# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53838b4b-9e25-50f1-ad4d-f6f52d2e40a8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.09.2011 SB110393
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB110393_2011-09-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr. SB110393-O/U/jv 
 

Mitwirkend: der Oberrichter lic. iur. P. Marti, Vorsitzender, die Ersatzoberrichter 

lic. iur. E. Leuenberger und lic. iur. M. Bertschi sowie die juristische 

Sekretärin lic. iur. S. Schwarzwälder 

Urteil vom 29. September 2011 

in Sachen 

A._____,  

Angeklagte und Appellantin 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  

vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. U. Weder,  

Anklägerin und Appellatin sowie Anschlussappellantin 

sowie 
 

Erben des †B._____ selig, 

Geschädigte 1 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

und 

 
C._____ AG,  

Geschädigte 2 

betreffend  
gewerbsmässiger Betrug etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 18. August 2010 
(DG100009) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 19. März 

2010 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 29). 

 

Urteil und Beschluss der Vorinstanz: 

Das Gericht erkennt:  

1. Die Angeklagte A._____ ist schuldig  

- des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB, 

- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB 

sowie 

- der Unterdrückung von Urkunden im Sinne von Art. 254 Abs. 1 StGB. 

2. Die Angeklagte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 35 Monaten,  

wovon 3 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, teilweise als Zu-

satzstrafe zum Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirkes Hinwil 

vom 8. November 2005. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 23 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen wird die Freiheits-

strafe vollzogen.  

4. Auf den Widerruf der mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Be-

zirkes Hinwil vom 8. November 2005 ausgefällten bedingten Strafe von  

30 Tagen Gefängnis wird verzichtet. 

5. Die Angeklagte wird verpflichtet, den Geschädigten 1, Erben des †B._____, 

Fr. 646'000.– zuzüglich 5% Zins seit 4. September 2006 Schadenersatz zu 

bezahlen.  

-   3   - 

6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.00 ; die weiteren Kosten des gerichtlichen Verfahrens  be-
tragen: 

Fr.     Verteidigerkosten 

Fr.  13'858.05   Untersuchungskosten 

Fr.  360.00   Kosten der Kantonspolizei Zürich 

7. Die Kosten, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden 

der Angeklagten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden 

auf die Gerichtkasse genommen. 

8. Die Angeklagte wird verpflichtet, den Geschädigten 1, Erben des †B._____, 

eine Prozessentschädigung zu bezahlen. Über die Höhe dieser Prozessent-

schädigung wird mittels separatem Beschluss entschieden. 

9. Mitteilungen 

10. Rechtsmittel 

 

Das Gericht beschliesst: 

1. Die folgenden, von der Staatsanwaltschaft See/Oberland, … [Adresse] mit 

Verfügung vom 28. August 2009 (HD 19/7) beschlagnahmten Gegenstände 

werden nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils der Angeklagten auf erstes 

Verlangen ausgehändigt: 

- zwei schwarze Ordner "Nachlass" sowie 
- ein schwarzer Ordner "Wohnungen". 

2. Mitteilung 

3. Rechtsmittel 

 

 

-   4   - 

Berufungsanträge: 

a) des Verteidigers der Angeklagten 

 (schriftlich und sinngemäss; Urk. 76) 

 1. Die Erben des †B._____ selig und die C._____ AG seien aus dem 

Rubrum zu streichen. 

 2. Das Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 18. August 2010 sei aufzu-

heben, ausgenommen Ziffer 6, und die Angeklagte sei frei zu spre-

chen. 

 3. Eventualiter sei die Angeklagte zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 

23 Monaten zu verurteilen, welche aufgrund der Verletzung des Be-

schleunigungsgebots um zwei Drittel zu reduzieren ist. 

 4. Auf eine Verbindungsstrafe im Sinne von Art. 42 Abs. 4 StGB sei zu 

verzichten.  

 5. Der Angeklagten sei für die ungerechtfertige Untersuchungshaft vom 

20.03.2007 und vom 19.05.2009 bis 20.05.2009 eine Genugtuung von 

CHF 600.– auszurichten. 

 6. Auf die Zivilforderungen der Erben des †B._____ sei nicht einzutreten. 

 7. Eventualiter: die Zivilforderungen der Erben des †B._____ seien abzu-

weisen. 

 8. Der Vater der Beschuldigten sei als Zeuge zu befragen. 

 9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates. 

 

 

b) der Staatsanwaltschaft 

 (schriftlich; Urk. 77) 

-   5   - 

 1. Das Urteil und der Beschluss des Bezirksgerichts Meilen vom  

18. August 2010 sei grundsätzlich zu bestätigen, mit den beiden fol-

genden Ausnahmen: 

 2. Im Schuldpunkt sei die Beschuldigte im Sinne der altrechtlichen Tat-

bestände des gewerbsmässigen Betrugs, der mehrfachen Urkunden-

fälschung, der Unterdrückung von Urkunden schuldig zu sprechen. 

 3. Die Angeklagte sei mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, unter An-

rechnung einer dreitägigen Untersuchungshaft, zu bestrafen.  

c) des Vertreters der Geschädigten 1 

 (mündlich und sinngemäss; Prot. II S. 31) 

 Es sei die Berufung abzuweisen und der Entscheid der Vorinstanz zu bestä-

tigen mit den heutigen Strafschärfungsanträgen des Staatsanwaltes.  

 

Das Gericht erwägt: 

I. Prozessuales 

1. Anwendbares Recht 

1.1. Prozessrecht 

Das angefochtene Urteil datiert vom 18. August 2010. Am 1. Januar 2011 ist die 

Schweizerische Strafprozessordnung in Kraft getreten. Gemäss Art. 453 Abs. 1 

StPO ist ein Rechtsmittel gegen einen Entscheid, der vor Inkrafttreten dieses Ge-

setzes gefällt wurde, nach bisherigem Recht von den bisher zuständigen Behör-

den zu beurteilen. Vorliegend kommt demgemäss das kantonale Prozessrecht zur 

Anwendung (StPO/ZH und GVG/ZH). 

1.2. Materielles Recht 

-   6   - 

Die vorliegend zu beurteilenden Delikte wurden in der Zeit von Oktober 2003 bis 

Ende August 2006 begangen, somit vor Inkrafttreten des revidierten Strafgesetz-

buches am 1. Januar 2007.  

Die Vorinstanz hat sich mit der übergangsrechtlichen Problematik auseinanderge-

setzt und kam mit der damals zutreffenden Begründung zum Schluss, dass das 

neue Recht milder ist (Urk. 62 S. 5 f.; § 161 GVG/ZH). Da im Berufungsverfahren 

– wie nachfolgend auszuführen sein wird – nun aber eine Freiheitsstrafe von 

47 Monaten auszufällen sein wird, erweist sich das neue Recht nicht mehr als das 

mildere. In diesem Bereich kann weder nach neuem noch nach altem Recht der 

bedingte oder teilbedingte Vollzug gewährt werden, weshalb das alte und das 

neue Recht gleich streng sind. Sind die Sanktionen gleichwertig, ist altes Recht 

anzuwenden. Die Bezeichnung der verhängten Sanktionen richtet sich diesfalls 

aber nach neuem Recht (BSK-Strafrecht I, Popp/Levante, N 11 zu Art. 2).  

Im Urteilsdispositiv wurde allerdings vergessen, beim Schuldspruch die Bestim-

mungen des "alt" StGB anzuwenden, was im nachstehenden Dispositiv zu korri-

gieren ist (aStGB). 

2. Umfang der Berufung  

Mit Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 18. August 2010 wurde die Angeklagte 

des gewerbsmässigen Betruges, der mehrfachen Urkundenfälschung und der Un-

terdrückung von Urkunden schuldig gesprochen. Sie wurde bestraft mit einer 

Freiheitsstrafe von 35 Monaten, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Einzel-

richters in Strafsachen des Bezirkes Hinwil vom 8. November 2005. Im Umfang 

von 23 Monaten wurde die Freiheitsstrafe aufgeschoben unter Ansetzung einer 

Probezeit von 3 Jahren, im Übrigen wurde der Vollzug der Freiheitsstrafe ange-

ordnet. Auf den Widerruf der mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Be-

zirkes Hinwil vom 8. November 2005 ausgefällten bedingten Strafe wurde verzich-

tet. Die Angeklagte wurde verpflichtet, den Geschädigten 1 Schadenersatz im Be-

trage von Fr. 646'000.-- zuzüglich Zins zu 5% seit 4. September 2006 zu bezah-

len.  

-   7   - 

Die Angeklagte hat gegen das Urteil Berufung erhoben. Sie beantragt vollumfäng-

lichen Freispruch, eventualiter Bestrafung mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 

23 Monaten, welche aufgrund Verletzung des Beschleunigungsgebots um zwei 

Drittel zu reduzieren sei, Zusprechung einer Genugtuung von Fr. 600.-- und 

Nichteintreten auf die Zivilforderungen der Geschädigten 1 (Urk. 55 und 76). Die 

Staatsanwaltschaft hat Anschlussberufung erhoben. Sie beantragt Ausfällung  

einer höheren als die von der Vorinstanz ausgefällten Strafe und zwar einer Frei-

heitsstrafe von vier Jahren (Urk. 59 und 77).  

Das vorinstanzliche Urteil ist demzufolge in allen Punkten angefochten. Einzig die 

Kostenfestlegung (Dispositiv-Ziffer 6) ist in Rechtskraft erwachsen. Nicht ange-

fochten ist ausserdem der Beschluss vom 18. August 2010. 

3. Beweisantrag 

Die Angeklagte beantragte im Berufungsverfahren sowie an der Berufungsver-

handlung, es sei ihr Vater, D._____, als Zeuge zu befragen (Urk. 67 und 76). Zur 

Begründung liess sie geltend machen, ihr Vater könne bestätigen, dass sie mittels 

Kreditkarte und Checks über das Vermögen von †B._____ verfügen durfte. Der 

Verstorbene habe dies ihrem Vater im Jahre 2006 anlässlich eines Familientref-

fens persönlich gesagt. Ausserdem könne ihr Vater bestätigen, dass es sich beim 

Verhältnis zwischen ihr und †B._____ um ein Liebesverhältnis gehandelt habe, 

ein sehr inniges Verhältnis, welches auch Besuche bei den Eltern der Angeklag-

ten und umgekehrt beinhaltet habe. 

Der Beweisantrag der Angeklagten ist nachfolgend im Zusammenhang mit der 

Würdigung der eidesstattlichen Erklärung des Vaters der Angeklagten zu prüfen 

(vgl. Erwägung II. 3.7.). 

4. Geschädigtenstellung der Erben des †B._____ selig und der C._____ AG 

4.1. Allgemeines 

Die Verteidigung stellte an der Berufungsverhandlung den Antrag, es seien die 

Erben des †B._____ selig und die C._____ AG aus dem Rubrum zu streichen, da 

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ihnen keine Geschädigtenstellung zukomme (Urk. 76 S. 1). Der Vertreter der Ge-

schädigten 1, Erben des †B._____ selig, vertrat den gegenteiligen Standpunkt 

und erklärte zur Frage der Höchstpersönlichkeit der Geschädigtenstellung, dass 

der Schaden im Vermögen von †B._____ zu Lebzeiten entstanden und damit auf 

seine Rechtsnachfolger übergegangen sei. Auch die Staatsanwaltschaft vertrat 

die Ansicht, dass sowohl die Erben des †B._____ als auch die C._____ AG Ge-

schädigte im vorliegenden Strafverfahren seien. Sie begründete dies einerseits 

mit Blick auf die Schweizerische Strafprozessordnung, welche den Übergang der 

Geschädigtenstellung auf die Angehörigen in ihrem Art. 121 ausdrücklich vorsieht. 

Andererseits, bezüglich der C._____ AG, genüge im Vermögensstrafrecht die 

Vermögensgefährdung, womit ein Schadenseintritt nicht nötig sei (vgl. Prot. II S. 

27 f.). 

4.2. Erben des †B._____ selig 

Bezüglich der Erbengemeinschaft legte die Verteidigung dar, dass die strafpro-

zessuale Stellung als Geschädigter nicht vererbbar sei. Die Geschädigtenstellung 

sei höchstpersönlich und gehe deshalb bei natürlichen Personen mit dem Tod 

derselben unter. Sie werde nicht auf die Erben oder sonstigen Rechtsnachfolger 

übertragen (Urk. 76 S. 2).  

Die Vorinstanz hat in ihren sorgfältigen Erwägungen zutreffend dargelegt, dass 

gemäss Art. 560 Abs. 1 ZGB die Erben mit dem Tod des Erblassers die Erbschaft 

als Ganzes erwerben. Auch Schadenersatzansprüche stellten derartige vererb-

bare Aktiva dar. Weiter zitierte sie Schmid, welcher die Ansicht vertritt, dass den 

Hinterbliebenen Verfahrensrechte im Schuld- und Strafpunkt gewährt werden soll, 

soweit diese direkt Auswirkungen auf den Zivilpunkt haben (Urk. 62 S. 7). Auf die-

se Ausführungen der Vorinstanz, welche die Geschädigtenstellung der Erben-

gemeinschaft bejaht, kann vollumfänglich verwiesen werden (§ 161 GVG/ZH). 

Diese Erwägungen gelten umso mehr auch im Hinblick auf das nunmehr geltende 

Recht: Art. 121 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung besagt, dass 

die Rechte der geschädigten Person auf die Angehörigen übergehen. Ist die  

Erbengemeinschaft sowohl aus Angehörigen im Sinne von Art. 110 Abs. 1 StGB 

wie auch aus sonstigen Erben gebildet, sind auch letztere in die strafprozessuale 

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Nachfolge zuzulassen, damit die notwendige Streitgenossenschaft im Adhäsions-

prozess gebildet werden kann (BSK-Schweizerische Strafprozessordnung,  

Mazzucchelli/Postizzi, N 12 zu Art. 121).  

Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass die von der Verteidigung erneut zitierten  

– älteren – Entscheide (Urk. 76 S. 2) vorliegend nicht relevant sind, zumal es im 

einen um die Legitimation bei der Privatstrafklage geht und der andere die Frage 

der Geschädigtenstellung von Aktionären bei Delikten zum Nachteil der entspre-

chenden Aktiengesellschaft beantwortet (Urk. 62 S. 8; § 161 GVG/ZH). Der An-

trag der Verteidigung, die Erben des †B._____ selig als Geschädigte aus dem 

Rubrum zu streichen, ist daher abzuweisen. 

4.3. C._____ AG 

Was die C._____ AG anbelangt, begründet die Verteidigung ihren Antrag damit, 

dass die Bank keine Rechtsnachteile zu befürchten habe, wenn sie den Vertrag 

mit †B._____ gehörig erfüllt habe. Finanzielle Forderungen hätte sie nur zu be-

fürchten, wenn sie die Checks ungenügend geprüft hätte, was allenfalls eine 

Schadenersatzpflicht aus Vertrag auslösen würde. Durch das der Angeklagten 

vorgeworfene Verhalten werde nicht in die Rechte der C._____ AG eingegriffen, 

dazu müssten weitere Elemente hinzutreten. Die C._____ AG sei damit nur mit-

telbar geschädigt, weshalb keine Geschädigtenstellung begründet werde (Urk. 76 

S. 3). 

Die Vorinstanz hat sich in ihrem Urteil mit dem Kriterium der Unmittelbarkeit des 

Schadenseintritts auseinandergesetzt und dargelegt, dass zu den unmittelbaren 

Folgen einer Straftat auch der Schaden zähle, welcher bei einer Drittperson ein-

getreten sei resp. einer solchen zu erwachsen drohte, soweit er noch als direkte 

Folge der Straftat zu betrachten sei. Wie die Vorinstanz weiter ausführte, sind die 

inkriminierten Handlungen durchwegs gegenüber der C._____ AG erfolgt. Die 

C._____ AG sei durch die Angeklagte dazu veranlasst worden, zu Lasten des 

Kontos von †B._____ Geldzahlungen an unberechtigte Personen zu leisten, 

wodurch in den Rechtskreis der C._____ AG eingegriffen worden sei. Die 

C._____ AG habe sodann damit rechnen müssen, dass der Kontoinhaber oder 

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seine Erben die Auszahlung des Kontoguthabens verlangen würden, womit ihr ein 

Schaden zu erwachsen gedroht habe. Diesen Erwägungen der Vorinstanz kann 

gefolgt werden, weshalb auch die Geschädigtenstellung der C._____ AG zu beja-

hen ist (Urk. 62 S. 8 f.; § 161 GVG/ZH).  

Nichts anderes ergibt sich, wenn man der Ansicht der Lehre folgt, wonach ein 

Vermögensschaden als eingetreten gilt, wenn eine wirkliche Schädigung des 

Vermögens besteht, aber auch wenn dieses erheblich gefährdet ist, so dass diese 

Gefährdung eine Herabsetzung von dessen Wert vom wirtschaftlichen Standpunkt 

aus bewirkt hat. Überdies genügt ein vorübergehender Nachteil (BGE 121 IV 104, 

Pra 85 (1996) Nr. 25, E. 2.c). Wie oben ausgeführt, hat die C._____ AG damit 

rechnen müssen, dass die am Konto Berechtigten die Auszahlung des Guthabens 

verlangen würden, womit ihr ein Schaden zu erwachsen drohte. Diese Gefähr-

dung des Vermögens der Bank genügt, zumal sie erheblich ist. Auch diesbezüg-

lich ist der Antrag der Verteidigung abzuweisen. 

II.  Sachverhalt 

1. Anklagevorwurf und Standpunkt der Angeklagten 

1.1. Anklagevorwurf 

Der Angeklagten wird in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons 

Zürich vom 19. März 2010 vorgeworfen, sie habe in der Zeit vom Oktober 2003 

bis Ende August 2006 81 Checks lautend auf den Namen von †B._____ be-

treffend dessen Konto bei der C._____ Filiale E._____ behändigt, diese Checks 

selber ausgefüllt, sich selber als Begünstigte eingesetzt und 58 Mal die Unter-

schrift von †B._____ von Hand und 23 Mal mittels Drucktechnologie nachge-

macht. In der Folge habe sie diese gefälschten Checks bei der D._____ Filiale in 

F._____, bei welcher sie selber ein Konto gehabt habe, zur Barauszahlung (zwei 

Checks zur Gutschrift auf ihrem Konto) vorgelegt und insgesamt Auszahlungen 

von Fr. 646'050.-- erwirkt. Von diesem Tun habe †B._____ keine Kenntnis ge-

habt. Die Angeklagte habe von †B._____ immer wieder von ihm eigenhändig un-

terzeichnete Checks erhalten, welche sie ebenfalls bei der D._____ Filiale in 

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F._____ eingelöst habe. Im Irrtum über den tatsächlichen Aussteller der Checks 

seien die Bankangestellten dieser D._____-Filiale nach Prüfung der Unterschrift 

davon ausgegangen, auch die gefälschten Checks seien von †B._____ unter-

schrieben worden und hätten den jeweiligen Checkbetrag ausbezahlt. 

†B._____ habe vom Tun der Angeklagten keine Kenntnis erhalten, da die  

Angeklagte die Kontenbelage auf nicht näher bekannte Art habe verschwinden 

lassen, um ihr Tun zu kaschieren und da angesichts der umfangreichen Konto-

verschiebungen diese Auszahlungen nicht sonderlich auffielen, wovon die Ange-

klagte ausgegangen sei. 

1.2. Standpunkt der Angeklagten 

Die Angeklagte anerkannte in der Untersuchung und vor Vorinstanz, dass sie die 

in der Anklageschrift aufgeführten Checks selber ausgefüllt und mit der teils durch 

sie von Hand nachgemachten teils drucktechnisch übertragenen Unterschrift von 

†B._____ versehen hat. Sie machte jedoch geltend, er habe von ihrem Tun 

Kenntnis gehabt und dies gutgeheissen. Entsprechend bestritt sie, dass sie Kon-

tenbelege habe verschwinden lassen. 

1.3. Zu erstellender Sachverhalt 

Die Angeklagte anerkennt, dass sie in objektiver Hinsicht, den Tatbestand der  

Urkundenfälschung erfüllt hat. Indem sie geltend macht, †B._____ habe von den 

Fälschungshandlungen und den mittels gefälschten Checks getätigten Bezügen 

Kenntnis gehabt und sei damit einverstanden gewesen, bestreitet sie den Sach-

verhalt sowohl betreffend den Vorwurf der Urkundenfälschung als auch des Be-

truges in subjektiver Hinsicht. Ausserdem bestreitet sie, dass sie die entspre-

chenden Kontenbelege habe verschwinden lassen, um ihr Tun zu kaschieren.  

Zu prüfen ist demzufolge, ob †B._____ von den Fälschungshandlungen und den 

mit den gefälschten Checks getätigten Bezügen der Angeklagten Kenntnis hatte. 

Diese Frage ist von zentraler Bedeutung mit Bezug auf alle Anklagepunkte. 

2. Beweismittel 

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2.1. Überblick  

Betreffend die Frage der Kenntnis von †B._____ liegen ausser den Aussagen der 

Angeklagten keine direkten Beweismittel vor. Den Aussagen der weiteren als 

Zeugen einvernommenen Personen sind lediglich Hinweise mit Bezug auf ent-

sprechende Kenntnisse zu entnehmen. Da †B._____ vor Einleitung der Straf-

untersuchung gegen die Angeklagte verstorben ist, konnte er selbst betreffend 

seine Kenntnisse über die Fälschungen und die getätigten Bezüge nicht befragt 

werden und liegen von ihm keine Aussagen vor. Die Untersuchung wurde erst 

nach seinem Tod aufgrund einer Strafanzeige vom 27. Dezember 2006 eröffnet, 

welche Dr. Y._____ in seiner Funktion als Willensvollstrecker im Nachlass von 

†B._____ namens und im Auftrag der Erben erstattete (ND 2/1). 

2.2. Aussagen 

a) Angeklagte 

Betreffend die Darlegung der Aussagen der Angeklagten kann auf die detaillierten 

Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 62 S. 13 ff.; § 161 

GVG/ZH). Kurz zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Angeklagte, nachdem 

sie in der ersten Einvernahme vom 20. März 2007 noch ausgesagt hatte, 

†B._____ habe die Unterschriften immer selber gemacht (Urk. HD 3/1 S. 3), in al-

len folgenden Einvernahmen aussagte, sie habe die Fälschungen im Einver-

ständnis mit †B._____ gemacht (Urk. HD 3/2 S. 2; Prot. I S. 18), er habe gesagt, 

sie dürfe die Checks selber unterschreiben (Urk. HD 3/4 S. 2; Urk. HD 3/5 S. 2, 

Urk. HD 3/6 S. 3), sie habe keine Unterschrift ohne sein Wissen geleistet (Urk. 3/5 

S. 2, Urk. HD 3/7 S. 2). 

Diese Aussagen wiederholte die Angeklagte anlässlich der Berufungsverhand-

lung: Sie führte aus, dass sie Angst gehabt habe, dass man ihr die Wahrheit nicht 

glaube und sie inhaftiere, weswegen sie zu Beginn der Untersuchung alles abge-

stritten habe. Es sei nicht richtig, dass sich †B._____ nicht um seine finanziellen 

Belange gekümmert habe; so habe er beispielsweise sein ganzes Vermögen sel-

ber angelegt. Demnach wäre es ihm auch aufgefallen, wenn es Unregelmässig-

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keiten gegeben hätte, mit welchen er nicht einverstanden gewesen wäre (Prot. II 

S. 11 f.). Die Angeklagte betonte weiter, dass sie †B._____ stets gefragt habe, ob 

sie einen Check nehmen dürfe und er immer einverstanden gewesen sei. Den Be-

trag habe sie immer selber eingesetzt, indem sie berechnet habe, was sie brau-

che und dann vielleicht noch Fr. 200.-- dazugeschlagen habe. Sie habe †B._____ 

jeweils gesagt, wofür sie das Geld brauche. Sie sei gerne einkaufen gegangen, 

was er gewusst habe (Prot. II S. 12 und S. 22). †B._____ habe ihr zwar manch-

mal gesagt, dass sie eine teure Frau sei, er habe jedoch nie nein gesagt, wenn 

sie ihn nach einem Check gefragt habe (Prot. II S. 26). Auf Frage, weshalb 

†B._____ nicht jeweils selber unterschrieben habe, erklärte die Angeklagte, dass 

er oft betrunken und müde gewesen sei. In diesem Zustand sei er wütend gewor-

den, wenn sie ihn um Geld gebeten und insistiert habe. So habe er auch die 

Checks nicht mehr selber unterschreiben wolle und habe ihr jeweils gesagt, sie 

solle es selber machen (Prot. II S. 12 ff.). Sie und †B._____ hätten eine Lebens-

gemeinschaft geführt, da sei es nur natürlich gewesen, dass man mit dem Namen 

des anderen unterschrieben habe. Sie habe nie darüber nachgedacht. Auch sei 

die Ausstellung einer Vollmacht oder die Benützung der Bankkarte nie ein Thema 

gewesen; †B._____ habe sich nicht um diese Angelegenheiten kümmern wollen. 

Das eine Mal, dass er ihr eine Vollmacht ausgestellt habe, sei auf Anraten von Dr. 

Y._____ geschehen (Prot. II S. 17). Nach den Belegen für die von ihr bezogenen 

Zahlungen gefragt, erklärte die Angeklagte, dass sie die Checkdurchschläge 

weggeworfen habe, weil sie diesen keine Beachtung geschenkt habe (Prot. II S. 

18). Auf Frage führte die Angeklagte weiter aus, dass sie das Geld hauptsächlich 

für ihre eigenen Bedürfnisse gebraucht habe. Sie habe ihre Fixkosten bezahlt und 

viel Geld für Luxusgüter ausgegeben. Weiter hätten der Sohn von †B._____, 

G._____, sowie auch †B._____ selber von diesem Geld profitiert. H._____ habe 

vom Geld nur insoweit profitiert, als sie während ein oder zwei Monaten die Miete 

für die vormals gemeinsame Wohnung gezahlt habe, obwohl sie bereits ausgezo-

gen war. Ansonsten habe er von diesem Geld nichts erhalten. Mit H._____ habe 

sie früher mal eine Freundschaft und während einem Jahr, 1996 oder 1997, auch 

eine Beziehung verbunden. Seither sei es aber nur noch eine Zweckgemeinschaft 

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gewesen. Insbesondere habe sie nie eine "eheähnliche Gemeinschaft" mit ihm 

geführt (Prot. II S. 17 ff.).  

b) I._____ 

I._____ war langjähriger Kundenberater von †B._____ bei der D._____. Auch be-

züglich der Zusammenfassung seiner Aussagen kann vorweg auf die Ausführun-

gen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 62 S. 19 f.; § 161 GVG/ZH). 

Es sind hier lediglich nochmals kurz die zentralen Punkte seiner Aussagen fest-

zuhalten. Er sagte in seiner polizeilichen Befragung aus, †B._____ habe die An-

geklagte anfangs 2004 für eine gewisse Zeit bevollmächtigt, während der  

Dauer seines Spitalaufenthaltes Zahlungen für ihn zu erledigen. Nach dem Spital-

aufenthalt habe er diese Vollmacht mündlich widerrufen (Urk. HD 4/6 S. 2). Im 

Jahre 2004 seien ihm (I._____) ungewöhnliche Mittelabflüsse durch Check-

einlösungen aufgefallen und er habe den Rechtsvertreter von †B._____,  

Dr. Y._____, darauf angesprochen. Im Jahre 2006 habe er Dr. Y._____ informiert, 

dass bei den hohen Beträgen immer die Angeklagte Begünstigte gewesen sei. Er 

habe bei einem Treffen mit †B._____ am 25. August 2006 an dessen Wohnort in 

J._____ ihn dann das Thema angesprochen und gefragt, ob er wisse, wieviel 

Geld er pro Monat verbrauche. †B._____ habe eine Zahl von Fr. 10'000.-- bis 

20'000.-- genannt und habe ihm (I._____) nicht geglaubt, dass es ein Betrag von 

gegen Fr. 80'000.-- monatlich sei. Er (I._____) habe ihm gesagt, er könne ja die 

Kontoauszüge anschauen. †B._____ habe dann in seinem Büro die Konto-

auszüge gesucht und nicht gefunden. I._____ habe ihm geholfen bei der Suche. 

Es seien eine Vielzahl von Belegen vorhanden gewesen, jedoch keine Belege von 

dem einen besagten Konto. †B._____ habe keine Erklärung dafür gehabt, dass 

die Auszüge nicht vorhanden waren. I._____ habe ihm in Aussicht gestellt, er 

werde die Kontoauszüge nochmals schicken (Urk. HD 4/6 S. 5). †B._____ habe 

ihn dann am gleichen Tag im Büro angerufen und gesagt, er habe inzwischen mit 

der Angeklagten geredet, es stimme alles nicht, was er (I._____) erwähnt habe. 

Er habe ihm (B._____) gesagt, dass er ihm die Unterlagen schicken werde. Zwei 

Stunden später habe ihm die Angeklagte angerufen und gesagt, sie habe mit 

†B._____ gesprochen, er (I._____) müsse die Unterlagen nicht schicken. I._____ 

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hielt fest, †B._____ habe sich auf Vorhalt der Bezüge am 25. August 2006 er-

staunt gezeigt. Aufgrund seiner Reaktion an diesem Tag gehe er davon aus, dass 

†B._____ nichts von den Bezügen gewusst habe (Urk. HD 4/6 S. 7). 

In seiner Zeugeneinvernahme bestätigte I._____, dass †B._____ ihm betreffend 

die Geldabflüsse nicht geglaubt habe und dies auf den Kontoauszügen habe 

nachprüfen wollen, er habe aber die Kontoauszüge in seinem Büro nicht  

gefunden und habe ihn (I._____) gebeten, ihm zu helfen. Er (I._____) habe die 

Belege anderer D._____-Konten gefunden, nicht jedoch die Monatsauszüge be-

treffend das fragliche Konto (Urk. HD 4/7 S. 4). 

c) Dr. Y._____ 

Dr. Y._____ war mit †B._____ befreundet, war sein Berater in rechtlichen Ange-

legenheiten und verfügte über eine Generalvollmacht. Er konnte aufgrund eigener 

Wahrnehmung keine Angaben darüber machen, ob der Verstorbene Kenntnisse 

von den Bezügen mittels Check zugunsten der Angeklagten hatte. Seine Aussa-

gen beziehen sich auf Äusserungen, die der Zeuge I._____ und die Zeugin 

K._____ ihm gegenüber machten. Dr. Y._____ erklärte, dass er den Verstorbenen 

nicht auf die Checkbelastungen angesprochen habe, vielmehr zu I._____ gesagt 

habe, sie müssten etwas unternehmen. Er und I._____ hätten einfach abklären 

wollen, ob †B._____ sich der vielen aussergewöhnlichen Belastungen bewusst 

gewesen sei. Ausserdem sagte er zu den Gewohnheiten von †B._____ betreffend 

Kontrolle von Kontoauszügen aus und erwähnte, dass der Verstorbene seines 

Wissens die Kontoauszüge nicht kontrolliert habe, da er keine Vollmachten erteilt 

habe und deshalb nicht habe wissen müssen, was ging, ausserdem sei er desin-

teressiert gewesen und habe alkoholbedingt eine gewisse Trägheit aufgewiesen 

(Urk. HD 4/11 S. 7). 

In der Zeugenbefragung bestätigte er, dass I._____ ihm mitgeteilt habe, dass es 

zahlreiche Belastungen auf dem Konto gebe, die er sich nicht erklären könne. Da-

raufhin habe er sich die Kontoauszüge der Monate April bis Juni 2006 geben las-

sen. Er habe I._____ gebeten, †B._____ beim Gespräch vom 25. August zu fra-

gen, ob er Kenntnis von den Checkbezügen im grösserem Umfang habe.  

-   16   - 

I._____ habe ihm gesagt, dass †B._____ ungehalten, entsetzt reagiert habe und 

sinngemäss gesagt habe, das könne gar nicht sein (Urk. HD 4/3 S. 7). Er habe 

nach dem Tod von †B._____ die neuesten Auszüge des fraglichen Kontos im 

Haus nicht gefunden und habe die Belege von der D._____ kommen lassen, teil-

weise habe er später einzelne Belege in den Schachteln irgendwo im Chaos  

gefunden. Dagegen habe er keine Ordner mit sauber abgelegten Unterlagen ge-

funden (Urk. HD 4/3 S. 8). 

d) K._____ 

Bei K._____ handelt es sich um die Schwester der zweiten vorverstorbenen Ehe-

frau von †B._____. G._____, der behinderte und bevormundete Sohn des Ver-

storbenen, lebte bei K._____ im Sinne einer Unterbringung in einer Pflegefamilie. 

Sie sagte aus, †B._____ habe über die Vormundschaftsbehörde Unterhaltszah-

lungen für G._____ geleistet. Ab und zu habe sie von †B._____ mittels Check 

Geld für G._____ erhalten (Urk. HD 4/8 S. 2). Am 25. August 2006 habe ihr 

†B._____ angerufen und erzählt, er habe gerade ein Treffen mit seinem Bankbe-

rater gehabt. Er habe von unrechtmässigen Checkeinlösungen in  

höheren Beträgen durch die Angeklagte gesprochen. Er habe gesagt, er habe 

diese Checks nicht ausgestellt. Er sei verzweifelt und aufgeregt gewesen und  

habe gesagt, er wolle mit der Angeklagten darüber reden. Gleichzeitig habe ihr 

auch die Angeklagte angerufen, sie habe verzweifelt und sehr nervös gewirkt und 

habe erzählt, †B._____ werfe ihr irgendetwas wegen einem Check über 

Fr. 20'000.-- vor. Auf entsprechende Frage habe die Angeklagte verneint, Unter-

schriften gefälscht zu haben (Urk. HD 4/8 S. 5). K._____ bestätigte, per Post ei-

nen Check vom 10. April 2006 über Fr. 4'000.-- in einem von †B._____ hand-

schriftlich beschrifteten Couvert erhalten zu haben. Ferner sagte sie aus, G._____ 

habe ihr einmal erzählt, dass die Angeklagte ihm einen Check ausgefüllt und ge-

geben habe, als †B._____ nicht anwesend gewesen sei. Sie habe die Angeklagte 

darauf angesprochen, diese habe erklärt, dass sie den Betrag eingesetzt habe, 

dass die Unterschrift jedoch auf dem Check gewesen sei. 

In der Zeugeneinvernahme schilderte sie †B._____ als sehr geizig, sie sei froh 

gewesen, wenn die Angeklagte bei ihm insistiert habe und bewirkt habe, dass sie 

-   17   - 

Geld per Check erhielten, es sei schwierig gewesen, von ihm Geld für etwas Ver-

nünftiges zu bekommen (Urk. HD 4/10 S. 5). Sie bestätigte, dass †B._____ ihr am 

Telefon von Checkbezügen in sehr hohen Beträgen zugunsten der Angeklagten 

erzählt habe, er sei entsetzt gewesen. 

e) L._____ 

L._____ ist eine ehemalige Freundin der Angeklagten. Sie sagte aus, dass ihr die 

Angeklagte einmal einen Check über Fr. 1'000.-- von †B._____ gegeben habe. Es 

habe sich um eine Rückvergütung von Auslagen im Betrage von Fr. 800.-- ge-

handelt, die sie für ihn erbracht habe. Sie habe ihn darauf angesprochen, dass 

der Betrag höher sei als ihre Auslagen, er habe gesagt, das sei so in Ordnung. 

Sie sagte aus, die Angeklagte habe ihr vor zwei Monaten (Einvernahme vom 26. 

September 2007) gestanden, dass sie Checkbetrüge gemacht habe (Urk. HD 

4/13 S. 6). Die Angeklagte habe gesagt, sie habe innerhalb von drei Jahren 

Checks in der Höhe von Fr. 420'000.-- eingelöst. Sie habe nicht erklärt, was sie 

genau gemacht habe, sie habe davon gesprochen, dass sie die Unterschriften 

von †B._____ kopiert habe. Die Angeklagte habe erwähnt, dass der Bankdirektor 

angerufen habe, weil er das Gefühl gehabt habe, es seien zu viele Checks einge-

löst worden. Sie (Angeklagte) sei dies mit †B._____ durchgegangen und er habe 

geantwortet, dass dies für ihn okay sei (Urk. 4/13 S. 8). Während des gemeinsa-

men Aufenthaltes im M._____ vor dem Tod von †B._____ habe die Angeklagte 

einen Mantel in N._____ gekauft, sie (Zeugin) glaube, die Angeklagte habe die 

Kreditkarte von †B._____ verwendet. 

In der Zeugeneinvernahme bestätigte sie, dass sie einmal einen Check über 

Fr. 1'000.-- von der Angeklagten erhalten habe, es habe sich um eine Rück-

erstattung von Auslagen gehandelt, welche sie für †B._____ getätigt habe. Die 

Angeklagte habe etwas über Checkbetrüge gesagt, aber nichts Konkretes 

(Urk. HD 4/15 S. 11). Auf Vorhalt ihrer Aussage in der polizeilichen Einvernahme, 

wonach die Angeklagte ihr gegenüber gestanden habe, Checkbetrüge begangen 

zu haben, bejahte die Zeugin und erklärte, das sei im Nachhinein gewesen 

(Urk. HD 4/15 S. 4). Sie könne sich nicht an ein Gespräch konkret über Check-

betrug erinnern (Urk. HD 4/15 S. 4). 

-   18   - 

f) O._____ 

O._____ ist der Partner von L._____. Er machte keine eigenen Wahrnehmungen 

im Zusammenhang mit dem Anklagevorwurf und konnte nur darüber aussagen, 

was ihm seine Partnerin L._____ erzählt hat. Auf seine Aussagen ist daher nicht 

weiter einzugehen. 

g) P._____ 

P._____ war mit †B._____ befreundet. Sie ist die Patin seines Sohnes und er war 

der Pate ihres Sohnes. Sie machte keine direkten Wahrnehmungen im Zusam-

menhang mit Checkfälschungen. Sie schilderte den Verstorbenen als knausrig, 

geizig. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er die Angeklagte ermächtigte, 

Checks selber zu unterschreiben bzw. die Unterschrift zu kopieren, das habe er 

nicht einmal ihr (Zeugin), der er vertraut habe, erlaubt. Die Finanzen seien sein 

Ding gewesen (Urk. HD 4/22 S. 5). Auch auf ihre Aussagen ist nicht weiter einzu-

gehen. 

h) Q._____ 

Q._____ war mit †B._____ und der Angeklagten befreundet. Sie hat mit ihnen im 

Jahre 2004 Ferien in R._____ im Haus von †B._____ verbracht und hat sich auch 

in der Schweiz ziemlich oft bei ihnen aufgehalten. Sie sagte aus, sie habe mit der 

Angeklagten über das Verfahren gesprochen, die Angeklagte habe ihr von den 

Anschuldigungen gegen sie erzählt. Die Zeugin erklärte, während des 

R._____aufenthaltes seien sie immer gemeinsam einkaufen gegangen, die Ange-

klagte habe immer seine Karte gehabt. Einmal habe er ihr einen Blankocheck ge-

geben für den Fall, dass sie etwas einkaufen wolle oder Bargeld brauche. Auf 

diesem Check habe sich keine Summe befunden, er sei unterschrieben gewesen 

(Urk. HD 4/24 S. 2). In der Schweiz habe die Angeklagte einmal gesagt, sie wolle 

Pflanzen einkaufen, habe ihm ein A-4 Blatt gebracht und habe gesagt, er solle un-

terschreiben. Er habe zu ihr gesagt, sie könne selber unterschreiben (Urk. HD 

4/24 S. 2). 

i) H._____ 

-   19   - 

H._____ ist ein ehemaliger Geschäftspartner und Ex-Freund der Angeklagten. Er 

sagte in der Zeugeneinvernahme auf die Frage, ob es für †B._____  

einen Grund gegeben habe, Checkzahlungen an die Angeklagte in der Höhe von 

über einer halben Million abzusegnen, sie habe kaufen können, was sie wollte, 

†B._____ sei bei Frauen sehr grosszügig gewesen. Er habe einmal gesehen, wie 

er bei einer Feier einer "Puppe" einen Check ausgestellt und gesagt habe, sie sol-

le sich etwas kaufen (Urk. HD 4/25 S. 11). Seinen Aussagen sind auch keine kon-

kreten Hinweise im Zusammenhang mit den Checkfälschungen zugunsten oder 

zulasten der Angeklagten zu entnehmen. Weitere Ausführungen zu seinen Aus-

sagen sowie deren Würdigung erübrigen sich daher. 

j) S._____ 

S._____ ist mit der Angeklagten befreundet und war auch eine gute  

Bekannte des Verstorbenen. Sie war Weinhändlerin und hat dem Verstorbenen 

verschiedene Male Wein geliefert. Von der Angeklagten weiss sie, dass dieser 

vorgeworfen wird, Checks gefälscht zu haben. Sie sagte als Zeugin aus, die An-

geklagte habe von †B._____ die Vollmacht gehabt, Checks zu unterschreiben. 

Sie wisse nicht, in welchem Namen, sie nehme an, dass sie mit A._____ unter-

schrieben habe. Sie habe dies selber gehört. Bei einem Apéro habe die Ange-

klagte gesagt, sie habe etwas gesehen, sie (Zeugin) wisse nicht was, da habe er 

gesagt, sie solle das kaufen, sie könne einen Check haben (Urk. HD 4/27 S. 2). 

k) T._____ 

Sie hat von 1999 bis 2003 für †B._____ als Haushälterin gearbeitet, führte für ihn 

den Haushalt, machte auch das Büro und erledigte Einzahlungen. Sie sagte aus, 

sie habe die Zahlungsaufträge †B._____ gezeigt und er habe unterschrieben. Sie 

habe nie selber Checks unterschreiben dürfen, habe auch nie Bankkarten, EC-

Karten oder Ähnliches zur Verfügung gehabt, um damit Bargeld zu beziehen (Urk. 

HD 4/28 S. 4). Beobachtungen im Zusammenhang mit Checkbezügen durch die 

Angeklagte hat sie keine gemacht, weshalb von einer Würdigung ihrer Aussagen 

nachfolgend abgesehen werden kann. 

-   20   - 

3.  Beweiswürdigung 

3.1. Allgemeines 

Betreffend die Grundsätze für die Beweiswürdigung insbesondere auch betreffend 

die Würdigung von Aussagen kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausfüh-

rungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 62 S. 10 ff. und S. 26 ff.; § 161 

GVG/ZH). 

3.2. Aussagen der Angeklagten 

Es liegen keine Hinweise vor, welche gegen die allgemeine Glaubwürdigkeit der 

Angeklagten sprechen. Sie hat jedoch aufgrund ihrer prozessualen Stellung ein 

Interesse daran, die Geschehnisse in einem für sie günstigen Licht darzustellen, 

was bei der Würdigung ihrer Aussagen zu berücksichtigen ist. 

Zu ihren Ungunsten fällt bei der Aussagenwürdigung ins Gewicht, dass sie zu Be-

ginn der Untersuchung bestritt, die Unterschriften von †B._____ auf den Checks 

nachgemacht bzw. auf die Checks kopiert zu haben, und behauptete, der Ver-

storbene habe die Unterschriften immer selber gemacht (Urk. HD 3/1 S. 3). Erst 

nach Vorliegen des Schriftgutachtens des Urkundenlabors der Kantonspolizei Zü-

rich vom 29. April 2008 (Urk. ND 1/10/7) räumte sie ein, die Unterschriften ge-

fälscht zu haben und passte somit ihre Aussagen dem Stand der Untersuchung 

an. Dieser Umstand lässt Zweifel an der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen aufkom-

men. Ihre Erklärung, wonach sie sich bei der ersten Einvernahme in einem 

Schockzustand befunden habe, wurde von der Vorinstanz mit der zutreffenden 

Begründung verworfen, dass die Angeklagte klare, reflektierte Antworten gab und 

keinerlei Hinweise auf einen Schockzustand bestanden (Urk. 62 S. 30; § 161 

GVG/ZH). Auch die an der Berufungsverhandlung zu Protokoll gegebene Begrün-

dung, wonach die Angeklagte Angst gehabt habe, dass man ihr nicht glauben 

würde und man sie inhaftieren würde, vermag nicht zu überzeugen und insbeson-

dere auch nicht zu erklären, weshalb sie ihre Aussagen später nicht von sich aus 

korrigiert hat, als sich diese erste Angst gelegt hatte (Prot. II S. 11). 

-   21   - 

An der Berufungsverhandlung zeichnete die Angeklagte von †B._____ ein  

widersprüchliches Bild: Zunächst legte sie dar, dass er sich sehr wohl um die  

finanziellen Belange gekümmert habe, er habe nämlich sein Vermögen selbstän-

dig verwaltet. Später hingegen, auf Frage, weshalb nicht eine Vollmacht aus-

gestellt worden sei, erklärte die Angeklagte mehrfach, dass †B._____ sich um 

diese Dinge nicht gekümmert habe. Insbesondere, wenn er betrunken gewesen 

sei, sei er wütend geworden, habe nichts mehr unterschreiben wollen und habe 

ihr gesagt, dass sie es selber machen solle.  

Grosse Widersprüche enthalten auch ihre Aussagen betreffend den Verbleib der 

Kontounterlagen, welche die Checkbezüge dokumentieren. Zutreffend hält die Vo-

rinstanz fest, dass die Angeklagte in diesem Punkt ihre Aussagen den Ergebnis-

sen von Zeugenbefragungen, insbesondere den Aussagen von I._____, anpasste 

(Urk. 62 S. 31; § 161 GVG/ZH). Ihre Aussagen gingen von Nichtwissen betreffend 

den Aufbewahrungsort der Dokumente über mögliche Aufbewahrung in der obe-

ren Etage des Hauses zu Verbringen der Unterlagen ins Obergeschoss zwecks 

Sortierung durch die Angeklagte. Die Anpassung ihrer Aussagen an das Untersu-

chungsergebnis auch in diesem Punkt lässt am Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen 

erhebliche Zweifel aufkommen. 

3.3. Aussagen von I._____ 

I._____ war – wie bereits erwähnt – der Bankberater von †B._____. Es spricht 

nichts gegen seine allgemeine Glaubwürdigkeit. Seinerseits ist auch kein eigenes 

Interesse am Ausgang des Verfahrens erkennbar, und er steht in keiner persönli-

chen Beziehung zur Angeklagten.  

Er hat gleichbleibend und ohne Widersprüche ausgesagt. Seine Aussagen wer-

den zudem durch diejenigen von Dr. Y._____ und bezüglich der Reaktion von 

†B._____ am 25. August 2006 durch diejenigen von K._____ gestützt. Die Aus-

sagen von I._____ erweisen sich als insgesamt glaubhaft. Gestützt auf seine 

Aussagen ist erstellt, dass †B._____ bei der Besprechung mit I._____ am 25. Au-

gust 2006 diesem die Angaben betreffend die Höhe der Checkbezüge nicht glau-

ben wollte und dass die entsprechenden Kontounterlagen, als man diese konsul-

-   22   - 

tieren wollte, im Büro von †B._____ nicht auffindbar waren. Es wurde daher ab-

gemacht, dass I._____ ihm die Unterlagen zustellt, was I._____ auch tat. Am glei-

chen Tag rief die Angeklagte I._____ an und sagte, sie habe mit †B._____ ge-

sprochen, er müsse die Unterlagen nicht schicken.  

3.4. Aussagen von K._____ 

Bezüglich der allgemeinen Glaubwürdigkeit von K._____ liegen keine Zweifel vor. 

Sie ist Vermächtnisnehmerin von †B._____. Der Ausgang des Strafverfahrens 

gegen die Angeklagte hat keinen Einfluss auf die Höhe des ihr aus dem Nachlass 

zufliessenden Betrages, ausserdem hat sie das Vermächtnis bereits ausbezahlt 

erhalten (Urk. HD 4/10 S. 8). Sie hat demzufolge kein eigenes finanzielles Inte-

resse am Ausgang des Verfahrens. Es ist auch kein Grund für eine Falschbelas-

tung der Angeklagten erkennbar. Die Aussagen von K._____ stimmen bezüglich 

ihrer Wahrnehmungen am 25. August 2006 im Zusammenhang mit der Kenntnis 

von †B._____ betreffend die Checkbezüge mittels gefälschter Unterschriften mit 

denjenigen von I._____ überein. Ihre Darstellung ist detailliert und widerspruchs-

frei. Zutreffend hat die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die Zeugin ihre 

Stimmungslage, ihre Meinung und ihre Gefühle nachvollziehbar angab und auch 

nebensächliche aber illustrative Details schilderte. Auf die Ausführungen der Vo-

rinstanz kann verwiesen werden (Urk. 62 S. 35; § 161 GVG/ZH).  

Insgesamt erscheint die Darstellung der Zeugin K._____ als plausibel und glaub-

haft. Gestützt auf ihre Aussagen ist erstellt, dass †B._____ sie am 25. August 

2006 anrief und erzählte, er habe durch seinen Bankberater von unrechtmässigen 

Checkeinlösungen in höheren Beträgen durch die Angeklagte erfahren. Dabei sei 

er verzweifelt und aufgeregt gewesen und habe gesagt, er habe diese Checks 

nicht ausgestellt, er wolle mit der Angeklagten sprechen.  

3.5. Aussagen von Q._____ und S._____  

Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass es sich bei diesen beiden Zeuginnen 

um Personen handelt, welche in einer freundschaftlichen persönlichen Beziehung 

-   23   - 

zur Angeklagten standen und noch stehen, weshalb sie geneigt sein könnten, zu 

Gunsten der Angeklagten auszusagen (Urk. 62 S. 28; § 161 GVG/ZH).  

Die Zeugin S._____ schilderte eine konkrete Beobachtung, wonach die Angeklag-

te †B._____ bei einem Apéro erzählt habe, sie habe etwas gesehen, was sie  

kaufen wolle, da habe er gesagt, sie solle es kaufen, sie könne einen Check  

haben. Aus dieser Aussage lässt sich nichts betreffend Kenntnis und Einver-

ständnis von †B._____ mit Checkfälschungen entnehmen. Wenn die Zeugin pau-

schal behauptet, die Angeklagte habe von †B._____ die Vollmacht gehabt, 

Checks zu unterschreiben, wobei sie nicht wisse, in welchem Namen, aber an-

nehme in ihrem eigenen Namen, lässt sich auch daraus kein Einverständnis mit 

Unterschriftenfälschungen entnehmen. Die pauschalen Aussagen der Zeugin ste-

hen klar erkennbar vor dem Hintergrund der freundschaftlichen Beziehung zur 

Angeklagten. Sie sind getragen vom Bemühen, die Angeklagte zu unterstützen.  

Den Aussagen von Q._____ ist zu entnehmen, dass die Angeklagte in R._____ 

Einkäufe mit der Kreditkarte von †B._____ tätigte und er ihr einmal  

einen Blankocheck gegeben hat, welcher unterschrieben war. Diese Aussagen 

erscheinen ohne Weiteres als glaubhaft. Sie sind ausserdem belegt durch die bei 

den Akten liegende Ermächtigung der Angeklagten zur Benützung der Visa Card 

des Verstorbenen und dem von ihm unterzeichneten Blankocheck (Urk. 

ND 1/36/3 und ND 1/36/49). Daraus lässt sich keine Kenntnis bzw. kein Einver-

ständnis von †B._____ betreffend Unterschriftenfälschungen ableiten. Die Zeugin 

sagte weiter aus, die Angeklagte habe in der Schweiz gesagt, sie wolle Pflanzen 

und so einkaufen, sie habe †B._____ ein A-4-Blatt gebracht und gesagt, er solle 

unterschreiben, worauf er zu ihr gesagt habe, sie könne selber unterschreiben 

(Urk. HD 4/24 S. 2). Aus dieser wenig klaren Aussage der Zeugin lässt sich ent-

gegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 55 S. 6) ebenfalls kein Einverständ-

nis von †B._____ mit Fälschung seiner Unterschrift auf Checks ableiten, zumal 

ein Check nicht das Format eines A-4-Blattes aufweist und die Anweisung, sie 

könne selber unterschreiben (wobei schon nicht klar ist, was sie selber unter-

schreiben sollte) nicht die Aufforderung bzw. Zustimmung zur Fälschung einer 

Unterschrift beinhaltet. 

-   24   - 

3.6. Aussagen von L._____ 

Auch betreffend L._____ liegen keine Anhaltspunkte vor, welche an ihrer allge-

meinen Glaubwürdigkeit zweifeln liessen. Die Vorinstanz hat zutreffend festgehal-

ten, dass diese Zeugin einmal mit der Angeklagten befreundet war und sich das 

Verhältnis getrübt hat, so dass die beiden Frauen seit geraumer Zeit zerstritten 

sind (Urk. 62 S. 28; § 161 GVG/ZH). Indessen ist den Aussagen von  

L._____ nichts zu entnehmen, was auf eine Falschbelastung der Angeklagten 

hinweisen würde. Zu Recht hat schon die Vorinstanz festgehalten, dass L._____ 

betreffend den Vorwurf der Checkfälschungen nur in der polizeilichen Befragung 

aussagte, die Angeklagte habe ihr gegenüber zugegeben, Checkbetrug begangen 

zu haben (Urk. HD 4/13 S. 6), wogegen sie in der Zeugeneinvernahme aussagte, 

sie könne sich nicht mehr an ein Gespräch mit der Angeklagten betreffend 

Checkbetrug erinnern (Urk. HD 4/15 S. 4). Auf Vorhalt ihrer Aussagen in der poli-

zeilichen Einvernahme blieb ihre Antwort vage und lautete, sie könne das Ge-

spräch nicht mehr wortwörtlich wiedergeben, sie habe versucht, das Ganze zu 

verdrängen, es belaste sie psychisch unheimlich (Urk. HD 4/15 S. 4 f.)  

Den vagen Aussagen von L._____ kommt demgemäss kein Beweiswert zulasten 

der Angeklagten zu.  

3.7. Eidesstattliche Erklärung von D._____ 

D._____ ist der Vater der Angeklagten. Er steht der Angeklagten nicht  

neutral gegenüber. Es ist davon auszugehen, dass er ein Interesse an einem für 

die Angeklagte günstigen Ausgang des Verfahrens hat. Vor diesem Hintergrund 

ist seine Erklärung mit Vorsicht zu würdigen. 

Er hat in seiner eidesstattlichen Erklärung vom 24. September 2009 (Urk. 

ND 1/36/2) festgehalten, dass †B._____ ihm anlässlich eines Besuches gesagt 

habe, es mache ihm grosse Freude, dass sich die Angeklagte so vorbildlich um 

ihn kümmere, sie sei ihm eine grosse Stütze in allen Belangen. Sie gehe gerne 

einkaufen, das sei kein Problem, er stelle gerne seine Kreditkarte und Checks als 

-   25   - 

Gegenleistung für ihre Tätigkeit uneingeschränkt zu Verfügung, für den Fall sei-

nes Ablebens sei für die Angeklagte testamentarisch vorgesorgt.  

Die Erklärung des Vaters der Angeklagten erscheint als glaubhaft. Die testamen-

tarische Begünstigung der Angeklagten durch den Verstorbenen ist aktenmässig 

erstellt (Urk. HD 4/2/3), ebenso der Umstand, dass sie seine Kreditkarte und 

Blankochecks zur Verfügung hatte (Urk. ND 1/36/3 und Urk. ND 1/36/4). Es be-

darf keiner Bekräftigung der Erklärung durch eine Einvernahme von D._____. Auf 

eine Zeugenbefragung des Vaters der Angeklagten kann unter diesen Umständen 

verzichtet werden. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass aus den von D._____ 

erwähnten Umständen entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 55 S. 7) 

nicht der Schluss gezogen werden kann, der Verstorbenen habe die Angeklagte 

ermächtigt, seine Unterschrift auf Checks zu fälschen. Dass die autorisierte Ver-

wendung einer Kreditkarte und das Ausfüllen von originalunterzeichneten Blan-

kochecks nicht mit einer Unterschriftenfälschung gleichzusetzen sind, bedarf kei-

ner weiteren Erläuterung. Zwar machte die Verteidigung an der Berufungsver-

handlung geltend, dass D._____ von †B._____ gewusst habe, dass dieser der 

Angeklagten bezüglich eigener Geldbezügen selber freie Hand gelassen habe, 

weswegen davon auszugehen sei, dass er auch gewusst habe, dass sie Checks 

im Namen von †B._____ unterzeichnen durfte (Urk. 76 S. 6). Wenn dem so wäre, 

hätte D._____ dies in der von ihm abgegebenen Erklärung sicherlich festgehalten, 

da dies ja der zentrale Punkt im Strafverfahren ist. Dass die eidesstattliche Erklä-

rung keine Aussage betreffend Einverständnis zur Reproduktion von Unterschrif-

ten enthält, wurde bereits von der Vorinstanz zutreffend festgehalten (Urk. 62 S. 

53; § 161 GVG/ZH). 

4. Beweisergebnis betreffend den Vorwurf der Urkundenfälschung und des  

Betruges 

Vorweg ist festzuhalten, dass die Aussagen der Angeklagten aus den vorstehend 

dargelegten Gründen als nicht glaubhaft erscheinen. Auf ihre Aussagen kann 

nicht abgestellt werden.  

-   26   - 

Aufgrund der glaubhaften Aussagen von I._____ ist erstellt, dass †B._____, kon-

frontiert mit den inkriminierten Checkbezügen durch die Angeklagte,  

erstaunt und ungläubig reagierte und die Bezüge anhand der Kontounterlagen 

kontrollieren wollte. K._____ bestätigte, dass †B._____ sie am gleichen Tag nach 

dem Gespräch mit I._____ angerufen und von unrechtmässigen Checkeinlösun-

gen durch die Angeklagte gesprochen habe, dabei verzweifelt und aufgeregt ge-

wesen sei und gesagt habe, er wolle mit der Angeklagten reden. Aufgrund der 

Feststellungen dieser beiden Zeugen ist klar zu schliessen, dass †B._____ vor 

dem Gespräch mit I._____ keine Kenntnis von den Checkeinlösungen und schon 

gar nicht von den Fälschungen seiner Unterschrift hatte. Das ergibt sich auch da-

raus, dass die Angeklagte I._____ am 25. August 2006 anrief und erklärte, sie 

habe mit †B._____ gesprochen, die Unterlagen müssten nicht mehr zugestellt 

werden. Hätte †B._____ von den Bezügen der Angeklagten Kenntnis gehabt, hät-

te sie nicht mit ihm darüber sprechen müssen.  

†B._____ stellte die Angeklagte in Gesellschaft als seine Partnerin vor. Sie war 

zudem autorisiert, seine Kreditkarte zu benützen und erhielt von ihm unterzeich-

nete Blankochecks. Ausserdem wurde sie von ihm in seinem Testament gross-

zügig bedacht. Alle diese Umstände sprechen dafür, dass eine partnerschaftliche 

Beziehung zwischen der Angeklagten und †B._____ bestand, dass er ihr auch in 

finanziellen Angelegenheiten vertraute und ihr Zuwendungen zukommen liess. Es 

geht aber eindeutig zu weit, wenn die Verteidigung daraus ableitet, dass er mit ei-

ner Fälschung seiner Unterschrift durch die Angeklagte einverstanden war. Viel-

mehr erscheint es als mindestens sehr ungewöhnlich, wenn nicht gar lebens-

fremd, dass †B._____ seiner Partnerin das aufwändige Nachahmen bzw. druck-

technische Kopieren seiner Unterschrift zumutete, wenn es andere einfachere 

und legale Möglichkeiten gab, ihr die Verfügungsmacht über sein Vermögen ein-

zuräumen, wie er dies durch das Aushändigen von unterzeichneten Blankochecks 

oder Autorisation zur Verwendung seiner Kreditkarte auch getan hat. Ebenso 

überzeugt die Aussage der Angeklagten, es sei natürlich gewesen, dass sie mit 

dem Namen von †B._____ unterschrieben habe, nicht. Denn aus dem blossen 

Umstand, dass die Angeklagte mit †B._____ verlobt war und sie gegenseitig bei-

spielweise auch die Post geöffnet haben, lässt sich nicht ableiten, dass die Ange-

-   27   - 

klagte Checks mit dem Namen von †B._____ unterschreiben durfte. Der Verstor-

bene hätte der Angeklagten auch problemlos eine Vollmacht betreffend das fragli-

che Konto bei der D._____ ausstellen können. Dass der Verstorbene von einem 

derart ungewöhnlichen Vorgehen Kenntnis hatte und damit einverstanden war, 

wird durch die Aussagen von I._____ und K._____ denn auch widerlegt. Diese 

zeigen eindeutig auf, dass †B._____ am 25. August 2006 keine Kenntnis vom 

Vorgehen der Angeklagten hatte, vielmehr erstaunt über die Bezüge war und 

I._____ gar nicht glauben wollte.  

Die Verteidigung macht geltend, die Zeugin K._____ habe bestätigt, einen Check 

vom Verstorbenen vom 10. April 2006 per Post in einem vom Verstorbenen hand-

schriftlich adressierten Couvert erhalten zu haben. Es handle sich dabei um den 

Check mit der Nr. …. Ausserdem habe sie bestätigt, den Check Nr. … vom 16. 

Juni 2006 über Fr. 3'800.-- erhalten zu haben. Betreffend beide Checks habe sie 

sich per Telefon persönlich beim Verstorbenen dafür bedankt. Bei diesen beiden 

Checks handle es sich gemäss Schriftgutachten um solche, die von der Ange-

klagten unterzeichnet wurden. Da der Verstorbene die von der Angeklagten un-

terschriebenen Checks per Post verschickt habe und K._____ sich bei ihm dafür 

bedankt habe, müsse †B._____ zwingend davon gewusst haben, dass die Ange-

klagte in seinem Namen Checks unterschreibe und müsse damit einverstanden 

gewesen sein (Urk. 55 S. 7). Es trifft zu, dass die beiden von der Verteidigung er-

wähnten Checks, welche auf K._____ ausgestellt wurden, gemäss Schriftgutach-

ten eine gefälschte Unterschrift aufweisen (Urk. ND 1/10/7 S. 11 und S. 21 in 

Verbindung mit ND 1/10/10) und dass K._____ bestätigte, den Check vom 10. Ap-

ril 2006 per Post in einem handschriftlich vom Verstorbenen beschrifteten Couvert 

erhalten zu haben. Dieser habe die Couverts immer alle von Hand angeschrie-

ben, er habe eine schöne Schrift gehabt. Sie habe auch den Check vom 16. Juni 

2006 über Fr. 3'800.-- erhalten und eingelöst (Urk. HD 4/8 S. 6). Es ist aber auch 

festzuhalten, dass K._____ in der Zeugeneinvernahme erklärte, sie sei auch 

schon froh gewesen, wenn die Angeklagte gesagt habe, †B._____ solle ihnen 

(gemeint K._____ und G._____) etwas geben und sie von der Angeklagten einen 

Check erhalten habe (Urk. HD 4/10 S. 4). Sie sei auch schon froh gewesen, wenn 

die Angeklagte insistiert habe, wenn sie Geld gebraucht hätten, und bewirkt habe, 

-   28   - 

dass sie Geld per Check erhalten hätten. Sie sei deshalb davon ausgegangen, 

die Angeklagte habe Blankochecks. Auf die Frage, ob sie mit der Angeklagten je 

über die Fälschung von Checks gesprochen habe, erklärte sie, sie habe einmal 

zur Angeklagten gesagt, sie solle sich nicht wegen ihnen (K._____ und G._____) 

etwas Strafbarem schuldig machen. Zu diesem Verdacht sei sie gekommen, da 

es schwierig gewesen sei, von †B._____ Geld für etwas Vernünftiges zu erhalten 

(Urk. HD 4/10 S. 5). Vor dem Hintergrund dieser Zeugenaussage ist auch denk-

bar, dass K._____ die beiden Checks mit den gefälschten Unterschriften direkt 

von der Angeklagten bekommen hat und der Verstorbene diese Checks gar nicht 

zu Gesicht bekommen hat. Aus dem Umstand, dass K._____ sich beim Verstor-

benen für die Checks bedankt hat, ist auch nicht zwingend zu schliessen, dass 

der Verstorbene von den Fälschungen Kenntnis haben musste. Die Vorinstanz 

hat diesbezüglich zutreffend ausgeführt, †B._____ habe die Kontrolle seiner Aus-

gaben nicht oder nur rudimentär ausgeübt und er habe K._____ hin und wieder 

Begünstigungen mittels Check zukommen lassen, so dass ihm anlässlich des Te-

lefonates, bei welchem K._____ sich für den mittels gefälschtem Check überwie-

senen Betrag bedankte, nicht bewusst gewesen sein konnte, von welchem Check 

sie sprach (Urk. 62 S. 52; § 161 GVG/ZH). Der Umstand, dass gefälschte Unter-

schriften auf Checks mit K._____ als Begünstigter angebracht wurden, indiziert 

unter diesen Umständen nicht, dass †B._____ wusste, dass die Angeklagte seine 

Unterschrift auf den Checks fälschte. Dieselben Überlegungen gelten betreffend 

den zugunsten von L._____ ausgestellten Check über Fr. 1'000.--, für welchen 

sich diese bei †B._____ bedankte. Selbst wenn auf diesem Check die Unterschrift 

auch gefälscht worden sein sollte, wie die Verteidigung geltend macht, was je-

doch im Schriftgutachten nicht geprüft wurde (Urk. HD 55 S. 8), vermag dies die 

eindeutigen Aussagen von K._____ und I._____ betreffend Kenntnis von 

†B._____ am 25. August 2006 nicht in Frage zu stellen.  

Zugunsten der Angeklagten ist zu berücksichtigen, dass †B._____ in der Zeit zwi-

schen dem 25. August 2006 (Besprechung mit I._____) und dem 4. September 

2006 (seinem Todestag) mit der Angeklagten und L._____ ins M._____ gereist ist 

und dort ein paar Tage verbracht hat. Trotz Orientierung über die Bezüge durch 

I._____ hat er sein Testament betreffend die Angeklagte nicht abgeändert. Sie 

-   29   - 

hatte weiterhin Zutritt zu seinem Haus. Die Angeklagte hat ihn dort nach seinem 

Tod als Erste aufgefunden, hat seine Angehörigen orientiert und die Ämter aufge-

sucht. Auch der Umstand, dass †B._____ die Checkfälschungen durch die Ange-

klagte nicht sanktionierte, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Es ist denk-

bar, dass er der Angeklagten verziehen hat, oder dass er aufgrund seines 

schlechten Gesundheitszustandes kurz vor seinem Tod nicht in der Lage war, die 

Informationen, die er von I._____ erhalten hatte, zu verifizieren. Denkbar ist auch, 

dass ihm die Angeklagte gesagt hatte, dass die Angaben von I._____ nicht zutref-

fen. In diese letztere Richtung weist die Aussage von I._____, wonach †B._____ 

ihn am 25. August nach dem Treffen angerufen habe und gesagt habe, er habe 

mit der Angeklagten gesprochen, es stimme alles nicht, was er (I._____) gesagt 

habe (Urk. HD 4/6 S. 5). Der Umstand, dass †B._____ nichts unternommen hat 

nach der Orientierung durch I._____ (abgesehen von seinem verzweifelten Anruf 

an K._____), vermag ebenfalls keine Zweifel daran zu begründen, dass er bis am 

25. August 2006 keine Kenntnis von den Checkfälschungen der Angeklagten hat-

te und mit der Nachahmung seiner Unterschrift nicht einverstanden war. 

Der Anklagesachverhalt ist aus allen diesen Gründen erstellt.  

5. Sachverhalt betreffend Urkundenunterdrückung 

Der Angeklagten wird in der Anklageschritt vorgeworfen, sie habe die Konten-

belege, aus welchen die Checkbezüge ersichtlich waren, auf nicht näher bekann-

te Art und Weise verschwinden lassen, wohl dem Altpapier zugeführt oder im  

Abfall entsorgt. 

Die Verteidigung macht betreffend diesen Anklagevorwurf geltend, es gebe keine 

Anhaltspunkte dafür, dass die Angeklagte †B._____ Kontobelege vorenthalten 

habe. Dies sei auch nicht möglich, denn er habe seinen Bankberater vier Mal pro 

Jahr getroffen und habe zweimal im Monat mit ihm telefoniert und hätte schon 

lange reklamiert, wenn er nichts erhalten hätte (Urk. 55 S. 11). Auch anlässlich 

der Berufungsverhandlung stellte sich die Verteidigung auf den Standpunkt, dass 

nicht bewiesen sei, dass die Angeklagte überhaupt Urkunden unterdrückt habe 

und weiter sei auch unklar, welche Belege dies gewesen sein sollten, zumal die 

-   30   - 

Vorinstanz nur von einem "Grossteil der Bankbelege, welche das D._____ Konto 

betreffen" spreche (Urk. 76 S. 9). 

Der Verteidigung ist darin beizupflichten, dass keine konkreten Anhaltspunkte da-

für vorliegen, dass die Angeklagte Kontenbelege hat verschwinden lassen. Allein 

aus dem Umstand, dass I._____ und †B._____ am 25. August 2006 die Konten-

belege nicht gefunden haben, lässt sich nicht erstellen, dass die Angeklagte die 

entsprechenden Unterlagen entsorgt hat. Zu berücksichtigen ist auch, dass der 

Deliktszeitraum sich auf Oktober 2003 bis Ende August 2006 erstreckt und aus 

dem Umstand, dass am 25. August 2006 die entsprechenden Belege nicht auf-

findbar waren, nicht geschlossen werden kann, dass die Angeklagte Konto-

unterlagen über den ganzen Deliktszeitraum hat verschwinden lassen. Ausser-

dem trifft der Einwand des Verteidigers zu, wonach I._____ †B._____ ca. vier Mal 

pro Jahr sah und ein- bis zweimal monatlich mit ihm telefonierte (Urk. HD 4/6 S. 

2). Es ist in der Tat anzunehmen, dass †B._____ sich beim Bankberater  

erkundigt hätte, wenn er über lange Zeit keine Kontounterlagen zur Einsicht be-

kommen hätte. In diesem Anklagepunkt lässt sich der Sachverhalt nicht erstellen. 

Die Angeklagte ist vom Vorwurf der Unterdrückung von Urkunden im Sinne von 

Art. 254 Abs. 1 aStGB freizusprechen.  

III. Rechtliche Würdigung 

1. Allgemeines 

Die Vorinstanz hat den Sachverhalt in Übereinstimmung mit der Anklagebehörde 

als mehrfache Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB und ge-

werbsmässigen Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB gewürdigt. 

Betreffend die rechtliche Würdigung kann im Übrigen vollumfänglich auf die sorg-

fältigen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 62 S. 55 - 66; § 161 

GVG/ZH). Diese sind nachfolgend mit den Ausführungen der Verteidigung an der 

Berufungsverhandlung zu ergänzen. 

2. Gewerbsmässiger Betrug 

-   31   - 

Die Verteidigung macht geltend, gemäss den Feststellungen im Schriftgutachten 

könne bezüglich der von Hand nachgemachten Unterschriften nicht von "gut 

nachgemachten" Unterschriften gesprochen werden. Man erkenne bereits auf den 

ersten Blick, dass diese mit den Referenzunterschriften von †B._____ nicht die 

Spur von Ähnlichkeit hätten. Die manuellen Unterschriften würden von der Origi-

nalunterschrift von †B._____ abweichen und das Schriftgutachten bestätige, dass 

es nur vereinzelte Übereinstimmungen bei Teilen der Unterschriften gegeben ha-

be. Die Angeklagte sei plump vorgegangen und habe nicht davon ausgehen kön-

nen, dass die Checks keiner Prüfung unterzogen würden. Damit entfalle zum 

vornherein die Arglist. Für die D._____ wäre es ein Leichtes gewesen, mit einem 

einfachen aber korrekten Vergleich mit der Referenzunterschrift festzustellen, 

dass die Unterschrift nicht von †B._____ angebracht wurde. Auch bezüglich der 

mittels Drucktechnologie angebrachten Unterschriften hätte der Schalterbeamte 

bemerken müssen, dass die Unterschriften nicht mit einem Kugelschreiben ange-

bracht worden seien. Es sei nicht nachvollziehbar, dass solche Checks überhaupt 

akzeptiert worden seien. Es sei der Unaufmerksamkeit des Schalterbeamten zu-

zuschreiben, dass die Nachahmung der Unterschriften nicht bemerkt worden sei, 

weshalb auch hier keine Arglist vorliege (Urk. 76 S. 6 f.).  

Die Argumentation der Verteidigung erweist sich als nicht stichhaltig. Fäl-

schungsmerkmale wurden zwar durch den Schriftgutachter bei den handschriftlich 

nachgemachten Unterschriften erkannt und im Gutachten dargelegt, jedoch kann 

der Verteidigung nicht darin gefolgt werden, dass solche Fälschungsmerkmale 

auch für den Laien auf den ersten Blick erkennbar wären. Dasselbe gilt auch für 

die mittels Drucktechnologie erstellten Unterschriften: Grösstenteils wurde dafür 

blaue Farbe gewählt, womit sich die Unterschrift auf den ersten Blick nicht ersicht-

lich von derjenigen mit einem Kugelschreiber oder einem dünnen Filzstift unter-

scheidet. Für den Fachmann mögen die Fälschungsmerkmale augenfällig sein, 

nicht jedoch für die nicht fachkundige Person am Bankschalter, welcher zudem 

auch viel geringeres Material an Vergleichsunterschriften von †B._____ zu Verfü-

gung stand. Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass die Checkfälschungen 

durch die Angeklagte nicht derart dilettantisch ausgeführt wurden, dass deren 

Unechtheit offensichtlich wäre (Urk. 62 S. 61). Ausserdem ist festzuhalten, dass 

-   32   - 

die Angeklagte von †B._____ immer wieder Checks mit der eigenhändigen  

Unterschrift von †B._____ erhielt, welche sie ebenfalls bei der D._____-Filiale in 

F._____ einlöste. Die Checks mit den gefälschten Unterschriften wurden von ihr 

bei der gleichen D._____-Filiale eingelöst. Die Einlösung der Checks mit den  

echten und mit den gefälschten Unterschriften immer in der gleichen Bankfiliale, 

bei welcher die Angeklagte als Kundin bekannt war, bildete ebenfalls Bestandteil 

der täuschenden Machenschaften. Das Vorgehen der Angeklagten muss klar als 

arglistig beurteilt werden. 

3. Urkundenfälschung 

Die Verteidigung bemängelte weiter die Argumentation der Vorinstanz, wonach in 

die Herstellung einer unechten Urkunde nicht eingewilligt werden könne (Urk. 62 

S. 58) und machte geltend, dass es im zitierten Bundesgerichtsentscheid um eine 

"eigenhändig zu errichtende Urkunde" gegangen sei. Vorliegend habe die 

C._____ AG aber nicht verlangt, dass die Checks zwingend durch †B._____ aus-

gestellt werden. Eventualiter machte die Verteidigung geltend, dass sich die An-

geklagte in einem Rechtsirrtum befunden habe, zumal sie nicht davon ausgehen 

musste, dass es nicht statthaft sein solle, Checks in einem anderen Namen zu un-

terschreiben (Urk. 76 S. 7 f.). Die Argumentation der Verteidigung erweist sich als 

nicht stichhaltig: Wenn es für die C._____ AG keine Rolle spielte, wer die Checks 

unterzeichnete, hätte sie nicht jeweils die Unterschrift auf den eingereichten 

Checks prüfen und zudem auf dem jeweiligen Check unterschriftlich bestätigen 

müssen, dass die Unterschrift geprüft worden sei. Ebenfalls nicht nachvollziehbar 

wäre in diesem Fall, weshalb sich die Angeklagte solche Mühe gab, um die Un-

terschrift von †B._____ möglichst echt aussehen zu lassen, wenn die C._____ 

AG nicht verlangt hätte, dass †B._____ die auf ihn lautenden Checks ausstellte.  

Unvermeidbar ist der Rechtsirrtum gemäss Art. 21 StGB, wenn dem Täter daraus 

kein Vorwurf gemacht werden kann, weil er auf Tatsachen beruht, durch die sich 

auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen. Auf den 

Rechtsirrtum kann sich nur berufen, wer zureichende Gründe zur Annahme hatte, 

er tue überhaupt nichts Unrechtes, und nicht schon, wer die Tat bloss für straflos 

hielt. Für den Ausschluss des Rechtsirrtums genügt schon das unbestimmte Emp-

-   33   - 

finden, dass das in Aussicht genommene Verhalten gegen das verstösst, was 

recht ist (Donatsch in: Kommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, 18. 

Auflage, Zürich 2010, S. 69 f., mit weiteren Hinweisen). Jeder Laie weiss, dass es 

nicht erlaubt ist, ein Dokument mit dem Namen eines anderen zu unterzeichnen, 

insbesondere, wenn dieses Dokument einen Dritten dazu veranlasst, über frem-

des Vermögen zu verfügen. Wer zudem erhebliche Anstrengungen unternehmen 

muss, um diesem Dritten vorzutäuschen, dass alles korrekt ablaufe, kann nicht in 

der Annahme handeln, dass er überhaupt nichts Unrechtes tue. Die Angeklagte 

kann sich damit nicht auf einen Rechtsirrtum berufen.  

4. Fazit 

Im Sinne der obigen Ausführungen ist die Angeklagte des gewerbsmässigen Be-

truges im Sinne von Art. 146 Abs. 2 aStGB und der mehrfachen Urkunden-

fälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 aStGB schuldig zu sprechen. 

IV. Strafzumessung 

1. Anwendbares Recht 

Wie bereits ausgeführt, ist die Strafzumessung nach den Bestimmungen des vor 

dem 1.1.2007 geltenden Strafgesetzbuch und damit nach Art. 63 ff. aStGB vorzu-

nehmen. Vorweg zu nehmen ist, dass die neurechtlichen Bestimmungen inhaltlich 

den altrechtlichen entsprechen, sich im Ergebnis somit keine Änderung zwischen 

altem und neuem Recht ergibt, weshalb nachfolgend weiterhin auf die Erwägun-

gen der Vorinstanz verwiesen werden kann, sofern diesen beigepflichtet wird. 

2. Retrospektive Konkurrenz 

Die vorliegend zur Beurteilung gelangenden Delikte wurden teils vor, teils nach 

der Verurteilung der Angeklagten mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des 

Bezirkes Hinwil vom 8. November 2005 begangen. Die Vorinstanz hat die bei  

retrospektiver Konkurrenz gestützt auf Art.  68 Ziff. 2 aStGB geltenden Grund-

sätze korrekt dargelegt (Urk. 62 S. 69 f.; § 161 GVG/ZH). Sie hat zutreffend fest-

-   34   - 

gehalten, dass bei der Beurteilung von Straftaten, die teils vor und teils nach einer 

früheren Verurteilung begangen worden sind, zu bestimmen ist, welche Taten 

schwerer wiegen. Sind es diejenigen, welche mit Zusatzstrafe zu ahnden sind, ist 

ausgehend von dieser Zusatzstrafe eine Erhöhung für die nach der Verurteilung 

begangenen Taten vorzunehmen. Die für die vor der Verurteilung begangenen 

Taten auszufällende Zusatzstrafe ergibt sich aus der Differenz der hypothetischen 

Gesamtstrafe und der bereits ausgefällten Strafe. 

Die Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildenden Delikte stellen eine Ein-

heit dar, indem über die ganze Zeitspanne vom Oktober 2003 bis Ende August 

2006 regelmässig, ohne Unterbruch und ohne Steigerung oder Reduktion der 

Häufigkeit der Delikte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gleichartig  

delinquiert wurde. Die vor und nach dem 8. November 2005 begangenen Delikte 

wiegen grundsätzlich gleich schwer. Eine unterschiedliche Gewichtung ergibt sich 

einzig aus der unterschiedlich langen Zeitspanne und den daraus folgenden un-

terschiedlich hohen Deliktsbeträgen. Ausserdem sind betreffend den ganzen De-

liktszeitraum die gleichen Strafzumessungsfaktoren zu berücksichtigen mit Aus-

nahme des Umstandes, dass betreffend die Delinquenz nach dem 8. November 

2005 die erwirkte Vorstrafe sowie das Handeln während laufender Probezeit 

straferhöhend zu berücksichtigen ist. Der Tatzeitraum sowie der Deliktsbetrag ist 

vor der Verurteilung im Jahr 2005 ungefähr doppelt so lang bzw. doppelt so gross, 

weshalb die vor der Verurteilung vom 8. November 2005 begangenen Taten 

schwerer wiegen. Es ist damit zunächst die Zusatzstrafe zum Urteil vom 8. No-

vember 2005 auszufällen und diese nachfolgend – für die nach dem 8. November 

2005 verübten Delikte – entsprechend zu erhöhen. 

3. Strafrahmen 

Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass vom Strafrahmen für gewerbs-

mässigen Betrug als schwerstes Delikt auszugehen ist. Demzufolge ist der Straf-

rahmen 3 Monate bis 10 Jahre Freiheitsstrafe (Art. 146 Abs. 2 aStGB).  

4. Strafzumessung für die Zusatzstrafe innerhalb des Strafrahmens 

-   35   - 

4.1. Allgemeines 

Die Vorinstanz hat die innerhalb des Strafrahmens zu berücksichtigenden Straf-

zumessungsfaktoren zutreffend dargelegt, es kann darauf verwiesen werden 

(Urk. 62 S. 71; § 161 GVG/ZH). Ebenso kann mit der Vorinstanz auf das Urteil 

des Bezirksgerichts Hinwil vom 8. November 2005 verwiesen werden, wonach 

das Verschulden bezüglich der damals zu beurteilenden Taten als nicht leicht ein-

zustufen war (Urk. 62 S. 72; § 161 GVG/ZH).  

4.2. Tatschwere 

4.2.1. objektive Tatschwere 

In objektiver Hinsicht wiegt das Verschulden der Angeklagten erheblich. Sie hat 

über einen langen Zeitraum von rund zwei Jahren bis zur Verurteilung durch das 

Bezirksgericht Hinwil intensiv delinquiert. Sie hat einen auch im Rahmen der ge-

werbsmässigen Tatbegehung hohen Deliktsbetrag von rund Fr. 450'000.-- in die-

ser ersten Zeit erwirkt und ihrem Lebenspartner entsprechend hohen Schaden 

verursacht. Die Vertrauensstellung, welche sie gegenüber †B._____ hatte, hat sie 

schwer missbraucht und dreist davon Gebrauch gemacht, dass sie aufgrund ihrer 

Vertrauensposition freien Zugriff auf die Checkformulare hatte. 

4.2.2. subjektive Tatschwere 

Auch in subjektiver Hinsicht wiegt das Verschulden erheblich. Die Angeklagte 

handelte mit direktem Vorsatz und hat eine erhebliche kriminelle Energie an den 

Tag gelegt, indem sie die Unterschriften von Hand nachahmte. Sie befand sich 

nicht in einem finanziellen Engpass oder gar in finanziellen Schwierigkeiten. Von 

†B._____ erhielt sie Lohn für ihre Tätigkeit und auch namhafte zusätzliche  

finanzielle Zuwendungen. Darüber hinaus ging sie ihrer selbständigen Erwerbs-

tätigkeit als Fotografin nach. Sie finanzierte sich mit der Delinquenz offensichtlich 

einen luxuriösen Lebensbedarf. 

4.2.3. Einsatzstrafe 

-   36   - 

Dem insgesamt erheblichen Verschulden angemessen erscheint eine Einsatz-

strafe betreffend gewerbsmässigen Betrug und Urkundenfälschung zusammen im 

unteren Bereich des mittleren Drittels des ordentlichen Strafrahmens. 

4.3. Täterkomponente 

4.3.1. Persönliche Verhältnisse 

Bezüglich der Darlegung der persönlichen Verhältnisse der Angeklagten kann auf 

die Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden und ist mit der  

Vorinstanz zu schliessen, dass sich daraus keine strafzumessungsrelevanten 

Faktoren entnehmen lassen (Urk. 62 S. 75 f.; § 161 GVG/ZH). Ergänzend ist fest-

zuhalten, dass die Angeklagte seit März 2011 selbständig als Privatköchin tätig ist 

und ein Catering führt. Des Weiteren hat sie eine Stelle als Köchin in einem  

Restaurant in Aussicht, welche sie gerne antreten würde (Prot. II S. 6 f.). Dies 

zeigt lediglich, dass die Verhältnisse der Angeklagten nach wie vor stabil sind, 

ergibt aber keine Änderung in Bezug auf die Strafzumessung.  

 

4.3.2  Teilgeständnis 

Die Angeklagte hat betreffend die Urkundenfälschung ein Teilgeständnis abge-

legt. Da sie sich erst nach Vorliegen des Schriftgutachtens betreffend den äusse-

ren Sachverhalt geständig zeigte, ist dieses Teilgeständnis betreffend die auf die 

Urkundenfälschung entfallende Strafe leicht strafmindernd zu berücksichtigen. Auf 

der anderen Seite fällt bei der Urkundefälschung die mehrfache Tatbegehung 

straferhöhend ins Gewicht, was die Strafminderung aufwiegt.  

Zu berücksichtigen ist auch – und darauf wies bereits die Vorinstanz hin, dass die 

Angeklagte in der Untersuchung bezüglich der groben Verletzung der Verkehrs-

regeln geständig war und sich einsichtig zeigte (Urk. 62 S. 77; § 161 GVG/ZH). 

4.3.3. Erhöhte Strafempfindlichkeit 

-   37   - 

Die Vorinstanz hat mit zutreffender Begründung, welcher zu folgen ist, eine erhöh-

te Strafempfindlichkeit der Angeklagten verneint (Urk. 62 S. 77; § 161 GVG/ZH). 

Daran ändert auch das Vorbringen der Verteidigung, die Angeklagte habe sich mit 

ihrem Kochservice kürzlich ein neues Standbein geschaffen, eine vollziehbare 

Freiheitsstrafe würde sie entsozialisieren und das berufliche Fortkommen ver-

unmöglichen, nichts (Urk. 76 S. 10). Eine unbedingte Freiheitsstrafe trifft jeden 

Berufstätigen gleichermassen. Der Umstand, dass jemand arbeitet, führt nicht zu 

einer erhöhten Strafempfindlichkeit. 

4.3.4. Fazit betreffend Täterkomponente 

Die aufgrund der Tatkomponente im unteren Bereich des mittleren Drittels des  

ordentlichen Strafrahmens (bis 10 Jahre Freiheitsstrafe) anzusetzende Einsatz-

strafe erfährt aufgrund der Täterkomponente keine Erhöhung oder Reduktion. 

4.4. Verletzung des Beschleunigungsgebotes 

4.4.1. Standpunkt der Verteidigung und Erwägungen der Vorinstanz 

Bereits vor Vorinstanz hat die Verteidigung die Verletzung des Beschleunigungs-

gebotes gerügt. Im Berufungsverfahren macht die Verteidigung erneut geltend, es 

liege eine krasse Verletzung des Beschleunigungsgebotes vor, weshalb eine  

Reduktion der Strafe um zwei Drittel der grundsätzlich auszufällenden Strafe ge-

rechtfertigt sei (Urk. 55 S. 16 und Urk. 76 S. 12). 

Die Vorinstanz stellte fest, dass zwischen der Eröffnungsverfügung am 11. Januar 

2007 bis zur Anklageerhebung am 30. März 2010 über drei Jahre verstrichen sei-

en, was eine unangemessen lange Dauer darstelle, auch unter Berücksichtigung 

des Umstandes, dass die Untersuchung aufwändig war. Die unangemessen lange 

Verfahrensdauer könne nicht der Angeklagten angelastet werden. Die Vorinstanz 

ging aber insgesamt von einer noch nicht als besonders schwer zu qualifizieren-

den Verfahrensverzögerung aus und hielt fest, es habe eine Strafminderung von 

merklichem Ausmass, nicht jedoch im Umfang von zwei Dritteln, wie von der Ver-

teidigung beantragt, zu erfolgen (Urk. 62 S. 79 ff.).  

-   38   - 

4.4.2. Beurteilung der Verfahrensverzögerung 

Der vorliegende Fall erweist sich mit Bezug auf den Vorwurf der Urkunden-

fälschung und den gewerbsmässigen Betrug nicht als komplex. Eine Untersu-

chungsdauer von drei Jahren erscheint auch unter Berücksichtigung des Umstan-

des, dass ein Schriftgutachten einzuholen war und zahlreiche Zeugeneinvernah-

men durchzuführen waren als unangemessen lang. Die Angeklagte wurde am 

20. März 2007 von der Eröffnung einer Untersuchung gegen sie in Kenntnis ge-

setzt. Nach ihrer ersten polizeilichen Befragung am 20. März 2007 ergingen am 

20. März 2007 und am 29. März 2007 die Editionsverfügungen an die D._____ 

(ND1/16/1, ND1/17/1 und ND1/18/1). Nach Vorliegen aller benötigten Unterlagen 

wurde am 10. August 2007 ein Schriftgutachten in Auftrag gegeben (Urk. ND 

1/10/1). Das Schriftgutachten wurde erst am 29. April 2008 also erst nach über 

8 Monaten erstattet (Urk. ND 1/10/7). Natürlich ist zu berücksichtigen, dass das 

Urkundenlabor immerhin 81 Checks zu prüfen hatte, was naturgemäss eine ge-

wisse Zeit in Anspruch nimmt, für eine derart lange Dauer für die Erstellung des 

Gutachtens sind jedoch keine sachlichen Gründe erkennbar. Dass dies zu einer 

Verzögerung der Untersuchung führte, ist evident, zumal das Ergebnis des 

Schriftgutachtens abzuwarten war bevor sich der Tatverdacht betreffend Urkun-

denfälschung objektivieren liess und entsprechende Zeugeneinvernahmen erfol-

gen konnten. Die polizeilichen Befragungen von Y._____, I._____,  

K._____ und L._____ waren im Oktober und November 2007 durchgeführt wor-

den. Nach Eingang des Schriftgutachtens erfolgten weitere Einvernahmen, jedoch 

erst über ein Jahr später. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festhielt, ist nicht 

ersichtlich, weshalb es zu dieser Verzögerung weiterer Ermittlungshandlungen 

gekommen ist. Jedenfalls ist die Verzögerung nicht der Angeklagten anzulasten 

und ist mangels ersichtlicher sachlicher Gründe von einer weiteren unangemes-

senen Verfahrensverzögerung neben der langen Zeitdauer für die Erstellung des 

Gutachtens auszugehen. Festzuhalten ist noch, dass die Strafuntersuchung we-

gen weiterer Delikte ausgedehnt, in der Folge aber wieder eingestellt wurde. Dies 

muss sich die Angeklagte anrechnen lassen, zumal ein Tatverdacht bestand, wel-

cher zu Ermittlungen führte. So war auch die zweite Verhaftung der Angeklagten 

nicht völlig ungerechtfertigt, sondern stand eben im Zusammenhang mit dem er-

-   39   - 

weiterten Tatverdacht (Urk. 76 S. 11). Es ist aber richtig, dass nicht nachvollzieh-

bar ist, weshalb die Untersuchung betreffend die weiteren Delikte zu einer derarti-

gen Verzögerung geführt haben sollte. Eine weitere Verzögerung sieht die Vertei-

digung darin, dass zwischen der Übergabe des Dispositivs bis zur Zustellung des 

begründeten Urteils durch die Vorinstanz 7 Monate verstrichen sind (Urk. 55 S. 15 

und Urk. 76 S. 11 f.). Auch wenn diese Zeitdauer auf den ersten Blick lange er-

scheint, ist doch zu berücksichtigen, dass zahlreiche Aussagen zu würdigen wa-

ren und das Verfassen der Urteilsbegründung angesichts des fast vollumfänglich 

bestrittenen Sachverhaltes aufwändig war, was sich auch aus dem Umfang von 

90 Seiten Urteilsbegründung ergibt. Die Zeitdauer zwischen Zustellung des Ur-

teilsdispositivs und der Urteilsbegründung lässt sich unter Berücksichtigung dieser 

Umstände sachlich rechtfertigen und ist noch nicht unangemessen lang. Verfah-

rensverzögerungen im Berufungsverfahren liegen ebenfalls nicht vor. 

Bei der Strafzumessung zu berücksichtigen sind demgemäss die Verfahrensver-

zögerungen aufgrund der langen Zeitdauer bis zum Vorliegen des Schriftgutach-

tens sowie der darauf folgende Unterbruch in den Untersuchungshandlungen für 

über ein Jahr (die ersten Zeugeneinvernahmen erfolgten erst im Juli 2009). Es ist 

von einer Verzögerung in der Grössenordnung von insgesamt einem bis ein-

einhalb Jahren auszugehen, was eine einigermassen erhebliche Verzögerung 

darstellt und zu einer erheblichen Strafreduktion führen muss.  

Die Vorinstanz hat die Kriterien, die bei der Sanktionierung einer Verletzung des 

Beschleunigungsgebotes zu beachten sind, zutreffend dargelegt und festgehal-

ten, dass die Angeklagte nicht derart schwer durch die Verfahrensverzögerung 

getroffen worden sei, dass sich eine Reduktion der auszufällenden Strafe um zwei 

Drittel rechtfertigen würde (Urk. 62 S. 80 f.; § 161 GVG/ZH). Mit der Vorinstanz ist 

festzuhalten, dass der Tatvorwurf schwer wiegt und die Angeklagte unter grosser 

psychischer Belastung stand (sie hat im Mai 2007 einen Suizidversuch be-

gangen). Auf der anderen Seite ist zu berücksichtigen, dass sie sich nur während 

drei Tagen in Haft befand und dass die der Angeklagten vorgeworfenen Straftaten 

gravierender Natur sind und auch ihr Verschulden als erheblich zu beurteilen ist. 

-   40   - 

Der erheblichen Verfahrensverzögerung ist durch eine Reduktion der Strafe um 

12 Monate Rechnung zu tragen.  

5. Berücksichtigung der retrospektiven Konkurrenz 

5.1. Zusatzstrafe 

Ausgehend davon, dass die Einsatzstrafe im unteren Bereich des mittleren  

Drittels des Strafrahmens anzusetzen ist und unter Berücksichtigung der aufge-

führten Strafzumessungsgründe und insbesondere der Reduktion infolge Ver-

letzung des Beschleunigungsgebotes sowie des Umstandes, dass für die Delikte, 

welche vor dem 8. November 2005 begangen wurden, eine hypothetische Ge-

samtstrafe mit dem bereits beurteilten Delikt auszufällen ist, woraus sich nach 

Abzug der bereits ausgefällten Strafe die Zusatzstrafe gibt, ist die hypothetische 

Gesamtstrafe auf 36 Monate festzusetzen. Nach Abzug der bereits ausgespro-

chenen Freiheitsstrafe von 30 Tagen durch das Bezirksgericht Hinwil ist die Zu-

satzstrafe auf 35 Monate festzulegen. 

5.2. Delinquenz nach dem 8. November 2005  

Für die in der Zeit nach dem 8. November 2005 begangenen Straftaten kann voll-

umfänglich auf die vorstehenden Erwägungen verwiesen werden. Sämtliche Er-

wägungen für die Strafzumessung gelten auch hier. Bei der objektiven Tatschwe-

re gilt es zu berücksichtigen, dass die Angeklagte sogleich nach der Verurteilung 

durch das Bezirksgericht Hinwil während nochmals rund zehn Monaten weiter de-

linquierte. Daraus resultierte ein Deliktsbetrag von beinahe Fr. 200'000.--. Bei der 

subjektiven Tatschwere ergeben sich keine Änderungen: Die kriminelle Energie, 

welche die Angeklagte an den Tag legte, war auch nach der Verurteilung erheb-

lich, insbesondere da sie dann begann, technische Hilfsmittel zu benützen und die 

Unterschrift mittels Drucktechnologie auf den Checks zu platzieren.  

Nachdem die Angeklagte mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirkes 

Hinwil vom 8. November 2005 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln mit 

30 Tagen Gefängnis bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren und 

einer Busse von Fr. 2'000.-- bestraft wurde, war sie bei der Begehung der nach-

-   41   - 

folgenden Delikte vorbestraft und delinquierte während laufender Probezeit. Dies 

fällt betreffend den Strafanteil für die Delikte nach dem 8. November 2005 nur 

leicht straferhöhend ins Gewicht, zumal es sich um einen ganz anderen Bereich 

der Delinquenz handelte als derjenige, welcher vom Bezirksgericht Hinwil zu be-

urteilen war.  

Die nach dem 8. November 2005 begangenen inkriminierten Handlungen sind 

damit ähnlich zu gewichten wie die Delikte vor der Verurteilung. Zu berücksichti-

gen ist natürlich, dass sowohl der Tatzeitraum wie auch der Deliktsbetrag sich für 

die Delikte nach dem Urteil in etwa halbieren. Dementsprechend wäre für diese 

Delikte eine Freiheitsstrafe von rund 18 Monaten angezeigt, müssten sie einzeln 

beurteilt werden. Es ist aber dem Asperationsprinzip gemäss Art. 68 Ziff. 1 Abs. 1 

aStGB Rechnung zu tragen, wonach die Strafe nicht zu kumulieren, sondern an-

gemessen zu erhöhen ist. Angesichts der obigen Erwägungen rechtfertigt es sich, 

die Strafe um 12 Monate zu erhöhen, dies unter Berücksichtigung der dargelegten 

Strafzumessungsgründe und insbesondere unter Berücksichtigung der Vorstrafe 

sowie der Delinquenz während laufender Probezeit.  

5.3. Fazit 

Demzufolge ist die Angeklagte zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von  

47 Monaten, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Einzelrichters in Straf-

sachen des Bezirkes Hinwil vom 8. November 2005. Daran anzurechnen sind 

3 Tage erstandene Haft (Art.  69 aStGB).  

V. Vollzug der Freiheitsstrafe  

Bei der Strafhöhe von 47 Monaten Freiheitsstrafe, ist die Gewährung des beding-

ten oder teilbedingten Strafvollzuges (Art. 42 und 43 StGB; Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 

aStGB) nicht mehr möglich, weshalb die Strafe zu vollziehen ist.  

-   42   - 

VI. Widerruf 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 der Schlussbestimmungen ist Art. 46 des geltenden StGB 

auf den Widerruf des bedingten Strafvollzugs, der nach bisherigem Recht ange-

ordnet wurde, anwendbar.  

Betreffend den Widerruf der mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des  

Bezirkes Hinwil vom 8. November 2005 ausgefällten Freiheitsstrafe von 30 Tagen 

ist vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen 

(Urk. 62 S. 84 f.; § 161 GVG/ZH). Auf den Widerruf ist daher zu verzichten. 

VII. Zivilansprüche 

Betreffend die Zivilforderung der Erben des †B._____ selig ist den zutreffenden 

Ausführungen der Vorinstanz nichts beizufügen. Sie hat sich insbesondere zu-

treffend mit den Vorbringen der Verteidigung auseinandergesetzt (Urk. 62  

S. 86 ff.; § 161 GVG/ZH). Im Berufungsverfahren hat die Verteidigung keine  

neuen Argumente vorgebracht (Urk. 55 S. 16 f. und Urk. 76 S. 12). 

Unter Hinweis auf die Erwägungen der Vorinstanz ist die Angeklagte daher zu 

verpflichten, den Geschädigten 1, Erben des †B._____ selig, Fr. 646'000.-- zu-

züglich 5% Zins seit 4. September 2006 Schadenersatz zu bezahlen.  

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen  

1. Vorinstanzliches Verfahren 

Die Angeklagte unterliegt bis auf den Freispruch betreffend Urkundenunter-

drückung mit ihren Anträgen vollumfänglich. Der Anklagevorwurf, welcher zu  

einen Freispruch führt, ist in der Gesamtbetrachtung von untergeordneter Bedeu-

tung: Insbesondere sind betreffend diesen Vorwurf keine separaten Untersu-

chungs- und Gerichtskosten sowie Verteidigungskosten entstanden. Demzufolge 

ist die erstinstanzliche Regelung der Kostenfolge (Dispositiv-Ziffer 7) zu bestäti-

gen. Ergänzend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz mit Beschluss vom  

-   43   - 

26. August 2010 davon Vormerk genommen hat, dass Rechtsanwalt Dr. Y._____ 

als Vertreter der Geschädigten 1 auf eine Prozessentschädigung verzichtet hat 

(Urk. 42), weshalb von der Zusprechung einer Prozessentschädigung an die Ge-

schädigten 1 abzusehen ist. 

2. Berufungsverfahren 

Im Berufungsverfahren unterliegt die Angeklagte mit ihrem Antrag auf Freispruch, 

während die Staatsanwaltschaft mit ihrer Anschlussberufung, mit welcher die Aus-

fällung einer höheren unbedingten Freiheitsstrafe beantragt wurde, obsiegt. Die 

Kosten des Berufungsverfahrens sind daher ausgangsgemäss der Angeklagten 

gestützt auf § 396 a StPO/ZH aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen (§ 190 a StPO/ZH). 

 

Das Gericht beschliesst: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 

18. August 2010 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Das Gericht erkennt: 

1. ….. 

2. ….. 

3. ….. 

4. ….. 

5. ….. 

6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

-   44   - 

Fr. 4'000.00 ; die weiteren Kosten des gerichtlichen Verfahrens  betragen: 

Fr.  46'354.60   Verteidigerkosten (festgesetzt mit Beschluss vom 20. September 
  2010) 

Fr.  13'858.05   Untersuchungskosten 

Fr.  360.00   Kosten der Kantonspolizei Zürich 

7. ….. 

8. ….. 

9. (Mitteilungen) 

10.  (Rechtsmittel)" 

2. Es wird festgestellt, dass der Beschluss des Bezirksgerichtes Meilen vom 

18. August 2010 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Das Gericht beschliesst: 

1. Die folgenden, von der Staatsanwaltschaft See/Oberland, … [Adresse] mit Verfügung 
vom 28. August 2009 (HD 19/7) beschlagnahmten Gegenstände werden nach Eintritt 
der Rechtskraft des Urteils der Angeklagten auf erstes Verlangen ausgehändigt: 

 - zwei schwarze Ordner "Nachlass" sowie 

 - ein schwarzer Ordner "Wohnungen". 

2. (Mitteilung) 

3. (Rechtsmittel)" 

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

Das Gericht erkennt: 

1. Die Angeklagte A._____ ist schuldig  

- des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 2 aStGB, 

- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 

aStGB. 

-   45   - 

2. Die Angeklagte ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom Vorwurf der 

Unterdrückung von Urkunden im Sinne von Art. 254 Abs. 1 aStGB. 

3. Die Angeklagte wird bestraft mit 47 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 3 Tage 

durch Untersuchungshaft erstanden sind, teilweise als Zusatzstrafe zum  

Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirkes Hinwil vom  

8. November 2005. 

4. Auf den Widerruf der mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Be-

zirkes Hinwil vom 8. November 2005 ausgefällten bedingten Strafe von 

30 Tagen Gefängnis wird verzichtet. 

5. Die Angeklagte wird verpflichtet, den Geschädigten 1, Erben des †B._____, 

Fr. 646'000.-- zuzüglich 5% Zins seit 4. September 2006 Schadenersatz zu 

bezahlen. 

6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 7) wird bestätigt. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'500.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

    

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Angeklagten auferlegt. Die 

Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genom-

men. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung (im Doppel für sich und zuhanden der 
Angeklagten) (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 
− den Vertreter der Geschädigten 1, Erben des †B._____ selig, Rechts-

anwalt Dr. Y._____, … [Adresse] (dreifach für sich und die Geschädig-
ten) (übergeben) 

in vollständiger Ausfertigung an 

-   46   - 

− die amtliche Verteidigung (im Doppel für sich und zuhanden der 
Angeklagten) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

− den Vertreter der Geschädigten 1, Erben des †B._____ selig, Rechts-
anwalt Dr. Y._____, … [Adresse] (dreifach für sich und die Geschädig-
ten) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmit-

tel an 

− die Vorinstanz 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B 
− die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Ver-

nichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und 
Löschungsdaten 

10. Rechtsmittel: 

 Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-

gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

-   47   - 

 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

I. Strafkammer 

 Der Vorsitzende: Die juristische Sekretärin: 

 

 

 Oberrichter lic. iur. P. Marti lic. iur. S. Schwarzwälder 
 

	Urteil vom 29. September 2011
	Das Gericht erkennt:
	1. Die Angeklagte A._____ ist schuldig
	- des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB,
	- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie
	- der Unterdrückung von Urkunden im Sinne von Art. 254 Abs. 1 StGB.
	2. Die Angeklagte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 35 Monaten,  wovon 3 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirkes Hinwil vom 8. November 2005.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 23 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Auf den Widerruf der mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirkes Hinwil vom 8. November 2005 ausgefällten bedingten Strafe von  30 Tagen Gefängnis wird verzichtet.
	5. Die Angeklagte wird verpflichtet, den Geschädigten 1, Erben des †B._____, Fr. 646'000.– zuzüglich 5% Zins seit 4. September 2006 Schadenersatz zu bezahlen.
	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden der Angeklagten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtkasse genommen.
	8. Die Angeklagte wird verpflichtet, den Geschädigten 1, Erben des †B._____, eine Prozessentschädigung zu bezahlen. Über die Höhe dieser Prozessentschädigung wird mittels separatem Beschluss entschieden.
	9. Mitteilungen
	10. Rechtsmittel
	Das Gericht beschliesst:
	1. Die folgenden, von der Staatsanwaltschaft See/Oberland, … [Adresse] mit Verfügung vom 28. August 2009 (HD 19/7) beschlagnahmten Gegenstände werden nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils der Angeklagten auf erstes Verlangen ausgehändigt:
	2. Mitteilung
	3. Rechtsmittel
	Das Gericht erwägt:
	I.  Prozessuales
	II.  Sachverhalt
	III.  Rechtliche Würdigung
	IV.  Strafzumessung
	V.  Vollzug der Freiheitsstrafe
	VI.  Widerruf
	VII.  Zivilansprüche
	VIII.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Das Gericht beschliesst:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 18. August 2010 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Das Gericht erkennt:
	1. …..
	2. …..
	3. …..
	4. …..
	5. …..
	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. …..
	8. …..
	9. (Mitteilungen)
	10. (Rechtsmittel)"

	2. Es wird festgestellt, dass der Beschluss des Bezirksgerichtes Meilen vom 18. August 2010 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Das Gericht beschliesst:
	1. Die folgenden, von der Staatsanwaltschaft See/Oberland, … [Adresse] mit Verfügung vom 28. August 2009 (HD 19/7) beschlagnahmten Gegenstände werden nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils der Angeklagten auf erstes Verlangen ausgehändigt:
	- zwei schwarze Ordner "Nachlass" sowie
	- ein schwarzer Ordner "Wohnungen".
	2. (Mitteilung)
	3. (Rechtsmittel)"

	3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Das Gericht erkennt:
	1. Die Angeklagte A._____ ist schuldig
	- des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 2 aStGB,
	- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 aStGB.

	2. Die Angeklagte ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom Vorwurf der Unterdrückung von Urkunden im Sinne von Art. 254 Abs. 1 aStGB.
	3. Die Angeklagte wird bestraft mit 47 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 3 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, teilweise als Zusatzstrafe zum  Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirkes Hinwil vom  8. November 2005.
	4. Auf den Widerruf der mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirkes Hinwil vom 8. November 2005 ausgefällten bedingten Strafe von 30 Tagen Gefängnis wird verzichtet.
	5. Die Angeklagte wird verpflichtet, den Geschädigten 1, Erben des †B._____, Fr. 646'000.-- zuzüglich 5% Zins seit 4. September 2006 Schadenersatz zu bezahlen.
	6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 7) wird bestätigt.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Angeklagten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen.
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung (im Doppel für sich und zuhanden der Angeklagten) (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Vertreter der Geschädigten 1, Erben des †B._____ selig, Rechtsanwalt Dr. Y._____, … [Adresse] (dreifach für sich und die Geschädigten) (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung (im Doppel für sich und zuhanden der Angeklagten)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 den Vertreter der Geschädigten 1, Erben des †B._____ selig, Rechtsanwalt Dr. Y._____, … [Adresse] (dreifach für sich und die Geschädigten)
	 die Vorinstanz
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B
	 die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten

	10. Rechtsmittel: