# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b81b21de-2238-5856-ab12-bbe9e65f1ff8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.12.2017 200 2017 862
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-862_2017-12-22.pdf

## Full Text

200 17 862 UV
KNB/JAP/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 22. Dezember 2017

Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 
Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 5. September 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Dez. 2017, UV/17/862, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1967 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihre Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Mobiliar Versiche-
rungsgesellschaft AG (Mobiliar bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch 
unfallversichert, als sie gemäss Schadenmeldung am 1. Januar 2017 beim 
Essen von Spaghetti Bolognese auf etwas Hartes gebissen und sich dabei 
einen Zahn frakturiert haben soll (Akten der Mobiliar, Antwortbeilage [AB] 
2/001). Mangels Vorliegen eines Unfalls im Rechtssinne verneinte die Mo-
biliar mit Verfügung vom 28. Juni 2017 (AB 1/013 f.) ihre Leistungspflicht. 
Daran hielt sie auf Einsprache hin (AB 1/015-017) mit Entscheid vom 
5. September 2017 (AB 1/018-024) fest.

B.

Mit Eingabe vom 29. September 2017 erhob die Versicherte Beschwerde 
und beantragte sinngemäss, der angefochtene Einspracheentscheid sei 
aufzuheben und ihr seien im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 1. Ja-
nuar 2017 die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen zu erbringen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. November 2017 schloss die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Dez. 2017, UV/17/862, Seite 3

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 5. Sep-
tember 2017 (AB 1/018-024). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf 
die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 1. Januar 2017.

1.3 Die Kosten für die bereits durchgeführten zahnärztlichen diagnos-
tischen und therapeutischen Sofortmassnahmen (Röntgen, Sondieren, 
Sensibilitätsprüfung, Zahnextraktion, Einleiten der Wurzelbehandlung; 
AB 3/001 f., 3/005 Ziff. 5; Akten der Beschwerdeführerin, Beschwerdebei-
lagen [BB] 8 f.) sind nicht näher dokumentiert, während für die Herstellung 
eines VMK-Implantats (Verblend-Metall-Keramik) eine Offerte im Betrag 
von Fr. 1‘607.40 vorliegt. Mit Blick auf den Leistungskatalog des Zahnarzt-
Tarifs UV/MV/IV (zu beziehen bei der Medizinaltarif-Kommission UVG bzw. 
abrufbar unter <www.mtk-ctm.ch>, Rubrik: Tarife/Zahnarzttarif SSO) sowie 
den anwendbaren Taxpunkt-Wert (TPW) von Fr. 3.10 liegt der Streitwert 
jedenfalls unter Fr. 20‘000.-- (vgl. insb. Tarif-Ziff. 4.2000 ff., 4.0500, 
4.4600 ff., 4.7085). Dies zumal die Beschwerdeführerin im Zusammenhang 
mit dem zusätzlichen angeblichen «psychischen Schaden» (Beschwerde 
S. 3 Ziff. I) weder eine Behandlungsbedürftigkeit oder Arbeitsunfähigkeit 
noch einen Integritätsschaden geltend macht. Die Beurteilung der Streitig-
keit fällt damit in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objek-
tiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweili-
gen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des Ungewöhnli-
chen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkun-
gen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht 
als Ursache einer Gesundheitsschädigung (BGE 134 V 72 E. 4.1 f. 
S. 76 f.). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf 
die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne 
Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist insoweit, dass der äussere 
Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Aus-
schlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an 
Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche 
Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 
E. 4.3.1 S. 79). Die Nahrungsaufnahme erfüllt nur ausnahmsweise das 
Element der Ungewöhnlichkeit; die Ungewöhnlichkeit ist bei Zahnschäden 
zu bejahen, die durch einen Gegenstand verursacht werden, welcher übli-
cherweise nicht in dem betreffenden Nahrungsmittel vorhanden ist (vgl. 
RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 
2012, S. 37).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Dez. 2017, UV/17/862, Seite 5

2.3 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte 
ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die 
verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, 
aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisan-
träge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle 
Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen An-
spruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Ver-
waltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu 
veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich 
aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht 
(BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beur-
teilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind 
(BGE 116 V 136 E. 4b S. 140, 114 V 298 E. 5b S. 305; RKUV 2003 U 485 
S. 259 E. 5).

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221).

2.5 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz (vgl. E. 2.3 hiervor) schliesst die Beweislast im Sinne 
einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts 
– und der verfügenden Behörde – ist, für die Zusammentragung des Be-
weismaterials besorgt zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfah-
rensbereich in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 
unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Be-
weisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, 
durch die Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Dez. 2017, UV/17/862, Seite 6

die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 
138 V 218 E. 6 S. 222). Für eine anspruchsbegründende Tatsache liegt die 
objektive Beweislast bei der leistungsansprechenden Person (BGE 121 V 
204 E. 6a S. 208).

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin frakturierte sich am 1. Januar 2017 den 
Zahn 24 (1. Backenzahn [Prämolar] im linken Oberkiefer; vgl. zum Gebiss-
schema: PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. 2014, S. 751; 
KLAUS RÖTZSCHE, Forensische Zahnmedizin, 2003, S. 88 ff.). In der Scha-
denmeldung vom 22. März 2017 wurde der Hergang wie folgt geschildert 
(AB 2/001 Ziff. 6): «Beim Spaghetti Bolognaise essen auf etwas Hartes 
gebissen, kl. Knochen im Hackfleisch, dabei wurde ein gesunder, ungeflick-
ter Zahn gespalten (bis auf die Wurzel)». Nach der Aufforderung, ergän-
zende Fragen schriftlich zu beantworten, gab die Beschwerdeführerin am 
16. April 2017 gegenüber der Beschwerdegegnerin unter anderem an, sie 
habe die Spaghetti selbst gekocht und die Bolognese-Sauce aus Hack-
fleisch zubereitet, welches sie als Tiefkühlprodukt im Detailhandel gekauft 
habe. Den harten Gegenstand habe sie «nicht gesehen nur gespürt» 
(AB 2/003 f.). Mit Schreiben vom 16. Juni 2017 (AB 1/012) bzw. Einsprache 
vom 24. Juni 2017 (AB 2/017) bestätigte sie, den Gegenstand nicht gese-
hen, jedoch gespürt zu haben. Ein Zahn spalte sich nicht einfach so, wenn 
es nicht wirklich etwas Hartes gewesen sei, worauf sie gebissen habe. In 
der Einsprache hielt sie ergänzend fest, die Tatsache, dass ein komplett 
gesunder Zahn durch das Essen von Spaghetti Bolognese gespalten wer-
de, zeige eindeutig, dass es sich um einen fremden Gegenstand gehandelt 
haben müsse. Erstens sei es sehr selten, dass jemand einen Zahn beim 
Essen dieser Mahlzeit verliere und zweitens müsse beim Essen von Hack-
fleisch nicht davon ausgegangen werden, dass sich ausserordentlich harte 
Gegenstände darin befänden. Dies zeige wiederum, dass es sich um einen 
fremden Gegenstand gehandelt haben müsse, der im Hackfleisch nichts 
verloren habe. Beschwerdeweise fügte sie an, es spiele keine Rolle, um 
was für einen Gegenstand es sich gehandelt habe, da die Tatsache genü-
ge, dass es ein aussergewöhnlicher Gegenstand gewesen sei (Beschwer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Dez. 2017, UV/17/862, Seite 7

de S. 2 Ziff. I). Die Dres. med. dent. B.________ und C.________ bestätig-
ten im September 2017 (BB 9 f.), dass der Zahn 24 weder vorbeschädigt 
noch mit einer Kunststofffüllung versorgt gewesen sei. Die Erstere wies 
gleichzeitig darauf hin, dass sich ein gesunder Zahn nicht einfach so eine 
Kronenfraktur mit Pulpabeteiligung sowie eine Wurzelfraktur zuziehe. Die 
Beschwerdeführerin müsse also wirklich auf einen sehr harten Gegenstand 
gebissen haben (BB 10).

