# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51d3b04e-4c3c-5eca-a8d1-d43d4da34b67
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-04-01
**Language:** de
**Title:** Grenzbereinigung. Verhältnis zum (Teil-)Quartierplanverfahren. Zulässige Inhalte.
**Docket/Reference:** BRKE II Nr. 0051/2008
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_II_0051_2008_264.pdf

## Full Text

BRKE II Nr. 0051/2008 vom 1. April 2008 in BEZ 2009 Nr. 11

Die  Festsetzung  einer  Grenzbereinigung  war  unter  anderem  mit  dem  Vorbrin-
gen  angefochten  worden,  anstelle  des  Grenzbereinigungsverfahrens  hätte ein Teil-
quartierplanverfahren durchgeführt werden müssen.

Aus den Erwägungen:

5.1 Anders als im alten Baugesetz für Ortschaften mit städtischen Verhältnissen 
vom 23. April 1893 (BauG) ist die Grenzbereinigung nach Planungs- und Baugesetz 
vom  7.  September  1975  (PBG)  nicht  ausschliesslich  auf  den  Landabtausch  zwi-
schen zwei Grundstücken beschränkt (§ 18 BauG; P. Wiederkehr, Das zürcherische 
Quartierplanrecht, 1972, S. 86 f.). Wie sich aus der Gesetzessystematik ergibt, stellt 
die Grenzbereinigung nach heute geltendem Recht vielmehr eine besondere, verein-
fachte  Form  des  Quartierplan-  bzw.  des  Teilquartierplanverfahrens  dar.  Sie  beruht 
auf  den  gleichen  für  das  Quartierplanverfahren  festgelegten  materiellen  Grundsät-
zen,  und  die  Bestimmungen  über  das  amtliche  Quartierplanverfahren  sind  sinnge-
mäss anwendbar (§ 185 PBG). Die Dauer des Verfahrens ist gegenüber dem ordent-
lichen  Quartierplanplanverfahren  wesentlich  kürzer  und  die  Festsetzung  durch  die 
Behörde  –  die  im  Gesetz  bezeichnenderweise  «Quartierplankommission»  genannt 
wird  (vgl.  §  182  PBG)  –  erfolgt  längstens  innert  zwei Monaten  nach  Vorliegen  des 
Entwurfes (§ 183 Abs. 1 PBG). Eine klare Trennung zwischen der Grenzbereinigung 
und dem Quartier- bzw. Teilquartierplanverfahren ist somit schon von Gesetzes we-
gen nicht gegeben; der Übergang zwischen den Verfahren ist fliessend. Die Grenz-
bereinigung  stellt  letztlich  nichts  anderes  als  die  vereinfachte  Form  eines  Teilquar-
tierplanverfahrens  dar.  Dass  im  Rahmen  einer  Grenzbereinigung  auch  eine  damit 
zusammenhängende  Servitutsbereinigung  und  hierfür  eine  finanzielle  Abgeltung 
nach § 145 PBG statuiert wird, ist demgemäss nicht unzulässig. Ebenso ist es nicht 
unzulässig,  wenn  wie  vorliegend  im  Rahmen  eines  Grenzbereinigungsverfahrens
gar keine Grundstücksgrenze verschoben wird, sondern nur Wegrechtsservitute er-
richtet werden.