# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b39d30b4-69c6-5681-8217-2a5aa1016382
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.09.2010 C-5399/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5399-2008_2010-09-09.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5399/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

X._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 22. Juli 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5399/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  (...)  1949  geborene  Beschwerdeführer  kosovarischer 
Nationalität  arbeitete  zwischen  1974  und  1990  bei  verschiedenen 
Unternehmen in der Schweiz (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto 
vom 20. Januar 2009 [act. 31]). Nach seiner Rückkehr nach Kosovo im 
November 1990 war der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitstätig und 
wurde auch nicht als arbeitslos gemeldet (vgl. Anmeldung zum Bezug 
von IV-Leistungen für Erwachsene vom 10. September 2007 [act. 3] S. 
4 und 5).

B.
Mit formlosem Gesuch vom 16. November 2006 (act. 1), eingegangen 
bei der Vorinstanz am 21. November 2006, und Formulargesuch vom 
10.  September  2007  (act.  3),  eingegangen  bei  der  Vorinstanz  am 
2. Oktober 2007, meldete sich der Beschwerdeführer zum Bezug von 
Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  an  und  be-
antragte die Zusprechung einer Rente. 

Er gab an, die Behinderung sei vor allem psychischer Natur; er habe 
ständig Probleme mit Familienangehörigen und mit sich selbst, da er 
nicht zufrieden sei; er sei hoffnungslos und ärgere sich über Leute sei -
ner Umgebung (vgl. act. 3 S. 5). 

C.
Die Vorinstanz zog im Rahmen der Instruktion des Leistungsgesuchs 
im Wesentlichen folgende Unterlagen zu den Akten:

• Fragebogen für den Versicherten vom 23. Januar 2007, unterzeichnet am 
10. September 2007 (act. 5),

• Fragebogen  für  die  im  Haushalt  tätigen  Versicherten  vom 8.  April  2008, 
unterzeichnet am 13. Mai 2008 (act. 8),

• Röntgenbild undatiert (act. 9),
• Bericht  von Prof. Dr. A._______ vom 27. April  2005 (act. 10, übersetzt  in 

act. 11),
• Bericht von Dr. S._______ vom 8. Juli 2004 (act. 12, übersetzt in act. 13),
• Bericht von Dr. B._______, Internist, vom 27. April 2005 (act. 14, übersetzt 

in act. 15),
• Bericht von Dr. C._______, Augenarzt,  vom 27. April  2005 (act. 16, über-

setzt in act. 17),
• Bericht von Dr. L._______ vom 9. Juli 2005 (act. 18, übersetzt in act. 19),
• Röntgenbild vom 20. Februar 2007 (act. 20),
• Bericht von Dr. H._______, Neuropsychiaterin, vom 20. April 2007 (act. 21,  

übersetzt in act. 22),

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• Bericht von Dr. I._______, Neuropsychiaterin, vom 27. April 2007 (act. 23,  
übersetzt in act. 24),

• Bericht von Dr. J._______, Psychiater, vom 20. Juli 2007 (act. 25, übersetzt 
in act. 26).

D.
Im Exposé zum Leistungsgesuch vom 30. Mai  2008 (act. 27)  wurde 
der Beschwerdeführer als  Hausmann qualifiziert  und für  die Invalidi-
tätsbemessung die spezifische Methode bestimmt.

E.
Dr. P._______, Arzt für Allgemeine Medizin, würdigte die vorgelegten 
Arztberichte  im  Schlussbericht  des  Regionalen  Ärztlichen  Dienstes 
(RAD) Rhone vom 17. Juni 2008 (act. 28) wie folgt: 

Dr. S._______  erwähne  in  seinem Bericht  von Juli  2004  eine  Weit -
sichtigkeit; Dr. C._______, Ophtalmologe, gebe in seinem Bericht von 
April 2005 die gleiche Diagnose an. 

Der Internist Dr. B._______ erwähne im Bericht von April 2005 einen 
Bluthochdruck, mit unleserlicher Angabe des Wertes. 

In seinem Bericht von April 2005 erwähne Dr. A._______ eine Arthrose 
der Kniegelenke und attestiere eine verminderte Arbeitsfähigkeit.

In  ihrem  Bericht  von  April  2007  gebe  die  Neuropsychiaterin  Dr. 
I._______ depressive Störungen an.

In  ihrem Bericht  von  April  2007  erwähne  Dr. H._______  eine  post -
traumatische  Belastungsstörung,  Kopfschmerzen,  eine  somatische 
Depression,  eine Kniegelenksarthrose und einen Bluthochdruck,  und 
attestiere eine volle Arbeitsunfähigkeit.

In seinem Bericht von Juli 2007 stelle der Psychiater Dr. J._______ die 
gleichen Diagnosen wie Dr. H._______ und attestiere eine Arbeitsun-
fähigkeit von über 80 %.

Dr.  P._______  nannte  als  Hauptdiagnose  eine  beidseitige  Knie-
gelenksarthrose  (ICD-10  M17.2),  als  Nebendiagnosen  ohne  Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen arteriellen Bluthochdruck sowie 
eine somatische Depression. Die degenerativen Schmerzen der Knie 
würden funktionelle Einschränkungen mit sich bringen, welche bei der 
Möglichkeit,  sich  im  Haushalt  zu  betätigen,  berücksichtigt  worden 

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seien.  Der  Bluthochdruck  beeinflusse  die  Arbeitsfähigkeit  nicht.  Die 
Sehstörungen könnten leicht mit einer Brille korrigiert werden; es liege 
keine Verminderung der Sehschärfe vor; diese Beschwerden würden 
die  Arbeitsfähigkeit  nicht  beeinflussen.  Die  geltend  gemachte  De-
pression  beruhe  nicht  auf  ernsten  Symptomen  und  bewirke  daher 
keine  Arbeitsunfähigkeit  von  langer  Dauer.  Obwohl  eine  post-
traumatische  Belastungsstörung  erwähnt  werde,  seien  die 
diagnostischen Kriterien nicht erfüllt, so dass diese Störung nicht be-
rücksichtigt werde.

Dr. P._______ schätzte die Einschränkung des Beschwerdeführers für 
Arbeiten im Haushalt auf 25 % seit dem 1. April  2005 (vgl. auch das 
Formular "Versicherte im Haushalt – Einschätzung der Invalidität", un-
terzeichnet von Dr. P._______ am 17. Juni 2008 [Beilage zu act. 28]). 

F.
Mit Vorbescheid vom 27. Juni 2008 (act. 29) teilte die Vorinstanz dem 
Beschwerdeführer  mit,  gemäss  den  Akten  liege  keine  ausreichende 
durchschnittliche  Arbeitsunfähigkeit  während  eines  Jahres  vor.  Trotz 
des  Gesundheitsschadens  sei  eine  Betätigung  im  bisherigen  Auf-
gabenbereich  als  Hausmann  noch  immer  in  rentenausschliessender 
Weise  zumutbar.  Es  liege  somit  keine  Invalidität  vor,  die  einen 
Rentenanspruch  zu  begründen  vermöge.  Das  Leistungsbegehren 
müsse daher abgewiesen werden.

G.
Mit Verfügung vom 22. Juli 2008 (act. 30) wies die Vorinstanz das Leis-
tungsbegehren ab. 

H.
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
15. August  2008,  der  kosovarischen Post  übergeben am 18. August 
2008, Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, 
die angefochtene Verfügung sei  aufzuheben und die  Rente  sei  aus-
zurichten. Eventuell sei eine Begutachtung in der Schweiz oder in Ko-
sovo durchzuführen. Neu  reichte  der  Beschwerdeführer  einen  ärztli -
chen Fachrapport von Dr. H._______, Neuropsychiaterin, vom 26. Juni 
2008 ein. Darin wurden folgende Diagnosen gestellt:

• "Posttraumatischer Stress (Stresssyndrom)
• Depression F32.2
• Cephalea
• Somatische Depression

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• Arterielle Hypertension
• Gonarthritis Dex. Arthrosis MPT pedis dex."

Der  Patient  werde seit  Anfang  des  Jahres  2000  wegen psychischer 
und  somatischer  Probleme  behandelt.  Er  sei  bereits  seit  einigen 
Jahren  krank  und  klage  über  folgende  Schmerzen:  Kopfschmerzen, 
Schwindelgefühl, Schlafprobleme, Alpträume, Angst, Unsicherheit und 
allgemeines Schwächegefühl, starke Rückenschmerzen, Schmerzen in 
den  Gliedmassen,  Probleme  und  Schmerzen  am  rechten  Bein, 
Schmerzen  am  Knie  und  an  der  (Fuss-)  Fläche,  Probleme  beim 
Bücken, er könne nicht lange stehen, Schweissausbrüche, Schwierig-
keiten  bei  der  Kommunikation,  er  leide  unter  Vergesslichkeit  sowie 
perzeptiver Verwirrtheit.

Der Patient sei nicht in der Lage, etwas in wirtschaftlicher Hinsicht zu 
unternehmen. Seine Fähigkeit in dieser Hinsicht sei reduziert und sei -
ne eigenen Vorsichtsvorkehrungen seien nicht vollständig vorhanden. 
Er sei zu über 70 % arbeitsunfähig.

I.
Der von der  Vorinstanz konsultierte  Dr. P._______ vom RAD Rhone 
äusserte  sich  in  seiner  Stellungnahme vom 13. März 2009 (act. 37) 
zum  vorgelegten  Bericht  der  Neuropsychiaterin  Dr.  H._______  vom 
26. Juni 2008 folgendermassen: Die medizinische Dokumentation sei 
ausreichend.  Die  Kniebeschwerden  seien  bereits  in  der  voran-
gehenden  Stellungnahme  berücksichtigt  worden.  Der  arterielle  Blut-
hochdruck bewirke keine Arbeitsunfähigkeit von langer Dauer. Die an-
gegebenen psychischen Beschwerden seien nicht  Gegenstand einer 
klinischen  Beschreibung.  In  Ermangelung  einer  neuen  gesundheit-
lichen  Beeinträchtigung  oder  eines  objektiven  medizinischen 
Elements,  welches  eine  Verschlechterung  des  Gesundheitszustands 
vermuten liesse, würden die im Schlussbericht des RAD Rhone vom 
17. Juni 2008 genannten Schlussfolgerungen ihre Gültigkeit bewahren.

J.
Mit Vernehmlassung vom 23. März 2009 beantragte die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde mit der Begründung, der beurteilende Arzt 
habe  seine  Einschätzung  vom  17.  Juni  2008,  wonach  lediglich  die 
Kniebeschwerden  eine  arbeitseinschränkende  Wirkung  zu  ver-
ursachen  vermöchten,  bestätigt.  Demzufolge  sei  der  Beschwerde-
führer  gemäss  Betätigungsvergleich  in  haushälterischen  Tätigkeiten 
seit dem 1. April 2005 zu 25 % invalid.

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K.
Mit  Replik  vom 27. April  2009 hielt  der Beschwerdeführer an seinen 
Anträgen fest. Zur Begründung machte er geltend, die Beurteilung des 
RAD Rhone vom 13. März 2009 sei unvollständig, indem vor allem die 
psychischen  Beschwerden  vollständig  ignoriert  würden.  Die  ge-
schätzte Invalidität von 25 % in haushälterischen Tätigkeiten sei weit 
entfernt  von der  Realität. Seine psychischen Leiden resultierten aus 
erlittener  Kriegsgewalt.  Er  sei  in  Anwesenheit  der  Familie  vom 
serbischen Militär geschlagen worden; danach seien sie unter Terror-
umständen nach Mazedonien deportiert worden. Demzufolge sei sein 
psychischer und allgemeiner Gesundheitszustand sehr fragil; er habe 
nach dem Krieg nicht  mehr  arbeiten können und dadurch seine ge-
sellschaftliche  und  gesundheitliche  Lage  verschlechtert.  Mangels 
Finanzmitteln sei er praktisch ohne adäquate ärztliche Versorgung. Die 
Äusserung  der  Vorinstanz  in  Bezug  auf  die  antizipierte  Beweis-
würdigung lehne er ab, sei  dagegen bereit  für  eine Begutachtung in 
Kosovo oder in der Schweiz.

L.
Der mit  Zwischenverfügung vom 26. März 2009 einverlangte Kosten-
vorschuss von Fr. 300.- wurde am 28. April 2009 bezahlt.

M.
Die Vorinstanz teilte mit Duplik vom 19. Mai 2009 mit, da sich aus der  
Replik  keine  neuen  Sachverhaltselemente  ergäben,  bleibe  es  beim 
Antrag auf Abweisung der Beschwerde.

N.
Der  Schriftenwechsel  wurde  mit  Verfügung  vom  27.  Mai  2009  ge-
schlossen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  von  Amtes  wegen,  ob  die 
Prozessvoraussetzungen  vorliegen  und  auf  eine  Beschwerde  einzu-
treten ist (BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen).

1.1 Anfechtungsgegenstand bildet  die Verfügung der Vorinstanz vom 
22.  Juli  2008  (act.  30).  Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundes-
verwaltungsgericht  unter  Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten 

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Ausnahmen  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren (VwVG, SR 172.021), welche von Vorinstanzen gemäss Art. 33 
VGG erlassen wurden. 

Der  angefochtene  Entscheid  ist  als  Verfügung  im  Sinn  von  Art.  5 
Abs. 1 Bst. c VwVG zu qualifizieren, und eine Ausnahme im Sinn von 
Art. 32 VGG liegt nicht vor. Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist 
eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG. Gemäss Art. 69 Abs. 1 
Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung (IVG, SR 831.20) sind die Verfügungen der IV-Stelle für Ver-
sicherte im Ausland direkt beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar. 
Dieses ist somit für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zu-
ständig.

1.2 Der  Beschwerdeführer  hat  am Verfahren vor  der  Vorinstanz teil-
genommen. Er  ist  durch die  angefochtene  Verfügung besonders  be-
rührt und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges 
Interesse  im  Sinn  von  Art.  59  ATSG. Er  ist  daher  zur  Beschwerde-
führung legitimiert.

1.3 Die angefochtene Verfügung trägt das Datum vom 22. Juli  2008; 
sie wurde ohne Zustellnachweis verschickt. Die am 18. August 2008 
der  kosovarischen  Post  übergebene  Beschwerde  wurde  fristgemäss 
eingereicht  im Sinn  von Art.  60  Abs. 1  ATSG. Der  Kostenvorschuss 
wurde innert der gesetzten Frist bezahlt, und auch die Formerforder-
nisse gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG sind erfüllt,  so dass auf die Be-
schwerde einzutreten ist.

2.
Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig und damit zu prüfen ist im 
Folgenden, ob die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers um 
Zusprechung einer Invalidenrente zu Recht abgewiesen hat. 

2.1 Mit  der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  rechts-
erheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). Der 
Beschwerdeführer  macht  insbesondere  geltend,  er  sei  nicht  arbeits-
fähig und habe daher Anspruch auf eine ganze Rente. Damit rügt er 
sinngemäss eine Verletzung von Bundesrecht.

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2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung  von  Amtes  wegen  nicht  an  die  Begründung  der 
Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die 
Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 
gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit  einer 
Begründung  bestätigen,  die  von  jener  der  Vorinstanz  abweicht  (vgl. 
FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2.  Aufl.,  Bern  1983, 
S. 212). 

3.
Nach  der  Rechtsprechung  des  Schweizerischen  Bundesgerichts  ist 
der  rechtserhebliche  Sachverhalt im  Beschwerdeverfahren  vor  dem 
Sozialversicherungsgericht  nach  den  tatsächlichen  Verhältnissen  zur 
Zeit  des  Erlasses der  angefochtenen Verfügung  zu beurteilen  (BGE 
129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen, vgl. auch THOMAS LOCHER, Grundriss des 
Sozialversicherungsrechts,  3.  Aufl.,  Bern  2003,  S.  489  Rz.  20). 
Vorliegend bildet somit das Datum der Verfügung vom 22. Juli 2008 die 
zeitliche Grenze der gerichtlichen Überprüfung.

4.
Im Folgenden ist  darzulegen, welche Rechtsnormen im vorliegenden 
Verfahren zur Anwendung gelangen.

4.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  in  der  Regel  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung 
haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen 
Übergangsbestimmungen. 

Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt. Das VwVG findet  aufgrund von Art. 3  Bst. dbis VwVG jedoch 
keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  ATSG 
anwendbar ist. Nach Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen des ATSG 
auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, 
wenn  und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vor-
sehen. Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 
auf  die  Invalidenversicherung  (Art.  1a-26bis und  28-70)  anwendbar, 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht.

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4.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3), unter 
Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übergangsbestimmungen. 

4.2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  Staatsangehöriger  der  Republik 
Kosovo.  Das  Abkommen  vom  8.  Juni  1962  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen  Republik 
Jugoslawien  über  Sozialversicherung  (SR  0.831.109.818.1,  in  Kraft 
seit  1.  März  1964)  galt  seit  der  Anerkennung  von  Kosovos  Un-
abhängigkeit  durch die Schweiz auch für  Kosovo als  Staat. Gemäss 
Art.  2  des  Abkommens  sind  Angehörige  der  Vertragsstaaten  in  den 
Rechten  und  Pflichten  aus  der  Bundesgesetzgebung  über  die  In-
validenversicherung  einander  gleichgestellt,  soweit  in  diesem  Ab-
kommen und seinem Schlussprotokoll nichts Abweichendes bestimmt 
ist.  Der  Schweizerische  Bundesrat  hat  am  16.  Dezember  2009  be-
schlossen, im Verhältnis zu Kosovo auf die Weiterführung derjenigen 
bilateralen  Abkommen  zwischen  der  Schweiz  und  der  Republik 
Serbien zu verzichten,  welche  im Zeitpunkt  der  Unabhängigkeit  von 
Kosovo  in  Kraft  standen.  Der  Beschluss  sieht  vor,  dass  Leistungs-
begehren  bis  am  31.  März  2010  nach  den  Regelungen  des  Ab-
kommens,  spätere  Entscheide  aufgrund  des  innerstaatlichen  Rechts 
beurteilt werden. Im vorliegenden Fall kommen somit die Regelungen 
des Abkommens zur Anwendung.

Mangels einer einschlägigen abkommensrechtlichen Regelung ist die 
Ausgestaltung  des  Verfahrens  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchs-
voraussetzungen  einer  schweizerischen  Invalidenrente  grundsätzlich 
Sache der  innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). 
Daraus folgt, dass die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht 
den Leistungsanspruch der beschwerdeführenden Partei grundsätzlich 
nach den Regeln des schweizerischen Rechts zu beurteilen haben.

4.2.2 Der Anspruch auf eine Invalidenrente richtet sich nach den Be-
stimmungen  des  IVG und  der  zugehörigen  Verordnung  über  die  In-
validenversicherung  vom 17.  Januar  1961  (IVV,  SR  831.201)  sowie 
denjenigen  des  ATSG  und  der  zugehörigen  Verordnung  vom  11. 
September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts  (ATSV, SR 830.11). Am 1. Januar  2008 sind die  Änderungen 
des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV vom 28. 
September 2007 (5. IV-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155) in 

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Kraft  getreten.  Ein  allfälliger  Leistungsanspruch  ist  für  die  Zeit  vor 
einem Rechtswechsel  aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeit -
punkt  nach  den  neuen  Bestimmungen zu  prüfen  (BGE 130  V  445). 
Demgemäss  sind  im vorliegenden  Fall  bis  zum 31. Dezember  2007 
das IVG und das ATSG in der Fassung vom 21. März 2003 und die IVV 
in der Fassung vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision, AS 2003 3837 bzw. 
AS 2003 3859, in Kraft vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007) 
anwendbar. Soweit  sich  der  Rentenanspruch auf  die  Zeit  nach  dem 
1. Januar 2008 bezieht, sind die Bestimmungen der erwähnten Erlasse 
in der seit diesem Datum geltenden Fassung anwendbar.

5.
Anspruch auf eine ganze Rente besteht bei einem Grad der Invalidität 
von mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente bei einem solchen von 
mindestens  60%,  auf  eine  halbe  Rente  bei  einem  solchen  von 
mindestens  50%  und  auf  eine  Viertelsrente  bei  einem  solchen  von 
mindestens 40% (bis zum 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG; ab 
1. Januar  2008:  Art.  28  Abs.  2  IVG).  Beträgt  der  Invaliditätsgrad 
weniger  als  50%,  werden  die  entsprechenden  Renten  nur  an  Ver-
sicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt 
(Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 
Abs. 1ter IVG; ab 1. Januar 2008: Art. 29 Abs. 4 IVG). Nach der Recht-
sprechung des Schweizerischen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1 ter 

IVG (in  der  bis  am 31. Dezember  2007  gültig  gewesenen  Fassung) 
bzw.  Art.  29  Abs.  4  IVG  nicht  eine  blosse  Auszahlungsvorschrift, 
sondern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  dar  (BGE  121  V 
264 E. 6c).

5.1 Art.  8  Abs.  1  ATSG definiert  "Invalidität"  als  die  voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit. Gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG gelten volljährige Personen, 
die  vor  der  Beeinträchtigung  ihrer  körperlichen,  geistigen  oder 
psychischen  Gesundheit  nicht  erwerbstätig  waren  und  denen  eine 
Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, als invalid, wenn eine 
Unmöglichkeit  vorliegt,  sich  im  bisherigen  Aufgabenbereich  zu  be-
tätigen. Die  Invalidität  kann  Folge  von Geburtsgebrechen,  Krankheit 
oder  Unfall  sein;  sie  gilt  als  eingetreten,  sobald  sie  die  für  die  Be-
gründung des Anspruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art 
und Schwere erreicht  hat  (Art.  4  IVG). Der  Begriff  der  Invalidität  ist 
somit nicht  nach medizinischen Kriterien definiert,  sondern nach der 
Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen zu  erzielen  oder  sich  im bisherigen 

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Aufgabenbereich zu betätigen. Nach dem seit dem 1. Januar 2008 in 
Kraft  stehenden  Art.  7  Abs.  2  ATSG,  der  für  nichterwerbstätige 
Personen  sinngemäss  anwendbar  ist  (vgl. Art.  8  Abs. 3  letzter  Satz 
ATSG), sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähig-
keit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn 
sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

5.2 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

5.2.1 Der Beschwerdeführer war nach seiner Rückkehr nach Kosovo 
nicht mehr arbeitstätig und auch nicht als arbeitslos gemeldet. Die Vor-
instanz qualifizierte den Beschwerdeführer somit  zu Recht als  nicht -
erwerbstätig  und  wendete  zur  Bemessung  der  Invalidität  die  spezi-
fische Methode gemäss Art. 28 Abs. 2bis IVG (in der bis zum 31. De-
zember 2007 gültig gewesenen Fassung; ab 1. Januar 2008: Art. 28a 
Abs. 2 IVG) an. 

5.2.2 Nach der Rechtsprechung entspricht die massgebende Arbeits-
unfähigkeit  im Sinn von Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG bei nicht erwerbs-
tätigen  Personen  der  Einbusse  an  funktionellem Leistungsvermögen 
im bisherigen Aufgabenbereich (BGE 130 V 97 E. 3.3.1).

6.
Gemäss Art.  28  Abs. 1  Bst. b  IVG haben  Anspruch auf  eine  Rente 
versicherte  Personen,  die  ihre  Erwerbsfähigkeit  oder  die  Fähigkeit,  
sich  im  Aufgabenbereich  zu  betätigen,  nicht  durch  zumutbare  Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können,  die  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch 
durchschnittlich zu mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig im Sinn von 
Art.  6  ATSG  gewesen  sind  und  die  nach  Ablauf  dieses  Jahres  zu 
mindestens 40 Prozent invalid im Sinn von Art. 8 ATSG sind.

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz das Leistungsbegehren 
des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat, indem sie das Vor-
liegen  einer  ausreichenden  durchschnittlichen  Einbusse  an 

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funktionellem  Leistungsvermögen  im  bisherigen  Aufgabenbereich 
während eines Jahres verneinte. 

6.1 Der Beschwerdeführer leidet nach Angabe der Neuropsychiaterin 
Dr. H._______ an einem posttraumatischen Stresssyndrom, einer De-
pression  ICD-10  F32.2,  Kopfschmerzen,  einer  somatischen  De-
pression,  arteriellem  Bluthochdruck  und  einer  Arthrose  des  rechten 
Kniegelenks  (vgl.  Fachrapport  vom 26.  Juni  2008).  Aufgrund  dieser 
Beschwerden  schliesst  die  Ärztin  auf  eine  über  70  %ige  Arbeitsun-
fähigkeit des Beschwerdeführers. 

Die  geltend  gemachten  Beschwerden  stellen  labiles  Leiden  dar, 
welches  nach  der  Rechtsprechung  erst  nach  Ablauf  der  Wartezeit 
gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 
gültig  gewesenen  Fassung)  bzw.  Art.  28  Abs.  1  Bst.  b  IVG  den 
Rentenanspruch  auslöst  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  I  163/2005 
vom 30. Mai  2005; BGE 119 V 98 E. 4a). Im Fall  des  Beschwerde-
führers  wäre  während  eines  Jahres  eine  durchschnittliche  Ein-
schränkung von 50 % in der Haushaltstätigkeit erforderlich, um einen 
Rentenanspruch zu begründen (vgl. E. 5). 

6.2 Dr.  P._______  attestiert  den  gesundheitlichen  Einschränkungen 
des  Beschwerdeführers  nur  teilweise  eine  Auswirkung  auf  die 
Möglichkeit,  sich  im  Haushalt  zu  betätigen.  Im  Betätigungsvergleich 
vom 17. Juni 2008 (Beilage zu act. 28) berücksichtigt er aufgrund der 
Kniebeschwerden  eine  Einschränkung  von  je  50  %  bei  der 
Wohnungspflege  (Gewichtung:  20  %),  beim  Einkauf  (Gewichtung: 
10 %)  und  bei  der  Wäsche  und  Kleiderpflege  (Gewichtung:  20  %), 
woraus  eine  durchschnittliche  Einschränkung  von  25  %  resultiert. 
Demgegenüber würden der Bluthochdruck und die Sehstörungen die 
Arbeitsfähigkeit nicht beeinflussen. 

Zu den psychischen Beschwerden äussert  sich Dr. P._______ dahin-
gehend,  dass  die  geltend  gemachte  Depression  nicht  auf  schwer-
wiegenden  Symptomen  beruhe  und  die  diagnostischen  Kriterien  für 
eine posttraumtische Belastungsstörung nicht vorlägen (vgl. Schluss-
bericht  des  RAD  Rhone  vom  17.  Juni  2008  [act.  28]).  Was  die 
Diagnose  des  posttraumatischen  Stresssyndroms  betrifft,  ist  Dr. 
P._______s  Beurteilung  nichts  hinzuzufügen. Betreffend  die  von  Dr. 
H._______  diagnostizierte  schwere  depressive  Episode  (ICD-10 
F32.2)  muss  Dr. P._______s  Beurteilung  als  Relativierung  dieser 
Diagnose verstanden werden in dem Sinn, dass er die Diagnose F32.2 

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aufgrund  der  genannten  Symptome  nicht  stützt.  Dementsprechend 
erwähnt  Dr. P._______  im  Schlussbericht  des  RAD  Rhone  vom 17. 
Juni 2008 (act. 28) die Diagnose der schweren depressiven Episode 
nicht  und  nennt  die  somatische  Depression  lediglich  als  Neben-
diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Dr. P._______ be-
gründet  seine Würdigung der  psychischen Leiden damit,  dass diese 
Störungen nicht klinisch beschrieben worden seien (vgl. den Schluss-
bericht des RAD Rhone vom 13. März 2009 [act. 37]). 

6.3 Dr.  P._______s  Einschätzung,  wonach  die  psychischen  Be-
schwerden im vorliegenden Fall keine invalidisierende Wirkung haben, 
ist  im  Licht  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  nicht  zu  be-
anstanden. Diese geht  davon aus, dass im Bereich der psychischen 
Leiden zur Annahme einer Invalidität ein medizinisches Substrat not-
wendig ist, welches (fach)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und 
nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit  wesentlich 
beeinträchtigt (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a). Am medizinischen Substrat 
fehlt  es  insbesondere  in  Bezug  auf  das  geltend  gemachte  post-
traumatische  Belastungssyndrom,  dessen  diagnostische  Kriterien 
nach Angabe von Dr. P._______ nicht erfüllt sind (vgl. Schlussbericht 
des RAD Rhone vom 17. Juni 2008 [act. 28]). Was die schwere de-
pressive Episode F32.2 und die somatische Depression betrifft,  fehlt 
nach  Angabe  des  beurteilenden  Arztes  das  medizinische  Substrat 
ebenfalls. Die von Dr. H._______ beschriebenen Symptome wie Kopf-
schmerzen,  Schwindelgefühl,  Alpträume,  Angst  und  Unsicherheit 
vermögen  keine  Arbeitsunfähigkeit  von  invalidisierendem  Ausmass 
verursachen. Nach der Rechtsprechung ist entscheidend, ob der ver-
sicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeits-
fähigkeit  (bzw. der Fähigkeit,  sich im bisherigen Aufgabenbereich zu 
betätigen) sozial-praktisch zumutbar und für  die Gesellschaft  tragbar 
ist  (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; BGE 102 V 165). Dies kann im vor-
liegenden Fall, in dem es um die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit 
im Haushalt im Umfang von 75 % geht, ohne Weiteres bejaht werden.

6.4 Diese  Schlussfolgerung  muss  umso  mehr  gelten,  als  nach  der 
Rechtsprechung  die  im  Haushalt  Tätigen  aufgrund  der  ihnen  ob-
liegenden Schadenminderungspflicht  Verhaltensweisen zu entwickeln 
haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaft-
lichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst  vollständige und 
unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die 
versicherte  Person  wegen  ihrer  Behinderung  gewisse 

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Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand 
erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üb-
lichem  Umfang  die  Mithilfe  von  Familienangehörigen  in  Anspruch 
nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall  darf bei im Haushalt tätigen 
Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche 
nicht  mehr  erfüllt  werden  können,  durch  Drittpersonen  gegen  Ent-
löhnung  oder  durch  Angehörige  verrichtet  werden,  denen  dadurch 
nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unver-
hältnismässige  Belastung  entsteht.  Die  im  Rahmen  der  Invaliditäts-
bemessung  bei  einem  Hausmann  zu  berücksichtigende  Mithilfe  von 
Familienangehörigen  geht  daher  weiter  als  die  ohne  Gesundheits-
schädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um 
die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich 
eine vernünftige  Familiengemeinschaft  einrichten würde,  wenn  keine 
Versicherungsleistungen zu erwarten wären (BGE 133 V 504 E. 4.2).

Aus dem Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versicherten (act. 8)  
geht hervor, dass im Haushalt des Beschwerdeführers 6 erwachsene 
Personen,  jedoch keine Kinder  und keine dauernd pflegebedürftigen 
Personen leben. Der Beschwerdeführer gibt  an,  die Haushaltführung 
werde durch seinen ältesten Sohn besorgt. Er beanspruche keine Hilfe 
haushaltfremder Personen. 

Im vorliegenden Fall  kann somit von den mit  dem Beschwerdeführer 
zusammenlebenden Personen die  notwendige Unterstützung bei  der 
Hausarbeit  erwartet  werden. Die Einschränkung von 25 % in  Bezug 
auf Tätigkeiten im Haushalt  erscheint vor diesem Hintergrund und in 
Berücksichtigung  des  festgestellten  Gesundheitsschadens  als  an-
gemessen. 

6.5 Bei  dieser  Ausgangslage  konnte  die  Wartezeit  gemäss  Art.  29 
Abs. 1 Bst. b IVG (in der bis am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen 
Fassung; seit 1. Januar 2008: Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG) nicht ablaufen. 
Der Beschwerdeführer erfüllt somit die Anspruchsvoraussetzungen für 
eine Rentenzusprache nicht, zumal für ihn als kosovarischen Staats-
angehörige ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% erforderlich wäre, 
um in den Genuss einer Rente zu kommen (vgl. E. 5). Er hat  daher 
keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.

Aus den vorstehenden Erwägung ergibt sich, dass der gesundheitliche 
Zustand  des  Beschwerdeführers  keine  Invalidität  in  einem  renten-

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relevanten  Ausmass  zu  begründen  vermag.  Die  Vorinstanz  hat  das 
Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen. 

7.
Aufgrund der vorliegenden medizinischen Dokumentation, welche von 
Dr. P._______ vom RAD Rhone als genügend erachtet wurde, erübrigt 
sich  eine  weitere  Untersuchung  des  Beschwerdeführers.  Der  ent-
sprechende Antrag ist daher abzuweisen. 

8.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde als un-
begründet erweist und daher abzuweisen ist. 

9.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  dem  unterliegenden  Be-
schwerdeführer die Kosten zu auferlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese 
sind mit dem einbezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen. 

Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Partei-
entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.- verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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