# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30362b0f-fd44-5789-914a-cd38ba3a5328
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 24.10.2017 S 2017 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2017-58_2017-10-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 58

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar Gross

URTEIL

vom 24. Oktober 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrea Wieser,

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ ist seit dem 1. Dezember 2007 beim Kanton Graubünden tätig 

und durch diesen obligatorisch bei der B._____ AG unfallversichert. Laut 

Schadenmeldung UVG vom 5. Dezember 2016 verletzte sich A._____ am 

23. November 2016 beim Selbstverteidigungstraining, als er eine 

Drehbewegung machte und dabei einen starken Schmerz im rechten Knie 

verspürte. Die medizinische Erstbehandlung erfolgte am 30. November 

2016 durch Dr. med. C._____, Klinik Gut, der laut Arztzeugnis vom 13. 

Dezember 2016 eine posttraumatische retropatelläre Chondromalazie mit 

freien Gelenkskörpern am rechten Knie diagnostizierte. Am 5. Dezember 

2016 erfolgte die Operation des rechten Knies mit Arthroskopie, 

transarthroskopischer Entfernung der freien Gelenkskörper, Glättung der 

losen Knorpelanteile und Pridie-Bohrungen am rechten Knie. Vom 30. 

November 2016 bis 14. Dezember 2016 und vom 19. Dezember 2016 bis 

20. Januar 2017 wurde A._____ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

attestiert.

2. Am 12. Dezember 2016 hielt A._____ im Fragebogen zum Unfallhergang 

fest, dass er beim Selbstverteidigungstraining vom Rücken in die 

Vorwärtsbewegung habe aufstehen müssen. Dies habe er zirka 20 Mal 

wiederholen müssen. Etwa beim 10. Mal habe es stark im rechten Knie 

geknackt. Aufgrund der Schmerzen habe er das Training abbrechen 

müssen. 

3. Im Abklärungsbericht vom 14. Dezember 2016 diagnostizierte Dr. med. 

D._____, Klinik Gut, bei A._____ einen retropatellären Knorpelschaden 

mit freiem Knorpelfragment. Bei deutlicher Druckdolenz des medialen 

Patellarandes links, einem klinisch sowie radiologisch vorhandenen 

Kniegelenkserguss sowie radiologisch fehlenden Zeichen für eine ossäre 

Läsion sei im Verlauf eine MRT-Untersuchung durchgeführt worden. 

Diese habe einen retropatellären Knorpelschaden links mit freiem 

Knorpelsegment gezeigt.

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4. Mit Schreiben vom 13. Januar 2017 stellte die B._____ AG die Ablehnung 

eines Leistungsanspruches in Aussicht.

5. Mit Verfügung vom 26. Januar 2017 verneinte die B._____ AG den 

Anspruch auf Versicherungsleistungen nach UVG für das Ereignis vom 

23. November 2016, da weder ein Unfall noch eine unfallähnliche 

Körperschädigung vorliege. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die 

B._____ AG mit Entscheid vom 8. März 2017 ab. Allfälligen Beschwerden 

gegen diesen Entscheid wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.

6. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) am 18. April 2017 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den Begehren um 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Feststellung, dass für das 

Ereignis vom 23. November 2016 Anspruch auf Versicherungsleistungen 

aus UVG bestehe. Zudem sei der vorliegenden Einsprache (recte 

Beschwerde) die aufschiebende Wirkung zu erteilen. (Dieses Begehren 

wurde von der zuständigen Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 1. Mai 

2017 abgewiesen). Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer vor, 

dass er den Unfallhergang wiederholt habe schildern müssen, was 

offensichtlich dazu geführt habe, dass er nicht mehr jedes Detail des 

Vorfalles bei jeder Schilderung ausdrücklich erwähnt habe. Dies werde 

ihm nun zum Verhängnis. Der Heilungsverlauf nach der ersten 

Knieoperation am 5. Dezember 2016 sei leider nicht zufriedenstellend 

erfolgt und er habe weiterhin starke Schmerzen im Knie verspürt. Es sei 

daher eine weitere Knieoperation notwendig geworden; diese zweite 

Operation am 1. März 2017 sei zweifelsfrei die Folge des 

Trainingsvorfalles. Die Unfallversicherung führe in ihrer Verfügung vom 

26. Januar 2017 selber aus, die Einsprache müsse lediglich eine kurze 

Begründung enthalten. Plötzlich fordere sie im angefochtenen Entscheid 

nicht nur das Vorbringen eines präzisierten Ereignisherganges, sondern 

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mache ihm zudem noch den Vorwurf, er habe es unterlassen, eine 

unfallähnliche Körperschädigung geltend zu machen. Dies sei im Rahmen 

einer kurzen Begründung nicht möglich. Laut Beschwerdeführer habe sich 

der Vorfall bei einer Übung ereignet, bei welcher er repetitiv ca. 20-mal 

aus der Rückenlage ohne Zuhilfenahme der Hände habe aufstehen 

müssen. Laut Aussage des Beschwerdeführers und den Angaben im 

Operationsbericht vom 7. Dezember 2016 sei es bei dieser Übung zu 

einer Drehbewegung bzw. Knieverdrehung gekommen. Die 

Unfallversicherung habe somit nicht einmal berücksichtigt, dass es bei der 

geschilderten Übung (Aufstehen aus Rückenlage ohne Zuhilfenahme der 

Hände) bei einem üblichen Ablauf zu keiner Drehbewegung des Knies 

kommen könne, da es sich dabei um eine Vorwärtsbewegung handeln 

würde. Die Unfallversicherung begnüge sich mit der Antwort des 

Beschwerdeführers, dass die Übung normal abgelaufen sei. Bei der 

fraglichen Übung sei der Beschwerdeführer beim ca. 10. Mal Aufspringen 

ausgerutscht und er habe zugleich einen Schmerz im Knie verspürt. 

Dieses Ausrutschen habe hier die Spannweite des Üblichen gesprengt, 

weshalb ein Unfall vorliege. Er habe vor diesem Ereignis niemals 

Kniebeschwerden verspürt, obwohl er immer intensiv Sport getrieben 

habe. Vorliegend bestätigten zudem sämtliche Ärzte, dass sein 

Knieleiden (Knorpelschädigung nicht vorbestehend) von einem Unfall 

stammen müsse und nicht degenerativ oder krankhaft sei. Auch der 

gesunde Menschenverstand führe das Leiden (10 Mal von Rückenlage 

auf Beine springen) auf einen Unfall zurück. Ferner stelle sich die Frage, 

ob der Beschwerdeführer die Frage nach dem "gewöhnlichen Ablauf" im 

Fragebogen richtig verstanden habe. Die Unfallversicherung betreibe hier 

Wortklauberei. Der Beschwerdeführer habe bei der x-ten Befragung nicht 

mehr jedes Detail erwähnt und jedenfalls die Frage nach der 

Ungewöhnlichkeit des Ereignishergangs nicht als Fang- bzw. 

Suggestivfrage erkannt und danach geantwortet. Er habe nicht damit 

rechnen müssen, dass allein die betreffende Antwort die Grundlage für 

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die Ablehnung von Versicherungsleistungen aus UVG bilde. Der Wert der 

betreffenden Befragung sei dementsprechend anzuzweifeln. 

7. In ihrer Beschwerdeantwort beantragte die B._____ AG (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Die Fragestellung 

im Fragebogen sei laut Rechtsprechung des Bundesgerichts genügend 

klar und die Unfallversicherung müsse die versicherte Person nach 

umfassender Erhebung des Sachverhalts nicht zu einer weiteren 

Substanziierung auffordern (8C_696/2013 E.4.3, 8C_436/2009 E.6.2). 

Der Einwand, es stelle sich die Frage, ob der Beschwerdeführer die Frage 

richtig verstanden habe, sei nicht nachvollziehbar, und der Vorwurf, die 

Beschwerdegegnerin betreibe Wortklauberei, sei verfehlt. In den 

Abklärungsberichten werde das Ereignis verschieden umschrieben. In der 

Einsprache habe sich der Beschwerdeführer überhaupt nicht dazu 

geäussert, was sich am 23. November 2016 zugetragen habe und in der 

Beschwerde beschreibe er das Ereignis nochmals anders als in der 

Unfallmeldung und im Fragebogen. Massgebend sei die erste klare 

Beschreibung des Beschwerdeführers im Fragebogen. Danach sei bei der 

Übung nichts Aussergewöhnliches respektive Programmwidriges 

vorgefallen. Damit seien die Voraussetzungen der Ungewöhnlichkeit des 

Ereignisses nach Art. 6 UVG nicht erfüllt. Die behandelnden Ärzte 

könnten einzig die Frage, ob eine Verletzung auf ein Ereignis 

zurückzuführen sei, beantworten. Die Qualifikation des Ereignisses als 

Unfall oder unfallähnliche Körperschädigung sei hingegen eine rein 

rechtliche Bewertung, und obliege daher der Versicherung oder allenfalls 

dem Gericht. Die Beschwerdegegnerin stelle nicht in Frage, dass der 

Beschwerdeführer beim Ereignis vom 23. November 2016 die 

diagnostizierte Knorpelläsion erlitten habe. Dieses Ereignis stelle jedoch 

keinen Unfall dar, weil die rechtlichen Anforderungen für eine 

Leistungspflicht nicht erfüllt seien. Die erlittene Verletzung sei zudem 

auch keine unfallähnliche Körperschädigung.

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8. In der (freigestellten) Replik wiederholte und vertiefte der 

Beschwerdeführer den eigenen Standpunkt. Neu wurden zwei Zeugen 

bzw. Auskunftspersonen zum Beweis offeriert. Der Beschwerdeführer 

könne seine präzisierte Schilderung betreffend Ereignishergang 

zeugenmässig belegen.

9. In der Duplik wiederholte und vertiefte die Beschwerdegegnerin ihrerseits 

die Argumente für die Abweisung der Beschwerde. Sie machte zudem 

geltend, es sei nicht zulässig, erst im Beschwerdeverfahren eine 

Zeugenbefragung zu verlangen, obwohl der Beschwerdeführer seit 

Eröffnung der Verfügung wisse, von welchem Ereignishergang die 

Beschwerdegegnerin ausgehe. Ausserdem erübrige sich eine 

Zeugenbefragung, da der Sachverhalt genügend abgeklärt sei. 

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

vom 8. März 2017. Gegen solche Entscheide kann nach Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, 

in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz 

hat. Der Beschwerdeführer wohnt in der Bündner Gemeinde X._____, 

womit das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig ist. Dessen 

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sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100). Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer zudem 

davon berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

gesetzlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine 

Beschwerdelegitimation ist zu bejahen. Auf die zudem frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten (Art. 1 

UVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG).

b) Strittig und zu prüfen ist hier, ob die Beschwerdegegnerin für das Ereignis 

vom 23. November 2016 leistungspflichtig ist oder nicht. Zu beurteilen ist 

dabei, ob ein Unfall im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG und Art. 4 ATSG oder 

eine unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. 

Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832. 

202) vorliegt.

c) Zum anwendbaren Recht ist klarzustellen, dass seit dem 1. Januar 2017 

die revidierten Bestimmungen des Unfallversicherungsgesetzes 

(Änderung vom 25. September 2015) in Kraft getreten sind; darunter auch 

Art. 6 Abs. 2 UVG sowie der gleichermassen revidierte Art. 9 UVV. Nach 

Art. 118 Abs. 1 UVG (Übergangsbestimmungen) werden aber die 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser 

revidierten Bestimmungen ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die 

vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht 

gewährt. Da das strittige Ereignis vom 23. November 2016 vor dem 

Inkrafttreten der neuen Vorschriften am 1. Januar 2017 eingetreten ist, 

sind hier weiterhin die bis zum 31. Dezember 2016 gültigen Art. 6 UVG 

sowie Art. 9 Abs. 2 UVV massgebend und auf den konkreten Fall 

anwendbar. 

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2. a) Nach der Legaldefinition gemäss Art. 4 ATSG versteht man unter einem 

Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den 

Tod zur Folge hat. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt, soweit dieses Gesetz nichts anderes 

bestimmt (vgl. Unfallbegriff: Urteil des Bundesgerichts 8C_783/2013 vom 

10. April 2014 E.4.2). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des 

äusseren Faktors, sondern auf diesen selber. Ohne Belang für die 

Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, ob der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zieht (vgl. BGE 134 V 72 

E.3.2; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 E.2b; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 31). Das Merkmal der Ungewöhnlichkeit 

kann namentlich in einer unkoordinierten Körperbewegung bestehen. Bei 

derartigen Bewegungen ist die Ungewöhnlichkeit zu bejahen, wenn der 

normale Bewegungsablauf durch etwas Programmwidriges wie ein 

Ausgleiten, Stolpern, Ausrutschen oder Abwehren eines Sturzes 

unterbrochen oder gestört wird. Ohne besonderes Vorkommnis sind bei 

einer Sportverletzung das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das 

Vorliegen eines Unfalls zu verneinen. Der äussere Faktor ist nur dann 

ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – nicht mehr 

im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich 

und üblich ist, nicht aber, wenn ein Geschehen in die gewöhnliche 

Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt (vgl. BGE 

134 V 72 E.4.1 und 4.1.1, 130 V 117 E.2.1 und 2.2 m.w.H.; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_189/2010 vom 9. Juli 2010 E.5.1 und 8C_186/2011 

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vom 26. Juli 2011 E.5; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 40 ff. je 

m.w.H. auf die Praxis und die dort aufgeführte Kasuistik).

b) Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der den 

Anspruch erhebenden Person glaubhaft zu machen. Die Verwaltung als 

verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine 

Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 

Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.5b). 

Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben der 

versicherten Person zum Geschehensablauf können daher die 

Verneinung der Leistungspflicht des Unfallversicherers zur Folge haben 

(vgl. RUMO-JUNGO/ HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29 m.w.H.; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1, U 179/04 vom 13. 

Juli 2005 E.4.1 und U 258/04 vom 23. November 2006 E.3.1). Bei sich 

widersprechenden Angaben der versicherten Person über den 

Unfallhergang ist auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die sog. 

spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und 

zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst 

von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer 

Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung 

im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem 

Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach 

Kenntnis der Ablehnungsverfügung des Unfallversicherers. Diese 

Beweismaxime stellt eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu 

berücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann nur zur Anwendung 

gelangen, wenn von zusätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse 

zu erwarten sind (BGE 130 V 117 E.2.2.7, 121 V 45 E.2a; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 14. November 2013 E.4.2, U 236/03 

vom 19. Mai 2004 E.3.3.4).  

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3. a) In Bezug auf den Geschehensablauf vom 23. November 2016 liegen 

unterschiedliche Darstellungen bei den Akten: 

 In der Schadenmeldung UVG vom 5. Dezember 2016 gab der Beschwerdeführer an, 
dass er bei der Ausbildung, beim Selbstverteidigungs-Training eine Drehbewegung 
gemacht habe. Bei dieser Bewegung habe er einen starken Schmerz im rechten 
Knie verspürt (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1).

 Im Fragebogen vom 12. Dezember 2016 führte der Beschwerdeführer zum 
Geschehensablauf aus: Beim Selbstverteidigungs-Training musste ich vom Rücken 
in die Vorwärtsbewegung aufstehen. Dies mussten wir ca. 20 Mal wiederholen. Beim 
ca. 10. Mal, beim Starten knackte es stark in meinem rechten Knie. Ich musste das 
Training auf Grund der Schmerzen abbrechen (Antwort auf Frage 1). Die Frage 2, ob 
sich der Ablauf wie gewohnt und unter normalen Umständen zugetragen habe, 
bejahte der Beschwerdeführer, indem er dies als "zutreffend" ankreuzte (Bg-act. 6).

 Gemäss Arztzeugnis UVG vom 13. Dezember 2016 berichtete der 
Beschwerdeführer, dass er während eines Selbstverteidigungstrainings bei einer 
Übung repetitiv aus einer Rückenlage ohne Zuhilfenahme der Hände aufstehen 
musste. Nach ca. 10 Wiederholungen habe er einen plötzlich einschiessenden 
Schmerz und ein 'Reissen' im Knie links [recte wohl: rechts] verspürt (Bg-act. 9).

 Im Operationsbericht vom 7. Dezember 2016 wurde unter Indikation 'Knieverdrehung 
beim Karate-Training' angegeben (Bg-act. 17).

 In der Einsprache vom 21. Februar 2017 wurden überhaupt keine Ausführungen zum 
Ereignis vom 23. November 2016 gemacht (Bg-act. 40-42).

 In der Beschwerde vom 18. April 2017 schildert der Beschwerdeführer nun erstmals 
den Ereignisablauf – abweichend von den früheren Selbstangaben – in Ziff. 5 S. 4-5 
so: Präzisierender Ereignishergang. Die Übung, bei welcher sich der Vorfall ereignet 
habe, laufe/sei wie folgt abgelaufen: Der Übungsteilnehmer (Bf) sei am Boden 
gelegen und von einer stehenden Person angegriffen worden. Der Angreifer sei 
einen Schritt zurückgewichen, um nicht von einem Fusstritt der liegenden Person 
getroffen zu werden. Diesen Augenblick habe der Übungsteilnehmer ausnützen 
müssen, um wieder auf die Beine zu kommen. Nicht in den verschiedenen 
Schilderungen des Beschwerdeführers erwähnt worden sei, dass der Angreifer 
immer wieder von einer anderen Seite gekommen sei und damit den am Boden 
liegenden Übungsteilnehmer gezwungen habe, sich immer auf die Seite des 
Angreifers zu drehen um aufzuspringen. Beim ca. 10. Aufspringen sei der 
Beschwerdeführer ausgerutscht und habe zugleich den besagten Schmerz im Knie 
gefühlt […]. Im vorliegenden Fall habe das Ausrutschen die Spannweite des 
Üblichen bzw. die gewöhnliche Bandbreite des Bewegungsmusters des betreffenden 
Sportes gesprengt.

Gestützt auf diese Vorgaben ist auch der vorliegende Fall zu entscheiden.

b) In Würdigung der soeben geschilderten, teils voneinander divergierenden 

Ereignisabläufen ist das streitberufene Gericht zur Überzeugung gelangt, 

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dass vorliegend nicht auf die (erst) in der Beschwerde vom 18. April 2017 

vorgebrachte Sachverhaltsversion mit einem "Ausrutschen" während der 

Absolvierung der konkret vorgenommenen Trainingseinheiten 

(wiederholtes Aufstehen von Rückenlage in Stehposition mittels 

Vorwärtsbewegung) abgestellt werden kann. Im Gegensatz zu den 

zeitnahen Darstellungen des Geschehensablaufes in der 

Schadenmeldung vom 5. Dezember 2016 (Bg-act. 1), im Fragebogen 

vom 12. Dezember 2016 (Bg-act. 6) sowie den Selbstangaben im 

Arztzeugnis vom 13. Dezember 2016 (Bg-act. 9) ist die erst vier Monate 

später in der Beschwerde vom 18. April 2017, davon abweichende 

Schilderung im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 

beweisrechtlich mit Zurückhaltung zu würdigen. Die nachgeschobene 

Sachverhaltsversion mit einem "Ausrutschen" bei den Trainingsübungen 

könnte nämlich bewusst oder unbewusst von nachträglichen 

versicherungsrechtlichen Überlegungen beeinflusst sein, zumal sie auch 

erst nach dem angefochtenen (Einsprache-) Entscheid vom 8. März 2017 

(Bg-act. 49-54) erfolgte. Daraus ergibt sich folgerichtig, dass dem in der 

Beschwerdeschrift beschriebenen Bewegungsablauf – wonach der 

Beschwerdeführer beim zirka zehnten Aufspringen ausgerutscht sei – in 

beweisrechtlicher Hinsicht nicht gefolgt werden kann. Vielmehr ist im 

Einklang mit der Beschwerdegegnerin auf die "Aussagen der ersten 

Stunde" in der Schadenmeldung vom 5. Dezember 2016 und im 

Fragebogen vom 12. Dezember 2016 abzustellen, woraus sich keine 

Hinweise auf eine unkoordinierte Bewegung ergeben oder die körperliche 

Vorwärtsbewegung durch etwas Programmwidriges gestört worden wäre. 

Daran ändert auch der Einwand des Beschwerdeführers nichts, wonach 

ihm die Beschwerdegegnerin eine Fangfrage gestellt habe, indem sie 

suggestiv danach gefragt habe, ob sich der Ablauf wie gewohnt und unter 

normalen Umständen zugetragen habe (Frage 2 im Fragebogen; Bg-act. 

6). Die betreffende Frage ist klar und verständlich formuliert. Ausserdem 

war die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet, im Nachgang zu diesen 

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umfassenden Sach-verhaltserhebungen den Beschwerdeführer zur 

weiteren Substanziierung des gemeldeten Geschehnisses aufzufordern 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_696/ 2013 vom 14. November 2013 E.4.3 

m.w.H.). Sodann leuchtet nicht ein, dass das nun erstmals in der 

Beschwerdeschrift geltend gemachte "Ausrutschen" bei der Beantwortung 

der Fragen im Fragebogen – und auch in den übrigen Schilderungen des 

Beschwerdeführers – gänzlich unerwähnt geblieben ist. Selbst in der 

Einsprache vom 21. Februar 2017 war mit keinem Wort die Rede davon. 

Wäre der Beschwerdeführer nach dem Ereignis vom 23. November 2016 

der Auffassung gewesen, dass bei der Selbstverteidigungsübung etwas 

Besonderes vorgefallen wäre, so darf davon ausgegangen werden, dass 

er dies spätestens auf entsprechende Frage auch erwähnt hätte.

c) Ebenso unbegründet ist schliesslich der Einwand des Beschwerdeführers, 

er habe vor dem Ereignis nie Probleme mit dem Knie gehabt und auch die 

Berichte der behandelnden Ärzte würden zeigen, dass die Beschwerden 

auf ein Ereignis – und nicht auf degenerative oder krankhafte Zustände –

zurückzuführen seien. Diese Argumentation verkennt vorweg die Rolle 

und Bedeutung medizinischer Atteste und Beurteilungen. Die Ärzte 

können und müssen die Frage nach der natürlichen Kausalität zwischen 

der erlittenen Verletzung und dem schädigenden Ereignis beantworten, 

nicht aber, ob der Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG und Art. 6 UVG 

erfüllt ist oder nicht. Überdies lässt sich der mangelnde Nachweis eines 

Unfalls nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel auch 

nicht durch medizinische Feststellungen ersetzen (s. BGE 134 V 72 

E.4.3.2.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 14. November 

2013 E.4.4).

d) Ein 'ungewöhnlicher äusserer Faktor' nach dem Wortlaut von Art. 4 ATSG 

liegt nach dem Gesagten (E.3b) nicht vor, zumal nicht erstellt ist, dass ein 

besonderes Vorkommnis zur erlittenen Sportverletzung geführt hat. Die 

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Voraussetzungen, welche für die Annahme des Unfallbegriffs erforderlich 

sind, werden demnach nicht erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat damit zu 

Recht einen Unfall im Rechtssinne verneint und entsprechende 

Leistungen verweigert.

e) Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers liegt auch keine 

ungenügende Sachverhaltsabklärung durch die Beschwerdegegnerin vor. 

