# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96147670-8345-570b-8f71-47f3eba5f3d5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.05.2007 B-2152/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2152-2006_2007-05-23.pdf

## Full Text

071_d

B-2152/2006
{T 0/2}

Abschreibungsverfügung vom 23. Mai 2007
Mitwirkung: Richter Frank Seethaler; Gerichtsschreiberin Marion Spori

Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch das Bundesamt für 
wirtschaftliche Landesversorgung (BWL), Belpstrasse 53, 3003 Bern,

Klägerin,

gegen

X._______ AG in Liquidation, c/o F._______ AG,
Beklagte,

betreffend

Konventionalstrafe

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Abtei lung II

2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und zieht in Erwägung,

dass  die  Klägerin  der  Beklagten  gestützt  auf  das  Landesversorgungsgesetz  vom 
8. Oktober 1982  (LVG,  SR  531)  und  den  im  Jahr  2004  abgeschlossenen 
Pflichtlagervertrag  am  9.  Februar  2006  eine  Konventionalstrafe  in  der  Höhe  von 
Fr. 5000.-- auferlegte;

dass  die  Klägerin,  weil  die  Beklagte  die  Konventionalstrafe  nicht  bezahlte,  am 
13. April 2006 bei der Rekurskommission EVD als Schiedskommission Klage erhob, mit 
dem Antrag,  die  Beklagte  sei  zur  Zahlung  einer  Pflichtlagerkonventionalstrafe  an  die 
Klägerin von Fr. 5000.--  zuzüglich  Verzugszins  zu 5 % seit  Einreichung der Klage zu 
verurteilen; 

dass die Beklagte durch Beschluss der Generalversammlung vom 5. Juli 2006 aufgelöst 
und als Liquidator Dr. B._______ von der F._______ AG eingesetzt wurde;

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beurteilung  der  am  1.  Januar  2007  bei 
Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten 
der Departemente hängigen Rechtsmittel  übernimmt, wobei es weiterhin auf Klage als 
erste  Instanz  Streitigkeiten  aus  öffentlich-rechtlichen  Verträgen  des  Bundes,  seiner 
Anstalten  und Betriebe und der  Organisationen im Sinne von Artikel  33 Buchstabe h 
beurteilt  (Art. 53 Abs. 2 und Art.  35 Bst.  a und des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]);

dass der Liquidator  der  Beklagten indessen mit  Schreiben vom 3. Mai  2007 mitteilte, 
dass  die  geltend  gemachte  Konventionalstrafe  von  Fr. 5000.--  nicht  (mehr)  bestritten 
werde, und darum ersuchte, das Verfahren einzustellen;

dass die Klägerin sich am 14. Mai 2007 mit der Abschreibung des Verfahrens vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  auf  Grund  der  vorbehaltlosen  Anerkennung  der 
Pflichtlagerkonventionalstrafe von Fr. 5000.-- durch die Beklagte einverstanden erklärte;

dass das Verfahren somit gegenstandslos geworden ist; 

dass das Gericht den Rechtsstreit, wenn er gegenstandslos geworden ist oder mangels 
rechtlichen  Interesses  dahin  fällt,  nach  Vernehmlassung  der  Parteien  ohne  weitere 
Parteiverhandlung als erledigt erklärt (Art. 44 VGG i. V. m. Art. 72 des Bundesgesetzes 
vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]);

dass  der  Instruktionsrichter  über  die  Gerichtskosten  bei  Streitbeendigung  vor  der 
Hauptverhandlung entscheidet (Art. 44 VGG i. V. m. Art. 5 Abs. 2 BZP);

dass  die  sich  in  Liquidation  befindende  Beklagte  bei  diesem  Verfahrensausgang 
unterliegende Partei ist und die Verfahrenskosten zu tragen hätte, wobei, wenn es die 
Umstände rechtfertigen, aber auch darauf verzichtet werden kann, Kosten zu erheben 
(Art. 69 Abs. 1 und Art. 72 BZP i. V. m. Art. 66 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]);

dass  vorliegend  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  sind,  da  die  Klage  ohne 
erheblichen Aufwand für das Gericht erledigt werden kann;

3

dass von der Klägerin kein Kostenvorschuss erhoben wurde; 

dass  weder  der  unterliegenden  Beklagten  noch  der  obsiegenden  Klägerin  eine 
Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 69 Abs. 1 BZP i. V. m. Art. 68 Abs. 3 BGG).

Demnach beschliesst das Bundesverwaltungsgericht:

1. Das Klageverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4. Diese Verfügung geht an: 

- die Klägerin (eingeschrieben)

- die Beklagte (eingeschrieben)

Der Instruktionsrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Marion Spori

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen  diese  Abschreibungsverfügung  kann  innert  30  Tagen  seit  Zustellung  eine 
Beschwerde  in  öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  beim  Schweizerischen 
Bundesgericht,  Av.  du  Tribunal  fédéral  29,  1000  Lausanne  14,  erhoben  werden.  Die 
Beschwerde ist im Doppel einzureichen, das angefochtene Urteil ist beizulegen.

Versand am: 23. Mai 2007