# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af145152-5409-5e2c-9c2c-699c31cd4db1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.04.2025 B-6084/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6084-2024_2025-04-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-6084/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), 

Richter Pascal Richard, Richter Pietro Angeli-Busi,    

Gerichtsschreiberin Eva Kälin. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ GmbH,  

vertreten durch Advokat Joël Naef,  

  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Landwirtschaft BLW,  

Fachbereich Recht und Verfahren,  

 

Vorinstanz,  

 

Schweizer Weinhandelskontrolle,  

    

Erstinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Unterstellung unter die Weinhandelskontrolle;  

Verfügung vom 27. August 2024. 

 

 

B-6084/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die A._______ GmbH (nachfolgend: A-_______) betreibt seit dem 

Jahr (…) eine Lohnversekterei in […]. Gemäss Handelsregister bezweckt 

sie unter anderem die «(Gesellschaftszweck).» Konkret stellt sie im Auftrag 

von Weinbaubetrieben und Weinkellereien Schaum- bzw. Perlwein aus 

Stillwein her und imprägniert auch Stillwein mit Kohlensäure.  

A.b Mit Schreiben vom 2. August 2023 teilte die Stiftung Schweizer Wein-

handelskontrolle (SWK, nachfolgend auch: Erstinstanz) der A._______ mit, 

sie unterliege der Kontrolle der SWK. Gemäss Art. 33 der Verordnung vom 

14. November 2007 über den Rebbau und die Einfuhr von Wein (Weinver-

ordnung, SR 916.140) seien auch die Lohnversektereien verpflichtet, sich 

bei der SWK zu registrieren. Denn als Handel mit Wein gelte der gewerbs-

mässige Ankauf und Verkauf von Traubensaft, Traubenmost, weinhaltigen 

Erzeugnissen und Weinerzeugnissen sowie deren Behandlung und Lage-

rung zum Zwecke des Vertriebs oder der Vermarktung. 

A.c Damit war die A._______ nicht einverstanden. Sie stellte sich mit 

Schreiben vom 7. August, 16. August und 27. Dezember 2023 an die Erst-

instanz auf den Standpunkt, dass sie nicht der Weinhandelskontrolle un-

terstehe. Sie begründete dies im Wesentlichen damit, dass sie nicht im 

Weinhandel tätig sei und keinen Vertrieb sowie keine Vermarktung be-

treibe. Zudem sei eine Kontroll- und Buchführungspflicht für ihren Betrieb 

sinn- und zwecklos. Demgegenüber bestätigte die Erstinstanz am 15. Au-

gust 2023, dass die A._______ der Weinhandelskontrolle unterstehe. Mit 

Schreiben vom 24. November 2023 kündigte sie an, dass ein Inspektor am 

18. Januar 2024 eine Kontrolle im Betrieb der A._______ durchführen 

werde.  

A.d Nachdem die A._______ und die Erstinstanz keine Einigung fanden, 

stellte die Erstinstanz mit Verfügung vom 10. Januar 2024 unter anderem 

fest, dass die A._______ der Weinhandelskontrolle unterstehe (Dispositiv-

Ziff. 1), wies diese an, rückwirkend ab dem 1. Januar 2024 eine Kellerbuch-

haltung gemäss Art. 34b Weinverordnung und der Kellerbuchführungsweg-

leitung zu führen (Dispositiv-Ziff. 2) und setzte den lnspektionstermin vom 

18. Januar 2024 einstweilen aus (Dispositiv-Ziff. 3). 

 

B-6084/2024 

Seite 3 

B.  

B.a Dagegen erhob die A._______ am 8. Februar 2024 Beschwerde an 

das BLW (nachfolgend: Vorinstanz). Sie beantragte unter anderem Folgen-

des: 

«1. Es sei die angefochtene Verfügung vom 10. Januar 2024 aufzuheben 

und es sei festzustellen, dass die [A._______] nicht der Weinhandelskon-

trolle untersteht. 

2. Es sei die angefochtene Verfügung vom 10. Januar 2024 aufzuheben 

und es sei die [A._______] von der Verpflichtung, eine Kellerbuchhaltung 

gemäss Art. 34b Weinverordnung zu führen, zu befreien; eventualiter sei 

festzustellen, dass die [A._______] erst von dem Zeitpunkt der Rechtskraft 

der angefochtenen Verfügung an zum Führen einer Kellerbuchhaltung 

verpflichtet ist.  

3. Es sei die SWK anzuweisen, eine Inspektion im Betrieb der [A._______] 

auch künftig zu unterlassen.» 

B.b Mit Beschwerdeentscheid vom 27. August 2024 verpflichtete die Vor-

instanz die A._______, ab dem Datum der Rechtskraft des Beschwerde-

entscheids eine Kellerbuchhaltung gemäss Art. 34a Abs. 1 Bst. a Weinver-

ordnung zu führen. Im Übrigen wies sie die Beschwerde ab (Dispositiv-

Ziff. 1). Die Vorinstanz auferlegte der A._______ die Verfahrenskosten in 

Höhe von Fr. 1'000.00 (Dispositiv-Ziff. 2). Es wurde keine Parteientschädi-

gung zugesprochen (Dispositiv-Ziff. 3). 

Zur Begründung führte die Vorinstanz zusammengefasst aus, Art. 33 

Abs. 2 Weinverordnung sei dahingehend zu interpretieren, dass er auch 

Dienstleistungen erfasse, bei welchen das Weinhandelsprodukt nicht 

durch den behandelnden oder lagernden Betrieb vermarktet oder vertrie-

ben werde. Zudem sei das Geschäftsmodell der Beschwerdeführerin mit 

einer Lohnkelterei vergleichbar, welche gemäss Art. 34b Abs. 1 Bst. c 

Weinverordnung der Weinhandelskontrolle unterstehe. Die A._______ sei 

damit im Weinhandel tätig und unterstehe gemäss Art. 34 Abs. 1 Weinver-

ordnung der Weinhandelskontrolle. Sie habe sich entsprechend bei der 

Kontrollstelle anzumelden und sei nach Art. 34a Abs. 1 Bst. a Weinverord-

nung verpflichtet, eine Kellerbuchhaltung zu führen.  

C.  

Gegen diesen Entscheid der Vorinstanz erhob die A._______ (nachfol-

gend: Beschwerdeführerin) am 26. September 2024 Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht mit folgenden Rechtsbegehren: 

B-6084/2024 

Seite 4 

«1. Es seien der angefochtene Entscheid vom 27. August 2024 sowie die 

angefochtene Verfügung vom 10. Januar 2024 aufzuheben und es sei 

festzustellen, dass die Beschwerdeführerin nicht der Weinhandelskon-

trolle untersteht. 

2. Es seien der angefochtene Entscheid vom 27. August 2024 sowie die 

angefochtene Verfügung vom 10. Januar 2024 aufzuheben und es sei die 

Beschwerdeführerin von der Verpflichtung, eine Kellerbuchhaltung ge-

mäss Art. 34b Weinverordnung zu führen, zu befreien; eventualiter sei 

festzustellen, dass die Beschwerdeführerin erst von dem Zeitpunkt der 

Rechtskraft der angefochtenen Verfügung an zum Führen einer Keller-

buchhaltung verpflichtet ist. 

3. Es sei die SWK anzuweisen, eine Inspektion im Betrieb der Beschwer-

deführerin auch künftig zu unterlassen. 

4. Eventualiter ist die Angelegenheit zur neuerlichen Entscheidung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. 

5. Alles unter o/e Kostenfolge zulasten der Vorinstanz und/oder der 

Schweizer Weinhandelskontrolle.» 

Zur Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, nach dem klaren Wortlaut 

von Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung in allen Sprachen betreibe nur derje-

nige Handel, der die Weinerzeugnisse auch selbst vertreibe bzw. absetze. 

Die Interpretation der Erst- und der Vorinstanz, wonach es lediglich auf die 

finale Kommerzialisierung der Produkte ankomme, dränge sich keines-

wegs auf bzw. sei sie nicht schlüssig. Indem sich die Erst- und die Vor-

instanz über den klaren Wortlaut hinwegsetzten, verletzten sie das Legali-

tätsprinzip. Auch eine historische, zeitgemässe, systematische und teleo-

logische Auslegung führten nicht zur Interpretation der Vorinstanz. Die mit 

der Unterstellung unter die Weinhandelskontrolle verbundenen Kellerbuch-

haltungspflichten passten entweder nicht auf das Geschäftsmodell der Be-

schwerdeführerin oder seien obsolet. Sämtliche Informationen würden be-

reits bei ihren Kunden erfasst und sie informiere diese über die bei ihr er-

folgten Schritte. Damit sei auch eine lückenlose Nachvollziehbarkeit ge-

währleistet und dem Verbraucherschutz Genüge getan, ohne dass sie eine 

eigene Kellerbuchhaltung führe. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz 

sei die Lohnversekterei nicht mit der Lohnverkelterung vergleichbar. Der 

Produktionsweg bei der Beschwerdeführerin sei eindimensional ohne Ver-

schiebung der Deklaration. 

Weiter rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Ge-

hörs durch die Vorinstanz, da sich der angefochtene Beschwerdeentscheid 

nicht mit allen Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandersetze.  

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Seite 5 

D.  

Mit Vernehmlassung vom 18. bzw. 19. November 2024 beantragen die 

Erstinstanz sowie die Vorinstanz, die Beschwerde sei unter Kostenfolgen 

zulasten der Beschwerdeführerin abzuweisen. Beide bringen vor, die Vor-

instanz habe den Beschwerdeentscheid hinreichend begründet und des-

halb das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin nicht verletzt.  

Die Erstinstanz führt weiter aus, die Weinhandelskontrolle solle gewähr-

leisten, dass der Warenfluss der Weinhandelsprodukte lückenlos nachvoll-

zogen werden könne. Die weinrechtlich relevante Behandlung, die im be-

schwerdeführenden Betrieb erfolge, sei Teil dieser Produktionskette und 

müsse zu einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit beitragen. Die Vorinstanz 

habe mit ausführlicher Begründung das Verständnis der Erstinstanz zu 

Art. 33 Weinverordnung bestätigt, wonach auch Dienstleistungen, bei wel-

chen das Weinhandelsprodukt nicht durch den behandelnden oder lagern-

den Betrieb vertrieben oder vermarktet werde, der Weinhandelskontrolle 

unterstünden. Von der Kontrollpflicht seien alle weinrechtlich relevanten 

Behandlungen erfasst. Dazu gehöre auch die Lohnversektung. Denn bei 

der Verarbeitung von Stillwein zu Schaumwein sei die Einhaltung weinspe-

zifischer Bezeichnungen und Kennzeichnungen tangiert. Es werde eine 

(weitere) alkoholische Gärung durchgeführt, es sei ein Verschnitt möglich 

und durch die Versektung ändere sich die Sachbezeichnung von Wein zu 

Schaum- oder Perlwein.  

Die Vorinstanz führt aus, das Geschäftsmodell der Beschwerdeführerin 

weise äusserst enge Bezüge zur Lohnkelterei auf, welche unbestrittener-

massen unter den Begriff des Weinhandels falle. Die Weinhandelskontrolle 

sei nicht Selbstzweck. Sie diene dem Schutz der Bezeichnungen und 

Kennzeichnungen von Weinwirtschaftsprodukten. Wenn, wie vorliegend, 

Weinwirtschaftsprodukte behandelt würden und zusätzliche Ingredienzien 

hinzugefügt würden, sei diese Behandlung geeignet, die Bezeichnungen 

und Kennzeichnungen des betroffenen Weins zu verändern. Gemäss der 

Definition von Art 33 Abs. 2 Weinverordnung gelte die Behandlung zum 

Zweck des Vertriebs oder der Vermarktung als Handel mit Wein. Eine Un-

terstellung unter die Weinhandelskontrolle sei für den Schutz der Bezeich-

nungen und Kennzeichnungen des betroffenen Weines unerlässlich. 

E.  

Die Beschwerdeführerin nahm am 19. Dezember 2024 dazu Stellung. 

B-6084/2024 

Seite 6 

F.  

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten und die einge-

reichten Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

Bezug genommen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfü-

gungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 des 

Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) vor-

liegt (Art. 31 VGG i.V.m. Art. 166 Abs. 2 des Landwirtschaftsgesetzes vom 

29. April 1998 [LwG; SR 910.1]).  

1.2 Der angefochtene Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 27. Au-

gust 2024 stellt eine Verfügung i.S.v. Art. 5 Abs. 2 VwVG dar. Die Vor-

instanz war im relevanten Zeitpunkt Beschwerdeinstanz gegen Verfügun-

gen der Erstinstanz (Art. 166 Abs. 1 i.V.m. Art. 180 LwG). Ihre Beschwer-

deentscheide können beim Bundesverwaltungsgericht angefochten wer-

den (Art. 166 Abs. 2 LwG, Art. 33 Bst. d VGG). Es liegt keine Ausnahme 

i.S.v. Art. 32 VGG vor.  

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Prüfung der vorliegenden Be-

schwerden deshalb zuständig (Art. 31 f. VGG). 

2.  

Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der Entscheid 

der Vorinstanz vom 27. August 2024. Die dadurch ersetzte Verfügung der 

Erstinstanz vom 10. Januar 2024 gilt als inhaltlich mitangefochten (Devo-

lutiveffekt; vgl. Urteil des BGer 2C_493/2024 vom 26. Februar 2025 E. 3.5 

m.w.H.). Soweit sich die Anträge der Beschwerdeführerin auf die Verfü-

gung der Erstinstanz beziehen, ist daher darauf nicht einzutreten. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen und ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt. 

Sie hat zudem grundsätzlich ein als schutzwürdig anzuerkennendes 

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Seite 7 

Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, weshalb sie grundsätzlich 

zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG).  

