# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6956eef-4ef7-588e-9968-78847205c90e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.03.2024 PS240040
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS240040_2024-03-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde
über Schuldbetreibung und Konkurs

Geschäfts-Nr.: PS240040-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichter Dr. M. Sarbach sowie Ge-

richtsschreiberin lic. iur. lic. iur. D. Tolic Hamming

Urteil vom 25. März 2024

in Sachen

A._____,
Beschwerdeführerin

gegen

Kanton Zürich, 
Beschwerdegegner

vertreten durch Kantonales Steueramt Zürich

betreffend Rechtsverweigerungsbeschwerde im Verfahren CB240023 der 
1. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich

- 2 -

Erwägungen:

1. Mit Eingabe vom 8. März 2024 (Poststempel 11. März 2024) erhob die 

Beschwerdeführerin bei der Kammer eine Beschwerde wegen Rechtsverweige-

rung/Rechtsverzögerung durch das Bezirksgericht Zürich als untere kantonale 

Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibungs- und Konkurssachen (fortan Vorin-

stanz). Sie führt aus, bei der Vorinstanz am 2. März 2024 Beschwerde gegen die 

Pfändungsankündigung vom 28. Februar 2024 erhoben und um aufschiebende 

Wirkung ersucht zu haben. Die Beschwerde sei am 4. März 2024 bei der Vorin-

stanz eingegangen. Eine Woche später habe die Vorinstanz immer noch nicht 

über ihren Antrag auf aufschiebende Wirkung bzw. Anordnung vorsorglicher 

Massnahmen entschieden. Diesen Antrag hätte sie unverzüglich innert eines Ta-

ges, höchstens innert fünf Tagen behandeln sollen (act. 2).

2. Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen 

(vgl. act. 4/1 - 7). Die Beschwerde erweist sich sogleich als unbegründet, weshalb 

von der Einholung einer Beschwerdeantwort bzw. einer Vernehmlassung abgese-

hen werden kann (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 sowie Art. 324 

ZPO bzw. § 83 f. GOG). Das Verfahren ist spruchreif.

3. Gestützt auf Art. 18 Abs. 2 SchKG kann gegen eine untere Aufsichts-

behörde jederzeit wegen Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung bei der 

oberen kantonalen Aufsichtsbehörde Beschwerde geführt werden. Das Verbot der 

Rechtsverweigerung und -verzögerung bzw. der Anspruch auf Beurteilung innert 

angemessener Frist gehört zur Garantie eines gerechten Verfahrens nach Art. 29 

Abs. 1 BV. Es gilt in allgemeiner Weise für sämtliche Sachbereiche und alle Ver-

fahren vor Gerichts- und Verwaltungsbehörden. Der Anspruch auf Beurteilung in-

nert angemessener Frist bezieht sich ausgehend von den einzelnen Verfahrens-

abschnitten auf die gesamte Verfahrensdauer, wobei in jedem Einzelfall zu prüfen 

ist, ob sich die Verfahrensdauer unter den konkreten Umständen als angemessen 

erweist. Kriterien bilden die Bedeutung des Verfahrens für den Betroffenen, die 

Komplexität des Falles, das Verhalten der Verfahrensbeteiligten und die Behand-

lung des Falles durch die Behörden. Den Behörden ist eine Rechtsverzögerung 

- 3 -

insbesondere dann vorzuwerfen, wenn sie ohne ersichtlichen Grund und ohne 

ausgleichende Aktivität während längerer Perioden untätig geblieben sind (vgl. 

statt vieler BGer 5A_207/2018 vom 26. Juni 2018, E. 2.1.2. m.w.H.). 

4.1 Mit Pfändungsankündigung des Betreibungsamtes Zürich 7 vom 

29. Februar 2024 wurde die Beschwerdeführerin auf den 11. März 2024 vorgela-

den zwecks Einvernahme über ihre Vermögens- und Einkommensverhältnisse 

(act. 2/1 und act. 6/1). Dagegen wehrte sie sich bei der Vorinstanz mit Be-

schwerde vom 2. und 5. März 2024 (Poststempel) und ersuchte um aufschie-

bende Wirkung (act. 1 und act. 5). Mit diesem Gesuch will die Beschwerdeführerin 

die Aussetzung des Betreibungsverfahrens erreichen, weil die Betreibung ihrer 

Ansicht nach nicht hätte fortgesetzt werden dürfen und sie gegen das Rechtsöff-

nungsurteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 13. Februar 2024 (EB231731) Be-

schwerde erhoben habe. Im Umstand, dass die Vorinstanz nach sieben Tagen 

noch nicht über ihren prozessualen Antrag um aufschiebende Wirkung entschie-

den hat, sieht die Beschwerdeführerin eine Rechtsverweigerung. 

4.2.1    In Betreibungssachen ist die aufschiebende Wirkung grundsätzlich 

erst auf den Zeitpunkt zu gewähren, in dem nicht reversible Vorkehren wie zum 

Beispiel die Verwertung und die Verteilung zu treffen sind (BGer 5A_968/2015 

vom 7. März 2016, E. 3.1, BGer 5A_466/2014 vom 22. Juli 2014, E. 2.1; BSK 

SchKG I-Cometta Möckli, 3. A., Art. 36 N 2 und 9). 

4.2.2    Eine Pfändung hat in erster Linie (nur) zur Folge, dass die Schuldne-

rin ohne Bewilligung des Betreibungsamtes nicht über die gepfändeten Vermö-

gensstücke verfügen kann (Art. 96 SchKG). Die beanstandete Pfändungsankündi-

gung war auf den 11. März 2024 terminiert (act. 2/1). Selbst wenn die Pfändung 

bereits erfolgt sein sollte, könnte eine Verwertung frühestens nach Ablauf der ge-

setzlichen Fristen gemäss Art. 116 SchKG von den Gläubigern verlangt werden. 

Es ist weder behauptet noch aktenkundig, dass seitens des Betreibungsamtes be-

reits irreversible Vorkehren getroffen worden seien und ein nicht leicht wiedergut-

zumachender Nachteil drohe. Es bestand daher für die Vorinstanz keine Dring-

lichkeit, über das Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung der aufschieben-

den Wirkung bzw. um Erlass von vorsorglichen Massnahmen – wie von ihr gel-

- 4 -

tend gemacht – unverzüglich bzw. innert eines oder maximal innert fünf Tagen zu 

entscheiden. Im Umstand, dass die Vorinstanz nach sieben Tagen noch nicht 

über den nicht dringlichen prozessualen Antrag entschieden hat, liegt nach dem 

vorstehend Gesagten keine Verletzung des Beschleunigungsgebots. Die Be-

schwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

5. Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetrei-

bungs- und Konkurssachen ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 

SchKG) und es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage einer Kopie von act. 2 und, – unter Rücksendung der erstinstanzlichen 

Akten – an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Zürich 7, je gegen 

Empfangsschein.

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist in-
nert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

- 5 -

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. D. Tolic Hamming

versandt am:
26. März 2024