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**Case Identifier:** 9978dd7d-3741-52d0-886d-37fd9e7a0d35
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-05-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.05.2014 IV 2013/539
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-539_2014-05-05.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/539

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 04.06.2020

Entscheiddatum: 05.05.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 05.05.2014
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG. 
Gutheissung der Beschwerde. Rückweisung der Sache an die 
Beschwerdegegnerin für weitere medizinische Abklärungen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Mai 2014, IV 2013/539).

Entscheid Versicherungsgericht, 05.05.2014

Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin 

Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Lea Locher

Entscheid vom 5. Mai 2014

in Sachen

A.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Advokat lic. iur. Martin Boltshauser, c/o Procap Schweiz, Frohburg­

strasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___, geboren 19__, füllte am 15. März 2012 ein Gesuch zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung aus. Sie beantragte namentlich Massnahmen für 

die berufliche Wiedereingliederung und eine Rente. Sie sei aufgrund einer 

Erschöpfungsdepression, Panikattacken und eines Eisenmangels seit ca. 12 Monaten 

gesundheitlich beeinträchtigt. Vom 7. September bis 6. Oktober 2011 sei sie zu 100 %, 

vom 6. Oktober 2011 bis zum 1. März 2012 zu 80 % und vom 2. bis 13. März 2012 

wieder zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Bezüglich ihrer Erwerbstätigkeit führte die 

Versicherte aus, dass sie mit einem Pensum von je 10 % als Pflegehelferin für die Z.___ 

und als Fusspflegerin arbeite (IV-act. 1). Die Versicherte reichte das Anmeldeformular 

am 16. März 2012 direkt beim Schalter der Sozialversicherungsanstalt des Kantons 

St. Gallen ein. Beim Schaltergespräch teilte sie der Sachbearbeiterin mit, dass sie vor 

ihrer Tätigkeit bei der Z.___ jeweils Anstellungen im Umfang von 50-60 % 

nachgegangen sei. Wenn es ihr Gesundheitszustand zulassen würde, würde sie wieder 

ein solches Pensum absolvieren. Grundsätzlich sei sie an beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen interessiert (IV-act. 6).

A.b  Am 3. April 2012 fand ein Telefongespräch zwischen Dr. med. B.___, RAD 

Ostschweiz (nachfolgend: RAD-Arzt), und Dr. med. C.___, Eidg. Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie, statt (IV-act. 26). Dr. C.___ gab an, dass sich die 

Versicherte seit dem 17. Januar 2012 bei ihr in ambulanter Behandlung befinde. Die 

Psychotherapie finde alle ein bis drei Wochen statt. Die Versicherte leide an 

Anpassungsstörungen mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10 

F43.23) und an einer Panikstörung (vereinzelte Panikattacken, ICD-10 F41.0). Diese 

Erkrankungen beeinträchtigten die Arbeitsfähigkeit. Dr. C.___ führte weiter aus, dass 

sie der Versicherten eine Medikation mit Cipralex und Lyrica empfohlen habe. Die 

Versicherte habe aber bis anhin auf die Einnahme pflanzlicher Präparate bestanden; 

aktuell nehme sie ein Johanneskrautpräparat ein. Die Versicherte sei aus 

psychiatrischer Sicht seit dem 16. März 2012 ausgehend von einem Vollpensum zu 50 

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% arbeitsunfähig. Die Arbeitsfähigkeit sei bei gutem Verlauf schrittweise steigerbar. 

Aktuell bestünden noch eine Müdigkeit mit rascher Erschöpfung, vereinzelte 

Panikattacken und eine reduzierte Ausdauer. Dr. C.___ wies zudem darauf hin, dass die 

Versicherte ihr gegenüber erklärt habe, dass am Arbeitsplatz eine "mobbingähnliche" 

Situation bestehe. Gründe, die gegen einen sofortigen Beginn der Wiedereingliederung 

sprächen, lägen keine vor. Die Prognose, dass die Versicherte zukünftig wieder die 

volle (ursprüngliche) Arbeitsfähigkeit erreichen werde, sei günstig. Dr. C.___ reichte das 

unterzeichnete Gesprächsprotokoll am 30. April 2012 ein. Sie ergänzte es insoweit, als 

sie eine chronische Müdigkeit und eine depressive Störung (mittelgradige Episode) als 

Differentialdiagnosen angab. Im Begleitschreiben informierte sie darüber, dass sich der 

psychische Zustand der Versicherten seit dem 16. April 2012 deutlich verschlechtert 

habe und dass sie die Versicherte in der Klinik Teufen angemeldet habe. Die 

Versicherte sei vom 16. bis 30. April 2012 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen.

A.c  Bereits am 13. April 2012 fand ein Triagegespräch zwischen der zuständigen 

Sachbearbeiterin der IV-Stelle, dem RAD-Arzt und der Eingliederungsverantwortlichen 

statt (IV-act. 21). Dabei wurde beschlossen, die Eingliederungsverantwortliche mit einer 

Frühintervention zu beauftragen.

A.d  Am 30. April 2012 ging bei der IV-Stelle der durch die Z.___ ausgefüllte, nicht 

unterzeichnete Fragebogen für Arbeitgebende ein (IV-act. 25). Dem Fragebogen ist zu 

entnehmen, dass die Versicherte seit dem 1. Februar 2009 bei der Z.___ angestellt war. 

Die Z.___ gab an, sie habe das Arbeitsverhältnis per 30. Juni 2012 aufgelöst, da die 

Versicherte aus psychologischen Gründen die Betreuung und Grundpflege von Kunden 

nicht mehr ausführen könne. Im Betrieb bestünden keine 

Umplatzierungsmöglichkeiten. Die Versicherte habe bis am 7. September 2011 für die 

Z.___ gearbeitet. Ihr Stundenlohn habe Fr. 20.20 (inkl. Ferienentschädigung) betragen.

A.e  Am 14. Mai 2012 fand zwischen Dr. C.___ und dem RAD-Arzt ein Kurztelefonat 

statt (IV-act. 35). Dr. C.___ informierte, dass die Versicherte seit dem 16. April bis zum 

18. Mai 2012 100 % arbeitsunfähig sei. Sie habe die Versicherte in der Klinik D.___ für 

einen ca. vierwöchigen stationären Aufenthalt angemeldet. Die Versicherte beklage 

eine ausgeprägte Müdigkeit, zeige sich nicht motiviert und verweigere die Einnahme 

jeglicher Antidepressiva mit der Begründung, dass sie auf alle allergisch reagiere. Dr. 

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C.___ gab an, dass sie klinisch bisher jedoch noch keine Anzeichen für eine allergische 

Reaktion habe erkennen können. Die Versicherte habe auch das 

Johanneskrautpräparat mit der gleichen Begründung abgesetzt. Am darauffolgenden 

Tag fand ein weiteres Gespräch zwischen Dr. C.___ und dem RAD-Arzt statt (IV-act. 

35). Dr. C.___ erklärte, dass die Versicherte es ablehne, in die Klinik D.___ zu gehen. 

Sie wolle lieber in die Klinik E.___ gehen. Es sei allerdings fraglich, ob die Kosten für 

eine ausserkantonale Behandlung übernommen würden. Die Versicherte sei aus 

psychiatrischer Sicht seit dem 19. Mai 2012 mindestens noch zu 50 % arbeitsunfähig. 

Sie habe inzwischen die Stelle im Altersheim gekündigt. Dr. C.___ betonte, dass die 

Behandlung nicht vorankomme, da die Versicherte Behandlungsoptionen ablehne.

A.f   Am 6. Juni 2012 schrieb Dr. C.___ die Versicherte vom 19. bis zum 22. Mai 2012 

zu 50 % arbeitsunfähig (IV-act. 31). Am 23. Juli 2012 attestierte med. pract. F.___, 

Assistenzärztin im Ambulatorium der Psychiatrischen Klinik G.___, der Versicherten 

vom 23. bis 31. Juli 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (IV-act. 33).

A.g  Am 12. Juni 2012 fand ein Assessmentgespräch zwischen der Eingliederungsver­

antwortlichen und der Versicherten statt (IV-act. 45). Die Versicherte berichtete, dass 

die Krankheit während der Ehe ausgebrochen sei. Sie sei von ihrem Ehemann ge­

schlagen, "geplagt" und massiv unter Druck gesetzt worden. Sie sei immer das aus­

gleichende Glied zwischen ihrem Ehemann und ihrem Sohn gewesen. Ihr Befinden 

habe sich aber nach dem Auszug des Sohnes nicht sonderlich verbessert. Auch nach 

der Scheidung im Jahr 2009 sei es ihr nicht besser gegangen. Vor ca. einem Jahr 

sei es dann schlimmer geworden. Sie habe Blockaden gehabt, begleitet von Magen­

krämpfen, Durchfall, Schwindel und Atemnot. In der Nacht sei sie aufgewacht, weil sie 

keine Luft mehr bekommen habe. Seit sie nicht mehr im Altersheim arbeite, gehe es ihr 

besser. Sie könne unter Druck nicht funktionieren, sei sehr lärmempfindlich und halte 

Menschenansammlungen nicht aus. Sie halte den Druck höchstens bis zum Mittag aus. 

In der Pflege habe sie daher nicht mehr arbeiten können. Sie gehe ca. alle zwei 

Wochen bei Dr. C.___ in die Psychotherapie. Sie habe jedoch das Gefühl, dass sie dort 

nicht weiter komme. Deshalb wolle sie die Therapeutin wechseln. Die Versicherte führte 

weiter aus, dass sie bei einem "Anfall" Temesta nehme, obwohl sie Probleme mit 

diesem Medikament habe. Ansonsten nehme sie ‒ trotz allergischer Reaktionen auf 

Korbblütler ‒ Mittel auf Johanniskraut-Basis. Dr. C.___ traue sich nicht, ihr ein anderes 

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Medikament zu geben; die Medikamente müssten in der Klinik eingestellt werden. Seit 

der Heirat habe sie nie zu mehr als 50 % gearbeitet. Sie sei als Bürokraft, Verkäuferin, 

Lagermitarbeiterin und Pflegehelferin tätig gewesen. Zuletzt sei sie bei der Spitex in 

einem 60 %-Pensum angestellt gewesen. Nachdem sie im März 2011 ausgesteuert 

und auf die Sozialhilfe angewiesen gewesen sei, habe sie sich als Fusspflegerin 

selbständig gemacht. Sie gehe dieser Tätigkeit mit einem Pensum von 10 % nach. Die 

Versicherte gab schliesslich noch an, dass sie gerne wieder zu 50 % arbeitstätig wäre, 

wenn es die Gesundheit zulassen würde. Eine neue Arbeitsstelle müsste aber ruhig und 

stressfrei sein und ihr Knie nicht zu sehr belasten.

A.h  Am 6. August 2012 fand zwischen der IV-Sachbearbeiterin, dem RAD-Arzt und der 

Eingliederungsverantwortlichen ein Assessmentgespräch statt (IV-act. 34). Im Protokoll 

wurde festgehalten, dass die Versicherte zu 60 % als Erwerbstätige und zu 40 % als 

Hausfrau zu qualifizieren sei. Sie sei aus medizinischer Sicht in ihrer angestammten 

Tätigkeit bei einem Pensum von 100 % zu 50 % arbeitsfähig. In einer adaptierten 

Tätigkeit wäre sie bei einem Pensum von 60 % zu 100 % arbeitsfähig.

A.i   Am 6. August bzw. 3. September 2012 bescheinigte med. pract. F.___ der Ver­

sicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die Monate August und September 

2012 (IV-act. 36 f.).

A.j   Am 9. Oktober 2012 reichten Dr. med. H.___, Oberarzt, Leiter Ambulatorium G.___, 

und med. pract. F.___ den angeforderten Arztbericht ein (IV-act. 39). Als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gaben sie eine rezidivierende depressive Störung 

(gegenwärtig mittelgradige Episode: mit somatischem Syndrom; ICD-10 F33.11) und 

eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1; nachfolgend: PTBS) an. Die 

Störungen bestünden anamnestisch seit der Geburt des Sohnes im Jahr 1987. Die 

Versicherte sei seit dem 16. Juli 2012 im Ambulatorium in Behandlung. In der 

Anamnese ist festgehalten worden, dass die Versicherte in der Kinder- und Jugendzeit 

gewalthafte sexuelle Übergriffe erlebt habe, diese aber noch nicht näher beschreiben 

könne. Die Ausbildung zur Laborassistentin habe sie nach Übergriffen durch den 

Vorgesetzten abgebrochen. Bis zur Geburt des Sohnes im Jahr 1987 habe sie als 

Bürogehilfin gearbeitet. Im selben Jahr habe sie den Vater des Kindes geheiratet; 2006 

sei es zur Trennung gekommen. Lange Zeit sei sie Mutter und Hausfrau gewesen, dann 

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habe sie zusätzlich in Teilzeit an verschiedenen Arbeitsstellen gearbeitet (Bürogehilfin, 

an der Tankstelle, in der Lebensberatung, als Fusspflegerin, als Pflegehelferin). Über 

lange Zeit habe sie schwere Gewalt in der Ehe erlebt. Laut Krankheitsanamnese 

bestünden bei der Versicherten von Kindheit an schwere Traumatisierungen. 

Anamnestisch seit 1987 habe sie immer wiederkehrende depressive Phasen. 1990 und 

2011 sei sie je ca. 6 Monate lang wegen einer Depression ambulant behandelt worden. 

Von Januar bis Juli 2012 sei sie bei Dr. C.___ in Behandlung gewesen. Unter dem 

Stichwort Prognose hielten Dr. H.___ und med. pract. F.___ fest, dass die Versicherte 

unter einer chronischen psychiatrischen Erkrankung leide. Ihr Zustand sei aktuell 

deutlich beeinträchtigt. Sie könne zurzeit keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen. Im 

Vordergrund stehe derzeit die Stabilisierung des Zustandes. Die Versicherte zeige sich 

therapiemotiviert und stehe unter Leidensdruck. Sie nehme regelmässig an einer 

Kunsttherapie teil und habe mittlerweile in einen Tagesrhythmus hineinfinden können. 

Da die Versicherte gut mitarbeite, sei die Prognose langfristig gesehen eher gut. Es sei 

aber davon auszugehen, dass der Prozess bis zur Wiederaufnahme einer beruflichen 

Tätigkeit langwierig sein werde. Bezüglich der gegenwärtigen Behandlung ist dem 

Bericht zu entnehmen, dass sich die Versicherte bei med. pract. F.___ in integrierter 

psychiatrischer Behandlung befinde. In zweiwöchentlichem Abstand würden 

therapeutische Gespräche durchgeführt. Eine Medikation finde zurzeit nicht statt. Die 

Versicherte sei seit dem 16. Juli 2012 bis heute als Fusspflegerin 100 % arbeitsunfähig. 

Bezüglich der gesundheitlich bedingten Einschränkungen in der bisherigen Tätigkeit 

gaben Dr. H.___ und med. pract. F.___ an, dass die Versicherte stark in ihrer 

Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. Es bestehe eine ausgeprägte 

Affektlabilität mit Insuffizienzgefühlen, stark reduzierten Vitalgefühlen und einer 

Energielosigkeit mit rascher Erschöpfbarkeit, Ängsten und einer triggerausgelösten 

Hyperarousal. Das Konzentrationsvermögen der Versicherten sei mittelgradig und die 

Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit seien stark eingeschränkt. Unter der aktuellen 

Behandlung sei davon auszugehen, dass langfristig eine berufliche 

Wiedereingliederung möglich sei. Die Angaben würden seit der ambulanten 

Behandlung am 16. Juli 2012 gelten.

A.k  Für die Monate Oktober 2012, Januar und Februar 2013 attestierte med. pract. 

F.___ der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % (IV-act. 41 und 43 f.).

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A.l   Am 18. März 2013 fand ein Standortgespräch zwischen der Versicherten, der 

Eingliederungsverantwortlichen, dem Sozialarbeiter des Sozialdienstes des 

Ambulatoriums G.___, einer Vertreterin des Sozialamtes H.___ sowie med. pract. F.___ 

statt (IV-act. 46). Letztere hielt im Protokoll fest, dass die Versicherte aktuell zu 80 % 

arbeitsunfähig sei. Es sei davon auszugehen, dass in den nächsten Wochen bis 

Monaten die Arbeitsunfähigkeit auf 50 % reduziert werden könne. Die Voraussetzungen 

für eine Wiedereingliederung seien deshalb nicht erfüllt. Der Aufbau und die 

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit stünden bei der Behandlung der Versicherten im 

Vordergrund. In der Folge wurde der Versicherten am 25. März 2013 mitgeteilt, dass 

sie keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe (IV-act. 48).

A.m Am 23. April 2013 reichte die Versicherte den Fragebogen zur Rentenabklärung ein 

(IV-act. 49). Sie gab darin an, zurzeit 10 Stunden pro Woche erwerbstätig zu sein. Seit 

September 2008 arbeite sie aus gesundheitlichen Gründen 14 Stunden weniger pro 

Woche. Die Versicherte führte weiter aus, dass sie ohne Behinderung wegen der 

Scheidung seit Ende 2009, spätestens aber seit dem Ende der nachehelichen Unter­

haltspflicht im Oktober 2012, zu 100 % als Fusspflegerin oder bei der Spitex 

arbeitstätig wäre.

A.n  Am 13. Juni 2013 fand eine Abklärung an Ort und Stelle statt (IV-act. 53). In Bezug 

auf ihre körperlichen Beeinträchtigungen gab die Versicherte an, am ganzen Körper an 

Rheuma zu leiden. Seit einer Meniskus-Operation im Jahr 2000 habe sie zudem 

Arthrose im Knie. Bezüglich ihres psychischen Zustandes führte sie an, dass sie für die 

Aufarbeitung von 23 Jahren Zeit benötige. Inzwischen sei aber eine Stabilität 

eingetreten. Eigentlich sei sie schon länger krank, habe dies aber nie gemeldet. Von 

Januar bis November 2008 habe sie bei der Spitex als Pflegerin und Haushalthilfe mit 

einem Pensum von 60 % gearbeitet. Am 7. September 2011 habe sie die Tätigkeit als 

Fusspflegerin aufgegeben. Die Haushaltabklärung ergab keine Einschränkung der 

Versicherten bei der Erledigung der Haushaltarbeiten. Die Sachbearbeiterin der IV-

Stelle hielt im Protokoll fest, dass an der vom RAD festgestellten Arbeitsfähigkeit von 

60 % in einer adaptierten Tätigkeit festzuhalten sei. Die Versicherte habe geltend 

gemacht, dass sie aufgrund des Wegfallens der nachehelichen Unterhaltsleistungen 

ohne Behinderung eine vollzeitige Arbeitstätigkeit ausüben würde. Dies sei ihres 

Erachtens bei der Bemessung des Valideneinkommens zu berücksichtigen. Aufgrund 

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der Beschilderungen des Parkplatzes und der Hausfassade und aufgrund des 

eingerichteten Studios in der Wohnung sei jedoch davon auszugehen, dass die 

Versicherte weiterhin als Fusspflegerin tätig sein werde. Da sie mit dieser Tätigkeit zum 

jetzigen Zeitpunkt keinen relevanten Verdienst erziele, müsse davon ausgegangen 

werden, dass die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu 80 % als 

Pflegehelferin arbeiten würde. Weiter sei beim Invalideneinkommen der 

Minderverdienst zu berücksichtigen. Am 24. Juni 2013 sandte die Versicherte das 

Protokoll unterzeichnet und mit den nachfolgenden Korrekturen versehen zurück: Beim 

Valideneinkommen sei nicht lediglich eine Erwerbstätigkeit von 80 %, sondern eine 

solche von 100 % zu berücksichtigen. Zur Begründung führte sie an, dass sie 

spätestens seit dem Wegfall der Unterhaltspflicht des geschiedenen Ehemannes aus 

ökonomischen Gründen gezwungen gewesen wäre, einer Vollerwerbstätigkeit 

nachzugehen. Mit einem Teilzeitpensum als Fusspflegerin oder Pflegehelferin könnte 

sie nicht einmal das erweiterte betreibungsrechtliche Existenzminimum von monatlich 

mind. Fr. 3'000.-- decken. Schliesslich gab die Versicherte noch an, dass die 

Reduktion der Erwerbstätigkeit im September 2008 die Folge eines Unfalls gewesen 

sei. Die psychischen Einschränkungen bestünden schon sehr viel länger und erklärten 

ihre Teilzeitpensen.

B.    

B.a  Mit einem Vorbescheid vom 10. Juli 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, 

dass die Ablehnung des Rentengesuchs vorgesehen sei (IV-act. 57). Die Abklärungen 

hätten ergeben, dass bei der Versicherten aus medizinischer Sicht für adaptierte 

Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 60 % bestehe. Da die Versicherte bisher nie einer 

vollen Erwerbstätigkeit nachgegangen sei, könne sie nicht als Vollzeiterwerbstätige 

eingestuft werden. Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage werde sie aber zu 80 % als 

Erwerbstätige und zu 20 % als im Haushalt tätige Person qualifiziert. Bei der Erledigung 

der Haushaltarbeiten sei sie gesundheitlich nicht eingeschränkt. In der Erwerbstätigkeit 

sei medizinisch eine Arbeitsfähigkeit von 60 % ausgewiesen. Das Valideneinkommen 

der Versicherten betrage Fr. 31'119.-- und ihr Invalideneinkommen Fr. 19'605.--. Dies 

ergebe einen Invaliditätsgrad von 30 %. Da der Invaliditätsgrad unter 40 % liege, habe 

die Versicherte keinen Rentenanspruch.

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B.b  Am 10. September 2013 liess die Versicherte gegen den Vorbescheid einen Ein­

wand erheben (IV-act. 64). Sie liess beantragen, dass der Vorbescheid aufzuheben und 

sie bei der Invaliditätsbemessung als Vollerwerbstätige zu qualifizieren sei. Ihre 

Vertreterin brachte vor, dass die Versicherte im Fragebogen vom 23. April 2013 sowie 

in der Korrektur zum Haushaltabklärungsbericht angegeben habe, dass sie 100 % er­

werbstätig wäre, wenn sie nicht unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden 

würde. Zwar habe die Versicherte beim Assessmentgespräch im August 2012 (richtig: 

12. Juni 2012) gesagt, dass sie gerne 50 % arbeiten würde. Diese Aussage habe sich 

aber auf den Status als Kranke und nicht als Gesunde bezogen. Es sei nicht korrekt, 

dass die Versicherte mit der Begründung, sie habe als Selbständigerwerbende keinen 

relevanten Verdienst erwirtschaftet, zu 80 % als Erwerbstätige und zu 20 % als im 

Aufgabenbereich tätige Person eingestuft worden sei. Ob die Versicherte als 

selbständig Erwerbstätige einen Gewinn erzielt habe, sei nicht massgebend; 

massgebend seien die Einschränkungen in der selbständigen Tätigkeit. Korrekterweise 

müsste daher eine Betriebsabklärung durchgeführt werden.

B.c  Mit Verfügung vom 26. September 2013 wies die IV-Stelle das Rentengesuch aus 

den im Vorbescheid genannten Gründen ab (act. G 1.2). Zum Einwand führte sie aus, 

dass der Versicherten auch dann kein Rentenanspruch zustehen würde, wenn sie als 

Vollerwerbstätige qualifiziert würde. Als vollerwerbstätige Pflegehelferin könnte sie ein 

Jahreseinkommen von Fr. 38'899.-- erzielen; bei einer Arbeitsfähigkeit von 60 % in 

einer adaptierten Tätigkeit ein solches von Fr. 24'506.-- (LSE Fr. 53'255.-- abzgl. 

Minderverdienst = Fr. 40'844.--, davon 60 %). Dies ergäbe einen Invaliditätsgrad von 

37 %, der keinen Rentenanspruch begründen würde.

C.    

C.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die von der inzwischen anwaltlich vertretenen 

Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführerin) erhobene Beschwerde vom 28. 

Oktober 2013 (act. G 1) mit den Anträgen, die Verfügung vom 26. September 2013 sei 

aufzuheben und die Angelegenheit zu ergänzenden Abklärungen an die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen; zudem sei ihr die unentgeltliche 

Rechtspflege inkl. Rechtsverbeiständung zu bewilligen bzw. eine Parteientschädigung 

zuzusprechen. Der Rechtsvertreter erklärte, es sei falsch, die Tätigkeit im Bereich der 

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Fusspflege und Massage ohne weitere Überprüfung mit einer Haushaltstätigkeit zu 

vergleichen. Die Beschwerdegegnerin hätte mindestens eine Invaliditätsabklärung für 

Selbständigerwerbende durchführen und eine Invaliditätsbemessung vornehmen 

müssen. Die Beschwerdegegnerin habe sich einfach auf den Standpunkt gestellt, dass 

die Beschwerdeführerin im Bereich Haushalt/selbständige Erwerbstätigkeit nicht 

eingeschränkt sei. In dieser Hinsicht sei die Invaliditätsbemessung unvollständig und 

fehlerhaft. Weiter habe die Beschwerdegegnerin nicht geprüft, ob die 

Beschwerdeführerin ohne die Behinderung heute einer unselbständigen 

Vollerwerbstätigkeit nachgehen würde. Die Beschwerdeführerin habe glaubhaft 

dargelegt, dass sie aufgrund der Scheidung und des Auslaufens der Unterhaltsbeiträge 

auf ein Erwerbseinkommen von 100 % angewiesen wäre. Wäre die 

Beschwerdeführerin gesund, hätte sie sich überlegen müssen, ob sie die bisher nicht 

oder noch nicht lukrative selbständige Tätigkeit stark reduzieren oder ganz aufgeben 

sollte. Aufgrund der finanziellen Notwendigkeit sei ausgewiesen, dass die 

Beschwerdeführerin bei voller Gesundheit eine Erwerbstätigkeit von 100 % ausüben 

würde. Wäre dies bei der Bemessung des Valideneinkommens berücksichtigt worden, 

hätte sich bereits ein Invaliditätsgrad von über 40 % ergeben. Da die 

Beschwerdeführerin schon seit Jahren gesundheitsbedingt eingeschränkt sei, hätte 

zudem davon ausgegangen werden müssen, dass sie ohne ihre gesundheitlichen Be­

schwerden vermutungsweise eine besser bezahlte Stelle hätte annehmen können. Für 

die Eruierung des Valideneinkommens könne deshalb nicht das zuletzt erzielte 

Einkommen als Spitex-Mitarbeiterin herangezogen werden, sondern es müsse auf ein 

Tabellenlohneinkommen abgestellt werden.

C.b  In der Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2013 (act. G 3) hielt die 

Beschwerdegegnerin fest, med. pract. F.___ habe bei der Beschwerdeführerin eine 

PTBS diagnostiziert. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung werde eine 

PTBS nur als leistungsbegründend anerkannt, wenn sie mit einer Latenz von wenigen 

Wochen bis Monaten nach einem Ereignis mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder 

katastrophenartigem Ausmass auftrete, das bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung 

hervorrufen würde. Hinsichtlich einer Traumatisierung erwähne der Bericht von med. 

pract. F.___ (IV-act. 39) einzig, dass die Beschwerdeführerin in der Kinder- und 

Jugendzeit von sexuellen Übergriffen betroffen gewesen sei. Zwischen dem erwähnten 

sexuellen Missbrauch in der Kindheit/Jugend und der psychischen Dekompensation 

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liege bei der 50-jährigen Beschwerdeführerin eine lange Zeitspanne, während der sie 

einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei, geheiratet und einen Sohn geboren und 

erzogen habe. Offensichtlich habe die Assistenzärztin bei der Diagnosestellung in 

erster Linie auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt. In 

rechtlicher Hinsicht sei in Anbetracht der sehr langen Zeitspanne zwischen Trauma und 

psychischer Dekompensation das Vorhandensein einer zu Arbeitsunfähigkeit führenden 

Belastungsstörung nicht als überwiegend wahrscheinlich zu beweisen. Die Folgen der 

Beweislosigkeit würden sich zu Lasten der Beschwerdeführerin auswirken. Was die 

zusätzlich zur PTBS gestellte Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom anbelange, könne 

angesichts der lediglich alle zwei Wochen stattfindenden Therapiegespräche nicht von 

einer konsequenten ambulanten Behandlung gesprochen werden. Weiter habe sich die 

Beschwerdeführerin bisher unter dem Vorwand einer angeblich allergischen Reaktion 

geweigert, sich einer medikamentösen Therapie mit Antidepressiva zu unterziehen. 

Daraus könne geschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin die depressive 

Störung offenbar nicht als besonders schwer erlebe und die psychische 

Beeinträchtigung keinen invalidisierenden Charakter aufweise. Dem Umstand, dass 

fachärztlicherseits nicht bloss eine depressive Episode, sondern eine mittelschwere 

depressive Störung diagnostiziert worden sei, komme keine entscheidende Bedeutung 

zu. Denn eine depressive Episode unterscheide sich von einer depressiven Störung 

hauptsächlich hinsichtlich ihrer Dauer, nicht aber bezüglich der Schwere der 

Erkrankung. Leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven 

Formenkreis seien therapierbar. Es sei nicht ersichtlich, warum es sich bei der 

Beschwerdeführerin anders verhalten sollte. Bei objektiver Betrachtung stehe daher 

fest, dass mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens kein Rentenanspruch 

bestehe. Die Durchführung eines Einkommensvergleichs erübrige sich daher. Im 

Ergebnis sei die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden.

C.c  Am 17. Dezember 2013 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) bewilligt (act. G 4).

C.d  In der Replik vom 3. Februar 2014 (act. G 6) führte der Rechtsvertreter an, dass 

die relevanten Angaben und Dokumente, welche für eine Qualifikation der 

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Beschwerdeführerin als Vollerwerbstätige sprächen, in der Beschwerdeantwort mit 

keinem Wort erwähnt worden seien. Weiter könne - wie bereits in der 

Beschwerdeschrift erläutert - die Methodenwahl nicht offen bleiben, da bei korrekter 

Anwendung der LSE-Tabellen beim Abstellen auf den Einkommensvergleich ein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiere. Die Beschwerdegegnerin habe bisher 

eine invalidisierende Krankheit anerkannt. Selbst in der angefochtenen Verfügung sei 

sie in einer adaptierten Tätigkeit von einer Arbeitsunfähigkeit von 40 % ausgegangen. 

Der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin habe sich nur mit dem Bericht der 

Psychiatrischen Klinik G.___ vom 9. Oktober 2012 beschäftigt und sich nicht mit den 

IV-eigenen Akten auseinandergesetzt. Die Diagnosen der bisherigen Berichte wie 

Anpassungsstörungen mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen oder auch die 

Panikstörung seien nicht abgehandelt worden. Die Beschwerdegegnerin habe im 

Feststellungsblatt vom 2. Juli 2013 festgehalten, dass gemäss RAD für adaptierte 

Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 60 % bestehe. Zu diesem Zeitpunkt habe die 

Diagnose der PTBS noch gar nicht vorgelegen. Folglich habe der RAD die PTBS auch 

nicht beurteilen können. Die neue Diagnose sei aus rechtlicher Sicht 

anerkanntermassen als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu 

betrachten. Es müsse jedoch beachtet werden, dass sich das Bundesgericht in der 

neueren Rechtsprechung nicht mehr gleich deutlich zum "Erfordernis der Latenz" ge­

äussert habe. Weiter müsse bezweifelt werden, dass die neue Diagnose der rezidi­

vierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem 

Syndrom, keinen zusätzlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Der RAD-Arzt 

habe sich mit dieser neu gestellten Diagnose gar nicht weiter auseinandergesetzt. Im 

Übrigen könne bei einer regelmässigen Behandlung mit einem Intervall von 14 Tagen 

durchaus von einer konsequenten ambulaten Behandlung gesprochen werden.

C.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 8).

Erwägungen:

1.     

