# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b3cce7c-df82-5398-8fca-529ad2a6a387
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.12.2022 I 2022 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-30_2022-12-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 30

Entscheid vom 9. Dezember 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Z.________

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Kausalität; Hinterlassenenrente)

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Sachverhalt:

A. A.________ ist die Witwe des am 1. Mai 2021 verstorbenen B.________ 
(Jg. 19__). Dieser erlitt am 30. Juli 1992 als Elektromechaniker einen Arbeitsun-
fall (Stromunfall mit 380 Volt), bei dem er sich verschiedene schwere Verletzun-
gen zuzog. Der Status bei notfallmässiger Aufnahme im Spital wurde dokumen-
tiert mit: "55-jähriger Patient, bewusstlos, mit Herz-Kreis-laufstillstand und Apnoe. 
Weite, nur träg reagierende Pupillen, keine Reaktion auf Schmerz. Stromeintritts-
stelle am re Oberarm, fragliche 2. Strommarke am Rippenbogen re. Status nach 
Nephrektomie, keine Verletzungen sichtbar. Abdomen weich und unauffällig" (Vi-
act. 124). Die Suva als zuständiger Unfallversicherer anerkannte ihre Leistungs-
pflicht. 

Am 31. Januar 1994 erfolgte die ärztliche Abschlussuntersuchung (Vi-act. 134). 
Mit Verfügung vom 29. April 1994 sprach die Suva B.________ eine volle Invali-
denrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 100% sowie eine Hilflosen-
entschädigung leichten Grades und eine Integritätsentschädigung bei einer Inte-
gritätseinbusse von 70% zu (Vi-act. 135).

B. Mit Schreiben vom 20. Mai 2021 informierte die B.________ betreuende 
Lungenliga Zentralschweiz die Suva über den Hinschied von B.________ am 1. 
Mai 2021. Gleichzeitig wurde die Suva im Auftrag der Witwe A.________ er-
sucht, die Kausalitätsprüfung vorzunehmen (Vi-act. 165). Anlässlich eines Tele-
fonates vom 29. Juni 2021 bestätigte A.________ ihr Leistungsbegehren um eine 
Witwenrente, da ihr Mann an den Spätfolgen des Unfalls verstorben sei (Vi-act. 
174). Nachdem die Suva verschiedene Berichte der behandelnden Ärzte einholte 
(Vi-act. 166 - 172) und Dr.med. E.________ (Fachärztin für Innere Medizin) am 
9. Juli 2021 eine internistische Beurteilung der Kausalitätsfrage vornahm (Vi-act. 
181) stellte die Suva mit Verfügung vom 14. Juli 2021 fest, der Tod von 
B.________ sei nicht auf den Unfall vom 30. Juli 1992 zurückzuführen (Vi-act. 
182).

C. Mit Telefonanruf vom 16. Juli 2021 teilte A.________ der Suva ihr Missfal-
len betreffend Leistungsverweigerung mit (Vi-act. 184). In der Folge holte die Su-
va weitere Berichte behandelnder Ärzte ein (Vi-act. 188 - 200). Am 26. Juli 2021 
erhob A.________ förmlich Einsprache gegen die Verfügung vom 14. Juli 2021 
(Vi-act. 202). Am 29. Juli 2021 nahm Dr.med. E.________ gestützt auf die weite-
ren Unterlagen eine neuerliche internistische Beurteilung vor (Vi-act. 204), wel-
che A.________ zugestellt wurde (Vi-act. 205). Am 22. August 2021 forderte 
A.________ Akteneinsicht durch procap March-Höfe (Vi-act. 208).

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Mit Einspracheentscheid vom 25. April 2022 wies die Suva die Einsprache ab 
(Vi-act. 212).

D. Mit Schreiben vom 23. Mai 2022 (Postaufgabe 24.5.2022) gelangte 
A.________ an den Suva-Rechtsdienst und informierte, sie werde die Leistungs-
verweigerung niemals annehmen und erhebe Einspruch (Vi-act. 214). 

Am 31. Mai 2022 überwies die Suva den 'Einspruch gegen den Einsprache-
entscheid' gestützt auf Art. 58 Abs. 3 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 als Be-
schwerde zuständigkeitshalber zur weiteren Behandlung ans Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz (Vi-act. 216).

E. Mit Verfügung vom 1. Juni 2022 setzte der instruierende Richter 
A.________ eine nicht erstreckbare Frist bis 13. Juni 2022 an, um die Eingabe 
vom 23. Mai 2022 hinsichtlich Antrag und Begründung zu verbessern. 

Mit verbesserter Eingabe vom 8. Juni 2022 beantragt A.________:

1. Mit dem Einspracheentscheid der Suva vom 25. April 2022 bin ich nicht einver-
standen.

2. Die Ausrichtung einer Witwenrente sei zu gewähren.

3. Medizinische Berichte von Dr.med. G.________, Lungenspezialist, sowie von 
anderen Ärzten seien zu berücksichtigen (liegen der Suva vor).

F. Mit Beschwerdeantwort vom 20. Juli 2022 beantragt die Suva die Abwei-
sung der Beschwerde und Bestätigung des Einspracheentscheides vom 25. April 
2022.

G. Am 26. August 2022 ersucht die Beschwerdeführerin, neu durch einen 
Rechtsanwalt vertreten, um Fristerstreckung zur Einreichung einer Stellungnah-
me zur Vernehmlassung. Am 1. September 2022 wird um Zustellung der Akten 
ersucht. Mit Schreiben vom 31. Oktober 2022 teilt der Rechtsvertreter den Ver-
zicht auf eine Stellungnahme (nicht aber auf die weiteren Verfahrensrechte) mit.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Suva einen Anspruch auf Wit-
wenrente der Beschwerdeführerin zu Recht verweigert hat. 

1.1 Versicherungsleistungen nach dem Bundesgesetz über die Unfallversiche-
rung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden bei Berufsunfällen, Nichtbe-
rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

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bestimmt (Art. 6 Abs. 1 UVG). Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, 
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 

1.2 Zu den Versicherungsleistungen, auf welche gemäss UVG ein Anspruch 
bestehen kann, zählen auch die Hinterlassenenrenten (Art. 28 ff. UVG). Stirbt die 
versicherte Person an den Folgen des Unfalls, so haben der überlebende Ehe-
gatte und die Kinder Anspruch auf Hinterlassenenrenten (Art. 28 UVG). Der über-
lebende Ehegatte hat Anspruch auf eine Rente oder eine Abfindung (Art. 29 
Abs. 1 UVG). 

1.3 Nach der Rechtsprechung kann der Tod einer versicherten Person nur 
dann als Folge eines Unfallereignisses oder einer Berufskrankheit anerkannt 
werden, wenn er zumindest mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein versi-
chertes Ereignis zurückzuführen ist, derweil die blosse Möglichkeit eines Zu-
sammenhanges für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht genügt 
(vgl. u.a. BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 119 V 335 Erw. 1). 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 
ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität genügt eine Teil-
ursächlichkeit (BGE 134 V 109 Erw. 9.5), wobei sich die Leistungspflicht des ob-
ligatorischen Unfallversicherers auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen 
erstreckt (BGE 142 V 435 Erw. 1; SVR 2016 UV Nr. 21 S. 66, 8C_134/2015 
Erw. 5.2.2 mit Hinweis). Mit anderen Worten: Es genügt, dass das schädigende 
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen zum Tod geführt hat, der Unfall 
somit nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch der eingetretene Schaden 
(Tod) entfiele (BGE 129 V 177 Erw. 3.1; Urteil BGer 8C_437/2018 vom 
20.5.2019 Erw. 2.1). Ist der Tod nur teilweise die Folge des Unfalls, sind Invali-
denrenten, Integritätsentschädigungen und Hinterlassenenrenten gemäss Art. 36 
Abs. 2 UVG angemessen zu kürzen.

1.4 Im Falle von Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 
aus, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten woll-
te (vgl. BGE 115 V 133 Erw. 8a; BGE 114 V 298 Erw. 5b; VGE I 2006 362 
Erw. 2.1 sowie VGE I 2012 45 Erw. 1.3f.). Diese Beweisregel greift allerdings 
erst, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrund-
satzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zu-
mindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 

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(BGE 144 V 427 Erw. 3.2). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 
Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Rechtsprechungs-
gemäss gilt ein Beweis nach dem Beweismass der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit dann als erbracht, wenn für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach ob-
jektiven Gesichtspunkten derart wichtige Gründe sprechen, dass andere denkba-
re Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen (BGE 132 
III 715 Erw. 3.1 m.H.a. BGE 130 III 321 Erw. 3.3). Die blosse Möglichkeit eines 
bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter 
und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsvorstellung zu folgen, die sie 
von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 
(BGE 138 V 218 Erw. 6 mit Hinweisen; Urteile BGer 8C_194/2021 vom 
15.6.2021 Erw. 2.4; 8C_535/2017 vom 7.11.2017 Erw. 4.2). 

1.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

1.5.1  Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der 
richterlichen Würdigung von medizinischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199). 

1.5.2  Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

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gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 
Erw. 3.2). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger al-
leine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. 
Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar-
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Ver-
sicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun-
gen vorzunehmen (BGE 145 V 97 Erw. 8.5; BGE 139 V 225 Erw. 5.2; BGE 135 V 
465 Erw. 4.4 mit Hinweisen).

1.5.3  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hin-
weisen; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt 
grundsätzlich nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch 
für spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 
vom 27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf 
die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit 
Hinweisen).

2.1 Mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 25. April 2022 verwei-
gerte die Suva die Ausrichtung einer Witwenrente an die Beschwerdeführerin mit 
der Begründung, der Tod des Ehemannes sei nicht auf den Unfall vom 30. Juli 
1992 zurückzuführen.

2.2 Ihre Beschwerde gegen diese Verweigerung einer Witwenrente begründet 
die Beschwerdeführerin vor Verwaltungsgericht wie folgt:

Mein Ehemann war seit dem Unfall schwer behindert und benötigte Vollzeitpflege 
und 24h-Aufsicht und Pflege. Eine Fremdbetreuung war aufgrund der schwierigen 
Schädigung des Gehirns nicht möglich. Deshalb lebte mein Ehemann bei mir zu-
hause und ich selber war vollumfänglich für ihn da. Somit steht einer angemesse-
nen Witwenrente nichts im Weg.

Gemäss damaligem Herzspezialist Dr. med. H.________, steht fest, dass mein 
Ehemann beim Unfall einen Herzstillstand erlitten hatte und seither schwerwiegen-
de Herzprobleme hatte. Dr. med. H.________ war sein langjähriger Herzspezialist.

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Gemäss Arztberichten steht fest, dass mein Ehemann aufgrund des Unfalls 
schwerwiegende Probleme mit der Atmung hatte, ja zeitweise, nachts immer, ein 
Beatmungsgerät benötigte. In den letzten Jahren benötigte er künstliche Beat-
mung. Am 1. Mai 2021 hat mein Ehemann aufgehört zu atmen und ist verstorben. 
Die Todesursache ist also eine Folge des Unfalls.

3.1 Soweit die Beschwerdeführerin ihren Anspruch auf eine Witwenrente aus 
ihrer Ehe mit B.________ und insbesondere aus der seit dem Unfall von 1992 bis 
zum Tod durch sie gewährleistete Pflege und Betreuung ableitet, so kann dem 
nicht gefolgt werden. 

Die Ehe zur verstorbenen versicherten Person ist eine Voraussetzung für eine 
Hinterlassenenrente (vgl. Art. 29 UVG). Die Ehe ist vorliegend denn auch unbe-
stritten. 

Hingegen begründen die dem unfallgeschädigten Ehegatten über all die Jahre 
geleistete Pflege und Betreuung für sich allein keinen Anspruch. Diese geleistete 
Betreuungszeit berechtigt nach dem Tod der betreuten Person nicht zu einer Hin-
terlassenenrente UVG. Erforderlich ist nach dem Gesagten vielmehr, dass der 
ursprüngliche Unfall von 1992 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit direkt oder 
indirekt mindestens teilweise ursächlich war für den eingetretenen Tod. 

3.2.1  Es steht fest, dass der Verstorbene beim Stromunfall vom 30. Juli 1992 ei-
nen Atem- und Kreislaufstillstand sowie einen schweren diffusen hypoxischen 
Hirnschaden erlitt (vgl. Ingress Bst. A). Das Spital Schwyz nennt im Austritts-
bericht vom 20. August 1992 die folgenden Diagnosen (Vi-act. 124):

- Elektrounfall (380 Volt) mit:
- Atem- und Herz-Kreislaufstillstand bei Eintritt
- Diffuser, hypoxischer Hirnschädigung

- Seit Jahren bekanntes Vorhofflimmern mit rezidivierenden Embolien (Auge, Bein)
- Status nach Nephrektomie bei Nierentrauma

Zum Verlauf lässt sich dem Austrittsbericht was folgt entnehmen:

Bei Eintritt war der Patient apnoisch, zyanotisch, zeigte keine suffiziente Herz-
Kreislauffunktion, die Pupillen waren noch rund, jedoch mittelweit nur träge auf 
Licht reagierend. Seit der Meldung des Unfalles und dem Spitaleintritt sind nach 
unseren Schätzungen mindestens 20 Minuten vergangen, über die Dauer der Hy-
poxie sind leider keine genauen Angaben zu machen. Sofort wurde mit Herzmas-
sage begonnen, der Patient intubiert und da das EKG ein Kammerflimmern zeigte, 
wurde mittels 200 Watt/Sekunden defibrilliert, wobei der Patient schon beim 1. 
Stromstoss ein tachykardes Vorhofflimmern zeigte, jedoch wieder ins Kammer-
flimmern zurückfiel, nach der 2. Defibrillation, höchstens 5 Minuten nach Eintritt, 
blieb er im tachykarden Vorhofflimmern mit suffizientem Kreislauf. Schon kurz nach 
der Intubation begann der Patient etwas zu husten und atmete gegen die Maschi-
ne, die Pupillen wurden wieder enger und spielten gut auf Licht. Die Azidose konn-
te mittels 100 mval Nabic korrigiert werden, und der Patient konnte immer noch in-
tubiert aber mit stabilen Herz-Kreislaufverhältnissen auf die Intensivstation verlegt 

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werden. Um 11.30 Uhr hustete der Patient zunehmend und reagierte unspezifisch 
auf Schmerzreize, um 12.30 Uhr konnte er bereits extubiert werden, erhielt aber 
weiterhin 9 l Sauerstoff über die Maske, womit vorerst befriedigende Blutgase er-
reicht werden konnten. Die Reflexe waren lebhaft, er bewegte alle 4 Extremitäten, 
war jedoch weiterhin tachykard. Wegen des tiefen Digitalisspiegels haben wir ihn 
i-v aufdigitalisiert, worauf allerdings die Tachykardie bestehen blieb, deshalb setz-
ten wir zusätzlich Isoptin i-v ein, was zur Normalisierung der Herzfrequenz führte. 
Die Kontrolle des Labors ergab einen CPK-Anstieg entsprechend einer Rhabdo-
myolyse, jedoch bei normalen Nierenwerten, der Urin blieb immer hell, und die 
Ausscheidung war gut.

Am 31.7.92 waren die Reflexe nicht sicher symmetrisch, der Babinski war weiter-
hin negativ, und der Patient reagierte mit Fluchtreflexen auf Schmerzreize, der 
Kreislauf war suffizient weiterhin mit Vorhofflimmern, und die Atmung mit 9 l Sau-
erstoff über Maske ergab gute Blutgase. Gegen Abend wurde jedoch das PO2 
schlechter, verbesserte sich auch nicht auf Erhöhung des Sauerstoffs, radiologisch 
konnte jedoch kein Infekt festgestellt werden. Trotzdem schirmten wir den Patien-
ten, dem wir zur Hirnödemprophylaxe Mephameson verabreicht haben mittels 
Augmentin ab. Schon am nächsten Tag waren die Blutgase wieder besser, der Pa-
tientin reagierte auf Ansprechen, die lebenswichtigen Organe arbeiteten weiterhin 
gut. Innerhalb einer Woche ging es dem Patienten wesentlich besser, er lernte sei-
ne Blasen- und Darmfunktion wieder zu regulieren, ass selbständig, führte Befehle 
korrekt aus, der Gang wurde zunehmend besser, die Ataxie verlor sich, und das 
Gleichgewicht verbesserte sich ebenfalls. Leider verbesserte sich bisher die zere-
brale Fähigkeit, v.a. die Gedächtnisfunktion und Kombinationsfähigkeiten noch 
nicht im gleichen Masse, dem Patienten wurde Ergotherapie verordnet, wir verab-
reichten ihm Nootropil zuerst i-v, dann peroral, und wir wollten ihn vorerst bei uns 
rehabilitieren sowie den Spontanverlauf beobachten, um ihn später einer gezielten 
Rehabilitation zuzuführen. Leider drängte die Gattin auf eine baldige Entlassung, 
beschrieb uns, wie viel besser es dem Patienten zu Hause gehe, dass er sich dort 
viel besser zurechtfinden würde, auch nicht weglaufen könne und durch das Spiel 
mit den Kindern angeregt würde. Sie nahm ihren Gatten deshalb für immer längere 
Zeit mit nach Hause, fragte sogar beim Kreisarzt der SUVA, Dr. X.________, nach, 
ob es aus rechtlicher Sicht nicht möglich wäre, ihren Ehemann mit nach Hause zu 
nehmen und ambulant weiter zu rehabilitieren, wogegen dieser nichts einzuwen-
den hatte und nach dem auch Sie, als Hausarzt der Familie B.________, nichts 
gegen eine solche ambulante Rehabilitation einzuwenden hatten, entschloss sich 
Frau A.________, den Patienten gegen unserem Anraten, den Patienten mit nach 
Hause zu nehmen. Nach telefonischer Rücksprache unsererseits mit Herrn Dr. 
X.________, Kreisarzt der SUVA, gebe es wirklich nichts gegen eine ambulante 
Rehabilitation einzuwenden. Wir haben trotzdem Herrn Dr. Y.________ gebeten, 
Herrn B.________ sobald als möglich für eine Kurzabklärung auf die Rehabilitati-
onsstation des Kantonsspitals Luzern aufzubieten, um eine genaue neuropsycho-
logische Prüfung durchzuführen und uns Angaben über die bestmögliche Rehabili-
tation zu geben. Bis zu diesem Zeitpunkt kommt der Patient ambulant zur Physio-
therapie ins Spital Schwyz.

3.2.2  Vom 7. bis 11. September 1992 war der Versicherte im Kantonsspital Lu-
zern hospitalisiert, wobei die Hospitalisation auf die neuropsychologische Ab-
klärung beschränkt war. Es wurde 6 Wochen nach erlittener hypoxischer Hirn-

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schädigung eine noch deutliche neuropsychologische Symptomatik festgestellt, 
die v.a. durch generelle, gravierende mnestische Störungen und eine deutlich 
beeinträchtigte Denkfähigkeit (Konfusität) gekennzeichnet war. Wahrnehmungs- 
und Handlungsabläufe, die mnestische Funktionen und komplexe Denkabläufe 
kaum erfordern, waren nur geringfügig beeinträchtigt (Vi-act. 125). 

Weiter wurde festgehalten, ein Schlafapneusyndrom scheine nicht vorzuliegen 
und das vorbestehende, bekannte chronische Vorhofflimmern sei nicht weiter 
abgeklärt worden. Unter der Anamnese wurde hierzu aufgeführt, "Chronisches 
VHF seit Jahren, im Februar 1991 nach Sturz US-Emoblie re, Schleier vor re Au-
ge, ambulante Abklärung im Spital Zug ergibt Vorhofthromben. Seiher Antikoagu-
lation und Digitalisierung". 

3.2.3  In einem ärztlichen Zwischenbericht vom 2. November 1992 berichtete der 
Hausarzt bei Diagnose 'Elektrounfall 380 Volt mit Atem- und Kreislaufstillstand, 
schwerer diffuser hypoxischer Hirnschaden' zum Verlauf: "Seit Spitalentlassung 
am 11.9.92 ziemlich stationär. Mit Hilfe von Ergotherapie wird versucht ein Opti-
mum zu erreichen. Kardiopulmonal ist er kompensiert" (Vi-act. 126).

3.2.4  Anlässlich einer Besprechung mit der Suva vom 20. Januar 1993 berichte-
ten die Eheleute B.________ (Vi-act. 127):

Herr B.________ kann sich selbst an- und entkleiden, aufs WC gehen und auch 
die Mahlzeiten einnehmen. Er ist aber insofern zu überwachen, dass er z.B. neue 
Unterwäsche anzieht, abends nicht zu lange mit den Kindern spielt (er vergisst die 
Zeit). Frau A.________ muss somit mehr oder weniger immer präsent sein. Es ist 
aber nicht so, dass der Versicherte unbedingt dauernd beobachtet werden muss, 
B.________ ist auch in der Lage, sich selbst zu waschen, zu kämmen, zu rasieren. 
Anfänglich musste Frau A.________ aber überwachen, dass er sich ganz rasierte, 
nicht nur die eine Gesichtshälfte. Heute ist dies nun aber besser.

3.2.5  Auf Anregung des Kreisarztes erfolgte vom 8. bis 23. Dezember 1993 eine 
stationäre Rehabilitation in Bellikon (Vi-act. 130 und 133). Im Austrittsbericht vom 
21. Dezember 1993 wurden als Unfalldiagnosen ein Atem- und Kreislaufstillstand 
sowie diffuse hypoxische Hirnschädigung genannt; als funktionelle Diagnosen bei 
Eintritt mittelschwere bis schwere neuropsychologische Defizite, lumbale Rü-
ckenschmerzen sowie Vorhofflimmern; das Behandlungsziel lag in der neuropsy-
chologischen Abschlussuntersuchung und Physiotherapie. Zusammenfassend 
dokumentierte die Klinik als Beurteilung (Vi-act. 133): 

1 1/2 Jahre nach hypoxischer Hirnschädigung liegt der Schwerpunkt in neuropsy-
chologischen Problemen mit psychischen Auffälligkeiten und massiven Defiziten 
beim Lernen und Erinnern von sprachlichen Informationen. Ausserdem besteht ei-
ne eingeschränkte Konzentrationsleistung sowie Umstellfähigkeit. Aufgrund dieser 
Befunde ist Herr B.________ nicht fahrtauglich und in der freien Wirtschaft nicht 

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arbeitsfähig. Längerfristig scheint die Zukunft schon eingerichtet, indem die Ehe-
frau die volle Verantwortung für die Tagesstruktur und Tätigkeit übernimmt. Theo-
retisch wäre eine Arbeit in einer geschützten Werkstatt denkbar und die externe 
Stimulation für den Patienten förderlich. Eine leichte zusätzliche Verbesserung der 
subjektiven Befindlichkeit könnte in einer längeren Rehabilitation noch erreicht 
werden. Die Rückenschmerzen sind auf eine Haltungsinsuffizienz bei Trainings-
mangel zurückzuführen. 

3.2.6  In der ärztlichen Abschlussuntersuchung 31. Januar 1994 nannte der 
Kreisarzt als Unfallfolge ein psycho-organisches Syndrom mit schweren neuro-
psychologischen Defiziten und einer Wesensveränderung. Er schätzte den Inte-
gritätsschaden auf 70% aufgrund mittelschwerer bis schwerer Hirnfunktions-
schädigung. Die Rückenbeschwerden wurden als vorbestehend beurteilt; Herz-
beschwerden wurden nicht erwähnt, bzw. einzig unter Verweis auf die kreisärztli-
che Untersuchung vom 9. November 1993 als vorbestehendes Vorhofflimmern 
wiederholt (Vi-act. 134). 

3.2.7  Am 30. August 2001 berichteten die Eheleute, B.________ leide unter den 
Folgen der Hirnschädigung des Unfalls vom 30. Juli 1992, wie auch unter Herz- 
und Lungenbeschwerden. Auch lägen teilweise Rückenbeschwerden vor, welche 
seit dem Unfall verstärkt seien. Die Hirnschädigung sei mehr oder weniger stabil. 
Vor ca. drei Jahren hätten die Herzbeschwerden zugenommen. Es sei eine mas-
sive Herzvergrösserung aufgetreten, im Anschluss wieder Rückbildung, derzeit 
bestehe ein zu kleines Herz und sehr tiefer Puls von 40 - 50. Die Suva orientier-
te, dass die Herz- und Lungenbeschwerden nicht Unfallfolge seien und auch wei-
terhin zu Lasten der Krankenkasse gingen (Vi-act. 1). 

3.2.8  Ab dem 1. Januar 2009 leistete die Suva neu eine Hilflosenentschädigung 
bei Hilflosigkeit mittleren Grades (Vi-act. 4). Nachdem die Beschwerdeführerin 
eine schwere Hilflosigkeit geltend machte, erfolgte am 4. Mai 2009 eine Bespre-
chung. Die Voraussetzungen für eine Erhöhung erachtete die Suva als nicht er-
füllt. Viele geltend gemachten Einschränkungen seien mit dem Kriterium dauern-
de Überwachung bereits abgegolten (Vi-act. 7, 8). Mit Verfügung vom 2. Juni 
2009 wurde die mittelschwere Hilflosigkeit mit entsprechender Hilflosenentschä-
digung bestätigt (Vi-act. 9). 

3.2.9  Weiter ergibt sich aus den Akten, dass dem Verstorbenen im Jahr 2009 
ein Herzschrittmacher eingesetzt wurde (Vi-act. 17). 2013 erfolgte sodann eine 
gerontopsychiatrische Beurteilung, namentlich wegen strittiger Kostengutsprache 
wegen einer Sexualfunktionsstörung, welche zu einer Kostenübernahme durch 
die Suva führte, da es sich bei den geltend gemachten Beschwerden um Unfall-
folgen handle (Vi-act. 71, 72, 74, 75). Am 17. April 2015 erteilte die Suva einma-

11

lig - ohne Anerkennung einer Rechtspflicht - Kostengutsprache für die Reparatur 
eines CPAP-Gerätes; die Mietkosten übernahm die Suva nicht (Vi-act. 110, 114). 
Zu erwähnen bleibt ein mündliches Festhalten der Beschwerdeführerin gegenü-
ber der Suva vom 12. Februar 2016, wonach sehr viele Rechnungen (Sauerstoff 
/ Herzschrittmacher) über die Krankenkasse laufen würden und die Beschwerde-
führerin nicht möchte, dass ihr deswegen einmal die Witwenrente abgelehnt wer-
de, weil die Heilbehandlung über die Krankenkasse laufe (Vi-act. 116).

3.3 Nachdem der Suva der Tod von B.________ mitgeteilt wurde und die Be-
schwerdeführerin die Prüfung der Kausalitätsfrage verlangte (Vi-act. 165), sah 
sich die Suva veranlasst, die Todesursache zu ermitteln. 

3.3.1  Der Hausarzt Dr.med. I.________ (Facharzt für Allgemeinmedizin) teilte 
am 14. Juni 2021 mit, Herrn B.________ seit 2009 hausärztlich zu betreuen, wo-
bei gleichzeitig regelmässige Kontrollen bei der Kardiologie und Pneumologie er-
folgt seien. Als Diagnosen nannte er (Vi-act. 170): 

Status nach Elektrounfall am 30.07.92 mit Herzstillstand und diffuser hypoxischer 
Hirnschädigung 
-neuropsychologische Defizite 
dilatative Kardiomyopathie mit permanenten VHF und schwer eingeschr. LV Funk-
tion 
Diabetes mellitus Typ 2 seit 2006 Insulinpflichtig 
Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom BiPAP Therapie und nächtlicher Sauerstoff 
von 6 l
Hyperurikämie 
Hypothyreose

Zum Verlauf erwähnte der Hausarzt die Pacemaker-Implantation 2009 (Batterie-
wechsel 2014 und 2018) sowie die CPAP-Therapie, zuletzt BIPAP-Therapie mit 
regelmässiger Sauerstoffapplikation vor allem nachts. In den letzten Monaten 
habe es keine Verschlimmerung des Zustandes gegeben. Bezüglich der Todes-
ursache könne er nur spekulieren, aufgrund der Vorgeschichte und der Schilde-
rung der Ehefrau habe der Versicherte wahrscheinlich einen akuten Herzstill-
stand gehabt und sei friedlich eingeschlafen.

3.3.2  Vorgelegt wurden zwei Sprechstundenberichte der Kardiologie vom 2. Ok-
tober 2020 und 4. Januar 2021 (Vi-act. 171 f.). Darin aufgeführt werden die Dia-
gnosen:

1. Kardiomyopathie unklarer Ätiologie (Hypoxie nach cardiac arrest?)
• St. n. Stromunfall mit Reanimation 1992 mit diffuser hypoxischer Hirnschä-

digung

12

• St. n. Implantation eines biventrikulären Schrittmachers (CRT-P) und auf 
AV-Knoten-Ablation bei Linksschenkelblock und abnehmender systolischer 
Funktion am 08.09.2009

• Normale Koronar-Arterien (Koronarangiographie am 28.01.2002)
• Aktuell: Leicht eingeschränkte systolische Funktion LVEF 43% mit diffuser 

Hyperkinese und septo-, antera-, laterodistaler und apikaler Akinesie, Spon-
tankontrast im Apex ohne Thrombusnachweis

• Stark vergrößerte Vorhöfe (LAVI 71 ml/m2)
• Aktuelle Schrittmacherabfrage mit erneut 6 kurzen nsVT von max 11 Schlä-

gen Dauer
2. Diabetes mellitus Typ 2 seit 2006
3. Obstruktive Schlafapnoe

• Unter BiPAP-Therapie
4. Hyperurikämie

Als kardiovaskuläre Risikofaktoren wurden genannt ein Übergewicht BMI 
30kg/m2, Diabetes, OSAS, Hypertonie, Dyslipidämie und Bewegungsmangel. 

3.3.3  Gegenüber der Suva begründete die Beschwerdeführerin ihren Antrag um 
eine Witwenrente wie folgt (Vi-act. 174): "Ihr Mann sei an den Spätfolgen des Un-
falls verstorben. Er hatte ein Loch in der Lunge und benötigte Sauerstoff. Sie ha-
be 29 Jahre lang Tag und Nacht zu ihrem durch den Unfall pflegebedürftigen 
Mann geschaut und gepflegt und ihn zu allen Arztterminen und Operationen be-
gleitet. Ohne ihre volle Unterstützung hätte er in einem Pflegeheim betreut wer-
den müssen."  

3.3.4  Die oberwähnten Unterlagen unterbreitete die Suva Dr.med. E.________ 
(Fachärztin für Innere Medizin) für eine internistische Beurteilung der Kausalitäts-
frage (Vi-act. 181). In ihrer Beurteilung vom 9. Juli 2021 fasste Dr.med. 
E.________ zusammen, B.________ sei 29 Jahre nach dem Unfall verstorben; 
eine Autopsie sei nicht durchgeführt worden (vgl. Vi-act. 181). Neben der Wie-
dergabe der aktenkundigen medizinischen Berichte stellte sie weiter fest, zwi-
schen 1994 und 2021 lägen keine medizinischen Dokumente in den Akten, wel-
che Auskunft über kardiale und pneumologische Probleme geben könnten. 

Dr.med. E.________ gelangte zur Beurteilung, durch den Stromunfall sei es zu 
einem Kammerflimmern mit konsekutivem Herz-Kreislaufstillstand gekommen; 
unter Reanimationsmassnahmen habe wieder eine Kreislauffunktion erreicht 
werden können; resultiert habe ein mittelschwer bis schwer eingestufter hypoxi-
scher Hirnschaden; es sei zu bleibenden störenden Verhaltensveränderungen 
gekommen. Vor dem Unfall habe bereits eine Herzmuskelerkrankung mit perma-
nentem Vorhofflimmern und mit durchgemachten Grosskreislaufembolien (Auge, 
Bein), deren Ursache im linken Vorhof gelegen habe (Thrombus); daher habe er 
unter Digoxin (Herzmuskelstärkung, Rhythmusnormalisierung) und Marcoumar 

13

(Blutverdünner) gestanden. Der Hausarzt gehe von einem wahrscheinlichen 
Herztod des 84-Jährigen aus. 

Es habe sich am 30. Juli 1992 um einen Stromunfall im Niederspannungsbereich 
(380 Volt) gehandelt; dabei könne es zu Zerrungen, Muskel- und Sehnenabris-
sen und – bei Stromdurchfluss im Brustbereich – zu Atemstörungen und/oder zu 
lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen. Da der Stromdurchfluss 
im Brustbereich gewesen sei, sei es beim Versicherten zu einer lebensbedrohli-
chen Herzrhythmusstörung mit Herzkreislaufstillstand und Reanimationsbedürf-
tigkeit gekommen. Der Stromdurchfluss habe ein elektrisches Phänomen aus-
gelöst, ein struktureller Schaden am Herzen sei nicht entstanden. Auch ein 
Schaden an der Lunge (die Gattin spreche von einem 'Loch in der Lunge') sei in 
den zur Verfügung stehenden Akten nicht ausgewiesen. Ein solcher wäre bei ei-
nem Stromdurchfluss im Niederspannungsbereich auch sehr ungewöhnlich. Ur-
sächlich für den Tod 29 Jahre nach dem Unfall sei daher nicht der Elektrounfall, 
sondern die vorbestehende Herzmuskelerkrankung mit permanentem Vorhof-
flimmern. Diese sei über die Jahre progredient gewesen, wofür denn auch die 
Notwendigkeit des Herzschrittmachers im Jahr 2009 und die dokumentierte Ab-
nahme der linksventrikulären Herzfunktion sprechen würden. Auch die beiden 
letzten kardiologischen Berichte (vgl. vorstehend Erw. 3.3.2) würden von der 
Progredienz der chronischen Erkrankung zeugen; der Elektrounfall selber habe 
damit nichts zu tun; er habe keinen morphologischen Schaden gesetzt. 

Zusammenfassend gelangt Dr.med. E.________ zum Schluss, der Tod von 
B.________ sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge des Unfalls 
vom 30. Juli 1992. Gestützt auf diese Beurteilung von Dr.med. E.________ ver-
fügte die Suva am 14. Juli 2021 die Ablehnung des Antrages auf eine Witwenren-
te (Vi-act. 183). 

3.3.5  Nachdem die Beschwerdeführerin gegen die Leistungsverweigerung op-
ponierte (Vi-act. 184 f.), wurden der Suva zusätzlich die Berichte der pneumolo-
gischen Verlaufskontrollen der Schlaf-Apnoe-Sprechstunden seit 16. April 2015 
zugestellt (Vi-act. 187 - 200). Dr.med. G.________ (Facharzt für Innere Medizin, 
Facharzt für Pneumologie) nennt in den Berichten an den Hausarzt übereinstim-
men die drei Diagnosen:

1. Obstruktives Schlafapnoesyndrom sowie nächtliches Adipositas-Hypoventila-
tionssyndrom

2. Kardiomyopathie unklarer Ursache DD hypoxämisch nach Herzstillstand
3. St. n. Elektrounfall am 30.07.1992 mit Herzstillstand und diffuser hypoxischer 

Hirnschädigung

14

Den Berichten ist zu entnehmen, dass der Versicherte seit 14. Januar 2002 unter 
auto-CPAP-Therapie war und zwar mit zunehmender nächtlicher Sauerstoffgabe 
via CPAP-Maske (Vi-act. 200). Zum einen wurde im Verlauf (bei stets hoher The-
rapiecompliance) zur Erreichung einer Sauerstoffsättigung von mindestens 90% 
die Sauerstoffgabe schrittweise erhöht, später auf Flüssigsauerstoff umgestellt 
(Vi-act. 198). Da sich dennoch keine befriedigende nächtliche Sauerstoffsätti-
gung erreichen liess, was gemäss Dr.med. G.________ höchstwahrscheinlich 
auf ein zunehmendes Adipositas-Hypoventilationssyndrom zurückzuführen ge-
wesen sei, wurde im Frühjahr 2016 auf eine Therapie mit BiPAP-AVAPS-Gerät 
umgestellt (Vi-act. 197). Bei gutem Verlauf konnte diese Therapie stabil gehalten 
werden. Im Frühling 2018 wurde auf ein modernes BiPAP AVAPS-Gerät sowie 
von der Nasenmaske auf eine Full-Face-Maske gewechselt (Vi-act. 193). Die 
Therapie war in der Lage, die nächtliche Atmung zu stabilisieren; es fanden sich 
weiterhin keine obstruktiven Atemstörungen unter Therapie und das Gerät garan-
tierte ein adäquates Atemminutenvolumen (vgl. Vi-act. 190). Im Februar 2021 
zeigte die kapilläre Blutgasanalyse eine schwere respiratorische Partialinsuffizi-
enz. In diesem Bericht vom 11. Februar 2021 zur letzten Verlaufskontrolle (Vi-act. 
189) hielt Dr.med. G.________ als Beurteilung fest, die Gerätedaten würden zei-
gen, dass unter der BiPAP-iVAPS-Therapie obstruktive Atemstörungen verhin-
dert würden und der Patient ein adäquates Atemminutenvolumen erreiche. Trotz 
der NIV-Therapie benötige er noch 6l Sauerstoff, damit die Sauerstoffsättigung 
knapp in einem Bereich von 90-91% gehalten werden könne. Die kapilläre Blut-
gasanalyse dokumentiere eine in der Zwischenzeit schwere respiratorische Par-
tialinsuffizienz, dies wahrscheinlich aus multifaktoriellen Gründen (Herzinsuffizi-
enz, Adipositas Hypoventilationsproblematik, etc.). Aufgrund der vorliegenden 
Werte qualifiziere sich der Patient für eine Sauerstofftherapie rund um die Uhr. 
Entsprechend wurde eine Therapieausweitung mit der Ehe-
frau/Beschwerdeführerin besprochen.

3.3.6  Am 29. Juli 2021 nahm Dr.med. E.________ unter Berücksichtigung der 
weiteren nachgereichten pneumologischen Berichte eine weitere internistische 
Beurteilung vor (Vi-act. 204). Sie gelangt zum Schluss, Grund der Heimventilati-
onstherapie mit Sauerstoffgabe sei ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom. Sie 
sei 2002 zehn Jahre nach dem erlittenen Elektrounfall vom 30. Juli 1992 eingelei-
tet worden. Bei der Diagnose eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms handle 
es sich um ein Syndrom zufolge einer Einengung im oberen Nasen-
Rachenbereich. Die relative Enge im oberen Nasen-Rachenbereich könne ana-
tomisch sein (Veranlagung) oder aber unter anderem auch durch Medikamente 
oder Alkohol bedingt sein (Muskelerschlaffung). Eine andere Form einer schlaf-
assoziierten Störung sei das zentrale Schlafapnoe-Syndrom, wie man es selten 

15

bei bestimmten Schädigungen im zentralen Nervensystem (besonders bei Schä-
digungen im Atemzentrum) finde. Die hier vom Pneumologen beschriebene ob-
struktive Form eines Schlafapnoe-Syndroms sei keine überwiegend wahrschein-
liche Spätfolge des Elektrounfalls (der obere Nasen-Rachen-Bereich sei vom 
Elektrounfall nicht betroffen gewesen) und eine zentrale Form sei nicht akten-
kundig. Eine solche wäre auch ungewöhnlich, da sich die Symptomatik mit einer 
grösseren zeitlichen Latenz zum Elektrounfall manifestiert habe. Daraus folge, 
dass die Lungenpathologie (obstruktives Schlafapnoe-Syndrom) unfallfremd sei.

3.4 Mit Einspracheentscheid vom 25. April 2022 bestätigte die Suva ihre Verfü-
gung vom 14. Juli 2021. Die neuen Berichte der Pneumologie, würden am Er-
gebnis der internistischen Beurteilung von Dr.med. E.________ nichts ändern; 
der Elektrounfall vom 30. Juli 1992 sei mithin nicht überwiegend wahrscheinlich 
ursächlich für den Tod des Versicherten vom 1. Mai 2021. Nicht aktenkundig sei-
en die von der Beschwerdeführerin erwähnten Berichte von Dr.med. J.________ 
und Dr.med. K.________, welche sie trotz entsprechender Aufforderung nicht 
eingereicht habe. 

4.1 Die Vorinstanz stützt sich in ihrem Entscheid massgeblich auf die internisti-
sche Beurteilung von Dr.med. E.________ ab. Es findet daher die Rechtspre-
chung Anwendung, wonach den Berichten der Kreisärzte der Suva der Beweis-
wert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zukommt. Es ist deshalb zu 
prüfen, ob bereits geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit be-
stehen (vgl. vorstehend Erw. 1.5.2; BGE 145 V 97 Erw. 8.5; Urteile BGer 
8C_355/2022 vom 2.11.2022 Erw. 5; 8C_282/2022 vom 8.9.2022 Erw. 5.2). 

4.2.1  Im Suva-Dossier befinden sich die unfallnahen medizinischen Berichte bis 
und mit Fallabschluss 1994. Nach der Todesfallmeldung zog die Suva einen Be-
richt des den Verstorbenen behandelnden Hausarztes bei. Dieser berichtete un-
ter anderem, der Verstorbene sei regelmässig in der Kontrolle in der Kardiologie 
und Pneumologie gewesen. Die kardiologischen Berichte wurden der Suva zu-
gestellt, das Vorliegen pneumologischer Berichte durch das Spital vorerst ver-
neint (Vi-act. 169), später dann zugestellt. In ihren zwei Beurteilungen hat 
Dr.med. E.________ all die vorliegenden ärztlichen Berichte berücksichtigt. Es 
bestehen keine Anhaltspunkte, dass sie ihre Beurteilung nicht auf die umfassen-
den Akten abgestützt hätte. 

4.2.2  Soweit die Suva selbst im Einspracheentscheid erwähnt, Berichte von 
Dr.med. J.________ und Dr.med. K.________ seien trotz Aufforderung der Be-
schwerdeführerin nicht erhältlich gewesen, so kann ergänzt werden, dass 
gemäss Bericht des Hausarztes, er den Patienten 2009 von Dr.med. J.________ 

16

übernahm (Vi-act. 170). Damit ist denn aber auch sichergestellt, dass die Kran-
kenakte weitergeführt wurde und der Bericht des Hausarztes auch das Wissen 
seines Vorgängers beinhaltet. Zudem stellte Dr.med. J.________ bereits mit Be-
richt vom 2. November 1992 fest, kardiopulmonal sei der Patient kompensiert (Vi-
act. 126), und im Bericht vom 5. Februar 1993 erwähnte er als einzigen Folge-
schaden des Unfalls den schweren durch Sauerstoffmangel bedingten Hirnscha-
den (Vi-act. 128). Dies stützt die Beurteilung der kreisärztlichen Untersuchung 
vom 9. November 1993 (Vi-act. 130), sowie der Abschlussuntersuchung vom 21. 
Dezember 1993 (Vi-act. 134) wie auch der nun vorliegenden, internistischen Be-
urteilungen von Dr.med. E.________, wonach einzig die hypoxische Hirnschädi-
gung Unfallfolge darstelle. Dr.med. K.________ wiederum war behandelnder Arzt 
in der Neurorehabilitation der Rehabilitationsklinik Bellikon, wo der Verstorbene 
1993 hospitalisiert war. Den Akten ist sein neuropsychologischer Bericht vom 16. 
Dezember 1993 zu entnehmen (Vi-act. 131). Hierzu fällt auf, dass die Behand-
lungsziele der Rehabilitation sich ausschliesslich auf die Neuropsychologie, den 
hypoxischen Hirnschaden als Unfallfolge, richteten; die Herzproblematik wurde 
im Austrittsbericht als vorbestehend beschrieben; Atemprobleme wurden keine 
erwähnt (Vi-act. 133). Es ist daher nicht nachvollziehbar, was ein weiterer Bericht 
von Dr.med. K.________ zur Beurteilung der Kausalitätsfrage beitragen könnte.

4.3.1  Die internistischen Beurteilungen von Dr.med. E.________ sind nachvoll-
ziehbar und schlüssig. Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass sie den weiteren 
vorliegenden Berichten widersprechen würden. Sie gibt korrekt wieder, dass der 
Elektrounfall vom 30. Juli 1992 zu einem Kreislauf- und Atemstillstand führte und 
die Reanimationsbemühungen im Spital die Herzaktivität zurückbrachte und das 
Kammerflimmern in ein tachykardes Vorhofflimmern konvertierte (vgl. Austrittsbe-
richt Spital Schwyz, vorstehend Erw. 3.2.1). Korrekt ist auch, dass in sämtlichen 
Berichten auf eine vorbestehende Herzproblematik hingewiesen wurde; nament-
lich war seit 1990 ein Vorhofflimmern mit Vergrösserung des linken Vorhofs be-
kannt mit Vorhofsthromben sowie zweimaligen Embolien und der Verstorbene 
war daher digitalisiert und antikoaguliert (vgl. Vi-act. 124, 125; vorstehend Erw. 
3.2.1, 3.2.2, 3.2.6). Weder der Bericht des Hausarztes noch die Berichte zu den 
Herzschrittmacher-Kontrollen (vgl. oben 3.3.1 und 3.3.2) bezeichnen den Unfall 
von 1992 als ursächlich für die Herzproblematik. Auch ergibt sich aus der vorlie-
genden Korrespondenz, dass die Behandlung der Pneumologie und Kardiologie 
zu Lasten der Krankenkasse abgerechnet wurde (vgl. Vi-act. 116), was ebenfalls 
dafür spricht, dass es sich um ein Krankheitsgeschehen handelt. Schliesslich un-
terschied Dr.med. E.________ zwischen Stromunfällen im Niederspannungsbe-
reich und Hochspannungsbereich und sie erläuterte nachvollziehbar, dass der 
vorliegende Unfall im Niederspannungsbereich erwartungsgemäss ein elektri-

17

sches Phänomen auslöste und kein struktureller Schaden entstand. Auch dies 
wird durch den vorgenannten Bericht von Dr.med. J.________ rund drei Monate 
nach Unfall bestätigt, wonach der Versicherte kardiopulmonal kompensiert ge-
wesen sei. Dem entsprechend wurde die Herzproblematik bereits anlässlich des 
Fallabschlusses 1994 nicht zu den Unfallfolgen gezählt. Wenn daher Dr.med. 
E.________ zum Schluss gelangt, der gemäss Hausarzt wahrscheinlich auf ei-
nen Herzstillstand zurückzuführende Hinschied des Versicherten 29 Jahre nach 
dem Unfall sei nicht auf den Unfall zurückzuführen, sondern auf die vorbeste-
hende Herzmuskelerkrankung mit permanentem Vorhofflimmern, so erscheint 
dies als schlüssig.

4.3.2  Der Unfall führte u.a. zu einem Atemstillstand. Schon kurz nach Intubation 
im Spital kam die Eigen-Atmung indes zurück. Rund 2.5 Std. nach dem Unfall 
konnte der Versicherte extubiert werden, wobei die Sauerstoffgabe anfänglich 
noch aufrechterhalten wurde. Eine Thoraxaufnahme ap vom 1. August 1992 war 
unauffällig (Vi-act. 124). Das Kantonsspital Luzern, wo der Versicherte vom 7. bis 
11. September 1992 hospitalisiert war, schloss ein Schlafapnoesyndrom aus (Vi-
act. 125). Aus den unfallnahen Berichten ist keine Schädigung der Lunge ersicht-
lich. Soweit die Beschwerdeführerin von einem "Loch in der Lunge" spricht, ist 
fraglich, ob sie die im Austrittsbericht vermerkte "fragliche 2. Strommarke am 
Rippenbogen rechts" meint (Vi-act. 124), denn Hinweise auf eine unfallbedingte 
strukturelle Schädigung der Lunge finden sich keine, was Dr.med. E.________ 
zu Recht festhielt. Auch gab sie die Berichte von Dr.med. G.________ korrekt 
wieder, wonach seit 2002 eine Heimventilationstherapie bestand und Grund hier-
für ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom war (vgl. vorstehend Erw. 3.5). Sie er-
läuterte dabei nachvollziehbar, dass dies auf Veranlagung, Muskelerschlaffung 
und seltener auf eine bestimmte Schädigung im zentralen Nervensystem zurück-
zuführen sei, wobei es vorliegend überwiegend wahrscheinlich keine Spätfolge 
des Unfalls sei, da zum einen der Nasen-Rachen-Bereich vom Unfall nicht betrof-
fen war und zum andern eine zentrale Form (zentrales Schlafapnoe-Syndrom) 
nicht aktenkundig sei sowie als Unfallfolge früher als 10 Jahre nach Unfall zu er-
warten gewesen wäre. Insofern ist auch ihre Schlussfolgerung, die Lungenpatho-
logie sei unfallfremd, nachvollziehbar und schlüssig.

4.4 Den Vorbringen der Beschwerdeführerin kann somit nicht gefolgt werden 
(vgl. vorstehend Erw. 2). Zutreffend ist, dass der Versicherte beim Stromunfall 
vom 30. Juli 1992 einen Herzstillstand erlitten hatte; unzutreffend hingegen, dass 
er seither schwerwiegende Herzprobleme hatte. Denn zum einen ist erwiesen, 
dass die Herzinsuffizienz vorbestehend war und zum andern verursachte der Un-
fall keine strukturelle Schädigung des Herzens. Zutreffend ist ebenso, dass der 

18

Unfall auch zu einem Atemstillstand führte und der Versicherte initial beatmet 
werden musste. Zum einen hat sich die Atmung jedoch wieder normalisiert und 
zum andern kann eine unfallbedingte strukturelle Schädigung der Lunge eben-
falls ausgeschlossen werden, namentlich ein von der Beschwerdeführerin be-
hauptetes 'Loch' ist nicht nachgewiesen. Erst 10 Jahre nach dem Unfall war eine 
Heimventilationstherapie notwendig und zwar bei Diagnose obstruktives Schlaf-
apnoesyndrom sowie nächtliches Adipositas-Hypoventilationssyndrom, was kei-
ne Unfallursache darstellt.

4.5 Zusammenfassend ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Suva gestützt 
auf die internistischen Beurteilungen von Dr.med. E.________ zum Schluss ge-
langte, dass der Tod des Versicherten aus unfallfremden, kardiologischen Grün-
den eingetreten sein muss, weshalb kein Anspruch auf eine Hinterlassenenrente 
besteht. Die Beschwerde ist damit abzuweisen.

5. Es werden keine Kosten erhoben; Anspruch auf eine Parteientschädigung 
besteht nicht (Art. 61 lit. fbis und g ATSG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 9. Dezember 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 19. Dezember 2022