# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c36a2e4-d69f-5f45-a3bb-483b205bd175
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-09-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 26.09.2008 PZ 2008 155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2008-155_2008-09-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 26. September 2008 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 08 155

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Aktuarin Thöny

——————

Im Rekurs

des X., Gesuchsgegner und Rekurrent, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Clau-
dio Allenspach, Postfach, Poststrasse 43, 7002 Chur,

gegen

die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 9. Juli 2008, mitgeteilt 
am 11. Juli 2008, in Sachen des Gesuchsgegners und Rekurrenten gegen Y., Ge-
suchstellerin und Rekursgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius 
Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

betreffend Eheschutz,

hat sich ergeben:

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A. X. und Y. heirateten am 20. März 1995 vor dem Zivilstandsamt A.. Aus 
dieser Ehe ging der Sohn B., geboren am 17. September 1999, hervor. Die Familie 
wohnte bis zur Trennung in A.. 

B. Am 28. Mai 2008 liess Y. beim Bezirksgerichtspräsidium Plessur ein 
Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, worin sie die 
Obhut über B. unter Einräumung eines Besuchs- und Ferienrechts für den Vater, 
die Zuteilung der ehelichen Wohnung an sich und ihren Sohn sowie die Verpflich-
tung von X. zur Zahlung von monatlichen Unterhaltsbeiträgen von Fr. 1'800.-- (Fr. 
1'000.-- für sich und Fr. 800.-- für den Sohn B.) beantragte. Bezüglich der gemein-
samen Wohnung stellte sie zudem den Antrag, ihr Ehemann habe diese unter Mit-
nahme der persönlichen Effekten bis spätestens am 30. Juni 2008 zu verlassen und 
es sei ihm unter Androhung der Straffolgen von Art. 292 StGB zu verbieten, ohne 
ihre Einwilligung in die eheliche Wohnung zurückzukehren.

C. Anlässlich der gemeinsamen Anhörung vor dem Bezirksgerichtsvize-
präsidenten Plessur am 18. Juni 2008 einigten sich die Parteien darauf, dass der 
Ehemann die gemeinsame Wohnung bis spätestens 31. Juli 2008 verlassen werde. 
Im Einverständnis mit dem Rechtsvertreter der Gesuchstellerin wurde ihm zudem 
nochmals eine Frist zur Einreichung einer Stellungnahme zum Gesuch um Erlass 
eheschutzrichterlicher Massnahmen gewährt.

D. In seiner Stellungnahme vom 3. Juli 2008 erklärte sich X. mit der Zu-
teilung der Obhut über B. an die Ehefrau einverstanden. Er ersuchte jedoch um 
Einräumung eines flexiblen und grosszügigen Besuchs- und Ferienrechts. Daneben 
beantragte er, für die Dauer des Getrenntlebens die Hälfte des Mobiliars und Inven-
tars der ehelichen Wohnung nutzen zu können. Bezüglich des Unterhalts stellte er 
den Antrag, die monatlichen Beiträge auf höchstens Fr. 800.-- inkl. Kinderzulagen 
festzulegen. Zudem beantragte er, es sei eine weitere Anhörung durchzuführen.

E. Mit Verfügung vom 9. Juli 2008, mitgeteilt am 11. Juli 2008, erkannte 
der Bezirksgerichtsvizepräsident Plessur wie folgt:

„1. Die Parteien werden berechtigt, getrennt zu leben.

2. Die eheliche Wohnung wird für die effektive Dauer der Trennung der 
Ehefrau und dem Kind zugeteilt. Der Ehemann wird verpflichtet, die ehe-
liche Wohnung bis spätestens 31. Juli 2008 zu verlassen.

3. Das Kind B., geb. 17. September 1999, wird unter die Obhut der Mutter 
gestellt.

4. Der Vater wird berechtigt, B. am ersten und dritten Wochenende des 
Monats jeweils von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 19.00 Uhr zu sich auf 

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Besuch zu nehmen. Die Terminabsprache hat rechtzeitig zu erfolgen. 
Ausserdem wird der Vater berechtigt, den Sohn B. jährlich für drei Wo-
chen zu sich in die Ferien zu nehmen. 

5. Der Ehemann wird verpflichtet, an den Unterhalt der Familie für die ef-
fektive Dauer der Trennung monatlich im Voraus zahlbare Unterhalts-
beiträge von CHF 1'252.00 (für das Kind CHF 750.00, für die Ehefrau 
CHF 502.00) zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinder-
zulagen zu bezahlen. Jeweilige Gratifikationen des Ehemannes oder 
der Ehefrau gehen bei der Auszahlung je zur Hälfte an den Ehepartner. 

