# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 608af28b-a50a-5d4b-a2f4-423e97a2ee5d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.01.2024 II 2023 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2023-96_2024-01-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2023 96

Entscheid vom 18. Januar 2024 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Kantonale Steuerkommission / Kantonale Verwaltung 
für die direkte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, 
Postfach 1232, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer (Veranlagung 2017: 
Fristversäumnis, Wiederherstellung; 2. Rechtsgang im Verfahren 
II 2022 36)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (nachstehend: Steuerpflichtiger) wurde von der kantonalen 
Steuerverwaltung (StV)/Verwaltung für die direkte Bundessteuer (VdBSt) mit 
Veranlagungsverfügung 2017 vom 17. August 2020 (Versanddatum) kantonal mit 
einem steuerbaren Einkommen von Fr. 0.-- (satzbestimmend Fr. 2'146'700.--) 
und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'672'000.-- und bundessteuerlich mit 
einem steuerbaren (und satzbestimmenden) Einkommen von Fr. 2'151'700.-- 
veranlagt. 

Laut der Sendungsverfolgung (A-Post Plus Nr. ________01) wurde die Veranla-
gungsverfügung vom 17. August 2020 dem Steuerpflichtigen bzw. dessen Steu-
ervertreterin (C.________) am 18. August 2020 zugestellt (Einsprache-act. 72). 

B. Mit Eingaben vom 12. November 2020 (Eingang bei der StV am 
16.11.2020) sowie 27. November 2020 liess der Steuerpflichtige durch seine 
Steuervertreterin (C.________ [D.________]) bei der kantonalen Steuerkommis-
sion (StK)/VdBSt Einsprache erheben mit dem Antrag auf Wiederherstellung der 
Einsprachefrist. 

C. Nach Durchführung des Vorverfahrens und Weiterleitung der Einsprache 
zur Behandlung an die StK/VdBSt traten diese mit Entscheid Nr. 68/2020 vom 
2. März 2022 nicht auf die Einsprache ein (Disp.-Ziff. 1) und auferlegten die Ver-
fahrenskosten (kantonal) von Fr. 450.-- dem Steuerpflichtigen (Disp.-Ziff. 2). 

D. Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Steuerpflichtige mit Eingabe 
vom 1. April 2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz 
erheben mit den folgenden Anträgen: 

1. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, auf die Einsprache des 
Beschwerdeführers vom 12. November 2020, ergänzt mit Schreiben vom 25. 
November 2020 und 16. Januar 2021, einzutreten.

2. Eventualiter sei die Frist für die Einsprache gegen die Veranlagungsverfügung 
2017, datiert vom 17. August 2020, per 26. Oktober 2020 wiederherzustellen 
und das Verfahren an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, mit der 
Anweisung, auf die Einsprache des Beschwerdeführers vom 12. November 
2020, ergänzt mit Schreiben vom 25. November 2020 und 16. Januar 2021, 
einzutreten.

3./4. (…). 

E. Mit VGE II 2022 36 vom 21. Juni 2022 entschied das Verwaltungsgericht 
wie folgt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

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2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Nachdem er am 7. April 
2022 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- geleistet hat, ist die Rechnung 
ausgeglichen.

3.-4. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

F. Diesen Entscheid zog der Beschwerdeführer am 4. August 2022 ans Bun-
desgericht weiter, welches mit Urteil 9C_627/2022 vom 1. November 2023 wie 
folgt entschied:

1. Die Beschwerde wird betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern des 
Kantons Schwyz 2017 gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Schwyz, Kammer II, vom 21. Juni 2022 wird aufgehoben und die 
Angelegenheit wird zur weiteren Behandlung im Sinn der Erwägungen an das 
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zurückgewiesen. 

2. Die Beschwerde wird betreffend die direkte Bundessteuer 2017 gutgeheissen. 
Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, Kammer II, vom 
21. Juni 2022 wird aufgehoben und die Angelegenheit wird zur weiteren 
Behandlung im Sinn der Erwägungen an das Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz zurückgewiesen. 

3. Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.- werden dem Kanton Schwyz auferlegt. 

4. Der Kanton Schwyz hat den Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche 
Verfahren mit Fr. 3'000.- zu entschädigen.

5. (schriftliche Mitteilung). 

