# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44b28181-7f68-5ea3-8600-c4c406b3c703
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.12.2011 E-3999/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3999-2011_2011-12-05.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­3999/2011

U r t e i l   v om   5 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi,
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;  
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

Parteien A._______,
und deren Kind
B._______,
Eritrea,  
vertreten durch lic. iur. Dominik Löhrer, 
Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende (ZBA), 
(…), 
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin­Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 6. Juli 2011 / N (…).

E­3999/2011

Seite 2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass das BFM mit Verfügung vom 6. Juli 2011 in Anwendung von Art. 34 
Abs.  2  Bst.  d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31) 
auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführenden  vom  18. Mai  2011  nicht 
eintrat,  die  Wegweisung  nach  Italien  verfügte,  den  Vollzug  der 
Wegweisung  anordnete,  feststellte,  einer  allfälligen Beschwerde  komme 
keine  aufschiebende  Wirkung  zu  sowie  den  Beschwerdeführenden  die 
editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte,

dass das Bundesamt der Beschwerdeführerin anlässlich der summarisch­
en  Befragung  vom  31.  Mai  2011  das  rechtliche  Gehör  bezüglich  der 
Zuständigkeit  Italiens  für  das  vorliegende  Asylverfahren,  zum 
Nichteintretensentscheid und zu einer Wegweisung dorthin gewährte,

dass  die  Beschwerdeführerin  hierzu  im  Wesentlichen  vorbrachte,  sie 
wolle  nicht  nach  Italien  zurückkehren,  da  sie  dort  zusammen mit  ihrem 
Kind keine Unterkunft habe, nicht wisse, wie sie ernährt würden und dort 
auch keine Verwandten leben würden,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  seiner  Verfügung  ausführte,  die 
Schweiz habe sich mit der Umsetzung des Abkommens vom 26. Oktober 
2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der 
Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur 
Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  einem 
Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­
Assoziierungsabkommen  [DAA],  SR  0.142.392.689)  verpflichtet,  die 
Dublin­II­Verordnung  (Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom 
18. Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur 
Bestimmung  des  Mitgliedstaates,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrages 
zuständig ist [Dublin­II­VO]), anzuwenden,

dass  durch  einen  Abgleich  der  Fingerabdrücke  mit  der  Zentraleinheit 
Eurodac  bestätigt  werde,  dass  die  Beschwerdeführenden  am  28.  März 
2011 in Italien Asylgesuche einreichten,

dass das BFM am 16. Juni 2011 an Italien ein Ersuchen um Übernahme 
der Beschwerdeführenden im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO 
gestellt habe und Italien innerhalb der festgelegten Zeit nicht geantwortet 
habe,  weshalb  die  Zuständigkeit  gestützt  auf  Art.  20  Abs.  1  Bst.  c       
Dublin­II­VO an Italien übergegangen sei,

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dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge­
treten werde, wenn Asylsuchende  in einen Drittstaat ausreisen könnten, 
der  für die Durchführung des Asyl­  und Wegweisungsverfahrens  staats­
vertraglich zuständig sei,

dass die Überstellung nach  Italien  ­  vorbehältlich einer  allfälligen Unter­
brechung  oder  Verlängerung  der  Überstellungsfrist  ­  bis  spätestens  am  
1. Januar 2012 zu erfolgen habe,

dass somit auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass  die  Folge  eines  Nichteintretensentscheides  gemäss  Art.  44 
Abs. 1 AsylG in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz sei und die 
Beschwerdeführenden  in  einen  Drittstaat  reisen  könnten,  in  dem  sie 
Schutz  vor  Rückschiebung  im  Sinne  von  Art.  5  Abs.  1  AsylG  finden 
würden,  weshalb  das  Non­Refoulement­Gebot  bezüglich  des  Heimat­ 
oder Herkunftsstaates nicht zu prüfen sei, und ferner keine Hinweise auf 
eine Verletzung von Art.  3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  im 
Falle einer Rückkehr nach Italien bestehen würden,

dass  Italien  die  Richtlinie  2003/9/EG  des  Rates  vom  27.  Januar  2003, 
welche zahlreiche Mindestnormen  für die Aufnahme und Betreuung von 
Asylsuchenden  beinhalte,  ohne  Beanstandungen  von  Seiten  der 
Europäischen Kommission umgesetzt habe,

dass  es  den  Beschwerdeführenden  zuzumuten  sei,  sich  erneut  an  die 
zuständigen  (italienischen)  Behörden  zu  wenden,  um  die  nötige 
Unterstützung zu beantragen, weshalb der Vollzug nach Italien zumutbar 
sei, 

dass der Vollzug der Wegweisung auch technisch möglich und praktisch 
durchführbar sei,

dass die Beschwerdeführenden gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 
15.  Juli  2011  (vorab  per  Telefax)  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhoben  und  beantragten,  die Verfügung  des BFM  vom 6. 
Juli 2011 sei aufzuheben, die Sache sei an das BFM zurückzuweisen und 
das  Amt  anzuweisen,  das  Asylgesuch  mit  demjenigen  von  (…) 
zusammenzulegen  und  eine  Entscheidung  für  beide  zusammen  zu 
treffen,

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dass  im  Sinne  vorsorglicher  Massnahmen  (der  vorliegenden 
Beschwerde)  die  aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen  sei  und  die 
Vollzugsbehörden anzuweisen seien, von einer Überstellung nach Italien 
abzusehen,  bis  das  Bundesverwaltungsgericht  über  die  vorliegende 
Beschwerde entschieden habe,

dass sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne von 
Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  und  um  Verzicht  der 
Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchten,

dass  sie  zur  Begründung  im  Wesentlichen  vorbrachten,  dem 
angefochtenen  Nichteintretensentscheid  liege  ein  unvollständiger 
beziehungsweise  falscher  Sachverhalt  im  Sinne  von  Art.  49  VwVG  zu 
Grunde,  da  die  Tatsache,  dass  dem  Vater  des  Kindes  der 
Beschwerdeführerin  in  einem  Auslandverfahren  die  Einreise  in  die 
Schweiz  bewilligt  worden  sei,  bevor  die  Beschwerdeführenden  in  der 
Schweiz  das  Asylgesuch  gestellt  hätten,  in  der  Entscheidfindung  nicht 
berücksichtigt worden sei,

dass  die  Verfügung  deshalb  aufgehoben  und  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen werden müsse,

dass  die  Vorinstanz  anzuweisen  sei,  die  Asylverfahren 
zusammenzulegen  und  eine  Entscheidung  für  die  ganze  Familie  zu 
treffen,

dass  im  Sinne  des  Grundsatzes  der  Einheit  der  Familie  die 
Beschwerdeführenden nicht nach Italien zurückgeführt werden dürften,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 20. Juli 
2011  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG unter Vorbehalt der Nachreichung einer 
Fürsorgebestätigung  innert  Frist  und  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
aufschiebenden Wirkung (der Beschwerde) guthiess,

dass mit derselben Zwischenverfügung die Vorinstanz eingeladen wurde, 
sich innert Frist zur Beschwerde vernehmen zu lassen,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  27.  Juli  2011  die 
Fürsorgebestätigung nachreichten,

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dass  sich  das  BFM  am  15.  August  2011  zur  Beschwerdesache 
vernehmen liess,

dass  mit  Verfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  18.  August 
2011  den  Beschwerdeführenden  Gelegenheit  eingeräumt  wurde,  innert 
Frist auf die Vernehmlassung zu replizieren,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  29.  August  2011  zur 
Vernehmlassung des BFM Stellung nahmen,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der 
Regel  ­  und  so  auch  vorliegend  ­  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet  (Art. 105 AsylG  i.V.m. 
Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32]);  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführenden  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung 
der Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105 AsylG  i.V.m. Art.  37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  zu  Recht 
eingetreten  wurde  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m.    
Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  in materieller  Hinsicht  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),  auch  wenn  die  Beschwerde  in  formeller  Hinsicht  nicht 
aussichtslos erschien,

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  einschliesslich 
Missbrauch  und  Überschreitung  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder 
unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die 
Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass  im  Asylverfahren  ­  wie  im  übrigen  Verwaltungsverfahren  ­  der 
Untersuchungsgrundsatz  gilt,  das  heisst,  die  Asylbehörde  hat  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  vor  ihrem  Entscheid  von  Amtes  wegen 
vollständig und richtig abzuklären (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG, Art. 
106 Abs. 1 Bst. b AsylG), wobei sie die für das Verfahren erforderlichen 
Sachverhaltsunterlagen  beschaffen  und  die  rechtlich  relevanten 
Umstände abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen muss,

dass  in  der  Beschwerde  in  formeller  Hinsicht  gerügt  wird,  dem 
angefochtenen  Nichteintretensentscheid  liege  ein  unvollständiger 
beziehungsweise  falscher  Sachverhalt  im  Sinne  von  Art.  49  VwVG  zu 
Grunde,  da  die  Tatsache,  dass  dem  Vater  des  Kindes  der 
Beschwerdeführerin  in  einem  Auslandverfahren  die  Einreise  in  die 
Schweiz  bewilligt  worden  sei,  bevor  die  Beschwerdeführenden  in  der 
Schweiz  das  Asylgesuch  gestellt  hätten,  in  der  Entscheidfindung  nicht 
berücksichtigt worden sei, 

dass vorab festzustellen ist, dass das BFM kein unsorgfältiges Vorgehen 
zu verantworten hat, da die Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung 
lediglich  den  Namen  des  Kindsvaters  zu  nennen  vermochte  und  im 
Übrigen vorbrachte, sie wisse nicht, ob er  tot,  in Haft oder sonst wo sei 
(A5/10  S.  8)  und  demnach  aus  naheliegende  Gründen  in  der 
angefochtenen  Verfügung  eine  entsprechende  Prüfung  zwangsläufig 
unterbleiben musste,

dass sich die Rüge des unvollständig erstellten Sachverhaltes und somit 
unter diesem Gesichtspunkt der Verletzung des rechtlichen Gehörs, wenn 
auch unverschuldet erfolgt, in objektiver Hinsicht als begründet erweist,

dass  die  Gehörsverletzung  vorliegend  auf  Beschwerdeebene  geheilt 
wurde,

dass die Heilung einer Gehörsverletzung dann in Betracht kommt, sofern 
das  Versäumte  nachgeholt  wird,  der  Beschwerdeführer  dazu  Stellung 
nehmen  kann  und  der  Beschwerdeinstanz  im  streitigen  Fall  die  freie 
Überprüfungsbefugnis  in  Bezug  auf  Tatbestand  und  Rechtsanwendung 
zukommt, sowie die festgestellte Verletzung nicht schwerwiegender Natur 
ist  und  die  fehlende  Entscheidreife  durch  die  Beschwerdeinstanz  mit 
vertretbarem  Aufwand  hergestellt  werden  kann  (vgl.  BVGE  2008/47  E. 
3.3.4 S. 676 f.),

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dass  vorliegend  dem  BFM  Gelegenheit  gegeben  wurde,  sich  zur 
Beschwerdesache zu äussern und das BFM in der Vernehmlassung vom  
15.  August  2011  zu  den  vorliegend  wesentlichen  Punkten  ausführlich 
Stellung bezogen hat,

dass  den  Beschwerdeführenden  Gelegenheit  gegeben  wurde,  sich  zu 
den Ausführungen und zur Begründung des Antrages der Vorinstanz auf 
Abweisung  der  Beschwerde  schriftlich  zu  äussern  und  sie  mit  Eingabe 
vom 29. August 2011 umfassend davon Gebrauch gemacht haben,

dass  angesichts  dieser  Ergänzungen  und  unter  Berücksichtigung  der 
hinsichtlich  der  Frage  der  Einheit  der  Familie  vollen  Kognition  des 
Gerichts  der  festgestellte Verfahrensmangel  als  geheilt  erachtet werden 
kann,  zumal  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  erstellt  und  somit  die 
notwendige Entscheidreife gegeben ist,

dass demnach keine Veranlassung besteht, den Entscheid des BFM vom 
6.  Juli  2011  aus  formellen  Gründen  aufzuheben  und  die  Sache  zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass der Umstand, dass die angefochtene Verfügung  im Zeitpunkt  ihres 
Erlasses  an  einem  Verfahrensmangel  litt,  indessen  im  Kostenpunkt  zu 
berücksichtigen sein wird,

dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren im Weiteren einzig zu prüfen 
ist,  ob  das  BFM  gestützt  auf  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das 
Asylgesuch der Beschwerdeführenden zu Recht nicht eingetreten ist und 
infolgedessen die Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  gestützt  auf  die  einleitenden  Bestimmungen  sowie  Art.  1  Abs.  1 
DAA  i.V.m.  Art. 29a  Abs.  1  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999 
über  Verfahrensfragen  (AsylV 1,  SR  142.311)  die  Prüfung  der 
staatsvertraglichen  Zuständigkeit  zur  Behandlung  eines  Asylgesuches 
nach den Kriterien der Dublin­II­VO zu erfolgen hat,

dass  gemäss  Art.  3  Abs.  1  Dublin­II­VO  die  Mitgliedstaaten  jeden 
Asylantrag prüfen, den ein Drittstaatsangehöriger an der Grenze oder im 
Hoheitsgebiets  eines Mitgliedstaates  stellt, wobei  der Antrag  von  einem 

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einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 
der Dublin­II­VO als zuständiger Staat bestimmt wird,

dass  das  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen  Mitgliedstaates 
eingeleitet  wird,  sobald  ein  Asylantrag  erstmals  in  einem  Mitgliedstaat 
gestellt wurde  (Art.  4 Abs.  1 Dublin­II­VO), wobei  die Kriterien  in  der  in 
Kapitel III der Dublin­II­VO genannten Rangfolge (vgl. Art. 5­14 Dublin­II­
VO) anzuwenden sind sowie von der Situation zum Zeitpunkt, in dem der 
Asylbewerber  erstmals  einen  Antrag  in  einem  Mitgliedstaat  stellt, 
auszugehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin­II­VO),

dass  der  Aufenthalt  der  Beschwerdeführenden  und  das  Ersuchen  um 
Asyl in Italien vor deren Einreise in die Schweiz nicht bestritten ist,

dass  das BFM  am  16.  Juni  2011  zu Recht  an  Italien  ein  Ersuchen  um 
Übernahme der Beschwerdeführenden im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Bst. c 
Dublin­II­VO gestellt hat,

dass  das  BFM  zutreffend  feststellte,  Italien  habe  innerhalb  der 
festgelegten  Zeit  nicht  geantwortet,  weshalb  die  Zuständigkeit  für  die 
Prüfung des Asylantrages der Beschwerdeführenden gestützt auf Art. 20 
Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO an Italien übergegangen sei,

dass  somit  die  Grundlage  für  einen  Nichteintretensentscheid  in 
Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ohne Weiteres gegeben ist,

dass der Aufenthalt des Vaters des Kindes der Beschwerdeführerin in der 
Schweiz die Zuständigkeit der Schweiz zur Prüfung des Asylantrages der 
Beschwerdeführenden offensichtlich nicht zu begründen vermag,

dass  diesbezüglich  auf  die  ­  soweit  sie  entscheidwesentlich  sind,  zu 
bestätigenden ­ Ausführungen des BFM in der Vernehmlassung vom 15. 
August  2011  verwiesen  werden  kann  und  die  Entgegnungen  in  der 
Replikschrift  vom  29.  August  2011  in  entscheidrelevanter  Hinsicht  nicht 
stichhaltig sind,

dass gemäss Ziffer 6 der einleitenden Bestimmung der Dublin­II­VO die 
Einheit der Familie gewahrt werden muss, soweit dies mit den sonstigen 
Zielen  vereinbar  ist,  die mit  der Festlegung von Kriterien und Verfahren 
zur  Bestimmung  des  für  die  Prüfung  eines  Asylantrages  zuständigen 
Mitgliedstaates angestrebt werden,

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dass  nach  Art.  2  Bst.  i  (i)  und  (ii)  der  Dublin­II­VO  grundsätzlich  auch 
nicht  verheiratete  Partner  ­  sowie  deren  minderjährige,  ledige  und 
unterhaltsberechtigte  Kinder  ­  als  Familienangehörige  verstanden 
werden,

dass  diese  Bestimmungen  vorliegend  jedoch  nicht  zur  Anwendung 
gelangen können, da aufgrund der Akten sowohl die Beschwerdeführerin 
als auch der von ihr angegebene Kindsvater mit jeweils anderen Partnern 
verheiratet sind,

dass  der  angegebene  Kindsvater  im  Rahmen  seines  Asylgesuches 
bestätigte,  er  sei  verheiratet  und  habe  zusammen  mit  seiner  Ehefrau 
sechs  Kinder  (Akten  BFM  N  (…),  A7/10  S.  2/3)  und  würde  gerne  mit 
seiner Familie vereint werden (A7/10 S. 8),

dass  die  Beschwerdeführerin  ebenso  unbestrittenermassen  mit  ihrem 
Ehemann zwei gemeinsame Kinder hat (A5/10 S.3),

dass das BFM  in der Vernehmlassung zu Recht ausführt, ein kurzfristig 
gelebtes Konkubinat  von bereits anderweitig verheirateten Personen sei 
nicht durch Art. 2 Bst. i Dublin­II­VO abgedeckt, weshalb Art. 8 Dublin­II­
VO nicht zum Tragen komme,

dass zudem Mehrfachehen in der Schweiz nicht zulässig wären,

dass  im Weiteren Voraussetzung  für die  Inanspruchnahme der Garantie 
von  Art. 8 EMRK  zunächst  das  Bestehen  einer  Familie  ist,  wobei  es 
gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte 
(EGMR)  auf  ein  tatsächlich  bestehendes  Familienleben  ankommt        
(vgl.  hierzu  etwa  EGMR,  K.  und  T.  gegen  Finnland  [Grosse  Kammer],   
Urteil vom 12. Juli 2001, Beschwerde Nr. 25702/94, § 150),

dass für das Vorliegen einer Familie im Sinne von Art. 8 EMRK allerdings 
nicht  notwendig  ist,  dass  zwei  Personen  ihre  Beziehung  rechtlich 
formalisiert  haben,  weshalb  die  Unehelichkeit  einer  Partnerschaft 
grundsätzlich  kein  Hindernis  für  die  Anwendbarkeit  des 
konventionsrechtlichen  Familienbegriffs  darstellt  (vgl.  BVGE  2008/47 
E. 4.1;  CHRISTOPH  GRABENWARTER,  Europäische 
Menschenrechtskonvention, 4. Aufl., München/Basel/Wien 2009, S. 204),

dass  dabei  als  wesentliche  Faktoren  für  eine  tatsächlich  gelebte 
Beziehung  das  gemeinsame  Wohnen  respektive  der  gemeinsame 
Haushalt,  die  finanzielle  Verflochtenheit,  die  Länge  und  Stabilität  der 

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Beziehung sowie das Interesse und die Bindung der Partner aneinander 
sind        (vgl.  CHRISTOPH  GRABENWARTER,  a.a.O.,  S. 204;  MARK  E. 
VILLIGER,  Handbuch  der  Europäischen  Menschenrechtskonvention,  2. 
Aufl.,  Zürich  1999,  S. 365;  LUZIUS  WILDHABER  in:  Internationaler 
Kommentar  zur  Europäischen  Menschenrechtskonvention,  Hrsg.: 
WOLFRAM  KARL,  12. Lfg.,  Köln/Berlin/München  2009,  Art. 8  EMRK, 
S. 137),

dass  vorliegend  offenkundig  noch  nicht  von  einer  tatsächlich  gelebten 
Beziehung im Sinne von Art. 8 EMRK gesprochen werden kann und sich 
die  Beschwerdeführenden  entsprechend  nicht  auf  diese  Bestimmung 
berufen können,

dass  demnach  die  vom  BFM  in  der  Vernehmlassung  herangezogenen 
Verweise  auf  die  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  in  Sachen        
D­5403/2010  und  D­2555/2007  und  folglich  die  Einwände  in  der 
Replikschrift  gegen  die  diesbezüglich  Ausführungen  aufgrund  der 
vorliegenden sachverhaltlichen Ausgangslage nicht von wesentlicher und 
somit nicht von entscheidrelevanter Bedeutung sind,

dass  vorliegend  auch  Art. 15  Abs. 1  Dublin­II­VO  nicht  zur  Anwendung 
gelangen kann,

dass  auch  in  diesem  Zusammenhang  die  Voraussetzungen  zur 
Familienangehörigkeit nicht erfüllt sind,

dass  Art. 15  Abs. 1  Dublin­II­VO  zudem  grundsätzlich  nur  dann  zur 
Anwendung  gelangt,  wenn  sich  eine  Asylbewerberin  in  dem  für  die 
Prüfung des Asylgesuches nach Art. 6­14 Dublin­II­VO zuständigen Staat 
aufhält,  humanitäre  Erwägungen  ­  wie  das  Zusammenführen  von 
Familienmitgliedern ­  jedoch dafür sprechen, das Asylverfahren in einem 
weiteren  Staat  durchzuführen  (vgl.  CHRISTIAN  FILZWIESER/ANDREA 
SPRUNG, Dublin II­Verordnung, 3., überarb. Aufl., Wien/Graz 2010, K4 zu 
Art. 15),

dass  sich  die  Beschwerdeführenden  indessen  in  einem  für  das 
Asylverfahren nicht zuständigen Staat aufhalten, weshalb die sogenannte 
"humanitäre  Klausel"  von  Art. 15  Dublin­II­VO  vorliegend  nicht  zum 
Tragen kommt,

dass  Italien  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951  über  die 
Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  EMRK  und  des 

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Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  oder  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) ist,

dass  keine  Hinweise  dafür  bestehen,  Italien  würde  sich  nicht  an  die 
massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, halten,

dass Italien die Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 zur 
Festlegung von Mindestnormen  für die Aufnahme von Asylbewerbern  in 
den  Mitgliedstaaten  (Amtsblatt  Nr.  L  031  vom  06/02/2003  S.  0018 – 
0025),  welche  zahlreiche  Mindestnormen  für  die  Aufnahme  und 
Betreuung  von  Asylsuchenden  beinhaltet,  ohne  Beanstandungen  von 
Seiten der Europäischen Kommission umgesetzt hat,

dass  das  Gericht  auch  in  Berücksichtigung  der  mit  den 
Kapazitätsengpässen  im  Zusammenhang  stehenden  schwierigen 
Aufenthalts­  und  Lebensbedingungen  ­  eine  Betreuung  durch  die 
italienischen Behörden oder durch die privaten karitativen Organisationen 
ist  nicht  in  jedem Fall  gewährleistet  ­  nicht  zum Schluss gelangt,  Italien 
verletze  nachgewiesenermassen  in  systematischer  Weise  die  Richtlinie 
Nr. 2003/9/EG,

dass  angesichts  dieser  Sachlage  keine  Veranlassung  besteht,  die 
Regelvermutung  in  Frage  zu  stellen,  wonach  sich  Italien  an  die 
massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen  Normen  der  EMRK  und 
der FoK, hält (BVGE 2010/45 E. 7.5. und 7.7.), 

dass  diese  Regelvermutung  umgestossen  werden  kann,  wenn  im 
konkreten  Einzelfall  ernsthafte  Indizien  dafür  vorliegen,  dass  die 
Behörden des betreffenden Signatarstaates Völkerrecht verletzen (BVGE 
2010/45 a.a.O.),

dass  für  den  Fall,  dass  die  Beschwerdeführerin  aufgrund  der 
Aufenthaltsbedingungen  tatsächlich  nicht  in  der  Lage  sein  sollte,  mit 
ihrem Kind  in  Italien  ein menschenwürdiges  Leben  zu  führen,  es  an  ihr 
liegen wird,  ihre Rechte bei den  italienischen Behörden  respektive beim 
Europäischen Gerichtshof  oder  beim EGMR geltend  zu machen  (BVGE 
2010/45          E. 7.6.4),

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dass  aber  nach  Kenntnis  des  Bundesverwaltungsgerichts  Dublin­Rück­
kehrende  und  ­  wie  vorliegend  die  Beschwerdeführerin  ­  verletzliche 
Personen  mit  einem  kleinen  Kind  bezüglich  Unterbringung  von  den 
italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden und sich neben den 
staatlichen  Strukturen  auch  zahlreiche  private  Hilfsorganisationen  der 
Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen,

dass  es  vorliegend  der  Beschwerdeführerin  nicht  gelungen  ist,  eine 
einzelfallspezifische  besondere  Verletzlichkeit  nachzuweisen,  aufgrund 
derer geschlossen werden könnte, ihr und ihrem Kind drohe in Italien eine 
unmenschliche Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK,

dass  sich  aus  den  Akten  keinerlei  Anhaltspunkte  dafür  ergeben,  Italien 
halte sich nicht an das Übereinkommen vom 20. November 1989 über die 
Rechte des Kindes ([KRK, SR 0.107]; vgl. CHRISTIAN FILZWIESER / ANDREA 
SPRUNG,  Dublin­II­Verordnung,  3.  Aufl.,  Wien/Graz  2010,  Kommentar 
Nr. 8 zu Art. 6 Seite 90),

dass es Sache des BFM sein wird, die italienischen Behörden anlässlich 
der  Bekanntgabe  des  Datums  der  Überstellung  schriftlich  über  die 
Zugehörigkeit  der  Beschwerdeführerin  und  ihres  Kindes  zu  einer 
verletzlichen Personengruppe zu informieren,

dass  sich  vor  diesem  Hintergrund  der  Vollzug  der  Wegweisung  als 
zulässig erweist (Art. 83 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass des Weiteren die Beschwerdeführerin nichts vorbringt, das das BFM 
hätte veranlassen können, aus humanitären Gründen (Art. 29a Abs. 3 der 
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR 142.311]) auf ihr Asylgesuch einzutreten,

dass  im Rahmen einer Gesamtabwägung aller  relevanten Umstände  im 
konkreten  Einzelfall  auch  sonst  keine  Gründe  ersichtlich  sind,  die  eine 
Wegweisung  aus  humanitärer  Sicht  als  unangemessen  erscheinen 
lassen  (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E­7221/2009 vom 10. 
Mai 2011),

dass sich angesichts dieser Sachlage eine Auseinandersetzung mit den 
weiteren  Ausführungen  in  der  Beschwerde  und  in  der  Replikschrift 
erübrigt, weil diese nicht geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung zu 
gelangen,

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dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  einer  Überstellung  der 
Beschwerdeführerin und ihres Kindes nach Italien weder völkerrechtliche 
Verpflichtungen  der  Schweiz  noch  humanitäre Gründe  entgegenstehen, 
weshalb  die  Souveränitätsklausel  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO)  nicht  zur 
Anwendung  gelangt  und  folglich  das BFM  zu Recht  in  Anwendung  von 
Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass demnach der Antrag, das BFM sei anzuweisen, das Asylgesuch mit 
demjenigen von (…) zusammenzulegen und eine Entscheidung für beide 
zusammen zu treffen, abzuweisen ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der 
Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 
auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (BVGE  2009/50  E.  9.  S.  733), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung  nach  Italien  im  Einklang  mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass  in  Verfahren  nach  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  die  Frage  der 
Durchführbarkeit  des Wegweisungsvollzugs  bereits  Voraussetzung  (und 
nicht erst Regelfolge) des Nichteintretensentscheides ist (BVGE 2010/45 
E. 10.2),

dass  deshalb  allfällige  völkerrechtliche  und  humanitäre 
Vollzugshindernisse vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen der 
Anwendung der sogenannten Souveränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 Dublin­
II­VO)  oder  gegebenenfalls  ­  wenn  sich  Familienmitglieder  in 
verschiedenen  Dublin­Mitgliedstaaten  befinden  und  zusammengeführt 
werden  sollen  ­  bei  der  Ausübung  der  Humanitären  Klausel  (Art. 15 
Dublin­II­VO) zu prüfen sind, weshalb kein Raum für Ersatzmassnahmen 
im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 ­ 4 AuG besteht,

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg­
weisung zu bestätigen ist,

dass  die  Beschwerdeführenden  nicht  darzutun  vermögen,  inwiefern  die 
angefochtene  Verfügung  über  die  auf  Beschwerdeebene  geheilte 
Verletzung  hinaus  Bundesrecht  verletzt  und  in  eben  diesem  Sinn  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

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dass  das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege mit 
Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  20.  Juli  2011 
gutgeheissen  wurde  und  keine  Veranlassung  besteht,  darauf 
zurückzukommen,  weshalb  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  sind 
(Art. 65 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

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