# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 365a3bd5-b53b-5ba6-8b9d-04b506862d92
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE240107-O2
**Docket/Reference:** UE240107-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE240107-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240107-O/U/GRO

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, die Oberrichterinnen 

lic. iur. A. Meier und lic. iur. K. Eichenberger sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. R. Linder

Beschluss vom 28. August 2025

in Sachen

A._____,

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____,

gegen

1.

2.

3.

B._____,

C._____,

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,

Beschwerdegegner

1 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____,

2 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y2._____,

betreffend Teileinstellung etc.  

Beschwerde gegen die implizite, partielle Einstellung/Nichtanhandnahme 

einer Strafuntersuchung durch die Anklageschriften der Staatsanwaltschaft 

- 2 -

Zürich-Limmat, je vom 22. März 2024, sowie durch den Beweisergänzungs-

entscheid der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 22. März 2024

- 3 -

Erwägungen:

I.

1.

Auf entsprechende Strafanzeige der D._____ in Liquidation vom 31. Juli 2019 hin 

(Urk. 15/1/1/3)  führte  die  Staatsanwaltschaft  Zürich-Limmat  (fortan  Staatsanwalt-

schaft)  unter  der  gemeinsamen  Referenz  …  je  eine  Strafuntersuchung  gegen 

B._____ (fortan Beschwerdegegner 1) sowie gegen C._____ (fortan Beschwerde-

gegner 2). In diesem Zusammenhang hatte sich auch A._____ (fortan Beschwerde-

führerin; Liquidatorin der D._____ gem. Handelsregister) als Privatklägerin konsti-

tuiert (vgl. vorerst Urk. 2 S. 6 Ziff. 6; Urk. 3/6 S. 7 f. Ziff. 1 ff.).

Nach Abschluss beider Untersuchungen erhob die Staatsanwaltschaft am 22. März 

2024 beim Bezirksgericht Zürich gegen den Beschwerdegegner 1 Anklage wegen 

mehrfacher  Veruntreuung  und  Urkundenfälschung  zum  Nachteil  der  D._____  in 

Liquidation sowie der Beschwerdeführerin (Urk. 7/1); zudem erhob sie am 22. März 

2024 (separat) Anklage gegen den Beschwerdegegner 2 wegen versuchter Nöti-

gung zum Nachteil der Beschwerdeführerin (Urk. 7/2).

Mit  Verfügung  (sog.  Beweisergänzungsentscheid  im  Sinne  von  Art. 318  Abs. 2 

StPO) vom 22. März 2024 lehnte die Staatsanwaltschaft diverse Beweisanträge der 

Beschwerdeführerin  ab  (vgl.  Urk. 7/3).  Mit  ihren  Beweisanträgen  (vgl.  Urk. 3/6) 

wollte die Beschwerdeführerin unter anderem eine "Ausweitung" des Strafverfah-

rens auf weitere Personen und Tatvorwürfe bezwecken, in Bezug auf welche die 

Staatsanwaltschaft keine Anklage vorgesehen hatte.

2.

Auf die erfolgte Anklageerhebung sowie die Ablehnung von Beweisanträgen hin, je 

vom 22. März 2024 (Urk. 7/1–3), erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

8. April 2024 im eigenen Namen fristwahrend Beschwerde bei der III. Strafkammer 

des Obergerichts des Kantons Zürich mit folgenden Anträgen (Urk. 2 S. 2 f.):

- 4 -

1.

Die implizite partielle Einstellung, eventualiter implizite partielle Nichtanhandnahme des Vor-

verfahrens der Staatsanwaltschaft … hinsichtlich der nachfolgend genannten, mutmasslichen 

Delikte sei aufzuheben und die Sache an die Staatsanwaltschaft zur Untersuchung und ge-

gebenenfalls Anklageerhebung zurückzuweisen:

a.

Qualifizierte Geldwäscherei durch B._____ mittels Investition bzw. Verkauf veruntreu-

ter Sachen und Vermögenswerte, inklusive mittels Bezahlung des Gründungskapitals 

der E1._____ AG aus Geldmitteln bzw. Vermögenswerten der D._____ in Liquidation;

b.

Teilnahme von F._____ und C._____ an der soeben unter lit. a. genannten Tathypo-

these sowie an den am 22. März 2024 angeklagten weiteren mutmasslichen Delikten 

von B._____;

c.

Urkundenfälschung und Falschbeurkundung durch B._____ und (als Mittäterin, gege-

benenfalls Gehilfin) F._____ mittels unautorisierter Ausstellung von fünf Rechnungen 

im Namen der D._____ in Liquidation am 31. Dezember 2016;

d.

Blankett-Missbrauch  und  Verwendung  einer  falschen  Urkunde  durch  B._____  und 

diesbezügliche Teilnahme von Rechtsanwalt G._____ im Zusammenhang mit einem 

H._____ [Bank] Vollmachtsformular;

e.

f.

Versuchte Erpressung zulasten der Beschwerdeführerin durch C._____;

Sämtliche in der Anklage vom 22. März 2024 nur zulasten der D._____ in Liquidation, 

nicht aber (alternativ oder eventualiter) zulasten der Beschwerdeführerin angeklagten 

Vermögens- und Urkundendelikte.

2.

Die Abweisung der Anträge auf Restitutions- bzw. Einziehungsbeschlagnahme von deliktisch 

herrührenden Vermögenswerten (inklusive möglichen Surrogaten) bei der E1._____ AG sei 

aufzuheben und es sei die Staatsanwaltschaft anzuweisen, solche Vermögenswerte zu er-

mitteln und zu beschlagnahmen.

3.

Die Abweisung der Anträge auf Ersatzforderungsbeschlagnahme von Vermögenswerten von 

B._____ und/oder F._____ inklusive der korrespondierenden Anträge auf Vermögensfahn-

dung seien aufzuheben und es sei die Staatsanwaltschaft anzuweisen, nach Vermögenswer-

ten  dieser  Personen  zu  fahnden  und  diese  bis  zur  Höhe  von  mindestens  insgesamt 

Fr. 516'928.– zu beschlagnahmen.

4.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zulasten des Staates. 

- 5 -

Gleichentags  wurde  auch  im  Namen  der  D._____  in  Liquidation  eine  entspre-

chende  Beschwerde  mit  weitgehend  denselben  Anträgen  erhoben.  Jenes  Be-

schwerdeverfahren wird separat geführt (vgl. UE240105-O).

Mit Präsidialverfügung vom 13. Mai 2024 wurde der Beschwerdeführerin aufgege-

ben, eine Prozesskaution von einstweilen Fr. 3'000.– zu leisten (Urk. 8). Die Kau-

tion ging innert Frist auf dem betreffenden Konto des Obergerichts ein (Urk. 11).

Im Hinblick auf den Ausgang des vorliegenden Verfahrens – wonach sich die Be-

schwerde als unbegründet erweist – wurden keine Stellungnahmen eingeholt (vgl. 

Art. 390 Abs. 2 StPO).

Für  das  Beschwerdeverfahren  wurden  beim  Bezirksgericht  Zürich  in  den  abge-

schlossenen Verfahren DG240041-L sowie DG240040-L die relevanten Akten bei-

gezogen (Ersuchen gem. Urk. 12; Akten Urk. 13/1–8); weiter wurden die Untersu-

chungsakten der Staatsanwaltschaft … umfassend in elektronischer Form einge-

holt (Ersuchen gem. Urk. 14 an die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons 

Zürich; Akten gem. Urk. 15). 

3.

Am 2. Dezember 2024 (geraume Zeit nach Eingang der Beschwerde) erging ein 

erstinstanzliches Urteil in Bezug auf den Beschwerdegegner 1 (Urk. 13/2; Verfah-

ren DG240041-L). Dabei wurde zunächst festgestellt, dass die D._____ in Liquida-

tion nicht als Privatklägerin gelte, sondern diese Stellung allein der Beschwerde-

führerin  zukomme,  da  sie  die  einzige  Geschädigte  sei;  das  Verfahren  betreffend 

mehrfacher Veruntreuung wurde eingestellt; der Beschwerdegegner 1 wurde vom 

Vorwurf der mehrfachen Urkundenfälschung freigesprochen; die Zivilklage der Be-

schwerdeführerin wurde auf den Zivilweg verwiesen und auf diejenige der D._____ 

in  Liquidation  nicht  eingetreten  (Dispositivziffern 1–5).  Am  4. Dezember  2024  er-

ging  zudem  in  Bezug  auf  den  Beschwerdegegner 2  ein  erstinstanzliches  Urteil 

(Urk. 13/1;  Verfahren  DG240040-L),  wonach  erkannt  wurde,  dass  dieser  nicht 

schuldig sei und vom Vorwurf der (versuchten) Nötigung freigesprochen werde. Die 

Zivilklage der Beschwerdeführerin wurde auf den Zivilweg verwiesen (Dispositivzif-

fern 1–2).

