# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e63aec7-5eb5-5dec-b34d-bf7317e651c8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.10.2011 B-1355/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1355-2011_2011-10-05.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung II
B­1355/2011

U r t e i l   v om   5 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz),
Richterin Eva Schneeberger, Richter Ronald Flury,   
Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel.

Parteien A._______, 
vertreten durch Dr. iur. Bruno Derrer, Rechtsanwalt, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde RAB, 
Vorinstanz. 

Gegenstand Entzug der Zulassung als Revisionsexperte.

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Sachverhalt:

A. 
A._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer)  wurde  mit  Verfügung  vom 
17. Dezember 2007 von der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde 
(RAB,  nachfolgend:  Vorinstanz)  unbefristet  als  Revisionsexperte 
zugelassen und ins Revisorenregister eingetragen.

B. 
Am  25. Juni  2009  erlangte  die  Vorinstanz  von  einem  Dritten  Kenntnis 
über  eine  gegen  den  Beschwerdeführer  vorliegende  Anzeige  vom 
23. Juni  2009  an  die  Standeskommission  der  Treuhand­Kammer.  Darin 
wird,  unter  Darlegung  des  entsprechenden  Sachverhalts,  geltend 
gemacht,  der  Beschwerdeführer  habe  gegen  die  Unabhängigkeit  der 
Revisionsstelle  verstossen.  Die  Vorinstanz  forderte  den 
Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  13. Juli  2009  auf,  Stellung  zu 
nehmen,  insbesondere  über  seine  Beziehung  zur  W._______AG 
(nachfolgend:  W._______).  Der  Beschwerdeführer  nahm  mit  Schreiben 
vom 4. September 2009 Stellung.

C. 
Mit Verfügung vom 2. Oktober 2009 stellte die Vorinstanz gegenüber dem 
Anzeiger fest, dass diesem in einem allfälligen Verfahren um Entzug der 
Zulassung  bzw.  um  Erteilung  eines  Verweises  gegen  den 
Beschwerdeführer  keine  Parteistellung  zukomme.  Mit  Schreiben  vom 
20. Oktober 2009 hielt der Beschwerdeführer fest, er verfüge über einen 
unbescholtenen  Leumund  und  biete  Gewähr  für  eine  einwandfreie 
Prüftätigkeit. 

D. 
Mit  Schreiben  vom  3. August  2010  teilte  die  Vorinstanz  dem 
Beschwerdeführer  die  Eröffnung  des  Verfahrens  um  Entzug  der 
Zulassung  mit.  Er  habe  durch  seine  direkte  Beteiligung  an  der 
W._______,  welche  er  gleichzeitig  seit  2001  als  leitender  Revisor  der 
X._______AG  (nachfolgend:  X._______)  geprüft  habe,  gegen  die 
Unabhängigkeitsvorschriften verstossen. Zudem bestehe zumindest dem 
Anschein  nach  eine  enge  (geschäftliche)  Beziehung  zu  B._______, 
Mitglied  des  Verwaltungsrates  und  Mehrheitsaktionär  der  W._______, 
was ebenfalls nicht mit der erforderlichen Unabhängigkeit zu vereinbaren 
sei.  B._______  und  der  Beschwerdeführer  würden  zusammen  den 
Verwaltungsrat  der V._______ AG  (nachfolgend: V._______)  bilden und 
hielten  zusammen  86 %.  B._______  würde  im  Rahmen  seines 

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Zulassungsgesuchs  beaufsichtigte  Fachpraxis  unter  dem 
Beschwerdeführer  seit  1999  bei  der  V._______  geltend  machen.  Die 
X._______ habe dieselbe Sitzadresse wie die B._______ Treuhand AG. 
Verschiedenen  der  V._______  gehörende Gesellschaften,  in  denen  der 
Beschwerdeführer  eine  (bzw.  die  alleinige)  Entscheidfunktion 
wahrnehme,  würden  seit  2009  von  der  Y._______AG  (nachfolgend: 
Y._______)  geprüft.  Die  Y._______  werde  seit  2007  durch  die 
U._______AG  (nachfolgend:  U._______)  geprüft,  deren  einziger 
Verwaltungsrat  und  Revisionsmitarbeiter  der  Beschwerdeführer  sei.  Es 
finde im Resultat eine (indirekte) gegenseitige Revision statt. 

E. 
Der  Beschwerdeführer  nahm  mit  Schreiben  vom  11. Oktober  2010 
Stellung. B._______ sei nicht Mehrheitsaktionär der W._______; er halte 
derzeit  13,7 %  des  Aktienkapitals.  Die  W._______  verfüge  über  drei 
Verwaltungsräte.  Die  X._______  und  die  B._______  Treuhand AG 
würden zwar dieselbe Sitzadresse aufweisen;  ihre Geschäftstätigkeit sei 
jedoch an unterschiedlichen Standorten. Weitere Geschäftsbeziehungen 
unterhalte  er  nicht  zu  B._______.  Das  gemeinsame 
Verwaltungsratsmandat  bei  der  V._______  könne  nicht  den  Anschein 
einer  engen  Beziehung  erwecken.  Er  wisse  zwischen  einem 
gemeinsamen  Verwaltungsratsmandat  und  seiner  Aufgabe  als 
Revisionsstelle  zu  unterscheiden.  Zudem  werde  die  W._______  noch 
dieses  Jahr  das Opting­Out  beschliessen  und  die X._______  ihren Sitz 
verlegen.  Somit  werde  der  Anschein  der  Unabhängigkeit  wieder 
hergestellt,  soweit  dieser  je  beeinträchtigt  gewesen  sei.  Der 
Beschwerdeführer  bestritt  eine  Verletzung  der  Unabhängigkeit  durch 
gegenseitige Revisionen der Y._______ und anderen Gesellschaften. Es 
handle  sich  bei  der  Revision  der  Y._______  um  ein  untergeordnetes 
Mandat.  Der  Beschwerdeführer  sei  als  Verwaltungsrat  der  von  der 
Y._______  revidierten  Gesellschaften  Auftraggeber.  Die  Vorinstanz  sei 
nicht  berechtigt,  die  Tätigkeit  als  Verwaltungsrat  auf  die  Einhaltung  der 
Unabhängigkeitsvorschriften  hin  zu  überprüfen.  Der  Entzug  sei  vorher 
anzudrohen.  Der  Beschwerdeführer  beantragte,  auf  den  Entzug  der 
Zulassung  zu  verzichten,  eventualiter  sei  er  anzuweisen,  den  Anschein 
der Unabhängigkeit bis spätestens Ende 2010 wiederherzustellen.

F. 
Mit  Verfügung  vom  24. Januar  2011  entzog  die  Vorinstanz  dem 
Beschwerdeführer  die  am  17. Dezember  2007  erteilte  Zulassung  als 

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Revisionsexperte  unbefristet;  die  entsprechende  Eintragung  im 
Revisorenregister werde gelöscht.

Die Vorinstanz sei berechtigt, Verstösse gegen die Unabhängigkeit in die 
Beurteilung  der  dauernd  einzuhaltenden  Zulassungsvoraussetzung  der 
Gewähr  für  eine  einwandfreie  Prüftätigkeit  einzubeziehen.  Es  bestehe 
eine  genügende  gesetzliche Grundlage  für  den Entzug  einer  Zulassung 
bei  schwerwiegenden  Unabhängigkeitsverstössen.  Die  Unabhängigkeit 
der  Revisionsstelle  sei  eine  zentrale  Voraussetzung  für  die 
Revisionstätigkeit.  Die  Zielsetzung  der  Unabhängigkeitsvorschriften  sei 
bei der ordentlichen und bei der eingeschränkten Revision dieselbe. Die 
Unabhängigkeit sei auch dann beeinträchtigt, wenn sie gegen aussen hin 
nicht mehr  als  gegeben  erscheine. Mit  der  Unabhängigkeit  unvereinbar 
seien  nebst  formellen  vertraglichen  Bindungen  auch 
Geschäftsbeziehungen,  die  zwar  keine  rechtliche,  wohl  aber  eine 
wirtschaftliche  Verflechtung  mit  dem  zu  prüfenden  Unternehmen 
erzeugten,  so  dass  bei  der  Revisionsstelle  die  Prüfungsaufgabe  in 
Konflikt mit  eigenen  Interessen  geraten  könne.  Für  die  Beurteilung  des 
äusseren Anscheins der fehlenden Unabhängigkeit sei auf die Würdigung 
der  Umstände  durch  einen  durchschnittlichen  Betrachter  aufgrund  der 
allgemeinen Lebenserfahrung abzustellen. Es komme nicht darauf an, ob 
tatsächlich  eine  Beeinträchtigung  der  Unabhängigkeit  vorliege  und  eine 
entsprechende  Gefahr  der  Schädigung  Dritter  bestehe,  da  ein  Dritter 
ohne Kenntnis der tatsächlichen inneren Einstellung des Prüfers nicht auf 
eine  unabhängige Revision  vertrauen  könne. Entgegen  der Ansicht  des 
Beschwerdeführers  sei  zumindest  die  direkte  Beteiligung  an  dem  zu 
prüfenden Unternehmen bereits unter altem Recht, spätestens jedoch ab 
Inkrafttreten  der  überarbeiteten  Richtlinien  der  Treuhand­Kammer  zur 
Unabhängigkeit  im  Jahr 2001,  ungeachtet  ihrer  Höhe,  unzulässig.  Eine 
enge Beziehung zwischen dem Revisor und dem Verwaltungsrat der zu 
prüfenden  Gesellschaft  sei  nicht  mit  der  erforderlichen  Unabhängigkeit 
der Revisionsstelle vereinbar. 

Der  Beschwerdeführer  sei  mit  Blick  auf  sein  Verhältnis  zu  B._______, 
Verwaltungsrat und bedeutender  (fiduziarischer Mehrheits­) Aktionär der 
W._______,  nicht  unabhängig  in  Bezug  auf  das  Mandat  als 
Revisionsstelle  der  W._______.  B._______  und  der  Beschwerdeführer 
bildeten den Verwaltungsrat der V._______, zusammen hielten sie 86 % 
der Aktien. Es sei anzunehmen, dass der Beschwerdeführer über diese 
AG bzw. über deren 100 %­ige Tochtergesellschaften einen wesentlichen 
Teil seiner Geschäftstätigkeit abwickle. Der Beschwerdeführer sei bei den 

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meisten Tochtergesellschaften der V._______  (einziger) Verwaltungsrat. 
Die  X._______,  über  welche  die  Revision  der W._______  durchgeführt 
werde, sei eine 100 %­ige Tochtergesellschaft der V._______ und habe 
dieselbe Sitzadresse wie die B._______ Treuhand AG. B._______ habe 
zudem in seinem Gesuch um Zulassung beaufsichtigte Fachpraxis unter 
dem  Beschwerdeführer  im  Rahmen  einer  teilzeitlichen  Tätigkeit  für  die 
V._______ geltend gemacht. 

Indem der Beschwerdeführer  über  die U._______  seit  dem 5. Juli  2007 
die  Revision  der  Y._______  vornehme  und  diese  gleichzeitig  bei 
verschiedenen Gesellschaften, in denen er (einziger) Verwaltungsrat sei, 
ebenfalls  Prüfungen  der  Jahresrechnungen  durchführe,  verstosse  er 
weiter gegen die Grundsätze der Unabhängigkeit.

Die  W._______  habe  inzwischen  ein  Opting­Out  beschlossen.  Die 
X._______ werde nach Angaben des Beschwerdeführers in diesem Jahr 
ihren  Sitz  verlegen,  um  den  Anschein  der  nahen  Beziehung  zu 
B._______ bzw.  der B._______ Treuhand AG zu beseitigen. Dies wirke 
sich  im Rahmen der Gesamtbeurteilung der Verstösse und der mit Blick 
auf  die  Gewähr  für  eine  einwandfreie  Prüftätigkeit  anzustellenden 
Prognose  zwar  günstig  aus,  die Verstösse würden  aber  nicht  zwingend 
geheilt.  Es  sei  vielmehr  massgebend,  ob  die  damals  geltenden 
Vorschriften eingehalten worden seien, was vorliegend klarerweise nicht 
der  Fall  sei. Die Gewähr  für  eine  einwandfreie Prüftätigkeit  könne  nicht 
durch  Beseitigung  des  verpönten  Zustands  in  jedem  Fall  automatisch 
wiederhergestellt  werden.  Es  gehe  vielmehr  darum,  ob  ein  Dritter 
Vertrauen in die Prüftätigkeit haben könne oder nicht. 

Durch  die  mehrfachen,  qualifizierten  und  langjährigen  Verstösse  gegen 
die  massgebenden  Vorschriften  über  die  Unabhängigkeit  werde  das 
Vertrauen  in  die  Prüftätigkeit  des  Beschwerdeführers  aus  Sicht  eines 
objektiven  Dritten  beeinträchtigt.  Als  leitender  Revisor  habe  er  die 
Verantwortung  für  die  jeweiligen  Revisionsmandate  getragen  und  hätte 
dafür besorgt sein müssen, dass die Unabhängigkeit eingehalten werde.

Der Entzug der Zulassung sei verhältnismässig. Es sei vorliegend keine 
mildere Massnahme denkbar. Ein schriftlicher Verweis dränge sich nicht 
auf.  Ein  befristeter  Entzug  als  mildere  Massnahme  könne  den 
Zulassungsträger unter Umständen härter treffen als ein unbefristeter, bei 
dem  in absehbarer Zeit  ein erneutes Zulassungsgesuch gestellt werden 
könne. Vorliegend sei die mangelnde Einsicht des Beschwerdeführers in 

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das eigene Fehlverhalten negativ zu gewichten.  Insgesamt erwecke der 
Beschwerdeführer  den  Eindruck,  mit  den  geltenden  Grundsätzen  zur 
Unabhängigkeit ungenügend vertraut zu sein. 

Der  unbefristete  Entzug  sei  zwar  mit  wirtschaftlichen  Folgen  für  den 
Beschwerdeführer  verbunden.  Die  dadurch  erforderliche  interne 
Neuorganisation bzw. Umstrukturierung der V._______­Gruppe erscheine 
jedoch  als  zumutbar.  Der  Beschwerdeführer  könne  zudem weiterhin  an 
Revisionsdienstleistungen mitwirken.

G. 
Mit Eingabe vom 25. Februar 2011 erhob der Beschwerdeführer dagegen 
Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Er  beantragt  die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung. In verfahrensmässiger Hinsicht 
sei  der  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen.  Die 
Vorinstanz sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine angemessene 
Entschädigung zu bezahlen.

Bei  der  W._______  handle  es  sich  nicht  um  eine  börsenkotierte 
Gesellschaft;  die  Revision  erfolge  freiwillig.  Es  sei  nicht  nachgewiesen, 
dass  der  Beschwerdeführer  die  erforderliche  Unabhängigkeit  zur 
W._______  als  Revisor  nicht  gehabt  habe.  Der  Beschwerdeführer  sei 
mittlerweile  nicht  mehr  Revisor  der  W._______.  In  Bezug  auf  seine 
Position  als  stiller  Gesellschafter  der  einfachen Gesellschaft  Z._______ 
und dem Darlehen in der Höhe von Fr. 800'000.− sei anzufügen, dass die 
Kapitalerhöhung  2008  durch  eine  Kapitalherabsetzung  wieder 
aufgehoben worden sei und damit die Z._______ nicht mehr Teilhaberin 
der  W._______  sei.  Diese  Beteiligung  sei  für  Aussenstehende  nicht 
ersichtlich gewesen. Die Unabhängigkeit sei sowohl  tatsächlich als auch 
dem Anschein nach nie beeinträchtigt  gewesen. Die X._______  sei  seit 
dem  26. Oktober  2010  nicht  mehr  Revisionsstelle  der  W._______.  Die 
Konstellation  U._______/Y._______  sei  bereits  Geschichte,  da  die 
Y._______  auf  Wunsch  des  Beschwerdeführers  bereits  eine  neue 
Revisionsstelle gewählt habe. Es sei der Vorinstanz beizupflichten, dass 
juristisch gesehen der Anschein der Beeinträchtigung der Unabhängigkeit 
gegeben sei. Jedoch habe die Vorinstanz nicht belegen können, dass es 
sich faktisch um gegenseitige Revisionen handle. Es wäre der Vorinstanz 
möglich  gewesen,  dem  Beschwerdeführer  eine  Frist  zur 
Wiederherstellung  des  Anscheins  der  Unabhängigkeit  anzusetzen.  Die 
W._______  habe  sich  zwischenzeitlich  für  ein  Opting­Out  entschieden. 
Der  unbefristete  Entzug  der  Zulassung  sei  nicht  verhältnismässig.  Die 

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Vorinstanz  habe  Bundesrecht  verletzt  und  ihr  Ermessen  überschritten 
bzw.  missbraucht.  Der  Beschwerdeführer  habe  den  rechtmässigen 
Zustand von sich aus wieder hergestellt. Zudem hätte die Vorinstanz den 
Entzug  vorgängig  androhen  müssen.  Die  Vorinstanz  habe  willkürlich 
gehandelt.  Der  Beschwerdeführer  habe  lediglich  den  juristischen 
Anschein  der  Unabhängigkeit  nicht  eingehalten.  Die  Gewähr  für  eine 
einwandfreie  Prüftätigkeit  sei  durch  die  Beseitigung  des  verpönten 
Zustands automatisch wiederhergestellt, wenn lediglich der Anschein der 
Unabhängigkeit beeinträchtigt gewesen sei. Es sei widersprüchlich, wenn 
die Vorinstanz behaupte, das Vertrauen in eine einwandfreie Prüftätigkeit 
müsse  im  Laufe  der  Zeit  durch  entsprechendes  Wohlverhalten 
zurückgewonnen  werden.  Eine  mildere  Massnahme  falle  sehr  wohl  in 
Betracht. 

H. 
Mit  Vernehmlassung  vom  31. März  2011  schliesst  die  Vorinstanz  auf 
Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer verkenne, dass nicht 
nur  tatsächliche  Verstösse  gegen  die  Unabhängigkeit  von  den 
gesetzlichen sowie berufsrechtlichen Vorschriften erfasst seien, sondern 
auch Verstösse gegen die Unabhängigkeit dem Anschein nach. Diese sei 
beeinträchtigt, wenn Tatsachen und Umstände vorliegen würden, die so 
schwer ins Gewicht fielen, dass ein Dritter daraus schliessen müsste, die 
Integrität,  die  Objektivität  oder  die  berufsübliche  kritische  Grundhaltung 
des Revisionsunternehmens oder eines Mitglieds des Prüfungsteams sei 
gefährdet.  Beurteilungsmassstab  bilde  die  Würdigung  der  Umstände 
durch  einen  durchschnittlichen  Betrachter  aufgrund  der  allgemeinen 
Lebenserfahrung. Eine direkte Beteiligung am geprüften Unternehmen sei 
per se unvereinbar mit der Unabhängigkeit der Revisionsstelle. Untersagt 
sei  damit  bereits  eine  unbedeutende  direkte  Beteiligung  am  geprüften 
Unternehmen. Dies gelte auch im Rahmen der eingeschränkten Revision. 
Vorliegend  sei  unbestritten,  dass  der Beschwerdeführer  als Revisor  der 
W._______ sowohl direkt als auch indirekt an der geprüften Gesellschaft 
beteiligt  sei.  Nicht  erheblich  sei,  ob  eine  tatsächliche  Beeinträchtigung 
vorgelegen  habe.  Dasselbe  gelte  mit  Blick  auf  die  enge 
Geschäftsbeziehung  zu B._______  als  Entscheidträger  der W._______. 
Der  nachträgliche  Wegfall  eines  früheren  Unvereinbarkeitstatbestandes 
heile  einen  Verstoss  jedoch  nicht  automatisch.  Der  Beschwerdeführer 
bestreite  nicht,  dass  eine  unzulässige  bedeutende  bzw.  wesentliche 
indirekte Beteiligung an der W._______ vorgelegen habe. Würde man der 
Ansicht  des  Beschwerdeführers  folgen,  wäre  grundsätzlich  jede 
Unabhängigkeitsverletzung zulässig,  solange sie dem durchschnittlichen 

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Betrachter nicht bekannt sei bzw. bekannt sein könne und die Vorinstanz 
dürfte nicht einschreiten. Dies wäre offensichtlich nicht mit dem Ziel des 
Revisionsaufsichtsgesetzes vereinbar. 

