# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22221aa0-9604-5557-a98a-56993cf79310
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.05.2016 200 2014 1129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1129_2016-05-11.pdf

## Full Text

200 14 1129 IV
SCP/COC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Mai 2016

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________ 
vertreten durch B.________ 
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Oktober 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2016, IV/14/1129, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Dem 1975 geborenen A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
fiel gemäss Schadenmeldung vom 13. August 2007 am 3. August 2007 bei 
der Arbeit ein Balken auf den Kopf (Akten der Invalidenversicherung [IV; 
act. II] 9 S. 41). Die C.________, bei welcher der Versicherte gegen die 
Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert war, richtete bezüg-
lich dieses Ereignisses die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus (vgl. 
act. II 9 S. 12 f.). Mit Verfügung vom 29. Oktober 2010 (act. II 47) stellte die 
C.________ diese per 31. November 2010 ein, da die weiterhin geklagten 
Beschwerden in keinem adäquaten Kausalzusammenhang zum besagten 
Ereignis stünden. Ferner verneinte sie einen Anspruch auf eine Invaliden-
rente und eine Integritätsentschädigung. 

B.

Am 26. Mai 2008 hatte sich der Versicherte unter Hinweis auf seit dem Un-
fall von August 2007 bestehende multiple Beschwerden bei der IV zum 
Leistungsbezug angemeldet (act. II 2). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) medizinische und erwerbliche Erhebungen 
durch. Dabei liess sie den Versicherten insbesondere durch die Fachärzte 
des MEDAS D.________ polydisziplinär begutachten (Gutachten vom 
29. Juni 2009; act. II 29). Gestützt auf die Ergebnisse der getätigten Erhe-
bungen verneinte die IVB mit Verfügung vom 2. Oktober 2009 (act. II 37) 
mangels invalidisierenden Gesundheitsschadens einen Anspruch auf Leis-
tungen der IV. Eine hiergegen erhobene Beschwerde (act. II 40 S. 3) wies 
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 10. Juni 2010, 
IV/2009/1148, ab (act. II 44). 

Im weiteren Verlauf zog der Versicherte eine Neuanmeldung vom 15. Fe-
bruar 2011 (act. II 49) am 15. April 2011 vorbehaltlos zurück (act. II 64). 

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C.

Am 5. Dezember 2012 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV zum 
Leistungsbezug an (act. II 67). Daraufhin führte die IVB medizinische und 
erwerbliche Erhebungen durch. Dabei veranlasste sie eine polydisziplinäre 
Begutachtung durch die Fachärzte der MEDAS E.________ (Gutachten 
vom 9. Oktober 2013; act. II 89.2) und eine psychiatrische Untersuchung 
durch Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD; act. II 107). Mit Vorbescheid vom 
9. Juli 2014 (act. II 109) stellte die IVB mangels invalidisierenden Gesund-
heitsschadens die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Mit 
diesem Vorbescheid zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden (act. II 
114). Nach Einholung einer Stellungnahme beim RAD (act. II 119) verfügte 
die IVB am 27. Oktober 2014 wie im Vorbescheid angekündigt und wies 
das Leistungsbegehren ab (act. II 120).

D.

Hiergegen erhebt der Versicherte am 25. November 2014 Beschwerde und 
beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zuspra-
che von Leistungen der IV (Rente und berufliche Massnahmen). Gleichzei-
tig stellt er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

Mit Eingabe vom 17. Dezember 2014 verzichtet die Beschwerdegegnerin 
auf eine ausführliche Stellungnahme in Form einer Beschwerdeantwort und 
schliesst auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 26. April 2016 zog der Beschwerdeführer, nunmehr ver-
treten durch die B.________, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
aufgrund der erteilten Kostengutsprache seiner Rechtschutzversicherung 
für das Beschwerdeverfahren implizit zurück.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. Oktober 2014 
(act. II 120). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Leistungen der IV. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 
SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

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urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-
Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-
prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 
Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuan-
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu verge-
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-
rung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vor-
zugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der IV-Grad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-
fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich 
noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. 
Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem 
Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auf 
die Neuanmeldung vom 5. Dezember 2012 (act. II 67) eingetreten ist. Folg-

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lich ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu überprüfen (BGE 109 V 
108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen der leistungsabweisenden 
Verfügung vom 2. Oktober 2009 (act. II 37), welche auf Beschwerde hin 
vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 10. Juni 2010, 
IV/2009/1148 (act. II 44), bestätigt wurde, und der hier angefochtenen Ver-
fügung vom 27. Oktober 2014 (act. II 120) eine anspruchsbegründende 
Veränderung der erheblichen Tatsachen eingetreten ist.

