# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 824e8855-aced-5bc4-a4f4-33f31925cd19
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.08.2018 725 18 88 / 219
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-88---219_2018-08-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. August 2018 (725 18 88 / 219) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Anspruch auf UVG-Leistungen: Expertenstreit betreffend Abgrenzung unfallbedingte 

SLAP-Läsion und Normvariante "Sublabral-Hole" 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela 
Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 
8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1969 geborene A.____ ist seit 1. August 2007 bei der B.____ AG als Mitarbeiter 
Complaint Handling Process in X.____ angestellt. Durch die Arbeitgeberin ist er bei der SWICA 
Versicherungen AG (Versicherung) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufs-
krankheiten versichert. Mit Unfallmeldung vom 25. Oktober 2016 liess A.____ der Versicherung 
durch seine Arbeitgeberin einen Unfall melden. Danach sei er am 12. Oktober 2016 mit dem 

 
 
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Mountainbike im Wald gestürzt und habe sich dabei an der linken Schulter und an der linken 
Hand verletzt. Wegen anhaltender Schulterschmerzen begab sich der Versicherte am 31. Okto-
ber 2016 in Behandlung von Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates. Dieser diagnostizierte einen Verdacht auf eine Labrumläsion 
nach Sturz auf die linke Schulter am 12. Oktober 2016 und Kontusionen am linken Handgelenk 
sowie an der Mittelhand (vgl. Bericht vom 4. November 2016). Nach Vorliegen der MRI-Bilder 
vom 7. November 2016 bestätigte Dr. C.____ das Vorliegen einer Labrumläsion an der linken 
Schulter (vgl. Bericht vom 22. November 2016). In der Folge wurden am 20. Dezember 2016 
eine Arthroskopie und eine ventrale Labrum-Refixation durchgeführt (vgl. Austrittsbericht vom 
20. Dezember 2016 und Operationsbericht vom 20. Dezember 2016). Mit Verfügung vom 
7.  September 2017 stellte die Versicherung gestützt auf die vertrauensärztliche Beurteilung von 
Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, vom 20. Juni 2017 fest, dass der Versicherte anlässlich des 
Sturzes vom 12. Oktober 2016 lediglich eine Handgelenks- und Schulterkontusion erlitten habe. 
Da die MRI-Untersuchung vom 7. November 2017 eine normale Schulter ohne Knochenmark-
ödem gezeigt habe, sei davon auszugehen, dass die Labrumläsion nicht traumatisch bedingt 
sei. Sie werde deshalb Leistungen nur noch bis zum Operationsdatum, d.h. bis zum 20. De-
zember 2016, erbringen. Auf die Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen werde ver-
zichtet. Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten wies die Versicherung mit Ent-
scheid vom 8. Februar 2018 ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 8. März 2018 Beschwerde ans 
Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte sinnge-
mäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Zusprechung der gesetzlichen 
Leistungen über den 20. Dezember 2016 hinaus. In der Begründung führte er aus, es sei aus 
den Beurteilungen von Dr. C.____ ersichtlich, dass seine Beschwerden an der Schulter unfall-
bedingt seien. Die Leistungspflicht der Versicherung bestehe daher weiterhin. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 26. April 2018 beantragte die Versicherung die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Be-
findet sich der Wohnsitz der versicherten Person – wie vorliegend - im Ausland, so ist gemäss 
Art. 58 Abs. 2 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem ihr letzter 
schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat. Die Arbeitgeberin des Versicherten hat ihren Sitz in 
X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen 

 
 
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ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzi-
ge gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 
8. März 2017 ist einzutreten.  
 
2.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 
Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden jedoch Versicherungsleistungen für Un-
fälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für 
Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht ge-
währt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige 
Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit-
ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 
2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, In-
tegritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden 
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem 

 
 
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Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ist nach der Rechtsprechung dann zu bejahen, 
wenn das Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Le-
benserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, 
der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis).  
 
2.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen-
den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi-
zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die vorliegend geklagten Beschwerden des Versicherten 
auf das Unfallereignis vom 12. Oktober 2016 zurückzuführen sind.  
 
