# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3480569-2b39-5623-8745-7fc8babb7a8c
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-27
**Language:** de
**Title:** Rentenaufhebung. Verbesserung des Gesundheitszustandes. Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenzusprache.
**Docket/Reference:** IV.2013.00480
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00480.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00480
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiberin F. Brühwiler
Urteil
vom
27. Juni 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz AG
Rechtsdienst Haftpflicht- und
Versicherungsrecht, lic. iur.
Y.___
Affolternstrasse 42, Postfach 6944, 8050 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1957,
reiste im Jahr 1980 von
Z.___
in die Schweiz ein (
Urk. 7/19/1), wo sie zusammen
mit ihrem damaligen Ehemann
in der
Folge
ein
Tennis
center
betrieb
(Urk. 7/19/1-2). Die Ehe wurde im April 1993 geschieden
(Urk. 7/24)
.
In den Jahren 1993 und 1994 bezog die Versi
cherte Arbeitslosenentschädigung (Urk. 7/11/2).
Im November 1995 gebar
sie
eine Tochter (Urk. 7/1).
Am 28. Oktober 1997
meldete
sie
sich unter Hinweis auf eine Sehbehinderung am linken Auge bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2).
Gestützt auf den Bericht des behandelnden Augenarztes (Urk. 7/5)
kam die IV-Stelle zum Schluss, dass
die Arbeitsfähigkeit der Versicherten durch
das Augenleiden
nicht eingeschränkt sei
und wies das Leistungs
be
gehren
mit Verfügung vom 5. Februar 1998 ab (Urk. 7/8).
1.2
Am 28. September 2000 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an, wobei s
ie auf Angst- und Panikatta
cken, Herzklopfen, Zittern, Übelkeit, Druck im Kopf sowie Durchfall
hinwies (Urk. 8/9).
Nachdem die
IV-Stelle einen Bericht ihres behandelnden Psychiaters ein
geholt hatte
(Urk. 7/10
)
, liess sie
die
Versicherte
i
n der
A.___
psychiatrisch
begutac
hten (Gutachten vom 31. Juli 200
1, Urk. 7/19).
Mit Verfügung vom
10. Dezember 2001 sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Wirkung ab 1. September
1999 eine ganze Rente zu (Urk. 7
/27).
Am 9. August 2004 wurde der Versicherten mitgeteilt, bei der Über
prüfung des Inval
i
ditätsgrades sei keine rentenbeeinflussende Änderung festge
stellt worden, weshalb sie weiterhin Anspruch auf die bisher ausgerichtete Invalidenrente habe (Urk. 7/35).
Eine gleichlautende Mitteilung erging am 24. August 2010 (Urk. 7/55).
1.3
Im April 2011 leitete die IV-Stelle
ein weiteres
Rentenr
evisionsverfahren ein (Urk. 7/57).
Nachdem sie einen Bericht beim behandelnden Psychiater eingeholt hatte (Urk. 7/61),
wurde
eine
psychia
trische Begutachtung bei Dr. med.
B.___
, Facharzt für Psychia
trie und Psychotherapie FMH, an
geordnet
(Urk. 7/69).
Dr.
B.___
untersuchte die Beschwerdeführerin am 24. April 2012 und erstattete seine
Expertise
am 30. April 2012
(U
rk. 7/72). Gestützt auf
dieses
Gutachten stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 28. August 2012
die Aufhebung der Rente in Aussicht
(Urk. 7/77). Die Versicherte erhob dagegen Einwände
(Ur
k. 7/85, Urk. 7/92, Urk. 7/100)
.
Am
5
. Oktober 2012 fand bei
der Berufsberatung
der IV-Stelle
ein Gespräch
zur Abklärung
von Möglichkeiten zur beruflichen Eingliederung
statt (Urk. 7/96)
.
Mit Verfügung vom
23.
April 2013 stellte
die IV-Stelle wie angekündigt
die zuvor ausgerichtete Invaliden
rente per Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein; einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 24. Mai 2013 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr ab dem 1. Juni 2013 eine halbe Rente auszurichten (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2013 schloss die Beschwerdegegnerin auf A
bweisung der Beschwerde (Urk. 6
), was der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 1. Juli 2013 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
In der angefochtenen Verfügung
wurde
e
rwogen
, im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprache im Jahr 2001 sei der Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abge
klärt worden und die damalige Rentenzusprache erweise sich deshalb als zwei
fellos unrichtig. Die Verfügung vom 10. Dezember 2001 sei
infolgedessen
wie
dererwägungsweise aufzuheben. Auf das psychiatrische Gutachten
von Dr.
B.___
vom 30. April 2012, wonach der Beschwerdeführerin eine ange
passte Tätigkeit zu 70 % zumutbar sei, könne
sodann
abgestellt werden.
Der
Einkommensvergleich
ergebe
ein
en
Invaliditätsgrad von 37 %, weshalb kein Rentenanspruch besteh
e (Urk. 2).
1.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor,
es treffe nicht zu, dass
die Verfü
gung vom 10. Dezember 2001 zweifellos unrichtig
sei
.
I
hr Gesundheitszustand
habe sich
sodann
nicht
derart verbessert
, dass sie nun wieder zu 70 % arbeiten könne
,
wie von
Gutachter
Dr.
B.___
angeno
mmen
. Die Beurteilung ihres behandelnden Psychiaters Dr.
C.___
, wonach ein schrittweiser Wiedere
in
stieg bis zu einer maximalen
Arbeitst
ätigkeit von 50 %
vorgenommen werden solle
, sei sachgerecht
er
. Sie habe
somit
ab dem 1. Juni 2013
zumindest
noch Anspruch
auf eine halbe Invalidenrente
(Urk. 1).
2
.
2.
1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
2.
2
Dieser Revisionsordnung geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des
Art.
17 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfü
gung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf
Art.
17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125
V
368 E. 2 S. 369).
Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung (BGE 117 V 8 S. 17). Eine Ver
fügung kann auch zweifellos unrichtig sein, wenn der Sachverhalt nicht korrekt festgestellt wurde. Darunter fällt insbesondere eine
unvollständige Sachver
haltsabklärung aufgrund einer
klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes
(
Urteil des Bundesgerichts 9C_1014/2008 vom 14. April 2009, E. 3.2.2 mit Hin
weisen
).
Bei Renten der Invalidenversicherung im Besonderen ist zu beachten, dass die Ermittlung des Invaliditätsgrades verschiedene Ermessenszüge aufweisende Ele
mente und Schritte umfasst. Zu denken ist namentlich an die durch eine Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall bedingte Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] und Art. 6 ATSG). Hier bedarf es für die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung. Scheint die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Rentenzusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (vgl. dazu Urteile des Bun
desgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.2 und 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.2 mit Hinweisen; ferner BGE 129 V 433 Erw. 3, 125 V 368 E. 2 und 3).
2.3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These
abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
3.1.1
Am 14. April 2001
wurde die Beschwerdeführerin in der
A.___
psychiatrisch untersucht (Gutachten vom 31. Juli 2001, Urk. 7/19). Die Gutachter
diagnostizierten
eine Panikstörung,
agoraphobische Ängste,
sowie
anamnestisch das Bestehen von depressiven Ein
brüchen (Urk. 7
/19/3). In der Anamnese wurde festgehalten, ab 1990
sei es
unregelmässig zu Panikattacken an öffentlichen Orten gekommen. Da die Beschwerdeführerin in den folgenden Jahren massiv unter psychischem Druck gestanden habe (Trennung vom Ehemann, Schwangerschaft in sehr unsicheren Verhältnissen, nach der Geburt stark ambivalentes Verhältnis zum Vater der Tochter), sei es in immer kürzeren und häufigeren Intervallen zu Angstattacken gekommen, welche die Beschwerdeführerin mit Anxiolytika bekämpft habe. Mit zunehmender Häufigkeit der Panikattacken seien zum Teil auch ago
raphobische Ängste aufgetreten. Ab 1997 sei die Beschwerdeführerin in psychiatrischer Behandlung bei Dr.
D.___
gewesen, da vor allem die agoraphobischen Ängste die Beschwerdeführerin daran gehindert hätten, sich im Tram, im Zug oder im Ein
kaufszentrum aufzuhalten
. Die Beschwerdeführerin habe berichtet, dass agora
phobische Ängste aufträten, sobald sie
sich
nac
h aussen orientiere. So träten Ängste
beim Verlassen des Hauses, dem Besuch von Einkaufszentren sowie der
Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln
auf
(Urk. 7/19/2
)
.
D
ie
Gutachter hielt
en
fest, es sei schwierig zu explorieren, a
b wann die Arbeitsfähigkeit redu
ziert gewesen sei, da die Beschwerdeführerin ihre Aufgabe als Mutter und im Haushalt trotz ihren Ängsten immer habe wahrnehmen können. Eine deutliche Einschränkung sei sicher ab 1997 zu verzeichnen, als die Beschwerdeführerin einen Psychiater aufgesucht habe.
A
b diesem Zeitpunkt
sei der
Versicherten
neben der Haushaltführung und
der
Kindererziehung keine Teilzeitarbeit
mehr zumutbar
gewesen
, da sie durch die Bewältigung ihrer Lebenssituation bereits an der Belastungsgrenze angelangt sei. Es sei deswegen von einer 100%igen Unfähigkeit für eine Lohnarbeit neben der geleisteten Haushalt- und Erzie
hungsarb
eit ab Dezember 1997 auszugehen
.
Eine Teilzeitarbeit als Tennislehre
rin
sei
jedoch zumutbar, wenn s
ich die Symptome
zurückbilden würden
(Urk
. 7/19/3).
3.1.2
Gestützt auf die Ergebnisse
des Gutachtens
kam die IV-Ärztin zum Schluss
, dass aktuell keine Arbeitsfähigkeit gegeben sei (Urk. 7/21), worauf die
IV-Stelle
der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. September 1999 eine ganze Rente zusprach (
Verfügung vom 10. Dezember 2001,
Urk. 7/27).
3.2
Mit Verlaufsbericht vom 27. Februar 2004 (Urk. 7/33) teilte
Dr. med.
D.___
-
damaliger behandelnder Psychiater der Beschwerdeführerin - mit, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei stationär und es bestehe
auf
grund der Angstzustände und der Panikattacken
weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Gestützt auf diesen Bericht
hielt
die IV-Stelle
dafür
,
dass die Beschwerdeführerin
weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente
habe
(
Mittei
lung vom 9. August 2004,
Urk. 7/35).
3.3
Dr. med.
PhD
C.___
, Facharzt
FMH für Psychiatrie und Psychothera
pie und
seit Dezember 2009
behandelnder Arzt der Beschwerde
führerin (Urk. 7/50/2),
führte
in seinem
Bericht vom 21. April 2010
an die
I
V-Stelle
aus
,
d
ie Beschwerdeführerin
leide
an einer rezidivierenden affektiven Störung, derzeit mittelgradig depressiv
vom Typus bipolar II, sowie an Panik
störungen,
einer
Agoraphobie und einer Schielamblyopie li
nks
.
I
m Verlaufe der letzten vier Monate sei es zu einer deutlichen Symptomreduktion gekommen. Bei Fortsetzung der bisherigen Behandlungserfolge
könne längerfristig eventuell mit einer Wiedererlangung einer Arbeitsfähigkeit gerechnet werden (Urk. 7/50/2). Gestützt darauf teilte die IV-Stelle der Beschwerdeführerin am 24. August 2010 mit, es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente (Urk. 7/55).
4.
4.1
Am 24. April 2012
wurde die Beschwerdeführerin
von Dr.
B.___
exploriert
(Gutachten vom 30. April 2012, Urk. 7/72). Der
Gutachter
diagnostizierte
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) sowie eine Agoraphobie (ICD-10 F40.0). Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erachtete er eine
gegenwärtig remittierte
bipolare affektive Psychose (ICD-10 F31.7).
Der Gutachter
hielt fest, i
m Rahmen der Untersuchung habe sich eine im Kontaktverhalten misstrauische und etwas ablehnende Beschwerdeführerin gezeigt, die Fragen zum Tagesablauf und Freizeitverhalten trotz mehrfacher Nach
frage nur vage beantwortet habe
.
Das Gangbild zum Sprechzimmer sei behäbig, aber sicher gewesen. Das äussere Erscheinungsbild sei sehr gepflegt gewesen und es hätten sich keine Hinweise auf Vernachlässigung der Körper
pflege ergeben. Die Beschwerdeführerin habe mit gut modulierter, aber verwa
schener Stimme gesprochen. Sie
habe merklich
verhangen
gewirkt, auch das Antriebsverhalten sei infolge der medikamentösen Sedierung reduziert gewesen und die Psychomotorik entsprechend verlangsamt. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, um ungefähr 14 Uhr aufgrund ihrer Nervosität eine Tablette Xanax 0,25 mg eingenommen zu haben.
Die Grundstimmung sei klagsam gewesen, die affektive Schwingungsfähigkeit jedoch nicht eingeschränkt. Die Beschwerde
schilderungen hätten einen deutlich appellativen Charakter gehabt und seien dramatisierend gewesen, eine Tendenz zur Symptomausweitung und Selbstlimi
tierung sei erkennbar gewesen. Im Denken sei die Beschwerdeführerin auf die Beschwerdeschilderungen und die eigenen Defizite fokussiert gewesen
(Urk. 7/72/10-11).
Der Gutachter
hielt
sodann
mit Blick auf die von
Dr.
C.___
gestellte Diag
nose einer bipolaren affektiven Störung fest
,
bei der Beschwerdeführerin
liessen sich unter psychopharmakologisch-psychotherapeutischer Behandlung aktuell keine relevanten manischen oder depressiven Symptome erkennen. Gegen eine vollumfassende Arbeitsunfähigkeit infolge der Panikstörung und der Agorapho
bie sprächen das Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin und damit auch diverse Inkonsistenzen. Erst nach mehrmaliger Nachfrage habe die Beschwer
deführerin angegeben, selbständig mit dem Auto ihres Ex-Partners zu fahren und zwei bis drei Mal pro Jahr in Begleitung eines Kollegen die
Familienange
hörigen in
Z.___
zu besuchen
. Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr.
E.___
, habe zudem angegeben, es sei ihm nie eine schwerwiegende Depres
sion aufgefallen und
eine solche sei
von der Beschwerdeführerin auch nie erwähnt worden
(Urk. 7/72/12-13)
.
Bezüglich Arbeitsfähigkeit kam der Gutachter zum Schluss, dass die Beschwerde
führerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsfähig sei. In einer dem psychischen Leiden optimal angepassten Tätigkeit
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Geeignet seien zeitlich flexible, ausrei
chend strukturierte und wohnortnahe Tätigkeiten in einer wohlwollenden und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre, ohne permanenten Zeit- und Termindruck. Die emotionale Belastbarkeit der Beschwerdeführerin sei
herabgesetzt
,
phasen
weise bestünde
zudem eine Antriebsminderung
sowie eine
Verlangsamung d
es Arbeitstempos (Urk. 7/72/13).
4.
2
Das Gutachten des Dr
.
B.___
beruht
auf den erforderlichen und allseitigen Untersuchungen (Urk. 7/72/
6-10
), berücksichtigt die geklagten Beschwerden (Urk.
7/72/9
) und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden (Urk.
7/72/2-5
).
Im Gutachten wurde schlüssig dargetan, dass
die Diagnose der bipolaren affektiven Störun
g
gegenwärtig
nicht gestellt werden
könne
, da keine relevanten manischen oder depressiven Symptome festzustellen seien
.
D
ie Beurteilung, wonach
insbesondere
mit Blick auf das Aktivitäts
niveau der Beschwerdeführerin
die Angst- und Panikattacken
weniger einschränkend seien als in der Vergangenheit
attestiert
, ist
sodann
nachvollziehbar
. So
zeigt sich
denn auch
im Vergleich
zu
den Einschränkungen, wie sie im Gutachten der
A.___
ausführlich
geschildert wurden (E. 3.1), eine deutliche Verbesserung
, insbesondere mit Blick auf den Tagesablauf und die regelmässig unternommenen
Reisen nach
Z.___
(vgl. Urk. 7/72/8).
Besteht
aktuell
keine affektive Störung mehr und wirken sich die Angst- und Panikstörungen nicht mehr derart einschränkend aus, stellt dies i
m Vergleich
zu den früheren ärztlichen Beurteilungen eine erhebliche Verbesse
rung d
es Gesundheitszustandes
der Beschwerdeführerin
dar
.
Wenn Dr.
B.___
aufgrund der Schilderungen der Beschwerdeführerin und der vorli
egenden Akten dafür hielt, dass
eine
in der Vergangenheit wiederholt attestierte vollständige
Arbeitsunfähigkeit schwer nachvollziehbar sei
un
d nicht bestätigt werden könne
(Urk. 7/72/12+14), handelt es sich um eine Einschät
zung, die zwar zutreffen könnte, aufgrund des Umstandes, dass damals
die behandelnden und begutachtenden Ärzte
von einer vollständigen Arbeits
un
fä
higkeit
für eine Erwerbstätigkeit
ausgingen, nicht mit dem im Sozialversiche
rungsrecht massgegeben Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist. Entsprechend muss davon ausgegangen werden, dass die
psy
chischen Beschwerden der Beschwerdeführerin in der Vergangenheit eine Erwerbstätigkeit verunmöglichten, die Beschwerden jedoch seither
soweit
abge
klungen sind, dass lediglich noch eine Einschränkung von 30 % besteht.
4.3
Auch der behandelnde Psychiater Dr
.
C.___
ging
im Übrigen
von einer wesentlichen Verbesserung der Ar
beitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
aus (vgl. Berichte vom 26. August 2011 [Urk. 7/61], vom 30. August 2012 [Urk. 7/8
4] und vom 6. Mai 2013 [Urk. 7/
108]).
Dass
Dr.
C.___
die Arbeits
fähigkeit
tiefer einschätzt
e
als
Gutachter Dr.
B.___
,
vermag
dessen
Beur
teilung nicht in Frage zu stellen.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzu
weisen, dass das Gericht der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte und behan
delnde Spezialärzte (so etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versiche
rungsgerichts in Sachen H. vom 2
1.
Februar 2005, I 570/04, E. 5.1 mit Hinwei
sen) mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, Rechnung tragen soll und darf (BGE 125 V 353 E. 3b/cc)
.
4.4
Es ist somit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert hat und ihr eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 70 % zumutbar ist. Bei dieser Sach
lage liegt ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG vor
(E. 2.1)
.
Entgegen der Auffassung der Verwaltung kann nicht gesagt werden, dass die ursprüngli
che Rentenzusprache auf ungenügenden und widersprüchlichen medizinischen Grundlagen beruhte; insoweit kann nicht davon gesprochen werden, dass die Verfügung vom 10. Dezember 2001 als zweifellos unrichtig zu qualifizieren wäre.
4.5
Vor der Geburt ihrer Tochter im November 1995 (Urk. 7/9/2) gab die Beschwerde
führerin ihre damals ausgeübte Erwerbstätigkeit auf (Urk. 7/11/2). In ihrer ersten Anmeldung zum Leistungsbezug hielt sie fest, dass sie seit der Geburt ihres Kindes als Hausfrau und Mutter tätig sei. Gegenüber den Gutach
tern
der
A.___
gab
sie im April 2001 sodann an, sie könne neben der Erziehung ihrer Tochter und der Führung des Haushaltes keine weiteren Belastungen tragen (Urk. 7/19/2). Dessen unge
achtet legte die IV
Stelle der rentenzusprechenden Verfügung vom 10. Dezember 2001 die Annahme zugrunde, die Versicherte wäre ohne Gesund
heitsschaden mit einem Pensum von 100 % erwerbstätig (Urk. 7/12/1). Indem die IV
Stelle den Umstand ignorierte, dass die Versicherte aufgrund ihrer Pflichten im Aufgabenbereich Haushalt auch im Gesundheitsfall einer ausser
häuslichen Erwerbstätigkeit bloss mit einem Teilzeitpensum hätte nachgehen können - womit die Invalidität korrekterweise nach der gemischten Methode zu bemessen gewesen wäre -, beruht die Verfügung vom 10. Dezember 2001 inso
fern auf einer unrichtigen Rechtsanwendung und wäre daher als zweifellos unrichtig zu qualifizieren.
5.
5.1
Die
IV-Stelle
ging
zur Ermittlung des aktuellen Invaliditätsgrades
davon aus,
dass
die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung voll erwerbstätig
wäre
(Urk. 7/75/6). Dies
gibt
mit Blick darauf, dass
die
Tochter im
Zeitpunkt der hier angefochtenen Verfügung vom 23. April 2013
bereits
17
Jahre alt war, die Beschwerdeführerin vor
der
Geburt der Tochter
mit ihrem damaligen Ehemann
ein Tennis
center
mit Gastronomiebetrieb führte (Urk. 7/72/7) und angab,
sich
entsprechend ihrer Arbeitsfähigkeit wieder ins Erwerbsleben eingliedern zu woll
en (Urk. 7/85),
zu keinerlei Beanstandungen Anlass
.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (
IVG
)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130
V
343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Wird zugunsten der Beschwerdeführerin auf das von ihr gemäss IK-Auszug (Urk. 7/11) höchste je erzielte Einkommen abgestellt, so
ist das Einkommen des Jahres 1987 heranzuziehen, in dem die Beschwerdeführerin Fr. 25‘742.--
ver
diente
. Angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne für weibliche Arbeits
kräfte von 1557
Punkten
im Jahr 1987 auf 2630
Punkte
im Jahr
2012
(
Ent
wicklung der
Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne
, publi
ziert auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch]) ergibt dies ein Valideneinkommen von Fr. 43‘482.--
.
5.
3
Die
Beschwerdegegnerin
hat das Invalideneinkommen anhand der Tabellen
löhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) ermittelt un
d
ist
vom
nicht nach Branchen differenzierten
Lohn
für
Hilfs
t
ätigkeiten,
Anforderungsn
iveau 4, von Fr. 4‘
2
25.
--
ausgegangen (Tabelle TA1 der LSE 2010, S. 26).
Dies wurde von der Beschwerdeführerin nicht bemängelt und gibt auch zu keinerlei Beanstandungen Anlass. Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche (Die Volkswirtschaft 12-2013 S. 90 Tabelle B9.2) und angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne für weibliche Arbeitskräfte von 2579
Punkten
im Jahr 2009 auf 2630
Punkte
im Jahr 2012 (Die Volkswirtschaft 12-2013 S. 91 Tabelle
B10.3) ergibt dies bei einem
der Beschwerdeführerin zumutbaren
70%-Pensum
(E. 4.1-4-2)
ein Bruttoeinkom
men von Fr.
37‘730
.--.
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichsein
kommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
Unter Berücksichtigung der relevanten Faktoren
rechtfertigt sich ein leidensbe
dingter Abzug von 10 %. Das Invalideneinkommen beträgt somit Fr.
33‘957.--
.
5.
4
Bei einem Invalideneinkommen von Fr.
33‘957.--
resultiert im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr.
43‘482.--
eine Erwerbseinbusse von Fr.
9‘525.--
,
was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von rund
22
% entspricht (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2).
5.5
Dass die Beschwerdegegnerin davon ausgegangen ist, die medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit sei auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar
(Urk. 2
S. 3
)
, gibt zu
keinerlei Beanstandungen Anlass, geht aus dem Bericht von Dr.
C.___
doch hervor, dass
sich
die Beschwerdeführerin als Selbständiger
werbstätige wieder ins Berufsleben
habe integrieren können
(Bericht vom 6. Mai 2013, Urk. 7/108/3). Dass die erwarteten Einnahmen wegen säumiger Schuldner bisher
offenbar
noch nicht im entsprechenden Masse eingetroffen
sind
(Urk. 7/108/3), vermag daran nichts zu ändern.
6.
Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch
somit
zu Recht verneint, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
AXA-ARAG Rechtsschutz AG
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstF. Brühwiler