# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cf2498d-dc18-5a62-9e5f-59bee0aa011e
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-04-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.04.2017 BV.2016.28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BV-2016-28_2017-04-24.pdf

## Full Text

Beschluss vom 24. April 2017 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Tito Ponti, 

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

 

   
Parteien  B. HOLDING GMBH, vertreten durch Rechtsanwalt 

Jean-Blaise Eckert,  

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG,  

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR) 

 

Rückzug der Beschwerde 

 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BV.2016.28 

 

 

 

- 2 - 
 
 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend „ESTV“) gestützt auf die 

Ermächtigung des Vorstehers des Eidgenössischen Finanzdepartements 

vom 3. November 2016 gegen die B. Holding GmbH sowie Unbekannt eine 

besondere Strafuntersuchung gemäss Art. 190 ff. des Bundesgesetzes über 

die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) wegen Verdachts auf schwere 

Steuerwiderhandlungen und gegen Unbekannt gestützt auf Art. 67 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Verrechnungssteuer (VStG; SR 313.0) ein 

Verwaltungsstrafverfahren wegen Verdachts auf Abgabebetrug (Art. 14 

Abs. 2 VstrR), eventuell Hinterziehung von Verrechnungssteuern (Art. 61 

VStG) im Umfang von CHF 2.4 Mrd. begangen im Geschäftsbereich der 

B. […] GmbH, führt (act. 1.26);  

 

- in diesem Zusammenhang die ESTV am 8. Dezember 2016 jeweils in den 

Räumlichkeiten der C. AG in Z., der D. AG in Y., der E. AG in Y., der Unter-

nehmung F. in Y., und der G. AG in X., eine Hausdurchsuchung durchführte;  

 

- gleichzeitig im Ausland gestützt auf Rechtshilfeersuchen der Schweiz eben-

falls Hausdurchsuchungen stattfanden, und zwar bei B. […] Ltd., V., und der 

B., V., der B. […] S.à.r.l., W. und der Unternehmung F., W. (act. 1.27 bis 

1.32); 

 

- die B. Holding GmbH mit Eingabe vom 12. Dezember 2016 Beschwerde ge-

gen die Eröffnung der besonderen Strafuntersuchung erhob; eventualiter die 

Aufhebung der Hausdurchsuchungen bei der B. […] S.à.r.l. in W., bei der G. 

AG in X. und bei der D. AG in Y. und die Aufhebung der Rechts- bzw. Amts-

hilfeersuchen und subeventualiter die Siegelung der sichergestellten Doku-

mente bei der G. AG und der D. AG beantragte (act. 1); 

 

- die ESTV in ihrer Stellungnahme vom 16. Dezember 2016 beantragte, auf 

den Hauptantrag sei nicht einzutreten, eventualiter sei dieser abzuweisen; 

die Subanträge seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei und die An-

träge auf Versiegelung seien abzuweisen (act. 2); 

 

- die B. Holding GmbH und die ESTV im Rahmen des zweiten Schriftenwech-

sels an ihren Anträgen festhielten (act. 8 und 9); 

 

- die B. Holding GmbH mit Eingabe vom 29. März 2017 ihre Beschwerde zu-

rückzog (act. 11); 

 

- 3 - 
 
 

- der Rückzug der Beschwerde den Rechtsstreit beendet, weshalb das Be-

schwerdeverfahren als erledigt abzuschreiben ist (vgl. Beschluss des Bun-

desstrafgerichts BV.2015.9 vom 8. Mai 2015); 

 

-  die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerde-

führerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG analog; siehe hierzu 

TPF 2011 25 E. 3);  

 

-  die reduzierte Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren auf Fr. 500.-- 

festzusetzen ist (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 

Abs. 1 BStKR), unter Anrechnung des entsprechenden Betrags am geleiste-

ten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.--;  

 

-  die Bundesstrafgerichtskasse demnach anzuweisen ist, der Beschwerde-

führerin Fr. 2'500.-- zurückzuerstatten. 

 

 

 

 

  

- 4 - 
 
 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt 

abgeschrieben.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt und 

mit dem entsprechenden Betrag am geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 3‘000.-- verrechnet. Die Kasse des Bundesstrafgerichts wird angewiesen, 

der Beschwerdeführerin den Restbetrag von Fr. 2‘500.-- zurückzuerstatten.  

 

 

 

Bellinzona, 25. April 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Jean-Blaise Eckert 

- Eidgenössische Steuerverwaltung, unter Beilage einer Kopie von act. 11 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).