# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1237c15d-8e90-5e33-b9ca-2a1c36faa826
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-11-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.11.2014 C-3686/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3686-2013_2014-11-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-3686/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  N o v e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Markus Metz (Vorsitz), 

Richter Michael Peterli, Richterin Franziska Schneider,    

Gerichtsschreiberin Susanne Raas. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______, …, XZ-…,   

vertreten durch Xhemajl Aliu, …; Zustelladresse: …, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Invalidenversicherung, Rentenanspruch,  

Verfügung vom 22. Mai 2013. 

 

 

C-3686/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am 23. Juni 1957 geborene A._______ (nachfolgend: Versicherter) ist 

kosovarischer Staatsangehöriger und lebt im Kosovo. Er arbeitete von 

August bis November 1976 und von Juni 1984 bis Dezember 1989 (mit 

Unterbrüchen) in der Schweiz und leistete Beiträge an die Schweizeri-

sche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (Akten der IV-

Stelle für Versicherte im Ausland [nachfolgend: IV-act.] 29). Nach seiner 

Rückkehr in den Kosovo arbeitete er gemäss eigenen Angaben bis Ende 

2001 selbständig als Landwirt auf seinem eigenen Land, wo er Getreide 

für den eigenen Bedarf produzierte. Seither ist er – wiederum gemäss ei-

genen Angaben – krankheitsbedingt im Haushalt tätig (IV-act. 16). 

B.  

B.a Mit Eingabe vom 5. Juni 2007 beantragte er bei der IV-Stelle für Ver-

sicherte im Ausland IVSTA (Vorinstanz) eine Invalidenrente. Er begründe-

te den Antrag damit, dass er aus gesundheitlichen Gründen seit Kriegs-

ende im Kosovo nicht mehr arbeiten könne (IV-act. 1). 

B.b Nachdem ihn die IVSTA am 8. August 2007 darauf hingewiesen hat-

te, dass die entsprechende Anmeldung beim zuständigen heimatlichen 

Versicherungsträger einzureichen sei, was – damit Datum des Schrei-

bens vom 5. Juni 2007 als Antragsdatum berücksichtigt werden könne – 

innert 90 Tagen geschehen sollte (IV-act. 4), reichte er mit Datum vom 

16. Januar 2008 das Formular «Anmeldung zum Bezug von IV-

Leistungen für Erwachsene» ein (IV-act. 6), welches bei der IVSTA am 

31. Januar 2008 einging. 

B.c Mit Verfügung vom 15. September 2009 wies die IVSTA das Leis-

tungsbegehren ab, da keine Invalidität vorliege, welche einen Rentenan-

spruch zu begründen vermöge (IV-act. 44). 

C.  

C.a Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe vom 12. Oktober 2009 

(Poststempel) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und bean-

tragte sinngemäss die Ausrichtung einer Rente (vgl. IV-act. 45 S. 2). 

C.b Das Bundesverwaltungsgericht wies mit Urteil C-6533/2009 vom 

23. September 2011 die Sache an die Vorinstanz zurück, damit diese 

nach erfolgter Abklärung – insbesondere fehle eine interdisziplinäre Ge-

samtbeurteilung des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf die 

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Seite 3 

Arbeitsfähigkeit (insb. E. 5.5 des genannten Urteils) – neu über den Ren-

tenanspruch verfüge (IV-act. 56). 

D.  

Eine polydisziplinäre Untersuchung fand am 3. und 4. September 2012 

beim […] statt. Das Gutachten datiert vom 19. November 2012 (IV-

act. 91). Mit Bezug auf das Gutachten hielt der Arzt des Regionalen Ärzt-

lichen Dienstes (nachfolgend: RAD) Rhone am 10. Januar 2013 fest, der 

Beschwerdeführer sei in seiner angestammten Tätigkeit seit dem 4. Sep-

tember 2012 zu 100 % arbeitsunfähig und in einer angepassten Tätigkeit 

zu 30 %, beginnend am selben Datum (IV-act. 94). Am 4. März 2013 er-

rechnete er in Anwendung der spezifischen Methode einen Invaliditäts-

grad von 25,1 % (IV-act. 100). 

E.  

Mit Vorbescheid vom 12. März 2013 teilte die Vorinstanz dem Versicher-

ten im Wesentlichen mit, da die Arbeitsunfähigkeit ab dem Jahr 2000 und 

die damit einhergehende Arbeitsaufgabe medizinisch nicht nachvollzieh-

bar seien, komme die so genannte spezifische Methode der Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit zur Anwendung. Aufgrund der vorliegenden Unterla-

gen könne lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 25 % ab dem 4. Septem-

ber 2012 anerkannt werden. Daher sei das Leistungsbegehren abzuwei-

sen. Zudem könnten selbst bei Feststellung eines Anspruchs auf Invalidi-

tätsrente keine Leistungen bezahlt werden, da die Schweiz das mit dem 

früheren Jugoslawien abgeschlossene Abkommen über Sozialversiche-

rung von 1962 und die dazugehörende Verwaltungsvereinbarung von 

1963 in Bezug auf den Kosovo zum 31. März 2010 gekündigt habe (IV-

act. 101). Nachdem sich der Beschwerdeführer dazu nicht sachdienlich 

geäussert hatte, bestätigte die Vorinstanz diesen Vorbescheid mit Verfü-

gung vom 22. Mai 2013 (IV-act. 103, Beschwerdebeilage). 

F.  

Gegen diese Verfügung gelangte der Versicherte (nachfolgend: Be-

schwerdeführer) mit Beschwerde vom 21. Juni 2013 (Eingang: 28. Juni 

2013) ein weiteres Mal ans Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt die 

Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Ausrichtung einer vol-

len IV-Rente (act. 1). 

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Seite 4 

G.  

Mit Vernehmlassung vom 13. Dezember 2013 beantragt die Vorinstanz 

die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die Beschwerde abzuwei-

sen (act. 8). 

H.  

Den mit Zwischenverfügung vom 24. Dezember 2013 auferlegten Kos-

tenvorschuss (act. 9) bezahlte der Beschwerdeführer am 29. Januar 2014 

(act. 11). 

I.  

Am 28. Januar 2014 (Eingang 4. Februar 2014) hält der Beschwerdefüh-

rer an seinen Anträgen fest und reicht weitere Unterlagen ein (act. 12). 

J.  

Nachdem der RAD-Arzt am 9. April 2014 seine Auffassung bestätigt hat, 

hält die Vorinstanz am 30. April 2014 an ihren Anträgen fest (act. 18). 

K.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 

soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Bundesgesetz 

vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 

172.32) nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Auf Verfahren in Sozial-

versicherungssachen findet das VwVG jedoch keine Anwendung, soweit 

das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist (Art. 3 

Bst. d
bis

 VwVG). Das ist hier gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) der 

Fall, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor-

sieht. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln finden die-

jenigen Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Be-

schwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

C-3686/2013 

Seite 5 

1.2 Nach Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinn von Art. 32 VGG 

liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde zuständig ist. Da der Beschwerdeführer als 

Adressat des angefochtenen Entscheids vom 22. Mai 2013 beschwerde-

legitimiert ist (Art. 59 ATSG), ist auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde einzutreten (Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt 

werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliess-

lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer 

unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). Der Beschwerde-

führer rügt sinngemäss im Wesentlichen die unvollständige Feststellung 

des Sachverhalts und die Verletzung von Bundesrecht. 

2.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 

Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1  

2.1.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger des Kosovo und hat 

dort seinen Wohnsitz. Zum Zeitpunkt, als der Beschwerdeführer nach ei-

genen Angaben krankheitsbedingt seinen Beruf als selbständiger Land-

wirt aufgeben musste (Sachverhalt Bst. A), gehörte dieses Gebiet noch 

zur Bundesrepublik Jugoslawien, später zu Serbien und Montenegro und 

schliesslich zur Republik Serbien. Der Bundesrat teilte mit diplomatischer 

Note vom 18. Dezember 2009 an den Kosovo mit, dass die Schweiz das 

Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialver-

sicherung (SR 0.831.109.818.1; nachfolgend: Sozialversicherungsab-

kommen) sowie die Verwaltungsvereinbarung vom 5. Juli 1963 betreffend 

die Durchführung dieses Abkommens (SR 0.831.109.818.12) mit dem 

Kosovo mit Wirkung ab 1. Januar 2010 bzw. in Beachtung der Kündi-

gungsvorschriften ab 1. April 2010 nicht mehr weiterführe (ausführlich da-

zu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3220/2012 vom 23. Oktober 

2013 E. 2.1.1). Das Bundesgericht hat erkannt, dass die ehemals serbi-

sche Provinz und heutige Republik Kosovo mit ihrer Sezession eine völ-

kerrechtlich wirksame Änderung herbeigeführt hat und die Nichtweiteran-

wendung des Sozialversicherungsabkommens durch die Schweiz auf die 

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Seite 6 

neue Gebietskörperschaft ab dem 1. April 2010 rechtmässig ist (BGE 139 

V 263 E. 3 ff., insbesondere E. 8). In einem weiteren Entscheid erkannte 

es, laufende Renten würden demgegenüber gemäss Art. 25 des Sozial-

versicherungsabkommens den Besitzstand geniessen (BGE 139 V 335 

E. 6; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2808/2012 vom 4. Novem-

ber 2013 E. 3). 

2.1.2 In zeitlicher Hinsicht sind regelmässig – vorbehältlich besonderer 

übergangsrechtlicher Regelungen – diejenigen materiellen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-

standes Geltung haben (BGE 138 V 475 E. 3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, 130 

V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1). Dies bedeutet, dass zu prüfen ist, ob im 

Moment der Entstehung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers 

das Sozialversicherungsabkommen für ihn noch Gültigkeit besass. Keine 

relevante Bedeutung beizumessen ist im betreffenden Zusammenhang 

demgegenüber dem Zeitpunkt des Verfügungserlasses, haftet diesem 

doch stets eine gewisse Zufälligkeit an bzw. hängt er stark von nicht oder 

nur durch die Verwaltung beeinflussbaren Faktoren ab (BGE 139 V 335 

E. 6.2). 

2.1.3 Für das vorliegende Verfahren ist demnach entscheidend, wann ein 

allfälliger Rentenanspruch entstand. Entstand ein solcher vor dem 

31. März 2010, wäre – sofern die übrigen Voraussetzungen gegeben 

sind – eine Rente nicht nur für den vor diesem Datum liegenden Zeit-

raum, sondern – bei nach wie vor erfüllten Voraussetzungen – auch wei-

terhin auszurichten. Entstand der allfällige Rentenanspruch – wie dies die 

Vorinstanz geltend macht – erst nach diesem Zeitpunkt (31. März 2010), 

wäre die Rente nicht mehr auszuzahlen. 

2.1.4 Der Rentenanspruch bestimmt sich gemäss Art. 4 des (bis zum 

31. März 2010 anwendbaren) Sozialversicherungsabkommens aus-

schliesslich nach dem internen schweizerischen Recht, so dass im vorlie-

genden Verfahren in jedem Fall schweizerisches Recht anwendbar ist. 

Erst wenn in Anwendung des schweizerischen Rechts ein Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % festgestellt würde (dazu unten E. 2.4.1 a.E.), stellte 

sich die Frage, ob das Sozialversicherungsabkommen zu einem Zeit-

punkt, als es noch galt, auf den Beschwerdeführer anzuwenden gewesen 

und daher eine Rente auszurichten (gewesen) wäre. 

2.2 Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechts-

wechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den in 

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Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 

445 E. 1.2.1; vgl. auch E. 2.1.2). Es finden demnach grundsätzlich jene 

Vorschriften Anwendung, die im Zeitpunkt des Erlasses der angefochte-

nen Verfügung in Kraft standen. Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt be-

reits ausser Kraft gesetzt waren, sind insoweit massgebend, als sie für 

die Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen Anspruchs von Be-

lang sind. Die vorliegend angefochtene Verfügung der IVSTA wurde am 

22. Mai 2013 erlassen (Sachverhalt Bst. E). Allerdings erfolgte die An-

meldung bereits am 16. Januar 2008 (Sachverhalt Bst. B.b) und es wird 

ein Beginn der Invalidität im Jahr 2001 geltend gemacht (Sachverhalt 

Bst. A). Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung 

vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) 

ist demnach im vorliegenden Fall für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 

2003 der Sachverhalt gemäss den Fassungen der 3. IV-Revision (IVG in 

der Fassung vom 22. März 1991 [AS 1991 2377], in Kraft gesetzt am 

1. Januar 1992 und IVV in der Fassung vom 15. Juni 1992 [AS 1992 

1251], in Kraft gesetzt am 1. Juli 1992) zu prüfen. Vom 1. Januar 2004 bis 

zum 31. Dezember 2007 sind die am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen 

Änderungen (4. IV-Revision; IVG in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 

2003 3837] und IVV in der Fassung vom 21. Mai 2003 [AS 2003 3859]) 

anwendbar. Bis zum 31. Dezember 2011 ist ein allfälliger Rentenanspruch 

nach dem Recht gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Än-

derungen (5. IV-Revision; IVG in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 

2007 5129] und IVV in der Fassung vom 28. September 2007 [AS 2007 

5155]) zu beurteilen. Für den Zeitraum danach ist auf die Fassung ge-

mäss den am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Änderungen (erster Teil 

der 6. IV-Revision; IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 

5659], IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]) ab-

zustellen (zur zeitlichen Anwendung des Sozialversicherungsabkommens 

siehe E. 2.1.1 f.). 

2.3  

2.3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-

ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die 

Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein 

(Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

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Seite 8 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Ei-

ne Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 

nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Arbeitsunfähigkeit wird zu-

nächst definiert als die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-

fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 

leisten (Art. 6 Satz 1 ATSG). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 

Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 

(Art. 6 Satz 2 ATSG). 

2.3.2 Steht ein Rentenanspruch in Frage, gilt die Invalidität bzw. der Ver-

sicherungsfall Invalidenrente mit der Entstehung des Rentenanspruchs 

als eingetreten. Unabhängig davon, ob die versicherte Person zuvor be-

reits andere Leistungen der IV bezogen hat, kann deshalb vor Ablauf der 

einjährigen Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 Bst. c IVG noch keine renten-

spezifische Invalidität bestehen. Von der Anspruchsentstehung zu unter-

scheiden ist jedoch der Anspruchsbeginn. Für den Beginn des Rentenan-

spruchs ist entscheidend, ob sich die versicherte Person rechtzeitig zum 

Leistungsbezug angemeldet hat (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). Hingegen ist 

der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts – unabhängig von einer (allenfalls 

verspäteten) Anmeldung – objektiv aufgrund des Gesundheitszustandes 

festzustellen (SUSANNE FANKHAUSER, § 19 Invaliditätsbegriff, in: Steiger-

Sackmann/Mosimann, Recht der Sozialen Sicherheit, Basel 2014, S. 671 

ff, S. 675 Rz. 19.8 mit Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtspre-

chung). 

2.4  

2.4.1 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch 

auf eine Viertelrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei min-

destens 60 % auf eine Dreiviertelrente und bei mindestens 70 % auf eine 

ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, 

die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur 

an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Auf-

enthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche 

Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Gemäss Art. 8 

Bst. e des Sozialversicherungsabkommens wird den (in der Diktion des 

Abkommens noch) «jugoslawischen» Staatsangehörigen, sofern sie zu 

weniger als 50 % invalid sind, eine Rente nur gewährt, wenn sie in der 

Schweiz wohnen. Im vorliegenden Fall wohnt der Beschwerdeführer im 

Kosovo, weshalb ihm – selbst bei Anwendbarkeit des Sozialversiche-

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Seite 9 

rungsabkommens (dazu E. 2.1) – eine Invalidenrente erst ab einem Inva-

liditätsgrad von mindestens 50 % gewährt werden kann. 

2.4.2 Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss jeweils beurteilt 

werden, ob die versicherte Person als (teil-)erwerbstätig oder nichter-

werbstätig einzustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzu-

wendende Methode der Invaliditätsgradbemessung hat. Bei einer er-

werbstätigen versicherten Person wird das Erwerbseinkommen, das die-

se nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, 

in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (allgemeine Methode des Einkom-

mensvergleichs, Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, 

insbesondere bei im Haushalt tätigen Personen, wird für die Bemessung 

der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich 

im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (spezifische Methode des 

Betätigungsvergleichs, Art. 28a Abs. 2 IVG). Als Aufgabenbereich der im 

Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Personen gelten insbesondere die 

übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnüt-

zige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 IVV). Bei Versicherten, die nur 

zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegat-

ten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach 

Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tä-

tig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG fest-

gelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent-

geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der 

Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditäts-

grad in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode, Art. 28a 

Abs. 3 IVG). 

2.4.3 Zu prüfen ist, was die versicherte Person bei im Übrigen unverän-

derten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung be-

stünde. 

2.5  

2.5.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 

und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztli-

che und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 

haben. Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. 

C-3686/2013 

Seite 10 

ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-

gemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen Gut-

achtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fra-

gen umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der 

untersuchten Person auseinandersetzt – was vor allem bei psychischen 

Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus-

einandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob 

es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in 

einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prü-

fend nachvollziehen kann (BGE 125 V 351 E. 3a; vgl. auch BGE 134 V 

231 E. 5.1). 

2.5.2 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersu-

chungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung 

und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richti-

ge und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Kor-

relat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 

V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Der Untersuchungs-

grundsatz schliesst die Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast beg-

riffsnotwendig aus. Im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren tragen 

mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die 

aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. 

Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich 

erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Be-

weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahr-

scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 139 V 

289 E. 6.3, 117 V 261 E. 3b mit Hinweisen; Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts C-2984/2012 vom 21. November 2013 E. 4.5). 

2.5.3 Was den für die Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG und Art. 28 ff. 

IVG) erforderlichen medizinischen Sachverstand angeht, kann die IV-

Stelle sich hierfür auf den RAD (Art. 59 Abs. 2 und 2
bis

 IVG), die Berichte 

der behandelnden Ärztinnen und Ärzte (vgl. Art. 28 Abs. 3 ATSG) oder auf 

externe medizinische Sachverständige wie die medizinischen Abklä-

rungsstellen (MEDAS) stützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). 

C-3686/2013 

Seite 11 

Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen ausländi-

scher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüg-

lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden 

Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4). 

Auch aus dem Ausland stammende Beweismittel unterstehen der freien 

Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts [EVG, heute: Bundesgericht] vom 11. Dezember 1981 

i.S. D; zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung BGE 125 V 351 E. 3a; 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2552/2012 vom 21. Juli 2014 

E. 3.1). 

3.  

Vorliegend handelt es sich um eine Sache, die zum zweiten Mal vor Bun-

desverwaltungsgericht hängig ist, nachdem dieses das Dossier mit Urteil 

C-6533/2009 vom 23. September 2011 zur weiteren Abklärung und neuen 

Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen hat (oben Sachverhalt 

Bst. C.b). 

3.1 Dispositiv-Ziffer 1 des genannten Urteils lautete: 

«Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als dass die angefochte-

ne Verfügung aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen 

wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen neu 

über den Rentenanspruch verfüge.» 

In E. 5.5 dieses Urteils hielt das Bundesverwaltungsgericht fest: 

«Insbesondere fehlt eine interdisziplinäre Gesamtbeurteilung der geltend 

gemachten Leiden (psychische Erkrankungen, Rückenproblematik, Folgen 

des intrazerebral-ventrikulären Ereignisses mit anschliessender Hemiparese, 

kardiologische Befunde). Die Vorinstanz hat es unterlassen, die Angelegen-

heit entsprechend ihrer Untersuchungspflicht von Amtes wegen mittels Ein-

holung eines entsprechenden polydisziplinären Gutachtens abzuklären.» 

3.2 Ein solches Gutachten hat die Vorinstanz erstellen lassen (Sachver-

halt Bst. D). Damit ist als Erstes zu prüfen, ob die Vorinstanz den Sach-

verhalt nunmehr genügend abgeklärt hat. 

3.2.1 Das Bundesverwaltungsgericht zählte in seinem Urteil vom 23. Sep-

tember 2011 zahlreiche in den Akten liegende Berichte von Ärzten mit 

Aufführung des Datums und der Diagnosestellung auf (E. 5.1 des damali-

gen Urteils). Die wenigsten davon wurden im Gutachten berücksichtigt. 

Dort heisst es auf S. 3 wörtlich (IV-act. 91 S. 4):  

C-3686/2013 

Seite 12 

«Bemerkung: diverse z.T. handschriftliche Berichte in Serbokroatisch, dem-

entsprechend infolge Unkenntnis der Sprache durch uns nicht zu überset-

zen» 

Die wenigsten der im Urteil C-6533/2009 genannten Berichte wurden 

denn auch im Gutachten zitiert. Dies ist umso erstaunlicher als die Vorin-

stanz selbst festhielt, ein Grund für die Rückweisung durch das Bundes-

verwaltungsgericht sei gewesen, dass keine Prüfung der vielen hand-

schriftlichen Kurzatteste erfolgt sei und es seien nun alle medizinischen 

Unterlagen zu übersetzen (IV-act. 58). Letzteres wurde denn auch – 

grossmehrheitlich – ausgeführt (IV-act. 60-76). Weshalb diese Überset-

zungen von den Gutachtern nicht zur Kenntnis genommen wurden, ist 

nicht bekannt, jedoch auch nicht relevant. 

3.2.2 Bereits hier ist festzuhalten, dass das Gutachten den Anforderun-

gen, welche an ein solches gestellt werden, nicht vollständig zu genügen 

vermag, setzt es sich doch gerade nicht mit den (jedenfalls nicht mit allen 

vorhandenen) Vorakten auseinander. Ihm kommt daher kein voller Be-

weiswert zu (E. 2.5.1), sind vorliegend doch auch Beginn und Verlauf der 

Arbeitsunfähigkeit von Bedeutung. Insbesondere hatte das Bundesver-

waltungsgericht im Urteil C-6533/2009 sinngemäss festgehalten, es müs-

se der Verlauf des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers festge-

stellt werden (E. 5.4.2, 5.4.4 und E. 5.4.7 des genannten Urteils). 

In E. 5.4.2 hielt es fest: 

«Auf einen Aktenbericht kann grundsätzlich nur abgestellt werden, wenn die 

Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-

tus ergeben (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_653/2009 vom 28. Oktober 

2009 E. 5.2, I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1).» 

Zwar wurde vorliegend ein Gutachten erstellt, womit es nicht nur (wie 

noch im damaligen Verfahren) einen Aktenbericht gibt. In E. 5.4.4 des 

damaligen Urteils hiess es jedoch weiter: 

«Gemäss den Akten erlitt der Beschwerdeführer im August 2001 eine Hemi-

parese lateral links [Halbseitenlähmung] nach ICV [Intracere-bral-

ventriculäres Ereignis], wonach er auch hospitalisiert war (act. [die Akten-

nummerierung der vorinstanzlichen Akten im damaligen Verfahren stimmt 

nicht mehr mit jener im vorliegenden Verfahren überein]). Der RAD macht 

keinerlei Angaben zur Schwere des Ereignisses und dazu, ob bzw. in wel-

chem Mass daraus für den Beschwerdeführer relevante Gesundheitsein-

schränkungen erfolgten. In den weiteren medizinischen Akten finden sich 

vielmehr diverse Hinweise auf Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstseinsstö-

rungen/-verlust, Bluthochdruck und Notfallsituationen (act. […]), was dafür 

C-3686/2013 

Seite 13 

spricht, dass das Ereignis 2001 von einer gewissen Schwere war und im wei-

teren Verlauf relevante Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gehabt haben 

könnte. Dafür spricht auch, dass der Beschwerdeführer seine ge-

sundheitsbedingte Arbeitsaufgabe auf Dezember 2001 datiert (act. IV/10.3).» 

Schliesslich wurde in E. 5.4.7 festgehalten: 

«Zwar kann vom Arzt, welcher die medizinischen Unterlagen zu Handen der 

Verwaltung zu beurteilen hat, nicht verlangt werden, dass er sich mit jedem 

Kurzattest, welches im Verlauf des Verfahrens eingereicht wird, einlässlich 

auseinandersetzt. Liegen jedoch wie hier neben ausführlicheren übersetzten 

ärztlichen Berichten – sowohl von Fachärzten wie vom behandelnden Haus-

arzt – viele handschriftliche Kurzatteste in Originalsprache vor, welche einen 

längeren steten Krankheitsverlauf dokumentieren, wäre von der RAD-Ärztin 

zu erwarten gewesen, dass sie auch diese Atteste ansatzweise prüft und in 

der Würdigung ersichtlich berücksichtigt.» 

Freilich wurde das Gutachten nicht von Ärztinnen und Ärzten des RAD 

erstellt, doch auch von jenen Personen, die das Gutachten vorlegten, wä-

re zu erwarten gewesen, dass sie sich mit den Vorakten aus den im Urteil 

C-6533/2009 genannten Gründen auseinandergesetzt hätten. Dass dies 

geschehen wäre, ist nicht erstellt. Auch der anschliessend gefragte RAD-

Arzt äusserte sich nicht zu den Vorakten. 

3.2.3 Wenig überraschend kommen die Gutachter zum Schluss, die von 

ihnen festgestellte Arbeitsunfähigkeit gelte spätestens ab dem Datum des 

Gutachtens. Eine weitere retrosprektive Beurteilung der Arbeits- und Leis-

tungsfähigkeit könne mangels früherer detaillierter Beurteilungen von 

Spezialisten des Bewegungsapparates nicht abgegeben werden (IV-

act. 91 S. 27). 

Abgesehen davon, dass die Arbeitsunfähigkeit nicht spätestens ab dem 

Datum des Gutachtens, sondern ab dem Datum der Untersuchung zu 

gelten hat (wie der RAD-Arzt in der Stellungnahme und die Vorinstanz in 

der hier angefochtenen Verfügung richtig festhielten), befriedigt dieses 

Ergebnis in zweifacher Hinsicht nicht: Einerseits wurden frühere Unterla-

gen zu einem grossen Teil nicht berücksichtigt (vgl. zuvor E. 3.2.2) – wo-

bei die Frage, ob diese Berichte von Spezialisten erstellt wurden, erst bei 

deren Würdigung eine Rolle spielt und zudem die Gutachter die Frage, ob 

die Berichte von Spezialisten erstellt wurden, gar nicht beantworten konn-

ten, haben sie doch nach eigener Darstellung die wenigsten Unterlagen 

verstanden –, andererseits meldete sich der Beschwerdeführer bereits im 

Januar 2008 bei der Invalidenversicherung an. Es kann nicht angehen, 

dass die Vorinstanz, die dem Untersuchungsgrundsatz gemäss zu han-

C-3686/2013 

Seite 14 

deln hätte, notwendige Untersuchungen nicht anordnet und sich dann mit 

dem Hinweis begnügt, für die Feststellung einer allfälligen früheren Ar-

beitsunfähigkeit fehlten die Unterlagen. Die Untätigkeit der Vorinstanz 

kann nicht allein zulasten des Beschwerdeführers gehen. 

3.2.4 Für den Beschwerdeführer ist die Frage, ab wann allenfalls eine in-

validitätsbegründende Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden kann von 

essentieller Bedeutung, hängt doch davon unter anderem die Anwend-

barkeit des Sozialversicherungsabkommens ab. 

3.3 Ebenfalls von entscheidender Bedeutung ist diese Frage (ab wann 

eine invaliditätsbegründende Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden kann) 

für die anwendbare Methode der Ermittlung des Invaliditätsgrades. Dies 

wiederum hat Auswirkungen auf die Frage, ob eine rentenbegründende 

Invalidität vorliegt. 

3.3.1 Die Vorinstanz wandte zur Ermittlung des Invaliditätsgrades die 

spezifische Methode an. Liesse sich jedoch mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit feststellen, dass der Beschwerdeführer – wie von ihm 

selbst behauptet – seine frühere Arbeit aus gesundheitlichen Gründen 

aufgeben musste, wäre die allgemeine Methode anzuwenden (E. 2.4.2). 

Es fällt auf, dass die Vorinstanz von der Anwendung der allgemeinen Me-

thode ausging (IV-act. 41 und 92, siehe auch IV-act. 58 und 78) und dem 

Beschwerdeführer zunächst den Fragebogen für Landwirte zustellte (vgl. 

IV-act. 34 S. 1), bevor sie dann in der nun angefochtenen Verfügung 

(bzw. erstmals im Vorbescheid) die spezifische Methode zur Anwendung 

brachte (offensichtlich nach interner Rücksprache [IV-act. 99]). 

3.3.2 Es wird auch hier Aufgabe der Vorinstanz sein, den Sachverhalt 

soweit möglich im Nachhinein abzuklären. Je nachdem wird sie wiederum 

die spezifische oder aber die allgemeine Methode anzuwenden haben. 

Dabei wird zu berücksichtigen sein, dass der Beschwerdeführer sich erst 

Jahre nach dem Eintritt der geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit bei der 

Vorinstanz zum Bezug einer Rente angemeldet hat. Dies entbindet die 

Vorinstanz jedoch nicht von der Untersuchungspflicht (E. 2.5.2), sondern 

hat allenfalls Auswirkungen darauf, wer die Folgen der Beweislosigkeit zu 

tragen hat (E. 2.5.2). 

C-3686/2013 

Seite 15 

4.  

Damit ist die Sache aus formellen Gründen ein weiteres Mal an die Vorin-

stanz zurückzuweisen. Dabei wird die Vorinstanz die vom Beschwerde-

führer eingereichten Berichte, allenfalls von Spezialisten in den jeweiligen 

medizinischen Fachbereichen, zu prüfen haben. Die Rückweisung recht-

fertigt sich, weil die Vorinstanz den Sachverhalt über weite Strecken noch 

nie richtig erhoben und beurteilt hat. Die Erstellung eines Gerichtsgutach-

tens rechtfertigt sich daher wiederum nicht (vgl. BGV 137 V 120 

E. 4.4.1.4). Eine materielle Überprüfung durch das Bundesverwaltungs-

gericht ist nicht möglich, weil sich der Sachverhalt aufgrund der ungenü-

genden Feststellung der Vorinstanz nur unwesentlich klarer darstellt als 

im Urteil C-6533/2009 vom 23. September 2011. 

5.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

5.1 Laut Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unter-

liegenden Partei aufzuerlegen. Da eine Rückweisung zu neuem Ent-

scheid praxisgemäss als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Par-

tei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind dem Beschwerdeführer keine Verfah-

renskosten aufzuerlegen. Ihm wird der geleistete Kostenvorschuss nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Der un-

terliegenden Vorinstanz werden gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG keine Kos-

ten auferlegt. 

6. Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht (VGKE; SR 173.320.2) Anspruch auf eine Partei-

entschädigung zu Lasten der Vorinstanz. Da der Vertreter des Beschwer-

deführers dem Bundesverwaltungsgericht keine Kostennote eingereicht 

hat (vgl. Art. 14 Abs. 1 VGKE), ist die Parteientschädigung ermessens-

weise auf Fr. 1'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE). 

 

  

C-3686/2013 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Verfügung vom 

22. Mai 2013 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewie-

sen wird, damit diese den Sachverhalt weiter abkläre und über den Leis-

tungsanspruch im Sinn der Erwägungen neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. Der vom Beschwerdeführer 

einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 400.-- wird diesem nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3. 

Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 

der Höhe von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherung BSV (Einschreiben) 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwer-

deführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

Versand: 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus Metz Susanne Raas