# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac77cf75-849b-59fe-b34c-9b3b56b19511
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 31.07.2017 HG170095
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG170095_2017-07-31.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    

 

 

Geschäfts-Nr.: HG170095-O U/dz 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. George Daetwyler, Präsident, und Oberrichter Prof. 

Dr. Alexander Brunner, die Handelsrichter Thomas Klein, Peter Leu-

tenegger, die Handelsrichterin Dr. Myriam Gehri sowie der Gerichts-

schreiber Christian Markutt 

 

Urteil vom 31. Juli 2017 

 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  

Klägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 
B._____ GmbH,  

Beklagte 

 

betreffend Forderung 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 2 S. 2) 

"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
Fr. 35'815.– zuzüglich 5 % Zins ab 1. August 2016 zu bezahlen. 

 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8 % 
Mehrwertsteuer) zulasten der Beklagten." 

Sachverhalt und Verfahren 

A. Sachverhaltsübersicht 

a. Parteien und ihre Stellung 

Die Klägerin ist eine GmbH mit Sitz in C._____; als Zweck lässt sich dem Han-

delsregister entnehmen: Catering, Saalvermietung und Eventmanagement. Bei 

der Beklagten handelt es sich ebenfalls um eine GmbH, deren Sitz sich in 

D._____ befindet, sowie mit der Zweckumschreibung: Ein- und Verkauf von Han-

delswaren aller Art, insbesondere Geschäftsführung und Consulting von Betrie-

ben jeglicher Art. 

b. Prozessgegenstand 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden Forderungen der Klägerin aus 

zwischen den Parteien geschlossenen Mietverträgen für Gewerberäumlichkeiten 

in C._____ (vgl. act. 2 Rz. 4 ff.). 

B. Prozessverlauf 

Nach Durchführung eines Schlichtungsverfahrens im Bezirk Meilen (vgl. act. 6 

[act. 3]) machte die Klägerin ursprünglich am 9. Februar 2017 (Datum Poststem-

pel) die – nun dem hiesigen Gericht vorliegende – Klage beim Mietgericht des 

Bezirks Meilen anhängig (act. 1; act. 2 und 6). Mit Zirkulationsbeschluss vom 

10. März 2017 wurde der Klägerin vom Mietgericht Meilen eine Frist zur Leistung 

eines Gerichtskostenvorschusses angesetzt (act. 6 [act. 5]). Mit Eingabe an das 

Mietgericht des Bezirks Meilen vom 21. März 2017 (Datum Poststempel) liess die 

- 3 - 

Klägerin die Klage unter Vorbehalt der Wiedereinbringung beim sachlich zustän-

digen Gericht zurückziehen (act. 1; act. 6 [act. 7]). In der Folge schrieb das Miet-

gericht des Bezirks Meilen die Klage mit Zirkulationsbeschluss vom 31. März 

2017 als durch Klagerückzug erledigt ab (act. 6 [act. 8]). 

Am 18. April 2017 (Datum Poststempel) machte die Klägerin die Klage – unter 

Hinweis auf Art. 63 ZPO – hierorts anhängig (act. 1 und 2). Mit Verfügung vom 

19. April 2017 wurde ihr Frist zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses an-

gesetzt, welchen sie rechtzeitig leistete (act. 5); sodann wurden die Akten des 

Verfahrens MD170003-G vom Mietgericht des Bezirks Meilen beigezogen (act. 3). 

Mit Verfügung vom 8. Mai 2017 wurde der Beklagten Frist für die Erstattung der 

Klageantwort angesetzt (act. 7). Obwohl die Beklagte die Verfügung vom 8. Mai 

2017 (act. 7) entgegengenommen hatte (act. 8/2), reichte sie innert Frist keine 

Klageantwort ein. Mit Verfügung vom 23. Juni 2017, der Beklagten zugestellt am 

29. Juni 2017 (act. 10/2), wurde ihr in Anwendung von Art. 223 Abs. 1 ZPO eine 

Nachfrist bis zum 7. Juli 2017 angesetzt (act. 9). Die Beklagte hat allerdings auch 

innert Nachfrist keine Klageantwort eingereicht. 

Erwägungen 

1. Formelles 

1.1. Versäumte Klageantwort 

Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Klageant-

wort einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist. Hierzu muss die 

Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels Prozessvoraussetzun-

gen nicht eingetreten oder sie durch Sachurteil erledigt werden kann. Steht dem 

Eintreten auf die Klage nichts entgegen, bedeutet Spruchreife, dass der Klage-

grund im Hinblick auf die anwendbaren Rechtsnormen hinreichend substantiiert 

ist und – darüber hinaus – dass das Gericht an der Richtigkeit der klägerischen 

Tatsachenbehauptungen keine erheblichen Zweifel hat (Art. 153 Abs. 2 ZPO). Un-

ter den gegebenen Umständen ist, wenn es die klägerische Sachdarstellung er-

- 4 - 

laubt, nach dem Klagebegehren zu erkennen, andernfalls ist die Klage abzuwei-

sen. Dabei hat das Gericht auch rechtshemmende, rechtshindernde und rechts-

aufhebende Tatsachen zu berücksichtigen, soweit sie in der Klage selbst ange-

führt sind. Andere Tatsachen, die aus den Akten ersichtlich sind, dürfen nur inso-

weit berücksichtigt werden, als es für das Vorhandensein der von Amtes wegen 

zu prüfenden Prozessvoraussetzungen von Bedeutung ist (Art. 60 ZPO). An der 

erforderlichen Spruchreife fehlt es – zur Hauptsache –, wenn das Klagebegehren 

oder die Begründung der Klage (noch) unklar, unbestimmt oder offensichtlich un-

vollständig ist (Art. 56 ZPO) oder dem Gericht die Klagebegründung in erhebli-

chem Mass als unglaubhaft erscheint und es darüber Beweis erheben will 

(Art. 153 Abs. 2 ZPO; BSK ZPO-WILLISEGGER, 3. Aufl. 2017, Art. 223 N. 17 ff.; 

ERIC PAHUD, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 223 N. 3 ff.). 

1.2. Zuständigkeit (Rechtshängigkeit) 

Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind 

(Art. 60 Abs. 1 ZPO). Prozessvoraussetzungen sind insbesondere die sachliche 

und örtliche Zuständigkeit (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO). Nach Durchführung einer 

Schlichtungsverhandlung am 27. Januar 2017 reichte die Klägerin vorliegende 

Klage am 9. Februar 2017 beim Mietgericht des Bezirks Meilen ein, wo sie die 

Klage – unter Hinweis darauf, dass das Handelsgericht Zürich zuständig sei – mit 

Eingabe vom 21. März 2017 zurückzog (vgl. oben Prozessverlauf). Mit Klageein-

reichung hierorts hat die Klägerin einen Hinweis auf Art. 63 ZPO verbunden. 

Nachdem die Klägerin die identische Eingabe, innert eines Monats seit dem 

Rückzug (Rückzug beim Mietgericht des Bezirks Meilen: 21. März 2017 [Datum 

Poststempel]; Einreichung beim Handelsgericht Zürich: 18. April 2017 [Datum 

Poststempel]), neu eingereicht hat, vermag dies den Voraussetzungen von Art. 63 

Abs. 1 ZPO (vgl. BGE 141 III 481 E. 3.2.4) zu genügen. Somit gilt als Zeitpunkt 

der Rechtshängigkeit gemäss Art. 62 ZPO das Datum der ersten Einreichung 

(Schlichtungsgesuch in Meilen vom 24. November 2016 [Datum Poststempel], 

act. 6 [act. 3]; vgl. RICHARD PÜNTENER, Zivilprozessrecht für die Mietrechtspraxis, 

2016, N. 241). 

- 5 - 

Sowohl der Sitz der beiden Parteien als auch die streitgegenständlichen 

Mieträumlichkeiten befinden sich im Kanton Zürich. Da überdies die geschäftliche 

Tätigkeit der Parteien (Mietverträge über Geschäftsliegenschaften: BGE 139 III 

457 E. 3.2; vgl. zum Ganzen DAETWYLER/STALDER, in Brunner/Nobel [Hrsg.], Han-

delsgericht Zürich 1866-2016, Festschrift zum 150. Jubiläum, Zürich 2016, S. 174 

ff.) betroffen ist, diese im schweizerischen Handelsregister eingetragen sind und 

der Streitwert CHF 30'000.– übersteigt, ist das Handelsgericht des Kantons Zürich 

gemäss Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG sachlich und örtlich zuständig. 

2. Unbestrittener Sachverhalt 

2.1. Vertragliche Grundlagen 

Gemäss den unbestritten gebliebenen Darstellungen der Klägerin, an deren Rich-

tigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO), und in Überein-

stimmung mit den von ihr eingereichten Unterlagen, ist von folgenden vertragli-

chen Grundlagen zwischen den Parteien auszugehen: 

(1) (Unter-)Mietvertrag vom 12. Mai 2014 (act. 6 [act. 4/2]) 

• Parteien: Klägerin (vertreten durch X1._____) und Beklagte (vertreten 
durch Y._____) 

• E._____-Strasse …, C._____ [Ort]; Gewerberäumlichkeiten 2. OG inkl. 
Parkplätze 

• Bruttomietzins: CHF 3'390.– 

• Mietbeginn: 1. November 2014 

• act. 2 Rz. 4; act. 6 [act. 4/2] 

(2) (Unter-)Mietvertrag vom 2. Februar 2015 (act. 6 [act. 4/3]) 

• Parteien: Klägerin (vertreten durch X1._____) und Beklagte (vertreten 
durch Y._____) 

• E._____-Strasse …, C._____ [Ort]; Büro 1. OG 

• Mietzins: CHF 380.– 

• Mietbeginn: 1. Februar 2015 

- 6 - 

• act. 2 Rz. 5; act. 6 [act. 4/3] 

2.2. Beendigung Mietverhältnis  

Nach den schlüssigen und unbestritten gebliebenen klägerischen Ausführungen 

setzte die Klägerin der Beklagten mit Schreiben vom 7. September 2016 eine 30-

tägige Zahlungsfrist an; dies verbunden mit der Androhung, dass bei nicht 

fristgerechter Bezahlung des angezeigten Ausstandes von CHF 18'550.– eine 

ausserordentliche Kündigung gestützt auf Art. 257d OR erfolgen würde (act. 2 

Rz. 8; act. 6 [act. 4/5]). Nachdem innert Frist keine entsprechende Zahlung der 

Beklagten eingegangen ist, liess die Klägerin das Mietverhältnis mit Kündigung 

vom 27. Oktober 2016 ausserordentlich auf den 30. November 2016 beenden 

(act. 2 Rz. 9; act. 6 [act. 4/6-7]). 

2.3. Offene Mietzinszahlungen 

Weiter hat die Klägerin – wiederum schlüssig und unbestritten – dargelegt, dass 

von der Beklagten letztmals am 30. Mai 2016 Mietzinse für die beiden Mietobjekte 

geleistet wurden (act. 2 Rz. 7 ff.; act. 6 [act. 4]). Bei Auszug der Beklagten Ende 

November 2016 beliefen sich die ausstehenden Mietzinszahlungen für die beiden 

Mietobjekte auf insgesamt CHF 30'200.– (act. 2 Rz. 10; act. 6 [act. 4/4]). 

2.4. Schadenersatz 

Die im Vergleich zu den ausstehenden Mietzinszahlungen (CHF 30'200.–) erhöh-

te Klageforderung von insgesamt CHF 35'815.– begründete die Klägerin mit einer 

zusätzlichen Schadenersatzforderung infolge Vertragsverletzung durch die Be-

klagte. Als unbestrittener und soweit schlüssiger Sachverhalt ist diesbezüglich 

zugrundezulegen, dass die Klägerin die beiden Mietobjekte trotz Wiedervermie-

tungsbemühungen nicht umgehend vermieten konnte, sondern vielmehr erst per 

Mitte Januar 2017 zum Eigengebrauch wieder in Anspruch genommen hat (act. 2 

Rz. 11). 

 

 

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3. Rechtliches 

3.1. Mietzins 

Beim Mietvertrag gemäss Art. 253 ff. OR verpflichtet sich der Vermieter, dem 

Mieter eine Sache zum Gebrauch zu überlassen, und der Mieter, dem Vermieter 

dafür einen Mietzins zu leisten. 

3.2. Schadenersatz 

Mit Zahlungsrückständen verletzt der Mieter seine vertraglichen Verpflichtungen, 

was eine Schadenersatzforderung des Vermieters für die dadurch verursachte 

vorzeitige Vertragsauflösung zur Folge haben kann. Dabei geschuldet ist das 

positive Vertragsinteresse, wobei der Schaden im Wesentlichen dem ent-

gangenen Mietzins für die Zeit zwischen dem Auszug des säumigen Mieters und 

der Weitervermietung, höchstens aber dem Betrag der entgangenen Mietzinse bis 

zum nächstmöglichen ordentlichen Kündigungstermin entspricht (BGE 127 III 548 

E. 5 = MRA 5/01, S. 161 f.; DAVID LACHAT ET AL., Mietrecht für die Praxis, 9. Aufl. 

2016, Rz. 27.2.10; RAYMOND BISANG ET AL., Das schweizerische Mietrecht, SVIT-

Kommentar, 3. Aufl. 2008, N. 45 zu Art. 257d OR; ROGER WEBER, in: Basler 

Kommentar, Obligationenrecht I, 6. Aufl. 2015, N. 13 zu Art. 257d OR). 

4. Würdigung 

Gemäss den nachvollziehbaren und unbestrittenen Darstellungen der Klägerin 

haben die Parteien zwei Mietverträge nach Art. 253 ff. OR geschlossen. Gestützt 

darauf bzw. auf den Umstand, dass die Klägerin die Mietobjekte nicht umgehend 

nach Beendigung des Mietverhältnisses neu vermieten konnte, schuldet die Be-

klagte sowohl die noch ausstehenden Mietzinse als auch den geltend gemachten 

Schadenersatz. 

Zum Verzugszins: In ihrem Rechtsbegehren macht die Klägerin einen Zins von 

5 % ab 1. August 2016 geltend. In der Klagebegründung (sowie den Beilagen) 

fehlen allerdings jegliche Behauptungen hierzu, womit gar keine klägerische 

Sachdarstellung vorliegt, welche unbestritten sein könnte; die klägerischen 

Rechtsbegehren gelten auch bei versäumter Klageantwort nicht als von der Be-

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klagten anerkannt. Nach dem Verhandlungsgrundsatz gemäss Art. 55 Abs. 1 ZPO 

bzw. Art. 221 Abs. 1 lit. d ZPO sowie Art. 8 ZGB wäre es hingegen an der Kläge-

rin gelegen, entsprechende Behauptungen aufzustellen (vgl. SUTTER-SOMM/ 

SCHRANK, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N. 20 f. zu Art. 55 ZPO). Die 

Anwendung von Art. 56 ZPO fällt hier bereits aufgrund der anwaltlichen Vertre-

tung der Klägerin grundsätzlich ausser Betracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

4A_628/ 2016 vom 20. Dezember 2016 E. 4.2.3 m.w.H.). Aufgrund der fehlenden 

Tatsachenbehauptungen liegt keine Frage der Spruchreife vor, womit nicht zur 

Hauptverhandlung vorzuladen ist. Ebensowenig ist eine Replik vorgesehen (vgl. 

LEUENBERGER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 

zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N. 6 zu Art. 223 ZPO). 

Die Klage ist in diesem Punkt abzuweisen, d.h. der Klägerin ist die eingeklagte 

Forderung ohne Zins zuzusprechen. 

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss wird die Beklagte kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). Angesichts der Tatsache, dass die Klägerin nur geringfügig, und le-

diglich in einem Nebenpunkt (Zins), unterliegt, rechtfertigt es sich, die gesamten 

Kosten der Beklagten aufzuerlegen. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich 

nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 

ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG), während die Höhe der Parteientschädigung ge-

mäss der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 8. September 2010 festzu-

setzen ist (Art. 96 ZPO i.V.m. § 48 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 des Anwaltsgesetzes 

vom 17. November 2003). Sowohl die Gerichtsgebühr als auch die Parteient-

schädigung richten sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem Streit-

interesse (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG sowie § 2 Abs. 1 lit. a AnwGebV). Vorliegend 

beträgt der Streitwert CHF 35'815.–. In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 GebV 

OG sowie § 10 Abs. 1 GebV OG ist die Gerichtsgebühr auf CHF 3'500.– festzu-

setzen. Die Gerichtskosten sind der Beklagten als unterliegende Partei aufzuerle-

gen (Art. 106 Abs. 1 ZPO), jedoch vorab aus dem von der Klägerin geleisteten 

- 9 - 

Kostenvorschuss zu decken. Der Klägerin ist das Rückgriffsrecht auf die Beklagte 

einzuräumen (Art. 111 Abs. 1 und 2 ZPO).  

Der Anspruch auf die Grundgebühr ist mit der Begründung oder Beantwortung der 

Klage verdient (§ 11 Abs. 1 AnwGebV). In Anwendung von § 4 Abs. 1 AnwGebV 

ist die Parteientschädigung demnach auf rund CHF 5'600.– festzusetzen und der 

Beklagten aufzuerlegen. 

Ist einer mehrwertsteuerpflichten Partei eine Parteientschädigung zuzusprechen, 

hat dies zufolge Möglichkeit des Vorsteuerabzugs ohne Berücksichtigung der 

Mehrwertsteuer zu erfolgen. Ist die anspruchsberechtigte Partei nicht im vollen 

Umfang zum Abzug der Vorsteuer berechtigt, ist die Parteientschädigung um den 

entsprechenden Faktor anteilsmässig anzupassen. Solche aussergewöhnlichen 

Umstände hat eine Partei zu behaupten und zu belegen (Urteil des Bundesge-

richts 4A_552/2015 vom 25. Mai 2016 E. 4.5; ZR 104 [2005] Nr. 76; SJZ 101 

[2005] S. 531 ff.). Die Klägerin beantragt, ihr sei eine Parteientschädigung unter 

Zuzug von Mehrwertsteuer zuzusprechen (act. 2 S. 2). Sie behauptet aber keine 

für die Zusprechung der Mehrwertsteuer erforderlichen aussergewöhnlichen Um-

stände. Daher ist der Klägerin die Parteientschädigung ohne Mehrwertsteuer zu-

zusprechen. 

Das Handelsgericht erkennt: 

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 35'815.– zu bezahlen;  

im Übrigen wird die Klage abgewiesen.  

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 3'500.–. 

3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der Klä-

gerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Der Klägerin wird in diesem Um-

fang das Rückgriffsrecht auf die Beklagte eingeräumt. 

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von 

CHF 5'600.– zu bezahlen. 

- 10 - 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien. 

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 35'815.–. 

 

Zürich, 31. Juli 2017 
 

Handelsgericht des Kantons Zürich 
 

Vorsitzender: 
 
 
 

Dr. George Daetwyler 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Christian Markutt 
 
 

 

	Urteil vom 31. Juli 2017
	 Rechtsbegehren: (act. 2 S. 2)
	Sachverhalt und Verfahren
	A. Sachverhaltsübersicht
	a. Parteien und ihre Stellung
	Die Klägerin ist eine GmbH mit Sitz in C._____; als Zweck lässt sich dem Handelsregister entnehmen: Catering, Saalvermietung und Eventmanagement. Bei der Beklagten handelt es sich ebenfalls um eine GmbH, deren Sitz sich in D._____ befindet, sowie mit ...
	b. Prozessgegenstand
	Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden Forderungen der Klägerin aus zwischen den Parteien geschlossenen Mietverträgen für Gewerberäumlichkeiten in C._____ (vgl. act. 2 Rz. 4 ff.).

	B. Prozessverlauf
	Nach Durchführung eines Schlichtungsverfahrens im Bezirk Meilen (vgl. act. 6 [act. 3]) machte die Klägerin ursprünglich am 9. Februar 2017 (Datum Poststempel) die – nun dem hiesigen Gericht vorliegende – Klage beim Mietgericht des Bezirks Meilen anhän...
	Am 18. April 2017 (Datum Poststempel) machte die Klägerin die Klage – unter Hinweis auf Art. 63 ZPO – hierorts anhängig (act. 1 und 2). Mit Verfügung vom 19. April 2017 wurde ihr Frist zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses angesetzt, welchen si...

	Erwägungen
	1. Formelles
	1.1. Versäumte Klageantwort
	Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Klageantwort einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist. Hierzu muss die Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels Prozessvoraussetzungen nicht einge...
	1.2. Zuständigkeit (Rechtshängigkeit)
	Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 Abs. 1 ZPO). Prozessvoraussetzungen sind insbesondere die sachliche und örtliche Zuständigkeit (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO). Nach Durchführung einer Schlichtungsverh...
	Sowohl der Sitz der beiden Parteien als auch die streitgegenständlichen Mieträumlichkeiten befinden sich im Kanton Zürich. Da überdies die geschäftliche Tätigkeit der Parteien (Mietverträge über Geschäftsliegenschaften: BGE 139 III 457 E. 3.2; vgl. zu...

	2. Unbestrittener Sachverhalt
	2.1. Vertragliche Grundlagen
	Gemäss den unbestritten gebliebenen Darstellungen der Klägerin, an deren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO), und in Übereinstimmung mit den von ihr eingereichten Unterlagen, ist von folgenden vertraglichen Grundlagen zwi...
	(1) (Unter-)Mietvertrag vom 12. Mai 2014 (act. 6 [act. 4/2])
	 Parteien: Klägerin (vertreten durch X1._____) und Beklagte (vertreten durch Y._____)
	 E._____-Strasse …, C._____ [Ort]; Gewerberäumlichkeiten 2. OG inkl. Parkplätze
	 Bruttomietzins: CHF 3'390.–
	 Mietbeginn: 1. November 2014
	 act. 2 Rz. 4; act. 6 [act. 4/2]
	(2) (Unter-)Mietvertrag vom 2. Februar 2015 (act. 6 [act. 4/3])
	 Parteien: Klägerin (vertreten durch X1._____) und Beklagte (vertreten durch Y._____)
	 E._____-Strasse …, C._____ [Ort]; Büro 1. OG
	 Mietzins: CHF 380.–
	 Mietbeginn: 1. Februar 2015
	 act. 2 Rz. 5; act. 6 [act. 4/3]
	2.2. Beendigung Mietverhältnis
	Nach den schlüssigen und unbestritten gebliebenen klägerischen Ausführungen setzte die Klägerin der Beklagten mit Schreiben vom 7. September 2016 eine 30-tägige Zahlungsfrist an; dies verbunden mit der Androhung, dass bei nicht fristgerechter Bezahlun...
	2.3. Offene Mietzinszahlungen
	Weiter hat die Klägerin – wiederum schlüssig und unbestritten – dargelegt, dass von der Beklagten letztmals am 30. Mai 2016 Mietzinse für die beiden Mietobjekte geleistet wurden (act. 2 Rz. 7 ff.; act. 6 [act. 4]). Bei Auszug der Beklagten Ende Novemb...
	2.4. Schadenersatz
	Die im Vergleich zu den ausstehenden Mietzinszahlungen (CHF 30'200.–) erhöhte Klageforderung von insgesamt CHF 35'815.– begründete die Klägerin mit einer zusätzlichen Schadenersatzforderung infolge Vertragsverletzung durch die Beklagte. Als unbestritt...

	3. Rechtliches
	3.1. Mietzins
	Beim Mietvertrag gemäss Art. 253 ff. OR verpflichtet sich der Vermieter, dem Mieter eine Sache zum Gebrauch zu überlassen, und der Mieter, dem Vermieter dafür einen Mietzins zu leisten.
	3.2. Schadenersatz
	Mit Zahlungsrückständen verletzt der Mieter seine vertraglichen Verpflichtungen, was eine Schadenersatzforderung des Vermieters für die dadurch verursachte vorzeitige Vertragsauflösung zur Folge haben kann. Dabei geschuldet ist das positive Vertragsin...

	4. Würdigung
	Gemäss den nachvollziehbaren und unbestrittenen Darstellungen der Klägerin haben die Parteien zwei Mietverträge nach Art. 253 ff. OR geschlossen. Gestützt darauf bzw. auf den Umstand, dass die Klägerin die Mietobjekte nicht umgehend nach Beendigung de...
	Zum Verzugszins: In ihrem Rechtsbegehren macht die Klägerin einen Zins von 5 % ab 1. August 2016 geltend. In der Klagebegründung (sowie den Beilagen) fehlen allerdings jegliche Behauptungen hierzu, womit gar keine klägerische Sachdarstellung vorliegt,...

	5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Ausgangsgemäss wird die Beklagte kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angesichts der Tatsache, dass die Klägerin nur geringfügig, und lediglich in einem Nebenpunkt (Zins), unterliegt, rechtfertigt es sich, die gesamten Kosten der...

	Das Handelsgericht erkennt:
	1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 35'815.– zu bezahlen;  im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 3'500.–.
	3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Der Klägerin wird in diesem Umfang das Rückgriffsrecht auf die Beklagte eingeräumt.
	4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 5'600.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien.
	6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...