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**Case Identifier:** e66270b8-8baf-5bf6-b755-3494b0ff41d4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 07.12.2022 810 22 151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-151_2022-12-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 7. Dezember 2022 (810 22 151) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben 

 

 

Grundstückgewinnsteuer / Erwerbspreis 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Daniel Noll, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichtsschreiberin 
Nathalie Droeser 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Pascal Riedo, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht) 
Vorinstanz 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Grundstückgewinnsteuer  

(Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts Basel-Landschaft, Abtei-
lung Steuergericht, vom 18. März 2022) 

 

 

 

 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. A.____ erwarb die mit einem Wohnhaus bebaute Parzelle Nr. 155, Grundbuch (GB) 

X.____ (1'724 m2), mit Grundbucheintrag vom 8. Januar 2013 für Fr. 1 Mio. Per 13. Juni 2014 

wurden 1'437 m2 abparzelliert, womit die Parzelle Nr. 2334, GB X.____, entstand. Diese wurde 

mit einem Mehrfamilienhaus und einer Autoeinstellhalle überbaut und im Stockwerkeigentum – 

mit Ausnahme der von A.____ selbst bewohnten Einheit – in den Jahren 2014 und 2015 an 

mehrere Käufer für insgesamt Fr. 4'725'000.-- veräussert. Der Altbau auf der verbleibenden 

Restparzelle Nr. 155, GB X.____, wurde renoviert und wird vermietet.  

 

B. Im Revisionsbericht Nr. 2020-241 vom 12. November 2020 führte die Steuerverwaltung 

unter anderem aus, dass aus dem Kaufvertrag nicht hervorgehe, wieviel vom Kaufpreis von 

insgesamt Fr. 1 Mio. für das Land angerechnet werde. Für die Ermittlung des Erwerbspreises 

der Parzelle Nr. 2334, GB X.____, müsse daher auf statistische Werte abgestellt werden. Ge-

mäss Angaben des Statistischen Amtes sei mit einem Quadratmeterpreis von Fr. 414.-- zu 

rechnen, was einen Betrag von Fr. 594'918.-- ergebe.  

 

C. Mit Veranlagungsverfügung Nr. 14/1626 vom 25. November 2020 wurde der steuerba-

re Grundstückgewinn aus der Veräusserung von 819.71/1'000 Miteigentumsanteil an Parzelle 

Nr. 2334, GB X.____, gestützt auf den Revisionsbericht Nr. 2020-241 vom 12. November 2020 

auf Fr. 357'177.60 und die geschuldete Grundstückgewinnsteuer auf Fr. 144'048.-- festgelegt.  

 

D. Die mit Schreiben vom 11. Dezember 2020 dagegen erhobene Einsprache wies die 

Steuerverwaltung mit Einsprache-Entscheid vom 15. Juni 2021 ab, wobei sie zur Begründung 

grundsätzlich auf den Revisionsbericht Nr. 2020-241 vom 12. November 2020 verwies.  

 

E. Den gegen diesen Einsprache-Entscheid erhobenen Rekurs vom 16. Juli 2021 wies 

das Steuer- und Enteignungsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht), 

mit Urteil Nr. 510 21 51 vom 18. März 2022 ab. Im Wesentlichen hielt es fest, als Erwerbspreis 

der Parzelle Nr. 2344, GB X.____, sei vorliegend der abparzellierte Landwert der 1'437 m2 von 

der Parzelle Nr. 155, GB X.____, massgebend. Aus dem Kaufvertrag vom 21. November 2012 

betreffend Parzelle Nr. 155, GB X.____, sei nicht ersichtlich, welcher Teil des Kaufpreises von 

Fr. 1 Mio. auf das Land (1'724 m2) und welcher auf die darauf stehende Baute entfalle. Da das 

Gebäude nicht als Abbruchliegenschaft und entsprechend nicht mit Fr. 0.-- zu bewerten sei, 

lasse sich der Erwerbspreis des Landes nicht aus dem Vertrag ableiten. Gemäss § 77 Abs. 2 

des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 7. Februar 1974 gelte im Fall, 

dass der Kaufpreis nicht feststellbar sei, der Verkehrswert im Zeitpunkt des Erwerbes als sol-

cher, vorliegend also der Landwert im Jahr 2013. Gemäss der Bodenpreisstatistik des Statisti-

schen Amtes habe der flächengewichtete durchschnittliche Bodenpreis in X.____ im Jahr 2013 

Fr. 414.--/m2 betragen. Dabei seien keine Preisausreisser nach unten oder nach oben feststell-

bar, die es rechtfertigen würden, ausnahmsweise vom statistischen Wert abzuweichen. Auch in 

den beiden vorangehenden und darauffolgenden Jahren habe der durchschnittliche Landwert in 

X.____ jeweils zwischen Fr. 412.-- und Fr. 452.-- pro m2 gelegen. Der von A.____ begehrte 

Landwert von Fr. 580.--/m2 scheine angesichts dieser Durchschnittswerte als unrealistisch. Es 

seien keine stichhaltigen Unterlagen beigebracht worden, welche den nach der statistischen 

Methode ermittelten Landwert widerlegen und als offensichtlich unrichtig erscheinen liessen.  

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F. Dagegen erhob A.____ (nachfolgend Beschwerdeführer genannt), vertreten durch Ad-

vokat Pascal Riedo, mit Eingabe vom 8. Juli 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung 

Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Der Beschwerdeführer beantragt, der Entscheid des Steu-

ergerichts Basel-Landschaft vom 18. März 2022 sowie die zugrundeliegende Steuerveranla-

gung vom 25. November 2020 seien aufzuheben und es sei in der Veranlagung der Grund-

stückgewinnsteuer Nr. 14/1626 bei den Gestehungskosten ein Erwerbspreis von Fr. 718'500.-- 

zu berücksichtigen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen, unter o/e-Kostenfolge. Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, Kongruenz 

setze bei der Bestimmung des Erwerbspreises und des Veräusserungserlöses voraus, dass 

nicht bei der Bestimmung des einen Werts auf den konkret bezahlten Preis und beim anderen 

auf einen abstrakten Wert abgestellt werde. Genau dies habe die Vorinstanz im vorliegenden 

Fall indessen getan, indem sie für den Veräusserungserlös auf den vom Beschwerdeführer 

konkret erhaltenen Betrag, beim Erwerbspreis indessen auf einen abstrakten Vergleichswert 

abgestellt habe, welche keine Relation zu dem gemäss Kaufvertrag effektiv bezahlten Preis 

aufweise. Eine solche Praxis sei im Grundsatz als unzulässig anzusehen. Sie führe zu einer 

Schlechterstellung des Steuerpflichtigen, wenn für den steuerbegründenden Veräusserungser-

lös ohne Weiteres auf den konkreten Verkaufsvertrag abgestellt werde, während für den steu-

ermindernden Erwerbspreis nicht der tatsächlich bezahlte Landwert, sondern Vergleichswerte 

aus anderen Verkäufen berücksichtigt würden. Die von der Steuerverwaltung hier angewandte 

Praxis (Abstellen auf Vergleichswerte) liesse sich einzig dort rechtfertigen, wo sich aus dem 

ursprünglichen Erwerbsakt heraus überhaupt nicht feststellen liesse, welcher Landpreis dem 

damaligen Vertrag konkret zugrunde gelegen habe. Ein solcher Fall liege hier indessen nicht 

vor.  

 

Der Beschwerdeführer habe für die Beweisführung entsprechend der Empfehlung des Steuer-

gerichts ein eigenes Gutachten eingeholt. In seiner Beurteilung gelange der beigezogene Ex-

perte dabei zum begründeten Schluss, dass im konkreten Erwerbsgeschäft von einem Wert des 

vorbestehenden Gebäudes von Fr. 183'333.-- auszugehen sei und damit – bei einem Gesamt-

erwerbspreis von Fr. 1 Mio. – der Wert des Landes mit Fr. 866'666.-- zu veranschlagen sei. 

Hieraus resultiere für den Wert des Landes (Gesamtparzelle = 1’724 m2) ein Preis von gerundet 

Fr. 500.--/m2, welcher dem effektiv bezahlten Landwert entspreche. Bei der hier interessieren-

den Landfläche von 1’437 m2 betrage der Erwerbspreis somit Fr. 718'500.--. Entsprechend den 

Feststellungen des Gutachters werde daher beantragt, der Berechnung der Grundstückgewinn-

steuer einen Erwerbspreis von Fr. 718'500.-- zugrunde zu legen. Sollte das Gericht dieser Be-

rechnung nicht folgen, werde weiterhin die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens beantragt.  

 

G. Die Steuerverwaltung sowie das Steuergericht schlossen mit Eingaben vom 15. und 

19. August 2022 auf Abweisung der Beschwerde.  

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

1. Nach § 131 Abs. 1 StG und § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-

waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Entscheide des Steuerge-

richts mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht, angefochten werden. Nach § 131 Abs. 2 lit. a StG ist die steuerpflichtige Per-

son zur Beschwerde befugt. Da alle formellen Voraussetzungen gemäss §§ 43 ff. VPO erfüllt 

sind, ist auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde einzutreten.  

 

2. Mit der Beschwerde in Steuersachen können gemäss § 45 Abs. 2 VPO alle Mängel des 

angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden. Dem Kan-

tonsgericht kommt im vorliegenden Fall somit volle Kognition zu. Das Kantonsgericht ist nach 

§ 18 Abs. 3 VPO weiter nicht an die Begehren der Parteien gebunden, sondern es stehen ihm 

die gleichen Befugnisse zu wie den Einschätzungsbehörden.  

 

3.1.1 Gewinne aus der Veräusserung von Grundstücken oder Anteilen an solchen unterliegen 

nach § 71 StG der Grundstückgewinnsteuer. Der Grundstückgewinn ist nach § 75 Abs. 1 StG 

der Betrag, um den der Veräusserungserlös die Gestehungskosten (Erwerbspreis und wertver-

mehrende Aufwendungen) übersteigt. Auch das Bundesgesetz über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) vom 14. Dezember 1990 schreibt in 

Art. 12 Abs. 1 die Erhebung einer Grundstückgewinnsteuer vor. Darüber hinaus bleibt das StHG 

aber vage und enthält nur wenige Vorgaben an die Kantone (vgl. BGE 143 II 382 E. 2.1; Urteil 

des Bundesgerichts 2C_421/2018 vom 13. Mai 2019 E. 2.2; BERNHARD ZWAHLEN/NATALIE 

NYFFENEGGER, in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 

Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 

Gemeinden, 3. Auflage, Basel 2017, N 2 zu Art. 12). Es äussert sich namentlich zur Ermittlung 

des steuerbaren Gewinns nur in allgemeiner Weise. Entsprechend den ihnen belassenen Frei-

räumen haben die Kantone die Besteuerung der Grundstückgewinne nicht einheitlich geregelt 

(vgl. BGE 134 II 124 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_589/2014 vom 27. März 2015 E. 3.2). 

Die basellandschaftliche Grundstückgewinnsteuer folgt dem monistischen System, welches 

auch Zürcher System genannt wird, und erfasst einheitlich sowohl private als auch geschäftli-

che Grundstückgewinne (Urteil des Bundesgerichts 2C_230/2017 vom 26. Januar 2018 

E. 2.1.2; KGE VV vom 26. September 2018 [810 18 58] E. 3.3; THOMAS P. WENK, in Nefz-

ger/Simonek/Wenk [Hrsg], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 

2004, N 5 zu § 71). 

 

3.1.2 Als Erwerbspreis gilt nach § 77 Abs. 1 StG der Kaufpreis mit Einschluss aller weiteren 

Leistungen des Erwerbers. Ist der Kaufpreis nicht feststellbar, so gilt nach § 77 Abs. 2 StG als 

solcher der Verkehrswert im Zeitpunkt des Erwerbes. Liegt der Erwerb mehr als 20 Jahre zu-

rück, so bestimmt sich der Erwerbspreis gemäss § 77 Abs. 3 StG nach dem Verkehrswert des 

Grundstückes vor 20 Jahren, sofern kein höherer Erwerbspreis nachweisbar ist. Gemäss kon-

stanter Praxis der Steuerverwaltung sowie des Steuergerichts wird der Landwert nach der sta-

tistischen Methode ermittelt. Danach wird verglichen, welche Preise in der nahen Umgebung 

des fraglichen Grundstücks zur betreffenden Zeit bezahlt worden sind. Ausgangspunkt für die 

Verkehrswertschätzung nach der statistischen Methode bilden daher die vorhandenen Ver-

gleichspreise. Dazu sind Vergleichspreise von Handänderungen unter Dritten heranzuziehen. 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Der so ermittelte Verkehrswert eines Grundstücks soll dem Preis entsprechen, der hierfür im 

gewöhnlichen Geschäftsverkehr im fraglichen Bewertungszeitpunkt am Ort der gelegenen Sa-

che mutmasslich zu erzielen gewesen wäre. Man spricht auch vom mittleren Preis für Grund-

stücke gleicher oder ähnlicher Grösse, Lage und Beschaffenheit in der betreffenden Gegend 

(vgl. KGE VV 810 21 174 vom 2. Februar 2022 E. 5.4.3 mit Hinweisen; WENK, a.a.O., N 8 f. zu 

§ 77; MARTIN ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER/OLIVIER MARGRAF/ STEFAN OESTERHELT in: Schweizeri-

sches Grundstückgewinnsteuerrecht, Zürich Basel Genf 2021, N 95 und 97 zu § 10). 

 

3.1.3 Der für die Ermittlung des Grundstückgewinns massgebende, von Bundesrechts wegen 

zu beachtende Grundsatz der vergleichbaren Verhältnisse (sogenanntes Kongruenzprinzip) 

verlangt, dass sich Erlös und Anlagewert auf das umfänglich und inhaltlich gleiche Grundstück 

beziehen. Hat sich dessen tatsächliche oder rechtliche Beschaffenheit während der massge-

benden Besitzesdauer geändert, so sind durch Zu- oder Abrechnungen vergleichbare Verhält-

nisse herzustellen. Demnach sind Substanzzunahmen bei der Ermittlung des Gewinns ebenso 

zu berücksichtigen wie Substanzabnahmen. Das Kongruenzprinzip ermöglicht es, mit der 

Grundstückgewinnsteuer den «unverdienten» Wertzuwachs auf einem Grundstück zu besteu-

ern, nicht aber den Mehrwert, der durch objektbezogene Investitionen, namentlich durch Arbeit 

oder Kapital, geschaffen wurde. Weil sich der gesetzliche Steuertatbestand der Grundstückge-

winnsteuer mit der Veräusserung verwirklicht, ist der Zeitpunkt der Veräusserung massgebend 

für die der Gewinnermittlung zugrunde zu legenden tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse. 

Der durch den Erlös abgegoltene tatsächliche und rechtliche Zustand des Grundstücks ist im 

Zeitpunkt der Veräusserung zurück auf den Erwerbszeitpunkt zu projizieren (vgl. 

ZWEIFEL/MARGRAF/HUNZIKER/OESTERHELT, a.a.O., N 5 ff. zu § 10).  

 

3.1.4 In Bezug auf die Beweislastverteilung im Steuerrecht ist festzuhalten, dass der Nach-

weis für steuerbegründende oder steuererhöhende Tatsachen der Steuerverwaltung, der Be-

weis für steuermindernde Tatsachen grundsätzlich dem Steuerpflichtigen obliegt. Dieser hat die 

steuermindernde Tatsache nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen. Die Beweislosig-

keit wirkt sich dabei zu Ungunsten jener Partei aus, welche die Beweislast trägt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 2C_913/2020 vom 14. April 2021 E. 1.4 mit weiterem Hinweis). 

 

4. Angefochten sind vorliegend einzig noch die Gestehungskosten, d.h. der Erwerbspreis, 

von Fr. 594'918.-- (1'437 m2 x Fr. 414.--) der Parzelle Nr. 2334, GB X.____, wobei festzuhalten 

ist, dass vom Beschwerdeführer vor Kantonsgericht zurecht nicht mehr bestritten wird, dass der 

Altbau auf der Parzelle Nr. 155, GB X.____, keine Abbruchliegenschaft darstellt und folglich 

einen Gebäudewert aufweist. 

 

4.1 Gestützt auf das Kongruenzprinzip darf in casu wegen der Abparzellierung von Bauland 

von der damals für insgesamt Fr. 1 Mio. erworbenen Ursprungsparzelle mit einem bestehenden 

Haus als Anlagewert nur der abparzellierte Landwert für 1'437 m2 einerseits (als Gestehungs-

kosten) und die darauf erstellte neue Baute (als wertvermehrende Aufwendungen) andererseits 

berücksichtigt werden. Aus dem Kaufvertrag vom 21. November 2012 betreffend die Parzelle 

Nr. 155, GB X.____, ist nicht ersichtlich, welcher Teil des Kaufpreises von Fr. 1 Mio. auf das 

Land (1'724 m2) und welcher auf die darauf stehende Baute entfällt (vgl. Revisionsbericht 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Nr. 2020-241 vom 12. November 2020 S. 6 Ziffer 2.2.1). Da die Gestehungskosten bei der 

Grundstückgewinnsteuer zu den steuermindernden Tatsachen gehören, ist der Beschwerdefüh-

rer beweispflichtig und hat diese nachzuweisen (vgl. Ziffer 3.1.4 hiervor). Hierfür reicht der Be-

schwerdeführer ein Gutachten der B.____ GmbH vom 7. Juli 2022 ein und macht einen Er-

werbspreis von Fr. 718'500.-- (1'437 m2 x Fr. 500.-- [gerundet]) geltend. Zunächst ist festzustel-

len, dass dem Beschwerdeführer in seiner Beschwerde ein Rechenfehler unterlaufen ist: Der 

Gesamterwerbspreis von Fr. 1 Mio. abzüglich des geltend gemachten Gebäudewerts von 

Fr. 183'333.-- ergibt einen Landwert von Fr. 816'667.-- (statt Fr. 866'666.--) bzw. einen Quad-

ratmeterpreis von Fr. 474.-- (statt Fr. 500.-- [gerundet]) und damit ein Erwerbspreis von 

Fr. 681'138.-- (statt Fr. 718'500.--) für die vorliegend massgebliche Fläche von 1'437 m2. Davon 

abgesehen ist mit der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin darin einig zu gehen, dass aus 

dem Gutachten nicht weiter nachvollziehbar ist, wie der Gebäudewert von Fr. 183'333.-- zu 

Stande gekommen ist. Bei der Schätzung des Gebäudes aus dem Jahre 1800 wird von einem 

Gebäudezyklus von 45 Jahren ausgegangen. Da das vorliegende Gebäude gegen Ende des 

Zyklus einzuschätzen sei, werde es mit einem Abschlag von 77 % eingeschätzt. Aus dem Gut-

achten erschliesst sich jedoch nicht, wie der Schätzer auf die Entwertung des Gebäudes von 

77 % respektive beim Gebäudewert in der Tabelle von einem Lebenszyklus von 40 Jahren ge-

kommen ist. Auch ist nicht erkennbar, wie der ursprüngliche Gebäudewert von Fr. 3'000.--/m2 

errechnet wurde. Es wird mit «Kennzahlen» kalkuliert, ohne diese aber näher zu erläutern. Die 

Schätzung beruht ausserdem auf das Jahr 2014, d.h. das Jahr der Abparzellierung, anstatt auf 

dem hier massgebenden Erwerbszeitpunkt im Jahre 2013. Angesichts all dieser Gründe kann 

dem Gutachten der B.____ GmbH keine Aussagekraft beigemessen werden. Der Erwerbspreis 

gemäss § 77 Abs. 1 StG konnte durch den Beschwerdeführer demnach nicht nachgewiesen 

werden, weshalb nach § 77 Abs. 2 StG der Verkehrswert im Zeitpunkt des Erwerbes als Kauf-

preis gilt, vorliegend also der Verkehrswert des Baulands von 1'437 m2 im Jahre 2013. Da die 

statistische Methode (auch Vergleichsmethode genannt) eine geeignete und anerkannte Schät-

zungsmethode ist, welche darauf basiert, dass von vergleichbaren Objekten, die tatsächlich 

verkauft wurden, auf den Wert des zu schätzenden Grundstücks geschlossen und damit der 

Bodenwert auf eine rechtsgleiche Weise ermittelt wird, erübrigt sich die Einholung der beantrag-

ten Expertise, da der Verkehrswert damit zuverlässig ermittelt werden kann. Folglich ist der flä-

chengewichtete Durchschnittspreis des Statistischen Amtes zur ersatzweisen Bestimmung des 

Erwerbspreises heranzuziehen (vgl. Ziffer 3.1.2).  

 

4.2 Der flächengewichtete durchschnittliche Bodenpreis in X.____ betrug im Jahr 2013 ge-

mäss der Bodenpreisstatistik des Statistischen Amtes Fr. 414.--/m2. Wie die Vorinstanz richtig 

festgestellt hat, sind dabei keine Preisausreisser nach unten oder nach oben feststellbar, die es 

rechtfertigen würden, ausnahmsweise vom statistischen Wert abzuweichen: 2011 betrug der 

durchschnittliche Bodenpreis Fr. 452.--/m2 und 2015 Fr. 412.--/m2. Da in den Jahren 2012 und 

2014 in X.____ jeweils weniger als drei Freihandkäufe stattfanden, ist kein durchschnittlicher 

Bodenpreis für diese beiden Jahre vorhanden. Auch sonst sind keine augenfälligen Unregel-

mässigkeiten ersichtlich, die ein Abweichen von der kantonalen Steuerpraxis rechtfertigen wür-

den. Der Gestehungswert für das abparzellierte Bauland (Parzelle Nr. 2334, GB X.____) beläuft 

sich daher zu Recht auf insgesamt Fr. 594'918.-- (1'437 m2 x Fr. 414.--). 

 

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5. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.  

 

6. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 

VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 

die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei 

in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem Ausgang des Ver-

fahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3’500.-- dem unterlegenen Beschwerde-

führer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrech-

nen. Ausgangsgemäss ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zuzusprechen 

(§ 21 VPO). Die Parteikosten sind wettzuschlagen. 

 
  

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

   

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'500.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 3'500.-- verrechnet. 

   

 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.