# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5a94604-48a2-5d8a-bc61-20700a5c4fc9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.08.2017 IV 2015/29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-29_2017-08-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/29

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 22.08.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 22.08.2017
Beweiskräftiges Gutachten. Nach Eintritt des Unfalls dank umfangreichen 
Umschulungsmassnahmen der Beschwerdegegnerin Erreichen eines 
höheren Lohnniveaus. Tatsächliches Einkommen nach Eintritt des 
Gesundheitsschadens ist nicht Ausdruck des Invalideneinkommens, weil 
das Ausmass der Leistungsfähigkeit nicht ausgeschöpft wird (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. August 2017, IV 
2015/29).

Entscheid Versicherungsgericht, 22.08.2017

Entscheid vom 22. August 2017

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Versicherungsrichterin Monika 

Gehrer-Hug, Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin Fides Hautle           

Geschäftsnr.                                                                                                                    

IV 2015/29             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf,

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Gäuggelistrasse 16/Brunnenhof, Postfach 545, 7002 Chur,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich nach einem am 11. September 2002 erlittenen Autounfall im 

September 2003 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Sie hatte 

den Beruf der B.___ erlernt und hernach eine Abendhandelsschule besucht (ohne 

Diplomabschluss). Zuletzt war sie als Sachbearbeiterin in einem C.___ tätig gewesen 

(IV-act. 1). Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, erklärte im Arztbericht 

vom 27. September 2003 (IV-act. 7), sie sei zu 50 % arbeitsfähig. Ab April 2004 (IV-act. 

23, 35 f., 46, 50) wurden ihr bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % berufliche 

Massnahmen im Sinn einer Umschulung (zur Technischen Kauffrau, dann zur Planerin 

E.___ mit eidgenössischem Fachausweis) zugesprochen. Im April 2006 hatte sie die 

Ausbildung durchlaufen (ohne Abschlussprüfung) und nahm eine Festanstellung mit 

einem Pensum von 50 % auf (vgl. IV-act. 86).

A.b  In einem Gutachten vom 29. Dezember 2006 zuhanden der Unfallversicherung 

(vgl. UV-Akten) attestierte ihr die Academy of Swiss Insurance Medicine des 

Universitätsspitals Basel (asim) für sämtliche körperlich leicht bis mittelschwer 

belastenden Tätigkeiten wie in der vor dem Unfall ausgeübten Tätigkeit als 

Kaufmännische Angestellte und in der derzeitigen Bürotätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 

von 70 %, entsprechend einer Arbeit an 5.75 Stunden pro Tag, und zwar seit dem 

Unfall vom 11. September 2002. In einer Tätigkeit als Planerin E.___ müsste allenfalls 

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von einer zusätzlichen Arbeitsunfähigkeit von 10 % ausgegangen werden, weil dort 

neuropsychologisch eine erhöhte Dauerleistung erforderlich wäre. 

A.c  Mit Verfügung vom 31. Mai 2007 wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 16 % 

(Valideneinkommen Fr. 54'406.--, Invalideneinkommen Fr. 45'500.--) ab (IV-act. 166). 

Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hob die Verfügung auf und ordnete 

die Weiterführung der bereits zugesprochenen beruflichen Massnahmen (Planerin 

E.___) bis zur Erlangung des eidgenössischen Fachausweises an (Entscheid vom 29. 

Januar 2008, IV-act. 205). Mit Entscheid vom 26. August 2009 (IV-act. 282) sprach es 

der Versicherten in Gutheissung einer Beschwerde andere Umschulungsmassnahmen, 

nämlich Computer-Kurse im grafischen Bereich (Desktoperin), zu, welche diese im April 

2008 anstelle der zugesprochenen Weiterführung beantragt hatte (IV-act. 213). - 

Taggeld-Verfügungen vom 11. März 2009 und vom 29. Januar 2010 hob das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 6. Dezember 2010 (IV-

act. 389) auf und wies die Sache zur weiteren Abklärung an die Verwaltung zurück. Bis 

mindestens März 2007 bestehe (zufolge Schutzes des durch die bisherige 

Taggeldausrichtung und die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % begründeten 

Vertrauens) Anspruch auf Taggelder. Für die Zeit ab April 2007 bestehe ein 

Taggeldanspruch für den Fall weiter, dass die Arbeitsfähigkeit 50 % oder weniger 

ausmache, was abzuklären sei.

A.d  Eine auf den 31. August 2007 hin angeordnete Einstellung der UV-

Taggeldleistungen hatte das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit UV-

Entscheid vom 16. Dezember 2009 (IV-act. 315) aufgehoben und die Sache zu 

ergänzenden Abklärungen der Unfallkausalität an die Versicherung zurückgewiesen. Es 

sei durch aktuelle Bildgebung zu klären, ob der Einriss des Anulus fibrosus C6/7 

weiterhin dokumentiert werde. Gegebenenfalls sei durch ein biomechanisches 

Gutachten beurteilen zu lassen, ob die einwirkenden Kräfte geeignet gewesen seien, 

diesen Einriss zu verursachen. - Einem Bericht des Instituts für Radiologie am 

Kantonsspital St. Gallen vom 4. Januar 2011 zuhanden der Unfallversicherung (IV-act. 

409) war in der Folge zu entnehmen, dass der periphere Riss im Anulus fibrosus 

weiterhin nachweisbar sei, jedoch weniger augenfällig als bei der Voraufnahme vom 

Dezember 2002. - Gemäss einer biomechanischen Beurteilung der AGU (Arbeitsgruppe 

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für Unfallmechanik) vom 19. Juli 2011 (UV-Akten), ergänzt durch eine Stellungnahme 

vom 19. März 2012 (UV-Akten), waren eine Hirnverletzung beim Unfall auszuschliessen, 

die Diagnose einer leichten neuropsychologischen Funktionsstörung nicht 

nachvollziehbar und die von der HWS ausgehenden Beschwerden und Befunde durch 

die Kollisionseinwirkung im (vorliegenden) Normalfall nicht erklärbar.

A.e  Am 2. März 2010 (IV-act. 306) hatte die Versicherte unter anderem mitteilen lassen, 

verschiedene der bewilligten (grafischen) Kurse würden nicht mehr oder unter anderem 

Namen angeboten. Ihr sei auf Ende April 2010 die Anstellung gekündigt worden. Am 5. 

Mai 2010 (IV-act. 337) hatte sie die Beschwerdegegnerin darum ersuchen lassen, auch 

noch den Kurs "Desktop Publisher" besuchen zu können. Am 7. Oktober 2010 (IV-act. 

384) war ihr dieser beantragte Lehrgang zugesprochen worden, daneben hatte sie 

Kostengutsprache auch für weitere Kurse erhalten, beides im Zeitraum vom 27. 

September 2010 bis 28. März 2011. - Gemäss Verfügung vom 8. Juli 2011 (IV-act. 418) 

waren die beruflichen Massnahmen damals abgeschlossen. Mit dem erfolgreich 

erworbenen Abschluss in Desktop Publishing könne die Versicherte qualifiziert im 

Multimediabereich erwerbstätig werden. Das wurde durch Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. September 2012 (IV-act. 505) 

bestätigt; ausserdem wurden im Entscheid die Taggeldansprüche festgelegt. In 

Nachachtung des Bundesgerichtsurteils vom 29. Mai 2013 (8C_950/12, IV-act. 515) 

wurde hernach ergänzend noch ein Taggeld für eine Übergangs- bzw. Anpassungsfrist 

zugesprochen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

16. Juli 2013, IV-act. 518). Das Bundesgericht hatte festgestellt, in der Zeit vom 1. April 

2007 bis 28. März 2011 habe keine mindestens hälftige Arbeitsunfähigkeit der 

Versicherten in der angestammten Tätigkeit bestanden (was [objektiv] den Anspruch 

auf ein durchgehendes Taggeld ausgeschlossen hätte).

A.f  Mit UV-Verfügung vom 22. Mai 2012 bzw. Einspracheentscheid vom 15. April 2013 

stellte die Unfallversicherung die Leistung von Heilungskosten auf Ende Juli 2007 und 

jene von Taggeldern auf Ende August 2007 ein und wies einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung ab. Die UV-Versicherte liess 

hiergegen am 22. Mai 2013 Beschwerde (UV 2013/34) erheben.

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A.g  Mit Vorbescheid vom 6. März 2014 (IV-act. 533) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der Versicherten eine Abweisung des 

Rentenanspruchs in Aussicht. Die Versicherte liess am 25. April 2014 (IV-act. 537) 

einwenden, es sei ihr ab Juli 2007 eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 

mindestens 50 % zuzusprechen, eventualiter eine solche bei einem Invaliditätsgrad von 

50 % ab April 2011.

A.h  Dr. D.___ gab im Arztbericht vom 11. Juli 2014 (IV-act. 542) an, die Versicherte sei 

aufgrund eines Panvertebralsyndroms, einer Distorsion HWS und eines 

Erschöpfungszustands in der Leistungsfähigkeit zu ca. 50 % eingeschränkt (bei zeitlich 

voll zumutbarer Arbeitszeit). Sie leide seit Jahren an schweren Unfallfolgen und sei 

stets leicht depressiv. Die HWS-Beweglichkeit sei massiv eingeschränkt. - Der 

Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt am 11. November 

2014 (IV-act. 553) fest, der Hausarzt habe bereits 2003 eine solche Arbeitsunfähigkeit 

ab Juni 2003 angegeben. Die gutachterlich auf 70 % beurteilte Arbeitsfähigkeit werde 

dadurch nicht in Frage gestellt.

A.i   Mit Verfügung vom 5. Januar 2015 (IV-act. 557) wies die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Gesuch um eine Rente 

ab. Der Invaliditätsgrad liege bei 30 % (Valideneinkommen Fr. 70'284.--, 

Invalideneinkommen Fr. 49'200.--).

B.   

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf 

für die Betroffene am 5. Februar 2015 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die 

Sache sei zur weiteren Abklärung und Festsetzung der Leistungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, eventualiter seien nach ergänzenden 

Abklärungen die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Rente) zuzusprechen, und zwar 

ab 1. Juli 2007 bei mindestens 50 % Invaliditätsgrad, subeventualiter spätestens ab 1. 

April 2011. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass je nach Ergebnis der zusätzlichen 

Abklärungen zum Validen- und Invalideneinkommen von einem höheren 

Invaliditätsgrad auszugehen sei und der Beschwerdeführerin auf dieser Basis 

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Rentenleistungen auszurichten seien. Der medizinische Sachverhalt sei unzureichend 

abgeklärt. Eine Gesamtbeurteilung liege einzig in Form des asim-Gutachtens von 2006 

vor, das, wie das Versicherungsgericht am 16. Dezember 2009 festgestellt habe, an 

gravierenden Mängeln leide. Das Gutachten sei unter anderem im Hinblick auf die 

Kausalität in Auftrag gegeben worden, während die Beschwerdegegnerin sämtliche 

Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen habe. Ein aktualisiertes, 

umfassendes Gutachten fehle. Ein MRI der Wirbelsäule vom 4. September 2010 (wohl: 

6. September 2010) habe unter anderem das Vorhandensein von Diskushernien der 

HWS aufgezeigt. Die Lendenwirbelsäule müsse bildgebend untersucht werden. 

Namentlich sei bis anhin auch die ausserordentliche psychische Belastungssituation 

der Beschwerdeführerin ausgeblendet worden. Der Unfall habe deren Leben auf den 

Kopf gestellt und daran werde sie tagtäglich durch Auseinandersetzungen mit den 

Versicherungen, Schmerzen und soziale Ausgrenzung erinnert. Ihr Alltag sei seit Jahren 

mehr und mehr von Ermüdung, Konzentrationsschwierigkeiten und Burnout-

Symptomen geprägt. Es dürfte eine erhebliche depressive Überlagerung bestehen. 

Einzelne Versuche, das Pensum temporär anzuheben (Überstunden zu leisten), hätten 

regelmässig zu einer massiven Verstärkung der somatischen und psychischen 

Krankheitssymptome geführt. Der Gesundheitszustand verschlechtere sich. 

Erforderlich sei eine psychiatrische Exploration, insbesondere zur Frage der 

vorhandenen Ressourcen. Die Beschwerdegegnerin habe auch unterlassen, 

aktualisierte Berichte der Therapeuten und der Schmerzspezialistin einzuholen. Mängel 

des asim-Gutachtens bestünden unter anderem darin, dass der Zusammenbau der 

Arbeitsunfähigkeit nicht ersichtlich sei, dass bereits Bildschirmtätigkeiten mit 

Standardsoftware hohe Ansprüche an die Dauerbelastbarkeit stellten, dass die für eine 

posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; bzw. post-traumatic stress disorder 

PTSD) typischen Symptome gemäss den Neuropsychologinnen der asim entgegen 

dem Gutachten vorlägen und dass eine detaillierte Zumutbarkeitsbeurteilung ohne - 

nicht vorhandene - EFL nicht möglich gewesen sei. Die medizinische 

Gesamtbeurteilung der asim sei nicht nachvollziehbar. Beurteilungen von Dr. D.___, Dr. 

med. F.___, FMH medizinische Radiologie, und Dr. med. G.___, Innere Medizin/

Rheumatologie FMH, würden von den Konklusionen des Gutachtens abweichen. Die 

Beschwerdegegnerin habe den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie die 

Abweisung des Antrags auf Begutachtung nicht begründet habe. Die Sehstörungen 

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und Schwindelbeschwerden seien bis anhin nicht spezialärztlich abgeklärt worden, 

obwohl funktionsdiagnostische Untersuchungen geeignet seien, solche organischen 

Unfallfolgen zu beurteilen. Es seien neuro-ophthalmologische und -otologische 

Abklärungen vorzunehmen. Die biomechanischen Beurteilungen seien zudem, wie im 

UV-Verfahren 2013/34 vorgebracht, formell und materiell unzulänglich. Stützte man 

sich auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der Neuropsychologinnen, wäre die 

Arbeitsfähigkeit mit einem Pensum von 50 % - wie zurzeit oder in den zuvor 

innegehabten Anstellungen ausgefüllt - sicherlich bis an die Leistungsgrenze der 

Beschwerdeführerin ausgeschöpft. Zur Diskussion stünden nur Tätigkeiten mit 

anspruchsvoller Bildschirmarbeit. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'337.-- 

ergäbe sich mit einem Invalideneinkommen von Fr. 36'790.-- gemäss Lohnausweis 

2009 ein Invaliditätsgrad von 47.7 %. Eine Pensenerhöhung auf 60 % sei aufgrund der 

arbeitgeberseitigen Anforderungsprofile nicht möglich und der Beschwerdeführerin 

auch nicht zumutbar. Stellen mit einem 10 %-Pensum bestünden realistischerweise 

nicht. Das Valideneinkommen sei mindestens auf der Basis der Tabellenlöhne im 

Sektor Informatik festzusetzen. Könnte die Beschwerdeführerin an der gegenwärtigen 

Stelle voll arbeiten, hätte sie nach der Probezeit einen Lohn von Fr. 76'700.-- pro Jahr. 

Stossend wäre es, das vor dem Unfall erzielte Einkommen nur der 

Nominallohnentwicklung und hypothetischen Lohnsteigerungen anzupassen. Das 

zeigten die Erfolge bei der Umschulung. Ausserdem hätten schon bei der Anstellung, 

welche die Beschwerdeführerin zum Unfallzeitpunkt besetzt habe, Business- und 

betriebswirtschaftliche Ausbildungspläne bestanden. Für 2007 gehe die 

Beschwerdeführerin von einem Valideneinkommen von Fr. 86'251.-- aus, bei 

Anforderungsniveau 3 wären es Fr. 70'719.--. Der Invaliditätsgrad liege bei einem 

tatsächlichen Einkommen von Fr. 32'500.-- bei 61.7 bzw. 54.04 %. Im Jahr 2008 

machten das Valideneinkommen Fr. 87'360.-- bzw. Fr. 70'506.--, das 

Invalideneinkommen Fr. 35'750.— und der Invaliditätsgrad 59 bzw. 49.4 % aus. Im 

Jahr 2010 sei ein Valideneinkommen von Fr. 80'064.-- mit einem Invalideneinkommen 

von Fr. 36'790.-- zu vergleichen. Der Invaliditätsgrad betrage 54 %. Würde man für 

2014 auf das Kompetenzniveau 3 abstellen, betrage das Valideneinkommen Fr. 

79'576.--. Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 40'300.-- mache der Invaliditätsgrad 

49.23 % aus. Selbst wenn ein Zusatzpensum von 10 % verwertbar wäre, so jedenfalls 

nur mit massiv reduziertem Lohn (Maximalabzug).

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C.  

In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. März 2015 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Gemäss dem Entscheid des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 27. September 2012 und dem Urteil des Bundesgerichts vom 

29. Mai 2013 stehe fest, dass auf das asim-Gutachten abgestellt werden könne. Es 

gebe keine Hinweise dafür, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

seit März 2011 verändert habe. Diese lasse sich nach ihrer Aufstellung vom 30. Juni 

2014 abgesehen vom Hausarzt lediglich von einer Kinesiologin und einer 

Schmerztherapeutin behandeln. Der Fokus der Letzteren liege zwangsläufig bei der 

Schmerztherapie, weshalb es sich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung (I 645/05) 

erübrige, bei ihr einen Verlaufsbericht einzuholen. Bei einer 

Schmerzverarbeitungsstörung gehöre die Folge einer medizinischen Dauerbehandlung 

zum Beschwerdebild, ohne dass daraus eine Arbeitsunfähigkeit abzuleiten wäre 

(9C_871/10, 8C_195/08). Aus dem Arztbericht von Dr. D.___ ergäben sich keine neuen 

medizinischen Fakten. Es liege nach wie vor eine in körperlicher und psychiatrischer 

Hinsicht relativ harmlose Befundlage vor, wie sie im Gutachten beschrieben worden 

sei. Die beklagten erheblichen muskuloskelettalen und kognitiven Beschwerden seien 

nicht objektivierbar. Ein grosser Leidensdruck sei nicht ersichtlich. Als Gesunde hätte 

die Beschwerdeführerin im Jahr 2003 ein Einkommen von Fr. 51'350.-- erzielen 

können. Die rund sieben Jahre dauernde berufliche Eingliederung habe ihr eine bessere 

Qualifikation verschafft, doch gebe es keine Hinweise darauf, dass sie eine solche 

berufliche Karriere auch sonst durchlaufen hätte. Sie hätte hierzu auch nicht die 

finanziellen Mittel aufbringen können. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit betrage 

das Valideneinkommen im Jahr 2010 daher rund Fr. 57'000.-- (zehn Prozent mehr als 

2003). Die Beschwerdeführerin schöpfe die Restarbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer 

Weise aus. Auf der Grundlage des Durchschnittslohns für Tätigkeiten von Frauen in der 

Rubrik Information und Kommunikation des Anforderungsniveaus 3 von Fr. 82'954.-- 

berechnet, belaufe sich das Invalideneinkommen der Beschwerdeführerin für 2010 auf 

Fr. 58'068.--. Ein Anspruch auf eine Rente bestehe nicht.

D.  

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Mit Replik vom 10. September 2015 beantragt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung. Das Gericht solle 

sich einen eigenen Eindruck machen können. Die Neunummerierung der Akten 

erschwere die Verweisung. Im Entscheid vom 27. September 2012 habe das 

Versicherungsgericht lediglich zur Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit vor Eintritt der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung Stellung genommen. Zur Schlüssigkeit der 

Ergebnisse der asim-Begutachtung habe sich das Gericht widersprüchlich geäussert: 

Bei der Beurteilung der Taggeldfrage habe es insofern ohne Vorbehalt darauf 

abgestellt, als es eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 % in der angestammten 

Tätigkeit als Kaufmännische Angestellte verneint habe, im UV-Verfahren habe es 

Unstimmigkeiten festgestellt und darauf hingewiesen, dass die Einschätzung zutreffen 

dürfte, was aber nicht näher zu prüfen sei. Auch das Bundesgericht habe keine 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 70 % in Büro- und körperlich leichten bis 

mittelschweren Tätigkeiten festgestellt. Die depressive Problematik sei bis anhin 

ausgeblendet worden. Das psychiatrische Teilgutachten weise so gravierende Mängel 

auf, dass es nicht verwertbar sei. Die Beschwerdeführerin habe sich von 2013 bis 2015 

an verschiedene Ärzte gewandt, die erklärt hätten, sie müsse mit der Symptomatik 

leben bzw. sich allenfalls in psychologische oder psychiatrische Behandlung begeben, 

so Dr. med. H.___, Endokrinologie/Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, 

Dr. med. I.___, Allgemeine Innere Medizin FMH, und Dr. med. J.___, Allgemeine Innere 

Medizin FMH. Die verlangte Einholung von Verlaufsberichten hätte der Dokumentation 

der Entwicklung des Sachverhalts dienen sollen, sei das Gutachten doch bei 

Verfügungserlass bereits achtjährig gewesen. Der Unfall habe dazu geführt, dass die 

Beschwerdeführerin seither nicht mehr in der Lage sei, mehr als ein Pensum von 50 % 

zu leisten. Der untere Rahmen der gutachterlichen Schätzung liege bei 60 % 

Arbeitsfähigkeit und sei nur unter den im Gutachten definierten Bedingungen 

erreichbar, die bei keiner der nach dem Unfall ausgeübten Tätigkeiten vorgelegen 

hätten. Die Beschwerdegegnerin habe die erforderlichen Abklärungen bei den 

Arbeitgebern unterlassen. Die Beschwerdeführerin solle sich bei der gerichtlichen 

Befragung zu den Tätigkeiten, Anforderungsprofilen bezüglich Zeitdruck, 

Parallelbeanspruchung, visuelle Beanspruchung, Pausenmöglichkeiten usw. äussern 

können. Im Vorbescheidsverfahren und in der angefochtenen Verfügung habe die 

Beschwerdegegnerin zu Recht eine vom willkürlichen Standpunkt in der 

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Beschwerdeantwort abweichende Validenkarriere der Beschwerdeführerin anerkannt, 

nämlich eine solche, welche die Anwendbarkeit der Tabellenlöhne im Sektor Informatik 

rechtfertige. Die erreichten Qualifikationen gründeten weniger in der primären 

Umschulungsphase als in den hervorragenden Leistungen der äusserst ehrgeizigen 

Beschwerdeführerin. Nichts spreche für die Annahme, sie wäre auch 2007 und später 

noch in dem zum Unfallzeitpunkt innegehabten Arbeitsverhältnis mit einem Lohn 

geblieben, der nicht einmal den Salärempfehlungen KV Schweiz entsprochen habe. 

