# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1de89377-8778-5d7e-bf9e-bdc2fa7bdb81
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.12.2023 C-1424/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1424-2021_2023-12-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1424/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  D e z e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Regina Derrer (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiberin Helena Falk. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Österreich), 

vertreten durch Dr. Günter Secklehner,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Anspruch auf eine Invalidenrente, 

Verfügung der IVSTA vom 4. März 2021. 

 

 

 

C-1424/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die am (…) 1969 geborene, österreichische Staatsangehörige A._______ 

(nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin) wohnt in Österreich, 

lebt von ihrem Ehemann getrennt und ist Mutter eines am (…) 2005 gebo-

renen Kindes (vgl. Angaben der Versicherten in den Akten der IV-Stelle für 

Versicherte im Ausland [nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz] gemäss Ak-

tenverzeichnis vom 21. Mai 2021 [nachfolgend: IVSTA-act.] 36 [S. 5, 8] so-

wie ‘Wochengeldbezug’ 2004/2005 in IVSTA-act. 2 [S. 2]; zum Teil werden 

in den Akten zwei Kinder erwähnt [vgl. IVSTA-act. 17 {S. 2}, 38 {S. 1}, 43 

{S. 3}]). Von September 2018 bis Ende Dezember 2019 arbeitete und 

wohnte sie in der Schweiz und leistete die entsprechenden Beiträge an die 

obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; 

vgl. IVSTA-act. 2 [S. 7], 8, 28 und Bescheinigung Versicherungsverlauf 

Schweiz in IVSTA-act. 29 [S. 2]). Dabei war die Versicherte in Teilzeit (Ar-

beitspensum von 50%) als Mitarbeiterin in einem Personalrestaurant an-

gestellt (IVSTA-act. 2 [S. 7], 28). Das Arbeitsverhältnis wurde fristlos per 

27. Dezember 2019 aufgelöst, weil die Versicherte nicht mehr zur Arbeit 

erschienen und nach Österreich gezogen war (IVSTA-act. 28 [S. 13]). Seit-

her geht sie keiner Erwerbstätigkeit mehr nach (IVSTA-act. 36 [S. 5]). 

B.  

B.a Am 16. Juli 2020 (Eingang IVSTA: 17. August 2020) meldete sich die 

Versicherte wegen psychischer Beschwerden, Migräne bzw. Kopfschmer-

zen, eingeklemmten Nerven am Handgelenk und Blasenproblemen bei der 

IVSTA zum Bezug von IV-Leistungen an (IVSTA-act. 1, 36 [S. 1]). Einen 

Antrag auf eine Berufsunfähigkeitspension lehnte die österreichische Pen-

sionsversicherungsanstalt am 21. August 2020 mit der Begründung ab, es 

bestehe keine dauerhafte Berufsunfähigkeit. Hingegen liege eine vorüber-

gehende Berufsunfähigkeit im Ausmass von voraussichtlich mindestens 

sechs Monaten ab dem 1. August 2020 vor; für diese Zeit bestehe An-

spruch auf Rehabilitationsgeld aus der Krankenversicherung (IVSTA-

act. 27).  

B.b Die IVSTA tätigte in der Folge verschiedene medizinische und auf den 

Erwerbs- bzw. Aufgabenbereich bezogene Abklärungen (vgl. IVSTA-act. 5 

- 37). Mit Vorbescheid vom 23. Dezember 2020 stellte sie der Versicherten 

die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, da keine ausrei-

chende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres bestan-

den habe und trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung die Betätigung im 

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bisherigen Aufgabenbereich sowie eine gewinnbringende Teilzeittätigkeit 

noch immer in rentenausschliessender Weise zumutbar seien (IVSTA-

act. 44). Die IVSTA ging dabei davon aus, dass die Versicherte ohne Be-

einträchtigung je zur Hälfte im Erwerbs- bzw. im Aufgabenbereich tätig 

wäre. 

Die Versicherte liess sich dazu nicht vernehmen. Daraufhin erliess die IV-

STA am 4. März 2021 die angekündigte Verfügung (IVSTA-act. 45). 

C.  

C.a Gegen diese Verfügung liess die Beschwerdeführerin am 25. März 

2021 (Posteingang: 30. März 2021) von ihrem Rechtsvertreter Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht erheben (BVGer-act. 1). Sie beantragte, 

ihr sei – in Abänderung der Verfügung vom 4. März 2021 – eine Invaliden-

rente zuzusprechen. 

C.b Der mit Zwischenverfügung vom 15. April 2021 eingeforderte Kosten-

vorschuss in der Höhe von Fr. 800.- ging rechtzeitig bei der Gerichtskasse 

ein (BVGer-act. 3, 5). 

C.c Mit Vernehmlassung vom 10. Juni 2021 beantragte die Vorinstanz, ge-

stützt auf die Stellungnahmen des internen ärztlichen Dienstes vom 

27. Mai 2021 und 7. Juni 2021, die Beschwerde sei abzuweisen und die 

angefochtene Verfügung sei zu bestätigen (BVGer-act. 8). 

C.d Da keine Replik einging, schloss das Bundesverwaltungsgericht den 

Schriftenwechsel mit Verfügung vom 31. August 2021 ab (BVGer-act. 11). 

D.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 

– soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d des Verwaltungsgerichts-

gesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG; SR 173.32]; Art. 69 Abs. 1 Bst. b des 

Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 

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SR 831.20]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen 

Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Erhebung 

der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]; 

Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Auf die im Übrigen 

frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist – nachdem der Kosten-

vorschuss rechtzeitig geleistet wurde – daher einzutreten (Art. 50 Abs. 1 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG; Art. 60 ATSG). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des ATSG vorbehalten. Laut 

Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundesge-

setzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und soweit die 

einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG finden 

die Bestimmungen des ATSG auf die IV Anwendung (Art. 1a - 26bis und 28 

- 70 IVG), sofern das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG 

vorsieht.  

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 4. März 2021, mit welcher die Vorinstanz das Rentenge-

such der Beschwerdeführerin ablehnte.  

Den Streitgegenstand bestimmende, aber nicht beanstandete Elemente 

prüft die Beschwerdeinstanz dabei nur, wenn hierzu aufgrund der Vorbrin-

gen der Parteien oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhalts-

punkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 135 V 141 E. 1.4.2; 125 V 

413 E. 2c; 119 V 347 E. 1a; Urteile des BVGer C-288/2021 vom 7. Juni 

2023 E. 2.1.2; C-2823/2022 vom 26. Mai 2023 E. 2; C-3582/2021 vom 

20. September 2022 E. 2.3). 

3.  

3.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier der 4. März 2021) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

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verändert haben, bilden demgegenüber im Regelfall Gegenstand einer 

neuen Verwaltungsverfügung (BGE 121 V 362 E. 1b). Indes sind Tatsa-

chen, die sich erst später verwirklichen, soweit zu berücksichtigen, als sie 

mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und ge-

eignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beein-

flussen (BGE 121 V 362 E. 1b; Urteile des BGer 8C_95/2017 vom 15. Mai 

2017 E. 5.1; 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1). Sodann hat das Ge-

richt Unterlagen, die sich über den massgebenden Zeitraum aussprechen, 

auch dann zu berücksichtigen, wenn sie auf einen Zeitpunkt nach dem Ver-

fügungserlass datieren (Urteil des BGer 9C_175/2018 vom 16. April 2018 

E. 3.3.2 m.H.). 

3.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 174 E. 4.1; 146 

V 364 E. 7.1; 139 V 335 E. 6.2; 132 V 215 E. 3.1.1; 130 V 329 E. 2.2 f.). 

Deshalb sind vorliegend die Vorschriften, welche spätestens am 4. März 

2021 (Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung) in Kraft stan-

den, anwendbar. Nicht zur Anwendung gelangen demgegenüber insbeson-

dere die im Rahmen der sogenannten «Weiterentwicklung der IV» erst per 

1. Januar 2022 in Kraft getretenen Änderungen im IVG, in der IVV sowie 

im ATSG (AS 2021 705, BBl 2017 2535). 

3.3 Die Beschwerdeführerin ist österreichische Staatsangehörige, wohnt in 

Österreich und war in der Schweiz erwerbstätig. Damit gelangen das Frei-

zügigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die 

Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen 

Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz 

am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 

0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwen-

dung. Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) 

Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in 

den Beziehungen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten an-

wendbar. Das Vorliegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt 

sich indes auch im Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungs-

vorschriften nach schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Ur-

teil des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4; Urteil des BVGer C-

5368/2020 vom 14. Februar 2023 E. 3.2). 

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Seite 6 

4.  

4.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

4.2 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Demnach hat die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 

136 V 376 E. 4.1.1). Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsge-

richte haben zusätzliche Abklärungen insbesondere dann vorzunehmen 

oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder an-

derer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass 

besteht (BGE 117 V 282 E. 4a m.H.; Urteil des BGer 8C_843/2016 vom 

8. März 2017 E. 2; zum Ganzen auch: BGE 144 V 427 E. 3.2). 

4.3 Sodann ist das Bundesverwaltungsgericht gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begeh-

ren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung 

bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 

E. 3.2). 

4.4 Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozial-

versicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-

keit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). Die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen demnach 

nicht. Vielmehr gilt ein Beweis als erbracht, wenn für die Richtigkeit der 

Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige 

Gründe sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise 

nicht massgeblich in Betracht fallen (BGE 140 III 610 E. 4.1). Gilt es, zwi-

schen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu entscheiden, haben der Rich-

ter und die Richterin jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von 

allen möglichen Geschehensabläufen für die wahrscheinlichste halten 

(BGE 144 V 427 E. 3.2; 138 V 218 E. 6; 126 V 353 E. 5b; Urteil des BVGer 

C-7332/2007 vom 6. März 2009 E. 3.3.3). 

4.5 Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Be-

weisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des 

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Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, 

für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozial-

versicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweis-

last nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Unguns-

ten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn 

es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 

auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zu-

mindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 

(BGE 144 V 427 E. 3.2; 138 V 218 E. 6 m.H.). 

5.  

5.1 Angefochten ist die Verfügung vom 4. März 2021, mit welcher ein Ren-

tenanspruch der Beschwerdeführerin verneint wurde. 

Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, 

wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. dazu nachfolgende E. 5.2) und 

bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleis-

tet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Für die Erfüllung der dreijährigen Mindestbei-

tragsdauer können Beitragszeiten, die in einem EU/EFTA-Staat zurückge-

legt wurden, mitberücksichtigt werden (Art. 6 und Art. 45 VO [EG] 

883/2004; vgl. auch BGE 131 V 390). Allerdings ist für die Ausrichtung ei-

ner ordentlichen IV-Rente in jedem Fall eine Beitragszeit von mindestens 

einem Jahr in der Schweiz zu erfüllen (vgl. Rz. 3005 des Kreisschreibens 

über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in der AHV/IV/EL [KSBIL; gül-

tig ab 4. April 2016, Stand: 1. Januar 2021]; Rz. 3004.3 der Wegleitung 

über die Renten der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung [RWL; gültig ab 1. Januar 2003, Stand: 1. Januar 2021]). 

Die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine 

ordentliche Invalidenrente ist vorliegend erfüllt (vgl. Versicherungsverlauf 

in Österreich [IVSTA-act. 2 {S. 2}] und der Schweiz [IVSTA-act. 29 {S. 2}]). 

5.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann 

Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 

IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche-

nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung einer Erwerbs-

unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein-

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trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur 

vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli-

chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil-

weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 

Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 

einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

5.3 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliede-

rungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können 

(Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind 

(Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Bst. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% be-

steht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe 

Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 

70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis zum 31. Dezem-

ber 2021 geltenden Fassung]). 

Für die Bestimmung eines allfälligen Rentenanspruchs ist mithin grund-

sätzlich unbesehen der Diagnose, deren Ursache und der Schwere einer 

Erkrankung massgebend, ob und in welchem Ausmass diese die Arbeits-

fähigkeit einschränkt (BGE 148 V 49 E. 6.2.2; 143 V 418 E. 5.2.2; 136 V 

279 E. 3.2.1; Urteile des BGer 8C_53/2022 vom 5. Juli 2022 E. 4.1.2; 

9C_524/2020 vom 23. November 2020 E. 5.1; 8C_82/2019 vom 19. Sep-

tember 2019 E. 5.3). Von einer Diagnose kann mithin nicht direkt auf die 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit geschlossen werden (BGE 145 V 215 

E. 6.1; 143 V 409 E. 4.2.1 und 418 E. 6; Urteile des BVGer C-1117/2021 

vom 10. März 2023 E. 10.5.2; C-4375/2020 vom 2. Juni 2022 E. 8.3.3). 

5.4 Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch sodann frü-

hestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-

tungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, 

der auf die Vollendung des 18. Lebensjahres folgt (zum Verhältnis zwi-

schen Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 IVG vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2).  

6.  

6.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung stellen. Aufgabe 

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Seite 9 

des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4; 125 

V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-

lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicher-

ten Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 m.H.; 

Urteil des BVGer C-4564/2020 vom 2. Juni 2022 E. 4.6). 

6.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren 

gilt vielmehr der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, 

das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-

mäss zu würdigen.  

6.3 Die Feststellungen ausländischer Versicherungsträger, Krankenkas-

sen, Behörden und Ärzte sind bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbe-

ginn für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht verbind-

lich; vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel 

der freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. dazu z.B. Urteile des BVGer 

C-6073/2020 vom 4. August 2022 E. 3.7.2; C-5049/2013 vom 13. Februar 

2015 E. 3.2 m.H.). 

6.4  

6.4.1 Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung 

in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten auf-

zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 351 E. 3b; Urteil des EVG I 128/98 vom 

24. Januar 2000 E. 3b). So ist hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-

richtes entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Exper-

tinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 

E. 3a). Zudem muss der Arzt oder die Ärztin über die notwendigen fachli-

chen Qualifikationen verfügen (Urteil des BGer 9C_555/2017 vom 22. No-

vember 2017 E. 3.1 m.H.; Urteil des BVGer C-4822/2020 vom 24. August 

2022 E. 4.5).  

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Seite 10 

6.4.2 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-

geholten Gutachten von medizinischen Sachverständigen, die den Anfor-

derungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Be-

weiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverläs-

sigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 und 2.2.2; 135 V 

465 E. 4.4 m.H.). 

6.4.3 Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte sind aufgrund deren 

auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu wür-

digen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des BVGer C-

6073/2020 vom 4. August 2022 E. 3.7.4 m.H.). Dies gilt für den allgemein 

praktizierenden Hausarzt wie für die behandelnde Spezialärztin (Urteil des 

EVG I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 m.H.). Allerdings dürfen auch die 

potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen wer-

den, namentlich wenn sie wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 

Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-

gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des BGer 

9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 m.H.; vgl. auch Urteil des BVGer 

C-6357/2020 vom 28. September 2022 E. 6.6). 

6.4.4 Die Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) oder 

des medizinischen Dienstes der IVSTA, welche nicht auf eigenen Untersu-

chungen beruhen, können wie Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern 

ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fach-

ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachver-

halts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Per-

son in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_524/2017 vom 

21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 

vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1; je m.H.). Die Aufgabe der versicherungsinter-

nen Fachpersonen besteht insbesondere darin, aus medizinischer Sicht – 

gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal-

tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu 

entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen 

und versicherungsmedizinisch zu würdigen (vgl. Urteile des BGer 

9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3; 8C_756/2008 vom 4. Juni 2009 

E. 4.4 m.H.). Dazu gehört auch, bei widersprüchlichen medizinischen Ak-

ten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die 

andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vor-

zunehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen 

Belange keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme ei-

ner versicherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende 

C-1424/2021 

Seite 11 

Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärun-

gen Anlass geben (vgl. zum Ganzen: Urteile des BVGer C-6073/2020 vom 

4. August 2022 E. 3.7.4; C-2463/2021 vom 15. März 2022 E. 4.5). Beste-

hen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

internen medizinischen Berichte, sind rechtsprechungsgemäss weitere Ab-

klärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4; 

Urteile des BGer 8C_551/2020 vom 15. Dezember 2020 E. 3; 

9C_730/2018 vom 27. März 2019 E. 5.1.2; Urteil des BVGer C-4822/2020 

vom 24. August 2022 E. 4.6). 

7.  

7.1 Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren der 

Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat. Sie begründete diesen Ent-

scheid sinngemäss damit, dass die Beschwerdeführerin das Wartejahr ge-

mäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG nicht erfüllt habe. 

Das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG bedeutet, dass ein Renten-

anspruch erst entstehen kann, wenn die versicherte Person während eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% 

arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (Urteil des BVGer C-4756/2016 

vom 1. September 2017 E. 10.5.2). Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 

Abs. 1 Bst. b IVG ist die durch den Gesundheitsschaden bedingte Einbusse 

an funktionellem Leistungsvermögen im angestammten, bisherigen Beruf 

oder Aufgabenbereich (BGE 105 V 156 E. 2a; ULRICH MEYER/MARCO 

REICHMUTH, Rechtsprechung zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28 Rz. 25). 

7.2  

7.2.1 Vorab ist demnach zu klären, welchen Beruf die Beschwerdeführerin 

bislang ausübte bzw. in welchem Aufgabenbereich sie bisher tätig war. Da-

bei scheint es praktikabel, zugleich zu prüfen in welchem Pensum sie tätig 

wäre, wenn sie gesund geblieben wäre (sog. Statusfrage). Dies hat, wie 

später aufgezeigt wird (vgl. nachfolgende E. 10), auch Auswirkungen hin-

sichtlich der Methode der Invaliditätsbemessung. 

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder 

als nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie – 

bei im Übrigen unveränderten Umständen – täte, wenn keine gesundheit-

liche Beeinträchtigung bestünde (vgl. Urteile des BVGer C-3780/2020 vom 

24. Januar 2023 E. 3.5; C-5861/2020 vom 2. Juni 2022 E. 6.1; C-

6572/2019 vom 5. Oktober 2021 E. 6.2; MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 5 

Rz. 7). Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der 

C-1424/2021 

Seite 12 

versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, son-

dern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Für die hy-

pothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs-

tätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der über-

wiegenden Wahrscheinlichkeit massgebend (BGE 144 I 28 E. 2.3; 141 V 

15 E. 3.1). 

Die Statusfrage ist hypothetisch zu beurteilen, unter Berücksichtigung der 

ebenfalls hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person 

(Urteil des BVGer C-6572/2019 vom 5. Oktober 2021 E. 6.2). Diese Ent-

scheidungen sind als innere Tatsachen einer direkten Beweisführung nicht 

zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen 

werden (BGE 144 I 28 E. 2.4; Urteil des BVGer C-3910/2021 vom 6. Feb-

ruar 2023 E. 9.2). Bei der Beurteilung der Statusfrage hat immer eine ein-

lässliche Würdigung der gesamten Verhältnisse des Einzelfalls zu erfolgen 

(BGE 130 V 393 E. 3.3; 125 V 146 E. 2c; MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 5 

Rz. 23). Jener Tätigkeit, welche bei Eintritt des Gesundheitsschadens tat-

sächlich ausgeübt wurde, kommt bei der Beurteilung der Statusfrage zwar 

ein erheblicher Indizwert zu (vgl. Urteil des BGer 8C_29/2020 vom 19. Feb-

ruar 2020 E. 5.3.3; Urteil des BVGer C-3910/2021 vom 6. Februar 2023 

E. 9.4), nicht aber eine präjudizierende Wirkung (vgl. MEYER/REICHMUTH, 

a.a.O., Art. 5 Rz. 8).  

7.2.2 Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin bei gu-

ter Gesundheit je zur Hälfte im bisherigen Beruf und im Haushalt tätig wäre. 

Im Fragebogen für die Versicherten gab die Beschwerdeführerin an, sie 

würde aus finanziellen und persönlichen Gründen in Vollzeit arbeiten, wäre 

sie gesund (IVSTA-act. 36 [S. 5]). Den Akten lassen sich aber keine Hin-

weise entnehmen, dass die Beschwerdeführerin je zu 100% gearbeitet 

oder sich um eine entsprechende Stelle bemüht hätte. Vielmehr ist erstellt, 

dass die Beschwerdeführerin seit vielen Jahren lediglich in Teilzeit beschäf-

tigt war, und zwar von Oktober 2009 bis August 2010 zu 26.3% und danach 

bis Ende 2019 zu 50% (mit einem Unterbruch von September 2017 bis 

August 2018; IVSTA-act. 28, 32 [S. 2]). Ferner sind keine Bemühungen 

nachgewiesen, dass sich die Beschwerdeführerin je für eine 100%-Stelle 

beworben hätte. Insbesondere fehlen Hinweise, dass sie bei der Trennung 

von ihrem Ehemann ihr Arbeitspensum auf ein Vollzeitpensum aufgestockt 

hätte oder hätte aufstocken wollen. Sodann scheint die Beschwerdeführe-

rin den ganzen Haushalt alleine zu erledigen, wenn auch unter teilweiser 

Mithilfe des (mittlerweile erwachsenen) Kindes (IVSTA-act. 36 [S. 9]). Die 

Vorinstanz hat die Statuseinschätzung mithin korrekt vorgenommen. 

C-1424/2021 

Seite 13 

Konkrete Anhaltspunkte, die eine andere Sichtweise rechtfertigen würden, 

fehlen. In der Beschwerde wird die Statusfestsetzung von der – anwaltlich 

vertretenen – Beschwerdeführerin denn auch nicht gerügt. 

Nach den Akten hat die Beschwerdeführerin keine Berufsausbildung ge-

nossen. Sie arbeitete von Oktober 2009 bis August 2017 für die B._______ 

und verrichtete Reinigungsarbeiten in den Klassenräumen, Gängen und 

WC-Anlagen eines Internats (IVSTA-act. 34, 38). Laut den Angaben der 

Arbeitgeberin handelte es sich um eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit 

(IVSTA-act. 34 [S. 6]). Nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit (vgl. dazu IVSTA-

act. 36 [S. 6]) zog die Beschwerdeführerin in die Schweiz, arbeitete hier 

aber zunächst zwei bis drei Monate nicht (IVSTA-act. 36 [S. 4]). Ab Sep-

tember 2018 (bis zu ihrem letzten Arbeitstag Ende Dezember 2019) war 

sie dann halbtags in einem Personalrestaurant eines Unternehmens im 

Kanton C._______ beschäftigt (IVSTA-act. 28, 38). Dort verrichtete sie Rei-

nigungsarbeiten, war zuständig für die warme und kalte Küche sowie sel-

ten für die Kassenbedienung und -abrechnung. Die meisten Arbeiten ver-

richtete sie im Gehen oder Stehen, selten im Sitzen. Erforderlich war zu-

meist ein Heben oder Tragen leichter Lasten, selten von schweren oder 

mittelschweren. Die Anforderungen an die Konzentration sowie die Auf-

merksamkeit, das Durchhaltevermögen und die Auffassung waren mittel-

gradig; gross war demgegenüber die Anforderung an das sorgfältige Arbei-

ten. Nach den Schilderungen der Beschwerdeführerin musste sie als Kü-

chengehilfin hauptsächlich abwaschen (händisch und maschinell), Speisen 

der kalten Küche zubereiten, Lieferungen einordnen und die Lüftungsan-

lage der Küche reinigen (IVSTA-act. 36 [S. 3]).  

Zusammenfassend ist somit davon auszugehen, dass die Beschwerdefüh-

rerin bisher zu einem 50%-Pensum als Hilfsarbeiterin tätig war, wobei sie 

leichte bis mittelschwere Tätigkeiten verrichtete, und dass sie sich danebst 

im Haushalt betätigte. Zudem ist überwiegend wahrscheinlich, dass die Be-

schwerdeführerin bei guter Gesundheit in diesem Rahmen tätig geblieben 

wäre. 

7.3 In medizinischer Hinsicht liegen folgende Unterlagen im Recht, wobei 

diese nachfolgend in chronologischer Reihenfolge und auszugsweise auf-

geführt werden: 

7.3.1 Aufgrund einer Mitralinsuffizienz Grad III bei Prolaps und kleinem par-

tiellem Ausriss des hinteren Mitralsegels (vorwiegend im Segment P2; ICD-

10 I34.0) erfolgte am 11. Juli 2013 eine operative Sanierung der Mitral-

C-1424/2021 

Seite 14 

klappe (vgl. Arztbrief des Klinikums D._______ vom 22. Juli 2013 in BVGer-

act. 1 [Beilage 1] und Ärztlicher Befundbericht vom 2. August 2013 in 

BVGer-act. 1 [Beilage 2]). Im Arztbrief ist vermerkt, Begleiterkrankungen 

seien nicht bekannt. Die Beschwerdeführerin befinde sich in einem stabilen 

Allgemeinzustand. Zeichen einer kardialen Dekompensation lägen nicht 

vor. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde nicht attestiert. 

Gemäss Bericht des Krankenanstaltenverbunds E._______ vom 2. August 

2013 erlitt die Beschwerdeführerin am 24. Juli 2013 einen Kollaps, der ei-

nen 10-tägigen Krankenhausaufenthalt nach sich zog (BVGer-act. 1 [Bei-

lage 2; der Bericht ist in den Akten nur teilweise enthalten]). 

7.3.2 Im ärztlichen Gesamtgutachten zu Handen der österreichischen Pen-

sionsversicherungsanstalt vom 13. Dezember 2016 stellte Dr. F._______, 

Facharzt für Innere Medizin, der Beschwerdeführerin folgende Diagnosen 

(IVSTA-act. 21 [S. 6]): 

Hauptdiagnose 

- Zustand nach Makroadenomoperation der Hirnanhangdrüse (04/2015), ohne 

neurologisches Defizit (ICD-10 D35.2)  

Nebendiagnosen 

- Depressiver Verstimmungszustand, mässiger Krankheitswert (ICD-10 F32.1) 

- Zustand nach Mitralklappenrekonstruktion bei Zustand nach Mitralklappen-

prolaps (07/2013), derzeit geringe Mitralklappeninsuffizienz (ICD-10 I34.0) 

- Chronisch degeneratives Wirbelsäulensyndrom, ohne Wurzelirritation, ohne 

wesentliche Funktionseinschränkung (ICD-10 M47.9) 

Weitere Diagnosen 

- Kombinierte Blutfetterhöhung 

- leichte Harninkontinenz bei Zustand nach Blasenhebungs-Operation 2006, 

Einlagen werden verwendet 

- Zustand nach Entfernung einer Eierstockzyste links  

- Zustand nach Magenschleimhautentzündung 07/2016. 

Der Gutachter führte insbesondere aus, betreffend Makroadenomopera-

tion zeige sich ein unauffälliger Befund (S. 6 [vgl. dazu auch Ambulanter 

Befundbericht und ‘Befund Hormone’, je vom 21. Januar 2016, in IVSTA-

act. 22 und 23, wonach ein unauffälliger Befund bzw. ein sehr zufrieden-

stellendes und erfreuliches Ergebnis vorliege]). Zusätzlich bestehe bei der 

Beschwerdeführerin ein depressiver Verstimmungszustand mit Ein- und 

Durchschlafstörungen. Im Gespräch sei die Beschwerdeführerin aufheiter-

bar; jedoch sei die familiäre Situation mit dem Ehegatten belastend. Kardio-

C-1424/2021 

Seite 15 

respiratorisch sei die Beschwerdeführerin kompensiert (vgl. dazu auch die 

weitgehend unauffälligen Echokardiographien vom 12. Dezember 2016 in 

IVSTA-act. 24 und vom 19. November 2015 in BVGer-act. 1 [Beilage 3)]. 

Die Beschwerden der Wirbelsäule seien gering ausgeprägt (vgl. dazu auch 

MRI vom 15. September 2016 in IVSTA-act. 25). Zusammenfassend seien 

der Beschwerdeführerin leichte bis mittelschwere Erwerbsarbeiten zumut-

bar (S. 7), und zwar im Wesentlichen ohne Einschränkungen (vgl. S. 8 ff.). 

7.3.3 Im Gutachten von Dr. G._______, Facharzt für Innere Medizin, Gast-

roenterologie und Hepatologie, vom 20. Februar 2017 zu Handen des Lan-

desgerichts (…) heisst es, die Beschwerdeführerin führe als Hauptgrund 

ihres Begehrens den Zustand nach Mitralklappenraffung an, wobei diesbe-

züglich ein gutes Operationsergebnis vorliege und eine Herzinsuffizienz 

derzeit nicht bestehe (IVSTA-act. 19 [S. 4]). Betreffend die beklagte Harn-

inkontinenz würden eine Abklärung und ein Eingriff abgelehnt, wiewohl 

letzterer erfolgversprechend und zumutbar sei. Es bestünden folgende Di-

agnosen: 

- Zustand nach Mitralklappenraffung mit gutem Ergebnis 

- mitgeteilte intermittierende Harninkontinenz ohne sichtbare lnkontinenzzei-

chen bei der Begutachtung. 

Der Beschwerdeführerin seien fachspezifisch nurmehr leichte Arbeiten zu 

ebener Erde zumutbar. Einfache Steighilfen wären noch möglich. Ein nor-

males Arbeitstempo sei ganztägig möglich, ebenso noch ein forciertes Ar-

beiten. Akkord- und Fliessbandarbeiten würden allerdings ausscheiden.  

7.3.4 Dr. H._______, Facharzt für Unfallchirurgie, stellte der Beschwerde-

führerin im Gutachten vom 27. Februar 2017 zu Handen des Landesge-

richts (…) folgende Diagnosen (IVSTA-act. 18 [S. 7]): 

- chronisches Halswirbelsäulensyndrom bei altersentsprechenden degenerati-

ven Veränderungen. MR-gesicherte Bandscheibenvorwölbung C3 bis C7; kli-

nisch kein Hinweis auf Nervenwurzelkompression oder -irritation 

- chronisches Lendenwirbelsäulensyndrom bei altersentsprechenden degene-

rativen Veränderungen. Bandscheibenschädigung L5 / S1; klinisch kein Hin-

weis auf Nervenwurzelkompression oder -irritation 

- diskretes Schulterengpass-Syndrom rechts mit schmerzhaftem Bogen über 

der Horizontalen 

- mittelgradiger Knorpelaufbrauch an beiden Kniescheiben ohne Funktionsein-

schränkung 

C-1424/2021 

Seite 16 

- Senk- Spreizfussbildung beidseits. 

Der Facharzt gab unter anderem an, die Beschwerdeführerin sei in gutem 

Allgemein- und Ernährungszustand (S. 6). Dieser seien leichte und bis zu 

einem Drittel eines Arbeitstages mittelschwere Arbeiten im Gehen, Stehen 

und Sitzen unter Einhaltung der gesetzlich vorgesehenen Arbeitszeiten 

und Ruhepausen zumutbar (S. 8). Ausgenommen seien wirbelsäulenbe-

lastende Arbeiten in dynamischer und/oder statischer, vorgebeugter Kör-

perhaltung, die bei gerechter Verteilung auf die Hälfte eines Arbeitstages, 

sowie Tätigkeiten in gebückter Körperhaltung, die bei gerechter Verteilung 

auf einen Drittel eines Arbeitstages beschränkt werden müssten. Schwere 

Arbeiten (wie Heben und Tragen schwerer Lasten sowie Arbeiten an expo-

nierten Arbeitsplätzen) würden ausscheiden. Überkopfarbeiten sowie Ar-

beiten in knieender und hockender Körperhaltung seien auf die Hälfte ei-

nes Arbeitstages zu reduzieren. 

7.3.5 Im neurologisch-psychiatrischen Sachverständigengutachten zu 

Handen des Landesgerichts (…) vom 4. April 2017 stellte Dr. I._______ 

fest, in neurologischer Hinsicht finde sich ein regelrechter Befund (IVSTA-

act. 17 [S. 8]). In psychiatrischer Hinsicht bestehe eine leichtgradige De-

pression mit Nervosität, bei Verdacht auf Somatisierung. Es bestünden fol-

gende Diagnosen:  

- diffuses Schmerzsyndrom der Wirbelsäule bei degenerativen Wirbelsäulen-

veränderungen (ICD-10 M47.8) 

- leichtgradige Depression mit Nervosität (ICD-10 F32.0), bei Verdacht auf So-

matisierung 

- anamnestisch Angstattacken (ICD-10 F41.0). 

Die Beschwerdeführerin könne sämtliche leichten bis mittelschweren Tä-

tigkeiten ausüben (S. 9). Nicht zumutbar seien (einzig) Nachtarbeit in 

Wechselschichten, Arbeiten mit forciertem Arbeitstempo (ausgenommen 

die üblichen Belastungsspitzen), Arbeiten mit vermehrter zeitlicher 

und/oder psychischer Belastung wie Akkord- und Fliessbandarbeiten sowie 

Arbeiten in höhenexponierten Lagen.  

7.3.6 Am 19. April 2017 stellte Dr. G._______ unter Bezugnahme auf die 

vorgenannten Berichte (E. 7.3.3-7.3.5) und einen nachgereichten HNO-

fachärztlichen Bericht vom 20. März 2017 zu Handen des Landesgerichts 

(…) zusammenfassend fest, der Beschwerdeführerin seien nurmehr 

leichte Arbeiten zu ebener Erde zumutbar (IVSTA-act. 20 [S. 2; zu den 

C-1424/2021 

Seite 17 

Einschränkungen im Detail vgl. S. 2 f.]). Eine wesentliche Änderung sei in 

absehbarer Zeit nicht zu erwarten (S. 4). Die Situation sei derzeit stabil. 

7.3.7 Der Hausarzt Dr. J._______ bescheinigte der Beschwerdeführerin 

am 3. Juni 2020 eine Arbeitsunfähigkeit, wobei die Patientin auf den 5. Juni 

2020 wiederbestellt sei (IVSTA-act. 16; auch in BVGer-act. 1 [Beilage 12]). 

7.3.8 Der behandelnde Psychiater Dr. K._______, Facharzt für Neurologie 

und Psychiatrie, führte am 1. Juli 2020 insbesondere aus, die Beschwer-

deführerin sei bewusstseinsklar, zeitlich, persönlich, örtlich und situativ ori-

entiert, in der Stimmungslage gedrückt, klagsam, somatisierend, mit redu-

zierter Affizierbarkeit sowie im Antrieb herabgesetzt (IVSTA-act. 15; auch 

in BVGer-act. 1 [Beilage 4]). Mnestik sowie Kognition seien weitgehend 

ungestört. Es lägen weder eine formale oder inhaltliche Denkstörung noch 

eine produktive oder suizidale Symptomatik vor. Seine Beurteilung laute 

wie folgt: 

- Karpaltunnelsyndrom (CTS) I beidseits (bds.), re>li mit beginnender (incip.) 

axonaler Läsion 

- Zustand nach (Z. n.) OP eines Hypophysenadenoms 

- Z. n. peripherer Facialparese re 

- Migräne ohne Aura 

- Depression mit Somatisierung 

- Cervikalgie, Dorsalgie (Befunde werden nicht vorgelegt). 

Infolge der deutlichen Somatisierung der Beschwerdeführerin mit antriebs-

gehemmter depressiver Verstimmung empfehle sich eine stationäre Auf-

nahme an der L._______ Klinik in (…). Sodann werde eine Medikation mit 

Duloxetin und Saroten empfohlen, ausserdem eine Schiene zur Behand-

lung des Karpaltunnelsyndroms. Am 13. August 2020 gab Dr. K._______ 

an, die Beschwerdeführerin berichte über eine Besserung seit der Ein-

nahme von Duloxetin (BVGer-act. 1 [Beilage 5]). Gelegentlich habe diese 

das Gefühl, Stimmen zu hören. Es werde eine Aufdosierung von Duloxetin, 

die Zugabe von Aripiprazol und eine Gesprächstherapie empfohlen. 

7.3.9 Dr. M._______, Facharzt für Innere Medizin, bestätigte am 5. August 

2020, nach Durchführung einer Echokardiographie, ein praktisch uneinge-

schränktes Fähigkeitsprofil, ausgenommen für schwere Arbeiten (IVSTA-

act. 14). 

C-1424/2021 

Seite 18 

7.3.10 Die Allgemeinmedizinerin Dr. N._______ stellte der Beschwerdefüh-

rerin im Formularbericht gemäss EU-VO Nr. 987/2009 am 13. August 2020 

folgende Diagnosen (IVSTA-act. 5 [S. 3]): 

- rezidivierende depressive Störung mit somatischem Syndrom, derzeit Krank-

heitswert 

- Z. n. Operation eines Makroadenoms der Hirnanhangdrüse 04/2015, kein neu-

rologisches Defizit 

- chronisches Hals- und Lendenwirbelsäulensyndrom, keine Wurzelreizzei-

chen, endgradige Funktionseinschränkung 

- Z. n. Mitralklappenrekonstruktionsoperation bei Z. n. Mitralklappenprolaps 

07/2013 

- Migräne ohne Aura 

- Z. n. peripherer Fazialisparese rechts 2019, folgenlos ausgeheilt 

- nachrichtlich Karpaltunnelsyndrom bds. ohne derzeitiges neurologisches De-

fizit 

- leichte Harninkontinenz bei Z. n. Blasenhebungsoperation 2006, Einlagen 

werden verwendet 

- belastungsabhängige Schulterschmerzen beidseits, ohne wesentliche Funkti-

onseinschränkung 

- belastungsabhängige Knieschmerzen beidseits bei Knorpelaufbrauch der 

Kniescheiben, ohne wesentliche Funktionseinschränkung. 

Die Ärztin berichtete, durch umfangreiche psychosoziale Belastungsfakto-

ren sei es bei der Beschwerdeführerin seit 2016 zu einer Verschlechterung 

des psychischen Zustandsbildes gekommen (IVSTA-act. 5 [S. 10]). 2017 

habe diese einen Suizidversuch durch Erhängen unternommen; von Sui-

zidgedanken sei sie derzeit aber glaubhaft distanziert. Die Beschwerdefüh-

rerin ziehe sich seither sozial völlig zurück, sei antriebslos, leide unter 

Schlafstörungen und Zukunftsängsten. Vom behandelnden Nervenfach-

arzt sei ein stationärer Klinikaufenthalt beantragt worden. Psychotherapie 

werde derzeit nicht durchgeführt. Bezüglich einer Operation an der Hypo-

physe wegen Makroadenom 2015 könnten keine neurologischen Ausfälle 

objektiviert werden. Betreffend das Karpaltunnelsyndrom sei die Be-

schwerdeführerin versorgt; ein neurologisches Defizit sei nicht fassbar. 

Ebensowenig sei bei einer 2019 durchgemachten peripheren Fazialis-

parese ein Defizit zu objektivieren. Kardio-respiratorisch sei die Beschwer-

deführerin kompensiert; es bestehe diesbezüglich eine gute Funktionalität. 

Die bestehenden Beschwerden und Funktionseinschränkungen von Seiten 

der Wirbelsäule, beider Schultergelenke und beider Kniegelenke seien ge-

ring ausgeprägt und auf degenerative Veränderungen zurückzuführen. 

C-1424/2021 

Seite 19 

Neurologische Ausfallserscheinungen seien keine feststellbar. Zudem be-

stehe eine leichte Harninkontinenz, vor allem beim schweren Heben, trotz 

Blasenhebungsoperation 2006. Es würden Einlagen verwendet. Zusam-

menfassend seien der Beschwerdeführerin auf dem allgemeinen Arbeits-

markt – befristet auf 12 Monate – keine Erwerbsarbeiten, auch keine an-

gepassten, zumutbar (vgl. auch S. 11). Weitere Therapiemassnahmen 

seien abzuwarten. Die Leistungsfähigkeit sei seit dem 13. August 2020 ver-

mindert, wobei ab dem 13. August 2021 mit einer Verbesserung gerechnet 

werden könne (S. 13). 

7.3.11 Am 21. September 2020 bzw. 24. September 2020 bestätigte das 

Lehrkrankenhaus E._______ einen 6-tägigen stationären Aufenthalt der 

Beschwerdeführerin im September 2020 wegen unklarer abdomineller Be-

schwerden (BVGer-act. 1 [Beilage 6]). Dabei wurde eine Erosion im Bulbus 

duodeni, eine Erosion im Antrum und Corpus fibrin belegt sowie eine axiale 

Hiatushernie festgestellt. Die Beschwerdeführerin wurde u.a. mit Antibio-

tika behandelt. Die Entlassung erfolgte in gebessertem Zustandsbild, bei-

nahe beschwerdefrei. 

7.3.12 Dem Entlassungsbericht vom 24. Februar 2021 des L._______ Kli-

nikums (…) ist zu entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin Anfang 

2021 für knapp 1.5 Monate in stationärer Behandlung befand (BVGer-act. 

1 [Beilage 10]). Dabei ergaben sich folgende Diagnosen: 

- rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-

10 F33.1) 

- chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-

10 F45.41) 

und folgender Diagnose-Zusatz:  

- Z. n. Mitralklappen-Operation wegen der Mitralklappeninsuffizienz Grad III 

(2013) 

- Hiatushernie 

- Cervikalgie, Dorsalgie 

- Z. n. Varizen-Operation beidseits 

- Z. n. Operation eines Hypophysenadenoms 

- Status nach (St. n.) tiefer Venenthrombose (TVT) 2009. 

Insgesamt habe die Beschwerdeführerin gut von dem multimodalen Be-

handlungsprogramm profitieren können (S. 2). Es habe kein Anhalt für 

Selbst- oder Fremdgefährdung erhoben werden können. Ferner fehle ein 

Hinweis auf psychotisches Erleben. Zur weiteren Stabilisierung würden 

C-1424/2021 

Seite 20 

eine begleitende ambulante Psychotherapie und fachärztliche Kontrollter-

mine sowie eine Wiederaufnahme in der Klinik im Rahmen einer lntervall-

therapie empfohlen. Zum Zeitpunkt der Entlassung werde die Beschwer-

deführerin als vorerst arbeitsunfähig erachtet (vgl. sodann die weitgehend 

unauffälligen Ambulanzberichte und radiologischen Befunde, je vom 

18. Januar 2021 [ebenfalls in BVGer-act. 1 {Beilage 10}]). 

7.3.13 In den Akten finden sich sodann diverse unauffällige Nachsorgebe-

funde betreffend das Hypophysenadenom, datierend vom 10. November 

2020, 11. November 2020 und 12. Januar 2021 (BVGer-act. 1 [Beilagen 7, 

8, 9]). Darin wird ausserdem festgehalten, ein Handlungsbedarf in neuro-

chirurgischer Hinsicht bestehe nicht (BVGer-act. 1 [Beilage 7]). Die Be-

schwerdeführerin sei, abgesehen von einem Tinnitus, ohne neurologische 

Auffälligkeiten. Allerdings sollten die (beklagten) optischen und akusti-

schen Halluzinationen psychiatrisch abgeklärt und gegebenenfalls behan-

delt werden.  

7.3.14 Der Allgemeinmediziner Dr. O._______ stellte am 16. März 2021 

eine Sakroiliasakralgelenksblockierung links, einen hypomobilen cerviko-

dorsalen Übergang (li>re), ein funktionelles lmpingement der Schulter, ein 

chronisches Schmerzbild sowie eine somatoforme Störung fest (BVGer-

act. 1 [Beilage 11]). 

7.4 Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, sie sei seit Juni 

2020 ununterbrochen arbeitsunfähig, und es liege eine dauernde Berufs-

unfähigkeit vor, wie sich aus dem Bericht des L._______ Klinikums (…) 

vom 24. Februar 2021, dem ärztlichen Befundbericht des Allgemeinmedi-

ziners Dr. O._______ vom 16. März 2021 und der Arbeitsunfähigkeitsmel-

dung ihres Hausarztes Dr. J._______ vom 3. Juni 2020 ergebe (BVGer-

act. 1). 

7.5 Demgegenüber stützte sich die Vorinstanz bei ihrer Beurteilung zur 

Hauptsache auf die Berichte des internen medizinischen Dienstes vom 

3. und 21. Dezember 2020 (IVSTA-act. 41, 43). In diesen gingen die Ärzte, 

nach Vornahme einer Indikatorenprüfung, von folgenden Diagnosen aus, 

wobei diese, gemäss Einschätzung der Psychiaterin sowie sinngemässer 

Angabe des Allgemeinmediziners betreffend die von ihm zu beurteilenden 

C-1424/2021 

Seite 21 

somatischen Beschwerden, ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien 

(IVSTA-act. 41 [S. 1], 43 [S. 2]): 

- Somatisierungsstörung (ICD-10 F45; Differentialdiagnose: anhaltende soma-

toforme Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren [ICD-10 

F45.41]) 

- Depression, leicht (ICD-10 F32.0) 

- chronische Cervico-Lumbalgie bei degenerativen Veränderungen 

- Migräne ohne Aura 

- beginnende Gonarthrosen bds. 

- Status nach Exstirpation eines Hypophysenadenoms 04/2015 ohne neurolo-

gische Residuen  

- Status nach Mitralklappenrestruktion bei Mitralklappenprolaps 07/2013 mit 

normaler Herzleistung. 

Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe weder in der bisherigen Tätigkeit noch für 

Arbeiten im Haushalt (IVSTA-act. 43 [S. 2, 4]). Somatisch liessen sich keine 

funktionellen Einschränkungen feststellen (bzw. habe sich der Zustand seit 

2017, als eine umfangreiche Begutachtung keine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit ergeben habe, nicht verändert [IVSTA-act. 43 {S. 2} und 41 

{S. 2}]). Psychisch bestehe ein Verstimmungszustand mit resignativen Ele-

menten bei einer psychosozialen Belastungssituation, die nicht näher er-

läutert werde. Die Gesundheitsschädigung sei gering ausgeprägt. Die am-

bulanten therapeutischen Massnahmen seien nicht ausgeschöpft. Psycho-

soziale Belastungen bestünden mit der Arbeitslosigkeit, mit finanziellen 

Einschränkungen, eventuell auch mit dem Ex-Mann (IVSTA-act. 43 

[S. 3 f.]). 

Im Rahmen der Vernehmlassung (BVGer-act. 8, samt Beilagen) bestätigte 

der Psychiater des internen medizinischen Dienstes am 27. Mai 2021 die 

Beurteilung vom 21. Dezember 2020. In psychiatrischer Hinsicht sei es zu 

keiner qualitativen Veränderung des Zustandsbildes und der Prognose ge-

genüber 2017 gekommen. Im Rahmen der stationären Rehabilitation sei 

im Februar 2021 sogar eine Besserung erzielt worden. Im Übrigen seien 

bei der Beschwerdeführerin Selbstlimitierungstendenzen festzustellen. 

Eine Psychotherapie sei nach wie vor nicht durchgeführt worden. Es sei 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem besserungsfähigen Zu-

standsbild auszugehen. Auch aus somatischer Sicht gelangte der interne 

ärztliche Dienst in seiner Stellungnahme vom 7. Juni 2021 zu keiner geän-

derten Beurteilung. Neu seien einzig ein beginnendes Karpaltunnelsyn-

drom beidseits und eine Gastritis/Duodenitis festgestellt worden. Beide 

C-1424/2021 

Seite 22 

Leiden seien leicht zu behandeln und hätten keinen Einfluss auf die Beur-

teilung der Arbeitsfähigkeit.  

8.  

Aus den Akten ergibt sich ohne Weiteres, dass die somatischen Beschwer-

den der Versicherten keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermögen und 

allesamt als leichtgradig einzustufen sind (vgl. insbesondere IVSTA-act. 5 

[S. 10]). Die Herzfunktionen der Beschwerdeführerin sind seit Jahren bzw. 

seit dem erfolgreich verlaufenen Eingriff vom Juli 2013 normal bzw. gering-

gradig eingeschränkt (vgl. BVGer-act. 1 [Beilage 3, 10]; IVSTA-act. 14, 19 

[S. 4], 21 [S. 6]). Das Hypophysenadenom wurde im Jahr 2015, ebenfalls 

mit gutem Ergebnis, behandelt (vgl. BVGer-act. 1 [Beilagen 7 - 9]; IVSTA-

act. 5 [S. 10], 21 [S. 6], 22, 23). Auffälligkeiten oder neurologische Resi-

duen sind keine vorhanden. Auch nach Angabe der Beschwerdeführerin 

verlief diese Operation positiv (IVSTA-act. 19 [S. 1]). Die Beschwerden an 

den Gelenken und der Wirbelsäule sind ebenfalls nur gering ausgeprägt – 

selbst gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin (vgl. IVSTA-act. 5 

[S. 3]) – und objektiv kaum feststellbar (IVSTA-act. 5 [S. 7 f.], 18, 21 [S. 6]). 

Den Angaben von Dr. O._______ vom 16. März 2021 (BVGer-act. 1 [Bei-

lage 11]), auf die sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde pau-

schal und unsubstantiiert beruft, lassen sich jedenfalls keine Hinweise auf 

eine in diesem Zusammenhang zu begründende Arbeitsunfähigkeit ent-

nehmen. Insbesondere sind die von Dr. O._______ beschriebenen Leiden 

grundsätzlich bereits im Gutachten von Dr. H._______ (vgl. IVSTA-act. 18 

[S. 7]; wie auch im Arztbericht von Dr. N._______ in IVSTA-act. 5) enthal-

ten, in welchem der Experte schlüssig keine massgebliche Arbeitsunfähig-

keit bescheinigte. Ferner wird in den Akten beschrieben, betreffend das 

Karpaltunnelsyndrom sei die Beschwerdeführerin gut versorgt; ein neuro-

logisches Defizit sei nicht fassbar (IVSTA-act. 5 [S. 10]; BVGer-act. 1 [Bei-

lage 4]). Ebensowenig sei bei einer 2019 durchgemachten peripheren 

Fazialisparese ein Defizit zu objektivieren (IVSTA-act. 5 [S. 10]). Hinsicht-

lich der Bauchbeschwerden wurde die Beschwerdeführerin nach einem 

kurzen stationären Aufenthalt im September 2020 beinahe beschwerdefrei 

und ohne relevante Weiterungen entlassen (BVGer-act. 1 [Beilage 6]). Die 

Harninkontinenz (bei Zustand nach Blasenhebungs-Operation 2006) mag 

für die Beschwerdeführerin zwar äusserst unangenehm sein; sie tritt aber 

nur in leichter Form auf, und die Beschwerdeführerin begegnet ihr erfolg-

reich mit der Verwendung von Einlagen (IVSTA-act. 5 [S. 10], 21 [S. 3]). 

Ausserdem wäre eine zusätzliche Behandlung durchaus erfolgsverspre-

chend und zumutbar (IVSTA-act. 19 [S. 4]). Eine Arbeitsunfähigkeit lässt 

sich aus der Harninkontinenz offensichtlich nicht ableiten. Insoweit sich die 

C-1424/2021 

Seite 23 

Beschwerdeführerin zum Beweis ihrer Arbeitsunfähigkeit seit Juni 2020 

(vgl. BVGer-act. 1 [S. 3]) auf das Zeugnis ihres Hausarztes beruft (BVGer-

act. 1 [Beilage 12]), bleibt festzustellen, dass dieser am 3. Juni 2020 ledig-

lich eine Arbeitsunfähigkeit für 3 Tage bestätigte (nämlich vom 3. Juni 2020 

bis zur Wiederbestellung am 5. Juni 2020). Für die Zeit danach liegen keine 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen des Hausarztes mehr vor. Vor Bun-

desverwaltungsgericht macht die Beschwerdeführerin denn vor allem auch 

psychische Probleme geltend (vgl. Beschwerde in BVGer-act. 1). Soweit 

sie allerdings behauptet (BVGer-act. 1 [S. 3]), gemäss Dr. O._______ be-

nötige sie nach wie vor eine Behandlung wegen psychischer Beschwer-

den, ist ihr entgegen zu halten, dass dies dem Arztbericht nicht zu entneh-

men ist. Vielmehr empfahl Dr. O._______ als Therapie bloss passive Mas-

snahmen wie Osteopathie und Mobilisierung im Beckenbereich sowie cer-

vikodorsalen Übergang (BVGer-act. 1 [Beilage 11]). Wie eingangs be-

schrieben, begründeten die somatischen Beschwerden bei der Beschwer-

deführerin noch nie eine massgebende, dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. 

Vielmehr waren und sind die bestehenden körperlichen Leiden lediglich als 

leichtgradig einzustufen und einer Behandlung zugänglich.  

9.  

9.1 Leidet eine Person – wie hier die Beschwerdeführerin – auch an psy-

chischen Erkrankungen, sind für die Beurteilung der diesbezüglichen Ar-

beitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die es unter Berück-

sichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 

Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits erlauben, das tat-

sächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (vgl. BGE 143 V 

409 E. 4.2 ff; 143 V 418 E. 6 ff.; 141 V 281 E. 3.6; Urteil des BVGer C-

3253/2019 vom 15. Dezember 2022 E. 3.6). Diese Indikatoren sind grund-

sätzlich bei sämtlichen psychischen Erkrankungen zu prüfen. Aus Gründen 

der Verhältnismässigkeit kann allerdings ausnahmsweise dort von einem 

strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder 

auch gar nicht geeignet ist (vgl. Urteil des BVGer C-3780/2020 vom 24. Ja-

nuar 2023 E. 3.4.4 m.H.). Entbehrlich bleibt es beispielsweise, wenn im 

Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in 

nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird (vgl. BGE 143 V 418 

E. 7.1). Namentlich in Fällen, bei denen von einer bloss leichtgradigen, 

nicht chronifizierten depressiven Störung (ohne Komorbiditäten) auszuge-

hen ist, bedarf es in aller Regel keiner Weiterungen in Form eines struktu-

rierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; 143 V 418 E. 7.1 f.; 

Urteil des BGer 9C_721/2018 vom 12. März 2019 E. 3.2). 

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/9c18/9c_721_2018.pdf

C-1424/2021 

Seite 24 

9.2 Ausgangspunkt der Prüfung und damit erste Voraussetzung bildet eine 

lege artis gestellte, psychiatrische Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.1; 

143 V 418 E. 6 und E. 8.1). Im Übrigen systematisierte das Bundesgericht 

die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnten Indikatoren wie folgt 

(BGE 141 V 281 E. 4.1.3): 1. Kategorie «funktioneller Schweregrad» (mit 

den Komplexen Gesundheitsschädigung [Ausprägung der diagnoserele-

vanten Befunde und Symptome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg 

oder -resistenz; Komorbiditäten], Persönlichkeit [Persönlichkeitsentwick-

lung und -struktur, grundlegende psychische Funktionen] und sozialer Kon-

text) und 2. Kategorie «Konsistenz»/«Gesichtspunkte des Verhaltens» (mit 

den Komplexen gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in al-

len vergleichbaren Lebensbereichen sowie behandlungs- und eingliede-

rungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck).  

9.3  

9.3.1 Der Beschwerdeführerin wird einerseits eine leichte Depression 

(ICD-10 F32.0) und andererseits eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45; 

Differentialdiagnose: anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit psychi-

schen und somatischen Faktoren ICD-10 F45.41) diagnostiziert (IVSTA-

act. 43 [S. 2]). Diese Diagnosen entsprechen grundsätzlich denjenigen des 

Gutachters Dr. I._______ (IVSTA-act. 17) und des behandelnden Psychia-

ters Dr. K._______ (IVSTA-act. 15) sowie betreffend die Differentialdiag-

nose dem Klinikum L._______ (BVGer-act. 1 [Beilage 10]). Sie lassen sich 

aufgrund der anamnestischen Angaben und der erhobenen Befunde ohne 

weiteres nachvollziehen. Insbesondere passen sie zum vom behandeln-

den Psychiater beschriebenen Beschwerdebild, wonach die Beschwerde-

führerin bewusstseinsklar sowie zeitlich, persönlich, örtlich und situativ ori-

entiert sei, in der Stimmungslage aber gedrückt, klagsam, somatisierend, 

mit reduzierter Affizierbarkeit und im Antrieb herabgesetzt sei, wobei Mnes-

tik sowie Kognition weitgehend ungestört seien und weder eine formale 

oder inhaltliche Denkstörung noch eine produktive oder suizidale Sympto-

matik vorliege (IVSTA-act. 15 und BVGer-act. 4). Ebenso decken sie sich 

mit dem vom Klinikum L._______ beschriebenen, mässig einschränken-

den Beschwerdebild (vgl. dazu BVGer-act. 1 [Beilage 10]). So war die Be-

schwerdeführerin zwar geplagt von Zukunfts- und Existenzängsten, grü-

belnd, in weinerlicher und gedrückter Stimmung und reduziert im Antrieb. 

Schon bei der Aufnahme in die Klinik war sie aber bewusstseinsklar, wach, 

voll orientiert, aufmerksam, schwingungsfähig, ohne Denk- oder Wahrneh-

mungsstörungen, Phobien oder Zwänge und ohne Selbst- und Fremdge-

fährdung. Der Zustand der Beschwerdeführerin wurde während des Klini-

kaufenthalts merkbar verbessert. Zu Recht wandte der Psychiater des 

C-1424/2021 

Seite 25 

internen medizinischen Dienstes ein (BVGer-act. 8), die vom Klinikum 

L._______ erstmals gestellte Diagnose einer rezidivierenden Depression 

(damals mittelgradige Episode; ICD-10 F33.1) sei formal zwar vertretbar, 

führe aber nicht zu einer qualitativen Veränderung des Zustandsbilds und 

der Prognose. Vielmehr sei weiterhin von einem besserungsfähigen Zu-

standsbild auszugehen. Die gestellten Diagnosen werden von der Be-

schwerdeführerin denn auch nicht bestritten. Ergänzend ist darauf hinzu-

weisen, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her 

nicht ermessensfrei erfolgen kann und deshalb dem medizinischen Sach-

verständigen praktisch immer ein gewisser Spielraum eröffnet, welcher 

verschiedene Interpretationen zulässt, die im Rahmen einer Exploration 

lege artis zu respektieren sind (vgl. Urteil des BGer 9C_634/2015 vom 

15. März 2016 E. 6.1). Eine psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose 

liegt demnach vor. 

Ergänzungshalber ist anzumerken, dass sich in den Akten für die angebli-

chen, seit Monaten bestehenden ‘optischen und akustischen Halluzinatio-

nen’ (vgl. dazu Universitätsklinik für Neurochirurgie (…) vom 10. November 

2020 in BVGer-act. 1 [Beilage 7, S. 2]) keine objektiven Anhaltspunkte fin-

den. Weder wurde in diesem Zusammenhang eine Diagnose gestellt, noch 

wurden die entsprechenden Beschwerden substantiiert. Diese erscheinen 

in ihrem Ausmass denn auch nicht relevant, zumal die Beschwerdeführerin 

sie in ihrer Beschwerde nicht erwähnte. Im Gegenteil: In den übrigen Akten 

wird ausdrücklich festgehalten, dass die Beschwerdeführerin nicht an Sin-

nestäuschungen, psychotischen Phänomenen, Wahnphänomenen oder 

Wahrnehmungsstörungen leide (BVGer-act. 1 [Beilage 10]; IVSTA-act. 5 

[S. 9], 17 [S. 7]). Im Bericht über den stationären Aufenthalt im Klinikum 

L._______, bei dem die Beschwerdeführerin über einen längeren Zeitraum 

hin begleitet wurde, werden entsprechende Halluzinationen bzw. Wahrneh-

mungsstörungen nicht genannt (BVGer-act. 1 [Beilage 10]). Auch der be-

handelnde Psychiater, Dr. K._______, schilderte im Juli 2020 keine sol-

chen Beschwerden, sondern beschrieb die Beschwerdeführerin als be-

wusstseinsklar und voll orientiert (IVSTA-act. 15). Ein allfälliges Leiden 

gälte ohnehin als behandelbar und damit als nicht invalidisierend (vgl. Pro-

cedere in BVGer-act. 1 [Beilage 5]). Eine relevante Diagnose bezüglich der 

Halluzinationen ist mithin nicht erstellt. 

In den Akten wird sodann ein Suizidversuch durch Erhängen im Jahr 2017 

erwähnt (vgl. IVSTA-act. 5 [S. 10]). Ein solcher Vorfall könnte auf eine 

schwere psychische Belastung der Beschwerdeführerin hindeuten. Dies-

bezüglich fehlen aber jegliche konkrete und echtzeitliche Angaben. Weder 

C-1424/2021 

Seite 26 

liegen Arztberichte noch Polizeirapporte noch konkrete Schilderungen oder 

entsprechende Diagnosen vor, noch wird dargelegt, dass der behauptete 

Suizidversuch zu einer Behandlung oder einem stationären Klinikaufent-

halt geführt hätte (vgl. auch IVSTA-act. 5 [S. 4], wo keine stationären Auf-

enthalte verzeichnet sind). Eine relevante, dauerhafte Arbeitsunfähigkeit 

infolge des (nicht näher erläuterten) Suizidversuchs scheint jedenfalls nicht 

eingetreten zu sein, findet damit doch weder in den Berichten des behan-

delnden Psychiaters Dr. K._______ (BVGer-act. 4 und 5) noch im Bericht 

des L._______ Klinikums in (…) (BVGer-act. 1 [Beilage 10]) eine Ausei-

nandersetzung statt. 

9.3.2 Die Kategorie «funktioneller Schweregrad» beurteilt sich nach den 

konkreten funktionellen Auswirkungen und insbesondere danach, wie stark 

die versicherte Person in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen 

Funktionen leidensbedingt beeinträchtigt ist (vgl. Urteil des BGer 

9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 6.3 m.H.).  

Im Komplex «Gesundheitsschädigung» ist als erster Indikator die «Ausprä-

gung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome» zu nennen. Hierzu 

führte die Psychiaterin des internen ärztlichen Dienstes aus (IVSTA-act. 43 

[S. 2]), somatisch liessen sich keine funktionellen Einschränkungen fest-

stellen. Psychisch bestehe ein Verstimmungszustand mit resignativen Ele-

menten bei einer psychosozialen Belastungssituation, die nicht näher er-

läutert werde. Die Gesundheitsschädigung sei gering ausgeprägt. Diese 

Einschätzung leuchtet ein. Die Beschwerdeführerin wird durchwegs als 

wach, kooperativ und orientiert beschrieben (BVGer-act. 1 [Beilage 7]; IV-

STA-act. 17 [S. 6]). Sie beklagt entsprechend eher geringfügige Beschwer-

den wie Ängstlichkeit, Antriebslosigkeit, Niedergedrücktheit, Mattigkeit, Ab-

geschlagenheit, Müdigkeit, eine allgemeine Leistungsminderung sowie 

Kopfschmerzen (BVGer-act. 1 [Beilagen 4, 7, 8, 10]; IVSTA-act. 5 [S. 9], 

21 [S. 3]). Im Januar 2021 berichtete die Beschwerdeführerin sodann über 

ein allgemeines Wohlbefinden und erklärte sich, abgesehen von einer 

Müdigkeit und einer intermittierenden Migräne, sogar als beschwerdefrei 

(BVGer-act. 1 [Beilage 9]). Das Klinikum L._______ entliess die Beschwer-

deführerin nach der stationären Behandlung Anfang 2021 in gebessertem 

Zustand, stabilisiert, offener im Kontakt und mit gesteigertem Antrieb 

(BVGer-act. 1 [Beilage 10]). Anzeichen für eine Selbst- oder Fremdgefähr-

dung sowie psychotisches Erleben fehlten (BVGer-act. 1 [Beilage 10]). 

Ebenso bestanden weder Phobien, noch Zwänge, Wahrnehmungsstörun-

gen oder Ich-Störungen. Gedächtnis-, Konzentrations- oder Auffassungs-

störungen wurden ebenfalls verneint (IVSTA-act. 5 [S. 9], 17 [S. 6]). Mithin 

C-1424/2021 

Seite 27 

ist von einer leichten Ausprägung der psychischen Beschwerden auszuge-

hen. Aufgrund dieser Tatsache erweist es sich als nachvollziehbar, dass 

die auf psychiatrischem Fachgebiet bestehenden Funktionseinschränkun-

gen allesamt ebenfalls als gering einzuschätzen sind.  

Der Komplex «Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz», 

also Verlauf und Ausgang von Therapien, stellt einen wichtigen Schwere-

gradindikator dar (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2). In diesem Zusammen-

hang hielt die Psychiaterin des internen medizinischen Dienstes der IVSTA 

fest, die Beschwerdeführerin habe im Juli 2020 erneut eine psychiatrische 

Therapie aufgenommen (IVSTA-act. 43 [S. 3]). Vorher habe sie die antide-

pressive, schlafanstossende Medikation abgesetzt gehabt. Eine psycho-

therapeutische Therapie werde nicht durchgeführt. Von einer Therapiere-

sistenz könne nicht gesprochen werden. In der Schweiz sei die Vorausset-

zung für eine stationäre Therapie nicht erfüllt. Ambulante therapeutische 

Massnahmen seien nicht ausgeschöpft. Der Beschwerdeführerin wurde in 

der Tat sowohl vom Klinikum L._______ als auch von Dr. K._______ eine 

Psycho- bzw. Gesprächstherapie empfohlen (BVGer-act. 1 [Beilagen 5 und 

10]). Diese besucht aber – unwidersprochen – nach wie vor keine solche 

Behandlung. Insgesamt scheinen die Therapieoptionen bei der Beschwer-

deführerin mithin nicht ausgeschöpft, womit sich aus dem Komplex «Be-

handlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz» betreffend Schwere-

grad der Störung nichts Entscheidendes ableiten lässt (vgl. BGE 141 V 281 

E. 4.3.1.2). Der (zumindest teilweise) Behandlungserfolg in der Klinik 

L._______ und der medikamentösen Behandlung durch Dr. K._______ 

(BVGer-act. 1 [Beilage 5]) bestätigt sodann die Einschätzung, wonach die 

Behandlungsoptionen bislang nicht konsequent umgesetzt worden sind 

und deshalb nicht von einer Behandlungsresistenz ausgegangen werden 

darf.  

Unter dem Aspekt der «Komorbiditäten» ist eine Gesamtbetrachtung der 

Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge der psychischen Störungen zu 

sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen erforderlich (BGE 

141 V 281 E. 4.3.1.3). Gemäss dem internen medizinischen Dienst der IV-

STA sind Komorbiditäten für die Arbeitsfähigkeit, unter Hinweis auf das Vor-

gutachten von 2017 (gemeint sind wohl die IVSTA-act. 17 - 20), nicht rele-

vant (IVSTA-act. 43 [S. 3]). Dieser Einschätzung ist zuzustimmen. Die so-

matischen wie auch die psychischen Beschwerden sind vorliegend nur 

leicht ausgeprägt. Hinweise auf eine erhebliche ressourcenraubende so-

matische oder psychische Komorbidität fehlen. Erwähnt werden demge-

genüber umfangreiche psychosoziale Belastungsfaktoren (IVSTA-act. 5 

C-1424/2021 

Seite 28 

[S. 10], 21 [S. 6]; wie z.B. die Arbeitslosigkeit, die finanziellen Einschrän-

kungen, die Situation mit dem getrennt lebenden Ehemann), welche IV-

rechtlich aber grundsätzlich nicht massgebend sind. 

Mit Blick auf den Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsentwicklung 

und -struktur, grundlegende psychische Funktionen, persönliche Ressour-

cen) führte die Psychiaterin des internen medizinischen Dienstes aus, ge-

mäss psychiatrischem Gutachten von 2017 sei die Beschwerdeführerin 

diesbezüglich unauffällig. Es bestehe keine familiäre (gemeint ist wohl erb-

lich bedingte) Belastung mit psychischen Leiden (IVSTA-act. 43 [S. 3]). In 

der Tat ergeben sich weder aus den Gutachten noch aus den übrigen Akten 

Anhaltspunkte dafür, dass die Persönlichkeit der Beschwerdeführerin de-

ren funktionelles Leistungsvermögen beeinträchtigen würde. Deren Per-

sönlichkeitsstruktur und intellektuelle Grundstruktur werden vielmehr als im 

Normbereich befindlich beschrieben (IVSTA-act. 17 [S. 7]). 

Betreffend den Komplex «sozialer Kontext» ist den Akten zu entnehmen, 

dass die Beschwerdeführerin getrennt von ihrem Ehemann, aber mit ihrem 

Kind zusammenlebt (IVSTA-act. 36). Mag die Beschwerdeführerin nach ih-

ren Angaben auch zurückgezogen leben (vgl. BVGer-act. 1 [Beilage 10]; 

IVSTA-act. 5 [S. 10]), scheint sie zumindest nicht vereinsamt. So wurde sie 

beispielsweise von einem Nachbarn zum medizinischen Untersuch gefah-

ren (IVSTA-act. 5 [S. 3]). 

9.3.3 In die Kategorie «Konsistenz» fallen verhaltensbezogene Gesichts-

punkte (BGE 141 V 281 E. 4.4). Der Indikator einer «gleichmässigen Ein-

schränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensberei-

chen» zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und 

Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitge-

staltung) andererseits gleich ausgeprägt ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1). 

Nach der (wie nachfolgend in E. 10.2 zu zeigen sein wird mit den Akten 

übereinstimmenden) Angabe der Psychiaterin des internen Dienstes sind 

im Haushalt keine Einschränkungen ersichtlich (IVSTA-act. 43 [S. 3]; so 

auch in IVSTA-act. 17 [S. 3]). Ebensowenig lässt sich den Akten entneh-

men, dass die Beschwerdeführerin in ihren Freizeitaktivitäten einge-

schränkt wäre. Entsprechendes macht die Beschwerdeführerin denn auch 

nicht geltend. Die Beschreibung des gewöhnlichen Tagesablaufs vor und 

nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist demzufolge grund-

sätzlich gleich geblieben (IVSTA-act. 36 [S. 7 und 8]). Die Beschwerdefüh-

rerin beschränkte sich schon früher auf die Arbeit und den Haushalt (IV-

STA-act. 43 [S. 4]). Heute geht sie sogar mehr spazieren als zuvor (IVSTA-

C-1424/2021 

Seite 29 

act. 36 [S. 10]). Die Beschwerdeführerin kann sich sodann vollständig um 

sich selbst kümmern und erscheint in einem gepflegten Allgemeinzustand 

(IVSTA-act. 17 [S. 3 und 6]). Sie ist daher in den ‘sonstigen Lebensberei-

chen’ nicht eingeschränkt und scheint ihre Beeinträchtigung nur bezogen 

auf ihre Berufsausübung wahrzunehmen (vgl. dazu auch die Beschwerde-

schrift). 

Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen weist auf den tat-

sächlichen «Leidensdruck» hin (BGE 141 V 281 E. 4.4.2). Ein solcher ist 

gemäss Einschätzung der Psychiaterin des internen medizinischen Diens-

tes aufgrund der vorliegenden Unterlagen nicht vorhanden (IVSTA-act. 43 

[S. 3]). In diesem Zusammenhang ist namentlich zu erwähnen, dass die 

Beschwerdeführerin seit Längerem auf eine Psychotherapie verzichtet, 

obschon ihr eine solche durchaus zumutbar wäre (BGE 143 V 409 

E. 4.5.2). Dies spricht nicht für einen grossen Leidensdruck in psychiatri-

scher Hinsicht.  

Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich in den Akten Ausführungen fin-

den, die eine zuverlässige rechtliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im 

Lichte der massgebenden Indikatoren erlauben. Ergänzend bleibt insbe-

sondere anzumerken, dass die Einschätzungen des internen medizini-

schen Dienstes der IVSTA in Kenntnis sämtlicher Akten und in Auseinan-

dersetzung mit den Vorakten ergingen, begründet sind, auf einem festste-

henden medizinischen Sachverhalt beruhen und mit Blick auf die seit Jah-

ren bestehenden, geringen Befunde einleuchten. Demnach ist insgesamt 

von einem höchstens leichten funktionellen Schweregrad der gesundheit-

lichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin auszugehen, was sich 

letztlich auch in deren Angaben widerspiegelt (vgl. dazu auch E. 9.3.1 und 

9.3.2 hiervor). Diese vermögen keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen. 

9.3.4 Es bleibt anzumerken, dass der Einschätzung von Dr. N._______, 

welche der Beschwerdeführerin aus psychischen Gründen ab dem 13. Au-

gust 2020 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (wenn auch nur bezogen auf 

ein Jahr) attestierte (vgl. IVSTA-act. 5 [S. 13 und S. 11, wonach die soma-

tischen Befunde nicht massgebend sind {kardio-respiratorisch kompen-

siert, geringe Probleme bezüglich der Wirbelsäule und Gelenke}]), entge-

genzuhalten ist, dass sie als Ärztin für Allgemeinmedizin betreffend die psy-

chiatrische Einschätzung nicht die notwendigen Fachkenntnisse besitzt. 

Ihre Angabe, die Beschwerdeführerin könne keine Arbeiten mehr verrich-

ten, erscheint mit Blick auf die erhobenen, leichten Befunde nicht nachvoll-

ziehbar. Insbesondere die Anmerkung auf S. 10, wonach die 

C-1424/2021 

Seite 30 

Beschwerdeführerin seit dem behaupteten Suizidversuch 2017 (zu dem 

sich, wie bereits in E. 9.3.1 erwähnt, in den Akten keinerlei konkrete Anga-

ben finden) völlig antriebslos sei, ist nicht glaubhaft, hat die Beschwerde-

führerin doch kurz darauf eine Stelle in der Schweiz gefunden, ist umgezo-

gen und hat hier mehrere Monate gearbeitet. Im Bericht von Dr. N._______ 

fand die Arbeitstätigkeit in der Schweiz denn auch keine Erwähnung (vgl. 

IVSTA-act. 5 [S. 2]). Soweit die Ärztin ihre Einschätzung der Arbeitsfähig-

keit auf den Arztbericht von Dr. K._______ abstützte, ist anzumerken, dass 

sich aus diesem (IVSTA-act. 15) keine Arbeitsunfähigkeit ableiten lässt. 

Ohnehin bleibt anzumerken, dass Dr. N._______ der Beschwerdeführerin 

erstens keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit bescheinigte und dass zwei-

tens das Wartejahr im Verfügungszeitpunkt nicht erfüllt gewesen wäre, 

selbst wenn man der Beurteilung von Dr. N._______ folgen würde.   

Ebensowenig leuchtet die Einschätzung von Dr. G._______ ein, wonach 

die Beschwerdeführerin wegen des Zustands nach Mitralklappenraffung 

(nota bene mit gutem Ergebnis) und der Harninkontinenz (nota bene ohne 

sichtbare Inkontinenzzeichen) nurmehr leichte Arbeiten (wenn auch voll-

zeitig) zumutbar sein sollen (vgl. IVSTA-act. 19 [S. 4]). Da die Harninkonti-

nenz behandelbar ist sowie dieser mit der Verwendung von Einlagen be-

gegnet werden kann und die Herzbeschwerden gemäss sämtlichen vorlie-

genden Akten kaum mehr vorhanden sind (vgl. z.B. IVSTA-act. 5, 14, 19), 

erscheint vielmehr die differenziertere Beurteilung im Gutachten von Dr. 

H._______, wonach die Beschwerdeführerin teilweise auch mittelschwere 

Tätigkeiten ausüben kann (IVSTA-act. 18 [S. 8]), schlüssiger. Sinngemäss 

vertritt der interne medizinische Dienst ebenfalls diese Auffassung, geht er 

doch davon aus, dass der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit, wel-

che auch mittelschwere Elemente enthielt, vollumfänglich zumutbar ist (IV-

STA-act. 43 [S. 2]). 

9.3.5 Weitere Abklärungen drängen sich aufgrund der Aktenlage nicht auf 

und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht verlangt (vgl. dazu Ur-

teil des BGer 8C_414/2022 vom 24. Januar 2023 E. 4.1; Urteil des BVGer 

C-4216/2020 vom 27. Mai 2023 E. 5.4 in fine). Der medizinische Sachver-

halt gilt als rechtsgenüglich im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG abgeklärt. 

9.4  

9.4.1 Da, abgesehen von den ausgewiesenen Klinikaufenthalten (10 Tage 

im Sommer 2013, 6 Tage im September 2020, knapp 1.5 Monate im Jahr 

2021 [BVGer-act. 1 {Beilagen 2, 6, 10}]), bei der Beschwerdeführerin nie 

eine massgebende Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, sei 

C-1424/2021 

Seite 31 

es im Erwerbs- oder Haushaltbereich, bestand bzw. mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als erstellt gilt, ist das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 

Bst. b IVG nicht erfüllt. Ein Rentenanspruch konnte daher bislang nicht ent-

stehen. 

9.4.2 Nach dem Dargelegten ist mithin die Schlussfolgerung der Vorinstanz 

zu bestätigen, wonach eine massgebende Arbeitsunfähigkeit während des 

Wartejahres bzw. ein invalidisierender Gesundheitsschaden nicht mit über-

wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist und insbesondere der 

psychischen Problematik der Beschwerdeführerin aus rechtlicher Sicht 

keine invalidisierende Wirkung zuerkannt werden kann (vgl. ausserdem zur 

Beweislast E. 4.5 hiervor). 

Selbst wenn man – wie die Beschwerdeführerin (BVGer-act. 1 [S. 3]) – da-

von ausginge, diese sei seit Juni 2020 arbeitsunfähig, wäre das Wartejahr 

im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (März 2021) noch nicht abge-

laufen gewesen.  

9.5 Es bleibt festzustellen, dass das vorliegende Ergebnis der Erfahrungs-

tatsache entspricht, wonach leicht- bis mittelgradige Depressionen in der 

Regel weder hinreichend schwer noch therapieresistent sind, um eine In-

validität begründen zu können (vgl. dazu BGE 148 V 49; MEYER/REICH-

MUTH, a.a.O., Art. 4 Rz. 84). 

Die verschiedenen invaliditätsfremden Faktoren schliesslich (z.B. belas-

tende Situation mit dem Ehemann, Arbeitslosigkeit, finanzielle Sorgen [IV-

act. 5 {S. 10} und 21 {S. 6}]) mögen die Beschwerdeführerin zwar in ihrer 

Lebensführung beeinträchtigen, sie dürfen invalidenversicherungsrechtlich 

aber nicht berücksichtigt werden (vgl. Urteil des BVGer C-198/2019 vom 

13. Dezember 2021 E. 6.4.2 m.H.). Insbesondere stellen Befunde aufgrund 

von psychosozialen und soziokulturellen Umständen keinen invalidisieren-

den psychischen Gesundheitsschaden dar; erforderlich ist vielmehr eine 

verselbständigte psychische Störung (BGE 127 V 294 E. 5a). 

10.  

10.1 Die nachfolgenden Erwägungen zeigen sodann, dass die Beschwer-

deführerin selbst dann keinen Anspruch auf eine IV-Rente hätte, wenn man 

annehmen könnte, das Wartejahr sei abgelaufen: 

10.2 Im Aufgabenbereich (zur Statusfrage vgl. E. 7.2 hiervor) ist die Be-

schwerdeführerin, selbst nach ihren eigenen Angaben, nicht eingeschränkt 

(IVSTA-act. 17 [S. 3]). Sie verrichtet sämtliche Haushaltsarbeiten selber, 

C-1424/2021 

Seite 32 

wobei das (mittlerweile erwachsene) Kind, das mit ihr zusammenlebt, teil-

weise mithilft (IVSTA-act. 36). Ihre Tätigkeiten im Aufgabenbereich bzw. 

Haushalt vor und nach der gesundheitlichen Einschränkung sind genau 

gleich geblieben (IVSTA-act. 36 [S. 9 f.]). Dabei sind der Beschwerdefüh-

rerin, unter Hinweis auf die Schadenminderungspflicht, Vorkehrungen im 

Haushalt, welche ihre Einschränkungen möglichst reduzieren, oder die In-

anspruchnahme der Mithilfe Familienangehöriger durchaus zumutbar (vgl. 

Urteil des BGer 9C_25/2008 vom 30. Juni 2008 E. 4.2; Urteil des BVGer 

C-5861/2020 vom 2. Juni 2022 E. 7.1).  

Vor diesem Hintergrund erübrigt sich die ansonsten für die Ermittlung des 

Invaliditätsgrades im Aufgabenbereich notwendige Abklärung (i.d.R. an Ort 

und Stelle; vgl. dazu Urteil des BGer 9C_25/2008 vom 30. Juni 2008 E. 4.2; 

Urteil des BVGer C-5861/2020 vom 2. Juni 2022 E. 7.1). 

10.3  

10.3.1 Im Erwerbsbereich ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in 

Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs, 

das heisst mittels eines Vergleichs von Validen- und Invalideneinkommen, 

zu bestimmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.4.2 m.H.). 

10.3.2 Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grund-

lage zu ermitteln (BGE 129 V 222 E. 4.1). Dabei sind für den Einkommens-

vergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des frühestmöglichen Beginns des 

Rentenanspruchs massgebend, wobei allfällige rentenwirksame Änderun-

gen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichti-

gen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1; Urteil des BVGer C-2044/2018 vom 

14. Oktober 2019 E. 7.2). Vorliegend konnte ein allfälliger Rentenanspruch, 

mit Blick auf die im Juli 2020 erfolgte IV-Anmeldung, frühestens im Jahr 

2021 entstehen (vgl. dazu Art. 29 Abs. 1 IVG). 

10.3.3 Für die Ermittlung des beim Einkommensvergleich nach Art. 16 

ATSG zu berücksichtigenden Validenverdienstes ist entscheidend, was die 

versicherte Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient 

hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teue-

rung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst an-

geknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätig-

keit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (Urteil des BGer 

8C_461/2021 vom 3. März 2022 E. 4.2.1). Ausnahmen müssen mit über-

wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 144 I 103 E. 5.3; 139 V 28 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_443%2F2018+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-V-28%3Ade&number_of_ranks=0#page28

C-1424/2021 

Seite 33 

E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, das 

Valideneinkommen nicht anhand des zuletzt erzielten Einkommens festzu-

setzen, zumal dieses dem durchschnittlichen Gehalt einer Hilfsarbeiterin 

entspricht bzw. dieses sogar leicht übersteigt, wie sich aus den nachfol-

genden Erwägungen ergibt. 

Die Beschwerdeführerin verdiente im Jahr 2019, als Mitarbeiterin eines 

Personalrestaurants, bei einem 50%-Pensum und einer Wochenarbeitszeit 

von 40 Stunden (IVSTA-act. 28) monatlich rund Fr. 2'350.- brutto 

(Fr. 28'215.- : 12 [IVSTA-act. 28 {S. 8 ff.}]). Aufgerechnet auf ein 100%-

Pensum (vgl. dazu Art. 27bis Abs. 2 IVV) und unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung bis 2021 (vgl. dazu Homepage des Bundesamtes 

für Statistik < http//:www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Arbeit und Er-

werb > Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeitskosten > Schweizerischer 

Lohnindex > Schweizerischer Lohnindex: Index und Veränderung auf der 

Basis 2015 = 100, Total Frauen/nominal; abgerufen am 13. September 

2023) ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 4'771.- im Monat 

(Fr. 2'350.- x 2 x 1.009 x 1.006). 

10.3.4 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2; 135 V 297 E. 5.2). Ist kein in 

diesem Sinne tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament-

lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 

aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne ge-

mäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohn-

strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2; 

135 V 297 E. 5.2; 126 V 75 E. 3b; 129 V 472 E. 4.2.1; Urteil des BGer 

9C_508/2016 vom 21. November 2016 E. 5.1). Dabei sind grundsätzlich 

die aktuellsten statistischen Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 

m.H.). Mit letzteren sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

nicht die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten Tabellenwerte, sondern die im 

Verfügungszeitpunkt bezogen auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns aktu-

ellsten veröffentlichten Daten gemeint (Urteil des BGer 8C_132/2020 vom 

18. Juni 2020 E. 4.1 und 4.2.1). Konkret wird für die Invaliditätsbemessung 

praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A; Ta-

belle TA1_tirage_skill_level; Zeile "Total Privater Sektor") abgestellt (BGE 

129 V 472 E. 4.2.1 m.H.; Urteile des BGer 8C_104/2022 vom 5. August 

2022 E. 3.1; 8C_66/2020 vom 14. April 2020 E. 4.2.2; 8C_124/2021 vom 

2. August 2021 E. 4.4.1; 8C_58/2021 vom 30. Juni 2021 E. 4.1.1), wobei 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_7%2F2014&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-297%3Ade&number_of_ranks=0#page297

C-1424/2021 

Seite 34 

jeweils vom sogenannten Zentralwert bzw. Median auszugehen ist und in 

der Regel der Totalwert angewendet wird (BGE 148 V 174 E. 6.2; 126 V 75 

E. 3b/bb; Urteile des BGer 9C_237/2007 vom 24. August 2007 E. 5.1 [nicht 

publ. in BGE 133 V 545]; 8C_58/2021 vom 30. Juni 2021 E. 4.1.1; 

9C_206/2021 vom 10. Juni 2021 E. 4.4.2). 

Betreffend Ermittlung des Invalideneinkommens ist vorab zu bemerken, 

dass die Beschwerdeführerin seit geraumer Zeit keiner Erwerbstätigkeit 

mehr nachgeht. Unter diesen Umständen ist zur Bemessung des Invali-

deneinkommens auf die schweizerischen Durchschnittslöhne gemäss LSE 

abzustellen (vgl. dazu BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; MEYER/ 

REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 94). Zu wählen ist das tiefste Kompetenz-

niveau (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art), da die 

Beschwerdeführerin keine Berufsausbildung genoss und stets Hilfsarbei-

ten verrichtete. Nach der LSE 2020 ist von einem monatlichen Einkommen 

von Fr. 4'276.- bzw. per 2021 von Fr. 4'302.- (Fr. 4'276.- x 1.006) auszuge-

hen, womit sich, ginge man zugunsten der Beschwerdeführerin von einem 

zumutbaren 50%igen Arbeitspensum und einem maximalen Leidensabzug 

von 25% aus (wiewohl sich dies aufgrund der Aktenlage kaum rechtfertigen 

liesse; zum Leidensabzug vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2; 

126 V 75 E. 5b; Urteil des BGer 9C_266/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.1), 

ein monatliches Invalideneinkommen von Fr. 1'613.- (Fr. 4'302.- x 0.5 x 

0.75) ergäbe. 

10.3.5 Stellt man das Invalideneinkommen von Fr. 1'613.- dem Validenein-

kommen von Fr. 4'771.- gegenüber, ergibt sich im Erwerbsbereich eine Ein-

schränkung von 66%. Mithin resultiert, da im Aufgabenbereich keine Ein-

schränkung besteht, insgesamt ein IV-Grad von 33%. Auch bei dieser Be-

trachtungsweise hätte die Vorinstanz das Rentengesuch der Beschwerde-

führerin folglich zu Recht abgewiesen. 

Zusammenfassend ist die Beschwerde vom 25. März 2021 daher abzuwei-

sen. 

11.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

11.1 Die Verfahrenskosten sind bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von IV-Leistungen nach dem Verfahrensaufwand und un-

abhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 1'000.- 

C-1424/2021 

Seite 35 

festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG). Für das vorliegende Ver-

fahren sind diese auf Fr. 800.- festzusetzen und der Beschwerdeführerin 

als unterlegene Partei aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 

ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.- ist zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten zu verwenden. 

11.2 Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist keine Parteientschädi-

gung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Die obsiegende Vor-

instanz hat als Bundesbehörde ebenfalls keinen Anspruch auf eine Partei-

entschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

  

C-1424/2021 

Seite 36 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Sozialversicherungen. 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regina Derrer Helena Falk 

 

 

  

C-1424/2021 

Seite 37 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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