# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17e3ec38-9bd7-50cf-88b2-fef8691586c2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.08.2020 720 19 338/188
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-338-188_2020-08-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. August 2020 (720 19 338 / 188) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung ab Geburt bei einem Kind mit 

Trisomie 21 und weiteren Gebrechen 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Hilflosenentschädigung  
 
 
 
 
A. Der 2017 geborene A.____ leidet unter anderem am Geburtsgebrechen Trisomie 21 
(Down-Syndrom) gemäss Nr. 489 des Anhangs der Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV) 
vom 9. Dezember 1985, einem Artriumseptumdefekt, einer transienten myeloischen Leukämie, 
einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) und einem gastroösophagealen Reflux. Auf-

 
 
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grund dieser Beeinträchtigungen sprach ihm die IV-Stelle Basel-Landschaft diverse medizini-
sche Massnahmen zu. Am 12. März 2018 meldeten die Eltern ihren Sohn A.____ zum Bezug 
von Hilflosenentschädigung an. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse teilte die IV-
Stelle in ihrem Vorbescheid vom 26. März 2019 mit, dass eine langdauernde Hilflosigkeit ab 1. 
Juni 2018 vorliege. Da damit das Wartejahr am 1. Juni 2019 ablaufen werde, seien die Voraus-
setzungen für die Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung erst ab diesem Zeitpunkt erfüllt. 
Gestützt auf diesen Vorbescheid lehnte sie mit Verfügung vom 10. September 2019 einen An-
spruch auf eine Hilflosenentschädigung zurzeit ab. Mit Verfügung vom 23. Oktober 2019 sprach 
die IV-Stelle dem Versicherten eine Hilflosenentschädigung leichten Grades ab 1. Juni 2019 zu. 
 
B.  Gegen die Verfügung vom 10. September 2019 erhoben die Eltern des Versicherten 
am 13. Oktober 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragten, es sei die angefochtene Verfügung aufzuhe-
ben und es seien ihrem Sohn eine Hilflosenentschädigung und ein Intensivpflegezuschlag ab 
Geburt bis Ende April 2018 aufgrund einer dauernden Überwachungsbedürftigkeit und von Juni 
2018 bis Dezember 2018 aufgrund der intensiven Überwachung zu Hause während der Che-
motherapie und der nachfolgenden 3 Risikomonate zuzusprechen. In der Begründung wurde 
vor allem geltend gemacht, dass der Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 11. Feb-
ruar 2019 fehlerhaft sei. Am 25. November 2019 reichten die Eltern des Versicherten Berichte 
des behandelnden Kinderarztes, Dr. med. B.____, FMH Kinder- und Jugendmedizin, vom 
21. November 2019 und des Spitals C.____ vom 23. und 24. Oktober 2019 ein. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 19. Dezember 2019 stellte die IV-Stelle den Antrag auf teil-
weise Gutheissung der Beschwerde. Eine Überprüfung der Aktenlage habe ergeben, dass der 
Versicherte Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades ab März 2018 und einen 
Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag für die Zeit von März 2018 bis Mai 2018 aufgrund 
eines Mehraufwandes von über 6 Stunden habe. Zur Begründung führte sie an, dass entgegen 
den Ausführungen in der Verfügung vom 10. September 2019 bei Kleinkindern im 1. Lebensjahr 
keine Wartezeit zu bestehen sei. Gemäss Abklärungsbericht vom 11. Februar 2019 sei eine 
Hilfsbedürftigkeit in der Lebensverrichtung "Fortbewegung" ab dem 10. Lebensmonat, d.h. ab 
März 2018, gegeben. Zudem sei im Abklärungsbericht zu wenig beachtet worden, dass auch in 
der Lebensverrichtung "Essen" eine Hilfsbedürftigkeit schon ab dem 10. Lebensmonat vorliege. 
Da damit ab März 2018 in zwei alltäglichen Lebensverrichtungen ein anspruchsrelevanter Hilfe-
bedarf bestehe, habe der Versicherte ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine Hilflosenentschä-
digung leichten Grades. Dies führe dazu, dass in Bezug auf den Intensivpflegezuschlag für die 
Zeit von März 2018 bis Mai 2018 ein Mehraufwand von 6 Stunden und 18 Minuten zu berück-
sichtigen sei. Danach habe sich der Pflege- und Betreuungsaufwand massiv reduziert, weshalb 
ab Juni 2018 kein Intensivpflegezuschlag mehr geschuldet sei.  
 
D. Advokat Nicolai Fullin nahm im Auftrag und im Namen der Eltern am 21. Februar 2020 
Stellung zur Vernehmlassung der IV-Stelle. Er beantragte, es sei die IV-Stelle in Gutheissung 
der Beschwerde vom 13. Oktober 2019 zu verpflichten, für die Zeit ab dem 15. Juni 2017 eine 
Hilflosenentschädigung und einen Intensivpflegezuschlag zu leisten; unter o/e-Kostenfolge. 
Entgegen der Ansicht der IV-Stelle, welche einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung erst ab 

 
 
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dem 10. Altersmonat anerkenne, habe eine anspruchsrelevante Hilfsbedürftigkeit bereits mit 
Austritt aus der Intensivstation der neonatologischen Abteilung des Spitals C.____ per 15. Juni 
2017 bestanden. Der Versicherte habe einen schwachen Tonus, wodurch die Körperpflege, das 
An- und Auskleiden sowie das Essen viel schwieriger seien und viel mehr Zeit in Anspruch 
nähmen als bei einem gesunden Kind gleichen Alters. Zudem sei aufgrund der Atemprobleme 
und der damit verbundenen grossen Erstickungsgefahr sowie der transienten myeloischen Leu-
kämie für eine längere Zeit eine permanente Überwachung der Eltern notwendig gewesen.  
 
E.  Mit Duplik vom 20. April 2020 hielt die IV-Stelle an ihrem Antrag auf teilweise Gutheis-
sung der Beschwerde fest. Sie sei weiterhin der Ansicht, dass keine Überwachungsbedürftigkeit 
im Sinne des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung 
(KSIH, gültig ab 1.1.2015) im hier strittigen Zeitraum vorgelegen habe. Die geltend gemachte 
Hilflosigkeit bei den Lebensverrichtungen "Körperpflege" sowie "An- und Auskleiden" werde 
nicht begründet, weshalb kein Anlass bestehe, von ihrer bisherigen Beurteilung abzuweichen. 
Vor diesem Hintergrund sei die Frage, ob eine regelmässige Dritthilfe im Bereich "Essen" be-
reits vor März 2018 anzuerkennen sei, nicht relevant, da für die Zusprechung einer Hilflo-
senentschädigung leichten Grades in mindestens zwei Lebensverrichtungen eine regelmässige 
Dritthilfe vorliegen müste. Eine solche Dritthilfe bestehe erst mit der Anerkennung einer Hilfsbe-
dürftigkeit in der Lebensverrichtung "Fortbewegung" ab März 2018.  
 
F. Am 7. Mai 2020 wies Advokat Fullin bezüglich der Ausführungen der IV-Stelle zur feh-
lenden Überwachungsbedürftigkeit darauf hin, dass zur Überwachung der Atemprobleme des 
Versicherten ein Monitoring-Gerät habe eingesetzt werden müssen. Ein solches Gerät diene 
dazu, Alarmzeichen zu geben, wenn die Atmung aussetze. Das Monitoring allein habe aber zur 
Überwachung der Atemprobleme nicht ausgereicht. Denn bei Aussetzern hätten die Eltern den 
Versicherten in der Nacht aufnehmen und aktivieren müssen, um die Gefahr von Sauerstoff-
mangel zu minimieren. Solche Aussetzer seien rund 50 Mal in der Nacht aufgetreten. Dazu 
komme, dass aufgrund des äusserst schwachen Tonus und des schlaffen Gewebes des Versi-
cherten ein Aussetzer viel länger gedauert habe als bei anderen Kindern in der gleichen Situa-
tion. Es sei deswegen trotz des Monitorings eine ständige persönliche Überwachung des Versi-
cherten notwendig gewesen. Hierdurch sei auch ein Mehraufwand gegenüber einem gesunden 
Kind entstanden. Weiter wies der Rechtsvertreter bezüglich des Mehraufwandes zu den alltägli-
chen Lebensverrichtungen darauf hin, dass gemäss den Berichten über die Entwicklungs-
sprechstunden des Spitals C.____ bereits nach 5 Lebensmonaten eine Entwicklungsverzöge-
rung des Versicherten festzustellen gewesen sei. Zudem sei eine ausgeprägte muskuläre Hy-
potonie bestätigt worden. So habe er im März 2018 aufgrund des sehr schwachen Tonus den 
Kopf nicht selber halten sowie Arme und Beine kaum bewegen können. Dies habe sich auf das 
An- und Auskleiden und die übrige Körperpflege ausgewirkt. Ausserdem müsse der Versicherte 
seit der Geburt aufgrund der transienten myeloischen Leukämie mehrmals täglich ausgezogen 
und auf Petechien (stecknadelkopfgrosse Blutungen) untersucht werden. 
 
G. Die IV-Stelle hielt in ihrer Stellungnahme vom 29. Mai 2020 an ihrem bisherigen Stand-
punkt fest.  
 

 
 
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H. Mit Eingabe vom 30. Juni 2020 reichte Advokat Fullin nochmals den Bericht von  
Dr. B.____ vom 21. November 2019 und einen weiteren vom 31. Mai 2019, eine Stellungnahme 
der Eltern vom 26. Juni 2020 sowie Berichte des Spitals C.____ vom 23. Januar 2019 und 22. 
Januar 2020 ein. Daraus gehe hervor, dass eine dauernde Überwachungsbedürftigkeit auf-
grund des schweren obstruktiven Apnoesyndroms vorgelegen und dadurch ein enormer Be-
treuungsaufwand bestanden habe.  
 
I. In der Stellungnahme vom 21. Juli 2020 hielt die IV-Stelle fest, dass ihre Ausführungen 
in der Vernehmlassung vom 19. Dezember 2019 im Einklang mit den massgebenden Kriterien 
des KSIH ständen, weshalb sie am Antrag auf teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne 
der Ausführungen in der Vernehmlassung festhalten würden. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung mit Art. 69 des Bundesgesetzes 
über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 kann gegen Verfügungen der kantona-
len IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht ist deshalb gemäss 
§ 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) 
vom 16. Dezember 1993 örtlich und sachlich zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde vom 13. Oktober 2019 ist einzutreten. 
 
2.1 Vorliegend ist der Anspruch des minderjährigen Versicherten auf eine Hilflosenentschä-
digung und einen Intensivpflegezuschlag strittig. Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der 
Invalidenversicherung haben versicherte Personen, die hilflos sind (Art. 9 ATSG) und ihren 
Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben, vorbehalten bleiben die 
Bestimmungen nach Art. 42bis IVG (Art. 42 Abs. 1 IVG). Hilflos im Sinne von Art. 9 ATSG ist, 
wer wegen Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der 
Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf. Das Gesetz unterscheidet zwischen 
schwerer, mittelschwerer und leichter Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 IVG).  
 
2.2 Als schwer gilt die Hilflosigkeit, wenn die versicherte Person vollständig hilflos ist. Dies 
ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise 
auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege und der persönlichen 
Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 
17. Januar 1961). Nach Art. 37 Abs. 2 IVV ist die Hilflosigkeit mittelschwer, wenn die versicherte 
Person trotz Abgabe von Hilfsmitteln in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regel-
mässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a) oder in mindestens zwei 
alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter ange-
wiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b) oder in min-
destens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe 
Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV ange-
wiesen ist (lit. c). Dagegen gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz Ab-

 
 
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gabe von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in er-
heblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 lit. a IVV) oder der dauern-
den persönlichen Überwachung (Art. 37 Abs. 3 lit. b IVV) oder einer durch das Gebrechen be-
dingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf (Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV), wegen 
einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank 
regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann 
(Art. 37 Abs. 3 lit. d IVV) oder dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 
IVV angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 lit. e IVV). Gemäss Art. 42bis Abs. 5 IVG haben Minderjährige 
keinen Anspruch auf Hilflosenentschädigung, wenn sie lediglich eine lebenspraktische Beglei-
tung benötigen. 
 
2.3 Praxisgemäss sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massge-
bend: Ankleiden, Auskleiden; Aufstehen, Absitzen, Abliegen; Essen; Körperpflege; Verrichten 
der Notdurft; Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme (KSIH Rz. 8010; 
BGE 133 V 463 E. 7.2, 127 V 97 E. 3c). Für die Hilfsbedürftigkeit in einer Lebensverrichtung mit 
mehreren Teilfunktionen ist nicht verlangt, dass die versicherte Person bei allen oder bei der 
Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr genügt es, wenn sie bei einer 
dieser Teilfunktionen regelmässig in erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen ist (BGE 117 V 
146 E. 2 mit Hinweis; KSIH Rz. 8011).  
 
2.4 Die zur Vornahme einer Lebensverrichtung erforderliche Hilfe kann sowohl in direkter 
als auch in indirekter Dritthilfe, d.h. in der Form einer Überwachung der versicherten Person bei 
der Bewältigung der relevanten Lebensverrichtung, bestehen (BGE 133 V 450 E. 7.2 mit diver-
sen Hinweisen). Eine indirekte Dritthilfe liegt vor, wenn die versicherte Person bei der Ausfüh-
rung einer alltäglichen Lebensverrichtung, z.B. wegen Erstickungsgefahr beim Essen, über-
wacht werden muss (vgl. CAROLINE BRUGGER SCHMIDT/DANIA TREMP, Kinder, Diabetes und Hilf-
losenentschädigung, in: SZS 2020, S. 79). Die indirekte Hilfe, die zur Hauptsache psychisch 
und geistig Behinderte betrifft, setzt ferner nach KSIH Rz. 8030 voraus, dass die Drittperson 
regelmässig anwesend ist und die versicherte Person insbesondere bei der Ausführung der in 
Frage stehenden Verrichtungen persönlich überwacht, sie zum Handeln anhält oder von schä-
digenden Handlungen abhält und ihr nach Bedarf hilft.  
 
2.5.1 Die indirekte Dritthilfe ist von der dauernden persönlichen Überwachung zu unterschei-
den, welche sich als eigenständiges Bemessungskriterium (vgl. Art. 37 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b 
und Abs. 3 lit. b IVV) nicht auf die alltäglichen Lebensverrichtungen bezieht. Hilfeleistungen, die 
bereits als direkte oder indirekte Hilfe in einem Bereich der alltäglichen Lebensverrichtung Be-
rücksichtigung gefunden haben, können bei der Beurteilung der Überwachungsbedürftigkeit 
nicht nochmals ins Gewicht fallen. Vielmehr ist darunter eine medizinische und pflegerische 
Hilfeleistung zu verstehen, welche infolge des physischen und/oder psychischen Gesundheits-
zustandes der versicherten Person notwendig ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 11. De-
zember 2019, 8C_533/2019, E. 3.2.5, und vom 25. Februar 2014, 9C_666/2013, E. 8.1, in: SVR 
2014 IV Nr. 14 S. 55). Gemäss KSIH Rz. 8078 (Stand: 1. Januar 2018) und Anhang III (Richtli-
nien zur Bemessung der massgebenden Hilflosigkeit von Minderjährigen) ist die persönliche 
Überwachung in der Regel bei Kindern unter 6 Jahren nicht in Betracht zu ziehen, eine beson-

 
 
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ders intensive Überwachung nicht unter 8 Jahren, da auch ein gesundes Kind in dem Alter 
Überwachung braucht. Ausnahmen gelten bei Erstickungsgefahr nach häufigem Erbrechen und 
bei Atemproblemen. Das Erfordernis der persönlichen Überwachung ist insbesondere dann 
erfüllt, wenn das Kind sich selbst oder Drittpersonen gefährdet und/oder wenn die persönliche 
Überwachung ein gewisses Mass an Intensität aufweist, welches den Überwachungsbedarf von 
nicht behinderten Kindern im gleichen Alter übersteigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
11. Dezember 2019, 8C_533/2019, E. 3.2.5; BRUGGER SCHMIDT/TREMP, a.a.O., S. 79 mit Hin-
weis auf KSIH Rz. 8078 in Verbindung mit Rz. 8035 [Stand: 1. Januar 2017] bzw. KSIH 
Rz. 8078.1 und Rz. 8078.2 [Stand: 1. Januar 2018]).  
 
2.5.2 Eine besonders intensive dauernde Überwachung liegt vor, wenn von der Betreuungs-
person überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit und ständige Interventionsbereitschaft gefor-
dert wird (KSIH Rz. 8079). Dies bedeutet, dass sich die Betreuungsperson permanent in unmit-
telbarer Nähe der versicherten Person aufhalten muss, da eine kurze Unachtsamkeit mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit lebensbedrohliche Folgen hätte oder zu einer massiven Schädi-
gung von Personen oder Gegenständen führen würde. Aufgrund der geforderten 1:1 Überwa-
chung bzw. Betreuung kann sich die Betreuungsperson kaum anderen Aktivitäten widmen. Zum 
Schutz der versicherten Person und ihrer Umgebung müssen Massnahmen zur Schadenminde-
rung getroffen worden sein, wobei es diesbezüglich nicht zu einer unzumutbaren Situation der 
Umgebung kommen darf. Können Überwachungsinstrumente (Monitor, Alarm) eingesetzt wer-
den, ist nicht per se von einer besonders intensiven Überwachung auszugehen (KSIH Rz. 8079, 
Stand: 1. Januar 2018). 
 
2.5.3 Die Überwachung muss dauernd erforderlich sein. "Dauernd" heisst nicht rund um die 
Uhr, sondern ist als Gegensatz zu "vorübergehend" zu verstehen (KSIH Rz. 8036 in Verbindung 
mit Rz. 8078). Dies kann erfüllt sein, wenn medizinische Anfälle (z.B. epileptische Anfälle) nur 
alle zwei bis drei Tage auftreten, diese aber unvermittelt und am Tag mehrmals erfolgen 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2009, 9C_431/2008, E. 4.4.1). Überwachungs-
bedürftigkeit kann auch vorliegen, wenn sich die mit der (gezielten und individuellen) Überwa-
chung betraute Person dazu besonderer Techniken (z.B. Babyphon) bedient. Relevant ist die 
Überwachung dann, wenn sie sich nicht bloss in reiner Präsenz einer Überwachungsperson 
erschöpft, sondern mit aktiven Handlungen verbunden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 
21. April 2015, 9C_598/2014, E. 5.2.1 und vom 15. Oktober 2008, 8C_158/2008, E. 5.2.1).  
 
2.6 Gemäss Art. 37 Abs. 4 IVV ist bei Minderjährigen nur der Mehrbedarf an Hilfeleistun-
gen und persönlicher Überwachung im Vergleich zu nichtbehinderten Minderjährigen gleichen 
Alters zu berücksichtigen (BGE 137 V 434, E. 3.3.3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 11. De-
zember 2019, 8C_533/2019, E. 3.2.4). Diese Sonderregelung trägt dem Umstand Rechnung, 
dass bei Kleinkindern eine gewisse Hilfs- und Überwachungsbedürftigkeit auch bei voller Ge-
sundheit besteht. Für die Bestimmung der Hilflosigkeit Minderjähriger dienen die im Anhang III 
des KSIH enthaltenen Richtlinien zur Bemessung der massgebenden Hilflosigkeit bei Minder-
jährigen (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2019, 8C_533/2019, E. 3.2.4 mit Hin-
weis; KSIH Rz. 8086).  
 

 
 
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2.7 Nach KSIH Rz. 8094 entsteht bei Kleinkindern im ersten Lebensjahr der Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung in dem Zeitpunkt, in welchem die Hilflosigkeit das erforderliche 
Ausmass erreicht hat; es ist keine Karenzfrist abzuwarten. In diesem Zeitpunkt muss aufgrund 
der Abklärung der IV-Stelle mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehen, dass die Hilflo-
sigkeit voraussichtlich mehr als 12 Monate bestehen wird (vgl. auch Art. 42bis Abs. 3 IVG; Urteil 
des Bundesgerichts vom 30. März 2012, 9C_428/2011, E. 2).  
 
2.8 Verwaltungsweisungen, zu welchen auch das KSIH zählt, richten sich primär an die 
Durchführungsstellen und sind für das Kantonsgericht somit nicht verbindlich. Deren Regeln 
werden vom Kantonsgericht dennoch berücksichtigt, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste 
und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das 
Gericht weicht daher nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestre-
ben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu ge-
währleisten, Rechnung getragen (BGE 140 V 543 E. 3.3.2.2.1 mit Hinweisen). 
 
3.1 Gemäss Art. 42ter Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 36 Abs. 2 IVV wird die Hilflo-
senentschädigung für Minderjährige, die zusätzlich eine intensive Betreuung brauchen, um ei-
nen Intensivpflegezuschlag erhöht, sofern sie sich nicht in einem Heim aufhalten. Der monatli-
che Intensivpflegezuschlag beträgt bei einem invaliditätsbedingten Betreuungsaufwand von 
mindestens 8 Stunden pro Tag 60 % (in der bis 31. Dezember 2017 gültig gewesenen Fassung 
des Art. 42ter Abs. 3 IVG) bzw. 100 % (ab der seit 1. Januar 2018 in Kraft stehenden Fassung 
des Art. 42ter Abs. 3 IVG) bei einem solchen von mindestens 6 Stunden pro Tag 40 % (in der bis 
31. Dezember 2017 gültig gewesenen Fassung des Art. 42ter Abs. 3 IVG ) bzw. 70 % (ab der 
seit 1. Januar 2018 in Kraft stehenden Fassung des Art. 42ter Abs. 3 IVG ) und bei einem sol-
chen von mindestens 4 Stunden pro Tag 20 % (in der bis 31. Dezember 2017 gültig gewesenen 
Fassung des Art. 42ter Abs. 3 IVG) bzw. 40 % (ab der seit 1. Januar 2018 in Kraft stehenden 
Fassung des Art. 42ter Abs. 3 IVG) des Höchstbetrages der Altersrente nach Art. 34 Abs. 3 und 
5 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. De-
zember 1946. Der Zuschlag berechnet sich pro Tag.  
 
3.2 Eine intensive Betreuung im Sinne von Art. 42ter Abs. 3 IVG liegt nach Art. 39 IVV vor, 
wenn Minderjährige im Tagesdurchschnitt infolge Beeinträchtigung der Gesundheit zusätzliche 
Betreuung von mindestens 4 Stunden benötigen (Abs. 1). Anrechenbar als Betreuung ist der 
Mehrbedarf an Behandlungs- und Grundpflege im Vergleich zu nicht behinderten Minderjähri-
gen gleichen Alters. Nicht anrechenbar ist der Zeitaufwand für ärztlich verordnete medizinische  
Massnahmen, welche durch medizinische Hilfspersonen vorgenommen werden, sowie für pä-
dagogisch-therapeutische Massnahmen (Abs. 2). Bedarf eine minderjährige Person infolge Be-
einträchtigung der Gesundheit zusätzlich einer dauernden Überwachung, so kann diese als 
Betreuung von 2 Stunden angerechnet werden. Eine besonders intensive behinderungsbeding-
te Überwachung ist als Betreuung von 4 Stunden anrechenbar (Abs. 3; zur anrechenbaren Be-
treuung im Einzelnen: KSIH, Rz. 8074 ff.).   
 

 
 
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4.1 Für die Bemessung der Hilflosigkeit der versicherten Person ist in der Regel eine Ab-
klärung an Ort und Stelle (Art. 57 Abs. 1 lit. f IVG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVV) erforder-
lich. Rechtsprechungsgemäss muss ein Abklärungsbericht folgenden Anforderungen genügen: 
Als Berichterstatterin wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergeben-
den Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psy-
chische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind 
Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig 
(BGE 130 V 61 E. 6.1.1). Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksich-
tigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Be-
richtstext muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebens-
verrichtungen sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen 
Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungs-
grundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigen-
den Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbe-
sondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten 
Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1, 133 V 
450 E. 11.1.1, 130 V 61 E. 6.2).  
 
4.2.1 Vorliegend lehnte die IV-Stelle mit der angefochtenen Verfügung vom 10. September 
2019 einen Anspruch des Versicherten auf Hilflosenentschädigung und einen Intensivpflegezu-
schlag ab Geburt (= XX.XX.2017) bis 31. Mai 2019 ab, weil sie im Zeitpunkt des Verfügungser-
lasses noch davon ausging, dass eine Hilfsbedürftigkeit in zwei alltäglichen Lebensverrichtun-
gen erst ab 1. Juni 2018 vorlag. In Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG könne ein Leis-
tungsanspruch frühestens nach Ablauf eines Wartejahres, d.h. am 1. Juni 2019, entstehen. In 
der Vernehmlassung vom 19. Dezember 2019 erkannte sie richtig, dass Kleinkinder im 1. Le-
bensjahr kein Wartejahr zu bestehen haben (vgl. Erwägung 2.7). Weiter stellte sie fest, dass  
– entgegen ihren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung – seit März 2018 eine Hilfsbe-
dürftigkeit in den Lebensverrichtungen "Essen" und "Fortbewegung" gegeben sei, weshalb ab 
1. März 2018 ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades zu bejahen sei. 
Darüber hinaus sei für die Zeit von März 2018 bis Mai 2018 aufgrund eines Mehraufwandes von 
6 Stunden und 18 Minuten ein Intensivpflegezuschlag anzuerkennen. Ab 1. Juni 2018 seien die 
Anspruchsvoraussetzungen für einen Intensivpflegezuschlag nicht mehr erfüllt; der Anspruch 
auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades bleibe dagegen bestehen. Sodann liegt die 
Verfügung vom 23. Oktober 2019 in den Akten, mit welcher dem Versicherten eine Hilflo-
senentschädigung leichten Grades für die Zeit vom 1. Juni 2019 bis 1. Mai 2020 (Revision) zu-
gesprochen wird. Von der Zusprechung eines Intensivpflegezuschlages wurde abgesehen. 
Dass der Beginn des Anspruchs auf den 1. Juni 2019 und nicht auf den 1. Juni 2018 festgelegt 
wurde, ist darauf zurückzuführen, dass im Zeitpunkt des Verfügungserlasses immer noch irr-
tümlicherweise angenommen wurde, es sei ein Wartejahr zu bestehen.  
 
4.2.2 Unbestritten ist somit, dass der Versicherte ab 1. März 2018 bei einer anerkannten 
Hilfsbedürftigkeit in den Lebensverrichtungen "Essen" und "Fortbewegung" Anspruch auf eine 
Hilfslosenentschädigung leichten Grades und vom 1. März 2018 bis 31. Mai 2018 Anspruch auf 

 
 
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einen Intensivpflegezuschlag hat. Der Rechtsvertreter des Versicherten stellt sich jedoch auf 
den Standpunkt, dass die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Hilfslosenentschädigung 
bereits ab Austritt aus dem Spital C.____, d.h. ab 15. Juni 2017, erfüllt seien. Aus seiner Be-
gründung geht hervor, dass er der Ansicht ist, ab Spitalaustritt seien der Hilfebedarf und der 
Mehraufwand für einen Intensivpflegezuschlag in den Lebensverrichtungen "Essen", "An- und 
Auskleiden" sowie "Körperpflege" und der Bedarf an persönlicher Überwachung ausgewiesen. 
Strittig und zu prüfen ist somit, ob der Versicherte vom 15. Juni 2017 bis 31. Mai 2018 Anspruch 
auf eine mindestens leichtgradige Hilflosenentschädigung und einen Intensivpflegezuschlag für 
die Zeit vom 15. Juni 2017 bis 28. Februar 2018 und ab 1. Juni 2018 aufgrund eines invalidi-
tätsbedingten Betreuungsaufwandes von mindestens 4 Stunden hat.  
 
4.3.1 Bei ihrem Entscheid über den Anspruch auf Hilflosenentschädigung und den Intensiv-
pflegezuschlag stützte sich die IV-Stelle auf den Abklärungsbericht Hilflosigkeit IV-Minderjährige 
inkl. Intensivpflegezuschlag vom 11. Februar 2019. Darin wurde eine invaliditätsbedingte Hilflo-
sigkeit in den Bereichen "An- und Auskleiden", "Körperpflege, und "Verrichten der Notdurft" ver-
neint, da in diesen Bereichen ein altersentsprechender Betreuungsaufwand bestehe. Desglei-
chen wurde ein Bedarf an persönlicher Überwachung abgelehnt. Dagegen wurde die Notwen-
digkeit von Dritthilfe in der Lebensverrichtung "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" ab August 2018 
bejaht, da der Versicherte im August 2018, also im Alter von 15 Monaten, weder in der Lage 
gewesen sei, selbst aufzustehen noch sich an Möbeln oder Personen hochzuziehen noch zu 
krabbeln. Weiter wurde in der Lebensverrichtung "Essen" in der Teilfunktion "Nahrung zum 
Munde führen" ab Juni 2018 und in der Lebensverrichtung "Fortbewegung" in der Teilfunktion 
"in der Wohnung" ab März 2018 eine Hilfsbedürftigkeit anerkannt. Ferner wurde in den Lebens-
verrichtungen "An- und Auskleiden", "Aufstehen/Absitzen/Abliegen", "Essen", beim "Bedarf  
einer dauernden Hilfe im Rahmen der Behandlungs- und Grundpflege" und bei der "Begleitung 
zu Arzt- und Therapiebesuchen" ein anspruchsrelevanter Mehraufwand für die Intensivpflege 
von gesamthaft 6 Stunden und 18 Minuten für die Zeit von März 2018 bis Mai 2018, von 
2 Stunden und 22 Minuten für die Zeit von Juni 2018 bis Oktober 2018 und von 1 Stunde und 
17 Minuten für die Zeit ab November 2018 ermittelt. An diesen Abklärungsergebnissen hielt die 
zuständige Abklärungsperson mit Stellungnahme vom 19. August 2019 fest. 
 
4.3.2 Der Abklärungsbericht vom 11. Februar 2019 erfüllt grundsätzlich die formellen An-
forderungen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung. Die Abklärung wurde von einer er-
fahrenen Aussendienstmitarbeiterin und einem erfahrenen Aussendienstmitarbeiter der IV-
Stelle vorgenommen. Beide hatten Kenntnis von den räumlichen und örtlichen Verhältnissen, 
der medizinischen Aktenlage sowie den entsprechenden Diagnosen und ihren Auswirkungen. 
Nicht zu bemängeln sind die unterschiedlichen Abklärungszeiträume (März 2018 bis Mai 2018, 
Juni 2018 bis Oktober 2018 und ab November 2018). Die Abklärungsperson erklärte hierzu in 
ihrer Stellungnahme vom 19. August 2019 überzeugend, dass sich die Zeiträume nach den 
vorgegebenen Altersangaben in den Richtlinien zur Bemessung der massgebenden Hilflosigkeit 
bei Minderjährigen (KSIH Anhang III) richten würden. In inhaltlicher Hinsicht fällt aber auf, dass 
die Abklärungen erst ab März 2018 vorgenommen wurden, obwohl die Hilfsbedürftigkeit des 
Versicherten ab Geburt bzw. ab Spitalaustritt per 15. Juni 2017 (vgl. Art. 42bis Abs. 4 IVG). zu 
prüfen gewesen wäre. Eine Erklärung für dieses Vorgehen ist der Stellungnahme der zuständi-

 
 
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gen Abklärungsperson vom 19. August 2019 zu entnehmen. Aus den Abschlussbemerkungen 
geht hervor, dass diese für die Entstehung des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung die An-
meldung zum Leistungsbezug im März 2018 als massgebend erachtete. Da vorliegend bereits 
die Zeit ab Geburt (XX.XX.2017) bzw. ab Spitalaustritt (15. Juni 2017) für die Bemessung der 
Hilflosigkeit relevant ist, erweist sich der Abklärungsbericht in dieser Hinsicht als unvollständig.  
 
4.3.3 Auch wenn der Abklärungsbericht nur wenige Informationen über die Hilfsbedürftig-
keit des Versicherten ab Geburt bzw. ab Spitalaustritt Mitte Juni 2017 enthält, sind Hinweise 
vorhanden, dass der Versicherte schon damals auf Hilfe Dritter in mindestens 2 Lebensverrich-
tungen angewiesen war, welche über diejenige eines gleichaltrigen gesunden Kindes lag. Beim 
"Essen" ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 
19. Dezember 2019 aufgrund des zeitaufwendigen und ausserordentlich häufigen Stillens, den 
Vorkehrungen beim Eingeben von pürierter Kost und von Flüssigkeiten, der Schluck- und 
Atembeschwerden etc. beim "Essen" einen tatsächlichen Bedarf an Hilfeleistungen ab dem 
10. Lebensmonat, d.h. ab März 2018, anerkannt hat. Über den Hilfebedarf beim "Essen" für die 
Zeit vor März 2018 hat sie sich nicht geäussert. Es ist jedoch nicht anzunehmen, dass das Stil-
len in den ersten 9 Lebensmonaten weniger Zeit in Anspruch genommen hat und der Versicher-
te weniger oft hat gestillt werden müssen als ab März 2018, zeigten sich doch die Schluck- und 
Atembeschwerden bereits ab Geburt. Gleichermassen wird der Versicherte sich wohl auch be-
reits vor März 2018 geweigert haben, Flüssigkeiten in einem Schoppen oder einem Schnabel-
becher einzunehmen. Wenn er gemäss den Feststellungen im Abklärungsbericht im Alter von 
10 Monaten nicht in der Lage war, den üblichen Mundschluss zu machen, wird ihm auch in den 
ersten Lebensmonaten das Wasser zur Hälfte neben dem Mund heruntergelaufen sein, wenn 
die Mutter versuchte, ihm mit einem Glas Flüssigkeit in den Mund zu träufeln. Was das Essen 
eines Breis angelangt, so ist dem Abklärungsbericht nicht zu entnehmen, ab welchem Lebens-
monat dem Versicherten Brei verabreicht wurde. Gemäss den Angaben der Eltern in ihrem Be-
richt vom 13. September 2019 erhielt er im Alter von 8 Monaten zum ersten Mal einen von der 
Mutter selbst zubereiteten Brei. Bei dieser Sachlage ist anzunehmen, dass er nicht erst mit 
10 Monaten, sondern bereits ab der ersten Breinahrung in den Maxi Cosi gesetzt wurde, weil es 
zu anstrengend war, die ganze Zeit den Kopf des Versicherten zu stützen. Gemäss den Ausfüh-
rungen im Abklärungsbericht war das Stützen des Kopfes erforderlich, da der Versicherte zu 
schwache Nackenmuskeln hatte, um seine Kopfhaltung zu kontrollieren. Den übrigen Akten ist 
zur Lebensverrichtung "Essen" zu entnehmen, dass der Versicherte in den ersten Monaten 
nach der Geburt mit einer Magensonde ernährt wurde (vgl. Bericht des Spitals C.____ vom 
6. September 2017). Offenbar wurde der Versicherte im August 2017 immer noch sondiert, 
wenn auch nur noch zeitweise (vgl. Bericht der Spitex vom 21. August 2017). Diese Hinweise 
reichen jedoch nicht aus, den Hilfebedarf in der Lebensverrichtung "Essen" für die Zeit ab 
15. Juni 2017 zuverlässig zu ermitteln. In dieser Hinsicht bedarf es daher einer ergänzenden 
Abklärung.  
 
4.3.4 Was den Zeitraum ab März 2018 anbelangt, stellte die IV-Stelle in ihrer Vernehmlas-
sung einleuchtend dar, dass in der Lebensverrichtung "Essen" seit März 2018 – und nicht wie in 
der Verfügung vom 10. September 2019 erst seit Juni 2018 – ein Hilfebedarf im Vergleich mit 

 
 
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einem gleichaltrigen gesunden Kind bestanden habe. Es erübrigt sich daher, auf die diesbezüg-
lichen Einwände des Rechtsvertreters und der Eltern des Versicherten näher einzugehen.  
 
4.4.1 In Bezug auf den Bedarf an persönlicher Überwachung ab 15. Juni 2017 ist zu be-
achten, dass in den echtzeitlichen Berichten des Spitals C.____ vom 24. Juli 2017, 6. Septem-
ber 2017 und 6. November 2017 eine Atem- und Schluckproblematik beschrieben wurde. Da-
nach habe der Versicherte bereits bei der Geburt eine muskuläre Hypotonie mit Zurückfallen 
der Zunge und eine Sekretproblematik aufgewiesen. Diese Problematik habe zu tiefen Sauer-
stoffsättigungswerten geführt (Desaturationen bis 68 %). Um eine genügende Sauerstoffzufuhr 
gewährleisten zu können, sei bereits im Spital eine nächtliche Pulsoxymetrie und ein gelegentli-
ches Absaugen des Sekrets notwendig gewesen. Dieser Zustand hielt offenbar auch nach der 
Entlassung aus dem Spital C.____ an. So stellte die Spitex am 21. August 2017 immer noch 
eine beeinträchtigte Atmung mit Sauerstoffsättigungsabfällen im Schlaf fest, welche weiterhin 
ein Monitoring erfordere. Gleichermassen stellten auch die Abklärungspersonen in ihrem Be-
richt vom 11. Februar 2019 fest, dass der Versicherte nach der Geburt auf die Intensivpflege-
station des Spitals C.____ habe gebracht werden müssen. Mitte Juni 2017 sei er nur deshalb 
nach Hause entlassen worden, weil die Mutter als Hebamme grosse Erfahrung mit Babys habe 
und den Atem- und Herzfrequenz-Monitor bedienen könne. Dabei wurde vermerkt, dass der 
Versicherte aufgrund seiner Schluck- und Atemschwierigkeiten (Reflux/Atemabfälle) fast nicht 
aus den Augen habe gelassen werden können. Diese Situation unterscheidet sich nicht wesent-
lich von derjenigen im Zeitpunkt, ab welchem die Abklärungspersonen den Bedarf des Versi-
cherten an persönlicher Überwachung abgeklärt haben. Denn im März 2018 berichtete die Spi-
tex, dass sich die gesundheitliche Situation des Versicherten nicht verbessert habe. Nach wie 
vor bestehe eine Atemproblematik, welche mittels einer Pulsoxymetrie kontinuierlich überwacht 
werden müsse. Aufgrund der Refluxproblematik mit häufigem Erbrechen bestehe eine hohe 
Aspirationsgefahr, was immer wieder zu medizinischen Interventionen führe (vgl. Spitex-
Fragebogen/Verordnung vom 1. März 2018). Trotz dieser Atem- und Schluckproblematik ver-
neinten die Abklärungspersonen und somit auch die IV-Stelle einen Bedarf an persönlicher 
Überwachung im Wesentlichen mit der Begründung, der Monitor löse in Gefahrsituationen ei-
nen Alarm aus, weshalb keine zusätzliche Überwachung geleistet werden müsse.  
 
4.4.2 Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Aufgrund der medizinischen Aktenlage 
steht fest, dass beim Versicherten unmittelbar nach der Geburt eine insuffiziente Atmung auffiel 
und er wegen der erheblichen Desaturationen mit Sauerstoffzugaben therapiert werden musste 
(vgl. Bericht des Spitals C.____ vom 24. Juli 2017). Dabei äusserte die behandelnde Ärztin, 
Dr. med. D.____, schon damals den Verdacht, dass die Desaturationen auf obstruktive Apnoen 
im Rahmen der muskulären Hypotonie und der Sekretproblematik zurückzuführen seien 
(vgl. Bericht vom 6. September 2017). Diese Verdachtsdiagnose wurde schliesslich mit der am 
11./12. Januar 2018 durchgeführten Polysomnographie bestätigt. So diagnostizierte Prof. 
Dr. med. E.____, FMH Kinder- und Jugendmedizin und FMH Intensivmedizin, Spital C.____, in 
seinem Bericht vom 23. Januar 2018/1. März 2018 ein schweres OSAS im Rahmen der Triso-
mie 21. Auch wenn es sich bei dieser Untersuchung lediglich um eine Momentaufnahme han-
delt, sind sich die behandelnden medizinischen Fachpersonen einig, dass das OSAS seit Ge-
burt vorliegt (vgl. Berichte von Dr. B.____ vom 12. und 13. Mai 2019 sowie von Prof. E.____ 

 
 
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vom 22. Januar 2020). Aufgrund der mit den Atem- und Sekretproblemen verbundenen Aspira-
tionsgefahr wurde der Versicherte während des Aufenthalts im Spital C.____ und zu Hause bis 
März/April 2018 mittels Monitoring überwacht. Bei Apnoen habe der Versicherte immer wieder 
aufgenommen und zur Atmung stimuliert werden müssen (vgl. Berichte von Dr. B.____ vom 
12. und 13. Mai 2019 sowie 16. Februar 2020). Somit genügte das Monitoring – entgegen der 
Ansicht der IV-Stelle – allein nicht, um der Erstickungsgefahr angemessen begegnen zu kön-
nen. Denn das Überwachungssystem meldete lediglich kritische Sauerstoffwerte, entsprechen-
de Massnahmen mussten aber die Eltern vornehmen, was eine ständige Interventionsbereit-
schaft erforderte; d.h. sie mussten sich ständig in unmittelbarer Nähe des Versicherten aufhal-
ten, da auch nur eine kurze Unachtsamkeit lebensbedrohliche Folgen haben konnte. Es be-
stand somit eine latente Selbstgefährdung des Versicherten, der nur mit einer persönlichen 
Überwachung begegnet werden konnte. Daran ändert nichts, dass Prof. E.____ nicht von einer 
Notwendigkeit der persönlichen Überwachung sprach, geht doch aus den medizinischen Beur-
teilungen hervor, dass eine solche erforderlich war (vgl. Berichte von Dr. B.____ vom 12. und 
13. Mai 2019). Auch Dr. med. F.____, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Regionaler 
Ärztlicher Dienst (RAD), ging davon aus, dass nebst dem Monitoring aufgrund der Aspirations-
gefahr eine persönliche Überwachung notwendig war (vgl. Stellungnahme vom 12. April 2018). 
Selbst im Abklärungsbericht vom 11. Februar 2019 wurde unter Ziffer 4.4 "persönliche Überwa-
chung" festgehalten, dass die Mutter den Versicherten aufgrund seiner Schluck- und 
Atemschwierigkeiten (Reflux/Atemabfälle) fast nicht aus den Augen habe lassen können. Ge-
mäss Rechtsprechung ist das Erfordernis der persönlichen Überwachung gemäss Art. 37 Abs. 
3 lit. b IVV erfüllt, wenn sich die mit der Überwachung betraute Person bestimmter Techniken – 
wie hier das Monitoring – bedient und die Überwachung nötigenfalls mit aktiven Handlungen 
verbunden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 23. Juni 2015, 9C_825/2014, 4.1.1 und vom 
21. April 2015, 9C_598/2014/9C_664/2014, 5.2.1). Damit übersteigt der Bedarf des Versicher-
ten an persönlicher Überwachung denjenigen eines gesunden Kindes, weshalb ein Überwa-
chungsbedarf im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. b IVV seit Geburt anzuerkennen ist.  
 
4.4.3 Wie lange ein anspruchsrelevanter Überwachungsbedarf bestand oder noch besteht, 
mithin das Erfordernis der voraussichtlich 12 Monate dauernden Hilfsbedürftigkeit im Rahmen 
der persönlichen Überwachung erfüllt ist, kann aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht 
schlüssig beantwortet werden. Aus den Akten geht lediglich hervor, dass beim Versicherten am 
1. März 2018 eine Adenotonsillektomie vorgenommen wurde. Danach verbesserte sich die 
Atemproblematik, so dass das Monitor-Gerät im März/April 2018 zurückgegeben werden konnte 
(vgl. Berichte des Spitals C.____ vom 3. Dezember 2018/26. September 2019, 24. Oktober 
2019 und von Dr. B.____ vom 16. Februar 2020). Ob und inwieweit unmittelbar nach der Rück-
gabe des Monitor-Geräts eine persönliche Überwachung des Versicherten notwendig war, ist 
nicht klar. Es steht einzig fest, dass im Juni 2018 die bei Geburt diagnostizierte transiente 
myeloische Leukämie akut wurde. Es folgten deswegen Hospitalisationen im Spital C.____ vom 
26. Juni 2018 bis 7. Juli 2018 und vom 25. September 2018 bis 5. Oktober 2018 mit 4 Zyklen 
intensiver Chemotherapien. Dabei musste die Mutter den Versicherten während des Spitalau-
fenthalts ständig begleiten (vgl. Berichte des Spitals C.____ vom 13. September 2018, vom 
22. Oktober 2018, vom 3. Januar 2019 und vom 4. Februar 2019), Nach Abschluss der Chemo-
therapie war der Versicherte während mindestens 3 Monaten nicht immunkompetent. Durch 

 
 
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das erhöhte Infektrisiko war aus medizinischer Sicht eine engmaschige Betreuung durch die 
Eltern notwendig. Was diese Betreuung konkret beinhaltete, geht aus den medizinischen Be-
richten nicht hervor. Gemäss den Angaben der Eltern des Versicherten habe diese in einer 
ständigen Überwachung des Zustandes des Versicherten in Bezug auf Fieber und Wohlbefin-
den sowie in einer Vermeidung jeglicher Kontakte mit anderen Menschen bestanden. Es sei 
ihnen dadurch nicht möglich gewesen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, einkaufen, in den 
Zoo oder auf einen Bauernhof zu gehen oder Freunde zu besuchen. Die zuständige Abklä-
rungsperson anerkannte in ihrer Stellungnahme vom 19. Februar 2019, dass der Versicherte 
wegen seiner mangelnden Immunkompetenz vor einem Infekt habe geschützt werden müssen. 
Sie war jedoch der Auffassung, dass keine Hinweise für eine akute Gefährdung vorgelegen 
hätten, welche eine Isolation nach Ausbruch der myeloischen Leukämie im Juni 2018 gerecht-
fertigt hätten. Mit entsprechenden Massnahmen (z.B. Mundschutz) wäre ein alltäglicher Spa-
ziergang oder ein Einkauf in einem Lebensmittelladen möglich gewesen. Dieser Vorschlag ist 
nicht stichhaltig, erachtete doch die behandelnde Ärzteschaft der Abteilung Hämatolo-
gie/Onkologie des Spitals C.____ einen Infektionsschutz mit einer Atemschutzmaske als nicht 
praktikabel (vgl. Berichte des Spitals C.____ vom 8. Mai 2019 und 30. September 2019). Aus 
der Tatsache, dass der Versicherte stets in gutem Allgemeinzustand aus dem Spital entlassen 
wurde und die behandelnden Ärzte nie einen Isolationsbedarf erwähnten, kann noch nicht ab-
geleitet werden, es sei keine Isolierung notwendig gewesen. Weiter fällt auf, dass die Abklä-
rungsperson auf die Frage des Ausmasses und der Intensität der Überwachung des Versicher-
ten in Bezug auf Veränderungen seines Gesundheitszustandes nicht einging. Aufgrund dieser 
Aktenlage kann nicht beurteilt werden, ob eine dauernde persönliche Überwachung von vo-
raussichtlich mehr als 12 Monaten gegeben war bzw. noch immer gegeben ist.  
 
4.5.1 In Bezug auf die Lebensverrichtungen "An- und Auskleiden" und "Körperpflege" stell-
ten die Abklärungspersonen keinen Bedarf der regelmässigen und erheblichen Hilfe ab März 
2018 fest. Diese Auffassung ist nicht zu beanstanden. Denn gemäss KSIH Rz. 8014 wird im 
Bereich "An- und Auskleiden" von einer Hilfslosigkeit ausgegangen, wenn die versicherte Per-
son ein unentbehrliches Kleidungsstück nicht selber an- oder ausziehen kann oder wenn kon-
trolliert werden muss, ob sie sich korrekt angekleidet hat. Nach den Richtlinien zur Bemessung 
der massgebenden Hilflosigkeit bei Minderjährigen im Anhang III des KSIH kann ein gesundes 
Kind sich ab 3 Jahren unter Anleitung an- und ausziehen, wobei es für einzelne Handreichun-
gen, wie Knöpfe öffnen und schliessen, auf Hilfe angewiesen ist. Ab 5 Jahren solle es in der 
Lage sein, sich mehrheitlich alleine an- und auszuziehen. Ab 10 Jahren braucht es keine Kon-
trolle mehr. Ein Mehraufwand wird beim Anlegen von Prothesen und Orthesen, bei hochgradi-
ger Spastizität und bei komplexen Hautproblemen anerkannt. Bei der "Körperpflege" ist eine 
Hilfslosigkeit anzunehmen, wenn das Kind die täglich notwendige Körperpflege (Waschen, 
Kämmen, Rasieren, Baden und Duschen) nicht selber vornehmen kann (KSIH Rz. 8020). Ab 
6 Jahren lässt ein gesundes Kind sich bei der Körperpflege nicht mehr gerne helfen, aber Kon-
trolle und Anleitung sind immer noch nötig. Haarewaschen und Kämmen sind ab 8 Jahren unter 
Kontrolle möglich. Ab 10 Jahren braucht es auch keine regelmässig Kontrolle mehr (KSIH An-
hang III). Gemäss den Akten bedarf der Versicherte bei diesen beiden Lebensverrichtungen 
bislang keiner Dritthilfe im Sinne der Richtlinien, welche wesentlich über das Ausmass der Hilfe 
hinausgeht, wie sie bei gleichaltrigen gesunden Kindern besteht.  

 
 
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4.5.2  Daran ändern auch die Vorbringen in der Beschwerde nichts. Der Rechtsvertreter 
und die Eltern machen geltend, dass der Versicherte aufgrund der Entwicklungsverzögerung in 
der Motorik und seines schwachen Tonus im Alter von 10 Monaten beim An- oder Auskleiden 
den Kopf nicht habe halten und sich kaum mit den Armen und Beinen habe bewegen können. 
Er habe deshalb – anders als bei gleichaltrigen gesunden Kindern – beim Kleiderwechsel und 
bei der Körperpflege mobilisiert werden müssen. Zudem habe er aufgrund der diagnostizierten 
Leukämie drei Mal täglich auf Petechien untersucht und beim Baden gestützt werden müssen, 
da er noch nicht selbstständig aufrecht habe sitzen können. Es ist nicht zu bestreiten, dass das 
An- und Ausziehen der Kleider sowie das Baden des damals 10 Monate alten Versicherten un-
ter erschwerten Bedingungen vorgenommen werden mussten. Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung begründet jedoch eine blosse Erschwerung und Verlangsamung bei der Vor-
nahme von Lebensverrichtungen noch keine Hilfslosigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
8. Januar 2013, 9C_633/2012, E. 3.4). Auch die Untersuchung des Körpers des Versicherten 
auf Petechien reicht nicht aus, um darin einen anspruchsrelevanten Hilfebedarf zu erkennen, 
kann doch diese gleichzeitig beim Kleider- und Windelwechsel ohne grossen Aufwand durchge-
führt werden.   
 
4.5.3 Bei diesem Ergebnis blelibt aber offen, ob für die Zeit vor März 2018 eine Hilfsbe-
dürftigkeit in den Lebensverrichtungen "An- und Auskleiden" und "Körperpflege" bestand. Dies 
wird im Rahmen einer ergänzenden Abklärung zu prüfen sein.  
 
5.1 Weiter ist auf den Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag näher einzugehen. Im 
Abklärungsbericht vom 11. Februar 2019 wurde bei der Lebensverrichtung "Aufste-
hen/Absitzen/Abliegen" ein Mehraufwand von 10 Minuten ab August 2018 anerkannt. Diese 
Einschätzung wird vom Rechtsvertreter und den Eltern des Versicherten nicht beanstandet. 
Beim An- und Auskleiden berücksichtigten die Abklärungspersonen nach Abzug eines alters-
entsprechenden Aufwandes von 20 Minuten für die Zeit von März 2018 bis Mai 2018 einen täg-
lichen Mehraufwand von 80 Minuten, von Juni 2018 bis Oktober 2018 einen solchen von 
50 Minuten und ab November 2018 einen solchen von 10 Minuten. Bei der "Körperpflege" ermit-
telten sie in der Teilfunktion "Waschen" einen Mehraufwand von 20 Minuten pro Tag und in der 
Teilfunktion "Baden" einen Mehraufwand von 6 Minuten pro Tag. Nach Berücksichtigung der 
altersentsprechenden Abzüge liess sich in diesen beiden Teilfunktionen kein relevanter Mehr-
aufwand ausweisen. Da sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, welche eine Abweichung 
von dem von den Abklärungspersonen erfassten Mehraufwand in den beiden Lebensverrich-
tungen "An- und Auskleiden" und "Körperpflege" rechtfertigen würden und der Rechtsvertreter 
und die Eltern des Versicherten einen höheren Mehraufwand nicht konkret begründen, ist auf 
die diesbezüglichen Feststellungen im Abklärungsbericht abzustellen. Demgegenüber fehlt 
auch hier eine Beurteilung des Mehraufwandes in den Bereichen "An- und Auskleiden" sowie 
"Körperpflege" für die Zeit von Juni 2017 bis Ende Februar 2018. Dieser wird im Rahmen einer 
ergänzenden Abklärung zu ermitteln sein. 
 
5.2.1 In Bezug auf den Mehraufwand beim "Essen" stellten die Abklärungspersonen nach 
Berücksichtigung eines altersentsprechenden Abzugs ab März 2018 einen Mehraufwand von 

 
 
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insgesamt 247 Minuten und ab Juni 2018 einen solchen von 10 Minuten fest. Dabei anerkann-
ten sie – nach Rücksprache mit dem RAD – eine Stilldauer von maximal 45 Minuten bei 7 Mal 
Stillen am Tag. Gemäss den Ausführungen der Mutter wurde der Versicherte tatsächlich aber 
12 Mal jeweils ca. 45 bis 60 Minuten am Tag gestillt. Es ist mit den Eltern des Versicherten einig 
zu gehen, dass mangels Begründung für eine Reduktion der effektiven Stilldauer und –
häufigkeit nicht nachvollziehbar ist, weshalb die IV-Stelle von Angaben der Mutter abwich. Es ist 
deshalb nicht möglich zu beurteilen, ob der RAD die bekannten Schwierigkeiten beim Stillen 
von Kindern mit Trisomie 21 berücksichtigte (vgl. das vom Spital C.____ herausgegebene 
Merkblatt "Ernährungsempfehlung für Kinder mit Down-Syndrom"). In dieser Hinsicht ist somit 
eine Rückfrage an den RAD erforderlich.  
 
5.2.2 Ab Juni 2018 ermittelten die Abklärungspersonen beim "Essen" einen Mehraufwand 
von 10 Minuten. Diesen Zeitaufwand beanstandeten die Eltern insofern, als sie geltend ma-
chen, es sei nicht berücksichtigt worden, dass der Versicherte im Vergleich zu einem gleichalt-
rigen gesunden Kind mit 10 Monaten nur püriertes Essen, aber noch nicht Stückkost essen 
könne. Gemäss KSIH Anhang III ist ein altersentsprechender Mehraufwand bei pürierter Nah-
rung erst ab 2 Jahren zu berücksichtigen. Aufgrund der vorliegenden Aktenlage besteht kein 
Anlass, von diesen Richtlinien abzuweichen. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Ab-
klärungspersonen keinen zusätzlichen Mehraufwand für die Zubereitung des pürierten Essens 
erfassten. Da im Übrigen der erfasste tägliche Mehraufwand von 10 Minuten ab Juni 2018 nicht 
bemängelt wurde und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte ergeben, dass dieser nicht kor-
rekt wäre, ist bei der Lebensverrichtung "Essen" von einem massgebenden Mehraufwand von 
10 Minuten ab Juni 2018 auszugehen. 
 
5.3 Weiter anerkannten die Abklärungspersonen beim "Bedarf einer dauernden Hilfe im 
Rahmen der Behandlungs- und Grundpflege" und bei der "Begleitung zu Arzt- und Therapiebe-
suchen" einen Mehraufwand ab März 2018. Die erfassten Zeitwerte wurden vom Rechtsvertre-
ter und den Eltern des Versicherten zu Recht nicht bestritten. Da aber auch in diesen beiden 
Bereichen der Mehraufwand für die Zeit vor März 2018 nicht beurteilt wurde, wird dies im Rah-
men einer ergänzenden Abklärung nachzuholen sein.  
 
5.4 Sollte sich erweisen, dass ein invaliditätsbedingter Bedarf an persönlicher Überwa-
chung besteht (vgl. Erwägungen 4.4.1 – 4.4.3), ist zudem zu prüfen, ob daraus ein Mehrauf-
wand resultiert, welcher beim Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag zu berücksichtigen ist 
(vgl. Art. 42ter Abs. 3 IVG). 
 
6.1 In einem letzten Punkt stellt sich die Frage, ob allenfalls eine Hilflosigkeit aufgrund  
einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege besteht 
(Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV). Diese Pflege umfasst medizinische oder pflegerische Hilfeleistungen, 
die aufgrund des physischen oder psychischen Zustandes der versicherten Person notwendig 
sind. Sie bezieht sich ausdrücklich nicht auf die alltäglichen Lebensverrichtungen (BGE 133 V 
450 E. 7.2; Urteile des Bundesgerichts vom 17. Januar 2017, 8C_663/2016, E. 2.2.2 und vom 
17. Juli 2014, 8C_920/2013, E. 2). Die Pflege kann aus verschiedenen Gründen aufwendig 
sein: Sie ist es nach einem quantitativen Kriterium, wenn sie einen grossen Zeitaufwand erfor-

 
 
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dert oder besonders hohe Kosten verursacht. In qualitativer Hinsicht kann sie es sein, wenn die 
pflegerischen Verrichtungen unter erschwerenden Umständen zu erfolgen haben, so etwa, weil 
sich die Pflege besonders mühsam gestaltet oder die Hilfeleistung zu aussergewöhnlicher Zeit 
(z.B. jeweils gegen Mitternacht) zu erbringen ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 
17. Januar 2017, 8C_663/2016, E. 2.2.2, vom 17. Juli 2014, 8C_920/2013, E. 2 sowie vom 
10. Oktober 2013, 9C_384/2013 2013, E. 4.1, je mit Hinweisen). Ein täglicher Pflegeaufwand 
von mehr als 2 Stunden ist sicher dann als besonders aufwendige Pflege zu qualifizieren, wenn 
erschwerende Momente mit zu berücksichtigen sind. Bei mehr als 3 Stunden braucht es min-
destens ein erschwerendes Moment und ab einem täglichen Pflegeaufwand von 4 Stunden be-
darf es keines weiteren qualitativen Moments mehr (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
17. Januar 2017, 8C_663/2016, E. 2.2.3; BRUGGER SCHMIDT/TREMP, a.a.O., S. 85). Erschwe-
rende Momente sind beispielsweise pflegerische Hilfeleistungen in der Nacht oder eine 
Atemtherapie und Inhalationen (vgl. KSIH Rz. 8057 ff.).   
 
6.2 Die IV-Stelle verneint das Vorliegen einer besonders aufwendigen Pflege. Eine nach-
vollziehbare Begründung fehlt jedoch und ergibt sich auch nicht aus den Akten. Da allein die 
nicht planbaren Interventionen bei Apnoen in der Nacht das Kriterium "Hilfeleistung zu ausser-
gewöhnlicher Zeit" erfüllen (vgl. Erwägung 6.1), rechtfertigt es sich auch in Bezug auf den An-
spruch gemäss Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV weitere Abklärungen vorzunehmen.  
 
7. Nach dem Gesagten steht fest, dass der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung 
des Versicherten nicht in allen Belangen zuverlässig geprüft werden kann. Die Abklärungser-
gebnisse aus dem Verwaltungsverfahren sind nicht ausreichend beweiskräftig, weshalb der 
relevante medizinische Sachverhalt weiterer Abklärung bedarf. Die IV-Stelle, an welche die An-
gelegenheit zurückzuweisen ist, hat in einem ersten Schritt die Hilflosigkeit des Versicherten für 
die Zeit ab Geburt bzw. ab Spitalaustritt per 15. Juni 2017 abzuklären. Dabei hat sie insbeson-
dere die Ausführungen zum Hilfe- und Mehrbedarf in den Lebensverrichtungen "Essen", "Fort-
bewegung", "An- und Auskleiden" und "Körperpflege" in den Erwägungen 4.3.3, 4.5.1. 5.2.1 und 
5.3. zu beachten. In Bezug auf das "Essen" hat sie ausserdem zu begründen, weshalb sie bei 
den Angaben der Mutter betreffend Stillen abgewichen ist. Weiter ist festzustellen, dass ein 
persönlicher Überwachungsbedarf ab 15. Juni 2017 besteht. Allerdings ist noch abzuklären, ob 
das Erfordernis der voraussichtlichen Dauer von 12 Monaten erfüllt ist (vgl. Erwägungen 4.4.1 – 
4.4.3). Sind sämtliche Voraussetzungen für die Bejahung eines persönlichen Überwachungsbe-
darfs gegeben, ist in diesem Rahmen der Mehraufwand für die Intensivpflege zu ermitteln. 
Schliesslich bedarf die Verneinung des Anspruchs auf eine ständige und besonders aufwendige 
Pflege einer nachvollziehbaren Begründung (vgl. Erwägungen 6.1 und 6.2). Die Beschwerde ist 
daher in dem Sinne gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Ange-
legenheit zur Vornahme dieser Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückzuweisen ist.  
 
8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefoch-
tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un-
terliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Praxisgemäss setzt das Gericht die 
Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 
Fr. 800.-- fest. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei. Die ordentlichen Kosten von 
Fr. 800.-- werden somit ihr auferlegt, und der geleistete Kostenvorschuss ist dem Versicherten 
zurückzuerstatten.  
 
8.3  Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Versicherten hat in seiner 
Honorarnote vom 8. Juni 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 
13 Stunden und 25 Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sach-
verhalts- und Rechtsfragen und des umfangreichen Schriftenwechsels als angemessen erweist. 
Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung 
gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann 
die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 49.90. Dem Beschwerdeführer ist 
deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'666.20 (13 Stunden und 25 Minuten 
à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 49.90 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle 
zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlichrechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-

 
 
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raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochte-

ne Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 19. Juni 2019 auf-
gehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 
 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt 
. 
Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 3'666.20 (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.