# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b63def7-328f-5f9f-bdd6-d701fcdc6404
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-19
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Strafabteilung 19.08.2025 S1 2024 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_002_S1-2024-7_2025-08-19.pdf

## Full Text

20250417_162736_ANOM.docx

I. Strafabteilung S1 2024 7

Oberrichter A. Sidler, Abteilungspräsident
Oberrichter O. Fosco 
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber F. Eller

Urteil vom 19. August 2025 

in Sachen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug, 
vertreten durch Staatsanwalt A.________, 
Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin,

und

mehrere Privatkläger gemäss dem Geschädigtenverzeichnis der Staatsanwaltschaft, 

gegen

B.________, geb. tt.mm.1972 in C.________, deutscher Staatsangehöriger, 
wohnhaft in D.________,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt E.________,
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter,

betreffend

mehrfachen gewerbsmässigen Betrug, Widerhandlungen gegen Art. 44 FINMAG i.V.m. Art. 10 
BEHG

(Berufung des Beschuldigten B.________ sowie Anschlussberufungen der Staatsanwaltschaft und 
von H.________ gegen das Urteil des Strafgerichts des Kantons Zug, Kollegialgericht, vom 7. März 
2024; SG 2021 10/11)

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INHALTSVERZEICHNIS 

A. Anklage, Prozessgeschichte und Formelles ..........................................................................................................5
I. Übersicht Vorwürfe gemäss der Anklage..................................................................................................5

1. B.________..............................................................................................................................................5

2. F.________ ..............................................................................................................................................7

II. Prozessverlauf .........................................................................................................................................7

1. Prozessverlauf im Untersuchungsverfahren und im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren .........................7

2. Prozessverlauf im Berufungsverfahren...................................................................................................11

III. Formelles ...............................................................................................................................................15

1. Schwere und unheilbare Mängel des vorinstanzlichen Verfahrens .........................................................15

2. Eintreten auf die Berufungen und Anschlussberufungen ........................................................................20

3. Umfang der Berufungen .........................................................................................................................22

4. Beweisanträge........................................................................................................................................23

5. Anklagegrundsatz...................................................................................................................................26

6. Weitere formelle Fragen .........................................................................................................................27

B. Vorwurf des gewerbsmässigen Serienbetrugs zum Nachteil der Aktionäre der I.________ AG.......................28
I. Ausgangslage.........................................................................................................................................28

1. Urteil der Vorinstanz...............................................................................................................................28

2. Standpunkte der Parteien.......................................................................................................................30

II. Involvierte Gesellschaften ......................................................................................................................31

1. Rolle von B.________ bei der O.________ LLC ....................................................................................31

2. Rolle von B.________ bei der K.________ GmbH .................................................................................33

3. Rolle von B.________ bei der I.________..............................................................................................35

III. Feststellungen zum Vertrieb der I.________-Aktie .................................................................................38

1. Allgemeine Feststellungen zu den verwendeten Dokumenten................................................................38

2. Eingereichte Unterlagen .........................................................................................................................40

3. Befragte deutschsprachige Anleger........................................................................................................50

4. Gesamtwürdigung des Aktienvertriebs betreffend die deutschsprachigen Anleger.................................54

5. Slowenische Anleger ..............................................................................................................................57

IV. Feststellungen zum betriebenen Gewerbe der I.________.....................................................................62

1. Geschäftstätigkeit und Finanzbedarf ......................................................................................................62

2. Feststellungen zur Buchhaltung der I.________.....................................................................................65

3. Feststellungen zur Buchhaltung der K.________ GmbH ........................................................................68

4. Feststellungen zur operativen Tätigkeit der I.________-Bolivia..............................................................70

5. Gesamtwürdigung der betrieblichen Tätigkeit der I.________ ................................................................74

V. Feststellungen zu den Betrugsmerkmalen..............................................................................................76

1. Feststellungen zu den rechtsrelevanten Täuschungen...........................................................................76

2. Feststellungen zu den Vermögensdispositionen und den wirtschaftlichen Auswirkungen der 

Vermögensdispositionen ........................................................................................................................78

3. Feststellungen zum subjektiven Tatbestand...........................................................................................80

VI. Rechtliche Würdigung ............................................................................................................................81

VII. Anwendbarkeit des schweizerischen Strafgesetzbuches auf den festgestellten Sachverhalt .................84

VIII. Das Verfahrenshindernis der abgeurteilten Sache .................................................................................87

C. Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs zum Nachteil der "J.________ Online Trading"-Kunden...................92
I. Ausgangslage.........................................................................................................................................92

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1. Urteil der Vorinstanz...............................................................................................................................92

2. Standpunkte der Parteien.......................................................................................................................94

II. Feststellung des Sachverhalts................................................................................................................96

1. Einleitende Feststellungen .....................................................................................................................96

2. Eingereichte Unterlagen und Aussagen der Anleger ..............................................................................96

3. Beweiswürdigung betreffend die eingereichten Unterlagen und Aussagen der Anleger .......................111

4. Würdigung der sichergestellten Akten ..................................................................................................114

5. Ausgeübte Handelstätigkeit mit den Anlagegeldern .............................................................................130

6. Zusammenfassung des Beweisergebnisses .........................................................................................132

III. Rechtliche Würdigung ..........................................................................................................................134

1. Analyse der relevanten Vertragsverhältnisse .......................................................................................134

2. Arglistige Täuschung und Irreführung der Vermögensverwaltungskunden ...........................................137

3. Vermögensdisposition, Motivationszusammenhang und Vermögensschaden der 

Vermögensverwaltungskunden.............................................................................................................139

4. Subjektiver Tatbestand, Bereicherungsabsicht und Gewerbsmässigkeit betreffend die 

Vermögensverwaltungskunden.............................................................................................................140

5. Würdigung betreffend die Nicht-Vermögensverwaltungskunden sowie HF.________ und HG.________

141

IV. Anwendbarkeit des schweizerischen Strafgesetzbuches auf den festgestellten Sachverhalt ...............141

D. Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs zum Nachteil von Erwerbern der Aktien der J.________ AG ..........144
I. Ausgangslage.......................................................................................................................................144

1. Urteil der Vorinstanz.............................................................................................................................144

2. Standpunkte der Parteien.....................................................................................................................146

3. Formelle Fragen ...................................................................................................................................147

II. Feststellungen zur J.________-Gruppe................................................................................................149

1. Gründung, Aktienkapital, Organe .........................................................................................................149

2. Feststellungen zum betriebenen Gewerbe ...........................................................................................151

3. Bewertungsgutachten der J.________ AG ...........................................................................................156

4. Handel mit J.________-Aktien im Freiverkehr ......................................................................................157

5. Gesamtwürdigung ................................................................................................................................161

III. Feststellungen zur Bewerbung der Anlage ...........................................................................................164

1. Zur Bewerbung verwendete Dokumente...............................................................................................164

2. Feststellungen zu den Anlegern ...........................................................................................................168

IV. Rechtliche Würdigung ..........................................................................................................................185

1. Täuschungen und Irreführungen ..........................................................................................................185

2. Zusammenfassung ...............................................................................................................................193

E. Vorwurf des unbewilligten Effektenhandels .......................................................................................................193
I. Allgemeines..........................................................................................................................................193

1. Anklage, Urteil der Vorinstanz und Standpunkte der Parteien ..............................................................193

2. Prozesshindernis der Verjährung .........................................................................................................194

II. Sachverhalt ..........................................................................................................................................198

III. Rechtliche Würdigung ..........................................................................................................................201

1. Einleitung .............................................................................................................................................201

2. Effektenhandelstätigkeit als Emissionshaus .........................................................................................202

3. Gewerbsmässige Tätigkeit im Finanzbereich .......................................................................................203

4. Öffentlichkeit des Angebots und Bewilligungspflicht .............................................................................204

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5. Subjektiver Tatbestand, Konkurrenzen und Schweizer Strafhoheit ......................................................204

F. Sanktion ................................................................................................................................................................206
I. Ausgangslage.......................................................................................................................................206

II. Einzelstrafen ........................................................................................................................................206

III. Gesamtstrafenbildung ..........................................................................................................................209

IV. Täterkomponente und weitere Strafzumessungsfaktoren .....................................................................210

G. Zivilklagen .............................................................................................................................................................214

H. Einziehungen und Ersatzforderungen.................................................................................................................216
I. Ausgangslage.......................................................................................................................................216

II. Feststellung des Sachverhalts und Erwägungen ..................................................................................217

1. Deliktische Vermögenswerte auf den Konten der O.________ LLC und der K.________ GmbH .........217

2. Vermischungsgrad mit legalen Vermögenswerten auf den Konten.......................................................218

3. Weiterleitung von deliktischen Vermögenswerten an B.________........................................................220

4. Ganzes oder teilweise Absehen von der Ersatzforderung nach Art. 71 Abs. 2 StGB............................222

5. Aufrechterhaltung der Vermögenssperren ............................................................................................223

III. Zusprechung der Ersatzforderung nach Art. 73 StGB gemäss dem Antrag von H.________ vom 22. 

November 2024 ......................................................................................................................................................223

I. Kosten- und Entschädigungsfolgen....................................................................................................................225
1. Untersuchungsverfahren und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahren ................................................225

2. Berufungsverfahren ..............................................................................................................................226

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A. Anklage, Prozessgeschichte und Formelles 

I. Übersicht Vorwürfe gemäss der Anklage 

1. B.________ 

1.1 Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) wirft 
B.________ in der Anklageschrift vom 12. Juli 2021 (nachfolgend: Anklage) drei gewerbs-
mässig begangene Betrugsserien sowie weitere Straftaten vor: 

1.2 I.________: Gemäss Anklage soll B.________ spätestens Mitte Juni 2005 den Entschluss 
gefasst haben, wertlose Aktien einer Schweizer Rohstoffgesellschaft an möglichst viele An-
leger zu vertreiben. Zur Umsetzung dieses Tatplans habe er den I.________-Konzern aufge-
baut und über ein komplexes Vertriebssystem, welches er geleitet habe, Aktien der 
I.________ AG (nachfolgend: I.________) mit Sitz im Kanton Zug vertrieben. Im Zeitraum 
August 2006 bis September 2011 seien insgesamt 395 Investoren akquiriert worden, welche 
Aktien der I.________ erworben hätten. Diesen Aktionären sei dabei namentlich vor-
getäuscht worden, sie würden Anteile an einer operativ tätigen Minengesellschaft erwerben. 
In Tat und Wahrheit habe die I.________ im gesamten Tatzeitraum nie Erträge aus einer 
operativen Tätigkeit erzielt und es habe nie Aussicht darauf bestanden, solche zu erzielen. 
Die Aktien der I.________ seien von Anfang an und während des gesamten Tatzeitraums 
wertlos gewesen. Infolge dieser Täuschung hätten 395 Anleger wertlose Aktien der 
I.________ erworben und hierfür rund 600 schadensgleiche Zahlungen von umgerechnet 
insgesamt rund CHF 7.8 Mio. geleistet. B.________ sei spätestens ab Mai 2006 Entschei-
dungsträger der I.________ gewesen. Er habe von Anfang an beabsichtigt, sich unrecht-
mässig zu bereichern sowie wesentliche Anteile seines Einkommens aus der beschriebenen 
deliktischen Handlung zu erzielen.

1.3 Online-Tradingkunden: Laut Anklageschrift habe B.________ ungefähr im Sommer 2010 be-
schlossen, über sein Label "J.________" für eine unbestimmte Anzahl von Kunden eine fikti-
ve Online-Anlageplattform zu betreiben. Die Kunden sollten ein "J.________ Online Trading"-
Konto eröffnen, Einlagen leisten und über eine Software-Zugang zu diesem Konto erhalten. 
Diesem Plan entsprechend habe B.________ am 20. Juli 2010 die J.________ AG mit Sitz in 
Zug gegründet. Die J.________ AG habe im Zeitraum von Frühjahr 2011 bis Februar 2013 
insgesamt mindestens 98 "J.________ Online Trading"-Kunden akquiriert, welche bis Januar 
2014 Einlagen geleistet hätten. Diese Kunden seien von der irrigen Annahme ausgegangen, 
dass ihre Einlagen für Handelsgeschäfte verwendet würden, weil ihnen wahrheitswidrig an-
gegeben worden sei, dass sie über die Anlageplattform Marktzugang zum Echtzeithandel mit 
Aktien, Devisen, Differenzkontrakten, Rohstoffen und anderen Finanzinstrumenten erhalten 
würden. Tatsächlich seien über die Anlageplattform der J.________ AG aber keine realen 
Handelsgeschäfte abgewickelt worden. B.________ habe von Anfang an die geleisteten 
Kundeneinlagen abredewidrig für anderweitige und private Zwecke verwendet. Die gegenü-
ber den Kunden abgerechneten Transaktionen (Wertschriften, Devisen etc.) seien allesamt 
fiktiv gewesen und hätten keinerlei Bezug zur realen Finanzwelt gehabt. Infolge dieses Irr-
tums hätten die Anleger rund 170 schadensgleiche Einlagen von insgesamt rund CHF 1.7 
Mio. geleistet. B.________ habe von Anfang an beabsichtigt, sich unrechtmässig zu berei-

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chern sowie wesentliche Anteile seines Einkommens aus der beschriebenen deliktischen 
Handlung zu erzielen.

1.4 J.________: B.________ soll gemäss Anklage spätestens im Herbst 2011 beschlossen ha-
ben, neben der Akquise von "J.________ Online Trading"-Kunden auch nicht werthaltige Ak-
tien der J.________ AG zu überhöhten Preisen an möglichst viele Anleger zu vertreiben. Die 
J.________ AG habe im Zeitraum von Januar 2012 bis Oktober 2015 insgesamt 57 Investo-
ren akquiriert, welche Aktien der J.________ AG gezeichnet oder gekauft hätten. 
B.________ habe durch täuschende Angaben bei den diesbezüglichen Aktionären den Irrtum 
hervorgerufen, sie würden werthaltige, sichere und gewinnbringende Aktien einer erfolgrei-
chen internationalen Finanzgesellschaft mit Sitz in der Schweiz erwerben. Bei der 
J.________ AG habe es sich allerdings nicht um ein Schweizer Finanzunternehmen gehan-
delt, sondern die Gesellschaft sei von B.________ von Spanien aus beherrscht und geleitet 
worden. Die J.________ AG habe während des gesamten Tatzeitraums nie nennenswerte 
Erträge aus einer operativen Tätigkeit erzielt und sei – wie auch ihre Tochtergesellschaft 
(J.________ Ltd. in Malta) – stets in finanzieller Schieflage gewesen. Die erworbenen Aktien 
der Anleger seien aufgrund der desolaten Finanzlage der Gesellschaft, des ausserordentlich 
hohen Kapitalabflusses, der abredewidrigen Verwendung der Aktionärsgelder und insbeson-
dere auch der massiven Verwässerung der Aktien infolge von Kapitalerhöhungen im Interes-
se der von B.________ beherrschten K.________ GmbH (die GmbH wurde später in eine 
AG umgewandelt; nachfolgend: K.________ GmbH) von vorneherein nicht werthaltig gewe-
sen oder ihr Wert sei zumindest weit unter dem Erwerbspreis gelegen. Infolge dieses Irrtums 
hätten die Anleger die Aktien der J.________ AG zu einem überhöhten Preis erworben und 
hierfür insgesamt 105 schadensgleiche Zahlungen von insgesamt rund CHF 6.5 Mio. geleis-
tet. B.________ habe beabsichtigt, auch weiterhin durch deliktische Handlungen regelmässi-
ge Einkünfte zu erzielen und sei gewillt gewesen, eine unbestimmte Anzahl weiterer Perso-
nen durch seine Handlungen zu schädigen.

1.5 Illegaler Effektenhandel: B.________ soll gemäss der Anklage im Zusammenhang mit dem 
Vertrieb der Aktien der J.________ AG gegen finanzmarktaufsichtsrechtliche Bestimmungen 
verstossen haben. So soll er zwischen 2012 und 2015 über die von ihm beherrschte 
K.________ GmbH rund 874'000 Aktien an 30 private Investoren für einen Gesamtpreis von 
umgerechnet rund CHF 2.2 Mio. veräussert haben. Da die Aktien an unbestimmt viele Inter-
essenten und öffentlich auf dem Primärmarkt angeboten und verkauft worden seien, habe die 
K.________ GmbH eine bewilligungspflichtige Emissionshaustätigkeit ausgeübt. Eine ent-
sprechende Bewilligung habe jedoch zu keinem Zeitpunkt vorgelegen, weshalb sich 
B.________ des unbewilligten Effektenhandels schuldig gemacht habe. 

1.6 Übertragung von spanischer Immobilie: B.________ wird gemäss der Anklage eine Gläubi-
gerschädigung durch Vermögensminderung vorgeworfen, indem er spätestens im Herbst 
2015 beschlossen habe, eine im Eigentum der K.________ GmbH stehende Immobilie in 
Spanien für insgesamt EUR 390'000.00 unentgeltlich in sein Privatvermögen zu überführen. 
Unter anderem habe dieses Vorgehen von B.________ zur Überschuldung und damit auch 
zum Schaden der Gläubiger der K.________ GmbH geführt.

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2. F.________

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug warf F.________ in der Anklage vor, er habe Gehil-
fenschaft zu den Betrügereien von B.________ im Zusammenhang mit dem Verkauf von Ak-
tien der J.________ AG (vgl. E. A.I.1. Ziff. 1.4) geleistet. Ferner wurden ihm gemäss der An-
klage ungetreue Geschäftsbesorgung sowie diverse Urkundendelikte vorgeworfen. 

II. Prozessverlauf 

1. Prozessverlauf im Untersuchungsverfahren und im erstinstanzlichen Gerichtsverfah-
ren

1.1 Das Strafgericht des Kantons Zug, Kollegialgericht (nachfolgend: Vorinstanz), stellt in sei-
nem Urteil den Verlauf des Untersuchungsverfahrens ab dem 5. März 2013 bis zur Anklage-
erhebung gegen B.________ und F.________ am 12. Juli 2021 zutreffend dar (OG GD 1 
E. A.II S. 11-16). Darauf kann verwiesen werden. 

1.2 Mit Anklageerhebung vom 12. Juli 2021 ging die Zuständigkeit an die Vorinstanz über. Am 
18. August 2021 stellte die Verfahrensleitung der Vorinstanz fest, dass die Anklageschrift der 
Staatsanwaltschaft sowie die Akten ordnungsgemäss erstellt wurden, die Prozessvorausset-
zungen erfüllt sind und zurzeit keine Verfahrenshindernisse bestehen. Den Parteien wurde 
Frist für Beweisanträge gesetzt. Mit Verfügung vom 17. November 2021 wies die Verfahrens-
leitung der Vorinstanz die Beweisanträge der beiden Beschuldigten mehrheitlich ab. Sie er-
gänzte die Akten mittels einer rechtshilfeweisen Abklärung des Standes des Verfahrens ge-
gen B.________ in Spanien. Zu den angesetzten Hauptverhandlungsterminen am 20. Januar 
2022, 2. Februar 2022, 4. Februar 2022 und 8. Februar 2022 wurde B.________ aus der Haft 
zugeführt. Er nahm an den Terminen zusammen mit seinem amtlichen Verteidiger teil. Eben-
falls erschienen F.________ in Begleitung seines erbetenen Verteidigers sowie der zuständi-
ge Staatsanwalt. Die vorfrageweise gestellten Anträge der beiden Beschuldigten wurden von 
der Vorinstanz abgewiesen. Nach der Befragung der beiden Beschuldigten stellten deren 
Verteidiger weitere Beweisanträge. Die Vorinstanz nahm die eingereichten Unterlagen zu 
den Akten und wies überdies, nach Anhörung der Parteien, die Beweisanträge ab. Nach Ab-
schluss des Beweisverfahrens plädierten die Parteien. Betreffend deren Schlussanträge wird 
auf das Urteil der Vorinstanz verwiesen (OG GD 1 E. A.IV S. 18-20). Nach den Parteivorträ-
gen verzichtete B.________ auf ein Schlusswort. F.________ richtete hingegen Schlusswor-
te an das Gericht. Die Parteien verzichteten auf eine öffentliche Urteilsverkündung. Im An-
schluss an den letzten Verhandlungstag ordnete die Verfahrensleitung der Vorinstanz die 
Haftentlassung von B.________ auf den 8. Februar 2022 an. Im Nachgang zur Hauptver-
handlung ging die Antwort der spanischen Behörden auf das Rechtshilfeersuchen ein, wozu 
die Parteien Stellung nehmen konnten. 

1.3 Nach Urteilsberatungen am 6. und 7. März 2024 gelangte die Vorinstanz am 7. März 2024 zu 
einem Urteilsspruch. Das Urteil wurde den Parteien am 13. März 2024 im Dispositiv versen-
det. 

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1.3.1 Die Staatsanwaltschaft nahm das Urteilsdispositiv am 14. März 2024 entgegen (SG GD 
11/2/8) und meldete mit Eingabe vom 19. März 2024, überbracht am 22. März 2024, Beru-
fung an (SG GD 12/6).

1.3.2 Die amtliche Verteidigung von B.________ nahm das Urteilsdispositiv am 14. März 2024 
entgegen (SG GD 11/2/9) und meldete mit Eingabe vom 15. März 2024 (Postaufgabe glei-
chentags) Berufung an (SG GD 12/1). 

1.3.3 Die erbetene Verteidigung von F.________ nahm das Urteilsdispositiv am 14. März 2024 
entgegen (SG GD 11/2/10) und meldete mit Eingabe vom 20. März 2024 (Postaufgabe glei-
chentags) Berufung an (SG GD 12/4). 

1.3.4 Die nachfolgenden Privatkläger meldeten wie folgt Berufung an (vgl. SG GD 11/2/1 ff. [Emp-
fangsbelege]; SG GD 12/1 ff. [Berufungsanmeldungen]): 

Name Datum Zustellung Berufungsanmeldung
H.________ 15. März 2024 18. März 2024 (Eingang: 21. März 2024)
AA.________ und AB.________ 14. März 2024 18. März 2024 (Postaufgabe glei-
chentags)
W.________ 15. März 2024 21. März 2024 (Postaufgabe gleichentags)
AC.________ 15. März 2024 21. März 2024 (Eingang: 24 März 2024)
AD.________ et al. 20. März 2024 26. März 2024 (Eingang: 27. März 2024)

1.3.5 Die weiteren Privatkläger, welche das Urteildispositiv zugestellt erhielten (in einem Fall er-
folgte eine Publikation, vgl. OG GD 1/3), meldeten keine Berufung an. 

1.4 Die Vorinstanz versandte das schriftlich begründete, 295-seitige Urteil am 31. Mai 2024 an 
die Parteien. Den Parteien, welche Berufung gegen das Urteil anmeldeten, konnte dieses 
zwischen dem 3. Juni 2024 und dem 11. Juni 2024 zugestellt werden. 

1.5. Der Urteilsspruch der Vorinstanz lautete wie folgt: 

"A. B.________ 

1. Das Verfahren gegen den Beschuldigten B.________ wird zufolge Eintritts der Verjährung hinsichtlich des 

Vorwurfs des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB teilweise eingestellt (betref-

fend die Anklageziffer II.1 ["Gewerbsmässiger Betrug zum Nachteil der Aktionäre der I.________ AG"] mit 

Bezug auf die angeblich vor dem 7. März 2009 verübten Straftaten).

2. Der Beschuldigte wird von folgenden Vorwürfen freigesprochen:

2.1 des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB (betreffend die Anklageziffer II.3 ["Ge-

werbsmässiger Betrug zum Nachteil der Aktionäre der J.________ AG"]);

2.2 der Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung gemäss Art. 164 Ziff. 1 StGB.

3. Der Beschuldigte wird schuldig gesprochen:

3.1 des mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB;

3.2 der Widerhandlung gegen Art. 44 Abs. 1 FINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 aBEHG.

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4. Er wird dafür bestraft mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und vier Monaten, unter Anrechnung der er-

standenen Untersuchungshaft von 1'707 Tagen.

5. Gegen den Beschuldigten wird eine Ersatzforderung in Höhe von CHF 300'000.00 ausgesprochen.

6. Die Verfahrenskosten betragen

CHF 160'955.00 Untersuchungskosten

CHF 340.00 Kosten Zwangsmassnahmengericht (Entscheid SZ 2023 40)

CHF 30'000.00 Entscheidgebühr

CHF 29'133.25 Auslagen (inkl. Übersetzungskosten)

CHF 220'428.25 Total

und werden zu drei Viertel (CHF 165'321.20) dem Beschuldigten auferlegt. Im übrigen Umfang 

(CHF 55'107.05) werden sie auf die Staatskasse genommen.

7.

7.1 Die ehemalige amtliche Verteidigung des Beschuldigten, Rechtsanwalt L.________, wird für ihre Bemühun-

gen mit CHF 48'784.40 (inkl. MWST) aus der Staatskasse entschädigt. Die bereits ausgerichteten Akonto-
zahlungen in Höhe von CHF 42'500.00 werden vorgemerkt. 

7.2 Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten, Rechtsanwalt E.________, wird für ihre Bemühungen mit 

CHF 58'654.15 (inkl. MWST) aus der Staatskasse entschädigt. Die bereits ausgerichteten Akontozahlungen 
in Höhe von CHF 49'673.80 werden vorgemerkt. 

7.3 Der Beschuldigte hat dem Staat drei Viertel der Kosten der amtlichen Verteidigungen zurückzuzahlen, so-

bald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. Im restlichen Umfang werden diese auf die Staatskas-

se genommen. 

B. F.________ 

1. Das Verfahren gegen den Beschuldigten F.________ wird zufolge Eintritts der Verjährung hinsichtlich des 

Vorwurfs der mehrfachen unwahren Angaben über kaufmännische Gewerbe gemäss Art. 152 StGB einge-

stellt.

2. Der Beschuldigte wird von folgenden Vorwürfen freigesprochen:

2.1 des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB (betreffend die Anklageziffer II.3 ["Ge-

werbsmässiger Betrug zum Nachteil der Aktionäre der J.________ AG"]);

2.2 der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB;

2.3 der mehrfachen Urkundenfälschung im Amt gemäss Art. 317 Ziff. 1 Abs. 2 und 3 StGB (betreffend die An-

klageziffern II.7.1 ["Beurkundung eines fiktiven Domizils / Gründung der J.________ AG"] und II.7.2 ["Beur-

kundung schwindelhafte Kapitalerhöhung der K.________ GmbH"]).

3. Der Beschuldigte wird schuldig gesprochen:

3.1 der mehrfachen Erschleichung einer falschen Beurkundung gemäss Art. 253 Abs. 1 StGB; 

3.2 der Urkundenfälschung im Amt gemäss Art. 317 Ziff. 1 Abs. 2 und 3 StGB.

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4. Er wird dafür bestraft:

4.1 mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs bei einer Probezeit 
von zwei Jahren;

4.2 als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Wallis vom 3. Mai 2022 mit einer Geldstrafe von 
320 Tagessätzen à CHF 300.00, unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs bei einer Probezeit von zwei 
Jahren;

4.3 mit einer Verbindungsbusse von CHF 10'000.00, bei schuldhaftem Nichtbezahlen mit einer Ersatzfreiheits-
strafe von 33 Tagen.

5. Der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Aussprechen einer Ersatzforderung gegen den Beschuldigten in 

Höhe von CHF 150'000.00 wird abgewiesen. 

6. Die Verfahrenskosten betragen: 

CHF 38'888.15 Untersuchungskosten

CHF 10'000.00 Entscheidgebühr

CHF 7'283.30 Auslagen (inkl. Übersetzungskosten)

CHF 56'171.45 Total

und werden zu zwei Fünftel (CHF 22'468.58) dem Beschuldigten auferlegt. Im übrigen Umfang 

(CHF 33'702.87) werden sie auf die Staatskasse genommen.

7. Der erbetenen Verteidigung des Beschuldigten, Rechtsanwalt G.________, wird eine reduzierte Auf-

wandentschädigung in Höhe von CHF 57'962.69 (inkl. MWST) zu Lasten der Staatskasse zugesprochen.   

C. Zivilklagen  

1. B.________ wird verpflichtet, die folgenden Zivilkläger wie folgt zu entschädigen:

[…]

Im allenfalls übersteigenden Betrag werden die vorstehenden Zivilklagen der vorerwähnten Personen auf 

den Zivilweg verwiesen. 

2. Die restlichen Zivilklagen werden auf den Zivilweg verwiesen. 

3. Die Aufwandentschädigungsanträge der Privatkläger werden abgewiesen.

D. Entscheid über beschlagnahmte Gegenstände / Vermögenswerte 

1. Die beschlagnahmte Liegenschaft von B.________ in Spanien (Immueble AE.________, Alicante) ist nach 

Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides rechtshilfeweise in Spanien zu verwerten. Der Verwertungserlös 

ist in die Schweiz zu transferieren und bleibt als Surrogat der Liegenschaft beschlagnahmt. Die Beschlag-

nahme des Verwertungserlöses wird zwecks Sicherstellung und Durchsetzung der Verfahrenskosten 

(Ziff. A.6), der Kosten der amtlichen Verteidigung (Ziff. A.7.3) und der Ersatzforderung (Ziff. A.5) nach 

Rechtskraft dieses Urteils aufrechterhalten, und zwar bis zu deren vollständigen Bezahlung oder bis in ei-

nem allfälligen Zwangsvollstreckungsverfahren über die Anordnung von betreibungsrechtlichen Siche-

rungsmassnahmen entschieden wurde, längstens jedoch bis 24 Monate nach Eingang des Erlöses in der 

Schweiz aus der Verwertung der Liegenschaft.  

Seite 11/232

2. Die durch die Zuger Polizei, Dienst Kriminaltechnik, forensisch gesicherten und unter den Fall-Nr. 

2017/1/546 und 2018/7/551 aufbewahrten Daten sind nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides durch 

die Zuger Polizei unwiderruflich zu löschen. 

[Rechtsmittel]"

2. Prozessverlauf im Berufungsverfahren 

2.1 Gegen den Urteilsspruch der Vorinstanz erfolgten mehrere Berufungsanmeldungen. Im An-
schluss daran wurden die nachfolgenden Berufungserklärungen beim Obergericht des Kan-
tons Zug (nachfolgend: Berufungsgericht) eingereicht: 

2.1.1 Die Verteidigung von B.________ reichte am 24. Juni 2024 eine Berufungserklärung ein. Sie 
beantragte die Aufhebung des angefochtenen Urteils und Rückweisung an das erstinstanzli-
che Gericht zur Durchführung einer neuen Hauptverhandlung (Urteilseröffnung). Eventualiter 
beantragte sie, es seien die folgenden Dispositivziffern des erstinstanzlichen Urteils der Vor-
instanz vom 7. März 2024 aufzuheben: A.3 (A3.1. und A3.2), A.4, A.5, A.6, A.7.3, C.1 (C.1.1 
bis C.1.40), D.1. Nicht angefochten seien die folgenden Dispositivziffern: A.1, A.2, (A.2.1 und 
A.2.2), A.7.1, A.7.2, C.2, C.3, D.2. Die Verteidigung stellte dabei folgende Anträge:  

"[…]

1. Herr B.________ sei vollumfänglich von Schuld und Strafe freizusprechen. 

2. Das Verfahren gegen B.________ wegen Widerhandlung gegen Art. 44 Abs. 1 FINMAG i.V.m. Art. 10 

Abs. 1 aBEHG sei einzustellen. 

3. Das Verfahren gegen B.________ wegen Geldwäscherei nach Art. 305bis StGB sei einzustellen. 

4. Es sei die Verletzung des Beschleunigungsgebots festzustellen. 

5. B.________ sei eine angemessene Genugtuung zuzusprechen. 

6. Die erkennungsdienstlichen Unterlagen inklusive DNA-Profil von B.________ seien nach Rechtskraft sofort 

zu löschen. 

7. Die Zivilklagen seien abzuweisen, eventualiter seien sie auf den Zivilweg zu verweisen. 

8. Die beschlagnahmte Liegenschaft […] sei Herrn B.________ herauszugeben. 

9. Gegen Herrn B.________ sei keine Ersatzforderung auszusprechen. 

10. Die Kosten der amtlichen Verteidigungen (zzgl. MwSt.) im Untersuchungs- und erstinstanzlichen Gerichts-

verfahren seien vollständig und definitiv auf die Staatskasse zu nehmen. 

11. Die Verfahrenskosten des Untersuchungs- und erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens seien in ihrer Gänze 

auf die Staatskasse zu nehmen.

12. Alles unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt). 

[sowie weitere prozessuale Anträge]"

2.1.2 Die erbetene Verteidigung von F.________ reichte am 21. Juni 2024 eine Berufungser-
klärung ein. Sie focht darin die Dispositivziffern B.3 (B.3.1 und B.3.2), B.4 (B.4.1, B.4.2 und 
B.4.3), B.6 und B.7 des Urteils der Vorinstanz an. Sie stellte folgende Anträge: 

"[…]
1. Mein Mandant sei von Schuld und Strafe freizusprechen. 

Seite 12/232

2. Die Verfahrenskosten seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen. 

3. Meinem Mandanten seien die Kosten (inkl. MWST) für seine erbetene Verteidigung im Untersuchungsver-

fahren und im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren in der Höhe von CHF 131'161.55 (inkl. MWST) sowie im 

zweitinstanzlichen Gerichtsverfahren vollumfänglich zu erstatten.

[…]"

2.1.3 Die weiteren Parteien reichten innert der gesetzlichen Frist keine Berufungserklärungen ein. 
Die Staatsanwaltschaft sowie der Privatkläger W.________ zogen ihre Berufungen zurück. 

2.2 Mit Präsidialverfügung vom 10. Juli 2024 eröffnete der Abteilungspräsident der I. Strafabtei-
lung als Verfahrensleiter des Berufungsverfahrens (nachfolgend: Verfahrensleitung) die Be-
rufungserklärungen von B.________ und F.________ den Parteien und setzte Fristen für 
Anschlussberufungen und Nichteintretensanträge. Ferner wurde der Verteidigung von 
B.________ bis am 30. September 2024 Akteneinsicht gewährt. Auf einen Antrag, es sei ihm 
eine Frist für eine schriftliche Stellungnahme anzusetzen, wurde nicht eingetreten. Ferner 
setzte die Verfahrensleitung den Parteien Frist, um Beweisanträge einzureichen und zu den 
prozessualen Anträgen von B.________ Stellung zu nehmen (OG GD 11/1). 

2.2.1 Die Staatsanwaltschaft erhob mit Eingabe vom 25. Juli 2024 Anschlussberufung und stellte 
die folgenden Anträge (OG GD 4/2): 

"1. Die Berufung von B.________ vom 25. Juni 2024 sei abzuweisen. 

1.1 Die Dispositiv-Ziffer 2.1 des Urteils sei aufzuheben. B.________ sei des gewerbsmässigen Betrugs zum 

Nachteil der Aktionäre der J.________ AG (gemäss Anklageziffer II.3) schuldig zu sprechen. 

1.2 Die Dispositiv-Ziffer A.4 des Urteils sei aufzuheben. B.________ sei mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren 

zu bestrafen, unter Anrechnung der erstandenen Haft von 1'707 Tagen. 

1.3 Die Dispositivziffer A.5 des Urteils sei aufzuheben. Gegen B.________ sei eine Ersatzforderung von 

CHF 500'000.00 auszusprechen. 

1.4 Die Dispositivziffern A.6 und A.7.3 des Urteils seien aufzuheben. Die B.________ betreffenden Verfahrens-

kosten seien ihm nicht zu drei Viertel, sondern vollumfänglich aufzuerlegen. B.________ habe dem Staat 

nicht nur zu drei Viertel, sondern sämtliche Kosten der amtlichen Verteidigung zurückzuzahlen, sobald es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

2. Die Berufung von F.________ sei abzuweisen. 

2.1 Die Dispositiv-Ziffer B.2.1 des Urteils sei aufzuheben. F.________ sei der Gehilfenschaft zum gewerbsmäs-

sigen Betrug zum Nachteil der Aktionäre der J.________ AG (gemäss Anklageziffer II.3) schuldig zu spre-

chen. 

2.2 Die Dispositiv-Ziffer B.4. (4.1-4.3) des Urteils sei aufzuheben. F.________ sei zu bestrafen mit einer Frei-

heitsstrafe von 36 Monaten, wobei der Vollzug im Umfang von 24 Monaten aufzuschieben und die Probezeit 

auf zwei Jahre festzusetzen sei; die übrigen 12 Monaten seien zu vollziehen.

2.3 Die Dispositiv-Ziffer B.5 des Urteils sei aufzuheben. Gegen F.________ sei eine Ersatzforderung in der 

Höhe von CHF 150'000.00 auszusprechen. 

2.4 Die Dispositiv-Ziffern B.6 und B.7 des Urteils seien aufzuheben. Die F.________ betreffenden Verfahrens-

kosten seien ihm nicht nur zu zwei Fünftel, sondern zu vier Fünftel aufzuerlegen. Die der erbetenen Vertei-

digung von F.________, Rechtsanwalt G.________, zugesprochene Aufwandsentschädigung in Höhe von 

CHF 57'962.69 zu Lasten der Staatskasse sei entsprechend dem Ausgang des Berufungsverfahrens durch 

das Obergericht festzusetzen bzw. zu reduzieren. 

Seite 13/232

3. Im Übrigen sei das Urteil des Strafgerichts des Kantons Zug vom 07.03.2024 (SG 2021 10/11) zu bestäti-

gen, soweit es nicht bereits in Rechtskraft erwachsen ist. 

4. B.________ und F.________ seien sämtliche Kosten des Berufungsverfahrens anteilsmässig aufzuerle-

gen." 

2.2.2 Mit Eingabe vom 15. Juli 2024 (Eingang: 19. Juli 2024) reichte der Privatkläger H.________ 
eine Anschlussberufung ein. Er teilte mit, dass er die zu geringe Höhe der Ersatzforderung 
von CHF 300'000.00 gegen B.________ nicht anerkenne, diese sei wegen des aufgetretenen 
Schadens in zigfacher Millionenhöhe erheblich zu klein (OG GD 5/1). 

2.3.1 Am 13. August 2024 eröffnete die Verfahrensleitung die Anschlussberufungen den Parteien 
und setzte Frist zur Einreichung von Nichteintretensanträgen (OG GD 11/2). Mit Eingabe 
vom 3. September 2024 beantragte die Verteidigung von B.________, dass auf die An-
schlussberufungen der Staatsanwaltschaft und von H.________ nicht einzutreten sei 
(OG GD 2/7). 

2.3.2 Mit Präsidialverfügung vom 27. August 2024 trat der zuständige Abteilungspräsident des Be-
rufungsgerichts als Einzelrichter gemäss § 23 Abs. 2 lit. d und f des Gerichtsorganisations-
gesetzes (BGS 161.1; GOG) auf die Berufungen der Privatkläger H.________, AA.________ 
und AB.________, AC.________ und von AD.________ et al. zufolge Nichteinreichung der 
Berufungserklärung nicht ein. Die Berufungsverfahren der Staatsanwaltschaft und des Pri-
vatklägers W.________ wurden in der genannten Präsidialverfügung zufolge Rückzugs ab-
geschrieben (OG GD 11/4). Der Entscheid ist in Rechtskraft erwachsen. 

2.3.3 Am 21. Oktober 2024 trat das Berufungsgericht auf die Berufungen von B.________ und von 
F.________ sowie auf die Anschlussberufungen der Staatsanwaltschaft sowie von 
H.________ ein (OG GD 11/7). Am gleichen Tag beschloss das Berufungsgericht, den An-
trag von B.________ auf Rückweisung des Strafverfahrens an die Vorinstanz abzuweisen 
(OG GD 11/9). 

2.3.4 In der Präsidialverfügung vom 28. November 2024 stellte die Verfahrensleitung fest, dass die 
Verteidigung des Beschuldigten F.________, die Staatsanwaltschaft sowie die Privatkläger 
keine Beweisanträge eingereicht hatten. Die Verfahrensleitung wies darüber hinaus die Be-
weisanträge der Verteidigung von B.________ weitgehend ab (OG GD 11/10).

2.3.5 Mit Präsidialverfügung vom 6. Dezember 2024 wurden die Termine für die Berufungsver-
handlung auf den 12. März 2025, 17. März 2025, 19. März 2025, 20. März 2025 und den 
21. März 2025 festgelegt. Der Privatkläger H.________ wurde von der Berufungsverhand-
lung dispensiert und ihm wurde Frist gesetzt, eine schriftliche Berufungsbegründung einzu-
reichen. Am gleichen Tag erfolgten Vorladungen – resp. im Fall des im Ausland wohnhaften 
B.________ Einladungen an – die Beschuldigten (OG GD 11/11).

2.3.6 Mit Eingabe vom 11. Februar 2025 reichte H.________ die schriftliche Begründung der An-
schlussberufung ein (OG GD 5/7). Diese wurde den Parteien eröffnet (OG GD 11/12). 

2.3.7 Am 16. Februar 2025 zog F.________ die Berufung zurück. Das Berufungsverfahren betref-
fend die Berufung von F.________ und die diesbezügliche Anschlussberufung der Staatsan-
waltschaft wurden separat erledigt (OG GD 3/6; OG GD 11/13). 

Seite 14/232

2.3.8 Auf Gesuch der amtlichen Verteidigung vom 10. März 2025 hin wurde die angesetzte Beru-
fungsverhandlung auf den 16. Juni 2025, 18. Juni 2025, 25. Juni 2025, 26. Juni 2025 und 
27. Juni 2025 verschoben. Ebenfalls wurden weitere Reservetermine im August und Sep-
tember 2025 festgelegt (OG GD 13/10-12). 

2.3.9 Mit Eingabe vom 3. Juni 2025 (Eingang: 10. Juni 2025) machte B.________ mehrere Verfah-
renshindernisse geltend. Er beantragte, die angesetzte Berufungsverhandlung sei zu ver-
schieben, bis über seine formellen Anträge entschieden sei (OG GD 2/15). B.________ wur-
de orientiert, dass die Anträge, sofern er daran festhalten würde, als Vorfragen an der Beru-
fungsverhandlung geprüft würden (OG GD 2/16). Am 12. Juni 2025 reichte B.________ ein 
Ausstandsersuchen gegen den Spruchkörper ein. Dieses wurde an die zuständige Abtei-
lungspräsidentin i.V., welche für das Ausstandsverfahren ernannt wurde, weitergeleitet. 

2.4 B.________ erschien am 16. Juni 2025 und am 18. Juni 2025 zur Berufungsverhandlung. 
Ebenfalls anwesend waren sein amtlicher Verteidiger und der fallzuständige Staatsanwalt. 

2.4.1 B.________ warf mehrere Vorfragen auf und beantragte u.a. die Vertagung der Berufungs-
verhandlung, eine beschwerdefähige Verfügung sowie mehrere Feststellungen (OG GD 
15/1/2). Das Berufungsgericht wies die Anträge ab, soweit es darauf eintrat. Die Verfahrens-
leitung begründete den Entscheid mündlich und wies B.________ darauf hin, dass die 
schriftliche Begründung dieser verfahrensleitenden Beschlüsse im Endurteil erfolge (OG GD 
OG GD 15/1 S. 6).

2.4.2 Im Beweisverfahren erfolgte die Befragung von B.________ zur Person und zur Sache. Nach 
der Befragung wurden mehrere Unterlagen, die B.________ einreichte, zu den Akten ge-
nommen. Ein Beweisantrag, es seien die sichergestellten Datenträger durch das Berufungs-
gericht nochmals auszuwerten, wurde unter dem Vorbehalt von Art. 349 StPO abgewiesen. 
Weitere Beweisanträge stellten die Parteien nicht. 

2.4.3 Die Verteidigung stellte im Rahmen ihres Parteivortrags an der Berufungsverhandlung die 
folgenden Anträge (OG GD 15/1/6): 

"1. Herr B.________ sei vollumfänglich von Schuld und Strafe freizusprechen. 

2. Das Verfahren gegen B.________ wegen Widerhandlung gegen Art. 44 Abs. 1 FINMAG i.V.m. Art. 10 

Abs. 1 aBEHG sei einzustellen. 

3. Das Verfahren gegen B.________ wegen Geldwäscherei nach Art. 305bis StGB sei einzustellen. 

4. Es sei die Verletzung des Beschleunigungsgebots festzustellen.

5. B.________ sei eine Genugtuung von CHF 230'445.00 zuzusprechen. 

6. Die erkennungsdienstlichen Unterlagen inklusive DNA-Profil von B.________ seien nach Rechtskraft des 

Urteils sofort zu löschen. 

7. Die Zivilklagen seien abzuweisen, eventualiter seien sie auf den Zivilweg zu verweisen. 

8. Die beschlagnahmte Liegenschaft (Immueble AE.________, Alicante) sei an Herrn B.________ herauszu-

geben. 

9. Gegen B.________ sei keine Ersatzforderung auszusprechen. 

10. Die Kosten der amtlichen Verteidigungen (zzgl. MwSt.) im Untersuchungs- und erstinstanzlichen Gerichts-

verfahren seien vollständig und definitiv auf die Staatskasse zu nehmen. 

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11. Die Verfahrenskosten des Untersuchungs- und erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens seien in ihrer Gänze 

auf die Staatskasse zu nehmen. 

12. Alles unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt)."

2.4.4 B.________ wurde das Recht gewährt, zusätzlich zu seinem amtlichen Verteidiger einen 
Parteivortrag halten. Er stellte in diesem Zusammenhang ebenfalls Anträge, wobei sein amt-
licher Verteidiger bestätigte, dass er die Anträge und den vorbereiteten Parteivortrag von 
B.________ kenne (OG GD 15/1 S. 89). Er beantragte wie sein amtlicher Verteidiger im We-
sentlichen Freisprüche resp. Einstellungen. Bezüglich der Vorwürfe des unbewilligten Effek-
tenhandels und des gewerbsmässigen Betrugs zum Nachteil der Aktionäre der I.________ 
sei das Verfahren an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die ausgesprochene Strafe sei zu re-
duzieren und er sei für die unrechtmässig erlittene Haft zu entschädigen. Ebenfalls sei eine 
systemische Rechtsverweigerung durch die Vorinstanz festzustellen. Das Verfahren sei all-
gemein an die Vorinstanz zur neuen Beurteilung zurückzuweisen. Überdies stellte 
B.________ zahlreiche Feststellungsanträge hinsichtlich verjährter oder unter Verletzung des 
Anklagegrundsatzes beurteilter Vorwürfe. Er beantragte ferner die Abweisung der An-
schlussberufungen (OG GD 15/1/8 S. 1-2). 

2.4.5 Die Staatsanwaltschaft beantragte im Rahmen ihres Parteivortrags die Abweisung der Beru-
fung von B.________ und hielt an ihren in der Anschlussberufung gestellten Anträgen fest 
(OG GD 15/1/9). 

2.4.6 Nach den Parteivorträgen hielt B.________ ein Schlusswort. Die Verfahrensleitung teilte dar-
aufhin den Parteien mit, dass ein Urteil nicht am heutigen Tag eröffnet werden könne und ein 
neuer Termin für die mündliche Urteilsverkündung angesetzt werden müsse. Die Parteien 
verzichteten daraufhin auf eine mündliche Urteilsverkündung und gaben ihr Einverständnis 
zu einer schriftlichen Urteilseröffnung ab (OG GD 15/1 S. 101). 

III. Formelles 

1. Schwere und unheilbare Mängel des vorinstanzlichen Verfahrens 

1.1 Die Verteidigung von B.________ beantragte die Rückweisung des Strafverfahrens an die 
Vorinstanz (OG GD 2/1; OG GD 2/4). Mit verfahrensleitendem Beschluss vom 21. Oktober 
2024 wurde der Antrag abgewiesen. An der Berufungsverhandlung beantragte B.________ 
erneut die Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz (OG GD 15/1/8). 

1.2 Nach Art. 409 Abs. 1 StPO hebt das Berufungsgericht bei wesentlichen, im Berufungsverfah-
ren nicht heilbaren Mängeln das angefochtene Urteil ausnahmsweise auf und weist die Sa-
che zur Durchführung einer neuen Hauptverhandlung und zur Fällung eines neuen Urteils an 
die Vorinstanz zurück. Die kassatorische Erledigung durch Rückweisung ist aufgrund des re-
formatorischen Charakters des Berufungsverfahrens die Ausnahme und kommt nur bei derart 
schwerwiegenden, nicht heilbaren Mängeln des erstinstanzlichen Verfahrens in Betracht, in 
denen die Rückweisung zur Wahrung der Parteirechte, in erster Linie zur Vermeidung eines 
Instanzenverlusts, unumgänglich ist (BGE 143 IV 408 E. 6.1). Notwendig sind Rückweisun-
gen u.a. bei (1.) der Verweigerung von Teilnahmerechten oder nicht gehöriger Verteidigung 

Seite 16/232

(Urteil des Bundesgerichts 6B_512/2012 vom 30. April 2013 E. 1.3.3); (2.) bei falscher Be-
setzung des Gerichts (Urteil des Bundesgerichts 6B_682/2012 vom 25. April 2013 E. 1.3); 
oder (3.) bei unvollständiger Behandlung sämtlicher Anklage- oder Zivilpunkte (Botschaft 
vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1318 
Ziff. 2.9.3.3).

1.3 Die Verteidigung von B.________ kritisiert, das Urteil des Strafgerichts vom 7. März 2024 
(nachfolgend: Urteil der Vorinstanz) sei nicht mündlich eröffnet worden (OG GD 2/4 Ziff. 6 
ff.). Dies sei ein Rückweisungsgrund. 

1.3.1 In diesem Zusammenhang ergibt sich aus den Verfahrensakten, dass die Parteien an der 
Hauptverhandlung bei der Vorinstanz auf eine öffentliche Urteilseröffnung verzichtet haben 
(SG GD 10/4 S. 8). Das Urteilsdispositiv wurde nach der Urteilsfällung der amtlichen Vertei-
digung von B.________ zugesendet (SG GD 11/2/9). Diese erhielt auch das schriftlich be-
gründete Urteil übermittelt (SG GD 11/7/10). Das schriftlich begründete Urteil wurde ferner 
einem an der Hauptverhandlung anwesenden Pressevertreter zugesendet (SG GD 11/18). 

1.3.2 Gemäss Art. 30 Abs. 3 der Bundesverfassung (SR 101; BV) sind Gerichtsverhandlungen und 
Urteilseröffnungen öffentlich, wobei das Gesetz Ausnahmen vorsehen kann. Die Strafpro-
zessordnung, welche nach Art. 190 BV in der Rechtsanwendung bindend ist, enthält dabei 
mehrere gesetzliche Ausnahmen vom Grundsatz der Justizöffentlichkeit. Eine solche gesetz-
liche Ausnahme ist bei den Urteilseröffnungen vorgesehen. Falls das Urteil nicht sofort gefällt 
werden kann und die Parteien auf eine mündliche Urteilseröffnung verzichten, ist es nach 
Art. 84 Abs. 3 StPO zulässig, das Urteilsdispositiv nach der Urteilsfällung direkt den Parteien 
zuzustellen. Diese Bestimmung legt es mithin in die Hände der Parteien, zu entscheiden, ob 
sie den Zusatzaufwand einer mündlichen Urteilseröffnung auf sich nehmen möchten, zumal 
das Urteil bei einer Berufungsanmeldung in jedem Fall schriftlich begründet werden muss 
(Art. 82 Abs. 2 lit. b StPO). 

1.3.3 Es liegt in der Natur der Sache, dass durch einen Verzicht auf eine mündliche Urteilseröff-
nung die Öffentlichkeit keiner mündlichen Begründung des Urteils durch das Gerichts bei-
wohnen kann. Deswegen wurden gesetzliche Kompensationsmechanismen geschaffen. In 
Umsetzung des Grundsatzes der Justizöffentlichkeit gemäss Art. 30 Abs. 3 BV und Art. 69 
Abs. 2 StPO sieht das kantonale Recht unter § 97 Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes 
(BGS 161.1; GOG) vor, dass die Entscheide der Gerichte, die nach Bundesrecht öffentlich 
sind und nicht mündlich eröffnet werden, während dreier Tage bei der Gerichtskanzlei zur 
Einsicht für die Öffentlichkeit aufzulegen sind. In diesen Fällen können folglich die interes-
sierten Personen anstelle der mündlichen Urteilseröffnung nachträglich in die Urteile und 
Strafbefehle Einsicht nehmen. Zudem bestehen weitergehende Einsichtsrechte für Medien-
schaffende. Gemäss der kantonalen Verordnung über die Gerichtsberichterstattung in der Zi-
vil- und Strafrechtspflege (BGS 161.14; VGB) erhalten die akkreditierten Medienschaffenden 
die Anklageschrift vor der Verhandlung zugestellt. Sie erhalten zudem eine Kopie des schrift-
lich begründeten Urteils in Strafsachen zugestellt, sofern sie an der Verhandlung teilgenom-
men haben (§ 7 Abs. 1 lit. e und f VGB). Ferner haben Medienschaffende das Recht, auch 
noch im Berufungsverfahren Einsicht in die erstinstanzliche schriftliche Urteilsbegründung zu 
nehmen (§ 8 Abs. 1 VGB). 

