# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbb48067-3f31-503f-9695-da08344c23a7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.10.2018 C-2620/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2620-2018_2018-10-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2620/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  O k t o b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichter Christoph Rohrer, 

Gerichtsschreiber Milan Lazic. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Zustelladresse: c/o B._______,   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,  

1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Freiwillige AHV/IV  

(Einspracheentscheid vom 15. März 2018). 

 

 

 

C-2620/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1964 geborene, verheiratete und in Mexico lebende Schweizer Bürger 

A._______ (im Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer) meldete 

sich mit Erklärung vom 23. Februar 1999 zum Beitritt in die freiwillige Al-

ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; im Folgenden: 

freiwillige Versicherung) an und wurde mit Wirkung ab 1. März 1998 aufge-

nommen (vgl. vorinstanzliche Akten [im Folgenden: Dok.] 1 S. 148 ff.), 

B.  

B.a Mit Verfügung vom 16. Dezember 2015 setzte die SAK gestützt auf die 

eingereichten Unterlagen die Beiträge für das Jahr 2015 auf Fr. 2'551.90 

fest (vgl. Dok.107). Die dagegen erhobene Einsprache vom 4. April 2016 

(Dok. 111) wies sie mit Einspracheentscheid vom 1. Juni 2017 ab mit der 

Begründung, die Beiträge entsprächen 9,8 % des in Schweizer Franken 

umgerechneten massgebenden Einkommens zuzüglich 5 % Verwaltungs-

kosten (Dok. 114).  

B.b Mit amtlicher Beitragsverfügung vom 28. Juni 2017 setzte die SAK die 

Beiträge für das Jahr 2016 auf Fr. 3'313.40 fest (Dok. 115), nachdem sie 

dem Versicherten mit Mahnschreiben vom 9. März 2017 unter Verweis auf 

die bisher unterbliebene Einkommens- und Vermögenserklärung für das 

Jahr 2016 unter Androhung einer amtlichen Veranlagung eine Nachfrist 

von 30 Tagen zur Einreichung der erforderlichen Unterlagen gesetzt und er 

auch innerhalb dieser Nachfrist keine Unterlagen eingereicht hatte (vgl. 

Dok. 110).  

B.c Nachdem der Versicherte die SAK mit Eingabe vom 11. Juli 2017 

(Dok. 116) auf den Fehler aufmerksam gemacht hatte, dass sie bei der 

Umrechnung seines Einkommens in Schweizer Franken 90'000.- brasilia-

nische Real (BRL) statt 90'000.- mexikanische Pesos (MXN) eingesetzt 

habe, hob die Vorinstanz mit Wiedererwägungsverfügung vom 21. Juli 

2017 den Einspracheentscheid vom 1. Juni 2017 sowie die Beitragsverfü-

gung vom 16. Dezember 2016 auf und setzte die Beiträge für das Jahr 

2015 neu auf Fr. 959.70 fest (vgl. Dok. 124). 

B.d Nachdem die Vorinstanz den Versicherten zunächst mit Mahnung vom 

28. August 2017 (Dok. 125) und anschliessend mit zweiter Mahnung vom 

28. Oktober 2017 (Dok. 126) auf Zahlungsausstände für die Beiträge 2016 

aufmerksam gemacht hatte, erhob er mit Eingabe vom 12. Dezember 2017 

Einsprache gegen die Beitragsverfügung vom 28. Juni 2017 und reichte 

C-2620/2018 

Seite 3 

seine Einkommens- und Vermögenserklärung für das Jahr 2016 samt Bei-

lagen nach (vgl. 127 f.). Mit Verfügung vom 10. Januar 2018, welche unan-

gefochten in Rechtskraft erwuchs, wurde der Versicherte infolge der nicht 

beglichenen Beiträge für das Jahr 2016 aus der freiwilligen Versicherung 

ausgeschlossen (vgl. Dok. 131). Mit Einspracheentscheid vom 15. März 

2018 trat die Vorinstanz auf die Einsprache vom 12. Dezember 2017 nicht 

ein und führte zur Begründung aus, die Einsprache sei nicht innerhalb der 

30-tägigen Frist erhoben worden (Dok. 132). 

C.  

Mit Eingabe vom 1. Mai 2018 (Eingang beim Bundesverwaltungsgericht: 

7. Mai 2018) erhob der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht 

«Beschwerde gegen Nichteintreten auf Beschwerde». Er beantragte sinn-

gemäss die Aufhebung der Nichteintretensverfügung und eine neue Verfü-

gung für das Jahr 2016. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er 

sei sich bewusst, die offizielle Frist nicht eingehalten zu haben. Jedoch 

habe er diese nicht absichtlich verpasst, sondern sei wohl aufgrund des 

gleichzeitig laufenden Rechtsmittelverfahrens betreffend die Verfügung 

des Vorjahres abgelenkt gewesen. Zudem habe er «irgendwie auch das 

Vertrauen» gehabt, dass die Vorinstanz nach der erfolgten Korrektur der 

Vorjahresverfügung von selbst die Verfügung für das Jahr 2016 anpassen 

würde. Im Weiteren sei bei ihm vor ca. sieben Jahren eine Aufmerksam-

keitsdefizit-Störung (ADS) diagnostiziert worden. Jedenfalls sei er nicht in 

der Lage diesen hohen Betrag von Fr. 3'314.40 zu bezahlen. Schliesslich 

sei die Unverhältnismässigkeit der Verfügung das Hauptargument für sein 

«Wiedererwägungsgesuch» (vgl. Akten im Beschwerdeverfahren [im Fol-

genden: BVGer-act.] 1). 

D.  

Mit Vernehmlassung vom 8. Juni 2018 beantragte die Vorinstanz die Ab-

weisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfü-

gung. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, auf die Einsprache 

sei nicht eingetreten worden, weil die Einsprachefrist von 30 Tagen abge-

laufen war. Der Beschwerdeführer führe weder neue Tatsachen auf noch 

lege er Belege vor, die eine Änderung der Entscheidgrundlagen ermögli-

chen würden (vgl. BVGer-act. 3). 

E.  

Nachdem dem Beschwerdeführer mit Instruktionsverfügung vom 15. Juni 

2018 Gelegenheit gegeben worden war, bis zum 17. August 2018 eine 

Replik zur Vernehmlassung der Vorinstanz einzureichen (vgl. BVGer-

C-2620/2018 

Seite 4 

act. 4), und er sich innert dieser Frist nicht mehr hatte vernehmen lassen, 

wurde der Schriftenwechsel – unter Vorbehalt weiterer Instruktionsmass-

nahmen – am 6. September 2018 geschlossen (vgl. BVGer-act. 6). 

F.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85bis 

Abs. 1 AHVG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von 

Personen im Ausland gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes 

vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 

172.021) der Schweizerischen Ausgleichskasse, welche eine der in in 

Art. 33 VGG genannten Vorinstanzen ist. Es liegt keine Ausnahme im 

Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur 

Beurteilung der Beschwerde zuständig. 

1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das 

VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das 

Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-

versicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 

Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil ge-

regelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das 

AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei fin-

den nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrecht-

licher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grund-

sätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Be-

schwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Einspracheent-

scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 

oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegiti-

miert ist. Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 

Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 39 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) einge-

reicht wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

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Seite 5 

1.4 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 

15. März 2018 (Dok.132), mit dem sie auf die Einsprache vom 12. Dezem-

ber 2017 nicht eingetreten ist. Da im Rahmen einer Beschwerde gegen 

einen Nichteintretensentscheid keine Begehren mit Bezug auf die Sache 

selbst gestellt werden können (vgl. ANDRÉ MOSER, in: Christoph Auer/Mar-

kus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, Art. 52 

Rz. 3), ist auf das sinngemässe Begehren, dass über die Beiträge für das 

Jahr 2016 neu zu verfügen sei, nicht einzutreten. Ebenso wenig ist man-

gels Zuständigkeit auf das im letzten Absatz der Beschwerde gestellte Wie-

dererwägungsgesuch einzutreten, da dieses bei der Vorinstanz als verfü-

gende Behörde einzureichen ist. Hierzu ist jedoch anzumerken, dass es in 

ihrem Ermessen liegt, auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten. Ge-

mäss ständiger Rechtsprechung besteht jedenfalls kein gerichtlich durch-

setzbarer Anspruch auf Wiedererwägung (vgl. vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; 

BGE 133 V 50 E. 4.1 und E. 4.2.1; Urteil des BGer 8C_634/2017 vom 

20. Februar 2018 E. 5.4 mit Hinweisen). Nachfolgend ist somit einzig zu 

prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf die gegen die Verfügung vom 

28. Juni 2017 erhobene Einsprache vom 12. Dezember 2017 eingetreten 

ist. 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist Schweizer Staatsangehöriger mit Wohnsitz 

in Mexico. Da die Schweiz mit Mexico kein Sozialversicherungsabkommen 

abgeschlossen hat (vgl. dazu Liste der Sozialversicherungsabkommen, 

abrufbar unter www.bsv.admin.ch > Sozialverischerunge > Internationale 

Sozialversicherung > Grundlagen & Abkommen > Sozialversicherungsab-

kommen > Dokumente, zuletzt besucht am 15. Oktober 2018), ist vorlie-

gend allein Schweizer Recht massgebend. 

2.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). In zeitlicher Hinsicht sind grundsätz-

lich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung 

des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 

445 E. 1.2.1, BGE 127 V 466 E. 1, BGE 126 V 134 E. 4b). 

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

C-2620/2018 

Seite 6 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

3.  

3.1 Nach Art. 52 ATSG kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 Tagen 

bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden. Die nach Tagen 

berechnete, mitteilungsbedürftige Frist beginnt an dem auf ihre Mitteilung 

an die Partei folgenden Tag zu laufen (Art. 38 ATSG; vgl. auch Art. 20 Abs. 

1 VwVG). Fällt der letzte Tag einer Frist auf einen Samstag, einen Sonntag 

oder einen am Wohnsitz oder Sitz der Partei oder ihres Vertreters vom kan-

tonalen Recht anerkannten Feiertag, so endet die Frist am nächsten Werk-

tag (Art. 38 Abs. 3 ATSG). Die Frist für eine schriftliche Eingabe ist gewahrt, 

wenn sie spätestens am letzten Tag der Frist dem Versicherungsträger ein-

gereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben wird (Art. 39 Abs. 1 ATSG). Als gesetzliche Frist kann die 30-tägige 

Frist nicht erstreckt werden (vgl. Art. 40 Abs. 1 ATSG). 

3.2 Zwar wurde die amtliche Beitragsverfügung für das Jahr 2016 vom 

28. Juni 2018 von der Vorinstanz nicht eingeschrieben versandt, jedoch 

wurde sie dem Beschwerdeführer gemäss seinen eigenen Angaben in sei-

ner Einsprache vom 12. Dezember 2017 am 6. Juli 2017 zugestellt. Damit 

begann die Frist am 7. Juli 2017 zu laufen und endete – unter Berücksich-

tigung des gesetzlich vorgesehenen und vom 15. Juli bis und mit dem 

15. August dauernden Fristenstillstands (vgl. Art. 38 Abs. 4 Bst. b ATSG) –  

am 6. September 2017. Folglich erfolgte die Einsprache des Beschwerde-

führers vom 12. Dezember 2017 offensichtlich nach Ablauf der Einsprache-

frist. Dies wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. Im Gegen-

teil bestätigt er doch in seiner Beschwerde vom 1. Mai 2018 selbst, er sei 

sich bewusst, die offizielle Frist nicht eingehalten zu haben (vgl. BVGer-

act. 1 S. 1). 

3.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einsprachefrist gegen die 

Beitragsverfügung vom 28. Juni 2017 unter Berücksichtigung des Fristen-

stillstandes am 6. September 2017 endete und diese durch die Eingabe 

des Beschwerdeführers vom 12. Dezember 2017 offensichtlich nicht ge-

wahrt wurde. 

4.  

4.1 Im Weiteren ist auch klar nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

– soweit in der Einsprache des Beschwerdeführers vom 12. Dezember 

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Seite 7 

2018 überhaupt ein Wiederherstellungsgesuch der Frist erkannt werden 

könnte – die versäumte Frist im Verwaltungsverfahren nicht wiederherge-

stellt hat. Denn eine Wiederherstellung der Frist ist nur möglich, wenn die 

gesuchstellende Person oder ihre Vertretung in unverschuldeter Weise ab-

gehalten worden ist, binnen Frist zu handeln, sofern sie unter Angabe des 

Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht 

und die versäumte Rechtshandlung nachholt (vgl. Art. 41 ATSG; vgl. auch 

Art. 24 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer nannte jedoch in seiner Ein-

sprache vom 12. Dezember 2017 keine objektiven Gründe, die auf klare 

Schuldlosigkeit des Beschwerdeführers schliessen liessen (zur Vorausset-

zung der klaren Schuldlosigkeit vgl. statt vieler Urteil des BGer 

9C_821/2016 vom 2. Februar 2017 E. 2.2; ANDRÉ MOSER/MICHAEL 

BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht, 2. Auflage, Basel 2013, Rz.2.139 ff.). Er führte lediglich aus, dass 

er der Beitragsverfügung vom 28. Juni 2017 (Dok. 115) – wie auch danach 

der 1. Mahnung vom 28. August 2017 (Dok. 125) – keine Beachtung ge-

schenkt habe, was als klares Verschulden seinerseits zu werten ist. 

4.2 Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend 

macht, er hätte die Erwartung gehegt bzw. «irgendwie auch das Vertrauen» 

gehabt, die Vorinstanz würde von selbst den Fehler bemerken und korri-

gieren, ist ihm entgegenzuhalten, dass es vorliegend bereits an der die 

Vertrauensgrundlage bildenden Voraussetzung des behördlichen Han-

delns fehlt, da keine unrichtigen Zusicherungen, Auskünfte, Mitteilungen, 

Empfehlungen oder sonstigen Dispositionen der Vorinstanz in Bezug auf 

die Beitragsverfügung 2016 vom 28. Juni 2017 aktenkundig sind (zu den 

Voraussetzungen des Vertrauensschutzes vgl. statt vieler BGE 131 V 472 

E. 5). Zudem ist dem Beschwerdeführer entgegenzuhalten, dass er mit 

Schreiben vom 11. Juli 2017 (Dok. 116) lediglich den Fehler bezüglich der 

zu Unrecht eingesetzten brasilianischen Währung bei der Umrechnung in 

Schweizer Franken für das Jahr 2015 vom 16. Dezember 2016 (Dok. 107) 

gerügt hat. Da er zu diesem Zeitpunkt bereits die Beitragsverfügung 2016 

vom 28. Juni 2016 erhalten hatte (Erhalt am 6. Juli 2017 [vgl. Dok. 127]), 

hätte er mit gleicher Eingabe, mithin noch während der laufenden Rechts-

mittelfrist auch Einsprache gegen die Beitragsverfügung vom 28. Juni 2017 

erheben müssen. Denn ihm hätte bereits zu diesem Zeitpunkt auffallen 

müssen, dass auch die Beitragsverfügung 2016 vom 28. Juni 2017 allen-

falls an einem Mangel leiden könnte, fiel doch der amtlich festgesetzte Be-

trag für das Jahr 2016 nochmals deutlich höher aus als derjenige in der 

Beitragsverfügung 2015 vom 16. Dezember 2015 (vgl. Dok. 107 und 115). 

Überdies nimmt die Vorinstanz in ihrer Wiedererwägungsverfügung vom 

C-2620/2018 

Seite 8 

21. Juli 2017 (Dok. 124) lediglich Bezug auf die fehlerhafte Beitragsverfü-

gung 2015 vom 16. Dezember 2015. Zur Beitragsverfügung 2016 vom 

28. Juni 2017 äussert sie sich hingegen nicht, so dass auch in diesem 

Schriftstück offensichtlich keine Vertrauen bildende Grundlage erblickt wer-

den kann.  

4.3 Schliesslich erweist sich auch das in diesem Zusammenhang mit Be-

schwerde vom 1. Mai geltend gemachte Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom 

(ADS) als unbelegte Schutzbehauptung, hat der Beschwerdeführer doch 

keinen einzigen Arztbericht eingereicht, der diese Behauptung stützen 

würde. Zudem wäre es nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdefüh-

rer nicht in der Lage gewesen sein sollte, in Zusammenhang mit der frei-

willigen Versicherung eine Drittperson mit der Wahrung seiner Interessen 

zu beauftragen. Denn ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ist keine derart 

schwere psychische Erkrankung, die es verunmöglichen würde, zumindest 

die Hilfe einer Drittperson – wie z.B. seiner Ehefrau – in Anspruch zu neh-

men (betr. Krankheit als unverschuldetes, zur Wiederherstellung führendes 

Hindernis vgl. statt vieler Urteil des BGer 8C_767/2008 vom 12. Januar 

2009 E. 5.3 mit Hinweisen). 

4.4 Mit Blick auf das soeben Ausgeführte, erweist sich die Beschwerde als 

offensichtlich unbegründet, soweit auf sie einzutreten ist. 

5.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer seine Ein-

sprache offensichtlich verspätet erhoben hat. Zudem hat die Vorinstanz die 

Frist mangels objektiver Gründe zu Recht nicht wiederhergestellt und ist 

demzufolge auch zu Recht nicht auf die Einsprache vom 12. Dezember 

2017 eingetreten. Die Beschwerde erweist sich im Lichte des soeben Aus-

geführten als offensichtlich unbegründet, soweit auf sie einzutreten ist. Die 

Beschwerde wird daher, soweit darauf einzutreten ist, im einzelrichterli-

chen Verfahren abgewiesen (Art. 23 Abs. 2 VGG i.V. mit Art. 85bis Abs. 3 

AHVG).  

6.  

Soweit der Beschwerdeführer um Wiedererwägung der amtlichen Beitrags-

verfügung vom 28. Juni 2017 (amtliche Festsetzung der Beiträge 2016) 

ersucht, welche auf der mit Wiedererwägungsverfügung vom 21. Juli 2017 

aufgehobenen Beitragsverfügung vom 16. Dezember 2015 (Beiträge 2015) 

gründet (vgl. Beschwerde S. 2, Einsprache vom 12. Dezember 2017 S. 1 

C-2620/2018 

Seite 9 

Abs. 2), sind die Akten zuständigkeitshalber an die Vorinstanz zu überwei-

sen (vgl. Art.8 Abs. 1 VwVG). 

7.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

7.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), 

sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 

7.2 Dem Beschwerdeführer ist bei diesem Verfahrensausgang keine Par-

teientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die obsiegende 

Vorinstanz hat als Bundesbehörde ebenfalls keinen Anspruch auf Partei-

entschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 73.320.2]). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen. 

2.  

Betreffend Gesuch um Wiedererwägung der Beitragsverfügung vom 

28. Juni 2017 sind die Akten zuständigkeitshalber an die Vorinstanz zu 

überweisen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Zustellung über EDA Vertretung in Mexiko-

Stadt, Mexiko; Beilage: Empfangsbestätigung [vom Beschwerdeführer 

persönlich zu unterzeichnen]) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

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Seite 10 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christoph Rohrer Milan Lazic 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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