# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0bd98c8b-bd1e-57d6-9c21-23332dec5517
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-14
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 14.02.2025 VBE.2024.330
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-330_2025-02-14.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2024.330 / lf / bs 
Art. 17 

 

Urteil vom 14. Februar 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident 

Oberrichterin Hausherr 

Oberrichter Kathriner 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____,  

vertreten durch B._____ 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beigeladene   FUTURA Vorsorgestiftung, Gass 2, Postfach, 5242 Lupfig 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 15. Mai 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die 1964 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 12. Oktober 2023 

bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (berufliche In-

tegration, Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die 

Beschwerdegegnerin tätigte daraufhin berufliche sowie medizinische Ab-

klärungen und nahm Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst 

(RAD). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies sie das Leis-

tungsbegehren der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 15. Mai 2024 

ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 15. Mai 2024 erhob die Beschwerdeführerin mit 

Eingabe vom 17. Juni 2024 fristgerecht Beschwerde und stellte folgende 

Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung vom 15. Mai 2024 sei aufzuheben und die Angelegen-
heit zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

 
Alles unter Entschädigungsfolge zu Lasten der Stadt Kantons." 

 

 

2.2. 

Mit Eingabe vom 5. August 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine wei-

tere Stellungnahme ein. 

 

2.3. 

Mit Vernehmlassung vom 14. August 2024 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.4. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 19. August 2024 wurde die be-

rufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin im Verfahren beige-

laden und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Diese verzichtete 

mit Eingabe vom 22. August 2024 auf das Einreichen einer Stellungnahme. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegeh-

ren der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 15. Mai 2024 (Vernehm-

lassungsbeilage [VB] 40) zu Recht abgewiesen hat. 

 

 - 3 - 

 

 

2. 

2.1. 

In der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2024 (VB 40) stützte sich die 

Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Ak-

tenbeurteilung von RAD-Arzt Dr. med. C._____, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, vom 29. Februar 2024. Darin hielt er nachfolgende 

Diagnosen fest (VB 34 S. 1): 

 

"- Rez. Depressive Störung mittelgradige Episode F33.1 DD: chronic fati-
gue Syndrom, PTBS 

- Schädlicher Alkoholkonsum F10.1" 

 

Dr. med. C._____ führte zudem aus, gemäss den Ausführungen im aktuel-

len Bericht der zuständigen Psychologin sei die Beschwerdeführerin in ihrer 

funktionellen Leistungsfähigkeit dermassen eingeschränkt, dass eine Ar-

beitsfähigkeit aktuell nicht zumutbar sei. Eine Arbeitsfähigkeit von 70 bis 

80 % sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit in-

nerhalb der nächsten sechs bis sieben Monate und eine nochmalige Erhö-

hung in den Monaten danach sollte der Beschwerdeführerin möglich sein, 

wobei dies dann von der vorliegenden Erkrankung und der Therapie ab-

hängen werde. Gestützt auf die vorhandenen Informationen in den vorlie-

genden medizinischen Unterlagen sei die Beschwerdeführerin vor dem 

Hintergrund von psychosozial belastenden Umständen (am Arbeitsplatz) 

depressiv dekompensiert und eine Arbeitsunfähigkeit sei attestiert worden. 

Die dokumentierte Diagnose PTSD werde nicht begründet bzw. nicht her-

geleitet, so auch die chronic fatigue. Insofern gehe er davon aus, dass die 

Attestierung der Arbeitsunfähigkeit massgeblich durch IV-fremde Faktoren 

herbeigeführt worden sei und aufrechterhalten werde. Es liege in IV-medi-

zinischer Hinsicht kein Gesundheitsschaden mit Krankheitswert vor, der die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin längerdauernd oder dauerhaft we-

sentlich vermindere (VB 34 S. 2). 

 

2.2. 

2.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

2.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gege-

 - 4 - 

 

 

benen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gut-

achtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge An-

forderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuver-

lässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-

lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.4 S. 469 f. und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

2.2.3. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. Dezember 

2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, die Beschwerdegeg-

nerin habe sich einzig auf die knapp abgefassten Ausführungen der Be-

handlerin sowie auf die Aktennotiz des RAD vom 29. Februar 2024 ge-

stützt. Die Beschwerdegegnerin habe von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Das 

vorliegende Abstützen auf eine Aktennotiz des RAD verbunden mit reinen 

Vermutungen und ohne nähere Abklärungen, sei nicht ausreichend. Viel-

mehr hätte die Beschwerdegegnerin den gestellten Diagnosen nachgehen 

und diese weiter abklären müssen, was jedoch ausgeblieben sei. Damit 

habe die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz verletzt, wes-

halb die Sache zur vollständigen Untersuchung und Abklärung des Krank-

heitsbildes an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei (vgl. Be-

schwerde S. 3; Eingabe vom 5. August 2024). 

 

3.2. 

Aus den medizinischen Akten ergibt sich insbesondere Nachfolgendes: 

 

3.2.1. 

Im Bericht der Psychiatrische Dienste D._____ vom 17. Juli 2023 wurde 

festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund einer emotiona-

len Dekompensation vom 7. bis 17. Juli 2023 erstmals dort in stationärer 

Behandlung befunden habe. Als Diagnose wurde eine "Mittelgradige de-

pressive Episode F32.1" gestellt (VB 17.1 S. 8). Innerhalb der Krisen-

 - 5 - 

 

 

intervention sei es zu einer deutlichen Stabilisierung der Symptomatik ge-

kommen (VB 17.1 S. 9). 

 

3.2.2. 

In ihrem Bericht vom 29. September 2023 stellten die Dres. med. E._____, 

Assistenzärztin, und F._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-

pie, die Diagnosen "Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 

(ICD-10: F43.21) aufgrund erlebten Unfalls am Arbeitsplatz" und "Erschöp-

fungsdepression, gegenwertig mittelgradige depressive Episode, mit so-

matischem Syndrom (ICD-10: F32.20)" (VB 17.1 S. 4). Vom 24. März 2023 

(Behandlungsbeginn am 23. März 2023, VB 17.1 S. 3) bis am 31. August 

2023 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Im bisherigen The-

rapieverlauf habe eine Stabilisierung auf tiefem Funktionsniveau erreicht 

bzw. aufrechterhalten sowie eine tragfähige therapeutische Beziehung auf-

gebaut werden können. Nach der letzten Konsultation am 28. Juli 2023 sei 

die Therapie jedoch abgebrochen worden (VB 17.1 S. 5 f.).  

 

3.2.3. 

Die die Beschwerdeführerin seit Oktober 2023 behandelnde Psychothera-

peutin MSc. G._____, Psychotherapeutin FSP, Institut H._____, führte am 

4. Dezember 2023 aus, als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-

keit bestehe eine "schwere depressive Episode F32.2". Im Moment sei 

keine Prognose möglich, da die Beschwerdeführerin sehr instabil sei. Bei 

Stabilisierung wäre ein langsames Beginnen an einem geschützten Ar-

beitsort von Vorteil (VB 23 S. 7). 

 

Im Verlaufsbericht vom 22. Februar 2024 hielt die Psychotherapeutin 

MSc. G._____ fest, die Beschwerdeführerin befinde sich weiterhin in einem 

Erschöpfungszustand mit Antriebslosigkeit. Es habe noch keine Verbesse-

rung oder Stabilisierung stattgefunden. Es zeige sich im Moment eher eine 

Verschlechterung ihres Zustandes. Es bestehe eine "Rez. Depressive Stö-

rung mittelgradige Episode F33.1 DD: chronic fatigue Syndrom, PTBS" 

(VB 31 S. 2). 

 

3.2.4. 

In seinem Bericht vom 11. März 2024 führte der Hausarzt der Beschwer-

deführerin Dr. med. univ. I._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 

aus, die Beschwerdeführerin leide unter einer schweren Depression. Sie 

hätten versucht die Beschwerdeführerin bei einem Psychiater unterzubrin-

gen. Da die Beschwerdeführerin nur italienisch spreche, sei dies leider 

nicht gelungen, so dass sie nur bei einer Psychotherapeutin behandelt 

werde. Unter dieser Psychotherapie habe sich keine wesentliche Besse-

rung der Beschwerden gezeigt (VB 36 S. 12). Es müsse dringend ein Psy-

chiater ins Boot geholt werden, um Aussagen über die längerfristige Ar-

beitsfähigkeit machen zu können. Er (Dr. med. univ. I._____) könne das 

nicht beurteilen (VB 36 S. 13). 

 - 6 - 

 

 

 

3.3. 

Rechtsprechungsgemäss können einzig schwere psychische Störungen 

mit schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen invalidenver-

sicherungsrechtlich relevant sein (vgl. statt vieler Urteile des Bundesge-

richts 8C_53/2022 vom 5. Juli 2022 E. 4.1.2 und 9C_344/2019 vom  

8. August 2019 E. 4.2). Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung 

ohne nennenswerte Interferenzen lässt sich im Allgemeinen nicht als 

schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeu-

tendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaf-

tigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen ge-

wichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkran-

kung geschlossen werden kann. Es ist Aufgabe der medizinischen Sach-

verständigen, nachvollziehbar aufzuzeigen, weshalb trotz lediglich leichter 

bis mittelschwerer Depression und an sich guter Therapierbarkeit der Stö-

rung im Einzelfall funktionelle Leistungseinschränkungen resultieren, die 

sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 S. 54 f. mit 

Hinweisen; siehe ferner Urteil des Bundesgerichts 8C_300/2017 vom 

1. Februar 2018 E. 4.1.4.2).  

 

Fachärztlich psychiatrisch wurden die Diagnosen einer Anpassungsstö-

rung und einer mittelgradig depressiven Episode gestellt (vgl. E. 3.2.1. und 

3.2.2. hiervor). Zudem ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin die 

psychiatrische Therapie nach der letzten Konsultation am 28. Juli 2023 ab-

gebrochen hat (vgl. E. 3.2.2. hiervor) und sich seither nur noch in psycho-

logischer Behandlung befindet (vgl. E. 3.2.2. hiervor). Damit fehlt es ge-

mäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sowohl an der Schwere als auch 

an der Dauerhaftigkeit der psychischen Krankheit. Die Dres. med. E._____ 

und F._____ haben der Beschwerdeführerin zwar vom 24. März 2023 bis 

am 31. August 2023 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. 

E. 3.2.2. hiervor). Sie haben jedoch weder einlässlich noch schlüssig be-

gründet, weshalb und inwiefern trotz lediglich mittelschwerer depressiver 

Störung bei der Beschwerdeführerin funktionelle Leistungseinschränkun-

gen resultieren. Die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. C._____ vom  

29. Februar 2024, worin er mit Bezugnahme auf die aktenkundigen Be-

richte festhielt, es liege in IV-medizinischer Hinsicht kein Gesundheitsscha-

den mit Krankheitswert vor, der die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe-

rin längerdauernd oder dauerhaft wesentlich vermindere (vgl. E. 2.1. hier-

vor), steht damit im Einklang mit der vorangehend aufgeführten bundesge-

richtlichen Rechtsprechung, wonach einzig schwere psychische Störungen 

mit schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen invalidenver-

sicherungsrechtlich relevant sein können. Eine dem widersprechende fach-

ärztliche, begründete Einschätzung aus psychiatrischer Sicht lässt sich den 

Akten nicht entnehmen. Denn die von der Psychologin MSc. G._____ ge-

stellten Diagnosen einer schweren depressiven Episode und einer rezidi-

vierenden depressiven Störung sowie die von ihr erwähnten Differential-

 - 7 - 

 

 

diagnosen einer chronic fatigue und einer PTBS (vgl. E. 3.2.3. hiervor) sind 

bereits daher unbeachtlich, da MSc. G._____ über keine fachärztliche 

Kompetenz verfügt (vgl. zur Relevanz eines Facharzttitels Urteil des Bun-

desgerichts 8C_767/2019 vom 19. Mai 2020 E. 3.3.2; 8C_695/2019 vom 

18. Dezember 2019 E. 4.3; 8C_584/2018 vom 13. November 2018 

E. 4.1.1.2). 

 

3.4. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen der Be-

schwerdeführerin noch aus den medizinischen Akten Hinweise, welche 

auch nur geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung von RAD-

Arzt Dr. med. C._____ vom 29. Februar 2024 (vgl. E. 2.1. hiervor) erwe-

cken könnten (vgl. E. 2.2.2. hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat folglich 

zu Recht auf dessen Beurteilungen abgestellt. Der medizinische Sachver-

halt erweist sich vor diesem Hintergrund als vollständig abgeklärt, weshalb 

auf weitere Abklärungen in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten ist, 

da von diesen keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind (BGE 127 

V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen) und entgegen der Beschwerdeführerin 

keine Verletzung der Untersuchungspflicht durch die Beschwerdegegnerin 

(vgl. Beschwerde S. 3; Eingabe vom 5. August 2024) ersichtlich ist. Denn 

gemäss dem im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungs- und Verwal-

tungsgerichtsbeschwerdeverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz 

haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht zwar von sich 

aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 

Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200; 132 V 93 

E. 5.2.8 S. 105; 122 V 157 E. 1a S. 158). Die behördliche und richterliche 

Abklärungspflicht umfasst jedoch nicht unbesehen alles, was von einer Par-

tei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im 

Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtser-

heblichen Sachverhalt. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden 

und Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets vorzuneh-

men oder zu veranlassen, wenn hierzu auf Grund der Parteivorbringen oder 

anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender An-

lass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Dies war im vorliegenden Fall 

gemäss vorangehender Ausführungen nicht der Fall. 

 

Gestützt auf die RAD-Beurteilung von Dr. med. C._____ vom 29. Februar 

2024 (vgl. E. 2.1. hiervor) ist damit von keiner invalidenversicherungsrecht-

lich relevanten, längerdauernden Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Mangels 

eines invalidisierenden Gesundheitsschadens sind damit bereits die mate-

riellen Rentenanspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 6 und 8 ATSG 

i.V.m. Art. 28 Abs. 1 IVG nicht erfüllt und die Durchführung eines Einkom-

mensvergleichs erübrigt sich (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_699/2016 

vom 27. Januar 2017 E. 2.2.4). Die Beschwerdegegnerin hat folglich das 

 - 8 - 

 

 

Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 15. Mai 

2024 (VB 40) zu Recht abgewiesen. 

 

4. 

4.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

4.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

 

4.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.00 werden der Beschwerde-

führerin auferlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 

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Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 14. Februar 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Roth     Fricker