# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e06242ff-4271-5048-b7f6-72edf2166230
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.04.2024 D-1845/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1845-2024_2024-04-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1845/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  A p r i l  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler;   

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Pakistan,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung); 

Verfügung des SEM vom 19. März 2024 / N (…). 

 

 

 

D-1845/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer reichte am 28. Februar 2024 am Flughafen Zü-

rich ein Asylgesuch ein. 

A.b Mit Verfügung vom 1. März 2024 verweigerte das SEM ihm die Ein-

reise in die Schweiz und wies ihm für die Dauer von maximal sechzig Tagen 

den Transitbereich des Flughafens Zürich als Aufenthaltsort zu. 

A.c Gleichentags mandatierte der Beschwerdeführer die ihm zugewiesene 

Rechtsvertretung. 

A.d Am 7. März 2024 fand die Befragung zur Person statt und am 13. März 

2024 wurde der Beschwerdeführer zu den Asylgründen angehört. 

A.d.a Der Beschwerdeführer machte geltend, er gehöre der Ethnie (…) an 

und sei im Dorf (…) in der Nähe der Stadt (…) im (…) aufgewachsen. Er 

habe die Schule bis zur neunten Klasse besucht und danach bis zur Aus-

reise aus seiner Heimat auf einem Schlachthof für (…) gearbeitet. Im Dorf 

habe er zusammen mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder ge-

wohnt. Der Vater sei Bauer und die Mutter Hausfrau. Sein Vater habe seit 

zwei Jahren mit dessen Cousin beziehungsweise dessen Cousins einen 

Streit wegen eines Grundstücks. Diese hätten seinem Vater gedroht, sei-

nen Bruder und ihn (den Beschwerdeführer) zu töten, falls er ihnen das 

Grundstück nicht abtreten sollte. Die Cousins hätten ihn (den Beschwerde-

führer) einmal vom Motorrad geschubst. Dabei habe er eine Fraktur am 

Bein erlitten. Seine Familie sei von den Cousins ständig verbal provoziert 

und bedroht worden. Vor zwei Monaten habe es einen grossen Streit ge-

geben und sein Vater, sein Bruder und er seien mit Schlagstöcken von den 

Cousins attackiert worden. Er sei danach in Spitalbehandlung gewesen. 

Die Cousins hätten gute Kontakte zu einem Parlamentsmitglied gehabt und 

sich deshalb mächtig und einflussreich gefühlt. Seine Familie habe drei Mal 

versucht, die Cousins bei der Polizei anzuzeigen, doch diese hätten die 

Polizei mit Geld bestochen, sodass die Anzeige nicht entgegengenommen 

worden sei. Schliesslich habe sein Vater entschieden, dass es für ihn bes-

ser sei, die Heimat zu verlassen. Bei einer Rückkehr nach Pakistan würde 

er von den Cousins des Vaters getötet werden. Er habe Pakistan Ende 

Dezember 2023/Anfang Januar 2024 mit Hilfe eines Schleppers bezie-

hungsweise Agenten und mit geliehenem Geld auf dem Luftweg nach (…) 

verlassen, wo er etwa eine Woche geblieben sei. Anschliessend sei er mit 

dem Flugzeug nach (…) weitergereist. Dort habe er sich etwa zwei Monate 

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Seite 3 

lang aufgehalten, bevor er an den Flughafen Zürich gelangt sei. Seinen 

persönlichen Reisepass habe er auf Anraten seines Agenten im Flugzeug 

zerrissen. Gesundheitlich gehe es ihm gut und er leide an keinerlei medi-

zinischen Beeinträchtigungen. Er sei in Kontakt mit seinem Vater und sei-

nem Bruder in Pakistan. 

A.d.b Der Beschwerdeführer reichte keine Dokumente zu den Akten. 

A.e Mit Eingabe vom 18. März 2024 nahm er zum Entscheidentwurf des 

SEM Stellung. 

B.  

Das SEM stellte mit Verfügung vom 19. März 2024 – gleichentags eröffnet 

– fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus dem Transit-

bereich des Flughafens Zürich sowie den Wegweisungsvollzug an. 

C.  

Am selben Tag zeigte die zugewiesene Rechtsvertretung dem SEM die Be-

endigung des Mandats an. 

D.  

Der Beschwerdeführer erhob gegen die Verfügung des SEM vom 19. März 

2024 mit Eingabe vom 25. März 2024 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Er beantragte, die Verfügung sei aufzuheben, die Flüchtlings-

eigenschaft sei anzuerkennen und es sei Asyl zu gewähren. Es sei festzu-

stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und un-

möglich sei und die vorläufige Aufnahme sei anzuordnen. In verfahrens-

rechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung, um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und 

um Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistandes; eventualiter sei die auf-

schiebende Wirkung wiederherzustellen. 

E.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

26. März 2024 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG [SR 

142.31]). 

 

 

D-1845/2024 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch hier – end-

gültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Das Verfahren richtet sich 

nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts ande-

res bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2 Die (eigenhändig ausgefüllte Formular-) Beschwerde enthält zwar kei-

ne Unterschrift, der Inhalt kann jedoch ohne Weiteres dem Beschwerde-

führer zugeordnet werden, zumal das mit der Beschwerde eingereichte Ak-

teneinsichtsgesuch vom Beschwerdeführer unterzeichnet und das Schrift-

bild vergleichbar ist. Vor dem Hintergrund der angestrebten Verfahrensbe-

schleunigung im Asylbereich rechtfertigt es sich daher, von Instruktions-

massnahmen abzusehen und auf ein Nachreichen der Unterschrift zu ver-

zichten. Der Beschwerdeführer ist zur Einreichung der Beschwerde legiti-

miert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde erweist sich als fristgerecht 

(Art. 108 Abs. 3 AsylG) und es sind ihr sowohl Rechtsbegehren als auch 

eine Begründung zu entnehmen (Art. 52 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde 

ist zwar in Englisch und damit nicht in einer in Verfahren vor den Bundes-

behörden zu verwendenden Amtssprache – in der Regel Deutsch, Franzö-

sisch oder Italienisch – verfasst (Art. 70 Abs. 1 BV und Art. 33a Abs. 1 

VwVG), aus prozessökonomischen Gründen kann aber praxisgemäss auf 

eine Übersetzung verzichtet werden, da die Beschwerde verständlich ist. 

Auf die frist- und soweit formgerecht eingereichte Rechtsmitteleingabe 

(Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist somit einzutreten. 

1.3 Nachdem der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-

kung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese auch nicht ent-

zogen hat, erübrigen sich Ausführungen zum Eventualantrag auf Wieder-

herstellung der aufschiebenden Wirkung. 

1.4 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass sich Weiterungen hin-

sichtlich des mit der Beschwerde eingereichten – an das SEM adressierten 

– Akteneinsichtsgesuchs erübrigen. Das SEM hat dem Beschwerdeführer 

die editionspflichtigen Akten bereits mit der angefochtenen Verfügung aus-

gehändigt (Dispositiv-Ziff. 6). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

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Seite 5 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf 

Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwech-

sels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die 

Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in verschiedenen 

Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier 

verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, BVGE 2012/5 E. 2.2). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung des Asylentscheids aus, der Be-

schwerdeführer habe es unterlassen, die Cousins seines Vaters bei den 

pakistanischen Behörden wegen der geltend gemachten Bedrohungen und 

physischen Attacken anzuzeigen. Er habe diesbezüglich ausgesagt, sein 

Vater sei zwar drei Mal bei der Polizei gewesen und habe versucht, An-

zeige zu erstatten, doch die Cousins hätten die Polizisten bestochen, so-

dass diese die Anzeige nicht entgegengenommen hätten. Gemäss seinen 

Ausführungen hätten aber weder er noch sein Vater weitere Versuche un-

ternommen, die Cousins anzuzeigen. Er habe auch nicht die Hilfe eines 

Anwalts/einer Anwältin in Anspruch genommen, um juristisch gegen diese 

Cousins vorzugehen. Somit sei davon auszugehen, dass er es bisher un-

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terlassen habe, den Schutz durch seinen Heimatstaat Pakistan genügend 

einzufordern, geschweige denn auszuschöpfen und dass sein Vater und er 

sich vielmehr gleich zu seiner Ausreise aus der Heimat entschieden hätten. 

Der pakistanische Staat sei nach Einschätzung des SEM und der gefestig-

ten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich schutz-

willig und schutzfähig, weshalb davon auszugehen sei, dass Übergriffe 

durch Drittpersonen der Polizei gemeldet werden könnten und der pakista-

nische Staat seine Schutzpflicht im Rahmen des Möglichen wahrnehme. 

Nachdem somit von einem adäquaten Schutz seitens des Heimatstaats 

auszugehen sei, seien die geltend gemachten Übergriffe flüchtlingsrecht-

lich nicht relevant. Der Beschwerdeführer sei damit nicht auf den Schutz 

der Schweiz angewiesen. Seinen Ausführungen zufolge habe er im Übri-

gen eine innerstaatliche Schutzalternative nicht in Betracht gezogen, weil 

er sein Leben in Pakistan habe aufgeben wollen, es hier in der Schweiz 

sicher sei und er sich hier eine Zukunft aufbauen könne. Er habe auch un-

umwunden zu Protokoll gegeben, dass er in seinem Bereich überall in Pa-

kistan Arbeit finden würde, er dies jedoch nicht getan habe. Es sei dem-

nach davon auszugehen, dass er sich nicht um eine innerstaatliche Schutz-

alternative in seiner Heimat bemüht habe. Da er indessen Nachteile gel-

tend mache, welche sich aus lokal oder regional beschränkten Verfol-

gungsmassnahmen ableiten würden, hätte er sich diesen durch einen 

Wegzug in einen anderen Landesteil entziehen können. Folglich sei er 

auch diesbezüglich nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen. Seine 

Vorbringen hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft ge-

mäss Art. 3 AsylG nicht stand. Hinsichtlich der in der Stellungnahme vom 

18. März 2024 dargelegten Punkte sei auf die Ausführungen in der ange-

fochtenen Verfügung unter E. II zu verweisen. Gleichzeitig sei in Bezug auf 

die geltend gemachten finanziellen Hürden zu ergänzen, dass die Familie 

des Beschwerdeführers durchaus in der Lage gewesen sei, rund drei Milli-

onen pakistanische Rupien für seine Ausreise in die Schweiz aufzuwen-

den. Es sei mithin davon auszugehen, dass dieses Geld auch für die Fi-

nanzierung einer innerstaatlichen Schutzalternative hätte aufgebracht wer-

den können. Im Übrigen sei anzumerken, dass seine Familie zum Zeitpunkt 

des Entscheids weiterhin im gleichen Dorf wie seine Verfolger wohnhaft 

sei, ohne dass sie – ausser verbalen Drohungen – ernsthafte Nachteile im 

Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG habe erdulden müssen. 

5.2 Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerde geltend, er vermute, 

dass der negative Asylentscheid auf einem Missverständnis des Sachver-

halts beruhe. Er werde sowohl von einflussreichen Personen als auch von 

der pakistanischen Polizei ernsthaft bedroht. In die Schweiz sei er ge-

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kommen, um sein Leben zu retten. Er bitte um die Möglichkeit, seinen Fall 

umfassender darzulegen und seine Bedenken zu äussern. Hinsichtlich der 

Bedrohungen werde er alle Beweise vorlegen. Er sei zuversichtlich, dass 

eine genauere Überprüfung seiner Situation zu einer Wiedererwägung sei-

nes Falles führen werde. 

6.  

6.1 Nach Lehre und Rechtsprechung erfüllt eine asylsuchende Person die 

Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, wenn sie Nachteile von 

bestimmter Intensität erlitten hat, beziehungsweise solche mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft befürchten muss, sofern ihr 

die Nachteile gezielt und aufgrund bestimmter, in Art. 3 Abs. 1 AsylG auf-

gezählter Verfolgungsmotive zugefügt worden sind, respektive zugefügt zu 

werden drohen. Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen 

Schutzes setzt die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft ausserdem vo-

raus, dass die betroffene Person in ihrem Heimat- oder Herkunftsstaat kei-

nen ausreichenden Schutz finden kann (vgl. BVGE 2008/12 E. 5.1). Eine 

Garantie für langfristigen individuellen Schutz der von nichtstaatlicher Ver-

folgung bedrohten Person kann dabei nicht verlangt werden; so kann es 

keinem Staat gelingen, seinen Bürgerinnen und Bürgern jederzeit und 

überall eine absolute Sicherheit zu gewährleisten. Demgegenüber muss 

der Staat eine funktionierende und effiziente Schutzinfrastruktur zur Verfü-

gung stellen, deren Inanspruchnahme der betroffenen Person objektiv 

möglich und individuell zumutbar sein muss, was jeweils im Rahmen einer 

Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung des länderspezifischen Kontexts 

zu beurteilen ist (vgl. BVGE 2011/51 E. 7.3 f.; 2008/4 E. 5.2 m.H.). 

6.2 Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss, dass das SEM zu Recht zur Erkenntnis gelangt ist, die geltend 

gemachten Verfolgungsvorbringen würden den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht genügen. Die Erwägun-

gen geben zu keinen Beanstandungen Anlass und es kann insoweit zur 

Vermeidung von Wiederholungen auf den Inhalt der angefochtenen Verfü-

gung (vgl. dort E. II) verwiesen werden. Den vorinstanzlichen Erwägungen 

wird in der kurz gehaltenen Beschwerdebegründung nichts Stichhaltiges 

entgegengesetzt. Aufgrund der Aktenlage darf insbesondere von einem 

vollständig erstellten Sachverhalt ausgegangen werden. Anders als der 

Beschwerdeführer meint, bestehen keinerlei Anhaltspunkte für die Notwen-

digkeit weiterer Sachverhaltsabklärungen. Er bestätigte am Ende der An-

hörung, dass er alles habe sagen können, was er für sein Asylgesuch als 

wesentlich erachte (vgl. SEM-act. 17, S. 8 F81). Ausserdem ist davon 

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auszugehen, dass er in der Beschwerde umfassendere Ausführungen ge-

macht hätte, hätte er dies für notwendig erachtet. Gleiches gilt ebenso für 

die Einreichung allfälliger Beweismittel zur Untermauerung der geschilder-

ten Bedrohungen. Solche reichte er weder im vorinstanzlichen Verfahren 

noch auf Beschwerdeebene ein, obschon er hierfür ausreichend Gelegen-

heit gehabt hätte.  

6.3 Bei der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Bedrohungslage 

seitens der Cousins seines Vaters handelt es sich um eine Verfolgung 

durch Drittpersonen. Das Bundesverwaltungsgericht geht nach wie vor da-

von aus, dass die pakistanischen Behörden grundsätzlich fähig und willens 

sind, Schutz vor Verfolgung durch Dritte zu gewähren und eine funktionie-

rende Schutzinfrastruktur zur Verfügung zu stellen (vgl. etwa Urteil des 

BVGer D-1366/2024 vom 20. März 2024 E. 7.2. m.H.). Die Vorinstanz ging 

zutreffend davon aus, dass der Beschwerdeführer es unterlassen hat, 

staatlichen Schutz ausreichend einzufordern beziehungsweise auszu-

schöpfen. Er und sein Vater haben nicht versucht, etwa mithilfe eines An-

walts gegen die geschilderten Bedrohungen vorzugehen oder sich an eine 

andere Polizeistelle zu wenden (vgl. SEM-act. 17, S. 4/5 F41 ff.), obwohl 

ihnen dies zuzumuten gewesen wäre. Auch der Umstand, dass sie einen 

Umzug in einen anderen Landesteil nicht in Betracht gezogen haben, muss 

dem Beschwerdeführer entgegengehalten werden. Den Akten lassen sich 

keinerlei Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass die staatlichen Behörden 

ihm grundsätzlich und landesweit keinen Schutz vor drohenden Übergriffen 

durch die Cousins seines Vaters gewährt hätten. Bei dem in der Stellung-

nahme vom 18. März 2024 vertretenen Argument, der pakistanische Staat 

hätte ihn und seine Familie auch in einer anderen Region nicht schützen 

können, handelt es sich bloss um eine pauschale Behauptung. Aus dem 

Hinweis, er werde von der pakistanischen Polizei ernsthaft bedroht, kann 

er ebenso wenig für sich ableiten, zumal auch diese Bedrohung lediglich 

behauptet wird. Mit der Vorinstanz ist überdies davon auszugehen, dass 

das für die Reise in die Schweiz aufgetriebene Geld ebenso für die Finan-

zierung einer innerstaatlichen Schutzalternative hätte aufgewendet werden 

können. Weiter ist der Vollständigkeit halber festzustellen, dass der Vater 

und der Bruder des Beschwerdeführers, zu denen er Kontakt hat, nach wie 

vor im Heimatdorf leben, wo im Übrigen auch die Cousins des Vaters woh-

nen, mit denen es – abgesehen von Drohungen – keine weiteren Vorfälle 

gegeben haben soll (vgl. SEM-act. 17, S. 3). 

6.4 Insgesamt ist die Einschätzung des SEM, dass der Beschwerdeführer 

in Pakistan adäquaten Schutz vor den dargelegten Verfolgungshandlungen 

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seitens der Cousins seines Vaters hätte erhalten können, zu bestätigen. 

Die Vorbringen sind flüchtlingsrechtlich nicht relevant, womit es auch nicht 

erforderlich war, näher auf deren Glaubhaftigkeit wie auch auf die Frage, 

ob eine Verfolgung aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG abschliessend 

genannten Motive drohe, einzugehen. Die Vorinstanz hat folglich zu Recht 

die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 3 

AsylG verneint und sein Asylgesuch abgelehnt. 

7.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 

AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine aus-

länderrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Er-

teilung einer solchen. Die Wegweisung aus dem Transitbereich des Flug-

hafens Zürich wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 

2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigen-

schaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 

ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

8.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

D-1845/2024 

Seite 10 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf nie-

mand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Be-

handlung unterworfen werden. 

8.2.2 Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschie-

bung hier keine Anwendung finden könne, da der Beschwerdeführer die 

Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers 

in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG recht-

mässig. 

8.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde-

führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofs 

für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer, 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im 

Heimatstaat oder die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers 

lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig 

erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl 

im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.1 In Pakistan herrscht nach konstanter Rechtsprechung, trotz teilweise 

angespannter Lage, keine landesweite Situation allgemeiner Gewalt, wel-

che zur Annahme führen müsste, jede dorthin zurückkehrende Person sei 

mit erheblicher Wahrscheinlichkeit konkret gefährdet. Der Wegweisungs-

vollzug ist daher nicht generell unzumutbar (vgl. etwa Urteil D-1366/2024 

vom 20. März 2024 E. 9.3.2 m.H.). 

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Seite 11 

8.3.2 Auch in individueller Hinsicht sind keine Gründe ersichtlich, welche 

eine Wegweisung als unzumutbar erscheinen liessen. So ist vor dem Hin-

tergrund, dass der Beschwerdeführer über einen Schulabschluss und Ar-

beitserfahrung verfügt (vgl. SEM-act. 17, S. 5 F53; Befragungsprotokoll, 

SEM-act. 16, S. 4 Ziff. 1.17.05), davon auszugehen, dass er bei einer Rück-

kehr nach Pakistan wiederum eine Arbeit finden wird und auf eigenen Bei-

nen stehen kann. Ausserdem dürften ihm seine in der Heimat verbliebenen 

Familienangehörigen im Bedarfsfall bei der Reintegration behilflich sein. 

Schliesslich steht auch sein Gesundheitszustand einer Wegweisung ins 

Heimatland nicht entgegen, zumal er angab, er habe keinerlei gesundheit-

liche Beeinträchtigungen und es gehe ihm gut (vgl. SEM-act. 16, S. 9 Ziff. 

8.02; SEM-act. 17, S. 2 F6).  

 

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 

zumutbar. 

8.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

erachten ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

Nachdem sich die Rechtsbegehren als aussichtslos erwiesen haben, sind 

die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und amtliche Verbeistän-

dung, ungeachtet der geltend gemachten Bedürftigkeit, abzuweisen.  

11.  

11.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

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Seite 12 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

11.2 Mit vorliegendem Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

 

(Dispositiv nächste Seite)   

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

amtliche Verbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM, die Flughafenpoli-

zei Zürich-Kloten und die kantonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Karin Schnidrig