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**Case Identifier:** b243973d-bf2b-5646-bab9-a1498789aba0
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-24-18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-24-18_nodate.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer AA. 

 

vertreten durch: RA AA. 

 

 

Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden, Rechtsdienst, 

Neue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau 

 

 

Gegenstand Rente der Invalidenversicherung  

Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle Appenzell  

Ausserrhoden vom 6. Mai 2024 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden  
3. Abteilung 

Urteil vom 21. Januar 2025   
 

 

 

Mitwirkende Obergerichtspräsident W. Kobler 

Oberrichterinnen K. Schindler-Pfister, S. Scheidegger 

Oberrichter H.P. Fischer, M. Hüsser 

Obergerichtsschreiber M. Giger 

 

 

Verfahren Nr. O3V 24 18 

 

 

Ort des Entscheids Trogen 

 

 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

I. des Beschwerdeführers: 

1. Es sei die Verfügung vom 06.05.2024 insofern aufzuheben, als dass dem Beschwerde-

führer ab 01.02.2022 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen sei. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zulasten der Beschwerde-

gegnerin. 

 

II. der Vorinstanz: 

 Die Beschwerde sei abzuweisen. 

  

 

Sachverhalt 

 

A. Der am XX.XX.XXXX geborene AA. (nachfolgend: der Versicherte oder Beschwerdeführer), 

von Beruf B., meldete sich im Oktober 2019 bei der Invalidenversicherung zum 

Leistungsbezug an (act. 7.2/1). Bezüglich gesundheitlicher Beeinträchtigung machte er 

folgende Angaben: "Bandscheibenvorfall, Nierenkrebs (Rechte Niere entfernt am 

28.06.2019)." Die IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend: IV-Stelle oder Vorinstanz) 

tätigte die erwerblichen und medizinischen Abklärungen. Am 27. November 2019 führte sie 

mit dem Versicherten ein Assessmentgespräch (act. 7.2/11). In einer Mitteilung vom 16. 

Dezember 2019 sprach sie diesem sodann Frühinterventionsmassnahmen zu (act. 7.2/16). 

Am 19. Oktober 2020 verfasste die verantwortliche Person den "Bericht Frühintervention", 

aus welchem hervorgeht, dass ein Arbeitsplatzerhalt nicht realisierbar sei (act. 7.2/50). Mit 

Schreiben vom 23. Oktober 2020 hielt die IV-Stelle gegenüber dem Versicherten fest, 

aufgrund seines Gesundheitszustands seien zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen 

möglich (act. 7.2/51). Am 21. Juli 2021 befand der Regionale ärztliche Dienst (RAD), es sei 

leidensadaptiert von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (act. 7.2/67). Folglich erliess 

die Sachbearbeitung der IV-Stelle am 28. Juli 2021 einen Vorbescheid, in welchem sie dem 

Versicherten die Ablehnung des Rentenbegehrens in Aussicht stellte (act. 7.2/68). Am 14. 

September/21.Oktober 2021 liess der Versicherte durch den von ihm beigezogenen RA AA. 

einen Einwand erheben. Sodann legte auch der Hausarzt des Versicherten für diesen einen 

Einwand ein (act. 7.2/79 und 83). Mit Stellungnahme vom 3. Dezember 2021 hielt der RAD 

im Hinblick auf die einwandweise neu eingereichten medizinischen Unterlagen fest, eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit adaptiert sei aktuell nicht mehr sicher gegeben. Es liege ein 

instabiler, grundsätzlich besserbarer Gesundheitszustand vor. Eine stabile Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit sei derzeit nicht möglich, auch nicht gutachterlich. Vorderhand sei der 

therapeutische Verlauf über ca. ein Jahr zu verfolgen, unter Ausschöpfung auch stationärer 

 

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Möglichkeiten und wechselnden medikamentösen Optimierungsversuchen (act. 7.2/84). Am 

9. Dezember 2021 erliess die Sachbearbeitung der IV-Stelle eine entsprechende Mitteilung 

an den Versicherten (act. 7.2/85). Am 1. Februar 2023 erklärte RA AA. gegenüber der IV-

Stelle unter Beilegung eines Berichts von Dr. CC., Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, nach inzwischen eineinhalb Jahren intensiver Behandlung habe sich 

an der psychischen Diagnose wie auch an der somatischen Situation nichts geändert. Nach 

Ansicht der Ärzte bleibe der Versicherte zu 80 – 100 % arbeitsunfähig (act. 7.2/97). Am 10. 

März 2023 äusserte sich der RAD dahingehend, es sei eine Begutachtung indiziert 

(act. 7.2/101). Die IV-Stelle veranlasste folglich den entsprechenden Auftrag. Letzterer ging 

über die Vergabeplattform SuisseMED@P an die D. (act. 7.2/103, 106, 109). Die 

gutachterlichen Untersuchungen fanden zwischen dem 7. August und dem 25. Oktober 2023 

statt. Exploriert wurden folgende Disziplinen: Allgemeine innere Medizin, Psychiatrie, 

Orthopädie, Neurologie, Urologie, Ophtalmologie sowie Otorhinolaryngologie. Dem mit 

Redaktionsdatum vom 15. November 2023 erstatteten Gutachten ist zu entnehmen, dass die 

Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als B. aufgehoben ist. Adaptiert bestehe 

eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % (act. 7.2/118). Nachdem der RAD das Gutachten am 11. 

Dezember 2023 für schlüssig befunden hatte (act. 7.2/119), erliess die IV-Stelle am 21. 

Februar 2024 einen Vorbescheid, in welchem sie dem Versicherten ab dem 1. Juni 2020 eine 

ganze Rente, und ab dem 1. Februar 2022 eine halbe Rente in Aussicht stellte (act. 7.2/120). 

An diesem Bescheid hielt sie auch auf einen vom Versicherten erhobenen Einwand hin mit 

Verfügung vom 6. Mai 2024 fest (act. 2.1). 

 

B. Gegen letzteren Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde des durch RA AA. ver-

tretenen Versicherten vom 6. Juni 2024, mit dem eingangs zitierten Rechtsbegehren (act. 1). 

Am 22. August 2024 erstattete die Vorinstanz ihre Vernehmlassung und stellt dabei den 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde (act. 6). Mit Replik vom 16. September 2024 hielt der 

Beschwerdeführer an seinem Rechtsbegehren fest (act. 10). Die Vorinstanz verzichtete still-

schweigend auf eine Duplik. 

 

 

Erwägungen 

 

1. 1.1 

 Der angefochtene Entscheid regelt einen Anspruch gegenüber der Invalidenversicherung, ist 

mithin in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. Gemäss Art. 57 des Bundes-

gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) bestellt jeder Kanton ein Versicherungsgericht als einzige Instanz zur 

Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherung. Im Kanton Appen-

 

Seite 4 

zell Ausserrhoden beurteilt das Obergericht in seiner Eigenschaft als kantonales Versiche-

rungsgericht Beschwerden gegen solche Entscheide (Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes 

vom 13. September 2010; bGS 145.31). Auf dem Rechtsgebiet der Invalidenversicherung ist 

sodann die Vorschrift von Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) zu beachten, gemäss welcher Verfügungen der 

kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anzufechten 

sind. Da vorliegend eine Verfügung der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden Gegenstand der 

Beschwerde bildet, ist die örtliche Zuständigkeit des Obergerichts gegeben.  

 

1.2 

Das Gesamtgericht des Obergerichts hat Beschwerden in Sozialversicherungssachen der 

3. Abteilung zur Beurteilung zugewiesen (so publiziert im aktuellen Staatskalender des Kan-

tons Appenzell Ausserrhoden [https:// staatskalender.ar.ch/organizations/pdf], Ziff. 2.6.1.2), 

weshalb diese zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerdesache zuständig ist.  

 

1.3 

Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der Prozessvoraussetzungen ergibt, dass 

letztere sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der Form- und 

Fristerfordernisse erfüllt sind (Art. 1 Abs. 1 und Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG, Art. 60 Abs. 1 und 

Art. 61 lit. b ATSG, Art. 28 lit. b Justizgesetz sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes 

vom 9. September 2002 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG, bGS 143.1]). 

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

 

 

2. 2.1 

Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des ATSG, der Verordnung vom 

11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; 

SR 830.11), des IVG sowie der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-

cherung (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten. 

 

2.2 

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen dieje-

nigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1; BGE 144 V 

210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 

1bis IVG) und jener des Rentenanspruchs nicht unbedingt identisch sind (verspätete Anmel-

dung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG), fällt eine IV-Rente unter das neue Recht, wenn der 

Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt 

 

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eingetreten ist. Neurechtliche IV-Renten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 

und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. Rz. 1008 f. des Kreisschrei-

bens zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB 

WE IV, gültig ab 1. Januar 2022; Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich 

IV.2022.00227 vom 22. September 2022 E. 1.1; Urteile des Obergerichts Appenzell Ausser-

rhoden O3V 22 12 vom 21. März 2023 E. 2.2 und O3V 22 22 vom 30. Mai 2023 E. 2.2). 

 

 2.3 

 Vorliegend erging die angefochtene Verfügung nach dem 1. Januar 2022. Der frühestmögli-

che Zeitpunkt des Rentenbeginns liegt aber vor diesem Datum. Damit sind die bis 

31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch 

in dieser Fassung zitiert werden. 

 

 2.4 

 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 

oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-

lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 

ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die 

Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

 

 2.5 

 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche 

Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 

ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, 

ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte 

Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes 

Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 E. 5, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 

E. 2.2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4). Die 

Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 

Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 

anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 

E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festge-

stellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorlie-

gen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und 

 

Seite 6 

Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie 

ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitge-

hend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar 

ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 

E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

 

2.6 

Die Wartezeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG gilt in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in 

welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheblich in 

diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124 E. 3c; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 10/05 vom 14. Juni 2005 E. 2.1.1 in fine mit Hin-

weisen). Unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser Bestimmung ist eine Einbusse 

an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verste-

hen. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person 

an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit ent-

sprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus 

dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Mit anderen Worten: Die Leis-

tungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst 

nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt 

nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person 

tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso 

wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Viel-

mehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschät-

zung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsun-

fähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen-

den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche 

erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). 

Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendma-

chung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG). 

 

2.7 

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindes-

tens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

  

 

Seite 7 

 

2.8 

Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde auf 

Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind 

(BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese Unterlagen nach 

dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

(Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, 

objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver-

lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das 

Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledi-

gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweis-

wertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-

nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Behörden eingeholten Gutachten von 

externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersu-

chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-

de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-

chen (BGE 125 V 351). 

 

 
3. 3.1 

Der angefochtene Rentenentscheid fusst in medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten der 

D. vom 15. November 2023 (act. 7.2/118). Im Folgenden sind die Erkenntnisse dieser 

Expertise in den wesentlichen Zügen darzustellen.   

 

 

 

 

 

Seite 8 

3.1.1  

Das D. stellte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. act. 7.2/118, S. 9 f.): 

 

• Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung bei gewissenhaften und kränkbaren 

Persönlichkeitseigenschaften und nach somatischen Erkrankungen mit Arbeitsplatzver-

lust 

• chronisches lumbales bis intermittierend thorakales Schmerzsyndrom […] 

• chronische Becken-, Hüft- und Beinbeschwerden beidseits […] 

• Hochtonbetonte Schallempfindungsschwerhörigkeit rechts […] 

• Tinnitus rechts […] 

 

 

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien folgende Diagnosen: 

 

• Status nach hellzelligem Nierenzellkarzinom rechts […] 

• Geringe Prostatahyperplasie […] 

• Fehlsichtigkeit (Hyperopie, Astigmatismus) 

• Benetzungsstörung 

• Glaskörpertrübungen 

• Chronisches unspezifisches multilokuläres Schmerzsyndrom 

• in Abheilung befindlicher Herpes zoster (ca. Th4 rechts) 

• Verdacht auf arterielle Hypertonie, unbehandelt 

 

3.1.2 

Im Rahmen ihrer Gesamtbeurteilung (act. 7.2/118, S. 8 f.) hielten die Gutachter fest, die geklagten 

Beschwerden am Bewegungsapparat seien primär orthopädisch, ergänzend neurologisch vali-

diert. Beim Exploranden liege ein chronisches lumbales bis intermittierend thorakales 

Schmerzsyndrom vor, bei Status nach Massenvorfall LWK4/5 im Jahre 2020. Aktuell zeige sich 

keine radikuläre Symptomatik. Zudem bestünden die chronischen Becken-, Hüft- und Beinbe-

schwerden bds. bei degenerativen Veränderungen mit rechtsbetonter Coxarthrose. Weitere 

Beschwerden seien einem chronischen, unspezifischen, multilokulären Schmerzsyndrom zuzu-

ordnen. Die Befunde begründeten eine Arbeitsunfähigkeit in schweren und auch mittelschweren 

Tätigkeiten, was auf die angestammte Arbeit zutreffe. In nur sehr leichten, gut adaptierten Tätig-

keiten bestehe keine zusätzliche quantitative Einschränkung. 

Aus urologischer Sicht könne die bisher erfolgreich therapierte Situation hinsichtlich hellzelligem 

Nierenzellkarzinom validiert werden. Es habe die Tumornephrektomie im Juni 2019 stattgefun-

den. Aktuell könne lediglich eine geringe Niereninsuffizienz aufgrund des Kreatinins festgestellt 

 

Seite 9 

werden. Die geringe Prostatahyperplasie sei ohne wesentlichen Krankheitswert. Aus urologischer 

Sicht könne nach der postoperativen Phase 2019 seither keine Einschränkung der Arbeitsfähig-

keit mehr nachvollzogen werden. 

Aus ophtalmologischer Sicht seien die störenden und subjektiv einschränkenden Visusbeein-

trächtigungen, die der Explorand bei den anderen Untersuchungen geltend gemacht habe, vali-

diert. Die Beschwerden seien am ehesten harmlosen Glaskörper-Floatern zuzuordnen. Der Visus 

sei erhalten. Die bestehende Fehlsichtigkeit und Alterssichtigkeit könnten gut korrigiert werden. 

Es bestehe ophtalmologisch keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 

Auch die einschränkend angegebenen HNO-ärztlichen Beschwerden, welche der Explorand bei 

der primären Untersuchung geltend gemacht habe, seien sekundär validiert worden. Es bestehe 

eine hochbetonte Schallempfindungsschwerhörigkeit rechts bei Status nach Hörsturz 2016, 

zudem ein Tinnitus rechts, der mittelgradig kompensiert sei. Es seien qualitative Einschränkun-

gen gegeben, da das Sprachverständnis unter Störlärm beeinträchtigt sei und gesteigerte Umge-

bungsgeräuschpegel ungeeignet seien. Zudem bestünden durch die Beeinträchtigungen eine 

erhöhte Konzentrationsstörung mit schneller Ermüdbarkeit, was leichte quantitative Einschrän-

kungen begründen könne. Aus allgemein-internistischer und anderweitiger somatischer Sicht 

lägen keine zusätzlichen Befunde und Diagnosen vor, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. 

Wesentlich beim Exploranden sei die psychiatrische Validierung. Es könne bei ihm eine Persön-

lichkeitsänderung nach Extrembelastung bei gewissenhaften und kränkbaren Persönlichkeits- 

eigenschaften und nach somatischen Erkrankungen mit Arbeitsplatzverlust diagnostiziert 

werden. Der Explorand befinde sich in adäquater therapeutischer und medikamentöser 

Behandlung. Die Diagnose, die mit Verbitterung und Enttäuschung einhergehe und den 

Exploranden in allen Lebensbereichen betreffe, begründe eine deutliche Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht, jedoch keine aufgehobene Arbeitsfähigkeit. 

 

3.1.3 

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit ist dem Gesamtgutachten zu entnehmen, dass seit Juni 2019 in 

der angestammten Tätigkeit die Arbeitsfähigkeit aufgehoben sei. Was eine angepasste Arbeit 

angehe, sei eine nur sehr leichte Tätigkeit möglich, ohne wiederholtes Heben und Tragen von 

Lasten über 5 kg, überwiegend sitzend, dabei unter Gewährleistung von Wechselbelastung. Es 

sollte kein Störlärm vorhanden sein, nur geringe Umgebungsgeräuschpegel. Schichtarbeit sei 

nicht mehr möglich. In einer solchen Tätigkeit sei eine maximale Präsenz von 6 – 7 Stunden 

möglich. Es bestehe dabei eine reduzierte Leistungsfähigkeit bei etwas erhöhtem Pausenbedarf 

und reduziertem Rendement, dies bei reduzierter Stundenzahl. Insgesamt sei von einer 40%igen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Nach aufgehobener Arbeitsfähigkeit ab Juni 2019 könne die 

aktuelle Arbeitsfähigkeit seit November 2021 angenommen werden (act. 7.2/118, S.11). 

 

 

 

Seite 10 

3.2 

Unter dem Aspekt der Beweiswürdigung spricht vorliegend aus IV-rechtlicher Sicht nichts dage-

gen, auf das polydisziplinäre Gutachten des D. vollumfänglich abzustellen. Die Expertise erfüllt 

die Anforderungen an beweiskräftige medizinische Erhebungen im Sinne der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (vgl. E. 2.8). Die jeweiligen Teilgutachten wurden in Kenntnis der Vorakten 

erstellt. Die gutachterlichen Feststellungen beruhen auf eigenen Untersuchungen. Die geklagten 

Beschwerden der Versicherten wurden berücksichtigt und bilden die Grundlage der Anamnesen. 

Im Übrigen sind die Ausführungen und Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge aller 

Teilgutachten und auch der interdisziplinären Gesamtbeurteilung einleuchtend und die gezoge-

nen Schlussfolgerungen – namentlich hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit – nachvollziehbar begrün-

det. Schliesslich ist festzustellen, dass in diesem Beschwerdeverfahren keine der Parteien 

irgendwelche Einwände gegen das eingeholte externe Gutachten erhoben hat. Im Sinne der 

Erkenntnisse aus der Expertise des D. ist zusammenfassend somit davon auszugehen, dass der 

Versicherte in seiner angestammten Arbeit als B. nicht mehr arbeitsfähig ist, derweil für eine 

leidensadaptierte Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % (= 60 % Arbeitsfähigkeit) besteht. 

 

3.3 

Anzufügen ist, dass laut der Beschwerdeschrift beim Versicherten ein Schilddrüsenknoten diag-

nostiziert worden sein soll. Der Beschwerdeführer reichte diesbezüglich in diesem Beschwerde-

verfahren einen CT-Bericht des E. vom 18. März 2024 sowie einen Bericht des F., vom 22. Mai 

2024 zu den Akten (act. 2.3 f.). Aus den neu vorgelegten Berichten ergibt sich nicht, welche 

versicherungsmedizinischen Konsequenzen die neuen Befunde haben. Auch der Versicherte 

äussert sich dazu nicht konkret. Mit Blick darauf können die fraglichen Berichte im vorliegenden 

Verfahren nicht weiter berücksichtigt werden. Soweit der Beschwerdeführer sich gegenüber der 

Invalidenversicherung auf eine gesundheitliche Verschlechterung nach Verfügungserlass 

berufen möchte, steht ihm die Möglichkeit einer Neuanmeldung offen. 

 

 

4. Ausgehend von der gutachterlich attestierten Restarbeitsfähigkeit von 60 % bleiben die erwerbli-

chen Auswirkungen zu bestimmen. 

 

4.1 

Für die Ermittlung des Invaliditätsgrads wird im Sinne der Bestimmung des Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, welches die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-

führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 

in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, welches sie erzielen könnte, wenn sie nicht inva-

lid geworden wäre (Valideneinkommen). 

 

Seite 11 

 

4.2 

4.2.1 

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im 

massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen 

würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer 

Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, 

ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor 

Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom-

mensentwicklung angepasste Verdienst (Urteil des Bundesgerichts 9C_413/2017 vom 19. Sep-

tember 2017 E. 3.2.1, mit Verweisen). 

 

4.2.2 

a) Die IV-Stelle hielt verfügungsweise gegenüber dem Versicherten fest, es sei davon auszuge-

hen, dass er heute ohne gesundheitliche Beeinträchtigung weiterhin seiner angestammten Tätig-

keit als B. nachgehen würde. Diese Annahme erscheint sachgerecht. Für die konkrete 

Berechnung des Valideneinkommens stellte die Vorinstanz auf den IK-Auszug ab, und hier auf 

die Einträge betreffend die Jahre 2014 bis 2018 (2014: Fr. 79'379.--; 2015: Fr. 78'961.--; 2016: 

Fr. 77'528.--; 2017: 77'978.--; 2018: Fr. 84'891.--). Auch dies ist nicht zu beanstanden. Durch das 

Abstellen auf einen über einen Zeitraum von fünf Jahren ermittelten Durchschnittswert wird 

berücksichtigt, dass die Erwerbseinkünfte des Versicherten damals gewissen Schwankungen 

unterlagen. Soweit der Beschwerdeführer geltend machen lässt, es sei nicht nur auf die letzten 

fünf Jahre, sondern auf den Durchschnitt des gesamten sich aus dem IK-Auszug ergebenden 

Einkommens abzustellen, kann dem nicht gefolgt werden. Dem Versicherten scheint es darum 

zu gehen, dass die Jahre 2001 bis 2008 in die Berechnung des Valideneinkommens einfliessen, 

in welchen jeweils ein jährlicher Verdienst Eingang in den IK-Auszug fand, der zwischen 

Fr. 90'000.-- und Fr. 100'000.-- lag. Allerdings entsprechen diese Einkünfte nicht der 

Validentätigkeit des Versicherten. Der IK-Auszug macht deutlich, dass der Beschwerdeführer von 

2009 bis 2018 nur für einen Arbeitgeber tätig war, konkret für die G. bzw. ab dem Jahr 2016 für 

die H. In den Jahren 2001 bis 2008 hingegen hatte der Versicherte anscheinend – neben der G. 

– noch für einen weiteren Arbeitgeber gearbeitet, konkret für die I. Im Jahr 2002 sowie von 2006 

bis 2008 kamen zudem noch Einkünfte von der K. hinzu. Es hängt ausschliesslich mit diesen 

weiteren Tätigkeiten zusammen, dass sich das Einkommen von 2001 bis 2008 in einem höheren 

Rahmen bewegte. Arbeitete aber der Versicherte ab dem Jahr 2009 weder für die I. noch für die 

K., können die vormals erzielten entsprechenden Einkünfte in Bezug auf die Frage, was der 

Beschwerdeführer im Gesundheitsfall heute hypothetisch verdienen würde, keine Rolle spielen. 

Dafür liegen die betreffenden Tätigkeiten zeitlich zu lange zurück. 

 

Seite 12 

 

b) Der Durchschnitt für die Jahre 2014 bis 2018 beträgt – wie die Vorinstanz korrekt berechnet 

hat – Fr. 79'747.--. Zu berücksichtigen ist zusätzlich die Nominallohnentwicklung, und zwar bis 

ins Jahr 2022, denn auf der Grundlage dieses Jahres wird auch das Invalideneinkommen 

bestimmt (vgl. dazu nachstehend E. 4.3). Die Nominallohnentwicklung ist in Bezug auf die ein-

zelnen Jahreseinkünfte gesondert zu ermitteln. Auf diese Weise resultiert ein Valideneinkommen 

von Fr. 82'099.-- ([Fr. 79'379.-- : 2220 x 2305] + [Fr. 78'961.-- : 2226 x 2305] + [Fr. 77'528.-- : 

2239 x 2305] + [Fr. 77'978.-- : 2249 x 2305] + [Fr. 84'891.-- : 2260 x 2305]). Angemerkt sei, dass 

entgegen dem Versicherten kein Raum besteht für die Berücksichtigung des Betrags von 

Fr. 92'610.--, wie er laut der angefochtenen Verfügung bei der Berechnung der Rentenhöhe 

zugrunde gelegt wird. 

 

4.3 

a) Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt 

sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile 

Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfä-

higkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte 

Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden-

falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung entweder die LSE-Tabellen oder die DAP-Zahlen herangezogen werden 

(BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 f. E. 4b/aa). 

 

b) Da der Beschwerdeführer die ihm verbliebene Restarbeitsfähigkeit von 60 % nicht ausschöpft, 

ist vorliegend das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE zu bestimmen. Es sind die aktuells-

ten statistischen Daten beizuziehen. Gemeint sind damit die im Verfügungszeitpunkt bezogen auf 

den Zeitpunkt des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten Daten (Urteil des Bundesgerichts 

8C_166/2023 vom 6. März 2024 E. 4.2, mit Verweisen).  Der Zeitpunkt des potentiellen Beginns 

der vom Beschwerdeführer beantragten Dreiviertelsrente ist der 1. Februar 2022. Die Tabelle 

gemäss LSE 2022, TA1_tirage_ skill_level, wurde mittlerweile veröffentlicht, allerdings geschah 

dies erst am 29. Mai 2024 (vgl. <https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kataloge-

datenbanken.assetdetail.31606968.html>), also einige Wochen nach Erlass der angefochtenen 

Verfügung, die vom 6. Mai 2024 datiert. In diesem Sinne sind nicht die Lohndaten gemäss den 

LSE 2022, sondern jene betreffend das Jahr 2020 als die aktuellsten zu betrachten. Die Angaben 

bezüglich des Jahres 2020 werden einfach noch an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2022 

anzupassen sein.  

https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-126-V-75

 

Seite 13 

 

c) Es fragt sich, wie innerhalb der Tabelle TA1_tirage_ skill_level der massgebende Einkommens-

wert genau zu ermitteln ist. Zwischen den Parteien herrscht diesbezüglich Uneinigkeit. Die 

Vorinstanz hält dafür, dass das Kompetenzniveau 1, Total, Männer, heranzuziehen sei. Der 

Beschwerdeführer ist hingegen der Auffassung, der gesamte Arbeitsmarkt im Sektor Produktion 

sei für ihn gesperrt. Es sei somit für die Errechnung des Invalideneinkommens der Sektor Dienst-

leistungen massgebend. Die Rechtsprechung wendet für die Ermittlung des Invalideneinkom-

mens anhand von Tabellenlöhnen in der Regel die Monatslöhne gemäss der Tabelle TA1 (Monat-

licher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, Kompetenzniveau des Arbeitsplatzes 

und Geschlecht – Privater Sektor), Zeile "Total" an. Bisweilen (nur ausnahmsweise) wird aber 

auch auf Löhne einzelner Sektoren (Sektor 2 "Produktion" oder 3 "Dienstleistungen") oder gar 

einzelner Branchen abgestellt, wenn dies als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumut-

baren erwerblichen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen. Dies 

geschieht namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit in diesem 

Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage 

kommt. Es besteht allerdings kein Grundsatz, wonach immer auf die Tabelle TA1 abzustellen ist. 

So kann es sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalles rechtfertigen, stattdessen auf 

die Tabelle TA7 (oder T7S) abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Invalidenein-

kommens erlaubt und der versicherten Person der entsprechende Sektor offen steht und zumut-

bar ist. Auf den "Totalwert" gemäss TA1 abzustellen, rechtfertigt sich dort, wo die versicherte 

Person die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar und sie darauf angewiesen ist, ein neues 

Betätigungsfeld zu suchen, wobei grundsätzlich der ganze Bereich des Arbeitsmarkts zur Verfü-

gung steht. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es zudem zu berücksichtigen, dass ihr 

generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist 

als die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchentlich 41.7 Stunden im Jahr 2020 

(Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 17 129 vom 21. August 2018 E. 2.3, 

mit diversen Verweisen, sowie Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-

schaftsabteilungen, in Stunden pro Woche, Tabelle T03.02.03.01.04.01). 

 

d) In der kantonalen Rechtsprechung findet sich ein Präjudiz, bei dem bei einer ehemals als 

Autospengler tätig gewesenen versicherten Person krankheitsbedingt eine 80%ige Arbeitsfähig-

keit in adaptierter Tätigkeit und 100%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit vorlag. 

Hinsichtlich des Adaptionsprofils waren dem Beschwerdeführer ganztags leichte bis mittel-

schwere körperliche Tätigkeiten in Wechselhaltung ohne Expositionen gegenüber höheren 

Konzentrationen von atemwegreizenden Stäuben, Dämpfen und Rauch zumutbar. Eine Expo-

sition gegenüber Kälte, Nässe und Zugluft wurde als ungünstig angesehen. Im Rahmen der Inva-

liditätsbemessung hielt das zuständige kantonale Gericht fest, es sei auf die Lohntabelle TA1 

abzustellen, jedoch nicht auf das Total (Durchschnitt aller Wirtschaftszweige), sondern auf den 

 

Seite 14 

Sektor 3/Dienstleistungen. Diesbezüglich verhalte es sich nämlich so, dass die Tätigkeiten im 

Sektor 2/Produktion für den Versicherten angesichts seiner Einschränkungen im Voraus nicht in 

Frage kämen. Dem Beschwerdeführer habe damit aber auch nicht der ganze Bereich des Arbeits-

marktes gemäss TA1 zur Verfügung gestanden (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden S 17 129 vom 21. August 2018, insbesondere E. 2.5). Das folglich angerufene Bun-

desgericht schützte den fraglichen Entscheid insofern, als es festhielt, es sei nicht ersichtlich, 

inwiefern die vorinstanzlichen Feststellungen und Schlussfolgerungen offensichtlich unrichtig 

oder bundesrechtswidrig wären (Urteil des Bundesgerichts 8C_705/2018 vom 16. Mai 2019 E. 4). 

 

e) Vorliegend drängt sich in Bezug auf das bündnerische Präjudiz eine analoge Beurteilung auf. 

Laut dem vom D. gutachterlich erstellten Adaptionsprofil ist dem Beschwerdeführer namentlich 

nur noch sehr leichte und überwiegend sitzende Tätigkeit ohne Störlärm zumutbar. Dies lässt es 

in der Tat als unrealistisch erscheinen, dass der Versicherte für Arbeiten im Sektor "Produktion" 

noch in Frage kommt. Massgebend erscheint hier der Faktor "Lärm", weil im Bereich "Produktion" 

in der überwiegenden Anzahl der Betriebe Maschinen eingesetzt werden und dieser Einsatz zu 

Lärm führt. Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist dementsprechend der Tabellenwert 

"TA1, Sektor 3 Dienstleistungen, Kompetenzniveau 1, Total, Männer heranzuziehen. Im Jahr 

2020 betrug der nämliche monatliche Verdienst Fr. 4'756.--. Unter Berücksichtigung der 40%igen 

Arbeitsunfähigkeit des Versicherten, der im Jahr 2020 betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit 

von 41,7 Stunden sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2022 beläuft sich das jährliche 

Invalideneinkommen folgerichtig auf Fr. 35'807.-- (Fr. 4'756 x 12 x 0.6 : 40 x 41.7 : 2298 x 2305). 

 

f) aa) Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Lohndaten wie nament-

lich der LSE ermittelt, ist der so erhobene Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tat-

sache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Aus-

mass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können, und die versicherte Person 

je nach Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll 

aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflicht-

gemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen. Die Rechtspre-

chung gewährt insbesondere dann einen Abzug vom Invalideneinkommen, wenn eine versicherte 

Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein-

geschränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene 

gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 

Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen 

(Urteil des Bundesgerichts 9C_604/2023 vom 26. Februar 2024 E. 3.2, mit Verweisen). 

 

 

Seite 15 

bb) Dem Alter kommt im Zusammenhang mit dem Leidensabzug nur beschränkte Bedeutung zu. 

So fällt der Umstand, dass die Stellensuche altersbedingt erschwert sein mag, als invaliditäts-

fremder Faktor regelmässig ausser Betracht. Ausserdem steht fest, dass sich das Alter bei Män-

nern im Alterssegment von 50 bis 64/65 bei Stellen ohne Kaderfunktion eher lohnerhöhend aus-

wirkt (vgl. LSE 2008, 2010, 2012 und 2014, je Tabelle TA9, Median; Urteile des Bundesgerichts 

9C_535/2017 vom 14. Dezember 2017 E. 4.6; 8C_477/2016 vom 23. November 2016 E. 4.2; je 

mit Hinweisen). Hinsichtlich des Dienstalters erachtet es die Rechtsprechung zwar einerseits als 

plausibel, dass der Verlust einer Arbeitsstelle nach einer lang dauernden Anstellung auch den 

Verlust des (allenfalls) lohnrelevanten Vorteils der bisherigen Dienstjahre nach sich zieht. Ande-

rerseits ist eine lange Dienstdauer beim gleichen Arbeitgeber auf dem ausgeglichenen Arbeits-

markt aber grundsätzlich positiv zu werten, indem die durch die langjährige Betriebstreue ausge-

wiesene Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit sich bei einem anderen Arbeitgeber im Anfangslohn 

niederschlägt (Urteile des Bundesgerichts 9C_477/2016 vom 23. November 2016 E. 4.2; 

8C_97/2014 vom 16. Juli 2014 E. 4.2 und 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.1). Vorliegend 

war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Rentenverfügung 62,5 Jahre alt, und er hatte zuvor 

über 30 Jahre lang beim gleichen Arbeitgeber gearbeitet. Obwohl somit eine besondere Treue 

zum Arbeitgeber vorliegt, ist nicht anzunehmen, dass ein neuer Arbeitgeber dies – bei einem kurz 

vor der Pensionierung stehenden Arbeitnehmer – noch mit einem erhöhten Einstiegslohn hono-

rieren würde. In diesem Sinne präsentiert sich hier die Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn 

als sachgerecht (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_552/2017 vom 18. Januar 2018 

E. 5.4.2). 

 

cc) Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, soweit er einen Abzug vom Tabellenlohn 

aus dem Umstand herleitet, dass er laut dem D.-Gutachten nicht mehr in Nachtschicht arbeiten 

kann. Nachtschicht dürfte im Sektor Dienstleistungen im Vergleich zum Sektor Produktion eine 

untergeordnete Rolle spielen, weshalb in diesem Zusammenhang nicht auf einen lohnmindern-

den Faktor geschlossen werden kann. 

 

dd) Fraglich bleibt hingegen, ob dem Versicherten ein Leidensabzug zu gewähren ist, weil er nur 

noch Teilzeitarbeit verrichten kann. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass der standardisierte 

Median-Bruttolohn von Männern ohne Kaderfunktion bei einem Teilzeitpensum von 50 bis 74 % 

im Vergleich zu einem Vollpensum (ab 90 %) gemäss Tabelle T18 der LSE 2020 um 4 % tiefer 

liegt (Fr. 5'957.-- bei Teilzeit [50 bis 74 %]; Fr. 6'218.-- bei Vollzeit [90 % oder mehr]). Dies stellt 

zwar praxisgemäss (allein für sich) keine überproportionale Lohneinbusse dar. Allerdings muss 

der lohnbeeinflussende Faktor "Beschäftigungsgrad" im Rahmen der gesamthaften Schätzung 

mitberücksichtigt werden (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2022 vom 19. Oktober 

2022 E. 5.2.2.1; siehe auch das Urteil des Bundesgerichts 8C_115/2021 vom 10. August 2021 

 

Seite 16 

E. 4.2.2; vgl. zum Ganzen Urteil des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt IV.2022.120 vom 

31. August 2023 E. 8.7.3). 

 

ee) Zusammenfassend rechtfertigen die Aspekte "Alter" bzw. "Dienstalter" sowie "Teilzeit" einen 

Abzug vom Tabellenlohn. Dieser ist auf 10 % festzusetzen. Das oben ermittelte Invalideneinkom-

men reduziert sich so auf Fr. 32'227.-- (Fr. 35'807.-- x 0.9). 

 

4.4 

Bei Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 82'099.-- und des Invalideneinkommens 

von Fr. 32'227.-- resultiert ein Erwerbsausfall von Fr. 49'872.-- bzw. ein IV-Grad von aufgerundet 

61 % ([ Fr. 49'872.-- / Fr. 82'099.--) x 100). Dies entspricht einer Dreiviertelsrente. In zeitlicher 

Hinsicht sei erwähnt, dass beim Beschwerdeführer zunächst vom 13. Juni 2019 bis 31. Oktober 

2021 eine volle Arbeitsunfähigkeit vorlag. Dafür erhielt er von der Invalidenversicherung nach 

abgelaufenem Wartejahr ab Juni 2020 eine ganze Rente gesprochen. Diese liegt nicht im Streit. 

Ab November 2021 bestand nur noch eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit. Die gesundheitliche Ver-

besserung ist nach Massgabe von Art. 88a IVV nach Ablauf von drei Monaten – das heisst ab 

Februar 2022 – zu berücksichtigen. Der Anspruch auf die ganze Rente bestand so bis 31. Januar 

2022. Die hier streitige Dreiviertelsrente ist demzufolge – wie vom Versicherten beantragt – ab 

dem 1. Februar 2022 zu gewähren. Die Beschwerde ist begründet. 

 

 

5. 5.1 

Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung kostenpflichtig. Dem Verfahrensaus-

gang entsprechend sind vorliegend keine Kosten zu erheben, da der Versicherte vollständig 

obsiegt und der IV-Stelle in Anwendung von Art. 22 Abs. 1 VRPG keine Gerichtskosten auferlegt 

werden. 

 

5.2 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten. In diesem Sinne hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine Parteientschä-

digung auszurichten. Letztere ist vom Versicherungsgericht festzusetzen, wobei die Bemessung 

ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache sowie nach der Schwie-

rigkeit des Prozesses erfolgt (Art. 61 lit. g ATSG). Im Übrigen ist die Bemessung der Parteient-

schädigung dem kantonalen Recht überlassen (Urteil des Bundesgerichts 8C_11/2016 vom 22. 

Februar 2016 E. 3.1). In Sozialversicherungsverfahren vor Obergericht ist das anwaltliche Hono-

rar pauschal zu bemessen (Art. 13 Abs. 1 lit. c der Verordnung über den Anwaltstarif vom 

14. März 1995 [AT; bGS 145.53]). Vorliegend handelt es sich um einen durchschnittlich leichten 

 

Seite 17 

Fall. Unter diesen Umständen ist bei der Honorarbemessung von einem Betrag von Fr. 2‘500.-- 

auszugehen. Zufolge der Tatsache, dass die Beschwerde und insbesondere die Replik 

überdurchschnittlich kurz ausgefallen sind, reduziert sich diese Summe auf Fr. 1'800.--. Hinzu 

kommen die Barauslagen von 4 % und die Mehrwertsteuer von 8.1 %, womit total ein 

Entschädigungsanspruch von Fr. 2‘023.65 resultiert. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seite 18 

Das Obergericht erkennt: 
 
 
1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Entscheid aufgehoben und festge-

stellt, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Februar 2022 Anspruch auf eine Dreiviertels-
rente hat. Die Sache wird zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an 
die Vorinstanz zurückgewiesen. 

 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben. 
 
 
3. Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung im Betrag 

von Fr. 2‘023.65 zu bezahlen. 
 
 
4. Rechtsmittel:  
 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-recht-

lichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde richtet 
sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist beim 
Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich einzureichen. 
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel 
angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). Die Beschwerde 
hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
 

5. Mitteilung an: 

- RA AA., eingeschrieben 

- IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden, eingeschrieben 

- Bundesamt für Sozialversicherungen, eingeschrieben 
 
 

Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 

Der Obergerichtspräsident: 

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Der Obergerichtsschreiber: 

 

 

lic. iur. Marc Giger 

 
 
 
versandt am: 24. Januar 2025