Laut Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die 

erforderlichen Auskünfte ein. Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer 

nach Einreichung der Schadenmeldung der Fragebogen zugestellt, um 

den Ereignisablauf möglichst umfassend und zuverlässig erfassen zu 

können. In diesem Fragebogen schilderte der Beschwerdeführer den 

Ereignisablauf aus seiner Sicht und gestützt auf sein ungetrübtes 

Erinnerungsvermögen, lediglich knapp drei Wochen nach dem 

betreffenden Ereignis (Bg-act. 6 Ziff. 1 und Ziff. 2). Die 

Beschwerdegegnerin war deshalb nicht gehalten oder sogar verpflichtet, 

im Nachgang zu ihren Erhebungen noch zusätzliche Abklärungen zu 

treffen oder weitere Informationen einzuholen. Unter diesen Umständen 

erübrigt sich im Sinn einer antizipierten Beweiswürdigung auch die erst in 

der Replik vom 19. Mai 2017 durch den Beschwerdeführer beantragte 

Zeugenbefragung. Auf die Erhebung weiterer Beweise darf immer 

verzichtet werden, falls der ermittelte Sachverhalt als überwiegend 

wahrscheinlich betrachtet werden kann und weitere Beweismassnahmen 

keine zusätzlichen Erkenntnisse zu liefern vermögen. Im konkreten Fall 

ist/war nicht zu erwarten, dass die erwähnten Zeugen zum hier fraglichen, 

schon über sechs Monate zurückliegenden Geschehensablauf 

zweckdienliche Angaben machen könnten. Insbesondere die Frage, bei 

welcher Übung genau sich der Beschwerdeführer die Verletzung am 

rechten Knie zuzog und ob sich dabei etwas Aussergewöhnliches 

zugetragen habe, erscheint nach so langer Zeit kaum mehr zuverlässig 

- 14 -

beantwortbar zu sein. Ausserdem mutet es etwas seltsam an, dass der 

Beschwerdeführer diese Zeugen erst im Beschwerdeverfahren – und hier 

auch erst in der Replik – benennt, obwohl er spätestens seit dem 

Informationsschreiben der Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2017 

(Bg-act. 20) wusste, dass diese das Schadensereignis vom 23. November 

2016 nicht als Unfall anerkennen wird. Auf die Befragung der vom 

Beschwerdeführer aufgerufenen Zeugen ist deshalb in antizipierter 

Beweiswürdigung zu verzichten (BGE 136 I 229 E. 5.3, 122 V 157 E.1d). 

Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht von der 

Sachverhaltsdarstellung in der Schadenmeldung vom 5. Dezember 2016 

und im präzisierenden Fragebogen vom 12. Dezember 2016 zur 

Erfassung und Klärung des Vorfalls vom 23. November 2016 

ausgegangen. 

4. a) Es bleibt damit noch das Vorliegen einer unfallähnlichen 

Körperschädigung für die Bejahung einer allfälligen Leistungspflicht 

gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 UVV zu prüfen. Mit 

Ausnahme der Ungewöhnlichkeit müssen bei den unfallähnlichen 

Körperschädigungen die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs 

erfüllt sein. Besondere Bedeutung kommt dabei der Voraussetzung eines 

äusseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, 

objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles. Wo ein 

solches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, 

und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV 

aufgezählten Gesundheitsleidens, liegt eine eindeutig krankheits- oder 

degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor (vgl. BGE 129 V 466 

E.2.1 und E.2.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_186/2011 vom 26. Juli 

2011 E.8.2 und E.8.3; sowie RUMO-JUNGO/ HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 80 ff. 

m.w.H). 

- 15 -

b) Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid aus, dass 

der Beschwerdeführer in seiner Einsprache vom 21. Februar 2017 gegen 

die Verfügung vom 26. Januar 2017 überhaupt nicht geltend gemacht 

habe, es handle sich beim Ereignis vom 23. November 2016 um eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV, 

weshalb nur das Vorliegen eines Unfalls laut Art. 6 Abs. 1 UVG zu prüfen 

gewesen sei. Diese Darstellung ist so nicht ganz korrekt bzw. vollständig. 

Im Schreiben vom 13. Januar 2017 (Bg-act. 20 f.) hielt die 

Beschwerdegegnerin nämlich noch selbst fest, dass weder ein Unfall 

noch eine unfallähnliche Körperschädigung (keine Listenverletzung nach 

Art. 9 UVV) vorliege. In der Verfügung vom 26. Januar 2017 (Bg-act. 27 

f.) wird aber nichts mehr zur unfallähnlichen Körperschädigung gesagt, 

weshalb sich der Beschwerdeführer in der Einsprache vom 21. Februar 

2017 (Bg-act. 40 f.) eben auch nicht hierzu äusserte. Wenn die 

Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines Unfalls im Rechtssinne 

verneint, hat sie stets noch zu prüfen, ob die Vor-aussetzungen von Art. 9 

Abs. 2 UVV gegeben sind; und dies unabhängig davon, ob der 

Beschwerdeführer eine solche Listenverletzung ausdrücklich geltend 

gemacht hat oder nicht. Diese Verpflichtung findet ihre gesetzliche 

Grundlage in der allgemeinen Untersuchungs- und Abklärungspflicht der 

Vorinstanz gemäss Art. 43 ATSG und ist daher von Amtes wegen 

anzuwenden und auch umzusetzen (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. 

Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 43 Rz. 2 und 10). Dieses Versäumnis 

der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid hat auf das 

vorliegende Beschwerdeverfahren aber keinen Einfluss, da die 

Beschwerdegegnerin noch in der Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2017 

die Voraussetzungen für das Vorliegen einer unfallähnlichen 

Körperschädigung geprüft und diese dort (s. Ziff. 4 S. 10/10) mit plausibler 

Begründung verneint hat.

- 16 -

c) Nach Art. 9 Abs. 2 UVV sind folgende, abschliessend aufgeführte 

Körperschädigungen auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den 

Unfällen gleichgestellt, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung 

oder Degeneration zurückzuführen sind. Es handelt sich dabei um (lit. a) 

Knochenbrüche, (lit. b) Verrenkungen von Gelenken, (lit. c) 

Meniskusrisse, (lit. d) Muskelrisse, (lit. e) Muskelzerrungen, (lit. f) 

Sehnenrisse, (lit. g) Bandläsionen und (lit. h) Trommelfellverletzungen. 

Laut ärztlichem Abklärungs-bericht vom 14. Dezember 2016 (Dr. med. 

D._____, Klinik Gut) erlitt der Beschwerdeführer am 23. November 2016 

einen retropatellären Knorpelschaden mit freiem Knorpelfragment am 

rechten Knie. Dieses Beschwerdebild entspricht unbestrittenermassen 

keiner unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne der Listenverletzungen 

gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV (Liste abschliessend und Erweiterungen 

dieser Liste durch Analogie-schlüsse sind explizit nicht zulässig [BGE 116 

V 145 E.2b]). Auf die Prüfung des für die Bejahung einer unfallähnlichen 

Körperschädigung nebst der Körperverletzung zusätzlichen 

Erfordernisses des äusseren schädigenden Faktors kann somit 

vorliegend verzichtet werden.

d) Es liegt somit im Ergebnis weder ein Unfall noch eine unfallähnliche 

Körperschädigung vor, weshalb eine Leistungspflicht für das Ereignis vom 

23. November 2016 von der Beschwerdegegnerin zu Recht abgelehnt 

wurde.

5. a) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 8. März 2017 ist demnach 

rechtens, was zu seiner Bestätigung und folgerichtig zur Abweisung der 

Beschwerde vom 18. April 2017 führt.

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, weil das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. Eine 

- 17 -

aussergerichtliche (Partei-) Entschädigung steht der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]