1.1   Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben gemäss Art. 28 Abs. 1 

des Gesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) Versicherte, die ihre 

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Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, 

erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG)

1.2   Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini­

schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

1.3   Die Feststellung des Gesundheitsschadens, das heisst die Befunderhebung und 

die gestützt darauf gestellte Diagnose, aber auch die Prognose und die Ätiologie, die 

durch den festgestellten Gesundheitsschaden verursachte Arbeitsunfähigkeit sowie 

das noch vorhandene funktionelle Leistungsvermögen oder das Vorhandensein und die 

Verfügbarkeit von Ressourcen sind Tatfragen (BGE 132 V 398 E 3.2), deren 

Beantwortung entsprechendes Fachwissen voraussetzt. Im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) hat die IV-Stelle daher in aller Regel 

ärztliche Sachverständige zur Beantwortung dieser Fragen beizuziehen (vgl. Art. 43 

Abs. 2 ATSG und Art. 69 Abs. 2 IVV), so etwa jene des IV-internen regionalen ärztlichen 

Dienstes (RAD; vgl. Art. 49 Abs. 1 IVV) oder solche einer MEDAS. Aufgabe der IV-Stelle 

und des Versicherungsgerichts ist es, diese Tatsachen rechtlich zu würdigen, das 

heisst zu beurteilen, ob die ärztlichen Aussagen und Schätzungen die zuverlässige 

Beurteilung des Leistungsanspruchs erlauben und, falls dies der Fall ist, gestützt auf 

diese Feststellungen sowie die Feststellungen zu den beiden Vergleichseinkommen 

den Invaliditätsgrad zu bemessen (vgl. BGE 132 V 398 f. E. 3.2 f.).

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2.     

2.1   In medizinischer Hinsicht liegen die Berichte von Dr. C.___ und med. pract. F.___ 

(und Dr. H.___) im Recht. Dr. C.___ hat bei der Beschwerdeführerin Anpassungs­

störungen mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen und eine Panikstörung 

(vereinzelte Panikattacken) diagnostiziert. Später hat sie als Differentialdiagnosen eine 

chronische Müdigkeit sowie eine depressive Störung (mittelgradige Episode) 

angegeben. Med. pract. F.___ hat demgegenüber eine rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, mit somatischem Syndrom und eine 

PTBS diagnostiziert. Die Diagnosen von Dr. C.___ und med. pract. F.___ stimmen somit 

nur insoweit überein, als beide Ärztinnen vom Vorliegen einer mittelschweren 

depressiven Störung ausgehen, wobei es sich bei der Diagnose von Dr. C.___ um eine 

Differentialdiagnose handelt. Die Angaben von Dr. C.___ zum Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin sind sehr spärlich, enthalten mithin keine Anamnese und keinen 

Befund. Es ist daher unklar, worauf sie ihre Diagnosen gestützt hat. Sie hat auch die 

später gestellten Differentialdiagnosen nicht näher erläutert. Weiter hat Dr. C.___ 

gegenüber dem RAD-Arzt am 3. April 2012 angegeben, dass von einer günstigen 

Prognose auszugehen sei und die Arbeitsfähigkeit bei gutem Verlauf schrittweise 

steigerbar sei. Am 14. bzw. 15. Mai 2012 hat sie dann aber mitgeteilt, dass sich der 

psychische Zustand der Versicherten verschlechtert habe und sie mit der Behandlung 

nicht vorankomme. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ist somit im 

Zeitraum, in dem sie sich bei Dr. C.___ in Behandlung befunden hat (Januar 2012 bis 

Mai/Juli 2012), nicht stabil gewesen. Aus den genannten Gründen sind die Angaben 

von Dr. C.___ für die Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin 

im Verfügungszeitpunkt nicht geeignet. Im Gegensatz zu den Angaben von Dr. C.___ ist 

der Bericht von med. pract. F.___ relativ ausführlich; so enthält er unter anderem eine 

Anamnese, einen Befund und eine Prognose. Allerdings ist der Gesundheitszustand 

der Beschwerdeführerin auch zum Zeitpunkt der Ausstellung des Berichts, d.h. am 9. 

Oktober 2012, noch nicht stabil gewesen. So spricht med. pract. F.___ im Bericht 

davon, dass der Zustand der Beschwerdeführerin aktuell deutlich beeinträchtigt sei 

und die Stabilisierung des Zustandes im Vordergrund stehe. Damit steht fest, dass 

auch der Bericht von med. pract. F.___ nicht geeignet ist, den Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Verfügungserlasses (26. September 2013), sprich 

über ein Jahr nach Ausstellung des Berichts, festzustellen. Bei der Durchsicht des 

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Berichtes von med. pract. F.___ fällt zudem auf, dass sie die von der 

Beschwerdeführerin gegenüber Dr. C.___ vorgebrachte "mobbingähnliche" Situation 

am letzten Arbeitsort nicht erwähnt hat. Die schweren Gewalterfahrungen, welche die 

Beschwerdeführerin in der Ehe erlebt haben soll, werden im Bericht zwar 

angesprochen; es wird insbesondere aber nicht erläutert, ob zwischen der 

diagnostizierten PTBS und diesen Erlebnissen ein Zusammenhang besteht. Weiter ist 

dem Bericht von med. pract. F.___ zu entnehmen, dass zum Zeitpunkt der Ausstellung 

des Berichts (9. Oktober 2012) keine Medikation stattgefunden habe. Depressive 

Störungen können medikamentös behandelt werden. So wäre gemäss Dr. C.___ bei 

der Beschwerdeführerin eine Medikation mit Antidepressiva denn auch indiziert 

gewesen. Die Beschwerdeführerin hat eine Einnahme von Antidepressiva allerdings mit 

der Begründung verweigert, dass sie auf diese Medikamente allergisch reagiere. Dr. 

C.___ hat jedoch keine klinischen Anzeigen für eine allergische Reaktion erkennen 

können. Dem Bericht von med. pract. F.___ ist nicht zu entnehmen, ob diese eine 

Behandlung mit Antidepressiva nicht als indiziert betrachtet hat oder ob die 

Beschwerdeführerin eine solche Medikation weiterhin abgelehnt hat. Wäre letzteres der 

Fall, wäre zu prüfen gewesen, ob die Verweigerung der Medikamenteneinnahme als 

Teil des Krankheitsbildes angesehen werden musste oder ob die Beschwerdeführerin 

damit die Schadenminderungspflicht nach Art. 7 IVG verletzt hatte. Im Übrigen zweifelt 

zumindest der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin die Qualität des Berichts von 

med. pract. F.___ selber an. So hat er med. pract. F.___ in der Beschwerdeantwort 

vorgeworfen, dass sie die Diagnose PTBS in erster Linie gestützt auf die subjektiven 

Angaben der Beschwerdeführerin gestellt habe. Auch kann die Beschwerdegegnerin 

nicht ohne Weiteres davon ausgehen, dass bis anhin keine konsequente Behandlung 

der depressiven Störung erfolgt sei, weil die Therapiegespräche nur alle zwei Wochen 

stattgefunden haben. Grundsätzlich obliegt die Ausgestaltung einer Therapie und damit 

auch die Festlegung der zeitlichen Intervalle von Therapiegesprächen dem 

behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin. Ob eine konsequente Behandlung 

erfolgt ist, ist daher durch eine medizinische Fachperson einzelfallbezogen zu 

beurteilen. Die Beschwerdeführerin hat schliesslich noch geltend gemacht, dass ihre 

Arbeitsfähigkeit in gewissen Tätigkeiten wegen einer Kniearthrose und wegen Rheuma 

auch in physischer Hinsicht eingeschränkt sei. Die Beschwerdegegnerin hat diesem 

Vorbringen keinerlei Beachtung geschenkt: Sie hat weder Auskünfte bei behandelnden 

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Ärzten eingeholt noch medizinische Abklärungen veranlasst. Sie hätte zudem zuwarten 

müssen, bis sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin stabilisiert hätte, um 

dann eine medizinische Abklärung der psychischen und physischen Leiden bzw. der 

Arbeitsfähigkeit in Auftrag zu geben. Indem die Beschwerdegegnerin dies unterlassen 

hat, hat sie den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt.

2.2   Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung festgehalten, dass aus medizinischer Sicht für in den Leiden angepasste 

Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 60 % ausgewiesen sei. Den Akten ist zu ent­

nehmen, dass die Beschwerdegegnerin geglaubt hat, sie stütze sich auf die Angaben 

des RAD-Arztes. Dieser hat gemäss dem Protokoll des Assessmentgesprächs vom 

6. August 2012 aber nur erklärt, dass die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht 

in der angestammten Tätigkeit zu 50 % und in einer adaptierten Tätigkeit voll 

arbeitsfähig sei. In diesem Protokoll ist auch festgehalten, dass die Beschwerdeführerin 

zu 60 % als Erwerbstätige und zu 40 % als Hausfrau einzustufen sei. Gemäss dem 

RAD-Arzt ist die Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit bei einem Pensum 

von 60 % somit zu 100 % arbeitsfähig. Die Arbeitsfähigkeitseinschätzung von 60 % 

durch die Sachbearbeitung der Beschwerdegegnerin beruht daher mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf einem Versehen und entbehrt einer medizinischer Grundlage. 

Um die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person einschätzen zu können, muss ein 

stabiler Gesundheitszustand vorliegen. Wie in der vorangegangenen Ziffer erläutert, ist 

der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zumindest im Oktober 2012, d.h. zum 

Zeitpunkt der Ausstellung des Berichts durch med. pract. F.___, noch nicht stabil 

gewesen. Die Arbeitsfähigkeitseinschätzungen von Dr. C.___, von med. pract. F.___ wie 

auch diejenige des RAD-Arztes sind daher nicht geeignet, die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Verfügungserlasses rechtsgenüglich zu 

bestimmen. Abgesehen davon entbehrt die Arbeitsfähigkeitsschätzung des RAD-Arztes 

ohnehin einer ausreichenden Beweiskraft, da dieser die Beschwerdeführerin weder 

selber untersucht noch dargelegt hat, in welcher Art von Tätigkeiten die 

Beschwerdeführerin 100 % arbeitsfähig sein soll. Die Beschwerdegegnerin hat den 

Invaliditätsgrad somit gestützt auf eine unbrauchbare Arbeitsfähigkeitseinschätzung 

ermittelt. Die Beschwerdegegnerin wird die notwendigen medizinischen Abklärungen 

zur Bestimmung der massgebenden Arbeitsfähigkeit nachholen. Die damit beauftragte 

medizinische Fachperson wird auch prüfen müssen, ob eine Behandlung der 

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psychischen Leiden mit Psychopharmaka eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit hätte 

bewirken können. Wäre dies der Fall, müsste zudem geklärt werden, ob eine allfällige 

Verweigerung einer wirksamen medikamentösen Behandlung als Teil des 

Krankheitsbildes angesehen werden müsste. Eine allfällige vorwerfbare Verletzung der 

Schadenminderungspflicht durch die Verweigerung einer psychopharmakologischen 

Therapie wäre bei der Invaliditätsbemessung zu berücksichtigen.

3.     

3.1   Für die Wahl der Bemessungsmethode muss im konkreten Fall geprüft werden, 

welche Tätigkeit die versicherte Person ausüben würde, wenn sie nicht gesundheitlich 

beeinträchtigt wäre (Rz. 3005 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in 

der Invalidenversicherung, KSIH). Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin 

zu 80 % als Erwerbstätige und zu 20 % als im Haushalt tätige Person eingestuft. Sie 

hat die Anwendung der gemischten Methode damit begründet, dass die 

Beschwerdeführerin bisher nie einer vollen Erwerbstätigkeit nachgegangen sei. Zudem 

habe die Beschwerdeführerin selber angegeben, dass sie ohne Behinderung zu 50 % 

erwerbstätig wäre. Diese Argumentation ist widersprüchlich, da die 

Beschwerdegegnerin von einer Erwerbstätigkeit im "Gesundheitsfall" von 80 % (und 

nicht von 50 %) ausgegangen ist. Die Beschwerdeführerin hat im Schaltergespräch am 

16. März 2012 und im Gespräch mit der Eingliederungsverantwortlichen am 12. Juni 

2012 zwar angegeben, dass sie gerne einer Arbeitstätigkeit von 50-60 % nachgehen 

würde, wenn es ihr Gesundheitszustand zulassen würde (IV-act. 45 S. 2). Wie die 

Beschwerdeführerin in der Stellungnahme zum Vorbescheid hat darlegen lassen, legt 

die Formulierung nahe, dass die Beschwerdeführerin diese Aussage wohl in Bezug auf 

ihren tatsächlichen Gesundheitszustand und nicht auf einen hypothetischen Zustand 

als gesunde Person bezogen hat. So stellt sich die Beschwerdeführerin denn auch auf 

den Standpunkt, dass sie im Gesundheitsfall seit der Scheidung Ende 2009, 

spätestens jedoch seit dem Ende der nachehelichen Unterhaltspflicht, d.h. seit Oktober 

2012, 100 % erwerbstätig wäre. Denn weder als Fusspflegerin noch als Pflegehelferin 

könnte sie in Teilzeitarbeit einen ihren Lebensunterhalt deckenden Lohn verdienen. 

Zwar ist die Beschwerdeführerin ‒ zumindest seit der Geburt ihres Sohnes im Jahr 

1987 ‒ stets nur Teilzeit erwerbstätig gewesen. Während der Ehe und der Dauer der 

nachehelichen Unterhaltszahlungen hat die Beschwerdeführerin ihren Lebensunterhalt 

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aber auch nur teilweise selbständig finanzieren müssen. Hinzu kommt, dass die 

psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin gemäss med. pract. F.___ 

anamnestisch seit 1987 besteht und daher möglicherweise auch einen Einfluss auf die 

Höhe des Arbeitspensums gehabt hat. Die von der Beschwerdegegnerin angeführten 

Gründe dafür, dass die Beschwerdeführerin im "Gesundheitsfall" nie einer 

Vollerwerbstätigkeit nachgegangen wäre, sind somit nicht stichhaltig. Hinzu kommt, 

dass die Beschwerdeführerin weder über eine Berufsausbildung noch über namhafte 

Berufserfahrung in einem spezifischen Bereich verfügt. Deshalb könnte sie im fiktiven 

"Gesundheitsfall" nur einen Hilfsarbeiterinnenlohn erzielen. Die Beschwerdeführerin hat 

sich am 15. März 2012 bei der Invalidenversicherung angemeldet. Sie hätte daher 

frühestens ab dem 1. September 2012 Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 29 

Abs. 1 IVG). Sie hat von Oktober 2009 bis September 2012 nacheheliche 

Unterhaltsbeiträge erhalten. Während dieses Zeitraumes hätte sie im fiktiven 

"Gesundheitsfall" eine Vollzeitarbeitstelle suchen müssen, da sie ab dem 1. Oktober 

2009 aus finanziellen Gründen auf ein Einkommen aus einer Vollerwerbstätigkeit 

angewiesen gewesen wäre. Realistischerweise hätte sie nicht erst am 1. Oktober 2012 

eine Erwerbstätigkeit von 100 % aufgenommen, sondern irgendwann zwischen dem 

Zeitpunkt der Scheidung und dem Ende der Unterhaltspflicht. Es ist somit überwiegend 

wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 

zum Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns am 1. September 2012 ‒ und 

damit bereits einen Monat vor dem Ende der Unterhaltspflicht ‒ 100 % erwerbstätig 

gewesen wäre.

3.2   Die Invaliditätsbemessung ist somit anhand eines (reinen) Einkommensvergleichs 

vorzunehmen. Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass die Beschwerdeführerin 

ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung als Pflegehelferin arbeiten würde und dabei 

bei einem Pensum von 100 % ein Jahreseinkommen von Fr. 38'899.-- (Fr. 31'119.-- / 

0.8) erwirtschaften würde. Sie geht dabei vom Einkommen aus, das die 

Beschwerdeführerin im Jahr 2008 als Pflegehelferin bei der Spitex verdient hat. Med. 

pract. F.___ hat in ihrem Bericht erwähnt, dass die psychische Erkrankung 

anamnestisch bereits seit 1987 bestehe. Auch die Beschwerdeführerin selbst hat 

darauf hingewiesen, dass die psychischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen schon 

lange vor dem Jahr 2008 bestanden hätten. Die Berechnung des Valideneinkommens 

kann daher nicht gestützt auf das Einkommen, das die Beschwerdeführerin im Jahr 

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2008 erzielt hat, berechnet werden, da dieses die erwerbliche Leistungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung nicht mit der nötigen 

Wahrscheinlichkeit abzubilden vermag. Für die Festsetzung des Valideneinkommens 

muss daher auf statistische Werte (Tabellenlöhne) abgestellt werden, denn die 

Beschwerdeführerin hat keine Berufsausbildung abgeschlossen. Sie hat in der 

Vergangenheit verschiedene (Hilfs-) Tätigkeiten (Bürogehilfin, Kassiererin, Verkäuferin 

und Lagermitarbeiterin) ausgeübt. Zuletzt hat sie als Pflegehelferin und Fusspflegerin 

gearbeitet. Die Tätigkeiten als Pflegehelferin und als Fusspflegerin können dabei nicht 

einer Berufsausbildung gleichgesetzt werden: Der Theoriekurs für die Ausbildung zur 

Pflegehelferin hat lediglich 120 Stunden gedauert und das dazugehörige Praktikum 12 

Tage (IV-act. 32 S. 9 f); die Tätigkeit als Fusspflegerin basiert auf dem Wissen eines 

Kurses für Kosmetische Fusspflege und Pedicure, der nur 21 Stunden gedauert hat (IV-

act. 32 S. 13). Die Beschwerdeführerin ist daher als Hilfskraft einzustufen. Der 

Zentralwert der Bruttolöhne der weiblichen Hilfskräfte im privaten Sektor hat gemäss 

der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik im 

Jahr 2010 Fr. 4'225.-- betragen. Umgerechnet von 40 Wochenarbeitsstunden auf den 

schweizerischen Durchschnitt von 41.6 Wochenarbeitsstunden ergibt dies einen 

durchschnittlichen Bruttolohn von Fr. 4'394.--. Unter Berücksichtigung der 

Lohnentwicklung bis und mit dem Jahr 2012 ist daher von einem Valideneinkommen 

von Fr. 53'681.-- (12 × Fr. 4'473.--) auszugehen. Ausgehend von diesem Betrag wird, 

nachdem die Arbeitsfähigkeit feststeht, auch das zumutbare Invalideneinkommen zu 

ermitteln sein.

4.     

4.1   Nach dem Gesagten erfordert eine abschliessende Beurteilung des Leistungsan­

spruchs eine medizinische Abklärung des Gesundheitszustandes und der 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bei Vorliegen eines stabilen 

Gesundheitszustandes. In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 26. September 2013 deshalb aufzuheben und die Sache ist 

zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen und zur neuen Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

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4.2   Nach Art. 69 Abs. 1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versiche­

rungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint vorliegend angemessen. Entsprechend dem 

Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gesamthaft der Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP).

4.3   Die obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

Die Parteikosten werden vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Be­

deutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 

lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist 

sich eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos geworden.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 26. September 2013 

aufgehoben und die Sache wird zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärung 

im Sinne der Erwägungen und zur neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.      Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- auszurichten.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.05.2014
	Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG. Gutheissung der Beschwerde. Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin für weitere medizinische Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Mai 2014, IV 2013/539).

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