# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33982a77-d2e7-584a-afcb-2067bb3e153b
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-08
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 08.08.2019 I 2019 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2019-30_2019-08-08.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2019 30

Entscheid vom 8. August 2019 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. HSG B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ arbeitete seit August 1992 in der Firma C.________ AG (Rohr-
Innensanierungen, vgl. IV-act. 1 und 6-2/2). Die Arbeitgeberin kündigte das Ar-
beitsverhältnis am 16. Juli 2015 aus wirtschaftlichen Gründen per 31. Oktober 
2015 (IV-act. 25). Am 24. August 2015 unterzeichnete A.________ eine Anmel-
dung zum Bezug von IV-Leistungen; die gesundheitlichen Probleme wurden mit 
"Hörbehinderung" umschrieben (IV-act. 1-5/8, Ziff. 7.2). Nach Abklärungen erteil-
te die IV-Stelle am 23. September 2015 Kostengutsprache für eine Hörgeräte-
pauschale (IV-act. 11). 

B. Am 26. November 2015 ging bei der IV-Stelle eine weitere IV-Anmeldung 
ein, wonach A.________ an Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Kniebe-
schwerden, Hörverlust, Schlafstörungen und psychischen Beschwerden leidet 
(IV-act. 12-8/10, Ziff. 6.2). Am 23. Dezember 2015 fand bei der IV-Stelle ein Ab-
klärungsgespräch statt (IV-act. 27). 

C. Am 5. April 2016 ging bei der IV-Stelle das von der Krankentaggeldversi-
cherung in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten vom 18. Januar 2016 ein 
(KV-act. 2-3ff./26). Am 18. Mai 2016 folgte das von der Krankentaggeldversiche-
rung veranlasste Gutachten vom 9. Mai 2016 zur Evaluation der funktionellen 
Leistungsfähigkeit, erstattet vom D.________, KV-act. 3-1ff./21). Am 22. Juni 
2016 nahm der zuständige RAD-Arzt Dr.med. E.________ (Allgemeinmedizin 
FMH) eine Auswertung der vorhandenen Unterlagen vor (IV-act. 33-5/5). Am 6. 
Juli 2016 teilte die IV-Stelle mit, dass Beratung und Unterstützung bei der Stel-
lensuche gewährt werde (IV-act. 38). 

D. Gemäss einer Suva-Bagatellunfallmeldung (vom 24.4.2017) erlitt 
A.________ am 24. März 2017 eine Knieprellung, als er mit dem rechten Knie 
gegen die Bettkante stiess (KV-act. 4-3/56). Am 14. August 2018 nahm der RAD-
Arzt Dr.med. E.________ eine neue Beurteilung der medizinischen Akten vor (IV-
act. 53-5/5). Anschliessend kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 20. Au-
gust 2018 an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 54). Dagegen liess 
A.________ am 20. September 2018 Einwände erheben (IV-act. 58). Gemäss 
Arztbericht vom 30. November 2018 erhielt A.________ gleichentags als Taxifah-
rer von einem Fahrgast einen Faustschlag ins Gesicht (IV-act. 62-7/31). Am 5. 
März 2019 nahm der RAD-Arzt Dr.med. E.________ nochmals zur medizinischen 
Aktenlage Stellung (IV-act. 64-7/7). 

E. Am 15. März 2019 verfügte die IV-Stelle, dass kein rentenbegründender IV-
Grad bestehe und das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 65).

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F. Gegen diese am 20. März 2019 eingegangene Verfügung liess A.________ 
(unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG 
i.V.m. Art. 60 ATSG) rechtzeitig am 30. April 2019 beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren: 

1. In Gutheissung der Beschwerde sei die angefochtene Verfügung der IV-Stelle 
Schwyz vom 15. März 2019 aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer ei-
ne Invalidenrente im Umfang von mindestens 50% zuzusprechen.

2. Eventuell sei ein gerichtliches Gutachten zur Abklärung des hypothetisch er-
zielbaren Einkommens einzuholen und danach über den Leistungsanspruch zu 
entscheiden. 

3. Subeventuell sei die Sache zur Beweisergänzung und Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz.

G. Mit Vernehmlassung vom 29. Mai 2019 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. 
Dazu nahm der Beschwerdeführer in einer Eingabe vom 4. Juli 2019 Stellung. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch   
einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 

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sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-

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ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmäs-
sig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis).

1.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.5.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 
vom 6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 
Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 
nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine 
Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. 
Die ärztlichen Angaben sind eine wichtige Grundlage für die juristische 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 
werden können (so die mit BGE 105 V 156 Erw. 1 S. 158 f. begründete, 
mehrfach bestätigte Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 Erw. 4).

1.6 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten 
(antizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Ver-

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waltungsrechtspflege des Bundes, 3. A., Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 
8C_424/2010 vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3; BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2.1 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung sind Sachverhalte, welche 
sich nach dem die gerichtliche Überprüfungsbefugnis zeitlich begrenzenden 
Erlass der zugrundeliegenden Verwaltungsverfügung (hier vom 15. März 2019) 
ereignet haben, grundsätzlich nicht im (diese Verfügung betreffenden) 
Rechtsmittelverfahren zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_81/2010 vom 7.7.2010 Erw. 2 mit Verweis auf BGE 131 V 243). 

2.2 In der vorliegenden Beschwerde (S. 4, Ziff. 13, und S. 5, Ziff. 20) macht der 
Versicherte geltend, dass er am 1. April 2019 (und mithin etwas mehr als 2 
Wochen nach der angefochtenen Verfügung vom 15.3.2019) einen Auffahrunfall 
(Heckkollision) erlitten habe. Dazu wird in der vorinstanzlichen Vernehmlassung 
(Ziff. 19) zutreffend dargelegt, dass die Folgen dieses Unfalles nicht im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen sind. Vielmehr können 
solche Gesundheitsfolgen, soweit sie anhaltender Natur sind, Anlass für eine 
Neuprüfung des Leistungsanspruches in einem neu aufzunehmenden Verfahren 
sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_656/2013 vom 11.12.2013 Erw. 3.1, 
publ. in SVR-Rechtsprechung 4-5/2014 IV Nr. 6).

3. Den vorliegenden Akten lassen sich für den massgebenden Zeitraum (bis 
zum Erlass der Verfügung vom 15.3.2019) insbesondere die nachfolgend aufge-
führten Angaben zum Gesundheitszustand des Versicherten entnehmen:

3.1 Bei der ersten, am 24. August 2015 unterzeichneten IV-Anmeldung um-
schrieb der Versicherte seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausschliess-
lich mit "Hörbehinderung"; dass er im Zeitpunkt dieser IV-Anmeldung arbeitsun-
fähig gewesen sei, wurde in diesem Formular vom Versicherten nicht angegeben 
(vgl. IV-act. 1-6/8, Ziff. 6.6). Demgegenüber machte der Versicherte am 24. No-
vember 2015 (und mithin drei Monate später) ausdrücklich geltend, seit 10. Au-
gust 2015 (und mithin bereits vor der Unterzeichnung der ersten IV-Anmeldung 
vom 24.8.2015) andauernd zu 100% arbeitsunfähig gewesen zu sein (IV-act. 12-
8/10, Ziff. 6.4). Konkret umschrieb der Versicherte - welchem am 16. Juli 2015 
per 31. Oktober 2015 gekündigt worden war (IV-act. 25) - nunmehr seine ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen mit "Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, 
Kniebeschwerden, Hörverlust, Schlafstörungen, psychisch" (IV-act. 12-8/10 
oben).

3.2 Dr.med. F.________ (FMH Allgem. Medizin), welcher den Patienten seit 
dem 1. September 2015 behandelte (IV-act. 23-2/13, Ziff. 1.2), stellte in seinem 

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Bericht vom 7. Dezember 2015 an die IV-Stelle folgende Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 23-2/13, Ziff. 1.1):

Lumbago, Lumboischialgie links mit/bei
- Osteochondrosen der lumbalen Segmente mit medianem Anulusriss L2/3 

und Bandscheibenprotrusion L5/S1 mit Nervenwurzelirritation S1 links
- Status nach CT-gesteuerter PRT S1 links und epiduraler Infiltration 

LWK5/SWK1 am 31.08.2015
Zervikalgie, zervikobrachiales Schmerzsyndrom beidseits mit/bei

- Osteochondrosen proximal zervikal, leicht- /mässiggradig distal zervikal
- Bandscheibenprotrusionen vor allem C4/5 bis C6/7 mit Nervenwurzelirrita-

tionen C6 beidseits und C7 rechts akzentuierter als links
Panvertebralsyndrom bei Fehlhaltung der Wirbelsäule
Kniebeschwerden beidseits mit/bei

- Meniskusläsionen beidseits
Mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11)

Im Bericht führte Dr.med. F.________ u.a. aus, dass seit anfangs 2015 zuneh-
mende und vor allem belastungsabhängige Beschwerden im Bereiche der HWS, 
BWS und LWS sowie der Kniegelenke beidseits aufgetreten seien. Vor dem 1. 
September 2015 sei der Versicherte durch Dr.med. G.________ und 
M.________ behandelt worden. Bei einer schwierigen Mobbingsituation im Ge-
schäft leide der Versicherte seit Mitte Jahr 2015 an einer mittelschweren Depres-
sion mit gleichzeitig vorhandener Konzentrations- und Schlafstörung. Diesbezüg-
lich verwies er auf eine medikamentöse antidepressive Behandlung mit psycho-
logischer Gesprächstherapie (vgl. IV-act. 23-3/13 oben).

3.3 Dem vom Krankentaggeld-Versicherer (________) in Auftrag gegebenen 
psychiatrischen Gutachten von Dr.med. H.________ (FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, ________) vom 18. Januar 2016 sind folgende Diagnosen zu ent-
nehmen (KV-act. 2-20/26):

Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (F43.21)
Anamnestisch LWS und HWS Schmerzsymptomatik und Kniebeschwerden beid-
seits.

In der zusammenfassenden Beurteilung führte der Gutachter u.a. aus:

(…) Im Längsverlauf ergibt sich aus den vorliegenden Informationen ein Bild von 
einer bis vor einigen Monaten psychisch kaum auffälligen Person. (…) Insgesamt 
können wir prämorbid von einem kaum auffälligen Expl. ausgehen. Als wesentliche 
biografische Belastungsfaktoren können die Migrationserfahrung, die anamestisch 
seit einigen Jahren bestehende Schmerzsymptomatik (vgl. Angaben des behan-
delnden Hausarztes) benannt werden. Relevant erscheinen auch die persönlichen 
Wertvorstellungen des Expl. im Sinne von hohen Anforderungen an sich selbst 
(Fleiss, hohe Leistungsansprüche), möglicherweise auch in seinen Vorstellungen 
von Fairness und Gerechtigkeit. Die anamnestisch vereinzelt berichteten Konfliktsi-
tuationen am Arbeitsplatz, aber auch in der Familie, sind aus gutachterlicher Sicht 

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normalpsychologisch zu werten. (…) Bis vor einigen Monaten stand Herr … nie in 
psychiatrischer oder psychologischer Behandlung. (…)
Diagnostisch ist insgesamt von einer reaktiven Entwicklung mit unter anderem de-
pressiven Symptomen, Ängsten und starker Kränkung nach der erfolgten Kündi-
gung auszugehen. (…)
Es ergaben sich keine Hinweise für das Vorliegen einer Persönlichkeit- oder Ent-
wicklungsstörung, einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis, einer 
hirnorganisch bedingten Störung oder relevanter Abhängigkeitsproblematik. (…)
In Anlehnung an die Mini-ICF-Dimensionen (…) ist in einer angepassten Tätigkeit 
nur von leichten Einschränkungen der Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, Kontakt-
fähigkeit und Durchhaltefähigkeit auszugehen.
Aufgrund des gesamten Eindrucks (vgl. Verhaltensbeschreibung, insbesondere 
Verhalten ausserhalb der Praxis) ist (recte wohl: muss) von gewissen Überverdeut-
lichungstendenzen bei der klinischen Beschwerdeschilderung und im gezeigten 
Verhalten ausgegangen werden. (…)
Aus rein psychiatrischer Sicht sind die Einschränkungen der funktionellen Leis-
tungsfähigkeit als insgesamt leicht zu werten. Allein für die letzte Tätigkeit mit of-
fensichtlich bestehenden Konflikten und starker Kränkung des Expl. wäre eine 
Rückkehr/ Arbeitstätigkeit nicht zumutbar. In einer vergleichbaren Tätigkeit (Chef-
monteur) besteht noch eine 40% Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der 
nun mehrmonatigen Abwesenheit aus dem Arbeitsprozess sollte die Arbeitsauf-
nahme mit einem Pensum von 50% erfolgen, innert drei Monaten wäre eine 
schrittweise Steigerung auf 100% realistisch. In einer anderen (körperlich ange-
passten Tätigkeit) Tätigkeit ohne Leitungsfunktion, ohne Kundenkontakte, ohne 
Schichtdienst und Notwendigkeit, grosse Anzahl von Überstunden zu leisten, sind 
die Einschränkungen als insgesamt leicht (schätzungsweise 20%) zu werten. (…)

3.4 In der Folge veranlasste der Krankentaggeld-Versicherer eine Evaluation 
der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) im D.________ Dem von PD Dr.med. 
I.________ (MSc FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation/ Rheumatologie/ 
zert.med. Gutachter SIM) unterzeichneten D.________-Gutachten vom 9. Mai 
2016 sind u.a. folgende Angaben zu entnehmen (KV-act. 3-1ff./21):

(…) Anlässlich der Untersuchung bei uns wurden hinsichtlich Intensität vergleich-
bare Beschwerden im oberen Bereich der Schmerzskala im Bereiche des lumbo-
sakralen Rückenbereichs, des Nackens und beider Knie angegeben, wobei gewis-
se verstärkende und abschwächende Faktoren angegeben wurden, jedoch ohne 
wesentliche Auswirkung auf die Schmerzskala. Dermatomspezifische Ausstrah-
lungsschmerzen wurden in keiner Weise erwähnt und auch keine neurologischen 
Ausfälle. In Bezug auf die subjektive Krankheitslast dominierten die im Rahmen 
psychosozialer Belastungsfaktoren zu subsummierenden Arbeitsplatzbelastungen 
und Kränkungen. In objektiver Hinsicht standen (recte wohl: bestanden) in Bezug 
auf die Wirbelsäule ein thorakolumbaler Flachrücken und eine Kopfprotraktion im 
Sinne einer mässiggradigen Wirbelsäulenfehlform, lediglich leichtgradiger Beweg-
lichkeitseinschränkungen im Bereiche der Lendenwirbelsäule mit Endschmerzen in 
Lateralflexion bds. sowie Flexion und endschmerzhafte Kopfrotation ohne Ein-
schränkungen sowie eine in Bezug auf die Fehlform nachvollziehbare leichte Ein-
schränkung der Halswirbelsäulenextension. (…)

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Im Rahmen der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit 
zeigte der Versicherte bei minimaler Leistungsbereitschaft, ausgeprägten Inkonsis-
tenzen und nur minimaler Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit ein nicht 
verwertbarer Test. In klinischer Hinsicht steht dies in Übereinstimmung mit den 
sehr hohen angegebenen Schmerzpegeln und den positiven Waddellzeichen. (…)
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
Chronisches lumbovertebrales sowie -spondylogenes Syndrom

- Degenerative Veränderungen der unteren Lendenwirbelsäule, unauffällige 
Iliosakralgelenke, beginnende Spondylarthrosen L5/S1 mit schmerzhafter 
Rotation aber ohne Beweglichkeitseinschränkung

Vorderer Knieschmerz bds.
- Beginnende mediale Gonarthrose links sowie beginnende Femoropatellar-

arthrose rechts (MRI-diagnostisch)
Klinisch Vda. Impingementsyndrom linke Hüfte
Diagnosen mit (recte wohl: ohne) Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
Psychosoziale Belastungssituation
Anamnestische Zervikale Beschwerden

- Fehlform und leichte degenerative Veränderungen der unteren HWS
Ausgeprägte sensoneurale Hörstörung beidseits (Hörapparat bds.)
Leichte Adipositas
St.n. Uvulopalatopharyngoplastik und Conchotomie am 8.3.2001 bei chron. Tonsili-
tis, habituellem Schnarchen und Muschelhyperplasie
(…)
Es konnten bei der EFL keine arbeitsrelevanten funktionellen Probleme objektiviert 
werden. Der Klient zeigte ein ausgeprägtes Schmerz- und Schonverhalten mit teil-
weise theatralisch/demonstrativem Charakter. Er brach viele Tests ab unter Anga-
be von Schmerzen im Nacken, in der Lendenwirbelsäule und in beiden Knien.
Die Leistungsbereitschaft des Klienten beurteilen wir als nicht zuverlässig.
Die Beobachtungen bei den Tests weisen auf eine deutliche Selbstlimitierung. Die 
Konsistenz bei den Tests war schlecht.
Die gezeigte Belastbarkeit liegt allgemein im Minimum im Bereich einer leicht- bis 
mittelschweren Arbeit.
Infolge erheblicher Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz sind 
die Resultate der Belastbarkeitstests für die Beurteilung nur teilweise verwertbar. 
Es ist davon auszugehen, dass der Klient bei gutem Effort mehr leisten könnte, als 
was er bei den Leistungstests zeigte. (…)
Aus rein rheumatologisch-orthopädischer Sicht ist unter Berücksichtigung vorhan-
dener, wenn auch nicht gravierender struktureller Einschränkungen und zumindest 
teilweise reproduzierbaren Beschwerden (insbesondere das Hüftimpingement links 
sowie den beidseitigen vorderen Knieschmerzen, ferner die Rückenproblematik 
ohne radikuläre Reizerscheinungen) während 6 h im Tag mit zusätzlicher Leis-
tungsminderung zumutbar, d.h. im Rahmen von 50% medizinisch-theoretisch. (…)
Eine angepasste, mittelschwere, wechselpositionierte Tätigkeit mit Hantieren von 
Lasten bis 20 kg sowie nicht anhaltenden Arbeiten in vorgeneigter oder verdrehter 
Position, nur seltenen Arbeiten mit Knien oder Kauern und Wechselpositionierung 
im Sinne von Gehen-Stehen mit zwischenzeitlichen Unterbrechungen durch Sitzen 

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wäre dem Versicherten aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht ganztags zu-
mutbar.
Ob eine zusätzliche Einschränkung aus psychiatrischer Sicht hinzukommt, können 
wir als Nichtpsychiater natürlich nicht mit Sicherheit ausschliessen.
(…)

3.5 Dr.med. G.________ (Allgemeinmedizin FMH), welcher den Versicherten 
am 4. Mai 2016 untersuchte, führte in seinem Bericht an den Rechtsanwalt der 
früheren Arbeitgeberin des Versicherten u.a. aus, dass der Grossteil der Be-
schwerden glaubhaft und gut dokumentiert sei. Abschliessend hegte er mit fol-
genden Angaben Zweifel an der Motivation des Versicherten: "Andererseits 
scheint es ein bisschen an der Motivation des Patienten zu hapern und evt. spielt 
der sogenannte 'Krankheitsgewinn' für Herrn … auch eine Rolle bei der langen 
AUF" (vgl. IV-act. 37).

3.6 Der RAD-Arzt Dr.med. E.________ (Allgemeinmedizin FMH) fasste die 
medizinischen Abklärungsergebnisse am 22. Juni 2016 dahingehend zusammen, 
dass in somatischer Hinsicht leichte bis mässige degenerative Veränderungen im 
Bereich der LWS, HWS und der Knie vorliegen würden, derweil ein anhaltender 
psychiatrischer Gesundheitsschaden zu verneinen sei (nur passagere Anpas-
sungsstörung). Sodann pflichtete der RAD-Arzt der Einschätzung der Gutachter 
bei, wonach in der angestammten schweren Tätigkeit von einem Arbeitsfähig-
keitsgrad von 50% auszugehen sei, hingegen für alle leichten und mittelschwe-
ren Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 100% zu veranschlagen sei (IV-act. 33-
5/5).

3.7 Der damalige Hausarzt des Versicherten (Dr.med. F.________) führte in 
einem Kurzbericht vom 24. Juni 2016 u.a. aus, dem Versicherten sei aus ge-
sundheitlichen bzw. medizinischen Gründen geraten worden, die bisherige Stelle 
als Chefmonteur bei der Firma C.________ AG zu kündigen, was zwischenzeit-
lich erfolgt sei (wobei bis Ende Juni von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus-
zugehen sei). Beim Erreichen einer Arbeitsfähigkeit sei darauf zu achten, dass 
der Versicherte für leichte, maximal mittelschwere körperliche Arbeiten eingesetzt 
werde (IV-act. 36).

3.8 Einer UVG-Bagatellunfallmeldung vom 24. April 2017 ist zu entnehmen 
(vgl. KV-act. 4-3/56),

- dass der Versicherte damals bei der ________ Arbeitslosenkasse ________ 
angemeldet war,

- dass er am 24. März 2017 eine Knieprellung erlitt, als er mit dem rechten 
Knie an die Bettkante stiess,

- und dass er in jener Zeit einen Zwischenverdienst bei der J.________ AG 
erzielte.

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Hinsichtlich dieser Kniebeschwerden (Bewegungs- und Belastungsbeschwerden) 
ergaben die klinischen und radiologischen Abklärungen eine mediale Meniskus-
läsion bei einer zusätzlichen Bursitis, weshalb eine Operation (Kniegelenkarthro-
skopie rechts) indiziert war, welche am 8. Mai 2017 von Dr.med. K.________ 
(Orthopädische Chirurgie und Sportmedizin) im Spital N.________ vorgenom-
men wurde. Im Austrittsbericht zur Hospitalisation vom 8. bis 10. Mai 2017 sind 
folgende Hauptdiagnosen aufgeführt (die Nebendiagnosen betreffen die oben 
aufgeführten Rückenbeschwerden, vgl. KV-act. 4-8/56):

Mediale Meniskushinterhornläsion Knie rechts
Intraartikuläre Synovialitis
Hypertrophe Plica mediopatellaris
Hypertrophe Plica infrapatellaris
Chondromalazie 1. bis 2. Grades auf einem Areal von 1-2 cm medialer Femurkon-
dylus

Die Arbeitsfähigkeit im weiteren Verlauf umschrieb Dr.med. K.________ im Be-
richt vom 9. Juni 2017 an die Suva dahingehend, dass bis 18. Juni 2017 eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit sowie vom 19. Juni 2017 bis 2. Juli 2017 eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit und anschliessend eine Arbeitsfähigkeit von 100% zu 
veranschlagen sei (KV-act. 4-45/56).

3.9 Am 14. August 2018 nahm der RAD-Arzt Dr.med. E.________ eine erneute 
Prüfung der medizinischen Aktenlage vor und fasste seine Beurteilung wie folgt 
zusammen (IV-act. 53-5/5):

GS [Gesundheitsschaden]: Neu besteht ein Status nach Kniedistorsion mit Menis-
cusläsion, Plicapathologien und Chondromalazie.
Die Chondromalazie ist ein Zeichen einer beginnenden Arthrose.
Mittels Arthoskopie von 5/17 konnte eine deutliche Verbesserung erreicht werden.
AF [Arbeitsfähigkeit]: Durch den Unfall ergab sich eine befristete AUF-Phase von 
5-7/17 für angepasste leichte bis mittelschwere Tätigkeiten.
Für schwere Arbeiten ist die Knieläsion nun aber ebenfalls als GS anzusehen.

3.10  Dr.med. L.________ (prakt. Ärztin FMH, ________), welche den Versi-
cherten seit 1. August 2017 behandelt und nach eigenen Angaben den Versi-
cherten ca. einmal pro Monat sieht, stellte in ihrem Bericht an die IV-Stelle vom 
16. Januar 2019 folgende Diagnosen (vgl. IV-act. 62-3/31):

ICD-10: F32.11 (Dr.med. F.________, 2016)
Panvertebrales Schmerzsyndrom

Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit veranschlagte sie lediglich für 8 Tage bzw. 
für den Zeitraum vom 30. November 2018 bis zum 7. Dezember 2018 (vgl. IV-
act. 62-2/31, Ziff. 1.3). Diese befristete Arbeitsunfähigkeit steht im Zusammen-
hang mit einem Faustschlag, welchen der Versicherte als Taxifahrer am 30. No-

12

vember 2018 von einem Fahrgast ins Gesicht erhalten hatte (vgl. IV-act. 62-
7f./31). Dass dieser Zwischenfall vom 30. November 2018 über die erwähnte be-
fristete Dauer der Arbeitsunfähigkeit gesundheitliche Folgen bewirkte, wurde im 
Bericht vom 16. Januar 2019 von der Hausärztin nicht geltend gemacht. Zur ak-
tuellen Erwerbsarbeit führte die Hausärztin aus, dass der Versicherte als Taxifah-
rer bis zu 8 Stunden am Tag arbeite, "am Stück 2-3 Stunden", wechselbelastend, 
Schichtarbeit sitzend, Kundenkontakt; dabei würden nach längerem Sitzen Rü-
ckenschmerzen auftreten (vgl. IV-act. 62-4/31, Ziff. 3.1 bis 3.4). Die Fragestel-
lung, wie viele Stunden pro Tag dem Versicherten zumutbar seien, antwortete 
die Hausärztin: "8-9 Stunden mit Pausen" (IV-act. 62-5/31, Ziff. 4.1).

4. Im Lichte all dieser Angaben ist die in der angefochtenen Verfügung vom 
15. März 2019 enthaltene Ausgangslage, wonach dem Versicherten (im Verfü-
gungszeitpunkt) leichte und mittelschwere Arbeiten zu 100% zumutbar seien, im 
Ergebnis nicht zu beanstanden, ohne dass noch zusätzliche medizinische Ab-
klärungen geboten wären. Dafür spricht vorab, dass der Versicherte nach eige-
nen Angaben seit dem 1. Januar 2018 als selbständiger Taxifahrer erwerbstätig 
ist (vgl. Beschwerdeschrift, S. 3, Ziff. 10). Sodann machte der Beschwerdeführer 
in seiner Eingabe vom 20. September 2018 an die IV-Stelle ausdrücklich geltend, 
er habe nie in Abrede gestellt, "dass eine angepasste leichte Tätigkeit möglich 
wäre" (vgl. IV-act. 58-4/10 unten). Bereits erwähnt wurde, dass die Folgen eines 
nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung erlittenen Autounfalles hier keine 
Beachtung finden können (vgl. oben Erw. 2.1 und 2.2). 

Dass der Versicherte sich seit längerem (einmal abgesehen von der Knieprellung 
vom 24.3.2017 mit Kniegelenkarthroskopie vom 8.5.2017 und anschliessender 
befristeter Genesung/Schonung) selber als arbeitsfähig betrachtet, wird durch 
seine regelmässigen Bewerbungen dokumentiert. Aktenkundig ist, 

- dass der Versicherte sich am 3. Januar 2017 bei der Firma O.________ für eine 
100%-Stelle als Servicetechniker Klima/Kälte bewarb (IV-act. 47-4/13);

- dass er sich am 10. Januar 2017 für eine 100%-Stelle im Werkdienst der Ge-
meinde Q.________ bewarb (IV-act. 47-3/13);

- dass er sich am 6. Januar 2017 bei der Firma R.________ für eine 100%-Stelle 
als Lagermitarbeiter/ Staplerfahrer bewarb (IV-act. 47-7/13);

- dass er sich am 1. Februar 2017 bei der Firma P.________ für eine Stelle als 
Betriebsmitarbeiter (Isolationsmaterial für Transformatoren) bewarb (IV-act. 47-
8f./13);

- dass er sich am 4. Februar 2017 bei der Firma S.________ für eine 100%-
Stelle als Mitarbeiter in der Produktion bewarb (IV-act. 47-11/13);

- dass er sich am 30. März 2017 bei der T.________ für eine Stelle als Mitarbei-
ter für die Waschanlage bewarb (IV-act. 47-10/13);

13

- dass er sich am 6. April 2017 bei der Firma U.________ für eine Stelle als Ma-
schinenbediener/ Flachbettlaser bewarb (IV-act. 47-13/13);

- dass er sich am 5. Dezember 2017 bei der Firma V.________ als Mitarbeiter 
"Operations Help 80%" bewarb (Bf-act. 7/Anhang);

- dass er sich am 27. Dezember 2017 bei der Firma W.________ als Mitarbeiter 
im Bereich Logistik bewarb (Bf-act. 7/Anhang);

- dass er sich ebenfalls am 27. Dezember 2017 bei der Firma X.________ für ei-
ne Stelle als Allrounder bewarb (Bf-act. 7/Anhang);

- dass er sich auch am 27. Dezember 2017 bei der Firma Y.________ als All-
rounder ________ bewarb (Bf-act. 7/Anhang);

- dass er sich am 21. Dezember 2017 bei der Firma Z.________ als Metallbau-
monteur mit Führungserfahrung bewarb (Bf-act. 7/Anhang);

- dass er sich am 18. Januar 2018 bei der Firma AA.________ als Monteur be-
warb (Bf-act. 7/ Anhang);

- dass er sich am 12. März 2018 bei der Firma AB.________ als Mitarbeiter (Ma-
schinenbediener) bewarb (Bf-act. 7);

- dass er sich ebenfalls am 12. März 2018 bei der Firma AC.________ als Team-
leiter Produktionssteuerung bewarb (Bf-act. 7/Anhang);

- dass er sich am 10. Oktober 2018 bei der Firma AD.________ als Mitarbeiter 
im Schichtbetrieb bewarb (Bf-act. 7/Anhang);

- und dass er sich am 12. Oktober 2018 bei der AE.________ für eine 100%-
Stelle als Privatchauffeur bewarb (Bf-act. 7/Anhang).

Zusammenfassend erweist es sich als rechtens, dass die Vorinstanz in der ange-
fochtenen Verfügung auf eine Arbeitsfähigkeit von 100% für körperlich leichte bis 
mittelschwere Tätigkeiten abgestellt hat. Die diesbezüglichen Einwände des Be-
schwerdeführers sind nicht zu hören. Namentlich liegt keine Verletzung des Un-
tersuchungsgrundsatzes vor. Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Ver-
fügung wären im Rahmen einer zulässigen antizipierten Beweiswürdigung von 
einer zusätzlichen medizinischen Abklärung keine relevanten neuen Erkenntnis-
se zu erwarten gewesen (zumal der spätere Autounfall hier auszuklammern ist). 
Soweit sich der Beschwerdeführer auf psychische Beeinträchtigungen und darauf 
beruft, dass sinngemäss im aktenkundigen psychiatrischen Gutachten den ein-
zelnen Indikatoren gemäss der aktuellen Bundesgerichtsrechtsprechung unge-
nügend Rechnung getragen worden sei, wird in der vorinstanzlichen Vernehm-
lassung (S. 4, Ziff. 15) überzeugend entgegengehalten, dass bei der Prüfung ei-
nes allfälligen Rentenanspruchs der Versicherte täglich acht bis neun Stunden 
als Taxifahrer arbeitete und aus psychiatrischer Sicht weder ein Leidensdruck 
noch eine psychiatrische Behandlung gegeben war. Den entsprechenden Aus-
führungen der Vorinstanz ist uneingeschränkt beizupflichten.

5. In der Folge sind die erwerblichen Auswirkungen des im Verfügungszeit-
punkt massgebenden Arbeitsfähigkeitsgrades des Versicherten näher zu prüfen.

14

5.1.1  Die Vorinstanz ermittelte in der angefochtenen Verfügung ein Validenein-
kommen von Fr. 96'850.-- (per 2015), basierend auf dem letzten Einkommen als 
Chefmonteur Rohr-Innensanierungen bei der langjährigen Arbeitgeberin (vgl. IV-
act. 5-2/2, Ziff. 3.1). Dieses Valideneinkommen wird in der vorliegenden Be-
schwerde (S. 6, Ziff. 28) übernommen, weshalb sich an sich weitere Ausführun-
gen erübrigen würden (vgl. aber nachfolgend).

5.1.2  Am Schluss der Vernehmlassung warf die Vorinstanz die Frage auf, ob 
das Valideneinkommen zu hoch angesetzt worden sei, weil der Versicherte die 
damalige Stelle nicht aus gesundheitlichen Gründen verloren habe, weshalb mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass der Versicherte 
auch im Gesundheitsfall nicht mehr beim letzten Arbeitgeber tätig wäre. Dies 
schliesse spätestens mit Wirkung der rechtsgültig ausgesprochenen Kündigung 
die Berücksichtigung des zuletzt erzielten Erwerbseinkommens als Validenein-
kommen aus. In der Tat leuchtet diese vorinstanzliche Argumentation ein, nach-
dem die damalige Kündigung nach der Aktenlage nicht aufgrund der Gesundheit 
des Versicherten erfolgte (vgl. das Kündigungsschreiben in IV-act. 25: "aus wirt-
schaftlichen Gründen"; siehe auch die vom Versicherten geschilderten Konfliktsi-
tuationen am Arbeitsplatz, u.a. IV-act. 27-2/4 unten; KV-act. 2-21/26 unten; KV-
act. 3-3/21 Mitte). Nachdem im vorliegenden Fall auch unter Berücksichtigung 
des aus der letzten Anstellung hergeleiteten Valideneinkommens kein rentenbe-
gründender IV-Grad resultiert (siehe nachfolgend), kann hier letztlich offen blei-
ben, ob das massgebende Valideneinkommen in Anlehnung an die Berechnung 
am Schluss der Vernehmlassung auf Fr. 91'362.-- (hergeleitet aus der LSE 2016, 
TA1, Männer Baugewerbe, Kompetenzniveau 3, Wochenarbeitszeit von 41.4 h) 
festzulegen wäre.

5.2.1  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der 
Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in 
der die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse 
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus 
der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich 
erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 
Rechtsprechung die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik 

15

herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 9C_401/2018 vom 6.11.2018 Erw. 5.1.3 mit Hinweisen). 

5.2.2  Praxisgemäss kann vom Invalideneinkommen, das anhand der LSE-
Tabellenlöhne ermittelt wird, unter bestimmten Voraussetzungen ein 
leidensbedingter Abzug vorgenommen werden. Damit soll der Tatsache 
Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art 
und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe 
haben können (vgl. statt vieler BGE 142 V 178 Erw. 1.3 S. 181) Ohne für jedes 
zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Abzüge 
vorzunehmen, ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter 
Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 
gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug maximal 25% betragen darf (vgl. zit. 
Urteil 9C_401/2018 vom 6.11.2018 Erw. 5.1.3 mit Hinweisen).

5.2.3  Rechtsprechungsgemäss ist in der Regel die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit umso eingehender abzuklären und nachzuweisen, je 
restriktiver das medizinische Anforderungsprofil umschrieben ist (Urteil des 
Bundesgerichts 9C_253/2017 vom 6.7.2017 Erw. 2.2.1 mit Hinweis). 
Unverwertbarkeit ist erst anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so 
eingeschränkter Form möglich wäre, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt 
(vgl. Art. 7 Abs. 1 und 16 ATSG) praktisch nicht kennen würde und das Finden 
einer entsprechenden Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen 
erschiene (vgl. Urteil 8C_458/2018 vom 23.10.2018 Erw. 4.1 mit Verweis u.a. auf 
BGE 138 V 457 Erw. 3.1 S. 459f.).

5.2.4  Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses 
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist 
einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf (BGE 110 V 273 Erw. 4b S. 276). 
Das gilt sowohl hinsichtlich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (SVR 2008 IV 
Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 Erw. 5.1 mit Hinweis; ZAK 1991 S. 318, I 350/89 
Erw. 3b). Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. 
Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der 
gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar 
sind (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 Erw. 5.1 mit Hinweis). Der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also 
Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 
Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil 
9C_95/2007 vom 29.08.2007 Erw. 4.3 mit Hinweisen). Von einer 

16

Arbeitsgelegenheit kann aber dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare 
Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 
Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich und das Finden 
einer entsprechenden Stelle daher zum vorneherein als ausgeschlossen 
erscheint (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_458/2018 vom 23.10.2018 Erw. 4.2 
mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_434/2017 vom 3.1.2018 Erw. 
7.2.1).

5.2.5  Eine (in grundsätzlicher oder masslicher Hinsicht) fehlende Verwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit kann nur angenommen werden, wenn sie mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht (vgl. zit. Urteil 8C_458/2018 vom 
23.1.2018 Erw. 4.3 mit Verweis auf SVR 2016 EL Nr. 1 S. 1, 9C_265/2015 Erw. 
3.2.1 mit Hinweisen).

5.3 In der vorliegenden Beschwerde (S. 6) macht der Versicherte sinngemäss 
geltend, dass er mit der seit dem 1. Januar 2018 ausgeübten Tätigkeit als Taxi-
fahrer seine Arbeitsfähigkeit hinreichend ausschöpfe und sein Taxifahrerlohn als 
Invalideneinkommen heranzuziehen sei, zumal er selbst unter Mithilfe der IV-
Stelle keine andere Anstellung als ungelernter Mitarbeiter gefunden habe. Zudem 
habe er im Jahre 2018 als Taxifahrer Fr. 45'970.-- verdient (monatlich rund Fr. 
3'830.--), was über dem monatlichen Durchschnittseinkommen eines Taxifahrers 
von rund Fr. 3'210.-- liege.

5.4.1  Für den Standpunkt der Vorinstanz, wonach das massgebende Invaliden-
einkommen nicht nach Massgabe des aktuellen Taxifahrerlohnes, sondern an-
hand der Einkommensmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nach 
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu ermitteln ist, sprechen die 
nachfolgenden Aspekte. Zum einen übt der Versicherte diese Tätigkeit als Taxi-
fahrer noch nicht lange aus; im hier massgebenden Zeitpunkt vom 15. März 2019 
(= Erlass der angefochtenen Verfügung) war der Versicherte seit 14½ Monaten 
als Taxifahrer tätig (wobei er wegen eines Faustschlages eines Fahrgastes ab 
30. November 2018 rund eine Woche aussetzte, IV-act. 62-2/31 i.V.m. 62-7/31). 
Bei einer solchen Dauer kann nicht von einem besonders stabilen Arbeitsverhält-
nis ausgegangen werden; vielmehr ist es nicht auszuschliessen, dass der 51-
jährige Versicherte offen für eine andere Arbeitsstelle ist, zumal wenn diese bes-
ser bezahlt wäre. Ob auch die Folgen des am 1. April 2019 erlittenen Autounfal-
les gegen eine Fortsetzung der Taxifahrertätigkeit sprechen würden, kann hier 
offen bleiben, weil dieser Unfall - wie erwähnt - in diesem Verfahren unbeachtet 
zu bleiben hat (vgl. oben Erwägungen 2.1 und 2.2). Zum andern ist aber auch zu 
berücksichtigen, dass eine weitgehend sitzend auszuübende Tätigkeit als Taxi-

17

fahrer in Anbetracht der geschilderten Rückenbeschwerden auf Dauer ungünstig 
erscheint. Dies gilt erst recht, als von einem Taxifahrer das Ein- und Ausladen 
von Gepäckstücken erwartet wird, wobei es sich dabei teilweise auch um schwe-
re Koffer handeln kann. Aus diesen Gründen ist es nicht zu beanstanden, dass 
die Vorinstanz zur Ermittlung des massgebenden Invalideneinkommens nicht auf 
das im Jahr 2018 erzielte Einkommen als Taxifahrer abgestellt hat, sondern 
stattdessen das Durchschnittseinkommen (Tabellenlohn) gemäss LSE herange-
zogen hat. 

5.4.2  Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass im konkreten Fall vom 
Kompetenzniveau 1 ("einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art") 
der Tabelle TA1 auszugehen ist. Nach ständiger Rechtsprechung ist in der Regel 
auf die Monatslöhne (für Frauen oder Männer) gemäss der Zeile "Total Privater 
Sektor" abzustellen (vgl. BGE 144 I 103 Erw. 5.2 S. 110; Urteil des 
Bundesgerichts 9C_237/2007 vom 24.08.2007 Erw. 5.1, nicht publ. in: BGE 133 
V 545, aber in: SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63). Davon abzuweichen besteht hier kein 
Anlass. Auszugehen ist vom allgemeinen monatlichen Bruttolohn (Total Männer 
2014 mit Kompetenzniveau 1) von Fr. 5'312.-. Unter Berücksichtigung, dass die 
diesem Wert zugrunde gelegte Arbeitszeit von 40 Wochenstunden geringer ist 
als die im Jahre 2014 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit (aller 
Wirtschaftszweige) von wöchentlich 41,7 Stunden (gemäss Bundesamt für 
Statistik, BFS) resultiert ein Wert von monatlich Fr. 5'537.76, multipliziert mit 12 
ein Jahreseinkommen von Fr. 66'453.12 und angepasst an die statistisch 
ausgewiesene Einkommensentwicklung gemäss BFS (Nominallohnindex Männer 
2014: 127,3; 2015: 127,7 Punkte; BGE 129 V 408 Erw. 3.1.2 S. 410) für das Jahr 
2015 ein Lohn von aufgerundet Fr. 66'662.-- (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_444/2018 vom 17.10.2018 Erw. 3.1, publ. in SVR-Rechtsprechung 3/2019, IV 
Nr. 18).

5.4.3  Von diesem Zwischenergebnis ist gemäss den nachvollziehbaren und zu-
treffenden Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung (IV-act. 
65-3/6) und in der Vernehmlassung (S. 6) ein Abzug von 5% (für eine langjährige 
Betriebszugehörigkeit) zu gewähren, derweil weder das Alter, noch die 
grundsätzlich erhaltene Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, 
noch der fehlende Berufsabschluss bei guten Sprachkenntnissen (________) ei-
nen höheren Abzug gebieten. Damit ist das hypothetische Invalideneinkommen 
(per 2015) auf Fr. 63'329.-- (66'662 x 0.95) zu veranschlagen.

5.4.4  Sodann sind die Vorbringen des Beschwerdeführers zu den bislang erfolg-
losen Stellenbemühungen nicht zu hören. Rechtsprechungsgemäss bietet ein 
ausgeglichener Arbeitsmarkt genügend Stellen an, die dem Belastungsprofil des 

18

Beschwerdeführers entsprächen. In der Regel ist die Verwertbarkeit umso 
eingehender abzuklären und nachzuweisen, je restriktiver das medizinische 
Anforderungsprofil umschrieben ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_253/2017 vom 
6.7.2017 Erw. 2.2.1 mit Hinweis). Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist 
erst anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form 
möglich wäre, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. Art. 7 Abs. 1 und 16 
ATSG) praktisch nicht kennen würde und das Finden einer entsprechenden 
Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen erschiene (BGE 138 V 457 
Erw. 3.1 S. 459 f.; Urteil des Bundesgerichts 9C_769/2016 vom 29.6.2017 Erw. 
4.3 mit Hinweisen). Im konkreten Fall ist die Vorinstanz zu Recht davon 
ausgegangen, dass keine solche Konstellation vorliegt, bietet doch der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
genügend Stellen an, welche dem dargelegten Belastungsprofil des Versicherten 
(vgl. oben Erw. 3.4 in fine i.V.m. Erw. 3.6) entsprechen. Konkrete, näher 
umschriebene Einsatzmöglichkeiten im Sinne von Arbeitsgelegenheiten musste 
die Vorinstanz hier nicht aufzeigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_675/2017 
vom 11.12.2017 Erw. 4.1 mit Verweis auf die Urteile 9C_283/2017 vom 
29.8.2017 Erw. 4.2.3; 9C_226/2017 vom 7.8.2017 Erw. 3.2; 9C_469/2016 vom 
22.12.2016 Erw. 6.3).

5.5 Stellt man dem oben angeführten Valideneinkommen von Fr. 96'850.-- das 
vorstehend dargelegte Invalideneinkommen von Fr. 63'329.-- gegenüber, resul-
tiert ein nicht rentenbegründender IV-Grad von aufgerundet 35% (96'850 minus 
63'329 = 33'521; 33'521 : 96'850 x 100 = 34.61). Aus all diesen Gründen hat die 
Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung vom 15. März 2019 zu Recht festge-
halten, dass zu diesem Zeitpunkt dem Versicherten kein IV-Rentenanspruch zu-
kommt. Daran vermögen sämtliche weiteren Vorbringen nichts zu ändern. Unbe-
helflich ist namentlich auch die Argumentation in der Eingabe vom 4. Juli 2019, 
wonach sinngemäss der Versicherte früher bei AF.________ in der Praxis 
________ des verstorbenen Dr.med. F.________ in psychiatrischer Behandlung 
gewesen sei, dass ein Leidensdruck aus psychiatrischer Sicht bestehe und es 
dem Versicherten bislang nicht möglich gewesen sei, die aktuelle Adresse dieser 
eine psychiatrische Behandlung gewährenden Fachperson ausfindig zu machen.

6. Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Beschwerde gegen die an-
gefochtene Verfügung vom 15. März 2019 als unbegründet, weshalb sie abge-
wiesen wird. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten dem 
Beschwerdeführer auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt ausser Betracht.

19

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und dem Beschwer-
deführer auferlegt. Er hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, 
so dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 8. August 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. August 2019

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I