# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5457b959-3d5b-5a0c-a06e-2ebb6d9710eb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.03.2015 200 2014 1105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1105_2015-03-05.pdf

## Full Text

200 14 1105 IV
MAW/PRN/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. März 2015

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. November 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2015, IV/14/1105, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 11. November 2013 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 19). Nach Einholung diverser medizinischer und erwerblicher Unterla-
gen teilte die IVB dem Versicherten am 16. Januar 2014 mit, dass derzeit 
keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien und der Anspruch auf 
eine Rente geprüft werde (AB 36). Weiter veranlasste die IVB unter ande-
rem einen Bericht von Dr. med. C.________, Facharzt für Physikalische 
Medizin und Rehabilitation, Tropenmedizin und Reisemedizin sowie Allge-
meine Innere Medizin FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 
11. April 2014 (AB 43, S. 2) und einen Abklärungsbericht für Selbststän-
digerwerbende vom 5. Mai 2014 (AB 46). Mit Vorbescheid vom 14. Mai 
2014 stellte die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 56% die Zusprache ei-
ner halben Invalidenrente ab Mai 2014 in Aussicht (AB 47). Auf hiergegen 
erhobene Einsprache (AB 50, 52) hin holte die IVB einen Bericht von 
Dr. med. C.________ vom 21. Juli 2014 (AB 55, S. 2) ein und bestätigte mit 
Verfügung vom 7. November 2014 den Anspruch auf eine halbe Invaliden-
rente ab Mai 2014 (AB 58).

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch die B.________, mit Ein-
gabe vom 12. November 2014 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung 
vom 7. November 2014 und die Ausrichtung einer höheren Rente. Zur Be-
gründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass sich der Gesundheits-
zustand des Beschwerdeführers aufgrund schwerer Rückenprobleme 
während den Abklärungen weiter verschlechtert habe, weshalb der Invali-
ditätsgrad von 56% nicht der tatsächlichen Beeinträchtigung entspreche. 
Mit Schreiben vom 11. Dezember 2014 reichte der Beschwerdeführer wei-
tere medizinische Unterlagen zu den Akten (Beschwerdebeilage [BB] 1 - 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2015, IV/14/1105, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 26. Januar 2015 beantragte die IVB gestützt 
auf die Stellungnahme des RAD vom 12. Januar 2015 die Abweisung der 
Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 7. November 2014 
(AB 58). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 

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offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-

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setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.1.1 Der RAD-Arzt Dr. med. C.________ führte in seinem Bericht vom 
11. April 2014 aus, der Beschwerdeführer leide an einem Diabetes mellitus 
mit allen bekannten Komplikationen. Im Vordergrund stünde eine Makro- 
und Mikro-Angiopathie mit schwerem diabetischem Fusssyndrom rechts 
mehr als links, aber auch mit koronarer Herzkrankheit und Status nach 
Myokardinfarkt, PTCA (perkutane transluminale Koronarangioplastie), 
Stents und Bypass-Operation im Jahre 2000. Daneben bestehe eine Ne-
phropathie, Polyneuropathie und Retinopathie. Seit dem 19. März 2013 
bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit als selbstständiger … . Ab dem 
12. November 2013 sei die Arbeitsunfähigkeit auf 75% reduziert worden. 
Der Beschwerdeführer sollte nicht mehr … . Eine schwere Arbeit mit Las-
tentragen sei nicht mehr zumutbar. Eine körperlich leichte Tätigkeit, vor-
wiegend sitzend, mit nur wenig Gehen und Stehen, sei aktuell noch zu 
100% zumutbar. Eine solche Tätigkeit könne ohne Leistungseinschränkung 
zugemutet werden (AB 43, S. 2).

3.1.2 Im Bericht vom 16. Juni 2014 führte Dr. med. D.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, aus, er habe bereits im Bericht vom 

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26. November 2013 über den sich verschlechternden Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers berichtet (Zunahme der PAVK [peripheren arteriel-
len Verschlusskrankheit] im Sinne eines diabetischen Fusssyndroms Grad 
III rechts; AB 28, S. 1). Neben den bekannten Diagnosen sei nun eine zer-
vikale Symptomatik im Sinne einer Diskushernie C6/C7 mit eingeengten 
Neuroforamen mit Reizung der Wurzel C7 dazugekommen. Die Diskusher-
nie C4/C5 sei asymptomatisch. Als Nebendiagnose nannte er einen fortge-
schrittenen Diabetes mellitus mit diabetischem Fusssyndrom links, insulin-
pflichtig seit zwei Jahren, einen Status nach Exartikulation Digiti II links bei 
feuchtem Gangrän, eine periphere Polyneuropathie, eine diabetische Ne-
phropathie, eine PAVK, Status nach PTA (perkutane transluminale Angio-
plastie) der Arteria femoralis, eine koronare Herzkrankheit mit Status nach 
Myocardinfarkt 2000, Status nach zweifacher aortenkoronaren Bypass-
Operation, eine arterielle Hypertonie und eine Dyslipidämie. Die periphere 
Neuropathie als Folge des Grundmorbus verunmögliche, dass der Be-
schwerdeführer weiterhin als … arbeiten könne, weshalb er eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit attestierte (AB 52, S. 2).

3.1.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, diagnosti-
zierte im Bericht vom 16. Juni 2014 wiederholt Rückenschmerzen mit neu 
claudicativem radikulärem Schmerzsyndrom am ehesten L5 links, eine re-
grediente linksseitige Cervicobrachialgie, einen insulinpflichtigen Diabetes 
mellitus, eine PAVK mit Status nach PTA der Arteria femoralis, einen Sta-
tus nach Myokardinfarkt mit Bypass-Operation im Jahr 2000 und eine arte-
rielle Hypertonie (BB 1; vgl. auch BB 2 f.). 

3.1.4 Im Bericht vom 21. Juli 2014 hielt Dr. med. C.________ an seiner 
Beurteilung fest. Die im Bericht von Dr. med. D.________ vom 16. Juni 
2014 erwähnte zervikale Problematik lasse sich behandeln, weshalb nicht 
von einem zusätzlichen andauernden relevanten Gesundheitszustand aus-
gegangen werden könne (AB 55, S. 2).

In der im Beschwerdeverfahren eingeholten Stellungnahme vom 12. Januar 
2015 führte der RAD-Arzt Dr. med. C.________ aus, dass seit Mai 2014, 
vermehrt seit Juni 2014 neu lumbale Schmerzen aufgetreten seien. Richti-
gerweise sei von Dr. med. E.________ eine entsprechende Therapie vor-
gesehen worden. Es sei davon auszugehen, dass diese Therapie, zusam-

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men mit physiotherapeutischen Massnahmen, nach einigen Wochen bis 
Monaten zu einer deutlichen Regredienz der lumbalen Beschwerden führe, 
weshalb an der Gesamtbeurteilung aus medizinischer Sicht keine Ände-
rung nachweisbar sei. Eine angepasste, leichte Tätigkeit sei weiter vollzei-
tig zumutbar.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Der Bericht von Dr. med. C.________ vom 11. April 2014 (AB 43, 
S. 2) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an ärztliche Berichte 
(vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3b/bb S.  353). Der RAD-Arzt führt schlüssig und nachvollziehbar aus, 
dass der Beschwerdeführer hauptsächlich durch eine stark verminderte 
Geh- und Stehfähigkeit infolge einer Angiopathie mit schwerem diabeti-
schem Fusssyndrom - am Fuss mussten bereits Zehen und eine Metatar-
sale amputiert werden - eingeschränkt ist und die bisherige Tätigkeit als 
selbstständiger … nicht mehr zumutbar ist. Eine körperlich leichte Tätigkeit, 

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vorwiegend sitzend, mit nur wenig Gehen und Stehen, ist aktuell zu 100% 
zumutbar. Die medizinische Situation erachtete Dr. med. C.________ aktu-
ell wieder als stabil, aber eine Verschlechterung in den nächsten Jahren ist 
gemäss der Beurteilung des RAD-Arztes absehbar. Mittelfristig drohe eine 
Fuss und/oder Unterschenkelamputation (AB 43, S. 2; vgl. auch AB 55, 
S. 2).

Die vom Beschwerdeführer - gestützt auf den Bericht von Dr. med. 
E.________ vom 16. Juni 2014 (BB 1; vgl. auch BB 2 f.) - geltend gemach-
te zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes infolge 
Rückenproblemen, welche das Sitzen unzumutbar mache, vermag an der 
Einschätzung bzw. dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. C.________ 
nichts zu ändern. Dem Bericht von Dr. med. E.________ vom 16. Juni 
2014, welcher das MRI LWS vom 5. Juni 2014 (BB 2) sowie das MRI HWS 
vom 19. Mai 2014 (BB 3) berücksichtigt, kann entnommen werden, dass 
neu lumbosacrale/gluteale Schmerzen linksbetont mit Ausstrahlung dorso-
lateral entlang des linken Beines bis in die Waden aufgetreten sind. Diese 
verursachen Schmerzen beim Stehen und Gehen, nicht jedoch beim Velo-
fahren (vgl. BB 1, S. 2). Das Vorbringen des Beschwerdeführers, er könne 
eine sitzende Tätigkeit nicht in dem vom RAD angenommenen Umfang 
ausüben, findet im Bericht von Dr. med. E.________ somit keine Stütze. 
Vielmehr ist nach wie vor auf das Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. 
C.________ abzustellen. Dies umso mehr, als Dr. med. E.________ für die 
Rückenschmerzen eine Behandlungsmöglichkeit aufgezeigt und empfohlen 
hat. So wurde im Einverständnis mit dem Beschwerdeführer für den 3. Juli 
2014 eine Infiltration vorgesehen (BB 1, S. 3; vgl. auch Stellungnahme des 
RAD vom 12. Januar 2015). 

3.4 Nach dem Gesagten ist erstellt, dass die bisherige Tätigkeit als 
selbstständiger … nicht mehr zumutbar ist. Eine angepasste, körperlich 
leichte Tätigkeit, vorwiegend sitzend, mit nur wenig Gehen und Stehen, ist 
aktuell zu 100% zumutbar.

4. Weiter ist die Invaliditätsbemessung vorzunehmen (vgl. E. 2.3 hier-
vor). Dabei kann entsprechend des nicht zu beanstandenden Abklärungs-

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berichts für Selbstständigerwerbende vom 5. Mai 2014 (AB 46) vorgegan-
gen werden.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) vorgesehenen Gleichstellung 
der invalidenversicherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Ver-
gleichseinkommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbsein-
kommen kann das Valideneinkommen von Selbstständigerwerbenden zu-
meist auf Grund der Einträge im Individuellen Konto bestimmt werden. 
Weist das bis zum Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und 
verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, 
ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durch-
schnittsverdienst abzustellen (SVR 2014 UV Nr. 1 S. 2 E. 4.2, 2010 IV 
Nr. 26 S. 80 E. 3.3).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV 
Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beein-
trächtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert 
sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2015, IV/14/1105, Seite 10

Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit 
unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand 
ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 
322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in wel-
chem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen 
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab 
(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher 
Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermes-
sen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 
25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.2 Der frühest mögliche Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
attestierten Arbeitsunfähigkeit (von mindestens 40% ohne wesentlichen 
Unterbruch) seit dem 11. März 2013 (AB 21; Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) sowie 
der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 11. November 2013 (AB 19) der 
1. Mai 2014 (Art. 29 Abs. 1 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist grundsätzlich 
der Einkommensvergleich vorzunehmen (BGE 129 V 222). Entsprechende 
statistische Zahlen für das Jahr 2014 fehlen jedoch noch, so dass eine 
Festlegung auf das Jahr 2013 erfolgt.

4.3 Da der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Einschränkung wei-
terhin als Selbstständigerwerbender bzw. … der Firma F.________ tätig 
wäre, ist das hypothetische Valideneinkommen aufgrund des Einkommens 
aus der zuletzt ausgeübten Tätigkeit festzulegen. Die Beschwerdegegnerin 
hat das Valideneinkommen entsprechend dem durchschnittlichen Einkom-
men gestützt auf den IK-Auszug der Jahre 2008 bis 2012 (vor Eintritt der 
Arbeitsunfähigkeit im März 2013; AB 21) auf Fr. 170‘930.-- festgesetzt (vgl. 
AB 27; 46, S. 5; durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 159‘959.-- 
abzüglich 1.5% Zins auf dem im Betrieb investierten Eigenkapital von 
Fr. 276‘187.-- und zuzüglich persönliche AHV/IV/EO-Beiträge von 
Fr. 15‘114.--; AB 46, S. 6), was nicht zu beanstanden ist (vgl. E. 4.1.1 hier-
vor). 

4.4 Der Beschwerdeführer führt zurzeit keine angepasste Tätigkeit aus. 
Das Invalideneinkommen ist deshalb gestützt auf Tabellenlöhne zu be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2015, IV/14/1105, Seite 11

stimmen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Vorliegend ist dabei auf die unter 
www.bfs.admin.ch einsehbare Tabelle TA1, „Monatlicher Bruttolohn (Zen-
tralwert) nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplat-
zes und Geschlecht, Privater Sektor“, Niveau 3 (Berufs- und Fachkenntnis-
se vorausgesetzt), Männer, Total, abzustellen, welche für das Jahr 2010 
einen Betrag von Fr. 5‘909.-- pro Monat bzw. Fr. 70‘908.-- pro Jahr enthält. 
Umgerechnet auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden 
(„Die Volkswirtschaft“ 12-2014, S. 92, Tabelle B9.2, Total) und aufindexiert 
auf das Jahr 2013 (Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, 
Tabelle T39, Nominallöhne, Männer, 2010 - 2013) ergibt dies ein Invaliden-
einkommen von Fr. 75‘743.-- (Fr. 70‘908.-- : 40 x 41.7 : 2151 x 2204).

Da die medizinischen Einschränkungen bereits im Rahmen des Zumutbar-
keitsprofils bzw. der angepassten Tätigkeit berücksichtigt worden sind, ist 
ein behinderungsbedingter Abzug nicht vorzunehmen (Entscheid des Bun-
desgerichts vom 5. Juli 2011, 8C_261/2011, E. 7.3). Weiter ist festzustel-
len, dass auch keine invaliditätsfremden Gründe für einen Abzug vom Ta-
bellenlohn vorliegen (seit seiner Geburt in der Schweiz lebender … Staats-
bürger, im hier massgebenden Zeitpunkt 60 Jahre alt [AB 11]; vgl. E. 4.1.2 
hiervor).

4.5 Nach dem Gesagten resultiert bei einem Valideneinkommen von 
Fr. 170‘930.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 75‘743.-- eine invali-
ditätsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 95‘187.--, was einem Invaliditäts-
grad von gerundet (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) 56% entspricht. 
Dies berechtigt zu einer halben Invalidenrente ab 1. Mai 2014 (vgl. E. 2.2 
hiervor). Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 7. November 
2014 (AB 58) als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde als of-
fensichtlich unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass sich der Beschwerdeführer bei 
der Invalidenversicherung melden kann, falls die medizinische Behandlung 
der Rückenschmerzen keinen Erfolg zeigt (vgl. E. 3.3 hiervor) bzw. eine 
anderweitige (dauerhafte) Verschlechterung des Gesundheitszustands ein-
tritt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2015, IV/14/1105, Seite 12

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2015, IV/14/1105, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.