-

sungsverfügungen der Vorinstanz bestätigt (vgl. etwa Urteile des BVGer  

E-2365/2025 vom 10. Juli 2025; D-3905/2025 vom 4. Juni 2025;  

D-2415/2025 vom 15. April 2025 sowie D-2088/2025 vom 3. April 2025). 

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass aus der KRK kein Anspruch auf 

Aufenthalt im Staat mit den für ein Kind vorteilhaftesten Lebensbedingun-

gen abgeleitet werden kann (vgl. Urteil des BVGer D-1575/2025 vom 

13. März 2025 E. 7.2.4.2 m.H.).  

8.3.5 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich damit insgesamt als zumut-

bar. 

8.4 Es besteht auch keine Veranlassung für die Einholung individueller Ga-

rantien betreffend Unterkunft und medizinische Versorgung (vgl. statt vieler 

das Urteil des BVGer D-2735/2025 vom 6. November 2025 E. 8.10 m.H.), 

womit der entsprechende Subsubeventualantrag abzuweisen ist. 

8.5 Nachdem die griechischen Behörden einer Rückübernahme der Be-

schwerdeführer ausdrücklich zugestimmt haben, ist der Vollzug der Weg-

E-8855/2025 

Seite 14 

weisung auch möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG; vgl. Urteil des BVGer 

E-2517/2024 vom 26. April 2024, E. 10.3).  

8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AIG).  

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Das Gesuch um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht wird mit 

dem vorliegenden Direktentscheid gegenstandslos. Das mit der Be-

schwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung ist abzuweisen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden 

Erwägungen ergibt – von vornherein aussichtslos waren, womit die Voraus-

setzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind. Dementsprechend ist 

auch das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung abzuweisen. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die auf insgesamt 

Fr. 1'000.– festzusetzenden Kosten den Beschwerdeführern aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

  

E-8855/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche Rechts-

verbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden den Beschwerdeführern auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Marion Sutter 

 

 

Versand: