# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f09b22d-494c-5fa8-89d8-4bd6ab860b62
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.05.2021 II 2021 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-30_2021-05-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 30

Entscheid vom 19. Mai 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Marcel Käselau, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Ergänzungsleistungen (Anrechnung von Vermögensertrag)

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Sachverhalt:

A. A.________ meldete sich mit Gesuch vom 26. März 2020 bei der Aus-
gleichskasse Schwyz zum Bezug von Ergänzungsleistungen (EL) an (Vi-act. 1).

B. Daraufhin forderte die Ausgleichskasse A.________ am 2. April 2020 und 
am 9. Juni 2020 dazu auf, weitere Belege und die den Schreiben beiliegenden 
Fragebögen ausgefüllt der Ausgleichskasse zu retournieren (Vi-act. 16/33). Die-
sen Aufforderungen kam A.________ am 15. April, 6. Mai, 26. Mai und 30. Juni 
2020 nach (Vi-act. 17-19/24/25/27-32/36-41).

C. Mit Verfügung vom 8. Juli 2020 sprach die Ausgleichskasse A.________ ab 
1. März 2020 bis 31. Juli 2020 monatliche Ergänzungsleistungen zur Invaliden-
versicherung (IV) in Höhe von Fr. 1'941.- (inkl. Prämienpauschale Krankenversi-
cherung) zu (Vi-act. 43).

D. Mit E-Mail vom 26. August 2020 wurde die Ausgleichskasse von der 
B.________ darüber informiert, dass die Leistungen der C.________-
Versicherung an A.________ mit dem eintretenden Rentenalter entfallen (Vi-act. 
53).

E. Infolge Pensionierung wurden A.________ mit Verfügung vom 27. August 
2020 ab 1. August 2020 monatliche Ergänzungsleistungen zur Alters- und Hinter-
lassenenversicherung (AHV) in der Höhe von Fr. 1'564.- (inkl. Prämienpauschale 
Krankenversicherung) zugesprochen (Vi-act. 56).

F. Gegen die Verfügung vom 27. August 2020 erhob A.________ mit Eingabe 
vom 28. September 2020 fristgerecht Einsprache und beantragte, dass für die 
Zeit ab 1. August 2020 ein höherer als der verfügte Betrag zuzusprechen und 
das Verfahren für 14 Tage zu sistieren sei, unter Kostenfolgen zu Lasten der 
Ausgleichskasse (Vi-act. 61). Innert mehrmals erstreckter Frist (ohne Sistierung) 
reichte A.________ mit Schreiben vom 30. November 2020 eine ergänzende 
Stellungnahme mit Unterlagen ein (Vi-act. 66).

G. Infolge Jahresumrechnung wurde der EL-Anspruch ab 1. Januar 2021 mit 
Verfügung vom 21. Dezember 2020 auf Fr. 1'798.- (inkl. Prämienpauschale 
Krankenversicherung) festgesetzt (Vi-act. 67). Infolge Umzugs wurde der EL-
Anspruch ab 1. Februar 2021 mit Verfügung vom 28. Januar 2021 auf Fr. 1'758.- 
(inkl. Prämienpauschale Krankenversicherung) festgesetzt (Vi-act. 76).

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H. Mit Einspracheentscheid Nr. 1306/20 vom 5. Februar 2021 hat die Aus-
gleichskasse wie folgt über die Einsprache entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Einsprache vom 28. September 2020 wird der 
Einsprecherin folgende monatliche Ergänzungsleistungen zugesprochen (in-
kl. Prämienpauschale Krankenversicherung): 
ab 01.08.2020 bis 31.12.2020 Fr. 1'749.-
ab 01.01.2021 bis 31.01.2021 Fr. 1'984.-
ab 01.02.2021 Fr. 1'944.-

2- 4. (Kosten; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung)

I. Gegen den Einspracheentscheid Nr. 1306/20 erhebt die Beschwerdeführe-
rin am 10. März 2021 (Postaufgabe gleichentags) fristgerecht Beschwerde an 
das Verwaltungsgericht und beantragt:

1. In Abänderung des Einspracheentscheids vom 5. Februar 2021 seien mir

ab 01.08.2020 bis 31.12.2020 Fr. 1'751.00

ab 01.01.2021 bis 31.01.2021 Fr. 1'986.00

ab 01.02.2021 Fr.'1'946.00

Ergänzungsleistungen (inkl. Prämienpauschale Krankenpauschale) zu be-
zahlen.

2. Unter Kostenfolge zulasten der Ausgleichskasse.

3. Es sei mir die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren.

J. Mit Vernehmlassung vom 31. März 2021 beantragt die Vorinstanz die Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuwei-
sen, sofern darauf eingetreten werden könne.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Zunächst ist fraglich, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann. Soll-
te auf die Beschwerde eingetreten werden können, ist strittig und nachfolgend zu 
prüfen, ob die Vorinstanz (allfällige) Vermögenserträge der Beschwerdeführerin 
zu Recht bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen als anrechenbare Ein-
nahmen berücksichtigt hat. 

1.2.1 Die Vorinstanz beantragt in der Vernehmlassung (vgl. Ingress lit. J) auf die 
Beschwerde nicht einzutreten. Dies mit der Begründung, die Beschwerdeführerin 
habe im Einspracheverfahren die Zusprechung von höheren Ergänzungsleistun-
gen als den verfügten von Fr. 1'564.- beantragt. Als Begründung habe die Be-
schwerdeführerin jedoch lediglich die Anrechnung des Eigenmietwerts von 
Fr. 4'429.- beanstandet, nicht hingegen (wie nun vor Verwaltungsgericht) die An-

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rechnung der Erträge aus Sparguthaben/Wertschriften in Höhe von Fr. 24.-. Auch 
ergäben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin die Verfü-
gung insgesamt habe anfechten wollen. Die Anrechnung der Erträge aus Spar-
guthaben/Wertschriften sei daher in Rechtskraft erwachsen, weswegen sie nicht 
im vorliegenden Beschwerdeverfahren überprüft werden könnten.

1.2.2 Diesen Ausführungen der Vorinstanz kann nicht gefolgt werden. 

Die Beschwerde muss eine gedrängte Darstellung des Sachverhaltes, ein 
Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten. Genügt sie diesen An-
forderungen nicht, so setzt das Versicherungsgericht (im Kanton Schwyz das 
Verwaltungsgericht) der Beschwerde führenden Person eine angemessene Frist 
zur Verbesserung und verbindet damit die Androhung, dass sonst auf die Be-
schwerde nicht eingetreten wird (Art. 61 lit. b des Bundesgesetzes über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). 
An das Rechtsbegehren sowie die Begründung sind, insbesondere bei Laienbe-
schwerden, keine zu hohen Anforderungen zu stellen (BSK ATSG-Bollinger, 
Art. 61 N 28). Dem Rügeprinzip ist Genüge getan, wenn die Beschwerde führen-
de Person darlegt, in welchen Punkten und weshalb der Sachverhalt oder des-
sen rechtliche Zuordnung nicht zutreffend sind (BSK ATSG-Bollinger, Art. 61 
N 30). Es kann nicht gesagt werden und wird von der Vorinstanz, soweit ersicht-
lich, auch nicht behauptet, dass die Beschwerde der Beschwerdeführerin diesen 
Anforderungen nicht gerecht wird.

Weiter normiert Art. 61 lit. c ATSG den Untersuchungsgrundsatz, die Mitwir-
kungspflicht der Parteien, die Beweiserhebung sowie die freie Beweiswürdigung. 
Die kantonalen Versicherungsgerichte sind dabei mit umfassender Kognition 
ausgestattet; die Untersuchungspflicht entspricht derjenigen des Versicherungs-
trägers gemäss Art. 43 ATSG (BSK ATSG-Bollinger, Art. 61 N 36). Dies bedeu-
tet, dass der rechtserhebliche Sachverhalt aufgrund des Untersuchungsgrund-
satzes von Amtes wegen vollständig und richtig zu ermitteln ist, und zwar ohne 
Bindung an das Vorbringen und die Beweisanträge der Parteien (vgl. BSK 
ATSG-Schiavi, Art. 43 N 3; BSK ATSG-Bollinger, Art. 61 N 37 mit Hinweis auf 
BGE 133 V 196 Erw. 1.4). 

Mithin erweist sich zwangsläufig, dass es einer Beschwerde führenden Person 
nicht verwehrt sein kann, im Beschwerdeverfahren neue Rügen, d.h. neue Sach-
verhaltselemente und Beweismittel einzubringen. Damit wird indirekt gleichzeitig 
zum Ausdruck gebracht, dass die vorinstanzlichen Untersuchungen und Ab-
klärungen als ungenügend erachtet werden und insofern implizit eine Verletzung 
des Untersuchungsgrundsatzes gerügt wird.

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Die Zulässigkeit neuer Vorbringen entspricht auch den Vorgaben des grundsätz-
lich anwendbaren kantonalen Verfahrensrechts (vgl. Art. 61 Einleitungssatz 
ATSG). Dieses sieht in § 57 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (SRSZ 
234.110; VRP) vom 6. Juni 1974 explizit vor, dass die Parteien im verwaltungs-
gerichtlichen Verfahren neue Tatsachen und Beweismittel geltend machen kön-
nen. 

Im Weiteren widerspiegelt sich in der fehlenden Bindung des Versicherungsge-
richts an die Begehren der Parteien (§ 61 lit. d ATSG; dies im Gegensatz zu § 58 
VRP) das Interesse an der Erstellung des rechtserheblichen Sachverhaltes und 
die Gewährleistung der Durchsetzung des materiellen Rechts, das nicht dem Wil-
len der Beschwerde führenden Person anheimgestellt werden soll (BSK ATSG-
Bollinger, Art. 61 N 50). 

1.2.3 Zum gleichen Ergebnis führt auch die Tatsache, dass nach konstanter Pra-
xis grundsätzlich nur das im Dispositiv eines Entscheides Festgehaltene in 
Rechtskraft erwachsen kann. Der formellen und materiellen Rechtskraft einer 
Verfügung zugänglich ist somit zwar die Entscheidformel (das Dispositiv), nicht 
aber die Sachverhaltsfeststellungen oder die Erwägungen zur Rechtslage (die 
Motive). Dementsprechend könnte/kann vorliegend gegebenenfalls auch nur das 
Dispositiv der Verfügung vom 27. August 2020 (vgl. Ingress lit. E) in Rechtskraft 
erwachsen, nicht hingegen die dazugehörige Begründung (bzw. das Berech-
nungsblatt [Vi-act. 58]), aus welcher sowohl die im Einspracheverfahren strittige 
Anrechnung des Eigenmietwertes als auch die vorliegend strittige Anrechnung 
der Erträge aus Sparguthaben/Wertschriften ersichtlich ist. 

1.3.1 Hingegen ist fraglich, ob auf die Beschwerde allenfalls wegen mangelnden 
Rechtsschutzinteresses (vgl. § 37 Abs. 1 lit. c VRP) nicht einzutreten wäre. Die 
Beschwerdeführerin beantragt nämlich, ihr seien ab August 2020 Ergänzungs-
leistungen zuzusprechen, welche lediglich um monatlich Fr. 2.- höher sind als die 
von der Vorinstanz zugesprochenen.

1.3.2 Art. 17 Abs. 1 ATSG sieht vor, dass die (Invaliden-)Rente von Amtes we-
gen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder 
aufgehoben wird, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder ei-
nes Rentenbezügers erheblich verändert. Auch jede andere formell rechtskräftig 
zugesprochene Dauerleistung wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin er-
höht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu Grunde liegende 
Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat (Art. 17 Abs. 2 ATSG). Die jähr-
liche Ergänzungsleistung gemäss dem Bundesgesetz über Ergänzungsleistun-
gen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) 

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vom 6. Oktober 2006 stellt eine solche Dauerleistung im Sinne von Art. 17 Abs. 2 
ATSG dar (vgl. BSK ATSG-Flückiger, Art. 17 N 96). Art. 25 Abs. 1 der Verord-
nung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden-
versicherung (ELV; SR 831.301) vom 15. Januar 1971 konkretisiert diese Be-
stimmung dahingehend (vgl. BSK ATSG-Flückiger, a.a,O.), dass bei Verminde-
rung oder Erhöhung der vom ELG anerkannten Ausgaben und anrechenbaren 
Einnahmen sowie des Vermögens, welche weniger als 120 Franken im Jahr 
ausmachen, auf eine Anpassung (Erhöhung, Herabsetzung, Aufhebung) der jähr-
lichen Ergänzungsleistungen verzichtet werden kann. Der Betrag von Fr. 120 
jährlich wird im Bereich der Ergänzungsleistungen daher als Schwelle zur Erheb-
lichkeit i.S.v. Art. 17 Abs. 1 ATSG angewandt.

1.3.3 Vorliegend beträgt der Streitwert lediglich Fr. 2.- monatlich, was aufs Jahr 
gerechnet Fr. 24.- ausmacht. Somit liegt der Streitwert unter den Fr. 120.- 
gemäss Art. 25 ELV. Indes bezieht sich die Bestimmung des ELV im Verbund mit 
Art. 17 Abs. 2 ATSG allerdings nur auf die Anpassung rechtskräftiger Ergän-
zungsleistungen, nicht auf eine allfällige Geltendmachung höherer Ergänzungs-
leistungen im Rechtsmittelverfahren.

1.3.4 Die von der Beschwerdeführerin beantragte Erhöhung der Ergänzungsleis-
tungen (Fr. 2.- monatlich) basiert im Wesentlichen drauf, dass sie die Auffassung 
vertritt, ihr seien die (Zins-)Erträge ihrer (Spar-)Konten nicht anzurechnen. Da es 
sich jedoch bei Zinserträgen um äusserst variable Einnahmen/Positionen han-
delt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Streitwert in Zukunft höher 
ausfallen könnte als im vorliegenden Beschwerdeverfahren.

Hinzu kommt, wie vorstehend dargelegt, dass das Verwaltungsgericht der Unter-
suchungsgrundsatz trifft, es nicht an die Rechtsbegehren der Parteien gebunden 
ist und ihm volle Kognition zusteht (Urteil BGer 9C_363/2009 Erw. 3.3; BGE 137 
V 71 Erw. 5.2). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 ELG gewähren der Bund und die Kantone Personen, 
welche die Voraussetzungen nach den Art. 4 bis 6 ELG erfüllen, Ergänzungsleis-
tungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs. Nach Art. 4 Abs. 1 lit. a ELG haben 
u.a. Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz An-
spruch auf Ergänzungsleistungen, die eine Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung (AHV) beziehen. Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, 
um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen 
(Art. 9 Abs. 1 ELG). Art. 10 und 11 ELG bestimmen die anerkannten Ausgaben 
und die anrechenbaren Einnahmen. Zu den anrechenbaren Einnahmen gehören 

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u.a. Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen sowie ein Anteil 
am Reinvermögen (Art. 11 Abs. 1 lit. b und c ELG). 

2.2 Zum (beweglichen) Vermögen i.S.v. Art. 11 Abs.1 lit. b ELG zählen nach 
den allgemeinen steuerrechtlichen Grundsätzen namentlich Sparguthaben jeder 
Art, inländische und ausländische Aktien, Lotteriegewinne, Rückkaufswerte von 
Lebensversicherungen und Leibrentenversicherungen, Edelmetalle, Kunstge-
genstände, namhafte Barschaften, gewährte Darlehen, Autos und Liegenschaf-
ten/Grundstücke (vgl. Erwin Carigiet/Uwe Koch, Ergänzungsleistungen zur 
AHV/IV, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, S. 163; Ralph Jöhl/Patricia Usinger-
Egger in: Meyer (Hrsg.), Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht Band XIV, 
Soziale Sicherheit, 3. Aufl., Basel 2016, S. 1828 ff.). Kapitalerträge wie Zinsen 
auf Sparguthaben stellen daher unzweifelhaft Einkünfte aus beweglichem Ver-
mögen dar und sind im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. b ELG bei der Berechnung zu 
berücksichtigen (vgl. Erich Gräub in: Steiger-Sackmann/Mosimann (Hrsg.) Hand-
bücher für die Anwaltspraxis Band XI, Recht der Sozialen Sicherheit, Basel 2014, 
N 26.53).

2.3 Zeitlich massgebend für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistun-
gen sind in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erziel-
ten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vor-
handene Vermögen (Art. 23 Abs. 1 ELV). Bei Versicherten, deren anrechenbare 
Einnahmen und deren Vermögen im Sinne des ELG aufgrund einer Steuerveran-
lagung ermittelt werden können, sind die kantonalen Durchführungsstellen be-
fugt, als Berechnungsperiode die der letzten Steuerveranlagung zugrunde lie-
gende Berechnungsperiode zu wählen, falls inzwischen keine Änderung der wirt-
schaftlichen Verhältnisse der versicherten Person eingetreten ist (Art. 23 Abs. 2 
ELV).

3.1 Die Vorinstanz hat sich im Einspracheentscheid nicht zu der vorliegend 
strittigen Thematik geäussert, da ihrer Auffassung nach nur die Anrechnung des 
Eigenmietwerts von Fr. 4'429.-- strittig war. 

3.2  Die Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde geltend, bei dem von 
der Vorinstanz angerechneten Vermögen von Fr. 16'702.- handle es sich um ein 
rückzahlbares Darlehen der D.________, und somit nicht um ein Aktivum, son-
dern um ein Passivum, weswegen ihr der (Zins-)Ertrag daraus nicht angerechnet 
werden dürfe.

3.3 In der Vernehmlassung macht die Vorinstanz geltend, gemäss Art. 11 Abs. 
1 lit. b ELG i.V.m Art. 23 Abs. 1 ELV würden Einkünfte aus beweglichem und un-

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beweglichen Vermögen als Einnahmen angerechnet. Zeitlich massgebend für die 
Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung seien in der Regel die während 
des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen so-
wie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen.

Sowohl für das Anspruchsjahr 2020 als auch für das Anspruchsjahr 2021 seien 
ein Sparguthaben von Fr. 16'702.-, eine Hypothek von Fr. 65'260.- und Erträge 
von Fr. 24.- angerechnet worden. Da das Vermögen unter dem Freibetrag liege, 
habe die Anrechnung des Sparguthabens und der Hypothek keinen Einfluss auf 
die EL-Berechnung gehabt; die Anrechnung der Erträge hingegen schon. Aus 
der Steuererklärung 2019 und der Steuerbescheinigung der D.________ sei er-
sichtlich, dass die Beschwerdeführerin auf dem Konto der D.________ ein Ver-
mögen von Fr. 16'702.- (recte: Fr. 13'789.--) habe und daraus Erträge in der 
Höhe von Fr. 24.- resultiert seien. Diese seien in der EL-Berechnung 2020 zu 
berücksichtigen. Bei der EL-Berechnung für das Kalenderjahr 2021 habe die 
Ausgleichskasse Schwyz standardgemäss die Vermögensverhältnisse des Vor-
jahres übernommen. Die Beschwerdeführerin habe bis jetzt keine Änderungen 
des Vermögens oder der Einnahmen im Kalenderjahr 2020 ausgewiesen, wes-
wegen die Anrechnung der Erträge von Fr. 24.- für die Kalenderjahre 2020 und 
2021 zu Recht erfolgt sei.

4. Wenn die Beschwerdeführerin geltend macht, die Erträge auf dem Spar-
konto der D.________ in Höhe von Fr. 24.- seien keine anrechenbaren Einnah-
men i.S.v. Art. 11 Abs. 1 lit. b ELG, da sie aus einem rückzahlbaren Darlehen 
stammen würden, kann dem nicht gefolgt werden.

4.1.1 Aus der von der Beschwerdeführerin ausgefüllten Steuererklärung 2019 
(Vi-act. 14) geht hervor, dass sie über 3 Konten (je ein Post- und Privatkonto so-
wie einen Sparplan) verfügt, wobei der Sparplan das vorliegend streitge-
genständliche Konto bei der D.________ ist. Die Beschwerdeführerin gab in der 
Steuererklärung 2019 bei der D.________ ein Guthaben von Fr. 13'789.- und ei-
nen daraus entstandenen Ertrag von Fr. 24.- an. Dass die Beschwerdeführerin 
wie behauptet bei der D.________ auch Schulden (ein Vorausdarlehen) hat, ist 
zwar ebenfalls aus der Steuererklärung 2019 und dem Kontoauszug der 
D.________ (Vi-act. 37) ersichtlich. Jedoch bescheinigt die Steuerbescheinigung 
der D.________ (Vi-act. 37) der Beschwerdeführerin für das Jahr 2019 Kapitaler-
träge in Höhe von € 27.73 und einen Solidaritätszuschlag von € 0.39, wovon 
wiederum € 7.18 an Kapitalertragssteuer abgezogen wurden. Total resultierte 
somit ein Kapitalertrag von € 21.94, was umgerechnet (den Wechselkurs berück-
sichtigend) dem in der Steuererklärung angegebenen Ertrag von Fr. 24.- ent-
spricht.

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Aufgrund der Akten muss dementsprechend davon ausgegangen werden, dass 
die Beschwerdeführerin (wie sie dies auch in der Steuererklärung 2019 angege-
ben hat) über ein Sparguthaben bei der D.________ verfügt und darauf einen 
(Zins-)Ertrag von Fr. 24.- erhalten hat. So ist nicht davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin auf einem ihr von der D.________ gewährten Darlehen von 
dieser Zinsen erhält, weswegen der Ertrag von Fr. 24.- als Ertrag aus bewegli-
chem Vermögen i.S.v. Art. 11 Abs. 1 lit. b ELG anzusehen und somit bei der EL-
Berechnung anzurechnen ist.

4.1.2 Darüber hinaus rechnete die Vorinstanz der Beschwerdeführerin bereits in 
der Verfügung vom 8. Juli 2020 ([Vi-act. 43] mit welcher der Beschwerdeführerin 
Ergänzungsleistungen zur Invalidenversicherung zugesprochen wurden) den 
Vermögensertrag von Fr. 24.- an. Diese Verfügung wurde von der Beschwerde-
führerin nicht angefochten. Auch in der Einsprache gegen Verfügung vom 
27. August 2020 hat die (damals) anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin die 
Anrechnung des Vermögensertrages bzw. das Bestehen eines solchen nicht be-
anstandet oder bestritten.

4.1.3 Nach dem soeben Gesagten hat es somit als erwiesen zu gelten, dass die 
Beschwerdeführerin im Jahr 2019 einen Vermögensertrag von Fr. 24.- erzielt hat.  
Gemäss der oben dargelegten Rechtslage (vgl. Erw. 3.1 und 3.2) wurde dieser 
Vermögensertrag bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen für das Jahr 
2020 zu Recht berüksichtigt.

4.2 Für die Berechnung der Ergänzungsleistungen für das Jahr 2021 hat die 
Vorinstanz erneut die dem Berechnungsjahr 2020 zugrundeliegenden Angaben 
aus der Steuererklärung 2019 (betreffend die Höhe des Sparguthabens und des 
daraus resultierenden Ertrages) übernommen (vgl. Erw. 3.1). Dieses Vorgehen 
der Vorinstanz ist unter Berücksichtigung von Art. 23 Abs. 2 ELV (vgl. dazu Erw. 
2.3) nicht zu beanstanden. Einerseits macht die Beschwerdeführerin soweit er-
sichtlich keine Änderung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse geltend. Andererseits 
liegt kein Grund zur Annahme vor, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der 
Beschwerdeführerin verändert hätten.

Sollten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin erheblich 
(vgl. dazu Erw. 1.3.2; Art. 17 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV) verän-
dern, hat sie dies im Rahmen ihrer Meldepflicht (Art. 31 Abs. 1 ATSG) der Vor-
instanz anzuzeigen, welche diesfalls eine neue Verfügung betreffend die Höhe 
der der Beschwerdeführerin zustehenden Ergänzungsleistungen zu erlassen hat.

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4.3 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass der Beschwerde-
führerin ihr Vermögensertrag in Höhe von Fr. 24 (aus dem Jahr 2019) für die Be-
rechnungsperioden vom 1. August 2020 bis zum 31. Dezember 2020, vom 1. Ja-
nuar 2021 bis zum 31. Januar 2021 und ab dem 1. Februar 2021 zu Recht ange-
rechnet wurde.

5. Die Beschwerdeführerin ersucht um unentgeltliche Prozessführung. 

5.1 Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn 
dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine 
Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die 
sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen (Art. 1 ELG 
i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG). Die obsiegende Beschwerde führende Person hat 
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht 
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 1 ELG 
i.V.m. Art. 61 lit. g).

5.2.1 Die vorliegende Streitigkeit betrifft Ergänzungsleistungen. Das ELG sieht 
hierfür keine Kostenpflicht vor. 

5.2.2 Nicht beanwaltete Beschwerde führende Personen haben praxisgemäss 
unabhängig vom Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine Parteientschädi-
gung, da ihnen kein entschädigungsberechtiger Aufwand für eine Vertretung 
(Anwaltshonorar samt Barauslagen etc.) entstanden ist. 

5.2.3 Der Antrag auf unentgeltliche Prozessführung erweist sich mithin als obso-
let.

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weswe-
gen sie vollumfänglich abzuweisen ist. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 19. Mai 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der a.o Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. Juni 2021

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II