# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f9f1c11-5160-5e73-aabd-74b0bef4d42b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-10-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.10.2017 C-5367/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5367-2016_2017-10-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5367/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  O k t o b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richter David Weiss, Richterin Franziska Schneider,    

Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. 
 

 
 

Parteien 
 A.______, (Australien), 

vertreten durch Dr. iur. Kurt Meier, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 IV, Sistierung der Invalidenrente; 

Verfügung der IVSTA vom 29. August 2016. 

 

 

 

C-5367/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______, geboren am (…) 1958 (nachfolgend: Versicherte oder Be-

schwerdeführerin), Schweizer Staatsangehörige, wohnt seit August 2001 

in Australien und bezieht im Nachgang zu zwei Schleudertraumata seit Au-

gust 2001 eine ganze IV-Rente (Verfügung vom 14. Juni 2002; Akten der 

IV-Stelle [IV] 36). 

B.  

B.a Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend auch:  

Vorinstanz) leitete am 12. Oktober 2012 eine Rentenüberprüfung gemäss 

Bst. a der Schlussbestimmungen IVG vom 18. März 2011 (SR 831.20; IVG-

Revision 6a) ein (IV 65 ff.) und teilte der Versicherten am 28. Januar 2013 

mit, es sei eine polydisziplinäre medizinische Abklärung in der Schweiz not-

wendig (IV 75). Mit Schreiben vom 22. März 2013 teilte sie ihr weiter mit, 

die medizinische Abklärung in der Schweiz werde als zumutbar erachtet, 

und forderte sie unter Androhung der Folgen von Art. 43 Abs. 2 und 3 ATSG 

(SR 830.1) auf, schriftlich zu bestätigen, dass sie sich in der Schweiz einer 

Begutachtung unterziehe (IV 101). 

B.b Die Beschwerdeführerin – vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kurt Meier 

– erhob am 17. April 2013 beim Bundesverwaltungsgericht gegen diese 

Anordnung Beschwerde und beantragte, sie sei in Australien zu begutach-

ten, eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zum Erlass einer neuen 

Verfügung zurückzuweisen. Sie begründete dies im Wesentlichen damit, 

dass sie für eine so weite Reise nicht reisefähig sei und belegte dies mit 

Berichten behandelnder Ärzte in Australien (Verfahren BVGer  

C-2152/2013 B-act. 1). 

B.c Das Bundesverwaltungsgericht trat auf das Begehren ein und erwog 

mit Urteil vom 5. Dezember 2013, es erscheine vorliegend geboten, die 

Beschwerdeführerin spezifisch durch Gutachter untersuchen zu lassen, die 

mit den Besonderheiten der schweizerischen Rechtsprechung zu pathoge-

netisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nach-

weisbare organische Grundlage (nachfolgend auch: PÄUSBONOG) ver-

traut seien. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beur-

teilung notwendig und zumutbar seien, habe die versicherte Person sich 

diesen gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG zu unterziehen. Die vorliegend rele-

vanten gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin sprächen nicht 

per se gegen die Reisefähigkeit und deren Begutachtung in der Schweiz. 

C-5367/2016 

Seite 3 

Sie würden es aber erforderlich machen – wie die Beschwerdeführerin zu 

Recht rüge – zu prüfen, ob und welche begleitenden Massnahmen für die 

An- und Rückreise zu treffen seien. Das Bundesverwaltungsgericht hob 

deshalb die Verfügung vom 22. März 2013 auf und wies die Sache zu er-

gänzenden medizinischen Abklärungen der Reisefähigkeit, unter vollstän-

diger Berücksichtigung der genannten Arztberichte, und zur Festlegung der 

Begleitmassnahmen für die An- und Rückreise (inkl. Aufenthalt in der 

Schweiz) sowie zur Prüfung, ob es vorliegend erforderlich sei, die Be-

schwerdeführerin durch eine Begleitperson begleiten zu lassen, an die  

Vorinstanz zurück (Urteil C-2152/2013 vom 5. Dezember 2013; IV 119 =  

B-act. 14). Das Urteil blieb unangefochten und erwuchs in Rechtskraft.  

C.  

C.a Nachdem die Vorinstanz diverse Abklärungen durchgeführt und medi-

zinische Akten in Australien eingeholt hatte, zeigte sie der Versicherten mit 

Schreiben vom 6. und 18. November 2015 die Durchführung beziehungs-

weise Weiterführung des Revisionsverfahrens an (IV 181, 183).   

 

Mit Schreiben vom 8. Februar 2016 teilte sie im Wesentlichen mit, in Um-

setzung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. Dezember 

2013 sei eine medizinische Abklärung in der Schweiz nötig und zumutbar. 

Die Organisation nehme noch eine gewisse Zeit in Anspruch; ohne den 

schriftlichen Bericht der Beschwerdeführerin werde eine polydisziplinäre 

Gutachterstelle mit der Durchführung der Untersuchungen beauftragt. Die 

Vorinstanz führte in ihrem Schreiben weiter aus, um neurologische Kom-

plikationen zu verhindern, sei es besser, wenn die Versicherte Business-

Klasse fliege, den Sitz nach hinten lehnen, die Beine ausstrecken und 

durch eine ihr nahe stehende Person begleitet werden könne, um ihr beim 

Check-in, beim Aus- und Umsteigen sowie allen körperlich anstrengenden 

Situationen während der Reise behilflich zu sein. Es sei jedoch nicht not-

wendig, dass diese Person während des Fluges neben ihr sitze, weshalb 

für die Begleitperson nur Kosten für die Economy-Klasse übernommen 

würden. Es sei weiter notwendig, dass die Versicherte während des Flugs 

einen Halskragen trage und ein aufblasbares Kissen benütze, ansonsten 

seien aus medizinischer Sicht keine weiteren Massnahmen nötig (IV 191). 

C.b Die Versicherte ersuchte die Vorinstanz in der Folge, unter Beilage ak-

tueller Arztzeugnisse, von einer Reise in die Schweiz abzusehen. Sie teilte 

weiter mit, dass sie alleinstehend sei und keine Vertrauensperson habe, 

die sie begleiten könne, zudem stehe in Australien eine fachübergreifende 

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Seite 4 

und hochkompetente Gutachterstelle zur Verfügung (Schreiben vom 1. und 

4. März 2016 [IV 196, 199]). 

C.c Die Vorinstanz holte zu den eingereichten Arztberichten fachärztliche 

Beurteilungen ihres regionalärztlichen Dienstes (nachfolgend: RAD) ein 

(IV 202, 206). Am 18. März 2016 stellte sie der Versicherten ein „Mahn-

schreiben“ zu und erklärte, gestützt auf das Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts vom 5. Dezember 2013 sei eine Begutachtung in der Schweiz not-

wendig und die Reise für sie zumutbar. Sie versicherte, sie werde die not-

wendigen Massnahmen für die Reise in die Schweiz treffen und eine Rei-

sebegleitung organisieren. Sie wies die Versicherte auf die Mitwirkungs-

pflicht und die Folgen der Verletzung derselben hin und räumte ihr eine 

Frist von 30 Tagen ein um mitzuteilen, dass sie bereit sei, sich in der 

Schweiz einer Untersuchung zu unterziehen, andernfalls würde die Invali-

denrente aufgehoben (IV 204; Verfahren BVGer C-1615/2016, Beschwer-

deakten [C-act.] 18.1). 

C.d Mit Eingabe vom 14. März 2016 erhob die Beschwerdeführerin – ver-

treten durch Rechtsanwalt Kurt Meier – beim Bundesverwaltungsgericht 

gegen das Schreiben vom 8. Februar 2016 (oben Bst. C.a) Beschwerde 

mit den Anträgen, sie sei in Australien zu begutachten, eventuell sei die 

Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen zum Erlass einer neuen Verfü-

gung mit der Auflage der detaillierten Umschreibung und Planung der Hin- 

und Rückreise und ihres Aufenthalts in der Schweiz zur Begutachtung,  

alles unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz (C-1615/2016  

C-act. 1). 

C.e Die Beschwerdeführerin verwies mit Schreiben an die Vorinstanz vom 

6. April 2016 auf ihre Beschwerde vom 14. März 2016 und ihre grundsätz-

liche Bereitschaft, sich begutachten zu lassen, führte aber gleichzeitig aus, 

es müssten – falls die Begutachtung in der Schweiz stattfinden sollte – vor-

gängig die vom Gericht angeordneten Massnahmen ergriffen werden, um 

Gesundheitsrisiken auszuschliessen (IV 211, C-1615/2016 C-act. 5.1). 

C.f Nachdem die Vorinstanz der Beschwerdeführerin am 28. April 2016 

mitgeteilt hatte, sie beauftrage umgehend eine polydisziplinäre Gutachter-

stelle für die Durchführung der Begutachtung in der Schweiz, und bestä-

tigte, dass die vom Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 5. Dezember 

2013 verlangten und gestützt darauf von den Fachärzten des RAD gefor-

derten Massnahmen für die Reise in die Schweiz getroffen würden (inkl. 

spezielle Betreuung im Flughafen, Organisation des Aufenthalts in der 

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Seite 5 

Schweiz, Buchung der Reise [IV 214; C-1615/2016 C-act. 6.2]), teilte die 

Beschwerdeführerin der Vorinstanz am 2. Mai 2016 mit, sie sei (nur) bereit, 

sich einer Begutachtung in der Schweiz zu unterziehen, wenn diese rechts-

kräftig angeordnet sei. Im laufenden Gerichtsverfahren sei diese Frage 

hängig und sie erachte es als wenig sinnvoll und rücksichtslos, wenn die 

Vorinstanz nun eine Begutachtung in der Schweiz anordne. Zudem sei die 

Vorbereitung für eine solche Reise völlig ungenügend (IV 215). 

C.g Am 19. Juli 2016 stellte die IVSTA der Beschwerdeführerin ein Schrei-

ben mit der Bezeichnung „Mahnung: Sistierung der Invalidenrente“ zu. Da-

rin hielt sie daran fest, dass eine Untersuchung in der Schweiz unentbehr-

lich sei. Sie führte weiter aus, aufgrund des Widerstandes der Versicherten 

gegen die Begutachtung in der Schweiz beabsichtige sie, die Invaliden-

rente bis zum Abschluss des Revisionsverfahrens zu sistieren. Sie räumte 

ihr gleichzeitig eine Frist von zehn Tagen zur Stellungnahme ein (IV 220). 

Nachdem sich die Beschwerdeführerin nicht mehr hatte vernehmen las-

sen, sistierte sie mit Zwischenverfügung vom 29. August 2016 die Zahlung 

der Invalidenrente per 1. September 2016 (IV 223). 

C.h Am 25. Juli 2016 stellte die Beschwerdeführerin beim Bundesverwal-

tungsgericht den Antrag, die Einstellung der IV-Rente sei der Vorinstanz 

superprovisorisch zu untersagen, eventualiter sei die vorliegende Eingabe 

als eigenständige Beschwerde gegen das Schreiben vom 19. Juli 2016 zu 

verstehen (C-1615/2016 C-act. 12). Das Bundesverwaltungsgericht trat in 

der Folge mit Verfügung vom 28. Juli 2016 nicht auf die beiden Gesuche 

ein (C-act. 14). 

C.i In seinem Urteil vom 21. November 2016 (Verfahren C-1615/2016) wies 

das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde vom 14. März 2016 gegen 

die Anordnung einer Begutachtung in der Schweiz unter Auferlegung von 

Verfahrenskosten von Fr. 400.– ab. Es erwog, es sei gestützt auf die ein-

gehenden und schlüssigen Begründungen der verschiedenen Fachärzte 

des RAD davon auszugehen, dass – unter den von ihnen dargelegten Vor-

kehrungen – sowohl in somatischer wie in psychischer Hinsicht eine Rei-

sefähigkeit der Beschwerdeführerin bestehe (E. 4.4 f.). Es führte weiter 

aus, dass eine von der Beschwerdeführerin geforderte Begleitung durch 

eine medizinische Fachperson und die Reise in der ersten Klasse nicht 

erforderlich seien, jedoch von der Vorinstanz die Reise (Hin- und Rückweg) 

in der Business-Klasse mit Begleitperson beziehungsweise Betreuung 

während der Reise – falls die Beschwerdeführerin alleine reisen sollte – 

sowie der Aufenthalt in der Schweiz, sorgfältig organisiert werde, wie das 

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Seite 6 

Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 5. Dezember 2013 zu den Reise-

modalitäten angeordnet hatte. Es fuhr fort, dass eine solche Reiseorgani-

sation aufwändig und laufend/rollend zu planen sei, und von noch offenen 

Faktoren, insbesondere Ort und Zeitpunkt der verschiedenen Untersu-

chungen, abhängig sei, und die Mitwirkung der Beschwerdeführerin vor-

aussetze, sich für die Begutachtung tatsächlich in die Schweiz begeben zu 

wollen. Es bestätigte im Übrigen die Notwendigkeit einer polydisziplinären 

Begutachtung in der Schweiz nach den vom Bundesgericht in BGE 137 V 

210 festgelegten Grundsätzen in Anbetracht der inzwischen erfolgten Pra-

xisänderung zur Beurteilung von Beschwerden aus dem Formenkreis 

PÄUSBONOG (vgl. BGE 141 V 281), die eine verstärkte Kenntnis der 

schweizerischen versicherungsmedizinischen Praxis und eine die vom 

Bundesgericht weiterentwickelten Leitlinien berücksichtigende Begutach-

tung erforderten (E. 4.6 f.). Abschliessend hielt das Bundesverwaltungsge-

richt fest, aufgrund der nunmehr fachärztlich festgestellten und für das Ge-

richt überzeugend begründeten Zumutbarkeit der Reise der Beschwerde-

führerin in die Schweiz sei nun ohne Verzug eine polydisziplinäre Begut-

achtung in der Schweiz durchzuführen (E. 4.8), und wies das zwischenzeit-

lich gestellte Gesuch zur Verfahrensvereinigung bezüglich der Verfahren 

C-1615/2016 (Reisefähigkeit) und C-5367/2016 (Mitwirkungspflicht im bis-

herigen Verfahren; siehe hiernach Bst. D) ab (E. 4.10). Das Urteil erwuchs 

unangefochten in Rechtskraft (s. auch unten Bst. D.d). 

D.  

D.a Am 5. September 2016 erhob die Beschwerdeführerin beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde gegen die am 29. August 2016 verfügte 

Sistierung ihrer IV-Rente (IV 223; oben Bst. C.g). Sie beantragte die Verei-

nigung des Verfahrens mit dem hängigen Beschwerdeverfahren  

C-1615/2016, die Aufhebung der Sistierung der laufenden IV-Rente und die 

Anordnung einer Begutachtung der Beschwerdeführerin in Australien. Das 

Bundesverwaltungsgericht nahm die Beschwerde unter der Verfahrens-

nummer C-5367/2016 entgegen (Verfahren C-5367/2016, Beschwerde-

akte [D-act.] 1). Den Antrag auf Vereinigung der Verfahren wies es im Urteil  

C-1615/2016 vom 21. November 2016 ab (siehe hierzu oben Bst. C.i). 

D.b In ihrer Vernehmlassung vom 28. September 2016 beantragte die  

Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde und verwies auf ihre ausführli-

chen Begründungen im Schreiben vom 19. Juli 2016 und der Zwischenver-

fügung vom 29. August 2016 (D-act. 3). 

C-5367/2016 

Seite 7 

D.c Mit Zwischenverfügung vom 1. Dezember 2016 übermittelte das Bun-

desverwaltungsgericht der Beschwerdeführerin die Vernehmlassung der 

Vorinstanz zur Kenntnis, schloss den Schriftenwechsel im Verfahren  

C-5367/2016 ab und forderte die Beschwerdeführerin auf, einen Kosten-

vorschuss von Fr. 800.– in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten 

zu leisten (D-act. 4).  

D.d Mit Eingabe vom 3. Januar 2017 reichte die Beschwerdeführerin einen 

Arztbericht von Dr. B._______, Psychiater, vom 23. November 2016, ein 

und teilte mit, sie füge sich dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 

21. November 2016 und werde zur Begutachtung in die Schweiz reisen  

(D-act. 6).  

D.e Am 4. Januar 2017 ging der auferlegte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 

beim Bundesverwaltungsgericht ein (D-act. 8).  

D.f Am 5. Januar 2017 übermittelte das Bundesverwaltungsgericht den 

Arztbericht vom 23. November 2016 an die Vorinstanz zur Kenntnis  

(D-act. 7).  

E.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 

– soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesver-

waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-

gen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die Behandlung der vorlie-

genden Beschwerde zuständig. 

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwen-

dung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG (SR 830.1) anwend-

bar ist.  

C-5367/2016 

Seite 8 

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men; sie ist durch die angefochtene Zwischenverfügung berührt und hat 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). Sie ist 

daher zur Beschwerde legitimiert. 

1.4 Da die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht und der Kosten-

vorschuss innert der auferlegten Frist geleistet wurde, ist darauf – unter 

Vorbehalt der nachfolgenden Ausführungen (E. 2 ff.) – einzutreten.  

2.  

2.1 Anfechtungsobjekt ist vorliegend die Zwischenverfügung vom  

29. August 2016, in welcher die Vorinstanz die laufende Invalidenrente der 

Beschwerdeführerin per 1. September 2016 wegen Verletzung ihrer Mitwir-

kungspflicht sistiert hat (IV 223). 

2.2  

2.2.1 Der Versicherungsträger hat über Leistungen, Forderungen und An-

ordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht 

einverstanden ist, schriftlich Verfügungen zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 

ATSG). 

2.2.2 Gegen selbständig eröffnete Zwischenverfügungen, die nicht Zustän-

digkeitsfragen oder Ausstandsbegehren betreffen, ist eine Beschwerde ge-

mäss Art. 46 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG zulässig, wenn sie einen 

nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken (Bst. a) oder wenn die 

Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen 

würde (Bst. b). Andernfalls sind Zwischenverfügung nur mit Beschwerde 

gegen die Endverfügung anfechtbar. Das besondere Rechtsschutzinte-

resse, das die sofortige Anfechtbarkeit einer Zwischenverfügung begrün-

det, liegt im Nachteil, der entstünde, wenn die Anfechtung der Zwischen-

verfügung erst zusammen mit der Beschwerde gegen den Endentscheid 

zugelassen wäre (vgl. TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 3. Aufl., § 28 N. 84). Der Nachteil muss nicht rechtlicher Natur 

sein; die Beeinträchtigung in schutzwürdigen tatsächlichen, insbesondere 

auch wirtschaftlichen Interessen genügt, sofern der Betroffene nicht nur 

versucht, eine Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens zu verhin-

dern (BGE 130 II 149 E. 2.2 sowie zum Ganzen Teilurteil BVGer  

C-4224/2014 vom 12. Februar 2015 E. 3.3 m.w.H.). 

2.2.3 Das hier seit Oktober 2012 laufende Hauptverfahren betrifft eine 

Überprüfung der IV-Rente der Beschwerdeführerin gemäss Bst. a der 

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Seite 9 

Schlussbestimmungen IVG vom 18. März 2011, das heisst, die Prüfung, ob 

sich der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verändert habe (siehe 

oben Bst. B.a). Die im vorliegenden Beschwerdeverfahren in Frage ste-

hende Rentensistierung erging während des Revisionsverfahrens. Ein  

Endentscheid kann mit dem vorliegenden Urteil nicht bewirkt werden, wes-

halb die in Art. 46 Abs. 1 Bst. b VwVG genannte Voraussetzung für eine 

sofortige Gutheissung nicht gegeben ist. Das Bundesverwaltungsgericht 

nannte aber bereits im Beschwerdeverfahren, welches die Frage der Not-

wendigkeit einer Begutachtung in der Schweiz und die Umstände einer zu-

mutbaren Reise in die Schweiz betraf (vgl. Verfahren C-2152/2013, Urteil 

BVGer vom 5. Dezember 2013), die Einstellung der Rente wegen einer 

vorgeworfenen Verletzung der Mitwirkungspflicht als einen möglichen nicht 

wiedergutzumachenden Nachteil (vgl. BVGer C-2152/2013 S. 8 Abs. 1). 

Deshalb ist nunmehr – nach Eintreten dieses Nachteils – die Beschwerde 

gegen die Zwischenverfügung vom 29. August 2016 vor Bundesverwal-

tungsgericht zulässig.  

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin ist Schweizer Staatsangehörige und wohnt in 

Australien, weshalb das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft und Australien über Soziale Sicherheit vom 9. Oktober 2006, 

in Kraft getreten am 1. Januar 2008 (nachfolgend: Abkommen; 

SR 0.831.109.158.1), zu beachten ist. Da in Bezug auf die Schweiz die 

Bundesgesetzgebung über die Invalidenversicherung anzuwenden ist 

(Art. 2 Abs. 1 Bst. a ii Abkommen), das Abkommen für die Staatsangehöri-

gen der Vertragsstaaten gilt (Art. 3 Bst. a i Abkommen) und die Art. 6-16 

des Abkommens keine gegenteiligen Regelungen enthalten, ist die Sache 

nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht zu beurteilen (vgl. auch 

Urteil BVGer C-3107/2014 vom 15. Mai 2017 E. 2).  

3.2 In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtli-

cher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die 

bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung ha-

ben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 und 131 V 11 E. 1). Nach ständiger Praxis 

wird auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsak-

tes (hier: 29. August 2016) eingetretenen Sachverhalt abgestellt (BGE 

130 V 329 E. 6, 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen).  

 

 

 

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Seite 10 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-

messenheit rügen (Art. 49 VwVG). 

4.2 Die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes hat nach dem 

Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen zu erfolgen (Art. 12 VwVG). 

Auch das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 

136 V 376 E. 4.1.1). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht un-

beschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien 

(BGE 125 V 195 E. 2; BGE 122 V 158 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). 

4.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-

fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit  

eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 

Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste wür-

digt (BGE 126 V 360 E. 5b; 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).  

 

Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-

tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeu-

gung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu 

betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem fest-

stehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer 

Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; UELI KIESER, Das 

Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 1999, S. 212, Rz. 450; 

vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d; 122 II 464 E. 4a; 120 Ib 224 E. 2b). 

5.  

Im vorliegenden Verfahren C-5367/2016 ist streitig, ob die Vorinstanz zu 

Recht die laufende Invalidenrente mit der Begründung sistiert hat, dass die 

Beschwerdeführerin ihre Mitwirkungspflicht nicht zu erfüllen beabsichtige. 

5.1 Die IVSTA begründete die vorsorgliche Rentensistierung im Wesentli-

chen damit, dass erhebliche Zweifel an der Ehrlichkeit der Versicherten, 

http://links.weblaw.ch/BGE-126-V-353
http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-193
http://links.weblaw.ch/BGE-122-V-157
http://links.weblaw.ch/BGE-122-II-464
http://links.weblaw.ch/BGE-120-IB-224

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Seite 11 

welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht beabsichtige, ihre Mit-

wirkungspflicht zu erfüllen und sich einer Untersuchung in der Schweiz zu 

unterziehen, bestünden. Die Vorinstanz erläuterte weiter, sie habe bereits 

zu Beginn des Jahres 2013 erklärt, dass aufgrund der Besonderheit der 

Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin eine Untersuchung in der 

Schweiz notwendig sei. Dies gehe auch aus dem Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts C-2152/2013 vom 5. Dezember 2013 hervor. Da sich ange-

sichts des Verhaltens und der Aussagen der Versicherten die Durchführung 

des Revisionsverfahrens als schwierig und gar unmöglich erwiesen habe 

und ein Verdacht auf einen ungerechtfertigten Leistungsbezug bestehe, 

würden die Leistungen während des weiteren Verfahrens vorsorglich ein-

gestellt, um das Risiko der Uneinbringlichkeit der eventuell zu Unrecht be-

zogenen Leistungen zu vermeiden (vgl. IV 223). 

5.2 Soweit die Anträge der Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 

5. September 2016 das aktuelle Verfahren C-5367/2016 (Aufhebung der 

vorsorglichen Sistierung der laufenden IV-Rente) sowie das damals bereits 

laufende Verfahren C-1615/2016 (betreffend Reisefähigkeit, oben Bst. C.d) 

betraf, liess sie ausführen, sie widersetze sich in keiner Art und Weise einer 

Begutachtung. Sie beantrage lediglich, dass die Begutachtung in Austra-

lien durchzuführen sei, wonach sie gemäss Sozialversicherungsverfahren 

auch Anspruch habe. Sie wiederholte, ihr sei eine Begutachtung in der 

Schweiz aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands nicht zuzumu-

ten, und verwies auf die in den bisherigen Verfahren eingereichten medizi-

nischen Berichte. Sie führte weiter an, die Vorinstanz habe auch keinerlei 

Begleitmassnahmen für Reise und Aufenthalt angeordnet, was angesichts 

ihres Gesundheitszustandes unverantwortlich sei. Es bestünden zudem 

keine Anhaltspunkte für einen unrechtmässigen Rentenbezug, weshalb für 

eine Sistierung der IV-Rente, auf welche sie angewiesen sei, kein Grund 

bestehe (D-act. 1). In ihrer Eingabe vom 3. Januar 2017 gab sie zu beden-

ken, dass sie sich zu Recht an das Bundesverwaltungsgericht zur Prüfung 

der Zulässigkeit einer Begutachtung in der Schweiz gewandt habe. Aus 

dem Umstand, dass sie von diesem Rechtsmittel Gebrauch gemacht habe, 

ergebe sich keine Rechtfertigung einer Bestrafung durch Sistierung der 

laufenden Rente (D-act. 6).  

5.3 Das ATSG und das IVG regeln zur hier interessierenden Frage der Be-

gutachtung und der Mitwirkungspflicht von Versicherten Folgendes: 

C-5367/2016 

Seite 12 

5.3.1 Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle 

Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung 

der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG).  

5.3.2 Laut Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die 

Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und 

holt die erforderlichen Auskünfte ein.  

5.3.3 Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung 

notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu 

unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 

5.3.4 Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistun-

gen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unent-

schuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund 

der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten be-

schliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die 

Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzu-

räumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). 

5.3.5 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutba-

ren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche 

Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit 

verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu 

bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt  

oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die 

Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit 

einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine 

Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 

Abs. 4 ATSG).  

 

Ausserdem können gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG die Leistungen nach Art. 21 

Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person 

den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachge-

kommen ist. 

5.3.6 Nach Art. 56 VwVG kann die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender  

oder der Instruktionsrichter nach Einreichung der Beschwerde von Amtes 

wegen oder auf Begehren einer Partei andere vorsorgliche Massnahmen 

treffen, um den bestehenden Zustand zu erhalten oder bedrohte Interessen 

einstweilen sicherzustellen. 

C-5367/2016 

Seite 13 

5.4 Die Verletzung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht gemäss Art. 43 

Abs. 3 ATSG (oben E. 5.3.4) ist nur relevant, wenn sie in unentschuldbarer 

Weise erfolgt. Es muss sich mithin jedenfalls um eine schuldhafte Verlet-

zung handeln (vgl. BBl 1991 II 261), wobei das Verhalten der Person nicht 

mehr nachvollziehbar sein darf, was etwa dann gegeben ist, wenn ein 

Rechtfertigungsgrund nicht einmal ansatzweise erkennbar ist oder wenn 

das Verhalten schlechthin unverständlich ist (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kom-

mentar, 3. Aufl. 2015, Rz. 92 zu Art. 43.   

 

Art. 43 Abs. 3 ATSG lässt zwei Sanktionen zu. Der Verwaltungsträger kann 

aufgrund der vorliegenden Akten beschliessen oder er kann – nach Ein-

stellung der Erhebungen – auf das Leistungsbegehren nicht eintreten 

(U. KIESER, a.a.O., Rz. 99 zu Art. 43). Nach der Rechtsprechung kann die 

Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsver-

fahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung 

anordnen und zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs vom Versi-

cherten die Erfüllung der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern. Es 

muss ihr möglich sein, ihn – bei anhaltender Renitenz nach Durchführung 

des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens – auch im Sinne von Art. 43 Abs. 3 

ATSG durch Leistungseinstellung zu sanktionieren (vgl. Urteil BGer 

9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1 m.H. auf BGE 139 V 585 

E.  6.3.7.1; vgl. zuletzt auch BGer 8C_126/2016 vom 8. August 2016). Die 

vorsorgliche Renteneinstellung durch die IV-Stelle gemäss der Rechtspre-

chung des Bundesgerichts ist grundsätzlich – in analoger Anwendung von 

Art. 56 VwVG – ebenfalls zulässig, darf allerdings nicht auf eine Vorweg-

nahme des Endentscheides hinauslaufen (vgl. Urteil BGer 9C_45/2010 

vom 12. April 2010 E. 2 mit Hinweis auf BGE 121 V 112 S. 115 f. und 119 

V 295 E. 4 sowie weiteren Hinweisen). 

5.5 Die Renteneinstellung in einem laufenden IV-Revisionsverfahren er-

weist sich demnach als zulässige vorsorgliche Massnahme der IV-Stelle, 

sofern die Voraussetzungen Art. 43 Abs. 3 ATSG erfüllt sind. Somit ist zu 

prüfen, ob die Beschwerdeführerin ihrer Mitwirkungspflicht in unentschuld-

barer Weise nicht nachgekommen ist (E. 5.5.1 ff.) und anschliessend – 

wenn dies zutreffen sollte – ob die Vorinstanz ein Mahn- und Bedenkzeit-

verfahren durchgeführt hat (E. 5.6). 

5.5.1 Als Ausgangslage für die vorliegend zu beurteilende Frage nach der 

Verletzung der Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise dient das Ur-

teil C-2152/2013 vom 5. Dezember 2013, worin festgehalten wurde, dass 

aufgrund des hier bestehenden Beschwerdebildes eine Begutachtung in 

C-5367/2016 

Seite 14 

der Schweiz geboten sei, weil die Gutachter in der Schweiz mit den Beson-

derheiten und der schweizerischen Rechtsprechung zu pathogenetisch- 

ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare 

organische Grundlage (PÄUSBONOG) vertraut seien (siehe oben 

Bst. B.c). Das Bundesgericht hat sich ausserdem in seinem Grundsatzur-

teil vom 3. Juni 2015 zur Beurteilung der Beschwerden aus dem Formen-

kreis PÄUSBONOG und den Vorgaben für die in diesen Fällen zu beurtei-

lenden Gutachten ergänzend geäussert und in Änderung seiner bisherigen 

Praxis neue Anforderungen an die Beurteilung solcher Fälle definiert (BGE 

141 V 281).  

5.5.2 Die Vorinstanz teilte der Beschwerdeführerin deshalb am 8. Februar 

2016 nach verschiedenen Abklärungen mit, in Umsetzung des Urteils des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 5. Dezember 2013 sei eine medizinische 

Abklärung in der Schweiz nötig und zumutbar. Sie informierte die Be-

schwerdeführerin weiter über die geplanten begleitenden Massnahmen für 

die Reise in die Schweiz und den Aufenthalt, wie das Bundesverwaltungs-

gericht in seinem Urteil angeordnet hatte (vgl. ausführliche Darlegungen 

der Vorinstanz vom 18. März 2016, welche Massnahmen durch sie organi-

siert würden, oben Bst. C.c).  

5.5.3 Als Reaktion auf die Mitteilung vom 8. Februar 2016 ersuchte die Be-

schwerdeführerin die Vorinstanz am 1. und 4. März 2016 unter Einreichung 

eines kurzen Berichtes ihrer Hausärztin, von einer Reise in die Schweiz 

abzusehen, und gab weiter an, sie habe auch keine Vertrauensperson, die 

sie begleiten könne. Am 14. März 2016 gelangte sie ans Bundesverwal-

tungsgericht und reichte gegen die Mitteilung vom 8. Februar 2016 eine 

Beschwerde ein, in der sie wiederum eine Begutachtung in Australien, und 

– falls an einer Begutachtung in der Schweiz festgehalten würde – eine 

gerichtliche Anordnung der beantragten Massnahmen forderte (oben 

Bst. C.d). Im Nachgang dazu erklärte sie zwar, sie würde sich einer Unter-

suchung nicht grundsätzlich wiedersetzen, hielt allerdings an einer Begut-

achtung in Australien und andernfalls der gerichtlichen Anordnung der not-

wendigen Begleitmassnahmen fest. Zudem forderte sie weitergehende als 

vom RAD als notwendig erachtete Massnahmen (Hilfe zuhause beim Pa-

cken, Transfer von zuhause zum Flughafen, Flugreise in Erster Klasse statt 

Business-Klasse, Begleitung durch eine medizinische Fachperson; oben 

Bst. C.e und C.f und Replik im Verfahren C-1615/2016 vom 28. Juni 2016 

C-act. 10) unter Einreichung jeweils kurzer aktueller ärztlicher Berichte. Im 

Übrigen verlangte sie, der Ausgang des laufenden Gerichtsverfahrens in 

C-5367/2016 

Seite 15 

dieser Sache sei abzuwarten (Bst. C.f). Auch in der vorliegend zu entschei-

denden Beschwerde vom 5. September 2016 beantragte sie, die Begut-

achtung sei in Australien durchzuführen und führte weiter aus, die Vorins-

tanz habe die Begutachtung in der Schweiz angeordnet, ohne „irgendwel-

che sichernde Massnahmen und Begleitung und Betreuung für sie beim 

Flug und beim Aufenthalt in der Schweiz“ anzuordnen oder in Aussicht zu 

stellen (vgl. D-act. 1). 

5.5.4 Insgesamt ist eine Verzögerung des Revisionsverfahrens durch die 

Beschwerdeführerin nicht von der Hand zu weisen, zumal sie verkennt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht bereits am 5. Dezember 2013  

(C-2152/2013) die Notwendigkeit einer Untersuchung in der Schweiz be-

stätigt hat und das Urteil in der Folge unangefochten in Rechtskraft er-

wuchs. Die Beschwerdeführerin versuchte trotzdem mit im Wesentlichen 

derselben Argumentation (fehlende Reisefähigkeit), denselben Anträgen 

und unter Vorlage jeweils ähnlicher Belege ohne Nachweis oder Glaubhaft-

machung einer tatsächlichen Verschlechterung seit Dezember 2013 (vgl. 

ausführliche Beurteilungen des RAD vom März 2016 [Urteil BVGer  

C-1615/2016 Bst. D.f-g und E. 4.4 ff.]) eine Überprüfung ihres aktuellen 

gesundheitlichen Zustands in der Schweiz mit einer weiteren Beschwerde 

vor Bundesverwaltungsgericht zu verzögern. Unter diesen Umständen zog 

sich das seit Oktober 2012 laufende Revisionsverfahren in einem unver-

hältnismässigen Mass weiter in die Länge, und es war noch im Juli/August 

2016 unklar, ob die Beschwerdeführerin ihrer Mitwirkungspflicht nachkom-

men würde. 

5.5.5 Demnach ergibt sich die Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die 

Beschwerdeführerin in unentschuldbarer Weise (oben E. 5.4) darin, dass 

sie, obwohl die Frage der Untersuchung in der Schweiz seit Rechtskraft 

des Urteils vom 5. Dezember 2013 geklärt war, weiterhin unter Einreichung 

neuer ärztlicher Berichte über ihren Gesundheitszustand auf einer Begut-

achtung in Australien bestand, und mittels Ergreifen eines Rechtsmittels – 

in dem sie die im Wesentlichen bereits geklärte Frage über die Begutach-

tung in der Schweiz zum Streitgegenstand machte – das Revisionsverfah-

ren in die Länge zog. Ausserdem brachte sie auch noch im September 

2016 vor, die Begutachtung in der Schweiz sei „ohne irgendwelche si-

chernde Massnahmen und Begleitung und Betreuung für sie beim Flug und 

beim Aufenthalt in der Schweiz angeordnet oder in Aussicht gestellt“ wor-

den (vgl. D-act. 1), was entgegen den wiederholt von der Vorinstanz in Aus-

sicht gestellten ausführlichen Massnahmen für die Organisation der Reise, 

des Aufenthalts in der Schweiz und Rückreise im gleichen Sinne (vgl. 

C-5367/2016 

Seite 16 

IV 191, 214, 220; Urteil BVGer C-1615/2016 E. 4.7) offensichtlich akten-

widrig war. Mit der Verzögerung des Revisionsverfahrens konnte sie – da 

über den Anspruch auf Rentenleistungen erst nach Abschluss eines Revi-

sionsverfahrens entschieden werden kann – mit einer Rentenleistung wäh-

rend des weiter dauernden Revisionsverfahrens rechnen. Das im Oktober 

2012 eingeleitete Revisionsverfahren, das – nach Ergehen eines ersten 

Gerichtsurteils und Klärung des weiteren Ablaufs im Nachgang und in Um-

setzung des Gerichtsurteils – ab Februar 2016 unter Durchführung der me-

dizinischen Abklärung in der Schweiz und anschliessender Neubeurteilung 

des Rentenanspruchs hätte abgeschlossen werden sollen, wurde damit 

durch die Weigerung der Beschwerdeführerin, ihrer unbestrittenen Mitwir-

kungspflicht nachzukommen, in nicht mehr nachvollziehbarer Weise ver-

zögert. Unter diesen Umständen hat die Beschwerdeführerin ihre Mitwir-

kungspflicht in unentschuldbarer Weise im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG 

verletzt. 

5.6 Somit bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz das Mahnverfahren korrekt 

durchgeführt hat.  

5.6.1 Die Vorinstanz teilte der Beschwerdeführerin am 18. März 2016 in 

ihrem als „Mahnung“ bezeichneten Schreiben mit, dass aus ihrer Sicht 

keine Reiseunfähigkeit bestehe, hielt daran fest, dass eine Untersuchung 

in der Schweiz notwendig sei und verwies auf die gesetzlichen Regelun-

gen, wonach bei Verletzung der Mitwirkungspflicht Leistungen eingestellt 

werden könnten. Insbesondere führte sie abschliessend aus: „Wir geben 

Ihnen deshalb eine Frist von 30 Tagen um uns mitzuteilen, dass Frau 

A._______ bereit ist, sich einer Untersuchung in der Schweiz zu unterzie-

hen. Falls weiterhin an Ihren Einwänden festgehalten wird, so werden wir 

die Invalidenrente aufheben. (…).“  

 

Am 19. Juli 2016 stellte die IVSTA – während der laufenden Prüfung der 

Reisefähigkeit der Beschwerdeführerin vor Bundesverwaltungsgericht und 

in Kenntnisnahme des Vorbehalts der Beschwerdeführerin, ein entspre-

chendes Gerichtsurteil hierzu abwarten zu wollen (siehe hiervor E. 5.5.3), 

– in Aussicht, die laufende IV-Rente bis zum Abschluss des Revisionsver-

fahrens zu sistieren. Sie gewährte der Beschwerdeführerin eine Frist von 

zehn Tagen zur Stellungnahme (IV 220; zur Intervention hierzu beim Bun-

desverwaltungsgericht: s. oben Bst. C.h). Die Sistierung der Invalidenrente 

ab 1. September 2016 erging mit Zwischenverfügung vom 29. August 2016 

(IV 223).  

C-5367/2016 

Seite 17 

5.6.2 Der Beschwerdeführerin war demnach am 18. März 2016 die Ren-

teneinstellung bei Verweigerung ihrer Mitwirkungspflicht angedroht wor-

den. Zudem wurde ihr am 19. Juli 2016 nochmals das rechtliche Gehör 

dazu eingeräumt. Die vorsorgliche Sistierung der Invalidenrente nach Ab-

lauf der Gehörsfrist erweist sich demnach als rechtskonform, im Übrigen 

hat die Beschwerdeführerin beim Bundesverwaltungsgericht zwar bean-

tragt, es sei der Vorinstanz zu untersagen, vor Abschluss des Gerichtsver-

fahrens ihre Rente zu sistieren (s. oben Bst. C.h und D.a). Sie macht indes 

nicht geltend, dass die Vorinstanz das Mahnverfahren nicht korrekt durch-

geführt habe. 

5.7 Zusammenfassend ergibt sich demnach, dass die vorsorgliche Sistie-

rung der laufenden Invalidenrente der Beschwerdeführerin zu Recht erfolgt 

ist. Die Beschwerde gegen die Sistierung der laufenden Rente ist demzu-

folge abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (s. hiernach).  

5.8 Soweit die Beschwerdeführerin auch im vorliegenden Verfahren die An-

ordnung einer Begutachtung in Australien beantragt (Beschwerdeanträge 

Ziff. 2), in der Begründung pauschal auf ihre Eingaben im Verfahren  

C-1615/2016 verweist und mit unaufgeforderter Eingabe vom 3. Januar 

2017 einen Arztbericht vom 23. November 2016 nachreicht, in welchem im 

Wesentlichen von einer Reise in die Schweiz zur Untersuchung abgeraten 

wird, betrifft dieser Antrag das Verfahren C-1615/2016 (Urteil vom 21. No-

vember 2016) und nicht die vorliegend streitige Renteneinstellung, wes-

halb der Antrag ausserhalb des Anfechtungsobjekts liegt und zudem dar-

über bereits rechtskräftig entschieden wurde (oben Bst. C.i). Auf den An-

trag ist deshalb nicht einzutreten. 

5.9 Der Vollständigkeit halber bleibt zudem anzumerken, dass die bean-

tragte Vereinigung der Verfahren C-1615/2016 und C-5367/2016 im Urteil 

C-1615/2016 vom 21. November 2016 abgewiesen wurde (oben Bst. C.i). 

Darauf ist im vorliegenden Verfahren nicht mehr einzugehen. 

6.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Ver-

weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 

C-5367/2016 

Seite 18 

werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auf-

erlegt. Die auf Fr. 800.– festgesetzten Verfahrenskosten sind demnach 

durch die unterliegende Beschwerdeführerin zu tragen. Sie werden dem 

geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.– entnommen. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht weder der unterliegenden 

Beschwerdeführerin (Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario) noch der obsiegen-

den Vorinstanz (Art. 7 Abs. 3 VGKE) eine Parteientschädigung zu. 

 

 

(Dispositiv: siehe nächste Seite) 

  

C-5367/2016 

Seite 19 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.– entnom-

men. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

  

Beat Weber Susanne Flückiger 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-

den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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