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**Case Identifier:** 6e5abf39-2c4c-5c3b-a57d-75abf589e734
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.02.2022 720 21 62/40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-62-40_2022-02-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. Februar 2022 (720 21 62 / 40) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Schlüssigkeit eines bidisziplinären Verwaltungsgutachtens bejaht. Rentenanspruch zu 

Recht verneint.  

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
A. Der 1988 geborene A.____ hat im Rahmen beruflicher Massnahmen durch die Invali-
denversicherung (IV) im Sommer 2008 als Erstausbildung eine Attestausbildung zum Metallprak-
tiker abgeschlossen. Seit Mitte Juli 2017 bis 17. Oktober 2017 war er zuletzt als Chauffeur tätig. 
Unter Hinweis auf eine seit 2017 bestehende mittelgradige Depression meldete er sich am 3. 
August 2018 bei der IV erneut zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung seiner gesundheitlichen 
und erwerblichen Verhältnisse, namentlich nach Einholung eines bidisziplinären Gutachtens von 
Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, und PD Dr. med. C.____, FMH Psy-

 
 
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chiatrie und Psychotherapie, vom 2. bzw. vom 10. Juni 2020, lehnte die IV-Stelle Basel-Land-
schaft (IV-Stelle) den Anspruch des Versicherten auf eine IV-Rente nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren unter Hinweis auf einen IV-Grad von weniger als 40% mit Verfügung vom 19. 
Januar 2021 ab. 
 
B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch seinen Beistand, am 12. Februar 2021 
Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, die Angelegenheit sei zum Zweck einer umfassenden 
arbeitspsychologischen Abklärung sowie zwecks Wiederholung einer Intelligenztestung zur Neu-
beurteilung des IV-Grads an die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung liess er im Wesentli-
chen vorbringen, dass seine Leistungsfähigkeit nur ungenügend abgeklärt worden sei. Nament-
lich lasse sich im Abschlussbericht betreffend die Eingliederungsmassnahmen vom 20. Mai 2019 
keine Aussage über seine Arbeitsfähigkeit oder über die Auswirkungen seiner Einschränkungen 
auf die Arbeit finden. Um das Bild hinsichtlich einer relevanten Beeinträchtigung zu vervollständi-
gen, sei deshalb in Nachachtung des aktuellen Berichts der E.____ vom 11. Februar 2021 eine 
umfassende arbeitspsychologische Abklärung sowie eine erneute Intelligenztestung vorzuneh-
men. Entgegen den Schlussfolgerungen im psychiatrischen Verwaltungsgutachten von Dr. 
C.____ vom 2. Juni 2020, welche die leichte depressive Verstimmung des Beschwerdeführers 
mit dessen psychosozialen Belastungsfaktoren begründet hätten, seien die Einschränkungen be-
reits in der Schule sowie im Rahmen früherer Arbeitsverhältnisse vorhanden gewesen. Die psy-
chosozialen Belastungsfaktoren seien gemäss Beurteilung der E.____ vom 11. Februar 2021 
vielmehr auf die Intelligenzminderung und die depressive Begleitsymptomatik zurückzuführen. 
 
C. Mit verfahrensleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 23. Februar 2021 wurde 
dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung bewil-
ligt. Die IV-Stelle schloss unter Hinweis auf die Stellungnahme ihres regional-ärztlichen Dienstes 
(RAD) mit Vernehmlassung vom 13. April 2021 auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung 
brachte sie zusammenfassend vor, dass auf eine arbeitspsychologische Abklärung sowie auf 
eine erneute Abklärung einer Intelligenzminderung verzichtet werden könne. Dr. C.____ habe 
bereits eine leichte Intelligenzminderung attestiert und die geltend gemachten Einschränkungen 
in Form qualitativer Einschränkungen somit versicherungstechnisch reflektiert. Hinzu trete, dass 
der Beschwerdeführer bisher ein rentenausschliessendes Einkommen erwirtschaftet habe. Es 
gebe keine Gründe, weshalb ihm eine intellektuell gleichwertige Arbeit nicht weiterhin zu 100% 
zumutbar sei, zumal sein Tagesablauf und seine Funktionsfähigkeit im Alltag nicht gross einge-
schränkt seien. Eine zusätzliche Abklärung sei bei dieser Ausgangslage nicht angezeigt. An den 
Ergebnissen des rheumatologischen und psychiatrischen Gutachtens der Dres. B.____ und 
C.____ vom 2. bzw. 10. Juni 2020 sei festzuhalten.  
 
D. Mit Replik vom 21. Mai 2021 und Duplik vom 1. Juni 2021 hielten die Parteien an ihren 
Rechtsbegehren fest. 

 
Auf die einzelnen Vorbringen in den Rechtsschriften ist soweit notwendig in den nachfolgenden 
Erwägungen einzugehen.  
 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.  Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der kan-
tonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ört-
lich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 12. Feb-
ruar 2021 ist demnach einzutreten. 
 
2. Zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist dabei der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 19. Januar 2021 ent-
wickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
2.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-

 
 
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den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 
 
3.1  Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2).  
 
3.2 Die Annahme insbesondere einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheits-
beeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissen-
schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398  E. 5.3 und 
E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden be-
lastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen allerdings kein Krank-
heitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Ver-
bindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt deshalb in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das 
die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von 
Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und in-
wiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz 
des Leidens willensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen 
(BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheits-
beeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Per-
son nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwer-
tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Vo-
raussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 127 V 294 E. 4c in fine). Zu den psy-
chischen Gesundheitsschäden gehören neben den eigentlichen Geisteskrankheiten auch seeli-
sche Abwegigkeiten mit Krankheitswert. Nicht als Auswirkungen einer krankhaften seelischen 
Verfassung und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten indessen jene Be-
einträchtigungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, Arbeit in ausreichendem Masse zu verrichten, zu vermeiden vermöchte, wobei das Mass 
des Forderbaren weitgehend objektiv bestimmt werden muss (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 353 
E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Ebenfalls kein versicherter Gesundheitsschaden liegt dann vor, wenn 
die Leistungseinschränkung auf einer Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. 
Bloss verdeutlichendes Verhalten weist indes noch nicht per se auf eine Aggravation hin (BGE 
141 V 281 E. 2.2.1). Eine Aggravation liegt gemäss Bundesgericht namentlich dann vor, wenn 
eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Einschränkungen und dem gezeigten 
Verhalten besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch 
vage bleibt; keine Therapie bzw. keine medizinische Behandlung in Anspruch genommen wurde; 
demonstrativ vorgetragene Klagen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschränkungen 
im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld  jedoch weitgehend intakt geblieben ist 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_659/2017 vom 20. September 2018, E. 4.1).  
 

 
 
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3.3 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Be-
weismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat-
ten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c mit Hinweisen).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Nur wenn ein Versicherungsfall ohne die Ein-
holung eines externen Gutachtens entschieden werden soll, sind an die Beweiswürdigung stren-
gere Anforderungen zu stellen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundes-
gerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
3.5  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hin-
weisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die not-
wendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es 
sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweis-
würdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich 

 
 
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hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversiche-
rungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu 
Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn 
die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
4.1 Zu prüfen ist, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer Anspruch auf eine IV-
Rente besitzt. Strittig ist in diesem Zusammenhang namentlich die dem Versicherten noch ver-
bleibende Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Verweistätigkeit. Einigkeit besteht da-
bei allerdings hinsichtlich der Frage, in welchem Ausmass der Versicherte aufgrund seiner soma-
tischen Beeinträchtigungen noch arbeitsfähig ist. Gestützt auf das rheumatologische Teilgutach-
ten von Dr. B.____ vom 10. Juni 2020 ist zwischen den Parteien zu Recht unbestritten geblieben, 
dass keine dauernd schweren oder mittelschweren Arbeiten mehr zumutbar sind, hinsichtlich ei-
ner leichten bis selten mittelschweren und rückenschonenden Tätigkeit hingegen bezogen auf 
ein Ganztagespensum eine Arbeitsfähigkeit von weiterhin 100% verbleibt. In diesem rheumato-
logischen Teilgutachten wurde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lum-
bovertebralsyndrom bei Osteochondrose L5/S1 mit rezessaler Enge und bei einer intermittierend 
radikulären Reizsituation diagnostiziert. Die qualitative Einschränkung des Anforderungsprofils 
an eine Verweistätigkeit leitet Dr. B.____ aus den Alltagsaktivitäten ab, welche in Bezug auf eine 
körperlich leichte Tätigkeit letztlich normale Ressourcen belegen würden. Seine Schlussfolgerung 
ist nachvollziehbar und deckt sich insbesondere mit der Einschätzung des behandelnden Rheu-
matologen vom 1. August 2019 und vom 4. bzw. vom 8. März 2018 (IV-Dok 91, S. 1 ff.; S. 6 ff.). 
Dr. B.____ hat seine Exploration sodann in Beachtung aller praxisgemässen Kriterien (oben, Er-
wägung 3.3) erstattet. Sein Fachgutachten beruht auf detaillierten Untersuchungen der rheuma-
tologischen Verhältnisse und berücksichtigt gebührend auch alle geklagten Beschwerden des 
Versicherten. Ausserdem erging dieses Teilgutachten in Kenntnis sämtlicher Vorakten und unter 
Erhebung einer präzisen Anamnese. Schliesslich wurden darin auch die medizinischen Zusam-
menhänge nachvollziehbar erläutert. Auf das entsprechende rheumatologische Fachgutachten 
und die darin formulierte Einschätzung der somatisch bedingten Restarbeitsfähigkeit kann des-
halb ohne Weiteres abgestellt werden. 
 
4.2.1 Uneinigkeit zwischen den Parteien besteht hinsichtlich der psychiatrischen Gesundheits-
verhältnisse und ihrer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Dr. C.____ hat in diesem Zusammen-
hang in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 2. Juni 2020 keine Diagnosen mit Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit erhoben. Ohne Auswirkungen seien eine leichte depressive Episode 
sowie eine leichte Intelligenzminderung zu diagnostizieren. In seiner zusammenfassenden Beur-
teilung hat der Gutachter erwogen, dass die Kardinaldefinition für eine Persönlichkeitsstörung 
nicht erfüllt sei und auch keine posttraumatische Belastungsstörung vorliege. Aufgrund der Evi-
denz aus den zur Verfügung stehenden Vorakten postuliert Dr. C.____ eine leichte Intelligenz-
minderung, welche sich bisher jedoch nicht auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten ausgewirkt 
habe. Es sei zwar festzustellen, dass der Versicherte mit dem Versuch, eine Berufslehre zum 
Bauschlosser zu durchlaufen, schulisch massiv überfordert gewesen sei. In den darauffolgenden 
beruflichen Tätigkeiten im ersten Arbeitsmarkt seien ungenügende Arbeitsleistungen jedoch nie 
der Grund für einen Stellenwechsel oder für einen Abbruch seiner Arbeitstätigkeit gewesen. Der 

 
 
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Explorand habe stets körperliche Arbeiten getätigt und sei in diesem Rahmen jeweils mit einfa-
chen kognitiven Aufgaben konfrontiert gewesen. Dabei hätten sich keinerlei Hinweise ergeben, 
wonach durch eine Intelligenzminderung eine relevante Beeinträchtigung seiner Leistungsfähig-
keit festzustellen gewesen wäre. Hinsichtlich der Affektpathologie habe der Explorand anlässlich 
der Begutachtung eine maximal leichte depressive Grundstimmung gezeigt. Der Versicherte 
habe zwar mitgeteilt, dass er eine gewisse Antriebsminderung, eine gewisse Tagesmüdigkeit und 
Freud-, Interesse- und Lustlosigkeit erleben würde. Auf wiederholte Nachfrage zu seiner Grund-
stimmung könne er aber nicht mitteilen, sich niedergeschlagen und depressiv zu fühlen, sondern 
mache repetitiv geltend, wie sehr ihn der finanzielle Engpass und der unklare Aufenthaltsstatus 
seiner Ehefrau sowie seiner Kinder belaste. Aus seinen subjektiven Angaben gehe kein 
schwerergradig depressives Erleben hervor. Dass der Explorand tagsüber nicht viel unternehme, 
habe einerseits mit seinen psychosozialen Belastungen zu tun, sei andererseits aber auch sozi-
okulturell begründet, zumal seine Ehefrau im Haushalt alles alleine erledige. Seit der Aufgabe 
seiner Erwerbstätigkeit fehle dem Versicherten zudem ein relevanter Tagesinhalt. Während der 
gesamten Begutachtung sei der Explorand von sich aus nie auf körperliche Schmerzen zu spre-
chen gekommen; auch habe sich keinerlei Ausgestaltung in seiner Beschwerdeschilderung ge-
zeigt. Ganz offensichtlich sei es deshalb zu keiner Schmerzausweitung gekommen. Der Explo-
rand habe über gewichtige finanzielle Belastungen berichtet, die aber per definitionem invalidi-
tätsfremd seien. Invaliditätsfremd sei auch die Tatsache, dass seine Ehefrau nur rudimentär der 
deutschen Sprache mächtig sei, sowie dass hinsichtlich ihrer Niederlassungsbewilligung und je-
ner der Kinder eine unsichere Situation bestehe. Es sei nachvollziehbar, dass ihn diese Situation 
belaste. Es stelle sich die Frage, inwiefern sich der Explorand angesichts seiner massiven Schul-
denhöhe noch mit seiner Rolle als Arbeitnehmer identifizieren wolle. Gleichzeitig seien keine 
schwerwiegenden psychischen Störungen festzustellen. Es lasse sich einzig eine leichte Affekt-
pathologie erheben, bei welcher die innerpsychische Vitalität aber nicht relevant beeinträchtigt 
sei. Die leichte Intelligenzminderung würde sich nur auf Arbeiten auswirken, an welche höhere 
kognitive Anforderungen gestellt würden. Dies aber sei in der bisherigen Berufsanamnese nie der 
Fall gewesen und werde auch nie zur Diskussion stehen. Daher habe die leichte Intelligenzmin-
derung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Hingegen lägen gewichtige psychosoziale Belas-
tungsfaktoren vor, die für bewusste Selbstlimitierungen und für einen subjektiven Krankheitsge-
winn mitverantwortlich seien. Es sei zwar zu berücksichtigen, dass der Explorand im Rahmen 
seiner leichten Intelligenzminderung nicht immer adäquat mit äusseren Belastungsfaktoren um-
gehen könne, da er nicht auf ausreichende kognitive Ressourcen zurückgreifen könne. Hinsicht-
lich den psychosozialen Belastungsfaktoren seien die Bestimmungen der Swiss Insurance Medi-
cine aber unmissverständlich. Mit Blick auf die ICF-Kriterien gelinge es dem Exploranden ausser-
dem, sich an Regeln und Routinen anzupassen. Namentlich habe er die ihm übertragenen beruf-
lichen Aufgaben stets erfüllen können, so dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten keinerlei re-
levante Beeinträchtigungen in der Planung und Strukturierung von Aufgaben aufweise. Entspre-
chend ergäben sich auch keine Hinweise für allfällige Beeinträchtigungen in seiner Entschei-
dungs- und Urteilsfähigkeit oder hinsichtlich seiner Flexibilität. Der Explorand berichte schliesslich 
auch über eine gewisse Sättigung in Bezug auf das Zusammenwohnen mit seinen Eltern, die sich 
offenbar häufig streiten würden. Hierbei handle es sich aber ebenfalls um eine psychosoziale 
Konstellation, die auflösbar sei. Zusammenfassend würden sich keine qualitativen Funktionsein-
bussen zeigen. Sowohl in den bisherigen Tätigkeiten als auch in sämtlichen Tätigkeiten ohne 

 
 
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grössere kognitive Herausforderungen, die hauptsächlich handwerklich bzw. körperlicher Natur 
seien, resultiere aus psychiatrischer Sicht eine vollständig erhaltene Arbeitsfähigkeit im ersten 
Arbeitsmarkt. Die Arbeitsfähigkeit sei in dieser Hinsicht bisher noch nie eingeschränkt gewesen. 
 
4.2.2 Von Dr. C.____ liegt im Weiteren eine ergänzende Stellungnahme vom 30. Oktober 2020 
im Zusammenhang mit dem Bericht der Klinik D.____ vom 24. August 2020 in den Akten. Daraus 
geht hervor, dass sich entgegen der im Bericht der Klinik D.____ erhobenen Diagnose anlässlich 
der gutachterlichen Exploration des Beschwerdeführers am 27. Mai 2020 keine Hinweise für eine 
schwerergradige depressive Störung ergeben hätten. Ebenso wenig hätten die im Bericht der 
D.____ erwähnten Befunde einer deutlich reduzierten Schwingungsfähigkeit sowie einer affekti-
ven Verflachung festgestellt werden können. Aus dem Bericht der D.____ ergäben sich ausser-
dem keine ausreichenden Hinweise, dass tatsächlich eine schwerergradige depressive Störung 
vorliege. Eine solche Diagnose werde nicht untermauert. Es sei darauf hinzuweisen, dass die 
erste Untersuchung in der D.____ am 16. Juni 2020 und somit rund drei Wochen nach der eige-
nen Exploration erfolgt sei; eine entsprechende affektive Zustandsveränderung würde daher 
überraschen. Es werde im Bericht der D.____ auch nicht diskutiert, welche Funktionsfähigkeiten 
beim Exploranden noch vorliegen würden. Der im Bericht beschriebene Emotionalstatus sei nur 
rudimentär verfasst worden, und auch spezifisch objektive Parameter, welche die innerpsychi-
sche Vitalität objektiv abbilden würden, seien nicht diskutiert worden. Hingegen sei bereits im 
Gutachten auf psychosoziale Belastungen und soziokulturelle Gründe hingewiesen worden, die 
definitionsgemäss invaliditätsfremde Belastungsfaktoren darstellen würden. Diese Aspekte seien 
im Bericht der D.____ weder erhoben noch diskutiert worden. Die Interpretation im  Bericht der 
D.____ , wonach die Auffälligkeiten in der Symptomvalidierung der kognitiven Leistungsfähigkeit 
als Ausdruck einer aktuell mittelschweren bis schweren depressiven Episode zu interpretieren 
sei, lasse sich in keiner Weise nachvollziehen. Eine solche Interpretation werde im Bericht der 
D.____ nicht begründet. Ausserdem sei die neuropsychologische Untersuchung aufgrund zweier 
auffälliger Beschwerde-Validierungsverfahren vorzeitig abgebrochen worden, so dass die kogni-
tive Leistungsfähigkeit gar nicht erst habe beurteilt werden können und demnach auch kein Intel-
ligenzquotient ermittelt worden sei. Die Schlussfolgerungen im Bericht der D.____ vom 24. Au-
gust 2020 könnten somit nicht geteilt werden, und es würden sich aus diesem Bericht auch keine 
neuen medizinischen Erkenntnisse ergeben. An den Ergebnissen des psychiatrischen Gutach-
tens vom 2. Juni 2020 könne vielmehr vollumfänglich festgehalten werden. 
 
4.3 Während die IV-Stelle die angefochtene Verfügung auf das zitierte Teilgutachten von Dr. 
C.____ und dessen Stellungnahme vom 30. Oktober 2020 abgestützt hat, stellt sich der Be-
schwerdeführer mit Blick auf die Berichte seiner behandelnden Ärztinnen und Ärzte auf den 
Standpunkt, dass seine ständige und jahrelange Überforderung in praktisch allen Lebensberei-
chen auf eine Intelligenzminderung zurückzuführen sei, und sich diese Intelligenzminderung seit 
geraumer Zeit in einer depressiven Symptomatik äussere. Der Argumentation von Dr. C.____, 
wonach der Grund für die leichte depressive Verstimmung in den psychosozialen Belastungsfak-
toren liege, könne nicht gefolgt werden. Vielmehr seien die psychosozialen Belastungsfaktoren 
auf die Intelligenzminderung und auf die depressive Symptomatik zurückzuführen. Der Beschwer-
deführer beruft sich dabei namentlich auf den Bericht der E.____ vom 11. Februar 2021. Daraus 

 
 
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geht hervor, dass er sich wegen einer sich verstärkenden depressiven Symptomatik mit wieder-
kehrenden Suizidgedanken in der Zeit vom 4. Dezember 2020 bis 25. Januar 2021 in stationärer 
Behandlung befunden habe. Gemäss seinen Angaben sowie gemäss verschiedenen Berichten 
habe er bereits in der Schule und während seiner Ausbildung Auffälligkeiten gezeigt. Es gebe 
schon frühe Hinweise darauf, dass eine niedrige Intelligenz vorliege, die zu gewissen Einschrän-
kungen führen würde. Aufgrund seines fehlenden Verständnisses bestehe eine einschränkte Ent-
scheidungsfähigkeit, und der Versicherte könne mögliche Konsequenzen seiner Handlungen 
nicht abschätzen. Viele der bei ihm bestehenden psychosozialen Belastungsfaktoren seien ver-
mutlich genau hierauf zurückzuführen. Die ständige und jahrelange Überforderung in praktisch 
allen Lebensbereichen lasse sich durch die Intelligenzminderung erklären und äussere sich seit 
einiger Zeit in einer depressiven Symptomatik. Hinsichtlich der Argumentation von Dr. C.____, 
wonach der Versicherte dennoch in der Lage gewesen sei, seine Arbeitsstellen im ersten Arbeits-
markt aufrechtzuerhalten, lägen keine Berichte von ehemaligen Arbeitgebern vor, welche über 
die damaligen Arbeitsumstände und die vom Versicherten erbrachten Arbeitsleistungen, über 
festgestellte Einschränkungen oder über die genauen Kündigungsgründe Auskunft geben wür-
den. Für die Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit bzw. für die Beurteilung einer relevan-
ten Beeinträchtigung seien solche Informationen jedoch äusserst relevant. Um das Bild demnach 
vervollständigen zu können, werde eine umfassende arbeitspsychologische Abklärung sowie ge-
gebenenfalls eine Wiederholung der Intelligenztestung empfohlen, weil bei der bereits erfolgten 
Testung die vollständigen Detailergebnisse fehlen würden. Eine Neubeurteilung unter Berück-
sichtigung all dieser Ergebnisse und Erkenntnisse sei wünschenswert.  
 
5.1 Wie bereits das rheumatologische Teilgutachten von Dr. B.____ erfüllt auch das von der 
IV-Stelle eingeholte psychiatrische Fachgutachten von Dr. C.____ zweifelsohne die rechtspre-
chungsgemäss erforderlichen Kriterien an ein beweiskräftiges verwaltungsexternes Verwaltungs-
gutachten. Wie bereits ausgeführt (oben, Erwägung 3.3 f.), ist den im Rahmen des Verwaltungs-
verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehen-
der Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit ihrer 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier auch in Bezug auf das psychiatrische Gutachten 
von Dr. C.____ und dessen ergänzende Stellungnahme vom 30. Oktober 2020 keine vor. Sein 
psychiatrisches Fachgutachten beruht ebenfalls auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt 
sämtliche geklagten Beschwerden des Versicherten und ist verglichen zu den Einschätzungen 
seiner behandelnden Ärztinnen und Ärzte insbesondere in Kenntnis der gesamten medizinischen 
Aktenlage abgegeben worden. Es äussert sich zudem detailliert zu den dem Versicherten noch 
verbleibenden Ressourcen und kommt namentlich auf der Basis einer umfassenden und evidenz-
basierten Analyse namentlich auch psychosozialer Belastungsfaktoren zum Schluss, dass zwar 
eine leichte Intelligenzminderung vorliegt, diese sich aber nicht auf die Arbeitsfähigkeit des Ver-
sicherten auswirkt. Diese Schlussfolgerung ist nachvollziehbar. Entgegen der von ihm vertrete-
nen Auffassung, wonach die Intelligenzminderung ihm die Aufnahme einer Verweistätigkeit ver-
unmögliche, konnte der Beschwerdeführer in der Vergangenheit nämlich ein rentenausschlies-
sendes Einkommen erzielen (IV-Dok 46). Seine letzte Stelle als Chauffeur verlor er den vorlie-
genden Unterlagen zufolge weder aus psychischen Gründen noch, weil er den intellektuellen 

 
 
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Anforderungen an seine bisherigen Stellen nicht gewachsen gewesen wäre. Der Stellenverlust 
seiner letzten Anstellung war vielmehr auf seine Rückenbeschwerden zurückzuführen und er-
folgte mithin aus somatischen Gründen (IV-Dok 51, S. 2). Entsprechend war dem Versicherten 
durch seine behandelnden Ärzte auch aus somatischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit ur-
sprünglich attestiert worden (IV-Dok 61). Eine ergänzende Abklärung seiner neuropsychologi-
schen Verhältnisse, wie sie der Beschwerdeführer in Form einer erneuten Intelligenztestung for-
dert, ist bei dieser Ausgangslage weder erforderlich noch sinnvoll, zumal eine zuletzt im Sommer 
2020 durchgeführte neuropsychologische Beschwerdevalidierung infolge von Inkonsistenzen oh-
nehin nicht valide ausgefallen war. Jene Testung lässt mithin keinen Rückschluss auf das tat-
sächliche Leistungsvermögen zu (IV-Dok 127, S. 5). Damit lässt sich aber auch die Interpretation 
im Bericht der D.____ vom 24. August 2020, wonach die Auffälligkeiten in der Symptomvalidie-
rung Ausdruck einer aktuell mittelschweren bis schweren depressiven Episode darstellten (IV-
Dok 127), nicht aufrechterhalten. Vor diesem Hintergrund erweist es sich jedenfalls als nicht an-
gezeigt, eine neuerliche Intelligenz-Testung durchzuführen. 
 
5.2 Die Tatsache, dass in der Lebensbiographie des Versicherten schon früh Hinweise auf 
das Vorliegen einer niedrigen Intelligenz bestanden haben, ändert daran nichts. Dieser Umstand 
ist unbestritten und wurde durch Dr. C.____ bereits angemessen berücksichtigt. So leuchtet es 
ein, dass der Versicherte in sämtlichen Tätigkeiten ohne grössere kognitive Herausforderungen, 
die hauptsächlich handwerklich bzw. körperlicher Natur sind, trotz seiner Intelligenzminderung 
keine Einschränkungen zu verzeichnen haben wird (oben, E. 5.1). Dem Einwand, dass die Beur-
teilung von Dr. C.____ in diesem Zusammenhang unzutreffend wäre, weil die psychosozialen 
Belastungsfaktoren – wie der Beschwerdeführer behauptet – ätiologisch durch seine Intelligenz-
minderung bedingt seien, kann dabei nicht beigepflichtet werden. Auch die behandelnden Exper-
ten der E.____ gehen nämlich davon aus, dass insbesondere innerfamiliäre Spannungen und die 
damit verbundene Antriebslosigkeit zu einer Handlungsblockade und zu einer prekären finanziel-
len Situation geführt haben. Die depressive Dekompensation des Beschwerdeführers ist daher 
vor dem Hintergrund seiner psychosozialen Belastungssituation zu interpretieren (IV-Dok 108, 
S. 4). Damit postulieren die behandelnden Ärzte letztlich nichts anderes wie auch Dr. C.____, 
nämlich, dass die affektive Niedergestimmtheit des Versicherten nicht etwa auf seine Intelligenz-
minderung, sondern vielmehr auf seine psychosozialen Belastungen in Form eines angespannten 
häuslichen Umfelds sowie einer finanziellen Engpasssituation zurückzuführen ist (a.a.O., ad Be-
urteilung; ebenso psychiatrisches Fachgutachten von Dr. C.____, S. 28, ad Ziffer 7). Diese ur-
sächlichen Belastungsfaktoren psychosozialer Natur sind jedoch invaliditätsfremd und begründen 
in versicherungsrechtlicher Hinsicht keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Mithin besteht ent-
gegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung eine Kongruenz zwischen den behandeln-
den Ärzten der E.____ und dem psychiatrischen Gutachter, wonach der Grund für die depressive 
Symptomatik des Versicherten in dessen psychosozialer Belastung begründet liegt und demnach 
keinen rentenrelevanten Versicherungsschaden darstellt. Hintergrund bildet der im Hinblick auf 
Rentenleistungen der Invalidenversicherung geltende, engere (bio-psychische) Krankheitsbegriff. 
Dieser klammert soziale Faktoren so weit aus, als es darum geht, die für die Einschätzung der 
Arbeitsunfähigkeit kausalen versicherten Faktoren zu umschreiben, demgegenüber die funktio-
nellen Folgen von Gesundheitsschädigungen auch mit Blick auf psychosoziale und soziokultu-
relle Belastungsfaktoren abgeschätzt werden (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1 mit Hinweisen). Soweit 

 
 
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soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, müssen sie aber ausgeklammert 
werden, gilt es doch sicherzustellen, dass eine gesundheitlich bedingte Erwerbsunfähigkeit zum 
einen (Art. 4 Abs. 1 IVG) und eine nicht versicherte Erwerbslosigkeit bzw. andere belastende 
Lebenslagen zum andern nicht ineinander aufgehen dürfen (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 mit Hinweis 
auf BGE 127 V 294 E. 5a; vgl. auch BGE 143 V 409 E. 4.5.2). Nicht anders verhält es sich im hier 
vorliegenden Fall, in welchem die depressive Symptomatik gemäss den kongruenten Aussagen 
auch der behandelnden Ärztinnen und Ärzte auf psychosoziale Belastungsfaktoren und nicht 
etwa auf die Intelligenzminderung zurückzuführen ist. Dass die psychosozialen Belastungsfakto-
ren des Versicherten sodann zumindest mittelbar zur Invalidität beitragen würden, indem sie sie 
zu einer ausgewiesenen Beeinträchtigung der psychischen Integrität als solcher führen, welche 
ihrerseits eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirken würde, ist aufgrund der nur gering 
ausgeprägten Affektpathologie schliesslich ausgeschlossen (Urteile 9C_10/2021 vom 15. Juni 
2021 E. 3.3.1; 8C_559/2019 vom 20. Januar 2020 E. 3.2 mit Hinweis; vgl. auch Urteil 
8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 4.1). Die Stellungnahme von Dr. C.____ vom 30. Oktober 
2020 legt in diesem Zusammenhang schlüssig dar, dass die von der D.____ erhobene Diagnose 
einer schwerergradigen depressiven Episode weder untermauert wurde noch im Einklang mit der 
rund drei Wochen zuvor erfolgten, gutachterlichen Exploration des Beschwerdeführers steht. Da-
ran ist festzuhalten. Die Interpretation im Bericht der D.____ vom 24. August 2020, wonach die 
Auffälligkeiten in der Symptomvalidierung Ausdruck einer aktuell mittelschweren bis schweren 
depressiven Episode sei, lässt deshalb nicht aufrechterhalten.  
 
6. Zusammenfassend leuchtet die gutachterliche Schlussfolgerung von Dr. C.____, wo-
nach beim Versicherten auch in psychiatrischer Hinsicht von einer letztlich vollständig erhaltenen 
Restarbeitsfähigkeit in intellektuell nicht anspruchsvollen Arbeiten auszugehen ist, somit in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein. Der in der Beschwerde vorgebrachte Ein-
wand, dass seinem psychiatrischen Fachgutachten letztlich die logische Nachvollziehbarkeit 
fehle, erweist sich der dargelegten Aktenlage zufolge als nicht gerechtfertigt. Insgesamt resultiert 
somit auch in bidisziplinärer Hinsicht eine vollständig erhaltene Restarbeitsfähigkeit im Rahmen 
des gutachterlich definierten Zumutbarkeitsprofils. Mit Blick auf den zwischen den Parteien zu 
Recht unbestritten gebliebenen Einkommensvergleich bleibt es damit bei einem IV-Grad unter 
40%. Die Vorinstanz hat den Rentenanspruch des Versicherten im Ergebnis somit zu Recht ver-
neint, und die hiergegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1'000.— festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.— fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, wes-
halb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihm ist allerdings mit verfahrensleitender Ver-
fügung des Kantonsgerichts vom 23. Februar 2021 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt 

 
 
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worden. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genom-
men.  
 
7.2 Auf die Ausrichtung einer Parteientschädigung an den verbeiständeten und anwaltlich 
nicht vertretenen Beschwerdeführer ist zu verzichten.  
 

7.3 Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.