# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31d58181-bae0-5693-aa6a-58bc12d75a2a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2008 C-8365/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8365-2007_2008-12-01.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8365/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Jürg Kölliker,
Richterin Elena Avenati-Carpani,
Gerichtsschreiberin Dominique Gross.

C._______,
vertreten durch Advokat Markus Trottmann, 
Eisengasse 5, 4051 Basel,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8365/2007

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügung vom 28. Mai 2002 (IV-Akt. 47) gewährte die IV-Stelle des 
Kantons Solothurn dem am 25. Mai 1957 geborenen schweizerischen 
Staatsbürger C._______, gelernter Koch und Hotelier, eine halbe Inva-
lidenrente mit  Wirkung ab dem 1. Februar 2001, wobei – ohne dass 
hierzu  ein detaillierter  und begründeter  Einkommensvergleich durch-
geführt  worden war – von einem  Valideneinkommen von Fr. 80'000.- 
und einem Invalideneinkommen von Fr. 40'000.- ausgegangen (IV-Akt. 
42) und damit ein Invaliditätsgrad von 50% eruiert wurde.

Diese Verfügung basierte aus medizinischer Sicht auf  dem (einzigen 
diesbezüglich relevanten, den Sachverhalt gerade knapp genügend er-
hellenden) Bericht des Kardiologen Dr. med. L._______ vom 21. De-
zember 2001 (IV-Akt. 38),  wonach C._______ die bisherige Tätigkeit 
als Koch höchstens noch zu zwei bis drei Stunden täglich (vgl. Beiblatt 
zu Arztbericht, A1; gemäss Beiblatt zu Arztbericht, A2: nicht mehr) zu-
mutbar sei; eine leidensangepasste, leichte Verweisungstätigkeit kön-
ne jedoch im Umfang von vier Stunden täglich ausgeübt werden (Bei-
blatt zu Arztbericht, B 2).

B.
Im Februar 2003 zog C._______ ins Ausland, so dass die IV-Stelle des 
Kantons Solothurn  mit  Schreiben vom 13. Februar  2003 (IV-Akt. 52) 
die Akten zuständigkeitshalber an die IV-Stelle für Versicherte im Aus-
land (nachfolgend: IV-Stelle) überwies. 

C.
Mit Verfügung vom 9. November 2007 (IV-Akt. 82) hob die IV-Stelle die 
C._______  bis  dahin  gewährte  halbe  Invalidenrente  mit  Wirkung  ab 
dem 1. Januar 2008 revisionsweise auf, da sich sein Gesundheitszu-
stand verbessert  habe. Einer gegen diese Verfügung gerichteten Be-
schwerde entzog sie die aufschiebende Wirkung.

D.
Gegen diese Verfügung erhob C._______ (nachfolgend: Beschwerde-
führer) am 10. Dezember 2007 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht (Akt. 1). Er beantragte, die angefochtene Verfügung aufzuhe-
ben und ihm weiterhin mindestens eine halbe IV-Rente zuzusprechen, 
eventualiter die Sache zwecks weiterer medizinischer Abklärungen zu-

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rückzuweisen.  Ferner  beantragte  er  die  Wiederherstellung  der  auf-
schiebenden Wirkung. 

E.
Mit Zwischenverfügung vom 22. Januar 2008 (Akt. 2) hat das Bundes-
verwaltungsgericht den Antrag auf Wiederherstellung der aufschieben-
den Wirkung abgewiesen.

F.
Anlässlich der Vernehmlassung vom 7. Februar 2008 (Akt. 10) bean-
tragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde.

G.
Replicando reichte der Beschwerdeführer am 28. April 2008 drei weite-
re Berichte von Dr. med. L._______ vom 23. April 2008 ein (Akt. 15).

H.
Mit Duplik vom 25. Juni 2008 (Akt. 17) beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und 
dem Beschwerdeführer über den 1. Januar 2008 hinaus eine halbe IV-
Rente  zu  gewähren.  Dieser  Vernehmlassung  lag  die  Stellungnahme 
von Dr. med. H._______ vom 22. Mai  2008 (Beilage zu Akt. 17)  zu 
Handen der IV-Stelle zugrunde, wonach der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers insbesondere gemäss dem neuen Arztbericht von 
Dr. med. L._______ vom 23. April 2008 (Beilage zu Akt. 15) unverän-
dert und ihm somit die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Koch weiterhin 
nicht zumutbar sei, jedoch eine leichte Verweisungstätigkeit nach wie 
vor zu 50% ausgeübt werden könne. 

Im entsprechenden  Einkommensvergleich  der  IV-Stelle  vom 18. Juni 
2008 (Beilage zu Akt. 17) hat sich, basierend auf einer vollzeitlichen 
Tätigkeit  als  Koch  als  Valideneinkommen  und  einer  50-prozentigen 
leichten Verweisungstätigkeit als Invalideneinkommen, ein Invaliditäts-
grad von 69% ergeben. Hierzu führte  die  IV-Stelle  sinngemäss aus, 
dass eigentlich aufgrund dieses Einkommensvergleichs eine Dreivier-
telsrente zu gewähren wäre, sie von einer wiedererwägungsweise An-
passung der Rente jedoch absehe, da die Verfügung der IV-Stelle des 
Kantons Solothurn vom 28. Mai 2002 im Rahmen des dieser zustehen-
den Ermessens als vertretbar erscheine.

I.
Mit Eingabe  vom 14. Juli 2008 (Akt. 19) beantragte der Beschwerde-

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führer  – insbesondere  mit  Verweis  auf  den Arztbericht  von Dr. med. 
L._______ vom 23. April 2008, wonach nicht von einer Verbesserung 
der  Herzkrankheit  auszugehen  und  der  Beschwerdeführer  zur  Zeit 
100% arbeitsunfähig sei – die Gewährung einer ganzen Invalidenrente 
ab der Einleitung des Revisionsverfahrens am 1. Juni 2005 sowie wie-
dererwägungsweise  die  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wir-
kung seiner Beschwerde.

J.
Am 15. September  2008 ersuchte  der  Beschwerdeführer  die  Vorins-
tanz um Wiedererwägung der Rentenverfügung vom 28. Mai 2002 (Akt. 
21).  Gleichzeitig  beantragte  er  dem  Bundesverwaltungsgericht,  das 
vorliegende  Verfahren  bis  zum  Entscheid  über  das 
Wiedererwägungsgesuch zu sistieren und die aufschiebende Wirkung 
seiner Beschwerde wiedererwägungsweise wiederherzustellen. 

K.
Mit Eingabe vom 19. September 2008 (Akt. 22) hielt die IV-Stelle an ih-
ren Anträgen vom 25. Juni 2008 fest. 

L.
Am 20. Oktober 2008 hat die IV-Stelle das Gesuch des Beschwerde-
führers um Wiedererwägung abgewiesen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 
69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva-
lidenversicherung (IVG, SR 831.20)  beurteilt das Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Verfügungen 
der  schweizerischen  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland. Eine  Aus-
nahme im Sinne von Art. 32 IVG liegt nicht vor. 

1.2 Der Beschwerdeführer ist im Sinne von Art. 59 des Bundesgeset-
zes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert.

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1.3 Die Beschwerde ist im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
worden (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]), so 
dass darauf einzutreten ist.

2. Vorliegend ist streitig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, 
inwiefern der Beschwerdeführer über den 1. Januar 2008 hinaus An-
spruch auf Gewährung einer Invalidenrente hat. 

2.1 Nach der  nachvollziehbaren Darlegung  der  IV-Stelle,  namentlich 
beruhend  auf  dem  Bericht  von  Dr.  med.  H.________  vom  22.  Mai 
2008, hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht 
verändert,  so  dass  weiterhin  in  der  zuletzt  ausgeübten  Tätigkeit  als 
Koch eine (praktisch) vollständige Arbeitsunfähigkeit besteht, leidens-
angepasste  leichte  Verweisungstätigkeiten  jedoch  zu  50% zumutbar 
sind. Entsprechend erscheint die Angabe von Dr. med. L._______ vom 
21.  Dezember  2001,  dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Ausübung 
solcher  leichter  Tätigkeiten  eine  Leistungsverminderung  von  50% in 
Kauf nehmen müsse, da die von einem Gesunden geforderten Arbei-
ten nicht erbracht werden könnten, als nicht nachvollziehbar, zumal es 
sich beim Beschwerdeführer um eine erst 51-jährige, psychisch nicht 
beeinträchtigte und über eine gute Ausbildung als Koch und Hotelier 
(mit Sprachkenntnissen) verfügende Person handelt. 

Die Revisionsverfügung vom 9. November 2007, mit der die dem Be-
schwerdeführer bis dahin gewährte halbe Invalidenrente per 1. Januar 
2008 aufgehoben worden ist, ist somit – da sich dessen Gesundheits-
zustand nicht  verändert  hat  – zu Unrecht  ergangen. Ihm ist  deshalb 
über den 1. Januar 2008 hinaus (zumindest) eine halbe Invalidenrente 
zu gewähren.

2.2 Auf  der  oben  erläuterten  Basis  (Valideneinkommen:  vollzeitliche 
Tätigkeit  als  Koch;  Invalideneinkommen:  leichte  Verweisungstätigkeit 
zu 50%) hat der nachvollziehbare und korrekte Einkommensvergleich 
der IV-Stelle vom 18. Juni 2008 einen Invaliditätsgrad von 69% erge-
ben und indizierte somit einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.

Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Solothurn vom 28. Mai 2002 
– in der diese entgegen Art. 28 Abs. 2 der damals geltenden Fassung 
des IVG auf die (nicht im Ermessen der IV-Stelle stehende) Durchfüh-
rung eines korrekten Einkommensvergleichs verzichtet  hat  und ohne 
weiteres durch die Halbierung des (bei einer vollzeitlichen Tätigkeit als 

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Koch erzielten) Valideneinkommens auf einen Invaliditätsgrad von 50% 
bei dem in seiner bisherigen Tätigkeit als Koch nicht mehr relevant ar-
beitsfähigen Beschwerdeführer ausgegangen ist  – erweist sich somit 
als gesetzeswidrig und damit als zweifellos unrichtig (siehe nur BGE 
119 V 475 E. 3; DANIEL JACOBI, Der Anspruch auf Wiedererwägung von 
Verfügungen in der Sozialversicherung, ZBJV 2002, 467;  UELI KIESER, 
ATSG-Kommentar, Zürich 2003, Art. 53 Rz. 20 ff.). Die Berichtigung ei-
ner  solchen  Gesetzeswidrigkeit  ist  bei  einer  periodischen  Dauerlei-
stung ohne weiteres von erheblicher Bedeutung (BGE 119 V 475 E. 
1c).

2.3 Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann nur der Versicherungsträger als 
erlassende Behörde, nicht aber das Gericht eine Verfügung in Wieder-
erwägung ziehen, und dem Gericht ist es verwehrt, die Behörde zu ei-
ner Wiedererwägung zu verpflichten (siehe auch BGE 117 V 8 E. 2a 
mit  Hinweisen;  DANIEL JACOBI,  Der Anspruch auf  Wiedererwägung von 
Verfügungen  in  der  Sozialversicherung,  ZBJV  2002,  464  und  472). 
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann jedoch, wenn die 
zweifellose  Unrichtigkeit  und  die  erhebliche  Bedeutung  der  Berichti-
gung der ursprünglichen Verfügung erst durch das Gericht festgestellt 
wird, dieses eine (spätere) zu Unrecht ergangene Revisionsverfügung 
mit  der  substituierten  Begründung  der  zweifellosen Unrichtigkeit  der 
ursprünglichen Verfügung schützen, sofern deren Berichtigung von er-
heblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 291 E. 3c, 106 V 86 E. 1, 105 V 
198 E. 1 mit Hinweisen).

2.3.1 In Anlehnung an diese Praxis kann das Gericht eine Revisions-
verfügung  mit  der  substituierten  Begründung  der  Wiedererwägung 
auch in dem (aufgrund der Interessenlage seltener gerichtlich zu beur-
teilenden) Fall anpassen (und nicht nur schützen), wenn die Behörde 
nachvollziehbar  darlegt,  dass sie die  ursprüngliche Rentenverfügung 
als nicht korrekt erachtet, aber aufgrund des unveränderten Gesund-
heitszustandes keine Erhöhung dieser ursprünglich gewährten Rente 
vornimmt (vgl. BGE 129 V 433 E. 3; siehe hierzu auch die Anmerkun-
gen von RALPH JÖHL, Zur Praxis der substituierten Begründung der Wie-
dererwägung  bei  zu  Unrecht  ergangenen  Anpassungsverfügungen, 
AJP 2004, 1001 ff. insbesondere 1004, wonach "in der überwiegenden 
Zahl  der  Anwendungsfälle"  der  Substitutionspraxis  bei  verfahrens-
rechtlich unzulässigen Anpassungsverfügungen eine Leistungseinstel-
lung  zur  Diskussion  gestanden  sei.  Siehe  auch  unpublizierter  Ent-
scheid  des  Versicherungsgerichts  vom 18. April  2000  in  Sachen IV-

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Stelle  gegen F. und Rekurskommission AHV/IV für  im Ausland woh-
nende Personen). 

So kann doch vorliegend nur durch die substituierte Begründung der 
Wiedererwägung gewährleistet  werden, dass die gesetzeswidrige ur-
sprüngliche  rentenzusprechende  Verfügung,  welche  (aus  welchen 
Gründen auch immer) unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, im 
Rahmen dieses nun vor Gericht hängigen Rentenrevisionsverfahrens, 
bei  dem sich  keine  Veränderung des Gesundheitszustandes  gezeigt 
hat, nicht weiterhin (zumindest bis zu einer Veränderung des Gesund-
heitszustandes) Wirkung entfaltet, sondern (zumindest für die Zukunft) 
korrigiert werden kann.

2.4

2.4.1 Hinsichtlich  der  zeitlichen  Wirkungen  der  Korrektur  einer  auf-
grund spezifisch invalidenversicherungsrechtlicher Gesichtspunkte un-
richtigen Verfügung findet die Bestimmung des Art. 88bis Abs. 1 Bst. c 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV,  SR  831.201)  Anwendung.  Demnach  erfolgt  die  Erhöhung  der 
Renten – falls festgestellt wird, dass der Beschluss der IV-Stelle zum 
Nachteil  des Versicherten zweifellos unrichtig  war – von dem Monat 
an, in dem der Mangel entdeckt wurde. Dies setzt nicht voraus, dass 
die Unrichtigkeit der Verfügung mit Sicherheit feststeht. Ein Mangel hat 
einerseits in dem Zeitpunkt als im Sinne dieser Bestimmung entdeckt 
zu  gelten,  in  welchem  das  Vorliegen  eines  relevanten  Mangels  als 
wahrscheinlich erscheint und die Verwaltung damit ausreichend Anlass 
gehabt hätte, von Amtes wegen Abklärungen über den Grad der Invali-
dität  zu treffen. Andererseits auch in dem Fall,  wenn der Versicherte 
ein Revisionsgesuch gestellt hat, das die Verwaltung zum Tätigwerden 
und weiteren Abklärungen verpflichtet hätte (BGE 129 V 433, insbe-
sondere E. 6.4, BGE 110 V 291 E. 4).

2.4.2 Im Rahmen eines (von Amtes wegen oder aufgrund eines Gesu-
ches  eingeleiteten)  Revisionsverfahrens  ist  der  Gesundheitszustand, 
wie  er  der  ursprünglichen  Rentenverfügung  (unter  Vorbehalt  früher 
durchgeführter  Revisionen)  zugrunde  liegt,  mit  der  seitherigen  Ent-
wicklung des medizinischen Sachverhaltes zu vergleichen (betreffend 
die gerichtliche Überprüfung vgl. BGE 125 V 369 E. 2, BGE 113 V 275 
E.  1a).  In  diesem  Rahmen  ist  die  IV-Stelle  beziehungsweise  deren 
ärztlicher Dienst zum Tätigwerden und zu diversen Abklärungen ver-
pflichtet,  wobei  es  (abgesehen  von der  Eintretensfrage)  keine Rolle 

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spielen kann, ob das Revisionsverfahren auf Gesuch hin oder – wie im 
vorliegenden Fall  – von Amtes wegen eingeleitet  wurde. Im Rahmen 
dieses  Revisionsverfahrens  hätte  Dr.  med.  M._______  anlässlich 
seiner  IV-ärztlichen  Stellungnahme  vom  16.  Januar  2007  erkennen 
müssen,  dass  Dr.  med.  L._______  (nicht,  wie  von  jenem 
fälschlicherweise  angegeben,  Dr.  med.  X._______,  der  den 
Beschwerdeführer gemäss den Akten lediglich in der Folge eines im 
Jahr  1993  erlittenen  Unfalls  behandelt  hatte)  im  Bericht  vom  21. 
Dezember 2001, auf dem die ursprüngliche Rentenverfügung vom 28. 
Mai  2002  beruhte,  die  Tätigkeit  als  Koch  nachvollziehbar  als  nicht 
mehr (in relevantem Ausmass) zumutbar erachtet hatte, so dass sich – 
wie  in  der  Folge  die  IV-Stelle  hätte  erkennen  müssen  –  die 
Durchführung eines Einkommensvergleichs unter Zugrundelegung von 
leidensangepassten  Verweisungstätigkeiten  als  notwendig  erwiesen 
und  der  von  der  IV-Stelle  durchgeführte  Prozentvergleich  (vgl.  den 
Vorbescheid  vom  22. März  2002  und  E.  A  oben)  klar  nicht  genügt 
hätte. 

2.4.3 Mit der IV-ärztlichen Stellungnahme vom 16. Januar 2007 gilt so-
mit der Mangel, dass dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Koch nur 
noch marginal zumutbar ist, aber kein korrekter Einkommensvergleich 
zur  Berechnung  des  Invaliditätsgrads  bei  der  Ausübung von Verwei-
sungstätigkeiten  zu  50% durchgeführt  wurde,  als  entdeckt  im Sinne 
von Art. 88bis Abs. 1 Bst. c IVV. Der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente 
besteht somit ab dem 1. Januar 2007. 

2.5 Die Beschwerde ist deshalb in dem Sinn gutzuheissen, dass dem 
Beschwerdeführer nach Art. 28 Abs. 2 IVG mit Wirkung ab dem 1. Ja-
nuar 2007 eine Dreiviertelsrente zu gewähren ist, welche von der IV-
Stelle zu errechnen und anschliessend dem Beschwerdeführer mittels 
Verfügung zu eröffnen ist. 

2.6 Mit  dieser  Verfahrenserledigung  werden  die  Anträge  des  Be-
schwerdeführers  auf  wiedererwägungsweise  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden Wirkung seiner Beschwerde sowie auf Sistierung des 
Verfahrens bis  zum Entscheid  der  Vorinstanz  über  das  Wiedererwä-
gungsgesuch vom 15. September 2008 gegenstandslos. 

3.
Der Antrag des Beschwerdeführers auf Ersatz der Kosten für die Un-
tersuchung bei Dr. med. L._______ vom 23. April 2008 ist abzuweisen, 
da  nicht  ausgewiesen  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  hierfür  selbst 

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aufkommen musste (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 13 Bst. a des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e cont-
rario).

4.
Es  sind  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  (Art.  63  Abs.  1  und  2 
VwVG), so dass der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.- dem Be-
schwerdeführer auf ein von ihm anzugebendes Konto zurückzuerstat-
ten ist.

Dem Beschwerdeführer ist aufgrund von Art. 64 VwVG in Verbindung 
mit  Art.  7  ff.  eine  Parteientschädigung  von Fr.  2'000.- zu  gewähren, 
welche der Vorinstanz auferlegt wird.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass dem Beschwer-
deführer mit Wirkung ab dem 1. Januar 2007 eine Dreiviertelsrente ge-
währt wird. 

2.
Die Sache wird  zur  Berechnung der  Rente im Sinne von Ziff. 1  des 
Dispositivs an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdefüh-
rer geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.- wird diesem 
nach Eintritt  der Rechtskraft des vorliegenden Urteils an die von ihm 
anzugebende Zahlungsstelle zurückerstattet. 

4.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von Fr. 2'000.- zu bezahlen. Weitergehende Entschädigungsansprüche 
des Beschwerdeführers werden abgewiesen.  

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Dominique Gross

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Beschwerde in  öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Be-
gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-
tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-
zulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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