Beim Unfall habe sie am Beginn ihrer beruflichen Aktivität bzw. am Beginn einer 

völligen Neuausrichtung der beruflichen Tätigkeit gestanden, habe IT-Kurse und die 

Abendhandelsschule (280 Unterrichtsstunden bis 31. März 2000) besucht und sich 

damit beschäftigt, sich selbständig zu machen. Der damals vorgesehene 

Geschäftspartner könne als Zeuge Auskunft geben. Das primäre Umschulungsziel 

Planer E.___ mit ungleich besseren Lohnperspektiven (als mit jenem als Desktop 

Publisher) habe nicht erreicht werden können. Deshalb müsse die Beschwerdeführerin 

nun reine PC-Arbeit mit Zeitdruck, Parallelbeanspruchungen und zeitlich ausgedehnten 

visuellen Beanspruchungen leisten. Eine Verteilung der Arbeitszeit (von vier) auf fünf 

Tage pro Woche sei nicht möglich. Die Dauer der Umschulung sei wesentlich durch 

gerichtliche Auseinandersetzungen und das Ungenügen der Berufsberatung mitgeprägt 

gewesen. In einer gewöhnlichen Validenkarriere stünden andere 

Einkommensgrundlagen zur Verfügung und Arbeitgeber seien bereit, berufsbegleitende 

Fort- und Weiterbildungen mitzufinanzieren. Die berufliche Neuausrichtung im Rahmen 

der Umschulung habe die Beschwerdeführerin mit der Ausbildung zum Planer E.___ 

selber mitbestimmt. Die Beschwerdeführerin hätte eine Validenkarriere realisiert, die 

qualitativ über das hinausgehe, was im Rahmen der Umschulung realisiert worden sei 

(nämlich über Desktop Publishing hinaus). Das mittlere Jahressalär für eine 30-jährige 

Mitarbeiterin habe nach den KV-Salärempfehlungen im Jahr 2007 in der Stufe C Fr. 

69'295.-- betragen, das Maximum Fr. 79'688.--, in der Stufe D seien es Fr. 79'641.-- 

bzw. Fr. 91'587.-- und selbst bei Stufe B wären es Fr. 60'000.-- bzw. Fr. 68'442.-- 

gewesen. Die Beschwerdegegnerin habe auch keine Abklärungen zum 

Einkommenspotential der Beschwerdeführerin bei ihrer damaligen Arbeitgeberin 

getätigt. Die Beschwerdeführerin suche auch jetzt noch nach Möglichkeiten, ihre Lage 

durch zusätzliche Weiterbildungen zu verbessern. Man könne die 

Valideneinkommensannahmen der Beschwerdeführerin nicht besser belegen als durch 

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die Annahme der Beschwerdegegnerin eines Einkommens von Fr. 82'300.-- als 

[...]fachfrau und Desktop Publisherin. 

E.   

Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies die Beschwerde der 

Beschwerdeführerin gegen den UV-Einspracheentscheid vom 15. April 2013 am 21. 

Mai 2015 ab, soweit es auf sie eintrat. Die Akten aus jenem Verfahren wurden in dieses 

(IV-Verfahren) beigezogen. - Auf Akteneinsicht und Stellungnahme wurde verzichtet.

Erwägungen

1.   

1.1  Mit der angefochtenen Verfügung wies die Beschwerdegegnerin einen Anspruch 

der Beschwerdeführerin auf eine Rente ab, nachdem eine erste Rentenabweisung vom 

31. Mai 2007 aufgehoben worden war, weil die Verfügung damals gemäss dem 

Grundsatz "Eingliederung vor Rente" verfrüht gewesen war. Die Beschwerdeführerin 

ihrerseits lässt vorliegend im Hinblick auf beanspruchte Rentenleistungen in erster Linie 

eine ergänzende Abklärung beantragen. Die beruflichen Massnahmen dagegen waren 

mit Verfügung vom 8. Juli 2011 abgeschlossen worden. Strittig ist daher ein allfälliger 

Rentenanspruch.

1.2  Die IV-Anmeldung war im September 2003 aufgrund eines Autounfalls vom 

September 2002 erfolgt. Der die medizinische Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin betreffende Sachverhalt reicht damit in eine Zeit vor Inkrafttreten 

der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 zurück.

2.   

2.1  Nach Art. 28 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig 

gewesenen wie der auf den 1. Januar 2008 hin geänderten Fassung) besteht der 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 

%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

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und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. - 

Der Anspruch entsteht nach Art. 29 Abs. 2 IVG nicht, solange die versicherte Person 

ein Taggeld nach Art. 22 beanspruchen kann.

2.2 

2.2.1      Der Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

sind in einem asim-Gutachten vom 29. Dezember 2006 zuhanden der 

Unfallversicherung beschrieben worden. Als Diagnosen wurden (verkürzt 

wiedergegeben) ein zervikothorako¬spondylogenes bzw. zervikozephales 

Schmerzsyndrom rechts, eine leichtgradige Periarthropathia humeroscapularis rechts, 

ein chronisches Zervikobrachiozephalsyndrom und eine leichte neuropsychologische 

Funktionsstörung bezeichnet.

2.2.2      Rheumatologisch wurde eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % für 

körperlich leicht bis mittelschwer belastende, wirbelsäulenadaptierte Tätigkeiten 

festgestellt. - Neurologisch wurde eine volle Arbeitsfähigkeit mit schmerzbedingtem 

Abzug von 20 % befürwortet. Die Angaben der Beschwerdeführerin hätten nicht 

objektiviert werden können. - Neuropsychologisch wurde - im Unterschied zu den 

zurückhaltenderen Annahmen der Neurologen - von einer milden traumatischen 

Hirnverletzung (aufgrund eines Kopfanpralls und einer Bewusstseinstrübung während 

mehreren Minuten mit nachfolgend heftigen Schwindelbeschwerden) ausgegangen und 

eine PTSD für wahrscheinlich gehalten. Es wurde eine Arbeitsfähigkeit von 60 bis 70 % 

für den Fall angenommen, dass Tätigkeiten unter Zeitdruck, Parallelbeanspruchungen 

und zeitlich ausgedehnter visueller Beanspruchung weitestgehend vermieden und 

regelmässig Pausen eingelegt werden könnten. - Ein die Arbeitsfähigkeit 

beeinträchtigendes psychisches Leiden wurde nicht festgestellt; auch von einer 

posttraumatischen Belastungsstörung sei, hielt der Gutachter der Psychiatrie fest, nicht 

auszugehen (das Unfallereignis könnte kein Auslöser hierfür gewesen sein). - 

Interdisziplinär gelangten die Gutachter zum Schluss einer Arbeitsfähigkeit von 70 % 

für sämtliche körperlich leicht bis mittelschwer belastenden Tätigkeiten, etwa in der vor 

dem Unfall ausgeübten Tätigkeit als Kaufmännische Angestellte und in der damaligen 

Bürotätigkeit. In einer Tätigkeit als Planerin E.___ müsste unter Umständen von einer 

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zusätzlichen Arbeitsunfähigkeit von 10 % ausgegangen werden, weil dort 

neuropsychologisch eine erhöhte Dauerleistung erforderlich wäre.

2.2.3      Im UV-Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen (UV 

2008/31) vom 16. Dezember 2009 (E. 4.2) war bemängelt worden, dass bei der 

Begutachtung keine aktuellen Bilder angefertigt worden sind und dass im 

rheumatologischen Teil entgegen dem Ergebnis der (nicht eingesehenen) MRI-

Untersuchung festgestellt wurde, abgesehen von einer Fehlhaltung der Wirbelsäule 

seien keine organischen Veränderungen zu dokumentieren gewesen. Wie bereits im 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen (u.a. IV 2011/263) vom 27. 

September 2012 (E. 4.1) dargelegt, haben spätere Abklärungen der Unfallversicherung, 

namentlich der Bericht vom 4. Januar 2011, gezeigt, dass der periphere Riss im Anulus 

fibrosus - wenn auch damals weniger augenfällig - weiterhin nachweisbar war. Auch 

wenn dem rheumatologischen Gutachter die MRI-Aufnahmen nicht vorgelegen hatten, 

hatte sich das Gutachten aber sowohl mit diesem Einriss des Anulus fibrosus wie einer 

(möglichen) milden traumatischen Hirnverletzung auseinandergesetzt.

2.2.4      Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen keine Zweifel an der 

Beweiskraft des Gutachtens vom 29. Dezember 2006 zu begründen. Namentlich sind 

die Erkenntnisse der neuropsychologischen Untersuchung bereits in die 

abschliessende interdisziplinäre Einschätzung eingeflossen.

2.2.5      Es ist ferner nicht anzunehmen, dass die interdisziplinäre Beurteilung der 

Arbeitsunfähigkeit - obwohl für die Unfallversicherung erstellt - auf Arbeitsunfähigkeit 

aus Gründen gewisser Leiden beschränkt worden wäre und andere Anteile aus 

Kausalitätsgründen ausgeschieden worden wären. Nach Auffassung der 

Beschwerdeführerin sind denn die Beschwerden auch auf den Unfall vom 11. 

September 2002 zurückzuführen. Auf das Ergebnis der asim-Begutachtung einer 

Arbeitsfähigkeit von 70 % in diversen Tätigkeiten und von 60 % unter benannten 

Umständen (nämlich bei Notwendigkeit, neuropsychologisch eine erhöhte 

Dauerleistung zu erbringen) kann für den Zeitpunkt der Expertise deshalb (auch) für die 

hier relevanten Belange der (finalen) Invalidenversicherung abgestellt werden. 

Abweichende Einschätzungen vermögen dagegen im Beweiswert nicht anzukommen.

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2.3  Die Beschwerdeführerin lässt des Weiteren eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustands im Zeitablauf geltend machen; vor allem die psychische 

Problematik akzentuiere sich mehr und mehr. Hinweisen lässt sie auf Konsultationen im 

Jahr 2014 bei Dr. med. K.___, Anästhesiologie FMH, Praxis für Hypnose und 

Schmerztherapie, bei Dr. H.___, Dr. I.___ und Dr. J.___. Die Ärzte hätten erklärt, sie (die 

Beschwerdeführerin) müsse mit den Beschwerden leben bzw. sich allenfalls in 

psychologische oder psychiatrische Behandlung begeben. Konkrete Anhaltspunkte für 

eine Verschlechterung des Gesundheitszustands liegen indessen nicht vor. Gemäss 

dem Arztbericht von Dr. D.___ vom 11. Juli 2014 ist es offenbar unverändert bei der 

von ihm schon im Jahr 2003 (abweichend vom späteren Gutachten) attestierten 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % geblieben. Die erwähnte anhaltende leicht depressive 

Stimmung fällt demnach nicht ins Gewicht. Eine psychiatrische Behandlung hat nach 

der Aktenlage nicht stattgefunden; nach Auffassung der Beschwerdeführerin selber 

liegen denn auch somatische Beeinträchtigungen vor. Ein MRI der Wirbelsäule vom 6. 

September 2010 hat multisegmentale minimale flachbogige Diskushernien (der HWS) 

ohne Hinweis auf eine Kompression neuraler Strukturen aufgezeigt (UV-Akten). Anlass 

zu einer Weiterung der Abklärungen ergibt sich daraus nicht. Dass die 

Beschwerdegegnerin darauf verzichtet hat, ist bei den gegebenen Umständen nicht zu 

beanstanden. Der Beurteilung der asim kann auch für den vorliegend zu beurteilenden 

Zeitraum bis zum 5. Januar 2015 Beweiswert zugemessen werden. 

2.4  Schon im IV-Entscheid vom 29. Mai 2013 (8C_950/12, IV-act. 515) zur 

Taggeldfrage hat das Bundesgericht im Übrigen festgehalten, in der Zeit vom 1. April 

2007 bis 28. März 2011 habe bei der Beschwerdeführerin keine mindestens hälftige 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestanden. Im UV-Entscheid vom 20. 

Oktober 2015 (8C_510/15, beurteilend eine UV-Verfügung und entsprechend einen 

Sachverhalt vom 15. April 2013) hat dann das Bundesgericht, wenn auch allein unter 

dem Gesichtspunkt der Zusatzkriterien zur Beurteilung des dort strittigen adäquaten 

Kausalzusammenhangs bei Unfällen im engeren mittleren Bereich, unter anderem 

festgestellt, dass die Beschwerdeführerin gemäss ärztlicher Einschätzung nach wie vor 

körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zu 70 % ausüben könne. Es hat das 

Gutachten somit (weiterhin) als stichhaltig betrachtet.

3.     

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3.1  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdienen würde. Dabei ist in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn 

anzuknüpfen, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt sein (vgl. etwa Bundesgerichtsentscheid 9C_422/15 vom 7. Dezember 2015).

3.2  Die Beschwerdeführerin hat (bis 1996, IV-act. 10-1) eine Lehre als B.___ absolviert 

und bis 1998 in diesem Beruf gearbeitet (IV-act. 5-1). Danach war sie in einem 

Restaurant als Serviceangestellte tätig und bezog hernach Arbeitslosenentschädigung. 

Während ihrer Arbeitslosigkeit absolvierte sie - wohl über die Arbeitslosenversicherung 

- zwei PC-Kurse (drei- und einwöchig) und nahm einen Kurs Abendhandelsschule 

(einjährig, bis März 2000) auf. Im September 1999 trat sie als Sachbearbeiterin in das 

Arbeitsverhältnis mit dem C.___ ein. Im Jahr vor dem Unfall - 2001 - verdiente sie dort 

ein Jahreseinkommen von rund Fr. 49'700.--. Nach Angaben in der 

Arbeitgeberbescheinigung vom 25. September 2003 hätte sie ohne 

Gesundheitsschaden damals (seit Juli 2002) monatlich Fr. 3'950.-- verdient, jährlich 

(bei 13 Monatslöhnen) also Fr. 51'350.--.

3.3  Nach dem Unfall blieb die Beschwerdeführerin noch bis September 2003 am 

bisherigen Arbeitsplatz angestellt. Ohne Kündigung (weil eine nur noch teilzeitliche 

Tätigkeit aus betrieblichen Gründen nicht möglich war, IV-act. 6-4 e contrario) wäre sie 

an der betreffenden Stelle geblieben (IV-act. 29-1). Nach Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung von 2003 bis 2011 (vgl. unten E. 4.4 f.) ergibt sich ein 

Jahreseinkommen von Fr. 58'188.-- (Fr. 51'350.--; bis 2005: Branche 70-74, unter 

anderem Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen, Informatik, 117.8/114.5, 

vgl. T1.93 der Lohnentwicklung 2006 des Bundesamtes für Statistik; bis 2010: 

108.3/100, vgl. T1.05 der Lohnentwicklung 2010; bis 2011: Branche Information und 

Kommunikation, 101.7/100, vgl. T1.10 der Lohnentwicklung 2011).  

4.   

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4.1  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 

Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist 

aber kein solches effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung statistische Werte beigezogen werden (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 

Bundesgerichtsentscheid vom 23. Januar 2012, 8C_604/11).   

4.2  Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, mit ihrem tatsächlichen 

Einkommen habe sie ihre verbliebene Restarbeitsfähigkeit voll ausgeschöpft und 

schöpfe sie weiterhin aus, weshalb es als Invalideneinkommen zu betrachten sei. Der 

tatsächliche Verdienst der Beschwerdeführerin unterlag im Zeitverlauf - auch nach 

Abschluss der IV-Eingliederung - Schwankungen: 

4.3  Nach dem Verlust der bisherigen Anstellung (Ende September 2003) wurde die 

Beschwerdeführerin durch die IV-Berufsberatung unterstützt und ab April 2004 - unter 

der damaligen Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % - durch die IV umgeschult. 

Zuerst wurde ihr eine Umschulung zur Technischen Kauffrau, dann zur Planerin E.___ 

mit eidgenössischem Fachausweis zugesprochen. Im April 2006 hatte sie die 

Ausbildung durchlaufen, nicht aber den Fachausweis erworben, und nahm eine 

Festanstellung mit einem Pensum von 50 % auf (vgl. IV-act. 86, 378). Anstelle der ihr 

bewilligten Fortführung bis zum Erlangen des Ausweises ersuchte sie im April 2008 um 

Kostengutsprache für Computer-Grafikkurse (Umschulung zur Desktoperin). Obwohl 

die Berufsberatung bei dieser Tätigkeit mit höherem Anteil an neuropsychologisch 

ungeeigneterer Bildschirmarbeit rechnete, wurde ihr diese gewünschte Umschulung 

gerichtlich zugesprochen, weil zum einen damit zu rechnen sei, dass sie in der 

tatsächlich innegehabten Anstellung damit im Jahr 2007 statt Fr. 35'712.-- (wie ohne 

weitere Umschulung zu erwarten; ausgehend von den Empfehlungen des KV Schweiz 

von Fr. 51'017.--; bei 70 %) mit dem Pensum von 50 % nach Angaben der 

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Arbeitgeberin vom August 2008 (IV-act. 225-1; dort wurde ferner angegeben, mit der 

grafischen Arbeit reduziere sich der Anteil Bildschirmarbeit leicht) ein 

Jahreseinkommen von Fr. 42'250.-- (bei 100 % entsprechend Fr. 84'500.--) werde 

erzielen können, und weil zum andern die Voraussetzungen zur Erlangung des früher 

vorgesehenen Fachausweises inzwischen erheblich erweitert worden waren (beides IV-

act. 282-10). Tatsächlich wurden der Beschwerdeführerin an der betreffenden Stelle 

folgende Löhne ausgerichtet: für 2007 brutto Fr. 32'500.-- (act. G 1.7), für 2008 Fr. 

35'750.-- (IV-act. 459-4) und für 2009 Fr. 36'790.-- (IV-act. 459-3). Im Jahr 2010 

machte der Lohn aus den vier Monaten noch Fr. 12'263.-- aus (act. G 1.8; entspräche 

umgerechnet Fr. 36'789.-- pro Jahr). Nach dem Verlust der Anstellung (April 2010) 

bezog die Beschwerdeführerin ab Mai 2010 Arbeitslosenentschädigung (act. G 1.9 und 

1.11). Durch die Beschwerdegegnerin wurde ihr ausserdem eine Fortsetzung der 

Umschulung im grafischen Bereich in Form des Lehrgangs Desktop Publisher und 

weiterer Kurse im Zeitraum vom 27. September 2010 bis 28. März 2011 bewilligt.

4.4  Nach Abschluss der IV-Umschulung lief noch bis zum August 2011 der 

Arbeitslosenversicherungsanspruch. Von September bis Dezember 2011 war die 

Beschwerdeführerin hernach bei der L.___ AG angestellt und verdiente in den vier 

Monaten Fr. 12'066.-- (umgerechnet Fr. 36'198.-- pro Jahr). Seit Februar 2012 ist sie 

mit einem Pensum von 50 % mit einem Lohn von (nach der Probezeit) monatlich Fr. 

2'950.-- (was pro Jahr Fr. 38'350.-- ausmacht) bei der M.___ angestellt (IV-act. 537-84 

ff.). Im Jahr 2013 hat sie von dort einen Lohn von Fr. 39'650.-- (IV-act. 537-83) 

bezogen, im Jahr 2014 einen solchen von Fr. 40'300.-- (act. G 1.12).

4.5  Die einzelnen tatsächlichen Erwerbseinkommen können nicht als Ausdruck des 

Invalideneinkommens betrachtet werden. Zwar schöpfte und schöpft die 

Beschwerdeführerin abgesehen von der Zeit der Arbeitslosigkeit jeweils eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % aus. Zumutbar wäre ihr unter medizinischem Aspekt für eine 

adaptierte Tätigkeit jedoch wie oben dargelegt eine Arbeitsfähigkeit von 70 % in 

diversen Tätigkeiten und eine Arbeitsfähigkeit von 60 % unter den Umständen erhöhter 

neuropsychologischer Anforderungen. Dass höhere Pensen in keinem der 

Arbeitsverhältnisse möglich gewesen seien, ist nicht belegt. Im Arbeitsvertrag vom 7. 

Mai 2012 etwa wurde immerhin festgehalten, die Arbeitszeit könne flexibel geregelt 

werden. Jedenfalls ist aber davon auszugehen, dass die vorhandene Arbeitsfähigkeit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, wie er für die Invaliditätsbemessung 

massgeblich ist und der Abgrenzung zur Arbeitslosenversicherung dient (vgl. Art. 16 

ATSG), verwertbar wäre. Die Entlöhnungen an den drei innegehabten Arbeitsstellen 

lassen darauf schliessen, dass nach den Umschulungsmassnahmen ein Lohnniveau 

von rund Fr. 38'000.-- bei halbem bzw. von Fr. 76'000.-- bei vollem Pensum für die 

Beschwerdeführerin erreichbar geworden ist. Liesse sie sich mit einem bei Tätigkeiten 

mit erhöhten neuropsychologischen Anforderungen zumutbaren Pensum von 60 % 

anstellen, wäre mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Invalideneinkommen für das 

Jahr 2011 von rund Fr. 45'600.-- erreichbar.

4.6  Aus einer besonderen beruflichen Qualifizierung im Invaliditätsfall können unter 

Umständen Rückschlüsse auf die hypothetische Entwicklung gezogen werden, zu der 

es ohne Eintritt des Gesundheitsschadens gekommen wäre (vgl. 

Bundesgerichtsentscheid vom 16. Januar 2012, 8C_629/11). Vorliegend ist das 

Erreichen eines höheren Lohnniveaus nach Eintritt des Unfalls allerdings 

umfangreichen Umschulungsmassnahmen der Beschwerdegegnerin zu verdanken, 

deren Zweck es gerade war, die Invalidität zu senken oder zu überwinden. - Da die 

Beschwerdeführerin im Unfallzeitpunkt erst __ Jahre alt war und als einsatzfreudig 

beschrieben wird, könnte allenfalls eine gewisse, über die Nominallohnentwicklung 

hinausgehende Steigerung des früheren Einkommens bei der längerfristige Verhältnisse 

berücksichtigenden Bestimmung der Validenkarriere als überwiegend wahrscheinlich 

angenommen werden, ermessensweise eine Erhöhung um 10 %. Diesfalls stellte sich 

das Valideneinkommen 2011 auf rund Fr. 64'000.--. 

4.7  Der Invaliditätsgrad macht daher maximal rund 29 % (Valideneinkommen Fr. 

64'000.--, Invalideneinkommen Fr. 45'600.--) aus, weshalb die Beschwerdegegnerin 

einen Rentenanspruch zu Recht abgewiesen hat. Eine Veränderung im Zeitablauf ist 

nicht zu berücksichtigen.

5.   

5.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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5.2  Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in 

Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder 

teilweise abgewiesen werden, hier also die Beschwerdeführerin. Mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr getilgt. 

Entscheid

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Die Beschwerdeführerin bezahlt die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- unter Anrechnung 

des bezahlten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.08.2017
	Beweiskräftiges Gutachten. Nach Eintritt des Unfalls dank umfangreichen Umschulungsmassnahmen der Beschwerdegegnerin Erreichen eines höheren Lohnniveaus. Tatsächliches Einkommen nach Eintritt des Gesundheitsschadens ist nicht Ausdruck des Invalideneinkommens, weil das Ausmass der Leistungsfähigkeit nicht ausgeschöpft wird (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. August 2017, IV 2015/29).

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