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**Case Identifier:** 3dbc8215-c826-54dd-a33b-b63522b612e2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.04.2016 IV 2013/177
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-177_2016-04-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/177

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.10.2019

Entscheiddatum: 05.04.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 05.04.2016
Art. 28 Abs. 2 IVG: Rentenanspruch. Würdigung Gerichtsgutachten. 
Einkommensvergleich. Anspruch auf eine halbe Rente bis zum 
massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. April 2016, IV 
2013/177).

Besetzung

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Geschäftsnr.

IV 2013/177

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Ursula Reger-Wyttenbach,

advokatur rechtsanker, Ankerstrasse 24, Postfach 2250, 8026 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.

A.a  A.___ meldete sich am 29. April 2009 aufgrund von psychischen Problemen zum 

Bezug von IV-Leistungen (Massnahmen für die berufliche Eingliederung) an (IV-act. 1). 

Sie war seit 1990 als Rayonleiterin Retail zu 100% bei einem Detailhändler angestellt 

(IV-act. 12).

A.b  Die Versicherte war ein erstes Mal vom 3. März bis 23. Juni 2009 in der Klinik 

B.___, Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, hospitalisiert (IV-act. 43). Die 

Versicherte habe gemäss eigenen Angaben seit mehreren Monaten an Freudlosigkeit, 

fehlendem Antrieb und inneren Spannungszuständen gelitten. Nachdem sie eine 

Absage für eine neue Stelle innerhalb des Betriebs erhalten habe, habe sie einen 

"Nervenzusammenbruch" erlitten. Beim Austritt aus der Klinik wurden eine (seit ca. 

Januar 2009) mittelgradig depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: 

F32.10) sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit selbstunsicheren Anteilen (ICD-10: 

Z73.1) diagnostiziert (IV-act. 21, 43). Im Arztbericht vom 11. August 2009  bestätigte 

Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die Diagnose der 

Klinik B.___ und bescheinigte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit der Versicherten seit 

Januar 2009. Zurzeit laufe ein stundenweiser Arbeitsversuch am alten Arbeitsplatz, die 

Versicherte könne mit grosser Anstrengung 3 Stunden arbeiten, wobei die 

Leistungsfähigkeit ca. 60% betrage (IV-act. 21). Mit Bericht vom 20. November 2009 

hielt die Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle unter anderem fest, die Versicherte 

arbeite seit 1. September 2009 wieder zu 50% und wolle die Rayonleitung wieder zu 

100% übernehmen (IV-act. 31). Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 23. Dezember 

2009 mit, nach ihren Abklärungen sei sie angemessen eingegliedert (IV-act. 33). 

Nachdem die Versicherte ihr Pensum zwischenzeitlich auf 60% erhöht hatte (vgl. IV-

act. 36), wurde sie vom 18. Februar bis 30. März 2010 ein zweites Mal in der Klinik 

B.___ hospitalisiert. Die Einweisung erfolgte durch Dr. C.___, nachdem sich das 

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Befinden der Versicherten seit Dezember 2009 deutlich verschlechtert habe. Beim 

Austritt wurden eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 

Episode (ICD-10: F33.1) sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit selbstunsicheren 

und emotional instabilen Anteilen (ICD-10: Z73.1) diagnostiziert (IV-act. 44). Im 

Arztbericht vom 7. Juli 2010 erklärte Dr. C.___, die Versicherte arbeite zur Zeit zu 60% 

am angestammten Arbeitsplatz in herabgestufter Stellung. Es würden Zweifel an der 

Wiedererlangung einer höherprozentigen Arbeitsfähigkeit bestehen; die Versicherte sei 

neu bei Dr. D.___ in Behandlung (IV-act. 49).

A.c  Im Arztbericht vom 26. August 2010 diagnostizierte Dr. med. D.___, Praxis für 

Psychiatrie und Psychotherapie, Sexualmedizin, eine rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), eine spezifische 

Persönlichkeitsstörung mit ängstlichen und abhängigen Zügen (ICD-10: F60.6 und 

F60.7) als Folge der Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine 

Person ausserhalb der engeren Familie (ICD-10: Z61.5). Dr. D.___ hielt fest, sie 

behandle die Versicherte nur mit Blick auf die Missbrauchsereignisse, die ihrer Meinung 

nach zu der depressiven Dekompensation geführt hätten  (IV-act. 53).

A.d  Vom 26. September bis 16. Oktober 2010 befand sich die Versicherte im Rahmen 

eines stationären Aufenthalts in der Klinik E.___. Dort wurden u.a. folgende Diagnosen 

gestellt: Hypersomnie, Genese unklar, DD: Narkolepsie; Insomnische Tendenzen  bei 

psychophysiologischen Anteilen und verstärkt im Rahmen einer rezidivierenden 

depressiven Störung, St. n. Zusammenbruch, Burnout; Schilddrüsenunterfunktion, 

substituiert mit Euthyrox (IV-act. 68-6 ff.).

A.e  In der Stellungnahme vom 20. Oktober 2010 kam der RAD-Arzt Dr. F.___, Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zum Schluss, dass der Gesundheitszustand 

der Versicherten weitgehend stabil sei und dass lediglich eine 40%ige Einschränkung 

in der bisherigen Tätigkeit bestehe. Eine bleibende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

sei auf Basis der bisher langfristig als gut zu bezeichnenden Bewältigung zu verneinen 

(IV-act. 54).

A.f Mit Schreiben vom 19. Januar 2011 berichtete Dr. D.___, dass die Versicherte mit 

dem Arbeitspensum von 70% seit dem 19. Oktober 2010 überfordert sei und es 

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deshalb zu einer Zustandsverschlechterung mit drohender Dekompensation 

gekommen sei. Aus psychiatrischer Sicht sei eine Arbeitsunfähigkeit von 40 - 50% 

gegeben (IV-act. 59).

A.g  Mit Vorbescheid vom 9. Februar 2011 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Verneinung des Anspruchs auf Rentenleistungen in Aussicht. Die Abklärungen hätten 

ergeben, dass es ihr bei Verwertung der medizinisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

möglich sei, ein Einkommen von Fr. 55'900.-- zu erzielen. Der Invaliditätsgrad betrage 

7% (IV-act. 63). Mit Einwand vom 18. Februar 2011 verwies die Versicherte auf den 

Krankheitsverlauf und die Schreiben von Dr. D.___. Sie forderte die IV-Stelle auf, einen 

Bericht bei Dr. D.___ einzuholen und die psychiatrische Einschätzung bei der 

Beurteilung des Invaliditätsgrades zu berücksichtigen (IV-act. 65).

A.h  Im Bericht vom 10. März 2011 gab Dr. D.___ an, dass sie, nach Absprache mit Dr. 

C.___, seit November 2010 die gesamte psychiatrische Behandlung der Versicherten 

übernommen habe. Sie kam in einer ausführlichen Beurteilung zum Schluss, dass die 

Versicherte bis auf Weiteres zu 50% arbeitsunfähig sei. Bei ihr bestehe ein 

"Leistungszwang", der zur Pathogenese erheblich beitrage (IV-act. 68-1 ff).

A.i  Der RAD-Arzt Dr. F.___ führte in seiner Stellungnahme vom 8. April 2011 aus, dass 

die Arbeitsunfähigkeit von 50% ab dem 21. Januar 2011 nach einer etwa drei 

monatigen, stabilen Phase einer 30%igen Einschränkung von Dr. D.___ nicht begründet 

werde. Der RAD sei von einer Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit als leitende 

Angestellte von 40% ausgegangen. Während der absolvierten Präsenzzeit am 

Arbeitsplatz zeige die Versicherte keine Leistungseinbussen. In einer adaptierten 

Tätigkeit sei durch den beschriebenen Therapieverlauf eine schwankende 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit möglich, allerdings sei eine Einschränkung von 

mehr als 40% nicht ausgewiesen (IV-act. 71).

A.j  Am 10. Juni 2011 verfügte die IV-Stelle im Sinne des Vorbescheids (IV-act. 75).

A.k  Auf die Beschwerde vom 21. Juli 2011 hin widerrief die IV-Stelle die Verfügung 

vom 10. Juni 2011 am 30. September 2011 zur Vornahme weiterer Abklärungen (IV-act. 

84), worauf das Beschwerdeverfahren abgeschrieben wurde (IV-act. 87).

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A.l  Gemäss Auftrag der IV-Stelle vom 16. Januar 2012 (IV-act. 91) wurde die 

Versicherte am 12. März 2012 durch med. pract. G.___, Fachärztin Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, zertifizierte medizinische Gutachterin SIM, psychiatrisch 

begutachtet und am 19. März 2012 von Dr. med. H.___, Fachärztin für Neurologie FMH, 

klinisch-neurologisch untersucht. Gemäss Dr. H.___ sei aus neurologischer Perspektive 

davon auszugehen, dass das Befinden der Versicherten im Wesentlichen durch 

psychische Phänomene beeinträchtigt werde. Aus rein neurologischer Perspektive 

zeige sich keine Pathologie, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der 

früheren, der aktuellen oder einer Verweistätigkeit begründen würde (IV-act. 100-26 ff.). 

Im Gesamtgutachten vom 5. April 2012 wurde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode 

(ICD-10: F33.0) diagnostiziert. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden 

akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen und abhängigen Anteilen 

(ICD-10: Z73.1), DD: kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen und 

abhängigen Zügen (ICD-10: F61), psycho-physiologische Insomnie mit konsekutiver 

Tagesmüdigkeit und multiple cerebrale Demyelinisierungsherde ohne Hinweise für eine 

klinisch manifeste Multiple Sklerose diagnostiziert. In der angestammten Tätigkeit als 

Abteilungsleiterin sei aus psychiatrischer Sicht höchstens eine Arbeitsunfähigkeit von 

20% ausgewiesen. In der angestammten Tätigkeit als Verkäuferin sowie in anderen 

adaptierten Tätigkeiten sei im Sinne einer Leistungsminderung eine Arbeitsunfähigkeit 

von 10% im Vollzeitpensum ausgewiesen (IV-act. 100).

A.m Gemäss dem Bericht der Klinik E.___ vom 21. Juni 2012 an die 

Krankenversicherung sei bei der Versicherten am ehesten von einer Narkolepsie mit 

Kataplexie auszugehen. Aus schlafmedizinischer Sicht habe sich die Behandlung mit 

Ritalin bewährt (act. G 1.4).

A.n  Mit Vorbescheid vom 16. August 2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten in 

Aussicht, das Leistungsbegehren abzuweisen. Die Abklärungen hätten ergeben, dass 

seit März 2009 eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Abteilungsleiterin von 20% ausgewiesen sei. In einer angepassten Tätigkeit, wozu auch 

die aktuelle Tätigkeit als Verkäuferin zähle, bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 10%. 

Der Invaliditätsgrad betrage 11% (IV-act. 104).

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A.o  Mit Schreiben vom 18. September 2012 nahm die behandelnde Psychiaterin 

ausführlich Stellung zum Gutachten und bezeichnete dieses als inhaltlich und formal 

anfechtbar (act. 1.5). Mit Einwand vom 19. September 2012 beantragte die 

Rechtsvertreterin der Versicherten, dass dieser ab März 2010 eine halbe Invalidenrente 

zuzusprechen sei, allenfalls seien zusätzliche Abklärungen vorzunehmen und danach 

sei neu zu entscheiden. Aufgrund der auf falschen Annahmen basierenden Schlüsse 

von med. pract. G.___, des Ignorierens wichtiger Befunde und der fehlenden 

Auseinandersetzung mit den vorhandenen Widersprüchen könne nicht auf das 

Gutachten abgestellt werden (IV-act. 105).

A.p  Auf Empfehlung des RAD (IV-act. 107) wurde med. pract. G.___ die Sichtweise der 

behandelnden Psychiaterin zur Stellungnahme vorgelegt. Med. pract. G.___ gab 

diesbezüglich an, dass damit keine neuen Tatsachen festgestellt werden könnten, die 

eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes belegen und zu einer neuen 

Beurteilung führen würden. Die Einwände der behandelnden Psychiaterin könne sie 

nicht nachvollziehen oder plausibilisieren (IV-act. 114). Die Rechtsvertreterin nahm 

dazu mit Schreiben vom 24. Januar 2013 Stellung und hielt an ihren Anträgen fest (IV-

act. 117).

A.q  Am 5. März 2013 verfügte die IV-Stelle im Sinne des Vorbescheids (IV-act. 119).

B.

B.a  Gegen diese Verfügung vom 5. März 2013 richtet sich die vorliegend zu 

beurteilende Beschwerde vom 22. April 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt darin 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge, dass die Verfügung aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, der Beschwerdeführerin ab 1. März 2010 eine 

halbe Invalidenrente auszurichten. In Würdigung der gesamten medizinischen Akten, 

insbesondere derjenigen der behandelnden Psychiaterin, müsse von einer erheblich 

eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen werden. 

Gestützt auf die ärztlichen Beurteilungen und die wiederholt gescheiterten Versuche 

einer Erhöhung des Arbeitspensums über 50% betrage die zumutbare Arbeitsfähigkeit 

50%. Auf das Gutachten vom 5. April 2012 könne nicht abgestellt werden, da die 

gutachterliche Beurteilung durch keinen der übrigen vorliegenden ärztlichen Berichte 

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bestätigt werde. Trotz ernstzunehmender Indizien, dass sich die gesundheitliche 

Situation nach dem Datum der med. pract. G.___ vorliegenden Berichte seit Herbst 

2011 verschlechtert habe, habe sich diese nicht um Informationen über den aktuellen 

gesundheitlichen Zustand der Beschwerdeführerin bemüht (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 30. Mai 2013 

die Beschwerdeabweisung. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass das Gutachten 

beweistauglich und die gestützt darauf getroffene Ablehnung eines Rentenanspruchs 

zutreffend sei (act. G 5).

B.c  Mit Präsidialentscheid vom 4. Juni 2013 wurde dem Gesuch um Bewilligung der 

unentgeltlichen Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) entsprochen (act. G 6).

B.d  Die Beschwerdeführerin hält in der Replik vom 4. Juli 2013 am gestellten Antrag 

sowie dessen Begründung fest. Ergänzend beantragt sie, eventualiter sei die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, eine neue, eingehende psychiatrische 

Begutachtung der Beschwerdeführerin durchzuführen (act. G 8).

B.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 23. August 2013 auf die Einreichung einer 

Duplik (act. G 10).

B.f Nach der Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Parteien (act. G 13 ff.) 

beauftragte das Versicherungsgericht am 23. Oktober 2014 Dr. med. I.___, Fachärztin 

für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines psychiatrischen 

Gerichtsgutachtens (act. G 17). Mit Schreiben vom 3. Dezember 2014 wies Dr. I.___ 

nach der Durchführung eines Erstgesprächs den Gutachtensauftrag zurück, weil die 

Beschwerdeführerin am 11. Dezember 2014 zur stationären Therapie in die Klinik B.___ 

eintreten werde und sie unter diesen Umständen den Auftrag nicht erfüllen könne (act. 

G 20). Nachdem die Beschwerdegegnerin Zweifel an einer Begutachtung durch die 

Klinik B.___ geäussert hatte (act. G 23), beauftragte das Versicherungsgericht nach 

erneuter Gewährung des rechtlichen Gehörs (act. G 26 ff.) am 27. Januar 2015 Dr. 

med. J.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Leiterin Zentrale 

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Psychiatrische Gutachtenstelle, Psychiatrische Dienste Thurgau, mit der Erstellung 

eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens (act. G 30).

B.g   Die Beschwerdeführerin wurde am 21. September 2015 und am 14. Dezember 

2015 von Dr. J.___ untersucht. Im psychiatrischen Gerichtsgutachten vom 4. Februar 

2016 hielt die Gutachterin fest, die Beschwerdeführerin leide an einer chronischen 

mittelgradigen depressiven Störung (ICD-10: F32.1) und an einer posttraumatischen 

Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) mit verzögertem Beginn. Im angestammten Beruf 

als Rayonleiterin sowie als Verkäuferin sei die Beschwerdeführerin nicht mehr 

arbeitsfähig. In einer optimal angepassten Tätigkeit betrage die Fähigkeit zur 

Anwesenheit am Arbeitsplatz 50% bei einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 

etwa einem Drittel. Die Arbeitsfähigkeit werde bei 33% gesehen (act. G 39).

B.h  Die Beschwerdegegnerin erachtet das Gerichtsgutachten als beweistauglich. 

Gemäss der Stellungnahme des RAD sei das Gutachten sorgfältig erstellt und auf die 

Beurteilung könne abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin sei angestammt und in 

der bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin voll Arbeitsunfähig (act. G 41 und 41.1).

B.i  Die Beschwerdeführerin hält fest, dass den ausführlichen Darlegungen im 

Gerichtsgutachten zu folgen und auf dieses abzustellen sei. Mit grosser Klarheit habe 

die Gutachterin festgestellt, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer ersten 

Hospitalisation im Jahre 2009 nie mehr voll arbeitsfähig gewesen sei. In einer optimal 

angepassten Tätigkeit habe sie die Gutachterin für 50% arbeitsfähig und seit der 

erheblichen Verschlechterung ab November 2014 für 33% arbeitsfähig erklärt (act. G 

42).

Erwägungen

1. 

Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf 

Rentenleistungen der Invalidenversicherung hat.

1.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit 

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oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

1.3 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden 

können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen).

2. 

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2.1 Zu prüfen ist vorab die Frage, ob das Gerichtsgutachten vom 4. Februar 2016 (act. 

G 39) eine rechtsgenügliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

erlaubt.

2.2 Bezüglich Gerichtsgutachten hat die Rechtsprechung ausgeführt, das Gericht 

weiche „nicht ohne zwingende Gründe“ von den Einschätzungen des medizinischen 

Experten ab. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat diesbezüglich 

erwogen, der Meinung eines von einem Gericht ernannten Experten komme bei der 

Beweiswürdigung vermutungsweise hohes Gewicht zu (BGE 135 V 465 E. 4.4 mit 

Hinweisen).

2.3 Zunächst ist festzuhalten, dass sowohl die Beschwerdeführerin als auch die 

Beschwerdegegnerin die gerichtsgutachterliche Beurteilung für beweiskräftig halten 

(act. G 41 f.).

2.4 Bei der Würdigung des Gerichtsgutachtens fällt ins Gewicht, dass es auf 

eigenständigen gründlichen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange 

umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet, ausführlich diskutiert und 

es wurde nachvollziehbar dargelegt, welchen diagnostischen Einschätzungen aus 

welchen Gründen nicht zu folgen ist (posttraumatische dissoziative Identitätsstörung, 

komplexe posttraumatische Belastungsstörung, statt Persönlichkeitsstörung auffällige 

Akzentuierungen im Sinne von narzisstischen, ängstlich vermeidender und abhängigen 

Züge, S. 42-47). Sodann wurden die gutachterlichen Diagnosen einer chronischen 

mittelgraden depressiven Störung (ICD-10: F32.1) und einer posttraumatischen 

Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) sorgfältig und umfassend gegründet. Es wurde 

sodann plausibel dargelegt, dass und inwiefern die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin eingeschränkt ist. Mit den Parteien ist somit auf die gutachterliche 

Einschätzung abzustellen. Aus medizinischer Sicht ist deshalb davon auszugehen, 

dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Rayonleiterin und auch 

als Verkäuferin nicht mehr arbeitsfähig ist. In einer optimal angepassten Arbeitstätigkeit 

(einfache Sortier- oder Lagerarbeiten, auch Auffüllen von Regalen und Tätigen von 

Bestellungen in ruhiger Arbeitsumgebung und mit geringem Anteil an kommunikativen 

Anforderungen) liegt die Fähigkeit zur Anwesenheit am Arbeitsplatz bei einem 50% 

Pensum. Dabei ist die Leistungsfähigkeit ab November 2014 in einem Ausmass von 

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etwa einem Drittel eingeschränkt, womit die Arbeitsfähigkeit bei 33% liegt. Bezüglich 

des Verlaufs hält die Gutachterin fest, es handle sich um einen chronisch progredienten 

ungünstigen Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit. Seit der ersten 

Hospitalisation im Jahr 2009 sei (bis November 2014) nur eine Arbeitsfähigkeit von 

50% über längere Zeit durchgehalten worden (act. G 39, S. 50 f.).

3. 

3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf 

von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Die 

Beschwerdeführerin meldete sich im April 2009 zum Bezug von Leistungen bei der IV-

Stelle an (IV-act. 1), somit ist ein allfälliger Rentenanspruch frühestens per 1. Oktober 

2009 entstanden. Unter Berücksichtigung des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b 

IVG, welches mit dem Eintritt des Gesundheitsschadens mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit mit der Hospitalisation im Jahr 2009 (Klinikeintritt am 3. März 2009; vgl. 

