# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b04a2ca-4825-5993-a4b4-62440f976339
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2023 B-2356/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2356-2023_2023-12-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-2356/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  D e z e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Mia Fuchs (Vorsitz), 

Richter Pascal Richard, Richter Pietro Angeli-Busi,    

Gerichtsschreiber Pascal Sennhauser. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Bildung, 

Forschung und Innovation SBFI, 

Vorinstanz, 

 

Prüfungskommission der höheren Fachprüfung 

für Wirtschaftsprüfer, 

vertreten durch die Rechtsanwältinnen  

Prof. Dr. iur. Isabelle Häner und/oder  

Dr. iur. Anja Josuran-Binder, 

Erstinstanz. 

 

 
 

Gegenstand 
 Höhere Fachprüfung für Wirtschaftsprüfer. 

B-2356/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Im Sommer 2021 legte A._______ die höhere Fachprüfung für Wirtschafts-

prüfer im dritten Prüfungsversuch ab. 

B.  

Mit Verfügung vom 9. September 2021 eröffnete ihm die Prüfungskommis-

sion der höheren Fachprüfung für Wirtschaftsprüfer (nachfolgend: Prü-

fungskommission), er habe die Prüfung nicht bestanden. Aus der Verfü-

gung und dem Begleitschreiben gleichen Datums gehen folgende Noten 

hervor: 

Fallstudie 3.5 

Kurzreferat 4.5 

PJ mündlich 4 

Notenpunkte 23 

Minuspunkte 1.5 

Gesamtnote 3.8 

C.  

C.a Diesen Prüfungsentscheid focht A._______ mit Beschwerde vom 

11. Oktober 2021 beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Inno-

vation SBFI an. Er beantragte insbesondere, ihm sei im Fach "Professional 

Judgement schriftlich" (Fallstudie) die Note 4.5, mindestens jedoch die 

Note 4 zu erteilen. Seine Wirtschaftsprüfer-Prüfung 2021 sei als bestanden 

zu werten und ihm das eidgenössische Diplom als Wirtschaftsprüfer zu er-

teilen. Seine Fallstudie sei fehlerhaft bewertet und ihm zu Unrecht eine un-

genügende Note vergeben worden. 

C.b Mit Entscheid vom 30. März 2023 wies das SBFI die Beschwerde ab. 

Es erwog im Wesentlichen, die Bewertung der Experten sei nicht zu bean-

standen und der Beschwerdeführer habe im Prüfungsteil "Professional 

Judgement schriftlich" (Fallstudie) zu Recht die Note 3.5 erhalten. 

D.  

Gegen diesen Entscheid hat A._______ (Beschwerdeführer) mit Eingabe 

vom 28. April 2023 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben. 

Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, die Wertung 

der Prüfung im Fach "Professional Judgement schriftlich" (Fallstudie) als 

B-2356/2023 

Seite 3 

bestanden und die Erteilung des Diploms als Wirtschaftsprüfer. Eventuell 

sei die Sache zu neuem Entscheid zurückzuweisen. In prozessualer Hin-

sicht beantragt er, es sei ein unabhängiges Gutachten zur Bewertung sei-

ner Prüfung einzuholen. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, 

seine Prüfung sei fehlerhaft bewertet und ihm zu Unrecht eine ungenü-

gende Note vergeben worden. Konkret seien ihm 25 Bewertungspunkte zu 

Unrecht nicht an sein Prüfungsergebnis angerechnet worden. 

E.  

In seiner Stellungnahme vom 13. Juni 2023 beantragt das SBFI (Vor-

instanz) mit Verweis auf den angefochtenen Entscheid die Abweisung der 

Beschwerde. Zudem bringt es vor, eine zusätzliche Beweismassnahme in 

Form eines Sachverständigengutachtens erweise sich nicht als notwendig, 

denn der Beschwerdeführer vermöge nicht darzutun, dass die von den Ex-

perten erfolgte Bewertung der Prüfungsleistungen offensichtlich zu streng 

oder unhaltbar gewesen sei oder dass offensichtlich zu hohe Anforderun-

gen gestellt worden seien. 

F.  

Die Prüfungskommission (Erstinstanz) schliesst in ihrer Vernehmlassung 

vom 10. Juli 2023 auf Abweisung der Beschwerde. Die Experten hätten in 

ihren Stellungnahmen schlüssig und nachvollziehbar darstellen können, 

welche Begründungselemente in den Antworten des Beschwerdeführers 

jeweils gefehlt hätten, um weitere Punkte zu erzielen. Da dieser keine ein-

deutigen und erheblichen Zweifel an der Prüfungsbewertung aufzeigen 

könne, sei auch auf die Einholung eines Gerichtsgutachtens zu verzichten. 

G.  

Mit Replik vom 6. September 2023 hält der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest. 

H.  

Auf die entscheidwesentlichen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird 

in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG; SR 132.32) als 

B-2356/2023 

Seite 4 

Beschwerdeinstanz Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Ver-

waltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG; SR 

172.021). Der Entscheid der Vorinstanz vom 30. März 2023 stellt eine Ver-

fügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 33 Bst. d 

VGG sowie Art. 61 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vom 

13. Dezember 2002 [Berufsbildungsgesetz, BBG, SR 412.10]). Es liegt 

keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vor. 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am Vorverfahren teilgenommen und ist als 

Adressat der angefochtenen Verfügung zur Beschwerde legitimiert, zumal 

er auch ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung beziehungsweise 

Änderung der Verfügung geltend zu machen vermag (vgl. Art. 48 Abs. 1 

VwVG).  

1.3 Eingabefrist sowie Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwer-

deschrift sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kos-

tenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG).  

1.4 Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten. 

2.  

2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verlet-

zung von Bundesrecht (einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch 

des Ermessens), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit der ange-

fochtenen Verfügung gerügt werden (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft Entscheide über Ergebnisse 

von Prüfungen grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition (Art. 49 

VwVG; vgl. Urteile des BVGer B-160/2021 vom 4. August 2021 E. 2.2, 

B-2588/2020 vom 7. Juli 2021 E. 4.1 und B-5185/2019 vom 6. März 2020 

E. 5.2; OLIVER ZIBUNG/ELIAS HOFSTETTER, in: Bernhard Waldmann/Patrick 

L. Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 

3.  Aufl. 2023 [nachfolgend: Praxiskommentar VwVG], Art. 49 VwVG N 43). 

Indes haben Prüfungen oftmals Spezialgebiete zum Gegenstand, in denen 

die Rechtsmittelbehörde in der Regel über keine genügenden eigenen 

Fachkenntnisse verfügt, die mit denjenigen der Vorinstanzen vergleichbar 

wären. Zudem sind der Rechtsmittelbehörde meistens nicht alle massge-

benden Faktoren der Bewertung bekannt und es ist ihr nicht immer mög-

lich, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen einer 

B-2356/2023 

Seite 5 

beschwerdeführenden Person sowie der Leistungen der übrigen Kandidie-

renden zu machen. Eine freie und umfassende Überprüfung der Examens-

bewertung würde die Gefahr von Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten 

gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen, und es ist auch nicht Auf-

gabe der Beschwerdeinstanz, die Bewertung der Prüfungsleistungen einer 

beschwerdeführenden Person gewissermassen zu wiederholen (vgl. 

BVGE 2008/14 E. 3.1). 

2.3 Die Expertinnen und Experten, deren Notenbewertung beanstandet 

wird, nehmen jeweils im Rahmen der Vernehmlassung der Vorinstanz Stel-

lung. Dabei überprüfen sie in der Regel ihre Bewertung nochmals und ge-

ben bekannt, ob sie eine Korrektur als gerechtfertigt erachten oder an der 

ursprünglichen Bewertung festhalten (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.2; Urteile 

des BVGer B-505/2022 vom 1. Februar 2023 E. 2.3; B-4074/2021 vom 

19. Mai 2022 E. 2.3; B-5256/2019 vom 23. Juli 2020 E. 3.3 und 

B-5475/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3). In Bezug auf die relative Gewich-

tung der verschiedenen Aufgaben, der Überlegungen oder Berechnungen, 

die zusammen die korrekte und vollständige Antwort auf eine bestimmte 

Prüfungsfrage darstellen, kommt den Expertinnen und Experten ein erheb-

licher Beurteilungsspielraum zu. Dies gilt insbesondere auch bei der Beur-

teilung der Frage, wie viele Punkte für eine konkrete abweichende oder nur 

teilweise richtige Antwort erteilt werden. Das Ermessen der Expertinnen 

und Experten ist lediglich in Fallkonstellationen eingeschränkt, in welchen 

die Prüfungsorgane – vor allem bei schriftlichen Prüfungen – ein verbindli-

ches Bewertungsraster vorgegeben haben, in welchem die genaue Punk-

teverteilung für einzelne Teilantworten klar definiert ist. In einem solchen 

Fall haben sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten entsprechend dem 

Grundsatz der Gleichbehandlung den Anspruch darauf, dass sie diejeni-

gen Punkte erhalten, die ihnen gemäss Bewertungsraster für eine richtige 

Teilleistung zustehen (vgl. BVGE 2008/14 E. 4.3.2 m.H.; Urteile des BVGer 

B-505/2022 vom 1. Februar 2023 E. 2.3; B-2880/2018 vom 19. März 2020 

E. 8.1). 

2.4 In ständiger Rechtsprechung auferlegt sich das Bundesverwaltungsge-

richt daher bei der Bewertung von Prüfungsleistungen und spezifischen 

Fragen, die seitens der Gerichte nur schwer überprüfbar sind, eine gewisse 

Zurückhaltung (vgl. statt vieler: BGE 136 I 237 E. 5.4.1 und 5.4.2, BGE 131 

I 467 E. 3.1; Urteile des BVGer B-3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4 

und B-6114/2020 vom 27. Mai 2021 E 4.2) und weicht nicht ohne Not von 

der Beurteilung der Expertinnen und Experten ab, besonders wenn diese 

im Rahmen der Vernehmlassung der Vorinstanz Stellung zu den Rügen 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2008/14

B-2356/2023 

Seite 6 

der beschwerdeführenden Person genommen haben und die Auffassung 

der Expertinnen und Experten, insbesondere soweit sie von derjenigen der 

beschwerdeführenden Person abweicht, nachvollziehbar und einleuchtend 

ist (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1, 2010/11 E. 4.2 und 2008/14 E. 3.1 f. und 

4.3.2; Urteile des BVGer B-3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4 und 

B-671/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.3). Auf die Rüge der Unangemes-

senheit der Bewertung von Prüfungsleistungen ist nur dann detailliert ein-

zugehen, wenn die beschwerdeführende Person selbst substantiierte und 

überzeugende Anhaltspunkte und die Beweismittel dafür liefert, dass das 

Ergebnis materiell nicht vertretbar ist, eindeutig zu hohe Anforderungen ge-

stellt oder die Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wurden. Die 

Behauptung allein, die eigene Lösung sei richtig und die Auffassung der 

Prüfungskommission oder eine vorgegebene Musterlösung sei falsch oder 

unvollständig, wird dieser Anforderung nicht gerecht (vgl. BVGE 2010/21 

E. 5.1, 2010/11 E. 4.3, 2010/10 E. 4.1, je mit weiteren Hinweisen; Urteile 

des BVGer B-3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4 und B-671/2020 vom 

6. Oktober 2020 E. 2.4; kritisch dazu: PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechts-

schutz bei Prüfungsfällen: Aktuelle Entwicklungen, in: Schweizerisches 

Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 10/2011, S. 553 ff., ins-

besondere 555 f., wonach eine Auseinandersetzung mit dem im konkreten 

Fall zu beurteilenden Leistungsnachweis und seiner Ausgestaltung stattzu-

finden habe). 

2.5 Diese Zurückhaltung gilt indessen nur für die materielle Bewertung der 

Prüfungsleistungen. Ist demgegenüber die Auslegung oder Anwendung 

von Rechtsvorschriften streitig oder werden Verfahrensmängel im Prü-

fungsablauf gerügt, so hat das Bundesverwaltungsgericht die erhobenen 

Einwendungen mit umfassender Kognition zu prüfen, andernfalls es eine 

formelle Rechtsverweigerung beginge (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2, 2010/10 

E. 4.1 m.H. und 2008/14 E. 3.3 m.H.). Dabei nehmen all jene Einwände auf 

Verfahrensfragen Bezug, die den äusseren Ablauf der Prüfung, die Aufga-

benstellung oder das Vorgehen bei der Bewertung betreffen. Die Beweis-

last für allfällige Verfahrensfehler obliegt der beschwerdeführenden Partei 

(vgl. Urteile des BVGer B-4074/2021 vom 19. Mai 2022 E. 2.5 und 

B-671/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.5).  

3.  

Die höhere Berufsbildung dient der Vermittlung und dem Erwerb der Quali-

fikationen, die für die Ausübung einer anspruchs- oder einer verantwor-

tungsvolleren Berufstätigkeit erforderlich sind (Art. 26 Abs. 1 BBG). Sie wird 

durch eine eidgenössische Berufsprüfung oder eine eidgenössische 

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Seite 7 

höhere Fachprüfung (Art. 27 Bst. a BBG) oder durch eine eidgenössisch 

anerkannte Bildung an einer höheren Fachschule (Art. 27 Bst. b BBG) er-

worben. Das Diplom als Wirtschaftsprüferin oder Wirtschaftsprüfer erhält, 

wer die eidgenössische höhere Fachprüfung bestanden hat (vgl. Art. 43 

Abs. 1 BBG). Die Prüfung ist in der Prüfungsordnung über die Höhere 

Fachprüfung für Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer vom 

23. März 2009 (nachfolgend: Prüfungsordnung) und in der zugehörigen 

Wegleitung geregelt (beides abrufbar unter: <https://www.expertsuisse.ch> 

> Ausbildung > Prüfungssekretariat dipl. Wirtschaftsprüfer > Prüfungsord-

nung 2009, bestehendes Ausbildungsmodell > Reglemente und Down-

loads > Prüfungsordnung gültig bis 31.12.2025 resp. Wegleitung zur Prü-

fungsordnung 2009 ab 1. Februar 2018, zuletzt abgerufen am 27. Novem-

ber 2023; vgl. auch Art. 28 BBG). 

Die Abschlussprüfung umfasst die folgenden drei Prüfungsteile (Prüfungs-

ordnung, Ziff. 5.12): 

Prüfungsteil Art der Prüfung Gewichtung 

Professional Judgement schriftlich dreifach 

(Fallstudie) 

Professional Judgement mündlich zweifach 

(Expertengespräch) 

Kurzreferat mündlich einfach 

 

Die Gesamtnote der Prüfung ist das gewichtete Mittel aus den Noten der 

einzelnen Prüfungsteile. Sie wird auf eine Dezimalstelle gerundet (Prü-

fungsordnung, Ziff. 6.23). Dabei bezeichnen die Note 4 und höhere genü-

gende Leistungen. Andere als halbe Zwischennoten sind nicht zulässig 

(Prüfungsordnung, Ziff. 6.3). Die Prüfung gilt als bestanden, wenn die Kan-

didatin oder der Kandidat in allen Prüfungsteilen zusammengerechnet eine 

gewichtete Gesamtnote von mindestens 4.0 (24 Notenpunkte) erzielt hat 

und dabei insgesamt nicht mehr als 1½ gewichtete Notenpunkte unter 4 

zur Anrechnung kommen (Prüfungsordnung, Ziff. 6.41). Wer die Prüfung 

nicht bestanden hat, kann sie zweimal wiederholen (Prüfungsordnung, 

Ziff. 6.51).  

4.  

Der Beschwerdeführer rügt die Bewertung des Prüfungsteils Fallstudie, in 

welchem er die Note 3.5 erzielt und deshalb die Prüfung insgesamt nicht 

bestanden hat (vgl. Beschwerde, Ziff. I. A., S. 2).  

B-2356/2023 

Seite 8 

4.1 Im Einzelnen rügt er zunächst eine Unterbewertung der Teilaufgabe 

1.2.2 (Beschwerde, Ziff. II., S. 3). Diese verlangte eine stichwortartige Be-

schreibung, welche von IFRS abweichenden Regelungen für den Einbezug 

von Anteilen an anderen Unternehmen in die Konzernrechnung es unter 

Swiss GAAP FER gibt (Erstinstanzliche Akten act. C, Aufgabe 1 mit Lösun-

gen von A._______, S. 9). 

4.1.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in seiner Prüfung da-

rauf hingewiesen, dass im Swiss GAAP FER eine Regelung bezüglich des 

negativen Goodwills oder Badwills fehle, dass im Gegensatz zu IFRS eine 

Full-Goodwill-Methode nicht möglich sei und dass im IFRS ein Wahlrecht 

zwischen Full- und Partial-Goodwill-Accounting bestehe. Die Prüfungs-

kommission habe ihm dafür keine Punkte vergeben mit der Begründung, 

dass die Details zur Goodwill-Behandlung nicht im Kontext der Behandlung 

von Anteilen an anderen Unternehmen stünden. Er habe sich auf mehrere 

einschlägige Literaturquellen berufen, während die Prüfungskommission 

lediglich auf ihr internes Bewertungsraster verwiesen habe (Beschwerde, 

Ziff. II., S. 3). 

Die Erstinstanz führt dazu aus, die Darstellung des Beschwerdeführers 

treffe nicht zu. Die Experten hätten dargelegt, dass Details zur Goodwillbe-

handlung nicht im Kontext der Fragestellung stünden. Sie hätten zudem 

ausgeführt, dass in der Antwort des Beschwerdeführers Ausführungen 

dazu fehlten, dass Swiss GAAP FER 30.5 bei der Bilanzierung von Betei-

ligungen ein Wahlrecht enthalte (Vernehmlassung, Rz. 13). 

Der zuständige Experte der Prüfungskommission führte vor der Vorinstanz 

aus, der Beschwerdeführer habe für seine Ausführungen zwei von vier 

möglichen Punkten erhalten. Bei der Frage gehe es um die Behandlung 

von Anteilen an anderen Unternehmen respektive um Methoden zum Ein-

bezug in die Konzernrechnung. Details zur Goodwillbehandlung gehörten 

hier nicht dazu, deshalb stünden die vom Beschwerdeführer aufgeführten 

Argumente nicht im Kontext mit der Fragestellung (Vorakten act. 7, Stel-

lungnahme der Erstinstanz vom 9. Dezember 2021, Beilage, Stellung-

nahme Xa._______ vom 30. November 2021 [Beschwerdeantwort zur Auf-

gabe 1 der Fallstudie 2021 "Nubem"]). Für zusätzliche Punkte fehle die 

Antwort, Swiss GAAP FER 30.5 erlaube für Beteiligungen mit einem 

Stimmrechtsanteil von weniger als 20% ein Wahlrecht: Bilanzierung zu An-

schaffungskosten oder zu aktuellem Wert (Vorakten act. 12, Stellung-

nahme der Erstinstanz vom 9. Mai 2022, Beilage, Stellungnahme 

B-2356/2023 

Seite 9 

Xa._______ vom 25. April 2022 [Duplik zur Aufgabe 1.2.2 der Fallstudie 

2021 "Nubem"]). 

Entsprechend führte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid denn 

auch aus, die Experten begründeten die Bewertung der Aufgabe 1.2.2 da-

mit, es fehle in der Lösung des Beschwerdeführers, dass Swiss GAAP FER 

ein Wahlrecht erlaube (angefochtener Entscheid, E. 4.1, S. 3). Damit hät-

ten die Experten nachvollziehbar aufgezeigt, weshalb keine zusätzlichen 

Punkte hätten erteilt werden können (angefochtener Entscheid, E. 4.2, 

S. 4).  

4.1.2 Es obliegt dem Beschwerdeführer, den Nachweis zu erbringen, dass 

seine Antwort korrekt und die Bewertung durch die Experten rechtsfehler-

haft ist. Es ist dagegen nicht die Erstinstanz, welche die Beweislast dafür 

trägt, dass ihre Auffassung, ob eine Antwort richtig oder falsch sei, zutrifft 

(E. 2.4; vgl. Urteil des BVGer B-2880/2018 vom 19. März 2020 E. 8.5). Die 

Ausführungen des Experten sind insofern nachvollziehbar, als aus ihnen 

hervorgeht, worin der Mangel der Antwort des Beschwerdeführers besteht. 

Dem Beschwerdeführer gelingt es nicht, diese Auffassung zu widerlegen 

und aufzuzeigen, inwiefern seine Lösung eben doch im Kontext der Frage-

stellung stehen soll. Soweit er rügt, es könne nicht sein, dass korrekte Ant-

worten keine Punkte bekämen, nur weil sie nicht im Bewertungsraster der 

Prüfungskommission enthalten seien, vermag er den Ausführungen des 

Experten nichts Konkretes entgegenzuhalten. Die Bewertung ist daher 

nicht zu beanstanden. 

4.2 Aufgabe 2.3.1 verlangte die Erläuterung der Pflichten der Revisions-

stelle in Bezug auf die im Geschäftsbericht ausserhalb des geprüften Ab-

schlusses enthaltenen "Financial Highlights" (erstinstanzliche Akten act. G, 

Aufgabe 2 mit Lösungen von A._______, S. 18). 

4.2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe alle in den Schweizer Prü-

fungsstandards aufgeführten relevanten Punkte erwähnt. Zwei in den Stan-

dards explizit erwähnte Punkte (rechtlichen Rat einholen und alternative 

Massnahmen ergreifen) seien jedoch nicht bewertet worden. Die Erstin-

stanz habe lediglich auf ihr Bewertungsraster verwiesen und nicht auf seine 

Argumente und Belege reagiert. Es sei unverständlich, dass die Vorinstanz 

die Erstinstanz nicht dazu aufgefordert habe. Wenn das einzige Regelwerk 

für Wirtschaftsprüfer in der Schweiz separate Punkte aufführe, könne es 

nicht sein, dass für die Erwähnung von einigen dieser Ausführungen 

B-2356/2023 

Seite 10 

Punkte vergeben würden und für andere nicht. Das interne Bewertungs-

raster hätte diese Punkte aufführen müssen (Beschwerde, Ziff. II, S. 4).  

Die Erstinstanz entgegnet, die Experten hätten vor der Vorinstanz darge-

legt, dass der Beschwerdeführer auf mehrere Aspekte nicht eingegangen 

sei, weshalb er nicht die volle Punktzahl erhalten habe (vgl. Vernehmlas-

sung, Rz. 14). 

In seiner Stellungnahme vor der Vorinstanz erklärte der zuständige Ex-

perte, dass der Beschwerdeführer für seine Antwort fünf von acht mögli-

chen Punkten erhalten habe. Er habe es unterlassen, auf die allgemeinen 

Pflichten des Abschlussprüfers bezüglich sonstiger Informationen in Doku-

menten einzugehen (1 Punkt), und habe nichts zur Glaubwürdigkeit aus-

geführt (2 Punkte; Vorinstanz act. 7, Stellungnahme der Erstinstanz vom 

9. Dezember 2021, Beilage, Stellungnahme Xb._______ vom 4. Novem-

ber 2021 [Beschwerdeantwort zur Aufgabe 2 der Fallstudie 2021 "Nu-

bem"]). 

Die Vorinstanz fasste die Begründung der Bewertung im angefochtenen 

Entscheid zusammen ("nicht auf die allgemeinen Pflichten des Abschluss-

prüfers eingegangen, keine Ausführungen zur Glaubwürdigkeit"; angefoch-

tener Entscheid, E. 4.1) und kam zum Schluss, diese sei nachvollziehbar 

(angefochtener Entscheid, E. 4.2, S. 4). 

4.2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe die genannten Punkte 

indirekt oder sogar direkt erwähnt und dies in seiner Replik vor der Vor-

instanz dargelegt (Beschwerde, Ziff. II, S. 4). In dieser behauptet er aller-

dings lediglich pauschal (und wiederum mit Verweis auf seine Beschwer-

deschrift vor der Vorinstanz), sämtliche dieser Pflichten seien in der Fall-

studie aufgeführt worden (vgl. Vorinstanz act. 10, Replik vom 25. Januar 

2022, S. 13 f.). Dabei unterlässt er es, aufzuzeigen, mit welchen Formulie-

rungen er in seiner Fallstudie konkret die gemäss der Beurteilung der Erst-

instanz fehlenden Ausführungen getätigt haben will. Damit gelingt es ihm 

nicht, die Auffassung des Experten zu widerlegen. Vor diesem Hintergrund 

hatte die Vorinstanz auch keinen Anlass, weitere Nachfragen bei der Erst-

instanz zu tätigen. Die Bewertung der Aufgabe 2.3.1 ist nicht zu beanstan-

den. 

4.3 In Aufgabe 2.3.3 war der Entwurf von "Financial Highlights" zu beurtei-

len. Dabei war die Frage zu beantworten, welche Anpassungen für jede 

der vier Kenngrössen in den "Financial Highlights" gemacht werden 

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Seite 11 

müssen, um Konformität mit der einschlägigen Richtlinie sicherzustellen 

(erstinstanzliche Akten act. G, Aufgabe 2 mit Lösungen von A._______, 

S. 18). 

4.3.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe einige Anpassungsvor-

schläge für Mitarbeiter und Umsatz vorgeschlagen, dafür aber keine 

Punkte erhalten. Dies habe er in seiner Replik vor der Vorinstanz ausführ-

lich dargelegt, ohne dass die Erstinstanz darauf reagiert habe (Be-

schwerde, Ziff. II, S. 4). Die Experten hätten gewisse Angaben offensicht-

lich übersehen (Replik, S. 1). Es sei unverständlich, dass die Vorinstanz 

der Ansicht sei, dass eine Entgegnung nicht erforderlich gewesen sei (Be-

schwerde, Ziff. II, S. 4). 

Die Erstinstanz weist diese Darstellung zurück. Die Experten hätten vor der 

Vorinstanz dargelegt, welche Ausführungen in der Antwort des Beschwer-

deführers gefehlt hätten (vgl. Vernehmlassung, Rz. 15).  

Aus der vor der Vorinstanz abgegebenen Stellungnahme des zuständigen 

Experten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer mit seiner Antwort sechs 

von zwölf möglichen Punkten erzielt hat. Er habe es unterlassen, Ausfüh-

rungen zum gezeigten IFRS-Umsatz zu machen und zur Frage, ob diesbe-

züglich Anpassungen notwendig seien. Ferner seien keine Ausführungen 

zur Quantifizierung der Überleitung zum Zwischentotal nach IFRS gemacht 

worden. Auch habe der Beschwerdeführer nichts zur Anzahl der Mitarbeiter 

und dazu, dass diese Angabe nicht von der SIX-Richtlinie betroffen sei, 

geschrieben (Vorinstanz act. 7, Stellungnahme der Erstinstanz vom 9. De-

zember 2021, Beilage, Stellungnahme Xb._______ vom 4. November 

2021 [Beschwerdeantwort zur Aufgabe 2 der Fallstudie 2021 "Nubem"]). 

Die Vorinstanz gab diese Begründung zusammenfassend wieder ("es fehl-

ten Ausführungen zum IFRS-Umsatz [Anpassungen nötig?], zur Quantifi-

zierung der Überleitung zum Zwischentotal nach IFRS und zur Anzahl der 

Mitarbeiter/Feststellung bez. SIX-Richtlinie"; angefochtener Entscheid, 

E. 4.1) und erachtete sie als nachvollziehbar (angefochtener Entscheid, 

E. 4.2, S. 4). 

4.3.2 Der Beschwerdeführer macht dagegen mit Verweis auf seine Replik 

vor der Vorinstanz geltend, er habe angemessene Anpassungsvorschläge 

für Umsatz und Mitarbeiter gemacht (Beschwerde, Ziff. II, S. 4). In der Rep-

lik hatte er ausgeführt, er habe in seiner Prüfung Folgendes geschrieben: 

"Klare verständliche Definition fehlt. Welcher Umsatz ist gemeint? 

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Seite 12 

Überleitung zu Jahresrechnungsangaben nötig, falls nicht alle Umsatzpo-

sitionen enthalten." Dadurch sei klar ersichtlich, dass sehr wohl Ausführun-

gen zum gezeigten IFRS-Umsatz gemacht worden seien. Es sei festge-

stellt worden, dass nicht klar sei, welcher Umsatz gemeint sei und eventuell 

eine Überleitung zur Jahresrechnung nötig sei. Zum Thema Mitarbeiter 

habe er Folgendes geschrieben (da stichwortartig geschrieben worden sei, 

seien zusätzliche Wörter in Klammern angegeben): "MA (Mitarbeiter): Was 

(wurde) gemeint FTE (Full Time Equivalent) oder Anzahl (Mitarbeiter)? 

(Zählen) Lehrlinge, Expats (etc.) dazu, oder nicht? Definition fehlt. Haben 

wir FTE im Anhang (der) Jahresrechnung geprüft? Ist angegeben (im An-

hang)? Dann darauf verweisen und (eventuell) FTE nennen anstatt Mitar-

beiter." Auch hier sei ersichtlich, dass Ausführungen zu Anzahl Mitarbeiter 

sehr wohl und relativ detailliert gemacht worden seien (Vorinstanz act. 10, 

Replik vom 25. Januar 2022, S. 17). 

Aus dem Lösungsraster ergibt sich, dass die korrekte Antwort zur Frage 

nach dem Anpassungsbedarf beim Umsatz wie folgt lautete: "Der gezeigte 

Umsatz entspricht dem IFRS-Umsatz – es sind keine Anpassungen nötig". 

Als korrekte Antwort zur Frage nach dem Anpassungsbedarf bei der Anzahl 

der Mitarbeitenden wird angegeben: "Diese Angabe ist nicht von [der] SIX-

Richtlinie betroffen, keine Anpassung notwendig" (erstinstanzliche Akten 

act. M., Lösungsraster Aufgabengruppe 2 von A._______ vom 25. Oktober 

2021, S. 11). Beide Antworten des Beschwerdeführers unterscheiden sich 

wesentlich von jenen im Lösungsraster. Diese geben an, dass und weshalb 

in beiden Fällen keine Anpassungen nötig sind, was aus den Antworten 

des Beschwerdeführers hingegen nicht hervorgeht. Konkrete Anhalts-

punkte dafür, dass das Bewertungsergebnis nicht vertretbar wäre, bringt er 

sodann nicht vor. Wie die Vorinstanz zu Recht erwägt, erscheint die Be-

wertung somit plausibel und ist nicht zu beanstanden. Entgegen den Aus-

führungen des Beschwerdeführers ist zudem nicht ersichtlich, inwiefern die 

Vorinstanz bei dieser Ausgangslage weitere Erkundungen bei der Erstin-

stanz hätte anstellen müssen. 

4.4 Aufgabe 3.1.2 bestand darin, zehn Punkte zu notieren, die bei einem 

beiliegenden sogenannten Impairment Test problematisch sein könnten 

oder einer vertiefteren Abklärung bedürfen (erstinstanzliche Akten act. H, 

Aufgabe 3 mit Lösungen von A._______, S. 20). 

4.4.1 Der Beschwerdeführer führt aus, in seiner Beschwerde vor der Vor-

instanz drei Punkte erwähnt zu haben, die aus seiner Sicht nicht respektive 

nicht genügend bewertet worden seien. Nachdem die Erstinstanz die 

B-2356/2023 

Seite 13 

Nichtbenotung mit mangelnder Präzision der Antworten begründet habe, 

habe er in seiner Replik vor der Vorinstanz mit Verweis auf aktuelle Folien 

sowie einschlägige Literatur begründet, weshalb seine Angaben nicht un-

präzise gewesen seien. So sei etwa in der Fallstudie von 2015 eine ähnli-

che Aufgabe gestellt worden und in der offiziellen Lösungsskizze die Mar-

generweiterung als erster Punkt erwähnt worden. Diesen habe er in seiner 

Lösung genannt. Auch seine Angaben zu einem signifikant grösseren End-

wert und zu weiteren Methoden seien genauso auf den Folien und in der 

Literatur aufgeführt. Obwohl bei früheren Fallstudien Punkte für eine sehr 

ähnliche Aufgabe vergeben worden seien, habe es die Vorinstanz nicht für 

nötig befunden, dazu eine weitere Stellungnahme der Erstinstanz zu ver-

langen (Beschwerde, Ziff. II, S. 4 f.). 

Die Erstinstanz weist auf die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte 

Expertenstellungnahme hin. Der Experte habe insbesondere detailliert auf-

geführt, dass die drei vom Beschwerdeführer vorgebrachten Aspekte zu 

wenig aufgabenbezogen beschrieben worden seien. Zudem habe er dar-

gelegt, zu welchen Themen Ausführungen notwendig gewesen wären, um 

zusätzliche Punkte zu erzielen (vgl. Vernehmlassung, Rz. 16). Es seien die 

Ausführungen in der Prüfung selbst zu bewerten und nicht allfällige Zusatz-

erklärungen im Rechtsmittelverfahren: Wenn der Beschwerdeführer vor-

bringe, dass er mit seinen Ausführungen in der Prüfung etwas Bestimmtes 

gemeint habe, dies aber aus der Prüfung selbst nicht hervorgehe, könne 

er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insofern sei auch seine Be-

hauptung unzutreffend, seine Ausführungen hätten gemäss Lösungsskizze 

zur Fallstudie von 2015 Punkte gegeben. Ohnehin sei darauf hinzuweisen, 

dass aus dem Vergleich mit der Lösungsskizze eines anderen Prüfungs-

jahrgangs grundsätzlich nichts abgeleitet werden könne, da die Experten 

aus Gründen der Rechtsgleichheit gehalten seien, das spezifisch für die 

Prüfung erstellte Lösungsschema anzuwenden, wobei ihnen bei der relati-

ven Gewichtung der verschiedenen Aspekte ein grosser Ermessensspiel-

raum zukomme (Vernehmlassung, Rz. 17). 

Der zuständige Experte führte in seiner Stellungnahme vor der Vorinstanz 

aus, der Beschwerdeführer habe für seine Antworten acht von 20 mögli-

chen Punkten erhalten. Für drei seiner Antworten verlange er je zwei zu-

sätzliche Punkte. Seine erste Antwort "Umsatz steigt mehr als Material + 

DL", möge an sich zutreffen, was aber bei allen Unternehmen, welche ihre 

Bruttomargen verbessern wollten, der Fall sei. Sie sei deshalb viel zu wenig 

auf die Aufgabe bezogen, um als Grund für einen der zehn problemati-

schen Punkte zu dienen. Auch seine zweite Antwort, ("…Endwert ist 

B-2356/2023 

Seite 14 

signifikant grösser als budgetierte Werte…") sei wiederum viel zu unprä-

zise und viel zu wenig auf die Aufgabe bezogen, treffe die Tatsache doch 

ebenso auf diverse Firmenbewertungen/-beurteilungen zu. Es hätte viel-

mehr erkannt werden müssen, dass die Endwertberechnung auf Basis des 

sechsten Jahres einen ewigen positiven Cash Flow aus der Reduktion des 

net working capital berücksichtige, was nicht realistisch erscheine. Bezüg-

lich seiner dritten Antwort ("…Vergleich andere Methoden nicht ge-

macht…") gelte, dass die Methodenwahl in der Praxis eher sekundär er-

scheine. Vielmehr müsste hinterfragt werden, ob der Impairment Test auf 

dem korrekten Level durchgeführt werde. Auch diese knappe Antwort er-

weise sich somit als zu unpräzise und zu wenig auf die Aufgabe bezogen, 

um Punkte dafür zu bekommen. Um schliesslich zusätzliche Punkte zu er-

zielen, seien andere Antworten [es folgen Auszüge aus dem Punkteraster, 

vgl. erstinstanzliche Akten act. D., Lösungsraster Aufgabengruppe 3 von 

A._______ vom 25. Oktober 2021, S. 2 f.] erwartet worden (Vorinstanz 

act. 7, Stellungnahme der Erstinstanz vom 9. Dezember 2021, Beilage, 

Stellungnahme Xc._______ vom 8. November 2021 [Beschwerdeantwort 

zur Aufgabe 3.1 bis 3.3 der Fallstudie 2021 "Nubem"]). 

Auch hier kommt die Vorinstanz gestützt auf eine zusammenfassende Wür-

digung zum Schluss, die Begründung erscheine nachvollziehbar (ange-

fochtener Entscheid, E. 4.1 und E. 4.2, S. 4).  

4.4.2 Die Ausführungen des zuständigen Prüfungsexperten erweisen sich 

als schlüssig und nachvollziehbar. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern eindeu-

tig zu hohe Anforderungen gestellt worden wären oder die Lösung des Be-

schwerdeführers offensichtlich unterbewertet worden wäre. Dieser vermag 

– auch mit Verweis auf seine Replik vor der Vorinstanz – nichts für sich 

abzuleiten. Ob in den Vorjahren für ähnliche Antworten Punkte erteilt wur-

den, ist schliesslich nicht relevant. Entscheidend ist, dass sich die Exper-

tinnen und Experten an das Bewertungsraster für die fragliche Prüfungs-

runde halten und entsprechend die Kandidatinnen und Kandidaten dieser 

Prüfungsrunde gleich behandeln. Der Beschwerdeführer macht nicht gel-

tend, dass dies vorliegend nicht geschehen wäre. Es musste ihm somit, 

entgegen seinem Dafürhalten, für diese Aufgabe nicht die volle Punktezahl 

erteilt werden. 

4.5 Aufgabe 4.1.1 lautete: "Welche Risiken muss der Prüfer generell be-

züglich Ereignissen nach dem Bilanzstichtag abdecken? Nennen Sie 

sechs geeignete Prüfungshandlungen zur Abdeckung derselben." (erstin-

stanzliche Akten act. J, Aufgabe 4 mit Lösungen von A._______, S. 27). 

B-2356/2023 

Seite 15 

4.5.1 Wiederum bringt der Beschwerdeführer vor, er habe sich mit ein-

schlägiger Literatur und ehemaligen Fallstudien auseinandergesetzt und 

darauf hingewiesen, dass in der Fallstudie aus dem Jahr 2015 Punkte für 

seine Angaben vergeben worden wären. Die Prüfungskommission habe 

angegeben, dass er es versäumt habe, das Risiko eines falschen Zitats zu 

erwähnen, obwohl dies ein Berufsrisiko eines Wirtschaftsprüfers im Allge-

meinen darstelle und in den Prüfungsstandards und im Handbuch der Be-

wertung im Zusammenhang mit Ereignissen nach dem Bilanzstichtag nicht 

erwähnt werde. Seine Angaben zum Vollständigkeits- und zum Cut-Off-Ri-

siko hingegen fänden darin Berücksichtigung. Es sei unverständlich, dass 

die Vorinstanz hierzu keine erneute Stellungnahme von der Erstinstanz 

verlangt habe (Beschwerde, Ziff. II, S. 5). 

Die Erstinstanz entgegnet, der Beschwerdeführer habe für das erste rele-

vante Risiko die volle Punktzahl erhalten. Das zweite zu nennende Haupt-

risiko habe er dagegen weder genannt noch Ausführungen dazu gemacht 

(Vernehmlassung, Rz. 19). 

Der zuständige Experte führte in seiner Stellungnahme vor der Vorinstanz 

aus, der Beschwerdeführer habe für das erste zu nennende Risiko, dass 

Anpassungen im Abschluss oder Angaben im Abschluss erforderlich seien, 

zwei von zwei Punkten erhalten. Das von ihm genannte Vollständigkeits- 

und Cut-Off-Risiko seien beides auslösende Risikokriterien für dieses Ri-

siko. Sie würden nicht separat bewertet. Das zweite Risiko, welches erwar-

tet und ebenfalls mit zwei Punkten bewertet worden wäre, sei die Erwäh-

nung des Risikos eines falschen Testates gewesen (Vorinstanz act. 7, Stel-

lungnahme der Erstinstanz vom 9. Dezember 2021, Beilage, Stellung-

nahme Xd._______ vom 16. November 2021, S. 1; vgl. erstinstanzliche 

Akten act. E., Lösungsraster Aufgabengruppe 4 von A._______ vom 

25. Oktober 2021, S. 6). 

Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid entsprechend aus, das 

Risiko des falschen Testats sei nicht erwähnt worden, was die Punkte-

vergabe nachvollziehbar erscheinen lasse (angefochtener Entscheid, 

E. 4.1 und E. 4.2, S. 4). 

4.5.2 Der Beschwerdeführer behauptet nicht, das Risiko des falschen Tes-

tats erwähnt zu haben, sondern führt dazu nur aus, dies stelle ein Berufs-

risiko eines Wirtschaftsprüfers im Allgemeinen dar; in der Fallstudie von 

2015 seien ihm Punkte dafür vergeben worden. Wiederum macht er damit 

nicht geltend, dass ihm Punkte, die ihm gemäss dem aktuellen 

B-2356/2023 

Seite 16 

Bewertungsraster zustehen würden, vorenthalten worden wären. Nach-

dem, wie dargelegt (vgl. E. 2.3), den Expertinnen und Experten in Bezug 

auf die relative Gewichtung der verschiedenen Aufgaben, der Überlegun-

gen oder Berechnungen, die zusammen die korrekte und vollständige Ant-

wort auf eine bestimmte Prüfungsfrage darstellen, ein erheblicher Beurtei-

lungsspielraum zukommt, und auch der Beschwerdeführer nicht geltend 

macht, dass er nicht die Punkte erhalten hat, welche ihm gemäss dem Be-

wertungsraster für seine richtige Teilleistung zustehen, ist auch diese Be-

wertung zu schützen. Die Vorinstanz brauchte deshalb entgegen der An-

sicht des Beschwerdeführers die Erstinstanz zu keiner weiteren Stellung-

nahme hierzu aufzufordern. 

4.6 Bei Aufgabe 4.2.1 war anzugeben und zu begründen, welche sechs 

Anpassungen bei einem Revisionsstellenbericht notwendig waren. Der Be-

richt lag der Prüfung bei (vorinstanzliche Akten act. J, Aufgabe 4 mit Lö-

sungen von A._______, S. 28). 

4.6.1 Der Beschwerdeführer gibt an, im Bericht sei mehrmals fälschlicher-

weise der Begriff Verwaltungsrat anstelle der Geschäftsführung bei der 

GmbH verwendet worden. Er habe dies dreifach korrigiert, jedoch nur ei-

nen Punkt dafür erhalten. Von zwei anderen Kandidaten habe er die Prü-

fungen mitsamt Lösungen und Bewertungen einsehen können. Diese hät-

ten zwei Punkte für die zweifache Erwähnung erhalten, dass Verwaltungs-

rat durch Geschäftsleitung ersetzt werden sollte (Beschwerde, Ziff. II, S. 5; 

vgl. Replik, S. 1). 

Die Erstinstanz führt aus, die Experten hätten im vorinstanzlichen Verfah-

ren dargelegt, dass der Hinweis auf den Fehler "VR anstatt Geschäftsfüh-

rung" gemäss Lösungsschema nur einmal bewertet worden sei. Sie hätten 

zudem ausgeführt, welche Ausführungen für die Erteilung zusätzlicher 

Punkte fehlten (Vernehmlassung, Rz. 20). 

In seiner Stellungnahme vor der Vorinstanz führte der zuständige Experte 

aus, das Argument "VR anstatt Geschäftsführung" sei nur einmal bewertet 

worden. Dies entspreche dem vereinbarten Korrekturvorgehen (Vorinstanz 

act. 7, Stellungnahme der Erstinstanz vom 9. Dezember 2021, Beilage, 

Stellungnahme Xd._______ vom 16. November 2021). 

Die Vorinstanz führt zwei in der Musterlösung enthaltene "Anpassungen" 

auf ("es fehlten Hinweis auf OR 725 und das kritische Hinterfragen des 

Prüfgegenstandes"), welche in der Antwort des Beschwerdeführers fehlen 

B-2356/2023 

Seite 17 

(vgl. angefochtener Entscheid, E. 4.1). Sie kommt zum Schluss, die Be-

wertung sei nachvollziehbar und ein Anspruch auf Gleichbehandlung im 

Unrecht bestehe nicht (angefochtener Entscheid, E. 4.2).  

4.6.2 Die Musterlösung führt sieben "Anpassungen" auf und enthält den 

Hinweis, dass je ein Punkt pro identifizierte Änderung sowie je zwei Punkte 

pro korrekten Kurzbeschrieb (max. 6 Änderungen/18 Punkte) zu vergeben 

seien (erstinstanzliche Akten act. E., Lösungsraster Aufgabengruppe 4 von 

A._______ vom 25. Oktober 2021, S. 11 f.). Der Beschwerdeführer bringt 

nicht vor, die weiteren Kriterien gemäss Bewertungsraster erwähnt zu ha-

ben. Im Wesentlichen ersucht er um zusätzliche Punkte für seine Lösung, 

weil zwei andere Kandidaten für dieselbe Lösung zwei Punkte (statt des 

vorgesehenen einen Punktes) erhalten hätten. Diesbezüglich ist er auf Fol-

gendes hinzuweisen: Aus dem in Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 

18. April 1999 der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) ver-

ankerten Grundsatz der Rechtsgleichheit ergibt sich, dass Gleiches nach 

Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner 

Ungleichheit ungleich behandelt wird. Ein Anspruch auf Gleichbehandlung 

im Unrecht wird nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedoch nur 

dann anerkannt, wenn die rechtsanwendende Behörde eine eigentliche 

ständige gesetzwidrige Praxis pflegt und überdies zu erkennen gibt, auch 

in Zukunft nicht davon abweichen zu wollen (vgl. BGE 139 II 49 E. 7.1, 136 

I 65 E. 5.6; Urteil des BVGer B-2585/2017 vom 21. Dezember 2018 E. 7 

m.H.). Im vorliegenden Fall gibt es keinen Anhaltspunkt für eine solche Pra-

xis der Erstinstanz. Soweit daher bei anderen Kandidatinnen und Kandida-

ten allfällige rechtswidrige Einzelfälle – falls deren Vergleichbarkeit in tat-

sächlicher Hinsicht mit der strittigen Antwort des Beschwerdeführers über-

haupt gegeben wäre – vorliegen sollten, geben sie ihm, wie die Vorinstanz 

zu Recht ausführt, keinen Anspruch auf eine Gleichbehandlung im Un-

recht. Im Übrigen hätte, selbst wenn dem Beschwerdeführer ein zusätzli-

cher Punkt zugestanden würde, dies keinen Einfluss auf das Endergebnis 

der Prüfung (vgl. sogleich E. 4.7). 

4.7 Der Beschwerdeführer hat aufgrund der ungenügenden Note 3.5 im 

dreifach gewichteten Prüfungsteil "Professional Judgement schriftlich" 

(Fallstudie) einen Notendurchschnitt von (gerundet) 3.8 erzielt, wobei er in 

den übrigen Prüfungsteilen genügende Noten erreicht hat (vgl. Sachverhalt 

Bst. B). Nachdem er in der Fallstudie 185 von 420 Punkten erreicht hat 

(erstinstanzliche Akten act. K, Fallstudien-Bewertung vom 25. Oktober 

2021), fehlen ihm sieben weitere Punkte für die Note 4 (vgl. Beschwerde-

führer, Notenskala Fallstudie 2021, act. 3). Es besteht eine 

B-2356/2023 

Seite 18 

Grenzfallregelung vom 7. April 2021 mit fünf sogenannten Rettungspunk-

ten (Vorakten act. 12, Duplik der Erstinstanz vom 9. Mai 2022 im vor-

instanzlichen Verfahren, Beilage 3, Wirtschaftsprüfer-Diplomprüfung Pro-

fessional Judgement schriftlich – Grenzfallregelung 2021). Da dem Be-

schwerdeführer jedoch sieben Punkte für eine genügende Note fehlen, ist 

die Grenzfallregelung – selbst wenn man ihm einen zusätzlichen Punkt er-

teilen würde (vgl. E. 4.6.2) – nicht anwendbar, was er im Übrigen selbst 

zugesteht (vgl. Replik, S. 1). Damit erübrigen sich weitere Ausführungen 

dazu. 

4.8 Insgesamt ist die Bewertung des Prüfungsteils Fallstudie mit der Note 

3.5 nicht zu beanstanden.  

5.  

Soweit der Beschwerdeführer beantragt, es sei ein unabhängiges Gutach-

ten zur Bewertung seiner Prüfung einzuholen, besteht dazu kein Anlass. 

Wie erwähnt auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht hinsichtlich der 

materiellen Bewertung von Prüfungsleistungen eine gewisse Zurückhal-

tung, wenn die Experten zu den Parteivorbringen Stellung genommen ha-

ben und ihre Auffassung nachvollziehbar und einleuchtend ist (vgl. E. 2.4). 

Da die Einwände des Beschwerdeführers vorliegend keine erheblichen 

Zweifel an einer zureichenden Beurteilung durch die Vorinstanz zu wecken 

vermögen, erfolgte die Überprüfung der Benotung sachgerecht und willkür-

frei. Auf eine zusätzliche Beweismassnahme in Form eines Sachverstän-

digengutachtens kann folglich verzichtet werden (vgl. Urteile des Bundes-

verwaltungsgerichts B-2588/2020 vom 7. Juli 2021 E. 5; B-623/2019 vom 

6. August 2019 E. 6 je m.H.). Entsprechend ist sein Antrag, eine weitere 

unabhängige Überprüfung der Prüfungsleistungen zu veranlassen, abzu-

weisen. 

6.  

Der angefochtene Entscheid vom 30. März 2023 ist nach dem Gesagten 

nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet, wes-

halb sie abzuweisen ist. 

7.  

7.1 Entsprechend dem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren als unterliegend. Ihm sind die Verfah-

renskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]). Diese werden mit 

B-2356/2023 

Seite 19 

Blick auf den Verfahrensaufwand und die Schwierigkeit der Streitsache auf 

Fr. 1'500.- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 VGKE). Der 

geleistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver-

wenden.  

7.2 Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Keinen Anspruch auf Parteientschä-

digung haben Bundesbehörden und, in der Regel, andere Behörden, die 

als Parteien auftreten (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Der Vorinstanz als Bundesbe-

hörde steht damit keine Parteientschädigung zu. Die Erstinstanz ist eine 

Kommission ausserhalb der Bundesverwaltung, welche in Erfüllung einer 

ihr übertragenen öffentlich-rechtlichen Aufgabe des Bundes erstinstanzlich 

verfügt hat und als Behörde im Sinne von Art. 1 Abs. 2 Bst. e VwVG zu 

qualifizieren ist. Ihr Antrag auf Zusprechung einer Parteientschädigung ist 

dementsprechend abzuweisen (vgl. Urteile des BVGer B-2588/2020 vom 

7. Juli 2023 E. 7 und B-668/2010 vom 26. Mai 2010 E. 8.3 m.H.). 

8.  

Nach Art. 83 Bst. t BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten an das Bundesgericht unzulässig gegen Entscheide über das 

Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich 

auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung. 

Unter diesen Ausschlussgrund fallen Prüfungsergebnisse im eigentlichen 

Sinn, aber auch alle anderen Entscheide, die sich auf eine Bewertung der 

intellektuellen oder physischen Fähigkeiten oder die Eignung eines Kandi-

daten beziehen (BGE 138 II 42 E. 1.1 m.w.H.). Wenn andere Entscheide 

im Zusammenhang mit einer Prüfung strittig sind, insbesondere solche or-

ganisatorischer oder verfahrensrechtlicher Natur, bleibt das Rechtsmittel 

zulässig (BGE 147 I 73 E. 1.2.1 m.w.H.). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

B-2356/2023 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der eingezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz, die Erstin-

stanz und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und 

Forschung WBF. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Mia Fuchs Pascal Sennhauser 

 

 

  

B-2356/2023 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss 

Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn 

die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 20. Dezember 2023 

 

  

B-2356/2023 

Seite 22 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung  

und Forschung WBF (Gerichtsurkunde)