Seite 17/232

1.3.4 Die Verteidigung von B.________ stellt, im Gegensatz zu den Ausführungen in der Beru-
fungserklärung vom 24. Juni 2024 (OG GD 2/1), nicht mehr in Abrede, dass die Parteien 
tatsächlich auf die Durchführung einer mündlichen Urteilseröffnung im Sinne von Art. 84 
Abs. 3 StPO verzichtet haben. Stattdessen bringt die Verteidigung von B.________ in der 
Eingabe vom 20. August 2024 erstmalig vor, die Einwilligung zum Verzicht auf eine mündli-
che Urteilseröffnung sei unter Zwang erfolgt (OG GD 2/4 Ziff. 16 ff.). Denn die Staatsanwalt-
schaft habe einer Haftentlassung nur unter der Bedingung zugestimmt, dass B.________ auf 
die Durchführung der mündlichen Urteilseröffnung verzichte. Diese Argumentation ist aus 
mehreren Gründen unbehelflich. Die Haftanhörung wurde im Anschluss an die Hauptver-
handlung durchgeführt. B.________ hatte jedoch bereits vorher am Ende der Hauptverhand-
lung auf die mündliche Urteilseröffnung verzichtet. Diese Willenserklärung steht damit nicht 
im Zusammenhang mit der nachher erfolgten Äusserung der Staatsanwaltschaft, dass sie 
keine Einwendungen gegen die Haftentlassung habe (vgl. SG GD 10/5). Zudem war das Ein-
verständnis der Staatsanwaltschaft nicht zwingend notwendig, um B.________ aus der Haft 
zu entlassen (Art. 230 Abs. 3 und 4 StPO). Die Staatsanwaltschaft konnte mithin die Haftent-
lassung nicht als Zwangsmittel einsetzen, da sie für diese nicht allein zuständig war. Und 
letztlich befand sich B.________ nicht in einer Zwangslage. Der Umstand, dass die angebli-
che Zwangssituation prozessual von der amtlichen Verteidigung erst geltend gemacht wurde, 
als sie durch die Verfahrensleitung in der Präsidialverfügung vom 10. Juli 2024 auf den pro-
tokollierten Verzicht hingewiesen wurde (vgl. OG GD 11/1), lässt das gesamte Argument mit 
der angeblichen Zwangssituation als nachgeschoben und damit als nicht authentisch er-
scheinen. 

1.3.5 Die Verteidigung macht geltend, die Staatsanwaltschaft habe nach Art. 337 Abs. 3 StPO 
zwingend an der Hauptverhandlung teilnehmen müssen. Daraus folge, dass die Staatsan-
waltschaft nicht auf die mündliche Urteilseröffnung verzichten könne (OG GD 2/4 Ziff. 19 ff.). 
Dieses Argument ist unzutreffend. Erstens ist nicht klar, ob Art. 337 Abs. 3 StPO, wonach die 
Staatsanwaltschaft die Anklage vor Gericht persönlich zu vertreten habe, auch die Anwesen-
heit an der mündlichen Urteilseröffnung umfasst, zumal in diesem Stadium nach der Urteils-
fällung keine Rechtserklärungen mehr abgegeben werden müssen. Diese Frage muss indes-
sen nicht abschliessend geklärt werden. Denn selbst unter dieser Prämisse würde dies nicht 
bedeuten, dass die Staatsanwaltschaft nicht auf die Teilnahme an der mündlichen Urteilsbe-
gründung verzichten könnte. In dieser Konstellation würde es zwar zutreffen, dass Art. 337 
Abs. 3 StPO und Art. 84 Abs. 3 StPO inhaltlich miteinander kollidieren würden: Die eine Re-
gelung würde die persönliche Anklagevertretung der Staatsanwaltschaft vor Gericht vorse-
hen, während die andere Regelung die Möglichkeit eines Verzichts auf die mündliche Ur-
teilseröffnung einräumen würde. Eine Kollision von gesetzlichen Regelungen ist indessen 
nicht ungewöhnlich. Zur Anwendung gelangt in diesen Fällen die als "lex specialis" bezeich-
nete Kollisionsregel, wonach die speziellere Norm der allgemeineren Norm vorgeht (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts 8C_655/2017 vom 3. Juli 2018 E. 4.2). Art. 84 Abs. 3 StPO wäre in 
dieser Konstellation, im Verhältnis zur allgemeinen Anwesenheitspflicht der Staatsanwalt-
schaft nach Art. 337 Abs. 3 StPO, eine solche Spezialbestimmung. Diese regelt ausschliess-
lich den Aspekt des Verzichts der Parteien auf die mündliche Urteilseröffnung und nicht wie 
Art. 336-338 StPO die Anwesenheit der Parteien an der Hauptverhandlung. Folglich würde 
die Regel von Art. 84 Abs. 3 StPO dem allgemeinen Grundsatz, dass die Staatsanwaltschaft 
in gewissen Konstellationen zwingend an der Hauptverhandlung teilzunehmen habe, vorge-
hen. 

Seite 18/232

1.3.6 Der amtliche Verteidiger führt aus, die Medien seien von der Hauptverhandlung ausge-
schlossen worden, indem die Vorinstanz das Urteil schriftlich eröffnet habe (OG GD 2/4 
Ziff. 11). Auch dieses Argument ist aus mehreren Gründen nicht zu hören. Erstens ist 
B.________ kein Journalist und damit nicht berechtigt, Rechtsverletzungen anzuführen, die 
einzig dem Schutz anderer Parteien (bzw. dem Schutz der Medienschaffenden) dienen. Sei-
ner diesbezüglichen Rüge mangelt es mithin an einem persönlichen Rechtsschutzinteresse 
(Art. 382 Abs. 1 StPO; vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_269/2018 vom 24. Oktober 2018 
E. 1.4). Zweitens fand kein Ausschluss der Medienschaffenden von der Hauptverhandlung 
statt, sondern es erfolgte ein Verzicht der Parteien auf die mündliche Urteilseröffnung 
gemäss Art. 84 Abs. 3 StPO. Drittens ist darin keine Rechtsverletzung zu erkennen. Gestützt 
auf die gesetzliche Grundlage von Art. 84 Abs. 3 StPO war es vorliegend zulässig, keine 
mündliche Urteilseröffnung durchzuführen. Die Bestimmung dient der effizienten Durch-
führung eines Strafverfahrens und basiert damit auf einem öffentlichen Interesse. Der damit 
verbundene Eingriff in die Medienfreiheit und in den Grundsatz der Justizöffentlichkeit war 
gering, da spezielle kompensatorische Massnahmen bestanden. So konnte jedermann das 
295-seitige Urteil der Vorinstanz nach dessen schriftlichen Ausfertigung bei der Kanzlei des 
Strafgerichts einsehen. Ferner erhielten die Medienschaffenden, welche an der Hauptver-
handlung teilnahmen, das schriftlich begründete Urteil zugesendet. Gestützt darauf wurden, 
soweit ersichtlich, auch Presseartikel über den Fall verfasst. Ferner hätten die Medienschaf-
fenden auch das Recht, das erstinstanzliche Urteil im Berufungsverfahren nochmals einzu-
sehen. Es ist nicht ersichtlich, wie durch dieses System die Pressearbeit behindert und die 
Medienfreiheit tangiert wird. 

1.3.7 Bei diesem Ausgang ist ein Verfahrensfehler der Vorinstanz im Zusammenhang mit dem 
Verzicht auf eine mündliche Urteilseröffnung nicht erkennbar. Ein nicht heilbarer, schwerer 
Verfahrensfehler liegt nicht vor. Der Antrag von B.________, es sei im genannten Zusam-
menhang eine systemische Rechtsverweigerung festzustellen (vgl. OG GD 15/1/8, Antrag F 
lit. e), ist abzuweisen. 

1.4 Die Verteidigung legt dar, gegen B.________ sei von der Staatsanwaltschaft u.a. ein Unter-
suchungsverfahren betreffend Geldwäscherei geführt worden. Dies sei aber nicht angeklagt 
worden. Es sei auch keine Einstellung erfolgt. Die Vorinstanz hätte diesen Punkt prüfen sol-
len. Sie habe folglich ihr Verfahren nicht abgeschlossen, was ein Grund für die Rückweisung 
des Verfahrens darstelle (sinngemäss: OG GD 2/4 Ziff. 27 ff.). Mit verfahrensleitendem Be-
schluss vom 21. Oktober 2024 wurde der Antrag abgewiesen. An der Berufungsverhandlung 
beantragte die Verteidigung erstmalig, der Vorwurf der Geldwäscherei sei durch das Beru-
fungsgericht einzustellen (OG GD 15/1/6). Es besteht zum Urteilszeitpunkt weder ein Grund 
für eine Einstellung noch ein Grund für eine Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz. 
Das Strafgericht kann einen Geldwäschereisachverhalt nicht prüfen, wenn er nicht angeklagt 
wurde (Art. 9 StPO; Art. 350 StPO). Darin ist weder ein Rechtsfehler noch ein unvollständi-
ges Urteil zu erkennen. Das Berufungsgericht ist zudem nicht in der Lage, einen Einstel-
lungsbeschluss betreffend den Geldwäschereivorwurf zu erlassen. Denn was nicht Teil des 
vorinstanzlichen Urteils war, kann grundsätzlich nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens 
sein. Wenn das entsprechende Strafverfahren gegen B.________ betreffend Geldwäscherei 
noch bei der Staatsanwaltschaft im Untersuchungsverfahren hängig wäre, würde es in deren 
Ermessen liegen, die Angelegenheit zur gegebenen Zeit zu erledigen. Überdies ist fraglich, 
ob ein Geldwäschereivorwurf gegen B.________ im Untersuchungsverfahren noch im Raum 

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steht. Wie die Staatsanwaltschaft an der Berufungsverhandlung zutreffend ausgeführt hat, 
handelte es sich bei diesen Vorwürfen um Geldwäschereimeldungen, u.a. der AF.________ 
Bank. Diese Geldwäschereimeldungen umfassen den Geldfluss, welcher Gegenstand des 
Betrugsvorwurfs ist (vgl. HD 2/3, HD 2/6). Entsprechend hat die Staatsanwaltschaft den 
Sachverhalt rechtlich anders gewürdigt, weswegen die Vorwürfe nicht zusätzlich eingestellt 
werden müssen (vgl. OG GD 15/1 S. 4). 

1.5 Die Verteidigung beruft sich darauf, dass ein möglicher Instanzenverlust entstehe, da 
B.________ erstinstanzlich des unbewilligten Effektenhandels schuldig gesprochen worden 
sei, obwohl die Straftaten verjährt seien (OG GD 2/4 Ziff. 65-98). Dies sei ein Rückweisungs-
grund. Dieser Argumentation ist nicht zu folgen. Auch das Obergericht als Berufungsgericht 
kann verjährte Sachverhalte einstellen, weswegen ein möglicher Rechtsfehler geheilt werden 
könnte. Das Berufungsverfahren ist u.a. gerade vorgesehen, um mögliche Rechtsfehler zu 
korrigieren. Von einem schweren und unheilbaren Rechtsfehler, welcher zu einer Rückwei-
sung nach Art. 409 StPO führen könnte, kann damit keine Rede sein. 

1.6 Die Verteidigung argumentiert, es sei das Beschleunigungsgebot verletzt worden (OG GD 
2/4 Ziff. 99-117). Was diese Ausführungen mit der beantragten Rückweisung zu tun haben 
könnten, legt die Verteidigung (erneut) nicht ausreichend konzis dar. Dass eine Verletzung 
des Beschleunigungsgebots in Extremfällen ein Verfahrenshindernis sein könnte, mag sein. 
Wie dargelegt, ist das Berufungsgericht durchaus befugt, auf Verfahrenshindernisse zu re-
agieren, indem es Verfahrenseinstellungen beschliessen kann. Die Verteidigung legt somit 
auch in diesem Zusammenhang keine unheilbaren Verfahrensfehler dar. 

1.7 B.________ machte im Berufungsverfahren erstmals sinngemäss geltend, dass zentrale Mit-
beteiligte nicht angeklagt worden seien. Es würden keine tragfähigen sachlichen Gründe be-
stehen, mögliche Mittäter wie V.________, R.________, Z.________, X.________, 
Y.________, AG.________ und weitere nicht anzuklagen. Dies würde zu einer strukturellen 
Verletzung des Fairnessgebots und des Gleichbehandlungsgebots führen (OG GD 15/1/8 
Ziff. 115 f.). Auch dieser Einwand ist nicht stichhaltig. R.________ ist verstorben. Er konnte 
mithin nicht angeklagt werden. V.________ und Z.________ waren im verjährten Tatzeit-
raum für die Banque M.________ Ltd. aktiv, nicht jedoch im vorliegend zu beurteilenden Tat-
zeitraum (vgl. E. B.II.3.1 und E. B.VIII.). X.________ und Y.________ traten als slowenische 
I.________-Aktienvermittler in Erscheinung. Sie bewarben primär die beiden Kapitaler-
höhungen der I.________ in Slowenien. Diese beiden Kapitalerhöhungen betreffen den be-
reits verjährten Teil der Anklage vor dem 7. März 2009 (vgl. E. B.III.5.12). Dass eine Person 
namens AG.________ eine wesentliche Rolle bei den I.________-Vorwürfen in dem im Beru-
fungsverfahren relevanten Tatzeitraum vom 7. März 2009 bis am 2. September 2011 (vgl. 
dazu E. B.I. Ziff. 2.3) spielen könnte, ergibt sich nicht aus den Aussagen und den eingereich-
ten Dokumenten der Anleger. Auch im erhobenen Geldfluss oder in den Geschäftsakten der 
I.________ tritt die genannte Person nicht in Erscheinung. Ein Herr AG.________ wurde im 
spanischen Strafverfahren als ein Anlagevermittler aus Österreich im Zusammenhang mit 
den sog. "Roll-over-Verträgen" der Banque M.________ Ltd. identifiziert. Es besteht kein Be-
zug zum vorliegenden Berufungsverfahren (vgl. dazu E. B.VIII.). 

1.8 Der Beschluss vom 21. Oktober 2024 wurde dem amtlichen Verteidiger gültig eröffnet. Dieser 
gilt damit als zugestellt. Die Argumentation des Beschuldigten, dass die Zustellung des Be-

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schlusses wie auch weitere Zustellungen direkt an ihn persönlich hätten erfolgen müssen, ist 
unzutreffend (Art. 87 Abs. 3 StPO). 

1.9 Mithin liegen keine schweren und unheilbaren Verfahrensfehler vor, welche (ausnahmswei-
se) die Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz rechtfertigen könnten. Dies gilt umso 
mehr, als es sich um ein umfangreiches vorinstanzliches Verfahren handelte, wo Rückwei-
sungsbeschlüsse durch die Berufungsinstanz nicht leichtfertig gefällt werden sollen. 

2. Eintreten auf die Berufungen und Anschlussberufungen 

2.1 Auf die Berufungen und Anschlussberufungen wurde im verfahrensleitenden Beschluss vom 
21. Oktober 2024 eingetreten. Die Parteien bringen dagegen keine neuen Argumente vor, 
welche eine andere Schlussfolgerung aufdrängen würde. Die damaligen Erwägungen können 
wie folgt im Endurteil bestätigt werden: 

2.2 Eine Anschlussberufung muss innert 20 Tagen nach Eröffnung der Berufung erhoben wer-
den. Eine Anschlussberufung ist, wie eine Berufung, inhaltlich an der Berufungsverhandlung 
mündlich zu begründen (Art. 401 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO i.V.m. 
Art. 405 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 346 Abs. 1 StPO). Die Anschlussberufung ist nicht auf den 
Umfang der Hauptberufung beschränkt (Art. 401 Abs. 2 StPO). 

2.3 Gemäss Art. 381 Abs. 1 StPO kann die Staatsanwaltschaft ein Rechtsmittel zugunsten oder 
zuungunsten der beschuldigten oder verurteilten Person ergreifen. Die Staatsanwaltschaft ist 
damit stets legitimiert, ein Rechtsmittel zu ergreifen, wenn sie den anzufechtenden Entscheid 
als nicht korrekt erachtet. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann eine An-
schlussberufung der Staatsanwaltschaft dann rechtsmissbräuchlich und damit unzulässig 
sein, wenn die im Straf- und Sanktionspunkt bei der Vorinstanz vollumfänglich obsiegende 
Staatsanwaltschaft anschlussberufungsweise eine höhere Sanktion beantragen würde, als 
sie bei der Vorinstanz beantragte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1498/2020 vom 29. No-
vember 2021 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 6B_68/2022 vom 23. Januar 2023 E. 5.5; 
Bähler, Basler Kommentar, 3. A. 2023, Art. 401 StPO N 3). 

2.4 Die übrigen Parteien sind zur Erhebung eines Rechtsmittels legitimiert, wenn sie ein rechtlich 
geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides haben (Art. 382 
Abs. 1 StPO). Privatkläger können einen Entscheid hinsichtlich der ausgesprochenen Sank-
tion nicht anfechten (Art. 382 Abs. 2 StPO). 

2.5 Die Verteidigung von B.________ nahm das Urteilsdispositiv am 14. März 2024 entgegen 
(SG GD 11/2/9) und meldete mit Eingabe vom 15. März 2024 (Postaufgabe gleichentags) 
Berufung an (SG GD 12/1). Das schriftlich begründete Urteil wurde der amtlichen Verteidi-
gung von B.________ am 5. Juni 2024 zugestellt (SG GD 11/7/10/1) und diese reichte mit 
Postaufgabe am 25. Juni 2024 die Berufungserklärung für B.________ ein (OG GD 2/1). Die 
in Art. 399 StPO für die Einlegung der Berufung vorgesehenen zwei Parteihandlungen (Beru-
fungsanmeldung innert zehn Tagen seit Eröffnung des Urteils und Berufungserklärung innert 
20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils) erfolgten von der amtlichen Verteidi-
gung von B.________ damit fristgerecht. Nichteintretensgründe wurden von den Parteien 
nicht geltend gemacht und sind auch nicht ersichtlich. Auf die Berufung des Beschuldigten 
B.________ ist einzutreten.

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2.6 Nachdem auf die Berufung einzutreten ist, ist zu prüfen, ob auch auf die gegenüber der Beru-
fung akzessorischen Anschlussberufungen eingetreten werden kann. Nach der Auffassung 
der amtlichen Verteidigung von B.________ sei die Anschlussberufung der Staatsanwalt-
schaft rechtsmissbräuchlich erhoben worden, weswegen auf diese nicht eingetreten werden 
könne (OG GD 2/7 S. 3 ff.). 

2.6.1 Diese Auffassung ist unzutreffend. Die vorstehend genannte Bundesgerichtspraxis ist dann 
anwendbar, wenn die Staatsanwaltschaft vor der ersten Instanz vollumfänglich obsiegt und 
anschliessend, ohne dass wesentliche Weiterungen des Sachverhalts eingetreten wären, 
trotzdem Anschlussberufung erhebt und damit eine noch höhere Sanktion beantragt, als sie 
im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren beantragte. In dieser Konstellation könnte ein An-
schein bestehen, dass das ansonsten gesetzlich vorgesehene Rechtsmittel der Anschlussbe-
rufung allenfalls missbraucht wird. Im vorliegenden Fall beantragte die Staatsanwaltschaft in 
der Anklage wie auch an der Hauptverhandlung bei der Vorinstanz für den angeklagten 
Sachverhalt betreffend die J.________-Aktienverkäufe einen Schuldspruch wegen gewerbs-
mässigen Betrugs. Die Vorinstanz sprach B.________ indessen von diesem Vorwurf frei. Die 
Staatsanwaltschaft, welche nach dem Gesetzeswortlaut von Art. 381 Abs. 1 StPO jeden Ent-
scheid anfechten kann, hat mit der Anschlussberufung ein gesetzlich vorgesehenes Rechts-
mittel gegen einen Entscheid ergriffen, bei dem sie vor der Vorinstanz unterlag. Es ist in die-
sem Kontext nicht ersichtlich, warum es rechtsmissbräuchlich sein sollte, einen Freispruch 
mittels Anschlussberufung anzufechten. Die gleichen Erwägungen sind auch bei der Anfech-
tung der Sanktion durch die Staatsanwaltschaft mittels Anschlussberufung einschlägig. Die 
Staatsanwaltschaft hat bei der Vorinstanz eine Sanktion von acht Jahren Freiheitsstrafe be-
antragt. Die Vorinstanz hat indessen eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und vier Monaten 
ausgesprochen. Auch hier lag die Vorinstanz mit ihrem Strafmass unter den Anträgen der 
Staatsanwaltschaft. Dass die Staatsanwaltschaft mit der Anschlussberufung nicht wie in ih-
ren Schlussanträgen bei der Vorinstanz erneut acht Jahre Freiheitsstrafe beantragte, könnte 
allenfalls daran liegen, dass sie die Einstellung des Verfahrens betreffend gewerbsmässigen 
Betrug vor dem 7. März 2009 und den Freispruch wegen Gläubigerschädigung durch Vermö-
gensverminderung nicht angefochten hat. Dies ist indessen irrelevant. Denn weswegen die 
Staatsanwaltschaft nicht einmal bei einem Unterliegen bei der Vorinstanz befugt sein sollte, 
den Sanktionspunkt mittels Anschlussberufung anzufechten, erschliesst sich nicht. Im Übri-
gen müssen weder Berufung noch Anschlussberufung begründet werden (Art. 401 Abs. 1 
StPO i.V.m. Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO), weswegen auch in der fehlenden Begründung der 
Anschlussberufung kein Indiz für ein rechtsmissbräuchliches Rechtsmittel erkannt werden 
kann. Es mag sein, dass durch Anschlussberufungen generell ein gewisser Druck auf die be-
schuldigte Person ausgeübt wird, da dieser eine höhere Sanktion drohen könnte. Das Recht-
sinstitut der Anschlussberufung ist indessen gesetzlich vorgesehen und es sind keine An-
haltspunkte ersichtlich, dass dieses Rechtsinstitut von der Staatsanwaltschaft vorliegend 
rechtsmissbräuchlich angewendet wurde. 

2.6.2 Ansonsten erfolgte die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft innert der gesetzlichen 
Frist, so dass darauf einzutreten ist. 

2.6.3 Die Verteidigung von B.________ argumentiert sinngemäss, dass H.________ von der aus-
gesprochenen Ersatzforderung von CHF 300'000.00 nicht betroffen sei und folglich nicht legi-
timiert sein könne, diese anzufechten. Er habe seine Forderung nicht an den Staat abgetre-

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ten, was eine Voraussetzung nach Art. 73 Abs. 2 StGB sei (OG GD 2/7 S. 5 ff.). Diese Auf-
fassung der amtlichen Verteidigung ist teilweise zutreffend. Allerdings kann der Antrag von 
H.________ auf Abtretung der staatlichen Ersatzforderung nach Art. 73 Abs. 1 StGB auch 
noch im Berufungsverfahren oder nach der Rechtskraft eines Urteils erfolgen. Entsprechend 
reichte H.________ den Antrag später im Berufungsverfahren ein, was zulässig ist (vgl. da-
zu: Thommen, in: Ackermann [Hrsg.], Kriminelles Vermögen - Kriminelle Organisationen, 
Band I, 2018, § 7, Rz 66). Damit ist die Abtretung nach Art. 73 StGB zu prüfen. Dabei ist die 
Höhe der Ersatzforderung rechtlich relevant für H.________. Dies auch vor dem Hintergrund, 
dass seine zugesprochene Zivilforderung tiefer ist als die von der Vorinstanz ausgesproche-
ne Ersatzforderung. So ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass auch weitere Privatkläger 
nach Abschluss des Berufungsverfahrens die Abtretung der Ersatzforderung beantragen, 
sollten ihre Zivilforderungen sowie die Ersatzforderung rechtskräftig bestätigt werden. 
H.________ hat mithin ein Interesse daran, dass die Ersatzforderung so hoch wie gesetzlich 
möglich angesetzt wird. Dieses Interesse ist auch rechtlich geschützt (Art. 71 StGB, Art. 73 
StGB). H.________ ist mithin nach Art. 382 Abs. 1 StPO legitimiert, die Höhe der Ersatzfor-
derung anzufechten. 

2.6.4 Ansonsten erfolgte die Anschlussberufung von H.________ innerhalb der gesetzlichen Frist. 
Auf seine Anschlussberufung ist einzutreten. Nicht einzutreten ist hingegen auf seinen sinn-
gemässen Antrag, ihm eine höhere Zivilforderung zuzusprechen (vgl. E. H.III.2).

3. Umfang der Berufungen 

3.1 Im Berufungsverfahren gilt die Dispositionsmaxime. Der Berufungskläger muss in seiner Be-
rufungserklärung angeben, ob er das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht (Art. 399 
Abs. 3 lit. a StPO). Ficht er nur Teile des Urteils an, hat er in der Berufungserklärung verbind-
lich anzugeben, auf welche Teile (Schuldpunkt, allenfalls bezogen auf einzelne Handlungen, 
Bemessung der Strafe etc.) sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 4 StPO). Das Beru-
fungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 
Abs. 1 StPO). Es kann zugunsten der beschuldigten Person auch nicht angefochtene Punkte 
überprüfen, um gesetzwidrige oder unbillige Entscheidungen zu verhindern (Art. 404 Abs. 2 
StPO). Soweit die Einschränkung der Berufung auf einzelne Punkte eindeutig und der 
Grundsatz der Untrennbarkeit oder inneren Einheit nicht verletzt ist, muss die Einschränkung 
durch das Berufungsgericht respektiert werden. Die nicht angefochtenen Urteilspunkte wer-
den – unter dem Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 StPO – rechtskräftig. Eine spätere Ausdeh-
nung der Berufung ist ausgeschlossen, nicht aber eine weitere Beschränkung (vgl. dazu um 
fassend Urteil des Bundesgerichts 6B_1403/2019 vom 10. Juni 2020 E. 1.3 m.H.).

3.2 Der Beschuldigte B.________ hat die Dispositivziffern A.1, A.2 (A.2.1 und A.2.2), A.7.1, 
A.7.2, C.2, C.3 und D.2 nicht angefochten (OG GD 2/1 S. 8). Die Staatsanwaltschaft hat hin-
gegen die Dispositivziffern A.2.1, A.4, A.5, A.6 und A. 7.3 mit Anschlussberufung angefoch-
ten (OG GD 4/2). H.________ hat ebenfalls die Dispositivziffer A.5 mittels Anschlussberu-
fung angefochten. Folglich sind bezüglich B.________ die folgenden Dispositivziffern rechts-
kräftig:  

A.1 Einstellung des Vorwurfs des gewerbsmässigen Betrugs vor dem 7. März 2009
A.2.2 Freispruch vom Vorwurf der Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung 

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A.7.1 Festsetzung des Honorars des amtlichen Verteidigers (RA L.________)
A.7.2 Festsetzung des Honorars des amtlichen Verteidigers (RA E.________)
C.2 Verweisung der Zivilforderungen diverser Privatkläger auf den Zivilweg 
C.3 Abweisung der Anträge auf Aufwandsentschädigung der Privatkläger
D.2 Löschung der Daten nach Eintritt der Rechtskraft

3.3 Aufgrund der Anschlussberufungen der Staatsanwaltschaft und von H.________ gilt das 
Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO bei der Sanktion sowie der Ersatzfor-
derung nicht.  

4. Beweisanträge 

4.1 Die Verteidigung von B.________ stellte vor der Berufungsverhandlung mehrere Beweisan-
träge. Die Verfahrensleitung wies die Beweisanträge mehrheitlich ab. Die Verteidigung und 
B.________ stellten an der Berufungsverhandlung nur noch einen Beweisantrag, welchen 
das Berufungsgericht abwies (vgl. zur prozessualen Wirkung von an der Berufungsverhand-
lung nicht wiederholten Beweisanträgen hinsichtlich der Ausschöpfung des kantonalen In-
stanzenzugs: Urteile des Bundesgerichts 6B_1068/2017 vom 28. Juni 2018 E. 2.6.1 und 
6B_811/2017 vom 23. März 2018 E. 1.5). 

4.2 Die Strafbehörden setzen zur Wahrheitsfindung alle nach dem Stand von Wissenschaft und 
Erfahrung geeigneten Beweismittel ein, die rechtlich zulässig sind. Über Tatsachen, die un-
erheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend bewiesen 
sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 1 und 2 StPO). Eine hypothetische Verneinung 
der Beweiseignung setzt voraus, dass die zu beweisende Tatsache auch nach der hypotheti-
schen Würdigung des abzunehmenden Beweises als unerheblich, der Strafbehörde bekannt 
oder bereits als rechtsgenügend erwiesen anzusehen ist. Lehnt die Strafbehörde den Bewei-
santrag ab, hat sie nicht nur darzulegen, weshalb sie aufgrund der bereits abgenommenen 
Beweise eine bestimmte Überzeugung gewonnen hat, sondern auch, weshalb die beantragte 
Beweismassnahme aus ihrer Sicht nichts an ihrer Überzeugung zu ändern vermag (Urteile 
des Bundesgerichts 6B_479/2016 vom 29. Juli 2016 E. 1.4 und 6B_644/2014 vom 28. Januar 
2015 E. 3.1).

4.3 Die Verteidigung von B.________ beantragte, es sei ein vom Gericht zu bestimmender Wirt-
schaftssachverständiger zu beauftragen, ein Sachverständigengutachten zu den Entschei-
dungsprozessen innerhalb der Gesellschaften, bei denen der Beschuldigte tätig war, zu er-
stellen. So sei es von zentraler Bedeutung, die Entscheidungsprozesse innerhalb der Gesell-
schaften zu überprüfen. Der Beweisantrag wurde von der Verfahrensleitung abgewiesen 
(OG GD 11/10). Die Verteidigung wiederholte den Beweisantrag an der Berufungsverhand-
lung nicht (OG GD 15/1 S. 81-84). Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen wäre der Ent-
scheid der Verfahrensleitung auch zum Zeitpunkt der Urteilsberatung zu bestätigen: Sach-
verständige werden gemäss Art. 182 StPO beigezogen, wenn das Gericht nicht über die be-
sonderen Fachkenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Feststellung oder Beurteilung ei-
nes Sachverhalts notwendig sind. Es sind vorliegend keine Fachkenntnisse vonnöten, um die 
Entscheidungsprozesse innerhalb der verschiedenen Gesellschaften zu beurteilen. Eine 
sachliche Grundlage, ein Sachverständigengutachten in Auftrag zu geben, besteht nicht. 

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4.4 Die Verteidigung von B.________ beantragte, es sei eine repräsentative Anzahl Käufer, wel-
che die im angefochtenen Urteil aufgeführten Zahlungen vorgenommen hätten […] zu befra-
gen. Dabei sollen die Parteien je die gleiche Anzahl der zu befragenden Personen bestim-
men können. Die Verteidigung begründet diesen Beweisantrag damit, dass eine lückenlose 
Aufklärung hinsichtlich der Vertragsabschlüsse und Erwerbsgrundlagen zu gewährleisten sei. 
So seien gemäss dem Anklagevorwurf nur Primärmarkttransaktionen mit I.________-Aktien 
relevant. Der Beweisantrag wurde von der Verfahrensleitung abgewiesen (OG GD 11/10). 
Die Verteidigung wiederholte den Beweisantrag an der Berufungsverhandlung nicht (OG GD 
15/1 S. 81-84). Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen wäre der Entscheid der Verfah-
rensleitung auch zum Zeitpunkt der Urteilsberatung zu bestätigen: Es ist nicht ersichtlich, 
was die Befragung weiterer Anleger zu diesem Sachverhalt zur Wahrheitsfindung beitragen 
könnte. So wurden aus der Gruppe der I.________-Anleger bereits zahlreiche Personen ein-
vernommen. Ausserdem findet sich in den Akten umfangreiche Korrespondenz bezüglich der 
Aktienerwerbsvorgänge, deren Beweiswert als deutlich höher eingestuft werden muss als 
weitere Anlegerbefragungen ca. 15 Jahre nach dem Tatzeitraum. Der Sachverhalt lässt sich 
anhand der Akten erstellen (vgl. E. B.III.2., 3. und 5.). Es ist nicht erkennbar, inwiefern die 
Einvernahme zusätzlicher Anleger im Zusammenhang mit dem I.________-Sachverhalt be-
weisrechtlich einen Mehrwert bringen könnte. 

4.5 Im Zusammenhang mit Ausführungen zur N.________ Ltd. reichte die Verteidigung von 
B.________ einen Kaufvertrag zu den Akten und wies darauf hin, dass sich relevante Be-
weismittel zu diesem Sachverhalt auf den sichergestellten Datenträgern des Beschuldigten 
befinden würden. Die Ermittlungsbehörden sollen angewiesen werden, diese Beweismittel fo-
rensisch zu sichern und auszuwerten, um die Existenz und Authentizität der Dokumente zu 
bestätigen und die tatsächlichen Gegebenheiten zu klären. Die entsprechenden Server wür-
den sich beim Beschuldigten befinden. Der Beweisantrag wurde von der Verfahrensleitung 
abgewiesen (OG GD 11/10). Die Verteidigung wiederholte den Beweisantrag an der Beru-
fungsverhandlung nicht (OG GD 15/1 S. 81-84). Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen 
wäre der Entscheid der Verfahrensleitung auch zum Zeitpunkt der Urteilsberatung zu bestäti-
gen: Wie noch aufzuzeigen ist, geht das Gericht von der Authentizität des eingereichten 
Kaufvertrages aus (vgl. E. B.IV.1. Ziff. 1.2). Eine forensische Prüfung ist mithin nicht notwen-
dig. Ferner hat B.________ offenbar Zugang zu den entsprechenden Dokumenten und hat 
diese im Berufungsverfahren eingereicht, weswegen auch zum Zeitpunkt der Urteilsberatung 
kein Anlass besteht, weitere Auswertungen vorzunehmen. 

4.6 Die Verteidigung von B.________ beantragte im Zusammenhang mit dem Vorwurf betreffend 
die J.________-Tradingkonten die Befragung von AH.________, um die Inhalte und die Be-
deutung der nicht gesicherten Daten zu analysieren resp. zu rekonstruieren. AH.________ 
sei ein IT-Spezialist, welcher über den Aufbau der Server- und IT-Infrastruktur, die Einrich-
tung und den Betrieb der Trading-Server sowie alle weiteren fallrelevanten Aspekte Auskunft 
geben könne. Der Beweisantrag wurde von der Verfahrensleitung abgewiesen (OG GD 
11/10). Die Verteidigung wiederholte den Beweisantrag an der Berufungsverhandlung nicht 
(OG GD 15/1 S. 81-84). Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen wäre der Entscheid der 
Verfahrensleitung auch zum Zeitpunkt der Urteilsberatung zu bestätigen: Der Umstand, dass 
die Forex-Transaktionen nicht am Devisenmarkt ausgeführt wurden, ist von B.________ 
nicht in Abrede gestellt worden. Er vermerkte dazu mehrfach, dass er es gewesen sei, der 
bei den ausgeführten Devisentransaktionen die Gegenposition zu seinen Kunden einge-

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nommen habe. Gleichfalls wurde in der Anklageschrift nicht behauptet und ergibt sich auch 
nicht aus den Akten, dass das Programm Metatrader 4 nicht eingesetzt wurde. Es ist unter 
dieser Prämisse auch zum Zeitpunkt der Urteilsberatung nicht ersichtlich, was die Befragung 
von AH.________ zur Klärung des relevanten Sachverhalts beitragen könnte. 

4.7 Eventualiter beantragte die Verteidigung von B.________, es sei ein Gutachter mit spezifi-
scher Expertise im Bereich Handelsplattform Metatrader 4 (MT4) von MetaQuotes Software 
Corp. für Forex- und CFD-Trading zu bestellen und dieser habe bestimmte Fragen zu beant-
worten. Dieser habe die Funktionalität, die Sicherheit, die regulatorische Konformität, die 
Transparenz und die Performance der J.________-Server zu prüfen. Der entsprechende 
Server mit den dafür notwendigen Daten sei, so die Verteidigung weiter, im Untersuchungs-
verfahren nicht sichergestellt worden, was der Staatsanwaltschaft anzulasten sei. Der Be-
weisantrag wurde von der Verfahrensleitung abgewiesen (OG GD 11/10). Die Verteidigung 
wiederholte den Beweisantrag an der Berufungsverhandlung nicht (OG GD 15/1 S. 81-84). 
Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen wäre der Entscheid der Verfahrensleitung auch 
zum Zeitpunkt der Urteilsberatung zu bestätigen: Wie die Verteidigung vorbringt, sind die 
entsprechenden Serverdaten nach mehr als acht Jahren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit 
nicht mehr vorhanden, weswegen eine gutachterliche Prüfung der Funktionalität, der Perfor-
mance etc. nicht mehr möglich ist. Ein Gutachten kann mithin nicht mehr erstellt werden. 

4.8 In seiner Eingabe vom 3. Juni 2025 beantragte B.________ unmittelbar vor der angesetzten 
Berufungsverhandlung, es seien die gesamten Akten des in Spanien geführten Strafverfah-
rens im Zusammenhang mit der Banque M.________ Ltd. beizuziehen (OG GD 2/15 Antrag 
Ziff. 3). Die Verfahrensleitung wies darauf hin, dass dieser Antrag während der Berufungs-
verhandlung im Beweisverfahren zu stellen sei (OG GD 2/16). B.________ und die Verteidi-
gung stellten den Antrag auf Beizug der Akten des spanischen Strafverfahrens im Beweisver-
fahren nicht (OG GD 15/1 S. 81-84). Zum Urteilszeitpunkt ergibt sich keine Notwendigkeit, 
auf den Antrag zurückzukommen und die Akten entsprechend zu ergänzen. Da ausreichend 
sicher ist, dass keine abgeurteilte Sache vorliegt (vgl. E. B.VIII.), enthalten die spanischen 
Verfahrensakten keine sachdienlichen Erkenntnisse. Selbst wenn die Verteidigung den Be-
weisantrag an der Berufungsverhandlung nochmals gestellt hätte, wäre er mangels Beweis-
eignung nicht statthaft. 

4.9 An der Berufungsverhandlung beantragte B.________ erstmalig, dass die sichergestellten 
Daten durch das Gericht auszuwerten seien (OG GD 15/1 S. 82). Der Antrag wurde an der 
Berufungsverhandlung abgewiesen (OG GD 15/1 S. 83). Sowohl die Staatsanwaltschaft wie 
auch die Verteidigung und B.________ selbst hatten vollen Zugriff auf die sichergestellten 
elektronischen Datenträger. Die Staatsanwaltschaft nahm die relevanten Unterlagen im Un-
tersuchungsverfahren zu den Akten (vgl. act. 42/1 ff.). B.________ konnte aus den elektroni-
schen Datenträgern, welche an ihn retourniert wurden, einzelne Unterlagen zu den Akten rei-
chen (OG GD 15/1/3 ff.). Im genannten Beweisantrag gibt B.________ nicht an, welche wei-
teren Unterlagen oder Unterlagekategorien aus den elektronischen Daten er zu den Akten 
genommen haben möchte. Es fehlen auch Angaben, ob er spezifische, beweisrelevante Do-
kumente in den Akten vermute und nicht gefunden habe. Insgesamt besteht kein Anlass, 
dass sämtliche elektronischen Daten durch das Berufungsgericht nochmals ohne konkreten 
Anlass gesichtet werden.   

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5. Anklagegrundsatz 

5.1 Auch die Ausführungen der Vorinstanz zum Anklagegrundsatz sind zutreffend und überzeu-
gend (OG GD 1 E. B.I .4 S. 32-34). Da die Parteien zu diesen rechtlichen Ausführungen 
nichts einwenden, kann darauf verwiesen werden. 

5.2 Die Verteidigung verzichtete auf Ausführungen zur Verletzung des Anklagegrundsatzes. 
B.________ brachte indessen in diesem Zusammenhang in seinem Parteivortrag an der Be-
rufungsverhandlung mehrere Rügen vor. 

5.2.1 Nach der Auffassung von B.________ würde die Anklage den subjektiven Tatbestand des 
Betrugs im Zusammenhang mit dem Verkauf von J.________-Aktien nicht schildern. Es sei 
im dritten Abschnitt der Anklage von einem Masterplan die Rede, ohne diesen durch spezifi-
sche Einzelhandlungen zu belegen. Die arglistige Bereicherungsabsicht bleibe unbewiesen 
(OG GD 15/1/8 Ziff. 8-12). Diese Einwendungen überzeugen nicht. Ob ein rechtsgenüglicher 
Anklagesachverhalt vorliegt, darf nicht mit dem Nachweis des Anklagesachverhalts gleichge-
setzt werden. Betreffend den Handel mit J.________-Aktien wird in der Anklage detailliert 
umschrieben, wie B.________ die Anleger getäuscht haben soll (SG GD 1/1 S. 68-71). Die 
Anklage enthält die Behauptung, dass B.________ diese Täuschungen gekannt habe und er 
damit wissentlich und willentlich einen Vermögensschaden der Anleger habe herbeiführen 
wollen, um sich mittels dieser Täuschungen unrechtmässig zu bereichern (SG GD 1/1 S. 73 
Ziff. 3.7.1.2). Damit ist der subjektive Tatbestand ausreichend umschrieben, so dass 
B.________ die Vorwürfe verstehen und sich dagegen zur Wehr setzen konnte. Inwiefern die 
Vorwürfe gemäss der Anklage in objektiver und subjektiver Hinsicht auch nachgewiesen 
werden können, ist eine Beweisfrage. 

5.2.2 B.________ führte an der Berufungsverhandlung aus, dass ein Schuldspruch im Zusammen-
hang mit dem I.________-Aktienverkauf gemäss dem ersten Abschnitt der Anklage gegen 
den Anklagegrundsatz verstossen würde. Denn die Anklageschrift beschränke die delikti-
schen Transaktionen auf Anleger, welche "originär" Aktien der I.________ gekauft oder ge-
zeichnet und die Einlage auf ein real existierendes Konto der I.________, der K.________ 
GmbH oder der O.________ LLC geleistet hätten. Die Vorinstanz habe festgehalten, dass 
der Verkäufer der Aktien in den meisten Fällen nicht dokumentiert sei. Entsprechend handle 
es sich nicht um "originäre" Zeichnungen, falls die Aktien über Drittgesellschaften ohne er-
kennbare Verkäuferschaft erworben worden seien. Die Vorinstanz habe damit im Rahmen ih-
res Schuldspruches den Anklagesachverhalt unrechtmässig erweitert (OG GD 15/1/8 Ziff. 87-
103). 

Diese Argumentation ist aus mehreren Gründen unzutreffend. Die Anklage wirft B.________ 
vor, er habe die insgesamt 395 I.________-Anleger mittels einer standardisierten Vorge-
hensweise über die Werthaltigkeit der erworbenen Aktien sowie über das tatsächlich betrie-
bene Gewerbe der I.________ getäuscht und in die Irre geführt (SG GD 1/1 S. 30-37). Die 
dadurch bewirkten irrtumsbehafteten Vermögensdispositionen sowie die damit zusammen-
hängenden Vermögensschäden der Geschädigten legt die Anklage im Anhang 1a tabella-
risch dar (SG GD 1/1/1). Aus dem Anklageanhang 1a erhellt entsprechend, welche Vermö-
gensdispositionen von welchen Geschädigten von der Staatsanwaltschaft als betrügerisch 
angeklagt wurden. Dass die Staatsanwaltschaft im Einleitungsteil der Anklage unter dem Ti-

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tel "Abgrenzung und Koordination mit ausländischen Strafverfahren" die Abgrenzung und 
Koordination des Schweizer Strafverfahrens zu den Strafverfahren in Spanien und Slowenien 
darlegt, ist eine der Anklage vorangehende Erläuterung. Diese dient der Abgrenzung der in-
ternationalen Strafverfahren und umschreibt keine strafrechtlich relevanten Handlungen. Die-
se Erläuterung ist mithin nicht Teil des Anklagesachverhalts nach Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO 
(vgl. SG GD 1/1 S. 6-8). Gleiches gilt auch für den Abschnitt "Vorgeschichte" der Anklage, 
welche sich mit der Herkunft und dem Vorleben von B.________ befasst (vg. SG GD 1/1 S. 8 
f.). Auch diese Passage beinhaltet keinen Schuldvorwurf, sondern hat offensichtlich einen 
das Verfahren erläuternden Charakter. Überdies ist die Passage mit dem "originären Erwerb" 
auf S. 7 der Anklageschrift einzig so zu verstehen, dass die Anleger, welche I.________-
Aktien erwarben (egal ob durch Zeichnung oder Kauf) und Gelder auf Konten der 
I.________, der K.________ GmbH und der O.________ LLC einzahlten, in der Schweiz 
(und nicht in Spanien) verfolgt würden. Der wenig aussagekräftige Begriff des "originären 
Erwerbs" dient damit zur Abgrenzung zu den in Spanien verfolgten Sachverhalten von vor-
maligen Banque M.________-Anlegern, welche gemäss der spanischen Anklagehypothese 
als Umtausch für den Totalverlust aus den "Roll-over-Verträgen" kostenlos I.________-
Aktien zugeteilt erhielten (vgl. E. B.VIII.). Der erläuternde Charakter dieser Passage in der 
Anklage ist offensichtlich. Insgesamt legt die Staatsanwaltschaft in der Anklage, inkl. dem 
Anklageanhang 1a, die gegen B.________ erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit den 
I.________-Anlegern detailliert dar. Eine Verletzung des Anklagegrundsatzes ist nicht er-
kennbar. 

6. Weitere formelle Fragen 

6.1 Die beweisrechtliche Verwertung der Rundschreiben zu Lasten von B.________ muss hin-
sichtlich der Anklagevorwürfe Nr. 1 (I.________-Aktienverkäufe, vgl. nachfolgend Erwägung 
B.), Nr. 2 (J.________-Tradingkonten, vgl. nachfolgend Erwägung C.) und Nr. 5 (unbewillig-
ter Effektenhandel, vgl. nachfolgend Erwägung E.) nicht geprüft werden. Die Beweislage ist 
auch ohne die Rückäusserungen der Anleger auf den Rundschreibefragebogen ausreichend, 
um die Schuld von B.________ zweifelsfrei festzustellen. Die beweisrechtliche Verwertbar-
keit der Rundschreiben ist mithin separat im Zusammenhang mit dem Anklagevorwurf Nr. 3 
(J.________-Aktienverkäufe, vgl. nachfolgend E. D.I.3.) zu prüfen. Weitere Themen zur Be-
weisverwertbarkeit brachten die Parteien nicht vor. Es sind auch keine Beweisverwertbar-
keitsproblematiken ersichtlich. 

6.2 Weitere formelle Fragen (Schweizer Strafhoheit, Verjährung, "ne bis in idem") betreffen je-
weils nur einzelne Sachverhaltskomplexe und werden bei den unterschiedlichen Sachver-
haltskomplexen jeweils einzeln geprüft (vgl. nachfolgend die Erwägungen B.VII, B.VIII, C.IV., 
E.I.2. etc.). 

6.3 Die Ausführungen der Vorinstanz zur örtlichen und sachlichen Zuständigkeit sind zutreffend 
und werden auch von den Parteien nicht in Abrede gestellt (OG GD 1 E. B.I.2. S. 29 f.). Dar-
auf kann verwiesen werden. Ebenfalls sind die Ausführungen zum intertemporal anwendba-
ren Recht zutreffend und unbestritten geblieben (OG GD 1 E. B.I.3. S. 30-32). Darauf kann 
ebenfalls verwiesen werden. 

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6.4 Letztlich kann auch auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zur Akteneinsicht ver-
wiesen werden (OG GD 1 E. B.8. S. 48-49). Im Berufungsverfahren bestand für die Parteien 
erneut die Möglichkeit einer umfassenden Akteneinsicht. 

B. Vorwurf des gewerbsmässigen Serienbetrugs zum Nachteil der Aktionäre der 
I.________ AG 

I. Ausgangslage 

1. Urteil der Vorinstanz 

1.1 Die Vorinstanz legt die rechtlichen Vorgaben zur Beweiswürdigung (OG GD 1 E. B.I.10. S. 52 
f.) sowie zum Tatbestand des gewerbsmässigen Betrugs (OG GD 1 E. B.II.1. S. 53-55) zu-
treffend dar. Darauf kann verwiesen werden. Gleichfalls kann auf die zutreffende Zusammen-
fassung der Vorinstanz hinsichtlich des Anklagevorwurfs der Staatsanwaltschaft sowie des 
Standpunktes von B.________ dazu verwiesen werden (OG GD 1 E. B.II.2.1 S. 55-63).

1.2 Die Vorinstanz erachtete im Wesentlichen die nachfolgenden Punkte als erstellt: 

1.2.1 Es sei unbestritten, dass die Aktien der I.________ an eine Vielzahl von Anlegern vertrieben 
worden seien. Es sei erstellt, dass die I.________ dabei den Anlegern als erfolgsverspre-
chende Gesellschaft dargestellt worden sei. Bis am 25. Juli 2008 seien zwei Kapitalerhöhun-
gen durchgeführt worden. Auch nach dem Vollzug dieser beiden Kapitalerhöhungen seien 
grosse Volumina an I.________-Aktien vertrieben worden. 

1.2.2 Die Erlöse aus diesen Aktienerwerbsvorgängen seien entweder an die K.________ GmbH 
oder an die O.________ LLC geleistet worden. Die K.________ GmbH habe u.a. 178 Zah-
lungen von Anlegern auf ihr Konto bei der P.________ Bank Stuttgart gutgeschrieben erhal-
ten. Es sei erstellt, dass sämtliche 178 Zahlungen im Zeitraum vom 30. Oktober 2009 bis 
2. September 2011 zum Erwerb von I.________-Aktien geleistet worden seien. Die 
K.________ GmbH habe in diesem Zusammenhang Überweisungen in CHF und EUR mit ei-
nem Wert von CHF 1'166'659.64 erhalten. Es sei ebenfalls erstellt, dass die O.________ 
LLC zwischen dem 14. April 2008 bis am 2. Februar 2011 39 Zahlungen im Zusammenhang 
mit dem Erwerb von I.________-Aktien erhalten habe. Ihr seien in diesem Zusammenhang 
Euroeingänge mit einem Wert von CHF 1'053'872.40 gutgeschrieben worden. 

1.2.3 Die Vorinstanz stellte fest, die I.________ habe im Jahr 2006 fünf Schürf- und Bergbaukon-
zessionen des bolivianischen Staates übernommen. Sie habe ferner 80 % der Anteile an der 
bolivianischen Gesellschaft I.________ Puerto de Oro S.R.L. (nachfolgend: I.________-
Bolivia) zum Preis von CHF 1'176.00 erworben, welche mit den notwendigen Arbeiten vor 
Ort betraut worden sei. Es seien gemäss dem Emissionsprospekt des Jahres 2007 Gesamt-
investitionen in der Höhe von ca. USD 45 Mio. in das Minenprojekt in Bolivien geplant gewe-
sen. Die I.________ habe aber in der Folgezeit bis Ende 2012 nur geringe Beträge von ins-
gesamt rund CHF 0,5 Mio. für das Projekt zur Verfügung gestellt. Dies sei völlig unzurei-
chend gewesen, um die Ziele der I.________ zu erreichen. Es habe sich im Zeitraum vom 
1. Januar 2007 bis am 30. September 2012 um Zahlungen von rund CHF 7'200.00 pro Monat 
gehandelt. Diese Zuwendungen seien grösstenteils für administrative Aufwendungen ver-

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wendet worden und darauf ausgerichtet gewesen, die I.________-Bolivia am Leben zu erhal-
ten. Damit lasse sich nicht ernsthaft eine "führende Bergbaugesellschaft" aufbauen. 
B.________ sei dies bewusst gewesen, denn er sei von der I.________-Bolivia fortgesetzt 
darauf hingewiesen worden, dass die Finanzmittel nicht ausreichen würden. Dies indiziere, 
dass der Betrieb der I.________-Bolivia nur zum Schein aufrechterhalten worden sei. 

1.2.4 Die Vorinstanz stellte weiter fest, dass sich die I.________ einzig durch neue Aktienzeich-
nungen im Rahmen von zwei Kapitalerhöhungen in den Jahren 2007 und 2008 finanziert ha-
be. Diese Einlagen der Aktionäre seien mehrheitlich für Verwaltungskosten (u.a. Provisionen, 
Marketing- und Vertriebskosten) verwendet worden. Die I.________ habe zwischen 2006 bis 
2014 operativ stets Verlust generiert. Es habe nie eine Aussicht bestanden, operativ positive 
Ergebnisse zu erzielen, da dafür die notwendigen Investitionen gefehlt hätten. Es habe des-
wegen nie die Aussicht bestanden, für die Aktionäre einen realen Wert zu schaffen. Zu wür-
digen sei auch, dass nach der letzten Kapitalerhöhung am 25. Juli 2008 nur noch Aktien 
durch die K.________ GmbH und die O.________ LLC verkauft worden seien. Dadurch sei 
der Gewinn aus den Aktienverkäufen nicht zur I.________ (bzw. zur I.________-Bolivia) ge-
flossen, sondern an Gesellschaften, an denen B.________ wirtschaftlich berechtigt gewesen 
sei. 

1.2.5 Gestützt würden diese Schlussfolgerungen gemäss der Vorinstanz durch die zahlreichen 
Unwahrheiten, welche in den Werbeunterlagen/Broschüren/Schreiben der I.________ ver-
breitet worden seien. So sei unwahrerweise angegeben worden, das gesamte Minen-Areal 
sei eingehend exploriert, zugänglich gemacht und es seien in den letzten Jahren dafür meh-
reren Millionen Dollar investiert worden. Ferner sei die Angabe, es würde eine Pilotanlage 
bestehen, welche bereits am Rande ihrer Kapazität arbeiten würde, unwahr gewesen. Es 
seien bis auf das Jahr 2007 entgegen der Kommunikation gegenüber den Investoren auch 
nie Geschäftsjahre positiv abgeschlossen worden. Gesamthaft gewürdigt erachtete die Vor-
instanz die I.________ als Scheingebilde, welches primär dazu diente, Aktien an Anleger zu 
verkaufen. Die Geschäftstätigkeit habe sich faktisch auf die Emission eigener, wertloser Akti-
en beschränkt. Es habe keinen nachvollziehbaren Grund gegeben, für die Aktien mit einem 
Nennwert von bloss CHF 0.01 Kaufpreise von CHF 10.00 und mehr zu bezahlen. Dadurch 
seien die jeweiligen Anleger, welche sich eine werthaltige Anlage erhofften, getäuscht und 
geschädigt worden. 

1.2.6 Zehn Betrugshandlungen im Zusammenhang mit Zahlungen an die O.________ LLC seien 
verjährt, was den Deliktsbetrag um CHF 257'424.41 reduziere. Bei 204 Zahlungen mit einem 
Volumen von CHF 1'963'107.63, die zwischen dem 19. März 2009 und dem 2. September 
2011 geleistet worden seien, sei der betrügerische Hintergrund erstellt. 

1.2.7 Es müsse gemäss der Vorinstanz letztlich nicht geklärt werden, ob B.________ die Banque 
M.________ Ltd., welche Hauptaktio