# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6d6aef8-8dcd-5403-99b3-1004b29915d5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.06.2009 D-3949/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3949-2009_2009-06-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3949/2009
law/joc/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

A._______, geboren (...), Bangladesch,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. Juni 2009 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3949/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, eigenen Angabe zufolge ein Staatsange-
höriger von Bangladesch, am 6. Mai 2009 in die Schweiz einreiste, wo 
er am gleichen Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel 
um Asyl nachsuchte, 

dass das BFM am 14. Mai 2009 im EVZ Basel die Personalien des Be-
schwerdeführers  erhob  und  ihn  summarisch  zum  Reiseweg  und  zu 
den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte, 

dass das BFM den Beschwerdeführer am 26. Mai 2009 zu den Asyl-
gründen anhörte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 12. Juni 2009 - eröffnet am gleichen 
Tag - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers  vom  6.  Mai  2009  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. Juni 2009 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuhe-
ben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutre-
ten,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei ihm die un-
entgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses zu verzichten,

dass er  im Weiteren in verfahrensrechtlicher Hinsicht  um Anordnung 
einer vorsorglichen Massnahme ersuchte, mit der die zuständigen Be-
hörden anzuweisen seien,  die  Kontaktaufnahme mit  seinem Heimat-
staat sowie jede Weitergabe von Daten an denselben bis zum Endent-
scheid über die Beschwerde zu unterlassen,

dass er mit der Beschwerde ein angeblich von seinem Anwalt in Bang-
ladesch stammendes in Englisch verfasstes Schreiben vom 15. März 

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2009 sowie einen in einer  weiteren Fremdsprache verfassten angeb-
lich gerichtlichen, als (...) bezeichneten Entscheid einreichte, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
rührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 

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der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2007/8  insbes. 
E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass als "Reise- oder Identitätspapiere" im Sinne von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a  AsylG nur  diejenigen Dokumente  gelten,  welche die Identität, 
einschliesslich die Staatsangehörigkeit  „fälschungssicher“  und  zwei-
felsfrei belegen und die Rückschaffung ohne (grossen) administrativen 

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Aufwand  ermöglichen,  wobei  diesen  beiden  Anforderungen  in  der 
Praxis  regelmässig  Reisepässe  und  Identitätskarten  genügen  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 4-6), 

dass  demnach die  vom Beschwerdeführer  bei  der  Vorinstanz  einge-
reichte Kopie einer Identitätskarte (vgl. A1 S. 4) nicht genügt, da diese 
nicht fälschungssicher und damit nicht geeignet ist, den zweifelsfreien 
Identitätsnachweis zu erbringen, 

dass  es  der  Beschwerdeführer  demnach  unterliess,  im  Moment  der 
Einreichung des Asylgesuches im EVZ bzw. in den 48 Stunden nach 
der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt des Inhaltes eines Infor-
mationsblattes  (vgl.  act.  A3)  ein  Dokument  zu  seiner  zweifelsfreien 
Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- 
oder  Identitätspapieren  erklärt,  sein  Reisepass,  den er  für  den Flug 
nach D._______ benützt habe, sei beim Schlepper geblieben und das 
Original seiner Identitätskarte befinde sich zu Hause (vgl. act. A1 S. 3 
f., A9 S. 3 ff.),

dass entgegen der dahingehenden Ansicht des BFM in der angefoch-
tenen Verfügung die Abgabe eines Identitätspapiers eines Asylsuchen-
den an einen Schlepper nicht an sich schon als Eigenverschulden der 
asylsuchenden  Person  bewertet  werden  kann,  da  dieses  Verhalten 
aufgrund der konkreten Umstände und im Gesamtkontext glaubhaft im 
Sinne von Art. 7 AsylG sein und durchaus als entschuldbarer Grund im 
Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG qualifiziert werden könnte,

dass indessen die Ausführungen des Beschwerdeführers zum Verbleib 
seiner  Papiere  und zum Reiseweg als  widersprüchlich,  unsubstanzi-
iert, vage, ausweichend und unrealistisch und damit als nicht glaubhaft 
erscheinen und dem BFM im Ergebnis daher beizupflichten ist, dass 
der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe für die Nichtabga-
be von rechtsgenüglichen Identitätspapieren darzulegen vermag, 

dass der Beschwerdeführer an der Erstbefragung vorbringt, seinen zir-
ka sechs Monate gültigen Reisepass im Jahr 2009 legal bei den Be-

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hörden beantragt zu haben, wobei er nicht wisse, ob er für eines der 
Transitländer ein Visum gehabt habe (vgl. act. A1 S. 3 und S. 7), 

dass er in diametralem Widerspruch dazu während der einlässlichen 
Anhörung  zu  Protokoll  gibt,  im  Pass  sei  ein  für  D._______  sechs 
Monate dauerndes Visum eingetragen gewesen, das er zirka drei oder 
vier  Monate  vor  seiner  Ausreise  vom  25./26.  April  2009  aus 
Bangladesch beantragt und ihm der Schlepper besorgt habe (vgl. act. 
A9 S. 5 f.), 

dass  in  diesem Zusammenhang nicht  realistisch  erscheint,  dass  ein 
Dritter das Visum für den Beschwerdeführer besorgt haben soll, da es 
in aller Regel zur Ausstellung eines Visums die persönliche Vorsprache 
eines Gesuchstellers bedingt, 

dass  der  Beschwerdeführer  weder  weiss,  in  welcher  Stadt  er  in 
D._______ mit dem Flugzeug gelandet ist,  noch benennen kann, mit 
welcher Fluggesellschaft  er von K._______ nach D._______geflogen 
ist,  auch  nicht  anzugeben  vermag,  wo  er  auf  der  anschliessenden 
Weiterfahrt  mit  dem  Auto  die  Grenze  zu  L._______  passierte,  und 
nicht im Stande ist, Angaben über die Reiseroute von L._______ in die 
Schweiz zu machen (vgl. act. A1 S. 7, A9 S. 5), 

dass  er  im  Weiteren  angibt,  sich  in  L._______  ständig  in  einer 
Wohnung aufgehalten zu haben (vgl. act. A1 S. 7), was angesichts des 
von ihm dargelegten mehrtägigen Aufenthaltes dort (vgl. act. A1 S. 8) 
nicht  nur  unrealistisch,  sondern  aufgrund  seiner  weiteren  Aussage, 
L._______ habe ihm nicht  gut  gefallen,  dort  sei  es zu kalt  gewesen 
(vgl. act. A1 S. 7), auch als ungereimt erscheint, 

dass nicht nachvollziehbar ist, weshalb der Beschwerdeführer auf sei-
ner Reise eine Kopie seiner Identitätskarte, die er bei der Vorinstanz 
einreichte, auf sich trug, indessen das Original zu Hause gelassen ha-
ben soll,  und die  von ihm diesbezüglich  abgegebene Erklärung,  die 
Identitätskarte würde er zu Hause zwecks Kontrollen benötigen, in kei-
ner Weise einleuchtet (vgl. act. A1 S. 4), 

dass angesichts des vom Beschwerdeführer angegebenen Fluchtgrun-
des, in seiner Heimat angezeigt und gesucht worden zu sein (vgl. dazu 
nachfolgend), nicht nachvollziehbar erscheint,  dass er mit  seinem ei-
genen  Pass  problemlos  auf  dem Luftweg  nach  D._______ausreiste, 

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zumal  an internationalen Flughäfen in aller  Regel  strenge Kontrollen 
herrschen,

dass aufgrund dieser Ausführungen - in Übereinstimmung mit der Fol-
gerung des BFM -  davon auszugehen ist,  der Beschwerdeführer  sei 
mit Ausweisdokumenten, die er den schweizerischen Behörden vorent-
hält, in die Schweiz gereist,

dass es dem Beschwerdeführer, der bis dato keine Papiere nachreich-
te, auch unter Berücksichtigung der Ausführungen in der Rechtsmittel-
schrift nicht gelingt, für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitäts-
papieren  innerhalb  der  Frist  von  48  Stunden  entschuldbare  Gründe 
glaubhaft  darzulegen,  da  er  auf  Beschwerdeebene  wiederholt  vor-
bringt, der Pass befinde sich beim Schlepper, dem er völlig ausgelie-
fert gewesen sei,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
Kern vorbrachte, während einer Auseinandersetzung zwischen Anhän-
gern  der  Awami  League  (AL)  und  der  Bangladesh  Nationalist  Party 
(BNP) in einem zirka acht Kilometer von seinem Wohnsitz entfernten 
Ort  seien  ein  Mitglied  der  BNP  namens  M._______  und  dessen 
Schwiegervater ermordet worden, 

dass Angehörige der AL später gegen Mitglieder der BNP Anzeige er-
stattet hätten und er, nachdem er gehört habe, dass sich diese auch 
auf  ihn  bezogen habe,  am 5. oder  6.  Februar  2009 zunächst  nach 
K._______ und von dort  aus zwei  Monate später  mit  dem Flugzeug 
nach  D._______sowie  anschliessend  mit  dem Auto  nach  L._______ 
und schliesslich in die Schweiz geflüchtet sei (vgl. act. A1 S. 5 ff., A9 S. 
6 ff.), 

dass  für  die  weiteren Einzelheiten  des zur  Begründung des Asylge-
suchs geltend gemachten Sachverhalts auf  die Protokolle der Befra-
gung vom 14. Mai 2009 und der Anhörung vom 26. Mai 2009 und die 
angefochtene Verfügung zu verweisen ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht auf verschie-
dene Unglaubhaftigkeitsmerkmale in der Gesuchsbegründung des Be-
schwerdeführers hinweist, 

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dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die diesbezüglichen Er-
wägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen wer-
den kann,

dass dabei hervorzuheben ist,  dass der Beschwerdeführer weder In-
formationen  über  den  Inhalt  der  angeblichen  Falschanzeige,  die  er 
bloss vom Hörensagen kennt  (vgl. act. A1 S. 5 f.,  A9 S. 7 ff.),  noch 
konkrete Kenntnisse über die BNP, bei der er immerhin seit mehreren 
Jahren aktiv Mitglied gewesen sein will, besitzt, 

dass er nicht einmal in der Lage ist, die genauen Ziele und das Pro-
gramm der BNP oder das Datum der letzten Parlamentswahlen anzu-
geben (vgl. act. A1 S. 6, A9 S. 9), 

dass darüber hinaus festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer an-
lässlich der Erstbefragung angab, nebst den beiden Toten habe die er-
wähnte Auseinandersetzung mit fünf bis sechs Schwerverletzten geen-
det (vgl. act. A1 S. 5), demgegenüber während der einlässlichen Anhö-
rung  die  Zahl  der  Verletzten mit  zwei  bis  drei  beziffert  (vgl.  act.  A9 
S. 7), 

dass der Beschwerdeführer einmal darlegt, er sei am 5. oder 6. Febru-
ar 2009 und damit noch am selben Tag, als der Überfall in dem Dorf 
stattgefunden habe, nach K._______ geflüchtet (vgl. act. A1 S. 6), an 
anderer  Stelle  jedoch  erklärt,  die  Schlägerei  habe  am  4.  oder 
5. Februar 2009 stattgefunden (vgl. act. A9 S. 7), 

dass  aus  den  Angaben  des  Beschwerdeführers,  das  Visum  für 
D._______  sei  zirka  drei  oder  vier  Monate  vor  seiner  Ausreise  vom 
25./26. April  2009 durch den Schlepper besorgt worden (vgl. act. A9 
S. 5  f.),  zu  folgern  ist,  dass  er  den  Entschluss  zu  seiner  Ausreise 
bereits am 25./26. Dezember 2008 oder am 25./26. Januar 2009 und 
nicht wie von ihm angegeben erst im Februar 2009 gefasst hat, 

dass auf Beschwerdeebene nichts Stichhaltiges geltend gemacht wird, 
was allenfalls zu einer anderen Beurteilung führen könnte, da sich der 
Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmittelschrift  hauptsächlich  darauf 
beschränkt, pauschal auf den von ihm bereits dargelegten Sachverhalt 
sowie auf allgemeine Erwägungen des Bundesverwaltungsgerichts zu 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG (BVGE 2007/8) zu verweisen, 

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dass  auch  die  vom Beschwerdeführer  eingereichten  Beweismittel  in 
Form eines englischen Schreibens seines Anwalts sowie eines in einer 
weiteren  Fremdsprache  verfassten  angeblich  gerichtlichen,  als   (...) 
bezeichneten Entscheides nicht geeignet sind, die zuvor festgestellten 
Unglaubhaftigkeitselemente  in  einem  anderen  Licht  erscheinen  zu 
lassen, 

dass es sich bei genanntem Entscheid lediglich um eine Kopie handelt 
und dieser damit leicht verfälschbar ist, 

dass im Weiteren auffällt, dass der Beschwerdeführer - der bislang nie 
einen Anwalt in der Heimat erwähnte - im anwaltlichen Schreiben als 
O._______ genannt wird, was nicht exakt seinem im schweizerischen 
Asylverfahren angegebenen Namen A._______ entspricht (vgl. act. A1 
S. 1, A2), 

dass das Schreiben des Anwalts, welches vom 19. März 2009 datiert, 
bezeichnenderweise  keine  detaillierten  Ausführungen  über  die  vom 
Beschwerdeführer  gelten  gemachten  Fluchtgründe  und  Ereignisse 
vom 4. Februar  2009,  die zur  Anzeige vom gleichen Tag und seiner 
Ausreise geführt haben sollen, enthält, 

dass sich eine - wie vom Beschwerdeführer beantragte - Übersetzung 
von Amtes wegen des anwaltlichen Schreibens sowie des genannten 
fremdsprachigen Entscheides  erübrigt,  da,  selbst  wenn die vom Be-
schwerdeführer geltend gemachte, gegen ihn eingereichte Anzeige tat-
sächlich erfolgt wäre, dieser Umstand - in Bestätigung der vorinstanzli-
chen Ausführungen - als offensichtlich nicht asylrelevant zu erachten 
wäre, 

dass es dem Beschwerdeführer - der angab, während des vermeintli-
chen Tatzeitpunkts zu Hause und damit nicht in die für die Anzeige ur-
sächliche Schlägerei  im Nachbarort  verwickelt  gewesen zu sein (vgl. 
act. A 1 S. 5) - nämlich möglich und zumutbar wäre, gegen eine solche 
Falschanzeige und einen in der Folge zu Unrecht ausgestellten Haft-
befehl  sowie  im Übrigen  auch  gegen  allfällige  Bedrohungen  seitens 
privater Dritter die ihm zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel zu 
ergreifen, 

dass unter diesen Umständen festzuhalten bleibt, dass das Bestehen 
der  Flüchtlingseigenschaft ohne  weiteres  ausgeschlossen  werden 

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kann und zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 

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im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  er-
sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass - in Bestätigung der vorinstanzlichen Erwägungen - weder die all-
gemeine Lage im Heimatstaat noch individuelle Gründe auf eine kon-
krete Gefährdung des jungen Beschwerdeführers, der in Bangladesch 
nebst  seiner  Mutter  über vier  Brüder  und eine Schwester  und damit 
über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügt (vgl. act. A1 S. 2 f.),  im 
Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung daher nicht als unzumutbar er-
weist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass der Antrag auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen durch das 
Bundesverwaltungsgericht - solche können nur für die Dauer des Be-
schwerdeverfahrens  Wirkung  entfalten  -  aufgrund  des  direkten  Ent-
scheids in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist, 

dass den Akten nicht entnommen werden kann, dass das BFM bereits 
Daten an die Behörden von Bangladesch weitergegeben hat, weshalb 
es sich ebenfalls erübrigt, auf den weiteren - sinngemäss gestellten - 
Antrag, vor Eintritt der Rechtskraft der vorinstanzlichen Verfügung sei 
die  Vorinstanz  anzuweisen,  dem  Beschwerdeführer  im  Sinne  des 
rechtlichen Gehörs eine bereits erfolgte Datenweitergabe an den Hei-

Seite 11

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matstaat offenzulegen, mit dem direkten Entscheid in der Hauptsache 
als gegenstandslos geworden zu betrachten ist,

dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten, aufgrund des direkten Entscheides in der Hauptsache ge-
genstandslos geworden ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit 
der Beschwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums Basel (Einschreiben; Beilagen: Einzahlungsschein, 
eingereichte Beweismittel)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (per Telefax zu 
den Akten Ref.-Nr. N_______, mit  der Bitte um Eröffnung des Ur-
teils an den Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden 
Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand:

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