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**Case Identifier:** 165a8636-ac79-541b-8aa1-9bb95a928024
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.03.2025 720 24 212 (720 2024 212)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-24-212_2025-03-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. März 2025 (720 24 212) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des verwaltungsexternen polydisziplinären Gutachtens 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A.a Der 1978 geborene A.____ meldete sich am 23. November 2011 erstmals bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Durchführung von Früh-
interventionsmassnahmen in Form eines individuellen Coachings wurde das Leistungsbegehren 
mit Verfügung vom 4. Juni 2012 abgewiesen.  
 

 

 
 
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A.b Am 30. November 2018 meldete sich A._____ unter Verweis auf eine mittelgradige de-
pressive Episode erneut bei der IV zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen 
und gesundheitlichen Verhältnisse verfügte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) am 29. Ok-
tober 2021 die Abweisung des Leistungsbegehrens. Gegen diese Verfügung erhob der Versi-
cherte am 29. November 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht).  
 
Nachdem die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Dezember 2021 ihre Verfügung vom 29. Oktober 
2021 "zufolge neuer medizinischer Abklärungen" aufgehoben hatte, schrieb das Kantonsgericht 
das Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit ab.  
 
A.c In der Folge nahm die IV-Stelle weitere medizinische Abklärungen vor und veranlasste 
eine polydisziplinäre Begutachtung bei der videmus AG. Nach Durchführung des Vorbescheid-
verfahrens wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 3. Juli 2024 erneut ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Schreiben vom 31. Juli 2024 erneut Be-
schwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er sinngemäss, dass die Verfügung der IV-
Stelle aufzuheben und die Angelegenheit erneut zu prüfen sei. Zudem beantragte der Versi-
cherte, dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und ihm ein Anwalt zur Verfügung ge-
stellt werde.  
 
C. Mit Schreiben vom 5. August 2024 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass das 
Gericht der Beschwerde führenden Partei keinen Rechtsbeistand zuteile. Es verhalte sich im Ge-
genteil vielmehr so, dass das Kantonsgericht nicht befugt sei, einer Gesuch stellenden Person 
einen Anwalt bzw. eine Anwältin zu nennen oder gar zu vermitteln. Es sei Sache der Beschwerde 
führenden Partei, einen Anwalt bzw. eine Anwältin beizuziehen und zu beauftragen. Bei der Su-
che nach einem Anwalt bzw. einer Anwältin könne ihm allenfalls die gemeinsame Geschäftsstelle 
der Advokatenkammer Basel-Stadt und des Anwaltsverbands Baselland behilflich sein. 
 
D. Mit Verfügung vom 10. September 2024 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltli-
che Prozessführung bewilligt.  
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 9. Oktober 2024 beantragte die IV-Stelle, dass die Be-
schwerde abzuweisen sei.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 

 

 
 
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Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 
31. Juli 2024 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 1. Ja-
nuar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegt der Eintritt der Invalidität und Beginn des 
Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 gültigen Best-
immungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 
[KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch ab 1. August 
2021 in Frage und die angefochtene Verfügung datiert vom 3. Januar 2022. Demnach bleiben 
die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiederge-
geben, zitiert und angewendet.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Be-
schwerdeführers zu Recht abgewiesen hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 
6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 
ATSG) sind. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt 
abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu 

 

 
 
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verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409, 143 V 418), sind für die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berücksichti-
gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät-
zen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4-3.6 und 4.1). Gemäss altem Verfahrensstandard (z.B. BGE 130 
V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen 
einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den er-
hobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis-
grundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). 
 
2.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbin-
dung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird 
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in 
der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-
lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommens-
differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. Allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).  
 
Vorliegend nicht umstritten ist, dass der Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs zu bemessen ist. 
 
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, ob und gegebe-
nenfalls in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 

 

 
 
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3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
3.3.1 So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2019, 9C_609/2018, 
E. 3.2.2).  
 
3.3.2 Zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen wird der Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser 
Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen-
heit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Berichten kommt allerdings nicht derselbe 
Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG (in der bis 31.12.2021 gültigen Fassung) 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind 
aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfol-
gerungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
3.3.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 

 

 
 
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tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 
506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 
und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 
2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (BGE 126 V 353 E. 5b; Urteil des Bundesgerichts vom 
22. März 2022, 8C_521/2021, E. 3.1.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und 
Rechtslage. 
 
5. In seiner Beschwerdeschrift ersuchte der Beschwerdeführer um eine gründliche Über-
prüfung seines Falles und eine umgehende Neubewertung, bei der seine Darstellung und seine 
gesundheitlichen Einschränkungen angemessen berücksichtigt würden. In seinem gegenwärti-
gen Zustand sei er nicht in der Lage, seine täglichen Aktivitäten eigenständig zu bewältigen, ge-
schweige denn eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Die Verdrehung seiner medizinischen Befunde 
und die Erwartung, dass er sich gesundschreiben lasse, seien nicht nur unzumutbar, sondern 
würden auch eine ernsthafte Gefahr für seine Gesundheit darstellen. Er habe seit 2019 mehrfach 
ärztliche Atteste eingereicht, um seine gesundheitliche Situation zu dokumentieren. Die per E-
Mail gesendeten Arztzeugnisse seien jedoch nicht akzeptiert worden, die daraufhin erfolgten Ein-
schreiben habe die IV ignoriert. Damit würden seine Bemühungen missachtet, alle geforderten 
Unterlagen einzureichen. Schon in einem früheren Verfahren vor dem Zivilkreisgericht Sissach 
seien seine Arztzeugnisse ignoriert worden. Der Beschwerdeführer beanstandet weiter, dass das 
Gutachten eine unvollständige medizinische Beurteilung darstelle, weil es nicht alle relevanten 
gesundheitlichen Aspekte berücksichtigen würde. Zudem zeige eine Aussage des kardiologi-
schen Gutachters, dass die Gutachter nicht unabhängig gewesen seien, sondern einem vorge-
gebenen Narrativ gefolgt seien. Vergleichbare Fälle würden anders beurteilt als sein Fall. Zudem 
schildert er eingehend, dass sich verschiedene Behörden gegen ihn zusammengeschlossen, 
Druck auf ihn ausgeübt und ihn zum Schweigen gebracht hätten, seit er korruptes Verhalten ge-
meldet und sich gegen diese Untaten gewehrt habe. 
 
6. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stützte sich die IV-Stelle im Wesentli-
chen auf das polydisziplinäre Gutachten der videmus AG vom 14. August 2023 in den Disziplinen 
Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie, Neuropsychologie, Psychiatrie und Psychotherapie, 
Pneumologie und Rheumatologie sowie auf die Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
beider Basel (RAD) vom 30. Oktober 2023. 

 

 
 
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Die Gutachter stellen in ihrer Konsensbeurteilung keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führen sie folgende Diagnosen an: 

 
- Anpassungsstörung im Sinne einer Verbitterungsstörung mit gemischter Störung 

  von Gefühlen und Sozialverhalten (ICD-10,F43.25) 
- Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) 

 - Nikotinkonsum 
 - Kombinierte Fettstoffwechselstörung, aktuell nicht medikamentös therapiert 
 - Arterielle Hypertonie, aktuell nicht medikamentös therapiert, ohne Angabe einer 
  hypertensiven Krise 
 - Hypertensive Herzerkrankung ohne Angaben einer kongestiven Insuffizienz 
 - Atherosklerose der Aorta ascendens 
 - Vitamin D Mangel 
 - Latente Hypothyreose 
 - Asthma bronchiale 
 - Chronisches vertebragenes Schmerzsyndrom bei/mit 
   - Mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen mit 
    Facettengelenksarthrosen und Diskopathien zervikal und lumbal 
   - Vertebragener Haltungsinsuffizienz 
   - Muskulärer Dystonie zerviko-nuchal 
   - AC-Gelenksarthrose rechts 
 
Die Gutachter erachten den Exploranden ausser in den Zeiträumen von stationären Behandlun-
gen in seiner angestammten Tätigkeit als zu 100 % arbeitsfähig. Sie anerkennen, es sei durchaus 
möglich, dass sich der Explorand selbst in einem derart schlechten Zustand sehen und fühlen 
würde, wie er ihn mehrfach und eingehend beschrieben habe, und sie räumen ein, dass ein Lei-
densdruck sichtlich vorhanden sei. Die psychiatrische Gutachterin begründet, weshalb sie eine 
Persönlichkeitsstörung ausschliesst und zur Diagnose einer Anpassungsstörung im Sinne einer 
Verbitterungsstörung gelangt. Sie verweist auf die glückliche Kindheit des Exploranden und feh-
lende Hinweise darauf, dass eine Persönlichkeitsstörung bereits vor der Trennung von der Ehe-
frau 2011 vorgelegen haben könnte. Vielmehr hätten ab diesem Zeitpunkt verschiedene zusam-
mentreffende Ereignisse im Leben des Beschwerdeführers dazu geführt, dass er in einer Opfer-
rolle und einer Passivität verharrt habe. Erwähnt werden die Trennung von der ersten Ehefrau, 
die folgende Entfremdung vom Kind und die anschliessende Scheidung sowie verschiedene Aus-
einandersetzungen mit Behörden. Mit diesen Ereignissen habe sich der Explorand nicht konstruk-
tiv auseinandersetzen können. Die psychiatrische Gutachterin und die Konsensbeurteilung halten 
fest, dass es aufgrund des Eindrucks in den Begutachtungen, aufgrund des klinischen Bildes 
sowie der Aktenlage nicht wahrscheinlich sei, dass tatsächlich eine affektive oder andere Störung 
vorliegen würde. Der Explorand habe sich in seiner Opferhaltung mittlerweile völlig eingerichtet 
und sei für eine andere Sichtweise nicht mehr zugänglich. Verschiedene Befunderhebungen wür-
den nicht zu einer relevanten affektiven Störung in gravierendem Ausmass und zum angegebe-
nen Verhalten mit Kraft- und Energielosigkeit sowie angeblichen, kognitiven Schwierigkeiten pas-
sen. So habe der Beschwerdeführer in der Untersuchung präsent gewirkt, kognitiv weder 

 

 
 
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beeinträchtigt noch verlangsamt. Die subjektiven Angaben hätten nicht dem klinischen Verhalten 
während der Begutachtung entsprochen. So habe er sich seit Jahren sozial zurückgezogen, den-
noch sei es ihm möglich gewesen, während der akuten Krankheitsphase eine Beziehung zu knüp-
fen und eine Frau zu heiraten, von der er sich verstanden fühle und die ihn offensichtlich auch zu 
Terminen begleite. Auch gehe er gewissen Interessen nach, informiere sich im Internet und im 
Fernsehen, wo er auch Filme schaue. Im Gegensatz zu seinen Schilderungen sei objektiv einzig 
eine leichte Dämpfung des Affektes aufgefallen, mit doch vorhandener Modulationsfähigkeit, 
ohne dass er angespannt oder unruhig gewirkt habe. Es gebe keine Hinweise auf Affektlabilität 
oder Starrheit des Affektes. Er sei im Antrieb nicht beeinträchtigt gewesen, habe seine Ausfüh-
rungen mit adäquater Gestik und Mimik begleitet. 
 
7. Vorweg ist festzuhalten, dass mit der begutachtenden Ärzteschaft davon auszugehen 
ist, dass sich der Beschwerdeführer subjektiv tatsächlich nicht in der Lage fühlt, wie er selber 
sagt, "seine täglichen Aktivitäten eigenständig zu bewältigen, geschweige denn eine Erwerbstä-
tigkeit auszuüben". Dies ergibt sich aus seinen Schilderungen über sein Befinden und seinen 
Tagesablauf. Diese Schilderungen sind durchaus in die gutachterlichen Beurteilungen eingeflos-
sen. Die Gutachterinnen und Gutachter können jedoch diese subjektive Wahrnehmung an keinen 
objektivierbaren, medizinischen Ursachen festmachen. 
 
Weiter ist nachvollziehbar, dass die psychiatrische Gutachterin keine Diagnose einer depressiven 
Störung gestellt hat, nicht zuletzt auch gestützt auf ihre wiederholten Verweise auf die offensicht-
lichen, nicht invaliditätsrelevanten psychosozialen Problematiken. Auch der Herleitung einer 
Schmerzstörung kann gefolgt werden, da – wie die Gutachterin ausführt – die vom Beschwerde-
führer geschilderten körperlichen Beschwerden aus somatischer Sicht nicht im angegebenen 
Ausmass nachvollziehbar und die objektivierbaren Befunde zu gering seien, um das beklagte 
Ausmass begründen zu können und weil der Explorand sich auch in der Begutachtung nicht im 
von ihm als schwerwiegend beschriebenen Ausmass durch die Beschwerden beeinträchtigt ge-
zeigt habe. Vor allem jedoch erklären wird in der konsensualen Beurteilung von Konsistenz und 
Plausibilität dargelegt, dass die aufgelisteten, schematisch vorgetragenen Beschwerden nicht au-
thentisch dargestellt wirken würden. Die begutachtende Ärzteschaft verweist dabei auf die diver-
sen, in der psychiatrischen Begutachtung durchgeführten testpsychologischen Zusatzuntersu-
chungen. Diese validierten psychologischen Testverfahren haben deutlich auffällige, extrem hohe 
Werte ergeben und mit Verweis darauf erachtet die begutachtende Ärzteschaft die Testresultate 
als nicht valid. Die psychiatrische Gutachterin spricht gar davon, es sei aufgrund der Testergeb-
nisse und der auffälligen Beschwerdevalidierung eine Aggravation der Beschwerden anzuneh-
men. Die Gutachterinnen und Gutachter erwähnen in diesem Zusammenhang auch, dass der 
Beschwerdeführer nie längerfristige Therapiemassnahmen am gleichen Ort und die zeitweise 
psychiatrische Hilfe nur mit grossen zeitlichen Unterbrüchen in Anspruch genommen habe. Auch 
eine konsequente medikamentöse Behandlung, wie sie bei einer mittelgradigen bis schweren 
depressiven Episode zu erwarten wäre, sei nicht ersichtlich. 
 
Wenn der Beschwerdeführer dazu in der Beschwerde vorbringt, er habe die Gespräche aufneh-
men wollen, habe jedoch persönliche Ablehnung, Beleidigungen und unangemessenes Verhalten 
erlebt, so kann er diesbezüglich nichts zu seinen Gunsten ableiten. Diesbezüglich ist vorweg 

 

 
 
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festzuhalten, dass die Gespräche mit den Gutachterinnen und Gutachtern vorschriftsgemäss auf-
gezeichnet wurden. Mit seinen Vorbringen bestätigt der Beschwerdeführer die gutachterliche 
Feststellung, dass die nicht in Anspruch genommene therapeutische Unterstützung aus seiner 
Logik heraus nachvollziehbar sei, weil er die Therapeutinnen und Therapeuten und Kliniken, von 
denen er behandelt wurde, als mitursächlich für seine Lage betrachten würde. Jedoch stufen die 
Gutachterinnen und Gutachter wie bereits im psychiatrischen Vorgutachten aus dem Jahr 2020 
die Kooperation als mangelhaft ein, weil eine Motivation, sich selbst einzusetzen, um etwas an 
der Problematik zu beheben, nicht feststellbar sei. Dies zeigt sich im Übrigen deutlich anhand 
des vom Beschwerdeführer während der neuropsychologischen Begutachtung vorgelegten Be-
werbungsschreiben vom 16. Juli 2023 (vgl. S. 8 des neuropsychologischen Gutachtens). Des 
Weiteren begründet die psychiatrische Gutachterin nachvollziehbar, dass die Kooperations-
schwierigkeiten nicht krankheitsbedingt seien, weil der Beschwerdeführer durchaus in der Lage 
sei, sich für sich zu engagieren, wenn er sich ungerecht behandelt fühle, wie dies die zahlreichen 
Briefe an die Behörden zeigen würden. Der Beschwerdeführer könne folglich sehr wohl Antrieb 
und Motivation zeigen. Auch die neuropsychologische Gutachterin hält fest, aufgrund von man-
gelnden Leistungsbemühungen mit Hinweisen von nicht-authentischen kognitiven Einbussen so-
wie nicht wahrheitsgetreuen Angaben in der Anamnese seien kaum valide Ressourcen aufdeck-
bar. In vier durchgeführten Verfahren zur Beschwerdevalidierung hätten sich deutliche Zweifel an 
der Mitwirkung des Versicherten ergeben. Es seien insgesamt 64 % Pseudobeschwerden vorge-
bracht worden, was deutlich oberhalb des empirisch ermittelten Grenzwerts für negative Antwort-
verzerrungen liegen würde. Negative Antwortverzerrungen seien auch in den anderen Testungen 
klar nachweisbar, so dass substantielle Zweifel an der Gültigkeit der Beschwerdeschilderungen 
begründet seien. Schliesslich erwähnt auch noch der kardiologische Gutachter eine Verdeutli-
chungstendenz.  
 
8. Insgesamt ergibt sich, dass das Gutachten der videmus AG vom 14. August 2023 um-
fassend und nachvollziehbar ist, alle medizinischen Berichte und auch die abweichenden Ein-
schätzungen der behandelnden Ärzteschaft berücksichtigt. Es ist folglich nicht zu beanstanden, 
dass die Vorinstanz auf das Gutachten abgestellt hat und einen Leistungsanspruch des Be-
schwerdeführers abgewiesen hat. Damit erscheint eine Neubeurteilung nicht angezeigt. Daran 
vermögen die Vorbringen in der Beschwerde nichts zu ändern. So ist die Unabhängigkeit des 
kardiologischen Gutachters nicht in Frage zu stellen, insbesondere nicht, weil er – wie vom Be-
schwerdeführer geltend gemacht – Fragen der IV-Stelle beantwortet. Es liegen auch keine Hin-
weise vor, dass die Beschwerdegegnerin das vorliegende Verfahren nicht korrekt durchgeführt 
hat, auch von einer gegen den Beschwerdeführer geführten Kampagne kann keine Rede sein. 
Die zahlreichen von ihm vorgebrachten Beispiele von aus seiner Sicht ungerechten Behandlun-
gen sind nicht Gegenstand dieses Verfahrens und sind deshalb an dieser Stelle auch nicht zu 
beurteilen. 
 
9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz das Leistungsbegehren des Be-
schwerdeführers zu Recht abgewiesen hat. Demzufolge ist auch die vorliegende Beschwerde 
abzuweisen.  
 

 

 
 
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10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten 
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von  
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnitt-
licher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksich-
tigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 
VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Ver-
fahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist nun allerdings mit Verfügung 
vom 10. September 2024 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund 
gehen die Verfahrenskosten vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse.  
 
10.2 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt.  

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 

 

 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 15.08.2025 Beschwerde am Bundesgericht (Verfahren Nr. 
8C_449/2025) erhoben.