# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74ded04b-76c3-5318-93ae-2adbe3c03034
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 20.02.2014 HG130144
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG130144_2014-02-20.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 
 

Geschäfts-Nr.: HG130144-O U/ei 

 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Peter Helm, Präsident, und Prof. Dr. Alexander 

Brunner, die Handelsrichter Ulrich Ritter, Dr. Felix Graber und Daniel 

Marinello sowie der Gerichtsschreiber Dr. Thomas Steininger 

 

Urteil vom 20. Februar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____ gmbh, 
Klägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ AG, 
Beklagte 

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1) 

"1.  Das Grundbuchamt C._____ sei anzuweisen, das zugunsten der 
Klägerin und zu Lasten der Liegenschaft 

 Grundstück Kat. Nr. …, GBBl. …  
 D._____-Strasse …, E._____ 
 provisorisch eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht für eine 

Pfandsumme von CHF 82'759.60 zuzüglich Zins zu 5% seit 28. Mai 
2013 definitiv einzutragen. 

2.  Die Beklagte sei zu verpflichten, sämtliche mit der Eintragung ver-
bundenen Kosten des Grundbuchamtes zu bezahlen, respektive 
der Klägerin zu ersetzen, soweit sie von dieser beglichen wurden 
oder noch beglichen werden müssen. 

3.  Die Verfahrenskosten seien der Beklagten aufzuerlegen. 
4.  Die von der Klägerin geleisteten Kostenvorschüsse seien dieser zu-

rückzuerstatten. Soweit sie zur Deckung der Verfahrenskosten bei-
gezogen werden, sei die Beklagte zu verpflichten, diese der Kläge-
rin zu ersetzen. 

5.  Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin eine Prozessent-
schädigung zuzüglich Mehrwertsteuer zu bezahlen." 

Sachverhalt und Verfahren 

A. Sachverhaltsübersicht 

a. Parteien und ihre Stellung 

Die Klägerin ist eine Gesellschaft mit begrenzter Haftung nach schweizerischem 

Recht mit Sitz in 8600 Dübendorf. Zu ihrem Zweck gehören Arbeiten und Dienst-

leistungen, inklusive Bauleitung im Zusammenhang mit der Bauausführung oder 

Erstellung von Immobilien (act. 3/2).  

Die Beklagte ist eine Aktiengesellschaft nach schweizerischem Recht mit Sitz in 

Zürich, welche unter anderem das Erwerben, Halten, Verwalten, Veräussern, Mie-

ten und Vermieten von Liegenschaften zum Zweck hat (act. 3/4). 

- 3 - 

b. Prozessgegenstand 

F._____, wohnhaft an der D._____-Strasse … in E._____, führt die seit 3. Juli 

2012 unter der Firmennummer … eingetragene Einzelfirma "F1._____" (act. 3/5). 

Die Beklagte vergab Anfang Oktober 2012 an F1._____ die Ausführung umfas-

sender Umbauarbeiten an ihrer Liegenschaft an der D._____-Strasse … in 

E._____. F._____ zog zur Ausführung dieser Arbeiten die Klägerin als Subunter-

nehmerin bei (act. 1 Rz. 8).  

Die Klägerin stellte für die von ihr geleisteten Arbeiten drei Rechnung über 

CHF 37'000.-- (act. 3/7), CHF 2'224.80 (act. 3/8) und CHF 47'984.-- (act. 3/9). 

Einzig die Rechnung über CHF 2'224.80 bezahlte die F1._____ (act. 3/10-12). 

Mit Gesuch vom 18. April 2013 verlangte die Klägerin hierorts sinngemäss, das 

Grundbuchamt C._____ sei sofort anzuweisen, zugunsten der Klägerin vorläufig 

ein Bauhandwerkerpfandrecht im Grundbuch auf Grundstück Kat. Nr. …, 

D._____-Strasse …, E._____, für eine Pfandsumme von CHF 84'984.40 einzu-

tragen. Am 28. Mai 2013 leitete die Klägerin zudem gegen F._____ die Betrei-

bung für die noch offenen Rechnungen in Höhe von gesamthaft CHF 82'759.60 

zuzüglich Verzugszins zu 5% ab 1. April 2013 und Zahlungsbefehlskosten ein 

(act. 3/13). Die F1._____ wies sämtliche Forderungen der Klägerin bis auf den 

Betrag von CHF 34'319.-- zurück (act. 3/16-17). 

B. Prozessverlauf  

Mit Urteil vom 21. Mai 2013 hiess das Handelsgericht als Einzelgericht das Ge-

such der Klägerin um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts für 

eine Pfandsumme von CHF 84'948.40 auf dem Grundstück Kat. Nr. …, GBBl. …, 

D._____-Strasse …, E._____ gut. Der Klägerin wurde gleichzeitig Frist bis zum 

26. August 2013 angesetzt, um die Klage auf definitive Eintragung des Pfand-

rechts gegen die Beklagte anzuheben (act. 3/3). 

- 4 - 

Am 26. August 2013 reichte die Klägerin hierorts die Klage um definitive Eintra-

gung des Pfandrechts ein (act. 1). Die Beklagte hat innert der vom Handelsgericht 

zweimal angesetzten Frist die Klage nicht beantwortet (Prot. S. 4). 

Erwägungen 

1. Formelles 

1.1. Zuständigkeit 

1.1.1. Örtliche Zuständigkeit 

1.1.2.1 Da kein besonderer Gerichtsstand gegeben ist, findet der allgemeine Ge-

richtsstand von Art. 10 ZPO Anwendung. Für Klagen gegen juristische Personen 

ist demnach das Gericht an deren Sitz zuständig (Art. 10 Abs. 1 lit. b ZPO).  

1.1.2.2 Die Beklagte hat ihren statutarischen Sitz in der Stadt Zürich (act. 3/4), 

weshalb zürcherische Gerichte örtlich zuständig sind. 

1.1.2. Sachliche Zuständigkeit 

1.2.2.1 Das Handelsgericht ist für die Beurteilung von handelsrechtlichen Streitig-

keiten zuständig (Art. 6 Abs. 1 ZPO). Eine Streitigkeit gilt nach Art. 6 Abs. 2 ZPO 

dann als handelsrechtlich, wenn (kumulativ) die geschäftliche Tätigkeit mindes-

tens einer Partei betroffen ist (lit. a), gegen den Entscheid die Beschwerde in Zi-

vilsachen an das Bundesgericht offen steht (lit. b) und die Parteien im schweizeri-

schen Handelsregister oder in einem vergleichbaren ausländischen Register ein-

getragen sind (lit. c). Eine Beschwerde in Zivilsachen ist gegen Entscheide letzter 

kantonaler Instanzen zulässig (Art. 75 Abs. 1 BGG). Handelt es sich um eine 

vermögensrechtliche Streitigkeit, so muss zudem ein Streitwert von CHF 30'000.-- 

erreicht werden (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). 

1.2.2.2 Die Streitigkeit betrifft die geschäftliche Tätigkeit beider Parteien, welche 

beide im schweizerischen Handelsregister eingetragen sind. Der behauptete An-

spruch ist vermögensrechtlicher Natur und übersteigt die Streitwertgrenze von 

- 5 - 

CHF 30'000.--. Entscheide des Handelsgerichts können als Entscheide letzter 

kantonaler Instanz mittels Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht wei-

tergezogen werden. Das Handelsgericht ist somit sachlich zuständig. 

2. Versäumte Klageantwort 

2.1 Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Kla-

geantwort einen Endentscheid, sofern sich die Angelegenheit als spruchreif er-

weist. Hierzu muss die Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels 

Prozessvoraussetzungen nicht eingetreten oder sie durch Sachurteil erledigt wer-

den kann. Steht dem Eintreten auf die Klage nichts entgegen, bedeutet Spruchrei-

fe, dass der Klagegrund im Hinblick auf die anwendbaren Rechtsnormen hinrei-

chend substantiiert ist und dass das Gericht an der Richtigkeit der klägerischen 

Tatsachenbehauptungen keine erheblichen Zweifel hat (Art. 153 Abs. 2 ZPO). An 

der erforderlichen Spruchreife fehlt es, wenn das Klagebegehren oder die Be-

gründung der Klage (noch) unklar, unbestimmt oder offensichtlich unvollständig ist 

(Art. 56 ZPO) oder dem Gericht die Klagebegründung in erheblichem Mass als 

unglaubhaft erscheint und es darüber Beweis erheben will (Art. 153 Abs. 2 ZPO; 

BSK ZPO-FREI/WILLISEGGER, 2. Aufl., N 21 ff. zu Art. 223 mit Hinweisen).  

2.2 Aufgrund des Versäumnisses rechtzeitig eine Klageantwort einzureichen, ist 

die Anerkennung der tatsächlichen Klagegründe sowie ein Verzicht auf Einreden 

anzunehmen. Sämtliche tatsächlichen Behauptungen der Klägerin gelten somit 

als zugestanden, nicht jedoch die klägerischen Rechtsbegehren (vgl. LEUENBER-

GER, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivil-prozessordnung, Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger (Hrsg.), 2. Auflage 2013, N 5 zu Art. 223). 

2.3 Sämtliche Prozessvoraussetzungen sind vorliegend erfüllt. Die Vorbringen der 

Klägerin sind zudem vollständig und genügend bestimmt. Der Klagegrund erweist 

sich als ausreichend substantiiert. Aufgrund des Säumnisses der Beklagten ist 

weiter von einer Anerkennung sämtlicher tatsächlichen Klagegründe sowie vom 

Verzicht auf Einreden seitens der Beklagten auszugehen. An der Richtigkeit der 

klägerischen Tatsachenbehauptungen bestehen vorliegend keine erheblichen 

Zweifel. Der Prozess erweist sich damit als spruchreif. 

- 6 - 

3. Definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts 

3.1. Klägerische Sachverhaltsdarstellung 

3.1.1 Gemäss der unbestritten gebliebenen Darstellung der Klägerin, an deren 

Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht, und in Übereinstimmung mit den von 

ihr eingereichten Urkunden (act. 3/6-23) ist von folgendem Sachverhalt auszuge-

hen: 

3.1.2 Anfang Oktober 2012 vergab die Beklagte an F1._____ die Ausführung um-

fassender Umbauarbeiten an ihrer Liegenschaft D._____-Str. … in E._____. 

F._____ zog zur Ausführung dieser Arbeiten die Klägerin als Subunternehmerin 

bei. Die vertraglichen Vereinbarungen zwischen F._____ und G._____ wurden 

mündlich getroffen, wobei im Grundsatze vereinbart wurde, dass die Klägerin den 

von ihren Mitarbeitern getätigten Zeitaufwand abrechnet und der danach resultie-

rende Unternehmergewinn hälftig geteilt werde (act. 1 Rz. 7). Die Klägerin führte 

ihre Arbeiten vertragsgemäss aus und beendete diese am 21. Dezember 2012. 

Die erbrachten Arbeiten wurden dabei mittels Tagesrapporten und einer Arbeits-

zusammenstellung erfasst (act. 1 Rz. 8). Die geleisteten Arbeitsstunden (act. 3/5) 

wurden F._____ regelmässig vorgelegt und von diesem mündlich akzeptiert 

(act. 1 Rz. 15). Weder die Beklagte noch F1._____ erhoben Mängelrüge nach-

dem die Bauarbeiten vollendet waren (act. 1 Rz. 9). Folgende Leistungen wurden 

durch die Klägerin erbracht und wie folgt in Rechnung gestellt: 

Lieferung und Einbau einer Brandschutztüre:  CHF 34'259.25 

(exkl. MwSt.) (act. 3/7) 

Türdurchbruch zum Heizungsraum CHF  2'060.-- 

(exkl. MwSt.) (act. 3/8) 

Umbauarbeiten D._____-Strasse …, E._____ (act. 3/9, act. 1 Rz. 8), namentlich: 

− Baustelleninstallation:  CHF  950.-- 

− Räumung des 2. Obergeschosses: CHF  3'720.-- 

− WC-Anlage: CHF  7'850.-- 

- 7 - 

− Räumung des 1. Obergeschosses: CHF  1'180.-- 

− Brandschutzmassnahmen in Tiefgarage CHF  1'100.-- 

− Fluchtwegbeleuchtung Treppenhaus / Flur 1. OG  CHF  1'250.-- 

− Stahltüre schleifen und grundieren: CHF  285.-- 

− Staub- und Wetterschutzwand CHF  580.-- 

− Regenrohr reparieren CHF  1'100.-- 

− Umbau Heizungsraum CHF 7'850.-- 

− Mauerwerksaufwand zwischen Lagerräume CHF 1'850.-- 

− Mauerwerksaufwand Tiefgarage CHF 795.-- 

− Blitzschutzanlage CHF 1'230.-- 

− 2. OG Gipskartonwand CHF 780.-- 

− Betonsockel CHF  11'850.-- 

(alle Preise exkl. MwSt.) 

3.1.3 Die Klägerin stellte am 25. Februar 2013 Rechnung über CHF 37'000.-- 

(Einbau Brandschutztür, inkl. MwSt.) und CHF 2'224.80 (Türdurchbruch, 

inkl. MwSt.) sowie am 28. Februar 2013 für CHF 47'984.-- (restliche Umbauarbei-

ten, inkl. MwSt.). F1._____ ignorierte sowohl diese Rechnungen als auch die per 

Einschreiben zugestellte Zahlungsaufforderung vom 1. März 2013. Einzig die 

Rechnung Nr. … vom 25. Februar 2013 in Höhe von CHF 2'224.80 bezahlte sie 

am 18. April 2013 (act. 3/11). Die übrigen Rechnungen blieben unbezahlt (act. 1 

Rz. 10). 

3.1.4 Am 28. Mai 2013 leitete die Klägerin gegen F._____ die Betreibung für die 

beiden noch offenen Rechnungen in Höhe von gesamthaft CHF 82'759.60 zuzüg-

lich Verzugszins zu 5% ab 1. April 2013 und Zahlungsbefehlskosten ein 

(act. 3/13). F._____ erhob dagegen keinen Rechtsvorschlag (act. 1 Rz. 11). 

- 8 - 

3.1.5 Am 26. Juni 2013 behauptete die F1._____, von der Klägerin nie eine 

Rechnung erhalten zu haben und verlangte die Zustellung aller offenen Rechnun-

gen mit den Details (act. 3/15). Dem Ansinnen kam die Klägerin mit Schreiben 

vom 28. Juni 2013 nach (act. 3/16). Am 5. Juli 2013 beantwortete F1._____ das 

Antwortschreiben der Klägerin und wies die Forderung der Klägerin bis auf den 

Betrag von CHF 34'319.-- zurück (3/17). Am selben Tag stellte die Klägerin das 

Fortsetzungsbegehren (act. 1 Rz. 14). Die Konkursandrohung gegen F._____ 

wurde in der Folge am 10. Juli 2013 zugestellt (act. 3/18). Am 26. Juli 2013 erhob 

dieser beim Bezirksgericht Bülach eine negative Feststellungsklage nach Art. 85a 

SchKG (act. 3/19), worauf das Bezirksgericht Bülach das betreibungsverfahren 

einstweilen einstellte (act. 3/20). 

3.2. Rechtliches  

Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB hat der Handwerker oder Unternehmer, der 

zu Bauten oder andern Werken auf einem Grundstück Material und Arbeit oder 

Arbeit allein geliefert hat, Anspruch auf Errichtung eines gesetzlichen Grundpfan-

des. Die Eintragung hat bis spätestens vier Monate nach der Vollendung der Ar-

beit zu geschehen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). Die definitive Eintragung erfolgt, wenn 

die Forderung vom Eigentümer anerkannt oder gerichtlich festgestellt ist. Sie kann 

nicht verlangt werden, wenn der Eigentümer für die angemeldete Forderung hin-

reichende Sicherheit leistet (Art. 839 Abs. 3 ZGB).  

3.3. Subsumtion 

Vorliegend wurde dem rechtzeitig eingereichte Gesuch der Klägerin um vorläufige 

Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts über die Pfandsumme von 

CHF 84'948.40 mit Urteil vom 21. Mai 2013 entsprochen (act. 3/3). Die Klägerin 

reichte fristgerecht hierorts die Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts 

ein (act. 1. S. 1). Die von der Klägerin in der Klageschrift behaupteten vertragli-

chen Leistungen und Lieferungen zugunsten der Beklagten bleiben seitens Letz-

terer unbestritten und gelten damit als erbracht. Der Klägerin steht somit eine 

Werklohnforderung gegen die F1._____ in der behaupteten Höhe von 

CHF 82'759.60 zuzüglich Zins zu 5% seit 28. Mai 2013 zu. Somit sind die Vo-

- 9 - 

raussetzungen für eine definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts in 

selbiger Höhe auf dem Grundstück Kat. Nr. …, GBBl. … D._____-Strasse …, 

E._____ zugunsten der Klägerin gegeben. 

3.4. Fazit  

Das Grundbuchamt C._____ ist mithin anzuweisen, die definitive Eintragung des 

Bauhandwerkerpfandrechts auf dem Grundstück Kat. Nr. …, GBBl. … D._____-

Strasse …, E._____ zugunsten der Klägerin vorzunehmen. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

4.1 Der Streitwert richtet sich nach dem Rechtsbegehren zum Zeitpunkt der Kla-

geeinreichung beim Gericht (BSK ZPO-RÜEGG, 2. Aufl., Art. 91 N 3 ff.). Er beträgt 

CHF 82'759.60. 

4.2 Ausgangsgemäss wird die Beklagte kosten- und entschädigungspflichtig 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO). Unter Berücksichtigung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 10 

Abs. 1 der Gerichtsgebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG) vom 

8. September 2010 ist die Gerichtsgebühr auf drei Viertel der Grundgebühr fest-

zusetzen. Die Parteientschädigung wird nach Ermessen festgesetzt (SUTER/VON 

HOLZEN, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizeri-

schen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., N 30 zu Art. 95). In Anwendung von § 4 

Abs. 2 der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 8. September 2010 (Anw-

GebV) ist fünf Viertel der Grundgebühr (§ 4 Abs.1 und § 11 Abs. 1 AnwGebV) der 

Klägerin zuzusprechen. 

4.3 Ist einer mehrwertsteuerpflichtigen Partei eine Prozessentschädigung zu-

zusprechen, hat dies zufolge Möglichkeit des Vorsteuerabzugs ohne Berücksich-

tigung der Mehrwertsteuer zu erfolgen. Ist die anspruchsberechtigte Partei nicht 

im vollen Umfange zum Abzug der Vorsteuer berechtigt, ist die Prozessentschä-

digung um den entsprechenden Faktor anteilsmässig anzupassen. Solche aus-

sergewöhnlichen Umstände hat eine Partei zu behaupten und zu belegen (ZR 

104 [2005] Nr. 76, SJZ 101 [2005] 531 ff.). Die Klägerin beantragt, die Beklagte 

zur Zahlung einer Entschädigung zuzüglich Mehrwertsteuer zu verpflichten (act. 1 

- 10 - 

S. 2). Das Vorliegen der für die Zusprechung der Mehrwertsteuer erforderlichen 

aussergewöhnlichen Umstände behauptet sie jedoch nicht, weshalb ihr die Pro-

zessentschädigung ohne Mehrwertsteuer zuzusprechen ist. 

Das Handelsgericht erkennt: 

1. Das Grundbuchamt C._____, … [Adresse], wird angewiesen, das zugunsten 

der Klägerin und zu Lasten der Liegenschaft Grundstück Kat. Nr. …, GBBl. 

… D._____-Strasse …, E._____ provisorisch eingetragene Bauhandwerker-

pfandrecht für eine Pfandsumme von CHF 82'759.60 zuzüglich Zins zu 5% 

seit 28. Mai 2013 definitiv einzutragen. 

2. Die Gerichtskosten werden auf CHF 6'100.-- festgesetzt; die Grundbuch-

amtkosten für die definitive Eintragung betragen CHF 130.--.  

3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. Die im Urteil vom 21. Mai 2013 

(HE130119-O) über die provisorische Eintragung des Pfandrechts festge-

setzten jedoch noch nicht definitiv verlegten Kosten von CHF 2'558.-- wer-

den ausgangsgemäss ebenfalls der Beklagten auferlegt. Die Kosten werden 

dabei aus dem von der Klägerin geleisteten Gerichtskostenvorschuss bezo-

gen. Der Klägerin wird dafür ein Rückgriffrecht auf die Beklagte eingeräumt. 

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von 

CHF 12'500.-- zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie im Dispositivauszug an das 

Grundbuchamt C._____. 

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

- 11 - 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 84'984.40. 

 

 
Zürich, 20. Februar 2014 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

 
Vorsitzender: 

 
 
 
 

Peter Helm 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 
 

Dr. Thomas Steininger 
 

	Urteil vom 20. Februar 2014
	
	Rechtsbegehren: (act. 1)
	Sachverhalt und Verfahren
	A. Sachverhaltsübersicht
	a. Parteien und ihre Stellung
	b.  Prozessgegenstand

	B. Prozessverlauf
	Erwägungen
	1. Formelles
	1.1. Zuständigkeit
	1.1.1. Örtliche Zuständigkeit
	1.1.2. Sachliche Zuständigkeit

	2. Versäumte Klageantwort
	3. Definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts
	3.1. Klägerische Sachverhaltsdarstellung
	3.2. Rechtliches
	3.3. Subsumtion
	3.4. Fazit

	4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Das Handelsgericht erkennt:
	1. Das Grundbuchamt C._____, … [Adresse], wird angewiesen, das zugunsten der Klägerin und zu Lasten der Liegenschaft Grundstück Kat. Nr. …, GBBl. … D._____-Strasse …, E._____ provisorisch eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht für eine Pfandsumme von CH...
	2. Die Gerichtskosten werden auf CHF 6'100.-- festgesetzt; die Grundbuchamtkosten für die definitive Eintragung betragen CHF 130.--.
	3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. Die im Urteil vom 21. Mai 2013 (HE130119-O) über die provisorische Eintragung des Pfandrechts festgesetzten jedoch noch nicht definitiv verlegten Kosten von CHF 2'558.-- werden ausgangsgemäss ebenfalls der...
	4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 12'500.-- zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie im Dispositivauszug an das Grundbuchamt C._____.
	6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...