# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ddea9cd-c11c-5970-b7a4-3cf973a2a2a9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-05-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.05.2020 D-1405/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1405-2020_2020-05-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1405/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  M a i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger;  

Gerichtsschreiberin Martina von Wattenwyl. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,  

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisungsvollzug);  

Verfügung des SEM vom 6. Februar 2020. 

 

 

 

D-1405/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Eigenen Angaben zufolge verliess die Beschwerdeführerin, eine eritre-

ische Staatsangehörige tigrinischer Ethnie, im August 2015 ihr Heimatland. 

A.b Am 22. Januar 2016 heiratete die Beschwerdeführerin in B._______, 

welcher in der Schweiz über eine Niederlassungsbewilligung verfügt. Mit-

tels Familiennachzug reiste sie am 28. Juli 2016 in die Schweiz ein.  

A.c Am 3. Januar 2019 stellte die Beschwerdeführerin ein Asylgesuch und 

wurde am 30. Januar 2019 im Empfangs- und Verfahrenszentrum EVZ in 

C._______ zu ihrem Reiseweg und summarisch zu ihren Asylgründen be-

fragt (Befragung zur Person [BzP]). Am 17. Oktober 2019 fand die Bundes-

anhörung zu den Asylgründen statt.  

B.  

B.a Zu ihrem Lebenslauf führte die Beschwerdeführerin an, sie sei in 

D._______ geboren und in E._______ in der Zoba Debub, aufgewachsen, 

wo sie während zehn Jahren die Schule besucht habe. Ihre Mutter sei al-

leinerziehend gewesen, da der Vater sehr früh verstorben sei. Sie habe 

einen Bruder, welcher in Holland lebe und einen jüngeren Halbbruder.  

B.b Als Begründung ihres Asylgesuchs brachte sie im Wesentlichen vor, 

ihre Mutter, welche einen Gemischtwarenladen geführt habe, sei im April 

2014 verhaftet worden. Es seien angeblich oppositionell verfasste Doku-

mente bei ihr gefunden worden. Ungefähr zwei bis drei Monate nach der 

Verhaftung ihrer Mutter sei sie zu ihren Grosseltern nach F._______ gezo-

gen. Aufgrund der zu grossen Distanz zu ihrem Heimatdorf und wegen ih-

res psychisch angeschlagenen Zustandes habe sie die Schule abgebro-

chen. Der Eintritt in eine Schule in der Nähe des Wohnortes der Grossel-

tern wäre ein zu grosser bürokratischer Aufwand gewesen. In der Folge 

habe sie wegen ihres Schulabbruchs Angst gehabt, in eine Razzia zu ge-

raten und in den Militärdienst eingezogen zu werden. Deswegen habe sie 

sich nicht mehr frei bewegen können und sich manchmal vor den im Dorf 

durchgeführten Razzien verstecken müssen, um einer Rekrutierung zu 

entgehen. Sie habe keine Aufforderung zum Leisten des Militärdienstes er-

halten, habe jedoch früher oder später damit rechnen müssen, erwischt 

und eingezogen zu werden. Im Hinblick auf den endlosen Militärdienst und 

aufgrund mangelnder Ausbildungsmöglichkeiten habe sie sich entschlos-

sen auszureisen.  

D-1405/2020 

Seite 3 

Sie reichte eine Kopie ihres Taufscheins, eine Kopie der Identitätskarte ih-

rer Mutter sowie eine Todesanzeige ihres Vaters zu den Akten. 

Auf die weiteren Ausführungen der Beschwerdeführerin wird, soweit 

wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.   

C.  

Mit Verfügung vom 6. Februar 2020 – eröffnet am 10. Februar 2020 – 

stellte das SEM fest, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht und lehnte ihr Asylgesuch ab. Die Wegweisung sowie deren 

Vollzug wurden nicht geprüft, da die Beschwerdeführerin seit dem 28. Juli 

2016 über eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleib beim Ehegatten – 

ausgestellt durch die Migrationsbehörden des Kantons G._______ – ver-

fügt.  

D.  

Die Beschwerdeführerin focht mit Eingabe vom 10. März 2020 (Datum 

Poststempel) die Verfügung der Vorinstanz beim Bundesverwaltungsge-

richt an und beantragte, die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben, sie 

sei als Flüchtling anzuerkennen und ihr sei Asyl zu gewähren. Eventualiter 

sei die Unzulässigkeit, die Unzumutbarkeit oder die Unmöglichkeit der 

Wegweisung sowie des Vollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme 

anzuordnen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung sowie um Verzicht auf Erhebung eines Kos-

tenvorschusses. Weiter beantragte sie die Beiordnung einer amtlichen 

Rechtsverbeiständung.   

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 18. März 2020 lehnte die Instruktionsrichterin 

die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung einer amtlichen Rechtsverbeiständung ab. Gleichzeitig wurde 

die Beschwerdeführerin aufgefordert, einen Kostenvorschuss einzuzahlen, 

verbunden mit der Androhung, auf die Beschwerde werde nicht eingetre-

ten, wenn der Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt werde.  

F.  

Der Kostenvorschuss ging innerhalb der vom Gericht gesetzten Frist am 

1. April 2020 zugunsten der Gerichtskasse ein.  

 

 

D-1405/2020 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten 

(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 

25. September 2015). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und aArt. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 

2.2 Die Beschwerdeführerin verfügt über eine Aufenthaltsbewilligung, wes-

halb die Frage der Wegweisung nicht Gegenstand des Beschwerdeverfah-

rens bildet. Auf die Anträge der Formularbeschwerde bezüglich Anordnung 

der vorläufigen Aufnahme ist nicht einzutreten. 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

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Seite 5 

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid im Wesentlichen damit, 

dass die Furcht der Beschwerdeführerin, zukünftig in den Militär- oder Ar-

beitsdienst aufgeboten zu werden, den Anforderungen an Art. 3 AsylG nicht 

genüge. Zudem habe sie zu keinem Zeitpunkt behauptet, in konkreter 

Weise von den eritreischen Behörden gesucht worden zu sein, sondern, 

dass sie wegen ihres fehlenden Schülerausweises Angst gehabt habe, in 

eine Razzia zu geraten und rekrutiert zu werden. Weiter könne sie auch 

aus der Tatsache, dass ihre Mutter verhaftet worden sei, keine asylrele-

vante Verfolgung ableiten, da sie keine diesbezüglichen Nachteile geltend 

gemacht habe. Schliesslich seien – aufgrund der gängigen Rechtspre-

chung – keine Anknüpfungspunkte ersichtlich, welche sie neben ihrer ille-

galen Ausreise als missliebige Person erscheinen lassen würden, weshalb 

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Seite 6 

auch dieses Vorbringen keine Asylrelevanz aufweise. Auf eine Glaubhaf-

tigkeitsprüfung könne demzufolge verzichtet werden. Die Wegweisung 

werde nicht verfügt, da sie über eine gültige Aufenthaltsbewilligung der 

kantonalen Behörden verfüge. 

5.2 Die Beschwerdeführerin legte in ihrer Formularbeschwerde dar, dass 

sie nach der Inhaftierung ihrer Mutter die Schule aus Angst, rekrutiert zu 

werden, abgebrochen habe. Entgegen der Argumentation der Vorinstanz 

würden die eritreischen Behörden keine spezielle Vorladung für den Einzug 

ins Militär benötigen oder ausstellen, um Schulabbrecher zu rekrutieren. 

Es sei selbstredend, dass man in Eritrea lediglich die Wahl zwischen 

Schule und Militär habe. Zudem sei sie gesucht worden, habe sich den 

jeweiligen Razzien jedoch erfolgreich durch Verstecken entziehen können. 

Zudem habe sie Eritrea auf illegalem Weg verlassen. Bei einer Rückkehr 

würde ihr ein lebenslanger Militärdienst drohen, weshalb ihr Asyl zu ge-

währen sei.  

6.  

6.1 Es ist vorweg zu nehmen, dass die Vorinstanz zu Recht auf eine Prü-

fung der Glaubhaftigkeit verzichtet hat, wie nachfolgend dargelegt wird, da 

die Vorbringen der Beschwerdeführerin – auch unter der Annahme der 

Glaubhaftigkeit – den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlings-

rechtliche Relevanz nicht zu genügen vermögen. 

