# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f587b5c-06ce-5ce2-9c6e-0c45921893a9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 02.10.2025 PC250048
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PC250048_2025-10-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PC250048-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. Ch. von Moos und Oberrichterin lic. iur. N. Jeker 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Beschluss vom 2. Oktober 2025

in Sachen

A._____, 
Gesuchsteller und Beschwerdeführer

gegen

B._____, 
Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

sowie

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C._____, 
Verfahrensbeteiligter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend Schutzschrift

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Pfäffikon 
vom 18. August 2025 (EW250001-H)

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Erwägungen:

1.1. Die Parteien stehen sich vor dem Bezirksgericht Pfäffikon in einem Schei-

dungsverfahren gegenüber (Geschäfts-Nr.: FE240089-H). Am 29. Juni 2025 

reichte der Gesuchsteller eine Eingabe mit der Überschrift "FE240089-H - Schutz-

schrift" ein (Urk. 1). Zur Behandlung der Schutzschrift wurde am Bezirksgericht 

Pfäffikon das Verfahren mit der Geschäfts-Nr.: EW250001-H angelegt. Am 18. Au-

gust 2025 wurde in jenem Verfahren folgender Entscheid erlassen (Urk. 3 S. 3 f. = 

Urk. 7 S. 3 f.):

"1. Die Eingabe des Gesuchstellers vom 29. Juni 2025 (act. 1) wird als 
Schutzschrift entgegengenommen.

2. Die Entscheidgebühr von Fr. 800.– wird vom Gesuchsteller bezo-
gen. Falls das von ihm vermutete Gesuch eingeht, entscheidet das 
Gericht in jenem Verfahren, wer die Kosten zu tragen hat. Andern-
falls wird dem Gesuchsteller die Entscheidgebühr definitiv aufer-
legt.

3. Die Schutzschrift findet nur Beachtung, wenn bis zum 30. Dezem-
ber 2025 das vom Gesuchsteller vermutete Gesuch eingeht.

4. Schriftliche Mitteilung an den Gesuchsteller.
5. (Rechtsmittel: Beschwerde, Frist: 10 Tage, Hinweis kein Fristen-

stillstand)"

1.2. Dagegen erhob der Gesuchsteller mit Eingabe vom 13. September 2025 Be-

schwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 6 S. 2):

"1. Das Urteil vom 18. August 2025 ergangen im Verfahren 
EW250001-H vor dem Bezirksgerichts Pfäffikon, Einzelgericht 
o.V., Hörnlistrasse 55, 8330 Pfäffikon sei aufzuheben, die Sache 
sei an die Vorinstanz zurückzuweisen und diese sei anzuweisen, 
die Eingabe des Klägers vom 29. Juni 2025 im Verfahren 
FE240089-H als Eingabe im Sinne einer vorgezogenen Stellung-
nahme zu den Akten zu erkennen.

2. (Verfahren EW250002-H).
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwer-
degegnerin ev. der Staatskasse."

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1–5). Die Sache ist 

spruchreif.

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2. Fraglich ist, ob es sich beim vorinstanzlichen Entscheid, die Eingabe vom 

29. Juni 2025 als Schutzschrift im Sinne von Art. 270 ZPO entgegen zu nehmen, 

überhaupt um einen beschwerdefähigen Entscheid handelt. Dies kann jedoch offen 

gelassen werden, da Zulässigkeitsvoraussetzung jedes Rechtsmittels die soge-

nannte Beschwer ist. Das Erfordernis der Beschwer hat die Wirkung, dass nur der-

jenige zur Erhebung eines Rechtsmittels befugt ist, welcher ein (von der Rechts-

ordnung geschütztes, d.h. ein schutzwürdiges) Interesse (tatsächlicher oder recht-

licher Natur) an der Abänderung eines erstinstanzlichen Entscheids besitzt. Fehlt 

es an der von Amtes wegen zu prüfenden Beschwer, ist auf das erhobene Rechts-

mittel nicht einzutreten (ZK ZPO-Reetz, Vorbemerkungen zu den Art. 308–318 

N 29, m.w.H.). Der Gesuchsteller legt in seiner Beschwerdeschrift nicht dar, inwie-

fern er durch den Entscheid der Vorinstanz, seine Eingabe vom 29. Juni 2025 als 

Schutzschrift entgegen zu nehmen, beschwert ist. Seine Beschwerde richtet sich 

auch nicht gegen den Kostenentscheid. Sollte der Gesuchsteller der Ansicht sein, 

dass seine Schutzschrift im Scheidungsverfahren FE240089-H zu Unrecht nicht 

einbezogen worden sei, obwohl sie hätte beachtet werden müssen, ist dies im 

Scheidungsverfahren zu rügen. Mangels Beschwer ist daher auf die Beschwerde 

des Gesuchstellers vom 13. September 2025 gegen das Urteil vom 18. August 

2025 nicht einzutreten.

3. Der Vollständigkeit halber ist auf folgendes hinzuweisen: Gemäss Art. 270 

Abs. 1 ZPO kann, wer Grund zur Annahme hat, dass gegen ihn ohne vorgängige 

Anhörung die Anordnung einer superprovisorischen Massnahme, eines Arrestes 

nach den Art. 271 ff. SchKG oder einer anderen Massnahme beantragt wird, seinen 

Standpunkt vorsorglich in einer Schutzschrift darlegen. Der Gesuchsteller bezeich-

nete seine Eingabe vom 29. Juni 2025 ausdrücklich als "Schutzschrift" (Urk. 1 S. 1) 

und führte darin aus, sich mit dieser vor (weiteren) vorläufigen Urteilen schützen zu 

wollen, die ohne seine hinreichende Anhörung erfolgen könnten (Urk. 1 S. 1). Es 

ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz seine Eingabe vom 29. Juni 

2025 als Schutzschrift im Sinne von Art. 270 ZPO entgegennahm. Dass die Vor-

instanz die Entgegennahme der Schutzschrift in einem separaten formellen Ver-

fahren behandelt hat, war ebenfalls nicht falsch. Hätte sie die Schutzschrift im hän-

gigen Scheidungsverfahren entgegengenommen, wäre es für die Gesuchsgegnerin 

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aufgrund des Akteneinsichtsrechts (Art. 53 Abs. 2 ZPO) jederzeit möglich gewesen, 

davon Kenntnis zu erlangen, was nicht dem Zweck der Schutzschrift entspricht 

(OGer ZH PF160045 vom 19. Januar 2017 E. II. 2.2).

4. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von § 4 

Abs. 1, § 8 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und Abs. 2 GebV OG auf Fr. 150.– festzusetzen. 

Bei Nichteintreten gilt die Partei, welche das Rechtsmittel erhoben hat, als unterlie-

gend (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem 

unterliegenden Gesuchsteller aufzuerlegen. Für das Beschwerdeverfahren sind 

keine Parteientschädigungen zuzusprechen (vgl. Art. 106 Abs. 1 und Art. 95 Abs. 3 

ZPO).

Es wird beschlossen:

1. Auf die Beschwerde des Gesuchstellers vom 13. September 2025 wird nicht 

eingetreten.

2. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 150.– festge-

setzt.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsteller auferlegt.

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an den Gesuchsteller sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. An die Gesuchsgegnerin und den Verfahrensbeteiligten er-

folgt keine Mitteilung.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 2. Oktober 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Paszehr

versandt am:
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