IV-act. 19-4) bzw. dem erstmaligen Herausfallen aus dem Arbeitsprogramm (act. G 39, 

S. 52 und 55 Mitte) ausgelöst wurde, ist ein allfälliger Rentenanspruch jedoch 

frühestens per 1. März 2010 entstanden.

3.2 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im 

Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 E. 4.1). 

Gemäss den Angaben der Arbeitgeberin hätte die Beschwerdeführerin als Rayonleiterin 

im Jahr 2010 Fr. 59'800.-- verdient (IV-act. 47-3).

3.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern 

kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft und das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und 

nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

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gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der 

versicherten Person (nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung) 

angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung 

zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss 

den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

3.4 Auch wenn die Beschwerdeführerin im Jahr 2010 weiterhin bei K.___ angestellt 

gewesen war, kann nicht (mehr) von besonders stabilen Arbeitsverhältnissen 

gesprochen werden, da es ab 2009 immer wieder zu Dekompensationen und 

kompletten Arbeitsunfähigkeiten kam. Zudem kam es bei der Beschwerdeführerin zu 

wesentlichen Entpflichtungen aus gewissen Tätigkeiten, womit der vereinbarte Lohn 

auch nicht mehr der tatsächlichen Leistung entsprach (vgl. act. G 39, S. 50 und IV-act. 

47-3). Somit sind bei der Bestimmung des Invalideneinkommens die LSE-

Tabellenwerte heranzuziehen und es ist auf den Totalwert für Frauen bei Arbeiten im 

Anforderungsniveau 4 gemäss Tabelle TA1 der LSE 2010 (Fr. 4'225.--) abzustellen, 

sowie von einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.6 Wochenstunden auszugehen. 

Daraus ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 52'728.-- (Fr. 4'225.-- / 40 x 41.6 x 

12). Weiter ist zu prüfen, ob ein Tabellenlohnabzug vorzunehmen ist.

3.5 Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter 

und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine 

schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b 

und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die leidensbedingten Einschränkungen wurden 

von der Gutachterin bereits bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt und auch 

sonst sind keine abzugsrelevanten Umstände ersichtlich. Somit ist kein 

Tabellenlohnabzug vorzunehmen und das Invalideneinkommen beträgt bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 50% Fr. 26'364.-- (Fr. 52'728.-- x 0.5).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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3.6 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 59'800.-- und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 26'364.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 33'436.-- (Fr. 59'800.-- - Fr. 

26'364.--) bzw. ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet 56% (Fr. 

33'436.-- / Fr. 59'800.-- x 100). Die Beschwerdeführerin hat damit ab 1. März 2010 

Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.

3.7 Ob ab der Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf 33% 

per November 2014 ein höherer Rentenanspruch besteht, bildet nicht Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens, da sich die vorliegende gerichtliche Beurteilung auf den 

massgebenden Zeitpunkt bis zum Verfügungserlass vom 5. März 2013 beschränkt.

4. 

4.1 Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerde die Verfügung vom 5. 

März 2013 aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. März 2010 eine 

halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Aufgrund der Einholung eines 

Gerichtsgutachtens und des damit verbundenen Zusatzaufwands erscheint eine 

Gerichtsgebühr von Fr. 1‘000.-- in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als 

angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

4.3 Die Kosten der Gerichtsgutachten von Fr. 1'200.-- und Fr. 7'812.40, total Fr. 

9'012.40, hat die Beschwerdegegnerin zu tragen (BGE 137 V 210 E. 4.4.2).

4.4 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 

bis

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12'000.--. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat keine Kostennote 

eingereicht. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint unter Berücksichtigung des durch 

die Einholung der Gerichtsgutachten entstandenen Mehraufwands eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 5'500.-- als angemessen. Unter diesen Umständen 

erübrigt sich die Festsetzung einer Entschädigung im Rahmen der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 5. März 2013 aufgehoben und 

der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. März 2010 eine halbe Rente zugesprochen. 

Zur Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- zu bezahlen.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten der Gerichtsgutachten von Fr. 9'012.40 zu 

bezahlen.

4.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

5'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.04.2016
	Art. 28 Abs. 2 IVG: Rentenanspruch. Würdigung Gerichtsgutachten. Einkommensvergleich. Anspruch auf eine halbe Rente bis zum massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. April 2016, IV 2013/177).

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