# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f475e24b-669c-552b-9f2e-c337ab53d387
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-11-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.11.2017 BVGE 2018 V/6
**Docket/Reference:** BVGE-2018-V-6
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2018-V-6_2017-11-06

## Full Text

Genehmigung Pr&auml;mientarife (inkl. Pr&auml;mienausgleich) | Finanzierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung
(OKP). Beurteilung der Zulässigkeit der Äufnung von Reserven der OKP-Versicherer durch Zuschüsse
der Muttergesellschaft respektive des Mittelflusses aus dem VVG-Bereich von der Mutter- zu den Tochtergesellschaften.
			

			

				aArt. 60 Abs. 1 und Abs. 2, aArt. 106â¿¿106c
KVG. Art. 9â¿¿Art. 13, Art. 16 Abs. 3 und Abs. 4 KVAG. aArt. 78â¿¿78c,
aArt. 92 Abs. 1 KVV.
			

			

				1.      Qualifikation der
vorinstanzlichen Weisung als nicht anfechtbare Zwischenverfügung. Behandlung der entsprechenden
Argumente im Beschwerdeverfahren gegen die Endverfügung. Beschwerdelegitimation (E. 1.6.1â¿¿1.6.3).
			

			

				2.      Die Finanzierung
der OKP durch Mittel der Privatversicherungen beziehungsweise durch solche der Holding, welche aus Privatversicherungen
geäufnet wurden, ist nur bei Vorliegen einer einschlägigen gesetzlichen Regelung zulässig
(E. 3).
			

			

				3.      Die Finanzierung
der OKP wurde vom Gesetzgeber abschliessend geregelt. Das KVG sowie die entsprechenden Verordnungsbestimmungen
beinhalten im Zusammenhang mit den Reserven eine umfassende Regelung. Ein Mittelfluss aus dem VVG-Bereich
von der Mutter- zu den Tochtergesellschaften ist als unerlaubte Quersubventionierung zu qualifizieren
(E. 4)
			

			

				4.      Die Normen zur Prämienkorrektur
(aArt. 106â¿¿106c KVG) beinhalten
keine (neuen) Regelungen zur Finanzierung respektive zu den Finanzierungsquellen (E. 5).
			

			

				5.      Das am 1. Januar
2016 in Kraft getretene KVAG ändert nichts daran, dass das geltende Finanzierungsverfahren und die
beschränkte finanzielle Autonomie durch gesellschaftsrechtliche Konstrukte nicht unterlaufen
werden dürfen (E. 6).
			

			

2019-09-17T05:52:19Z