# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 979f38bf-7faf-5534-ab64-3fe897db9713
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.01.2012 E-4693/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4693-2011_2012-01-04.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­4693/2011

U r t e i l   v om   4 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi,
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;  
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

Parteien A._______,
Angola,  
vertreten durch Alfred Ngoyi wa Mwanza, (…),
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 25. Juli 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  gemäss  eigenen  Angaben  ihr  Heimatland 
am 11. Januar 2010 auf dem Landweg verliess, am 15. Februar 2010 aus 
der  Demokratischen Republik  Kongo  auf  dem  Luftweg  nach  Frankreich 
reiste,  am  18.  Februar  2010  in  die  Schweiz  gelangte  und  hier 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  sie  am 6. April  2010  im Empfangs­  und Verfahrenszentrum  (EVZ) 
Kreuzlingen und am 19. April 2010 sowie am 3. Mai 2010 durch das BFM 
ergänzend zu den Asylgründen angehört wurde,

dass  sie  im  Wesentlichen  vorbrachte,  ihr  Stiefvater  (S.)  habe  als 
Anhänger  der  FLEC  (Frente  de  Libertação  do  Enclave  de  Cabinda)  zu 
Hause  Versammlungen  abgehalten,  weshalb  die  Polizei  sich  immer 
wieder  nach  ihm  erkundigt  und  ihn  mehrmals  auch  in  Haft  genommen 
hätte,

dass anlässlich einer polizeilichen Vorsprache und Verhaftung von S.  in 
ihrem  Haus  im  Jahre  2006  ihre  an  Bluthochdruck  leidende  Mutter 
zusammengebrochen  und  nach  einem  zweitägigen  Spitalaufenthalt 
gestorben sei,

dass die Beschwerdeführerin im Jahre 2009 im Zusammenhang mit dem 
Abriss von Häusern in ihrem Quartier zufälligerweise ein Interview­Team 
getroffen  habe  und  die  von  ihr  abgegebene  Meinungsäusserung  im 
Fernsehen ausgestrahlt worden sei, worauf sie von der Polizei verhaftet 
und in einer zweitägigen Haft geschlagen und verletzt worden sei,

dass  S.  zusammen mit  anderen  Leuten  im Vorfeld  des  Fussball­Afrika­
Cups  2010  auf  den  20.  Juni  2009  eine  Versammlung  organisiert  habe, 
um auf die schlechten Lebensverhältnisse aufmerksam zu machen,

dass S. jedoch im Mai 2009 von der Polizei festgenommen und an einen 
der Beschwerdeführerin unbekannten Ort gebracht worden sei,

dass ab diesem Zeitpunkt  die Polizei  öfters bei  der Beschwerdeführerin 
zu Hause vorbeigekommen sei, nach dem Aufenthaltsort von S. geforscht 
und  die  Beschwerdeführerin  befragt  sowie  sie  mehrmals  aufgefordert 
habe, auf dem Posten zu erscheinen,

dass  die  Beschwerdeführerin  aufgrund  der  ständigen  Behelligungen 
durch die Polizei in ein anderes Quartier von Luanda gezogen sei, 

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dass  sie  sich  habe  prostituieren  müssen,  um  ihren  Lebensunterhalt  zu 
bestreiten,

dass  sie  mit  Hilfe  eines  Freundes  ihre  Ausreise  aus  dem  Heimatland 
vorbereitet habe und am 8. Januar 2010 über den Flughafen von Luanda 
Angola habe verlassen wollen,

dass  sie  jedoch  am  Flughafen  verhaftet  und  während  drei  Tagen 
misshandelt worden sei,

dass  der  zuständige  Kommandant  mit  ihr  Mitleid  bekommen  und  ihre 
Ausreise in die Demokratische Republik Kongo ermöglicht habe,

dass  für den  Inhalt der Aussagen  im Einzelnen auf die Akten verwiesen 
wird,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  25.  Juli  2011  feststellte,  die 
Beschwerdeführerin  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  ihr 
Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren 
Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung  im Wesentlichen ausführte, die Vorbringen der 
Beschwerdeführerin  würden  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit 
gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
nicht standhalten, weshalb sie die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und 
das Asylgesuch abzulehnen sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  25.  Augst  2011  gegen 
diesen  Entscheid  Beschwerde  erhob  und  in  materieller  Hinsicht 
beantragt,  der  Entscheid  der  Vorinstanz  sei  aufzuheben  und  es  sei  ihr 
Asyl oder subsidiär die vorläufige Aufnahme zu gewähren,

dass  sie  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses ersucht,

dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerdebegehren,  soweit 
entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Verfügung  vom  1.  September 
2011 den Eingang der Beschwerde bestätigte,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Bereich des Asyls  in der Regel ­ 
so  auch  vorliegend  ­  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]  sowie  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist   
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die  frist­ und  formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten 
ist  (Art.  108  Abs.  1  AsylG  und  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und 
Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei als Flüchtlinge Personen gelten, die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  in  Berücksichtigung  der  gesamten  Aktenlage  das  BFM  in  der 
angefochtenen Verfügung im Resultat zu Recht feststellt, die Vorbringen 
der  Beschwerdeführerin  würden  den  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten,

dass zwar dem Einwand in der Rechtsmitteleingabe zu folgen ist, wonach 
die  Angaben  der  Beschwerdeführerin  zur  zweitägigen  Festnahme  vom 
Jahre  2009  anlässlich  der  Befragung  im  EVZ  in Gegenüberstellung mit 
den  Vorbringen  bei  der  Bundesanhörung  nicht  als  widersprüchlich 
bezeichnet werden können,

dass  in  diesem  Zusammenhang  die  Aussagen  anlässlich  der 
Bundesanhörung als Ergänzungen zu den nur rudimentären Angaben zur 
geltend gemachten Festnahme betrachtet werden können und anlässlich 
der  Befragung  im  EVZ  hierzu  keine  vertiefenderen  Nachfragen  gestellt 
wurden (Akten BFM A1/12 S. 6/7),

dass das Gericht jedoch die Einschätzung des BFM insofern teilt, wonach 
nicht  nachvollziehbar  erscheint,  dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich 
der geltend gemachten Verhaftung ihres Stiefvaters von der Polizei selbst 
nicht unmittelbar zumindest zu einem Verhör mitgenommen worden wäre, 
falls  die  angolanischen Behörden  ernsthaft  erwartet  hätten,  über  sie  an 
mögliche  Informationen  gelangen  zu  können  oder  an  ihrer  Person  ein 
tatsächliches Interesse bekundet hätten,

dass  ein  entsprechendes  Vorgehen  der  angolanischen  Behörden  umso 
mehr zu erwarten gewesen wäre, als der Stiefvater den gleichen Namen 
getragen habe wie der Sohn [einer bekannten Persönlichkeit],

das  bei  einem  ernsthaften  Interesse  an  der  Beschwerdeführerin  die 
angolanischen  Behörden  ihr  nicht  die  Gelegenheit  gelassen  hätten, 
Spuren zu verwischen, allfällige Dokumente des Stiefvaters zu beseitigen 
und sich selbst abzusetzen,

dass  demnach  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  Recht 
ausführt,  es  sei  nicht  einsehbar,  warum  die  Polizei,  die  gemäss  den 
Aussagen  der  Beschwerdeführerin  ihren  Stiefvater  verhaftet 

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beziehungsweise  verschleppt  habe,  es  weiterhin  auf  die 
Beschwerdeführerin abgesehen haben sollte,

dass somit mit dem BFM davon auszugehen ist, dass die Polizei anders 
vorgegangen  wäre,  falls  sie  ein  ernstzunehmendes  Interesse  an  der 
Beschwerdeführerin  gehabt  hätte  und  die  Vorbringen  der 
Beschwerdeführerin konstruiert wirken,

dass die Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe, die Sicherheitskräfte 
oder  die Polizei würden  auf  verschiedene Arten  operieren  und  es  gäbe 
keine präzise Direktive und kein Schema für Verhaftungen von Leuten, im 
vorliegenden Zusammenhang nicht zu überzeugen vermögen,

dass  im  Weiteren  die  Erwägungen  des  BFM  in  der  angefochtenen 
Verfügung  zu  bestätigen  sind,  wonach  die  Vorbringen  bezüglich  der 
dreitägigen Haft am Flughafen nicht glaubhaft sind und auszuschliessen 
ist, dass die Beschwerdeführerin festgenommen, geschlagen und befragt 
wurde und dann vom zuständigen Kommandanten persönlich aus Mitleid 
freigelassen worden sein soll,

dass  der  Einschätzung  des  BFM  zuzustimmen  ist,  dass  die  für  den 
Kommandanten mit einer solchen Handlung verbundenen Konsequenzen 
zu gross gewesen sein dürften, insbesondere seinen Ruf und seine Stelle 
aufs Spiel zu setzen,

dass  eine  solches  Vorgehen  vorliegend  insbesondere  angesichts  der 
Tatsache unverständlich wäre, dass es bei dem Anschlag der FLEC vom     
8.  Januar  2011  Todesopfer  gegeben  hat  und  darüber  in  den  Medien 
weltweit berichtet wurde, was dem Image Angolas für die Austragung des 
Fussball­Cups erheblich schadete und sich ein entsprechendes Handeln 
des  Kommandanten  nicht  erklären  lassen  könnte,  wenn  die 
Beschwerdeführerin  tatsächlich,  wie  geltend  gemacht,  unter  dem 
Verdacht  gestanden  wäre,  mit  FLEC­Aktivisten  in  engem  persönlichen 
Kontakt gestanden zu haben,

dass  auch  die  diesbezüglichen  Einwände  in  der  Rechtsmitteleingabe 
nicht  stichhaltig  sind,  wenn  entgegnet  wird,  wie  auch  in  anderen 
afrikanischen Ländern existiere die Korruption auf verschiedenem Niveau 
und in verschiedenen Sektoren, darunter auch im Sicherheitssektor,

dass  im  Übrigen  die  Beschwerdeführerin  selbst  bestätigte,  der 
Kommandant habe kein Geld von ihr verlangt (A17/17 F152),

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dass  die  vorgenannten  Zweifel  am  Wahrheitsgehalt  der  Schilderungen 
der  Beschwerdeführerin  sich  dadurch  erhärten,  als  sie  im 
Zusammenhang mit der anlässlich der polizeilichen Vorsprache im Jahre 
2006  geltend  gemachten  Verhaftung  von  S.  in  ihrem  Haus 
widersprüchliche  Aussagen  macht,  wenn  sie  gemäss  den  Angaben  im 
EVZ während dieses Ereignisses nicht zu Hause gewesen sei (A1/12 S. 
6),  demgegenüber  aus  den  Schilderungen  bei  der  Bundesanhörung  zu 
entnehmen  ist,  dass  sie  dabei  persönlich  anwesend  gewesen  sein  soll 
(A17/17 F33),

dass  zwingend  erwartet  werden  müsste,  dass  die  Beschwerdeführerin 
hierzu kohärente Angaben zu machen im Stande sein müsste, zumal es 
sich  dabei  um  ein  einschneidendes  Ereignis  gehandelt  hätte,  das 
nachhaltig in Erinnerung hätte bleiben müssen,

dass  die  Prüfung  der  Akten  ergibt,  dass  die  Vorbringen  kein  stimmiges 
Bild vermitteln und  in entscheidwesentlicher Hinsicht den Anforderungen 
an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG offenkundig nicht genügen,

dass  das  unstimmige  und  widersprüchliche  Aussageverhalten  zu 
zentralen  Aspekten  des  geltend  gemachten  Sachverhaltes  durch  die 
Einwände in der Rechtsmitteleingabe nicht entkräftet wird,

dass  in  Würdigung  der  Aktenlage  demnach  einem  flüchtlingsrechtlich 
relevantem Sachverhalt  die Grundlage  entzogen  bleiben muss  und  das 
BFM  zu  Recht  feststellte,  die  Beschwerdeführerin  habe  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen vermocht,

dass  es  sich  nach  den  vorstehenden  Erwägungen  erübrigt,  auf  weitere 
Aspekte einzugehen,

dass sich die Beschwerdeführerin  in der Rechtsmitteleingabe vorbehielt, 
weitere Beweismittel nachzureichen, jedoch keine weiteren Unterlagen zu 
den Akten gereicht wurden,

dass aufgrund der Aktenlage auch keine Veranlassung besteht, allfällige 
weitere Eingaben abzuwarten,

dass  aufgrund  der  Aktenlage  keine  hinreichenden  Anhaltspunkte 
erkennbar sind, wonach die Beschwerdeführerin in ihrem Heimatland aus 
flüchtlingsrechtlich relevanten Motiven ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 

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war  oder  in  absehbarer  Zukunft  mit  erheblicher  Wahrscheinlichkeit 
ausgesetzt sein könnte,

dass das Bundesamt das Asylgesuch demnach zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuches oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer solchen besteht (BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass,  falls  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder nicht möglich ist, das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember  2005 über  die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG,        
SR 142.20]) regelt,

dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der Schweiz eine Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 
Heimat­,  Herkunfts­,  oder  in  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83  
Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund  nach  Art. 3  Abs. 1 AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  in 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1 des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30 ]) 
und  dieses  flüchtlingsrechtliche  Rückschiebungsverbot  nur  Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  im  Sinne  von  Art. 3  AsylG 
respektive Art. 1A FK erfüllen,

dass  die  Beschwerdeführerin  keine  asylrechtlich  erhebliche Gefährdung 
nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen  vermochte,  so  dass  das  in 
Art. 5 AsylG  verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen 
Rückschiebungsverbots  vorliegend nicht  zur Anwendung gelangen kann 
und  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Angola  demnach  unter  dem 
Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig ist,

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dass gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten (EMRK,   SR 0.101) niemand in einen Staat ausgeschafft 
werden darf, in dem ihm Folter oder eine andere Art unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung droht,

dass  sich  weder  aus  den  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  noch  aus 
den  Akten  Anhaltspunkte  dafür  ergeben,  dass  sie  für  den  Fall  einer 
Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 
einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe  oder 
Behandlung ausgesetzt wäre,

dass gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 
(EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­Folterausschusses  die 
Beschwerdeführerin  eine  konkrete  Gefahr  („real  risk“)  nachweisen  oder 
glaubhaft machen müsste, dass  ihr  im Falle einer Rückschiebung Folter 
oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 
S. 122, mit weiteren Hinweisen) und dies vorliegend nicht der Fall ist,

dass  auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Angola  den 
Wegweisungsvollzug nicht als unzulässig erscheinen lässt,

dass  der Vollzug  der Wegweisung  damit  sowohl  im Sinne  der  asyl­  als 
auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,

dass  gemäss  Art. 83  Abs. 4  AuG  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und 
Ausländer  unzumutbar  sein  kann,  wenn  sie  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind,

dass, wird eine  konkrete Gefährdung  festgestellt,  – unter Vorbehalt  von 
Art. 83 Abs. 7 AuG  –  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  ist  (vgl. 
Botschaft  zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
vom 8. März 2002, BBl 2002 3818),

dass eine Situation, welche angolanische Staatsangehörige generell  als 
Gewalt­  oder  de­facto­Flüchtlinge  qualifizieren würde,  sich  aufgrund  der 
heutigen Situation in Angola nicht bejahen lässt,

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dass  indes gemäss der  in EMARK 2004 Nr. 32  festgehaltenen und vom 
Bundesverwaltungsgericht  weiter  geführten  Praxis  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  (ARK)  –  da  seit  Ergehen  dieses  Urteils  keine 
offensichtlich markante Verbesserung der humanitären Lage eingetreten 
ist  –  der  Wegweisungsvollzug  von  Personen,  die  einer  "Risikogruppe" 
(Personen  mit  gesundheitlichen  Problemen,  unbegleitete  Minderjährige, 
Personen  mit  Kleinkindern,  allein  stehende  Frauen  und  betagte 
Personen)  angehören,  grundsätzlich  weiterhin  als  unzumutbar  erachtet 
wird,

dass  ausnahmsweise  diesen  Personen  eine  Rückkehr  nach  Angola 
zugemutet werden kann, wenn sie ihren letzten Wohnsitz in Luanda oder 
einer  leicht  zugänglichen  Stadt  der  Provinzen  Cuene,  Huila,  Namibe, 
Beguela, Huambo, Cuanza Sul, Cuanza Norte, Bengo und Zaire  hatten 
und dort über ein Beziehungsnetz beziehungsweise über die finanziellen 
Mittel zu ihrer Existenzsicherung verfügen (vgl. zum Ganzen a.a.O.E. 7.3 
S. 230 f.).

dass  vorliegend  keine  konkreten  Anhaltspunkte  glaubhaft  gemacht 
wurden,  dass  die  Beschwerdeführerin  aus  individuellen  Gründen 
wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher  Natur  in  eine 
existenzbedrohende Situation geraten würde,

dass sie zahlreiche Jahre in Luanda Wohnsitz hatte, 

dass  mit  dem  BFM  einig  zu  gehen  ist,  dass  aufgrund  der  als 
unglaubwürdig  zu  erachtenden  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin 
davon auszugehen ist, dass sie entgegen ihren Aussagen in ihrer Heimat 
sehr wohl ein Beziehungsnetz und Verwandte hat und bei einer Rückkehr 
nach  Angola  in  Luanda  über  die  für  eine  Wiedereingliederung 
notwendigen Kontakte verfügt und auch beruflich Fuss fassen kann,

dass  die  Beschwerdeführerin  bereits  vor  ihrer  Ausreise  aus  dem 
Heimatland  bei  einem  Freund  ihres  Stiefvaters  in  gesicherten 
Wohnverhältnissen lebte, 

dass  auch  in  gesundheitlicher  und  medizinischer  Hinsicht  offenkundig 
keine  Gründe  gegeben  sind,  die  derart  schwer  wiegen  würden,  als  sie 
nach  der  Rechtsprechung  zwingend  ein  Hindernis  des  Vollzuges  der 
Wegweisung darstellen müssten,

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dass  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  daher  sowohl  in  genereller  als 
auch in individueller Hinsicht als zumutbar erweist,

dass es schliesslich der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4  AsylG),  weshalb  der 
Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist  (Art. 83 
Abs. 2 AuG),

dass  insgesamt  der  durch  die  Vorinstanz  verfügte Wegweisungsvollzug 
zu  bestätigen  ist  und  das BFM diesen  zu Recht  als  zulässig,  zumutbar 
und  möglich  erachtet  hat,  weshalb  eine  Anordnung  der  vorläufigen 
Aufnahme  der  Beschwerdeführerin  damit  ausser  Betracht  fällt  (Art. 83 
Abs. 1­4  AuG),

dass  sich  aus  diesen  Erwägungen  ergibt,  dass  die  angefochtene 
Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt 
richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG) und 
die Beschwerde somit abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­­      
(Art.  16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art.  1­3  des  Reglements  vom  21. 
Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  der 
Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  das 
Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege angesichts der 
aussichtslosen Rechtsbegehren abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1VwVG),

dass  das  Gesuch,  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  zu 
verzichten, mit vorliegendem Urteil gegenstandslos ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  wird 
abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­­  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Der  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  vorliegenden 
Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: