# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57cb1850-b632-5e27-8d72-187ac01d2ed1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2008 E-7727/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7727-2008_2008-12-12.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7727/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiber Thomas Hardegger.

A._______, Kamerun,
B._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM
vom 7. November 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7727/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin am 13. April 2007 in die Schweiz gelang-
te, am 22. April 2007 ein Asylgesuch stellte und am 25. April 2007 vom 
BFM  in  Vallorbe  zu  den  Personalien,  den  Ausweisen  und  den 
Ausreise-gründen summarisch befragt wurde, 

dass  sie  am  2.  Mai  2007  dem  Kanton  C._______ für  das  weitere 
Asylverfahren zugewiesen wurde,

dass sie  von der  zuständigen kantonalen Behörde am 17. Juli  2007 
einlässlich zu den Asylgründen angehört wurde,

dass sie in den zwei Anhörungen geltend machte, Staatsangehörige 
Kameruns zu sein und der Volksgruppe der  D._______ anzugehören, 
ursprünglich  aus  F._______ zu  stammen,  indessen  seit  2004  in 
G._______ zu leben,

dass  sie  in  politischer  Hinsicht  nie  tätig  gewesen  sei  und  noch  nie 
Probleme mit heimatlichen Behörden gehabt habe,

dass  sie  als  im  Jahr  (...)  diplomierte  Krankenschwester  seit  (...)  im 
Spital  (...)  in (G._______) angestellt  gewesen sei und im März 2007 
auf ärztliche Verordnung hin einer Patientin (...) pliziert habe, 

dass die Patientin das Spital in der Folge verlassen habe, offenbar ei-
nige Wochen später aber schwer erkrankt sei, 

dass der Sohn der Patientin die Beschwerdeführerin im Spital aufge-
sucht, beschuldigt, geohrfeigt und zu erdrosseln versucht habe,

dass dieser Sohn aus einer Familie stamme, die zum Umfeld (...) zu 
zählen sei,

dass die Patientin am (...)  2007 gestorben sein müsse, weil  die ein-
flussreichen Hinterbliebenen Anzeige gegen sie erstattet hätten,

dass bei  ihr  im (...)  2007 zwei  Vorladungen der Gendarmerie einge-
gangen sein sollen, denen sie jedoch keine Folge geleistet habe,

dass sie die erste Vorladung wegen eines Personalengpasses im Spi-
tal nicht habe befolgen können, 

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dass sie die Spitalführung über ihre Probleme in Kenntnis gesetzt und 
lediglich noch bis zum (...) 2007 in der Klinik gearbeitet habe, weil die 
(...)  -  sie  habe  sich  bei  der  Gendarmerie  über  den  Grund  der 
Vorladung  ihrer  Angestellten  erkundigt  -  mit  sofortiger  Wirkung  das 
Arbeitsverhältnis  gekündigt  hätte,  da  das  Spital  keine  Probleme mit 
den Hinterbliebenen wolle,

dass die Beschwerdeführerin gleichentags nach F._______ gereist sei, 
wo sie zwei Tage später telefonisch - wahrscheinlich vom Spital in die 
Wege geleitet -  angewiesen worden sei,  sich am Flughafen einzufin-
den, wo ihr in der Folge eine unbekannte männliche Person weitere 
Instruktionen erteilt habe,

dass sie an Bord einer Linienmaschine nach Frankreich (Paris) ausge-
reist und am 13. April 2007 illegal in die Schweiz gelangt sei,

dass ihr  im Übrigen das Spital  eine  dringende Operation -  sie  habe 
seit  längerem (...)  grosse  Schmerzen -  aufgrund  ihrer  Mittellosigkeit 
verweigert habe, 

dass sie sicher sei, dass nach ihrer Person gefahndet werde,

dass bezüglich der weiteren Angaben auf die Protokolle bei den Akten 
zu verweisen ist,

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom 7. November 2008 - eröffnet am 11. November 2008 - abwies und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, die Vorbringen der Be-
schwerdeführerin  hielten  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit 
nicht stand, 

dass die Beschwerdeführerin für den Tod ihrer Patientin nicht verant-
wortlich sein könne, weil sie auf ärztliche Anweisung hin das Medika-
ment verabreicht habe, und der verfügende Arzt nur dann zur Verant-
wortung gezogen werden könnte, wenn er von der Penicillinunverträg-
lichkeit hätte Kenntnis haben müssen,

dass die Beschwerdeführerin auf diese Zusammenhänge nicht hinge-
wiesen habe, weshalb die Vorbringen nicht glaubhaft seien,

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dass insbesondere das in der Regel intramuskulär gespritzte “Penicillin 
retard“  eine Unverträglichkeit  nicht  erst  nach Wochen, sondern  nach 
der Injektion relativ rasch hervorrufen würde,

dass  es  nicht  plausibel  erscheine,  wonach  die  Behörden  die  Be-
schwerdeführerin, die ihre Vorladungen missachtet habe, am Arbeits-
platz nicht aufgesucht haben sollen,

dass die geltend gemachten Handlungen vor der Ausreise nicht glaub-
haft erscheinen würden, 

dass  auch nicht  glaubhaft  sei,  dass  ihr  Arbeitgeber  aus  finanziellen 
Gründen eine Operation verweigert,  aber gleichzeitig die Reise nach 
Europa finanziert haben soll,

dass bekannt sei, dass die eingereichten Vorladungen ohne weiteres 
unrechtmässig erworben sein könnten, weshalb deren Beweiswert als 
äusserst gering einzustufen sei,

dass bei dieser Sachlage das Asylgesuch abzulehnen sei,

dass ein Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat zulässig, zumutbar 
und durchführbar sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  gegen  diese  Verfügung  mit  einer 
deutschsprachigen Formularbeschwerde, welche von einer unbekann-
ten  Person  in  deutscher  Sprache  handschriftlich  ergänzt  wurde,  am 
2. Dezember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,

dass sie in materieller Hinsicht beantragt, die Verfügung des BFM vom 
7. November 2008 sei aufzuheben, sie sei als Flüchtling anzuerkennen 
und es sei  ihr  Asyl  zu gewähren,  zudem sei  festzustellen,  dass der 
Vollzug  der  Wegweisung  nicht  durchführbar  und  die  vorläufige  Auf-
nahme anzuordnen sei,

dass sie in prozessulaer Hisnicht beantragt, es sei die unentgeltliche 
Rechtspflege (unentgeltliche Prozessführung und amtliche Verbeistän-
dung)  zu  gewähren  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
sei zu verzichten, eventuell sei die aufschiebende Wirkung wiederher-
zustellen  und  die  zuständige  Behörde  vorsorglich  anzuweisen,  die 
Kontaktnahme mit  den heimatlichen Behörden sowie  jegliche Daten-
weitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen,  eventualiter  sei  die  Be-

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schwerdeführerin - bei bereits erfolgter Datenweitergabe - in einer se-
paraten Verfügung darüber zu orientieren,

dass mit Schreiben vom 4. Dezember 2008 eine Fürsorgebestätigung 
des kantonalen Sozialdienstes C._______ nachgereicht wurde,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105  AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführerin  durch die  angefochtene Verfügung be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
nicht entzogen hat,  weshalb auf den entsprechenden Eventualantrag 
nicht einzutreten ist,

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  6  AsylG  i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

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dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt wird, 
wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohn-
te,  wegen ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauun-
gen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die  Beschwerdeführerin  die im Sachverhalt  aufgeführten Anga-
ben in der Beschwerdeschrift insofern ergänzte, als sie geltend macht, 
das Rechtssystem in Kamerun funktioniere anders als in der Schweiz, 
dort seien Macht und Geld entscheidend,

dass die Behörde einem Wunsch der politisch einflussreichen Familie 
der  Verstorbenen  wohl  entsprechen  und  zudem  das  Spital  seine 
eigenen Interessen wahren werde, einen guten Ruf zu verlieren hätte 
und sich deshalb gegen Anschuldigungen zur Wehr setzen werde,

dass  das  (...Spital...)  lediglich  vornehme und reiche Patienten,  auch 
solche aus dem nahen Ausland und Europa,  behandle,  und deshalb 
die  Ermittlungsbehörde  kaum  gewagt  hätte,  wegen  eines  solchen 
Vorfalls in das Spital zu kommen,

dass das Spital sie sogar bedrohen könnte, wenn es erfahren würde, 
dass sie über die Finanzierungsmodalitäten der Reise berichtet hätte, 
oder sie müsste erwarten, (in einem Verfahren) gegen das Spital aus-
sagen zu müssen, zumal sie allein sei und keine einflussreichen Be-
kannten habe, die ihr helfen könnten,

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dass sie mit einem unfairen Prozess und einer lebenslangen Gefäng-
nisstrafe zu rechnen habe, 

dass  das  BFM  in  Bezug  auf  den  Strassennamen  ihres  Arbeitsortes 
unpräzise und widersprüchliche Ausführungen mache, 

dass ihre (...) Kinder bei der Familie der (...) leben würden, diese (...) 
aber  arbeitslos  sei  und  kaum das  Nötigste  für  sich  selber  und  ihre 
Familie aufbringen könne, 

dass es sinngemäss somit auch darum gehe, durch Ermöglichung ei-
nes Aufenthalts in der Schweiz katastrophale Folgen für ihre Kinder zu 
verhindern,

dass  bezüglich  weiterer  Einzelheiten  auf  die  Beschwerdeeingabe zu 
verweisen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung der Anhörungsprotokolle, der eingereichten Beweismittel und der 
Beschwerde  zum  Ergebnis  gelangt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft 
der Beschwerdeführerin offenkundig nicht besteht, 

dass der vom BFM gerügte Strassenname des Arbeitsortes kein er-
hebliches Kriterium für die Unglaubhaftigkeit der Sachdarstellung der 
Beschwerdeführerin ist, weil (Angaben zur genauen Lage des Spitals),

dass das Bundesverwaltungsgericht die Argumentation des BFM in der 
angefochtenen Verfügung bis  auf  diese  Ungereimtheit  als  zutreffend 
erachtet, weshalb - um unnötige Wiederholungen zu vermeiden - auf 
die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  somit  weder  eine erlittene noch 
eine begründete Furcht vor einer künftigen Verfolgung erkennen kann,

dass aufgrund dieser Sachlage der blosse Umstand der Einreichung 
von Vorladungen -   ungeachtet  dessen,  ob die Beweismittel  authen-
tisch  sind  oder  nicht  -  keine  verlässlichen  Rückschlüsse  über  eine 
Gefährdungslage erlaubt,

dass zudem die Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen in einem zur 
Anzeige gebrachten (angeblichen) Tötungsfall  ein legitimes Recht ei-
nes Staates darstellen würde,

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dass  neben  der  Frage  der  generellen  Unglaubhaftigkeit  der  geltend 
gemachten Vorkommnisse die bescheidene gesellschaftliche Stellung 
und das unbedeutende politische Profil der Beschwerdeführerin darauf 
schliessen lassen, dass sie bei einer Rückkehr in ihr Heimatland we-
gen der geltend gemachten Gründe mit  beachtlicher Wahrscheinlich-
keit und in absehbarer Zukunft in flüchtlingsrechtlicher Hinsicht keine 
relevante Nachteile zu erleiden hätte,

dass es in flüchtlingsrechtlicher Hinsicht keine Rolle spielt, ob die an-
gestrebte  Sicherheit  auch  tatsächlich  in  jedem  Ort  in  Kamerun  ge-
währleistet werden kann, zumal sich die Beschwerdeführerin  in ande-
ren  Gegenden  und  Städten  Kameruns niederlassen  könnte,  wo  die 
Willkür  von  lokal  einflussreichen  Angehörigen  einer  Verstorbenen 
kaum Wirkung zu entfalten vermöchte,

dass somit die Furcht der Beschwerdeführerin, im ganzen Heimatland 
von der Staatsmacht wegen der Anzeige einer einflussreichen Familie 
als  schwächstes  Glied  eines  Spitals  verfolgt  zu  werden,  als  offen-
sichtlich unbegründet bezeichnet werden muss,

dass  es  der  Beschwerdeführerin  folglich  nicht  gelingt,  die  Flücht-
lingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, 
weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend kein 
Kanton  eine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), und namentlich keine Person in 

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irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in 
dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 
Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in 
ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl. 
ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 28. Juli  1951  über  die 
Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat der Beschwerdeführerin noch die von ihr eingebrachten in-
dividuellen Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rück-
kehr nach Kamerun deuten, weshalb der Vollzug der Wegweisung zu-
mutbar ist,

dass die nächsten Angehörigen (...) im Heimatland leben, weshalb von 
einem  intakten  sozialen  Beziehungsnetz  der  Beschwerdeführerin 
auszugehen ist,

dass auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin gemäss ihren 
Angaben  (...)  ist,  aus  bescheidenen  Verhältnissen  stammt  sowie  für 
(...)  zu  sorgen  hat,  den  Wegweisungsvollzug  nicht  als  unzumutbar 
erscheinen lässt,

dass zudem die (...)-jährige Beschwerdeführerin - mangels anderslau-
tender Hinweise oder Beweismittel  - von ihrer in der Schweiz durch-
geführten Operation genesen sein dürfte (vgl. A9 S. 3),

dass sie eigenen Angaben zufolge langjährige berufliche Erfahrung als 
Krankenschwester hat,  und es ihr zuzumuten ist,  Anstrengungen zur 

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erneuten Aufnahme einer geregelten Erwerbstätigkeit in ihrem Heimat-
land zu unternehmen, 

dass  es  ihr  ausserdem frei  steht,  sich  in  einem anderen  Landesteil 
Kameruns niederzulassen,  um allfälligen,  lokal  bedingten Problemen 
aus dem Weg zu gehen,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihr obliegt, bei der Beschaffung au-
thentischer gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass zumindest eine kamerunische Identitätskarte vorhanden ist,

dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwei-
sung zu bestätigen ist,

dass die Beschwerdeführerin in der Rechtsmitteleingabe weiter bean-
tragt,  die  zuständige  Behörde  sei  vorsorglich  anzuweisen,  die  Kon-
taktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats so-
wie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen,  eventuell 
sei sie bei bereits erfolgter Datenweitergabe darüber in einer separa-
ten Verfügung zu informieren,

dass angesichts  des offensichtlichen Fehlens  einer  Gefährdung kein 
Anlass für eine vorsorgliche Anweisung an das BFM bestand und im 
heutigen Zeit der Antrag hinfällig geworden ist,

dass es der Beschwerdeführerin insgesamt nicht gelungen ist  darzu-
tun,  inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  und  amtlichen  Verbeiständung  gemäss  Art.  65  Abs.  1 
und 2 VwVG beantragt,  ohne diesen (im Beschwerdeformular  vorge-
druckten) Antrag zu begründen,

dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von Verfahrens-
kosten  abgesehen  werden  kann,  wenn  der  Beschwerdeführer  nicht 

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über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt  und  sein  Begehren  nicht  aus-
sichtslos erscheint,

dass gemäss Absatz 2 der vorgenannten Bestimmung die Beschwer-
deinstanz, wenn es zur Wahrung der Rechte des Beschwerdeführers 
notwendig ist,  diesem einen amtlichen Rechtsvertreter  in der Person 
eines Rechtsanwaltes bestellt,

dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu bezeichnen ist und zudem die Bedürftigkeit der Beschwer-
deführerin nicht einwandfrei ausgewiesen ist,

dass  die  Gesuche  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG somit abzuweisen sind,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  angesichts  des  vorliegenden  Entscheids  in  der  Hauptsache  ge-
genstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (unent-
geltliche Prozessführung und amtliche Verbeiständung) wird abgewie-
sen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.− werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- das Migrationsamt (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Thomas Hardegger

Versand: 

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