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**Case Identifier:** 80e1b269-b50f-568f-b066-552610bf610b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 15.11.2017 810 16 361
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-361_2017-11-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 15. November 2017 (810 16 361) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Regelung des Besuchsrechts / Beistandschaft 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Christian  

Haidlauf, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Beat Walther,  
Gerichtsschreiberin Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Regelung des Besuchsrechts vom 12. Dezember 2016 bis 31. Januar 

2017 / Beistandschaft  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
6. Dezember 2016) 

 
 
 

 

A. Mit Urteil des Bezirksgerichts D.____ vom 10. Januar 2012 wurde die Ehe von A.____ 
und C.____ geschieden. Die alleinige Sorge und Obhut über die gemeinsamen Kinder E.____ 

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(geb. 2006), F.____ (geb. 2004) und G.____ (geb. 2001) wurde A.____ zugeteilt und C.____ 
wurde ein Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt. Gleichzeitig wurde die im Eheschutzurteil vom 
12. August 2008 für E.____ und F.____ errichtete Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 
Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907, welche der 
Sicherstellung des persönlichen Verkehrs dienen sollte, bestätigt. 
 
B. Am 16. Januar 2015 stellte die eingesetzte Beiständin der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde B.____ (KESB) den Antrag, es sei ihre Entlassung aus dem Amt zu prüfen. Sie 
begründete ihren Antrag mit den langjährigen heftigen Konflikten zwischen den Kindseltern. Die 
Ansichten der Kindseltern in Bezug auf die Besuchs- und Ferienplanung gingen diametral aus-
einander. Beide würden sich ungerecht behandelt fühlen und seien nicht fähig, einen konstruk-
tiven Umgang zugunsten der Kinder zu finden. 
 
C. Mit Entscheid vom 6. September 2016 hob die KESB die Erziehungsbeistandschaft über 
F.____ und E.____ rückwirkend per 1. Januar 2016 auf und entliess die Beiständin aus ihrem 
Amt.  
 
D. Mit Entscheid vom 6. Dezember 2016 regelte die KESB das Besuchsrecht von C.____ 
sowie von F.____ und von E.____ für die Zeit vom 12. Dezember 2016 bis 31. Januar 2017 
(Ziff. 1), verfügte die Nachholung des Besuchstags vom 29. Oktober 2016 am 16. Dezember 
2016 (Ziff. 2) sowie des Besuchswochenendes vom 17. September 2016 bis 18. September 
2016 am 28. Dezember 2016 bis 29. Dezember 2016 (Ziff. 3). Weiter wurde für F.____ und 
E.____ rückwirkend per 1. Dezember 2016 eine Erziehungsbeistandschaft errichtet (Ziff. 5) und 
als Beistand H.____ ernannt (Ziff. 6). Dem Beistand wurden folgende Aufgaben übertragen: a) 
den Eltern bei der Sorge von E.____ und F.____ mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, b) als 
Vermittler die Kommunikation zwischen E.____ und F.____ und ihren Eltern sicherzustellen, c) 
bei Konflikten zu vermitteln und zu helfen sowie d) das Besuchs- und Ferienrecht zwischen 
E.____, F.____ und dem Kindsvater zu überwachen und sicherzustellen (Ziff. 8). Der Beistand 
wurde insbesondere gebeten, a) Vorschläge bezüglich des Besuchsrechts zu erarbeiten und 
der KESB zu unterbreiten sowie b) nötigenfalls Antrag auf Anpassung der behördlichen Mass-
nahme an veränderte Verhältnisse zu stellen (Ziff. 9). Einer allfälligen Beschwerde gegen die-
sen Entscheid wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Ziff. 13). 
 
E. Gegen den Entscheid der KESB vom 6. Dezember 2016 erhob A.____ mit Eingabe vom 
7. Dezember 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Sie stellt den Antrag, es seien die verfügte Nachholübernachtung sowie 
der verfügte Kompensationstag aufzuheben; es seien keine Nachhol- oder Vorholtage mehr 
anzuordnen, vielmehr sei anzuordnen, dass bei Uneinigkeit betreffend des Besuchsrecht der 
obhutsberechtigte Elternteil entscheiden solle und dass die Kinder im Falle von Nachmittagsun-
terricht am Montag bei der Kindsmutter das Mittagessen einnehmen sollen; ferner sei die Er-
richtung der Beistandschaft aufzuheben und die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. 
 
F. Anlässlich der Vorverhandlungen am 11. Januar 2017 und am 7. Juni 2017 konnte zwi-
schen den Parteien keine einvernehmliche Lösung getroffen werden. 

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G. Die KESB liess sich am 13. Juli 2017 vernehmen und schliesst auf kostenfällige Abwei-
sung der Beschwerde vom 7. Dezember 2016, sofern darauf einzutreten sei. Der Beschwerde-
gegner reichte innert der gesetzten Frist keine Vernehmlassung ein. 
 
H. Mit Verfügung vom 7.  August 2017 wurde das Gesuch der Beschwerdeführerin um un-
entgeltliche Prozessführung abgewiesen. 
 
I. Am 16. August 2017 erhob die Beschwerdeführerin Einsprache gegen die Verfügung 
vom 7. August 2017 und reichte eine Replik ein. 
 
J. Mit Verfügung vom 14. September 2017 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen und eine Urteilsberatung unter Ausschluss der Parteien vorgesehen. 
 
K. Der Beistand reichte mit Eingabe vom 18. September 2017 einen kurzen Bericht über 
die aktuelle Situation betreffend Ausübung des Besuchsrechts ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent-
scheide der Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zu-
ständiges Gericht im Sinne dieser Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich vorab nach Art. 450 ff. 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die 
am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent-
scheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als Verfahrensbeteiligte ohne weiteres zur 
Beschwerde legitimiert. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die 
Beschwerde vorbehältlich der nachfolgenden Erwägung einzutreten. 
 
1.2 Die Beschwerdeführerin beantragt, die Anordnungen der Nachholübernachtung vom 
28. Dezember 2016 und des Kompensationstags vom 16. Dezember 2016 seien aufzuheben. 
Dieser Antrag erweist sich infolge Zeitablaufs ebenso wie mit Blick auf den rechtskräftigen Ent-
scheid der KESB vom 22. Dezember 2016, in welchem festgestellt wurde, dass zurzeit keine 
Nachholtage mehr bestünden (Ziff. 4), als gegenstandslos. Im Weiteren beantragt die Be-
schwerdeführerin, es sei anzuordnen, dass bei Uneinigkeit zwischen den Kindseltern der ob-
hutsberechtigte Elternteil über die Besuchstage und deren Modalitäten zu entscheiden habe 
und dass die Kinder bei der Beschwerdeführerin das Mittagessen einnehmen sollen, wenn sie 
am Montagnachmittag Schule hätten. Hierzu ist festzustellen, dass diese Begehren neue, in der 
angefochtenen Verfügung nicht geregelte Fragen aufwerfen, welche über den Streitgegenstand 
hinausgehen und deshalb unzulässig sind (BGE 131 II 200 E. 3.2 mit Hinweisen). Der ange-

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fochtene Entscheid regelt das Besuchsrecht des Beschwerdegegners vom 12. Dezember 2016 
bis 31. Januar 2017, die Nachholung von Besuchstagen sowie die Errichtung einer Erziehungs-
beistandschaft. Die vorstehend erwähnten Begehren der Beschwerdeführerin bilden demge-
genüber nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids. Sie liegen somit ausserhalb des 
(möglichen) Streitgegenstands des vorliegenden Verfahrens, weshalb darauf nicht einzutreten 
ist.  
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Streitgegenstand bildet in der Hauptsache die Frage, ob die KESB mit Entscheid vom 
6. Dezember 2016 zu Recht rückwirkend per 1. Dezember 2016 einen Erziehungsbeistand für 
E.____ und F.____ eingesetzt hat. 
 
