# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99eae06e-8123-56e8-8cad-31b832a3443d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.08.2010 E-5829/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5829-2010_2010-08-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5829/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 12. August 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5829/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Ende März 2010 auf dem Seeweg verliess und über ihm unbekannte 
Transitländer  am  13.  April  2010  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er 
gleichentags um Asyl nachgesuchte,

dass er  zu seinem Asylgesuch am 11. Mai  2010 im Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum  Vallorbe  und  am  5.  August  2010  vom  BFM  er-
gänzend angehört wurde,

dass bezüglich  des geltend gemachten Sachverhaltes  auf  die Akten 
und  die  entsprechenden  Ausführungen  in  der  angefochtenen  Ver-
fügung verwiesen werden kann,

dass das BFM mit Verfügung vom 12. August 2010 in Anwendung von 
Art. 32  Abs. 2  Bst. a  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe innerhalb  der  eingeräumten Frist  von 48 Stunden keine Reise- 
oder  Identitätspapiere  abgegeben  und  dafür  keine  entschuldbaren 
Gründe angegeben,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nach  Art.  3 
und Art. 7 AsylG nicht erfülle,

dass  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Ak-
tenlage nicht erforderlich seien,

dass daher auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei, da weder die im Heimatland des Beschwerdeführers herrschende 
politische Situation noch andere Gründe dagegen sprechen würden,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 17. August 2010 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und in materieller  Hinsicht  beantragt,  die Verfügung 

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des  BFM  sei  aufzuheben,  es  sei  die  Flüchtlingseigenschaft  anzu-
erkennen und Asyl zu gewähren, es sei festzustellen, dass der Weg-
weisungsvollzug unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei und es sei 
die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege, um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes 
und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht,

dass  im  Weiteren  darum  ersucht  wird,  die  aufschiebende  Wirkung 
wiederherzustellen, 

dass die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontakt -
aufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaates sowie 
jegliche Datenweitergabe an diese Staaten zu unterlassen,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  in 
einer separaten Verfügung zu informieren sei,

dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerde,  soweit  entscheidwesent-
lich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 19. August 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsver-
fahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021])  des 
BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d 
Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist,  so  dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  ein-
gereichte  Beschwerde,  unter  Vorbehalt  der  nachstehenden  Er-

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wägungen, einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG sowie Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  -  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (Ent-
scheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren,  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides,  auch die Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs ma-
teriell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass  auf  die  Anträge  bezüglich  der  Gewährung  von  Asyl  und  der 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde nicht 
einzutreten ist, da sie nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens 
bilden,

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dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art.  111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art.  32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
sich auf  Grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  ein  Reisepapier  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  zur 
Einreise in den Heimatstat oder in andere Staaten berechtigt, während 
unter einem Identitätspapier ein Ausweis zu verstehen ist, der haupt-
sächlich  zwecks  des  Identitätsbeweises  von  den  heimatlichen  Be-
hörden ausgestellt wird (BVGE 2007/7 E. 6),

dass der Beschwerdeführer kein solches Identitätsdokument innert der 
Frist  von  48 Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuchs  vorweisen 
konnte,

dass er keine entschuldbaren Gründe für die Nichtabgabe eines sol-
chen beweistauglichen Identitätsdokuments glaubhaft zu machen ver-
mochte (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG; BVGE 2007/8 E. 3.2),  da seine 
Erklärung,  er  habe nie solche Papiere  besessen,  auch sei  sein Ge-
burtsschein verloren gegangen (Akten BFM A1/11 S. 4/5), und er sei, 
ohne jemals  kontrolliert  worden zu sein,  von Nigeria in  die  Schweiz 
gereist, als stereoty-pes Vorbringen zu qualifizieren ist,

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dass vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen in der angefoch-
tenen Verfügung verwiesen werden kann und der Beschwerdeführer in 
der Rechtsmitteleingabe auch nicht nur ansatzweise etwas vorzubrin-
gen vermag, das gegen die Erkenntnisse des BFM sprechen würde,

dass aufgrund der Aktenlage geschlossen werden kann, dass der Be-
schwerdeführer seine Identität nicht belegen und eine all fällige Rück-
kehr in seinen Heimatstaat erschweren will, um den Aufenthalt in der 
Schweiz zu verlängern (BVGE 2010/2 E. 5),

dass  das  blosse  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  in  der  Rechts-
mitteleingabe, er brauche mehr Zeit, um die Dokumente zu besorgen 
und  werde  seine  Geburtsurkunde  nachreichen,  an  dieser  Ein-
schätzung nichts zu ändern vermag,

dass,  wie  nachfolgend aufgezeigt  wird,  aufgrund  der  Aktenlage,  wie 
sie sich nach der Direktanhörung vom 5. August 2010 präsentierte, un-
ter  Verzicht  auf  zusätzliche tatbeständliche oder rechtliche Abklärun-
gen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezo-
gen  werden  konnte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingsei-
genschaft  offenkundig  nicht,  und ebenso offenkundig stünden einem 
Vollzug der Wegweisung keine Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 
Bst. b und c AsylG; BVGE 2007/8 E. 5.5 f.),

dass das BFM in  der  angefochtenen Verfügung zu Recht  feststellte, 
der  Beschwerdeführer  mache  als  Ausreisegrund  Übergriffe  durch 
private Drittpersonen geltend,

dass Behelligungen durch private Dritte nur dann asylrechtlich relevant 
sein  können,  wenn  kein  staatlicher  Schutz  vor  nichtstaatlicher  Ver-
folgung erhältlich ist (EMARK 2006 Nr. 18 E. 10.3),

dass das BFM in  der  angefochtenen Verfügung zu Recht  feststellte, 
der Beschwerdeführer sei schon gar nicht darum bemüht gewesen, in 
seinem Heimatstaat die Unterstützung staatlicher Organe in Anspruch 
zu  nehmen  und  er  habe  es  somit  unterlassen,  dem nigerianischen 
Staat  die  Möglichkeit  zu  gewähren,  seiner  Schutzfähigkeit  und 
Schuztpflicht nachzukommen,

dass  das  BFM  zudem  richtigerweise  ausführte,  aufgrund  der  Aus-
sagen  des  Beschwerdeführers  habe  die  Polizei  im  Zusammenhang 
des  von  ihm  geltend  gemachten  Sachverhaltes  Ermittlungen  auf-

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genommen und somit sei der Schutzwille der nigerianischen Behörden 
gegeben,

dass ergänzend zu den Erwägungen des BFM in der angefochtenen 
Verfügung festzustellen ist, dass die Schilderungen des Beschwerde-
führers  bezüglich  der  geltend  gemachten  Asylbegründung  be-
rechtigterweise  den  Eindruck  einer  Nacherzählung  von  Medienbe-
richten vermitteln,

dass zudem wesentliche Elemente des vom Beschwerdeführer geltend 
gemachten Sachverhaltes nicht den Tatsachen entsprechen,

dass  etwa die  Entführung  des  Vaters  des  ehemaligen  Direktors  der 
Zentralbank  Nigerias,  nicht  wie  vom Beschwerdeführer  beschrieben, 
im Dezember 2009 (A25/15 F76-F80), sondern gemäss öffentlich zu-
gänglichen Quellen im Oktober 2009 stattgefunden hat,

dass  der  Beschwerdeführer  nicht  glaubhaft  machen  kann,  er  sei 
persönlich in angeblich von Chris Uba, Chef der Peoples Democratic 
Party  (PDP)  des  Anambra  State,  inszenierte  Entführungsaffären  in-
volviert gewesen, 

dass demnach dem Beschwerdeführer, nicht wie von ihm geltend ge-
macht,  offenkundig  keine  Nachstellungen  durch  Chris  Uba  drohen 
können  und  der  Begründung  des  vorliegenden  Asylsgesuches  die 
Grundlage entzogen bleibt,

dass demnach die Vorbringen des Beschwerdeführers in der Rechts-
mitteleingabe,  Chris  Uba  beherrsche  die  Polizei  in  Nigeria,  wichtige 
Behörden(mitglieder) seien seine Freunde und seine Leute würden ihn 
umbringen,  wenn  sie  ihn  sehen  würden,  unbehelflich  erscheinen 
müssen  und  die  vorgetragene  Befürchtung  in  Berücksichtigung  der 
Aktenlage unbegründet ist,

dass das BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 

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solchen  besteht  (EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  der  gleiche  Beweis-
standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, dass heisst, sie sind 
zu  beweisen,  wenn  der  strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls 
wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Ueber-
sax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht,  2. Aufl.,  Basel 
2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK, 

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SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass auch diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen in der an-
gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, und der Beschwerde-
führer  in  der  Rechtsmitteleingabe  in  entscheidwesentlicher  Hinsicht 
nichts Stichhaltiges zu entgegnen hat,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach 
Nigeria schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass auf die Anträge bezüglich der Untersagung der Kontaktaufnahme 
mit  dem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  und  der  Weiterleitung  sowie 
allenfalls  bereits  erfolgter  Übermittlung  von  Daten  an  diese  Staaten 
nach Ergang des vorliegenden Urteils nicht weiter einzugehen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  die  Gesuche  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
und  Beiordnung  eines  unentgeltlichen  Rechtsbeistandes  gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ungeachtet der Frage der Bedürftigkeit des 
Beschwerdeführers  abzuweisen  sind,  da  die  Beschwerdebegehren 
nach dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind,

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dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.  – 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG),

dass das Gesuch um Verzicht der Erhebung eines Kostenvorschusses 
mit vorliegendem Urteil gegenstandslos ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um 
Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes werden abgewie-
sen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  die  zu-
ständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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