# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37c93e5a-eb9f-51d3-9fd1-a085055c7be1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 10.02.2021 UV 2019/17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2019-17_2021-02-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/17

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.08.2021

Entscheiddatum: 10.02.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 10.02.2021
Art. 18 f., 24 UVG. Der Fallabschluss erfolgte bei medizinischem Endzustand 
nicht zu früh. Trotz unfallkausaler Restfolgen besteht in adaptierter Tätigkeit 
eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit und kein rentenbegründender 
Invaliditätsgrad. Die Höhe der zugesprochenen Integritätsentschädigung ist 
nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Februar 2021, UV 
2019/17).

Entscheid vom 10. Februar 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2019/17

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Horschik, Schifflände 22, Postfach, 

8024 Zürich,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ war als Elektrofachmonteur bei der B.___ angestellt und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 18. November 2016 

meldete die Arbeitgeberin, dass der Versicherte am 14. November 2016 auf einer 

Baustelle in C.___ beim Treppensteigen ausgeschlipft sei und sich mit dem Arm habe 

festhalten wollen, wobei es ihm die rechte Schulter ausgerenkt habe (Suva-act. 1). Der 

erstbehandelnde Arzt Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, 

diagnostizierte am 19. November 2016 eine Distorsion am linken (gemeint wohl: 

rechten) oberen Sprunggelenk (OSG) und einen Verdacht auf einen Status nach 

Distorsion der rechten Schulter (Suva-act. 12).

A.a. 

Dr. med. E.___, Fachärztin Chirurgie am Stadtspital F.___ in C.___, erhob mit 

Zwischenbericht vom 19. Januar 2017 einen Status nach Schulterluxation rechts am 

14. November 2016 (Erstereignis, Selbstreposition, Arthro-Computertomographie vom 

5. Dezember 2016 [abgeschilfertes Labrum anterior mit wulstförmiger Verbreiterung 

antero-inferior, allenfalls ALPSA-Läsion]) und eine OSG-Distorsion rechts (Suva-

act. 13). Während die Verletzung am Sprunggelenk folgenlos abheilte, kam es an der 

rechten Schulter zu rezidivierenden Instabilitätsepisoden mit anhaltender 

Arbeitsunfähigkeit (vgl. dazu Suva-act. 23-2, 31-2). Dr. med. G.___, Fachärztin für 

orthopädische Chirurgie FMH von der H.___ in I.___, führte deshalb bei diagnostizierter 

antero-inferiorer Instabilität der rechten Schulter bei Bankart-Läsion mit ossärem 

Fragment, SLAP V-Läsion des Bizepssehnenankers und Tendinose der langen 

A.b. 

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Bizepssehne am 16. Mai 2017 eine Schulterarthroskopie rechts mit arthroskopischer 

Bankart-Refixation und subpectoraler Tenodese der langen Bizepssehne in mini open-

Technik durch (Suva-act. 34; vgl. zur Magnetresonanzuntersuchung vom 9. Mai 2017 

den Bericht von Dr. med. J.___, Facharzt für Radiologie FMH, Rodiag Diagnostic 

Centers in Suva-act. 56). Anlässlich einer Verlaufskontrolle vom 7. September 2017 

schätzte Dr. G.___ die Arbeitsfähigkeit für leichte körperliche Tätigkeiten unter 

Schulterniveau wieder auf 40 bis 50% ein. Die Beweglichkeit der rechten Schulter sei 

noch nicht vollständig wiedererlangt; bei Belastung des Armes, insbesondere auf 

Schulterhöhe und darüber, seien Schmerzen im Bereich der dorsalen Gelenkskapsel zu 

verzeichnen; zudem fehle es an Kraft für die Aussenrotation, die Elevation und die 

Abduktion (Suva-act. 61). Im Verlaufsbericht vom 6. Oktober 2017 erachtete Dr. G.___ 

eine Arbeitsfähigkeit von 50% in leichten körperlichen Tätigkeiten für gegeben (Suva-

act. 67). Am 3. November 2017 musste Dr. G.___ die rechte Schulter, nachdem sich die 

Beschwerdesituation nach geleisteter Gartenarbeit wieder verschlechtert hatte 

(Kapsulitis, Bursitis subacromialis), intraartikulär und subacromial infiltrieren (Suva-

act. 70; vgl. auch den Untersuchungsbericht von Dr. med. K.___ vom Spital L.___ vom 

29. Oktober 2017 in Suva-act. 73). Die wieder vollständige Arbeitsunfähigkeit 

verlängerte Dr. G.___ bis zur Kontrolle im Januar 2018 (Suva-act. 79), dann bei 

fortbestehenden Beschwerden im laterodorsalen Acromion bis 27. Februar 2018 (Suva-

act. 88 und 93) und schliesslich bei belastungsabhängigen Schmerzen bis ca. April 

2018 (Suva-act. 96).

Am 22. März 2018 untersuchte Kreisarzt med. pract. M.___, Facharzt für Chirurgie, 

Versicherungsmedizin Suva L.___, den Versicherten. Er diagnostizierte eine Distorsion 

OSG rechts vom 14. November 2016, einen Status nach Schulterluxation rechts mit 

Auto-Reposition, SLAP-Läsion des Labrums und Bankart-Läsion mit ossärem 

Fragment am 14. November 2016, einen Status nach Schulterarthroskopie mit 

Refixation sowie subpectoraler Tenodese der langen Bizepssehne vom 16. Mai 2017 

und eine postoperative Synovitis. Als überwiegend wahrscheinliche Unfallfolgen fänden 

sich im Bereich der rechten Schulter objektivierbar eine deutliche 

Bewegungseinschränkung insbesondere für die Abduktion sowie die Innen- und 

Aussenrotation sowie ein deutliches Knacken ebenda mit positivem Apprehensions-

Test. Die vom Versicherten geschilderte erhebliche Schmerzsymptomatik sei glaubhaft. 

A.c. 

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B.  

Es werde deshalb eine mehrwöchige Rehabilitationsmassnahme in der 

Rehabilitationsklinik N.___ empfohlen (Suva-act. 114). Diese fand vom 11. April bis 

16. Mai 2018 statt (Suva-act. 119 und 126). Als Probleme beim Austritt wurden eine 

schmerzhafte Bewegungseinschränkung rechte Schulter, belastungsabhängige 

Schmerzen und eine Kraftminderung rechter Arm festgehalten. Die Tätigkeit als 

Elektromonteur sei nicht mehr zumutbar. Ganztägige leichte Arbeit ohne Tätigkeit mit 

dem rechten dominanten Arm länger dauernd über Brusthöhe sowie ohne Exposition 

desselben gegenüber Schlägen und Vibrationen sei zumutbar (Suva-act. 133). Gestützt 

darauf ermittelte med. pract. M.___ am 28. Mai 2018 wegen Einschränkung der 

Schulterbeweglichkeit bis zur Horizontalen einen Intergritätsschaden von 15% (Suva-

act. 139). Anhand ihrer Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) kam die Suva sodann 

zum Schluss, dass im Vergleich zum Einkommen ohne Unfall ein bloss unerheblicher 

Minderverdienst von 2.45% resultiere (Suva-act. 142 und 143). Mit Verfügung vom 

5. Juni 2018 sprach sie dem Versicherten deshalb eine Integritätsentschädigung von 

Fr. 22'230.-- zu und lehnte einen Rentenanspruch ab (Suva-act. 144).

Mit Schreiben vom 4. Juni 2018 hatte Dr. G.___ die Suva darauf hingewiesen, dass 

es ihrer Ansicht nach verfrüht sei, den Fall abzuschliessen. Im Austrittsbericht der 

Rehabilitationsklinik N.___ werde zwar die Ansicht vertreten, dass sich der aktuelle 

Zustand eineinhalb Jahre nach dem Unfall mit medizinischen Massnahmen kaum mehr 

verbessern lasse. Da die letztmalige Schulteroperation aber erst vor einem Jahr 

stattgefunden habe und deutliche Krepitationen im Gelenk vorlägen, die auch in das 

AC-Gelenk projiziert würden, sei aus orthopädischer Sicht durchaus eine operative 

Revision der rechten Schulter mit Narbendébridement, ACG-Resektion und eventuell 

erneut stabilisierenden Massnahmen zu diskutieren (Suva-act. 148). Daraufhin empfahl 

die Suva vor einem operativen Eingriff eine Zweitmeinung einzuholen und ein aktuelles 

MRI zu erstellen (Suva-act. 149 f.).

B.a. 

Am 22. Juni 2018 liess der Versicherte, vertreten durch M. Milovanovic von der 

Beratungsstelle für Ausländer, Einsprache gegen die Verfügung vom 5. Juni 2018 

erheben. Beantragt wurde deren Aufhebung und dass weiterhin 

Versicherungsleistungen zu erbringen seien sowie eine Integritätsentschädigung von 

B.b. 

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C.  

30%. Der medizinische Endzustand sei noch nicht erreicht und es müssten 

fachärztliche Abklärungen erfolgen (Suva-act. 156).

Mit Einspracheentscheid vom 14. Januar 2019 kam die Suva zum Schluss, dass 

der Rentenanspruch zu Recht abgelehnt worden sei. Es sei zutreffend erkannt worden, 

dass keine erhebliche unfallbedingte Erwerbseinbusse vorliege. Die 

Integritätsentschädigung sei korrekt bemessen worden. Die Einwände des 

Rechtsvertreters würden sich als unbegründet erweisen, weshalb die angefochtene 

Verfügung zu bestätigen und die dagegen erhobene Einsprache abzuweisen sei (Suva-

act. 173).

B.c. 

Mit Eingabe vom 13. Februar 2019 erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) Beschwerde gegen den genannten Einspracheentscheid und 

beantragte dessen Aufhebung und die Zusprache einer Invalidenrente und einer 

Integritätsentschädigung von je 30%; eventuell sei der Einspracheentscheid 

aufzuheben und die Sache zwecks weiterer Abklärungen an die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Er machte im Wesentlichen geltend, die 

gesundheitlichen Folgen der Schulterverletzung seien nicht richtig beurteilt worden. 

Zudem sei der Fall zu früh abgeschlossen worden (act. G 1). Der Beschwerde legte er 

unter anderem eine aktuelle medizinische Beurteilung der Schulterproblematik durch 

Dr. G.___ bei (act. G 1.3).

C.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 19. März 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.b. 

Nachdem der Beschwerdeführer auf die Einreichung einer Replik verzichtet hatte, 

wurde der Schriftenwechsel am 23. Mai 2019 geschlossen (act. G 5).

C.c. 

Mit Schreiben vom 17. Juli 2020 teilte Rechtsanwalt M. Horschik, Zürich, dem 

Versicherungsgericht mit, dass er mit der Wahrung der Interessen des 

Beschwerdeführers betraut worden sei (act. G 6). Mit Eingabe vom 1. Oktober 2020 

stellte er folgende Anträge: 1. Der Einspracheentscheid vom 14. Januar 2019 sei 

aufzuheben und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen, 

C.d. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Folgen des Unfalles vom 14. November 

2016 zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung.

2.

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens (zum Anfechtungsgegenstand 

siehe BGE 131 V 164 f. E. 2.1) ist der Einspracheentscheid vom 14. Januar 2019 (Suva-

act. 173). Diesem liegt die Verfügung vom 5. Juni 2018 zugrunde (Suva-act. 144). In der 

Verfügung und im Einspracheentscheid werden die Folgen des Unfalls vom 14. 

November 2016 thematisiert, diesbezüglich ein Rentenanspruch geprüft und verneint 

sowie eine Integritätsentschädigung, basierend auf einem Integritätsschaden von 15%, 

insbesondere weiterhin Taggelder, Heilungskosten, ev. eine Rente und eine höhere 

Integritätsentschädigung, zuzusprechen. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten zu 

erstellen. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. 2. Es seien im vorliegenden Verfahren zwingend die vollständigen 

Akten der Beschwerdegegnerin von Amtes wegen beizuziehen, unter Ansetzung eines 

weiteren Schriftenwechsels. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt. 

zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 10).