3.1 Wo die Verhältnisse es erfordern, ernennt die Kindesschutzbehörde dem Kind einen 
Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt (Art. 308 Abs. 1 
ZGB). Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB setzt voraus, 
dass die Entwicklung des Kindes gefährdet ist (BGE 108 II 372 E. 1) und dieser Gefahr nicht 
durch die Eltern bzw. durch weniger einschneidende Massnahmen gemäss Art. 307 ZGB be-
gegnet werden kann. Gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB kann die Kindesschutzbehörde dem Bei-
stand besondere Befugnisse übertragen, namentlich die Vertretung des Kindes bei der Wah-
rung seines Unterhaltsanspruchs und anderer Rechte und die Überwachung des persönlichen 
Verkehrs. Werden dem Beistand besondere Befugnisse übertragen, ist der Inhalt des Auftrags 
von der anordnenden Stelle präzise festzulegen (BGE 118 II 242 E. 2.d). Als besondere Befug-
nis kann dem Beistand die Überwachung des persönlichen Verkehrs übertragen werden. Die 
Besuchsrechtsüberwachung bzw. die Begleitung oder Beratung bezüglich sonstiger Kontakte ist 
anzuordnen, wo erhebliche, das Kindeswohl gefährdende Auseinandersetzungen im Umfeld 
des Besuchsrechts zu befürchten sind. Der Beistand hat im Rahmen der gerichtlich oder be-
hördlich verbindlich festgelegten Besuchsordnung die für einen reibungslosen Verlauf der ein-
zelnen Besuche nötigen Modalitäten so festzusetzen, dass Spannungen abgebaut, negative 
Beeinflussungen vermieden und die Beteiligten bei Problemen beraten werden; eine gewisse 
Flexibilität aller Beteiligten ist für den Erfolg notwendig (PETER BREITSCHMID, in: 
Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, 5. Auflage, Basel 2014, N 4 
zu Art. 308, m.w.H.). Eine Besuchsrechtsbeistandschaft ist hingegen nicht schon dort anzuord-
nen, wo sie der blossen Bequemlichkeit zerstrittener Eltern dient, die hoffen, so jeglichen Kon-
takt untereinander meiden zu können, da ansonsten Behörden und Beistände überfordert wür-
den (BREITSCHMID, a.a.O., Art. 308 N 17). 
 
3.2 In Art. 389 ZGB unterstellt der Gesetzgeber alle behördlichen Massnahmen des Er-
wachsenenschutzes den beiden Maximen der Subsidiarität und der Verhältnismässigkeit. Sieht 
man von einer Massnahme ab, dürfen durchaus auch gewisse Risiken in Kauf genommen wer-
den. Eine maximale Absicherung widerspricht dem Selbstbestimmungsrecht der betroffenen 

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Personen. D.h. Massnahmen dürfen nicht auf Vorrat angeordnet werden. Zudem kommen nur 
Massnahmen in Frage, die verhältnismässig und geeignet sind (Abs. 2; BGE 140 III 49 
E. 4.3.2). Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit begrenzt zudem auch die Dauer einer Mass-
nahme. Die Beistandschaft ist aufzuheben oder zu ersetzen, sobald für die Fortdauer kein 
Grund mehr besteht (Art. 313 Abs. 1 ZGB). Entsprechend schreibt Art. 313 Abs. 1 ZGB in Be-
achtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes vor, dass Kindesschutzmassnahmen bei Ver-
änderung der massgeblichen Umstände der neuen Lage anzupassen sind. Sie können durch 
griffigere ersetzt werden, oder bei günstiger Entwicklung stufenweise abgebaut werden. 
Schliesslich sind Massnahmen grundsätzlich vollständig aufzuheben, wenn der mit ihnen ver-
folgte Zweck erreicht wurde, oder wenn sich die Verhältnisse nicht wie angenommen entwickelt 
haben (BREITSCHMID, a.a.O., N 1 zu Art. 313). 
 
4.1 Zur Begründung ihres Entscheids führt die KESB in ihrer Vernehmlassung vom 13. Juli 
2017 insbesondere an, dass die Eltern bei der Kommunikation und der Ausarbeitung eines Be-
suchsplans Unterstützung bräuchten, da sie sich häufig uneinig seien.  
 
4.2 Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, dass die Voraussetzungen für eine 
Erziehungsbeistandschaft nicht erfüllt seien. Ihre Kinder seien keine Kleinkinder mehr und in-
zwischen alt genug, um die Besuchspläne mit dem Vater selbst zu organisieren. Es finde ein 
regelmässiges Besuchs- und Ferienrecht statt. Im Übrigen würden weder sie noch ihre Kinder 
einen Beistand wollen. Der Beistand verursache nur hohe Kosten und sei eine Last für sie. 
Schliesslich fänden mit einem Beistand auch nicht weniger Anhörungen durch die KESB statt 
als ohne Beistand. 
 
4.3 In der Scheidungsvereinbarung vom 16. Dezember 2012, welche integrierender Be-
standteil des Scheidungsurteils vom 10. Januar 2012 bildet, haben sich die Kindseltern über ein 
grundlegendes Besuchs- und Ferienrecht des Beschwerdegegners geeinigt (zwei Tage in der 
Woche und zwei Übernachtungen im Monat und Ferienzeit vom 26.  Dezember bis zum 
28. Dezember, vom 1. Januar bis zum 2. Januar, Ostern, Auffahrt, die zwei Osterferienwochen 
sowie die zwei ersten Sommerferienwochen). Die detaillierte Planung sollten die Eltern jeweils 
im Voraus gemeinsam festlegen. Aufgrund häufiger Uneinigkeiten und Konflikte zwischen den 
Kindseltern hat die KESB jedoch diese Aufgabe übernommen und verfügt mittlerweile in regel-
mässigen Abständen unter Einbezug der Eltern und der beiden Kinder die genaue (zeitlich be-
fristete) Besuchsplanung (vgl. Entscheide der KESB vom 19. Februar 2015, vom 3. November 
2015 [Rektifikat vom 16. November 2015], vom 22. April 2016, vom 24. Mai 2016, vom 6. Sep-
tember 2016, vom 30. September 2016, vom 17. November 2016 und vom 6. Dezember 2016). 
Der KESB kann dabei zugestimmt werden, dass eine solche umfassende Besuchsrechtsbe-
treuung einen grossen administrativen Aufwand generiert. Dieser von der KESB angeführte 
Grund darf hingegen nicht ausschlaggebend sein für die Errichtung einer Erziehungsbeistand-
schaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Vielmehr soll eine solche Beistandschaft grundsätz-
lich die betroffenen Kinder und ihre Interessen in einer konfliktreichen familiären Umgebung 
unterstützen. Ob auch dies für die Errichtung der Beistandschaft massgebend war, geht aus 
dem Entscheid nicht hervor.  
 

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4.4 Ob und allenfalls welche Gründe vorliegend für die Errichtung der Beistandschaft hinge-
gen entscheidend waren, geht aus den Akten nicht deutlich hervor, zumal sich die familiäre Si-
tuation im Vorfeld des angefochtenen Entscheids weder in positiver noch negativer Hinsicht 
geändert hatte. Es sind auch keine neuen Umstände auszumachen, welche die plötzliche (er-
neute) Errichtung einer Beistandschaft erklären könnten. Die KESB führt hingegen in ihrem 
Entscheid vom 6. Dezember 2016 aus, dass die Kindseltern sich bezüglich der genauen Aus-
gestaltung des Besuchsrechts zwischen F.____, E.____ und dem Beschwerdegegner immer 
wieder uneinig seien und den direkten Kontakt zueinander meiden würden, weshalb die Errich-
tung einer Beistandschaft gerechtfertigt sei. Dem entgegnet die Beschwerdeführerin in ihrer 
Beschwerde jedoch, dass ein regelmässiges Besuchs- und Ferienrecht zwischen den Kindern 
und ihrem Vater stattfinde. Der Beistand hält in seinem Bericht vom 18. September 2017 fest, 
dass er mit der Beschwerdeführerin – mit Ausnahme eines Telefonats – keinen Kontakt gehabt 
habe. Mit dem Kindsvater habe er sich hingegen getroffen. Aufgrund seiner punktuellen und 
einseitigen Einblicke, insbesondere aufgrund der Weigerungshaltung der Beschwerdeführerin, 
sei er bereits in seinem Bericht vom Januar 2017 zum Schluss gekommen, dass eine aktive 
Beistandschaft nicht möglich sei. Ferner führt der Beistand aus, dass die Besuchssituation ent-
spannt verlaufe, da der Beschwerdegegner zurzeit nicht berufstätig und zu Hause sei, was ihm 
eine flexible Handhabung der Besuchstermine ermögliche. Der Beschwerdegegner führte hin-
gegen anlässlich der Vorverhandlung vom 11. Januar 2017 aus, dass er zwar aufgrund seiner 
Arbeitslosigkeit flexibel sei, ohne eine Beistandschaft bzw. Unterstützung seiner Anliegen könne 
er seine Kinder aber nicht sehen. Unterdessen ist der Beschwerdeführer jedoch wieder berufs-
tätig und seit Ende Oktober 2017 als Eishockeytrainer tätig. Diese wesentliche Änderung der 
Verhältnisse wird sich unweigerlich auf die Besuchsrechtssituation auswirken und den Be-
schwerdegegner in seiner Flexibilität deutlich einschränken. 
 
4.5 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass der entscheidrelevante Sach-
verhalt bereits zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids nicht eindeutig war 
(vgl. Bericht des Beistands vom Januar 2017) und sich seither wesentliche Tatsachen, insbe-
sondere die berufliche Situation des Beschwerdegegners, geändert haben. Diese Umstände 
stehen einer sachgerechten gerichtlichen Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit entge-
gen, weshalb sich eine ergänzende Sachverhaltsabklärung durch die KESB sowie eine umfas-
sende Neubeurteilung der Streitsache aufdrängen. Im Rahmen ihrer Neubeurteilung hat die 
KESB insbesondere zu prüfen, ob die Errichtung einer Beistandschaft angezeigt ist. Kommt die 
KESB zum Schluss, an einer Beistandschaft festzuhalten, so sind die Zuständigkeiten zwischen 
der KESB und der Beistandsperson klar festzulegen und auseinanderzuhalten. In diesem Fall 
hätte der Beistand die Besuche zu koordinieren und die KESB lediglich grundlegende Entschei-
de zu fällen, zu welchen auch die Frage der zukünftigen Handhabung von Besuchsausfällen 
gehört. Es kann nicht Aufgabe der KESB sein, alle drei bis vier Monate neue Besuchspläne mit 
Nach- und Vorholtagen zu verfügen und vorgängig jeweils Stellungnahmen von allen Beteiligten 
einzuholen. Auf eine solch umfangreiche Fallbetreuung sind die Kapazitäten der KESB nicht 
ausgerichtet. Gestützt auf das Scheidungsurteil oder auf eine neu durch die KESB festgelegte 
Besuchsordnung hat der Beistand die detaillierte Besuchsplanung und Fragen zu Nach- und 
Vorholtagen unter Einbezug der Eltern und Kinder zu regeln. In diesem Zusammenhang ist 
festzustellen, dass es in erster Linie in der Verantwortung der Eltern liegt, das Besuchs- und 

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Ferienrecht für die gemeinsamen Kinder zu ermöglichen (vgl. auch Scheidungsvereinbarung 
vom 16. Dezember 2012). Die Beschwerde ist dementsprechend insoweit gutzuheissen und die 
KESB anzuweisen, die vorliegende Angelegenheit im vorgenannten Sinn neu zu beurteilen und 
neu zu entscheiden.  
 
4.6 Bei dieser Sachlage ist auf die weiteren formellen und materiellen Rügen der Beschwer-
deführerin nicht weiter einzugehen. Ebenfalls wird das Einspracheverfahren betreffend die Fra-
ge der unentgeltlichen Prozessführung mit dem Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos 
und kann dementsprechend abgeschrieben werden. 
 
5. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Den Vorinstanzen wer-
den keine Verfahrenskosten auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Demzufolge werden im vorliegenden 
Verfahren keine Kosten erhoben. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (VPO § 21 Abs. 1) 
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid der Vorinstanz vom 

6. Dezember 2016 aufgehoben und die Angelegenheit zur Neu-
beurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen, 
soweit darauf eingetreten wird und die Beschwerde nicht gegenstandslos 
geworden ist. 

   
 2. Das Einspracheverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abge-

schrieben. 
   
 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin