# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1e9486b-9bf2-576c-a1c9-bcc0dd9afd6f
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-11
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 11.11.2022 605 2022 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2022-51_2022-11-11.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2022 51

Urteil vom 11. November 2022

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marc Sugnaux 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer,

gegen

SUVA, Vorinstanz

Gegenstand Unfallversicherung – Ersatz Heilkosten

Beschwerde vom 17. März 2022 gegen den Einspracheentscheid vom 
18. Februar 2022

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1950, verheiratet, wohnhaft in Murten, arbeitete seit dem 1. Oktober 
1986 beim B.________. Im Rahmen dieser Anstellung war er bei der Suva, gegen Berufs- und 
Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 26. März 2003 meldete er, er sei im Frühling 2002 von einer Zecke gebissen worden. Mit Verfü-
gung vom 13. Mai 2003, nach weiteren Abklärungen bestätigt durch Einspracheentscheid vom 
20. Juni 2008, verneinte die Suva eine Zeckenbiss-Folgeerkrankung. Die dagegen erhobene 
Beschwerde wurde vom Kantonsgericht Freiburg mit Urteil vom 7. Juli 2010 (Dossier 605 2008 348) 
gutgeheissen und die Angelegenheit für die Vornahme einer interdisziplinären Abklärung an die 
Suva zurückgewiesen.

B. Nach Einholung eines interdisziplinären Gutachtens verneinte die Suva mit Verfügung vom 
11. Juli 2014, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 23. Februar 2015, ihre Leistungspflicht 
erneut. Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Freiburg mit Urteil vom 
20. Januar 2017 (Dossier 605 2015 69) gut und bejahte die Leistungspflicht der Suva. Es sei zusam-
men mit den Gutachtern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Vorliegen einer Lyme-Borrelio-
se auszugehen, die sich namentlich durch eine periphere Polyneuropathie auszeichne.

C. Mit Verfügung vom 4. Mai 2018 bejahte die Suva den Anspruch auf eine Integritätsentschädi-
gung basierend auf einem Integritätsschaden von 10%. Demgegenüber verneinte sie den Rentenan-
spruch. Dies bestätigte sie mit Einspracheentscheid vom 4. Juli 2019, trat aber auf gemachte Anträ-
ge auf Abgeltung von Inkonvenienzen, Auslagen für Porti und Kopien, Selbstbehalte auf Heilkosten 
etc. nicht ein. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht, soweit darauf einge-
treten wurde, mit Urteil vom 15. Mai 2020 (Dossier 605 2019 216) ab. Auf eine dagegen beim 
Bundesgericht erhobene Bechwerde trat dieses mit Urteil vom 8. Juli 2020 (8C_437/2020) nicht ein.

D. Mit Verfügung vom 24. Juni 2020, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 26. Februar 
2021, sprach die Suva A.________ CHF 1'870.- für Reisespesen zu. Demgegenüber verneinte sie 
den Anspruch auf Rückerstattung von Schreibkosten, Porti und Kopien sowie Anwaltskosten. Eine 
dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht mit Urteil vom 10. November 2021 
(Dossier 605 2021 93) teilweise gut. A.________ habe Anspruch auf die zugesprochenen 
Reisekosten von CHF 1'870.- zuzüglich Verzugszinsen. Im Übrigen wurde die Beschwerde abge-
wiesen.

E. Mit weiterer Verfügung vom 24. Juni 2020 wurden ihm bzw. der KPT Krankenkasse AG 
(nachfolgend: KPT) Heilkosten für die Behandlung der Borreliose rückwirkend bis Juli 2005 im 
Umfang von CHF 15'859.60, abzüglich der bereits geleisteten CHF 5'079.50, zugesprochen. Hierge-
gen erhoben A.________ am 4. August 2020 und die KPT am 19. August 2020 Einsprache.

Am 20. Oktober 2021 nahm die Suva ihre Verfügung vom 24. Juni 2020 zurück und verfügte neu. 
Der KPT wurde eine Rückerstattung in der Höhe von CHF 19'378.25 gewährt, d. h. zusätzlich zum 
zuvor gewährten Betrag von CHF 15'859.60 wurden Leistungen in der Höhe von CHF 3'518.65 
zugesprochen. Die Adäquanz der psychischen Leiden wurde verneint. Beigelegt war eine Tabelle, 
aus welcher sich ergab, welche Leistungen übernommen wurden und welche nicht.

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Dagegen erhob die KPT am 16. November 2021 Einsprache; sie beantragte die Rückerstattung 
sämtlicher eingereichten Rechnungen in der Höhe von CHF 55'456.80. Am 24. November 2021 
erhob ebenfalls A.________ Einsprache gegen die Verfügung vom 20. Oktober 2021.

Mit Einspracheentscheid vom 18. Februar 2022 wurden beide Einsprachen abgewiesen.

F. Dagegen erhebt A.________ am 17. März 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg 
und beantragt, der Einspracheentscheid vom 18. Februar 2022 sei aufzuheben und die Suva habe 
ihrer Leistungspflicht in Bezug auf die Heilkosten vollständig nachzukommen.

Mit Einschreiben vom 21. März 2022 wird der Beschwerdeführer darauf aufmerksam gemacht, dass 
seine Beschwerde diverse den Anstand verletztende Äusserungen enthält und ihm wird eine Frist 
von 10 Tagen gesetzt, um seine Beschwerde zu verbessern. Ferner wird er darauf hingewiesen, 
dass die Beschwerde bei ausbleibender fristgerechter Verbesserung als zurückgewiesen betrachtet 
werden kann.

Am 28. März 2022 reicht der Beschwerdeführer eine "Zusammenfassung der Expertise des Gutach-
ters" ein, in welcher ein sogenannter "Rechtsexperte im Ruhestand", der nicht namentlich bezeich-
net wird, darlegt, weshalb die vom Kantonsgericht beanstandeten Äusserungen als tolerierbar zu 
bezeichnen seien. Gestützt darauf verzichtet der Beschwerdeführer auf eine Neufassung seiner 
Beschwerde.Mit Schreiben vom 6. April 2022 stellt das Kantonsgericht fest, der Beschwerdeführer 
habe keine Neufassung der Beschwerde eingereicht. Dennoch wird ausnahmsweise darauf verzich-
tet, diese als zurückgezogen zu betrachten. Das Kantonsgericht behält sich aber ausdrücklich vor, 
dem Beschwerdeführer eine Ordnungsbusse aufzuerlegen.

Die Suva bestätigt in ihren Bemerkungen vom 19. April 2021 ihre Ausführungen im Einspracheent-
scheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Am 4. Mai 2022 wird dem Kantonsgericht eine Eingabe eingereicht, welche namentlich einen mehr-
seitigen Kommentar zum Schweizerischen Rechtswesen enthält. Als Urheber dieser nicht unter-
zeichneten und nicht mit einer Absenderadresse versehenen Eingabe wird "C.________ genannt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 11. März 2021 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 12. Februar 
2021 ist fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. 
Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversi-
cherungsgerichtshof, den Umfang der von der Suva übernommenen Heilkosten prüft.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

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2.

2.1. Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier nach Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung kommt, 
gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen 
äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.2. Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher Kausalzu-
sammenhang bestehen. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
mit Hinweisen). Ferner kommt die Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche 
Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, 
nicht zur Anwendung (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

Weiter muss zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusam-
menhang bestehen. Ein Ereignis hat dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es 
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeig-
net ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also 
durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2).

2.3. Art. 10 Abs. 1 UVG sieht vor, dass der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige Behand-
lung der Unfallfolgen hat.

2.4. Begründet ein Versicherungsfall einen Anspruch auf Sozialversicherungsleistungen, beste-
hen aber Zweifel darüber, welche Sozialversicherung die Leistungen zu erbringen hat, so kann die 
berechtigte Person gemäss Art. 70 ATSG Vorleistung verlangen (Abs. 1). Vorleistungspflichtig ist 
die Krankenversicherung für Sachleistungen und Taggelder, deren Übernahme durch die Kranken-
versicherung, die Unfallversicherung, die Militärversicherung oder die Invalidenversicherung umstrit-
ten ist (Abs. 2 Bst. a).

Entsprechend der Regelung von Art. 71 ATSG erbringt der vorleistungspflichtige Versicherungsträ-
ger die Leistungen nach den für ihn geltenden Bestimmungen. Wird der Fall von einem anderen 
Träger übernommen, so hat dieser die Vorleistungen im Rahmen seiner Leistungspflicht zurückzu-
erstatten.

Der vorleistende Zweig hat an der Rückabwicklung der von ihm erbrachten Leistungen mitzuwirken. 
Dabei hat er zunächst die rückerstattungsberechtigten Vorleistungen zusammenzustellen, wobei 
das Kongruenzprinzip massgebend ist. Über den Rückerstattungsanspruch hat der vorleistende 
Träger eine Verfügung zu erlassen (vgl. Art. 49 ATSG). Auch der definitiv leistungspflichtige Sozial-
versicherungsträger ist befugt, zur Festlegung einer Rückerstattungspflicht und zu deren masslichen 
Seite eine entsprechende Verfügung zu erlassen (KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 37 
zu Art. 71).

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3.

Es ist streitig, ob die Suva hinsichtlich der Heilkosten in einem höheren Umfang als für die gespro-
chenen CHF 19'378.25 leistungspflichtig ist.

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, der Einspracheentscheid der Suva sei vollumfänglich 
abzulehnen. Er enthalte keine neuen Erkenntnisse und basiere nicht auf sachlicher Begründung der 
seriösen Rechnungstellung auf Basis unfallbedingter, von Fachärzten bestätigten ursächlichen 
Kosten. Ausserdem stelle er einen weiteren Versuch dar, Zeit zu gewinnen, weitere Kosten und 
Gerichtsfälle zu produzieren und sich von Leistungspflichten zu distanzieren. Bei der letzten 
Zwischenzahlung nach eigenem Ermessen handle es sich wieder um einen klaren Schnellschuss, 
um die Parteien (Versicherter und KPT) zu nötigen, von gerechtfertigten Forderungen Abstand zu 
nehmen. Möglicherweise habe die KPT wegen der langen Zeitspanne die Unterlagen bereits liqui-
diert. Aber aufgrund der von ihm zur Verfügung gestellten Rechnungen müsste diese in der Lage 
sein, diese zu rekonstruieren. Es sei auch deren Pflicht, keine Unfallkosten zu übernehmen, um den 
Versicherten gerecht zu werden. Sollte dies nicht der Fall sein, habe die Suva mit ihrem unseriösen 
Verhalten einmal mehr mit ungerechtem Vorgehen und Unterstützung durch manipulative Gesetzte 
gewonnen. Das werfe auch auf das Justizwesen ein miserables Licht.

3.2. Mit Schreiben vom 26. Juni 2018 (Suva-Akten Nr. 212) machte die KPT eine Rückvergütung 
von CHF 55'468.80 für erbrachte Leistungen betreffend die Zeitperiode vom 4. Juli 2005 und dem 
31. Mai 2017 geltend und legte die dazugehörigen Belege bei (Suva-Akten Nr. 211–216).

Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie der Suva, hielt in seiner Beurteilung vom 2. Juli 2018 
(Suva-Akten Nr. 217) fest, welche Medikamente und Therapien im Zusammenhang mit der Poly-
neuropathie stehen. Diese Beurteilung wurde der KPT am 2. Juli 2018 (Suva-Akten Nr. 218) per 
E-Mail zugestellt.

Am 13. Juli 2018 stellte sich die KPT auf den Standpunkt, auch die Polyarthritis gehe zu Lasten der 
Suva (vgl. Telefon-Notiz; Suva-Akten Nr. 220). Gleichentags (Suva-Akten Nr. 219) wies die Suva in 
einer E-Mail darauf hin, aus dem Urteil des Kantonsgerichts vom 20. Januar 2017 (Suva-Akten 
Nr. 142) ergebe sich, dass die Suva für die Polyneuropathie, nicht aber für die Polyarthritis leistungs-
pflichtig sei.

Am 5. September 2019 (Suva-Akten Nr. 249) erliess die Suva eine erste Verfügung bezüglich der 
Heilkosten. Gestützt auf Art. 24 Abs. 1 ATSG (Erlöschen des Anspruchs) übernehme sie die Kosten 
der fachärztlichen Behandlungen der Borreliose ab dem 1. August 2014 sowie für die Medikamente 
Flectoparin® Tissugel, Inflamac, Magnegon, Padmed Circosan, Venucreme®/Venugel und Vitarubin 
im gleichen Zeitraum. Alle weiteren in Rechnung gestellten Behandlungen und Medikamente seien 
nicht wegen der Borreliose medizinisch indiziert. Insgesamt übernahm die Suva einen Betrag von 
CHF 5'079.50 und die KPT wurde gehalten, für diese Leistungen den Beschwerdeführer schadlos 
zu halten (Franchise/Selbstbehalt). In der Folge erhoben sowohl der Beschwerdeführer (Suva-Akten 
Nr. 314) als auch die KPT (Suva-Akten Nr. 321) Einsprache.

Mit Verfügung vom 24. Juni 2020 (Suva-Akten Nr. 326) ersetzte die Suva die Verfügung vom 
5. September 2019. Sie komme für die Kosten der fachärztlichen Behandlungen der Borreliose 
sowie die medizinisch notwendige Therapie ab dem Juli 2005 auf, entsprechend einem Betrag von 
insgesamt CHF 15'859.60. Die KPT wurde gebeten, den Beschwerdeführer für diese Leistungen 
schadlos zu halten. Alle weiteren in Rechnung gestellten Behandlungen und Medikamente seien 
nicht wegen der Borreliose indiziert. Weiter erklärte sich die Suva bereit, in Zukunft die Kosten der 

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jährlichen fachärztlichen Nachkontrolle sowie die Therapien nach Indikationsstellung des Facharztes 
zu übernehmen. Beigelegt war die Kostenaufstellung der KPT, auf welcher die übernommenen Leis-
tungen rot unterstrichen waren (Suva-Akten Nr. 324). Wiederum erhoben sowohl der Beschwerde-
führer (Suva-Akten Nr. 335) als auch die KPT (Suva-Akten Nr. 338) Einsprache.

Am 20. Oktober 2021 (Suva-Akten Nr. 369) ersetzte die Suva die Verfügung vom 24. Juni 2020 
durch eine neue. Aus Kulanz werde ein zusätzlicher Betrag von CHF 3'518.65 und damit insgesamt 
ein Betrag von CHF 19'378.25 übernommen. Beigelegt war wiederum die durch die Suva bearbei-
tete Kostenaufstellung der KPT. Alle nicht übernommenen Leistungen wurden in einer Tabelle 
(Suva-Akten Nr. 367) aufgeführt und dabei jeweils begründet, weshalb die Leistungen abgelehnt 
wurden bzw. aus Kulanz zu Lasten der Suva gingen. Auch dagegen erhoben der Beschwerdeführer 
(Suva-Akten Nr. 373) und die KPT (Suva-Akten Nr. 370) Einsprache. Diese wurden mit dem hier 
streitigen Einspracheentscheid abgewiesen.

3.3. Zunächst ist erneut darauf hinzuweisen, dass im rechtskräftigen Urteil (Dossier 605 2015 69) 
des Kantonsgerichts vom 20. Januar 2017 festgehalten wurde, gemäss den drei eingeholten 
Gutachten sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Lyme-Borreliose bzw. einer Neuro-
borreliose auszugehen, welche sich beim Beschwerdeführer namentlich durch eine periphere Poly-
neuropathie auszeichne. Demgegenüber werde der Kausalzusammenhang bezüglich der Polyar-
thritis verneint (E. 3d). Die Suva verneinte deshalb zu Recht ihre Leistungspflicht in Bezug auf die 
durch die Polyarthritis verursachten Heilkosten.

Der hier streitige Einspracheentscheid ersetzte die Verfügung vom 20. Oktober 2021 und basiert auf 
den dieser beigelegten Unterlagen. Zum einen die Kostenzusammenstellung der KPT, auf welcher 
die Suva in rot markiert hatte, welche Leistungen im Rahmen der Verfügung vom 24. Juni 2020 
übernommen worden waren. Die übrigen Beträge wurden in eine Tabelle übertragen, wobei für jede 
Position angegeben wurde, zu welchen Lasten sie ging mit kürzer Begründung. Grundlage hierfür 
war die vorerwähnten Beurteilung des Suva-Arztes, in welcher explizit festgehalten wurde, dass die 
distale symmetrische Polyneuropathie mit Beschwerden an beiden Unterschenkeln und Füssen 
nach Zeckenstich zu Lasten der Suva sei (ärztliche Berichte vom 12. und 27. Februar 2018) und 
folgende Auswirkungen habe: sensible Ausfalls- und Reizerscheinungen, Beeinträchtigung der 
Gleichgewichtsfunktionen, afferente Ataxie, Schmerzen und Brennen in beiden Beinen, Waden-
krämpfe, Taubheit der Fusssohlen. Unfallfremd seien demgegenüber die rheumatoide Polyarthritis, 
Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Gelenkbeschwerden und der Bereich Angiologie (Gefässer-
krankungen).

So wurde z. B. bei diversen Positionen über einen Gesamtbetrag von CHF 3'157.25 der Kommentar 
gemacht, betroffen sei die, wie gesehen, unfallfremde Arthritis. Weiter betrafen diverse Positionen 
(Gesamtbetrag CHF 6'807.40) eine offenbar stattgefundene Psychotherapie. Leistungen aus 
psychischen Gründen waren ebenso wenig Gegenstand der Leistungstreitigkeiten mit der Suva wie 
Behandlungen wegen Gefässleiden (Angiologie; Gesamtbetrag von CHF 3'242.50). Ebenfalls offen-
sichtlich nicht zur Leistungspflicht der Suva gehören Rechnungen für eine Grippenimpfung oder für 
diverse durchgeführte bildgebende Untersuchungen (Gesamtbetrag von CHF 2'540.70). 

Mit dieser Tabelle kam die Suva ihrer Begründungspflicht nach und die Tabelle erweist sich als 
schlüssig und nachvollziehbar und es sind keine Unstimmigkeiten erkennbar. Der Beschwerdeführer 
bringt denn auch keine konkrete Kritik gegen diese Tabelle vor, sondern ist einzig der Ansicht, die 
Suva müsse generell für alle Kosten aufkommen, was indes mit Verweis auf das Urteil des Kantons-
gerichts vom 20. Januar 2017 offensichtlich nicht angeht. Zudem sind diverse Positionen, wie darge-

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stellt, eben gerade offensichtlich nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem versicherten 
Ereignis. Auch legt der Beschwerdeführer keine Arztberichte vor, welche begründen würden, 
weshalb für einzelne Posten der Sichtweise der Suva nicht gefolgt werden kann. Ebenfalls die KPT 
legte zu keinem Zeitpunkt entsprechende Dokumente vor, sondern stellte sich in ihrer Einsprache 
vom 16. November 2021 weiter auf den Standpunkt, es sei an der Suva in Wahrnehmung ihrer 
Abklärungspflicht zu prüfen, welche der über den anerkannten Betrag von CHF 19'378.25 hinausge-
henden medizinischen Leistungen mit der Lyme-Borreliose zusammenhängen und welche nicht.

Die Suva weist zu Recht darauf hin, dass, wie dargestellt, der vorleistende Zweig (KPT) an der 
Rückabwicklung der von ihm erbrachten Leistungen mitzuwirken hat. So wäre die KPT befugt 
gewesen, selber über die Frage der Rückvergütung zu verfügen. Es gehe nicht an, dass die KPT 
sämtliche bezahlten Rechnungen der Suva überwälzen möchte und von dieser bezüglich aller Posi-
tionen den Beweis verlange, sie seien unfallbedingt. Gemäss der allgemeinen Beweisregel müsse 
derjenige das Vorhandensein einer Tatsache beweisen, der daraus Rechte ableitet. Dies sei hier die 
KPT. Dem ist beizupflichten, zumal wie gesehen, diverse Positionen offensichtlich nicht den vorlie-
genden Leistungsfall betreffen. Ferner hat die Suva diverse Male darauf hingewiesen, die KPT habe 
den Beschwerdeführer für die übernommenen Leistungen schadlos zu halten (Franchise/Selbstbe-
halt). Überdies ist es von Interesse, dass die KPT gegen den hier streitigen Einspracheentscheid 
keine Beschwerde erhoben hat. Weiter ist der Beschwerdeführer erneut darauf hinzuweisen, dass 
die Suva in der vorerwähnten Tabelle schlüssig und nachvollziehbar dargestellt hat, weshalb sie 
nicht für alle Leistungen aufkommt.

Schliesslich ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass gestützt auf Art. 26 Abs. 4 Bst. a 
ATSG der Versicherte keinen Anspruch auf Verzugszinsen hat, wenn die Nachzahlung an Dritte 
erfolgt.

4.

Zusammenfassend hat die Suva zu Recht einzig Leistungen von CHF 19'378.25 übernommen. Der 
Einspracheentscheid vom 18. Februar 2022 ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

4.1. Es werden keine Gerichtskosten erhoben, da hier das Prinzip der Kostenlosigkeit des 
Verfahrens gestützt auf Art. 61 Bst. fbis ATSG in seiner Fassung seit dem 1. Januar 2021 weiter zur 
Anwendung kommt.

4.2. Der Beschwerdeführer wurde bereits im rechtskräftigen Urteil des Kantonsgerichts vom 
10. November 2021 (Suva-Akten Nr. 371) darauf hingewiesen, gestützt auf Art. 43 des kantonalen 
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1991 (VRG; SGF 150.1) könnten unleser-
liche, den Anstand verletzende oder weitschweifige Eingaben vom Gericht zurückgewiesen werden, 
verbunden mit der Auflage, sie neu abzufassen.

Auch die in diesem Verfahren eingereichte Beschwerde enthielt diverse den Anstand verletzende 
Äusserungen (z. B. "unprofessionellen Bauchgefühl-Entscheid", "Suva-Söldner", "dass die Suva (…) 
nie dazu lernte und regelmässig weitere Betrugsversuchshandlungen betrieb", "Wie ist es möglich, 
dass Juristen nicht begreifen können, dass Unfallereignisse und deren Folgen nicht vom 'Kaffeekäs-
seli' der Heilsarmee geleistet werden müssen?", "der dümmliche Versuch, einen gemachten Fehler 
zu vertuschen"), worauf der Beschwerdeführer mit Einschreiben vom 21. März 2022 hingewiesen 
wurde; ihm wurde eine Frist von 10 Tagen gesetzt, um eine korrekte, den Anstand nicht verletzende 
Beschwerdeschrift einzureichen. Weiter wurde er darauf hingewiesen, dass bei ausbleibender 

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Verbesserung die Beschwerde gestützt auf Art. 43 Abs. 2 VRG als zurückgezogen betrachtet 
werden könne.

Obwohl der Beschwerdeführer in der Folge keine verbesserte Beschwerde eingereicht hat, sondern 
ausdrücklich auf seiner Fassung beharrte, hat das Kantonsgericht ausnahmsweise darauf verzich-
tet, auf seine Beschwerde nicht einzutreten. Jedoch wurde er mit Schreiben vom 6. April 2022 expli-
zit darauf aufmerksam gemacht, das Gericht könne ihm gestützt auf Art. 44 VRG eine Ordnungs-
busse auferlegen, was ausdrücklich vorbehalten wurde.

Da die Beschwerde diverse den Anstand verletzende Äusserungen beinhaltet und diese nicht 
verbessert wurde, wird dem Beschwerdeführer gestützt auf die erwähnte Bestimmung eine 
Ordnungsbusse von CHF 300.- auferlegt.

4.3. Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschädi-
gung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. A.________ wird eine Ordnungsbusse von CHF 300.- auferlegt.

IV. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angege-
ben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grund-
sätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 11. November 2022/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: