# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15dc228d-7710-5778-91c3-58f6dd44aa08
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 09.01.2024 R 2022 87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2022-87_2024-01-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 22 87

5. Kammer 

Vorsitz Brun

RichterInnen Audétat und Pedretti

Aktuar Gees

URTEIL

vom 9. Januar 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Christian Fey, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Baugesuch (BAB)

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I. Sachverhalt:

1. A._____ ist Eigentümer der Parzelle E._____ in B._____. Diese liegt 

ausserhalb der Bauzone in der Landwirtschaftszone und wird von einer 

Landschaftsschutzzone überlagert. 

2. Mit BAB-Gesuch Nr. 2022-0323 vom 5. August 2022 ersuchte er bei der 

Gemeinde B._____ um Erteilung der Baubewilligung für den Neubau eines 

landwirtschaftlichen Ökonomiegebäudes auf seiner Parzelle. Geplant ist 

eine 50m x 20m grosse Halle zur Lagerung und Trocknung von Hanf 

inklusive Maschinen- und Geräteunterstand, Technik- und Personalräume 

mit WC, Dusche und Garderobe sowie ein weiterer Raum zur Vorzucht 

von Stecklingen und Überwinterung von Mutterpflanzen. 

3. Mit Bauentscheid vom 23. August 2022 wies die Baukommission der 

Gemeinde B._____ das Baugesuch vom 5. August 2022 ab, verweigerte 

die Baubewilligung und auferlegte dem Gesuchsteller Kosten in der Höhe 

von CHF 2'687.95. Begründend machte die Beschwerdegegnerin 

zunächst geltend, das Baugesuch sei formell unvollständig. So fehle es 

z.B. an Angaben über die beim Amt für Landwirtschaft und Geoinformation 

(ALG) gemeldeten Kennzahlen für die Bewirtschaftungsflächen, den 

Baubeschrieb und Angaben über die geplante Nutzung, die geplanten 

Terrainveränderungen sowie das Betriebskonzept mit 

Wirtschaftlichkeitsberechnung. Zudem seien die Baueingabepläne nicht 

unterzeichnet, kein Baugespann aufgestellt worden und der Begleitbrief 

enthalte beleidigende Ausfälligkeiten gegenüber Behördenmitgliedern der 

Gemeinde B._____. Das Baugesuch leide andererseits auch an 

grundlegenden materiellen Mängeln, weshalb es nicht zurückgewiesen 

werde. So sei das Bauvorhaben nicht zonenkonform, da es sich um 

zonenwidrige Freizeitlandwirtschaft handle. Weder der Beschwerdeführer 

noch sein Sohn würden über eine landwirtschaftliche Ausbildung verfügen. 

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Ferner sei das Projekt nicht vereinbar mit den Zielsetzungen der 

Landschaftsschutzzone. Vorliegend handle es sich nicht um eine 

zulässige Erneuerung oder massvolle Erweiterung, sondern um einen 

Neubau, der mangels negativer Standortgebundenheit in der 

Landschaftsschutzzone nicht bewilligungsfähig sei. Schliesslich sei das 

Grundstück für das geplante Vorhaben nicht hinreichend erschlossen.

4. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 7. Oktober 

2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. 

Er beantragte die Aufhebung des Bauentscheids vom 23. August 2022 

und die Rückweisung der Angelegenheit mit der Weisung, dem 

Beschwerdeführer die Baubewilligung für sein Bauvorhaben zu erteilen. 

Eventualiter beantragte er die Aufhebung und Rückweisung an die 

Gemeinde mit der Weisung, das Baubewilligungsverfahren formell korrekt 

durchzuführen. Falls Dr. iur. C._____ im Richtergremium bzw. als 

Instruktionsrichter vorgesehen sein sollte, habe dieser in den Ausstand zu 

treten. Begründend machte er zunächst geltend, er verfüge über einen 

landwirtschaftlichen Betrieb, welcher auch über eine Betriebsnummer 

verfüge. Ferner sei das Baugesuch formell nicht mangelhaft, sondern 

vollständig. So habe er kein neues eingereicht, sondern es handle sich um 

eine Vervollständigung und Verbesserung des ursprünglich im Jahr 2021 

eingereichten Baugesuchs. Dieses hätte nicht mehr ausgeschrieben 

werden müssen. Es liege zudem nicht in der Kompetenz der 

Beschwerdegegnerin, über das Gesuch materiell zu entscheiden, sondern 

sie habe der zuständigen kantonalen BAB-Behörde den 

Bewilligungsantrag zu stellen. Des Weiteren machte er geltend, das 

Baugesuch leide auch nicht an grundlegenden materiellen Mängeln und 

das Projekt sei zonenkonform sowie landwirtschaftlich begründet. 

Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin handle es sich 

nicht um Freizeitlandwirtschaft. So verfüge er über eine landwirtschaftliche 

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Theorieausbildung sowie Praxiserfahrung. Zudem habe er dem ALG 

Kennzahlen zur Wirtschaftlichkeitsberechnung mitgeteilt. Dieses habe die 

Wirtschaftlichkeit und längerfristige Existenzfähigkeit bejaht, was auch der 

ausreichende SAK-Wert begründe. Der (Nicht-)Bezug von 

Direktzahlungen sei indessen nur ein Kriterium unter anderen. Weiter sei 

er im Besitz des Vorprüfungsberichts des Amts für Raumentwicklung 

(ARE). Schliesslich bestritt er, dass das Projekt mit der 

Landschaftsschutzzone nicht vereinbar sei. So sei z.B. das 

Gebäudevolumen des bestehenden Ökonomiegebäudes für die (negativ 

standortgebundene) Neubaute nicht relevant. Die Beschwerdegegnerin 

habe eine Interessenabwägung unterlassen und zudem vor kurzem auch 

das Schützenhaus in der Landschaftsschutzzone als standortgebunden 

und zonenkonform eingestuft. 

5. Mit Vernehmlassung vom 9. November 2022 beantragte die Gemeinde 

B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung 

der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zunächst machte sie die 

verspätete Einreichung der Beschwerde geltend. In materieller Hinsicht 

verwies sie im Wesentlichen auf den angefochtenen Entscheid und 

vertiefte diesen punktuell. So sei die Beurteilung gestützt auf die 

Erhebungen des ARE ergangen, welches sich wiederum beim ALG 

erkundigt habe. Die Beschwerdegegnerin habe auf ausdrückliches 

Verlangen des Beschwerdeführers sämtliche Unterlagen zurückgeschickt, 

was als Rückzug aller früheren Gesuche angesehen werden könne. 

Frühere Gesuchsversionen würden nicht Streitgegenstand bilden. Zudem 

habe sie stets bei entscheidenden Verfahrensschritten das rechtliche 

Gehör des Beschwerdeführers gewahrt. Dieser verkenne sodann, dass 

auch bei Bauten ausserhalb der Bauzone primär die Gemeinde 

Entscheidbehörde sei. Er könne der Gemeinde sodann nicht Akten 

vorenthalten, mit der Begründung, er habe das Vertrauen in diese 

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verloren. Letzteres habe er sich selbst zuzuschreiben. In materieller 

Hinsicht erschöpfe sich die Beschwerde in rein appellatorischer Kritik am 

angefochtenen Entscheid.

6. Am 30. November 2022 hielt der Beschwerdeführer replicando 

unverändert an seinen Rechtsbegehren gemäss der Beschwerde vom 7. 

Oktober 2022 fest. Auf den Einwand der verspäteten Beschwerde durch 

die Beschwerdegegnerin reichte der Beschwerdeführer die 

Sendungsverfolgung ein. Diese weise eine Zustellung am 7. September 

2022 aus, weshalb die Beschwerde fristgerecht erfolgt sei. Im 

Wesentlichen bestritt er die Ausführungen in der 

beschwerdegegnerischen Vernehmlassung und vertiefte seine eigenen in 

der Beschwerde vorgebrachten. So erweiterte er sein Ausstandsbegehren 

unabhängig von der Rechtsvertretung der Beschwerdegegnerin nun 

sinngemäss auch auf Dr. iur. D._____. Er betonte abermals, er habe sein 

(ursprüngliches) Baugesuch nicht zurückgezogen und machte geltend, die 

Beschwerdegegnerin habe den tatsächlichen Rückzug zu beweisen.

7. Mit Eingabe vom 9. Januar 2023 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 

die Einreichung einer Duplik.

8. Am 22. Juli 2023 zog der Beschwerdeführer seine Ausstandsbegehren 

zurück.

9. Am 30. August 2023 beantragte der Beschwerdeführer einen "kurzzeitigen 

Marschhalt" bzw. die Einlegung eines "kurzen Beurteilungsstopps" für das 

vorliegende Verfahren wegen möglicher Strafanzeigen, die er 

einzureichen gedenke. Die Instruktionsrichterin nahm dies als 

sinngemässen Antrag um Sistierung des Verfahrens entgegen. 

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10. Mit Eingaben vom 4. sowie 26. September 2023 reichte der 

Beschwerdeführer weitere Unterlagen im Zusammenhang mit der 

angekündigten Strafanzeige ein und bat um ausnahmsweise 

Berücksichtigung trotz abgeschlossenen Schriftenwechsels. 

11. In ihrer Stellungnahme vom 5. Oktober 2023 verzichtete die 

Beschwerdegegnerin auf weitere inhaltliche Ausführungen. Sie hielt fest, 

die Strafanzeigen gegen diverse Personen hätten mit dem vorliegenden 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren nichts zu tun. 

12. Mit letztmaliger Eingabe vom 14. Oktober 2023 bat der Beschwerdeführer 

um sofortige Aufhebung einer allfälligen, noch aktiven Sistierung und um 

Fortsetzung des Verfahrens.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das 

Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, 

soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können 

oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der 

angefochtene Bauentscheid der Gemeinde B._____ vom 23. August 2022 

ist weder endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten 

werden. Er stellt daher ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren 

vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Der 

Beschwerdeführer ist als Adressat des Entscheids zur 

Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 50 VRG). 

1.2. Zur Frist gilt es festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die 

Sendungsverfolgung einreichte (Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 

9), nachdem die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 9. 

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November 2022 die verspätete Einreichung der Beschwerde geltend 

gemacht hatte. Die Sendungsverfolgung bestätigte eine Zustellung des 

angefochtenen Entscheids am 7. September 2022, womit die Beschwerde 

vom 7. Oktober 2022 (Datum Poststempel) fristgerecht ergangen ist (Art. 

52 Abs. 1 VRG). Auf die im Übrigen formgerecht (Art. 38 Abs. 1 VRG) 

eingereichte Beschwerde ist demzufolge einzutreten.

1.3. Die vom Beschwerdeführer gestellten Ausstandsbegehren gegen Dr. iur. 

C._____ und Dr. iur. D._____ sind zufolge Ausscheidens aus dem Amt 

bzw. Rückzugs vom 22. Juli 2023 als gegenstandslos geworden 

abzuschreiben.

2.1. Der Beschwerdeführer rügt zunächst die Verfahrensführung durch die 

Gemeinde. So macht er u.a. geltend, es liege nicht in der Kompetenz der 

Beschwerdegegnerin, selbst über das Baugesuch materiell zu 

entscheiden, sondern sie habe der zuständigen kantonalen BAB-Behörde 

den Bewilligungsantrag zu stellen (Beschwerde, S. 7 f.).

2.2. Nach dem Wortlaut von Art. 25 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die 

Raumplanung (RPG; SR 700) entscheidet die zuständige kantonale 

Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie 

zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt 

werden kann. Während es den Kantonen üblicherweise freisteht, ihre 

Aufgaben an die Gemeinden zu delegieren, verlangt Art. 25 Abs. 2 RPG 

nach einhelliger Rechtsprechung und Lehre, dass 

Ausnahmebewilligungen für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen 

entweder durch eine kantonale Behörde 

oder mit deren Zustimmung zu erteilen sind (BGE 128 I 254 E.3.1 m.w.H.). 

Mit Art. 25 Abs. 2 RPG als vereinbar erscheint eine positivrechtliche 

Regelung im kantonalen Recht, dass ein negativer Antrag nicht an die 

kantonale Behörde weitergeleitet werden muss, sondern umgehend der 

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Beschwerde unterliegt (RUCH, in: AEMISEGGER/KUTTLER/MOOR/RUCH, 

Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung, 

Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 25 Rz. 30).  Gemäss Art. 87 Abs. 3 des 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) 

i.V.m. Art. 47 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung für den Kanton 

Graubünden (KRVO; BR 801.110) überweist die kommunale Baubehörde 

Gesuche für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen (BAB-Gesuch), bei 

denen sie die Voraussetzungen für eine Baubewilligung und eine BAB-

Bewilligung als erfüllt betrachtet, mit begründetem Antrag auf Erteilung der 

BAB-Bewilligung der Fachstelle. Andernfalls weist sie das Gesuch von 

sich aus ab.

2.3. Die Beschwerdegegnerin muss demnach nur jene BAB-Gesuche an die 

Fachstelle (ARE) weiterleiten, welche sie selber als bewilligungsfähig 

erachtet. Andernfalls kann sie BAB-Gesuche gestützt auf Art. 87 Abs. 3 

KRG von sich aus abweisen. Dies stellt im Übrigen keinen Widerspruch 

zum Bundesrecht dar (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts [VGU] R 2018 

3 E.7.4). Vorliegend wies die Baubehörde das BAB-Gesuch von sich aus 

ab, da sie die Voraussetzungen für die BAB-Bewilligung als nicht erfüllt 

erachtete (vgl. angefochtener Entscheid [Bf-act. 2], Rz. 5 und 

Vernehmlassung, Rz. 13 und 16 f.). Nach dem vorstehend Gesagten 

erweist sich dies als zulässig. Die beschwerdeführerische Rüge, eine 

Berufung auf Art. 87 Abs. 3 KRG sei nicht zulässig (Beschwerde, S. 8), 

wurde auch nicht weiter substantiiert. Der Beschwerdeführer verweist 

lediglich pauschal auf die Vorprüfung des ARE. Daran ändert auch die 

Ausführung, wonach auf eine erneute öffentliche Ausschreibung verzichtet 

werden könne, weil das Projekt nun viel kleiner sei und damals keine 

Einsprachen eingegangen seien, nichts.

2.4. Der Beschwerdeführer führt sodann aus, er habe am 5. August 2022 kein 

neues Baugesuch eingereicht, sondern das ursprüngliche im Jahr 2021 

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eingereichte nochmals mit allen Unterlagen gemeinsam, vollständig dem 

ARE eingereicht, so dass die Beschwerdegegnerin anschliessend der 

BAB-Behörde den Baugenehmigungsantrag zu stellen habe. Das ARE 

empfehle im Schreiben vom 7. Juli 2022, das bereits eingereichte 

Baugesuch lediglich anzupassen (Beschwerde S. 6; zum Schreiben vom 

7. Juli 2022 vgl. nachfolgend ausführlich E.3). Die Beschwerdegegnerin 

entgegnet dem, sie habe auf ausdrückliches Verlangen des 

Beschwerdeführers sämtliche noch bei ihr vorhandene 

Gesuchsunterlagen zurückgeschickt. Im Ergebnis habe die Gemeinde die 

am Ende im Recht liegenden Baugesuchsunterlagen beurteilt 

(Vernehmlassung, Rz. 11). 

2.5. Den Akten ist zu entnehmen, dass dem ARE in den Jahren 2019 bis 2022 

drei Baugesuche mit mehrheitlich ähnlichem Inhalt zur vorläufigen 

Beurteilung i.S.v. Art. 41 KRVO zugestellt wurden. Dieses kam jeweils 

zum gleichen Schluss und konnte keine Baubewilligung in Aussicht stellen 

(BAB-Nrn. 2020-0944, 2021-1162 sowie das vorliegend strittige BAB-Nr. 

2022-0323, vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.]). Den 

Baugesuchsunterlagen sind folgende Dokumente zu entnehmen: 

Baugesuch Gemeinde B._____ (BAB-Nr. 2022-0323, unterzeichnet am 5. 

August 2022), drei BAB-Gesuchsformulare (ebenfalls unterzeichnet am 5. 

August 2022, je mit Vermerk: "Aktualisierung BAB 2022-0323"); Pläne 

Grundrisse 1:100, Fassaden und Schnitte 1:100, Kanalisation 1:100, Plan 

für Grundbuch 1:1000 sowie "Blatt zum Wandaufbau mit Holzverblendung 

definitiv". Zudem liegt das Begleitschreiben vom 5. August 2022 mit 

separatem Unterlagenverzeichnis ("Aktualisierung definitives 

Baugesuch") vor. Soweit ersichtlich, beinhaltet dieses jedoch in keiner 

Weise, wie geltend gemacht, konkret ersichtliche Ergänzungen bzw. 

Verbesserungen gemäss den Empfehlungen des ARE im Schreiben vom 

7. Juli 2022 betreffend das weitere Vorgehen. Es ergeben sich noch immer 

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erhebliche Diskrepanzen zwischen den eingereichten Unterlagen und den 

vom ARE zusammengefassten Beanstandungen. So z.B. hinsichtlich 

Ortsbildschutz/Denkmalpflege (Bf-act. 8, S.3: Materialisierung vermöge 

weiterhin nicht zu überzeugen, Projekt habe den Charakter einer 

industriellen Produktion und sei gestalterisch zu überarbeiten), 

Terrainveränderungen (Bf-act. 8, S. 4: in der Landschaftsschutzzone 

unzulässiges Vermischen und Fräsen von Ober- und Unterboden mit 

Untergrundmaterial, bodenkundliches Fachgutachten notwendig für 

beanspruchte Fläche von über 2'000 m2) sowie Erschliessung (Bf-act. 8, 

S. 4: Entwässerung müsse detailliert aufgezeigt werden, Leitungsführung 

führe über verschiedene Grundstücke und entsprechende Rechte seien 

einzuholen). Vielmehr erschöpft sich das Begleitschreiben vom 5. August 

2022 im Wesentlichen in allgemeiner, unsachlicher, teils forscher bis 

ausfälliger Kritik gegenüber der Beschwerdegegnerin sowie den 

kantonalen Behörden. Von einer Vervollständigung kann dabei nicht die 

Rede sein; weitere Ausführungen diesbezüglich erübrigen sich. Es liegt 

letztlich in der Verantwortung des Baugesuchstellers, dafür besorgt zu 

sein, dass die Baubehörde über sämtliche Unterlagen verfügt, die 

vorgeschrieben sind (vgl. Art. 60 des Baugesetzes der Gemeinde 

B._____) und die sie zur Beurteilung benötigt. Entsprechend liegt es 

ebenso in seiner Verantwortung, sich um die geforderten Überarbeitungen 

und Ergänzungen bzw. Anpassungen zu bemühen. Die 

Beschwerdegegnerin ist andererseits verpflichtet, die eingereichten 

Unterlagen vollständig zu erfassen und zu prüfen. Der Nachweis, die 

verlangten Überarbeitungen und Ergänzungen erbracht zu haben, gelingt 

dem Beschwerdeführer derweil offensichtlich nicht. Nach dem Gesagten 

ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 

vorliegenden Unterlagen zu Recht zum Schluss gekommen ist, das 

Baugesuch sei unvollständig. Demnach erweist sich das Vorbringen des 

Beschwerdeführers betreffend die Verfahrensführung durch die Gemeinde 

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insgesamt als unzutreffend. Die Vorgehensweise der 

Beschwerdegegnerin ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist 

sich in diesem Punkt folglich als unbegründet und ist abzuweisen. Die 

Beschwerdegegnerin wäre demzufolge berechtigt gewesen, das 

Baugesuch bereits aus formellen Gründen abzuweisen. Weil eine 

Rückweisung jedoch einem Verfahrensleerlauf gleichkomme, habe sie 

das Gesuch aus Gründen des Rechtsfriedens (angefochtener Entscheid 

[Bf-act. 2], Rz. 4) auch materiell geprüft, sodass nachfolgend auf die 

entsprechenden Rügen einzugehen ist.

3.1. Sofern die Beschwerdegegnerin die Kompetenz haben sollte, das 

Baugesuch materiell zu prüfen (vgl. E.2 in fine), macht der 

Beschwerdeführer geltend, das Bauvorhaben sei zonenkonform und 

bewilligungsfähig (Beschwerde, S. 8 ff.). Er stützt sich dabei 

verschiedenen Orts auf den Vorprüfungsbericht des ARE an die 

Beschwerdegegnerin vom 7. Juli 2022 (Bf-act. 8). Darin habe das ARE 

ausgeführt, der Neubau des Ökonomiegebäudes sei grundsätzlich 

landwirtschaftlich begründet sowie tragbar und bewilligungsfähig 

(Beschwerde, S. 9). 

3.2. Beim Schreiben vom 7. Juli 2022 handelt es sich um eine vorläufige 

Beurteilung i.S.v. Art. 41 KRVO, wonach bei BAB-Vorhaben die Fachstelle 

(ARE) über die Gemeinde um eine vorläufige Beurteilung ersucht werden 

kann (Abs. 2). Gemäss Art. 41 Abs. 3 KRVO gibt die vorläufige Beurteilung 

weder dem Gesuchsteller Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung noch 

bindet sie die entscheidende Behörde bei der Beurteilung des ordentlichen 

Baugesuchs und allfälliger Einsprachen. 

3.3. Zum vorliegenden Projekt haben sich auch das ALG, das Amt für Natur 

und Umwelt (ANU), das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) sowie die 

Denkmalpflege geäussert (vgl. Bf-act. 8, S. 1). Das ARE führte unter der 

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landwirtschaftlichen Schlussfolgerung u.a. aus, das Bauvorhaben könne 

in dieser Form landwirtschaftlich begründet werden und es handle sich um 

ein landwirtschaftliches Projekt, welches tragbar und bewilligungsfähig sei. 

Insofern könnte man dem Beschwerdeführer prima vista zwar teilweise 

zustimmen, allerdings ist diese Aussage im gesamten Kontext zu 

beurteilen. So traf das ARE diese lediglich in Bezug auf die 

Wirtschaftlichkeit des Projektes an sich und in Bezug auf den SAK-Wert 

sowie das Betriebskonzept (erwartete Erträge, Arbeitsanfall, 

Investitionskosten, Erfolgsrechnung, Vermarktung). Bei letzterem seien 

die Gesuchsteller sodann von sehr optimistischen Annahmen 

ausgegangen. Es handle sich um eine Nebenerwerbslandwirtschaft mit 

bodenabhängiger Pflanzenproduktion. An gleicher Stelle führte das ARE 

aus, bei den Gesuchstellern handle es sich um Hobby-Landwirte und das 

gesamte Bauvorhaben lasse sich nicht landwirtschaftlich begründen (Bf-

act. 8, S. 3). Sodann sei das Projekt anhand der Kennzahlen nicht 

zonenkonform (Bf-act. 8, S. 1), im Hinblick auf den Ortsbildschutz und die 

Denkmalpflege gestalterisch zu überarbeiten sowie auch die 

Terrainveränderungen anzupassen (Bf-act. 8, S. 3 f.). In der 

zusammenfassenden Beurteilung kommt das ARE zum Schluss, der 

geplante Neubau sei zwar grundsätzlich landwirtschaftlich begründet, 

allerdings könne eine Bewilligungsfähigkeit immer noch nicht in Aussicht 

gestellt werden. Dazu seien noch einige Unterlagen und Nachweise zu 

erbringen und das Projekt entsprechend anzupassen. Das Baugesuch sei 

in der vorliegenden Form nicht bewilligungsfähig. Es empfahl den 

Gesuchstellern, die notwendigen Überarbeitungen und Ergänzungen 

vorzubereiten und ein neues, angepasstes Baugesuch einzureichen (Bf-

act. 8, S. 5).

3.4. Die vorstehenden Ausführungen zeigen unmissverständlich, dass der 

Beschwerdeführer gestützt auf den Vorprüfungsbericht des ARE vom 7. 

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Juli 2022 keine Zonenkonformität und damit auch keine 

Bewilligungsfähigkeit des Bauprojekts geltend machen kann. Daran 

vermag auch sein Standpunkt, er verfüge entgegen der 

Beschwerdegegnerin über einen landwirtschaftlichen Betrieb und es 

handle sich nicht um eine (zonenwidrige) Freizeitlandwirtschaft i.S.v. Art. 

35 Abs. 4 RPV, nichts zu ändern. Bereits in seinem Urteil VGU R 21 114 

vom 3. Mai 2022 E.3.3 und 3.4 äusserte sich das angerufene Gericht im 

Zusammenhang mit der Parzelle E._____ des Beschwerdeführers 

eingehend zur Unterscheidung zwischen zonenwidriger 

Freizeitlandwirtschaft und zonenkonformen, landwirtschaftlichen Haupt- 

oder Nebenerwerbsbetrieben. Es hielt dabei fest, dass auf den Einzelfall 

abzustellen sei und gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung etwa 

folgende Faktoren Indizien für Freizeitlandwirtschaft i.S.v. Art. 35 Abs. 4 

RPV darstellen: Fehlende Gewinn- und Ertragsorientierung, das 

Nichterreichen einer gewissen Mindestgrösse oder der marginale 

Arbeitsbedarf auf dem Betrieb. Demgegenüber zeichnet sich eine 

landwirtschaftliche Bewirtschaftung i.S.v. Art. 16a RPG durch einen 

dauernden, auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten und organisierten 

Einsatz von Kapital und Arbeitskraft in einem wirtschaftlich bedeutsamen 

Umfang aus. Diese Argumentation vertrat die Beschwerdegegnerin 

ebenfalls im angefochtenen Entscheid vom 23. August 2022 (vgl. Bf-act. 

2, Rz. 7 ff.) und stützte sich dabei auf die Ausführungen des ARE sowie 

des ALG im Vorprüfungsbericht vom 7. Juli 2022. Die Schlussfolgerung 

des ALG, dass es sich beim Beschwerdeführer respektive seinem Sohn 

um Freizeitlandwirte handelt, erscheint auch im vorliegend ersuchten 

Projekt nachvollziehbar. Gegenteiliges vermag der Beschwerdeführer in 

seiner Beschwerde zumindest nicht vorzubringen (vgl. Beschwerde, S. 8 

f. mit Hinweis auf Bf-act. 5-7: "Sachkundeausweis Geflügel" und 

"Kursbestätigung Rebbaukurs"). Er hielt – neben teils ausschweifender, 

appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid – lediglich fest, die 

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Beschwerdegegnerin habe die vom ALG bejahte Wirtschaftlichkeit und 

längerfristige Existenzfähigkeit (landwirtschaftliche Begründetheit) zu 

übernehmen und indem sie dies missachtet habe, habe sie den 

rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt (Beschwerde, S. 

8). Dies trifft offensichtlich nicht zu, zumal das ARE im Vorprüfungsbericht 

vom 7. Juli 2022 das ALG zitierte, welches die Gesuchsteller explizit als 

Hobby-Landwirte qualifizierte und deren Annahmen als sehr optimistisch 

bezeichnete, während entsprechende Belege nicht vorliegen würden (Bf-

act. 8, S. 3). Der angefochtene Entscheid erweist sich demnach bezüglich 

der mangelnden Zonenkonformität als rechtens, sodass die Beschwerde 

auch in diesem Punkt als unbegründet abzuweisen ist.

4.1. Des Weiteren bestreitet der Beschwerdeführer die Unvereinbarkeit mit der 

Landschaftsschutzzone gemäss Art. 34 KRG. Unbestritten blieb indessen 

die Überlagerung der fragliche Parzelle E._____ mit einer solchen. 

Landschaftsschutzzonen umfassen Landschaften von besonderer 

Schönheit und Eigenart oder mit ökologischer Funktion (Abs. 1). Gemäss 

Abs. 2 sind neue Bauten und Anlagen nicht gestattet. Vorbehalten sind 

ausnahmsweise u.a. land- und forstwirtschaftliche Bauten und Anlagen, 

sofern deren Erstellung an einem Standort ausserhalb der 

Landschaftsschutzzone nicht zumutbar ist (sog. negative 

Standortgebundenheit). Gemäss Abs. 3 Satz 1 dürfen bestehende Bauten 

und Anlagen im Rahmen des Bundesrechts erneuert, teilweise geändert 

und massvoll erweitert werden, sofern der Charakter des Gebäudes und 

der Landschaft erhalten bleibt. Nach der Rechtsprechung sollen in der 

Landschaftsschutzzone Natur- und Kulturlandschaften geschützt werden 

und sind lediglich Vorhaben zulässig, die der Natur- und Kulturlandschaft 

förderlich sind und diese zumindest nicht beeinträchtigen (vgl. VGU R 20 

6 vom 11. Mai 2021 E.8.3, R 15 88 vom 8. März 2016 E.7c; siehe ferner 

auch VGU R 13 227 vom 1. Juli 2014 E.4e). 

- 15 -

4.2. Die Beschwerdegegnerin kommt zum Schluss, dass das Bauvorhaben 

mangels negativer Standortgebundenheit mit den Zielsetzungen der 

Landschaftsschutzzone nicht vereinbar sei. Aufgrund der Ausmasse der 

projektierten Baute handle es sich um einen Neubau i.S.v. Art. 34 Abs. 2 

KRG. Landwirtschaftliche Bauten seien nur zulässig, falls sie 

standortgebunden sind. Vorliegend stelle das Bauvorhaben daher eine 

unzulässige Neubaute dar, nachdem es als landwirtschaftlich unbegründet 

qualifiziert worden sei. Selbst wenn es jedoch landwirtschaftlich begründet 

sein sollte, wäre es nicht verträglich mit der Landschaftsschutzzone, da es 

nicht standortgebunden sei. Indessen fehle es vonseiten des 

Gesuchstellers an jeglichen Ausführungen zur Standortgebundenheit. 

Diese sei aufgrund der gross dimensionierten Landwirtschaftszone ohne 

Schutzzonenüberlagerung grundsätzlich zu verneinen. Zudem wäre ein 

Betrieb wie vorliegend eher in einer Gewerbezone zulässig. Es brauche 

also nicht einmal zwingend einen Standort ausserhalb der Bauzone, 

geschweige denn in einer Landschaftsschutzzone. Alternative Standorte 

gebe es zuhauf (angefochtener Entscheid, Rz. 20 ff. [Bf-act. 2]). 

4.3. Der Beschwerdeführer ist hingegen der Auffassung, dass sich das 

landwirtschaftlich begründete Ökonomiegebäude mit der 

Landschaftsschutzzone vertrage. Es sei sehr wohl standortgebunden. Das 

ARE habe in seiner Prüfung die Unzumutbarkeit einer anderen Zone aus 

sachlichen Gründen bejaht. Ein anderer Standort sei für ihn nicht 

zumutbar. Das ALG habe ausdrücklich festgehalten, dass es sich beim 

Projekt um einen bodenabhängigen Betrieb handle (Beschwerde, S. 10-

12). Der Beschwerdeführer bezieht sich dabei wiederum auf das 

Schreiben des ANU vom 7. Juli 2022 (vgl. Bf-act. 8). Er verkennt dabei 

jedoch, dass sein Projekt insgesamt zufolge fehlender Unterlagen und 

Nachweise als noch nicht bewilligungsfähig und überarbeitungsbedürftig 

erachtet wurde. Wie bereits hiervor ausführt (E.3.3 und 3.4), erfüllt aber 

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seine erneute Eingabe vom 5. August 2022 ("Aktualisierung definitives 

Baugesuch") diese Vorgaben nicht. Solange die für eine Bewilligung des 

Bauprojektes vom ANU geforderten Vorgaben nicht erfüllt sind, vermag 

der Beschwerdeführer mit seinem Argument, dass der Bau des 

Schützenhauses, welcher die Landschaft nachweislich mit Immissionen 

belaste (Schiesspulververseuchung), auch in der Landschaftsschutzzone 

bewilligt worden sei (Beschwerde, S. 11), nichts zu seinen Gunsten 

abzuleiten. Schliesslich verfängt auch seine Rüge, es sei keine Abwägung 

zwischen seinen privaten und den öffentlichen Interessen vorgenommen 

worden, nicht. So spielt insbesondere die Tatsache, dass bei den 

Baugesuchen keine Einsprachen (auch keine von Umweltverbänden) 

erhoben worden sind, keine Rolle (Beschwerde, S. 11 f.). Die 

sinngemässe Rüge, wonach die Beschwerdegegnerin zu Unrecht 

festgestellt haben soll, das Bauvorhaben vertrage sich nicht mit der 

Landschaftsschutzzone, erweist sich demnach als unbegründet. Die 

Beschwerde ist auch in diesem Punkt abzuweisen.

5.1. Nachdem die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid 

feststellte, das Grundstück sei für das geplante Vorhaben nicht 

ausreichend erschlossen (S. 4), machte der Beschwerdeführer geltend, es 

wäre für ihn kein grosser Aufwand, die projektbezogenen Erschliessungen 

erstellen zu lassen. Notwendig sei lediglich die Asphaltierung des Weges 

und das Verlegen der Internetleitung. Den restlichen Versorgungs- und 

Erschliessungsbedarf werde er mittels Selbstversorgung organisieren 

(Beschwerde, S. 12).

5.2. Gemäss Art. 72 Abs. 1 KRG werden Neubauten sowie wesentliche 

Umbauten und Erweiterungen nur bewilligt, sofern das Grundstück baureif 

ist. Ein Grundstück gilt als baureif, wenn seine Form und Grösse eine 

zonengemässe und zweckmässige Überbauung gestatten und das 

Grundstück für die beabsichtigte Nutzung vorschriftsgemäss erschlossen 

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ist oder die Erschliessung bis zum Abschluss des Bauvorhabens 

ausgeführt wird (Abs. 2). 

5.3. Das Baugrundstück liegt ausserhalb des Siedlungsgebietes und ist nicht 

an das Versorgungs- und Entsorgungsnetz der Gemeinde (Wasser, 

Abwasser, Strom) angeschlossen, weshalb es für das geplante Vorhaben 

des Beschwerdeführers als nicht hinreichend erschlossen zu qualifizieren 

ist. Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer offensichtlich im Gebäude 

auch einen Personalraum mit Toilette, Umkleide und Büro plant (vgl. 

Beschwerde, S. 11). Die Ausführungen des Beschwerdeführers betreffend 

die nicht hinreichende Erschliessung des Grundstücks vermag im 

Gegensatz zu den Ausführungen der Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Entscheid vom 23. August 2022 nicht zu überzeugen, 

weshalb die Beschwerde auch in diesem Punkt als unbegründet 

abzuweisen ist.

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die begründeten Ausführungen 

der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Bauentscheid vom 23. August 

2022 grundsätzlich nachvollziehbar und nicht zu beanstanden sind. Ihr ist 

zu folgen, wenn sie zum Schluss kommt, dass das aktuelle Bauprojekt 

nicht zonenkonform, nicht standortgebunden und daher nicht 

bewilligungsfähig ist. Die Beschwerde erweist sich als vollumfänglich 

unbegründet und ist abzuweisen.

7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem unterliegenden Beschwerdeführer 

aufzuerlegen. Das Gericht erachtet dabei eine Staatsgebühr von 

CHF 3'000.00, zuzüglich Kanzleiauslagen, als angemessen.

7.2. Der Beschwerdegegnerin steht keine Parteientschädigung zu, da sie in 

ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt (Art. 78 Abs. 2 VRG).

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Ausstandsbegehren gegen Dr. iur. C._____ und Dr. iur. D._____ 

werden zufolge Ausscheidens aus dem Amt bzw. Rückzugs als 

gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 356.--

zusammen CHF 3'356.--

gehen zulasten von A._____.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

[Mit Urteil 1C_170/2024 vom 5. März 2025 hat das Bundesgericht die gegen diesen 
Entscheid erhobene Beschwerde gutgeheissen, das Urteil des Verwaltungsgerichts 
aufgehoben und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an die Gemeinde 
zurückgewiesen.]