G. Am 22. November 2023 setzte das Verwaltungsgericht den Vorinstanzen 
sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung Frist bis spätestens 13. Dezember 
2023 an, um dem Verwaltungsgericht eine Stellungnahme einzureichen. Da kei-
ne Stellungnahmen eingingen ist androhungsgemäss Verzicht anzunehmen. 
Ebenso reichte der Beschwerdeführer innert am 18. Dezember 2023 angesetzter 
Frist (8.1.2024) keine Stellungnahme ein, womit ebenfalls androhungsgemäss 
Verzicht anzunehmen ist. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Verwaltungsgericht hat im VGE II 2022 36 (Erw. 2.4) die Vorbringen 
des Beschwerdeführers wie folgt zusammenfassend dargestellt:

Der Beschwerdeführer habe seine Einsprache im Wesentlichen damit begründet, 
dass die Veranlagungsverfügung erstmalig per E-Mail vom 26. Oktober 2020 
eingegangen sei. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die ursprüngliche 
Sendung im Postfach der an gleicher Büroadresse wie die Steuervertreterin do-
mizilierte "C.________, Zweigniederlassung E.________" gelandet sei. Unter 

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Verweis auf andere Vorfälle (wie Fehlzustellung einer Kuriersendung durch 
F.________ an die C.________ am 7.1.2021 und drei Fehlzustellungen der 
Poststelle G.________ E.________ in der Zeit vom 25.11.2020 bis 15.1.2021) 
habe der Beschwerdeführer die "Track & Trace"-Bestätigung der Post in Frage 
gestellt. 

Die Vorinstanzen hätten anerkannt, dass der Beschwerdeführer aufzuzeigen 
vermocht habe, dass Fehler bei der Postzustellung nicht ausserhalb jeder Wahr-
scheinlichkeit lägen; sie hätten jedoch festgehalten, dass er keine konkreten 
Hinweise für eine sehr wahrscheinlich anzunehmende Fehlzustellung der Veran-
lagungsverfügung 2017 vom 17. August 2020 vorgelegt habe. 

Der Beschwerdeführer lege in seiner Beschwerde unter anderem dar, dass seine 
Steuervertreterin, eine Treuhand- und Steuerberatungsgesellschaft in der Stadt 
E.________, mehr als hundert Kunden habe. Sie habe ein Postfach bei der Post 
G.________ gemietet. Zudem beauftrage sie seit mehr als zehn Jahren den Ve-
lokurierdienst "Velokurier H.________ E.________ AG", die Post im Postfach je-
weils vor 8 Uhr abzuholen und an den Sitz der Gesellschaft zu bringen. Der in-
terne Verarbeitungsprozess sei professionell organisiert. Wäre die Veranlagung 
am 18. August 2020 ins Postfach gelegt worden, hätte sie der Velokurier dort am 
Folgetag, 19. August 2020, entnommen und sie wäre intern verarbeitet worden. 
Die Medisuisse habe dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. Oktober 
2020 die höheren Sozialversicherungsbeiträge für das Jahr 2017 in Rechnung 
gestellt, die sich aufgrund der Aufrechnung des Steueramtes beim Einkommen 
aus selbständiger Erwerbstätigkeit ergeben hätten. Wäre die Steuerveranlagung 
am 19. August 2020 zugegangen, wären für den Beschwerdeführer sicher Leis-
tungen erbracht worden (S. 5 f. Ziff. 18). 

Die Steuervertreterin habe der Thematik fehlerhafter Postzustellungen bei der 
Post G.________ in E.________ seit Oktober 2020 vermehrt Aufmerksamkeit 
geschenkt. Bereits im Nachgang zur Einsprache vom 12. November 2020 hätten 
drei Fälle registriert werden können, welche den Vorinstanzen am 16. Januar 
2021 schriftlich mitgeteilt worden seien. Für den Zeitraum vom 4. Dezember 2020 
bis 29. März 2022 hätten insgesamt 37 Fälle dokumentiert werden können, in 
welchen die Postfachzustellung fehlerhaft gewesen sei. In einem Fall sei die Post 
für einen Kunden der Steuervertreterin der "C.________", ebenfalls mit der 
Adresse I.________-strasse __02, E.________, zugestellt und von dieser 
nachträglich der Steuervertreterin übergeben worden. Bei einem Teil der anderen 
Fälle handle es sich um frühere Kunden der Steuervertreterin, welche ihre neue 
Adresse der Post jedoch bereits vor längerer Zeit gemeldet hätten. Bei einem 
Grossteil der Fälle sei jedoch unklar, weshalb Postmitarbeiter fremde Post ohne 

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jeden Bezug zur Steuervertreterin in deren Postfach gelegt hätten. Teils sei die 
Postfachnummer ähnlich derjenigen der Steuervertreterin (Postfach __03). Die 
Beispiele zeigten, dass Zustellungsfehler bei der Post G.________ regelmässig 
passierten, weshalb sich die Steuervertreterin auch bei der Poststelle schon 
schriftlich beschwert habe. Dass die Steuerveranlagung 2017 "ebenfalls Opfer 
einer fehlerhaften Zustellung geworden" sei, müsse demnach aufgrund der Um-
stände durchaus als plausibel erscheinen. Ein möglicher Grund für die Fehlbe-
handlung durch die Post könne in der Art der Adressierung der Steuerveranla-
gung 2017 gesehen werden. 

1.2 Das Verwaltungsgericht hat zu diesen Vorbringen erwogen (Erw. 2.5.1 ff.), 
mit den Vorinstanzen sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nachzuweisen 
vermöge, dass Fehler bei der Postzustellung durchaus vorkämen und dies na-
mentlich auch für die Poststelle gelte, über welche er bzw. seine Steuervertrete-
rin die Korrespondenz abwickle. Es hat die vom Beschwerdeführer aufgelisteten 
Präzedenzfälle indes als nicht einschlägig erachtet. Im Unterschied zu Zusen-
dungen mittels Einschreiben oder A-Post-Plus greife bei gewöhnlicher Post (A- 
oder B-Post; die überwiegende Mehrheit der vom Beschwerdeführer beigebrach-
ten Beispiele) keine Zugangsvermutung bzw. könne mangels elektronischer oder 
anderweitiger Erfassung keine solche greifen. Der Beschwerdeführer vergleiche 
mit seinen Beispielen Gleiches mit Ungleichem. 

Die vom Beschwerdeführer aufgelisteten 37 Fälle seien offensichtlich insgesamt 
unverzüglich an ihren Bestimmungsort weitergeleitet worden, sei dies durch die 
falsche Empfängerin an den richtigen Adressaten. Namentlich gelte dies auch für 
eine F.________-Zusendung sowie eine Zusendung per Einschreiben (oder A-
Post-Plus). Es dürfe denn auch dem Regelfall entsprechen, dass in ein falsches 
Postfach gelegte Post vom Postfachinhaber der Post zur Ablage ins korrekte 
Postfach übergeben oder direkt an den richtigen Adressaten weitergeleitet wird. 
Was bereits für gewöhnliche Post (A- oder B-Post) als generelle Usanz ange-
nommen werden müsse, könne umso mehr für eingeschriebene Briefe (bzw. 
falsch zugestellte Abholscheine) und A-Post-Plus-Zusendungen gelten. Dies ha-
be zur Konsequenz, dass einem Adressaten entgegen der elektronischen Zu-
gangsbestätigung ein Schriftstück allenfalls mit einer gewissen Verzögerung zu-
gehe, womit eine Rechtsmittelfrist entsprechend auch später zu laufen beginne. 

Im konkreten Fall verhalte es sich jedoch anders. Die Veranlagungsverfügung sei 
gemäss den Angaben des Beschwerdeführers nie (im Original mit typographi-
scher Hervorhebung) bei seiner Steuervertreterin eingegangen. Dies stehe im 
Widerspruch zu den vom Beschwerdeführer aufgelisteten 37 Fällen. Ein Fall, in 
welchem eine Zusendung per A-Post-Plus oder per Einschreiben (Abholschein) 

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entgegen der elektronischen Zugangsbestätigung überhaupt nicht eingegangen 
sei, werde von ihm nicht bezeichnet. Plausibel seien die belegten Zustellungen in 
falsche Postfächer (oder auch falsche Briefkästen, wie es erfahrungsgemäss ge-
legentlich bei gleichen/ähnlichen Namen von Adressaten [wie vorliegend die 
Steuervertreterin und die "C.________"] oder bei benachbarten Häusern oder 
auch bei ähnlichen Hausnummern oder gleichen Hausnummern nahegelegener 
Strassen vorkommen könne), nicht aber eine inexistente Zustellung entgegen der 
mittels der elektronischen Zugangsbestätigung begründeten Zugangsvermutung. 

Demgegenüber seien - ohne die Qualität der internen Büroorganisation im vorlie-
genden Fall in Frage stellen zu wollen - vergleichsweise Fehler bei der Postbe-
handlung/Postbearbeitung durch Empfänger auch nicht unbekannt. Dies beleg-
ten die zahlreichen Fälle in der Rechtsprechung betreffend Fristversäumnis im 
Zusammenhang mit Zustellungen per A-Post-Plus (wie auch per Einschreiben). 