- 6 -

Die beiden Urteile werden nachfolgend – soweit das Beschwerdeverfahren davon 

tangiert ist – entsprechend zu berücksichtigen sein. Sie sind indes (noch) nicht in 

Rechtskraft erwachsen, denn gegen beide Urteile wurde je Berufung beim Oberge-

richt des Kantons Zürich (pendent bei der I. Strafkammer) erhoben.

Soweit die Beschwerdeführerin eine Erweiterung der Anklage im Sinne von Art. 333 

StPO beantragt (alternativ zu ihren Anträgen um "Ausweitung" der Untersuchung), 

wird darauf nicht weiter einzugehen sein, zumal das Sachgericht dies mit Beschluss 

vom 13. November 2024 bereits abgewiesen hat (vgl. Urk. 13/6). Eine separate Be-

schwerde liegt diesbezüglich nicht vor.

1.

II.

1.1 Der Beschwerde liegt kurz zusammengefasst (und mutmasslich) der folgende 

Sachverhalt zugrunde: I._____ war damals noch Komplementär der D._____. Er 

verstarb im mm. 2015, womit die Gesellschaft von Gesetzes wegen in Liquidation 

verfiel. I._____ habe ein gültiges, unangefochten gebliebenes Testament hinterlas-

sen, gemäss welchem seine Witwe A._____, mithin die Beschwerde-führerin, ein-

zige  Erbin  sei.  Bis  Ende  2015  habe  B._____  (Beschwerdegegner 1;  Sohn  von 

A._____)  das  Vermögen  der  D._____  in  Liquidation  interimistisch  verwaltet,  bis 

schliesslich  die  Beschwerdeführerin  (auf  ihr  entsprechendes  Ersuchen  hin)  vom 

Handelsgericht Zürich als Liquidatorin eingesetzt worden sei. Der Beschwerdegeg-

ner 1 habe mutmasslich diverse Handelswaren und Vermögenswerte im Gesamt-

umfang von mindestens Fr. 500'000.– dem Vermögen der D._____ in Liquidation 

(alternativ: dem Vermögen der Beschwerdeführerin) ohne Gegenleistung entnom-

men und zu Gunsten der Ende 2015 gemeinsam mit seiner Ehefrau, F._____, ge-

gründeten E1._____ AG verwendet (vgl. Urk. 2 S. 8 Ziff. 15 ff.).

1.2 Vor diesem Hintergrund reichte die D._____ in Liquidation am 31. Juli 2019 

Strafanzeige  (unter  anderem)  gegen  den  Beschwerdegegner 1  wegen  des  Ver-

dachts auf Veruntreuung, Geldwäscherei, Urkundenfälschung etc. und ebenso ge-

gen  den  Beschwerdegegner 2  wegen  des  Verdachts  auf  versuchte  Erpressung, 

eventualiter Nötigung ein (Urk. 15/1/1/3).

- 7 -

Die Staatsanwaltschaft eröffnete gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 je ein Straf-

verfahren mit derselben Referenz … und erhob nach durchgeführter Untersuchung 

am 22. März 2024 je Anklage (Urk. 7/1–2), nachdem sie gewisse Beweisanträge 

der Beschwerdeführerin zuvor abgelehnt hatte (vgl. Urk. 7/3).

2.

2.1 Mit der Beschwerde wird nun geltend gemacht, die Staatsanwaltschaft habe 

lediglich in Bezug auf gewisse Tatvorwürfe – die Beschwerdeführerin bezeichnet 

diese als sog. Tathypothesen – Anklage erhoben (vgl. Urk. 7/1 und Urk. 7/2). Die 

in den Beschwerdeanträgen unter Ziff. 1 lit. a–e genannten Tathypothesen, welche 

bereits Gegenstand der Strafanzeige gewesen seien, habe sie hingegen nicht zur 

Anklage gebracht, sondern die entsprechenden Beweisanträge (in Bezug auf die 

Untersuchung  zusätzlicher  Tathypothesen)  mit  Beweisergänzungsentscheid  vom 

22. März 2024 (vgl. Urk. 7/3) pauschal mit der Begründung eines fehlenden Tatver-

dachts abgelehnt. Die Beschwerdeführerin habe sich hinsichtlich all dieser (zusätz-

lichen)  Tathypothesen  jedoch  rechtsgültig  als  Privatklägerin  konstituiert.  Die 

Staatsanwaltschaft wäre unter diesen Umständen gehalten gewesen, in Bezug auf 

diese Tathypothesen das Verfahren (teilweise) explizit einzustellen oder nicht an-

hand zu nehmen, wenn sie diese nicht weiter verfolgen wollte. Erlasse die Staats-

anwaltschaft keine solche Teileinstellung oder Nichtanhandnahme, sondern erfolge 

diese in Bezug auf gewisse Tatvorwürfe (wie hier) stillschweigend, so könne dies 

dennoch im Sinne von Art. 322 Abs. 2 StPO angefochten werden. Dem stehe auch 

der Grundsatz ne bis in idem nicht entgegen; denn gemäss jüngster bundesgericht-

licher Rechtsprechung handle es sich beim eingestellten und angeklagten Teil ei-

nes Vorgangs um zwei unterschiedliche Lebenssachverhalte, was auch für implizite 

partielle Nichtanhandnahmen gelte (Urk. 2 S. 4 ff. mit Hinweis auf BGE 148 IV 124 

E. 2.6.6).

2.2 Die Beschwerdeführerin habe zudem ein aktuelles Rechtsschutzinteresse an 

der vorliegenden Beschwerde, denn die Entscheidung, ob Anklage zur erheben sei, 

richte  sich  nach  dem  Grundsatz  in  dubio  pro  duriore.  Der  erwähnte  Grundsatz 

komme auch bei der Frage zum Tragen, welche Vorwürfe in der Anklage aufzuneh-

men seien sowie bei der Beurteilung einer von der Privatklägerschaft beantragten 

- 8 -

Änderung  oder  Ergänzung  der  Anklage  (vgl.  Art. 331  Abs. 1  StPO).  Die  Anklage 

müsse in dubio pro duriore daher auch die Sichtweise der Privatklägerschaft wie-

dergeben. Dem Sachgericht müsse gestützt auf die Anklage eine umfassende Be-

urteilung der Sache möglich sein; dabei sei auch das rechtlich geschützte Interesse 

der Privatklägerschaft zu berücksichtigen, ihren Standpunkt im gerichtlichen Ver-

fahren ausreichend geltend machen zu können (Urk. 2 S. 6 f. mit Hinweis auf BGE 

148 IV 124 E. 2.6.7).

Die Beschwerdeführerin sei ausgehend von der soeben zitierten Rechtsprechung 

nicht nur mit Bezug auf die partiell und stillschweigend eingestellten oder nicht an-

hand  genommenen  Vermögensdelikte  und  die  damit  verbundene  Geldwäsche-

reihypothese geschädigte Person und damit beschwerdelegitimiert. Eine Geschä-

digtenstellung ergebe sich auch hinsichtlich der nicht angeklagten bzw. stillschwei-

gend eingestellten Urkundendelikte, wenn diese (wie hier) zu deren Nachteil erfolgt 

seien (Urk. 2 S. 7 Ziff. 11).

2.3 Sodann habe die Staatsanwaltschaft in der Beweisergänzungsverfügung vom 

24. März 2024 (Urk. 7/3) die Anträge der Beschwerdeführerin auf Restitutions- und 

Einziehungsbeschlagnahme  bzw.  auf  Ersatzforderungsbeschlagnahme  abgewie-

sen. Auch die Ablehnung dieser Zwangsmassnahmen würden der Beschwerde an 

das Obergericht unterliegen, denn soweit sich diese Anträge der Beschwerdefüh-

rerin  (hinsichtlich  entsprechender  Zwangsmassnahmen)  auf  Vermögenswerte  im 

Zusammenhang mit den partiell eingestellten Tathypothesen beziehen würden und 

die Einstellung nicht in Rechtskraft erwachsen sei, liege die Verfahrensleitung wei-

terhin  bei  der  Staatsanwaltschaft,  und  nicht  etwa  infolge  Anklageerhebung  beim 

Bezirksgericht. Die Beschwerdeführerin habe diesbezüglich ein aktuelles Rechts-

schutzinteresse  an  der  Beschwerde,  denn  die  staatsanwaltschaftlich  abgelehnte 

Beschlagnahme bezwecke unter anderem die Sicherung der Restitution der betref-

fenden Vermögenswerte an diese (Urk. 2 S. 7 Ziff. 12 f.).

2.4 Weil die Rechts- und Prozessfähigkeit der D._____ in Liquidation seitens der 

Beschwerdegegner bestritten werde und damit die rechtliche Zugehörigkeit der ge-

schädigten Vermögensmasse bzw. die geschädigte Rechtsträgerschaft zurzeit (der 

Beschwerde)  noch  ungewiss  und  letztlich  vom  Sachgericht  zu  beurteilen  sei,  er-

- 9 -

hebe  auch  die  Beschwerdeführerin  –  neben  der  D._____  in  Liquidation  –  eine 

inhaltsgleiche Beschwerde. Damit werde die vorliegende Beschwerde explizit nicht 

zur bedingten Beschwerde, sondern bedingungsfrei erhoben. Falls das Obergericht 

zur  Auffassung  gelange,  dass  nicht  erst  das  Sachgericht  über  die  Privatkläger-

schaft bzw. die Rechtsträgerschaft der geschädigten Rechtsgüter zu entscheiden 

habe, werde es die eine oder andere Beschwerde abweisen oder gegebenenfalls 

darauf nicht eintreten. Es könnten aber auch beide Beschwerden gutheissen wer-

den, denn bei strittiger Geschädigtenstellung mehrerer Parteien sei es angezeigt, 

alle konkurrierenden Privatklägerinnen am Verfahren teilnehmen zu lassen. Wegen 

evidenter Konnexität beider Beschwerden seinen die Beschwerdeverfahren zu ver-

einen (Urk. 2 S. 8 Ziff. 14).

3.

3.1 Zur Beschwerde legitimiert ist gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO jede Partei, die 

ein  rechtlich  geschütztes  Interesse  an  der  Aufhebung  oder  Änderung  des  Ent-

scheids hat. Ein rechtlich geschütztes Interesse liegt nur vor, wenn die Beschwer-

deführerin selbst in ihren eigenen Rechten unmittelbar und direkt betroffen ist. Eine 

blosse Reflexwirkung genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts 1B_440/2021 vom 

17. Februar 2022 E. 4.3 mit Hinweis u.a. auf BGE 145 IV 161 E. 3.1).

Parteien  sind  namentlich  die  beschuldigte  Person  und  die  Privatklägerschaft 

(Art. 104 Abs. 1 lit. a und b StPO). Als Privatklägerin gilt die geschädigte Person, 

die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren im Straf- oder Zivilpunkt zu beteili-

gen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Geschädigt ist, wer durch die Straftat in eigenen Rech-

ten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO), mithin wer Trägerin des 

durch die verletzte Strafnorm (mit-)geschützten Rechtsguts ist.

3.2 Das Sachgericht hat im Urteil DG240041-L vom 2. Dezember 2024 festgehal-

ten, dass sich die Beschwerdeführerin (in jenem Verfahren gegen den Beschwer-

degegner 1; wegen Veruntreuung und Urkundenfälschung) gehörig als Privatklä-

gerin  konstituiert  habe,  indem  sie  ausdrücklich  erklärt  habe,  sich  als  Straf-  und 

Zivilklägerin am Verfahren beteiligen zu wollen, und zudem als Geschädigte gelte 

(Urk. 13/2  S. 6  I./A./3.3  und  S. 23  II./C./3.4.6).  Ebenso  galt  sie  im  Verfahren 

DG240040-L  (gegen  den  Beschwerdegegner  2  wegen  versuchter  Nötigung)  als 

- 10 -

Geschädigte und gehörig konstituierte Privatklägerin (Urk. 13/1 S. 5 I./2.1 f.). Damit 

ist sie grundsätzlich (je) zur Beschwerde legitimiert, insbesondere soweit sie gel-

tend macht, die Staatsanwaltschaft habe das Strafverfahren in Bezug auf solche 

Delikte (und Personen) auszuweiten bzw. sie hätte das Verfahren in Bezug auf sol-

che Delikte (und Personen) nicht implizit einstellen dürfen, die bei ihr eine Schädi-

gung in eigenen Rechten oder ihr zustehenden Rechtsgütern bewirkt hätten. So-

weit jedoch solche Umstände betroffen sind, hinsichtlich welcher nunmehr ein erst-

instanzliches  Urteil  ergangen  ist  (vgl.  Urk. 13/1–2;  Einstellung  des  Verfahrens 

und/oder  Freispruch),  wird  auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten  sein,  zumal  bei 

dieser Ausgangslage das Rechtsmittel der Berufung Vorrang hat (vgl. Art. 394 lit. a 

StPO; die Beschwerde ist nicht zulässig, wenn die Berufung möglich ist).

3.3 Zu erwähnen ist ebenso, dass die erste Instanz in Bezug auf die D._____ in 

Liquidation entschieden hat, diese im Verfahren DG240041-L nicht als Privatkläge-

rin zuzulassen (vgl. Prot. S. 11 = Urk. 13/4), mithin als Partei in jenem Verfahren 

auszuschliessen,  da  ihr  als  Kommanditgesellschaft  im  Innenverhältnis  keine  (di-

rekte) Geschädigtenstellung zukomme. Das tangierte Vermögen der Kommandit-

gesellschaft bilde zwar ein Sondervermögen, das vom Privatvermögen der Gesell-

schafter losgelöst sei. Berechtigt am Vermögen seien jedoch (entgegen dem An-

schein nach aussen) lediglich die Gesellschafter zur gesamten Hand, daher komme 

als Geschädigte auch allein die Beschwerdeführerin in Frage (Urk. 13/2 S. 20 ff.).

Dies  steht  nicht  im  Widerspruch  zum  Beschluss  UE230246-O  der  Kammer  vom 

30. Januar 2024, wonach Kommanditgesellschaften grundsätzlich zur Beschwerde 

zugelassen  seien,  auch  wenn  ihnen  die  juristische  Persönlichkeit  fehle.  [...].  Die 

Kommanditgesellschaft könne (sogar) selbständig Vermögensrechte unter eigener 

Firma erwerben; allerdings sei zu beachten, dass Trägerin der das Vermögen be-

treffenden Rechte und Pflichten der Kommanditgesellschaft einzig die Gesellschaf-

ter seien, welche zu gesamter Hand am Gesellschaftsvermögen berechtigt seien 

(vgl. S. 7 f. II./1.2 lit. f des zit. Beschlusses). Dies entspricht in rechtlicher Hinsicht 

den vorgenannten Erwägungen der ersten Instanz.

4.

4.1 Es wird mit der Beschwerde zunächst gerügt, die Staatsanwaltschaft habe mit 

- 11 -

ihren knappen Ausführungen im Beweisergänzungsentscheid vom 22. März 2024, 

mit welchen sämtliche Beweisanträge der Beschwerdeführerin abgelehnt worden 

seien (vgl. Urk. 7/3), die Begründungspflicht verletzt (Urk. 2 S. 9 f. III./A.).

4.2 Gemäss  Art. 318  Abs. 2  StPO  ergeht  der  Entscheid  der  Staatsanwaltschaft 

hinsichtlich der Ablehnung von Beweisanträgen der Parteien schriftlich mit kurzer 

Begründung.  Die  Beweisverfügung  der  Staatsanwaltschaft  ist  dabei  ausreichend 

begründet  (darauf  wird  nachfolgend  weiter  einzugehen  sein);  sie  darf  Beweisan-

träge ablehnen, wenn damit (wie hier) die Beweiserhebung über solche Tatsachen 

verlangt  wird,  die  unerheblich  erscheinen,  weil  unter  anderem  ein  ausreichender 

Tatverdacht von Vornherein fehlt, mithin von reinen Vermutungen (als solche seien 

die erweiterten Tathypothesen der Beschwerdeführerin zu sehen) auszugehen ist, 

die in den Akten, wie sie sich bisher präsentieren, keinerlei Stütze finden. Zudem 

sind ablehnende Beweisentscheide (gemäss Abs. 2) nicht anfechtbar (vgl. Art. 318 

Abs. 3  StPO).  Das  Rechtsmittel  der  Beschwerde  steht  demnach  nicht  zur  Verfü-

gung. Jedoch können abgelehnte Beweisanträge im Hauptverfahren erneut gestellt 

werden  (Art. 318  Abs. 2  StPO).  Die  Begründungspflicht  soll  dabei  (vor  allem)  si-

cherstellen, dass das urteilende Gericht Kenntnis über die ablehnende Haltung der 

Untersuchungsbehörde hat und diese entsprechend berücksichtigen kann, falls der 

abgelehnte  Beweisantrag  im  Hauptverfahren  erneut  gestellt  wird  (WIPRÄCHTI-

GER/HANS/STEINER, in: Basler Kommentar [BSK] StPO, 3. Auflage 2023, N 15 zu 

Art. 318 mit Hinweisen). Gerade dies ist vorliegend erfolgt: 

Die  Beschwerdeführerin  hat  von  der  Möglichkeit,  dieselben  Beweisanträge  im 

Hauptverfahren  erneut  zu  stellen,  Gebrauch  gemacht  (vgl.  Art. 331  Abs. 1–2 

StPO).  Das  Sachgericht  hat  die  betreffenden  Beweisanträge  –  in  ausreichender 

Kenntnis der Haltung der Staatsanwaltschaft – mit Verfügung vom 25. November 

2024 umfassend abgelehnt (vgl. Urk. 13/8, gestützt auf Art. 331 Abs. 3 StPO).

Insofern – durch diese erneute, nunmehr gerichtliche Beurteilung derselben Bewei-

santräge im Hauptverfahren – erscheint das rechtliche Gehör ausreichend gewahrt. 

Mangels Anfechtbarkeit der betreffenden Verfügung (vgl. Urk. 13/8) scheidet (auch 

hier) das Rechtsmittel der Beschwerde aus. 

- 12 -

5.

5.1 Mit dem Beschwerdeantrag Ziff. 1a wird geltend gemacht, es sei von einem 

dringenden Tatverdacht wegen qualifizierter Geldwäscherei gegen den Beschwer-

degegner 1 auszugehen, indem er veruntreute Sachen und Vermögenswerte der 

D._____ in Liquidation investiert bzw. verkauft habe und dabei auch aus entspre-

chenden  (ebenfalls  veruntreuten)  Geldmitteln/Vermögenwerten  der  D._____  in 

Liquidation  das  Gründungskapital  der  E2._____  GmbH  bezahlt  habe  (vgl.  Urk. 2 

S. 2 und S. 10 ff. II./B.). Das Verfahren sei diesbezüglich an die Staatsanwaltschaft 

zur (weiteren) Untersuchung zurückzuweisen bzw. eine implizit erfolgte Einstellung 

des Verfahrens sei aufzuheben. 

Gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB macht sich der Geldwäscherei schuldig, wer eine 

Handlung  vornimmt,  die  geeignet  ist,  die  Ermittlung  der  Herkunft,  die  Auffindung 

oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er weiss oder an-

nehmen muss, aus einem Verbrechen oder aus einem qualifizierten Steuerverge-

hen herrühren. Ein schwerer Fall der Geldwäscherei liegt insbesondere vor, wenn 

der Täter gewerbsmässig handelt (Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB). Durch die straf-

bare  Handlung  wird  der  Zugriff  der  Strafbehörde  auf  die  aus  einem  Verbrechen 

stammende  Beute  behindert.  Das  strafbare  Verhalten  liegt  in  der  Sicherung  der 

durch  die  Vortat  unrechtmässig  erlangten  Vermögenswerte.  Der  Tatbestand 

schützt in erster Linie die Rechtspflege in der Durchsetzung des staatlichen Einzie-

hungsanspruchs bzw. das öffentliche Interesse an einem reibungslosen Funktio-

nieren der Strafrechtspflege. Nach der Rechtsprechung dient der Tatbestand in Fäl-

len, in denen die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte aus Delikten ge-

gen das Vermögen herrühren, neben dem Einziehungsinteresse des Staates auch 

dem Schutz der individuell durch die Vortat Geschädigten (BGE 145 IV 335 E. 3.1). 

Letzteres macht die Beschwerdeführerin geltend: Sie geht von einer individuellen 

Schädigung  in  Bezug  auf  ihr  zustehende  Vermögenswerte  der  D._____  durch 

mehrfache Veruntreuung als Vortat zur Geldwäscherei aus. 

Eine direkte Betroffenheit in eigenen Rechten – was für die Beschwerdelegitimation 

ausschlaggebend ist – kann sich gemäss der soeben zitierten Rechtsprechung bei 

der  Beschwerdeführerin  folglich  auch  nur  aus  der  Vortat  zur  fraglichen  Geldwä-

- 13 -

scherei ergeben (und nicht direkt aus Letzterer). In Bezug auf mehrfache Verun-

treuung hat die Staatsanwaltschaft gegen den Beschwerdegegner 1 Anklage erho-

ben (vgl. Urk. 7/1); nicht jedoch wegen Geldwäscherei.

Die  (erweiterte)  Tathypothese  der  Geldwäscherei  macht  die  Beschwerdeführerin 

allein  korrespondierend  zur  Vortat  der  mehrfachen  Veruntreuung  geltend.  Der 

Geldwäschereivorwurf hängt damit entscheidend von den mutmasslich durch den 

Beschwerdegegner 1  begangenen  Veruntreuungen  ab.  In  der  Strafanzeige  der 

D._____ in Liquidation vom 31. Juli 2019 (Urk. 15/1/1/3) wird der Vorwurf der Geld-

wäscherei auch nur einmal (auf S. 2 oben) erwähnt: Gegen den Beschuldigten 1 

(hier Beschwerdegegner 1) bestehe aus den nachfolgend dargelegten Gründen ein 

Anfangsverdacht auf Veruntreuung samt [damit] korrespondierender Geldwäsche-

rei. Ein Geldwäschereivorwurf über die mutmasslichen Veruntreuungshandlungen 

hinaus bzw. unter Einbezug anderer möglicher Vortaten wird nicht erhoben. Auch 

aus der Beschwerde ergeben sich nur solche Vortaten, die im Sinne mehrfacher, 

allenfalls qualifizierter Veruntreuung erfolgt sein sollen (vgl. Urk. 2 S. 10 ff.).

Die Veruntreuungsvorwürfe wurden in der Anklage vom 22. März 2024 weitgehend 

berücksichtigt (vgl. Urk. 7/1 S. 3 ff. unter dem Titel [1.] der mehrfachen Veruntreu-

ung  von  Brillanten  sowie  [2.]  mehrfache  Veruntreuung  von  Bargeldbezügen  und 

Vergütungsaufträgen  sowie  Kontoüberweisungen,  jeweils  zulasten  des  Gesell-

schaftsvermögens),  jedoch  ohne  dabei  von  einer  qualifizierten  (berufsmässigen) 

Tatbegehung  auszugehen;  es  kann  aus  nachfolgenden  Gründen  offen  gelassen 

werden, ob dies ausreichend erscheint.

Die Beschwerdeführerin argumentiert, es sei von qualifizierter Veruntreuung aus-

zugehen, indem der Beschwerdegegner 1 als berufsmässiger Vermögensverwalter 

gehandelt habe; ausgehend vom qualifizierten Tatbestand greife folglich die Privi-

legierung nicht, wonach zum Nachteil von Familienangehörigen (hier im Verhältnis 

Mutter/Sohn) eine Veruntreuung nur auf Antrag hin strafbar sei (vgl. Urk. 2 S. 26 

III./H. bei Rz. 63). 

Das Sachgericht hat im Urteil DG240041-L vom 2. Dezember 2024 entschieden, 

ein Fall qualifizierter Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 2 StGB sei nicht ge-

- 14 -

geben. Der Beschuldigte bzw. der Beschwerdegegner 1 sei Geschäftsführer einer 

Kommanditgesellschaft (mithin der D._____ in Liquidation) gewesen, welche den 

Handel mit Bijouterie und Juwelen zum Zweck gehabt habe. Im Zusammenhang 

mit  dieser  Tätigkeit  habe  der  Beschuldigte  zwar  das  Vermögen  der  Gesellschaft 

verwaltet. Er habe dabei aber nicht berufsmässig Vermögen einer Vielzahl anderer 

Personen entgegengenommen und dieses verwaltet – wie es für die Qualifikation 

(beim  Veruntreuungstatbestand)  notwendig  wäre.  Vielmehr  habe  er  einfach  das 

Geschäftsvermögen der Kommanditgesellschaft verwaltet, von welchem er eben-

falls Eigentümer (zur gesamten Hand) sei. Würde der Argumentation der Privatklä-

gerin 2 (hier der Beschwerdeführerin) gefolgt, so wäre jeder Geschäftsführer einer 

Unternehmung, die mit wertvollen Waren handle, berufsmässiger Vermögensver-

walter.  Dass  im  Übrigen  die  D._____  Drittvermögen  entgegengenommen  oder 

Edelsteine für Dritte verkauft haben soll, wie von der Privatklägerin 2 geltend ge-

macht werde, ergebe sich weder aus den Akten noch könne solches als notorisch 

bezeichnet  werden.  Es  liege  somit  kein  Fall  qualifizierter  Veruntreuung  vor 

(Urk. 13/2 S. 22 f. II./C./3.4.5).

Weiter geht das Sachgericht im Urteil DG240041-L davon aus, die einzige Geschä-

digte in diesem Kontext sei daher die Privatklägerin 2 (hier die Beschwerdeführe-

rin), mithin die Mutter des Beschuldigten (hier des Beschwerdegegners 1). Da kein 

Fall  einer  qualifizierten  Veruntreuung  vorliege,  greife  die  Privilegierung  nach 

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 4 StGB, wonach die Tat nur auf Antrag hin verfolgt werde, wenn 

die Veruntreuung (wie hier, im Verhältnis Mutter/Sohn) zum Nachteil eines Ange-

hörigen oder Familiengenossen erfolgt sei.

Folglich hätte in Bezug auf den Tatvorwurf der mehrfache Veruntreuung rechtzeitig 

Strafantrag gestellt werden müssen. Die dem Beschuldigten (hier Beschwerdegeg-

ner 1) vorgeworfenen Veruntreuungshandlungen sollen mutmasslich in den Jahren 

2015 und 2016 stattgefunden haben. Die strafantragsberechtigte Privatklägerin 2 

(hier Beschwerdeführerin), habe sich aber erst mit Schreiben vom 12. April 2021 

als Straf- und Zivilklägerin konstituiert (vgl. Urk. 15/1/6/4/2). Ein rechtzeitiger Straf-

antrag liege somit nicht vor – was von der Privatklägerin 2 (hier Beschwerdeführe-

rin) auch nicht geltend gemacht werde – und das Verfahren betreffend mehrfacher 

- 15 -

Veruntreuung  sei  deshalb  einzustellen  (Urk. 13/2  S. 23 II./C./3.4.6;  Dispositivzif-

fer 2).

Auf  diese  einschlägigen  Erwägungen  ist  auch  im  Beschwerdeverfahren  entspre-

chend abzustellen bzw. ein abweichende rechtliche Würdigung ist (auch insofern) 

nicht vorzunehmen, da gegen die erfolgte Einstellung des Verfahrens in Bezug auf 

mehrfache Veruntreuung gemäss dem Urteil DG240041-L vom 2. Dezember 2024 

das Rechtsmittel der Berufung zur Verfügung steht (und bereits ergriffen wurde).

Damit  ergibt  sich  für  das  Beschwerdeverfahren,  dass  dem  Beschwerdegegner 1 

nach erfolgter Einstellung des Verfahrens in diesem Punkt derzeit keine Veruntreu-

ung mehr zur Last gelegt werden kann, mithin solche Veruntreuungen, welche der 

Tathypothese der Geldwäscherei als Vortaten zugrunde liegen sollen, insgesamt 

ausscheiden. Ohne tatbestandsmässige Vortaten zur Geldwäscherei, die geeignet 

wären, die Beschwerdeführerin in eigenen (Vermögens-)Rechten zu schädigen, ist 

sie in diesem Punkt (Beschwerdeantrag Ziff. 1a) nicht zur Beschwerde legitimiert. 

Eine Rückweisung an die Staatsanwaltschaft zur Untersuchung der Tathypothese 

der qualifizierten Geldwäscherei hat demnach nicht zu erfolgen; ebenso hat keine 

Aufhebung einer allenfalls impliziten Einstellung zu erfolgen.

Da der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Haupttat bzw. die beantragte Strafun-

tersuchung wegen Geldwäscherei die Beschwerdelegitimation fehlt, kann sie mit 

der Beschwerde (aus denselben Gründen wie soeben dargetan) auch nicht die Teil-

nahme (daran) von F._____ sowie des Beschwerdegegners 2 mit der Beschwerde 

geltend machen (Beschwerdeantrag Ziff. 1b). Auch hierzu ist sie nicht legitimiert.

5.2 Die Beschwerdeführerin macht (zudem) eine Rückweisung des Verfahrens an 

die Staatsanwaltschaft zur Untersuchung hinsichtlich der Teilnahme von F._____ 

in Bezug auf alle weiteren Delikte, die von der Anklage vom 22. März 2024 (ge-

meint: Urk. 7/1) erfasst seien, geltend (Beschwerdeantrag Ziff. 1b). Diesbezüglich 

ist zwischenzeitlich ein erstinstanzliches Urteil ergangen. In Bezug auf den Ankla-

gevorwurf der mehrfachen Veruntreuung ist, wie soeben dargetan, das Verfahren 

eingestellt  worden;  in  Bezug  auf  die  anklagegegenständliche/n  Urkundenfäl-

schung/en  ist  ein  Freispruch  erfolgt  (beides  Urk. 13/2,  Urteil  DG240041-L  vom 

- 16 -

2. Dezember 2024 Dispositivziffern 2 u. 3). Dagegen hat die Beschwerdeführerin 

bereits Berufung erhoben. 

Bei  dieser  Ausgangslage,  wonach  erstinstanzlich  in  Bezug  auf  die  betreffenden 

Veruntreuungen und Urkundendelikte ein Freispruch bzw. eine Einstellung erfolgt 

ist, kann auf dem Beschwerdeweg keine Rückweisung an die Staatsanwaltschaft 

hinsichtlich  jener  Delikte  mehr  verlangt  werden.  Eine  Rückweisung  auf  dem  Be-

schwerdeweg hat deshalb auch nicht in Bezug auf F._____ zu erfolgen, da ihr in 

Bezug auf dieselben Delikte keine eigenständige Tatbegehung zur Last gelegt wird, 

sondern deren mutmassliche Tatbeteiligung allein von den (mittlerweile eingestell-

ten; freigesprochenen) Taten des Beschwerdegegners 1 abhängt (vgl. Urk. 2 S. 16 

f. II./C.).

5.3 Die  Beschwerdeführerin  verlangt  eine  Rückweisung  an  die  Staatsanwalt-

schaft zur  Untersuchung mutmasslicher Urkundenfälschung und Falschbeurkun-

dung durch den Beschwerdegegner 1 und F._____, die als Mittäterin oder gegebe-

nenfalls Gehilfin teilgenommen habe, indem am 31. Dezember 2016 fünf Rechnun-

gen unautorisiert im Namen der D._____ in Liquidation ausgestellt worden seien 

(Beschwerdeantrag Ziff. 1c; Urk. 2 S. 2).

Urkundendelikte schützen in erster Linie die Allgemeinheit. Geschütztes Rechtsgut 

ist das besondere Vertrauen, welches im Rechtsverkehr einer Urkunde als Beweis-

mittel entgegengebracht wird. Eine Schädigung von Individualinteressen und damit 

die Geschädigtenstellung des durch die tatbestandsmässige Handlung Verletzten 

ist bei Urkundendelikten jedoch grundsätzlich dann denkbar, wenn die Urkunden-

fälschung  auf  die  Benachteiligung  (vermögensrechtlicher  oder  anderer  Art)  einer 

bestimmten Person abzielt (BGE 140 IV 155 E. 3.3.3 mit weiteren Hinweise), wenn 

also das private Interesse eines Einzelnen als unmittelbare Folge der tatbestands-

mässigen Handlung tatsächlich und unmittelbar beeinträchtigt wurde. Das ist bei 

behaupteter Urkundenfälschung namentlich der Fall, wenn die Urkundenfälschung 

Bestandteil eines – den Betroffenen – direkt schädigenden Vermögensdeliktes ist 

(BGE 119 Ia 342 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts 6B_26/2012 vom 16. Februar 

2012 E. 2.4; 6B_416/2013 vom 5. November 2013 E. 2.3).

- 17 -

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der Beschwerdegegner 1 habe die 

erwähnten  fünf  Rechnungen  im  Namen  der  D._____  in  Liquidation  für  übertrag-

bare, unstrittig aber nie bezahlte Handelsware im Betrag von knapp Fr. 140'000.– 

(unter  mutmasslicher  Teilnahme  von  F._____)  an  die  E1._____  AG  ausgestellt 

(vgl. Urk. 2 S. 19 ff.), ist darauf hinzuweisen, dass sie damit eine Schädigung des 

(Sonder-)Vermögens der Gesellschaft in der entsprechenden Höhe geltend macht, 

zumal es offenbar um unbezahlte Handelsware derselben geht. Diesbezüglich ist 

sie, wie dargetan, als Gesellschafterin in ihr (zur gesamten Hand) zustehenden Ver-

mögensrechten betroffen und grundsätzlich beschwerdelegitimiert. 

Zwischenzeitlich hat die erste Instanz im Sachurteil DG240041-L einschlägig fest-

gehalten, dass der Beschuldigte (hier Beschwerdegegner 1) gemäss der Anklage-

schrift  am  31. Dezember  2016,  also  zur  mutmasslich  tatrelevanten  Zeit,  noch  im 

Handelsregister  mit  Einzelprokura  eingetragen  gewesen  sei  und  sich  somit  nicht 

zweifelsfrei erstellen liesse, dass er im Zeitpunkt der fraglichen Rechnungsstellung 

nicht mehr zeichnungsberechtigt gewesen sei; daran vermöge auch ein Schreiben 

eines Dritten nichts zu verändern. Ein strafbares Verhalten sei somit nicht ersicht-

lich und der Beschuldigte (hier Beschwerdegegner 1) sei wegen mehrfacher Urkun-

denfälschung – auch in Bezug auf die fünf Rechnungen, hinsichtlich welcher die 

Anklageschrift zudem ungenügend sei – freizusprechen (Urk. 13/2 S. 11 II./B./3.3). 

Insofern hat auch im Beschwerdeverfahren keine Rückweisung an die Staatsan-

waltschaft in diesem Punkt (Beschwerdeantrag Ziff. 1c) zu erfolgen, sondern der 

Beschwerdeführerin steht das Rechtsmittel der Berufung zur Verfügung, welches 

sie bereits ergriffen hat.

Inwiefern  F._____  in  diesem  Zusammenhang  (mutmassliche  Fälschung  von  fünf 

Rechnungen 2016) als Mittäterin (so gem. Wortlaut im Beschwerdeantrag Ziff. 1c) 

und nicht bloss als Teilnehmerin im Sinne einer Gehilfin gelten sollte, wird mit der 

Beschwerde nicht dargetan bzw. es ist fraglich, ob dies überhaupt so zu verstehen 

ist, zumal bei Urk. 2 S. 19 Ziff. 40 lediglich noch von deren mutmasslichen "Teil-

nahme" die Rede ist. Da der Beschwerdegegner 1 von einer Täterschaft in diesem 

Punkt freigesprochen wurde, entfällt auch eine allfällige Teilnahme diesbezüglich 

durch F._____ und eine erweiterte Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft hat 

- 18 -

auch gegen sie nicht zu erfolgen, da ihr keine eigenständige Tatbegehung vorge-

worfen wird.

5.4 Weiter beantragt die Beschwerdeführerin, die Staatsanwaltschaft habe in Be-

zug  auf  die  mutmassliche  Begehung  von  Blankettmissbrauch  hinsichtlich  einer 

H._____  [Bank]-Vollmacht  in  Erbschaftsangelegenheiten  von  Mai/Juli  2016  und 

ebenso wegen Verwendung dieser falschen Urkunde (je) durch den Beschwerde-

gegner 1  eine  Untersuchung  zu  führen  (Beschwerdeantrag  Ziff. 1d;  Urk. 2  S. 2). 

Diese Tathypothese sei zu Unrecht nicht in die Anklage aufgenommen bzw. still-

schweigend eingestellt worden, indem die Staatsanwaltschaft mit Beweisverfügung 

vom 22. März 2024 einen Tatverdacht diesbezüglich pauschal verneint habe (vgl. 

Urk. 7/3 S. 13).

Gemäss der Strafanzeige vom 31. Juli 2019 soll der Beschwerdegegner 1 die da-

mals  (2016)  noch  auf  seinen  Namen  lautende  Einzelprokura  bei  der  D._____  in 

Liquidation und die gegenüber der H._____ bestehende Bankenvollmacht wenige 

Tage nach dem Tod seines Vaters (I._____, vgl. oben bei II./1.1) missbraucht ha-

ben, um den – auf den Namen von I._____ lautenden – Safe der Kommanditgesell-

schaft bei der H._____ zu öffnen und dort diverse Vermögenswerte zu entnehmen 

(vgl. Urk. 15/1/1/3 S. 4 f.).

Es ist bereits in Bezug auf den (vagen) Sachverhalt fraglich, ob die Beschwerde-

führerin als Geschädigte zu gelten hat, indem der betreffende Safe bei der H._____ 

offenbar auf I._____ und nicht etwa auf ihren Namen oder denjenigen der Kom-

manditgesellschaft lautete. Sollte das inkriminierte Verhalten des Beschwerdegeg-

ners 1 (dennoch) tatsächlich solche Vermögenswerte (der Gesellschaft) betreffen, 

die der Beschwerdeführerin zuzuschreiben wären, ist sie als Gesellschafterin und 

Trägerin  der  tangierten  Vermögenswerte  zwar  grundsätzlich  beschwerdelegiti-

miert.  Hierbei  ist  jedoch  auf  den  ablehnenden  Beweisergänzungsentscheid  der 

Staatsanwaltschaft vom 22. März 2024 zurückzukommen (Urk. 7/3). 

Erachtet die Staatsanwaltschaft die Untersuchung als vollständig, so erlässt sie ei-

nen Strafbefehl oder kündigt den Parteien mit bekanntem Wohnsitz schriftlich den 

bevorstehenden Abschluss an und teilt ihnen mit, ob sie Anklage erheben oder das 

- 19 -

Verfahren einstellen will. Gleichzeitig setzt sie den Parteien eine Frist, Beweisan-

träge  zu  stellen  (Art. 318  Abs. 1  StPO).  Dementsprechend  hat  die  Staatsanwalt-

schaft in der Beweisverfügung denn auch verschiedentlich zutreffend festgehalten, 

dass eine "Ausweitung" des Strafverfahrens in bislang nicht berücksichtigten Punk-

ten kein eigentlicher Beweisantrag sei (vgl. Urk. 7/3 S. 11 Ziff. 3.2.1, S. 13 oben). 

Die Staatsanwaltschaft hat im betreffenden Beweisergänzungsentscheid nicht nur 

pauschal,  sondern  ausreichend  begründet,  dass  die  im  Zusammenhang  mit  der 

"Ausweitung" des Strafverfahrens auf Rechtsanwalt G._____ wegen des Verdachts 

auf Verwendung einer falschen Urkunde und des Verdachts gegen den Beschwer-

degegner 1 wegen Beihilfe zu Blankettmissbrauch gestellten Beweisanträge (u.a. 

Befragung  von  G._____  sowie  diverse  Editionen)  abzulehnen  seien,  da  die 

Beschwerdeführerin  ursprünglich  selbst  davon  ausgegangen  sei,  es  handle  sich 

beim "möglichen Blankettmissbrauch" um eine blosse Vermutung, weshalb die sog. 

Beweisanträge  mangels  Tatverdachts  nicht  gerechtfertigt  seien  (Urk. 7/3  S. 13 

Ziff. 3.2.9). Ebenso hat die Staatsanwaltschaft darauf hingewiesen, dass Rechts-

anwalt  G._____  aufgrund  des  Berufsgeheimnisses  ein  Aussageverweigerungs-

recht habe, weshalb der Beweisantrag unerheblich wäre und auch insofern abzu-

weisen sei (Urk. 7/3 S. 10 Ziff. 3.1.34). Damit ist die Ablehnung betreffender Bewei-

santräge ausreichend begründet (vgl. bereits II./4.). Gleichzeitig hat die Staatsan-

waltschaft damit auch (ausreichend begründet) dargelegt, weshalb sie die Unter-

suchung bezüglich diesem Vorwurf nicht weiterführt bzw. diesbezüglich nicht An-

klage erhebt. Daran vermögen die Ausführungen der Beschwerdeführerin im Be-

schwerdeverfahren nichts zu ändern. Sie macht hinsichtlich des Tatverdachts gel-

tend, dass die Unterzeichnenden der Bankvollmacht (Urk. 15/1.9.1.1.2) am Unter-

zeichnungsdatum nicht am Unterzeichnungsort in der Schweiz waren und sich die 

Geschwister nicht an die Unterzeichnung der Bankvollmacht erinnern können. Zu-

dem  habe  J._____  in  einem  E-Mail  dargelegt,  dass  er  zusammen  mit  seinen 

Geschwistern  einige  Tage  nach  dem  Ableben  von  I._____  in  der  Kanzlei  von 

Rechtsanwalt  G._____  zur  Unterzeichnung  verschiedener  Dokumente  über  die 

Erbschaftsangelegenheit angehalten worden war, dass sie angesichts des erst kurz 

davor eingetretenen Todesfalles nicht in der Lage gewesen seien, die Dokumente 

kritisch zu sichten, zu hinterfragen und mit Rechtsanwalt G._____ zu diskutieren 

- 20 -

und dass es daher absolut möglich ("totally possible") sei, dass die Geschwister die 

Bankvollmacht  vom  Mai/Juli  2016  blanko  unterzeichnet  hätten.  Zudem  habe  der 

Beschwerdegegner 1 die Vollmacht nachher nachweislich benutzt. Damit liege ein 

entsprechender  Tatverdacht  vor,  dem  durch  Einvernahme  von  Rechtsanwalt 

G._____ und J._____ weiter nachzugehen sei (Urk. 2 S. 22 ff.). Aus der Vollmacht 

geht  angesichts  der  unterschiedlichen  Tinte  und  der  übereinstimmenden  Schrift 

hervor, dass sowohl "Zürich" als auch das Datum jeweils nicht von der Beschwer-

deführerin und K._____ und J._____ geschrieben wurden. Dass diese Personen 

zum Unterzeichnungsdatum angeblich nicht am Unterzeichnungsort (Schweiz) wa-

ren, sagt somit nichts aus. Damit ist mit der Staatsanwaltschaft lediglich von einer 

Vermutung auszugehen, dass nach dem Tod von I._____ im Büro von Rechtsan-

walt G._____ unbemerkt eine Blankovollmacht unterschrieben worden sei. Die Ein-

vernahme  von  J._____  könnte  daran  nichts  ändern,  und  Rechtsanwalt  G._____ 

wird sich in einer Einvernahme betreffend besagte (blosse) Vermutung sicherlich 

nicht selbst belasten. Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft 

diesbezüglich auf die "Ausweitung" bzw. Weiterführung der Untersuchung verzich-

tete.

5.5 Weiter beantragt die Beschwerdeführerin die Untersuchung in Bezug auf den 

Vorwurf der Erpressung durch den Beschwerdegegner 2, nachdem die Staatsan-

waltschaft den betreffenden Sachverhalt lediglich als versuchte Nötigung zur An-

klage gebracht habe (Beschwerdeantrag Ziff. 1e; Urk. 2 S. 2). Sie macht geltend, 

mit der Strafanzeige vom 31. Juli 2019 sei eine versuchte Erpressung sowohl zu-

lasten  der  Beschwerdeführerin  (als  Liquidatorin  der  D._____  in  Liquidation)  als 

auch  zum  Schaden  der  Gesellschaft  an  sich  im  Sinne  einer  Dreieckserpressung 

(analog  zum  Dreiecksbetrug)  angezeigt  worden,  weil  Art. 156  StGB  gleichrangig 

die persönliche Freiheit von ihr als Liquidatorin und ebenso das Vermögen der Ge-

sellschaft schütze. Indem die Staatsanwaltschaft – in Bezug auf denselben Sach-

verhalt  –  lediglich  eine  versuchte  Nötigung  zulasten  der  Beschwerdeführerin  zur 

Anklage gebracht habe, sei das von Art. 156 StGB mitgeschützte Rechtsgut des 

Vermögens ausgeblendet worden. Damit sei der Tatverdacht der Dreieckserpres-

sung  stillschweigend  eingestellt  worden.  Dabei  sei  evident, dass das  angeklagte 

Verhalten des Beschwerdegegners 2 – die von ihm (ihr gegenüber) in einem Brief 

- 21 -

schriftlich angedrohte Exkommunikation für den Fall, dass sie ihr Begehren beim 

Handelsgericht um Einsetzung als Liquidatorin nicht zurückziehe – auf die Vereite-

lung von Liquidationsansprüchen der Gesellschaft bzw. deren Schädigung in ver-

mögensrechtlicher Hinsicht abgezielt habe (Urk. 2 S. 25 Ziff. 57 ff.).

Die  Staatsanwaltschaft  hielt  im  Beweisergänzungsentscheid  vom  22. März  2024 

fest, dass eine "Ausweitung" des Anklagesachverhalts auf eine versuchte Erpres-

sung nicht nötig sei, da der Sachverhalt in der Anklage bereits so umschrieben sei, 

dass  er  vom  Sachgericht  auch  unter  versuchte  Erpressung  subsumiert  werden 

könnte (Urk. 7/3 S. 14). 

Die erste Instanz hat den betreffenden Sachverhalt im Verfahren DG240040-L be-

reits in der Sache beurteilt (vgl. Urteil vom 4. Dezember 2024, Urk. 13/1). Dabei ist 

in Bezug auf eine versuchte Nötigung, welche der Beschwerdegegner 2 zum Nach-

teil der Beschwerdeführerin begangen haben soll, ein Freispruch erfolgt. Das Sach-

gericht hat die schriftliche Androhung der Exkommunikation der Beschwerdeführe-

rin (mithin deren Ausschluss aus der israelitischen Gemeinschaft) für den Fall, dass 

sie ihre Klage beim Handelsgericht um Einsetzung als Liquidatorin der D._____ in 

Liquidation  nicht  zurückziehe,  als  rechtmässig  erachtet,  mithin  eine  unzulässige 

Androhung  ernstlicher  Nachteile  im  Sinne  des  Nötigungstatbestands  verneint 

(Urk. 13/1 S. 14).

Eine  allfällige  Erpressung  hat  die  erste  Instanz  in  diesem  Zusammenhang  nicht 

geprüft; dazu war sie auch nicht gehalten, da sie den Anklagesachverhalt in recht-

licher Hinsicht frei würdigt (vgl. Art. 350 Abs. 1 StPO). 

Ohnehin ist zu berücksichtigen, dass die Tatbestandsvariante der Androhung ernst-

licher Nachteile bei der Erpressung nach Art. 156 Ziff. 1 StGB sowie der Nötigung 

nach Art. 181 StGB gleich zu verstehen ist. Es gelten hinsichtlich einer Erpressung 

durch Androhung ernstlicher Nachteile dieselben Anforderungen, welche Lehre und 

Rechtsprechung zum Nötigungstatbestand entwickelt haben (WEISSENBERGER, in: 

Basler Kommentar StGB, 4. Auflage 2019, N 10 zu Art. 156 StGB mit Hinweisen). 

Da das Sachgericht eine unzulässige Androhung ernstlicher Nachteile – wenn auch 

- 22 -

unter dem Titel der versuchten Nötigung – entsprechend verneint hat, entfällt eine 

solche auch hinsichtlich einer allfälligen Erpressung.

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Staatsanwaltschaft hätte in Be-

zug auf die These einer mutmasslichen Erpressung, die sie im Rahmen der Be-

weisverfügung vom 22. März 2024 abgelehnt habe (Urk. 7/3 S. 14), allenfalls eine 

Einstellungsverfügung erlassen müssen, ist darauf hinzuweisen, dass die Staats-

anwaltschaft in Bezug auf denselben Sachverhalt (wegen versuchter Nötigung) An-

klage erhoben hat (vgl. Urk. 7/2) und diesbezüglich auch bereits ein Freispruch er-

folgt ist (Urk. 13/1). Hierbei stellt sich die Frage nach der Tragweite des Doppelbe-

strafungsverbotes (ne bis in idem; Art. 11 Abs. 1 StPO). Danach darf, wer in der 

Schweiz rechtskräftig verurteilt oder freigesprochen worden ist, wegen der gleichen 

Straftat nicht erneut verfolgt werden. Zudem bleibt für eine teilweise Einstellung des 

Verfahrens kein Raum, wenn (wie hier) lediglich eine andere rechtliche Würdigung 

des identischen Lebensvorgangs in Frage steht.

Eine  Rückweisung  an  die  Staatsanwaltschaft  im  Beschwerdeverfahren  kommt 

(auch) deshalb in Bezug auf diesen bereits beurteilten Sachverhalt nicht in Frage, 

sondern es steht gegen das erstinstanzliche Urteil im Verfahren DG240040-L das 

Rechtsmittel der Berufung zur Verfügung, welches die Beschwerdeführerin bereits 

ergriffen hat.

5.6 Die Beschwerdeführerin verlangt sodann eine Rückweisung des Verfahrens 

an  die  Staatsanwaltschaft  in  Bezug  auf  sämtliche  in  der  Anklageschrift  vom 

22. März 2024 (Urk. 7/1) nur zulasten der D._____ in Liquidation nicht aber (alter-

nativ oder eventualiter) zulasten der Beschwerdeführerin angeklagten Vermögens- 

und Urkundendelikte (Beschwerdeantrag Ziff. 1f; Urk. 2 S. 2).

Das  erstinstanzliche  Gericht  hat  mit  Urteil  vom  2. Dezember  2024  im  Verfahren 

DG240041-L  ausdrücklich  festgehalten,  dass  allein  der  Beschwerdeführerin  eine 

Stellung  als  Privatklägerin  zukomme  und  auch  nur  sie  (hinsichtlich  betreffender 

Vermögenswerte, mithin in Bezug auf das Sondervermögen der Kommanditgesell-

schaft)  als  Geschädigte  gelten  könne  (Urk. 13/2  S. 23  II./C./3.4.6;  ebenso  Prot. 

S. 15 = Urk. 13/4). In Bezug auf die D._____ in Liquidation wurde festgestellt, dass 

- 23 -

diese  nicht  Privatklägerin  sei  (Dispositivziffer 1)  und  das  Verfahren  DG240041-L 

ohne sie geführt werde (Urk. 13/2 S. 5 I./1.2; ebenso gem. Prot. S. 11 = Urk. 13/4). 

Damit hat die erste Instanz bereits berücksichtigt, dass in sämtlichen Anklagepunk-

ten  (allein)  die  Beschwerdeführerin  als  Geschädigte  zu  berücksichtigen  bzw.  als 

Privatklägerin zugelassen sei. 

5.7 Die eingangs bereits zitierten Beschwerdeanträge Ziff. 2 und 3 betreffen ei-

nerseits die Abweisung von Restitutions- und Einziehungsbegehren von (mutmass-

lich) deliktisch herrührenden Vermögenswerten der E1._____ AG und andererseits 

die  Abweisung  von  Anträgen  auf  Ersatzforderungsbeschlagnahme  von  Vermö-

genswerten des Beschwerdegegners 1 und/oder von F._____ (mit korrespondieren 

Anträgen auf Vermögensfahndung) durch die Staatsanwaltschaft (vgl. Urk. 2 S. 2). 

Damit richtet sich die Beschwerde in diesem Punkt gegen den Beweisergänzungs-

entscheid der Staatsanwaltschaft vom 22. März 2024, gemäss welchem die Bewei-

santräge  der  Beschwerdeführerin  (unter  anderem  gem.  Urk. 3/6,  Beweisanträge 

vom  8. März  2024)  umfassend  abgelehnt  wurden  (vgl.  Dispositivziffer 2  bei 

Urk. 7/3). Es wurde bereits erwähnt, dass ein ablehnender Beweisergänzungsent-

scheid nicht anfechtbar ist (vgl. Art. 318 Abs. 3 StPO).

Soweit die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde eine Verletzung der Begrün-

dungspflicht  im  Hinblick  auf  den  ergangenen  Beweisergänzungsentscheid  durch 

die Staatsanwaltschaft rügt (vgl. Urk. 2 S. 9 f. III./A), ist erneut festzuhalten, dass 

eine kurze Begründung genügt (vgl. Art. 318 Abs. 2 StPO). Die Staatsanwaltschaft 

hat  darauf  hingewiesen,  das  aufgrund  der  (bisherigen)  langen  Verfahrensdauer 

keine  akute  Gefahr  der  Verschleuderung  bestehe,  weshalb  eine  vorsorgliche  Si-

cherung der betreffende Vermögenswerte im Hinblick auf eine mögliche Einziehung 

bzw. Ersatzforderung nicht angezeigt erscheine (Urk. 7/3 S. 15 Ziff. 3.2.14). In Be-

zug auf die geltend gemachte Einziehung von Vermögenswerten oder Surrogaten 

der E1._____ AG zugunsten des Kantons hat sie festgehalten, die Beweisanträge 

5 a–d seien abzulehnen, da die Staatsanwaltschaft von Gesetzes wegen lediglich 

zur vorübergehenden Beschlagnahme befugt sei und die Einziehung in die Kom-

petenz  des  Sachgerichts  falle,  sollte  es  zu  einer  Verurteilung  kommen  (Urk. 7/3 

S. 14  Ziff. 3.2.11).  Damit  ist  die  Ablehnung  betreffender  Beweisanträge  ausrei-

- 24 -

chend begründet. Eine materielle Prüfung der Beweisverfügung hat im Beschwer-

deverfahren nicht zu erfolgen; der ablehnende Beweisentscheid ist (wie mehrfach 

erwähnt) nicht anfechtbar. 

Ausserdem  hat  die  Beschwerdeführerin  die  entsprechenden  Beweisanträge  im 

Hauptverfahren DG240041-L erneut gestellt; mit Verfügung der ersten Instanz vom 

25. November 2024 wurden die betreffenden  Begehren erneut umfassend abge-

wiesen, nun mit der Begründung, da ein Bezug der Beweisanträge zum Anklage-

sachverhalt nicht gegeben sei (Gründung der E1._____ AG aus deliktischen Mitteln 

sowie Geldwäschereivorwurf vom Anklagesachverhalt gem. Urk. 7/1 nicht erfasst; 

Urk. 13/8 S. 3). Ein Rechtsmittel kann bzw. konnte auch gegen diesen Entscheid 

nicht  erhoben  werden  (Art. 331  Abs. 3  StPO).  Auch  diesbezüglich  steht  die  Be-

schwerde nicht zur Verfügung (vgl. Art. 394 lit. b StPO).

Soweit  sich  die  Beschwerdeführerin  auf  deliktisch  herrührende  Vermögenswerte 

bei der E1._____ AG bezieht, und in der Beschwerde ausführt, diese ergäben sich 

aus  der  Anklage  bzw.  den  dort  aufgelisteten,  mutmasslich  veruntreuten  Sachen 

und Vermögenswerten (vgl. Urk. 2 S. 28 Ziff. 71 lit. b), ist darauf hinzuweisen, dass 

mit Urteil DG240041-L der ersten Instanz vom 2. Dezember 2024 das Verfahren 

betreffend  mehrfacher  Veruntreuung  eingestellt  wurde  (was  einem  Freispruch 

gleichkommt, Art. 320 Abs. 4 StPO; Urk. 13/2 S. 27, Dispositivziffer 2). Folglich hat 

in  dieser  Hinsicht  auch  keine  Anweisung  an  die  Staatsanwaltschaft  zu  erfolgen, 

entsprechende (veruntreute) Vermögenwerte zu ermitteln und zu beschlagnahmen. 

Es wurde vorangehend auch dargetan, das die Beschwerdeführerin im Zusammen-

hang  mit  geltend  gemachten  Geldwäschereihandlungen  nur  soweit  zur  Be-

schwerde legitimiert ist, als sie in eigenen (Vermögens-)Rechten tangiert ist. Dies 

kann allenfalls nur durch die Vortaten der Geldwäscherei erfolgt sein, mithin dieje-

nigen Veruntreuungen, in Bezug auf welche das Verfahren mit Urteil vom 2. De-

zember 2024 nunmehr eingestellt wurde. Damit kann auch die Restitution oder Ein-

ziehung  von  Vermögenswerten,  die  aus  jenen  (eingestellten)  Vortaten  stammen 

sollen, nicht verlangt werden. Denn eine entsprechende Untersuchung wird nicht 

(mehr) geführt.

- 25 -

Soweit  die  Einziehung  zugunsten  des  Kantons  verlangt  wird  (vgl.  Urk. 3  /6  S. 4 

Ziff. 5)  ist  die  Beschwerdeführerin  mangels  Geltendmachung  eigener  Interessen 

nicht  beschwerdelegitimiert.  Auch  eine  Ersatzforderung  gegen  den  Beschwerde-

gegner  1  im  Betrag  von  Fr. 516'928.−  (Beschwerdeantrag  Ziff. 3;  Beweisantrag 

Ziff. 7 gem. Urk. 3/6 S. 6) bezieht sich auf (dieselben) der Einziehung unterliegen-

den Vermögenswerte, und das Gericht erkennt auf eine Ersatzforderung des Staa-

tes, sofern sie nicht mehr vorhanden sind (Art. 71 Abs. 1 StGB). Es sind keine Ver-

mögenswerte  erkennbar,  die  der  Einziehung  unterliegen  würden,  zumal,  wie  er-

wähnt, in Bezug auf mögliche Veruntreuungshandlungen erstinstanzlich eine Ein-

stellung des Verfahrens in diesem Punkt erfolgt ist (und der Beschwerdegegner 1 

im Übrigen freigesprochen wurde, Urk. 13/2). Das Sachgericht hat demnach auch 

nicht auf eine entsprechende Ersatzforderung erkannt. Eine Ersatzforderung des 

Staates  ("zugunsten  des  Kantons  Zürich"  –  vgl.  Antrag  Ziff. 7  Urk. 3/6)  kann  die 

Beschwerdeführerin  ohnehin  mangels  eigener  Interessen  nicht  beanspruchen, 

dazu fehlt es ihr an der erforderlichen Beschwerdelegitimation. 

6.

6.1 Dies führt insgesamt dazu, dass die Beschwerde im Verfahren UE240107-O 

abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist. Es hat somit weder eine "Auswei-

tung" bzw. Weiterführung des Strafverfahrens im Sinne der gestellten Anträge noch 

eine  Anweisung  der  Staatsanwaltschaft  in  Bezug  auf  vorzunehmende  Beschlag-

nahmungen in Bezug auf Vermögenswerte aus solchen Delikten zu erfolgen, die 

entweder nicht zu untersuchen sind oder in Bezug auf welche eine Einstellung oder 

ein Freispruch ergangen ist.

6.2 Bei  diesem  Verfahrensausgang,  sowie  unter  Berücksichtigung,  dass  der 

D._____ in Liquidation von Vornherein keine Geschädigtenstellung (und insofern 

auch keine Beschwerdelegitimation) zukommen kann (vgl. Urk. 13/2), ist entgegen 

dem prozessualen Ersuchen der Beschwerdeführerin keine Vereinigung der beiden 

Beschwerdeverfahren vorzunehmen, da sich sowohl in prozessualer wie auch ma-

terieller Hinsicht eine unterschiedliche Beurteilung aufdrängt.

III.

- 26 -

1.

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin die Kosten des Beschwerdeverfah-

rens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit 

des Falls ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'500.– fest-

zusetzen (§ 17 Abs. 1 und § 2 GebV OG) und aus der von der Beschwerdeführerin 

geleisteten Prozesskaution zu beziehen. Im Mehrbetrag ist ihr die Prozesskaution 

unter  dem  Vorbehalt  allfälliger  Verrechnungsansprüche  des  Staates  zurückzuer-

statten.

2.

Da die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren unter-

liegt, ist sie nicht zu entschädigen. Da im Beschwerdeverfahren keine Stellungnah-

men  eingeholt  wurden  ist  auch  den  (teilweise  amtlich  verteidigten)  Beschwerde-

gegnern 1 und 2 mangels Aufwands keine Entschädigung zuzusprechen.

- 27 -

Es wird beschlossen:

1.

2.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1500.– festge-

setzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und aus der von ihr geleisteten Pro-

zesskaution bezogen.

3.

Im Mehrbetrag wird die Prozesskaution unter Vorbehalt allfälliger Verrech-

nungsansprüche des Staates an die Beschwerdeführerin zurückerstattet.

4.

5.

Es werden im Beschwerdeverfahren keine Entschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an:











Rechtsanwältin Dr. iur. X._____, zweifach, für sich und die Beschwer-
deführerin (per Gerichtsurkunde)

Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____, zweifach, für sich und den Beschwer-
degegner 1 (per Gerichtsurkunde)

Rechtsanwalt Dr. iur. Y2._____, zweifach, für sich und den Beschwer-
degegner 2 (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ad … (gegen Empfangsbestäti-
gung)

die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, ad 
SB250155-O sowie SB250156-O (gegen Empfangsbestätigung)

6. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 

der gemäss Art. 35 und 35a des Reglements für das Bundesgericht zustän-

digen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

- 28 -

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 28. August 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Präsident:

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. D. Oehninger

lic. iur. R. Linder