# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f34b09e0-0e75-5818-859c-89ba0aeac91a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.06.2010 E-4493/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4493-2010_2010-06-29.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4493/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  J u n i  2 0 1 0

Einzelrichter Markus König, 
mit Zustimmung von 
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

A._______,
Guinea-Bissau,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 17. Juni 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4493/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  23.  April 
2010  sein  Heimatland  auf  dem  Seeweg  verliess  und  über  Italien 
schliesslich  am 10. Mai  2010 illegal  in  die  Schweiz  einreiste,  wo er 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Befragungen  vom  19.  Mai  2010  (Summar-
anhörung)  und  3.  Juni  2010  (Anhörung  zu  den  Asylgründen)  im 
Transitzentrum (TZ) B._______ im Wesentlichen zu Protokoll  gab, er 
habe in Bissau gelebt und seit dem Jahr _______ als Hilfsarbeiter auf 
dem Bau gearbeitet,

dass  er  sich  seit  seinem  zehnten  Lebensjahr  zum  Christentum 
hingezogen gefühlt habe, das Interesse für diesen Glauben bei seinem 
Vater, der Mohammedaner sei, indessen auf Ablehnung gestossen sei,

dass der Beschwerdeführer sich am Sonntag, den _______ mit seiner 
christlichen Freundin in der Kirche befand, wo er von einem Nachbarn 
gewarnt  worden  sei,  sein  Vater  sei  bewaffnet  im Anmarsch,  um ihn 
umzubringen,

dass  der  Beschwerdeführer  deshalb  und  nach  entsprechender  Vor-
bereitung ausgereist sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 17. Juni 2010 – eröffnet am 18. Juni 
2010 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es würden 
keine entschuldbaren Gründe vorliegen, die es dem Beschwerdeführer 
verunmöglicht  hätten,  rechtsgenügliche Reise-  oder  Identitätspapiere 
beizubringen,

dass die Asylvorbringen des Beschwerdeführers aufgrund ihrer offen-
sichtlichen Widersprüchlichkeit unglaubhaft seien,

dass  deshalb  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  ge-
mäss Art. 3  und 7 AsylG nicht  erfülle  und aufgrund der  Akten auch 
keine  zusätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlings-

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eigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich 
seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Juni 2010 (Postauf-
gabe  gleichentags)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erhob,

er dabei inhaltlich die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zwecks materieller Prüfung 
beantragte,

dass er in prozessualer Hinsicht  den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses  und  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechts-
pflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragte,

dass auf die Begründung der Beschwerdeeingabe soweit für den Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass die  vorinstanzlichen Akten am 23. Juni  2010  beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass  es  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5 
VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  sowie Art.  105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs ma-
teriell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder 
wenn aufgrund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die 
Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird (Art. 32  Abs. 3 Bst. b  AsylG) 
oder wenn sich aufgrund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Vollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinn von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs unbestritten ist,

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dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48  Stunden  nach  Einreichung  des  Asylgesuchs  Dokumente  einzu-
reichen,  mit  überzeugender  Begründung  verneint  hat  (vgl.  an-
gefochtene Verfügung S. 3),

dass  der  in  diesem  Zusammenhang  im  Wesentlichen  vorbringt,  er 
habe seine Identitätskarte zu Hause gelassen, weil  er  nicht  gewusst 
habe,  dass  er  das  Land  verlassen  werde,  als  er  in  die  Kirche  ge-
gangen sei,  und  er  könne  weder  Nachbar  noch  Freundin  zu Hause 
vorbeischicken, dieses Dokument abzuholen, weil diese vom Vater be-
droht  würden,  weshalb  die  Papierlosigkeit  entschuldbar  sei  (vgl. Be-
schwerde S. 2),

dass  diese  Beschwerdevorbringen  über  die  angeblichen  Entschuld-
barkeit  der  Papierlosigkeit  in  Anbetracht  der  Unglaubhaftigkeit  und 
Wirklichkeitsfremdheit  seiner  anlässlich  der  Anhörungen  protokollier-
ten Vorbringen nicht überzeugend sind,

dass der Beschwerdeführer auf die übrigen Argumente des BFM gar 
nicht eingeht (vgl. angefochtene Verfügung S. 3 oben),

dass  die  Vorinstanz  das  Vorliegen  entschuldbarer  Gründe  damit  zu 
Recht verneint hat,

dass  der  Vorschlag  des  Beschwerdeführers,  man  solle  ihm bis  vier 
Monate  lang  Zeit  für  die  Beschaffung  von  rechtsgenüglichen  Identi-
tätspapieren  geben,  angesichts  der  gesamten  Umstände  als  nicht 
ernsthaft, sondern als Versuch erscheint, das Verfahren in die Länge 
zu ziehen, 

dass  bei der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Modifikation des 
Nichteintretenstatbestands  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  (und  Abs.  3) 
AsylG,  auf  welchen sich  die  hier  angefochtene Verfügung stützt,  die 
Besonderheit besteht, dass das BFM im Rahmen einer summarischen 
Prüfung das  offenkundige Nichterfüllen der  Flüchtlingseigenschaft im 
Sinn  von  Art.  3  AsylG  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Weg-
weisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  hat  (vgl.  Art.  32  Abs. 3 
Bstn. b  und c  AsylG),  weshalb  insoweit  bei  dagegen erhobenen  Be-
schwerden auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet 
(vgl. Urteil BVGE 2007/8 E. 5),

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dass  das BFM in der  angefochtenen Verfügung zu Recht  die klaren 
Aussagewidersprüche  sowie  Unstimmigkeiten  in  den  protokollierten 
Angaben des Beschwerdeführers erwähnt und dabei eine Vielzahl ent-
larvender  Unglaubhaftigkeitselemente  angeführt  hat  (vgl.  an-
gefochtene Verfügung S. 3 unten),

dass die Beschwerdevorbringen (vgl. Beschwerde S. 2) die den Akten 
zu  entnehmenden  klaren  Unglaubhaftigkeitsmerkmale  nicht  zu  er-
klären respektive zu widerlegen vermögen,

dass Ursachen der Narben des Beschwerdeführers, die angeblich von 
väterlichen Misshandlungen herrühren sollen, sich aus den Akten nicht 
ergeben  und  diese  körperlichen  Merkmale  beispielsweise  auch  auf 
einen  Arbeitsunfall  des  als  Bauarbeiter  erwerbstätig  gewesenen Be-
schwerdeführers zurückzuführen sein könnten,

dass  im  Übrigen  die  angeblichen  familiären  Probleme  des  Be-
schwerdeführers  schon  deshalb  flüchtlingsrechtlich  nicht  relevant 
wären, weil sich dieser ihnen zweifellos durch einen Umzug innerhalb 
des Heimatlandes hätte entziehen können,

dass  zudem  die  in  der  Beschwerde  wiederholte  angebliche  Hin-
wendung des Beschwerdeführers zum Christentum aufgrund der Aus-
sagen  des  Beschwerdeführers  als  manifest  unglaubhaft  zu  quali -
fizieren  ist  (vgl.  dazu  auch  die  angefochtene  Verfügung  S.  3),  was 
daher auch auf die drohende Verfolgung durch dessen Vater sowie die 
anderen Dorfbewohner zutrifft,

dass  das  BFM  bei  der  vorliegenden  klaren  Aktenlage  offensichtlich 
auch keine weiteren Abklärungen im Sinn von Art. 32  Abs. 3 Bst. c 
AsylG vornehmen musste,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 

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Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG) und keine Person in irgendeiner  
Form zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden  darf,  in  dem ihr 
Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 
AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein 
solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso 
Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 28. Juli  1951  über  die  Rechts-
stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) ersichtlich  sind,  die  dem Beschwerdeführer  im  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar  erweist,  wenn  sie  im Heimat-  oder  Herkunftsstaat  aufgrund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatland  noch  individuelle 
Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges des über 
eine  Schulbildung  und  über  Berufserfahrungen  als  Schweisser  ver-
fügenden  Beschwerdeführers  sprechen,  der  in  seinem  Heimatland 

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auch über ein familiär-soziales Beziehungsnetz (Eltern, Schwester und 
Freundin) verfügt,

dass sich aus den Akten keine Hinweise für die Annahme ergeben, der 
Beschwerdeführer geriete im Falle der Rückkehr in die Heimat aus in-
dividuellen  Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher 
Natur in eine existenzbedrohende Situation,  weshalb der Vollzug der 
Wegweisung zumutbar ist (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art.  65  Abs. 1  VwVG – ungeachtet  der  nicht  nachgewiesenen 
Bedürftigkeit  – schon wegen der Aussichtslosigkeit  der  Beschwerde-
begehren abzuweisen ist,

dass mit  dem vorliegenden Entscheid in  der  Sache selbst  auch das 
Begehren um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses hin-
fällig geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kanto-
nale Ausländerbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

Versand:

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