# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ec2da66-d583-54ba-bab7-9252e7087389
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-05-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.05.2014 D-2207/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2207-2014_2014-05-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-2207/2014/was 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 .  M a i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Hans Schürch, 

mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;   

Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Sri Lanka, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz 

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des BFM vom 3. April 2014 / N (…). 

 

 

D-2207/2014 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 18. Februar 2014 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass er am 3. und 4. März 2014 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

(EVZ) (…) summarisch zu seinem Gesuch befragt wurde, wobei ihm das 

rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung nach Schweden ge-

stützt auf das Dublin-Abkommen gewährt wurde, 

dass das BFM mit Verfügung vom 3. April 2014 – eröffnet am 16. April 

2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG, (SR 142.31) auf 

das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Schweden anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass es zudem verfügte, der Beschwerdeführer werde zur Sicherstellung 

des Vollzugs während höchstens 30 Tagen in Ausschaffungshaft genom-

men, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe an das Bundesverwaltungsge-

richt vom 24. April 2014 (Poststempel) gegen diesen Entscheid Be-

schwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzu-

heben, die Flüchtlingseigenschaft sei anzuerkennen und es sei Asyl zu 

gewähren, auch sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung un-

zulässig, unzumutbar und unmöglich sei, und es sei die vorläufige Auf-

nahme anzuordnen, 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der vollumfängli-

chen unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung ei-

nes Kostenvorschusses sowie eventualiter um Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung ersucht wurde, 

dass ausserdem beantragt wurde, die zuständige Behörde sei vorsorglich 

anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder 

Herkunftsstaats sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unter-

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lassen, und bei bereits erfolgter Datenweitergabe sei darüber in einer se-

paraten Verfügung zu informieren, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 29. April 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – un-

ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 

Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 

eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch 

zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 

von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Er-

messens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 

AsylG), 

dass die Frage der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Ge-

währung von Asyl nicht Gegenstand des angefochtenen Nichteintretens-

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entscheides und damit auch nicht des vorliegenden Verfahrens bildet, 

weshalb auf die entsprechenden Beschwerdeanträge nicht einzutreten 

ist, 

dass auch auf das Begehren, es sei die vorläufige Aufnahme anzuord-

nen, nicht einzutreten ist, da im Rahmen des Dublin-Verfahrens im Sinne 

von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG systembedingt kein Raum bleibt für Er-

satzmassnahmen im Sinne von Art. 44 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1-4 AuG 

(SR 142.20), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass seit dem 1. Januar 2014 in allen Staaten der Europäischen Union 

die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 

Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines von einem 

Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestell-

ten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO) an-

wendbar ist (Art. 49 Abs. 2 Dublin-III-VO),  

dass im Notenaustausch vom 14. August 2013 zwischen der Schweiz und 

der Europäischen Union betreffend die Übernahme der Dublin-III-VO 

(Weiterentwicklung des Dublin/Eurodac-Besitzstands) der Bundesrat der 

Europäischen Union mitteilte, dass die Schweiz den Inhalt dieses 

Rechtsakts akzeptiere und in ihre innerstaatliche Rechtsordnung umset-

zen werde, und mit Bundesratsbeschluss vom 18. Dezember 2013 fest-

gehalten wurde, die Dublin-III-VO werde ab dem 1. Januar 2014 vor-

läufig angewendet, mit Ausnahme von Art. 18 Abs. 2, Art. 27 Abs. 3 und 

Art. 28 Dublin-III-VO, 

dass gestützt auf das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 

2004 (DAA, SR 0.142.392.68) folglich in der Schweiz ab dem 1. Januar 

2014 grundsätzlich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt,  

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem ein-

zigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im 

Kapitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

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dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in 

den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentli-

che Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, welche die Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000; 

nachfolgend EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Re-

geln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt 

werden kann, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sogenanntes 

Selbsteintrittsrecht), wobei diese Bestimmung nicht direkt anwendbar ist, 

sondern nur in Verbindung mit einer anderen Norm des nationalen oder 

internationalen Rechts angerufen werden kann (vgl. BVGE 2010/45 E. 5), 

dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, 

SR 142.311) vorsieht, dass das BFM aus humanitären Gründen ein Ge-

such behandeln kann, auch wenn nach den Kriterien des Dublin-

Abkommens ein anderer Staat zuständig ist, wobei diese Bestimmung 

der Behörde einen gewissen Ermessensspielraum lässt und restriktiv 

auszulegen ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 4.1 und 8.1 m.w.H.),  

dass hingegen bei drohendem Verstoss gegen Normen des Völkerrechts, 

wie insbesondere das flüchtlingsrechtliche Refoulement-Verbot nach 

Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), die menschenrechtlichen Garantien der 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrech-

te und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), der Internationale Pakt über 

bürgerliche und politische Rechte (UNO-Pakt II, SR 0.103.2) oder das 

Übereinkommen vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-

same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 

SR 0.105), ein einklagbarer Anspruch auf Ausübung des Selbsteintritts-

rechts besteht (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; CHRISTIAN FILZWIESER /  

http://links.weblaw.ch/BVGE-2010/45
http://links.weblaw.ch/BVGE-2011/9
http://links.weblaw.ch/BVGE-2010/45

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ANDREA SPRUNG, Dublin II-Verordnung: Das Europäische Asylzuständig-

keitssystem, 3. Aufl., Wien und Graz 2012, Art. 3 K8 K11 S. 74), 

dass der nach Dublin-III-VO zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, ei-

nen Antragsteller, dessen Antrag abgelehnt worden ist und der in einem 

anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder sich im Hoheitsgebiet 

eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massga-

be der Art. 23, 24, 25 und 29 Dublin-III-VO aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 

Bst. d Dublin-III-VO), 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der Eu-

rodac-Datenbank ergab, dass dieser am 27. November 2007 in Schwe-

den ein Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass das BFM die schwedischen Behörden am 17. März 2014 um Wie-

deraufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

Dublin-III-VO ersuchte, 

dass die schwedischen Behörden diesem Gesuch am 25. März 2014 zu-

stimmten, 

dass der Beschwerdeführer den vorgängigen Aufenthalt in Schweden 

nicht bestreitet und in der Beschwerde auch keine konkreten Einwände 

gegen die Zuständigkeit dieses Mitgliedstaates vorbringt, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Schwedens somit gegeben ist, 

dass die Überstellungsfrist nach Schweden – vorbehältlich einer allfälli-

gen Unterbrechung oder Verlängerung (Art. 29 Dublin-III-VO) – bis spä-

testens am 25. September 2014 läuft, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Beschwerde im We-

sentlichen vorbringt, der Dolmetscher im schwedischen Asylverfahren 

habe seine Aussagen an die sri-lankische Regierung übermittelt, 

dass er zudem rügt, das BFM habe seinen Fall materiell nicht geprüft und 

er habe in der Schweiz keine angemessene Behandlung für seine rheu-

matoide Arthritis erhalten, 

dass mit Blick auf die Aktenlage festzustellen ist, dass der Beschwerde-

führer in Schweden ein ordentliches Asylverfahren durchlaufen und nach 

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dessen negativen Ausgang weitere Verfahren (Revisions- und allenfalls 

auch Wiedererwägungsverfahren) angestrengt hat, 

dass Schweden Signatarstaat der EMRK, der des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der des 

Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 

(FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 

1967 (SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen 

Verpflichtungen vermutungsweise nachkommt, 

dass es dem Beschwerdeführer vorliegend nicht gelingt, diese Vermutung 

umzustossen, zumal er nicht konkret und glaubhaft darzutun vermag, 

dass sein Asylgesuch in Schweden nicht korrekt und fair geprüft worden 

wäre, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Schweden werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in Schweden eine 

adäquate medizinische Behandlung in einem Universitätsspital erhalten 

hat, welche zu einer Verbesserung seines Gesundheitszustands geführt 

hat, 

dass davon auszugehen ist, er werde bei einer Rückkehr nach Schweden 

dort erneut die erforderliche medizinische Behandlung erhalten,  

dass die schweizerischen Vollzugsbehörden den medizinischen Umstän-

den bei der Bestimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung des 

Beschwerdeführers Rechnung zu tragen und die schwedischen Behörden 

vorgängig in geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen Um-

stände zu informieren haben (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Er-

messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt, und an dieser Stelle fest-

zuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht 

einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. 

auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

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dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre-

ten ist (und folglich sein Asylgesuch nicht materiell geprüft hat) und – weil 

der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder 

Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Schweden angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von 

Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensent-

scheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 

E. 10 S. 645),  

dass die Beschwerde nach dem Gesagten abzuweisen ist, soweit darauf 

einzutreten ist, 

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem, direktem Urteil abge-

schlossen ist, weshalb sich die Anträge auf Gewährung der aufschieben-

den Wirkung, Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und 

Erlass vorsorglicher Massnahmen im Zusammenhang mit einer allfälligen 

Datenweitergabe als gegenstandslos erweisen, 

dass den Akten im Übrigen keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Da-

tenweitergabe an den Heimatstaat des Beschwerdeführers zu entnehmen 

sind, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der voll-

umfänglichen unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Be-

gehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aus-

sichtlos zu bezeichnen waren und die Voraussetzungen von Art. 65 

Abs. 1 VwVG sowie Art. 110a Abs. 2 AsylG damit nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.–

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der vollumfänglichen unentgeltlichen 

Rechtspflege wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut 

 

 

Versand: