# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 026e106d-7655-5a90-860d-faa0f82cc7ac
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.03.2025 F-1458/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-1458-2025_2025-03-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-1458/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Christa Preisig, 

mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;   

Gerichtsschreiberin Meike Pauletzki. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), Türkei,  

vertreten durch Ali Tüm, Asylum Rechtsberatung,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 26. Februar 2025 / N (…). 

 

 

 

F-1458/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 4. November 2024 in der Schweiz um 

Asyl. Mit Verfügung vom 26. Februar 2025 (eröffnet am 27. Februar 2025) 

trat die Vorinstanz auf sein Asylgesuch nicht ein, ordnete seine Wegwei-

sung nach Kroatien an, forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf 

der Beschwerdefrist zu verlassen, und wies auf die einer allfälligen Be-

schwerde fehlende aufschiebende Wirkung hin.  

B.  

Mit Beschwerde vom 4. März 2025 gelangte der Beschwerdeführer an das 

Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die vorinstanzliche Verfügung 

sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, das Selbsteintrittsrecht 

anzuwenden, auf das Asylgesuch einzutreten und ein nationales Asylver-

fahren durchzuführen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er darum, der Be-

schwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und ihm die un-

entgeltliche Prozessführung zu gewähren.  

Am 5. März 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp an. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Behandlung der Beschwerde 

zuständig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 31 ff. VGG) und die Sachur-

teilsvoraussetzungen (Art. 48 Abs. 1 VwVG [Legitimation], Art. 108 Abs. 3 

AsylG [Frist] und Art. 52 VwVG [Form]) sind erfüllt, sodass auf die Be-

schwerde einzutreten ist.  

1.2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG; BVGE 2015/9 E. 6.2 und 8.2.2).  

1.3. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a AsylG).  

F-1458/2025 

Seite 3 

2.  

Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass der Beschwerdeführer bereits am 

18. April 2024 in Kroatien um Asyl ersucht hat, weshalb grundsätzlich Kro-

atien für die Durchführung seines Asyl- und Wegweisungsverfahrens zu-

ständig ist (Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung 

der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 

Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in ei-

nem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig 

ist [Dublin-III-VO]). Überdies haben die kroatischen Behörden ihre Zustän-

digkeit am 25. November 2024 explizit anerkannt und ihre Zustimmung 

nach Zustellung weiterer Belege nicht widerrufen. Weiter hat die Vorinstanz 

zu Recht erwogen, dass das kroatische Asyl- und Aufnahmesystem recht-

sprechungsgemäss keine systemischen Schwachstellen aufweist, auf-

grund derer die Zuständigkeit auf die Schweiz überginge (vgl. Art. 3 Abs. 2 

Dublin-III-VO), und vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse 

ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt verpflichten 

würden (vgl. Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO). Dabei hat sie Vorbringen des Be-

schwerdeführers, er habe nach seiner Registrierung in Kroatien während 

sieben Monaten in Bosnien und Herzegowina gelebt, berücksichtigt, die 

diesbezüglichen Indizien rechtskonform gewürdigt und erwogen, dass er 

diesen Aufenthalt nicht glaubhaft gemacht habe, weshalb die Zuständigkeit 

Kroatiens nicht erloschen sei (vgl. Art. 19 Abs. 2 Dublin-III-VO). Weiter hat 

sie sein Vorbringen, kroatische Beamte hätten ihm mit der Rückführung 

gedroht und ihn geschlagen, beachtet und rechtskonform erwogen, dass 

er in Kroatien weder von systemischer Polizeigewalt noch einer das Non-

Refoulement-Gebot missachtenden Rückführung in die Türkei bedroht sei. 

Überdies hat sie seine undefinierten psychische Probleme mit Schlaf- und 

Essschwierigkeiten berücksichtigt und korrekt erwogen, dass diese einer 

Überstellung nach Kroatien nicht entgegenstünden. Schliesslich hat sie in 

rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr zustehenden Ermessens von einem 

freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen (vgl. Art. 17 Abs. 1 Dublin-

III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

[AsylV 1, SR 142.311]). Sie ist demnach zu Recht auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers nicht eingetreten (Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG) und hat 

seine Wegweisung nach Kroatien angeordnet (Art. 44 AsylG). Zur näheren 

Begründung wird auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen ver-

wiesen. 

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Seite 4 

3.  

Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag daran 

nichts zu ändern: 

3.1. Zunächst rügt er, dass sein Aufenthalt in Bosnien und Herzegowina 

durch seine Aussagen, die eingereichte Hotelrechnung und den Mietver-

trag nachgewiesen sei. Diesbezüglich ist er darauf hinzuweisen, dass aus 

den Abklärungen der Schweizerischen Botschaft in Serbien vom 10. Feb-

ruar 2025 hervorgeht, dass seine Einreise und sein Aufenthalt bei den bos-

nischen Behörden nicht registriert sind. Auch sind seine Aussagen anläss-

lich des Dublin Gesprächs vom 11. November 2024 über seinen Reiseweg 

detailarm und nicht überprüfbar. Demnach sei er über Griechenland, Bos-

nien und Herzegowina sowie schliesslich Serbien nach Kroatien gelangt, 

zwei Tage nach seiner Registrierung an der slowenischen Grenze aufge-

griffen worden und hernach für sieben Monate nach Bosnien zurückge-

kehrt. Dort habe er ein Zimmer gemietet und sich vor einer Rückführung 

gefürchtet. Diese Darstellung seiner Reiseroute scheint indes wenig plau-

sibel, zumal er von den kroatischen Behörden nicht nahe Serbien, sondern 

in der Grenzregion zu Bosnien und Herzegowina (B._______) registriert 

wurde. Die eingereichte Hotelrechnung und der Mietvertrag sind, wie die 

Vorinstanz mit Verweis auf die Abklärungen der Schweizerischen Botschaft 

in Serbien ausgeführt hat, leicht fälsch- und käuflich erwerbbar. Auch mutet 

es widersprüchlich an, dass er einerseits fürchtete, entdeckt zu werden, 

und andererseits seine türkische ID bei seinen meldepflichtigen Gastge-

bern angab (vgl. ID-Nummer auf der Hotelrechnung und dem Mietvertrag). 

Doch selbst wenn diese Belege echt wären, so würden sie allein noch nicht 

belegen, dass er tatsächlich dort war. Entgegen dem Beschwerdeführer 

war die Vorinstanz nicht verpflichtet, bei dem Hotel und der Vermietung 

nachzufragen. Diese hätten nämlich hierdurch höchstens die eingereichten 

Belege, nicht aber die Identität des Beschwerdeführers und seinen angeb-

lichen Aufenthalt bestätigen können. Vielmehr wäre es am mitwirkungs-

pflichtigen Beschwerdeführer gewesen, weitere Belege für den geltend ge-

machten Aufenthalt einzureichen (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. d AsylG). Ferner 

kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass die Vorinstanz die 

eingereichten Belege und Botschaftsabklärungen an die kroatischen Be-

hörden weitergeleitet und ihnen ermöglicht hat, ihre Zustimmung zu wider-

rufen, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Vorinstanz ist hiermit lediglich 

ihrer Informationspflicht nachgekommen (vgl. zuletzt Urteil des BVGer 

F-4984/2024 vom 19. August 2024 E. 2.3 f.). In einer Gesamtwürdigung al-

ler Indizien gelangt das Bundesverwaltungsgericht ‒ wie die Vorinstanz ‒ 

zum Schluss, dass der Beschwerdeführer nicht glaubhaft machen kann, 

dass er sich nach seiner Registrierung in Kroatien während mindestens 

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Seite 5 

drei Monaten in Bosnien und Herzegowina aufgehalten hat. Die Zuständig-

keit Kroatiens ist folglich nicht erloschen (vgl. Art. 19 Abs. 2 Dublin-III-VO; 

in diesem Zusammenhang nicht einschlägig: Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO, 

Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 AsylV 1).  

3.2. Der Beschwerdeführer rügt weiter, dass er in Kroatien keinen Zugang 

zum Asylverfahren erhalten und unter Verletzung des Non-Refoulement 

Gebots in die Türkei zurückgeschickt werde. Das Bundesverwaltungsge-

richt geht ‒ wie die Vorinstanz ‒ davon aus, dass das Asylverfahren und 

die Aufnahmebedingungen in Kroatien keine systemischen Schwachstel-

len (Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO) aufweisen. Demnach wird vermutet, dass 

Kroatien die Sicherheit asylsuchender Personen garantiert und ihre Rechte 

gemäss dem internationalen Recht einhält (namentlich die EMRK, das 

Übereinkommen vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-

same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, 

SR 0.105], das Abkommen vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]; die Richtlinien des Europäischen Parla-

ments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen 

Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen 

Schutzes [Verfahrensrichtlinie] sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur 

Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationa-

len Schutz beantragen [Aufnahmerichtlinie]). Die Vorbringen des Be-

schwerdeführers zur Situation in Kroatien und die zitierten Berichte (u.a. 

Europarat, Committee on Migration, Refugees and Displaced Persons, 

«Draft Resolution» und «Draft Recommendations» Nr. 14909; Medium, Are 

you Syrious, AYS Special: EU Border Violence, vom 4. [recte: 5.] Oktober 

2018) können den der bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung 

zugrundeliegenden Informationen zur Situation in Kroatien keine neue Di-

mension hinzufügen (Referenzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 

22. März 2023 E. 9, zuletzt etwa Urteile des BVGer F-984/2025 vom 

19. Februar 2025 E. 2, F-661/2025 vom 12. Februar 2025 E. 5.2 und 6.3, 

F-737/2025 vom 10. Februar 2025 E. 5.2). Der Beschwerdeführer kann 

diese Vermutung auch mit seinen unsubstantiierten Ausführungen, kroati-

sche Beamte hätten ihm mit der Rückführung gedroht und ihn geschlagen, 

nicht umstossen. Somit kann er nicht glaubhaft machen, dass ihm bei einer 

Überstellung nach Kroatien reell drohe, gefoltert, unmenschlich oder er-

niedrigend behandelt oder ohne Prüfung seines Asylgesuchs und unter 

Verletzung des Non-Refoulement-Gebots in die Türkei zurückgeführt zu 

werden. Folglich bestehen keine Gründe, die den Schluss systemischer 

Schwachstellen in Kroatien (vgl. Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO) oder einen 

Selbsteintritt der Schweiz aufdrängen würden (vgl. Art. 17 Abs. 1 Dublin-

III-VO und Art. 29a Abs. 3 AsylV 1).  

F-1458/2025 

Seite 6 

3.3. Wie dargelegt hat die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt 

so weit wie möglich erstellt, gewürdigt und in der angefochtenen Verfügung 

begründet. Daher hat sie weder den Untersuchungsgrundsatz (Art. 12 

VwVG) noch ihre Prüfungs- und Begründungspflicht (Art. 29 VwVG) ver-

letzt. Dass der Beschwerdeführer den Sachverhalt rechtlich anders wür-

digt, genügt nicht.  

4.  

Im Ergebnis ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden und die 

Beschwerde ist abzuweisen. Mit diesem Urteil fällt der angeordnete Voll-

zugsstopp dahin und das Gesuch um aufschiebende Wirkung wird gegen-

standslos.  

5.  

5.1. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da die Rechtsbegehren ‒ wie es sich aus den vorstehenden 

Erwägungen ergibt ‒ als aussichtslos zu bezeichnen waren (vgl. Art. 65 

Abs. 1 VwVG).  

5.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegen-

den Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf 

insgesamt Fr. 750.‒ festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Eine Parteientschädigung fällt aus-

gangsgemäss ausser Betracht (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG).  

6.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.‒ werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Preisig Meike Pauletzki