Die  Revision  der  Y._______  durch  die  U._______  mit  Blick  auf  die 
gleichzeitige  Tätigkeit  der  Y._______  als  Revisionsstelle  verschiedener 
zur  V._______­Gruppe  gehörender  Gesellschaften  sei  als  faktische 
gegenseitige  Revision  einzuordnen.  Dass  der  rechtmässige  Zustand 
mittlerweile  durch  den  Rücktritt  der  U._______  als  Revisionsstelle  der 
Y._______  wiederhergestellt  worden  sei,  ändere  an  der  festgestellten 
Unabhängigkeitsverletzung nichts. Entsprechend sei die Vorinstanz nicht 
verpflichtet  gewesen,  dem  Beschwerdeführer  eine  Frist  zur 
Wiederherstellung  des  ordnungsgemässen  Zustands  einzuräumen;  dies 
werde  ohnehin  auch  ohne  konkrete  Aufforderung  durch  die 
Aufsichtsbehörde  erwartet  und  ergebe  sich  aus  den  Sorgfaltspflichten 
eines Revisors.

Der unbefristete Entzug der Zulassung sei  verhältnismässig. Angesichts 
der  Schwere  der  Verfehlungen  komme  keine  mildere  Massnahme  in 
Betracht.  Der  Beschwerdeführer  verfüge  über  die  bestmögliche 
Ausbildung  im  Revisionsbereich  und  sei  zudem Mitglied  der  Treuhand­
Kammer. Es dürfe erwartet werden, dass eine solche Person besonders 
sensibilisiert  sei  für eine derart  zentrale Voraussetzung der Tätigkeit als 
Abschlussprüfer wie jene der Unabhängigkeit. Vorliegend bestehe weder 
Einsicht  des  Beschwerdeführers,  noch  sei  die  Wiederherstellung  des 
ordnungsgemässen  Zustands  innert  zumutbarer  Frist  erfolgt:  Die 
X._______  sei  erst  16 Monate  nach  der  ersten  Aufforderung  zur 
Stellungnahme  als  Revisionsstelle  der  W._______  aus  dem 
Handelsregister  gelöscht  worden.  Entgegen  der  Ansicht  des 
Beschwerdeführers, der aufgrund der Schwere der Verfehlungen zur Zeit 
keine Gewähr  für  eine  einwandfreie Prüftätigkeit mehr  biete, müsse  die 
Vorinstanz  vorliegend  den  Entzug  der  Zulassung  nicht  vorgängig 
androhen.

I. 
Mit ergänzender Eingabe vom 20. Juni 2011 hält die Vorinstanz an ihren 
Rechtsbegehren  fest.  Sie  präzisiert,  unter  Verweis  auf  die  neueste 
Rechtsprechung  im Zusammenhang mit erhöhten Anforderungen an die 
Prüfungs­  und  Begründungsdichte  im  Bereich  der  Leumunds­  und 
Gewährsprüfung,  dass  vorliegend  im  Rahmen  der  Beurteilung  der 
Gewähr für eine einwandfreie Prüftätigkeit auch entlastende bzw. positive 

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Tatsachen  berücksichtigt  worden  seien  (Opting­out  der  W._______, 
beabsichtigte Sitzverlegung der X._______, Rücktritt  der U._______ als 
Revisionsstelle  der  Y._______).  Nicht  explizit  gewürdigt  habe  sie  den 
Umstand,  dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  seiner  Tätigkeit  als 
Wirtschaftsprüfer  seit  1984  mit  Ausnahme  der  festgestellten 
Unabhängigkeitsverstösse  sich  nichts  Aktenkundiges  habe  zu Schulden 
kommen  lassen.  Die  Vorinstanz  könne  jedoch  die  Gewähr  für  eine 
einwandfreie Prüftätigkeit  nicht  im Sinne einer positiven Zusicherung an 
denjenigen  Personenkreis,  der  auf  den  Revisionsbericht  einer 
zugelassenen  Person  vertraue,  feststellen  und  damit  abschliessend 
positiv  beurteilen;  die  gesamten  bisherigen  beruflichen  und 
ausserberuflichen  Tätigkeiten  könnten  nicht  lückenlos  in  fachlicher  oder 
persönlicher Hinsicht  überprüft  werden.  Vielmehr werde  die Gewähr  für 
eine  einwandfreie  Prüftätigkeit  nur  verneint,  wenn  konkrete  Umstände 
vorliegen  würden,  die  berechtigte  Zweifel  an  der  Gewähr  aufkommen 
liessen,  und  die  Vorinstanz  nach  einer  vertieften  Prüfung  zum  Schluss 
gelange, die Gewähr sei tatsächlich nicht mehr gegeben. Tatsachen, die 
der Vorinstanz nicht bekannt seien, könne sie weder positiv noch negativ 
in  ihre  Abwägung  einbeziehen.  Aus  dem  Umstand,  dass  ausser  den 
bereits  bekannten  keine  weiteren  leumundsrelevanten  Tatsachen 
aktenkundig  seien,  ergebe  sich  nicht  zwingend  die  Schlussfolgerung, 
dass  sich  die  betreffende  Person  in  jeder  Hinsicht  gewährskonform 
verhalten  habe.  Weiter  sei  zu  bedenken,  dass  Sorgfaltsverstösse  von 
Revisoren  und  Revisionsexperten  naturgemäss  nicht  sofort,  sondern – 
wenn  überhaupt  –  erst  einige  Zeit  nach  deren  Begehung  festgestellt 
würden  (etwa  im  Rahmen  einer  Verantwortlichkeitsklage  gegen  die 
Revisionsstelle,  eines  Unternehmenskonkurses  oder  aufgrund  einer 
nachträglichen Intervention einer Aufsichtsbehörde). 

Es entspreche der Natur des unbefristeten Zulassungsentzugs, dass sich 
die  Vorinstanz  nicht  zum  Zeithorizont  geäussert  habe,  in  dem  der 
Beschwerdeführer  die  Wiederherstellung  seiner  Zulassung  beantragen 
könne.  Voraussetzung  dafür  wäre  die  mittlerweile  erfolgte 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gewesen. Die Vorinstanz 
stelle  dem  Beschwerdeführer  mit  Blick  auf  seine  zukünftige 
Revisionstätigkeit  und  gestützt  auf  die  begangenen  schweren, 
mehrfachen und  langjährigen Verfehlungen gepaart mit der mangelnden 
Einsicht  in  dieselben  eine  ungünstige  Prognose  aus.  Die  konkrete 
Festlegung  eines  Zeitpunktes,  in  dem  der  Beschwerdeführer 
gegebenenfalls  wieder  zugelassen  werden  könnte,  sei  hypothetischer 
Natur.  Sofern  der  Beschwerdeführer  jedoch  nachweise,  dass  er  die 

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Konzeption der Unabhängigkeitsanforderungen an die Revisionsstelle  in 
ihrer  Gesamtheit  verstehe  und  glaubwürdig  die  Absicht  äussere,  sich 
inskünftig daran zu halten – was zunächst die Einsicht in die begangenen 
Fehlleistungen voraussetze – sei eine erneute Zulassung voraussichtlich 
in  drei  Jahren  seit  Beendigung  der  Unabhängigkeitsverstösse  bzw. 
Einsicht  in  dieselben  möglich,  sofern  sich  in  der  Zwischenzeit  keine 
anderen  Elemente  ergeben  würden,  die  gegen  eine  erneute  Zulassung 
sprächen.

J. 
Mit  Stellungnahme  vom  11. Juli  2011  beantragt  der  Beschwerdeführer, 
die ergänzende Eingabe der Vorinstanz vom 20. Juni 2011 sei aus dem 
Recht zu weisen; es handle sich um eine unzulässige Eingabe, da diese 
keine ausschlaggebenden Vorbringen oder entscheidrelevante Tatsachen 
beinhalte. Im Übrigen hält er an seinen Rechtsbegehren fest. 

Die  Argumentation  der  Vorinstanz,  dass  sich  aus  der  Tatsache,  dass 
keine  weiteren  leumundsrelevanten  Tatsachen  bekannt  seien,  nicht  die 
Schlussfolgerung  ergebe,  dass  sich  die  betreffende  Person  in  jeder 
Hinsicht  gewährskonform  verhalten  habe,  verstosse  in  krasser  Weise 
gegen  die  Unschuldsvermutung.  Die  Vorinstanz  habe  in  der 
angefochtenen  Verfügung  keine  einzige  tatsächliche  Verletzung  der 
Unabhängigkeit  festgestellt.  Dass  der  Beschwerdeführer  von  sich  aus 
diese  Verletzung  des  Anscheins  der  Unabhängigkeit  korrigiert  habe, 
zeige, dass er einsichtig sei. Der Beschwerdeführer sei in gutem Glauben 
gewesen,  sein  Verhalten  sei  rechtens.  Es  sei  von  der  Vorinstanz  nicht 
gewürdigt worden, dass der Beschwerdeführer aus eigenem Antrieb den 
rechtmässigen  Zustand  wiederhergestellt  habe.  Warum  dem 
Beschwerdeführer  eine  ungünstige  Prognose  ausgestellt  werde,  sei 
angesichts des seit 1984 makellosen beruflichen Vorlebens schleierhaft. 
Unklar  sei, wie der Beschwerdeführer  künftig nachweisen solle, dass er 
die  Konzeption  der  Unabhängigkeitsvorschriften  in  ihrer  Gesamtheit 
verstanden und die Absicht habe, sich daran zu halten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden 
Streitsache  zuständig  (Art. 31 f.  sowie  Art. 33  Bst. e  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] i.V.m. 
Art. 28  Abs. 2  des Revisionsaufsichtsgesetzes  vom  16. Dezember  2005 
[RAG, SR 221.302]).

