# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6f527c1-0528-5e5d-8bd0-6ab04fc1f35f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.07.2009 C-7742/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7742-2007_2009-07-06.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7742/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  J u l i  2 0 0 9

Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, Richter Marc Steiner, 
Gerichtsschreiberin Beatrice Brügger.

Z._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7742/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass dem Beschwerdeführer gestützt auf eine Verfügung der IV-Stellle 
Schwyz vom 17. Dezember 1998 mit Wirkung ab dem 1. Februar 1997 
eine ganze IV-Rente ausgerichtet wurde, 

dass  im  Rahmen  einer  Rentenrevision  die  infolge  Wegzug  des  Be-
schwerdeführers ins Ausland zuständig gewordene IV-Stelle für Versi-
cherte  im  Ausland  (IVSTA) mit  Verfügung  vom 4.  Oktober  2007  die 
ganze IV-Rente ab dem 1. Dezember 2007 durch eine Dreiviertelsren-
te ersetzte, 

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung am 11. November 
2007  Beschwerde  erhob  und  aufgrund  seines  schlechten  Gesund-
heitszustands um Nachprüfung der Verfügung vom 4. Oktober 2007 er-
suchte,

dass im Zusammenhang mit dem Beschwerdeverfahren verschiedene 
Arztberichte  eingereicht  und  Stellungnahmen  der  Vorinstanz  vorge-
nommen wurden, 

dass,  nachdem  der  Beschwerdeführer  wiederum  neue  Unterlagen 
(Eingangsstempel 14. April 2009) eingereicht hatte, die der Vorinstanz 
zur  Stellungnahme unterbreitet  wurden,  die  IVSTA mit  dritter  Duplik 
vom 10. Juni 2009 beantragte, die Beschwerde gutzuheissen, die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die  Verwaltung 
zurückzuweisen, 

dass  auf  die  dargelegten und  weitere  Vorbringen und  Eingaben der 
Verfahrensbeteiligten, soweit sie rechtserheblich sind, in den nachfol-
genden Erwägungen eingegangen wird,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der IVSTA beurteilt  (Art. 31 des Verwal-
tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, VGG, SR 173.32, i.V.m. mit 
Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. 
Juni 1959 über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20), 

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C-7742/2007

dass aufgrund von Art. 3 lit. dbis  des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  das 
VwVG keine Anwendung findet in Sozialversicherungssachen, soweit 
das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist,

dass gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG die Bestimmungen des ATSG auf die 
Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwend-
bar  sind,  soweit  das  IVG  nicht  ausdrücklich  eine  Abweichung  vom 
ATSG vorsieht,

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
sonders  berührt  ist  und  an  dessen  Aufhebung  oder  Änderung  ein 
schutzwürdiges Interesse hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 59 
ATSG) und die Beschwerde frist-  und formgerecht eingereicht wurde 
(Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG),

dass auf die Beschwerde somit einzutreten ist,

dass  gemäss Art. 19  Abs. 3 VGG die  Richter  und  Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen  ver-
pflichtet sind und vorliegend der Vorsitz im Beschwerdeverfahren auf 
die Abteilung II übergegangen ist,

dass eine Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG eine wesentliche 
Veränderung des  Gesundheitszustandes oder  der  erwerblichen  Aus-
wirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes, eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs voraussetzt (BGE 130 V 349 f. E. 3.5),

dass dabei grundsätzlich der Sachverhalt, wie er sich im Zeitpunkt des 
letzten eröffneten und rechtskräftigen Entscheides, der auf einer mate-
riellen  Prüfung  des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachver-
haltsabklärung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkom-
mensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerbli-
chen  Auswirkungen  des  Gesundheitszustandes)  beruht  (BGE 133  V 
108 E. 5.4, mit Hinweisen), mit demjenigen zur Zeit des streitigen neu-
en Entscheides zu vergleichen ist,

dass  hier  indessen  nach  dem  Erlass  des  streitigen  Revisionsent-
scheids  zahlreiche  neue  medizinische  Berichte  eingereicht  und  der 
Vorinstanz zur Beurteilung und Stellungnahme unterbreitet wurden,

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dass die Vorinstanz im Rahmen einer dritten Duplik vom 10. Juni 2009 
nun beantragte, die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Ver-
fügung aufzuheben und die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass dem Bundesverwaltungsgericht somit übereinstimmende Anträge 
vorliegen, 

dass es auch aufgrund der Akten sinnvoll erscheint, im Sinne der An-
träge der Vorinstanz und des Beschwerdeführers die Revisionsverfü-
gung vom 4. Oktober 2007 aufzuheben und die Sache zur neuen Beur-
teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass es sich unter diesem Umständen erübrigt,  einen weiteren, vom 
Beschwerdeführer  eingereichten,  beim Bundesverwaltungsgericht  am 
9.  Juni  2009  (Eingangsstempel)  eingegangenen  Bericht  der 
M._______  vom  14. Mai  2009  betreffend  eine  Kontrolluntersuchung 
vom  6.  April  2009  der  Vorinstanz  vorgängig  zuzusenden,  ihr  dieser 
aber mit vorliegendem Entscheid zur Kenntnis zu bringen ist,

dass gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der seit dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung) das Beschwerdeverfahren 
bei  Streitigkeiten  um die  Bewilligung  oder  die  Verweigerung  von  IV-
Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig ist (vgl. 
etwa das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3027/2006 vom 27. 
August 2008, E. 7.1), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auf-
erlegt werden (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und gemäss dem Reglement vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu bestimmen sind,

dass der hier unterliegenden Vorinstanz als Bundesbehörde keine Ver-
fahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass dem Beschwerdeführer der von ihm am 14. Oktober 2008 geleis-
tete Kostenvorschuss von Fr. 300.-- zurückzuerstatten ist, 

dass dem Beschwerdeführer, der im vorliegenden Verfahren nicht ver-
treten ist,  keine verhältnismässig hohen Kosten erwachsen sind und 
ihm  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist  (Art.  64  Abs.  1 
VwVG).

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C-7742/2007

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Der Bericht der M._______ vom 14. Mai 2009 betreffend eine Kontroll-
untersuchung vom 6. April 2009 wird der Vorinstanz zur Kenntnis ge-
bracht.

2.
Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen.  Die  Verfügung  vom  4.  Oktober 
2007 wird aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vor-
instanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der einbezahlte Kosten-
vorschuss von Fr. 300.- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

4.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 524.48.334.155)
- das Bundesamt für Sozialversicherung

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Vera Marantelli Beatrice Brügger

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C-7742/2007

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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