# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d34760c-966e-50f2-af77-2bfa3c959415
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.03.2012 725 11 110 / 85 (725 2011 110 / 85)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-11-110---85_2012-03-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. März 2012 (725 11 110 / 85)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 
Kausalzusammenhang 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Michael Guex, Kantonsrichter 

Daniel Noll, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Sebastian Lorentz, Rechtsanwalt, Wein-
bergstrasse 29, 8006 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1945 geborene A.____ war ab 1. Juli 2006 bei der B____GmbH als EDV-
Systembetreuer angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 
7. Februar 2007 prallte A.____ mit dem Kopf gegen eine Glastür, wobei er sich Verletzungen 
am Nasenbein sowie an der linken Stirn und gemäss Bericht von Dr. med. C.____, FMH Neuro-
logie, vom 13. März 2007 eine Contusio capitis mit wahrscheinlicher Commotio cerebri zuzog. 
Am 9. Mai 2009 erlitt A.____ einen weiteren Unfall; er zog sich bei einem Treppensturz Prellun-

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gen/Verletzungen an den Rippen, am rechten Fuss, am linken Oberarm und an der rechten 
Schulter zu. Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggelder und Be-
handlungskosten). Mit Verfügung vom 11. Mai 2010 hielt sie fest, dass zwischen den Schulter-
beschwerden und dem Unfall vom 9. Mai 2009 kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzu-
sammenhang bestehe. Hinsichtlich der Beschwerden am Fussgelenk bestünde ab 1. Juli 2009 
eine 50%-ige und ab 29. Juli 2009 wiederum eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Die Behandlung 
sei abgeschlossen. In Bezug auf den Unfall vom 7. Februar 2007 wurde festgehalten, dass die 
geltend gemachten Beschwerden in keinem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfaller-
eignis stehen würden. In der Folge stellte die SUVA die Versicherungsleistungen per 31. Mai 
2010 ein. Die dagegen erhobene Einsprache hiess die SUVA insofern teilweise gut, als sie mit 
Entscheid vom 9. Februar 2011 ihre Leistungspflicht für die Schulterbeschwerden rechts aner-
kannte. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorenz, am 14. März 
2011 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 9. Februar 2011 sei insofern aufzuheben, als darin 
die Leistungspflicht betreffend den Unfall vom 7. Februar 2007 verneint werde. Für die Folgen 
des Unfalls vom 7. Februar 2007 seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen; unter o/e-
Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Durchführung eines zweiten 
Schriftenwechsels. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Mai 2011 schloss die SUVA, vertreten durch Advokat 
Andrea Tarnutzer-Münch, auf Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Anlässlich des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 4. August 2011; Duplik vom 
19. Oktober 2011) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
E. Am 25. Oktober 2011 zog das Kantonsgericht bei der IV-Stelle des Kantons Basel-Stadt 
(IV-Stelle) die Akten des Versicherten bei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in Langenbruck, weshalb die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht und einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das 
Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Aus-
mass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des Beschwerdever-
fahrens noch streitig ist (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 
1983, S. 46). Nach dieser Begriffsumschreibung sind Anfechtungsgegenstand und Streitge-
genstand identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten wird. Bezieht sich 
demgegenüber die Beschwerde nur auf einen Teil des durch die Verfügung bestimmten 
Rechtsverhältnisses, gehören die nicht beanstandeten Teilaspekte des verfügungsweise festge-
legten Rechtsverhältnisses zwar zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand 
(vgl. BGE 125 V 414 f. E. 1b). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass den Parteianträgen entspre-
chend dem Verfügungsgrundsatz für die Festlegung des Streitgegenstandes vorrangige Bedeu-
tung zukommt. So wie die versicherte Person sich mit einer Verfügung durch Nichtanfechtung 
abfinden kann, so steht ihr auch die Befugnis zu, nur einzelne der verfügungsweise geregelten 
Rechtsverhältnisse durch Beschwerde richterlich überprüfen zu lassen (vgl. BGE 118 V 313 f. 
E. 3b mit Hinweisen; ULRICH MEYER, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: BJM 1989 
S. 25). 
 
1.3 Gegenstand des Einspracheentscheides vom 9. Februar 2011 ist die Leistungspflicht 
hinsichtlich der Unfallereignisse vom 7. Februar 2007 und 9. Mai 2009. Die Beurteilung der 
SUVA betreffend das Unfallereignis vom 9. Mai 2009 wurde vom Versicherten beschwerdewei-
se nicht bestritten. Damit erwuchs der Einspracheentscheid, soweit er den Unfall vom 9. Mai 
2009 anbelangt, in Rechtskraft und kann im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr 
überprüft werden. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet demnach 
einzig die Frage, ob der Beschwerdeführer bezüglich des Unfalls vom 7. Februar 2007 über den 
31. Mai 2010 hinaus Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat. 
Diesbezüglich ist auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG vom 20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligato-
rischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleis-
tungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 
Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 
Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise 
arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18   
Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infol-
ge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe-
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung aufzu-
kommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-
heit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausal-
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Bei der Beurteilung der natürlichen Kausalität von Unfällen mit Beeinträchtigungen der 
HWS oder einem Schädel-Hirn-Trauma ist zu unterscheiden, ob der Unfall zu organisch nach-
weisbaren Funktionsausfällen geführt hat oder nicht. Solange organische Befunde klar nach-
weisbar sind, ist der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen (BGE 117 V 365). Bei einem 
Schleudertrauma ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle ist der natürliche Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Unfall und den bestehenden Beschwerden sowie der damit ver-
bundenen Beeinträchtigung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit in der Regel dann zu bejahen, 
wenn ein solches Trauma diagnostiziert ist und innert der Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 
Stunden seit dem Unfall (RKUV 2000 Nr. U 359, S. 29 E. 5e) die für diese Verletzung typische 
Beschwerdesymptomatik zumindest teilweise aufgetreten ist (BGE 117 V 382 E. 4a und E. 4b 
[diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, De-
pression, Wesensveränderung usw.]). Dasselbe gilt bei Verletzungen im Bereich der HWS, die 
auf einem dem Schleudertrauma äquivalenten Verletzungsmechanismus (Kopfanprall mit Ab-
knickung der HWS, Distorsionstrauma der HWS mit Kopfanprall, vgl. dazu RKUV 2000 
Nr. U 395 S. 317 E. 3; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67) oder einem Schädel-Hirn-Trauma 
(BGE 117 V 382 E. 4a) beruhen. 
 
2.4 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein na-
türlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Be-
hörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweis-
würdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Es ist vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellungen zu folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b). 
 
2.5 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde auf 
Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind 
(vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

[ATSG]) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversiche-
rungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Be-
weismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes 
ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen). 
 
3.1 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son-
dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein 
Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 
von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig-
nis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Der Voraussetzung des adäqua-
ten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 
(BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusam-
menhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schä-
digung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu 
beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
3.2 Die Adäquanz spielt als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausal-
zusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv aus-
gewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 
natürlichen Kausalität deckt (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, vgl. auch E. 3.3 hiervor). Objektivierbar 
sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchen-
den und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen 
Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit appa-
rativen / bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersu-
chungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Oktober 
2007, U 186/06, E. 5.3). 
 
3.3 Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Un-
fallfolgeschäden ist rechtsprechungsgemäss (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen) 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

wie folgt zu differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall 
ein HWS-Schleudertrauma, eine diesem äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirn-Trauma 
erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa 
zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen, dass die versicherte Person eine der soeben er-
wähnten Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerde-
bild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen (vgl. dazu: BGE 119 V 335 E. 1 
S. 337, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Proble-
matik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung eben-
falls die in BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestell-
ten Grundsätze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in 
BGE 117 V 359 E. 6a und E. 4b festgelegten Kriterien (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 mit Hinwei-
sen). Die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 ff. kommt auch dann zur Anwendung, wenn 
bei der versicherten Person schon vor dem Unfall psychische Beschwerden vorlagen, die durch 
diesen verstärkt wurden (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327, U 273/99). Gleiches gilt, wenn die im 
Anschluss an den Unfall auftretenden psychischen Störungen nicht zum typischen Beschwer-
debild eines HWS-Traumas gehören. Erforderlichenfalls ist vorgängig der Adäquanzbeurteilung 
zu prüfen, ob es sich bei den im Anschluss an den Unfall geklagten psychischen Beeinträchti-
gungen um blosse Symptome des erlittenen Traumas oder aber um eine selbstständige (se-
kundäre) Gesundheitsschädigung handelt, wobei für die Abgrenzung insbesondere Art und Pa-
thogenese der Störung, das Vorliegen konkreter unfallfremder Faktoren oder der Zeitablauf von 
Bedeutung sind (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79, U 96/00). Wie das Eidgenössische Versiche-
rungsgericht in RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437, U 164/01, schliesslich dargelegt hat, ist die Adä-
quanz des Kausalzusammenhangs nur dann im Sinne von BGE 123 V 98 E. 2a unter dem Ge-
sichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall zu beurteilen, wenn die psychische 
Problematik bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufweist. Wird die 
Rechtsprechung gemäss BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 in einem späteren Zeitpunkt angewendet, 
ist zu prüfen, ob im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt 
die physischen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben 
und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Nur wenn dies zutrifft, ist die Adäquanz nach 
der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen (vgl. auch 
Urteil des Bundesgerichts U 403/05 vom 20. Dezember 2006, E. 2.2.1). 
 
3.4 Ob die geklagten Beschwerden noch adäquat kausale Unfallfolgen sind, hat der Unfall-
versicherer beim Fallabschluss zu prüfen. Das Bundesgericht hat sich in BGE 134 V 109 E. 3 
und 4 zum Zeitpunkt des Fallabschlusses geäussert. Demnach sind Heilbehandlung und Tag-
geld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr 
zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen. Ob 
eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden 
Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträch-
tigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Un-

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

bedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3). Wenn eine entsprechende 
Verbesserung nicht erwartet werden kann, ist der Fall abzuschliessen. 
 
4. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind folgende medizinischen Unterlagen zu 
berücksichtigen: 
 
4.1 Nach dem Bericht der D.____ vom 13. Februar 2007 wurde ausgeführt, dass das CT 
des Neurocraniums einen normalen Befund aufweise. Eine posttraumatische Blutung oder Kon-
tusionsläsion sei nicht nachzuweisen. 
 
4.2 Dr. C.____ diagnostizierte am 13. März 2007 eine Contusio capitis am 7. Februar 2007 
mit wahrscheinlicher Commotio cerebri. Die neurologische Untersuchung zeige einen wachen, 
allseits orientierten Patienten. Ein Menengismus bestünde nicht. Das Zervikalsyndrom sei mäs-
sig ausgeprägt und die Hirnnerven unauffällig. Sensomotorisch würden keine Ausfälle bestehen 
und die Koordination sei flüssig. Seit dem Unfall leide der Versicherte an Spannungskopf-
schmerzen und einem Zervikalsyndrom. Zur Verbesserung der Spannungskomponente sei 
Physiotherapie verordnet worden. Der weitere Verlauf sei abzuwarten. 
 
4.3 Der Versicherte war vom 20. Juni 2007 bis 3. August 2007 in der Klinik E.____ hospita-
lisiert. Im neuropsychologischen Bericht vom 25. Juli 2007 wurde festgehalten, dass leichte bis 
mittelgradige neuropsychologische Störungen nach einer leichten traumatischen Hirnverletzung 
(MTBI) am 7. Februar 2007 festzustellen seien. Im Vordergrund stünden die verminderte Um-
stellfähigkeit, die eingeschränkte längerdauernde Konzentrationsleistung und Schwächen bei 
der sprachlichen Informationsverarbeitung. 
 
4.4 Im Austrittsbericht der Klinik E.____ vom 10. August 2007 wurden eine MTBI, ein cer-
vicocephales Schmerzsyndrom, neuropsychologische Defizite sowie ein Status nach einer 
Thrombophlebitis diagnostiziert. Der Versicherte habe sich während des Reha-Aufenthaltes 
erstaunlich gut erholt. Die Arbeitsfähigkeit betrage aktuell 50%. Bei der Rückkehr zum Arbeits-
platz sei ein Coaching durch die Neuropsychologin dipl. psych. F.____ indiziert. Anderweitige 
ambulante Therapien seien nicht angezeigt. In circa vier Monaten sei die Arbeitsfähigkeit zu 
überprüfen. 
 
4.5 Dr. med. G.____, FMH Neurologie, bestätigte in seinem Bericht 28. Januar 2008 die 
Diagnose einer MTBI. Seither bestehe eine ausgeprägte vermehrte Ermüdbarkeit und eine ver-
minderte Belastbarkeit als wesentliche, die Arbeitsfähigkeit einschränkende Beeinträchtigung. 
Zusätzlich klage der Versicherte über kognitive Störungen mit Konzentrations- und Gedächtnis-
defiziten. Eine derart ausgeprägte Fatigue nach einem Schädel-Hirn-Trauma sei ungewöhnlich, 
möglicherweise sei diese zusätzlich durch eine Anpassungsstörung mit Depression bewirkt. Es 
würden sich weder anhand der klinisch-neurologischen Untersuchung noch aufgrund der zu-
sätzlich durchgeführten elektroencephalographischen Untersuchung pathologische Befunde 
erheben lassen. 
 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

4.6 Im Bericht vom 18. August 2009 hielt Dr. G.____ fest, dass der Versicherte weiterhin 
an ausgeprägten kognitiven Beeinträchtigungen leide und teilweise erhebliche Fehlleistungen 
aufweise. Die aktuelle elektroencephalographischen Untersuchung sei im Vergleich zur Vorun-
tersuchung unverändert. Es bestünde eine leichte unspezifische Allgemeinveränderung bei     
β-Vermehrung. Ansonsten bestehe ein unauffälliger Befund. 
 
4.7 Im Bericht der D.____ vom 20. August 2009 wurde festgehalten, dass die aktuellen 
Untersuchungen (Magnetresonanztomographie [MRT] und Magnetresonanzangiographie [MRA] 
des Neurocraniums) weder posttraumatische Parenchymläsionen noch ein Nachweis einer pa-
thologischen Raumforderung intracerebral oder intrakraniell zeigen würden. Es bestünden indes 
altersentsprechend diskrete kortikale Atrophiezeichen. Eine vaskuläre Malformation sei nicht 
nachzuweisen. 
 
4.8 Die Neuropsychologin dipl. psych. F.____ führte in ihrem Verlaufbericht vom 17. De-
zember 2009 aus, dass sich die Leistungsfähigkeit und das Befinden des Versicherten im letz-
ten halben Jahr nicht wesentlich geändert hätten. Trotz der im MRI dokumentierten diskreten 
mikroangiopathischen Veränderungen sei die verminderte kognitive Leistungsfähigkeit im We-
sentlichen auf den Unfall vom 7. Februar 2007 zurückzuführen. Die Beurteilung von Dr. G.____ 
sei widersprüchlich. So beschreibe er einerseits ein gegenüber der Voruntersuchung unverän-
dertes EEG. Im Gegensatz zur Voruntersuchung postuliere er nun aber keine auffälligen Vigi-
lanzschwankungen mehr. Aus neuropsychologischer Sicht könne aber "die vigilanz-abhängige 
Einstreuung langsamer Wellenaktivität aus dem Delta-Bereich temporo-parietal beidseits" 
durchaus als Korrelat zu den klinisch beobachtbaren kurzzeitigen Aufmerksamkeitseinbrüchen, 
in welchen es dann zu punktuellen Fehlleistungen komme, aufgefasst werden. Es bestehe wei-
terhin eine Arbeitsfähigkeit von 40%. Die Begleitung könne im Verlauf des kommenden Jahres 
langsam ausgeschlichen werden. 
 
4.9 Am 15. März 2010 wurde eine kreisärztliche Untersuchung durchgeführt. Im Bericht 
vom 16. März 2010 führte der Kreisarzt Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hinsichtlich der Folgen des Unfalls vom 7. Februar 
2007 aus, dass keine strukturell objektivierbaren Unfallfolgen vorliegen würden. Rein klinisch 
seien - auch anlässlich des Aufenthaltes in der Klinik E.____ - neuropsychologische Problema-
tiken attestiert worden. Diese würden aber aktuell in dieser Form nicht mehr vorliegen. Von wei-
teren Behandlungsmassnahmen sei keine namhafte bzw. erhebliche Besserung des Gesund-
heitszustandes zu erwarten. Der Zustand sei gemäss neurologischer Einschätzung stabil. 
 
5.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 9. Februar 2011 ging die SUVA gestützt 
auf den kreisärztlichen Bericht von Dr. H.____ vom 16. März 2010 davon aus, dass die geklag-
ten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zwar teilweise organisch imponieren bzw. klinisch 
fassbar seien, organische Substrate im Sinne traumatischer struktureller Veränderungen jedoch 
fehlen würden. In der Folge verzichtete sie auf eine abschliessende Beurteilung der natürlichen 
Kausalität mit der Begründung der ohnehin fehlenden Adäquanz. Demgegenüber stellt sich der 
Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass die natürliche Kausalität gegeben sei und auch die 
Adäquanz des Kausalzusammenhanges bejaht werden müsse. 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
5.2 Wie die nachfolgenden Erwägungen aufzeigen, ist - selbst wenn die natürliche Kausali-
tät bejaht würde - die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen. Die Frage, ob die 
im Zeitpunkt des Einspracheentscheids am 9. Februar 2011 geklagten gesundheitlichen Beein-
trächtigungen in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 7. Februar 
2007 stehen, kann daher vorliegend letztlich offen bleiben. Anzumerken bleibt an dieser Stelle, 
dass die Argumentation "post hoc ergo propter hoc" rechtsprechungsgemäss keinen tauglichen 
Beweis für die Unfallkausalität der heute geklagten Beschwerden liefert (vgl. BGE 119 V 335 
E. 2b/bb; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, U 290/06 E. 4.2.3). 
 
6. Zu prüfen ist vorerst, ob der medizinische Endzustand erreicht ist. Nachdem der Kreis-
arzt weitere Behandlungen nicht als notwendig erachtete, zudem auch Dr. G.____ in seinem 
Bericht vom 18. August 2009 festhielt, dass im Vergleich zur Voruntersuchung vom 28. Januar 
2008 eine unveränderte Situation vorliege und auch dipl. psych. F.____ in ihrem Verlaufbericht 
vom 17. Dezember 2009 ausführte, dass sich die Leistungsfähigkeit und das Befinden des Ver-
sicherten im letzten halben Jahr nicht wesentlich geändert hätten, ist mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit davon auszugehen, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist. Es ist daher nicht zu 
beanstanden, dass die SUVA die Adäquanzprüfung vorgenommen hat. Das Vorliegen des me-
dizinischen Endzustandes wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. 
 
7. Umstritten ist die Beurteilung der Adäquanz. Während die SUVA die Adäquanzprüfung 
nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien vorgenommen hat, geht der Versicherte 
davon aus, es sei vorliegend die Schleudertrauma-Rechtsprechung anwendbar. Welche dieser 
Auffassungen zutrifft, muss indes dann nicht abschliessend beurteilt werden, wenn der adäqua-
te Kausalzusammenhang auch nach der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 1. Juni 2011, 8C_100/2011, E. 3.3), was nachfolgend geprüft wird. 
 
8.1 Für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist - nach der Psycho- wie 
nach der Schleudertrauma-Praxis - an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen. Zu 
prüfen ist im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als 
mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere 
Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend ist 
der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch Fol-
gen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet wer-
den können (BGE 134 V 109 E. 10.1; BGE 115 V 133 E. 6 ff.; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 
E. 5.3.1). 
 
8.2 In Bezug auf die Schwere des Unfallereignisses ergibt sich Folgendes: Der Beschwerde-
führer gibt an, beim Verlassen eines Gebäudes im Dunkeln mit dem Kopf gegen eine Glasfront 
geprallt zu sein, wobei er sich Verletzungen am Nasenbein und an der linken Stirn zugezogen 
habe. In der Folge sei er circa 20 Minuten bewusstlos bzw. benommen gewesen. Mit Blick auf 
den augenfälligen Geschehensablauf ist dieses Ereignis im Rahmen der für die Adäquanzbeur-
teilung vorzunehmenden Einteilung als mittelschwer zu qualifizieren. Fraglich und zu prüfen ist 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

aber, ob es innerhalb des mittleren Bereichs einen Grenzfall zu einem schweren Ereignis dar-
stellt. Hierzu kann ein Vergleich mit anderen Unfällen dienen. Als mittelschwer im Grenzbereich 
zu den schweren Unfällen wurden beispielsweise folgende Ereignisse qualifiziert: Kollision ei-
nes Lastwagens mit einem Personenwagen auf der Autobahn, worauf dieser zuerst mit der 
rechten, anschliessend mit der linken Tunnelwand kollidierte und die Windschutzscheibe durch 
heftigen Kopfanprall barst (Urteil des Bundesgerichts vom 4. September 2008, 8C_257/2008, 
E. 3.3.3). Der Unfall, bei dem der Versicherte mit einem Personenwagen auf der Überholspur 
der Autobahn fuhr und bei einer Geschwindigkeit von etwa 130 km/h plötzlich ins Schleudern 
geriet, die Normalspur und den Pannenstreifen überquerte und mit der Böschung kollidierte, 
wobei sich das Fahrzeug überschlug. Der Personenwagen wurde auf die Überholspur zurück-
geschleudert und kam auf den Rädern stehend zum Stillstand. Beim Überschlagen wurde der 
Beifahrer aus dem Dachfenster auf die Böschung geschleudert. Der Versicherte konnte das 
Fahrzeug nicht mehr eigenständig verlassen (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2009, 
8C_799/2008, E. 3.2.2). Vor dem Hintergrund dieser Vergleichsfälle ist nicht zu beanstanden, 
dass die Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 7. Februar 2007 als mittelschweren Unfall, 
weder mit Tendenz zu einem Schweren noch zu einem leichten Unfall qualifizierte. Geht man 
von einem mittelschweren Unfall im engeren Sinne aus, müssen für die Bejahung des adäqua-
ten Kausalzusammenhanges entweder eines der relevanten Adäquanzkriterien (vgl. E. 8.3 her-
nach) in besonders ausgeprägter oder aber drei dieser Kriterien in gehäufter oder auffallender 
Weise erfüllt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5). 
 
8.3 Das Bundesgericht hat in BGE 134 V 109 ff. die Praxis zur Kausalitätsprüfung bei Unfall 
mit Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung der HWS oder Schädel-Hirn-Trauma ohne orga-
nisch objektiv ausgewiesene Beschwerden in mehrfacher Hinsicht präzisiert. Am Erfordernis 
einer besonderen Adäquanzprüfung bei Unfällen mit solchen Verletzungen wird dabei zwar 
festgehalten. Die bewährten Grundsätze über die bei dieser Prüfung vorzunehmende Einteilung 
der Unfälle nach deren Schweregrad und den abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls 
erforderlichen Einbezug weiterer Kriterien in die Adäquanzbeurteilung werden nicht geändert. 
Dagegen hat das Bundesgericht die adäquanzrelevanten Kriterien teilweise modifiziert. Dies 
betrifft zunächst das Kriterium der "ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung", das 
nur dann vorliegt, wenn nach dem Unfall eine fortgesetzte spezifische und die versicherte Per-
son belastende ärztliche Behandlung im Zeitraum bis zum Fallabschluss notwendig gewesen 
war. Weiter wird für die Erfüllung des Kriteriums "Dauerbeschwerden" vorausgesetzt, dass die-
se erheblich sind, was aufgrund glaubhaft geltend gemachter Schmerzen und nach der Beein-
trächtigung, welche die verunfallte Person im Lebensalltag erfährt, zu beurteilen ist. Hinsichtlich 
des Kriteriums "Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit" ist nicht die Dauer an sich, sondern 
eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche massgeblich, die zu überwinden die versicherte 
Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. 
 
Zusammenfassend hat das Bundesgericht den Katalog der bisherigen adäquanzrelevanten Kri-
terien (BGE 117 V 359) in BGE 134 V 109 wie folgt neu gefasst: 
 
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Un-
 falls; 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; 
- erhebliche Beschwerden; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengung. 
 
8.4.1  Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Ein-
drücklichkeit des Unfalles wurde vom Bundesgericht unverändert beibehalten 
(BGE 134 V 127 E. 10.2.1). Es ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven 
Empfindens bzw. des Angstgefühls der versicherten Person (Urteil des Bundesgerichts vom 
25. Januar 2008, U 56/07, E. 6.1). Der Unfall war objektiv betrachtet und unter Berücksichtigung 
der Tatsache, dass jeder mittelschwere Unfall eine gewisse Bedeutung hat, weder von beson-
derer Eindrücklichkeit noch liegen besonders dramatische Begleitumstände vor. Demnach ver-
mag der Versicherte dieses Kriterium nicht zu erfüllen. 
 
8.4.2 Was die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen anbelangt, hat das 
Bundesgericht in E. 10.2.2 des BGE 134 V 109 präzisiert, dass es zur Bejahung dieses Kriteri-
ums einer besonderen Schwere der für die gegebene Verletzung typischen Beschwerden oder 
besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können, bedarf. Solche Um-
stände liegen nach den Akten nicht vor. Die Verletzungen, welche sich die Versicherte beim 
Unfall zuzog, sind nicht schwer oder von besonderer Art im Sinne des entsprechenden Kriteri-
ums. 
 
8.4.3  Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung ist neu wesentlich, ob nach dem Unfall 
eine fortgesetzte spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche Behandlung bis zum 
Fallabschluss notwendig war (BGE 134 V 128 E. 10.2.3). Dieses Kriterium ist nicht allein nach 
einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und Intensität 
der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustands 
resp. der Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, 
mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete 
ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manualtherapeutische Mass-
nahmen, die nur der Erhaltung des Zustandes dienen, ärztliche Verlaufskontrollen sowie eine 
medikamentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht (Urteil des 
Bundesgerichts vom 11. Juli 2007, U 365/05, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Nach dem Unfall 
fanden nebst der Hospitalisation in der Klinik E.____, ärztliche Abklärungen und Verlaufskon-
trollen, Physiotherapien sowie neuropsychologische Behandlungen bei dipl. psych. F.____ statt. 
Eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung liegt somit - entgegen der vom 
Beschwerdeführer vertretenen Auffassung - nicht vor. 
 
8.4.4  Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist aufgrund der Individualität des 
Schmerzempfindens subjektiv geprägt und deshalb zu objektivieren. Adäquanzrelevant können 
nur in der Zeit zwischen den fraglichen Unfällen und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Un-
terbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein, wobei sich die Erheblichkeit nach den 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

glaubhaft dargelegten Schmerzen und insbesondere der Beeinträchtigung, welche die versi-
cherte Person wegen dieser Beschwerden im Lebensalltag erfährt, beurteilt (BGE 134 V 128 
E. 10.2.4). Zu berücksichtigen ist, dass der Beschwerdeführer neuropsychologische Einschrän-
kungen sowie Kopfschmerzen aufweist, die zumindest teilweise zu einer Beeinträchtigung der 
Lebensqualität geführt haben. Allerdings waren die neuropsychologischen Einschränkungen 
zum Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung vom 15. März 2010 - im Vergleich zu den An-
gaben im Bericht der Klinik E.____ - nicht mehr in dieser Form vorhanden. Dies entspricht auch 
den im Bericht von dipl. psych. F.____ vom 17. Dezember 2009 gemachten Ausführungen, wo-
nach die neuropsychologische Begleitung im Verlauf des Jahres 2008 langsam ausgeschlichen 
werden könne. Ausserdem fällt ins Gewicht, dass nach Angaben des Versicherten im Bericht 
der SUVA vom 30. November 2009 die Kopfschmerzen nicht andauernd gleich stark ausge-
prägt sind. Insgesamt und im Quervergleich mit ähnlich gelagerten Fällen überschreiten die 
Beschwerden das übliche Mass nicht derart, dass das Kriterium in besonders markanter Weise 
gegeben wäre. 
 
8.4.5  Das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-
schlimmert, wurde nach Lage der Akten zu Recht nicht geltend gemacht. 
 
8.4.6  Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden – 
welche im Rahmen der spezifischen Adäquanzkriterien (fortgesetzt spezifische, belastende 
ärztliche Behandlung, erhebliche Beschwerden) zu berücksichtigen sind – darf nicht auf einen 
schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf 
hierzu besonderer Gründe, welche die Genesung beeinträchtigt oder verzögert haben (Urteile 
des Bundesgerichts vom 16. Mai 2008, 8C_726/2007, E. 4.3.2.6 und vom 20. Juni 2008, 
8C_554/2007, E. 6.7). Solche Gründe werden vom Beschwerdeführer zu Recht nicht behauptet. 
 
8.4.7 Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, ist nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung nicht mehr die Dauer der Arbeitsunfähigkeit massgebend, sondern 
eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die versicherte Person ernst-
hafte Anstrengungen unternimmt. Konkret muss der Wille erkennbar sein, sich durch aktive 
Mitwirkung rasch möglichst optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen 
können sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher Unan-
nehmlichkeiten manifestieren. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang auch der per-
sönliche Einsatz im Rahmen von medizinischen Therapiemassnahmen. Nur wer in der Zeit bis 
zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche 
Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). 
Im vorliegenden Fall betrug der Grad der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers nach einer 
ersten relativ kurzen Phase vollständiger Arbeitsunfähigkeit ab dem Austritt aus der Klinik 
E.____ am 3. August 2007 50%. Im Bericht der SUVA vom 3. Oktober 2007 wurde festgehal-
ten, dass der Versicherte damit einverstanden sei, die Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Oktober 2007 
auf 75% anzuheben. Im Schreiben der SUVA vom 15. November 2007 wurde ausgeführt, dass 
nach Rücksprache mit dipl. psych. F.____ eine Arbeitsfähigkeit von 75% nicht realisierbar sei 
und die Taggelder deshalb wiederum im Umfang von 50% ausgerichtet würden. Die Erheblich-
keit der Arbeitsunfähigkeit ist unter diesen Umständen zu bejahen. Der Umstand, dass der Be-

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schwerdeführer bereit war, seine Arbeitstätigkeit bereits ab Oktober 2007 versuchsweise auf 
75% zu steigern, zeigt, dass er ernsthafte Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitsunfähig-
keit unternommen hat. Insgesamt muss das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz 
ausgewiesener Anstrengungen somit bejaht werden, eine - im Quervergleich mit ähnlich gela-
gerten Fällen - besondere Ausprägung liegt allerdings nicht vor. 
 
8.5 Zusammenfassend betrachtet sind vorliegendenfalls zwei der massgeblichen Kriterien 
(erhebliche Beschwerden und erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengun-
gen) erfüllt. Da keines dieser beiden Kriterien besonders ausgeprägt ist, genügen sie nicht, um 
das Beschwerdebild als adäquate Unfallfolge zu qualifizieren. Folglich muss die Adäquanz des 
Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis vom 7. Februar 2007 und den weiterhin 
bestehenden Beschwerden verneint werden. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, 
dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 31. Mai 2010 eingestellt und einen Anspruch 
des Versicherten auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung verneint hat. Die 
Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 
 
9. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wettzu-
schlagen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.