# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6e5d83a-be08-5d51-b114-5ce8fb5fc0f5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.06.2010 D-1691/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1691-2008_2010-06-03.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1691/2008
law/mah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  J u n i  2 0 1 0

Richter Walter Lang (Vorsitz),
Richter Martin Zoller, Richter Robert Galliker, 
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._________, geboren (...),
Sri Lanka,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. Februar 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1691/2008

Sachverhalt:

A.
Der  Beschwerdeführer,  ein  Staatsangehöriger  aus  Sri  Lanka  tamili-
scher Ethnie, römisch-katholischen Glaubens aus Colombo, suchte am 
7. Mai 2007 in der Schweiz um Asyl nach.

B.
Am 9. Mai 2007 erhob das BFM im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
(EVZ)  Kreuzlingen  die  Personalien  des  Beschwerdeführers  und  be-
fragte  ihn  summarisch  zum Reiseweg und  zu  den  Gründen  für  das 
Verlassen des Heimatlandes. Er reichte dabei je eine Kopie der Identi-
tätskarte  und  des  Führerscheins,  einen  Zutrittsausweis  für  den 
B.___________ sowie einen Berufsausweis zu den Akten. Am 18. Juni 
2007 hörte ihn die zuständige kantonale Behörde und am 13.  Dezem-
ber 2007 das BFM einlässlich zu seinen Asylgründen an.

Zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  machte  der  Beschwerdeführer 
geltend, er sei 1995 als C.___________ zwischen D.___________ und 
Colombo gependelt, weswegen er mehrmals von der Polizei unter dem 
Verdacht, die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) zu unterstützen, 
mitgenommen und  befragt  worden  sei.  Im  Jahre  1998  habe  ihn  die 
Criminal Investigation Division (C.I.D.) dabei so stark geschlagen, dass 
sie  ihm  einen  Brustknochen  gebrochen  hätten.  Vom März  2004  bis 
Oktober 2006 habe er als C.___________ am B._________ gearbeitet 
und sei immer wieder kontrolliert worden. Nach dem Angriff der LTTE 
auf den Flughafen vom 26. März 2007 seien alle Tamilen, welche dort 
gearbeitet hätten, mitgenommen und verhört worden. Er selbst sei am 
29. März 2007 vier Stunden lang festgehalten und eine halbe Stunde 
verhört und beschuldigt worden, der LTTE eine Mietwohnung vermittelt  
zu  haben.  Sie  hätten  ihn  angeschrien,  ihm  Angst  gemacht  und 
vorgeschrieben, dass er Colombo nicht mehr verlassen dürfe. Wenige 
Stunden  nach  einem erneuten  Angriff  der  LTTE vom 28. April  2007 
hätten ihn zwei uniformierte Polizisten um zwei  Uhr in  der Nacht zu 
Hause abgeholt und zu einem Van geführt, in welchem sich noch drei 
nicht  uniformierte  Personen  befanden.  Während  der  einstündigen 
Autofahrt sei er mehrmals geschlagen worden. Beim E.___________-
Friedhof hätten sie angehalten, ihn erneut mit den Fäusten geschlagen 
und ihm gedroht,  er solle endlich die Namen der Personen verraten, 
welchen er Wohnungen vermietet habe, sonst würden sie ihn töten. Da 
sie sehr betrunken gewesen seien und es an diesem Tag in Colombo 

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keinen Strom gegeben habe, sei es ihm gelungen, zu einem Freund 
nach  F.____________  zu  flüchten,  wo  er  sich  bis  zur  Ausreise 
versteckt  und  erfahren  habe,  dass  er  am  30. April  2007  zu  Hause 
gesucht worden sei. Vor diesem Hintergrund habe er am 6. Mai 2007 
Sri Lanka auf dem Luftweg mit Hilfe eines Agenten verlassen. In der 
Schweiz habe er erfahren, dass die Polizei  ihn mehrmals zu Hause, 
bei seiner Mutter, seiner Schwester und beim Nachbarn gesucht habe. 
Seit  seine  Mutter  der  Polizei  gesagt  habe,  dass  er  im  Ausland  sei, 
würden sie nicht mehr kommen. 

Am 26. September 2007 reichte der Beschwerdeführer mittels seiner 
damaligen Rechtsvertreterin seine Identitätskarte, die Geburtsurkunde 
und die Heiratsurkunde jeweils im Original zu den Akten.

C.
Mit Verfügung vom 14. Februar 2008 – eröffnet am 15. Februar 2008 – 
stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlings-
eigenschaft nicht, und lehnte sein Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte 
es  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz  und 
forderte  ihn – unter Androhung von Zwangsmitteln  im Unterlassung-
sfall – auf, die Schweiz bis zum 10. April 2008 zu verlassen.

D.
Mit  Eingabe vom 13. März 2008 erhob der  Beschwerdeführer gegen 
diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  und 
beantragte,  es  sei  die  angefochtene Verfügung aufzuheben,  ihm die 
Flüchtlingseigenschaft  zuzuerkennen  und  Asyl  zu  gewähren.  Even-
tualiter sei ihm infolge Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme zu gewähren. In verfahrens-
rechtlicher  Hinsicht  beantragte  er  zudem,  es  sei  ihm die  Bezahlung 
der Verfahrenskosten sowie eines Kostenvorschusses zu erlassen.

E.
Mit  Verfügung  vom  31. März  2008  hiess  der  Instruktionsrichter  des 
Bundesverwaltungsgerichts das Gesuch um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege unter der Voraussetzung des Nachreichens einer 
Fürsorgebestätigung sowie  unter  Vorbehalt  einer  allfälligen  Verände-
rung der finanziellen Verhältnisse gut. 

F.
Am  3. April  2008  reichte  der  Beschwerdeführer  die  Fürsorgebe-
stätigung  und  ein  Bestätigungsschreiben  von  G.__________,  Leiter 

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der  H.___________ und  Mitglied  der  I.___________  vom  15. März 
2008 zu den Akten.

G.
Am 21. April  2008 überwies der Instruktionsrichter dem BFM die Be-
schwerdeakten zur Vernehmlassung.

H.
In seiner Vernehmlassung vom 24. April 2008 beantragte das BFM die 
Abweisung  der  Beschwerde.  Der  Instruktionsrichter  gab  dem  Be-
schwerdeführer  mit  Verfügung  vom  25. April  2008  die  Gelegenheit, 
eine Replik einzureichen. In seiner Replik vom 5. Mai 2008 nahm der 
Beschwerdeführer zur Vernehmlassung des BFM Stellung.

I.
Der Instruktionsrichter wies den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 
5. Mai 2010 darauf hin, dass das Bundesverwaltungsgericht Kenntnis 
davon habe, dass er seit dem 1. Mai 2008 erwerbstätig sei. Im Hinblick 
auf einen allfälligen Widerruf der mit Zwischenverfügung vom 31. März 
2008 gewährten unentgeltlichen Rechtspflege gab er ihm die Möglich-
keit  zur  Einreichung einer  Stellungnahme (mittels  Formular  "Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege").

J.
Am 10. Mai  2010 übermittelte  der  Beschwerdeführer  das ausgefüllte 
Formular mit weiteren Belegen zu seiner finanziellen Situation.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde;  es  entscheidet  auf  dem 
Gebiet  des Asyls  endgültig  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 

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1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  un-
richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

1.3 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, hat ein schutz-
würdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung 
und  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art.  108 
Abs. 1  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und  Art. 48 
Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
2.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu-
letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tra-
gen (Art. 3 AsylG).

2.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vor-
bringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  mass-
geblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden 
(Art. 7 AsylG).

3.
3.1 Das BFM lehnte das Asylgesuch mit der Begründung ab, die Vor-
bringen des Beschwerdeführers würden einerseits den Anforderungen 

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an die Glaubhaftmachung gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten und 
andererseits der Asylrelevanz entbehren.

Im  Einzelnen  führte  es  aus,  es  gehe  davon  aus,  dass  der  Be-
schwerdeführer  aus  Colombo  stamme  und  während  Jahren  als 
C.___________ gearbeitet habe. Es halte es auch für möglich, dass er 
seit  den 1990er-Jahren mehrmals von der Polizei kontrolliert  worden 
sei, als er zwischen D.___________ und Colombo gependelt habe. Auf 
Grund  der  Tatsache,  dass  er  jeweils  am  selben  Tag  wieder 
freigelassen  worden  sei  und  es  nie  zu  einer  Festnahme oder  einer 
Anklageerhebung gekommen sei, könne davon ausgegangen werden, 
dass  gegen  ihn  keine  konkreten  Verdachtsmomente  vorhanden 
gewesen seien. Selbst wenn er dabei im Jahre 1983 ein Mal verletzt 
worden  sein  sollte,  seien  diese  Ereignisse  mangels  Aktualität  und 
mangels  Intensität  und  Gezieltheit  asylrechtlich  nicht  beachtlich.  Es 
schliesse auch nicht aus, dass er nach den Attentaten im März und 
April 2007 in Colombo verhört worden sei, auch wenn entsprechende 
Beweismittel  nicht  vorliegen  würden,  glaube  ihm  aber  die  geltend 
gemachte  Verfolgungssituation  nicht.  Er  wolle  beim  ersten  Mal  drei 
Tage nach  dem Attentat  verhört  worden  sein,  was  darauf  hindeute, 
dass er nicht  zum engsten Kreis  der verdächtigen Personen gezählt 
habe. Selbst  wenn  er  der  Polizei  auf  Grund  der  früheren  Kontrollen 
bekannt  gewesen  wäre,  könne  aus  dem  Umstand,  dass  er  bereits 
nach einer halbstündigen Befragung mit allgemeinen Fragestellungen 
wieder freigelassen worden sei, geschlossen werden, dass es sich um 
eine Routineüberprüfung gehandelt  habe. Dieser Vorfall,  selbst wenn 
er  tatsächlich  stattgefunden  hätte,  wäre  somit  asylrechtlich 
unbeachtlich. Dass er als aus Colombo stammender Tamile derart im 
Visier der Sicherheitskräfte stehen solle, wirke konstruiert. Ohnehin sei 
davon auszugehen, dass er bei der Anstellung im Jahre 2004 auf dem 
B.___________  –  mithin  einer  J.___________  –  entsprechend 
überprüft  worden  sei  und  keine  Sicherheitsbedenken  gegen  seine 
Anstellung gesprochen hätten. Das BFM erachte es insbesondere als 
unwahrscheinlich, dass er am 29. April  2007 bereits wenige Minuten 
nach  dem  Attentat  von  zu  Hause  mitgenommen  und  in  einem  Van 
ziellos  herum  gefahren  worden  sei.  Wenn  er  tatsächlich  mit  dem 
Attentat  in  Verbindung  gebracht  worden  wäre,  wäre  er  kaum  von 
betrunkenen  Beamten  abgeholt  worden.  Vielmehr  hätten  die 
Sicherheitskräfte  ein  erhebliches  Interesse  daran  gehabt, 
Fahndungserfolge vorzuweisen. Darüber hinaus falle  auf,  dass seine 
Aussagen  zur  angeblichen  Mitnahme  am  29. April  2007 