6. Die Kosten dieses Verfahrens von CHF 1'129.00 (Gerichtsgebühren 
CHF 800.00, Schreibgebühren CHF 225.00, Bargebühren CHF 104.00) 
gehen hälftig zu Lasten der Parteien. Der Anteil der Ehefrau wird, da sie 
mit einer Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege prozessiert, nach 
Eintritt der Rechtskraft der Stadt A. in Rechnung gestellt. Der Ehemann 
hat seinen Anteil nach einem allfälligen negativen Entscheid betreffend 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege innert 30 Tagen auf das 
PC-Konto 70-3596-3 des Bezirksgerichtes Plessur zu überweisen. An-
dernfalls werden die Kosten ebenfalls der Stadt A. in Rechnung gestellt. 

Allfällige ausseramtliche Kosten werden wettgeschlagen. 

7. Den Parteivertretern wird eine Frist von 10 Tagen ab Mitteilung der vor-
liegenden Verfügung gesetzt, um eine detaillierte Honorarnote betref-
fend Anwaltsaufwand (samt Einzahlungsschein) einzureichen und ihre 
diesbezüglichen Ansprüche zu beziffern. Bei Nicht-Einhaltung dieser 
Frist wird der Bezirksgerichtsvizepräsident den Aufwand nach pflicht-
gemässem Ermessen festsetzen.

8. (Rechtsmittelbelehrung).

9. (Mitteilung).“

F. Gegen diese Verfügung vom 9. Juli 2008 liess X. mit Eingabe vom 29. 
Juli 2008 Rekurs beim Kantonsgerichtspräsidium Graubünden erheben, wobei er 
die folgenden Anträge stellte:

„1. Dispositivziffer 5 der angefochtenen Eheschutzverfügung sei aufzuhe-
ben.

2. Der Rekurrent sei zu verpflichten, als Kindesunterhalt und für die Re-
kursgegnerin persönlich zusammen für die Dauer des Getrenntlebens 
ab dem 1. August 2008 einen monatlichen, vorauszahlbaren Unterhalts-
beitrag von höchstens Fr. 800.-- (inkl. Kinderzulage) zu bezahlen.

3. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich die 
gesetzliche Mehrwertsteuer) zu Lasten der Rekursgegnerin.“

Gleichzeitig unterbreitete der Rekurrent auch ein Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege, welches mit Verfügung vom 3. September 2008 (PZ 
08 156) gutgeheissen wurde. 

G. In ihrer Vernehmlassung vom 1. September 2008 stellte Y. den Antrag, 
auf den Rekurs sei nicht einzutreten, eventualiter sei er unter Kosten- und Entschä-

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digungsfolge abzuweisen. Auch die Rekursgegnerin reichte ein Gesuch um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege ein, welches mit Verfügung vom 3. Sep-
tember 2008 (PZ 08 174) ebenfalls gutgeheissen wurde. 

Das Bezirksgerichtspräsidium Plessur verzichtete mit Schreiben vom 18. Au-
gust 2008 auf die Einreichung einer Vernehmlassung.

H. Anlässlich der vom Kantonsgerichtspräsidium Graubünden am 
26. September 2008 durchgeführten Einigungsverhandlung, an der beide Parteien 
zusammen mit ihren Rechtsvertretern teilnahmen, konnte keine Einigung erzielt 
werden. 

Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegan-
gen. 

Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung :

1. Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten zum Schutz der ehelichen 
Gemeinschaft können gemäss Art. 8 Ziff. 11 in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 des 
Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 
210.100) angefochten werden. Im Rekurs ist mit kurzer Begründung anzugeben, 
welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Abänderungen beantragt 
werden (Art. 12 Abs. 1 und 3 EGzZGB in Verbindung mit Art. 233 Abs. 2 ZPO). Die 
Rekursgegnerin macht in diesem Zusammenhang geltend, es stelle sich die Frage, 
ob der Rekurrent überhaupt ein Rechtsschutzinteresse daran habe, dass sein Re-
kurs behandelt werde, nachdem gemäss seinen eigenen Angaben ohnehin eine 
Abänderung der eheschutzrichterlichen Massnahmen nötig sein werde. Die Abän-
derung eines Eheschutzentscheids ist dann zulässig, wenn eine wesentliche und 
dauerhafte Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der Anordnung der 
Massnahme eingetreten ist. Im vorliegenden Fall beanstandet X. verschiedene Be-
darfspositionen in der vorinstanzlichen Unterhaltsberechnung, zu welchen er bereits 
in seiner Stellungnahme vom 3. Juli 2008 nähere Ausführungen machte (13. Mo-
natslohn der Ehefrau, überhöhte Wohnkosten der Ehefrau, eheliche Schulden). 
Diese Streitpunkte unterliegen, da sie bereits im vorinstanzlichen Verfahren thema-
tisiert wurden und diesbezüglich seither keine Änderungen eintraten, nicht der 
Abänderung. Eine Anpassung kann somit nur im Rahmen eines Rekursverfahrens 
erfolgen. Daran vermag auch der Umstand, dass allenfalls in absehbarer Zeit ein 

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Abänderungsverfahren erforderlich sein könnte, nichts zu ändern. Auf den frist- und 
formgerecht eingereichten Rekurs vom 29. Juli 2008 ist daher einzutreten. 

2. Gegenstand des vorliegenden Rekursverfahrens bildet einzig die 
Frage nach der Höhe der Unterhaltsbeiträge des Rekurrenten gegenüber seiner 
Ehefrau und seinem Sohn. Vom Rekurrenten nicht bestritten wird der Umstand, 
dass grundsätzlich eine Unterhaltspflicht gegenüber seiner Ehefrau und dem ge-
meinsamen Kind besteht. Er wendet jedoch ein, die vom vorinstanzlichen Richter 
getroffene Unterhaltsregelung sei aufgrund der beträchtlichen gemeinsamen Schul-
den nicht als angemessen zu taxieren. Die verfügten Unterhaltsbeiträge würden es 
verunmöglichen, die ehelichen Schulden innert nützlicher Frist zu tilgen, da hierfür 
lediglich ein monatlicher Betrag von Fr. 330.-- verbleibe. Der Schuldenberg wäre bei 
dieser Regelung in 18 Jahren noch nicht abgebaut, was ihm nicht zugemutet wer-
den könne. Die Unterhaltsbeiträge seien daher etwas tiefer zu veranschlagen. Im 
vorliegenden Verfahren gilt es somit zu prüfen, ob die Leistungsfähigkeit des Re-
kurrenten und seiner Ehefrau im angefochtenen Entscheid richtig bemessen wur-
den beziehungsweise, ob die Vorinstanz ihrer Unterhaltsberechnung die richtigen 
Ausgangswerte zugrunde gelegt hat. 

3. Bei der Ermittlung des Unterhaltsbeitrags im Eheschutzverfahren ist 
eine sogenannte Bedarfsrechnung vorzunehmen. Dabei wird das Einkommen der 
Parteien dem Grundbedarf gegenübergestellt und ein allfälliger Einkommensüber-
schuss bedarfsgerecht auf die Parteien aufgeteilt. Der Unterhaltspflichtige kann je-
doch nur zu einem seiner Leistungsfähigkeit entsprechenden, nicht aber zu einem 
kostendeckenden Betrag verpflichtet werden. Der Leistungsfähige ist daher nicht 
grundsätzlich beitragspflichtig. Das Bundesgericht hat in jüngeren Entscheiden (z.B. 
BGE 127 III 68 E. 2c S. 70) klar festgehalten, dass das Existenzminimum auch in 
Fällen knapper finanzieller Mittel zu schützen ist. Somit ist als Massgabe für die 
Zusprechung von Unterhaltsbeiträgen in erster Linie das betreibungsrechtliche 
Existenzminimum des Leistungspflichtigen nach Art. 93 SchKG heranzuziehen. Die 
Leistungsfähigkeit ergibt sich aus der Gegenüberstellung des Bedarfs des Leis-
tungspflichtigen mit seinem erzielten Nettoneinkommen (vgl. Hasenböhler/Opel, 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Auflage, Basel 2006, N. 2 zu Art. 173). 

4. Das familienrechtliche Existenzminimum eines jeden Ehegatten setzt 
sich aus seinem Grundbetrag, den Grundbeträgen von unmündigen Kindern, die bei 
ihm wohnen, sowie Zuschlägen für die Wohnkosten, Krankenkassenprämien und 
weitere Gesundheitskosten, sowie Berufsauslagen zusammen. 

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a) Bei der Bedarfsberechnung berücksichtigte die Vorinstanz bei Y. ei-
nen Grundbedarf von Fr. 3'667.--. Dieser setzt sich gemäss den Ausführungen im 
angefochtenen Entscheid aus dem Grundbetrag für eine alleinstehende Person mit 
Unterstützungspflichten von Fr. 1'250.--, Wohnkosten von Fr. 1'562.--, dem Grund-
betrag für den Sohn B. von 350.--, der Krankenkassenprämie von Fr. 280.--, der 
Krankenkassenprämie für B. von Fr. 75.-- sowie einem Betrag für Steuern von Fr. 
150.-- zusammen. Der Rekurrent macht diesbezüglich geltend, die Bedarfsberech-
nung bei seiner Ehefrau hätte anders ausfallen müssen, was zu einem tieferen Un-
terhaltsbeitrag geführt hätte. 

aa) Zunächst beanstandet der Rekurrent die Berücksichtigung eines Be-
trags für laufende Steuern. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis sei dem Grundbe-
darf bei knappen Verhältnissen kein Betrag für Steuern hinzuzurechnen. Zwar trifft 
es zu, dass die Steuerlast bei engen finanziellen Verhältnissen unberücksichtigt zu 
bleiben hat, macht es doch wenig Sinn, die Steuerlast zum Existenzminimum des 
Unterhaltspflichtigen hinzuzurechnen und im gleichen Umfang seinen Unterhalts-
beitrag zu senken. Das Recht auf Existenzsicherung darf durch staatliche Abgaben-
forderungen nicht beeinträchtigt werden (BGE 126 III 353 E. 1a/aa S. 356 mit wei-
teren Hinweisen). Übersteigt das gemeinsame Einkommen jedoch die Existenzmi-
nima beider Ehegatten, sind die unter Berücksichtigung der Unterhaltsbeiträge ge-
schuldeten Steuern vielmehr mit einem angemessenen Betrag vor Verteilung des 
Überschusses zu berücksichtigen (Jann Six, Eheschutz, Bern 2008, N. 2.74 S. 61). 
Im vorliegenden Fall verbleibt den Parteien - wie die nachfolgenden Erwägungen 
noch zeigen werden - ein Überschuss, weshalb die Steuerlast in der Bedarfsrech-
nung entsprechend den Ausführungen der Vorinstanz zu berücksichtigen ist. Die 
Höhe der eingesetzten Beträge für die mutmasslich anfallenden Steuern wurde sei-
tens des Rekurrenten nicht beanstandet und erscheint auch als angemessen. 

ab) Des Weiteren rügt der Rekurrent die Anrechnung von Fr. 1'562.-- der 
Ehefrau für Wohn- und Nebenkosten. Bereits anlässlich der bezirksgerichtspräsidi-
alen Anhörung vom 18. Juni 2008 sei die Rekursgegnerin darauf hingewiesen wor-
den, dass die eheliche Wohnung am C.-Strasse in A. für eine alleinerziehende Per-
son mit einem Kind zu teuer und im Übrigen ohnehin zu gross sei. Dies sei sodann 
auch in der Verfügung des Bezirksgerichtsvizepräsidenten Plessur vom 19. Juni 
2008 schriftlich festgehalten worden. Dennoch habe die Rekursgegnerin den Kün-
digungstermin für die Wohnung verstreichen lassen und sei offensichtlich nicht ge-
willt, sich eine günstigere Wohnung zu suchen. Dies dürfe ihm jedoch nicht zum 
Nachteil gereichen. Es sei ihr daher spätestens ab 1. Oktober 2008 der Betrag von 
Fr. 1'200.-- zur Deckung ihrer Wohnkosten einzusetzen. Erscheinen die effektiven 

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Wohnkosten unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse und des Woh-
nungsmarktes im Lebensraum der Ehegatten übersetzt, so ist der im familienrecht-
lichen Existenzminimum eines Ehegatten zu berücksichtigende Betrag auf den 
nächsten Kündigungstermin hin auf ein Normalmass herabzusetzen. Dieser Termin 
kann nicht vor Eröffnung des Eheschutzentscheids, in welchem die Umstellungs-
pflicht erstmals festgehalten worden ist, liegen (Six, a.a.O. N. 2.97 mit Hinweis). Im 
vorliegenden Fall trifft es zwar zu, dass der Bezirksgerichtsvizepräsident Plessur in 
seiner (prozessleitenden) Verfügung vom 19. Juni 2008 darauf hinwies, dass - im 
Falle einer Trennung - eine 4 ½-Zimmerwohnung für zwei Personen überdimensio-
niert sei und dass der Kündigungstermin ihrer Wohnung der 30. Juni 2008 mit Auf-
lösungsdatum per Ende September 2008 sei. Er verpflichtete Y. jedoch nicht dazu, 
die Wohnung auf diesen Termin hin zu kündigen, da ihr andernfalls tiefere Mietkos-
ten als die effektiv anfallenden angerechnet worden wären. Auch in der angefoch-
tenen Verfügung, welche am 9. Juli 2008, das heisst nach dem 30. Juni 2008 erlas-
sen wurde, auferlegte er der Rekursgegnerin keine Pflicht zum Wohnungswechsel, 
sondern rechnete ihr bis auf weiteres einen Betrag für Wohnkosten in Höhe von Fr. 
1'562.-- an. Daher kann dem Antrag des Rekurrenten, Y. ab dem 1. Oktober 2008 
tiefere Wohnkosten anzurechnen, bereits aus diesem Grund nicht stattgegeben 
werden. Hinzu kommt, dass am jetzigen Wohnort der Rekursgegnerin, welche einer 
Arbeit nachgeht, gemäss ihren eigenen Angaben auch für die Betreuung des Soh-
nes B. gesorgt ist. Dadurch fallen keine weiteren Kosten für Kinderbetreuung an, 
was die leicht erhöhten Wohnkosten im vorliegenden Fall dennoch als angemessen 
erscheinen lässt. 

ac) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorinstanzliche Berech-
nung des Existenzminimums von Y. nicht zu beanstanden ist. Es kann bei ihr somit 
von einem Grundbedarf von Fr. 3'667.-- ausgegangen werden. 

b) Im Falle von X. berücksichtigte die Vorinstanz bei der Bedarfsrech-
nung den Grundbetrag für eine alleinstehende Person ohne Unterstützungspflichten 
von Fr. 1'100.--, Wohnkosten in Höhe von Fr. 1'000.--, Krankenkassenprämien von 
Fr. 280.-- sowie Auslagen für die Steuern von Fr. 300.--. Dies ergab ein Existenzmi-
nimum von Fr. 2'680.--.

ba) Anlässlich der Einigungsverhandlung vor dem Kantonsgerichtspräsi-
dium Graubünden vom 26. September 2008 äusserte der Rechtsvertreter der Re-
kursgegnerin den Verdacht, dass der Rekurrent, der gemäss eigenen Angaben bei 
seiner Schwester in I. wohnt, gar keine Miete zu bezahlen habe. Der Vollständigkeit 
halber sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass selbst dieser Um-

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stand an der vorinstanzlichen Unterhaltsberechnung nichts ändern würde. Wohnt 
ein Ehegatte nämlich nach Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes vorüberge-
hend bei Freunden, Bekannten oder Verwandten und fallen dort keine oder nur re-
duzierte Wohnkosten an, ist gemäss bundesgerichtlicher Praxis nicht auf diese, 
sondern auf die höheren Wohnkosten in angemessenem Umfang abzustellen. Es 
besteht die Vermutung, dass es nach dem Willen der Personen, die einem der Ehe-
gatten eine Wohngelegenheit einräumen, darum geht, diesen zu begünstigen und 
nicht, den anderen Ehegatten zu entlasten (BGE 128 III 161 E. 2c/aa S. 162; Six, 
a.a.O., N. 2.103 S. 71). Gestützt auf diese Rechtsprechung können dem Rekurren-
ten im vorliegenden Fall somit vorübergehend Fr. 1'000.-- an Wohnkosten ange-
rechnet werden. Sollte er jedoch durch die Unterbringung bei seiner Schwester für 
eine längere Zeitspanne nachweislich Wohnkosten einsparen, so wäre eine Anpas-
sung der Bedarfsrechnung vorzunehmen. Im Moment bestehen hierfür jedoch keine 
Anhaltspunkte, weshalb sich eine Änderung der vorinstanzlichen Berechnung in 
diesem Punkt erübrigt. 

bb) Der Rekurrent macht des Weiteren geltend, es sei bereits vor der Vor-
instanz dokumentiert dargelegt worden, dass die Eheleute gemeinsame Schulden 
in Höhe von über Fr. 70'000.-- hätten, welche auch nach der Trennung wenn irgend-
wie möglich abbezahlt werden müssten. Deshalb gelte es mit Bezug auf die Tren-
nung „vernünftige“ Regelungen zu finden, welche sich im Rahmen von gemeinsa-
men Gesprächen am ehesten finden lassen würden. Aus diesem Grund sei die Vor-
instanz auch ersucht worden, eine weitere Anhörung anzusetzen, was leider nicht 
erfolgt sei. Die verfügten Unterhaltsverpflichtungen zu Lasten des Rekurrenten wür-
den es verunmöglichen, die gemeinsamen Schulden innert nützlicher Frist zu tilgen. 

Die Tilgung von Schulden bleibt im familienrechtlichen Existenzminimum 
grundsätzlich unberücksichtigt. Unerheblich ist, um was für Schulden es sich han-
delt. Als Ausnahme sind im familienrechtlichen Existenzminimum als Drittschulden 
einzig Abschlagsraten für gemeinsame Kompetenzstücke der Ehegatten (z.B. für 
unerlässliche Hausratsgegenstände und Möbelstücke) zu berücksichtigen, sofern 
sich der Verkäufer das Eigentum daran nachweislich vorbehalten hat. Andere 
Schulden, die zum gemeinsamen Lebensunterhalt beigetragen haben, können nicht 
im familienrechtlichen Existenzminimum, aber bei Vorliegen eines Überschusses 
vor dessen Verteilung berücksichtigt werden. Der Eheschutzrichter kann aber kei-
nen Entscheid darüber treffen, welcher Ehegatte intern in welchem Umfang für wel-
che ehelichen Schulden haftet. Darüber haben sich die Parteien im Rahmen des 
Scheidungsverfahrens auseinanderzusetzen. Es kann dies nicht Gegenstand eines 
Eheschutzverfahrens sein (vgl. Art. 172 Abs. 3 ZGB; Six, a.a.O., N. 2.73 S. 61 und 

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N. 2.166 S. 94). Im vorliegenden Fall wurden die Ehegatten seitens des Kantons-
gerichtspräsidiums Graubünden gebeten, anlässlich der Einigungsverhandlung 
vom 26. September 2008 dokumentiert Auskunft zu geben über den Grund für die 
Kreditaufnahmen sowie über die Laufzeit der Kredite und über die Tilgungsraten. 
Dieser Aufforderung sind die Parteien jedoch nur bedingt nachgekommen. So 
wurde seitens des Rekurrenten zwar eine Zusammenstellung über die Schuldensi-
tuation eingereicht, jedoch geht aus dieser nicht hervor, ob tatsächlich monatliche 
Abzahlungen geleistet werden. Auch ist aufgrund der Aktenlage weiterhin unklar, 
für welche Zwecke die verschiedenen Kredite und Darlehen aufgenommen wurden. 
Der einzige Kredit, bei welchem der Zweck ersichtlich ist, ist jener der G.-Bank. Mit 
diesem Kredit zu 48 Monatsraten à Fr. 301.60 wurde offensichtlich auf den Namen 
von Y. ein Fahrzeug finanziert, welches gemäss Aussagen der Parteien derzeit im 
Besitz von X. sein soll. Ob die Kosten aber auch effektiv bezahlt werden und von 
wem, wurde nicht näher dargelegt. Mit Bezug auf den Kredit der H.-Bank liegt ledig-
lich eine Zinsbescheinigung an X. vor; ein Kreditvertrag fehlt ebenso wie Belege 
darüber, ob und von wem bezahlt wird. Bei den übrigen Krediten beziehungsweise 
Darlehen sind die Belege ebenfalls lückenhaft und wenig aussagekräftig. Da die 
Parteien anlässlich der Einigungsverhandlung vom 26. September 2008 keine hin-
reichend verlässlichen Beweisurkunden vorlegten und nicht gewillt waren, eine Re-
gelung zur gemeinsamen Schuldentilgung zu treffen und es nicht die Aufgabe des 
Eheschutzrichters sein kann, nach Belegen zu forschen und eine Regelung auszu-
arbeiten, sind die ehelichen Schulden im vorliegenden Verfahren gänzlich ausser 
Acht zu lassen. Dies umso mehr, als der aus der Unterhaltsberechnung resultie-
rende Überschuss - wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen werden - zu gering-
fügig ist, um damit für sämtliche Kredite und Darlehen Abzahlungen leisten zu kön-
nen. Da gemäss den Akten offenbar nicht alle Schulden auf beide Ehegatten lauten, 
kann es auch nicht einem Ehegatten allein überlassen bleiben, zu entscheiden, wel-
che Schulden er mit dem verbleibenden Überschuss abbezahlen will. Die Parteien 
werden sich darüber ausserhalb des Eheschutzverfahrens zu einigen haben, sollten 
sie tatsächlich daran interessiert sein, ihre Schulden innert absehbarer Zeit zu til-
gen. Dabei sei bekräftigend festgehalten, dass die Schuldentilgung nicht nur den 
Ehemann betrifft, sondern auch die Ehefrau, ist sie doch zum Beispiel mit Bezug 
auf den Kredit bei der G.-Bank offensichtlich alleine Schuldnerin.

bc) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auch der Grundbedarf von 
X., wie ihn die Vorinstanz ermittelt hat, nicht zu beanstanden ist und daher auch im 
vorliegenden Rekursverfahren darauf abgestellt werden kann. 

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5. Nach der Bestimmung des beiderseitigen Grundbedarfs anhand der 
tatsächlichen Lebenskosten folgt die Bestimmung und Einsetzung der beidseitigen 
massgeblichen Einkommen. Bei beiden Ehegatten ist von ihrem effektiv erzielten 
Nettoeinkommen auszugehen. Ein 13. Monatslohn ist anteilsmässig zum monatli-
chen Nettolohn hinzuzurechnen, unabhängig davon, wann er ausbezahlt wird (Six, 
a.a.O., N. 2.128 S. 81 mit Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). 

a) Im Falle von Y. ging der Bezirksgerichtsvizepräsident Plessur von ei-
nem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 2'219.65 aus. Obwohl in den Erwägun-
gen festgehalten wurde, diesem Betrag sei ein 13. Monatslohn anzurechnen, wurde 
ein solcher in der Unterhaltsberechnung nicht berücksichtigt. Anlässlich der Eini-
gungsverhandlung vor dem Kantonsgerichtspräsidium Graubünden vom 26. Sep-
tember 2008 bestätigte die Rekursgegnerin, von ihrem Arbeitgeber einen 13. Mo-
natslohn ausbezahlt zu bekommen. Somit ist dieser gemäss der eingangs ausge-
führten Praxis auch in der Unterhaltsberechnung aufzuführen. Das anrechenbare 
Einkommen von Y. beträgt daher einschliesslich des 13. Monatslohns Fr. 2'403.--.

b) Die Vorinstanz führte bezüglich des Einkommens von X. aus, dieser 
verdiene bei der Firma D.-GmbH monatlich Fr. 4'457.20. Nach Abzug der Kinderzu-
lage verbleibe somit ein Nettoeinkommen von Fr. 4'262.20 zuzüglich eines 13. Mo-
natslohns. Der Rekurrent macht nun geltend, es treffe indes nicht zu, dass er einen 
13. Monatslohn erhalte. Das anrechenbare Einkommen sei entsprechend zu korri-
gieren. Zwar trifft es zu, dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen vom Bezug eines 
13. Monatslohns ausging. Aus der von ihr angestellten Unterhaltsberechnung, auf 
welcher der zugesprochene Unterhaltsbeitrag basiert, geht jedoch hervor, dass sie 
trotz anderslautender Ausführungen von einem Nettolohn von Fr. 4'262.20 ohne 
Berücksichtigung eines 13. Monatslohns ausging. Dies zeigt sich insbesondere in 
Erwägung 7 der angefochtenen Verfügung, wo die Vorinstanz ausführte, der Ehe-
mann sei - nach Abzug seines Grundbedarfs von Fr. 2'680.-- - in der Lage, Fr. 750.-- 
an den Unterhalt seines Kindes und Fr. 502.-- an den Unterhalt seiner Ehefrau zu 
bezahlen, so dass monatlich immer noch der Betrag von Fr. 330.-- zur Schuldentil-
gung verbleibe. Aus diesem Grund ist eine Korrektur der vorinstanzlichen Einkom-
mensberechnung nicht erforderlich. Mit Schreiben vom 17. September 2008 teilte 
der Rechtsvertreter des Rekurrenten dem Kantonsgerichtspräsidium indessen mit, 
dass sein Mandant zwischenzeitlich eine andere Arbeitsstelle gefunden habe. 
Gemäss dem eingereichten Arbeitsvertrag vom 4. September 2008 ist X. seit dem 
8. September 2008 für die E.-GmbH in F. tätig. Dort erzielt er ein monatliches Brut-
toeinkommen von Fr. 4'800.--. Nach den im Arbeitsvertrag aufgelisteten Sozialab-
zügen (AHV/IV/EO, Prämien für NBU, Arbeitnehmerprämien für die Personalvor-

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sorge sowie Beiträge an den Parifonds Bau) und unter Anrechnung des vertraglich 
vereinbarten 13. Monatslohns dürfte das monatliche Nettoeinkommen des Rekur-
renten ungefähr gleich hoch ausfallen wie an seiner letzten Arbeitsstelle. Dabei ist 
jedoch zu berücksichtigen, dass die Kinderzulagen gemäss Aussagen der Parteien 
neuerdings von der Ehefrau bezogen werden und somit nicht zum Einkommen des 
Rekurrenten angerechnet werden dürfen. 

6. Zwar weicht die Bedarfsrechnung der Vorinstanz teilweise von der üb-
lichen Berechnungsmethode ab, dennoch ergibt sich - wie auch der Bezirksgerichts-
vizepräsident Plessur festgestellt hat - bei X. ein familienrechtliches Existenzmini-
mum von Fr. 2'680.-- und bei Y. ein solches von Fr. 3'667.--. Für beide Ehegatten 
zusammen resultiert daraus ein Existenzminimum von Fr. 6'347.--. Das Einkommen 
beläuft sich bei X. auf Fr. 4'262.-- und bei Y. auf Fr. 2'403.--, was ein Gesamtein-
kommen von Fr. 6'665.-- ergibt. Die Gegenüberstellung von Existenzminimum (Fr. 
6'347.--) und Gesamteinkommen (Fr. 6'665.--) ergibt damit einen Überschuss von 
Fr. 318.--. Dieser ist auf die Parteien aufzuteilen. Bei gemeinsamen unmündigen 
Kindern, die bei einem der Ehegatten wohnen, ist die Zuweisung des verbleibenden 
Überschusses im Verhältnis 1/3 zu 2/3 zu Gunsten des obhutsberechtigten Ehegat-
ten vorzunehmen (vgl. BGE 126 III 8 E. 3c S. 9 f.). X. könnte somit zu einer monat-
lichen Unterhaltszahlung an seine Ehefrau von bis zu Fr. 1'476.-- verpflichtet wer-
den. Eine Erhöhung des Unterhaltsbeitrags ist jedoch mangels entsprechenden An-
trags der Ehefrau ausgeschlossen. Damit ist der von der Vorinstanz festgelegte Un-
terhaltsbeitrag nicht zu korrigieren. Eine Abänderung der angefochtenen Verfügung 
ist somit nicht erforderlich. Der Rekurs ist daher abzuweisen.

7. Ist der Rekurs abzuweisen, gehen die Kosten des Rekursverfahrens 
von Fr. 1'000.-- zuzüglich der Schreibgebühr von Fr. 240.--, total somit Fr. 1'240.-- 
zu Lasten des Rekurrenten, der überdies zu verpflichten ist, die Rekursgegnerin 
angemessen ausseramtlich zu entschädigen. Unter Berücksichtigung des notwen-
digen Aufwands erscheint eine Entschädigung in Höhe von Fr. 1'500.-- einschliess-
lich Mehrwertsteuer der Sache angemessen.

8.a) Dem Rekurrenten wurde mit Verfügung des Kantonsgerichtspräsidi-
ums vom 3. September 2008 (PZ 08 156) die Bewilligung zur unentgeltlichen Pro-
zessführung erteilt. Die ihm anfallenden Kosten des Rekursverfahrens und die in 
diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten seiner Rechtsvertretung sind 
demnach - unter Vorbehalt der Rückforderung - der Stadt A. in Rechnung zu stellen 
(Art. 47 Abs. 1 und 2 ZPO, Art. 45 Abs. 2 ZPO). Über die Höhe der Entschädigung 
des Rechtsbeistandes wird im Verfahren nach Art. 47 Abs. 4 ZPO entschieden. Der 

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Rechtsvertreter des Rekurrenten wird unter Hinweis auf Ziffer 4 des Dispositivs der 
Verfügung vom 3. September 2008 aufgefordert, innert 10 Tagen seit Mitteilung die-
ser Verfügung eine tarifgemässe Honorarnote einzureichen. Bei Nichteinhaltung 
dieser Frist wird der Aufwand nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt.

b) Die der Rekursgegnerin zugesprochene ausseramtliche Entschädi-
gung ist vom Rekurrenten zu begleichen. Im Falle der - nachgewiesenen - Unein-
bringlichkeit der zugesprochenen Parteientschädigung kann die Rekursgegnerin die 
ihr mit Verfügung vom 3. September 2008 (PZ 08 174) gewährte unentgeltliche 
Rechtspflege zu Lasten der Stadt A. in Anspruch nehmen. 

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Demnach verfügt das Kantonsgerichtspräsidium :

1. Der Rekurs wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rekursverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von 
Fr. 1'000.-- und Schreibgebühren von Fr. 240.--, total somit Fr. 1'240.--, wer-
den dem Rekurrenten auferlegt, der überdies die Rekursgegnerin ausseramt-
lich für das Rekursverfahren mit Fr. 1'500.-- einschliesslich Mehrwertsteuer 
zu entschädigen hat. 

3.a) Die X. auferlegten amtlichen Kosten des Rekursverfahrens und die in diesem 
Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten seiner Rechtsvertretung werden 
der Stadt A. in Rechnung gestellt.

   b) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch die Stadt A. bleibt vor-
behalten (Art. 45 Abs. 2 ZPO).

   c) Der Rechtsvertreter von X. wird aufgefordert, innert 10 Tagen seit Mitteilung 
dieser Verfügung eine detaillierte und tarifgemässe Honorarnote einzurei-
chen. Bei Nichteinhaltung dieser Frist wird die Entschädigung des Rechts-
vertreters nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt.

4. Es wird davon Vormerk genommen, dass Y. im Falle der nachgewiesenen 
Uneinbringlichkeit der ihr zu Lasten von X. zugesprochenen ausseramtlichen 
Entschädigung die mit Verfügung vom 3. September 2008 gewährte unent-
geltliche Rechtspflege zu Lasten der Stadt A. in Anspruch nehmen kann. 

5. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden, falls sich eine Rechtsfrage 
von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen 
ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerden gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff., 113 ff. BGG. 

6. Mitteilung an:

__________

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Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin: