# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a1908e01-0e09-5bf2-b7da-cd1692cb6a32
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.11.2010 D-7497/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7497-2010_2010-11-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7497/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Libyen,
vertreten durch Remo Gilomen, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Ver-
fügung des BFM vom 14. Oktober 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7497/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer, ein aus B._______ stammender libyscher 
Staatsangehöriger arabischer Volkszugehörigkeit mit letztem Wohnsitz 
in  B._______,  am  24. Februar  2010  ein  erstes  Asylgesuch  in  der 
Schweiz einreichte, das vom BFM am 7. Mai 2010 mit der Begründung 
abgewiesen  wurde,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  würden 
weder den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  noch den-
jenigen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG standhalten,

dass  gleichzeitig  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der 
Schweiz sowie der Vollzug angeordnet wurde,

dass diese Verfügung am 10. Juni 2010 unangefochten in Rechtskraft 
erwuchs und das C._______ den Beschwerdeführer mit  an das BFM 
gerichtetem Schreiben vom 24. Juni 2010 als seit dem 26. Mai 2010 
unkontrolliert abgereist meldete,

dass  der  Beschwerdeführer  am  4.  Oktober  2010  im  D._______  ein 
zweites  Asylgesuch  einreichte,  dort  am  12.  Oktober  2010  befragt 
wurde  und  zur  Begründung  seines  neuerlichen  Gesuchs  im 
Wesentlichen  die  gleichen  Gründe  wie  in  seinem  ersten  Gesuch 
anführte und ergänzend angab, er könne nirgendwo hingehen und in 
keinem anderen Land ein Asylgesuch stellen, weshalb er dies erneut 
in der Schweiz getan habe,

dass er in seiner Heimat noch immer von der Polizei gesucht werde, 
weshalb er nicht nach Libyen zurückkehren könne,

dass er sich ferner nach Abschluss des ersten Verfahrens immer in der 
Schweiz an verschiedenen Orten aufgehalten habe und nicht in seine 
Heimat zurückgekehrt sei,

dass er überdies gegen das herrschende Regime in Libyen sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 14. Oktober 2010 – gleichentags er-
öffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das zweite 
Asylgesuch nicht  eintrat,  die  Wegweisung aus  der  Schweiz  verfügte 
und den Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  das  am 
24. Februar 2010 eingeleitete Asylverfahren sei seit dem 10. Juni 2010 
rechtskräftig abgeschlossen und es würden sich aus den Akten keine 
Hinweise  ergeben,  dass  in  der  Zwischenzeit  Ereignisse  eingetreten 
seien,  die  geeignet  seien,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen, 
oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant seien,

dass der  Beschwerdeführer  geltend gemacht  habe,  sich  ununterbro-
chen in der Schweiz aufgehalten und die gleichen Gründe wie in sei -
nem ersten Asylverfahren zu haben,

dass er zudem vorgebracht habe, in Libyen keine Zukunft zu haben,

dass angesichts dieser Vorbringen insgesamt keine Gründe vorlägen, 
dass  in  der  Zwischenzeit  Ereignisse eingetreten  seien,  die  geeignet 
seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Oktober 2010 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und beantragte, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und 
er sei vorläufig in der Schweiz aufzunehmen, eventualiter sei der Ent -
scheid aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen,  und  in  formeller  Hinsicht  ersuchte,  die  Vollzugsbehörden 
des Kantons E._______ seien anzuweisen,  bis  zum Urteil  des Bun-
desverwaltungsgerichts  von Vollzugsmassnahmen abzusehen,  es  sei 
ihm die unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 
2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren sowie eventualiter auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,

dass ihm ferner Einsicht  in sämtliche relevanten Akten zu gewähren 
sei  unter  Fristansetzung  zur  Einreichung  einer  ergänzenden  Be-
schwerdebegründung,

dass die  vorinstanzlichen Akten am 21. sowie am 25. Oktober  2010 
beim Bundesverwaltungsgericht eingingen,

dass  mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 
25. Oktober 2010 dem Beschwerdeführer mitgeteilt wurde, dass er den 
Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten könne,

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dass die Vorinstanz aufgefordert  wurde,  dem Beschwerdeführer Ein-
sicht in die entscheidwesentlichen Akten des ersten Asylverfahrens zu 
gewähren und anschliessend eine Kopie der Verfügung über die Ak-
tenzustellung  an  das  Bundesverwaltungsgericht  zu  senden,  zumal 
dem Beschwerdeführer bislang offensichtlich nur die Akten des zwei -
ten Asylverfahrens ediert worden seien,

dass dem Beschwerdeführer  Gelegenheit  eingeräumt wurde,  bis  am 
9. November  2010  eine  ergänzende  Beschwerdebegründung  einzu-
reichen, wobei im Unterlassungsfall aufgrund der bestehenden Akten-
lage zu entscheiden sei,

dass festgelegt wurde,  über die Gesuche um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG sowie 
über einen allfälligen Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses werde nach Ablauf der im Dispositiv genannten Frist befunden,

dass der Beschwerdeführer  mit Verfügung des BFM vom 27. Oktober 
2010  für  den  Aufenthalt  während  des  Asylverfahrens  dem  Kanton 
E._______ zugewiesen wurde,

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 28. Oktober 2010 Aktenein-
sicht  gewährte  und  dem Bundesverwaltungsgericht  gleichentags  per 
Fax eine Kopie der Verfügung über die Aktenzustellung übermittelte,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. November 2010 eine 
ergänzende Beschwerdebegründung ins Recht legte,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyl endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwer -
de – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist 

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(Art. 108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 105  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG und 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass die Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung hat 
und eine solche vom BFM denn auch nicht entzogen wurde, weshalb 
mangels  Rechtsschutzinteresses  auf  den  Antrag,  die  Vollzugsbehör-
den  des  Kantons  E._______  seien  anzuweisen,  bis  zum Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  von  Vollzugsmassnahmen  abzusehen, 
nicht einzutreten ist,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass demgegenüber die Frage der Zuerkennung der Flüchtlingseigen-
schaft und der Gewährung von Asyl nicht Gegenstand des angefochte-
nen Nichteintretensentscheides bildet,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat zurückgekehrt sind,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn es Hin-
weise auf zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse gibt,  die geeignet 
sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewäh-
rung  vorübergehenden  Schutzes  relevant  sind  (Art. 32  Abs. 2  Bst. e 
AsylG),

dass  die  vom Beschwerdeführer  im  vorangegangenen Asylverfahren 
geltend gemachten Vorbringen von der Vorinstanz in ihrem Entscheid 
vom 7. Mai 2010 geprüft und sowohl als unglaubhaft als auch als asyl-
irrelevant qualifiziert wurden,

dass der  vorinstanzliche Entscheid  unangefochten in  Rechtskraft  er-
wuchs,

dass unbestritten ist,  dass der Beschwerdeführer in der Schweiz be-
reits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat,

dass er sich in  seinem neuerlichen Asylgesuch im Wesentlichen auf 
seine bereits im Rahmen des ersten Asylgesuches angeführten Prob-
leme stützt und anführt,  die libysche Polizei suche noch immer nach 
seiner Person,

dass er auf Beschwerdeebene anführt, es würden sich Anhaltspunkte 
dafür ergeben, dass er im Falle einer Ausschaffung nach Libyen mit 
beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3  der Konvention vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten (EMRK, SR 0.101) verbotenen Strafe oder Behandlung ausge-
setzt wäre, zumal er bereits vor seiner Ausreise aus Libyen einer er-
heblichen Gefahr ausgesetzt gewesen sei, in ein Gefängnis deportiert 
und dort gefoltert zu werden,

dass es nämlich in Libyen unabhängig von der politischen Gesinnung 
des Einzelnen zu Menschenrechtsverletzungen komme und sich seine 
geschilderten Ereignisse bezüglich der Ausschreitungen in B._______ 

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im  Jahre  (...)  (Darlegung  der  Ereignisse)  mit  den  sich  damals 
abgespielten Geschehnissen decke,

dass seine Schilderungen über  einzelne Abläufe des libyschen Sys-
tems in verblüffender Art und Weise den Feststellungen des Bundes-
verwaltungsgerichts  in  Bezug  auf  die  Menschenrechtslage  in  Libyen 
ähneln  würden  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D-
6998/2006 vom 14. Oktober 2008 E. 10.3.1),

dass seine Flucht  aus der Heimat und die Asylantragsstellung in  ei-
nem westlichen Land bei einer Rückkehr nach Libyen besonders ins 
Gewicht fallen würden,

dass die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe und der ergänzenden 
Beschwerdebegründung nicht geeignet sind, die zutreffenden Ausfüh-
rungen im angefochtenen Entscheid des BFM in einem anderen Licht 
erscheinen zu lassen,

dass eine polizeiliche Suche nach dem Beschwerdeführer infolge von 
Auseinandersetzungen nach einem Basketballspiel im (...) im Rahmen 
des  ersten  Asylverfahrens  als  unglaubhaft  qualifiziert  wurde  und  er 
diesbezüglich  keine  in  der  Zwischenzeit  eingetretenen  Ereignisse 
anführt, die zur Begründung der Flüchtlingseigenschaft geeignet sein 
könnten,

dass der Hinweis auf die zutreffenden Schilderungen der Ereignisse in 
B._______ im Jahre (...)  und der  Abläufe des libyschen Systems mit 
Verweis  auf  die  Ausführungen  im zitierten  Urteil  des  Bundesverwal-
tungsgerichts als unbehelflich zu erachten ist, zumal die Glaubhaftig-
keit  der diesbezüglichen Aussagen im Entscheid der Vorinstanz  vom 
7. Mai  2010 nicht  bestritten, sondern die entsprechenden Vorbringen 
als nicht asylrelevant erachtet wurden,

dass dabei festgehalten wurde, dass die vorgebrachte Inhaftierung im 
Zusammenhang  mit  einem  gemeinrechtlichen  Delikt  gestanden  sei 
und es sich dabei nicht um eine asylrelevante Verfolgung im Sinne von 
Art. 3  AsylG gehandelt  habe,  und der  Beschwerdeführer  denn auch 
anlässlich  der  Befragung  im  D._______  vom  4.  März  2010 
ausdrücklich  anführte,  nach  seiner  Haftentlassung  sei  die  Sache 
abgeschlossen gewesen (vgl. act. A1/11, S. 7),

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dass demzufolge das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach  er 
bereits vor seiner Ausreise aus Libyen einer erheblichen Gefahr aus-
gesetzt gewesen sei, in ein Gefängnis deportiert und gefoltert zu wer -
den, als nicht stichhaltig zu erachten ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu Recht auf das zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein -
getreten ist, weshalb es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen 
in der Rechtsmitteleingabe noch näher einzugehen, da sie an obiger 
Erkenntnis nichts zu ändern vermögen,

dass kein Anlass besteht, die Sache zur Neubeurteilung an die Vorins-
tanz zurückzuweisen, weshalb der diesbezügliche Eventualantrag ab-
zuweisen ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol -
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli -
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht, 

dass  ferner  der  alleinige Umstand,  dass  die  libyschen  Behörden im 
Rahmen einer Befragung bei einer Rückkehr des Beschwerdeführers 
allenfalls  von seiner  Flucht  und der  damit  verbundenen Asylantrags-
stellung in einem westlichen Land Kenntnis erhalten könnten, keine mit  
der erforderlichen Wahrscheinlichkeit drohenden ernsthaften Nachteile 
nach sich zu ziehen vermag,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die  allgemeine Lage in Libyen nicht  auf  eine konkrete  Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers schliessen lässt,

dass  in  den  Akten  nichts  darauf  hindeutet,  der  Beschwerdeführer 
geriete im Falle der Rückkehr in die Heimat aus individuellen Gründen 
wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenz-
bedrohende Situation,

dass es sich beim Beschwerdeführer zudem um einen jungen und ge-
sunden Mann handelt, der seinen Angaben zufolge über eine elfjährige 
Schulbildung sowie Berufserfahrungen als F._______ verfügt (vgl. act. 
A1/11, S. 3),

dass  er  zudem mit  seinen  Eltern  und  Geschwistern  sowie  weiteren 
Verwandten (vgl. act. A1/11, S. 4) an verschiedenen Orten seiner Hei-
mat auf ein familiäres Netz zurückgreifen kann, weshalb er bei einer 
Rückkehr in sein Heimatland nicht auf sich allein gestellt ist,

dass demnach weder aufgrund der allgemeinen Lage in Libyen noch 
aufgrund der  Vorbringen des Beschwerdeführers  individuelle  Gründe 

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gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen, weshalb 
der Vollzug der Wegweisung als zumutbar zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  die  Beschwerde aufgrund der  Erwägungen als  aussichtslos  zu 
qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der  unentgeltli-
chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuwei-
sen ist, zumal das vorliegende Verfahren überdies weder in tatsächli -
cher  noch  in  rechtlicher  Hinsicht  besonders  komplex  erscheint  und 
auch das Nichtbeherrschen einer Amtssprache für die Beigabe eines 
Anwalts nicht ausschlaggebend ist,

dass das Gesuch um Erlass des Kostenvorschusses aufgrund des Ent-
scheides in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-  
(Art. 1-3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ([VGKE,  SR 
173.320.2])  dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 
(per Kurier; in Kopie)

- C._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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