# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b12a2d28-e955-5586-9367-8966779d2338
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-07-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.07.2009 IV 2008/48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-48_2009-07-08.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/48

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.07.2020

Entscheiddatum: 08.07.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 08.07.2009
Art. 28 Abs. 1 aIVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung). 
Beweiswert interdisziplinäres Gutachten. Röntgenbilder im Zeitpunkt der 
Begutachtung beinahe zwei Jahre alt. Bei den vorliegenden degenerativen 
Beschwerden sprechen der Verzicht auf eigene Sichtung und Befundung der 
bisherigen Röntgenbilder sowie der Verzicht auf die Anfertigung aktueller 
bildgebender Befunde gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen 
Beurteilung. Keine Abstimmung und Diskussion zwischen den Erkenntnissen 
aus der somatischen und jenen aus der psychiatrischen Untersuchung. 
Rückweisung zur neuen Begutachtung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Juli 2009, IV 2008/48).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 8. Juli 2009

in Sachen

P.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Walter Solenthaler, Obere Bahnhofstrasse 58, 

Postfach 1144, 8640 Rapperswil,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.  

A.a P.___, geboren 1954, meldete sich am 5. Oktober 2005 zum Bezug von IV-

Leistungen an. Sie erwähnte, im Bereich der Halswirbelsäule an einer Arthrose und 

Diskushernie sowie im Bereich Schultergelenke an einer Arthrose und Verkalkungen zu 

leiden. Zuletzt habe sie bis 8. November 2004 als Kontrolleurin/Mitarbeiterin Q-Support 

gearbeitet (act. G 4.47; vgl. zur beruflichen Tätigkeit auch act. G 4.38).

A.b Der behandelnde Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, diagnostizierte 

im Arztbericht vom 29. Oktober 2005 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

Cervicobrachialgie rechts bei cervikaler Diskushernie C5-C7, eine Periarthropathia 

humeroscapularis an der rechten Schulter und eine Fibromyalgie. Seit dem 

8. November 2004 bescheinigte er der Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 

Andere Tätigkeiten seien ihr nicht zumutbar. Der rechte Arm der Versicherten könne 

nicht gebraucht werden. Die Kopf- und Nackenschmerzen seien nur mit hohen 

Medikamentendosen reduzierbar (act. G 4.38.1 ff.).

A.c Die nach Zuweisung durch den Hausarzt vom 6. Juli bis 31. August 2005 

behandelnden Ärzte des Universitätsspitals Zürich, Rheumaklinik und Institut für 

Physikalische Medizin, berichteten am 8. November 2005 gegenüber der 

leistungspflichtigen Krankentaggeldversicherung, dass die Versicherte zwischen dem 

6. Juli bis 31. August 2005 zur extrakorporellen Stosswell-Therapie bei 

symptomatischer therapieresistenter PHS calcarea rechts zugewiesen worden sei. 

Über eine Arbeitsunfähigkeit sei ihnen nichts bekannt und sie hätten keine 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Sie stellten folgende Diagnosen: symptomatische 

therapieresistente PHS calcarea rechts, ein chronisches zervikospondylogenes 

Syndrom beidseits, ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom beidseits, eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

leichte knotige Fingerpolyarthrose, eine arterielle Hypertonie und eine substituierte 

Hypothyreose. Betreffend die rechte Schulter bestehe eine Einschränkung im Heben 

von Lasten sowie Überkopfarbeiten. Bezüglich der übrigen Diagnosen könnten 

aufgrund fehlender Abklärungen keine Angaben gemacht werden (act. G 4.36.5 f.).

A.d Die IV-Stelle gab am 17. Januar 2006 bei Dr. B.___ bzw. am 14. März 2007 bei dem 

AEH Zentrum für Arbeitsmedizin und Hygiene AG eine medizinische Abklärung in 

Auftrag (act. G 4.33 und 4.27).

A.e Am 8. Mai 2007 wurde die Versicherte von Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht. Im Gutachten vom 30. Juli 2007 hielt 

dieser Facharzt fest, dass sich aus psychiatrischer Sicht kein Leiden mit 

Krankheitswert ergeben habe. Für die angestammte Tätigkeit sowie andere Tätigkeiten 

bestehe aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die 

Versicherte stehe offensichtlich unter einer überdurchschnittlichen Belastung, die aber 

sowohl subjektiv als auch objektiv auf somatische Probleme zurückzuführen sei (act. 

G 4.22).

A.f Vom 21. bis 22. Mai 2007 befand sich die Versicherte zur Untersuchung im AEH 

Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG. Nebst der medizinischen 

Untersuchung wurde eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFC) 

vorgenommen. Die Gutachter stellten folgende Diagnosen: ein chronisches 

lumbospondylogenes Syndrom bds. mit/bei anamnestisch mehrsegmentalen 

degenerativen Veränderungen und sekundärer Einengung des Spinalkanals auf Höhe 

L4/L5; ein chronisches zervikospondylogenes Syndrom bds. (aktuell keine radikuläre 

Problematik); eine therapierefraktäre Periarthropathia humeroscapularis bds.; eine 

Fingerpolyarthrose; anamnestisch eine arterielle Hypertonie, Hypothyreose, Migräne-

Erkrankung und rezidivierender Fe-Mangel; Adipositas. Infolge erheblicher 

Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resultate der 

Belastbarkeitstests für die Beurteilung nur teilweise verwertbar. Es sei davon 

auszugehen, dass die Versicherte bei gutem Effort mehr leisten könne, als was sie bei 

den Leistungstests gezeigt habe. Es bestehe der Verdacht einer psychischen 

Mitbeteiligung, die ihrerseits nicht unwesentlich die Schmerzen und die 

Schmerzwahrnehmung mitpräge. In der angestammten leichten Tätigkeit (Überprüfen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

von Federn auf ihre Qualität, maximales Heben von 10 kg) bestehe weder aus 

somatischer noch psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit. Für anderweitige, 

wechselbelastende, körperlich leichte Tätigkeiten, ohne Überkopfarbeiten, sei die 

Versicherte medizinisch-theoretisch ebenfalls ganztags arbeitsfähig. Eine 

Einschränkung bestehe für Überkopfarbeiten (act. G 4.20).

A.g Die IV-Stelle stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 19. September 2007 in 

Aussicht, einen Rentenanspruch zu verneinen, da sie sowohl in ihrer bisherigen 

Tätigkeit wie auch in einer angepassten Tätigkeit über eine volle Arbeitsfähigkeit 

verfüge (act. G 4.15).

B.  

B.a Dagegen erhob die Versicherte am 22. Oktober 2007 Einwand (act. G 4.12). In der 

ergänzenden Begründung vom 29. November 2007 bringt sie vor, dass das AEH-

Gutachten nicht nachvollziehbar sei. Angesichts ihres Beschwerdebildes könne nicht 

davon ausgegangen werden, sie sei für adaptierte leichte Tätigkeiten voll arbeitsfähig. 

Sie beantragte das Einholen eines Berichts des behandelnden Dr. A.___ und allenfalls 

einer Zweitmeinung zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sowie die nochmalige 

Überprüfung der Rentenfrage (act. G 4.7).

B.b Mit Verfügung vom 6. Dezember 2007 lehnte die IV-Stelle einen Rentenanspruch 

der Versicherten ab. Das umfassende AEH-Gutachten sei aussagekräftig und 

widerspruchsfrei. In der angestammten wie auch in einer adaptierten Tätigkeit bestehe 

aus versicherungsmedizinischer Sicht nachvollziehbar eine volle Arbeitsfähigkeit (act. 

G 4.5).

C.  

C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 22. Januar 2008. Die 

Beschwerdeführerin beantragt darin unter Kosten- und Entschädigungsfolge deren 

Aufhebung und die Rückweisung der Sache zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen 

und Einholung ergänzender Arztberichte. Sie bringt vor, dass die gestellten Diagnosen 

auf schwere degenerative Abnützungen hinweisen würden. Dr. A.___ habe in seinem 

Arztbericht vom 29. Oktober 2005 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt. Bei den 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

eingetretenen schweren degenerativen Veränderungen könne auch bei leichten 

wechselbelastenden Tätigkeiten unter keinen Umständen eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit gegeben sein. Das AEH-Gutachten sei mit einem schweren Mangel 

behaftet, da den Experten keine Röntgenbefunde vorgelegen hätten. Die letzten 

Röntgenbilder würden aus dem Jahre 2005 stammen. Von den AEH-Gutachtern seien 

keine neuen Röntgenaufnahmen von der Wirbelsäule, den Schultern, Händen und dem 

Nacken gemacht worden, obwohl solche Aufnahmen zu einer objektiven und 

schlüssigen Beurteilung unbedingt erforderlich seien. Die RAD-Stellungnahme vom 

6. September 2007, wonach das AEH-Gutachten ausführlich, in sich widerspruchsfrei, 

konsistent und nachvollziehbar sei, müsse als höchst fragwürdig bezeichnet werden. 

Die von den AEH-Experten erhobenen Diagnosen würden die schweren degenerativen 

Veränderungen und die teils chronifizierten Schmerzzustände bestätigen. Unter 

Mitberücksichtigung der Medikamenteneinnahme müsse man insgesamt zum Schluss 

gelangen, dass auch bei adaptierten leichten Arbeiten eine volle Arbeitsfähigkeit nicht 

vorhanden sein könne. Ferner rügt sie, dass die Beschwerdegegnerin bei der 

Bestimmung des Invalideneinkommens keinen Leidensabzug vorgenommen habe (act. 

G 1).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 16. April 2008 

die Beschwerdeabweisung. Zur Begründung gibt sie an, dass das AEH-Gutachten 

beweistauglich sei. Was von Seiten der Beschwerdeführerin dagegen vorgebracht 

werde, vermöge nicht zu überzeugen. Radiologische Aufnahmen bedürften der 

fachkundigen Interpretation. Daher sei es durchaus üblich, dass sich Ärzte am Bericht 

des Radiologen und nicht an den Bildern selbst orientierten. Da sich weder aus den 

Akten noch aus den Schilderungen der Beschwerdeführerin eine wesentliche 

Veränderung seit der letzten radiologischen Untersuchung ergeben habe, sei es 

vertretbar gewesen, keine neuen Bilder anfertigen zu lassen. Denn bei stabilem 

Beschwerdebild und unverändertem klinischem Befund könne auf ältere Aufnahmen 

abgestellt werden. Diese Voraussetzungen seien hier erfüllt. Ausserdem liege, wie die 

Gutachter zutreffend betonten, das zentrale Gewicht ohnehin auf der klinischen 

Untersuchung und auf den Resultaten der EFL. Aus der Diskrepanz zur Einschätzung 

des Hausarztes könne weder auf eine Befangenheit der Gutachter noch auf deren 

unzutreffendes Urteil geschlossen werden. Die Rüge, es sei nicht einmal ein 

Leidensabzug vorgenommen worden, gehe schon deshalb ins Leere, weil sich ein IV-

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

rechtlich relevanter Invaliditätsgrad nicht allein aus dem Leidensabzug herleiten lasse 

(act. G 4).

C.c Mit der Replik vom 7. Juli 2008 reicht die Beschwerdeführerin einen Bericht von 

Dr. A.___ vom 2. Juli 2008 ein (act. G 10.1). Darin werde festgehalten, dass sich ihr 

Zustand seit 29. Oktober 2005 deutlich verschlechtert habe. Nun seien zwei weitere 

Diagnosen (Fibromyalgie und koronare Herzkrankheit) hinzugekommen, denen grosser 

Krankheitswert beizumessen sei. Nach wie vor bescheinige Dr. A.___ auch für leichte 

adaptierte Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Er empfehle eine erneute 

Begutachtung. Ferner wiederholt sie die Rüge, dass eine objektive und realistische 

Beurteilung ohne Vorliegen von Röntgenbildern kaum möglich sei, und bringt gegen 

den RAD-Arzt (Facharzt FMH für Allgemeinmedizin), der das AEH-Gutachten in der 

Stellungnahme vom 7. September 2007 würdigte (act. G 4.19), vor, es fehle ihm die 

hierfür erforderliche fachärztliche Qualifikation (act. G 10).

