# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36b69784-1732-5e73-832d-eb42c6ec3154
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.12.2025 E-4424/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4424-2025_2025-12-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-4424/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Roswitha Petry (Vorsitz), 

Richter Simon Thurnheer, Richter William Waeber,    

Gerichtsschreiberin Mara Urbani. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 11. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

E-4424/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 18. März 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach und gab auf dem Personalienblatt an, am (…) geboren und damit 

minderjährig zu sein. Er reichte eine Fotografie seiner Tazkera zu den Ak-

ten, welche festhält, dass er zum Ausstellungszeitpunkt des Dokuments 

am (…) (im gregorianischen Kalender: […]) sieben Jahre alt gewesen sei.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) 

ergab, dass der Beschwerdeführer am (…) November 2024 in Griechen-

land daktyloskopisch erfasst wurde und am 25. November 2024 dort um 

Asyl nachgesucht hat. 

B.  

Am 21. März 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um 

Rückübernahme des Beschwerdeführers gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. De-

zember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitglied-

staaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (nachfol-

gend: EU-Rückführungsrichtlinie) sowie auf das bilaterale Abkommen vom 

28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Re-

gierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen 

mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729).  

C.  

Die griechischen Behörden stimmten dem Rückübernahmeersuchen am 

31. März 2025 zu und teilten dem SEM gleichzeitig mit, dass der Be-

schwerdeführer am 5. Februar 2025 als Flüchtling anerkannt worden sei 

und er über eine bis zum 4. Februar 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung 

verfüge. Er sei in Griechenland mit dem Geburtsdatum (…) und somit als 

Volljähriger registriert.  

D.  

Anlässlich der Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende 

(EB UMA) vom 4. April 2025 machte der Beschwerdeführer unter anderem 

geltend, (…) Jahre und (…) Monate alt zu sein. Er sei am (…) (gemäss 

gregorianischem Kalender: […]) geboren. Dies müsse gemäss dem euro-

päischen Kalender der (…) sein. Er kenne sein Geburtsdatum von seiner 

Tazkera. Er habe Afghanistan im (…) Monat 2020 als (…) oder (…) Jähri-

ger verlassen. Von 2020 bis im 8. Monat 2023 habe er in Iran gelebt. Als er 

aus Iran ausgereist sei, sei er (…) Jahre und (…) Monate alt gewesen. Auf 

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Seite 3 

die Frage nach seiner Registrierung in Griechenland gab er zu Protokoll, 

er habe sich dort als Volljährigen ausgegeben (recte: Minderjährigen, der 

(…) Monate nach seiner dortigen Einreise volljährig geworden wäre). Er 

habe den griechischen Behörden keine Identitätsdokumente abgegeben, 

da er von Anfang an gewusst habe, dass er nicht dort bleiben werde. Er 

habe nur die Dokumente abgewartet, damit er ausreisen könne. 

Anlässlich der EB UMA reichte der Beschwerdeführer einen Impfausweis, 

ein Schreiben von der Schule aus Iran sowie ein Aufenthaltsdokument aus 

der Türkei zu den Akten. 

Im Anschluss an die EB UMA wurden dem Beschwerdeführer medizinische 

Zusatzfragen zur Altersabklärung gestellt. 

E.  

Im Auftrag des SEM erstattete das B._______ (nachfolgend: B._______) 

am 14. April 2025 ein Gutachten zur Altersschätzung des Beschwerdefüh-

rers. Dieses hält fest, dass er mit an Sicherheit grenzender Wahrschein-

lichkeit das 18. Lebensjahr vollendet und die Volljährigkeit erreicht habe. 

Das Mindestalter betrage 19 Jahre und das von ihm angegebene Lebens-

alter von (…) Jahren und (…) Monaten sei mit den erhobenen Befunden 

nicht zu vereinbaren. 

F.  

Mit Schreiben vom 23. April 2025 gewährte das SEM dem Beschwerdefüh-

rer das rechtliche Gehör zum durchgeführten Altersgutachten und zur be-

absichtigten Anpassung seines Geburtsdatums im Zentralen Migrationsin-

formationssystem (ZEMIS) auf den (…), da er aufgrund der teilweise wi-

dersprüchlichen und nicht schlüssigen Aussagen anlässlich der EB UMA 

zu seinem Geburtsdatum sowie Alter, der fehlenden rechtsgenüglichen 

Identitätsdokumente, der abweichenden Angabe des Geburtsdatums in 

Griechenland sowie des Ergebnisses des Altersgutachtens seine Minder-

jährigkeit nicht habe glaubhaft machen können. Gleichzeitig wurde ihm das 

rechtliche Gehör zum geplanten Nichteintretensentscheid und zur Wegwei-

sung nach Griechenland gewährt. 

G.  

Am 25. April 2025 nahm der Beschwerdeführer schriftlich Stellung und hielt 

im Wesentlichen fest, er sei mit der beabsichtigten Anpassung seines Ge-

burtsdatums nicht einverstanden. Bei der Altersanpassung stütze sich das 

SEM lediglich auf ein Altersgutachten, welches keine verlässliche Aussage 

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Seite 4 

über die Volljährigkeit zulasse, und auf vermeintlich ungenügende Anga-

ben des Beschwerdeführers in der EB UMA. Er habe aber sowohl auf dem 

Personalienblatt als auch in der EB UMA immer den (…) als sein Geburts-

datum angegeben und wisse nicht, weshalb in der EB UMA stattdessen 

der (…) aufgeschrieben worden sei. Eine Wegweisung nach Griechenland 

würde für ihn eine schwere psychische Belastung darstellen, zumal er dort 

komplett auf sich alleine gestellt sei, kein Griechisch und kaum Englisch 

spreche. Der griechische Staat würde ihm keine Möglichkeit geben, die 

Sprache zu erlernen und danach Arbeit zu finden. Ausserdem leide er an 

Problemen mit seinen (…) und seinen (…) und würde seine gesundheitli-

chen Beschwerden gerne behandeln lassen. 

H.  

Am 30. April 2025 änderte das SEM das Geburtsdatum des Beschwerde-

führers im ZEMIS auf den (…) und versah es mit einem Bestreitungsver-

merk. 

I.  

Vom (…) wurde der Beschwerdeführer jeweils stationär in der Abteilung 

(…) des (…) behandelt. Am (…) Mai 2025 wurde bei ihm operativ eine (…) 

und eine (…) mit (…) durchgeführt. 

J.  

Mit Eingabe vom 6. Juni 2025 nahm der Beschwerdeführer Stellung zum 

Entscheidentwurf des SEM.  

K.  

Mit Verfügung vom 11. Juni 2025 – eröffnet gleichentags – trat das SEM in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylge-

such des Beschwerdeführers nicht ein (Dispositivziffer 1), stellte fest, sein 

Geburtsdatum sei im ZEMIS auf den (…) festgelegt und mit einem Bestrei-

tungsvermerk versehen worden (Dispositivziffer 2). Gleichzeitig ordnete es 

die Wegweisung aus der Schweiz (Dispositivziffer 3) sowie den Vollzug 

(Dispositivziffern 4–5) an und händigte die editionspflichtigen Akten aus 

(Dispositivziffer 6). 

L.  

Mit Eingabe vom 18. Juni 2025 erhob der Beschwerdeführer beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die vorinstanzliche Verfü-

gung sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf das Asylge-

such einzutreten und das Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen. Es 

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Seite 5 

sei die Unzulässigkeit respektive die Unzumutbarkeit der Wegweisung 

nach Griechenland festzustellen. Eventualiter sei der vorinstanzliche Ent-

scheid aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren Sachverhaltsabklä-

rungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Prozess-

führung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Aus-

serdem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren und 

der Vollzug der Wegweisung sei zu sistieren.  

Der Beschwerde legte er eine Fotografie seines Familienpasses sowie ei-

nen Operationsbericht des (…) vom 12. Mai 2025 bei.  

M.  

Mit Instruktionsverfügung vom 25. Juni 2025 forderte die Instruktionsrich-

terin den Beschwerdeführer zur Einreichung eines detaillierten ärztlichen 

Berichts und einer unterschriebenen Entbindungserklärung auf. Sie ver-

zichtete einstweilen auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und ver-

schob den Entscheid über die Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung auf einen späteren Zeitpunkt. Gleichzeitig hielt sie fest, dass der Be-

schwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukomme und 

diese von der Vorinstanz nicht entzogen worden sei, weshalb auf den An-

trag, es sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, nicht weiter einzugehen 

sei. 

N.  

Am 10. Juli 2025 reichte der Beschwerdeführer per E-Mail die unterschrie-

bene Entbindungserklärung sowie einen Austrittsbericht der (…) des (…) 

vom 30. Mai 2025 ein. Gleichentags reichte er dieselben Akten per Post 

ein. 

 

 

 

 

 

 

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Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht für Beschwer-

den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und entscheidet auf 

dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist als 

Verfügungsadressat zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 48 

VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten (Art. 105 und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 

VwVG).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.).  

3.2 Hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs 

hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb das 

Bundesverwaltungsgericht diese Punkte insoweit ohne Einschränkung 

prüft. 

4.  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz hält in ihrem Entscheid zunächst fest, der Beschwerde-

führer habe seine Minderjährigkeit nicht glaubhaft machen können. Die 

verschiedenen Aussagen anlässlich der EB UMA und die Angabe auf dem 

Personalienblatt ergäben kein klares Bild zu seinem tatsächlichen 

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Seite 7 

Geburtsdatum. Auch die Tazkera gebe kein konkretes Geburtsdatum an, 

sondern lediglich ein Ausstellungsdatum und das Alter zum Zeitpunkt der 

Ausstellung. In Griechenland habe er gemäss seinen Aussagen mit Absicht 

keine Identitätsdokumente abgegeben und sich mit dem Geburtsdatum 

(…) registrieren lassen. Somit setze er bewusst unterschiedliche Altersan-

gaben bei Behörden ein, um seine Ziele zu erreichen. Die medizinische 

Altersabklärung habe ergeben, dass sein angegebenes Lebensalter mit 

den erhobenen Befunden nicht zu vereinbaren sei und von einem Mindest-

alter von 19 Jahren ausgegangen werde. Das forensische Gutachten sei 

somit ein starkes Indiz für die Volljährigkeit. Seinen Ausführungen könne 

nicht entnommen werden, dass er sich nach Gewährung des Schutzes da-

rum bemüht habe, von den Behörden Unterstützung zu erhalten. Er könne 

sich nach seiner Rückkehr nach Griechenland in zumutbarer Weise darum 

bemühen, in die vor Ort vorhandenen Unterstützungsprogramme aufge-

nommen zu werden. Seine gesundheitlichen Beschwerden (…) stünden 

einer Rückkehr nach Griechenland ebenfalls nicht entgegen. Die (…) und 

(…) seien behandelt worden, ein (…) worden und Behandlungen mit Anti-

biotika seien abgeschlossen. Griechenland verfüge sodann über eine aus-

reichende medizinische Infrastruktur und er habe nicht geltend gemacht, 

sich nach Erhalt des Schutzstatus dort vergeblich um medizinische Be-

handlung bemüht zu haben. Es sei ihm nicht gelungen, die Regelvermu-

tung, wonach der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland zulässig 

und zumutbar sei, umzustossen. 

5.2 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerdeschrift im Wesent-

lichen geltend, er habe seine Minderjährigkeit glaubhaft gemacht. Das ur-

sprünglich genannte Geburtsdatum (…) weiche nur marginal ab vom spä-

ter genannten Geburtsdatum ([…] bzw. […]). Die unterschiedlichen Anga-

ben resultierten aus seinen fehlenden Kenntnissen über die Kalenderum-

rechnung und aus den psychisch belastenden Umständen im Rahmen der 

EB UMA. Seine Angabe, (…) Jahre und (…) Monate alt zu sein, spreche 

für die Korrektheit des vermerkten Geburtsdatums, dem (…). Auch die Dif-

ferenz des angegebenen Alters von (…) Jahren und (…) Monaten und dem 

errechneten Alter von (…) Jahren und (…) Monaten zum Zeitpunkt der Aus-

reise aus Iran sei marginal. Weshalb er gegenüber den griechischen Be-

hörden angegeben habe, im Jahr (…) geboren zu sein, habe er transparent 

und nachvollziehbar erklärt. Die eingereichten Dokumente (Tazkera, Impf-

ausweis, Schuldokument und Aufenthaltsdokument aus der Türkei, Fami-

lienpass) bestätigten übereinstimmend das Geburtsjahr (…). Aufgrund der 

schlechten Internetverbindung in Afghanistan habe sein Onkel ihm den Fa-

milienpass erst jetzt schicken können. Die medizinische Altersschätzung 

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stelle kein zuverlässiges Mittel zur Feststellung der Volljährigkeit dar und 

könne somit nicht die tragende Grundlage für eine nachteilige Altersfest-

stellung bilden. Seine psychische Verfassung habe sich gravierend und 

konstant verschlechtert. Aufgrund von regelmässigen Angstzuständen 

könne er nicht mehr ruhig schlafen. Er erleide Albträume und wache jede 

Nacht mindestens zweimal auf. Eine psychiatrisch-psychologische Be-

handlung durch Fachpersonen sei dringend angezeigt und in Griechenland 

nicht gewährleistet. Zudem habe er physische Probleme ([…]). Wegen ei-

ner (…) und (…) sei er mehrmals hospitalisiert und am (…) Mai 2025 ope-

riert worden. Er sei weiterhin in medizinischer Behandlung. Es sei eine An-

bindung an die (…) und (…) vorgesehen. Gemäss Operationsbericht vom 

12. Mai 2025 habe der Stein nicht vollständig entfernt werden können. Eine 

spätere Nachbehandlung sei somit mit Sicherheit nötig, da ansonsten ein 

erhebliches, lebensbedrohliches Risiko für (…) beständen. Die in Grie-

chenland tätigen Hilfsorganisationen basierten auf kleinen Gruppierungen, 

die ehrenamtlich arbeiteten. Dies sei ungenügend, zumal die nötige Unter-

stützung von staatlicher Seite zugesichert sein müsse. Die Vorinstanz habe 

es unterlassen, seine konkrete Situation vor Ort in Griechenland rechts-

genüglich zu analysieren und seine Aussagen diesbezüglich zu würdigen. 

Es wäre die Pflicht der Vorinstanz gewesen, eine detaillierte Analyse der 

Situation vor Ort vorzunehmen und diese anschliessend für den Einzelfall 

konkret zu würdigen, anstatt allgemein auf die Qualifikation von Griechen-

land als «sicherer Drittstaat» zu verweisen. Insbesondere den kinderspe-

zifischen Schutzbedürfnissen sei im vorinstanzlichen Verfahren unzu-

reichend Rechnung getragen worden. Er sei auf seiner Flucht wiederholt 

Schutzlosigkeit, Ausbeutung und Gewalt ausgesetzt gewesen. Trotz mehr-

maliger Bemühungen habe er in Griechenland keinen effektiven Schutz fin-

den können. Es habe ihm an Betreuung, Unterkunft, medizinischer Versor-

gung und Zugang zu Bildung gefehlt. Sein Versuch, sich dort ein sicheres 

Umfeld aufzubauen, sei gescheitert. 

6.  

6.1 Die formelle Rüge (Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes) ist 

vorab zu prüfen, da sie allenfalls geeignet ist, eine Kassation der angefoch-

tenen Verfügung zu bewirken.  

6.2 Der Beschwerdeführer rügt in seiner Beschwerde eine unrichtige Sach-

verhaltsfeststellung in Bezug auf seine konkrete Situation in Griechenland. 

