# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af59f63d-eb22-563a-bf9e-647dc4a8b5b7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.01.2023 720 22 149 / 13 (720 2022 149 / 13)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-22-149---13_2023-01-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. Januar 2023 (720 22 149 / 13) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Revision einer IV-Rente: Medizinischer Sachverhalt hinreichend geklärt, Verschlechte-

rung des Gesundheitszustands gegeben 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Beatrix 
Scheuplein 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. iur. Michael Meier, 
Rechtsanwalt, Bahnhofstrasse 15, Postfach 171, 5600 Lenzburg 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1962 geborene A.____ arbeitet seit dem 1. April 2015 in einem 50 % Arbeitspen-
sum bei der B.____ AG in X.____ als Magaziner. Am 16. Januar 2014 meldete er sich unter 
Hinweis auf rheumatologische Beschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklärung der medizinischen und erwerblichen Ver-
hältnisse ermittelte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) einen Invaliditätsgrad von 41 % 

 

 
 
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und sprach ihm am 22. Januar 2018 rückwirkend ab dem 1. Dezember 2014 eine Viertelsrente 
zu. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
 
Am 26. August 2020 ersuchte A.____ die IV-Stelle unter Hinweis, dass sich sein Gesundheits-
zustand verschlechtert habe, um Erhöhung der IV-Rente. Gestützt auf die in der Folge vorge-
nommenen gesundheitlichen Abklärungen gelangte die IV-Stelle zur Auffassung, dass sich sein 
Gesundheitszustand nicht verschlechtert habe und lehnte mit Verfügung vom 6. April 2022 eine 
Erhöhung der IV-Rente ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Michael Meier, am 
24. Mai 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuhe-
ben und es sei ihm eine halbe IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter seien durch das Kantons-
gericht weitere Abklärungen vorzunehmen; alles unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 5. August 2022 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die Beschwerde des Versicherten vom 
24. Mai 2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfü-
gung erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 
entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der Fassung gültig ab dem 1. Ja-
nuar 2022 Anwendung. Laufende Renten von versicherten Personen, welche am 
1. Januar 2022 das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, bleiben gemäss den Übergangsbestim-
mungen (lit. c) bei einer Revision des Rentenanspruchs hingegen im bisherigen Rentensystem 
(Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Ja-
nuar 2022, Rz. 9200; Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line-
aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 2006). Dies ist vorliegend 
der Fall, war der Versicherte am 1. Januar 2022 über 55 Jahre alt. Demnach bleiben die Best-

 

 
 
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immungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewese-
nen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet. 
 
2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die IV-Stelle in der 
angefochtenen Verfügung vom 6. April 2022 zu Recht revisionsweise eine Erhöhung der lau-
fenden Viertelsrente des Versicherten abgelehnt hat. Massgebend für diese Beurteilung ist der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. April 2022 entwi-
ckelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicher- 
ungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-

 

 
 
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mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszu-
standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich 
die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 
 
4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf ei-
ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von 
revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfol-
gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv 
nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens 
zurückzuführen (BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 
9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruches mit rechtskonformer Sachver-
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleiches (bei An-
haltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) 
beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-
Stelle dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Januar 2018 rückwirkend ab dem 1. De-
zember 2014 eine Viertelsrente zu. Das vorliegende Verfahren beruht auf dem am 26. Au-
gust 2020 eingereichten Revisionsgesuch des Versicherten. Die Frage lautet, ob eine Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Erhöhung der bis 
anhin ausgerichteten Viertelsrente rechtfertigt. Dies beurteilt sich durch Vergleich des Sachver-
haltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen (auf einer vollständigen materiellen Anspruchs-
prüfung beruhenden) Rentenverfügung vom 22. Januar 2018 bestanden hat, mit demjenigen im 
Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 6. April 2022. 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 

 

 
 
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5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin o-
der des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
vom 6. März 2019, 9C_609/2018, E. 3.2.2). Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Fachpersonen wiederum kommt rechtsprechungsgemäss nicht derselbe Beweiswert zu wie 
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar 
wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu 
stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh-
men (BGE 145 V 97 E. 8.1). 
 
5.4 Der Beweiswert von Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) nach Art. 49 
Abs. 2 IVV ist mit jenen externer medizinischen Sachverständigengutachten vergleichbar, so-
fern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 
E. 5.1) genügen und der Arzt bzw. die Ärztin über die notwendigen fachlichen Qualifikationen 
verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist hinsichtlich des Beweiswertes zu differenzieren: 
Stützt sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische 
Unterlagen, zu denen die RAD-Berichte gehören, sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit 

 

 
 
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und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
(BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und 4.7; zum Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts 
vom 30. November 2015, 9C_627/2015, E. 2 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.5 Bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhalts in Revisionsfällen 
im Sinne des Art. 17 ATSG ist überdies Folgendes zu beachten: Da die Feststellung einer revi-
sionsbegründenden Veränderung durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des 
aktuellen Zustandes erfolgt, bildet Gegenstand des Beweises das Vorhandensein einer ent-
scheidungserheblichen Differenz in den – den medizinischen Gutachten zu entnehmenden – 
Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich 
wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) 
des Sachverhaltes – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren 
und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der 
Rentenberechtigung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), man-
gelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer 
früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern 
eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben 
Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert ha-
ben (Urteile des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2 und vom 
26. März 2015, 9C_710/2014, E. 2). 
 
6. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä-
rung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruches erforderlichen Tatsachen hin-
reichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2018, 9C_273/2017, E. 3.1). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersu-
chungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zu-
mindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann 
(Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
7.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falles liegen verschiedene medizinische Unterlagen 
vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden werden diejenigen Gutachten 
und Berichte wiedergegeben, welche sich als zentral erweisen. 
 
7.2 Bei der ursprünglichen Rentenzusprache im Jahr 2018 stützte sich die IV-Stelle primär 
auf das rheumatologische Gutachten von Dr. med. C.____, FMH Rheumatologie und Innere 
Medizin, vom 12. September 2017. Dr. C.____ erhob als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit einen Morbus Bechterew und ermittelte eine volle Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit im 
angestammten Beruf als Polier. Für die Arbeitsfähigkeit in der aktuellen Tätigkeit als Magaziner 
attestierte er eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit und in einer leidensangepassten Verweistätigkeit 
setzte er die Arbeitsfähigkeit bei 80 % fest. Er führte aus, dass das Achsenorgan eine ausge-
prägte Hyperkyphose der Brustwirbelsäule mit Kopfpropulsion, welche vollständig fixiert sei, 

 

 
 
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zeige. Der Explorand könne zwar die Halswirbelsäule bewegen, die Brust- und die Lendenwir-
belsäule seien aber vollständig abgenutzt. Entsprechend dieser Form zeige er klinisch ein 
Fussballabdomen mit einer Nabelhernie. Die Beweglichkeit des Thorax sei noch minimal. Der 
periphere Gelenkstatus zeige keine Arthrosynovitiden, weshalb die Hände und Ellbogen unauf-
fällig seien. Die Schultern seien in der Flexion durch die starke Hyperkyphose der Brustwirbel-
säule etwas eingeschränkt. Die Hüften seien frei. Im Bereich der Knie zeige sich ein leichtes 
Extensionsdefizit, wobei dies durch die leicht vornübergebeugte Haltung zustande komme. Die 
Kraft, die Sensibilität und das Reflexbild an Armen und Beinen sei normal. Massive Verspan-
nungen würden im Bereich der Wirbelsäule vorliegen. Der Explorand verwerte seine Restar-
beitsfähigkeit in guter Art und Weise. Es sei anzustreben die jetzige Arbeit zu behalten, obwohl 
nicht alle Elemente ideal seien. Zudem äusserte sich Dr. C.____ auch zum Reithobby des Ver-
sicherten. Er wies daraufhin, dass der Explorand mit dem Reiten gezwungen sei, sich zu bewe-
gen und seine Muskeln zu gebrauchen. Es dürfe nicht vergessen, dass das Reiten vielerorts 
auch therapeutisch eingesetzt werde. 
 
7.3 Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, erhob in seinem psychiatri-
schen Gutachten vom 10. Juni 2021 keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. 
 
7.4 In seinem im Rahmen des Revisionsverfahrens eingeholten rheumatologischen Gut-
achten vom 11. Juni 2021 bestätigte Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, 
das Vorhandensein einer fortgeschrittenen HLA-B27 positiven Spondylarthropathie (Morbus 
Bechterew), welche bereits seit Jahren zu einer vollständigen Ankylosierung der Lenden- und 
der Brustwirbelsäule geführt habe. Bereits in den Röntgenbildern vom 12. Juli 2013 hätten sich 
Syndesmophyten im Bereich der Lenden- und der Brustwirbelsäule gefunden. Es handle sich 
um eine schleichende progrediente Erkrankung, die in der Adoleszenz ausgebrochen sei und 
progressiv zu einer Ankylosierung des axialen Skelettes im Bereich der Sakroiliakalgelenke, der 
Lenden- und der Brustwirbelsäule geführt habe. Es lägen eine entzündliche Komponente vor 
und zusätzlich systemische Entzündungssymptomatiken wie Fatigue, nächtliche Schmerzen 
und Morgensteifigkeit. Durch die Möglichkeit der Indikatoren einer Anti-TNF Alphamedikation 
sei initial mit Golimumab gestartet worden und nach ihrer erwiesenen Wirkungslosigkeit auf das 
Arzneimittel Humira (Adalimumab) umgestellt worden. Diese Behandlung sei von Februar 2014 
bis Februar 2020 fortgesetzt worden. Der Explorand habe über eine Verminderung seiner Leis-
tungsfähigkeit und die Persistenz von Schmerzen im Rücken geklagt, wodurch er auf vermehrte 
Pausen angewiesen sei. Er habe ebenfalls belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der 
Hände sowie im Bereich der Kniegelenke beim Gehen beklagt. Der Explorand sei morgens 
beim Ein- und Aussteigen aus seinem Auto deutlich verlangsamt. Diese Morgensteifigkeit be-
trage eine Stunde. Bei der vorliegenden rheumatologischen Untersuchung imponiere die voll-
ständige Blockierung der lumbalen und der thorakalen Segmente der Lendenwirbelsäule, wel-
che bereits seit Jahren bestehe. Diesbezüglich habe sich der klinische Zustand der seit Jahren 
fortgeschrittenen Spondylarthropathie im Bereich der Wirbelsäule kaum verändert. Bereits am 
30. Juli 2013 habe Dr. med. F.____, FMH Rheumatologie, den Körperstatus als ein Achsenske-
lett mit abgeflachter Lendenlordose, als leicht betonte Brustwirbelsäule-Kyphose mit stark ein-
geschränkter globaler Beweglichkeit der Lenden- und der Brustwirbelsäule bezeichnet. 
Dr. C.____ habe am 12. September 2017 aufgezeigt, dass das thorakale Mass nach Ott (gros-

 

 
 
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ser Schober) 30/30 cm, Bewegungseinschränkung für Flexion/Extension/Seitneigung allseits 
3/3 betrage und damit die Beweglichkeit bei Hyperkyphose respektive entzündlicher Wirbelsäu-
lenerkrankung vollständig aufgehoben sei. Auch bei den klinischen Angaben von 
Dr. med. G.____, FMH Rheumatologie, vom 5. Januar 2020 habe sich eine Einschränkung der 
Beweglichkeit der Wirbelsäule gezeigt. Dementsprechend habe der BASMI (Bath Ankylosing 
Spondylitis Metrology Index), erhoben im Dezember 2019 durch Dr. G.____, einen Wert von 5.2 
ergeben, was einer erheblichen Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäule entspreche. 
Der aktuelle BASMI vom 25. Mai 2021 betrage 5.4. Er habe sich seit Dezember 2019 aufgrund 
der seit Jahren bestehenden Knöcherungen der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule kaum 
verändert. Dies bedeute, dass die strukturellen Veränderungen bestehen geblieben und die 
daraus resultierenden Einschränkungen der Beweglichkeit der betroffenen Körpersegmente 
irreversibel seien. Ein MRT der ganzen Wirbelsäule vom 11. Juni 2021 zeige eine morpholo-
gisch in etwa unveränderte post-entzündliche erosive Veränderung des Iliosakralgelenkes 
rechtsbetont. Es finde sich ein Status nach Spondylitis anterior der Lenden- und der Brustwir-
belsäule, mit etwas progredienter Verfettung der Abschlussplatten, aktuell ohne Nachweis ein-
deutiger entzündlicher Reaktionen. Die aktuellen Werte des BASDAI (Bath Ankylosing Spondy-
litis Disease Activity Index) vom 25. Mai 2021 mit 6.16 und des BASFI (Bath Ankylosing Spon-
dylitis Functional Index) vom 25. Mai 2021 mit 6.1 würden der vom Exploranden wahrgenom-
menen Verschlechterung seiner Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit im Alltagsleben entspre-
chen. Die klinische Untersuchung der peripheren Gelenke ergebe aktuell keine Zeichen einer 
entzündlichen Aktivierung der Grunderkrankung (keine Synovitiden oder Tenosynvitiden). Es 
fänden sich im Bereich der Hände klinische Zeichen einer leichtgradig beginnenden Polyarthro-
se aufgrund des Vorhandenseins von degenerativen Heberden-Knoten und Bouchard-Knoten, 
wobei die Beweglichkeit der Hände normal erhalten bleiben würde. Normal seien ebenfalls die 
Beweglichkeit der Hüft- und der Kniegelenke, hierbei seien klinisch auch Zeichen einer bekann-
ten, aber nicht progredienten retropatellaren Arthrose festzustellen. Bei der klinischen Untersu-
chung der Sprunggelenke lasse sich neu eine vollständige Einschränkung der Inversion und 
Eversion des linken Sprunggelenkes nach einem akuten Schub im Juni 2018 erkennen, wobei 
am ehesten eine postentzündliche degenerative Veränderung im Vordergrund stehen würde. 
Diese Einschränkung der Beweglichkeit in Inversion und Eversion des linken Sprunggelenkes 
zeige sich im Moment asymptomatisch. Die Füsse, die Schulter- und die Ellbogengelenke wür-
den sich als nicht entzündlich erweisen. Sämtliche Veränderungen sowie das Vorliegen der 
chronisch verlaufenden entzündlichen Erkrankung des rheumatologischen Formenkreises wür-
den zur zunehmenden Verminderung der Leistungsfähigkeit des Exploranden beitragen, welche 
sich im Laufe der Zeit mit einem entzündlichen Schub im Juni 2018 entwickelt habe. Eine Um-
stellung auf Infliximab sei im Mai 2020 erfolgt, woraufhin sich die entzündlichen Beschwerden 
verbessert hätten, allerdings bleibe die gesamte Belastbarkeit des Exploranden limitiert, da sie 
als multifaktoriell, wie oben beschrieben, zu betrachten sei. Diese Einschränkungen seien aus 
rein rheumatologischer Sicht vollumfänglich erklärbar. Durch diese Veränderung habe sich vor 
allem die Arbeitsfähigkeit in der angepassten Tätigkeit verändert. Seit Juni 2018 bestehe eine 
Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer adaptierten Tätigkeit. Die aktuelle Tätigkeit werde durch den 
Exploranden als ideal und zufriedenstellend beschrieben, wobei zu bemerken sei, dass er bei 
dieser Tätigkeit an seine Grenzen komme. Es resultiere ab Juni 2018 eine 50 %-ige Arbeitsfä-
higkeit in der angepassten sowie in der angestammten Tätigkeit. 

 

 
 
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7.5 Am 6. Dezember 2021 beantwortete Dr. E.____ die ihm durch den RAD-Arzt 
Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
gestellten ergänzenden Fragen zu seinem Gutachten vom 11. Juni 2021. Dr. E.____ bekräftig-
te, dass eine Verschlechterung seit der Erstbeurteilung vorliege. Beim Exploranden sei der 
Morbus Bechterew bereits seit jüngeren Jahren stark progredient gewesen und habe schon 
lange zu einer vollständigen Ankylosierung der Lenden- und Brustwirbelsäule geführt. Daher 
hätten sich die diffusen Verknöcherungen kaum mehr verändern können. Diese würden einen 
negativen Einfluss auf die gesamte Rumpfstatik haben, da ständig Probleme mit der Gleichge-
wichtserhaltung entstehen könnten. Die fehlende Statik der Wirbelsäule belaste besonders die 
Beinmuskulatur und die Kniegelenke, die im Stehen funktionell über Jahre nicht vollständig ge-
streckt gehalten werden könnten, um das Gleichgewicht des ganzen Körpers bei forcierter ge-
bückter Haltung behalten zu können. Diese ungünstige Körperhaltung führe zu einer verminder-
ten Leistungsfähigkeit besonders für Tätigkeiten im Gehen und Stehen. Durch sämtliche pro-
gressive Veränderungen seien das Stehen und Gehen zunehmend anstrengend. Das ständige 
Sitzen sei seit langem nicht günstig. Weiter könnten physiologische Alterungsprozesse rasch 
die bisher knapp gelungenen kompensatorischen Prozesse in der Erhaltung der Leistungsfä-
higkeit auf ein bestimmtes Niveau progressiv einschränken. Eine Verschlechterung des klini-
schen Zustandes habe sich zum ersten Mal im Juni 2018 mit einem neuen entzündlichen Schub 
manifestiert. Anschliessend habe der Explorand im März 2019 psychisch aufgrund der Zunah-
me seiner somatischen Beschwerden dekompensiert. Durch eine Behandlungsumstellung seien 
die entzündlichen Beschwerden verbessert worden, aber dennoch leide er unter einer stark 
verminderten Belastbarkeit. Seit anfangs 2019 spüre er eine Verminderung seiner Leistungsfä-
higkeit und werde in zunehmendem Ausmass innerhalb von 2 bis 3 Stunden intensiver Arbeit 
müde. Er arbeite morgens von 06:30 Uhr bis 11:00 Uhr, anschliessend fahre er nach Hause, 
müsse sich über 1 bis 2 Stunden hinlegen und könne erst gegen 15:00 Uhr seine Haushaltsar-
beiten erledigen. Der BASMI erhoben im Dezember 2019 durch Dr. G.____ habe einen Wert 
von 5.2 gezeigt, was einer erheblichen Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäule ent-
spreche. Der BASMI vom 25. Mai 2021 betrage 5.4. Er habe sich kaum verändert seit Dezem-
ber 2019, da seit Jahren Verknöcherungen der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule bestehen 
würden. Die aktuellen Werte des BASDAI vom 25. Mai 2021 mit 6.16 und des BASFI vom 
25. Mai 2021 mit 6.1 würden der vom Exploranden wahrgenommenen Verschlechterung seiner 
Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit im Alltagsleben entsprechen. Mit einem 50 % Pensum kä-
me der Explorand rasch an seine körperlichen Grenzen in seiner bisherigen Tätigkeit. Anhand 
der ungünstigen Evolution sei auch eine leichtere Tätigkeit nicht besser auf seine Gesundheit 
abgestimmt, da er die Arbeit im Stehen, im Gehen oder im Sitzen zu leisten habe. Aufgrund der 
genannten limitierenden Faktoren könne er so eine Arbeitsfähigkeit von 50 % erbringen.  
 
7.6 In seinem RAD-Bericht vom 20. Dezember 2021 hielt Dr. H.____ fest, dass eine 50 %-
ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht nachvollziehbar sei. 
Dem geschilderten Tagesablauf im Gutachten von Dr. E.____ lasse sich summarisch eine voll-
schichtige Tätigkeit zuordnen. Zudem würden sich bei genauer Analyse des objektiven rheuma-
tologischen Befundstatus, der subjektiven Beschwerdepräsentation und des täglichen Funkti-
onsprofils des Versicherten keine massgeblichen Veränderungen im Vergleich zum rheumato-

 

 
 
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logischen Vorgutachten von Dr. C.____ feststellen lassen. Im Gutachten von Dr. E.____ lasse 
sich ein verbessertes Funktionsniveau erkennen, denn im Gutachten von Dr. C.____ sei von 
zweimaligem Reiten in der Woche gesprochen worden und nun im Gutachten von Dr. E.____ 
gehe er dreimal pro Woche reiten. Zudem sei die Beschwerdeschilderung ebenfalls gleichblei-
bend und vor allem die objektiven rheumatologischen Befunde würden sich in der Verlaufsbe-
gutachtung relativ unverändert mit fehlenden akuten oder auch chronischen Entzündungszei-
chen im Bereich des Bewegungsapparates erweisen. Insofern handle es sich bei der abwei-
chenden Quantifizierung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit mit 50 % um eine inhalt-
lich und formell anderslautende Beurteilung eines medizinisch jedoch substantiell unveränder-
ten Gesundheitszustandes. Die somatisch und psychiatrisch festgestellten Diagnosen im Gut-
achten von Dr. E.____ und Dr. D.____ seien hinsichtlich der Symptomatologie, des Krankheits-
verlaufes und ihren Auswirkungen auf den Alltag anhand der fachärztlich erhobenen Befunde 
festgestellt und nachvollziehbar bewertet worden. Die gutachterlich festgestellte Arbeitsfähigkeit 
erscheine aber nach Prüfung der Standartindikatoren rheumatologisch mit 50 % nicht vollum-
fänglich nachvollziehbar und lasse sich auch auf Rückfrage hin letztlich nicht plausibilisieren. 
Der Versicherte sei offensichtlich körperlich nicht nur in der Lage, ein 50 %-iges Arbeitspensum 
in einer weitgehend bereits angepassten Tätigkeit zu erledigen, sondern zudem den Haushalt 
zu erledigen, einzukaufen und dreimal wöchentlich reiten zu gehen. Das Reiten stelle eine er-
hebliche Belastbarkeit des Bewegungsapparates und des Muskelkorsetts dar. Neben dem Rei-
ten an sich komme noch die übliche Pflege wie Füttern, Ausmisten etc. hinzu. Diesen Umstand 
würde Dr. E.____ auch auf Nachfrage hin nicht aufgreifen, obwohl es sich beim Reiten um eine 
körperlich anspruchsvolle Tätigkeit handle. Es sei daher weiterhin mindestens von einer 80 %-
igen Restarbeitsfähigkeit auszugehen.  
 
7.7 Dr. H.____ führte am 12. März 2022 ergänzend aus, dass bei der Beurteilung der zu-
mutbaren Arbeitsfähigkeit die ganzheitliche, funktionell-ergonomisch ausgerichtete Funktionali-
tät des Versicherten entscheidend sei. Gesundheitlich sei eine gewisse Verschlechterung nach-
vollziehbar, aber die von Dr. E.____ taxierte Restarbeitsfähigkeit von 50 % sei nach entspre-
chender Therapie nicht plausibel. Der Versicherte habe bereits im Vorgutachten im Vordergrund 
stehende Schmerzen in den Knie- und Handgelenken beklagt. Fussschmerzen seien ausdrück-
lich verneint worden und nach längerem Laufen von mehr als einer halben Stunde seien Knie- 
und Hüftschmerzen, aber keine Schmerzen der Sprunggelenke angegeben worden. Stimmig 
dazu sei auch der ausführliche Befund der Sprunggelenke, welcher keine Gelenkergüsse oder 
sonstige Entzündungszeichen aufweise. Der Tagesablauf wie auch die Schlafarchitektur wür-
den keine Hinweise auf eine relevante Tagesmüdigkeit beruflich oder privat ergeben. Im Gut-
achten von Dr. E.____ werde ausgeführt, dass er dreimal wöchentlich reiten gehe und wenn 
sich seine Frequenz diesbezüglich im Vergleich zum Vorgutachten nicht erhöht haben sollte, 
dann wäre sie immer noch auf einem vergleichbaren Niveau. Somit sei auch unter Einbezug der 
sonstigen Ressourcen, wie sie detailliert und damit aussagefähig erhoben worden seien, letzt-
lich keine funktionell massgebliche Verschlechterung nachvollziehbar. Das Reiten, welches eine 
wesentliche und nachvollziehbare Belastung darstelle, habe einen beurteilungsrelevanten Be-
standteil im Tagesablauf des Versicherten. Der therapeutische Nutzen des Reitens werde nicht 
bestritten. Mit dem Reithobby belege er ein Funktionsniveau, das keine massgebliche Ver-
schlechterung der Arbeitsfähigkeit von 30 % begründe. Die Ressourcen, welche er für das Rei-

 

 
 
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ten unmissverständlich aufbringe, seien auch in einer körperlich besser angepassten Tätigkeit 
vorstellbar. Die von Dr. E.____ taxierte 30 %-ige Verschlechterung lasse sich bei differenzierter 
Betrachtung auch nach erfolgter Rückfrage nicht plausibilisieren. 
 
8.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Ar-
beitsfähigkeit in der angefochtenen Verfügung vom 6. April 2022 vollumfänglich auf die Ein-
schätzungen des RAD-Arztes Dr. H.____. Sie ging demzufolge davon aus, dass es zwar zu 
einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen sei, diese aber aufgrund unver-
änderter funktioneller Einschränkungen zu keiner höheren Arbeitsunfähigkeit führe. Der Be-
schwerdeführer vertritt die Auffassung, dass gestützt auf das Gutachten vom 11. Juni 2021 von 
Dr. E.____ eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorliege, welche zu 
einer 50 %-igen Arbeitsfähigkeit führe. 
 
8.2 Wie hiervor in Erwägung 5.3 dargelegt, ist einem verwaltungsexternen Gutachten die 
Beweiskraft abzusprechen, wenn konkrete Indizien vorliegen, die Zweifel an der Vollständigkeit, 
Schlüssigkeit und Aktualität der Begutachtung wecken können. Das Gutachten von Dr. E.____ 
wurde im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt. In formeller und auch inhaltlicher Hinsicht 
entspricht das Gutachten den Anforderungen der Rechtsprechung. Es basiert auf persönlicher 
Untersuchung, berücksichtigt die Krankheitsgeschichte des Beschwerdeführers und die geklag-
ten Beschwerden, setzt sich mit den Berichten der behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen ausei-
nander und ist in den Herleitungen und Schlussfolgerungen nachvollziehbar und schlüssig. 
Dr. E.____ zieht zudem den Vergleich zum Vorgutachten von Dr. C.____ vom 12. Septem-
ber 2017 und legt schlüssig dar, wie sich das kontinuierliche Voranschreiten der Krankheit und 
des sich nachteilig auswirkenden Alterungsprozesses auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers auswirken. Dr. E.____ zeigt auf, dass die Krankheit nicht kontrolliert, aber mit entspre-
chender Medikation eine Stabilisierung erreicht werden kann. Zufolge eines Krankheitsschubes 
im Jahr 2018 mit Befall der Hand- und Sprunggelenke konnte dieser mit einer Umstellung der 
Therapie wieder reduziert werden. Die Verschlechterung ergibt sich aus der eigenen Untersu-
chung, dem MRI der gesamten Wirbelsäule und den höheren Werten des BASDAI und BASFI. 
Es bestehen belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der Hände und der Knie und eine 
vollständige Blockierung der lumbalen und thorakalen Segmente der Lendenwirbelsäule. 
Dr. E.____ zeigt ebenfalls nachvollziehbar auf, wie sich die ungünstige Körperhaltung auf die 
Leistungsfähigkeit besonders für Tätigkeiten im Gehen und Stehen auswirkt. Aus dem Gutach-
ten geht klar hervor, dass aufgrund der Progression der entzündlichen Grunderkrankung eine 
Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer adaptierten Tätigkeit besteht und im Vergleich zur früheren 
Beurteilung seit Juni 2018 eine Verschlechterung eingetreten ist. Es liegen somit keine Indizien 
vor, die den Beweiswert des Gutachtens vom 11. Juni 2021 samt Ergänzung vom 6. Dezember 
2021 in Zweifel ziehen. Damit bildet das rheumatologische Gutachten zusammen mit dem er-
gänzenden Bericht eine rechtsgenügliche Grundlage, um den Gesundheitszustand und die Ar-
beitsfähigkeit des Beschwerdeführers zuverlässig beurteilen zu können.  
 
8.3 Nach dem in Erwägung 5.4 Dargelegten ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass 
ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen stützt, die versiche-
rungsintern eingeholt wurden. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an die Be-

 

 
 
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weiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit genügen, um die RAD-Beurteilung umzustossen. Vorliegend vermag der 
RAD-Arzt Dr. H.____ keine konkreten Zweifel an dem versicherungsexternen Gutachten aufzu-
zeigen, wie sich aus den nachfolgenden Ausführungen ergibt. Dr. H.____ erkennt eine gewisse 
Gesundheitsverschlechterung, welche seines Erachtens aber gestützt auf die unveränderten 
funktionellen Einschränkungen zu keiner höheren Arbeitsunfähigkeit führt. Dies begründet er 
mit den verfügbaren funktionellen Ressourcen des Beschwerdeführers, welche anhand des 
geschilderten Tagesablaufes und der Schlafarchitektur zu beurteilen seien. Beim Tagesablauf 
des Beschwerdeführers stellt er vor allem auf das unveränderte 50 % Arbeitspensum, die Erle-
digung des Haushaltes und das Reithobby ab. Dr. H.____ geht bei der Beurteilung der Belast-
barkeit und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aber von einem unzutreffenden Sach-
verhalt aus. Es entspricht nicht den Tatsachen, dass der Beschwerdeführer dreimal wöchentlich 
ausreitet und sein Pferd umsorgt. Der Beschwerdeführer führt nachvollziehbar aus, dass er bis 
zu dreimal die Woche ausreitet, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es die körperli-
chen Beschwerden zulassen. Weiter wird das Pferd nicht vom Versicherten, sondern von einer 
Drittperson gepflegt und gefüttert. Es befindet sich in einem externen Offenstall, damit er es 
nicht zwingend zum Reiten aufsuchen muss, da es genügend Auslauf hat. Dr. E.____ geht in 
seinem Gutachten nicht explizit auf das Reithobby ein, der Tagesablauf und die Aktivitäten des 
Beschwerdeführers sind ihm jedoch ausreichend bekannt und seine Ausführungen erfolgen 
unter deren Berücksichtigung. Bereits Dr. C.____ hatte Kenntnis vom Reithobby und hielt fest, 
dass es zwar widersinnig erscheine, dass der Beschwerdeführer diesem nachgehe, gleichzeitig 
sei er jedoch gezwungen, sich zu bewegen und seine Muskeln zu gebrauchen. Zudem dürfe 
nicht vergessen werden, dass das Reiten vielerorts auch therapeutisch eingesetzt werde. An-
stelle einer Würdigung der Ausführungen des Gutachters nimmt Dr. H.____ eine eigene Akten-
beurteilung vor. Er stellte dem Gutachter zwar ergänzende Fragen. Wären aber nach deren 
Beantwortung weiterhin Unklarheiten vorhanden gewesen, hätte er erneute Rückfragen stellen 
müssen und nicht abweichend von der gutachterlichen Meinung eine andere Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit vornehmen dürfen. Sofern ihm das Ausüben des Reithobbys als derart nicht 
nachvollziehbar erscheint, hätte er dem Gutachter auch eine klare Frage stellen müssen, wie 
das Reiten mit der beurteilten Arbeitsfähigkeit in Einklang steht. Auf die Ausführungen von 
Dr. E.____ betreffend die limitierenden Faktoren, welche zu einer verminderten Leistungsfähig-
keit besonders für Tätigkeiten im Gehen und Stehen führen, geht er in seinen Berichten nicht 
ein. Der Gutachter begründet nämlich unter anderem die reduzierte Arbeitsfähigkeit mit diesbe-
züglichen weitgehend objektivierbaren Befunden und – entgegen der Auffassung von 
Dr. H.____ – nicht mit subjektiven Beschwerdeangaben des Beschwerdeführers. Dr. H.____ 
setzt sich somit ungenügend mit der Progression der Krankheit und deren Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit auseinander. Weiter ist die von Dr. H.____ durchgeführte Indikatorenprüfung 
nur bei psychischen Beschwerden vorzunehmen. Im Übrigen ist aber auch in diesem Zusam-
menhang zu erwähnen, dass die gezeigten Alltagsaktivitäten nicht das bei einer 50 %-igen Ar-
beitsfähigkeit zu erwartende Ausmass überschreiten. Vorliegend bestehen somit nicht nur ge-
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen. Der Beschwerdeführer weist zurecht darauf hin, dass der Beurteilung des RAD-
Arztes Dr. H.____ im Vergleich zum externen Gutachten von Dr. E.____ ein geringerer Be-
weiswert zukommt. Wie bereits ausgeführt, entspricht das Gutachten von Dr. E.____ den Vo-

 

 
 
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raussetzungen der Rechtsprechung und ist für die vorliegend streitigen Belange umfassend. Im 
Ergebnis sind deshalb die Berichte von Dr. H.____ – entgegen der Auffassung der IV-Stelle – 
nicht geeignet, den Beweiswert des schlüssigen und überzeugenden Gutachtens in Frage zu 
stellen.  
 
8.4 Gestützt auf das umfassende rheumatologische Gutachten von Dr. E.____ vom 
11. Juni 2021 samt Ergänzung vom 6. Dezember 2021 ist von einer Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes des Beschwerdeführers und somit von einem Revisionsgrund auszugehen. 
Der Sachverhalt zeigt sich in medizinischer Hinsicht als hinreichend abgeklärt. Für die Berech-
nung der Höhe des Rentenanspruches ist die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen. 
Diese wird das Validen- und das Invalideneinkommen zu ermitteln haben, wobei Letzteres ab 
August 2020 auf Basis der 50 %-igen Arbeitsfähigkeit zu berechnen ist. Beim Beschwerdeführer 
ist davon auszugehen, dass er nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit ausübt, bei der 
– kumulativ – ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis gegeben ist und anzunehmen ist, dass er 
die verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und zudem das Ein-
kommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint. Die Fest-
setzung des Invalideneinkommens hat daher gestützt auf den tatsächlich erzielten Verdienst zu 
erfolgen. Gestützt auf die erhobenen Zahlen wird die IV-Stelle anhand eines Einkommensver-
gleiches den Invaliditätsgrad zu ermitteln, die Höhe des Rentenanspruches festzusetzen und 
eine entsprechende Rentenverfügung zu erlassen haben. Die Beschwerde vom 24. Mai 2022 
ist somit im Sinne dieser Erwägungen gutzuheissen. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Gemäss § 20 Abs. 3 VPO sind die ordentlichen Kosten auch den unterliegenden Vor- 
instanzen aufzuerlegen. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, somit werden ihr die 
ordentlichen Kosten in der Höhe von Fr. 800.-- auferlegt. 
 
9.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen. Nachdem die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur weiteren Abklärung im 
Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurückzuweisen ist, hat diese der Versicherten eine Par-
teientschädigung auszurichten. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat mit Honorarno-
te vom 18. August 2022 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 
11.30 Stunden geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Dieser Aufwand ist mit dem im Sozialversicherungsrecht 
üblichen Stundenansatz von Fr. 250.-- zu vergüten (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwäl-
tinnen und Anwälte vom 17. November 2003). Die Auslagen sind mit Fr. 84.75 zu veranschla-
gen. Diese stützen sich auf eine Spesenpauschale von 3 % des Zeitaufwandes, was unüblich, 

 

 
 
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aber aufgrund der ausgewiesenen Höhe nicht zu beanstanden ist. Dem Beschwerdeführer ist 
deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'133.80 (11.30 Stunden à Fr. 250.-- 
zuzüglich Auslagen von Fr. 84.75 plus 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzu-
sprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 6. April 2022 aufgehoben und die 
Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zur Vornahme des Einkom-
mensvergleiches und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vo-
rinstanz zurückgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'133.80 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 

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