 

6.2 Das Gericht stellt fest, dass die Beschwerdeführerin zu keinem Zeit-

punkt geltend machte, in konkreter Weise von den heimatlichen Behörden 

gesucht worden zu sein. Weder die Verhaftung ihrer Mutter noch der da-

rauffolgende Schulabbruch haben ein behördliches Verfolgungsinteresse 

an ihr auszulösen vermögen. Auch konnte sie nach der Verhaftung ihrer 

Mutter noch während ungefähr zwei oder drei Monaten ohne Probleme zu 

bekommen, im mütterlichen Haus wohnen, um anschliessend bis zu ihrer 

Ausreise – über ein Jahr später – unbehelligt bei den Grosseltern zu leben 

(vgl. act. A14/13, F65). Ferner erklärte sie explizit, aufgrund der Verhaftung 

ihrer Mutter keinen Nachteilen ausgesetzt gewesen zu sein und die Schule 

lediglich aus dem Grund abgebrochen zu haben, weil eine Anmeldung an 

die neue Schule zu aufwändig gewesen wäre und sie zudem psychisch 

angeschlagen gewesen sei (vgl. act. A14/13, F83-84; F69). Abschliessend 

lässt auch der Umstand, Furcht vor Razzien aufgrund ihres fehlenden 

Schülerausweises gehabt zu haben, auf kein individuelles Verfolgungsin-

teresse seitens der eritreischen Behörden schliessen.  

 

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Seite 7 

6.3 Daraus ergibt sich, dass keine Vorfluchtgründe vorliegen. Angesichts 

der mangelnden Hinweise auf konkrete Verfolgungssituationen hat die Vor-

instant zu Recht auf eine Glaubhaftigkeitsprüfung verzichtet und das Asyl-

gesuch der Beschwerdeführerin abgelehnt.  

 

6.4 Somit bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer ille-

galen Ausreise aus Eritrea im Sinne von Nachfluchtgründen nach Art. 54 

AsylG ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt ist.  

6.5 Gemäss dem als Referenzurteil publizierten Entscheid D-7898/2015 

vom 30. Januar 2017 führt eine illegale Ausreise aus Eritrea nicht mehr per 

se zur Begründung der Flüchtlingseigenschaft. Vielmehr bedarf es hierzu 

zusätzlicher Anknüpfungspunkte, welche zu einer Schärfung des Profils 

und dadurch zu einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungsgefahr füh-

ren könnten. Ebenso wenig vermag die blosse Befürchtung, aufgrund von 

(allgemeinen) Razzien in den Fokus der Militärbehörden zu geraten, solch 

eine Schärfung des Profils zu begründen (vgl. Referenzurteil des Bundes-

verwaltungsgerichts D-789872015 vom 30. Januar 2017, E. 5.1; 5.2: 5.3).  

6.6 Solche Anknüpfungspunkte sind vorliegend zu verneinen. Wie bereits 

dargelegt (vgl. E. 6.2), sind aus den Akten keine Gründe ersichtlich, welche 

die Beschwerdeführerin in den Augen der eritreischen Behörden als miss-

liebige Person erscheinen lassen würden. Sie hat weder Probleme mit den 

Behörden noch einen direkten Kontakt mit den militärischen Behörden gel-

tend gemacht, weshalb davon auszugehen ist, dass sie neben ihrer illega-

len Ausreise keine weiteren Anknüpfungspunkte aufweist, welche zu einer 

flüchtlingsrelevanten Verfolgung führen würden.  

6.7 Zusammenfassend kommt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass der Beschwerdeführerin weder zum Zeitpunkt ihrer Ausreise 

noch zum heutigen Zeitpunkt eine begründete Furcht droht, in ihrem Hei-

matland verfolgt zu werden. Aus diesen Erwägungen folgt, dass die Vo-

rinstanz auch eine flüchtlingsrelevante Gefährdung aufgrund von subjekti-

ven Nachfluchtgründen zu Recht verneint und ihr Asylgesuch abgelehnt 

hat. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). Die Wegweisung aus der Schweiz wird nicht verfügt, wenn 

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Seite 8 

die asylsuchende Person im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Nieder-

lassungsbewilligung ist (Art. 32 Abs. 1 Bst. a AsylV 1).  

7.2 Die Beschwerdeführerin verfügt über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung, weshalb die Vorinstanz zu Recht die Wegweisung nicht 

verfügte.  

8.  

Aus den vorangehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 

Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, der rechtserhebliche Sachverhalt 

richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit dies-

bezüglich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9. Nachdem das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung mit Zwischenverfügung vom 18. März 2020 abgewiesen wurde, sind 

aufgrund des Ausgangs des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]; Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der in gleicher 

Höhe geleistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten 

zu verwenden.  

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-1405/2020 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Contessina Theis Martina von Wattenwyl 

 

 

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