# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f0c0456-9141-5982-9295-08874263e576
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP ARGVP 1988 1139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_ARGVP-1988-1139_nodate.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1139

1139

Bauen ausserhalb der Bauzone. Zweckänderung (Art. 24 RPG; SR 700).

B.D. ist Eigentümer eines freistehenden Stadels ausserhalb der Bauzone. 
Die zuständige Behörde verweigerte die Bewilligung für den Umbau des 
Stadels in ein Ferienhaus. Der Regierungsrat wies den gegen diese Verwei­
gerung eingereichten Rekurs ab.

Gemäss Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung (RPG; SR 700) dürfen Bauten und Anlagen nur mit behörd­
licher Bewilligung errichtet oder geändert werden, wobei vorausgesetzt 
wird, dass sie dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. In Abweichung 
davon kann deren Erstellung oder Zweckänderung ausnahmsweise bewil­
ligt werden, sofern ein Standort ausserhalb der Bauzonen erforderlich ist 
und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 24 Abs.1 
RPG). Das kantonale Recht kann, soweit dies mit den wichtigen Anliegen 
der Raumplanung vereinbar ist, die Erneuerung, die teilweise Änderung 
oder den Wiederaufbau von Bauten und Anlagen gestatten (Art. 24 Abs. 2 
RPG).

Die Umwandlung eines Weidstadels in ein Ferien- oder Wochenend­
haus mit dem üblichen Komfort ist schon in der Rechtsprechung zu Art. 20 
des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung 
vom 8. Oktober 1971 als unzulässig bezeichnet worden, weil eine solche 
Baute einen Standort ausserhalb der Bauzone in keiner Weise bedinge (vgl. 
BGE 100 lb 91; BVR 1976, S.324; Entscheid des Regierungsrates von 
Appenzell A.Rh. vom 12. April 1977 in Sachen R.). Diesbezüglich hat sich 
durch das Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes, welches die erwähnte 
Regelung des Gewässerschutzgesetzes ablöste, nichts geändert. Die 
Bewilligung für den beabsichtigten Umbau des Weidstadels in ein Wo­
chenendhaus gemäss nachträglichem Baugesuch vom 5. September 1983 
kanndemnach nicht erteilt werden. Insoweit erweist sich der Rekurs gegen 
die Verfügung der Baudirektion als unbegründet.

RRB 26.6.1984

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