# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbeed082-6976-5fe4-9b10-3206e0a8b01a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 19.03.2024 420 24 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_420-24-2_2024-03-19.pdf

## Full Text

Entscheid der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs  

Basel-Landschaft  

 

vom 19. März 2024 (420 24 2) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht  

 

 

Rechtliches Gehör im Verfahren betreffend die Verwertung eines Liquidationsanteils an 

einem Gemeinschaftsvermögen (Art. 132 Abs. 3 SchKG, Art. 10 VVAG; E. 2.2 f.). Keine 

Pflicht zur Durchführung einer Einigungsverhandlung durch die administrative Auf-

sichtsbehörde (E. 2.2). 

 

 
 
Besetzung  Präsidentin Christine Baltzer-Bader, Richterin Barbara Jermann Richter-

ich (Ref.), Richterin Susanne Afheldt; Aktuarin i.V. Zoe Brogli 
  

 

Parteien  A.____,  
vertreten durch Advokat Simon Berger, Lindenstrasse 2, Postfach, 
4410 Liestal,  
Beschwerdeführer 

B.____,  
vertreten durch Advokat Simon Berger, Lindenstrasse 2, Postfach, 
4410 Liestal,  
Beschwerdeführerin 

  gegen 

  Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 

   

Gegenstand  RR BL-Beschluss Nr. 2023-XYZ vom 12. Dezember 2023 zur Verwer-
tung eines Liquidationsanteils an einem Gemeinschaftsvermögen  

 

A. Die Ehegatten A.____ und B.____ bilden eine einfache Gesellschaft nach Art. 530 Obli-

gationenrecht (OR) und sind Gesamteigentümer der Liegenschaft Nr. XXXX, Grundbuch 

Y.____. Das Betreibungsamt Basel-Landschaft (nachfolgend: Betreibungsamt) vollzog am 

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1. Februar 2023 aufgrund diverser Betreibungen die Pfändung des Liquidationsanteils von 

A.____ an der einfachen Gesellschaft. Nach Eingang von mehreren Verwertungsbegehren der 

Gläubiger führte das Betreibungsamt in Anwendung der einschlägigen Bestimmungen der Ver-

ordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen vom 

17. Januar 1923 (VVAG; SR 281.41) am 15. Juni 2023 eine Einigungsverhandlung durch, wo-

bei keine Einigung erzielt werden konnte. Das Betreibungsamt forderte die Beteiligten (Gläu-

biger, Schuldner und dessen Ehefrau als Gesamteigentümerin) mittels Schreiben vom 19. Juli 

2023 unter 10-tägiger Fristansetzung auf, Lösungsvorschläge und Anträge für das weitere 

Verfahren zu unterbreiten. Nachdem innert Frist weder Vorschläge noch Anträge eingingen, 

übermittelte das Betreibungsamt die Angelegenheit gestützt auf Art. 132 Abs. 1 SchKG in Ver-

bindung mit Art. 10 Abs. 1 VVAG mit Schreiben vom 1. September 2023 samt den relevanten 

Unterlagen an die Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft, Administrative Aufsicht 

SchK und ersuchte die besagte Stelle um Einleitung der weiteren Schritte. 

B. Mit Beschluss Nr. 2023-XYZ vom 12. Dezember 2023 beschloss der Regierungsrat des 

Kantons Basel-Landschaft als administrative Aufsichtsbehörde die Auflösung der einfachen 

Gesellschaft A.____ und B.____ bezüglich der Liegenschaft Nr. XXXX, Grundbuch Y.____. Im 

Weiteren beauftragte er das Betreibungsamt mit deren Liquidation. 

C. Gegen diesen Beschluss erhoben A.____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) und B.____ 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin; zusammen: Beschwerdeführenden), vertreten durch Ad-

vokat Simon Berger, am 4. Januar 2024 bei der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Kon-

kurs Basel-Landschaft (nachfolgend: Aufsichtsbehörde) Beschwerde und beantragten, dass 

der Beschluss Nr. 2023-XYZ vom 12. Dezember 2023 aufzuheben und die Sache zur Neube-

urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, unter o/e-Kostenfolge (zzgl. MWSt) zulasten 

des Regierungsrats des Kantons Basel-Landschaft (nachfolgend: Beschwerdegegner). Ferner 

sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen sowie eine Einigungsverhandlung 

durchzuführen. Zur Begründung liessen die Beschwerdeführenden zusammengefasst ausfüh-

ren, dass es der Beschwerdegegner in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör un-

terlassen habe, sie vor der Bestimmung des Verwertungsmodus anzuhören.  

D. Mit Verfügung vom 5. Januar 2024 erteilte die Aufsichtsbehörde der Beschwerde vorläu-

fig die aufschiebende Wirkung und setzte dem Beschwerdegegner eine peremptorische Frist 

zur Vernehmlassung bis zum 18. Januar 2024 an.  

E. Der Beschwerdegegner liess sich mit Eingabe vom 12. Januar 2024 zur Beschwerde 

vernehmen und beantragte deren Abweisung. Dies im Wesentlichen mit der Begründung, dass 

dem rechtlichen Gehör im Hinblick auf den angefochtenen Beschluss mit der Einigungsver-

handlung vom 15. Juni 2023 sowie der mit Schreiben vom 19. Juli 2023 eingeräumten Gele-

genheit zur Antragsstellung Genüge getan worden sei. Gegen die Erteilung der aufschieben-

den Wirkung der Beschwerde gebe es nichts einzuwenden, zumal die Abteilung Liegen-

schaftsverwertungen des Betreibungs- und Konkursamtes in sämtlichen Art. 10 VVAG-Fällen 

praxisgemäss ohnehin erst dann aktiv werde, wenn ein rechtskräftiger Beschwerdeentscheid 

vorliege. 

http://www.bl.ch/kantonsgericht

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F. Die Aufsichtsbehörde schloss mit Verfügung vom 15. Januar 2024 den Schriftenwechsel 

und stellte den Parteien einen Entscheid aufgrund der Akten in Aussicht. Sie erteilte der Be-

schwerde im Weiteren definitiv die aufschiebende Wirkung und wies den Antrag der Beschwer-

deführenden auf Durchführung einer Einigungsverhandlung ab.  

Erwägungen 

1.1 Bei der vorliegenden Beschwerde handelt es sich um eine betreibungsrechtliche Be-

schwerde gemäss Art. 17 SchKG, analog einer solchen an die obere Aufsichtsbehörde im 

Sinne von Art. 18 Abs. 1 SchKG. Die Dreierkammer des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, 

Abteilung Zivilrecht, ist in Art. 6 Abs. 3 lit. b des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über 

Schuldbetreibung und Konkurs (EG SchKG, SGS 233) ausdrücklich als Rechtsmittelinstanz 

gegen Entscheide des Regierungsrats als administrative Aufsichtsbehörde vorgesehen und 

nimmt insofern die Funktion einer oberen Aufsichtsbehörde wahr. Im Rahmen der Beschwerde 

können die kantonalen Aufsichtsbehörden den angefochtenen Beschluss auf Gesetzesverlet-

zung oder Unangemessenheit überprüfen (vgl. Art. 17 Abs. 1 SchKG; AB SchK BL 420 15 306 

vom 3. November 2015, E. 1). Art. 18 Abs. 1 SchKG statuiert, dass der Entscheid respektive 

Beschluss einer unteren Aufsichtsbehörde innert zehn Tagen nach der Eröffnung an die obere 

kantonale Aufsichtsbehörde weitergezogen werden kann. Gemäss Art. 31 SchKG gelten für 

die Berechnung, die Einhaltung und den Lauf der Fristen die Bestimmungen der ZPO, sofern 

das SchKG nichts anderes bestimmt. Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch den angefoch-

tenen Beschluss in seinen rechtlichen oder tatsächlichen Interessen betroffen und dadurch 

beschwert ist und deshalb ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Abänderung 

des Beschlusses hat (BSK SchKG-COMETTA/MÖCKLI, 3. Aufl., 2021, Art. 17 N 40 mit Verweis 

auf BGE 139 III 384 E. 2.1; 138 III 219 E. 2.3; 129 III 595 E. 3; 120 III 42 E. 3; 112 II 1 E. 1). 

Unproblematisch ist das schutzwürdige Interesse des Schuldners, ist doch dieser von den 

Betreibungsschritten unmittelbar betroffen und hat er ein rechtlich geschütztes Interesse an 

der ordnungsgemässen Abwicklung des Zwangsvollstreckungsverfahrens (BSK SchKG-

COMETTA/MÖCKLI, 3. Aufl., 2021, Art. 17 N 41 mit Verweis auf BGE 129 III 595 E. 3.2). Ein 

schutzwürdiges Interesse hat aber namentlich auch der 

Dritteigentümer einer gepfändeten Sache (BGE 113 III 1390 E. 3a; 109 III 120 E. 6; 105 III 

107 E. 1a) oder der nicht betriebene, aber von den Verwertungsmassnahmen mitbetroffene 

und insofern am Verfahren indirekt beteiligte Grundpfandgläubiger (BSK SchKG-

COMETTA/MÖCKLI, 3. Aufl., 2021, Art. 17 N 42 mit Verweis auf BGE 87 III 1). Das betreibungs-

rechtliche Beschwerdeverfahren vor der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs 

richtet sich gemäss § 11 Abs. 1 EG SchKG nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz Basel-

Landschaft vom 13. Juni 1988 (VwVG, SGS 175), soweit das Bundesrecht keine Regelung 

vorsieht. § 15 Abs. 1 VwVG verlangt, dass die Eingaben der Parteien ein klar umschriebenes 

Begehren, die Angabe der Tatsachen und Beweismittel, eine Begründung sowie die Unter-

schrift der Parteien oder ihres Vertreters enthalten müssen. Die Beschwerde muss mindestens 

summarisch begründet werden. Die Beschwerdeführenden haben mithin kurz darzulegen, ge-

gen welche Rechtssätze der angefochtene Beschluss verstösst. Der Beschwerdeantrag muss 

entweder auf Aufhebung bzw. Änderung des angefochtenen Beschlusses oder auf Vornahme 

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einer betreibungsrechtlichen Massnahme gerichtet sein (Art. 21 SchKG). Im Beschwerdever-

fahren wird nur über die Verfahrenstätigkeit der Vollstreckungsorgane (Art. 17 Abs. 1 SchKG), 

nicht über materiellrechtliche Fragen entschieden (BGer 7B.151/2003 vom 9. Juli 2003, E. 1). 

1.2 Das in casu ergriffene Rechtsmittel richtet sich gegen den Beschluss Nr. 2023-XYZ 

des Beschwerdegegners vom 12. Dezember 2023, welcher einer Beschwerde gemäss Art. 18 

Abs. 1 SchKG als Anfechtungsobjekt zugänglich ist. Aus den Akten geht allerdings nicht her-

vor, wann dieser Beschluss den Beschwerdeführenden zugestellt worden ist. Davon ausge-

hend, dass eine postalische Zustellung des Beschlusses vom 12. Dezember 2023 frühestens 

am nächsten Tag, d.h. am 13. Dezember 2023, erfolgt sein konnte (entsprechend den Aus-

führungen der Beschwerdeführenden in Rz. 3 der Beschwerde), fiele der letzte Tag der Zehn-

tagesfrist auf den 23. Dezember 2023 und damit in die Betreibungsferien (Art. 56 Ziff. 2 

SchKG). In Anwendung von Art. 63 SchKG, wonach sich eine Frist, deren Ende in die Betrei-

bungsferien fällt, bis zum Dritten Tag nach dem Ende der Betreibungsferien verlängert, hätte 

sich die Frist vorliegend bis zum 4. Januar 2024 verlängert. Die Beschwerde ist am 4. Januar 

2024 der Schweizerischen Post zuhanden der Beschwerdeinstanz zum Versand übergeben 

und somit in jedem Fall rechtzeitig eingereicht worden, so dass die Frage der tatsächlichen 

Zustellung des angefochtenen Beschlusses offenbleiben kann.  

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Betreibungsschuldner und Adressat des angefochtenen 

Beschlusses zweifellos in seinen Interessen berührt und damit zur Erhebung der vorliegenden 

Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeführerin ist zwar nicht Betreibungsschuldnerin. Sie ist 

indessen Gesamteigentümerin der Liegenschaft Nr. XXXX, Grundbuch Y.____ sowie Mitan-

teilhaberin der mit dem angefochtenen Beschluss aufgelösten einfachen Gesellschaft. Sie ist 

somit von der Auflösung der Gesellschaft respektive den Verwertungsmassnahmen mitbetrof-

fen. Vor diesem Hintergrund kommt auch ihr ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung 

des angefochtenen Beschlusses zu, womit ihre Beschwerdelegitimation zu bejahen ist.  

1.4 Die Beschwerdeführenden stellen in ihrer Beschwerde den Antrag, dass der rubrizierte 

Beschluss des Beschwerdegegners aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an den 

Beschwerdegegner zurückzuweisen sei. Sie machen geltend, dass der Beschwerdegegner 

sie vor der Beschlussfassung nicht angehört habe, was eine grobe Verletzung des rechtlichen 

Gehörs darstelle. Damit machen sie die Verletzung von Verfahrensrecht geltend, was mit einer 

betreibungsrechtlichen Beschwerde nach Art. 17 Abs. 1 SchKG gerügt werden kann. Mithin 

liegen Rechtsbegehren, ein zulässiger Beschwerdegrund sowie eine summarische Begrün-

dung vor, womit die Beschwerde den formellen Anforderungen zu genügen vermag. Es sind 

sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt und demzufolge ist auf die Beschwerde einzutreten.   

2.1  Mit der vorliegenden Beschwerde rügen die Beschwerdeführenden die Verletzung des 

rechtlichen Gehörs mit der Begründung, rechtsprechungsgemäss habe die Aufsichtsbehörde 

im Sinne von Art. 132 SchKG die Beteiligten anzuhören, ehe sie den Verwertungsmodus be-

stimme. Diese Zuständigkeit dürfe sie nicht an das Betreibungsamt delegieren. Dem ange-

fochtenen Beschluss sei nicht zu entnehmen, dass die Beschwerdeführenden vor dem Ent-

scheid durch den Beschwerdegegner angehört worden seien. Die Beschwerdeführerin sei im 

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vorinstanzlichen Verfahren nicht Partei gewesen, sodass sie gar keine Möglichkeit gehabt 

habe, sich zu den weiteren Verwertungsmassnahmen oder sonst wie zu äussern.  

2.2 Im vorliegenden Fall geht es um die Pfändung und Verwertung eines Liquidationsan-

teils an einer Liegenschaft, welche im Gesamteigentum der Beschwerdeführenden steht. 

Art. 132 Abs. 1 SchKG sieht vor, dass das Betreibungsamt bei der Verwertung von Gesamt-

handanteilen die Aufsichtsbehörde um Bestimmung des Verfahrens ersucht. Trotz der syste-

matischen Einordnung von Art. 132 SchKG – Verwertung von beweglichen Sachen und For-

derungen – ist jene Bestimmung gemäss der herrschenden Lehre auch im Rahmen der Ver-

wertung von Grundstücken analog anwendbar. In diesen Fällen bestimmt Art. 1 Abs. 2 der 

Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken (VZG; SR 

281.42) zudem, dass nicht die Bestimmungen der VZG selbst anwendbar sind, sondern sich 

das Verwertungsverfahren nach den Bestimmungen der VVAG richtet. Gemäss § 6 Abs. 2 

lit. a EG SchKG nimmt im Kanton Basel-Landschaft der Regierungsrat als administrative Auf-

sichtsbehörde die in Art. 132 SchKG beschriebene Funktion wahr. Die administrative Auf-

sichtsbehörde kann die Versteigerung anordnen, die Verwertung einem Verwalter übertragen 

oder eine andere Vorkehrung treffen. Die Einzelheiten betreffend die Verwertung von Gesamt-

handanteilen sind in den Art. 8 – 16 VVAG geregelt. Das Betreibungsamt soll gemäss Art. 9 

Abs. 1 VVAG zunächst versuchen, zwischen den pfändenden Gläubigern, dem Schuldner und 

den anderen Teilhabern der Gemeinschaft eine gütliche Einigung herbeizuführen, sei es durch 

Abfindung der Gläubiger, sei es durch Auflösung der Gemeinschaft und Feststellung des auf 

den Schuldner entfallenden Liquidationsergebnisses. Sinn und Zweck ist es, eine Lösung zu 

erwirken, bei der eine eigentliche zwangsrechtliche Verwertung verhindert werden kann. Ge-

lingt eine gütliche Einigung nicht, so fordert das Betreibungsamt oder die Behörde, welche die 

Einigungsverhandlungen leitet, die pfändenden Gläubiger, den Schuldner und die Mitanteilha-

ber auf, ihre Anträge über die weiteren Verwertungsmassnahmen innert 10 Tagen zu stellen 

(Art. 10 Abs. 1 VVAG). Nach Ablauf dieser Frist übermittelt das Betreibungsamt diese Anträge 

zusammen mit den Betreibungsakten an die administrative Aufsichtsbehörde. Nach Art. 10 

Abs. 2 VVAG verfügt die angerufene Aufsichtsbehörde unter möglichster Berücksichtigung der 

Anträge der Beteiligten, ob das gepfändete Anteilsrecht als solches versteigert oder ob die 

Auflösung der Gemeinschaft und Liquidation des Gemeinschaftsvermögens herbeigeführt 

werden soll. Art. 132 Abs. 3 SchKG statuiert, dass die Aufsichtsbehörde ihren Entscheid nach 

Anhörung der Beteiligten fällt. Entgegen dem Anschein, welcher der Wortlaut prima vista er-

weckt, ist diese Formulierung gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht wörtlich 

dahingehend zu verstehen, dass die darin erwähnte Aufsichtsbehörde die Betroffenen erneut 

vorladen muss, um ihnen Gelegenheit zu geben, sich mündlich zu äussern, nachdem das Be-

treibungsamt dies bereits getan hat. Die Einigungsverhandlungen werden in der Regel vom 

Betreibungsamt geführt und es ist demgemäss üblicherweise auch dessen Sache, beim Schei-

tern dieser Verhandlungen die Anträge der Beteiligten über das weitere Verfahren einzuholen. 

Ob sich die Aufsichtsbehörde selbst um eine Einigung bemühen will, ist ihrem Ermessen an-

heimgestellt. Art. 132 Abs. 3 SchKG ist vor diesem Hintergrund dahingehend auszulegen, 

dass die administrative Aufsichtsbehörde verpflichtet ist, die Stellungnahmen der Betroffenen 

im Sinne von Art. 10 VVAG bei ihrer Entscheidung zu berücksichtigen (BGE 87 III 106 E. 2; 

96 III 10 E. 4; BGer 5A_1010/2019 vom 3. August 2020, E. 2.5.3; BSK SchKG I-ROTH, 3. Aufl., 

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2021, Art. 132 N 46; KUKO SchKG-AMBERG, 2. Aufl., 2014, Art. 132 SchKG N 13; OFK 

SchKG-SCHLEGEL/ZOPFI, 4. Aufl., 2017, Art. 132 N 11; KONRAD ZIMMERMANN, Zwangsvollstre-

ckung von Liquidationsanteilen an Erbschaften im Schuldbetreibungsverfahren, successio 

2018, S. 122 ff.). Eine Ausnahme hiervon besteht in der Konstellation, in welcher das Betrei-

bungsamt der administrativen Aufsichtsbehörde die Wiedererwägung einer früheren Entschei-

dung über das Verwertungsverfahren beantragt, ohne hierüber die Meinungsäusserungen der 

Beteiligten eingeholt zu haben. Sofern sich die genannte Aufsichtsbehörde auf diesen Antrag 

einlässt, so muss sie die Beteiligten, die auch in einem solchen Falle vor der Entscheidung 

angehört zu werden verdienen, selbst anhören (BGE 96 III 10 E. 4). Diese Auslegung von 

Art. 132 Abs. 3 SchKG entspricht sodann auch der bisherigen Praxis der Aufsichtsbehörde 

(publiziert: AB SchK BL 420 15 306 vom 3. November 2015, E. 2.2; nicht publiziert: AB SchK 

BL 420 20 196 vom 13. Oktober 2020, E. 3; AB SchK BL 420 19 238 vom 19. November 2019, 

E. 2.2).  

2.3 Den vorliegenden Akten lässt sich entnehmen, dass das Betreibungsamt nach Eingang 

von mehreren Verwertungsbegehren die Beteiligten mittels Schreiben vom 26. April 2023 zu 

einer Einigungsverhandlung nach Art. 9 VVAG vorgeladen hat. Die Einigungsverhandlung 

vom 15. Juni 2023 ist ohne Ergebnis verlaufen, zumal eine Einigung am Umstand gescheitert 

ist, dass die Gläubiger der Verhandlung entschuldigt ferngeblieben sind sowie die Beschwer-

deführenden dem Betreibungsamt keinen Lösungsvorschlag zur Begleichung der Schulden 

dargelegt haben. Die Teilnahme der Beschwerdeführenden an genannter Einigungsverhand-

lung ergibt sich aus dem sich in den Akten befindenden und ihrerseits unterzeichneten Proto-

koll. Aus den Akten geht weiter hervor, dass das Betreibungsamt nach dem Scheitern der 

Einigungsverhandlung mit einem Schreiben datierend vom 19. Juli 2023 an die Gläubiger so-

wie die Beschwerdeführenden gelangt ist. Darin hat das Betreibungsamt die Beteiligten auf-

gefordert, innert 10 Tagen nach Erhalt Vorschläge/Anträge gemäss Art. 10 VVAG über die 

weiteren Verwertungsmassnahmen mitzuteilen. Zudem wurde diesen in Aussicht gestellt, dass 

nach unbenutztem Ablauf dieser Frist die Akten zur Beurteilung an die zuständige Aufsichts-

behörde weitergeleitet würden. Von dieser Möglichkeit haben die Beschwerdeführenden kei-

nen Gebrauch gemacht. Die Beschwerdeführerin hätte in ihrer Funktion als Gesamteigentü-

merin eigens Anträge stellen können, womit die Argumentation in der Beschwerde, wonach 

ihr im vorinstanzlichen Verfahren zufolge fehlender Parteistellung keine Äusserungsmöglich-

keit offengestanden sei, ins Leere läuft. Die Beschwerdeführenden bringen in ihrer Be-

schwerde keine Erklärung vor, wieso sie keine Anträge hinsichtlich der weiteren Verwertungs-

massnahmen eingereicht haben. Unter Zugrundelegung der vorstehenden Ausführungen in 

Erwägung 2.2 ist in casu der Anspruch der Beschwerdeführenden auf rechtliches Gehör nicht 

verletzt, zumal ihnen entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung durch das Be-

treibungsamt die Möglichkeit eingeräumt wurde, sich anlässlich der Einigungsverhandlung so-

wie gemäss dem Schreiben vom 19. Juli 2023 mittels Anträgen zur Sache zu äussern. Soweit 

die Beschwerdeführenden mit Verweis auf BSK SchKG I-ROTH, 3. Aufl., 2021, Art. 132 N 46 

geltend machen, dass eine Delegation der Anhörung durch die Aufsichtsbehörde an das Be-

treibungsamt unzulässig sei, verkennen sie, dass sich das Delegationsverbot auf die Bestim-

mung des Verfahrens zur Verwertung und nicht auf die Anhörung der Beteiligten bezieht (so 

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auch der im BSK SchKG I-ROTH, 3. Aufl., 2021, Art. 132 N 46 zitierte BGE 55 II 2, 6). Vor 

diesem Hintergrund erweist sich die Beschwerde als unbegründet, womit sie abzuweisen ist.  

3. Für das Beschwerdeverfahren werden in Anwendung von Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG 

keine Kosten erhoben. Gemäss Art. 62 Abs. 2 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz 

über Schuldbetreibung und Konkurs (GebV SchKG) dürfen im Beschwerdeverfahren keine 

Parteientschädigungen zugesprochen werden. Demzufolge trägt jede Partei ihre Parteikosten 

selber.  

 

Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Kosten erhoben. 

Jede Partei trägt ihre eigenen Parteikosten selbst. 

 

Präsidentin 

 

 

 

Christine Baltzer-Bader 

Aktuarin i.V. 

 

 

 

Zoe Brogli 

 

 

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