# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b95dca3-d395-5d58-810d-c86a608d7ee7
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 1998-02-25
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 25.02.1998 JAAC 62.30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_008_JAAC-62-30--_1998-02-25.pdf

## Full Text

JAAC 62.30

Entscheid des Bundesrates vom 25. Februar 1998

Dépens pour la procédure de recours devant le Conseil fédéral au cas
où l’autorité inférieure reconsidère la décision attaquée (en l’espèce,
annulation d’une charge relative aux rapports de propriété et de droit
de vote dans une concession de radio locale).

Art. 64 al. 1 et 2 PA. Art. 8 al. 2, 3, 4 et 7 O sur les frais et indemnités en
procédure administrative. Art. 4 et 6 Tarif du Tribunal fédéral pour les
dépens alloués à la partie adverse.

Lorsque l’autorité inférieure reconsidère la décision attaquée et donne
suite aux conclusions principales du recours au Conseil fédéral, le
recourant doit être considéré comme ayant gain de cause au sens de
l’art. 64 al. 1 PA. Il a par conséquent droit à l’octroi de dépens.

Le cadre des dépens est déterminé par l’existence ou non d’une valeur
litigieuse et, le cas échéant, par son montant.

En l’espèce, les recourantes font valoir que l’exécution de la charge
contenue dans la décision attaquée et annulée à la suite d’un réexamen
de l’autorité inférieure leur aurait causé un préjudice financier, d’où
l’existence d’une valeur litigieuse. Le Conseil fédéral cependant, suivant
sa pratique dans les litiges où la décision attaquée n’a pas pour objet
une prestation pécuniaire, nie en principe l’existence d’une valeur
litigieuse ou d’un préjudice patrimonial et applique par conséquent
en l’espèce le cadre de Fr. 500-15 000.- prévu pour ces cas de litige.
Les dépens sont à cet égard fixés selon l’importance de la cause, ses
difficultés, l’ampleur du travail et le temps employé par l’avocat.

Parteientschädigung für das Beschwerdeverfahren vor dem Bundesrat
bei Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung durch die Vorinstanz
(vorliegend Aufhebung einer Auflage betreffend Eigentums- und
Stimmrechtsverhältnisse in einer Lokalradiokonzession).

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Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG. Art. 8 Abs. 2, 3, 4 und 7 VwKV. Art. 4 und 6
Tarif des Bundesgerichts über die Entschädigungen an die Gegenpartei.

Wenn die Vorinstanz die angefochtene Verfügung in Wiedererwägung
zieht und dabei dem Hauptantrag der Beschwerde an den Bundesrat
folgt, ist der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 64 Abs. 1 VwVG als
obsiegende Partei zu betrachten. Er hat daher einen Rechtsanspruch
auf Zusprechung einer Parteientschädigung.

Der Rahmen für die Parteientschädigung bestimmt sich danach, ob ein
Streitwert vorliegt oder nicht, und bei Vorliegen eines Streitwertes nach
dessen Höhe.

Im vorliegenden Fall machen die Beschwerdeführerinnen geltend,
dass ihnen durch den Vollzug der in der angefochtenen Verfügung
enthaltenen und wiedererwägungsweise aufgehobenen Auflage ein
finanzieller Nachteil erwachsen wäre, weshalb ein Streitwert vorliege.
Der Bundesrat verneint indes nach seiner Praxis in Streitfällen,
in denen die angefochtene Verfügung nicht eine Geldleistung zum
Gegenstand hat, grundsätzlich das Vorliegen eines Streitwertes
oder Vermögensinteresses und wendet daher vorliegend den für
solche Streitfälle vorgesehenen Rahmen von Fr. 500-15 000.- an. Die
Entschädigung wird dabei nach der Wichtigkeit der Streitsache,
ihrer Schwierigkeit sowie dem Umfang der Arbeitsleistung und dem
Zeitaufwand des Anwalts bemessen.

Spese ripetibili per la procedura ricorsuale davanti al Consiglio
federale qualora l’autorità inferiore riconsideri la decisione impugnata
(nella fattispecie, annullamento di un onere relativo ai rapporti di
proprietà e di diritto di voto in una concessione di radio locale).

Art. 64 cpv. 1 e 2 PA. Art. 8 cpv. 2, 3, 4 e 7 O sulle tasse e spese nella
procedura amministrativa. Art. 4 e 6 Tariffa per le spese ripetibili
accordate alla controparte nelle cause davanti al Tribunale federale.

- Se l’istanza inferiore riconsidera la decisione impugnata e dà seguito
alle conclusioni principali del ricorso al Consiglio federale, il ricorrente
deve essere considerato parte vincente ai sensi dell’art. 64 cpv. 1 PA.
Conseguentemente ha diritto a che gli sia assegnata un’indennità.

- Il quadro per le spese ripetibili è determinato dall’esistenza o no di un
valore litigioso e, in caso esista un valore litigioso, dall’ammontare di
quest’ultimo.

Nel presente caso, le ricorrenti fanno valere che l’esecuzione dell’onere
contenuto nella decisione impugnata e annullata in seguito al riesame
dell’istanza inferiore avrebbe causato un pregiudizio finanziario,
per cui è data l’esistenza di un valore litigioso. Tuttavia il Consiglio
federale, seguendo la propria prassi nelle controversie in cui la
decisione impugnata non ha per oggetto una prestazione pecuniaria,
nega, di principio, l’esistenza di un valore litigioso o di un pregiudizio
patrimoniale e conseguentemente applica il quadro di fr. 500-15 000.-

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previsto in siffatte controversie. Le spese sono pertanto fissate secondo
l’importanza della lite, delle sue difficoltà, dell’ampiezza del lavoro e
del tempo impiegato dall’avvocato.

Zusammenfassung des Sachverhalts:

A. Am 25. Juni 1996 (BBl 1996 II 1551 ff.) eröffnete das Bundesamt
für Kommunikation (BAKOM) nach Massgabe von Art. 12 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen vom 21. Juni 1991 (RTVG, SR
784.40) die öffentliche Ausschreibung für die Erteilung von Konzessionen
für die Veranstaltung und drahtlose terrestrische Verbreitung von lokalen
und regionalen Radioprogrammen (Lokalradiokonzessionen) im östlichen
Mittelland, in der Zentral- und in der Ostschweiz.

In bezug auf die einzelnen Versorgungsgebiete und die Zahl der für diese
zu konzessionierenden Veranstalter verwies die Ausschreibung auf die vom
Bundesrat aufgrund von Art. 8 Abs. 1 RTVG erlassenen Weisungen für die
UKW-Sendernetzplanung (BBl 1994 III 1583 / 1996 II 982).

Für die Region (...) reichte die V AG dem BAKOM ein Gesuch um Erteilung
einer Lokalradiokonzession ein.

B. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und
Kommunikation (UVEK; bis Ende 1997: Eidgenössisches Verkehrs-
und Energiewirtschaftsdepartement, EVED) erteilte der V AG die
nachgesuchte Konzession, wobei es hinsichtlich der Eigentums- und
Stimmrechtsverhältnisse bei der Konzessionärin in Art. 3 eine Auflage
verfügte.

C. Gegen diese Verfügung erhoben die X AG und die Y AG gemeinsam
Beschwerde beim Bundesrat.

Die beiden Beschwerdeführerinnen beantragten, es sei die Verfügung des
UVEK zu ändern, indem Art. 3 der Konzession aufgehoben werde. (...)

D. Das UVEK zog seine Verfügung in Wiedererwägung und hob Art. 3 der
Konzession der V AG ersatzlos auf.

E. Die Instruktionsbehörde des Bundesrates erachtete daraufhin
das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos und führte noch einen
Schriftenwechsel zur Frage der Parteientschädigung durch.

Die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerinnen verlangten eine
Parteientschädigung von rund Fr. 20 000.-. Sie gingen von einem Streitwert
von 1 Million Fr. aus und bezifferten den Zeitaufwand für die Arbeitsleistung
mit 60 Stunden.

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Das UVEK führte aus, dass am ehesten die Auffassung zutreffe, wonach kein
Vermögensinteresse vorliege, und ein Zeitaufwand in der Grössenordnung von
15 Stunden eher als angemessen erscheine.

Aus den Erwägungen:

1.1. Gegen Verfügungen betreffend die Erteilung oder Verweigerung
von Konzessionen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt,
ist nach Art. 99 Bst. d des Bundesgesetzes über die Organisation der
Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 (Bundesrechtspflegegesetz [OG],
SR 173.110) die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausgeschlossen.

Nach Art. 10 Abs. 2 RTVG hat niemand Anspruch auf die Erteilung oder
Erneuerung einer Konzession, sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt. Da
eine solche Ausnahmebestimmung hinsichtlich der Lokalradiokonzessionen
fehlt, besteht auf deren Erteilung kein Rechtsanspruch, so dass die
Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausgeschlossen ist.

Gegen den Entscheid des für die Erteilung von Konzessionen für die
Veranstaltung lokaler und regionaler Programme zuständigen UVEK (Art. 10
Abs. 3 RTVG und Art. 1 Abs. 1 der Radio- und Fernsehverordnung vom
16. März 1992 [RTVV], SR 784.401) ist daher gemäss Art. 72 ff. VwVG die
Verwaltungsbeschwerde an den Bundesrat zulässig.

1.2. Die beiden beschwerdeführenden Unternehmen sind als Adressaten
der vom UVEK mit Ziff. 3 der Konzession verfügten Auflage durch die
angefochtene Verfügung direkt betroffen, haben damit ein schutzwürdiges
Interesse an deren Anfechtung und sind daher zur Beschwerde berechtigt
(Art. 48 Bst. a VwVG).

1.3. Auf die im übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist
daher einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

2. Die Konzession für die V AG wurde als solche weder durch die
Beschwerdeführerinnen noch durch Dritte angefochten. Strittig war allein die
vom UVEK in Art. 3 in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 verfügte Auflage.

Da die allein strittige Bestimmung ersatzlos aufgehoben wurde, ist die
vorliegende Beschwerde in der Sache gegenstandslos geworden. (...)

Zu beurteilen bleibt daher nur noch der Antrag betreffend Verfahrenskosten
und Parteientschädigung.

3. Die Beschwerdeinstanz kann einer ganz oder teilweise obsiegenden
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr
erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen
(Parteientschädigung; Art. 64 Abs. 1 VwVG). Diese Vorschrift stellt eine
«Muss-Vorschrift» dar (BGE 120 V 214 und 98 Ib 508; VPB 57.16 und 54.39).

Eine Parteientschädigung ist nach Art. 8 Abs. 7 der Verordnung über Kosten
und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren vom 10. September 1969
(im folgenden: Kostenverordnung, SR 172.041.0) gegebenenfalls auch
dann festzusetzen, wenn die Beschwerde gegenstandslos wird, weil der
Beschwerdeführer die Beschwerde zurückzieht oder weil die Vorinstanz

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http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_120_V_214&resolve=1
https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001697.pdf?ID=150001697

die angefochtene Verfügung nach Art. 58 Abs. 1 VwVG zugunsten des
Beschwerdeführers in Wiedererwägung gezogen oder sich in anderer Weise
mit dem Beschwerdeführer verglichen hat.

Die Entschädigung wird in der Entscheidungsformel beziffert und der
Körperschaft oder autonomen Anstalt auferlegt, in deren Namen die
Vorinstanz verfügt hat, soweit sie nicht einer unterliegenden Gegenpartei
auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Da vorliegend eine solche
Gegenpartei fehlt, kann eine allfällige Parteientschädigung nur dem UVEK
auferlegt werden.

4. Weil die Vorinstanz ihre Verfügung in Wiedererwägung gezogen hat und
gemäss Hauptantrag der Beschwerdeführerinnen den Art. 3 der Konzession
ersatzlos gestrichen hat, sind die Beschwerdeführerinnen im Sinne von Art. 64
Abs. 1 VwVG als vollständig obsiegende Parteien zu betrachten. Sie haben
daher einen Rechtsanspruch auf Zusprechung einer Parteientschädigung.

4.1. Die Parteientschädigung soll nach Art. 8 Abs. 2 der Kostenverordnung im
einzelnen folgende Kosten ersetzen:

a. Kosten der Vertretung oder Verbeiständung, wenn der Vertreter oder
Beistand nicht in einem Dienstverhältnis zur Partei steht;

b. Barauslagen und andere Spesen der Partei, soweit sie insgesamt 50 Franken
übersteigen;

c. Verdienstausfall der Partei, soweit er einen Tagesverdienst übersteigt und
die Partei in bescheidenen finanziellen Verhältnissen lebt.

Die Entschädigung beschränkt sich im vorliegenden Fall auf die Beschwerde
gegen die angefochtene Verfügung (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 10
der Kostenverordnung; BGE 98 Ib 509 E. 1 und VPB 35.17). Für den Aufwand
im Verfahren vor dem UVEK wird den Beschwerdeführerinnen daher keine
Entschädigung zugesprochen, weil es sich um ein erstinstanzliches Verfahren
handelt.

4.2. Die Bestimmungen über die Anwaltskosten im Tarif des Bundesgerichts
vom 9. November 1978 über die Entschädigungen an die Gegenpartei für das
Verfahren vor dem Bundesgericht (im folgenden: Tarif des Bundesgerichts,
SR 173.119.1) finden auf die Kosten der Vertretung und Verbeiständung
sinngemäss Anwendung; die Entschädigung für das Honorar des Vertreters
oder Beistandes bemisst sich im Rahmen der Tarifbestimmung über
die Verwaltungsgerichtsbeschwerde; der danach in der Regel zulässige
Höchstbetrag gilt für das Beschwerdeverfahren vor dem Bundesrat (Art. 8
Abs. 3 und 4 der Kostenverordnung). Dieser Tarif findet sich entgegen der
Annahme der Beschwerdeführerinnen nicht in Art. 5 Abs. 1 des Tarifs des
Bundesgerichts. Art. 5 gilt ausschliesslich für Streitsachen, in denen das
Bundesgericht als einzige Instanz urteilt, während Art. 6 des Tarifs die übrigen
Streitfälle regelt, zu denen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zählt (vgl.
Abschnittstitel vor Art. 97 und 116 OG).

4.3. Die Parteientschädigung richtet sich gemäss Art. 4 des Tarifs des
Bundesgerichts in der Regel nach dem Streitwert. Sie wird im Rahmen des in
diesem Tarif vorgesehenen Höchst- und Mindestbetrags nach der Wichtigkeit
der Streitsache, ihrer Schwierigkeit sowie dem Umfang der Arbeitsleistung
und dem Zeitaufwand des Anwalts bemessen.

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(...) Falls kein Vermögensinteresse angenommen wird, beträgt die
Parteientschädigung in der Regel Fr. 500-15 000.- (Art. 6 Abs. 2 des Tarifs des
Bundesgerichts). Wenn demgegenüber gemäss den Beschwerdeführerinnen
ein Vermögensinteresse angenommen und dieses mit 1 Million Fr. beziffert
wird, so beträgt der Rahmen für die Parteientschädigung Fr. 7000-22 000.- bzw.
Fr. 8000-30 000.-, soweit nicht aussergewöhnliche Umstände vorliegen (Art. 6
Abs. 1 und Art. 7 des Tarifs des Bundesgerichts).

4.4. Aussergewöhnliche Umstände, die es rechtfertigen könnten, über
die vorgenannten Ansätze hinauszugehen (Art. 7 Abs. 1 des Tarifs des
Bundesgerichts), sind im vorliegenden Fall nicht zu erkennen. Die Streitsache
beanspruchte nach Würdigung des Bundesrates nicht aussergewöhnlich
viel Arbeit. Die Sammlung und Zusammenstellung des Beweismaterials
waren weder langwierig noch schwierig, ein Beweisverfahren wurde nicht
durchgeführt, und die tatbeständlichen und rechtlichen Verhältnisse waren
nicht besonders verwickelt.

5. Zu prüfen bleibt die Frage, ob im vorliegenden Fall ein Streitwert
gegeben ist oder nicht, weil je nachdem wie dargelegt der Rahmen für die
Parteientschädigung verschieden hoch angesetzt ist.

5.1. Der Bundesrat verneint nach seiner Praxis in Streitfällen, in denen
die angefochtene Verfügung nicht eine Geldleistung zum Gegenstand hat,
grundsätzlich das Vorliegen eines Streitwertes oder Vermögensinteresses und
bestimmt daher in solchen Fällen die Parteientschädigung im Rahmen von
Fr. 500-15 000.- (Art. 6 Abs. 2 des Tarifs des Bundesgerichts). In diesem Rahmen
zieht der Bundesrat in Erwägung:

- dass Lokalradiokonzessionen nur auf Gesuch hin erteilt werden und die
Bewerberin in diesem Gesuch alle für die Prüfung des Gesuches erforderlichen
Angaben machen musste (Art. 4 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 RTVV; BBl 1996 II 1551
Ziff. 2; Art. 13 Abs. 1 VwVG);

- dass im wesentlichen bereits im Konzessionsgesuch Angaben gemacht
werden mussten, welche für die rechtliche Beurteilung der anbegehrten
Konzession erforderlich waren, und dass diese Angaben daher vor der
Einreichung des Gesuchs seitens der Bewerberin erarbeitet werden mussten;

- dass gemäss Art. 11 Abs. 1 Bst. g RTVG auch alle sachdienlichen Unterlagen zu
liefern waren (...);

- dass daher die Aspekte (...) bereits im Rahmen des vorinstanzlichen
Konzessionsverfahrens behandelt wurden;

- dass aber mit der Parteientschädigung nur die für das vorliegende
Beschwerdeverfahren notwendigen Aufwendungen abzugelten sind;

- dass zwar neue, indes nicht besonders schwierige Rechtsfragen zu behandeln
waren;

- dass sich die Beschwerdeführerinnen bei der rechtlichen Beurteilung der
angefochtenen Verfügung weitgehend auf die Materialien stützen konnten,
welche in dem von den Beschwerdeführerinnen in der Beschwerde zitierten,
1996 erschienenen «Rundfunkrecht» von Martin Dumermuth, dargestellt sind;

- dass sich damit im Beschwerdeverfahren zusätzliche umfangreiche rechtliche
oder tatsächliche Abklärungen erübrigten;

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- dass das Beschwerdeverfahren bereits im Anfangsstadium gegenstandslos
geworden ist und demgemäss der für die Vertretung notwendige Aufwand
auch deshalb als erheblich geringer zu veranschlagen ist als bei einem
Verfahren mit mehr als einem Schriftenwechsel und/oder mit einem
Beweisverfahren;

- dass mit Blick auf diese Umstände der von den Beschwerdeführerinnen
mit 60 Stunden bezifferte Zeitaufwand (für Aktenstudium, Besprechungen
mit der Klientschaft, Veranlassen von Recherchen betreffend Reichweite
der Print- und elektronischen Medien im Kanton (...), Auswertung dieser
Recherchen, Abklären von Rechtsfragen, Ausarbeiten der Beschwerdeschrift,
Korrespondenz mit dem BJ) deutlich über das hinausgeht, was für das
Beschwerdeverfahren plausibel und nötig erscheint, wie das UVEK zu Recht
einwendet;

- dass Art. 7 Abs. 3 des Tarifs des Bundesgerichts die entsprechende
Kürzung der Parteientschädigung erlaubt bei Prozessabstand, Rückzug des
Rechtsmittels, Vergleich, Nichteintreten und allgemein dann, wenn - wie dies
vorliegend zutrifft - das Beschwerdeverfahren nicht mit einem Sachurteil
endet;

- dass der Bundesrat in Entscheiden über Verwaltungsbeschwerden den
Parteien im Falle des Unterliegens tendenziell eher tiefe Spruchgebühren
auferlegt und in diesem Sinne den Spielraum nach oben nur zurückhaltend
nutzt (Fr. 100-5000.- für gewöhnliche Streitfälle; Art. 2 der Kostenverordnung);

- dass der Bundesrat sich im Gegenzug auch bei der Zusprechung von
Parteientschädigungen an obsiegende Parteien zurückhält.

Der Bundesrat hält in diesem Sinne eine pauschalierte Parteientschädigung
von insgesamt Fr. 3000.- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) für
angemessen.

5.2. Wenn demgegenüber gemäss den Beschwerdeführerinnen ein
Vermögensinteresse angenommen (BGE 120 V 214) und dieses mit 1 Million
Fr. beziffert wird, so beträgt der Rahmen für die Parteientschädigung
Fr. 7000-22 000.- bzw. Fr. 8000-30 000.- (Art. 6 Abs. 1 des Tarifs des
Bundesgerichts). Die Parteientschädigung kann indes unter den
Minimalansatz herabgesetzt werden, wenn zwischen dem nach dem Tarif
anwendbaren Ansatz und der vom Anwalt tatsächlich geleisteten Arbeit ein
offenbares Missverhältnis besteht (Art. 7 Abs. 2 des Tarifs des Bundesgerichts).
Angesichts der vom Verwaltungsverfahrensgesetz gezogenen Schranken
versteht der Bundesrat die Bestimmung so, dass es sich dabei nur um jene
vom Anwalt geleistete Arbeit handeln kann, die für die Parteivertretung
im Verfahren vor dem Bundesrat tatsächlich notwendig war (Art. 64 Abs. 1
VwVG und Art. 8 Abs. 5 der Kostenverordnung; VPB 58.63 E. II/b, 54.39). Den
Erwägungen unter Ziff. 5.1 hiervor lässt sich entnehmen, dass mit Blick auf
die Umstände des vorliegenden Falles der von den Beschwerdeführerinnen
mit 60 Stunden bezifferte Zeitaufwand deutlich über das hinausgeht, was nach
Ansicht des Bundesrates für das Beschwerdeverfahren plausibel und nötig
erscheint. Es drängt sich daher auf, die vorgenannten Minimalansätze für die
Parteientschädigung zu unterschreiten und im Ergebnis den Pauschalbetrag
von Fr. 3000.- zu bestätigen, der sich bei Anwendung des Rahmens für Fälle
ohne Streitwert als angemessen erwiesen hat.

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http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_120_V_214&resolve=1
https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002231.pdf?ID=150002231

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 62.30 - Entscheid des Bundesrates vom 25. Februar 1998

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 1998
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Anno

Band 62
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Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.

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	Entscheid des Bundesrates vom 25. Februar 1998
	Zusammenfassung des Sachverhalts:
	Aus den Erwägungen: