# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e5380ef-c6e2-56da-9814-4e33f916df94
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 03.02.2022 810 21 201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-201_2022-02-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 3. Februar 2022 (810 21 201) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Übriges Verwaltungsrecht 
 
 
Beschlagnahmung von Katzen / Zweiter Rechtsgang 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Hans Furer, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin 
Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Désirée Stutz, Rechtsan-
wältin 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 

  
  
Betreff Beschlagnahmung von Katzen / Zweiter Rechtsgang (RRB Nr. 690 vom 

19. Mai 2020) 
 
 
 

 
A. Nach einer Reihe eingegangener Meldungen führte das Amt für Lebensmittelsicherheit 
und Veterinärwesen (ALV) in den Jahren 2018 und 2019 diverse Kontrollen beim Katzenasyl 
B.____ von A.____ in C.____ durch. In der Folge verfügte das ALV am 5. April 2019 verschie-

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dene Massnahmen. Die von A.____ dagegen erhobenen Rechtsmittel wiesen der Regierungs-
rat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Beschluss (RRB) Nr. 2019-1404 vom 
22. Oktober 2019, das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 1. April 2020 (810 2019 296) und das Bundesgericht 
mit Urteil vom 10. November 2020 (2C_416/2020) im Sinne der Erwägungen kostenpflichtig ab. 
 
B. Das ALV führte am 5. August 2019 erneut eine unangemeldete Kontrolle der Katzen-
haltung im Katzenasyl B.____ durch. Bei 22 von 57 untersuchten Katzen wurde die Situation als 
höchst tierschutzrelevant beurteilt (schweres chronisches Leiden und schwere chronische Ver-
nachlässigung), woraufhin das ALV aufgrund der hohen Tierschutzrelevanz entschied, die 22 
Katzen umgehend superprovisorisch auf Kosten von A.____ zu beschlagnahmen und in eine 
tierschutzkonforme Haltung und Pflege zu überführen. Der Kantonstierarzt gewährte A.____ vor 
Ort das rechtliche Gehör und teilte ihm mit, dass im Sinne des Tierwohls die aufschiebende 
Wirkung einer allfälligen Beschwerde gegen diese Sofortmassnahme entzogen werde. Nach-
dem mit Schreiben vom 7. August 2019 A.____ das rechtliche Gehör zur definitiven Beschlag-
nahmung der Tiere gewährt worden war und sich dieser am 22. August 2019 mittels seines 
Rechtsvertreters geäussert hatte, verfügte das ALV am 3. Oktober 2019 die definitive Be-
schlagnahmung der Katzen.  
 
C. Gegen die Verfügung des ALV vom 3. Oktober 2019 reichte A.____ am 17. Oktober 
2019 beim Regierungsrat Beschwerde ein. Mit Entscheid vom 19. Mai 2020 wies der Regie-
rungsrat die Beschwerde ab, soweit darauf eingetreten wurde (Ziff. 1); A.____ wurden Verfah-
renskosten in der Höhe von Fr. 500.-- auferlegt (Ziff. 2) und es wurde keine Parteientschädi-
gung zugesprochen (Ziff. 3).  
 
D. Mit Beschwerde vom 28. Mai 2020 und Beschwerdebegründung vom 29. Juli 2020 
wandte sich A.____, vertreten durch Christoph Gäumann, Rechtsanwalt, an das Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Er stellt die Rechtsbegehren, es seien der 
Entscheid vom 19. Mai 2020 und die Verfügung des ALV vom 3. Oktober 2019 aufzuheben 
(Ziff. 1); es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren und es seien damit die 
Tiere nicht definitiv fremd zu platzieren bzw. zu verkaufen oder zu töten (Ziff. 2); unter o/e-
Kostenfolge (Ziff. 3). Zudem beantragte er die Einvernahme von Zeugen sowie die Durchfüh-
rung eines Augenscheins und einer Parteibefragung. Er bestritt im Wesentlichen, dass Verstös-
se gegen das Tierschutzgesetz vorlägen, welche eine Beschlagnahmung der Katzen rechtferti-
gen würden. Die beschlagnahmten Katzen seien ihm deshalb zurückzugeben.  
 
E. Am 2. Juni 2020 wies das Präsidium das ALV an, von Vollzugsmassnahmen abzuse-
hen. Mit Verfügung vom 7. September 2020 wurde von Beweismassnahmen abgesehen und 
die entsprechenden Beweisanträge des Beschwerdeführers wurden abgewiesen. 
 
F. Mit Urteil vom 9. Dezember 2020 wies das Kantonsgericht die Beschwerde vom 
28. Mai 2020 ab, soweit es darauf eintrat (Ziff. 1). A.____ wurden Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 1'400.-- auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe verrech-
net (Ziff. 2). Die Parteikosten wurden wettgeschlagen (Ziff. 3).  

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G. Die mit Eingabe vom 17. Februar 2021 erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten von A.____ hiess das Bundesgericht mit Urteil vom 14. Juli 2021 gut, soweit 
es darauf eintrat, und hob das Urteil des Kantonsgerichts vom 9. Dezember 2020 auf. Die Sa-
che wurde zur Ergänzung des Sachverhalts und zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen 
an das Kantonsgericht zurückgewiesen (Ziff. 1). Es wurden keine Gerichtskosten erhoben 
(Ziff. 2) und der Kanton Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer für das bundesgerichtli-
che Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- zu bezahlen (Ziff. 3). 
 
H. Mit Verfügung vom 26. August 2021 holte das Kantonsgericht bei der Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft die Strafakten zum Verfahren MU1 19 2549 ein. 
 
I. Mit Schreiben vom 6. September 2021 teilte der bisherige Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers mit, dass er sein Mandat per sofort niederlege. 
 
J. Desirée Stutz, Rechtsanwältin, teilte mit Schreiben vom 15. September 2021 mit, dass 
sie vom Beschwerdeführer mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt worden sei, worauf ihr 
die bisher eingegangenen Akten zur Einsicht zugestellt wurden. 
 
K. Mit Verfügung vom 20. Oktober 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen und eine Parteiverhandlung mit vorgängigem Augenschein angeordnet. Weiter 
wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer persönlich zu erscheinen habe und Dr. med. 
vet. D.____ und Dr. med. vet. E.____ zusätzlich als Auskunftspersonen zur Parteiverhandlung 
geladen würden. 
 
L. Mit Schreiben vom 15. November 2021 beantragte der Beschwerdeführer die unent-
geltliche Rechtspflege. 
 
M. Der Beschwerdegegner reichte mit Eingabe vom 16. November 2021 eine Kopie der 
Akten des neuen hängigen Verfahrens betreffend das Gesuch des Beschwerdeführers auf Er-
teilung einer Bewilligung für das Katzenasyl ein. Die erteilte Bewilligung habe der Beschwerde-
führer angefochten, da er mit der Begrenzung auf maximal 30 Katzen nicht einverstanden sei. 
 
N. Mit Eingabe vom 20. Dezember 2021 reichte der Beschwerdeführer ein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege mitsamt den Beilagen ein. 
 
O. Das Kantonsgericht hat am 19. Januar 2022 in Anwesenheit des Beschwerdeführers 
und seiner Rechtsvertreterin, der Kantonstierärztin und einer amtlichen Tierärztin des ALV so-
wie der beiden vorgeladenen Auskunftspersonen im Katzenasyl B.____ in C.____ einen Au-
genschein durchgeführt. An der anschliessenden Parteiverhandlung hielten die Parteien an ih-
ren schriftlich gestellten Anträgen fest. 
 
P. Anlässlich der Parteiverhandlungen vom 19. Januar 2022 und vom 3. Februar 2022 
wurden Dr. med. vet. D.____ und Dr. med. vet. E.____ als Auskunftsperson bzw. als Zeuge 
befragt.  

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Die Eintretensvoraussetzungen sind, wie bereits im aufgehobenen Entscheid festge-
stellt wurde, gegeben. 
 
2.1 Bei der vorliegenden Angelegenheit handelt es sich um den zweiten Rechtsgang. Das 
vorgängige Urteil des Kantonsgerichts vom 9. Dezember 2020 wurde durch das Bundesgericht 
mit Urteil 2C_169/2021 vom 14. Juli 2021 aufgehoben. Weist das Bundesgericht eine Sache zur 
neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurück, ist diese auf diejenige Thematik beschränkt, die 
sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. 
Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies notwendig ist, um den verbindli-
chen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen. Die anderen Teile des Urteils ha-
ben Bestand und sind in das neue Urteil zu übernehmen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1; Urteil des 
Bundesgerichts 6B_89/2017 vom 24. November 2017 E. 4.1). 
 
2.2 In seinem Urteil 2C_169/2021 vom 14. Juli 2021 führt das Bundesgericht im Wesentli-
chen aus, dass sich gestützt auf die Akten nicht genau sagen lasse, ob die Gebrechen der be-
schlagnahmten Katzen von der Haltung des Beschwerdeführers stammen würden oder ob die-
se gesundheitlichen Probleme aufgrund des Vorlebens der Tiere, die der Beschwerdeführer aus 
einer prekären Situation gerettet und denen er eine adäquate Zuflucht gegeben habe, bereits 
vor Eintritt in das Katzenasyl bestanden hätten. Hinsichtlich der Ursachen für den teilweise 
schlechten Gesundheitszustand der beschlagnahmten Tiere in der spezifischen Situation eines 
"Zufluchtheims" sei der massgebende Sachverhalt somit nicht hinreichend abgeklärt worden. 
Dieser Aspekt sei für die Beurteilung der Frage, ob der Beschwerdeführer seine Tiere im Sinne 
von Art. 24 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes (TSchG) vom 16. Dezember 2005 vernachlässigt 
habe und somit auch für die Prüfung der Rechtmässigkeit der Beschlagnahme von zentraler 
Bedeutung. 
 
3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet demgemäss die Beurteilung der Be-
schlagnahme von 22 Katzen, von welchen in der Zwischenzeit 17 Katzen verstorben sind. So-
weit sich die Beschwerde des Beschwerdeführers auf die Rückgabe dieser 17 Katzen bezieht, 
ist sie somit gegenstandslos geworden. 
 
4.1 Nach Art. 80 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV) vom 18. April 1999 erlässt der Bund Vorschriften zum Schutz der Tiere. Gemäss 
Art. 120 Abs. 2 BV trägt er der Würde der Kreatur Rechnung. Gemäss Art. 4 Abs. 1 des auf 
diese beiden Bestimmungen gestützten TSchG hat, wer mit Tieren umgeht, ihren Bedürfnissen 
in bestmöglicher Weise Rechnung zu tragen und, soweit es der Verwendungszweck zulässt, für 
ihr Wohlergehen zu sorgen. Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leid oder 
Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das 
Misshandeln, Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten (Art. 4 
Abs. 2 TSchG). Wer Tiere hält oder betreut, muss sie angemessen nähren, pflegen, ihnen die 
für ihr Wohlergehen notwendige Beschäftigung und Bewegungsfreiheit sowie soweit nötig Un-
terkunft gewähren (Art. 6 Abs. 1 TSchG). Diese materiellrechtlichen Vorschriften des Tier-

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schutzgesetzes werden in der Tierschutzverordnung (TSchV) vom 23. April 2008 konkretisiert. 
So sieht Art. 3 Abs. 1 TSchV vor, dass Tiere so zu halten sind und mit ihnen so umzugehen ist, 
dass ihre Körperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestört werden und ihre Anpassungsfähig-
keit nicht überfordert wird. Fütterung und Pflege gelten nach Art. 3 Abs. 3 TSchV dann als an-
gemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkenntnissen der Physiologie, 
Verhaltenskunde und Hygiene den Bedürfnissen der Tiere entsprechen. Mit Bezug auf die Pfle-
ge hält Art. 5 TSchV fest, dass der Tierhalter das Befinden der Tiere und den Zustand der Ein-
richtungen so oft wie nötig überprüfen muss (Abs. 1 Satz 1). Die Pflege soll Krankheiten und 
Verletzungen vorbeugen und der Tierhalter ist namentlich dafür verantwortlich, dass kranke 
oder verletzte Tiere unverzüglich ihrem Zustand entsprechend untergebracht, gepflegt, behan-
delt oder getötet werden (Abs. 2 Satz 1 und 2). Das arttypische Körperpflegeverhalten darf 
durch die Haltung nicht unnötig eingeschränkt werden. Soweit es eingeschränkt wird, muss es 
durch Pflege ersetzt werden (Abs. 3). Bei der Gruppenhaltung von Tieren muss die Tierhalterin 
oder der Tierhalter gemäss Art. 9 Abs. 2 TSchV dem Verhalten der einzelnen Arten und der 
Gruppe Rechnung tragen (lit. a); soweit nötig für Ausweich‑ und Rückzugsmöglichkeiten sorgen 
(lit. b) und für Tiere, die zeitweilig einzeln leben, sowie für unverträgliche Tiere separate Unter-
künfte oder Absperrgehege bereitstellen (lit. c). 
 
4.2 Art. 24 Abs. 1 TSchG verpflichtet die zuständige Behörde, unverzüglich einzuschreiten, 
wenn festgestellt wird, dass Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen 
gehalten werden. Die Behörde kann die Tiere vorsorglich beschlagnahmen und auf Kosten der 
Halterin oder des Halters an einem geeigneten Ort unterbringen. Durch das Instrument des un-
verzüglichen Einschreitens gemäss Art. 24 Abs. 1 TSchG kann die zuständige Behörde eine 
gesetzeswidrige Situation sofort beheben, damit das Wohl der Tiere unverzüglich verbessert 
wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_416/2020 vom 10. November 2020 E. 4.2.3). Die Mass-
nahmen gestützt auf Art. 24 Abs. 1 TSchG können nur ergriffen werden, wenn erstellt ist, dass 
Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten werden. Als Ver-
nachlässigung gilt die Missachtung der Fürsorgepflicht gemäss Art. 6 Abs. 1 TSchG, mithin also 
die Unterlassung einer nach dieser Bestimmung gebotenen Handlung durch eine dafür verant-
wortliche Person (Halter oder Betreuer; vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_416/2020 vom 10. 
November 2020 E. 4.4.1, 2C_878/2019 vom 13. März 2020 E. 2.2). Die Vernachlässigung muss 
erheblich sein, nicht aber die Folgen des Fehlverhaltens. Ein Tier ist nicht erst dann vernach-
lässigt, wenn es nach seinem Zustand nicht mehr lebensfähig ist oder Gefahr läuft, zu veren-
den, sondern schon dann, wenn es unter der fehlenden oder ungenügenden Versorgung und 
Pflege erheblich leidet oder wenn sein Wohlbefinden in erheblichem Masse eingeschränkt ist. 
Wie weit die Behörde einschreitet, hängt auch davon ab, ob der Tierhalter im Stande ist, den 
rechtmässigen Zustand selber wiederherzustellen (Urteil des Bundesgerichts 2C_ 122/2019 
vom 6. Juni 2019 E. 4.2 mit Hinweisen). 
 
5.1 Zu prüfen ist nachfolgend, ob das ALV die 22 Katzen mit Verfügung vom 3. Oktober 
2019 zu Recht beschlagnahmt und der Regierungsrat die Rechtmässigkeit dieser Massnahme 
zu Recht bejaht hat. Dabei gilt speziell zu berücksichtigen, dass das Katzenasyl des Beschwer-
deführers unbestrittenermassen ältere, nicht stubenreine, chronisch kranke, verwilderte sowie 
psychisch bzw. physisch traumatisierte oder verlassene Katzen aufnimmt. 

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5.2 Aus dem Dokument "Situationsbeschrieb: Tierwohl und Tiergesundheit am 5. August 
2019" (act. 71), welches im Anschluss an die superprovisorische Beschlagnahmung am 
20. September 2019 durch das ALV erstellt wurde, geht hervor, dass am 5. August 2019 im 
Katzenasyl 57 Katzen gezählt und triagiert worden seien. Bei 40 Katzen seien gesundheitliche 
Mängel festgestellt worden. Die grosse Anzahl Katzen, die an Maulschleimhaut- und Zahn-
fleischentzündungen oder an Problemen im Zusammenhang mit dem Gebiss gelitten hätten 
und sich dadurch nicht selber hätten säubern können, sowie die ebenfalls grosse Anzahl Kat-
zen, welche an Augen- und Nasenausfluss gelitten hätten, habe auf ein chronisches, schwer-
wiegendes Managementproblem im Katzenasyl hingedeutet. Die Katzen seien offensichtlich 
nicht artgerecht betreut worden und hätten aufgrund der fehlenden Betreuung, Pflege und me-
dizinischen Therapie tierschutzrelevante Symptome aufgewiesen. Viele Katzen hätten zum 
Zeitpunkt der Beschlagnahme unter dem sog. Katzenschnupfenkomplex gelitten, einer Infekti-
onskrankheit, welche durch Viren und Bakterien verursacht werde. Infolge Stress, hohen Infek-
tionsdrucks und schlechter Haltungsbedingungen habe sich diese Infektionskrankheit unter den 
Katzen im Katzenasyl verbreitet. Breche diese Krankheit in einem Tierheim aus, seien sofortige 
Quarantäne- und Bekämpfungsmassnahmen angezeigt. Die betroffenen Katzen hätten veteri-
närmedizinisch behandelt werden müssen und einer besonderen pflegerischen Unterstützung 
bedurft. Dasselbe habe für Tiere gegolten, die Träger von Giardien gewesen seien. Überdies 
habe eine hohe Anzahl Katzen Ohrmilben aufgewiesen, was ebenfalls deutlich zeige, dass die 
Pflege der Katzen und die Hygiene in den Räumlichkeiten stark vernachlässigt worden seien. 
Diese Erkrankung sei für das Einzeltier sehr belastend (starker Juckreiz und dadurch bedingtes 
Kratzen bis zur Selbstmutilation). Durch geeignete Betreuung, Behandlung und Hygiene wäre 
diese verhindert worden. Bei Tieren mit Einzeltiererkrankungen (Bauchhernie, Krebs, Innenohr-
problematik etc.) seien die Symptome sehr deutlich von aussen zu erkennen gewesen. 
 
5.3 Anlässlich seiner Befragung am 19. Januar 2022 führt Dr. med. vet. D.____, Belegtier-
arzt im Tierheim F.____, aus, dass alle 22 Katzen krank und teilweise in einem sehr schlechten 
Zustand gewesen seien. Alle Krankheiten seien behandelbar gewesen und hätten unbedingt 
behandelt werden müssen, um das Leiden der Tiere zu mildern und den weiteren Verlauf der 
Krankheit zu stoppen. Die Ohrenentzündungen und die Ohrmilben seien einfach behandelbar. 
Die Ohrenmilben würden sich langsam verteilen, was bedeute, dass dieses Problem schon lan-
ge bestanden habe und nicht angegangen worden sei. Die Haltung dieser 22 Katzen sei nicht 
mit dem Tierschutzgesetz vereinbar gewesen, die angemessene Begleitung und das Controlling 
hätten gefehlt. Zum Katzenschnupfenkomplex hält Dr. med. vet. D.____ weiter fest, dass dies 
eine Infektionskrankheit sei, welche behandelbar, aber teilweise nicht heilbar sei. Nicht heilbar 
sei der Katzenschnupfen, wenn die Gruppen zu gross oder instabil seien. Der Beschwerdefüh-
rer habe im August 2019 keine stabilen Gruppen gehabt. Die kranken Katzen seien nicht isoliert 
und von den gesunden Katzen getrennt worden, was dazu geführt habe, dass sich der Katzen-
schnupfen habe ausbreiten können und eine Heilung der angesteckten Katzen erschwert bzw. 
unmöglich geworden sei. Gleiches gelte in Bezug auf die Ohrenmilben. Die Katzen seien ver-
nachlässigt worden und es sei leicht zu erkennen gewesen, dass die Katzen krank gewesen 
seien. Sie seien mager gewesen, hätten schlechtes Fell, massive Maulentzündungen, Durchfall 
und Ohrenmilben gehabt. Zur Liegenschaft des Beschwerdeführers, welches anlässlich des 
Augenscheins am 19. Januar 2022 besichtigt wurde, hält Dr. med. vet. D.____ weiter fest, dass 

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dort nicht mehr als 30 Katzen gehalten werden könnten und es kein Vergleich mehr sei zum 
Zustand im Herbst 2019. Er sei der Ansicht, der Beschwerdeführer wolle das Beste machen, 
das Controlling im Katzenasyl habe aber gefehlt. Abschliessend stellte Dr. med. vet. D.____ 
fest, dass alle 22 Katzen, welche er untersucht habe, behandlungsbedürftig gewesen seien und 
Krankheiten aufgewiesen hätten, welche bereits vorher hätten behandelt werden können und 
müssen. Es sei davon auszugehen, dass sich alle 22 Katzen im Katzenasyl des Beschwerde-
führers angesteckt hätten. Im September 2019 hätten er und sein Team neun der 22 Katzen 
erlösen müssen, das Leiden dieser neun Tiere sei nicht mehr mit dem Tierschutz vereinbar ge-
wesen, weshalb er sich in Absprache mit dem ALV zu diesem Schritt entschieden habe. Die 
anderen Katzen hätten sich gut erholt und seien während ihres Aufenthaltes im Tierheim auf-
grund ihres Alters oder altersbedingter Krankheiten gestorben. Den fünf Katzen, die heute noch 
lebten, gehe es sehr gut. 
 
5.4 Die amtliche Tierärztin des ALV, med. vet. G.____, führt anlässlich der Parteiverhand-
lung vom 19. Januar 2022 aus, dass am 5. August 2019 rund 60 Katzen untersucht worden 
seien. Der Infektionsdruck sei wegen der grossen Anzahl Katzen sehr hoch gewesen. Be-
schlagnahmt habe man nur die klinisch kränksten Katzen. Die klinische Symptomatik der 
Krankheiten habe gezeigt, dass die Katzen über eine längere Zeit vernachlässigt worden seien. 
Weiter sei die Gruppenzusammensetzung der Katzen schlecht gewesen. Es sei weder nach 
Alter noch nach bestehenden Krankheiten unterschieden worden und es seien dominante dicke 
mit dominierten mageren Katzen zusammen gewesen. Sofern vorgeschädigte Katzen in ein 
Heim kämen, müsse man sie zuerst isolieren und anschliessend in einer geeigneten Gruppe 
angewöhnen. Wichtig sei, die Gruppendynamik gut zu beobachten, dies gelte insbesondere bei 
kranken und älteren Katzen. Allenfalls müsse man die Gruppenzusammensetzung ändern. Dies 
habe der Beschwerdeführer jedoch nicht gemacht. Der Beschwerdeführer habe alte und chro-
nisch kranke Tiere bei sich aufgenommen. Um solche Tiere müsse man sich besonders küm-
mern und sie sofort separieren, wenn ansteckende Krankheiten im Bestand zirkulierten. Man 
müsse diese Tiere schützen. Der Beschwerdeführer sei mehrmals gewarnt worden und man 
habe ihm aufgezeigt, was er in seinem Katzenasyl ändern müsse. Man habe dem Beschwerde-
führer sehr viel Zeit eingeräumt, um die Mängel zu beheben. Den Tieren sei es jedoch immer 
schlechter gegangen. 
 
5.5 Die Kantonstierärztin, Dr. med. vet. H.____, führt zudem an, dass der Beschwerdefüh-
rer keine Bewilligung für sein Katzenasyl gehabt habe. Damals habe man auch noch keine sol-
che Bewilligung gebraucht. Mittlerweile habe er ein Gesuch gestellt und ihm sei eine Bewilli-
gung für das Halten von 30 Katzen in den Räumlichkeiten des Katzenasyls ausgestellt worden. 
 