3.2 Die Beschwerdeführerin verlangt neben verschiedenen Gestaltungs- 

und Leistungsbegehren auch die Feststellung, dass sie nicht der Weinhan-

delskontrolle unterstehe (Rechtsbegehren 1). Ob die Beschwerdeführerin 

über das für den Erlass einer Feststellungsverfügung vorausgesetzte 

schutzwürdige Interesse (Art. 25 Abs. 2 VwVG; vgl. BGE 142 V 2 E. 1.1; 

137 II 199 E. 6.5; BVGE 2019 I/1 E. 3.3, je m.w.H.) verfügt, kann vorliegend 

offenbleiben. Denn ihre Beschwerde vom 26. September 2024 ist – wie 

nachfolgend aufgezeigt wird – ohnehin abzuweisen. 

3.3 Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und 

die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). 

3.4 Auf die Beschwerde ist daher im beschriebenen Umfang einzutreten. 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst eine Verletzung des rechtli-

chen Gehörs geltend. Denn die Vorinstanz habe sich nicht mit sämtlichen 

Auslegungsmethoden und diesbezüglichen Argumenten der Beschwerde-

führerin auseinandergesetzt. Auch habe sie sich nicht mit der Vorbringen 

der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt, wonach die Vorgaben im Zu-

sammenhang mit einer Kellerbuchhaltung für sie nicht erfüllbar seien bzw. 

sich das Führen einer solchen als obsolet erweise. 

4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 29 ff. 

VwVG) umfasst unter anderem das Recht der Parteien auf vorgängige An-

hörung und Äusserung (Art. 30 Abs. 1 VwVG) sowie das Recht, dass die 

verfügende Behörde von diesen Äusserungen auch Kenntnis nimmt, sich 

damit auseinandersetzt (Art. 32 VwVG) und ihre Verfügung begründet 

(Art. 35 Abs. 1 VwVG; Urteil des BVGer A-931/2024 vom 10. März 2025 

E. 4.1.8). Gemäss Art. 61 Abs. 2 VwVG muss ein Beschwerdeentscheid 

die Zusammenfassung des erheblichen Sachverhalts, die Begründung (Er-

wägungen) und die Entscheidungsformel (Dispositiv) enthalten. Die Be-

gründung muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person den Ent-

scheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Sie muss kurz die we-

sentlichen Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde hat leiten 

lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist, dass 

sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich 

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auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt 

(BGE 150 V 474 E. 4.1; 148 III 30 E. 3.1; Urteil des BVGer A-2169/2024 

vom 5. Februar 2025 E. 4.3.1, je m.H.). 

4.3 Der 7-seitige Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 27. August 

2024 enthält eine Zusammenfassung des erheblichen Sachverhalts, eine 

Begründung und ein Dispositiv. Er entspricht damit den Vorgaben von 

Art. 61 Abs. 2 VwVG. Die Erwägungen enthalten Ausführungen zu den an-

wendbaren Rechtsnormen sowie eine rechtliche Würdigung. Hierbei nimmt 

die Vorinstanz eine Auslegung des zwischen den Parteien strittigen Art. 33 

Weinverordnung vor und zeigt auf, weshalb ihres Erachtens der Betrieb der 

Beschwerdeführerin unter den Weinhandelsbegriff zu subsumieren ist. Wie 

soeben erwähnt, ist nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Vorbringen 

der Beschwerdeführerin auseinandersetzte. Die eingereichte Beschwerde 

zeigt auf, dass es der Beschwerdeführerin ohne Weiteres möglich war, den 

Beschwerdeentscheid der Vorinstanz sachgerecht anzufechten. 

4.4 Es liegt somit keine Verletzung der Begründungspflicht vor. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 64 LwG erlässt der Bundesrat zum Schutz der Bezeich-

nungen und Kennzeichnungen Vorschriften betreffend die Weinlesekon-

trolle und die Kontrolle des Handels mit Wein. Er setzt Anforderungen fest, 

welche die Kantone, die Produzenten, die Einkellerer und die Weinhändler 

einzuhalten haben, insbesondere betreffend Meldungen, Begleitdoku-

mente, Kellerbuchhaltung und Inventare. Sofern der Schutz der Bezeich-

nungen und Kennzeichnungen nicht beeinträchtigt ist, kann der Bundesrat 

Ausnahmen und Vereinfachungen vorsehen. Er koordiniert die Kontrollen 

(Abs. 1). Die Durchführung der Weinlesekontrolle ist Sache der Kantone 

(Abs. 3). Die Durchführung der Weinhandelskontrolle wird einem vom Bun-

desrat bezeichneten Kontrollorgan übertragen (Abs. 4, vgl. E. 5.8).  

5.2 Art. 18 des Lebensmittelgesetzes vom 20. Juni 2014 (LMG, SR 817.0) 

enthält Bestimmungen über den Täuschungsschutz in Bezug auf Lebens-

mittel. So müssen sämtliche Angaben über Lebensmittel den Tatsachen 

entsprechen (Abs. 1). Insbesondere dürfen deren Aufmachung, Kenn-

zeichnung und Verpackung und die Werbung für sie die Konsumentinnen 

und Konsumenten nicht täuschen (Abs. 2). Dies ist namentlich dann der 

Fall, wenn sie geeignet sind, bei den Konsumentinnen und Konsumenten 

falsche Vorstellungen über Herstellung, Zusammensetzung, Beschaffen-

heit, Produktionsart, Haltbarkeit, Produktionsland, Herkunft der Rohstoffe 

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oder Bestandteile, besondere Wirkungen oder besonderen Wert des Pro-

dukts zu wecken (Abs. 3). Art. 18 Abs. 4 LMG ermächtigt den Bundesrat, 

zur Gewährleistung des Täuschungsschutzes Lebensmittel zu umschrei-

ben und deren Bezeichnung festzulegen, Anforderungen an Lebensmittel 

festzulegen, Kennzeichnungsvorschriften zu erlassen für Bereiche, in de-

nen Konsumentinnen und Konsumenten besonders leicht getäuscht wer-

den können sowie die Gute Herstellungspraxis (GHP) für Lebensmittel zu 

umschreiben.  

5.3 Der Bundesrat erliess unter anderem gestützt auf Art. 64 LwG sowie 

Art. 18 Abs. 4 LMG die Weinverordnung. Deren Art. 33 ff. enthalten Best-

immungen zur hier relevanten Weinhandelskontrolle. Die Weinhandelskon-

trolle (wie auch die Weinlesekontrolle) bezweckt gemäss Art. 64 Abs. 1 

LwG den Schutz der Bezeichnungen und Kennzeichnungen. Mit Bezeich-

nungen ist die Weinklasse gemeint (vgl. Art. 63 Abs. 1), die Kennzeichnung 

betrifft die Herkunft, die Rebsorte sowie andere wichtige Daten (KLAUS A. 

VALLENDER, in: Roland Norer [Hrsg.], LwG, 2019, Art. 64 Rz. 17; Bericht 

des BLW vom 23. März 2016 über das Weinkontrollsystem – Weinlese und 

Weinhandelskontrolle, S. 24). 

5.4 Art. 33 Weinverordnung regelt den Gegenstand der Weinhandelskon-

trolle. Er lautet wie folgt: 

«1 Die Weinhandelskontrolle erfasst die Geschäftstätigkeit aller Personen und 

Betriebe (Betriebe), die im Weinhandel tätig sind. 

2 Als Handel mit Wein gilt der gewerbsmässige Ankauf und Verkauf von Trau-

bensaft, Traubenmost, weinhaltigen Erzeugnissen und Weinerzeugnissen so-

wie deren Behandlung und Lagerung zum Zwecke des Vertriebs oder der Ver-

marktung.»  

5.5 Gemäss Art. 34 Abs. 1 Weinverordnung untersteht grundsätzlich jeder 

Betrieb, der mit Wein handeln will, der Weinhandelskontrolle und muss sich 

vor Aufnahme seiner Tätigkeit bei der Kontrollstelle anmelden. Grundsätz-

lich muss jeder Betrieb, der mit Wein handelt, über die gesamte Tätigkeit 

eine Kellerbuchhaltung in einer von der Kontrollstelle zugelassenen Form 

führen (Art. 34a Abs. 1 Bst. a Weinverordnung) und zuhanden der Kontroll-

stelle ein Inventar über seine Vorräte an Weinwirtschaftsprodukten erstel-

len (Art. 34a Abs. 1 Bst. b Weinverordnung). Art. 34b Weinverordnung re-

gelt, welche Angaben und Informationen der Betrieb in der Kellerbuchhal-

tung erfassen muss. 

5.6 Art. 34 Abs. 2 und 3 i.V.m. Art. 34a Abs. 2–4 Weinverordnung sehen 

Ausnahmen von der Weinhandelskontrolle bzw. der Kellerbuchhaltungs-

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Seite 10 

pflicht vor. Von der Weinhandelskontrolle grundsätzlich befreit und nur zur 

vereinfachten Kellerbuchhaltung verpflichtet sind erstens die sog. Fla-

schenhändler, d.h. Betriebe, die in der Schweiz ausschliesslich Produkte 

abnehmen oder einkaufen und wiederverkaufen, die in Flaschen abgefüllt 

sind und mit einer Etikette, die den Namen einer der Kontrollstelle unter-

stellten Betriebe trägt, sowie einem nicht wieder verwendbaren Verschluss 

versehen sind, die Wein weder ein- noch ausführen und deren Umsatz 

jährlich 1000 hl nicht übersteigt (Art. 34 Abs. 2 i.V.m. Art. 34a Abs. 2 Wein-

verordnung). Zweitens sind Betriebe, die ihre Produkte nur zum Eigenge-

brauch herstellen, die keinen Vertrieb und keine Vermarktung betreiben 

und deren Gesamtproduktion 500 l nicht übersteigt, gänzlich von der Wein-

handelskontrolle und der Kellerbuchhaltungspflicht befreit (Art. 34 Abs. 3 

i.V.m. Art. 34a Abs. 4 Weinverordnung). Die beiden Befreiungen gelten je-

doch nicht absolut. Bei Verdacht auf einen Verstoss kann die Tätigkeit auch 

dieser Betriebe jederzeit kontrolliert werden (Art. 34 Abs. 4 Weinverord-

nung). Schliesslich können Betriebe, die ausschliesslich in Flaschen abge-

füllte, mit einer Etikette und einem nicht wieder verwendbaren Verschluss 

versehene Produkte einführen oder in der Schweiz einkaufen und die diese 

Produkte an Personen zu deren Eigengebrauch vertreiben oder verkaufen 

von der Kontrollstelle ermächtigt werden, eine vereinfachte Kellerbuchhal-

tung zu führen (Art. 34a Abs. 3 Weinverordnung; zum Ganzen VALLENDER, 

a.a.O., Rz. 44). 

5.7 Gemäss Art. 35 Abs. 1 Weinverordnung kontrolliert die Kontrollstelle 

die Betriebe mindestens alle sechs Jahre bzw. Betriebe, die jährlich höchs-

tens 20 hl und ausschliesslich in Flaschen abgefüllte, mit einer Etikette und 

nicht wieder verwendbarem Verschluss versehene Produkte einführen, 

mindestens alle acht Jahre. Die Kontrolle erfolgt risikobasiert. Art. 35 

Abs. 2 Weinverordnung nennt exemplarisch verschiedene Kriterien, wel-

che die Kontrollstelle zu berücksichtigen hat. Ebenfalls erhebt die Kontroll-

stelle amtliche Proben und sendet diese an Laboratorien (Art. 35 Abs. 4 

Weinverordnung). Die Kosten der Kontrollen gehen zulasten der Kontroll-

pflichtigen (Art. 38 Abs. 1 Weinverordnung). Art. 35a Weinverordnung hält 

die weiteren Pflichten der Kontrollstelle fest. 

5.8 Gestützt auf Art. 64 Abs. 4 i.V.m. Art. 36 Abs. 1 Weinverordnung hat der 

Bundesrat die SWK mit der Durchführung der Kontrolle des Handels mit 

Wein beauftragt. Das BLW schloss am 26. Februar 2019 eine Leistungs-

vereinbarung mit der SWK ab (vgl. Art. 36 Abs. 2 Weinverordnung; SWK, 

Tätigkeitsbericht und Rechnung 2024, Ziff. 2, online unter 

https://www.cscv-swk.ch/dokumente).  

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Seite 11 

5.9 Führt die Weinhandelskontrolle zu einer Beanstandung, verfügt die 

SWK die erforderlichen Massnahmen (Art. 35 Abs. 5 Weinverordnung). 

Dazu gehören die Deklassierung im Rahmen der Weinhandelskontrolle 

(Art. 47 Abs. 3 Bst. b i.V.m. Art 27 Weinverordnung) sowie allgemeine Ver-

waltungsmassnahmen nach Art. 169 LwG (VALLENDER, a.a.O., 81). 

6.  

6.1 Wie soeben erwähnt, untersteht gemäss Art. 34 Abs. 1 Weinverord-

nung – vorbehältlich der in E. 5.6 genannten Ausnahmen – jeder Betrieb, 

der mit Wein handeln will, der Weinhandelskontrolle und muss sich vor Auf-

nahme seiner Tätigkeit bei der Kontrollstelle anmelden. Die Weinhandels-

kontrolle erfasst nach Art. 33 Abs. 1 Weinverordnung die Geschäftstätigkeit 

aller Personen und Betriebe, die im Weinhandel tätig sind. Als Handel mit 

Wein gilt gemäss Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung «der gewerbsmässige 

Ankauf und Verkauf von Traubensaft, Traubenmost, weinhaltigen Erzeug-

nissen und Weinerzeugnissen sowie deren Behandlung und Lagerung zum 

Zwecke des Vertriebs oder der Vermarktung.»  

6.2 Zwischen den Parteien ist umstritten, wie Art. 33 Abs. 2 Weinverord-

nung zu interpretieren ist, ob die Beschwerdeführerin als Lohnversekterei 

im Weinhandel im Sinne dieser Bestimmung tätig ist, ob sie damit der 

Weinhandelskontrolle durch die Erstinstanz untersteht und entsprechend 

gemäss Art. 34a Abs. 1 Bst. a Weinverordnung verpflichtet ist, eine Keller-

buchhaltung nach Art. 34b Weinverordnung zu führen. 

6.3 Nach Ansicht der Vorinstanzen ist die Tätigkeit der Beschwerdeführerin 

unter Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung zu subsumieren. Diese Bestimmung 

erfasse jegliche Art von Handelsaktivität. Darunter falle jegliche Herstellung 

oder Behandlung von Weinhandelsprodukten, welche nicht dem Eigenver-

brauch dienten. Nicht entscheidend sei dabei, wer genau die Weinhandels-

produkte schlussendlich vermarkte, vertreibe und verkaufe, solange diese 

Produkte dem Zweck dienten, in wirtschaftlicher Weise verwendet zu wer-

den. Dies ergebe sich insbesondere aus der französischen und der italie-

nischen Fassung von Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung, die von der Behand-

lung und der Lagerung der Produkte im Hinblick auf ihren Vertrieb oder ihre 

Vermarktung spreche, sowie aus den Erläuterungen zur Änderung der 

Weinverordnung vom 23. Oktober 2013. Entscheidend sei also die finale 

Kommerzialisierung der behandelten oder gelagerten Produkte. Dafür 

spreche auch, dass Art. 34b Abs. 1 Bst. c Weinverordnung im Zusammen-

hang mit der Kellerbuchhaltung auf die Lohnkelterei Bezug nehme. Bei die-

ser stünden die Trauben wie bei der Lohnversekterei die ganze Zeit im Ei-

gentum der Traubenproduzenten. Schliesslich sollten die Weinhandels-

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Seite 12 

kontrolle und die damit einhergehende Kellerbuchhaltungspflicht sicher-

stellen, dass der Weg von Weinhandelsprodukten lückenlos von der 

Traube bis zum Endverbraucher nachvollzogen werden könne. Wenn ein 

Dienstleistungsbetrieb das Weinhandelsprodukt behandle, werde er Teil 

der Produktionskette und müsse er zu einer lückenlosen Rückverfolgbar-

keit beitragen. Die Weinhandelskontrolle sei nicht Selbstzweck, sondern 

diene nach Art. 64 Abs. 1 LwG dem Schutz der Bezeichnungen und Kenn-

zeichnungen. Die von der Beschwerdeführerin durchgeführte Behandlung 

sei geeignet, die Bezeichnungen und Kennzeichnungen des betroffenen 

Weins zu verändern. Eine Unterstellung unter die Weinhandelskontrolle sei 

deshalb zum Schutz der Bezeichnungen und Kennzeichnungen unerläss-

lich. Die Dienstleistung der der Beschwerdeführerin sei vergleichbar mit 

derjenigen einer Kelterei, welche von der Weinhandelskontrolle erfasst 

werde.  

6.4 Die Beschwerdeführerin vertritt demgegenüber den Standpunkt, be-

reits aus dem Wortlaut von Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung werde klar, dass 

nur derjenige Handel betreibe und somit der Weinhandelskontrolle durch 

die Erstinstanz unterstehe, der die Weinerzeugnisse auch selber vertreibe 

bzw. absetze. Sie selber betreibe keinen Vertrieb, sondern biete lediglich 

im Rahmen der Behandlung von Weinerzeugnissen eine Dienstleistung an. 

Der Wortlaut von Art. 33 Abs. 2 lasse keinen Spielraum für die Interpreta-

tion der Vorinstanz, wonach es lediglich auf die finale Kommerzialisierung 

der Produkte ankomme. Die Bestimmung sei sehr ausführlich und bediene 

sich keiner offenen Formulierungen. Somit stehe fest, dass bei ihrem Er-

lass alles explizit geregelt worden sei, was als Handel zu verstehen sei. 

Alles, was nicht ausdrücklich in der Bestimmung geregelt sei, werde von 

der Bestimmung nicht erfasst. Bezüglich der Lohnversekterei liege ein qua-

lifiziertes Schweigen vor. Indem sich die Erst- und Vorinstanz über den kla-

ren und keinen Spielraum offenlassenden Wortlaut von Art. 33 Abs. 2 

Weinverordnung hinwegsetzten, verletzten sie das Legalitätsprinzip. Dar-

über hinaus führe auch die Anwendung der weiteren Auslegungsmethoden 

nicht zur Interpretation der Vorinstanz. Der Analogieschluss der Vorinstanz, 

welche als Argumentation für die Richtigkeit ihrer Interpretation die in 

Art. 34b Abs. 1 Bst. c Weinverordnung erwähnte Lohnkelterung anführe, 

sei nicht zulässig. Der Produktionsweg bei der Beschwerdeführerin sei ein-

dimensional ohne Verschiebung der Deklaration. Sämtliche Teilgehalte der 

Buchhaltungspflicht passten entweder nicht auf das Geschäftsmodell der 

Beschwerdeführerin oder erwiesen sich im Rahmen dieses Geschäftsmo-

dells als obsolet, da die erforderlichen Informationen bereits bei den 

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Seite 13 

Kunden der Beschwerdeführerin erfasst würden. Eine Unterstellung unter 

die Weinhandelskontrolle sei deshalb sinn- und zwecklos. 

7.  

7.1 Unter welchen Voraussetzungen ein Betrieb der Weinhandelskontrolle 

untersteht, ist durch Auslegung zu ermitteln.  

7.2 Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der massgeblichen 

Norm. Ist der Text nicht ganz klar oder sind verschiedene Auslegungen 

möglich, so muss das Gericht unter Berücksichtigung aller Auslegungsele-

mente nach der wahren Tragweite der Norm suchen. Dabei hat es insbe-

sondere den Willen des Gesetzgebers zu berücksichtigen, wie er sich na-

mentlich aus den Gesetzesmaterialien ergibt (historische Auslegung). Wei-

ter hat das Gericht nach dem Zweck, dem Sinn und den dem Text zugrunde 

liegenden Wertungen zu forschen, namentlich nach dem durch die Norm 

geschützten Interesse (teleologische Auslegung). Wichtig ist auch der 

Sinn, der einer Norm im Kontext zukommt, und das Verhältnis, in welchem 

sie zu anderen Gesetzesvorschriften steht (systematische Auslegung). Da-

bei befolgt die Rechtsprechung einen pragmatischen Methodenpluralismus 

und lehnt es ab, die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen 

Ordnung zu unterstellen (BGE 150 V 454 E. 7.1; 150 I 195 E. 5.1; Urteil 

des BVGer A-929/2024 vom 23. Januar 2025 E. 7.1.1).  

7.3 Bereits aus dem Wortlaut von Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung (zitiert in 

E. 5.4) folgt, dass der Begriff des Weinhandels in einem weiten Sinne zu 

verstehen ist. Denn er umfasst nicht nur den gewerbsmässigen Ankauf und 

Verkauf von Traubensaft, Most, weinhaltigen Erzeugnissen und Weiner-

zeugnissen, sondern auch deren Behandlung und Lagerung im Hinblick 

auf den Vertrieb oder die Vermarktung (BVGer 4173/2022 E. 7.2; vgl. auch 

VALLENDER, a.a.O., Rz. 43). Im gleichen Sinne hält der Bundesrat in der 

Botschaft zur Vorgängerbestimmung von Art. 33 Weinverordnung (Art. 23a 

des Bundesbeschlusses über den Rebbau vom 19. Juni 1992 in der Fas-

sung vom 1. Juli 1997 [AS 1997 1216], SR 916.140.1) fest, das zentrale 

Instrument der Weinhandelskontrolle, die Buch- und Kellerkontrolle, müsse 

sich grundsätzlich auf den gesamten Weinhandel, d.h. die gewerbliche 

Herstellung und den Handel mit Traubensaft, Most, weinhaltigen Erzeug-

nissen und Weinerzeugnissen (damaliger Wortlaut: «Wein, Sauser, wein-

haltigen Erzeugnissen und Traubensaft [Weinwirtschaftsprodukte]») bezie-

hen (Botschaft zum Agrarpaket 95 vom 27. Juli 1995, BBl 1995 IV 629 

[nachfolgend: Botschaft AP 95]), 731; BVGer 4173/2022 E. 7.2; vgl. 

E. 7.7.2 hiernach).  

B-6084/2024 

Seite 14 

7.4 Zwar äussert sich Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung nicht explizit zur 

Frage, ob die Lohnversekterei auch vom Weinhandelsbegriff erfasst wird. 

Anders als die Beschwerdeführerin argumentiert, besagt der Wortlaut die-

ser Bestimmung jedoch gerade nicht, dass nur derjenige Handel betreibt, 

der die aufgezählten Weinhandelsprodukte auch selber vertreibt bzw. ab-

setzt. Vielmehr gilt, wie soeben ausgeführt, die Behandlung und Lagerung 

der entsprechenden Produkte zum Zwecke ihres Vertriebs oder ihrer Ver-

marktung als Weinhandel. Dies verdeutlichen insbesondere auch die fran-

zösische und die italienische Fassung («…zum Zwecke ihres Vertriebs 

oder ihrer Vermarktung»: «en vue de leur distribution ou leur commerciali-

sation,» «…in vista della loro distribuzione o commercializzazione,» Her-

vorhebungen durch das Gericht). Damit lässt der Wortlaut von Art. 33 

Abs. 2 Weinverordnung offen, wer die behandelten oder gelagerten Er-

zeugnisse vertreibt oder vermarktet und stellt darauf ab, dass die Produkte 

behandelt oder gelagert werden, um letztendlich (selber oder durch Dritte) 

vertrieben oder vermarktet zu werden. Ebenfalls lässt die Bestimmung of-

fen, in wessen Eigentum die Produkte stehen.  

7.5 Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung wurde per 1. Januar 2014 geändert 

(Änderung vom 23. Oktober 2013, AS 2013 3965). Zuvor lautete der zweite 

Halbsatz auf Deutsch «...sowie deren Behandlung und Lagerung zum Zwe-

cke des Verkaufs» und in der französischsprachigen Fassung «...ainsi que 

le traitement et le stockage de ces produits en vue de leur vente.» Die Er-

läuterungen zur Änderung der Weinverordnung vom 23. Oktober 2013 füh-

ren aus, der Begriff «Verkauf» werde durch «Vertrieb und Vermarktung» 

ersetzt. Die Bestimmung präzisiere, dass jegliche Art von kommerzieller 

Tätigkeit, insbesondere auch Tauschhandel, unter diesen Artikel falle (im 

französischsprachigen Original: «Le terme ‘vente’ est remplacé par ‘distri-

bution et commercialisation’. La disposition précise que toute sorte d’acti-

vité commerciale, y inclus en particulier, le troc, est couverte par ledit ar-

ticle.»). Der Verordnungsgeber geht somit – in Übereinstimmung mit dem 

Wortlaut von Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung – ebenfalls von einem weiten 

Weinhandelsbegriff aus (VALLENDER, a.a.O., Rz. 43).  

7.6 Wie die Vorinstanz im angefochtenen Beschwerdeentscheid zu Recht 

ausführt, ist damit die finale Kommerzialisierung der behandelten und ge-

lagerten Produkte entscheidend und nicht etwa der Umstand, dass die Per-

son oder der Betrieb, der die Produkte behandelt oder lagert, diese auch 

selber auf den Markt bringt. Somit ist massgeblich, dass die Produkte nicht 

dem Eigengebrauch dienen.  

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Seite 15 

7.7 Dieses Verständnis stützen auch die teleologische und historische Aus-

legung:  

7.7.1 Die Weinhandelskontrolle (wie auch die Weinlesekontrolle) soll ge-

mäss Art. 64 Abs. 1 LwG den Schutz der Bezeichnungen und Kennzeich-

nungen gewährleisten. Als Zweck der Kontrolle nennt der Bundesrat in der 

Botschaft AP 95 «die Durchsetzung der im Rebbaubeschluss aufgeführten 

wirtschaftspolitischen Bestimmungen. Sie sichern die Lauterkeit in Handel 

und Wettbewerb, dienen der Qualitätssicherung und schützen vor allem 

den Konsumenten» (BBl 1995 IV 629, 727; vgl. auch Art. 18 LMG). 

7.7.2 Die Botschaft AP 95 führt aus, die Förderung des Qualitätsweinbaus 

sei ohne eine umfassende Kontrolle auf allen Stufen der Weinwirtschaft 

nicht durchsetzbar. Auf der Ebene der Produktion schaffe die Weinlesekon-

trolle die Grundlage dazu. Darauf müsse die Kontrolle der nachgelagerten 

Stufen aufgebaut werden (BBl 1995 IV 629, 728). Zentrales Instrument für 

die Kontrolle der dem Rebbau nachgelagerten Stufen der Weinwirtschaft 

sei die Buch- und Kellerkontrolle. Sie müsse im Prinzip den gesamten 

Weinhandel, d.h. die gewerbliche Herstellung und den Handel mit Wein, 

Sauser, weinhaltigen Erzeugnissen und Traubensaft (Weinwirtschaftspro-

dukte) erfassen (BBl 1995 IV 629, 731). Im gleichen Sinne legt die Bot-

schaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) vom 

17. Mai 2006 dar, mit der Weinlesekontrolle würden die Ertragsbeschrän-

kungen, die Qualitätsbestimmungen und die Herkunft der Trauben auf 

Stufe Produktion kontrolliert. Bei der Kontrolle des Handels mit Wein gehe 

es um den Schutz der Bezeichnungen und Herkunftsangaben. Zur Kon-

trolle dienten die Kellerbuchhaltung sowie die verschiedenen Begleitdoku-

mente. Beide Kontrollen ergänzten sich und stellten miteinander sicher, 

dass Qualität und Herkunft den Angaben der Etikette entsprächen (BBl 

2006 6337, 6433, nachfolgend: Botschaft AP 2011). Gemäss Botschaft 

AP 2011 soll mit der Weinhandelskontrolle die Einhaltung der Produktions-

bestimmungen und der Bezeichnungen in den dem Weinbau nachgelager-

ten Sektoren überprüft werden (BBl 2006 6337, 6460). 

7.7.3 Die Vorinstanz führt somit zutreffend aus, dass die Weinhandelskon-

trolle und die damit einhergehende Kellerbuchhaltungspflicht (zusammen 

mit der ihr vorgelagerten Weinlesekontrolle) sicherstellen sollen, dass der 

Weg von Weinhandelsprodukten lückenlos von der Traube bis zum End-

verbraucher nachvollzogen werden kann. Um den Schutz der Bezeichnun-

gen und Herkunftsangaben zu gewährleisten, wird die Kontrolle des Wein-

handels auf der Grundlage der Kellerbuchhaltung ausgeübt. Deren 

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Seite 16 

Einträge müssen mit den Daten übereinstimmen, die bei der Einkellerung 

der Traubenposten erfasst wurden. Eine wirksame Kontrolle erfordert die 

Rückverfolgbarkeit der Posten. Diese muss von der geografischen Produk-

tionseinheit bis zur Flasche gewährleistet sein, damit die Daten zur Be-

zeichnung und Kennzeichnung des Weins den Tatsachen entsprechen und 

kontrollierbar sind (Bericht des BLW vom 23. März 2016, S. 24; Botschaft 

AP 2011, BBl 2006 6337, 6433; Urteil des BVGer B-4173/2022 vom 11. Ja-

nuar 2024 E. 6.3.2.2, 6.3.4; VALLENDER, a.a.O., Rz. 15).  

7.8 Schliesslich kann die Beschwerdeführerin auch aus der systemati-

schen Auslegung nichts zu ihren Gunsten ableiten. Gemäss Art. 34 Abs. 1 

Weinverordnung untersteht grundsätzlich jeder Betrieb, der mit Wein han-

deln will, der Weinhandelskontrolle und der damit einhergehenden Keller-

buchhaltungspflicht (Art. 34a Abs. 1 Weinverordnung) und muss sich vor 

Aufnahme seiner Tätigkeit bei der Kontrollstelle anmelden. Art. 64 Abs. 1 

LwG hält fest, dass der Bundesrat Ausnahmen von und Vereinfachungen 

der Kontrolle nur vorsehen kann, «[s]ofern der Schutz der Bezeichnungen 

und Kennzeichnungen nicht beeinträchtigt ist.» Die Ausnahmen bzw. Ver-

einfachungen von der Weinhandelskontrolle sind explizit in Art. 34 Abs. 2 

und 3 i.V.m. Art. 34a Abs. 2–4 Weinverordnung geregelt (vgl. E. 5.6 hier-

vor). Sie sind in Übereinstimmung mit der Vorgabe von Art. 64 Abs. 1 LwG 

eng gefasst. Die Weinverordnung nimmt nur solche Betriebe von der Pflicht 

zur Führung einer Kellerbuchhaltung nach Art. 34b aus, bei denen (fast) 

kein Betrugsrisiko besteht (Urteil B-4173/2022 E. 6.3.2.1.1, E. 6.3.4).  

7.9 Zusammenfassend führt die grammatikalische, systematische, teleolo-

gische und historische Auslegung zum Ergebnis, dass Art. 33 Abs. 2 Wein-

verordnung von einem weiten Weinhandelsbegriff ausgeht. Unter anderem 

fällt auch die Behandlung von Weinerzeugnissen für Dritte darunter, wenn 

diese später (durch den gleichen Betrieb oder Dritte) vertrieben oder ver-

marktet werden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ergibt 

die Auslegung von Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung somit gerade nicht, dass 

nur derjenige Weinhandel betreibt, der die Weinerzeugnisse auch selbst 

vertreibt bzw. absetzt.  

8.  

8.1 Nachdem sich die Auslegung der Vorinstanzen von Art. 33 Abs. 2 

Weinverordnung als zutreffend erwiesen hat, ist zu prüfen, ob der Betrieb 

der Beschwerdeführerin unter den Weinhandelsbegriff im Sinne dieser Be-

stimmung zu subsumieren ist. 

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Seite 17 

8.2 Die Beschwerdeführerin betreibt eine Lohnversekterei. Sie stellt nach 

eigenen Angaben im Auftrag von Weinbaubetrieben und Weinkellereien 

Schaum- bzw. Perlwein aus Stillwein her. Hierzu bringen Weinbauern oder 

-kellereien der Beschwerdeführerin den Grundwein in Tanks. Sie bereitet 

diesen für die Flaschengärung vor, stellt den Hefeansatz an und fügt Zu-

cker sowie önologische Produkte für die Flaschengärung bei. Anschlies-

send füllt sie den Wein in Schaumweinflaschen ab und platziert diese in 

Rüttelboxen, wo sie mit einer entsprechenden Maschine gerüttelt werden. 

Schliesslich degorgiert die Beschwerdeführerin die Flaschen, versetzt sie 

gemäss den Vorgaben der Kunden mit Versanddosage, verkorkt, wäscht 

und konfektioniert sie gegebenenfalls mit einer Sektfaltkapsel. Daneben 

bietet die Beschwerdeführerin auch Imprägnation an. Hierbei versetzt sie 

vom Kunden mit stillem Wein abgefüllte Flaschen mit exogenem CO2 und 

verschliesst sie mit Champagnerkorken und Drahtkörbchen. 

8.3 Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass es sich bei der von ihr für 

ihre Kunden ausgeführten Tätigkeit um die Behandlung von Weinerzeug-

nissen handelt und dass die von ihr behandelten Schaum- und Perlweine 

später direkt von ihren Kunden oder durch Dritte vertrieben oder zumindest 

vermarktet werden. Sie macht lediglich geltend, dass sie die behandelten 

Produkte nicht selber vertreibe oder vermarkte und damit nicht von Art. 33 

Abs. 2 Weinverordnung erfasst werde. Wie jedoch aus den vorstehenden 

Erwägungen hervorgeht, geht diese Argumentation fehl (E. 7). Auch ihre 

Tätigkeit ist deshalb als Weinhandel im Sinne von Art. 33 Abs. 2 Weinver-

ordnung zu qualifizieren. 

8.4 Daran vermögen auch die weiteren Einwände der Beschwerdeführerin 

nichts zu ändern. 

8.4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Produktionsweg in ihrem 

Betrieb sei eindimensional ohne Verschiebung der Deklaration. Der Ein-

gang offener Weine werde in der Kellerbuchhaltung der Kundschaft der 

Beschwerdeführerin schon als Sektgrundwein deklariert. Eine Täuschung 

der Konsumenten sei nicht möglich, da jeder Posten wieder an den Kunden 

retourniert und somit direkt kontrolliert werde. Somit würden sämtliche Ver-

änderungen z.B. vom offenen Wein in die Flasche dann auch von der Kel-

lerbuchhaltung und der Kontrolle der Erstinstanz bei den Kunden der Be-

schwerdeführerin erfasst. Da der Kunde die Etikette selbst appliziere, stehe 

er auch direkt in der Verantwortung der Deklaration. Die Beschwerdefüh-

rerin unterstehe nicht der Kellerbuchhaltungspflicht gemäss Art. 34b Wein-

verordnung, da deren Teilgehalte entweder nicht auf ihr Geschäftsmodell 

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Seite 18 

passten oder sich als obsolet erwiesen. Die erforderlichen Informationen 

würden bereits bei den Kunden der Beschwerdeführerin erfasst und sie 

informiere bei der Rückgabe des Weins ihre Kunden über die bei ihr erfolg-

ten Schritte. Damit sei eine lückenlose Nachvollziehbarkeit gewährleistet, 

auch ohne dass sie eine Kellerbuchhaltung führe. Die Verpflichtung zur 

Führung einer Kellerbuchhaltung führe somit zu unnötigen Redundanzen. 

Eine Unterstellung unter die Weinhandelskontrolle sei sinn- und zwecklos.  

8.4.2 Wie zuvor ausgeführt, erfasst Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung den ge-

samten Weinhandel und damit alle Produktionsschritte des dem Rebbau 

nachgelagerten Bereiches der Weinwirtschaft. Die Weinhandelskontrolle 

und die damit verbundene Kellerbuchhaltungspflicht sollen sicherstellen, 

dass der Weg von Weinhandelsprodukten lückenlos von der Traube bis 

zum Endverbraucher nachvollzogen werden kann. (E. 7.7 hiervor; Bot-

schaft AP 2011, BBl 2006 6337, 6460; Botschaft AP 95, BBl 1995 IV 629, 

728, 731; Urteil B-4173/2022 E. 6.3.2.2). Indem die Beschwerdeführerin im 

Auftrag ihrer Kunden Schaum- bzw. Perlwein aus stillem Wein herstellt, 

führt sie einen bzw. mehrere wichtige Produktionsschritte innerhalb des ge-

samten Herstellungsprozesses von Schaum- und Perlwein aus. Damit wird 

die Tätigkeit der Beschwerdeführerin Teil der Produktionskette und fällt in 

jenen Bereich, der mit der Weinhandelskontrolle bzw. der Kellerbuchhal-

tungspflicht überprüft werden soll. Dies hat auch dann zu gelten, wenn all-

fällige Informationen doppelt, d.h. sowohl in der Kellerbuchhaltung der Be-

schwerdeführerin als auch in jener ihrer Kunden, erfasst werden. Denn 

eine effektive Kontrolle erfordert, dass alle Produktionsschritte kontrolliert 

werden (Urteil B-4173/2022 E. 6.3.2.2). 

8.4.3 Ebenfalls ändert sich durch die Versektung die Bezeichnung der be-

handelten Weinerzeugnisse von stillem Wein zu Schaum- oder Perlwein. 

Für diesen gelten spezifische Herstellungs- und Kennzeichnungsvorschrif-

ten (vgl. Art. 70 ff. der Verordnung des EDI vom 16. Dezember 2016 über 

Getränke [Getränkeverordnung, SR 817.022.12]). Eine Unterstellung der 

Tätigkeit der Beschwerdeführerin unter die Weinhandelskontrolle ist des-

halb auch im Hinblick auf den Schutz der Bezeichnungen und Kennzeich-

nungen (Art. 64 Abs. 1 LwG, E. 5.1 sowie 7.7.1 hiervor) erforderlich. Dar-

über hinaus erhält die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben den 

Grundwein in Tanks und füllt diesen in Flaschen ab, was zumindest theo-

retisch ein gewisses Fehler- bzw. Täuschungsrisiko in sich birgt. Der Be-

schwerdeführerin kann deshalb nicht gefolgt werden, wenn sie behauptet, 

die Versektung sei ein eindimensionaler Produktionsweg ohne Verschie-

bung der Deklaration und eine Täuschung sei nicht möglich. Auch ist nicht 

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Seite 19 

relevant, dass erst die Kunden die Etikette mit der Deklaration an die Fla-

sche anbringen. 

8.4.4 Schliesslich erweist sich nach dem Gesagten auch die Behauptung 

der Beschwerdeführerin, die Lohnversekterei werde in Art. 33 Abs. 2 Wein-

verordnung nicht explizit aufgezählt, weshalb diesbezüglich ein qualifizier-

tes Schweigen vorliege, als nicht zutreffend. Weil der Wortlaut von Art. 33 

Abs. 2 Weinverordnung weit zu verstehen ist, wird auch sie von dieser Ver-

ordnungsbestimmung erfasst. 

8.5 Im Ergebnis ist die Tätigkeit der Beschwerdeführerin unter die Behand-

lung von Weinerzeugnissen zum Zwecke ihres Vertriebs oder ihrer Ver-

marktung im Sinne von Art. 33 Abs. 2 Weinverordnung zu subsumieren. 

Die Beschwerdeführerin betreibt damit Weinhandel nach Art. 33 Weinver-

ordnung. Sie untersteht deshalb der Weinhandelskontrolle und damit auch 

der Pflicht zur Kellerbuchhaltung (Art. 34 i.V.m. Art. 34a Abs. 1 Weinverord-

nung). Es liegt keine Ausnahme oder Vereinfachung nach Art. 34 Abs. 2 

und 3 i.V.m. Art. 34a Abs. 2–4 Weinverordnung vor, was die Beschwerde-

führerin auch nicht geltend macht.  

8.6 Anders als die Beschwerdeführerin argumentiert, setzen sich die Erst- 

und die Vorinstanz damit nicht über den klaren Wortlaut von Art. 33 Wein-

verordnung sowie die weiteren Auslegungsmethoden hinweg, wenn sie 

zum Schluss kommen, dass die Beschwerdeführerin der Weinhandelskon-

trolle untersteht. Entsprechend liegt entgegen der Rüge der Beschwerde-

führerin auch keine Verletzung des Legalitätsprinzips vor.  

9.  

Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuwei-

sen, soweit darauf eingetreten werden kann. Damit bleibt es dabei, dass 

die Beschwerdeführerin ab dem Datum der Rechtskraft des angefochtenen 

Beschwerdeentscheides vom 27. August 2024 (und damit ab Datum der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils) verpflichtet ist, eine Kellerbuchhal-

tung gemäss Art. 34a Abs. 1 Bst. a Weinverordnung zu führen (vgl. Dispo-

sitiv-Ziff. 1 des Beschwerdeentscheids). 

10.  

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin als 

unterliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; 

Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

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Seite 20 

Diese werden auf Fr. 2'000.- festgelegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss 

in gleicher Höhe ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.  

10.2 Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist auch keine Parteientschä-

digung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

 

  

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Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. 

Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zur Bezahlung der Verfahrenskosten 

verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die  

Erstinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kathrin Dietrich Eva Kälin 

 

 

  

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Seite 22 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 25. April 2025 

 

  

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Seite 23 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde)