# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 878076a4-d59d-5e1a-86c2-6418b4707f67
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-04-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 21.04.2008 SKG 2008 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKG-2008-5_2008-04-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 21. April 2008/kj Schriftlich mitgeteilt am: 
SKG 08 5

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Riesen-Bienz und Zinsli
Aktuar ad hoc Corrado

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In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

der H o t e l  B .  A G , Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin,

gegen

den Konkursentscheid des Bezirksgerichtspräsidenten X. vom 13. März 2008, mit-
geteilt am gleichen Tag, in Sachen des A., Gesuchsteller und Beschwerdegegner, 
vertreten durch Confidar Treuhand AG, Schulstrasse 59, 7130 Ilanz, gegen die Be-
schwerdeführerin, 

betreffend Konkurseröffnung,

wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 14. März 2008 samt mitgereichten 
Akten, in die von der Vorinstanz und vom Konkursamt X. sowie vom Betreibungsamt 
Z. zugestellten Verfahrensakten sowie in Erwägung, 

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- dass das Bezirksgerichtspräsidium X. am 13. März 2008 auf Gesuch von A. 
per 13. März 2008, 9.15 Uhr, über die Hotel B. AG den Konkurs eröffnete,

- dass die Hotel B. AG dagegen am 14. März 2008 beim Kantonsgerichtsaus-
schuss von Graubünden Beschwerde erhob und die Aufhebung des Konkur-
serkenntnisses beantragte,

- dass die Beschwerde insbesondere damit begründet wurde, dass der das 
Konkursbegehren stellende Gläubiger aufgrund eines unwiderruflichen Zah-
lungsversprechens der Schuldnerin das Konkursbegehren zurückgezogen 
habe, und im Übrigen versucht wurde, die Zahlungsfähigkeit der Beschwer-
deführerin darzulegen,

- dass das Bezirksgerichtspräsidium X. auf eine Vernehmlassung verzichtet 
hat und von A. keine Stellungnahme eingegangen ist, 

- dass gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG das obere Gericht die Konkurseröffnung 
aufheben kann, wenn der Schuldner mit der Einlegung des Rechtsmittels 
seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass 
inzwischen (1.) die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist, 
(2.) der geschuldete Betrag beim oberen Gericht zuhanden des Gläubigers 
hinterlegt ist oder (3.) der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses ver-
zichtet hat, 

- dass A. am 14. März 2008 aufgrund eines unwiderruflichen Zahlungsverspre-
chens der Raiffeisenbank C. vom 13. März 2008, ihm (A.) Fr. 16'550.-- zu 
bezahlen, den Rückzug der Konkurseingabe erklärte, was einem Verzicht auf 
die Durchführung des Konkurses im Sinne der genannten Gesetzesbestim-
mung gleich kommt, 

- dass der Kantonsgerichtspräsident im Zusammenhang mit der Prüfung der 
Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin beim Betreibungsamt Z. einen bereinigten 
Betreibungsauszug einholte, welcher am 7. April 2008 zugestellt wurde, 

- dass daraus ersichtlich ist, dass vom 1. Januar 2005 bis 7. April 2008, 65 
Betreibungsverfahren gegen die Hotel B. AG im Gesamtbetrag von Fr. 
496'887.65 eingeleitet wurden, 

- dass zahlreiche Betreibungen infolge Zahlung oder Rückzug des Fortset-
zungsbegehrens in der Zwischenzeit erledigt sind, 

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- dass indessen einige Betreibungen im Stadium der Konkursandrohung im 
Gesamtbetrag von rund Fr. 50'000.-- offen sind, 

- dass das Kantonsgerichtspräsidium die Hotel B. AG mit Schreiben vom 10. 
April 2008 auf diesen Umstand hinwies und darlegte, dass deshalb gewisse 
Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Schuldnerin aufkommen könnten,

- dass die Hotel B. AG in der Folge dem Betreibungsamt Z. am 18. April 2008 
den Betrag von Fr. 70'000.-- zukommen liess,

- dass das Betreibungsamt Z. nach Aufhebung der Konkurseröffnung diese 
Gelder zunächst zur Bezahlung aller offenen Betreibungen im Stadium der 
Konkursandrohung zu verwenden hat und den Restbetrag in Absprache mit 
der Schuldnerin zur Bezahlung weiterer in Betreibung gesetzter Forderungen 
einzusetzen hat, 

- dass unter diesen Umständen die Zahlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
zu bejahen ist, so dass der angefochtene Konkursentscheid aufzuheben ist, 

- dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Beschwerdefüh-
rerin gehen,

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erkannt :

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Konkurseröffnung über die Hotel 
B. AG aufgehoben.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 500.-- gehen zu Lasten der 
Beschwerdeführerin.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b/Art. 74 
Abs. 2 lit. d des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen 
an das Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem 
Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG 
vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren 
der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG. 

4. Mitteilung an:

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Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident: Der Aktuar ad hoc: