# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8cc0a84-691a-5909-a080-02db3aedc8b6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.10.2018 200 2018 99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-99_2018-10-18.pdf

## Full Text

200 18 99 IV
FUE/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Fürsprecherin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Dezember 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2018, IV/18/99, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1960 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
bezog mit Wirkung ab 1. Juli 2009 bei einem Invaliditätsgrad von 43 % eine 
Viertelsrente der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) samt Kinder-
renten (Verfügungen der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin] 
vom 19. bzw. 30. April 2013 [Akten der IV, Antwortbeilagen {AB} 91 f.]). Mit 
Schreiben vom 18. März 2015 (AB 96) ersuchte der Versicherte unter Hin-
weis auf eine gesundheitliche Verschlechterung um Erhöhung der laufen-
den Rente, woraufhin die IVB im Rahmen der erwerblichen und medizini-
schen Abklärungen insbesondere ein Gutachten bei der C.________ Poly-
disziplinäre Medizinische Abklärungen (MEDAS; Expertise vom 3. Januar 
2017 [AB 134.1]) veranlasste. Anlässlich des Vorbescheidverfahrens (vgl. 
AB 139 - 150) nahm sie Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD; AB 158) und liess die Gutachter der MEDAS zu den erhobe-
nen Einwänden (AB 149) Stellung nehmen (AB 161). Nach Erlass eines 
weiteren Vorbescheids (AB 162) sowie Prüfung des dagegen neuerlich 
erhobenen Einwands (AB 165) hob die IVB mit Verfügung vom 27. Dezem-
ber 2017 (AB 166) die Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von neu 0 % 
per Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf und ent-
zog einer dagegen erhobenen Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecherin 
B.________, am 1. Februar 2018 Beschwerde mit dem Antrag, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben. Eventualiter sei ein Verlaufsgutachten 
durch Frau Dr. med. D.________ oder ein gerichtliches Obergutachten zur 
Beurteilung der gesundheitlichen Situation sowie zur Erstellung des Fähig-
keitsprofils des Beschwerdeführers anzuordnen. Gleichzeitig ersuchte er 
um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Fürsprecherin 
B.________ als amtliche Anwältin.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2018, IV/18/99, Seite 3

Am 16. Februar 2018 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen 
zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein (vgl. auch prozessleitende 
Verfügung vom 2. Februar 2018).

Mit Beschwerdeantwort vom 2. März 2018 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Auf Aufforderung des Instruktionsrichters (vgl. prozessleitende Verfügung 
vom 6. März 2018) reichte der Beschwerdeführer am 4. April 2018 weitere 
Unterlagen zu den Akten.

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. April 2018 wies der Instruktionsrich-
ter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-

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rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. Dezember 2017 
(AB 166). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und in diesem Zu-
sammenhang insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die laufende Vier-
telsrente zulässigerweise per Ende des der Verfügungszustellung folgen-
den Monats, mithin per 31. Januar 2018, aufgehoben hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

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2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 
E. 3.5 S. 349). Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist 
nach ständiger Praxis die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli-
chen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11; SVR 
2014 UV Nr. 7 S. 22 E. 2.2). Auch eine neue Verwaltungs- oder Gerichts-
praxis rechtfertigt grundsätzlich keine Revision des laufenden Rentenan-
spruchs zum Nachteil des Versicherten (BGE 135 V 201 E. 6.4 S. 210, 
115 V 308 E. 4a bb S. 313). Insbesondere stellt die neue Rechtsprechung 
zu den somatoformen Schmerzstörungen für sich allein keinen Neuanmel-
dungs- bzw. Revisionsgrund dar (BGE 141 V 585).

2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

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ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Vorab ist zu prüfen, ob im Vergleich zur Sachlage, wie sie der 
rechtskräftigen Rentenzusprache vom 19. bzw. 30. April 2013 (AB 91 f.) zu 
Grunde lag, im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 
27. Dezember 2017 (AB 166) in den tatsächlichen Verhältnissen eine er-
hebliche Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad zu 
beeinflussen. Gegebenenfalls ist anschliessend der Leistungsanspruch in 
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (vgl. E. 2.3 hiervor). 
Das Vorliegen eines (medizinischen) Revisionsgrundes wird von der Be-
schwerdegegnerin bejaht (vgl. AB 166 S. 1), vom Beschwerdeführer hinge-
gen bestritten (vgl. AB 165 sowie Beschwerde S. 10 - 12).

3.2 Bei Erlass der Verfügungen vom 19. bzw. 30. April 2013 (AB 91 f.) 
präsentierte sich der medizinische Sachverhalt im Wesentlichen wie folgt: 
Infolge des Urteils des Verwaltungsgericht des Kantons Bern vom 22. De-
zember 2011 (VGE IV/2010/1023, E. 3.4.2 und 3.5 [AB 71 S. 13 f.]) holte 
die Beschwerdegegnerin bei Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychia-
trie und Psychotherapie, ein Verlaufsgutachten vom 31. Oktober 2012 ein 
(AB 88.1; vgl. Erstgutachten vom 16. November 2009 [AB 55]). Darin wur-
den aufgrund der Akten, einer knapp dreistündigen Exploration, zusätzli-
cher Laboruntersuchungen sowie fremdanamnestischer Angaben (vgl. 
AB 88.1 S. 1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige 
depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10) und ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine langjährige Alkoholabhängigkeit, nach 
Angaben des Beschwerdeführers gegenwärtig kein Substanzgebrauch 
(ICD-10 F10.20), sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) 
diagnostiziert (AB 88.1 S. 11). Wie sämtliche behandelnden Ärzte und 

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RAD-Ärzte übereinstimmend festgestellt hätten, sei dem Beschwerdeführer 
die ehemalige Tätigkeit als... aufgrund der somatischen Einschränkungen 
nicht mehr zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht bestehe für sämtliche unge-
lernten, körperlich leichten, rückenangepassten Hilfsarbeiten einschliesslich 
... eine im Vergleich zum Vorgutachten aus dem Jahr 2009 (AB 55) unver-
änderte Arbeitsfähigkeit von 60 %. Dies bei einem zumutbaren zeitlichen 
Pensum von 70 % mit einer leichten Leistungsminderung, so dass eine 
effektive Gesamtarbeitsfähigkeit von 60 % resultiere. Die Minderung der 
Arbeitsfähigkeit sei durch den mittleren Schweregrad der depressiven 
Symptomatik, insbesondere die innere Anspannung, die Aufmerksamkeits- 
und Konzentrationsstörungen, die erhöhte Ermüdbarkeit und die subjekti-
ven Schmerzen bedingt. Durch die beschriebene Persönlichkeitskompo-
nente, welche eine Überwindung der Schmerzsymptomatik erschwere, be-
stehe eine leichtgradige Minderung der innerpsychischen Ressourcen. Die 
beschriebene Arbeitsfähigkeit liege mindestens seit dem Jahr 2005 vor und 
sei seither gleich hoch. Seit 2005 bzw. seit der Vorbegutachtung von 2009 
sei keine signifikante Änderung festzustellen. Die geringfügige klinische 
Besserung (vgl. AB 88.1 S. 11 f.) habe keine massgebliche Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit (AB 88.1 S. 14).

3.3 Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 27. Dezember 2017 
(AB 166) war den medizinischen Akten im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

3.3.1 Nach entsprechender Empfehlung des RAD (AB 117) wurde der 
Beschwerdeführer im Oktober bzw. November 2016 durch die Ärzte der 
MEDAS in den Fachbereichen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, 
Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychologie exploriert. Im Gutachten 
vom 3. Januar 2017 (AB 134.1) wurde keine Diagnose mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit gestellt. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien ein 
Genu varum beidseits, ein Plattfuss beidseits sowie eine mögliche depres-
sive Episode unklarer Ausprägung (ICD-10 F32.9 [AB 134.1 S. 56]). Die 
Gutachter hielten in der zusammenfassenden Konsensbeurteilung fest, 
dass sich für die geklagten Beschwerden „kein ausreichendes invalidisie-
rendes Korrelat“ gefunden habe. Die spinalen Befunde seien ohne namhaf-
te Auffälligkeit gewesen, Hinweise für eine behinderungsrelevante nervale 

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Störung fänden sich nicht, die psychischen und neuropsychologischen Be-
funde liessen allenfalls die Annahme einer möglichen depressiven Episode 
zu. Letztere sei durch eine lege artis durchgeführte Therapie zudem gege-
benenfalls besserungswürdig, die diesbezügliche derzeitige niedrig-
intensive Therapie sei zudem diskrepant zur aktenkundigen Diagnose ei-
nes schwergradigen depressiven Syndroms, hier bestünden also erhebli-
che Inkonsistenzen. Die internistischen Diagnosen (Diabetes, Hypertonie 
[AB 134.1 S. 17]) seien nicht namhaft einschränkend. Die erfolgte Sym-
ptomvalidierung habe ein bewusstseinsnahes verfälschendes Antwortver-
halten nachgewiesen, was den gesamten Beschwerdevortrag des Explo-
randen hinsichtlich Glaubwürdigkeit erheblich beschädige. Anamnestisch 
falle eine Selbständigkeit und Selbstversorgung im Alltag auf, auch sei der 
Beschwerdeführer sozial und familiär eingebunden und aktiv (er fahre z.B. 
Velo). Die Ressourcen für eine Arbeitstätigkeit seien also nicht namhaft 
limitiert (AB 134.1 S. 49, 53 - 59). Der Beschwerdeführer sei sowohl in der 
zuletzt ausgeübten sowie jedweder vergleichbaren oder auch einer ande-
ren Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht als limitiert anzusehen, 
bei einem Pensum von 100 % bestehe ein Rendement von 100 % 
(AB 134.1 S. 58 f.). Angesichts der nicht schlüssigen Vorbewertungen (vgl. 
hierzu auch AB 134.1 S. 49 - 52) lasse sich auch retrospektiv keine Ar-
beitsunfähigkeit anhand einer ausreichend wahrscheinlich gemachten inva-
lidisierenden Gesundheitsstörung erkennen. Allenfalls möge vorangehend 
eine passagere höhergradige Depressivität bestanden haben, was sich 
jedoch nicht näher zeitlich eingrenzen oder quantifizieren lasse (AB 134.1 
S. 59).

3.3.2 Im Bericht vom 29. Juni 2017 (AB 158) führte RAD-Arzt Dr. med. 
E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zu den im Ver-
waltungsverfahren erhobenen Einwänden (AB 149) aus, das MEDAS-
Gutachten sei aus seiner Sicht schlüssig und nachvollziehbar. Die vorge-
brachten Einwände stellten eine massive Kritik an der Fachkompetenz der 
Gutachter und deren Beurteilungen dar, weshalb diese selbst um eine Stel-
lungnahme zu den vorgebrachten Kritikpunkten zu ersuchen seien. Vorläu-
fig sei anzumerken, dass die neuropsychologische Beurteilung nicht mehr-
heitlich auf Beschwerdevalidierungsverfahren basierte, sondern sich auf 
Anamnese, klinische Befunde und testpsychologische Erhebungen abstütz-

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te, einschliesslich der Verwendung eines Beschwerdevalidierungsverfah-
rens. Dem neuropsychologischen Teilgutachten und dem Gesamtgutachten 
sei nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer „simuliere“, der ent-
sprechende Begriff komme im Gutachten nicht vor. Die gutachterlich ange-
führte Diskrepanz zwischen der Diagnose einer rezidivierenden depressi-
ven Störung, gegenwärtig schwere Episode (vgl. AB 113), und den Anga-
ben zur Behandlung sei nachvollziehbar (AB 158 S. 4). Aus psychiatrischer 
Sicht könne bis zum Zeitpunkt der Verfügung vom 30. April 2013 (AB 92) 
auf das Gutachten von Dr. med. D.________ (vom 31. Oktober 2012 
[AB 88.1]) abgestellt werden. Es bestehe keine Indikation, Dr. med. 
D.________ betreffend eine Stellungnahme anzufragen oder weitere medi-
zinische Akten einzuholen (AB 158 S. 5).

3.3.3 In der ergänzenden Stellungnahme vom 24. Juli 2017 (AB 161) hiel-
ten die MEDAS-Gutachter fest, sie stimmten den Ausführungen des RAD-
Arztes zu (AB 161 S. 1). Die erhobenen Einwände (vgl. AB 149) beruhten 
auf einer versicherungsmedizinisch irreführenden Verwechslung von sub-
jektiven Beschwerden und Ergebnissen von Hilfsuntersuchungen der Medi-
zin mit objektiven klinischen Befunden. Letztere seien eben zur Prüfung 
einer Plausibilität subjektiver Klagen versicherungsmedizinisch entschei-
dend. Spinale Bildbefunde alterstypischer Abnutzungen seien nach der 
epidemiologischen Datenlage der wissenschaftlichen Medizin ohne beleg-
ten eigenständigen Krankheitswert. Eine überwiegend wahrscheinliche 
Kausalbeziehung zu den subjektiven Klagen ergebe sich aus den von der 
Rechtsvertreterin genannten Hilfsbefunden eben gerade nicht. Weiter sei 
dem Beschwerdeführer nichts unterstellt worden und es seien weder ihm 
noch seinen Behandlern Vorwürfe gemacht worden. Die Gutachter hätten 
die von ihnen erhobenen Befunde sachlich mit den subjektiven Klagen ver-
glichen und die wesentlichen Vorbewertungen vergleichend diskutiert, um 
zu einer dem Leser nachvollziehbaren angebotenen Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit zu gelangen (AB 161 S. 2).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2018, IV/18/99, Seite 10

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 
durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-
standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen 
zu entnehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevisi-
on erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich 
ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sach-
verhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvoll-
ziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf 
eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, 
mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, 
wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung 
des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachla-
gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich 
verändert haben (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 6.1.2). 

3.4.3 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen 
Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderun-

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gen von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich 
werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu 
sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder 
ihrem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung 
der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist 
als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Dif-
ferenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der 
früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen 
genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, 
welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Ver-
lauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und 
Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (SVR 2013 
IV Nr. 44 S. 136 E. 6.1.3).

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich zur Bejahung einer revisionsrele-
vanten Änderung massgeblich auf das MEDAS-Gutachten vom 3. Januar 
2017 (AB 134.1) gestützt. Mit Blick auf die bundesgerichtlichen Vorgaben 
hinsichtlich Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens 
(vgl. E. 3.4.2 f. hiervor) fällt zunächst auf, dass die Experten den von der 
Beschwerdegegnerin im August 2016 im Rahmen der Auftragserteilung an 
sie adressierten Fragenkatalog insoweit verkürzt haben, als sie die Fragen 
1 und 2 gemäss Ziffer I („Änderung der medizinischen Befundlage“ [AB 123 
S. 3]) weggelassen und dementsprechend auch nicht (gesondert) beant-
wortet haben (siehe AB 134.1 S. 52 - 59). Der zur Anwendung gebrachte 
Fragenkatalog zielt in seiner Gesamtheit darauf ab, ein beweiswertiges 
Abklärungsergebnis zu erhalten. Es liegt nicht in der Kompetenz der medi-
zinischen Experten, sondern allein der Verwaltung bzw. des urteilenden 
Gerichts, das Beweisthema festzulegen (vgl. BGE 141 V 330 E. 4.2 
S. 336). Insoweit sollen die Gutachter denn auch alle gestellten Fragen 
einzeln beantworten und wo eine gesonderte Beantwortung einzelner Fra-
gen aus ihrer Sicht obsolet ist, darauf begründet hinweisen. Wie nachfol-
gend darzulegen sein wird, haben die Gutachter mit ihrer auf der Basis der 
Annahme einer nicht validen früheren Beurteilung und einer davon abwei-
chenden neuen (aus ihrer Sicht auch retrospektiv gültigen) eigenständigen 
Beurteilung den gleichen, gemäss ihrer Annahme im Wesentlichen unver-
änderten Sachverhalt anders beurteilt, als er anlässlich der Leistungszu-

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sprache beurteilt worden war. Sie haben damit die beiden Fragen, wenn 
auch nicht (wie an sich gefordert) gesondert, so doch im Kontext beantwor-
tet. 

3.6 Ein tatsächlicher Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Ge-
sundheitszustand lässt sich dem MEDAS-Gutachten nicht entnehmen bzw. 
eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse ist nicht evident im 
Sinne der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. E. 3.4.2 hiervor sowie Entscheid 
des Bundesgerichts vom 20. Juli 2017, 9C_611/2016, E. 4.2.1). Im Gegen-
teil gehen auch die MEDAS-Gutachter vom gleichen Sachverhalt aus:

3.6.1 In somatischer Hinsicht konstatierten die Experten anamnestisch 
keine erhebliche Veränderung. Der Beschwerdeführer berichtete im Rah-
men der internistischen und orthopädischen Untersuchung durch die Ex-
perten der MEDAS im Oktober 2016 unter anderem von Schmerzen im 
Rücken mit Ausstrahlung in die Beine beidseits, Schmerzen der Ellenbogen 
beidseits, Schmerzen des Nackens sowie einem progredienten Brennen in 
den Füssen beidseits. Dabei gab er an, dass diese Schmerzen seit dem 
Jahr 1995 bzw. 2005 bestünden (vgl. AB 134.1 S. 14, 17 f. und 24). Bereits 
gegenüber Dr. med. D.________ hatte der Beschwerdeführer im November 
2009 starke Schmerzen in beiden Beinen und Füssen, jedoch auch über 
den ganzen Körper verteilt, insbesondere im Nacken und Rücken angege-
ben (AB 55 S. 8, siehe auch S. 16). Rückenschmerzen sind denn auch seit 
1995 bekannt (vgl. AB 8 S. 2 und 8, 46 S. 5 und 17, 51 S. 5, 9 und 14). In 
der Verlaufsexploration bei Dr. med. D.________ im Oktober 2012 wurden 
anamnestisch ebenfalls Schmerzen an mehreren Stellen am Körper erho-
ben (AB 88.1 S. 6). Unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel unerheblich 
ist dabei die unterschiedliche Einschätzung der daraus resultierenden Ein-
schränkungen. Während weder der internistische noch der neurologische 
noch der orthopädische MEDAS-Gutachter von einer Beeinträchtigung der 
Arbeitsfähigkeit ausgingen, womit sie auch die früher ausgeübte Tätigkeit 
im ... für zumutbar erachteten (AB 134.1 S. 18, 23, 31 und 48 f.; vgl. 
E. 2.3.1 hiervor), lag der Rentenzusprache vom 19. bzw. 30. April 2013 
(AB 91 f.) die gerichtlich als beweiskräftig erachtete Einschätzung zugrun-
de, diese Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer eben gerade nicht mehr zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2018, IV/18/99, Seite 13

mutbar (VGE IV/2010/1023, E. 3.4.1 [AB 71 S. 12], AB 88.1 S. 14 Ziff. 7.1, 
91 S. 4). 

Die vom Hausarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, im Bericht vom 23. April 2015 (AB 99; vgl. auch Bericht vom 
4. Juni 2015 [AB 105]) postulierte Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes ist lediglich allgemein gehalten und nicht geeignet, eine revisions-
relevante Veränderung zu begründen (vgl. E. 3.4.2 f. hiervor). Die vom Arzt 
festgehaltenen immer wiederkehrenden „invalidisierenden Schmerzzustän-
de[n]“ sind – wie vorstehend dargelegt – eben gerade nicht neu, sondern 
werden bereits langjährig mit einer gewissen Konstanz vorgetragen.

3.6.2 In psychiatrischer Hinsicht diagnostizierte die Vorgutachterin Dr. 
med. D.________ in den Expertisen vom 16. November 2009 und 31. Ok-
tober 2012 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige de-
pressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10 [AB 55 
S. 15, 88.1 S. 11]). Demgegenüber hielt der psychiatrische MEDAS-
Gutachter im Januar 2017 eine mögliche depressive Episode, unklarer 
Ausprägung (ICD-10 F32.9), fest (AB 134.1 S. 37). Unter Berücksichtigung 
der anamnestischen Erhebungen und Befunde zeigt sich auch hier, dass 
lediglich eine nominelle Differenz diagnostischer Art bzw. eine andere Wür-
digung des gleichen Sachverhalts vorliegt und keine anhand konkreter Ge-
sichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf hinreichend un-
termauerte tatsächliche Änderung. Dies erhellt namentlich daraus, dass der 
MEDAS-Experte einerseits keine namhafte Veränderung im Verlauf thema-
tisiert und andererseits zum psychiatrischen Vorgutachten vom 16. No-
vember 2009 (AB 55; welches im Ergebnis weitgehend demjenigen vom 
31. Oktober 2012 [AB 88.1] entspricht) festhielt, dieses lasse keine versi-
cherungsmedizinisch schlüssige Bewertung erkennen (AB 134.1 S. 49) 
bzw. angesichts der nicht schlüssigen Vorbewertungen lasse sich auch 
retrospektiv keine Arbeitsunfähigkeit anhand einer ausreichend wahr-
scheinlich gemachten invalidisierenden Gesundheitsstörung erkennen 
(AB 134.1 S. 59). Zum befundmässigen Verlauf ist festzustellen, dass Dr. 
med. D.________ im November 2009 an depressiver Symptomatik eine 
mittelschwere depressive Niedergeschlagenheit, einen deutlichen Interes-
sen- und Freudverlust mit sozialem Rückzug, einen verminderten Antrieb 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2018, IV/18/99, Seite 14

und eine gesteigerte Ermüdbarkeit, subjektive Konzentrations- und Ge-
dächtnisstörungen, Schlafstörungen und eine Appetitminderung erhob, so 
dass die diagnostischen Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode 
nach Beurteilung der Gutachterin klar erfüllt waren (AB 55 S. 16). Im Okto-
ber 2012 hielt Dr. med. D.________ fest, dass sich der Beschwerdeführer 
in sehr ähnlichem Zustandsbild wie bei der Erstuntersuchung 2009 präsen-
tiert habe. Im psychopathologischen Befund habe sich weiterhin eine mit-
telgradige depressive Symptomatik gezeigt, wenn auch mit einer Akzent-
verschiebung. Anstelle der vorigen Verlangsamung und Antriebsminderung 
habe sich nun eine psychomotorische Anspannung und Unruhe, eine leich-
te Beschleunigung des Gedankenganges und ein unauffälliger Antrieb ge-
funden, was mindestens teilweise auf den Druck zurückzuführen sei, unter 
welchem sich der Beschwerdeführer erlebt habe, um seine umfangreichen 
Argumente innerhalb der begrenzten Zeit vorbringen zu können. Zusam-
menfassend stellte die psychiatrische Gutachterin Dr. med. D.________ im 
Jahr 2012 im Vergleich zur Voruntersuchung 2009 eine minimale klinische 
Besserung (in Bezug auf Tagesstruktur, Alkoholkonsum und Schlaf) fest, 
welche jedoch keine signifikante Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe. 
Es bestehe nach wie vor eine mittelgradige depressive Symptomatik 
(AB 88.1 S. 12). Befundmässig führte Dr. med. D.________ eine mittelgra-
dige depressive Niedergeschlagenheit, eine Interessen- und Freudminde-
rung, eine gesteigerte Ermüdbarkeit, subjektive Konzentrations- und Ge-
dächtnisstörungen, eine leichtgradige psychomotorische Agitiertheit, eine 
Appetitminderung mit fraglich assoziiertem Gewichtsverlust und ein mor-
gendliches Früherwachen auf (AB 88.1 S. 12 f.). Auch der psychiatrische 
MEDAS-Gutachter stellte bei der Untersuchung vom Oktober 2016 eine 
depressive Verstimmung, eine Minderung von Antrieb und Lebensfreude 
sowie Schlafstörungen fest (AB 134.1 S. 37). Die darüber hinaus geschil-
derten kommentierenden Stimmen und optischen Trugbilder (vgl. AB 134.1 
S. 18, 23, 32 und 37) traten teilweise bereits anlässlich des stationären 
Aufenthalts im Rehazentrum G.________ im Januar 2008 auf (AB 51 
S. 13). 

Unter den dargelegten Umständen liegt auch in psychiatrischer Hinsicht 
eine bloss unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens, mit-
hin eine im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtliche unterschiedliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2018, IV/18/99, Seite 15

Einschätzung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts vor 
(vgl. E. 2.3.1 hiervor). Aus diesem Grund, d.h. weil die Gutachter der ME-
DAS offenkundig gerade nicht von einer Sachverhaltsänderung ausgehen, 
sondern einzig eine andere Würdigung der weitgehend unveränderten me-
dizinischen Befunde vornehmen, erübrigt es sich auch, die Experten zur 
nachträglichen (formal gesonderten) Beantwortung der Fragen 1 und 2 
gemäss Ziffer I des Fragenkatalogs („Änderung der medizinischen Befund-
lage“ [AB 123 S. 3; siehe AB 134.1 S. 52 - 59]) aufzufordern bzw. die Sa-
che hierzu an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (antizipierte Be-
weiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). In der Folge liegt im hier 
massgeblichen Vergleichszeitraum – entgegen der Annahme der Be-
schwerdegegnerin (vgl. AB 166 S. 1) – aus medizinischer Sicht keine revi-
sionsbegründende gesundheitliche Veränderung vor. Soweit die Be-
schwerdegegnerin eine solche Veränderung aufgrund des Hinweises der 
MEDAS-Gutachter, wonach allenfalls früher eine passagere höhergradige 
Depressivität bestanden haben möge (AB 134.1 S. 59), als erstellt erachtet 
(AB 166 S. 2 f.), kann dem nicht gefolgt werden. Mit der von den Ärzten 
ohne jegliche zeitliche Eingrenzung oder Quantifizierung (vgl. AB 134.1 
S. 59) lediglich in Betracht gezogenen Veränderung ist eine im hier mass-
gebenden Vergleichszeitraum eingetretene revisionsbegründende Ge-
sundheitsveränderung jedenfalls nicht mit dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erstellt (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 S. 221; SVR 
2017 UV Nr. 20 S. 67 E. 3.2). Auch die ohne weitere Begründung von Dr. 
med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am 
21. Mai 2015 (Eingang bei der Beschwerdegegnerin [AB 102]) pauschal 
festgehaltene Verschlechterung des Gesundheitszustandes vermag nicht 
zu einer umfassenden Prüfung des Rentenanspruchs zu führen, wird doch 
eben gerade nicht aufgezeigt, welche konkreten Gesichtspunkte in der 
Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu einer neu-
en diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der 
Störungen geführt hätten (vgl. E. 3.4.3 hiervor). 

3.7 Zusammenfassend ist das Vorliegen eines medizinischen Revisi-
onsgrundes zu verneinen, wobei kein Anlass für weitere Abklärungen be-
steht, nachdem das MEDAS-Gutachten vom 3. Januar 2017 (AB 134.1) für 
sich allein zwar beweiskräftig wäre, indes keine revisionsrechtlich relevante 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2018, IV/18/99, Seite 16

Veränderung aufzuzeigen vermag (vgl. E. 3.6 hiervor). Auch in erwerblicher 
Hinsicht ist keine revisionserhebliche Änderung eingetreten, ist der Be-
schwerdeführer doch nach wie vor zweimal pro Woche für je zwei Stunden 
im geschützten Rahmen erwerbstätig (vgl. AB 88.1 S. 5 f., 99, 103 S. 2 f., 
134.1 S. 35 und 39). Damit besteht kein Raum für eine Rentenaufhebung 
gestützt auf Art. 17 ATSG (vgl. E. 2.3 hiervor). Bei dieser Sach- und 
Rechtslage erübrigt sich die in der Beschwerdeantwort (S. 3) zumindest 
implizit vorgenommene Indikatorenprüfung (vgl. hierzu BGE 141 V 281). 
Schliesslich ist die Rentenzusprache vom 19. bzw. 30. April 2013 (AB 91 f.) 
auch nicht zweifellos unrichtig, dies umso weniger, als das angerufene Ge-
richt das Erstgutachten von Dr. med. D.________ vom 16. November 2009 
(AB 55) explizit als beweiskräftig eingestuft hat (VGE IV/2010/1023, 
E. 3.4.2 [AB 71 S. 12]). 

4.

Nach dem Dargelegten fehlt es somit an den Voraussetzungen von Revisi-
on (Art. 17 ATSG) und Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), womit es 
nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechts-
zustand bleibt bzw. der Beschwerdeführer mangels eines entsprechenden 
Rückkommenstitels ab dem 1. Februar 2018 weiterhin Anspruch auf eine 
Viertelsrente hat. In der Folge ist die angefochtene Verfügung vom 27. De-
zember 2017 (AB 166) in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwer-
de aufzuheben. Es bleibt der Beschwerdegegnerin mit Blick auf das ME-
DAS-Gutachten aber unbenommen, die Eingliederungsbemühungen wie-
der aufzunehmen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2018, IV/18/99, Seite 17

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit angemessener Kostennote vom 20. März 2018 hat Fürsprecherin 
B.________ ein Honorar von Fr. 3‘275.-- (13.10 Stunden x Fr. 250.--) sowie 
Auslagen von Fr. 149.60 und die Mehrwertsteuer von Fr. 263.70 geltend 
gemacht. Der gesamte Parteikostenersatz ist somit auf Fr. 3‘688.30 (inkl. 
Auslagen und MWSt.) festzusetzen. Diesen Betrag hat die Beschwerde-
gegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 27. Dezember 2017 aufgehoben.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘688.30 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2018, IV/18/99, Seite 18

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecherin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.