C.d In der Duplik vom 3. September 2008 wendet die Beschwerdegegnerin gegen den 

mit der Replik eingereichten Bericht von Dr. A.___ ein, dass die Diagnose einer 

Fibromyalgie bereits im Oktober 2005 gestellt worden sei. Neu sei allenfalls, dass 

dieser jetzt nur noch einen Verdacht auf eine Fibromyalgie äussere. Zudem habe sich 

das AEH eingehend mit dieser Problematik auseinandergesetzt und festgestellt, es 

liege ein sekundär generalisiertes Schmerzsyndrom vor, das von Dr. A.___ als 

Fibromyalgie bezeichnet worden sei. Die neu gestellte Diagnose einer koronaren 

Herzkrankheit lasse, wie in der RAD-Stellungnahme vom 2. September 2008 

überzeugend dargestellt werde (act. G 12.1), nur in seltenen Fällen eine namhafte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erwarten. Es könne davon ausgegangen werden, 

dass Dr. A.___ die Diagnose klarer gestellt und namentlich auch den 

Klassifikationsgrad nach NYHA genannt hätte, wenn das Leiden schon ein erhebliches 

Ausmass angenommen hätte. Es bestehe also weder ein Beleg für eine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit, noch ein Anlass, weitere Abklärungen einzuleiten. Bezüglich der 

Vorbringen gegen den RAD-Arzt sei zu betonen, dass der Arzt als Allgemeinmediziner 

über ein sehr breit abgestütztes Wissen verfüge und somit in idealer Weise geeignet 

sei, einen Fall gesamtheitlich zu würdigen. Nur der Umstand, dass der behandelnde 

Dr. A.___ einen Sachverhalt anders würdige als die Gutachter, rechtfertige keine 

Neubeurteilung (act. G 12).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen:

1.   

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Rentenleistungen.

2.  Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, 

dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der 

zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 

467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 

6. Dezember 2007 ergangen (act. G 4.5), weshalb für den vorliegend zu beurteilenden 

Fall die bis 31. Dezember 2007 gültigen Bestimmungen Anwendung finden.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit 

ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7a ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 aIVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Das 

Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, 

ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Leistungsanspruchs gestatten.

2.4 Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

oder internen Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 ff. E. 3b/bb und 3b/ee). Dies ist 

etwa dann der Fall, wenn das Gutachten widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht 

eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu anderen Schlussfolgerungen 

gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn 

gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig 

genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es 

die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne 

Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen 

zieht (BGE 125 V E. 3b/aa mit Hinweisen).

3.   

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 6. 

Dezember 2007 auf das Gutachten der AEH vom 5. September 2007 (act. G 4.20) und 

das von Dr. C.___ erstellte psychiatrische Gutachten vom 30. Juli 2007 (act. G 4.22), 

worin die Gutachter medizinisch-theoretisch von einer vollen Arbeitsfähigkeit sowohl in 

der angestammten Tätigkeit sowie für adaptierte Tätigkeiten ausgingen. Die 

Beschwerdeführerin bringt dagegen verschiedene Mängel vor und stellt sich auf den 

Standpunkt, dass die im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten nicht 

beweistauglich seien (act. G 1). Zu prüfen ist deshalb deren Beweistauglichkeit.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.1 In formeller Hinsicht ist vorab festzustellen, dass die psychiatrische Untersuchung 

der Beschwerdeführerin am 8. Mai 2007 (act. G 4.22.2) vor der somatischen 

Exploration vom 21. und 22. Mai 2007 (act. G 4.20.1) stattgefunden hat und das 

psychiatrische Gutachten vom 30. Juli 2007 keinen Bezug zur somatischen AEH-

Beurteilung nimmt. Angesichts dessen, dass gerade bei der Beurteilung 

psychosomatischer Krankheitsbilder die somatische Beurteilung regelmässig vor der 

psychiatrischen Befunderhebung zu erfolgen hat, da letztere auf eine valide somatische 

Befunderhebung angewiesen ist (vgl. Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für 

Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psychischer Störungen, in: 

Schweizerische Ärztezeitung, 2004;85: Nr. 20, S. 1050, Download unter [abgerufen am 

13. Juli 2009]: http://www.saez.ch/pdf/2004/2004-20/2004-20-1274.PDF neues 

Fenster), erscheint dieses Vorgehen zumindest als fragwürdig, zumal seit dem 8. 

November 2005 keine medizinischen Unterlagen mehr vorlagen. Weiter fällt auf, dass 

eine würdigende Gesamtbeurteilung im AEH-Gutachten nicht vorgenommen wurde. So 

gab Dr. C.___ im psychiatrischen Gutachten an, bei der Beschwerdeführerin bestünde 

keine familiäre Belastung bezüglich psychiatrischen Erkrankungen und ihre 

Persönlichkeitsentwicklung deute auf keinen Fall auf eine gravierende neurotische 

Fehlentwicklung hin. Trotz Frusterfahrung betreffend ihre Weiterbildungswünsche in 

der Jugend sei es ihr gelungen, eine eigene Familie zu gründen, und sie sei ihren 

sozialen Kompetenzen sogar auch im Rahmen der Doppelbelastung über Jahre ohne 

psychische Probleme gewachsen gewesen. Die gegenwärtigen gesundheitlichen 

Probleme lägen auf keinen Fall auf psychischer Ebene, im Bericht von Dr. med. D.___ 

vom 18. Juni 2005 seien Hinweise auf ein gesteigertes Schmerzverhalten sogar 

ausgeschlossen worden. Es liessen sich weder gravierende psychische Konflikte noch 

psychopathologische Merkmale feststellen. Die Beschwerdeführerin stehe 

offensichtlich unter einer überdurchschnittlichen Belastung, die aber sowohl subjektiv 

als auch objektiv auf somatische Probleme zurückzuführen sei (act. G 4.22.6 f.). In 

Widerspruch hierzu bemerkten die AEH-Gutachter Anzeichen für eine Depression 

(hängende Augenlider, act. G 4.20.5) und äusserten somatisch-klinisch den Verdacht 

einer psychischen Mitbeteiligung, die ihrerseits wesentlich die Schmerzen bzw. 

Schmerzwahrnehmung mitprägen dürfte (act. G 4.20.6). Angesichts dieser 

gegensätzlichen Feststellungen ist zu beanstanden, dass im Gutachten keine 

erkennbare bzw. nachvollziehbare Abstimmung und Diskussion zwischen den 

http://www.saez.ch/pdf/2004/2004-20/2004-20-1274.PDF
http://www.saez.ch/pdf/2004/2004-20/2004-20-1274.PDF

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erkenntnissen aus der somatischen und jenen aus der psychiatrischen Untersuchung 

stattgefunden haben. Daran ändert nichts, dass die im AEH-Gutachten enthaltene 

Beurteilung von Dr. C.___ mitunterzeichnet wurde (act. G 4.20.7 f.).

3.2 Die Beschwerdeführerin bringt gegen das AEH-Gutachten vor, dass den Experten 

weder die bisherigen Röntgenbilder vorgelegen hätten noch aktuelle bildgebende 

Befunde erstellt worden seien (act. G 1)

3.2.1 Die Beschwerdegegnerin weist zur Beurteilung dieser Rüge zu Recht auf die 

Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie zur Begutachtung 

rheumatologischer Krankheiten und Unfallfolgen (publiziert in der Schweizerischen 

Ärztezeitung 2007;88: 17, S. 736 ff., Download unter [abgerufen am 13. Juli 2009]: 

http://www.saez.ch/pdf_d/2007/2007-17/2007-17-188.PDF neues Fenster; 

nachfolgend: rheumatologische Leitlinien) hin (act. G 4). Diese halten fest, dass die 

konventionelle Röntgenaufnahme als Standarduntersuchung gilt. In der Regel werden 

Untersuchungen der zur Diskussion stehenden Regionen wiederholt, falls die zur 

Verfügung stehenden Bilder älter als sechs Monate sind. Bei stabilem Beschwerdebild 

und (gemäss Akten) unverändertem klinischem Befund reichen auch ältere 

konventionelle Aufnahmen aus (rheumatologische Leitlinien, S. 738). Ferner geht die 

medizinische Fachliteratur davon aus, dass Röntgenbilder den Gutachtern vorzuliegen 

haben und von ihnen selbst zu sichten und befunden sind. Dies vor allem deshalb, weil 

dem Radiologen unter Umständen Einzelheiten entgangen sein könnten, die dem 

versierten Kliniker vertraut sind (vgl. H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 

3. Auflage, 1994, S. 100; J. Meine, Die ärztliche Unfallbegutachtung in der Schweiz - 

Erfüllt sie die heutigen Qualitätsanforderungen, in: Swiss Surg 1998; 4: 55).

3.2.2 Gemäss Aktenlage liegen bildgebende Befunde (Röntgen und Sonographie), 

namentlich der rechten Schulter, von Juni und Juli 2005 vor. Die AEH-Experten gaben 

in der Untersuchung und Beurteilung an, dass ihnen das Röntgendossier bei der 

Untersuchung nicht vorgelegen habe (act. G 4.20.4 und G 4.20.6). Gestützt auf diese 

Aussagen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass den AEH-

Experten die bisher erstellten bildgebenden Befunde nicht vorgelegen haben. Daran 

ändert nichts, dass auf der ersten Seite des Gutachtens - deren Inhalt den Charakter 

eines Begleitschreibens aufweist -, angegeben wird, dass sich die Beurteilung u.a. auf 

http://www.saez.ch/pdf_d/2007/2007-17/2007-17-188.PDF

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die überlassenen Röntgenbilder stütze (act. G 4.20.1), zumal deren Vorliegen im 

gesamten Gutachten keinen Niederschlag gefunden hat und klar im Widerspruch zu 

den anderslautenden gutachterlichen Angaben steht. Die AEH-Experten begründeten 

ihr Vorgehen wie folgt: "Die Röntgenaufnahmen sind jedoch in den Unterlagen gut 

beschrieben und ändern grundsätzlich die Beurteilung der funktionellen 

Leistungsfähigkeit, welche sich im Wesentlichen hier auf die klinische Untersuchung 

und die Resultate der EFL-Testung stützt" (wohl eher: …stützt, nichts"). Mit Blick auf 

die klaren Forderungen der medizinischen Fachliteratur (vgl. vorstehende E. 3.2.1), die 

eher kurz gehaltene Umschreibung der bildgebenden Befunde in den Vorakten (act. 

G 4.38.7 und G 4.38.9), die durch schlechte Konsistenz gezeichnete EFL (vgl. act. 

G 4.20.9) und die Schmerzäusserungen der Beschwerdeführerin bei der klinischen 

Untersuchung (act. G 4.20.4) weckt der Verzicht auf das Sichten und Befunden der 

bisherigen bildgebenden Befunde Zweifel an der Zuverlässigkeit des AEH-Gutachtens. 

Dies umso mehr, als der in den Vorakten enthaltene Beschrieb der bildgebenden 

Befunde im Gutachten keinen hinreichenden - nicht einmal unter dem Kapitel 

"Röntgenbefunde" - Niederschlag gefunden hat.

3.2.3 Im Zeitpunkt der AEH-Begutachtung (21. und 22. Mai 2007) waren die bisher 

erhobenen bildgebenden Befunde vom Juni und Juli 2005 (act. G 4.38.7 und G 4.38.9) 

beinahe zwei Jahre alt. Die AEH-Experten hielten in ihrem Gutachten fest, 

Verlaufsunterlagen seit dem ambulanten Behandlungsbericht vom 23. September 2005 

der Rheumaklinik des Universitätsspitals Zürich würden fehlen (act. G 4.20.2), sprachen 

von "anamnestisch bekannten radiologischen Veränderungen" und erwähnten in der 

Diagnose anamnestisch mehrsegmentale degenerative Veränderungen (act. G 4.20.6; 

vgl. zu den mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen bereits den Bericht von 

Dr. D.___ vom 10. Juni 2005, act. G 4.38.6). Die Beschwerdeführerin leidet aus 

somatischer Sicht neben dem chronischen beidseitigen lumbo- und 

zervikospondylogenden Syndrom unbestritten auch an einer Periarthropathia 

humeroscapularis, mithin an einer degenerativen Krankheit, die zu einer schmerzhaften 

Bewegungseinschränkung führt (Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 260. Auflage, 

2004, S. 1389; vgl. auch den Bericht von Dr. A.___ vom 2. Juli 2008, worin er 

diesbezüglich seit Ende Oktober 2005 deutlich von progredienten degenerativen 

Erkrankungen spricht, act. G 10.1). Unter diesen Umständen ist der Verzicht auf das 

Anfertigen aktueller bildgebender Befunde mit der Beschwerdeführerin als Mangel am 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

AEH-Gutachten zu bezeichnen. Auch die Tatsache, dass sich die AEH-Gutachter in 

ihrer Diagnose weitgehend auf "anamnestische" Erkenntnisse stützen (vgl. act. 

G 4.20.6), weist angesichts der im Begutachtungszeitpunkt lange zurückliegenden 

Vorakten auf ungenügende eigene Untersuchungen hin.

3.3 Gegen das AEH-Gutachten spricht weiter, dass die Vorakten nicht genügend 

berücksichtigt wurden und eine Auseinandersetzung mit abweichenden medizinischen 

Akten fehlt. Insbesondere erwähnen die Gutachter zwar den Bericht von Dr. A.___ vom 

29. Oktober 2005, legen aber nicht dar, inwiefern die damals attestierte 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten sowie in adaptierten Tätigkeiten nicht oder 

nicht mehr zutreffend war. Sie berücksichtigten auch nicht dessen Aussage, dass der 

rechte Arm der Beschwerdeführerin nicht mehr gebraucht werden könne (act. 

G 4.38.4). Ferner setzten sie sich bei der Beurteilung des Schmerzverhaltens 

(Selbstlimitierung infolge Schmerz, keine objektiven Beobachtungen zu den Schmerzen 

gemacht; act. G 4.20.10) nicht mit den abweichenden medizinischen Stellungnahmen 

auseinander ("an den angegebenen Beschwerden bestehen keine Zweifel" gemäss der 

Rheumaklinik des Universitätsspitals Zürich, act. G 4.36.6; "sehr schmerzhafte 

Impingement-Symptomatik", "Hinweise für ein gesteigertes Schmerzverhalten fehlen" 

gemäss Beurteilung Dr. D.___, act. G 4.38.7).

3.4 Rechtsprechungsgemäss kommt einem Gutachten oder anderen medizinischen 

Beurteilungen schon dann kein voller Beweiswert zu, wenn – wie im vorliegenden Fall – 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen; es muss nicht feststehen, dass die 

medizinischen Beurteilungen effektiv nicht den Tatsachen entsprechen, was nicht mit 

medizinischen Fachpersonen besetzte Behörden oft nicht beurteilen können. Aufgrund 

der vorliegenden Mängel kann auf das Gutachten vom 5. September 2007 nicht 

abgestellt werden. Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zur erneuten 

Begutachtung zurückzuweisen.

4.   

4.1 In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 6. Dezember 

2007 aufzuheben und die Sache ist zur weiteren Abklärung und zur neuen Verfügung 

im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt vollumfänglich. Sie hat 

deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.

4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- 

bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtete auf das 

Einreichen einer Kostennote. Im vorliegenden Fall erscheint eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 6. Dezember 

2007 aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung und zur neuen Verfügung 

im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

bis

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 08.07.2009
	Art. 28 Abs. 1 aIVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung). Beweiswert interdisziplinäres Gutachten. Röntgenbilder im Zeitpunkt der Begutachtung beinahe zwei Jahre alt. Bei den vorliegenden degenerativen Beschwerden sprechen der Verzicht auf eigene Sichtung und Befundung der bisherigen Röntgenbilder sowie der Verzicht auf die Anfertigung aktueller bildgebender Befunde gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilung. Keine Abstimmung und Diskussion zwischen den Erkenntnissen aus der somatischen und jenen aus der psychiatrischen Untersuchung. Rückweisung zur neuen Begutachtung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Juli 2009, IV 2008/48).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte