# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a946ac18-d853-553d-90e8-9c184f20c274
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.12.2008 E-7523/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7523-2008_2008-12-04.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7523/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Stöckli, 
mit Zustimmung von Richterin Marianne Teuscher;
Gerichtsschreiberin Esther Karpathakis.

A._______,
Elfenbeinküste,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 17. November 2008/N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7523/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  Angehöriger  der  Dioula  aus 
B._______/Abidjan,  eigenen Angaben zufolge die  Elfenbeinküste  am 
19. Juli 2008 auf dem Luftweg verliess und von Marokko her kommend 
am folgenden Tag in die Schweiz einreiste, wo er am 21. Juli 2008 im 
Empfangszentrum Vallorbe  (EVZ)  um Asyl  nachsuchte,  und  dass  er 
angab, er sei mit einem gefälschten Pass gereist, 

dass am 30. Juli 2008 im EVZ die Kurzbefragung zum Reiseweg und 
den Ausreisegründen (A5) und am 6. Oktober 2008 die Anhörung zu 
den Asylgründen stattfanden (A11),

dass  der  Beschwerdeführer  zu  seinen  Identitätspapieren  angab,  er 
habe über einen im Jahre 2005 ausgestellten, authentischen Pass mit 
einer Gültigkeitsdauer von drei Jahren verfügt, welchen er in Abidjan 
zurückgelassen beziehungsweise welchen er verloren habe,

dass er angab, er habe auch über eine Identitätskarte, ausgestellt im 
Jahre 1998 und gültig während zehn Jahren, verfügt, welche er aber 
vor fünf Jahren verloren habe,

dass er sich daraufhin eine Identitätsbestätigung habe ausstellen las-
sen, welche er jährlich erneuern lassen müsse und die er sich über 
seinen Freund B. von zu Hause werde zustellen lassen,

dass er anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen eine Telefaxkopie 
zu den Akten reichte, bei welcher es sich um eine Kopie der angekün-
digten Identitätsbescheinigung handle,

dass er zu seinen persönlichen Verhältnissen angab, er sei immer in 
Abidjan gewesen, habe die Schule nur bis zur dritten Klasse besucht 
und seit dem Alter von fünfzehn Jahren bis zur Ausreise im Stadtteil 
D._______ Blumen verkauft und als Gärtner gearbeitet,

dass sein Vater gestorben sei, als er zwölf Jahre alt gewesen sei, und 
er Mutter und Schwester im Heimatland zurückgelassen habe, 

dass er auch zwei Töchter im Heimatland zurückgelassen habe, wel-
che in B._______ bei ihrer Mutter lebten,

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dass er zu seinen Asylgründen angab, er sei Zeuge eines Mordes ge-
worden und deswegen in seinem Heimatstaat gefährdet,

dass es nämlich in seinem Wohnquartier ein Militärcamp der Groupe 
Patrotique pour la Paix (GPP) gebe,

dass er an einem Samstag im Monat Juni 2008 nachts durch Lärm ge-
weckt worden sei,

dass er hinter seinem Fenster fünf Militärpersonen beobachtet habe, 
die einen Mann geschlagen hätten, und dann wieder eingeschlafen sei,

dass das Opfer gestorben sei und am Morgen darauf sechs Kriminal-
polizisten zu ihm gekommen seien und ihn ausgefragt hätten,

dass er aus Angst vor den Milizen gesagt habe, er wisse nichts, was 
ihm der Polizeikommissar nicht geglaubt habe, da der Mord unter sei-
nem Fenster passiert sei,

dass der Kommissar ihm Probleme in Aussicht gestellt  habe, falls er 
die Aussage verweigere, und ihm gleichzeitig Schutz angeboten habe 
für den Fall, dass er mit der Miliz Schwierigkeiten bekommen würde, 

dass er daraufhin ausgesagt habe, fünf Personen hätten das Opfer ge-
schlagen  und  darunter  habe  er  einen  Mann  erkannt,  welchen  man 
"Rougeau" nenne,

dass  man  den  Beschwerdeführer  zum  GPP-Camp  mitgenommen 
habe, wo er "Rougeau" identifiziert habe,

dass der Polizeikommissar und der Militärkommandant "Rougeau" ab-
geführt hätten, und er nach Hause zurückgekehrt sei,

dass er  am Montag wieder  zur  Arbeit  gegangen sei  und Blumen im 
Quartier D._______ verkauft habe,

dass  in  seiner  Abwesenheit  Milizen  zu  ihm nach  Hause  gekommen 
seien, die seine Mutter und seine Schwester nach seinem Aufenthalts-
ort gefragt und seine Schwester bewusstlos geschlagen hätten,

dass ein Freund und Nachbar ihn über dieses Ereignis per Telefon be-
nachrichtigt habe, und er nicht habe nach Hause zurückkehren wollen,

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dass der  Freund ihm nicht  habe Unterkunft  gewähren wollen,  da  er 
sich selbst vor den Milizen fürchte, worauf er den Polizeikommissar an-
gerufen und um Schutz gebeten habe,

dass dieser ihm jedoch gesagt habe, er könne gegen die Milizen nichts 
ausrichten und habe selbst eine Familie, weshalb er sich nicht in Ge-
fahr begeben könne,

dass  er  schliesslich  einen  guten  Kunden,  einen  Weissen  namens 
E._______  angerufen  habe  und  dieser  ihm  für  etwa  zwei  Wochen 
Unterschlupf in seiner Garage gewährt habe,

dass sich E._______ aber ebenfalls gefürchtet und schliesslich seine 
Ausreise organisiert und ihn bis in die Schweiz begleitet habe, 

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 17. November 2008 - eröffnet am 18. November 2008 - in 
Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31]  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Vollzug am Tag nach Eintritt  der Rechts-
kraft anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  eingeräumten 
Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, 
und es lägen dafür keine entschuldbaren Gründe vor,

dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb das angekündigte Original der 
Identitätsbescheinigung noch immer nicht eingetroffen und abgesehen 
davon nicht ersichtlich sei, weshalb der Beschwerdeführer dieses nicht 
bereits bei seiner Ausreise mitgeführt habe,

dass angesichts der mit einer illegalen Aus- und Weiterreise verbunde-
nen Risiken auch nicht nachvollziehbar sei, weshalb der Beschwerde-
führer sich für seine Reise nicht  einen authentischen Pass beschafft 
habe, zumal er von den heimatlichen Behörden nicht gesucht werde,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle, 
weil  er  sich  realitätsfremd und  unsubstanziiert  geäussert  habe,  und 
deswegen seine Vorbringen unglaubhaft seien,

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dass keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft oder eines Vollzugshindernisses erforderlich seien,

dass  sich  ein  Vollzug  der  Wegweisung  als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich erweise,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 21. Novem-
ber 2008 an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und beantragte, 
die Verfügung vom 17. November 2008 sei aufzuheben und auf sein 
Asylgesuch sei einzutreten, eventualiter sei die Unzulässigkeit und Un-
zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufi-
ge Aufnahme des Beschwerdeführers anzuordnen,

dass der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht den Verzicht auf die 
Erhebung von Verfahrenskosten und eines Kostenvorschusses bean-
tragte,

dass er zur Begründung im Wesentlichen ausführte, er habe nie in sei-
nem Leben einen Reisepass besessen und ein gefälschter  Pass sei 
viel schneller erhältlich zu machen als ein echter,

dass er angab, sein Freund B. Habe ihm gesagt, er habe die Identitäts-
bescheinigung  kurz  nach  der  Ausreise  des  Beschwerdeführers  ge-
schickt, was leider nicht zugetroffen habe,

dass der Freund B. die Bescheinigung inzwischen geschickt habe und 
sie am Tag der Beschwerdeerhebung eingetroffen sei, zusammen mit 
einem Auszug aus dem Zivilstandsregisterauszug, welche Papiere er 
nun einreiche,

dass  das  BFM angesichts  der  angewendeten  Nichteintretensbestim-
mung zu Unrecht eine materielle Prüfung seiner Vorbringen vorgenom-
men habe,

dass das BFM ihm zudem zu Unrecht vorwerfe, seine Vorbringen seien 
nicht glaubhaft,

dass die allgemeine Lage in der Elfenbeinküste unsicher sei, was sich 
insbesondere aus einem Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe 
(SFH) vom 19. Januar 2007 ergebe,

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  vor  der  Vorinstanz  am Verfahren  teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist, soweit die Anträge nicht über den Verfahrensgegenstand 
hinausgehen (Ar. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide,  welche das 
BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG getroffen 
hat, die Beurteilungskompetenz des Bundesverwaltungsgerichts nicht 
auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist, sondern dass auch die Flüchtlingseigen-
schaft  Prozessgegenstand bildet,  wobei  über  deren Bestehen bezie-
hungsweise Nichtbestehen - entgegen dem Einwand des Beschwerde-
führers  -  abschliessend  materiell  zu  entscheiden  ist,  soweit  dies  im 

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Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist  (vgl. BVGE 2007/8 
E. 2.1 und 5.6.5 m. H.),

dass die Asylgewährung demgegenüber nicht Gegenstand des vorlie-
genden Verfahrens bildet, 

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvoll-
zugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht  in  der Lage, oder  wenn aufgrund der Anhörung sowie ge-
stützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt 
wird, oder sich aufgrund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. a-c AsylG),

dass der Beschwerdeführer innerhalb der ihm eingeräumten Frist von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG (vgl. dazu BVGE 2007/7) abgegeben hat,

dass das BFM zu Recht und mit überzeugender und ausführlicher Be-
gründung zum Schluss gekommen ist, es lägen dafür keine entschuld-
baren Gründe vor, und dass zur Vermeidung von Wiederholungen dar-
auf verwiesen werden kann,

dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdestufe nichts Entscheiden-
des dagegen vorbringt,  vielmehr mit  seiner Behauptung, er habe nie 
im  Leben  einen  Reisepass  besessen,  seinen  eigenen  Angaben  an-
lässlich der Befragungen klar widerspricht (vgl. A5 S. 3, A11 S. 12),

dass  das  Nachreichen  der  Identitätsbescheinigung  auf  Beschwerde-
stufe -  nachdem er  keine entschuldbaren Gründe,  weshalb er  innert 
der gesetzlichen Frist von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesu-
ches keine Identitätspapiere eingereicht hat - von Vornherein nichts zu 
Gunsten des Beschwerdeführers zu bewirken vermag, weshalb darauf 

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verzichtet werden kann, auf allfällige Unstimmigkeiten im Zusammen-
hang mit diesem am Tag der Beschwerdeerhebung doch noch einge-
troffenen Papier näher einzugehen, 

dass  zwar  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Auffassung  des  BFM, 
der Beschwerdeführer habe seine Vorbringen widersprüchlich und un-
substanziiert geschildert, nicht ohne Weiteres teilt,

dass aber das Argument des BFM, wonach der Polizeikommissar den 
Verdächtigen "Rougeau" nicht abgeführt  hätte, wenn er sich tatsäch-
lich vor der GPP-Miliz gefürchtet hätte, treffend und wesentlich ist,

dass  dasselbe  für  das  sinngemässe  Argument  gilt,  die  GPP könne 
kaum ein  ernsthaftes  Interesse  am  Beschwerdeführer  haben,  nach-
dem deren  Kommandant  den  Verdächtigen,  nach  dessen  Identifizie-
rung durch den Beschwerdeführer, zusammen mit dem Polizeikommis-
sar eigenhändig festgenommen und abgeführt habe,

dass der Schluss der Vorinstanz,  die geltend gemachten Asylgründe 
vermöchten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit  im Sinne von 
Art. 7 AsylG nicht zu genügen, sich insgesamt als zutreffend erweist,

dass es im Übrigen in keiner Weise nachvollziehbar und daher auch 
vollends unglaubhaft  ist,  dass der Beschwerdeführer seit  jenem Tag, 
als er das Haus verlassen hat, seine Mutter und seine zusammenge-
schlagene Schwester nicht mehr gesehen und nicht einmal mehr kon-
taktiert hat (A11 S. 4),

dass sich eine weitere Auseinandersetzung mit seinen Vorbringen er-
übrigt  und  diese  am  zutreffenden  Schluss  des  BFM,  er  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, nichts zu ändern vermögen, wobei diese 
Feststellung  bereits  aufgrund  einer  summarischen  Prüfung  der  Vor-
bringen des Beschwerdeführers getroffen werden konnte,

dass sich aus den nachfolgenden Erwägungen zur Frage des Wegwei-
sungsvollzugs ergeben wird,  dass offensichtlich keine Wegweisungs-
vollzugshindernisse  vorliegen  und  entsprechend  diesbezüglich  keine 
zusätzlichen Abklärungen nötig waren,

dass das BFM mithin zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend unter dem Aspekt dieser 
Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelun-
gen ist, die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG bzw. Art. 1 A 
Ziff. 2 FK glaubhaft darzutun, weshalb das in Art. 5 AsylG bzw. Art. 33 
Ziff.  1  FK verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoule-
ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

dass  gemäss  Art.  25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  vom  4.  November  1950 

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(EMRK, SR 0.101) niemand der Folter oder unmenschlicher oder er-
niedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf,

dass ein Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in die Elfen-
beinküste sich unter dem Blickwinkel dieser Bestimmungen nur dann 
als  unzulässig erweisen würde,  wenn er  dort  mit  beachtlicher  Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art.  3  EMRK  oder  Art.  1  FoK  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre, wobei der Beschwerdeführer 
gemäss Praxis  des Europäischen Gerichtshofes für  Menschenrechte 
(EGMR)  sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  eine  konkrete 
Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen müsste  (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 16 S. 22, mit weiteren Hinweisen),

dass sich die allgemeine Menschenrechtssituation in der Elfenbeinküs-
te  seit  dem  Friedensabkommen  von  Ouagadougou  im  März  2007 
schrittweise verbessert  hat, wenn auch diesbezüglich noch Vieles zu 
tun bleibt (vgl. unten), jedenfalls aber der Beschwerdeführer  nicht dar-
zutun  vermag,  inwiefern  ihm ernsthafte  Gefahr  vor  einer  menschen-
rechtswidrigen  Behandlung  droht,  zumal  er  seine  Vorbringen  nicht 
glaubhaft gemacht hat und sich auch keine entsprechenden Hinweise 
aus den Akten ergeben,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Bezug auf die allgemeine Lage in der Elfenbeinküste auf ein 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  28.  Januar  2008 
(D-4477/2006, E. 8.2 f.) verwiesen werden kann, wo das Gericht zum 
Ergebnis kommt, es sei eine positive Entwicklung der allgemeinen Si-
cherheits-  und  Menschenrechtlage  zu  verzeichnen  und  es  herrsche 
weder eine Kriegs- oder Bürgerkriegssituation noch eine Situation all-
gemeiner  Gewalt,  weshalb  es  namentlich  die  Rückkehr  von jungen, 
gesunden Männern nach Abidjan für zumutbar erachtet, wenn sie be-
reits vor ihrer Ausreise dort gelebt haben oder aber dort über ein fami-
liäres Netz verfügen,

dass im Übrigen die vom Beschwerdeführer erwähnte Länderanalyse 
der SFH vom Januar 2007 seither zweimal ein Update erfahren hat, 
das  letzte  datierend vom Mai  2008,  wobei  der  Bericht  zum Schluss 

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kommt, die Sicherheitslage habe sich wesentlich verbessert, insbeson-
dere seien auch die Milizen nicht mehr aktiv,

dass  in  der  Elfenbeinküste  eine Phase der  politischen Entspannung 
herrsche, der Friedensprozess auf gutem Wege sei und das Risiko be-
waffneter  Auseinandersetzungen  zwischen  den  ehemaligen  Konflikt-
parteien in naher Zukunft gering sei (vgl. SFH-Update vom Mai 2008), 

dass vorliegend weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunfts-
staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine kon-
krete  Gefährdung im Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  zumal 
der Beschwerdeführer noch relativ jung und aktenkundig gesund ist,

dass er aus Abidjan stammt, wo er stets gelebt habe, dort über ein so-
ziales Netz und eine Einkommensquelle verfügt,

dass sich der Wegweisungsvollzug insgesamt als zumutbar erweist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm selbst obliegt, bei der Beschaf-
fung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass es demnach nicht dargetan ist, inwiefern die angefochtene Verfü-
gung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich-
tig  oder  unvollständig  feststellt  oder  unangemessen  ist  (Art. 106 
AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Verfahrensausgang die Kosten grundsätzlich dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, weil die Beschwerde 
als aussichtslos im Sinne des Gesetzes zu qualifizieren ist,

dass die Kosten des Verfahrens im Betrag von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem-
zufolge dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie; Beilage: auf Beschwer-
destufe  eingereichte  Attestation  d'identité,  Extrait  du  régistre  des 
actes de l'état civil)

- die kantonale Migrationsbehörde (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Stöckli Esther Karpathakis

Versand: 

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