3.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass sich der Versicherte beim Sturz mit dem Mountain-
bike an der linken Schulter verletzte sowie Kontusionen am linken Handgelenk und an der Mit-
telhand erlitt. Während die Verletzungen an der linken Hand schon bald abheilten, nahmen die 
Schmerzen an der linken Schulter zu. Dr. C.____ stellte bei der spezialärztlichen Untersuchung 
vom 31. Oktober 2016 fest, dass bei normalen Schulterverhältnissen deutlich positive Impinge-
ment-Zeichen sowie ein leichtes Palm-up-Zeichen bestanden hätten. Das Bewegungsausmass 
sei dagegen frei mit voller Flexion und Abduktion. Aufgrund der persistierenden Schmerzen 
empfehle er die Durchführung einer Arthro-MRT, um den Zustand des Labrums glenoidale (= 
wulstige Umrahmung der Gelenkpfanne [= Glenoid] der Scapula [= Schulterblatt]) und die Knor-
pelanteile beurteilen zu können (vgl. Bericht vom 4. November 2016). Das MRT vom 7. Novem-
ber 2016 zeigte im AC-Gelenk (= Gelenk zwischen Schulterdach [Acromion] und dem Schlüs-
selbein [Clavicula]) und im Schultergelenk eine regelrechte Artikulation, eine intakte Rotatoren-
manschette, ein intaktes Rotatorenmanschettenintervall sowie einen normaler Verlauf der lan-
gen Bizepssehne mit erhaltener Insertion der Bizepssehnenanker. Es seien keine Knochenmar-
ködeme, Frakturen oder Chondropathien festzustellen. Demgegenüber liege ein anterosuperio-
rer bzw. anteriorer Labrumabriss mit Anhebung des Periostes (= dünne Gewebeschicht, welche 
den Knochen überzieht) am Hals der Scapula (= Schulterblatt) ohne Riss der Kapsel und ohne 
Dislokation des Labrums im Sinne einer Perthes-Läsion vor. Gemäss Ansicht von Dr. C.____ 

 
 
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sei der Labrumabriss mit gleichzeitiger Verletzung der Bizepssehnenanker im Sinne einer 
SLAP-Läsion traumatisch bedingt (vgl. Bericht vom 22. November 2016). Auf Empfehlung von 
Dr. C.____ wurde am 20. Dezember 2016 eine Refixation des Labrums vorgenommen (vgl. 
Operations- und Austrittsberichte vom 20. Dezember 2016). Dem Operationsbericht ist zu ent-
nehmen, dass ein etwa von der 11-Uhr bis 10-Uhr-Position abgelöstes vorderes Labrum im 
Sinne einer "AL"-Läsion vorgefunden wurde. Dabei seien die Subscapularissehne, die Supra- 
und Infraspinatussehne und der Knorpelüberzug am Glenoid und im Bereich des Oberarmkno-
chens intakt gewesen. Am 3. Februar 2017 berichtete Dr. C.____, dass die Schulter reizlos und 
ohne Schwellung sei. Zudem sei die Schulter grundsätzlich sehr gut beweglich; nur die Aussen-
rotation sei noch deutlich eingeschränkt, was aber kurz nach einer stabilisierenden Operation 
auch so gewünscht werde. Denn dadurch sei das Risiko für eine Luxation relativ klein. Die 
Röntgenbilder zeigten eine regelrechte Situation mit zentriertem Kopf. Mit Bericht vom 25. April 
2017 stellte Dr. C.____ eine immer noch deutliche Einschränkung der Aussenrotation vorwie-
gend in der Abduktion/Aussenrotation fest. Dieser Zustand sei jedoch immer noch regelrecht.  
 
3.3 Mit Bericht vom 20. Juni 2017 nahm der Vertrauensarzt der Versicherung, Dr. D.____, 
eine Aktenbeurteilung vor. Er stellte sich auf den Standpunkt, dass beim Sturz mit dem Moun-
tainbike auf die linke Schulter keine Schulterluxation stattgefunden habe. Dies ergebe sich aus 
dem Bericht von Dr. C.____ vom 31. Oktober 2016, wonach dieser bei der Erstuntersuchung 
eine Flexion und eine Abduktion schmerzfrei habe durchführen können. Auch in der Anamnese 
sei nie von einer Schulterluxation die Rede gewesen. Drei Wochen nach dem Sturz sei in der 
MRT ein anterosuperiorer Labrumabriss mit Anhebung des Periostes am Schulterblatthals im 
Sinne einer Perthes-Läsion beschrieben worden. Eine solche Läsion könne jedoch nicht vorlie-
gen, da sie für eine anteroinferiore und nicht für eine anterosuperiore Veränderung stehe. Der 
beigezogene Radiologe habe ebenfalls keine Pathologie erkennen können. Die MRT- und die 
Operationsbilder zeigten eher eine Normvariante im Sinne eines Sublabral-Hole (= Ablösung 
des Labrums vom Glenoid zwischen der 1-Uhr bis 3-Uhr-Position. Ein Sublabral-Hole gilt als 
anatomische, d.h. nicht pathologische, Normvariante, online www.shoulder-care.ch/info/fuer-
aerzte, [13. August 2018]). Es sei bekannt, dass Patienten nach einer Refixation eines Sublab-
ral-Hole eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit hätten. Aufgrund dieser Ausführungen kam 
Dr. D.____ zum Schluss, dass der Versicherte beim Fahrradsturz hinsichtlich der Schulter ledig-
lich eine Kontusion erlitten habe, welche inzwischen verheilt sei. Die heutigen geklagten Schul-
terbeschwerden entsprächen demzufolge keiner traumatischen Genese.  
 
3.4 In seinem Bericht vom 26. Juni 2017 hielt Dr. C.____ als Diagnose eine Frozen Shoul-
der links bei Labrumläsion nach Sturz auf die linke Schulter und Kontusionen am Handgelenk 
und der Mittelhand links fest. Insgesamt bestehe ein vor allem aufgrund der Frozen Shoulder 
zögerlicher Verlauf. Die Beschwerden hätten im Vergleich zur Voruntersuchung deutlich abge-
nommen und die Beweglichkeit nehme zu. Schmerzen träten jedoch auf, wenn der Versicherte 
an die Beweglichkeitsgrenze gelange. Im Befund hielt Dr. C.____ ein Bewegungsausmass mit 
einer Flexion von knapp 145° und eine Abduktion von 135° fest (Normwerte: Flexion: 170°; Ab-
duktion: 170°, vgl. dazu MAGOSCH PETRA ET AL., Die Klinische Untersuchung der Schulter, in: 
Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 2013, S. 372 – 379). Die Aussenrotation sei bei 10° limi-
tiert. Der Schürzengriff sei knapp und der Nackengriff gut möglich. Wenn die Beweglichkeit 

 
 
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nicht deutlich zunehme, werde mit einer Infiltration versucht, den Prozess der Frozen Shoulder 
zu stoppen. Am 3. August 2017 bestätigte Dr. C.____ gegenüber der Versicherung, dass der 
Labrumriss und die Kontusionen am Handgelenk und an der Mittelhand unfallbedingt seien.  
 
4.1 Die Versicherung stützte sich bei der Leistungseinstellung auf die Stellungnahme von 
Dr. D.____ vom 20. Juni 2017. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Versicherte anlässlich 
des Ereignisses vom 12. Oktober 2017 lediglich Kontusionen an der linken Schulter, am Hand-
gelenk und an der Mittelhand erlitten habe, welche zwischenzeitlich abgeheilt seien. Der Lab-
rumabriss sei dagegen nicht unfallkausal, weshalb die operative Versorgung vom 20. Dezember 
2016 nicht unfallbedingt gewesen sei. Damit sei ihre Leistungspflicht spätestens zum Zeitpunkt 
des operativen Eingriffs weggefallen. 
 
4.2 Diese vorinstanzliche Würdigung des medizinischen Sachverhalts vermag nicht zu 
überzeugen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommen Feststellungen versiche-
rungsinterner medizinischer Fachpersonen nicht dieselbe Beweiskraft zu, wie einem gerichtli-
chen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-
nen Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-
den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 
S. 470; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts, vom 15. Januar 2014, 8C_ 410/2013, E. 6.1). Sol-
che Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung des beratenden Arztes der Versicherung lie-
gen hier vor. Unbestritten ist, dass der Versicherte anlässlich des Sturzes vom 12. Oktober 
2016 Kontusionen am linken Handgelenk und an der Mittelhand erlitten hatte und diese inzwi-
schen abgeheilt sind. Im Streit steht jedoch, ob der mit den MRT-Bildern objektivierte Labrum-
abriss an der linken Schulter ein Sublabral-Hole (so Dr. D.____) oder eine traumatisch bedingte 
SLAP-Läsion (so Dr. C.____) darstellt. In beiden Fällen liegt eine Ablösung des Labrums vom 
Glenoid vor. Im ersten Fall handelt es sich um eine Normvariante ohne klinische Relevanz und 
im zweiten Fall um ein pathologisches Leiden häufig traumatischer Ursache (vgl. DANN KLAUS, 
Endoskopisch versorgt, in: orthopädie, 2010, S. 4; WEBER-SPICKSCHEN SANJAY/AGNESKIRCHNER 
JENS D., Bicepssehnenpathologie, in: Orthopädische und Unfallchirurgische Praxis, 2013, 
S. 140). Dr. D.____ begründet seine Auffassung dahingehend, dass sich 2 Wochen nach dem 
Unfallereignis bildgebend eine normale Schulter ohne Knochenmarksödem oder wesentliche 
Veränderungen gehabt habe. Auch die Operationsbilder deuteten darauf hin, dass es sich beim 
Labrumabriss eher um ein Sublabral-Hole handle. Es sei bekannt, dass nach einer Refixation 
eines Sublabral-Hole die Schulterbeweglichkeit eingeschränkt sei. Seine Begründung dafür be-
ruht jedoch teilweise auf einer falschen und unvollständigen Wiedergabe der Ausführungen von 
Dr. C.____. Zunächst ist nicht ganz nachvollziehbar, weshalb er sich mit dem Vorliegen einer 
Perthes-Läsion auseinandersetzte, schliesst doch auch Dr. C.____ eine solche aus (vgl. Bericht 
vom 22. November 2016). Weiter fällt auf, dass Dr. D.____ die Tatsache unerwähnt lässt, wo-
nach Dr. C.____ ca. 2 Wochen nach dem Velosturz bei seiner klinischen Untersuchung am 
31. Oktober 2016 deutlich positive Impingement- und ein leichtes Palm-up-Zeichen feststellte. 
Da bei einem positiven Palm-up-Test eine SLAP-Läsion als mögliche Ursache im Raum steht 
und positive Impingement-Zeichen doch auf Unregelmässigkeiten an der Schulter hinweisen, 

 
 
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drängt sich aus Laiensicht eine kurze Auseinandersetzung mit diesen Ergebnissen auf (vgl. 
dazu Orthopädische Untersuchung an der Schulter, in: AMBOSS - Fachwissen für Mediziner, 
online: www.amboss.com/de/wissen/Orthop%C3%A4dische_Untersuchung_der_Schulter, 
[5. August 2018]). Desgleichen geht Dr. D.____ nicht näher auf die von Dr. C.____ diagnosti-
zierte SLAP-Läsion ein. Bei dieser Läsion handelt es sich um eine Verletzung des Labrums im 
Bereich der Bizepssehnenanker (SLAP-Läsion – Update; online: https://ch.universimed. 
com/fachthemen/1945, [30. Juli 2018]). Genau ein solcher Labrumabriss mit Mitverletzung der 
Bizepssehnenanker erachtet Dr. C.____ gestützt auf die Bilduntersuchungen der linken Schul-
ter vom 7. November 2016 als gegeben. Eine Unklarheit ergibt sich sodann, wenn die Positio-
nen des Sublabral-Hole und der mit der MRT vom 7. November 2016 nachgewiesenen Läsion 
im Bereich des Labrums näher betrachtet werden. Eine kurze Internetrecherche zeigt, dass sich 
das Sublabral-Hole in der 1-Uhr-Position befindet und sich höchstens bis zur 3-Uhr-Position 
erstrecken kann (vgl. GAILLARD FRANK et al., Sublabral foramen, online: https:// 
radiopaedia.org/articles/sublabral-foramen [5. August 2018]; THOMAS MICHAEL/ BUSSE MARTIN, 
SLAP-Läsion der Schulter: Ätiologie, Klassifikation, Diagnostik und Therapie, online: 
www.klinischesportmedizin.de/auflage_2005_1/slap.pdf; [5. August 2018]). Dem Operationsbe-
richt vom 20. Dezember 2016 ist jedoch zu entnehmen, dass sich beim Versicherten das vorde-
re Labrum zwischen der 11-Uhr und 10-Uhr-Positon abgelöst hatte. Die Frage, ob dieser  
arthroskopische Befund einer SLAP-Läsion darstellt und ob eine solche gegebenenfalls eine 
traumatische Ursache hat, vermag das Gericht aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht zu 
beurteilen. In Anbetracht dessen, dass in der Medizin SLAP-Läsionen und Normvarianten von 
Labrumabrissen schwierig voneinander zu unterscheiden sind und deshalb eine besondere di-
agnostische Herausforderung darstellen, wäre eine diesbezügliche Auseinandersetzung erfor-
derlich gewesen (vgl. dazu TISCHER THOMAS/PUTZ REINHARD, Die Anatomie des oberen Lab-
rumkomplexes im Schultergelenk, in: Der Orthopäde, 2003, S. 572 – 577; WÖRTLER KLAUS, 
Normvarianten des oberen Labrum-Bizepssehnen-Komplexes und differentialdiagnostische 
Kriterien von SLAP-Läsionen in der Magnetresonanztomographie, in: Der Orthopäde, 2003, 
S. 595 – 599). Aufgrund dieser Ausführungen erweist sich die vertrauensärztliche Beurteilung 
von Dr. D.____ als zu wenig ausführlich, um mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus-
gehen zu können, beim Labrumabriss handle es nicht um eine SLAP-Läsion, sondern um ein 
Sublabral-Hole. Daran ändert auch der Verweis von Dr. D.____ auf die medizinische Literatur 
nichts, handelt es sich dabei doch lediglich um Erfahrungswerte genereller Natur, die das Vor-
liegen eines Sublabral-Hole bezogen auf die vorliegenden Verhältnisse nicht belegen können. 
Selbst bei Vorliegen einer Normvariante einer Ablösung des Labrums ist zu berücksichtigen, 
dass Schulterbeschwerden erst nach dem Unfallereignis symptomatisch geworden sind und 
zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 20. Dezember 2016 immer noch bestanden. Darauf 
ging Dr. D.____ bei der Beurteilung der Kausalitätsfrage nicht ein.  
 
4.3 Demgegenüber ist auch der Beurteilung von Dr. C.____ keine ausschlaggebende Be-
weiskraft beizumessen. Insbesondere ist aufgrund der MRT-Bilder nicht ganz klar, weshalb es 
sich beim Labrumabriss um eine SLAP-Läsion handeln soll. Denn im MRT-Befund wird eine 
"erhaltene Insertion der langen Bizepssehne im Bizepssehnenanker" berichtet. Bei diesem Be-
fund kann nicht mit der erforderlichen Eindeutigkeit nachvollzogen werden, weshalb Dr. C.____ 
in seinem Bericht vom 22. November 2018 eine "Mitverletzung der Bizepssehnenanker" be-

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schreibt. Ausserdem begründet er nicht, weshalb dem Labrumabriss eine traumatische und 
nicht eine degenerative Ursache zugrunde liegt.  
 
4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Berichte von Dr. C.____ geeignet sind, 
Zweifel an der Zuverlässigkeit der versicherungsinternen Aktenbeurteilung von Dr. D.____ auf-
kommen zu lassen. Die Versicherung hat deshalb zu Unrecht die Versicherungsleistungen per 
20. Dezember 2016 eingestellt. Da jedoch auch die Ausführungen von Dr. C.____ nicht stich-
haltig genug sind, um darauf abstellen zu können, ist die Sache zur Klärung des medizinischen 
Sachverhalts an die Versicherung zurückzuweisen. Mit weiteren medizinischen Abklärungen 
wird zu eruieren sein, ob die geklagten Schulterbeschwerden auf das Unfallereignis vom 
12. Oktober 2016 zurückzuführen sind. Im diesem Sinne ist die vorliegende Beschwerde gutzu-
heissen. 
 
5. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
 
  

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
8. Februar 2018 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Ab-
klärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfü-
gung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.