# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ccbde709-950d-55d6-95a0-78d14ad17b0f
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-08
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 08.11.2018 VG.2017.00087 (VG.2018.714)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2017-00087_2018-11-08.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 8. November 2018

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2017.00087

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    Steuerverwaltung des
    Kantons Glarus

    	
    Beschwerdeführerin

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    A.______GmbH

    	
    Beschwerdegegnerinnen

    

  

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    B.______GmbH

    

  

  
	
   

  
	
  	
    beide vertreten durch Rechtsanwalt C.______ und

    
	
    Rechtsanwältin D.______

    
	
     

    

  

  
	
  	
    3.

    	
    Steuerrekurskommission
    des Kantons Glarus

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Kantonssteuern 2010 und 2011

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Die in Amsterdam ansässige E.______ ist seit einer
  Umstrukturierung in den Jahren 2008 und 2009 als Holding ausgestaltet. Als
  Muttergesellschaft ist sie einzige Gesellschafterin der A.______GmbH, welche
  der F.______GmbH übergeordnet ist. Letztere ist sodann einzige
  Gesellschafterin der B.______GmbH. Neben der A.______GmbH hält die Holding
  unter anderem Tochtergesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
  Diesbezüglich sind die G.______ und die H.______ zu nennen, welche die A.______GmbH
  und die B.______GmbH bei ihrer Geschäftstätigkeit unterstützen oder diese
  ergänzen.

  
	
   

  
	
  1.2 Die A.______AG ist seit dem […] im Handelsregister
  des Kantons Glarus eingetragen und folglich ab diesem Zeitpunkt im Kanton
  Glarus domiziliert. Sie wurde am […] (Tagesregisterdatum) in eine
  Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umgewandelt und bezweckt die
  Erbringung von Dienstleistungen im internationalen Lebensmittelhandel. Dies
  beinhaltet die Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen bezüglich Umschlag
  sowie Handel von Esswaren, Flüge (Transport), die Errichtung von Bauten, die
  Brennstoff-Versorgung, den Transport sowie damit verbundene Leistungen. Die
  Gesellschaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, sich an
  anderen in- und ausländischen Unternehmungen beteiligen oder diese erwerben
  sowie Grundeigentum erwerben oder veräussern.

  
	
   

  
	
  1.3 Die B.______AG ist demgegenüber seit dem […] im
  Handelsregister des Kantons Glarus eingetragen und wurde am […]
  (Tagesregisterdatum) ebenfalls in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung
  (GmbH) umgewandelt. Ihr Zweck ist die Erbringung von Dienstleistungen im In-
  und Ausland in den Bereichen Abfallentsorgung, Reinigung, Unterhalt und
  Gebäudemanagement sowie Handel mit Nonfood-Produkten aller Art. Zudem
  bezweckt sie die Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen bezüglich
  Umschlag sowie Handel von Esswaren, Flüge (Transport), die Errichtung von
  Bauten, die Brennstoff-Versorgung, den Transport sowie damit verbundene
  Leistungen und sie kann im In- und Ausland auch Zweigniederlassungen
  errichten, sich an anderen in- und ausländischen Unternehmungen beteiligen
  oder diese erwerben sowie Grundeigentum erwerben oder veräussern.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Die Geschäftstätigkeit der A.______GmbH und der
  B.______GmbH besteht hauptsächlich in der Versorgung von militärischen
  Truppen sowie zivilen Einsatzkräften in verschiedenen Krisengebieten mit
  Nahrungsmitteln, Treibstoff und weiteren Gütern des täglichen Bedarfs. Die
  entsprechenden Güter werden dabei vorwiegend in verschiedenen Ländern
  eingekauft und mittels eigener Logistik in die Krisengebiete eingeführt, wo
  sie nach einer allfälligen Lagerung oder Aufbereitung an Einsatzkräfte vor
  Ort gebracht werden. Zur Verarbeitung, Lagerung und zum Transport der
  jeweiligen Güter unterhalten die A.______GmbH und die B.______GmbH
  verschiedene Infrastrukturanlagen (Lagerhäuser, Abfüllanlagen, Pipelines,
  etc.).

  
	
   

  
	
  2.2 Zur Illustration der Leistungsbeziehungen innerhalb
  der Gesellschaftsgruppe erstellten sowohl die A.______GmbH als auch die
  B.______GmbH jährlich sogenannte Länderauswertungen. In diesen wiesen sie in
  geographischer Hinsicht eine Geschäftstätigkeit in diversen Ländern aus,
  wobei sich der Schwerpunkt während den streitbetroffenen Steuerperioden (2009
  bis 2011) unbestrittenermassen in Afghanistan befand.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Die Steuerverwaltung des Kantons Glarus erhob von
  der A.______AG aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit ab 2001 die Kantons- sowie
  die direkte Bundessteuer. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2006 teilte sie ihr
  mit, dass der bestehende Steuerstatus bestehen bleibe und sie weiterhin als
  gemischte Gesellschaft besteuert werde. An den am 8. Juni 2005 bereits
  mündlich festgelegten und ab dem Steuerjahr 2003 geltenden
  Ausscheidungskriterien ändere sich wegen der unveränderten Gesellschaftstätigkeit
  nichts. Bei der Kantonssteuer mache der steuerbare Teil 5 % des weltweit
  erzielten Reingewinns aus. Bei der direkten Bundessteuer werde der gesamte
  Inlandumsatz besteuert, welcher den in der Schweiz angefallenen Kosten (ohne
  Einbezug der inländischen Bruttolohnsumme) mit einem Aufschlag von 50 %
  entspreche.

  
	
   

  
	
  3.2 Am 11. Dezember 2008 führte die Steuerverwaltung
  gegenüber der A.______AG sodann aus, dass bei der Kantonssteuer ab dem
  1. Januar 2007 nur noch 3 % des weltweit erzielten Reingewinns
  besteuert werde. Ansonsten ändere sich nichts an der Besteuerung gemäss dem
  Schreiben vom 4. Oktober 2006.

  
	
   

  
	
  3.3 Am 12. November 2010 informierte die
  Steuerverwaltung schliesslich die B.______GmbH, dass sie ab dem 1. Januar
  2008 analog der A.______GmbH besteuert werde, da grundsätzlich dieselbe
  Tätigkeit und der gleiche Wirkungskreis bestehe.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 In der Folge gelangte die Abteilung Aufsicht
  Kantone der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) an die kantonale
  Steuerverwaltung und ersuchte diese um Informationen über die
  Geschäftstätigkeit der A.______GmbH sowie der B.______GmbH. Nachdem die
  Steuerverwaltung diesem Ersuchen nachgekommen war, wies die ESTV sie am
  12. Juli 2012 darauf hin, dass die Gewinnermittlungsmethode gemäss den
  Schreiben vom 11. Dezember 2008 und vom 12. November 2010 dem
  Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG)
  widerspreche. Die Schreiben seien deshalb als unzulässige und unwirksame
  Steuerabkommen zu qualifizieren und die Vereinbarungen seien hinsichtlich der
  direkten Bundessteuer rückwirkend aufzuheben, d.h. für die noch nicht
  veranlagten Steuerperioden ab dem Jahr 2009 unbeachtlich.

  
	
   

  
	
  4.2 Am 17. Juli 2012 informierte die kantonale
  Steuerverwaltung die A.______GmbH sowie die B.______GmbH über die steuerliche
  Beurteilung der ESTV im Zusammenhang mit den internationalen
  Ausscheidungskriterien. In der Folge fand ein Schriftenwechsel zwischen der
  A.______GmbH bzw. der B.______GmbH und der Steuerverwaltung einerseits sowie
  zwischen Letzterer und der ESTV andererseits statt. Dabei hielt die ESTV im
  Ergebnis an ihrer Beurteilung vom 12. Juli 2012 fest, während die
  A.______GmbH sowie die B.______GmbH sich auf den Standpunkt stellten, dass
  die strittigen Steuerberechnungen gemäss den Schreiben vom 11. Dezember
  2008 und vom 12. November 2010 vorzunehmen seien.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  Gestützt auf die
  Beurteilung der ESTV eröffnete die Steuerverwaltung des Kantons Glarus der
  A.______GmbH und der B.______GmbH am 17. Dezember die definitiven
  Veranlagungen für die Steuerperioden 2009 bis 2011.

  
	
   

  
	
  Dabei ging sie bei der
  Kantonssteuer der A.______GmbH von total steuerbaren Reingewinnen in der Höhe
  von Fr. [...] (2009), Fr. [...] (2010) sowie Fr. [...] (2011)
  und von einem steuerbaren Kapital von Fr. [...] (2009), Fr. [...]
  (2010) sowie Fr. [...] (2011) aus. Darüber hinaus legte sie der
  Berechnung der direkten Bundessteuer steuerbare Reingewinne in der Höhe von Fr. [...]
  (2009), Fr. [...] (2010) sowie Fr. [...] (2011) zugrunde.

  
	
   

  
	
  Bei der Kantonssteuer der
  B.______GmbH nahm sie demgegenüber steuerbare Reingewinne in der Höhe von
  total Fr. [...] (2009), Fr. [...] (2010) sowie Fr. [...]
  (2011) an und unterstellte ihrer Berechnung ein steuerbares Kapital von Fr. [...]
  (2009), Fr. [...] (2010) sowie Fr. [...] (2011). Ferner errechnete
  sie die direkte Bundessteuer anhand steuerbarer Reingewinne in der Höhe von Fr. [...] 
  (2009), Fr. [...] (2010) sowie Fr. [...] (2011).

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  Die von der A.______GmbH
  sowie der B.______GmbH am 16. Januar 2015 dagegen erhobenen Einsprachen hiess
  die Steuerverwaltung am 2. Februar 2016 teilweise gut. Sie stellte fest, die
  Länderauswertungen der A.______GmbH und der B.______GmbH für das Jahr 2009
  seien in Euro geführt worden und den Steuerausscheidungen seien in der Folge
  fälschlicherweise die Zahlen in US-Dollar zugrunde gelegt worden. Dies sei
  dahingehend zu korrigieren, als dass bei den entsprechenden
  Steuerausscheidungen die Umrechnungen der Erfolge der Betriebsstätten von
  Euro in Schweizer Franken zu erfolgen hätten, wodurch sich die massgebenden
  Erfolge der Betriebsstätten verändern würden. Mit dieser Begründung
  reduzierte die Steuerverwaltung im Steuerjahr 2009 den Reingewinn der
  A.______GmbH bei der Berechnung der direkten Bundessteuer von Fr. [...]
  auf Fr. [...] und denjenigen der B.______GmbH von Fr. [...] auf Fr. [...].
  Im Übrigen wies sie die Einsprachen ab.

  
	
   

  
	
  7.

  
	
  Gegen die
  Einspracheentscheide vom 2. Februar 2016 erhoben die A.______GmbH und die
  B.______GmbH am 4. März 2016 Rekurs bei der Steuerrekurskommission des
  Kantons Glarus und beantragten deren Aufhebung sowie sinngemäss, dass die
  Berechnung der Kantonssteuer für 2010 sowie 2011 und diejenige der direkten
  Bundessteuer für 2009 bis 2011 entsprechend den Schreiben vom 11. Dezember
  2008 und vom 12. November 2010 vorzunehmen sei; unter Kosten und Entschädigungsfolgen
  zu Lasten des Kantons Glarus. Die Steuerrekurskommission vereinigte die
  beiden Rekurse, hiess sie mit Entscheid vom 15. Mai 2017 vollumfänglich
  gut und nahm die Kosten auf die Staatskasse. Eine Parteientschädigung sprach
  sie nicht zu.

  
	
   

  
	
  8.

  
	
  8.1 Gegen den Entscheid der Steuerrekurskommission vom
  15. Mai 2017 gelangte die Steuerverwaltung mit Beschwerde vom 28. September
  2017 ans Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung des vorinstanzlichen
  Entscheids, soweit er die Kantonssteuer 2010 und 2011 betrifft, sowie die
  Bestätigung der Einspracheentscheide vom 2. Februar 2016 (Verfahren
  VG.2017.00087). Gleichentags erhob auch die ESTV Beschwerde beim
  Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung desselben Entscheids, soweit
  er sich auf die direkte Bundessteuer für die Steuerperioden 2009 bis 2011
  bezieht. Der steuerbare Reingewinn der A.______GmbH sei bei der direkten
  Bundessteuer für die Steuerperiode 2009 mit Fr. [...], 2010 mit Fr. [...]
  sowie 2011 mit Fr. [...] und derjenige der B.______GmbH 2009 mit Fr. [...],
  2010 mit Fr. [...] sowie 2011 mit Fr. [...] zu bewerten; unter
  Kostenfolgen (Verfahren VG.2017.00088).

  
	
   

  
	
  8.2 Die Steuerrekurskommission beantragte am 29.
  November 2017 die Abweisung der Beschwerden. Den nämlichen Antrag stellten die
  A.______GmbH sowie die B.______GmbH am 22. Dezember 2017 und ersuchten in
  prozessualer Hinsicht um Vereinigung der Verfahren VG.2017.00087 und
  VG.2017.00088; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
  Steuerverwaltung sowie der ESTV. Die ins Verfahren betreffend direkte
  Bundessteuer (VG.2017.00088) beigeladene Steuerverwaltung liess sich innert
  Frist nicht vernehmen.

  
	
   

  
	
  8.3 Nachdem die ESTV mit Replik vom 16. Februar 2018 an
  ihren gestellten Anträgen festgehalten hatte, erneuerte die Steuerrekurskommission
  ihr Begehren um Abweisung der Beschwerde mit Schreiben vom 27. Februar
  2018 ebenso wie die A.______GmbH sowie die B.______GmbH die ihrigen am 10.
  April 2018. Die Steuerverwaltung liess sich innert Frist erneut nicht
  vernehmen.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen
  Rekursentscheide der kantonalen Steuerrekurskommission (Art. 166 Abs. 1
  des Steuergesetzes vom 7. Mai 2000 [StG] i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. e des
  Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 [VRG]). Es ist
  somit zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig und prüft die
  Angelegenheit vollumfänglich (Art. 107 Abs. 2 lit. a VRG).

  
	
   

  
	
  1.2 Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts werden
  Beschwerden, welche sowohl die Kantonssteuer als auch die direkte
  Bundessteuer betreffen, grundsätzlich nicht im selben Verfahren behandelt.
  Die bundesgerichtliche Rechtsprechung gebietet, dass bei gemeinsamer
  Erledigung durch die Beschwerdeinstanz eine separate Entscheidung und
  Begründung für beide Steuerarten vorgenommen wird (BGE 130 II 509
  E. 8.3). Davon kann abgewichen werden, wenn es sich um Verfahren mit
  nämlichen Steuerpflichtigen, weitgehend vergleichbaren Sachverhalten und
  denselben Rechtsfragen handelt (BGer-Urteil 2C_509/2013 vom 8. Juni 2014 E.
  1.2.1). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Während im Verfahren betreffend
  Kantonssteuern die steuerliche Behandlung von Währungsumrechnungsdifferenzen
  sowie einer Forderung der afghanischen Behörden zu prüfen ist, steht im
  Verfahren betreffend die direkten Bundessteuern die internationale
  Ausscheidungsthematik im Zentrum. Folglich sind bei den beiden Steuerarten
  ganz unterschiedliche Rechtsfragen zu prüfen, weshalb sich eine
  Verfahrensvereinigung nicht als zweckmässig erweist und die direkten Bundessteuern
  in ein separates Verfahren (VG.2017.00088) zu verweisen sind.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, der
  vorinstanzliche Entscheid sei schwer nachvollziehbar und nicht eingehend
  begründet. Die Beschwerdegegnerin 3 habe sich primär mit der Ausscheidungsthematik
  bei der direkten Bundessteuer befasst und dabei gänzlich ausser Acht
  gelassen, dass die handelsrechtlich erfolgswirksam verbuchten Differenzen,
  welche bei der Umrechnung von der funktionalen Währung in die
  Präsentationswährung angefallen seien, im Sinne einer steuerlichen
  Korrekturvorschrift zu neutralisieren seien. Ferner sei die von der
  Beschwerdegegnerin 1 im Jahr 2010 an die afghanischen Behörden
  entrichtete Zahlung zu einem Drittel als verdeckte Gewinnausschüttung und zu
  einem Drittel als verdeckte Kapitaleinlage zu behandeln. Daraus folge, dass
  für die Kantonssteuern die Steuerfaktoren (Reingewinn/Vermögen) gemäss den
  definitiven Veranlagungen und den Einspracheentscheiden zu bestätigen seien.

  
	
   

  
	
  2.2 Die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 stellen sich
  auf den Standpunkt, die von der Beschwerdegegnerin 1 an die afghanischen
  Behörden bezahlte "Steuerforderung" im Umfang von USD […] habe in
  direktem Zusammenhang mit ihrer dortigen Tätigkeit gestanden. Sie sei deshalb
  vollumfänglich als geschäftsmässig begründeter Aufwand anzuerkennen. Dies sei
  selbst dann der Fall, wenn bei der internationalen Steuerausscheidung die
  objektmässige Methode zur Anwendung gelange. Festzuhalten sei zudem, dass die
  Forderung der afghanischen Behörden ungerechtfertigt gewesen sei, weil sie
  entgegen dem Militärabkommen zwischen der NATO und dem afghanischen Staat
  erhoben worden sei. Sodann seien die in den Länderauswertungen ausgewiesenen
  Umrechnungsverluste nicht den Stammhäusern, sondern von Beginn weg den
  ausländischen Betriebsstätten zuzuweisen. Da für die Stammhäuser in den
  Länderauswertungen ohnehin ein Kostenüberhang ausgewiesen worden sei, seien
  von der Umrechnung nur die Betriebsstättenerträge betroffen.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  In Bezug auf die
  Kantonssteuern ist vorliegend unbestritten, dass die Beschwerdegegnerinnen 1
  und 2 aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit
  jeweils 3 % ihres weltweit erzielten Reingewinns zu versteuern haben.
  Die in den Schreiben der Beschwerdeführerin vom 11. Dezember 2008 und
  12. November 2010 festgelegte Steuerausscheidung ist denn auch nicht zu
  beanstanden, da sie sich - anders als diejenige bezüglich der direkten
  Bundessteuer (vgl. Verfahren VG.2017.00088) - nicht als
  offensichtlich unrichtig erweist (vgl. dazu Art. 56 Abs. 1 StG). Sodann
  spricht grundsätzlich nichts dagegen, dass die Berechnung des im Kanton
  Glarus steuerbaren Reingewinns auf Basis der von den Beschwerdegegnerinnen 1
  und 2 eingereichten Länderauswertungen erfolgt, zumal die Beschwerdeführerin
  in den vergangenen Steuerperioden entsprechend vorging und sich in keinem
  Zeitpunkt dazu veranlasst sah, separate Betriebsstättenabschlüsse der
  einzelnen ausländischen Betriebsstätten zu verlangen. Strittig und zu prüfen
  ist demgegenüber, ob und wie sich die Zahlung an die afghanischen Behörden in
  der Höhe von USD […] sowie die angefallenen Währungsumrechnungsdifferenzen
  auf die steuerbaren Reingewinne und folglich auf die streitbetroffenen
  Kantonssteuern auswirken. Wesentlich ist, dass aus dem Ruling nicht
  hervorgeht, wie der steuerbare Reingewinn zu ermitteln ist. Die
  Beschwerdeführerin ist nicht an die Zahlen der Beschwerdegegnerinnen 1 und 2
  gebunden, sondern darf und muss den steuerlich korrekt ermittelten Reingewinn
  verwenden.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die afghanischen
  Behörden von den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 sowie von der H.______ im Jahr
  2010 unter dem Titel Steuern und Strafzahlungen einen Betrag in der Höhe von
  insgesamt USD […] forderten. Die Beschwerdegegnerin 1 beglich den
  gesamten Forderungsbetrag noch im selben Jahr und verbuchte ihn in der Folge
  vollumfänglich als geschäftsmässig begründeten Aufwand.

  
	
   

  
	
  4.2 Gemäss Art. 62 StG ist der Reingewinn Gegenstand
  der Gewinnsteuer. Er setzt sich insbesondere aus dem Saldo der
  Erfolgsrechnung (Art. 63 Abs. 1 Ziff. 1 StG) sowie allen vor Berechnung des
  Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses,
  die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet
  werden, zusammen (Art. 63 Abs. 1 Ziff. 2 StG). Darüber, was unter
  geschäftsmässig begründetem und geschäftsmässig nicht begründetem Aufwand zu
  verstehen ist, äussert sich der Gesetzgeber nicht. In einem nicht
  abschliessenden Katalog (Art. 64 Abs. 1 StG) hat er immerhin einzelne
  geschäftsmässig begründete Aufwendungen statuiert, wobei auch (inländische)
  Steuern und Steuerbussen erfasst werden. Obschon ausländische Gewinnsteuern
  in der Regel nicht unter Art. 64 Abs. 1 Ziff. 1 StG zu
  subsumieren sind, ist bei solchen Leistungen im Einzelfall unter Würdigung
  aller Umstände aber dennoch zu prüfen, ob ein steuerlich abzugsfähiger
  Aufwand vorliegt. Dies ist stets dann der Fall, wenn die zugrundeliegende
  Zahlung einem mittelbaren oder unmittelbaren geschäftlichen bzw.
  unternehmerischen Zweck dient. Dient die Aufwendung der Gewinnerzielung bzw.
  wird sie im Interesse der Unternehmung vorgenommen, ist sie geschäftsmässig
  begründet, wobei unerheblich ist, ob die einzelnen Aufwendungen tatsächlich
  notwendig waren (vgl. Stephan
  Kuhn/Silvan Guler, in Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar zum
  Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der
  direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. A, Basel 2017, Art. 25 N.
  26; vgl. auch Peter Brülisauer/Marco Mühlemann, in Martin Zweifel/Michael
  Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über
  die direkte Steuer, 3. A, Basel 2017, Art. 58 N. 183).

  
	
   

  
	
  4.3 Soweit sich die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2
  auf den Standpunkt stellen, die streitbetroffene Zahlung an die afghanischen
  Behörden habe im Jahr 2010 resultatmässig keinen Einfluss auf die inländische
  Besteuerung der Beschwerdegegnerin 1, so kann ihnen nicht gefolgt
  werden. Ist wie im vorliegenden Fall nämlich die Besteuerung gemäss Ruling
  gültig und anwendbar (vgl. vorstehende E. II/3), so hat die strittige
  Steuerzahlung an die afghanischen Behörden selbst dann Auswirkungen auf die
  inländische Besteuerung, wenn sie im Rahmen der internationalen Ausscheidung
  vollumfänglich der Betriebsstätte in Afghanistan zugewiesen werden müsste, da
  im vorliegenden Ruling nicht nur der inländische, sondern der weltweit
  erzielte Gesamtgewinn für die Berechnung der kantonalen Steuern heranzuziehen
  ist.

  
	
   

  
	
  Demgegenüber bemerken die
  Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 zu Recht, dass die afghanische Forderung
  mit Blick auf das zwischen der International Security Assistance Force (ISAF)
  und der afghanischen Übergangsregierung abgeschlossene Militärabkommen
  unbegründet ist, da es sich sowohl bei den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2
  als auch bei der H.______ um vom ISAF gewählte Vertreter handelt, welche zur
  steuer- und zollfreien Geschäftstätigkeit in Afghanistan befugt sind (vgl.
  dazu Ziff. 14 von Anhang A des Militärabkommens, "Arrangements regarding
  the status of the international security assistance force"). Folglich
  ist die streitbetroffene Zahlung nicht als eigentliche ausländische
  Gewinnsteuer zu qualifizieren. Dafür spricht auch, dass die afghanischen
  Behörden offenbar mehrere Mitarbeiter der Gesellschaftsgruppe inhaftierten,
  um so den Forderungen gegenüber den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 sowie
  der H.______ Nachdruck zu verleihen. In diesem Kontext sah sich die
  Beschwerdegegnerin 1 in der Folge dazu genötigt, die gesamte von den
  afghanischen Behörden geforderte Summe zu bezahlen. Dies nicht nur um ihre
  inhaftierten Mitarbeiter "freizukaufen", sondern weil die
  afghanischen Behörden andernfalls eine weitere Geschäftstätigkeit der
  Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 auf afghanischem Territorium mit weiteren
  Repressalien wohl blockiert oder zumindest erschwert hätten.

  
	
   

  
	
  In Würdigung der konkreten
  Umstände gestaltet sich der vorliegende Einzelfall so, dass sowohl die
  Geschäftstätigkeit der Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 als auch diejenige
  der H.______ in Afghanistan ohne Begleichung der streitbetroffenen Forderung
  wohl hätte eingestellt oder zumindest reduziert werden müssen, wobei einem
  anderen Vorgehen nicht zuletzt wegen des instabilen und unsicheren Staats-
  und Rechtssystems in Afghanistan kein Erfolg beschieden gewesen wäre. Darüber
  hinaus ist davon auszugehen, dass die inhaftierten Mitarbeiter ohne Bezahlung
  nicht freigelassen worden wären. Damit diente die Begleichung der Forderung
  insgesamt der unmittelbaren Gewinnerzielung der Beschwerdegenerinnen 1
  und 2 sowie der H.______, weshalb die Leistung vollumfänglich als
  geschäftsmässig begründeter Aufwand zuzulassen ist. Dabei bleibt unerheblich,
  dass die Beschwerdegegnerin 1 die gesamte Summe und damit auch die Anteile
  der Beschwerdegegnerin 2 sowie der H.______ beglich und den Gesamtbetrag in
  der Folge zum Abzug geltend machte. Wegen ihrer vergleichsweisen hohen
  Gewinnerzielung in Afghanistan hatte sie selbst nämlich das grösste Interesse
  daran, unbehelligt von allfälligen weiteren staatlichen Repressalien ihrer
  Tätigkeit nachzugehen. Da zudem nicht davon auszugehen ist, dass die
  afghanischen Behörden nur eine Teilzahlung akzeptiert hätten, ist die Zahlung
  auch nicht als teilweise verdeckte Vorteilsgewährung an die
  Beschwerdegegnerin 2 sowie die H.______ zu qualifizieren.

  
	
   

  
	
  4.4 Als Zwischenfazit ist festzuhalten, dass die von
  der Beschwerdegegnerin 1 an die afghanischen Behörden geleistete Summe
  in der Höhe von USD […] geschäftsmässig begründeten Aufwand darstellt,
  da die Zahlung in unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer Gewinnerzielung
  erfolgte. Folglich ist die gesamte Forderungssumme der afghanischen Behörden
  vom weltweit erzielten Gesamtgewinn der Beschwerdegegnerin 1 abzuziehen.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Sodann lässt sich der Zusammenstellung der
  Umrechnungseffekte entnehmen, dass bei der Beschwerdegegnerin 1
  Umrechnungsdifferenzen in der Höhe von Fr. [...] (Steuerjahr 2010) als
  Aufwand bzw. Fr. [...] (Steuerjahr 2011) als Ertrag und bei der
  Beschwerdegegnerin 2 solche in der Höhe von Fr. [...] (Steuerjahr 2010)
  als Aufwand bzw. Fr. [...] (Steuerjahr 2011) als Ertrag angefallen sind.

  
	
   

  
	
  5.2 Handelsrechtlich ist im Zusammenhang mit der Verwendung von
  Fremdwährungen zwischen Buchführung und Rechnungslegung zu unterscheiden.
  Während das anwendbare Handelsrecht zur Buchführung keine ausdrücklichen
  währungsbezogenen Vorschriften aufstellt, fällt als Funktional- oder
  Buchwährung neben dem Schweizerfranken jede konvertible Währung in Betracht.
  Demgegenüber haben alle zur Buchführung verpflichteten Unternehmen gemäss dem
  bis zum 31. Dezember 2012 geltenden und vorliegend massgebenden Art. 960 Abs.
  1 des Bundesgesetzes über das Obligationenrecht
  vom 30. März 1911 (OR) ihr Inventar, ihre Bilanz und ihre Erfolgsrechnung in
  Landeswährung aufzustellen. Verwendet ein Unternehmen eine Funktionalwährung,
  so erfordert dies für Präsentationszwecke die Umrechnung in die
  Landeswährung, woraus häufig Differenzen resultieren. Während aber
  eigentliche Wechselkursdifferenzen zwischen der Fremd- und der Landeswährung
  geschäftlich bedingt sind und steuerlich als realisiert gelten, treten
  Umrechnungsdifferenzen erst ein, sobald der in Funktionalwährung geführte
  Abschluss am Jahresende integral in die Präsentationswährung überführt wird.
  Solche sind, da geschäftlich unbegründet, vom Abzug ausgenommen (vgl. dazu
  BGer-Urteil 2C_509/2013, 2C_510/2013, 2C_527/2013 und 2C_528/2013 vom 8. Juni
  2014 E. 2.2).

  
	
   

  
	
  5.3 Da die vorliegend streitbetroffenen Währungseffekte
  unbestrittenermassen nur deshalb angefallen sind, weil eine Umrechnung von
  der funktionalen Währung (USD) in die Präsentationswährung (CHF) erfolgte,
  werden von den Beschwerdegegnerinnen zu Recht keine eigentlichen
  Wechselkursdifferenzen zwischen der Fremd- und der Landeswährung geltend gemacht. Nach dem oben Dargelegten folgt,
  dass die geltend gemachten Währungseffekte somit als geschäftsmässig
  unbegründet zu qualifizieren und von einem Abzug vom steuerbaren Reingewinn
  auszunehmen sind. Dabei ist aufgrund der steuerneutralen Auswirkungen
  irrelevant, ob die Währungsverluste allenfalls den ausländischen
  Betriebsstätten zuzuordnen wären oder ob das Stammhaus einen Kostenüberhang
  aufweist.

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  Zusammenfassend dringt die
  Beschwerdeführerin mit ihrem Begehren um steuerneutrale Behandlung der
  Währungsumrechnungseffekte durch. Demgegenüber ist ihr Begehren, die von der
  Beschwerdegegnerin 1 an die afghanischen Behörden bezahlte Forderung in der
  Höhe von USD […] sei im Umfang von zwei Dritteln nicht als geschäftsmässig
  begründeter Aufwand zum Abzug zuzulassen, abzuweisen. Vielmehr ist vom
  massgebenden Gesamtgewinn der Beschwerdegegnerin 1 im Steuerjahr 2010 die
  gesamte Zahlung an die afghanischen Behörden von Fr. [...] (USD […]
  x 1.041567 [Jahresmittelkurs USD/CHF]) abzuziehen. 

  
	
   

  
	
  Damit lassen sich die
  massgebenden steuerbaren Reingewinne und die streitbetroffenen Kantonssteuern
  der Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 aber noch nicht konkret festlegen, da bei
  den diesbezüglichen Berechnungen auch die jeweiligen Steueraufwände des
  Bundes miteinzubeziehen sind (vgl. dazu die Steuerberechnungen der
  Beschwerdeführerin) und diese noch neu zu berechnen bzw. festzulegen
  sind (vgl. dazu das parallel ergangene Urteil betreffend direkte
  Bundessteuern; Verfahren VG.2017.00088). Daraus folgt, dass die
  Beschwerdeführerin nach der Neuberechnung der direkten Bundessteuern für die
  streitbetroffenen Steuerjahre die vorliegend strittigen Kantonssteuern
  ebenfalls neu festzulegen hat, wobei sie nach dem oben Dargelegten die
  Währungsumrechnungseffekte steuerneutral und die Forderung der afghanischen
  Behörden in der Höhe von Fr. [...]  im Steuerjahr 2010 bei der
  Beschwerdegegnerin 1 als geschäftsmässig begründeter Aufwand zu
  berücksichtigen hat.

  
	
   

  
	
  Demgemäss ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
  Der Entscheid der Beschwerdegegnerin 3 vom 15. Mai 2017 ist aufzuheben und
  die Sache ist im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdeführerin zur
  Neuberechnung der Kantonssteuern für die Steuerjahre 2010 und 2011
  zurückzuweisen.

  
	
  III.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Nach Art. 134 Abs. 1 lit. c VRG hat die Partei,
  welche im Beschwerdeverfahren unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen.
  Unterliegt sie nur teilweise, werden die amtlichen Kosten angemessen
  reduziert (Art. 136 Abs. 2 VRG). Sodann hat eine obsiegende und berufsmässig vertretene Partei
  gemäss Art. 138 Abs. 1 und 3 lit. a VRG Anspruch auf eine
  angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz.

  
	
   

  
	
  1.2 Die Beschwerdeführerin dringt vorliegend mit ihrem
  Antrag auf steuerneutrale Behandlung der Währungsumrechnungsdifferenzen
  durch. Demgegenüber unterliegt sie, soweit sie die Forderung an die
  afghanischen Behörden teilweise nicht als geschäftsmässig begründeter Aufwand
  gesehen haben möchte. Da die Währungsumrechnungsdifferenzen bei der neu
  anzustellenden Berechnung der Kantonssteuern deutlich stärker ins Gewicht
  fallen, rechtfertigt es sich, die pauschalen Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 
  5'000.- zu drei Vierteln den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 aufzuerlegen
  und zu einem Viertel auf die Staatskasse zu nehmen. Darüber hinaus ist die
  Beschwerdeführerin zu verpflichten, den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 eine
  reduzierte Parteientschädigung von insgesamt Fr. 1'500.- (inkl. Mehrwertsteuer)
  zu bezahlen.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Gegen den vorliegenden Zwischenentscheid steht die
  Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht nur
  nach Massgabe von Art. 93 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17.
  Juni 2005 (BGG) offen.

  
	
  Die Kammer erkennt:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid der
    Beschwerdegegnerin 3 vom 15. Mai 2017 wird aufgehoben und die Sache
    wird im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdeführerin zurückgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten in der Höhe von Fr.  5'000.- werden zu drei Vierteln
    den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 auferlegt und zu einem Viertel auf die
    Staatskasse genommen.

    
	
    3.

    	
    Die
    Beschwerdeführerin wird verpflichtet, den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2
    innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids eine Parteientschädigung
    von gesamthaft Fr.  1'500.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]