6.3 Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich als unbegründet. Aus 

der angefochtenen Verfügung geht hervor, dass die Vorinstanz seine 

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Seite 9 

Aussagen in ihrer Entscheidfindung berücksichtigt und die konkreten Um-

stände des Einzelfalls gewürdigt hat (vgl. dort S. 11 f.). Zum Vorbringen, 

sie habe kinderspezifischen Schutzbedürfnissen ungenügend Rechnung 

getragen, ist anzumerken, dass das SEM betreffend die Frage, ob der Be-

schwerdeführer minderjährig sei, insbesondere ein Altersgutachten erstel-

len lassen und rechtsgenüglich begründet hat, weshalb er seine Minder-

jährigkeit nicht glaubhaft gemacht habe. Inwiefern diesbezüglich weitere 

Sachverhaltsabklärungen nötig gewesen wären, erschliesst sich nicht. 

Dass der Beschwerdeführer die Beweiswürdigung des SEM nicht teilt, stellt 

keine unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung dar.  

6.4 Der Sachverhalt ist damit als erstellt zu erachten, weshalb kein Anlass 

besteht, das Verfahren an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der entspre-

chende Eventualantrag ist abzuweisen.  

7.  

7.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn die asyl-

suchende Person in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten 

hat (Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG).  

7.2 Die Vorinstanz stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, 

dass es sich bei Griechenland, als Mitglied der Europäischen Union (EU), 

um einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b 

AsylG handelt (vgl. Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). 

Den vorinstanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass der Beschwer-

deführer in Griechenland als Flüchtling anerkannt wurde und die griechi-

schen Behörden seiner Rückübernahme ausdrücklich zustimmten 

(vgl. Bst. C).  

7.3 Aufgrund der Anerkennung des Beschwerdeführers als Flüchtling ist 

die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 

Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO) auf ihn nicht 

anwendbar. Er befindet sich – entgegen seinen Ausführungen – nicht in der 

gleichen Situation wie als Asylsuchender. Dem in der Beschwerde geäus-

serten Wunsch, die unter der Dublin-III-VO ergangene Rechtsprechung 

analog zu berücksichtigen, kann daher nicht stattgegeben werden. Die von 

ihm gegen die Wegweisung nach Griechenland eingebrachten Gründe 

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stehen dem Erlass eines Nichteintretensentscheides in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG nicht entgegen, da entsprechende Vorbringen 

erst auf Stufe der Prüfung des Wegweisungsvollzuges zu würdigen sind. 

7.4 Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten.  

8.  

Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz, wenn es auf ein Asylgesuch nicht eintritt. Der Beschwerde-

führer verfügt in der Schweiz weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; BVGE 2009/50 E. 9, je m.w.H.). Die Wegweisung 

wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet. 

9.  

9.1 Soweit der Beschwerdeführer seine Minderjährigkeit geltend macht, 

hat er diese zu beweisen, soweit ihm ein Beweis möglich ist, und andern-

falls wenigstens glaubhaft zu machen, da er die Beweislast dafür trägt, 

auch wenn das SEM die entscheidrelevanten Sachverhaltsmomente von 

Amtes wegen festzustellen hat (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.3 m.w.H.;  

Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurs- 

kommission [EMARK] 2004 Nr. 30 E. 5.3.3). Im Rahmen einer Gesamtwür-

digung ist eine Abwägung aller Anhaltspunkte, die für oder gegen die Rich-

tigkeit der betreffenden Altersangabe sprechen, vorzunehmen (vgl. 

BVGE 2009/54 E. 4.1). Wurde der Sachverhalt abschliessend festgestellt 

und ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, die behauptete Minder-

jährigkeit glaubhaft zu machen, hat er die Folgen zu tragen und wird als 

volljährig betrachtet (vgl. BVGE 2019 I/6 E. 5.4).  

9.2 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten in 

Übereinstimmung mit der Vorinstanz zum Schluss, dass es dem Beschwer-

deführer nicht gelungen ist, die geltend gemachte Minderjährigkeit glaub-

haft zu machen.  

9.3 Zunächst ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keine Identitäts-

papiere im Sinne von Art. 1a Bst. c der Asylverordnung 1 vom 11. August 

1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) oder andere Doku-

mente zu den Akten gereicht hat, mit welchen er sein Geburtsdatum be-

weisen oder zumindest glaubhaft machen kann. Die eingereichte Fotogra-

fie seiner Tazkera, welche festhält, dass er zum Zeitpunkt der Ausstellung 

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Seite 11 

am (…) (im gregorianischen Kalender: […]) sieben Jahre alt gewesen sei, 

ist wenig geeignet, sein Alter zu beweisen oder glaubhaft zu machen, zu-

mal es sich bei der Tazkera an sich schon nicht um ein fälschungssicheres 

Dokument handelt. Hinsichtlich der Frage der Identität von Inhabern eines 

solchen Dokuments ist daher praxisgemäss von einem reduzierten Be-

weiswert eingereichter Tazkeras auszugehen (vgl. BVGE 2013/30 E. 4.2.2; 

Urteil des BVGer E-5891/2025 vom 15. August 2025 E. 6.3). Wie das SEM 

zu Recht festgestellt hat, handelt es sich auch bei den übrigen eingereich-

ten Dokumenten (Impfausweis, Schuldokument und Aufenthaltsdokument 

aus der Türkei) nicht um fälschungssichere Dokumente und sie sind eben-

falls nicht geeignet, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers zu bele-

gen. Dasselbe gilt für den auf Beschwerdeebene eingereichten Familien-

pass. Der reduzierte Beweiswert dieser Dokumente wird vorliegend weiter 

dadurch geschmälert, dass sie nicht im Original eingereicht wurden, son-

dern nur deren Fotografien vorliegen.  

9.4 Im Folgenden ist auf das Altersgutachten näher einzugehen.  

9.4.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts stellen 

medizinische Altersabklärungen je nach Ergebnis unterschiedlich zu ge-

wichtende Indizien für das Alter einer Person dar. Die Schlüsselbein- res-

pektive Skelettaltersanalyse und die zahnärztliche Untersuchung sind da-

bei grundsätzlich, anders als die Handknochenanalyse und die ärztliche 

Untersuchung, zum Beweis geeignet. Das Bundesverwaltungsgericht hat 

in dieser Hinsicht Grundsätze zur Gewichtung der Resultate der Untersu-

chungen definiert (eingehend hierzu: BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 f.; Urteil des 

BVGer E-3899/2024 vom 2. Oktober 2024 E. 6.4 m.w.H.). Darüber hinaus 

sind die üblichen verfahrensrechtlichen Regeln der Beweiswürdigung zu 

beachten, wobei es umso mehr auf eine Gesamtwürdigung der Beweise 

ankommt, je weniger die medizinischen Abklärungen ein Indiz für das Vor-

liegen des streitigen Alters darstellen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2 f., 2019 

I/6 E. 6.1 ff.).  

9.4.2 Im Gutachten des B._______ vom 14. April 2025 wird unter anderem 

ausgeführt, dass die Wachstumsfugen der Schlüsselbeine des Beschwer-

deführers einem Stadium 3c entsprächen, was für ein Mindestalter von 19 

Jahren spreche. Nach den Ergebnissen der zahnärztlichen Untersuchung 

sei das Wurzelwachstum der Zähne 1 bis 7 im dritten Quadranten vollstän-

dig abgeschlossen, was ab einem Alter von 16 Jahren zur Beobachtung 

komme. Die apikalen Enden der Zahnwurzeln in Regio 18, 28, 38 und 48 

(Weisheitszähne) würden die Stadien «F» und «G» gemäss den 

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Seite 12 

schematischen Zeichnungen der Zahnentwicklung nach DEMIRJIAN aufwei-

sen. Anhand der Zahndaten lasse sich – mangels Abschluss des Wurzel-

wachstums – kein Mindestalter bestimmen.  

Zusammenfassend habe der Beschwerdeführer mit an Sicherheit grenzen-

der Wahrscheinlichkeit das 18. Lebensjahr vollendet und die Volljährigkeit 

erreicht. Das vom Beschwerdeführer angegebene Alter von (…) Jahren 

und (…) Monaten sei mit den erhobenen Befunden nicht zu vereinbaren 

(vgl. zum Ganzen SEM act. […]-[nachfolgend: SEM act. ]25/6).  

9.4.3 Beim Beschwerdeführer konnte aufgrund einer radiologischen Alters-

schätzung der linken Hand ein Mindestalter von 16.1 Jahren festgestellt 

werden. Aus dem Resultat der zahnärztlichen Untersuchung lässt sich ge-

mäss Gutachten kein Mindestalter ableiten. Gemäss dem Methodendoku-

ment der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin erfüllt zumin-

dest bei der Frage nach der Volljährigkeit die mediale Schlüsselbeine-

piphyse als einzige Säule die Voraussetzung für eine Altersschätzung «mit 

an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit», wobei für die Bejahung der 

Volljährigkeit mindestens ein Stadium 3c nach KELLINGHAUS erforderlich ist 

(vgl. Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin [SGRM], Sektion Me-

dizin, Arbeitsgruppe Qualitätsmanagement in der Forensischen Medizin, 

Forensische Altersdiagnostik, Methodendokument Version 02, Ausgabe 

Juni 2022, S. 7, < https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Medizin/AG_QM_ 

FAD_MD_V02_08-06-2022.pdf >, abgerufen am 20. November 2025; vgl. 

auch Urteil des BVGer E-4583/2024 vom 28. November 2024 E. 4.3 

m.w.H.). Beim Beschwerdeführer ist dieses Stadium erreicht, weshalb das 

Altersgutachten ein Indiz für seine Volljährigkeit darstellt. 

9.5 Aus den Akten ergeben sich mehrere in Frage kommende Geburtsda-

ten. Auf dem Personalienblatt hat der Beschwerdeführer den (…) eingetra-

gen (vgl. SEM act. 1/2). Demgegenüber beantwortete er an der EB UMA 

die Frage nach seinem Geburtsdatum mit (…) im afghanischen Kalender, 

was dem (…) im gregorianischen Kalender entspricht. Danach gefragt, ob 

er sein Geburtsdatum im europäischen Kalender kenne, gab er sodann den 

(…) an (vgl. SEM act. 19/11 Ziffer 1.06). Dieses Geburtsdatum ist auch 

dem eingereichten Aufenthaltsdokument aus der Türkei zu entnehmen. Al-

leine aufgrund seiner widersprüchlichen Aussagen ergeben sich bereits 

drei mögliche Geburtsdaten. Er gab zu Protokoll, dass er sein Geburtsda-

tum von seinen Dokumenten und insbesondere von seiner Tazkera kenne. 

Auf dieser steht aber lediglich ein Ausstellungsdatum, nämlich (…) (im gre-

gorianischen Kalender: […]), und dass der Beschwerdeführer zum 

E-4424/2025 

Seite 13 

Zeitpunkt der Ausstellung sieben Jahre alt gewesen sei. Im Widerspruch 

zu seinen angegebenen Geburtsdaten erwähnte der Beschwerdeführer, 

zum Zeitpunkt seiner Ausreise aus Afghanistan im (…) Monat 2020 13 oder 

14 Jahre alt gewesen zu sein (vgl. a.a.O. Ziffer 1.06). Diesfalls müsste er 

zum heutigen Zeitpunkt 18 oder 19 Jahre alt sein. In Griechenland hat er 

zudem ein weiteres abweichendes Geburtsdatum angegeben; dort wurde 

er mit dem Geburtsdatum (…) registriert. Seine Erklärung, er habe sich in 

Griechenland absichtlich als Volljährigen ausgegeben (bzw. als Minderjäh-

rigen, der bald volljährig wird), und den griechischen Behörden keine Iden-

titätsdokumente abgegeben, weil er nicht lange dort habe bleiben wollen, 

vermag daran nichts zu ändern. Sein widersprüchliches Aussageverhalten 

erweckt vielmehr den Eindruck, dass er seine Altersangabe je nach Situa-

tion zu seinem Vorteil anpasst. 

9.6 Das Gericht kommt daher im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller 

Umstände (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 5.3.4 S. 210) in Übereinstimmung 

mit der Vorinstanz zum Schluss, dass es dem Beschwerdeführer nicht ge-

lungen ist, die von ihm geltend gemachte Minderjährigkeit glaubhaft zu ma-

chen. Insgesamt überwiegen diejenigen Umstände, die für das Erreichen 

der Volljährigkeit sprechen. Es ist folglich nicht von einer besonderen Vul-

nerabilität des Beschwerdeführers wegen Minderjährigkeit auszugehen. 

10.  

10.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

10.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 

0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer 

E-4424/2025 

Seite 14 

Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Her-

kunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Aus-

länder unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund 

von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-

scher Notlage konkret gefährdet sind.  

Der Vollzug ist schliesslich nicht möglich, wenn die Ausländerin oder der 

Ausländer weder in den Heimat- oder in den Herkunftsstaat noch in einen 

Drittstaat ausreisen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83  

Abs. 2 AIG). 

10.3  

10.3.1 Der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland erweist sich in Be-

achtung der vorstehend (vgl. E. 10.2) genannten völker- und landesrecht-

lichen Bestimmungen als zulässig. Bei Griechenland handelt es sich um 

einen sicheren Drittstaat, in welchem der Beschwerdeführer Schutz vor 

Rückschiebung im Sinn von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet. Das Land ist sodann 

Signatarstaat der EMRK, der FoK und der FK sowie des Zusatzprotokolls 

der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) und kommt seinen diesbe-

züglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar an-

erkennt das Bundesverwaltungsgericht, dass die Lebensbedingungen in 

Griechenland für dort anerkannte Schutzberechtigte in fast allen Bereichen 

des täglichen Lebens schwierig sind und sich die Alltagsbewältigung be-

schwerlich gestaltet. Gemäss koordinierter Praxis ist aber nicht von einer 

Situation auszugehen, in der jeder Person mit Schutzstatus eine unange-

messene und erniedrigende Behandlung im Sinn einer Verletzung von 

Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. das Referenzurteil des BVGer  

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.2; zuletzt bestätigt im 

Referenzurteil D-2590/2025 vom 11. September 2025 E. 8.2 f.).  

10.3.2 Aus den Akten ergeben sich keine konkreten Hinweise dafür, dass 

der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers den völkerrechtlichen 

Verpflichtungen der Schweiz entgegenstünde. Der Beschwerdeführer hat 

sich insgesamt lediglich (…) Monate in Griechenland aufgehalten und hat 

das Land ungefähr (…) Monate nach der Schutzgewährung verlassen (vgl. 

SEM act. 19/11 Ziffer 5.02; 17/2). Vor diesem Hintergrund und gestützt auf 

seine allgemeinen Angaben, das Leben in Griechenland sei schwer und 

ohne Perspektiven, ist nicht davon auszugehen, dass er alles ihm 

E-4424/2025 

Seite 15 

Zumutbare unternommen hätte, um Zugang zu den ihm zustehenden Leis-

tungen zu erhalten. 

10.3.3 Eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitli-

chen Problemen kann nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen 

Art. 3 EMRK darstellen (vgl. BVGE 2011/9 E. 7; Urteil des Europäischen 

Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen Belgien 

13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 m.w.H.). Eine 

solche Situation ist vorliegend offensichtlich nicht gegeben und es kann auf 

die zutreffende Einschätzung der Vorinstanz verwiesen werden, zumal der 

Beschwerdeführer diesbezüglich auf Beschwerdeebene keine neuen ge-

sundheitlichen Probleme geltend macht und auch keine neuen Arztberichte 

einreicht (vgl. angefochtene Verfügung S. 13 f.). 

10.3.4 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ist zulässig. 

10.4  

10.4.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG in Verbindung mit Anhang 2 zu 

Art. 18 der Verordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- 

und Ausweisung sowie der Landesverweisung von ausländischen Perso-

nen (VVWAL; SR 142.281) besteht die Vermutung, dass eine Wegweisung 

nach Griechenland in der Regel zumutbar ist. Die Legalvermutung der Zu-

mutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung gilt im Hinblick auf Griechenland 

grundsätzlich auch für vulnerable Personen, wie zum Beispiel Personen, 

die an gesundheitlichen Problemen leiden, die nicht als schwerwiegende 

Erkrankung einzustufen sind (vgl. Urteil D-2590/2025 E. 11.5.1 [zur Publi-

kation als Referenzurteil vorgesehen]). Die Legalvermutung gilt jedoch 

nicht bei Personen, welche aufgrund ihrer besonders hohen Verletzlichkeit 

im Falle einer Rückkehr nach Griechenland Gefahr laufen, dauerhaft in 

eine schwere Notlage zu geraten, weil sie nicht in der Lage sind, aus eige-

ner Kraft die ihnen zustehenden Rechte vor Ort einzufordern. Daher gilt 

der Vollzug der Wegweisung von äusserst vulnerablen schutzberechtigten 

Personen, wie zum Beispiel unbegleiteten Minderjährigen oder Personen, 

deren psychische oder physische Gesundheit in besonders schwerwiegen-

der Weise beeinträchtigt ist, grundsätzlich als unzumutbar, ausser es be-

stehen besonders begünstigende Umstände, aufgrund derer ausnahms-

weise von der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung ausgegangen 

werden kann (vgl. a.a.O. E. 11.5.3). Besteht die Legalvermutung der Zu-

mutbarkeit, hat die betroffene Person die Möglichkeit, diese umzustossen. 

Dazu hat sie jedoch ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie 

in Griechenland aufgrund von individuellen Umständen sozialer, 

E-4424/2025 

Seite 16 

wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage ge-

raten würde (vgl. a.a.O., E. 8.3).  

10.4.2 Aufgrund der Aktenlage ist insgesamt und in Übereinstimmung mit 

der Vorinstanz nicht davon auszugehen, dass es sich beim Beschwerde-

führer um eine äusserst vulnerable Person im Sinne der Rechtsprechung 

des Bundesverwaltungsgerichts handelt. Wie oben erwähnt, ist es ihm 

nicht gelungen, seine Minderjährigkeit glaubhaft zu machen (vgl. oben 

E. 9). Als Person mit gesundheitlichen Problemen gehört er zur Kategorie 

der vulnerablen Personen, bei denen die Legalvermutung der grundsätzli-

chen Zumutbarkeit des Vollzugs greift. Es kann dabei vorab auf die sehr 

ausführlichen und überzeugenden vorinstanzlichen Erwägungen verwie-

sen werden (vgl. auch oben E. 5.1).  

10.4.3 Die Vorinstanz zeigte in der angefochtenen Verfügung nachvollzieh-

bar auf, weshalb der Wegweisungsvollzug für den Beschwerdeführer zu-

mutbar ist. Mit seinen Ausführungen in der Beschwerde gelingt es ihm 

nicht, die geltende Legalvermutung umzustossen. Ungefähr (…) Monate 

nach der Schutzgewährung hat er Griechenland bereits wieder verlassen. 

Ob er tatsächlich bemüht war, in Griechenland Fuss zu fassen, ist ange-

sichts seiner Angabe, er habe von Anfang an gewusst, dass er das Land 

wieder verlassen werde, in Zweifel zu ziehen (vgl. SEM act. 19/11 Ziffer 

2.06). Inwieweit er in Griechenland erfolglos eigene, ihm zumutbare An-

strengungen unternommen beziehungsweise bereits versucht hat, in Grie-

chenland Hilfen in Anspruch zu nehmen, wird auch in der Rechtsmittelein-

gabe weder substanziiert aufgezeigt noch belegt. Zwar dürfte er bei einer 

Rückkehr nach Griechenland mit gewissen Herausforderungen im Alltag 

konfrontiert sein; diese erscheinen bei zumutbarer Eigeninitiative jedoch 

nicht unüberwindbar. Gemäss seinen Aussagen hat er sowohl in der Türkei 

und in Iran als auch in Griechenland zeitweise gearbeitet (vgl. SEM act. 

19/11 Ziffern 1.17.05 und 5.02). Es ist davon auszugehen, dass es ihm 

wieder gelingen wird, eine Arbeit aufzunehmen. Als anerkannter Flüchtling 

kann er sich in Griechenland sodann auf die Qualifikationsrichtlinie beru-

fen. Auch ist festzuhalten, dass die Nichtregierungsorganisationen in Grie-

chenland von verschiedenen Akteuren (wie etwa der Europäischen Union) 

finanziert werden, um staatliche Angebote zu ergänzen (vgl. Referenzurteil 

E-3427/2021, E-3431/2021 E. 9). Es ist dem Beschwerdeführer zuzumu-

ten, sich bei Bedarf an die griechischen Behörden oder an karitative Orga-

nisationen zu wenden (für einen Überblick über die derzeit bestehenden 

Angebote siehe Referenzurteil D-2590/2025 E. 9). Falls ihm entspre-

chende Leistungen verwehrt werden, hat er die erforderliche Hilfe 

E-4424/2025 

Seite 17 

nötigenfalls auf dem Rechtsweg einzufordern, zumal es sich bei Griechen-

land um einen Rechtsstaat mit einem funktionierenden Justizsystem han-

delt.  

10.4.4 Sodann ist gemäss konstanter Praxis aus medizinischen Gründen 

nur dann auf die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu schliessen, 

wenn eine notwendige medizinische Behandlung im Zielstaat nicht zur Ver-

fügung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden 

Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der betroffenen Person führen 

würde. Dabei wird als wesentlich die allgemeine und dringende medizini-

sche Behandlung erachtet, welche zur Gewährleistung einer menschen-

würdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls 

noch nicht vor, wenn im Zielstaat keine dem schweizerischen Standard ent-

sprechende medizinische Behandlung verfügbar ist (vgl. BVGE 2011/50 

E. 8.3; Urteil des BVGer E-1899/2023 vom 13. April 2023 E. 7.3.4).  

Auch wenn seine gesundheitlichen Beschwerden ([…]) nicht zu verharm-

losen sind, stellen sie keine gravierenden Erkrankungen dar, die einer 

Überstellung nach Griechenland entgegenstehen würden. Der neuste in 

den Akten liegende Arztbericht datiert vom 30. Mai 2025. Gemäss diesem 

ist als weitere Behandlung das Fortführen der antibiotischen Therapie, eine 

Anbindung an die (…) und die (…) und eine jederzeitige Wiedervorstellung 

des Beschwerdeführers bei lokalen oder systemischen Infektzeichen vor-

gesehen. Ausserdem war für den 5. Juni 2025 die Entfernung des (…) und 

einer Besprechung der (…) geplant. Auf Aufforderung des Gerichts vom 

25. Juni 2025, einen aktuellen Arztbericht einzureichen, reichte der Be-

schwerdeführer erneut den Austrittsbericht vom 30. Mai 2025 zu den Ak-

ten. Vor dem Hintergrund der Mitwirkungspflicht gemäss Art. 8 AsylG ist 

davon auszugehen, dass er weitere medizinische Unterlagen eingereicht 

hätte, falls sich seine gesundheitliche Situation verschlechtert oder sich 

weiterer dringender Behandlungsbedarf ergeben hätte. Im heutigen Zeit-

punkt sind auch von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen 

rechtserheblichen Erkenntnisse zu erwarten (zur antizipierten Beweiswür-

digung vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3 oder BGE 136 I 229 E. 5.3). Die Behand-

lung der allenfalls noch bestehenden gesundheitlichen Probleme des Be-

schwerdeführers ist aufgrund des dort erhaltenen Schutzstatus ebenso in 

Griechenland möglich (vgl. zit. Referenzurteil D-2590/2025 E. 9.7.1). Das 

gilt auch für seine geltend gemachten psychischen Probleme. Gemäss sei-

nen Aussagen war er in Griechenland bereits aufgrund seiner (…) in Be-

handlung und es ist nicht ersichtlich, weshalb ihm dieser Zugang zu medi-

zinischen Leistungen in Zukunft nicht mehr offenstehen sollte (vgl. SEM 

E-4424/2025 

Seite 18 

act. 19/11 Ziffer 8.02). Seinem Gesundheitszustand ist im Rahmen der Voll-

zugsmodalitäten respektive der Transportfähigkeit Rechnung zu tragen 

und es sind nötigenfalls im Zeitpunkt des Vollzugs geeignete Massnahmen 

zu ergreifen (vgl. Art. 71b Abs. 1 Bst. c AIG). Zudem hat das SEM zutref-

fend festgehalten, dass dem Beschwerdeführer zur Überbrückung des 

Zeitraums, bis in Griechenland eine medizinische Behandlung aufgenom-

men werden könne, benötigte Medikamente in einer angemessenen 

Menge mitgegeben werden könnten (vgl. angefochtene Verfügung S. 14; 

vgl. zur medizinischen Rückkehrhilfe Art. 75 der Asylverordnung 2 über Fi-

nanzierungsfragen [AsylV 2; 142.312]).  

10.4.5 Schliesslich vermögen auch die übergeordneten Kindesinteressen 

den Wegweisungsvollzug nicht konkret in Frage zu stellen, nachdem der 

Beschwerdeführer seine Minderjährigkeit nicht glaubhaft gemacht hat (vgl. 

oben E. 9). 

10.4.6 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar.  

10.5 Nachdem die griechischen Behörden dem Rückübernahmeersuchen 

zugestimmt haben und der Beschwerdeführer dort über einen gültigen Auf-

enthaltstitel verfügt, ist der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen (Art. 83 Abs. 2 AIG). Es obliegt dem Beschwerdeführer, bei der 

Beschaffung allenfalls notwendiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 

Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

10.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

Bei dieser Sachlage besteht auch kein Anlass zur Einholung individueller 

Zusicherungen seitens der griechischen Behörden (vgl. statt vieler Urteil 

des BVGer D-5728/2024 vom 18. September 2024 E. 9.4 m.w.H.). Das 

entsprechende Begehren ist demnach ebenfalls abzuweisen.  

11.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

E-4424/2025 

Seite 19 

12.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da die Rechtsbegehren – ex 

ante betrachtet – vorliegend nicht als aussichtslos zu bezeichnen sind und 

aufgrund der Akten von der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers auszuge-

hen ist, ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

(Art. 65 Abs. 1 VwVG) gutzuheissen. Es sind demnach keine Verfahrens-

kosten aufzuerlegen.  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-4424/2025 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird gut-

geheissen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Mara Urbani 

 

 

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