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**Case Identifier:** 1814826c-e42c-5a78-ae4e-aec7b14375a4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 27.03.2024 460 2023 86 (460 23 86)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-2023-86_2024-03-27.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
27. März 2024 (460 23 86) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafrecht 
 
 
Gewerbsmässiger Betrug 
 
 

Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Dominique Steiner (Ref.),  
Richter Christof Enderle, Richterin Helena Hess,  
Richterin Lea Hungerbühler; Gerichtsschreiberin Ilona Frikart 
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde und Berufungsklägerin 
 
A.____,  
vertreten durch Rechtsanwalt Samuel Baader,  
Ochsengasse 19, 4460 Gelterkinden,  
Privatkläger und Berufungskläger 
 
weitere Privatkläger 

  
 
gegen 
 
 

 B.____,  
vertreten durch Advokat Gioele Ballarino,  
Blumenrain 20, Postfach 112, 4001 Basel,  
Beschuldigte / Berufungsklägerin / Berufungsbeklagte 
 

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 C.____, 
vertreten durch Advokat Urs Grob,  
Hauptstrasse 47, 4153 Reinach 1,  
Beschuldigte / Berufungsbeklagte 
 

Gegenstand Gewerbsmässiger Betrug etc. 
Berufungen gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft 
vom 23. September 2021 

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A. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 23. September 2021 (nachfolgend: Straf-
gericht) wurde B.____ des mehrfachen Betrugs zum Nachteil der Sozialhilfebehörde D.____, des 
mehrfachen, teilweise versuchten betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 
sowie des Diebstahls schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von acht 
Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 150 Tagen, 
bei einer Probezeit von vier Jahren, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1 des Straf-
gesetzbuchs (StGB, SR 311.0), Art. 146 Abs. 1 StGB, Art. 147 Abs. 1 StGB sowie Art. 40 StGB, 
Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB und Art. 51 StGB (vgl. Dispositiv-
Ziffer I.1.). Demgegenüber wurde B.____ von der Anklage des mehrfachen gewerbsmässigen 
Betrugs, von der Anklage des mehrfachen Betrugs gemäss Anklageziffern 1.1, 1.4, 1.5 und 1.6, 
von der Anklage der mehrfachen Veruntreuung gemäss Anklagefällen 1.1, 1.4, 1.5 und 1.6, von 
der Anklage des mehrfachen Wuchers im Anklagefall 1.6, von der Anklage des gewerbsmässigen 
betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, von der Anklage der mehrfachen 
unrechtmässigen Aneignung, von der Anklage des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern 
sowie von der Anklage des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung freigesprochen (vgl. Dispo-
sitiv-Ziffer I.2). Ferner wurde das Verfahren betreffend mehrfachen Konsum von Betäubungsmit-
teln aufgrund des Eintritts der Verjährung eingestellt (vgl. Dispositiv-Ziffer I.3). Sodann wurde 
festgestellt, dass ein Widerruf der am 11. Juli 2013 von der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 
bedingt ausgesprochenen Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je Fr. 20.--, bei einer Probezeit 
von drei Jahren, ausgeschlossen ist (vgl. Dispositiv-Ziffer I.4.). Ausserdem wurde über das 
Schicksal der beschlagnahmten Gegenstände und die forensisch gesicherten Daten entschieden 
(vgl. Dispositiv-Ziffern I.5.a – I.5.c. und III.1.). B.____ wurde ausserdem zur Bezahlung von 
Fr. 2'800.-- an † E.____ verurteilt, wobei die Mehrforderung auf den Zivilweg verwiesen wurde 
(vgl. Dispositiv-Ziffer III.2.a.). Sodann wurden die Schadenersatzforderungen der Privatkläger 
F.____, A.____, G.____ und der Erbengemeinschaft † H.____ auf den Zivilweg verwiesen; 
ebenso wurde die öffentlich-rechtliche Forderung der Sozialhilfebehörde D.____ auf den Verwal-
tungsrechtspflegeweg verwiesen (vgl. Dispositiv-Ziffer III.2.b. und III.2.c.). Darüber hinaus wur-
den die Genugtuungsforderungen der Privatkläger A.____, † E.____ und der Erbengemeinschaft 
† H.____ abgewiesen (vgl. Dispositiv-Ziffer III.2.d.). Weiter wurde festgestellt, dass die Schaden-
ersatzforderung von † I.____ infolge Ausschlagung der Erbschaft durch die Erben untergegangen 
ist (vgl. Dispositiv-Ziffer III.2.e.). Schliesslich wurden B.____ die sie betreffenden Verfahrenskos-
ten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von Fr. 35'446.60 und der Gerichtsgebühr von 
Fr. 6'000.--, zu einem Fünftel auferlegt (vgl. Dispositiv-Ziffer III.4.). Endlich wurde über das Hono-
rar des amtlichen Verteidigers entschieden (vgl. Dispositiv-Ziffer III.5.a. – III.5.c.). Das Honorar 
des unentgeltlichen Rechtsbeistands des Privatklägers A.____ wurde aus der Staatskasse zuge-
sprochen (vgl. Dispositiv-Ziffer III.7.). 
 
Mit selbigem Urteil des Strafgerichts wurde C.____ von der Anklage des gewerbsmässigen Be-
trugs, von der Anklage der Gehilfenschaft zum mehrfachen gewerbsmässigen Betrug, von der 
Anklage des mehrfachen Betrugs, von der Anklage der mehrfachen Veruntreuung sowie von der 
Anklage der Gehilfenschaft zu mehrfacher Veruntreuung freigesprochen (vgl. Dispositiv-Ziffer 

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II.1.). Darüber hinaus wurde über das Schicksal der beschlagnahmten Gegenstände befunden 
(vgl. Dispositiv-Ziffer II.a. – II.b.). Im Weiteren wurde C.____ für die ausgestandene Untersu-
chungshaft von insgesamt drei Tagen eine Genugtuung von Fr. 600.-- zuzüglich 5% Zins seit 
dem 27. August 2015 zugesprochen (vgl. Dispositiv-Ziffer II.3.). Schliesslich wurde das Honorar 
der amtlichen Verteidigung festgesetzt (vgl. Dispositiv-Ziffer III.6.a. – III.6.c.).  
 
B. Gegen das genannte vorinstanzliche Urteil meldete die Staatsanwaltschaft Basel-Land-
schaft, Hauptabteilung Allgemeine Delikte (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), mit Eingabe vom 
30. September 2021 die Berufung an. Ebenso legte der Privatkläger A.____ mit Schreiben vom 
5. Oktober 2021 Berufung gegen das strafgerichtliche Urteil ein. Schliesslich erhob auch die Be-
schuldigte B.____ mit Eingabe vom 7. Oktober 2021 Berufung gegen das erstinstanzliche Verdikt 
des Strafgerichts.  
 
C. Mit Schreiben vom 17. Mai 2023 übermittelte die Staatsanwaltschaft zuhanden des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), die Beru-
fungserklärung. Die Staatsanwaltschaft beantragte, es sei B.____ in Abänderung von Ziffer I.1 
des strafgerichtlichen Erkenntnisses des mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs, des gewerbs-
mässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage sowie des Diebstahls 
schuldig zu erklären (vgl. Ziff. 1.) und zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren zu verurteilen (vgl. 
Ziff. 2.). Darüber hinaus seien die gemäss vorinstanzlichem Urteil erfolgten Freisprüche gemäss 
Dispositiv-Ziffer I.2 teilweise aufzuheben und B.____ in den Anklagefällen 1.1, 1.4 und 1.5 im 
Sinne der Anklage schuldig zu erklären (vgl. Ziff. 3). Weiter begehrte die Staatsanwaltschaft, es 
sei C.____ in Abänderung von Dispositiv-Ziffer II.1 des angefochtenen Urteils im Sinne der An-
klage wegen gewerbsmässigen Betrugs schuldig zu erklären (vgl. Ziff. 4) und zu einer bedingt 
vollziehbaren Freiheitsstrafe von 20 Monaten zu verurteilen (vgl. Ziff. 5). Ferner sei Dispositiv-
Ziffer II.3 aufzuheben und B.____ sowie C.____ seien die Verfahrenskosten in Abänderung der 
Dispositiv-Ziffern III.3 und III.4 anteilsmässig und entsprechend ihren Verurteilungen aufzuerle-
gen (vgl. Ziff. 7). 
 
D. Mit Berufungserklärung vom 22. Mai 2023 stellte der Privatkläger A.____, vertreten durch 
Rechtsanwalt Samuel Baader, folgende Rechtsbegehren: Es sei B.____ in Abänderung des straf-
gerichtlichen Urteils im Anklagefall 1.4 wegen mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs bzw. we-
gen mehrfachen Betrugs gemäss Anklage der Staatsanwaltschaft zu verurteilen; eventualiter sei 
sie im Anklagefall 1.4 wegen mehrfacher Veruntreuung entsprechend der staatsanwaltschaftli-
chen Anklage schuldig zu sprechen (vgl. Ziff. 1 und Ziff. 2). Ferner sei C.____ in Abänderung des 
erstinstanzlichen Urteils im Anklagefall 1.4 wegen gewerbsmässigen Betrugs bzw. wegen Gehil-
fenschaft zu mehrfachem gewerbsmässigem Betrug oder wegen mehrfachen Betrugs bzw. we-
gen Gehilfenschaft zu mehrfachem Betrug anklagegemäss zu verurteilen; eventualiter sei sie im 
Anklagefall 1.4 wegen mehrfacher Veruntreuung bzw. wegen Gehilfenschaft zu mehrfacher Ver-
untreuung gemäss Anklage der Staatsanwaltschaft zu verurteilen (vgl. Ziff. 3 und Ziff. 4). In Ab-

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änderung des strafgerichtlichen Urteils seien B.____ und C.____ in solidarischer Haftung zur Be-
zahlung der Zivilforderung in der Höhe von Fr. 167'620.-- an den Privatkläger A.____ zu verurtei-
len (vgl. Ziff. 5). Ausserdem sei die Genugtuungsforderung im Umfang von Fr. 15'000.-- zulasten 
von B.____ und C.____ in solidarischer Haftung gutzuheissen (vgl. Ziff. 6); dies alles unter o/e-
Kostenfolge zu Lasten der Beschuldigten B.____ und C.____ in solidarischer Haftung (vgl. Ziff. 
7). Schliesslich beantragte der Privatkläger dessen Einvernahme anlässlich der kantonsgerichtli-
chen Berufungsverhandlung.  
 
E. Am 22. Mai 2023 reichte die Beschuldige B.____, vertreten durch Advokat Gioele Ballarino, 
ihre Berufungserklärung ein und beantragte, sie sei in teilweiser Abänderung des angefochtenen 
Urteils des mehrfachen Betrugs zum Nachteil der Sozialhilfebehörde D.____ schuldig zu erklären 
und zu einer angemessenen Strafe zu verurteilen (vgl. Ziff. 1) sowie von den Vorwürfen des 
mehrfachen, teilweise versuchten betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 
und des Diebstahls freizusprechen (vgl. Ziff. 2). B.____ sei für die ungerechtfertigte Haft eine 
Entschädigung von Fr. 250.-- auszurichten (vgl. Ziff. 3) und im Übrigen sei das vorinstanzliche 
Urteil zu bestätigen (vgl. Ziff. 4); dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
des Staates, wobei B.____ die amtliche Verteidigung mit Advokat Gioele Ballarino zu bewilligen 
sei (vgl. Ziff. 5).  
 
F. Mit Eingabe vom 15. Juni 2023 beantragte C.____, vertreten durch Advokat Urs Grob, es 
sei ihr für das Berufungsverfahren die amtliche Verteidigung zu bewilligen.  
 
G. Mit Schreiben vom 15. Juni 2023 erklärte B.____, vertreten durch Advokat Gioele Ballarino, 
es würden weder Anträge auf Nichteintreten gestellt noch Anschlussberufung erhoben. Sie be-
antragte indes die Abweisung der Berufungen der Staatsanwaltschaft und des Privatklägers 
A.____; dies unter o/e-Kostenfolge. 
 
H. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 28. Juni 2023 wurden die Eingaben von B.____ 
und C.____, datierend jeweils vom 15. Juni 2023, unter den Parteien zur Kenntnisnahme ausge-
tauscht. Ferner wurden Advokat Gioele Ballarino als amtlicher Verteidiger von B.____ und Advo-
kat Urs Grob als amtlicher Verteidiger von C.____ eingesetzt. Die Beschuldigten wurden aufge-
fordert, das Formular "Gesuch um amtliche Verteidigung" mitsamt den erforderlichen Belegen 
einzureichen.  
 
I. Mit Schreiben vom 21. Juli 2023 begehrte C.____, vertreten durch Advokat Urs Grob, es 
seien die Berufungen, soweit sie betreffend, vollumfänglich abzuweisen und das vorinstanzliche 
Urteil des Strafgerichts zu bestätigen; dies unter o/e-Kostenfolge.  
 
J. Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 27. Juli 2023 wurde die Eingabe von C.____ 
vom 21. Juli 2023 den übrigen Parteien zur Kenntnis gebracht.  
 

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K. Mit Eingabe vom 8. August 2023 reichte die Beschuldige C.____ gemäss kantonsgerichtli-
cher Verfügung vom 28. Juni 2023 das ausgefüllte Formular "Gesuch um amtliche Verteidigung" 
mit den erforderlichen Belegen ein. 
 
L. Mit prozessleitender Verfügung vom 9. August 2023 wurde die Eingabe der Beschuldigten 
C.____ vom 8. August 2023 der Staatsanwaltschaft zur Kenntnisnahme übermittelt.  
 
M. Mit Eingabe vom 13. März 2024 beantragte der Privatkläger A.____ die Abbietung und Ver-
schiebung der am 19. März 2024 und 22. März 2024 angesetzten Berufungsverhandlung auf-
grund seines Gesundheitszustands und Spitalaufenthalts. 
 
N. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 14. März 2024 wurde dem Privatkläger A.____ un-
ter Hinweis auf die instruktionsrichterliche Verfügung vom 28. Juni 2023 mitgeteilt, dass er nicht 
persönlich zur Berufungsverhandlung zu erscheinen habe und keine Rechtsfolgen gemäss Art. 
407 Abs. 1 lit. a der Strafprozessordnung (StPO, SR 312.0) zu befürchten habe, solange er sich 
anlässlich der zweitinstanzlichen Hauptverhandlung durch seinen Rechtsbeistand vertreten 
lasse. Ferner wurde sein mit Berufungserklärung vom 22. Mai 2023 gestellter Antrag, wonach er 
selbst durch das Berufungsgericht zu befragen sei, abgewiesen.  
 
O. Anlässlich der kantonsgerichtlichen Berufungsverhandlung vom 19. März 2024 erscheinen 
B.____ mit ihrem amtlichen Verteidiger Advokat Gioele Ballarino, C.____ mit ihrem amtlichen 
Verteidiger Advokat Urs Grob, Rechtsanwalt Samuel Baader als Vertreter des Privatklägers 
A.____ sowie der Vertreter der Anklagebehörde. Die Staatsanwaltschaft beantragte anlässlich 
der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung in Abweichung ihrer Berufungserklärung vom 17. Mai 
2023, B.____ sei wegen gewerbsmässigen Betrugs, gewerbsmässigen betrügerischen Miss-
brauchs einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfacher Veruntreuung und Diebstahls schuldig zu 
erklären und zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren, bei einer Probezeit von zwei 
Jahren, zu verurteilen. Weiter begehrte die Anklagebehörde, C.____ sei wegen gewerbsmässi-
gen Betrugs und Gehilfenschaft zu mehrfacher Veruntreuung schuldig zu erklären und zu einer 
bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von zehn Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren, zu 
verurteilen. Im Übrigen verwies die Staatsanwaltschaft auf ihre in der Berufungserklärung vom 
17. Mai 2023 gestellten Anträge und beantragte die Abweisung der Berufung der Beschuldigten 
B.____. Der Privatkläger A.____ hielt demgegenüber an seinen bereits gestellten Anträgen fest. 
In Abänderung ihrer mit Berufungserklärung vom 22. Mai 2023 gestellten Anträge, begehrte 
B.____, sie sei wegen mehrfachen Betrugs zum Nachteil der Sozialhilfebehörde D.____ schuldig 
zu erklären, wobei auf das Aussprechen einer Strafe zufolge Verletzung des Beschleunigungs-
gebots zu verzichten sei. Im Übrigen verlangte sie die Bestätigung des vorinstanzlichen Erkennt-
nisses.  
 
 
 

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Erwägungen 

I. Formelles 

[…] 
 
 
II. Berufungsgegenstand 

[…] 
 
 
III. Materielles 

1. F.____ (Anklageziffer 1.1) 
1.1 Ausgangslage und Parteistandpunkte 
1.1.1 Das Strafgericht erwog in seinem Urteil vom 23. September 2021 zusammengefasst, der 
Sachverhalt beruhe auf den konstanten Aussagen des Privatklägers F.____. Die Vorderrichter er-
achteten den angeklagten Sachverhalt in Bezug auf B.____ im Wesentlichen als erstellt. Nicht 
nachgewiesen sei demgegenüber, dass B.____ von C.____ unter Druck gesetzt worden sei, um 
mittels unwahren Angaben Geld von F.____ zu verlangen. C.____ werde diesbezüglich einzig von 
B.____ belastet, welche ein erhebliches Eigeninteresse habe, ihre Verantwortung auf eine andere 
Person abzuschieben. Objektive Beweise oder anderweitige Indizien, welche auf eine Beteiligung 
von C.____ hinweisen würden, bestünden keine. Dem Grundsatz "in dubio pro reo" folgend sei 
C.____ daher vom Vorwurf des mehrfachen bzw. gewerbsmässigen Betrugs sowie der mehrfachen 
Veruntreuung freizusprechen. Hinsichtlich des Rechtlichen hielt die Vorinstanz weiter fest, B.____ 
habe F.____ zahlreiche Unwahrheiten aufgetischt, um den Geldfluss an sie aufrechtzuerhalten. 
Um dessen Vertrauen zu gewinnen und ihn zu weiteren Geldüberweisungen zu veranlassen, habe 
sie Geschlechtsverkehr mit ihm gehabt und ihm romantische Gefühle vorgespielt. Sie habe ihm 
versichert, das Geld zurückzahlen und darüber hinaus als vermeintliche Sicherheit ein fiktives Haus 
in Brasilien im Wert von rund Fr. 1'000'000.-- ins Spiel gebracht. Ihr ganzes Verhalten sei darauf 
ausgerichtet gewesen, F.____ zu motivieren, ihr immerzu Geld zu geben. Dabei habe sie neben 
seinem Mitgefühl und seiner Hilfsbereitschaft auch romantische Gefühle ausgenutzt. F.____ selbst 
habe indes keinerlei Anstalten unternommen, die Angaben von B.____ zu überprüfen, obwohl ihm 
dies zumutbar gewesen sei. Insbesondere betreffend angebliche Steuerschulden, Verhaftungen 
oder die Liegenschaft in Brasilien hätte er nach weiteren Unterlagen fragen müssen. F.____ sei 
keineswegs unbeholfen gewesen, sondern ein Kaufmann mit einem abgeschlossenen Studium der 
Volkswirtschaft und somit ein erfahrener Geschäftsmann. Obwohl er nach kurzer Zeit keinen per-
sönlichen Kontakt mehr mit B.____ gepflegt habe, habe er ihr vertraut und sei davon ausgegangen, 
dass er sein Geld zurückerhalten werde. Ohne irgendwelche Abklärungen vorzunehmen oder 
grundlegende Vorsichtsmassnahmen zu treffen, habe F.____ B.____ blauäugig alles geglaubt, 
was ihm als Opfermitverantwortung anzulasten sei. Der Umstand, dass F.____ in B.____ verliebt 
gewesen sei, vermöge daran nichts zu ändern. Die vorliegende Konstellation sei nicht vergleichbar 
mit einem Fall eines Betrugs innerhalb einer Liebesbeziehung, da das Verhältnis zwischen F.____ 

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und B.____ lediglich zwei Monate gedauert habe. Sie habe F.____ zwar vorgegaukelt, dass sie in 
ihn verliebt gewesen sei, indes sei es bereits nach sehr kurzer Zeit zu keinerlei Intimitäten mehr 
gekommen und der Kontakt habe sich auf ein paar Telefongespräche sowie hauptsächlich SMS-
Nachrichten beschränkt. Folglich habe keine Beziehung zwischen B.____ und F.____, welche von 
Liebe, Zuneigung und grundsätzlichem Vertrauen geprägt gewesen sei, sodass von einem Abhän-
gigkeitsverhältnis ausgegangen werden müsse, bestanden. Das Selbstverschulden von F.____ 
nehme ein derartiges Ausmass an, dass es das Verhalten von B.____ in den Hintergrund dränge. 
Demzufolge liege keine Arglist vor, weshalb B.____ von der Anklage des mehrfachen resp. des 
gewerbsmässigen Betrugs freizusprechen sei. Hinsichtlich des Vorwurfs der mehrfachen Verun-
treuung habe sodann ebenfalls ein Freispruch zu erfolgen, da gemäss Darlehensverträgen vom 
31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2013 weder ein Verwendungszweck noch eine Werterhal-
tungspflicht verabredet worden sei. B.____ habe somit zwar Geld für bestimmte Zwecke von 
F.____ gefordert, allerdings seien die von ihm geliehenen Geldbeträge nicht zweckgebunden ge-
wesen. Folglich habe der Verwendungszweck für F.____ auch keine conditio sine qua non für die 
Darlehensgewährung gebildet und die Darlehen seien B.____ nicht anvertraut gewesen, weshalb 
der Tatbestand nicht erfüllt sei (vgl. E. II.1., S. 4 – 13 des angefochtenen Urteils). 
 
1.1.2  
1.1.2.1 Die Staatsanwaltschaft bringt in ihrer Berufungserklärung vom 17. Mai 2023 vor, bereits 
das Strafgericht habe den angeklagten Sachverhalt im Wesentlichen als erstellt betrachtet. Der 
Vorinstanz sei indes insofern nicht zu folgen, als dass C.____ keine aktive Rolle in diesem Ankla-
gefall zugekommen sei. Die Begründung der Erstinstanz erweise sich nicht als stringent, da zum 
einen festgehalten werde, B.____ habe ein erhebliches Eigeninteresse daran, ihre Verantwortung 
auf eine andere Person abzuschieben, und sie dann zum anderen aber freigesprochen werde. 
Dieser Freispruch bedeute nichts anderes, als dass B.____ dieses Geld nie zurückbezahlen müsse 
und F.____ ihr dies geschenkt habe. Eine solche Schenkung sei indes nicht belegt und durch 
B.____ selbst nie geltend gemacht worden. Darüber hinaus bestünden für die Jahre 2012 und 2013 
Darlehensverträge, welche B.____ unterzeichnet habe. Sie selbst habe vor der ersten Instanz im 
Übrigen selbst einen Schuldspruch wegen Veruntreuung in diesem Anklagefall verlangt sowie die 
Gutheissung der Zivilklage von F.____ dem Grundsatz nach. Bei dieser Ausgangslage bestehe 
kein Eigeninteresse von B.____, ihre Schuld abzuschieben. Sie belaste schliesslich nicht irgend-
eine Person, sondern ihre eigene Mutter, mit welcher sie nach wie vor in engem Kontakt stehe. Die 
vorliegenden Indizien seien mit den Aussagen von B.____ vereinbar, weshalb der Anklagesach-
verhalt auch in Bezug auf C.____ als erstellt zu betrachten sei. Das Strafgericht habe weiter dar-
gelegt, dass B.____ das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft von F.____ ausgenutzt habe, was als 
arglistiges Verhalten im Sinne des Betrugstatbestands einzuordnen sei. Sie habe darüber hinaus 
etliche Notlagen vorgetäuscht, deren Wahrheitsgehalt F.____ nicht habe überprüfen können. Da-
ran ändere auch nichts, dass F.____ im Verlaufe der Jahre an diesen Geschichten zu zweifeln 
begonnen habe. Sie habe von Beginn an das zentrale Lügenkonstrukt "Erbschaft in Brasilien" kul-
tiviert, von welchem sie in der Folge gezehrt habe. Ohnehin sei zumindest der Tatbestand der 
mehrfachen Veruntreuung im Sinne der Eventualanklage erfüllt, welcher indes in der Hauptanklage 

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wegen gewerbsmässigen Betrugs aufgehe: B.____ habe die von F.____ erhaltenen Gelder nicht 
nur zweckentfremdet, sondern sie habe auch eine Werterhaltungspflicht gehabt. Es sei jeweils ein 
Verwendungszweck angegeben worden, wobei B.____ die Gelder nicht diesem entsprechend ein-
gesetzt habe. Die Werterhaltungspflicht ergebe sich daraus, dass F.____ von B.____ stets eine 
Rückzahlung der Gelder erwartet habe. Letztere habe aber nie die Absicht gehabt, diese zurück-
zuerstatten, obwohl sie gewusst und anerkannt habe, dieses Geld zu schulden. Die Werterhaltung 
der erhaltenen Darlehen habe sie F.____ ferner garantiert, indem sie die Erbschaft in Brasilien in 
Aussicht gestellt habe. Diese habe für F.____ eine conditio sine qua non zur Übergabe der Gelder 
dargestellt, was im Übrigen auch aus den beiden Darlehensverträgen hervorgehe. Sollte der Be-
trugstatbestand nach Auffassung der Berufungsinstanz somit nicht erfüllt sein, so läge zumindest 
der Tatbestand der Veruntreuung vor.  
 
1.1.2.2 Im Rahmen ihres Parteivortrags vor Kantonsgericht vom 19. März 2024 hält die Staats-
anwaltschaft sodann fest, insbesondere B.____ sei im Fall "F.____" aktiv gewesen. Die Rolle von 
C.____ sei zwar vergleichsweise unklar und von untergeordneter Bedeutung, indes scheine es so, 
als ob sie insbesondere am Anfang eine grössere Rolle gespielt habe. Später habe B.____ selb-
ständig weitergemacht, ohne dass C.____ Einfluss auf sie genommen hätte. F.____ sei zumindest 
in der Anfangsphase von B.____ umschwärmt worden und habe eine sexuelle Beziehung mit ihr 
gehabt. Die Arglist sei in casu zu bejahen; die Vorinstanz rede das Vertrauensverhältnis klein. Von 
F.____ könne aufgrund seiner individuellen Fähigkeiten zwar erwartet werden, die Angaben von 
B.____ kritisch zu hinterfragen, was er indes erst ab dem Jahr 2014 getan habe, wie der SMS-
Verkehr zeige. Sollte das Vorliegen der Arglist verneint werden, habe sich B.____ dennoch der 
mehrfachen Veruntreuung schuldig gemacht. B.____ habe eine Garantie angeboten, damit F.____ 
überhaupt Geld hergegeben habe und sie habe eine Begrenzung des Verlustrisikos in Aussicht 
gestellt. Bei F.____ sei dies die ausstehende Erbschaft, das Haus in Brasilien, gewesen. Gemäss 
den Darlehensverträgen habe B.____ die Gelder denn auch unverzüglich zurückzahlen müssen, 
sobald sie geerbt hätte. Hätte F.____ ferner nicht weiterbezahlt, hätte B.____ seiner Vorstellung 
nach nie erben können und sein ganzes bereits investiertes Geld wäre verloren gewesen. Unter 
Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Werterhaltungspflicht legt die Staatsan-
waltschaft ferner dar, das Bestehen eines "faktischen" oder "tatsächlichen" Vertrauensverhältnis-
ses genüge, um eine Werterhaltungspflicht zu begründen. Ein solches Vertrauensverhältnis habe 
zwischen F.____ und B.____ zweifellos bestanden, weshalb Letztere eventualiter der mehrfachen 
Veruntreuung schuldig zu erklären sei. In Abweichung ihr Berufungserklärung vom 17. Mai 2023 
begehrt die Staatsanwaltschaft im Rahmen ihres Parteivortrags vom 19. März 2024 sodann, 
B.____ sei der mehrfachen Veruntreuung und C.____ der Gehilfenschaft zu mehrfacher Verun-
treuung schuldig zu erklären.  
 
1.1.3  
1.1.3.1 Mit unaufgeforderter Stellungnahme vom 21. Juli 2023 bringt C.____, vertreten durch 
Advokat Urs Grob, vor, die Vorinstanz sei zu Recht von einem erheblichen Eigeninteresse der 

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Tochter ausgegangen, ihre Verantwortung auf eine andere Person abzuschieben. Der Grund die-
ses Verhaltens liege in einem kindlichen Reflex, der Mutter die Schuld in die Schuhe zu schieben. 
Das Strafgericht habe zutreffend erkannt, dass weder die Aussagen des Privatklägers F.____ noch 
jene von C.____ noch andere Indizien eine aktive Rolle der Letzteren in diesem Anklagefall zu 
begründen vermögen. Es erschliesse sich nicht, inwiefern der von der Staatsanwaltschaft ange-
klagte Sachverhalt erstellt sein solle, zumal F.____ selbst ausgeführt habe, C.____ nicht zu ken-
nen. Der vorinstanzliche Freispruch sei daher zu bestätigen. 
 
1.1.3.2 Mit Parteivortrag vom 19. März 2024 führt C.____, vertreten durch Advokat Urs Grob, 
aus, F.____ sei nicht durch ein Lügengebäude gezwungen worden, Geld herzugeben. Er habe es 
an jeglicher Vorsicht missen lassen und die vorgetäuschte Liebelei sowie sexuellen Dienstleistun-
gen schienen es im Wert gewesen zu sein, nicht genauer hinzusehen. Die Zielpersonen seien 
erwachsene Männer mit Lebenserfahrung gewesen, welche sich durch das Aneinanderreihen von 
einfachen Lügen nicht hätten täuschen lassen dürfen. Dies hätten sie in Anbetracht der erhofften 
Gegenleistungen von B.____ in Kauf genommen, jedoch habe C.____ nie eine solche erbracht. 
Die Staatsanwaltschaft stelle einzig auf unwahre Schutzbehauptungen von B.____ ab. C.____ sei 
daher von sämtlichen Tatvorwürfen freizusprechen und die Zivilforderungen seien ebenfalls abzu-
weisen.  
                     
1.1.4 Anlässlich der kantonsgerichtlichen Berufungsverhandlung vom 19. März 2024 führt 
B.____, vertreten durch Advokat Gioele Ballarino, mit Parteivortrag ins Feld, es handle sich beim 
vorliegenden Fall einzig um eine zivilrechtliche Angelegenheit. Der Sachverhalt sei von der Vor-
instanz korrekt festgestellt worden, insbesondere was die Täuschungen von B.____ hinsichtlich 
der Gründe für die erfolgten Geldüberweisungen betreffe. Dies jedoch erst ab März 2014, da die 
Zahlungsgründe zuvor nicht dokumentiert worden seien. Demgegenüber sei die vorinstanzliche 
Schlussfolgerung, es gebe keine Liegenschaft in Brasilien unbelegt. Die von der Polizei Basel-
Landschaft getätigten Abklärungen seien undokumentiert und aufgrund des Ausbleibens einer Ant-
wort aus Brasilien könne nicht geschlossen werden, es gebe die entsprechende Liegenschaft nicht. 
Erst anlässlich der strafgerichtlichen Hauptverhandlung habe C.____ erstmals behauptet, es gebe 
kein solches Haus, weshalb B.____ bis zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen sei, dieses exis-
tiere tatsächlich. Entsprechende Nachforschungen von B.____ mittels eines Anwalts in Brasilien 
hätten im Übrigen zu einer bestehenden Liegenschaft in Manaus geführt. Ihre Grossmutter habe 
ihr in Brasilien entsprechende Unterlagen gezeigt. Später habe B.____ erfahren, dass ihre Mutter 
die Liegenschaft verkauft habe und den Verkaufserlös – entgegen der getroffenen Absprache – 
vollständig für sich behalten habe. Aus diesem Grund habe B.____ in Brasilien fieberhaft nach 
Informationen gesucht. Da sie angenommen habe, diese Liegenschaft existiere tatsächlich, habe 
sie im Übrigen nicht über ihren Rückzahlungswillen getäuscht. Ferner habe die Vorinstanz zu 
Recht erwogen, dass das Arglisterfordernis nicht gegeben sei. F.____ habe selbst ausgeführt, dass 
er B.____ kaum gekannt und ihr dennoch grössere Geldsummen übergeben habe, ohne minimste 
Vorsichtsvorkehrungen getroffen zu haben. Erst rund ein Jahr nach der ersten Geldübergabe habe 
er sich mittels Unterzeichnung eines Darlehensvertrags abgesichert, als er B.____ bereits Fr. 

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155'000.-- überreicht habe. Die Beziehungsdauer sei sehr kurz gewesen und F.____ habe ab Feb-
ruar 2012 praktisch keinen persönlichen Kontakt mehr zu B.____ gehabt. Es seien lediglich SMS-
Nachrichten ausgetauscht worden, deren Inhalt stets mit Geldübergaben zu tun gehabt hätten. Es 
könne daher von keinem besonderen Vertrauensverhältnis ausgegangen werden. F.____ habe vor 
Strafgericht selbst ausgeführt, dass er sich nicht gross Hoffnungen auf eine Beziehung gemacht 
habe. Gleich zu Beginn habe B.____ ihm von Schulden und Geldproblemen erzählt und er habe 
ihr ohne Zusicherungen bereits grössere Geldbeträge übergeben. F.____ habe ferner dargelegt, 
irgendwann realisiert zu haben, dass etwas nicht stimme; dennoch habe er B.____ weiter Geld 
gegeben und keinerlei Nachforschungen getätigt. Es sei irrelevant, ob B.____ ihm von einem Haus 
in Brasilien erzählt habe, da er nichts dazu habe wissen wollen. F.____ sei geschäftserfahren und 
habe unter keinerlei Einschränkungen gelitten. Das Vorliegen der Arglist sei daher zu verneinen 
und der Freispruch vom Betrugsvorwurf zu bestätigen. Aktenkundig sei sodann, dass F.____ mit 
B.____ weder einen Verwendungszweck noch eine Werterhaltungspflicht der Darlehen vereinbart 
habe. Da ihr die Vermögenswerte nicht anvertraut gewesen seien, könne auch keine Veruntreuung 
gegeben sein. Die Staatsanwaltschaft vermische strafrechtliche und zivilrechtliche Komponenten, 
denn ein Verwendungszweck begründe keine Werterhaltungspflicht. Ein Darlehen dürfe eben ge-
rade für andere Verpflichtungen verbraucht werden. 
 
1.2 Sachverhalt und Beweiswürdigung 
1.2.1 Dogmatische Grundsätze 
1.2.1.1 Bei der Würdigung des Sachverhalts hat das Gericht belastenden und entlastenden 
Umständen mit gleicher Sorgfalt nachzugehen. Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(Art. 10 Abs. 2 StPO) hat das urteilende Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner aus 
dem gesamten Verfahren gewonnenen persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prü-
fung darüber zu entscheiden, ob es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht trifft sein Urteil 
unabhängig von der Anzahl der Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache sprechen, und 
ohne Rücksicht auf die Art des Beweismittels. Auch besteht keine Rangfolge der Beweise. Mas-
sgebend ist allein deren Stichhaltigkeit (ESTHER TOPHINKE, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 
2023, Art. 10 N 41 ff.).  
 
1.2.1.2 Der in Art. 10 Abs. 3 StPO kodifizierte Grundsatz "in dubio pro reo" verpflichtet das 
Gericht, die beschuldigte Person freizusprechen, wenn nach Würdigung aller vorhandenen Be-
weise erhebliche und unüberwindbare Zweifel an der Tatbestandsverwirklichung bestehen 
(DANIEL JOSITSCH/NIKLAUS SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4. Aufl. 
2023, N 235). Als Beweiswürdigungsregel besagt diese Maxime, dass sich das Gericht nicht von 
der Existenz eines für die beschuldigte Person ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, 
wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob 
sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht 
massgebend, weil absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann (BGE 138 V 74 E. 7). Wenn 
Zweifel daran bestehen, welche von mehreren in Betracht kommenden Sachverhaltsmöglichkei-

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ten der Wahrheit entspricht, hat das Gericht seinem Urteil die für die beschuldigte Person güns-
tigste Sachverhaltsvariante zugrunde zu legen (WOLFGANG WOHLERS, Zürcher Kommentar StPO, 
3. Aufl. 2020, Art. 10 N 11; DANIEL JOSITSCH/NIKLAUS SCHMID, a.a.O., N 233).  
 
1.2.2 Wesentliche Sachverhaltsdarstellungen 
1.2.2.1 Hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellungen des Strafgerichts zeigt sich anhand der Aus-
führungen von B.____, dass diese weitestgehend nicht bestritten werden. Für den äusseren Ablauf 
der Geschehnisse kann folglich auf die zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen unter E. II.1.1., 
S. 4 – S. 8 des angefochtenen Urteils verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). C.____ ihrerseits 
bestreitet, mit dieser Sache irgendetwas zu tun gehabt zu haben. In dieser Hinsicht gilt es sach-
verhaltsmässig zu prüfen, ob ihr eine aktive Beteiligung an den gegenüber F.____ vorgebrachten 
Täuschungen nachgewiesen werden kann. Mit Blick auf die Beweiswürdigung sowie das Rechtli-
che wird nachfolgend vornehmlich auf jene Sachverhaltselemente eingegangen, welche einen 
sachlichen Bezug für die rechtliche Einordnung – insbesondere hinsichtlich der in casu umstritte-
nen Arglist – aufweisen.  
 
F.____ (Jahrgang 1948 und geschieden; act. 3257) deponierte im Rahmen der Strafuntersuchung 
im Wesentlichen er habe eine Affäre mit B.____ gehabt, wobei es auch zu Geschlechtsverkehr 
(ca. fünf Mal; drei Mal im Jahr 2012 und in den folgenden Jahren je noch einmal) gekommen sei. 
Mit der Zeit habe er B.____ kaum noch persönlich getroffen, wenn er sie aber gesehen hätte, hätte 
er die Affäre wohl weitergeführt. Sie habe ihm diverse Geschichten erzählt: Schon bei ihrem ersten 
Besuch bei ihm zu Hause habe sie ihm von Schulden und Geldproblemen berichtet. Später habe 
sie ihm persönliche Probleme und Schicksalsschläge (etwa, dass ihre Tochter verstorben und ihre 
Mutter ermordet worden sei und sie nach Brasilien reisen müsse, um die Erbschaft dort mit einem 
Anwalt zu regeln; offene Anwaltskosten in Brasilien; dass sie im Tessin eingesperrt sei und nur 
freikäme, wenn er ihre Schulden bezahle; Verhaftung nach Rückflug aus Brasilien in Genf; etc.) 
geschildert. Ihre Ausführungen seien immer mit Geldforderungen verbunden gewesen. Die herge-
gebenen Gelder seien Darlehen gewesen, weshalb es betreffend die Jahre 2012 und 2013 auch 
Darlehensverträge gebe. Betreffend die Jahre 2014 und 2015 liege kein Vertrag vor, weil er B.____ 
nicht mehr gesehen habe. Im Jahr 2013, 2014 und 2015 habe er ihr Geld gegeben wegen der 
Erbschaft in Brasilien. Sie habe ihm beispielsweise auch erzählt, sie sei eingesperrt im Tessin und 
brauche Geld, um Betreibungsforderungen zu bezahlen. Er wisse nicht, wie sie es geschafft habe, 
so schnell Geld von ihm zu erhalten; sie habe "einfach eine Art an sich" gehabt. Sie habe ihn wegen 
der Erbschaft immer wieder dazu gebracht, ihr Geld zu geben. Als er sie einmal nach dem Wert 
des Hauses gefragt habe, habe sie gesagt, es sei sicher über Fr. 1'000'000.-- wert. Aufgrund dieses 
Betrags habe er ihr das geforderte Geld gegeben. Da es aber ständig Probleme mit der Erbschaft 
und dem Haus in Brasilien gegeben habe, habe sie immer wieder dorthin reisen müssen und dafür 
habe sie Geld gebraucht. Sie habe ihm jedoch immer versichert, dass er sein Geld zurückerhalten 
werde, sobald die Sache mit der Erbschaft geregelt sei. So sei er unter Druck geraten, immer weiter 
zu bezahlen, da er davon überzeugt gewesen sei, er werde den Rest des bereits bezahlten Geldes 
nach Regelung der Erbschaft zurückerhalten, wenn er noch einmal bezahle. Wenn B.____ Geld 

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gebraucht habe, habe sie sich per SMS oder Telefon bei ihm gemeldet. Als sie ihm erzählt habe, 
ihre Tochter sei verstorben oder ihre Mutter sei ermordet worden, sei sie bei den Telefongesprä-
chen sehr aufgelöst gewesen, sodass er ihr geglaubt habe. Nach dem 3. Februar 2015 habe er 
keine Zahlungen mehr geleistet, weil er sein ganzes flüssiges Vermögen ausgegeben habe. Dieses 
Vermögen habe die Erbschaft seines Vaters sowie sein ganzes Pensionskassengeld enthalten. Er 
habe volles Vertrauen zu B.____ gehabt und sei davon ausgegangen, dass alles stimme, was sie 
ihm gesagt oder geschrieben habe und er das Geld zurückerhalten werde. Deshalb habe er die 
vorgebrachten Gründe, weshalb sie angeblich Geld benötigen würde, auch nicht hinterfragt. Wenn 
er im Übrigen einmal Zweifel gehabt habe, habe sie diese sofort ausgeräumt und aufgrund des 
Werts dieses Hauses in Brasilien sei er davon überzeugt gewesen, dass er sein Geld zurückerhal-
ten werde. Sie habe ihm immer gesagt, sie sei in Not und müsse das Geld sofort haben. Es habe 
immer schnell gehen müssen. Betreffend C.____ legte F.____ dar, er habe nicht gewusst, dass es 
sich bei C.____ um die Mutter von B.____ gehandelt habe. Sie habe ihm gesagt, dies sei eine 
Freundin von ihr. C.____ habe er nie gesehen, aber sie habe ihm geschrieben, dass er B.____ 
helfen solle (act. 3263 ff. und act. 3523 ff.).  
 
Vor Strafgericht ist F.____ im Wesentlichen bei seinen Aussagen geblieben und führte aus, er und 
B.____ seien relativ schnell verliebt gewesen. Ihre Beziehung habe nicht lange gedauert; nur ein 
oder zwei Monate, vielleicht auch sechs Monate. Er habe dann nur noch per SMS Kontakt mit ihr 
gehabt, was ausgereicht habe, damit er ihr weiterhin Geld gegeben habe. Er habe sich Hoffnungen 
auf eine erneute Beziehung mit ihr gemacht. Sie habe ihm auch immer wieder von Liebe geschrie-
ben oder, dass sie ihn gernhabe. Sie habe ihm stets bestätigt, dass er sein Geld zurückerhalten 
werde, wofür er aber keine Garantien gehabt habe. Er habe B.____ vertraut und gedacht, dass die 
Dinge, welche sie ihm erzählt habe, wahr seien. Sie habe stets ein Haus in Brasilien erwähnt, was 
ihn dazu veranlasst habe, weiter Geld zu geben, und seine Zweifel seien von ihr jeweils zerstreut 
worden. Er habe nicht danach gefragt, wo dieses Haus in Brasilien genau sei und wie es aussehe. 
Auf die Frage, weshalb er ihr immer wieder Geld gegeben habe, obwohl sie ihm nie etwas zurück-
bezahlt habe, erläuterte F.____, er habe das Gefühl gehabt, er müsse noch einmal bezahlen und 
dann würde er sein ganzes Geld zurückerhalten. Auch nachdem er Zweifel gehabt habe, ob er sein 
Geld zurückbekommen werde, habe er ihr daher wieder Geld gegeben. Auch als er B.____ im 
Dezember 2014 geschrieben habe, dass er nicht mehr auf ihre Nachrichten reagieren werde, bis 
das Geld zurückbezahlt sei, habe er ihr weiterhin Geld gegeben. Er habe konsequent sein und ihr 
kein Geld mehr übergeben wollen, aber er habe es nicht geschafft. Irgendwann habe er realisiert, 
dass er kein Geld erhalten werde. Er selbst habe eine Erbschaft erhalten und sich gedacht, wenn 
sie das Geld brauche, dann gebe er es ihr, da ihm angegeben worden sei, er werde das Geld 
zurückbekommen. Dieses von B.____ erwähnte Haus in Brasilien habe ihn dazu veranlasst, ihr 
immer wieder Geld zu geben. Ferner erklärte F.____, es könne zwar sein, dass er sich kurz mit 
C.____ per SMS ausgetauscht habe; er kenne sie aber eigentlich nicht und ihr habe er kein Geld 
gegeben (vgl. S. 8 ff. des Prot. Hauptverhandlung Strafgericht).  
 

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1.2.2.2 B.____ ihrerseits bestritt nie, von F.____ Geld erhalten zu haben, legte indes dar, C.____ 
habe dies von ihr verlangt. Sie habe F.____ im Jahr 2012 in einem Restaurant, in welchem sie mit 
C.____ gewesen sei, kennengelernt. In der Folge habe sie eine sexuelle Beziehung mit ihm ge-
führt. C.____ habe ihr gesagt, wenn sie kein Geld von F.____ verlange, würde sie ihrem Ehemann 
erzählen, dass sie mit einem anderen Mann Sex gehabt habe. Aus diesem Grund habe sie F.____ 
mehrere Unwahrheiten erzählt, um Geld von ihm zu erhalten. Sie habe ihm erklärt, dass sie Geld 
für Steuern, die Miete, die Kinder etc. brauche. Sie habe F.____ auch gesagt, sie werde ihm das 
Geld zurückzahlen, sobald sie eine Arbeit habe. Es stimme, dass sie bewusst Sex mit ihm gehabt 
habe, um leichter Geld von ihm zu erhalten, und damit er die von ihr vorgespielten Tatsachen 
glaube. Das Haus in Brasilien habe sie erwähnt, weil C.____ ihr dies gesagt habe mit dem Ziel, 
mehr Geld von F.____ zu erlangen. Damals habe sie nicht gewusst, dass es das Haus in Wirklich-
keit nicht gebe. Bei ihrer Grossmutter in Brasilien habe sie aber Dokumente im Zusammenhang 
mit einem Haus gesehen, auf welchen der Name "C.____" aufgeführt gewesen sei. Sie habe 
F.____ dann gesagt, er würde sein Geld zurückbekommen, wenn das Haus in Brasilien verkauft 
sei. Das Geld, welches sie von ihm erhalten habe, habe sie im Übrigen nicht für die Sachen ver-
wendet, die sie ihm angegeben habe, sondern für Kleider, Schuhe oder Casinobesuche und ande-
res. Die Hälfte des Geldes habe sie C.____ gegeben, welche damit für mehrere Monate nach 
Brasilien gereist sei. Mit ihrer Hälfte habe sie Sachen für sich gekauft, die Miete und Rechnungen 
bezahlt sowie Ferien gemacht und im Casino gespielt (act. 3489 ff., act. 3543 ff., act. 3603 ff. und 
act. 3717 ff.).  
 
Weder vor Strafgericht noch vor den Schranken der Berufungsinstanz tätigte B.____ weitere Aus-
sagen zum Anklagefall F.____ (vgl. S. 5 Prot. Hauptverhandlung Strafgericht und S. 7 ff. Prot. 
Hauptverhandlung Kantonsgericht) 
 
1.2.2.3 Ferner wurde das Mobiltelefon von F.____ ausgewertet, wodurch ein reger SMS-
Verkehr vom 17. Dezember 2013 bis 28. Juni 2015 zwischen ihm und B.____ zu Tage trat. Bezüg-
lich dessen Inhalts wird grundsätzlich auf act. 3463 ff. verwiesen. Exemplarisch sei lediglich fol-
gende Korrespondenz erwähnt: In den meisten Nachrichten schrieb B.____ F.____, dass sie ihn 
liebe, er ihr vertrauen solle, er "super Sex mache" und sie ihn vermisse (z.B. am 17. Dezember 
2013 und während den Folgetagen: "Gute nacht mein lieber. Du bekommst deine Geld. Am 6 ja-
nuar ich gehe auf die bank. Ich vermisst dich, Love you. Ich gebe dich. Bitte vertrau mich"). F.____ 
antwortete am 10. Januar 2014 etwa, dass er sein Geld zurückwolle, er es brauche und nicht mehr 
könne sowie Depressionen habe wegen all dem, woraufhin B.____ ihm gleichentags erwiderte 
"F.____ ich glaube nicht, dass du mich misstrauisch. Ich liebe dich von ganzem Herzen." Weiter 
antwortete sie am 24. Januar 2014: "Sex weil ich haben gehen mit die und du march super sex. 
Wagen dem haben nach dich verliebt" und am 28. Januar 2014: "Meine herz ist untröstlich. Ich will 
dich nicht traurig sehen. Ich liebe dich F.____". In dieser oder ähnlicher Manier sind die meisten 
SMS-Nachrichten von B.____ formuliert. Meldete F.____ Zweifel an (vgl. SMS-Nachricht vom 21. 
Mai 2014 "Warum hast Du mich immer angelogen?"), räumte sie diese mit Liebesbekundungen 
und Versprechungen aus (am 2. Juni 2014 schrieb B.____: "F.____ ich brauch dich. Du weiss mein 

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Geld ist im die schweiz. Ich kann mein tickte verliren, geht bis am Freitag. Ich brauch 5670.-- ven 
ich zurück kommen geben ich das kanns Geld. Gute nach mein süsses lieber. You love"). Auch 
bringt sie etwa am 18. Februar 2014 das Haus in Brasilien ins Spiel und macht geltend, sie brauche 
ein letztes Mal seine Hilfe, da sie dieses wirklich verlieren könne und sie Angst habe, alles zu 
verlieren. Sie versicherte F.____, das Geld zurückzubezahlen und bat darum, dass er ihr noch eine 
Chance geben solle. Daraufhin schrieb F.____, sie solle endlich aufhören, er habe kein Geld, sie 
müsse warten und aufhören ihn zu drängen, da sie ihn sonst wirklich verlieren werde. Er habe viele 
Schulden bei Freunden wegen ihr und sie müsse ihm das Geld zuerst retour geben. Daraufhin 
erklärt sie ihm mit Nachricht vom 24. Februar 2014 wiederum, dass er das Geld bekommen werde 
und sie ihn vermisse (act. 3465). Von der Tonalität her präsentiert sich auch der weitere SMS-
Verlauf gleich: F.____ führte etwa aus, er wolle nicht mehr leben, da er wegen ihr alles verloren 
habe und er ihr nie mehr Geld schicken werde sowie er sie beginne zu hassen, da sie immer neue 
Märchen erzählt habe (act. 3467). B.____ bezirzte ihn jedoch immer wieder mit Nachrichten wie 
"Ich liebe dich für immer F.____", "Ich wünsche uns will sex zusammen", "F.____ sex ja ich will viel 
mit dich machen", "Schatz zu bekommst sicher" oder "F.____ du musst keine Angst, Du bekommt 
dein Geld, Bitte schatz schicke mir im West Union heute. Wir kann morgen zusammen im die Bank. 
Ich schwör Glaubt mir 100%" (act. 3467). Am 23. Dezember 2014 etwa schrieb F.____, er werde 
ihre SMS nicht mehr lesen bis das Geld auf seinem Konto sei und er werde ihr nicht mehr antwor-
ten. B.____ antwortete ihm kurz darauf Folgendes: "Lieber vermisse dich will. Dank das zu Antwort 
hast". F.____ wiederum entgegnete ihr, er hasse sie wegen der Situation und er werde ihr erst 
wieder Geld schicken, wenn sein Geld auf seinem Konto sei, woraufhin B.____ antwortete: "F.____ 
ich verspreche dich! A.___ komme und alles was ich haben auf die Bank dich zum geben. Glauben 
mir F.____ Heute fliegen morgen im die Schweiz 1000% auf mein leben ok? F.____ ich haben ja 
und will für uns beider. Im die Schwiez Lieber zum letzten letzten mal. DAS SICHER NICHT 
GLAUBEN MIR. ICH IN EIN FRAU VON KANN WESTE DICH LIEBER UND VERTRAUEN" 
(act. 6469). Diese Nachricht von B.____ reichte aus, damit F.____ am 7. Januar 2015 verlauten 
liess "Ok. Ich schicke dir 2500 Fr. Dann ist aber fertig. Und du muss mir Geld geben sobald Du in 
der Schweiz bist. Alles klar?" (act. 6469). Noch am 3. Februar 2015 versicherte ihm B.____ ihrer-
seits, dass sie auf die Bank gehen werde und verlangte Fr. 2'500.-- von F.____, wobei seine letzte 
Zahlung an B.____ schliesslich genau an diesem Datum erfolgte (act. 3471).  
 
1.2.2.4 C.____ machte demgegenüber im Wesentlichen geltend, dass sie F.____ nicht kenne. 
Auf Vorhalt der SMS-Nachrichten ("1000% F.____"; "Keine sorge F.____"; "F.____ ich march das 
für mich bitten. Ich geben dich eine nacht sex okay."; act. 3463), welche zwischen dem 27. Oktober 
2013 bis zum 2. Dezember 2013 an F.____ verschickt worden sind, führte sie aus, sie habe diese 
nicht geschrieben und ihm keinen Sex angeboten; vielleicht habe B.____ ihm dies geschickt. Fer-
ner bestritt sie, ihre Tochter dazu animiert zu haben, mit F.____ eine Beziehung einzugehen. Die 
Aussagen von B.____ bezüglich des Hauses in Brasilien seien gelogen (act. 3513 ff., act. 3543 ff., 
act. 3577 ff. und act. 3775 ff.).  
 

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Vor Strafgericht wiederholte C.____ ihre Aussagen und beharrte darauf, nichts mit der Sache zu 
tun zu haben (vgl. S. 6 f. Prot. Hauptverhandlung Strafgericht).  
 
Vor Kantonsgericht bekräftige C.____ sodann im Wesentlichen ihre früheren Aussagen und legte 
dar, sie wisse nicht, wer F.____ sei. Ebenso bestritt sie weiterhin, die besagten SMS-Nachrichten 
an ihn verschickt zu haben (vgl. S. 8 ff. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht).  
 
1.2.2.5 Wie die Vorinstanz sodann zutreffend konstatierte, sind die Geldüberweisungen im Um-
fang von rund Fr. 546'000.-- von F.____ auf das Postkonto von B.____ in der Zeit vom 7. Februar 
2012 bis zum 3. Februar 2015 durch deren und F.____s Depositionen sowie anhand der akten-
kundigen Überweisungsbelege und der Bankunterlagen der PostFinance betreffend das Postkonto 
von B.____ objektiv erstellt (act. 3291 ff. und Ordner mit Kontoauszügen der Jahre 2012 bis 2015). 
Die beiden Darlehensverträge vom 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2013 weisen im Weite-
ren folgende Bedingung auf: "Rückzahlung so schnell wie möglich wenn die versprochene Erb-
schaft eintrifft" und wurden von B.____ persönlich unterzeichnet (act. 3323 f.).  
 
1.2.2.6 Schliesslich versuchte die Strafverfolgungsbehörde abzuklären, ob auf B.____ oder 
C.____ Liegenschaften oder sonstige Vermögenswerte in Brasilien eingetragen sind, wobei keine 
entsprechende Rückmeldung der brasilianischen Behörden eingegangen ist, weshalb gemäss ent-
sprechendem polizeilichem Bericht geschlossen werden müsse, dass dies nicht der Fall sei (act. 
3477). J.____ (Sohn von C.____ und Bruder von B.____) gab in dieser Hinsicht an, nichts von 
einer Liegenschaft in Brasilien zu wissen (act. 3561 ff.).  
 
B.____ ihrerseits brachte sodann verschiedene Sachverhaltsversionen bezüglich der Existenz die-
ses Hauses vor: Sie führte etwa aus, sie habe ihrer Mutter am Anfang nicht geglaubt, dass es diese 
Liegenschaft gebe, weshalb sie nach Brasilien gereist sei, wo sie Hilfe von ihrem Vater erhalten 
habe, um das Haus zu suchen. Ihre Grossmutter habe ihr gesagt, dass ihre Mutter in diesem Haus 
gewohnt habe. Ihr Bruder, welcher in Brasilien wohne, habe ihr ebenfalls gesagt, dass er dieses 
Haus bereits gesehen habe. Sie habe Dokumente vom Hausverkauf gesehen, wo "dieser Anwalt" 
aufgeführt gewesen sei. Zu diesem sei sie dann gegangen und habe nach dem Haus gefragt, 
wobei er ihr keine Auskunft gegeben habe. Dies sei im Juli gewesen. Das Haus stehe in Manaus. 
Auf Vorhalt, dass ihre Mutter sage, es existiere keine Liegenschaft in Brasilien, legte B.____ dar, 
ihre Mutter habe ihr gesagt, dass das Haus in Brasilien verkauft sei. Als sie in Brasilien gewesen 
sei, habe sie das Haus nur von aussen gesehen und es sei in keinem guten Zustand gewesen. 
Der Anwalt heisse "Rene", den Nachnamen kenne sie nicht. Weiter behauptete sie einerseits, seit 
14 Jahren nicht mehr bei ihrer Grossmutter in Brasilien gewesen zu sein, führte indes im Rahmen 
der Einvernahme vom 17. September 2015 aus, der Anwalt sei zu ihr gekommen, "also bei meiner 
Grossmutter" (act. 3497 ff.). Anlässlich ihrer früheren Einvernahme vom 26. August 2015 legte 
B.____ ferner dar, der Anwalt heisse "K.____" und lebe in Manaus. Auf Vorhalt der unterschiedli-
chen Namen der Anwälte erklärte sie, es sei "Rene" gewesen, der auf dem Papier des Hauses 
vermerkt gewesen sei und ihr keine Auskunft habe geben wollen. Den anderen Anwalt habe sie in 

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Brasilien aufgesucht, damit er ihr helfe – dieser habe aber Geld gewollt (act. 3501). Sodann konnte 
sie weder involvierte Behörden oder weitere Personen nennen, welche mit dem Hausverkauf in 
Brasilien zu tun gehabt hätten (act. 3501). Anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 3. De-
zember 2015, erklärte B.____ im Weiteren, sie habe F.____ von dem Haus in Brasilien erzählt, 
weil "meine Mutter gesagt hat, dass wenn ich sage, dass wir dort ein Haus haben, das einen gros-
sen Wert hat, dass Herr F.____ dann mehr Geld gibt" (act. 3551 ff.). Direkt danach gefragt, ob es 
dieses Haus in Brasilien gebe, antwortete B.____: "Also ich will Ihnen sagen, dass ich F.____ mit 
dem Haus angelogen habe, weil meine Mutter das gesagt hat." Ferner legte sie dar, sie habe 
damals nicht gewusst, dass es das Haus in Wirklichkeit gebe – das habe sie erst im Juli 2015 
erfahren. Wegen dem Haus habe sie F.____ und A.____ angelogen. In Brasilien habe sie dann 
eine Person zum Haus hinbegleitet, welches in Manaus stehe. Die Adresse kenne sie aber nicht. 
(act. 3557). Am 19. November 2017 deponierte B.____ weiter, sie habe Unterlagen zum Haus in 
Brasilien gesehen, als sie in den letzten Ferien im Jahr 2015 dort gewesen sei mit ihren Kindern. 
Der Name ihrer Mutter sei auf diesen Dokumenten vermerkt gewesen. Sie habe einmal Nachfor-
schungen betrieben und sei auf der Gemeinde Manaus gewesen, wobei ihr nicht viele Informatio-
nen gegeben worden seien, ausser, dass das Haus im Besitz ihrer Mutter sei. Sie sei lediglich 
einmal mit ihren Kindern bei diesem Haus gewesen; es sei von aussen nicht schön und es gebe 
eine grosse Mauer, sodass man es nicht komplett sehe (act. 3615 ff.). Im Rahmen ihrer Hafteröff-
nungseinvernahme am 26. August 2015 sagte B.____ demgegenüber erstmals aus, dass sie von 
ihrer Mutter wegen des Hausverkaufs in Brasilien betrogen worden sei. Ihre Mutter habe ihr gesagt, 
dass sie einen Viertel des Erlöses des Hausverkaufs bekomme. Als sie aber selber nach Brasilien 
gereist sei, um die Sache zu klären, habe ihr das Gericht gesagt, dass sie die Hälfte des Erlöses 
bekomme. Das Haus sei verkauft worden, aber das Geld sei blockiert, weil ihre Mutter nach Brasi-
lien reisen müsse, um zu unterschreiben. Sie erhalte keine Dokumente vom Anwalt in Brasilien, 
aber das Gericht habe gesagt, dass ihr diese Dokumente zustehen würden, da es das Haus von 
ihrem Stiefvater sei. Ihr Stiefvater habe schriftlich festgehalten, dass ihr die Hälfte des Hauses 
gehöre (act. 999 ff.). Anlässlich der Haftverhandlung im August 2016 erklärte sie weiter, dass es 
das Haus in Brasilien gebe und dieses ihrer Mutter gehöre. Ihr Stiefvater habe dies für ihre Mutter 
gekauft und diese habe ihr gesagt, ihr gehöre ein Viertel. Ihr Anwalt in Brasilien habe ihr aber 
eröffnet, dass ihr die Hälfte gehören würde. Ihre Mutter habe in Zusammenhang mit dem Hausver-
kauf einen Betrug begangen, weshalb der Verkaufserlös von Fr. 700'000.-- gesperrt sei. Sie sei im 
Februar in Brasilien gewesen (act. 1033). 
 
1.2.3 Konkrete Würdigung 
1.2.3.1 Angesichts der von der Beschuldigten B.____ eingereichten Schriften zeigt sich, dass 
sie in sachverhaltsmässiger Hinsicht im Wesentlichen anerkennt, F.____ diverse erfundene Ge-
schichten und Notlagen aufgetischt und mit ihm nur deshalb eine sexuelle Beziehung eingegangen 
zu sein, um im Zeitraum der Jahre 2012 bis 2015 Geld von ihm erhältlich zu machen. Die von 
B.____ begangenen Täuschungshandlungen werden insofern nicht bestritten, weshalb sich wei-
tergehende Ausführungen dazu erübrigen. Hingegen wehrt sie sich gegen die vorinstanzliche 
Sachverhaltsfeststellung, wonach keine Liegenschaft in Brasilien existiere. Diesbezüglich schliesst 

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sich das Kantonsgericht der Auffassung der Vorinstanz aufgrund folgender Sachverhaltselemente 
an: Zum einen trifft es zwar zu, dass allein aus der ausstehenden Rückmeldung der brasilianischen 
Behörden noch nicht geschlossen werden kann, es gebe kein solches Haus in Brasilien – indes 
zeigt das Beweisergebnis klar, dass ein Haus nicht existiert und nie existiert hat, was Mutter und 
Tochter von Anfang an bestens wussten. Selbst C.____ verneint die Existenz einer solchen Lie-
genschaft klar. Auch J.____ – welcher keinen erkennbaren Grund hat, hinsichtlich einer allfälligen 
Liegenschaft in Brasilien Falschangaben zu machen – hat zu Protokoll gegeben, nichts davon zu 
wissen. Wenn C.____ und B.____ tatsächlich eine Liegenschaft im erheblichen Wert von Fr. 
700'000.-- geerbt hätten, ist davon auszugehen, dass die anderen Familienmitglieder von diesem 
Umstand ebenfalls Kenntnis erlangt hätten. Dies war offenbar nicht der Fall, was ebenso zeigt, 
dass keine solche Erbschaft zu keinem Zeitpunkt erwartbar in Aussicht stand. Die diesbezüglichen 
Aussagen der Beschuldigten B.____ stehen sodann als völlig unglaubhaft und widersprüchlich da, 
sodass ohne jegliche Zweifel feststeht, dass eine solche Liegenschaft in Brasilien nie existiert hat. 
B.____ änderte ihre Sachverhaltsvarianten rund um die ominöse Liegenschaft in Brasilien bei jeder 
Einvernahme ab: mal sei sie alleine beim Haus gewesen, mal mit ihren Kindern; mal heisst der 
Anwalt "Rene", mal "K.____"; mal hat sie keine Informationen zur Liegenschaft erhalten, mal wurde 
sie sogar vom Gericht informiert; mal sei es das Haus des Stiefvaters, dann des Vaters gewesen, 
dann wiederum gehört es C.____; mal sei sie seit 14 Jahren nicht mehr bei der Grossmutter ge-
wesen, will aber die Dokumente zum Haus bei ihr gesehen haben und im Jahr 2015 dort gewesen 
sein; plötzlich soll ihre Mutter dann einen Betrug in Zusammenhang mit diesem Hausverkauf be-
gangen haben, weshalb der Verkaufserlös blockiert sei. Ferner kommt dazu, dass B.____ weder 
irgendwelche Dokumente vorlegen noch Behörden nennen konnte, welche mit dieser Liegenschaft 
in Brasilien zu tun hatten. Ihre angeblichen Nachforschungen sind folglich durch nichts belegt. 
Ebenfalls vermochte sie nicht zu sagen, wie die Adresse dieses angeblichen Hauses lautet, obwohl 
sie dort gewesen sein will. Die Gesamtheit dieser realitätsfremden und sich widersprechenden 
Schilderungen lassen keinen anderen Schluss zu, als dass B.____ zu keinem Zeitpunkt in Brasilien 
war, um nach einer dortigen Liegenschaft zu suchen – schlicht, weil es eine solche nicht gibt. In 
diesem Zusammenhang ist im Übrigen ihre Darlegung hervorzuheben, wonach sie zunächst be-
stätigt hat, F.____ (und A.____) aufgrund des Hauses in Brasilien angelogen zu haben, dann aber 
ausgeführt hat, sie habe erst im Juli 2015 erfahren, dass es das Haus tatsächlich gebe (und nicht, 
dass sie erst anlässlich der strafgerichtlichen Hauptverhandlung erfahren habe, dass es die Lie-
genschaft nicht gebe, wie die Verteidigung dies behauptet hat). Die tatrelevanten Geldüberweisun-
gen von F.____ erfolgten indes vor diesem Zeitpunkt (bis letztmals am 3. Februar 2015), weshalb 
B.____ ihm somit – in ihrer subjektiven Vorstellung – bewusst wahrheitswidrig angab, diese Lie-
genschaft existiere effektiv. Somit könnte sachverhaltsmässig auch offengelassen werden, ob 
diese Liegenschaft in Brasilien tatsächlich vorhanden ist oder nicht – indes entspricht es angesichts 
der unlogischen und wenig nachvollziehbaren Aussagen von B.____ der Überzeugung des Beru-
fungsgerichts, dass dem nicht so ist. Der Einwand der Verteidigung, wonach B.____ nicht über 
ihren Rückzahlungswillen getäuscht habe, erweist sich folglich als unbegründet. Vielmehr war ihr 
aufgrund ihrer persönlichen finanziellen Situation (Sozialhilfebezug im Jahr 2012 und 2015 sowie 
hohe Schulden (allein im Kanton Basel-Landschaft bis im September 2015 74 Betreibungen im 

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Gesamtbetrag von Fr. 130'513.65 und 61 Verlustscheine im Totalbetrag von Fr. 122'708.85, so-
dann weitere Betreibungen und Verlustscheine in den Kantonen Basel-Stadt und Bern, vgl. 
act. 147 ff.) bewusst, dass sie F.____ die ausgeliehenen Gelder nicht wird zurückzahlen können, 
zumal sie diese gemäss eigenen Angaben achtlos für ihre Bedürfnisse ausgab, sodass diese letzt-
endlich – einmal ausgegeben – endgültig verloren waren. Sie täuschte damit nicht nur über ihre 
Liebesgefühle zu F.____ (vgl. dazu sogleich), sondern auch über ihren Leistungs- bzw. Rückzah-
lungswillen. 
 
1.2.3.2 Zur Beziehung zwischen F.____ und B.____ ist festzuhalten, dass diese nicht einer Lie-
besbeziehung im herkömmlichen Sinne entsprochen hat, sondern eher vergleichbar ist mit einer 
Kombination aus realer Affäre und einer Art "Romance Scam". Bei Letzterem handelt es sich um 
einen Betrug, bei welchen den Opfern (ohne persönliche Treffen) einzig über Online-Plattformen 
Liebesgefühle vorgespiegelt werden, um von ihnen finanzielle Zuwendungen zu erhalten (JAN 
WENK, Romance Scam: Phänomenologie und strafrechtliche Aspekte, Seiten 167-174, recht 2023, 
S. 167). Erstellt ist, dass die sexuelle Beziehung zwischen F.____ und B.____ nur kurz (ca. zwei 
bis sechs Monate) gedauert hat, wobei dies ausreichte, damit Ersterer der Beschuldigten vollstes 
Vertrauen entgegenbrachte. F.____ war im Tatzeitraum 65 bis 67 Jahre alt und machte sich ge-
mäss eigenen Angaben Hoffnungen auf eine (erneute) Beziehung zu B.____. Das war der Be-
schuldigten klar, da sie angab, ganz bewusst Sex mit F.____ gehabt zu haben, um leichter an sein 
Geld heranzukommen. Aufgrund des bereits dargelegten SMS-Verkehrs zwischen diesen Beteilig-
ten ist sodann erstellt, dass B.____ F.____ fortwährend ihre Liebe und die Rückzahlung seiner 
Gelder zusicherte. Indem sie F.____ immer wieder persönliche (erfundene) Leidensgeschichten 
auftischte (Tochter verstorben, Mutter ermordet, im Tessin eingesperrt, Probleme mit der Liegen-
schaft in Brasilien, Schulden, Anwaltskosten etc.) band sie ihn weiter emotional an sich und insbe-
sondere die Telefonanrufe, anlässlich welcher sie gemäss F.____ jeweils sehr aufgelöst gewesen 
sei, erweckten starkes Mitgefühl bei ihm. F.____ geriet in eine Art emotionalen "Strudel" – oder 
eben Abhängigkeit – indem er der aus seiner Sicht absolut vertrauenswürdigen und sich in Not 
befindenden B.____ immer wieder Geld gab; dies in der Meinung, er erhalte dann die ganze bereits 
bezahlte Summe aufgrund des bestehenden Hauses in Brasilien zurück. Erstellt ist aufgrund des 
SMS-Verlaufs denn auch, dass B.____ ihn immer wieder mit Liebesbekundungen eindeckte, wel-
che ihre Wirkung auf den geschiedenen F.____ offenkundig nicht verfehlten und ihn dazu veran-
lassten, ihr weiter Geld zwecks Problembehebungen in Brasilien und für andere Notlagen zu ge-
ben, obwohl er vorhatte, dies nicht mehr zu tun. Der Umstand, dass der studierte F.____ sich selbst 
nicht erklären konnte, wie sie es geschafft hat, derart viel Geld von ihm zu erhalten, spricht sodann 
für sich. Offenbar gelang es B.____ den Geschädigten gerade in der Anfangsphase ihrer Bezie-
hung derart stark an sich zu binden, dass regelmässige persönliche Treffen in der Folge – aufgrund 
F.____s Verliebtheit und damit einhergehender Vulnerabilität – nicht mehr notwendig waren, um 
ihn zu Geldüberweisungen zu bewegen, sondern Liebesbekundungen per SMS genügten. Erstellt 
ist nach dem Gesagten, dass B.____ dem Geschädigten F.____ aufbauend auf ihre anfängliche 
sexuelle Beziehung gezielt Gefühle vortäuschte, sein tiefes Vertrauen gewann und die unterschied-

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lichsten Notlagen erfand, um Geld von ihm zu erlangen. Dabei verstand sie es geschickt, ihre Lü-
gengeschichten auf die Person F.____ (älterer und alleinstehender Herr, welcher in sie verliebt war 
und sich Hoffnungen auf eine Beziehung machte) abzustimmen und die hilflose, sich in Not befind-
liche Frau zu mimen. Wie sich aus dem Darlehensvertrag vom 31. Dezember 2012 sodann ergibt 
("Rückzahlung so schnell wie möglich wenn die versprochene Erbschaft eintrifft"), hat B.____ spä-
testens ab diesem Zeitpunkt auch die Liegenschaft in Brasilien als Garantie für die von F.____ 
hergegebenen Gelder ins Spiel gebracht. Der Sachverhalt ist insofern gestützt auf die Aussagen 
von B.____ und F.____ sowie die SMS-Korrespondenz anklagegemäss nachgewiesen. 
 
1.2.3.3 Was sodann die Rolle von C.____ im Anklagefall 1.1 anbelangt, schliesst sich das Kan-
tonsgericht der vorinstanzlichen Auffassung, wonach ihr keine aktive Beteiligung nachgewiesen 
werden könne, an. In dieser Hinsicht wird C.____ einzig von B.____ belastet, indem diese geltend 
macht, ihre Mutter habe von ihr verlangt, Geld bei F.____ einzufordern und mit ihm eine Beziehung 
einzugehen. Trotz erheblicher Verdachtsmomente lässt sich dies allerdings für den vorliegenden 
Anklagefall nicht nachweisen, zumal F.____ selbst angegeben hat, C.____ nicht zu kennen. Ge-
genüber dem Geschädigten ist die Beschuldigte C.____ in keiner Art und Weise persönlich in Er-
scheinung getreten und von ihm hat sie auch kein Geld verlangt sowie erhalten. Zwar geht aus den 
erwähnten SMS-Nachrichten von einer als "C.____" im Natel von F.____ gespeicherten Person 
hervor, dass diese dem Geschädigten ein Angebot für entgeltliche sexuelle Dienste machte und 
ferner schrieb, "B.____ hat mir said das du gut im Sex ist", was darauf hindeutet, dass C.____ 
diese Nachrichten tatsächlich verfasst haben könnte. Allerdings ist festzuhalten, dass die bei 
F.____ unter "C.____" abgespeicherte Rufnummer auf B.____ eingelöst war (vgl. act. 3451), wes-
halb diese SMS-Nachrichten nicht eindeutig C.____ zugeordnet werden können. Es ist somit nicht 
ansatzweise erstellt, dass C.____ diese Nachrichten verfasst und versendet hat oder ihr Handy für 
den Versand dieser Nachricht ihrer Tochter zur Verfügung gestellt hat. Der Staatsanwaltschaft ge-
lingt es im Rahmen ihrer Eingaben sodann nicht, konkrete Beweise oder weitere Indizien zu be-
nennen, welche eine aktive Rolle oder nur schon eine irgendwie geartete Hilfeleistung von C.____, 
die den Taterfolg von B.____ unterstützt oder gesteigert hätte, hinreichend zu begründen und zu 
belegen. Nach dem Gesagten lässt sich eine entsprechende Tatbeteiligung von C.____ sachver-
haltsmässig nicht mit genügender Sicherheit erstellen, sodass der vorinstanzliche Freispruch in 
Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" zu bestätigen ist. 
 
1.3 Rechtliche Würdigung 
1.3.1 Betrug (Art. 146 StGB) 
1.3.1.1 Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der Absicht, sich 
oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrü-
ckung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irren-
den zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen anderen am Vermögen 
schädigt. 
 

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Die Erfüllung des Tatbestands des Betrugs setzt zunächst eine Einwirkung auf die Vorstellung 
eines anderen voraus, um einen Irrtum zu erregen. Als Täuschung gilt jedes Verhalten, das darauf 
gerichtet ist, bei einem anderen eine von der Wirklichkeit abweichende Vorstellung hervorzurufen. 
Sie ist eine unrichtige Erklärung über Tatsachen, das heisst über objektiv feststehende, vergan-
gene oder gegenwärtige Geschehnisse oder Zustände.  
 
Arglist ist nach der Rechtsprechung gegeben, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet 
oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient. Ein Lügengebäude liegt vor, wenn meh-
rere Lügen derart raffiniert aufeinander abgestimmt sind und von besonderer Hinterhältigkeit zeu-
gen, dass sich selbst eine kritische Person täuschen lässt. Als besondere Machenschaften gelten 
Erfindungen und Vorkehren sowie das Ausnützen von Begebenheiten, die allein oder gestützt auf 
Lügen oder Kniffe geeignet sind, den Betroffenen irrezuführen. Arglist wird auch bei einfachen fal-
schen Angaben bejaht, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder 
nicht zumutbar ist und wenn der Täter das Opfer von der möglichen Überprüfung abhält oder nach 
den Umständen voraussieht, dass dieses die Überprüfung der Angaben auf Grund eines beson-
deren Vertrauensverhältnisses unterlassen werde (BGE 135 IV 76 E. 5.2; BGE 128 IV 18 E. 3a; 
BGE 126 IV 165 E. 2a; BGE 125 IV 124 E. 3; BGE 122 IV 246 E. 3a). Mit dem Tatbestandsmerkmal 
der Arglist verleiht das Gesetz dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung wesentliche Bedeu-
tung. Arglist scheidet aus, wenn der Getäuschte den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerk-
samkeit hätte vermeiden können. Das Mass der vom Opfer erwarteten Aufmerksamkeit richtet sich 
nach dem individuellen Massstab, das heisst, es sind im konkreten Fall die besonderen Verhält-
nisse des Täuschungsopfers zu berücksichtigen (BGer 6B_309/2017 vom 16. Oktober 2017 E. 
4.2). Dabei sind die jeweilige Lage und die Schutzbedürftigkeit des Betroffenen im Einzelfall ent-
scheidend. Rücksicht zu nehmen ist namentlich auf geistesschwache, unerfahrene oder aufgrund 
von Alter oder Krankheit beeinträchtigte Opfer oder auf solche, die sich in einem Abhängigkeits- 
oder Unterordnungsverhältnis oder in einer Notlage befinden und deshalb kaum imstande sind, 
dem Täter zu misstrauen. Es mag zutreffen, dass der Leichtsinn oder die Einfalt dem Täter bei 
derartigen Opfern die Tat erleichtern. Wie das Bundesgericht in einem früheren Entscheid festge-
halten hat, handelt dieser bei solchen Konstellationen aber auch besonders verwerflich, weil er das 
ihm entgegengebrachte – wenn auch allenfalls blinde – Vertrauen missbraucht (BGE 135 IV 76 
E. 5.2). Der Mangel an kritischem Denken und sogar die blinde Leichtgläubigkeit des Opfers sind 
besonders entschuldbar, wenn ihm der Täter Liebesgefühle vorspiegelt (BGer 6S.380/2001 vom 
13. November 2001 E. 2.c/bb; URSULA CASSANI, Der Begriff der arglistigen Täuschung als krimi-
nalpolitische Herausforderung, ZStrR 117/1999 S. 167). So nimmt das Bundesgericht Betrug auch 
bei Opfern an, welchen eine Liebesbeziehung vorgetäuscht wurde (BGer 6B_180/2016 vom 28. 
Oktober 2016 E. 3.3) bzw. welchen unter Vorspiegelung nicht vorhandener Liebesgefühle und un-
ter Ausnutzung ihrer labilen Persönlichkeit vorgegeben wurde, eine dauerhafte und ernstgemeinte 
Beziehung eingehen zu wollen (BGer 6B_158/2017 vom 19. September 2017 E. 3.3.2), und die 
dadurch zur Übergabe grösserer Bargeldbeträge motiviert wurden (BGer 6B_309/2017 vom 16. 
Oktober 2017 E. 4.2; 6B_518/2012 vom 5. Februar 2013 E. 3.3.2). Auch lassen Zweifel des Ge-

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schädigten an den Vorbringen des Täters die Arglist nicht zwingend entfallen. Dem ist insbeson-
dere Rechnung zu tragen, wenn der Täter eine besondere Notlage vortäuscht sowie an die Hilfs-
bereitschaft des Getäuschten appelliert (BGer 6B_518/2012 vom 5. Februar 2013 E. 3.4.1). Unter 
dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung erfordert die Erfüllung des Tatbestands nicht, dass 
das Täuschungsopfer die grösstmögliche Sorgfalt walten lässt und alle erdenklichen Vorkehren 
trifft. Arglist scheidet lediglich aus, wenn es die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht be-
achtet. Entsprechend entfällt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrlässigkeit des Ge-
täuschten, sondern nur bei Leichtfertigkeit, welche das betrügerische Verhalten des Täters in den 
Hintergrund treten lässt. Die zum Ausschluss der Strafbarkeit des Täuschenden führende Op-
ferverantwortung kann nur in Ausnahmefällen bejaht werden (BGE 142 IV 153 E. 2.2.2; BGE 135 
IV 76 E. 5.2). 
 
Nach der Rechtsprechung ist sodann die Vorspiegelung des Leistungswillens grundsätzlich arglis-
tig im Sinne von Art. 146 StGB, weil sie eine innere Tatsache betrifft, die vom Vertragspartner ihrem 
Wesen nach nicht direkt überprüft werden kann (BGE 118 IV 359 E. 2). Arglist kann bei einfachen 
falschen Aussagen gegeben sein, wenn eine weitere Überprüfung nicht handelsüblich ist, etwa, 
weil sie sich im Alltag als unverhältnismässig erweist und die konkreten Verhältnisse eine nähere 
Abklärung nicht nahelegen oder gar aufdrängen und dem Opfer diesbezüglich der Vorwurf der 
Leichtfertigkeit nicht gemacht werden kann. Selbst ein erhebliches Mass an Naivität des Geschä-
digten hat nicht in jedem Fall zur Folge, dass der Täter straflos ausgeht (BGE 142 IV 153 E. 2.2.2). 
 
Die Täuschung muss beim Verfügungsberechtigten ferner einen Irrtum hervorrufen oder ihn in ei-
nem solchen bestärken. Zwischen dem täuschenden Verhalten und dem Irrtum muss ein Kausal- 
bzw. Motivationszusammenhang bestehen. Der Täter muss mithin auf die Vorstellung des Opfers 
einwirken. Irrtum ist eine Diskrepanz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Dabei setzt der Irrtum 
nicht voraus, dass sich der Getäuschte jeweils konkrete Vorstellungen über den ihm vorgelegten 
Vorgang macht. Es genügt, dass er im Sinne eines Mitbewusstseins von der Korrektheit des Vor-
gangs ausgeht (BGE 118 IV 35 E. 2c S. 38), das heisst die falschen Angaben für möglich hält 
(BGer 6B_150/2017 vom 11. Januar 2018 E. 3.3). 
 
Schliesslich setzt der Tatbestand eine irrtumsbedingte Vermögensverfügung des Getäuschten vo-
raus, wodurch dieser sich selbst bzw. das seiner tatsächlichen Verfügung unterliegende Vermögen 
eines Dritten unmittelbar schädigt. Dabei müssen Getäuschter und Verfügender, nicht aber Verfü-
gender und Geschädigter identisch sein (BGE 133 IV 171 E. 4.3; BGE 128 IV 18 E. 3b). Ein Ver-
mögensschaden liegt vor, wenn das Vermögen des Täuschungsopfers nach Vornahme der irr-
tumsbedingten Vermögensverfügung in seinem Gesamtwert – durch Verringerung der Aktiven o-
der Vermehrung der Passiven – tatsächlich verringert ist (BGE 142 IV 346 E. 3.2; BGer 
6B_150/2017 vom 11. Januar 2018 E. 3.3). 
 
Der subjektive Tatbestand von Art. 146 Abs. 1 StGB verlangt neben einem Handeln in unrecht-
mässiger Bereicherungsabsicht Vorsatz in Bezug auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, wobei 

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Eventualvorsatz bzw. Eventualabsicht genügt (BGer 6B_777/2017 vom 8. Februar 2018 E. 2.6.1; 
BGer 6B_1160/2014 vom 19. August 2015 E. 7.8.1). Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Ver-
gehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Eventualvorsatz ist ge-
geben, wenn der Täter den Eintritt des Erfolgs bzw. die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält, 
aber dennoch handelt, weil er den Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm 
abfindet, mag er ihm auch unerwünscht sein (Art. 12 Abs. 2 StGB; BGE 137 IV 1 E. 4.2.3). Der 
Täter muss überdies die Absicht verfolgen, sich oder einen Dritten gerade um denjenigen Vermö-
gensbestandteil zu bereichern, welcher dem Getäuschten entzogen wird (BGE 134 IV 210 E. 5.3).  
 
1.3.1.2 Als Täuschungshandlungen im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB gilt die Irreführung durch 
Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen. Gemäss dem erstellten Anklagesachverhalt 
machte die Beschuldigte B.____ eine Vielzahl von wahrheitswidrigen Angaben gegenüber F.____ 
denen dieser in irriger Weise Glauben schenkte. Summarisch genannt werden kann diesbezüglich 
etwa, dass B.____ dem Geschädigten angab, ihre Tochter sei verstorben, ihre Mutter sei ermordet 
worden, weshalb sie dringend nach Brasilien reisen müsse, sie sei im Tessin eingesperrt worden 
und komme gegen die Bezahlung ihrer Schulden durch F.____ frei, sie müsse in Brasilien einen 
Anwalt wegen der Erbschaft bezahlen, oder, dass die Rückzahlung von F.____s Geldern durch die 
fiktive Liegenschaft in Brasilien gewährleistet sei. Auf emotionaler Ebene suggerierte B.____ 
F.____, dass sie ihn liebe, ihn stets vermisse und Sex mit ihm wolle (vgl. die erwähnten SMS-
Nachrichten) – mit anderen Worten spielte sie mit F.____s Gefühlen und gab ihm Hoffnung auf 
eine Wiederaufnahme ihrer Beziehung. Nicht zu Letzt log B.____ F.____ an, indem sie ihm stets 
versicherte, das von ihm übergebene Geld zurückzuzahlen, obwohl sie dazu angesichts ihrer da-
maligen finanziellen Situation (hoch verschuldete Sozialhilfebezügerin, vgl. act. 147 ff.) nicht an-
satzweise fähig war. Das Tatbestandsmerkmal der Täuschungshandlungen ist somit ohne Weite-
res gegeben. 
 
Unter Verweis auf die vorstehenden rechtlichen Erwägungen zur Arglist ist sodann festzuhalten, 
dass B.____ angesichts ihrer hohen Schulden sowie des Fehlens von geregelten Einkünften und 
mangels Vorliegen einer Erbschaft in Brasilien zahlungsunfähig war. Damit täuschte sie F.____ 
über ihren fehlenden Erfüllungswillen und ihre Rückzahlungsfähigkeit, was als innere Tatsache 
durch den Geschädigten nicht zu überprüfen war, zumal B.____ F.____ im Jahr 2012 spontan in 
einer Bar kennengelernt hat und dieser daher nicht über ihre Lebensgeschichte sowie ihre persön-
liche und finanzielle Situation im Bilde war. Zwar berichtete B.____ dem Geschädigten von ihren 
Geldproblemen und den damit verbundenen Notlagen, indes stellte sie ihm konkret in Aussicht, in 
Bälde bzw. nach Regelung der Erbschaft über liquide Mittel im Überfluss zu verfügen (angeblich 
habe die Liegenschaft einen Wert von Fr. 1'000'000.--) und somit kurzum rückzahlungsfähig und -
willig zu sein. Bereits unter diesen Gesichtspunkten ist das Vorliegen der Arglist zu bejahen. Im 
Weiteren stimmte B.____ ihre Lügengeschichten rund um die Erbschaft in Brasilien (Ermordung 
der Mutter, folgedessen Erbschaft, mehrere Reisen nach Brasilien zwecks Problembehebung mit 
der geerbten Liegenschaft, offene Anwaltskosten) im Sinne eines Lügengebäudes geschickt auf-

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Seite 24  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

einander ab. Sie erfand ein ganzes Geflecht von Lügen über fingierte finanzielle Notlagen kombi-
niert mit der Aussicht auf eine erfundene Erbschaft in Brasilien als Sicherheit für die von F.____ 
geleisteten Zahlungen. Wie der Geschädigte diese oder die weiteren Lügen angesichts deren 
schieren Vielzahl hätte durchschauen sollen, bleibt fraglich und legt die Vorinstanz im Übrigen auch 
nicht konkret dar. Wie F.____ sodann dargelegt hat, hatte B.____ darüber hinaus einfach "eine 
Art" an sich, durch welche es ihr gelang, ihn mit dem Eingehen einer intimen Beziehung und mit 
dem Wecken der Hoffnung auf die Fortsetzung einer solchen schnell emotional an sich zu binden 
und sein Vertrauen zu gewinnen. Sie nutzte seine Hilfsbereitschaft und sein Mitgefühl geschickt 
aus – daran ändert auch nichts, dass die sexuelle Beziehung zwischen den Genannten nur wenige 
Monate gedauert und F.____ die Beschuldigte zuvor nicht näher gekannt hat. B.____ hatte in 
F.____ ihr perfektes Betrugsopfer gefunden: ein geschiedener, älterer und vertrauensseliger Herr, 
welcher über Vermögen verfügte und ihrer Anziehungskraft unterlegen war. Zwar litt F.____ unter 
keinen gesundheitlichen Einschränkungen und war Kaufmann mit einem abgeschlossenen Volks-
wirtschaftsstudium (act. 3257), indes geriet er trotz seines Ausbildungsstandes aufgrund seiner 
Verliebtheit in eine Art Abhängigkeit zur Beschuldigten, welche von vorgetäuschten Liebesgefühlen 
geprägt war und sich dadurch ausgezeichnet hat, dass F.____ davon ausging, seine jeweils neu-
erlichen Geldzahlungen würden dazu beitragen, dass B.____ ihre Angelegenheit mit der Erbschaft 
bzw. der Liegenschaft in Brasilien geregelt bekäme, sodass sie ihm sein gesamtes Geld würde 
zurückbezahlen können. Die Erstinstanz hat in dieser Hinsicht zwar zutreffend erkannt, dass die 
körperliche Beziehung zwischen F.____ und B.____ nur von kurzer Dauer war, allerdings baute 
B.____ genau in dieser Anfangsphase geschickt Vertrauen auf, sodass sie ihre Geldforderungen 
in der Folge einzig per SMS oder Telefonanrufe stellen konnte und der verliebte sowie sich Hoff-
nung machende F.____ "spurte". Aufgrund dieser Umstände ist es F.____ entgegen der Auffas-
sung der Vorinstanz nicht anzukreiden, zu wenig vorgekehrt zu haben, um das Lügengebäude der 
Beschuldigten zu durchschauen. Gegen die Annahme einer Opfermitverantwortung spricht sodann 
auch, dass F.____ ab dem Jahr 2014 einige wenige Male Verdachtsmomente äusserte (vgl. SMS-
Nachrichten ["Warum hast du mich immer angelogen?"]), es die Beschuldigte aber bestens ver-
stand, die aufkommenden Zweifel mit Liebesbekundungen und Rückzahlungsversprechen wegzu-
wischen. B.____ hatte sodann auch keine Skrupel für die erhaltenen Geldbeträge die von F.____ 
aufgesetzten Darlehensverträge vom 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2013 zu unterzeich-
nen, obwohl ihr ihre desaströse finanzielle Lage bewusst war. Dies alles berücksichtigend, kann in 
casu keine Opfermitverantwortung in einem Ausmass angenommen werden, welche das arglistige 
Verhalten seitens der Beschuldigten geradezu ausschliessen würde. Dass F.____ die von B.____ 
geltend gemachten Notlagen und die Geschichte rund um die Liegenschaft in Brasilien nicht hin-
terfragte, ist ihm angesichts der vorgetäuschten Liebesgefühle zu ihm und dem damit einherge-
henden besonderen Vertrauensverhältnis nicht vorzuwerfen. Es war ihm nicht möglich, die einzel-
nen erfundenen Notlagen (z.B. verstorbene Tochter, diverse Komplikationen mit der Erbschaft in 
Brasilien, Schulden, Festhaltung im Tessin) nachzuprüfen – zumal es nicht einmal der Strafverfol-
gungsbehörde gelungen scheint, Angaben zu Eigentumsverhältnissen betreffend jedwelcher Lie-

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genschaften in Brasilien erhältlich zu machen. Im Übrigen würde nicht einmal im Falle des Vorlie-
gens einer gewissen Naivität oder Leichtfertigkeit eines Geschädigten die Arglist per se entfallen, 
sondern wäre gegebenenfalls bei der Strafzumessung zu berücksichtigen.  
 
Die von F.____ getätigten Vermögensdispositionen zwischen dem 7. Februar 2012 und dem 
3. Februar 2015 im Gesamttotal von Fr. 546'060.-- sind angesichts der Sachverhaltsdarlegungen 
objektiv erstellt. Der Vermögensschaden bestand darin, dass hinsichtlich der geborgten Gelder von 
Anfang an keinerlei Gewähr für deren Rückerstattung bestand. Wenn F.____ von B.____s hohen 
Schulden, ihrer damit einhergehenden Zahlungsunfähigkeit, der zweckwidrigen Verwendung der 
Gelder und von der Vortäuschung echter Liebesgefühle sowie der Nichtexistenz der Erbschaft/Lie-
genschaft in Brasilien gewusst hätte, hätte er B.____ selbstredend kein Geld gegeben. Hinsichtlich 
der Deliktssumme ist indes zu bemerken, dass sich im Nachhinein nicht mehr konkret feststellen 
lässt, ab wann genau B.____ das Haus in Brasilien als Sicherheit ins Spiel brachte. In Anwendung 
des Grundsatzes "dubio pro reo" geht die Berufungsinstanz in dieser Hinsicht davon aus, dass die 
Beschuldigte ihre Geschichte rund um die besagte Erbschaft spätestens ab dem 31. Dezember 
2012 kultiviert hat, da sich dem entsprechenden Darlehensvertrag über Fr. 155'000.-- Folgendes 
entnehmen lässt: "Rückzahlung so schnell wie möglich wenn die versprochene Erbschaft eintrifft" 
(act. 3323). Ob diese Erbschaft vor dem 31. Dezember 2012 und somit im Zeitpunkt der einzelnen 
Geldübergaben im Jahr 2012 im Gesamttotal von Fr. 155'000.-- von B.____ bereits erwähnt wor-
den war, bleibt unklar, weshalb dieser Betrag zugunsten der Beschuldigten von der Deliktssumme 
in Abzug zu bringen ist. Hinsichtlich der weiteren Zahlungen für die Jahre 2013 bis 2015 steht 
demgegenüber angesichts des erwähnten Darlehensvertrags fest, dass F.____ diese in der irrtüm-
lichen Annahme, die Rückzahlung seiner Gelder sei durch die Liegenschaft in Brasilien garantiert, 
geleistet hat. Der Deliktsbetrag beläuft sich damit auf Fr. 391'060.-- [Fr. 546'060.-- abzüglich Fr. 
155'000.--], wobei die Beschuldigte F.____ bis zur letzten Zahlung am 3. Februar 2015 vorgaukelte, 
sie werde auf die Bank gehen und ihm sein Geld geben (vgl. SMS-Nachrichten, act. 6471).  
 
Auf der subjektiven Tatbestandsseite wird Vorsatz und unrechtmässige Bereicherungsabsicht ver-
langt, wobei am Vorliegen beider Voraussetzungen in Anbetracht der Vorgehensweise der Be-
schuldigten B.____ keine Zweifel bestehen. Sie wusste eindeutig um ihre desolate finanzielle Si-
tuation und verheimlichte gegenüber F.____, dass sie aus eigenen Mitteln nicht in der Lage und 
auch nicht gewillt war, die Gelder zurückzuzahlen. Dies zeigt sich eindrücklich darin, dass die Be-
schuldigte nicht einmal eine Rückzahlung an F.____ leistete. Dass die Beschuldigte die erhaltenen 
Gelder für andere als die vorgegebenen Zwecke und demnach unrechtmässig für die Befriedigung 
ihrer eigenen Bedürfnisse verwendete, hat sie selbst eingestanden. Der subjektive Tatbestand ist 
somit als erfüllt zu betrachten. 
 
1.3.1.3 Da Betrug und nicht Veruntreuung gemäss Art. 138 StGB vorliegt, wenn der Täter Treue 
– das heisst den Willen zum getreuen Umgang mit dem Vermögenswert – vorgespiegelt hat, fällt 
die Prüfung des Veruntreuungstatbestands vorliegend ausser Betracht (STEFAN MAEDER/MARCEL 
ALEXANDER NIGGLI, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 146 N 296). B.____ gaukelte 

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F.____ in casu gerade vor, seine Gelder in Zusammenhang mit der angeblichen Erbschaft bzw. 
Liegenschaft in Brasilien oder für anderweitige Notlagen zu verwenden, damit sie ihm dieses der-
einst wiederum wird zurückbezahlen können. Stattdessen nutzte sie die ihr übergebenen Geldbe-
träge von F.____ nach ihrem eigenen Gutdünken und für ihre eigenen Zwecke (Kleider, Rechnun-
gen, Miete, Ferien etc.). Demnach ist das Vorliegen einer Veruntreuung in casu klarerweise aus-
zuschliessen (vgl. dazu auch sogleich nachfolgend). 
 
 
1.3.2 Veruntreuung (Art. 138 StGB) 
1.3.2.1 Sodann bleibt zu prüfen, ob sich B.____ in Bezug auf die mit Darlehensvertrag vom 
31. Dezember 2012 entliehenen Fr. 155'000.-- der (mehrfachen) Veruntreuung schuldig gemacht 
hat. 
 
1.3.2.2 Den Tatbestand der Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erfüllt, wer ihm an-
vertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet. Nach 
der Rechtsprechung gilt als anvertraut, was jemand mit der Verpflichtung empfängt, es in bestimm-
ter Weise im Interesse des Treugebers zu verwenden, insbesondere es zu verwahren, zu verwal-
ten oder einem anderen abzuliefern (BGE 133 IV 21 E. 6.2; BGE 120 IV 117 E. 2.b). Vorausgesetzt 
ist, dass der Treugeber verpflichtet ist, dem Treugeber den Wert des Empfangenen ständig zu 
erhalten. Diese Werterhaltungspflicht, das heisst das Anvertrauen eines Vermögenswerts im Sinne 
von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB, kann auf ausdrücklicher oder stillschweigender Abmachung be-
ruhen (BGE 133 IV 21 E. 6.2; BGE 120 IV 117 E. 2.b). Bei einem Darlehen, bei dem kein bestimm-
ter Verwendungszweck verabredet ist, ist eine solche Pflicht zu verneinen und die Annahme einer 
Veruntreuung fällt ausser Betracht. Der Borger darf mit seinem Darlehen nach seinem Belieben 
wirtschaften und ist einzig verpflichtet, es zum vertraglichen oder gesetzlichen Termin zurückzuer-
statten. Anders kann es sich verhalten, wenn das Darlehen für einen bestimmten Zweck ausge-
richtet wurde. Hier ist jeweils im Einzelfall zu prüfen, ob sich aus der vertraglichen Abmachung eine 
Werterhaltungspflicht des Borgers ergibt (BGE 124 IV 9 E. 1.a; BGE 120 IV 117 E. 2.f), also ob der 
Borger ständig über die empfangenen Vermögenswerte oder deren Surrogat verfügen muss 
(MARCEL ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 138 N 
74). 
 
1.3.2.3 Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, geht aus dem Darlehensvertrag vom 31. De-
zember 2012 weder ein bestimmter Verwendungszweck der entliehenen Gelder noch eine spezi-
fisch verabredete Werterhaltungspflicht hervor. Keinem der von F.____ ausgestellten Einzahlungs-
scheine ist sodann ein bestimmter Verwendungszweck zu entnehmen (vgl. dazu Ordner Beilage 
2: Kontoauszüge der Jahre 2012 – 2015). B.____ forderte folglich zwar Geld für bestimmte Zwe-
cke, indes musste sie nicht ständig über diese geliehenen Gelder im Gesamtbetrag von Fr. 
155'000.-- verfügen. Darüber hinaus kann rückblickend betrachtet sachverhaltsmässig nicht mehr 
festgestellt werden, für welchen jeweiligen Zweck diese Gelder ausgerichtet wurden, sodass nicht 
im Einzelfall geprüft werden kann, ob jeweils eine Werterhaltungspflicht vereinbart wurde. Folglich 

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wurden diese Darlehensgelder im Umfang von Fr. 155'000.-- B.____ nicht anvertraut, weshalb sie 
von der Eventualanklage der mehrfachen Veruntreuung freizusprechen ist. 
 
1.4 Fazit 
In Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft und in Abänderung des vorinstanzlichen Ur-
teils vom 23. September 2021 wird B.____ des (gewerbsmässigen, vgl. E. III.7 nachstehend) Be-
trugs zum Nachteil von F.____ schuldig erklärt. Vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung ist sie 
demgegenüber freizusprechen. C.____ wird in Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft 
und in Bestätigung des strafgerichtlichen Urteils vom 23. September 2021 von sämtlichen Tatvor-
würfen zum Nachteil von F.____ freigesprochen.  
 
2. † I.____ (Anklageziffer 1.3) 
2.1 Ausgangslage und Parteistandpunkte 
2.1.1 Das Strafgericht erwog in seinem Urteil vom 23. September 2021 im Wesentlichen, der 
angeklagte Sachverhalt sei insoweit nicht erstellt, als dass die Motivation dafür, weshalb † I.____ 
C.____ Geld ausgeliehen habe, offengelassen werden müsse. Aufgrund der gesamten Umstände 
sei vielmehr zu folgern, dass † I.____ die Angaben von C.____ überhaupt nicht hinterfragt und ihr 
einfach so Geld ausgeliehen habe. Da der Sachverhalt nicht anklagegemäss zu erstellen sei, sei 
C.____ vom Vorwurf des mehrfachen resp. gewerbsmässigen Betruges zum Nachteil von † I.____ 
freizusprechen. Da darüber hinaus keine Werterhaltungspflicht im Sinne des Veruntreuungstatbe-
stands hinsichtlich der von † I.____ erhaltenen Geldbeträge bestanden habe, erwiesen sich die 
Darlehen nicht als anvertraut, weshalb C.____ auch von der Eventualanklage der mehrfachen Ver-
untreuung freizusprechen sei (vgl. E. II.4., S. 22 – 25 des angefochtenen Urteils).  
 
2.1.2 Mit unaufgeforderter Stellungnahme vom 21. Juli 2023 legt C.____, vertreten durch Ad-
vokat Urs Grob, dar, die Vorinstanz sei zutreffenderweise nicht von einem Betrug oder anderen 
Delikten in Bezug auf † I.____ ausgegangen. Es habe sich zwischen ihm und C.____ einzig um 
eine freundschaftliche Beziehung gehandelt.  
 
2.1.3 Im Rahmen ihres Parteivortrags vor Kantonsgericht vom 19. März 2024 hält die Staats-
anwaltschaft fest, entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei es nicht entscheidend, was genau 
† I.____ dazu "motiviert" habe, die Geldbeträge zu zahlen. Die Vorderrichter würden unbeachtet 
lassen, dass † I.____ unter Parkinson gelitten und C.____ dargelegt habe, dass er schon krank 
gewesen sei, als sie ihn kennengelernt habe. Sie habe konkret ausgesagt, sein "Kopf" funktioniere 
"nicht gut". Bei † I.____ sei daher von einer erhöhten Vulnerabilität auszugehen, welche C.____ 
ausgenutzt habe. Die Erstinstanz hätte die persönliche Situation und Erkrankung von † I.____ be-
rücksichtigen müssen. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen "Betrugsopfer" sei es daher leich-
ter gewesen, ihn auszunützen und zu Zahlungen zu bewegen. C.____ habe † I.____ zwar auch 
geholfen, aber ihm ebenfalls Geld abgeschwatzt, obwohl sie gewusst habe, dass sie dieses nicht 
werde zurückbezahlen können. Er habe ihr dieses Geld nicht geschenkt, sondern ausgeliehen und 
erwartet, dass es zurückbezahlt werde, wofür der aufgesetzte "Vertrag" spreche. Das Verhalten 

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von C.____ erscheine angesichts dieses vergleichsweise verletzlicheren Betrugsopfers als arglis-
tig. Sie sei daher wegen mehrfachen Betrugs schuldig zu erklären.  
 
2.2 Sachverhalt und Beweiswürdigung 
2.2.1 Wesentliche Sachverhaltsdarstellungen 
2.2.1.1 Hinsichtlich des Tatsächlich kann zunächst auf die zutreffenden vorinstanzlichen Sach-
verhaltsdarstellungen unter E. II.4.1., S. 22 – S. 25 des strafgerichtlichen Urteils verwiesen werden 
(Art. 82 Abs. 4 StPO). Die nachfolgenden Erwägungen dienen daher einzig der Ergänzung und 
Hervorhebung der wichtigsten Sachverhaltselemente: 
 
2.2.1.2 † I.____ (Jahrgang 1951; verstorben am X.____, act. S127) führte aus, er habe C.____ 
im Jahr 2013 in Basel kennengelernt und es habe sich eine Art Freundschaft ergeben. Ob er eine 
Affäre mit ihr gehabt habe, wisse er nicht mehr; er denke es jedoch nicht. Über C.____ wisse er 
nicht viel, ausser dass sie Kinder habe und ihr die Arbeit gekündigt worden sei. Er habe ihr insge-
samt Fr. 15'300.-- übergeben und dies alles auf einer Liste vermerkt. Er legte weiter dar, er könne 
sich nicht mehr daran erinnern, wie es dazu gekommen sei, dass er ihr Geld gegeben habe. Er 
glaube, C.____ habe ihm gesagt, dass sie Geld zum Leben und für ihre Kinder brauchen würde, 
was er ihr geglaubt habe. Er habe nicht hinterfragt, wofür sie das Geld brauche. Das Geld habe er 
ihr bloss ausgeliehen. Bisher habe C.____ indes nichts zurückbezahlt und auch ansonsten keine 
Gegenleistungen dafür erbracht. Er sei krank und könne sich nicht mehr an alle Einzelheiten erin-
nern (act. 4039 ff. und act. 4145 ff.).  
 
C.____ bestreitet ihrerseits, † I.____ manipuliert sowie sein Vertrauen und die emotionale Abhän-
gigkeit zu ihr ausgenutzt zu haben. Sie gibt jedoch zu, ihm gegenüber finanzielle Probleme ge-
schildert zu haben, woraufhin er ihr Geld ausgeliehen habe. Erfundene Geschichten habe sie ihm 
aber keine erzählt, um Geld von ihm erhältlich zu machen. † I.____ sei bereits bei ihrem Kennen-
lernen im Jahr 2010 oder 2011 krank gewesen und sein "Kopf" habe nicht so gut "funktioniert". 
Beim Gehen habe er manchmal anhalten müssen, um nicht zu stürzten, abgesehen davon sei es 
ihm aber gut gegangen. Sie habe ihm gesagt, dass sie "knapp bei Kasse" sei, er habe ihr daraufhin 
geholfen und sich die Beträge notiert, welche er ihr gegeben habe. Sie habe ihm zudem ebenfalls 
geholfen, indem sie für ihn eingekauft, für ihn geputzt und gebügelt habe. Das Geld, welches sie 
von † I.____ erhalten habe, sei daher teils ausgeliehen und teils verdient gewesen. Die Liste der 
Geldbeträge, welche er geführt habe, stimme (act. 4117 ff., act. 4163 ff., act. 4175 ff. und act. 4205 
ff.).  
 
Vor Strafgericht erklärte C.____ im Wesentlichen, † I.____ habe ihr Geld ausgeliehen und sie 
müsse es zurückbezahlen. Sie habe viel bei ihm geputzt, wofür er ihr im Monat Fr. 1'200.-- bezahlt 
habe. Im Widerspruch zu ihren früheren Aussagen verneinte sie jedoch, Sex mit † I.____ gehabt 
zu haben, da sie verheiratet gewesen sei. Sie habe ihm zweimal Geld zurückbezahlt, nämlich Fr. 
300.-- in bar. Es sei korrekt, dass sie ihm noch Geld schulde, da sie von ihm ein Darlehen erhalten 
habe (vgl. S. 19 ff. Prot. Hauptverhandlung Strafgericht).  

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Auch vor den Schranken des Kantonsgerichts erklärte C.____ erneut, † I.____ habe ihr Geld aus-
geliehen und sie habe dreimal etwas zurückbezahlt (vgl. S. 15 Prot. Hauptverhandlung Kantons-
gericht). 
 
2.2.1.3 B.____ führte in der Voruntersuchung aus, C.____ habe sie darum gebeten, Geld von 
† I.____ zu besorgen und sich als deren Freundin auszugeben. Es sei zu einem Treffen zwischen 
ihnen in Liestal gekommen, wobei er bereits krank gewesen sei, weshalb sie Angst gehabt habe, 
Geld von ihm zu nehmen. Sie sei einmal mit ihm bei Western Union gewesen und habe in ihrem 
Namen von ihm Geld an C.____ gesendet. C.____ habe sie weiter unter Druck gesetzt, † I.____ 
ein weiteres Mal um Geld zu fragen. Es sei zu zwei Treffen gekommen, wobei sie das Geld jeweils 
an C.____ weitergegeben habe (act. 4163 ff.).  
 
2.2.1.4 Sodann enthalten die Verfahrensakten die von † I.____ angefertigte Liste "Schulden von 
C.___ bei I.____ von L.____" unbekannten Datums, aus welcher die Zwecke der Geldübergaben 
im Totalumfang von Fr. 15'301.-- hervorgehen (etwa "Reise", "Sackgeld", "zum Leben", "Flug", "für 
ihre zwei Kinder" und "für Schulden bei der Polizei"; act. 4047). Weiter angeklagt wurde sodann 
die Überweisung von Fr. 100.-- auf das Postkonto von C.____ am 16. Dezember 2013 (vgl. act. 
4101 ff. und Ziff. 1.3 der Anklageschrift). Aus der erwähnten Liste geht sodann hervor, dass 
"C.____ verspricht ab September 2015 Fr. 500.-- oder Fr. 300.-- an I.____ Monatlich zurückzube-
zahlen". Diese Liste bzw. Vereinbarung wurde von C.____ nicht handschriftlich unterzeichnet. 
 
2.2.2 Konkrete Würdigung 
2.2.2.1 Angesichts der dargelegten Sachverhaltspunkte ist unbestritten, dass † I.____ C.____ 
in der Zeit von 4. Dezember 2013 bis 8. September 2015 einen Geldbetrag von insgesamt 
Fr. 15'401.-- übergeben hat. Sodann ist unstrittig geblieben, dass die beiden Genannten eine 
freundschaftliche – nach teilweisen Aussagen von C.____ auch eine sexuelle – Beziehung mitei-
nander geführt haben. Angesichts der konkreten Aussagen von † I.____ ist sodann mit der Vor-
instanz übereinzugehen, dass sachverhaltsmässig nicht nachgewiesen werden kann, dass C.____ 
ihm tatsächlich fiktive Gründe vorgespiegelt bzw. ihn getäuscht hat, um an sein Geld zu kommen. 
Vielmehr wusste er, dass sie arbeitslos war und übergab ihr dennoch Geldbeträge unter dem Titel 
"Lebenskosten", "Schulden" und dergleichen. Dass sie ihn über ihre Rückzahlungsfähigkeit, ihren 
Rückzahlungswillen oder anderweitige Begebenheiten getäuscht hätte, um ihn zu Geldzahlungen 
zu bewegen, und † I.____ sich in einem entsprechenden Irrtum befunden hätte, ist daher klarer-
weise nicht belegt und folglich zu verneinen. Es ist sodann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen, dass C.____ die von † I.____ erhaltenen Gelder genau für die von ihr genann-
ten Zwecke verbraucht hat – jedenfalls lässt sich aufgrund der Akten nicht erstellen, wofür sie 
dieses Geld ansonsten eingesetzt hätte. Im Unterschied zum Anklagefall 1.1/F.____ wurde 
† I.____ im Übrigen nicht weisgemacht, es gebe eine Liegenschaft in Brasilien, welche als Sicher-
heit für seine Darlehen dienen würde. Dass sich C.____ somit eines Lügengebäudes oder beson-

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derer Machenschaften und Kniffe im Sinne des Arglisterfordernisses des Betrugstatbestands be-
dient hat, um † I.____ zu täuschen und ihn zu Vermögensdispositionen zu bewegen, ist nach dem 
Gesagten nicht erstellt. Auch ob sie sich allenfalls einfacher Lügen bedient hat, ist nicht nachweis-
bar, zumal † I.____ selbst nicht mehr konkret darzulegen vermochte, weshalb er ihr jeweils Geld 
übergeben hat. Dass sie somit – wie in der Anklageschrift geschildert – fiktive "Notlagen" geltend 
gemacht hat, um an † I.____s Geld zu gelangen, ist sachverhaltsmässig nicht belegbar. Die Vor-
derrichter sind letztlich zu Recht zum Schluss gelangt, dass offen gelassen werden muss, weshalb 
er C.____ Geld überlassen und geglaubt hat, sie werde es ihm zurückbezahlen. Irgendwie geartete 
von C.____ begangene Manipulationshandlungen sind ihr in sachverhaltlicher Hinsicht nicht nach-
zuweisen. Das Gleiche gilt für die in der Anklage geschilderte emotionale Abhängigkeit von 
† I.____, welche der Grund für das in C.____ gesetzte Vertrauen gewesen sein soll. Eine solche 
Abhängigkeit ist weder erkennbar noch ergibt sie sich aus den konkreten Aussagen von † I.____. 
Dieser sprach von einer Art blosser Freundschaft und nicht von einer Liebesbeziehung oder der 
Hoffnung auf eine solche. Folglich bleibt zu konstatieren, dass der angeklagte Sachverhalt, wonach 
C.____ † I.____ mit falschen Versprechen und Manipulationen dazu gebracht haben soll, ihr Geld 
zu überlassen, nicht erwiesen ist.  
 
2.2.2.2 Auch der Einwand der Staatsanwaltschaft, wonach bei † I.____ aufgrund seiner Parkin-
sonerkrankung von einer erhöhten Vulnerabilität auszugehen sei, vermag nichts am Umstand zu 
ändern, dass keine durch C.____ begangenen Täuschungshandlungen nachweisbar sind. Zwar 
legte sie dar, er sei krank gewesen und sein Kopf habe nicht richtig "funktioniert", indes ist daraus 
noch nicht abzuleiten, sie habe † I.____ unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und Ausnützung 
dessen Gesundheitszustands dazu gebracht, ihr Geld zu übergeben. Dafür bestehen schlicht kei-
nerlei Anhaltspunkte, zumal der Ausprägungsgrad der Parkinsonerkrankung unbekannt und im 
Nachhinein nicht mehr feststellbar ist. Wie zudem bereits erwähnt, geht aus der besagten von 
† I.____ erstellten "Liste" (vgl. act. 4047) hervor, für welche Zwecke er C.____ Geld überlassen 
hat, wobei aus diesen nicht zu schliessen ist, es seien ihm erfundene Geschichten aufgetischt 
worden, wie dies im Unterschied zum Anklagefall 1.1/F.____ (und 1.4/A.____, vgl. E. III.3. nach-
stehend) in Bezug auf die angebliche Liegenschaft in Brasilien erfolgt ist. Vielmehr erscheinen die 
von † I.____ aufgeführten Zahlungszwecke, das heisst die von C.____ ihm gegenüber geltend 
gemachten Gründe für die Zahlungen, als höchstwahrscheinlich zutreffend. Nach dem Gesagten 
ist C.____ in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils von der Anklage des mehrfachen bzw. ge-
werbsmässigen Betrugs zum Nachteil von † I.____ freizusprechen.  
 
2.2.2.3 Da in sachverhaltlicher Hinsicht nicht erstellt ist, dass C.____ die ihr von † I.____ über-
gebenen Gelder überhaupt entgegen den angegebenen Zwecken (vgl. die entsprechende Liste; 
act. 4047) verwendet hat, entfällt grundsätzlich auch die rechtliche Prüfung der Eventualanklage 
wegen mehrfacher Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Dennoch sei an dieser Stelle 
mit der Vorinstanz festzuhalten, dass aus den von † I.____ aufgeführten Verwendungszwecken 
dieser Geldbeträge (wie Reisekosten, Lebenskosten, Schulden etc.) zu schliessen ist, dass