# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ec91a27-0dd7-5ddf-a65e-d4d3f16ffff8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-18
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 18.08.2017 SK 2016 171
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2016-171_2017-08-18.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 16 171

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 18. August 2017 

Besetzung Oberrichter Aebi (Präsident i.V.), Obergerichtssuppleant Bettler, 
Oberrichterin Bratschi
Gerichtsschreiber Bruggisser

Verfahrensbeteiligte A.________
verteidigt durch Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

und

C.________
vertreten durch Fürsprecherin D.________

Straf- und Zivilklägerin

Gegenstand falsche Anschuldigung, evtl. üble Nachrede

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Emmental-
Oberaargau (Einzelgericht) vom 12. April 2016 (PEN 15 262)

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Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Mit Urteil vom 12. April 2016 hat das Regionalgericht Emmental-Oberaargau (Ein-
zelgericht; nachfolgend Vorinstanz) Folgendes erkannt (pag. 285 ff., Hervorhebun-
gen im Original):

I.

A.________ wird schuldig erklärt:

der falschen Anschuldigung, begangen am 12.09.2013 in E.________ z.N. C.________; 

und in Anwendung der Art. 34 Abs. 1 + 2, 42 Abs. 1 + 4, 44 Abs. 1, 47, 106, 303 Ziff. 1 StGB, 
Art. 426 ff. StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 250 Tagessätzen zu CHF 70.00, ausmachend total CHF 17‘500.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

2. Zu einer Verbindungsbusse von CHF 3‘500.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter 
Nichtbezahlung wird auf 50 Tage festgesetzt

3. Zu den Verfahrenskosten, bestehend aus Gebühren von CHF 3‘450.00.

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduziert sich die Gebühr um CHF 1‘000.00. Die 
reduzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 2‘450.00.

4. A.________ hat der Straf- und Zivilklägerin C.________ eine Entschädigung von CHF 7‘015.80 
für ihre Aufwendungen im Verfahren zu bezahlen.

II.

A.________ wird in Anwendung von Art. 47/49 OR sowie Art. 126 und 432 ff. StPO weiter verurteilt:

1. Zur Bezahlung von CHF 500.00 Genugtuung zuzüglich 5% Zins seit dem 21.03.2014 an die 
Straf- und Zivilklägerin C.________.

2. Auf den Zivilpunkt werden keine Verfahrenskosten ausgeschieden.

III.

[Eröffnung]

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete Rechtsanwältin F.________ als damalige Verteidige-
rin namens und im Auftrag des Beschuldigten mit Eingabe vom 13. April 2016 form- 
und fristgerecht die Berufung an (pag. 289). Die vom 1. Juni 2016 datierende Beru-
fungserklärung ging ebenfalls fristgerecht beim Obergericht des Kantons Bern ein 
(pag. 325 f.).

3

Mit Eingabe vom 20. Juni 2016 teilte die Generalstaatsanwaltschaft ihren Verzicht 
auf die Teilnahme am oberinstanzlichen Verfahren mit (pag. 333 f.). Die Straf- und 
Zivilklägerin C.________ (nachfolgend: Privatklägerin) erklärte innert Frist weder 
Anschlussberufung, noch machte sie Gründe für ein Nichteintreten auf die Beru-
fung des Beschuldigten geltend (vgl. pag. 335).

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Mit Eingabe vom 29. Juli 2016 stellte und begründete der Beschuldigte, neu vertei-
digt durch Fürsprecher B.________, den Beweisantrag, es sei ein kriminaltechni-
sches Gutachten über das Original der angeblichen Vereinbarung vom 11. Mai 
2013 einzuholen (pag. 348 ff.). Die Privatklägerin teilte mit Schreiben vom 25. Au-
gust 2017 mit, es bestünden keine Einwände gegen den Beweisantrag des Be-
schuldigten (pag. 355). In Gutheissung des Beweisantrages holte die Verfahrens-
leitung in der Folge beim Forensischen Institut Zürich ein kriminaltechnisches Gut-
achten ein (Gutachtensauftrag vom 13. September 2016, pag. 371 f.; Gutachten 
des Forensischen Instituts Zürich, G.________ und H.________, vom 13. Dezem-
ber 2016, pag. 377 ff.). 

Von Amtes wegen wurden in oberer Instanz überdies ein aktueller Strafregister-
auszug (pag. 425) sowie ein aktueller Leumundsbericht samt Erhebungsformular 
wirtschaftliche Verhältnisse und Betreibungsregisterauszug, datierend vom 26. Juli 
2017 (pag. 426 ff.), eingeholt. Zudem führte die Kammer mit dem Beschuldigten 
nochmals eine Befragung durch (pag. 443 ff.).

Den an der Berufungsverhandlung von Fürsprecher B.________ wiederholt gestell-
ten Beweisantrag, ein vom 2. Juni 2016 datierendes Dokument mit dem Titel 
«Chronologie Mandatsbeginn A.________» von Rechtsanwältin F.________ zu 
den Akten zu erkennen, wies die Kammer ab (pag. 442, pag. 448). Nach Ansicht 
der Kammer stellt das Dokument kein Beweismittel, insbesondere keine schriftliche 
Zeugenaussage, dar. Dessen Inhalt ist vielmehr als blosse Parteibehauptung zu 
qualifizieren. Daher nahm die Kammer das Dokument als Parteieingabe im Rah-
men des Parteivortrages entgegen (pag. 448, pag. 453 ff.).

4. Anträge der Parteien

Fürsprecher B.________ stellte für den Beschuldigten im Rahmen der oberinstanz-
lichen Verhandlung vom 18. August 2017 folgende Anträge (pag. 448, pag. 457; 
Hervorhebungen im Original):

1. A.________ sei freizusprechen von der Anschuldigung der falschen Anschuldigung, evtl. der 
üblen Nachrede, angeblich begangen vom 12.09.2013 in E.________ z.N. von C.________,

a. unter Auferlegung der gesamten erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten an 
den Kanton Bern, evtl. an die Privatklägerschaft,

b. unter Ausrichtung der gesamten erst- und oberinstanzlichen Verteidigungskosten 
gemäss den separat eingereichten Honorarnoten (von Rechtsanwältin F.________ und 
Fürsprecher B.________) sowie

c. unter Ausrichtung einer Genugtuung von CHF 500.00 an A.________.

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2. Die Zivilklage sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

3. Allfällige weitere Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen.

Mit schriftlicher Eingabe vom 11. Juli 2017 stellte Fürsprecherin D.________ für die 
Privatklägerin folgende Anträge (pag. 420):

1. Der Beschuldigte sei schuldig zu sprechen der falschen Anschuldigung, eventuell der üblen 
Nachrede, begangen am 12. September 2013 und 21. März 2014 in E.________ zum Nachteil 
von C.________.

2. Der Beschuldigte sei zu einer gerichtlich zu bestimmender Sanktion zu verurteilen.

3. Der Beschuldigte sei zu verurteilen, der Privatklägerin eine Genugtuungsleistung von 500.00 Fr. 
zuzüglich Zins zu 5% seit dem 21.03.2014 zu bezahlen.

4. Der Beschuldigte sei zu verurteilen, sämtliche Verfahrenskosten und den Parteikostenersatz der 
Privatklägerin gemäss eingereichter Kostennote für das erstinstanzliche Verfahren zuzüglich der 
nachzureichenden Kostennote für das obergerichtliche Verfahren zu bezahlen.

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Zufolge vollständiger Anfechtung hat die Kammer das erstinstanzliche Urteil in al-
len angefochtenen Punkten umfassend zu überprüfen (Art. 398 Abs. 2 StPO). Sie 
ist aufgrund der alleinigen Berufung des Beschuldigten an das Verschlechterungs-
verbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden, d.h. sie darf das Urteil nicht zu Un-
gunsten des Beschuldigten abändern (sog. Verbot der reformatio in peius).

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

6. Theoretische Grundlagen der Beweiswürdigung und Aussagenanalyse

Die Vorinstanz hat in der Urteilsbegründung die rechtlichen und theoretischen 
Grundlagen der Beweiswürdigung im Allgemeinen sowie die anerkannten Grund-
sätze und Kriterien zur Analyse von Aussagen im Besonderen zutreffend und aus-
führlich wiedergegeben, sodass auf diese verwiesen werden kann (pag. 297 ff., 
S. 4 ff. der Urteilsbegründung).

7. Unbestrittener und bestrittener Sachverhalt

Wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat, stellen sich vorliegend zwei Fragen: 
Stammt die Unterschrift auf S. 2 der «Abmachung zwischen A.________ und 
C.________ bezüglich Aufteilung des gemeinsamen Pferdebestandes» vom 
11. Mai 2013 (pag. 55 f., Nebenakten pag. 10/10.1 [Original]; nachfolgend Abma-
chung vom 11. Mai 2013) vom Beschuldigten und wenn ja, hat er realisiert, diese 
Abmachung zu unterschreiben? Während für die Beantwortung der ersten Frage 
objektive Beweismittel, vor allem das oberinstanzlich eingeholte kriminaltechnische 
Gutachten im Vordergrund stehen (vgl. E. 8 unten), erweisen sich bei der zweiten 
Frage insbesondere die Aussagen der Parteien als hilfreich (vgl. E. 9.1 und E. 9.3 
unten).

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Im Übrigen ist der Sachverhalt inklusive der Vorgeschichte und dem Rahmenge-
schehen im Wesentlichen unbestritten und es kann auf die Ausführungen der Vor-
instanz verwiesen werden, die Folgendes dazu festgehalten hat (pag. 300 f., S. 7 f. 
der Urteilsbegründung):

Der Beschuldigte und die Privatklägerin lebten während Jahren im Konkubinat. Sie haben zwei Kin-
der. Der Beschuldigte führt den Pferdebetrieb I.________ in J.________ (Ortschaft) 
(www.________.ch). Ob der Betrieb in der Vergangenheit zusammen mit der Privatklägerin im Rah-
men einer einfachen Gesellschaft geführt worden ist, wird vom Beschuldigten mit Vehemenz bestrit-
ten und bildet Gegenstand eines umfangreichen zivilrechtlichen Verfahrens. Fakt ist, dass das Kon-
kubinat im April 2013 aufgelöst worden ist, nachdem die Privatklägerin von einer ausserehelichen 
[recte: Fremd-] Beziehung des Beschuldigten erfahren hatte. Die Parteien schlossen am 25.04.2013 
eine Rahmenvereinbarung betreffend der Weiterführung der einfachen Gesellschaft K.________, be-
stehend aus C.________ und A.________, ab (pag. 57). Darin wurde u.a. vereinbart, dass 
C.________ und die gemeinsamen Kinder das Recht hätten, bis zur Volljährigkeit der Kinder im ge-
pachteten Haus (i.e. auf dem Betrieb) zu bleiben. Der Beschuldigte ist in einer ersten Phase denn 
auch vom Betrieb weggezogen, besuchte diesen aber täglich. Die avisierte [recte: anvisierte] Lösung 
erwies sich umgehend als nicht durchführbar, weswegen sich die Privatklägerin „vom Arzt krank 
schreiben liess“ und mit den Kindern für drei Monate nach M.________ zog. Da die Pferde bei der 
Zuchtorganisation auf die Namen der Privatklägerin und des Beschuldigten lauteten, wurden am 
11.05.2013 von beiden Parteien in L.________ Transfer Reports (pag. 32ff NA) unterzeichnet, die die 
fraglichen Pferde der Privatklägerin oder dem Beschuldigten zuwiesen. Die Transfer Reports sind in 
englischer Sprache verfasst und müssen in der Mitte der Urkunde unterzeichnet werden (pag. 32ff 
NA). Gewisse Pferde sind zwischen den Parteien nicht zugewiesen worden und können demnach oh-
ne gegenseitige Mitwirkung (bis heute) nicht veräussert werden. In L.________ fand am 11.05.2013 
ein Wettkampf, an welchem der Beschuldigte teilnahm, statt. Die Transfer Reports wurden auf der 
Motorhaube des Fahrzeuges der Privatklägerin unterzeichnet. Die Unterzeichnung der Transfer Re-
ports muss vor dem 11.05.2013 abgemacht worden sein, da sie von der PK vorbereitet werden muss-
ten und worden sind. Die Parteien vereinbarten, unter sich die meisten Pferde zu verteilen und die 
Transfer Reports entsprechend zu unterzeichnen. Gemäss dem Beschuldigten hat es „gechlepft“, be-
vor die Privatklägerin nach M.________ (Ortschaft) fuhr. Da habe man das Ganze angeschaut und 
sich die wichtigsten Pferde überschreiben wollen (pag. 196, Z. 39-44). Die Privatklägerin und der Be-
schuldigte sind sich einig, dass die Stimmung unter den Parteien schlecht war (vgl. u.a. pag. 189ff., 
EV PK vom 12.04.2016, pag. 195ff., EV Beschuldigter vom 12.04.2016).

Unbesehen davon, ob der Beschuldigte die Abmachung vom 11.05.2013 unterzeichnet hat, sind die 
Pferde gemäss der Abmachung zwischen den Parteien aufgeteilt worden oder verblieben beiden Par-
teien (pag. 55 i.V.m. pag. 196, Z. 18-23, pag. 199, Z. 28-42). Bei N.________ (Pferdename) handelt 
es sich um ein Pferd der Kinder (pag. 55, 196, Z. 18-25). Der Wallach O.________ (Pferdename) 
gehörte dem Beschuldigten und wurde von diesem verkauft (pag. 199, Z. 44-49). O.________ wird in 
der Abmachung vom 11.05.2013 erwähnt, nicht aber zugeteilt (pag. 55-56).

Präzisierend kann festgehalten werden, dass, nachdem der Beschuldigte in der 
Einvernahme vor der Kammer angegeben hat, er habe mit der Privatklägerin be-
sprochen, wer welches Pferd erhalten soll, bevor sie nach M.________ gegangen 
sei (pag. 445 Z. 23–25), nicht mehr nur zu vermuten ist, sondern Klarheit darüber 
besteht, dass die Unterzeichnung der Transfer-Reports vor dem 11. Mai 2013 unter 
den Parteien abgemacht worden war.

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8. Objektive Beweismittel

8.1 Handschriftenanalyse der Kantonspolizei Bern vom 19. Februar 2014 (Nebenakten 
pag. 7 ff.)

Im Rapport des Kriminaltechnischen Dienstes (KTD) der Kantonspolizei Bern kam 
Polizist P.________, Fachgruppe Urkunden und Schriften, zum Schluss, dass so-
wohl die hinweislosen Untersuchungsergebnisse der physikalisch-technischen Un-
tersuchungen bezüglich Fälschungsmanipulationen als auch diejenigen der schrift-
vergleichenden Analysen gesamthaft bewertet darauf schliessen lassen, dass es 
sich bei der fraglichen Unterschrift auf S. 2 der Abmachung vom 11. Mai 2013 nicht 
um eine Fälschung, sondern um einen authentischen, vom Beschuldigten geleiste-
ten Namenszug handelt (pag. 9 Nebenakten).

8.2 Kriminaltechnisches Gutachten des Forensischen Instituts Zürich vom 13. Dezem-
ber 2016 (pag. 377 ff.)

Die beiden Gutachter, G.________ und H.________, untersuchten die fragliche 
Abmachung und die sich darauf befindlichen Schreibleistungen mittels diverser, im 
Einzelnen beschriebener Methoden. Die durchgeführten materialtechnischen Un-
tersuchungen (Stereo- und Raumbildmikroskopie, visuelle und extravisuelle Unter-
suchung des optischen Verhaltens, elektrostatisches Abbildungsverfahren zur 
Sichtbarmachung nicht eingefärbter Schreibdruckrillen) wurden umfassend darge-
stellt, dokumentiert und erläutert. Zudem wurden eine Kongruenzprüfung der 
Schreibleistungen zur Feststellung allfälliger Deckungsgleichheit sowie eine um-
fangreiche Handschriftenanalyse, u.a. mit vergleichender Untersuchung, durchge-
führt. Weiter wurden im Gutachten die Untersuchungsbefunde unter Berücksichti-
gung materialkritischer Aspekte in Bezug auf die zur Diskussion sehenden Hypo-
thesen (vorliegend konkret Echtheits- versus Fälschungshypothese bezüglich 
Echtheit der Unterschrift und Hypothese «Blankounterschrift» versus «keine Blan-
kounterschrift» bezüglich Blankounterschrift) bewertet und einlässlich diskutiert. 
Schliesslich wurde beurteilt, wieviel plausibler die Befunde unter der Hypothese im 
Vergleich zur Alternativhypothese sind und so die Stärke des vorliegenden Bewei-
ses ermittelt. Dieser Beweiswert wird in Worten, nicht in Zahlen ausgedrückt, wobei 
vier Stufen möglich sind: «spricht ausserordentlich stark für die Hypothese bzw. Al-
ternativhypothese» bedeutet einen ausserordentlich starken Beweiswert, bei 
«spricht stark für die Hypothese bzw. Alternativhypothese» ist der Beweiswert 
stark, bei «spricht für die Hypothese bzw. Alternativhypothese» noch mässig und 
«spricht gleichermassen für beide Hypothesen/keine Aussage möglich» bedeutet, 
dass die Befunde keinen Beweiswert haben (pag. 380 ff.).

Die Gutachter hielten fest, die schriftvergleichenden Untersuchungen hätten einen 
grossen übereinstimmenden Merkmalskomplex ergeben (Parallelen in der Form-
gebung, Übereinstimmungen in den Strichbildeigentümlichkeiten und bei der 
Druckrhythmuseigenschaft), was den Erwartungen unter Annahme der Echtheits-
hypothese entspreche. Die minimalen Abweichungen liessen sich mit der natürli-
chen Variationsbreite erklären und sprächen nicht gegen Urheberidentität. Bei einer 
sog. Nachahmungsfälschung, d.h. einer Fälschung aufgrund einer Fälschungsvor-
lage, wären deutlichere Abweichungen, wie beispielswiese Unsicherheiten im 

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Strichbild, langsamere Schreibgeschwindigkeit oder stärker abweichende Formge-
bung zu erwarten. Zusammenfassend sprächen die festgestellten Befunde stark für 
die Echtheitshypothese (pag. 390).

Zum Ergebnis der Strichkreuzuntersuchung führten die Gutachter aus, dass die mit 
blauem Kugelschreiber auf der fraglichen Abmachung erstellte Unterschrift den 
maschinenschriftlichen Textteil an mehreren Stellen kreuze. Durch Reflexion auf 
verschiedenen Ebenen würden Kugelschreiberablagerungen im Auflicht Interfe-
renzfarben erzeugen. Wenn umgekehrt der Kugelschreiberstrich durch ein zweites 
Einfärbungsmittel (z.B. Druckfarbe) überdeckt werde, so sei im Strichkreuzungsbe-
reich keine Interferenzfarbenbildung mehr sichtbar. Vorliegend müsste unter An-
nahme der Hypothese «Blankounterschrift» das Interferenzfarben erzeugende 
Schreibeinfärbungsmittel (Kugelschreiberpaste) im Kreuzungsbereich durch die 
pigmentierte InkJet-Tinte, welche keine Interferenzfarben erzeuge, überdeckt wer-
den. Die festgestellte Interferenzfarbenbildung in den Kreuzungszonen (vgl. 
pag. 387, Abbildungen 4 und 5) seien unter Annahme einer Blankounterschrift als 
sehr unwahrscheinlich zu beurteilen. Sie entsprächen den Erwartungen unter An-
nahme der Hypothese «keine Blankounterschrift» bei der konkret verwendeten Ku-
gelschreiberpaste und liessen sich also widerspruchsfrei mit einer nach dem In-
kJet-Druck erstellten Unterschrift vereinbaren. Die Befunde sprächen deshalb aus-
serordentlich stark für die Hypothese, wonach es sich bei der fraglichen Unter-
schrift um keine Blankofälschung handelt (pag. 391).

Anhand der Untersuchungsresultate wurden die gestellten Gutachtensfragen vor-
liegend wie folgt beantwortet (pag. 392): 

1. Die Untersuchungsergebnisse sprechen stark dafür, dass die Unterschrift auf 
dem Dokument «Abmachung» vom 11. Mai 2013 vom Beschuldigten stammt.

2. Die Befunde sprechen ausserordentlich stark dafür, dass es sich nicht um eine 
Blankounterschrift handelt.

3. Aus methodischen Gründen können keine Angaben zum Alter der Unterschrif-
ten gemacht werden. Weiter sind auch keine Aussagen zum Alter des verwen-
deten Papieres möglich.

8.3 Würdigung der objektiven Beweismittel

Das oberinstanzlich eingeholte Gutachten vom 13. Dezember 2016 ist lege artis 
erstellt und in jeder Hinsicht nachvollziehbar, schlüssig und überzeugend. Zudem 
bestätigt es die Befunde der Kantonspolizei in ihrer Handschriftenanalyse. Vor dem 
Hintergrund der Ergebnisse des Gutachtens vom 13. Dezember 2016 geht mittler-
weile auch der Beschuldigte selbst davon aus, dass die Unterschrift von ihm 
stammt (pag. 444 Z. 31–32, pag. 446 Z. 27). Beweiswürdigend kommt die Kammer 
damit zum Schluss, dass die von der Verteidigung in der Berufungserklärung als 
Sachverhaltsvarianten a. und b. bezeichneten Hypothesen (vgl. pag. 349: a. Die 
Privatklägerin hat die Unterschrift des Beschuldigten gefälscht, indem sie oder je-
mand anderes die Signatur der Beschuldigten unter die Vereinbarung gesetzt hat; 
b. die Privatklägerin hat eine frühere Blankounterschrift des Beschuldigten verwen-
det und den Text der Vereinbarung auf Papier, welches bereits die Unterschrift des 
Beschuldigten enthielt, gedruckt.) ausscheiden. Die Unterschrift des Beschuldigten 

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auf der Abmachung vom 11. Mai 2013 ist echt, stammt von ihm selber und wurde 
erst nach dem maschinenschriftlichen Textteil auf dem Dokument angebracht (kei-
ne Blankounterschrift).

9. Zur Frage der bewussten Unterzeichnung der Vereinbarung 

Nachdem die Urheberschaft der Unterschrift in Würdigung der objektiven Beweis-
mittel hat geklärt werden können, ist einzig noch fraglich, ob der Beschuldigte, als 
er die Vereinbarung unterschrieb, dies allenfalls aufgrund der speziellen Umstände 
nicht realisierte. Es ist also zu prüfen, ob allenfalls die von der Verteidigung als 
Sachverhaltsvariante c. bezeichnete Variante – pag. 349: c. Die Privatklägerin hat 
die Situation ausgenutzt und dem Beschuldigten die Vereinbarung zur Unterschrift 
gleichsam untergejubelt, sodass dieser sich nicht bewusst war, dass er eine solche 
Vereinbarung unterschrieben hatte – zutrifft. Zu präzisieren ist aber, dass, wenn 
man davon ausginge, dass der Beschuldigte die Vereinbarung unterschrieb, ohne 
dessen bewusst zu sein, nicht zwingend zu bedeuten hätte, dass die Privatklägerin 
ihm damit etwas unterjubelte bzw. hat unterjubeln wollen (vgl. E. 9.3.2 unten).

Um die Frage zu beantworten, sind insbesondere die Aussagen und das Aussage-
verhalten der Parteien (subjektive Beweismittel) zu beleuchten und anschliessend 
auch vor dem Hintergrund der objektiven Erkenntnisse sowie der weitgehend un-
bestrittenen Gesamtsituation der Parteien zu würdigen.

9.1 Aussagen

9.1.1 des Beschuldigten

Bei der Vorsprache auf dem Polizeiposten am 12. September 2013, in welcher der 
Beschuldigte Anzeige gegen die Privatklägerin erstattete (vgl. Nebenakten pag. 1), 
gab der Beschuldigte als Auskunftsperson an, er habe eine Kopie des angeblichen 
Abmachungsschreibens vom 11. Mai 2013 am Tag zuvor via Anwältin erhalten. 
Dabei bestritt er entschieden, dieses Papier unterschrieben zu haben. Er habe am 
fraglichen Tag die Abstammungspapiere der Pferde (Transfers) unterschrieben, 
aber sicherlich nicht dieses Abmachungsschreiben. Er wies auch gleich explizit und 
sehr konkret auf Differenzen zu seiner Unterschrift hin, die er zu erkennen glaubte 
(beim Buchstaben «A» im Vornamen mache er keinen Schwung, das «i» mache er 
gerade und nicht gebogen; pag. 18 f., Nebenakten pag. 39 f.).

Am 21. März 2014, nachdem die von ihm angezeigte Privatklägerin mittlerweile 
Gegenanzeige eingereicht hatte, wurde der Beschuldigte erneut als Auskunftsper-
son polizeilich befragt (Nebenakten pag. 49 ff.). Er machte geltend, er hätte die 
Transferpapiere nie unterschrieben, «wenn ich gewusst hätte, dass Frau 
C.________ mich irgendwie hereinlegen würde» (Nebenakten pag. 49 Z. 15–17). 
Weiter gab er an, sie hätten die Transferpapiere ca. 30 Minuten vor dem Turnier 
unterschrieben. Auf entsprechende Frage schloss er eine Verwechslung der Papie-
re mit dem Vereinbarungsschreiben aus: «Ich glaube nicht. Es waren sehr viele 
Transfers. Ich glaube es jedoch nicht» (Nebenakten pag. 50 Z. 35). Er wollte dann 
auch (von der Polizei verbalisiert) nochmals klargestellt haben, dass er diese Ab-
machung nicht unterschrieben habe, sondern nur die Transfers. Wie die Privatklä-
gerin es gemacht habe, könne er nicht sagen (Nebenakten pag. 50 Z. 3–39). Auf 

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Vorhalt der Ergebnisse des KTD, wonach der Namenszug von im selber stamme, 
meinte der Beschuldigte wörtlich: «Dies kann nicht sein, dies ist nicht möglich. Frau 
C.________ kam erst im Nachhinein mit diesem Schreiben. Darauf werde ich nur 
benachteiligt. Ich habe diesen Text sicher nicht unterschrieben» (Nebenakten pag. 
50 Z. 41–48). Die Transferpapiere seien auf der Motorhaube des Nissan Patrols 
ausgebreitet gewesen, sie hätten diese gleichzeitig unterschrieben. Er frage sich, 
ob die Privatklägerin womöglich die Transferschreiben vorbereitet habe und so zu 
seiner Unterschrift gekommen sei. Daneben sehe er absolut keine andere Möglich-
keit (Nebenakten pag. 51 Z. 72–75). Er stellte dann noch weitere Überlegungen an 
und sagte, es mache einfach keinen Sinn, wieso er diese Vereinbarung hätte un-
terschreiben sollen. Eventuell sei in den Bürounterlagen noch eine Blankounter-
schrift vorhanden gewesen, da er zwischendurch beim Telefonieren unterschrieben 
habe (Nebenakten pag. 51 Z. 101–103). Zum Schluss wollte er dem Protokoll noch 
beigefügt haben, er habe diesen Text nie so unterschrieben. Er werde in dieser 
Abmachung ja nur benachteiligt. Die Abmachung sei ein Gegenschachzug der Pri-
vatklägerin gewesen, weil er und seine Anwältin Forderungen geltend gemacht hät-
ten, die viel höher gewesen seien. «Mit der Abmachung kam sie erst nach unseren 
Forderungen» (Nebenakten pag. 51 Z. 107–110).

In der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 12. April 2016 wurde der Beschul-
digte zuerst zur Rahmenvereinbarung vom 25. März 2013 (pag. 195 f.) und sodann 
zu den am 11. Mai 2013 unterzeichneten Transferpapieren bzw. zum Sinn der Ab-
machung vom 11. Mai 2013 befragt (pag. 196 ff.). Dabei sagte er, man habe aufge-
teilt, damit man gegebenenfalls mit einer einzigen Unterschrift Pferde verkaufen 
könne. Auf die Frage, wann man sich darauf geeinigt habe, so vorzugehen, gab er 
an, dies sei nachdem es zwischen ihm und der Privatklägerin «gchlepft» gehabt 
habe gewesen, bevor sie nach M.________ gefahren sei, da habe man das ganze 
angeschaut und sich die wichtigsten Pferde gegenseitig überschreiben sollen. Das 
sei nach Abschluss der Rahmenvereinbarung gewesen (pag. 196 Z. 34–44). Sie 
hätten am 11. Mai 2013 jeweils beide wechselseitig die Transferpapiere unter-
schrieben. Die Pferde seien so aufgeteilt worden wie auf S. 16 der Klageantwort 
(im Zivilverfahren CIV ________) aufgelistet. Auf Vorhalt des Transfer-Reports 
Q.________ (Pferdename) bestätigte er, dies sei ein solcher Transferreport, es sei 
aber nicht richtig, dass diese im (US)-Original ein etwas grösseres Format als A4 
hätten. Beim Verlesen räumte er dann ein, es möge sein, dass die US-
Originalpapiere ein wenig grösser seien als A4, die am 11. Mai 2013 ausgefüllten 
und unterzeichneten Papiere könnten aber vom Internet heruntergeladen werden 
(pag. 197 Z. 33–44, pag. 198 Z. 1–3). Der Termin vom 11. Mai 2013 zur Unter-
zeichnung in L.________ sei via Herrn R.________ abgemacht worden. Auf Vor-
halt der Abmachung und auf Frage, wer diese Urkunde erstellt habe, sagte der Be-
schuldigte: «Ich weiss es nicht. Ich habe sie nicht gemacht» (pag. 198 Z. 31–38). 
Und auf Vorhalt der Ergebnisse des UTD wiederholte der Beschuldigte nochmals, 
er habe dies nicht unterschrieben (pag. 198 Z. 40–47). Er wisse nichts von dem; er 
wisse, dass er Transferpapiere unterschrieben habe, aber so etwas nicht. Er wüss-
te auch gar nicht, weshalb man so etwas unterschreiben bzw. abmachen sollte. Sie 
hätten die Pferde ja am gleichen Tag schon aufgeteilt. Wenn man ein Transferpa-
pier unterschrieben habe, sei es «düre»; danach könne jeder mit seinem Pferd ma-

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chen, was er wolle. Einen allfälligen Verkauf müsse man auch nicht mehr abrech-
nen, die Pferde seien mit der Unterschrift übergeben (pag. 199 Z. 2–14). Er be-
gründete im Weiteren die im Zivilverfahren von der Privatklägerin verlangten 
CHF 141‘500.00 für die übertragenen Pferde inklusive Unterhalt bis 11. Mai 2013. 
Mit der Aufteilung sei er eigentlich nicht einverstanden gewesen, habe aber keine 
andere Wahl gehabt, damit er weiterhin mit Pferden habe handeln bzw. seine Exis-
tenz habe weiterführen können. Auf die konkrete Frage, ob er mit der Privatklägerin 
am 11. Mai 2013 irgendeinen Anrechnungspreis abgemacht habe, sagte er: «Nein. 
Ich weiss einfach, dass ich damals unterschreiben musste, weil ich sonst nicht hät-
te weiter existieren können» (pag. 200). Auch wenn die Pferde im Wesentlichen 
gemäss der Abmachung aufgeteilt worden seien, so habe er die Vereinbarung 
trotzdem nicht unterschrieben. Abgesehen von den Transferpapieren, die alle in ei-
nem «Mäppli» gewesen seien, habe er nichts unterschrieben (pag. 201 Z. 1–11). 
Er sei kurz vor der Teilnahme am Turnier gestanden, da sei man auch als Profi 
aufgeregt und müsse sich das Pattern einprägen. «Man hat dann irgendwie einen 
Tunnelblick» (pag. 201 Z. 19–20). Er habe der Privatklägerin nicht sagen können, 
sie solle bis nach dem Turnier warten. Sie habe sofort nach M.________ fahren 
wollen, die Pferde seien schon im Fahrzeug gewesen und man habe direkt auf der 
Motorhaube unterschreiben müssen (pag. 201 Z. 27–31). Auf Vorhalt, dass er ei-
nerseits nicht unterschrieben haben wolle und andererseits geltend mache, er habe 
einen Tunnelblick gehabt, gab der Beschuldigte an: «Ich für mich habe das Gefühl, 
ich habe dieses Papier nie unterschrieben» (pag. 201 Z. 33–36). Auf Frage der Be-
deutung des Hinweises «auf Anraten der Rechtsvertreterin» auf dem Anzeigerap-
port vom 11. November 2013 führte der Beschuldigte aus, es seien damals mehre-
re Sachen gewesen, derentwegen er Anzeige habe erstatten müssen, es habe ein 
derartiges Ausmass angenommen gehabt, vor allem das mit dem Anhänger. Mit 
der Anwältin habe er das weitere Vorgehen vorgängig besprochen (pag. 201 Z. 38–
47, pag. 202 Z. 2–5). Er sei überzeugt gewesen, dass seine Unterschrift auf der 
Abmachung vom 11. Mai 2013 gefälscht sei. Er sei sich nicht bewusst, dass er so 
etwas jemals unterschrieben hätte bzw. er sei weiterhin überzeugt, dass er das 
nicht unterschrieben habe und weiter: «Ich verstehe es nicht. Ich verstehe nicht, 
dass das Dokument meine Unterschrift – wenn es denn meine ist – trägt» (pag. 
202 Z. 7–16). Auf Frage seiner damaligen Verteidigerin sagte er, man habe die 
Transferpapiere unten ein wenig aus dem «Mäppli» (Sichtmäppchen) rausgezogen. 
Auf Nachfrage des Gerichtspräsidenten gab der Beschuldigte an, die Privatklägerin 
habe den Transferreport jeweils halb rausgezogen, so dass man ihn habe unter-
schreiben können. Man habe alle – ein «Mäppli» pro Pferd – auf der Motorhaube 
ausgebreitet, die Haube sei voll davon gewesen und er habe dann in einem Zug al-
le unterschrieben (pag. 203 Z. 2–24). Schliesslich gab der Beschuldigte auf Frage, 
warum er trotz Tunnelblick so gut Auskunft über die Beschaffenheit der einzelnen 
«Mäppli» und den Akt des Unterzeichnens geben könne, an, dies sei, weil er diese 
«Mäppli» so seit jeher gesehen habe und diese seit Jahren so seien (pag. 203 
Z. 28–38).

In der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte, angesprochen auf die Er-
gebnisse des Gutachtens vom 13. Dezember 2016, aus, er sei bis zu diesem Zeit-
punkt zu 100% überzeugt gewesen, dass es nicht seine Unterschrift sei. Er könne 

11

sich nicht erinnern, die Abmachung unterschrieben zu haben, müsse jetzt aber da-
von ausgehen, dass er unterschrieben habe. Er kenne den Text aber nicht und 
wisse auch nicht, wieso er so etwas hätte unterschreiben sollen. Angesprochen auf 
die gegenüber der Polizei behaupteten Differenzen zur eigenen Unterschrift führte 
der Beschuldigte aus, er sei damals ganz, ganz sicher gewesen, dass er es nicht 
unterschrieben habe, er habe einfach nur die Abstammungsurkunden unterzeich-
net. Als er die Unterschrift gesehen habe, habe er davon ausgehen müssen, dass 
die Unterschrift nicht von ihm stamme, da eine solche leicht zu fälschen sei. Leider 
habe er sich damals überreden lassen, vor dem Turnier die Abstammungspapiere 
zu unterschreiben (pag. 444 Z. 28–44). Am 11. Mai 2013 habe er in L.________ 
ein Turnier mit einem Kundenpferd gehabt. Seine Ex-Partnerin (die Privatklägerin) 
sei mit all diesem Zeug gekommen und habe ihn überredet, die Papiere zu unter-
schreiben, was er dummerweise gemacht habe. Er habe reiten wollen und daher 
pressiert (pag. 445 Z. 1–5). Auf Vorhalt seiner früheren Aussagen, wonach die 
Transferpapiere unten ein wenig aus dem «Mäppli» herausgezogen worden seien, 
damit man sie unterschreiben könne, sowie auf Frage, wie die Privatklägerin dann 
gewusst habe, was sie in die Papiere reinschreiben musste, gab er an, die Adres-
sen hätte später eingesetzt werden können, es sei rein nur um die Unterschrift für 
die jeweiligen Pferde gegangen. Auf Frage, wie er denn die inhaltliche Richtigkeit 
der Transferpapiere kontrolliert habe, führte er weiter aus, es seien so «Ordner-
mäppli» gewesen, auf denen man auf der oberen Seite den Namen des jeweiligen 
Pferdes sehe (pag. 445 Z. 8–21). Die Transferpapiere – so gab er später auf Nach-
frage an – seien nicht ausgefüllt gewesen; aufgrund des Abstammungspapiers ha-
be man aber gewusst, um welches Pferd es gegangen sei (pag. 446 Z. 12–15). 
Weiter gab er, gefragt, wie abgemacht worden sei, wer welches Pferd erhalte, an: 
«Bevor sie nach M.________ ging, haben wir das im Stall besprochen. Es war 
nicht ganz freiwillig von mir, ich musste. Man ist einfach durch den Stall durchge-
laufen» (pag. 445 Z. 23–25). Das was auf S. 2 der Vereinbarung stehe, mache kei-
nen Sinn. So habe die Privatklägerin nichts zu tun mit dem Hengst S.________ 
(Pferdename) und dem verkrüppelten Fohlen T.________ (Pferdename) Auch sehe 
er nicht ein, wieso er als ihr Ex die Pferde hätte trainieren sollen und die Fohlen-
weide CHF 300.00 statt CHF 350.00 kosten sollte. Er würde dies so nie unter-
schreiben (pag. 445 Z. 27–33). Zu dem von ihm erwähnten Tunnelblick führte er 
aus, dass er konzentriert gewesen sei auf das, was er danach habe reiten wollen, 
ohne zu merken, was auf der Seite passiere. Er habe damit sagen wollen, dass er 
in der Vorbereitung gestanden sei und ziemlich pressiert habe (pag. 446 Z. 1–10). 
Angesprochen auf die äusserlichen Unterschiede zwischen der Abmachung und 
den Transferpapieren gab der Beschuldigte an, dass er die Abmachung vermutlich 
unterschrieben habe, ohne dies zu wissen. Er habe die Sachen für das Turnier 
auswendig lernen müssen, vermutlich einfach zu viel Vertrauen gehabt, den Text 
aber nie gesehen (pag. 446 Z. 24–29). Auf Frage nach dem Wert der (gemäss Ak-
ten) 18 Pferde, führte er aus, diese hätten viel Wert gehabt, wohl über 
CHF 200‘000.00, er könne es aber nicht genau sagen. Die Frage, ob es nicht naiv 
sei, mit einer Frau, mit der man schon damals kein gutes Verhältnis mehr gehabt 
habe, einfach so mündlich über CHF 200‘000.00 zu entscheiden, bejahte der Be-
schuldigte und fügte an, er hätte die Pferde aber nicht ohne ihre Unterschrift ver-

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kaufen können, es sei das Dümmste, was er habe machen können (pag. 447 Z. 1–
10). Auf Frage seines Verteidigers, wie er sich den Eindruck des erstinstanzlichen 
Richters, dass er, der Beschuldigte, emotionslos gewesen sei, erklären könne, 
führte der Beschuldigte aus, er sei überhaupt nicht emotionslos gewesen, seine 
damalige Anwältin habe ihm aber geraten, ruhig zu bleiben und sich nicht aufzure-
gen (pag. 447 Z. 12–15).

9.1.2 der Privatklägerin

Die Privatklägerin wurde am 28. Oktober 2013 als Auskunftsperson befragt, nach-
dem sie gleichentags gegen den Beschuldigte Strafanzeige wegen falscher An-
schuldigung eingereicht hatte (pag. 11 ff.; vgl. Anzeigerapport, pag. 2 f.). Sie erklär-
te, sie sei am Vortag von der Polizei darüber informiert worden, dass der Beschul-
digte gegen sie Anzeige wegen Urkundenfälschung in zwei Fällen (Umschreibung 
eines Fahrzeugausweises und Vereinbarung von L.________ (Ortschaft)) ange-
zeigt habe. Die Anschuldigungen würden nicht der Wahrheit entsprechen und seien 
aus der Luft gegriffen. Das lasse sie sich nicht bieten. Sie hätten sich am 11. Mai 
2013 in L.________ getroffen. Er habe ihr einen Anhänger mit zwei Pferden dorthin 
gebracht. Bevor sie sich verabschiedet hätten, hätten sie beide eine Vereinbarung 
mit der Aufteilung ihrer gemeinsamen Pferde und der Zahlung der Fehlbeträge un-
terschrieben. Ebenfalls unterschrieben worden seien alle Transfer-Reports, weil die 
Pferde beiden gehört hätten (pag. 12 Z. 18–43). Sie äusserte sich zu weiteren Mei-
nungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit der Trennung vom Beschuldigten 
und bezeichnete ihr Verhältnis als «aufs Äusserste angespannt und ganz 
schlecht». Sie werde von ihrem Ex-Partner wegen Urkundenfälschung beschuldigt, 
weil dies der Bestandteil ihrer Forderungen gemäss der Vereinbarung sei und er 
dies nicht zahlen wolle. Die Handlungen und das Verhalten des Beschuldigten 
würden seit Juni 2013 darauf hindeuten, dass er klar von der Vereinbarung ge-
wusst habe. Entsprechend habe er seine Pferde verkauft. Die Behauptung, dass 
sie seine Unterschrift gefälscht habe, stimme überhaupt nicht und sie möchte, dass 
es von der Unterschrift ein graphologisches Gutachten gemacht werde (pag. 13 
Z. 77–93).

In der polizeilichen Einvernahme vom 7. November 2013 (pag. 14 ff., Nebenakten 
pag. 53 ff.) sagte sie als u.a. wegen Urkundenfälschung beschuldigte Person, der 
Beschuldigte habe die Unterschrift selber getätigt. Die Vereinbarung hätten sie bei-
de zur gleichen Zeit in L.________ unterschrieben. Sie seien sich darüber einig 
gewesen und hätten diese Vereinbarung in gegenseitigem Einverständnis bei fried-
lichem Einvernehmen unterschrieben (pag. 14 Z. 15–17). Auf die Frage, wo sich 
das Original der Abmachung vom 11. Mai 2013 zurzeit befinde, sagte sie, ein Ex-
emplar befinde sich beim Beschuldigten, ein Exemplar sei bei ihrer Anwältin in 
U.________. Das Schriftstück regle die Aufteilung des Pferdebestandes und auf 
der zweiten Seite den ihr aufgrund der geringeren Anzahl Pferde zustehenden 
Fehlbetrag sowie weitere Details zu den verbleibenden Pferden. Sie gehe davon 
aus, dass die ganze Aktion nun von ihm veranstaltet werde, damit er Zeit gewinnen 
könne. Sie habe das Schriftstück verfasst, er habe keinen Zugang zu einem PC 
gehabt. Er sei damit einverstanden gewesen, dass sie dies wie telefonisch abge-
macht aufsetzen würde (pag. 15 Z. 43–63). Unterschrieben hätten sie das Schrift-

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stück in L.________ auf dem Auto, am 11. Mai 2013 vormittags. Er habe ihr zwei 
Pferde nach L.________ gebracht (pag. 16 Z. 67–68).

Am 20. Dezember 2013, erneut als Beschuldigte befragt (Nebenakten pag. 57 ff.), 
verneinte die Privatklägerin die Frage, ob sie früher im Namen des Beschuldigten 
Dokumente oder ähnliches unterschrieben habe. Wenn er gesagt habe, dass sie 
unterschreiben solle, habe sie dies höchstens mit dem Zusatz «i.V.» gemacht. Da-
neben habe sie alles soweit bereitgehalten, sodass der Beschuldigte beim Mittag-
essen nur noch habe unterschreiben können (Nebenakten pag. 58 Z. 37–42). Zum 
Zeitpunkt der Unterzeichnung seien zwar ziemlich viele Personen zugegen gewe-
sen, explizit habe dies aber niemand mitbekommen. Das sei zu diesem Zeitpunkt 
auch kein Problem gewesen, es sei ihm ja auch erst nach 6 Monaten in den Sinn 
gekommen, dass sie die Unterschrift gefälscht habe (Nebenakten pag. 58 Z. 45–
49).

In der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 12. April 2016 (pag. 189 ff.) 
bestätigte die Privatklägerin ihre bisherigen Aussagen. Die Gegenanzeige habe sie 
gemacht, weil sie der Meinung sei, «dass man nicht einfach Leute derart in die 
Pfanne hauen kann» und «dass es nicht richtig ist, dass man das macht». Sie er-
warte, dass man dem Beschuldigten sage, «dass es so nicht geht und dass er auf-
hören soll, solches Zeug zu machen» (pag. 189 Z. 12–31). Am 1. April 2013 habe 
sie herausgefunden, dass der Beschuldigte sie mit seiner jetzigen Lebenspartnerin 
betrogen gehabt habe. Drei Tage später habe er ausziehen müssen, sei aber wei-
terhin tagsüber auf dem Hof gewesen. Um die Situation zu regeln, habe sie eine 
Rahmenvereinbarung aufgesetzt. Sie hätten diese dann gemeinsam angeschaut 
und rund einen Monat versucht, dies so zu praktizieren; es habe aber natürlich 
nicht funktioniert (pag. 189 Z. 33–43, pag. 190 Z 1–8). Nach der Stimmung im April 
2013 gefragt, sagte sie: «Ich dachte immer, die Stimmung sei schlecht, aber wenn 
ich mit heute vergleiche, war es noch gut» (pag. 190 Z. 13–14). Sie habe dem Be-
schuldigten «wüst gesagt», sich dann wieder ein wenig gefasst und sich gesagt, sie 
hätten doch den Betrieb zusammen aufgebaut. Es habe auch gute Phasen gege-
ben, teilweise hätten sie auch zusammen reden können. Es sei aber auch immer 
wieder zu Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen gekommen. 
Nach ca. einem Monat habe sie gemerkt, dass es nicht gehe bzw. dass sie das so 
nicht prästiere; sie habe ja nebenbei immer noch Schule gegeben. Sie habe sich 
dann vom Arzt krankschreiben lassen und sei mit den Kindern für 3 Monate zu ih-
ren Eltern nach M.________ gegangen, um zu überlegen, wie es weiter gehen sol-
le (pag. 190 Z. 16–26). Während ihrer Zeit in M.________ hätten sie regelmässig 
telefoniert und sie habe ihm gesagt, dass sie den Betrieb würden auflösen müssen, 
weil es so nicht gehe. «Wir waren damals diesbezüglich eigentlich einig. Die Pferde 
gehörten ja beiden gemeinsam, also sagten wir uns ‹chumm, de teile mir die Ross 
uf›» (pag. 190 Z. 39–45). Sie erklärte weiter, sie habe die Urkunde erstellt und sie 
hätten die Pferde, um einem Streit vorzubeugen, immer in Zweiergruppen aufge-
teilt, bei denen beide Pferde etwa den gleichen Wert gehabt hätten. «Das Aufteilen 
sollte dann so funktionieren, dass je einer von uns beiden aus diesen gebildeten 
Zweiergruppen ein Pferd auslesen würde und der andere dann das andere Pferd 
nehmen sollte» (pag. 190 Z. 47, pag. 191 Z. 2–6). Die Aufteilung sei im Rahmen 
von Telefonaten zustande gekommen, sie habe es dann aufgesetzt. Unterzeichnet 

14

worden sei die Urkunde von ihm und ihr am 11. Mai 2013 in L.________, nach dem 
Mittag auf der Motorhaube. Die Transfer-Reports bzw. Dokumente habe sie eben-
falls vorbereitet gehabt (pag. 191 Z. 22–33). Auch die Transferpapiere hätten sie 
beide am 11. Mai 2013 unterzeichnet (pag. 192 Z. 17–19 und Z. 31–33). «Da feh-
len mir die Worte», entgegnete sie auf Vorhalt, dass der Beschuldigte zu Protokoll 
gegeben habe, er sei sich nicht bewusst, die Abmachung vom 11. Mai 2013 unter-
schrieben zu haben (pag. 193 Z. 9–12). Nach der Anzeige durch den Beschuldig-
ten gegen sie habe sie mit dem Beschuldigten mal am Telefon gesprochen, ge-
fragt, was das eigentlich solle und ob er wisse, dass es verboten sei, so etwas zu 
machen (pag. 193 Z. 21–25). Auf die Frage, ob das Abschneiden an einem solchen 
Wettkampf für einen Betrieb wie den ihren einen wirtschaftlichen Einfluss habe, 
sagte sie, auf diesem Niveau eigentlich nicht. Man wolle schon möglichst gut ab-
schneiden, es sei aber auch nicht so, dass einen die Teilnahme ausser Rand und 
Band geraten lasse (pag. 194 Z. 10–14).

9.2 Würdigung der Vorinstanz

Nachdem die Vorinstanz zum Schluss gekommen war, dass die Unterschrift auf 
der Abmachung vom 11. Mai 2013 vom Beschuldigten stamme und eine Blankoun-
terschrift ausgeschlossen werden könne (pag. 301 f., S. 8 f. der Urteilsbegrün-
dung), befasste sie sich weiter mit der Frage, ob der Beschuldigte die Abmachung 
bewusst oder unbewusst unterschrieben hat. Während sie die Aussagen der Pri-
vatklägerin hierzu als detailliert und lebendig beschrieb, erachtete sie diejenigen 
des Beschuldigten als emotionslos und nur wenig glaubhaft. Die Vorinstanz machte 
diverse Umstände aus, die dafür sprächen, dass der Beschuldigte die Vereinba-
rung vom 11. Mai 2013 willentlich und bewusst unterschrieben habe. So leuchte 
nicht ein, dass der Beschuldigte damals, als die Zeiten, in welchen man sich ver-
traute, definitiv vorbeigewesen seien, unbesehen und vertrauensselig eine Urkunde 
unterzeichnet haben sollte, deren Inhalt er nicht kenne und habe kennen lernen 
wollen, zumal es um seine finanzielle Existenz gegangen sei. Weiter sähen sich die 
Abmachung und die unbestrittenermassen unterzeichneten Transfer-Reports in 
keiner Weise ähnlich; auch die Rahmenvereinbarung sei schriftlich abgeschlossen 
worden, das Vereinbarte mache für den Beschuldigten durchaus Sinn und der Ver-
einbarung sei durch die Parteien nachgelebt worden, insbesondere habe eine ent-
sprechende Aufteilung der Pferde stattgefunden. Zudem spreche der Inhalt der 
Abmachung dafür, dass sie ein Produkt gemeinsamer Besprechungen und wech-
selseitiger Standpunkte sei. Auch der Hinweis im Schreiben der Anwältin des Be-
schuldigten, Rechtsanwältin F.________, vom 18. Juli 2013, dass ihr Klient sich an 
die anlässlich der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes abgeschlossene Ver-
einbarung nicht mehr gebunden fühle und insbesondere hinsichtlich der Pferdever-
käufe eine wertmässige Rückabwicklung zu erfolgen habe, spreche dafür, dass der 
Beschuldigte Kenntnis von der Vereinbarung gehabt habe. Schliesslich sei der im 
Schreiben der Anwältin der Privatklägerin, Rechtsanwältin V.________, vom 
28. Juni 2013 genannte Stichtag für die Auflösung der einfachen Gesellschaft per 
1. Juni 2013, welcher auch in der Abmachung erwähnt sei, von der Gegenseite nie 
bestritten worden. In Würdigung dieser Umstände, der Aussagen der Beteiligten 
und der Gesamtsituation kam die Vorinstanz so zum Schluss, dass der Beschuldig-
te im Wissen um die von ihm am 11. Juni 2013 unterzeichnete Vereinbarung und 

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deren Inhalt am 12. September 2013 auf der Polizeiwache erschienen sei, und ge-
gen die Privatklägerin u.a. wegen Urkundenfälschung Strafanzeige eingereicht ha-
be (pag. 302 ff., S. 9 ff. der Urteilsbegründung).

9.3 Würdigung der Kammer

9.3.1 Nach Auffassung der Kammer können die Aussagen des Beschuldigten, entgegen 
der Einschätzung der Vorinstanz, nicht einfach als unglaubhaft bezeichnet werden. 
So ist der Umstand, dass er zunächst am 12. September 2013 auf angebliche Ab-
weichungen zur eigenen Unterschrift hinwies, sich die Unterschrift dann aber 
später doch als die seinige herausstellte, in diesem Zusammenhang nicht zu sei-
nem Nachteil auszulegen. Geradesogut ist nämlich denkbar, dass er in vollster 
Überzeugung, die ihm unbekannte Abmachung nie unterzeichnet zu haben, nach 
Abweichungen suchte, was durchaus begreiflich wäre. Eine solche Deutung legen 
die ernsthaft wirkenden Beteuerungen des Beschuldigten vor der Kammer nahe, er 
sei zu jenem Zeitpunkt zu 100% überzeugt gewesen, dass es sich nicht um seine 
Unterschrift handle. Konfrontiert mit der Erkenntnis des UTD, wonach die Unter-
schrift von ihm stamme, meinte er am 21. März 2014 zunächst noch, das könne 
nicht sein. Da er aber nicht an eine Verwechslung mit den Transferpapieren glaub-
te, mutmasste er dann, die Privatklägerin sei bei der Vorbereitung der Transferpa-
piere zu seiner Unterschrift gelangt oder in den Bürounterlagen könnte noch eine 
Blankounterschrift vorhanden gewesen sein. Nachdem sich aufgrund des Gutach-
tens vom 13. Dezember 2016 auch die Hypothese «Blankounterschrift» als un-
wahrscheinlich herausstellte, betonte er nochmals, dass er den Text nicht kenne 
und sich nicht erinnern könne, die Abmachung unterschrieben zu haben. Dass sich 
diese teilweise etwas naiv wirkenden Erklärungsversuche dafür, wie seine nun 
wohl doch als echt zu qualifizierende Unterschrift auf das Papier gelangt sein könn-
te, weitgehend am sukzessiven Erkenntnisgewinn im Laufe des Verfahrens an-
passten, schliesst keineswegs aus, dass der Beschuldigte die Abmachung tatsäch-
lich nicht bewusst unterschrieben hat. Im Gegenteil, diese Abweichungen in der 
Darstellung der Geschehnisse können sogar als Hinweis darauf verstanden wer-
den, dass ihm die Vereinbarung unbekannt und vor allem deren Unterzeichnung 
durch ihn selber gänzlich unbewusst waren. Im Übrigen erweisen sich seine Aus-
sagen, auch wenn oft eher kurz gehalten, als konkret und hinsichtlich des zentralen 
Handlungsablaufs als konstant und plausibel. Anlässlich der Einvernahme in der 
Berufungsverhandlung konnte sich auch die Kammer einen eigenen Eindruck vom 
Beschuldigten verschaffen. Er wirkte vom Typ her eher ruhig, nicht besonders emo-
tional, wobei er aber nicht ganz zu verbergen vermochte, dass ihn der Streit mit der 
Privatklägerin zusetzt. Für die Beurteilung der Zuverlässigkeit seiner Angaben er-
achtet die Kammer seinen Gemütszustand, insbesondere die von der Vorinstanz 
attestierte Emotionslosigkeit, indessen als höchstens von untergeordneter Bedeu-
tung, zumal die Erklärung des Beschuldigten hierfür, wonach seine Verteidigerin 
ihm geraten habe, ruhig zu bleiben und sich nicht aufzuregen (pag. 447 Z. 12–15), 
durchaus einleuchtet. Seine Aussagen in der Berufungsverhandlung wirken insge-
samt schlüssig, nachvollziehbar und sind mit seinen früheren Aussagen vereinbar. 
So leuchtet etwa ein, dass es bei den Transferpapieren darum ging, dass jede Par-
tei die zugeteilten Pferde gegebenenfalls mit einer einzigen Unterschrift verkaufen 
kann (pag. 196 Z. 34–37) und es deshalb nur um die Unterschrift ging; der Rest 

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des Formulars, vor allem die Adresse des Käufers, konnte noch nachträglich ein-
gesetzt werden (pag. 446 Z. 12–17). Auch die Schilderung, man sei, bevor die Pri-
vatklägerin nach M.________ gegangen sei, einfach durch den Stall gelaufen und 
habe die Aufteilung der Pferde besprochen, wirkt lebhaft und wirklichkeitsnah. Die 
offenkundige Naivität, mit welcher der Beschuldigte quasi nebenbei über Vermö-
genswerte von wohl über CHF 200‘000.00 entschied – notabene mit einer Frau, mit 
der er schon damals kein gutes Verhältnis mehr hatte –, scheint der Kammer weni-
ger auf eine Unzuverlässigkeit der Aussage hinzudeuten, als vielmehr Ausdruck 
seines teilweise ausgeprägt nachlässigen Verhaltens in solchen Belangen zu sein. 

Was die Analyse der Aussagen der Privatklägerin anbelangt, teilt die Kammer 
grundsätzlich die Einschätzung der Vorinstanz, dass sich diese weitgehend als 
konstant, stimmig und vor dem Hintergrund der Gesamtsituation der Parteien auch 
logisch und nachvollziehbar erweisen. Es kann daher grundsätzlich auf die Erwä-
gungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 305, S. 12 der Urteilsbegründung). 
Präzisierend und relativierend ist aber zu bemerken, dass ihre Aussagen auch 
nicht durchwegs über alle Zweifel erhaben sind und insgesamt gesehen keines-
wegs als glaubwürdiger als diejenigen des Beschuldigten bezeichnet werden kön-
nen. So gab sie vor der Polizei an, die Vereinbarung sei vormittags unterschrieben 
worden (pag. 16 Z. 67), in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung sprach sie da-
von, dass die Urkunde nach dem Mittag unterzeichnet worden sei (pag. 191 Z. 37). 
Die Anzeige des Beschuldigten erfolgte rund 4 Monate nach dem angeblichen Ab-
schluss der Vereinbarung am 12. September 2013, sodass die Privatklägerin über-
treibt, wenn sie ihm vorwirft, es sei ihm erst nach 6 Monaten in den Sinn gekom-
men, dass sie die Unterschrift gefälscht habe (Nebenakten pag. 58 Z. 48–49). 
Schliesslich ist ihre Aussage gegenüber der Polizei, der Beschuldigte habe den 
Pferdeanhänger nie von ihr zurückverlangt (pag. 12 Z. 57–58), nachweislich falsch, 
ist doch dem Schreiben von Rechtsanwältin F.________ vom 21. August 2013 
ausdrücklich eine solche Aufforderung zur Rückgabe zu entnehmen (pag. 122).

9.3.2 Die Kammer erachtet nach dem Gesagten die Aussagen beider Parteien 
grundsätzlich als gleichermassen glaubhaft und geht davon aus, dass beide weder 
lügen noch den Ablauf der Geschehnisse absichtlich falsch darstellen. Die Schilde-
rungen widersprechen sich hinsichtlich des wesentlichen Ablaufs der Geschehnis-
se denn auch nicht. So macht etwa die Privatklägerin nicht geltend, die Abmachung 
am 11. Mai 2013 sei lange studiert oder besprochen worden. Es ist davon auszu-
gehen, dass die Privatklägerin dem Beschuldigten am 11. Mai 2013 auf der Motor-
haube des Fahrzeugs nebst den Transferpapieren auch die von ihr aufgesetzte 
Vereinbarung zur Unterschrift unterbreitete. Der Beschuldigte stand aufgrund des 
kurz bevorstehenden Turniers mit einem Kundenpferd unter Zeitdruck, seine Kon-
zentration galt vor allem dem bevorstehenden Ritt, kaum den zu unterzeichnenden 
Papieren. Da sich die Parteien zuvor über die Zuteilung der Pferde bereits verstän-
digt hatten, mussten die Transferpapiere auch nur noch unterschrieben werden; 
fertig ausgefüllt werden konnten die Formulare noch später, je nachdem ob und an 
wen das Pferd dann verkauft werden würde. Wie er es schon in der Vergangenheit 
verschiedentlich praktiziert hatte, unterzeichnete der Beschuldigte daher die von 
der Privatklägerin vorbereiteten Unterlagen im Vertrauen darauf, dass diese schon 
richtig sein werden, ohne dies in irgendeiner Weise zu prüfen. Im Zuge einer zügi-

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gen und gedankenlosen Unterzeichnung der Transferpapiere muss er auch die 
Vereinbarung unterschrieben haben – ohne den Text gelesen oder auch nur be-
merkt zu haben, dass es sich dabei um ein anderes Dokument als die Transferpa-
piere handelt. Es trifft zwar zu, dass die Transfer-Reports der Abmachung vom 
11. Mai 2013 kaum ähnlich sind, insbesondere sind erstere auf Englisch abgefasst 
und ist die Unterschrift auf anderer Höhe anzubringen. Dennoch geht die Kammer 
davon aus, dass dies dem Beschuldigten bei seiner hastigen und unachtsamen Un-
terzeichnung der vorgelegten Papiere entging. Dass er an jenem Tag unter zahlrei-
che relativ wichtige, von der Privatklägerin vorbereitete Dokumente achtlos und oh-
ne jede Prüfung seinen «Chribel» angebracht hat, war auch dem Beschuldigten 
bewusst, spricht er doch davon, er habe vermutlich zu viel Vertrauen gehabt. Seine 
Vorgehensweise bezeichnete er gar als naiv und dumm. Wenn man dem Beschul-
digten Glauben schenkt, dass er die Abmachung effektiv nicht bewusst unter-
schrieben hat, bedeutet dies indessen nicht, dass die Privatklägerin den Inhalt der 
Vereinbarung frei erfunden und ihm geradezu untergeschoben bzw. seine Unter-
schrift «ergaunert» haben muss. Auch wenn sich der genaue Inhalt und Ablauf der 
mündlichen Besprechungen und Verhandlungen zwischen den Parteien nicht mehr 
rekonstruieren lässt, ist davon auszugehen, dass das in der Abmachung vom 
11. Mai 2013 Enthaltene zumindest teilweise bzw. in den Grundzügen auf dem ba-
siert, was die Parteien zuvor mündlich skizziert haben. Gestützt darauf hat die Pri-
vatklägerin neben den Transferpapieren auch die Vereinbarung vorbereitet und 
ausgearbeitet, um so eine für beide Parteien akzeptable Lösung zu erzielen. Dafür 
spricht auch, dass die Vereinbarung, wie schon die Vorinstanz festgehalten hat, für 
den Beschuldigten durchaus Sinn ergibt und zumindest nicht einseitig zu seinen 
Ungunsten formuliert ist (so z.B. dass die Kosten für eine Deckung von 
Q.________ (Pferdename) durch W.________ (Pferdename) ab Juli 2013 zulasten 
der Privatklägerin gehen).

In der Tat mag es zunächst ungewöhnlich erscheinen, dass der Beschuldigte an 
jenem Tag, kurz vor dem Wettkampf, unbesehen und vertrauensselig wichtige Ur-
kunden unterschrieb, ohne sich näher um deren Inhalt zu kümmern. Dies notabene 
gegenüber seiner Ex-Partnerin, mit der schon damals ein angespanntes Verhältnis 
bestand. Ebenso erstaunlich ist, dass die Pferde ohne nähere Regelung in einem 
Rahmendokument hätten übertragen werden sollen, zumal die Tiere die finanzielle 
Existenz des Beschuldigten beschlugen und man auch schon die vom 25. April 
2013 datierende Rahmenvereinbarung (pag. 57) schriftlich abgeschlossen hatte. 
Zu berücksichtigen ist aber, dass die Vorgehensweise, wonach die Privatklägerin 
Dokumente vorbereitete und bereithielt, sodass sie der Beschuldigte nebenbei – 
etwa beim Mittagessen (vgl. Nebenakten pag. 58 Z. 41–42) oder beim Telefonieren 
(Nebenakten pag. 51 Z. 102–103) – nur noch unterschreiben musste, offenbar 
während der Beziehung gang und gäbe war. Der Beschuldigte pflegte also ganz 
allgemein einen eher sorglosen Umgang mit Dokumenten und war sich gewohnt, 
vorbereitete Papiere einfach zu unterschreiben. Dies deckt sich im Übrigen mit dem 
Eindruck, welcher der Beschuldigte auf die Kammer machte. So lassen etwa die 
bisweilen eher diffus wirkenden Angaben über seine finanziellen Verhältnisse, bei-
spielsweise über sein Nettoeinkommen und die damit verknüpften buchhalterischen 
Vorgänge sowie die Unkenntnis der genauen Höhe der immerhin einen namhaften 

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Anteil seiner Ausgaben ausmachenden Unterhaltsbeiträge, einen gewissen Hang 
erkennen, administrativen Vorgängen möglichst aus dem Weg zu gehen und relativ 
unbekümmert darauf zu vertrauen, es werde schon alles seine Richtigkeit haben. 
Auch wenn das Verhältnis zwischen den Parteien am 11. Mai 2013 nicht mehr un-
getrübt war, hatte der Beschuldigte im Übrigen durchaus noch Vertrauen in die Pri-
vatklägerin, brachte er ihr doch den PW Nissan samt Pferdeanhänger nach 
L.________ und übergab ihr diesen ohne jede schriftliche Vereinbarung, damit sie 
die Pferde nach M.________ nehmen konnte (vgl. Nebenakten pag. 50 Z. 60–61; 
pag. 12 Z. 37–38, pag. 16 Z. 7–74). Überdies war – sei dies nun anlässlich eines 
Gangs durch den Stall und/oder telefonisch – die Aufteilung der Pferde unter den 
Parteien zuvor besprochen worden und man war sich diesbezüglich grundsätzlich 
einig (vgl. pag. 190 Z. 43–44). Einigkeit bestand auch darüber, dass die Privatklä-
gerin die Papiere vorbereiten sollte. Der Beschuldigte stand kurz vor einem Turnier 
mit einem Kundenpferd und war daher im Zeitdruck. Dass sein Fokus, der generell 
nicht gross auf administrative Belange gerichtet zu sein scheint, in dieser Situation 
erst recht nicht auf den Papieren lag und er einfach seinen «Chribel» unter die ihm 
vorgelegten Dokumente machte, ist für die Kammer unter diesen Umständen nach-
vollziehbar.

Die Vorinstanz erblickte einen eklatanten Widerspruch darin, dass der Beschuldigte 
einerseits zu Protokoll gab, wenn man das Transferpapier unterschrieben habe, 
müsse man einen allfälligen Verkauf nicht abrechnen, er dann aber für die am 
11. Mai 2013 zugeteilten Pferde im Zivilverfahren auf einmal CHF 141‘500.00 von 
der Privatklägerin verlangte (Zivilakten CIV ________ pag. 42). Dieser vermeintli-
che Widerspruch lässt sich indessen weitgehend auflösen: Der Beschuldigte führte 
an der Hauptverhandlung aus, nach dem Unterschreiben des Transferpapiers kön-
ne jeder mit seinem Pferd machen könne, was er wolle (pag. 199 Z. 7–8). Auf rich-
terliche Nachfrage, ob man sich danach noch irgendwie Rechenschaft schulde, 
wenn man ein Pferd verkauft habe, antwortete der Beschuldigte mit: «Nein. Ab-
rechnen muss man einen Verkauf auch nicht mehr, die Pferde sind mit der Unter-
schrift übergeben» (pag. 199 Z. 10–14). Sowohl die Frage als auch die Antwort be-
ziehen sich somit klar auf das Bestehen einer Rechenschaftspflicht bei einem allfäl-
ligen Verkauf an Dritte. Im Zivilverfahren verlangte der Beschuldigte von der Privat-
klägerin demgegenüber einen Betrag als «Entgelt für in den Besitz der Klägerin 
übergangene Pferde» (Zivilakten CIV ________ pag. 42, S. 20 Ziff. 3 der Kla-
geantwort). Unbesehen der zivilrechtlichen Bedeutung der unterzeichneten Trans-
ferpapiere und der gestützt darauf erfolgten Übergabe fusst die geltend gemachte 
Zivilforderung auf dieser Zuteilung unter den Parteien und nicht aus dem Verkauf 
an Dritte, welchen es dadurch erst zu ermöglichen galt. Insofern sind die Aussagen 
des Beschuldigten mit seinem späteren Verhalten nicht unvereinbar.

Als weiteres Indiz für das Wissen des Beschuldigten um die Unterzeichnung der 
Vereinbarung nannte die Vorinstanz den Umstand, dass sich die Parteien genau 
nach der Vereinbarung verhalten hätten. Dies trifft insofern zu, als sie die Auftei-
lung der Pferde entsprechend vornahmen und grundsätzlich auch akzeptierten. 
Nachgelebt wurde damit aber im Wesentlichen der am 11. Mai 2013 durch die 
wechselseitige Unterzeichnung der Transferpapiere faktisch vorgenommenen Auf-
teilung der Pferde (vgl. Zivilakten CIV ________ pag. 38, S. 16 Ziff. 4 der Kla-

19

geantwort; vgl. pag. 197 Z. 34–35). Das Verhalten lässt somit keine Rückschlüsse 
auf die Kenntnis der Vereinbarung zu, zumal nicht ersichtlich ist, wo den darin ent-
haltenen Nebenpunkten, welche über die Zuteilung durch die Transferpapiere hin-
ausgehen, nachgelebt wurde. Vielmehr hat Rechtsanwältin F.________ in ihrem 
Schreiben vom 21. August 2013 die Privatklägerin entgegen der Regelung in der 
Vereinbarung aufgefordert, die Stute Q.________ (Pferdename) per 31. August 
2013 – und nicht per 1. November 2013, wie in der Abmachung stipuliert – abzuho-
len (pag. 122).

Unbestrittenermassen wurden am 11. Mai 2013 mit den Transferpapieren zahlrei-
che Pferde unter den Parteien faktisch aufgeteilt. Zu Recht bringt die Verteidigung 
daher vor, dass aus der im Schreiben von Rechtsanwältin F.________ vom 18. Juli 
2013 (pag. 114 f.) angekündigten wertmässigen Rückabwicklung hinsichtlich der 
Pferdeverkäufe nicht auf Kenntnis der Vereinbarung vom 11. Mai 2013 geschlos-
sen werden kann. Die geforderte Rückabwicklung kann sich geradesogut auf diese 
faktische Zuteilung unter den Parteien beziehen, ohne dass hierfür notwendiger-
weise eine Vereinbarung im Sinne der Abmachung vom 11. Mai 2013 vorausge-
setzt wäre. Zudem ist von Pferdeverkäufen durch «Ihre» Mandantin die Rede, so-
dass auch eine mögliche Rückabwicklung von Verkäufen der Privatklägerin an Drit-
te gemeint sein könnte, was ebenso nicht zwingend eine Vereinbarung unter den 
Parteien voraussetzen würde. Soweit die Vorinstanz einen weiteren Anhaltspunkt 
auf die Kenntnis der Abmachung darin sieht, dass der in der Vereinbarung enthal-
tene und im Schreiben von Rechtsanwältin V.________ vom 28. Juni 2013 
(pag. 111) erwähnte Stichtag zur Auflösung der einfachen Gesellschaft (1. Juni 
2013) nie in Abrede gestellt wurde, lässt sie unberücksichtigt, dass das Bestehen 
der einfachen Gesellschaft durch Rechtsanwältin F.________ insgesamt bestritten 
wurde (vgl. pag. 114). Bestreitungen hinsichtlich des angeblichen Auflösungster-
mins erübrigten sich allein schon deswegen. Aus der Nichtbestreitung können für 
die vorliegend zu klärende Frage zumindest keine Rückschlüsse gezogen werden. 
Dass Rechtsanwältin F.________ erstmals im Schreiben von Rechtsanwältin 
V.________ vom 15. August 2013 (pag. 116 ff.) auf eine solche Vereinbarung hin-
gewiesen wurde und erst ein weiteres Schreiben von Rechtsanwältin V.________, 
welchem die Vereinbarung beigelegt war, für Aufschluss sorgte, geht im Übrigen 
auch aus der eingereichten Chronologie von Rechtsanwältin F.________ hervor 
(pag. 453 ff.).

Damit erweisen sich die von der Vorinstanz genannten Anhaltspunkte nicht als ge-
eignet, den bewussten Abschluss der Vereinbarung durch den Beschuldigten zu 
beweisen oder die grundsätzlich glaubhaft erscheinenden Angaben des Beschul-
digten dazu begründet in Zweifel zu ziehen.

9.3.3 Nach dem Gesagten schliesst sich die Kammer der Schlusswürdigung der Vorin-
stanz nicht an. In Ergänzung des unbestrittenen Sachverhalts wird als erstellt er-
achtet, dass der Beschuldigte am 11. Mai 2013 in L.________ die Vereinbarung 
unterschrieben hat, dies allerdings ohne der Urkunde oder deren Inhalt irgendwel-
che Beachtung zu schenken, sodass er sich nicht bewusst war, dass er die Verein-
barung und nicht nur die Transferpapiere unterschrieb. Er wusste zwar, dass er am 
11. Mai 2013 zahlreiche Dokumente ohne jegliche Prüfung, quasi blanko unter-

20

schrieben hatte, ihm war aber nicht bewusst, dass die Unterschrift auf der Abma-
chung vom 11. Mai 2013 tatsächlich von ihm stammt. Am 12. September 2013 ging 
er zur Polizei, wo er gegen die Privatklägerin u.a. wegen Urkundenfälschung An-
zeige erstattete.

III. Rechtliche Würdigung

10. Falsche Anschuldigung (Art. 303 StGB)

Nach Art. 303 StGB macht sich strafbar, wer einen Nichtschuldigen wider besseres 
Wissen bei einer Behörde eines Verbrechens oder eines Vergehens (Ziff. 1) oder 
einer Übertretung (Ziff. 2) beschuldigt oder in anderer Weise arglistige Veranstal-
tungen trifft, in der Absicht, eine Strafverfolgung gegen ihn herbeizuführen. In sub-
jektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter wider besseres Wissen handelt, 
was Eventualvorsatz ausschliesst. Hinsichtlich der Unwahrheit der vorgebrachten 
Bezichtigung muss der Täter damit positive Kenntnis haben (VERA DEL-
NON/BERNHARD RÜDY, in: Basler Kommentar zum StGB II, 3. Aufl. 2013, N. 27 zu 
Art. 303 StGB); das Bewusstsein, die Behauptung könnte möglicherweise falsch 
sein, genügt mithin nicht (BGE 136 IV 170 E. 2.1 mit Hinweisen; Urteil des Bun-
desgerichts 6B_753/2016 vom 24. März 2017 E. 2.1.1).

Gemäss Beweisergebnis hat der Beschuldigte die Abmachung vom 11. Mai 2013 
unterschrieben, ohne sich dessen bewusst gewesen zu sein. Auch den Inhalt der 
Vereinbarung hat er nicht gelesen, dieser war ihm unbekannt. Er war daher der 
Überzeugung, dass die Unterschrift auf dem Dokument nicht von ihm stammt. Da 
es unbestrittenermassen die Privatklägerin war, welche die Abmachung vom 
11. Mai 2013 und auch die anderen, an diesem Tag unterzeichneten Dokumente 
vorbereitet hatte und sich das Verhältnis des Beschuldigten zur Privatklägerin zu-
sehends verschlechtert hatte, bestanden für ihn auch gewisse Verdachtsmomente, 
wonach die Privatklägerin etwas damit zu tun haben könnte. Jedenfalls wusste er 
zu diesem Zeitpunkt nicht, dass dieser gegenüber der Polizei geäusserte Verdacht 
bzw. Vorwurf der Urkundenfälschung der Unwahrheit entspricht. Auch wenn der 
Beschuldigte im Wissen, dass er am 11. Mai 2013 zahlreiche Papiere ohne nähere 
Prüfung unterschieben hatte, mit der Strafanzeige sicherlich in Kauf nahm, die Pri-
vatklägerin zu Unrecht anzuschuldigen, fehlt es am Handeln wider besseres Wis-
sen und der subjektive Tatbestand der falschen Anschuldigung ist nicht erfüllt. Der 
Beschuldigte hat sich somit nicht der falschen Anschuldigung gemäss Art. 303 
StGB schuldig gemacht.

11. Üble Nachrede (Art. 173 StGB)

11.1 Grundlagen

Gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB wird, auf Antrag, wegen übler Nachrede bestraft, wer 
jemanden bei einem anderen eines unehrenhaften Verhaltens oder anderen Tatsa-
chen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt.

Bei der Beurteilung von Ehrverletzungsdelikten ist stets der Sinn einer Äusserung 
massgebend, den ihr ein unbefangener Hörer oder Leser nach den Umständen 

21

beimessen musste (STEFAN TRECHSEL/VIKTOR LIEBER, in: StGB Praxiskommentar, 
2. Aufl. 2013, N. 11 vor Art. 173 StGB mit Hinweisen). Die geschützte sittliche Ehre 
ist insbesondere bei der Bezichtigung moralisch verwerflicher Handlungen berührt, 
so etwa beim Vorwurf, vorsätzlich eine strafbare Handlung begangen zu haben 
(FRANZ RIKLIN, Basler Kommentar, N. 16 und N. 21 vor Art. 173 StGB; BGE 132 IV 
112 E. 2). Die Äusserung muss einem Dritten gegenüber erfolgen. Dabei genügt 
es, wenn es sich um eine einzige Person handelt (RIKLIN, Basler Kommentar, N. 6 
zu Art. 173 StGB). Dritter ist jede Person, die nicht mit dem Verletzer oder dem Be-
troffenen identisch ist (vgl. BGE 86 IV 209). In subjektiver Hinsicht muss dem Täter 
zur Erfüllung des Tatbestands die Ehrenrührigkeit seiner Behauptung bewusst ge-
wesen sein, nicht aber deren Unwahrheit. Eventualvorsatz genügt. Eine weitere 
Beleidigungsabsicht ist nicht erforderlich (RIKLIN, Basler Kommentar, N. 10 f. zu 
Art. 173 StGB; TRECHSEL/LIEBER, StGB Praxiskommentar, N. 11 zu Art. 173 StGB).

11.2 Subsumtion

Mit Formular vom 28. Oktober 2013 stellte die Privatklägerin fristgerecht Strafan-
trag gegen den Beschuldigten wegen Verleumdung, evtl. übler Nachrede 
(pag. 4 f.).

Der Beschuldigte seinerseits war am 12. September 2013 auf der Polizeiwache in 
E.________ erschienen. Er stellte gegen seine ehemalige Lebenspartnerin, die 
Privatklägerin, einen «Strafantrag» u.a. wegen Urkundenfälschung, worin aus-
drücklich enthalten ist, dass er die Verfolgung und Bestrafung der Privatklägerin 
verlangt (Nebenakten pag. 3; vgl. auch den Anzeigerapport, Nebenakten pag. 1). In 
der polizeilichen Befragung gab er an, das Abmachungsschreiben vom 11. Mai 
2013 nie selber unterschrieben zu haben, was er auch nie tun würde, und er wies 
auf angebliche Differenzen der Unterschrift auf der Abmachung zu seiner eigenen 
hin (pag. 18 f.). Mit diesen Angaben äusserte der Beschuldigte nicht nur einen 
blossen Verdacht, sondern beschuldigte implizit die Privatklägerin, seine Unter-
schrift gefälscht bzw. ihn hinters Licht geführt zu haben und die Vereinbarung ir-
gendwie zur Unterschrift «untergejubelt» zu haben. Mit dem Vorwurf der Urkunden-
fälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB bezichtigte er die Privatklägerin eines Ver-
brechens und damit einer ehrrührigen Handlung. Durch die Äusserung gegenüber 
dem Polizisten erfolgte sie gegenüber einem Dritten, womit der objektive Tatbe-
stand der üblen Nachrede erfüllt ist.

Der Beschuldigte wusste um die strafrechtliche Relevanz, die einem Fälschen oder 
Verfälschen einer Unterschrift auf einer Vereinbarung zukommt, womit ihm auch 
die Ehrrührigkeit der Beschuldigung bestens bekannt war. Er bezichtigte die Privat-
klägerin wissentlich und willentlich einer strafbaren Handlung gegenüber der Polizei 
und handelte damit mit direktem Vorsatz. Der subjektive Tatbestand der üblen 
Nachrede ist erfüllt. 

11.3 Entlastungsbeweis

Der Beschuldigte ist ausnahmsweise straflos, wenn er entweder nachweist, dass 
die von ihm vorgebrachte oder weiterverbreitete Äusserung der Wahrheit entspricht 
oder dass er ernsthafte Gründe hatte, sie in guten Treuen für wahr zu halten 
(Art. 173 Ziff. 2 StGB). 

22

Der Verletzer trägt dabei die Beweislast und das Beweislastrisiko. Er muss nicht 
nur gutgläubig gewesen sein, sondern er muss zudem ernsthafte Gründe gehabt 
haben, um die Wahrheit seiner Äusserung zu glauben (RIKLIN, Basler Kommentar, 
N. 21 zu Art. 173 StGB). «Der Gutgläubigkeitsbeweis ist erbracht, wenn der Täter 
nachweist, dass er die ihm nach den Umständen und seinen persönlichen Verhält-
nissen zumutbaren Schritte unternommen hat, um die Richtigkeit seiner Äusserung 
zu überprüfen und sie für gegeben zu erachten» (BGE 105 IV 114 E. 2a; 
116 IV 205 E. 3; 124 IV 149 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 6B_918/2016 vom 
28. März 2017 E. 6.5). Der Beschuldigte wird zum Beweis nicht zugelassen und ist 
strafbar für Äusserungen, die ohne Wahrung öffentlicher Interessen oder sonst wie 
ohne begründete Veranlassung, vorwiegend in der Absicht vorgebracht oder ver-
breitet werden, jemandem Übles vorzuwerfen (Art. 173 Ziff. 3 StGB).

Für den Wahrheitsbeweis bleibt schon aufgrund der rechtskräftigen Einstellung des 
Strafverfahrens gegen die Privatklägerin (Einstellungsverfügung vom 25. Juli 2014, 
Nebenakten pag. 95 ff.) kein Raum. Hinsichtlich des Gutglaubensbeweises bringt 
die Verteidigung vor, der Beschuldigte habe höchstens einen Verdacht geäussert, 
wofür er berechtigte Gründe gehabt habe. 

Der Beschuldigte war sich nicht bewusst, die Abmachung vom 11. Mai 2013 selbst 
unterschrieben zu haben und kannte deren Inhalt nicht. Vor dem Hintergrund des 
Verhältnisses zu seiner Ex-Partnerin, der Privatklägerin, das sich immer weiter ver-
schlechtert hatte und aufgrund der Tatsache, dass es die Privatklägerin war, wel-
che die restlichen, am 11. Mai 2013 unterzeichneten Dokumente vorbereitet hatte, 
kann dem Beschuldigten eine gewisse Veranlassung zu den Äusserungen ge-
genüber der Polizei nicht abgesprochen werden. Nach dem Beweisergebnis erfolg-
te die Anzeige jedenfalls nicht vorwiegend in der Absicht, der Privatklägerin Übles 
vorzuwerfen. Der Beschuldigte ist daher grundsätzlich zum Gutglaubensbeweis zu-
zulassen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung, auf welche auch die Ver-
teidigung hinwies, werden keine hohen Anforderungen an die vorgängige Ab-
klärungspflicht an eine Strafanzeige gestellt, falls mit der Anzeige berechtigte Inter-
essen verfolgt wurden (BGE 116 IV 205 E. 3c; vgl. zum Ganzen RIKLIN, Basler 
Kommentar, N. 22 zu Art. 173 StGB). Im gleichem Zusammenhang hat das Bun-
desgericht aber auch betont, dass eine Strafanzeige keinen Rechtfertigungsgrund 
und damit auch keinen Freipass für ehrverletzende Äusserungen darstellt 
(BGE 116 IV 205 E. 3c mit Hinweisen). Vorliegend war dem Beschuldigten be-
kannt, dass er, wie es schon in der Vergangenheit verschiedentlich vorgekommen 
war, genau an jenem 11. Mai 2013, an welchem die Abmachung abgeschlossen 
worden sein sollte, flüchtig und ohne jede inhaltliche Prüfung zahlreiche von der 
Privatklägerin vorbereiteten Dokumente, quasi blanko unterschrieben hatte. Fokus 
und Konzentration galten damals ganz dem kurz bevorstehenden Turnier mit einem 
Kundenpferd und nicht dem zu erledigenden Papierkram. Unter diesen Umständen 
durfte der Beschuldigte allein aus der Tatsache, dass ihm die angeblich an diesem 
11. Mai 2013 abgeschlossene Vereinbarung unbekannt und er sich seiner Unter-
zeichnung nicht bewusst war, nicht in guten Treuen davon ausgehen, dass die Pri-
vatklägerin die Urkunde gefälscht hat. Dies erst recht nicht, weil bei der Unterschrift 
auf der Abmachung keine relevanten Abweichungen von Vergleichsunterschriften 
des Beschuldigten auszumachen sind, was auch die schriftvergleichenden Unter-

23

suchungen bestätigt haben. Zudem ist zu berücksichtigen, dass es sich bei Urkun-
denfälschung um einen relativ schwerwiegenden Vorwurf handelt. Der Beschuldig-
te hat sich aber diesbezüglich keinerlei weitere Gedanken gemacht und nicht ein-
mal in Erwägung gezogen, dass er die Vereinbarung versehentlich selbst hätte un-
terschrieben haben können, sondern leichthin – ohne einem sich aufdrängenden 
Zweifel nachzugehen oder auch nur darauf hinzuweisen – Anzeige erstattet. Nach 
dem Gesagten sind vorliegend – und zwar auch unter Berücksichtigung der gebo-
tenen Zurückhaltung bei einer Strafanzeige – in keiner Weise ernsthafte Gründe 
ersichtlich, aufgrund welcher der Beschuldigte in guten Treuen hätte davon ausge-
hen dürfen, dass der Tatvorwurf zutrifft oder auch nur der Verdacht eines strafba-
ren Verhaltens der Privatklägerin besteht. Überdies macht der Beschuldigte nicht 
geltend, er habe mit weiteren zumutbaren Abklärungen die Richtigkeit seiner Äus-
serungen «überprüft». Damit gelingt dem Beschuldigten der Entlastungsbeweis 
nicht.

11.4 Fazit

Der Beschuldigte hat sich der üblen Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB, be-
gangen am 12. September 2013 in E.________ zum Nachteil der Privatklägerin 
schuldig gemacht.

IV. Strafzumessung

12. Allgemeine Grundlagen der Strafzumessung

Es kann auf die korrekten Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. 
pag. 226 f., S. 12 f. der Entscheidbegründung).

13. Konkrete Strafzumessung

13.1 Strafrahmen

Der Strafrahmen der üblen Nachrede beträgt Geldstrafe von 1 bis zu 180 Tages-
sätzen (Art. 173 Ziff. 1 Abs. 3 StGB). Aufgrund der gesetzlichen Strafandrohung 
fällt vorliegend – vorbehältlich der Verbindungsbusse (E. 14 unten) – ausschliess-
lich die Ausfällung einer Geldstrafe in Betracht.

13.2 Tatkomponenten

Der Beschuldigte bezichtigte die Privatklägerin bei einer Strafverfolgungsbehörde 
eines Verbrechens, mithin einer strafrechtlich wie moralisch besonders verwerfli-
chen Handlung, welche geeignet ist, den Ruf der Privatklägerin, ein ehrbarer 
Mensch zu sein, in starker Weise herabzusetzen. So führte die Beschuldigung 
auch zur Eröffnung eines Strafverfahrens gegen die Privatklägerin, diese sah sich 
bis zu dessen Einstellung am 25. Juli 2014 immer wieder mit dem schwerwiegen-
den Vorwurf konfrontiert, musste sich mehrfach der Polizei zur Verfügung halten 
und wurde von dieser mehrmals besucht, was ihr u.a. wegen der Nachbarn peinlich 
und unangenehm gewesen sei (pag. 193 Z. 25–28). Zu berücksichtigen ist aber 
auch, dass die ehrrührige Beschuldigung nur gegenüber der Polizei und damit ei-
nem sehr kleinen Adressatenkreis erfolgte, von dem man überdies erwarten darf, 

24

dass sie die Behauptungen kritisch prüft und vor allem vertraulich behandelt. Die 
Schwere der Verletzung bzw. Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, der Ehre, 
ist insgesamt noch als leicht zu bezeichnen. Die Strafanzeige erfolgte überstürzt 
und sehr leichtfertig, eine besondere Verwerflichkeit ist aber nicht auszumachen. 
Objektiv wiegt die Tat nach dem Gesagten noch leicht.

Subjektiv fallen Willensrichtung und Beweggründe des Beschuldigten weder mil-
dernd noch erschwerend ins Gewicht. Er handelte direktvorsätzlich. Dass er nicht 
wusste, dass er selbst und nicht die Privatklägerin die Unterschrift unter die Ver-
einbarung gesetzt hat, führt bereits zum Ausschluss der Strafbarkeit wegen fal-
scher Anschuldigung. Er hätte die Privatklägerin zunächst mit den Vorwürfen kon-
frontieren können. Die Vermeidbarkeit der Gefährdung oder Verletzung des betrof-
fenen Rechtsguts war offensichtlich gegeben. Eine Einschränkung der Schuld-
fähigkeit liegt nicht vor. Insgesamt wirken sich die subjektiven Tatkomponenten 
neutral aus. 

Bei einem immer noch leichten Gesamtverschulden geht die Kammer von einer 
verschuldensangemessenen Strafe von 30 Tagessätzen aus. 

13.3 Täterkomponenten

Zum Vorleben und zu den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten kann vor-
ab auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 311 f., S. 18 der Ur-
teilsbegründung). Der oberinstanzlich eingeholte Strafregisterauszug ist blank 
(pag. 425) und auch aus dem Leumundsbericht vom 26. Juli 2017 (pag. 426 ff.) er-
geben sich kaum Veränderung gegenüber der Situation im Zeitpunkt des erstin-
stanzlichen Urteils. Der Kontakt mit den Kindern scheint wieder zu funktionieren, 
hingegen geht der «Scheidungskrieg» offenbar weiter (vgl. das nach wie vor hängi-
ge Zivilverfahren vor dem Regionalgericht Emmental-Oberaargau). Gemäss seinen 
neusten Angaben verdient der Beschuldigte monatlich einen Nettolohn von 
CHF 3‘500.00 (vgl. dazu E. 14 unten), für die beiden Kinder bezahlt er Alimente in 
der Höhe von total CHF 1‘200.00. Nebst Hypothekarschulden von CHF 108‘000.00 
hat der Beschuldigte gemäss seinen Angaben Schulden von CHF 64‘000.00. Im 
Betreibungsregister datieren die letzten Einträge (bezahlte Forderungen der Aus-
gleichskasse) aus dem Jahr 2015. Das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse 
sind damit neutral zu gewichten. Ebenso keinen Einfluss auf die Strafhöhe hat das 
Verhalten des Beschuldigten nach der Tat und im Strafverfahren. Auch wenn er 
trotz klarer Handschriftenanalyse des KTD bis zum erstinstanzlichen Urteil daran 
festhielt, er habe die Abmachung vom 11. Mai 2013 nicht unterschrieben, kann ihm 
dieser Standpunkt nicht gross vorgeworfen werden, da er sich seiner Unterzeich-
nung tatsächlich nicht bewusst war. Immerhin hat er vor dem Hintergrund der Er-
gebnisse des oberinstanzlich eingeholten Gutachtens anerkannt, dass er das Do-
kument wohl unterschrieben habe. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit ist nicht aus-
zumachen.

Die Täterkomponenten sind neutral zu gewichten und wirken sich nicht auf die 
Strafhöhe aus. Es bleibt damit bei der Strafe von 30 Tagessätzen.

25

14. Tagessatzhöhe, Aufschub des Vollzugs und Verbindungsbusse

Die Tagessatzhöhe bestimmte die Vorinstanz basierend auf den Angaben des Be-
schuldigten zum Einkommen im Jahr 2015 von CHF 57‘081.00, ohne Berücksichti-
gung des Konkubinates und unter Abzug der Unterhaltsbeiträge von CHF 1‘400.00 
sowie von pauschal 25% auf CHF 70.00 (vgl. Berechnungsblatt pag. 284). Im obe-
rinstanzlichen Verfahren gab der Beschuldigte ein geringeres monatliches Netto-
einkommen von nur noch CHF 3‘500.00 an (pag. 430). Dieser Lohn basiere auf der 
Buchhaltung. Er sei ständig daran, den Betrieb wieder zum Laufen zu bringen, es 
sei eine harte Zeit gewesen, langsam bessere es aber wieder (pag. 443 Z. 19–23). 
Die Jahresrechnung für 2016 bestehe aber noch nicht, werde aber viel tiefer ausfal-
len (pag. 443 Z. 32–33). Für die Kammer ist indes nicht nachvollziehbar, wie der 
Beschuldigte gestützt auf die Buchhaltungsunterlagen auf CHF 3‘500.00 kommt. 
Auch lassen sich die Abweichungen nicht schlüssig mit dem Darlehen, welches 
sein Ex-Buchhalter angeblich fälschlicherweise in der Jahresrechnung 2015 «drin 
gelassen» haben soll, erklären. Ungeachtet dessen sind in der Erfolgsrechnung 
2015 Abzüge enthalten, die es aufzurechnen gilt, so insbesondere die 
CHF 15‘000.00 für Rechtsberatung (Position «S6532», pag. 245). Die Kammer 
geht deswegen davon aus, dass im Jahr 2016 wieder ein Ertrag in ähnlicher Höhe 
wie 2015 resultiert. Somit, und weil auch ein Pauschalabzug von lediglich 20% ge-
währt und zudem noch dem Konkubinat Rechnung getragen werden könnte, er-
weist sich der Tagessatz von CHF 70.00 sicher nicht als zu hoch. Der Beschuldigte 
gab überdies selber an, es laufe geschäftlich wieder besser. Der Tagessatz wird 
auch durch die Kammer auf CHF 70.00 festgesetzt.

Dass die Geldstrafe grundsätzlich bedingt, mit einer minimalen Probezeit von 
2 Jahren, auszufällen ist, steht für die Kammer ausser Zweifel, zumal sie an das 
Verschlechterungsgebot gebunden ist. Gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB kann eine be-
dingte Geldstrafe aber mit einer unbedingten Geldstrafe oder einer Busse nach 
Art. 106 StGB verbunden werden. Angesichts des mit allen Mitteln geführten Strei-
tes mit der Privatklägerin bestehen für die Kammer gewisse Zweifel an der künfti-
gen Legalbewährung des Beschuldigten. Sie erachtet es deshalb aus spezialprä-
ventiven Gründen als gerechtfertigt und geboten, eine Verbindungsbusse auszufäl-
len, um dem Beschuldigten einen spürbaren Denkzettel zu verpassen. Es gilt ihm 
den Ernst der Lage vor Augen zu führen und zugleich zu demonstrieren, was bei 
Nichtbewährung droht. In der Höhe eines Fünftels (vgl. BGE 135 IV 188 E. 3.4.4) 
der schuldangemessenen Strafe, ausmachend CHF 420.00 (sechs Strafeinheiten 
zu je CHF 70.00), wird eine Verbindungsbusse ausgesprochen. Die Ersatzfreiheits-
strafe bei schuldhafter Nichtbezahlung wird auf 6 Tage festgesetzt (vgl. Art. 106 
Abs. 2 StGB).

V. Zivilpunkt

15. Die Privatklägerin hat sich im Formular vom 28. Oktober 2013 (pag. 4 f.) u.a. als 
Zivilklägerin konstituiert und beantragt die Verurteilung des Beschuldigten zur Be-
zahlung einer Genugtuung von CHF 500.00 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 

26

21. März 2014 (pag. 280, pag. 420). Der Beschuldigte stellt den Antrag, die Zivil-
klage abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (pag. 448, pag. 457).

15.1 Das Gericht entscheidet u.a. dann über die anhängig gemachte Zivilklage, wenn 
sie – wie vorliegend – die beschuldigte Person schuldig spricht (Art. 126 Abs. 1 
Bst. a StPO). Die Privatklägerin hat die Zivilklage zu beziffern und zu begründen 
(Art. 123 StPO), sonst wird die Zivilklage gestützt auf Art. 126 Abs. 2 Bst. b StPO 
auf den Zivilweg verwiesen.

Geschütztes Rechtsgut von Art. 173 StGB ist die Ehre. Die widerrechtliche 
Verletzung der Persönlichkeit kann einen Anspruch auf die Leistung einer 
Geldsumme als Genugtuung begründen (Urteil des Bundesgericht 6B_973/2016 
vom 7. März 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). Nach Art. 49 des Obligationenrechts (OR; 
SR 220) ist diese aber nur geschuldet, wenn die Schwere der Verletzung es 
rechtfertigt und die Verletzung nicht anders wieder gutgemacht worden ist. 
Ausserdem muss die objektiv schwere Verletzung vom Betroffenen als seelischer 
Schmerz empfunden werden. Damit die Schwere der Verletzung bejaht werden 
kann, bedarf es in objektiver Hinsicht jedenfalls einer ausserordentlichen Kränkung. 
Es genügt dafür z.B. nicht jede leichte Beeinträchtigung des beruflichen, 
wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Ansehens einer Person (BGE 125 III 70 E. 
3 mit Hinweisen). Um die Schwere der Verletzung zu bemessen, kann das Gericht 
von der Empfindung eines Durchschnittsmenschen ausgehen. Auch schwere 
Ehrverletzungen rechtfertigen eine Genugtuung. Ein Eingriff fällt besonders ins 
Gewicht, wenn er gegen eine unbescholtene Person gerichtet ist (ROLAND BREHM, 
in: Berner Kommentar zum Obligationenrecht, 4. Aufl. 2013, N. 19a und N. 57 zu 
Art. 49 OR). Die Höhe der Genugtuung wird vor allem durch die Schwere der 
Verletzung, das Vorliegen und die Grösse eines Verschuldens sowie durch beson-
dere Umstände, wie etwa die Beziehung zwischen der schädigenden und der ge-
schädigten Person, beeinflusst. Sie können zu einer normalen Genugtuung, zu ei-
ner Erhöhung oder einer Ermässigung oder zum Ausschluss der Genugtuung 
führen (ALFRED KELLER, Haftpflicht im Privatrecht, Band 2, 2. Aufl. 1997, S. 132).

15.2 Indem der Beschuldigte die Privatklägerin bei der Polizei eines Verbrechens be-
schuldigt hat, hat er sie widerrechtlich in ihrer Persönlichkeit verletzt. Fraglich ist, 
ob die konkrete Persönlichkeitsverletzung aufgrund ihrer Schwere eine Genugtu-
ung rechtfertigt. Wie bereits im Rahmen der Strafzumessung festgehalten, wiegt 
der Vorwurf der Urkundenfälschung schwer; nicht nur handelt es sich dabei um ein 
Verbrechen, mit einer entsprechend massiven Strafandrohung, sondern auch um 
ein moralisch und gesellschaftlich besonders verwerfliches Verhalten. Die Bezichti-
gung gegenüber der Polizei führte zur Einleitung eines Strafverfahrens, das erst 
nach über zehn Monaten seinen Abschluss fand. Während des Verfahrens sah sich 
die Privatklägerin immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert und musste sich 
mehrmals zur Verfügung der Polizei halten. Wie schon die Vorinstanz festgehalten 
hat, hätte der Privatklägerin ohne die überzeugende Handschriftenanalyse des 
UTD womöglich auch ein Strafbefehl oder eine Hauptverhandlung gedroht. Unter 
diesen Umständen erweist sich die bei der Privatklägerin eingetretene immaterielle 
Unbill nicht als weniger schwer, als wenn der Beschuldigte – wovon die Vorinstanz 
noch ausging – wider besseres Wissen gehandelt hätte. Die Kammer geht von ei-

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ner vergleichsweise schweren Persönlichkeitsverletzung aus, die in ihren Auswir-
kungen das Mass einer Aufregung oder alltäglichen Sorge klar übersteigt und damit 
– da sie nicht schon durch das Strafurteil wiedergutgemacht werden kann – eine fi-
nanzielle Genugtuung zu rechtfertigen vermag. Bei der Bemessung der Höhe der 
Genugtuung ist zu berücksichtigen, dass die Beschuldigung gegenüber einem klei-
nen Adressatenkreis erfolgte, bei welchem es keine Weiterverbreitung zu befürch-
ten gab und, dass das Verschulden des Beschuldigten deutlich geringer ausfällt, 
als noch die Vorinstanz annahm. Der Beschuldigte hätte ohne weiteres erkennen 
können, dass der Vorwurf wohl nicht zutrifft. Er handelte aber hinsichtlich der 
Falschbezichtigung nicht mit direktem Vorsatz. Unter Berücksichtigung dieses Ver-
schuldens erachtet die Kammer eine Genugtuung von CHF 300.00 als der erlitte-
nen Unbill angemessen. Die Genugtuung ist zu 5% zu verzinsen, antragsgemäss 
seit dem 21. März 2014.

16. Für die Beurteilung der Zivilklage werden weder erstinstanzlich noch oberinstanz-
lich Verfahrenskosten ausgeschieden.

VI. Kosten und Entschädigung

17. Verfahrenskosten 

Fällt die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch 
über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO). 
Auch nach der Beurteilung durch die Kammer wird der Beschuldigte für den ange-
klagten Sachverhalt verurteilt und hat daher gestützt auf Art. 426 Abs. 1 StPO die 
erstinstanzlichen Verfahrenskosten, bestehend aus Gebühren von CHF 3‘450.00 
zu tragen.

Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten setzen sich aus einer auf CHF 3‘000.00 
bestimmten Gebühr sowie aus den Auslagen für das Gutachten von CHF 3‘180.00 
(pag. 375) zusammen (vgl. Art. 422 Abs. 2 Bst. c StPO) und betragen damit insge-
samt CHF 6‘180.00. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten 
des Rechtsmittelverfahrens nach Massagabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. 
Der Beschuldigte verlangte – auch hinsichtlich des Vorwurfs der üblen Nachrede – 
vergeblich einen Freispruch und gilt damit grundsätzlich als unterliegend. In Anbe-
tracht der Tatsache, dass er oberinstanzlich aber eines weniger schwerwiegenden 
Delikts schuldig gesprochen wird und demzufolge auch die Strafe markant tiefer 
ausfällt, rechtfertigt es sich, dem Beschuldigten lediglich 2/3 der oberinstanzlichen 
Verfahrenskosten, ausmachend CHF 4‘120.00, aufzuerlegen. Die restlichen 
CHF 2‘060.00 trägt der Kanton Bern.

18. Entschädigungen

Die Privatklägerschaft hat gegenüber der beschuldigten Person Anspruch auf an-
gemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen im Verfahren, wenn sie 
obsiegt (Art. 433 Abs. 1 Bst. a StPO). Durch den von der Privatklägerin beantrag-
ten Schuldspruch gilt sie als obsiegend. Sie ist ihren Obliegenheiten nachgekom-
men und hat die ihr entstandenen Aufwendungen im erstinstanzlichen Verfahren 

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mit Kostennote vom 11. April 2016 (pag. 281 f.) anlässlich der erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung beziffert, bewiesen und deren Entschädigung beantragt. Da die 
Höhe der geltend gemachten Entschädigung zu keinen Beanstandungen Anlass 
gibt, hat der Beschuldigte der Privatklägerin eine Entschädigung in der vorinstanz-
lich berechneten Höhe von CHF 7‘015.80 für ihre Aufwendungen im erstinstanzli-
chen Verfahren zu bezahlen. Die geringfügige Differenz zum Betrag in der Kosten-
note ergibt sich daraus, dass die erstinstanzliche Hauptverhandlung kürzer dauer-
te, als von Fürsprecherin D.________ veranschlagt.

Auch im oberinstanzlichen Verfahren gilt die Privatklägerin als obsiegend, zumal 
sie im Eventualantrag den Schuldspruch wegen übler Nachrede verlangte. Sie hat 
daher gestützt auf Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 433 Abs. 1 Bst. a StPO Anspruch auf 
angemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen im Verfahren. Der in 
der Kostennote vom 11. August 2017 (pag. 438 f.) geltend gemachte Aufwand – 
Zeitaufwand von 5,5 Stunden und Auslagen von CHF 83.70, ausmachend total 
CHF 1‘575.40 (inkl. Mehrwertsteuer) – ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. Un-
ter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Privatklägerin eine etwas geringere 
Genugtuung zugesprochen wird, als von ihr beantragt, sie deswegen im Zivilpunkt, 
der aufwandmässig kaum ins Gewicht fällt, teilweise unterliegt, bestimmt die Kam-
mer die durch den Beschuldigten zu bezahlende Entschädigung für die Aufwen-
dungen der Privatklägerin vor oberer Instanz auf CHF 1‘400.00 (inklusive Auslagen 
und Mehrwertsteuer).

Aufgrund des auch oberinstanzlich erfolgten Schuldspruchs besteht demgegenüber 
keine Grundlage, um dem Beschuldigten eine Entschädigung oder Genugtuung 
zuzusprechen (vgl. Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 1 StPO).

29

VII. Dispositiv

Die 2. Strafkammer erkennt:

I.

A.________ wird schuldig erklärt:

der üblen Nachrede, begangen am 12. September 2013 in E.________ zum Nachteil von 
C.________;

und in Anwendung der Artikel

30 Abs. 1, 31, 34 Abs. 1 und 2, 42 Abs. 1 und 4, 44 Abs. 1, 47, 106, 173 StGB

Art. 426 Abs. 1, 428 Abs. 1, 433 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 24 Tagessätzen zu CHF 70.00, ausmachend total 
CHF 1‘680.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festge-
setzt.

2. Zu einer Verbindungsbusse von CHF 420.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaf-
ter Nichtbezahlung wird auf 6 Tage festgesetzt.

3. Zu den erstinstanzlichen Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 3‘450.00.

4. Zu 2/3 der oberinstanzlichen Verfahrenskosten, insgesamt bestimmt auf 
CHF 6‘180.00, ausmachend CHF 4‘120.00.00. 1/3 der oberinstanzlichen Verfahrens-
kosten, ausmachend CHF 2‘060.00, trägt der Kanton Bern.

5. Zur Bezahlung einer Entschädigung von CHF 7‘015.80 an die Straf- und Zivilklägerin 
C.________ für ihre Aufwendungen im erstinstanzlichen Verfahren.

6. Zur Bezahlung einer Entschädigung von CHF 1‘400.00 an die Straf- und Zivilklägerin 
C.________ für ihre Aufwendungen im oberinstanzlichen Verfahren.

II.

A.________ wird in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 OR sowie Art. 126 StPO weiter verur-
teilt:

1. Zur Bezahlung einer Genugtuung von CHF 300.00, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 
21. März 2014 an die Straf- und Zivilklägerin C.________.

30

2. Auf den Zivilpunkt werden sowohl für das erst- als auch das oberinstanzliche Verfah-
ren keine Kosten ausgeschieden.

III.

Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten, v.d. Fürsprecher B.________
- der Straf- und Zivilklägerin v.d. Fürsprecherin D.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz
- der Koordinationsstelle Strafregister (nur Dispositiv)

Bern, 18. August 2017
(Ausfertigung: 25. September 2017)

Im Namen der 2. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Aebi

Der Gerichtsschreiber:

Bruggisser

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.