# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d72aff0-769d-5f83-abf1-51e8bae0548d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 11.06.2019 VB190006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VB190006_2019-06-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission    
 
 

Geschäfts-Nr. VB190006-O/U 

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Burger, Vizepräsident lic. iur. 

M. Langmeier, Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Oberrichterin lic. iur. 

E. Lichti Aschwanden und Oberrichterin lic. iur. F. Schorta sowie 

die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu 

 

 

Beschluss vom 11. Juni 2019 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Stadtammann- und Betreibungsamt B._____,  
Beschwerdegegner 

 

 

 

betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen den aufsichtsrechtlichen Beschwer-
deentscheid des Bezirksgerichts Zürich vom 1. April 2019 (BA190002-L) 
 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Mit Eingabe vom 24. April 2019 erhob A._____ (fortan Beschwerdeführer) 

beim Bezirksgericht Zürich sinngemäss eine Aufsichtsbeschwerde gegen 

den Kostenentscheid im Beschluss vom 1. April 2019 (Nr. BA190002-L) und 

ersuchte um Auflage der Verfahrenskosten zulasten eines Herrn C._____. 

Zudem beantragte er die Kostenauflage im vorliegenden Verfahren zulasten 

von Herrn C._____ bzw. eventualiter die Übernahme der Kosten durch die 

Staatskasse (act. 1).  

2. Am 25. April 2019 überwies das Bezirksgericht Zürich die Eingabe des Be-

schwerdeführers zusammen mit den Verfahrensakten Nr. BA190002-L zu-

ständigkeitshalber an die Verwaltungskommission des Obergerichts des 

Kantons Zürich (act. 1). Diese eröffnete in der Folge das vorliegende Verfah-

ren. Da der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 24. April 2019 ange-

kündigt hatte, die Beschwerde über einen Rechtsvertreter begründen zu las-

sen, wartete die Verwaltungskommission mit der Anordnung von Verfah-

rensschritten einstweilen zu. Bis zum heutigen Tage ging keine (weitere) 

Begründung ein.  

3. Nach § 84 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) i.V.m. 

Art. 322 Abs. 1 ZPO stellt die Aufsichtsbehörde die Aufsichtsbeschwerde 

den Betroffenen zur schriftlichen Vernehmlassung zu, wenn sie sich nicht 

sofort als unbegründet erweist. Da dies - wie im Folgenden zu zeigen sein 

wird - der Fall ist, kann auf eine Vernehmlassung verzichtet werden.  

II. 

1.1. Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. k der Ver-

ordnung über die Organisation des Obergerichts (LS 212.51) übt die Verwal-

tungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Aufsicht über die 

- 3 - 

dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 Abs. 2 GOG die mit-

telbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unterstellten Behörden aus 

(vgl. auch GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, § 80 N 1 und § 84 N 1). 

Die Verwaltungskommission ist daher zur Behandlung der Beschwerde zu-

ständig. Der Beschwerdeführer richtet seine Beschwerde gegen Dispositiv 

Ziffer 3 des Beschlusses des Bezirksgerichts Zürich vom 1. April 2019, 

Nr. BA190002-L. Hingegen beanstandet er den Entscheid betreffend Abwei-

sung der bzw. Nichteintreten auf die Aufsichtsbeschwerde gemäss Disposi-

tiv Ziffer 1 nicht und zieht insofern den vorinstanzlichen Beschluss nicht wei-

ter. Es handelt sich damit um eine Kostenbeschwerde im Rahmen eines 

aufsichtsrechtlichen Beschwerdeverfahrens. 

1.2 Die Beschwerde erfolgte fristgerecht (Art. 145 ZPO). Die angekündigte Er-

gänzung ging innert Frist nicht ein. Das Verfahren erweist sich als spruch-

reif. 

2.1. Verletzen Mitglieder von Gerichtsbehörden Amtspflichten, kann bei der un-

mittelbaren Aufsichtsbehörde innert zehn Tagen seit Kenntnisnahme der 

Amtspflichtverletzung eine Aufsichtsbeschwerde erhoben werden. Die Auf-

sichtsbehörde verfügt die notwendigen Massnahmen (§ 82 Abs. 1 und 2 

GOG, § 83 Abs. 1 GOG, § 84 GOG; GOG Kommentar-Hauser/Schwe-

ri/Lieber, § 83 N 13).  

2.2. Gemäss § 83 Abs. 1 GOG ist die Aufsichtsbeschwerde schriftlich und be-

gründet einzureichen. Dies bedeutet, dass die Beschwerde konkrete Anträ-

ge zu enthalten hat, aus denen hervorgeht, in welchem Umfang der vo-

rinstanzliche Entscheid angefochten wird. Dabei genügt bei Laien als Antrag 

eine – allenfalls in der Begründung enthaltene – Formulierung, aus der sich 

mit gutem Willen herauslesen lässt, wie das Obergericht entscheiden soll 

(OGer ZH Nr. PF110034-O vom 22. August 2011, E. 3.2; DIKE Kommentar 

ZPO-Hungerbühler/Bucher, Art. 321 N 17 i.V.m. Art. 311 N 16; GOG Kom-

mentar-Hauser/Schweri/Lieber, § 83 N 13). Im Rahmen der Begründung ist 

sodann darzulegen, an welchen Mängeln der vorinstanzliche Entscheid lei-

det. Die Beschwerde führende Partei hat sich mit dem angefochtenen Ent-

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scheid auseinanderzusetzen und im Einzelnen aufzuzeigen, aus welchen 

Gründen dieser falsch sei (vgl. etwa ZK ZPO-Freiburghaus/Afheldt, Art. 321 

N 14 f.). Bei Parteien ohne anwaltliche Vertretung wird sowohl an die Formu-

lierung der Anträge als auch an die Begründungslast ein weniger strenger 

Massstab gestellt als bei anwaltlich vertretenen Prozessbeteiligten (OGer 

ZH Nr. PS110192-O vom 21. Februar 2012, E. 5.1). Enthält die Beschwerde 

jedoch keinen rechtsgenügenden Antrag bzw. keine Begründung, ist darauf 

nicht einzutreten (vgl. statt vieler: DIKE Kommentar ZPO-

Hungerbühler/Bucher, Art. 321 N 17 i.V.m. Art. 311 N 28 und 46). 

2.3. Die Eingabe des Beschwerdeführers vom 24. April 2019 (act. 2) enthält zwar 

die eingangs erwähnten Anträge, jedoch keine Begründung. Weshalb der 

Beschwerdeführer die Umverteilung der Kosten beantragt, ergibt sich aus 

seinen Ausführungen nicht. Trotz des Hinweises in der Eingabe, die Be-

gründung werde zeitnah nachgeliefert, ging innert der Rechtsmittelfrist von 

zehn Tagen keine weitere Stellungnahme ein. Damit ist die Beschwerde un-

begründet, weshalb darauf gestützt auf die obigen Erwägungen nicht einzu-

treten ist.  

III. 

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens dem Beschwerdeführer 

aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO; § 20 GebV OG). 

Entschädigungen sind keine zu entrichten. 

2. Die Verwaltungskommission entscheidet als obere Aufsichtsbehörde letztin-

stanzlich über die vorliegende Beschwerde. Ein kantonales bzw. eidgenös-

sisches Rechtsmittel dagegen besteht nicht (GOG Kommentar-

Hauser/Schweri/Lieber, § 84 N 1; Urteil des Bundesgerichts 4A_448/2015 

vom 14. September 2015 sowie Urteil des Bundesgerichts 5A_961/2014 

vom 19. Januar 2015).  

 

- 5 - 

Es wird beschlossen:  

1. Auf die Aufsichtsbeschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt und dem Beschwerdefüh-

rer auferlegt. 

3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: 

- den Beschwerdeführer, 

- den Beschwerdegegner, 

- das Bezirksgericht Zürich, unter Rücksendung der Akten BA190002-L.  

 
Zürich, 11. Juni 2019 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

Verwaltungskommission 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
 

lic. iur. A. Leu 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 11. Juni 2019
	
	Erwägungen:
	I.
	1. Mit Eingabe vom 24. April 2019 erhob A._____ (fortan Beschwerdeführer) beim Bezirksgericht Zürich sinngemäss eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Kostenentscheid im Beschluss vom 1. April 2019 (Nr. BA190002-L) und ersuchte um Auflage der Verfahrensko...
	2. Am 25. April 2019 überwies das Bezirksgericht Zürich die Eingabe des Beschwerdeführers zusammen mit den Verfahrensakten Nr. BA190002-L zuständigkeitshalber an die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich (act. 1). Diese eröffnete i...
	3. Nach § 84 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) i.V.m. Art. 322 Abs. 1 ZPO stellt die Aufsichtsbehörde die Aufsichtsbeschwerde den Betroffenen zur schriftlichen Vernehmlassung zu, wenn sie sich nicht sofort als unbegründet erweist. Da ...

	II.
	1.1. Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. k der Verordnung über die Organisation des Obergerichts (LS 212.51) übt die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Aufsicht über die dem Obergericht unterste...
	1.2 Die Beschwerde erfolgte fristgerecht (Art. 145 ZPO). Die angekündigte Ergänzung ging innert Frist nicht ein. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.
	2.1. Verletzen Mitglieder von Gerichtsbehörden Amtspflichten, kann bei der unmittelbaren Aufsichtsbehörde innert zehn Tagen seit Kenntnisnahme der Amtspflichtverletzung eine Aufsichtsbeschwerde erhoben werden. Die Aufsichtsbehörde verfügt die notwendi...

	III.
	1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO; § 20 GebV OG). Entschädigungen sind keine zu entrichten.

	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Aufsichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:
	- den Beschwerdeführer,
	- den Beschwerdegegner,
	- das Bezirksgericht Zürich, unter Rücksendung der Akten BA190002-L.