# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c21ecae0-8089-579c-9408-c544e6481460
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.09.2023 810 23 86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-86_2023-09-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 20. September 2023 (810 23 86) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Wechsel der Mandatsperson 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Daniel Ivanov, Stefan Schulthess, Kantonsrichterin Ana Dett-
wiler, Gerichtsschreiberin i.V. Agne Seputyte 
 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Wechsel der Mandatsperson  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ 
vom 3. April 2023) 

 
 
 
 
A. A.____, geboren 1985, leidet an einer hebephrenen Schizophrenie. Mit Entscheid vom 
28. Oktober 2013 errichtete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ für A.____ 
eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung nach Art. 394 und Art. 395 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907. Aktuell umfasst die Bei-
standschaft folgende Bereiche: Gesundheit, Erwerbstätigkeit, Tagesstruktur, soziales Umfeld 

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sowie administrative und finanzielle Angelegenheiten. Der Zugriff auf ihre Bankkonti wurde 
A.____ entzogen. Zudem bedürfen jegliche Dauerverträge sowie Verträge, die den Wert von 
Fr. 200.-- übersteigen, im Rahmen einer Mitwirkungsbeistandschaft gemäss Art. 396 ZGB zur 
Gültigkeit der Zustimmung der Mandatsperson. 
 
B. Seit Errichtung der Beistandschaft wurde die zuständige Mandatsperson dreimal ge-
wechselt. Die im Jahr 2013 ernannte Beiständin D.____ wurde per 1. August 2016 durch 
E.____ ersetzt. Am 19. März 2019 erfolgte ein weiterer Wechsel und D.____ übernahm die 
Mandatsführung erneut. Nachdem A.____ ihren Wohnsitz verlegt und ausdrücklich um einen 
Wechsel der Mandatsperson ersucht hatte, wurde F.____ mit Entscheid der Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) vom 24. März 2022 zur neuen Beiständin ernannt. 
 
C. Mit Schreiben vom 24. Februar 2023 beantragte A.____ einen Wechsel der Mandats-
person.  
 
D. Die KESB lehnte den Antrag auf Wechsel der Mandatsperson mit Entscheid vom 
3. April 2023 ab. 
 
E. Am 20. April 2023 erhob A.____ gegen diesen Entscheid eine Beschwerde bei der 
KESB, welche das Schreiben zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), weiterleitete.   
 
F. Mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2023 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
G. Mit Verfügung vom 12. Mai 2023 ordnete das Kantonsgericht gestützt auf 
§ 9 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) eine 
Vorverhandlung an. Diese konnte nicht durchgeführt werden, da die Beschwerdeführerin zur 
Vorverhandlung nicht erschienen ist. 
 
H. Mit Verfügung vom 14. Juli 2023 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen. Des Weiteren wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung bewilligt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer 
Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständiges 
Gericht im Sinne dieser Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die 
Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Ab-
teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 ZGB 
bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozess-
rechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB; §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). 

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1.2 Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren 
beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben 
(Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin des angefochtenen Entscheids zur Be-
schwerdeerhebung legitimiert. 
 
1.3 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
1.4 Da es sich um einen klaren Fall handelt, wird vorliegend im Zirkulationsverfahren ent-
schieden (§ 1 Abs. 4 VPO). 
 
2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die KESB den Antrag der Beschwerdeführerin 
auf Wechsel der Mandatsperson zu Recht mit Entscheid vom 3. April 2023 abgewiesen hat. 
 
3.1 Im Entscheid vom 3. April 2023 stellt die Vorinstanz fest, dass aktuell keine wichtigen 
Gründe vorlägen, welche einen Wechsel der Mandatsperson rechtfertigen würden. Die Mei-
nungsverschiedenheiten zwischen der Beiständin und der Beschwerdeführerin seien auf die 
Krankheit der Letzteren zurückzuführen. Die hebephrene Schizophrenie (gem. Gutachten 
von G.____ vom 14. April 2021) verursache oftmals eine nicht der Realität entsprechende 
Sachverhaltswahrnehmung und Ambivalenz hinsichtlich der Mandatsperson. Die Beschwerde-
führerin sei mitunter insbesondere aufgrund der ordnungsgemässen Aufgabenerfüllung der Bei-
ständin unzufrieden. Es lägen keine glaubhaften Hinweise vor, dass die Mandatsperson ihr Amt 
nicht pflichtgemäss erfülle oder sich im Umgang mit der Beschwerdeführerin nicht angemessen 
verhalte. Schliesslich funktioniere die Zusammenarbeit zurzeit gut, was durch die E-Mail-
Korrespondenz belegt werde. Die Beschwerdeführerin ersuche auch nach dem Antrag auf 
Wechsel der Mandatsperson bei der aktuellen Beiständin in zahlreichen Belangen um Hilfe, 
sodass keine schwerwiegende Störung des Vertrauensverhältnisses vorliegen könne. Da die 
Mandatsperson zudem über die erforderlichen fachlichen Fähigkeiten sowie Berufserfahrung 
verfüge, sei sie für das Amt der Beiständin geeignet. 
 
3.2 Die Beschwerdeführerin führt in ihrem Schreiben vom 20. April 2023 diverse Rügen 
auf. Sie macht zuerst geltend, im letzten Bericht der Beiständin stimme vieles nicht. Sie sei mit 
der Opferhilfe beider Basel in gutem Kontakt. Es habe auch nicht viele Wechsel der Mandats-
personen gegeben. Die erfolgten Wechsel seien aufgrund von Wohnsitzwechseln in andere 
Kantone notwendig und erklärbar gewesen, weil die Mandatspersonen ihre Aufgaben zum Teil 
nicht korrekt erfüllt hätten. Darüber hinaus bemängelt die Beschwerdeführerin, dass im letzten 
Bericht der Beiständin keine der folgenden positiven Entwicklungen aufgeführt seien: sie habe 
mit Unterstützung der Opferhilfe beider Basel Anzeigen verfasst und sie repariere ihre Zähne. 
Ebenso lasse sie ihre Narben entfernen. Keine der Mandatspersonen habe ihre Schulden begli-
chen, obwohl sie auf dem Konto noch Fr. 16'000.-- habe. Des Weiteren rügt die Beschwerde-
führerin, sie habe aufgrund des Drucks der Beiständin eine Anzeige wegen Vergewaltigung 

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zurückziehen müssen. Zudem komme die Beiständin ihrem Wunsch nicht nach, ihr die ganze 
IV-Rente auszubezahlen, damit sie selbst die Kosten für das Telefon, Fernsehen und Festnetz 
begleichen könne. Die Beschwerdeführerin bemängelt zudem, dass die aktuelle Beiständin ihr 
nicht zuhöre. Ausserdem kenne sie die Beiständin von früher und habe diese jedoch in 
"schlechter Erinnerung". Des Weiteren habe die Mandatsperson sie zu sich ins Büro eingela-
den, obwohl sie krank gewesen sei, und sie habe ihren Kontostand selbst erforschen und des-
wegen Druck auf die Beiständin ausüben müssen. Abschliessend hält die Beschwerdeführerin 
fest, die Mandatsperson halte nicht zu ihr und arbeite gegen sie. 
 
3.3 Die Vorinstanz beantragt die Abweisung der Beschwerde und verweist in ihrer Ver-
nehmlassung vom 11. Mai 2023 auf den angefochtenen Entscheid vom 3. April 2023. Ergän-
zend führt sie aus, dass insbesondere das Vertrauensverhältnis zwischen der Beiständin und 
der Beschwerdeführerin nicht gestört sei. Selbst wenn eine solche Störung angenommen wür-
de, schaffe ein Wechsel der Mandatsperson nicht langfristig Abhilfe. Die bereits erfolgten 
Wechsel der Mandatspersonen würden diese Erkenntnis bestätigen. Schliesslich könne das 
Mandat auch deswegen nicht zur vollen Zufriedenheit der Beschwerdeführerin geführt werden, 
weil das gemeinsam Vereinbarte nach kurzer Zeit nicht mehr ihren Bedürfnissen entspreche. 
 
4.1 Gemäss Art. 400 Abs. 1 ZGB kann das Amt eines Beistandes oder einer Beiständin 
von einer natürlichen Person ausgeübt werden, die für die vorgesehenen Aufgaben persönlich 
und fachlich geeignet ist. Die Eignung ist ein relativer Begriff und bezieht sich auf die Aufgaben 
der Mandatsperson. Die Frage der Eignung bedarf einer Bilanzierung der vorhandenen und 
fehlenden Fähigkeiten der Mandatsperson in Bezug auf Sozial-, Selbst-, Methoden- und Fach-
kompetenz für das konkrete Mandat (vgl. DANIEL ROSCH, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler 
[Hrsg.], FamKomm Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 7 zu Art. 423 ZGB; Urteil des Kantonsge-
richts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 28. Oktober 2020 [810 20 
140], E. 5.1). 
 
4.2 Gemäss Art. 423 Abs. 1 ZGB entlässt die KESB den Beistand oder die Beiständin aus 
dem Amt, wenn die Eignung für die Aufgabe nicht mehr besteht (Ziff. 1) oder wenn ein anderer 
wichtiger Grund vorliegt (Ziff. 2). Die Entlassung einer Mandatsperson kann von der betroffenen 
oder einer ihr nahestehenden Person beantragt werden (Art. 423 Abs. 2 ZGB). Der KESB 
kommt bei der Beurteilung der Entlassung grosses Ermessen zu. Sie hat sich dabei nach den 
Interessen und dem Wohl der betroffenen Person zu richten (BGE 143 III 65 E. 6.1). Es gilt da-
bei insbesondere eine Interessensabwägung zwischen den Interessen an der Weiterführung 
des Mandats und denjenigen an dessen Beendigung vorzunehmen. Konkret kann das Vorlie-
gen grober Nachlässigkeiten (Urteil des BGer 5A_706/2013 vom 5. Dezember 2013, E. 4.5), 
Rollenkonflikte (Urteil des BGer 5A_860/2014 vom 14. Januar 2015), Amtsmissbrauch, Amts-
anmassungen und Persönlichkeitsverletzungen zur Entlassung der Mandatsperson führen (vgl. 
YVO BIDERBOST, in: Fountoulakis/Affolter-Fringeli/Biderbost/Steck [Hrsg.], Fachhandbuch Kin-
des- und Erwachsenenschutzrecht, Zürich 2016, N 8.394). Ein wichtiger Grund für die Entlas-
sung einer Mandatsperson kann des Weiteren dann gegeben sein, wenn die verbeiständete 
Person generell das Vertrauen zur Mandatsperson verliert oder eine unüberwindbar gestörte 
Beziehung besteht (BGE 143 III 65 E. 6.1; Urteil des BGer 5A_401/2015 vom 7. September 

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2015 E. 6). Beim geltend gemachten Grund der gestörten persönlichen Beziehung zum Bei-
stand ist jedoch Vorsicht und Zurückhaltung bei der Entlassung geboten, da derartige Schwie-
rigkeiten oftmals in der grundlegenden Problematik des Schwächezustands der von der Mass-
nahme betroffenen Person begründet sind (z.B. bei psychischen Beeinträchtigungen) und zu 
einer angeordneten Betreuung und damit nicht selbstbestimmten Beziehung führen. Ein Wech-
sel der Mandatsperson ist in einer solchen Situation meist nicht zielführend, zumal die Störung 
resp. der Vertrauensverlust nicht von der individuellen Persönlichkeit der das Amt ausführenden 
Person abhängig ist und bei jeder neu eingesetzten Person über kurz oder lang eintreten würde 
(KGE VV vom 28. Oktober 2020 [810 20 140] E. 5.2; URS VOGEL, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], BSK ZGB I, Basel 2022, N 24 f. zu Art. 421-424 ZGB). 
 
5.1 In den Akten sind keine Indizien ersichtlich, die darauf hinweisen, dass die Beiständin 
persönlich nicht geeignet wäre, das Mandat zu führen. Soweit die Beschwerdeführerin behaup-
tet, die Beiständin von früher zu kennen und sie "in schlechter Erinnerung" zu haben, ist ihr ent-
gegenzuhalten, dass nach der Mandatsübernahme ein Kennenlerngespräch zwischen ihr und 
der Beiständin stattgefunden hat und sie weder während des Gesprächs noch zu einem späte-
ren Zeitpunkt je angegeben hat, die Mandatsperson bereits von früher zu kennen. Entspre-
chende Hinweise sind im Übrigen auch nicht aktenkundig. Hinsichtlich der fachlichen Eignung 
der Beiständin ist sodann festzustellen, dass es sich bei ihr um eine Sozialarbeiterin FH han-
delt, welche über die erforderlichen fachlichen Fähigkeiten und Berufserfahrung verfügt. Ihre 
fachliche Qualifikation zur Ausübung eines solchen Mandates ist somit gegeben und wird von 
der Beschwerdeführerin auch nicht in Frage gestellt. Wegen fehlender Eignung kann in diesem 
Fall kein Wechsel der Mandatsperson erfolgen. 
 
5.2 Der Rüge der Beschwerdeführerin, vieles stimme in dem letzten Bericht der Beiständin 
nicht, ist zu entgegnen, dass die Beiständin erst seit dem 1. April 2022 als Beiständin eingesetzt 
ist und noch gar keine Berichterstattung im Sinne von Art. 411 ZGB stattgefunden hat. Soweit 
die Beschwerdeführerin mit ihrer Rüge auf die internen Rückmeldungen der Beiständin an die 
KESB Bezug nimmt, ist sie daran zu erinnern, dass entsprechende Rückmeldungen lediglich 
die subjektive Sichtweise einer Beiständin wiedergeben und der Betrachtungsweise der verbei-
ständeten Person nicht entsprechen müssen. Als unbegründet erweist sich im Übrigen der 
Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Beiständin habe positive Entwicklungen nicht berücksich-
tigt bzw. erwähnt. Vielmehr ist aktenkundig, dass die Beiständin der Beschwerdeführerin mehr 
Verantwortung übertragen hat, was die Beschwerdeführerin anlässlich einer Anhörung bei der 
KESB über die Zusammenarbeit mit der Beiständin bestätigt hat. 
 
5.3 Die Beschwerdeführerin behauptet des Weiteren, dass die Beiständin sie unter Druck 
gesetzt habe, eine Anzeige wegen Vergewaltigung zurückzuziehen. Die Beiständin bestreitet 
diesen Vorwurf glaubwürdig und entgegnet, dass die Beschwerdeführerin offenbar eine Anzeige 
gegen ihren Ex-Freund wegen sexuellen Missbrauchs habe machen wollen und diesbezüglich 
auch eine anwaltliche Beratung über die Opferhilfe beider Basel erhalten habe. Da der Ex-
Freund zwischenzeitlich fürsorgerisch untergebracht worden sei, habe sich die Beschwerdefüh-
rerin aber selbst gegen eine Anzeige entschieden. 
 

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5.4 Die Beschwerdeführerin moniert ferner in finanzieller Hinsicht, dass die Beiständin ihre 
Schulden nicht abzahle, obwohl sie noch Fr. 16'000.-- auf dem Konto habe. Diesbezüglich ist zu 
berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin eine IV-Rente und Ergänzungsleistungen be-
zieht. Den Verfahrensakten kann entnommen werden, dass die Ausgaben und Bedürfnisse der 
Beschwerdeführerin deren Einnahmen regelmässig übersteigen. Die Beschwerdeführerin gene-
rierte sodann in der Vergangenheit ohne Mitteilung an die Beiständin und die Sozialversiche-
rungsanstalt selbständig Einkommen, was zu Rückforderungen bei den Ergänzungsleistungen 
führte. Aufgrund der aktuellen Situation ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin über 
den laufenden Bedarf hinaus Einnahmen generieren könnte, die als Sparquote einer sukzessi-
ven Schuldenrückzahlung dienen könnten. Demgemäss ist nicht zu beanstanden, dass die Bei-
ständin aktuell von einer Schuldenrückzahlung absieht. 
 
5.5 Des Weiteren teilt die Beschwerdeführerin ihren Wunsch mit, die ganze IV-Rente zu 
erhalten, damit sie selbst die Telefon-, TV- und Festnetzkosten bezahlen könne. Die Beschwer-
deführerin rügt, dass die Beiständin damit nicht einverstanden sei. Die bestehende Vertre-
tungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung nach Art. 394 und Art. 395 ZGB umfasst die 
Verwaltung des sämtlichen Einkommens sowie des Vermögens der Beschwerdeführerin. Zu-
dem wurde ihr der Zugriff auf ihre Bankkonti entzogen. Jegliche Dauerverträge sowie Verträge, 
die den Wert von Fr. 200.-- übersteigen, bedürfen im Rahmen der Mitwirkungsbeistandschaft 
gemäss Art. 396 ZGB zur Gültigkeit der Zustimmung der Beiständin. Die Beiständin führt in ih-
rer Stellungnahme vom 10. März 2023 aus, dass die Beschwerdeführerin Kenntnis von ihrer 
angespannten finanziellen Lage habe, jedoch sich im Bereich der Ausgaben nicht beschränken 
könne. Folglich werde das Konto der Beschwerdeführerin monatlich regelmässig um Fr. 700.-- 
bis 800.-- überzogen (Aktennotiz KESB vom 25. November 2022). In der Stellungnahme vom 
10. März 2023 merkt die Beiständin zudem an, dass sie aufgrund des Verhaltens der Be-
schwerdeführerin wohl auch in der Zukunft nicht in der Lage sein werde, weitere Betreibungen 
zu verhindern. Es ist evident, dass die bestehenden Massnahmen zum Schutz der finanziellen 
Interessen der Beschwerdeführerin notwendig sind. Eine Überweisung der vollen IV-Rente an 
die Beschwerdeführerin birgt offensichtlich eine erhebliche Gefahr ihrer weiteren Verschuldung. 
Nach dem Gesagten kann im Vorgehen der Beiständin keine Pflichtverletzung und somit auch 
kein wichtiger Grund erblickt werden, welcher einen Beistandswechsel gemäss Art. 423 ZGB 
rechtfertigen würde. 
 
5.6 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin pauschal, die Beiständin höre ihr nicht zu, 
arbeite gegen sie und halte nicht zu ihr. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise darauf, 
dass die Beiständin ihr Amt nicht pflichtgemäss erfüllen würde oder sich gegenüber der Be-
schwerdeführerin nicht angemessen verhalten würde. Vielmehr berücksichtigt die Beiständin – 
soweit möglich – die Wünsche der Beschwerdeführerin, wie z.B. den von ihr gewünschten Ver-
zicht auf Besprechungen in ihrer Wohnung. Das Vertrauensverhältnis unterliegt aber einer Am-
bivalenz und hängt jeweils stark vom aktuellen Empfinden und vom psychischen Zustand der 
Beschwerdeführerin ab. Dies führt dazu, dass die Beschwerdeführerin sich neben der erwähn-
ten Kritik an der Beiständin verschiedentlich auch positiv über sie äussert.  
 

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5.7 Abschliessend ist festzustellen, dass die Meinungsverschiedenheiten, Missverständ-
nisse und Unzufriedenheit seitens der Beschwerdeführerin eindeutig das Resultat ihres Schwä-
chezustands sind. Die Vorgeschichte der Beschwerdeführerin zeigt, dass ihre Krankheit (hebe-
phrene Schizophrenie) phasenweise eine von der Realität abweichende Wahrnehmung und 
ambivalentes Verhalten hervorruft (vgl. Berichte der früheren Beiständin im Zeitraum 
vom 1. April 2020 bis 31. März 2021, Aktennotizen KESB B.____ vom 16. März 2021, 25. No-
vember 2022 und 21. Februar 2023). Dies bestätigt auch der Austrittsbericht I.____ vom 
4. August 2020, wonach die Beschwerdeführerin inhaltlich in ihren Meinungen stark wechselhaft 
sei, sich in Gesprächen inhaltlich häufig widersprüchlich zeige und unrealistische/teils bizarre 
Einschätzungen von Kausalitäten aufzeige. Typisch für das Verhalten der Beschwerdeführerin 
ist auch der regelmässig wiederkehrende Wunsch nach Wechsel der Vertrauenspersonen. Ge-
mäss den Verfahrensakten hat die Beschwerdeführerin seit 2016 mindestens drei Hausärzte 
gewechselt. Alleine im Jahr 2021 liess sie sich von drei verschiedenen Psychiaterinnen und 
Psychiatern behandeln. Bevor die Beschwerdeführerin den Antrag auf den Wechsel der Man-
datsperson am 24. Februar 2023 stellte, wurde die Beistandsperson auf ihren Antrag seit 2013 
dreimal gewechselt. Den Verfahrensakten kann entnommen werden, dass die Anträge auf 
Mandatspersonenwechsel für die Beistände und die jeweilige KESB vollkommen überraschend 
kamen, da die Beschwerdeführerin kurze Zeit davor sich über die gute Zusammenarbeit berich-
tete (Eintrag Arbeitsrapport der früheren Beiständin vom 26. Februar 2021, Aktennotizen KESB 
B.____ vom 25. November 2022 und 21. Februar 2023; E-Mails der Beschwerdeführerin 
vom 20. Juli 2022 und 23. Februar 2023). Dass der Wunsch nach Wechsel der Bezugsperso-
nen auf die krankheitsbedingte Ambivalenz der Beschwerdeführerin zurückzuführen ist, ergibt 
sich auch aus der Tatsache, dass sie teils wieder zu den früheren Ärzten und Beiständen zu-
rückkehrte, mit deren Leistungen sie sich vorher nicht zufrieden gezeigt hatte. Demnach ist 
festzustellen, dass sämtliche Rügen der Beschwerdeführerin in der Problematik ihres Schwä-
chezustands begründet sind und keine wichtigen Gründe für die Entlassung der Mandatsperson 
vorliegen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist 
das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Ge-
richtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der 
ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 1'500.-- sind ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die 
Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
6.2 Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung wurde mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 14. Juni 2023 bewilligt. Zufolge Bewilligung 
der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse.  
 
6.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgelt-
lichen Prozessführung zulasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.