Am 14. Oktober 2020 übermittelte die Beschwerdegegnerin die beantragten Akten 

und reichte eine Stellungnahme ein (act. G 12). Rechtsanwalt Horschik reagierte darauf 

mit Eingabe vom 2. November 2020 (act. G 14). Der Schriftenwechsel wurde daraufhin 

wieder geschlossen (act. G 15).

C.e. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.f. 

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zugesprochen. Nachfolgend zu prüfen ist, ob diese Beurteilung der 

Beschwerdegegnerin vor den massgeblichen rechtlichen Grundlagen und der 

anwendbaren Gerichtspraxis standhält. Allein diese Rechtsverhältnisse im vorliegend 

relevanten Zeitraum bis zum Einspracheentscheid (14. Januar 2019; vgl. BGE 121 V 

366 1b) bilden den Anfechtungsgegenstand. Auf den darüber hinausgehenden Einwand 

des Beschwerdeführers, dass die Taggelder zu tief angesetzt worden seien (act. G 10 

S. 5), ist mangels Anfechtungsgegenstands nicht einzutreten. Nicht Thema ist weiter 

das bei Beschwerdeeinreichung noch hängige Rückfallverfahren (Schaden-/

Rückfallmeldung vom 6. August 2019, Suva-act. 182; vgl. auch Suva-act. 202, 204 

bezüglich Qualifikation als Rückfall) bzw. allfällige Ansprüche daraus. Dieses ist noch 

nicht abgeschlossen (act. G 12 S. 2).

3.  

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 UVG). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die 

versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10% invalid, so hat sie Anspruch 

auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 

ATSG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

3.1. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen 

tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als 

3.2. 

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4.

Vorab ist festzuhalten, dass die Verletzung am oberen Sprunggelenk rechts 

unbestrittenermassen folgenlos abgeheilt ist (Suva-act. 23-2, 133-3, 139). Zur 

Beurteilung stehen Ansprüche bezüglich der Schulterproblematik rechts. Der 

Beschwerdeführer bemängelt diesbezüglich, dass der Fall mit Einstellung der 

Taggelder und Heilbehandlungsleistungen zu früh abgeschlossen worden sei.

schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 

4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner 

medizinischer Gutachten (BGE 122 V 157).

Die Unfallversicherer haben während der medizinisch instabilen Schadensphase 

vorübergehende Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistung) zu erbringen. Die 

Bestimmungen, welche den vorübergehenden Leistungen zugrunde liegen, legen indes 

nicht fest, wann die medizinisch instabile Schadensphase bzw. der Anspruch auf 

vorübergehende Leistungen endet. Das Ende der medizinisch instabilen 

Schadensphase (der sogenannte medizinische Endzustand) wird in Art. 19 Abs. 1 UVG 

geregelt. Dieser Zeitpunkt ist erreicht und die bisherigen Ansprüche auf 

vorübergehende Leistungen erlöschen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG; vgl. anstatt vieler das Urteil 

des Bundesgerichts vom 18. September 2012, 8C_425/2012, E. 4.2). 

Rechtsprechungsgemäss ist zu diesem Zeitpunkt der sogenannte "Fallabschluss" mit – 

wie erwähnt – Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen sowie Prüfung 

eines Anspruchs auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung vorzunehmen 

(Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143). Ob eine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands noch erwartet werden kann, bestimmt sich 

insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 

der Arbeits- (BGE 134 V 115 E. 4.3) bzw. Funktionsfähigkeit (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Juli 2014, 8C_354/2014, E. 3.2 f.), soweit diese unfallbedingt 

beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG 

verdeutlicht, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn von Art. 

10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss (vgl. wiederum BGE 134 V 

115 E. 4.3). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen zu 

4.1. 

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erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen einen Anspruch auf 

deren Durchführung (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1, 

mit Hinweisen). Eine allfällige blosse Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur 

kurzfristige Linderung, eine blosse Verbesserung der Befindlichkeit oder dass die 

versicherte Person etwa von Physiotherapie profitieren kann, genügen nicht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3, mit Hinweisen). Auch 

ärztliche Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medikamenten sowie 

manualtherapeutische Behandlungen gelten für sich allein noch nicht als 

kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung im Sinne der Rechtsprechung 

(Urteil des Bundesgerichts vom 5. Oktober 2007, U 395/06, E. 5.3). Die Frage, ob von 

einer ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

erwartet werden kann, beurteilt sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach 

dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2010, 8C_346/2010, E. 

2.2). Es handelt sich um die Einschätzung einer zukünftigen Sachverhaltsentwicklung, 

weshalb eine prospektive Beurteilung dieser Rechtsfrage zu erfolgen hat. 

Entscheidgrundlagen bilden in erster Linie die Auskünfte medizinischer Fachpersonen 

zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Gesundheitsentwicklung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. Dezember 2016, 8C_651/2016, E. 4.1).

Gestützt auf vorstehende Erwägung erging die Einstellung der vorübergehenden 

Versicherungsleistungen zu Recht, wenn spätestens ab 1. Juli 2018 von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung (im Grundfall) keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers mehr erwartet werden konnte bzw. der 

(medizinische) Endzustand aus prospektiver Sicht erreicht war. Die 

Beschwerdegegnerin bejaht dies, wogegen der Beschwerdeführer ausführen lässt, 

dass der medizinische Endzustand am 30. Juni 2018 noch nicht erreicht gewesen sei.

4.2. 

Der Verlauf seit dem Unfall vom 14. November 2016 präsentiert sich in Bezug auf 

die Schulterproblematik rechts zusammengefasst wie folgt: Am 16. Mai 2017 wurde 

der Beschwerdeführer bei rezidivierenden Instabilitätsepisoden (Diagnosen: antero-

inferiore Instabilität der rechten Schulter bei Bankart-Läsion mit ossärem Fragment, 

SLAP V-Läsion des Bizepssehnenankers und Tendinose der langen Bizepssehne) von 

Dr. G.___ an der rechten Schulter operiert (Schulterarthroskopie rechts mit 

arthroskopischer Bankart-Refixation sowie subpectoraler Tenodese der langen 

Bizepssehne in mini open-Technik; Suva-act. 34). Am 18. Mai 2017 konnte der 

Beschwerdeführer bei komplikationslosem perioperativem Verlauf in gutem 

4.3. 

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Allgemeinzustand, schmerzarm, mit reizloser Wunde nach Hause entlassen werden. 

Nach sechs Wochen sollte ein rascher Bewegungs- und Belastungsaufbau nach 

Massgabe der Beschwerden erfolgen (Suva-act. 35). Mit Bericht vom 8. September 

2017 führte Dr. G.___ aus, dass sich eine noch nicht ganz vollständig wiedererlangte 

Beweglichkeit der rechten Schulter gezeigt habe. Bei Belastung des Armes 

insbesondere auf Schulterhöhe und darüber hinaus seien noch Schmerzen im Bereich 

der dorsalen Gelenkkapsel zu verzeichnen. Auch fehle die Kraft für Aussenrotationen, 

Elevation und Abduktion. Der Beschwerdeführer werde weiterhin regelmässig 

Physiotherapie zum Kraftaufbau und zur Besserung der Symptomatik durchführen 

(Suva-act. 61). Am 6. Oktober 2017 hielt Dr. G.___ fest, dass die 

Schulterbeschwerdesymptomatik unter Einnahme von NSAR kontinuierlich habe 

verbessert werden können. Zwei Monate postoperativ sei eine Elevation von 100° 

erreicht worden bei noch sehr eingeschränkter Rotation. Unter weiterhin konsequenter 

Therapie hätten sich die Beweglichkeit wie auch die Schmerzen gebessert. Das NSAR 

habe daraufhin auf eine Einnahme bei Bedarf reduziert werden können. Es würden 

noch Elevationsschmerzen sowie Beschwerden bei Überkopftätigkeiten unter 

Belastung bestehen. Die Narben seien reizlos und die Rotatorenmanschettenfunktion 

sei intakt. Endgradig bestehe noch eine leichte Bewegungseinschränkung sowohl der 

Elevation als auch der Rotation. Teils gebe es positive Impingementzeichen, die 

Schulter sei aber inspektorisch unauffällig. Der Beschwerdeführer besuche weiterhin 

Physiotherapie und demnächst sollte auch mit einer medizinischen Trainingstherapie 

begonnen werden (Suva-act. 67). Eine kernspintomographische Abklärung am 2. 

November 2017 (Suva-act. 85) nach vermehrten Beschwerden nach Gartenarbeit ergab 

keine neuen Pathologien und am 3. November 2017 erfolgte bei geringer Kapsulitis 

rechte Schulter und Bursitis subacromialis eine Infiltration. Dr. G.___ gab an, dass 

erneut Physiotherapie empfohlen werde, die der Beschwerdeführer leider nicht 

regelmässig wahrnehme (Suva-act. 70). Danach verbesserte sich die Situation, der 

Beschwerdeführer war aber nicht ganz schmerzfrei. Physiotherapie wurde weiterhin 

empfohlen, eine weitere Infiltration lehnte der Beschwerdeführer ab (Suva-act. 79, 88, 

96). Am 22. März 2018 führte der Beschwerdeführer bei einem Gespräch mit dem Case 

Manager der Beschwerdegegnerin aus, dass es ihm soweit recht gut gehe. Die rechte 

Schulter sei aber in der Bewegung ziemlich eingeschränkt. Die Physiotherapie sei 

beendet worden und Medikamente nehme er keine mehr (Suva-act. 111). Vom 11. April 

bis 16. Mai 2018 hielt sich der Beschwerdeführer zur medizinischen Belastbarkeits- 

und Zumutbarkeitsbeurteilung sowie zur Verbesserung der Stabilität und Kraft der 

rechten Schulter (Suva-act. 133-3) in der Rehabilitationsklinik N.___ auf. Im 

Austrittsbericht wird festgehalten, dass an der rechten Schulter weiterhin eine 

schmerzhafte Bewegungseinschränkung bestehe. Am rechten Arm bestünden 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/15

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5.

Zu prüfen ist weiter, ob der Sachverhalt in Bezug auf die Leistungsfähigkeit und damit 

die Ermittlung des Invaliditätsgrades, aber auch bezüglich Höhe einer 

Integritätsentschädigung zum Zeitpunkt des Fallabschlusses genügend abgeklärt ist. 

Der Beschwerdeführer lässt dies bestreiten.

belastungsabhängige Schmerzen und eine Kraftminderung. Empfohlen werde nach wie 

vor ambulante Physiotherapie und die Fortsetzung des instruierten Heimprogramms, 

weiter auch die Fortführung eines Fitnesstrainings. Ziele seien der Erhalt und allenfalls 

noch eine weitere Verbesserung der Muskelfunktion und Wahrnehmung der rechten 

Schulter. Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei ganztags zumutbar. Ungefähr 

eineinhalb Jahre nach dem Unfall könne der aktuelle Zustand wohl kaum noch durch 

weitere medizinische Massnahmen in namhafter Weise verbessert werden (Suva-act. 

133).

Gestützt auf den vorstehend beschriebenen Verlauf empfahlen die Fachleute nach 

der Operation vom 16. Mai 2017 – abgesehen von einer Infiltration, welche am 3. 

November 2017 durchgeführt wurde – lediglich noch Physiotherapie, medizinische 

Trainingstherapie und selbständiges Fitnesstraining. Die Physiotherapie wurde im März 

2018 gar beendet und weitere ärztliche Behandlungen, die auf eine Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit und/oder eine namhafte Verbesserung der Schulterproblematik zielten, 

standen spätestens ab diesem Zeitpunkt nicht mehr ernsthaft im Raum. Zwar führte Dr. 

G.___ mit Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 4. Juni 2018 aus, dass eine 

operative Revision der rechten Schulter mit Narbendébridement, ACG-Resektion und 

eventuell erneut stabilisierenden Massnahmen zu diskutieren sei (act. G 1.2). Diese 

stand danach aber nicht mehr zur Diskussion (vgl. Suva-act. 150) und Dr. G.___ hielt 

am 4. Dezember 2018 fest, dass aktuell keine Operation geplant und der 

Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei. Dass sich, wie Dr. 

G.___ ausführt, die Schulter in den nächsten Jahren noch weiter stabilisieren könnte, 

so dass sich auch das Instabilitätsgefühl im Lauf noch deutlich verbessere (act. G 1.3), 

führt nicht dazu, dass der medizinische Endzustand im Sinne von Gesetz und 

Rechtsprechung per 30. Juni 2018 aus prospektiver Sicht nicht erreicht gewesen wäre. 

Entsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin per Ende Juni 

2018 den Fallabschluss mit Einstellung der vorübergehenden Versicherungsleistungen 

und Prüfung eines Renten- und Integritätsentschädigungsanspruchs vornahm.

4.4. 

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6.  

7.  

Es ist unbestritten und medizinisch erstellt, dass der Beschwerdeführer bei 

Fallabschluss (30. Juni 2018) weiterhin an unfallkausalen Beeinträchtigungen litt 

(deutliche Bewegungseinschränkung in der rechten Schulter, insbesondere für die 

Abduktion sowie die Innen- und Aussenrotation, deutliches Knacken ebenda mit 

positivem Apprehensions-Test [Suva-act. 114-4]; schmerzhafte 

Bewegungseinschränkung Schulter rechts, belastungsabhängige Schmerzen und 

Kraftminderung rechter Arm [Suva-act. 133]).

6.1. 

Mit Austrittsbericht vom 16. Mai 2018 kamen die verantwortlichen Fachpersonen 

der Rehabilitationsklinik N.___ nach fünfwöchigem Aufenthalt des Beschwerdeführers 

und umfassender Abklärung bei eingehender Prüfung der Diagnosen, 

Untersuchungsbefunde und den Ergebnissen der Belastungstests zum Schluss, dass 

diesem die Tätigkeit als Elektromonteur nicht mehr zumutbar sei, indes leichte bis 

mittelschwere Arbeiten zu 100% ausgeübt werden könnten. Nicht mehr zumutbar seien 

körperlich schwere Arbeiten, Arbeiten mit dem rechten Arm länger dauernd über 

Brusthöhe und Arbeiten mit Exposition des rechten Armes gegenüber Schlägen und 

Vibrationen (Suva-act. 133). Diese Beurteilung ist für die streitigen Belange umfassend, 

beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und 

erging in Kenntnis und Würdigung der medizinischen (Vor-)Akten. Es sind keine 

Anhaltspunkte erkennbar, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt 

worden wären. Den Beeinträchtigungen wird im Zumutbarkeitsprofil umfassend 

Rechnung getragen und es leuchtet ein, dass bei Einhaltung der Adaptionskriterien 

eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar sein sollte. So bescheinigt denn auch die 

behandelnde Dr. G.___ dem Beschwerdeführer für angepasste Tätigkeiten eine 100%-

ige Arbeitsfähigkeit (act. G 1.3). Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass dem Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Fallabschlusses in 

adaptierter Tätigkeit ein Vollpensum zumutbar war. Der Sachverhalt wurde in Bezug auf 

die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers spruchreif abgeklärt, womit sich weitere 

Abklärungen diesbezüglich erübrigen.

6.2. 

Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist 

im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln. Dazu ist das 

Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

7.1. 

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Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; vgl. Art. 16 ATSG).

Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden 

(Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden 

Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Juli 2011, 9C_414/2011, E. 2.2). Bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 

und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es 

empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Der Beschwerdeführer erzielte bei 

seiner letzten Tätigkeit vor dem Unfall im Jahr 2016 ein Einkommen von Fr. 64'702.-- 

(Suva-act. 135). Nominallohnindexiert bis 2018 resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 

65'352.-- (vgl. dazu Suva-act. 137).

7.2. 

 7.3. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne oder die bis 2019 von der Suva erhobenen 

sogenannten DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).

7.3.1. 

Der Beschwerdeführer erzielte nach Beendigung der Tätigkeit bei der B.___ 

(Suva-act. 40) bis zum Fallabschluss – soweit ersichtlich – kein Erwerbseinkommen 

mehr. Es ist damit grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 

zur Festsetzung des Invalidenlohns DAP-Daten beigezogen hat. Die Ermittlung des 

Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile hat sich auf mindestens fünf zumutbare 

Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der 

aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten 

Arbeitsplätze, über den Höchst- und Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der 

dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit soll die 

Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass 

die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil 

entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im 

7.3.2. 

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8.  

Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva 

verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt (BGE 139 V 595 f. 

E. 6.3).

Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf die 

geforderten fünf Arbeitsplätze (Nrn. 6110, 854291, 5498, 11305 und 4251) auf Fr. 

63'748.-- (durchschnittlicher Lohn dieser fünf DAP-Profile) fest. Die Gesamtzahl der 

aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten 

Arbeitsplätze beträgt 114 mit einem Durchschnittslohn von Fr. 66'606.-- (Suva-act. 

142-1). Der nach Rechtsprechung geforderten Repräsentativität ist mit den 

vorliegenden 114 DAP-Profilen ohne weiteres Genüge getan (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 19. Juni 2006, U 405/05, E. 4.2). 

Die ausgewählten DAP-Profile blieben unbestritten und es ist auch nicht erkennbar, 

dass diese dem Beschwerdeführer nicht zumutbar wären (Suva-act. 142-7 ff.). 

Entsprechend ist von einem Invalideneinkommen von Fr. 63'748.-- auszugehen. 

Abzüge, wie sie bei der Bemessung des Invalideneinkommens mit LSE-Löhnen zur 

Anwendung kommen, sind bei der Bemessung anhand von DAP-Löhnen nicht statthaft 

(BGE 129 V 472).

7.3.3. 

Aus dem Einkommensvergleich, d.h. der Gegenüberstellung des 

Invalideneinkommens von Fr. 63'748.-- mit dem Valideneinkommen von Fr. 65'352.--, 

ergibt sich per 1. Juli 2018 kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (2.45%; Art. 18 

Abs. 1 UVG). Im Übrigen resultierte auch bei der Bemessung des Invalideneinkommens 

mit LSE-Löhnen und einem vorliegend maximal denkbaren Abzug vom Tabellenlohn 

von 10% keine Rente der Unfallversicherung (Invaliditätsgrad 7.14%; 

Invalideneinkommen Fr. 60'688.35 [Fr. 67'431.50 x 0.9]).

7.4. 

Zu beurteilen bleibt die Höhe des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung. Die 

Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer gestützt auf die kreisärztliche 

Beurteilung vom 25. Mai 2018 (Suva-act. 139) eine solche basierend auf einem 

Integritätsschaden von 15% zu.

8.1. 

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

8.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/15

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9.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

Med. pract. M.___ führte mit Beurteilung vom 25. Mai 2018 aus, dass laut Suva-

Tabelle 1 die Einschränkung der Schulterbeweglichkeit bis zur Horizontalen mit 15% 

bewertet werde, sodass im vorliegenden Fall eine Integritätsentschädigung von 15% 

gerechtfertigt und geschuldet sei. Diese Ausführungen leuchten sowohl bezüglich 

Herleitung als auch Höhe vollumfänglich ein. Anderslautende Einschätzungen liegen 

denn auch nicht im Recht. Eine Erhöhung der Integritätsentschädigung steht damit 

nicht zur Diskussion.

8.3. 

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist.

9.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

9.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

9.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.02.2021
	Art. 18 f., 24 UVG. Der Fallabschluss erfolgte bei medizinischem Endzustand nicht zu früh. Trotz unfallkausaler Restfolgen besteht in adaptierter Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit und kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Die Höhe der zugesprochenen Integritätsentschädigung ist nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Februar 2021, UV 2019/17).

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