# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1bd20cf-0805-5ec2-901f-3c5693793289
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.04.2010 D-2046/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2046-2010_2010-04-07.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2046/2010/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid;
Gerichtsschreiberin Corinne Krüger.

A.___________, geboren (...),
Tunesien,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 9. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2046/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat eigenen Angaben zu-
folge am 20. Juli 2006 verliess, 

dass er via Libyen am 22. Juli 2006 nach Italien gelangte, 

dass er von Italien aus am 28. Juni 2009 in die Schweiz einreiste und 
hier am 30. Juni 2009 um Asyl ersuchte,

dass das BFM am 10. Juli 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
B.__________ die Personalien des Beschwerdeführers erhob und ihn 
summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen des 
Heimatlandes befragte,

dass das Bundesamt dem Beschwerdeführer gleichentags das recht-
liche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung nach Italien gewährte,

dass das BFM mit Verfügung vom 9. März 2010 – eröffnet am 25. März 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
den Beschwerdeführer nach Italien wegwies,

dass  es  den  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte,  die  Schweiz 
spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, und 
festhielt, einer Beschwerde gegen diese Verfügung komme keine auf-
schiebende Wirkung zu,

dass das  BFM zur  Begründung  seiner  Verfügung  anführte,  aus  den 
Aussagen  des  Beschwerdeführers  gehe  hervor,  dass  er  am 22. Juli 
2006 in C._________ / Italien angekommen sei und durchgehend bis 
zu seiner Ankunft in der Schweiz in Italien gelebt habe,

dass  Italien  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26.  Oktober  2004 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europä-
ischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 
des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat 
oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags (Dublin-Assoziierungsab-
kommen [DAA, SR 0.142.392.68])  und auf  das Übereinkommen vom 
17.  Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 

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Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates  für  die  Prüfung  eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in 
Norwegen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 
2004, SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig 
sei,

dass  Italien  den  Antrag  auf  Übernahme des  Beschwerdeführers  bis 
dato  nicht  beantwortet  habe,  weshalb  aufgrund  der  Verfristung  am 
10. November  2009  davon  auszugehen  sei,  Italien  anerkenne  seine 
Zuständigkeit,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
(Art. 19 Abs. 3 Dublin II-VO [Verordnung {EG} Nr. 343/2003 des Rates 
vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur 
Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines von einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig ist])  oder Verlängerung (Art. 19 Abs. 4 Dublin II-VO) – bis 
spätestens zum 11. Mai 2010 zu erfolgen habe,

dass der  Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs gel-
tend gemacht habe, er könne nicht nach Italien zurückkehren, weil er 
dort von Personen bedroht werde, die aus dem Umfeld von Kriminellen 
stammten, die er bei den italienischen Behörden angezeigt habe,

dass das BFM ausführte, diese Erklärung stelle kein Hindernis für den 
Vollzug der Wegweisung nach Italien dar, denn Italien sei ein Rechts-
staat,  der  die  Menschenrechte  schütze  und  der  mittels  seiner  ent-
sprechenden Stellen, Schutz für Personen biete, die durch Dritte be-
droht würden und sich der Beschwerdeführer an diese Stellen wenden 
könne,

dass auf das Asylgesuch somit nicht einzutreten sei, 

dass die Folge eines Nichteintretensentscheides in der Regel die Weg-
weisung aus der Schweiz sei,

dass die Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und Möglichkeit  des Vollzugs zu 
bejahen seien,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  30. März  2010  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob und dabei  sinngemäss 

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die  Aufhebung der  vorinstanzlichen  Verfügung und die  Rückweisung 
der  Sache  an  das  BFM zur  materiellen  Prüfung  des  Asylgesuches, 
eventualiter  unter Anordnung der  vorläufigen Aufnahme den Verzicht 
auf den Wegweisungsvollzug beantragte, 

dass  auf  die  Beschwerdebegründung  –  soweit  erforderlich  –  in  den 
nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mittels vorsorglicher Massnahme 
vom 31. März 2010 den Vollzug der Wegweisung (per Telefax) einst-
weilen aussetzte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  1. April  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art.  105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. 
Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist,

dass er ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung beziehungs-
weise  Änderung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  hat  und  daher  zur 
Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art.  105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwer-
de einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters respektive 
einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und 
es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 
der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  mate-
riellen  Prüfung enthält,  die  angefochtene Verfügung aufhebt  und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist, 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  das  BFM  seinen  Nichteintretensentscheid  überzeugend  sowie 
gesetzes- und praxiskonform begründet hat  und zwecks Vermeidung 
von Wiederholungen auf  vorstehende zusammenfassende Darlegung 
dieser Erwägungen sowie im Detail auf den diesbezüglichen Inhalt der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass der Inhalt der Beschwerde offensichtlich zu keiner anderen Ein-
schätzung führt, zumal die Zuständigkeit Italiens zur Durchführung des 
Asylverfahrens  vom Beschwerdeführer  im  Grundsatz  nicht  bestritten 
wird,

dass  somit  Italien  für  die  Prüfung  seines  am 30.  Juni  2009  in  der 
Schweiz eingereichten Asylantrags zuständig ist (vgl. vorstehend S. 3 

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DAA sowie die Dublin-II-VO und die Verordnung [EG]  Nr. 1560/2003 
der  Kommission  vom  2.  September  2003  mit  Durchführungsbe-
stimmungen  zur  Dublin-II-Verordnung  des  Rates  [DVO  Dublin]; 
insbesondere Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-VO),

dass  die  italienischen  Behörden  das  Ersuchen  der  Schweizer  Be-
hörden vom 9. September 2009 um Aufnahme des Beschwerdeführers 
innerhalb von zwei  Monaten nicht  beantwortet  haben, womit  die Zu-
ständigkeit Italiens gemäss Dubliner Verfahrensregelung aufgrund der 
so  genannten  Verfristung  definitiv  geworden  ist  (vgl.  Art.  18  Abs.  7 
Dublin-II-VO), 

dass zu prüfen bleibt, ob Gründe vorliegen, die das BFM hätten ver -
anlassen müssen, sein – ihm gemäss Art. 3 Abs. 2 Satz 1 Dublin-II-VO 
auch bei Zuständigkeit eines anderen Signatarstaates zustehendes – 
Selbsteintrittsrecht auszuüben,

dass Asylsuchende in Italien bei der Unterkunft,  der Arbeit  und dem 
Zugang zur medizinischen Infrastruktur gewissen Schwierigkeiten aus-
gesetzt sein können, 

dass Italien aber Signatarstaat sowohl des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (FK,  SR 0.142.30)  als 
auch  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist, 

dass  keine  konkreten  Anhaltspunkte  vorliegen,  wonach  sich  Italien 
nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen 
hält,

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs beim 
BFM geltend machte, im Oktober 2007 sei in Italien (D.__________ / 
Sizilien) ein Kollege von ihm an den Folgen eines Gewaltverbrechens 
gestorben, 

dass er Zeuge dieses Verbrechens gewesen sei und einen der beiden 
Täter habe identifizieren können,

dass  er  danach  von  den  italienischen  Behörden  eine  Aufenthalts-
erlaubnis erhalten habe (ausgestellt  am 13. Dezember 2007),  die er 
dreimal verlängert habe (bis 23. Januar 2009),

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dass er D.__________ im Oktober 2007 verlassen und in der Folge in 
verschiedenen Städten gelebt habe,

dass  er  am  8.  März  2009  wegen  des genannten  Verbrechens  vor 
Gericht als Zeuge ausgesagt habe,

dass er Italien am 28. Juni 2009 verlassen habe und in die Schweiz 
eingereist sei,

dass der Beschwerdeführer in  seiner Beschwerde geltend macht,  er 
müsste  in  Italien  um  sein  Leben  bangen,  weil  er  Zeuge  einer  
kriminellen  Tat geworden sei  und ihm der  Staat  aufgrund seiner  ab-
gelaufenen Papiere nicht genügend Schutz bieten würde,

dass die Einwände des Beschwerdeführers gegen eine Rückführung 
nach Italien  offensichtlich  nicht  gegen die  Zuständigkeit  Italiens  und 
eine  Wegweisung  dorthin  sprechen,  da  er  dort  bei  etwaigen  Über-
griffen durch Dritte staatlichen Schutz beanspruchen kann,

dass in Italien eine funktionierende und effiziente Schutzinfrastruktur, 
das  heisst  ein  Rechts-  und  Justizsystem  (insbesondere  auch  ein 
Zeugenschutzprogramm)  besteht,  das  dem  Beschwerdeführer  auch 
als Asylsuchender zugänglich ist  – zumal er  dem italienischen Staat 
bei der Aufklärung eines Verbrechens behilflich war – und deren Inan-
spruchnahme für ihn zumutbar ist,

dass  Dublin-Rückkehrende  betreffend  Unterbringung  von  den 
italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden und sich – neben 
den  staatlichen  Strukturen  –  auch  zahlreiche  private  Hilfsorgani-
sationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und  Flüchtlingen  an-
nehmen, 

dass die Organisation „Arci con Fraternità“ seit dem 1. Januar 2009 die 
Betreuung der  Flüchtlinge  im Flughafen Fiumicino  (Rom) organisiert 
und dort den Asylsuchenden kostenlose Rechtsberatung anbietet,

dass entgegen den sinngemässen Beschwerdevorbringen sich  somit 
keine  Hinweise  ergeben,  das  BFM  hätte  Veranlassung  zu  einem 
Selbsteintritt  gehabt,  weshalb darauf verzichtet werden kann, auf die 
entsprechenden Bedingungen näher einzugehen,

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dass das BFM in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der  
Zulässigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs (Art.  83 Abs. 2 
und 3 AuG regelmässig bereits Voraussetzung (und nicht erst Regel -
folge) des Nichteintretensentscheides ist,

dass  demnach  auf  die  Frage  einer  drohenden  Verletzung  des  Non-
Refoulement-Gebots  beziehungsweise  der  Möglichkeit  des  Vollzugs 
der Wegweisung an dieser Stelle nicht mehr einzugehen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von Art. 83 Abs. 1 und 4 AuG stellt, sondern ebenfalls vor der Prüfung 
des Nichteintretens im Rahmen des Selbsteintrittsrechts, welches wie 
vorstehend ausgeführt, nicht zur Anwendung gelangt, 

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht anordnete,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Corinne Krüger

Versand:

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