# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18b2937f-bfc1-5506-8061-cb6d9586a265
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-12
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 12.08.2019 605 2018 280
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2018-280_2019-08-12.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2018 280

Urteil vom 12. August 2019

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Marc Sugnaux, Marianne Jungo 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Inclusion Handicap

gegen

SUVA, Vorinstanz, vertreten durch Rechtsanwältin Sabine Baumann Wey

Gegenstand Unfallversicherung – Integritätsentschädigung 

Beschwerde vom 21. August 2018 gegen den Einspracheentscheid vom 
19. Juni 2018

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1957, verheiratet, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 
1. September 1994 als Monteur Rohrschlosser bei der C.________ GmbH. Er war im Rahmen 
dieser Anstellung bei der Suva, Luzern, gegen Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrank-
heiten versichert.

Am 30. Dezember 2011 wurde er in D.________ von einem Minibus angefahren und zog sich 
dabei eine Fraktur HWK 5/6, eine Fraktur des Processus spinosus HWK 4 und eine Andersson-
Läsion LWK 2/3 und L5/S1 mit epiduralem Hämatom zu. Die Suva erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen. 

Mit Verfügung vom 23. Oktober 2017, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 19. Juni 2018, 
sprach ihm die Suva ab dem 1. Dezember 2017 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfä-
higkeit von 100% sowie eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 
55% (20% für die Parese des Nervus tibialis, 15% für die Spitzfussdeformität, 20% für schmerz-
hafte Funktionseinschränkung der gesamten Wirbelsäule) zu. Hingegen wurde der Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung verneint.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch Inclusion Handi-
cap, Bern, am 22. August 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozial-
versicherungsrechtliche Abteilung, und stellt den Antrag, der Einspracheentscheid sei hinsichtlich 
des festgestellten Integritätsschadens von 55% aufzuheben und ihm eine Integritätsentschädigung 
entsprechend einer Integritätseinbusse von 65% zuzusprechen. Zur Begründung bringt er vor, es 
sei zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands gekommen, die nicht berücksichtigt wor-
den sei.

Die Suva, vertreten durch Rechtsanwältin Sabine Baumann Wey, bestätigt in ihren Bemerkungen 
vom 16. Oktober 2018 ihre Ausführungen im Einspracheentscheid und beantragt die Abweisung 
der Beschwerde. Eine dauerhafte Verschlechterung sei nicht belegt.

In den spontan eingereichten Gegenbemerkungen vom 31. Oktober 2018 hält der Beschwerde-
führer an seiner Sichtweise fest und verweist auf seine behandelnden Ärzte.

Mit Zwischenentscheid vom 8. November 2018 erachtet sich das Verwaltungsgericht Bern als 
örtlich unzuständig und überweist die Angelegenheit an das Kantonsgericht Freiburg.

Die Suva bestätigt in ihren Schlussbemerkungen vom 28. Januar 2019 ihren Standpunkt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

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Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 21. August 2018 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 19. Juni 
2018 ist unter der Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis 15. August (Art. 38 
Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts [ATSG; SR 830.1], welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] zur Anwendung kommt) fristgerecht 
durch eine ordentlich bevollmächtigte Rechtsvertreterin beim Verwaltungsgericht Bern eingereicht 
worden, welches diese an die zuständigen Beschwerdeinstanz weitergeleitet hat. Der Beschwer-
deführer hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsge-
richtshof, seinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung prüft.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritäts-
entschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Nach Art. 36 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über 
die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) gilt der Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraus-
sichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, 
wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Abs. 1).

Der Integritätsentschädigung liegt das Konzept zugrunde, dass sie sich abstrakt-egalitär, d. h. al-
lein nach der Schwere des medizinischen Befundes bemisst (Urteil EVG U 109/06 vom 4. April 
2007 E. 6 sowie Urteil BGer 8C_459/2008 vom 4. Februar 2009 E. 2.3, je mit Hinweisen). Die Be-
messung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfal-
les ab; auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch 
theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei sub-
jektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1; 113 V 221 E. 4b mit Hinweisen). 
Die Bemessung der Integritätsentschädigung obliegt deshalb vorwiegend den Medizinern, welche 
zum einen objektiv festhalten müssen, welche funktionellen Defizite der Versicherte erleidet und 
zum andern, auf wie viel sich die daraus ergebende Beeinträchtigung der Integrität beläuft (FRÉ-
SARD/MOSER-SZELESS, L'assurance-accidents obligatoire, in Schweizerisches Bundesverwaltungs-
recht, Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, N 317). 

Die Integritätsentschädigung wird laut Art. 25 UVG in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf 
den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Verdienstes nicht übersteigen und wird 
entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Abs. 1). Der Bundesrat regelt die 
Bemessung der Entschädigung (Abs. 2).

Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift 
gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat 
der Bundesrat in einer als gesetzmässig anerkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 
218 E. 2a) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b 
mit Hinweisen). Die Entschädigung für spezielle und nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach 

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dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet. In diesem Zusammenhang hat die Suva in 
Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer 
Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für den Rich-
ter nicht bindend. Soweit sie jedoch Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller 
Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 
29 E. 1c, bestätigt z. B. in Urteil BGer 8C_19/2017 vom 22. Mai 2017 E. 4.2).

Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Re-
gelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrags des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 
Abs. 1), wobei im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben möglich sind (BGE 116 V 
156 E. 3a). Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem 
oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Be-
einträchtigung festgesetzt (Art. 36 Abs. 3 UVV Satz 1). Auch diesfalls wird nach Anhang 3 zur UVV 
die Entschädigung nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Die 
einzelnen Entschädigungen werden zusammengezählt und die Integritätsentschädigung nach der 
gesamten Beeinträchtigung festgesetzt (BGE 116 V 156 E. 3b). Laut Art. 36 Abs. 3 Satz 2 UVV 
darf die Gesamtentschädigung den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht über-
steigen. Die den einzelnen versicherten Schädigungen entsprechenden Prozentzahlen werden 
selbst dann zusammengezählt, wenn eine, mehrere oder alle davon für sich die Schwelle von 5% 
nicht erreichen; die Entschädigung ist geschuldet, sobald die Summe der Prozentzahlen die Er-
heblichkeitsgrenze von 5% übersteigt (BGE 116 V 156 E. 1b; vgl. auch Anhang 3 zur UVV Ziff. 1 
Abs. 2). Anschliessend ist eine Gesamtwürdigung vorzunehmen und zu beurteilen, ob verglichen 
mit anderen Integritätsentschädigungen im Anhang 3 zur UVV das Ergebnis gerecht und verhält-
nismässig ist (RKUV 1988 S. 236 E. 2b). Schliesslich können unter "verschiedenen Integritäts-
schäden" nur Beeinträchtigungen verstanden werden, die sich medizinisch eindeutig, d. h. weitge-
hend ermessensfrei feststellen und in ihren Auswirkungen voneinander klar unterscheiden lassen 
(vorerwähntes Urteil U 109/06 E. 6 mit Hinweisen).

Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. 
Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite 
ist und nicht voraussehbar war (Art. 36 Abs. 4 UVV).

2.2. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte von Haus-
ärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen. Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des Administrativver-
fahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht 
durch konkrete Indizien erschüttert wird. Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten 
nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vor-
handen sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit Hinweisen). Auch unter Berücksichtigung der neueren 
Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte besteht kein förmlicher An-
spruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine solche ist indessen aber anzuordnen, wenn 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4).

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3.

Streitig ist die Höhe der von der Suva zugesprochenen Integritätsentschädigung. Die Suva geht 
von einer Integritätseinbusse von 55%, der Beschwerdeführer hingegen von einer solchen von 
65% aus. Nicht streitig ist dabei die von der Suva festgelegten Integritätseinbussen von 20% für 
die Parese des Nervus tibialis gestützt auf Tabelle 2 sowie von 15% für die Spitzfussdeformität. 
Streitig ist einzig die Höhe der Integritätseinbusse hinsichtlich der schmerzhaften Funktionsein-
schränkung der gesamten Wirbelsäule.

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Suva-Kreisärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Chirurgie der Suva, sei von einer Integritätseinbusse von 55% ausgegangen. Dabei habe sie die 
schmerzhafte Funktionsstörung der gesamten Wirbelsäule gemäss Tabelle 7 (Wirbelsäulenaffek-
tionen) mit einer Integritätseinbusse von 40% bewertet, wobei die Hälfte dieses Wertes (20%) we-
gen des vorbestehenden Morbus Bechterew in Abzug gebracht worden sei. Dr. med. F.________, 
Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates der Suva, sei 
zunächst dieser Einschätzung gefolgt. Erst im Einspracheverfahren habe er seine Ansicht 
geändert und habe Frakturen einschliesslich Spondylodese, Kyphose oder Skoliose, einer 
Schmerzfunktionsskala ++ und einem Deformationswinkel bis 20% berücksichtig und habe bei 
einer möglichen Integritätseinbusse von 10–20% diese auf 20% festgesetzt. Es sei auf die 
ursprüngliche Einschätzung abzustellen und von einer hälftigen Kürzung für den vorbestehenden 
Morbus Bechterew abzusehen, da dessen Auswirkungen immer sehr diskret geblieben seien und 
sich kaum auf die Wirbelsäule ausgewirkt haben. Nur ab und zu sei die Einnahme eines Schmerz-
mittels erforderlich gewesen, im Übrigen sei er in seiner körperlich schweren Arbeit voll arbeitsfä-
hig gewesen, was Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatolo-
gie, bestätige. Zudem sei es insofern zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands gekom-
men, als sich der Schmerzpegel erhöht habe.

3.2. Im Rahmen der Abschlussuntersuchung vom 31. Januar 2017 nahm die Kreisärztin die Be-
urteilung des Integritätsschadens vor (Suva-Akten Nr. 468). Nach Polyblessé im Rahmen eines 
Verkehrsunfalles am 30. Dezember 2011 bestehe zurzeit der Status nach Fraktur des HWK 5/6 so-
wie eine Anderson-Läsion LWK 2/3 und LWK5/SWK1 mit jeweils ventraler und dorsaler Stabilisie-
rung mit massiver schmerzhafter Bewegungseinschränkung mit fast vollständiger Versteifung der 
gesamten Wirbelsäule bei vorbestehendem Morbus Bechterew. Die genannten Wirbelfrakturen 
würden zu einer massiven, schmerzhaften Funktionsstörung der gesamten Wirbelsäule führen, die 
laut Tabelle 7 mit 40% zu bewerten sei. Aufgrund des vorbestehenden Morbus Bechterew sei die 
Hälfte abzuziehen, womit sich eine Integritätseinbusse von 20% ergebe.

Da die Kreisärztin auch eine Lungenfunktionsstörung, die aber als unfallfremd zu beurteilen war 
(Suva-Akten Nr. 509), mit einer Integritätseinbusse von 5% bewertet hatte und zudem hinsichtlich 
von neu hinzugekommenen Kniebeschwerden (Suva-Akten Nr. 489) am 29. März 2017 (Suva-
Akten Nr. 490) die Unfallkausalität bejahte, verlangte die Suva am 5. Juli 2017 (Suva-Akten 
Nr. 513) eine Neubeurteilung des Integritätsschadens. Diese erfolgte am 10. Juli 2017 (Suva-Akten 
Nr. 514) durch den Suva-Kreisarzt Dr. med. F.________, der hinsichtlich der Wirbelsäule die Ein-
schätzung der Kreisärztin übernahm.

Während des Einspracheverfahrens verlangte die Suva am 18. Mai 2018 aufgrund der vom Be-
schwerdeführer kritisierten Reduktion der Integritätseinbusse wegen des vorbestehenden Morbus 
Bechterew eine erneute Neubeurteilung des Integritätsschadens (Suva-Akten Nr. 573). Der Kreis-
arzt erklärte am 4. Juni 2018 (Suva-Akten Nr. 574), durch die Kreisärztin sei die Integritätsein-

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busse bedingt durch die Wirbelsäule wegen einer massiven schmerzhaften Funktionsstörung auf 
40% eingeschätzt worden. Eine dazugehörige Begründung liege jedoch nicht vor. Nach sorgfälti-
ger Prüfung des Sachverhalts entspreche die Situation der Position 1 von Tabelle 7 des Feinrast-
ers mit Frakturen im Bereich der HWS und LWS sowie Schmerzfunktionsskala ++, was grosszügig 
eine Integritätseinbusse von 20% ergebe, was dem von der Kreisärztin vorgeschlagenen Wert ent-
spreche. Falls der Ansicht des Beschwerdeführers gefolgt würde, wäre die Integritätseinbusse ins-
gesamt mit 75% zu veranschlagen, was gemäss Tabelle 21 nahe dem geschuldeten Wert für eine 
Tetraplegie unterhalb C6 oder einer Paraplegie mit 85 resp. 90% entspreche.

3.3. In Tabelle 7 des Feinrasters wird darauf hingewiesen, dass gemäss Anhang 3 zur UVV bei 
einer sehr starken schmerzhaften Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule von einer Integritäts-
einbusse von 50% auszugehen sei. Wohl gestützt darauf ging die Kreisärztin bei einer massiven 
schmerzhaften Funktionsstörung von einer Integritätseinbusse von 40%. Unter der Berücksichti-
gung eines hälftigen Abzugs für den vorbestehenden Morbus Bechterew schätzte sie die Integri-
tätseinbusse damit für die Wirbelsäule auf 20% ein.

In Bezug auf den Morbus Bechterew hielt jedoch der Rheumatologe am 3. Oktober 2012 (Suva-
Akten Nr. 149) fest, die Erstdiagnose sei vor über 30 Jahren erfolgt. Seit vielen Jahren bestehe ein 
praktisch asymptomatischer Verlauf und aktuell gebe es keine Hinweise für eine Aktivität der 
Krankheit. Der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall hinsichtlich des Morbus Bechterew weitge-
hendst beschwerdefrei gewesen und habe seine körperlich schwere Arbeit problemlos zu 100% 
erledigen können und habe nur ab und zu ein Schmerzmittel benötigt. Der Rheumatologe war 
deshalb der Ansicht, das Zustandsbild sei allein auf den Unfall zurückzuführen.

Die Kreisärztin begründete ihre Einschätzung der Integritätseinbusse für die Wirbelsäule nicht 
weiter. Ein Abzug für den Morbus Bechterew erscheint aufgrund der Ausführungen des Rheumato-
logen jedoch zumindest als fraglich. Eine Integritätseinbusse von 40% hinsichtlich der Wirbelsäule 
kann aber ebenfalls nicht berücksichtigt werden, da dies insgesamt zu einer Integritätseinbusse 
von 75% führen würde. Wie oben dargestellt, ist bei der Schätzung der Integritätseinbusse aber 
jeweils auch eine Gesamtwürdigung vorzunehmen und zu beurteilen, ob verglichen mit anderen 
Integritätsentschädigungen im Anhang 3 zur UVV (bzw. dem Feinraster der Suva) das Ergebnis 
gerecht und verhältnismässig ist. Dr. med. F.________ weist diesbezüglich zu Recht auf Tabelle 
21 des Feinrasters hin. So entsprechen gemäss dieser Tabelle eine komplette Paraplegie einer 
Integritätseinbusse von 70-75% sowie eine Tetraplegie unterhalb C6 einer solchen von 85%, 
weshalb im vorliegenden Fall eine Integritätseinbusse von insgesamt 75% als zu hoch erscheint. 
Zumindest teilweise erkennt dies wohl ebenfalls der Beschwerdeführer, der zwar diese Lösung be-
rücksichtigt haben möchte, dennoch aber nur den Antrag auf eine Erhöhung der Integritätsent-
schädigung um 10% und damit auf insgesamt auf 65% stellt.

Es ist deshalb nicht zu kritisieren, dass der eine Neubeurteilung der Integritätseinbusse hinsichtlich 
der schmerzhaften Funktionseinschränkung der gesamten Wirbelsäule vornahm. Gemäss Position 
1 der Tabelle 7 des Feinrasters ergibt sich bei Frakturen der LWS/BWS/HWS inkl. Spondylodese, 
Kyphose oder Skoliose bei einem Deformationswinkel von 10–20° und unter der Berücksichtigung 
der Schmerzfunktionsskala ++ (geringe Dauerschmerzen, bei Belastung verstärkt, auch in Ruhe) 
eine Integritätseinbusse von 10–20%. Der Kreisarzt ging dabei vom Maximalwert von 20% aus.

3.4. Im Resultat kommt damit der Kreisarzt zur gleichen Einschätzung der Integritätseinbusse in 
Bezug auf die Funktionseinschränkung der Wirbelsäule wie die Kreisärztin, im Unterschied zu der-
selben ab mit einer nachvollziehbaren Begründung, dies auch hinsichtlich der von ihm berücksich-

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tigten Schmerzfunktionsskale ++, wie dies nachfolgend anhand der vorhandenen Unterlagen auf-
zuzeigen ist.

So kann hier entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, dessen Schmerzen bezüglich der Wir-
belsäule nicht in Abrede gestellt werden wollen, nicht die Schmerzfunktionsskala +++ (+/- starke 
Dauerschmerzen, Zusatzbelastung nicht möglich, auch nachts und in Ruhe, bei Verstärkung lange 
Erholungszeit) berücksichtigt werden.

Gemäss dem Austrittsbericht der H.________ vom 8. Dezember 2015 (Suva-Akten Nr. 408) gab 
der Beschwerdeführer als Hauptproblem die Schmerzen im Rücken mit stechenden Ausstrah-
lungen in das rechte Bein seitlich bis in den Unterschenkel an. Die Schmerzen in der LWS (NRS 
mind. 2 bis max. 9) würden sich beim Gehen, Stehen und Sitzen verstärken. Eine Linderung wür-
den Medikamente und Liegen erbringen.

Am 4. Februar 2016 (Suva-Akten Nr. 422) notierte der behandelnde Neurologe, Dr. med. 
I.________, Facharzt für Neurologie, der Beschwerdeführer leide weiterhin unter chronischen 
Rückenschmerzen tieflumbal, diese seien aber mittlerweile deutlich besser geworden, ohne 
spezifische Therapie.

Die Ehefrau des Beschwerdeführers erklärte am 13. Juni 2016 (Suva-Akten Nr. 439) gegenüber 
der Suva, der Zustand habe sich seit letztem Sommer verbessert und stabilisiert und die Schmer-
zen würden sich in Grenzen halten.

In seinem Folgebericht vom 22. November 2016 (Suva-Akten Nr. 44) erwähnte der behandelnde 
Neurologe, im Vergleich zum Vorbericht ergäben sich keine wesentlichen Veränderungen des klini-
schen Zustandes.

Anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 31. Januar 2017 (Suva-Akten Nr. 467) erklärte der Be-
schwerdeführer, das Hauptproblem liege bei der Lunge. Im Bereich der Wirbelsäule bestehe kein 
Dauerschmerz, jedoch würden längere Zwangshaltungen, zum Beispiel beim Sitzen, Liegen oder 
Stehen, zum Auftreten von Schmerzen führen. Beim Sitzen brauche er Kissen. Nach Veränderung 
der Position nähmen diese Beschwerden wieder ab. Ferner wies die Kreisärztin darauf hin, dass 
im Bereich der Wirbelsäule kein Dauerschmerz auslösbar sei, jedoch sei die Beweglichkeit im Be-
reich der HWS in allen Freiheitsgraden massiv eingeschränkt beziehungsweise komplett versteift.

Am 2. Oktober 2017 (Suva-Akten Nr. 519) machte der Beschwerdeführer gegenüber der Suva eine 
sich verschlechternde gesundheitliche Gesamtsituation geltend. Der Schmerzpegel sei höher. Das 
rechte Knie- und Fussgelenk sei ab und zu geschwollen. Er bekunde Schmerzen im Rücken sowie 
im rechten Knie- und Fussgelenk. Demgegenüber erklärte der behandelnde Neurologe am 20. No-
vember 2017 (Suva-Akten Nr. 547), subjektiv bestehe seit letztem Jahr ein stabiler Verlauf. Auch 
betreffend die Schmerzen liege ein stabiler Zustand vor.

Aufgrund der soeben dargestellten Unterlagen ergibt sich damit in Bezug auf die Rückenschmer-
zen ab Februar 2016 eine deutlich gebesserte Situation, was der Beschwerdeführer anlässlich der 
Abschlussuntersuchung bestätigte. Zwar machte er im Oktober 2017 einen zunehmenden 
Schmerzpegel geltend, dieser bezieht sich aber offensichtlich nicht allein auf den Rücken, sondern 
zudem unter anderem auf die seit März 2017 hinzugekommene Knieproblematik. So ist denn auch 
eine Schmerzzunahme betreffend die Wirbelsäule von ärztlicher Seite nicht belegt. Vielmehr hält 
der behandelnde Neurologe im November 2017 auch hinsichtlich der Schmerzen einen stabilen 
Zustand fest. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers in seinen Gegenbemerkungen, 

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bezieht sich dieser Bericht des behandelnden Neurologen nicht nur auf die Beinproblematik, 
worauf die Suva in ihren Schlussbemerkungen zu Recht hingewiesen hat.

4.

Zusammenfassend ging die Suva zu Recht bei einer Integritätseinbusse von 20% betreffend die 
Wirbelsäule gestützt auf die überzeugende Einschätzung des Kreisarztes vom Juni 2018 gesamt-
haft von einer Integritätsentschädigung auf der Grundlage einer Integritätseinbusse von 55% aus. 
Der Einspracheentscheid vom 19. Juni 2018 ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Der mit seinen Anträgen unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschä-
digung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 12. August 2019/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: