# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8c9c98c-b224-51a6-8c07-c095e6689077
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-22
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 22.04.2025 VBE.2024.63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-63_2025-04-22.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2024.63 / ss / bs 
Art. 47 

 

Urteil vom 22. April 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichter Kathriner  

Gerichtsschreiber Siegenthaler  

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____  

vertreten durch Tania Teixeira, Rechtsanwältin, Rudolf & Bieri AG, 

Ober-Emmenweid 46, Postfach, 6021 Emmenbrücke 1  

 

  
   

Beschwerde-

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau  

 

 
   

Beigeladene   B._____, c/o C._____ AG  

 

  
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 7. Dezember 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die 1974 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 11. Dezember 

2019 insbesondere aufgrund von Rückenbeschwerden und einer Erkran-

kung an Multipler Sklerose bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von 

Leistungen (berufliche Integration / Rente) der Eidgenössischen Invaliden-

versicherung (IV) an. Diese tätigte verschiedene Abklärungen in beruflicher 

und medizinischer Hinsicht und zog die Akten der zuständigen Krankentag-

geldversicherer bei. Auf Anraten ihres internen Regionalen Ärztlichen 

Dienstes (RAD) liess die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin so-

dann polydisziplinär begutachten. Gestützt auf das entsprechende Gutach-

ten der Zentrum für Interdisziplinäre Medizinische Begutachtungen AG 

(ZIMB AG), Schwyz (später Münchenstein), vom 24. März 2022 stellte die 

Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin am 16. Mai 2022 die Abwei-

sung des Rentenbegehrens in Aussicht. Aufgrund dagegen gerichteter Ein-

wände der Beschwerdeführerin und der Einreichung neuer medizinischer 

Berichte bat die Beschwerdegegnerin die Gutachter um eine ergänzende 

Stellungnahme und nahm Rücksprache mit dem RAD. Gestützt darauf ent-

schied die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 7. Dezember 2023 in 

Bestätigung ihres Vorbescheids auf Abweisung des Rentenbegehrens. 

 

2. 

2.1. 

Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 29. Januar 2024 

fristgerecht Beschwerde und beantragte Folgendes: 

 

"1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Dezember 2023 sei 
aufzuheben. 

 
 2. Der Beschwerdeführerin sei rückwirkend seit dem 1. Juni 2020 eine In-

validenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zuzusprechen. 
 
 3. Eventualiter: Es sei ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten anzuord-

nen. 
 
 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 22. Februar 2024 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 27. Februar 2024 wurde die 

B._____, als berufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin im 

Verfahren beigeladen. Diese liess sich in der Folge nicht vernehmen. 

 

 - 3 - 

 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 7. Dezember 2023 (Vernehm-

lassungsbeilage [VB] 138) zu Recht verneint hat. 

 

2. 

Am 1. Januar 2022 traten die Änderungen des revidierten IVG in Kraft (Wei-

terentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, 

BBI 2017 2535), dies mitsamt entsprechendem Verordnungsrecht. Die hier 

angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend 

den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen ist nach der bis 

zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu die-

sem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist (Urteile des Bundesge-

richts 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 4; 8C_435/2023 vom 27. Mai 2024 

E. 4, beide zur Publikation vorgesehen). Gemäss lit. b Abs. 1 der Über-

gangsbestimmungen bleibt für Rentenbezüger, deren Rentenanspruch vor 

dem Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die in diesem Zeit-

punkt das 55. Altersjahr noch nicht vollendet haben, der bisherige Renten-

anspruch solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Art. 17 

Abs. 1 ATSG ändert. Der bisherige Rentenanspruch bleibt gemäss lit. b 

Abs. 2 der Übergangsbestimmungen auch nach einer Änderung des Inva-

liditätsgrades nach Art. 17 Abs. 1 ATSG bestehen, sofern der bisherige 

Rentenanspruch bei einer Erhöhung des Invaliditätsgrades sinkt oder bei 

einem Sinken des Invaliditätsgrades ansteigt. Die am 1. Januar 2022 we-

niger als 55 Jahre alte Beschwerdeführerin fällt unter diese Bestimmung.  

 

3. 

3.1. 

In der angefochtenen Verfügung vom 7. Dezember 2023 (VB 138) stützte 

sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen 

auf das polydisziplinäre Gutachten der ZIMB AG vom 24. März 2022 

(VB 97; Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Neurolo-

gie und Psychiatrie) und die ergänzende Stellungnahme der Gutachter vom 

18. April 2023 (VB 132 S. 2 ff.). 

 

In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des Gutachtens vom 24. März 

2022 stellten die Gutachter der ZIMB AG folgende Diagnosen (VB 97 

S. 11): 

"b) Diagnosen mit Einfluss auf Arbeitsfähigkeit 

1. Schubförmige Encephalomyelitis disseminata, ED 2012 (ICD-10G35.9) 

2. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5) 

 - 4 - 

 

 

- radiologisch erstgradige isthmische Anterolisthese LWK5/SWK1 ohne 
Neurokompression oder Zeichen der Aktivierung […] 

- […] 

- klinisch kein höhergradiges funktionelles Defizit 

c) Diagnosen ohne Einfluss auf Arbeitsfähigkeit 

1. Chronisches zervikothorakales Schmerzsyndrom (CD-10 M54.2/M54.6) 

- klinisch kein höhergradiges funktionelles Defizit 

2. V.a. medikamentös-induzierten Kopfschmerz (ICHD-8.2) 

3. Adipositas (ICD-10 E66.9) 

- BMI 33.3 kg/m2 […] 

4. Seitenastvarikosis der unteren Extremitäten (ICD-10 I83) 

- […] 

5. Vitamin D Mangel (ICD-10 E55)" 

 

Die Gutachter hielten fest, dass das chronische lumbovertebrale Schmerz-

syndrom aus Sicht des Bewegungsapparates zu einem erhöhten Pausen-

bedarf führe, was in den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten in der Fleischver-

arbeitung und im Reinigungsdienst wie auch für andere überwiegend ste-

hende und gehende Verrichtungen eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bedeute. 

Dagegen bestehe (aus orthopädischer Sicht) in einer körperlich leichten, 

immer wieder auch sitzenden Verweistätigkeit unter Wechselbelastung und 

ohne längeres Stehen und Gehen sowie Heben und Tragen von Lasten 

über zehn Kilogramm eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100 % 

(VB 97 S. 10). Aus neurologischer Sicht bestehe aufgrund der Diagnose 

der schubförmigen Encephalomyelitis disseminata in den bisherigen Tätig-

keiten wie auch einer anderen körperlich leichten adaptierten Verweistätig-

keit unter Wechselbelastung, bedingt durch einen erhöhten Pausenbedarf, 

eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Nachtschichten und Tätigkeiten mit hohen 

Ansprüchen an die konzentrative Ausdauer seien nicht mehr möglich 

(VB 97 S. 10 f.). Psychiatrisch und allgemeininternistisch hätten sich keine 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit finden lassen (VB 97 S. 11). 

Die im orthopädischen und im neurologischen Fachgutachten aufgeführten 

Arbeitsunfähigkeiten könnten in der Summe nicht addiert werden, da für die 

jeweiligen Ruhephasen die gleichen Pausen in Anspruch genommen wer-

den könnten (VB 97 S. 12). So bestehe insgesamt seit April 2019 eine 

70%ige Arbeitsfähigkeit in den angestammten sowie eine 80%ige Arbeits-

fähigkeit in einer dem Zumutbarkeitsprofil entsprechenden angepassten 

Tätigkeit (VB 97 S. 13). 

 

3.2. 

Im Einwandverfahren wurden die Gutachter aufgrund der von der Be-

schwerdeführerin eingereichten Einwände sowie neuer medizinischer Be-

richte, welche in erster Linie das psychiatrische Teilgutachten betrafen, um 

eine Stellungnahme gebeten. In ihrem Schreiben vom 18. April 2023 

 - 5 - 

 

 

hielten der allgemeininternistische Gutachter und ärztliche Leiter der Be-

gutachtung, Dr. med. D._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 

und der psychiatrische Gutachter Dr. med. E._____, Facharzt für Psychiat-

rie und Psychotherapie, unter Verweis auf die entsprechenden Ausführun-

gen im psychiatrischen Teilgutachten und unter Angabe relevanter Fachli-

teratur und Rechtsprechung nochmals ausführlich fest, weshalb bei der Be-

schwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht keine Diagnose habe gestellt 

werden können, welche eine längerdauernde und höhergradige Arbeitsun-

fähigkeit in Sinne einer invalidisierenden Erkrankung begründen würde 

(VB 132 S. 2 ff.). 

 

4. 

4.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 

V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

4.2. 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-

richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb-

nissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-

nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-

tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

 

5. 

5.1. 

Die Beschwerdeführerin wurde im Rahmen der polydisziplinären ZIMB-Be-

gutachtung fachärztlich umfassend und in Kenntnis der (meisten; vgl. dazu 

E. 5.2.2. hiernach) Vorakten (VB 97 S. 16 ff.) sowie unter Berücksichtigung 

der geklagten Beschwerden (VB 97 S. 31 f.; 43 ff.; 56 ff.; 68 f.) untersucht. 

Das Gutachten beruht auf allseitigen Untersuchungen der beteiligten me-

dizinischen Fachrichtungen und bezieht die entsprechenden Teilgutachten 

mit ein (VB 97 S. 9 ff.; vgl. S. 31 ff.; 43 ff.; 56 ff.; 67 ff.). Es wurde eine Zu-

satzuntersuchung (Laboruntersuchung) durchgeführt (VB 97 S. 6; vgl. 

S. 97 ff.). Die Beurteilung der medizinischen Situation sowie die fachärztli-

chen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet (VB 97 S. 10 ff.; 

38 ff.; 49 ff.; 61 ff.; 73 ff.). Das Gutachten wird den von der Rechtsprechung 

formulierten Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellung-

nahme demnach gerecht (vgl. E. 4.1.), wovon im Übrigen auch RAD-Arzt 

Dr. med. F._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in seiner 

 - 6 - 

 

 

Stellungnahme vom 13. November 2023 ausging (VB 137 S. 3 f.). Die Ein-

wände der Beschwerdeführerin gegen den sich auf das Gutachten stützen-

den Vorbescheid der Beschwerdegegnerin (VB 108; 109 S. 1 f.; 118 S. 1 f.; 

129 S. 1 f.; vgl. VB 104) sowie die im Nachgang zum Gutachten bei der 

Beschwerdegegnerin eingegangenen medizinischen Berichte (VB 109 

S. 3 f.; 117 S. 5 ff.; 119 S. 2 f.; 127 S. 2 ff.) wurden in der ergänzenden 

Stellungnahme von Dres. med. D._____ und E._____ vom 18. April 2023 

ausführlich und – zumindest, soweit es sich um medizinische Ausführun-

gen handelte (dazu nachfolgend E. 5.2.3.) – nachvollziehbar gewürdigt 

(VB 132 S. 2 ff.). Das Gutachten vom 24. März 2022 ist unter Mitberück-

sichtigung der ergänzenden Stellungnahme vom 18. April 2023 somit 

grundsätzlich geeignet, den Beweis für den anspruchserheblichen medizi-

nischen Sachverhalt zu erbringen. 

 

5.2. 

5.2.1. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, es bestünden mehrere begründete 

Zweifel an der Beweiskraft des ZIMB-Gutachtens, weshalb nicht darauf ab-

gestellt werden könne (Beschwerde, Ziff. 18 ff. und 37 ff.). Dabei rügt sie 

insbesondere, dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. med. E._____ 

komme aufgrund verschiedener Mängel keine Beweiskraft zu (Be-

schwerde, Ziff. 20 ff.).  

 

5.2.2. 

So bringt die Beschwerdeführerin etwa vor, es gehe nicht an, dass dem 

psychiatrischen Gutachter Dr. med. E._____ kein Bericht der die Be-

schwerdeführerin seit Sommer 2021 behandelnden Psychiaterin 

Dr. med. G._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vorgele-

gen habe und er nicht mit dieser in Kontakt getreten sei (Beschwerde, 

Ziff. 20). Diesbezüglich ist anzumerken, dass die Beschwerdegegnerin 

Dr. med. G._____ im Rahmen ihrer Untersuchungspflicht bereits mit 

Schreiben vom 27. Oktober 2021 um Zustellung sämtlicher die Behandlung 

der Beschwerdeführerin betreffenden Berichte ersucht (VB 71), diese da-

rauf jedoch nicht reagiert hatte. Darüber wurde die Beschwerdeführerin 

bzw. deren Rechtsvertreterin von der Beschwerdegegnerin am 10. Januar 

2022 (und damit noch vor der polydisziplinären Begutachtung vom 25. Ja-

nuar 2022; vgl. VB 97 S. 6) informiert und darauf hingewiesen, dass die 

Beschwerdeführerin bzw. deren Rechtsvertretung die Beschwerdegegne-

rin in ihren Abklärungen unterstützen könne, indem sie selbst bei der Ärztin 

hinsichtlich der ausstehenden Berichte nachfrage (VB 96). Auch hierauf 

ging kein Bericht von Dr. med. G._____ ein. Damit hat bereits die Be-

schwerdegegnerin pflichtgemäss versucht, Berichte der behandelnden 

Psychiaterin Dr. med. G._____ erhältlich zu machen. Dass der psychiatri-

sche Gutachter Dr. med. E._____ dies angesichts des ausbleibenden Er-

folgs der Anfragen der Beschwerdegegnerin nicht ebenfalls noch versucht 

hat, ist nachvollziehbar und kann ihm nicht vorgeworfen werden. Damit ist 

 - 7 - 

 

 

es letztlich weder der (darum bemühten) Beschwerdegegnerin noch dem 

psychiatrischen Gutachter bzw. der ZIMB AG anzulasten, dass im Zeit-

punkt der (insb. psychiatrischen) Begutachtung kein Bericht von 

Dr. med. G._____ vorlag. 

 

Zudem ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerin der Beschwerdegeg-

nerin am 30. Dezember 2022 einen Bericht von Dr. med. G._____ vom 

19. September 2022 (VB 117 S. 3 f.) und am 14. Februar 2023 eine korri-

gierte Fassung desselben, datiert auf den 14. Februar 2023 (VB 119 S. 2 f.) 

eingereicht hat (dazu nachfolgend in E. 5.2.5.). Zumindest der Bericht vom 

19. September 2022 lag den Gutachtern vor, als sie ihre ergänzende Stel-

lungnahme vom 18. April 2023 (VB 132 S. 2 ff.) verfassten (vgl. VB 132 

S. 2). 

 

5.2.3. 

Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin vor, Dr. med. E._____ habe 

im Rahmen des psychiatrischen Teilgutachtens wie auch der ergänzenden 

Stellungnahme vom 18. April 2023 zahlreiche rechtliche Ausführungen ge-

tätigt und auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung verwiesen. Damit 

habe er seine ärztlichen Kompetenzen überschritten, was die Beweiskraft 

des Gutachtens schmälere (Beschwerde, Ziff. 21 und 27 ff.). 

 

Hierzu ist festzustellen, dass Dr. med. E._____ im psychiatrischen Gutach-

ten einige theoretische Ausführungen mit entsprechenden Verweisen auf 

einschlägige Quellen getätigt hat (VB 97 S. 49 ff.). Die angegebenen Ver-

weise waren jedoch in erster Linie medizinischer (medizinische Fachschrif-

ten und Leitlinien) und nicht juristischer Natur. Ohnehin sind Verweise auf 

die Rechtsprechung im Bereich der Versicherungsmedizin aufgrund der 

thematischen Nähe nicht ungewöhnlich. Wichtig ist, dass sich die gut-

achterliche Beurteilung – auch wenn sie sich an der versicherungsmedizi-

nischen Rechtsprechung orientiert – letztlich auf die (fach-)medizinische 

Würdigung des fachärztlich umfassend erforschten medizinischen Sach-

verhalts stützt. Dies ist vorliegend der Fall. Dr. med. E._____ hat im Rah-

men seiner gutachterlichen Beurteilung ausführlich und nachvollziehbar 

(medizinisch) ausgeführt, weshalb aus seiner fachärztlichen Sicht bei der 

Beschwerdeführerin keine psychische Beeinträchtigung mit Auswirkungen 

auf die funktionelle Leistungsfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit festgestellt 

werden könne, und insbesondere, weshalb vorliegend weder eine Depres-

sion noch eine somatoforme Schmerzstörung gegeben sei (VB 97 S. 51 f.). 

Die rechtlichen Ausführungen von Dr. med. E._____ im psychiatrischen 

Teilgutachten sind daher nicht geeignet, seine ausführlichen und plausiblen 

medizinischen Ausführungen und die sich darauf stützende Beurteilung der 

(gerade fehlenden) wesentlichen funktionellen Einschränkungen bzw. die 

von ihm plausibel attestierte uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin in Frage zu stellen. Selbes gilt für die Stellungnahme der 

Dres. med. D._____ und E._____ vom 18. April 2023 (VB 132 S. 2 ff.). Die 

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darin gemachten medizinischen Ergänzungen und die entsprechend zutref-

fenden Verweise auf die medizinischen Ausführungen im entsprechenden 

Teilgutachten bestärken gar die Beweiskraft des Gutachtens. Dass die Gut-

achter in der erwähnten Stellungnahme nebst den medizinischen auch 

rechtliche Ausführungen machten, ändert letztlich nichts an der Tatsache, 

dass die medizinische Beurteilung der Gutachter insgesamt nachvollzieh-

bar und schlüssig ist. 

 

5.2.4. 

Der Verweis der Beschwerdeführerin auf den Bericht betreffend die neu-

ropsychologische Untersuchung des Spitals H._____ vom 11. Juli 2022, 

gemäss welcher das Vorliegen einer neuropsychologischen Störung in 

Form einer Belastbarkeitsminderung mit in der Folge verminderter allge-

meiner Leistungsfähigkeit habe plausibilisiert werden können (VB 117 

S. 5 ff.; vgl. Beschwerde, Ziff. 23), ist unbehelflich. So sind die Ergebnisse 

nur sehr beschränkt aussagekräftig, waren die Befunde doch einerseits 

aufgrund "gewisse[r] Auffälligkeiten" nicht valide quantifizierbar (VB 117 

S. 6; vgl. etwa die auffällige Performance- und Beschwerdevalidierung in 

VB 117 S. 11) und fehlte andererseits nach kurzfristiger Absage der einge-

plante (notwendige: vgl. VB 97 S. 31, 43, 56, 67) Dolmetscher (VB 117 

S. 9). Ohnehin stellt die neuropsychologische Abklärung versicherungsme-

dizinisch lediglich eine Zusatzuntersuchung dar. Es bleibt Aufgabe der psy-

chiatrischen Facharztperson, die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung 

allfälliger neuropsychologischer Defizite einzuschätzen (Urteil des Bundes-

gerichts 9C_282/2023 vom 28. August 2023 E. 4.2.8). Der neuropsycholo-

gische Bericht des Spitals H._____ vom 11. Juli 2022 vermag folglich keine 

Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung zu begründen. 

 

5.2.5. 

Des Weiteren verweist die Beschwerdeführerin auf die (erst; vgl. E. 5.2.2. 

hiervor) im Nachgang zum Gutachten eingegangene Stellungnahme der 

behandelnden Psychiaterin Dr. med. G._____ vom 19. September 2022 

(VB 117 S. 3 f.; unvollständig) bzw. 14. Februar 2023 (VB 119 S. 2 f.; die-

selbe, aber vervollständigt) und den Bericht der Klinik I._____ vom 28. April 

2023, in welcher sich die Beschwerdeführerin vom 10. März 2023 bis zum 

27. April 2023 stationär aufhielt (VB 127 S. 2 ff.; Beschwerde, Ziff. 24 ff.). 

Beide berichten von einer bei der Beschwerdeführerin diagnostizierten de-

pressiven Störung, ggw. mittelgradige Episode, sowie einer somatoformen 

Schmerzstörung bzw. chronischen Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren (VB 119 S. 3; 127 S. 2). In diesem Zusammenhang 

wird denn seitens der Beschwerdeführerin auch eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes seit der Begutachtung durch die ZIMB AG geltend 

gemacht (Beschwerde, Ziff. 32 f.), die sich jedoch nicht aus den nachträg-

lich eingereichten Arztberichten ergibt und zu welcher sich letztlich weder 

die Gutachter in ihrer Stellungnahme vom 18. April 2023 (VB 132 S. 2; vgl. 

 - 9 - 

 

 

E. 3.2. hiervor) noch der RAD in seiner Stellungnahme vom 13. November 

2023 (VB 137 S. 2 ff.) substantiell (wenn überhaupt) äusserten. 

 

Vorab ist anzumerken, dass – soweit die versicherte Person dem Gutach-

ten die abweichenden Beurteilungen weiterer behandelnder Ärzte gegen-

überstellen lässt – es zwar grundsätzlich zutrifft, dass die einen längeren 

Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch einen behandeln-

den Arzt oft wertvolle Erkenntnisse zu erbringen vermag. Die unterschied-

liche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arz-

tes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-

zinischen Experten andererseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) lässt es aber 

nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 

und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 

Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 

Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-

handelnden Ärzte wichtige Aspekte benennen, die im Rahmen der Begut-

achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. statt vieler: Urteil 

des Bundesgerichts 9C_425/2019 vom 10. September 2019 E. 3.4 mit Hin-

weisen). Zudem ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass be-

handelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung 

eher geneigt sind, zu Gunsten ihrer Patienten auszusagen (vgl. BGE 125 

V 351 E. 3b/cc S. 353). Was die Beurteilung der Klinik I._____ betrifft, ist 

überdies zu berücksichtigen, dass eine Klinik, die einen Patienten über län-

gere Zeit behandelt, gar nicht anders kann, als schwerwiegende Gesund-

heitsbeeinträchtigungen zu attestieren, andernfalls sie den erfüllten Be-

handlungsauftrag in Frage stellen würde (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 9C_841/2019 vom 30. März 2020 E. 4.3).  

 

Sodann ist festzuhalten, dass – wie Dres. med. D._____ und E._____ in 

ihrer Stellungnahme vom 18. April 2023 zutreffend anmerkten (VB 132 

S. 5) – invalidenversicherungsrechtlich nicht die gestellte Diagnose (oder 

deren Ätiologie) massgeblich ist, sondern in erster Linie die aus einer ge-

sundheitlichen Beeinträchtigung resultierende funktionelle Einschränkung, 

sprich welche Auswirkungen eine Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit hat; 

zwischen ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit – sowohl bei 

somatisch dominierten als auch bei psychisch dominierten Leiden – besteht 

keine Korrelation (Urteil des Bundesgerichts 9C_216/2018 vom 7. Septem-

ber 2018 E. 3.6; BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 194 f. mit Hinweisen). Sodann 

hat Dr. med. E._____ in seinem Teilgutachten, wie erwähnt (E. 5.2.3. hier-

vor), nachvollziehbar dargelegt, weshalb seiner Ansicht nach bei der Be-

schwerdeführerin (zumindest im Gutachtenszeitpunkt) weder eine Depres-

sion noch eine somatoforme Schmerzstörung gegeben sei bzw. keine (IV-

relevante) psychische Beeinträchtigung mit Auswirkungen auf die funktio-

nelle Leistungsfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit habe festgestellt werden kön-

nen (VB 97 S. 51 f.). Demgegenüber stützte sich Dr. med. G._____ bei ih-

rer Beurteilung vom 14. Februar 2023 stark auf die subjektiven Angaben 

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der Beschwerdeführerin (VB 119 S. 2). Ihre Kritik am Gutachten von 

Dr. med. E._____, insbesondere hinsichtlich der darin fehlenden Bestan-

desaufnahme im Längsvergleich (VB 119 S. 2 f.), ist angesichts der Um-

stände nicht zu folgen (vgl. dazu E. 5.2.2. hiervor). Eine Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes seit der Begutachtung wird von ihr nicht geltend 

gemacht. Zudem ist auffallend, dass Dr. med. G._____ nicht zwischen in-

validenversicherungsrechtlich relevanten und invaliditätsfremden Faktoren 

zu unterscheiden scheint, obwohl letztere durchaus vorzuliegen scheinen. 

So geht aus dem Bericht der Klinik I._____ vom 28. April 2023 hervor, dass 

bei der Beschwerdeführerin "insbesondere die Arbeitslosigkeit sowie an-

haltende Paarprobleme und -streitereien" im Vordergrund stünden, welche 

als psychosoziale bzw. soziokulturelle Faktoren rechtsprechungsgemäss 

invaliditätsfremd und damit vorliegend nicht zu berücksichtigen sind (Urteil 

des Bundesgerichts 9C_468/2021 vom 13. Dezember 2021 E. 2.2.2 mit 

Verweis auf BGE 127 V 294 E. 5a S. 299 f. mit Hinweisen; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_438/2013 vom 11. Februar 2014 E. 5.3). Dass bei der 

Beschwerdeführerin solche invaliditätsfremden Faktoren im Vordergrund 

stehen würden, hat bereits Dr. med. E._____ im Rahmen seines psychiat-

rischen Teilgutachtens festgehalten (VB 97 S. 53), wobei dieser, anders als 

Dr. med. G._____ und die Behandler der Klinik I._____ (die naturgemäss 

beide keine versicherungsmedizinische Beurteilung vornahmen), diese als 

invaliditätsfremd erkannt und entsprechend gewertet hat. Insgesamt ver-

mögen daher auch die Stellungnahme von Dr. med. G._____ vom 19. Sep-

tember 2022 bzw. 14. Februar 2023 und der Bericht der Klinik I._____ vom 

28. April 2023 keine Zweifel am ZIMB-Gutachten vom 24. März 2023 zu 

begründen. 

 

5.3. 

5.3.1. 

Die Beschwerdeführerin rügt des Weiteren, dem orthopädischen und dem 

neurologischen Teilgutachten komme kein Beweiswert zu (Beschwerde, 

Ziff. 34 ff.), geht jedoch nicht weiter auf das orthopädische Gutachten ein, 

womit die daran geäusserte Kritik rein appellatorisch bleibt. Da auch keine 

Mängel am orthopädischen Teilgutachten auszumachen sind (vgl. VB 127 

S. 56 ff.) und dieses die Voraussetzungen an eine beweiskräftige gut-

achterliche Stellungnahme erfüllt (vgl. E. 5.1. hiervor), ist darauf nicht weiter 

einzugehen. 

 

5.3.2. 

Bei seiner Beurteilung lagen dem neurologischen Gutachter 

Dr. med. J._____, Facharzt für Neurologie, die vollumfänglichen, insbeson-

dere medizinischen, IV-Akten vor (VB 97 S. 67 mit Verweis auf S. 17 ff.). 

Darunter fanden sich unter anderem diverse Berichte des behandelnden 

Neurologen, insbesondere der von der Beschwerdeführerin in der Be-

schwerde (Ziff. 35) erwähnte Bericht vom 14. April 2020 (VB 97 S. 25; vgl. 

VB 24.2 S. 26 f.), welche damit berücksichtigt wurden (Urteil des Bundes-

 - 11 - 

 

 

gerichts 8C_616/2017 vom 14. Dezember 2017 E. 6.2.2). Dr. med. J._____ 

stützte seine Beurteilung überdies auf die anamnestischen Angaben der 

Beschwerdeführerin (VB 97 S. 68 ff.) sowie seine eigenen fachärztlichen 

Untersuchungen (VB 97 S. 70 f.). Seine darauf gestützte Beurteilung ist 

plausibel und schlüssig (VB 97 S. 71 ff.). Dabei bezog sich 

Dr. med. J._____ entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (Be-

schwerde, Ziff. 35) auch auf die Beurteilung durch den behandelnden Neu-

rologen (VB 97 S. 72 und 74), wobei er rechtsprechungsgemäss nicht zu 

jedem einzelnen Bericht von diesem explizit Stellung nehmen musste (Ur-

teil des Bundesgerichts 8C_313/2020 vom 12. August 2020 E. 8.2.1 mit 

Hinweis). Arbeitsmarktbezogene Veränderungen wie eine Pandemiesitua-

tion (vgl. Beschwerde, Ziff. 35) schmälern den Beweiswert seiner beweis-

kräftigen medizinisch-theoretischen Beurteilung ebenso wenig, wie der 

Verzicht auf die Erstellung einer aktuellen Bildgebung (vgl. Beschwerde, 

Ziff. 36), liegt doch sowohl die Wahl der Untersuchungsmethoden wie auch 

die Auswahl der durchzuführenden fachärztlichen Abklärungen im Ermes-

sen der Gutachter (Urteil des Bundesgerichts 8C_613/2022 E. 4.2). Die Be-

schwerdeführerin kann folglich keine wichtigen Aspekte benennen, die im 

Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären 

(E. 5.2.5. hiervor). 

 

5.3.3. 

Letztlich ist auch der Hinweis der Beschwerdeführerin auf angebliche sta-

tistische Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Begutachtungen durch die 

ZIMB AG (Beschwerde, Ziff. 38) offensichtlich unbehelflich. So hat das Ge-

richt stets eine Beurteilung im Einzelfall vorzunehmen, womit solche allge-

mein gehaltenen Vorbringen nicht geeignet sind, die im konkreten Fall zu 

beurteilende Beweiskraft eines Gutachtens in Frage zu stellen. Das dies-

bezügliche Vorbringen der Beschwerdeführerin ist im vorliegenden Fall zu-

sätzlich zu hinterfragen, da von den Gutachtern der ZIMB AG entgegen den 

von der Beschwerdeführerin angeführten Fällen gerade keine 100%ige Ar-

beitsfähigkeit (weder in der angestammten noch in einer angepassten Tä-

tigkeit) attestiert wurde (E. 3.1. hiervor). 

 

5.4. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen der Be-

schwerdeführerin noch den nach der Erstellung des Gutachtens eingegan-

genen medizinischen Berichten Hinweise, welche geeignet sind, die 

Schlüssigkeit und Vollständigkeit des polydisziplinären Gutachtens der 

ZIMB AG vom 24. März 2022 in Frage zu stellen (vgl. E. 4.2. hiervor; Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, vgl. BGE 134 V 109 

E. 9.5 S. 125 f. mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181). Die Schluss-

folgerungen der Gutachter sind schlüssig und nachvollziehbar. Somit ist 

dem Gutachten – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – voller 

Beweiswert zuzuerkennen und es ist darauf abzustellen. Weitere Abklärun-

gen – insbesondere die Einholung eines Gerichtsgutachtens (Beschwerde, 

 - 12 - 

 

 

Rechtsbegehren 3 und Ziff. 40) – versprechen keine zusätzlichen wesent-

lichen Erkenntnisse, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung 

(BGE 124 V 90 E. 4b S. 94) zu verzichten ist. 

 

Es ist demnach gestützt auf das ZIMB-Gutachten von einer medizinisch-

theoretischen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in den angestamm-

ten Tätigkeiten von 70 % und in einer angepassten, dem Zumutbarkeits-

profil entsprechenden Tätigkeit von 80 % auszugehen (E. 3.1. hiervor). 

 

6. 

Grundvoraussetzung für einen Rentenanspruch ist eine durchschnittlich 

mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres (Wartejahr) 

und eine anschliessende mindestens 40%ige Invalidität (Art. 28 Abs. 1 

IVG). Da gestützt auf die beweiskräftige (vgl. E. 5 hiervor) interdisziplinäre 

Beurteilung der ZIMB-Gutachter (E. 3.1 hiervor) seit April 2019 von einer 

Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin von 30 % in den angestammten 

Tätigkeiten auszugehen ist, ist das Wartejahr nicht erfüllt, womit sich eine 

Ermittlung des Invaliditätsgrades erübrigt. Damit werden jegliche Weiterun-

gen zu den seitens der Beschwerdeführerin dagegen gerichteten Vorbrin-

gen (Beschwerde, Ziff. 41 ff.) von vornherein hinfällig. Die Beschwerdefüh-

rerin hat keinen Anspruch auf eine IV-Rente. Die angefochtene Verfügung 

vom 7. Dezember 2023 (VB 138) ist daher im Ergebnis nicht zu beanstan-

den. 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.  

 

7.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu. 

 

  

 - 13 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 22. April 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Roth     Siegenthaler