# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a6e3ffd-2620-5d90-a94d-8a201e0be482
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.11.2018 725 18 265 / 327
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-265---327_2018-11-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. November 2018 (725 18 265 / 327) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Die Frage, ob das Merkmal "Alter" in der obligatorischen Unfallversicherung grundsätz-

lich überhaupt einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen kann, oder ob die Einflüsse 

der Altersfaktoren auf die Erwerbsfähigkeit in diesem Versicherungsbereich allein im 

Rahmen einer Anwendung der Sonderregelung von Art. 28 Abs. 4 UVV Berücksichtigung 

finden, kann vorliegend offen bleiben 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, Gü-
terstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A.a Der 1956 geborene A.____ war als Maurer und Kranführer bei der B.____ Bauunter-
nehmung angestellt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses bei der Suva obligatorisch gegen 
die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als er am 15. Mai 1985 bei Scha-

 

 
 
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lungsarbeiten stolperte und sich am rechten Knie verletzte (Unfall-Nr. 4.32507.85.8). Inzwi-
schen über die C.____ GmbH bei der Suva obligatorisch unfallversichert, blieb er am 8. Mai 
2006 mit dem rechten Fuss an einem Palett hängen, stürzte deswegen zu Boden und zog sich 
dabei eine Fraktur am linken Handgelenk zu (Unfall-Nr. 4.60776.06.6). Ab 1. April 2013 war 
A.____ als Allrounder bei der D.____ AG angestellt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses 
bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 29. Oktober 
2016 erlitt er einen dritten Unfall, als er beim Verladen von Holz mit einem Raupendumper mit 
dem rechten Fuss von der Laderampe rutschte und mit dem rechten Knie auf der Kante der 
Standfläche aufschlug, was im Wesentlichen eine Sehnenruptur zur Folge hatte (Unfall-Nr. 
27.10945.16.3). Die Suva erbrachte für diese Unfälle jeweils die gesetzlichen Leistungen, kam 
namentlich für die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. 
 
A.b Mit Verfügung vom 20. August 2007, die sie mit Einspracheentscheid vom 29. Novem-
ber 2007 bestätigte, sprach die Suva A.____ für die Restfolgen aus dem Unfall vom 8. Mai 2006 
eine auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 14 % basierende Invalidenrente zu. Eine vom Ver-
sicherten gegen den betreffenden Einspracheentscheid erhobene Beschwerde wies das Kan-
tonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 3. September 
2008 (Verfahren-Nr. 725 08 2/288) ab. 
 
A.c Im April 2007 hatte sich A.____ unter Hinweis auf die Unfallfolgen auch bei der Eidge-
nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet, worauf ihm die IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) als berufliche Massnahme eine Umschulung zum Hauswart 
gewährte. A.____ schloss diese Umschulung im Oktober 2010 erfolgreich ab. Die Suva leitete 
deswegen von Amtes wegen ein Rentenrevisionsverfahren ein. Dabei gelangte sie zur Auffas-
sung, dass sich die Erwerbssituation des Versicherten durch die Umschulung zum Hauswart 
erheblich verbessert habe mit der Folge, dass nunmehr keine unfallbedingte Erwerbsbeein-
trächtigung mehr vorliege. Mit Verfügung vom 6. Juni 2012, die sie mit Einspracheentscheid 
vom 3. Dezember 2012 bestätigte, hob die Suva deshalb die laufende Invalidenrente des Versi-
cherten per 1. Mai 2012 auf. Zudem verpflichtete sie A.____ zur Rückzahlung der für die Mona-
te Mai und Juni 2012 bereits bezogenen Renten in der Höhe von gesamthaft Fr. 1'193.30. Die 
vom Versicherten hiergegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht mit Urteil vom 
13. Juni 2013 (Verfahren-Nr. 725 13 15/127) teilweise gut. Es änderte den angefochtenen Ein-
spracheentscheid dahingehend ab, als es die Invalidenrente erst ab 1. August 2012 und damit 
auch die geltend gemachte Rückforderung aufhob. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. 
 
A.d Nach Abschluss der Heilbehandlung, die sie dem Versicherten nach seinem dritten 
Unfall vom 29. Oktober 2016 gewährt hatte, sprach die Suva A.____ mit Verfügung vom 
19. März 2018 für die Restfolgen aus allen drei Unfällen mit Wirkung ab 1. März 2018 eine auf 
einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 26 % basierende Invalidenrente zu. Gleichzeitig gewährte 
sie ihm für die auf die beiden Unfälle vom 15. Mai 1985 und 8. Mai 2006 zurückzuführenden 
Integritätseinbussen von insgesamt 17,5 % eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 
Fr. 14'970.--. Eine vom Versicherten hiergegen erhobene Einsprache wies die Suva mit Ein-
spracheentscheid vom 11. Juli 2018 ab.  
 

 

 
 
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A.e Bereits zuvor - im März 2017 - hatte sich A.____ unter Hinweis auf die Folgen der erlit-
tenen Unfälle erneut bei der IV zum Leistungsbezug angemeldet. Im Rahmen ihrer Abklärungen 
gelangte die IV-Stelle zur Auffassung, dass aufgrund der vorliegenden Umstände - insbesonde-
re wegen des fortgeschrittenen Alters und der Multimorbidität - nicht davon auszugehen sei, 
dass die bestehende Arbeitsfähigkeit von 100 % für adaptierte Tätigkeiten noch verwertet wer-
den könne. Mit Verfügung vom 25. Mai 2018 sprach sie A.____ deshalb auf der Basis eines 
Invaliditätsgrads von 100 % rückwirkend ab 1. Oktober 2017 eine ganze IV-Rente zu.  
 
B. Gegen den vorerwähnten Einspracheentscheid der Suva vom 11. Juli 2018 erhob 
A.____, vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, am 22. August 2018 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei 
der angefochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin aufzuheben und es sei diese 
zu verpflichten, ihm eine Invalidenrente mit einem Invaliditätsgrad von mehr als 26 % zu leisten; 
unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 5. Oktober 2018 beantragte die Suva, vertreten durch 
Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Das Kantonsgericht zog zur Vervollständigung der Akten bei der IV-Stelle das IV-
Dossier des Versicherten bei.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 ATSG, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG 
in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen 
Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht des-
jenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohn-
sitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in E.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist 
somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übri-
gen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 22. August 2018 ist 
demnach einzutreten. 
 
1.2 Mit Verfügung vom 19. März 2018 sprach die Suva dem Versicherten für die Restfol-
gen aus allen drei erlittenen Unfällen mit Wirkung ab 1. März 2018 eine Invalidenrente und für 
die auf die beiden Unfälle vom 15. Mai 1985 und 8. Mai 2006 zurückzuführenden Integritätsein-
bussen eine Integritätsentschädigung zu. Die vom Versicherten hiergegen erhobene Einspra-
che richtete sich ausschliesslich gegen die Festsetzung der Invalidenrente. Darüber hinaus ent-
hielt die Eingabe keine Anhaltspunkte, dass der Versicherte zusätzlich auch die Höhe der Integ-

 

 
 
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ritätsentschädigung, wie sie in der Verfügung festgesetzt worden war, anfechten wollte. Die 
Suva sah somit - zu Recht - keine Veranlassung, diese im Rahmen des Einspracheentscheids 
von Amtes wegen in die Beurteilung einzubeziehen. Im Lichte der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung zum Rügeprinzip im Einspracheverfahren und zur Frage der Teilrechtskraft von nicht 
angefochtenen Verfügungsbestandteilen (vgl. BGE 119 V 347 ff.) ist vielmehr festzuhalten, dass 
die Verfügung vom 19. März 2018 bezüglich der darin festgesetzten Integritätsentschädigung 
mangels Anfechtung in (Teil-) Rechtskraft erwachsen ist. Streitgegenstand des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens bildet somit einzig die Höhe der dem Versicherten zustehenden Invali-
denrente der Unfallversicherung. 
 
1.3 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehört auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut 
Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden 
jedoch Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten 
Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge-
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, 
weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug 
genommen wird.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un-
fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 177 E. 3.1 mit 
Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusam-
menhang besteht.  
 
2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 
ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geis-
tigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).  
 
3.1 Im Zusammenhang mit der Beurteilung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers 
ist als erstes zu prüfen, in welchem Ausmass dieser unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss 
der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der 
körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch 
die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).  
 

 

 
 
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3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall 
das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinwei-
sen).  
 
3.3 In seinem Austrittsbericht vom 27. September 2017 hielt das involvierte Ärzteteam der 
Klinik F.____ zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten fest, dass dieser die bisherige Tätigkeit als 
Plattenleger bzw. als “Allrounder auf Baustellen“ unfallbedingt nicht mehr ausüben könne. Hin-
gegen sei ihm eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne wiederholtes 
Gehen in unebenem Gelände und ohne Einnahme von Zwangshaltungen, d.h. ohne Arbeiten, 
die kniend, kauernd oder in der Hocke zu verrichten seien, ganztags zumutbar. Dieser Ein-
schätzung schloss sich der Kreisarzt Dr. med. G.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, in seinen Beurteilungen vom 24. November 2017 
und 22. Februar 2018 an. Dazu kämen allerdings, so Dr. G.____ weiter, noch Einschränkungen 
für die Unfallfolgen am linken Handgelenk. So seien schwere Tätigkeiten mit der linken Hand 
und Arbeiten, bei denen Vibrationen auf die linke Hand übertragen würden, nicht zumutbar und 
mittelschwere Arbeiten dürften nicht über die Dauer einer ganzen Arbeitsschicht verrichtet wer-
den. Die Suva stützte sich in der Folge in ihrer Rentenverfügung bzw. im angefochtenen Ein-
spracheentscheid bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf die erwähnten 
Zumutbarkeitsbeurteilungen der Klinik F.____ und des Kreisarztes Dr. G.____. Diese  
vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden, sie wird denn auch vom Versicher-
ten in seiner Beschwerde in keiner Weise in Frage gestellt. Unter diesen Umständen kann hier 
von weiteren Ausführungen zum medizinischen Sachverhalt abgesehen werden. Im Sinne eines 
Zwischenergebnisses ist demnach festzuhalten, dass die Suva in ihrem Rentenentscheid ge-
stützt auf die genannten Zumutbarkeitsbeurteilungen zu Recht davon ausgegangen ist, dass 
dem Versicherten eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit, welche den vor-
stehend erwähnten Einschränkungen Rechnung trägt, ganztags zumutbar ist. 
 
4.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 
141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 
310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwie-

 

 
 
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genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der 
Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Ge-
sundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Vorliegend kann davon 
ausgegangen werden, dass der Versicherte im Gesundheitsfall weiterhin als Allrounder bei der 
D.____ AG tätig wäre. Laut deren Angaben hätte er im Jahr 2017 in dieser Tätigkeit ein Jahres-
gehalt von Fr. 92‘300.-- erzielt. Die Suva hat dem Einkommensverglich diesen Betrag als Vali-
deneinkommen zu Grunde gelegt, was sich nach dem Gesagten als richtig erweist und denn 
auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wird.  
 
5. Umstritten sind die Berechnung des Invalideneinkommens und damit der Invaliditäts-
grad des Beschwerdeführers.  
 
5.1 Der Versicherte weist in diesem Zusammenhang als erstes darauf hin, das ihm die IV-
Stelle im parallel anhängig gewesenen invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren mit Verfü-
gung vom 25. Mai 2018 auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 100 % rückwirkend ab 1. Ok-
tober 2017 eine ganze IV-Rente zugesprochen habe. Die IV-Stelle sei im Rahmen ihrer Abklä-
rungen zur zutreffenden Auffassung gelangt, dass bei ihm wegen des fortgeschrittenen Alters 
und der Multimorbidität die Restarbeitsfähigkeit von 100 % für adaptierte Tätigkeiten nicht mehr 
verwertbar sei. Gleiches müsse auch im vorliegenden unfallversicherungsrechtlichen Verfahren 
gelten. Wie die Suva zu Recht geltend macht, kann diesem Einwand des Beschwerdeführers 
nicht gefolgt werden. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Suva bei der Beurteilung der Fra-
ge, ob die Restarbeitsfähigkeit der versicherten Person auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
noch verwertbar ist, nicht an die entsprechende Einschätzung der IV-Stelle im IV-Verfahren 
gebunden ist. Dies liegt - unter anderem - bereits im Umstand begründet, dass sich die beiden 
Rentensysteme in etlichen Punkten unterscheiden. So gelangt etwa die unfallversicherungs-
rechtliche Invalidenrente im Unterschied zur IV-Rente lebenslänglich zur Ausrichtung. Das Un-
fallversicherungsrecht enthält daher im Gegensatz zum Bereich der IV für die Rentenfestset-
zung im fortgeschrittenen Alter auch eine Sonderregelung, nämlich die Bestimmung von Art. 28 
Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982. Danach 
sind, falls eine versicherte Person nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit altershalber nicht mehr 
aufnimmt oder sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der Er-
werbsfähigkeit auswirkt, für die Bestimmung des Invaliditätsgrads die Erwerbseinkommen mas-
sgebend, die eine versicherte Person im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheits-
schädigung erzielen könnte.  
 
5.2.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - beson-
ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 
aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäch-
lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

 

 
 
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keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so 
können für die Bemessung des (hypothetischen) Invalideneinkommens die Tabellenlöhne ge-
mäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.2).  
 
5.2.2 Da der Versicherte nach dem dritten Unfallereignis keine ihm an sich zumutbare neue 
Erwerbstätigkeit aufgenommen hatte, zog die Suva für die Bemessung des Invalideneinkom-
mens die LSE-Tabellenlöhne bei. Dabei stellte sie auf die LSE 2014, TA1, Kompetenzniveau 2, 
Männer, Total ab. Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,7 Wochen-
stunden und Anpassung an die geschlechts- und branchenübliche Nominallohnentwicklung er-
rechnete sie in ihrer Rentenverfügung vom 19. März 2018 für das Jahr 2017 - nach Vornahme 
eines leidensbedingten Abzugs von 5 % Prozent - ein Invalideneinkommen von Fr. 68'348.--. 
Diesen Betrag korrigierte sie im angefochtenen Einspracheentscheid „aufgrund aktuellerer Teu-
erungssätze“ marginal auf Fr. 68‘212.--.  
 
5.3 Der Beschwerdeführer beanstandet im Zusammenhang mit der konkreten Berechnung 
einzig, dass ihm die Suva bei der Bemessung des Invalideneinkommens einen unzureichenden 
Abzug vom Tabellenlohn gewährt habe.  
 
5.3.1 Wird das Invalideneinkommen wie im vorliegenden Fall auf der Grundlage von statisti-
schen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Perso-
nen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des 
Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der 
Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. 
Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu 
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand 
Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Per-
son wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll 
aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür be-
stehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesund-
heitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch-
schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der 
Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 
Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabel-
lenlohnes zu begrenzen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2; vgl. zum Ganzen auch BGE 126 V 80 
E. 5b/bb und cc).  
 
5.3.2 Während die Suva in ihrer Rentenverfügung bzw. im angefochtenen Einspracheent-
scheid einen Abzug vom Tabellenlohn von 5 % vorgenommen hat, ist der Beschwerdeführer 
der Auffassung, dass ihm der Maximalabzug von 25 % zu gewähren sei. Zur Begründung 
macht er geltend, dass insbesondere aufgrund seines vorgerückten Alters ein zusätzlicher Ab-
zug angezeigt sei. 

 

 
 
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5.3.3 Das Bundesgericht hat sich schon mehrfach mit der Frage befasst, ob das Merkmal 
"Alter" in der obligatorischen Unfallversicherung grundsätzlich überhaupt einen Abzug vom Ta-
bellenlohn rechtfertigen könnte, oder ob die Einflüsse der Altersfaktoren auf die Erwerbsfähig-
keit in diesem Versicherungsbereich allein im Rahmen einer Anwendung der - bereits weiter 
oben (vgl. E. 5.1 hiervor) zitierten - Sonderregelung von Art. 28 Abs. 4 UVV Berücksichtigung 
finden. Dabei hat es - soweit ersichtlich - diese Frage bis heute immer offen lassen können, da 
es die Voraussetzungen für einen altersbedingten Abzug vom Tabellenlohn in den jeweils zur 
Beurteilung stehenden Fällen ohnehin nicht als erfüllt erachtete (vgl. zuletzt etwa die Urteile 
vom 14. Mai 2018, 8C_841/2017, E. 5.2.2.3, und vom 6. Oktober 2017, 8C_439/2017, E. 5.6.4). 
Eine solche Konstellation liegt auch hier vor. Das Bundesgericht betonte in den erwähnten bei-
den Entscheiden, ob das Merkmal "Alter" einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertige, sei je-
weils unter Berücksichtigung aller konkreter Umstände des Einzelfalls zu prüfen. Dies gelte ins-
besondere im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
(Art. 16 ATSG), wo sich ein fortgeschrittenes Alter nicht zwingend lohnsenkend auswirken müs-
se. Hilfsarbeiten würden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhän-
gig nachgefragt. Der Umstand alleine, dass höhere Lohnnebenkosten anfallen würden und eine 
kürzere Aktivitätsdauer vorliege, rechtfertige einen Abzug infolge des Faktors "Alter" nicht, da 
dies für alle Arbeitnehmer gelte und nicht den speziellen Einzelfall berücksichtige. Mangels zu-
verlässiger statistischer Grundlagen, welche die lohnwirksamen Nachteile des fortgeschrittenen 
Alters bei einem Stellenverlust aufzeigen würden, könne dies indessen nicht generell-abstrakt 
beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Mai 2018, 8C_841/2017, E. 5.2.2.3 mit 
verschiedenen Hinweisen). Vorliegend stehen dem Beschwerdeführer laut den massgebenden 
ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilungen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verschiedenste 
leichte bis mittelschwere Hilfsarbeiten offen. Im Lichte der vorstehend zitierten Rechtsprechung 
rechtfertigt daher auch im hier zu beurteilenden Fall das Alter des Versicherten keinen zusätzli-
chen Abzug vom Tabellenlohn. Weitere Kriterien, die eine Erhöhung des Abzugs rechtfertigen 
würden, sind ebenfalls nicht ersichtlich. So nimmt nebst der Bedeutung des Alters auch diejeni-
ge der Dienstjahre der Versicherten ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist, weshalb dieser 
Faktor bei Hilfsarbeiten in der Regel keinen Anlass zu einem (weiteren) Abzug vom Tabellen-
lohn gibt (vgl. BGE 126 V 79 E. 5a/cc). Unter Würdigung der gegebenen Umstände und in Be-
rücksichtigung der in Betracht fallenden Merkmale lässt sich deshalb - entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers - die Vornahme eines höheren Abzugs vom Tabellenlohn nicht begrün-
den. 
 
5.4 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Suva beim Versicherten das 
Valideneinkommen auf Fr. 92‘300.-- und das zumutbare Invalideneinkommen auf Fr. 68‘212.-- 
festgesetzt hat. Stellt man diese Zahlen im Einkommensvergleich einander gegenüber, so re-
sultiert daraus, wie die Suva zutreffend errechnet hat, ein Erwerbsunfähigkeitsgrad von 26 %. 
Die Suva hat dem Versicherten daher zu Recht eine auf diesem Invaliditätsgrad beruhende In-
validenrente zugesprochen. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid erhobene Be-
schwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss.  
 

 

 
 
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6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; die obsiegende Beschwerdegeg-
nerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Partei-
entschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 

 

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