# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b792e945-148c-5f67-95e5-b0f86df50a48
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.09.2020 LY200026
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY200026_2020-09-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LY200026-O/U 
 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw V. Stübi 

Urteil vom 8. September 2020 

in Sachen 
 
A._____,  
Klägerin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagte 
 
unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 
 

gegen 
 
B._____,  
Beklagter, Erstberufungsbeklagter und Zweitberufungskläger 
 
unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 
 
betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)  
 
Berufungen gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Ver-
fahren am Bezirksgericht Andelfingen vom 1. Juli 2019 (FE180010-B) 
 

Rückweisung: Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juni 2020 (vormaliges 
Verfahren: LY190043-O)  

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

 1. Die Parteien sind seit dem tt. September 2011 miteinander verheiratet. 

Aus dieser Verbindung ist die gemeinsame Tochter C._____, geboren am tt.mm 

2013, hervorgegangen. Am 19. September 2016 regelte das Bezirksgericht Frau-

enfeld das Getrenntleben der Parteien. Es stellte die Tochter C._____ unter die 

Obhut der Klägerin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagten (fortan 

Klägerin) und erklärte den Beklagten, Erstberufungsbeklagten und Zweitberu-

fungskläger (fortan Beklagter) für berechtigt, die Tochter an drei Wochenenden 

pro Monat von Donnerstagabend bis Sonntagabend sowie während fünf Wochen 

Ferien pro Jahr zu betreuen. Zudem wurde der Beklagte verpflichtet, für die Toch-

ter C._____ einen Kinderunterhaltsbeitrag von Fr. 1'200.– und für die Klägerin ei-

nen Ehegattenunterhalt von Fr. 2'500.– zu bezahlen (Urk. 2/3/7/1). 

 2. Am 2. März 2017 verlangte der Beklagte beim Bezirksgericht Andelfin-

gen (fortan Vorinstanz) die Abänderung des Eheschutzentscheids. Mit Urteil vom 

27. Dezember 2017 wurde das Besuchsrecht mit Bezug auf den Beginn des Be-

suchswochenendes (Freitag im Anschluss an den Kindergarten, anstatt Donners-

tag) abgeändert und es wurde konkretisierend bestimmt, dass der Beklagte die 

Betreuung von C._____ am ersten, dritten und vierten Wochenende im Monat 

übernehmen darf. Im Weiteren wurde die Klägerin verpflichtet, die Hälfte der 

Transportfahrten zwischen Hirzel und Dorf zu übernehmen und C._____ jeweils 

am Freitag zum Beklagten zu bringen, während dem Beklagten die Verpflichtung 

auferlegt wurde, die Tochter am Sonntag zur Klägerin zurückzubringen. Im Übri-

gen wurde das Eheschutzurteil des Bezirksgerichts Frauenfeld unverändert be-

lassen (Urk. 2/3/66). 

 3. Mit Eingabe vom 1. März 2018 leitete die Klägerin bei der Vorinstanz 

das Scheidungsverfahren ein (Urk. 2/1). Beide Parteien stellten im Laufe des Ver-

fahrens vorsorgliche Massnahmebegehren. Mit Massnahmeentscheid vom 1. Juli 

2019 regelte die Vorinstanz die Unterhaltspflichten (Urk. 3/2 Dispositiv-Ziffern 1 

- 3 - 

und 2) und entschied über die weiteren (Kinder-)Belange wie folgt (Urk. 3/2 

S. 57 ff.): 

3. Der Antrag des Beklagten um Zuteilung des Kindes unter seine Obhut 
im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen wird abgewiesen. 

4. In Abänderung von Ziffer 3 des Eheschutzurteils vom 27. Dezember 
2017 (EE170003) wird bezüglich der dem Beklagten zustehenden Be-
suchswochenenden folgendes angeordnet: 

Für den Fall, dass C._____ am Freitagnachmittag kindergarten- res-
pektive schulfrei hat, gilt folgende Regelung: Der Beklagte wird für be-
rechtigt und verpflichtet erklärt, die Betreuungsverantwortung an den 
Besuchswochenenden für die Tochter C._____ jeweils am ersten, drit-
ten und vierten Wochenende, jeweils von Freitag, 16.00 Uhr, bis Sonn-
tag, 18.00 Uhr, eines jeden Monats auf eigene Kosten zu übernehmen. 

Für den Fall, dass C._____ am Freitagnachmittag den Kindergarten 
respektive die Schule besuchen muss, gilt folgende Regelung: Der Be-
klagte wird für berechtigt und verpflichtet erklärt, die Betreuungsver-
antwortung an den Besuchswochenenden für die Tochter C._____ je-
weils am ersten, dritten und vierten Wochenende, jeweils von Freitag, 
18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, eines jeden Monats auf eigene 
Kosten zu übernehmen. 
Die Klägerin wird entsprechend der vorstehenden Ziffer 3 Abs. 2 und 
Abs. 3 verpflichtet, die Tochter C._____ an den Besuchsrechtswo-
chenenden des Beklagten jeweils am Freitag, 16.00 Uhr, oder 18.00 
Uhr (jeweils zu den angegebenen Zeiten von 16.00 Uhr oder 18.00 
Uhr, eintreffend beim Beklagten), auf Kosten der Klägerin zum Beklag-
ten zu bringen. 

Der Beklagte wird verpflichtet, die Tochter C._____ nach seinen Be-
suchsrechtstagen jeweils am Sonntagabend um 18.00 Uhr (18.00 Uhr, 
eintreffend bei der Klägerin) auf Kosten des Beklagten zur Klägerin zu-
rückzubringen. 

5. In Abänderung, Ergänzung und Präzisierung von Ziffer 3 des Ehe-
schutzurteils vom 27. Dezember 2017 (EE170003-B) wird das Ferien-
besuchs- und Feiertagsbesuchsrecht des Beklagten für die weitere 
Dauer des Scheidungsverfahrens folgendermassen geregelt: 
Im Rahmen des Feiertagsbesuchsrechts wird der Beklagte berechtigt 
erklärt, die Tochter C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu sich oder 
mit sich auf Besuch zu nehmen: 
in Jahren mit ungerader Jahreszahl: 
- über Ostern von Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Ostermontag, 

18.00 Uhr,  
- über Weihnachten vom 24. Dezember, 12.00 Uhr, bis 26. De-

zember, 12.00 Uhr, 
- über Auffahrt von Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Donnerstag, 18.00 

Uhr, sofern C._____ am darauffolgenden Freitag Kindergarten 
oder Schule hat oder die Auffahrt unmittelbar vor einem Wo-

- 4 - 

chenende liegt, an welchem dem Beklagten kein Wochenendbe-
suchsrecht zusteht, 

 über Auffahrt von Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, 
sofern C._____ am darauffolgenden Freitag keinen Kindergarten 
oder Schule hat und die Auffahrt unmittelbar vor einem Wochen-
ende liegt, an welchem dem Beklagten ein Wochenendbesuchs-
recht zusteht. 

in Jahren mit gerader Jahreszahl: 
- über Pfingsten von Freitag, 16.00 Uhr (wenn kindergarten- res-

pektive schulfrei von C._____ am Freitagnachmittag), oder 
18.00 Uhr (wenn Kindergarten respektive Schule von C._____ 
am Freitagnachmittag), bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr, 

- über den Jahreswechsel vom 31. Dezember, 12.00 Uhr, bis 
2. Januar, 18.00 Uhr. 

Im Rahmen des Ferienbesuchsrechts wird der Beklagte berechtigt 
erklärt, die Tochter C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu sich oder 
mit sich in die Ferien zu nehmen: 
in Jahren mit ungerader Jahreszahl: 
- in der ersten Woche der Wintersportferien, 
- in der letzten Woche der Frühlingsferien, 
- in den zwei letzten Wochen der Sommerferien, 
- in der letzten Woche der Herbstferien. 
in Jahren mit gerader Jahreszahl: 
- in der ersten Woche der Frühlingsferien, 
- in den zwei ersten Wochen der Sommerferien, 
- in den zwei ersten Wochen der Herbstferien. 
Eine Ferienwoche dauert von Freitag, 16.00 Uhr (wenn kindergarten- 
respektive schulfrei von C._____ am Freitagnachmittag) respektive 
18.00 Uhr (wenn Kindergarten respektive Schule von C._____ am 
Freitagnachmittag), bis am Samstag der Folgewoche, 18.00 Uhr. Fällt 
der Beginn einer Ferienwoche auf ein Besuchsrechtswochenende, so 
beginnt die Ferienwoche (je nach Kindergarten/Schule von C._____ 
am Freitagnachmittag) am Freitag, 16.00 Uhr respektive 18.00 Uhr. 
Fällt das Ende einer Ferienwoche auf ein Besuchsrechtswochenende, 
so endet sie am Sonntag, 18.00 Uhr. Fallen der Beginn und das Ende 
der Ferienwochen auf ein Besuchsrechtswochenende, so beginnt die 
Ferienwoche am Freitag, 16.00 Uhr respektive 18.00 Uhr, und endet 
am Sonntag, 18.00 Uhr. 
Weitergehende oder abweichende Feiertags- und/oder Ferienkontakte 
nach gegenseitiger Absprache der Eltern bleiben vorbehalten. Die El-
tern haben sich über Abweichungen von der vorstehenden Regelung 
mindestens drei Monate im Voraus abzusprechen. Kommt diesbezüg-
lich keine Einigung zustande, bleibt es bei den Feiertags- und/oder Fe-
rienkontakten gemäss vorstehender Regelung.  

- 5 - 

Die Klägerin wird sodann verpflichtet, die Tochter C._____ bei den Fe-
rien- und Feiertagsbesuchen beim Beklagten auf eigene Kosten zur 
festgelegten oder abgesprochenen Zeit zum Beklagten zu bringen. 
Kommt keine Absprache zustande, bleibt es bei den vorstehend ange-
ordneten Zeiten. 

Der Beklagte ist im Gegenzug verpflichtet, die Tochter C._____ nach 
Ausübung seines Ferien- und Feiertagsbesuchsrechts auf eigene Kos-
ten zur festgelegten oder abgesprochenen Zeit zur Klägerin zurückzu-
bringen. Kommt keine Absprache zustande, bleibt es bei den vorste-
hend angeordneten Zeiten. 

6. Die anderslautenden Anträge der Parteien zum Besuchsrecht (Wo-
chenendbesuchsrecht, Feiertagsbesuchsrecht, Ferienbesuchsrecht, 
Geburtstag) werden abgewiesen. 

7. [Anordnung einer Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB] 
8. [Ersuchen an KESB um Ernennung einer Beistandsperson] 
9. Der Antrag der Klägerin auf Sistierung des Besuchsrechts des Beklag-

ten bis zum Vorliegen der Berichte (Kinderanhörung, Psychologin und 
Kinderärztin) wird infolge Gegenstandslosigkeit erledigt abgeschrieben. 

10. Die übrigen Anträge der Parteien werden abgewiesen. 
11. Über die Kosten- und Entschädigungsregelung wird im Rahmen des 

Hauptverfahrens entschieden. 
12. [Schriftliche Mitteilung] 
13. [Rechtsmittel] 

 4. Dagegen erhoben beide Parteien mit Eingaben vom 12. September 

2019 (Urk. 3/1) bzw. 13. September 2019 (Urk. 3/10/1) innert Frist Berufung (vgl. 

zu den jeweiligen Anträgen Urk. 3/21 S. 11-15). Über den Gang des Berufungs-

verfahrens gibt das Urteil der Kammer vom 11. Dezember 2019 Auskunft 

(Urk. 3/21 E. A/4 S. 16 f.). Die erkennende Kammer erledigte das Berufungsver-

fahren unter dem Datum vom 11. Dezember 2019 mit folgendem Beschluss und 

Urteil (Urk. 3/21 S. 74 ff.): 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 7 bis 9 der Verfügung 
des Einzelgerichts am Bezirksgericht Andelfingen vom 1. Juli 2019 in 
Rechtskraft erwachsen sind.  

2. Das Begehren der Klägerin um Zusprechung eines Prozesskostenvor-
schusses wird abgewiesen. 

3. Das Begehren des Beklagten um Zusprechung eines Prozesskosten-
beitrages wird abgewiesen. 

4. Beiden Parteien wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. 

- 6 - 

Der Klägerin wird in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ ein 
unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. 
Dem Beklagten wird in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. 

5. [Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittel] 

Es wird erkannt: 

1. [Regelung der Unterhaltpflichten] 
2. [Grundlagen der Unterhaltsberechnung] 
3. Der Antrag des Beklagten um Zuteilung des Kindes unter seine Obhut 

im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen wird abgewiesen. 
4. In Abänderung von Ziffer 3 des Eheschutzurteils vom 27. Dezember 

2017 (EE170003) wird bezüglich der dem Beklagten zustehenden Be-
suchswochenenden folgendes angeordnet: 

Für den Fall, dass C._____ am Freitagnachmittag schulfrei hat, gilt 
folgende Regelung: Der Beklagte wird für berechtigt und verpflichtet 
erklärt, die Betreuungsverantwortung an den Besuchswochenenden für 
die Tochter C._____ jeweils am ersten, dritten und vierten Wochen-
ende, jeweils von Freitag, 16.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, eines je-
den Monats auf eigene Kosten zu übernehmen. 

Für den Fall, dass C._____ am Freitagnachmittag die Schule besucht, 
gilt folgende Regelung: Der Beklagte wird für berechtigt und verpflich-
tet erklärt, die Betreuungsverantwortung an den Besuchswochenenden 
für die Tochter C._____ jeweils am ersten, dritten und vierten Wo-
chenende, jeweils von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, ei-
nes jeden Monats auf eigene Kosten zu übernehmen. 

Die Klägerin wird verpflichtet, die Tochter C._____ an den Besuchs-
rechtswochenenden des Beklagten jeweils am Freitag, 16.00 Uhr, oder 
18.00 Uhr (jeweils zu den angegebenen Zeiten von 16.00 Uhr oder 
18.00 Uhr, eintreffend beim Beklagten), auf Kosten der Klägerin zum 
Beklagten zu bringen. 

Der Beklagte wird verpflichtet, die Tochter C._____ nach seinen Be-
suchsrechtstagen jeweils am Sonntagabend um 18.00 Uhr (18.00 Uhr, 
eintreffend bei der Klägerin) auf Kosten des Beklagten zur Klägerin zu-
rückzubringen. 

5. In Abänderung, Ergänzung und Präzisierung von Ziffer 3 des Ehe-
schutzurteils vom 27. Dezember 2017 (EE170003-B) wird das Ferien-
besuchs- und Feiertagsbesuchsrecht des Beklagten für die weitere 
Dauer des Scheidungsverfahrens folgendermassen geregelt: 
Im Rahmen des Feiertagsbesuchsrechts wird der Beklagte berechtigt 
erklärt, die Tochter C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu sich oder 
mit sich auf Besuch zu nehmen: 
in Jahren mit ungerader Jahreszahl: 
- über Ostern von Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Ostermontag, 

18.00 Uhr, 

- 7 - 

- über Weihnachten vom 24. Dezember, 12.00 Uhr, bis 26. De-
zember, 12.00 Uhr, 

- über Auffahrt von Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Donnerstag, 18.00 
Uhr, sofern C._____ am darauffolgenden Freitag Schule hat o-
der die Auffahrt unmittelbar vor einem Wochenende liegt, an wel-
chem dem Beklagten kein Wochenendbesuchsrecht zusteht, 

 über Auffahrt von Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, 
sofern C._____ am darauffolgenden Freitag keine Schule hat 
und die Auffahrt unmittelbar vor einem Wochenende liegt, an 
welchem dem Beklagten ein Wochenendbesuchsrecht zusteht. 

in Jahren mit gerader Jahreszahl: 
- über Pfingsten von Freitag, 16.00 Uhr (wenn schulfrei von 

C._____ am Freitagnachmittag), oder 18.00 Uhr (wenn Schule 
von C._____ am Freitagnachmittag), bis Pfingstmontag, 18.00 
Uhr, 

- über den Jahreswechsel vom 31. Dezember, 12.00 Uhr, bis 
2. Januar, 18.00 Uhr. 

Im Rahmen des Ferienbesuchsrechts wird der Beklagte berechtigt 
erklärt, die Tochter C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu sich oder 
mit sich in die Ferien zu nehmen: 
in Jahren mit ungerader Jahreszahl: 
- in der ersten Woche der Wintersportferien, 
- in der letzten Woche der Frühlingsferien, 
- in den zwei letzten Wochen der Sommerferien, 
- in der letzten Woche der Herbstferien. 
in Jahren mit gerader Jahreszahl: 
- in der ersten Woche der Frühlingsferien, 
- in den zwei ersten Wochen der Sommerferien, 
- in den zwei ersten Wochen der Herbstferien. 
Eine Ferienwoche dauert von Freitag, 16.00 Uhr (ohne Schulbesuch 
von C._____) respektive 18.00 Uhr (bei Schulbesuch von C._____), 
bis am Samstag der Folgewoche, 18.00 Uhr. In den restlichen Ferien-
wochen wird C._____ von der Klägerin betreut. Während der Schulfe-
rien von C._____ (inkl. letztes Wochenende vor Schulbeginn) gilt das 
Wochenendbesuchsrecht des Beklagten gemäss Ziffer 4 vorstehend 
(im Gegensatz zum Feiertagsbesuchsrecht) nicht.  
Weitergehende oder abweichende Feiertags- und/oder Ferienkontakte 
nach gegenseitiger Absprache der Eltern bleiben vorbehalten. Die El-
tern haben sich über Abweichungen von der vorstehenden Regelung 
mindestens drei Monate im Voraus abzusprechen. Kommt diesbezüg-
lich keine Einigung zustande, bleibt es bei den Feiertags- und/oder Fe-
rienkontakten gemäss vorstehender Regelung.  

Die Klägerin wird sodann verpflichtet, die Tochter C._____ bei den Fe-
rien- und Feiertagsbesuchen beim Beklagten auf eigene Kosten zur 

- 8 - 

festgelegten oder abgesprochenen Zeit zum Beklagten zu bringen. 
Kommt keine Absprache zustande, bleibt es bei den vorstehend ange-
ordneten Zeiten. 

Der Beklagte ist im Gegenzug verpflichtet, die Tochter C._____ nach 
Ausübung seines Ferien- und Feiertagsbesuchsrechts auf eigene Kos-
ten zur festgelegten oder abgesprochenen Zeit zur Klägerin zurückzu-
bringen. Kommt keine Absprache zustande, bleibt es bei den vorste-
hend angeordneten Zeiten. 

6. Die anderslautenden Anträge der Parteien zum Besuchsrecht (Wo-
chenendbesuchsrecht, Feiertagsbesuchsrecht, Ferienbesuchsrecht, 
Geburtstag) werden abgewiesen. 

7. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt. 
8. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem 

Beklagten im Umfang von 2/3 und der Klägerin im Umfang von 1/3 
auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Das Nachforderungs-
recht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

9. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Berufungsverfahren 
eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 2'154.– zu bezahlen.  

10. [Schriftliche Mitteilung] 
11. [Rechtsmittelbelehrung] 

 5. Daraufhin gelangte der Beklagte mit Beschwerde vom 16. Januar 2020 

an das Bundesgericht und verlangte die Aufhebung und Neufestlegung von Zif-

fer 5 Abs. 2 (Ferienbesuchsrecht) des Urteils vom 11. Dezember 2019. Dieses 

hiess die Beschwerde mit Urteil 5A_41/2020 vom 10. Juni 2020 gut, hob den 

obergerichtlichen Entscheid "soweit das Ferienbesuchsrecht (Ziffer 5) betreffend" 

auf und wies die Sache zur erneuten Beurteilung der Besuchs- und Ferienrechts-

regelung sowie zu einer allfälligen Neubeurteilung der Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen des Berufungsverfahrens an das Obergericht zurück (Urk. 1 E. 4.2.3-

4.2.4 und E. 5). 

 6. Das neu eröffnete Verfahren (vorherige Geschäfts-Nr. LY190043-O) ist 

ohne prozessuale Weiterungen spruchreif. Anstelle der im Verfahren LY190043 

amtierenden damaligen Kammerpräsidentin Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schni-

der wirkt zufolge Funktionswechsel im vorliegenden Verfahren Oberrichterin Dr. 

D. Scherrer als Vorsitzende mit. 

- 9 - 

II. 

 1.1 Im Entscheid der Kammer vom 11. Dezember 2019 wurde der Antrag 

der Klägerin betreffend Reduktion der Wochenendbesuche beim Beklagten ver-

worfen. Dazu wurde im Wesentlichen erwogen, C._____ habe in der delegierten 

Anhörung zwar erklärt, sie hoffe, bald zwei Wochenenden (pro Monat) bei der 

Klägerin verbringen zu dürfen, damit sie in dieser Zeit zu den Pfadfindern gehen 

könne. Gleichzeitig habe sie aber auch zum Ausdruck gebracht, dass sie gleich 

viel Zeit mit beiden Elternteilen verbringen wolle. Dieser Wunsch von C._____ 

scheitere aber daran, dass eine Betreuung durch beide Eltern zu gleichen Teilen 

aufgrund der grossen Distanz zwischen den Wohnorten der Parteien nicht mög-

lich sei. C._____ verbringe nicht gleich viel Zeit bei beiden Elternteilen, sondern 

werde jede Woche von Sonntagabend bis Freitagabend sowie an einem Wo-

chenende pro Monat von der Klägerin betreut, während der Beklagte die Betreu-

ung von C._____ bloss an drei Wochenenden pro Monat übernehme. Würde die 

Betreuungszeit des Beklagten – wie es die Klägerin beantrage – auf ein zweiwö-

chentliches Besuchsrecht am Wochenende reduziert, würde sich dieses Un-

gleichgewicht noch weiter verstärken. Vor diesem Hintergrund habe der von 

C._____ ebenfalls geäusserte Wunsch, die Pfadfinder zu besuchen, in den Hin-

tergrund zu treten. Denn dies wäre einerseits nur auf Kosten der Besuchszeit 

beim Beklagten möglich und laufe insofern dem Willen von C._____ betreffend 

gerechte Aufteilung der Betreuungszeit zuwider. Andererseits seien Hobbywün-

sche eines Kleinkindes erfahrungsgemäss noch nicht unverrückbar, sondern 

könnten sich innert kürzester Zeit ändern. Da C._____ die Pfadfinder noch nie 

besucht habe, sei der Vorinstanz darin beizupflichten, dass nicht ausgeschlossen 

werden könne, dass C._____ diesbezüglich mehr den Wunsch der Klägerin wie-

dergebe. Eine Reduktion der Betreuungszeit des Beklagten könne daher nicht mit 

Verweis auf die Willensäusserung von C._____ begründet werden. Auch soweit 

die Klägerin davon ausgehe, die Zeit von C._____ mit dem Beklagten stehe einer 

gedeihlichen Entwicklung und Förderung im Wege, könne ihr nicht gefolgt wer-

den. Der Beklagte nehme eine wichtige Rolle in der Betreuung und Erziehung von 

C._____ ein; er betreue C._____ seit nunmehr über drei Jahren jeweils an drei 

Wochenenden pro Monat und es bestünden keinerlei Anzeichen dafür, dass die 

- 10 - 

Besuchsrechtsregelung C._____ Gesundheit gefährde. Zwar wäre es wün-

schenswert, wenn die Betreuungsanteile der Parteien gleichmässiger unter der 

Woche und am Wochenende verteilt wären, damit der Beklagte C._____ auch im 

Kindergartenalltag erleben und betreuen könnte. Das sei aufgrund der von der 

Klägerin geschaffenen Distanz zwischen den Wohnorten der Parteien aber nicht 

mehr möglich. Dieser Umstand könne nicht auf Kosten des Umgangsrechts von 

Vater und Tochter gehen, stelle doch das Betreuungsrecht des Beklagten einen 

wichtigen Anspruch auch von C._____ dar. Anders zu beurteilen wäre die Sach-

lage nur, wenn die gelebte Betreuungsregelung an drei Wochenenden pro Monat 

dem Kindeswohl zuwiderlaufen würde. Dies sei vorliegend jedoch nicht der Fall, 

vielmehr liege es im Interesse des Kindes, eine Beziehung zu beiden Elternteilen 

leben und pflegen zu dürfen. Da sich alle Rügen der Klägerin hinsichtlich des von 

der Vorinstanz angeordneten Wochenendbesuchsrechts als unbegründet erwie-

sen, bleibe es dabei, dass der Beklagte berechtigt sei, die Betreuungsverantwor-

tung für C._____ jeweils am ersten, dritten und vierten Wochenende im Monat 

von Freitag, 16.00 Uhr (falls schulfrei) bzw. 18.00 Uhr (im Falle des Schulbe-

suchs) bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu übernehmen. Auch sei daran festzuhalten, 

dass die Klägerin C._____ am Freitag zum Beklagten zu bringen und der Beklag-

te C._____ am Sonntag zur Klägerin zurückzubringen habe (vgl. zum Ganzen 

Urk. 3/21 E. C/3.3 S. 34-42). 

 1.2 Auch den Anträgen der Klägerin auf Reduktion des Ferienbesuchs-

rechts von fünf auf vier Wochen und auf Umverteilung der jeweiligen Ferienwo-

chen wurde im Entscheid der Kammer vom 11. Dezember 2019 nicht stattgege-

ben. Hinsichtlich der vorinstanzlichen Ferienregelung wurde allerdings auf ent-

sprechende Rüge bzw. Eventualantrag der Klägerin hin erwogen, dass das von 

der Vorinstanz angeordnete Besuchsrecht des Beklagten in Kombination mit dem 

Wochenendbesuchsrecht (jedes erste, dritte und vierte Wochenende) dazu führe, 

dass die Klägerin praktisch nie mehr als eine Woche Ferien am Stück mit der 

Tochter verbringen könne. Dies rühre daher, dass die Ferienzeit, welche C._____ 

nicht mit dem Beklagten verbringe, immer wieder von seinem Wochenendbe-

suchsrecht unterbrochen werde. Das sei unhaltbar, zumal beide Parteien das 

Recht hätten, ein bis zwei Wochen Ferien am Stück mit C._____ zu verbringen. 

- 11 - 

Hierfür sei es erforderlich, dass die Ferienzeit, welche C._____ nicht beim Beklag-

ten verbringe, nicht durch Wochenendbesuche bei ihm beschnitten würde. Daher 

sei der Eventualantrag der Klägerin gutzuheissen, wonach das Ferienbesuchs-

recht gegenüber dem Wochenendbesuchsrecht (nicht aber dem Feiertagsbe-

suchsrecht) Vorrang habe. Entsprechend sei die Klägerin berechtigt zu erklären, 

die Betreuung von C._____ in denjenigen Schulferienwochen, in welchen dem 

Beklagten kein Ferienbetreuungsrecht zukomme, zu übernehmen, ohne dass 

dem Beklagten ein Wochenendbesuchsrecht zustehe. Eine Ausnahme sei nur 

bezüglich des Feiertagsbesuchsrechts zu machen (vgl. zum Ganzen Urk. 3/21 

E. C/3.4 S. 42-46). 

 2. Auf entsprechende Rüge des Beklagten hin kam das Bundesgericht 

zum Schluss, dass diese Besuchsrechtsregelung das Willkürverbot (Art. 9 BV) 

verletze. Zwar sei gegen die Ausführungen des Obergerichts, wonach beide Par-

teien das Recht hätten, ein bis zwei Wochen Ferien mit ihrer Tochter zu verbrin-

gen, nichts einzuwenden, zumal auch die Klägerin während einer angemessenen 

Zeitspanne mit ihrer Tochter ohne Unterbrüche in den Ferien verweilen können 

solle. Problematisch sei allerdings, dass das Obergericht den Vorrang der Ferien-

zeit bei der Klägerin ohne Vorbehalte ausgesprochen habe. Dies führe einerseits 

dazu, dass der Klägerin – ausgehend von dreizehn Wochen Schulferien pro Jahr 

– acht Ferienwochen mit C._____ zustünden, während dem Beklagten weiterhin 

nur fünf Wochen verblieben. Andererseits habe diese Regelung zur Folge, dass 

dem Beklagten etwa für das Jahr 2020 nicht mehr – wie gestützt auf das bezirks-

gerichtliche Urteil – rund drei Viertel aller Wochenenden, sondern nur noch rund 

die Hälfte davon zugutekomme. Die obergerichtliche Lösung entspreche damit 

umfangmässig einem "zweiwöchigen Besuchsrecht". Dies stehe im Widerspruch 

dazu, dass das Obergericht den Antrag der Klägerin betreffend Reduktion der 

Wochenendbesuche beim Beklagten auf zweimal im Monat zwecks Vermeidung 

eines verschärften Ungleichgewichts bei der elterlichen Betreuung klar verworfen 

habe. Hinzu komme, dass neben der Reduktion der Anzahl Wochenenden beim 

Beklagten längere Unterbrüche zwischen den Besuchen entstünden, womit die 

"3-Wochenendbesuchsregelung" zusätzlich ihres Sinnes entleert werde. Für die 

vom Obergericht vorgenommene Reduktion des väterlichen Besuchsrechts gebe 

- 12 - 

es keinen sachlichen Grund. Zur Sicherstellung von ein bis zwei Wochen Ferien 

bei der Klägerin sei es nicht erforderlich, ihr zu Lasten des väterlichen Wochen-

endbesuchsrechts eine Ferienzeit von acht Wochen einzuräumen. Vielmehr drän-

ge sich eine Regelung auf, gestützt auf welche beide Eltern in vergleichbarem 

Ausmass ungestört Ferien mit C._____ verbringen könnten. Analog zur Ferienzeit 

beim Beklagten wäre es angebracht, der Klägerin ebenfalls fünf ununterbrochene 

Wochen Ferien mit C._____ einzuräumen. Darüber hinaus rechtfertige sich keine 

Eingrenzung des väterlichen Wochenendbesuchsrechts (Urk. 1 E. 4.2.3). 

 3. An diese Beurteilung des Bundesgerichts ist die Kammer gebunden 

(BGE 135 III 334 E. 2.1; BGer 4A_71/2007 vom 19.10.2007, E. 2.1 f.; BSK BGG-

Meyer/Dormann, Art. 107 N 18). Die Berufungsinstanz darf sich nur noch mit je-

nen Punkten befassen, die das Bundesgericht kassierte. Die anderen Teile des 

Urteils haben Bestand. Die neue Entscheidung der Berufungsinstanz ist somit auf 

diejenige Thematik beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen Erwägun-

gen als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur inso-

weit neu in Gang gesetzt, als dies notwendig ist, um den verbindlichen Erwägun-

gen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen. Dabei kann sich die neue Ent-

scheidung in den Grenzen des Verbots der reformatio in peius auch auf Punkte 

beziehen, die vor Bundesgericht nicht angefochten waren, sofern dies der Sach-

zusammenhang erfordert (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1; 123 IV 1 E. 1; BGer 

6B_1438/2017 vom 12. Oktober 2018, E. 2.3.1).  

 Demnach ist im Folgenden eine Besuchsrechtsregelung festzulegen, mit 

welcher sowohl der Anspruch des Beklagten auf eine mehr als hälftige Wochen-

endbetreuung als auch der Anspruch der Klägerin, während einer angemessenen 

Zeitspanne ununterbrochen Ferien mit C._____ zu verbringen, gewahrt wird. So-

weit erforderlich ist dabei auch die Feiertagsregelung anzupassen. 

 4.1 Die Betreuung an den Wochenenden ist grundsätzlich beizubehalten 

(vgl. oben Ziff. 1.1 und  Ziff. 2). Der Beklagte ist demnach weiterhin berechtigt, die 

Betreuungsverantwortung für C._____ jeweils am ersten, dritten und vierten Wo-

chenende im Monat von Freitag, 16.00 Uhr (falls schulfrei) bzw. 18.00 Uhr (im 

Falle des Schulbesuchs) bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu übernehmen, wobei die Klä-

- 13 - 

gerin C._____ am Freitag zu ihm zu bringen und er C._____ am Sonntag zur Klä-

gerin zurückzubringen hat. Angesichts dessen, dass hinsichtlich der Wochenen-

den, welche über das Monatsende hinausgehen (d.h., wenn Freitag/Samstag/ 

Sonntag nicht in denselben Monat fallen), eine Unklarheit besteht, welche in der 

Vergangenheit bereits zu Konflikten zwischen den Parteien führte (vgl. 

Urk. 2/10/4/4; siehe auch Urk. 3/21 E. C/2.3 S. 28), ist zur Klarstellung festzuhal-

ten, dass ein Wochenende jeweils demjenigen Monat zugerechnet wird, in wel-

chem der Samstag liegt. 

 4.2 Die Feiertagsregelung gemäss erstinstanzlichem Urteil wurde im Ent-

scheid der Kammer vom 11. Dezember 2019 bestätigt (vgl. Urk. 3/21 E. C/3.5 

S. 46 f. i.V.m. Urk. 3/2 E. III/9b-c S. 39-41), was vor Bundesgericht unbeanstandet 

blieb. Daher ist auch diese Regelung grundsätzlich beizubehalten. Aus Praktikabi-

litäts- und Kindeswohlüberlegungen erscheint es jedoch sinnvoll, wenn die Feier-

tage beim einen Elternteil nicht durch die Wochenendbetreuung des anderen El-

ternteils unterbrochen werden. So soll etwa die Betreuung über das ganze Auf-

fahrtswochenende (von Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr) jeweils ei-

nem Elternteil ununterbrochen zukommen, zumal C._____ am Freitag nach Auf-

fahrt stets schulfrei hat (vgl. 2/5/49) und damit unnötige Wechsel verhindert wer-

den können. Die Regelung über Auffahrt ist entsprechend anzupassen. Der Be-

klagte ist somit zu berechtigen, C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu sich oder 

mit sich auf Besuch zu nehmen: 

- in Jahren mit ungerader Jahreszahl: 

 über Ostern von Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Ostermontag, 18.00 Uhr; 

über Weihnachten vom 24. Dezember, 12.00 Uhr, bis 26. Dezember, 

12.00 Uhr; über Auffahrt von Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr; 

- in Jahren mit gerader Jahreszahl: 

 über Pfingsten von Freitag, 16.00 Uhr (wenn schulfrei) resp. 18.00 Uhr (bei 

Schulbesuch), bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr; über den Jahreswechsel vom 

31. Dezember, 12.00 Uhr, bis 2. Januar, 18.00 Uhr. 

 Zudem ist – in Ergänzung und zur Vermeidung allfälliger Unklarheiten – ge-

nerell festzuhalten, dass die Feiertagsregelung vor der Wochenendbetreuungsre-

- 14 - 

gelung Vorrang hat. Demnach entfallen die väterlichen Wochenendbesuche, 

wenn diese mit Feiertagen zusammenfallen, an welchen die Klägerin C._____ be-

treut; wohingegen umgekehrt auch die mütterliche Wochenendbetreuung entfällt, 

wenn diese Zeit auf Feiertage fällt, an welchen der Beklagte C._____ betreut. 

 4.3 Auch am Ferienrecht des Beklagten von fünf Wochen pro Jahr, an der 

entsprechenden Verteilung der Ferienwochen (in Jahren mit ungerader Jahres-

zahl: erste Woche der Wintersportferien, letzte Woche der Frühlingsferien, letzte 

zwei Wochen der Sommerferien und letzte Woche der Herbstferien; in Jahren mit 

gerader Jahreszahl: erste Woche der Frühlingsferien, erste zwei Wochen der 

Sommerferien und erste zwei Wochen der Herbstferien), an den Übergabemodali-

täten (Klägerin: Bringen bei Beginn der Ferien; Beklagter: Zurückbringen am Ende 

der Ferien) und an der festgelegten Dauer einer Ferienwoche (Beginn: Freitag, 

16.00 Uhr [wenn schulfrei] resp. 18.00 Uhr [bei Schulbesuch]; Ende: Samstag 

18.00 Uhr) ist grundsätzlich festzuhalten. Hinsichtlich Letzterem ist wiederum zur 

Beseitigung allfälliger Unklarheiten zu konkretisieren, dass sich die Betreuungs-

zeit des Beklagten bei Zusammenfallen von Ferien- und Wochenendbesuchsrecht 

jeweils verlängert. Mit anderen Worten endet die Ferienwoche jeweils am Sonn-

tag, 18.00 Uhr, wenn das Ende einer Ferienwoche auf ein Besuchswochenende 

fällt. 

 4.4 Um dem Anspruch der Klägerin auf eine gewisse ununterbrochene Fe-

rienzeit mit der Tochter gerecht zu werden, ohne dabei das väterliche Wochen-

endbesuchsrecht zu stark einzuschränken, erscheint es angemessen, der Kläge-

rin von den verbleibenden acht Schulferienwochen insgesamt vier Wochen einzu-

räumen, welche nicht durch (Wochenend-/Feiertags-)Besuche beim Beklagten 

unterbrochen werden dürfen. Da C._____ im Frühling, im Sommer und im Herbst 

am längsten Schulferien hat (vgl. Urk. 3/5/49) bietet es sich an, die Klägerin zu 

berechtigen, C._____ während der Schulferien im Frühling jeweils eine Woche 

(d.h. 7 Tage), im Sommer jeweils zwei Wochen (14 Tage) und im Herbst jeweils 

eine Woche (7 Tage) ununterbrochen zu betreuen. Während diesen insgesamt 

vier Schulferienwochen gilt das Wochenendbesuchsrecht des Beklagten nicht. 

Auch wenn der Beginn oder das Ende einer solchen (nicht zu unterbrechenden) 

- 15 - 

Ferienwoche mit einem Besuchswochenende des Beklagten kollidiert (d.h. wenn 

sie beispielsweise am Samstag eines regulären väterlichen Besuchswochenen-

des beginnt oder endet), entfällt das Besuchswochenende des Beklagten, zumal 

ein Wechsel für die (Rest-)Dauer eines "angebrochenen" Wochenendes aus 

Praktikabilitätsgründen nicht sinnvoll erscheint, geschweige denn mit dem Kin-

deswohl vereinbar wäre. Für die Frühlingsferien ist zudem festhalten, dass die Fe-

rienregelung (eine Woche bei der Klägerin / eine Woche beim Beklagten) der Fei-

ertagsregelung (Ostern in Jahren mit gerader Jahreszahl bei der Klägerin / Ostern 

in Jahren mit ungerader Jahreszahl beim Beklagten) vorgeht. Mit anderen Worten 

entfallen in den Frühlingsferien die väterlichen Besuchsrechtstage an jenen Feier-

tagen, welche in die mütterliche Ferienzeit fallen, wohingegen auch die mütterli-

che Betreuungszeit an denjenigen Feiertagen entfällt, welche in die väterliche Fe-

rienzeit fallen. Nur so kann sichergestellt werden, dass beide Elternteile auch in 

Jahren, in welchen die Ostertage in die Frühlingsferien fallen, dennoch je eine 

ununterbrochene Woche Ferien mit C._____ verbringen können. 

 4.5 Mit dieser Besuchsrechtsregelung stehen dem Beklagten im verblei-

benden Rest des Jahres 2020 (d.h. von September bis Dezember 2020) rund 

65% und der Klägerin rund 35% der Wochenenden gemeinsam mit der Tochter 

zu; zudem verbringt C._____ zwei Herbstferienwochen und die Feiertage über 

den Jahreswechsel beim Beklagten sowie eine Herbstferienwoche und die Weih-

nachtsfeiertage bei der Klägerin, was sich im Ergebnis als angemessene Lösung 

erweist. Auch im Jahr 2021 sind die Betreuungswochenenden mit der vorliegen-

den Regelung insgesamt ungefähr im Verhältnis 2/3 (beim Beklagten) zu 1/3 (bei 

der Klägerin) verteilt, wobei dem Beklagten zudem insgesamt fünf Ferienwochen 

und die Feiertage an Ostern, Auffahrt und Weihnachten sowie der Klägerin zudem 

vier ununterbrochene Ferienwochen, weitere Ferienzeit während der übrigen 

Schulferien C._____, das Wochenende über Pfingsten und jenes über den Jah-

reswechsel zukommen. Damit entfallen im Jahr 2021 (zu Gunsten der mütterli-

chen Ferien- und Feiertagsbetreuungszeit) zwar vier der regulären väterlichen 

Besuchswochenenden, wobei wegen der Ferienbetreuung durch den Beklagten in 

den Sportferien auch ein mütterliches Betreuungswochenende wegfällt. Insge-

samt verliert der Beklagte im Jahr 2021 demgemäss lediglich drei seiner regulä-

- 16 - 

ren Besuchswochenenden, was als vertretbar erscheint. Für das Jahr 2022 ergibt 

sich ein ähnliches Bild: Der Beklagte übernimmt die Kinderbetreuung im Ergebnis 

wiederum ungefähr an 2/3 aller Wochenenden; zwar entfallen aufgrund der müt-

terlichen Ferien- und Feiertagsbetreuungszeiten sechs reguläre väterliche Be-

suchswochenenden, allerdings gewinnt der Beklagte dank seinen eigenen Ferien- 

und Feiertagsbetreuungsansprüchen zwei Wochenenden, welche gemäss regulä-

rer Wochenendregelung in die Betreuungszeit der Klägerin fallen würden, womit 

gesamthaft gesehen wiederum nur vier der regulären väterlichen Besuchswo-

chenenden entfallen (vgl. für die Schulferien der Jahre 2020-2022: Schulferien-

plan der Schule D._____, abrufbar unter: 

https://www.schule.D._____.ch/ferienplan). Mit der vorliegende Besuchsrechtsre-

gelung wird damit sowohl den Interessen der Klägerin wie auch jenen des Beklag-

ten genügend Rechnung getragen. Zudem ist sie auch mit dem Kindeswohl und 

C._____ Willen (vgl. dazu insb. oben Ziff. 1.1) vereinbar. 

 Soweit die Parteien hinsichtlich des Besuchsrechts anderslautende Anträge 

stellen, sind ihre Begehren abzuweisen. 

III. 

 Die Prozesskosten des Berufungsverfahrens wurden im Urteil vom 

11. Dezember 2019 im Verhältnis 2/3 (zu Lasten des Beklagten) zu 1/3 (zu Lasten 

der Klägerin) verteilt. Dabei wurden die nicht vermögensrechtlichen Kinderbelan-

ge (Obhut, Besuchsrecht) und der Unterhaltsstreit mit je 50% gewichtet, wobei 

hinsichtlich Ersteren ein je hälftiges Obsiegen der Parteien angenommen und be-

treffend Unterhalt von einem Unterliegen des Beklagten zu rund 3/4 ausgegangen 

wurde (vgl. Urk. 3/21 E. E/2 S. 72). Auch wenn mit dem vorliegenden Entscheid 

erneut über das Besuchsrecht, nicht aber über die Unterhaltsbeiträge befunden 

wird, rechtfertigt sich keine Abweichung von der je hälftigen Gewichtung der ver-

mögens- und der nichtvermögensrechtlichen (Kinder-)Belange. Da die Kosten in 

nicht vermögensrechtlichen Kinderbelangen den Parteien praxisgemäss unab-

hängig vom Ausgang des Verfahrens je zur Hälfte auferlegt werden (Art. 107 

Abs. 1 lit. c ZPO; ZR 84 Nr. 41), ändert das vorliegende Ergebnis nichts an der 

Kostenverteilung. Entsprechend ist daran festzuhalten, dass die auf Fr. 6'000.– 

- 17 - 

festgesetzte Spruchgebühr (vgl. Urk. 3/21 E. E/2 S. 72 und Dispositiv-Ziffer 7 des 

Urteils) zu 2/3 dem Beklagten und zu 1/3 der Klägerin aufzuerlegen ist und der 

Beklagte zudem zu verpflichten ist, der Klägerin für das Berufungsverfahren eine 

auf 1/3 reduzierte Parteientschädigung von Fr. 2'000.– zzgl. 7.7% Mehrwertsteu-

er, mithin Fr. 2'154.–, zu bezahlen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (vgl. Urk. 3/21 Dispositiv-Ziffer 4 des Beschlusses) sind die Ge-

richtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren – unter Vorbehalt des Nachforde-

rungsrechts gemäss Art. 123 ZPO – einstweilen auf die Gerichtskasse zu neh-

men. Die Gewährung der unentgeltlichen Rechtpflege entbindet nicht von der Be-

zahlung einer Parteientschädigung. 

Es wird erkannt: 

1. In Abänderung von Ziffer 3 des Eheschutzurteils vom 27. Dezember 2017 

(EE170003) wird bezüglich der dem Beklagten zustehenden Besuchswo-

chenenden folgendes angeordnet: 

Für den Fall, dass C._____ am Freitagnachmittag schulfrei hat, gilt folgende 

Regelung: Der Beklagte ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsver-

antwortung an den Besuchswochenenden für die Tochter C._____ jeweils 

am ersten, dritten und vierten Wochenende, jeweils von Freitag, 16.00 Uhr, 

bis Sonntag, 18.00 Uhr, eines jeden Monats auf eigene Kosten zu überneh-

men. 

Für den Fall, dass C._____ am Freitagnachmittag die Schule besucht, gilt 

folgende Regelung: Der Beklagte ist berechtigt und verpflichtet, die Betreu-

ungsverantwortung an den Besuchswochenenden für die Tochter C._____ 

jeweils am ersten, dritten und vierten Wochenende, jeweils von Freitag, 

18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, eines jeden Monats auf eigene Kosten 

zu übernehmen. 

Ein Wochenende wird jeweils demjenigen Monat zugerechnet, in welchem 

der Samstag liegt. 

- 18 - 

Die Klägerin wird verpflichtet, die Tochter C._____ an den Besuchsrechts-

wochenenden des Beklagten jeweils am Freitag, 16.00 Uhr, oder 18.00 Uhr 

(jeweils zu den angegebenen Zeiten von 16.00 Uhr oder 18.00 Uhr, eintref-

fend beim Beklagten), auf eigene Kosten zum Beklagten zu bringen. 

Der Beklagte wird verpflichtet, die Tochter C._____ nach seinen Besuchs-

rechtstagen jeweils am Sonntagabend um 18.00 Uhr (18.00 Uhr, eintreffend 

bei der Klägerin) auf eigene Kosten zur Klägerin zurückzubringen. 

2. In Abänderung, Ergänzung und Präzisierung von Ziffer 3 des Eheschutzur-

teils vom 27. Dezember 2017 (EE170003-B) wird das Ferienbesuchs- und 

Feiertagsbesuchsrecht des Beklagten für die weitere Dauer des Schei-

dungsverfahrens folgendermassen geregelt: 

Im Rahmen des Feiertagsbesuchsrechts darf der Beklagte die Tochter 
C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu sich oder mit sich auf Besuch neh-

men: 

in Jahren mit ungerader Jahreszahl: 

- über Ostern von Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Ostermontag, 

18.00 Uhr,  

- über Weihnachten vom 24. Dezember, 12.00 Uhr, bis 26. Dezember, 

12.00 Uhr, 

- über Auffahrt von Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr; 

in Jahren mit gerader Jahreszahl: 

- über Pfingsten von Freitag, 16.00 Uhr (wenn C._____ am Freitag-

nachmittag schulfrei hat), oder 18.00 Uhr (wenn C._____ am Freitag-

nachmittag Schule hat), bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr, 

- über den Jahreswechsel vom 31. Dezember, 12.00 Uhr, bis 2. Januar, 

18.00 Uhr. 

Die Feiertagsregelung hat Vorrang vor der Wochenendbetreuungsregelung. 

Demnach entfallen die väterlichen Wochenendbesuche, wenn diese mit Fei-

- 19 - 

ertagen zusammenfallen, an welchen die Klägerin C._____ betreut; umge-

kehrt entfällt die mütterliche Wochenendbetreuung, wenn diese Zeit auf Fei-

ertage fällt, an welchen der Beklagte C._____ betreut. 

Im Rahmen des Ferienbesuchsrechts darf der Beklagte die Tochter 
C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu sich oder mit sich in die Ferien neh-

men: 

in Jahren mit ungerader Jahreszahl: 

- in der ersten Woche der Wintersportferien, 

- in der letzten Woche der Frühlingsferien, 

- in den zwei letzten Wochen der Sommerferien, 

- in der letzten Woche der Herbstferien; 

in Jahren mit gerader Jahreszahl: 

- in der ersten Woche der Frühlingsferien, 

- in den zwei ersten Wochen der Sommerferien, 

- in den zwei ersten Wochen der Herbstferien. 

Eine Ferienwoche dauert von Freitag, 16.00 Uhr (sofern schulfrei) respektive 

18.00 Uhr (bei Schulbesuch von C._____), bis am Samstag der Folgewo-

che, 18.00 Uhr. Fällt das Ende einer Ferienwoche auf ein Besuchswochen-

ende, so endet die Ferienwoche am Sonntag, 18.00 Uhr. 

In den restlichen Schulferienwochen wird C._____ grundsätzlich von der 

Klägerin betreut. Dabei ist die Klägerin berechtigt, C._____ in den Frühlings-

ferien während einer Woche (7 Tage), in den Sommerferien während zwei 

Wochen (14 Tage) und in den Herbstferien während einer Woche (7 Tage) 

ununterbrochen zu betreuen. Während diesen insgesamt vier Schulferien-

wochen gilt das Wochenendbesuchsrecht des Beklagten gemäss Ziffer 1 

vorstehend nicht. 

- 20 - 

In den Frühlingsschulferien geht die Ferienregelung (eine Woche beim Be-

klagten / eine Woche bei der Klägerin) der Feiertagsregelung vor. 

Weitergehende oder abweichende Feiertags- und/oder Ferienkontakte nach 

gegenseitiger Absprache der Eltern bleiben vorbehalten. Die Eltern haben 

sich über Abweichungen von der vorstehenden Regelung mindestens drei 

Monate im Voraus abzusprechen. Kommt diesbezüglich keine Einigung zu-

stande, bleibt es bei den Feiertags- und/oder Ferienkontakten gemäss vor-

stehender Regelung. 

Die Klägerin wird sodann verpflichtet, die Tochter C._____ bei den Ferien- 

und Feiertagsbesuchen beim Beklagten auf eigene Kosten zur festgelegten 

oder abgesprochenen Zeit zum Beklagten zu bringen. Kommt keine Abspra-

che zustande, bleibt es bei den vorstehend festgelegten Zeiten. 

Der Beklagte ist im Gegenzug verpflichtet, die Tochter C._____ nach Aus-

übung seines Ferien- und Feiertagsbesuchsrechts auf eigene Kosten zur 

festgelegten oder abgesprochenen Zeit zur Klägerin zurückzubringen. 

Kommt keine Absprache zustande, bleibt es bei den vorstehend festgeleg-

ten Zeiten. 

3. Die anderslautenden Anträge der Parteien zum Besuchsrecht (Wochenend-

besuchsrecht, Feiertagsbesuchsrecht, Ferienbesuchsrecht, Geburtstag) 

werden abgewiesen. 

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt. 

5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklag-

ten im Umfang von 2/3 und der Klägerin im Umfang von 1/3 auferlegt, je-

doch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf 

die Gerichtskasse genommen. Das Nachforderungsrecht gemäss Art. 123 

ZPO bleibt vorbehalten. 

6. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Berufungsverfahren eine 

reduzierte Parteientschädigung von Fr. 2'154.– zu bezahlen. 

- 21 - 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. ein Entscheid über vorsorgliche 
Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 8. September 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw V. Stübi 
 
 
versandt am: 
sn 

	Urteil vom 8. September 2020
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.

	Es wird erkannt:
	1. In Abänderung von Ziffer 3 des Eheschutzurteils vom 27. Dezember 2017 (EE170003) wird bezüglich der dem Beklagten zustehenden Besuchswochenenden folgendes angeordnet:
	Für den Fall, dass C._____ am Freitagnachmittag schulfrei hat, gilt folgende Regelung: Der Beklagte ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung an den Besuchswochenenden für die Tochter C._____ jeweils am ersten, dritten und vierten W...
	Für den Fall, dass C._____ am Freitagnachmittag die Schule besucht, gilt folgende Regelung: Der Beklagte ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung an den Besuchswochenenden für die Tochter C._____ jeweils am ersten, dritten und vier...
	Ein Wochenende wird jeweils demjenigen Monat zugerechnet, in welchem der Samstag liegt.
	Die Klägerin wird verpflichtet, die Tochter C._____ an den Besuchsrechtswochenenden des Beklagten jeweils am Freitag, 16.00 Uhr, oder 18.00 Uhr (jeweils zu den angegebenen Zeiten von 16.00 Uhr oder 18.00 Uhr, eintreffend beim Beklagten), auf eigene Ko...
	Der Beklagte wird verpflichtet, die Tochter C._____ nach seinen Besuchsrechtstagen jeweils am Sonntagabend um 18.00 Uhr (18.00 Uhr, eintreffend bei der Klägerin) auf eigene Kosten zur Klägerin zurückzubringen.
	2. In Abänderung, Ergänzung und Präzisierung von Ziffer 3 des Eheschutzurteils vom 27. Dezember 2017 (EE170003-B) wird das Ferienbesuchs- und Feiertagsbesuchsrecht des Beklagten für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens folgendermassen geregelt:
	Im Rahmen des Feiertagsbesuchsrechts darf der Beklagte die Tochter C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu sich oder mit sich auf Besuch nehmen:
	in Jahren mit ungerader Jahreszahl:
	- über Ostern von Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Ostermontag, 18.00 Uhr,
	- über Weihnachten vom 24. Dezember, 12.00 Uhr, bis 26. Dezember, 12.00 Uhr,
	- über Auffahrt von Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr;
	in Jahren mit gerader Jahreszahl:
	- über Pfingsten von Freitag, 16.00 Uhr (wenn C._____ am Freitagnachmittag schulfrei hat), oder 18.00 Uhr (wenn C._____ am Freitagnachmittag Schule hat), bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr,
	- über den Jahreswechsel vom 31. Dezember, 12.00 Uhr, bis 2. Januar, 18.00 Uhr.
	Die Feiertagsregelung hat Vorrang vor der Wochenendbetreuungsregelung. Demnach entfallen die väterlichen Wochenendbesuche, wenn diese mit Feiertagen zusammenfallen, an welchen die Klägerin C._____ betreut; umgekehrt entfällt die mütterliche Wochenendb...
	Im Rahmen des Ferienbesuchsrechts darf der Beklagte die Tochter C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu sich oder mit sich in die Ferien nehmen:
	in Jahren mit ungerader Jahreszahl:
	- in der ersten Woche der Wintersportferien,
	- in der letzten Woche der Frühlingsferien,
	- in den zwei letzten Wochen der Sommerferien,
	- in der letzten Woche der Herbstferien;
	in Jahren mit gerader Jahreszahl:
	- in der ersten Woche der Frühlingsferien,
	- in den zwei ersten Wochen der Sommerferien,
	- in den zwei ersten Wochen der Herbstferien.
	Eine Ferienwoche dauert von Freitag, 16.00 Uhr (sofern schulfrei) respektive 18.00 Uhr (bei Schulbesuch von C._____), bis am Samstag der Folgewoche, 18.00 Uhr. Fällt das Ende einer Ferienwoche auf ein Besuchswochenende, so endet die Ferienwoche am Son...
	In den restlichen Schulferienwochen wird C._____ grundsätzlich von der Klägerin betreut. Dabei ist die Klägerin berechtigt, C._____ in den Frühlingsferien während einer Woche (7 Tage), in den Sommerferien während zwei Wochen (14 Tage) und in den Herbs...
	In den Frühlingsschulferien geht die Ferienregelung (eine Woche beim Beklagten / eine Woche bei der Klägerin) der Feiertagsregelung vor.
	Weitergehende oder abweichende Feiertags- und/oder Ferienkontakte nach gegenseitiger Absprache der Eltern bleiben vorbehalten. Die Eltern haben sich über Abweichungen von der vorstehenden Regelung mindestens drei Monate im Voraus abzusprechen. Kommt d...
	Die Klägerin wird sodann verpflichtet, die Tochter C._____ bei den Ferien- und Feiertagsbesuchen beim Beklagten auf eigene Kosten zur festgelegten oder abgesprochenen Zeit zum Beklagten zu bringen. Kommt keine Absprache zustande, bleibt es bei den vor...
	Der Beklagte ist im Gegenzug verpflichtet, die Tochter C._____ nach Ausübung seines Ferien- und Feiertagsbesuchsrechts auf eigene Kosten zur festgelegten oder abgesprochenen Zeit zur Klägerin zurückzubringen. Kommt keine Absprache zustande, bleibt es ...
	3. Die anderslautenden Anträge der Parteien zum Besuchsrecht (Wochenendbesuchsrecht, Feiertagsbesuchsrecht, Ferienbesuchsrecht, Geburtstag) werden abgewiesen.
	4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt.
	5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklagten im Umfang von 2/3 und der Klägerin im Umfang von 1/3 auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Das Na...
	6. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Berufungsverfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 2'154.– zu bezahlen.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...