# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d1585c5-6c70-573f-a696-d715deee6a50
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.02.2024 IV 2023/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2023-27_2024-02-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/27

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 21.05.2024

Entscheiddatum: 05.02.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 05.02.2024
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss 
beweistauglichem Gutachten beträgt die Arbeitsfähigkeit in angepassten 
Tätigkeiten 100 %. Für die Bemessung des Invalideneinkommens kann nicht 
auf das effektiv erzielte Einkommen abgestellt werden, da der 
Beschwerdeführer lediglich im Umfang von 40 % tätig ist und einen 
unterdurchschnittlichen Lohn erzielt (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 5. Februar 2024, IV 2023/27).

Entscheid vom 5. Februar 2024

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Mirjam Angehrn und Michaela 

Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2023/27

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Stadelmann, Stadelmann Rechtsanwälte, 

Amriswilerstrasse 50, Postfach, 8570 Weinfelden,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich erstmals am 16. März 2008 bei der 

Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Er gab an, keinen Beruf erlernt und 

bisher als Maurer/Maschinist gearbeitet zu haben. Am 29. März 2007 habe er einen 

Unfall erlitten, bei dem er sich das linke Knie verletzt habe (IV-act. 3). Die 

Invalidenversicherung (IV) sprach ihm am 16. Januar 2009 Arbeitsvermittlung zu (IV-

act. 32). Diese wurde mit Mitteilung vom 2. August 2010 abgeschlossen, da der 

Versicherte trotz der Unterstützung lediglich in einem 50 %-Pensum erwerbstätig war 

(IV-act. 55). Der RAD verzeichnete als massgebliche Diagnose ein Distorsionstrauma 

des linken Kniegelenks mit Binnenschaden (29. März 2007) mit Status nach mehreren 

Eingriffen. Er schätzte die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auf 50 % ab 

22. März 2010 steigerbar bis 100 % ab 1. Oktober 2010 (Stellungnahme vom 

3. September 2010, IV-act. 57). Die IV-Stelle wies den Rentenanspruch mit Verfügung 

vom 1. Februar 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 2 % ab. Zur Begründung hielt sie 

fest, dass es dem Versicherten aus medizinischer Sicht zumutbar sei, eine seinem 

Leiden angepasste Tätigkeit zu 100 % auszuüben. Dabei könne er praktisch sein 

früheres Einkommen erzielen.

A.a. 

Der Versicherte trat per 1. Juni 2017 eine Stelle als Holzbauarbeiter an 

(Arbeitsvertrag, IV-act. 73; Angaben Fragebogen für Arbeitgebende vom 18. Juni 2018, 

IV-act. 84 f.). Am 12. Oktober 2017 stürzte er von einer Leiter und erlitt eine 

mehrfragmentäre, distale nach intraartikulär reichende Femurfraktur links, eine 

Patellalängsfraktur Iinks, die operativ versorgt wurden, sowie eine Nasenbeinfraktur 

(Schadenmeldung UVG vom 13. Oktober 2017, Fremdakten act. 15; Austrittsbericht 

A.b. 

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Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des 

Kantonsspitals St. Gallen [KSSG] vom 25. Oktober 2017, Fremdakten, act. 18). Am 

10. April 2018 meldete er sich erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (IV-act. 70).

Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, hielt im Arztbericht vom 

25. Mai 2018 fest, der Versicherte sei gemäss den behandelnden Ärzten des KSSG 

nach wie vor für alle Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig; die Femurfraktur sei 

unverändert nicht ossär konsolidiert (IV-act. 79-1 ff.). Am 24. April 2019 wurde dem 

Versicherten aufgrund einer symptomatischen posttraumatischen Varusgonarthrose 

eine Knie-TP links implantiert (Austrittsbericht Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG vom 30. April 2019, IV-act. 104). 

Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, verwies auf den MRT-Befund einer Bandscheibenhernie L4/5 

mit disko-ossärer Spinalkanalstenose sowie leicht- bis mittelgradiger foraminaler 

Stenose. Er empfahl eine neurologische Abklärung der vom Versicherten geklagten 

Missempfindungen im linken Bein und der Schmerzen in der linken Hüfte (Bericht vom 

23. Januar 2020, IV-act. 116-5 ff.). Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, kam zum 

Schluss, es fänden sich keine Hinweise für fokal neurologische Defizite. Er gehe von 

einem chronifizierten Schmerzsyndrom seit dem Unfallereignis 2017 aus (Berichte vom 

13. März 2020, IV-act. 116-9 ff., und vom 20. März 2020, IV-act. 116-7 f.).

A.c. 

Die IV-Stelle sprach dem Versicherten einen Arbeitsversuch zu als Mitarbeiter in 

der Plattenherstellung, das Pensum beginnend mit 50 % steigerbar, dauernd vom 

1. Mai 2020 bis 27./31. Oktober 2020 (Eingliederungsplan vom 11. Mai 2020, IV-

act. 119; Mitteilung vom 15. Mai 2020, IV-act. 122).

A.d. 

Dem Versicherten wurde in der Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG ein schweres und symptomatisches Sulcus 

ulnaris Syndrom rechts sowie ein schweres asymptomatisches Karpaltunnelsyndrom 

links diagnostiziert. Bezüglich des ersteren wurde am 14. September 2020 eine offene 

Dekompression des Nervus ulnaris durchgeführt (Bericht vom 1. Oktober 2020, IV-

act. 171).

A.e. 

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Die Eingliederungsverantwortliche schloss den Fall am 22. Januar 2021 ab, da 

keine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten sei und sich der 

Versicherte lediglich zu 50 % arbeitsfähig sehe (Schlussbericht vom 22. Januar 2021, 

IV-act. 133; Mitteilung vom 12. Februar 2021, IV-act. 137).

A.f. 

Dr. med. E.___, Facharzt für Wirbelsäulenchirurgie, berichtete am 1. Juli 2021 von 

einer akut exazerbierten Lumboischialgie rechts mit Fussheberparese sowie 

degenerativen Befunden in den Segmenten L5/S1 und L4/5. Klinisch bestehe ein 

langjähriges Schmerzsyndrom des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule neben 

belastungsabhängigen lumbalen Rückenschmerzen. Eine (Rest-)arbeitsfähigkeit 

bestehe nur für gering belastende Tätigkeiten (Gewichtslimite 6 kg; IV-act. 157). 

Dr. med. F.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte im Arztbericht vom 

19. Juli 2021 aus, der Versicherte sei seit 12. März 2021 bei ihr in Behandlung. Seither 

sei er in angepasster Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Aktuell bestünden eine 

belastungsabhängige Zunahme der Rückenbeschwerden mit Auswirkung auf die 

Mobilität und die Gehstrecke sowie verschiedene radikuläre, nozizeptive und auch 

neuropathische Beschwerden und Befunde (IV-act. 156). Anlässlich einer telefonischen 

Nachfrage des RAD äusserte die Ärztin am 20. Oktober 2021, das Hauptproblem beim 

Versicherten sei der Rücken. Von Seiten der Knieprothese, des Karpaltunnel- und des 

Sulcus ulnaris Syndroms würden in letzter Zeit keine relevanten Beschwerden beklagt. 

Der Versicherte arbeite seit Oktober 2021 stundenweise in einem Fitnesscenter (IV-

act. 164). Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt im 

Arztbericht vom 23. Oktober 2021 fest, der Versicherte sei vom 11. Mai bis 6. Juli 2021 

bei ihm in Behandlung gewesen. Die Behandlung sei abgeschlossen. Der 

psychopathologische Befund gemäss AMDP sei unauffällig gewesen. Aus 

psychiatrischer Sicht sehe er keine Einschränkungen (IV-act. 165). Dr. F.___ führte im 

Verlaufsbericht vom 17. Januar 2022 aus, der Gesundheitszustand sei stationär. In 

einer angepassten Tätigkeit sei dem Versicherten ein zeitliches Pensum von rund 4 

Stunden täglich zumutbar. Je nach Grad der Anpassung an das Profil bestehe eine 

Leistungseinbusse von 10 % bis 50 % (IV-act. 184). Der RAD empfahl eine 

polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine Innere Medizin, Handchirurgie, Neurologie, 

Orthopädie, Psychiatrie; Stellungnahme vom 30. März 2022, IV-act. 205), welche der 

Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) AG Bern zugelost wurde.

A.g. 

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Die Gutachter erhoben in ihrem Gutachten vom 4. Oktober 2022 als die 

Arbeitsfähigkeit beeinträchtigend (verkürzte Wiedergabe) eine 

Bewegungseinschränkung und Schwellung des linken Knies, ein chronisches 

Schmerzsyndrom der LWS mit sensomotorischen Defiziten in L5 rechts bei 

Diskushernien L2/3, L4/5 und L5/S1 mit Recessusstenose mit 

Nervenwurzelkompressionen sowie eine persistierende Gefühlsminderung am rechten 

Klein- und Ringfinger sowie eine leichte Adduktionsschwäche des Daumens. Als ohne 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit diagnostizierten sie unter 

anderem episodische Spannungskopfschmerzen, ein chronisches Schmerzsyndrom im 

Bereich der HWS ohne radikuläre Ausfälle, ein folgenlos ausgeheiltes 

Karpaltunnelsyndrom links, ein blandes Sulcus ulnaris Syndrom links sowie einen 

schädlichen Gebrauch von Cannabis (ICD-10: F12.1; IV-act. 221-6 f.). In der bisherigen 

Tätigkeit sei seit dem Unfall vom 12. Oktober 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

ausgewiesen. In einer angepassten Tätigkeit (zu den Kriterien siehe IV-act. 221-8 f.) 

bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Retrospektiv sei der Versicherte (aufgrund der 

stattgehabten Operationen) vom 12. Oktober 2017 bis 12. Januar 2018, vom 

15. Februar 2019 bis 15. März 2019, vom 24. April 2019 bis 24. Juli 2019 und vom 

14. September 2020 bis 28. Oktober 2020 jeweils zu 100 % arbeitsunfähig gewesen 

(IV-act. 221-9 ff.). Der RAD befand das Gutachten für den versicherungsmedizinischen 

Kriterien entsprechend und die attestierte volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

Tätigkeit plausibel und nachvollziehbar (Stellungnahme vom 25. Oktober 2022, IV-

act. 223).

A.h. 

Mit Vorbescheid vom 25. Oktober 2022 gewährte die IV-Stelle dem 

Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des 

Rentengesuchs. Zur Begründung verwies sie auf die gutachterlich uneingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit. Gemäss dem Einkommensvergleich ergebe 

sich keine gesundheitsbedingte Erwerbseinbusse (IV-act. 226). Der Versicherte, 

vertreten durch die Orion Rechtsschutz-Versicherung AG, liess mit Einwand vom 

30. November 2022 vorbringen, das Gutachten nehme nicht genügend zu den 

abweichenden Einschätzungen der ihn langjährig behandelnden Ärzte Stellung. 

Aufgrund der sich rapide verschlechternden gesundheitlichen bzw. psychischen 

Situation und den erheblichen Einschränkungen sei es nicht schlüssig bzw. nur bedingt 

A.i. 

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B.  

nachvollziehbar. Weiter habe die IV-Stelle für die Bemessung des 

Invalideneinkommens auf einen für Personen mit Handicap unrealistisch hohen 

Tabellenlohn abgestellt (IV-act. 232).

Der RAD führte zum Einwand aus, der Versicherte habe keine neuen medizinischen 

Sachverhalte oder Diagnosen vorgebracht. Im Übrigen bestünden keine Anhaltspunkte, 

dass die klinische Untersuchung nicht lege artis erfolgt wäre (Stellungnahme vom 

14. Dezember 2022, IV-act. 233). Unter Bezugnahme darauf verfügte die IV-Stelle am 

3. Januar 2023 gemäss Vorbescheid die Abweisung des Leistungsbegehrens (IV-

act. 235).

A.j. 

Gegen die Verfügung vom 3. Januar 2023 lässt der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. M. Stadelmann, am 2. 

Februar 2023 Beschwerde erheben. Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben. Es sei ihm mit Wirkung ab 

1. Oktober 2018 eine ganze IV-Rente, eventualiter eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. 

Subeventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen, insbesondere zwecks 

Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL), an die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Er macht im Wesentlichen geltend, ein Pensum 

von über 50 % sei nicht machbar. Das Adaptionsprofil enthalte erhebliche 

Einschränkungen. Die Gutachter unterschätzten die massiven Schmerzen, unter denen 

er tagtäglich leide. Nur wenn er zusätzlich zum Ibuprofen ein- bis zweimal täglich 

morphiumhaltige Schmerzmittel einnehme, sei er in der Lage, die Tätigkeit im 

Fitnesscenter auszuüben. Die Gutachter hätten nicht ausreichend begründet, weshalb 

die Einschätzungen der behandelnden Ärzte nicht zutreffend seien. Für die 

Einschätzung der konkreten Leistungsfähigkeit hätte es einer EFL bedurft, zumal er 

seine Leistungsfähigkeit eher überschätze und seine erheblichen Schmerzen nicht 

simuliere. Es sei daher nicht auf das Gutachten, sondern auf seine effektive 

Arbeitsleistung im Rahmen der Überwachungsfunktion in einem Fitnesscenter 

abzustellen. Dementsprechend sei das Invalideneinkommen gestützt auf das effektive 

Einkommen im Fitnesscenter zu bestimmen. Für das Valideneinkommen sei vom vor 

seinem Unfall im Jahre 2007 erzielten Einkommen auszugehen. Somit ergebe sich ein 

B.a. 

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Invaliditätsgrad von 72 % und folglich ein Anspruch auf eine ganze Rente. Selbst wenn 

man von der überschätzten Arbeitsfähigkeit von 50 % ausgehe, ergebe sich ein 

Invaliditätsgrad von 65 %, entsprechend einem Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. 

Neu seien bei der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung medizinisch bedingte 

quantitative oder qualitative Einschränkungen (vermehrter Pausenbedarf, Hebe- und 

Tragelimiten und ähnliche) bei der Einschätzung der funktionellen Leistungsfähigkeit zu 

berücksichtigen. Dies sei im noch vor Inkrafttreten des neuen Rechts erstatteten 

Gutachten nicht berücksichtigt worden, ansonsten eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit 

von 100 % ganz offensichtlich nicht möglich wäre (act. G 1).

Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 12. April 2023 

die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, aufgrund der 

Selbsteingliederungspflicht sei es dem Beschwerdeführer zumutbar, mit die 

Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigenden Medikamenten die Schmerzen genügend zu 

lindern, dass er eine angepasste Tätigkeit vollumfänglich ausüben könne. Die Berichte 

der Dres. F.___ und E.___ enthielten keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte, die 

im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und geeignet seien, zu einer vom 

Gutachten abweichenden Beurteilung zu führen. Weitere Abklärungen seien nach 

Massgabe des Untersuchungsgrundsatzes nicht angezeigt. Eine EFL sei nicht 

zielführend, weil die für die Belange der Invalidenversicherung massgebliche 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bereits rechtsgenüglich feststehe. Da 

allfällige Motivationsmängel nicht abgegrenzt werden könnten, mache eine EFL bei 

Schmerzpatienten von vornherein keinen Sinn. Es sei daher uneingeschränkt auf das 

SMAB-Gutachten abzustellen. Da die invalidisierenden Leiden beim Beschwerdeführer 

seit 29. März 2007 aufgetreten seien, sei für die Bemessung des Valideneinkommens 

auf das im Jahr 2006 erzielte Erwerbseinkommen abzustellen. Der Beschwerdeführer 

arbeite lediglich in einem Pensum von 50 %. Bei der attestierten vollen Arbeitsfähigkeit 

in einer adaptierten Tätigkeit sei für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf die 

Tabellenlöhne abzustellen. Ein Tabellenlohnabzug sei aufgrund der über 50 % 

liegenden funktionellen Leistungsfähigkeit nicht zu gewähren. Selbst der maximal 

zulässige Abzug von 25 % würde nicht zu einem Rentenanspruch führen (act. G 4).

B.b. 

In seiner Replik vom 14. September 2023 bringt der Beschwerdeführer vor, die 

Beschwerdegegnerin führe im Widerspruch zur angenommenen geringeren Beweiskraft 

B.c. 

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Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge 

sowie die Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerdegegnerin wies ein erstes Gesuch um Leistungen der IV mit Verfügung 

vom 1. Februar 2011 ab (IV-act. 63). Sie ist zu Recht auf die Wiederanmeldung zum 

Rentenbezug eingetreten, da mit den eingereichten Behandlerberichten eine relevante 

Sachverhaltsänderung im Sinne von Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) glaubhaft gemacht wurde. In zeitlicher Hinsicht 

wurde der Sachverhalt bis zur in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 1. Februar 

2011 rechtskräftig beurteilt. Massgeblich ist daher ausschliesslich die seitherige 

Entwicklung des Sachverhalts bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 

3. Januar 2023 (BGE 144 V 213 E. 4.3.1).

2.

Streitgegenstand bildet der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Am 1. 

Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der Invalidenversicherung 

verschiedene Änderungen des IVG und der IVV in Kraft getreten. Die vorliegend 

angefochtene Verfügung datiert vom 3. Januar 2023. In zeitlicher Hinsicht sind 

grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich 

zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 144 V 

213 E. 4.3.1). Ein allfälliger Rentenanspruch besteht aufgrund der Neuanmeldung im 

der Berichte der behandelnden Ärzte aus, dass keine neuen medizinischen Akten 

eingereicht worden seien. Der RAD habe kurz vor der Begutachtung eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % noch als nachvollziehbar und plausibel bezeichnet. Die 

prognostizierte Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei nicht eingetreten. Dr. E.___ habe ihm 

nicht eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert, sondern spreche von einer 

"Restarbeitsfähigkeit". Zu deren Umfang hätte die Beschwerdegegnerin eine Rückfrage 

machen müssen. Aufgrund der längeren Beobachtungszeit diene die EFL auch dazu, 

Motivationsmängel festzustellen (act. G 12).

Die Beschwerdegegnerin verzichtet stillschweigend auf eine Duplik (act. G 14).B.d. 

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April 2018 (IV-act. 70) frühestens ab 1. Oktober 2018 bzw. nach Ablauf des Wartejahres 

gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (Art. 29 Abs. 1 und 3 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]; BGE 142 V 550 f. E. 3.1 f.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. Februar 2016, 9C_942/2015, E. 3.3.3). Demnach sind die 

Bestimmungen in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung anwendbar, da die 

angefochtene Verfügung einen noch unter Geltung des alten Rechts entstandenen 

Rentenanspruch zum Gegenstand hat (vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und 

Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Diese werden nachfolgend in der 

alten Fassung zitiert. Somit ist auch Art. 26  Abs. 3 IVV auf den vorliegenden Fall nicht 

anwendbar.

3.  

bis

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

3.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

3.3. 

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zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

gemäss Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -

ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 

E. 1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

3.4. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

3.5. 

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4.

Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet das Gutachten der SMAB 

AG vom 4. Oktober 2022. Dessen Beweistauglichkeit wird bestritten.

Wie nachfolgend eingehender dargelegt wird, erhoben die Gutachter die 

Anamnese (IV-act. 221-42 ff.) und Befunde (IV-act. 221-44 ff.) korrekt und die 

Diagnoseherleitung erfolgte unter Berücksichtigung der massgeblichen Akten und der 

erhobenen Befunde (IV-act. 221-47 ff.).

4.1. 

Gegenüber dem orthopädischen Gutachter erklärte der Beschwerdeführer, das 

linke Knie mache sich beim Auf- und Abwärtslaufen und bei Belastung bemerkbar. 

Aktuell bestünden keine Beschwerden. Seit dem Unfall im Jahr 2017 bzw. seit der 

Wiedereingliederung ca. im Jahr 2020 habe er Schmerzen in der gesamten 

Wirbelsäule. Nach längerem Stehen oder Gehen bekomme er ausstrahlende 

Schmerzen mehr in das rechte als in das linke Bein. Eine spezielle Behandlung erfolge 

nicht, er nehme Schmerzmedikamente ein (IV-act. 221-42). Der orthopädische 

Gutachter würdigte die bildgebenden Befunde und berücksichtigte den Bericht von 

Dr. E.___ vom 1. Juli 2021. Er führte aus, bei der körperlichen klinischen Untersuchung 

habe sich insgesamt eine nur endgradige Bewegungseinschränkung der 

Lendenwirbelsäule mit lokaler Schmerzangabe über den Facetten ohne signifikante 

aktuelle Funktionseinschränkung gezeigt. Aufgrund der multisegmentalen 

Diskushernien sei jedoch die Belastungsfähigkeit der Lendenwirbelsäule vermindert. Im 

MRI HWS vom 16. März 2020 hätten sich sehr diskrete Degenerationen C5/6 und C6/7 

ohne Affektion neuronaler Strukturen gezeigt. Funktionseinschränkungen der 

Halswirbelsäule lägen aus orthopädischer Sicht nicht vor. In der Röntgenaufnahme des 

linken Knies vom 22. Juli 2022 zeige sich eine regelrechte Darstellung der Prothese im 

linken Kniegelenk und ein verdicktes distales Femur nach multiplen Voroperationen. Bei 

der klinischen Untersuchung habe eine endgradige Bewegungseinschränkung des 

linken Kniegelenks bei geringer Umfangvermehrung und leichtem Gelenkerguss am 

linken Knie bei stabilen Bandverhältnissen und harmonischem, hinkfreiem Gangbild 

erhoben werden können. Aufgrund der Endoprothese sei die Belastungsfähigkeit des 

linken Kniegelenks vermindert (IV-act. 221-47 ff.). Der orthopädische Gutachter 

berücksichtigte somit sämtliche in sein Fachgebiet fallenden medizinischen Akten. Im 

Unterschied zu Dr. E.___, der mehr als ein Jahr vor der gutachterlichen Beurteilung eine 

ausgeprägte Einschränkung der Rotation und Inklination der LWS festgestellt hatte, 

erhob der Gutachter lediglich noch eine endgradige Bewegungseinschränkung der 

Lendenwirbelsäule mit lokaler Schmerzangabe über den Facetten ohne signifikante 

4.2. 

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Funktionseinschränkung (IV-act. 221-47). Dr. E.___ hatte eine akut exazerbierte

Lumboischialgie rechts mit Fussheberparese diagnostiziert (vgl. Bericht vom 1. Juli 

2021, IV-act. 157). Es erscheint plausibel, dass die Lumboischialgie bis zum Zeitpunkt 

der Begutachtung abgeklungen war und sich die Beweglichkeit der LWS wieder 

verbessert hatte. Zudem sind durch Bildgebung erhobene Befunde für die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit nicht alleine aufgrund ihres Vorhandenseins massgebend, sondern 

nur, soweit sie sich klinisch objektivierbar auf die funktionelle Leistungsfähigkeit 

auswirken (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 19. Juli 2020, 8C_737/2019, E. 5.1.2 

und vom 19. September 2019, 8C_82/2019, E. 5.3). Insoweit erweist sich die 

Beurteilung des orthopädischen Gutachters als nachvollziehbar.

Der neurologische Gutachter führte aus, der Beschwerdeführer leide unter 

chronischen Rückenschmerzen mit Ausstrahlung vor allem in das rechte Bein, dort 

bestünden sensible Ausfallserscheinungen und Reizerscheinungen, die sich 

insbesondere bei längerem Stehen und Gehen verstärkten. Zusammenfassend sei eine 

Radikulopathie vor allem der L5-Wurzel rechts zu verzeichnen. Hierdurch werde die 

Arbeitsfähigkeit auch beeinträchtigt. Ebenso bestehe ein Sulcus-ulnaris-Syndrom 

rechts, welches inzwischen operativ versorgt sei. Es seien immer noch motorische 

Defizite im Bereich der rechten Hand und auch sensible Einschränkungen in der 

klinischen Untersuchung zu erheben. Die übrigen neurologischen Diagnosen (blandes 

Sulcus-ulnaris- und CTS-Syndrom links, chronisches Schmerzsyndrom im Bereich der 

HWS ohne radikuläre Ausfälle und episodische Spannungskopfschmerzen) 

beeinträchtigten die Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich. Der Beruf als Zimmermann bzw. 

Zimmermannsgehilfe erscheine nicht mehr leidensgerecht. Für eine optimal angepasste 

Tätigkeit insbesondere ohne hohe Ansprüche an die Kraft und die Feinmotorik der 

rechten Hand sei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 221-62 ff.). 

Aus diesen Ausführungen geht hervor, dass der neurologische Gutachter die geklagten 

Schmerzen der Lendenwirbelsäule mit Ausstrahlung in das rechte Bein als Auswirkung 

der L5-Radikulopathie zwar als objektivierbar berücksichtigte, für angepasste 

Tätigkeiten jedoch von keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausging. Damit ist die 

Einschätzung schlüssig. Nachvollziehbar ist sodann das Adaptationsprofil hinsichtlich 

der Körperpositionen und der Anforderungen an die rechte Hand.

4.3. 

Die psychiatrische Untersuchung ergab einen unauffälligen Befund (IV-

act. 221-85 ff.). Der Beschwerdeführer war zwischen 11. Mai 2021 und 6. Juli 2021 in 

psychiatrischer Behandlung, die aufgrund ausstehender Honorarrechnungen 

abgeschlossen wurde. Auch damals wurde ein unauffälliger Psychostatus erhoben und 

der behandelnde Psychiater sah aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der 

4.4. 

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Arbeitsfähigkeit (IV-act. 165). Der Beschwerdeführer verneinte in der 

Anamneseerhebung insbesondere, jemals unter depressiven Beschwerden gelitten zu 

haben. Aus seinen Angaben ergeben sich auch aus medizinischer Laiensicht keine 

Hinweise für ein psychiatrisches Leiden (vgl. IV-act. 221-82 ff.). Somit ist die 

psychiatrische Einschätzung nachvollziehbar.

Der handchirurgische Gutachter hielt fest, bei schwerem axonalem Schaden (des 

Nervus ulnaris am rechten Ellenbogen) habe sich der Nerv bis anhin nicht vollständig 

erholt. Es sei eine Einschränkung für manuell gewichtete Tätigkeiten verblieben. Das 

Karpaltunnelsyndrom links sei ohne verbleibende Funktionseinschränkungen 

ausgeheilt. Tätigkeiten mit überwiegendem manuellem Einsatz und Anforderungen an 

eine volle Sensibilität und freie Beweglichkeit des rechten Daumens seien nicht mehr 

möglich (IV-act. 221-75). Eine angepasste und insbesondere die im September 2021 

aufgenommene Tätigkeit als Life-Coach seien aus handchirurgischer Sicht zu 100 % 

möglich (IV-act. 221-76). Diese Ausführungen erscheinen ohne Weiteres plausibel und 

stimmen mit denjenigen des neurologischen Sachverständigen überein.

4.5. 

Die internistischen Befunde waren unauffällig (IV-act. 221-95 ff.). Entsprechend 

fand der internistische Gutachter auf seinem Fachgebiet keine Erkrankung mit Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 221-99).

4.6. 

Den Gutachtern waren die Berichte der Behandler, insbesondere der Hausärztin 

und von Dr. E.___, sowie die bildgebenden Befunde bekannt. Der orthopädische 

Experte erwähnte explizit, dass die von der Hausärztin im Arztbericht vom 19. Juli 2021 

attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % in adaptierten Tätigkeiten nicht nachvollzogen 

werden könne, wenn das optimale Adaptionsprofil eingehalten werde (IV-act. 221-46). 

Jedenfalls vermögen die Behandlerberichte keine Zweifel am Gutachten zu wecken.

4.7. 

Nach dem Gesagten erweist sich der Sachverhalt als rechtsgenüglich abgeklärt. 

Damit kann auf das Gutachten abgestellt werden, wonach für angepasste Tätigkeiten 

mit einer Gewichtslimite von 5 kg, Wechselbelastung zwischen Sitzen, Stehen und 

Gehen, ohne Arbeiten in Vorneige oder Zwangshandlungen, ohne repetitives Bücken 

oder verdrehte rotierte Körperhaltungen, ohne Knien und Hocken, ohne Benutzung von 

Leitern oder Gerüsten und ohne hohe Ansprüche an die Kraft und Feinmotorik der 

rechten Hand eine Arbeitsfähigkeit von 100 % besteht (IV-act. 221-9 f.). Das Gutachten 

ist somit mit dem RAD (Stellungnahmen vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 223] und vom 

14. Dezember 2022 [IV-act. 233]) als vollständig, nachvollziehbar und folglich 

beweistauglich zu bewerten. Dies gilt auch für die retrospektiv attestierten 

Arbeitsunfähigkeiten vom 15. Februar 2019 bis 15. März 2019 und insbesondere vom 

4.8. 

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24. April 2019 bis 24. Juli 2019 (IV-act. 221-50) sowie vom 14. September 2020 bis 

28. Oktober 2020 (IV-act. 221-10). Letztere erfüllt zwar die dreimonatige Dauer, nach 

welcher eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu 

berücksichtigen ist. Die Anwendung dieser Vorschrift setzt jedoch voraus, dass bei 

Eintritt der anspruchsbeeinflussenden Änderung bereits eine rentenbegründende 

Invalidität vorgelegen hat (Urteil des Bundesgerichts vom 28. September 2020, 

9C_352/2020, E. 4.2.2). Die erforderliche vorbestehende Invalidität ist vorliegend 

allerdings nicht gegeben, so dass sich die Frage, ob die zwischenzeitlichen 

Arbeitsunfähigkeiten rentenbegründend sein könnten, nach Art. 8 Abs. 1 ATSG richtet 

und somit mangels längerer Dauer im Sinne dieser Bestimmung zu verneinen sind.

Weitere Abklärungen sind entgegen dem Subeventualantrag, insbesondere solche 

in Form einer EFL, nicht notwendig. Denn die Wahl der Untersuchungsmethode im 

Rahmen einer lege artis erfolgenden Begutachtung liegt im Ermessen der 

Sachverständigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2022, 

9C_224/2022, E. 3.4.3). Eine EFL ist nicht in jedem Fall durchzuführen, sondern 

allenfalls in Betracht zu ziehen, wenn sich die beteiligten Fachärzte ausser Stande 

sehen, eine zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen, 

und deshalb eine konkrete leistungsorientierte berufliche Abklärung als 

zweckmässigste Massnahme ausdrücklich empfehlen. Eine medizinisch-theoretische 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit genügt als Grundlage für die Bemessung der 

Invalidität; liegt eine solche – wie dies vorliegend der Fall ist (vgl. vorstehende 

Erwägungen) – vor, darf auf eine EFL verzichtet werden (Urteil des Bundesgerichts vom 

8. Februar 2012, 9C_768/2011, E. 2.4).

4.9. 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann auch nicht auf sein effektiv 

ausgeübtes Pensum als Livecoach im Fitnesscenter von 40% (act. G 1 S. 6 Ziff. 3; IV-

act. 221-43; IV-act. 221-85; IV-act. 221-70) abgestellt werden. Denn nicht die 

subjektive Einschätzung einer versicherten Person ist massgebend für die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit, sondern die gutachterliche objektive 

Beurteilung aufgrund der erhobenen Befunde, der gestellten Diagnosen und der 

ausgewiesenen Funktionseinschränkungen.

4.10. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/18

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5.

Der Beschwerdeführer bemängelt weiter den Einkommensvergleich.

 5.1. 

Er macht geltend, hinsichtlich des Valideneinkommens dürfe nicht auf den Lohn 

als Zimmermann abgestellt werden, da er diese Arbeitsstelle erst wenige Monate vor 

dem Unfall am 12. Oktober 2017 angetreten habe und bereits damals 

Beeinträchtigungen aufgrund des im Jahr 2007 erlittenen Unfalls vorhanden gewesen 

seien (act. G 1 S. 6). In ihrer Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin aus, 

die invalidisierenden Leiden seien beim Beschwerdeführer seit dem 29. März 2007 

aufgetreten. Demnach könne das Valideneinkommen auf der Basis des im Jahr 2006 

erzielten Einkommens berechnet werden (act. G 4 Ziff. III/3).

5.1.1. 

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. 

In der Regel ist am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst anzuknüpfen, da erfahrungsgemäss 

die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. April 2023, 8C_592/2022, E. 4.2.1). Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Die Ermittlung des Valideneinkommens 

hat so konkret wie möglich zu erfolgen (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Februar 

2023, 8C_738/2021, E. 3.4.2.1). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war die 

versicherte Person zur Zeit des Eintritts des Gesundheitsschadens arbeitslos oder 

hätte sie ihre bisherige Stelle auch ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung in der 

Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, so können die Zahlen der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) herangezogen werden (vgl. 

Urteil vom 25. August 2017, 8C_382/2017, E. 2.3.1).

5.1.2. 

Der Beschwerdeführer ist ungelernt. Er war ab Juni 2003 bis 2008 als 

Facharbeiter Bau-Hauptgewerbe (Maschinist, Chauffeur) für das Baugeschäft H.___ 

tätig. Sein Gehalt belief sich auf 13 x Fr. 4'700.-- = Fr. 61'100.-- (Angaben Arbeitgeber 

vom 1. April 2008, IV-act. 7-1 ff.; Arbeitszeugnis vom 25. Juni 2008, IV-act. 28-3). In 

den Akten finden sich keine Anhaltspunkte, dass er ohne den Unfall vom 29. März 2007 

nicht weiterhin diese Tätigkeit ausgeübt hätte. Ab 1. Juni 2017 arbeitete der 

Beschwerdeführer für die I.___ AG als Hilfszimmermann. Diese Tätigkeit musste er 

5.1.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 16/18

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infolge des Unfalls vom 12. Oktober 2017 nach lediglich 4 Monaten wieder aufgeben 

(Angaben Arbeitgeberin vom 18. Juni 2018, IV-act. 84 f.). Da der Beschwerdeführer 

dieses Einkommen nur während kurzer Zeit erzielte, ist fraglich, ob es als Basis für das 

Valideneinkommen dienen kann. Vielmehr rechtfertigt es sich in Anbetracht der 

unterschiedlichen Tätigkeiten des Beschwerdeführers im Baugewerbe (Maurer, 

Zimmermann) sowie der bisher erzielten Einkommen gemäss dem Auszug aus dem 

individuellen Konto, für die Bemessung des Valideneinkommens vom Tabellenlohn 

gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE 2018) des Bundesamtes für Statistik (BSV) 

auszugehen. Dieser beträgt für das Baugewerbe (Ziff. 41-43) gemäss 

TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1 Männer Fr. 5'622.-- : 40 x 41,3 x 12 = 

Fr. 69'657.-- pro Jahr. Diese Höhe liegt leicht über dem vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten Valideneinkommen.

 5.2. 

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, das Invalideneinkommen betrage 

entsprechend seinem aktuellen Lohn als Aufsicht in einem Fitnesscenter Fr. 19'200.--. 

Sein Leistungsniveau liege tatsächlich eher bei 40 % als bei 50 %. Selbst bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 50 % belaufe es sich höchstens auf Fr. 24'000.-- (act. G S. 5 f.).

5.2.1. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist gemäss bisheriger 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die 

versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine 

Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse 

gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der 

tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Dies ist dann nicht der Fall, wenn die 

versicherte Person auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen 

höheren als den tatsächlich erhaltenen Lohn erzielen könnte (Urteil des Bundesgerichts 

vom 10. August 2018, 8C_313/2018, E. 6.3). Namentlich wenn die versicherte Person 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können gemäss Rechtsprechung 

die Tabellenlöhne der LSE des BFS herangezogen werden (Urteil des Bundesgerichts 

vom 3. Oktober 2022, 8C_72/2022, E. 7.1).

5.2.2. 

Der Beschwerdeführer arbeitet seit 1. Oktober 2021 als Livecoach bei der J.___ 

AG in Teilzeit. Das Pensum beträgt 40 % bzw. 19,7 Wochenstunden 

(Lohnabrechnungen Januar bis Dezember 2022, act. G 1.4 ff.). Bei einem Stundenlohn 

5.2.3. 

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

von Fr. 22.-- montags bis freitags und Fr. 25.-- samstags und sonntags, einschliesslich 

Ferien- und Feiertagsentschädigung, ergibt sich ein Wochendurchschnitt von Fr. 22.85 

([Fr. 22.-- x 5] + [Fr. 25 x 2] : 7). Die jährliche Sollarbeitszeit beträgt (im Vollzeitpensum) 

2184 Stunden (Arbeitsvertrag vom 5. Oktober 2021, IV-act. 200). Für ein 

Vollzeitpensum ergibt sich somit ein Jahreseinkommen von lediglich Fr. 49'920.-- 

(Fr. 22.85 x 2184). Nebst dessen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines tiefen 

Pensums seine Arbeitsfähigkeit nicht voll ausschöpft, erweist sich auch der effektiv 

erzielte Lohn als unterdurchschnittlich. Daher kann dieser Lohn nicht als 

Invalideneinkommen herangezogen werden. Folglich ist für die Bemessung des 

Invalideneinkommens auf den Tabellenlohn von Fr. 67'767.-- abzustellen.

Aus den vorstehend ermittelten Vergleichseinkommen ergibt sich ein 

Invaliditätsgrad von 2,7 %. Ob ein Tabellenlohnabzug gerechtfertigt wäre, kann bei 

diesem Ergebnis offengelassen werden. Denn selbst beim maximal möglichen Abzug 

vom Tabellenlohn von 25 % würde ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 % 

nicht erreicht.

5.3. 

Die Beschwerde ist somit abzuweisen.6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten vollumfänglich aufzuerlegen. 

Mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete 

Gerichtsgebühr getilgt.

6.2. 

bis

Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/18

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2.

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der in 

gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.02.2024
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss beweistauglichem Gutachten beträgt die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten 100 %. Für die Bemessung des Invalideneinkommens kann nicht auf das effektiv erzielte Einkommen abgestellt werden, da der Beschwerdeführer lediglich im Umfang von 40 % tätig ist und einen unterdurchschnittlichen Lohn erzielt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Februar 2024, IV 2023/27).

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