# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef3b0f49-3355-5280-a5b2-afe7f85c8471
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 04.05.2021 UV 2020/25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-25_2021-05-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/25

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.11.2021

Entscheiddatum: 04.05.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 04.05.2021
Art. 18 UVG. Die kreisärztlichen Beurteilungen sind beweistauglich. 
Bezüglich der nicht hinreichend objektivierbaren Problematik mangelt es am 
adäquaten Kausalzusammenhang, weshalb diese Beschwerden nicht in die 
Leistungsbeurteilung miteinzubeziehen sind. Bestätigung des 
Einspracheentscheids und Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Mai 2021, UV 2020/25).

Entscheid vom 4. Mai 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2020/25

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Karl Gehler, LL.M., Hofmann Gehler Schmidlin, 

Lattenhofweg 4, Postfach 2151, 8645 Jona,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit 7. Dezember 2009 als Raumpflegerin bei 

der B.___ AG zu einem Pensum von 65 % angestellt und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 2. Oktober 2013 meldete 

die Arbeitgeberin, dass die Versicherte am 30. September 2013 die Schulter links 

gezerrt habe, als bei der Nassreinigung ein Eimer umgekippt sei und die Versicherte 

diesen mit einer ruckartigen Bewegung habe auffangen wollen (Suva-act. 1). Die Suva 

anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Suva-act. 2). Nach durchgeführter MR-Arthrographie vom 2. 

Oktober 2013 (Suva-act. 20) erhob Dr. med. C.___, leitender Arzt chirurgische Klinik/

Orthopädie am Spital D.___ eine PASTA-Läsion Schulter links bei geringer Tendinitis 

calcarea der Supraspinatussehne mit geringer Ansatztendinose der Infraspinatussehne, 

Tendinitis der langen Bizepssehne sowie deutlicher osteoligamentärer subacromialer 

Einengung bei deutlichem lateralen Downslope des Acromions sowie einen Status 

nach traumatischer Schulterluxation links vor ca. fünf Jahren. Auf einen chirurgischen 

Eingriff wurde verzichtet, die Schulter infiltriert und der Versicherten 

physiotherapeutische Behandlungen empfohlen (Suva-act. 18 f., 24, 31). Ab Mitte März 

2014 konnte die Versicherte wieder im gewohnten Pensum bei der B.___ AG arbeiten 

(Suva-act. 34).

A.a. 

Bei jeweiliger Zunahme der Schmerzen an der linken Schulter liess die Versicherte 

am 17. April 2015 und 5. November 2015 durch ihre Arbeitgeberin Rückfälle melden 

A.b. 

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(Suva-act. 53, 64). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht (Suva-act. 60, 78). Am 23. 

November 2015 wurde die Versicherte im Spital D.___ operiert (Schulterarthroskopie 

links mit arthroskopischer AC-Gelenkresektion, Tenotomie der langen Bizepssehne, 

antero-inferiorer Labrum-Refixation, komplettem Subscapularissehnen-Release, 

Auffüllung der Knochenzyste im Tuberculum majus, subacromialer Dekompression mit 

Bursektomie und ventro-lateraler Acromioplastik; Suva-act. 75 f.). Am 26. April 2016 

erfolgte ein weiterer Eingriff an der linken Schulter (arthroskopische Arthrolyse, 

Mobilisation Schulter, glenohumorale Infiltration; Suva-act. 95, 97). Ab November 2016 

konnte die Versicherte wieder im gewohnten Pensum arbeiten (Suva-act. 112, 114).

Bei erneuter Schmerzzunahme ab Ende September 2017 (Suva-act. 118) liess die 

Versicherte am 19. Dezember 2017 einen weiteren Rückfall melden (Suva-act. 120). Die 

Suva sicherte mit Schreiben vom 16. Januar 2018 auch für diesen die 

Versicherungsleistungen zu (Suva-act. 128). Ab März 2018 wurde der Versicherten 

durch Dr. C.___ bei deutlicher Zunahme der Schmerzen an der linken Schulter eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit (in der angestammten Tätigkeit) bescheinigt (Suva-act. 

136 f., 145, 148, 170, 180, 183). Im Weiteren wurde die Versicherte neurologisch 

abgeklärt. Ursachen für die Problematik wurden dabei nicht gefunden (Suva-act. 133, 

140, 144).

A.c. 

Vom 9. Mai bis 13. Juni 2018 erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik 

Bellikon. Die verantwortlichen Ärzte hielten mit Bericht vom 15. Juni 2018 bei Austritt 

eine schmerzhafte Belastungseinschränkung und Bewegungseinschränkung an der 

linken Schulter, eine Kraftminderung im linken Arm und eine schmerzhafte 

Bewegungseinschränkung an der rechten Schulter fest. Die mittelschwere Tätigkeit als 

Raumpflegerin sei nicht mehr zumutbar. Die Anforderungen daran seien zu hoch. Eine 

leichte Tätigkeit mit Arbeiten nur bis Brusthöhe, ohne Ersteigen von Leitern, sei 

ganztags möglich (Suva-act. 157).

A.d. 

Mit Bericht vom 30. November 2018 bescheinigte Dr. med. E.___, Fachärztin 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in deren Behandlung die Versicherte seit dem 

21. August 2018 stand, bei mittelgradiger depressiver Episode mit somatischem 

Syndrom sowie psychischen und Verhaltensstörungen durch Opioide eine 100%-ige 

A.e. 

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Arbeitsunfähigkeit als Reinigungskraft und auch für angepasste Tätigkeiten (Suva-act. 

197, 205).

Vom 4. bis 26. März 2019 weilte die Versicherte für eine interdisziplinäre 

multimodale Schmerztherapie im Schmerzzentrum des Kantonsspitals St. Gallen 

(KSSG; Suva-act. 231). Am 28. und 29. August sowie am 5. September 2019 fanden 

weitere Behandlungen im Sinne einer Auffrischung des Erlernten und zur Reevaluation 

statt (Suva-act. 252). In der Zwischenzeit war das Arbeitsverhältnis bei der B.___ AG 

per 30. April 2019 aufgelöst worden (Suva-act. 217).

A.f. 

Dr. E.___ attestierte der Versicherten mit Bericht vom 1. Oktober 2019 bei 

chronischer Schmerzproblematik mit Entwicklung einer mittelgradigen depressiven 

Episode weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Arbeit als 

Reinigungskraft und auch für adaptierte Tätigkeiten. Aktuell sei die Versicherte nur in 

geschütztem Rahmen bei niedrigem Pensum (20 - 30 %) einsetzbar (Suva-act. 257).

A.g. 

Am 30. Oktober 2019 untersuchte Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kreisarzt, die Versicherte. Er 

stellte in Bezug auf die linke Schulter eine aktuell hochgradig schmerzhafte Funktions­

beeinträchtigung, eine Bewegungs- und Belastungsschmerzhaftigkeit mit hochgradiger 

Bewegungslimitierung, eine Berührungsempfindlichkeit sowie einen Kraftverlust fest. 

Im Weiteren äusserte er einen dringenden Verdacht auf eine persistierende depressive 

Episode und eine Schmerzverarbeitungsstörung. Nach auch erfolgloser 

schmerztherapeutischer Behandlung sei anzunehmen, dass eine namhafte 

Verbesserung aus somatischer Sicht weder durch weiterführende konservative noch 

durch operative Behandlungsmassnahmen erzielt werden könne. Der Versicherten 

seien Arbeiten mit auch nur leichten körperlichen Belastungen des linken 

Schultergelenks in Zukunft nicht mehr zuzumuten. Sie sei quasi als Einhänderin 

anzusehen, der linke Arm diene definitiv nur noch als Zudienarm. Gewichtsbelastende 

Tätigkeiten für den linken Arm seien damit vollständig auszuschliessen, da diese zu 

einer Verstärkung der Schulter-/Armschmerzen und zu Nackenschmerzen führen 

würden. Insgesamt erscheine die Versicherte schmerzgeplagt und mache einen 

depressiven Eindruck. Der Verdacht einer Schmerzverarbeitungsstörung stehe unter 

Berücksichtigung der insgesamt eher unauffälligen kernspintomographischen 

A.h. 

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B.

Gegen die Verfügung vom 18. November 2019 erhob der Rechtsvertreter der 

Versicherten, Dr. iur. K. Gehler, Rapperswil-Jona, am 6. Januar 2020 Einsprache. Es sei 

die Verfügung bezüglich Festlegung der Invalidenrente aufzuheben, die medizinisch-

theoretische Arbeitsunfähigkeit neu abzuklären und bei der Berechnung der 

Invalidenrente zu berücksichtigen, der Versicherten eine ganze, eventualiter eine Rente 

von mindestens 50 % zuzusprechen und zusätzlich zur medizinisch-theoretischen 

Arbeitsunfähigkeit ein Leidensabzug von 25 % zu gewähren (Suva-act. 291). Mit 

Entscheid vom 10. März 2020 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 297).

C.  

bildgebenden Befunde im Raum (Suva-act. 267). Den Integritätsschaden schätzte Dr. 

F.___ auf 30 % (Suva-act. 266).

Mit Schreiben vom 13. November 2019 teilte die Suva der Versicherten mit, dass in 

Bezug auf die linke Schulter ein stabiler Zustand vorliege und der Fall per 31. 

Dezember 2019 mit Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen abgeschlossen 

werde. Über den Abschluss hinaus komme die Suva für die Kosten der notwendigen 

ärztlichen Kontrollen der linken Schulter auf. Zum Erhalt des Gesundheitszustands 

würden während der nächsten drei Jahre jeweils vier Physiotherapieserien zu neun 

Sitzungen übernommen. Ebenfalls übernommen werde eine allfällige angemessene 

Schmerzmedikation (Suva-act. 272).

A.i. 

Mit Verfügung vom 18. November 2019 sprach die Suva der Versicherten ab 1. 

Januar 2020 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 26 % (bei 100%-iger 

Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten und einem Abzug vom Tabellenlohn 

von 25 %) sowie bei einer Integritätseinbusse von 30 % eine Integritätsentschädigung 

von Fr. 37'800.-- zu (Suva-act. 274).

A.j. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 10. März 2020 liess die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 16. April 2020 durch ihren Rechtsvertreter 

fristgerecht (vgl. Stillstand der Fristen nach Art. 38 Abs. 4 lit. a des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]; vgl. auch 

Covid-19 Fristenstillstand vom 21. März bis 19. April 2020 [SR 173.110.4]) Beschwerde 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 10. März 2020 (Suva-act. 297), welchem die Verfügung vom 18. November 2019 

erheben. Dieser beantragte darin, dass der Einspracheentscheid aufzuheben sei. Es sei 

die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin neu 

abzuklären und bei der Berechnung der Invalidenrente zu berücksichtigen. Zusätzlich 

zur medizinisch-theoretischen Arbeitsunfähigkeit sei ein Leidensabzug von 25 % zu 

gewähren. Es sei der Beschwerdeführerin eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter 

sei ihr eine Rente von mindestens 50 % zuzusprechen. Eventualiter sei die Streitsache 

zur Ergänzung des Sachverhalts (medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit in %) und 

zur Neufestlegung des Invaliditätsgrads an die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

(zuzüglich Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

In der Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 

10. März 2020 (act. G 3). Mit der Beschwerdeantwort reichte sie eine kreisärztliche 

Beurteilung durch Dr. F.___ vom 6. Mai 2020 ein (act. G 3.1).

C.b. 

Mit Replik vom 7. September 2020 liess die Beschwerdeführerin durch ihren 

Rechtsvertreter unverändert an den Anträgen festhalten (act. G 10).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik und reichte am 

28. September 2020 eine kurze Stellungnahme ein. An ihren Anträgen hielt sie 

unverändert fest (act. G 12).

C.d. 

Am 3. November 2020 reichte Rechtsanwalt Gehler eine weitere Stellungnahme 

inklusive Beilagen ein (act. G 14, 14.1). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine 

umfassende Stellungnahme dazu (act. G 16).

C.e. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.f. 

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(Suva-act. 274) zugrunde liegt. Mit dieser hat die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung, basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 30 %, und eine Rente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 

26 %, zugesprochen. In der Folge hat die Beschwerdeführerin gegen den 

Rentenentscheid, nicht aber gegen die Integritätsentschädigung Einsprache erhoben 

(Suva-act. 291). Der Verfügungsteil betreffend die Integritätsentschädigung ist damit 

unangefochten in Rechtskraft erwachsen und bildet nicht Gegenstand des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Zwischen den Parteien streitig und zu prüfen ist 

damit einzig ein Rentenanspruch bzw. dessen Höhe.

2.

Vorab ist festzuhalten, dass der Zeitpunkt des Fallabschlusses auf Ende Dezember 

2019 unbestritten und ausgewiesen ist. Entsprechend erfolgte zu Recht die Prüfung 

eines Rentenanspruchs per 1. Januar 2020 (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Unbestritten ist 

weiter, dass über den Fallabschluss hinaus Restfolgen, herrührend vom Unfall vom 30. 

September 2013, verbleiben. Umstritten sind die Auswirkungen dieser Restfolgen in 

Bezug auf die verbleibende Arbeitsfähigkeit bzw. die Höhe des Invaliditätsgrads.

3.  

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 

ATSG), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 

Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

3.1. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

3.2. 

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lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen). Diesfalls 

besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten 

(BGE 122 V 157).

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfall­

ereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli 

Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer (Hrsg.), Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Während es 

Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu 

beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

3.3. 

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4.  

Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 88). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (vgl. BGE 117 V 364 f. E. 5d/bb unten mit Hinweisen auf Lehre und 

Rechtsprechung; BGE 118 V 291 f. E. 3a). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht 

automatisch auch die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung nach der Rechtsprechung gemäss 

BGE 115 V 140 E. 6c/aa (sogenannte Psycho-Praxis) vorzunehmen.

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst 

gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – wissenschaftlich anerkannten 

(BGE 134 V 231) – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

Computertomogramm, MRI) bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. 

Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2).

3.4. 

Um den Invaliditätsgrad ermitteln zu können, muss die unfallkausale 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststehen. Zu beantworten ist in diesem Zusammenhang zunächst 

die Frage, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht, vorerst in Bezug auf die 

unfallkausalen somatischen Restfolgen (vgl. dazu vorstehende E. 3.4), rechtsgenüglich 

erstellt ist. Die Beschwerdegegnerin bejaht dies und stützt sich bezüglich des 

medizinischen Sachverhalts und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit letztlich auf die 

kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. F.___ vom 5. November 2019 (Suva-act. 267) und 

6. Mai 2020 (act. G 3.1). Die Beschwerdeführerin lehnt ein Abstellen auf diese 

Beurteilungen ab und beantragt eine Neubeurteilung der medizinisch-theoretischen 

Arbeitsfähigkeit.

4.1. 

Dr. F.___ diagnostizierte in der Beurteilung vom 5. November 2019 in Kenntnis und 

Würdigung der Vorakten und nach umfassender Untersuchung vom 30. Oktober 2019 

in Bezug auf die linke Schulter eine aktuell hochgradig schmerzhafte 

Funktionsbeeinträchtigung, eine Bewegungs- und Belastungsschmerzhaftigkeit mit 

hochgradiger Bewegungslimitierung, eine Berührungsempfindlichkeit sowie einen 

Kraftverlust (Suva-act. 267-6). Die Beschwerdeführerin demonstriere eine hochgradig 

4.2. 

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schmerzhafte Bewegungslimitierung und Belastungseinschränkung, welche unter 

Berücksichtigung der bildgebenden Befunde in keiner Weise aus somatischer Sicht 

nachvollziehbar erscheine. Die letzten Kernspintomographieaufnahmen würden weder 

Hinweise für eine Schädigung der Supraspinatussehne, Infraspinatussehne oder 

Subscapularissehne, entzündliche Veränderungen noch Hinweise auf eine Capsulitis 

adhäsiva zeigen. Für eine überwiegende Schonung des linken Armes spreche eine 

leichte muskuläre Muskelminderung des linken Ober- und Unterarms, wobei zu 

berücksichtigen sei, dass der linke Arm die adominante Seite sei. Die im Alltagsleben 

zu verrichtenden Tätigkeiten (Körperpflege und Haushaltsarbeiten) seien mit der von 

der Beschwerdeführerin demonstrierten schmerzhaften Funktionsbeeinträchtigung 

beider Schultergelenke kaum vorstellbar. Der Beschwerdeführerin seien Arbeiten mit 

auch nur leichten körperlichen Belastungen des linken Schultergelenks in Zukunft nicht 

mehr zuzumuten. Sie sei quasi als Einhänderin einzustufen, der linke Arm könne 

definitiv nur noch als Zudienarm angesehen werden. Gewichtsbelastende Tätigkeiten 

für den linken Arm seien vollständig auszuschliessen, da diese zu einer Verstärkung der 

Schulter-/Arm- und Nackenschmerzen führen würden. Die Beschwerdeführerin 

erscheine schmerzgeplagt und mache einen depressiven Eindruck. Der Verdacht einer 

Schmerzverarbeitungsstörung stehe unter Berücksichtigung der insgesamt eher 

unauffälligen kernspintomographischen bildgebenden Befunde im Raum (Suva-act. 

267-7 f.).

Die Diagnosestellung von Dr. F.___ lässt zunächst darauf schliessen, dass er 

unfallkausal von hochgradigen somatischen Funktionseinschränkungen und 

Schmerzen am linken Schultergelenk ausgeht (Suva-act. 267-6). Gestützt darauf 

schätzt er am 1. November 2019 auch den Integritätsschaden (30 %) und führt als 

unfallkausalen Befund auch hier eine hochgradige schmerzhafte Funktions- und 

Belastungsbehinderung bei Zustand nach zweifacher Schulterarthroskopie in den 

Jahren 2015 und 2016 mit nahezu schmerzhaft bedingter Bewegungsunfähigkeit des 

linken Schultergelenks an (Suva-act. 266). Auch nur leichte körperliche Belastungen 

des linken Schultergelenks erachtet er als nicht mehr zumutbar und qualifiziert die 

Beschwerdeführerin als faktisch einhändig. Sie könne den linken Arm definitiv nur noch 

als Zudienarm einsetzen. Er relativiert jedoch seine Einschätzungen, indem er in 

derselben Beurteilung vom 5. November 2019 mehrfach ausführt, dass die 

demonstrierten Beeinträchtigungen nicht genügend objektivierbar seien und eine 

Schmerzverarbeitungsstörung im Raum stehe (Suva-act. 267-7 f.). Aus der Beurteilung 

geht letztlich klar hervor, dass sich die Schmerz- und Funktionsproblematik am linken 

Schultergelenk im beklagten Ausmass nicht hinreichend objektivieren lässt. Dr. F.___ 

legt dieser Beurteilung die bildgebenden Befunde (vgl. insbesondere Suva-act. 20, 50, 

4.3. 

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71, 117, 206, 261), welche keine Hinweise für relevante Schädigungen der Sehnen, 

entzündliche Veränderungen und auch keinen Anhalt mehr für eine Capsulitis adhäsiva 

liefern, zugrunde und führt schlüssig aus, dass damit die klinisch festgestellten 

Limitierungen und Schmerzangaben der Beschwerdeführerin nicht erklärt werden 

könnten. Zum selben Schluss waren bereits die verantwortlichen Ärzte der Rehaklinik 

Bellikon mit Bericht vom 15. Juni 2018 gelangt (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.d). Diese 

hatten nach rund fünfwöchigem stationärem Aufenthalt ebenso ausgeführt, dass sich 

das Ausmass der physischen Einschränkungen mit den objektivierbaren 

pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärungen 

sowie den Diagnosen aus somatischer Sicht nur zum Teil im Rahmen der noch 

vorhandenen Frozen Shoulder erklären lasse. Die verantwortlichen Personen waren gar 

von einer erheblichen Symptomausweitung ausgegangen (Suva-act. 157-4 f.). Auch Dr. 

C.___ hatte mit Untersuchungsbericht vom 27. Juni 2018 festgehalten, dass es 

schwierig scheine, die massiven Beschwerden durch objektivierbare Befunde in der 

klinischen Untersuchung oder im MRI zu erklären. Mit hoher Wahrscheinlichkeit 

scheine eine chronifizierte Schmerzproblematik vorzuliegen (Suva-act. 180-3). Der 

Sachverhalt ist in Beachtung des Gesagten in Bezug auf die unfallkausalen 

somatischen Restfolgen genügend abgeklärt. Diese allein vermögen gestützt auf die 

nachvollziehbaren Beurteilungen die Funktions- und Schmerzproblematik im geklagten 

Ausmass nicht zu erklären. Andere orthopädische Einschätzungen von medizinischen 

Fachpersonen, welche dem widersprechen, liegen nicht im Recht und neurologische 

Ursachen für die beklagten Beschwerden sind nicht bekannt (Suva-act. 133, 140, 144). 

Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine entscheidrelevanten neuen 

Erkenntnisse zu erwarten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung darauf zu 

verzichten ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. April 2016, 8C_75/2016, E. 5.2).

Nicht vollends nachvollziehbar ist, weshalb Dr. F.___ mit Beurteilung vom 5. 

November 2019 auch die im geklagten Ausmass nicht objektivierbaren Beschwerden in 

die Schätzung der (qualitativen) Arbeitsfähigkeit und des Integritätsschadens 

miteinbezogen hat (vgl. vorstehende E. 4.2 f.) und diesbezüglich keine klare Aufteilung 

zwischen den von der Beschwerdeführerin subjektiv geklagten Beschwerden und den 

objektiv erhobenen klinischen Befunden vorgenommen hat. In der ergänzenden/

erläuternden Beurteilung vom 6. Mai 2020 räumt er diese Unklarheiten in Bezug auf die 

Arbeitsfähigkeit aus und bestätigt nochmals, dass das Ausmass der beklagten 

schmerzhaften Funktionsbeeinträchtigungen durch die Bildgebung nicht erklärbar sei. 

Neu führt er unmissverständlich aus, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der 

organisch objektivierbaren Unfallfolgen in leichten körperlich leidensadaptierten, den 

linken Arm entlastenden Tätigkeiten vollschichtig arbeitsfähig sei. Vorstellbar seien 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/18

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5.  

auch bimanuelle Tätigkeiten, aber nur leichtester Art ohne Belastung des linken 

Schultergelenks. Diese Beurteilung leuchtet bei den vorliegend unauffälligen 

objektivierbaren Befunden ein und deckt sich mit der Einschätzung der 

verantwortlichen Ärzte der Rehaklinik Bellikon, welche ebenfalls eine leichte Tätigkeit 

aufgrund der somatisch erklärbaren Beschwerden für ganztags zumutbar erachten 

(Suva-act. 157-3). Unter Mitberücksichtigung der organisch nicht objektivierbaren 

Unfallfolgen qualifiziert Dr. F.___ die Beschwerdeführerin nach wie vor funktionell als 

Einhänderin. Diesbezüglich schätzt er die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

aufgrund zusätzlich notwendiger Pausen auf 85 % ein (act. G 3.1). Warum der 

Beurteilung von Dr. F.___ vom 6. Mai 2020 der Beweiswert per se abgesprochen 

werden sollte, wie es der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ausführt, ist nicht 

ersichtlich. Inhaltlich sind keine Mängel erkennbar, die Schlussfolgerungen sind 

nachvollziehbar und schlüssig und die Unklarheiten konnten beseitigt werden. Der 

Sachverhalt ist damit auch in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

genügend abgeklärt, weshalb sich auch diesbezüglich keine Weiterungen aufdrängen.

Zusammengefasst ist nochmals festzuhalten, dass auf die Beurteilungen von Dr. 

F.___ vom 30. November 2019 und 6. Mai 2020 gesamthaft abgestellt werden kann. 

Sie sind medizinisch nachvollziehbar und werden durch die Einschätzungen der 

Fachpersonen der Rehaklinik Bellikon sowie des Operateurs Dr. C.___ gestützt. Damit 

ist bezogen auf die objektivierbare somatische Restproblematik, herrührend vom Unfall 

vom 30. September 2013, in quantitativer Hinsicht von einer 100%-igen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen. Qualitativ sind der Beschwerdeführerin aufgrund der 

organisch objektivierbaren Unfallfolgen leichte körperliche, den linken Arm entlastende 

Tätigkeiten zumutbar. Dazu zählen auch bimanuelle Tätigkeiten leichtester Art ohne 

Belastung des linken Schultergelenks (act. G 3.1). Bereits an dieser Stelle sei erwähnt, 

dass der Beschwerdeführerin bei diesem Zumutbarkeitsprofil auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt noch ein genügend weites Feld an Beschäftigungsmöglichkeiten 

offensteht (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 2. April 2015, 8C_726/2014, E. 4, 

Urteil des EVG vom 30. Juli 2004, U 337/03, E. 3.3) bzw. die Arbeitsfähigkeit verwertbar 

ist.

4.5. 

Zu prüfen bleibt, ob die psychische Problematik (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.e 

und A.g) sowie die organisch im geltend gemachten Ausmass nicht hinreichend 

objektivierbaren Beschwerden/Schmerzen (vgl. dazu vorstehende E. 4) mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen und die 

Beschwerdegegnerin auch diesbezüglich leistungspflichtig ist. Es bedarf dazu, wie in E. 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/18

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3.3 ausgeführt, einer eigenständigen Adäquanzbeurteilung. Diese hat nach den für 

psychische Fehlentwicklungen nach Unfall entwickelten Grundsätzen zu erfolgen. 

Dabei kann praxisgemäss die Frage nach einer natürlichen Kausalität der 

entsprechenden Beschwerden zum versicherten Unfallereignis offenbleiben, wenn ein 

allfälliger Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit nicht rechtsgenüglich wäre 

(BGE 135 V 472 E. 5.1).

Ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, wenn dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden zukommt. In objektivierter 

Betrachtungsweise werden die Unfälle nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, 

psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in banale und leichte Unfälle 

einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen dazwischenliegenden Bereich der 

mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne 

weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung davon 

ausgegangen werden kann, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen 

invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren 

Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel zu bejahen, 

denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Dabei gelten als schwer nur solche Unfälle, bei 

denen sämtliche Umstände, insbesondere die Dramatik des Unfallereignisses und die 

Dauer desselben wie auch die somatischen Unfallfolgen eine für die versicherte Person 

aussergewöhnliche Eindrücklichkeit aufweisen. Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt 

sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und der psychisch bedingten 

Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des 

Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv fassbare 

Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als 

direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders dramatische 

Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder 

besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre erfahrungsgemässe 

Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der 

ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche 

die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 

115 V 138 ff. E. 6 f.). Um die adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle 

Umstände gegeben sein. Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/18

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schweren Unfall im mittleren Bereich handelt. Falls keinem Kriterium besonderes 

Gewicht zukommt, müssen mehrere unfallbezogene Kriterien bejaht werden können. 

Dabei gilt, dass je leichter der Unfall ist, desto mehr Kriterien erfüllt sein müssen. Diese 

Würdigung führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs, ohne dass nach weiteren Ursachen geforscht werden muss, 

die eine psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit begünstigt haben könnten (SVR 1999 

UV Nr. 10 S. 32). Mit Urteil vom 29. Januar 2010 (8C_897/2009, E. 4.5) hat das 

Bundesgericht die Rechtsprechung zur Anzahl der zu erfüllenden Adäquanzkriterien bei 

mittelschweren Unfällen insofern präzisiert, als bei mittelschweren Unfällen im engeren 

Sinn drei Adäquanzkriterien genügen, auch wenn sie nicht in besonders ausgeprägter 

oder auffallender Weise vorliegen. Bei Unfällen im mittleren Bereich an der Grenze zu 

den leichten Unfällen sind hingegen vier Adäquanzkriterien zu erfüllen (vgl. auch Urteil 

des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis). Bei der 

Prüfung der Adäquanzkriterien sind die Folgen der organisch nicht ausgewiesenen 

Beschwerden nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen (Urteil des Bundesgerichts vom 

28. April 2010, 8C_903/2009, E. 4.6).

Die Beschwerdeführerin hat am 30. September 2013 bei der Nassreinigung einen 

umkippenden Eimer mit einer ruckartigen Bewegung auffangen wollen (vgl. im 

Sachverhalt lit. A.a). Im Vergleich zur höchstrichterlichen Kasuistik handelt es sich 

dabei um einen leichten Unfall (vgl. als Beispiele für leichte Unfälle Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 1. Juni 2006, U 83/05, E. 3.1). Die 

Beschwerdeführerin verkennt (act. G 1 S. 12 f.), dass zur Qualifikation des Ereignisses 

der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht 

jedoch die Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem 

Unfallgeschehen zugeordnet werden können, relevant sind (Urteil des Bundesgerichts 

vom 19. November 2007, U 2/07, E. 5.3.1). Im Anschluss an den Unfall sind keine 

unmittelbaren Unfallfolgen eingetreten, welche trotz leichtem Unfallereignis eine 

Prüfung der Adäquanz vonnöten machen würden (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 

62, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Doch auch eine Adäquanzprüfung bei 

Annahme eines mittelschweren Unfalls (im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen) 

führte zu keinem anderen Ergebnis. Von den in E. 5.2 genannten Kriterien sind bei 

Ausklammerung der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden – wenn überhaupt – 

höchstens diejenigen der körperlichen Dauerschmerzen und der ungewöhnlich langen 

Dauer der ärztlichen Behandlungen, in einfacher Form, erfüllt. Von der Erfüllung der 

rechtsprechungsgemäss vorausgesetzten vier Adäquanzkriterien kann auf jeden Fall 

nicht ausgegangen werden. Insbesondere ist die unfallkausale PASTA-Läsion bei 

komplikationslosen Operationen erfahrungsgemäss auch nicht geeignet, nicht 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/18

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6.  

somatische Entwicklungen in Gang zu setzen. Entsprechend ist der adäquate Kausal­

zusammenhang zwischen dem Unfall vom 30. September 2013 und den geklagten 

nicht hinreichend objektivierbaren bzw. psychischen Beschwerden zu verneinen. Die 

Beschwerdegegnerin hat diese Beschwerden mangels Kausalzusammenhangs bei der 

Rentenprüfung damit nicht zu berücksichtigen. Es wird nicht in Abrede gestellt, dass 

die Beschwerdeführerin starke Schmerzen an der linken Schulter verspürt, wie es sich 

aus dem Schlussbericht betreffend Belastungstraining der WTL, berufliche und soziale 

Integration, ergibt (act. G 14.2). Diese über das objektivierbare Mass hinaus geklagten 

Beschwerden stehen indes nicht in einem leistungsbegründenden (adäquaten) 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 30. September 2013), womit es bei der 

festgestellten 100%-igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten sein Bewenden 

hat (vgl. vorstehende E. 4.5).

Ausgehend von einer verwertbaren 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit ist im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln 

(vgl. dazu vorstehende E. 3.1). Unbestritten und ausgewiesen ist das 

Valideneinkommen (vgl. dazu act. G 1 S. 14 Ziff. 31), welches im Jahr 2019 gemäss 

den Angaben der früheren Arbeitgeberin Fr. 56'048.85 betragen könnte (Suva-act. 

235). Nicht streitig und richtig ist weiter (vgl. dazu act. G 1 S. 14 Ziff. 32), dass als 

Grundlage für die Bemessung des Invalideneinkommens die LSE-Tabellenlöhne 

heranzuziehen sind. Es ist dabei auf den Durchschnittslohn (Zentralwert) für Frauen für 

einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1 der LSE 

2018, Tabelle TA1, Privater Sektor Schweiz) von monatlich Fr. 4'371.-- abzustellen. 

Umgerechnet auf die gesamtwirtschaftlich betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit 

2019 von 41.7 Stunden und unter Aufrechnung der Nominallohnentwicklung 2018 bis 

2019 (0.9 %) ergibt dies einen Jahreslohn von Fr. 55'173.-- (Fr. 4'371 * 12 / 40 * 41.7 * 

1.009).

6.1. 

Zur Beurteilung steht letztlich ein Abzug vom Tabellenlohn. Wird das 

Invalideneinkommen auf Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist 

der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Mit dem 

Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere 

persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der 

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/18

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Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 E. 

4.2.3). Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 301 E. 5.2).

Die Beschwerdegegnerin gewährte wohl auch unter Berücksichtigung der nicht 

objektivierbaren Schmerzproblematik bei faktischer Einhändigkeit den maximalen 

Abzug von 25 %. Letztlich ist aber rechtsgenüglich erstellt, dass der 

Beschwerdeführerin aus unfallkausaler Sicht auch bimanuelle Tätigkeiten leichtester Art 

ohne Belastung des linken Schultergelenks zumutbar sind. Damit erscheint in 

Anlehnung an die neueste Rechtsprechung der gewährte Abzug als hoch (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Dezember 2019, 8C_495/2019, E. 4.2.2). In dem Sinne 

äusserte sich auch die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort (act. G 3 Ziff. 

4.4) und stellte in der Duplik (act. G 12 S. 2) eine reformatio in peius zur Diskussion. 

Von einer solchen ist im vorliegenden Verfahren abzusehen. Zum einen ist nach der 

Rechtsprechung von der Möglichkeit einer reformatio in peius zurückhaltend Gebrauch 

zu machen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2007, H 161/06, E. 5.6; vgl. 

dazu auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 166 zu Art. 61). Zum andern 

handelt es sich bei der Schätzung des Abzugs vom Tabellenlohn um einen 

Ermessensentscheid. Bei dessen Überprüfung geht es um die Frage, ob der Entscheid, 

den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen 

Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise 

anders hätte ausfallen sollen. Das Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht 

ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf 

Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 

naheliegender erscheinen lassen (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Januar 2018, 

8C_552/2017, E. 4.3; BGE 126 V 81 E. 6). Auch bezüglich der objektivierbaren 

unfallkausalen Problematik bestehen erhebliche Einschränkungen. So sind bimanuell 

nur noch leichteste Tätigkeiten ohne jegliche Belastung des linken Schultergelenks 

zumutbar, was den Gebrauch der linken oberen Extremität in hohem Masse 

einschränkt. Der gewährte Abzug von 25 % erscheint gestützt darauf zwar als hoch, 

indes nicht derart, dass triftige Gründe vorliegen würden, um einen anderen 

Ermessensentscheid zu fällen. Entsprechend resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 

41'379.75 (Fr. 55'173.-- * 0.75).

6.3. 

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 56'048.85 und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 41'379.75 resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 14'669.10 und ein 

Invaliditätsgrad von 26 % (Fr. 14'669.10 / Fr. 56'048.85). Dies entspricht dem von der 

Beschwerdegegnerin verfügten.

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/18

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7.  

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

7.2. 

Ausgangsgemäss hätte die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Das anwendbare kantonale Verfahrensrecht 

(siehe Art. 61 Ingress ATSG) kennt aber als allgemeinen Grundsatz bei der 

Kostenauferlegung (der amtlichen und ausseramtlichen Kosten) das Verursacherprinzip 

(Art. 94 und 98  des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1] in 

Verbindung mit Art. 108 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272]). In 

Streitigkeiten hat jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder 

teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Kosten, die ein Beteiligter, sein 

Rechtsbeistand oder sein Vertreter durch Trölerei oder anderes ungehöriges Verhalten 

oder durch Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften veranlasst, gehen zu seinen 

Lasten. Ferner hat jeder Beteiligte, sein Rechtsbeistand oder sein Vertreter die Kosten 

zu übernehmen, die durch nachträgliches Vorbringen von Begehren, Tatsachen oder 

Beweismitteln entstehen, deren rechtzeitige Geltendmachung ihm möglich und 

zumutbar gewesen wäre (Art. 95 Abs. 2 VRP). In der hier zu beurteilenden Sache hat 

die Beschwerdegegnerin im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung den 

Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie nicht bereits während des 

Einspracheverfahrens eine ergänzende/erläuternde Beurteilung von Dr. F.___ veranlasst 

hat bzw. diese erst eingeholt hat, als das Beschwerdeverfahren nach Einreichung der 

Beschwerdeschrift bereits anhängig war (vgl. vorstehende E. 4.4). Nach neuerer 

Rechtsprechung ist dies bei den Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 

Versicherungsträgers auch bei vollständigem Unterliegen der versicherten Person zu 

beachten, wenn – wie vorliegend – im kantonalen Recht das Verursacherprinzip gilt 

(Urteil des Bundesgerichts vom 8. Januar 2019, 9C_605/2018, E. 7.2). In Nachachtung 

dieses Prinzips sind allerdings lediglich diejenigen Aufwände der Beschwerdeführerin 

nach dem Verursacherprinzip zu ersetzen, die bis zur Heilung des 

Untersuchungsmangels im Gerichtsverfahren und damit bis zur Einholung der 

Beurteilung von Dr. F.___ vom 6. Mai 2020 angefallen sind. Die danach der 

Beschwerdeführerin entstandenen Aufwände liegen nicht mehr im 

Untersuchungsmangel begründet, sondern sind erst nach dessen Heilung angefallen 

7.3. 

ter

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/18

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 2'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

und sind in Anwendung von Art. 98  VRP (nach deren Obsiegen) nicht durch die 

Beschwerdegegnerin zu entschädigen.

bis

Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 

15'000.--. Im Vergleich mit ähnlich gelagerten Fällen erschiene eine volle 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) der Bedeutung und der Komplexität der Streitsache angemessen. In 

Beachtung des in E. 7.3 Ausgeführten erscheint eine Parteientschädigung für den 

entstandenen Aufwand der Beschwerdeführerin bis zur Heilung des 

Untersuchungsmangels (insbesondere für die Ausarbeitung der Beschwerdeschrift) von 

Fr. 2'000.-- angemessen.

7.4. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 04.05.2021
	Art. 18 UVG. Die kreisärztlichen Beurteilungen sind beweistauglich. Bezüglich der nicht hinreichend objektivierbaren Problematik mangelt es am adäquaten Kausalzusammenhang, weshalb diese Beschwerden nicht in die Leistungsbeurteilung miteinzubeziehen sind. Bestätigung des Einspracheentscheids und Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Mai 2021, UV 2020/25).

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