# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a6893de-472f-5a23-829b-9bdfcef7a54e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.04.2014 SB130354
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130354_2014-04-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130354-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

Dr. iur. D. Schwander sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Laufer 

 

Urteil vom 10. April 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. H. Bebié,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend 

Diebstahlversuch etc. und Widerruf 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung -  
Einzelgericht, vom 26. April 2013 (GG130010) 

 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 9. Januar 2013 

(Urk. 13) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des Diebstahlversuchs im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 StGB 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie 

− des Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 

Fr. 30.-- (insgesamt Fr. 2'700.--). 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre 

festgesetzt. 

4. Die persönliche Leistung von 15 Tagen, zu der der Beschuldigte von der  

Jugendanwaltschaft Limmattal/Albis mit Strafbefehl vom 7. September 2011 

verpflichtet wurde, wird für vollziehbar erklärt. 

5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:  

Fr.  1'600.--;   die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'000.--   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 1'060.-- Kosten Kantonspolizei 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

- 3 - 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 65 S. 9) 

1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des versuchten Diebstahls im Sinne 

von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 StGB [und der Sachbeschädigung im 

Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und des Hausfriedensbruchs im Sinne 

von Art. 186 StGB] freizusprechen. 

2. Der bedingte Vollzug der persönlichen Leistung von fünfzehn Tagen 

gemäss Strafbefehl der Jugendanwaltschaft vom 7. September 2011 

sei nicht zu widerrufen.  

3. Die Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen und dem 

Beschuldigten sei Schadenersatz im Umfang von CHF 8'630.70 und 

eine angemessene Genugtuung zuzusprechen. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 67 S. 1) 

1. Schuldigsprechung im Sinne der Anklageschrift. 

2. Bestrafung mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à Fr. 30.--. 

3. Gewährung des bedingten Strafvollzugs, unter Ansetzung einer 

Probezeit von 3 Jahren. 

4. Die persönliche Leistung von 15 Tagen gemäss Strafbefehl der  

Jugendanwaltschaft Limmattal/Albis ist für vollziehbar zu erklären. 

5. Vollständige Kostenauflage. 

- 4 - 

Erwägungen: 

1. Verfahrensgang 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 26. April 2013 wurde der  

Beschuldigte des Diebstahlversuchs im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 StGB, der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB sowie des Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 StGB schuldig 

gesprochen und mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.– (insgesamt 

Fr. 2'700.–) bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben unter 

Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. Zudem wurde die persönliche Leistung 

von 15 Tagen, zu der der Beschuldigte von der Jugendanwaltschaft Limmattal / 

Albis mit Strafbefehl vom 7. September 2011 verpflichtet wurde, für vollziehbar 

erklärt. Die Kosten  

der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens wurden dem Beschuldigten 

auferlegt (Urk. 33 S. 14 f.). 

1.2. Gegen das ihm am 30. April 2013 schriftlich zugestellte Urteil meldete der 

damalige Verteidiger des Beschuldigten am 8. Mai 2013 fristgerecht Berufung an 

(Urk. 25/2; Urk. 28). Ebenfalls fristgerecht reichte der Verteidiger am 2. August 

2013 die Berufungserklärung ein (Urk. 34). Darin stellte er den Antrag, es sei 

B._____ an der Berufungsverhandlung als Auskunftsperson sowie  

Wm mbA C._____ vom Forensischen Institut als sachverständiger Zeuge 

einzuvernehmen (Urk. 34 S. 3 f.). Der Verteidiger machte zudem geltend, die Vor-

instanz sei bei der im Rahmen der Hauptverhandlung erfolgten Einholung weiterer 

Auskünfte beim Forensischen Institut unzulässig vorgegangen (Urk. 34 S. 3). Mit 

Präsidialverfügung vom 30. August 2013 übermittelte der Kammerpräsident die 

Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft, um gegebenenfalls 

Anschlussberufung zu erheben oder ein Nichteintreten auf die Berufung zu 

beantragen. Des Weiteren wurde der Staatsanwaltschaft Frist angesetzt, um zu 

den Beweisanträgen des Beschuldigten Stellung zu nehmen. Den Parteien sowie 

der Vorinstanz wurde schliesslich Frist angesetzt, um zur Frage einer allfälligen 

Rückweisung an die Vorinstanz Stellung zu nehmen (Urk. 37). Mit Eingabe vom 

- 5 - 

6. September 2013 teilte der Verteidiger mit, dass er den Beschuldigten nicht 

mehr vertrete (Urk. 39). Die Vorinstanz nahm mit Schreiben vom 10. September 

2013 zur Frage einer allfälligen Rückweisung Stellung (Urk. 41). Die 

Staatsanwaltschaft teilte mit Eingabe vom 23. September 2013 (Datum des 

Eingangs) mit, sie verzichte auf die Erhebung einer Anschlussberufung und 

beantrage die Bestätigung des  

vorinstanzlichen Urteils. Auf eine Stellungnahme zu den Beweisanträgen des  

Beschuldigten sowie zur Frage einer allfälligen Rückweisung an die Vorinstanz 

wurde verzichtet (Urk. 42). Mit Präsidialverfügung vom 27. September 2013 

wurden die Beweisanträge des Beschuldigten auf Einvernahme von B._____ als 

Auskunftsperson sowie von Wm mbA C._____ vom Forensischen Institut als 

sachverständiger Zeuge gutgeheissen (Urk. 45).  

1.3. Am 23. Januar 2014 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 10. April 

2014 vorgeladen (Urk. 47). Ferner wurden die Akten des Strafverfahrens gegen 

B._____ sowie die Entscheide betreffend die Vorstrafen des Beschuldigten 

beigezogen (Erziehungsverfügung vom 23. Juni 2010 sowie Strafbefehl  

vom 7. September 2011, beide von der Jugendanwaltschaft Limmattal / Albis; 

Urk. 54/1-2). Mit Eingabe vom 28. März 2014 teilte Rechtsanwalt Dr. X._____ 

dem hiesigen Gericht mit, dass er den Beschuldigten neu vertrete und reichte  

seine Vollmacht ein (Urk. 49; Urk. 51). 

1.4. Am 10. April 2014 fand die Berufungsverhandlung statt (Prot. II S. 5 ff.). Zu 

Beginn der Verhandlung waren die von der Verteidigung aufgeworfenen 

Vorfragen zu klären (Urk. 59; Prot. II S. 6 ff.). Sodann wurde Wm mbA C._____ 

vom Forensischen Institut als sachverständiger Zeuge einvernommen (Urk. 64). 

B._____, der ebenfalls zur Einvernahme vorgeladen worden war (Urk. 47), blieb 

der Berufungsverhandlung unentschuldigt fern (Prot. II S. 8). 

2. Umfang der Berufung 

Die Berufung wurde vom Beschuldigten nicht beschränkt (Urk. 33 S. 2). Das  

erstinstanzliche Urteil ist deshalb in keinem Punkt in Rechtskraft erwachsen und 

bildet gesamthaft Gegenstand des Berufungsverfahrens. 

- 6 - 

3. Prozessuales 

Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte der Verteidiger den Antrag, es sei auf 

die Anklage wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs nicht einzutreten 

oder das Verfahren sei betreffend Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch 

einzustellen, da kein gültiger Strafantrag erfolgt sei (Urk. 59 S. 2 ff.). Weiter  

beantragte die Verteidigung, es sei auf die Einvernahme von B._____  

zu verzichten. Angesichts der rechtskräftigen Verurteilung von B._____ für die 

heute angeklagte Tat bestehe kein Grund mehr, ihn einzuvernehmen. Es  

bestünden zudem unüberbrückbare Schwierigkeiten in der Frage, in welcher  

Eigenschaft B._____ einzuvernehmen sei (Urk. 59 S. 5 f.). 

Wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt, kann auf eine Einvernahme 

von B._____ verzichtet werden, weshalb nicht darüber zu befinden ist,  

in welcher prozessualen Stellung er vom Gericht hätte befragt werden können.  

Es kann vorliegend sodann offen bleiben, ob D._____ berechtigt war, für die 

Geschädigte Strafantrag wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs zu  

stellen, nachdem der Beschuldigte von den Anklagevorwürfen freizusprechen ist, 

wie nachfolgend darzulegen sein wird. Aus dem gleichen Grund erübrigen sich 

Ausführungen dazu, ob das rechtskräftige Urteil gegen B._____ einer  

Verurteilung des Beschuldigten vorliegend entgegengestanden wäre (vgl. Urk. 65 

S. 4 f.). 

4. Sachverhalt 

4.1. Die Vorinstanz hat den vorliegend zu beurteilenden Anklagevorwurf korrekt 

zusammengefasst (Urk. 33 S. 5). Darauf kann zur Vermeidung von Wieder-

holungen verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

4.2. Der Beschuldigte hat den Anklagevorwurf sowohl in der Untersuchung als 

auch vor Gericht bestritten. Der eingeklagte Sachverhalt ist deshalb aufgrund der 

Untersuchungsakten nach den allgemein gültigen Beweisregeln zu erstellen.  

4.3. Als Beweismittel können die Aussagen des Beschuldigten herangezogen 

werden. Sodann liegen eine am Tatort sichergestellte DNA-Spur, eine 

- 7 - 

Werkzeugspur sowie die diesbezüglichen Ausführungen von Wm mbA C._____ 

vom Forensischen Institut Zürich vor, wobei Letzterer an der 

Berufungsverhandlung von 10. April 2014 als sachverständiger Zeuge befragt 

wurde. Im Berufungsverfahren wurden zudem die Verfahrensakten des 

Strafverfahrens gegen B._____ beigezogen. B._____ wurde ebenfalls auf den 

10. April 2014  

zur Einvernahme vorgeladen, erschien jedoch unentschuldigt nicht. Wie bereits 

erwähnt, kann indes auf seine Befragung verzichtet werden. 

4.4. Den Akten lässt sich entnehmen, dass am 9./10. Februar 2012 zu einem 

unbestimmten Zeitpunkt zwischen ca. 23.00 Uhr bis ca. 08.00 Uhr in die 

Liegenschaft des Pizza-Kuriers E._____ an der …-strasse … in … eingebrochen 

wurde. Gemäss Polizeirapport brach die Täterschaft das der Strasse  

zugewandte, schräg gestellte Fenster mit einem Flachwerkzeug auf und gelangte 

durch das Fenster ins Lokalinnere, wo nach Wertgegenständen gesucht wurde 

(Urk. 1; Urk. 2). Am Tatort konnten am 10. Februar 2012 DNA-Spuren 

nachgewiesen werden. Asserviert wurde die DNA-Spur ab Schmierspuren auf der  

äusseren Glasfläche am Einstiegsfenster im unteren Drittel des Fensterglases 

oberhalb von Werkzeugeindruckspuren (Urk. 2; Urk. 3; Urk. 5; Urk. 6; Urk. 19; 

Urk. 20). Der Umstand, dass unmittelbar nach dem Einbruch in die Liegenschaft 

des Pizza Kuriers E._____ beim Fenster, welches von der Täterschaft 

aufgebrochen wurde, DNA-Spuren sichergestellt wurden, deutet auf eine hohe 

Tatrelevanz des Spurenmaterials hin. Es erscheint naheliegend, dass die 

sichergestellte  

DNA-Spur im Zusammenhang mit dem vorliegend zu beurteilenden Einbruch auf 

das Fenster gelangte. 

Die sichergestellte DNA-Spur konnte dem Beschuldigten zugeordnet werden 

(Urk. 3; Urk. 6). Spurenanalysen erlauben nur Aussagen über die Frage, ob eine 

Spur von einer bestimmten Person stammt. Inwieweit die Spurenzuordnung  

strafprozessual Bedeutung für einen Schuld- oder Freispruch des Beschuldigten 

hat, hängt von der Einschätzung der Tatrelevanz des Spurenmaterials ab. Von 

Bedeutung sind diesbezüglich die Ausführungen von Wm mbA C._____ vom 

- 8 - 

Forensischen Institut, der an der Berufungsverhandlung als Sachverständiger 

befragt wurde. Daneben gilt es die Erklärungen des Beschuldigten zur  

Spurenverursachung einer kritischen Prüfung zu unterziehen.  

4.5. Der Beschuldigte hat in der Untersuchung und vor Gericht nicht bestritten, 

dass die sichergestellte DNA von ihm stammt (Urk. 4 S. 3; Urk. 21 S. 3; Urk. 62 

S. 2). Er machte jedoch geltend, nichts mit dem Einbruch zu tun zu haben. Seine 

DNA müsse auf anderem Weg an das Einbruchsfenster gelangt sein. 

4.5.1. In der Untersuchung führte er diesbezüglich aus, er gehe öfters in die  

Pizzeria E._____ essen. Er wisse nicht, wie es möglich sei, dass seine DNA  

am Tatort hätte gesichert werden können. Er habe sich zwar als Gast dort 

aufgehalten, aber sicher keine DNA-Spur in einem Bereich gesetzt, in welchem 

man keinen Zutritt habe. Auf den Vorhalt, die Spur sei ausgerechnet bei dem 

Fenster sichergestellt worden, das von der Täterschaft geöffnet worden sei, führte 

der  

Beschuldigte aus, er wisse nicht, wie er mit dem Fenster habe in Berührung 

kommen können. Mit dem Fenster könne jedermann in Kontakt kommen. Die 

Spuren müssten auch innen sein; er nehme an, dass der Täter hineingegangen 

sei. Weiter sagte er: „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich so etwas gemacht 

habe [Hervorhebung hinzugefügt]“. Auf Vorhalt, ob er denn derart Vieles gemacht 

habe, dass er sich nicht erinnern könne, antwortete der Beschuldigte, er habe nur 

einmal einen Fehler gemacht; dies sei kein Grund, ihm alles anzuhängen (Urk. 4 

S. 2 f.).  

Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung gab der Beschuldigte auf die 

Frage, wie er sich erklären könne, dass am aufgebrochenen Fenster seine DNA 

gefunden worden sei, an, er sei Stammgast in dieser Pizzeria, da er mindestens 

einmal in der Woche dort essen gehe. Darüber hinaus brachte er neu vor, er sei 

Raucher. Es könne sein, dass er einfach vorbeigehe und einen Kollegen treffe.  

Es könne auch sein, dass er, wenn er in der Pizzeria etwas konsumiere, eine 

Raucherpause vor dem Lokal mache (Urk. 21 S. 2 f.). Auf die Frage seines 

damaligen Verteidigers, wie er sich erklären könne, dass es zu einem Kontakt 

zwischen seiner Handfläche und dem Fensterglas gekommen sei, führte der 

- 9 - 

Beschuldigte Folgendes aus: Falls das Fenster zu gewesen sei, stamme die 

DNA-Spur  

„vermutlich“ vom Umstand her, dass er an das Fenster geklopft habe. Falls das 

Fenster offen gewesen sei, habe er „vermutlich“ das Fenster aufgemacht, um mit 

Bekannten in der Pizzeria sprechen zu können (Urk. 21 S. 3). 

In der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte auf die Frage, wie er  

erklären könne, dass seine DNA-Spur an das Einstiegfenster kam, erneut aus, 

vielleicht sei er beim Rauchen mit den Händen an das Fenster gekommen. Es sei 

ja gerade bei der Tür. Dort seien sie jeweils am rauchen. Er sei beim Fenstersims 

hingesessen und habe die Hände beim Fenstersims gehabt. Er habe auch an  

die Fensterscheibe geklopft oder das Fenster aufgemacht, um mit Kollegen zu 

sprechen. Vielleicht sei es auch nicht das gewesen und er sei einfach mit den 

Händen an das Fenster gekommen (Urk. 62 S. 2 und 4 f.). Der Beschuldigte gab 

weiter an, er rauche jeweils vor dem Lokal des Pizza-Kuriers. Dabei stehe er vor 

dem Tür oder dem Fenster. Es habe dort auch Aschenbecher (Urk. 62 S. 3 ff.). 

4.5.2. Die Aussagen des Beschuldigten zur Spurenverursachung vermögen 

insgesamt nicht zu überzeugen. Geht man mit dem Beschuldigten davon aus, 

dass er den Einbruch in die Liegenschaft des Pizza-Kuriers E._____ nicht 

begangen hat, erscheint es zwar nachvollziehbar, dass er nach einem Grund 

dafür sucht, wie seine DNA an das Einbruchfenster gelangt sein könnte. Dass der 

Beschuldigte stets neue Varianten vorbringt, wie dies hätte passieren können, 

kann ihm deshalb nicht nachteilig ausgelegt werden. Anlässlich der 

Berufungsverhandlung gab er denn auch an, er habe alle diese Varianten 

genannt, weil er es schliesslich auch nicht wisse, wie seine DNA-Spur an das 

fragliche Fenster gekommen sei (Urk. 63 S. 7; vgl. auch Urk. 63 S. 3). 

Unerklärlich ist jedoch, dass der Beschuldigte erstmals vor Vorinstanz konkrete 

Angaben dazu machte, nachdem er zuvor stets ausgeführt hatte, er könne sich 

nicht erklären, wie seine DNA an dieses Fenster gekommen sei (Urk. 4 S. 2 f.). 

Dass seine DNA-Spur eventuell durch ein Klopfen am Fenster bzw. ein 

Aufstossen dieses Fenster hätte verursacht werden können, gab der Beschuldigte 

erst auf Ergänzungsfrage der Verteidigung an.  

- 10 - 

Zudem räumt er selber ein, es handle sich lediglich um eine Vermutung bzw. 

Alternativ-Vermutung. Das Argument des Beschuldigten, er habe seine 

Erklärungen erst vor Vorinstanz vorgebracht, weil er zuvor nicht danach gefragt 

worden sei (Urk. 62 S. 8), überzeugt nicht. Die Frage, wie die DNA des 

Beschuldigten an das Einstiegfenster gelangt sein könnte, bildete den zentralen 

Gegenstand der  

Untersuchung, weshalb zu erwarten gewesen wäre, dass der Beschuldigte seine 

Erklärungen von Anfang an angebracht hätte. 

Ebenfalls nicht überzeugen können die Aussagen des Beschuldigten in Bezug auf 

die Geschehnisse nach diesem Einbruch. Anlässlich der Berufungsverhandlung 

gab der Beschuldigte diesbezüglich an, B._____ sei in der fraglichen Nacht zu 

ihm gekommen. Er sei um ca. ein Uhr nachts bei ihm erschienen. Als er 

gekommen sei, habe er ihm erzählt, dass er zuvor ins E._____ eingebrochen sei 

und dort nichts gefunden habe. B._____ habe auch nichts dabei gehabt. In der 

Folge hätten sie eine Zigarette geraucht und "gegamt", danach seien sie schlafen  

gegangen (Urk. 62 S. 5 und S. 8 ff.). Dass B._____ ihm noch in derselben Nacht 

vom Einbruch in das Lokal des Pizza-Kuriers E._____ erzählte, wurde vom  

Beschuldigten in der Berufungsverhandlung erstmals vorgebracht. Es erstaunt, 

dass der Beschuldigte diesen Umstand nicht bereits zu Beginn der Untersuchung  

erwähnte, hätte er sich dadurch doch entlasten können. Nachdem B._____ 

bereits im März 2012 gegenüber den Untersuchungsbehörden eingestanden  

hatte, den Diebstahl vom 9./10. Februar 2012 in das Lokal des Pizza-Kuriers  

E._____ begangen zu haben (Urk. 18/3 S. 1 ff.; Beizugsakten des Bezirksgerichts 

Zürich, Prozess Nr. DG130113-L, Urk. 5 S. 8 f; Urk. ND 9/3 S. 1 ff.), bestand für 

den Beschuldigten zudem kein nachvollziehbarer Grund dafür, dies zu 

verheimlichen. Es fällt weiter auf, dass die Schilderungen des Beschuldigten in 

diesem Punkt äusserst detailarm ausfielen. Dass der Beschuldigte auf den von 

B._____  

erwähnten Einbruch nicht speziell reagierte und dieser in der Folge nicht weiter 

besprochen, sondern sogleich als erledigt betrachtet wurde, erscheint auch unter 

Berücksichtigung des Umstands, dass der Beschuldigte und B._____  

früher bereits gemeinsam Einbrüche begangen haben, schwer nachvollziehbar. 

- 11 - 

Zu verweisen ist sodann auf die Ausführungen des Beschuldigten in Bezug auf 

die Frage, weshalb B._____ damals zu ihm gekommen sei. Diesbezüglich gab 

der Beschuldigte zunächst an, B._____ sei damals vorbei gekommen, weil er bei 

ihm habe schlafen wollen. Das sei nicht oft vorgekommen, nur wenn es keinen 

Nachtzug mehr gegeben habe (Urk. 62 S. 10). Auf den Hinweis, dass B._____  

gemäss seinen Angaben damals beim Stadelhofen gewesen sei und in der Nähe 

des Sihlcity gewohnt habe, weshalb es für ihn näher gewesen wäre, zu sich nach 

Hause zu gehen, führte der Beschuldigte aus, es sei nur eine Annahme von ihm 

gewesen, dass B._____ den letzten Zug verpasst habe. Er wisse nicht, ob dies  

so gewesen sei. Vielleicht habe er auch Streit mit den Eltern gehabt. B._____ 

habe angerufen und gefragt, ob er bei ihm übernachten könne. Auf die Frage, ob 

B._____ damals Streit mit seinen Eltern gehabt habe, gab der Beschuldigte 

wiederum an, das habe er einfach gesagt. Er wisse nicht Bescheid über dessen 

Leben. Er habe ihn auch nicht gefragt, weshalb er zu ihm komme. Er komme ja 

schon, einfach selten (Urk. 62 S. 11 f.). Die Aussage des Beschuldigten, B._____ 

habe kein Tiramisu dabei gehabt, als er bei ihm erschienen sei (Urk. 62 S. 8), 

steht schliesslich auch in Widerspruch mit den Angaben von B._____, wonach er 

das Tiramisu beim Beschuldigten zu Hause gegessen habe (Beizugsakten des 

Bezirksgerichts Zürich, Prozess Nr. DG130113-L, Urk. 5 S. 9). 

Das Aussageverhalten des Beschuldigten erscheint damit alles andere als  

überzeugend. 

4.6. Die Verteidigung wies zu Recht darauf hin, dass B._____ anerkannt hat, den 

Einbruchdiebstahlsversuch vom 9./10. Februar 2012 in die Pizzeria  

E._____ begangen zu haben (Urk. 65 S. 2 ff.). B._____ wurde mit Urteil des 

Bezirksgerichts Zürich vom 5. September 2013 unter anderem wegen dieses 

Vorfalls des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise 

in Verbindung mit Art. 22 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne 

von Art. 186 StGB und der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 

Abs. 1 StGB schuldig gesprochen (Urk. 44/1-2). Im Berufungsverfahren wurden 

die Akten des Strafverfahrens gegen B._____ beigezogen (Beizugsakten des 

Bezirksgerichts Zürich, Prozess Nr. DG130113-L). 

- 12 - 

4.6.1. Aus den Beizugsakten ergibt sich, dass B._____ von sich aus auf den 

Einbruchdiebstahl in die Pizzeria E._____ zu sprechen kam: Im Rahmen der 

polizeilichen Einvernahme vom 19. März 2012 wurde er aufgefordert, die von ihm 

begangenen Einbruchdiebstähle zu schildern, worauf er einräumte, im Januar 

2012 in die Pizzeria E._____ eingebrochen zu sein. Er sei dort alleine gewesen. 

Das Fenster sei offen gestanden und er habe Durst gehabt, weshalb er 

hineingegangen sei. Er habe ein Red Bull und ein Tiramisu aus dem Lokal 

mitgenommen. Das Ganze habe sich ca. um ein Uhr morgens ereignet. Er sei zu 

Fuss unterwegs gewesen (Beizugsakten des Bezirksgerichts Zürich, Prozess Nr. 

DG130113-L, Urk. 5 S. 3). Auf die Frage, wo er in der Nacht vom 9. auf den 10. 

Februar 2012 gewesen sei, gab B._____ an, er könne sich nicht erinnern. Auf den  

Hinweis, dass der Einbruch in die Pizzeria E._____ in der Nacht vom 9. auf den 

10. Februar 2012 erfolgt sei, gab B._____ an, es könne gut sein, dass er das 

gewesen sei. Er bestritt jedoch, in der gleichen Nacht in einen sich ganz in der 

Nähe befindlichen Blumenladen eingebrochen zu sein. Nachdem er in die 

Pizzeria eingebrochen sei, sei er zu einem Kollegen heim gegangen, habe dort 

das Tiramisu gegessen und sei dann schlafen gegangen. Auf Vorhalt, dass schon 

mehrfach versucht worden sei, in die Pizzeria E._____ einzubrechen, erklärte 

B._____, er sei dort nur ein Mal eingebrochen. Er sei sich eigentlich sicher, dass 

dies im Februar 2012 gewesen sei (Beizugsakten des Bezirksgerichts Zürich, 

Prozess Nr. DG130113-L, Urk. 5 S. 8 f.). In den folgenden Einvernahmen blieb 

B._____ bei seinem Geständnis (Beizugsakten des Bezirksgerichts Zürich, 

Prozess Nr. DG130113-L, Urk. 8 S. 3 f.; Urk. ND 9/3). Anlässlich der polizeilichen 

Einvernahme vom 28. März 2012 machte er sodann nähere Angaben zu diesem 

Einbruch. Dieser sei irgendwann zwischen ein und zwei Uhr erfolgt. Er sei damals 

allein unterwegs gewesen. Das Fenster vorne an der Strasse, ganz links wenn 

man vor dem Pizza-Kurier stehe, sei schräg gestellt gewesen. Er habe es mir der 

Handfläche aufgedrückt und sei ins Gebäude gegangen, um nach Geld zu 

suchen. Er habe aber nichts gefunden. Das Gebäude habe er durch dasselbe 

Fenster wieder verlassen. Auf dem Weg dorthin sei er an einem Kühlschrank  

vorbeigekommen. Daraus habe er ein Tiramisu und ein Red Bull genommen. Auf 

den Vorhalt, dass das schräg gestellte Fenster gemäss Anzeigerapport mit einem 

- 13 - 

Flachwerkzeug aufgebrochen worden sei, gab B._____ an, dem sei nicht so. Er 

habe es mit der Hand aufgedrückt. Nach dem Einbruch sei er zum  

Beschuldigten gegangen. Dieser habe ihm vorher angerufen und gefragt, ob er  

zu ihm komme. Da sei er (B._____) aber noch in der Stadt gewesen.  

Die Mutter des Beschuldigten sei nicht zu Hause gewesen, weshalb er zu ihm 

gegangen sei. Den Einbruch habe er begangen, weil er beim Vorbeigehen 

gesehen habe, dass das Fenster offen bzw. schräg gestanden sei. Es stimme 

nicht, dass er bereits zu einem früheren Zeitpunkt in diese Räume eingebrochen 

sei (Urk. 18/3 = Beizugsakten des Bezirksgerichts Zürich, Prozess Nr. DG130113-

L, Urk. ND 9/3). 

4.6.2. Dass B._____ die alleinige Verantwortung für den vorliegend zu 

beurteilenden Einbruchdiebstahlsversuch übernahm, spricht für die Darstellung 

des Beschuldigten, wonach er an dieser Straftat nicht beteiligt gewesen sei. 

Aufgrund der Aussagen von B._____ kann eine (Mit-) Täterschaft des 

Beschuldigten aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Zum einen ist 

festzuhalten, dass sich die Aussagen von B._____ nicht in allen Punkten mit dem 

Einbruchdiebstahlsversuch vom 9./10. Februar 2012 in Übereinstimmung bringen 

lassen. So gab B._____ an, das Fenster bei seinem Einbruch mit der Hand 

aufgedrückt zu haben. Er habe das Fenster nicht mit einem Werkzeug 

aufgebrochen (Beizugsakten des Bezirksgerichts Zürich, Urk. ND 9/3 S. 2). Im 

Rahmen der Einvernahme vom 19. März 2012 erklärte er zudem, bei seinen 

Einbrüchen mache er die Scheibe immer mit Körpergewalt oder mit einem Stein 

kaputt. Es sei nicht seine Masche, einen Schraubenzieher einzusetzen 

(Beizugsakten des Bezirksgerichts Zürich, Prozess Nr. DG130113-L, Urk. 5 S. 6). 

Dass die Werkzeugspur am aufgebrochenen Fenster mit dem Einbruch vom 

9./10. Februar 2012 nichts zu tun hat, wie der frühere Verteidiger des 

Beschuldigten mutmasste (Urk. 22 S. 6), ist nicht anzunehmen. In den 

Polizeirapporten zum Einbruchdiebstahlsversuch vom 9./10. Februar 2012 wird 

festgehalten, dass das Fenster der Liegenschaft mit  

einem unbestimmtem Flachwerkzeug, eventuell einem Schraubenzieher, 

aufgebrochen worden sei (Urk. 1 S. 2; Urk. 2 S. 2). Die am 10. Februar 2012 

getätigten Aufnahmen weisen ebenfalls Aufbruchspuren am Fensterflügel auf 

- 14 - 

(Urk. 20/4). Dass diese unabhängig vom kurz zuvor erfolgten Einbruch 

entstanden sind, ist nicht anzunehmen. Damit steht das von B._____ geschilderte 

Vorgehen in Widerspruch zu den Dokumentationen über den 

Einbruchdiebstahlversuch vom 9./10. Februar 2012. Zu verweisen ist in diesem 

Zusammenhang auch auf die Aussagen von Wm mbA C._____ anlässlich der 

Berufungsverhandlung, wonach der Fenster vermutlich "aufgewuchtet" worden 

sein dürfte, was sich aus den recht massiven Spuren am Fensterrahmen ergebe. 

Es sei für ihn plausibel, dass mit einem Flachwerkzeug versucht worden sei, das 

Fenster "aufzuwuchten". Es sei mehrfach mit dem Werkzeug angesetzt worden. 

Die damals vorgefundene Werkzeugeindruckspur könne ohne einen Gegenstand, 

der zur Hilfe genommen worden sei, nicht verursacht worden sein. Nur mit den 

Händen schaffe man das nicht (Urk. 64 S. 5 ff. und 14 f.). Wie sich aus den Akten 

ergibt, wurde zudem  

zwischen August 2011 und Februar 2012 mehrfach versucht, in die Räume  

des Pizza-Kuriers einzubrechen (Urk. 18/2 S. 3). Mit der Vorinstanz erscheint es 

daher gut möglich, dass B._____, der anerkannt hat, mehrere Einbrüche 

begangen zu haben, den Einbruchdiebstahlsversuch vom 9./10. Februar 2012 

möglicherweise mit einem anderen Einbruch in das Lokal des Pizza-Kuriers  

verwechselt hat (Urk. 33 S. 8), zumal am 10. Februar 2012 nicht seine DNA,  

sondern lediglich diejenige des Beschuldigten sichergestellt werden konnte. 

4.6.3. Es kann vorliegend auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass 

B._____ fälschlicherweise angab, den Einbruch vom 9./10. Februar 2012 alleine 

begangen zu haben, um den Beschuldigten vor einer Strafverfolgung zu 

schützen. Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschuldigte am 7. September 

2011 wegen mehreren Einbruchdiebstählen zu einer persönlichen Leistung  

von 15 Tagen verpflichtet worden war, wobei der Vollzug unter Ansetzung einer 

Probezeit von einem Jahr aufgeschoben worden war (Urk. 9). Bei Begehung des 

Einbruchs vom 9./10. Februar 2012 hätte der Beschuldigte daher während der 

Probezeit delinquiert. In Anbetracht dieses Umstand erscheint es durchaus 

möglich, dass B._____, dem ohnehin bereits mehrere Einbrüche zur Last gelegt 

wurden, die alleinige Verantwortung für den vorliegend zu beurteilenden Einbruch 

übernahm, um den Beschuldigten von den strafrechtlichen Konsequenzen der 

- 15 - 

erneuten Delinquenz, einschliesslich eines allfälligen Widerrufs, zu schützen. Die 

Verteidigung erwähnte zudem ein Einbürgerungsverfahren, das aufgrund des 

vorliegenden Strafverfahrens nicht erfolgreich verlief (Urk. 22 S. 7; Urk. 65 S. 8; 

vgl. auch Urk. 60). Auch dies könnte ein Grund dafür sein, weshalb B._____  

die Verantwortung auf sich nahm, zumal er gemäss den Aussagen des 

Beschuldigten von seinem Einbürgerungswunsch Kenntnis hatte (Urk. 62 S. 7). 

Im Übrigen räumte B._____ auch ein, am 10. Februar 2012 mit dem  

Beschuldigten zusammen gewesen zu sein (Beizugsakten des Bezirksgerichts 

Zürich, Prozess Nr. DG130113-L, Urk ND 9/2 S. 3), was wie bereits erwähnt vom 

Beschuldigten bestätigt wird. Die Aussagen von B._____ vermögen damit keine 

unüberwindliche Zweifel an der Täterschaft des Beschuldigten zu wecken.  

4.7. Wie bereits ausgeführt, wurde am 10. Februar 2012, d.h. unmittelbar nach 

dem Einbruch, eine DNA-Spur des Beschuldigten am Tatort sichergestellt. Die 

Spur befand sich auf der äusseren Glasfläche am Einstiegsfenster, im unteren 

Drittel des Fensterglases oberhalb von Werkzeugeindruckspuren (Urk. 2; Urk. 3; 

Urk. 5; Urk. 6; Urk. 19; Urk. 20). Damit wurde die DNA-Spur des Beschuldigten 

exakt dort sichergestellt, wo die Einbruchspuren waren, d.h. der Beschuldigte 

muss das Fenster genau dort berührt haben, wo anschliessend der bzw. die Täter 

ihr Flachwerkzeug ansetzten, um das Fenster aufzubrechen. Es erscheint daher 

naheliegend, dass es der Beschuldigte war, der dieses Fenster aufgebrochen und 

somit den Einbruchdiebstahlsversuch vom 9./10. Februar 2012 begangen hat. 

4.7.1. Anlässlich der Berufungsverhandlung wurde Wm mbA C._____ vom 

Forensischen Institut Zürich als sachverständiger Zeuge zu dem am 10. Februar 

2012 vorgefundenen Spurenbild befragt. Er führte aus, damals sei eine 

Schmierspur sichergestellt worden. Dabei handle es sich um eine Beschädigung 

am Staubfilm. Fensterglas habe die Eigenheit, dass es mit der Zeit Staub 

aufnehme. Bei Einbrüchen würden Glasscheiben deshalb standardmässig auf 

Verletzungen am Staubfilm überprüft. Es sei richtig, dass sich die Spur im unteren 

Drittel des Fensterglases oberhalb der Werkzeugeindruckspuren befunden habe 

(Urk. 64 S. 4 ff.). Dass die Schmierspur in einem direkten Zusammenhang mit der 

Werkzeugeindruckspur stehe, sei aufgrund der Lage der beiden Spuren möglich. 

- 16 - 

Es komme nicht selten vor, dass man beim "Aufwuchten" eines Fensterrahmens 

zwischendurch abrutsche. Wenn man von unten mit einem Schraubenzieher nach 

oben drücke, um das Fenster aufzuhebeln, sei die logische Folge, dass man im 

oberen Bereich dieser Einbruchspur etwas berühre (Urk. 64 S. 9 f.). Entsprechend 

gab Wm mbA C._____ an, es sei vereinbar, dass die fragliche DNA-Spur im 

Zusammenhang mit dem Aufdrücken des Fensters entstanden sei (Urk. 64 S. 9 f. 

und 12; vgl. auch Urk. 19). Der Sachverständige erklärte indes auch, dass nicht 

mit Sicherheit gesagt werden könne, wie die DNA-Spur im konkreten Fall an das 

Fenster gelangt sei (Urk. 64 S. 10). Er könne nicht sagen, ob die sichergestellte 

DNA-Spur beim Aufbrechen des Fensters entstanden oder bereits früher (oder 

später) dazugekommen sei (Urk. 64 S. 12). Wm mbA C._____  

führte insbesondere aus, dass die vom Beschuldigten geschilderten Vorgänge, 

wie seine DNA an das Einbruchfenster gelangt sein könnte, mit dem Spurenbild 

am Tatort ebenfalls vereinbar seien. Man könne nicht sagen, dass die Spuren 

nicht so hätten entstehen können, wie es der Beschuldigte im Laufe des  

Verfahrens vorgebracht habe (Urk. 64 S. 11). So sei es möglich, dass eine 

Schmierspur wie die vorgefundene durch ein Aufstossen eines unverschlossenen 

Fensters entstehe (Urk. 64 S. 8).  

Aus den Ausführungen des sachverständigen Zeugen muss damit abgeleitet  

werden, dass die DNA-Spuren des Beschuldigten auch auf andere Weise als 

durch den Einbruch an das Einstiegfenster hätten gelangt sein können. Aus dem 

Umstand, dass die DNA-Spur des Beschuldigten kurz nach dem am 9./10 Februar 

2012 erfolgten Einbruch sichergestellt werden konnte, kann zudem nicht  

zwingend auf einen zeitlichen Zusammenhang mit dem Einbruch geschlossen 

werden. Wm mbA C._____ gab an, über das Alter der Spur könne er  

keine Aussagen machen (Urk. 64 S. 13). Es hänge von vielen Faktoren ab, wie 

lange DNA haltbar sei. Schädlich für DNA seien UV-Licht und Feuchtigkeit. Ohne 

diese Einflüsse könne eine DNA-Spur mehrere Jahre überleben (Urk. 64 S. 9 und 

13). Es sei möglich, dass der Beschuldigte ein, zwei Tage oder mehrere Wochen 

vorher dort gesessen sei und die Glasfläche berührt habe (Urk. 64 S. 13 f.). 

Nachdem der Sachverständige zum Entstehungszeitpunkt der vorgefundenen 

Spuren keine Angaben machen konnte, kann entgegen der Vorinstanz (Urk. 33 

- 17 - 

S. 7) nicht argumentiert werden, es sei ein ungewöhnlicher Zufall, wenn der  

Beschuldigte vor dem am 9./10. Februar 2012 verübten Einbruch ausgerechnet 

an dem Fenster, das in dieser Nacht aufgebrochen wurde, eine DNA-Spur  

hinterlassen hätte.  

4.7.2. Gemäss den vorangehenden Ausführungen steht die DNA-Spur des  

Beschuldigten in einem auffälligen Kontext mit dem vorliegend zu beurteilenden 

Einbruchdiebstahlsversuch, nachdem sie am Folgetag am aufgebrochenen 

Fenster, oberhalb der Werkzeugeindruckspuren, sichergestellt werden konnte. 

Berücksichtigt man zusätzlich die wenig überzeugenden Aussagen des 

Beschuldigten, deutet einiges darauf hin, dass der Beschuldigte seine DNA in 

Zusammenhang mit dem am 9./10. Februar 2012 erfolgten 

Einbruchdiebstahlsversuch hinterlassen hat. Aufgrund der Ausführungen des 

Sachverständigen kann indes auch ein  

Konnex mit den vom Beschuldigten geschilderten Vorgängen nicht mit 

hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden, zumal die sichergestellten 

Spuren zeitlich nicht eingeordnet werden können. Dass die DNA-Spur des 

Beschuldigten kurz nach dem Einbruch asserviert werden konnte, bedeutet wie 

erwähnt nicht, dass sie im Zusammenhang mit dem Einbruch entstanden sein 

muss, da DNA je nach den äusseren Einflüssen über längere Zeit haltbar sein 

kann. Der Umstand,  

dass am Einstiegsfenster DNA-Spuren des Beschuldigten aufgefunden wurden,  

beweist damit nur, dass der Beschuldigte zu einem nicht bestimmbaren Zeitpunkt 

am Einbruchsort war und mit dem Einstiegfenster in Berührung kam, was von ihm 

nicht bestritten wird. Hingegen lässt sich daraus nicht mit hinreichender Sicherheit 

ableiten, dass es der Beschuldigte war, der am 9./10. Februar 2012 in das Lokal 

des Pizza-Kuriers E._____ eingebrochen ist, zumal der Ort, an dem die DNA-

Spur sichergestellt wurde, frei zugänglich ist. Der Beschuldigte ist somit nach dem 

Grundsatz "in dubio pro reo" von den Anklagevorwürfen freizusprechen. 

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

5.1. Ausgangsgemäss – der Beschuldigte wird freigesprochen und obsiegt im 

Berufungsverfahren – sind die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen 

- 18 - 

Verfahren in beiden Instanzen auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 Abs. 1 

und 2 StPO; Art. 428 Abs. 1 StPO). 

5.2. Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so hat sie Anspruch auf  

Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer 

Verfahrensrechte (Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). Dazu gehören primär die Kosten 

der frei gewählten Verteidigung, wenn die Verbeiständung angesichts der 

tatsächlichen oder rechtlichen Komplexität des Falls geboten war (Schmid, 

Handbuch StPO, Zürich/St. Gallen 2013, N 1810). 

5.2.1. Vorliegend war der Beizug einer anwaltlichen Verteidigung gerechtfertigt, 

weshalb dem Beschuldigten dafür eine Entschädigung auszurichten ist. Gemäss 

Praxis ist bei der Festsetzung des Honorars der Verteidigung bei sogenannten 

einfachen Standardverfahren von den in der Anwaltsgebührenverordnung 

angeführten Ansätzen auszugehen. Das Vorliegen eines Standardfalls beurteilt 

sich nach folgenden Kriterien: Aktenumfang, Komplexität und Schwierigkeit des 

Falles (sowohl in tatsächlicher als auch rechtlicher Hinsicht), Bedeutung des 

Verfahrens für die betroffene Person und Anzahl der angeklagten und zu 

beurteilenden Delikte (vgl. ZR 111 [2012] Nr. 16, E. 2.1.3 und 2.2.1 mit 

Hinweisen). Vorliegend kann von einem alltäglichen Standardfall ausgegangen 

werden. Das Verfahren kann weder bezüglich des Sachverhalts noch in 

rechtlicher Hinsicht als besonders schwierig eingestuft werden. Bei der 

Bemessung der Entschädigung für die  

Verteidigung ist deshalb von den in der Anwaltsgebührenverordnung angeführten 

Ansätzen auszugehen. 

5.2.2. Gemäss Anwaltsgebührenverordnung bemisst sich die Gebühr im 

Vorverfahren nach dem notwendigen Zeitaufwand der Vertretung. Es gelten dabei 

die Honoraransätze gemäss § 3 der zitierten Verordnung (§ 16 AnwGebV). Die  

Gebühr für die Führung eines Strafprozesses (einschliesslich Vorbereitung des 

Parteivortrages und Teilnahme an der Hauptverhandlung) beträgt im Bereich  

der Zuständigkeit des Einzelgerichts in der Regel Fr. 600.– bis Fr. 8'000.–. Diese 

Ansätze gelten auch im Berufungsverfahren, wobei zu berücksichtigen ist, ob  

das vorinstanzliche Urteil ganz oder nur teilweise angefochten wurde (§ 18  

- 19 - 

Abs. 1 AnwGebV). Innerhalb dieses Rahmens wird die Grundgebühr nach den 

besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen und 

Schwierigkeiten des Falles, bemessen (vgl. § 2 AnwGebV). 

Vor Vorinstanz machte der Beschuldigte eine Entschädigung von rund Fr. 2'000.– 

für Anwaltskosten geltend (Urk. 22 S. 6 f.; Urk. 23). Die geltend gemachten  

Aufwendungen erscheinen als angemessen, weshalb sie zu entschädigen sind. 

Für das Berufungsverfahren macht der Beschuldigte eine Entschädigung von 

Fr. 6'642.20 geltend (Urk. 65 S. 7 f. und 9; Urk. 66; wobei die Aufwendungen für 

die Berufungsverhandlung noch nicht berücksichtigt sind). Der von der 

Verteidigung getätigte Aufwand steht zur Bedeutung und Schwierigkeit des Falles 

indes nicht in einem angemessenen Verhältnis. Wie bereits ausgeführt, beträgt 

die Grundgebühr für das Berufungsverfahren in der Regel Fr. 600.– bis 

Fr. 8'000.–. Vorliegend handelt es sich sowohl in sachlicher wie auch rechtlicher 

Hinsicht  

eher um einen einfachen Fall. Die Festsetzung einer Grundgebühr von mehr  

als Fr. 4'500.– erweist sich daher nicht als angezeigt. Entsprechend ist dem  

Beschuldigten für das gesamte Verfahren, unter Einbezug der Haupt- und 

Berufungsverhandlungen, eine Prozessentschädigung für anwaltliche 

Verteidigung von Fr. 7'000.– (einschliesslich MwSt) aus der Gerichtskasse 

zuzusprechen. 

5.3. Der Beschuldigte beantragt, es sei ihm eine angemessene Genugtuung  

zuzusprechen (Urk. 65 S. 9). Zur Begründung wurde ausgeführt, allein die 

Tatsache, in ein Strafverfahren verwickelt zu sein, könne psychisch belastend 

sein. Da das laufende Strafverfahren im Strafregister eingetragen worden sei, sei 

zudem das laufende Einbürgerungsverfahren verunmöglicht worden (Urk. 65 S. 7 

f.). 

Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so hat sie gemäss Art. 429 Abs. 1 

lit. c StPO Anspruch auf Genugtuung für besonders schwere Verletzungen ihrer 

persönlichen Verhältnisse. Wie sich bereits aus dem Wortlaut dieser Bestimmung 

ergibt, ist eine Genugtuung nur bei ausgeprägten Formen von Persönlichkeits-

- 20 - 

verletzungen geschuldet. Hauptbeispiel einer solchen Verletzung ist der im  

Gesetz ausdrücklich erwähnte Freiheitsentzug. Die mit jedem Strafverfahren  

in grösserem oder kleinerem Ausmass verbundene psychische Belastung,  

Demütigung und Blossstellung gegen aussen genügt dagegen in der Regel nicht 

(Schmid, Handbuch StPO, a.a.O., N 1816).  

Dass das Einbürgerungsverfahren des Beschuldigten (einstweilen) nicht 

erfolgreich verlief, indiziert für sich allein noch keine besonders schwere 

Verletzung in den persönlichen Verhältnissen im Sinne von Art. 429 Abs. 1 lit. c 

StPO. Der  

Beschuldigte nennt – ausser dem gescheiterten Einbürgerungsverfahren – keine 

weiteren besonderen Umstände, die eine Genugtuung vorliegend rechtfertigen 

würden. Bei dieser Sachlage ist davon auszugehen, dass die Intensität der  

mit der Strafuntersuchung verbundenen Belastung das übliche bzw. zumutbare 

Ausmass nicht überstiegen hat. Die Voraussetzungen für die Zusprechung einer 

Genugtuung sind somit nicht gegeben. Dem Beschuldigten ist deshalb keine  

Genugtuung zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird vollumfänglich freigesprochen. 

2. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung (Ziff. 5) wird bestätigt. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. 

4. Die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen Verfahren in beiden  

Instanzen werden auf die Gerichtskasse genommen. 

5. Dem Beschuldigten wird für das ganze Verfahren eine 

Prozessentschädigung von Fr. 7'000.– für anwaltliche Verteidigung aus der 

Gerichtskasse  

zugesprochen. 

6. Dem Beschuldigten wird keine Genugtuung zugesprochen. 

- 21 - 

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss 

Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG). 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 

- 22 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 10. April 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Laufer 
 

 

	Urteil vom 10. April 2014
	Urteil der Vorinstanz:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des Diebstahlversuchs im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 StGB
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie
	 des Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.-- (insgesamt Fr. 2'700.--).
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt.
	4. Die persönliche Leistung von 15 Tagen, zu der der Beschuldigte von der  Jugendanwaltschaft Limmattal/Albis mit Strafbefehl vom 7. September 2011 verpflichtet wurde, wird für vollziehbar erklärt.
	5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 StGB [und der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB] freizusprechen.
	2. Der bedingte Vollzug der persönlichen Leistung von fünfzehn Tagen gemäss Strafbefehl der Jugendanwaltschaft vom 7. September 2011 sei nicht zu widerrufen.
	3. Die Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen und dem Beschuldigten sei Schadenersatz im Umfang von CHF 8'630.70 und eine angemessene Genugtuung zuzusprechen.
	1. Schuldigsprechung im Sinne der Anklageschrift.
	2. Bestrafung mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à Fr. 30.--.
	3. Gewährung des bedingten Strafvollzugs, unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren.
	4. Die persönliche Leistung von 15 Tagen gemäss Strafbefehl der  Jugendanwaltschaft Limmattal/Albis ist für vollziehbar zu erklären.
	5. Vollständige Kostenauflage.
	Erwägungen:
	1. Verfahrensgang
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 26. April 2013 wurde der  Beschuldigte des Diebstahlversuchs im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 StGB, der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie des Hausfrieden...
	1.2. Gegen das ihm am 30. April 2013 schriftlich zugestellte Urteil meldete der damalige Verteidiger des Beschuldigten am 8. Mai 2013 fristgerecht Berufung an (Urk. 25/2; Urk. 28). Ebenfalls fristgerecht reichte der Verteidiger am 2. August 2013 die B...
	1.3. Am 23. Januar 2014 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 10. April 2014 vorgeladen (Urk. 47). Ferner wurden die Akten des Strafverfahrens gegen B._____ sowie die Entscheide betreffend die Vorstrafen des Beschuldigten beigezogen (Erziehungsverfüg...
	1.4. Am 10. April 2014 fand die Berufungsverhandlung statt (Prot. II S. 5 ff.). Zu Beginn der Verhandlung waren die von der Verteidigung aufgeworfenen Vorfragen zu klären (Urk. 59; Prot. II S. 6 ff.). Sodann wurde Wm mbA C._____ vom Forensischen Insti...

	2. Umfang der Berufung
	3. Prozessuales
	Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte der Verteidiger den Antrag, es sei auf die Anklage wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs nicht einzutreten oder das Verfahren sei betreffend Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch einzustellen, da ke...
	Wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt, kann auf eine Einvernahme von B._____ verzichtet werden, weshalb nicht darüber zu befinden ist,  in welcher prozessualen Stellung er vom Gericht hätte befragt werden können.  Es kann vorliegend sodann ...

	4. Sachverhalt
	4.1. Die Vorinstanz hat den vorliegend zu beurteilenden Anklagevorwurf korrekt zusammengefasst (Urk. 33 S. 5). Darauf kann zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).
	4.2. Der Beschuldigte hat den Anklagevorwurf sowohl in der Untersuchung als auch vor Gericht bestritten. Der eingeklagte Sachverhalt ist deshalb aufgrund der Untersuchungsakten nach den allgemein gültigen Beweisregeln zu erstellen.
	4.3. Als Beweismittel können die Aussagen des Beschuldigten herangezogen werden. Sodann liegen eine am Tatort sichergestellte DNA-Spur, eine Werkzeugspur sowie die diesbezüglichen Ausführungen von Wm mbA C._____ vom Forensischen Institut Zürich vor, w...
	4.4. Den Akten lässt sich entnehmen, dass am 9./10. Februar 2012 zu einem unbestimmten Zeitpunkt zwischen ca. 23.00 Uhr bis ca. 08.00 Uhr in die Liegenschaft des Pizza-Kuriers E._____ an der …-strasse … in … eingebrochen wurde. Gemäss Polizeirapport ...
	Die sichergestellte DNA-Spur konnte dem Beschuldigten zugeordnet werden (Urk. 3; Urk. 6). Spurenanalysen erlauben nur Aussagen über die Frage, ob eine Spur von einer bestimmten Person stammt. Inwieweit die Spurenzuordnung  strafprozessual Bedeutung fü...
	4.5. Der Beschuldigte hat in der Untersuchung und vor Gericht nicht bestritten, dass die sichergestellte DNA von ihm stammt (Urk. 4 S. 3; Urk. 21 S. 3; Urk. 62 S. 2). Er machte jedoch geltend, nichts mit dem Einbruch zu tun zu haben. Seine DNA müsse a...
	4.5.1. In der Untersuchung führte er diesbezüglich aus, er gehe öfters in die  Pizzeria E._____ essen. Er wisse nicht, wie es möglich sei, dass seine DNA  am Tatort hätte gesichert werden können. Er habe sich zwar als Gast dort aufgehalten, aber siche...
	Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung gab der Beschuldigte auf die Frage, wie er sich erklären könne, dass am aufgebrochenen Fenster seine DNA gefunden worden sei, an, er sei Stammgast in dieser Pizzeria, da er mindestens einmal in der Woch...
	In der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte auf die Frage, wie er  erklären könne, dass seine DNA-Spur an das Einstiegfenster kam, erneut aus, vielleicht sei er beim Rauchen mit den Händen an das Fenster gekommen. Es sei ja gerade bei der Tür....
	4.5.2. Die Aussagen des Beschuldigten zur Spurenverursachung vermögen insgesamt nicht zu überzeugen. Geht man mit dem Beschuldigten davon aus, dass er den Einbruch in die Liegenschaft des Pizza-Kuriers E._____ nicht begangen hat, erscheint es zwar nac...
	Ebenfalls nicht überzeugen können die Aussagen des Beschuldigten in Bezug auf die Geschehnisse nach diesem Einbruch. Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte diesbezüglich an, B._____ sei in der fraglichen Nacht zu ihm gekommen. Er sei...
	4.6. Die Verteidigung wies zu Recht darauf hin, dass B._____ anerkannt hat, den Einbruchdiebstahlsversuch vom 9./10. Februar 2012 in die Pizzeria  E._____ begangen zu haben (Urk. 65 S. 2 ff.). B._____ wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 5....
	4.6.1. Aus den Beizugsakten ergibt sich, dass B._____ von sich aus auf den Einbruchdiebstahl in die Pizzeria E._____ zu sprechen kam: Im Rahmen der polizeilichen Einvernahme vom 19. März 2012 wurde er aufgefordert, die von ihm begangenen Einbruchdiebs...
	4.6.2. Dass B._____ die alleinige Verantwortung für den vorliegend zu beurteilenden Einbruchdiebstahlsversuch übernahm, spricht für die Darstellung des Beschuldigten, wonach er an dieser Straftat nicht beteiligt gewesen sei. Aufgrund der Aussagen von ...
	4.6.3. Es kann vorliegend auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass B._____ fälschlicherweise angab, den Einbruch vom 9./10. Februar 2012 alleine begangen zu haben, um den Beschuldigten vor einer Strafverfolgung zu schützen. Aus den Akten ergibt...
	4.7. Wie bereits ausgeführt, wurde am 10. Februar 2012, d.h. unmittelbar nach dem Einbruch, eine DNA-Spur des Beschuldigten am Tatort sichergestellt. Die Spur befand sich auf der äusseren Glasfläche am Einstiegsfenster, im unteren Drittel des Fensterg...
	4.7.1. Anlässlich der Berufungsverhandlung wurde Wm mbA C._____ vom Forensischen Institut Zürich als sachverständiger Zeuge zu dem am 10. Februar 2012 vorgefundenen Spurenbild befragt. Er führte aus, damals sei eine Schmierspur sichergestellt worden. ...
	Aus den Ausführungen des sachverständigen Zeugen muss damit abgeleitet  werden, dass die DNA-Spuren des Beschuldigten auch auf andere Weise als durch den Einbruch an das Einstiegfenster hätten gelangt sein können. Aus dem Umstand, dass die DNA-Spur de...
	4.7.2. Gemäss den vorangehenden Ausführungen steht die DNA-Spur des  Beschuldigten in einem auffälligen Kontext mit dem vorliegend zu beurteilenden Einbruchdiebstahlsversuch, nachdem sie am Folgetag am aufgebrochenen Fenster, oberhalb der Werkzeugeind...

	5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	5.1. Ausgangsgemäss – der Beschuldigte wird freigesprochen und obsiegt im Berufungsverfahren – sind die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen Verfahren in beiden Instanzen auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 Abs. 1 und 2 StPO; Art. 428 A...
	5.2. Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so hat sie Anspruch auf  Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte (Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). Dazu gehören primär die Kosten der frei gewählten Verteidigu...
	5.2.1. Vorliegend war der Beizug einer anwaltlichen Verteidigung gerechtfertigt, weshalb dem Beschuldigten dafür eine Entschädigung auszurichten ist. Gemäss Praxis ist bei der Festsetzung des Honorars der Verteidigung bei sogenannten einfachen Standar...
	5.2.2. Gemäss Anwaltsgebührenverordnung bemisst sich die Gebühr im Vorverfahren nach dem notwendigen Zeitaufwand der Vertretung. Es gelten dabei die Honoraransätze gemäss § 3 der zitierten Verordnung (§ 16 AnwGebV). Die  Gebühr für die Führung eines S...
	5.3. Der Beschuldigte beantragt, es sei ihm eine angemessene Genugtuung  zuzusprechen (Urk. 65 S. 9). Zur Begründung wurde ausgeführt, allein die Tatsache, in ein Strafverfahren verwickelt zu sein, könne psychisch belastend sein. Da das laufende Straf...

	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird vollumfänglich freigesprochen.
	2. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung (Ziff. 5) wird bestätigt.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz.
	4. Die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen Verfahren in beiden  Instanzen werden auf die Gerichtskasse genommen.
	5. Dem Beschuldigten wird für das ganze Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 7'000.– für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse  zugesprochen.
	6. Dem Beschuldigten wird keine Genugtuung zugesprochen.
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG).

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.