# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5ad716b-98c2-51ee-a7db-05ce510cbbd4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.10.2015 710 14 61 (710 2014 61)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-14-61_2015-10-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. Oktober 2015 (710 14 61) 

____________________________________________________________________ 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung 

 

Steuerrechtliche Umqualifizierung einer Liegenschaft vom Privat- ins Geschäftsvermö-

gen als auslösender Tatbestand für die nachträgliche Beitragserhebung. 

 

Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, welches der Ausgleichskasse von der Steuer-

behörde gemeldet wird, ist grundsätzlich als Nettoeinkommen zu betrachten und zur 

Bemessung der AHV-Beiträge auf 100% aufzurechnen. Von diesem Grundsatz ist dann 

abzuweichen, wenn der Ausgleichskasse durch die Steuermeldung klar, ausdrücklich 

und vorbehaltlos bestätigt wird, dass aufgrund der Umqualifizierung einer Liegenschaft 

als Geschäftsvermögen kein Abzug vorgenommen worden ist. 

 

Dabei handelt es sich um eine Nachforderung und nicht etwa um eine Ausgleichszahlung 

von persönlichen Beiträgen. Diese unterliegt verschuldensunabhängig der Verzugszins-

pflicht gemäss Art. 41
bis

 Abs. 1 lit. b AHVV. 

 

 
Besetzung Vorsitzender Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichterin Elisabeth 

Berger Götz, Kantonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Ste-
phan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Pascal Riedo, Advokat, 
Hauptstrasse 54, 4132 Muttenz 

  
 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 
4102 Binningen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Verzugszins / Beiträge  

 
 
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A. Mit Verfügung vom 18. Dezember 2013 setzte die Ausgleichskasse Basel-Landschaft 
(Kasse) für die Beitragsperiode 2008 einen persönlichen Beitrag für A.____ in der Höhe von 
CHF 9‘545.40 fest. Im Weiteren führte sie eine Differenzabrechnung mit den von ihr bereits fak-
turierten Beiträgen durch und forderte gegenüber dem Versicherten seit dem 1. Januar 2010 
laufende Verzugszinsen auf Beiträge von CHF 9‘545.40 im Umfang von CHF 1‘744.70 ein. Da-
ran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 23. Januar 2014 fest. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Pascal Riedo, 
am 24. Februar 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, dass bei der angefochtenen 
Berechnung der AHV-Beiträge auf die Erhebung von Verzugszinsen sowie auf die Aufrechnung 
eines persönlichen AHV-Beitrags zu verzichten sei. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neu-
beurteilung an die Kasse zurückzuweisen. Zur Begründung liess er zusammenfassend vorbrin-
gen, dass die Kasse von einer falschen Verzugszinsregelung ausgegangen sei. Die rückwir-
kende Erfassung von selbständigem Erwerbseinkommen werde von der korrekterweise anzu-
wendenden Verzugszinsregelung nicht erfasst. Nebst der fehlenden gesetzlichen Grundlage 
bestehe auch inhaltlich kein Anlass, den Beschwerdeführer mit einer Verzugszinspflicht zu be-
legen. Seine Liegenschaft in B.____ sei während Jahren zuvor als Privatbesitz qualifiziert wor-
den. Erst mit der Steuerveranlagung vom 24. Oktober 2013 sowie nach einer abgewiesenen 
Beschwerde sei sie definitiv als Geschäftsvermögen qualifiziert worden. Es seien deshalb auch 
erst in diesem Zeitpunkt neue AHV-rechtliche Verhältnisse entstanden. 
 
C. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 10. April 2014 auf teilweise Gutheissung 
der Beschwerde, wonach eine Neuberechnung ohne Aufrechnung der persönlichen Beiträge 
durchzuführen sei. Betreffend die Verzugszinsen sei die Beschwerde hingegen abzuweisen. 
Zur Begründung machte sie geltend, dass der rückwirkende Entscheid des Steuergerichts auch 
Einfluss auf den Beginn des Zinsenlaufes habe. Die von der zuständigen Steuerbehörde ge-
stützt darauf erlassene Meldung betreffend das Erwerbseinkommen und Betriebskapital für 
Selbständigerwerbende sei für die Kasse verbindlich. Was die Aufrechnung der persönlichen 
Beiträge betreffe, seien aufgrund der erst nachträglich 2013 von der Steuerverwaltung umquali-
fizierten Liegenschaft keine Akontobeiträge an das daraus resultierende, selbständige Erwerbs-
einkommen geleistet und bei den Steuern in Abzug gebracht worden. Weil kein Abzug vorge-
nommen worden sei, sei nunmehr auch auf die entsprechende Aufrechnung zu verzichten. 
 
D. Der Beschwerdeführer hielt mit Replik vom 12. Juni 2014 fest, dass die Kasse bei ihrer 
Zusage zu behaften sei, eine neue Beitragsverfügung ohne Aufrechnung der persönlichen Bei-
träge zu erlassen. Die strittigen Verzugszinsen seien bei verspäteter Zahlung hingegen erst ab 
Rechnungsdatum geschuldet. An den Rechtsbegehren der Beschwerde werde deshalb festge-
halten. 
 

 
 
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E. Mit Duplik vom 29. Juli 2014 schloss die Kasse auf Abweisung des Antrags auf Aufhe-
bung der Verzugszinsen.  
 
F. Anlässlich der Urteilsberatung vom 25. September 2014 beschloss das Kantonsgericht, 
den Fall auszustellen. Es zog in der Folge die Steuerakten des Beschwerdeführers für die Jahre 
2008 bis 2013 zum Verfahren bei. Diese ergingen im März 2015, nachdem die Steuerverwal-
tung die vom Gericht einverlangten Akten zwecks einer Steuerrevision zunächst noch selbst 
benötigt hatte.  
 
G. Nachdem den Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt worden war, hielt die 
Kasse in ihrer Eingabe vom 21. Mai 2015 am Abweisungsantrag der Beschwerde fest. Zur Be-
gründung verwies sie auf ihr Verfügungsrektifikat vom 9. Mai 2014 und machte im Wesentlichen 
geltend, dass die rückwirkende Umqualifizierung der fraglichen Liegenschaft eine Nachsteuer-
veranlagung per 2008 darstelle. Die Verzugszinsen wären demnach richtigerweise bereits ab 
1. Januar 2009 geschuldet. Der Beschwerdeführer hielt in seinen Stellungnahmen vom 27. Mai 
2015 und vom 13. Juli 2015 seinerseits an seinen Rechtsbegehren fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 84 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG) vom 20. Dezember 1946 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 entscheidet 
über Beschwerden gegen Einspracheentscheide kantonaler Ausgleichskassen das Versiche-
rungsgericht am Ort der Ausgleichskasse. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bil-
det ein Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zu-
ständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist 
somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übri-
gen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 24. Februar 2014 ist 
demnach einzutreten. 
 
2.1  Gemäss Art. 4 Abs. 1 AHVG schulden die erwerbstätigen Versicherten Beiträge auf 
dem aus einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit fliessenden Einkommen. 
Nach Art. 9 Abs. 1 AHVG ist Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbsein-
kommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Als selb-
ständiges Einkommen gelten laut Art. 17 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenen-
versicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 alle in selbständiger Stellung erzielten Einkünfte 
aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien 
Beruf, sowie aus jeder anderen selbständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der Kapital- und 
Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 
(DBG) vom 14. Dezember 1990 und der Gewinne aus der Veräusserung von land- und forst-

 
 
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wirtschaftlichen Grundstücken nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu 
Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG. Art. 17 AHVV gleicht die 
AHV-beitragsrechtliche Umschreibung des Einkommens aus selbstständiger Erwerbstätigkeit 
mithin derjenigen des Steuerrechts an. Soweit das AHVG und die AHVV keine abweichende 
Regelung enthalten, unterliegen grundsätzlich alle steuerbaren Einkünfte aus selbstständiger 
Erwerbstätigkeit deshalb auch der Beitragspflicht (BGE 134 V 250 E. 3.2 mit Hinweisen). So 
gelten nach Art. 17 AHVV insbesondere auch Kapital- und Überführungsgewinne im Sinne des 
Bundessteuerrechts als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 
Abs. 1 AHVG (vgl. Art. 18 Abs. 2 Satz 2 DBG; ebenso Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemein-
den). Nicht unter den Begriff der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 
AHVG und Art. 17 AHVV fällt hingegen die blosse Verwaltung des persönlichen Vermögens. 
Der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Beitragspflicht. Ander-
seits stellen Kapitalgewinne aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegenständen des 
Privatvermögens, wie Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht buchführungspflichti-
gen (Einzel-) Betrieben, Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit immer dann dar, 
wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem Handel beruhen (BGE 134 V 250 E. 3.1 ; 125 V 
383 E. 2a ).  
 
2.2 Für die Abgrenzung des Privatvermögens vom Geschäftsvermögen sind die Grundsätze 
der direkten Bundessteuer massgebend (vgl. ZAK 1979 S. 429; ZAK 1897 S. 296). Ausgangs-
punkt für die Beurteilung der Frage, ob Vermögenszuwächse (Erträge, Gewinne) aus einer 
selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 1 AHVG herrühren, 
bildet die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Privat- und Geschäfts-
vermögen bei der Besteuerung von Kapitalgewinnen nach Art. 21 Abs. 1 lit. d des Bundesbe-
schlusses vom 9. Dezember 1940 über die Erhebung einer direkten Bundessteuer (aBdBSt, in 
Kraft gewesen bis Ende 1994). Danach besteht das entscheidende Kriterium für die Zuteilung 
eines Vermögenswertes zum Geschäftsvermögen darin, dass er entweder für Geschäftszwecke 
erworben worden ist (Erwerbsmotiv) oder dem Geschäft tatsächlich dient (Zweckbestimmung; 
BGE 109 V 162 f. E. 4b, in BGE 124 V 150 E. 4c sowie ZAK 1987 S. 297 E. 2c mit Hinweisen; 
MARKUS REICH, Die Abgrenzung von Geschäfts- und Privatvermögen im Einkommenssteuer-
recht, in: SJZ 80/1984 S. 226). Bei dieser Prüfung ist auf objektive Kriterien abzustellen (vgl. 
AHI 1999 S. 203). Wo sich die Zugehörigkeit nicht ohne weiteres aus der äusseren Beschaffen-
heit des Vermögenswertes ergibt, wie dies häufig bei Alternativgütern der Fall ist, die sowohl mit 
dem Geschäft im Zusammenhang stehen als auch ausschliesslich für eine private Verwendung 
geeignet sein können, ist darüber auf Grund einer Würdigung aller für die Bestimmung der 
technisch-wirtschaftlichen Funktion des betreffenden Gegenstandes bedeutsamen Umstände 
zu entscheiden (BGE 120 Ia 354 f. E. 4c/aa, BGE 112 Ib 82 f. E. 3a, je mit Hinweisen). Ge-
mischt genutzte Liegenschaften werden diesen Kriterien zufolge in ihrer Gesamtheit entweder 
dem Geschäfts- oder dem Privatvermögen zugeordnet. Sie gelten dann als vorwiegend der 
selbständigen Erwerbstätigkeit dienend, wenn ihre geschäftliche Nutzung die private Nutzung 
überwiegt (sogenannte Präponderanzmethode; vgl. AHI 1999 S. 203, BGE 125 V 218). Dem-
nach werden ab dem 1. Januar 1995 diejenigen gemischt – d.h. teils geschäftlich, teils privat – 

 
 
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genutzten Objekte, die ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen, in ih-
rer Gesamtheit dem Geschäftsvermögen zugewiesen. 
 
3.1 Die AHV-Beiträge werden gemäss Art. 22 Abs. 1 Satz AHVV für jedes Beitragsjahr fest-
gesetzt. Nach Satz 2 der genannten Bestimmung gilt als Beitragsjahr das Kalenderjahr. Für die 
Bemessung der Beiträge massgebend sind das Einkommen nach dem Ergebnis des im Bei-
tragsjahr abgeschlossenen Geschäftsjahres und das am Ende des Geschäftsjahres im Betrieb 
investierte Eigenkapital (Art. 22 Abs. 2 AHVV).  
 
3.2  Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit und das im Betrieb eingesetzte 
Eigenkapital werden gemäss Art. 9 Abs. 3 AHVG von den kantonalen Steuerbehörden ermittelt 
und den Ausgleichskassen gemeldet. Die Angaben der kantonalen Steuerbehörden über das 
für die Berechnung der Beiträge massgebende Erwerbseinkommen - bei dessen Ermittlung sich 
die Ausgleichskassen grundsätzlich auf die rechtskräftige Veranlagung für die direkte Bundes-
steuer abzustützen haben (vgl. Art. 17 und Art. 18 Abs. 1 AHVV) - sowie über das im Betrieb 
eingesetzte Eigenkapital sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV).  
 
3.3  Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die Ausgleichskas-
sen und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechts-
kräftigen Steuertaxationen sind auf die Bemessung des massgebenden Einkommens und des 
betrieblichen Eigenkapitals beschränkt. Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche 
Qualifikation und beschlägt daher die Frage nicht, ob überhaupt Erwerbseinkommen vorliegt 
und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die Aus-
gleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung auf Grund des AHV-Rechts zu beurteilen, 
ob für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen eine Beitragspflicht besteht und wer 
allenfalls beitragspflichtig ist. Das gilt namentlich auch für die Qualifikation eines Vermögensbe-
standteils als Privat- oder Geschäftsvermögen, zumal diese Unterscheidung steuerrechtlich 
häufig ohne Belang ist, da steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Ge-
schäftsvermögen steuerbar ist. Die Steuermeldung ist daher mit Bezug auf den Vermögenser-
trag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation 
als beitragsfreier Kapitalertrag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Ge-
schäftsvermögen im Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss (Urteil des Bundesgerichts 
vom 16. Januar 2009, 9C_551/2008, E. 2.3 mit Hinweisen). Demgegenüber ist in Bezug auf den 
Vermögensgewinn die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatvermögen auch steuerrecht-
lich von Bedeutung, weshalb sich die AHV-Behörden in der Regel auf die Steuermeldungen 
verlassen können und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen müssen, wenn sich 
ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (134 V 250 E. 3.3; 110 V 369 
E. 2a und 83 E. 4 S. 86, 102 V 27 E. 3b mit Hinweisen, Urteile H 49/02 E. 5 und H 239/85 
E. 2b). 
 
4.1 Hintergrund der vorliegenden Streitigkeit bildet die steuerrechtliche Umqualifizierung der 
Liegenschaft C.____ in B.____ vom Privat- ins Geschäftsvermögen durch die Steuerverwaltung 
des Kantons Basel-Landschaft. Nach Lage der beigezogenen Steuerakten ist diese Liegen-
schaft im Jahr 2001 von der Ehefrau des Beschwerdeführers käuflich erworben worden. Der 

 
 
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Kaufantritt erfolgt im März 2002 (vgl. a.a.O., Kopie Kaufvertrag vom 22. November 2001, Beila-
ge G zur Rekursbegründung an das Steuergericht des Kantons Basel-Landschaft vom 
26. Oktober 2011). Seit dem Steuerjahr 2002 wurde diese Liegenschaft bis 2009 als Privatver-
mögen deklariert. Mit Schreiben vom 14. August 2009 teilte die Steuerverwaltung des Kantons 
Basel-Landschaft dem Beschwerdeführer jedoch mit, dass die fragliche Liegenschaft aufgrund 
der steuerlichen Qualifikation des Beschwerdeführers als Liegenschaftshändler grundsätzlich 
dem Geschäftsvermögen zuzuordnen sei. 
 
4.2 Ausgehend von der Steuererklärung per 2008 ist der Beschwerdeführer als Liegen-
schaftshändler zu qualifizieren. Seine Ehefrau ist im Sekretariat der D.____ AG angestellt. Die-
se erbringt Dienstleistungen auf dem Immobiliensektor und steht seit Dezember 2007 vollum-
fänglich in der Verfügungsmacht des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau (vgl. Handelsregis-
terauszug des Kantons Basel-Landschaft vom 16. Juni 2011). Aus der entsprechenden Tätig-
keit als Liegenschaftshändler hat der Beschwerdeführer für das Jahr 2008 einen Verlust aus 
selbständiger Erwerbstätigkeit in Umfang von CHF 53‘161.— (vgl. Steuererklärung 2008 vom 
22. Mai 2009, Beiblatt Selbständige Erwerbtätigkeit) und seine Ehefrau ein entsprechendes 
Jahreseinkommen im Umfang von netto CHF 9‘019.— deklariert (vgl. Lohnausweis D.____ AG 
vom 18. Mai 2009). Aus den Liegenschaften des Privatvermögens sind demgegenüber Mietzin-
sen in der Höhe von CHF 495‘028.— sowie Liegenschaftskosten im Umfang von 
CHF 152‘023.— (Kanton) bzw. CHF 114‘219.— (Bund) deklariert worden (vgl. Steuererklärung 
2008 vom 22. Mai 2009, Seite 2, ad Ziffern 405 und 415).  
 
4.3 Gestützt auf einen Revisionsbericht erliess die Steuerverwaltung am 24. Juni 2010 eine 
Veranlagungsverfügung für das Jahr 2008, mit welcher sie private Liegenschaftskosten für die 
Liegenschaft C.____ in B.____ lediglich in der pauschalen Höhe von CHF 113‘414.— als Abzug 
akzeptierte. Hiergegen hat das Ehepaar A.____ den Rechtsweg beschritten. Im Zuge der Be-
handlung der entsprechenden Einsprache stellte die Steuerverwaltung fest, dass in Bezug auf 
die fragliche Liegenschaft zu Unrecht eine Liegenschaftspauschale gewährt worden sei, da es 
sich dabei um Geschäftsvermögen handle. Mit Einspracheentscheid vom 28. September 2011 
nahm sie daher eine Umqualifizierung dieser Liegenschaft vom Privat- in das Geschäftsvermö-
gen vor. Dabei hielt sie fest, dass sich das steuerbare Einkommen auf CHF 496‘800.— erhöhe 
und stufte die Ehefrau des Beschwerdeführers ebenfalls als Liegenschaftshändlerin ein 
(vgl. Einspracheentscheid der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft vom 26. Sep-
tember 2011, S. 8). Einen dagegen erhobenen Rekurs wies das Steuergericht mit Entscheid 
vom 11. Mai 2012 ab. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht, mit Urteil vom 16. Januar 2013 ab und bestätigte die Um-
qualifizierung der fraglichen Liegenschaft in B.____ ab dem Steuerjahr 2008 als rechtmässig. 
Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft, woraufhin die Steuerverwaltung in ihrer 
Steuermeldung vom 16. Dezember 2013 der Kasse per 2008 für den Beschwerdeführer ein 
steuerbares Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit in der Höhe von CHF 91‘407.— 
und ein solches für dessen Ehefrau im Umfang von CHF 289‘755.— meldete (vgl. Beilage 2 zur 
Vernehmlassung der Kasse vom 10. April 2014). Gestützt darauf erhob die Kasse in der Folge 
mit Verfügung vom 18. Dezember 2013 die entsprechenden persönlichen und vorliegend nun-

 
 
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mehr angefochtenen Beiträge im Umfang von CHF 9‘545.40  (vgl. Beilage 1 zur Vernehmlas-
sung der Kasse vom 10. April 2014).  
 
5.1 Aufgrund der Änderung des AHVG vom 17. Juni 2011 trat am 1. Januar 2012 Art. 9 
Abs. 4 AHVG in Kraft, wonach die steuerrechtlich zulässigen Abzüge der Beiträge von den 
Ausgleichskassen zum von den Steuerbehörden gemeldeten Einkommen hinzuzurechnen sind. 
Das gemeldete Einkommen ist dabei nach Massgabe der geltenden Beitragssätze auf 100 % 
aufzurechnen. Unter dem Titel "Aufrechnung steuerrechtlich zulässiger Abzüge" sieht die dies-
bezügliche Übergangsbestimmung des AHVG vor, dass Art. 9 Abs. 4 AHVG für alle Einkommen 
aus selbstständiger Erwerbstätigkeit gilt, die nach dem Inkrafttreten dieser Änderung von den 
Steuerbehörden gemeldet werden. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat die 
Ausgleichskassen in Rz. 1095 ihrer Wegleitung über die Beiträge der Selbstständigerwerben-
den und Nichterwerbstätigen  in der AHV, IV und EO (WSN, in der vorliegend für 2013 anwend-
baren Fassung) daher entsprechend angewiesen, die für die Bestimmung des steuerbaren Ein-
kommens in Abzug gebrachten persönlichen AHV/IV/EO-Beiträge jeweils wieder aufzurechnen. 
Demnach sind gemäss Rz. 1169 WSN die von den Steuerbehörden gemeldeten Einkommen 
grundsätzlich als Nettoeinkommen der selbständig Erwerbstätigen zu betrachten. Entsprechend 
dem Gesagten statuiert Rz. 1170 WSN somit zu Recht, dass die Kassen die AHV/IV/EO-
Beiträge zum gemeldeten Einkommen hinzuzurechnen haben. 
 
5.2 Wie das Bundesgericht allerdings bereits in BGE 111 V 289 festgehalten hat, besteht 
der Zweck der Beitragsaufrechnung darin, die unterschiedliche Behandlung der persönlichen 
Beiträge in Bundessteuer- und AHV-Recht dadurch auszugleichen, dass das von der Steuerbe-
hörde gemeldete Nach-Abzugseinkommen um den steuerlich anerkannten Beitragsabzug er-
höht und damit eine steuerlich zulässige Operation rückgängig gemacht wird. Aufgerechnet 
werden darf deshalb von der Ausgleichskasse nur, was zuvor auch bereits abgezogen worden 
ist (BGE 111 V 289 E. 4e). Vermerkt die Steuerbehörde in ihrer Meldung, dass in der Steuerer-
klärung keine Beiträge abgezogen wurden, hat eine Aufrechnung deshalb zu unterbleiben 
(vgl. a.a.O., E. 4g). Diesen Grundsatz hat das Bundesgericht in seinem Entscheid 
BGE 139 V 537 bestätigt und entschieden, dass Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, wel-
ches der Ausgleichskasse von der Steuerbehörde gemeldet wird, als Nettoeinkommen zu be-
trachten und zur Bemessung der AHV-Beiträge von den Ausgleichskassen auf 100% aufzu-
rechnen ist. Von diesem Grundsatz ist allerdings dann abzuweichen, wenn der Ausgleichskasse 
durch die Steuermeldung klar, ausdrücklich und vorbehaltlos bestätigt wird, dass aufgrund der 
Umqualifizierung einer Liegenschaft als Geschäftsvermögen kein Abzug vorgenommen worden 
ist (BGE 139 V 546 E. 6). 
 
5.3 Auf die vorliegenden Verhältnisse übertragen ergibt sich, dass infolge der erst nachträg-
lichen Umqualifizierung der Liegenschaft C.____ in B.____ allfällige Akontobeiträge für das da-
raus resultierende Erwerbseinkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit offensichtlich weder 
geleistet werden konnten noch vorgängig bei den Steuern abgezogen worden sind. Wie die 
Kasse in ihrer Vernehmlassung vom 10. April 2014 zu Recht eingestanden hat, ändert daran 
auch nichts, dass aus der verbindlichen (vgl. Art. 23 Abs. 4 AHVV; oben, Erwägung 3.2 f. hier-
vor) und damit massgebenden Meldung der Steuerverwaltung vom 16. Dezember 2013 nicht 

 
 
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hervorgeht, dass ein Abzug für allfällige Akontobeiträge bisher unterblieben wäre. Soweit auf 
dem von der Steuerbehörde gemeldeten Einkommen bisher sachlogisch keine Abzüge vorge-
nommen worden sind, stellt das der Kasse gemeldete Einkommen jedenfalls ein Bruttoeinkom-
men dar. Den mittlerweile übereinstimmenden Standpunkten beider Parteien zufolge hat eine 
prozentuale Aufrechnung im Sinne von Art. 9 Abs. 4 AHVG daher zu unterbleiben. Das von der 
Kasse im Rahmen ihrer Stellungnahme vom 21. Mai 2015 eingereichte Rektifikat der ursprüng-
lich angefochtenen Verfügung vom 9. Mai 2015 sieht im Ergebnis deshalb zu Recht vor, von der 
Aufrechnung persönlicher Beiträge im Umfang von CHF 7‘831.— abzusehen. Damit ergibt sich 
ein auf die nächsten CHF 100.— abgerundetes, beitragspflichtiges Einkommen von 
CHF 74‘600.—. Als Zwischenergebnis resultiert für das Jahr 2008 ein Beitragstotal von 
CHF 8‘642.40 und mithin eine Differenz zu Gunsten des Beschwerdeführers von CHF 903.— 
(CHF 9‘545.40 abzüglich CHF 8‘642.40). Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG hätte die Kasse wäh-
rend des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ihren angefochtenen Einspracheentscheid vom 
23. Januar 2014 nur solange wiedererwägen können, bis sie gegenüber dem Kantonsgericht 
erstmals Stellung genommen hat (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Art. 53, Rz. 46 
ff.). Nachdem das  Rektifikat der Beitragsverfügung vom 9. Mai 2014 dem Gericht jedoch nach 
Eingang ihrer Vernehmlassung vom 10. April 2014 eingereicht wurde, ist ihr für die Folgezeit 
eine Wiedererwägung lite pendente untersagt (BGE 109 V 236 f.; SVR 2005 EL Nr. 3).  
 
6.1 Strittig und zu prüfen bleibt die Verzugszinspflicht auf die für das Beitragsjahr 2008 ge-
schuldeten Beiträge. Die gesetzliche Grundlage zur Erhebung von Verzugszinsen im AHV-
Beitragsbereich ergibt sich aus Art. 26 Abs. 1 ATSG. Diese an Stelle des per 31. Dezember 
2002 aufgehobenen Art. 14 Abs. 4 lit. e AHVG getretene neue gesetzliche Grundlage hat kei-
nen Einfluss auf die am 1. Januar 2001 in Kraft getretene Verzugszinsregelung gemäss 
Art. 41bis ff. AHVV (Urteil des EVG vom 19. August 2004, H 20/04, E. 1). Die Verzugszinsen 
sind nach der deutschen Zinsusanz zu berechnen. Demnach werden dem Jahr 360 Tage und 
jedem Monat 30 Tage zu Grunde gelegt, ungeachtet davon, wie viele Tage der Monat tatsäch-
lich umfasst (Urteil des EVG vom 10. November 2003, H 148/03; vgl. Art. 42 Abs. 3 AHVV). 
Verzugszinsen haben den Zweck, einen Ausgleich dafür zu schaffen, dass der Schuldner bei 
verspäteter Bezahlung einen Zinsvorteil geniessen kann, während der Gläubiger einen Zins-
nachteil erleidet. Sie stellen – jedenfalls im Rahmen der ausdrücklich geregelten Verzugszinsen 
im AHV-Beitragsbereich – analog den obligationenrechtlichen Verzugszinsen auf Geldschul-
den – einen vereinfachten Schadens- und Vorteilsausgleich dar, der weder einen Schadens- 
und Bereicherungsnachweis noch ein Verschulden am Verzug voraussetzt. Im Gegensatz zum 
Leistungsbereich, wo die Verzugszinspflicht neben der Rechtswidrigkeit auch ein schuldhaftes 
Verhalten der Verwaltung voraussetzt (BGE 113 V 50 E. 2a, 108 V 19 E. 4b), kommt es daher 
weder für die Verzugszinspflicht als solche noch für deren Dauer darauf an, ob den Beitrags-
pflichtigen oder die Ausgleichskasse ein Verschulden an der Verzögerung der Beitragsfestset-
zung oder deren Bezahlung trifft (ZAK 1992 S. 167 E. 4b; Urteil des EVG vom 29. Oktober 
2003, H127/03, E. 4). Mit den Verzugszinsen soll vielmehr unbekümmert um den tatsächlichen 
Nutzen und Schaden der Zinsverlust des Gläubigers einerseits und der Zinsgewinn des 
Schuldners anderseits in pauschalierter Form ausgeglichen werden. Die Pflicht zur Bezahlung 
von Verzugszinsen beruht mithin auf der Fiktion eines Zinsgewinns des Beitragsschuldners und 

 
 
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eines Zinsverlustes der Ausgleichskasse in der Höhe des gesetzlichen Verzugszinses, der sich 
gemäss Art. 42 Abs. 2 AHVV auf 5% pro Jahr beläuft. 
 
6.2 Nach Art. 41bis Abs. 1 lit. b AHVV haben Beitragspflichtige auf für vergangene Kalender-
jahre nachgeforderte Beiträge ab dem 1. Januar nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches 
die Beiträge geschuldet sind, Verzugszinsen zu entrichten. Der Zinsenlauf beginnt in diesen 
Fällen am 1. Januar nach Ablauf des dem Beitragsjahr folgenden Kalenderjahres und endet mit 
der Rechnungsstellung, sofern die Beiträge innert Frist bezahlt werden (vgl. Art. 41bis Abs. 2 
AHVV). Demgegenüber haben gemäss Art. 41bis Abs. 1 lit. e AHVV Selbständigerwerbende auf 
auszugleichenden persönlichen Beiträgen, die sie nicht innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung 
leisten, ab Rechnungsstellung durch die Ausgleichskasse einen Verzugszins zu entrichten. 
Gleiches gilt nach 41bis Abs. 1 lit. f AHVV für Selbständigerwerbende auf auszugleichenden Bei-
trägen ab dem 1. Januar nach Ablauf des dem Beitragsjahr folgenden Kalenderjahres, falls die 
Akontobeiträge mindestens 25% unter den tatsächlich geschuldeten Beiträgen liegen und nicht 
bis zum 1. Januar nach Ablauf des dem Beitragsjahr folgenden Kalenderjahres entrichtet wor-
den sind. 
 
6.3 Der vorliegende Streit zwischen den Parteien konzentriert sich auf die Frage, ob es sich 
bei den ursprünglich am 18. Dezember 2013 verfügten Beiträgen für das Jahr 2008 um eine 
Beitragsnachforderung oder um auszugleichende persönliche Beiträge des Versicherten han-
delt. Der Beschwerdeführer vertritt diesbezüglich die Auffassung, dass sich die Verzugszinsre-
gelung nach Art. 41bis Abs. 1 lit. e AHVV richte, wonach ein Verzugszins ab Rechnungsstellung 
zu entrichten sei. Die massgebende Rechnungsstellung sei vorliegend aber erst mit der Verfü-
gung der Kasse vom 18. Dezember 2013 erfolgt. Ausserdem seien auch erst mit der Steuerver-
anlagung vom 24. Oktober 2013 sowie nach einer abgewiesenen Beschwerde neue AHV-
rechtliche Verhältnisse entstanden. Während sich die Kasse in ihrer Vernehmlassung demge-
genüber noch auf den Standpunkt gestellt hat, dass die Verzugszinsregel von Art. 41bis Abs. 1 
lit. f AHVV zu Anwendung komme, geht sie in ihrer Stellungnahme vom 21. Mai 2015 davon 
aus, dass vielmehr lit. b der genannten Bestimmung massgebend sei.  
 
6.4 Die Bestimmungen des ATSG gehen von der Massgeblichkeit des Prinzips der Rechts-
anwendung von Amtes wegen aus, ohne dieses allerdings ausdrücklich zu nennen. Die Geltung 
dieses Prinzips wird jedoch etwa dort vorausgesetzt, wo festgehalten wird, dass das kantonale 
Versicherungsgericht nicht an die Parteibegehren gebunden ist (vgl. Art. 61 lit. d ATSG; 
UELI KIESER, a.a.O., Art. 43, Rz. 8). Das Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen ver-
pflichtet Verwaltung und Gericht deshalb auf den festgestellten Sachverhalt jeden Rechtssatz 
anzuwenden, den sie als zutreffend erachten, um ihm jene Auslegung zu geben, von der sie 
überzeugt sind (BGE 117 V 263 E. 3b; 117 V 282 E. 4a). Soweit der Beschwerdeführer in sei-
ner Stellungnahme vom 17. Juni 2015 vorbringen lässt, dass die neuerlichen Ausführungen der 
Kasse vom 21. Mai 2015 als unzulässige Noven offenkundig verspätet sind und deshalb nicht 
mehr berücksichtigt werden können, ist ihm vorab entgegen zu halten, dass das Kantonsgericht 
die massgebenden Rechtsbestimmungen unabhängig von den tatsächlichen Vorbringen der 
Parteien stets von Amtes wegen anzuwenden hat. Dem Beschwerdeführer ist in diesem Zu-
sammenhang allerdings beizupflichten, dass Art. 41bis Abs. 1 lit. f AHVV vorliegend nicht zur 

 
 
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Anwendung gelangen kann. Wie er zutreffend festhält, fand vorliegend eine nachträgliche Um-
qualifizierung der fraglichen Liegenschaft vom Privat- ins Geschäftsvermögen statt (vgl. oben, 
Erwägung 4.3 hiervor). Wie insbesondere in seiner Replik zu Recht vorgebracht, unterscheidet 
sich der massgebende Sachverhalt deshalb wesentlich von jenen Fällen, in welchen die selb-
ständig erwerbstätige Person aufgrund einer ihr bereits bekannten Leistungspflicht bisher keine 
oder zu tiefe Akontobeiträge geleistet hat und deshalb nachträglich zur Verzugszinszahlung 
verpflichtet wird. Dass der Beschwerdeführer dabei allerdings mangels Kenntnis der ins Ge-
schäftsvermögen überführten Liegenschaft nicht in der Lage war, vorab entsprechende Akonto-
beiträge für das ihm soweit anzurechnende Einkommen in der Höhe von CHF 91‘407.— zu leis-
ten (vgl. Beilage 2 zur Vernehmlassung der Kasse vom 10. April 2014; ebenso Erwägung 4.3 
hiervor), vermag nichts daran zu ändern, dass er nicht in den von ihm postulierten Genuss der 
Anwendung von Art. 41bis Abs. 1 lit. e AHVV kommen kann. Wie Art. 41bis Abs. 1 lit. f AHVV be-
zieht sich auch lit. e dieser Bestimmung stets auf auszugleichende persönliche Beiträge. Diese 
bestehen in der Differenz zwischen den tatsächlich geschuldeten Beiträgen und den bereits 
entrichteten Akontobeiträgen. Als auszugleichende Beiträge im Sinne von Art. 41bis Abs. 1 
lit. e AHVV gelten daher gemäss Wegleitung über den Bezug der Beiträge in der AHV, IV und 
EO (WBB, in der ab 1. Januar 2013 gültigen Fassung) auch diejenigen Beiträge, die aufgrund 
einer rektifizierten Steuermeldung in Rechnung zu stellen sind, nicht aber diejenigen, die infolge 
nachträglicher Erfassung oder aufgrund einer Nachsteuerveranlagung nachgefordert werden 
(vgl. Rz. 4021 f. WBB). Nachdem die Steuerverwaltung erst im Rahmen des steuerrechtlichen 
Einspracheverfahrens im Jahre 2011 eine Umqualifizierung der fraglichen Liegenschaft vom 
Privat- in das Geschäftsvermögen vorgenommen hatte (vgl. Einspracheentscheid der Steuer-
verwaltung des Kantons Basel-Landschaft vom 26. September 2011), schuf sie rückwirkend per 
2008 – mithin für vergangene Jahre (vgl. Art. 41bis Abs. 1 lit. b AHVV) – eine grundlegend neue 
Ausgangslage auch für die Erhebung der daraus resultierenden AHV-Beiträge, welche letztlich 
erst mit Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassung- und Verwaltungsrecht, vom 
16. Januar 2013 rechtskräftig bestätigt wurde (vgl. oben, E. 4.3 hiervor). Unabhängig davon, ob 
und wann sich der Beschwerdeführer bewusst sein musste, dass die Kasse aufgrund dieser 
rückwirkenden Erfassung durch die Steuerverwaltung Beiträge von seinem selbständigen Ein-
kommen als Liegenschaftshändler nachfordern würde, konnten zuvor im Zusammenhang mit 
der fraglichen Liegenschaft mangels rechtskräftigen Abschlusses des Steuerverfahrens deshalb 
weder Akontobeiträge noch überhaupt Beiträge erhoben werden. Damit aber handelt es sich bei 
den  von der Kasse verfügten Beiträgen um eine Nachforderung und nicht etwa um eine Aus-
gleichszahlung. Eine solche würde – wie auch die Ausgleichung von Beiträgen gemäss der 
übereinstimmend nicht zur Anwendung gelangenden Bestimmung von Art. 41bis Abs. 1 lit. f 
AHVV –  vielmehr voraussetzen, dass die beitragspflichtige Person es unterlassen hat, der 
Verwaltung rechtzeitig einen höheren Verdienst zu melden (BGE 134 V 206 E. 3.4). Dabei wäre 
wiederum vorausgesetzt, dass wesentliche Abweichungen vom voraussichtlichen Einkommen 
des Beschwerdeführers überhaupt gemeldet werden können. Diese Voraussetzung liegt bei der 
vorliegend erst nachträglichen Umqualifizierung der Liegenschaft durch die Steuerverwaltung 
ins Geschäftsvermögen des Beschwerdeführers offensichtlich aber gerade nicht vor. Damit un-
terliegt er verschuldensunabhängig und unabhängig vom Datum einer möglichen Kenntnis von 
seiner (höheren) Beitragspflicht der Verzugszinspflicht gemäss Art. 41bis Abs. 1 lit. b AHVV. 
 

 
 
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6.5 Gemäss der demnach anwendbaren Bestimmung von Art. 41bis Abs. 1 lit. b AHVV sind 
die Verzugszinsen ab dem 1. Januar nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches die Beiträge 
geschuldet sind, zu entrichten. Sowohl in der dem angefochtenen Einspracheentscheid voran-
gehenden Nachforderungsverfügung vom 18. Dezember 2013 als auch in ihrem nach Erstat-
tung der Vernehmlassung erlassenen Verfügungsrektifikat – welchem lediglich der Charakter 
eines Antrags an das Gericht zukommt (BGE 109 V 236 f.; vgl. ebenso Erwägung 5.3 a.E. hier-
vor) – hat die Kasse eine Verzugszinspflicht erst ab 1. Januar 2010 festgesetzt. Nachdem die 
Steuerverwaltung im Rahmen des steuerrechtlichen Einspracheverfahrens eine Umqualifizie-
rung der fraglichen Liegenschaft vom Privat- in das Geschäftsvermögen per 2008 vorgenom-
men hat (vgl. auch Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, 
vom 16. Januar 2013, E. 6), sind die Verzugszinsen im Umfang von 5% pro Jahr indessen be-
reits mit Wirkung ab 1. Januar 2009 geschuldet (vgl. E. 6.1 a.E. hiervor). Dies führt bei einer 
Beitragsschuld von CHF 8‘642.40 für das Jahr 2009 zu einer zusätzlichen Zinsschuld von 
CHF 432.10 (5% x CHF 8‘642.40). Nachdem im Zusammenhang mit den geschuldeten Beiträ-
gen für das Jahr 2008 zu Gunsten des Beschwerdeführers eine Differenz von CHF 903.— re-
sultiert (vgl. oben, E. 5.3 hiervor), ergibt sich im Vergleich zum angefochtenen Einspracheent-
scheid insgesamt jedoch keine Schlechterstellung (BGE 122 V 167 f.), sondern es resultiert 
nach korrigierter Berechnung ein reduzierter Gesamtbetrag von CHF 10‘788.60. Die Beschwer-
de ist bei diesem Ergebnis teilweise gutzuheissen und die Angelegenheit ist an die Kasse zu-
rückzuweisen, damit diese über den Umfang der Beitragspflicht und die Verzugszinsen im Sin-
ne der Erwägungen eine neue Verfügung erlässt.  
 
7. Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. Für das vorliegende Verfahren ist auf die 
Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (Art. 61 lit. a ATSG). Betreffend die ausseror-
dentlichen Kosten regeln Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG und § 21 Abs. 4 VPO übereinstimmend, 
dass die obsiegende Beschwerde führende Person im kantonalen Verfahren Anspruch auf Er-
satz der Parteikosten hat, wobei diese ohne Rücksicht auf den Streitwert nach Bedeutung der 
Streitsache und nach Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen ist. Vorliegend hat der Be-
schwerdeführer insofern teilweise obsiegt, als er der Kasse anstelle der ursprünglich insgesamt 
geforderten CHF 11‘290.10 noch CHF 10‘788.60 zu entrichten hat. Dabei ist allerdings zu be-
rücksichtigen, dass die Kasse im Zusammenhang mit der von ihr ursprünglich zu Unrecht vor-
genommenen Beitragsaufrechnung inhaltlich vollumfänglich unterlegen ist. Es erweist sich da-
mit als angemessen, die Parteikosten des Beschwerdeführers in hälftigem Umfang zu Lasten 
der Kasse zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat für die vorliegende 
Angelegenheit in seiner Honorarnote vom 13. Juli 2015 insgesamt einen Aufwand von 
CHF 2‘759.65 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) geltend gemacht, der angesichts der 
sich stellenden Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Die Kasse hat dem Beschwerdeführer 
somit eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘379.85 (inkl. Auslagen und 8% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
 
 
 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als der 
Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Basel-Landschaft vom 
23. Januar 2013 aufgehoben und die Angelegenheit an die Aus-
gleichskasse Basel-Landschaft zurückgewiesen wird, damit diese über 
den Umfang der Beitragspflicht und die Verzugszinsen im Sinne der 
Erwägungen neu verfüge.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Ausgleichskasse Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer 
eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘379.85 
(inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen.