# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37e312e0-0df7-583c-9cad-fef923400998
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.08.2019 200 2019 284
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-284_2019-08-20.pdf

## Full Text

200 19 284 IV
KOJ/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. August 2019

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch B.________
vertreten durch C.________, Rechtsanwalt D.________, 
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. März 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1967 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Mai 2013 unter Hinweis auf eine Depression mit Konzen-
trationsproblemen, Erschöpfung, Gewichtsverlust, Ängsten und Schwindel 
sowie eine posttraumatische Belastungsstörung und Nackenschmerzen 
nach einer Bandscheibenoperation bei der Eidgenössischen Invalidenver-
sicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 6). Die IV-
Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte erwerbliche sowie me-
dizinische Erhebungen und verneinte mit Verfügung vom 10. Oktober 2014 
(act. II 56) gestützt im Wesentlichen auf ein polydisziplinäres (internistisch, 
neurologisch, orthopädisch, psychiatrisch) Gutachten der MEDAS 
E.________ vom 18. Juni 2014 (act. II 50.1) einen Anspruch auf IV-
Leistungen. Auf eine hiergegen erhobene Beschwerde (act. II 64) trat das 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern (Verwaltungsgericht) mit Urteil vom 
5. Januar 2015, IV/2014/1089 (act. II 66), nicht ein.

B.

Im Juni 2015 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an. 
Als gesundheitliche Beeinträchtigung erwähnte sie starke Nackenschmer-
zen (act. II 70). Die IVB liess die Versicherte durch die MEDAS F.________ 
psychiatrisch-orthopädisch begutachten (Gutachten vom 13. Februar 2017; 
act. II 114.1) und holte bei ihrem Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb vom 12. Juni 2017 (act. II 118 S. 2 ff.) ein. Nach durchge-
führtem Vorbescheidverfahren (act. II 119) lehnte die IVB mit Verfügung 
vom 1. September 2017 (act. II 123) einen Anspruch auf Leistungen der IV 
ab. Auf Beschwerde hin (act. II 125) hob sie die Verfügung wiedererwä-
gungsweise auf und stellte weitere Abklärungen in Aussicht (act. II 132), 
worauf das betreffende Beschwerdeverfahren mit Prozessurteil des Verwal-
tungsgerichts vom 28. November 2017, IV/2017/858 (act. II 133), vom Ge-
schäftsverzeichnis abgeschrieben wurde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 3

In der Folge veranlasste die IVB – auf Empfehlung des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD; act. II 152) – eine polydisziplinäre Begutachtung in 
den Fachrichtungen Psychiatrie, Neuropsychologie, Neurologie, Orthopä-
die/Traumatologie und Allgemeine Innere Medizin durch die MEDAS 
G.________ (Gutachten vom 12. Dezember 2018, inkl. Teilgutachten; 
act. II 175.1-175.6). Mit Vorbescheid vom 24. Januar 2019 (act. II 176) 
stellte die IVB der Versicherten die Verneinung eines Rentenanspruchs bei 
einem Invaliditätsgrad von 30 % in Aussicht (act. II 176). Nach erhobenem 
Einwand (act. II 180) verfügte sie am 13. März 2019 (act. II 182) dem in 
Aussicht Gestellten entsprechend.

C.

Mit Eingabe vom 9. April 2019 erhob die Versicherte, vertreten durch die 
Beiständin B.________, vertreten durch C.________, Rechtsanwalt 
D.________, Beschwerde. Sie beantragt, die Verfügung vom 13. März 
2019 sei aufzuheben und es sei ihr eine Invalidenrente zuzusprechen. 
Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung von Rechtsanwalt D.________ als amtlicher Anwalt.

Mit Zuschrift vom 30. April 2019 reichte die Beschwerdeführerin einen Be-
richt der behandelnden Psychiaterin vom 12. April 2019 (Akten der Be-
schwerdeführerin [act. I] 6) ein.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 29. Mai 2019 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Verfügung vom 3. Juni 2019 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege gut unter Beiordnung von Rechtsanwalt 
D.________ als amtlicher Anwalt.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. März 2019 
(act. II 182). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf eine Rente der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die 
Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs des 
Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenver-
sicherung [IVV; SR 831.201]). Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädi-
gung oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, 
wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebe-
darfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so 
wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach 
Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 
S. 351). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen wer-
den kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei 
begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 6

sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese Eintretensvoraussetzung 
soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden 
und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts 
darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 
S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

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beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung (datiert) vom 9. Juni 2015 
(act. II 70) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell geprüft, 
womit die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu beurteilen ist (BGE 109 V 
108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob im massgebenden Vergleichszeit-
raum zwischen der leistungsabweisenden Verfügung vom 10. Oktober 
2014 (act. II 56) und der Verfügung vom 13. März 2019 (act. II 182) eine 
Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeig-
net ist, den Invaliditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erheblichen 
Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.3 hiervor). Hierbei nicht massgebend ist 
die Verfügung vom 1. September 2017 (act. II 123), da die Beschwerde-
gegnerin diese auf Beschwerde hin (act. II 125) wiedererwägungsweise 
aufgehoben hat (act. II 132).

3.2 Die Verfügung vom 10. Oktober 2014 (act. II 56) basierte in medizi-
nischer Hinsicht massgeblich auf dem polydisziplinären Gutachten der 
MEDAS E.________ vom 18. Juni 2014 (act. II 50.1). Darin wurden (aus 
allgemein-internistischer, orthopädischer und psychiatrischer Sicht) ein 
(polyvalenter) Analgetika-Fehlgebrauch (inkl. Opioid), ein leichtgradiges 
Untergewicht (17.9 kg/m2), eine Spondylodese C6/7 mit gutem objektivem 
operativem Ergebnis (März 2012), eine Dysthymie (ICD-10 F34.1) und ein 
aktenkundig schädlicher Alkoholgebrauch (ICD-10 F10.1) diagnostiziert 
(act. II 51.1 S. 14, 26, 33). Aus neurologischer Sicht bestehe kein ausrei-
chender Anhalt für eine behinderungsrelevante Läsion am zentralen oder 
peripheren Nervensystem, der Wirbelsäule sowie der paravertebralen 
Strukturen (act. II 50.1 S. 18). Die Gutachter gelangten in der Konsensbe-
urteilung zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der zuletzt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 8

ausgeübten sowie jedweder vergleichbaren Tätigkeit oder auch einer ande-
ren, körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastend oder über-
wiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts ohne 
häufige Überkopfarbeit sei mit 100 % einzuschätzen (Pensum und Rende-
ment 100 %). Somatischerseits liege aufgrund des zervikalen postoperati-
ven Zustands eine dauerhafte qualitative Minderung der Arbeitsfähigkeit 
vor (Ausschluss von körperlich schwerer Arbeit und von Tätigkeiten mit 
häufiger Reklinationshaltung des Kopfes/Überkopfarbeiten). Psychiatri-
scherseits sei keine gravierende Depressivität zu erheben gewesen, so 
dass eine eigenständige psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit nicht 
zu attestieren sei. Die klinische Präsentation der Versicherten sei recht 
uneinheitlich gewesen, in der internistischen Untersuchung durch promi-
nentes Klagen und auch Weinen geprägt, was in den übrigen Untersu-
chungen nicht oder nicht in einer vergleichbaren Ausprägung zu beobach-
ten gewesen sei. Auch habe sich kein konsistentes, reproduzierbares und 
in den klinischen Befunden objektivierbares Korrelat der zervikalen 
Schmerzen gefunden. Ein bewusstseinsnaher demonstrativer Störungsan-
teil bleibe also zu berücksichtigen (act. II 50.1 S. 35).

3.3 Für die Zeit zwischen der Verfügung vom 10. Oktober 2014 
(act. II 56) und der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 13. März 
2019 (act. II 182) präsentiert sich der Sachverhalt im Wesentlichen wie 
folgt:

3.3.1 Im bidisziplinären (psychiatrisch-orthopädischen) Gutachten der 
MEDAS F.________ vom 13. Februar 2017 (act. II 114.1) wurden als Dia-
gnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches zervikozepha-
les Schmerzsyndrom ohne ausstrahlende Symptomatik (ICD-10 M53.0) 
und Persönlichkeits- oder Verhaltensstörungen durch Alkohol, gegenwärtig 
nicht abstinent bzw. anhaltender Alkoholgebrauch, aber übermässiger Al-
koholkonsum nicht erwiesen (ICD-10 F10.71), genannt. Ohne Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit sei eine chronische Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41; S. 20). Zusammenfassend re-
sultiere aus bidisziplinärer Sicht in leichten bis intermittierend mittelschwe-
ren, adaptierten Tätigkeiten, so auch in den gelernten oder zuletzt durchge-
führten, eine 75 %-ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Das Pensum könne 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 9

vollschichtig umgesetzt werden mit erhöhtem Pausenbedarf und leicht re-
duziertem Rendement. Diese Einschätzung könne über die Zeit gemittelt 
seit Januar 2013 bestätigt werden. Im Haushalt sei bei freier Zeiteinteilung, 
da sich die psychiatrische Einschränkung kaum auswirke, von einer Ein-
schränkung von unter 10 % auszugehen (act. II 114.1 S. 21 f.).

3.3.2 Die Behandler der psychiatrischen Dienste H.________ hielten im 
Bericht vom 17. bzw. 26. Januar 2018 (act. II 138, 144) als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 
F20.0) und einen chronischen Nackenschmerz bei Störung nach Anterior-
Cervikal-Fusion (ACIF)-Stabilisierung C6/7 (März 2012) bei Störung nach 
Schleudertrauma nach Autounfall fest. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Störung nach viraler Cerebellitis, eine 
Störung nach schädlichem Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.1) und eine 
14mm grosse Pinealiszyste ohne Krankheitswert (S. 2).

3.3.3 Im Austrittsbericht des Spitals I.________ vom 1. Februar 2018 
(act. II 148) wurde eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.01) und eine 
chronische Schmerzstörung (ICD-10 F45.41) diagnostiziert (act. II 148 
S. 2). Die Patientin möchte wieder in den Arbeitsprozess einsteigen. Dafür 
brauche es viel Unterstützung sowie ein Leistungsfähigkeitstraining in ei-
nem geschützten Rahmen (act. II 148 S. 3).

3.3.4 Die RAD-Ärztin Dr. med. J.________, Fachärztin für Neurologie und 
Psychiatrie und Psychotherapie, legte am 4. Juni 2018 dar, dass die psych-
iatrische diagnostische Einordnung klärungsbedürftig sei. Durchgängig ver-
bleibe es bei der Diagnose einer psychischen und Verhaltensstörung durch 
Alkohol, deren aktueller Status ebenfalls nicht geklärt sei. Es bedürfe un-
bedingt der neurokognitiven Objektivierung der hierfür hauptsächlich ver-
antwortlichen kognitiven Defizite. Differenzialdiagnostisch müsste bei der 
unklaren psychiatrischen Situation auch die Information einer im Jahre 
2002 abgelaufenen viralen Cerebellitis mit in die Diskussion einbezogen 
werden. Eine mitbestimmende hirnorganische Genese und damit eine mul-
tifaktorielle Bedingtheit der Symptomatik sei nach der jetzigen Dossierlage 
nicht auszuschliessen. Es werde daher eine polydisziplinäre Begutachtung 
in den Fachgebieten Psychiatrie, Neuropsychologie und Neurologie als 
indiziert erachtet (act. II 151 S. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 10

Am 5. Juni 2018 empfahl die RAD-Ärztin Dr. med. K.________, Fachärztin 
für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine entspre-
chende Begutachtung mit der zusätzlichen Fachdisziplin Orthopädie 
(act. II 152 S. 6).

3.3.5 Am 29. Oktober 2018 führte die behandelnde Dr. med. L.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, zu Handen der Gutachter 
der MEDAS G.________ aus – nachdem sie im Erstkonsultationsbericht 
vom 6. Februar 2018 (act. II 175.7 S. 4 f.) den Verdacht auf eine psychoti-
sche Störung unklarer Ätiologie, differenzialdiagnostisch Spätschizophre-
nie, geäussert hatte –, im Spital I.________ und im psychiatrischen Dienste 
H.________ sei eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) diagnosti-
ziert worden. Im Hinblick auf die Belastbarkeit könne derzeit noch keine 
abschliessende Beurteilung erfolgen. Aktuell scheine sie aber begrenzter, 
als die Patientin sich dies wünsche. Die Patientin sei für eine berufliche 
Wiedereingliederung maximal motiviert, ob ihre Ressourcen hierfür aus-
reichten, sei derzeit aber nicht abschätzbar und müsse vorläufig angezwei-
felt werden (act. II 175.7 S. 6 f.).

3.3.6 Im Gutachten der MEDAS G.________ vom 12. Dezember 2018 
(act. II 175.1) wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine paranoi-
de Schizophrenie, unter Neuroleptikabehandlung ohne produktiv-
psychotische Symptomatik (ICD-10 F20.0) mit Störungen aufmerksam-
keitsabhängiger kognitiver Leistungen am ehesten im Rahmen einer psy-
chischen Störung, und ein chronisches zervikozephales Schmerzsyndrom 
diagnostiziert. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
(letzte Tätigkeit) wurden eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 
(ICD-10 F45.4), ein schädlicher Konsum von Alkohol (ICD-10 F10.1), ein 
chronischer Nacken- und Kopfschmerz ohne Anhaltspunkte weder für eine 
Myelopathie noch für eine radikuläre Reiz- bzw. Ausfallsymptomatik, ein 
chronisches zervikozephales Schmerzsyndrom, ein Status nach Cerebelli-
tis 2002, abgeheilt ohne Residuen, eine Dyslipidämie, Verdacht auf Vit-
amin-B12-Mangel und Übergewicht ([BMI] 28.2 kg/m2) diagnostiziert 
(act. II 175.1 S. 6). Auf psychiatrischem Fachgebiet zeige sich das Bild ei-
ner paranoiden Schizophrenie unter Neuroleptikabehandlung mit einer ni-
vellierten Affektregulation, einer Antriebsstörung und einem Verlust des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 11

psychoenergetischen Potenzials sowie leichten kognitiven Einbussen, wel-
che auch neuropsychologischerseits bestätigt worden seien. Neurologisch 
hätten sich keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit erkennen 
lassen. Es ergäben sich insbesondere auch keine Hinweise auf eine Li-
quorzirkulationsstörung nach einer 2002 durchgemachten Cerebellitis. 
Auch aus orthopädisch-traumatologischer Sicht sei die Versicherte in der 
Lage, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten unter Berücksichtigung einzel-
ner qualitativer Einschränkungen im Belastbarkeitsprofil auszuüben. Inter-
nistischerseits ergäben sich keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeits-
fähigkeit (act. II 175.1 S. 5). Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 
betrage 70 % (integral betrachtet). Seit dem Gutachten vom 13. Februar 
2017 sei eine wesentliche Veränderung dahingehend eingetreten, als dass 
im Zuge der mittlerweile gesicherten psychotischen Störung eine Zunahme 
der kognitiven und affektiven Symptome ausgewiesen sei. Es sei davon 
auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit seit Juni 2017 (Diagnosesicherung 
des psychiatrischen Dienstes H.________) mit lediglich 70 % einzuschät-
zen sei. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit 
von 70 % (integral betrachtet). Gesamthaft sei eine ähnliche Tätigkeit (wie 
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ... im …) sechs Stunden täglich, mög-
lichst aufgeteilt in zwei Blöcken zu jeweils drei Stunden mit zwischenzeitli-
cher Möglichkeit, sich zu erholen, zumutbar. Angesichts der Alkoholpro-
blematik sollte diese Tätigkeit jedoch nicht unter einem leichten Zugang zu 
Alkohol durchgeführt werden (act. II 175.1 S. 8).

3.3.7 Am 12. April 2019 berichtete die behandelnde Psychiaterin 
Dr. med. L.________ dem Rechtsvertreter der Versicherten, die Patientin 
leide an einer „late-onset“ Schizophrenie (ICD-10 F20.0) und muskulo-
skelettalen Beschwerden im Bereich der HWS/oberen BWS und im Schul-
terbereich. Aktuell bestehe eine leichte depressive Symptomatik mit Ge-
dankenkreisen (act. I 6 S. 1). Die Patientin wolle unbedingt arbeiten, sie 
strebe eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt an. Bis jetzt sei trotz aller 
Bemühungen ein Arbeitspensum quantitativ unter 50 % realisiert worden, 
dabei bestünden im Hinblick auf Belastbarkeit, Konzentrationsfähigkeit und 
Ermüdbarkeit objektivierbare Einschränkungen auf Arbeitstempo, -quantität 
sowie -effizienz und konstanter Leistung, sodass für die Patientin wechsel-
belastende Tätigkeiten zur Verfügung gestellt werden müssten. Die derzei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 12

tige Arbeitsleistung sei daher mit einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeits-
markt keinesfalls vergleichbar. Die Patientin benötige zudem eine ihren 
körperlichen Beschwerden angepasste Arbeit, die ihr wechselbelastende 
Körperhaltung ermögliche, damit sie durch die ansonsten exazerbierende 
Schmerzsymptomatik nicht noch schneller ermüde. Die von der IV postu-
lierte Arbeits(un-)fähigkeit stehe daher in erheblichem Gegensatz und das 
Ergebnis deren Begutachtung sowie die Verfügung seien nicht nachvoll-
ziehbar (act. I 6 S. 2).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353). Eine von anderen mit der versicherten Person befassten 
Ärzten abweichende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht 
in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, 
sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine ei-
genständige Beurteilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich 
abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsver-
fahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 
S. 110).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 13

3.5 Das Gutachten der MEDAS G._______ vom 12. Dezember 2018 
(inkl. Teilgutachten; act. II 175.1-175.6) erfüllt die Anforderungen an die 
Beweiskraft eines ärztlichen Berichts. Die darin enthaltenen Feststellungen 
beruhen auf eigenen Abklärungen, sind in Kenntnis der Vorakten sowie 
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die 
Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin erfolgte 
unter Einbezug sämtlicher hier relevanten medizinischen Fachdisziplinen 
und beruht auf einer interdisziplinären Konsensbesprechung. Die gestellten 
Diagnosen sind nachvollziehbar begründet und die gutachterlich beurteilte 
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen sowie einer angepassten Tätigkeit, die 
seit spätestens Juni 2017 gelte (act. II 175.1 S. 9), ist einleuchtend und 
schlüssig. Demnach besteht für körperlich leichte bis mittelschwere Tätig-
keiten (welche wechselweise im Stehen, Sitz und Laufen erfolgen, mit der 
Möglichkeit der eigen gewählten Position) einfacher geistiger Art mit gerin-
gen Verantwortungsgraden, möglichst weisungsgebunden und ohne Anfor-
derungen an die eigene Entscheidungsfähigkeit, eine Arbeitsfähigkeit von 
70 %. Permanente Gerüst- und Leitertätigkeiten, Zwangshaltungen für die 
Wirbelsäule, insbesondere für die Halswirbelsäule, sowie permanente 
Überkopfarbeit können nicht verrichtet werden (act. II 175.1 S. 7 f. Ziff. 4.5 
und 4.8). Die gutachterlichen Ausführungen werden von der Beschwerde-
führerin denn auch – zu Recht – nicht bestritten (vgl. Beschwerde S. 4 ff. 
Ziff. 3 und 4). Mit der Beschwerdegegnerin ist festzuhalten, dass auch die 
im Beschwerdeverfahren eingereichte Stellungnahme der behandelnden 
Psychiaterin Dr. med. L.________ vom 12. April 2019 (act. I 6) keine wich-
tigen Aspekte zu benennen vermag, die im Rahmen der Begutachtung un-
erkannt oder ungewürdigt geblieben wären (SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148 
E. 5.5, 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Ausserdem ist, was namentlich deren 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit anbelangt, der Erfahrungstatsache 
Rechnung zu tragen, dass Hausärzte bzw. behandelnde Spezialärzte mit-
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifels-
fällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc 
S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3, Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht {BGer}] vom 
20. März 2006, I 655/05, E. 5.4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 14

Ferner hat der psychiatrische Gutachter der MEDAS G.________ überzeu-
gend dargelegt, dass sich das psychiatrische Zustandsbild seit der Begut-
achtung der MEDAS F.________(im Februar 2017; act. II 114.1) wesentlich 
verändert bzw. verschlechtert hat, namentlich dass im Zuge der mittlerweile 
gesicherten psychotischen Störung eine Zunahme der kognitiven und affek-
tiven Symptome eingetreten ist (act. II 175.2 S. 15 f.). Im Gegensatz zum 
psychiatrischen Gutachter der MEDAS E.________, welcher keine ei-
genständige psychiatrische Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte (act. II 50.1 
S. 33-35), stellte der Experte der MEDAS G.________ als neue Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine paranoide Schizophrenie, un-
ter Neuroleptikabehandlung ohne produktiv-psychotische Symptomatik 
(ICD-10 F20.0) mit Störungen aufmerksamkeitsabhängiger kognitiver Leis-
tungen am ehesten im Rahmen einer psychischen Störung (act. II 175.2 
S. 13). Insoweit ist das SMAB-Gutachten auch unter revisionsrechtlichem 
Blickwinkel beweiskräftig (vgl. Entscheid des BGer vom 29. August 2011, 
9C_418/2010, E. 4.2, publ. in SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81) und es kann dar-
auf abgestellt werden. Ausgehend vom erwähnten gutachtlichen Zumutbar-
keitsprofil ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin damit allseitig 
frei zu prüfen (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.

Was den Status betrifft (Ausmass der Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall), 
nahm die Beschwerdegegnerin an, die Beschwerdeführerin wäre im hypo-
thetischen Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig (act. II 182 S. 1 f.). Die-
ser Status wird ebenfalls nicht bestritten und ist gestützt auf die Angaben 
im Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 12. Juni 2017 (act. II 118 
S. 2 ff.) zutreffend. Es besteht kein Anlass hiervon abzuweichen: Nament-
lich erscheint der Status aufgrund der Scheidung vom Ehemann und unter 
Berücksichtigung des Alters der 1997 und 1999 geborenen Kinder (act. II 6 
S. 1 f., act. II 118 S. 3), welche beim Vater leben (act. II 175.2 S. 7), nach-
vollziehbar und schlüssig.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 15

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- 
und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn nach den vom Bundesamt 
für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. 
Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mit-
berücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls rele-
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 
I 103 E. 5.3 S. 110; Entscheid des EVG vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 
1.2).

5.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen wer-
den (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 16

zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medi-
zinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen 
nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen 
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen 
dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

5.4 Die Beschwerdegegnerin hat den Einkommensvergleich dergestalt 
vorgenommen, dass sie das Validen- und das Invalideneinkommen auf der 
Grundlage desselben Tabellenlohns gemäss LSE 2016, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level der LSE 2016, Frauen, Totalwert, Kompetenzniveau 
1 (Fr. 4‘363.--; Einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art), 
bestimmt hat (act. II 182 S. 1 f.).

5.4.1 Hinsichtlich des Valideneinkommens macht die Beschwerdeführerin 
geltend, auch wenn die Arbeitsaufgabe vorerst familiär bedingt gewesen 
sei, liege die Tatsache, dass sie aktuell nicht mehr (qualifiziert) arbeiten 
könne, in der gesundheitlichen Einschränkung begründet. Ohne gesund-
heitliche Einschränkungen wäre sie wieder in einer qualifizierten Tätigkeit 
im Rahmen der Administration/Informatik tätig (Beschwerde S. 4 f. Ziff. 3).

Nachdem die Beschwerdeführerin 1985 eine Lehre als ... und 1987 eine 
Lehre als … erfolgreich abgeschlossen hatte (act. II 9 S. 9), erwarb sie zwi-
schen Oktober 1990 und Juli 1991 berufsbegleitend ein ... (act. II 9 S. 5 f.) 
und war bis März 2003 bei der M.________ AG tätig, wo sie vorwiegend 
administrative Arbeiten ausführte (act. II 9 S. 3). Danach war sie bis März 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 17

2010 aus familiären, mithin invaliditätsfremden Gründen nicht erwerbstätig, 
was sie beschwerdeweise selbst bestätigt (Beschwerde S. 4 Ziff. 3). Nach 
der Wiederaufnahme ihrer Erwerbstätigkeit im Jahr 2010 hatte sie nie eine 
qualifizierte Tätigkeit im Rahmen der Administration/Informatik inne, son-
dern übte wenig qualifizierte Tätigkeiten aus. So arbeitete sie bei der 
N.________ AG (April bis Dezember 2010) und bei der O.________ AG 
(Januar bis Juli 2011) im ... bzw. als ... und bei der P.________ GmbH … 
im Zeitungsvertrieb (September 2016) sowie der Q.________ SA im ... (Ok-
tober 2016). Zudem gab die Beschwerdeführerin gegenüber der Ab-
klärungsfachperson an, ein ... (2013/2014) betrieben zu haben und im … 
(...; 2014) tätig gewesen zu sein (act. II 9 S. 2, act. II 11 S. 3, act. II 12, 
act. II 116 S. 2, act. II 118 S. 4).

Nach dem Dargelegten enthalten die Akten keine hinreichenden Anhalts-
punkte für die Annahme, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall 
in einer qualifizierten Tätigkeit im Rahmen der Administration/Informatik 
tätig wäre. Vielmehr ist aufgrund der Erwerbsbiographie nach der familiär 
bedingten Erwerbsaufgabe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. 
BGE 138 V 218 E. 6 S. 221; 144 V 427 E. 3.2 S. 430) davon auszugehen, 
dass die Beschwerdeführerin weiterhin einfache Tätigkeiten ausüben wür-
de. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Verwaltung 
für die Ermittlung des Valideneinkommens auf die LSE 2016, Total des 
Kompetenzniveaus 1, abgestellt hat.

5.4.2 Was die Festsetzung des Invalideneinkommens anbelangt, wird von 
der Beschwerdeführerin zu Recht nicht bestritten, dass dabei auf Hilfstätig-
keiten abzustellen ist (Beschwerde S. 5 Ziff. 4). Die Beschwerdeführerin hat 
keine Verweistätigkeit im zumutbaren Rahmen aufgenommen und mit Blick 
auf das medizinische Zumutbarkeitsprofil sind ihr körperlich leichte bis mit-
telschwere Tätigkeiten zumutbar (vgl. E. 3.5 hiervor), womit dem Invaliden-
einkommen praxisgemäss die Tabelle TA1 und der darin enthaltene Total-
wert zugrunde zu legen ist (vgl. Entscheid des BGer vom 11. Januar 2018, 
9C_621/2017, E. 2.3.1). Die Beschwerdeführerin fordert jedoch einen lei-
densbedingten Abzug vom Tabellenlohn wegen der Aufteilung der Arbeits-
zeit in zwei Blöcke und der zu berücksichtigenden Kriterien „einfache geis-
tige Arbeit, keine Verantwortung, eingeschränkte Konfliktfähigkeit, kein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 18

Zeitdruck, Erholungsmöglichkeit, eingeschränkte körperliche Belastbarkeit 
etc.“ (vgl. Beschwerde. S. 5 f. Ziff. 4).

Ein Abzug vom Tabellenlohn ist nicht geboten. Bei Zumutbarkeit von leich-
ten und mittelschweren Tätigkeiten ist grundsätzlich auch bei einge-
schränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, weil der Ta-
bellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl solcher Tätigkeiten 
umfasst (vgl. Entscheid des BGer vom 30. Mai 2011, 9C_187/2011, 
E. 4.2.1). Den behinderungsbedingten Einschränkungen (act. II 175.1 S. 7) 
trägt vorliegend das medizinisch-theoretische Zumutbarkeitsprofil mit einer 
Minderung der Arbeitsfähigkeit von 30 % (act. II 175.1 S. 8) genügend 
Rechnung. Nach ständiger Rechtsprechung können gesundheitliche Ein-
schränkungen, die bereits bei der Beurteilung des medizinischen Zumut-
barkeitsprofils enthalten sind, nicht zusätzlich in die Bemessung des lei-
densbedingten Abzuges einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung 
desselben Gesichtspunktes führen (Entscheid des BGer vom 18. Januar 
2018, 8C_552/2017, E. 5.3.1). Die Teilzeittätigkeit rechtfertigt ebenfalls 
keinen Abzug, da bei teilzeitlich angestellten Frauen das Kriterium des re-
duzierten Beschäftigungsgrades von vornherein kaum ins Gewicht fällt 
(Entscheid des BGer vom 30. November 2012, 8C_712/2012, E. 4.2.2). 
Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass das hier massgebliche Zumutbar-
keitsprofil (vgl. E. 3.4 hiervor) nicht derart eng formuliert ist, dass eine ent-
sprechende Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich wäre, dass 
sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur 
unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Ar-
beitgebers möglich wäre (vgl. SVR 2011 IV Nr. 6 S. 18 E. 4.2.4, 2008 IV Nr. 
62 S. 205 E. 5.2).

5.5 Es resultiert damit ein Invaliditätsgrad von 30 %, da der Invaliditäts-
grad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (hier 30 %; vgl. E. 3.5 hiervor) unter 
Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (hier 0 %) entspricht, 
wenn Validen- und Invalideneinkommen aufgrund des gleichen Tabellen-
lohns bestimmt werden (SVR 2018 UV Nr. 29 S. 103 E. 5.2). Folglich be-
steht kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 2.2 hiervor). Die 
angefochtene Verfügung vom 13. März 2019 (act. II 182) ist damit nicht zu 
beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 19

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Zufolge der mit Verfügung vom 
3. Juni 2019 bewilligten unentgeltlichen Rechtspflege ist die Beschwerde-
führerin jedoch – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 
VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. 
Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht der Verfahrens-
kosten befreit.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

6.3 Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiord-
nung von Rechtsanwalt D.________ bleibt dessen amtliches Honorar fest-
zulegen.

Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Stundenansatz amtli-
cher Anwältinnen und Anwälte gemeinnützig tätiger Rechtsberatungsstellen 
unter Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 135 I 1 
E. 7.3 S. 3; SVR 2010 IV Nr. 3 S. 6 E. 5.4) auf Fr. 130.-- festgesetzt. Dieser 
allgemeingültige pauschalisierte Stundenansatz wird im konkreten Fall mit 
dem gebotenen Aufwand multipliziert (vgl. Rundschreiben der Sozialversi-
cherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung für französischsprachige 
Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Dezember 
2009, abrufbar unter www.justice.be.ch).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 20

Mit Kostennote vom 11. Juni 2019 macht Rechtsanwalt D.________ einen 
Aufwand von 6.4 Stunden sowie Auslagen von Fr. 77.20 geltend, was nicht 
zu beanstanden ist. Dementsprechend wird das amtliche Honorar auf 
Fr. 832.-- (6.4 Stunden x Fr. 130.--), zuzüglich Auslagen von Fr. 77.20 so-
wie die Mehrwertsteuer von Fr. 70.-- (7.7 % auf Fr. 909.20), somit total auf 
Fr. 979.20 festgesetzt und Rechtsanwalt D.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse vergütet. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Rechtsanwalt D.________ wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 979.20 festgesetzte Ent-
schädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2019, IV/19/284, Seite 21

5. Zu eröffnen (R):
- C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.