3.2 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Verfügung vom 2. Oktober 
2009, in welcher das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsscha-
dens verneint wurde (act. II 37 S. 1), massgeblich auf das polydisziplinäre 
Gutachten der MEDAS D.________ vom 29. Juni 2009 (act. II 29). In die-
sem diagnostizierten die Gutachter mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) und einen Status nach 
Arbeitsunfall im August 2007 mit Commotio cerebri/milder traumatischer 
Hirnschädigung (ICD-10 S06.0) und HWS-Kontusions- resp. Distorsions-
trauma (ICD-10 S13.6). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führten sie 
insbesondere ein Thorako-Lumbovertebralsyndrom (ICD-10 M54.5, M54.6), 
eine Migräne ohne Aura (ICD-10 G43.1), eine Störung durch multiplen 
Substanzkonsum, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F19.20), und eine aktive 
Hepatitis C-Infektion ohne klinische Auswirkungen (ICD-10 B18.2) an 
(S. 16 Ziff. 5). Aus neurologischer Sicht bestünden keine objektiven Folgen 
des Unfalls von August 2007. Als Ursache der angegebenen thorakalen 
und lumbalen Rückenschmerzen hätten eine leichte Torsionsskoliose so-
wie eine muskuläre Insuffizienz festgestellt werden können. Daher seien 
körperlich schwere Tätigkeiten ungeeignet. Für eine körperlich leichte bis 
intermittierend mittelschwere Tätigkeit bestehe eine volle Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit. Aus internistischer Sicht bestünden ausser der muskulären 
Dysbalance der Rumpfmuskulatur weitgehend unauffällige Befunde. Klini-
sche Auswirkungen der aktiven Hepatitis C fänden sich nicht. Die Arbeits-
fähigkeit sei aus internistischer und anderweitiger somatischer Sicht nicht 
eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht sei aufgrund der leichten depres-
siven Episode die Arbeitsfähigkeit um 20% vermindert. Aus polydisziplinä-
rer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, für eine körperlich leichte bis 
intermittierend mittelschwere Tätigkeit bestehe eine 80%-ige Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit (vollschichtig umsetzbar, S. 17 Ziff. 6.2).

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3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 27. Oktober 2014 (act. II 120) 
liegen insbesondere folgende Berichte zugrunde: 

3.3.1 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, führte im Bericht vom 4. Dezember 2012 (act. II 70) an, der Be-
schwerdeführer habe ab Beginn des Jahres 2012 berichtet, dass er seit 
dem 14./15. Lebensjahr unter akustischen Halluzinationen (Stimmenhören) 
leide und in der Folge den Drogenkonsum begonnen habe, welcher ihm 
bezüglich der Halluzinationen eine Erleichterung verschafft habe. Seit eini-
gen Jahren konsumiere er keine Drogen mehr, nehme jedoch 40 mg Me-
thadon pro Tag gegen die chronischen Schmerzen. Diese hätten sich et-
was verbessert. Seit dem Unfall im Jahr 2008 (richtig: 2007) leide der Be-
schwerdeführer neu unter gelegentlich auftretenden Angst- und Panikatta-
cken sowie unter ihn praktisch chronisch begleitend-kommentierenden 
Stimmen. Unter der Behandlung mit Psychotherapie, Antidepressiva und 
Antipsychotika/Neuroleptika gehe es ihm leider nur minimal besser. Seit 
Beginn des Jahres 2012 bestehe neu der Verdacht, dass der Beschwerde-
führer, beginnend in der Pubertät, unter rezidivierenden psychotischen Ein-
brüchen resp. unter einer chronischen, paranoid-halluzinatorischen Schizo-
phrenie leide. Ferner klage er weiterhin über unfallbedingte Schmerzen. 
Seit dem Unfall im Jahr 2008 (richtig: 2007) bestehe eine 100%-ige Ar-
beitsunfähigkeit (S. 1 f.).

3.3.2 Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
diagnostizierte im undatierten Bericht, welcher der Beschwerdegegnerin 
am 24. Januar 2013 zugegangen ist (act. II 75), mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit chronifizierte Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich, einen Ver-
dacht auf kognitive Einbussen und eine posttraumatische Belastungs-
störung. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte sie eine Hepati-
tis C und eine Polytoxikomanie an (S. 2 Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer 
leide seit dem Unfall unter chronischen Schmerzen im Kopf/Nacken und 
unter Taubheitsgefühlen im rechten Arm und Bein (S. 3 Ziff. 1.4). Mit der 
Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden. 
Der Beschwerdeführer sei selbst im Alltag teils körperlich überfordert. Eine 
leichte regelmässige Tätigkeit sei aber erstrebenswert (S. 4 Ziff. 1.7 und 
1.9). Eine Arbeitsunfähigkeit sei nicht attestiert worden (S. 3 Ziff. 1.6).

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3.3.3 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS E.________ vom 9. Ok-
tober 2013 (act. II 89.2) wurden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine 
sonstige anhaltende wahnhafte Störung (ICD-10 F23.8) und ein chroni-
scher posttraumatischer Kopfschmerz bei leichtem Schädelhirntrauma 
(ICD-10 G44.31) diagnostiziert. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führ-
ten die Gutachter insbesondere eine Zwangsstörung, vorwiegend Zwangs-
handlungen (ICD-10 F42.1), einen Status nach Konsum von verschiedenen 
Drogen im Rahmen einer Selbstbehandlung (ICD-10 F19.20), unspezifi-
sche Restbeschwerden nach Nackenkontusion (ICD-10 S10.85) und eine 
leicht aktive Hepatitis C an (S. 43 Ziff. 8.1). Aus psychiatrischer Sicht be-
stehe die Tendenz zu einem Wahn mit anhaltenden Stimmen. Daneben 
gebe es Hinweise für eine Zwangsstörung im Sinne von Zwangshandlun-
gen. Hinweise auf eine affektive Erkrankung im Sinne einer depressiven 
Störung fänden sich nicht. Ebenso könne zurzeit keine Suchtmittelproble-
matik erhoben werden. Die geäusserte Angstsymptomatik sei nicht im 
Rahmen einer Angsterkrankung, sondern eher im Zusammenhang mit der 
wahnhaften Störung zu sehen (S. 30 Ziff. 5.4.3). Aus psychiatrischer Sicht 
bestehe aufgrund der wahnhaften Störung im ersten Arbeitsmarkt eine 
mindestens 70%-ige Arbeitsunfähigkeit. Zwar könne der Beschwerdeführer 
mit eigenen Kompensationsmechanismen eine gewisse Arbeitsfähigkeit 
kurzfristig aufrechterhalten, diese könne aber nicht langfristig verwertet 
werden. Er sollte in geschütztem Rahmen eingesetzt werden, wo er ver-
mutlich mittelfristig eine 60%–70%-ige Arbeitsfähigkeit erreichen könne. Als 
Auslöser sei der Unfall (von August 2007) zu sehen. Seither sei im psychia-
trischen Bereich die Einschränkung sicherlich im genannten Ausmass vor-
handen (S. 31 Ziff. 5.6.1 f.). Aus neurologischer Sicht bestünden aufgrund 
der chronischen Kopfschmerzsymptomatik qualitative Einschränkungen der 
Arbeitsfähigkeit. Auf stressbehaftete Tätigkeiten, sowie Tätigkeiten im 
Wechselschichtbetrieb und Nachtdienst, sollte verzichtet werden. Quantita-
tive Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bestünden dagegen nicht (S. 45 
f. Ziff. 9.1.1). Aus orthopädischer Sicht fänden sich unspezifische Restbe-
schwerden nach Nackenkontusion im Kontext mit dem Arbeitsunfall im Jahr 
2007. Bildgebend zeigten sich keine posttraumatischen Veränderungen. 
Eine somatische Ursache für die angegebenen Schmerzen habe nicht ge-
funden werden können (S. 36 Ziff. 6.9 und S. 45 Ziff. 8.2.3). Eine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe nicht (S. 46 Ziff. 9.1.1). Aus inter-

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nistischer Sicht bestehe keine Lebensqualitäts- oder Arbeitsfähigkeitsbe-
einträchtigung. Bezüglich der Hepatitis C bestehe Stabilität (S. 41 
Ziff. 7.4.3). Aus polydisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, 
die Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der somatischen und psychiatrischen Ein-
schränkungen in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit quantitativ auf 30% (be-
zogen auf ein 100%-Pensum) reduziert. In einer angepassten Tätigkeit 
(einfach strukturiert, genügend Unterstützung und Instruktion, nicht stress-
behaftet, ohne wechselschichtigen Einsatz und Einsatz im Nachtdienst) 
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70% (S. 46 f. Ziff. 9.2.1 f.). 

3.3.4 Der RAD-Psychiater Dr. med. F.________ diagnostizierte im Unter-
suchungsbericht vom 13. Mai 2014 (act. II 107) ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit insbesondere Störungen durch Opioide, ein Abhängigkeits-
syndrom, (Hinweise für) Gebrauch von Cannabinoiden (ICD-10 Z72.2), 
Missbrauch verschiedener psychotroper Substanzen in der Eigenanamne-
se (ICD-10 Z86.4), einen Verdacht auf eine chronische halluzinatorische 
Psychose (ICD-10 F28) sowie einen Status nach aktenanamnestisch an-
gegebenen depressiven Episoden (S. 22 f.). Die psychiatrische Beurteilung 
im Gutachten der MEDAS E.________ weiche von früheren Beurteilungen 
ab, aus welchen keine Hinweise für Wahnstörungen hervorgingen. Bezüg-
lich der diagnostizierten sonstigen anhaltenden wahnhaften Störung, wel-
che seit der Kindheit bestehe, sei anzumerken, dass der Beschwerdeführer 
früher sehr aktiv („hyperaktiv“) gewesen sei, letztlich (wenngleich mit ge-
wissen Problemen) eine berufliche Ausbildung abgeschlossen habe und 
zumindest teilweise beruflich erfolgreich gewesen sei, sodass (trotz vermu-
teter „Kompensationsmechanismen“) nicht von einer relevanten psychi-
schen Beeinträchtigung ausgegangen werden könne. Die ICD-10 Kodie-
rung F19.20 sei ebenfalls nicht nachvollziehbar, da der Beschwerdeführer 
ein Methadonpräparat erhalte, die Untersuchung des Urins auf Methadon 
einen positiven Befund ergeben habe und er somit (in Bezug auf Opioide) 
nicht „abstinent“ gewesen sein könne. Deshalb könne auf die psychiatri-
sche Beurteilung im Gutachten der MEDAS E.________ nicht abgestellt 
werden (S. 28). Die vom Beschwerdeführer angegebenen akustischen 
Wahrnehmungen in Form von Stimmen seien als Pseudohalluzinationen zu 
werten, da er Einsicht in den Trugcharakter habe. Die geltend gemachten 
optischen Wahrnehmungen von Fratzen würden als physiologische Sinnes-

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täuschungen gewertet, da sie (ausser im Schlaf und im Traum) in der Ein-
schlaf- und Aufwachphase nur jeweils über eine Dauer von wenigen Se-
kunden vorhanden seien (S. 29). Eine Verminderung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit könne aus psychiatrischer Sicht nicht begründet werden 
(S. 30). 

3.3.5 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nahm Dr. med. 
G.________ am 13. September 2014 zum Gesundheitszustand Stellung 
(act. II 114 S. 4 f.). Der Beschwerdeführer leide vermutlich seit seinem 
15. Altersjahr an rezidivierend auftretenden akustischen Halluzinationen, 
weshalb er vermutungsweise mit dem jahrelangen Drogenkonsum begon-
nen habe. Er leide seit Jahren an einer atypisch verlaufenden chronischen 
halluzinatorischen Schizophrenie, welche in Kombination mit den körperli-
chen Folgen/Auswirkungen des Arbeitsunfalls ursächlich für die seit Jahren 
bestehende Arbeitsunfähigkeit sei. Eine Drogenabhängigkeit bestehe nicht. 
Eventuell erhöhte Urin- resp. Haaranalysewerte liessen sich durch gele-
gentlichen Konsum von opiathaltigen Substanzen zur Schmerzlinderung 
erklären. Der Gesundheitszustand sei seit Jahren wechselhaft, jedoch nie 
über längere Zeit so, dass der Beschwerdeführer einer geregelten Arbeit 
nachgehen könne. Aufgrund dieser Tatsache und des Verlaufs sei er aktu-
ell und auch zukünftig nicht arbeitsfähig, da von einer deutlichen Verbesse-
rung der gesundheitlichen Probleme nicht auszugehen sei, weshalb ihm 
eine volle IV-Rente zuzusprechen sei (S. 5).

3.3.6 Am 23. Oktober 2014 nahm der RAD-Psychiater Dr. med. 
F.________ nochmals Stellung (act. II 119). Der Eindruck von Dr. med. 
G.________, dass der Beschwerdeführer nicht drogenabhängig sei, stehe 
nicht in Übereinstimmung mit den Akten und der Untersuchung durch den 
RAD. Die durchgeführte Haaranalyse habe einen regelmässigen Konsum 
von Heroin und Hinweis auf (seltenen) Konsum von Cannabis ergeben 
(S. 2). Hinsichtlich der geltend gemachten akustischen Halluzinationen ha-
be der Beschwerdeführer gegenüber dem RAD-Psychiater einen Beginn ab 
dem zehnten bis zwölften Lebensjahr angegeben, was von den Angaben 
von Dr. med. G.________ und anderen Akten abweiche. Weiter fehlten in 
den Berichten von Dr. med. G.________ ICD-Kodierungen und ein ausführ-

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licher Psychostatus (S. 3). Es könne weiterhin vollumfänglich auf den RAD-
Untersuchungsbericht vom 13. Mai 2014 abgestellt werden (S. 4). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5

3.5.1 Aus somatischer (neurologischer, orthopädischer, internistischer) 
Sicht erfüllt das Gutachten der MEDAS E.________ vom 9. Oktober 2013 
(act. II 89.2) die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 3.4 hiervor). Die (somatischen) Gutachter haben sich in ihren ärztlichen 
Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den 
gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers auseinander-
gesetzt und ihre Schlussfolgerungen insbesondere gestützt auf ihre eige-
nen Untersuchungen getroffen. Die Ausführungen in den Beurteilungen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2016, IV/14/1129, Seite 13

medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. 

Hinsichtlich der aus revisionsrechtlicher Sicht zu prüfenden Frage, ob seit 
der leistungsabweisenden Verfügung vom 2. Oktober 2009 (act. II 37) in 
somatischer Hinsicht eine wesentliche Veränderung eingetreten ist, geht 
aus dem besagten Gutachten klar hervor, dass sich der Gesundheitszu-
stand (aus somatischer Sicht) nicht massgebend verändert hat. Der Be-
schwerdeführer machte gegenüber den Gutachtern der MEDAS 
E.________ insbesondere seit dem Unfall vom 3. August 2007 bestehende 
Kopfschmerzen, ein Taubheitsgefühl auf der rechten Seite, Rücken- und 
Nackenschmerzen sowie Schlaflosigkeit geltend (act. II 89.2 S. 20 
Ziff. 3.4.1, S. 24 Ziff. 5.2.1, S. 34 Ziff. 6.4.1, S. 40 Ziff. 7.4.1) und schilderte 
damit nahezu die gleiche Beschwerdesymptomatik wie gegenüber den 
Gutachtern der MEDAS D.________ (act. II 29 S. 5 Ziff. 3.2.1, S. 12 
Ziff. 4.2.1.2). Die Gutachter der MEDAS E.________ stellen denn auch 
(aus somatischer Sicht) keine neuen Diagnosen, die einen massgebenden 
Einfluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit haben (act. II 89.2 S. 45 f. 
Ziff. 9.1.1). Soweit im besagten Gutachten mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit ein chronischer posttraumatischer Kopfschmerz bei leichtem 
Schädelhirntrauma diagnostiziert wird (act. II 89.2 S. 43 Ziff. 8.1.1), stellt 
dies keine massgebende Veränderung der medizinischen Situation dar, 
zumal die Gutachter selber davon ausgehen, dass dieser Kopfschmerz seit 
dem Trauma von August 2007 besteht. Zudem hat der Beschwerdeführer – 
wie bereits dargelegt – schon gegenüber den Gutachtern der MEDAS 
D.________ über Kopfschmerzen geklagt. Dass sich der Gesundheitszu-
stand aus somatischer Sicht verändert hat, wird denn auch vom Beschwer-
deführer nicht geltend gemacht.

Auch der undatierte Bericht von Dr. med. H.________, welcher der Be-
schwerdegegnerin am 24. Januar 2013 (act. II 75) zugegangen ist, vermag 
vorliegend keine massgebende Veränderung des Gesundheitszustandes 
zu belegen, zumal die Ärztin selber davon ausgeht, dass insbesondere die 
von ihr mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten chronifizierten 
Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich seit dem Unfall vom 3. August 
2007 bestehen (S. 2 Ziff. 1.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2016, IV/14/1129, Seite 14

3.5.2 Soweit die Gutachter der MEDAS E.________ aus psychiatrischer 
Sicht insofern von einer Veränderung des Gesundheitszustandes ausge-
hen, als sie eine sonstige anhaltende wahnhafte Störung diagnostizieren 
und aufgrund dieser Diagnose eine 70%-ige Arbeitsunfähigkeit attestieren 
(act. II 89.2 S. 31 Ziff. 5.6.1, S. 43 Ziff. 8.1.1), kann vorliegend nicht darauf 
abgestellt werden. Denn diese Diagnose beruht hauptsächlich auf den 
anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers, wonach er „seit der 
Kindheit ein Kopfkino habe, indem er schräge Sachen denke, Selbstge-
spräche führe und zwei Stimmen mit Dr. Besserwisser und Herr Befehler 
habe“ (S. 28 Ziff. 5.4.1). Da der psychiatrische Gutachter – wie im Übrigen 
auch der behandelnde Psychiater Dr. med. G.________ (act. II 70 und 114 
S. 4 f.) – jedoch davon ausgeht, dass diese „Wahnwelt“ seit der Kindheit 
(resp. Jugendjahren) des Beschwerdeführers besteht (vgl. diesbezüglich 
insbesondere act. II 89.2 S. 29 Ziff. 5.4.3), handelt es sich vorliegend um 
eine andere Beurteilung eines seit der Kindheit (resp. Jugendjahren) un-
verändert gebliebenen Zustandes, was keine massgebende Verschlechte-
rung des psychischen Gesundheitszustandes darstellt und damit in revisi-
onsrechtlicher Hinsicht unerheblich ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11; SVR 
2014 UV Nr. 7 S. 22 E. 2.2). Daran ändert nichts, dass Anlass zu dieser 
Diagnosestellung die vom behandelnden Psychiater erstmals zu Beginn 
des Jahres 2012 (vgl. act. II 70 S. 1) gewonnenen Erkenntnisse gab. Dies-
bezüglich bleibt zudem festzuhalten, dass der Beschwerdeführer von den 
in diesem Zusammenhang auftretenden Angst- und Panikattacken, über 
welche er gemäss Dr. med. G.________ ebenfalls erstmals zu Beginn des 
Jahres 2012 berichtete (act. II 70 S. 2), bereits früher erzählte (vgl. Bericht 
des Spitals I.________ vom 24. Oktober 2008; act. II 26 S. 18 f.). 

Darüber hinaus hat der RAD-Psychiater Dr. med. F.________ im Bericht 
vom 13. Mai 2014 (act. II 107) gestützt auf seine eigene Untersuchung und 
die medizinischen Vorakten einlässlich und nachvollziehbar begründet, 
weshalb auf die psychiatrische Beurteilung im Gutachten der MEDAS 
E.________ nicht abgestellt und weshalb insbesondere eine sonstige an-
haltende wahnhafte Störung nicht diagnostiziert werden kann (S. 27 – 29). 

3.5.3 Damit ist massgeblichen Zeitraum (Oktober 2009 bis Oktober 2014) 
weder aus somatischer noch aus psychischer Sicht eine anspruchsbegrün-

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dende Veränderung der erheblichen Tatsachen eingetreten, weshalb kein 
Revisionsgrund vorliegt. 

3.6 Auch aus erwerblicher Sicht hat sich gemäss Aktenlage nichts 
geändert. Entsprechendes wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht 
geltend gemacht.

3.7 Somit ist erstellt, dass weder eine wesentliche Veränderung des 
Gesundheitszustandes noch der erwerblichen Situation eingetreten ist. Der 
Beschwerdeführer hat folglich (weiterhin) keinen Anspruch auf Leistungen 
der IV. 

Die angefochtene Verfügung vom 27. Oktober 2014 (act. II 120) ist nach 
dem Dargelegten nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde mangels Vorliegens eines Revisionsgrundes abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

4.3 Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege wird zufolge Rückzugs vom 26. April 2016 (in den Gerichtsakten) als 
erledigt vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2016, IV/14/1129, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
wird als erledigt vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 26. April 

2016)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.