# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f392b13b-4238-5412-98d7-4f17fced69c2
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.04.2024 CA.2023.32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_CA-2023-32_2024-04-04.pdf

## Full Text

Urteil vom 4. April 2024 
Berufungskammer 

Besetzung  Richterinnen Andrea Blum, Vorsitzende 
Marcia Stucki und Brigitte Stump Wendt 
Gerichtsschreiber David Mühlemann  

 

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch den Leitenden 
Staatsanwalt des Bundes Nils Eckmann, 

Berufungsführerin / Anklagebehörde 
und  
 
C. 
 

Privatklägerschaft 
gegen 
 
1.  A. amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Nico 

Baumgartner, 

Berufungsführer / Beschuldigter  
 

und 
  

2.  B. amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin Anina 
Hofer,  

Berufungsführer / Beschuldigter 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CA.2023.32 

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Gegenstand 
 

Berufungen vom 17. und 22. Januar 2024 gegen das Ur-
teil SK.2023.33 der Strafkammer des Bundesstrafge-
richts vom 27. November 2023 
 
Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in ver-
brecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), Sachbe-
schädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB), ver-
suchtes Herstellen, Verbergen, Weiterschaffen von 
Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 22 Abs. 1 StGB), strafbare Vorbereitungshandlun-
gen (Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b, c StGB), Widerhandlung 
gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a WG) 

  

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Sachverhalt: 

A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil  

A.1 Sachverhaltskomplex «Z.»: Aufgrund eines mutmasslichen Sprengstoffan-
schlags an der H.-Strasse in Y. am 30. März 2022 eröffnete die Staatsanwalt-
schaft des Kantons Basel-Stadt (nachfolgend: Stawa BS) gleichentags eine Stra-
funtersuchung gegen Unbekannt (vgl. BA-01-01-01-0001). Die Bundesanwalt-
schaft (nachfolgend: BA) eröffnete gleichzeitig – in mündlicher Absprache mit der 
Stawa BS – ein Verfahren wegen Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige 
Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 StGB) und Sachbeschädigung (Art. 
144 StGB) gegen Unbekannt und erklärte die Verfahrensübernahme (BA-01-01-
01-0002; SV.22.0446-REM).  

A.2 Mit Ausdehnungsverfügung vom 11. Juli 2022 dehnte die BA das am 30. März 
2022 eröffnete Verfahren gegen Unbekannt wegen Gefährdung durch Spreng-
stoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 StGB) und Sachbe-
schädigung (Art. 144 StGB) auf A. und B. aus (BA-01-01-01-0003; neu 
SV.22.0446-BSI).  

A.3 Sachverhaltskomplex «X.»: Die Stawa BS erhob am 22. Juni 2022 gegen A. und 
B. Strafanzeige wegen strafbarer Vorbereitungshandlungen (Art. 260bis StGB) 
und Widerhandlung gegen Art. 33 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1997 über 
Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffengesetz, WG; SR 514.54). Die An-
zeige stützte sich auf einen Vorfall vom 20. Juni 2022, bei welchem A. und B. 
nach X. (D) gereist sein sollen, um von einem vermeintlichen Verkäufer – einem 
verdeckten Ermittler (nachfolgend: VE) der deutschen Behörden – Sprengstoff 
zu erwerben, um damit die Sprengung eines Rohbaus in Y. durchzuführen. B. 
habe zudem die Absicht gehabt, zu einem späteren Zeitpunkt eine Pistole mit 
Schalldämpfer und eine Handgranate zu erwerben. A. und B. wurden nach Über-
gabe des vermeintlichen Sprengstoffes, bei welchem es sich in Wirklichkeit um 
Knetmasse handelte, von der deutschen Polizei festgenommen und in Untersu-
chungshaft versetzt (BA-05-01-0002 f.). 

A.4 Am 27. Juni 2022 eröffnete die BA gegen A. und B. eine Strafuntersuchung we-
gen Anwerbung, Ausbildung und Reisen im Hinblick auf eine terroristische Straf-
tat (Art. 260sexies StGB) bezüglich des mutmasslichen Sprengstoffkaufs in X. mit 
der Absicht, damit in der Schweiz einen Anschlag zu begehen (BA-01-01-02-
0001 f.; Verfahrensnummer SV.22.0826-BK).  

A.5 Gestützt auf die Anfragen der Stawa BS vom 27. Juni 2022 um Übernahme der 
Vorverfahren VT.2022.13259 gegen A. und VT.2022.13258 gegen B. wegen 

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strafbarer Vorbereitungshandlungen und Widerhandlung gegen das Waffenge-
setz erklärte die BA am 15. Juli 2022 die Verfahrensübernahme (BA-02-02-0001 
f. -02-02-0003, -02-02-0005) und vereinigte die kantonalen Verfahren mit dem 
Verfahren SV.22.0826-BK gemäss Art. 26 Abs. 2 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 lit. a StPO 
zur Verfolgung und Beurteilung in der Hand der Bundesbehörden (BA-02-02-
0007 ff.).  

A.6 Die Verfahren SV.22.0446-ECN (vormals: SV.22.0446-BSI; Sachverhaltskom-
plex «Z.») und SV.22.0826-BK (Sachverhaltskomplex «X.») wurden per 4. Au-
gust 2022 unter der Verfahrensnummer SV.22.0446-ECN vereinigt. 

A.7 Die BA dehnte am 2. September 2022 das Verfahren gegen A. und B. in Bezug 
auf den Sachverhaltskomplex «X.» auf den Vorwurf des versuchten Herstellens, 
Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstoffen und giftigen Gasen gemäss 
Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 StGB sowie eventuell der Widerhandlungen gegen 
Art. 37 ff. des Bundesgesetzes über explosionsgefährliche Stoffe vom 25. März 
1977 (Sprengstoffgesetz, SprstG; SR 941.41) aus (BA-01-01-04-0001).  

A.8 Am 18. Oktober 2022 wurde B. gestützt auf den Haftbefehl der BA vom 2. Sep-
tember 2022 (BA-06-01-0004 ff.), das Auslieferungsersuchen des Bundesamts 
für Justiz an Deutschland vom 7. September 2022 (BA-06-01-0014 ff.) und die 
Auslieferungsbewilligung des Ministeriums der Justiz und für Migration von Ba-
den-Württemberg vom 4. Oktober 2022 (BA-06-01-0019 f.) den Schweizer Straf-
verfolgungsbehörden übergeben und zugleich festgenommen (BA-06-01-0023 
ff.). B. befand sich bis zur Bewilligung der Auslieferung am 4. Oktober 2022 auf-
grund eines deutschen Strafverfahrens in Deutschland in Untersuchungshaft. Da 
B. nicht auf die Einhaltung des Spezialitätsgrundsatzes verzichtete, sind mit der 
Auslieferung an die Schweiz Spezialitätswirkungen im Sinne von Art. 38 IRSG 
und Art. 14 des Europäischen Auslieferungsübereinkommens vom 13. Dezember 
1957 (EAUe; SR 0.353.1) verbunden (vgl. BA-06-01-0017 ff.).  

A.9 Am 21. Oktober 2022 wurde A. gestützt auf den Haftbefehl der BA vom 2. Sep-
tember 2022 (BA-06-02-0001 ff.), das Auslieferungsersuchen des Bundesamts 
für Justiz an Deutschland vom 7. September 2022 (BA-06-02-0013 ff.) und die 
Auslieferungsbewilligung des Ministeriums der Justiz und für Migration von Ba-
den-Württemberg vom 4. Oktober 2022 (BA-06-02-0017 f.) den Schweizer Straf-
verfolgungsbehörden übergeben und gleichentags festgenommen (BA-06-02-
0026 ff.). Gemäss Angabe der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart vom 10. Ok-
tober 2022 befand sich A. aufgrund eines inländischen Strafverfahrens bis zum 
4. Oktober 2022 in Untersuchungshaft und anschliessend bis zur Übergabe an 
die Schweiz in Auslieferungshaft (BA-06-02-0021 f.). Da A. auf die Einhaltung 
des Spezialitätsgrundsatzes verzichtete und auch das Ministerium der Justiz und 

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für Migration von Baden-Württemberg keinen diesbezüglichen Vorbehalt an-
brachte, sind mit der Auslieferung an die Schweiz keine Spezialitätswirkungen 
verbunden (BA-06-02-0016 ff.). 

A.10 Mit Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Bern (nachfolgend: 
ZMG) vom 21. Oktober 2022 wurde B. bis am 17. Januar 2023 in Untersuchungs-
haft versetzt (BA-06-01-0068 ff.). Mit Verfügung vom 13. Dezember 2022 entliess 
die BA B. per 14. Dezember 2022 aus der Haft (BA-06-01-0142 ff., 06-01-
0148 f.). Am 22. Dezember 2022 erliess sie einen Festnahmebefehl, worauf B. 
am 23. Dezember 2022 festgenommen wurde (BA-06-01-0150 ff.). Mit Entscheid 
des ZMG vom 25. Dezember 2022 wurde B. erneut bis am 22. März 2023 in 
Untersuchungshaft versetzt (BA-06-01-0178 ff.). In der Folge wurde die Haft bis 
am 22. August 2023 verlängert (BA-06-01-0274 ff., -06-01-0341 ff.). Auf Gesuch 
der BA vom 17. August 2023 ordnete das ZMG am 25. August 2023 Sicherheits-
haft zufolge Kollusions- und Wiederholungsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. b und c 
StPO) an und versetzte B. bis am 17. November 2023 in Sicherheitshaft (TPF 
18.232.7.001 ff.). Auf Gesuch der Strafkammer des Bundesstrafgerichts (nach-
folgend: Strafkammer bzw. Vorinstanz) vom 10. November 2023 verlängerte es 
die Sicherheitshaft bis zum 27. November 2023 (TPF 18.232.7.158 ff.). 

A.11 Mit Entscheid des ZMG vom 24. Oktober 2022 wurde A. bis am 20. Januar 2023 
in Untersuchungshaft versetzt (BA-06-02-0044 ff.). Mit Verfügung vom 13. De-
zember 2022 entliess die BA A. per 14. Dezember 2022 aus der Haft (BA-06-02-
0067 ff., 06-02-0074 f.). Am 22. Dezember 2022 erliess sie einen Festnahmebe-
fehl, worauf A. am 23. Dezember 2022 festgenommen wurde (BA-06-02-0076 
ff.). Mit Entscheid des ZMG vom 25. Dezember 2022 wurde A. erneut bis am 
22. März 2023 in Untersuchungshaft versetzt (BA-06-02-0103 ff.). In der Folge 
wurde die Haft bis am 22. August 2023 verlängert (BA-06-02-0140 ff., -06-02-
0173 ff.). Auf Gesuch der BA vom 17. August 2023 ordnete das ZMG am 25. Au-
gust 2023 Sicherheitshaft zufolge Kollusions- und Ausführungsgefahr (Art. 221 
Abs. 1 lit. b und Art. 221 Abs. 2 StPO) an und versetzte A. bis am 17. November 
2023 in Sicherheitshaft (TPF 18.231.7.003 ff.). Auf Gesuch der Strafkammer vom 
10. November 2023 verlängerte es die Sicherheitshaft bis zum 27. November 
2023 (TPF 18.231.7.090 ff.). 

A.12 Am 24. Oktober 2022 ersuchte die Staatsanwaltschaft Stuttgart die BA um Über-
nahme der Strafverfolgung in einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft 
Stuttgart gegen A. und B. wegen Verbrechensverabredung gemäss §§ 308 Abs. 
1, 30 Absatz 2 deutsches Strafgesetzbuch (D-StGB). Gegenstand des deutschen 
Verfahrens war ein mutmasslicher Kauf von Sprengstoff C4 durch A. und B., wo-
bei letzterer zunächst die Kontaktnahme mit einem vermeintlichen Veräusserer 
des Sprengstoffs angebahnt habe. A. und B. seien zudem am 20. Juni 2022 nach 

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X. gereist, um den vermeintlichen Sprengstoff von einem VE des Landeskrimi-
nalamtes Baden-Württemberg entgegenzunehmen und damit einen schweren 
Sprengstoffanschlag auf ein Objekt in Y. zu verüben (BA-02-04-0001 ff.). Die BA 
erklärte mit Schreiben an die Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 1. November 
2022 die Annahme des Ersuchens (BA-02-04-0007 ff.). 

A.13 Die im Zusammenhang mit weiteren gegen A. und einen Drittbeteiligten unter-
suchten Vorfällen (u.a. mutmasslichen Vermögensdelikten) erfolgte Ausdehnung 
des Verfahrens wurde mit Bezug auf A. und den Drittbeteiligten mit Verfügung 
vom 28. Juli 2023 vom Verfahren SV.22.0446-ECN rechtskräftig abgetrennt und 
entsprechende Aktenstücke wurden ausgesondert (BA-03-00-0001 ff.).  

A.14 Am 31. Juli 2023 kündigte die BA gemäss Art. 318 StPO den bevorstehenden 
Abschluss des Verfahrens gegen A. und B. in Bezug auf die nachfolgend zur 
Anklage gebrachten Tatbestände an und gewährte den Parteien die Gelegenheit 
zur Stellung von Beweisanträgen (BA-03-00-0009 ff.). Davon machte B. mit Ein-
gabe vom 8. August 2023 Gebrauch (BA-10-01-0578 [Abklärung bezüglich Bei-
trittsdaten des Benutzers von zwei holländischen Telegram-Gruppen aus dem 
bei B. sichergestellten Handy Samsung Galaxy A32: BA-16-02-0119 f.]). A. ver-
zichtete mit Eingabe vom 10. August 2023 auf das Stellen von Beweisanträgen 
(BA-16-03-0066 f.). 

A.15 Am 11. August 2023 ersuchte die BA das Ministerium der Justiz und für Migration 
von Baden-Württemberg um Zustimmung zur nachträglichen Auslieferung von B. 
im Hinblick auf den allfälligen Widerruf und die Vollstreckung der mit Urteil des 
Strafgerichts Basel-Landschaft vom 20. November 2020 gegen B. bedingt aus-
gesprochenen Freiheitsstrafe von 20 Monaten. Das Ministerium der Justiz und 
für Migration von Baden-Württemberg teilte mit Schreiben vom 2. Oktober 2023 
mit, dass die Vollstreckung der im Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
20. November 2020 bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe in der Schweiz be-
willigt werde, soweit die Verurteilung wegen versuchter Erpressung, Gehilfen-
schaft zu Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch, strafbare Vor-
bereitungshandlungen zu Raub, mehrfache Widerhandlung gegen das Waffen-
gesetz und mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz er-
folgte. Es hielt fest, dass demgegenüber – mangels beiderseitiger Strafbarkeit 
bzw. Sanktionierbarkeit – eine Bewilligung der Strafvollstreckung nicht möglich 
sei, soweit der Verurteilung eine Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz 
zugrunde liege. Im Übrigen würden die mit der Auslieferung verbundenen Spezi-
alitätswirkungen gelten. Das Ministerium der Justiz und für Migration von Baden-
Württemberg präzisierte mit Schreiben vom 25. Oktober 2023, dass die Auslie-
ferungsbewilligung vom 2. Oktober 2023 auch die im Urteil des Strafgerichts Ba-
sel-Landschaft vom 20. November 2020 bedingt verhängte Geldstrafe umfasse, 

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mit Ausnahme der Verurteilung wegen Widerhandlung gegen das Sprengstoff-
gesetz (TPF 18.261.1.016 f., -024 f.). 

A.16 Die BA erhob bei der Strafkammer am 17. August 2023 Anklage gegen A. und 
B. wegen Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer 
Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 
3 StGB), versuchten Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstof-
fen und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), eventuell 
versuchter Widerhandlungen gegen das Sprengstoffgesetz (Art. 37 Ziff. 1  
aSprstG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), und strafbarer Vorbereitungshandlungen 
(Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b, c StGB). Gegen A. erhob sie zudem Anklage wegen 
Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a WG; TPF pag. 
18.100.001 ff.). 

A.17 Die erstinstanzliche Hauptverhandlung vor der Strafkammer fand am 25. Oktober 
2023 in Bellinzona in Anwesenheit der BA, der Beschuldigten und ihrer Verteidi-
ger statt, während die Privatklägerschaft auf eine Teilnahme verzichtete (TPF 
pag. 18.720.001 ff.). Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung wurden 
die Beschuldigten von Amtes wegen zur Person und Sache einvernommen (TPF 
pag. 18.730.001 ff.). 

A.18 Mit Urteil SK.2023.33 vom 27. November 2023, gleichentags mündlich eröffnet, 
wurden die beiden Beschuldigten von den Vorwürfen der strafbaren Vorberei-
tungshandlungen (Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b und c StGB) bzw. der Beschuldigte 
A. vom Vorwurf der Widerhandlung gegen Art. 33 Abs. 1 lit. a WG freigesprochen. 
Beide Beschuldigte wurden der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase 
in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), der qualifizierten Sachbe-
schädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) sowie des versuchten Herstel-
lens, Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 
226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) schuldig gesprochen und mit einer Frei-
heitsstrafe von 60 Monaten (A.) bzw. 74 Monaten (B.) bestraft. Die mit Urteil des 
Strafgerichts Basel-Landschaft vom 20. November 2020 gegen B. bedingt aus-
gesprochene Freiheitsstrafe von 20 Monaten wurde widerrufen, während für die 
gleichzeitig ausgesprochene Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je CHF 30.-- 
auf den Widerruf verzichtet wurde. Mit Eingaben vom 1. Dezember 2023 melde-
ten die Beschuldigten A. und B. sowie mit Eingabe vom 6. Dezember 2023 die 
BA gegen das Urteil Berufung an (TPF pag. 18.940.001 ff.).  

A.19 Gleichzeitig mit der Eröffnung des Urteilsdispositivs wurde die gegen A. und B. 
angeordnete Sicherheitshaft bis zum 26. März 2024 verlängert (Beschluss 
SN.2023.22/ SN.2023.23 vom 27. November 2024). Diesen Beschluss focht der 
Beschuldigte B. am 15. Dezember 2023 mit Beschwerde bei der 

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Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts (nachfolgend: Beschwerdekam-
mer) an. Mit Beschluss BH.2023.21 vom 25. Januar 2024 wies die Beschwerde-
kammer die Beschwerde ab (CAR pag. 2.201.003 ff.).  

B. Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

B.1 Im Nachgang zur Übermittlung des erstinstanzlichen Urteils inkl. Berufungs-
anmeldung und sämtlicher Verfahrensakten an die Berufungskammer des Bundes-
strafgerichts (nachfolgend: Berufungskammer bzw. Berufungsgericht) stellte die 
BA mit Berufungserklärung vom 17. Januar 2024 folgende Anträge (CAR pag. 
1.100.138 ff.):  
 
1.  A. 
1.1 A. sei zusätzlich zu den im Urteilsdispositiv vom 27. November 2023 ergangenen 

Schuldsprüchen schuldig zu sprechen: 
 - der strafbaren Vorbereitungshandlungen im Hinblick auf vorsätzliche Tötung, 

Mord sowie schwere Körperverletzung (Art. 260bis Abs. 1 Bst. a, b und c StGB); 
 - der Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG) 
1.2 A. sei mit einer Freiheitsstrafe von 96 Monaten zu bestrafen, unter Anrechnung der 

ausgestandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft. 
1.3 A. sei mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu CHF 30.00 zu bestrafen. 
1.4 Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien A. zur Hälfte aufzuerlegen, 

unter solidarischer Haftung mit B. 
 
2. B. 
2.1 B. sei zusätzlich zu den im Urteilsdispositiv vom 27. November 2023 ergangenen 

Schuldsprüchen schuldig zu sprechen: 
 - der strafbaren Vorbereitungshandlungen im Hinblick auf vorsätzliche Tötung, 

Mord sowie schwere Körperverletzung (Art. 260bis Abs. 1 Bst. a, b und c StGB) 
2.2 B. sei mit einer Freiheitsstrafe von 120 Monaten zu bestrafen (Gesamtstrafe nach 

Art. 46 Abs. 1 i.V.m. Art. 49 StGB unter Berücksichtigung des Widerrufs des be-
dingten Strafvollzugs gemäss Ziff. II.4.1 des Urteilsdispositivs vom 27. November 
2023), unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungs- und Sicherheits-
haft. 

2.3 Die mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 20. November 2020 gegen 
B. wegen versuchter Erpressung (Art. 156 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), Ge-
hilfenschaft zu Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch (Art. 139 Ziff. 
1 StGB, Art. 144 StGB und Art. 186, jeweils i.V.m. Art. 25 StGB), mehrfacher Wi-
derhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG), mehrfacher Wi-
derhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) sowie Wi-
derhandlung gegen das Sprengstoffgesetz (Art. 37 Abs. 1 SprstG) bedingt ausge-
sprochene Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 30.00 sei zu widerrufen. 

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2.4 Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien B. zur Hälfte aufzuerlegen, 
unter solidarischer Haftung mit A. 

 
Sicherheitshaft:  
Weiter wird beantragt, dass A. und B. bis zum Strafantritt in Sicherheitshaft zu behalten 
seien (Art. 231 Abs. 1 StPO analog; vgl. BGE 139 IV 277, S. 280 E. 2.2). 

B.2 Mit Berufungserklärung vom 17. Januar 2024 stellte der Beschuldigte A. folgende 
Anträge (CAR pag. 1.100.142 ff.):  
 
1. In Bestätigung der Dispositivziffern I./1., I./1.1 und I./1.2 des angefochtenen Urteils 

sei A. betreffend den Vorwurf der strafbaren Vorbereitungshandlungen (Art. 266bis 
Abs. 1 lit. a, b und c StGB) und betreffend den Vorwurf der Widerhandlung gegen 
das Waffengesetz (Art. 22 Abs. 1 lit. a WG) von Schuld und Strafe vollumfänglich 
freizusprechen. 

2. In vollständiger Aufhebung von Dispositivziffern I./3. (1. Satz) sowie in Aufhebung 
und Abänderung der Dispositivziffern I./2, I./2.1, I./2.2 und I./2.3 des angefochte-
nen Urteils sei A. betreffend die Vorwürfe der Gefährdung durch Sprengstoffe und 
giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), der qualifizierten 
Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) und des versuchten Her-
stellens, Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 
226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) von Schuld und Strafe vollumfänglich frei-
zusprechen. 

3. In teilweiser Abänderung bzw. Ergänzung der Dispositivziffern III./1., III./3. und 
III./4. seien A., zusätzlich zu den in der Dispositivziffer III./1. angegebenen Gegen-
ständen (Asservat-ID 46315, 46312, 51600, 51602, 51609, 51604, 51608, 51601, 
51603, 51605, 51606, 51607 und 57881 gemäss Anklageschrift vom 17. August 
2023, Ziffer 4) auch noch die folgenden Gegenstände zurückzugeben: 

 
 - Asservat-ID 46311 (Handy Nokia schwarz); und  
 - Asservat-ID 50986 (Nokia mit Ladekabel). 
 Von einer Löschung der Daten auf dem Laptop ASUS SN: L6N0CX179725273 

(Asservat-ID 51607) vor der Rückgabe an A. sei abzusehen. 
4. In vollständiger Aufhebung der Dispositivziffern IV./1. Und IV./1.1 seien A. für das 

Vorverfahren und für das erstinstanzliche Gerichtsverfahren keine Verfahrenskos-
ten aufzuerlegen. Zudem seien ihm auch für das Berufungsverfahren keine Kosten 
aufzuerlegen. 

5. In vollständiger Aufhebung von Dispositivziffer V./2. sei A. namentlich gestützt auf 
die Bestimmungen von Art. 429 Abs. 1 lit. a und c StPO, für sämtliche ausgestan-
dene Untersuchungs-, Sicherheits- und Auslieferungshaft angemessen zu ent-
schädigen, und es sei ihm die Zahlung einer angemessenen Geldsumme als Ge-
nugtuung zuzusprechen.  

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6. Es sei A. für das rubrizierte Berufungsverfahren die amtliche Verteidigung mit dem 
unterzeichneten Rechtsanwalt als amtlichen und notwendigen Verteidiger zu ge-
währen. 

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge, einschliesslich – wo einschlägig – 
gesetzlicher Mehrwertsteuer, zu Lasten der Eidgenossenschaft. 

B.3 Mit Berufungserklärung vom 22. Januar 2024 stellte der Beschuldigte B. folgende 
Anträge (CAR pag. 1.100.148 f.): 
 
1. Es sei das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts vom 27. November 

2023 mit der Geschäftsnummer SK.2023.33 in Bezug auf sämtliche Schuldsprüche 
des Berufungsklägers B. sowie alle mit den Schuldsprüchen verbundenen Neben- 
und Kostenfolgen vollumfänglich aufzuheben.  

2. Dementsprechend:  
 - sei der Berufungskläger B. von sämtlichen Vorwürfen vollumfänglich und kos-

tenlos freizusprechen; 
 - sei auf einen Widerruf der bedingt ausgesprochenen Vorstrafen vom 20. No-

vember 2020 zu verzichten; 
 - seien dem Berufungskläger B. sämtliche beschlagnahmten Gegenstände zu-

rückzugeben; 
 - sei dem Berufungskläger  B. für die erlittene Haft sowie das Strafverfahren eine 

Entschädigung in der Höhe von CHF 200.- pro Hafttag sowie eine angemes-
sene Genugtuung nach Ermessen des Gerichts auszurichten. 

3. Es sei dem Berufungskläger  B. für das vorliegende Berufungsverfahren die amtli-
che Verteidigung mit der Unterzeichneten als Advokatin zu bewilligen. 

4. Es seien sämtliche Verfahrenskosten beider Instanzen sowie des Vorverfahrens 
zu Lasten des Staates zu sprechen. 

B.4 Mit Schreiben der Vorsitzenden vom 24. Januar 2024 wurden die bisherigen amt-
lichen Verteidigungen der beiden Beschuldigten, Rechtsanwalt Nico Baum-
gartner, VVV., für den Beschuldigten A. sowie Rechtsanwältin Anina Hofer, für 
den Beschuldigten B., auch im Berufungsverfahren bestätigt (CAR pag. 
1.400.001). 

B.5 Innert Frist verzichteten die Parteien auf die Erhebung der Anschlussberufung 
sowie auf die Beantragung des Nichteintretens auf die Berufungen der jeweils 
anderen Parteien (CAR pag. 1.400.001 ff.). 

B.6 Mit Verfügungen der Verfahrensleitung CN.2024.3 bzw. CN.2024.4 vom 13. März 
2024 wurde die Sicherheitshaft für die Beschuldigten bis zum Abschluss des Be-
rufungsverfahrens bzw. zum Antritt einer allfälligen Freiheitsstrafe verlängert 
(CAR pag. 8.101.008 ff.; 8.102.009 ff.). 

- 11 - 

B.7 Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte die Berufungskammer entsprechend 
der Verfügung über die Beweismassnahmen vom 19. Februar 2024 betreffend 
die beiden Beschuldigten Führungsberichte der Regionalgefängnisse, Straf- und 
Betreibungsregisterauszüge, aktuelle Steuerunterlagen und Selbstdeklarationen 
über die persönlichen/finanziellen Verhältnisse ein (CAR pag. 4.200.001 f.; 
4.401.001 ff.; 4.402.001 ff.; 6.100.110; 6.101.038 f.). 

B.8 Anlässlich der Berufungsverhandlung, welche am 26. März 2024 in Anwesenheit 
der BA und der beiden Beschuldigten mit ihrer jeweiligen amtlichen Verteidigung, 
jedoch in Abwesenheit der Privatklägerschaft am Sitz des Gerichts in Bellinzona 
stattfand (CAR pag. 5.100.001 ff.), wurden beide Beschuldigte zur Person und 
Sache befragt (5.300.001 ff.). Anlässlich der Einvernahme zur Sache verlas B. 
eine handschriftlich verfasste Erklärung, die er auch zu den Akten reichte (CAR 
pag. 5.300.008; 5.200.096 ff.) 

B.9 Die BA stellte und begründete anlässlich ihres Parteivortrages folgende Anträge 
(CAR pag. 5.100.007 f.): 

1. A. 

1.1 A. sei zusätzlich zu den im Urteilsdispositiv vom 27. November 2023 ergan-
genen Schuldsprüchen schuldig zu sprechen: 

− der strafbaren Vorbereitungshandlungen im Hinblick auf vorsätzliche Tötung, 
Mord, sowie schwere Körperverletzung (Art. 260bis Bst. a, b und c StGB); 

− der Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG). 

1.2 A. sei mit einer Freiheitsstrafe von 96 Monaten zu bestrafen, unter Anrech-
nung der ausgestandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft. 

1.3 A. sei mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu CHF 30.- - zu bestrafen. 

1.4 Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien A. zur Hälfte aufzuer-
legen, unter solidarischer Haftung mit B. 

2. B. 

2.1 B. sei zusätzlich zu den im Urteilsdispositiv vom 27. November 2023 ergan-
genen Schuldsprüchen schuldig zu sprechen: 

− der strafbaren Vorbereitungshandlungen im Hinblick auf vorsätzliche 
Tötung, Mord sowie schwere Körperverletzung (Art. 260bis Abs. 1 Bst. a, 
b und c StGB). 

- 12 - 

2.2 B. sei mit einer Freiheitsstrafe von 120 Monaten zu bestrafen (Gesamtstrafe 
nach Art. 46 Abs. 1 i.V.m. Art. 49 StGB unter Berücksichtigung des Widerrufs 
des bedingten Strafvollzugs gemäss Ziff. II.4.1 des Urteilsdispositivs vom 
27. November 2023), unter Anrechnung der ausgestandenen Untersu-
chungs- und Sicherheitshaft. 

2.3 Die mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 20. November 2020 
gegen B. wegen versuchter Erpressung (Art. 156 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 
StGB), Gehilfenschaft zu Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedens-
bruch (Art. 139 Ziff. 1 StGB, Art. 144 StGB, Art. 186 StGB, jeweils i.V.m. Art. 
25 StGB), strafbarer Vorbereitungshandlungen zu Raub (Art. 260bis Abs. 1 
Bst. d StGB), mehrfacher Widerhandlungen gegen das Waffengesetz (Art. 
33 Abs. 1 Bst. a WG), mehrfacher Widerhandlungen gegen das Betäubungs-
mittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) sowie Widerhandlung gegen das 
Sprengstoffgesetz (Art. 37 Abs. 1 SprstG) bedingt ausgesprochene Geld-
strafe von 150 Tagessätzen zu CHF 30.00 sei im Umfang von 120 Tagess-
ätzen zu CHF 30.00 zu widerrufen. 

2.4 Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien zur Hälfte B. aufzuer-
legen, unter solidarischer Haftung mit A. 

3. Sicherheitshaft 

 Die Sicherheitshaft gegen A. und B. sei entsprechend den Verfügungen der 
Berufungskammer vom 13. März 2024 bis zum Antritt der Freiheitsstrafen 
aufrechtzuhalten. 

4. Verteidigerkosten 

4.1 Advokat Nico Baumgartner sei für die amtliche Verteidigung von A. in ge-
richtlich zu bestimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu 
entschädigen (Art. 135 Abs. 1 StPO). 

 A. sei zu verpflichten, dem Bund die Entschädigung zurückzuzahlen, sobald 
es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

4.2 Advokatin Anina Hofer sei für die amtliche Verteidigung von B. in gerichtlich 
zu bestimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu entschädi-
gen (Art. 135 Abs. 1 StPO).  

 B. sei zu verpflichten, dem Bund die Entschädigungen zurückzuzahlen, so-
bald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

5. Weitere Verfügungen 

 Die weiteren Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen. 

- 13 - 

Der Beschuldigte A. bzw. dessen Verteidigung stellte und begründete anlässlich 
seines Parteivortrages folgende Anträge (CAR pag. 5.100.014 f.): 

1. A. sei betreffend den Vorwurf der strafbaren Vorbereitungshandlungen (Art. 
260bis Abs. 1 lit. a, b und c StGB) und betreffend den Vorwurf der Wider-
handlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a WG) von Schuld und 
Strafe vollumfänglich freizusprechen. Das Urteil der Strafkammer vom 
27. November 2023 sei diesbezüglich zu bestätigen. 

2. A. sei zusätzlich betreffend die Vorwürfe der Gefährdung durch Sprengstoffe 
und giftige Gase in verbrechersicher Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), der qua-
lifizierten Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) und des 
versuchten Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstoffen 
und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) von Schuld 
und Strafe vollumfänglich freizusprechen. Die betreffenden Dispositivziffern 
des angefochtenen Urteils (I./2./2.1, 2.2 und 2.3) seien in diesem Sinne ab-
zuändern, und der erste Satz der Dispositivziffer I./3. sei dementsprechend 
aufzuheben.  

3. In teilweiser Abänderung bzw. Ergänzung der Dispositivziffern III./1., III./3. 
und III./4. des Urteils der Strafkammer vom 27. November 2023 seien A. zu-
sätzlich zu den in der Dispositivziffer III./1. angegebenen Gegenständen (As-
servat-ID 46315, 46312, 51600, 51602, 51609, 51604, 51608, 51601, 51603, 
51605, 51606, 51607 und 57881 gemäss Anklageschrift vom 17. August 
2023, Ziffer 4) auch noch die folgenden Gegenstände zurückzugeben: 

- Asservat-ID 46311 (Handy Nokia schwarz); und 
- Asservat-ID 50986 (Nokia mit Ladekabel), und es sei 

von einer Löschung der Daten auf dem Laptop ASUS SN: L6N0CX17972573 
(Asservat-ID 51607) vor der Rückgabe an A. abzusehen. 

4. A. seien für das Vorverfahren und für das erstinstanzliche Gerichtsverfahren 
keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Zudem seien ihm auch für das Beru-
fungsverfahren keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Die Verurteilung ge-
mäss Dispositivziffer IV./1./1.1 im Urteil der Vorinstanz sei vollständig aufzu-
heben. 

5. In vollständiger Aufhebung von Dispositivziffer V./2. sei A., namentlich ge-
stützt auf die Bestimmungen von Art. 429 Abs. 1 lit. a und c StPO, für sämt-
liche aufgestandene Untersuchungs-, Sicherheits- und Auslieferungshaft an-
gemessen zu entschädigen und es sei ihm die Zahlung einer angemessenen 
Geldsumme als Genugtuung zuzusprechen. 

6. Es sei A. für das rubrizierte Berufungsverfahren wiederum die amtliche Ver-
teidigung mit dem unterzeichneten Rechtsanwalt als amtlichen und 

- 14 - 

notwendigen Verteidiger zu gewähren und es sei der amtlichen Verteidigung 
auch für das Berufungsverfahren eine angemessene Entschädigung gemäss 
Art. 135 StPO zu entrichten, einschliesslich Spesen und zuzüglich gesetzli-
cher Mehrwertsteuer. 

Der Beschuldigte B. bzw. dessen Verteidigung stellte und begründete anlässlich 
seines Parteivortrages folgende Anträge (CAR pag. 5.100.020): 

1. das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgericht vom 27. November 2023 
in Bezug auf alle Schuldsprüche meines Mandanten und den damit verbun-
denen Nebenfolgen vollumfänglich sei aufzuheben; 

2. einen vollumfänglichen Freispruch von B. von sämtlichen Vorwürfen; 

3. auf den Widerruf der bedingt ausgesprochenen Vorstrafen sei zu verzichten; 

4. dem Berufungskläger sei infolge Freispruchs sämtliche beschlagnahmte Ge-
genstände zurückzugeben; 

5. dem Berufungskläger B. sei für die erlittene Haft und das Strafverfahren eine 
Entschädigung in der Höhe von CHF 200.-- pro Hafttag sowie eine angemes-
sene Genugtuung nach Ermessen des Gerichts auszurichten; 

6. die Berufung der Bundesanwaltschaft sei vollumfänglich abzuweisen; 

7. und es sei über die Verfahrenskosten zu entscheiden sowie die Honorarnote 
zu genehmigen. 

B.10 Die Anträge der beiden Beschuldigten auf Übertritt in den vorzeitigen Strafvollzug 
wurden von der Verfahrensleitung mit Verfügungen vom 25. April 2024 (B., CAR 
pag. 6.100.146 ff.) bzw. 6. Mai 2024 (A., CAR pag. 6.101.048 ff.) bewilligt.  

B.11 Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung und 
wurde den Parteien zunächst im Dispositiv schriftlich eröffnet (CAR pag. 
9.100.001 ff.), nachdem sämtliche Parteien im Sinne von Art. 84 Abs. 3 StPO 
ihren Verzicht auf die mündliche Eröffnung des Urteils erklärt hatten (CAR pag. 
5.100.046).  
 
Auf die Ausführungen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägun-
gen eingegangen. 
 
 

- 15 - 

Die Berufungskammer erwägt: 

I. Formelle Erwägungen 

1. Eintreten und Fristen 

1.1 Die Berufungsanmeldungen und -erklärungen der Parteien erfolgten jeweils un-
ter Fristenwahrung (Art. 399 Abs. 1 - 3, Art. 401 Abs. 1 StPO; TPF pag. 
18.940.001 ff.; CAR pag. 1.100.138 ff.). 

1.2 Die Berufungen richten sich gegen das Urteil der Strafkammer SK.2023.33 vom 
27. November 2023, mit welchem die beiden Beschuldigten von den Vorwürfen 
der strafbaren Vorbereitungshandlungen (Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b und c StGB) 
bzw. der Beschuldigte A. vom Vorwurf der Widerhandlung gegen Art. 33 Abs. 1 
lit. a WG freigesprochen, jedoch der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige 
Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), der qualifizierten Sach-
beschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) sowie des versuchten Her-
stellens, Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstoffen und giftigen Gasen 
(Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) schuldig gesprochen und mit einer 
Freiheitsstrafe von 60 Monaten (A.) bzw. 74 Monaten (B.) bestraft wurden. So-
wohl die BA als auch die Beschuldigten sind durch das vorinstanzliche Urteil be-
schwert, haben ein rechtlich geschütztes Interesse an dessen Aufhebung res-
pektive Änderung soweit unterliegend und sind entsprechend zur Berufungser-
klärung legitimiert (Art. 104 Abs. 1 lit. a und c, Art. 111 Abs. 1, Art. 381 Abs. 1 
und Art. 382 Abs. 1 StPO). 

1.3 Das angeklagte Delikt der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in 
verbrecherischer Absicht (Art. 224 StGB) sowie das Herstellen, Verbergen und 
Weiterschaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 StGB) fallen ge-
mäss Art. 23 Abs. 1 lit. d StPO) unter die Bundesgerichtsbarkeit. Letztere ergibt 
sich auch aus der erfolgten Vereinigung der Verfahren in der Hand der Bundes-
behörden (Art. 26 Abs. 2 StPO, vgl. oben SV lit. A.5). Die Berufungskammer ist 
in der Besetzung mit drei Richterpersonen für die Beurteilung der eingereichten 
Berufung und Anschlussberufung örtlich, sachlich und funktionell zuständig 
(Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO; Art. 33 lit. c, Art. 38a und 38b Bundesgesetz über die 
Organisation der Strafbehörden des Bundes [Strafbehördenorganisationsgesetz, 
StBOG; SR. 173.71]). Sämtliche Voraussetzungen, um auf die Berufung und die 
Anschlussberufung einzutreten, sind erfüllt. Verfahrenshindernisse liegen keine 
vor. Auf die Berufungen ist somit je einzutreten. 

- 16 - 

2. Verfahrensgegenstand und Kognition / Kein Verbot der reformatio in peius 

2.1 Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung aufschie-
bende Wirkung, womit die Rechtskraft des angefochtenen Urteils entsprechend 
gehemmt wird. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche Urteil 
nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Dabei ist es nahelie-
gend, dass weitere nicht angefochtene Punkte in die Überprüfung des Urteils 
einzubeziehen sind, wenn eine enge Konnexität mit den angefochtenen Punkten 
besteht. Bei Anfechtung des Schuldspruchs mit Antrag auf Freispruch gelten für 
den Fall der Gutheissung automatisch auch damit zusammenhängende Folge-
punkte des Urteils, wie zum Beispiel Nebenfolgen von Entscheiden über Einzie-
hungen, Zivilpunkte sowie Kosten- und Entschädigungsregelungen, als ange-
fochten. Bestätigt das Berufungsgericht den Schuldspruch, sind die weiteren 
nicht angefochtenen Urteilspunkte bei einer Beschränkung der Berufung nicht zu 
überprüfen (ZIMMERLIN, Kommentar Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, 
Art. 399 StPO N. 19; SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar StPO, 4. Aufl. 2023, 
Art. 399 StPO N. 18). Auch wenn das Berufungsgericht nur die angefochtenen 
Punkte neu beurteilt, fällt es am Ende insgesamt ein neues Urteil (Art. 408 StPO), 
worin es jedoch anzugeben hat, welche Punkte bereits früher in Rechtskraft er-
wachsen sind (BGE 141 IV 244 E. 1.3.3; Urteile des Bundesgerichtes 
6B_482/2012 vom 3. April 2013 E. 5.3. und 6B_99/2012 vom 14. November 2012 
E. 5.3; EUGSTER, Basler Kommentar, 3. AufI. 2023, Art. 402 StPO N. 2; HUG, 
Kommentar Strafprozessordnung StPO, 3. AufI. 2020, Art. 401 StPO N. 2). 

2.2 Die Vorinstanz sprach beide Beschuldigte vom Vorwurf der strafbaren Vorberei-
tungshandlungen (Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b und c StGB), sowie den Beschuldig-
ten A. vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 
lit. a WG) frei. Im Übrigen wurden beide Beschuldigte anklagegemäss schuldig 
gesprochen, jedoch unter deutlicher Reduktion des von der BA geforderten Straf-
masses (bei A. von 96 Monaten Freiheitsstrafe auf 60 Monate Freiheitsstrafe, 
unter Verzicht auf die angeklagte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je CHF 30.- ; 
bei B. von 108 (bzw. 120) Monaten Freiheitsstrafe auf 74 Monate Freiheitsstrafe 
[inkl. Widerruf einer bedingt ausgesprochenen Vorstrafe gemäss Urteil des Straf-
gerichts Basel-Landschaft vom 20. November 2020 von 20 Monaten gemäss An-
klage, bei gleichzeitigem Verzicht des Widerrufs der Geldstrafe von 150 Tagess-
ätzen zu CHF 30.-]). Die Berufung der BA bezieht sich auf sämtliche Freisprüche 
(Ziff. I.1.1 und 1.2 sowie II.1 des Urteilsdispositivs), die Strafzumessung (Ziff. I.3 
und II.3 des Urteilsdispositivs) sowie den Verzicht auf den Widerruf der mit Urteil 
des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 20. November 2020 bedingt ausgespro-
chenen Geldstrafe (Ziff. II.4.2 des Urteilsdispositivs). Die Berufungen der beiden 
Beschuldigten richten sich gegen die jeweiligen sie betreffenden Schuldsprüche 
(A.: Ziff. I.2 - 2.3 des Urteilsdispositivs; B.: Ziff. II.2 - 2.3 des Urteilsdispositivs) 

- 17 - 

sowie die Strafzumessung (A.: Ziff. I.3 des Urteilsdispositivs; B.: Ziff. II.3 des Ur-
teilsdispositivs). Damit haben alle vorinstanzlichen Schuld- und Freisprüche als 
angefochten zu gelten. A. beantragt im Berufungsverfahren die Rückgabe sämt-
licher beschlagnahmter Gegenstände ohne vorgängige Löschung der Daten so-
wie den Verzicht auf die Auferlegung von Verfahrenskosten (vgl. oben lit. B.2 und 
B.9). B. ficht im Berufungsverfahren neben sämtlichen Schuldsprüchen auch alle 
damit verbundenen Neben- und Kostenfolgen vollumfänglich an. Insbesondere 
beantragt er infolge Freispruchs die Rückgabe sämtlicher beschlagnahmter Ge-
genstände sowie einen Entscheid über die Verfahrenskosten (vgl. oben lit. B.3 
und B.9).  

2.3 Die Berufung nach Art. 398 ff. StPO ist im Umfang der angefochtenen Punkte 
des erstinstanzlichen Urteils ein reformatorisches Rechtsmittel. Das Berufungs-
gericht verfügt insoweit über umfassende Kognition in tatsächlicher und rechtli-
cher Hinsicht (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO) und fällt, soweit es auf die Berufung 
eintritt, ein neues, den erstinstanzlichen Entscheid ersetzendes Urteil (Art. 408 
StPO; BGE 141 IV 244 E. 1.3.3; Urteile des Bundesgerichts 6B_658/2018 vom 
19. Dezember 2019 E. 3.3; 6B_853/2016 vom 18. Oktober 2017 E. 2.1). Weil die 
BA gegen den teilweisen Freispruch der Vorinstanz selbstständig Berufung er-
hoben und neben dem zusätzlichen Schuldspruch auch eine Sanktionsverschär-
fung beantragt hat, liegt hinsichtlich des Schuld- und Strafpunktes nicht nur ein 
zu Gunsten des Beschuldigten ergriffenes Rechtsmittel vor. In einem auch von 
der BA initiierten Rechtsmittelverfahren gilt das Verschlechterungsverbot nicht. 
Demnach ist das Berufungsgericht diesbezüglich nicht an das Verbot der «refor-
matio in peius» gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden. Folglich kann sie das 
vorinstanzliche Urteil sowohl im Schuld- wie auch im Strafpunkt zum Nachteil des 
Beschuldigten abändern. Innerhalb des durch Art. 404 Abs. 1 StPO definierten 
Gegenstandes des zweitinstanzlichen Prozesses ist das Berufungsgericht dabei 
nicht an die Anträge der Parteien gebunden (Art. 391 Abs. 1 StPO). 

2.4 Nach den vorstehenden Erwägungen ist vorab festzustellen, dass das Urteil der 
Strafkammer des Bundesgerichts SK.2023.32 vom 27. November 2023 wie folgt 
in Rechtskraft erwachsen ist:  

I. – II. […] 

III. Beschlagnahmte Gegenstände (Asservat-ID gemäss Anklageschrift Ziff. 4) 

1. A. werden folgende Gegenstände zurückgegeben: 
Asservat-ID 46315, 46312, 51600, 51602, 51609, 51604, 51608, 51601, 51603, 
51605, 51606, 57881. 
 

 Folgender Gegenstand wird ihm […] zurückgegeben: 
 Asservat-ID 51607. 
 

- 18 - 

2. B. wird folgender Gegenstand zurückgegeben: 
 Asservat-ID 51191. 
 

Folgende Gegenstände werden ihm nach Löschung der Daten zurückgegeben: 
 Asservat-ID 30527, 30538. 
 
3. Folgende Gegenstände werden eingezogen und vernichtet: 
 Asservat-ID 50673, 50674, 50669 (Inhaber A.); 
 
4. Sämtliche übrigen beschlagnahmten Gegenstände werden als Beweismittel bei den 

Akten belassen. 

IV.  […] 

V. Entschädigungen 

1- . 4 […] 

5. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Privatkläger C. keine Entschädigung 
beantragt hat. 

VI. Amtliche Verteidigung 

1. Advokat Nico Baumgartner wird für die amtliche Verteidigung von A. mit 
CHF 47'211.80 (inkl. MWST) durch die Eidgenossenschaft entschädigt. 

Von der Entschädigung von Rechtsanwalt SS. für die amtliche Verteidigung von A. 
im Vorverfahren in der Höhe von CHF 977.40 (inkl. MWST) wird Vormerk genom-
men. 

 […] 

2. Advokatin Anina Hofer wird für die amtliche Verteidigung von B. mit CHF 52'583.30 
(inkl. MWST) durch die Eidgenossenschaft entschädigt. 

 Von der Entschädigung von Rechtsanwalt RR. für die amtliche Verteidigung von B. 
im Vorverfahren in der Höhe von CHF 929.95 (inkl. MWST) wird Vormerk genom-
men. 

[…] 

2.5 Nicht mehr Gegenstand der Berufungsverhandlung ist der Eventualvorwurf der 
versuchten Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz (unbefugter Verkehr 
gemäss aArt. 37 Ziff. 1 SprstG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB). Die vorinstanzliche 
Begründung, wonach zufolge Konsumtion der Unrechtsgehalt von aArt. 37 Ziff. 
1 SprstG durch eine Verurteilung wegen des versuchten Weiterschaffens von 
Sprengstoffen nach Art. 226 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (vgl. unten E. II.B.4) 
bereits abgegolten ist und daher eine zusätzliche Bestrafung sowie ein separater 

- 19 - 

formeller Schuld- oder Freispruch entfällt, erweist sich als zutreffend (vgl. Urteil 
SK.2023.33 E. 5).  

3. Formelle Vorbringen betreffend Hausdurchsuchung vom 20. Juni 2022 in 
Zusammenhang mit dem Vorwurf der Widerhandlung gegen das Waffenge-
setz (AKZ 1.3) 
 
A. kritisiert im Berufungsverfahren, wie schon vor erster Instanz, dass die Haus-
durchsuchung vom 20. Juni 2022, als das Elektroschockgerät aufgefunden 
wurde, mit strafprozessualen Makeln belegt sei. Die Hausdurchsuchung habe 
weder in Anwesenheit seiner Verteidigung stattgefunden, noch sei er selber an-
wesend gewesen. Die Kriminalpolizei Basel-Stadt habe einzig seinen Nachbar 
beigezogen. Zu diesem habe er jedoch nie massgeblichen Kontakt gehabt. Das 
Gericht solle alle strafprozessualen Implikationen der fehlenden Verteidigung 
sorgfältig prüfen und bei der Würdigung der Beweislage sowie der tatsächlichen 
und rechtlichen Beurteilung des Sachverhaltskomplexes berücksichtigen (SK 
pag. 18.721.107; CAR pag. 5.200.085). 

3.1 Nach Art. 130 StPO liegt eine notwendige Verteidigung insbesondere vor, wenn 
die Untersuchungshaft mehr als zehn Tage gedauert hat (lit. a), eine Freiheits-
strafe von als einem Jahr droht (lit. b), oder etwa die Staatsanwaltschaft in der 
Gerichtsverhandlung persönlich auftritt (lit. c). Gemäss Art 131 Abs. 1 StPO muss 
die Verfahrensleitung im Fall einer notwendigen Verteidigung diese unverzüglich 
sicherstellen. Sind die Voraussetzungen der notwendigen Verteidigung bereits 
bei Einleitung des Vorverfahrens erfüllt, so ist die Verteidigung nach der ersten 
Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft, zumindest aber vor der Eröffnung 
der Untersuchung sicherzustellen (Art. 131 Abs. 2 StPO). Nach Art. 131 Abs. 3 
StPO [in der Fassung vom 5. Oktober 2007; Stand am 1. Juli 2021] sind in Fällen, 
in denen die Verteidigung erkennbar notwendig gewesen wäre und Beweise er-
hoben worden sind, bevor eine Verteidigung bestellt war, diese Beweiserhebun-
gen nur gültig, wenn die beschuldigte Person auf ihre Wiederholung verzichtet. 
Wesentliche Bedeutung kommt also der Frage zu, in welchem Zeitpunkt die not-
wendige Verteidigung sichergestellt sein muss, wobei sich aus Abs. 3 ergibt, 
dass diese erkennbar sein muss. Für die Fälle nach Art. 130 lit. a StPO besteht 
Klarheit, da muss die notwendige Verteidigung spätestens am elften Tag nach 
der Festnahme sichergestellt sein. Weniger klar ist es insbesondere für die Fälle 
nach Art. 130 lit. b StPO, wenn also eine überjährige Freiheitsstrafe droht. Ge-
mäss Lehre ist ein tatsächlich existierender Grund für notwendige Verteidigung 
objektiv immer erkennbar (LIEBER, Kommentar Strafprozessordnung StPO, 3. 
Aufl. 2020, Art. 131 StPO N. 13; RUCKSTUHL, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, 
Art. 131 StPO N. 11). Daher sei für die Erkennbarkeit darauf abzustellen, ob der 
Grund für die notwendige Verteidigung bei Anwendung pflichtgemässer Sorgfalt 

- 20 - 

hätte erkannt werden müssen, wobei im Ergebnis an das Kriterium der Erkenn-
barkeit keine allzu hohen Anforderungen zu stellen sind (LIEBER, a.a.O., Art. 131 
StPO N. 13; RUCKSTUHL, a.a.O., Art. 131 StPO N. 12). 

3.2 Gemäss Art. 244 Abs. 1 StPO dürfen namentlich Wohnungen nur mit der Einwil-
ligung der berechtigten Person durchsucht werden. Die Einwilligung ist gemäss 
Abs. 2 lit. b insbesondere dann nicht nötig, wenn zu vermuten ist, dass Tatspuren 
oder zu beschlagnahmende Gegenstände oder Vermögenswerte vorhanden 
sind. Nach Art. 245 Abs. 2 StPO haben die Inhaberinnen und Inhaber der zu 
durchsuchenden Räume der Durchsuchung beizuwohnen. Sind diese abwesend, 
so ist nach Möglichkeit ein volljähriges Familienmitglied oder eine andere geeig-
nete Person beizuziehen. Gemäss Rechtsprechung und Lehre handelt es sich 
bei diesen Durchführungsmodalitäten um blosse Ordnungsvorschriften (THOR-
MANN/BRECHBÜHL, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 245 StPO N. 15, m.H.a. 
BGE 96 I 437 E.3b).  

3.3 Aus den Akten zur Hausdurchsuchung vom 20. Juni 2022 (BA pag. 08-01-
0001 ff.) geht hervor, dass die Kriminalpolizei Basel-Stadt am 20. Juni 2022 von 
den deutschen Behörden, Amtsstelle X., über die Festnahme von A. und eines 
Kollegen informiert wurde. Der Hausdurchsuchung liegt folgender Sachverhalt 
zugrunde: Die beiden Beschuldigten hätten sich im Darknet nach Sprengstoff, 
Zündkapseln und einer Waffe mit Schalldämpfer erkundigt. Bei ihrer Suche seien 
sie auf einen australischen VE gestossen. Dieser wiederum habe sie an eine 
andere Kontaktperson (in Wirklichkeit an einen deutschen VE) weitergeleitet. Im 
Gespräch mit diesem hätten die beiden angegeben, keine Waffe mehr zu benö-
tigen, da sie bereits eine besässen. Man habe sich auf den Kauf von Sprengstoff 
und Zündkapseln geeinigt. A. und sein Kollege seien dann am 20. Juni 2022 nach 
X. gefahren und hätten bei dem VE Sprengstoff und Zündkapseln gekauft, wobei 
ihnen lediglich Knetmasse übergeben worden sei. Gestützt auf diese Meldung 
habe der zuständige Staatsanwalt mündlich eine Hausdurchsuchung angeordnet 
(BA pag. 08-01-0004). In der Folge sei die Hausdurchsuchung durch die Krimi-
nalpolizei Basel-Stadt am 20. Juni 2022, um 23:55 Uhr, durchgeführt worden. Da 
A. zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung allein gelebt habe und sich in Deutsch-
land in Haft befunden habe, sei der Nachbar beigezogen worden. Dieser habe 
seine Anwesenheit sowie die Richtigkeit der Sicherstellungen unterschriftlich be-
stätigt (BA pag. 08-01-0004 ff.). Am 22. Juni 2022, also nach der Hausdurchsu-
chung, fasste die Kriminalpolizei Basel-Stadt die bisherigen Ermittlungserkennt-
nisse in einer Strafanzeige zusammen (BA pag. 05-01-0001 ff.). Gestützt darauf 
stellte die Kriminalpolizei eine Gerichtsstandsanfrage an die BA (BA pag. 02-02-
0001). 

- 21 - 

3.4 Vorliegend ist in Bezug auf die vorgebrachte fehlende Verteidigung während der 
Hausdurchsuchung vom 20. Juni 2022 entscheidend, ob bei deren Anordnung 
für die Strafverfolgungsbehörden Basel-Stadt bereits erkennbar war, dass es 
sich um ein Fall notwendiger Verteidigung handelt. Aus den Akten geht hervor, 
dass die Kriminalpolizei Basel-Stadt am 20. Juni 2022 noch nicht vollständig von 
den X.-Behörden. informiert worden war. Dies ergibt sich insbesondere aus dem 
Vermerk in der Strafanzeige der Kriminalpolizei Basel-Stadt vom 22. Juni 2022, 
wonach sich diese auf die bisherigen Erkenntnisse stütze und sich alles Weitere 
aus den noch nicht vorliegenden Akten der deutschen Behörde ergebe (BA pag. 
05-01-0003). Weiter ergibt sich aus den Akten, dass die deutschen Behörden 
zwar ab dem 5. Juni 2022 mit der BA im Wege der Rechtshilfe Informationen 
über die (verdeckten) Ermittlungen gegen B. (und A.) wegen Vorbereitung eines 
Explosions- oder Strahlungsverbrechens austauschten bzw. Akten zum damali-
gen Verfahren SV.22.0826-BK anforderten (BA pag. B02-04-005-0002). Es ist 
jedoch nicht ersichtlich, dass die Basler Strafverfolgungsbehörden ebenfalls vor-
gängig über die deutschen Ermittlungen im Bilde gewesen wären. Mit der Anord-
nung der Hausdurchsuchung nach Art. 244 StPO wurde die staatsanwaltschaft-
liche Untersuchung materiell eröffnet. Gestützt auf die damaligen Erkenntnisse 
kann (rückblickend) festgehalten werden, dass die Kriminalpolizei Basel-Stadt 
noch nicht zwingend von einem Fall der notwendigen Verteidigung ausgehen 
musste. Entsprechend erweist sich die Hausdurchsuchung diesbezüglich – ent-
gegen der Auffassung von A. – nicht als mangelhaft.  

3.5 Hinsichtlich der Beiziehung des Nachbarn bzw. der Nichtanwesenheit von A. bei 
der Hausdurchsuchung ist vorliegend nicht ersichtlich, weshalb dieses Vorgehen 
der Kriminalpolizei Basel-Stadt mit einem Verfahrensmangel behaftet sein sollte. 
Insbesondere mit Blick auf die Uhrzeit der Hausdurchsuchung erscheint der Bei-
zug des Nachbars als geeignete Massnahme, um den strafprozessualen Voraus-
setzungen gemäss Art. 245 Abs. 2 StPO zu genügen. 

3.6 Die anlässlich der Hausdurchsuchung vom 20. Juni 2022 erfolgte Beweiserhe-
bung ist somit uneingeschränkt gültig, die erhobenen Beweise sind verwertbar 
(Art. 131 Abs.3 StPO e contrario).  

- 22 - 

II. Materielles 

A. Sachverhaltskomplex I «Z.» (Anklageziffer 1.1)  
 
Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Ab-
sicht (Art. 224 Abs. 1 StGB) sowie qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 
Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) 

1. Anklagevorwurf und Ausgangslage 
 
A. und B. wird von der Anklage (zum Ganzen: TPF pag. 18.100.001 ff.) zusam-
mengefasst vorgeworfen, in Mittäterschaft am 29. und 30. März 2022 in der Re-
gion Y. eine mit einer Zeitschaltuhr verbundene unkonventionelle Spreng- und 
Brandvorrichtung (nachfolgend: USBV) transportiert, am 30. März 2023 ca. um 
00:23 Uhr vor der I. in Y. platziert und gleichentags zeitverzögert ca. um 03:53 
Uhr explodieren lassen zu haben. Dabei sei u.a. fremdes Eigentum in erhebli-
chem Umfang konkret gefährdet worden; auch hätten die Hausbewohner C. und 
J. sowie Hausangestellte, Gäste, Zeitungsverträger oder andere, zufällig in der 
Nähe der Detonation anwesende Menschen durch die Wirkungen der Explosion 
(Druck- und Splitterwirkung, Feuerball) schwere oder tödliche Verletzungen er-
leiden können.  
 
Die Beschuldigten hätten in der verbrecherischen Absicht gehandelt, einerseits 
fremdes Eigentum in erheblichem Umfang zu zerstören, die in der Liegenschaft 
I. wohnenden Personen zu bedrohen und einzuschüchtern, diese oder zufällig 
anwesende andere Personen ohne Rücksicht auf mögliche schwere Verlet-
zungs- oder Todesfolgen potenziell zu gefährden und andererseits, um die 
Grundlage für eine darauffolgende Erpressung von Geld bzw. Bitcoins zu schaf-
fen, indem ihre besondere Gefährlichkeit und ihre ernsthafte Bereitschaft mani-
festiert werden sollte, im Falle der Nichtbezahlung einer bestimmten Erpres-
sungssumme weitere Explosionen oder ähnliche Attacken zu verursachen.  
 
Insgesamt sei damit am Gebäude der Liegenschaft I. ein Sachschaden im Um-
fang von Fr. 169'647.45 verursacht worden (TPF pag. 18.100.010 ff.). 

2. Vorinstanzliches Urteil  
 
Die Vorinstanz erachtet den Sachverhalt gemäss Anklageziffer 1.1. als erstellt. 
Sie erachtet namentlich die massgeblichen Zeugen O. und D., jedoch auch EE., 
als glaubwürdig. Insbesondere habe A. in den Telefongesprächen mit D. detail-
lierte Angaben zu Planung, Vorbereitung und Ausführung der Explosion an der 
Liegenschaft I. sowie zu seinem und B.s Nachtatverhalten gemacht, welche nur 

- 23 - 

der Täterschaft bekannt sein konnten. Seine Schilderungen betreffend den 
äusseren Sachverhalt würden zudem mit den in den sichergestellten Asservaten 
befindlichen Beweisen und den weiteren polizeilichen Feststellungen weitgehend 
übereinstimmen. Die Vorinstanz erachtet die von A. im Rahmen seiner Telefo-
nate mit D. getätigten Aussagen insbesondere auch deshalb als glaubhaft, weil 
A. Bezug auf einen Vorfall nehme, bei dem auch B. dabei gewesen sei und diese 
Angaben durch die Akten aus dem Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft 4 gegen B. gestützt würden. Aufgrund der Aussagen der Zeugen O. 
und D., der Auswertungen der Überwachung des Mobiltelefons des Beschuldig-
ten A. und der übrigen Ermittlungsergebnisse könne es sich bei der Täterschaft 
der Explosion vom 30. März 2022 an der Liegenschaft I. zweifellos nur um die 
Beschuldigten A. und B. handeln (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.6.5 f.). Die Vo-
rinstanz folgte überdies dem Forensischen Institut Zürich (nachfolgend: FOR) in 
der Feststellung, dass es sich bei der verwendeten USBV um Sprengstoff im 
Sinne des Gesetzes (Art. 5 SprstG) handle (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.7) und 
bejahte eine konkrete Gefährdung sowohl des Ehepaars C.J. (Eigentümer und 
Bewohner der Liegenschaft I.) als auch von Unbeteiligten, vom Zufall bestimmten 
Dritten (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.8 - 2.8.8). Sie bejahte den Gefährdungsvor-
satz, eine direkte verbrecherische Absicht bei beiden Beschuldigten (vgl. Urteil 
SK.2023.33 E. 2.9 - 2.9.2), deren mittäterschaftliches Zusammenwirken im Sinne 
des Gesetzes (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.10) und schliesslich auch das Vorlie-
gen einer qualifizierten Sachbeschädigung (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 3 - 3.5). 

3. Standpunkte der Parteien im Berufungsverfahren 
 
Wie bereits im erstinstanzlichen Verfahren, hielt die BA insgesamt an ihren An-
trägen und Ausführungen gemäss Anklage fest. Die beiden Beschuldigten be-
stritten im Verlaufe des Untersuchungsverfahrens und vor erster Instanz ihre Tä-
terschaft und verweigerten die Aussage praktisch durchgehend (vgl. Urteil 
SK.2023.33 E. 2.3 - 2.3.2). Auch anlässlich der Berufungsverhandlung machten 
beide Beschuldigten auf Fragen des Gerichts bzw. der BA hin von ihrem Aussa-
geverweigerungsrecht durchgehend Gebrauch. A. reichte zuhanden der Akten 
eine handschriftliche Erklärung ein (CAR pag. 5.200.093 f.). B. verlas im Rahmen 
seiner Befragung eine ebenfalls handschriftlich verfasste und eingereichte Stel-
lungnahme (CAR pag. 5.200.096 ff.). 

3.1 Bundesanwaltschaft 
 
Die BA verweist zunächst auf ihre Ausführungen im Parteivortrag vor Vorinstanz 
sowie auf das Urteil SK.2023.33 vom 27. November 2023. Im Rahmen der Replik 
führt sie zu den Vorbringen der Beschuldigten im Wesentlichen aus, dass das 
erstinstanzliche Urteil insgesamt gut begründet sei, jedoch einige 

- 24 - 

Beweiselemente (etwa Internet-Recherchen von A. zu «EC-Bomber», «Dagobert 
Erpresser», «R.Brennsprit»; Recherche zur Familie C.J.; Instruktionen von B. ge-
genüber A. in der Snapchat Unterhaltung; TOR-Browser installiert auf Laptop von 
B.) nicht berücksichtige bzw. diese nicht abschliessend gewürdigt worden seien. 
Zusammengefasst bringt die BA vor, A. habe im Rahmen der überwachten Tele-
fonate detailliert, stringent, schlüssig sowie weitgehend objektivierbar über die 
Tat an der H.-Strasse erzählt (CAR pag. 5.100.037). 

3.2 Beschuldigter A. 

3.2.1 A. wendet gegen die Anklage und den erstinstanzlichen Schuldspruch betreffend 
den Sachverhaltskomplex I «Z.» im Wesentlichen und zusammengefasst Folgen-
des ein (CAR pag. 5.200.072 ff.): Seine angebliche Täterschaft, Mittäterschaft, 
Beteiligung oder jegliche sonstige strafrechtlich relevante Mitverantwortung seien 
weder beweismässig noch rechtsgenüglich erstellt oder nachgewiesen. Die An-
klage sowie das erstinstanzliche Urteil würden sich primär auf die Äusserungen 
von A. bei seinen drei Telefonaten mit D. vom 15., 17. und 22. Dezember 2022 
abstützen, die jedoch keine glaubhaften, verlässlichen oder stichhaltigen Beweis-
mittel darstellen würden. Entsprechend könne nicht zu seinen Lasten darauf ab-
gestellt werden (CAR pag. 5.200.076 f.). Anlässlich der Telefongespräche mit D. 
habe er nämlich unter Drogeneinfluss gestanden. Er habe dies auch bei der zwei-
ten Verhaftung anlässlich der Einvernahme so gesagt und entsprechend die 
Durchführung eines Drogentests verlangt. Dieser sei ihm aber verweigert wor-
den. Er habe sich von den bei der Befragung Anwesenden (AAA. und ein Detek-
tiv) nicht ernst genommen gefühlt (CAR pag. 5.200.093 f.). Zudem habe er be-
reits in der Einvernahme vom 23. Dezember 2022, nach seiner zweiten Verhaf-
tung darauf hingewiesen, dass das «dummes Geschwätz» gewesen sei bzw. 
«einfach so dahingesagt» (BA pag. 13-01-0035). Die Äusserungen im Rahmen 
dieser Gespräche seien kein stichhaltiger Beleg dafür, was wirklich zur Detona-
tion geführt habe, wer die Täterschaft wirklich gewesen und was vorher und 
nachher tatsächlich vorgefallen sei. Zudem verweist A. auf die von B. vor Vo-
rinstanz vorgebrachten zahlreichen Widersprüche und Unstimmigkeiten (CAR 
pag. 5.200.076 f.). So hätten etwa die Tatortuntersuchungen sowie die Befragun-
gen von Auskunftspersonen und Zeugen keine Hinweise auf die Täterschaft er-
geben (TPF pag. 18.721.118); auf den Überwachungsvideos der Liegenschaft I. 
seien zwei unbekannte Personen zu sehen, es sei aber unklar, um wen es sich 
handle (TPF pag. 18.721.118 f.); aus den untersuchten Daten (Handydaten; 
Bankauszüge, etc.) könnten keine Hinweise auf die Täterschaft abgeleitet wer-
den (TPF pag. 18.721.119) und es sei keine Kommunikation zwischen den Be-
schuldigten in Zusammenhang mit dem Ereignis «Z.» gefunden worden (TPF 
pag. 18.721.119). Zudem habe die Vorinstanz auch die Beweisaussagen der üb-
rigen befragten Personen aus dem Umfeld von A. zu einseitig und zu 

- 25 - 

undifferenziert gewürdigt. Auch in der überwachten Handykorrespondenz zwi-
schen A. und B. sei nirgends konkret, direkt und explizit das «Z.»-Ereignis er-
wähnt. Schliesslich sei in tatsächlicher Hinsicht bei der Beweiswürdigung zu we-
nig gewichtet worden, dass weder die Videoaufnahmen die Anwesenheit von A. 
oder B. an der H.-Strasse belegen könnten, noch dass DNA- oder sonstige 
schlüssige Sachspuren mit Hinweis auf die Täterschaft bestünden (CAR pag. 
5.200.077).  

3.2.2 In rechtlicher Hinsicht kritisiert A. (CAR pag. 5.200.077 ff.), dass eine konkrete 
Gefährdung von Leib und Leben von irgendjemandem, namentlich von unbetei-
ligten Dritten, weder vorhersehbar noch nachgewiesen sei. Eine realistische, tat-
sächlich erwartbare Lebensgefährdung, mit der ohne Weiteres gerechnet werden 
müsse, erscheine aufgrund der Topographie, der Erreichbarkeit der Liegenschaft 
und der Uhrzeit als sehr unwahrscheinlich. Diesbezüglich habe sich der Geschä-
digte C. anlässlich der Einvernahme vom 12. März 2023 selber dahingehend ge-
äussert, dass es «sehr unwahrscheinlich wäre, dass ausgerechnet dann der 
Briefträger oder ein Passant dort gewesen wäre» (m.H.a. BA pag. 12-01-0021). 
Auch sei die von der Vorinstanz dargestellte Möglichkeit, wonach weitere Dritt-
personen, namentlich Zeitungs- bzw. Post-Frühzustelldienste beim Wohnhaus 
an der H.-Strasse hätten anwesend sein können, von der Berufungskammer ver-
tieft zu prüfen. Insofern beträfen die aufgelisteten Vorjahresdaten in E. 2.8.3 des 
erstinstanzlichen Urteils allesamt Uhrzeiten, die weit vor der Detonationszeit lie-
gen würden. Gleiches gelte für die Passanten, Radfahrer, Jogger, Fussgänger, 
Personen- und Lastwagen gemäss den Listen in E. 2.8.5 des erstinstanzlichen 
Urteils, die grossmehrheitlich zu Uhrzeiten an der H.-Strasse vorbeigingen bzw. 
vorbeifuhren, die deutlich, oft mehrere Stunden, vor oder nach der Detonations-
zeit liegen würden. A. bestreitet, dass die Anwesenheit eines Zustelldienstes 
oder anderer Personen hätte vorhergesehen werden können. Es stehe fest, dass 
sich am 30. März 2022 kurz vor vier Uhr früh keine Drittpersonen in der Nähe des 
Sprengsatzes aufhielten. 

3.2.3 Überdies wendet A. ein, dass durch die Vorinstanz keine hinreichende Prüfung 
der Beteiligungsrollen unter den Mitbeschuldigten stattgefunden habe. Die Fak-
tenlage, die die Vorinstanz ihrer Subsumtion zugrunde lege, ergebe sich vor-
nehmlich aus den Telefonaten zwischen ihm und D. bzw. aus den dortigen Aus-
sagen von ihm selber. Damit sei diese Faktenlage und Subsumtionsbasis in ge-
nereller Hinsicht, d.h. bezüglich des Beweiswerts dieser Telefonate in Zweifel zu 
ziehen. Zweifel ergäben sich auch individuell-subjektiv, weil alle belastenden 
Aussagen von ihm selber stammen würden und bei ihm durchwegs ein prahleri-
sches, fabulierendes Auftreten anzunehmen sei. In diesen Gesprächen habe er 
sich nicht nur als Mitläufer bzw. «vorausgeschickter Hinleger» mit wenig Ahnung 
darstellen wollen: Er habe sich vielmehr brüsten und seine bedeutsame Rolle im 

- 26 - 

grossen kriminellen Plan betonen wollen und zwar unabhängig davon, ob dies 
auch den Tatsachsen entspreche. Insofern sei zumindest in dubio pro reo eine 
Gehilfenschaft wahrscheinlicher und schlüssiger (CAR pag. 5.200.079 f.). 

3.2.4 Hinsichtlich des subjektiven Tatbestandes macht A. insbesondere geltend, dass 
ein Gefährdungsvorsatz klarerweise nicht vorliege. So sei belegt, dass seine In-
ternet-Suchen via Handy und Computer erst für die Zeit nach dem Ereignis «Z.» 
zu verorten seien. Bei diesen Recherchen sei nach einer anderen Art von 
Sprengmittel gesucht worden – nach C4 und keinesfalls nach einer USBV, wie 
sie beim Ereignis «Z.» verwendet worden sei. Es bleibe somit weiterhin unklar, 
ob, woher und was genau zumindest einer der beiden Beschuldigten bereits vor 
oder am 30. März 2022, vom Aufbau, Inhalt oder etwa von der Wirkung der USBV 
gewusst habe. Gerade bezüglich ihm selber, welcher in den Telefonaten mit D. 
von A.s Planung berichtet habe, könne, trotz dem «grossmauligen Gehabe», nur 
von beschränktem Wissen bezüglich der Wirkung und Aufbau der USBV ausge-
gangen werden. Damit bleibe ein Gefährdungsvorsatz unbelegt. Zudem werfe 
die Anklage A. und B. vor, aus Geldgier und finanzieller Motivation gehandelt und 
sich namentlich am Erpresser «Dagobert» (BBB.) orientiert zu haben. Sie hätten 
es also auf den effektiven Erhalt von Geld oder Kryptowährungen (Bitcoins) und 
auf eine Befolgung von nachgelagerten Anweisungen durch die von ihnen Be-
drohten angelegt gehabt. Gemäss vorgeworfenem modus operandi solle somit 
beabsichtigt gewesen sein, den zu erpressenden Opfern in erster Linie einen ge-
hörigen Schrecken einzujagen, um sie nachher zur Zahlung zu bewegen. Ein 
ernsthafter Vorsatz bzw. die Inkaufnahme einer Tötung oder einer schweren Kör-
perverletzung scheide damit schon sachlogisch aus (CAR pag. 5.200.079). 

3.3 Beschuldigter B. 

3.3.1 Im Zusammenhang mit dem Sachverhaltskomplex «Z.» verweist B. zunächst auf 
seinen Parteivortrag im vorinstanzlichen Hauptverfahren. Das Urteil der Vo-
rinstanz halte aus diversen Gründen nicht stand (CAR pag. 5.100.020 ff.). Unbe-
stritten sei, dass am 30. März 2022, um 03:53 Uhr, an der H.-Strasse eine Ex-
plosion verursacht worden sei. Er bestreite jedoch seine angebliche Täterschaft, 
weil keine hinreichenden Beweise für seine Beteiligung an besagter Explosion 
dafür vorliegen würden. Zudem werde angezweifelt, dass die Explosion eine der-
art grosse Gefährdung dargestellt habe, wie seitens der BA und der Vorinstanz 
angenommen. Da es bereits an einem rechtsgenüglichen Nachweis der Täter-
schaft fehle, würden sich Ausführungen zur Höhe des entstandenen Sachscha-
dens erübrigen (CAR pag. 5.100.021). 

3.3.2 Die Vorinstanz stütze sich im begründeten Urteil SK.2023.33 vom 27. November 
2023 zum Nachweis seiner Täterschaft auf diverse Indizien. Indem die 

- 27 - 

Vorinstanz sich weder detailliert mit sämtlichen Argumenten der Verteidigung 
auseinandergesetzt, noch geprüft habe, ob auch andere Tatvarianten oder gar 
eine andere Täterschaft in Frage kommen könne, habe sie ihre Arbeit ungenü-
gend gemacht. Sie habe vorgebrachte gewichtige und entlastende Umstände 
nicht oder nur ungenügend geprüft (CAR pag. 5.100.021). Die Vorinstanz stütze 
seine angebliche Täterschaft vornehmlich auf die Telefongespräche von A. und 
D., ohne diese kritisch zu würdigen. Ausser diesen Aussagen würde nichts Wei-
teres auf seine Täterschaft hindeuten – es würden weder DNA-Spuren oder 
sonstige Gegenstände vorliegen. Auch die Videoaufnahmen enthielten keine 
Hinweise auf eine Täterschaft von B. Er sei mehrmals komplett durchleuchtet 
worden. Seine Mobiltelefone und Computerdaten seien ausgewertet worden, 
man habe anlässlich der Hausdurchsuchung im Dezember 2022 diverse neue 
Geräte gefunden und diese ebenfalls ausgewertet. Jedoch sei nichts gefunden 
worden. Auch bei A. habe die Auswertung der Mobiltelefondaten keine Hinweise 
ergeben. Schliesslich gebe es auch keine Hinweise, wie z.B. Rechnungen oder 
Abonnemente, die auf versteckte Telefone oder andere Geräte hindeuten wür-
den. Auch aus den Randdatenerhebungen könne nicht nachgewiesen werden, 
dass sich B. am 29. oder 30. März in Y. aufgehalten habe. Schliesslich könne 
aus dem Umstand, dass er am 29. März 2022, um 20:22 Uhr, im GGG. in W. 
Einkäufe getätigt habe, kein Indiz für eine spätere Zugfahrt nach Y. abgeleitet 
werden (CAR pag. 5.100.022 f.). Auch aus dem FOR-Gutachten, das die Vo-
rinstanz umfänglich zitiert und analysiert habe, ergebe sich nichts, was auf seine 
Täterschaft hindeute. Gleiches gelte in Bezug auf die Telegram-Gruppe. Aus der 
Telekommunikation sei zwar ersichtlich, dass er offenbar einmal Mitglied einer 
Telegram-Gruppe gewesen sei. Angeblich sei es darin um Sprengstoff gegan-
gen. Tatsächlich habe es sich aber um eine «Feuerwerksgruppe» gehandelt. 
Wann er dieser Gruppe konkret beigetreten sein solle, sei nicht relevant. Jeden-
falls gehe aus der Telegram-Gruppe nichts hervor, was auf eine Bestellung hin-
weise. Es würde ihm die Vornahme von Bestellungen unterstellt, was jedoch 
nicht belegt sei (CAR pag. 5.100.023 f.). 

3.3.3 Bezüglich der Telefongespräche zwischen A. und D. fordert B. eine gerichtliche 
Abklärung der Glaubhaftigkeit von deren Aussagen. Es sei problematisch, dass 
die Vorinstanz auf die Aussagen von A. abstelle, obwohl dieser in gewissen Tei-
len nicht die Wahrheit sage. Ein selektives Abstellen auf die besagten Aussagen 
gehe nicht an. Der spezielle Charakter von A. mache es schwierig bis unmöglich 
klar zu erkennen, wann er die Wahrheit sage und wann nicht (CAR pag. 
5.100.024). Bereits in Deutschland sei A. als «Schwätzer» und «Angeber» be-
zeichnet worden (m.H.a. pag. BA B2-04-001-0021); es sei bereits dort vermerkt, 
dass er dazu tendiere, mit Aktivitäten zu prahlen, die er nie verwirklicht habe bzw. 
tatsächlich nie hätte verwirklichen können. Dieses Geltungsbedürfnis gehe auch 
aus den Formulierungen gegenüber D. hervor («so was isch no nie passiert in 

- 28 - 

Schweiz», «kasches den in zitig läse und in nochrichte usw.»). Zudem werde 
dieser Drang nach Selbstdarstellung durch die Aussagen der verschiedenen 
Zeugen belegt (m.H.a. Urteil SK.2023.33 E. 2.5.6 [E.], 2.5.9 [EE.]), so dass man 
bei A. nie wisse, ob er die Wahrheit sage bzw. man ihm gar nicht mehr zuhören 
würde (CAR pag. 5.100.024). Aus den Aussagen von A. würden sich zwei kom-
plett widersprüchliche Geschichten ergeben. Einmal habe A. zu D. gesagt, dass 
B. (welcher B. auch immer?) es gemacht habe und er selber dabei gewesen sei 
(vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.5.8). In den weiteren Telefongesprächen, die eben-
falls in diesem Abschnitt von der Vorinstanz zitiert würden, erzähle A. dann D. 
aber, dass er selber alles gemacht habe, weil der B. Angst gehabt habe. A. wi-
derspreche sich regelmässig, er ändere seine Geschichten nachweislich, um sie 
seiner Laune und dem Fortgang der Diskussion mit seiner Gesprächspartnerin 
anzupassen. Aus der ganzen Kommunikation ergebe sich kein derart klares Bild, 
das die Festlegung eines konkreten Sachverhalts erlaube (CAR pag. 5.100.026). 
 
Auch bei D. sei ein widersprüchliches Aussageverhalten erkennbar, das die 
Glaubhaftigkeit der Aussagen in Frage stelle. Einerseits belaste sie sich selber, 
wenn sie sage: «Ich sag dir eins, Alter, in diesem Scheiss Protokoll steht, dass 
ich 5 x Nein gesagt habe. Wenn es dick kommt muss 5000 hinlegen wegen dem 
Scheiss. Ich sage nur Scheiss auf die 5000, das Prinzip, wie der dort gesessen 
ist, du kennst es ja, wenn du dem in die Fresse schaust, willst du ihm eine ver-
passen». Es sei zwar unklar, was D. damit genau meine. Gemäss B. sei diese 
Aussage jedoch dahingehend zu verstehen, dass sie in ihrer Einvernahme un-
wahre Aussagen gemacht habe und nun eine Busse befürchte. D. gerate im Ver-
lauf des Telefonats «in das gleiche Fahrwasser» wie A. und die beiden würden 
sich mit ihren Geschichten gegenseitig hochschaukeln. Andererseits sage D. 
auch, dass sie B. aus einem Heim kenne, was jedoch nachweislich nicht stimme 
– er habe nie in einem Heim gelebt (CAR pag. 5.100.025 f.).  

3.3.4 Das von der BA in der Anklage vorgeworfene Vorgehen werfe Fragen auf. Eine 
Erpressungsforderung sei nie gestellt worden. Folge man der Anklage und den 
Feststellungen der Vorinstanz dahingehend, dass eine Bombe explodiert sei und 
gehe man davon aus, dass jemand hätte erpresst werden sollen, dann wäre die 
Tat als solche ja schon erfolgreich gewesen. Die Bombe sei explodiert, aber es 
sei ja nachweislich kein Brief verschickt worden. Die Argumentation von A., wo-
nach sie zwölf Tage später einen Brief hätten schicken wollen und es dann 24 
Tage später zu spät gewesen sei, sei nicht nachvollziehbar. Auch hier sei aus 
den Aussagen von A. ein Sachverhalt konstruiert worden, der nicht stimme. Dies 
zeige insgesamt, dass die Aussagen von A. nicht zur Sachverhaltsfeststellung 
herangezogen werden könnten (CAR pag. 5.100.027). 

- 29 - 

3.3.5 Was A. in den Telefongesprächen zu D. gesagt habe, könne keineswegs als Tä-
terwissen bezeichnet werden. A. habe bereits vor seiner Festnahme in Deutsch-
land über viele Informationen verfügt, insbesondere durch die Medienberichte 
sowie Kenntnisse einzelner Aktenstücke aus dem Verfahren gegen B. im Kanton 
Basel-Landschaft. Zudem habe A. im Zeitpunkt der Telefonate mit D. bereits Zu-
gang zu den Verfahrensakten gehabt, ebenso diverse Einvernahmen und zumin-
dest eine Verhandlung vor dem Zwangsmassnahmengericht hinter sich gehabt. 
Auch das müsse bei der Würdigung der Aussagen berücksichtigt werden (CAR 
pag. 5.100.027 f.).  

3.3.6 Mit handschriftlicher Stellungnahme (CAR pag. 5.200.096 ff.) beteuert B. seine 
Unschuld. Ergänzend führt er in beweismässiger sowie rechtlicher Hinsicht Män-
gelvorwürfe an, die zum Teil auch im Parteivortrag der Verteidigung thematisiert 
werden. Im Wesentlichen kritisiert er, dass angebliche Spuren von Rizin nicht 
nachgewiesen seien. Er selber besitze keine Garage. Der mutmassliche Kauf der 
USBV in XXX. für Fr. 25'000.-- sei nicht nachgewiesen. Zudem sei der Nachweis, 
dass er und A. den Weg zum Tatort zweimal abgelaufen seien, nicht erbracht. 
Es seien für die Jahre 2021 und 2022 keine Mobilfunkdaten eruiert worden, wel-
che ihn auf dem Z. verorten würden. Die angebliche Liste von 50 wohlhabenden 
Personen im Raum Y. sei nicht erstellt. Seine Beteiligung am Raubüberfall vom 
Januar 2023 sei nicht erwiesen. Es würden keine Hinweise für die angebliche 
Übergabe des Sprengsatzes an die Polizei in W. existieren. Es sei auch nicht 
nachgewiesen, dass er in der Tatnacht bei A. gewesen oder von W. nach Y. 
gefahren sei. Schliesslich sei nicht erwiesen, dass er mit A. nach der Explosion 
an der H.-Strasse bzw. während seines Aufenthalts in VV. (IT) in Kontakt gestan-
den habe (CAR pag. 5.200.107 f). 

4. Tatsächliches 

4.1 Beweisgrundsätze / Beweisthema 

4.1.1 In Bezug auf die allgemeinen Beweiswürdigungsregeln ist vorab auf die zutref-
fenden Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil zu verweisen (Urteil SK.2023.33 
E. 1.4.1 – E. 1.4.3). Im Sinne einer Zusammenfassung und teilweisen Ergänzung 
ist festzuhalten, dass das Gericht bei der Beantwortung der Frage, ob sich der 
den Beschuldigten in der Anklageschrift vorgeworfene Sachverhalt wie umschrie-
ben zugetragen hat, keinen Beweisregeln verpflichtet ist. Vielmehr gilt der Grund-
satz der freien richterlichen Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO), wonach das 
Gericht sein Urteil nach seiner freien, aus den vorhandenen Beweismitteln ge-
schöpften Überzeugung fällt. Im Berufungsverfahren berücksichtigt es die im 
Vorverfahren und im Hauptverfahren erhobenen Beweise (vgl. Art. 350 Abs. 2 
StPO). Hat sich die Beweisführung auf Aussagen von Beteiligten zu stützen, ist 

- 30 - 

anhand sämtlicher Umstände zu prüfen, welche Darstellung überzeugend ist. 
Eine strafrechtliche Verurteilung kann nur erfolgen, wenn die Schuld des Be-
schuldigten mit hinreichender Sicherheit erwiesen ist. Bestehen nach abge-
schlossener Beweiswürdigung erhebliche oder unüberwindbare Zweifel, so sind 
diese zu Gunsten des Beschuldigten zu werten (TOPHINKE, Basler Kommentar, 
3. Aufl. 2023 Art. 10 StPO N. 76). Aufgabe des Richters ist es demzufolge, sei-
nem Gewissen verpflichtet, in objektiver Würdigung des gesamten Beweisergeb-
nisses zu prüfen, ob er von einem bestimmten Sachverhalt überzeugt ist und an 
sich mögliche Zweifel an dessen Richtigkeit zu überwinden vermag (Art. 10 Abs. 
2 StPO; BGE 127 I 38 E. 2a; BGE 124 IV 86 E. 2a; BGE 120 1a 31 E. 2c). Es 
liegt in der Natur der Sache, dass mit menschlichen Erkenntnismitteln keine ab-
solute Sicherheit in der Beweisführung erreicht werden kann. Daher muss es ge-
nügen, dass das Beweisergebnis über jeden vernünftigen Zweifel erhaben ist. 
Bloss abstrakte oder theoretische Zweifel dürfen dabei nicht massgebend sein, 
weil solche immer möglich sind (BGE 138 V 74 E. 7; BGE 124 IV 86 E. 2a; BGE 
120 Ia 31 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 6B_46/2014 vom 9. Oktober 2014 
E. 2.2). Es genügt also, wenn vernünftige Zweifel an der Schuld ausgeschlossen 
werden können. Hingegen darf ein Schuldspruch nie auf blosser Wahrscheinlich-
keit beruhen. Liegen keine direkten Beweise vor, ist nach der Rechtsprechung 
auch ein indirekter Beweis zulässig.  

Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht unmittelbar 
rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, unmittel-
bar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, welche 
für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine be-
stimmte Tatsache oder Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offenlassen, 
können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das den Schluss auf den vollen 
rechtsgenügenden Beweis von Tat oder Täter erlaubt (Urteile 7B_253/2022 vom 
8. Februar 2024 E. 3.4.4; 6B_70/2023 vom 31. Juli 2023 E. 6.5.4; 6B_1149/2020 
vom 17. April 2023 E. 2.3.2.2; je mit Hinweisen). Der Indizienbeweis ist dem di-
rekten Beweis gleichwertig (Urteile des Bundesgerichts 6B_824/2016 vom 
10. April 2017 E. 12.1; 6B_605/2016 vom 15. September 2016 E. 2.8; je mit Hin-
weisen). Soweit das Urteil auf der Grundlage von Indizien ergeht, ist nicht die 
isolierte Betrachtung jedes einzelnen Beweises, sondern deren gesamthafte 
Würdigung massgebend. Erforderlich ist, dass bei objektiver Würdigung des gan-
zen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und nicht zu unterdrückende 
Zweifel an der Täterschaft zurückbleiben (Urteile des Bundesgerichts 
6B_1077/2013 vom 22. Oktober 2014 E. 1.1.2; 6B_217/2012 vom 20. Juli 2012 
E. 2.2.2; 6B_781/2010 vom 13. Dezember 2010 E. 3.2 und 3.4, je mit Hinweisen).  

Angesichts der Unschuldsvermutung besteht Beweisbedürftigkeit, d.h. der ver-
folgende Staat hat dem Beschuldigten alle objektiven und subjektiven 

- 31 - 

Tatbestandselemente nachzuweisen und nicht der Beschuldigte seine Unschuld 
(TOPHINKE, a.a.O., Art. 10 StPO N. 19; BGE 127 I 38 E. 2a; BGE 120 Ia 31 E. 
2c;). Der Grundsatz «in dubio pro reo» findet als Beweislastregel aber keine An-
wendung, wenn der Beschuldigte eine ihn entlastende Behauptung aufstellt, 
ohne dass er diese in einem Mindestmass glaubhaft machen kann. Es tritt jeden-
falls insoweit eine Beweislastumkehr ein, als nicht jede aus der Luft gegriffene 
Schutzbehauptung von der Anklagebehörde durch hieb- und stichfesten Beweis 
widerlegt werden muss. 

4.1.2 Im Rechtsmittelverfahren kann das Gericht für die tatsächliche und rechtliche 
Würdigung des angeklagten Sachverhalts auf die Begründung der Vorinstanz 
verweisen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Diese Bestimmung dient der Prozessökonomie. 
Werden jedoch im Rechtsmittelverfahren erhebliche Einwände vorgebracht, wel-
che nicht Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens bildeten, entfällt die Mög-
lichkeit der Verweisung (vgl. STOHNER, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 82 
StPO N. 13 mit Hinweisen). 

4.2 Beweismittel 
 
Die Vorinstanz hat die bezüglich des Anklagekomplexes «Z.» bei den Akten lie-
genden Beweismittel vollständig und zutreffend dargestellt (vgl. Urteil 
SK.2023.33 E. 2.4 «Sachliche Beweismittel» und 2.5 «Persönliche Beweismit-
tel»). Dabei handelt es sich namentlich um die Folgenden: 
 
− Rapport Kantonspolizei Basel-Stadt vom 30. März 2022 (BA pag. 10-02-

0008 ff.; Urteil SK.2023.33 E. 2.4.1); 
− Kriminaltechnischer Untersuchungsbericht der Staatsanwaltschaft (Krimi-

nalpolizei) Basel-Stadt vom 24.11.2022 (BA pag. 10-01-0195 ff.; Urteil 
SK.2023.33 E. 2.4.1); 

− Spurenbericht des Forensischen Instituts (FOR) Zürich vom 30. März 2022 
(BA 11-01-0001 ff.); 

− Gutachten des FOR vom 26. Mai 2023 (BA 11-01-0074 ff.; Urteil 
SK.2023.33 E. 2.4.2) mit Antworten auf Ergänzungsfragen vom 23. Juni 
2023 (BA 11-01-0163; Urteil SK.2023.33 E. 2.4.3); 

− Transkription der Telefongespräche zwischen A. und D. (15., 17., 22. De-
zember 2022 [BA pag. 10-01-04; Urteil SK.2023.33 E. 2.4.4]);  

− Videoaufzeichnungen (BA pag. 10-01-0048 -Inhalt Diskette Überwa-
chungsvideos); 

− Strafakten BS 4 (BA 18-01-0027 ff.) + Gerichtsverfahren BL Nr. 3 (BA 18-
3-0004 ff.)  

− sowie die Aussagen von Zeugen und Auskunftspersonen:  
• C. (Privatkläger [BA pag. 12-01-0001 ff.; Urteil SK.2023.33 E. 2.5.2]); 

- 32 - 

• J. (Ehefrau des Privatklägers [BA 12-02-0001 ff.; Urteil SK.2023.33 
E. 2.5.3]); 

• U. (Tochter des Privatklägers [BA 12-03-0001 ff.; Urteil SK.2023.33 
E. 2.5.4]); 

• BB. (Partner der Tochter des Privatklägers [BA 12-12-0001 ff.; Urteil 
SK.2023.33 E. 2.5.5]); 

• E. (Schwester des Beschuldigten A. [BA 12-04-0001 ff.; Urteil 
SK.2023.33 E. 2.5.6]); 

• DD. (Schwester des Beschuldigten A. [BA 12-05-0001 ff.; Urteil 
SK.2023.33 E. 2.5.7]); 

• D. (Freundin des Beschuldigten A. [BA 12-06-0001 ff.; Urteil 
SK.2023.33 E. 2.5.8]); 

• EE. (Bekannte des Beschuldigten A. [BA 12-07-0001 ff.; Urteil 
SK.2023.33 E. 2.5.9]); 

• HH. (ehem. Arbeitskollege des Beschuldigten A. [BA 12-08-0001 ff.; Ur-
teil SK.2023.33 E. 2.5.10]); 

• O. (Bekannter des Beschuldigten A. [BA 12-09-0001 ff.; Urteil 
SK.2023.33 E. 2.5.11]). 

4.3 Beweiswürdigung 

4.3.1 Während die BA auf die Anklage, den Parteivortrag vor erster Instanz sowie auf 
die aus ihrer Sicht zutreffende Würdigung durch die Vorinstanz verweist, wird von 
Seiten der Beschuldigten insbesondere die Urheberschaft der Explosion an der 
H.-Strasse vom 30. März 2022 bestritten. Zudem wird auch die konkrete Gefähr-
dung für Leib und Leben von Menschen oder fremdem Eigentum durch die Ex-
plosion von den Beschuldigten in Zweifel gezogen.  

4.3.2 Gemäss konstanter bundesgerichtlicher Praxis verlangt der Anspruch auf recht-
liches Gehör von der Behörde, dass sie die Vorbringen der Betroffenen tatsäch-
lich hört, ernsthaft prüft und in ihrer Entscheidfindung angemessen berücksich-
tigt. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten 
einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider-
legt (BGE 142 II 49, E.9.2; BGE 137 II 266, E. 3.2, je m.w.H.; vgl. auch STEIN-
MANN, St. Galler Kommentar, 3. Aufl., 2014, Art. 29 BV N. 49). Entsprechend wird 
nachfolgend – soweit erforderlich – auf die Vorbringen der Parteien eingegangen.  

4.3.3 Es gilt festzuhalten, dass die vorinstanzlichen Feststellungen hinsichtlich des 
Tatablaufs, des eingesetzten Sprengstoffs, sowie der durch die Explosion der 
USBV versursachten Sachbeschädigung unbestritten blieben. Demnach ist auf-
grund der Polizeiberichte, des Spurenberichts des FOR und des Gutachtens des 
FOR erstellt, dass von einer (unbekannten) Täterschaft am 30. März 2022 um 

- 33 - 

ca. 00:23 Uhr ein Sprengsatz an der H.-Strasse in Y. platziert wurde, welcher 
sich ca. um 03:53 Uhr umsetzte und Sachschaden an dieser Liegenschaft (am 
Gebäude und an der Bepflanzung) verursachte. Die Explosion und die verursach-
ten Schäden werden zudem durch die Aussagen der Hausbewohner C. und J. 
bestätigt (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.6.1). Ebenso unbestritten und zutreffend 
durch die Vorinstanz dargelegt ist, dass es sich bei der USBV, bzw. den gemäss 
FOR-Gutachten verwendeten drei pyrotechnischen Gegenständen mit der Be-
zeichnung «Delovâ Rana, Variante 2», um Sprengstoff im Sinne von Art. 5 SprstG 
handelte. 

4.3.4 Die Vorinstanz stützt ihre Feststellung des Sachverhalts betreffend Tatkomplex 
«Z.» im Weiteren hauptsächlich auf die von A. gegenüber D. telefonisch getätig-
ten Aussagen sowie auf die Aussagen der Zeugen O. und D. (vgl. Urteil 
SK.2023.33 E. 2.6). Die Schilderungen von A. anlässlich seiner Telefongesprä-
che mit D. werden nicht bestritten. Die Beschuldigten argumentieren jedoch, dass 
nicht auf die Äusserungen von A. während den Telefongesprächen abgestellt 
werden könne, da diese nicht glaubhaft seien. Auch auf die Aussagen der Zeu-
gen O. und D. könne nicht abgestellt werden, da sich diese bloss auf die Erzäh-
lungen von A. stützen würden, insofern sie ihr Wissen bloss vom Hörensagen 
hätten (vgl. oben E. II.A.3.2 und II.A.3.3). Demgegenüber äussert die BA, dass 
A. im Rahmen der überwachten Telefonate detailliert, stringent, schlüssig sowie 
weitgehend objektivierbar über die Tat an der H.-Strasse berichtet habe (CAR 
pag. 5.300.037). In diesem Zusammenhang drängt sich eine Prüfung der Glaub-
haftigkeit der besagten Aussagen auf. 

4.3.5 Hinsichtlich der Aussagen von A. während den abgehörten Telefongesprächen 
gilt festzuhalten, dass diese – entgegen den Vorbringen der Beschuldigten – er-
lebnisbasiert und zumindest in Bezug auf das Kerngeschehen weitgehend kohä-
rent sind. Die von den Beschuldigten wiederholt vorgebrachten angeblichen Wi-
dersprüche (TPF pag. 18.721.099 ff.; 18.721.124 ff.; 5.200.072 f., 5.100.022 ff.) 
vermögen daran nichts zu ändern. Wie die BA richtigerweise ausführt, sind die 
Schilderungen von A. gegenüber D. detailliert, authentisch und sie zeichnen sich 
insbesondere mit Täterwissen aus.  
 
Konkret schildert A. in den Telefonaten die Planung und Ausführung sowie das 
Motiv für die Explosion bei der Liegenschaft I. So führt er am Telefon detailliert 
aus, wie er den Weg von der P.-Strasse zur H.-Strasse zweimal abgelaufen sei, 
um zu prüfen, dass sie nicht an Kameras vorbeigehen müssen und nennt dabei 
markante Wegpunkte (Wald […] Wiese […] Wohnquartier […] Park, BA pag. 10-
01-0345). Sodann erzählt er, wie «der B.» damals die USBV ursprünglich an ei-
nem anderen Ort in ZZ. habe platzieren wollen. Er habe schliesslich davon ab-
gesehen, weil es zu viele Kameras gehabt habe. Später sei B. dann zu ihm 

- 34 - 

gekommen (BA pag. 10-01-0398 f.). Über den Tag der Explosion an der H.-
Strasse schildert A. gegenüber D., wie ihm die USBV in W. von B. übergeben 
worden sei und wie sie im selben Zug, in getrennten Wagen nach Y. gefahren 
seien. Während A. vom Bahnhof SBB in Y. direkt zu sich nach Hause gegangen 
sei, habe B. sich Zeit gelassen und sei noch ins R. (BA pag. 10-01-0413 f.). Ge-
genüber D. erwähnt A. auch, dass die USBV eine Zeitschaltuhr von vier Stunden 
gehabt habe (BA pag. 10-01-0406, -0943). Hinzu kommen die Schilderungen von 
A. betreffend Tatmotiv – nämlich, dass sie Geld hätten erpressen wollen und sich 
im Vorfeld über die Bewohner und deren Familie informiert hätten (BA pag. 10-
01-0288 f., -0347). Schliesslich erzählt er D., wie er die USBV an der H.-Strasse 
platziert habe und sie dann bei ihm zu Hause gewartet und Pizza gegessen hät-
ten (BA pag. 10-01-0405 f.). 
 
Die besagten Aussagen von A. werden von den Zeugen O. und D. gestützt. A. 
hat bereits kurz nach dem Vorfall an der H.-Strasse gegenüber D. und O. geäus-
sert, dass er und B. diesen verursacht hätten (BA pag. 12-06-0007, 12-09-0005).  
 
Im Übrigen stimmen die Schilderungen von A. gegenüber D. während den abge-
hörten Telefonaten mit weiteren objektiven Beweismitteln und Indizien überein. 
So hat A. am 30. März 2022, um 02:07 Uhr nachweislich im Internet Pizza bestellt 
(BA pag. 10-01-0687, - 0950). Gemäss FOR-Gutachten war die USBV mit einer 
mechanischen Zeitschaltuhr versehen (BA pag. 11-01-0074 ff.). Zudem lassen 
sich auch aus der Snapchat-Unterhaltung vom 22. und 23. Dezember 2022 zwi-
schen A. und B. weitere Indizien auf die Täterschaft ableiten (BA pag. 10-01-
430 ff.). Der Beschuldigte A. hatte nach Erkenntnissen der BKP im Verlauf des 
Monats März 2022, und damit vor der Explosion an der H.-Strasse, im Internet 
nach verschiedenen einschlägigen Stichworten gesucht (BA pag. 10-01-0588; 
5.3.2022: «ec bomber», 18.3.2022: «dhl erpresser», 18.3.2022: «dagobert er-
presser»; 10-01-0599: 16.3.2022 «knascht natel», 29.3.2022 «R. brennsprit»). 
Unmittelbar nach der Explosion an der H.-Strasse suchte A. nachweislich nach 
weiteren einschlägigen Stichworten im Internet (BA pag. 10-01-0588; z.B.: 
1.4.2022: «verbrecher auf der spur», 1.4.2022: «bankomat sprengung schweiz», 
1.4.2022: «rizin bombe», 4.4.2022: «Y. explosion», 4.4.2022: «explosionen»; 10-
01-0606 ff.: 13.4.2022 «sprengstoff z4», 13.4.2022 «fernzündung c4», 13.4.2022 
«fernzündung c4 preise schweiz», 13.4.2022 «handgranate preise schweiz origi-
nal», 13.4.2022 «plastiksprengstoff»).  
 
Vor dem Hintergrund der massgebenden Indizien, Beweise und Aussagen der 
Zeugen und Auskunftspersonen sind die Schilderungen von A. in den abgehörten 
Telefonaten hinsichtlich des relevanten Kerngeschehens glaubhaft. Die Ein-
wände der Beschuldigten, wonach A. während diesen Telefongesprächen unter 
Alkohol und Drogeneinfluss gestanden habe, A. bloss ein «Schwätzer» sei und 

- 35 - 

bei den Telefongesprächen lediglich habe angeben wollen, vermögen die Be-
schuldigten nicht zu entlasten, da sie blosse Schutzbehauptungen darstellen. 
Zum einen hat A. die Schilderungen in vermeintlich privaten Telefongesprächen 
mit D. zusammenhängend und klar geäussert. Zum anderen bestätigt auch die 
Snapchat-Unterhaltung vom 22. und 23. Dezember 2022 zwischen A. und B. 
diese Annahme. Bereits damals riet B. A.: «digge du hesch eif fantasiert mehr 
nid. seish das im gricht. hesch welle cool sie» (BA pag. 10-01-0447 f.). Dieser 
Unterhaltung lässt sich generell entnehmen, wie B. A. Anweisungen zum Verhal-
ten im Strafverfahren erteilte (BA pag. 10-01-0951 ff.). Die Schilderungen von A. 
sind – selbst wenn auch etwas prahlerisch – derart authentisch und detailliert, 
dass sie unmöglich einzig seiner Fantasie entspringen konnten.  

4.3.6 Zudem wird deutlich, dass die Angaben von A. in den Telefongesprächen mit D. 
über die Planung, Vorbereitung und Durchführung der Explosion in der H.-
Strasse sowie über sein und B.s Verhalten vor und nach der Platzierung der 
USBV nur der Täterschaft bekannt sein konnten (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.6.5). 
Aus den abgehörten Telefongesprächen geht auch die Aufgabenteilung zwi-
schen A. und B. hervor. Die Schilderungen von A. werden durch verschiedene 
objektive Beweismittel und Indizien gestützt, die für deren Wahrheitsgehalt spre-
chen. 

4.3.7 Schliesslich sind in tatsächlicher Hinsicht die vorinstanzlichen Feststellungen zu 
den Drittpersonen, insbesondere Passanten oder Post- und Zustelldienste, die 
sich zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten bei der H.-Strasse aufhielten 
oder vorbeigingen bzw. fuhren, erstellt (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.8 – 2.8.5). 

4.4 Beweisergebnis 
 
In Würdigung sämtlicher Indizien und Beweise kommt das Gericht bezüglich des 
Sachverhaltskomplexes «Z.» zu einem Beweisergebnis, welches sich mit dem-
jenigen der Vorinstanz deckt (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.6-2.12). Zusammenfas-
send und im Wesentlichen trat B. demnach an A. mit der Anfrage heran, gemein-
sam eine Erpressung mit vorgängigem Sprengstoffanschlag durchzuführen. Die 
Beschuldigten entwickelten in der Folge den Tatplan, die USBV bei der H.-
Strasse zur Explosion zu bringen und anschliessend die Bewohner, das C.J., zu 
erpressen. Die Explosion sollte die Grundlage für die Erpressung schaffen und 
insbesondere die Gefährlichkeit und Ernsthaftigkeit unterstreichen. Am 29. und 
30. Marz 2022 transportierten die Beschuldigten eine mit einer Zeitschaltuhr ver-
sehene USBV in der Region Y. und platzierten sie am 30. Marz 2023, um ca. 
00:23 Uhr, vor der Liegenschaft an der H.-Strasse in Y. Während sich B. im Hin-
tergrund hielt, deponierte A. die USBV bei der Liegenschaft bei einem Busch. 
Danach begaben sich die Beschuldigten in die Wohnung von A. Die Zeitschaltuhr 

- 36 - 

war auf ca. dreieinhalb oder vier Stunden eingestellt, so dass die USBV um ca. 
03:53 Uhr explodierte und fremdes Eigentum gefährdete, bzw. einen Sachscha-
den in Höhe von CHF 167'647.-- verursachte. Entsprechend ist der zu beurtei-
lende Sachverhalt gemäss Anklage erstellt. 

5. Rechtliche Würdigung 

5.1 Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Ab-
sicht (Art. 224 Abs. 1 StGB) 

5.1.1 Gemäss Art. 224 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer vorsätzlich und in verbre-
cherischer Absicht durch Sprengstoffe oder giftige Gase Leib und Leben von 
Menschen oder fremdes Eigentum in Gefahr bringt. Zu den rechtlichen Grundla-
gen des Tatbestandes (einschlägige Stellen aus Lehre und Rechtsprechung) 
kann zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägun-
gen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (vgl. Urteil SK.2023.33 
E. 2.21 – 2.2.5).  

5.1.2 Von den Beschuldigten wird nicht bestritten, dass die Täter in objektiver Hinsicht 
einen in den Anwendungsbereich der Strafnorm fallenden Sprengstoff zum Ein-
satz gebracht haben. Bestritten wird von A. und B., dass durch die Explosion der 
USBV eine konkrete Gefährdung von Personen und fremdem Eigentum bewirkt 
worden sei. Zudem sei gemäss A. der Gefährdungsvorsatz nicht hinreichend be-
legt und eine angebliche Beteiligung von ihm wäre – sofern erwiesen – höchstens 
als Gehilfenschaft zu qualifizieren (vgl. oben E. II.A.3.1.3 f. und II.A.3.2.1). 
 
Aufgrund des Beweisergebnisses ist bei der Planung, Vorbereitung und Ausfüh-
rung der Explosion bei der H.-Strasse ein mittäterschaftliches Zusammen-wirken 
der beiden Beschuldigten zu bejahen. Die diesbezügliche Würdigung der Vo-
rinstanz ist zutreffend, weshalb vollumfänglich darauf verwiesen wird (vgl. Urteil 
SK.2023.33 E. 2.10). Insbesondere aufgrund der Vorbringen von A. werden die 
wesentlichen Punkte nachfolgend nochmals dargestellt. Auch insoweit kann auf 
die Aussagen von A. anlässlich der überwachten Telefonate mit D. abgestellt 
werden. Diese stimmen grundsätzlich auch mit seinen früheren Aussagen ge-
genüber D. und O. überein (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 2.10 bzw. E. 2.5.8 und 
2.5.11). Demnach sei B. der Initiator gewesen. Dieser habe bereits ein oder zwei 
Jahre zuvor den Sprengsatz (USBV) beschafft und in ZZ. einsetzen wollen. B. 
habe aber damals davon Abstand genommen. Er habe ihn (A.) dann gefragt und 
er habe zugestimmt, um neue Erfahrungen zu sammeln. Sie hätten gemeinsam, 
anhand einer aus dem Darknet stammenden Liste von 50 wohlhabenden Perso-
nen bzw. Familien aus dem Raum Y., jemanden ausgesucht. Auf dieser Liste 
seien alle Angaben zu Vermögen und Familie vorhanden gewesen. Von dieser 

- 37 - 

Person hätten sie zwölf Tage nach der Explosion 5 Millionen in Bitcoins erpres-
sen wollen. A. schildert weiter detailliert, dass sie den Fussweg von seiner Woh-
nung an der P.-Strasse bis zur H.-Strasse zweimal abgegangen seien, um sich 
zu vergewissern, dass sich keine Überwachungskameras entlang des Weges 
befänden. Den Weg habe A. selber geplant, da B. eine Strasse mit Kameras an 
jeder Haltestelle ausgesucht gehabt hätte. Nach den Schilderungen von A. sei 
seine Wohnung als «Hauptwohnung» der Ort gewesen, wo alles stattgefunden 
habe. Er habe das «Zeug» am Tag der Tat bei B. in W. abholen müssen. Die 
Übergabe an ihn sei bei der Kirche gegenüber vom Polizeiposten in W. erfolgt. 
Sie seien anschliessend gemeinsam mit dem Zug, allerdings in getrennten Wa-
gons reisend, von W. nach Y. gefahren. Er sei zu Fuss direkt in seine Wohnung 
gegangen und B. sei ihm nachgefolgt. Die Strecke von seiner Wohnung an die 
H.-Strasse seien sie gemeinsam gegangen. Dort angekommen habe B. an der 
Strassenlaterne gewartet, während er (A.) die USBV hingelegt habe, weil B. dazu 
«keine Eier» gehabt habe. Nach den Angaben von A. hätten sie nicht auf die 
Explosion gewartet, da sie einen auf vier Stunden eingestellten Zeitzünder ver-
wendet hätten. Nach dem Platzieren des Sprengsatzes seien sie wieder in seine 
Wohnung zurückgekehrt. Dort hätten sie bis 4 Uhr morgens auf die Explosion 
gewartet. Etwa eine Woche nach der Explosion sei B. nach VV. (IT) gereist, weil 
er nicht habe schlafen können und Angst gehabt habe, von der Polizei entdeckt 
zu werden. A. habe jeden Tag gefeiert und innerhalb einer Woche CHF 5'000.-- 
«durchgelassen» (d.h. verbraucht) weil er sich gedacht habe, «wenn ich eh 
schon in den Knast gehe, kann ich wenigstens noch etwas geniessen». B. habe 
gesagt, dass die ersten ein bis zwei Wochen die schlimmsten seien; wenn sie 
(die Behörden) bis dahin nichts gefunden hätten, dann seien sie durch. Zum Zeit-
punkt der Rückkehr B.s aus VV. (IT), etwa einen Monat nach der Explosion, sie 
laut A. die Wirkung der Explosionsdrohung bereits verpufft gewesen. Es habe 
keinen Sinn mehr gemacht, noch einen Erpresserbrief zu schicken. A. spricht 
auch davon, dass B. «50 % bekommen» habe, obwohl er (A.) den Transport von 
W. nach Y. gemacht habe. Er habe hingehen und die USBV hinlegen müssen 
(BA-10-01-0287).  
 
Mit den «50 %» in diesem Zusammenhang kann im besagten Kontext nur eine 
Beteiligung an einem allfälligen Erfolg der geplanten Erpressung gemeint sein. 
Dem diesbezüglichen Einwand von Seiten B., wonach diese Aussage von A. wi-
dersprüchlich sei, kann nicht gefolgt und daraus insofern auch nichts zu Gunsten 
von B. abgeleitet werden. Hinsichtlich der Planung, Vorbereitung und Durchfüh-
rung der Tat liegt ein partnerschaftliches, teilweise arbeitsteiliges, überwiegend 
aber gemeinsames Vorgehen vor. Es ist offensichtlich, dass keiner der Beschul-
digten ohne den anderen gehandelt hätte, wobei keinem ein bloss untergeordne-
ter Tatbeitrag zukam; vielmehr liegt eine Gleichwertigkeit der Tatbeiträge vor. Die 

- 38 - 

von Lehre und Rechtsprechung geforderten Elemente der Mittäterschaft sind vor-
liegend gegeben. 

5.1.3 Als konkretes Gefährdungsdelikt setzt Art. 224 StGB objektiv voraus, dass der 
Täter durch Sprengstoffe oder giftige Gase Leib und Leben von Menschen oder 
fremdes Eigentum konkret in Gefahr bringt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
6B_79/2019 vom 5. August 2019 E. 1.2.2; 6B_1248/2017 vom 21. Februar 2019 
E. 4.2.5; BGE 115 IV 111 E. 3b; 103 IV 241 E. I.1). Die konkrete Gefährdung ist 
gegeben, wenn eine Verletzung nicht nur möglich, sondern nach dem gewöhnli-
chen Lauf der Dinge wahrscheinlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_79/2019 vom 5. August 2019 E. 1.1.2; BGE 103 IV 241 E. I.1). Entscheidend 
sind die tatsächlichen Umstände des Einzelfalles. Die Verursachung einer Explo-
sion durch Sprengstoffe ist nicht zwingend gemeingefährlich. Vielmehr kommt es 
auf die Umstände des konkreten Falles an. Dabei spielt es eine erhebliche Rolle, 
wo der Täter wann eine Explosion welchen Ausmasses herbeiführt. Der Tatbe-
stand muss daher zumindest vom Gefährdungserfolg her angemessen begrenzt 
sein. Die Gefahr muss sich zwar nicht gegen eine Mehrzahl von Personen oder 
Sachen von grosser Substanz richten; es genügt die gezielte Gefährdung eines 
Menschen oder einer fremden Sache. Nach der jüngeren bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Mensch oder 
die Sache nicht im Voraus individuell bestimmt, sondern zufällig ausgewählt ist. 
Die besondere Verwerflichkeit des gemeingefährlichen Delikts wird erst dadurch 
begründet, dass die Opfer unbeteiligte Drittpersonen sind, die nicht individuell 
ausgewählt wurden und für den Täter als Repräsentanten der Allgemeinheit er-
scheinen. Demnach muss die Unbestimmtheit nicht in der Zahl der betroffenen 
Rechtsgüter liegen, sondern darin, welche Rechtsgüter überhaupt in Gefahr ge-
raten. Um die Allgemeinheit zu repräsentieren, müssen die Rechtsgüter vom Zu-
fall ausgewählt sein, selbst wenn im Augenblick des Angriffs bereits feststeht, 
wen es treffen kann (BGE 148 IV 247 E. 2 und 3). Wie die Gefährdung zu erfol-
gen hat, umschreibt das Gesetz nicht. Für die Erfüllung des Tatbestandes genügt 
jeder wie auch immer geartete Umgang mit Sprengstoff oder giftigen Gasen, so-
fern nur der Gefährdungserfolg eintritt (Urteile des Bundesgerichts 6B_79/2019 
vom 5. August 2019 E. 1.1.2; 6B_1248/2017 vom 21. Februar 2019 E. 4.2.5 mit 
Hinweisen). Demnach ist für die Vollendung der Tat auch nicht erforderlich, dass 
der Sprengstoff zur Explosion gelangt, solange sich eine (konkrete) Gefahr erge-
ben hat (ROELLI, a.a.O., Art. 224 StGB N. 7; TRECHSEL/CONINX, a.a.O., Art. 224 
StGB N. 4). Angesichts der hohen Strafdrohung und des Umstands, dass der 
Tatbestand schon im Falle der Gefährdung einer einzigen Person erfüllt sein 
kann, ist indes eine eher grosse Wahrscheinlichkeit der Verletzung von Leib, Le-
ben sowie Eigentum und damit eine eher nahe Gefahr erforderlich (vgl. Urteile 
des Bundesgerichts 6B_79/2019 vom 5. August 2019 E. 1.1.2; 6B_1248/2017 
vom 21. Februar 2019 E. 4.4.2). 

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5.1.4 Die Vorinstanz hat detailliert dargestellt, zu welchen Tages- und Nachtzeiten 
Drittpersonen die Liegenschaft an der H.-Strasse betraten, bzw. in unmittelbarer 
Nähe zum Ort, an welchem die USBV platziert wurde, aufhielten oder vorbeigin-
gen. Relevant erscheint vorliegend insbesondere, dass praktisch täglich, von 
Montag bis Sonntag, eine Frühzustellung von Zeitungen oder Post erfolgte, wo-
bei die Sendungen beim Haupteingang der Liegenschaft deponiert wurden. Nach 
den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz, gestützt auf die Auswertung der 
Aufzeichnungen der Überwachungskameras für den Zeitraum vom 20. Februar 
2022 bis 29. März 2022, sind die Frühzustellungen frühestens um 03:32 Uhr (28. 
Februar 2022) und spätestens um 06:39 Uhr (23. März 2022) erfolgt (vgl. Urteil 
SK.2023.33 E. 2.8.4). Während der sonntägliche Zustelldienst mit Auto regel-
mässig um ca. 04:30 Uhr in der H.-Strasse eintraf, variierte die Frühzustellung 
mittels Motorroller von Montag bis Samstag in der Regel zwischen 03:32 und ca. 
04:23 Uhr. Die werktäglichen Zustellungen variierten somit zeitlich stark. Es be-
stand daher die konkrete Möglichkeit, dass sich der Frühzustelldienst zum Zeit-
punkt der Detonation der USBV bei der Liegenschaft in der H.-Strasse befand. 
Der Zustelldienst musste in unmittelbarer Nähe am Ort, wo die USBV platziert 
wurde, vorbeigehen. Bereits dieser Umstand reicht aus, dass unbestimmte, zu-
fällig ausgewählte Drittpersonen, auf deren Auswahl die Beschuldigten keinerlei 
Einfluss hatten, von der USBV hätten getroffen werden und damit konk