5.6 Dr. med. vet. E.____ gibt anlässlich seiner heutigen Befragung an, dass er seit Oktober 
2018 der Tierarzt des Katzenasyls sei. Am Anfang habe er im Katzenasyl einen Rundgang ge-
macht, um die Katzen genauer anzusehen. In der Praxis seien dann Blutkontrollen durchge-
führt, Zähne saniert sowie kleinere Operationen gemacht worden. In der Zeit von April bis Au-
gust 2019 sei er zwei Mal im Katzenasyl gewesen. Der Beschwerdeführer habe die Katzen je-
weils zu ihm in die Praxis gebracht, da man vor Ort nicht viel machen könne. Wenn der Be-
schwerdeführer ihn ins Katzenasyl bestellt habe, habe er sich die betreffende Katze angeschaut 

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und wenn ihm noch etwas bei einer anderen Katze aufgefallen sei, habe er diese auch unter-
sucht. Er habe aber nicht bei jedem Besuch alle Katzen untersucht und er habe auch nicht je-
den Monat alle Katzen gesehen. Dr. med. vet. E.____ führt weiter aus, dass es in diesem Zu-
fluchtsheim nicht eine einzige gesunde Katze gebe und es bei diesen Tieren nur darum gehe, 
ob sie sterben müssten oder nicht. Im Katzenasyl habe er Katzen mit Katzenschnupfen festge-
stellt. Diese Katzen hätten chronischen Katzenschnupfen gehabt und seien austherapiert ge-
wesen. Es habe sich nur die Frage gestellt, ob diese Tiere eingeschläfert werden müssten oder 
nicht. Ein bakterieller Katzenschnupfen sei nicht ansteckend. Zudem seien die meisten Katzen 
gegen Katzenschnupfen geimpft. Den Impfstatus der Katzen habe er nicht kontrolliert. Er glau-
be nicht, dass es einen akuten Ausbruch von Katzenschnupfen gegeben habe. Ohrenmilben 
gebe es immer in solchen Betrieben. Diese Krankheit werde behandelt und es wäre gut, wenn 
man eine Quarantäne machen würde, da die Ohrenmilben hochansteckend seien. Da er nicht 
alle Katzen gesehen habe, könne er auch nicht beurteilen, ob alle Katzen Ohrenmilben gehabt 
hätten. Zudem habe er keine Tiere beobachtet, welche nicht in seiner Krankenakte stehen wür-
den. Er habe auch den Chip einer Katze nicht abgelesen, bevor er sie untersucht habe. Er habe 
sich auf die Aussagen des Beschwerdeführers verlassen. Dr. med. vet. E.____ gibt weiter an, 
dass er gewisse Katzen früher einem Tierarzt vorgestellt hätte, als dies der Beschwerdeführer 
getan habe, er sei aber der Meinung, das Controlling des Katzenasyls obliege dem Inhaber. 
Zahnprobleme bei Katzen seien so früh wie möglich einem Tierarzt zu zeigen. Die Gruppen-
grösse sei immer ein Problem. Katzen seien keine Rudeltiere. Je kleiner die Katzengruppe sei, 
desto besser sei dies für die Tiere, insbesondere wenn es einer Katze nicht gut gehe. Die Re-
duktion des Bestandes habe sicher etwas gebracht. Den Zustand der 22 Katzen zum Zeitpunkt 
der Beschlagnahmung könne er nicht beurteilen. Zum Haus, in welchem sich das Katzenasyl 
befindet, führt Dr. med. vet. E.____ aus, dass die dortigen baulichen Bedingungen im Jahr 2019 
sicher an der obersten Grenze gewesen seien für 60 Tiere. Es sei ein grosser Aufwand betrie-
ben worden, das Wohnhaus des Beschwerdeführers zu einem Katzenheim umzugestalten, und 
jetzt sei das Haus in Ordnung für die Katzen. Der Beschwerdeführer sei ihm immer bemüht vor-
gekommen und habe alles richtigmachen wollen. Der Behandlungs- und Betreuungsaufwand 
für die Katzen im Asyl hänge stark damit zusammen, wie der Gesundheitszustand der einzel-
nen Katzen sei und wie viele Katzen gleichzeitig behandelt werden müssten. 
 
6.1.1 Dem Beschwerdeführer ist dabei zuzustimmen, dass die Feststellung der Schmerzen 
oder Leiden der Katzen schwierig ist und Unsicherheiten mit sich bringt (vgl. RITA JEDELHAUSER, 
Das Tier unter dem Schutz des Rechts, Diss. 2011, S. 241). Wie sich anlässlich der Parteiver-
handlungen gezeigt hat, bestehen auch rund um die Behandlung der tierischen Leiden ver-
schiedene Meinungen (vgl. E. 5.3, 5.4 und 5.6 hiervor). Die beschlagnahmten 22 Katzen wur-
den am 5. August 2019 von einer amtlichen Tierärztin und deren Team triagiert (vgl. Plädoyer 
Kantonstierärztin vom 19. Januar 2022, act. 52 und act. 59) und anschliessend im Tierheim 
F.____ von Dr. med. vet. D.____ mit seinem Team tiermedizinisch untersucht. Dr. med. vet. 
E.____ gibt an, dass er den Gesundheitszustand der 22 Katzen zum Zeitpunkt der Beschlag-
nahme nicht beurteilen könne (vgl. E. 5.6). Zudem hat er die Hälfte der beschlagnahmten Kat-
zen nie untersucht (vgl. E. 6.2.3 hiernach). Demzufolge ist zur Beurteilung des Zustands der 22 
Katzen zum Zeitpunkt der Beschlagnahme insbesondere auf die Pflegeberichte (act. 63), die 
Aussagen von Dr. med. vet. D.____, die Aussagen der amtlichen Tierärztin (vgl. E. 5.4 hiervor) 

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und den "Situationsbeschrieb: Tierwohl und Tiergesundheit am 5. August 2019" (act. 71) abzu-
stellen. Den Pflegeberichten vom 5. August 2019 (act. 63) lässt sich entnehmen, dass sieben 
Katzen mit Katzenschnupfen in Quarantäne untergebracht und teilweise in Kombination mit 
Gebisssanierungen behandelt werden mussten. Mehr als die Hälfte der Katzen hatte Nasen- 
und/oder Augenausfluss. Zwei Katzen wiesen einen schlechten Allgemeinzustand auf und wa-
ren mager. Acht Katzen hatten eine Zahnsanierung dringend nötig und teilweise zusätzlich ein 
Zungengeschwür. Zungengeschwüre wiesen weitere zwei Katzen auf und drei Katzen mussten 
aufgrund ihres Verhaltens gesundheitlich abgeklärt werden. Bei allen 22 Katzen wurden Ohren-
entzündungen durch Ohrenmilben entweder nachgewiesen oder vermutet. Dr. med. vet. D.____ 
führte anlässlich seiner Befragung aus, dass der Katzenschnupfenkomplex insbesondere zu 
eitrigem Nasenausfluss und massiven schmerzhaften Maulentzündungen bis in den Gaumen 
führe. Die Katzen seien mit Kot verschmutzt gewesen, weil die Selbstreinigung durch die Maul-
entzündungen nicht mehr funktioniert habe. Den Pflegeberichten vom 5. August 2019 lässt sich 
ebenfalls entnehmen, dass das Fell bei rund der Hälfte der Katzen dreckig und verfilzt war. Die 
amtliche Tierärztin gab im Rahmen ihrer Befragung am 19. Januar 2022 an, dass die beschlag-
nahmten Katzen klinisch krank gewesen und nur die kränksten mitgenommen worden seien 
(vgl. E. 5.4 hiervor). Dem "Situationsbeschrieb: Tierwohl und Tiergesundheit am 5. August 
2019" (act. 71) ist ebenfalls zu entnehmen, dass die 22 Tiere aufgrund des sehr schlechten 
Allgemeinzustands, verbunden mit schlechter Pflege, fehlender oder ungenügender tiermedizi-
nischer Betreuung und des Vorliegens ansteckender Infektionskrankheiten (Katzenschnupfen-
komplex, Ohrmilben) beschlagnahmt worden seien (vgl. E. 5.2 hiervor). Gestützt darauf ist er-
stellt, dass alle Tierärztinnen und Tierärzte, welche die 22 Katzen im Zeitraum der Beschlag-
nahme untersucht haben, zum Schluss gekommen sind, dass diese Katzen zum Zeitpunkt der 
Beschlagnahme klinisch krank waren. 
 
6.1.2 Der Beschwerdeführer bestreitet die Diagnosen in den Pflegeberichten vom 
5. August 2019 grundsätzlich nicht. Er bringt dagegen vor, dass die Katzen aufgrund ihres Al-
ters oder einer vorbestehenden chronischen Krankheit in einem schlechten gesundheitlichen 
Zustand gewesen seien und er diese gesundheitlichen Defizite nicht hätte beheben können. 
Belege, aus welchen der Gesundheitszustand der 22 Katzen beim Eintritt ins Katzenasyl her-
vorgeht oder allfällige Vorerkrankungen vermerkt sind, sind weder in den Akten enthalten noch 
reicht der Beschwerdeführer solche ein. Der Katzenliste (Stand 9. Oktober 2018, act. 0), lässt 
sich lediglich entnehmen, weshalb gewisse Tiere ins Katzenasyl gekommen sind (Tod der Be-
sitzer, Wohnungswechsel der Besitzer, Besitzer im Altersheim, Unsauberkeit, etc.). In seiner 
Beschwerde listet der Beschwerdeführer in allgemeiner Form diverse Erkrankungen (Nierenun-
terfunktion, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes usw.) oder Einschränkungen (extrem scheue, 
unsaubere, aggressive, blinde, taube Katzen oder Katzen, welchen eine Gliedmasse fehlt) auf, 
an welchen die Katzen in seinem Katzenasyl leiden würden. Zu keiner der 22 beschlagnahmten 
Katzen gibt der Beschwerdeführer an, welche chronische Leiden diese gehabt hat und wie die-
se Leiden im Zusammenhang mit den im August 2019 tierärztlich festgestellten Krankheiten 
steht. Entscheidend ist jedoch, dass die 22 Katzen zum Zeitpunkt der Beschlagnahme klinisch 
krank waren und aufgrund dieser in E. 6.1 erwähnten Krankheiten beschlagnahmt wurden. Kei-
ne der 22 Katzen wurde ausschliesslich wegen den vom Beschwerdeführer allgemein aufge-

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führten Vorerkrankungen beschlagnahmt (vgl. E. 6.1 hiervor, act. 57, Bilder der Katzen bei der 
Eintrittskontrolle im Tierheim F.____). 
 
6.2.1 Die vorwiegend alten und chronisch kranken Katzen im Katzenasyl bedürfen aufgrund 
ihrer Vorbelastung einer ihrem Zustand angemessenen tiermedizinischen Überwachung, Be-
treuung und intensiven Pflege (vgl. E. 4.1, 5.3 und E. 5.4 hiervor sowie Urteil des Bundesge-
richts 2C_416/ 2020 vom 10. November 2020 E. 4.4.4). Es ist namentlich zu vermeiden, dass 
diese Tiere Stress und grosser Belastung ausgesetzt sind (vgl. E. 5.3 und E. 5.4 hiervor). Wie 
bereits in der Verfügung des ALV vom 5. April 2019 in Ziffer 4 verlangt und von der Kantons-
tierärztin sowie von Dr. med. vet. D.____ ausgeführt wurde, ist insbesondere auf die Gruppen-
zusammensetzung zu achten. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die Katzengruppen nicht 
zu gross und in ihrer Zusammensetzung stabil sind, wodurch die Verbreitung von Krankheiten 
kontrolliert, der Infektionsdruck verringert und der Stress für die einzelnen Tiere deutlich mini-
miert werden kann (vgl. E. 5.3, 5.4 und 5.6 hiervor). Im Rahmen der Kontrolle im Katzenasyl am 
5. August 2019 wurden mehrere Katzen in den Gängen, dem Treppenhaus und der Futterküche 
gehalten, wobei die Einrichtungen in diesen Bereichen schlecht gewartet und kaum strukturiert 
waren (vgl. act. 71). Zudem hielten sich entgegen der Anweisung in Ziffer 6 der Verfügung vom 
5. April 2019 die Katzen mehrheitlich in der Futterküche auf, was aus hygienischen Gründen 
höchst problematisch ist, da sich Infektionserreger so in der ganzen Katzenpopulation ausbrei-
ten können (vgl. act. 71). Der tierärztlich festgestellte bzw. vermutete Ohrenmilbenbefall bei den 
22 beschlagnahmten Katzen deutet ebenfalls darauf hin, dass der Beschwerdeführer über län-
gere Zeit keine stabilen Katzengruppen hatte und sich die Krankheit somit unkontrolliert aus-
breiten konnte (vgl. E. 5.3, 5.4 und 5.6 hiervor). Dies ergibt sich namentlich aus der Triagenliste 
vom 5. August 2019 (act. 52), wonach die 22 beschlagnahmten Katzen aus allen fünf Aufent-
haltsbereichen im Katzenasyl stammen (Treppenhaus, Raum 4, EG 1, EG 2 und OG 2). Entge-
gen der Auflage, einen Quarantäneraum im Katzenasyl zu errichten, um infektiöse Katzen iso-
lieren zu können (vgl. Verfügung vom 5. April 2015 Ziffer 7), wurden die kranken Katzen im Kat-
zenasyl nicht isoliert und von den gesunden Katzen getrennt. Dies hat unter anderem dazu ge-
führt, dass sich der Katzenschnupfen insbesondere unter den ungeimpften Katzen ausbreiten 
konnte und eine Behandlung sowie Erholung der angesteckten Katzen erschwert bzw. unmög-
lich geworden ist (vgl. Plädoyer der Kantonstierärztin am 3. Februar 2022 sowie E. 5.4 und 
E. 5.3 hiervor). Auch kranke Katzen, welche austherapiert sind, müssen ihrem Zustand ent-
sprechend adäquat untergebracht werden. Nicht nur die am Katzenschnupfenkomplex leiden-
den Tiere, sondern auch die anderen kranken Katzen, welche beschlagnahmt wurden, lebten in 
instabilen Gruppen und waren dadurch unnötigem zusätzlichen Stress (dominante und domi-
nierte sowie dicke und dünne Katzen zusammen, vgl. E. 5.4 hiervor), grossen Belastungen 
durch die hohe Katzendichte und einem grossen Infektionsdruck ausgesetzt. Durch die fehlen-
de konsequente Gruppenstruktur und die fehlende Quarantäne oder Isolation hat der Be-
schwerdeführer die ohnehin schon vorbelasteten Tiere weiterem unnötigen Stress ausgesetzt, 
obschon er wusste, dass seine Katzen chronisch krank, alt und teilweise traumatisiert (vgl. Be-
schwerde vom 29. Juli 2020) und zudem nicht alle Katzen in seinem Katzenasyl geimpft waren 
(vgl. Protokoll der Einvernahme des Beschwerdeführers vom 8. April 2021). 
 

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6.2.2 Das Fehlen von stabilen Katzengruppen erschwert zudem die Übersicht über rund 60 
Katzen und das entsprechende Controlling deutlich. Dadurch kann die jedem Tier zustehende 
angemessene Pflege nicht sichergestellt werden, sofern nicht genügend ausgebildetes Perso-
nal vorhanden ist. Der Beschwerde ist zu entnehmen, dass im Katzenasyl eine angelernte Tier-
pflegerin (80 – 100% Pensum) sowie eine ehrenamtliche Mitarbeiterin (für Fellpflege und Admi-
nistration), welche ein bis zwei Mal in der Woche anwesend sei, sowie ein Springer im Notfall 
und eine Tierpflegerin EFZ (Wildtiere) beschäftigt gewesen seien (vgl. Beschwerdebeilage 
Nr. 3). Gestützt auf diese Angaben ist davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Beschlagnah-
me nur eine ausgebildete Tierpflegerin angestellt war, wobei ihr Arbeitspensum nicht vermerkt 
ist. Die anderen Mitarbeitenden waren angelernte oder ungelernte Tierpflegende und in teilwei-
se sehr kleinen Pensen oder nur im Notfall anwesend. Zur Organisation der Tierpflege in sei-
nem Katzenasyl hält der Beschwerdeführer fest, dass die Fütterung der Tiere durch ihn erfolge 
und sich die Angestellten um die Reinigung der Infrastruktur und die Betreuung der Katzen 
kümmern würden. Was die Betreuung der Katzen beinhaltet, geht aus den Vorbringen des Be-
schwerdeführers hingegen nicht hervor. Auch wenn bei der Betreuung von einem Minimalstan-
dart ausgegangen wird, müssen die personellen Ressourcen im Katzenasyl zum Zeitpunkt der 
Beschlagnahme als ungenügend angesehen werden, um bei jeder einzelnen der rund 60 Kat-
zen deren gesundheitlichen Zustand und das Allgemeinbefinden täglich zu überprüfen und all-
fällige Mängel oder Krankheiten rasch zu erkennen und zu behandeln (vgl. Ziffer 1 der Verfü-
gung vom 5. April 2019 und Urteil des Bundesgerichts 2C_416/2020 vom 10. November 2020 
E. 4.4.4). Das zeigt zum einen der Umstand, dass sich die Katzenpopulation im Katzenasyl er-
holen konnte, nachdem der Bestand reduziert worden war und die besonders schwer erkrank-
ten Tiere beschlagnahmt worden waren (vgl. act. 75 und 75a, Informationsschreiben und Ak-
tennotiz betreffend Nachkontrolle durch das ALV am 9. Oktober 2019). Zum anderen wird diese 
Einschätzung dadurch bestätigt, dass dem Beschwerdeführer mittlerweile eine Bewilligung für 
eine gewerbsmässige Tierhaltung für lediglich 30 Katzen erteilt wurde, und zwar primär man-
gels nötiger personeller Ressourcen zum Halten von mehr Tieren (vgl. Eingabe des Beschwer-
degegners vom 16. November 2021).  
 
6.2.3 Seiner Beschwerde legte der Beschwerdeführer leere Tabellen zu verschiedenen Auf-
gaben und zu Anleitungen für Arbeiten im Katzenasyl bei (vgl. Beschwerdebeilage Nr. 4), wel-
che jedoch entweder nicht oder vom 25. bzw. 28. November 2019 datiert sind und somit von 
der Zeit nach der Beschlagnahme stammen. Obwohl der Beschwerdeführer wiederholt betont, 
dass er in seinem Katzenasyl insbesondere ältere und chronisch kranke Katzen aufnimmt, wel-
che aufgrund ihres Zustands regelmässig untersucht und kontrolliert werden müssten, macht 
der Beschwerdeführer keine Angaben zu individuellen Pflege- und Massnahmeplänen oder zum 
Ablauf und Umfang der medizinischen Behandlung seiner Katzen. Entgegen seinen Angaben in 
der Beschwerde ist der Beschwerdeführer der Aufforderung des ALV, dass alle Katzen des 
Katzenasyls bis auf weiteres einmal monatlich vom zuständigen Tierarzt kontrolliert werden 
müssen (vgl. Verfügung des ALV vom 5. April 2019 Ziffer 2), nicht nachgekommen und 
Dr. med. vet. E.____ war in der Zeit zwischen April und August 2019 nur zwei Mal im Katzen-
asyl zur Kontrolle (vgl. Krankenakten B.____ von Dr. med. vet. E.____ und E. 5.6 hiervor). 
Dr. med. vet. E.____ hat von den 22 beschlagnahmten Katzen nur die Hälfte überhaupt jemals 
untersucht, und von diesen wurden lediglich vier in den zwei Monaten vor der Beschlagnahme 

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dem Tierarzt vorgestellt. Die Untersuchung der anderen Katzen lag länger als zwei Monate zu-
rück (vgl. Krankenakten zum Katzenasyl B.____ von Dr. med. vet. E.____). Gestützt auf die 
vorstehenden Erwägungen war eine nach Art. 5 TSchV geforderte stabile Überwachung sowie 
eine individuelle medizinische Pflege und Betreuung der einzelnen Katzen im Katzenasyl bis 
zur Kontrolle am 5. August 2019 somit nicht gewährleistet, wodurch die Tiere in ihrem Wohlbe-
finden in erheblichem Masse eingeschränkt wurden. 
 
6.3.1 Der Beschwerdeführer konnte während rund eines Jahres trotz mehrmaliger Aufforde-
rungen durch das ALV und der Einrichtung eines Bestandestierarztes die Situation der 22 Kat-
zen nicht verbessern. Insbesondere die Zahnprobleme der Katzen waren dem Beschwerdefüh-
rer bekannt (vgl. Protokoll der Einvernahme des Beschwerdeführers vom 8. April 2021). Diese 
Zahnerkrankungen sind sehr schmerzhaft und zeitnah von einem Tierarzt zu behandeln, da der 
Krankheitsverlauf schlimmer wird, wenn die Krankheit nicht behandelt wird (vgl. Vernehmlas-
sung des ALV an den Regierungsrat vom 4. März 2020 und E. 5.6 hiervor). Allein in den Mona-
ten Oktober und November 2019 wurden bei fünf der beschlagnahmten Katzen Zahnsanierun-
gen vorgenommen (vgl. Bericht von Dr. med. vet. D.____ vom 26. Dezember 2019), was deut-
lich den Handlungsbedarf aufzeigt. Für die Behandelbarkeit der Krankheiten spricht zudem, 
dass die Katzen im Tierheim medizinisch behandelt wurden (vgl. Medikamentenliste "Quarantä-
ne Schnupfen" und act. 63) und sie sich während ihres Tierheimaufenthaltes grösstenteils gut 
erholt haben (vgl. E. 5.3 hiervor, act. 63). Die fünf noch lebenden Katzen können nach Aussage 
der Kantonstierärztin mittlerweile sogar vermittelt werden. Insbesondere Ohrmilben und Zahn-
sanierungen waren behandelbar und der Katzenschnupfenkomplex sowie die Giardien hätten 
mindestens gemildert werden können. Ansteckende Infektionskrankheiten (Ohrenmilben, Kat-
zenschnupfenkomplex, Giardien) wurden nicht bekämpft und ein erneutes Ausbrechen und die 
Weiterverbreitung insbesondere unter den ungeimpften Katzen wurden durch instabile Grup-
penzusammensetzung und fehlende Quarantäne begünstigt (vgl. E. 6.2.2 und E. 6.2.3 hiervor). 
Tiere mit Gebissproblemen (Zahnstein, Maulschleimhautentzündungen, offene Zahnwurzel) 
wurden nur ungenügend therapiert und teilweise nicht oder schon länger nicht mehr einem 
Tierarzt vorgestellt (vgl. Krankenakte B.____ und Pflegeberichte vom 5. August 2019). Dem 
Einwand des Beschwerdeführers, dass bei gewissen Tieren die medizinische Behandlung un-
mittelbar vor der Beschlagnahme begonnen habe, ist entgegenzuhalten, dass der Beschwerde-
führer während fast einem Jahr immer wieder auf die gesundheitlichen Mängel seiner Katzen 
hingewiesen wurde und er eine Behandlung früher hätte beginnen können bzw. müssen. Er 
macht nicht geltend, dass die Krankheiten erst kurz vor der Beschlagnahme ausgebrochen sei-
en. Auch das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach sich die Katzen im Tierheim nicht 
erholt hätten und eine Katze nach zwei Monaten immer noch Augenausfluss gehabt habe, ver-
mag nicht zu überzeugen, zumal der Besserungsprozess bei derart fortgeschrittenen unbehan-
delten Erkrankungen sicher länger dauert. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Erwägungen 
ist erstellt, dass die gesundheitliche Situation der einzelnen Katzen, welche schliesslich zur Be-
schlagnahme geführt hat (vgl. E. 6.1 hiervor), teilweise durch Ansteckung und insbesondere 
durch ungenügende Pflege im Katzenasyl entstanden ist. 
 
6.3.2 Der Beschwerdeführer nimmt in seinem Katzenasyl überwiegend kranke, alte, trauma-
tisierte und verwilderte Tiere auf. Diese Tiere müssen aufgrund ihrer Vorbelastung besonders 

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geschützt werden (vgl. E. 5.4 hiervor, Urteil des Bundesgerichts 2C_416/2020 vom 
10. November 2020 E. 4.4.4) und es wäre am Beschwerdeführer gelegen, den kranken Katzen 
in seinem Katzenasyl die erforderliche Behandlung zukommen zu lassen und sie ihrem Zustand 
entsprechend unterzubringen und zu pflegen (Art. 5 Abs. 2 TSchV), was in Anbetracht der fest-
gestellten gesundheitlichen Verfassung der 22 Katzen (vgl. E. 6.1 hiervor) bei diesen nur unge-
nügend erfolgte. Es oblag dem Beschwerdeführer, sein Katzenasyl so zu führen und zu organi-
sieren, dass er seiner Fürsorgepflicht in genügendem Masse nachkommen kann. Insbesondere 
setzt ein grosser Tierbestand einen entsprechend grösseren Personaleinsatz für die tierschutz-
konforme Haltung voraus und die Tierhalterpflichten sowie die Tierschutzbestimmungen müs-
sen unabhängig von der Infrastruktur und dem Pflegeaufwand eingehalten werden (vgl. Art. 4 
Abs. 1 und 2, Art. 6 Abs. 1 TSchG, JEDELHAUSER, a.a.O., S. 117). In Anbetracht der vorstehend 
dokumentierten schwerwiegenden Mängel lag im Zeitpunkt der Beschlagnahme keine tier-
schutzrechtlich konforme Haltung der 22 Katzen vor. Vielmehr lag seitens des Beschwerdefüh-
rers ein mangelhaftes Controlling vor und der Bestand von damals rund 60 Katzen war zu 
gross, einerseits gemessen an den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten, andererseits ge-
messen an den gegebenen personellen Ressourcen. Dem ALV sowie dem Regierungsrat ist 
dabei zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer seine Fürsorgepflicht gemäss Art. 6 Abs. 1 
TSchG verletzt hat und die 22 beschlagnahmten Katzen im Sinne von Art. 24 Abs. 1 TSchG 
erheblich vernachlässigt wurden. 
 
7.1 Eine definitive Beschlagnahme kommt in Betracht, wenn die zuständige Behörde nach 
sorgfältiger Prüfung zum Schluss kommt, dass der Tierhalter auch in Zukunft nicht in der Lage 
sein wird, angemessen für das Tier zu sorgen (Urteil des Bundesgerichts 2C_122/2019 vom 6. 
Juni 2019 E. 4.3). 
 
7.2 Trotz der am 22. Oktober 2018 durch das ALV ergangenen Aufforderung zur Umset-
zung der Sofortmassnahmen vom 24. September 2018 sowie einer erneuten Kontrolle des ALV 
am 1. Februar 2019, anlässlich welcher mehrheitlich kranke Katzen mit Augen- und Nasenaus-
fluss, hervorstehendem drittem Augenlid, stumpfem Fell und reduziertem Allgemeinzustand 
sowie apathische Katzen (vgl. act. 24 und act. 26) angetroffen wurden, ergab die Kontrolle am 
5. August 2019 das gleiche Bild der Katzen im Katzenasyl, was vom Beschwerdeführer grund-
sätzlich auch nicht bestritten wird. Der Beschwerdeführer legt nicht dar und es sind den Akten 
keine Hinweise dafür zu entnehmen, wie er in der Zeit zwischen Oktober 2018 und August 2019 
die erforderlichen Behandlungen gewährleistet hat, den pflegerischen Bedürfnissen seiner Kat-
zen nachgekommen ist und versucht hat, die festgestellten Leiden zu lindern und allenfalls zu 
beheben. Vielmehr geht aus den Akten hervor, dass er von den 22 beschlagnahmten Katzen 
nur die Hälfte dem Bestandestierarzt gezeigt und dieser in der Zeit von April bis August 2019 
lediglich zwei Mal im Katzenasyl einen Rundgang gemacht hat (vgl. E. 6.2.3 hiervor). Am 2. Mai 
2019 führte Dr. med. vet. E.____ im Katzenasyl eine Triage durch und bei 16 der 22 Katzen 
wurden Sofortmassnahmen insbesondere in Bezug auf die Zähne vermerkt (vgl. Tabelle: Triage 
Katzen, Katzenasyl B.____ 2. Mai 2019). Bis im August 2019 wurden jedoch nur 4 der 16 Kat-
zen bei Dr. med. vet. E.____ in diesem Zusammenhang behandelt (vgl. Krankenakten B.____ 
von Dr. med. vet. E.____). Unklar ist, ob es sich dabei um aktuelle Sofortmassnahmen gehan-
delt hat oder ob die Tabelle nicht aktualisiert wurde und es sich um die Sofortmassnahmen 

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handelte, welche bereits in der Triage vom 8. Oktober 2018 festgehalten wurden (vgl. Tabelle: 
Triage Katzen, Katzenasyl B.____ vom 8. Oktober 2018 und vom 7. März 2019 und act. 52). 
Gemäss Bericht des ALV vom 20. September 2019 war der schlechte Zustand der Katzen auf 
eine Überforderung des Beschwerdeführers und seiner Mitarbeitenden und/oder auf ungenü-
gende Wahrnehmung der bestehenden Probleme zurückzuführen (act. 71). Angesichts der 
Verantwortung des Beschwerdeführers für das Wohlergehen der Katzen in seinem Katzenasyl 
kommt es jedoch nicht darauf an, aus welchen Gründen er dieser Verantwortung nicht genü-
gend nachgekommen ist. Dem Beschwerdeführer ist dabei zuzustimmen, dass im Rahmen der 
Kontrolle des ALV vom 9. Oktober 2019 eine Verbesserung des Zustands im Katzenasyl fest-
gestellt wurde. Jedoch wurde diese Entwicklung auf die Bestandesreduktion zurückgeführt 
(vgl. act. 75 und 75a). Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es sei dem ALV nur darum 
gegangen den Bestand zu reduzieren. Dem ist grundsätzlich nicht zu widersprechen, zumal es 
dem ALV offenbar darum ging, im Katzenasyl des Beschwerdeführers eine tierschutzgerechte 
Tierhaltung zu erreichen. Dazu gehörte, wie sich gezeigt hat, auch die Reduktion des Tierbe-
standes und die Anpassung an die vorhandenen Kapazitäten. Wie sich anlässlich des Augen-
scheins am 19. Januar 2022 gezeigt hat, haben sich der Zustand und die Hygiene im Katzen-
asyl deutlich verbessert, was von den Tierärztinnen und Tierärzten bestätigt wurde (vgl. E. 5.3 
und 5.6). Gestützt darauf wurde dem Beschwerdeführer mittlerweile eine Bewilligung für die 
Haltung von 30 Katzen ausgestellt (vgl. E. 5.5 und 6.2.3 hiervor). Die Bewilligung hat der Be-
schwerdeführer angefochten und eine Erhöhung der Begrenzung auf 80 Katzen verlangt 
(vgl. Eingabe des Beschwerdegegners vom 16. November 2021), was gegen die Einsicht des 
Beschwerdeführers in seine begrenzteren Kapazitäten spricht, zumal er bereits mit 60 Katzen 
nachweislich überfordert war. Weiter hat sich anlässlich des Augenscheins gezeigt und wurde 
von der Kantonstierärztin bemängelt, dass der Beschwerdeführer entgegen den bundesgericht-
lich bestätigten Auflagen in der Verfügung vom 5. April 2019 nach wie vor keinen Quarantäne-
raum in seinem Katzenasyl hat und leere Tierkäfige in den Katzenräumen stehen. Einsicht in 
die desolate Situation im Katzenasyl im August 2019 zeigt der Beschwerdeführer somit nicht 
und er erklärt die damaligen Gegebenheiten vielmehr mit externen Umständen oder dem Fehl-
verhalten anderer (vgl. Protokolle der Einvernahmen des Beschwerdeführers vom 8. April 2021 
und 10. Mai 2021). Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen hat der Beschwerdeführer im 
Oktober 2019 keine Gewähr dafür geboten, dass er in der Lage sein wird, angemessen für die-
se 22 Katzen zu sorgen. Gleichzeitig vermag der Beschwerdeführer, insbesondere mit Blick auf 
die nach wie vor nicht erfüllten Auflagen vom 5. April 2019, auch im jetzigen Zeitpunkt nicht 
überzeugend darzutun, dass er für mehr als die mittlerweile bewilligte Katzenzahl eine tier-
schutzkonforme Haltung gewährleisten kann.  
 
8.1 Zu prüfen bleibt, ob die mit Verfügung vom 3. Oktober 2019 getroffene Beschlagnahme 
der 22 Katzen verhältnismässig ist. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) 
verlangt, dass behördliche Massnahmen für das Erreichen des im öffentlichen oder privaten 
Interesse liegenden Zieles geeignet und erforderlich sind und sich für die Betroffenen als zu-
mutbar erweisen (vgl. BGE 137 I 31 E. 7.5; 136 I 87 E. 3.2). Dies gilt auch in Bezug auf Mass-
nahmen, die gestützt auf Art. 24 Abs. 1 TSchG angeordnet werden, wie namentlich die Be-
schlagnahme von Tieren (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_416/2020 vom 10. November 
2020 E. 4.2.4, 2C_ 122/2019 vom 6. Juni 2019 E. 5, 2C_ 1070/2015 vom 26. September 2016 

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E. 2.4). Bei der Beurteilung, welche Massnahmen im Einzelfall am zweckmässigsten sind, 
kommt der zuständigen Behörde ein gewisser Ermessensspielraum zu (Urteil des Bundesge-
richts 2C_416/2020 vom 10. November 2020 E. 4.2.4). 
 
8.2 Vorliegend besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse an einer tiergerechten Hal-
tung bzw. am Schutz des Wohlergehens der Tiere (vgl. Art. 80 Abs. 2 lit. a BV; Art. 1 TSchG). 
Die Beschlagnahme ist ohne Weiteres geeignet, dieses öffentliche Interesse zu wahren. Der 
Beschwerdeführer macht geltend, dass die Beschlagnahme weder erforderlich noch geeignet 
gewesen sei, da die Katzen trotz Behandlung im Tierheim gestorben seien. Dem kann nicht 
gefolgt werden. Die Tierhaltung des Beschwerdeführers wurde, wie bereits ausgeführt, wieder-
holt von den zuständigen Behörden beanstandet. Dabei wurden verschiedene Massnahmen 
mehrmals angeordnet (vgl. act. 4, act. 11, act. 24, act. 26 und act. 37), darunter eine Tierreduk-
tion entsprechend den vorhandenen personellen Ressourcen, die Gewährleistung monatlicher 
tierärztlicher Hausbesuche sowie die Zusammensetzung geeigneter Katzengruppen. Selbst 
wenn der Beschwerdeführer einzelnen Aufforderungen nachgekommen ist, war eine nachhalti-
ge Verbesserung der Katzenhaltung im August/Oktober 2019, wie bereits ausgeführt, nicht ge-
geben (vgl. E. 7.2 hiervor). Wie ebenfalls dargelegt, zeigt der Beschwerdeführer keine Einsicht 
in die damalige desolate Situation, sondern beschränkt sich im Wesentlichen darauf, diese zu 
bestreiten oder herunterzuspielen (vgl. E. 7.2 hiervor). Den Katzen musste aufgrund ihres 
schlechten Gesundheitszustands (vgl. E. 5.3 und 5.4 hiervor) die nötige medizinische Behand-
lung ermöglicht werden, was vom Beschwerdeführer unterlassen wurde. Schon alleine durch 
das Zulassen der tierschutzwidrigen Situation im August 2019 hat der Beschwerdeführer ge-
zeigt, dass er nicht für den tierschutzgerechten Zustand der Katzen sorgen konnte oder wollte. 
Es hätte dem Schutzbedürfnis der 22 Katzen widersprochen, ihre Leiden unbehandelt zu las-
sen. Damit war die Beschlagnahme erforderlich, um die stark beeinträchtigten Katzen unver-
züglich ihrem Zustand entsprechend unterzubringen, zu pflegen und zu behandeln. Fast die 
Hälfte der beschlagnahmten Katzen musste im Oktober 2019 eingeschläfert werden, weil ihr 
Zustand derart schlecht und mit dem Tierschutz nicht mehr vereinbar war (vgl. act. 76, Informa-
tionsschreiben des ALV vom 11. Oktober 2019 und E. 5.3 hiervor). Einige wenige Katzen sind 
von Alters wegen verstorben und die fünf noch lebenden Katzen haben sich sehr gut erholt 
(vgl. E. 5.3 hiervor). Dennoch raten die Kantonstierärztin, die amtliche Tierärztin sowie Dr. med. 
vet. D.____ von einer Rückgabe dieser fünf Tiere ins Katzenasyl ab. Die fünf Katzen bestünden 
aus einer Vierergruppe und einem Einzelgänger, was so beibehalten werden müsse. Zudem 
stelle das Katzenasyl eine vollkommen neue Umgebung dar und eine Umplatzierung dieser 
Katzen könne Stress verursachen, was zu einem erneuten Ausbruch des Katzenschnupfens 
führen könne. Eine Umplatzierung in das Katzenasyl des Beschwerdeführers entspricht somit 
nicht dem Wohlergehen der noch lebenden fünf Katzen. Angesichts der bereits verfügten Mass-
nahmen und der fehlenden Einsicht des Beschwerdeführers ist mit dem Beschwerdegegner 
weiter davon auszugehen, dass mildere Massnahmen nicht geeignet gewesen wären, um die 
Situation im Katzenasyl zu verbessern. Schliesslich wiegt das öffentliche Interesse am Wohler-
gehen der Tiere höher als das Interesse des Beschwerdeführers an der Katzenhaltung nach 
seinen eigenen Vorstellungen. Im Ergebnis erweist sich die Beschlagnahme der 22 Katzen un-
ter den konkreten Umständen als recht- und verhältnismässig. 
 

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9. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erweist sich die Beschwerde als unbegründet 
und ist abzuweisen. 
 
10.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 2'250.-- (inkl. Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 1'102.80 und Aufwandsentschädigung 
für Dr. med. vet. D.____ in der Höhe von Fr. 1'147.20) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 
Dieser ersucht mit Eingabe vom 15. November 2021 für den Fall des Unterliegens um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege. Da ihm die für das Verfahren nötigen Mittel fehlen, sein 
Begehren nicht offensichtlich aussichtslos und der Beizug einer Anwältin zur Wahrung seiner 
Rechte notwendig erscheint, ist das Gesuch ab Gesuchseinreichung zu bewilligen (§ 22 VPO). 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sind die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 2'250.-- aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 1'400.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. 
 
10.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteienschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Der in der Honorarnote vom 20. Dezember 2021 geltend 
gemachte Aufwand der Rechtsvertreterin im Umfang von 11.5 Stunden à Fr. 200.-- ist nicht zu 
beanstanden. Für die Verhandlungen am 19. Januar 2022 sowie am 3. Februar 2022 werden 
zusätzlich 9 Stunden à Fr. 200.-- vergütet. Demnach beläuft sich das Honorar gesamthaft auf 
Fr. 5'176.50 (inkl. 7.7% MWST und Auslagen in der Höhe von Fr. 706.40). Der Rechtsvertrete-
rin des Beschwerdeführers ist somit ein Honorar in der Höhe von Fr. 5'176.50 (inkl. Auslagen 
und 7.7% MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten. Die übrigen Parteikosten sind wettzu-
schlagen. 
 
10.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001).  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos ge-

worden ist. 
   
 2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege 

wird gutgeheissen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'250.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltli-
chen Prozessführung zu Lasten der Gerichtskasse. Der geleistete Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird dem Beschwerdeführer 
zurückerstattet.  

   
 4. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der Rechts-

vertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 5'176.50 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) aus der Gerichtskasse 
entrichtet. Die übrigen Parteikosten werden wettgeschlagen. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin