# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce30aba1-8a9f-5cbd-a0ad-cbefcfa213db
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.09.2020 PQ200038
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ200038_2020-09-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ200038-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Ersatzrichterin lic. iur. A. Strähl sowie Ge-

richtsschreiber lic. iur. M. Isler 

Urteil vom 21. September 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Abänderung des Besuchsrechts, Weisungen und Abweisung von 
Anträgen  
 
Beschwerde gegen ein Urteil der Kammer II des Bezirksrates Zürich vom 
4. Juni 2020 i.S. C._____, geb. tt.mm.2010; VO.2019.117 (Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich) 
 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien sind die Eltern von C._____, geboren am tt.mm.2010. Sie wa-

ren nie verheiratet und lebten, soweit aus den Akten ersichtlich, auch nie zusam-

men. C._____ wohnt seit der Geburt bei der Mutter. Als die Mutter im Jahr 2015 

mit C._____ aus Deutschland in die Schweiz nach Zürich zog, war am Amtsge-

richt Essen ein durch einen Antrag des bereits damals in London wohnhaften Va-

ters veranlasstes Verfahren betreffend Umgang hängig (vgl. KESB act. 9/1-37). 

Das mit dem internationalen Kindesschutz befasste Bundesamt für Justiz ersuch-

te daraufhin die KESB der Stadt Zürich (fortan KESB), den Antrag des Vaters auf 

Festsetzung eines Besuchsrechts zu behandeln (vgl. KESB act. 1). 

2. Mit Beschluss vom 26. Januar 2016 setzte die KESB für den Vater ein be-

gleitetes Besuchsrecht an einem Wochenende im Monat im Umfang von je drei 

Stunden am Samstag und am Sonntag fest und errichtete für C._____ eine Be-

suchsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB (KESB act. 42). Gestützt auf die 

Empfehlung eines von der KESB in Auftrag gegebenen kinderpsychiatrischen 

Gutachtens vom 28. Oktober 2016 (KESB act. 90) reduzierte die KESB die Besu-

che mit Beschluss vom 13. Juni 2017 auf einen Besuch von 1 ½ Stunden alle vier 

Monate in einem psychotherapeutischen Setting in Anwesenheit einer geeigneten 

Drittperson. Gleichzeitig wurde der Auftrag der Beistandsperson angepasst und 

die Mutter angewiesen, für den Umgang mit ihren Ängsten eine psychologische 

Beratung durch Fachpersonen wahrzunehmen (KESB act. 136). Mit Beschluss 

vom 11. Oktober 2018 bezeichnete die KESB Dr. D._____ als geeignete Begleit-

person für die Besuche und hob die der Mutter erteilte Weisung als erfüllt auf 

(KESB act. 212). Mit Beschluss vom 4. Oktober 2019 ordnete die KESB an, die 

dem Vater eingeräumten Besuche im Rahmen eines psychotherapeutischen Set-

tings seien neu durch die E._____.ch statt durch Herrn Dr. D._____ durchzufüh-

ren, und erteilte der Mutter die Weisung, mit der E._____.ch zusammenzuarbei-

ten, unter der Androhung der Bestrafung im Unterlassungsfall. Weiter wurde der 

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Mutter die Weisung erteilt, alles vorzukehren, um C._____ positiv auf die Besuche 

beim Vater einzustimmen. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende 

Wirkung entzogen (KESB act. 254). 

3. Gegen den Beschluss der KESB vom 4. Oktober 2019 erhob die Mutter mit 

Eingabe vom 6. November 2019 Beschwerde an den Bezirksrat, wobei sie die 

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde verlangte (BR 

act. 1). Nach Einholung von Stellungnahmen der Mutter und der KESB stellte der 

Bezirksrat die aufschiebende Wirkung mit Beschluss vom 5. Dezember 2019 wie-

der her (BR act. 8), worauf die Beschwerdeantwort und weitere Stellungnahmen 

der Parteien folgten. Mit Beschluss und Urteil vom 4. Juni 2020 wies der Bezirks-

rat zugleich sowohl den von der Mutter gestellten Antrag auf Anhörung von 

C._____ als auch die Beschwerde insgesamt ab (act. 4).  

4. Gegen die Abweisung ihres Antrags auf Anhörung von C._____ mit Be-

schluss vom 4. Juni 2020 erhob die Mutter mit Eingabe vom 18. Juni 2020 eine 

Beschwerde bei der Kammer, die unter der Geschäfts-Nr. PQ200036 behandelt 

wird und auf die mit Beschluss vom heutigen Datum nicht eingetreten wird, weil 

es an einem nicht wiedergutzumachenden Nachteil und damit an einer Rechtsmit-

tel-voraussetzung fehlt, weil die Mutter gegen die Abweisung ihres Antrags auf 

Durchführung einer Kinderanhörung mit der Beschwerde gegen den (gleichzeitig 

gefällten) Endentscheid vorgehen konnte und dieses Thema in diesem Rahmen 

als Vorfrage behandelt wird (vgl. dazu unten II.7). 

5. Mit Eingabe vom 8. Juli 2020 erhob die Mutter gegen die Abweisung ihrer 

Beschwerde durch den Bezirksrat mit Urteil vom 4. Juni 2020 rechtzeitig Be-

schwerde an die Kammer (act. 2). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen 

(im Geschäft Nr. PQ200036, dort KESB act. 1-263 und 264-281 sowie BR 

act. 1-25). Stellungnahmen waren nicht einzuholen (§ 66 Abs. 1 EG KESR). Das 

Verfahren ist spruchreif.  

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II. 

1. Nachdem die KESB mit Beschluss vom 26. Januar 2016 ein begleitetes Be-

suchsrecht an einem Wochenende im Monat von je drei Stunden am Samstag 

und am Sonntag angeordnet hatte (KESB act. 42), fanden laut dem Bericht des 

damaligen Besuchsbeistandes vom 28. September 2016 an fünf Wochenenden 

von April bis August 2016 begleitete Kontakte zwischen Vater und Sohn statt. Im 

Juli und im August wurden die zweiten Treffen am Sonntag auf Wunsch von 

C._____ vorzeitig abgebrochen. Der für den September 2016 vorgesehene Ter-

min wurde vorzeitig von der Mutter wegen Krankheit von C._____ abgesagt 

(KESB act. 82 S. 2). Seither hatten Vater und Sohn keinen Kontakt mehr. 

2. Mit Beschluss vom 13. Juni 2017 reduzierte die KESB die Dauer und Fre-

quenz der Besuche auf 1 ½ Stunden alle vier Monate, ordnete ein psychothera-

peutisches Setting an und errichtete eine Erziehungsbeistandschaft mit unter an-

derem dem Auftrag, dieses Setting zu organisieren und eine geeignete Begleit-

person für die Besuche zu bestimmen (KESB act. 136). Mit der Begründung, dass 

"es der Beiständin mangels Einigkeit der Eltern bisher nicht gelungen ist, eine von 

beiden Eltern akzeptierte Begleitperson für die Besuche zu organisieren" (KESB 

act. 212 S. 5 oben), bezeichnete die KESB mit Beschluss vom 11. Oktober 2018 

Dr. D._____, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, als 

Begleitperson. Dabei handelt es sich um den behandelnden Arzt von C._____, 

von dem sich zudem die Mutter aufgrund einer durch die KESB mit Beschluss 

vom 13. Juni 2017 erteilten Weisung für den Umgang mit ihren Ängsten beraten 

liess. Die KESB erwog, dass C._____ diese Begleitperson bereits kenne und Ver-

trauen zu ihr habe, sei zentral und höher zu gewichten, als dass der Vater sie als 

nicht neutral und ungeeignet ablehne. Hinzu komme, dass die Mutter sich eben-

falls für diese Begleitperson ausgesprochen habe (KESB act. 212 S. 5). 

3. Nachdem Mitte Dezember 2018 ein Gespräch zwischen dem Vater und Dr. 

D._____ stattgefunden hatte, ohne dass es in der Folge zu einer Begegnung zwi-

schen Vater und Sohn kam, und gestützt auf einen entsprechenden Antrag der 

Beiständin und deren Feststellung im Bericht vom 27. März 2019, dass Dr. 

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D._____ als Besuchsbegleitung nicht geeignet sei (KESB act. 222), kam die 

KESB auf ihren letzten Beschluss zurück und ordnete mit Beschluss vom 4. Ok-

tober 2019 an, dass die Besuche im Rahmen eines psychotherapeutischen Set-

tings stattdessen neu durch die E._____.ch in F._____ durchzuführen seien 

(KESB act. 254).  

4. Eine Beschwerde der Mutter gegen diesen Entscheid wies der Bezirksrat mit 

Urteil vom 4. Juni 2020 ab. Die Mutter übersehe drei zentrale Punkte: Die Nicht-

eignung des bisherigen Besuchsbegleiters sei aufgrund des Berichts der Beistän-

din ausgewiesen, dieser habe selbst seine Nichteignung eingestehen müssen und 

werde zudem vom Vater abgelehnt. Die von der Mutter angestrebte Fortführung 

des bisherigen Settings wäre unter diesen Umständen so unverantwortlich wie 

sinnlos, liege nicht im Interesse des betroffenen Kindes und würde letztlich sei-

nem Wohl schaden (act. 4 S. 10 ff.).  

Eine Gefährdung des Kindes durch den Kontakt mit dem Vater konnte der Be-

zirksrat nicht erkennen. Das kinderpsychiatrische Gutachten des Zentrums für 

Entwicklungspsychotherapie vom 28. Oktober 2016 (KESB act. 90) habe beim 

Beschwerdegegner keine Vorstellungen mit Bezug auf eine Entführung oder eine 

eigene bzw. erweiterte Suizidalität oder einen sexuellen Missbrauch gefunden. 

Die Einschränkungen des väterlichen Besuchsrechts seien in erster Linie ange-

ordnet worden, um Ängste des Kindes und der Mutter vor dem Besuchskontakt 

mit dem Vater abzubauen und eine Überforderung in der Kontaktsituation zu ver-

meiden, weil die Gutachterinnen gehofft hätten, dass sich die Ängste der Mutter 

dadurch beruhigen würden und C._____ in den Begegnungen mit dem Vater un-

belasteter sein könne (act. 4 S. 12 f. m.H. auf KESB act. 90 S. 27 und 32). 

Die beantragte Anhörung des Kindes erübrigte sich für den Bezirksrat, da der 

Sachverhalt erstellt und das Kind bereits am 27. September 2019 durch die KESB 

angehört worden sei (vgl. KESB act. 253), so dass eine weitere Anhörung durch 

den Bezirksrat keine neuen Erkenntnisse bringen würde (act. 4 S. 13 f.).  

5. In ihrer Beschwerde an die Kammer wirft die Mutter der Vorinstanz vor, sie 

missachte den Willen von C._____, der jeglichen Kontakt mit dem Vater katego-

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risch ablehne. Zur Ermittlung des Kindeswillens sei das Kind anzuhören (act. 2 S. 

5).  

Grund dafür, dass C._____ den Kontakt zum Vater ablehne, seien negative Erfah-

rungen im Kontakt zum Vater, der sich nicht kindgerecht verhalte und das auch 

nicht tun wolle. Als Beispiel hebt die Mutter ein vom Vater verfasstes Buch mit 

dem Titel "C._____ flog" hervor, dessen Inhalt nach Meinung von Fachpersonen 

nicht kindgerecht sei, das der Vater jedoch trotz entsprechender Warnungen aus 

seinem Bekanntenkreis C._____ bei einem (unbegleiteten) Besuch im Jahr 2015 

übergeben habe. Auch die begleiteten Besuche im Jahr 2016 habe der Vater 

nicht kindgerecht gestaltet, zentrale Themen des Vaters seien laut dem Besuchs-

begleiter Macht und Gewalt gewesen.  

Der Verlaufsbericht der Beiständin, auf den die Vorinstanz zu Unrecht abstelle, 

werde durch die Aussagen von Dr. D._____ und des Vaters widerlegt. Entgegen 

der Feststellung der Vorinstanz sei Dr. D._____ als Besuchsbegleiter geeignet. 

Die Umsetzung der vorgesehenen begleiteten Besuche sei an der Verweigerung 

des Vaters gescheitert. Dr. D._____ habe "das Kind C._____ soweit möglich ein-

gestimmt" und den Vater eingeladen (allerdings nicht zusammen mit C._____, 

sondern zu einem Einzelgespräch), doch der Vater habe sich (nach einem ersten 

Gespräch) nie bei ihm gemeldet. Die Mutter vergleicht den Vater mit einem Prü-

fungskandidaten, der eine Zusicherung wolle, "dass er auch bei vollkommen fal-

schen Lösungen (…) in jedem Fall bestehe". 

Das ist zusammengefasst die Position der Mutter. In der Folge wird ausführlicher 

auf ihre Einwände eingegangen, soweit sie für den Entscheid erheblich sind. 

6. Die Mutter wendet ein, die Anordnung eines begleiteten Besuchsrechts kom-

me praktisch nur in Betracht für Kinder bis etwa zum Alter von 10 Jahren und in 

der Regel nur vorübergehend für einige Monate bis längstens zwei Jahre. In die-

ser Zeit sollten sich die Verhältnisse soweit klären, dass unbegleiteter Verkehr 

möglich werde oder aber eine klare Entscheidung über die Entziehung des Be-

suchsrechts getroffen werden könne (act. 2 S. 8).  

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Soweit die Mutter damit die Berechtigung von Besuchen grundlegend in Zweifel 

ziehen und geltend machen will, es sei auf die Anordnung von Kontakten zu ver-

zichten, ist ihr entgegenzuhalten, dass nicht das, sondern die Person des Be-

suchsbegleiters Gegenstand der vorinstanzlichen Verfahren war. Die grundsätzli-

che Berechtigung von Besuchen kann daher im Beschwerdeverfahren nicht über-

prüft werden und die entsprechenden Einwände gehen an der Sache vorbei.  

Im Übrigen ist anzumerken, dass die KESB mit Beschluss vom 13. Juni 2017 die 

Kontakte ohnehin von einmal monatlich auf dreimal jährlich, d.h. einmal alle vier 

Monate, reduzierte, was sogenannten Erinnerungskontakten entspricht, die im 

Hinblick auf ihren Zweck nicht nur vorübergehend, sondern auf Dauer angelegt 

sind und begleitet erfolgen, so dass dieser Einwand auch inhaltlich nicht greifen 

würde. 

Das Gleiche gilt für die Behauptung der Mutter, Dr. D._____ rechne bei einer Um-

setzung der Besuche gegen den Willen von C._____ mit einer Retraumatisierung 

(act. 2 S. 7 f.), für die sie weder einen Beleg noch eine nähere Begründung liefert, 

so dass sich ihre Ernsthaftigkeit nicht beurteilen lässt. Unabhängig davon trug die 

KESB solchen Bedenken vorsorglich Rechnung, indem sie die Kontakte auf drei 

Termine im Jahr reduzierte und nicht nur eine Begleitung, sondern sogar ein psy-

chotherapeutisches Setting anordnete, das einen geeigneten Rahmen bildet, um 

solche Gefahren zu erkennen und zu vermeiden. Mit der Person des Besuchsbe-

gleiters, um die es hier einzig geht, hat aber auch das nichts zu tun. Auch dieser 

Einwand geht daher an der Sache vorbei, so dass sich Weiterungen erübrigen. 

Auch mit dem Vorbringen, der Kindeswille sei nicht nur bei der Ausgestaltung des 

Besuchsrechts, sondern auch bei der Frage zu berücksichtigen, ob überhaupt 

Besuche stattfinden sollten (act. 2 S. 5 m.H. auf BGE 127 III 295), wendet sich die 

Mutter gegen die Anordnung von Besuchen und zielt damit an der Sache vorbei. 

Zudem ist ihr auch in der Sache zu widersprechen: Der Kindeswille ist vor dem 

Hintergrund des Kindeswohls zu würdigen und im Konflikt geht das Kindeswohl 

vor, was beispielsweise im von der Mutter zitierten Leitentscheid dazu führte, 

dass im Hinblick auf das Kindeswohl vom Kindeswillen abgewichen wurde (vgl. 

BGE 127 III 295 Regeste). 

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7. Die Mutter betont, wenn das Kind wie hier den Kontakt zum Vater ablehne, 

hätten sich Gericht oder Behörde zu bemühen, dem Kind mit geeigneten Mass-

nahmen die Zustimmung zu ermöglichen (act. 2 S. 7 Ziff. 19 m.H. auf BSK ZGB I-

Schwenzer / Cottier, Art. 273 N 11). Indem die KESB mit Beschluss vom 11. Ok-

tober 2018 Dr. D._____ als behandelnden Arzt von C._____ und Vertrauensper-

son der Mutter zum Besuchsbegleiter ernannte, lebte sie dieser Lehrmeinung 

nach.  

Neben der bestehenden Vertrauensbeziehung zwischen C._____ und Dr. 

D._____ war für diesen Entscheid auch von Bedeutung, dass die Mutter sich für 

Dr. D._____ aussprach: Die KESB wollte so die Mutter ins Boot holen, weil sie 

vermutete, dass C._____ von ihr beeinflusst wurde. Als sich diese Hoffnung nicht 

erfüllte, korrigierte die KESB diesen Entscheid mit dem Beschluss vom 4. Oktober 

2019 und wechselte Dr. D._____ als Besuchsbegleiter aus. 

Wie diese Darstellung zeigt, war sich die KESB sehr wohl bewusst, dass nicht nur 

die Mutter, sondern auch C._____ den Kontakt zu seinem Vater ablehnt. Mit ih-

rem Entscheid trug sie dieser Haltung Rechnung und versuchte gleichzeitig, auf 

sie einzuwirken. Der Einwand der Mutter, der Bezirksrat übersehe die herausra-

gende Bedeutung des Kindeswillens für die Regelung des Besuchsrechts, und ih-

re Forderung nach einer Kindesanhörung zur Ermittlung des Kindeswillens (act. 2 

S. 5) gehen daher an der Sache vorbei.  

Die Vorinstanz geht demnach nicht von einem anderen Kindeswillen aus als die 

Mutter. Es ist daher unklar, was sich die Mutter von einer weiteren Kindesanhö-

rung verspricht, in der C._____ nach ihrer Vorstellung seinen bereits bekannten 

Willen bestätigen würde. Da C._____ seinen Vater seit mehreren Jahren nicht 

mehr gesehen hat und daher aus eigener Anschauung nichts Neues über den 

Kontakt zu seinem Vater mitteilen könnte, ist nicht ersichtlich, was eine Kindesan-

hörung im Übrigen zur Entscheidfindung beitragen könnte (BGE 127 III 295 E. 

2.b).  

- 9 - 

Der Entscheid der Vorinstanz, auf eine Anhörung von C._____ zu verzichten, 

nachdem dieser von der KESB angehört worden war und sie sich davon keine 

neuen Erkenntnisse erhoffte, ist daher nicht zu beanstanden.  

8. Es ist daran zu erinnern, dass im Voraus durchaus Vorbehalte bestanden 

gegen die Ernennung zum Besuchsbegleiter von Dr. D._____ als behandelndem 

Arzt von C._____. Im Zusammenhang mit ihrer Idee, die Besuche zwischen 

C._____ und dem Kindsvater in Anwesenheit von Dr. D._____ durchzuführen (die 

von der KESB mit Beschluss vom 11. Oktober 2018 schliesslich dennoch umge-

setzt wurde), warnte die damalige Beiständin im Rechenschaftsbericht vom 18. 

Dezember 2017 davor, dass trotz professionellem Verhalten von Dr. D._____ ein 

Rollenkonflikt entstehen könnte (KESB act. 155 S. 7 f.).  

Nach Ansicht der Beiständin habe sich ihr Vorgehen, zuerst die fachliche Meinung 

von Dr. D._____ einzuholen, insbesondere mit fachlicher Begründung, wieso er 

gegebenenfalls gegen einen Start der begleiteten Besuche sei, um die Kooperati-

on mit der Mutter zu fördern, als Leerlauf erwiesen. Trotz konkreter Fragen an Dr. 

D._____ liege ihr bis heute keine konkrete, fachliche Begründung vor, wieso mit 

den begleiteten Besuchen nicht gestartet werden könne. Anscheinend wolle Dr. 

D._____ den Vater zuerst in Einzelgesprächen kennen lernen. Indem alles von 

Dr. D._____s Einschätzung resp. seinem Anliegen, den Vater zuerst in die Thera-

pie von C._____ einbeziehen zu können, abhängig gemacht werde, hätten sowohl 

die Mutter als auch Dr. D._____ eine Machtposition inne, die ihnen nicht zustehe. 

Die Beiständin erinnerte daran, dass im Gutachten vom 28. Oktober 2016 die 

Zumutbarkeit solcher Treffen fundiert abgeklärt worden sei (KESB act. 155). 

Wie der Verlaufsbericht der (neuen) Beiständin vom 27. März 2019 (KESB 

act. 222) zeigt, bestätigten sich diese Vorbehalte: So konnte die Beiständin 

C._____ nur in der Praxis von Dr. D._____ treffen, worauf Dr. D._____ einen er-

neuten Termin nach rund 5 Monaten vorschlug. Zwischen C._____ und seinem 

Vater fanden keine Treffen statt. Dr. D._____ sagte, er könne C._____ etwa alle 

drei Monate fragen, ob er den Vater sehen möchte, und wenn er ablehne, würde 

er ihn nach drei Monaten erneut fragen (KESB act. 222 S. 1 f.).  

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Gegenüber der KESB berichtete Dr. D._____ in einem "ärztlichen Attest" vom 27. 

Mai 2019, dass C._____ weiterhin "in inzwischen grösseren Abständen zu spiel-

therapeutischen Sitzungen" zu ihm komme und weiterhin klar äussere, dass er 

seinen Vater nicht sehen möchte, während sich der Vater trotz einer ausdrückli-

chen Einladung zu weiteren Besprechungen nicht bei ihm gemeldet habe (KESB 

act. 234). Zu einem früheren Zeitpunkt hatte er gegenüber der KESB geäussert, 

ein Kontakt zwischen C._____ und seinem Vater könne in seiner Praxis stattfin-

den, wenn der Vater zu einem Gespräch vorbeikomme und ihm bei diesem Ge-

spräch mit dem Vater "nichts Aussergewöhnliches auffalle" (KESB act. 200; vgl. 

auch KESB act. 203; zitiert in KESB act. 212 S. 5).  

Die Berichte der Beiständinnen sowie die eigenen Äusserungen von Dr. D._____ 

erwecken den Eindruck, dass er die Durchführung von Treffen zwischen C._____ 

und seinem Vater von C._____s Einverständnis und von seinem persönlichen 

Eindruck von C._____s Vater abhängig machte. 

Damit verkennt Dr. D._____ seine Rolle als Besuchsbegleiter. Es ist nicht seine 

Aufgabe, über die Durchführung der Besuche zu entscheiden, sondern das hat 

die KESB im rechtskräftigen Entscheid vom 13. Juni 2017 (KESB act. 136) vor-

weggenommen, mit dem sie den Vater berechtigte, seinen Sohn C._____ alle vier 

Monate für die Dauer von 1 ½ Stunden in Begleitung zu treffen (KESB act. 136 

Disp.-Ziff. 1). Mit dem kinderpsychiatrischen Gutachten stützte sich die KESB da-

bei auf eine Fachmeinung.  

Dieser Entscheid ist auch für den Besuchsbegleiter verbindlich. Sollte er im Rah-

men seiner Tätigkeit zum Schluss kommen, dieser Entscheid sei nicht (mehr) 

richtig, wäre es an ihm, die KESB darauf hinzuweisen und so eine Änderung zu 

erwirken (welche die KESB jederzeit auch ohne Parteiantrag von Amtes wegen 

vornehmen könnte und die bei Dringlichkeit einstweilen mit sofortiger Wirkung und 

nachträglicher Überprüfung erfolgen könnte).  

Es ist daher unerheblich, was der Grund dafür war, dass es zu keiner weiteren 

Besprechung zwischen Dr. D._____ und dem Vater kam, da es nicht im Belieben 

von Dr. D._____ stand, die Durchführung der Besuche von solchen regelmässi-

- 11 - 

gen Einzelgesprächen mit dem Vater abhängig zu machen. Der Vorwurf der Mut-

ter, der Vater verhalte sich wie ein Prüfling, der nur zum Examen antrete, wenn 

man ihm unabhängig von seiner Leistung den Erfolg garantiere (act. 2 S. 14 Ziff. 

58), wendet sich gegen Dr. D._____, dem in diesem Bild eine Kompetenz zuge-

sprochen wird, die ihm als Besuchsbegleiter nicht zukommt. 

Die fachliche Eignung von Dr. D._____, welche die Mutter mit der wiederholten 

Aufzählung seiner Titel "Herr PD Dr. med. PhD" unterstreicht (vgl. act. 2 S. 12 f.), 

steht ausser Frage. Die gewissenhafte Erfüllung seiner Aufgabe als behandelnder 

Arzt von C._____, zu der ihn sein Arzteid verpflichtet (was die Mutter in der Ver-

gangenheit als Vorzug dargestellt hatte; vgl. KESB act. 212 S. 4 m.H. auf KESB 

act. 196), kommt ihm in die Quere und macht ihn ungeeignet als Besuchsbeglei-

ter. Damit bewahrheitet sich die Befürchtung der früheren Beiständin, dass trotz 

professionellem Verhalten ein Rollenkonflikt entstehen könnte (KESB act. 155 

S. 7 f.).  

Diese Schwierigkeit erkennt Dr. D._____ zumindest ansatzweise auch selbst, wie 

aus seinem Eingeständnis zum Ausdruck kommt, es sei ihm nicht gelungen, mit 

dem Vater eine therapeutische Allianz aufzubauen, weshalb er sich selbst inzwi-

schen nicht mehr für geeignet halte, die verhärteten Fronten im Dreieck mit Mutter 

und Sohn aufzuweichen (KESB act. 234), wobei er (und mit ihm die Mutter; vgl. 

act. 2 S. 15 Ziff. 61) den Grund dafür nicht in seinem unpassenden Rollenver-

ständnis sieht, sondern in der fehlenden Bereitschaft des Vaters, sich darauf ein-

zulassen und die ihm zugedachte Rolle zu spielen. 

9. Die Mutter spricht der Beiständin (und damit ihrem Bericht, auf den die Vor-

instanz abstellt) die Glaubwürdigkeit ab, weil sie die Akteneinsicht in E-Mail-

Korrespondenz mit dem Vater verweigert habe: Laut ihrem Stellenleiter habe die 

Beiständin mit dem Vater höchstpersönliche Informationen ausgetauscht, an de-

nen ein überwiegend privates Interesse bestehe. Das habe in einem ordentlichen 

Verfahren zwischen Behördenvertreter und Verfahrensbeteiligten keinen Platz. 

Der Bericht der Beiständin sei deshalb nicht objektiv und könne nicht für die Ent-

scheidfindung herangezogen werden (act. 2 S. 15 f.). 

- 12 - 

In der Darstellung der Beiständin bzw. ihres Vorgesetzten, auf welche die Mutter 

verweist, ist von E-Mail-Nachrichten über höchstpersönliche Themen des Vaters 

die Rede, welche wegen eines überwiegenden privaten Interesses des Vaters an 

der Vertraulichkeit im Rahmen der Akteneinsicht nicht offengelegt wurden (vgl. 

act. 3/2). Es waren somit einzig auf der Seite des Vaters höchstpersönliche Infor-

mationen betroffen, aber es fand kein Austausch von solchen Informationen zwi-

schen der Beiständin und dem Vater statt, wie die Darstellung der Mutter fälschli-

cherweise nahelegt.  

Es gibt daher keinen Anlass, um an der Professionalität der Beiständin zu zwei-

feln. Eine derartige Einschränkung der Akteneinsicht stellt eine grundsätzlich zu-

lässige Schutzmassnahme dar, die hier nicht zu überprüfen ist und nicht geeignet 

ist, die Unvoreingenommenheit der Beiständin in Zweifel zu ziehen. Hinweise da-

rauf, dass damit etwas vertuscht werden sollte, sind abgesehen von der unge-

nauen Darstellung der Mutter nicht vorhanden.  

In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass auch die Anamnesen der 

Eltern im kinderpsychiatrischen Gutachten gegenseitig nicht offengelegt wurden, 

was ebenfalls eine Schutzmassnahme darstellt, die anscheinend auf einen 

Wunsch der Mutter zurückgeht und soweit ersichtlich von keiner Seite beanstan-

det wurde (vgl. KESB act. 90 S. 11 und 34 Antwort 10). 

10. Die Mutter widerspricht der Einschätzung der Vorinstanz, eine Gefährdung 

des Kindes durch den Kontakt mit dem Vater sei nicht erkennbar (act. 4 S. 12). 

Der Vater lehne nicht nur den Besuchsbegleiter Dr. D._____ als Person ab, son-

dern das Kindeswohl als solches und jede Person, die in diesem Rahmen handle. 

Er mache klar, dass er sich ganz bewusst und gegen alle wissenschaftlichen Er-

kenntnisse nicht kindgerecht verhalten habe und werde (act. 2 S. 11). 

Erneut ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die KESB nicht über das Be-

suchsrecht des Vaters entschieden hat, sondern über die Person des Besuchs-

begleiters. Das Besuchsrecht selbst ist deshalb auch nicht Gegenstand des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens. 

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Im Übrigen leitet die Mutter den Vorwurf, der Vater handle nicht im Kindeswohl, im 

Wesentlichen aus dem Bilderbuch "C._____ flog" (KESB act. 9/15) ab, das der 

Vater selbst gestaltet und C._____ bei einem Besuch im Jahr 2015 übergeben 

hatte, das eine detaillierte Anleitung zum Sprung des Kindes vom Balkon enthalte 

und das die Gutachterinnen als eindeutig nicht kindgerecht qualifiziert hätten, das 

der Vater aber weiterhin bei Besuchen verwenden wolle (act. 2 S. 6).  

Auch die begleiteten Besuche im Jahr 2016 habe der Vater nicht kindgerecht ge-

staltet. Der Besuchsbegleiter habe ihn darauf hingewiesen, dass die Geschichten, 

die er erzähle, nicht immer altersgerecht erschienen, oft seien Gewalt und Macht 

zentrale Themen in den Geschichten. Das Gutachten halte fest, er schwanke zwi-

schen Hilflosigkeit und das Kind ängstigenden Spielangeboten (act. 2 S. 10).  

Mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat, das den "raffinierten Sadis-

mus" von Struwelpeter als Beispiel für Kinderliteratur nennt (act. 2 S. 9 Ziff. 28), 

verweist die Mutter ferner auf den vom Vater für einen Vortrag verfassten Text 

"Über das Deutschlernen" (vgl. BR act. 1/4). Wie bereits die Gutachterinnen fest-

stellten (vgl. KESB act. 90 S. 21 f.), handelt es sich bei diesem Text, der aus dem 

Jahr 2009 stammt und damit vor der Geburt von C._____ entstanden ist, um die 

Auseinandersetzung des Vaters als Übersetzer mit der deutschen Sprache als 

Fremdsprache und als sein Arbeitsobjekt. Der Mutter kann nicht gefolgt werden, 

wenn sie behauptet, aus diesem Text liesse sich ableiten, dass der Vater nicht 

gewillt sei, dem Kindeswohl entsprechend zu handeln. Darüber hinaus ist unklar, 

was die Mutter mit Bezug auf die Person des Besuchsbegleiters daraus ableiten 

will. 

Anscheinend hat sich der Vater bei den Besuchen in der Vergangenheit nach An-

sicht von Fachpersonen nicht immer kindgerecht verhalten, sondern C._____ mit 

seinen Themen und Spielangeboten teilweise überfordert. Das mag auf die man-

gelnde gegenseitige Vertrautheit und eigene Unsicherheit zurückzuführen sein. 

Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass der Vater gemäss dem Bericht des dama-

ligen Beistandes im Jahr 2016 einen entsprechenden Hinweis offen entgegen-

nahm, als er damit konfrontiert wurde, und sich gut auf Anregungen des Be-

suchsbegleiters einlassen konnte (KESB act. 82 S. 3 oben und S. 4). 

- 14 - 

Zum Buch "C._____ flog" ist anzumerken, dass der Vater als Übersetzer arbeitet, 

weshalb er wohl über die für die Produktion eines solchen Werks (im Original in 

Leinen gebunden und mit Goldbuchstaben; vgl. KESB act. 90 S. 19) erforderli-

chen Ressourcen verfügt. In der Darstellung der Mutter erhält dieses Buch eine 

übertriebene Bedeutung. Problematisch daran ist nicht der an Vorbilder aus der 

Kinderliteratur erinnernde Inhalt, sondern die Identifikation der Hauptfigur mit 

C._____, die diesem eine Distanzierung erschwert, verbunden mit der fehlenden 

Vertrautheit zum Vater als Erzähler, und das ist es, was seine Verwendung nach 

Ansicht von Fachpersonen nicht kindgerecht macht (vgl. KESB act. 90 S. 20 f.).  

Keine Anhaltspunkte bestehen demgegenüber für eine Gefährdung durch eine 

wörtliche Umsetzung der Geschichte, die die Mutter mit der Formulierung, im 

Buch werde C._____ "konkret und detailliert Anweisung zum Sprung vom Balkon 

gegeben", in den Raum stellt (act. 2 S. 10). Entsprechende Vorstellungen einer 

eigenen oder erweiterten Suizidalität wurden von den Gutachterinnen auf ent-

sprechende Fragen ausdrücklich verneint (KESB act. 90 S. 32). Zudem schützt 

die Begleitung der Besuche vor einer entsprechenden Bedrohung. 

Die Vorinstanz hat daher eine unmittelbare Gefährdung zu Recht ausgeschlos-

sen. Den bestehenden Risiken eines nicht kindgerechten Verhaltens tragen die 

Anordnungen der KESB (Begleitung und therapeutisches Setting) angemessen 

Rechnung. Ausserdem hat das mit der Person des Begleiters nichts zu tun, so 

dass die Mutter daraus für ihren Standpunkt ohnehin nichts ableiten kann.  

11. Wie oben erwähnt, verneinte der Bezirksrat eine Gefährdung von C._____ 

durch den Vater und sah die Gründe für Einschränkungen des väterlichen Be-

suchsrechts in erster Linie in (für Aussenstehende nicht nachvollziehbaren) Ängs-

ten der Mutter, die "eine das Kind einengende Eigendynamik angenommen" hät-

ten, und der Hoffnung, dass sich diese Ängste durch die begleiteten Besuchskon-

takte beruhigen würden, so dass C._____ in den Begegnungen mit dem Vater 

unbelasteter sein könne (act. 4 S. 12 f.).  

Dagegen wehrt sich die Mutter mit dem Einwand, die KESB habe dieses Thema 

mit Ziffer 4 des Beschlusses vom 11. Oktober 2018 rechtskräftig entschieden und 

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abgeschlossen (act. 2 S. 16 Ziff. 70). Damit nimmt sie Bezug auf die Aufhebung 

der ihr erteilten Weisung, für den Umgang mit ihren Ängsten eine Beratung durch 

Fachpersonen wahrzunehmen. Die KESB betrachtete diese Weisung als erfüllt, 

wobei allerdings angemerkt wurde, die Weisung habe sich lediglich auf eine Bera-

tung und nicht auf eine Therapie bezogen (KESB act. 212 S. 7).  

Das Argument der Mutter erscheint formalistisch und vermag nicht zu überzeu-

gen. Wie erwähnt hob die KESB die Weisung an die Mutter auf, nachdem Dr. 

med. D._____ bestätigt hatte, dass sie eine entsprechende Beratung in Anspruch 

genommen habe (KESB act. 212 S. 7). Die Weisung wurde insbesondere nicht 

mit der Begründung aufgehoben, dass sich die Ängste der Mutter gelegt hätten 

und einer positiven Begleitung der väterlichen Besuchskontakte nicht mehr im 

Wege stünden. Auch die fachlichen Qualifikationen der Mutter als Fachärztin für 

Kinder- und Jugendmedizin (vgl. act. 2 S. 16 Ziff. 71) sind nicht geeignet, die vor-

instanzlichen Befunde zu widerlegen. Die gerichtliche Erfahrung lehrt, dass beruf-

liche Kompetenz nicht vor irrationalem Verhalten in privaten Konflikten schützt. 

Die Mutter macht geltend, die Strafandrohung, welche die KESB gegen sie aus-

gesprochen hat für den Fall, dass sie die ihr erteilte Weisung nicht befolge, mit 

der neuen Besuchsbegleitung zusammenzuarbeiten und C._____ zu den Be-

suchsterminen zu bringen (KESB act. 254 S. 10 f. E. 2.2 und S. 15 Disp.-Ziff. 6 

i.V.m. Disp.-Ziff. 4), sei unbegründet, da sie im bisherigen Verfahren jeden Termin 

wahrgenommen habe, sowie auch kontraproduktiv, wie verschiedene Fachperso-

nen erwähnten (act. 2 S. 16 f.).  

Der neu vorgesehene Besuchsbegleiter rät von einem forcierten Vorgehen ab, 

das in einem solchen Fall nicht sinnvoll sei und den Konflikt oder die Abwehr eher 

noch verschärfen würde (KESB act. 250). Damit ist jedoch das Kind gemeint, das 

nicht unter Druck gesetzt werden soll, um seine gegenwärtige Ablehnung von 

Kontakten nicht zu verfestigen. Zur Strafandrohung an die Adresse der Mutter 

äussert sich diese Fachperson hingegen nicht, und es ist nicht ersichtlich, dass 

eine Strafdrohung gegen die Mutter schädlich wäre. 

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Falls die Mutter mit dem Hinweis, eine Strafandrohung wäre kontraproduktiv, sa-

gen will, dass sie die erteilte Weisung trotz Strafandrohung nicht einhalten würde, 

zeigt das, dass sich an den Gründen, welche die KESB zu dieser Anordnung ver-

anlassten, nichts geändert hat und dass die Mutter nicht freiwillig mit einer neuen 

Besuchsbegleitung zusammenarbeiten würde (KESB act. 254 S. 10 f. E. 2.2), was 

nicht gegen, sondern vielmehr für eine Strafandrohung spricht.  

12. Demnach ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen und der Entscheid 

der KESB zu bestätigen, mit dem der Besuchsbegleiter ausgewechselt und die 

Mutter mit einer Bestrafung bedroht wurde für den Fall, dass sie mit der neuen 

Besuchsbegleitung nicht kooperiert.  

III. 

Da die Mutter mit ihrer Beschwerde unterliegt, trägt sie die Verfahrenskosten. An-

spruch auf eine Parteientschädigung hat keine Partei: die Mutter nicht, weil sie 

unterliegt; der Vater nicht, weil ihm keine wesentlichen Umtriebe entstanden sind. 

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen und der Zirkulationsbeschluss der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 4. Oktober 2019 wird 

bestätigt.  

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt und der Beschwerde-

führerin auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage der Doppel von act. 2, des Beilagenverzeichnisses dazu und der Beila-

ge act. 3/2, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich 

sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Zü-

rich, je gegen Empfangsschein. 

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5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. M. Isler 
 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 21. September 2020
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen und der Zirkulationsbeschluss der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 4. Oktober 2019 wird bestätigt.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage der Doppel von act. 2, des Beilagenverzeichnisses dazu und der Beilage act. 3/2, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich sowie – unter Rücksendung ...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...