# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d877d83a-a8b8-5480-9a93-8ff4a31d0812
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-17
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 17.02.2022 S 2020 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-67_2022-02-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 17. Februar 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 67

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Urteil S 2020 67

A. Der 1963 geborene A.________ meldete sich mit Gesuch vom 18. September 
2017 (eingegangen bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden am 26. September 2017, 
zuständigkeitshalber weitergeleitet an die IV-Stelle des Kantons Zug am 29. September 
2017) mit Hinweis auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung der linken Schulter zum 
Bezug von Leistungen bei der Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1). Die IV-Stelle des 
Kantons Zug holte Berichte behandelnder Ärzte ein und zog die Akten der 
Krankentaggeldversicherung (Visana Services AG) bei. In den Akten der Visana war 
insbesondere das Gutachten der PMEDA ("Orthopädische Second Opinion") vom 
6. Februar 2018 enthalten (IV-act. 21 S. 27 ff.). Die IV-Stelle legte das Dossier ihrem 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor (Stellungnahme vom 22. März 2018; IV-act. 23). 
In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine berufliche Abklärung mit somatischer 
fachärztlicher Begleitung bei der beruflichen Abklärungsstelle BEFAS C.________ 
(Abklärungsbericht vom 27. August 2018; IV-act. 42). Die D.________ lehnte mit 
Schreiben vom 5. September 2018 die Anmeldung zum Job-Coaching ab, da der 
Versicherte gemäss BEFAS-Bericht die Grundkriterien (Grundkenntnisse Deutsch und 
eine berufliche Perspektive auf dem realen ersten Arbeitsmarkt) nicht erfülle (IV-act. 44). 
Die IV-Stelle veranlasste daraufhin bei der Stiftung E.________ eine weitere berufliche 
Abklärung (inkl. einer Schnupperwoche im ersten Arbeitsmarkt; Abklärungsbericht vom 
6. Mai 2019; IV-act. 61). Da keine Anschlusslösung gefunden werden konnte, schloss die 
IV-Stelle die beruflichen Massnahmen per 9. Mai 2019 ab (IV-act. 62 S. 9). Nach dem 
Abschluss der Eingliederungsmassnahmen sowie nach Eingang weiterer medizinischen 
Berichte nahm der RAD am 27. September 2019 (IV-act. 73) und am 10. Oktober 2019 
(IV-act. 76) erneut Stellung. 

Mit Vorbescheid vom 17. Oktober 2019 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 
Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 78). Dagegen liess dieser am 
23. Oktober 2019 bzw. begründet am 27. November 2019 Einsprache erheben (IV-act. 79 
und 82), woraufhin das Dossier aktualisiert und abermals dem RAD vorgelegt wurde 
(Stellungnahmen vom 10. Dezember 2019 und 14. April 2020; IV-act. 87 und 99). Mit 
Verfügung vom 5. Mai 2020 hielt die IV-Stelle an der Abweisung des Leistungsbegehrens 
fest. Die Abklärungen hätten ergeben, dass in einer angepassten Tätigkeit schon vor Ende 
des Wartejahres eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe, was bei einem ermittelten 
Invaliditätsgrad von 18 % zu keinem Rentenanspruch führe (IV-act. 100). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 4. Juni 2020 liess A.________ (fortan 
Beschwerdeführer) die Aufhebung der Verfügung vom 5. Mai 2020 beantragen; ihm sei 

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Urteil S 2020 67

eine Rente bei einer Invalidität von mindestens 64 % auszurichten; es sei ein 
polydisziplinäres Gutachten anzuordnen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zulasten der IV-Stelle. Begründend liess er dabei im Wesentlichen vorbringen, auf die 
Aktenbeurteilung des RAD könne nicht abgestellt werden, diese könne die gutachterliche 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von 50 % (PMEDA-Gutachten vom 6. Februar 2018) und die 
berufliche Konkretisierung seitens der Stiftung E.________ (Arbeitsunfähigkeit von 55 %) 
nicht widerlegen. Soweit das Gericht nicht auf die beiden letztgenannten Beurteilungen 
abstellen wolle, sei unter den gegebenen Umständen zumindest ein neutrales 
polydisziplinäres Gutachten anzuordnen (act. 1). 

C. Der mit Verfügung vom 5. Juni 2020 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 3). 

D. Die IV-Stelle (fortan auch die Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 
Vernehmlassung vom 3. Juli 2020 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde 
(act. 5). 

E. Der Beschwerdeführer liess mit Replik vom 9. Juli 2020 an den gestellten 
Rechtsbegehren festhalten (act. 7).

F. Mit Duplik vom 7. August 2020 verwies die IV-Stelle im Wesentlichen auf die 
Ausführungen in ihrer Vernehmlassung und beantragte erneut die Abweisung der 
Beschwerde (act. 9). 

G. In der Folge gingen beim Gericht keine Stellungnahmen mehr ein. Auf die 
weiteren Ausführungen in den jeweiligen Rechtsschriften wird – soweit erforderlich – in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 

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Urteil S 2020 67

5. Mai 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in 
zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 4. Juni 2020 der Schweizerischen Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil die angefochtene 
Verfügung vor dem Inkrafttreten dieser IVG-Änderung datiert, finden die bis 31. Dezember 
2021 gültigen Normen des IVG auf den vorliegenden Fall Anwendung und werden in 
dieser Fassung zitiert.

1.2 Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 
Abs. 1 lit. a IVG – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – gegeben, stammt doch die 
angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG 
ist gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die angefochtene Verfügung datiert vom 5. Mai 2020 
und ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers frühestens am 6. Mai 2020 
zugegangen. Mit der am 4. Juni 2020 der Schweizerischen Post übergebenen 
Beschwerdeschrift wurde die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift erfüllt sodann die übrigen formellen 
Anforderungen, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

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Urteil S 2020 67

1.3 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Dabei ist 
insbesondere zu beurteilen, ob der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend abgeklärt 
wurde. 

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

3.3 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c 
ATSG). Demnach haben Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese 
Untersuchungspflicht dauert so lange an, bis über die für die Beurteilung des streitigen 
Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichend Klarheit besteht (BGer 9C_296/2018 vom 
14. Februar 2019 E. 4).

3.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es 
verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Es gilt das 

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Prinzip der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG; BGer 8C_260/2011 vom 25. Juli 
2011 E. 5.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1).

3.5 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten (seien dies Hausärzte oder 
spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen) darf und soll das Gericht der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung und ihres Behandlungsauftrages in Zweifelsfällen 
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; BGer 8C_317/2019 
vom 30. September 2019 E. 4.2.3; 8C_420/2018 vom 13. März 2019 E. 6.5 mit 
Hinweisen). Die Berichte behandelnder Ärzte erlauben daher praxisgemäss kaum je eine 
abschliessende objektive Beurteilung des Gesundheitszustands (BGE 135 V 465 E. 4.5; 
BGer 8C_370/2019 vom 22. Oktober 2019 E. 3; 8C_260/2012 vom 27. Juni 2012 E. 
3.3.2).

3.6 Den von versicherungsinternen Ärzten erstellten Berichten und Gutachten kann 
voller Beweiswert zukommen, wenn sie die dazu erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. 
Damit der Beweiswert von Berichten des RAD nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) mit externen medizinischen 
Sachverständigengutachten vergleichbar ist, müssen sie den von der Rechtsprechung 
umschriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen (siehe vorangehende 
E. 3.4) und die beurteilende RAD-Arztperson muss über die notwendigen fachlichen 
Qualifikationen verfügen (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Es ist dabei nicht zwingend 
erforderlich, dass die versicherte Person untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der 
RAD bei Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur 
"bei Bedarf" selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine 
Einschätzung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen von eigenen 
Untersuchungen ist damit nicht an sich ein Grund, einen RAD-Bericht in Frage zu stellen. 
Dies gilt insbesondere, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden 
medizinischen Sachverhaltes geht und die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 
Person in den Hintergrund rückt (zum Ganzen: BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4 
mit zahlreichen Hinweisen). Die IV-Stellen werden aber stets externe (meist 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_370%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465

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polydisziplinäre) Gutachten einholen, wenn der ausgeprägt interdisziplinäre Charakter 
einer medizinischen Problemlage dies gebietet, wenn der RAD nicht über die fachlichen 
Ressourcen verfügt, um eine sich stellende Frage beantworten zu können, sowie wenn 
zwischen RAD-Berichten und allgemeinem Tenor im medizinischen Dossier eine Differenz 
besteht, welche nicht offensichtlich auf unterschiedlichen versicherungsmedizinischen 
Prämissen beruht (BGE 137 V 210 E. 1.2.1 mit Hinweisen). Bestehen selbst nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4; 
BGer 9C_8/2011 vom 21. Februar 2011 E. 4.1.3).

3.7 Den von einer Krankentaggeldversicherung nicht im gesetzlich vorgesehenen 
Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten kommt im IV-Verfahren der 
Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu (BGer 9C_580/2018 vom 
14. November 2018 E. 4.1; 8C_71/2016 vom 1. Juli 2016 E. 5.3; 8C_486/2015 vom 
30. November 2015 E. 4.1.3).

3.8 Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. So sind etwa 
konkrete und differenzierte Einwände eines behandelnden Facharztes geeignet, 
zumindest geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung des versicherungsinternen 
Arztes zu wecken (BGer 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012 E. 3.3). Gleiches hat auch für 
Berichte der Fachleute der Berufsberatung oder der beruflichen Eingliederung zu gelten. 
Zwar kommt den medizinischen Abklärungen ein grösseres Gewicht zu, indessen darf 
Ergebnissen leistungsorientierter beruflicher Abklärungen – mit Blick auf die 
rechtsprechungsgemäss enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit zwischen 
der Ärzteschaft und der Berufsberatung – nicht jegliche Aussagekraft für die Beurteilung 
der Restarbeitsfähigkeit abgesprochen werden. Steht eine medizinische Einschätzung der 
Leistungsfähigkeit in offensichtlicher und erheblicher Diskrepanz zu einer Leistung, wie sie 
während einer ausführlichen beruflichen Abklärung bei einwandfreiem Arbeitsverhalten 
und -einsatz der versicherten Person effektiv realisiert und gemäss Einschätzung der 
Berufsfachleute objektiv realisierbar ist, vermag dies ernsthafte Zweifel an den ärztlichen 
Annahmen zu begründen und ist das Einholen einer klärenden medizinischen 
Stellungnahme grundsätzlich unabdingbar (BGer 8C_661/2019 vom 23. Januar 2020 E. 
4.2; 8C_563/2018 vom 14. November 2018 E. 6.1.1; 8C_59/2013 vom 22. April 2013 
E. 3.3.1; 9C_737/2011 vom 16. Oktober 2012 E. 3.3). 

https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/atsg/gutachten/gesetzliche-bestimmungen/#c422
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c16/8c_71_2016.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c16/8c_71_2016.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c15/8c_486_2015.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c15/8c_486_2015.pdf
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/atsg/gutachten/beweiswert/#c6987

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4. Zum massgeblichen medizinischen Sachverhalt lässt sich den Akten Folgendes 
entnehmen:

4.1 Der Beschwerdeführer erlitt am 11. Juni 2012 eine Rissquetschwunde der 
Unterlippe im Rahmen eines Arbeitsunfalls (vgl. IV-act. 14 S. 29). Aufgrund immer 
ausgeprägterer Schulterbeschwerden Anfang 2017 meldete Hausarzt Dr. med. 
F.________, FMH Allgemeine Innere Medizin, der SUVA einen Rückfall per 9. Mai 2017 
(IV-act. 9 S. 9; vgl. auch IV-act. 21 S. 15). Der Kreisarzt der SUVA beschränkte sich im 
Wesentlichen auf die Beurteilung der Kausalität der gemeldeten Beschwerden zum 
Ereignis vom 11. Juni 2012, welche er verneinte (vgl. IV-act. 14 S. 8; IV-act. 21 S. 14 ff., 
S. 21 f., S. 23 f.). Die SUVA erachtete sich in der Folge als nicht leistungspflichtig (IV-
act. 14 S. 6 f.). 

4.2 Am 30. Juni 2017 berichtete Dr. med. G.________, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, von der gleichentags durchgeführten 
Operation der linken Schulter (Arthroskopie, Synovektomie, Tenotomie der langen Bizeps-
sehne, subacromiale Bursektomie, arthroskopische Naht der Supraspinatussehne, 
Akromioplastik) bei diagnostiziertem subacromialem Impingement-Syndrom der Schulter 
links, partieller Ruptur der Supraspinatussehne, partieller Ruptur des oberen Teils der 
Subscapularissehne, subtotaler Ruptur der langen Bizepssehne und SLAP Läsion (IV-
act. 13 S. 6 ff.). 

Doktor G.________ hielt in der Folge einen guten postoperativen Verlauf fest und schätzte 
die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten bis 31. Dezember 2017 auf 100 %, danach bis 
31. Januar 2018 auf 50 % und anschliessend voraussichtlich wieder auf 0 % (vgl. IV-
act. 13 S. 2 ff.; IV-act. 22). 

4.3 Im Austrittsbericht vom 27. November 2017 (Hospitalisation vom 24. bis 
28. November 2017) diagnostizierte Dr. med. H.________, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom. Im Status zeige sich eine indolente 
Wirbelsäule mit Druckdolenz im Bereich des linken ISG. Eine Hypersensibilität am 
medialen Unterschenkel bestehe gemäss dem Patienten seit seiner Varizenoperation 
2015 (DD: postoperative Nervus saphenus Läsion). Ansonsten zeigten sich keine 
neurologischen Ausfälle, insbesondere kein Hinweis auf eine radikuläre 
Ausfallsymptomatik. Bei starker Schmerzsymptomatik sei die stationäre Aufnahme zur 
Analgesie und physiotherapeutisch angeleiteter Rückenschulung und Mobilisation erfolgt. 

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Hierunter habe sich eine deutliche Schmerzreduktion gezeigt, sodass der Patient in 
schmerzkompensiertem Allgemeinzustand nach Hause habe austreten können (IV-act. 38 
S. 16 ff.). 

4.4 Am 6. Februar 2018 erstattete Dr. med. I.________, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, das PMEDA-Gutachten zuhanden der 
Krankentaggeldversicherung ("Orthopädische Second Opinion"; IV-act. 21 S. 27 ff.) und 
diagnostizierte darin eine Funktionsstörung der linken Hüfte bei Verdacht auf Coxarthrose 
links (DD: Hüftkopfnekrose), ein lumbales Wurzelkompressionssyndrom L5 links und eine 
Funktionsstörung der linken Schulter bei Status nach Schulteroperation links im Juni 2017 
(Ziff. 4). Orthopädisch-neurologisch finde sich eine Grosszehenhebeschwäche links und 
die Angabe einer Hypästhesie im anteromedialen Unterschenkelbereich, diese jedoch 
bestehend seit einer Varizenoperation vor fünf Jahren. Bildbefunde seien aktenkundig 
sowohl für die LWS als auch für die Hüfte nicht vorhanden und sollten, so sie nicht schon 
angefertigt worden seien, kurzfristig vom Hausarzt initiiert werden. Darüber hinaus 
bestehe ein Zustand nach Schulteroperation links mit noch deutlicher Einschränkung der 
aktiven Beweglichkeit der linken Schulter, jedoch ohne subjektiven Leidensdruck seitens 
des Versicherten. Hier könne innerhalb eines Jahres durch weitere Physiotherapie mit 
einer weiteren Funktionszunahme gerechnet werden. Den vom Hausarzt (recte: vom 
behandelnden Arzt Dr. G.________; vgl. IV-act. 22) initiierten Belastungsversuch 
(Arbeitsfähigkeit 50 % ab 1. Januar 2018, realisierbar ab 16. Januar 2018) sehe der 
Gutachter kritisch. Aktuell werde seitens des Gutachters die Arbeitsfähigkeit des 
Versicherten in der angestammten Tätigkeit (Maurer) mit 0 % eingeschätzt. Bis dahin 
sollten Bildbefunde der LWS und der linken Hüfte zur Beurteilung vorgelegt werden, um 
eine weitere Einschätzung vornehmen zu können (Ziff. 5). Die Beurteilung der 
Arbeitsunfähigkeit sei aufgrund der klinischen Funktionseinschränkungen am Hüft- und 
Schultergelenk und einer klinisch spinalen Defizitsymptomatik bei (noch) fehlender 
bildmorphologischer Abklärung erfolgt. Medizinisch-theoretisch sei eine leichte körperliche 
Arbeit, überwiegend im Sitzen zu verrichten, in einem Pensum von 50 % leistbar (Ziff. 6.4). 

4.5 Am 22. März 2018 nahm erstmals RAD-Arzt Dr. med. J.________, FMH 
Allgemeine Innere Medizin, Stellung. Nach der Operation an der linken Schulter am 
30. Juni 2017 sei der postoperative Verlauf soweit regelrecht gewesen und vonseiten des 
Operateurs sei ab Anfang Februar 2018 damit gerechnet worden, dass der Versicherte die 
bisherige Tätigkeit als Maurer-Handlanger wieder vollschichtig ausüben könne. Diese 
Einschätzung werde vom orthopädischen Gutachter der PMEDA nicht geteilt und dabei 

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nebst der Schulterproblematik links mit einer lumboradikulären Reiz- und 
Ausfallsymptomatik L5 links sowie einem Verdacht auf eine Coxarthrose links 
argumentiert, wobei diesbezüglich bildgebende Abklärungen im Zeitpunkt der letzten 
Berichterstattung noch nicht vorgelegen hätten. Bezogen auf körperlich schwere und 
überwiegend mittelschwere Arbeitsanteile und Arbeiten über der Schulterebene linksseitig 
seien nach Ansicht des RAD dauerhafte Einschränkungen möglich bzw. nicht 
auszuschliessen. Bezogen auf die Schulter links habe eine angepasste Tätigkeit 
folgenden ergonomischen Vorgaben zu entsprechen: körperlich leichte bis gelegentlich 
mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne Hebe-/Trageleistungen grösser als 10 
bis 15 kg (ausnahmsweise 20 kg), ohne Arbeiten Überkopf und/oder in ständiger 
Armvorhalte linksseitig, ohne Schläge/Vibrationen auf das linke Schultergelenk. Sollte sich 
der Verdacht auf eine Coxarthrose ebenso wie eine Wurzelkompression L5 links auch 
bildgebend bestätigen lassen, wäre das vorstehende Profil wie folgt zu ergänzen: ohne 
Zwangshaltungen (bücken, kauern, vornübergebeugt, ohne Schläge/Vibrationen auf das 
Achsenskelett). In einer angepassten Tätigkeit gemäss vorstehendem Profil bestehe 
vorbehältlich einer Verschlechterung vonseiten des Rückens spätestens ab Anfang 2018 
eine zumindest Teilarbeitsfähigkeit von 50 %, welche sich im Verlauf steigern lassen sollte 
(IV-act. 23). 

4.6 Im Bericht vom 29. März 2018 hielt Dr. med. K.________, FMH Angiologie sowie 
FMH Allgemeine Innere Medizin, fest, er habe den Patienten im Juni 2015 letztmalig 
wegen der Venenproblematik gesehen. Derzeitig im Vordergrund stehe seit gut vier 
Monaten eine Rücken- und Beinproblematik linksseitig. In der aktuellen nicht invasiv 
apparativen Untersuchung habe eine arterielle Schmerzursache ausgeschlossen werden 
können (IV-act. 38 S. 2 ff.). 

4.7 Vom 16. Juli bis 10. August 2018 wurde bei der BEFAS eine berufliche Abklärung 
mit somatischer fachärztlicher Begleitung durchgeführt (1. Woche: 50 %-Pensum, 2. und 
3. Woche: 70 %-Pensum, 4. Woche: 80 %-Pensum). Im Abklärungsbericht vom 
27. August 2018 (IV-act. 42) hielt Dr. med. L.________, Facharzt Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, vordergründig liege ein ausgeprägter 
schmerzhafter Reizzustand am lumbosakralen Übergang links mit Ausstrahlung in die 
Aussenseite des linken Beines vor. Als Schmerzquellen seien vor allem die lumbosakralen 
Facetten links sowie das linksseitige ISG zu identifizieren. Die Beurteilung bezüglich einer 
radikulären Komponente verbleibe etwas unsicher. Es habe der Eindruck einer leichten 
Fusshebeschwäche links bestanden. Als Einflussfaktoren auf das Schmerzgeschehen sei 

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vor allem eine relevante thorakolumbale Skoliose zu nennen (Cobb 20°), welche zu einer 
massiven Fehlbelastung des lumbosakralen Übergangs führen dürfte und als 
entscheidender Faktor für den anhaltenden Reizzustand an den lumbosakralen Facetten 
und an den ISG linksseitig interpretiert werden könne. Das MRI der LWS vom 
14. Dezember 2017 zeige Diskusprotrusionen L4/5 und L5/S1 mit Tangierungen der 
Nervenwurzel und Facettenhypertonien in den unteren zwei bis drei Segmenten (vgl. IV-
act. 38 S. 12). Daraus könne eine Nichteignung für regelmässige mittelschwere und 
schwere körperliche Belastungen abgeleitet werden. Als weiterer Symptomkomplex seien 
die Funktionsstörungen der linken Schulter zu nennen. Es liege eine verminderte 
Beweglichkeit und Belastbarkeit der dominanten linken Schulter vor. Bei der aktuellen 
Untersuchung würde sich die Funktionsstörungen der linken Hüfte deutlich geringer 
darstellen als im PMEDA-Gutachten vom 6. Februar 2018. Die Röntgenaufnahmen des 
Beckens vom 23. Januar 2018 zeigten jedoch eine zentrale Gelenkspaltverschmälerung 
leichten Grades. Eine initiale Coxarthrose sei links somit vorhanden. Keine 
Funktionsbeeinträchtigungen relevanter Art seien seitens des Ellenbogens rechts bei 
chronischer Bursitis sowie seitens des Status nach Varizenoperation links abzuleiten 
(S. 9 f.). 

Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Maurerhelfer sei mit 0 % 
einzuschätzen (S. 10). 

Im Laufe der Abklärung sei das Pensum von 50 auf 80 % erhöht worden. Zur Bearbeitung 
der Arbeitsproben habe der Versicherte doppelt so lange benötigt wie der Durchschnitt. 
Die Verlangsamung werde zum einen auf die vielen Pausen zurückgeführt, die der 
Beschwerdeführer mache. Wenn er sitzend arbeite, stehe er nach spätestens 30 Minuten 
auf, um den Rücken zu entlasten. Zum anderen sei das allgemeine Arbeitstempo des 
Klienten eher langsam. Es werde angenommen, dass er dies verbessern könne. 
Diesbezüglich werde die Durchführung eines mindestens dreimonatigen Arbeitstrainings 
empfohlen, sodass über eine längere Zeit das Pensum erhöht und stabilisiert sowie die 
Leistung optimiert werden könne. Aus gutachterlicher Sicht könne der Versicherte eine 
angepasste Tätigkeit in einem vollen Pensum ausführen. Es bestehe ein erhöhter 
Pausenbedarf, da der Beschwerdeführer seinen Rücken durch entsprechende 
Bewegungen (Strecken, Dehnen, Laufen) während der Arbeit immer wieder entlasten 
müsse. Die Leistungsfähigkeit sei deshalb um ca. 20 % eingeschränkt. Der 
Beschwerdeführer sollte nach einem längeren Arbeitstraining eine Leistungsfähigkeit von 
ca. 80 % erreichen können (S. 11). 

12

Urteil S 2020 67

Beim ergonomischen Profil seien die Einschränkungen der linken Schulter, des Rückens 
(Wurzelkompression und Skoliose) und der Hüfte (Coxarthrose) zu beachten. Somit seien 
leichte körperliche Tätigkeiten in wechselnder Position überwiegend im Sitzen vollschichtig 
möglich. Mittelschwere und schwere Tätigkeiten seien nicht zu leisten. Zudem solle der 
Versicherte keine längeren Gehstrecken absolvieren, nicht lange stehen, keine 
Zwangshaltungen einnehmen, sich nicht häufig bücken und keine häufigen Tätigkeiten 
über Schulerhöhe ausführen. Neben den körperlichen Einschränkungen seien die 
Einsatzmöglichkeiten des Versicherten durch behinderungsfremde Gründe, wie das 
geringe Bildungsniveau, geringe Ressourcen für nicht körperlich-anspruchsvolle 
Tätigkeiten, sehr geringe Deutschkenntnisse sowie das fortgeschrittene Alter, begrenzt. 
Die Tätigkeit als Produktions- und Verpackungsmitarbeiter mit leichten Teilen werde als 
ergonomisch angepasst erachtet (S. 11 ff.). 

4.8 Dem Abklärungsbericht der Stiftung E.________ vom 6. Mai 2019 (IV-act. 61) 
lässt sich über die berufliche Abklärung vom 4. Februar bis 3. Mai 2019 im Bereich 
Einarbeitungs-Werkstatt des M.________ (industrielle Fertigung, einfachere Montage- und 
Abpackarbeiten) Folgendes entnehmen: 

Der Versicherte habe während den 63 Arbeitstagen keine Fehltage gehabt, er sei motiviert 
und offen für neue Arbeiten. Der Beschwerdeführer zeige sich Monotonie resistent und 
könne mehrere Stunden und Tage an den gleichen Montageaufträgen arbeiten. Durch die 
Rückenschmerzen stehe er ab und zu auf um sich zu bewegen und den Rücken zu 
entlasten. Er arbeite in gleichmässigem Tempo mit mittlerer Leistung, die sich im Bereich 
von ca. 55 bis 60 % bewege mit einem Arbeitspensum von 80 %, im Vergleich zum ersten 
Arbeitsmarkt. Die Qualität der Arbeit entspreche der Aufgabenstellung. Die Arbeitszeit sei 
zu Beginn von 8:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 15:20 Uhr jeweils Montag bis Freitag 
vereinbart worden. Bereits nach einem Monat (ab 4. März 2019) habe sich das tägliche 
Pensum am Nachmittag bis 16:00 Uhr steigern lassen. Für weitere Pensumssteigerungen 
habe sich der Versicherte nicht in der Lage gefühlt (S. 2 f.). 

Nach intensiver Suche (Anfragen bei zwölf Firmen) habe man für den Versicherten bei der 
N.________ AG in O.________ eine Schnupperwoche (15. bis 18. April 2019) im ersten 
Arbeitsmarkt organisieren können. Gemäss Rückmeldung des Arbeitgebers sei der 
Beschwerdeführer trotz starker Schmerzen jederzeit pünktlich und pflichtbewusst am 
Arbeitsplatz erschienen. Bei der Arbeit im Schnupperbetrieb habe er viel laufen und 

13

Urteil S 2020 67

stehen sowie bückend arbeiten müssen, was ihn physisch an seine Leistungsgrenze 
gebracht habe. Die Arbeit sei für sein Krankheitsbild zu anstrengend und nicht geeignet 
gewesen. Trotzdem habe er die vereinbarte Arbeitszeit von jeweils sieben Stunden pro 
Tag gearbeitet. Zurück in der Einarbeitungswerkstatt habe er noch die letzten zwei 
Wochen der beruflichen Abklärung absolviert; weiterhin pünktlich, pflichtbewusst und 
konstant an den feinmotorischen Montage-Aufträgen (S. 4). 

4.9 Am 4. September 2019 berichtete Dr. med. P.________, FMH Neurochirurgie, 
klinisch zeige sich einerseits ein Lumbovertebralsyndrom, welches sicherlich auf die 
massiven muskulären Verspannungen wie auch auf die osteochondrotischen 
Veränderungen zurückzuführen sei. Ausserdem bestehe eine radikuläre Reizsymptomatik 
im Sinne einer Claudicatio-Symptomatik. Dies korreliere gut mit dem Nachweis einer 
rezessalen bis nach foraminal reichenden Stenose auf Höhe L4/5 links (MRI der LWS vom 
4. September 2019). Da keine fokal-neurologischen Defizite bestünden und auch die 
konservativen Massnahmen nicht ausgeschöpft seien, sei dem Patienten primär eine 
Infiltration kombiniert epidural und periradikulär empfohlen worden. Danach sollte die 
muskuläre Balance mittels intensiver ambulanter Physiotherapie wiederhergestellt werden 
können. Er sei weiterhin als Velomechaniker 100 % arbeitsfähig (IV-act. 86). 

4.10 Mit Stellungnahme vom 27. September 2019 erklärte RAD-Arzt Dr. J.________, 
zwischenzeitlich seien die beruflichen Massnahmen erfolglos abgeschlossen worden, 
wobei de facto die fehlenden/mangelnden Deutschkenntnisse, der niedrige (Aus-
)Bildungsstand und das fortgeschrittene Alter der versicherten Person hierfür 
verantwortlich sein dürften. Bereits mit Stellungnahme vom 22. März 2018 sei vonseiten 
des RAD klar zum Ausdruck gebracht worden, dass dem Versicherten die angestammte 
Tätigkeit als Bau-Handlanger nicht mehr bzw. nur mit erheblichen Einschränkungen 
zumutbar sei. Den Neuakten (u.a. Abklärungsberichte der BEFAS vom 27. August 2018 
und der Stiftung E.________ vom 6. Mai 2019) liessen sich keine Befunde/Informationen 
entnehmen, welche bezogen auf eine angepasste körperlich leichte bis gelegentlich 
mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit, ohne Hebe-/Tragebelastungen von mehr als 
10 kg (ausnahmsweise 15 kg), ohne Arbeiten in Zwangshaltungen (bücken, kauern, 
vornübergebeugt, in ständiger Armvorhalte links, Überkopf), ohne Besteigen von 
Leitern/Gerüsten und ohne Schläge/Vibrationen auf das Achsenskelett/Hüfte/Schulter 
links, eine Einschränkung begründen liessen. Den Akten lasse sich indes die Information 
entnehmen, dass zuletzt eine erneute fachärztliche Überweisung in Betracht gezogen 

14

Urteil S 2020 67

worden sei. Diese Berichte liessen sich dem Dossier nicht entnehmen, weshalb sie vor 
einer abschliessenden Beurteilung einzuholen seien (IV-act. 73). 

4.11 Am 10. Oktober 2019 hielt RAD-Arzt Dr. J.________ fest, den Neuakten könne 
eine erfolgte kardiologische Abklärung entnommen werden (vgl. Bericht vom 5. September 
2019; IV-act. 75), welche indes auf kardiologischem Fachgebiet keine pathologischen 
Befunde zu Tage gebracht habe. Erwähnt werde die bereits bekannte periphere arterielle 
Verschluss-Problematik und es gebe Hinweise auf das Vorliegen einer chronisch 
obstruktiven Pneumopathie (COPD). In diesem Kontext sei vordergründig ein Sistieren 
des Rauchens anzustreben. Im Falle einer relevanten Symptomatik wäre zudem eine 
fachärztliche Diagnostik und im Bedarfsfall eine adäquate Behandlung zu erwarten. 
Darüberhinausgehende Informationen liessen sich dem Dossier nicht entnehmen, weshalb 
auch an der bisherigen Beurteilung einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit festgehalten werden könne. Eine solche vollschichtige 
Arbeitsfähigkeit sei vor Ablauf des Wartejahres (ab März 2018) zu erwarten gewesen (IV-
act. 76). 

4.12 Nachdem bei der IV der Bericht von Dr. P.________ (vorne E. 4.9) eingegangen 
war, erklärte RAD-Arzt Dr. J.________ am 10. Dezember 2019, da nun endlich in 
Zusammenhang mit der in Aussicht gestellten fachärztlichen Abklärung der beklagten 
Rückenschmerzen erste Ergebnisse vorliegen würden, schlage er vor, bei der zuletzt 
behandelnden Neurochirurgin hinsichtlich Diagnose/Diagnoseänderung, Verlauf und 
aktuelle Behandlung, funktionelle Einschränkungen, Effekt der mutmasslich erfolgten 
Infiltrationen, Beurteilung der Arbeitsfähigkeit/Leistungsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit sowie einer allfälligen Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch weitere 
Behandlungsmassnahmen nachzufragen (IV-act. 87). 

4.13 Im Bericht vom 24. Januar 2020 erklärte Dr. med. Q.________, Facharzt 
Physikalische Medizin und Rehabilitation, anamnestisch berichte der Patient über vier bis 
fünf epidurale/periradikuläre Infiltrationen, die ihm eine gute Schmerzreduktion über sechs 
Wochen gebracht hätten. Aktuell sei er über das RAV als Velomechaniker bis zum 
21. Februar 2020 zu 100 % beschäftigt. Die bisherigen ambulanten 
Therapiemassnahmen, vor allem die ambulante aktive und passive Physiotherapie, hätten 
zu keiner Verbesserung der Beschwerden und Einschränkungen geführt. Dem Patienten 
werde vorgeschlagen, zuerst eine mögliche entzündliche-rheumatische Erkrankung 
abklären zu lassen. Sollte eine solche ausgeschlossen werden, sei eine aktive ambulante 

15

Urteil S 2020 67

Massnahme in der Klinik R.________ bei erfahrenen Schmerztherapeuten sowie in seiner 
ambulanten Schmerzsprechstunde durchzuführen (IV-act. 98 S. 3 f.).

Eine rheumatisch-entzündliche Erkrankung wurde in der Folge durch Dr. med. 
S.________, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie FMH Rheumatologie, 
am 18. Februar 2020 ausgeschlossen (IV-act. 98 S. 1 f.). 

4.14 Doktor P.________ beantwortete die Fragen des RAD mit Schreiben vom 
21. Februar 2020. Die Ärztin hielt dabei insbesondere fest, MR-graphisch zeigten sich 
multiple degenerative Veränderungen im Bereich der LWS, welche zu einem 
mechanischen Rückenschmerz und zu entsprechenden funktionellen Einschränkungen 
führten, auch bei zum Teil dekonditionierter Rücken- und Rumpfmuskulatur. Die 
bisherigen Infiltrationen hätten nur einen kurzzeitigen Effekt gehabt, führten jedoch jeweils 
zu einer leichten Besserung der Schmerzsymptomatik. Eine neurologische Evaluation sei 
nicht indiziert. Es sei jedoch eine rheumatologische wie auch schmerzmedizinische 
Evaluation des Patienten erfolgt. Es hätten keine klaren Hinweise für eine rheumatisch-
entzündliche Erkrankung nachgewiesen werden können. Vielmehr sei von einem 
chronischen lumbospondylogenen Schmerzsyndrom auszugehen. Die Leistungsfähigkeit 
bzw. Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten angepassten Tätigkeit (ohne 
Gewichtsbelastung > 7 kg) mit wechselbelastender Arbeit sowie ohne Zwangshaltungen 
sollte im Verlauf möglich sein. Die Wiedereingliederung in eine solche Tätigkeit solle im 
Sinne eines Arbeitsversuchs langsam begonnen und im Verlauf gesteigert werden. Der 
Patient sei bereits für ein intensives Rehabilitationsprogramm im ambulanten Zentrum der 
Klinik R.________ in T.________ angemeldet (IV-act. 96 S. 1 f.). 

4.15 Am 14. April 2020 hielt RAD-Arzt Dr. J.________ abschliessend fest, den neu 
vorliegenden Arztberichten könne die bekannte, belastungsabhängige 
Schmerzproblematik lumbal bei unstrittig degenerativen LWS-Veränderungen (ohne 
sensomotorische Defizit-Symptomatik) entnommen werden. Während dem Bericht von Dr. 
P.________ zuhanden der IV-Stelle lediglich über einen kurzdauernden günstigen Effekt 
der erfolgten Infiltrationen berichtet werde, lasse sich den Untersuchungsberichten eine 
jeweils deutliche Beschwerderegredienz entnehmen, welche gemäss rheumatologischem 
Untersuchungsbericht jeweils fünf bis sechs Wochen angedauert habe. Die Einschätzung 
von Dr. P.________ hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten, körperlich 
leichten, Tätigkeit sei aus allgemein internistischer/versicherungsmedizinischer Sicht als 
sehr vorsichtig-restriktiv zu werten und werde denn auch durch den am 15. Oktober 2019 

16

Urteil S 2020 67

(vgl. Verlaufsbericht von Dr. P.________; IV-act. 90 S. 3 f.) dokumentierten Sachverhalt 
relativiert, zumal damals (wie auch am 21. Januar 2020 [vgl. Verlaufsbericht von Dr. 
P.________; IV-act. 96 S. 3 f.]) über einen deutlichen/guten Effekt der erfolgten 
Infiltrationen berichtet werde, sodass auch wieder gutes Arbeiten möglich sei (mit nicht 
angepassten Gewichten). Aus den neuen Akten liessen sich damit keine Informationen 
entnehmen, welche eine Abweichung von der bisherigen Einschätzung einer 
vollschichtigen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gemäss der Einschätzung 
vom 10. Oktober 2019 zu begründen vermöge (IV-act. 99). 

5. In medizinischer Hinsicht stützt sich die IV-Stelle in der Verfügung vom 5. Mai 
2020 auf die Beurteilungen ihres RAD-Arztes Dr. J.________, wonach der Versicherte in 
einer angepassten Tätigkeit (mit einem ergonomischen Profil gemäss der Einschätzung 
am 10. Oktober 2019; vgl. E. 4.11) vollschichtig arbeitsfähig sei. Der Beschwerdeführer 
stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass auf das PMEDA-Gutachten vom 
6. Februar 2018 sowie auf die Abklärungsergebnisse der Stiftung E.________ vom 6. Mai 
2019 abzustellen und er folglich in einer angepassten Tätigkeit lediglich zu 45 bis 50 % 
arbeitsfähig sei. 

Dass dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Maurer-Handlanger auf 
dem Akkordbau (vgl. IV-act. 9 S. 1 ff.) nicht mehr zumutbar ist, ist vorliegend unbestritten 
und gestützt auf die medizinischen Berichte auch eindeutig ausgewiesen. 

5.1 Vorab gilt es festzuhalten, dass das PMEDA-Gutachten vom 6. Februar 2018, 
welches zuhanden der Krankentaggeldversicherung erstellt wurde, hinsichtlich seines 
Beweiswerts grundsätzlich mit einer versicherungsinternen Stellungnahme gleichzustellen 
ist (vgl. vorne E. 3.7). Soweit der Beschwerdeführer also vorbringt, dieses habe im Sinne 
eines Administrativgutachtens per se einen höheren Beweiswert und es dürfe deshalb 
ohne zwingende Gründe nicht davon abgewichen werden, kann ihm nicht gefolgt werden. 
Vielmehr liegen im hier zu beurteilenden Fall – neben den Berichten der behandelnden 
Ärzte und den Abklärungsberichten der beruflichen Eingliederung – mit den Beurteilungen 
des RAD und dem PMEDA-Gutachten bloss versicherungsinterne ärztliche 
Stellungnahmen vor. 

5.2 In Würdigung der Akten- und Rechtslage kann im vorliegenden Fall allerdings 
weder auf die Beurteilungen des RAD-Arztes Dr. J.________ noch auf jene von PMEDA-
Gutachter Dr. I.________ abgestellt werden. Dies aus folgenden Gründen:

17

Urteil S 2020 67

5.2.1 Einerseits genügen die Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. J.________ den 
rechtsprechungsgemässen Anforderungen an beweiskräftige medizinische Berichte 
vorliegend nicht (vgl. vorne E. 3.4 und 3.6). Die Funktion von Aktengutachten des RAD 
besteht darin, den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. Dazu 
gehört auch, bei sich widersprechenden medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen 
und zu beurteilen sowie in schlüssiger Art und Weise darzulegen, ob auf die eine oder die 
andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. 
Dem kommt der RAD-Arzt nicht nach. Andererseits vermögen auch die abweichenden 
Einschätzungen in den Akten Zweifel an seiner Beurteilung einer vollschichtigen 
Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit zu begründen.

5.2.1.1 In seiner Stellungnahme vom 22. März 2018 nimmt Dr. J.________ zwar Bezug 
auf die Einschätzung von PMEDA-Gutachter Dr. I.________ und schliesst sich ab Anfang 
2018 dessen Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 50 % an, er begründet allerdings 
nicht, worauf er seine Prognose, dass sich diese im Verlauf steigern lassen sollte, abstützt 
(vgl. E. 4.5). Auch in sämtlichen nachfolgenden Beurteilungen fehlt eine vertiefte 
Auseinandersetzung mit der Einschätzung von Dr. I.________, obschon Dr. J.________ 
bereits in seiner zweiten Stellungnahme vom 27. September 2019 davon ausging, dass 
den neu aufgelegten Akten keine Befunde entnommen werden könnten, die eine 
Einschränkung in einer körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren 
wechselbelastenden Tätigkeit begründen liessen, also implizit von einer vollschichtigen 
Arbeitsfähigkeit auszugehen sei (vgl. E. 4.10), sich der Verdacht von Dr. I.________ 
bezüglich limitierenden Rücken- und Hüftbeschwerden aber in der Folge bestätigte. Im 
Weiteren äussert sich Dr. J.________ am 27. September 2019 auch überhaupt nicht zu 
den Ergebnissen der Abklärungen bei der BEFAS und der Stiftung E.________, welche 
ihm damals neu vorgelegt wurden (vgl. E. 4.10). Soweit die Beschwerdegegnerin zudem 
behauptet, auch Dr. L.________ von der BEFAS gehe wie der RAD in einer angepassten 
Beschäftigung von einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit aus, muss ihr entgegengehalten 
werden, dass Dr. L.________ aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs (auch bei sitzenden 
Tätigkeiten) eine Leistungsfähigkeit von lediglich 80 % als möglich erachtet. Daneben hält 
Dr. L.________ – im Gegensatz zum RAD – zum ergonomischen Profil explizit fest, auch 
mittelschwere Tätigkeiten seien nicht zu leisten (vgl. E. 4.7). Die Prognose einer 80%igen 
Leistungsfähigkeit konnte in der Folge beim dreimonatigen Arbeitstraining in der Stiftung 
E.________ allerdings nicht erreicht werden, dies bei offensichtlich einwandfreiem 
Arbeitsverhalten und -einsatz des Versicherten (vgl. E. 4.8). Dr. J.________ setzt sich mit 

18

Urteil S 2020 67

diesen abweichenden Einschätzungen überhaupt nicht auseinander, vielmehr sieht er 
seine Einschätzung einer vollumgänglichen Arbeitsfähigkeit nach dem Studium der 
erwähnten Berichte bestätigt, was nicht nachvollzogen werden kann. Vielmehr vermögen 
die Beurteilungen von Dr. L.________ und den Fachleuten der Stiftung E.________ an der 
Einschätzung von Dr. J.________ begründete Zweifel zu erwecken, wobei sich bereits bei 
geringen Zweifeln eine klärende medizinische Stellungnahme aufdrängt (vgl. E. 3.6 und 
3.8).

5.2.1.2 Ferner definiert auch Dr. P.________ im Bericht zuhanden des RAD vom 
21. Februar 2020 das ergonomische Profil mit ausschliesslich leichten körperlichen 
Tätigkeiten. Zudem geht auch sie implizit noch von keiner 100%igen Arbeitsfähigkeit aus, 
indem sie vorschlägt, die Wiedereingliederung im Sinne eines Arbeitsversuchs langsam zu 
beginnen und diese im Verlauf zu steigern (vgl. E. 4.14). Ihre Angabe von bloss 
kurzzeitigen Effekten der bisherigen Infiltrationen steht denn auch nicht im Widerspruch 
zur sonstigen Aktenlage, wie dies Dr. J.________ am 14. April 2020 vorbringt (vgl. 
E. 4.15). Einerseits hielt auch Dr. Q.________ fest, die Infiltrationen hätten eine 
Schmerzreduktion über sechs Wochen gebracht und die bisherigen ambulanten Therapien 
hätten zu keiner Verbesserung der Beschwerden und Einschränkungen geführt (vgl. 
E. 4.13). Dass Dr. P.________ im Verlaufsbericht vom 21. Februar 2020 (vgl. IV-act. 96 
S. 3 f.) kurz nach erfolgter Infiltration am 8. Januar 2020 von einem insgesamt erfreulichen 
Verlauf ausgeht, spricht denn auch nicht gegen ihre Einschätzung von bisher bloss 
vorübergehenden positiven Effekten. 

5.2.1.3 Den Akten lassen sich Hinweise auf eine über das RAV organisierte, bis 
21. Februar 2020 befristete Tätigkeit als Velomechaniker entnehmen. Doktor P.________ 
hielt am 4. September 2019 fest, der Patient sei weiterhin als Velomechaniker 100 % 
arbeitsfähig (vgl. E. 4.9). Doktor Q.________ berichtete am 24. Januar 2020, aktuell sei 
der Versicherte über das RAV als Velomechaniker bis zum 21. Februar 2020 zu 100 % 
beschäftigt (vgl. E. 4.13). Zwar spricht dies durchaus für gewisse Ressourcen des 
Versicherten, daraus direkt eine 100%ige Arbeitsfähigkeit – entsprechend der 
Einschätzung des RAD – abzuleiten, geht jedoch zu weit. Einerseits sind keine Details zu 
dieser Beschäftigung bekannt. So ist etwa nicht auszuschliessen, dass die Arbeit 
zumindest zu Beginn nicht in einem 100 %-Pensum erbracht werden musste. Immerhin 
erklärte Dr. F.________ am 22. Juli 2019, der Patient arbeite teilweise in einem 
Spezialprogramm (vgl. IV-act. 72). Zu diesem Zeitpunkt waren die beruflichen 
Abklärungen in der Stiftung E.________ (4. Februar bis 3. Mai 2019; vgl. E. 4.8) bereits 

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Urteil S 2020 67

beendet, sodass sich der Arzt im Juli 2019 mutmasslich auf diese durch das RAV 
vermittelte Tätigkeit bezogen haben musste (der Arbeitsbeginn lässt sich aus den Akten 
nicht entnehmen). Anderseits ist zudem mit der Schnupperwoche bei der N.________ AG 
aktenkundig, dass der pflichtbewusste Versicherte auch schon (über einen befristeten 
Zeitraum hinweg) eine Tätigkeit durchgezogen hatte, welche offensichtlich für sein 
Krankheitsbild zu anstrengend war (vgl. E. 4.8). 

5.2.1.4 Die Beschwerdegegnerin bringt in der Verfügung vom 5. Mai 2020 (vgl. IV-act. 100 
S. 2) vor, wie RAD-Arzt Dr. J.________ bescheinige auch Hausarzt Dr. F.________ im 
Arztzeugnis vom 29. August 2018 ab 1. September 2018 eine Arbeitsfähigkeit von 100 % 
in einer angepassten Tätigkeit (vgl. IV-act. 43). Dies gilt es dahingehend zu relativieren, 
als diese Einschätzung ohne jegliche begründenden Ausführungen bleibt und 
Dr. F.________ auch schon festgehalten hatte, er sehe den Beschwerdeführer nur 
zwischenzeitlich, um die Feinjustierung des Rehabilitationsprogramms zu überwachen 
(vgl. IV-act. 14 S. 1). Inwieweit das Arztzeugnis vom 29. August 2018 zudem in 
Zusammenhang mit der offenbar vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeit als 
Velomechaniker (vgl. hierzu vorstehende E. 5.2.1.3) steht, der Hausarzt ihm diese im 
Sinne eines "Spezialprogramms" ermöglichen wollte, bleibt zudem offen. In Anbetracht der 
übrigen Aktenlage rechtfertigt es sich jedenfalls nicht, gestützt auf dieses unbegründete 
Arztzeugnis von einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

5.2.1.5 Im Übrigen verfügt RAD-Arzt Dr. J.________ unbestrittenermassen über keinen 
zur Beurteilung des Gesundheitsschadens des Versicherten einschlägigen Facharzttitel. 
Auch insofern rechtfertigt es sich mit Blick auf die abweichenden medizinischen Berichte 
nicht, auf seine Einschätzung einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
(leichten bis gelegentlich mittelschweren) Tätigkeit abzustellen. 

5.2.2 Demgegenüber kann jedoch auch nicht auf die Beurteilung im PMEDA-Gutachten 
vom 6. Februar 2018 (vgl. E. 4.4) abgestellt werden. Dem Gutachter Dr. I.________ 
standen damals noch keine bildgebenden Befunde zur Verfügung, womit er die 
funktionellen Einschränkungen nicht abschliessend beurteilen konnte. Doktor I.________ 
behielt sich sodann ausdrücklich vor, dass nach deren Eingang eine neuerliche 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen sei. Die nachfolgende Einschätzung von 
Dr. L.________ im Rahmen der BEFAS-Abklärung vom 27. August 2018 mit einer 
Leistungsfähigkeit von 80 % (20%ige Einschränkung bei einem Vollzeitpensum) spricht 
denn auch für eine Arbeitsfähigkeit über 50 % (vgl. E. 4.7). Zwar konnte die Prognose von 

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Urteil S 2020 67

Dr. L.________ im darauffolgenden Arbeitstraining nicht bestätigt werden, was seinerseits 
– zumindest geringe – Zweifel an seiner Einschätzung aufkommen lässt. Die Einschätzung 
im Abklärungsbericht der Stiftung E.________ vom 6. Mai 2019, wonach die 
Leistungsfähigkeit des Versicherten bei einem 80 %-Pensum bei 55 bis 60 % liege (vgl. 
E. 4.8), kann in Anbetracht der abweichenden ärztlichen Stellungnahmen jedoch ebenso 
wenig unbesehen übernommen werden. Neben Dr. L.________ geht immerhin auch 
Dr. P.________ davon aus, dass zumindest im Verlauf eine höhere Arbeitsfähigkeit 
möglich sei (ihre Antwort im Bericht vom 21. Februar 2020 bezog sich auf ein 100 %-
Pensum), ohne sich aber aktuell auf eine konkrete Prozentangabe festzulegen. 

5.3 Schliesslich kann der kardiologischen Abklärung vom 5. September 2019 (IV-
act. 75) erstmals ein Hinweis auf eine COPD mit limitierenden Beschwerden beim 
Fahrrad-Test aufgrund von erheblicher Dyspnoe entnommen werden. RAD-Arzt 
Dr. J.________ sah diesbezüglich vordergründig ein Sistieren des Rauchens indiziert und 
verwies auf fehlende fachärztliche Berichte, die bei einer relevanten Symptomatik zu 
erwarten seien (vgl. E. 4.11). Soweit ersichtlich wurde die Aktenlage in dieser Hinsicht 
allerdings nicht mehr aktualisiert, womit unklar bleibt, ob eine solche fachärztliche 
Diagnostik allenfalls stattgefunden hat. 

5.4 Damit liegt eine widersprüchliche Aktenlage vor, die sich – wie vorstehend 
ausgeführt – mit den Stellungnahmen des RAD-Arztes nicht auflösen lässt. Bisher nicht 
rechtsgenüglich geklärt, ist die Frage nach den funktionellen Auswirkungen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers. Der medizinische Sachverhalt 
ist in diesem Sinne unvollständig erhoben worden, womit die Beschwerdegegnerin ihre 
Abklärungspflicht verletzt hat. Bei dieser Ausgangslage hätte sie – anstelle wiederholter 
versicherungsinterner Stellungnahmen ihres RAD – ein versicherungsexternes Gutachten 
in Auftrag geben müssen. Dies wird sie, nach einer Aktualisierung der Aktenlage, nun 
nachzuholen haben. Insofern ist der Antrag des Beschwerdeführers auf ein 
Gerichtsgutachten – unter seiner Annahme, dass bereits ein Administrativgutachten 
vorliege – abzuweisen.

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei der vorliegenden Sach- und 
Rechtslage das Ausmass der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht festgestellt 
werden kann, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zwecks Aktualisierung der Aktenlage und Einholung eines 
versicherungsexternen medizinischen Gutachtens zurückzuweisen ist. Anschliessend hat 

21

Urteil S 2020 67

die Beschwerdegegnerin über den Leistungsanspruch neu zu befinden. In diesem Sinne 
ist die Beschwerde gutzuheissen.

7.
7.1 Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach 
eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird. Die Rückweisung 
der Sache zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung an die Verwaltung wird – als 
formelles Obsiegen – unter dem Gesichtswinkel der Parteientschädigung praxisgemäss 
dem materiellen Obsiegen gleichgestellt (BGE 137 V 57 E. 2.1; 132 V 215 E. 6.2 mit 
Hinweisen). Diese Grundsätze gelten analog auch im Rahmen der Kostenverlegung (BGE 
137 V 57 E. 2.2), weshalb die Beschwerdegegnerin vorliegend vollumfänglich 
kostenpflichtig wird. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– vollumfänglich zurückzuerstatten. 

7.2 Ausgangsgemäss ist dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer zulasten der 
Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG auszurichten, 
welche ermessensweise auf Fr. 3'000.– (inkl. Auslagen und MWST) festzusetzen ist. 

22

Urteil S 2020 67

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als dass die angefochtene 
Verfügung vom 5. Mai 2020 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle 
zurückgewiesen wird, damit sie nach weiteren Abklärungen im Sinne der 
Erwägungen über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. 

2. Der Beschwerdegegnerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt. Dem 
Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
zurückerstattet. 

3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung von Fr. 3'000.– (inkl. Auslagen und MWST) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
IV-Stelle des Kantons Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das 
Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 17. Februar 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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