Im konkreten Fall habe die Steuervertreterin weit über hundert Kunden zu be-
treuen und eine entsprechend grosse Korrespondenz zu bewältigen. Die Abho-
lung der Post erfolge durch einen dazwischengeschalteten Velokurierdienst. 
Selbst bei einer professionellen Ausgestaltung der internen Verarbeitungspro-
zesse liessen sich damit Fehler nicht gänzlich ausschliessen. Dies sei allerdings 
nicht relevant. Entscheidend sei weniger die Frage, ob mögliche Fehlerquellen 
bei der nachträglichen Postbearbeitung in der Kanzlei erkennbar seien, als viel-
mehr das Bestehen von konkreten Anzeichen für einen Fehler bei der Postzustel-
lung selbst. Solche konkreten Anzeichen könne der Beschwerdeführer mit den 
Angaben zu Fehlzustellungen der fraglichen Poststelle nicht rechtsgenüglich bei-
bringen. Von einer Anhörung des Steuervertreters D.________ als Zeuge könne 
abgesehen werden. 

1.3 Vor dem Bundesgericht rügte der Beschwerdeführer namentlich, das Ver-
waltungsgericht habe sich überhaupt nicht mit seinen Vorbringen auseinander-
gesetzt, wonach aus den Arbeitsrapporten der Steuervertreterin ersichtlich sei, 
dass die letzten für den Beschwerdeführer erbrachten Leistungen (im Zusam-
menhang mit der Jahresrechnung und der Steuererklärung 2018) am 11. August 
2020 ausgeführt worden seien und sich der nächste Eintrag für eine von der 
Steuervertreterin erbrachte Leistung erst wieder unter dem 19. Oktober 2020 fin-
de (also nachweislich kein Stundenrapport für den Zeitraum bei angeblicher Zu-
stellung der Veranlagungen bestehe). Zudem habe die Vorinstanz implizit die 
Vermutung aufgestellt, dass ein Fehler auch in der internen Büroorganisation der 
Vertreterin entstanden sein könne. Die Vorinstanz habe sodann die hohe Anzahl 
von 37 Fehlzustellungen sowie die in dieser Zahl enthaltenen beiden Sonderfälle 
(F.________-Fehlzustellung sowie Fehlzustellung eines Briefes mit Sendungs-

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verfolgung) nicht gebührend berücksichtigt. Der vorliegende Fall sei indessen in 
keiner Weise mit den von der Vorinstanz dafür herangezogenen Fällen ver-
gleichbar, in denen es jeweils nur um die Frage des Zeitpunkts der Zustellung 
und nicht etwa wie hier um die Frage, ob überhaupt eine Zustellung erfolgt sei, 
gegangen sei.  

1.4 Das Bundesgericht hat "entlang den Ausführungen des Beschwerdefüh-
rers" eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bejaht. Es erwog:

6.1. Die erläuterte Zwischenstellung von A-Post-Plus-Sendungen führt dazu, 
dass zwar mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Empfang einer Sendung 
geschlossen werden kann (Vermutung der Zustellung), dass dem Empfänger aber 
der Gegenbeweis offensteht. Dieser gilt dann als erbracht, wenn es dem 
Empfänger gelingt, die Vermutung der ordnungsgemäss erfolgten Zustellung 
durch A-Post-Plus-Sendung zu erschüttern, und er damit ausreichende 
Umstände nachzuweisen vermag, die seine Sachdarstellung als plausibel 
erscheinen lassen (vgl. vorne E. 4.4, insb. E. 4.4.4).  

6.2. Vorliegend wurde eine nicht unbedeutende Zahl von Fehlzustellungen 
nachgewiesen. Dabei lässt allein der Umstand, dass der Grossteil dieser 
Fehlzustellungen A- und B-Post-Sendungen betraf, diese Nachweise entgegen der 
Vor-instanz nicht von vornherein als irrelevant erscheinen. Dass die zuständige 
Person der Post bei A-Post-Plus-Zustellungen gegenüber "gewöhnlichen" 
Zustellungen eine zusätzliche Handlung ausführen muss, führt zwar dazu, dass 
der Grad der Wahrscheinlichkeit von Fehlzustellungen bei dieser Art von 
Zustellungen geringer ist. Wenn, wie hier vom Beschwerdeführer nachgewiesen 
wurde, Fehlzustellungen gehäuft vorkommen, stellt sich jedoch durchaus die 
Frage, ob dies als Indiz dafür gewertet werden kann, dass solche Fehler - wenn 
auch wahrscheinlich weniger oft - auch bei A-Post-Plus-Sendungen vorkommen 
können.  

6.3. Gänzlich unberücksichtigt durch die Vorinstanz blieb hier zudem die 
Argumentation des Beschwerdeführers zu den Stundenrapporten. Der 
Beschwerdeführer argumentiert, dass gemäss den Stundenrapporten der 
Steuervertreterin zwischen der letzten für ihn am 11. August 2020 ausgeführten 
Arbeit und dem nächsten Eintrag am 19. Oktober 2020 (im Zusammenhang mit 
einem Telefonat mit dem Beschwerdeführer, welches die Steuervertreterin dazu 
veranlasste, sich bei der Steuerverwaltung danach zu erkundigen, ob inzwischen 
eine Veranlagung ergangen sei) eine Lücke von mehr als zwei Monaten klafft, d.h. 
während dieser Zeit keine Arbeiten für den Beschwerdeführer dokumentiert sind. 
Auch wenn mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden muss, dass interne 
Vorgänge bzw. Organisationsmängel bei der Steuervertreterin bzw. deren 
Hilfspersonen (hier Velokurierdienst, welcher jeweils die Post aus dem Postfach 
abholt und zur Steuervertreterin bringt) nie ausgeschlossen werden können, liegt 
damit mit dem den Beschwerdeführer betreffenden Auszug aus dem 
Stundenrapport immerhin ein Beleg resp. Umstand dafür vor, dass keine Stunden 
rapportiert worden sind. 

Auch dieser Umstand, mit dem sich die Vorinstanz, wie der Beschwerdeführer zu 
Recht beanstandet, nicht auseinandergesetzt hat, könnte dafür sprechen, dass 
die Veranlagung vom 17. August 2020 tatsächlich nicht in den Machtbereich 

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der Steuervertreterin gelangte: In der Steuerberatungsbranche ist es 
notorischerweise üblich, dass Veranlagungen betreffend von einem 
Steuerberatungsunternehmen betreute Kunden, für welche insbesondere die 
Steuererklärung ausgefüllt und eingereicht wurde, unmittelbar nach deren Eingang 
beim Unternehmen geprüft werden; allfällige Abweichungen der Veranlagungen 
von der eingereichten Steuererklärung werden dem Kunden umgehend angezeigt 
und mit ihm werden allfällig erforderliche Massnahmen (insbesondere 
Notwendigkeit einer Einsprache) diskutiert. Es erscheint daher als äusserst 
untypisch (und würde einen Verstoss gegen elementare Pflichten der 
Steuervertreterin aus dem Auftragsverhältnis mit dem Beschwerdeführer 
bedeuten), dass hier offenbar keine Überprüfung der Veranlagung erfolgte. Auch 
liegen prima vista keine Hinweise darauf vor, dass die Steuervertreterin den 
eingereichten Stundenrapport erst nachträglich erstellt haben könnte. Durch 
die Nichtwürdigung dieses Umstands, der die Vermutung einer 
ordnungsgemäss erfolgten Zustellung durch die A-Post-Plus-Sendung 
erschüttern könnte, hat die Vorinstanz das rechtliche Gehör verletzt. 

6.4. In einer Gesamtbetrachtung erweist sich die Beweiswürdigung durch die 
Vorinstanz, indem sie die vom Beschwerdeführer nachgewiesenen 
Fehlzustellungen grossmehrheitlich (mit Bezug auf die A- und B-Post-
Zustellungen) als von vornherein irrelevant betrachtet, die beiden übrigen 
Fehlzustellungen (F.________-Zustellung sowie Zustellung mit Sendeverfolgung) 
ebenso als nicht massgeblich angesehen und überdies die ergänzend dazu 
eingereichten Arbeitsrapporte, welche wie dargelegt für den infrage stehenden 
Zeitraum keinen Eintrag aufweisen, völlig unbeachtet gelassen hat, als unhaltbar. 
Im Rahmen einer Rückweisung sind diese Umstände zur Heilung des rechtlichen 
Gehörs der Würdigung zu unterziehen und es ist zu prüfen, ob es dem 
Beschwerdeführer gelungen ist, die Vermutung der ordnungsgemäss erfolgten 
Zustellung durch A-Post-Plus-Sendung zu erschüttern und damit ausreichende 
Umstände nachzuweisen, die seine Sachdarstellung als plausibel erscheinen 
lassen.  
(typographische Hervorhebungen nicht im Original)

2. Vorerst drängt sich folgende Bemerkung zum Bundesgerichtsurteil auf:

2.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vor-
bringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich 
hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflich-
tung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es indes gemäss 
ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht erforderlich, dass sie sich 
mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne 
Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Ent-
scheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst 
sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft 
geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen 
kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt wer-
den, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid 

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stützt (Art. 29 Abs. 2 BV; BG 143 III 65 E. 5.2; BGE 141 III 28 E. 3.2.4; BGE 141 
V 557 E. 3.2.1 und viele mehr).

2.2 Das Verwaltungsgericht hat im VGE II 2022 36 durchaus anerkannt, dass 
der Beschwerdeführer nicht nur das Vorkommen von Postzustellungsfehlern im 
Allgemeinen, sondern auch in seinem besonderen Fall "nachzuweisen vermag" 
(Erw. 2.5.1, vgl. vorstehend Erw. 1.2). Wenn es die vom Beschwerdeführer auf-
gelisteten Präzedenzfälle als nicht einschlägig erachtet hat und auch begründet 
hat, weshalb dies nach seiner Auffassung so sei, hat es der Zahl der Fehlzustel-
lungen von A- und B-Post indessen nicht den Charakter eines Indizes, jedenfalls 
nicht eines für die Entscheidung relevanten Indizes, für Fehlzustellungen von A 
plus-Post, beigemessen. 

Das Bundesgericht ist in diesem Punkt offenkundig anderer Auffassung (vgl. vor-
stehend Erw. 1.4 mit Erw. 6.2 des Bundesgerichtsurteils). 

2.3 Das Verwaltungsgericht soll laut Bundesgericht die Argumentation des Be-
schwerdeführers zu den Stundenrapporten "gänzlich" unberücksichtigt gelassen 
haben. 

Das Verwaltungsgericht hat unter Bezugnahme auf die Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde (S. 5 f. Ziff. 18) ausgeführt "Wäre die Steuerveranlagung am 19. Au-
gust 2020 zugegangen, wären für den Beschwerdeführer sicher Leistungen er-
bracht worden" (vgl. vorstehend Erw. 1.1). Hierfür - d.h. als Beweis für diese feh-
lende Leistungserbringung - wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ebenda 
(S. 5 f. Ziff. 18) auf den Arbeitsrapport verwiesen. 

Zutreffend ist mithin zwar, dass das Verwaltungsgericht den Arbeitsrapport als 
solchen nicht explizit erwähnt hat. Wenn das für eine geltend gemachte Tatsache 
offerierte Beweismittel nicht explizit erwähnt wird, kann hieraus jedoch nicht ab-
geleitet werden, dass es bzw. der zu beweisende Sachverhalt gänzlich un-
berücksichtigt gelassen wurde. Wenn das Verwaltungsgericht zum Schluss kam, 
dass die Zustellung gemäss der Sendungsverfolgung zwar erfolgte, das strittige 
Schreiben indes einer der verschiedenen konkret bestehenden Fehlerquellen 
([notorisch unter hohem Stress arbeitende] Velokuriere [vgl. hierzu S. Eggmann, 
Velokuriere in der Schweiz, Kulturelle Aspekte eines wirtschaftlichen Phäno-
mens, in: Schweizerisches Archiv für Volkskunde Nr. 94 1998, S. 137-158, 
S. 143 und 146]; Anzahl der Kunden, denkbare Fehler bei internen Verarbei-
tungsprozessen) gewissermassen zum Opfer fiel, konnten konsequenterweise 
auch keine Arbeiten dokumentiert worden sein. Dem Argument, es wären für den 
Beschwerdeführer sicher Leistungen erbracht worden (bzw. dem [Fehlen eines] 
Arbeitsrapports), konnte und musste somit auch keine Entscheidwesentlichkeit 

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beigemessen werden, was in der Begründung nicht mehr eigens erwähnt werden 
musste. 

3.1.1 Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zum Verfahren "A-
Post-Plus" gilt, dass mit der elektronischen Sendungsverfolgung "Track & Trace" 
der Post CH AG zwar nicht bewiesen wird, dass die Sendung tatsächlich in den 
Empfangsbereich des Empfängers gelangt ist, sondern bloss, dass die Post CH 
AG einen entsprechenden Eintrag in ihrem Erfassungssystem vorgenommen hat. 
Im Sinne eines Indizes lässt sich aus dem Eintrag aber darauf schliessen, dass 
die Sendung in den Briefkasten oder in das Postfach des Adressaten gelegt wur-
de. 

Da dieser "Track & Trace"-Eintrag eine natürliche Vermutung für die ordnungs-
gemässe Zustellung begründet, ist nach der bundesgerichtlichen Praxis auf die 
Darstellung des Adressaten, dass eine fehlerhafte Zustellung vorliege, (nur) dann 
abzustellen, wenn die Darlegung der Umstände nachvollziehbar ist und einer 
gewissen Wahrscheinlichkeit entspricht bzw. aufgrund der Umstände plausibel 
erscheint. Rein hypothetische Überlegungen und die nie auszuschliessende 
Möglichkeit von Zustellfehlern genügen für sich allein nicht, um die Vermutung 
umzustossen, zumal selbst im Fall eines Zustellungsfehlers in der Regel ohne 
Willkür angenommen werden darf, dass der unbeteiligte Dritte die nicht für ihn 
bestimmte Sendung der Post übergeben oder sie dem Empfänger, für den sie 
bestimmt war, direkt überbracht hätte. Um die Vermutung der ordnungsgemäs-
sen Zustellung umzustossen, müssen somit konkrete Zeichen für einen Fehler 
vorhanden sein (vorliegendes Bundesgerichtsurteil Erw. 4.4.1 f. mit zahlreichen 
Hinweisen). 

3.1.2 Mit dem vorliegenden Bundesgerichtsurteil wird dem Verwaltungsgericht 
genau besehen und unausgesprochen der Vorwurf überhöhter Beweisanforde-
rungen gemacht. Dem ist in diesem zweiten Verfahrensdurchgang entsprechend 
Rechnung zu tragen. 

Gemäss der zitierten ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts richtet sich 
das anzulegende Beweismass nach der Nachvollziehbarkeit der (geltend ge-
machten) Umstände und deren Plausibilität; verlangt wird nur eine gewisse 
Wahrscheinlichkeit. Mit Blick auf den konkreten Sachverhalt verfeinert das Bun-
desgericht den Beweismassstab und die Beweisgrundsätze nicht näher. 

3.2 Im Lichte des zitierten Bundesgerichtsurteils muss der dem Beschwerde-
führer obliegende Beweis für die Entkräftung der Zustellungsvermutung als er-
bracht erachtet werden. 

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Das Bundesgericht anerkennt zwar, dass davon ausgegangen werden muss, 
dass interne Vorgänge bzw. Organisationsmängel bei der Steuervertreterin bzw. 
deren Hilfspersonen nie ausgeschlossen werden können. In der Folge deutet im 
angefochtenen Entscheid indes nichts darauf hin, dass dies nach Auffassung des 
Bundesgerichts im konkreten Fall eine Option sein könnte. Von internen Organi-
sationsmängeln (unter Einschluss des Velokurierdienstes) ist daher nicht mehr 
auszugehen. 

Das Bundesgericht lässt hingegen erkennen, dass Fehlzustellungen betreffend 
die A- und B-Post-Sendungen durchaus als Indiz für Fehlzustellungen auch bei 
A-Post-Plus-Sendungen qualifiziert werden können. Angesichts der schieren 
Zahl belegter Fehlzustellungen bei A- und B-Post-Sendungen ist hierin vorlie-
gend ein nicht unbedeutendes Indiz für eine Fehlzustellung auch der strittigen 
Zusendung zu erblicken. 

Wenn laut Bundesgericht das Fehlen entsprechender Einträge in den Arbeitsrap-
porten dafür sprechen könnte, dass die Veranlagung vom 17. August 2020 
tatsächlich nicht in den Machtbereich der Steuervertreterin gelangte, so heisst 
dies nichts anderes, als dass auch hierin ein Indiz für eine Fehlzustellung gese-
hen werden kann bzw. zu sehen ist. In diesem Zusammenhang verweist das 
Bundesgericht auf die in der Steuerberatungsbranche notorischerweise üblichen 
Abläufe hin und bezeichnet es "als äusserst untypisch", dass "hier offenbar keine 
Überprüfung der Veranlagung erfolgte". Diese Feststellung/Formulierung kann 
eigentlich nicht anders verstanden werden, als dass das Bundesgericht seiner-
seits in Würdigung der gesamten (aktenkundigen) Umstände von einer rechts-
genüglich erbrachten Entkräftung der sich aus dem "Track & Trace"-Eintrag er-
gebenden natürlichen Vermutung für die ordnungsgemässe Zustellung der Ver-
anlagung vom 17. August 2020 ausgeht. 

3.3 Der Beschwerdeführer hatte angesichts des Bundesgerichtsurteils keinen 
Grund, sich im vorliegenden Verfahren zu vernehmen. Die Vorinstanzen haben 
sich ebenfalls nicht (mehr) vernehmen lassen. Dies kann als Signal verstanden 
werden, dass sie nicht mehr an ihrem vom Verwaltungsgericht bestätigten 
Standpunkt gemäss Einspracheentscheid Nr. 68/2020 vom 2. März 2022 festhal-
ten - dies im Lichte des Bundesgerichtsurteils zu Recht. 

3.4 Es ist somit von einer frühesten Kenntnisnahme (Zustellung) der Veranla-
gungsverfügung durch den Beschwerdeführer am 26. Oktober 2020 auszugehen 
(vgl. VGE II 2022 36 Erw. 2.1.1). Die Einspracheerhebung mit Eingabe vom 
12. November 2020 (VGE II 2022 36 Ingress lit. B) erfolgte somit fristgerecht. 

12

3.5 In Gutheissung der Beschwerde vom 1. April 2022 ist der Einspracheent-
scheid Nr. 68/2020 vom 2. März 2022 somit aufzuheben. Die StK/VdBSt hat auf 
die Einsprache vom 12. November 2020 (samt weiteren Eingaben, vgl. VGE II 
2022 36 Ingress lit. C und D) einzutreten und sie materiell zu beurteilen. 

4. Dem vorliegenden Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des 
Einspracheverfahrens sowie des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens II 2022 36 
und die Parteientschädigungen neu zu verlegen bzw. zu regeln. 

4.1.1 Die Kosten des Einspracheverfahrens (kantonal) von Fr. 450.-- werden neu 
der StK auferlegt bzw. gehen zu Lasten des Staates. 

4.1.2 Für das kantonale Einspracheverfahren betreffend die Kantonalen Steuern 
ist dem Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanzen bzw. des Staates eine 
Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) zuzusprechen (vgl. § 154 
Abs. 1 StG bzw. § 55 der Vollzugsverordnung zum Steuergesetz [VVStG; 
SRSZ 172.211] vom 22.5.2001 und § 74 Abs. 1 VRP). Die Höhe der Parteien-
tschädigung wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
(GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der für die Vertretung in 
Rechtsmittelverfahren vor Verwaltungsbehörden einen Honorarrahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 4'800.-- vorsieht (§ 15 GebTRA) sowie in § 2 GebTRA die Be-
messungskriterien erwähnt, auf insgesamt Fr. 1'000.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) festgesetzt.

Für das Einspracheverfahren betreffend die direkte Bundessteuer darf dem 
Beschwerdeführer mangels einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung keine 
Parteientschädigung zugesprochen werden (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 
Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., Zürich 2016, Art. 135 N 18; Zweifel/Hun-
ziker, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Art. 135 DBG N 28).

4.2.1 Die Kosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) des verwal-
tungsgerichtlichen Verfahrens II 2022 36 von Fr. 2'000.-- werden neu den 
Vorinstanzen bzw. dem Staat auferlegt. 

4.2.2 Dem beanwalteten Beschwerdeführer wird für das verwaltungsgerichtliche 
Verfahren in Beachtung der Bemessungskriterien gemäss § 2 GebTRA sowie 
des für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht gemäss § 14 GebTRA gelten-
den Gebührenrahmens von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- zu Lasten der Vorinstanzen 
bzw. des Staates eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 1'600.-- (inkl. Bar-
auslagen und MwSt) zugesprochen. 

13

4.3 Für das vorliegende Verfahren werden weder Gebühren erhoben noch Par-
teientschädigungen zugesprochen. 

14

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde vom 1. April 2022 wird der Einspracheent-
scheid Nr. 68/2020 vom 2. März 2022 im Sinne der Erwägungen aufge-
hoben und die kantonale Steuerkommission (StK) sowie die Verwaltung für 
die direkte Bundessteuer (VdBSt) werden angewiesen, auf die Einsprache 
vom 12. November 2020 einzutreten und sie materiell zu beurteilen. 

2.1 Die Kosten des Einspracheverfahrens (kantonal) von Fr. 450.-- werden neu 
der StK auferlegt bzw. gehen zu Lasten des Staates.

2.2 Die StK bzw. der Staat hat dem Beschwerdeführer für das Einsprachever-
fahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) zu bezahlen. 

3. Die Kosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) des verwal-
tungsgerichtlichen Verfahrens II 2022 36 von Fr. 2'000.-- werden neu den 
Vorinstanzen bzw. dem Staat auferlegt. 

Der Beschwerdeführer hat am 7. April 2022 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 2'000.-- geleistet, der ihm aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten ist. 

Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet. 

4. Die Vorinstanzen bzw. der Staat haben dem Beschwerdeführer für das 
verwaltungsgerichtliche Verfahren VGE II 2022 36 eine Parteientschädi-
gung von Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen. 

5. Für das vorliegende Verfahren II 2023 96 werden weder Gebühren erhoben 
noch Parteientschädigungen zugesprochen. 

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

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7. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanzen (2/EB)
- den Gemeinderat ________ (A; im Dispositiv)
- und die Eidg. Steuerverwaltung, Hauptabteilung DVS, 3003 Bern (A).

Schwyz, 18. Januar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 2. Februar 2024