# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8e259f3-a54b-56c3-bdb8-1d550fc039ff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.12.2025 F-9122/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-9122-2025_2025-12-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-9122/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Genner, 

mit Zustimmung von Richterin Aileen Truttmann;   

Gerichtsschreiber Jan Hoefliger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geb. (...) 

von Eritrea 

c/o BAZ Bern,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); Verfügung des SEM 

vom 21. November 2025 / N (…). 

 

 

 

F-9122/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin ersuchte am 3. November 2025 in der Schweiz 

um Asyl. Ein Abgleich mit dem zentralen Visainformationssystem (CS-VIS) 

ergab, dass der Beschwerdeführerin von den belgischen Behörden ein 

Schengen-Visum, gültig vom 24. Januar 2025 bis am 23. Januar 2026, 

ausgestellt wurde. 

B.  

Am 11. November 2025 gewährte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin 

im Rahmen des persönlichen Gesprächs gemäss Art. 5 Verordnung (EU) 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen 

oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-

nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), das rechtliche Ge-

hör zur Zuständigkeit Belgiens für die Durchführung des Asyl- und Weg-

weisungsverfahrens, zu dem beabsichtigten Nichteintretensentscheid, zur 

Wegweisung in diesen Dublin-Mitgliedstaat sowie zu ihrem Gesundheits-

zustand. 

C.  

Dem anschliessend am 12. November 2025 gestellten Aufnahmegesuch 

der Vorinstanz stimmten die belgischen Behörden am 19. November 2025 

gestützt auf Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO zu. 

D.  

Mit Verfügung vom 21. November 2025 – gleichentags eröffnet – trat die 

Vorinstanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b Asylgesetz (AsylG, 

142.31) auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht ein, ordnete ihre 

Wegweisung aus der Schweiz nach Belgien an und forderte sie auf, die 

Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. 

E.  

Gleichentags legte die der Beschwerdeführerin gemäss Art. 102h AsylG 

zugewiesene Rechtsvertretung das Mandat nieder. 

F.  

Am 26. November 2025 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde und 

gelangte an das Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragte sinngemäss, 

F-9122/2025 

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die Verfügung vom 21. November 2025 sei aufzuheben und ihr Asylverfah-

ren sei in der Schweiz durchzuführen. 

G.  

Am 27. November 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovi-

sorischen Vollzugsstopp gestützt auf Art. 56 VwVG an. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. 

VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG) zu behandeln ist. 

2.  

2.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss den Bestimmungen 

der Dublin-III-VO grundsätzlich Belgien für die Behandlung des Asylge-

suchs der Beschwerdeführerin zuständig ist. So ist bei einem Antragsteller, 

der ein gültiges Visum besitzt, grundsätzlich der Mitgliedstaat, der das Vi-

sum erteilt hat, für die Prüfung des Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig (Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO; das Visum war im Zeitpunkt der Asyl-

gesuchstellung gültig). Weiter hat die Vorinstanz zutreffend erwogen, dass 

das belgische Asylsystem rechtsprechungsgemäss keine systemischen 

Mängeln aufweist, aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 

zweiter Unterabsatz Dublin-III-VO auf die Schweiz überginge. Darüber hin-

aus hat die Vorinstanz zutreffend festgehalten, dass vorliegend keine völ-

kerrechtlichen Vollzugshindernisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu 

einem Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden, 

und hat in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-

III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

(AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Ermessens von einem freiwilligen 

Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Die Vorinstanz ist somit zu Recht in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch der 

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Beschwerdeführerin nicht eingetreten und hat gestützt auf Art. 44 AsylG 

ihre Wegweisung nach Belgien angeordnet. Zur näheren Begründung wird 

auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen. 

2.2 Was die Beschwerdeführerin auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag 

an der Richtigkeit der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern. In der 

Beschwerdebegründung führt sie aus, dass sie von einem belgischen 

Sportverband bei einer früheren sportlichen Veranstaltung, zu der sie als 

Athletin nach Belgien eingeladen worden sei, weder einen Preis noch eine 

Prämie erhalten habe. Dieses Vorbringen tut für das vorliegende Dublin-

Verfahren nichts zur Sache. Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, sie 

befürchte, dass sie von Belgien nach Eritrea zurückgeschickt werden 

könnte. Soweit damit mit der Gefahr einer Kettenabschiebung argumentiert 

wird, ist darauf hinzuweisen, dass ohne die Feststellung, dass das Asylver-

fahren im ersuchten Mitgliedstaat systemische Schwachstellen aufweist, 

nicht geprüft werden darf, ob im konkreten Fall die Gefahr einer Verletzung 

des Grundsatzes des Non-Refoulement besteht (Urteil des BVGer 

F-4412/2024 vom 26. Juli 2024 E. 4.5 mit Verweis auf das Urteil des Euro-

päischen Gerichtshofs [EuGH] vom 30. November 2023 in den verbunde-

nen Rechtssachen C-228/21, C-254/21, C-297/21, C-315/21 und C-

328/21, Rn. 129-142 und Dispositivziffer 2). 

3.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 21. November 

2025 nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen. 

4.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 27. November 2025 angeordnete Voll-

zugsstopp dahin. 

5.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerdefüh-

rerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

6.  

Dieses Urteil ist endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

  

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Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin  

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden  

Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Susanne Genner Jan Hoefliger 

 

 

Versand: