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**Case Identifier:** 3416033f-d452-5cc4-987f-8dc08d33f598
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.05.2021 720 20 432 / 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-432---140_2021-05-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. Mai 2021 (720 20 432 / 140) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf eine Invalidenrente; Prüfung des medizinischen Sachverhalts, Beweiskraft 

des von der IV-Stelle eingeholten Gutachtens 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Matthias Aeberli, Ad-
vokat, Freie Strasse 82, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1972 geborene A.____ arbeitete zuletzt vom 1. Februar 2002 bis 31. Dezember 
2018 bei den B.____, zuletzt als Sachbearbeiter Systeme Verkauf Innendienst. Am 22. Januar 
2012 meldete er sich erstmals unter Hinweis auf eine mittelschwere Depression und ein Burnout 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug. Die zuständige IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) führte in der Folge ein Coaching durch, verneinte indes mit 

 

 
 
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Verfügung vom 2. Oktober 2014 den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente, da die-
ser seit dem 1. November 2013 wieder in einem Pensum von 80% beim ursprünglichen Arbeits-
geber tätig sei. Mit Formular vom 8. Juni 2017 meldete sich A.____ unter Hinweis auf eine de-
pressive Erkrankung erneut bei der IV zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheit-
lichen und erwerblichen Verhältnisse, namentlich der Einholung eines psychiatrischen Gutach-
tens bei Dr. med. univ. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Durchführung eines 
Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 6. Oktober 
2020 für die Zeit vom 1. März 2018 bis 31. August 2018 eine ganze Rente, für die Zeit vom 
1. Februar 2019 bis 31. März 2019 eine Dreiviertelsrente sowie für die Zeit vom 1. April 2019 bis 
30. September 2019 erneut eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu. Während der Zeit 
vom 6. August 2018 bis 31. Januar 2019 habe der Versicherte eine berufliche Massnahme ab-
solviert und ein Taggeld der IV erhalten. Für die Zeit ab 1. Oktober 2019 wurde der Rentenan-
spruch abgelehnt.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Matthias Aeberli, am 
6. November 2020 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 6. Oktober 2020 insoweit 
aufzuheben, als ihm per 1. März 2018 eine ganze Invalidenrente basierend auf einem Invalidi-
tätsgrad vom mindestens 70% auszurichten sei, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde 
im Wesentlichen vorgebracht, dass das von der Beschwerdegegnerin eingeholte Gutachten nicht 
den rechtssprechungsgemässen Anforderungen genüge. Vielmehr sei auf die Einschätzung des 
behandelnden Psychiaters abzustellen. Zu bemängeln sei ferner, dass kein leidensbedingter Ab-
zug vorgenommen worden sei.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 18. Dezember 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde. Auf das eingeholte Gutachten könne abgestellt werden. Ein leidens-
bedingter Abzug beim Invalideneinkommen sei im vorliegenden Fall nicht angezeigt. 
 
D. Mit Verfügung vom 14. Januar 2021 wurde der Fall dem Gericht zur Beurteilung über-
wiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde vom 6. Oktober 2020 ist demnach einzutreten. 

 

 
 
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2. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. Oktober 2020 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Über-
prüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis).  
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach 
Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu min-
destens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, 
wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid 
ist. 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). 
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 
(Satz 2).  
 
3.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten 
Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 
2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit 
ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein-
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag-
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt 
sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, 
ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 143 V 
409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 
Abs. 2 ATSG).  
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 

 

 
 
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der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 
Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.4 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als ver-
einbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in 
BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-

 

 
 
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sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnis-
sen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren 
Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 
506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 
und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige  
– und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4.5 Das Bundesgericht hat mit BGE 143 V 418 entschieden, dass grundsätzlich sämtliche 
psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unter-
ziehen sind. Dieses Verfahren definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung 
leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – im Regelfall erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen 
ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen (BGE 141 V 281 E. 3.6). Entscheidend ist dabei, 
unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Be-
urteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu 
erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 
E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht 
stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der 
nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (vgl. 
BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
5. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als 
zentral erweisen. 
 
5.1 Der behandelnde Facharzt Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, di-
agnostizierte mit Arztbericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 17. Juni 2017 eine rezidi-
vierende depressive Störung (ICD-10 F 33.11), eine neurotische Depression (ICD-10 F 34.1) so-
wie eine ängstliche Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F 60.6). Der Patient habe sich vor einem Jahr 
mit zunehmenden depressiven Episoden in seine Behandlung begeben. Die Symptomatik um-
fasse unter anderem eine bedrückte Stimmungslage, Konzentrationsstörungen, ein massiv redu-
ziertes Selbsterleben, Dysphorie, rasche Ermüdbarkeit, Affektlabilität, Morgentiefs, Interessen-
verlust sowie sozialer Rückzug. Die Erkrankung habe sich seit dem Jahr 2016 verschlimmert. 

 

 
 
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Eine deutliche Verschlechterung bestehe auch bei der ängstlichen Persönlichkeitsstörung. Dies-
bezüglich leide der Patient unter den Symptomen einer andauernden Anspannung und Besorgt-
heit sowie ausgeprägten sozialen Insuffizienzgefühlen. Er empfinde sich als unbeholfen und un-
attraktiv und zeige einen deutlich eingeschränkten Lebensstil, Angst vor zwischenmenschlichen 
Kontakten und grosse Sorge, kritisiert zu werden. Die Symptome der ängstlichen Persönlichkeits-
störung seien auch nach Abklingen der depressiven Episode deutlich nachweisbar. Die depres-
sive Neurose sei mit den anderen Diagnosen verhängt. Seit März 2017 leide der Patient an einer 
anhaltenden mittelschweren bis schweren depressiven Episode.  
 
5.2 Nach einem von der Beschwerdegegnerin in die Wege geleiteten Aufbautraining führte 
der zuständige Arbeitscoach des Vereins E.____ mit Abschlussbericht vom 18. Mai 2018 aus, 
dass der Versicherte immer wieder über Schlafprobleme und eine bleierne Müdigkeit geklagt 
habe, sich diese Symptome aber nach dem Absetzen der Medikamente unter ärztlicher Aufsicht 
gebessert hätten. Gegen Ende der Massnahme hätte beobachtet werden können, dass der Ver-
sicherte erneut in eine traurige Phase verfiel. Er arbeite enorm perfektionistisch und strukturiert 
und überforderte sich dadurch schnell. Auch zeigte er immer wieder Tendenzen, Überzeit aufzu-
bauen. Innerhalb des Teams sei er sehr beliebt gewesen. Am Ende der Massnahme habe der 
Versicherte ein stabiles Pensum von 80% mit 100%iger Leistungsfähigkeit aufbauen können.  
 
5.3 Mit Arztbericht vom 8. Februar 2019 teilte Dr. D.____ mit, dass sein Patient sich in stati-
onärer Behandlung befinde. Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei sehr schlecht, die Eingliede-
rung müsse als gescheitert angesehen werden. Der Patient weise eine sehr geringe Belastungs-
fähigkeit und eine sehr geringe Stresstoleranz auf.  
 
5.4 Die Ärzteschaft der Klinik F.____ in G.____ erstattete mit Schreiben vom 5. April 2019 
Bericht über den stationären Aufenthalt des Versicherten vom 24. Januar 2019 bis 12. März 2019. 
Sie diagnostizierte im Rahmen des Aufenthalts eine rezidivierende depressive Störung, gegen-
wärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F 33.1), Belastungen in Verbindung mit der beruflichen Si-
tuation (ICD-10 Z 56) sowie ängstlich-vermeidende Persönlichkeitszüge  
(ICD-10 Z 73.1). Beim Patienten habe sich eine massive Angst vor der Zukunft und auch vor einer 
beruflichen Wiedereingliederung aufgebaut, die letztlich auch während des Klinikaufenthalts nicht 
habe abgebaut werden können. Der Patient traue sich die berufliche Eingliederung nicht zu, wes-
halb auch die Prognose eher negativ sei. Es hätten sich beim Patienten immer wieder ein auffäl-
liges Gedankenabreissen sowie längere Antwortlatenzen gezeigt, welche die Berufstätigkeit mas-
siv beeinträchtigen könnten. Diesbezüglich würden weitere Abklärungen empfohlen. Bei Austritt 
habe die Arbeitsfähigkeit 70% betragen.  
 
5.5 Am 12. Juni 2019 wurde in der Klinik H.____ des I.____-Spitals eine neuropsychologi-
sche Untersuchung des Versicherten vorgenommen. Mit Bericht vom 22. Juli 2019 wurden im 
Anschluss folgende Diagnosen gestellt: (1) eine leichte kognitive Störung sowie eine stark redu-
zierte kognitive Belastbarkeit, am ehesten im Rahmen der Diagnosen (2) und (3), möglicherweise 
verstärkt durch Diagnose (4); (2) eine rezidivierende depressive Störung, wobei aktuell die Krite-
rien nach ICD nicht erfüllt seien; (3) gemäss Bericht von Dr. D.____ eine ängstliche Persönlich-

 

 
 
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keitsstörung sowie (4) eigenanamnestisch ein leichtes zentrales Schlafapnoesyndrom. Der Pati-
ent arbeite bei der Untersuchung kooperativ und motiviert mit, so dass die Ergebnisse als valide 
betrachtet werden könnten. Es hätten sich bloss einzelne auffällige Parameter ergeben in den 
Bereichen freier verzögerter Abruf und Wiedererkennen im verbal-episodischen Gedächtnis, Ar-
beitstempo (visomotorische Aufgabe) sowie beim visuellen Arbeitsgedächtnis. Eigenanamnes-
tisch würden sich aufgrund der Werte aus dem Fragebogen erlebter Defizite der Aufmerksamkeit 
(FEDA) Hinweise für eine erhebliche Aufmerksamkeitsstörung im Alltag ergeben. Bei der Inter-
pretation der Befunde sei zu beachten, dass die schwer ausgeprägte Erschöpfung sich unter 
Alltagsbedingungen stärker auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirken könne als dies unter 
den optimalen Rahmenbedingungen einer Testuntersuchung objektivierbar werde, mit entspre-
chenden Konsequenzen für die Arbeitsfähigkeit.    
 
5.6 Die Beschwerdegegnerin gab im Rahmen der Sachverhaltsabklärung des vorliegenden 
Falles am 12. August 2019 eine psychiatrische Begutachtung in Auftrag. Mit Gutachten vom 
15. November 2019 diagnostizierte der beauftragte Gutachter Dr. C.____ eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F 33.4) sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge, 
v.a. vermeidend (ICD-10 Z 73.1). Seit der stationären Behandlung Anfang des Jahres 2019 habe 
sich der Zustand des Exploranden markant verbessert. Die Kriterien für eine depressive Episode 
würden nicht mehr erfüllt: es liessen sich weder eine Anhedonie noch eine tiefe Traurigkeit nach-
weisen. Die depressive Störung sei deshalb gegenwärtig als remittiert zu diagnostizieren. Im Rah-
men der Begutachtung habe der Explorand keine Beeinträchtigungen der Bewusstseinsklarheit 
oder Bewusstseinhelligkeit gezeigt. Müdigkeit oder Schläfrigkeit seien nicht zu beobachten ge-
wesen, die Aufmerksamkeit und Konzentration habe für die Dauer des Gesprächs durchgehend 
aufrechterhalten werden können. Der formale Gedankengang sei zu Beginn und vereinzelt im 
Verlauf der Untersuchung stockend gewesen. Wenn der Explorand sich bei einzelnen Fragen 
unter Druck gefühlt habe, habe er innegehalten und angegeben, keinen klaren Gedanken fassen 
zu können. Nach einem kleinen Hinweis konnte der Gedanke aber ohne Mühe zu Ende geführt 
werden. Das Tempo sei ungestört gewesen. Inhaltlich sei der Explorand mässig auf die Symp-
tome der Konzentrationsstörung und Müdigkeit eingeengt gewesen. Es seien aber keine krank-
heitswertigen inhaltlichen Denkstörungen feststellbar. In der Grundstimmung habe der Explorand 
mehrheitlich ausgeglichen gewirkt, er sei schwingungsfähig und ein affektiver Rapport sei her-
stellbar gewesen. Eine Interessenlosigkeit oder ein Verlust des Freudeempfindens seien nicht 
nachweisbar gewesen. Der Antrieb habe ungestört gewirkt, subjektiv habe der Explorand aber 
insbesondere am Morgen von einem deutlich reduzierten Antrieb berichtet. In Bezug auf die Per-
sönlichkeit könne festgehalten werden, dass beim Explorand eine negative Emotionalität mit er-
höhter Ängstlichkeit und Pessimismus vorherrsche. Er sei mehrheitlich introvertiert und wenig 
gesellig mit einer etwas unterdurchschnittlich ausgeprägten Offenheit für Erfahrungen. Er scheine 
um Anpassung bemüht und zeige eine recht hohe Gewissenhaftigkeit. Klinisch zeige sich ein 
überwiegend ängstlich-orientierter Persönlichkeitsstil. Im Rahmen der psychometrischen Zusat-
zuntersuchungen habe der Explorand beim Rey-15 Item Memory Test (RMT) ein unauffälliges 
Ergebnis gezeigt. Beim Minnesota Multiphasic Personality Inventory-2 Restuctured Form (MMPI) 
habe sich ein Antwortmuster ergeben, das für eine mangelnde Kooperation sprechen könnte. 
Eine Standardinterpretation der Daten würde vermutlich eine Beschreibung liefern, welche die 

 

 
 
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gegenwärtige Verfassung des Exploranden nicht widerspiegle. Auf eine weitergehende Interpre-
tation des Testergebnisses werde deshalb verzichtet. Tiefgreifende und dauerhafte Abweichun-
gen von den kulturell erwarteten Normen in den Bereichen Kognition, Affektivität, Impulskontrolle 
und Handhabung zwischenmenschlicher Beziehungen fänden sich nicht in einer Ausprägung, 
dass daraus ein erheblicher Leidensdruck für den Exploranden oder seine Umgebung ersichtlich 
würde. Auch testpsychologisch (MMPI) habe das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung nicht 
bestätigt werden können. Diagnostisch sei deshalb von einer Persönlichkeitsakzentuierung aus-
zugehen. In der angestammten Tätigkeit als Sachbearbeiter bei einem Energieunternehmen er-
gebe sich aufgrund des reduzierten Durchhaltevermögens, der etwas reduzierten Flexibilität und 
Umstellungsfähigkeit sowie dem erhöhten Pausenbedarf ab Mitte Juni 2019 eine Arbeitsunfähig-
keit von 30%. Die gemäss Akten ab März 2017 attestierte Arbeitsunfähigkeit erscheine bis zu 
diesem Zeitpunkt als plausibel. In einer dem Leiden optimal angepassten Tätigkeit mit gut struk-
turierten Arbeitsaufträgen, Arbeit in einem kleinen stabilen Team, mit geringen Anforderungen an 
die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, mit der Möglichkeit zu kürzeren selbstgewählten Pausen 
und ohne Termindruck lasse sich ab ca. Mitte Juni 2019 keine Einschränkung in der Arbeitsfä-
higkeit mehr belegen, d.h. es bestehe in einer solchen Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit. Zu 
den abweichenden Einschätzungen in den medizinischen Akten hielt der Gutachter fest, dass 
augenscheinlich die subjektiven Angaben des Patienten von den behandelnden Ärzten unkritisch 
übernommen worden seien. Im Rahmen der beruflichen Massnahmen seien geringere funktio-
nelle Defizite festgestellt worden. Der psychopathologische Befund, der Krankheitsverlauf im 
Längsschnitt und das Aktivitätenniveau im Alltag würde eine aufgehobene oder stark einge-
schränkte Arbeitsfähigkeit aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht begründen können.  
 
5.7 Mit Schreiben vom 25. April 2020 nahm Dr. D.____ zum Gutachten Dr. C.____ vom 
15. November 2019 Stellung und kritisierte es in verschiedener Hinsicht. Namentlich brachte er 
vor, dass betreffend die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nicht auf die Ergebnisse des 
MMPI-Tests abgestellt werden dürfe, nachdem ein auffälliges Antwortmuster festgestellt worden 
sei. Auffallend sei, dass lediglich diejenigen Diagnosen gestellt würden, die die Voraussetzungen 
für eine Berentung mindern würden. Die Diagnose einer remittierten depressiven Episode dürfe 
nicht gestellt werden, da der Versicherte unter einer voll ausdosierten antidepressiven Behand-
lung stehe. Die von der Klinik H.____ festgestellte leichte kognitive Störung und stark reduzierte 
kognitive Belastbarkeit lasse keine Arbeitstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt in der bisherigen 
Tätigkeit zu. Das Verweisprofil einer dem Leiden angepassten Arbeitstätigkeit entspreche einem 
geschützten Arbeitsplatz und sei im ersten Arbeitsmarkt unrealistisch.  
 
5.8 Am 12. Juni 2020 empfahl Dr. med. J.____, Facharzt für Allgemeinmedizin, des Regio-
nalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Beschwerdegegnerin nach Rücksprache mit 
Dr. med. K.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, auf das Gutachten von Dr. C.____ 
abzustellen, da es trotz der bestehenden Kritikpunkte die Anforderungen erfülle und die gesund-
heitliche Entwicklung einschliesslich der bestehenden Einschränkungen hinreichend abbilde.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vollumfänglich 
auf das eingeholte psychiatrische Gutachten von Dr. C.____ vom 15. November 2019. Sie ging 
demzufolge davon aus, dass beim Beschwerdeführer vom März 2017 bis Juli 2018 sowohl in der 

 

 
 
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angestammten als auch einer leidensangepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit vorlag. Für den 
Zeitraum vom August 2018 bis 16. Januar 2019 habe eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestanden. 
Vom 17. Januar 2019 bis 12. März 2019 sei der Versicherte nicht arbeitsfähig gewesen, an-
schliessend habe sich die Arbeitsfähigkeit in der Zeit vom 13. März 2019 bis Ende Mai 2019 auf 
30% erhöht. Ab Juni 2019 sei er in der angestammten Tätigkeit zu 70% arbeitsfähig; in einer 
angepassten Tätigkeit mit gut strukturierten Arbeitsaufträgen, in einem kleinen stabilen Team, mit 
geringen Anforderungen an die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, mit der Möglichkeit zu kür-
zeren, selbst gewählten Pausen und ohne Termindruck bestehe ab diesem Zeitpunkt eine volle 
Arbeitsfähigkeit.  
 
6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen. Das vorliegend umstrittene Gutachten Dr. C.____ vom 15. November 2019 weist 
keine formalen Mängel auf und beruht auf einer eingehenden Untersuchung des Beschwerdefüh-
rers sowie detaillierter Aktenkenntnis. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers setzt 
sich der Gutachter auch mit den abweichenden medizinischen Einschätzungen in den Akten hin-
reichend auseinander.  
 
6.3 Tatsächlich finden sich inhaltlich im Gutachten jedoch augenscheinlich Mängel und Wi-
dersprüche. So hätte – wie dies beide Parteien anerkennen – das Ergebnis der MMPI-Testung in 
der Beurteilung nicht verwertet werden dürfen, da das Antwortverhalten des Beschwerdeführers 
diesbezüglich auffällig gewesen ist. Indessen beruht die diagnostische Verneinung des Vorlie-
gens einer Persönlichkeitsstörung durch Dr. C.____ entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh-
rers nicht bloss auf dem Ergebnis dieses Tests. Vielmehr beruft er sich dabei auch auf seine 
eigenen Beobachtungen, der Befragung des Beschwerdeführers sowie auf die Einschätzungen 
in den Akten, namentlich durch die Ärzteschaft der Klinik Schützen, sowie den Beobachtungen 
im Rahmen der beruflichen Massnahme. Die diagnostische Einordnung des ängstlich-vermeiden-
den Verhaltens des Beschwerdeführers erscheint damit als nachvollziehbar und schlüssig, zumal 
der behandelnde Psychiater die von ihm gestellte Diagnose einer Persönlichkeitsstörung bloss 
ungenügend zu begründen vermag. Die Kritik des Beschwerdeführers respektive seines behan-
delnden Psychiaters betreffend die Diagnose der remittierten depressiven Störung geht ebenfalls 
fehl. Die Frage, ob formell-psychiatrisch eine depressive Störung als remittiert angesehen werden 
kann, obschon der Patient mit einer therapeutischen Dosis von Antidepressiva behandelt wird, 
kann innerhalb des zulässigen und zu respektierenden Spielraums der medizinischen-psychiatri-
schen Interpretationen offengelassen werden. Vorliegend haben indes sowohl der Gutachter wie 
auch die Ärzteschaft der Klinik H.____ festgestellt, dass die Diagnosekriterien für eine akute de-
pressive Episode nicht (mehr) gegeben seien und damit den aktuellen Gesundheitszustand wie-
dergegeben. Dies ist – ebenso wie die entsprechende Annahme einer Verbesserung des Ge-
sundheitszustandes – nicht zu beanstanden. Augenscheinliche Widersprüche in der gutachterli-
chen Beurteilung finden sich indessen bei der Beurteilung der neuropsychologischen Beeinträch-

 

 
 
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tigungen. Entgegen der Beurteilung durch die Klinik H.____ vom 22. Juli 2019 und trotz verschie-
dener entsprechender Beobachtungen anlässlich der Begutachtung (stockender Gedankengang 
des Beschwerdeführers, Hilfestellung durch den Gutachter bei der Prüfung der Konzentration) 
scheint Dr. C.____ das Vorliegen einer neuropsychologischen Einschränkung ohne nähere Be-
gründung zu verneinen. Vielmehr beschränkt er sich darauf, festzustellen, dass der Ursprung der 
kognitiven Einschränkungen nicht habe geklärt werden können. Auch auf die Angaben des Be-
schwerdeführers zu seiner Müdigkeit und zu seinem Tagesablauf scheint der Gutachter nur un-
genügend einzugehen und seine Schlussfolgerungen wirken entsprechend unbegründet. Dies-
bezüglich vermag das Gutachten vom 15. November 2019 nicht vollends zu überzeugen. Als 
massgebend erweist sich indessen das Ergebnis des Gutachtens, namentlich die Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit und die Definition des leidensangepassten Tätigkeitsprofils. In gewisser 
Weise entgegen seinen eigenen Ausführungen erkennt der Gutachter hier Einschränkungen des 
Beschwerdeführers bezüglich Arbeitsstrukturierung, Flexibilität, Umstellungsfähigkeit, sozialen 
Anforderungen, Termindruck sowie Pausenbedarf. Damit berücksichtigt er sowohl die attestierten 
persönlichkeitsbezogenen Aspekte als auch die kognitiven Einschränkungen und die Erschöpf-
barkeit des Beschwerdeführers. Die umschriebene Arbeitsfähigkeit erscheint damit – trotz miss-
verständlich und augenscheinlich widersprüchlich formuliertem Gutachten – als schlüssig und 
wird dem Versicherten gerecht. Damit vermag das Gutachten im Ergebnis zu überzeugen. Da es 
die übrigen beweisrechtlichen Anforderungen ebenfalls erfüllt (vgl. E. 6.2 hiervor), durfte die Be-
schwerdegegnerin darauf abstellen.  
 
7.1 Zu prüfen bleibt die Bemessung der Invalidität. Wie eingangs ausgeführt (vgl. E. 3.4 hier-
vor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen (vgl. Art. 16 ATSG). Dabei ist in zeitlicher Hinsicht auf die Gegebenheiten 
im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns abzustellen (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174), 
welcher unbestritten auf den 1. März 2018 zu liegen kommt. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer 
Verfügung vom 6. Oktober 2020 den erforderlichen Einkommensvergleich vorgenommen. Für 
das Valideneinkommen hat sie dabei auf das vom Beschwerdeführer zuletzt erzielte Einkommen 
als Sachbearbeiter abgestellt, wobei sie richtigerweise eine Hochrechnung des Einkommens auf 
ein 100%-Pensum vorgenommen hat, da der Beschwerdeführer sein Arbeitspensum nach sei-
nem Burnout im Jahr 2012 krankheitsbedingt auf 80% reduziert hat. Das Invalideneinkommen 
hat die Beschwerdegegnerin anhand der Tabelle T17 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 
des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2016, Bürokräfte und verwandte Berufe, Spalte Männer, 
ermittelt. Der Beschwerdeführer beanstandet – zu Recht – 
weder das ermittelte Valideneinkommen noch den ermittelten Grundwert für das Invalidenein-
kommen. Hingegen sei beim Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug von 25% vorzu-
nehmen.  
 
7.2 Praxisgemäss kann von dem anhand der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstruk-
turerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) ermittelten Invalideneinkommen unter bestimm-
ten Voraussetzungen ein leidensbedingter Abzug vorgenommen werden. Damit soll der Tatsache 
Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der 
Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti-

 

 
 
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gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versi-
cherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 78 
f. E. 5a). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen und darf 25% nicht übersteigen (BGE 
134 V 327 f. E. 5.2, 126 V 79 f. E. 5b/aa-cc). Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine 
Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende rich-
terliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Hingegen ist zu beurteilen, ob 
der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Ein-
klang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweck-
mässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung der Vorinstanz 
eingegriffen werden, muss sich die richterliche Behörde demnach auf Gegebenheiten abstützen 
können, die eine abweichende Ermessensausübung als näherliegend erscheinen lassen (BGE 
126 V 81 E. 6 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 2005,  
U 420/04, E. 2.3). 
 
7.3 Solche Gegebenheiten sind vorliegend nicht ersichtlich und werden vom Beschwerde-
führer auch nicht substantiiert vorgebracht. Die Beschwerdegegnerin bringt zutreffend vor, dass 
die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bereits im leidensangepassten Tätigkeitsprofil berück-
sichtigt seien. Da die weiteren in Frage kommenden Merkmale Lebensalter, Dienstjahre, Natio-
nalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad im vorliegenden Fall gleichsam keine 
negative Auswirkung auf die Lohnhöhe haben, ist der Entscheid der IV-Stelle, keinen leidensbe-
dingten Abzug vorzunehmen, nicht zu beanstanden.  
 
7.4 Setzt man im Einkommensvergleich die so korrekt ermittelten Invalideneinkommen dem 
Valideneinkommen von Fr 96’850.-- gegenüber, resultiert für den Zeitraum vom 23. März 2018 
bis 31. Juli 2018 ein Invaliditätsgrad von 100%, für die Zeit vom 1. August 2018 bis 16. Januar 
2019 ein solcher von 62%, für die Zeit vom 17. Januar 2019 bis 12. März 2019 ein Invaliditätsgrad 
von 100%, für die Zeit vom 13. März 2019 bis 14. Juni 2019 ein solcher von 77% und für die Zeit 
ab 15. Juni 2019 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 25%. Dementsprechend hat die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. März 2018 bis 31. August 2018 
eine ganze Rente, für die Zeit vom 1. Februar 2019 bis 31. März 2019 eine Dreiviertelsrente so-
wie für die Zeit vom 1. April 2019 bis 30. September 2019 erneut eine ganze Rente der Invaliden-
versicherung zugesprochen. 
 
8. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerdegegnerin den Ren-
tenanspruch des Beschwerdeführers korrekt ermittelt und namentlich für die Zeit ab 1. Oktober 
2019 einen solchen zu Recht verneint hat. Die Beschwerde ist nach dem Ausgeführten abzuwei-
sen. 
 
9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten 
um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, 

 

 
 
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in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Sie werden mit dem geleisteten Kosten-
vorschuss verrechnet. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung 
zuzusprechen. 
 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 
800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  
 

Gegen diesen Entscheid hat der Beschwerdeführer am 15. September 2021 Beschwerde ans 
Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen, erhoben (siehe nach Vorliegen des Urteils des 
Bundesgerichts: Verfahrensnummer 9C_494/2021).   
 
 
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