# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0397cc67-592c-5786-b3ba-c61a9a794094
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-30
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 30.09.2025 RV250015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RV250015_2025-09-30.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: RV250015-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. S. Janssen und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw I. Aeberhard

Beschluss vom 30. September 2025

in Sachen

A._____,
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin

gegen

1. B._____, 
2. C._____, 
Gesuchsteller und Beschwerdegegner

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ und / oder

Rechtsanwalt MLaw X2._____,

betreffend Vollstreckbarerklärung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht 
Zürich vom 17. Juli 2025 (EZ250035-L)

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Erwägungen:

1. Die Gesuchsgegnerin wurde neben D._____ mit Teil-Versäumnisurteil des 

Landgerichts Ellwangen (Jagst) vom tt.mm.2025 (Aktenzeichen …) als Gesamts-

chuldnerin verpflichtet, den Gesuchstellern EUR 850'000.– nebst Zins zu 5 % über 

dem Basiszinssatz seit 1. Januar 2022 und EUR 15'664.20 nebst Zins zu 5 % über 

dem Basiszinssatz seit 15. Februar 2025 zu bezahlen (Urk. 1 Rz. 6 und Rz. 21 so-

wie Urk. 3/5). 

2.1. Die Gesuchsteller stellten mit Eingabe vom 11. Juli 2025 bei der Vorinstanz 

sowohl ein Gesuch um Vollstreckbarerklärung des genannten Teil-Versäumnisur-

teils als auch ein Arrestgesuch. Die Vorinstanz trennte die Begehren und legte für 

das Arrestbegehren separate Verfahren an (Geschäfts-Nr. EQ250169-L und 

EQ250175-L; Urk. 4 E. 1 = Urk. 9 E. 1). Mit Entscheid vom 17. Juli 2025 erklärte 

sie das Teil-Versäumnisurteil des Landgerichts Ellwangen (Jagst) vom tt.mm.2025 

für vollstreckbar, auferlegte die Entscheidgebühr von Fr. 500.– der Gesuchsgegne-

rin und verpflichtete sie, den Gesuchstellern gemeinsam eine Parteientschädigung 

von Fr. 5'500.– zu bezahlen (Urk. 9 Dispositiv-Ziffern 2 bis 4).

2.2. Die Gesuchsgegnerin stellte bei der Vorinstanz mit Schreiben vom 19. August 

2025, das die Vorinstanz an die hiesige Kammer in Anwendung von Art. 143 

Abs. 1bis ZPO weiterleitete (Urk. 8), folgende Anträge (Urk. 7 S. 2):

"Daher ist das Bezirksgericht Zürich aufgefordert die Beschlagnahme 
der Konten umgehend aufzuheben.
Ebenfalls ist das Bezirksgericht Zürich aufgefordert die vom Oberge-
richt des Kantons Zürich mit der Abrechnungs-Nr.: 1119746 erhobe-
nen Kosten in Höhe von FR. 500.00 zu stornieren."

2.3. Die Gesuchsgegnerin differenziert in ihrer Eingabe vom 19. August 2025 nicht 

zwischen den durch die Vorinstanz separat geführten Verfahren betreffend Voll-

streckbarerklärung und Arrest, sondern stellt Begehren hinsichtlich aller Verfahren. 

Die funktionelle Zuständigkeit zur Beurteilung ihrer Begehren divergiert: Während 

die hiesige Kammer zur Beurteilung ihrer Beschwerde hinsichtlich der Gerichtskos-

ten von Fr. 500.– kompetent ist (Art. 327a ZPO und § 48 GOG), bleibt die Vorin-

stanz für die Behandlung ihrer Arresteinsprache zuständig (Art. 278 SchKG; vgl. 

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BGer 5A_331/2020 vom 3. September 2020 E. 2.4). Im vorliegenden Beschwerde-

verfahren gilt es deshalb einzig, die Kostenbeschwerde der Gesuchsgegnerin zu 

beurteilen.

2.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-6). Da die Beschwerde 

– wie nachfolgend aufgezeigt wird – offensichtlich unzulässig ist, kann auf weitere 

Prozesshandlungen verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO).

3.1. Auf das vorliegende Verfahren kommt – wie die Vorinstanz zutreffend ausge-

führt hat (Urk. 9 E. 4) – das Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit 

und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handels-

sachen (Lugano-Übereinkommen) vom 30. Oktober 2007 (SR 0.275.12; fortan 

LugÜ) zur Anwendung. Erfolgt eine Vollstreckbarerklärung nach den Art. 38 ff. 

LugÜ, so gelten für das Rechtsmittelverfahren der Beschwerde (Art. 319 ff. ZPO) 

Sonderregeln (Art. 327a ZPO). Auch im Rahmen der LugÜ-Beschwerde gilt indes 

die Rügepflicht. Es ist aufzuzeigen, an welchen Mängeln der angefochtene Ent-

scheid leidet; das Gericht überprüft den Sachverhalt nicht von sich aus (OGer ZH 

RV200007 vom 24. August 2020 E. 2.2 m.w.H.). Erfüllt die Beschwerde grundle-

gende Inhaltsanforderungen nicht, fehlt es an einer Eintretensvoraussetzung und 

die Rechtsmittelinstanz hat darauf nicht einzutreten (BGer 5D_215/2015 vom 

16. März 2016 E. 3.1 m.w.H; OGer ZH RT250097 vom 10. Juni 2025 E. 2.1).

3.2. Auf die Erwägungen der Vorinstanz zu den Kostenfolgen (Urk. 9 E. 5) geht 

die Gesuchsgegnerin mit keinem Wort ein, womit sie ihrer Rügeobliegenheit nicht 

nachkommt und auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 

3.3. Im Übrigen hätte auch ihre Beanstandung nicht verfangen, dass das Teil-Ver-

säumnisurteil des Landgerichts Ellwangen (Jagst) vom tt.mm.2025 nicht rechts-

wirksam sei, weil die durch die Gesuchsteller eingereichte Kopie durch keinen der 

Richter unterzeichnet worden sei (Urk. 7 S. 1). Nach dem deutschen Text 

von Art. 53 Abs. 1 LugÜ ist dem Antrag auf Anerkennung oder Vollstreckbarerklä-

rung eine "Ausfertigung" der Entscheidung beizulegen, welche die für ihre Beweis-

kraft erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Die französische und die englische 

Fassung sprechen statt von Beweiskraft von Authentizität ("authenticité" bzw. "au-

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thenticity"). Das nationale Recht des Ursprungsstaates bestimmt, wie die Ausferti-

gung des ausländischen Urteils aussehen muss, damit sie diesem Anspruch ge-

recht wird. Nach deutschem Recht ist die Ausfertigung eine in gesetzlich bestimm-

ter Form gefertigte Abschrift, die dem Zweck dient, die bei den Akten verbleibende 

Urschrift nach aussen zu vertreten. Durch die Ausfertigung soll dem Zustellungs-

empfänger die Gewähr der Übereinstimmung mit der bei den Akten verbleibenden 

Urteilsurschrift geboten werden. Ausfertigungen von Entscheidungen, die von deut-

schen Spruchkörpern stammen, sind gemäss § 317 Abs. 4 ZPO/D vom Urkunds-

beamten der Geschäftsstelle zu unterschreiben und mit dem Gerichtssiegel zu ver-

sehen (BGer 5A_934/2016 vom 23. August 2017 E. 6.2 und E. 6.4 je m.w.H.). Die-

sen Anforderungen genügt die eingereichte Ausfertigung des Teil-Versäumnisur-

teils des Landgerichts Ellwangen (Jagst) vom tt.mm.2025 (Urk. 3/5). Zudem haben 

die Gesuchsteller auch die durch den Justizhauptsekretär unterzeichnete Beschei-

nigung nach Art. 54 i.V.m Anhang V LugÜ ins Recht gelegt (Urk. 3/7).

4.1. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 52 LugÜ, 

§ 5 Abs. 1, § 8 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 300.– festzusetzen. 

Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss der Ge-

suchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

4.2. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-

chen: der Gesuchsgegnerin infolge ihres Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), den 

Gesuchstellern mangels relevanter Aufwendungen (Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird beschlossen:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.

3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchsgeg-

nerin auferlegt.

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen.

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5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsteller unter Beilage 

der Doppel von Urk. 7 und Urk. 10/1-5, an die Gesuchsgegnerin auf dem 

Rechtshilfeweg, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 500.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 30. September 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw I. Aeberhard

versandt am:
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