# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b0479748-b0d9-5cb3-8d2c-4dce8f1daf6d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-05
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 05.12.2018 II 2018 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-80_2018-12-05.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2018 80

Entscheid vom 5. Dezember 2018 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

1. Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

2. C.________ GmbH,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________, 
Beigeladene,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (sozialversicherungs-
rechtliche Stellung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1971) ist ausgebildete Physiotherapeutin und arbeitet als 
solche im Anstellungsverhältnis in einer Praxis in Zürich. Mit Verfügung 
________ 2017 des Amtes für Gesundheit und Soziales des Kantons Schwyz 
erhielt A.________ die kantonale Berufsausübungsbewilligung als Physiothera-
peutin (vgl. Vi-act. 1). 

B. Am 2. Juni 2017 meldete sich A.________ bei der Ausgleichskasse des 
Kantons Schwyz als Selbständigerwerbende (Einzelfirma) an. Als Geschäfts-
adresse gab sie die Adresse der C.________ GmbH in E.________ an. Neben 
weiteren Unterlagen reichte A.________ unter anderem einen zwischen ihr und 
der C.________ GmbH am 28. Oktober 2016 abgeschlossenen Service-Vertrag 
ein (Vi-act. 1). 

C. Mit Schreiben vom 19. Juni 2017 teilte die Ausgleichskasse Schwyz 
A.________ mit, dass man sie aufgrund der erfolgten Abklärungen für die Zeit ab 
Februar 2017 als Arbeitnehmerin der C.________ GmbH betrachte (Vi-act. 3). 
Hierzu nahm A.________ am 22. September 2017 Stellung (Vi-act. 3). Am 29. 
September 2017 stellte sie der Ausgleichskasse Schwyz die im Service-Vertrag 
vom 28. Oktober 2016 genannten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der 
Beigeladenen zu (Vi-act. 5). 

D. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2017 hielt die Ausgleichskasse Schwyz an 
ihrer Beurteilung des Beitragsstatus fest (Vi-act. 6). Am 17. November 2017 
ersuchte die nunmehr beanwaltete A.________ für den Fall des Festhaltens an 
der Qualifikation als Selbständigerwerbende um den Erlass einer anfechtbaren 
Verfügung (Vi-act. 7). 

E. Nach einem weiteren Austausch der jeweiligen Standpunkte seitens der 
Vorinstanz mit Schreiben vom 18. Dezember 2017 und der Beschwerdeführerin 
vom 1. Februar 2018 (Vi-act. 8 und 9) verfügte die Ausgleichskasse Schwyz am 
12. Februar 2018 die Einstufung von A.________ als Unselbständigerwerbende 
(Vi-act. 10). Dagegen liess A.________ am 15. Februar 2018 Einsprache erhe-
ben (Vi-act. 11).

F. Mit Einspracheentscheid (Nr. 1029/18) vom 14. Juni 2018 wies die 
Ausgleichskasse die Einsprache vom 15. Februar 2018 ab (Zustellung am 
18.6.2018). 

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G. Mit Eingabe vom 20. August 2018 lässt A.________ (unter Berücksichti-
gung des Fristenstillstands über die Sommerferien, Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz rechtzeitig Beschwerde erheben 
mit den folgenden Anträgen: 

1. In Gutheissung der Beschwerde sei der angefochtene Entscheid aufzuheben. 

2.1 Die Beschwerdeführerin sei in Bezug auf ihre Tätigkeit als Craniosacral- und 
Physiotherapeutin als Selbständigerwerbende im Sinne des AHVG anzuer-
kennen. 

2.2 Eventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen, damit diese einen hinreichend begründeten Entscheid erlässt. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates für das vor-
liegende Beschwerde-, wie auch für das vorinstanzliche Einspracheverfahren. 

H. Mit Verfügung vom 22. August 2018 lud der instruierende Richter die 
C.________ GmbH ins Verfahren (II 2018 80) ein. Es wurden ihr und der Vorin-
stanz die Möglichkeit eingeräumt, zur Beschwerde eine Vernehmlassung einzu-
reichen. Am 11. September 2018 reicht die Vorinstanz ihre Vernehmlassung ein. 
Die Beigeladene reicht ihre Vernehmlassung am 12. September 2018 ein. Hierzu 
äussert sich die Beschwerdeführerin (innert Frist [3.10.2018]) nicht weiter; auch 
seitens der Beigeladenen und der Vorinstanz erfolgten keine weiteren Eingaben. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, massgebender 
Lohn genannt, werden paritätische Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge erho-
ben (Art. 5 Abs. 1 und Art. 13 AHVG). Als massgebender Lohn gilt jedes Entgelt 
für in unselbständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete 
Arbeit, mit Einschluss von Teuerungs- und anderen Lohnzulagen, Provisionen, 
Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien- und Feiertagsentschädigungen und 
ähnlichen Bezügen, sowie Trinkgeldern, soweit diese einen wesentlichen Be-
standteil des Arbeitsentgeltes darstellen (Art. 5 Abs. 2 AHVG). Vom Einkommen 
aus selbständiger Erwerbstätigkeit wird demgegenüber ein Beitrag des Selbstän-
digerwerbenden erhoben (Art. 8 AHVG). Einkommen aus selbständiger Erwerbs-
tätigkeit ist jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger 
Stellung geleistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG).

Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbstätiger richtet sich unter 
anderem danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum erzielte Erwerbsein-
kommen als solches aus selbständiger oder aus unselbständiger Erwerbstätig-
keit zu qualifizieren ist (vgl. Art. 5 und 9 AHVG sowie Art. 6 ff. AHVV). Selbstän-

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digerwerbende können gleichzeitig auch Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer 
sein, wenn sie entsprechendes Erwerbseinkommen erzielen (vgl. Art. 4 Abs. 1 
AHVG; vgl. auch Art. 12 Abs. 2 ATSG).

1.2 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall 
selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht auf Grund der 
Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend 
sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnis-
se vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qua-
lifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbständig 
erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einem Arbeitgeber in 
betriebswirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und 
kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt.

Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, 
schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen 
Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung 
einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände 
des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten 
zu Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merk-
male im konkreten Fall überwiegen (BGE 123 V 161 Erw. 1 m.H.; SVR 2011 AHV 
Nr. 11 S. 33, Bundesgerichtsurteil 9C_946/2009 vom 30.9.2010 Erw. 2.1; vgl. 
auch Ueli Kieser, Alters- und Hinterlassenenversicherung, in: Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, 
S. 1260, Rz. 191 ff.).

1.3 In Grenzfällen, in denen sowohl Merkmale unselbständiger als auch solche 
selbständiger Erwerbstätigkeit vorliegen, ohne dass das Pendel eindeutig in die 
eine oder die andere Richtung ausschlagen würde, ist rechtsprechungsgemäss 
namentlich auch Koordinationsgesichtspunkten Rechnung zu tragen (vgl. BGE 
123 V 161 Erw. 4a; Urteile des Eidg. Versicherungsgerichts [EVG] H 55/01 vom 
27.5.2003 Erw. 4.2 und H 300/98 vom 4.7.2000 Erw. 8d/aa). Dies gilt vorab bei 
Erwerbstätigen, die gleichzeitig mehrere Tätigkeiten für verschiedene oder den-
selben Arbeit- oder Auftraggeber ausüben. Es soll nach Möglichkeit vermieden 
werden, dass verschiedene Erwerbstätigkeiten für denselben Arbeit- oder Auf-
traggeber oder dieselbe Tätigkeit für verschiedene Arbeit- oder Auftraggeber un-
terschiedlich, teils als selbständige, teils als unselbständige Erwerbstätigkeit, 
qualifiziert werden (BGE 119 V 161 Erw. 3b; Urteile EVG H 12/04 vom 17.2.2005 
Erw. 3 und H 300/98 vom 4.6.2000 Erw. 8d/aa; zum Ganzen: SVR 2011 AHV 
Nr. 17 S. 62, Bundesgerichtsurteil 9C_132/2011 vom 26.4.2011 Erw. 3.2; 
Bundesgerichtsurteil 9C_799/2011 vom 26.3.2012 Erw. 3.2).

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1.4 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt selbständige Erwerbs-
tätigkeit im Regelfall vor, wenn der Beitragspflichtige durch Einsatz von Arbeit 
und Kapital in frei bestimmter Selbstorganisation und nach aussen sichtbar am 
wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt mit dem Ziel, Dienstleistungen zu erbringen 
oder Produkte zu schaffen, deren Inanspruchnahme oder Erwerb durch finanziel-
le oder geldwerte Gegenleistungen abgegolten wird (BGE 115 V 170f. m.H.). 
Charakteristische Merkmale einer selbständigen Erwerbstätigkeit sind die Täti-
gung erheblicher Investitionen, die Benützung eigener Geschäftsräumlichkeiten 
sowie die Beschäftigung von eigenem Personal (BGE 122 V 172; BGE 119 V 
163 Erw. 3b). Das spezifische Unternehmerrisiko besteht dabei darin, dass un-
abhängig vom Arbeitserfolg Kosten anfallen, die der Versicherte selber zu tragen 
hat (ZAK 1986 S. 333 Erw. 2d). Für die Annahme selbständiger Erwerbstätigkeit 
spricht sodann die gleichzeitige Tätigkeit für mehrere Gesellschaften in eigenem 
Namen, ohne indessen von diesen abhängig zu sein (ZAK 1982 S. 215). Mass-
gebend ist dabei nicht die rechtliche Möglichkeit, Arbeiten von mehreren Auftrag-
gebern anzunehmen, sondern die tatsächliche Auftragslage (vgl. BGE 122 V 
172). Weitere Indizien für die selbständige Erwerbstätigkeit sind das Handeln in 
eigenem Namen und auf eigene Rechnung, die frei gewählte Organisation und 
das Fehlen eines Entschädigungsanspruches bei (unverschuldetem) Ausbleiben 
der Arbeitsleistung – etwa bei Krankheit oder Unfall (vgl. Rüedi, Die Abgrenzung 
zwischen selbständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit, in: Schaffhauser/ 
Kieser, Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, S. 129 m.H.; Lanz, 
Selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit, AJP 1997 S. 1468ff.; zum 
Ganzen vgl. auch U. Kieser, Alters- und Hinterlassenenversicherung, a.a.O., 
S. 1261, Rz. 195 ff.). 

Von unselbständiger Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn die für den Arbeits-
vertrag typischen Merkmale vorliegen, d.h. wenn der Versicherte Dienst auf Zeit 
zu leisten hat, wirtschaftlich vom "Arbeitgeber" abhängig ist und während der Ar-
beitszeit auch in dessen Betrieb eingeordnet ist. Indizien dafür sind das Vorliegen 
eines bestimmten Arbeitsplans, die Notwendigkeit, über den Stand der Arbeiten 
Bericht zu erstatten sowie das Angewiesensein auf die Infrastruktur am Arbeits-
ort. Das wirtschaftliche Risiko des Versicherten erschöpft sich diesfalls in der (al-
leinigen) Abhängigkeit vom persönlichen Arbeitserfolg oder, bei einer regelmäs-
sig ausgeübten Tätigkeit, darin, dass bei Dahinfallen des Erwerbsverhältnisses 
eine ähnliche Situation eintritt, wie dies beim Stellenverlust eines Arbeitnehmers 
der Fall ist (vgl. SVR 1/2000, AHV Nr. 3 Erw. 3c, 2. Abs., mit Verweis auf BGE 
122 V 281 Erw. 2b).

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1.5 In der Wegleitung über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO 
des Bundesamtes für Sozialversicherungen (WML, gültig ab 1.1.2008, Stand: 
1.1.2018) wird von unselbständiger Erwerbstätigkeit gesprochen, wenn der Er-
werbstätige kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt und von einem Arbeitgeber 
in wirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist (WML 
Rz. 1013). 

1.5.1  Auf das Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit deuten die folgen-
den Einzelelemente hin (Kieser, Alters- und Hinterlassenenversicherung, a.a.O., 
S. 1261, Rz. 196; vgl. auch WML Rz. 1013f.): 

 Führen eines Betriebes mit Angestellten in eigenen Geschäftsräumlichkeiten;
 Gleichstellung gegenüber derjenigen Person, welche den Auftrag erteilt hat;
 Möglichkeit, gleichzeitig für mehrere Gesellschaften in eigenem Namen tätig 

sein zu können, ohne von diesen abhängig zu sein; 
 Tragen von Geschäftskosten; 
 erfolgsgebundene Entschädigung;
 Haftung gegenüber Drittpersonen;
 Wahl der Arbeitszeit, Erledigung der Arbeit zu Hause, keine Entgegennahme 

von Weisungen;
 Heranziehen der betreffenden Person von Fall zu Fall;
 und die gesetzlich vorgesehene Unabhängigkeit und Weisungsungebunden-

heit.

1.5.2  Für die Annahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit sprechen die 
folgenden Kriterien (Kieser, Alters- und Hinterlassenenversicherung, a.a.O., 
S. 1262, Rz. 198):

 Fehlen von erheblichen Investitionen;
 keine Bezahlung von Angestelltenlöhnen;
 keine massgebliche Entscheidungsbefugnis über Investitionen und Personal-

fragen;
 Höhe des Einkommens in wesentlichem Mass abhängig von der Präsenzzeit, 

nicht hingegen vom Umfang der zu verrichtenden Arbeit sowie der Art der-
selben; 

 Pflicht, sich an vorgegebene Weisungen zu halten;
 keine Pflicht, Aufträge zu akquirieren;
 Bindung an einen Arbeitsplan, Angewiesensein auf firmeneigene Einrichtun-

gen, keine Tragung von erheblichen Unkosten;
 regelmässige Arbeit für die nämliche Arbeitgeberin;
 eingehende Festlegung der Arbeitsorganisation durch ein Reglement, Fest-

legung der Entschädigung nach einem Tarif; 

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 regelmässige Auszahlung der zu qualifizierenden Beiträge;
 wirtschaftliches Risiko erschöpft sich − bei einer unregelmässig ausgeübten 

Tätigkeit − in der (alleinigen) Abhängigkeit vom persönlichen Arbeitserfolg;
 Pflicht, die einzelnen der betreffenden Person zugewiesenen Fälle zu be-

arbeiten; 
 Bestehen eines dergestalten Abhängigkeitsverhältnisses, dass beim Wegfall 

der Tätigkeit eine ähnliche Situation eintritt, wie dies beim Stellenverlust eines 
Arbeitnehmers der Fall ist.

Von einem wirtschaftlichen bzw. arbeitsorganisatorischen Abhängigkeitsverhält-
nis wird namentlich beim Vorhandensein folgender Faktoren ausgegangen (WML 
Rz. 1015):

 Weisungsrecht;
 Unterordnungsverhältnis;
 Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung;
 Konkurrenzverbot;
 Präsenzpflicht.

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin für ihre 
Tätigkeit als Craniosacral- und Physiotherapeutin in den Räumlichkeiten der Bei-
geladenen als deren Arbeitnehmerin einzustufen ist (Standpunkt der Vorinstanz) 
oder ob sie diesbezüglich selbständig erwerbend ist (Standpunkt der Beschwer-
deführerin und der Beigeladenen). 

2.1.1  Im Service-Vertrag vom 28. Oktober 2016 zwischen der Beigeladenen (im 
Vertragswerk "Zentrum" genannt) und der Beschwerdeführerin ("Mieterin") wird 
unter Ziffer 1 Vertragsgegenstand und Arbeitsteilung vereinbart, dass die Miete-
rin im Zentrum eigenverantwortlich und ohne Weisungsbefugnis des Zentrums 
auf eigene Kosten und Rechnung tätig ist. Die Mieterin erhält die Möglichkeit, die 
Räumlichkeiten des Zentrums zu nutzen für Patientenbehandlungen, Therapie-
sitzungen oder Coaching gemäss Absprache. Das Zentrum stellt die gesamte 
Infrastruktur zur Verfügung, inklusive dem üblichen Verbrauchsmaterial, Abrech-
nungs- und Planungssoftware. Ausserdem stehen drei Büroarbeitsplätze im Zen-
trum zur Verfügung für kurzzeitige administrative Tätigkeiten und geschäftliche 
Telefongespräche. Ferner gibt es zwei kleine Küchen, die genutzt werden dürfen. 
Die Benutzung der Küche im Keller ist nach Absprache entgeltlich möglich. 

Die Mieterin führt mit Ausnahme des Folgenden alle administrativen Arbeiten 
selber und in Eigenverantwortung aus: Abrechnung gegenüber dem Patienten 
und Krankenkasse via Ärztekasse, Inkasso (ohne Delkredere), Terminierung, 
Raumplanung, Werbung, Reinigungsservice. Das Zentrum bestimmt die zentru-

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minternen Abläufe wie administrative Verfahren, Auftritt nach aussen, Werbe-
massnahmen, Kooperation mit weitern Mietern. 

2.1.2  Unter Ziffer 2 Raummiete und Zeiten wird die Benützung der Räumlich-
keiten entweder auf Stundenbasis oder auf Halbtages- und Tagesbasis geregelt. 

Stundenbasis: Der Mieter zahlt pro Stunde Fr. 45.-- exkl. MWSt für jede an-
gefangene Zeitstunde. Die Stunden sind dem Zentrum einen Monat im Voraus 
mitzuteilen; kurzfristige Absagen (< 24h) werden verrechnet. Die Raumzuteilung 
erfolgt flexibel, das Zentrum versucht die Raumwünsche zu berücksichtigen. 

Halbtages-/Tagespauschalen: Der Preis für einen halben Tag beträgt Fr. 150.-- 
exkl. MWSt. Anfang bzw. Ende des halben Tages ist um 14.00 Uhr. Der Preis für 
den ersten ganzen Tag beträgt Fr. 300.-- exkl. MWSt. Die Preise für weitere Tage 
reduzieren sich jeweils um Fr. 50.--; der halbe Tag kostet die Hälfte des vollen 
Tages. 

2.1.3  Unter Ziffer 3 Abrechnungsmodalitäten wird festgehalten, dass das Zen-
trum dem Mieter am Monatsanfang (bis spätestens 7. Arbeitstag) den im Zentrum 
erwirtschafteten Umsatz des Vormonats abzüglich Raummiete ausbezahlt 
(Ziff. 3.1). Vom Zentrum ausbezahlte Umsätze, die beim Kunden des Mieters 
nicht eingefordert werden können, hat der Mieter dem Zentrum zurückzubezah-
len zzgl. 2% Zins ab Auszahlungstermin. Um diesbezügliche Zahlungsrisiken des 
Zentrums auszugleichen, wird von den ersten monatlichen Abrechnungen ein 
Sicherheitsfonds bis zum Betrag von Fr. 1'000.-- angeäufnet (Ziff. 3.2).

2.1.4  Unter Ziffer 4 Sonstiges wird vereinbart, dass die Absicherung von Ertrags-
ausfall durch Krankheit oder Unfall sowie persönliche Versicherungen wie 
AHV/IV/BVG und Berufshaftpflichtversicherung Sache des Mieters ist (Ziff. 4.1). 
Die zwei zum Zentrum gehörenden Parkplätze können unentgeltlich genutzt wer-
den (Ziff. 4.3 [recte: 4.2]). Der Mieter räumt dem Zentrum die für das Inkasso 
erforderliche Vollmacht ein. Ausserdem darf das Zentrum im Hinblick auf einen 
geordneten und vereinheitlichten Betrieb namens des Mieters Allgemeine Ge-
schäftsbedingungen (AGB) mit dem Kunden vereinbaren, welche integrierenden 
Bestandteil des Service-Vertrags bilden. Das Zentrum kann die AGB jederzeit 
anpassen. Ist der Mieter mit einer Anpassung nicht einverstanden, hat er dies 
innert 30 Tagen seit Mitteilung der Anpassung mitzuteilen. Finden die Parteien 
keinen Konsens, muss der Mieter kündigen, andernfalls die neuen AGB als 
akzeptiert gelten (Ziffer 4.4 [recte: Ziffer 4.3]). 

In den Akten befinden sich die erwähnten AGB, in welchen u.a. folgendes fest-
gehalten wird (Vi-act. 5):

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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Alle Dienstleistungen, die in den Räumlichkeiten von [Zentrum/Beigeladene] durch 
einen Coach/Therapeuten an den Kunden erbracht werden, unterliegen vollum-
fänglich diesen Bedingungen, sofern sie nicht durch schriftliche Vereinbarung zwi-
schen [Zentrum/Beigeladene] und dem Kunden abgeändert oder ergänzt werden. 

1. Allgemeines
Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass zwischen ihm und dem [Zentrum/Beigelade-
ne] kein unmittelbares Vertragsverhältnis entsteht, sondern ausschliesslich der je-
weilige Coach/Therapeut Vertragspartner des Kunden ist. [Zentrum/Beigeladene] 
stellt den jeweiligen Coaches/Therapeuten lediglich die Infrastruktur des Zentrums 
sowie gewisse administrative Unterstützung zur Verfügung. In diesem Rahmen 
darf [Zentrum/Beigeladene] als Bevollmächtigter der Coaches/Therapeuten auf-
treten bzw. ist Hilfsperson des Therapeuten/Coaches. Individuelle Vereinbarungen 
zwischen dem Kunden und dem Coach/Therapeuten, soweit sie keine Verpflich-
tungen oder Rechte von [Zentrum/Beigeladene] betreffen, gehen diesen AGB in 
jedem Falle vor. 

Gegenstand des Vertrages zwischen dem Coach/Therapeuten und dem Kunden 
ist das Erbringen einer auf die Bedürfnisse und körperlichen Fähigkeiten des Kun-
den ausgerichtete und individuell vereinbarte Dienstleistung (Craniosacral Thera-
pie, Ernährungsberatung, kPNI, Massage etc.), jedoch nicht das Erreichen eines 
bestimmten körperlichen Erfolges oder Heilung oder Linderung von Krankheiten. 

(…).

2. Therapeuten und Coaches
Der Kunde schliesst einen Dienstleistungsvertrag mit einem selbständig tätigen 
Therapeuten und/oder Coach ab. Das [Zentrum/Beigeladene] stellt sämtliche so 
erbrachten Dienstleistungen dem Kunden in Rechnung, im Auftrag des behandeln-
den Therapeuten oder Coaches, und kassiert die offenen Rechnungsbeträge ein. 

(…).

3. Rechnung und Zahlungsbedingungen
Der Kunde erteilt die Erlaubnis, die notwendigen Patientendaten sowohl an die 
rechnungsstellende Ärztekasse als auch an die mit einem allfälligen Inkasso beauf-
tragten Institutionen sowie an die zuständigen staatlichen Instanzen weiterzuleiten. 
(…).

(4.-8. Gesundheitsfragebogen, Haftung und Versicherung, Vertragsabschluss, Ko-
operationspartner, Gerichtsstand, anwendbares Recht). 

In Ziffer 4.5 (recte: Ziffer 4.4) wird festgehalten, der Mieter könne mit individueller 
schriftlicher Vereinbarung mit einem Kunden die AGB insofern anpassen bzw. 
ausser Kraft setzen, als die Rechte des Zentrums aus dem Service-Vertrag oder 
aus den AGB gegenüber den Kunden (insbesondere hinsichtlich Inkasso) damit 
nicht beeinträchtigt werden.

2.1.5  Weitere Punkte des Service-Vertrages betreffen die Unterrichtungspflicht 
(Ziff. 5), Verschwiegenheit und Schweigepflicht (Ziff. 6), die Kündigung (Ziff. 7, 
Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende), Gerichtstand, anwendbares 
Recht (Ziff. 8) und Nebenabreden (Ziff. 9). 

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2.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 14. Juni 2018 werden die 
folgenden Punkte als Indizien für eine unselbständige Erwerbstätigkeit der 
Beschwerdeführerin aufgeführt (zit. Entscheid Erw. 8): 

- Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Physiotherapeutin in den Räumlichkeiten 
der Beigeladenen samt Mobiliar sowie Verbrauchssachen gegen Entgelt;

- zur Verfügung stellen der Arbeitsplätze, PC, notwendigen Programme, Tele-
fon etc.;

- Besorgen des Inkassos. 

Dagegen sprächen folgende Indizien für eine selbständige Erwerbstätigkeit 
(Erw. 9):

- Wortlaut und Vereinbarungen zur selbständigen und eigenverantwortlichen 
Tätigkeit gemäss Service-Vertrag;

- entgeltliche Benützung der Räumlichkeiten auf Stunden- bzw. Halbtages oder 
Ganztagesbasis, wobei es der Beschwerdeführerin obliegt, über den Umfang 
ihrer Tätigkeit zu entscheiden; 

- Beschwerdeführerin im Besitze einer (gebührenpflichtigen) Berufsausübungs-
bewilligung der zuständigen Gesundheitsbehörde, welche die selbständige 
Berufsausübung als Physiotherapeutin in den Räumlichkeiten der Beigelade-
nen erlaubt.

Des Weitern wird im angefochtenen Einspracheentscheid anerkannt, dass die 
Übertragung der Rechnungsstellung und des Inkassos auf die Beigeladene diese 
nicht automatisch zur Arbeitgeberin mache. Auch liege das Delkredererisiko voll-
umfänglich bei der Beschwerdeführerin; die Umsätze müsse sie zinspflichtig 
zurückerstatten. Auch müsse die Beschwerdeführerin selber für die Versicherung 
von Ertragsausfällen bei Krankheit oder Unfall aufkommen und sie sei auch ver-
traglich für die korrekte Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge und der 
Mehrwertsteuer verpflichtet, was ebenfalls auf den Willen zur selbständigen Er-
werbstätigkeit deute. 

Insgesamt würden viele Umstände auf eine selbständige Erwerbstätigkeit der 
Beschwerdeführerin hinweisen. 

Indessen habe das Bundesgericht jüngst im Urteil 9C_308/2017 vom 17. Mai 
2018 (= BGE 144 V 111 = SVR 2018 AHV Nr. 12) in einem ähnlich gelagerten 
Fall gegenteilig entschieden. Im besagten Urteil sei es um die von einer Ver-
sicherten an einem Institut ausgeübte Tätigkeit als Psychotherapeutin gegangen. 
Die damalige Versicherte habe das Inkasso- und Delkredererisiko zu tragen ge-
habt, habe sich aber auch kurzfristig und ohne Substanzverluste wieder lösen 
können. Das Bundesgericht habe erwogen, dass gewisse Elemente für eine 

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arbeitsorganisatorische Unabhängigkeit der Versicherten sprächen. Allerdings 
hätten die Therapiesitzungen am Institut stattgefunden und auf den Rechnungen 
sei neben dem Namen der Versicherten auch derjenige des Instituts erwähnt 
gewesen, womit nach aussen nicht von einem Auftreten in eigenem Namen habe 
gesprochen werden können. Insgesamt sei das Bundesgericht zum Schluss ge-
kommen, dass die Versicherte als unselbständig erwerbend gelte (angefocht. 
Einspracheentscheid Erw. 13). 

Im vorliegenden Fall würden sich die entscheidenden Fakten weitgehend analog 
zum erwähnten Bundesgerichtsurteil präsentieren. Hinzu komme, dass die Be-
schwerdeführerin in der Festlegung des Honorars nicht frei sei. Dementspre-
chend wies die Vorinstanz die Einsprache der Beschwerdeführerin ab. 

2.3.1  In der Beschwerde wird geltend gemacht, dass die Vorinstanz zum Zwi-
schenergebnis gelangt sei, dass viele Umstände auf eine selbständige Erwerbs-
tätigkeit der Beschwerdeführerin hinweisen würden (Beschwerde S. 7 oben). 
Unter Berufung auf das Bundesgerichtsurteil 9C_308/2017 vom 17. Mai 2018 
gelange die Vorinstanz dann überraschend zum gegenteiligen Ergebnis. Dabei 
begnüge sie sich, auf die Analogie der entscheidenden Fakten zu verweisen, 
ohne sich jedoch im Detail mit den Parallelen bzw. den Fakten zu befassen bzw. 
diesbezüglich eine hinreichende Begründung abzugeben. Damit habe die Vor-
instanz den Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerin verletzt 
(Beschwerde S. 7 Mitte).

2.3.2  Davon abgesehen ergäben sich bei einem genaueren Vergleich der bei-
den Fälle zahlreiche entscheidrelevante Unterschiede. Beim Bundesgerichtsfall 
(betreffend Psychotherapeutin) habe die Vereinbarung vorgesehen, dass die 
Räumlichkeiten an fixen Tagen zur Verfügung gestellt würden, wobei sich diese 
Tage nach den Bedürfnissen des Instituts richteten. Zudem richtete sich der 
Infrastrukturbeitrag der Psychotherapeutin nach einer Erfolgsbeteiligung (1/3 der 
erzielten Einnahmen) bzw. einer Mindestpauschale von Fr. 180.-- pro Tag. Die 
Psychotherapeutin habe sich verpflichtet, ihre Therapien zur Qualitätssicherung 
auf Video aufzunehmen, damit das Institut diese zu Forschungszwecken ver-
wende könne. Auch habe sich die Psychotherapeutin verpflichtet, in Absprache 
und mit Unterstützung der Institutsleitung neue Angebote für Klienten und Patien-
ten zu entwickeln und hierzu aktiv an der Weiterentwicklung des Instituts zu 
arbeiten und die Angebote nach aussen bekannt zu machen. Auch habe sich die 
Psychotherapeutin zur Teilnahme an internen klinischen Sitzungen und Fort-
bildungsveranstaltungen verpflichtet. 

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Das Bundesgericht habe sich mit dem Unterscheidungsmerkmal "unternehmeri-
sches Risiko" nicht näher befassen müssen, da bereits die Prüfung des Kriteri-
ums der "betriebswirtschaftlichen oder arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit" zu 
einem eindeutigen Ergebnis geführt habe (Annahme einer unselbständigen Er-
werbstätigkeit). Soweit die Vorinstanz deshalb im angefochtenen Einspracheent-
scheid Stichworte anführe, die unter das Kriterium des unternehmerischen 
Risikos zu fassen seien (kurze dreimonatige Kündigungsfrist, Benützung der 
Räumlichkeiten und der Infrastruktur, keine Werbeauslagen oder sonstigen 
Investitionen erforderlich), verkenne sie, dass das Bundesgericht diese Punkte 
gerade nicht geprüft habe. Diesbezüglich gehe der Verweis auf das Bundes-
gerichtsurteil fehl. 

Entscheidend sei im fraglichen Bundesgerichtsurteil vielmehr gewesen, dass die 
damalige Versicherte keinen Auftritt im eigenen Namen nach aussen gehabt ha-
be, dass sie zur Teilnahme an internen Zusammenkünften und Weiterbildungen 
sowie zur Bekanntmachung und aktiven Beteiligung an der Weiterentwicklung 
des Instituts selber eine weitgehende betriebswirtschaftliche und wissenschaft-
liche Eingliederung in Richtung unselbständige Erwerbstätigkeit aufgewiesen 
habe und schliesslich dass sich die Versicherte aufgrund der weitgehenden Ver-
pflichtung zur Qualitätssicherung den Kontrollbedürfnissen des Instituts unterwor-
fen habe, die mit ärztlich delegierten Psychotherapeuten vergleichbar sei, welche 
unter der direkten Aufsicht und Verantwortlichkeit der delegierenden Arztperson 
stehen würden (Beschwerde S. 9 oben). 

Sämtliche dieser für das Bundesgericht entscheidwesentlichen Aspekte seien im 
vorliegenden Fall der Beschwerdeführerin nicht erfüllt:

- Der Kunde werde im Vertrag mit der Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, 
dass zwischen der Beigeladenen und ihm kein Vertragsverhältnis bestehe, 
sondern ausschliesslich zwischen ihm und der Beschwerdeführerin (AGB 
Ziff. 1 und 2). 

- Im Vertrag werde darauf hingewiesen, dass individuelle Absprachen zwischen 
dem Kunden und der Beschwerdeführerin den AGB vorgehen würden; daraus 
wird in der Beschwerdeschrift abgeleitet, dass die Beschwerdeführerin ihr 
Honorar - entgegen der Beurteilung der Vorinstanz - selber bestimmen könne 
(Beschwerde S. 9 unten). 

- Ohnehin verkenne die Vorinstanz, dass sich die Beschwerdeführerin bei 
der Festlegung des Honorars im Rahmen des Grundversicherungstarifs für 
Physiotherapie bewegen müsse, sofern sie nicht riskieren wolle, von der 
Zulassungsliste der jeweiligen Krankenkasse gestrichen zu werden (Be-
schwerde S. 10 oben). 

13

- Anders als im Sachverhalt gemäss Bundesgerichtsurteil bestehe vorliegend 
keine Verpflichtung der Beschwerdeführerin zur Einhaltung irgendwelcher 
Qualitätsstandards. Auch würden keine Rapportierungs- oder sonstige Doku-
mentierungspflichten bestehen. Auch bestehe keine Verpflichtung zur aktiven 
Bekanntmachung oder Weiterentwicklung des Angebots der Beigeladenen 
oder zu Weiterbildungen. Im Gegenteil sei im Service-Vertrag ausdrücklich 
festgehalten worden, dass die Beschwerdeführerin auf eigene Verantwortung 
und ohne Weisungsbefugnis des Zentrums auf eigene Kosten und Rechnung 
tätig sei (Beschwerde S. 10 ab Mitte). 

2.4 In der Vernehmlassung hält die Vorinstanz an ihrer Beurteilung fest. Sie 
führt aus, dass der Auftritt der Beschwerdeführerin gegen aussen sowie die 
Werbemassnahmen nach Weisung der Beigeladenen erfolgen würden. Auch 
beim Internetauftritt der Beigeladenen (https://________) stehe das Gesamte im 
Vordergrund. Die einzelnen Therapeuten seien einzig über eine Gesamtnummer 
oder über das Kontaktformular zu erreichen. Eine direkte Kontaktaufnahme mit 
der Beschwerdeführerin sei nicht vorgesehen. 

Es werde vorsorglich bestritten, dass die Kunden systematisch und rechtzeitig 
mit den AGB vertraut gemacht würden und die AGB somit regelmässig Vertrags-
bestandteil zwischen den Therapeuten und den Kunden würden. Die Beschwer-
deführerin müsste nachweisen, dass die Kunden die AGB vor Behandlungs-
beginn zur Kenntnis genommen und unterzeichnet haben; die AGB würden unten 
den Vermerk "Unterschrift" tragen. Die Kunden könnten im Vorfeld einer Behand-
lung nicht ohne Weiteres feststellen, wer Vertragspartner sei. Die AGB seien für 
die Vorinstanz auf der Webseite der Beigeladenen nicht auffindbar, Kunden dürf-
te es ähnlich gehen.

Auf der Webseite der Beigeladenen finde sich ein (knapper) Hinweis, dass die 
Therapeuten selbständig tätig seien. Für den durchschnittlichen und oft eiligen 
Leser sei damit keineswegs klar, dass die einzelnen Therapeuten und nicht die 
Beigeladene alleinige Vertragspartner sein wollen. Die Therapeuten würden auf 
der Webseite als Mitglieder eines Teams aufgeführt. 

2.5 Die Ausführungen in der Vernehmlassung der Beigeladenen vom 12. Sep-
tember 2018 entsprechen im Wesentlichen dem Standpunkt der Beschwerde-
führerin. 

3.1 Vorab ist der Beschwerdeführerin beizupflichten, dass der BGE 144 V 111 
(Bundesgerichtsurteil 9C_308/2017) für die vorliegend zu beurteilende Konstella-
tion nicht einschlägig ist (zu BGE 144 V 111 vgl. die kritische Würdigung durch 
Gabriela Riemer-Kafka, Plattformarbeit oder andere Formen der Zusammen-

14

arbeit, in: SZS 2018 S. 581 ff. [S. 592-596]). Ausschlaggebend waren in jenem 
Fall - neben dem Fehlen eines spezifischen Unternehmerrisikos - die vom Institut 
hochgehaltenen Qualitätsanforderungen an die Psychotherapie (Erw. 6.3.4). Die 
Psychotherapeutin war verpflichtet, die von ihr durchgeführten Therapien ent-
sprechend den Vorgaben des Instituts auf Video aufzuzeichnen, zu messen und 
zu dokumentieren. Die entsprechenden Unterlagen waren dem Institut zu For-
schungszwecken zur Verfügung zu stellen. Das Bundesgericht erkannte, dass 
sich die Psychotherapeutin damit in einer Weise den Kontrollbedürfnissen des 
Instituts unterwarf, wie sie sonst vielleicht bei ärztlich delegierten Psychothera-
peutinnen und -therapeuten anzutreffen ist, welche unter direkter Aufsicht und 
Verantwortlichkeit der delegierenden Arztperson stehen. Dieser Teil der Verein-
barung sei jedenfalls Ausdruck eines arbeitnehmerähnlichen Subordinationsver-
hältnisses. 

Eine solche Pflicht der Beschwerdeführerin besteht vorliegend nicht. Im vorlie-
genden Fall findet unbestrittenermassen keine vertraglich vorgegebene und für 
die Beschwerdeführerin verbindliche Qualitätssicherung statt. Aus diesem Fehlen 
kann allerdings weder auf den einen noch den anderen Erwerbsstatus geschlos-
sen werden.

3.2 Vorliegend bestehen zwar verschiedene Merkmale, welche auf eine un-
selbständige Erwerbstätigkeit hindeuten. 

Die Beschwerdeführerin tritt nach aussen nicht in besonderer Weise als 
Selbständigerwerbende in Erscheinung. Sie trägt keine Werbeauslagen; die 
Werbung ist gemäss Service-Vertrag Sache der Beigeladenen. Dementspre-
chend verfügt die Beschwerdeführerin über keinen eigenständigen Internetauf-
tritt. Die AGB, welche bestimmen, dass kein unmittelbares Vertragsverhältnis 
zwischen der Beigeladenen entsteht, und die für das Therapeuten-
Patienten/Kunden-Verhältnis gelten, weisen den Briefkopf der Beigeladenen auf 
und erwähnen die Beschwerdeführerin nicht namentlich. Hingegen ist auch fest-
zuhalten, dass die AGB auf der Webseite der Beigeladenen nicht greifbar sind. 
Gemäss dem Service-Vertrag ist die Anpassung der AGB ausschliesslich Sache 
der Beigeladenen. Die Beschwerdeführerin kann lediglich bei Änderung mitteilen, 
dass sie damit nicht einverstanden sei. Bei fehlendem Konsens bleibt ihr aber 
nur die Kündigung, andernfalls die neuen AGB als akzeptiert gelten (Service-
Vertrag Ziff. 4.4 [recte: Ziff. 4.3]). Die Beschwerdeführerin kann allerdings die 
AGB anpassen, jedenfalls insoweit, als die Rechte des Zentrums aus dem Ser-
vice-Vertrag oder aus den AGB gegenüber einem Kunden (insbesondere hin-
sichtlich Inkasso) damit nicht beeinträchtigt werden (Service-Vertrag Ziff. 4.5 [rec-
te: Ziff. 4.4]).

15

Wenn die Therapiesitzungen der Beschwerdeführerin (mit Ausnahme derjenigen, 
die sie im Rahmen ihrer Anstellung bei einer Zürcher Praxis erbringt) in den 
Räumlichkeiten der Beigeladenen stattfinden, kann hierin ein Indiz für eine fakti-
sche arbeitsorganisatorische Einbindung der Beschwerdeführerin gesehen wer-
den. 

Die Beschwerdeführerin entrichtet mit der Bezahlung der (stundenweisen bzw. 
halb- oder ganztagespauschalen) Raummiete einen Infrastrukturbeitrag an die 
Beigeladene. Das Bundesgericht erblickt in einem fixen aber tiefen Infrastruktur-
beitrag ein Indiz für das Fehlen von erheblichen Investitionen und damit ein 
geringes Unternehmerrisiko (vgl. BGE 144 V 111 Erw. 6.2.1). Diesem Kriterium 
kann vorliegend jedoch kein besonderes Gewicht beigemessen werden. Die Be-
schwerdeführerin hat die Raummiete nur bei tatsächlicher Benützung der Räume 
zu bezahlen. Hinzu kommt, dass die Kündigungsfrist des Service-Vertrags drei 
Monate beträgt und somit nicht der Kündigungsfrist für Geschäftsräumlichkeiten 
von sechs Monaten entspricht (vgl. Art. 266d des Bundesgesetzes betreffend die 
Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Fünfter Teil: Obligationen-
recht, OR; SR 220] vom 30.3.1911), sondern demjenigen des Arbeitsvertrags-
rechts (allerdings erst ab dem zehnten Dienstjahr, vgl. Art. 335c Abs. 1 OR). 

Vordergründig spricht auch die Abrechnung gegenüber den Patienten und der 
Krankenkasse via Ärztekasse sowie das Inkasso (bei eigenem Delkredere-
Risiko) für eine unselbständige Erwerbstätigkeit. Jedoch liegt das Delkredere-
Risiko bei der Beschwerdeführerin. Inwiefern aus Ziff. 3.3 des Servicevertrages 
(beinhaltend eine Regelung im Umgang mit [Aktions-]Gutscheinen) ein Bonus-
programm ableiten lässt (Vernehmlassung der Vorinstanz S. 5), ist nicht ohne 
weiteres ersichtlich und wird von der Vorinstanz auch nicht näher erläutert. 

Weitgehend einig sind sich die Parteien, dass im vorliegenden Fall dem Fehlen 
von erheblichen Investitionen lediglich eine untergeordnete Bedeutung zukom-
men kann. Die Tätigkeit als Craniosacral- und Physiotherapeutin ist im Sinne der 
Rechtsprechung als typische Dienstleistungstätigkeit zu beurteilen, deren Ausü-
bung keine besonderen Investitionen, etwa in die Infrastruktur, oder personellen 
Mittel erfordert. Bei solchen Dienstleistungstätigkeiten, die ihrer Natur nach nicht 
notwendigerweise bedeutende Investitionen erfordern, kommt dagegen der ar-
beitsorganisatorischen Abhängigkeit gegenüber dem Investitionsrisiko erhöhtes 
Gewicht zu (Bundesgerichtsurteil 9C_930/2012 vom 6.6.2013 Erw. 6.2 mit Ver-
weis auf 2012 AHV Nr. 10 S. 37; vgl. zum Ganzen auch BGE 144 111 
Erw. 6.2.2). 

16

3.3.1  Diesen Indizien und Anhaltspunkten für eine unselbständige Erwerbstätig-
keit sind indes die Merkmale gegenüber zustellen, welche für eine selbständige 
Erwerbstätigkeit sprechen. 

3.3.2  Die selbständige Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin entspricht dem 
übereinstimmenden Willen der Vertragsparteien gemäss dem Service-Vertrag 
vom 28. Oktober 2016 (vgl. Service-Vertrag, Vertragsgegenstand und Arbeits-
teilung, Ziff. 1.1, wonach der Mieter eigenverantwortlich und ohne Weisungsbe-
fugnis und auf eigene Kosten und Rechnung tätig sein soll). Auch wenn recht-
sprechungsgemäss die zivilrechtlichen Verhältnisse nicht ausschlaggebend sind 
für die Festlegung des Beitragsstatus, so ist im vorliegenden Fall darin doch ein 
gewichtiger Anhaltspunkt für eine selbständige Erwerbstätigkeit der Beschwerde-
führerin zu sehen. Die Beschwerdeführerin ist auf eigene Rechnung tätig, sie 
sorgt selber für eine Erwerbsausfallversicherung (Unfall, Krankheit) - hat mithin 
bei (unverschuldetem) Ausbleiben der Arbeitsleistung gegenüber der Beigelade-
nen keinen Entschädigungsanspruch - und kümmert sich selber um die korrekte 
Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge und der Mehrwertsteuer. Im ange-
fochtenen Einspracheentscheid wird zwar zutreffend festgehalten, dass auch 
diese Umstände die Ausgleichskasse bei der Beurteilung der sozialversiche-
rungsrechtlichen Stellung nicht binden, es sind darin aber weitere Indizien eines 
auf eine selbständige Erwerbstätigkeit gerichteten Willens der Beschwerdeführe-
rin zu erblicken. 

Die Beschwerdeführerin trägt unbestrittenermassen das Delkredere-Risiko (zzgl. 
2% Zins ab Auszahlungstermin, vgl. Service-Vertrag Ziff. 3.2). 

Die Beschwerdeführerin ist des Weiteren völlig frei bei der Einteilung ihrer 
Arbeitszeiten und entscheidet selber über den Umfang ihrer Tätigkeit. Die Nut-
zung der Räumlichkeiten im Zentrum steht ihr zwischen 7.00 Uhr morgens und 
21.00 Uhr abends offen. Gegenüber der Beigeladenen besteht keine Verpflich-
tung, eine monatliche Mindestanzahl an Raumstunden- oder Halbtages- /Tages-
pauschalen zu mieten. Im Modell auf Stundenbasis sieht der Service-Vertrag vor, 
dass die Mieterin ihre verfügbaren Stunden einen Monat im Voraus mitteilen soll 
(nicht muss). Eine entschädigungslose Absage der Mieterin ist bis 24 Stunden 
vor dem reservierten Zeitfenster möglich. Dies kann allenfalls (wie auch generell 
in der dreimonatigen Kündigungsfrist für den Servicevertrag) als Verringerung 
des unternehmerischen Risikos der Beschwerdeführerin gewertet werden. Doch 
ist dieses bei einer Physiotherapeutin grundsätzlich nicht als besonders hoch zu 
veranschlagen, und kann dieser Regelung zum andern im Gesamtkontext des 
Servicevertrags kein besonderes Gewicht beigemessen werden. 

17

Im Unterschied zum Sachverhalt, der dem BGE 144 V 111 zu Grunde lag, be-
zahlt die Beschwerdeführerin vorliegend keine fixe monatliche Pauschale, son-
dern nur die Dauer der effektiven Raummiete auf Stundenbasis bzw. Halbtages- 
oder Tagespauschalen, wobei die Beschwerdeführerin bei Absagen mit einer 
Vorlaufzeit von über 24 Stunden nicht entschädigungspflichtig ist. Auch wenn die 
einmal getroffene Wahl für einen Abrechnungsmodus (stundenweise oder Pau-
schalen) nicht vorbehaltlos geändert werden kann (Wechsel vom Stunden- zum 
Halbtages-/Tagespauschalen-Modell auf den nächsten Monat hin; die Rückkehr 
zum Stundenmodell nur mit einer Frist von drei Monaten) kann dies nicht zu 
Ungunsten einer selbständigen Erwerbstätigkeit ausgelegt werden. Einerseits ist 
auch dem Bedürfnis des Zentrums (Vermieterin) nach einer gewissen Konstanz 
und Verlässlichkeit Rechnung zu tragen; anderseits verbleiben der Beschwerde-
führerin trotz dieser vertraglichen Regelung nahezu sämtliche Freiheiten bei der 
Arbeitsorganisation. Entscheidend ist indes, dass eine eigentliche arbeitsorgani-
satorische Abhängigkeit der Beschwerdeführerin nicht gegeben ist, jedenfalls 
nicht von einer Art, die sich wesentlich von derjenigen unterscheidet, wie sei bei 
Gemeinschaftspraxen heutzutage üblich ist, ohne dass dadurch die Selbständig-
keit der jeweiligen Ärzte/Therapeuten in Frage gestellt wird. 

Grundsätzlich ebenfalls für eine selbständige Erwerbstätigkeit spricht, dass die 
Beschwerdeführerin das Honorar mit den Kunden selber vereinbaren kann. Das 
gilt allerdings nur für physiotherapeutische Behandlungen auf privater Basis. Bei 
ärztlich verordneter Physiotherapie erfolgt die Abrechnung nach dem Taxpunkt-
modell, hier besteht kein Spielraum für (private) Honorarvereinbarungen (vgl. Art. 
43ff. des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG; SR 832.10] vom 
18.3.1994 sowie Art. 46 und 47 der Verordnung über die Krankenversicherung 
[KVV; SR 832.102] vom 27.6.1995 i.V.m. Art. 5 Abs. 2 der Verordnung des EDI 
über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung [Krankenpfle-
ge-Leistungsverordnung, KLV; SR 832.112.31] vom 29.9.1995). Wenn die Beige-
ladene die Preise von craniosacral- und physiotherapeutischen Behandlungen im 
Zentrum auf ihrer Webseite aufführt, bleibt indes der Spielraum für Honorarver-
handlungen generell gering und ist die Honorarfreiheit als Merkmal einer 
selbständigen Erwerbstätigkeit allerdings zu relativieren.

3.3.3  Aufgrund der dargelegten Rechts- und Sachlage sowie im Sinne der vor-
stehenden Beurteilung sind auch die Merkmale, welche die Vorinstanz gemäss 
dem angefochtenen Einspracheentscheid im Wesentlichen als Indizien für eine 
unselbständige Erwerbstätigkeit anführte (vgl. vorstehend Erw. 2.2), zu relativie-
ren. Das "Besorgen des Inkassos" ändert nichts am Delkredere-Risiko, das voll-
umfänglich zu Lasten der Beschwerdeführerin geht. Es ist heutzutage (auch) im 

18

Dienstleistungsbereich und hierbei gerade auch im Bereich des Gesundheits-
wesen nicht unüblich, dass Tätigkeiten wie Inkasso, aber auch Werbung/Internet-
auftritt und das zur Verfügungstellen des Arbeitsplatzes, von PC samt Program-
men sowie der weiteren für den Betrieb grundsätzlich erforderlichen Infrastruktur 
ausgelagert werden und/oder im Rahmen einer Gemeinschaftspraxis betrieben 
werden. Dies liegt einerseits im Zeichen der (ökonomischen) Effizienz. Ander-
seits werden dadurch die ärztlichen/medizinischen Fachleute von administrativen 
Tätigkeiten entlastet, und sie können sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, 
was wiederum durchaus im Interesse der Kunden/Dienstleistungsempfänger 
liegt. Dass dabei gewisse organisatorische Abläufe in personeller, zeitlicher, ört-
licher und sachlicher Hinsicht aufeinander abgestimmt werden müssen und je-
mand aus dem Kreise der Praxisgemeinschafter oder eine Drittperson diese Auf-
gaben hauptsächlich oder zu überwiegenden Teilen übernimmt, liegt im Wesen 
der Sache. Dies allein bedeutet jedoch noch nicht, dass einer der Praxisgemein-
schafter daher zu einer unselbständigerwerbenden Person wird. 

3.3.4  Die gerichtliche Würdigung der gesamten Umstände ergibt mithin, dass 
vorliegend die Aspekte, welche für eine selbständige Erwerbstätigkeit sprechen, 
überwiegen. Nach dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit ist die Beschwerdeführerin als Selbständig-
erwerbende zu qualifizieren. 

3.4 Keine massgebliche Bedeutung bezüglich Erwerbsstatus kommt im vorlie-
genden Fall - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin und der Vor-
instanz - der Tatsache zu, dass der Beschwerdeführerin am ________ 2017 vom 
zuständigen Amt für Gesundheit und Soziales die Berufsausübungsbewilligung 
als Physiotherapeutin erteilt worden ist. Damit wurde die berufliche Tätigkeit als 
Physiotherapeutin als solches bewilligt. Die Bewilligungsvoraussetzungen hierfür 
können unabhängig vom Erwerbsstatus "selbständig" oder "unselbständig" erfüllt 
werden (vgl. § 22 des Gesundheitsgesetzes [GesG; SRSZ 571.110] vom 
16.10.2002 und § 8 und 9 der Gesundheitsverordnung [GesV; SRSZ 571.111] 
vom 23.12.2003; für die betrieblichen Voraussetzungen, vgl. auch § 10 Abs. 1 
GesV). 

4. Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 
6.10.2000). Es ist dem Gericht nicht benommen, zusätzlich auf Festsetzungs-

19

kriterien des kantonalen Rechts abzustellen (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., 
Zürich 2015, Art. 61 N 212). Das kantonale Recht regelt die Vergütung an die 
Rechtsanwälte für die Parteivertretung vor den Gerichtsbehörden im Gebühren-
tarif für Rechtsanwälte (GebT; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975. Dieser sieht 
in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vor und nennt in § 2 als 
Bemessungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Um-
fang und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand. 

In Berücksichtigung dieser gesetzlichen Bemessungskriterien sowie in Ausübung 
des pflichtgemässen Ermessens wird die Parteientschädigung zu Lasten der Vor-
instanz und zu Gunsten der beanwalteten Beschwerdeführerin sowie der bean-
walteten Beigeladenen auf Fr. 1'800.-- bzw. Fr. 900.-- (jeweils inkl. Barauslagen 
und MwSt) festgelegt.

20

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid Nr. 1029/18 
vom 14. Juni 2018 aufgehoben. Es wird festgestellt, dass die Beschwerde-
führerin für ihre Tätigkeit als Craniosacral- und Physiotherapeutin in den 
Räumlichkeiten der Beigeladenen als Selbständigerwerbende im Sinne der 
AHV-Gesetzgebung gilt.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-
gung von Fr. 1'800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zugesprochen. 

4. Der Beigeladenen wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung 
von Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schweizer-
hofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesge-
setzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

6. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- den Rechtsvertreter der Beigeladenen (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 5. Dezember 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. Dezember 2018

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II