# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be81d9e3-1165-56d5-b8cb-1a175304b029
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.11.2016 SB160183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160183_2016-11-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB160183-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und 

Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. C. Grieder 

 

Urteil vom 29. November 2016 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. P. Brunner, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  
Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom  
13. Januar 2016 (DG150335) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 26. November 

2015 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 18). 

 

Urteil der Vorinstanz:  

(Urk. 48 S. 37 ff.) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 

lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. 

2. Vom Vorwurf des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 

lit. b AuG wird der Beschuldigte freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 223 Tage durch Haft erstanden sind. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

4 Jahre festgesetzt. 

5. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Zürich-Sihl vom 11. April 2015 unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jah-

ren ausgefällten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen. 

Die Geldstrafe ist zu bezahlen. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 24. November 

2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse lagernde Barschaft 

von Fr. 800.– wird eingezogen und – soweit ausreichend – zur Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet. 

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7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 

24. November 2015 und bei der Bezirksgerichtskasse lagernde Gegenstän-

de: 

− Mobiltelefon "Black Berry" rot/schwarz (Asservat-Nr. A008'264'811) 

− SIM-Karte "La Poste Mobile" (Asservat-Nr. A008'264'800) 
− Schlüsselbund mit 4 Schlüssel und 2 Anhänger (Asservat-

Nr. A008'264'822) 

− diverse Zahlungsbelege, 2 Quittungen, 2 Notizzettel (Asservat-
Nr. A008'264'833) 

− Laptop "Dell" silber mit Ladekabel (Asservat-Nr. A008'264'935) 

werden eingezogen und vernichtet. 

8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'100.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 1'599.–   Auslagen Untersuchung 

Fr. 9'659.30   amtliche Verteidigung RA X._____ 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-

lich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auf-

erlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die 

Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO. 

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel) 

 

 

 

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Berufungsanträge  

 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 62 S. 2) 

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, 

vom 13. Januar 2016 hinsichtlich Dispositivziffern 2, 4, 7, 8, 9 (hinsichtlich 

der auf die Staatskasse genommenen Kosten der amtlichen Verteidigung), 

10 und 11 in Rechtskraft erwachsen ist; 

2. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei hinsichtlich des Vorwurfs des 

Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit 

Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG von Schuld und Strafe freizusprechen; 

3. Eventualiter sei der Beschuldigte und Berufungskläger unter Anrechnung 

der bis 13. Januar 2016 erstandenen Haft von 223 Tagen – gemäss den 

nachfolgenden Ausführungen mit weniger als 24 Monaten Freiheitsstrafe zu 

bestrafen; 

4. Es sei vom Widerruf des mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 

vom 11. April 2015 gewährten bedingten Vollzuges der Geldstrafe abzu-

sehen und die Probezeit um 1 Jahr zu verlängern; 

5. Dem Beschuldigten und Berufungskläger sei gemäss den nachfolgenden 

Ausführungen aus der Staatskasse eine angemessene Entschädigung und 

Genugtuung auszurichten; 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 24. November 

2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse lagernde Barschaft 

von Fr. 800.-- seien dem Beschuldigten und Berufungskläger herauszu-

geben; 

7. Die Kosten der Untersuchung sowie des erst- und zweitinstanzlichen Verfah-

rens seien, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, auf die 

Staatskasse zu nehmen.  

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b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 68 S. 1) 

1. Die Anträge des Beschuldigten / Berufungsklägers seien abzuweisen. 

2. Das vorinstanzliche Urteil sei zu bestätigen. 

 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 13. Januar 2016 wurde der 

Beschuldigte des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbin-

dung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig gesprochen und vom Vorwurf des 

rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG freigesprochen. 

Er wurde mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten bestraft, wovon 223 Tage 

durch Haft erstanden sind. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde aufgeschoben 

und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Weiter wurde der mit Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. April 2015 gewährte bedingte Vollzug der 

Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.-- widerrufen. Schliesslich wurde über 

diverse beschlagnahmten Gegenstände entschieden und es wurden die Kosten 

der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens dem Beschuldigten auferlegt 

(Urk. 48 S. 37 f.).  

1.2. Gegen dieses den Parteien mündlich im Dispositiv eröffnete Urteil (Prot. I 

S. 14) liess der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidiger am 22. Januar 

2016 fristgerecht die Berufung anmelden (Urk. 42). Nach Zustellung des begrün-

deten Urteils (Urk. 44 = Urk. 48, Urk. 47/2) liess der Beschuldigte am 8. April 2016 

ebenfalls innert Frist die Berufungserklärung einreichen (Urk. 49).  

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 6. Mai 2016 wurde eine Kopie der Berufungser-

klärung des Beschuldigten der Staatsanwaltschaft übermittelt, um gegebenenfalls 

Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantra-

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gen (Urk. 53). Mit Schreiben vom 17. Mai 2016 teilte die Staatsanwaltschaft mit, 

dass sie die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils beantrage (Urk. 55).  

1.4. In der Folge versandte der Präsident der I. Strafkammer am 18. Mai 2016 

eine E-Mail an die Parteien, um diese anzufragen, ob sie mit der schriftlichen 

Durchführung des Berufungsverfahrens einverstanden sind (Urk. 57). Sowohl die 

Staatsanwaltschaft wie auch die Verteidigung erklärten sich in der Folge damit 

einverstanden (Urk. 58 u. 59). Mit Präsidialverfügung vom 26. Mai 2016 wurde 

hernach festgehalten, dass das Berufungsverfahren schriftlich durchgeführt wird 

und gleichzeitig dem Beschuldigten Frist angesetzt, um die Berufungsanträge zu 

stellen und zu begründen und um letztmals Beweisanträge zu stellen (Urk. 60).  

1.5. Der Verteidiger reichte mit Eingabe vom 17. Juni 2016 die Berufungs-

begründung ein (Urk. 62). Mit Verfügung vom 20. Juni 2016 wurde die Berufungs-

begründung der Staatsanwaltschaft und der Vorinstanz zugestellt (Urk. 65). Die 

Vorinstanz verzichtete mit Eingabe vom 24. Juni 2016 auf eine Vernehmlassung 

(Urk. 67). Die Staatsanwaltschaft reichte ihre Berufungsantwort mit Eingabe vom 

2. Juli 2016 ein (Urk. 68). Mit Präsidialverfügung vom 6. Juli 2016 wurde dem Be-

schuldigten eine Kopie der Berufungsantwort der Staatsanwaltschaft zugestellt 

(Urk. 70). In der Folge liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 14. Juli 2016 eine 

Stellungnahme zur Berufungsantwort einreichen (Urk. 72), welche mit Verfügung 

vom 19. Juli 2016 der Staatsanwaltschaft zugestellt wurde (Urk. 74). Die Staats-

anwaltschaft verzichtete mit Schreiben vom 22. Juli  2016 auf eine entsprechende 

Vernehmlassung (Urk. 76). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. Umfang der Berufung 

Der Beschuldigte lässt den Schuldspruch (Dispositiv-Ziffer 1), die Strafe (Disposi-

tiv-Ziffer 3), der Widerruf der Vorstrafe (Dispositiv-Ziffer 5), die Einziehung der 

Barschaft (Dispositiv-Ziffer 6) und die Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 9) anfech-

ten. Demzufolge sind der Freispruch vom Vorwurf des rechtswidrigen Aufenthalts 

(Dispositiv-Ziffer 2), die Einziehungen (Dispositiv-Ziffer 7), die Kostenfestsetzung 

(Dispositiv-Ziffer 8) in Rechtskraft erwachsen, wegen der Konnexität zur Strafe 

nicht jedoch die Regelung des Strafvollzugs (Dispositiv-Ziffer 4; vgl. Urk. 62 S. 2).  

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Der Beschuldigte lässt ausserdem beantragen, es sei die Rechtskraft der auf die 

Staatskasse genommenen Kosten der amtlichen Verteidigung festzustellen (Teil-

satz von Dispositivziffer 9; Urk. 62 S. 2). Im Falle eines Freispruchs würden sämt-

liche Kosten – auch diejenigen der amtlichen Verteidigung – definitiv auf die Ge-

richtskasse genommen (Art. 426 Abs. 1 StPO e contrario). Die Regelung ist also 

ebenfalls konnex zum Schuldspruch, weshalb dieser Teilsatz nicht als rechtskräf-

tig zu erklären ist.  

3. Sachverhalt 

3.1. Anklagesachverhalt 

3.1.1. Dem Beschuldigten wird noch vorgeworfen, am 4. Juni 2015 um 20.05 Uhr 

die von ihm bewohnte Wohnung zur Ausscheidung und Aufbewahrung von 

12 Fingerlingen mit dem Inhalt von netto 118 Gramm Kokaingemisch bzw. 

70.1 Gramm reinem Kokain, zur Verfügung gestellt zu haben. Dabei sei ihm stets 

bewusst gewesen, dass die Menge an Kokain, welche er besessen habe, die Ge-

sundheit vieler Menschen in Gefahr bringen könne, da die Menge ausreichend 

sei, um viele Menschen über einen erheblichen Zeitraum mit Betäubungsmitteln 

zu versorgen und süchtig zu machen (Urk. 18 S. 2 f.). 

3.1.2. Soweit dem Beschuldigten die Einfuhr desselben Kokaingemisches bzw. 

dessen Verkauf und der Besitz von Streckmitteln im Keller vorgeworfen wurde 

(Urk. 18 S. 2 f.), ist festzuhalten, dass die Vorinstanz diese Anklagevorwürfe nicht 

als erstellt erachtet hat (Urk. 48 S. 20), ohne den Beschuldigten jedoch im Dis-

positiv davon freizusprechen (Urk. 48 S. 37). Es ist demnach davon auszugehen, 

dass die Vorinstanz die dem Beschuldigten vorgeworfenen Handlungen als Ein-

heitstat betrachtete (vgl. dazu Basler Kommentar, Strafrecht I, Jürg-Beat  

Ackermann, 3. Auflage 2013, Art. 49 N 45 ff.). Da dies jedoch nicht Berufungs-

thema ist, hat es dabei zu bleiben.  

3.2. Bestrittener Sachverhalt 

3.2.1. Der Beschuldigte lässt nicht bestreiten, dass 12 Fingerlinge mit Kokain in 

der WC-Schüssel in der Wohnung des Beschuldigten gefunden wurden. Es könne 

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dagegen nicht erstellt werden, dass der Beschuldigte gewusst habe, dass jemand 

in seiner Toilette Kokain ausgeschieden und deponiert habe (Urk. 62 S. 4 f.).  

3.2.2. Demzufolge ist mit der Verteidigung (Urk. 62 S. 4) einzig zu prüfen, ob der 

Beschuldigte jemandem die Wohnung für die Kokainausscheidung zur Verfügung 

gestellt hat.  

3.3. Berufungsbegründung 

Die Verteidigung führt in ihrer Berufungsbegründung aus, dass der Beschuldigte 

erst von der Polizei von den Fingerlingen erfahren habe. Weder befänden sich 

DNA-Spuren des Beschuldigten an den Fingerlingen, noch werde er dies-

bezüglich von jemandem belastet. Zum fraglichen Zeitpunkt habe sich B._____s 

Schwester "C._____" wie auch die Freundin des Mitbeschuldigten "D._____" in 

der Wohnung befunden. Es kämen folglich mindestens zwei Frauen in Frage, 

welche ohne Wissen und Erlaubnis des Beschuldigten die 12 Fingerlinge in der 

WC-Schüssel deponiert haben könnten. Aufgrund der Unschuldsvermutung und 

der unterlassenen Befragung der beiden Frauen könne auch nicht davon ausge-

gangen werden, dass der Beschuldigte Kenntnis davon hatte, dass Fingerlinge 

ausgeschieden oder deponiert bzw. aufbewahrt würden. Es könne nicht von der 

Hand gewiesen werden bzw. es sei in dubio pro reo anzunehmen, dass zum Zeit-

punkt des Eingreifens der Polizei bzw. kurz zuvor neben dem Beschuldigten min-

destens noch zwei Frauen in der Wohnung gewesen seien. Der Verteidiger ver-

weist dabei auf den Polizeirapport vom 5. Juni 2015 und hält fest, dass demnach 

beim Eingriff der Polizei Personen aus dem Fenster im Parterre geklettert seien, 

also der Beschuldigte und weitere Personen. Damit stehe einzig fest, dass sich 

kurz vor der Intervention der Polizei der Beschuldigte und mindestens 

zwei Frauen in der fraglichen Wohnung aufgehalten hätten.   

Auch wenn die Polizei 12 Fingerlinge mit Kokain in der WC-Schüssel gefunden 

habe, ab denen weibliche DNA-Spuren hätten gesichert werden können, sei noch 

lange nicht erstellt, dass der Beschuldigte jemandem seine Bleibe zur Ausschei-

dung und Aufbewahrung von Kokain zur Verfügung gestellt habe. Dies wäre erst 

der Fall, wenn der Beschuldigte nachweislich gewusst habe, dass jemand, z.B. 

eine der beiden Frauen, in seiner Toilette Kokain ausgeschieden und deponiert 

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habe. Dies könne aber – unabhängig von seinem Aussageverhalten oder seiner 

Flucht – nicht erstellt werden.   

Deshalb sei der Beschuldigte auch vom Vorwurf des Verbrechens im Sinne des 

Betäubungsmittelgesetzes freizusprechen (Urk. 62 S. 4 f.).  

3.4. Aussagen des Beschuldigten 

3.4.1. Polizeiliche Einvernahme vom 5. Juni 2015 (Urk. 2/1) 

Bezüglich der Aussagen, die der Beschuldigte bei der Polizei deponierte, kann auf 

die Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 48 S. 13 f.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.4.2. Hafteinvernahme vom 6. Juni 2015 (Urk. 2/2) 

In der Hafteinvernahme gab der Beschuldigte bezüglich des Sachverhalts zu Pro-

tokoll, dass er sich nach der Verhaftung auf die Treppe habe setzen müssen und 

man ihm gesagt habe, dass in der Wohnung Drogen gefunden worden seien 

(Urk. 2/2 S. 1). Er sei aus dem Fenster gesprungen und dann verhaftet worden 

(Urk. 2/2 S. 3). Es sei nicht zutreffend, dass er Kokain gelagert habe. Er habe für 

B._____ und dessen Schwester C._____ kochen wollen, B._____ sei dann die 

fehlende Tomatensauce kaufen gegangen. Er habe dann plötzlich ein Geschrei 

des Nachbarn gehört (Urk. 2/2 S. 4). 

3.4.3. Weitere Einvernahmen 

Mit der Vorinstanz (Urk. 48 S. 14) ist festzuhalten, dass der Beschuldigte in den 

folgenden Einvernahmen hauptsächlich die Aussage verweigerte, jedoch bestritt, 

mit dem sichergestellten Kokain in Verbindung zu stehen (Urk. 2/4 S. 2) und das 

Kurzgutachten vom 16. Juni 2015 (Urk 11/7) und den Kurzbericht des Forensi-

schen Instituts vom 8. Juni 2015 (Urk. 11/5) anerkannte (Urk. 2/5 S. 3, S. 5). 

3.5. Weitere Beweismittel 

Es kann hinsichtlich der übrigen Beweismittel auf die Erwägungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 48 S. 15 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

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3.6. Verwertbarkeit der Beweismittel 

3.6.1. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten (Urk. 48 S. 11), dass die Aussagen der 

Beteiligten E._____ (Urk. 3/1-3), B._____ (Urk. 4/1-3), F._____ (Urk. 5/1), 

G._____ (Urk. 7/1) und der drei Polizeibeamten H._____ (Urk. 6/3), I._____ 

(Urk. 6/6) und J._____ (Urk. 6/9) mangels Konfrontation mit dem Beschuldigten 

zulasten desselben nicht verwertet werden können.   

3.6.2. Die im Polizeirapport protokollierten Feststellungen sind mit der Vorinstanz 

(Urk. 48 S. 11 f.) nur soweit verwertbar, als der Beschuldigte geständig ist. Ge-

mäss Verteidiger ist nicht umstritten, dass mehrere Personen aus dem Fenster 

geklettert sind (Urk. 62 S. 4 f.). Betreffend die Feststellung im Rapport, dass die 

Tür zur Wohnung des Beschuldigten von innen verschlossen gewesen sei, ist je-

doch mit der Verteidigung (Urk. 72 S. 1 f.) festzuhalten, dass dies dem Be-

schuldigten nie vorgehalten wurde und er nie Stellung dazu nehmen konnte. 

Dementsprechend ist diese Äusserung nicht verwertbar. 

3.7. Würdigung 

3.7.1. Es liegen keine direkten Beweise dafür vor, dass der Beschuldigte seine 

Wohnung der weiblichen Person, die die Fingerlinge mit Kokain in der Toilette 

ausschied, zur Verfügung gestellt hat. Es gibt jedoch verschiedene Indizien, die 

dafür sprechen: Der Beschuldigte sagte selbst aus, er sei immer dort (gemeint 

Wohnung) und wisse, wer ein- und ausgehe. In der Wohnung war am Abend der 

Verhaftung gemäss dem Beschuldigten zur gleichen Zeit wie er entgegen der An-

sicht der Verteidigung (Urk. 62 S. 5) nur "C._____", die er hätte bekochen sollen 

und welche sich in der Wohnung des Beschuldigten im Wohnzimmer aufgehalten 

und nie die Toilette aufgesucht habe (Urk. 2/1 S. 1, S. 3 ff.). Demnach kann nicht 

davon ausgegangen werden, dass eine weibliche Person am fraglichen Abend 

während der Anwesenheit des Beschuldigten die Wohnung und die Toilette betre-

ten hat und sich dort heimlich der 12 Fingerlinge entledigt haben könnte, zumal 

diese Person dann wohl die Fingerlinge nach dem Ausscheiden nicht einfach in 

der Toilette gelassen hätte.   

Der Beschuldigte äusserte diesbezüglich denn auch zumindest implizit als Vermu-

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tung, dass entweder die Freundin des Nachbarn oder "C._____" etwas damit zu 

tun haben könnten und dies nach seiner Flucht aus der Wohnung hätte passiert 

sein müssen (Urk. 2/1 S. 3, S. 5). Mit der Staatsanwaltschaft (Urk. 68 S. 2 f.) und 

der Vorinstanz (Urk. 48 S. 18) erscheint jedoch als lebensfremd, dass in der kur-

zen Zeit zwischen der Flucht des Beschuldigten aus der Wohnung und der Haus-

durchsuchung eine weibliche Person 12 Fingerlinge ausgeschieden hat, da dies 

doch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Selbst wenn ein Ausscheiden 

von 12 Fingerlingen in dieser kurzen Zeit theoretisch möglich wäre, ist dies ange-

sichts der zur Tatzeit vorliegenden Umstände abwegig, da im Innenhof eine durch 

das – seit der Flucht des Beschuldigten unbestrittenermassen (Urk. 62 S. 4 f.) – 

offene Fenster gut hörbare Polizeiaktion im Gange war, welche zuvor noch durch 

E._____ lautstark angekündigt worden war (Urk. 1/1 S. 3, Urk. 2/1 S. 1). Ein Aus-

scheiden von Kokain in unmittelbarer Nähe einer laufenden Polizeiaktion scheint 

doch sehr ungünstig zu sein, musste die betreffende Person doch auch aufgrund 

des offenen Fensters jederzeit damit rechnen, dass Polizeibeamte die ebenerdige 

Wohnung (Urk. 1/1 S. 1) betreten könnten. Die entsprechende These des Be-

schuldigten ist deshalb zu verwerfen. 

3.7.2. Die unbekannte Person musste die 12 Fingerlinge folglich ausgeschieden 

haben, bevor der Beschuldigte die Wohnung verliess, demnach also in dessen 

Anwesenheit, was vom Beschuldigten bestritten wird. Das Verhalten des Be-

schuldigten vor der Verhaftung und seine Aussagen widersprechen jedoch seinen 

Bestreitungen, dass das Ausscheiden der Fingerlinge in seiner Anwesenheit und 

mit seinem Wissen passiert sei: Es gab keinen Grund, wieso der Beschuldigte 

nach den Warnrufen von E._____ aus dem Fenster hätte steigen und sich im Ge-

büsch hätte verstecken sollen, wenn er nichts von den Fingerlingen gewusst hät-

te. Der illegale Aufenthalt in der Schweiz war jedenfalls kein Grund für eine Flucht 

des Beschuldigten vor der Polizei, da dieser sich auf den Standpunkt stellte, nicht 

gewusst zu haben, dass er sich illegal in der Schweiz aufhielt, wobei er von die-

sem Vorwurf auch freigesprochen wurde (vgl. oben Ziff. 2). Der Erklärungsver-

such des Beschuldigten, dass er hinunter (also "nach draussen") gegangen sei, 

nachdem der Nachbar in der Grünanlage zu seiner Freundin geschrien hätte, sie 

solle zum Beschuldigten nach unten gehen (Urk. 2/1 S. 1), macht nicht viel Sinn. 

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Es hat ihn niemand aufgefordert, nach draussen zu kommen, vielmehr wäre lo-

gisch gewesen, dass er auf die Freundin des Nachbarn gewartet hätte. Ebenso ist 

unverständlich, wieso sich der Beschuldigte vor der Polizei hätte verstecken sol-

len, wenn er nichts von den Fingerlingen gewusst hätte. Eine laufende Probezeit 

und Herzklopfen nach ersten Erfahrungen mit der Polizei (Urk. 2/1 S. 1) allein sind 

bei einem reinen Gewissen keine nachvollziehbaren Gründe, um sich vor der Po-

lizei zu verstecken.  

Vielmehr ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Beschuldigte seine 

Wohnung einer unbekannten weiblichen Person zum Ausscheiden der 12 Finger-

linge, welche insgesamt 70.1 Gramm reines Kokain beinhalteten, zur Verfügung 

gestellt hat, dann von E._____ vor dem Anrücken der Polizei gewarnt wurde und 

sich dann Hals über Kopf – ohne die Fingerlinge verstecken zu können – mit min-

destens einer weiteren Person zusammen (vgl. diesbezüglich auch die Verteidi-

gung: Urk. 62 S. 4 f.) durch das Fenster aus der Wohnung floh, um sich hernach 

vor der Polizei zu verstecken (Urk. 48 S. 18 f.).  

Es muss zwar mit der Verteidigung offen bleiben, welche weibliche Person die 

12 Fingerlinge ausgeschieden hat, was jedoch für die Erstellung des Sachverhalts 

keine wesentliche Rolle spielt.  

3.7.3. Gestützt auf die obigen Erwägungen ist erstellt, dass der Beschuldigte sei-

ne Wohnung einer weiblichen Person zum Ausscheiden von 12 mit 70.1 Gramm 

reinem Kokain gefüllten Fingerlingen zur Verfügung gestellt hat und ihm dabei 

bewusst war, dass diese Menge an Kokain die Gesundheit vieler Menschen in 

Gefahr bringen kann.  

4. Rechtliche Würdigung 

Hinsichtlich der rechtlichen Würdigung kann auf die zutreffenden und unangefoch-

ten gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 48 S. 23 f.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Dementsprechend ist der Beschuldigte wegen Verbrechen 

gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG 

i. V. m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen.  

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5. Strafzumessung 

5.1. Strafrahmen 

Die Erwägungen der Vorinstanz zum Strafrahmen sind zutreffend und es kann da-

rauf verwiesen werden (Urk. 48 S. 26 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Demnach erstreckt 

sich der Strafrahmen von einem Jahr bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe, womit eine 

Geldstrafe verbunden werden kann.  

5.2. Objektive Tatschwere 

Die theoretischen und konkreten Ausführungen der Vorinstanz zum Verschulden 

und zur objektiven Tatkomponente sind zutreffend und es kann darauf verwiesen 

werden (Urk. 48 S. 27 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Demnach ist von einem noch eher 

leichten objektiven Tatverschulden auszugehen, wogegen auch der Verteidiger 

nichts einzuwenden hat (Urk. 62 S. 5).  

5.3. Subjektive Tatschwere  

Die Vorinstanz hat auch korrekte theoretische Ausführungen zur subjektiven Tat-

schwere gemacht (Urk. 48 S. 29). Es kann darauf verwiesen werden (Art. 82 

Abs. 4 StPO). In subjektiver Hinsicht ist der Verteidigung (Urk. 62 S. 5) insofern 

beizupflichten, als dass dem Beschuldigten nicht unterstellt werden kann, dass er 

das Risiko der Gefährdung der eigenen Gesundheit und erwischt zu werden den 

Bodypackerinnen überlassen und deshalb egoistisch gehandelt habe (Urk. 48 

S. 30), da er angesichts seiner tiefen Hierachiestufe gar nicht die entsprechende 

Entscheidungskompetenz hatte. Dagegen ist mit der Vorinstanz davon auszuge-

hen, dass der Beschuldigte nicht Drogen konsumierte (Urk. 2/1S. 4) und aus rein 

finanziellen Gründen handelte, ohne sich jedoch in einer Notlage befunden zu ha-

ben, besass er doch knapp Fr. 800.-- Bargeld (Urk. 2/1 S. 5). Es bleibt deshalb 

mit der Vorinstanz dabei, dass das subjektive Verschulden die objektive Tat-

schwere nicht zu relativieren vermag.  

Wenn die Vorinstanz nach der Beurteilung der Tatschwere auf eine hypothetische 

Einsatzstrafe von 20 Monaten Freiheitsstrafe kommt, ist dies nicht zu beanstan-

den.  

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5.4. Täterkomponente 

Die Vorinstanz hat zutreffende theoretische Ausführungen zur Täterkomponente 

gemacht; es kann darauf verwiesen werden (Urk. 48 S. 31; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Ebenso sind ihre konkreten Erwägungen zur Täterkomponente des Beschuldigten 

richtig. Es ist darauf zu verweisen (Urk. 48 S. 31 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Mit der 

Verteidigung (Urk. 62 S. 6) wurde der Beschuldigte jedoch bezüglich der Wider-

handlung gegen das Ausländergesetz von der Vorinstanz freigesprochen, wes-

halb ihm nicht vorgeworfen werden darf, er hätte sich trotz Verurteilung wegen il-

legaler Einreise und Wegweisung aus dem Schengenraum ohne Aufenthaltsrecht 

in der Schweiz aufgehalten (Urk. 48 S. 33). Dennoch ist eine merkliche Straferhö-

hung angezeigt, da einerseits die Vorstrafe in Bezug auf die Widerhandlung ge-

gen das Betäubungsmittelgesetz einschlägig ist und der Beschuldigte anderer-

seits während laufender Probezeit und nur knapp zwei Monate nach Eröffnung 

der Vorstrafe (Urk. 51) erneut delinquierte.  

Wenn die Vorinstanz aufgrund der Vorstrafe von einer Erhöhung der Einsatzstrafe 

um vier Monate auf 24 Monate ausgeht, erweist sich das demzufolge als ange-

messen.  

5.5. Fazit 

Mit der Vorinstanz erweist sich eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten als dem Ver-

schulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen. 

Der Anrechnung der vom Beschuldigten bis zu seiner Ausschaffung am 

17. Januar 2016 (Urk. 52) erstandenen Haft von 227 Tagen steht nichts entgegen.  

6. Vollzug der Strafe 

Unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz und die nachfol-

genden Ausführungen zum Widerruf (Ziff. 7) ist der bedingte Vollzug der Frei-

heitsstrafe zu gewähren. Eine Verweigerung des bedingten Vollzugs wäre ohne-

hin unzulässig, da das Urteil aufgrund des Verschlechterungsverbots nicht zu-

ungunsten des Beschuldigten verändert werden darf. Den verbleibenden Beden-

ken ist mit einer Probezeit von 4 Jahren Rechnung zu tragen (Urk. 48 S. 33 f.; 

- 15 - 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Im Übrigen remonstrierte der Verteidiger nicht dagegen und 

beantragte im Gegenteil die Feststellung der Rechtskraft der entsprechenden vor-

instanzlichen Dispositivziffer (Urk. 62 S. 2).  

7. Widerruf 

Die allgemeinen und konkreten Ausführungen der Vorinstanz zum Widerruf sind 

zutreffend; es ist darauf zu verweisen (Urk. 48 S. 34 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der 

Beschuldigte hat nur gerade knapp zwei Monate nach der Verurteilung wegen 

Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Ausländer-

gesetz erneut gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen, weshalb davon 

ausgegangen werden muss, dass ihn der bedingte Vollzug der Vorstrafe nicht be-

eindruckt hat. Es kann dem Beschuldigten deshalb mit der Vorinstanz nur unter 

der Voraussetzung eine gute Prognose für die heute auszufällende Freiheitsstrafe 

gestellt werden, dass der bedingt gewährte Vollzug der – milderen – Vorstrafe wi-

derrufen wird. Demnach ist vorliegend der am 11. April 2015 von der Staats-

anwaltschaft Zürich- Sihl bedingt gewährte Vollzug der Geldstrafe von 

60 Tagessätzen zu Fr. 30.-- zu widerrufen, wobei 2 Tagessätze als durch Haft er-

standen sind (Urk. 16/12). 

8. Beschlagnahmung 

Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 24. November 2015 

wurden Fr. 800.-- vom Beschuldigten zur Sicherstellung von Verfahrenskosten, 

Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen beschlagnahmt (Urk. 13/11). Die Ver-

teidigung beantragt einen Freispruch und konsequenterweise damit auch die 

Aushändigung der Fr. 800.-- an den Beschuldigten (Urk. 62 S. 6).  

Wie bereits von der Vorinstanz ausgeführt, hat das Gericht im Endentscheid über 

die beschlagnahmten Gegenstände zu befinden (Art. 267 Abs. 3 StPO). Es ist 

dabei eine Verwendung zur Kostendeckung nach Art. 426 StPO bzw. eine Einzie-

hung nach Art. 69 ff. StGB möglich (Schmid, StPO Praxiskommentar, 2. Auflage 

2013, Art. 267 N 5). Eine Einziehung des Geldes nach Art. 69 ff. StGB kommt 

nicht in Frage, da ein Zusammenhang desselben mit einer strafbaren Handlung 

- 16 - 

nicht nachgewiesen werden kann. Da der Beschuldigte jedoch wie aufgezeigt zu 

verurteilen ist, sind die beschlagnahmten Fr. 800.-- mit der Vorinstanz zur Kos-

tendeckung zu verwenden (Urk. 48 S. 36).  

9. Kosten 

9.1. Kosten Vorinstanz 

9.1.1. Gestützt auf Art. 426 Abs. 1 Satz 1 StPO sind mit der Vorinstanz die Ver-

fahrenskosten vom Beschuldigten zu tragen, der verurteilt wird (Urk. 48 S. 36). 

Wenn der Beschuldigte wie vorliegend teilweise freigesprochen wird, können ihm 

dennoch sämtliche Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn die ihm zur Last ge-

legten Handlungen in einem engen und direkten Zusammenhang stehen und alle 

Untersuchungshandlungen hinsichtlich jedes Anklagepunktes notwendig waren 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_574/2012 vom 28 Mai 2013, E. 2.3.) 

9.1.2. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass sich die vorliegenden Untersu-

chungshandlungen primär auf den Vorwurf der Widerhandlung gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz richteten. Es wurde keine Untersuchungshandlung nur im Hin-

blick auf die Widerhandlung gegen das Ausländergesetz vorgenommen, weshalb 

dieser Vorwurf im vorliegenden Verfahren keinen Mehraufwand generierte. Dem-

entsprechend sind dem Beschuldigten die gesamten vorinstanzlichen Kosten auf-

zuerlegen, wobei die Kosten der amtlichen Verteidigung – unter Vorbehalt einer 

Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO – einstweilen auf die Gerichtskasse 

zu nehmen sind. Die entsprechende vorinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-

ziffer 9) ist demzufolge zu bestätigen.  

9.2. Kosten Berufungsverfahren 

9.2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf 

Fr. 3'000.– festzusetzen. 

9.2.2. Der Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren mit seinen Anträgen 

vollumfänglich, weshalb ihm auch die Kosten dieses Verfahrens (exklusive Kosten 

der amtlichen Verteidigung) aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO).  

- 17 - 

9.2.3. Der amtliche Verteidiger hat für das Berufungsverfahren eine Honorarnote 

über Fr. 1'983.85 eingereicht (Urk. 78/2), wofür er entsprechend zu entschädigen 

ist. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse 

zu nehmen, die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt jedoch vorbehalten 

(Art. 135 Abs. 4 StPO).  

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 

13. Januar 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. (…) 

2. Vom Vorwurf des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b 
AuG wird der Beschuldigte freigesprochen. 

3. (…) 

4. (…) 

5. (…) 

6. (…) 

7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 
24. November 2015 und bei der Bezirksgerichtskasse lagernde Gegenstände: 

 - Mobiltelefon "Black Berry" rot/schwarz (Asservat-Nr. A008'264'811) 

 - SIM-Karte "La Poste Mobile" (Asservat-Nr. A008'264'800) 

 - Schlüsselbund mit 4 Schlüssel und 2 Anhänger (Asservat-
Nr. A008'264'822) 

 - diverse Zahlungsbelege, 2 Quittungen, 2 Notizzettel (Asservat-
Nr. A008'264'833) 

 - Laptop "Dell" silber mit Ladekabel (Asservat-Nr. A008'264'935) 

 werden eingezogen und vernichtet. 

8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'100.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 1'599.–   Auslagen Untersuchung 

Fr. 9'659.30   amtliche Verteidigung RA X._____ 

 
 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

 

- 18 - 

9. (…) 

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Verbrechens gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung 

mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 

227 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

4 Jahre festgesetzt.  

4. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. April 2015 

bedingt ausgefällte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.-- (abzüglich 

2 Tage erstandener Haft) wird vollzogen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 24. Novem-

ber 2015 beschlagnahmten Fr. 800.-- werden zur Kostendeckung verwen-

det. 

6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 9) wird bestätigt. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'983.85   amtliche Verteidigung 

 

 

- 19 - 

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten. 

9. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− das Bundesamt für Polizei 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  

− die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Ver-
nichtung des ED-Materials" 

− die Kasse des Bezirksgerichts Zürich betr. Ziff. 5 

− die Staatsanwaltschaft Zürich - Sihl in die Akten G-1/2015/12916 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B  

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

 

 

- 20 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 29. November 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Grieder 
 

 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 

	Urteil vom 29. November 2016
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.
	2. Vom Vorwurf des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 223 Tage durch Haft erstanden sind.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.
	5. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. April 2015 unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren ausgefällten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen. Die Geldstrafe ist zu beza...
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 24. November 2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse lagernde Barschaft von Fr. 800.– wird eingezogen und – soweit ausreichend – zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 24. November 2015 und bei der Bezirksgerichtskasse lagernde Gegenstände:
	 Mobiltelefon "Black Berry" rot/schwarz (Asservat-Nr. A008'264'811)
	 SIM-Karte "La Poste Mobile" (Asservat-Nr. A008'264'800)
	 Schlüsselbund mit 4 Schlüssel und 2 Anhänger (Asservat-Nr. A008'264'822)
	 diverse Zahlungsbelege, 2 Quittungen, 2 Notizzettel (Asservat-Nr. A008'264'833)
	 Laptop "Dell" silber mit Ladekabel (Asservat-Nr. A008'264'935)

	werden eingezogen und vernichtet.
	8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbeh...
	10. (Mitteilungen)
	11. (Rechtsmittel)
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 13. Januar 2016 wurde der Beschuldigte des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig gesprochen und vom Vorwurf des rechtswidrigen Aufenth...
	1.2. Gegen dieses den Parteien mündlich im Dispositiv eröffnete Urteil (Prot. I S. 14) liess der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidiger am 22. Januar 2016 fristgerecht die Berufung anmelden (Urk. 42). Nach Zustellung des begründeten Urteils (...
	1.3. Mit Präsidialverfügung vom 6. Mai 2016 wurde eine Kopie der Berufungserklärung des Beschuldigten der Staatsanwaltschaft übermittelt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 53). Mit ...
	1.4. In der Folge versandte der Präsident der I. Strafkammer am 18. Mai 2016 eine E-Mail an die Parteien, um diese anzufragen, ob sie mit der schriftlichen Durchführung des Berufungsverfahrens einverstanden sind (Urk. 57). Sowohl die Staatsanwaltschaf...
	1.5. Der Verteidiger reichte mit Eingabe vom 17. Juni 2016 die Berufungsbegründung ein (Urk. 62). Mit Verfügung vom 20. Juni 2016 wurde die Berufungsbegründung der Staatsanwaltschaft und der Vorinstanz zugestellt (Urk. 65). Die Vorinstanz verzichtet...

	2. Umfang der Berufung
	Der Beschuldigte lässt den Schuldspruch (Dispositiv-Ziffer 1), die Strafe (Dispositiv-Ziffer 3), der Widerruf der Vorstrafe (Dispositiv-Ziffer 5), die Einziehung der Barschaft (Dispositiv-Ziffer 6) und die Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 9) anfechten...
	Der Beschuldigte lässt ausserdem beantragen, es sei die Rechtskraft der auf die Staatskasse genommenen Kosten der amtlichen Verteidigung festzustellen (Teilsatz von Dispositivziffer 9; Urk. 62 S. 2). Im Falle eines Freispruchs würden sämtliche Kosten ...

	3. Sachverhalt
	3.1. Anklagesachverhalt
	3.1.1. Dem Beschuldigten wird noch vorgeworfen, am 4. Juni 2015 um 20.05 Uhr die von ihm bewohnte Wohnung zur Ausscheidung und Aufbewahrung von 12 Fingerlingen mit dem Inhalt von netto 118 Gramm Kokaingemisch bzw. 70.1 Gramm reinem Kokain, zur Verfügu...
	3.1.2. Soweit dem Beschuldigten die Einfuhr desselben Kokaingemisches bzw. dessen Verkauf und der Besitz von Streckmitteln im Keller vorgeworfen wurde (Urk. 18 S. 2 f.), ist festzuhalten, dass die Vorinstanz diese Anklagevorwürfe nicht als erstellt er...
	3.2. Bestrittener Sachverhalt
	3.2.1. Der Beschuldigte lässt nicht bestreiten, dass 12 Fingerlinge mit Kokain in der WC-Schüssel in der Wohnung des Beschuldigten gefunden wurden. Es könne dagegen nicht erstellt werden, dass der Beschuldigte gewusst habe, dass jemand in seiner Toile...
	3.2.2. Demzufolge ist mit der Verteidigung (Urk. 62 S. 4) einzig zu prüfen, ob der Beschuldigte jemandem die Wohnung für die Kokainausscheidung zur Verfügung gestellt hat.
	3.3. Berufungsbegründung
	Die Verteidigung führt in ihrer Berufungsbegründung aus, dass der Beschuldigte erst von der Polizei von den Fingerlingen erfahren habe. Weder befänden sich DNA-Spuren des Beschuldigten an den Fingerlingen, noch werde er diesbezüglich von jemandem bel...
	3.4. Aussagen des Beschuldigten
	3.4.1. Polizeiliche Einvernahme vom 5. Juni 2015 (Urk. 2/1)
	Bezüglich der Aussagen, die der Beschuldigte bei der Polizei deponierte, kann auf die Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 48 S. 13 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	3.4.2. Hafteinvernahme vom 6. Juni 2015 (Urk. 2/2)
	In der Hafteinvernahme gab der Beschuldigte bezüglich des Sachverhalts zu Protokoll, dass er sich nach der Verhaftung auf die Treppe habe setzen müssen und man ihm gesagt habe, dass in der Wohnung Drogen gefunden worden seien (Urk. 2/2 S. 1). Er sei a...
	3.4.3. Weitere Einvernahmen
	Mit der Vorinstanz (Urk. 48 S. 14) ist festzuhalten, dass der Beschuldigte in den folgenden Einvernahmen hauptsächlich die Aussage verweigerte, jedoch bestritt, mit dem sichergestellten Kokain in Verbindung zu stehen (Urk. 2/4 S. 2) und das Kurzgutach...
	3.5. Weitere Beweismittel
	Es kann hinsichtlich der übrigen Beweismittel auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 48 S. 15 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	3.6. Verwertbarkeit der Beweismittel
	3.6.1. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten (Urk. 48 S. 11), dass die Aussagen der Beteiligten E._____ (Urk. 3/1-3), B._____ (Urk. 4/1-3), F._____ (Urk. 5/1), G._____ (Urk. 7/1) und der drei Polizeibeamten H._____ (Urk. 6/3), I._____ (Urk. 6/6) und J._...
	3.6.2. Die im Polizeirapport protokollierten Feststellungen sind mit der Vorinstanz (Urk. 48 S. 11 f.) nur soweit verwertbar, als der Beschuldigte geständig ist. Gemäss Verteidiger ist nicht umstritten, dass mehrere Personen aus dem Fenster geklettert...
	3.7. Würdigung
	3.7.1. Es liegen keine direkten Beweise dafür vor, dass der Beschuldigte seine Wohnung der weiblichen Person, die die Fingerlinge mit Kokain in der Toilette ausschied, zur Verfügung gestellt hat. Es gibt jedoch verschiedene Indizien, die dafür spreche...
	3.7.2. Die unbekannte Person musste die 12 Fingerlinge folglich ausgeschieden haben, bevor der Beschuldigte die Wohnung verliess, demnach also in dessen Anwesenheit, was vom Beschuldigten bestritten wird. Das Verhalten des Beschuldigten vor der Verhaf...
	Vielmehr ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Beschuldigte seine Wohnung einer unbekannten weiblichen Person zum Ausscheiden der 12 Fingerlinge, welche insgesamt 70.1 Gramm reines Kokain beinhalteten, zur Verfügung gestellt hat, dann von ...
	Es muss zwar mit der Verteidigung offen bleiben, welche weibliche Person die 12 Fingerlinge ausgeschieden hat, was jedoch für die Erstellung des Sachverhalts keine wesentliche Rolle spielt.
	3.7.3. Gestützt auf die obigen Erwägungen ist erstellt, dass der Beschuldigte seine Wohnung einer weiblichen Person zum Ausscheiden von 12 mit 70.1 Gramm reinem Kokain gefüllten Fingerlingen zur Verfügung gestellt hat und ihm dabei bewusst war, dass d...

	4. Rechtliche Würdigung
	Hinsichtlich der rechtlichen Würdigung kann auf die zutreffenden und unangefochten gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 48 S. 23 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Dementsprechend ist der Beschuldigte wegen Verbrechen gegen das Betäub...

	5. Strafzumessung
	5.1. Strafrahmen
	Die Erwägungen der Vorinstanz zum Strafrahmen sind zutreffend und es kann darauf verwiesen werden (Urk. 48 S. 26 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Demnach erstreckt sich der Strafrahmen von einem Jahr bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe, womit eine Geldstrafe ve...
	5.2. Objektive Tatschwere
	Die theoretischen und konkreten Ausführungen der Vorinstanz zum Verschulden und zur objektiven Tatkomponente sind zutreffend und es kann darauf verwiesen werden (Urk. 48 S. 27 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Demnach ist von einem noch eher leichten objekti...
	5.3. Subjektive Tatschwere
	Die Vorinstanz hat auch korrekte theoretische Ausführungen zur subjektiven Tatschwere gemacht (Urk. 48 S. 29). Es kann darauf verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). In subjektiver Hinsicht ist der Verteidigung (Urk. 62 S. 5) insofern beizupflichten, ...
	Wenn die Vorinstanz nach der Beurteilung der Tatschwere auf eine hypothetische Einsatzstrafe von 20 Monaten Freiheitsstrafe kommt, ist dies nicht zu beanstanden.
	5.4. Täterkomponente
	Die Vorinstanz hat zutreffende theoretische Ausführungen zur Täterkomponente gemacht; es kann darauf verwiesen werden (Urk. 48 S. 31; Art. 82 Abs. 4 StPO). Ebenso sind ihre konkreten Erwägungen zur Täterkomponente des Beschuldigten richtig. Es ist dar...
	Wenn die Vorinstanz aufgrund der Vorstrafe von einer Erhöhung der Einsatzstrafe um vier Monate auf 24 Monate ausgeht, erweist sich das demzufolge als angemessen.
	5.5. Fazit
	Mit der Vorinstanz erweist sich eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten als dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen. Der Anrechnung der vom Beschuldigten bis zu seiner Ausschaffung am 17. Januar 2016 (Urk. 52) ersta...

	6. Vollzug der Strafe
	Unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz und die nachfolgenden Ausführungen zum Widerruf (Ziff. 7) ist der bedingte Vollzug der Freiheitsstrafe zu gewähren. Eine Verweigerung des bedingten Vollzugs wäre ohnehin unzulässig, da das U...

	7. Widerruf
	Die allgemeinen und konkreten Ausführungen der Vorinstanz zum Widerruf sind zutreffend; es ist darauf zu verweisen (Urk. 48 S. 34 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte hat nur gerade knapp zwei Monate nach der Verurteilung wegen Widerhandlungen g...

	8. Beschlagnahmung
	Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 24. November 2015 wurden Fr. 800.-- vom Beschuldigten zur Sicherstellung von Verfahrenskosten, Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen beschlagnahmt (Urk. 13/11). Die Verteidigung beantragt einen ...
	Wie bereits von der Vorinstanz ausgeführt, hat das Gericht im Endentscheid über die beschlagnahmten Gegenstände zu befinden (Art. 267 Abs. 3 StPO). Es ist dabei eine Verwendung zur Kostendeckung nach Art. 426 StPO bzw. eine Einziehung nach Art. 69 ff....

	9. Kosten
	9.1. Kosten Vorinstanz
	9.1.1. Gestützt auf Art. 426 Abs. 1 Satz 1 StPO sind mit der Vorinstanz die Verfahrenskosten vom Beschuldigten zu tragen, der verurteilt wird (Urk. 48 S. 36). Wenn der Beschuldigte wie vorliegend teilweise freigesprochen wird, können ihm dennoch sämtl...
	9.1.2. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass sich die vorliegenden Untersuchungshandlungen primär auf den Vorwurf der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz richteten. Es wurde keine Untersuchungshandlung nur im Hinblick auf die Widerhandl...
	9.2. Kosten Berufungsverfahren
	9.2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf Fr. 3'000.– festzusetzen.
	9.2.2. Der Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren mit seinen Anträgen vollumfänglich, weshalb ihm auch die Kosten dieses Verfahrens (exklusive Kosten der amtlichen Verteidigung) aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO).
	9.2.3. Der amtliche Verteidiger hat für das Berufungsverfahren eine Honorarnote über Fr. 1'983.85 eingereicht (Urk. 78/2), wofür er entsprechend zu entschädigen ist. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehme...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 13. Januar 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 227 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.
	4. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. April 2015 bedingt ausgefällte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.-- (abzüglich 2 Tage erstandener Haft) wird vollzogen.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 24. November 2015 beschlagnahmten Fr. 800.-- werden zur Kostendeckung verwendet.
	6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 9) wird bestätigt.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschul...
	9. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.