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Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren  teilgenommen 
(Art. 48  Abs. 1  Bst. a  des  Bundesgesetzes  über  das 
Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]), ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  (Art. 48  Abs. 1 
Bst. b VwVG) und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder Änderung (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG).

Die Beschwerde wurde frist­ und formgerecht eingereicht und die übrigen 
Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und 
Art. 44 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2. 

2.1.  Der  Verfahrensantrag  des  Beschwerdeführers  auf  Erteilung  der 
aufschiebenden  Wirkung  erweist  sich  als  gegenstandslos,  da  der 
Beschwerde  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende  Wirkung  zukommt 
(Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz der angefochtenen Verfügung 
die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG).

2.2.  Zum  Verfahrensantrag  des  Beschwerdeführers,  die  ergänzende 
Eingabe der Vorinstanz vom 20. Juni 2011 aus dem Recht zu weisen, ist 
dem  Beschwerdeführer  zwar  zuzustimmen,  wenn  er  darlegt,  dass  der 
Vorinstanz  als  verfügende  Behörde  streng  genommen  keine 
Parteistellung  nach  Art. 6  VwVG  zukommt.  Jedoch  hat  sie  eine 
parteiähnliche Stellung  inne,  in der  ihr  gesetzliche Rechte und Pflichten 
zufallen;  insbesondere  ist  die Vorinstanz  im Rahmen von Art. 57 Abs. 1 
VwVG  ermächtigt,  innerhalb  des  Streitgegenstands  Prozessanträge  zu 
stellen, zu begründen und allenfalls auf ihre Verfügung zurückzukommen 
(vgl.  Art. 58  Abs. 1  VwVG;  VERA MARANTELLI­SONANINI/SAID  HUBER,  in: 
Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, 
Art. 6  N. 56).  Somit  kommen  der  Vorinstanz  grundsätzlich  dieselben 
Parteirechte zu wie der beschwerdeführenden Partei (ISABELLE HÄNER, in: 
Auer/
Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das 
Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich  2008,  Rz. 9  zu  Art. 6,  mit 
Hinweisen). 

Im  Beschwerdeverfahren  vor  Bundesverwaltungsgericht  dürfen  im 
Rahmen  des  Streitgegenstands  neue  Tatsachen,  neue  Beweismittel 
sowie  eine  neue  rechtliche  Begründung  vorgebracht  werden.  Solche 
Vorbringen  sind  zu  berücksichtigen,  selbst  wenn  sie  verspätet  sind 

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(Art. 32  Abs. 2  VwVG;  BVGE  2009/9  E. 3.3.1).  Unter  den  Begriff  der 
Verspätung  fallen  auch  unaufgeforderte  Eingaben  (BERNHARD 
WALDMANN/JÜRG  BICKEL,  in:  Praxiskommentar  VwVG, 
Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 32 N. 14). Vorliegend 
hat die Vorinstanz mit  ihrer ergänzenden Eingabe die Begründung  ihrer 
Vernehmlassung  lediglich  im  Lichte  der  neuesten  Rechtsprechung  des 
Bundesverwaltungsgerichts  in  zwei  Punkten  ergänzt  (Berücksichtigung 
positiver  Gesichtspunkte  im  Rahmen  der  Leumundsbeurteilung  sowie 
zeitliche  Prognose  in  Bezug  auf  eine  erneute  Gesuchseinreichung), 
jedoch  an  ihren  Anträgen  festgehalten.  Der  Beschwerdeführer  hatte 
Gelegenheit, sich dazu zu äussern. Es besteht somit keine Veranlassung, 
auch nicht aus prozessökonomischen Gründen, die ergänzende Eingabe 
der  Vorinstanz  aus  dem  Recht  zu  weisen;  der  Verfahrensantrag  des 
Beschwerdeführers ist daher abzuweisen.

3. 
Das  Revisionsaufsichtsgesetz  ist  seit  dem  1. September  2007  in  Kraft 
(Verordnung  über  die  weitere  Inkraftsetzung  des 
Revisionsaufsichtsgesetzes  vom  22. August  2007  [AS 2007  3969]). 
Dieses  regelt die Zulassung und die Beaufsichtigung von Personen, die 
Revisionsdienstleistungen  erbringen,  und  dient  der  ordnungsgemässen 
Erfüllung  und  der  Sicherstellung  der  Qualität  von 
Revisionsdienstleistungen (Art. 1 Abs. 1 und 2 RAG).

Natürliche  Personen  und  Revisionsunternehmen,  die 
Revisionsdienstleistungen erbringen, bedürfen einer Zulassung durch die 
Aufsichtsbehörde (Art. 3 Abs. 1 und Art. 28 RAG  i.V.m. Art. 1 Abs. 1 der 
Revisionsaufsichtsverordnung  vom  22. August  2007  [RAV, 
SR 221.302.3]).  Diese  entscheidet  auf  Gesuch  hin  über  die  Zulassung 
von  Revisionsexpertinnen  und  Revisionsexperten,  Revisorinnen  und 
Revisoren sowie staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen (Art. 15 
Abs. 1  RAG).  Eine  natürliche  Person  wird  (unbefristet)  als 
Revisionsexpertin  zugelassen,  wenn  sie  die  Anforderungen  an 
Ausbildung  und  Fachpraxis  erfüllt  und  über  einen  unbescholtenen 
Leumund verfügt (Art. 4 RAG).

Erfüllt  ein  Revisor  oder  ein  Revisionsexperte  die 
Zulassungsvoraussetzungen  (Art. 4­6  RAG)  nicht  mehr,  kann  die 
Vorinstanz  nach  Art. 17  Abs. 1  RAG  die  Zulassung  befristet  oder 
unbefristet  entziehen.  Der  Entzug  ist  vorgängig  anzudrohen,  sofern  die 
Zulassungsvoraussetzungen  wiederhergestellt  werden  können  (Art. 17 

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Abs. 1 Satz 2 RAG). Im Revisorenregister wird der entsprechende Eintrag 
sodann von der Vorinstanz gelöscht (Art. 22 Bst. c RAV). 

Vorliegend  spricht  die  Vorinstanz  dem  Beschwerdeführer  den 
unbescholtenen Leumund ab; die Erfüllung der übrigen Voraussetzungen 
ist nicht bestritten, weshalb im Folgenden zu prüfen ist, ob die Vorinstanz 
dem Beschwerdeführer zu Recht die Voraussetzung des unbescholtenen 
Leumunds zur Zeit abspricht und der unbefristete Entzug der Zulassung 
als Revisionsexperte rechtmässig ist.

4. 
Nach Art. 4 RAV wird ein Gesuchsteller zugelassen, wenn er über einen 
unbescholtenen  Leumund  verfügt  und  wenn  sich  aus  keinen  anderen 
persönlichen  Umständen  ergibt,  dass  er  nicht  Gewähr  für  eine 
einwandfreie  Prüftätigkeit  bietet;  zu  berücksichtigen  sind  insbesondere 
strafrechtliche Verurteilungen, deren Eintrag  im Zentralstrafregister  nicht 
entfernt ist, sowie bestehende Verlustscheine.

4.1.  Die  Vorinstanz  weist  sinngemäss  darauf  hin,  dass  die 
Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  betreffend  Leumund 
nicht  immer übereinstimmend bzw. konsistent sei und bringt damit einen 
gewissen  Klärungsbedarf  zum  Ausdruck,  weshalb  die  wesentlichen 
Fragen  in den  folgenden Erwägungen, mit Blick auf den konkreten Fall, 
präzisiert und zusammengefasst werden.

4.1.1. Beim  Begriff  des  unbescholtenen  Leumunds  handelt  es  sich  um 
einen  unbestimmten  Rechtsbegriff,  welcher  in  Art. 4  RAV  konkretisiert 
wird,  jedoch  im  Weiteren  auslegungsbedürftig  ist.  Gemäss 
bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  ist  dessen  Auslegung  und 
Anwendung eine Rechtsfrage, die grundsätzlich ohne Beschränkung der 
richterlichen Kognition zu überprüfen ist. Nach konstanter Praxis ist dabei 
jedoch  Zurückhaltung  zu  üben  und  den  Verwaltungsbehörden  ein 
gewisser  Beurteilungsspielraum  zuzuerkennen,  wenn  der  Entscheid 
besondere  Kenntnisse  oder  Vertrautheit  mit  den  tatsächlichen 
Verhältnissen  voraussetzt  und  die  Behörde  die  für  den  Entscheid 
wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen 
sorgfältig  und  umfassend  durchgeführt  hat  (BGE 131  II  680  E. 2.3.2, 
BGE 127  II  184  E. 5a;  ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/
FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 
2010, Rz. 446c f.).

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4.1.2. Bei der Frage, ob die von der Vorinstanz genannten Verfehlungen 
des  Beschwerdeführers  seinen  beruflichen  Leumund  und  guten  Ruf 
beeinträchtigen  und  er  keine  Gewähr  für  die  vertrauenswürdige 
Ausübung  seiner  Revisionstätigkeit  sowie  die  getreue  Einhaltung  der 
entsprechenden Pflichten zu bieten vermag, verfügt die Vorinstanz somit 
über  einen  grossen  Beurteilungsspielraum;  sie  hat  indessen  stets  den 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu beachten (vgl. unten E. 7), d.h. für 
die Verneinung eines guten Leumunds muss eine gewisse Schwere der 
Verfehlung  vorliegen,  und  diese  muss mit  der  Verweigerung  bzw.  dem 
Entzug der Zulassung in einem vernünftigen Verhältnis stehen (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_505/2010 vom 7. April 2011 E. 4.3 mit Hinweisen).

4.1.3. Der  Begriff  des  unbescholtenen  Leumunds  bzw.  der  Gewähr  für 
eine einwandfreie Prüftätigkeit  ist mit Blick auf die besonderen Aufgaben 
der  Revisionsstelle  und  in  Anlehnung  an  die  entsprechenden 
Bestimmungen des Finanzmarktrechts sowie unter Berücksichtigung der 
dazu  entwickelten  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  auszulegen 
(Urteil des Bundesgerichts 2C_505/2010 vom 7. April 2011 E. 4.2 sowie 
2C_834/2010  vom  11. März  2011  E. 3.2;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts B­2440/2008 vom 16. Juli 2008 E. 4.2.3; vgl. 
auch  die  Antwort  des  Bundesrates  vom  20. September  2010  auf  die 
Frage  [10.5350]  Revisionsaufsichtsbehörde,  Was  ist  ein 
Leumundszeugnis?,  von  Nationalrat  Jean  Henri  Dunant).  Bei  einer 
Gewährsprüfung  müssen  grundsätzlich  verschiedene  Elemente  wie 
Integrität,  Gewissenhaftigkeit  und  einwandfreie  Sorgfalt  als 
berufsspezifische  Leumundsmerkmale  oder  allgemeine  Eigenschaften 
wie  Ansehen,  Achtung  und  Vertrauenswürdigkeit  berücksichtigt  werden 
(Urteil des Bundesgerichts 2C_834/2010 vom 11. März 2011 E. 3.2; URS 
BERTSCHINGER,  in:  Rolf  Watter/Urs  Bertschinger  [Hrsg.],  Basler 
Kommentar,  Revisionsrecht,  Basel 2011,  nachfolgend:  BSK­
Revisionsrecht,  Rz. 44  zu  Art. 4  RAG).  Unter  Umständen  können  auch 
Aktivitäten,  die  über  die  Tätigkeit  als  Revisor  und  Revisionsexperte 
hinausgehen, die Beurteilung der einwandfreien Prüftätigkeit beeinflussen 
(vgl.  BGE 129  II  438  E. 3.3,  BGE 99  Ib  104  E. 2b).  Eine  einwandfreie 
Prüftätigkeit  erfordert  fachliche  Kompetenz  und  ein  korrektes  Verhalten 
im  Geschäftsverkehr,  worunter  in  erster  Linie  die  Einhaltung  der 
Rechtsordnung, namentlich des Revisionsrechts, aber auch des Zivil­ und 
Strafrechts, sowie die Beachtung des Grundsatzes von Treu und Glauben 
zu  verstehen  ist  (Urteil  des Bundesgerichts  2C_834/2010  vom 11. März 
2011  E. 3.2;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­6373/2010  vom 
20. April  2011  E. 2.4).  Nach  dem  Zweckartikel  des 

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Revisionsaufsichtsgesetzes  dient  dieses  der  ordnungsgemässen 
Erfüllung  und  der  Sicherstellung  der  Qualität  von 
Revisionsdienstleistungen  (Art. 1  Abs. 2  RAG).  Die  Umschreibung  des 
Zwecks  ist  für  die  Auslegung  des  Revisionsaufsichtsgesetzes 
heranzuziehen  (Botschaft  zur  Änderung  des  Obligationenrechts 
[Revisionspflicht  im  Gesellschaftsrecht]  sowie  zum  Bundesgesetz  über 
die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren vom 
23. Juni  2004,  BBl 2004  3969 ff.,  4059.,  nachfolgend:  Botschaft  RAG; 
RETO  SANWALD/LORIS  PELLEGRINI,  Revision  ohne  Zulassung, 
Auswirkungen  im  Straf­,  Verwaltungs­  und  Zivilrecht,  in:  Der  Schweizer 
Treuhänder [ST] 2010, S. 640 ff., 644).

4.1.4.  Der  gute  bzw.  einwandfreie  Leumund  gilt  dabei  als  Standard; 
insofern  sind  entlastende  bzw.  positive  leumundsrelevante  Tatsachen 
zwar zu bezeichnen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B­7967/2009 
vom  18. April  2011  E. 5.2.1  sowie  E. 5.3),  soweit  die  Vorinstanz  davon 
Kenntnis hat, jedoch nicht automatisch als entlastend zu werten, sondern 
grundsätzlich neutral zu behandeln; diesbezüglich verhält es sich ähnlich 
wie im Strafrecht betreffend fehlende Vorstrafen (BGE 136 IV 1 E. 2.6.4). 
Der Leumund bestimmt sich aufgrund aktenkundiger früherer Vorfälle (zur 
zeitlichen  Dimension  vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_834/2010  vom 
11. März  2011  E. 6.2)  oder  aktuell  zu  beurteilender  Sachverhalte.  Ob 
etwas aktenkundig ist, hat letztlich eine zufällige Komponente, ist aber auf 
jeden  Fall  erschwerend  zu  berücksichtigen.  Ebenso  sind  persönliche 
Umstände entlastend zu berücksichtigen, wie beispielsweise die Einsicht, 
die Wiedergutmachung des Schadens (analog der Wiedergutmachung im 
Strafrecht,  Art. 53  des  Schweizerischen  Strafgesetzbuchs  vom 
21. Dezember  1937  [StGB,  SR 311.0]),  die  Wiederherstellung  des 
rechtmässigend Zustands oder die Einmaligkeit einer Verfehlung.

4.2.  Die  Einhaltung  der  Vorschriften  über  die  Unabhängigkeit  der 
Revisionsstelle  bei  Aktiengesellschaften  nach  Art. 728  (ordentliche 
Revision) und 729 (eingeschränkte Revision) des Obligationenrechts vom 
30. März 1911 (OR, SR 220)  ist  für die Erfüllung der Voraussetzung des 
unbescholtenen Leumunds offenkundig bestimmend. Dasselbe gilt für die 
standesrechtlichen  Unabhängigkeitsbestimmungen  (Richtlinien  zur 
Unabhängigkeit,  zuletzt  geändert  am  6. Dezember  2010,  hrsg.  von  der 
Treuhand­Kammer),  zu  deren  Einhaltung  der  Beschwerdeführer  als 
Mitglied  der  Treuhand­Kammer  verpflichtet  ist  (Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B­7348/2009  vom  3. Juni  2010  E. 9).  Die 
Unabhängigkeit  ist  als  zentrales  Anliegen  der  Revisionsaufsicht  sowie 

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des  Berufs­  und  Standesrechts  zu  werten  (Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B­7967/2009  vom  18. April  2011  E. 4.3  mit 
Hinweisen). 

4.2.1.  Art. 728  OR  regelt  die  Unabhängigkeit  der  Revisionsstelle  für 
Gesellschaften, die der ordentlichen Revision (Art. 727 OR) unterstehen. 
Nach  Abs. 1  hat  die  Revisionsstelle  unabhängig  zu  sein  und  sich  ihr 
Prüfungsurteil  objektiv  zu  bilden.  Die  Unabhängigkeit  darf  weder 
tatsächlich  noch  dem  Anschein  nach  beeinträchtigt  sein.  Abs. 2  listet 
einen  nicht  abschliessenden  Negativkatalog  von  Tatbeständen  auf,  die 
mit der Unabhängigkeit unvereinbar sind. Diese Bestimmungen gelten für 
alle  an  der  Revision  beteiligten  Personen  (Abs. 3).  Abs. 5  regelt, 
inwieweit  nahestehende  Personen  die  Unabhängigkeitsvorschriften  zu 
erfüllen  haben.  Nach  Abs. 6  erfassen  die  Bestimmungen  über  die 
Unabhängigkeit  auch  Gesellschaften,  die  mit  der  zu  prüfenden 
Gesellschaft  oder  der  Revisionsstelle  unter  einheitlicher  Leitung  stehen 
(Konzernbetrachtung).

4.2.2.  Die  eingeschränkt  prüfende  Revisionsstelle  einer  Gesellschaft 
untersteht  im  Grundsatz  denselben  Anforderungen  (Art. 729  OR;  Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts B­6373/2010 vom 20. April 2011 E. 2.5.4 
mit  Hinweisen).  Die  Unvereinbarkeitstatbestände,  deren  Aufzählung  in 
Art. 729  OR  fehlt,  sind  nach  der  Lehre  auch  bei  der  eingeschränkten 
Revision  anwendbar  (ROLF  WATTER/CORRADO  RAMPINI,  in:  Heinrich 
Honsell/
Nedim  Peter  Vogt/Rolf  Watter  [Hrsg.],  Basler  Kommentar, 
Obligationenrecht II, Art. 530­1186 OR, 3. Aufl., Basel 2008, nachfolgend: 
BSK­OR,  Rz. 4  zu  Art. 729;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­
6373/2010  vom  20. April  2011  E. 2.5.4),  oder  dienen  zumindest  als 
Leitlinie  (Botschaft  RAG,  BBl 2004  4026).  Ausnahme  bildet  Art. 729 
Abs. 2  OR,  der  das  Mitwirken  bei  der  Buchführung  und  das  Erbringen 
anderer Dienstleistungen  für  die  zu  prüfende Gesellschaft  grundsätzlich 
erlaubt;  sofern  das  Risiko  der  Überprüfung  eigener  Arbeiten  entsteht, 
muss  durch  geeignete  organisatorische  und  personelle  Massnahmen 
eine  verlässliche  Prüfung  sichergestellt  werden  (Art. 729  Abs. 2  zweiter 
Satz OR).

4.3.  Die  dem  Beschwerdeführer  vorgeworfenen 
Unabhängigkeitsverletzungen  fallen  in  den  Zeitraum  zwischen  2001  bis 
2011.  Bereits  unter  dem  ab  1992  bis  2007  geltenden  Recht  mussten 
Revisoren von den revidierten Gesellschaften und ihren beherrschenden 

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Aktionären  und Organen  unabhängig  sein  (Art. 727c Abs. 1  aOR  in  der 
Fassung vom 4. Oktober 1991, AS 1992 774; in Kraft vom 1. Juli 1992 bis 
zum  31. Dezember  2007  [AS 2007  4791,  4839]);  darunter  wurde  die 
Fähigkeit verstanden, frei, unkontrolliert und unbeeinflusst vom geprüften 
Unternehmen  bzw.  dessen  verantwortlichen  Organen  zu  handeln  und 
gegen Aussen entsprechend zu erscheinen. Die Revisoren durften weder 
Arbeitnehmer der zu prüfenden Gesellschaft sein noch Arbeiten für diese 
ausführen,  die  mit  dem  Prüfungsauftrag  unvereinbar  gewesen  wären. 
Wurde eine Handelsgesellschaft  als Revisionsstelle bestellt,  so galt  das 
Erfordernis  der  Unabhängigkeit  sowohl  für  diese  als  auch  für  alle 
Personen, welche die Prüfung durchführten (Art. 727d Abs. 3 aOR in der 
Fassung vom 4. Oktober 1991; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B­
7967/2009  vom  18. April  2011  E. 4.1).  Art. 727c  aOR  regelte  die 
Unabhängigkeit  lediglich  rudimentär,  wurde  jedoch  durch  die 
Rechtsprechung  und  Selbstregulierung  der  Branche  konkretisiert 
(WATTER/RAMPINI, BSK­OR, Rz. 14 zu Art. 728).

4.4. Der dem Beschwerdeführer vorgehaltene Sachverhalt ist gestützt auf 
das Obenstehende wie folgt zu würdigen:

4.4.1.  Die  X._______  war  zwischen  dem  11. Januar  2001  und  dem 
26. Oktober 2010 als Revisionsstelle der W._______  im Handelsregister 
eingetragen.  Wie  aus  den  Akten  hervorgeht,  zeichnete  der 
Beschwerdeführer  in  dieser  Zeitspanne  als  verantwortlicher  leitender 
Revisor  bei  der  X._______  für  die  Revisionen  der  W._______.  Der 
Beschwerdeführer war zu 10 % am Aktienkapital der W._______ beteiligt. 
Am  30. November  2000  wurde  eine  Kapitalerhöhung  um  8 Mio.  auf 
8,1 Mio.  Franken  durchgeführt  (beim Handelsregisteramt  am  11. Januar 
2001  angemeldet).  Der  Beschwerdeführer  hat  dabei  den 
Kapitalerhöhungsbericht  des  Verwaltungsrates  geprüft  und  die 
Prüfungsbestätigung  vom  30. November  2000  ausgestellt.  In  welcher 
Höhe  der  Beschwerdeführer  weiterhin  direkt  am  Aktienkapital  der 
W._______  beteiligt  gewesen  ist,  ist  unklar;  in  einem  Schreiben  vom 
18. Mai  2009  an  die  Anwaltskanzlei  C._______  hielt  er  fest,  dass  er 
Aktionär sei; zum Verfügungszeitpunkt hielt er gemäss eigenen Angaben 
4,9 %.

In  einem  Schreiben  an  das  Steueramt  des  Kantons  D._______  vom 
31. Juli 2005 führt der Beschwerdeführer aus, er sei stiller Gesellschafter 
der  Z._______.  Die  Z._______  wiederum  hat  anlässlich  der 
Kapitalerhöhung  der  W._______  5,6 Mio.  Franken  gezeichnet.  Der 

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Beschwerdeführer  war  gemäss  dem  beurkundeten 
Kapitalerhöhungsbeschluss  nicht  als  Aktionär  an  dieser  beteiligt.  Im 
bereits  zitierten  Schreiben  an  das  Steueramt  des  Kantons  D._______ 
erwähnt er jedoch, im Rahmen eines Darlehens Fr. 800'000.− des neuen 
Kapitals  zur  Verfügung  gestellt  zu  haben  (entspricht  dem  bisherigen 
Anteil  von  10 %).  Am  6. Dezember  2007  fand  sodann  eine 
Kapitalherabsetzung  der  W._______  auf  Fr. 100'000.−  statt.  Die 
Rückzahlung  eines  Darlehens  an  den  Beschwerdeführer  ist  in  der 
entsprechenden  Urkunde  erwähnt  (ohne  Angabe  zur  Höhe).  Die 
erforderliche  Prüfungsbestätigung  vom  6. Dezember  2007  stammt 
ebenfalls vom Beschwerdeführer als leitendem Revisor.

Es ist somit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer über Jahre sowohl 
direkt als auch indirekt an der W._______ beteiligt gewesen und bis zum 
heutigen  Zeitpunkt  direkt  beteiligt  ist,  obwohl  er  bis  zum  1. November 
2010  (Löschung der X._______ als Revisionsstelle der W._______, vgl. 
hierzu  unten  E. 5)  als  leitender  Revisor  bei  der  X._______  für  die 
Durchführung  der  Revisionen  der  W._______  zuständig  war  und  die 
entsprechenden  Revisionsberichte  verfasst  hat.  Eine  direkte  und 
bedeutende indirekte Beteiligung am zu prüfenden Unternehmen ist, wie 
die  Vorinstanz  zu  Recht  ausführt,  unzulässig  und  nicht  mit  der 
erforderlichen  Unabhängigkeit  der  Revisionsstelle  vereinbar;  dies  galt 
spätestens  ab  Geltung  der  Richtlinien  zur  Unabhängigkeit 2001  der 
Treuhand­Kammer  (Richtlinien  zur  Unabhängigkeit  2001,  Ziff. 1.3.1), 
ergibt sich  jedoch bereits aus Art. 727c aOR, da sich sowohl durch eine 
direkte  Beteiligung  am  geprüften  Unternehmen  als  auch  durch  eine 
indirekte  wesentliche  Beteiligung  Interessenskonflikte  ergeben  können. 
Art. 728  Abs. 2  OR,  der  auch  bei  eingeschränkten  Revisionen  Geltung 
beansprucht, untersagt nun explizit in Ziff. 2 eine direkte oder bedeutende 
indirekte  Beteiligung  am  Aktienkapital.  Der  Umstand,  dass  inzwischen 
eine  Kapitalherabsetzung  stattgefunden  hat  und  damit  der 
Beschwerdeführer  seit  diesem  Zeitpunkt  nicht  mehr  indirekt  an  der 
W._______  beteiligt  gewesen  sei,  macht  die  festgestellte 
Unabhängigkeitsverletzung  nicht  rückgängig.  Zudem  hält  der 
Beschwerdeführer  nach  eigenen  Angaben  immer  noch  Aktien  an  der 
W._______.

Zum Argument des Beschwerdeführers, es handle sich bei der Revision 
der  W._______  um  eine  "freiwillige"  eingeschränkte,  da  die 
Voraussetzungen  für  ein  Opting­Out  (Verzicht  auf  eine  eingeschränkte 
Revision,  Art. 727a  Abs. 2  OR)  erfüllt  seien,  ist  der  Vorinstanz 

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zuzustimmen, wenn  sie  ausführt,  dass  es  sich  dabei  ebenfalls  um  eine 
gesetzliche  Revision  handelt,  selbst  wenn  die  betreffende  Gesellschaft 
die  Voraussetzungen  für  ein  Opting­Out  tatsächlich  erfüllt.  Wie  bereits 
ausgeführt,  sind  die  Anforderungen  an  die  Unabhängigkeit  der 
Revisionsstelle bei der eingeschränkten Revision grundsätzlich dieselben 
wie  bei  der  ordentlichen  Revision  und  die  Unvereinbarkeitstatbestände 
von  Art. 728  OR  ebenfalls  anwendbar  (vgl.  oben  E. 4.2.2;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts B­6373/2010 vom 20. April 2011 E. 2.5.6.3).

4.4.2.  Die  Vorinstanz  hat  dem  Beschwerdeführer  eine  enge 
(geschäftliche)  Beziehung  zu  B._______,  Verwaltungsratsmitglied  der 
W._______  (seit  1999)  sowie  bedeutendem  (bzw.  [fiduziarischem] 
Mehrheits­)  Aktionär  derselben,  nachvollziehbar  und  schlüssig 
nachgewiesen (vgl. Sachverhalt F.). Dieser Umstand ist mit der Funktion 
des Beschwerdeführers als leitender Revisor für die W._______ (bis zum 
26. Oktober 2010, vgl. unten E. 5) nicht vereinbar; die in diesem Zeitraum 
geltenden  Unabhängigkeitsbestimmungen  sind  verletzt  (Richtlinien  zur 
Unabhängigkeit 2001, Ziff. 1.2; Art. 727c aOR; Art. 728 Abs. 2 Ziff. 3 OR), 
da  für  einen  Aussenstehenden  diese  wirtschaftlichen  und  persönlichen 
Verflechtungen  objektiv  als  Abhängigkeiten  interpretiert  werden  können 
und  das  Vertrauen  in  die  Prüftätigkeit  des  Beschwerdeführers  somit 
beeinträchtigt ist.

Entgegen  der  Ansicht  des  Beschwerdeführers  genügt  bereits  eine 
Beeinträchtigung des Anscheins der Unabhängigkeit,  sowohl altrechtlich 
als  auch nach dem seit  2008 geltenden Recht,  um eine Verletzung der 
Unabhängigkeitsvorschriften  zu  bejahen,  unabhängig  davon,  ob 
ordentlich oder eingeschränkt  revidiert wird, weshalb der entsprechende 
Einwand  des  Beschwerdeführers  fehl  geht  (Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts B­6373/2010 vom 20. April 2011 E. 2.5.1 mit 
Hinweisen  sowie  E. 2.5.6.;  ROLF  WATTER/CORRADO  RAMPINI,  in:  BSK­
Revisionsrecht, Rz. 12 zu Art. 728 OR).

4.4.3.  Seit  dem  5. Juli  2007  ist  die  U._______  als  Revisionsstelle  der 
Y._______  eingetragen  und  der  Beschwerdeführer  führt  über  die 
U._______,  bei  welcher  er  seit  1999  als  Verwaltungsratsmitglied  amtet 
(seit  2009  als  einziges  Verwaltungsratsmitglied)  und  deren  einziger 
Revisionsmitarbeiter  ist,  die  Revisionen  der  Y._______  durch.  Die 
Y._______  führt  gleichzeitig  bei  verschiedenen  Gesellschaften  der 
V._______­Gruppe,  in  denen  der  Beschwerdeführer  (einziger) 
Verwaltungsrat ist, ebenfalls Prüfungen der Jahresrechnungen durch. Die 

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Revisionsunternehmen  prüfen  demnach  gegenseitig  Gesellschaften, 
deren  Verwaltung  jeweils  mit  ihrer  eigenen  Revisionsstelle  identisch  ist 
(faktische  bzw.  indirekte  gegenseitige  Revision).  Der  vorliegende 
Sachverhalt  ist mit  dem Fall,  dass zwei Gesellschaften sich gegenseitig 
revidieren,  zumindest  vergleichbar.  Dies  führt  zu  einem 
Interessenskonflikt  und  ist  geeignet,  Beeinflussungen  der 
Revisionstätigkeit  durch  unsachliche,  gegenseitige  Rücksichtnahmen  zu 
veranlassen.  Es  besteht  der  äussere  Anschein  der  Gefahr,  dass  die 
Aufgaben  der  jeweiligen  Revisionsstelle  nicht  mit  der  nötigen 
Unvoreingenommenheit wahrgenommen werden (vgl. oben E. 4.4.2), wie 
die Vorinstanz zu Recht darlegt. Der Beschwerdeführer räumt denn auch 
selber  ein,  dass  hier  juristisch  gesehen  der  Anschein  der 
Beeinträchtigung der Unabhängigkeit gegeben sei. 

4.5.  Damit  ist  erstellt,  dass  der  Beschwerdeführer  mehrfach  und 
fortgesetzt  in  schwerwiegender  Weise  gegen  die  Bestimmungen  der 
Unabhängigkeit  der  Revisionsstelle  verstossen  hat.  Der 
Beschwerdeführer  weist  aufgrund  seiner  direkten  und  indirekten 
Beteiligung  an  der  W._______  sowie  aufgrund  einer  zumindest  dem 
Anschein  nach  gegebenen  engen  Beziehung  zu  deren  Verwaltungsrat 
und  bedeutendem  Aktionär  B._______  als  langjähriger  Revisor  dieser 
Gesellschaft  nicht  die  erforderliche  Unabhängigkeit  auf.  Dasselbe  gilt 
hinsichtlich der Situation U._______/Y._______.

5. 
Am  13. Oktober  2010  hat  die  W._______  ein  Opting­Out  beschlossen; 
dies  ist  entsprechend  im  Handelsregister  eingetragen.  Der  Sitz  der 
X._______  weist  immer  noch  dieselbe  Sitzadresse  wie  die  B._______ 
Treuhand AG auf,  doch hat  der Beschwerdeführer  angekündigt,  dies  im 
Verlaufe  des  Jahres  zu  korrigieren.  Die  U._______  amtet  seit  dem 
18. Februar 2011 nicht mehr als Revisionsstelle der Y._______.

5.1.  Der  Beschwerdeführer  argumentiert,  die  Gewähr  für  eine 
einwandfreie  Prüftätigkeit  sei  durch  die  Beseitigung  des  beanstandeten 
Zustands  automatisch wiederhergestellt,  weil  lediglich  der  Anschein  der 
Unabhängigkeit beeinträchtigt gewesen sei. Die Vorinstanz habe diesen 
Umstand nicht gewürdigt.

5.2.  Die  Vorinstanz  macht  geltend,  sie  habe  die  obengenannten 
Tatsachen  gewürdigt;  diese  wirkten  sich  zwar  im  Rahmen  der 
Gesamtbeurteilung  der  Verstösse  günstig  aus,  die  Verstösse  würden 

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jedoch  nicht  "geheilt".  Die  Wiederherstellung  des  ordnungsgemässen 
Zustands  werde  ohnehin  auch  ohne  konkrete  Aufforderung  durch  die 
Vorinstanz  erwartet  und  ergebe  sich  aus  den  Sorgfaltspflichten  eines 
Revisors bzw. Revisionsexperten.

5.3. Aus  der  angefochtenen  Verfügung  ergibt  sich,  dass  die  Vorinstanz 
das Opting­Out der W._______ sowie die angekündigte Sitzverlegung der 
X._______  ausführlich  in  ihre  Abwägungen  miteinbezogen  hat.  Die 
Tatsache, dass die U._______ seit dem 18. Februar dieses Jahres nicht 
mehr  als  Revisionsstelle  der  Y._______  amtete,  konnte  die  Vorinstanz 
selbstredend  nicht  berücksichtigen,  da  die  angefochtene  Verfügung  am 
24. Januar  2011  erging.  Die  vom  Beschwerdeführer  im  Rahmen  der 
Wiederherstellung  des  ordnungsgemässen  Zustands  durchgeführten 
Massnahmen  vermögen  nach  der  Rechtsprechung  des 
Bundesverwaltungsgerichts  die  seit  2001  begangenen 
Unabhängigkeitsverletzungen  jedoch  nicht  auszugleichen  bzw. 
ungeschehen  zu  machen  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­
7967/2009  vom  18. April  2011  E. 4.4.1  sowie  B­7348/2009  vom  3. Juni 
2010 E. 9.5); Entsprechendes gilt für die sich daraus ergebende Trübung 
des  Leumunds  bzw.  der  Beeinträchtigung  der  Gewähr  für  eine 
einwandfreie Prüftätigkeit (vgl. unten E. 7.2).

6. 
Der Beschwerdeführer macht  geltend,  die Vorinstanz habe Art. 17 RAG 
willkürlich  ausgelegt,  da  sie  den  Entzug  der  Zulassung  vorgängig  hätte 
androhen müssen.

Die Vorinstanz hält dagegen, dass die eine Androhung des Entzugs der 
Zulassung  nicht  erforderlich  gewesen  sei,  da  die  Gewähr  für  eine 
einwandfreie  Prüftätigkeit  aufgrund  der  festgestellten  Verstösse  gegen 
die  Unabhängigkeit  nicht  gegeben  gewesen  sei  und  auch  nicht  sofort 
wiederhergestellt habe werden können. 

6.1.  Nach  Art. 17  Abs. 1  RAG  ist  der  Entzug  der  Zulassung  vorher 
anzudrohen,  sofern  die  Zulassungsvoraussetzungen  wiederhergestellt 
werden können.

6.2.  Das  System  der  vorgängigen  Androhung  dürfte  bei 
schwerwiegenden leumundsrelevanten Verstössen, wie vorliegend, kaum 
Anwendung  finden  können,  weil  der  Leumund  dann  als  derart 
beeinträchtigt  anzusehen  ist,  dass  selbst  eine  umgehende 

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Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands – zumindest in (näherer) 
Zukunft  –  keine  Gewähr  für  eine  einwandfreie  Prüftätigkeit  zu  bieten 
vermag. Bei schwerwiegenden Verstössen gegen das Gesetz (vorliegend 
die  Unabhängigkeitsvorschriften)  würde  eine  vorangehende  Mahnung 
den gefährdeten Interessen Dritter nicht gerecht: Ein Revisionsexperte ist 
berechtigt,  ordentliche  Revisionen  durchzuführen;  dies  umfasst 
Revisionen  von  Publikumsgesellschaften  über  ein  staatlich 
beaufsichtigtes  Revisionsunternehmen  sowie  Revisionen  von 
wirtschaftlich  bedeutenden  Unternehmen  und  Gesellschaften,  die  zur 
Erstellung  einer  Konzernrechnung  verpflichtet  sind  (Art. 727b  OR). 
Deshalb  hat  der  Beschwerdeführer  den  Entzug  der  Zulassung  ohne 
vorgängige Androhung zu gewärtigen.

7. 
Schliesslich  rügt  der  Beschwerdeführer,  die  Vorinstanz  habe  den 
Grundsatz  der  Verhältnismässigkeit  verletzt.  Als  angemessene  mildere 
Massnahme  hätte  eine  Fristansetzung  zur  Wiederherstellung  des 
Anscheins  der  Unabhängigkeit  bzw.  zur  Wiederherstellung  des 
ordnungsgemässen Zustands in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 4 
RAG genügt. 

Die  Vorinstanz  macht  geltend,  es  sei  vorliegend  keine  mildere 
Massnahme denkbar. Die mangelnde Einsicht des Beschwerdeführers in 
das  eigene Fehlverhalten  sei  negativ  zu  gewichten.  Insgesamt  erwecke 
der Beschwerdeführer den Eindruck, mit den geltenden Grundsätzen zur 
Unabhängigkeit  ungenügend  vertraut  zu  sein. Ein  befristeter Entzug  als 
mildere  Massnahme  könne  den  Zulassungsträger  unter  Umständen 
härter  treffen  als  ein  unbefristeter,  bei  dem  in  absehbarer  ein  erneutes 
Zulassungsgesuch  gestellt  werden  könne.  Die  Vorinstanz  sei  nicht 
verpflichtet  gewesen  dem  Beschwerdeführer  eine  Frist  zur 
Wiederherstellung  des  ordnungsgemässen  Zustands  einzuräumen;  dies 
werde  ohnehin  auch  ohne  konkrete  Aufforderung  durch  die 
Aufsichtsbehörde  erwartet  und  ergebe  sich  aus  den  Sorgfaltspflichten 
eines Revisors. Nach Ansicht der Vorinstanz ist eine analoge Anwendung 
von Art. 16 Abs. 4 RAG im vorliegenden Fall nicht angezeigt. Diese Norm 
beziehe  sich  im  Übrigen  auf  staatlich  beaufsichtigte 
Revisionsunternehmen.

7.1. Bei der Verhältnismässigkeitsprüfung  ist  insbesondere zu beachten, 
dass  die Revisionspflicht  den Schutz  von  Investoren,  von Personen mit 
Minderheitsbeteiligungen,  von  Gläubigern  bezweckt  und  der 

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Unternehmensüberwachung dient (zur Sicherung von Arbeitsplätzen und 
einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung; Botschaft RAG, BBl 2004 
3969 ff., 3989). Der Revisionsstelle kommt dabei eine zentrale Rolle zu. 
Sie  soll  die  Zuverlässigkeit  der  Jahres­  und  Konzernrechnung 
sicherstellen  und  damit  alle  geschützten  Personengruppen  in  die  Lage 
versetzen,  die  wirtschaftliche  Lage  eines  Unternehmens  verlässlich  zu 
beurteilen.  Dieses  Ziel  der  gesetzlichen  Regelung  von 
Revisionsdienstleistungen  kann  nur  erreicht  werden,  wenn  diese  durch 
fachlich  hinreichend  qualifizierte  Personen  erbracht  werden,  deren 
Qualifikation  im  Rahmen  der  Zulassung  anhand  der  strengen 
Zulassungsvoraussetzungen zu prüfen ist. Die Sicherung der Qualität der 
Revisionsdienstleistungen  ist  daher  von  erheblichem  öffentlichen 
Interesse  (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_438/2008 vom 16. Oktober 
2008 E. 3).  Im  Zusammenhang mit  dem Entzug  der  Zulassung  hat  das 
Bundesgericht immerhin festgestellt, diese solle die ultima ratio bilden für 
den Fall, dass zum Schutz der in Frage stehenden öffentlichen Interessen 
und  zur  Abwendung  von  weiteren  Störungen  einzig  die  Möglichkeit 
bleibe,  den  Betroffenen  von  der  weiteren  Berufsausübung 
auszuschliessen  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_505/2010  vom  7. April 
2011 E. 4.3  sowie 2C_834/2010 vom 11. März 2011 E. 6.2.3; DANIEL C. 
PFIFFNER, in: BSK­Revisionsrecht, Rz. 5 zu Art. 17 RAG).

7.2. Der Beschwerdeführer hat über einen langen Zeitraum von fast zehn 
Jahren regelmässig und mehrfach gegen die für seine Tätigkeit zentralen 
Unabhängigkeitsvorschriften  verstossen.  Revisionstätigkeit  setzt  voraus, 
dass  den  einschlägigen  Normen  vollumfänglich  Beachtung  geschenkt 
wird  (Urteil  des Bundesgerichts 2C_505/2010 vom 7. April  2010 E. 4.4). 
Als Mitglied der Treuhand­Kammer muss dem Beschwerdeführer zudem 
das  geltende  Standesrecht  geläufig  sein  (vgl.  oben  E. 4.2).  Der 
Beschwerdeführer  hat  diesen  Zustand,  nachdem  er  von  der  Vorinstanz 
darauf hingewiesen worden war, erst nach 15 bzw. 19 Monaten bereinigt; 
hinsichtlich  der  identischen  Sitzadresse  der  X._______  und  der 
B._______  Treuhand AG  besteht  die  beanstandete  Situation  weiterhin 
(vgl.  oben  E. 5).  Der  Umstand,  dass  dem Beschwerdeführer  ansonsten 
beruflich  nichts  vorzuwerfen  ist,  spricht  nicht  näher  zu  seinen  Gunsten 
(vgl.  oben  E. 4.1.4).  Bei  derart  schweren  Verstössen  gegen  die 
Unabhängigkeitsvorschriften  kommt  ein  allfällig  zulässiger  schriftlicher 
Verweis (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B­3988/2010 vom 31. Mai 
2011  E. 3)  als  mildere  Massnahme  nicht  in  Betracht.  Gleich  verhält  es 
sich mit  einem  befristeten  Entzug.  Dieser müsste  ohnehin  auf mehrere 
Jahre ausgesprochen werden. Der von der Vorinstanz gefällte Entscheid, 

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mit dem ein unbefristeter Entzug ausgesprochen, dem Beschwerdeführer 
jedoch eine erneute Prüfung der Zulassung nach drei Jahren in Aussicht 
gestellt wird (vgl. die ergänzende Stellungnahme der Vorinstanz), nähert 
sich  in  der  Sache  einem auf  drei  Jahre  befristeten Entzug  an. Mit  dem 
angefochtenen Entscheid wird  jedoch zweifelsfrei klargemacht, dass der 
Beschwerdeführer ein neues Gesuch wird einreichen und die Gewähr für 
einen  einwandfreie  Prüftätigkeit  wird  nachweisen  müssen,  bevor  er 
erneut als Revisionsexperte zugelassen werden kann. Abgesehen davon 
macht nur ein unbefristeter Entzug hinreichend deutlich, dass es sich hier 
um  schwerwiegende  Verfehlungen  handelt  und  der  Beschwerdeführer 
grundlegende Änderungen vornehmen und die Einsicht in die Bedeutung 
der Unabhängigkeitsbestimmungen dokumentieren muss,  um erneut  als 
Revisionsexperte  zugelassen  zu  werden.  Ein  befristeter  Entzug  kommt 
mit anderen Worten grundsätzlich nur bei mittelschweren Verfehlungen in 
Betracht,  bei  denen  eine  verhältnismässig  zuverlässige  Prognose  über 
das  künftige  Verhalten  und  die Wiederherstellung  des  guten  Leumunds 
erfolgen kann. 

Das  öffentliche  Interesse  an  qualitativ  hochstehenden 
Revisionsdienstleistungen,  in  welchen  das  Vertrauen  der  Allgemeinheit 
und  der  Schutz  eines  weiten  Personenkreises  (bestehende  sowie 
zukünftige  Aktionäre  und  Gläubiger  der  zu  prüfenden  Gesellschaft) 
gründet,  ist vorliegend höher zu gewichten als das private Interesse des 
Beschwerdeführers an der uneingeschränkten Ausübung der Tätigkeit als 
Revisionsexperte. Zudem  ist  das Verfahren  vor der Standeskommission 
der  Treuhand­Kammer,  soweit  dem  Bundesverwaltungsgericht  bekannt, 
noch  hängig;  auch  aus  diesem Grund  rechtfertigt  sich  ein  unbefristeter 
Zulassungsentzug.  Dass  es  sich  bei  der  Verletzung  von 
Unabhängigkeitsbestimmungen  strafrechtlich  gesehen  um  eine 
Übertretung handelt  (Art. 39 Abs. 1 Bst. a RAG), die mit einer Busse bis 
zu  Fr. 100'000.–  bestraft  wird,  ist  entgegen  der  Ansicht  des 
Beschwerdeführer  für die Zumessung der Verwaltungsmassnahme nicht 
von Bedeutung. Ob die Einräumung einer Frist zur Wiederherstellung des 
ordnungsgemässen Zustands in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 4 
RAG bei natürlichen Personen möglich ist, kann vorliegend offenbleiben.

Der Zulassungsentzug ist mutmasslich mit wirtschaftlichen Folgen für den 
Beschwerdeführer  verbunden, wobei  er  dies weder  geltend macht  noch 
darlegt.  Der  Beschwerdeführer  ist  bei  zahlreichen  zur  V._______ 
gehörenden  Gesellschaften  als  einziger  Verwaltungsrat  und 
Revisionsmitarbeiter  tätig;  insofern  sind  auch  diese Gesellschaften  vom 

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Zulassungsentzug betroffen. Jedoch sind in der V._______ verschiedene 
Personen  mit  der  entsprechenden  Zulassung  tätig,  sodass  die 
Möglichkeiten  von  Reorganisation  und  Umstrukturierungen  vorhanden 
sind. Die Massnahme ist somit zumutbar.

Der unbefristete Entzug erweist sich daher als verhältnismässig. Es bleibt 
darauf  hinzuweisen,  dass  vorliegend  eine  Selbstanzeige  durch  den 
Beschwerdeführer  möglich  gewesen  wäre.  Damit  hätte  der 
Beschwerdeführer seine Einsicht und Reue auszudrücken vermocht, was 
es der Vorinstanz ermöglicht hätte, allenfalls eine mildere Massnahme als 
den unbefristeten Entzug auszusprechen.

8. 
Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  die  Vorinstanz  dem 
Beschwerdeführer die Zulassung als Revisionsexperte wegen derzeitiger 
Nichterfüllung der Anforderungen an den unbescholtenen Leumund bzw. 
der  Gewähr  für  eine  einwandfreie  Prüftätigkeit  zu  Recht  unbefristet 
entzogen und den entsprechenden Eintrag im Revisorenregister gelöscht 
hat.  Die  Beschwerde  erweist  sich  daher  als  unbegründet  und  ist 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 2). 

9. 
Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  hat  der  Beschwerdeführer 
die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]).  Diese 
werden  auf  Fr. 3'000.–  festgesetzt  und  mit  dem  am  24. März  2011 
geleisteten  Kostenvorschuss  von  Fr. 2'000.–  verrechnet.  Der  den 
Kostenvorschuss übersteigenden Betrag  von Fr. 1'000.–  ist  nach Eintritt 
der Rechtskraft  des  vorliegenden Urteils  zu Gunsten  der Gerichtskasse 
zu  überweisen.  Eine  Parteientschädigung  wird  nicht  zugesprochen 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 3'000.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'000.– verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1'000.– ist innert 30 Tagen 

B­1355/2011

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nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zu  Gunsten  der 
Gerichtskasse  zu  überweisen.  Die  Zustellung  des  Einzahlungsscheins 
erfolgt mit separater Post.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref­Nr. […]; Gerichtsurkunde)
– das  Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  EJPD 

(Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Philippe Weissenberger Astrid Hirzel

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 11. Oktober 2011