# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4f880f7e-e089-52f6-8fd6-725bd83ed553
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.04.2014 200 2013 330
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-330_2014-04-22.pdf

## Full Text

200 13 330 UV
STC/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. April 2014

Verwaltungsrichterin Stirnimann, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 14. März 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2014, UV/13/330, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(nachfolgend SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Be-
rufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er 
gemäss Unfallmeldung vom 14. März 2000 am 16. Februar 2000 beim Fit-
nesstraining rückwärtslaufend über mobile Stellstäbe stolperte und auf den 
Rücken und das Gesäss stürzte (Akten der SUVA [act. II] 1). Er zog sich 
eine Lumbalgie mit radikulären Zeichen links zu (act. II 2). Bildgebend wur-
de eine zentrale und recessale Diskushernie im Segment L5/S1 mit Beein-
trächtigung der Wurzel S1 links festgestellt (act. II 3).

Die SUVA gewährte Heilbehandlung und erbrachte Taggeldleistungen (Ak-
ten der SUVA [act. IIA] 117, 248). Mit Verfügung vom 14. Februar 2003 
sprach sie dem Versicherten eine Integritätsentschädigung zu und schloss 
den Fall unter Verneinung eines Rentenanspruchs ab (act. IIA 122). Eine 
hiergegen erhobene Einsprache (act. IIA 128) wies sie mit Entscheid vom 
27. Mai 2003 ab (act. IIA 131). Der Einspracheentscheid blieb unangefoch-
ten.

B.

Am 2. März 2005 meldete der Versicherte unter Hinweis auf Beschwerden 
im Lendenwirbelsäulenbereich einen Rückfall (act. IIA 141). Die SUVA ak-
zeptierte den Rückfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (act. IIA 
151). Mit Verfügung vom 19. Juli 2007 (act. IIA 180) erhöhte sie die Inte-
gritätsentschädigung und schloss den Fall erneut unter Verneinung eines 
Rentenanspruchs ab. Diese Verfügung blieb unangefochten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2014, UV/13/330, Seite 3

C.

Am 11. Januar 2010 liess der Versicherte, vertreten durch seinen Rechts-
anwalt, der SUVA ein Schreiben zukommen, worin er unter Hinweis auf 
drei Nachoperationen aufgrund von Diskushernienrezidiven L5/S1 eine 
erneute Prüfung des Rentenanspruchs beantragte (act. IIA 242). Die SUVA 
holte diverse medizinische Unterlagen ein, darunter eine Stellungnahme 
ihres Kreisarztes (act. IIA 279), und lehnte mit Verfügung vom 23. Novem-
ber 2011 (act. IIA 281) die Ausrichtung einer Rente mangels erheblicher 
Verschlechterung des unfallbedingten Gesundheitszustandes seit Erlass 
der rechtskräftigen Verfügung vom 19. Juli 2007 (act. IIA 180) ab. Die da-
gegen erhobene Einsprache (act. IIA 284 und 286) wies sie mit Entscheid 
vom 14. März 2013 ab (act. IIA 290).

D.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 25. April 2013 Beschwerde mit den Anträ-
gen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei dem Be-
schwerdeführer eine SUVA-Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei-
en die Akten zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Er 
rügte im Wesentlichen eine ungenügende medizinische Abklärung, insbe-
sondere sei im Anschluss an die seit der letzten rentenabweisenden Verfü-
gung durchgeführten Operationen nie eine kreisärztliche Untersuchung 
vorgenommen worden. Die Beschwerdegegnerin habe es zudem unterlas-
sen, Abklärungen bezüglich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit zu treffen bzw. 
sich hierzu unter Berücksichtigung der medizinischen Berichte zu äussern.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. August 2013 reichte die Beschwerdegeg-
nerin eine chirurgische Beurteilung ihres medizinischen Dienstes vom 
24. Juli 2013 ein und brachte darauf verweisend vor, der rein unfallbedingte 
Gesundheitsschaden habe sich seit der letztmaligen Rentenabweisung 
nicht wesentlich verändert. Es lägen degenerative Veränderungen vor, für 
welche sie nicht einzustehen habe. Damit bestehe weiterhin kein Anspruch 
auf eine Invalidenrente.

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Mit Replik vom 25. Oktober 2013 hielt der Beschwerdeführer fest, die chir-
urgische Beurteilung vom 24. Juli 2013 stelle ein Parteigutachten dar und 
sei nicht verwertbar. Insbesondere seien die darin enthaltenen MRI-Bilder 
kaum leserlich. Die Situation im Bereich L5/S1 sei deshalb durch externe 
Spezialisten – darunter ein Neurologe oder ein Neurochirurg – zu beurtei-
len. 

Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 27. November 2013 fest, auf 
die chirurgische Beurteilung könne abgestellt werden, da sie die rechtspre-
chungsgemäss gestellten Anforderungen an den Beweiswert eines medizi-
nischen Berichts erfülle. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 28. November 2013 stellte die Instruk-
tionsrichterin dem Beschwerdeführer einen Farbdruck der chirurgischen 
Beurteilung vom 24. Juli 2013 zu und gewährte ihm die Möglichkeit zu einer 
abschliessenden Stellungnahme, welche er mit Schreiben vom 24. Dezem-
ber 2013 wahrnahm. Darin bekräftigte er seine Ansicht, wonach seit der 
letztmaligen Rentenabweisung eine wesentliche Veränderung des Ge-
sundheitszustandes eingetreten sei. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 14. März 
2013 (act. IIA 290). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwer-
deführers auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung und in diesem 
Zusammenhang die Vollständigkeit der Abklärungen durch die Beschwer-
degegnerin.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]).

2.2 Die Versicherungsleistungen werden grundsätzlich auch für Rück-
fälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversi-
cherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; SR 832.202]). Bei einem Rückfall 
handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten 
Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 
(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein 
scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psy-
chische Veränderungen bewirkt, die zu einem völlig anders gearteten 

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Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 2003 U 
487 S. 341 E. 2).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte-
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerken-
nung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b). Vielmehr obliegt es dem Leistungsanspre-
cher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Un-
fall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfall-
versicherers (Entscheid des Bundesgerichts vom 26. September 2008, 
8C_102/2008, E. 2.2). Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Un-
fall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto 
strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des 
natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 U 275 S. 191 
E. 1c).

2.3 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.4

2.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

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nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.4.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

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3.

3.1 Die letzte materielle Prüfung des Rentenanspruchs vor der vorlie-
gend zu beurteilenden Rentenabweisung erfolgte mit unangefochten ge-
bliebener Verfügung vom 19. Juli 2007 (act. IIA 180). Vergleichsbasis bil-
den somit die Verhältnisse, wie sie dieser Verfügung und dem hier ange-
fochtenen Einspracheentscheid vom 14. März 2013 (act. IIA 290) zugrunde 
liegen. 

Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Verfügung vom 19. Juli 2007 
(act. IIA 180) sei bezüglich der Beurteilung des Rentenanspruchs unrichtig 
gewesen (Beschwerde S. 4 Ziff. 2) und aufgrund der Komplexität des Fal-
les sei eine vollumfängliche Beurteilung zur Abklärung der Rentenbezugs-
berechtigung seit 2000 einlässlich zu prüfen (Replik S. 3 Ziff. 8), ist er auf-
grund der eingetretenen Rechtskraft dieser Verfügung nicht zu hören. 

3.2 In medizinischer Hinsicht erging die Verfügung vom 19. Juli 2007 
(act. IIA 180) gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. 
C.________, Facharzt für Chirurgie FMH, vom 4. Mai 2007 (act. IIA 174). 
Dieser hielt fest, seit der Abschlussuntersuchung vom 12. Februar 2002 
(Kreisärztlicher Bericht vom 13. Februar 2002; act. II 81) sei vom 3. bis zum 
8. Juli 2006 eine erneute Hospitalisation auf der Neurochirurgie des Spitals 
D.________ zwecks mikrotechnischer Refenestration L5/S1 links und Se-
questrotomie bei Status nach Diskektomie L5/S1 links im April 2004 und 
Status nach Diskushernie L2/3 links mit konservativer Therapie im März 
2005 erfolgt. Im Vergleich zur Abschlussuntersuchung vom 13. Februar 
2002 ergäben sich folgende neue Aspekte: Eindeutige Sensibilitätsvermin-
derung im Dermatom S1 links, Unfähigkeit zum Zehenstand links, vermin-
derte aktive Beweglichkeit im OSG links, fehlende Reflexe für ASR und 
PSR links. Zusammengefasst müsse davon ausgegangen werden, dass 
seit der Abschlussuntersuchung eine objektiv nachweisbare Verschlechte-
rung eingetreten sei. Sie sei dauerhaft und erheblich. Bezüglich der Zumut-
barkeit könne auf die diesbezügliche Beurteilung im Austrittsbericht der 
Rehaklinik E.________ vom 19. Dezember 2001 (act. II 76) verwiesen 
werden, allerdings müsse die Gewichtslimite auf 5 kg reduziert werden. Im 
entsprechenden Bericht war festgehalten worden, unfallbedingt seien aktu-
ell leichte wechselbelastende rückenergonomische Tätigkeiten ganztags 

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zumutbar. Wiederholtes Heben und Tragen von Gewichten über 10 bis 15 
kg speziell über Taillenhöhe sowie Ausführen von Tätigkeiten mit allzu 
grosser Rückenmonotonie resp. Zwangspositionen mit vorgeneigtem 
Oberkörper seien beschwerlich und limitiert. 

3.3 Hinsichtlich der Entwicklung des vorliegend zu beurteilenden Ge-
sundheitszustandes seit Erlass der Verfügung vom 19. Juli 2007 (act. IIA 
180) lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.3.1 Am 9. Januar 2008 wurde im Spital D.________ aufgrund eines 
zweiten Diskushernienrezidivs L5/S1 links eine mikrotechnische Refene-
stration links sowie die Entfernung des Sequesters vorgenommen. Gemäss 
Bericht vom 14. Januar 2008 (act. IIA 190) habe der Eingriff problemlos 
durchgeführt werden können. Der Patient habe postoperativ keine fokal-
neurologischen Defizite gezeigt. Im weiteren Verlauf habe sich die 
Schmerzsymptomatik vollständig regredient gezeigt. Die Mobilisation mit 
physiotherapeutischen Instruktionen sei problemlos erfolgt. Nach weiterhin 
erfreulichem Verlauf sei der Patient am 12. Januar 2008 nach Hause ent-
lassen worden.

3.3.2 Aufgrund eines dritten Diskushernienrezidivs L5/S1 links wurde am 
2. Juni 2008 wiederum eine mikrotechnische Refenestration links mit Se-
questerentfernung sowie eine Nachräumung des Zwischenwirbelraums 
vorgenommen. Die Operation sei problemlos verlaufen, postoperativ seien 
die Schmerzen komplett regredient gewesen (Austrittsbericht vom 10. Juni 
2008; act. IIA 199). 

3.3.3 Im Austrittsbericht des Spitals D.________ vom 23. Oktober 2008 
(act. IIA 209) wurde festgehalten, der Patient sei zur Abklärung eines wie-
der aufgetretenen Schmerzsyndroms bei Zustand nach mehrmaliger Mi-
krodiskektomie L5/S1 linksseitig stationär aufgenommen worden. Zur Kon-
trolle der Symptomatik sei eine Myelographie sowie eine CT-Myelographie 
durchgeführt worden. Beide Untersuchungen hätten einen blanden Befund 
gezeigt. Entsprechend bestehe zum jetzigen Zeitpunkt keine Operationsin-
dikation.

3.3.4 Die behandelnden Ärzte des Spitals D.________ diagnostizierten im 
Bericht vom 8. November 2010 (act. IIA 278 Beilage 4) ein chronisches 

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lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei Status nach viermaliger 
Mikrodiskektomie L5/S1 links. Nach vorübergehender Schmerzexazerbati-
on im Sommer habe sich das Geschehen wieder beruhigt. Aktuell finde 
sich das bekannte chronische lumbospondylogene und linksseitige ischial-
gieforme Schmerzsyndrom. In diesem Ausmass könne der Patient mit sei-
nen Beschwerden umgehen. Von neurochirurgischer Seite bestehe mo-
mentan kein Handlungsbedarf.

3.3.5 Im Bericht vom 3. April 2013 (act. IIA 302) hielt Dr. med. 
F.________, Facharzt für Radiologie FMH, bezüglich einer gleichentags 
durchgeführten Magnetresonanztomographie der Lendenwirbelsäule fest, 
im Vergleich zu der Voruntersuchung von November 2011 liege keine rele-
vante Befundänderung vor. Es beständen gemischt disco-/ossäre Fora-
menstenosen L5/S1 beidseits, links meist ausgeprägt.

3.3.6 Die Versicherungsmediziner Dres. med. G.________ und 
H.________, Fachärzte für Chirurgie FMH, führten in der Beurteilung vom 
24. Juli 2013 aus, die Beschwerden des Versicherten betreffend Diskus-
hernie L5/S1 mit Irritation der Nervenwurzel S1 links seien durch die SUVA 
als unfallkausal erkannt worden. Anlässlich der Schätzung des Integritäts-
schadens habe der Kreisarzt am 12. Februar 2002 präzisiert, dass es beim 
Sturz lediglich zu einer richtunggebenden Verschlimmerung einer vorbe-
stehenden degenerativen Pathologie gekommen sei (act. II 82). Über die 
Jahre seien mehrfach zeitweilige Verschlechterungen seitens der Schmer-
zen dokumentiert. Die von den Neurochirurgen des Spitals D.________ im 
Bericht vom 8. November 2010 (act. IIA 278 Beilage 4) erwähnte Sympto-
matik im Sinne des chronischen lumbospondylogenen und linksseitigen 
ischialgieformen Schmerzsyndroms sei beim Versicherten bereits vor dem 
Unfall vorhanden gewesen (vgl. act. II 6) und habe seither in ihrer Häufig-
keit nicht zugenommen. Aus dem Vergleich der MRI-Aufnahmen aus den 
Jahren 2007, 2011 und 2013 gehe hervor, dass die übrigen Segmente der 
Lendenwirbelsäule vermehrt degenerative Veränderungen im Rahmen ei-
nes normalen Fortschreitens der Arthrose zeigten, das Segment L5/S1 
aber immer noch die Foramenstenosen L5/S1 beidseits, linksbetont wie im 
Jahr 2000, zeige. Zwischenzeitlich habe die fortschreitende Arthrose im 
Bereich der Wirbelbogengelenke zugenommen – was einem normalen zeit-

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lichen Fortschreiten entspreche – und sei nun mitunter an der im Segment 
L5/S1 bestehenden Foramenstenose mitbeteiligt (gemischt disco-ossär). 
Dies sei völlig unabhängig vom Unfall am 16. Februar 2000 im Rahmen 
einer normalen "Alterung" geschehen. Zum Zeitpunkt des Unfalls sei die 
beidseitige, linksbetonte Foramenstenose ausschliesslich durch die Dis-
kushernie L5/S1 verursacht worden. Aus den MRI-Bildern gehe insgesamt 
hervor, dass sich zwischen 2006 und 2013 bezüglich des Segments L5/S1 
keine strukturellen Veränderungen ergeben hätten. Es sei möglich, dass 
der Versicherte aufgrund der fortschreitenden degenerativen Veränderun-
gen in der übrigen Lendenwirbelsäule vermehrt symptomatisch geworden 
sei. Diesbezüglich würden jedoch dokumentierte objektivierbare klinische 
Befunde fehlen. Es gäbe aktuell keine Anhaltspunkte für eine zunehmende 
Nervenwurzelkompression L5/S1. Die unfallbedingten Beschwerden bezüg-
lich L5/S1 seien stationär geblieben. 

Zusammenfassend hielten die Versicherungsmediziner fest, der unfallbe-
dingte Gesundheitsschaden vom 16. Februar 2000 (Diskushernie L5/S1, 
insgesamt viermal operiert) sei radiologisch seit dem 6. Februar 2007 
gleich geblieben. Die dokumentierten Beschwerden diesbezüglich hätten 
sich seit dem Unfall nicht wesentlich verändert. Insgesamt hätten jedoch 
die degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule, insbesondere die Ar-
throse der Wirbelbogengelenke in allen Segmenten (L2/L3, L4/L5 und 
L5/S1) zugenommen. Seit dem ersten MRI der Lendenwirbelsäule vom 5. 
April 2000 hätten sich Diskusprotrusionen auch im Segment L2/L3 ausge-
bildet; die Diskusprotrusion L4/L5 sei flächenhaft linksseitig bereits im MRI 
vom 5. April 2000 dokumentiert. Die Beschwerden, die aufgrund dieser 
degenerativen Veränderungen über die Jahre hinzugekommen seien, stän-
den nicht im Zusammenhang mit dem Unfall vom 16. Februar 2000. Somit 
gelte das anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 4. Mai 
2007 (act. IIA 174) festgelegte Zumutbarkeitsprofil weiterhin.

3.4 Der Bericht der Dres. med. G.________ und H.________ vom 
24. Juli 2013 erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert eines ärztlichen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 2.4.1 hiervor). Er ist für die streitigen Belange umfassend, berücksichtigt 
die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamne-

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se) abgegeben. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist 
einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind begründet. Auf die Einschät-
zung der SUVA-Ärzte, wonach seit der rechtskräftigen Verfügung vom 
19. Juli 2007 (act. IIA 180) keine wesentliche unfallbedingte Verschlechte-
rung eingetreten sei, kann abgestellt werden. 

3.5 Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, führt zu keinem 
anderen Ergebnis:

3.5.1 Es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die me-
dizinische Sachlage durch ihren versicherungsmedizinischen Dienst ab-
klären liess und nicht ein externes Gutachten in Auftrag gegeben hat. Die 
versicherte Person hat von Bundesrechts wegen keinen formellen An-
spruch auf Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens, wenn Leis-
tungsansprüche streitig sind. Es ist auch im Lichte der von Art. 6 Ziff. 1 der 
Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) gewährleiste-
ten Verfahrensgarantien grundsätzlich zulässig, den Entscheid ausschlag-
gebend oder gar ausschliesslich auf verwaltungsinterne Abklärungen zu 
stützen (BGE 123 V 175 E. 3d S. 176, 122 V 157 E. 2c S. 165). Insoweit ist 
bereits der Einwand des Beschwerdeführers, bei der Beurteilung durch die 
Dres. med. G.________ und H.________ handle es sich um ein Parteigut-
achten, weswegen diese nicht verwertbar sei, nicht zu hören. Wie vorste-
hend ausgeführt (vgl. E. 2.4.1), ist für den Beweiswert eines ärztlichen Be-
richts weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt ausschlaggebend.

3.5.2 Urteilt das Gericht abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, 
die aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 
465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162). Mit seinen Vorbringen vermag 
es der Beschwerdeführer nicht, auch nur geringe Zweifel an der Einschät-
zung der Dres. med. G.________ und H.________ zu wecken. 

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Zunächst einmal ist nicht ersichtlich, weshalb deren Beurteilung allein 
schon deshalb "irrelevant" sein sollte, weil es sich bei diesen beiden Ärzten 
um Chirurgen und nicht um Neurologen oder Neurochirurgen handelt (Re-
plik S. 2 Ziff. 6). Diese Ansicht wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht 
näher begründet. Ein Chirurg ist durchaus befähigt, MRI- und Röntgenbil-
der sowie neurochirurgische Operationsberichte hinsichtlich der Entwick-
lung des Gesundheitszustandes zu beurteilen. Soweit der Beschwerdefüh-
rer im Weiteren geltend macht, die Stellungnahme von Dr. med. 
I.________, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, vom 13. April 2013 (act. 
IIA 296) sei nicht berücksichtigt worden, ist dies aktenwidrig: Die Dres. 
med. G.________ und H.________ haben sich hierzu ausdrücklich geäus-
sert (S. 11). Für die vorliegend zu beantwortende Frage nach einer unfall-
bedingten Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerde-
führers lässt sich dem knapp vierzeiligen Bericht nichts entnehmen. Dr. 
med. I.________ führt lediglich aus, der Patient sei aus seiner Sicht auf-
grund der subjektiven Schmerzangaben und der objektiven Untersu-
chungsbefunde (inkl. MRI-Bilder vom 3. April 2013) nicht fähig, seine frühe-
re Tätigkeit auszuüben. Dies wird seitens der Beschwerdegegnerin denn 
auch nicht bestritten. Schliesslich ist auch nicht zu beanstanden, dass die 
Dres. med. G.________ und H.________ keine persönliche Untersuchung 
des Beschwerdeführers vorgenommen haben. Nach der Praxis sind Akten-
gutachten nicht zu beanstanden, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 
Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten 
unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der 
Experte muss sich aufgrund vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lü-
ckenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 
56 S. 371 E. 5b). Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt. Insbeson-
dere waren die SUVA-Mediziner im Besitz der verschiedenen MRI- und 
Röntgenbilder. Von einer körperlichen Untersuchung wäre in Bezug auf die 
Frage nach einer (unfallbedingten) Veränderung des Segments L5/S1 seit 
der letzten rechtskräftigen Rentenabweisung kein zusätzlicher Erkenntnis-
gewinn zu erwarten gewesen. Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 
1d S. 162) auf weitere Abklärungsmassnahmen verzichtet hat.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2014, UV/13/330, Seite 14

3.5.3 Auch aus dem mit der Replik eingereichten Bericht von Dr. med. 
J.________, Fachärztin für Innere Medizin FMH, vom 4. Oktober 2013 (Ak-
ten des Beschwerdeführers [act. I] 6), wonach der Versicherte am 10. Mai 
2013 eine schmerzhafte Wirbelblockade erlitten habe, kann der Beschwer-
deführer nichts für sich ableiten. Einerseits bezieht sich der Arztbericht auf 
ein nach Abschluss des Verwaltungsverfahrens (Einspracheentscheid vom 
14. März 2013) eingetretenes Ereignis. Andererseits erlaubt der Bericht 
keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwal-
tungsverfahrens bestehende Situation (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4).

3.6 Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
14. März 2013 (act. IIA 290) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist 
unbegründet und deshalb abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 
Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2014, UV/13/330, Seite 15

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.