3.2 Aufgrund der bildgebenden Untersuchung vom 4. August 2014 
(BB 9) sowie den Bestätigungen der beiden Zahnärztinnen (BB 9 f.) ist da-
von auszugehen, dass der betroffene Zahn 24 nicht vorgeschädigt war, als 
die Beschwerdeführerin am 1. Januar 2017 Spaghetti Bolognese ass. 
Des Weiteren ist unbestritten und aktenmässig ausgewiesen, dass der 
Zahn 24 anlässlich der Konsultation bei Dr. med. dent. B.________ vom 
3. Januar 2017 gespalten war und in der Folge extrahiert wurde 
(AB 3/001 f., 3/005 Ziff. 5). Sowohl nach den initialen Angaben in der 
Schadenmeldung (AB 2/001) als auch nach den konsistenten eigenen Aus-
führungen der Beschwerdeführerin (AB 2/004, 2/012, 2/017; Beschwerde 
S. 2 Ziff. I) spürte sie beim Verzehr der Speise einen harten Gegenstand, 
ohne diesen zu sehen. Ob sie den harten Gegenstand (das so genannte 
corpus delicti) in der Folge verschluckte oder ausspukte ist nicht entschei-
dend, denn er ist nicht mehr greifbar und die Beschwerdeführerin räumte 
zudem ein, dass sie ihn nicht sah. Vor diesem Hintergrund konnte der Ver-
dacht, dass es sich um ein Knochenfragment gehandelt hat (AB 2/001 
Ziff. 6), nicht erhärtet werden. Im Verwaltungsverfahren wurden die beweis-
rechtlichen Möglichkeiten in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (vgl. 
E. 2.3 hiervor) bereits mit der eingeholten schriftlichen Auskunft 
(AB 2/003 f.) ausgeschöpft und es stehen auch im vorliegenden Beschwer-
deverfahren keine Beweismassnahmen mehr zur Verfügung, die geeignet 
wären, den harten Gegenstand zu identifizieren. Dies wäre indes unab-
dingbar um zu beurteilen, ob er überhaupt das Tatbestandsmerkmal des 
ungewöhnlichen äusseren Faktors (vgl. E. 2.2 hiervor) erfüllt hätte. Es 
bleibt damit eine blosse Vermutung, dass der Zahnschaden durch einen 
Fremdkörper verursacht wurde, was nach der höchstrichterlichen Recht-
sprechung für die Annahme eines äusseren Faktors nicht genügt (vgl. Ent-
scheid des Bundesgerichts vom 4. Juni 2013, 8C_215/2013, E. 3 mit Hin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Dez. 2017, UV/17/862, Seite 8

weis auf TURTÈ BAER, Die Zahnschädigung als Unfall in der 
Sozialversicherung, SJZ 1992, S. 324). Es liegt demnach Beweislosigkeit 
vor, deren Folgen die Beschwerdeführerin zu tragen hat (vgl. E. 2.5 hier-
vor). Bei dieser Ausgangslage kann offen bleiben, ob bei einem Knochen-
stückchen im Hackfleisch bzw. in der Bolognese-Sauce die Ungewöhnlich-
keit überhaupt zu bejahen wäre. Nur am Rande sei deshalb darauf hinge-
wiesen, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; heute Bun-
desgericht) bei Knochenfragmente – nicht aber Knorpel – in Wurstwaren 
die Ungewöhnlichkeit bejahte (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 37 f.), 
während in Deutschland eine Produktehaftung für einen Zahnschaden mit 
der Begründung verneint wurde, Knochen- und Knorpelstückchen seien im 
Hackfleisch keine Fremdkörper, sondern könnten bei der industriellen 
Trennung von Fleisch und Knochen durchaus auftreten (Urteil des Landge-
richts Kleve vom 6. Juli 2011, 5 S 47/11, publiziert in der Neuen Juristi-
schen Wochenschrift [NJW] 2011, S. 1473).

3.3 Nach dem Dargelegten ist zwar möglich, dass die Beschwerdefüh-
rerin allenfalls auf einen Gegenstand biss, welcher üblicherweise nicht in 
Spaghetti Bolognese vorhanden ist. Dieser Sachverhalt ist jedoch nicht 
nachgewiesen und lässt sich nachträglich auch nicht mehr mit dem erfor-
derlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 2.4 
hiervor) feststellen. Die Folgen dieser Beweislosigkeit gehen zu Lasten der 
leistungsansprechenden Beschwerdeführerin, so dass bereits das Vorlie-
gen eines Unfalls im Rechtssinne zu verneinen ist. Damit erübrigen sich 
Weiterungen zur (zahnmedizinischen) Frage der natürlichen Unfallkausa-
lität des Zahnschadens; im Übrigen wäre ein entsprechender Unfall ohne-
hin höchstens als leicht einzustufen, womit dem zusätzlich geltend ge-
machten psychischen Schaden (Beschwerde S. 3 Ziff. I) jedenfalls die 
adäquate Unfallkausalität abzusprechen wäre (vgl. BGE 129 V 177 E. 4.1 
S. 183, 115 V 133 E. 6a S. 139). Dass die Beschwerdegegnerin ihre Leis-
tungspflicht verneinte, ist nicht zu beanstanden. Die gegen den Einspra-
cheentscheid vom 5. September 2017 (AB 1/018-024) erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Dez. 2017, UV/17/862, Seite 9

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwerdeführerin 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.