# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be797a45-6431-559c-9daf-1f501c3916be
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.04.2017 UV 2014/79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-79_2017-04-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/79

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 18.04.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 18.04.2017
Art. 6 UVG. Verneinung der Unfallkausalität der Kniebeschwerden. 
Verneinung der Adäquanz der psychischen Störungen bzw. der organisch 
nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden gemäss BGE 134 V 109.Art. 
18 UVG. Einkommensvergleich. Bestimmung des Validen- und 
Invalideneinkommen. Verneinung eines rentenbegründenden 
Invaliditätsgrades (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 18. April 2017, UV 2014/79).

Entscheid vom 18. April 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiber

Daniel Furrer           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2014/79           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Nico Gächter, rohner thurnherr

wiget & partner, Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Leupi, grossenbacher rechtsanwälte ag, 

Zentralstrasse 44, 6003 Luzern,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war seit Mai 2009 bei der B.___ GmbH angestellt und dabei bei der Suva 

obligatorisch unfallversichert, als er am 3. Oktober 2009 über eine Treppe stolperte und 

mit Arm und Schulter gegen eine Wand prallte (Suva-act. I-1). Der Hausarzt des 

Versicherten, Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, diagnostizierte eine 

Schulterkontusion rechts. Die Beweglichkeit des rechten Arms sei allseits möglich, 

aber schmerzbedingt stark eingeschränkt. Für die schwere Arbeit als Akkordmaurer 

attestierte er ihm eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 3. Oktober 2009 und 

verordnete eine intensive Physiotherapie (Suva-act. I-13, vgl. auch Suva-act. I-2 ff.).

A.b  Am 19. Februar 2010 wurde in der Klinik D.___ eine MR Artrhro Schulter rechts 

durchgeführt. Es wurde keine nachgewiesene Ruptur der Rotatoren, ein normales 

glenohumerales Gelenk, eine eher niedergradige SLAP-Läsion gegen posterior und 

leichte Zeichen der retraktilen Kapsulitis festgehalten (Bericht vom 21. Februar 2010; 

Suva-act. I-19). Vom 4. Februar bis 4. März 2010 war der Versicherte in der Rehaklinik 

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Bellikon hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 9. März 2010 wurde unter anderem 

festgehalten, dass die Tätigkeit als Maurer aktuell nicht zumutbar sei. Leichte und 

mittelschwere Arbeiten seien zumutbar, wobei mit der Schulter rechts keine 

wiederholten Tätigkeiten über Kopf auszuführen seien. Die Ärzte würden noch von 

einem Verbesserungspotential ausgehen und seien zuversichtlich, dass ein Status quo 

sine erreicht werden könne (Suva-act. I-20). Im Bericht von Dr. med. E.___, Facharzt 

FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

Orthopädie F.___, vom 15. Juli 2010 wurde eine Restschmerzsymptomatik Schulter 

rechts im Sinne einer Ansatztendinopathie Supraspinatus diagnostiziert. Die Situation 

habe sich deutlich verbessert, auch wenn der Versicherte noch nicht beschwerdefrei 

sei. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate dürfte eine zunehmende 

Beschwerdefreiheit eintreten (Suva-act. I-33). Dr. med. G.___, Facharzt für 

Othopädische Chirurgie FMH, hielt im Bericht vom 2. August 2010 eine 

Schulterkontusion rechts mit nachgewiesener SLAP-Läsion und leichtgradiger 

Capsulitis als Diagnose fest. Für den „erlernten Beruf“ bestehe weiterhin eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. I-34).

A.c  Der Suva-Kreisarzt Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Chirurgie, hielt im Bericht der 

kreisärztlichen Untersuchung vom 18. Februar 2011 als Diagnose einen Status nach 

Schulterkontusion rechts vom 3. Oktober 2009 mit im MRI vom 19. Februar 2010 

nachgewiesener eher niedergradiger SLAP-Läsion und geringer retraktilen Capsulitis 

und protrahiertem Verlauf fest (Suva-act. I-71). Im Nachtrag vom 24. Februar 2011 

führte Dr. H.___ aus, dass für die bisherige Tätigkeit „als Akkordmaurer“ weiterhin eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Zumutbar seien jedoch körperlich mittelschwere 

Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten körpernah bis Hüfthöhe. Vermieden 

werden sollten Tätigkeiten über Brusthöhe und Tätigkeiten, bei denen die rechte obere 

Extremität rezidivierenden Schlägen oder auch Vibrationen ausgesetzt sei. Unter 

Beachtung dieser Einschränkungen sei eine Tätigkeit ganztags zumutbar (Suva-act. 

I-72).

A.d  Im Bericht vom 27. Juni 2011 schlugen die Ärzte der Uniklinik I.___ eine 

arthroskopische Operation vor (Suva-act. I-99).

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A.e  Mit Verfügung vom 20. Juli 2012 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass bei 

einem Invaliditätsgrad von gerundet 4% die Voraussetzungen für Rentenleistungen 

nicht erfüllt seien (Suva-act. I-131). Mit Verfügung vom 2. August 2012 gewährte die 

Suva dem Versicherten eine Übergangsfrist von drei Monaten und kündigte ihm an, 

dass die Taggeldleistungen maximal noch bis zum 31. Oktober 2012 erbracht würden 

(Suva-act. I-137).

A.f  Gegen beide Verfügungen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 14. September 

2012 Einsprache. Ihm sei es lediglich möglich, leichte Tätigkeiten mit Heben und 

Tragen von Gewichten körpernah bis Hüfthöhe auszuüben. Zudem leide er 

schmerzbedingt unter Schlafschwierigkeiten, was im Rahmen der zumutbaren 

Tätigkeiten zu berücksichtigen sei. Mangels Nachvollziehbarkeit sei bei der 

Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf die DAP-Löhne sondern auf die LSE 

abzustellen. Dabei sei ein Tabellenlohnabzug von (mindestens) 10% zu 

berücksichtigen. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 21%, wodurch offensichtlich 

ein Anspruch auf eine Rente begründet werde. Zudem bestehe ein Anspruch auf 

Ausrichtung von Taggeldern solange er die angestammte Tätigkeit nicht mehr ausüben 

könne und gleichzeitig nicht klar sei, ob und was für eine Tätigkeit zumutbar sei (Suva-

act. I-144).

A.g  Mit Schreiben vom 30. Oktober 2014 wurden dem Versicherten die DAP, auf 

welche sich die Suva in ihrer Verfügung vom 20. Juli 2012 stützte, nachgereicht (Suva-

act. I-156). Mit Stellungnahme vom 10. Dezember 2013 führte der Versicherte aus, 

dass die DAP-Arbeitsplätze nicht den behinderungsbedingten Einschränkungen 

entsprechen würden, da er nicht in der Lage sei, mehr als wenige Minuten in der 

gleichen Position zu sitzen. Zudem sei zu bezweifeln, dass er während bis zu zwei 

Drittel der Arbeitstätigkeit leichte Gewichte bis Lendenhöhe anheben könne (Suva-act. 

I-159).

B.   

B.a  Am 31. August 2012 erlitt der Versicherte einen Verkehrsunfall, wobei ein VW-Golf 

von hinten in seinen stehenden Kleintransporter Citroën Jumper fuhr. Der Versicherte 

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gab als Verletzungen Prellungen am Hinterkopf, an der rechten Schulter, am rechten 

Becken und am rechten Bein an (Suva-act. II-2).

B.b  Am 15. Januar 2013 wurde ein ambulantes Assessment in der Rehaklinik Bellikon 

durchgeführt. Die Ärzte diagnostizieren eine HWS-Distorsion QTF I und schlossen eine 

Fraktur aus. Im Bericht vom 16. Januar 2013 hielten sie fest, dass hinsichtlich der 

angegebenen Beschwerden am rechten Bein und im LWS-Bereich eine neurologische 

Konsiliaruntersuchung zu empfehlen sei. Es liege ein erheblicher maladaptiver Umgang 

mit den Beschwerden und ein ausgeprägtes Schonverhalten vor. Bei Einhaltung der 

Therapieempfehlungen sei im Hinblick auf die medizinischen Überlegungen von einer 

raschen Steigerung der Arbeitsfähigkeit auszugehen (Suva-act. II-29).

B.c  Der Versicherte wurde am 17. Juni 2013 durch Dr. med. J.___, Fachärztin FMH für 

Neurologie, neurologisch untersucht. Sie diagnostizierte als Folge des Unfalls vom 31. 

August 2012 eine HWS-Distorision QTF I, minimale Restbeschwerden, keine Hinweise 

auf eine strukturelle Läsion neurogener Strukturen, weiter eine kernspintomographisch 

nachgewiesene degenerative LWS-Veränderung mit mediorechtslateraler Diskushernie 

L4/L5, eine mögliche intermittierende radikuläre Reizsymptomatik L5 rechts und ein 

lumbo-vertebrales und lumbo-spondylogenes Syndrom sowie chronische 

Spannungstypkopfschmerzen und höchstwahrscheinlich orthostatisch bedingte 

Schwindelbeschwerden (Suva-act. II-46).

B.d  Am 24. Juli 2013 wurde der Versicherte durch Suva-Kreisarzt Dr. med. K.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, untersucht. Im Bericht vom 29. Juli 2013 hielt dieser fest, dass insgesamt mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keine strukturell objektivierbaren Folgen des 

Unfalles vom 31. August 2012 vorliegen würden (Suva-act. II-51).

B.e  Mit Verfügung vom 11. September 2013 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

die aktuell noch geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar 

seien und die Adäquanz zu verneinen sei, weshalb die Versicherungsleistungen für den 

Unfall vom 31. August 2012 per 30. September 2013 eingestellt würden (Suva-act. 

II-58).

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B.f  Mit Schreiben vom 14. Oktober 2013 erhob der Versicherte Einsprache gegen die 

Verfügung vom 11. September 2013 und beantragte die weitere Ausrichtung von 

Versicherungsleistungen. Durch Nichteinbezug der Schulterproblematik sei das 

Untersuchungsergebnis der Rehaklinik I.___ erheblich verzerrt. Zudem seien die 

Ursachen der Knieschmerzen nicht untersucht und bei der medizinischen Beurteilung 

nicht genügend berücksichtigt worden (Suva-act. II-64).

B.g  Am 11. April 2014 wurde in der Radiologie L.___ eine Kernspintomographie des 

rechten Knies vorgenommen. Dabei wurde ein minimaler Reizerguss, ein ausgedehnter 

schräg horizontal verlaufender und sich in die Unterfläche erstreckender Einriss des 

ansatzfernen Innenmeniskushinterhornes mit Riss-Ausdehnung in den Übergang 

Korpus/Hinterhorn, begleitet von moderater Synovialitis des menisko-kapsulären 

Überganges und eine moderate, medial betonte Chondropathie patellae, Grad II, 

festgestellt (Suva-act. II-80).

B.h  In der Beurteilung vom 30. April 2014 hielt der Kreisarzt Dr. K.___ fest, dass 

mehrere Gründe überwiegend wahrscheinlich gegen einen unfallkausalen 

Zusammenhang der Kniebeschwerden rechts sprechen würden. Echtzeitlich seien 

keine Kniekontusionsmarken beschrieben worden und im ärztlichen Assessmentbericht 

der Rehaklinik Bellikon sei keine Kniediagnose oder kein pathologischer Kniebefund 

dokumentiert. Ferner sei eine möglicherweise geschehene Kniekontusion nicht 

geeignet, einen Meniskusschaden im Bereich des ansatzfernen 

Innenmeniskushinterhorns mit Riss-Ausdehnung in den Übergang Korpus/Hinterhorn 

zu verursachen. Ein Verdrehtrauma des rechten Kniegelenkes werde echtzeitlich nicht 

erwähnt. Die geklagten Kniebeschwerden rechts seien deshalb nicht überwiegend 

wahrscheinlich auf den Unfall vom 31. August 2012 zurückzuführen (Suva-act. II-85).

B.i   Am 23. Juni 2014 wurde der Versicherte erneut durch Dr. K.___ kreisärztlich 

untersucht. Im Vergleich zur kreisärztlichen Untersuchung vom 18. Februar 2011 zeige 

sich eine verbesserte Beweglichkeit im rechten Schultergelenk ohne auffallende 

Dekonditionierung der Muskulatur im Bereich der oberen Extremitäten im 

Seitenvergleich. Die verstärkte Beschwielung an der rechten Handinnenfläche lasse auf 

eine normale Gebrauchsfähigkeit schliessen (Suva-act. II-89).

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B.j   Mit Einspracheentscheid vom 11. September 2014 wurden die Einsprachen vom 

14. September 2012 und 14. Oktober 2013 abgewiesen und einer allfälligen 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen. Auf die Berichte von Dr. H.___ und 

Dr. K.___ könne abgestellt werden. Daraus gehe hervor, dass die Kausalität der 

Schulterbeschwerden in Bezug auf den Unfall vom 3. Oktober 2009 anerkannt worden 

sei. Die LWS-Beschwerden seien degenerativer Natur. Bei den weiter geltend 

gemachten Beschwerden (Kopfschmerzen, Schwindelbeschwerden, etc.) handle es 

sich höchstens um sogenannte organisch nicht hinreichend nachweisbare 

Beschwerden. Diesbezüglich liege kein adäquater Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfallereignis und den beklagten Beschwerden vor. Auf das Zumutbarkeitsprofil – 

welches lediglich die unfallkausalen Schulterwebeschwerden, jedoch nicht die 

unfallfremden Rücken- und Kniebeschwerden berücksichtige – könne abgestellt 

werden (Suva-act. II-92).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 

13. Oktober 2014. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 11. September 

2014 sowie der Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 20. Juli 2012, vom 2. 

August 2012 und vom 11. September 2013. Ihm seien die gesetzlichen UVG-

Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur ergänzenden 

medizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Selbst bei 

isolierter Betrachtung der Beeinträchtigung durch die Schulterverletzung bestehe ein 

Anspruch auf eine Rente. Ausserdem seien die geklagten Kniebeschwerden 

unfallkausal und würden ebenfalls einen Anspruch auf UV-Leistungen (Taggelder und 

Heilbehandlung) begründen. Bezüglich der psychischen Störungen bzw. der organisch 

nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden könne mindestens eines der 

massgeblichen Kriterien bejaht werden (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 3. März 2015 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Hinsichtlich der Unfallrestfolgen an der 

rechten Schulter bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Ebenso wenig könnten 

die geltend gemachten Kniebeschwerden rechts auf das Unfallereignis vom 31. August 

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2012 zurückgeführt werden. Zwischen den organisch nicht nachweisbaren 

Beschwerden und dem Unfallereignis vom 31. August 2012 bestehe kein adäquat 

kausaler Zusammenhang. Die Beschwerdegegnerin habe somit ihre Leistungen zu 

Recht per 31. Oktober 2012 (Unfall vom 3. Oktober 2009) bzw. 30. September 2013 

(Unfall vom 31. August 2012) eingestellt (act. G 9).

C.c Am 16. März 2015 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) entsprochen (act. G 14).

C.d Mit Replik vom 15. Juni 2015 hält der Beschwerdeführer unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 20). In der Duplik vom 14. August 2015 hält auch die 

Beschwerdegegnerin unverändert an der Beschwerdeantwort fest. Zudem reicht sie 

einen Bericht des Amts M.___ vom 5. August 2015 ein, aus welchem hervorgehe, dass 

beim Beschwerdeführer keine relevanten Unfallfolgen an der Schulter vorliegen würden 

(act. G 22).

C.e Mit Schreiben vom 1. September 2015 bringt der Beschwerdeführer zur 

nachträglichen Eingabe vor, dass etliche Ausführungen im Bericht des M.___ 

offensichtlich falsch seien und widerlegt werden könnten (act. G 24). Mit Schreiben 

vom 23. September 2015 bekräftigt die Beschwerdegegnerin, aus den eingereichten 

Unterlagen gehe hervor, dass der Beschwerdeführer offenkundig problemlos 

schulterbelastende Tätigkeiten ausführen könne (act. G 26).

Erwägungen

1.   

1.1  Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der 

Einspracheentscheid vom 11. September 2014 (Suva-act. II-92), dem die Verfügungen 

vom 20. Juli 2012 (Suva-act. I-131), vom 2. August 2012 (Suva-act. I-137) und vom 11. 

September 2013 (Suva-act. II-58) zugrunde liegen. Darin stellte die 

Beschwerdegegnerin die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen für den Unfall vom 

3. Oktober 2009 per 31. Oktober 2012 und für den Unfall vom 31. August 2012 per 30. 

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September 2013 ein und verneinte einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente.

1.2  Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung besteht nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE 

HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, BGE 123 III 110, BGE 112 V 30). Im Bereich klar ausgewiesener organischer 

Unfallfolgen im Sinne von nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 

134 V 109 E. 2.1, BGE 127 V 102 E. 5b/bb mit Hinweisen). Das Vorliegen eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs muss mit dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein bzw. 

verneint werden können. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht (THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.).

1.3  Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache der fortdauernd geklagten 

Beschwerden darstellt, d.h., wenn die Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruhen. Im Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der 

Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin für die Bejahung des 

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fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche 

gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt. Gemäss Art. 36 Abs. 1 

UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und 

Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur 

teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des 

Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das 

Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen 

bewirkt worden ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. Februar 2003, 

U 287/02, E. 4.4). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; THOMAS LOCHER/

THOMAS GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58). Da es sich um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser 

muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig 

geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit 

Hinweisen). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. 

Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst 

manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 

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S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06, 

E. 3.3).

1.4  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

1.5  Eine verunfallte Person hat Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 UVG) und 

Taggeldleistungen (Art. 16 f. UVG), solange von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann 

(Art. 19 Abs. 1 UVG). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich 

insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 

der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des 

Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die durch weitere 

(zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung 

ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven 

Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren 

Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer 

Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. Die Einstellung der 

Heilbehandlung setzt nicht das Dahinfallen jeglichen Bedarfs an Heilbehandlung voraus 

(siehe zum Ganzen das Urteil

des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.2 mit Hinweisen und E. 4.2.2).

2.  

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2.1  Zunächst ist zu prüfen ob die Einstellung der Heilbehandlungs- und 

Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012 in Bezug auf den Unfall vom 3. Oktober 2009 

zurecht erfolgt ist.

2.2  Dr. C.___ hielt bereits im Bericht vom 10. Januar 2010 fest, dass bei voller 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Akkordmaurer die Aufnahme einer 

leichten Arbeit ab sofort möglich wäre (Suva-act. I-13). Auch im Austrittsbericht der 

Rehaklinik Bellikon vom 9. März 2010 wurde festgehalten, dass leichte bis 

mittelschwere Arbeiten ohne wiederholte Tätigkeiten über Kopf für die rechte Schulter 

zumutbar seien (Suva-act. I-20). Im Bericht vom 15. Juli 2010 führte der Orthopäde Dr. 

E.___ aus, dass sich die Situation deutlich verbessert habe, auch wenn der 

Beschwerdeführer noch nicht beschwerdefrei sei. An der Physiotherapie und der 

antiphlogistischen Therapie solle festgehalten werden. Theoretisch sei eine einmalige 

Infiltration subacromial möglich, jedoch nicht absolut notwendig. Innerhalb der 

nächsten zwei bis drei Monate dürfte eine zunehmende Beschwerdefreiheit eintreten. 

Ob die Arbeit als Akkordmaurer wieder aufgenommen werden könne, sei nicht 

vorauszusagen. In einer leichteren Tätigkeit sei der Beschwerdeführer wohl voll 

arbeitsfähig (Suva-act. I-33). Im Bericht vom 16. Januar 2011 hielt Dr. E.___ fest, dass 

die am 27. Dezember 2010 (Suva-act. I-59) dann doch durchgeführte Infiltration wohl 

eine Besserung gebracht habe. Er könne im Moment keine Verbesserungsvorschläge 

machen. Eine operative Therapie bringe kaum eine deutliche Verbesserung (Suva-act. 

I-66). Im Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 18. Februar 2011 hielt Dr. H.___ 

fest, dass sich bei persistierenden Beschwerden doch die Frage nach eventuell 

weitergehenden therapeutischen Optionen stelle. Dem Hausarzt werde deshalb 

empfohlen, den Beschwerdeführer in der Schultersprechstunde der Uniklinik I.___ 

vorzustellen. Für die bisherige Tätigkeit als Akkordmaurer bestehe weiterhin eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zumutbar seien jedoch körperlich mittelschwere 

Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten körpernah bis Hüfthöhe. Vermieden 

werden sollten Tätigkeiten über Brusthöhe und Tätigkeiten, bei denen die rechte obere 

Extremität rezidivierenden Schlägen oder auch Vibrationen ausgesetzt sei (Suva-act. 

I-72). Die Ärzte der Uniklinik I.___ hielten in ihrem Bericht vom 27. Juni 2011 fest, dass 

sie aufgrund der langen Leidensdauer und Krankheitsgeschichte nicht mit einer 

kompletten Spontanremission rechnen würden. Sie würden deshalb eine 

arthroskopische Operation vorschlagen, welche vom Beschwerdeführer jedoch nicht 

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gewünscht werde (Suva-act. I-99). Der Beschwerdeführer hielt dazu fest, die Ärzte 

hätten ihm nicht bestätigen können, dass durch den Eingriff eine Verbesserung der 

Situation eintrete, weshalb er seinen bisher erreichten Zustand nicht aufs Spiel setzen 

wolle (Suva-act. I-109). Mit Stellungnahme vom 23. Januar 2012 gab Dr. H.___ an, dass 

die Indikation der vorgeschlagenen Operation korrekt sei. Auf die Frage ob die 

Operation eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit bewirke, antwortete er, 

dass bereits seit der Beurteilung vom 24. Februar 2011 eine volle Erwerbsfähigkeit 

unabhängig von einer Operation bestehe. Weiter könne nicht mit Sicherheit 

beantwortet werden, ob eine völlige Heilung oder eine erhebliche und nicht nur 

vorübergehende Besserung des Leidens zu erwarten sei. Voraussetzung sei, dass die 

Operation absolut komplikationslos verlaufe und die Nachbehandlung problemlos bei 

entsprechender Motivation des Patienten sei. Jedoch könne auch dann keine völlige 

Heilung garantiert werden (Suva-act. I-116). Die Durchführung einer Arthroskopie 

lehnte der Beschwerdeführer auch weiterhin ab (Suva-act. I-117).

2.3  Die diversen Arztberichte zeigen, dass eine Verbesserung des 

Gesundheitszustandes in dem Sinne, dass es dem Beschwerdeführer möglich würde, 

seine angestammte Tätigkeit als Akkordmaurer wieder aufzunehmen, mittels der 

vorgeschlagenen Arthroskopie unsicher war. Keiner der Ärzte konnte eine völlige 

Heilung garantieren. Weiter geht aus den Arztberichten übereinstimmend hervor, dass 

der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit mindestens seit der kreisärztlichen 

Untersuchung vom 18. Februar 2011 zu 100% arbeitsfähig war. Da die Arbeitsfähigkeit 

zumindest in einer adaptierten Tätigkeit wieder vollständig hergestellt war und eine 

weitere Behandlung nicht mit Sicherheit zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in 

der angestammten Tätigkeit geführt hätte, zumal der Beschwerdeführer diese 

Behandlung auch ablehnte, ist die Beschwerdegegnerin zurecht davon ausgegangen, 

dass keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden 

könne. Die Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per 31. Oktober 

2012 in Bezug auf den Unfall vom 3. Oktober 2009 und die Rentenprüfung erfolgten 

demzufolge zu Recht.

3.   

3.1  Umstritten ist, ob eine natürliche Kausalität zwischen den Kniebeschwerden und 

dem Unfallereignis vom 31. August 2012 besteht.

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3.1.1      Auf dem Formular „Schadenmeldung UVG“ wurde unter anderem eine 

Verletzung des rechten Beines aufgeführt (Suva-act. II-2, S. 1). Am 23. November 2012 

gab der Beschwerdeführer an, dass sein Rücken schmerzen würde, insbesondere im 

Bereich der Lendenpartie mit Ausstrahlungen ins rechte Bein und in den Fuss. Im Knie 

rechts habe er sozusagen im Innern des Knies Schmerzen, die er dann versuche, mit 

massieren zu lindern. Er könne nicht mehr genau sagen, wo er das Knie angeschlagen 

habe, vermutlich aber unterhalb des Armaturenbretts (Suva-act. II-14, S. 1). Anlässlich 

der kreisärztlichen Untersuchung vom 24. Juli 2013 gab der Beschwerdeführer an, 

dass er seit drei Wochen vermehrt Kniebeschwerden rechts habe, die er zuvor jedoch 

auch schon verspürt habe, die zwischenzeitlich aber besser geworden seien. Die 

Beschwerden habe er hauptsächlich auf der Innenseite des rechten Kniegelenkes und 

im Kniegelenk (Suva-act. II-51, S. 2). Kreisarzt Dr. K.___ kam im Bericht vom 29. Juli 

2013 zum Schluss, dass die subjektiven Schilderungen nicht mit klinisch 

objektivierbaren pathologischen Befunden korrelieren würden. Ärztliche 

Behandlungsberichte nach dem Unfallereignis würden nicht vorliegen. Eine 

schmerzbedingte Schonung des rechten Beines könne bei aktuell unauffälliger und 

seitengleicher Muskelkonditionierung nicht nachvollzogen werden. Bezüglich der 

angegebenen Kniebeschwerden stellte er keine Diagnose (Suva-act. II-51, S. 6). Am 16. 

Dezember 2013 gab der Versicherte an, dass er direkt nach dem Unfallereignis keine 

Kniebeschwerden gehabt hätte. Im Verlauf der nächsten drei Tage habe er Schmerzen 

in der rechten Schulter, im Rücken rechts sowie im Knie rechts gehabt. Er habe über 

eine lange Zeit stromschlagartige Schmerzen von der rechten Schulter über den 

Rücken bis zum Fuss verspürt. Diese Schmerzen hätten bis zum Sommer 2013 im 

Vordergrund gestanden, so dass er diejenigen im rechten Knie bagatellisiert habe. Als 

sich die vorgenannten Beschwerden im Verlauf der Therapie leicht gebessert hätten, 

seien die Schmerzen im rechten Knie in den Vordergrund getreten. Dabei handle es 

sich um einen brennenden Schmerz an der Innenseite sowie frontal, welcher nach oben 

in den Oberschenkel und nach unten in den Bereich Schienbein/Wade ausstrahle. Der 

Schmerz befinde sich auf einer zehnteiligen Schmerzskala bei sechs im Ruhezustand. 

Bei leichten Belastungen wie beim Gehen, nehme der Schmerz bereits nach fünf bis 

zehn Minuten zu, er sei dann im Bereich von neun. Der Schmerz fühle sich wie ein 

Druck im Knie an (Suva-act. II-72, S. 1). Eine Kernspintomographie des rechten Knies 

am 11. April 2014 zeigte schliesslich einen minimalen Reizerguss, einen ausgedehnten 

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schräg horizontal verlaufenden und in die Unterfläche sich erstreckenden Einriss des 

ansatzfernen Innenmeniskushinterhornes mit Riss-Ausdehnung in den Übergang 

Korpus/Hinterhorn begleitet von einer moderaten Synovialitis des menisko-kapsulären 

Überganges sowie eine moderate, medial betonte Chondropathie patellae Grad II. Im 

Übrigen zeigte sich ein regelrechtes Kernspintomogramm des Kniegelenkes ohne 

Nachweis einer weiteren meniskalen sowie kapsula-ligamentären Läsion (Suva-act. 

II-80). Gemäss Dr. med. N.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, wäre aufgrund 

der MRI-Untersuchung an sich eine Arthroskopie und mediale Teilmeniskektomie des 

rechten Kniegelenkes indiziert. Allerdings sei die Prognose hinsichtlich der 

Beschwerdefreiheit natürlich höchst unsicher (Suva-act. II-82, S. 3).

3.1.2      In seiner Beurteilung vom 30. April 2014 führte Kreisarzt Dr. K.___ aus, dass 

mehrere Gründe überwiegend wahrscheinlich gegen eine unfallkausale Verursachung 

der Kniebeschwerden rechts sprechen würden. Zum einen seien echtzeitlich keine 

Kniekontusionsmarken beschrieben, andererseits sei im ärztlichen Assessmentbericht 

der Rehaklinik Bellikon keine Kniediagnose oder ein pathologischer Kniebefund 

dokumentiert. Ferner sei eine möglicherweise erlittene Kniekontusion nicht geeignet, 

einen Meniskusschaden im Bereich des ansatzfernen Innenmeniskushinterhorns mit 

Riss-Ausdehnung in den Übergang Korpus/Hinterhorn zu verursachen. Ein 

Verdrehtrauma des rechten Kniegelenkes werde echtzeitlich nicht erwähnt. Es sei auch 

nicht nachvollziehbar, dass eine Kniekontusion unterhalb des Armaturenbrettes 

stattgefunden haben solle, wenn der Versicherte berichte, direkt nach dem 

Unfallereignis keine Beschwerden verspürt zu haben und behaupte, solche seien erst 

im Verlauf der nächsten drei Tage nach dem Unfallereignis aufgetreten. Die geklagten 

Kniebeschwerden rechts seien deshalb nicht überwiegend wahrscheinlich auf den 

Unfall vom 31. August 2012 zurückzuführen (Suva-act. II-85, S. 2).

3.1.3      Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem 

im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177, E. 3.1 mit Hinweisen). 

Der Kreisarzt Dr. K.___ hat nachvollziehbar ausgeführt, dass wohl kein Zusammenhang 

zwischen den Kniebeschwerden und dem Unfallereignis vom 31. August 2012 bestehe. 

Zu diesem Schluss gelangte er in Kenntnis davon, dass der Beschwerdeführer in der 

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Schadenmeldung vom 10. September 2012 eine Kontusion des rechten Knies angab 

und auch am 23. November 2012 über Schmerzen im Inneren des rechten Knies klagte 

(vgl. Suva-act. II-85, S. 1). Es liegen keine Berichte von Ärzten vor, die eine Kausalität 

bejahen oder Zweifel an der Beurteilung des Kreisarztes begründen würden. Insgesamt 

kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass die Kniebeschwerden mit dem 

Unfallereignis vom 31. August 2012 zusammenhängen, die Kausalität ist jedoch 

vorliegend nicht mit dem nötigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

erstellt.

3.2  Bezüglich der LWS-Beschwerden hielt Suva-Kreisarzt Dr. K.___ als 

unfallunabhängige Diagnose ein lumbo-vertebrales Schmerzsyndrom bei degenerativen 

Veränderungen und MRT-morphologisch 06/2013 nachgewiesener medio-

rechtsseitiger Diskushernie L4/L5 mit möglicher, intermittierender, radikulärer 

Reizsymptomatik L5 rechts sowie mässiggradigen Bandscheiben-Dehydrationen L3 bis 

S1 fest. Die LWS-Beschwerden wurden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als 

unfallfremd beurteilt (Suva-act. II-51, S. 6; vgl. auch Suva-act. II-89, S. 8). Aus den 

Akten geht nichts hervor, was dieser Beurteilung widersprechen würde. Somit liegt 

auch bezüglich der LWS-Beschwerden keine Unfallkausalität vor.

3.3  Weiter ist die adäquate Kausalität der psychischen Störungen bzw. der organisch 

nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden (Konzentrationsstörungen, 

Kopfschmerzen, Nackenbeschwerden ausstrahlend in den Hinterkopf, 

Schwindelbeschwerden) umstritten.

3.3.1      Sind die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine 

eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu 

differenzieren ist. Hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. 

keine schleudertraumaähnliche Verletzung und kein Schädel-Hirntrauma erlitten, 

gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben 

die Abklärungen indessen das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung oder eines 

Schädel-Hirntraumas, muss geprüft werden, ob zum typischen Beschwerdebild einer 

solchen Verletzung gehörende Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im 

Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies 

zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für 

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Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend. 

Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 

festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertrauma der HWS 

setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und 

zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b).

3.3.2      Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer beim Unfall vom 31. 

August 2012 eine Schleudertraumaverletzung erlitt (HWS-Distorsion QTF I, vgl. Suva-

act. II-29 und II-51) und bezüglich der Prüfung der adäquaten Kausalität die 

sogenannte Schleudertraumapraxis gemäss BGE 117 V 359 und BGE 134 V 109 

anwendbar ist.

3.3.3      Vorab gilt es den Zeitpunkt der Adäquanzprüfung zu prüfen. Nach 

bundesgerichtlicher Praxis (BGE 134 V 109) ist die Adäquanzprüfung im Zeitpunkt des 

sogenannten Fallabschlusses vorzunehmen. Dem Gesetz lässt sich nicht entnehmen, 

zu welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer den Fall abschliessen und die 

Heilbehandlungen und Taggelder einstellen darf. Dieser Zeitpunkt ergibt sich jedoch 

aus Art. 19 Abs. 1 UVG, wonach der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 

Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. Nach 

konstanter Rechtsprechung bedeutet dies, dass der Versicherer die Heilbehandlung 

und das Taggeld nur solange zu gewähren hat, als von der Fortsetzung der 

Heilbehandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet 

werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine 

Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 109 E. 

4.1). Eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands der versicherten Person 

bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. 

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„Namhaft“ bedeutet, dass die Besserung ins Gewicht fallen muss und unbedeutende 

Verbesserungen ebenso wenig genügen wie die blosse Möglichkeit einer Besserung 

(BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des EVG vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, E. 4.1.1 mit 

Hinweisen).

3.3.4      Gemäss dem Bericht des Suva-Kreisarztes Dr. K.___ vom 29. Juli 2013 konnte 

von weiteren Behandlungen der Unfallfolgen des Unfalls vom 31. August 2012 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden (Suva-act. II-51, S. 7). Auch der 

Beschwerdeführer machte bezüglich der hier relevanten Beschwerden nichts geltend, 

was dieser Einschätzung widersprechen würde. In der Einsprache vom 14. Oktober 

2013 und der Beschwerde vom 13. Oktober 2014 bezog er sich im Wesentlichen auf 

die Beschwerden im Schulter-, Knie- und LWS-Bereich, welche vorliegend nicht 

relevant sind. Somit wurde die Prüfung der adäquaten Kausalität mit Verfügung vom 

11. September 2013 zurecht vorgenommen.

3.3.5      Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem 

Unfall und den infolge eines Schleudertraumas der HWS auch nach Ablauf einer 

gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle 

zurückzuführen sind, ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das 

trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 

ernsthaft ins Gewicht fällt. Es ist demnach zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als 

leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitliche Beeinträchtigung 

ist bei leichten Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen und bei schweren 

Unfällen ohne weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs 

weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzubeziehen sind. Je nachdem, wo im 

mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne Kriterien 

in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden 

(BGE 134 V 109 E. 10.1 mit Hinweisen). Als Kriterien nennt die Rechtsprechung a) 

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, 

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b) die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, c) fortgesetzt 

spezifische, belastende ärztliche Behandlung, d) erhebliche Beschwerden, e) ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, f) schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und g) erhebliche Arbeitsunfähigkeit 

trotz ausgewiesener Anstrengungen. Diese Aufzählung ist abschliessend (BGE 134 V 

109 E. 10.2 und 10.3)

3.3.6      Wie die Beschwerdegegnerin korrekt ausführt, handelt es sich bei einer 

Auffahrkollision auf ein stehendes Fahrzeug wie vorliegend in der Regel um einen 

mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_542/2008, E. 5.1). Die Adäquanz eines 

allfälligen Kausalzusammenhangs wäre somit nur dann zu bejahen, wenn eines der in 

E. 3.3.5 aufgezählten Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter oder mehrere 

Kriterien in gehäufter Weise erfüllt wären.

3.3.7      Die Parteien sind sich zu Recht einig, dass die Begleitumstände des Unfalls 

nicht besonders dramatisch und der Unfall nicht besonders eindrücklich war, sowie 

dass die erlittenen Verletzungen nicht schwer oder besonderer Art sind (act. G 1, S. 12 

und act. G 9, S. 5). Da die Kniebeschwerden und die LWS-Beschwerden nicht Teil der 

Schleudertraumaverletzung und überdies auch nicht unfallkausal sind (vgl. E. 2.2), kann 

vorliegend – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (act. G 1, S. 12) – 

nicht von einer fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung, 

erheblichen Beschwerden, einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert, einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen 

Komplikationen oder einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen gesprochen werden. Somit ist keines der genannten Kriterien in 

besonders ausgeprägter Weise und sind auch nicht mehrere Kriterien in gehäufter 

Weise erfüllt, weshalb die adäquate Kausalität zu verneinen ist.

3.4  Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Einstellung der 

Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen bezüglich des Unfalls vom 31. August 2012 

per 30. September 2013 zu Recht erfolgt ist.

4.   

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4.1  Im Folgenden ist der Anspruch auf eine Invalidenrente zu prüfen wobei lediglich die 

unfallkausalen Folgen zu berücksichtigen sind, das heisst die Schulterleiden aufgrund 

des Unfalls vom 3. Oktober 2009.

4.2  Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid im Sinne des 

Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

4.3  Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihren persönlichen Umständen nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder 

teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 130 V 349 E. 3.4.2 

mit Hinweisen).

4.3.1      Der Beschwerdeführer bringt vor, dass die B.___ GmbH gegenüber der 

Sozialversicherungsanstalt St. Gallen am 16. März 2011 angegeben habe, dass er bei 

41 Arbeitsstunden pro Woche pro Stunde Fr. 30.94 (inkl. Ferienentschädigung 10.6%, 

Feiertagsentschädigung 1.94%, 13. Monatslohn/Gratifikation 8.3%) insgesamt Fr. 

60‘400.-- verdienen könnte. Aufgerechnet auf das Jahr 2012 ergebe dies ein 

Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 60‘883.20. Diese Angaben würden vollständiger 

erscheinen als die Angaben gegenüber der Suva vom 7. März 2012, weshalb auf diese 

abzustellen sei (act. G 1, S. 13 f.).

4.3.2      Am 7. März 2012 hat die B.___ GmbH angegeben, dass der Beschwerdeführer 

im Jahr 2012 mutmasslich bei einer Jahresarbeitszeit von 2‘112 Stunden einen 

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Grundlohn von Fr. 25.60 pro Stunde, einen Leistungsbonus von Fr. 1‘500.-- und eine 

Gratifikation von 8.3% erhalten würde (Suva-act. 123), was einen Jahresverdienst von 

Fr. 60‘055.-- ergibt. In der Verfügung vom 20. Juli 2012 rechnete die 

Beschwerdegegnerin mit einer Gratifikation von 8.33% und kam somit auf ein 

Valideneinkommen von Fr. 60‘071.-- (Suva-act. I-131). Die vom Beschwerdeführer 

vorgebrachten Angaben gegenüber der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen sind nicht 

aktenkundig. Zudem geht aus den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht hervor, 

weshalb diese zuverlässiger sein sollten, zumal die Angaben gegenüber der Suva aus 

dem für einen allfälligen Rentenbeginn betroffenen Jahr stammen und demzufolge 

aktueller sind. Somit ist vorliegend auf die dokumentierten Angaben der B.___ GmbH 

abzustellen und das Valideneinkommen auf Fr. 60‘055.-- festzulegen.

4.4  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 

Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 

periodisch herausgegebenen LSE oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 

129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen).

4.4.1      Der Beschwerdeführer bringt vor, dass bei zwei der fünf DAP 

Dokumentationen von einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 43 Stunden und bei einer 

DAP Dokumentation von 42.5 Stunden ausgegangen werde. Es könne von ihm nicht 

erwartet werden, dass er mit der gesundheitlichen Beeinträchtigung mehr 

Arbeitsstunden leiste als ohne gesundheitliche Einschränkungen. Das 

Valideneinkommen basiere auf einer 41-Stunden-Arbeitswoche. Bei den 

entsprechenden DAP Dokumentationen sei auf eine 41-Stundenwoche umzurechnen. 

Da beim Valideneinkommen keine Zulagen (angeblicher Leistungsbonus in der Höhe 

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von Fr. 1‘500.--) miteinberechnet worden seien, müssten demnach 

Gewinnbeteiligungen und Gratifikationen sowie andere Zulagen nicht berücksichtigt 

werden. Bei einer DAP Dokumentation werde zudem kein 13. Monatslohn ausgerichtet. 

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren und mit dem Abzug der von der 

Beschwerdegegnerin anerkannten Parallelisierung ergebe sich ein massgebendes 

Invalideneinkommen von Fr. 51‘986.-- (act. G 1, S. 14 f.).

4.4.2      Zunächst ist festzuhalten, dass bei der Bestimmung des Valideneinkommens 

der Leistungsbonus von Fr. 1‘500.-- berücksichtigt wurde, somit ist die Beschwerde 

diesbezüglich unbegründet. Dass bei einem DAP-Profil (6655) kein 13. Monatslohn 

berücksichtigt worden sei, ist damit zu begründen, dass hier eine Gratifikation im 

Umfang eines Monatslohnes ausbezahlt wird (Suva-act. I-128, S. 21). Auch 

diesbezüglich ist die Beschwerde unbegründet.

4.4.3      Die gemäss Bundesgericht erforderlichen Rahmenbedingungen (fünf 

ausgewählte und mit Blick auf die ärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung bzw. aufgrund 

der unfallkausalen Gesundheitseinschränkungen zumutbare DAP-Arbeitsplätze, 

Angaben über Gesamtzahl, Minimal-, Maximal- und Durchschnittslohn) sind vorliegend 

erfüllt. Die beigezogenen DAP-Profile Nr. 8529 und Nr. 6655 (Suva-act. I-128, S. 11 ff. 

und 19 ff.) weisen eine betriebsübliche Arbeitszeit von 43 Stunden pro Woche auf, die 

DAP-Nummer 7469 (Suva-

act. I-128, S. 27 ff.) eine solche von 42.5 Stunden und die DAP-Nummern 9835 und 

8483 (Suva-act. I-128, S. 15 ff. und 23 ff.) eine solche von 41 Stunden. Bei den DAP-

Arbeitsplätzen handelt es sich um Tätigkeiten, die auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt 

existieren. In der Regel wird nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern auch ein 

Minimum und ein Maximum angegeben, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten 

Umstände Rücksicht genommen werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 31. 

Oktober 2013, 8C_541/2012, E. 7.3 mit Hinweis). Eine wöchentliche Arbeitszeit von bis 

zu 45 Stunden bewegt sich im rechtlich gesteckten Rahmen (Art. 9 Abs. 1 lit. a des 

Bundesgesetzes über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel [Arbeitsgesetz; ArG; 

SR 822.11]). Die vorliegenden DAP-Wochenarbeitszeiten überschreitet das übliche 

Mass nicht. Weder aus den DAP-Profilen noch aus den Angaben der Arbeitgeberin des 

Beschwerdeführers geht hervor, ob die Pausen als Arbeitszeit gelten (vgl. Art. 15 Abs. 2 

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ArG). Weitere Ausführungen erübrigen sich jedoch, da bei einer Anpassung der 

einzelnen DAP-Löhne auf die betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 

41.7 Stunden im Jahr 2012 ein Durchschnittswert von Fr. 57‘001.-- resultiert, welcher 

nur geringfügig unter dem Durchschnittswert der DAP-Löhne ohne entsprechende 

Korrektur von Fr. 57‘523.-- liegt und ebenfalls keinen Invaliditätsgrad von mindestens 

10% begründen würde. Das Invalideneinkommen beträgt gestützt auf die DAP-Profile 

und unter der Berücksichtigung der Parallelisierung im Umfang von 2.59% (vgl. Suva-

act. II-92, S. 13) Fr. 56‘033.-- (Fr. 57‘523.-- x 0.9741).

4.5  Bei einem Valideneinkommen von Fr. 60‘055.-- und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 56‘033.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 4‘022.-- (Fr. 60‘055.-- – Fr. 

56‘033.--) bzw. ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 6.70% (Fr. 4‘022.-- / 

Fr. 60‘055.-- x 100). Der Beschwerdeführer hat damit keinen Anspruch auf eine 

Invalidenrente.

4.6  Würde man beim Invalideneinkommen wie vom Beschwerdeführer geltend 

gemacht auf die LSE anstatt auf die DAP-Profile abstellen, ist zunächst zu 

berücksichtigen, dass entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (vgl. act. G 

1, S. 15) das Jahreseinkommen nicht auf eine 41 Stunden-Woche umgerechnet werden 

müsste. Wenn auf die Tabellenlöhne nach LSE und damit auf einen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt abgestellt werden würde, wäre die betriebsübliche durchschnittliche 

Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2012 zugrunde zu legen, unabhängig von 

der wöchentlichen Arbeitszeit in der hypothetisch im Gesundheitsfall weitergeführten 

Anstellung. Der Tabellenlohn für das Jahr 2012 (LSE 2012, TA1, Kompetenzniveau 1, 

Total Männer) beträgt bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden/Woche 

und aufgerechnet auf ein Jahr Fr. 65‘177.-- (Fr. 5‘210.-- / 40 x 41.7 x 12). Selbst bei der 

Berücksichtigung eines – vom Beschwerdeführer geltend gemachten – 

Tabellenlohnabzugs von 10% und der Parallelisierung von 2.59% würde das so 

ermittelte Invalideneinkommen Fr. 57‘140.-- (Fr. 65‘177 x 0.9 x. 0.9741) betragen.

4.7  Bei einem Valideneinkommen von Fr. 60‘055.-- und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 57‘140.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 2‘915.-- (Fr. 60‘055 – Fr. 

57‘140.--) bzw. ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 4.85% (Fr. 2‘915.-- / 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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60‘055.-- x 100). Der Beschwerdeführer hätte auch unter diesen Umständen keinen 

Anspruch auf eine Invalidenrente.

5.   

5.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

5.2  Dem Beschwerdeführer wurde am 16. März 2015 die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung bewilligt, womit der Staat verpflichtet ist, für die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen (act. G 14). Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4‘500.-- 

angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (vgl. Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes, sGS963.70). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers mit Fr. 3‘600.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

zu entschädigen.

5.3  Wenn es die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers gestatten, kann 

er zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 

99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1] i.V.m. Art. 

123 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3‘600.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.04.2017
	Art. 6 UVG. Verneinung der Unfallkausalität der Kniebeschwerden. Verneinung der Adäquanz der psychischen Störungen bzw. der organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden gemäss BGE 134 V 109.Art. 18 UVG. Einkommensvergleich. Bestimmung des Validen- und Invalideneinkommen. Verneinung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. April 2017, UV 2014/79).

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