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unsubstanziiert  und  vage  ausgefallen  seien.  So  mache  der  Be-
schwerdeführer nur sehr knappe Angaben über den Vorfall. Auch die 
Schilderung der  Flucht,  welche in  Kenntnis  des möglicherweise töd-
lichen  Ausgangs  unter  höchsten  Anspannungen  hätte  erfolgt  sein 
müssen, sei sehr allgemein ausgefallen und erschöpfe sich in wenigen 
kurzen, stereotypen Sätzen. Seine einfach und allgemein gehaltenen 
Schilderungen  liessen  eine  subjektiv  geprägte  Wahrnehmung  ver-
missen,  so  dass  seine  Darlegungen,  welche  jegliche  Realitätsmerk-
male  entbehren  würden,  als  offensichtlich  unglaubhaft  zu  taxieren 
seien. Dieser Eindruck werde zusätzlich dadurch bestärkt,  dass sich 
zwar die Sicherheitskräfte seit April 2007 mehrmals nach seinem Auf-
enthaltsort  erkundigt  haben  sollen  und  es  zu  Hausdurchsuchungen 
gekommen  sei.  Es  müsse  jedoch  in  Kenntnis  der  realen  Gegeben-
heiten davon ausgegangen werden, dass sich die Sicherheitskräfte bei 
einem  entsprechenden  Verdacht  auf  eine  Mitbeteiligung  des  Be-
schwerdeführers  bei  den  Anschlägen  der  LTTE  kaum  mit  Erkundi-
gungen  nach  seinem  Aufenthaltsort,  ergebnislosen  Hausdurch-
suchungen  und  Befragungen  von  Familienangehörigen  begnügt 
hätten. Dies sei  mit  einer – wie vom Beschwerdeführer behaupteten 
oder  befürchteten  Gefährdungslage  –  nicht  zu  vereinbaren.  Be-
fremdend sei in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer sich offensichtlich bis zum heutigen Tag nicht Ge-
wissheit  darüber  verschafft  habe, ob tatsächlich  konkrete  Verdachts-
momente gegen ihn vorliegen würden, was erfahrungsgemäss mit der 
Situation  einer  tatsächlich  gefährdeten  Person  nicht  in  Einklang  zu 
bringen sei und vermuten lasse, dass er sich nie in der von ihm ge-
schilderten Situation befunden habe. Bezeichnenderweise lägen auch 
keine  Beweismittel  vor,  welche  seine  Vorbringen  bestätigen  würden 
und er seine Situation auch selber so einschätze, dass der bei einer 
Beruhigung der Lage nach Sri Lanka zurückkehren könne.

3.2 In  der  Beschwerde  vom  13. März  2008  wird  demgegenüber  im 
Wesentlichen geltend gemacht, das BFM widerspreche sich in seiner 
Argumentation  selbst,  indem es  einmal  behaupte,  es  fehle  an  ziel-
gerichteter  Verfolgung, weil  die erste Verhaftung im März 2007 nicht 
unmittelbar  nach  dem  Attentat  erfolgt  sei  und  als  genau  dies  im 
Rahmen  der  zweiten  Festnahme  im  April  2007  geltend  gemacht 
werde,  führe  das BFM ohne weitere  Erklärung an,  dies  sei  unwahr-
scheinlich. Dass der Beschwerdeführer erst drei  Tage nach dem An-
schlag  durch  die  LTTTE  in  Colombo  verhaftet  worden  sei,  spreche 
gegen die vom BFM behauptete Routineüberprüfung. Der zeitliche Ab-

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stand  zwischen Anschlag und  Festnahme weise vielmehr  daraufhin, 
dass er von den Behörden erst im Rahmen der Ermittlungen ins Visier 
genommen worden sei. Aus diesem Verhalten der Behörde lasse sich 
deshalb schliessen, dass die Beschuldigungen gegen ihn als Person 
von gewichtiger Natur sein müssen und er nicht Opfer als Angehöriger  
der  tamilischen  Ethnie  geworden  sei.  Dass er  am  29. April  wenige 
Stunden  nach  dem  Anschlag  durch  die  LTTE in  Colombo  verhaftet 
worden sei, sei sodann in einem Zusammenhang mit der ersten Fest-
nahme zu sehen: Da er den Behörden im Rahmen von Ermittlungen 
bekannt und verdächtig gewesen sei,  hätten die Sicherheitskräfte im 
April umso schneller reagiert. Er sei nicht nur mit allgemeinen Fragen 
konfrontiert  worden, sondern auch sehr eingehend zu Kontakten mit 
der  LTTE  in  Colombo  befragt  worden  und  es  sei  ihm  vorgeworfen 
worden, seine Identitätskarte der LTTE weitergegeben zu haben und 
diesen  Wohnungen  vermittelt  zu  haben. Aus  den  Fragen  lasse  sich 
somit  entnehmen,  dass  die  Behörden  sehr  spezifisch  auf  seine 
biografischen Ereignisse eingegangen seien,  woraus sich primär  ein 
Interesse  an  seiner  Person  und  an  ihm  als  Angehöriger  der 
tamilischen Ethnie entnehmen lasse. Er sei zwar freigelassen worden, 
aber  es  sei  ihm verboten worden,  das  Gebiet  von Colombo zu ver-
lassen.  Für  das  Vorliegen  einer  zielgerichteten  Verfolgung  spreche, 
dass  die  Polizei  Freunde,  welche  LTTE-Mitglieder  gewesen  seien, 
festgenommen und  dabei  seine  Telefonnummer  gefunden  habe,  wo-
raus sich ableiten lasse, dass er registriert worden sein müsse. Diese 
Annahme werde bestätigt, da er von den Sicherheitskräften auf diese 
Angelegenheit angesprochen worden sei. Beim Anschlag in Colombo 
hätten  die  Sicherheitsbehörden  bestehende  Akten  der  in  Colombo 
wohnhaften Tamilen durchkämmt und seien dabei auf seinen Namen 
gestossen,  woraus  sich  ein  erstes  Verdachtsmoment  ergebe.  Ein 
zweites  Verdachtsmoment  ergebe  sich  daraus,  dass  er  in 
D.___________,  inmitten  von  den  LTTE  beanspruchten  Gebiet, 
während neun Jahren für die K.__________ tätig gewesen sei. Es sei 
in  Zeiten  des  Notstandes  aus  der  Perspektive  der  Behörden  völlig 
naheliegend,  diesen  Umstand  gegen  ihn  zu  verwenden.  Ein  letztes 
Verdachtsmoment ergebe sich durch den Umstand, dass er bei einer 
renommierten K._______ gearbeitet habe und unter anderem Zugang 
zum  B._______  hatte.  Im  Jahre  2004,  mitten  in  den 
Friedensgesprächen und vor der Amtszeit Mahinda Rajapakses, dürfte 
eine Person tamilischer Herkunft ohne grössere Sicherheitsbedenken 
Zugang zu einem solchen Arbeitsort gehabt haben, da wirtschaftliche 
Qualifikationen ethnische Zuordnungen überwogen haben dürften. Ab 

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Ende 2006 dürfte sich jedoch genau dieser damalige Vorteil gegen ihn 
gewendet  haben.  Der  Zweck  der  einstündigen  Fahrt  sei  als 
Einschüchterungsbemühung  zu  interpretieren  und  habe  schliesslich 
auf  dem Friedhof geendet. Es sei  unklar,  ob er  dort  hätte exekutiert 
werden  sollen.  Eine  solche  Absicht  würde  jedenfalls  zum  Umstand 
passen, dass die Polizisten erheblich alkoholisiert  gewesen seien. Er 
habe  den  Ablauf  der  Flucht  substanziiert  und  präzise  genug 
geschildert.  So  äussere  er  sich  zur  Uhrzeit,  Verkehrsdichte,  Anzahl 
Personen, Fahrtroute, Misshandlung und zu Distanzen. Zudem könne 
er die genaue Fluchtroute beschreiben. Dass sich der Fluchtmoment 
relativ  unspektakulär  abgespielt  habe,  hänge  wohl  mit  dem 
Alkoholisierungsgrad der Beamten zusammen. Diese seien wohl kaum 
fähig  gewesen  zu  reagieren,  weshalb  es  ihnen  auch  unmöglich  ge-
wesen sein dürfte, den Beschwerdeführer zu verfolgen. Dass er auch 
noch nach der  Ausreise regelmässig  gesucht  worden sei,  weise auf 
ein  hohes  Interesse  der  Behörden  am  Beschwerdeführer  und  auf 
deren Angst,  er hätte sich in  den Norden abgesetzt,  hin. Die Polizei 
habe nicht  nur  die Familienangehörigen aufgesucht  und mehrmalige 
Hausdurchsuchungen unternommen, sondern auch Nachbarn befragt, 
was gegen eine Routineüberprüfung spreche. Er habe sich sehr wohl 
mit  seinen Familienangehörigen in Verbindung gesetzt und sich über 
die  Entwicklung  betreffend  seine  Verfolgung  erkundigt.  Die  Ver-
folgungsabsicht  dürfte  durch  den  Vorfall  am  29. Februar  2008  in 
L.__________, Colombo zusätzlich erhöht worden sein, da das Atten-
tat, das von einem LTTE-Mitglied verübt worden sei, in unmittelbarer 
Nähe zu demjenigen Haus stattfand,  in  welchem nun seine Ehefrau 
wohne, welche die schwangere Schwester des Attentäters persönlich 
gekannt habe.

3.3 In der Vernehmlassung vom 24. April 2008 wird festgehalten, dass 
das  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  Referenzschreiben  vom 
15. März 2008 bezeichnenderweise nicht mit der von ihm geltend ge-
machten Verfolgungssituation übereinstimme. 

3.4 In  der  Replik  vom  5. Mai  2008  wird  geltend  gemacht  der  Be-
schwerdeführer habe  bereits  bei  der  kantonalen  Anhörung  seine 
Tätigkeit für die H.___________ erwähnt. Wie in der Eingabe vom 4. 
[recte:  3.]  April  2008  bereits  erwähnt,  habe  er  sich  nie  politisch, 
sondern  nur  im  Rahmen  von  sozialen  Programmen  für  die 
I.___________ betätigt.  Dies  sei  auch  der  Grund,  weshalb  er  seine 
Mitgliedschaft bei den Anhörungen nicht erwähnt habe.

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4.
4.1 Die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art. 3  AsylG  erfüllt  eine 
asylsuchende Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn sie 
Nachteile  von bestimmter  Intensität  erlitten  hat  beziehungsweise mit 
beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründe-
terweise befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter 
Verfolgungsmotive durch Organe des Heimatstaates oder durch nicht-
staatliche Akteure zugefügt worden sind beziehungsweise zugefügt zu 
werden  drohen  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2008/4 E. 5.2 S. 37, Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2006  Nr. 18  E. 7  und  8 
S. 190 ff., EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193). Aufgrund der Subsidiarität 
des flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der Flücht -
lingseigenschaft  ausserdem  voraus,  dass  die  betroffene  Person  in 
ihrem  Heimatland  keinen  ausreichenden  Schutz  finden  kann  (vgl. 
BVGE  2008/4  E. 5.2  S. 37 f.,  EMARK  2006  Nr. 18  E. 10  S. 201  ff., 
EMARK  2005  Nr. 21  E. 7.3  S. 194  und  E. 11.1  S. 201  f.). 
Ausgangspunkt  für  die  Beurteilung der  Flüchtlingseigenschaft  ist  die 
Frage  nach  der  im  Zeitpunkt  der  Ausreise  vorhandenen  Verfolgung 
oder begründete Furcht vor einer solchen. Die Situation im Zeitpunkt  
des  Asylentscheides  ist  jedoch  im  Rahmen  der  Prüfung  nach  der 
Aktualität  der  Verfolgungsfurcht  ebenfalls  wesentlich.  Veränderungen 
der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asyl -
entscheid sind deshalb zugunsten und zulasten der  das Asylgesuch 
stellenden Person zu berücksichtigen  (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.4 S. 38 
f.,  EMARK  2000  Nr. 2  E. 8a  S. 20,  WALTER STÖCKLI,  Asyl,  in: 
Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht, 
Basel/Bern/Lausanne  2009,  Rz. 11.17  und  11.18,  WALTER KÄLIN, 
Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 135 ff.).

4.2 Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten mehrmaligen Fest-
nahmen und Befragungen zwischen 1995 und 2004 anlässlich seiner 
Reisen  zwischen  Colombo  und  D.___________  und  dem  im  Jahre 
1998  durch  Angehörige  des  C.I.D.  durch  Schläge  verursachten 
Rippenbruch sind vom BFM nicht in Zweifel gezogen worden. Es hat 
diese  Vorbringen  jedoch  zu  Recht  als  asylrechtlich  unbeachtlich 
qualifiziert.  Dies  wird  denn  auch  durch  die  Aussagen  des 
Beschwerdeführers bestätigt, wonach er dies habe aushalten können 
und dies für ihn kein Grund zur Ausreise gewesen sei (vgl. act.  A1/12 

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S. 7). Der erforderliche zeitliche und sachliche Kausalzusammenhang 
zwischen  diesen  Ereignissen  und  der  Ausreise  im  Jahre  2007  ist 
deshalb offensichtlich nicht gegeben, weshalb sie keine asylrechtlich 
relevante Verfolgung begründen. 

4.3 Die  vom Beschwerdeführer  geltend gemachte  vierstündige  Fest-
haltung und die rund 30-minütige Befragung am 29. März 2007 nach 
dem Attentat auf den Flughafen vom 26. März 2007 erscheint durch-
aus  realistisch.  Einerseits  hat  der  Beschwerdeführer  von  2004  bis 
Oktober  2006  auf  der  K.___________ im B._______  gearbeitet  und 
andererseits war er im Zeitpunkt des Attentats im Besitz eines bis ins  
Jahr  2009  gültigen  Ausweises,  der  ihm  Zutritt  zum  B._______ 
verschaffte. Angesichts dessen ist es nachvollziehbar, dass ihn die sri-
lankische  Behörde  überprüfte  und  zum  Attentat  befragte.  Es  mag 
durchaus auch sein, dass er dabei angeschrien, ihm Angst eingejagt 
und die Auflage gemacht worden ist, Colombo nicht zu verlassen. Die  
kurze Dauer der Befragung und die anschliessend erfolgte Freilassung 
deuten indessen klar darauf hin, dass die Behörden in der Person des 
Beschwerdeführers  keine  Gefahr  für  die  sri-lankische  Sicherheit 
gesehen  haben.  Der  Einwand,  der  zeitliche  Abstand  zwischen 
Anschlag  und  Festnahme  spreche  gegen  eine  Routineprüfung  und 
deute  daraufhin,  dass  der  Beschwerdeführer  erst  im  Rahmen  der 
Ermittlungen  ins  Visier  genommen  worden  und  er  eine  Person  von 
gewichtiger  Natur  sei,  vermag  schon  deshalb  nicht  zu  überzeugen, 
weil  der  Beschwerdeführer  in  diesem  Fall  kaum  nach  einer  bloss 
halbstündigen Befragung wieder auf freien Fuss gesetzt worden wäre. 
Der Beschwerdeführer führte zudem aus, am B._______ hätten viele 
andere  Tamilen  gearbeitet  (vgl.  act. A20/12  S. 7),  weshalb  davon 
auszugehen  ist,  dass  neben  ihm  auch  zahlreiche  andere  Personen 
nach dem Attentat  verhört  worden sind. Dies wird auch durch seine 
Darstellung bestätigt, wonach auf dem Polizeiposten sehr viele Leute 
gewartet hätten (vgl. act. A14/21 S. 10). Der Beschwerdeführer dürfte 
aufgrund der früheren Festnahmen zudem bereits registriert gewesen 
sein,  weshalb  er  kaum  erst  drei  Tage  nach  dem  Attentat  verhört 
worden  wäre,  wenn  er  tatsächlich  eine  Person  von  gewichtigem 
Interesse gewesen wäre. Insgesamt entsteht deshalb der Eindruck, bei 
der Festnahme und Befragung vom 29. März 2007 habe es sich um 
eine legitime Überprüfung des Beschwerdeführers zur Aufklärung des 
Attentats gehandelt, welche asylrechtlich unbeachtlich ist.

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4.4 Betreffend die geltend gemachte Mitnahme im Van vom 29. April 
2007 ist übereinstimmend mit dem BFM festzuhalten, dass die in die -
sem Zusammenhang erfolgten Ausführungen des Beschwerdeführers 
den Anforderungen an die Glaubhaftmachung nicht standzuhalten ver-
mögen. Gemäss seiner Darstellung soll ein Anschlag auf eine Ölraffi -
nerie am 28. April 2007 der Anlass für seine Mitnahme gewesen sein. 
Aus seiner Schilderung geht jedoch nicht  hervor, inwiefern zwischen 
diesem  Anschlag  und  seiner  Person  ein  Zusammenhang  bestehen 
soll.  Der  Beschwerdeführer  ist  zwischen  1995  und  2004  anlässlich 
seiner  Reisen  zwischen  Colombo  und  D.___________  mehrmals 
festgenommen, befragt und wohl auch registriert worden. Obwohl die 
Behörde Kenntnis von seinen Freunden bei der LTTE hatte, ist der Be-
schwerdeführer jedoch nie verurteilt  und in Haft  gesetzt worden. Der 
Beschwerdeführer  verfügte  demnach  in  den  Augen  der  Behörden 
offenbar  über kein Profil,  das ihn als  Kollaborateur der  LTTE ausge-
wiesen  hätte.  Gemäss  seinen  Angaben  stellten  die  Polizisten  auch 
keine  spezifischen  Fragen  in  Zusammenhang  mit  dem  Anschlag, 
sondern  wollten  wie  bei  den  früheren  Befragungen  Adressen  von 
LTTE-Mitgliedern  in  Erfahrung  bringen.  Vor  diesem  Hintergrund  ist 
nicht davon auszugehen, dass ihn die Polizei im Zusammenhang mit 
dem Anschlag zu Hause aufsuchte. Ausserdem ist die Schilderung der 
Mitnahme  und  der  Flucht  insgesamt  wenig  anschaulich  und  in 
zentralen Punkten unsubstanziiert. Es trifft zwar zu, dass sich der Be-
schwerdeführer zur Uhrzeit, Anzahl Polizisten, Fahrt- und Fluchtroute 
äusserte und es mag auch zutreffen, dass zielloses Herumfahren mit 
Entführten  zu  Einschüchterungszwecken  genutzt  wurde.  Realitäts-
fremd wirkt jedoch die geschilderte Abholung zuhause, wonach zwei 
Polizisten  zunächst  an  die  Tür  geklopft  und  ihn  noch  aufgefordert  
hätten, die Kleider zu wechseln (vgl. act. A14/21 S. 11),  dies obwohl 
sie  angeblich  betrunken  gewesen  seien.  Ausserdem  ist  nicht  nach-
vollziehbar,  warum  sie  ihn  vor  der  Mitnahme  zuerst  zum  Kleider-
wechseln aufforderten, wenn sie tatsächlich vorgehabt hätten, ihn zu 
exekutieren.  Nicht  glaubhaft  erscheinen  sodann  seine  Angaben  zur 
Flucht. Einerseits  widersprach er  sich anlässlich  der  kantonalen An-
hörung,  indem  er  zuerst  angab,  er  habe  aus  dem  Auto  flüchten 
können, während er später erklärte, sie hätten ihn aus dem Van ge-
nommen  und  dann  sei  er  weggerannt  (vgl.  act. A14/21  S. 8  u.  12). 
Andererseits ist unabhängig davon, ob er sich im Zeitpunkt der Flucht  
im oder ausserhalb des Vans befand, wenig wahrscheinlich, dass er, 
wie  geschildert,  einfach  die  Polizisten  zur  Seite  habe  stossen  und 
wegrennen können. Selbst wenn die Polizisten alkoholisiert  gewesen 

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wären, hätten sie zu fünft es wohl nicht soweit kommen lassen, dass 
er  hätte  flüchten  können.  Zudem  seien  sie  mit  Stangen  und  einer 
sogar mit einer Pistole ausgerüstet gewesen. Angesichts dessen ist es 
auch  erstaunlich,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  zum  Wegrennen 
entschloss,  da  er  nämlich  aufgrund  der  während  der  einstündigen 
Autofahrt  eingesteckten  Schläge  ins  Gesicht  und  auf  den  Körper 
sicher  eingeschüchtert,  wenn  nicht  auch  geschwächt  gewesen  wäre 
(vgl.  act. A20/12  S. 6).  Angeblich  hätten  die  Polizisten  ihn  verfolgt, 
aber da er den Ort gut gekannt habe, habe er entkommen können und 
sei  mit  einem  Dreiradauto  durch  die  Negombo  Road  nach 
F.____________ gefahren. Auch dies ist zweifelhaft. Es trifft zwar zu, 
dass der Beschwerdeführer die Strassen durch welche er  geflüchtet 
sein soll, mühelos benennen konnte. Bei der Negombo Road handelt 
es  sich  jedoch  um  eine  breite  Strasse,  auf  welcher  der  Van  das 
Dreiradauto ohne weiteres hätte einholen können. Wäre deshalb der 
Beschwerdeführer gezielt  von den Behörden gesucht worden, hätten 
die  Polizisten  die  Verfolgung  aufgenommen  und  ihn  kaum  so 
leichtfertig, wie von ihm geschildert, entkommen lassen. Insgesamt ist 
festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  die  Gegend  als 
Ortsansässiger  gut  kennt,  weshalb  er  auch  in  der  Lage  war,  zu 
Distanzen,  Verkehrsdichte,  Quartiere  und  Strassen  Angaben  zu 
machen. Hingegen bestehen überwiegende Zweifel  daran,  dass sich 
die Geschehnisse in jener Nacht vom 29. April  2007 tatsächlich, wie 
vom  Beschwerdeführer  geschildert,  zugetragen  haben.  Ausserdem 
hätten  die  Behörden  ohne  weiteres  die  Möglichkeit  gehabt,  den 
Beschwerdeführer  bereits  früher  festzunehmen,  wenn  dazu  Anlass 
bestanden hätte. Diese Vorbringen des Beschwerdeführers eignen sich 
deshalb nicht, eine Verfolgung aus asylrechtlich bedeutsamen Motiven 
durch die sri-lankische Behörde glaubhaft zu machen.

4.5 Soweit  in  der Beschwerde schliesslich geltend gemacht wird,  es 
sei  ein  Attentat  in  unmittelbarer  Nähe  des  Hauses  seiner  Ehefrau 
verübt worden und diese habe die Schwester des Attentäters gekannt, 
lässt sich keine Gefährdung durch die sri-lankischen Behörden für den 
Beschwerdeführer  herleiten.  Was  das  eingereichte  Schreiben  von 
G.__________ vom 15. März 2008 betrifft, ist einerseits festzustellen, 
dass darin entgegen der Behauptung in der Beschwerde nicht erwähnt 
wird,  dass  der  Beschwerdeführer  für  den  H.___________  tätig  war, 
sondern  lediglich  von  einer  Mitgliedschaft  bei  der  politischen  Partei  
I.___________ die Rede ist und ausgeführt wird, er sei wegen seiner  
Tätigkeiten für diese im Rahmen von Sozialarbeit  und Unterstützung 

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der  tamilischen  Bevölkerung  bedroht  worden.  Das  BFM hat  diesbe-
züglich zutreffend festgehalten, dass der Inhalt  des Schreibens nicht 
mit  den  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  übereinstimmt.  Der  Be-
schwerdeführer  gab  anlässlich  der  Befragung  im  EVZ  nämlich  an, 
politisch nicht aktiv gewesen zu sein (vgl. act.  A1/12 S. 8). Dies deutet 
darauf hin, dass es sich bloss um ein Gefälligkeitsschreiben handelt, 
welchem kein Beweiswert  beigemessen werden kann. Ausserdem ist 
die ehemalige I.___________ – heute M.___________ – als Teil der 
N.__________  als  (...)  Partei  bei  den  (...)  hervorgegangen.  Es  ist 
deshalb  davon  auszugehen,  dass  dem  Beschwerdeführer  auch 
aufgrund  der  Parteizugehörigkeit  keine  asylrelevanten  Nachteile 
drohen würden, falls er dieser tatsächlich angehören sollte.

4.6 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer 
keine  Verfolgung  im  Sinne  von  Art. 3  AsylG  nachweisen  oder  zu-
mindest glaubhaft  machen konnte. Das BFM hat demnach das Asyl-
gesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt.

5.
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet  den  Vollzug  an;  es  berücksichtigt  dabei  den  Grundsatz  der 
Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrecht-
liche Aufenthaltsbewilligung noch über  einen Anspruch auf  Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21). 

6.
6.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme  von  Ausländern  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]).

6.2
6.2.1 Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche  Verpflich-
tungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Aus-
länders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegen-
stehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

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So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen  werden,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR  0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grund-
freiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmensch-
licher  oder  erniedrigender  Strafe  oder  Behandlung  unterworfen  wer-
den.

6.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen.  Da  es  dem  Be-
schwerdeführer  nicht  gelungen ist,  eine asylrechtlich  erhebliche Ge-
fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art.  5 
AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements 
im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr 
des Beschwerdeführers nach Sri Lanka ist demnach unter dem Aspekt 
von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwerde-
führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall 
einer Ausschaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrschein-
lichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe 
oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen 
Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-
Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Ge-
fahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall  
einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung drohen 
würde  (vgl.  EMARK  2001  Nr.  16  S. 122,  mit  weiteren  Hinweisen; 
EGMR [Grosse  Kammer], Saadi gegen Italien,  Urteil  vom 28. Februar 
2008,  Beschwerde  Nr.  37201/06,  §§  124  bis  127,  mit  weiteren 
Hinweisen). Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Sri 

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Lanka lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 
unzulässig erscheinen.  Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Weg-
weisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Be-
stimmungen zulässig.

6.3
6.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

6.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht geht aufgrund seiner Beurteilung 
der Lage in Sri Lanka davon aus, dass zwar alle rückkehrenden Tamilen 
mit  gewissen  Schwierigkeiten  rechnen  müssen.  Dabei  ist  jedoch 
zwischen  der  Situation  der  aus  dem Grossraum Colombo  oder  Um-
gebung selbst  stammenden Tamilen und der  Lage der aus der Nord- 
oder  Ostprovinz  stammenden  Tamilen  zu  differenzieren.  So  ist  eine 
Rückschaffung abgewiesener  Asylgesuchsteller  aus Sri  Lanka in die 
Nordprovinz  (Distrikte  Killinochchi,  Mannar,  Vavuniya,  Mullaitivu  und 
Jaffna) sowie in die Ostprovinz (Distrikte Trincomalee, Batticaloa und 
Ampara)  angesichts  der  dort  herrschenden  allgemeinen  Lage  unzu-
mutbar. Bei rückkehrenden Tamilen, welche längere Zeit im Grossraum 
Colombo selbst gelebt haben, dort  auf ein existierendes, tragfähiges 
Familien- oder Beziehungsnetz zurückgreifen und mit einer konkreten 
Unterkunftsmöglichkeit  rechnen können, ist  davon auszugehen, dass 
sie grundsätzlich die Möglichkeit haben, sich innert nützlicher Frist und 
mit  Unterstützung  ihrer  Verwandten  wieder  zu  integrieren  und  dass 
ihnen  das  wirtschaftliche  Fortkommen  gelingt.  Auch  gegenüber  den 
Sicherheitskräften werden sie ihren erneuten Aufenthalt  rechtfertigen 
können und werden somit  nicht  anhaltenden, unzumutbaren behörd-
lichen Schikanen oder Repressalien ausgesetzt sein. Bei dieser Kon-
stellation  ist  jedoch  die  Dauer  der  Landesabwesenheit  mitzuberück-
sichtigen. Je kürzer der Aufenthalt  eines Rückkehrenden in Colombo 
dauerte  und  je  weiter  er  zeitlich  zurückliegt,  desto  höhere  Anforde-
rungen  sind  an  das  Vorliegen  eines  tatsächlichen  familiären  oder 
sozialen  Beziehungsnetzes  zu  stellen.  Bei  Tamilen,  die  aus  dem 
Grossraum Colombo oder dessen Umgebung stammen und dort über 

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ein tragfähiges Familien- oder Beziehungsnetze verfügen und mit einer 
konkreten  Unterkunftsmöglichkeit  rechnen  können,  ist  grundsätzlich 
von der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in diese Gebiete aus-
zugehen (BVGE 2008/2 E. 7.6 S. 20 f.).

6.3.3 Eigenen  Angaben  zufolge  stammt  der  Beschwerdeführer  aus 
Colombo, wo er – bis auf seine Schulzeit in O.__________ und seinem 
Wochenaufenthalt  in  D.___________  von  1995  bis  2004  (vgl. 
act. A1/10 S. 1, 2 und 3) – immer gelebt hat. Er arbeitete bis zu seiner 
Ausreise  im  Jahre  2007  als  Angestellter  bei  der  K.__________.  Er 
schreibt und spricht fliessend Singhalesisch, da er die singhalesische 
Schule  besuchte  (vgl.  act. A1/12  S. 9).  Gemäss  seinen  Angaben 
anlässlich  der  Anhörung  wohnen seine  Ehefrau  mit  der  Tochter,  die 
Mutter und zwei Schwestern in Colombo. Der Beschwerdeführer kann 
somit auch nach drei  Jahren Landesabwesenheit  auf  ein tragfähiges 
familiäres  Beziehungsnetz  in  Colombo  zurückgreifen  und  eine 
Unterkunft finden. Mangels anderweitiger Anhaltspunkte in den Akten 
ist  zudem anzunehmen,  dass  der  bald  34-jährige  Beschwerdeführer 
gesund ist. Unter diesen Umständen ist der Vollzug der Wegweisung 
des Beschwerdeführers nicht unzumutbar.

6.4 Schliesslich  obliegt  es  dem Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  not-
wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), wes-
halb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.
Zusammenfassend ergibt  sich,  dass das BFM den Vollzug der Weg-
weisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat. Die 
Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt  demnach nicht in Betracht 
(Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art.  106 AsylG). Die Be-
schwerde ist demnach abzuweisen.

9.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  wären  die  Kosten  dem  Be-
schwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  und  5  VwVG).  Das 

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Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss 
Art. 65  Abs. 1  VwVG  wurde  mit  Zwischenverfügung  vom  31. März 
2008  unter  der  Voraussetzung  des  Nachreichens  einer  Fürsorge-
bestätigung  und  unter  Vorbehalt  einer  Veränderung  der  finanziellen 
Lage des Beschwerdeführers  gutgeheissen. Am 3. April  2008 wurde 
eine  Fürsorgebestätigung  nachgereicht.  Nachdem  der  Beschwerde-
führer  seit  dem 1. Mai  2008 erwerbstätig  ist,  wurde  er  vom Instruk-
tionsrichter mit Verfügung vom 5. Mai 2010 aufgefordert, eine weiterhin 
bestehende  prozessuale  Bedürftigkeit  mittels  Ausfüllens  des  Formu-
lars  "Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege"  darzulegen.  Eine 
Gegenüberstellung  der  Einkünfte  und  Auslagen  des  Beschwerde-
führers  ergibt  unter  Berücksichtigung  des  ihm  zustehenden  Grund-
betrags, dass er weiterhin als prozessual bedürftig einzustufen ist. Die 
ihm gewährte unentgeltliche Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG 
ist somit nicht zu widerrufen. Es sind somit keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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