# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 256a7c94-6766-5100-8182-20018d45420a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-03
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 03.05.2022 VBE.2021.485
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2021-485_2022-05-03.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

 

VBE.2021.485 / cj / fi  
Art. 44 

 

Urteil vom 3. Mai 2022 
 
 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Vasvary  

Oberrichterin Fischer  

Gerichtsschreiberin Junghanss          

 

 
   

Beschwerdefüh-

rerin  

 A._____   

vertreten durch lic. iur. Claudia Pascali-Armanaschi, Inclusion Handicap, 

Rechtsdienst, Mühlemattstrasse 14a, 3007 Bern    

 

     
   

Beschwerdegeg-

nerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

 

     
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 5. Oktober 2021) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die 1966 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 2. April 2010 bei 

der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen 

Invalidenversicherung (IV) an. Diese tätigte verschiedene Abklärungen in 

medizinischer, beruflicher und persönlicher Hinsicht und nahm Rückspra-

che mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD). Mit Verfügung vom 

29. August 2012 sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin 

in Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung eine 

vom 1. Januar 2011 bis 31. Januar 2012 befristete Dreiviertelsrente zu. 

 

1.2. 

Am 2. Juni 2016 meldete sich die Beschwerdeführerin erneut bei der Be-

schwerdegegnerin zum Leistungsbezug an. Diese tätigte verschiedene Ab-

klärungen in medizinischer, beruflicher und persönlicher Hinsicht und liess 

die Beschwerdeführerin polydisziplinär (Allgemeine Innere Medizin, Psy-

chiatrie, Orthopädie) durch die Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Ba-

sel (ABI), begutachten. Gestützt auf das am 25. Januar 2019 erstellte Gut-

achten und den Bericht über die Abklärung der Leistungsfähigkeit im Haus-

haltsbereich an Ort und Stelle vom 7. Juni 2019 stellte die Beschwerdegeg-

nerin der Beschwerdeführerin mit Vorbescheid vom 12. September 2019 

die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Aufgrund der dagegen 

erhobenen Einwände holte die Beschwerdegegnerin weitere medizinische 

Berichte ein, bevor sie mit Verfügung vom 5. Oktober 2021 im Sinne ihres 

Vorbescheids entschied. 

 

2. 

2.1. 

Am 2. November 2021 erhob die Beschwerdeführerin fristgerecht Be-

schwerde dagegen und beantragte Folgendes: 

 

"Es sei die Verfügung vom 05.10.2021 aufzuheben und der Sachverhalt 
medizinisch näher abzuklären. Sodann sei über den Rentenanspruch er-
neut zu befinden. 

– unter Entschädigungsfolge –" 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 24. November 2021 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 26. November 2021 wurde die 

J., U., als berufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin im Ver-

fahren beigeladen.  

 

 - 3 - 

 

 

 

2.4. 

Mit Schreiben vom 2. Dezember 2021 machte die Beschwerdeführerin er-

gänzende Ausführungen zum Sachverhalt; dieses Schreiben wurde der Be-

schwerdegegnerin und der J. mit Verfügung vom 7. Dezember 2021 zur 

Kenntnisnahme zugestellt. 

 

2.5. 

Mit Schreiben vom 6. Januar 2022 teilte die J. mit, sie könne die Verfügung 

vom 7. Dezember 2021 nicht zuordnen. Da sich aufgrund der Akten ergab, 

dass die Beschwerdeführerin bei ihrer letzten Arbeitsstelle mangels Erzie-

lens eines BVG-pflichtigen Einkommens nicht bei der J. versichert war, 

wurde diese mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 11. Februar 2022 

aus dem Verfahren entlassen. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. 

 

2. 

Vorliegend handelt es sich beim Rentenbegehren der Beschwerdeführerin 

vom 2. Juni 2016 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 51) um eine Neuanmel-

dung. Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist daher insbesondere 

auch, dass seit der Verfügung vom 29. August 2012 eine wesentliche Än-

derung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, 

den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen 

(vgl. BGE 134 V 131 E. 3 S. 132 f.; 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.). Das grund-

sätzliche Vorliegen einer neuanmeldungsrechtlich relevanten Veränderung 

des Gesundheitszustands ist – nach Lage der Akten zu Recht – unbestrit-

ten; diesbezügliche Weiterungen erübrigen sich daher (vgl. BGE 119 V 347 

E. 1a S. 349 f. mit Hinweis auf BGE 110 V 48 E. 4a S. 53). 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 

5. Oktober 2021 (VB 177) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf 

das polydisziplinäre ABI-Gutachten vom 25. Januar 2019 (VB 112). 

 

3.2. 

Die Beschwerdeführerin wurde am 20. November 2018 durch 

Prof. Dr. med. B., Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, und die 

Dres. med. C., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und D., Fach-

arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-

rates, begutachtet (VB 112.1 S. 2). 

 

 - 4 - 

 

 

 

Die Gutachter stellten die folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit (VB 112.2 S. 4 f.): 

 

"1. Chronische Handbeschwerden der dominanten rechten Seite (ICD-10 
M79.64/Z98.8) 
(…) 

2. Chronische Nacken-, Schulter- und Armbeschwerden der dominanten 
rechten Seite (ICD-10 M54.2/ M79.60) 
(…) 

3. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode 
ICD-10 F33.0 

4. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) 
5. Asthma bronchiale und COPD-Overlap-Syndrom (ACOS) (ICD-10 

J45.9) 
(…) 

6. Hochgradiger Verdacht auf Reizdarmsyndrom mit Diarrhoe (ICD-10 
K58.0) 
(…)" 

 

Die Gutachter hielten fest, es lasse sich aktuell kein klarer Hinweis für das 

Vorliegen einer CRPS oder einer länger dauernden Schonung der rechten 

Extremität nachweisen. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen dem Aus-

mass der subjektiv geklagten Beschwerden und den objektivierbaren Be-

funden. Dasselbe gelte auch für die von der Explorandin beklagten chroni-

schen Nacken-, Schulter- und Armbeschwerden rechts, wobei sich aktuell 

klinisch ein subakromiales Impingement und Bewegungseinschränkungen 

oberhalb der Horizontalen unter Gegenspannung zeigen würden. Für die 

Diskrepanz zwischen dem Ausmass der subjektiv geklagten Beschwerden 

und den objektivierbaren Befunden sei eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung verantwortlich. Gleichzeitig könne aus psychiatrischer 

Sicht eine gegenwärtig leichtgradige Episode einer rezidivierenden depres-

siven Störung diagnostiziert werden. Aus allgemeininternistischer Sicht 

seien die von der Explorandin geklagten Bauchschmerzen am ehesten auf 

ein Reizdarmsyndrom mit Diarrhoe zurückzuführen. Zudem bestehe bei 

signifikanter reversibler Erhöhung der Atemwegswiderstände und fortge-

setztem Nikotinkonsum ein Asthma bronchiale und COPD Overlap Syn-

drom (VB 112.2 S. 6). 

 

Die Gutachter attestierten eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestamm-

ten Tätigkeit sowie in anderen körperlich mittelschweren Tätigkeiten ab 

dem 5. Januar 2016. In einer angepassten, körperlich sehr leichten Tätig-

keit unter Wechselbelastung, ohne Staub, Nässe oder Feuchtigkeitsexpo-

sition, ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 5 kg und 

ohne Einsatz der rechten oberen Extremität oberhalb des Brustniveaus be-

stehe seit Januar 2016 eine 70%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit 

(VB 112.2 S. 6 f.). 

 

 - 5 - 

 

 

 

4. 

Der Versicherungsträger und das Gericht (vgl. Art. 61 lit. c in fine ATSG) 

haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisre-

geln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die strei-

tigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 

S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-

richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb-

nissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-

nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-

tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

 

5. 

5.1. 

Die Beschwerdeführerin wurde im Rahmen der polydisziplinären Begutach-

tung fachärztlich umfassend und in Kenntnis der Vorakten (VB 112.3) so-

wie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden (VB 112.4 S. 2 ff.; 

VB 112.5 S. 1 ff.; VB 112.6 S. 1 ff.) untersucht. Das Gutachten beruht auf 

allseitigen Untersuchungen der beteiligten medizinischen Fachrichtungen 

und bezieht die entsprechenden Teilgutachten mit ein (VB 112.2). Im Rah-

men der Begutachtung wurde zudem eine Laboruntersuchung durchge-

führt (VB 112.8). Die Beurteilung der medizinischen Situation sowie die 

fachärztlichen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet 

(VB 112.2; VB 112.4 S. 5 f.; VB 112.5 S. 5 f.; VB 112.6 S. 6 ff.). Das Gut-

achten wird den von der Rechtsprechung formulierten Anforderungen an 

eine beweiskräftigte medizinische Stellungnahme demnach gerecht 

(vgl. E. 4.), wovon auch RAD-Arzt Dr. med. E., Facharzt für Allgemeine In-

nere Medizin, in der versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 

18. Februar 2019 ausging (VB 116 S. 3). Das Gutachten ist somit grund-

sätzlich geeignet, den Beweis für den anspruchserheblichen medizinischen 

Sachverhalt zu erbringen. 

 

5.2. 

5.2.1. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, auf das ABI-Gutachten könne nicht 

abgestellt werden. Das psychiatrische Teilgutachten sei ohne Kenntnis der 

Vorakten erstellt worden, da kein Bericht bei der behandelnden Psychiate-

rin eingeholt worden sei. Die Diagnoseliste im Gutachten sei im Übrigen 

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nicht vollständig, da gemäss der behandelnden Psychiaterin die Kriterien 

einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung erfüllt seien. Es sei 

fraglich, ob "genügend exploriert worden sei", da bei traumatisierten Men-

schen ein explizites Nachfragen notwendig und die Dauer der Befragung 

sehr kurz gewesen sei (Beschwerde, S. 3 f.). 

 

5.2.2. 

Die Beschwerdeführerin wurde am 20. November 2018 psychiatrisch be-

gutachtet (VB 112.2 S. 2), wobei die Untersuchung "zwischen 08.00 und 

09.00 Uhr" stattfand (VB 112.5 S. 4). In den Akten, die zu diesem Zeitpunkt 

vorgelegen hatten, finden sich die Berichte der Psychiatrischen Dienste K. 

(PD K), Memory Clinic, vom 30. November 2017 (VB 102 S. 17 ff.) und vom 

14. Dezember 2017 (VB 94) sowie ein Bericht von Dr. med. F. und med. 

pract. G., beide Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. April 

2018 (VB 96). Dr. med. F., bei dem die Beschwerdeführerin seit dem 8. Mai 

2017 in Behandlung war, diagnostizierte unter anderem eine somatische 

Belastungsstörung bei Morbus Sudeck (CRPS), eine multifaktoriell be-

dingte kognitive Störung, eine posttraumatische Belastungsstörung, eine 

Persönlichkeitsakzentuierung mit ängstlich-unsicheren und abhängigen 

Zügen und ein komplexes therapieresistentes rezidivierendes Schmerz-

syndrom in der rechten Hand und Schulter (CRPS Typ I / Rezidiv eines 

Morbus Sudeck; VB 96 S. 1). Diese Berichte waren dem psychiatrischen 

Gutachter bekannt. Sie wurden einerseits im Aktenzusammenzug aufge-

führt (vgl. VB 112.3 S. 2; S. 5 ff.) und andererseits nahm der psychiatrische 

Gutachter im Rahmen der "Diskussion zu den Akten" Stellung zum Bericht 

von Dr. med. F. und med. pract. G. (vgl. VB 112.5 S. 6). 

 

5.2.3. 

Kurz vor der Begutachtung im ABI hatte die Beschwerdeführerin den psy-

chiatrischen Behandler gewechselt; seit dem 3. September 2018 befindet 

sie sich bei der Psychologin H. und Dr. med. I., Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapie, in Behandlung (VB 145 S. 1). In deren von der Be-

schwerdegegnerin erst nach der Begutachtung eingeholten Bericht vom 

6. April 2020 wurden die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Stö-

rung, gegenwärtig remittiert, einer komplexen posttraumatischen Belas-

tungsstörung, einer selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung und einer dis-

soziativen Bewegungsstörung gestellt. Es wurde festgehalten, den Be-

handlerinnen sei bewusst, dass es eine grosse Schnittmenge zwischen der 

selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung, der komplexen posttraumati-

schen Belastungsstörung und der dissoziativen Bewegungsstörung gebe. 

Aufgrund der Komplexität könnten die vorhandenen Symptome jedoch 

nicht eindeutig einer Diagnose zugeordnet werden (VB 145 S. 5).  

 

Soweit die versicherte Person dem Gutachten die abweichenden Beurtei-

lungen behandelnder Ärzte gegenüberstellen lässt, trifft es zwar grundsätz-

lich zu, dass die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende 

 - 7 - 

 

 

 

Betreuung durch einen behandelnden Arzt oft wertvolle Erkenntnisse zu 

erbringen vermag. Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des 

therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag 

des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits 

(BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) lässt es aber nicht zu, ein Administrativ- oder 

Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Ab-

klärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden 

Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine 

abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige 

Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un-

gewürdigt geblieben sind (vgl. statt vieler: SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, 

I 514/06 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_425/2019 vom 10. Sep-

tember 2019 E. 3.4 mit Hinweisen). 

 

Die von der Psychologin H. und Dr. med. I. gestellte Diagnose einer post-

traumatischen Belastungsstörung findet sich bereits als Verdachtsdiag-

nose in den Berichten der PD K (vgl. VB 102 S. 18; VB 94 S. 3) und als 

Diagnose im Bericht von Dr. med. F. (VB 96 S. 1). Dem psychiatrischen 

Gutachter war somit bekannt, dass die behandelnden Psychiater von die-

ser Diagnose ausgingen; im Weiteren waren ihm aus den Akten und der 

Anamnese auch die Ereignisse bekannt, die gemäss der Psychologin H. 

und Dr. med. I. Auslöser der PTBS waren (ständige verbale Abwertungen 

durch die Mutter in der Kindheit, Bedrohung durch den Expartner mit einer 

Waffe, Autounfall [VB 145 S. 5], vgl. VB 112.5 S. 2 f.). Im Bericht der Psy-

chologin H. und von Dr. med. I. werden somit keine Aspekte genannt, die 

im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind. 

Im Hinblick darauf, dass von medizinischen Experten eine in Kenntnis der 

Aktenlage gebildete eigenständige Beurteilung erwartet wird, wozu es kei-

ner ausdrücklichen Stellungnahme zu jeder einzelnen abweichenden Mei-

nung bedarf (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2008 vom 25. Feb-

ruar 2009 E. 3), ist somit nicht zu beanstanden, dass der psychiatrische 

Gutachter, der durchaus anerkannte, dass die Beschwerdeführerin "ver-

schiedene[ ] biographische[ ] Ereignisse noch nicht [habe] verarbeiten kön-

nen", hinsichtlich der fraglichen Störung lediglich festhielt, in der Anam-

neseerhebung und in den beklagten Befunden habe er keine Hinweise für 

eine posttraumatische Belastungsstörung finden können (VB 112.5 S. 6). 

 

Im Bericht vom 6. April 2020 wurde weiter eine selbstunsichere Persönlich-

keitsstörung diagnostiziert (vgl. VB 145 S. 5). Bereits im ABI-Gutachten fin-

den sich Ausführungen zur Persönlichkeit der Beschwerdeführerin. Der 

psychiatrische Gutachter hielt allerdings fest, Hinweise für eine Persönlich-

keitsstörung lägen nicht vor (VB 112.5 S. 4). Er stellte jedoch die Diagnose 

einer ängstlich-unsicheren Persönlichkeitsakzentuierung, die keine Auswir-

kungen auf die Arbeitsfähigkeit habe. Er begründete die Diagnose damit, 

dass die biographische Entwicklung der Beschwerdeführerin durch Unsi-

cherheit und Ängstlichkeit mit geringem Selbstvertrauen geprägt sei 

 - 8 - 

 

 

 

(VB 112.5 S. 5). Auch in diesem Zusammenhang ergeben sich aus dem 

Bericht der Behandlerinnen vom 6. April 2020 keine Aspekte, die im Rah-

men der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind, womit 

auf die Beurteilung im Gutachten abzustellen ist. 

 

Die von der Psychologin H. und Dr. med. I. gestellte Diagnose einer disso-

ziativen Bewegungsstörung (VB 145 S. 5) wird im Bericht vom 6. April 2020 

nicht begründet, so dass nicht weiter darauf einzugehen ist. 

 

5.2.4. 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Stellungnahme des 

RAD-Arztes Dr. med. E. vom 6. Mai 2020 (VB 147) zum Bericht der Psy-

chologin H. und Dr. med. I. vom 6. April 2020 sei nicht beweistauglich, da 

Dr. med. E. über keine Fachausbildung in Psychiatrie verfüge (vgl. Be-

schwerde, S. 4), ist festzuhalten, dass vorliegend vollumfänglich auf den 

psychiatrischen Teil des Gutachtens abgestellt werden kann (vgl. 

E. 5.2.1 ff.). Weiterungen zum Beweiswert der RAD-Stellungnahme vom 

6. Mai 2020 erübrigen sich daher. 

 

5.3. 

5.3.1. 

Die Beschwerdeführerin rügt weiter, das orthopädische Teilgutachten sei 

in Bezug auf die CRPS-Diagnose nicht schlüssig. Sodann sei es seit der 

Begutachtung zu einer Verschlechterung ihres somatischen Gesundheits-

zustandes gekommen (Beschwerde, S. 4 f.). 

 

5.3.2. 

Die behandelnden Ärzte diagnostizierten bei der Beschwerdeführerin ein 

CRPS an der rechten dominanten Hand bei Status nach A2-Ringbandre-

konstruktion Dig I und Vorderarm-Faszienflap rechts am 5. Januar 2016 

(vgl. statt vieler Bericht der Universitätsklinik L. vom 16. März 2018 in 

VB 102 S. 9). 

 

Dem orthopädischen Gutachter war diese Diagnose bekannt (vgl. Aktenzu-

sammenzug in VB 112.3 S. 5 f.; sowie die anamnestischen Angaben der 

Beschwerdeführerin in VB 112.8 S. 1 f.). Im Rahmen der Beurteilung hielt 

er fest, auffallend seien eine erheblich ausgeprägte Druckdolenz bezie-

hungsweise Berührungsempfindlichkeit an Ellbogen und Hand der rechten 

Seite bei allerdings fehlenden Hinweisen für eine längerdauernde Scho-

nung dieser Extremität (VB 112.6 S. 8 f.). Es würden keine Schwellung an 

Daumen und Handrücken samt Rötung bestehen (VB 112.6 S. 10, S. 5). 

Entsprechend diagnostizierte der Gutachter chronische Handbeschwerden 

bei Status nach diversen Eingriffen und hielt fest, es bestehe klinisch aktuell 

kein klarer Hinweis für ein CRPS (VB 112.6 S. 6 f.). Die vom Gutachter er-

hobenen Befunde (Berührungsempfindlichkeit, keine Schwellung, praktisch 

freie Beweglichkeit, vgl. VB 112.6 S. 5 und S. 8) decken sich im Übrigen 

 - 9 - 

 

 

 

mit den nach der Begutachtung am 18. April 2019 in der Universitätskli-

nik L. erhobenen Befunden, wo von einem CRPS in partieller Remission 

ausgegangen wurde (VB 123 S. 4 f.). 

 

Nach der Rechtsprechung kommt es invalidenversicherungsrechtlich nicht 

auf die (genaue) Diagnose an, sondern darauf, welche Auswirkungen eine 

Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit hat (Urteil des Bundesge-

richts 9C_216/2018 vom 7. September 2018 E. 3.6 mit Hinweis). So attes-

tierte der orthopädische Gutachter der Beschwerdeführerin – genauso wie 

die behandelnden Ärzte (vgl. Berichte der Universitätsklinik L. vom 18. April 

2019, VB 123 S. 5, und vom 6. Dezember 2017, VB 102 S. 16) – eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (VB 112.6 

S. 11). Im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepass-

ten Tätigkeit berücksichtigte der Gutachter die sich aus den Handbe-

schwerden ergebenden funktionellen Einschränkungen, indem er der Be-

schwerdeführerin aus orthopädischer Sicht eine 80%ige Arbeitsfähigkeit für 

körperlich sehr leichte Verrichtungen unter Wechselbelastung attestierte, 

wobei ein wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 5 kg ebenso 

wie der Einsatz der rechten oberen Extremität oberhalb des Brustniveaus 

vermieden werden sollte (VB 112.6 S. 11). 

 

5.4. 

5.4.1. 

Im Zusammenhang mit der von der Beschwerdeführerin geltend gemach-

ten Verschlechterung ihres somatischen Gesundheitszustands ergibt sich 

aus den Akten, dass sie nach der Begutachtung im ABI weiterhin in der 

Universitätsklinik L. in Behandlung war. 

 

5.4.2. 

Im Bericht vom 15. Juli 2019 wurde bei der Beschwerdeführerin (unter an-

derem) die Diagnose einer Epicondylitis radialis Ellbogen links gestellt. Es 

wurde festgehalten, klinisch imponiere ein klassischer sogenannter Tenni-

sellbogen links, wahrscheinlich aufgrund der Überbelastung bei vermehr-

tem Einsatz des linken Armes (VB 128). Diesbezüglich hielt RAD-Arzt 

Dr. med. E. in der Stellungnahme vom 10. September 2019 fest, "der neu 

aufgetretene "Tennisellbogen spreche in der Regel auf vorübergehende 

Ruhigstellung sowie lokale Massnahmen (Infiltrationen) an und rechtfertige 

gegebenenfalls eine vorübergehende, aber keine längerdauernde Beein-

trächtigung der Arbeitsfähigkeit (VB 131 S. 2). In der Folge wurde zwar die 

Diagnose Epicondylitis radialis weiterhin in den Berichten der Universitäts-

klinik L. aufgeführt (ergänzt mit dem Hinweis auf eine Epicondylitis ulnaris), 

Anamnese- oder Befunderhebungen dazu finden sich in den Akten aber 

nicht mehr (vgl. Berichte vom 29. Januar 2020, VB 151 S. 9; vom 6. Mai 

2020, VB 151 S. 6; vom 9. Juni 2020, VB 152 S. 3; und vom 24. August 

 - 10 - 

 

 

 

2020, VB 158 S. 3). Damit ist diesbezüglich lediglich von einer vorüberge-

henden bzw. nicht erheblichen Beeinträchtigung des Gesundheitszustan-

des der Beschwerdeführerin auszugehen. 

 

5.4.3. 

Die Beschwerdeführerin verweist weiter auf ihre Schulterbeschwerden. 

Diese bestehen seit mindestens dem Jahr 2016, wurde doch bereits im Be-

richt vom 8. April 2016 der Universitätsklinik L. die Diagnose "Chron. Schul-

terbeschwerden rechts bei Tendinitis calcarea Supra-/Infraspinatussehne" 

gestellt (VB 54 S. 1). Der orthopädische Gutachter stellte entsprechend die 

Diagnose von chronischen Nacken-, Schulter- und Armbeschwerden der 

dominanten rechten Seite mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, bei 

"radiologisch Tendinopathie der Rotatorenmanschette, leichte Degenera-

tion des Akromioklavikulargelenkes, SLAP-Läsion, Tendinitis calcarea und 

regelrechter Befund der HWS" (VB 112.6 S. 7). Der Gutachter berücksich-

tigte dann auch die sich aus den Schulterbeschwerden ergebenden Ein-

schränkungen bei der Formulierung des Belastungsprofils einer angepass-

ten Tätigkeit (vgl. VB 112.6 S. 11). 

 

Am 7. Januar 2021 wurden an der rechten Schulter eine Schulterarthrosko-

pie, AC-Resektion, Bizepstenotomie und Bursektomie durchgeführt 

(vgl. Operationsbericht in VB 167 S. 4 f.). Im Bericht zur Verlaufskontrolle 

nach sechs Wochen wurde festgehalten, das CRPS sei wie erwartet post-

operativ exazerbiert. Diesbezüglich sei die Patientin unter Behandlung. Es 

werde zudem noch Physiotherapie zur exzentrischen Beübung bzw. Deh-

nung der Ellbogenextensoren und -flexoren rezeptiert. Hinsichtlich der 

rechten Schulter bestehe ein regelrechter Verlauf (VB 170 S. 2). Im Bericht 

vom 31. Mai 2021 zur Verlaufskontrolle nach sechs Monaten wurde festge-

halten, es zeige sich noch eine etwas eingeschränkte glenohumerale Be-

weglichkeit. Erfreulicherweise sei es jedoch nicht zu einem Vollbild eines 

CRPS gekommen. Die Physiotherapie und auch die Wassertherapie wür-

den forciert ausgebaut, um noch die Capsulitiskomponente weiter zu be-

handeln. Es sei von einem positiven Spontanverlauf auszugehen (VB 173 

S. 3).  

 

5.5. 

Die medizinischen Berichte aus der Zeit nach der Begutachtung beziehen 

sich somit auf bereits vorbestehende Gesundheitsbeschwerden, die im 

Rahmen der Begutachtung berücksichtigt worden sind. Darauf wies auch 

RAD-Arzt Dr. med. E. in der Stellungnahme vom 20. Juli 2021 hin, in der er 

festhielt, sowohl im Schulter- wie auch im Handbereich gebe es eine lange 

Vorgeschichte mit multiplen Interventionen, was sich fortgesetzt habe. Es 

sei wiederum zu einer Infiltration im Daumensattelgelenk rechts bei progre-

dienter Rhizarthrose gekommen; zudem auch zu Degenerationen im Dau-

menendgelenk. Auch die Schulterproblematik rechts sei vorbestehend, es 

sei zu einer vorübergehenden Verschlechterung gekommen, aber mit dem 

 - 11 - 

 

 

 

im Januar 2021 erfolgten Eingriff werde eine gute Prognose gestellt, und 

es sei eine Besserung der Schultermobilität zu erwarten (VB 175 S. 3). Die 

von Dr. med. E. basierend darauf gezogene Schlussfolgerung, dass das 

gutachterlich-orthopädisch erstellte Belastungsprofil (körperlich sehr 

leichte Verrichtung unter Wechselbelastung, ohne Staub-, Nässe- oder 

Feuchtigkeitsexposition, ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten 

über fünf Kilogramm und ohne Einsatz der rechten oberen Extremität ober-

halb des Brustniveaus, VB 112.2 S. 7) nach wie vor gültig sei (VB 175 S. 3), 

erscheint schlüssig und nachvollziehbar. 

 

Nachdem keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der Beurteilungen von Dr. med. E. vom 10. September 2019 

und vom 20. Juli 2021 bestehen, sind keine weitergehenden Abklärungen 

erforderlich (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Oktober 2019 

9C_415/2019 E. 4.2). Aus den medizinischen Berichten ab 2019 ergibt sich 

somit keine Änderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin 

mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seit dem Gutachten vom 25. Ja-

nuar 2019. Sie vermögen damit die Schlussfolgerungen des ABI-Gut-

achtens vom 25. Januar 2019 nicht in Frage zu stellen. 

 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sie leide zusätzlich an 

Schmerzen am rechten Fuss, ohne darzulegen, dass und gegebenenfalls 

inwiefern sich dies auf ihre Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 

und/oder ihre Leistungsfähigkeit im Haushaltsbereich auswirke (Be-

schwerde, S. 5), finden sich hierfür keine Anhaltspunkte in den medizini-

schen Akten, so dass sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. 

 

5.6. 

Zusammenfassend ist somit zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin weiterhin auf das beweiskräftige ABI-Gutachten vom 

25. Januar 2019 abzustellen. Die Beschwerdeführerin ist somit in ihrer an-

gestammten Tätigkeit seit dem 5. Januar 2016 vollständig arbeitsunfähig. 

In einer ihren gesundheitlichen Einschränkungen angepassten Tätigkeit ist 

die Beschwerdeführerin hingegen seit dem 5. Januar 2016 zu 70 % arbeits-

fähig (VB 112.2 S. 7). 

 

6. 

In der angefochtenen Verfügung vom 5. Oktober 2021 ging die Beschwer-

degegnerin gestützt auf den Bericht über die Abklärung an Ort und Stelle 

vom 7. Juni 2019 (VB 124) davon aus, dass die Beschwerdeführerin als 

teilerwerbstätig mit Aufgabenbereich (Erwerbstätigkeit 60 %; Haushalt 

40 %) zu qualifizieren und im Haushaltsbereich zu 21 % in ihrer Leistungs-

fähigkeit eingeschränkt sei. Sie ermittelte den Invaliditätsgrad in Anwen-

dung der gemischten Methode für die Zeit von Januar 2017 (nach Ablauf 

des Wartejahrs) bis am 31. Dezember 2017 in Anwendung des bis 31. De-

 - 12 - 

 

 

 

zember 2017 gültigen Berechnungsmodells (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_462/2017 vom 30. Januar 2018 E. 5.3. in fine mit Hinweisen) und 

für die Zeit danach nach der neuen Berechnungsmethode gemäss 

Art. 27bis Abs. 3 IVV (VB 177 S. 2 f.). Die von der Beschwerdegegnerin so 

vorgenommene Ermittlung des Invaliditätsgrads wird von der Beschwerde-

führerin – nach Lage der Akten zu Recht – nicht gerügt (BGE 119 V 347 

E. 1a S. 349 f., 110 V 48 E. 4a S. 52 f.), womit darauf abzustellen ist. 

 

Es ist somit auf den durch die Beschwerdegegnerin ermittelten Invaliditäts-

grad von 15 % ab 1. Januar 2017 bzw. 31 % ab 1. Januar 2018 abzustellen. 

Damit besteht nach Art. 28 Abs. 1 IVG kein Anspruch auf eine Invaliden-

rente. 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.  

 

7.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als So-

zialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch 

auf Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

  

 - 13 - 

 

 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführerin  (Vertreterin; 2-fach)   

die Beschwerdegegnerin    

das Bundesamt für Sozialversicherungen 
 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 
   

Aarau, 3. Mai 2022 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Kathriner Junghanss