# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 210dfa2d-a2d8-5eed-ab7b-b9e228f062a3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 19.05.2021 SK1 2020 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2020-12_2021-05-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 19. Mai 2021

(Mit Urteil 6B_915/2021 vom 26. Januar 2022 hat das Bundesgericht die gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.)

Referenz SK1 20 12

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Moses, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Guetg, Aktuar

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jürg Krumm
Landmann Rechtsanwälte AG, Möhrlistrasse 97, Postfach 6047, 
8050 Zürich 

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Sennhofstrasse 17, 7001 Chur
Berufungsbeklagte

D._____
Privatkläger

E._____
Privatkläger

F._____
Privatkläger

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G._____
Privatkläger

H._____
Privatklägerin

Gegenstand Neubeurteilung - versuchte vorsätzliche Tötung etc. (Proz. Nr. 
515-2014-28)

Anfechtungsobj. Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 28.01.2020, mitgeteilt am 
26.02.2020 (Proz. Nr. 515-2019-37)

Mitteilung 19. Juli 2021

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Sachverhalt

A. Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete mit Verfügung vom 16. April 
2012 eine Strafuntersuchung gegen A._____ wegen versuchter vorsätzlicher 
Tötung gemäss Art. 111 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, einfacher Körperverlet-
zung gemäss Art. 123 Ziff. 2 StGB, Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB und 
Freiheitsberaubung gemäss Art. 183 Ziff. 1 StGB. Mit Verfügungen vom 8. Mai 
2012 und vom 21. September 2012 wurde die Strafuntersuchung auf weitere De-
likte ausgedehnt. 

B. Am 10. Dezember 2014 erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden beim 
Bezirksgericht Plessur Anklage gegen A._____. Der Anklageschrift liegt folgender 
Sachverhalt zu Grunde:

1.1. Versuchte vorsätzliche Tötung gemäss Art. 111 in Verbindung mit Art. 
22 Abs. 1 StGB, einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 und 
Ziff. 2 Abs. 2 StGB, Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB, Freiheits-
beraubung gemäss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und Hausfriedens-
bruch gemäss Art. 186 StGB

Am 14. April 2012 begab sich der Beschuldigte zusammen mit 
B._____ und J._____ zur Wohnung an der I._____strasse in K._____, 
welche er unter anderem an D._____ untervermietet hatte. Der Be-
schuldigte beabsichtigte, D._____ aus der Wohnung auszuweisen, da 
Mietzinszahlungen ausstehend waren. Er hatte B._____ und J._____ 
zu seinem Schutz als Begleiter beauftragt. Die drei Männer hatten ver-
einbart, D._____ zu überwältigen, zu fesseln und die Wohnung zu 
räumen. B._____ und J._____ führten zu diesem Zweck Schlagstöcke, 
Schlaghandschuhe, Handschellen, Taschenmesser, Pfefferspray und 
Schutzausrüstungen mit sich.

Um ca. 14.00 Uhr klingelten die drei Männer an der Wohnungstüre von 
D._____. Auf die Frage von D._____, wer da sei, antwortete B._____, 
dass es sich um die Post handle. Als D._____ sodann die Türe öffne-
te, betraten die drei Männer gegen dessen Willen und ohne Berechti-
gung die Wohnung, gingen sogleich auf D._____ los und schlugen auf 
ihn ein. J._____ verwendete dabei einen Schlagstock, bei welchem es 
sich um eine Waffe im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB handelt. 
D._____ wehrte sich und versuchte, ins Treppenhaus zu flüchten, 
wurde jedoch zurückgezogen. B._____ legte D._____ sodann an einer 
Hand Handschellen an. Die drei Männer schlugen weiterhin mit den 
Fäusten und den Füssen auf den Kopf und den Körper von D._____ 
ein, und J._____ schlug ihn mit dem Schlagstock. J._____ hielt 
D._____ sodann ein Messer ans Ohr und drohte ihm, ihn damit bis 
zum andern Ohr zu schneiden. Der Beschuldigte schlug D._____ mit 
demselben Schlagstock gegen die Knie und die Füsse, forderte ihn 
auf, die Mietzinsausstände zu bezahlen und drohte ihm mit dem Tod. 
D._____ wurde dadurch in Angst versetzt. B._____ legte D._____ 
auch an der zweiten Hand Handschellen an. Anschliessend schlepp-
ten die drei Männer D._____ in ein Zimmer im hinteren Bereich der 
Wohnung und stiessen ihn in eine Ecke. Der Beschuldigte stiess 
D._____ dann mit dem Knie von der Wand weg und nahm ihn in den 

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Würgegriff. Mit der anderen Hand hielt er ihm den Mund zu. B._____ 
und J._____ verliessen dann das Zimmer und wollten mit dem Aus-
räumen der Wohnung beginnen. Als sie die eintreffende Polizei be-
merkten, flüchteten sie aus der Wohnung und aus dem Hinterausgang 
des Hauses. Dort konnten sie durch die Polizei angehalten werden.

Währenddem sich der Beschuldigte alleine mit D._____ im hinteren 
Zimmer befand, hielt er ihn ständig im Würgegriff, ohne dass dieser ir-
gendwelchen Anlass dazu gab, und drohte ihm, ihn umzubringen. 
D._____ wurde dadurch in Angst versetzt. Die hinzugekommenen Po-
lizisten L._____ und M._____ stiessen die Zimmertüre auf und fanden 
den Beschuldigten und D._____ in dieser Situation vor. Sie forderten 
den Beschuldigten auf, D._____ loszulassen. Der Beschuldigte würgte 
D._____ aber weiterhin kräftig, wodurch er diesen in unmittelbare Le-
bensgefahr brachte. Er tat dies bewusst und skrupellos, wobei er 
wusste, dass der von ihm gegen D._____ angewendete Würgegriff zu 
dessen Tod führen kann, und in Kauf nahm, dass D._____ sterben 
könnte. Nach diversen Aufforderungen der Polizisten liess der Be-
schuldigte schliesslich von D._____ ab.

Die drei Männer hielten D._____ bis zu diesem Zeitpunkt gegen sei-
nen Willen und unrechtmässig während mehr als einer Viertelstunde in 
ihrer Gewalt und dieser war teilweise mit Handschellen gefesselt.

Durch den Angriff auf D._____ zusammen mit B._____ und J._____ im 
Eingangsbereich der Wohnung und das Würgen von D._____ im hinte-
ren Zimmer verursachte der Beschuldigte bei D._____ die gemäss 
rechtsmedizinischem Gutachten vom 23. April 2012 festgestellten Ver-
letzungen. Gemäss diesem wurden bei D._____ die folgenden Befun-
de festgestellt:

- Schwellung und flächenhafte Rötung der Augenweichteile links; in 
der Rötung der Haut umschriebene, jedoch nicht geformte Akzen-
tuierungen des Oberlides sowie entlang des Augenhöhlenunter-
randes (vgl. Bild 1 und 6 der Fotodokumentation).

- Fleckförmige und streifenförmige Hauteinblutungen sowie verein-
zelte, kleine streifenförmige Oberhautabschürfungen des Nasen-
rückens; Schwellung des Nasenrückens, keine Schmerzen beim 
Betasten des Nasenbeines (vgl. Fotodokumentation Bild 1). 

- Glattrandige Durchtrennung der Unterlippe nahe des Mundwinkels 
rechts, keine Schürfanteile erkennbar (vgl. Fotodokumentation Bild 
2).

- Mundschleimhaut wegen Schmerzen nicht vollumfänglich einseh-
bar.

- Fleckförmige, z.T. landkartenartig begrenzte, konfluierte Hau-
trötung am Hals vorne und seitlich rechtsbetont; zwei streifenför-
mige, oberflächliche, kratzerartige Oberhautabschürfungen am 
Hals rechts (siehe Fotodokumentation Bilder 3 und 4).

- Hauteinblutungen hinter den Ohrmuscheln beidseits rechtsbetont 
(siehe Fotodokumentation Bild 4).

- Die Haut des Ober- und Unterlides rechts ist nicht geschwollen 
und weist keine Rötungen (Blutungen) auf. Die Augenbindehaut 
des Auges rechts, besonders des Unterlides zeigt punktförmige 

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sowie vereinzelte kleinfleckige Blutungen, die sich z.T. nahe an 
sehr gut sichtbaren und blutreichen kleinsten Blutgefässen befin-
den. Am Rand des Oberlides rechts erkennt man eine solitäre, 
kleinste Hauteinblutung (siehe Fotodokumentation Bild 5, beachte 
Pfeile).

- Die Hautweichteile um das Auge links sind geschwollen, der Lid-
spalt etwas verengt und deshalb die Augenbindehäute schlecht 
einseh- und beurteilbar. Das Oberlid ist flächenhaft gerötet, eben-
so die Haut und die Weichteile nahe der Nasenwurzel. Um das 
Auge mehrere z.T. konfluierte, nicht wegdrückbare Hautrötungen. 
Die Augenbindehaut über der Lederhaut im Lidspalt ist rot verfärbt 
(Blutung). Die Pupille mittelweit und rund (vgl. Fotodokumentation 
Bild 6).

- In der Rückenmitte zwischen den Schulterblättern gelangt eine ge-
formte Hauteinblutung zur Darstellung (vgl. Fotodokumentation 
Bild 7), die etwa 3 x 1.5 cm gross ist und sich birnenförmig präsen-
tiert. Die Ränder sind rötlich, der zentrale Bereich ist blass; am un-
teren Rand links eine klein-fleckförmige Oberhautabschürfung. 
Rechts und links davon zwei fleckförmige Rötungen, die auf der 
rechten Seite mit einer streifenförmigen Aussparung, die auf der 
linken Seite mit einer kaum sichtbaren zentralen unscharfen Auf-
hellung. In der weiteren Umgebung mehrere unscharf begrenzte 
Hautrötungen.

- Auf beiden Schulterkuppen sieht man nicht wegdrückbare Hau-
trötungen, die z.T. fleckförmig sind und z.T. bandförmig verlaufen. 
In den fleckförmig ausgebildeten Stellen finden wir bandförmige 
Aussparungen; die bandförmigen Rötungen sind ziemlich geradli-
nig begrenzt (vgl. Fotodokumentation Bilder 8 und 9).

- Am Handgelenk links sind vereinzelte, diskret rötlich gefärbte 
Hautstellen ersichtlich; die Rötungen sind wegdrückbar, keine 
Hautabschürfungen (vgl. Fotodokumentation Bild 10).

- Am Sprunggelenk innenseitig rechts besteht eine kleine, unge-
formte, feuchte Oberhautabschürfung, ein Oberhautfähnchen ist 
zur Ferse hin abgehoben (vgl. Fotodokumentation Bild 11).

Zusammengefasst wies D._____ Zeichen stumpfer Gewalteinwirkung 
hauptsächlich gegen den Kopf, den Rücken und die Schultern beid-
seits auf. Am Rücken und an den Schultern waren die Verletzungen 
geformt und deuteten deshalb auf den Einsatz eines Instrumentes hin. 
Am Hals präsentierte der Mann Verletzungen, die durch Würgen ent-
standen waren. In der Lid- und Bindehaut des Auges rechts wurden 
Stauungsblutungen festgestellt. Gemäss Gutachten muss aufgrund 
der am Halse sichtbaren Würgespuren und dem Nachweis von Stau-
ungszeichen im Kopfbereich, im zur Diskussion stehenden Falle waren 
dies in der Lid- und Augenbindehaut rechts nachgewiesene Stauungs-
blutungen, von einer Durchblutungsstörung des Gehirns im Rahmen 
der Strangulation ausgegangen werden, womit sich D._____ aus 
rechtsmedizinischer Sicht in einer konkreten Lebensgefahr befand.

D._____ stellte am 15. April 2012 Strafantrag gegen den Beschuldig-
ten sowie gegen J._____ und B._____ wegen einfacher Körperverlet-
zung, Drohung, Hausfriedensbruchs etc.

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1.2. Mehrfache Beschimpfung gemäss Art. 177 Abs. 1 StGB

Anlässlich eines Telefonates anfangs April 2011 bezeichnete der Be-
schuldigte H._____, Mitarbeiterin der N._____ O._____ in P._____, als 
„Schwanzlutscherin“, „Drecksfotze“ und „Schlampe“. In einem Email 
vom 24. April 2011 bezeichnete der Beschuldigte H._____ sodann als 
„FUZ“ und führte Folgendes aus: „Hoffentlich bist du besser im 
Schwanzlutschen und schluckst es!“. Zudem sandte er ein Geschäfts-
antwortcouvert an die N._____, welches bei dieser am 27. April 2011 
einging, auf welchem er den Name von H._____ durchgestrichen und 
darüber die Bezeichnung „Drecksvotze“ vermerkt hatte. Der Beschul-
digte wurde jeweils von seinem Aufenthaltsort in Q._____ aus tätig.

H._____ stellte am 16. Mai 2011 Strafantrag gegen A._____ wegen 
Beschimpfung.

1.3. Mehrfacher Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB und Hausfriedens-
bruch gemäss Art. 186 StGB

Am 18. März 2012 betrat der Beschuldigte gegen den Willen von 
D._____ und F._____ und ohne Berechtigung die an diese unterver-
mietete Wohnung und das Kellerabteil an der I._____strasse in 
K._____ und entwendete daraus von diesen und deren Kollegen 
E._____ und G._____ verschiedene Gegenstände im Gesamtwert von 
CHF 10'235.00. Von D._____ entwendete er zwei DVD-Geräte der 
Marke Philips im Wert von je CHF 50.00, ein Fernsehgerät der Marke 
Sony im Wert von CHF 3'800.00 und 9 DVDs im Wert von CHF 
270.00. Von F._____ entwendete er ein Snowboard im Wert von CHF 
150.00, von E._____ einen PC der Marke HP im Wert von CHF 
1'200.00 sowie eine Spielkonsole inkl. Zubehör im Wert von CHF 
430.00 und von G._____ einen PC der Marke Apple im Wert von 
CHF 2'175.00, ein Snowboard im Wert von CHF 1'090.00, eine Sport-
tasche im Wert von CHF 45.00, Sportschuhe der Marke Burton im 
Wert von CHF 260.00, einen Snowboardhelm im Wert von CHF 
115.00, einen Rückenpanzer im Wert von CHF 130.00, eine Sporthose 
im Wert von CHF 190.00, eine Sportjacke im Wert von CHF 90.00 so-
wie eine Sportbrille im Wert von CHF 190.00. Der Beschuldigte wollte 
sich auf diese Weise einen ihm nicht gebührenden Vermögensvorteil 
verschaffen.

D._____ stellte am 18. März 2012 Strafantrag gegen den Beschuldig-
ten wegen Hausfriedensbruchs, F._____ stellte am 19. März 2012 
Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs und Diebstahls.

C. Die in der Folge vom Bezirksgericht Plessur angesetzten Verhandlungster-
mine mussten etliche Male verschoben werden. 

D. Mit Urteil vom 18. Juli 2018 wurde A._____ schliesslich in Anwendung von 
Art. 366 Abs. 2 StPO in Abwesenheit zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren ver-
urteilt. 

E. Mit Gesuch vom 23. August 2019 ersuchte A._____ um Aufhebung des 
Abwesenheitsurteils vom 18. Juli 2018 sowie um Neubeurteilung im Sinne von 
Art. 368 Abs. 1 StPO. 

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F. Mit Urteil vom 28. Januar 2020 trat das Regionalgericht Plessur auf das 
Gesuch um Neubeurteilung ein, stellte das Strafverfahren hinsichtlich des Vorwur-
fes der mehrfachen Beschimpfung gemäss Art. 177 Abs. 1 StGB ein, sprach 
A._____ im Sinne der weiteren angeklagten Punkte für schuldig und verurteilte ihn 
zu einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Poli-
zei- und Untersuchungshaft von 47 Tagen sowie der Auslieferungshaft von 109 
Tagen. Für A._____ wurde zudem eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 
63 StGB angeordnet. Weiter wurde A._____ verpflichtet, dem Privatkläger 
D._____ eine Genugtuung von CHF 8'000.00 zzgl. Zins von 5% seit dem 14. April 
2012 zu bezahlen. Die Zivilklagen der übrigen Privatkläger sowie die Zivilklage 
von D._____ im Mehrumfang wurden auf den Zivilweg verwiesen. Dem Gesuch 
um Neubeurteilung wurde keine aufschiebende Wirkung gemäss Art. 369 Abs. 3 
StPO gewährt. Die Verfahrenskosten wurden vollumfänglich A._____ auferlegt. 

G. Gegen das Urteil liess A._____ (nachfolgend Berufungskläger), vertreten 
durch seinen amtlichen Verteidiger, Dr. iur. Jürg Krumm, noch an der vorinstanzli-
chen Hauptverhandlung Berufung anmelden. Mit Eingabe vom 10. März 2020 liess 
er Berufung erklären. 

Erwägungen

1. Das angefochtene Urteil ist berufungsfähig (vgl. Art. 398 Abs. 1 StPO i.V.m. 
Art. 370 Abs. 1 StPO). Der Berufungskläger ist als Beschuldigter nach Art. 382 
Abs. 1 StPO zur Erhebung von Rechtsmitteln legitimiert. Er hat seine Berufungs-
anmeldung und -erklärung innert der gesetzlichen Fristen gemäss Art. 399 Abs. 1 
und 3 StPO beim Kantonsgericht von Graubünden als zuständige Berufungsin-
stanz (Art. 22 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung [EGzStPO; BR 350.100]) eingereicht. Die weiteren formellen Eintretens-
voraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, sodass auf die Berufung 
einzutreten ist. 

2.1. Anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung vom 18. Mai 2021 gab 
der Berufungskläger ein Gesuch um "Haftentlassung" zu Protokoll (vgl. act. H.1, S. 
7). 

2.2. Das Abwesenheitsurteil wird unter den üblichen Voraussetzungen formell 
und materiell rechtskräftig (vgl. Daniel Jositsch, Grundriss des schweizerischen 
Strafprozessrechts, 3. Auflage, Zürich 2017, N 564). Gemäss Art. 437 Abs. 1 lit. a 
StPO werden Urteile, gegen die ein (ordentliches) Rechtsmittel nach diesem Ge-
setz zulässig ist, insbesondere nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist 

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rechtskräftig. Das Gesuch um neue Beurteilung eines Abwesenheitsurteils 
gemäss Art. 368 StPO ist blosser Rechtsbehelf und damit kein ordentliches 
Rechtsmittel (vgl. BGer 6B_438/2017 v. 24.8.2017 E. 3.3.3). Das Gericht, welches 
auf das Gesuch um neue Beurteilung eintritt, fällt ein neues Urteil. Erst mit 
Rechtskraft des neuen Urteils fällt das Abwesenheitsurteil dahin (vgl. Art. 370 Abs. 
2 StPO). Der Berufungskläger hatte gegen das Abwesenheitsurteil vom 18. Juli 
2018 (Proz Nr. 515-2014-28) kein Rechtsmittel erhoben, sodass es in Rechtskraft 
erwuchs. Aufgrund der aufschiebenden Wirkung (Art. 402 StPO) seiner Berufung 
gegen das "Neubeurteilungsurteil" vom 28. Januar 2020 (Proz Nr. 515-2019-37) 
besteht das Abwesenheitsurteil nach wie vor fort, ist rechtskräftig und damit 
grundsätzlich auch vollstreckbar, zumal die Vorinstanz dem Gesuch um Neubeur-
teilung keine aufschiebende Wirkung gemäss Art. 369 Abs. 3 StPO gewährt hatte. 
Als Konsequenz daraus folgt, dass sich der Berufungskläger seit seiner Ausliefe-
rung an die Schweizerischen Behörden am 16. August 2019 und seiner Über-
führung in die Justizvollzugsanstalt R._____ gleichentags im ordentlichen Straf-
vollzug und nicht in Sicherheitshaft (Art. 231 StPO) befindet. Aus einer nicht ange-
ordneten Haft gemäss Art. 231 StPO kann der Berufungskläger nicht gestützt auf 
Art. 233 StPO entlassen werden. Auf sein Gesuch ist folglich nicht einzutreten. 
Selbst wenn es als Gesuch um bedingte Entlassung gemäss Art. 86 StGB entge-
gen zu nehmen wäre, bliebe das Ergebnis gleich. Diesfalls läge die Entscheid-
kompetenz nicht beim Berufungsgericht, sondern beim Amt für Justizvollzug (vgl. 
Art. 4 Abs. 1 lit. h i.V.m. Art. 1 Abs. 1 der Verordnung über den Justizvollzug im 
Kanton Graubünden [JVV; BR 350.500]).

3.1. Die Berufung ist ein vollkommenes Rechtsmittel und ermöglicht eine Über-
prüfung des Urteils in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht (vgl. Art. 398 Abs. 2 
und 3 StPO). Gerügt werden können Rechtsverletzungen, einschliesslich Über-
schreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsver-
zögerung (Art. 398 Abs. 3 lit. a StPO), die unvollständige oder unrichtige Feststel-
lung des Sachverhaltes (lit. b) und Unangemessenheit (lit. c). Das Berufungsge-
richt überprüft das erstinstanzliche Urteil grundsätzlich nur in den angefochtenen 
Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Tritt das Berufungsgericht auf die Berufung ein, 
so fällt es ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt. Bei einer 
Teilberufung wird im Ingress des Dispositivs festgehalten, welche Punkte des erst-
instanzlichen Urteils in Rechtskraft erwachsen sind (Franz Riklin, Orell Füssli 
Kommentar, StPO, 2. Auflage, Zürich 2014, N 1 zu Art. 408 StPO). Die Rechtsmit-
telinstanz ist bei ihrem Entscheid nicht an die Begründung der Parteien und, aus-
ser wenn sie Zivilklagen beurteilt, auch nicht an die Anträge der Parteien gebun-

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den (Art. 391 Abs. 1 lit. a und b StPO). Es gilt jedoch das Verbot der reformatio in 
peius (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

4.1. Der Berufungskläger beantragt, ihn von den Vorwürfen der versuchten vor-
sätzlichen Tötung gemäss Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, der Drohung 
gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB, der Freiheitsberaubung gemäss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB, des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB und des mehr-
fachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB freizusprechen. Stattdessen 
sei er wegen Gefährdung des Lebens, versuchter Nötigung sowie einfacher Kör-
perverletzung zu einer Freiheitsstrafe von maximal 24 Monaten zu verurteilen. Die 
Strafe sei bedingt auszusprechen während einer Probezeit von 2 Jahren. Die Zi-
vilansprüche seien auf den Zivilweg zu verweisen und die angeordnete ambulante 
Massnahme sei aufzuheben (vgl. act. A.2 und H.4).

4.2. Damit ist das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich Dispositivziffer 1 (Eintreten 
auf das Gesuch um Neubeurteilung und Fällung eines neuen Urteils) sowie Dispo-
sitivziffer 2 (Einstellung des Strafverfahrens hinsichtlich des Vorwurfs der mehrfa-
chen Beschimpfung gemäss Art. 177 Abs. 1 StGB [Anklagesachverhalt Ziffer 1.2]) 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

5.1. Das Gericht würdigt die Beweise gemäss Art. 10 Abs. 2 StPO frei nach sei-
ner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung. Jede Person gilt bis 
zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig (vgl. Art. 10 Abs. 1 StPO). Be-
stehen unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzun-
gen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person 
günstigeren Sachlage aus (vgl. Art. 10 Abs. 3 StPO). Aussagen von Zeugen, Aus-
kunftspersonen und Beschuldigten stellen auch bei direkter Beteiligung am Ver-
fahren vollgültige Beweismittel dar und sind entsprechend richterlich auf ihre mate-
rielle Richtigkeit hin zu würdigen (Andreas Donatsch, in: Do-
natsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Straf-
prozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2020 [zitiert Donatsch, StPO Kommentar], N 
13 zu Art. 162 StPO).

5.2. Bei der Abklärung des Wahrheitsgehaltes von Aussagen hat sich die so 
genannte Aussageanalyse weitgehend durchgesetzt. Der Glaubwürdigkeit einer 
Person kommt dabei nur untergeordnete Bedeutung zu, da sie keine Rückschlüs-
se auf die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen erlaubt (vgl. BGE 128 I 81 E. 2; 
BGer 6B_655/2012 v. 15.2.2013 E. 2.4; Martin Hussels, Von Wahrheiten und Lü-
gen – Eine Darstellung der Glaubhaftigkeitskriterien anhand der Rechtsprechung, 
in: forumpoenale 2012, S. 368 und 374).

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6. Gemäss Ziffer 1.1 der Anklageschrift soll sich der Berufungskläger der ver-
suchten vorsätzlichen Tötung schuldig gemacht haben. Zusammengefasst soll er 
am 14. April 2012 gemeinsam mit B._____ und J._____ die Wohnung an der 
I._____strasse in K._____ betreten haben und nach einer physischen Auseinan-
dersetzung mit D._____ diesen in ein hinteres Zimmer der Wohnung geschleppt 
haben. Dort soll er den mit Handschellen gefesselten D._____ gewürgt haben. 

7.1. Hinsichtlich dieses konkreten Sachverhaltsvorwurfes liegen diverse Be-
weismittel im Recht. Nebst dem Berufungskläger äusserten sich auch D._____ 
und die als erste am Tatort eintreffenden Polizeibeamten M.________ und 
L.________ in mehreren Einvernahmen dazu. Gewisse Aussagen zum konkreten 
Tatvorwurf finden sich in den Einvernahmen von B._____ und J._____. Auch liegt 
ein rechtsmedizinisches Gutachten in den Akten.

7.2. Noch im Rahmen seiner Hafteinvernahme vor dem Zwangsmassnahmen-
gericht des Kantons Graubünden vom 17. April 2012 bestritt der Berufungskläger, 
D._____ am 14. April 2012 im hinteren Zimmer der Wohnung an der 
I._____strasse gewürgt zu haben. Er führte aus, er habe sich ruhig im Zimmer 
befunden. D._____ habe sich am Boden befunden und sich mit dem rechten Fuss 
an einem Kleiderständer abgestossen und ihn gegen die Wand gedrückt. Er, der 
Berufungskläger, habe den Arm um den Oberkörper von D._____ gehalten. 
D._____ habe seinen Arm heruntergezogen, weshalb er ihn gar nicht gewürgt ha-
ben könne. Sie hätten ruhig über die Auflösung des Mietverhältnisses diskutiert. Er 
habe einen Moment gezögert, als die Polizisten ihn aufgefordert hättn, D._____ 
loszulassen. Er habe D._____ dann aber losgelassen und sei aufgestanden. 
D._____ sei aber vor ihm und ganz normal aufgestanden. Er habe nicht geröchelt 
und es sei ihm nicht schwindlig gewesen (StA act. 6.7, Frage 3.1). 

Im Rahmen der polizeilichen Einvernahme vom 14. April 2012 verwies der Beru-
fungskläger, auf den konkreten Sachverhaltsvorwurf angesprochen, auf seine An-
gaben vor dem Zwangsmassnahmengericht (vgl. StA act. 14.2, Frage 25 ff.) und 
bestritt abermals, D._____ überhaupt gewürgt zu haben (StA act. 14.2, Frage 28). 
Konfrontiert mit den rechtsmedizinisch festgestellten Stauungsblutungen im Auge 
von D._____ mutmasste der Berufungskläger, diese könnten davon herrühren, 
dass D._____ während des Gerangels ein Finger ins Auge bekommen habe oder 
dessen Drogenkonsum hierfür verantwortlich sein könne (StA act. 14.2, Frage 29). 
Anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 1. Mai 2012 bestritt der Beru-
fungskläger ein Würgen abermals (vgl. StA act. 17.2). 

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Erst anlässlich seiner Befragung vor der Vorinstanz führte der Berufungskläger auf 
die Frage, ob ihm das rechtsmedizinische Gutachten des Kantonsspitals 
Graubünden (StA act. 12.9) bekannt sei, aus, D._____ gewürgt zu haben. Er er-
klärte, dass es ihm nicht bewusst gewesen sei, dass er so fest zugedrückt habe. 
Er sei selbst erschrocken, als er die medizinische Beurteilung gelesen habe (RG 
act. 60, Ziff. 4.23 f.). Auch vor der Berufungsinstanz gab er zu, D._____ in den 
Schwitzkasten genommen und gewürgt zu haben (vgl. act. H. 2, S. 5, Fragen 8 
und 10). Relativierend fügte er sogleich an, dass ihm das feste Zudrücken nicht 
bewusst gewesen sei. D._____ habe geschlagen, sich bewegt und geschrien. Es 
hätten keinerlei Hinweise vorgelegen, dass D._____ demnächst hätte sterben 
können. Er habe keine andere Wahl gehabt, da D._____ sich an der Wand abge-
stossen und ihn, den Berufungskläger, an die Wand gedrückt habe (act. H.2, S. 5, 
Frage 8 und 10). D._____ habe zu einem Messer gehen wollen. Er habe in Not-
wehr gehandelt. 

7.3. Der Berufungskläger gibt damit grundsätzlich zu, D._____ gewürgt zu ha-
ben. Zu klären sind indessen die konkreten Umstände sowie die Strangulationsin-
tensität.

7.4. D._____ schilderte anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme vom 15. 
April 2012 die Situation nach seiner Fesselung und seines Verbringens in das hin-
tere Zimmer der Wohnung. Der Berufungskläger sei hinter ihm gesessen und ha-
be ihn im Würgegriff gehalten. Er habe gegen den Berufungskläger angekämpft, 
dieser habe ihm aber immer wieder auf die offene Wunde im Gesicht gedrückt. Er 
habe grosse Angst gehabt. Er habe dann versucht, beim Berufungskläger Mitleid 
zu erregen, und er habe versucht, ihm zu sagen, dass er ihm doch nicht so viel 
Geld schulden würde. Als die Polizisten eingetroffen seien, hätten diese den Beru-
fungskläger mit gezogenen Waffen aufgefordert, ihn loszulassen. Sie hätten dies 
mehrmals schreiend wiederholt. Erst nach einiger Zeit habe der Berufungskläger 
von ihm losgelassen (vgl. StA act. 13.1, Frage 2). Ihm sei während des Würgens 
immer wieder schwindlig geworden und er habe grosse Schmerzen verspürt. Er 
glaube, dass er durch die Angst wach geblieben sei. Auf Nachfrage hielt er fest, 
dass er Angst gehabt habe, dass er sterben werde. Er habe zu jeder Zeit sehr 
grosse Angst verspürt, was auch durch die eingesetzten Waffen und die Drohun-
gen des Berufungsklägers verstärkt worden sei (Frage 5). Er habe das Gefühl ge-
habt, dass der Berufungskläger ihn umgebracht hätte, wenn die Polizei nicht so 
schnell gekommen wäre. Der Berufungskläger habe ihm immer wieder in sehr ru-
higem Ton gesagt, dass er ihn umbringen werde. Er habe sehr entschlossen ge-
wirkt. Er habe einen sehr ruhigen Eindruck gemacht (Frage 6). 

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Am 16. April 2012 gab D._____ bei der Polizei zu Protokoll, dass er in die Mitte 
des hinteren Zimmers gebracht worden sei und man ihn dort in die Ecke unterhalb 
des Kleiderständers gestossen habe. Er habe eine Kauerposition eingenommen 
und sich an der Wand abgestützt. Nachdem der Berufungskläger ihn mit dem Knie 
gegen die linke Körperhälfte gestossen habe, habe er ein wenig nachgegeben und 
der Berufungskläger habe ihn anschliessend mit dem linken Unterarm in den Wür-
gegriff genommen. Mit der rechten Hand habe er ihm auf die Wunde am Mund 
gedrückt. Er habe mit aller Kraft gegen seinen Hals gedrückt. Er habe zeitweise 
keine Luft bekommen. Sobald er etwas gesagt habe, habe der Berufungskläger 
fester gegen den Hals gedrückt. Der Druck durch den Würgegriff sei konstant 
hoch gewesen, jedoch habe er mit seinem Kinn etwas den Druck vom Hals neh-
men können (StA act. 13.2, Frage 2). Die Situation im (hinteren) Zimmer habe ca. 
2-3 Minuten gedauert. Während dieser Zeit habe der Berufungskläger immer kon-
stant gegen seinen Hals gedrückt und immer wieder gesagt, dass er sterben wer-
de (Frage 4). Er sei immer bei Sinnen gewesen und habe sich immer wieder Luft 
verschaffen können. Durch die Fesselung auf seiner Vorderseite habe er zudem 
etwas am Arm des Berufungsklägers ziehen und damit etwas Druck wegnehmen 
können. Wenn er dies nicht getan hätte, so denkt er, hätte der Berufungskläger 
ganz zugedrückt. Anlässlich der Konfronteinvernahme zwischen D._____ und 
J._____ vom 27. April 2012 hielt D._____ fest, dass er von B._____ und J._____ 
im hinteren Zimmer der Wohnung in eine Ecke gestossen worden sei. Er sei mit 
seiner offenen Lippe an der Wand angeschlagen. Der Berufungskläger habe sich 
hinter ihn gesetzt und begonnen, ihn zu würgen, und er habe die Hand vor seinen 
Mund gehalten. Er habe weiter gewürgt und ihn an der verletzten Lippe gerissen 
und ihm mehrfach gedroht, ihn heute zu töten (StA act. 17.1, Frage 3). Im Rahmen 
der Konfrontationseinvernahme hielt D._____ im Beisein des Berufungsklägers 
fest, dass er, nachdem sie ihn zu dritt ins hintere Zimmer geschleppt hätten, dort 
in eine Ecke gestossen worden sei. Dabei habe er mit seiner Wunde an seinem 
Mund an der Wand angeschlagen. Der Berufungskläger habe ihn mit seinem Knie 
von der Wand weggestossen, sich hinter ihn hingesetzt und sofort begonnen, ihn 
zu würgen. Jener habe seinen linken Arm um den Hals gelegt und mit dem Unter-
arm gewürgt. Mit der rechten Hand habe der Berufungskläger seinen Mund gehal-
ten. Er habe ihn ersticken wollen (vgl. StA act. 17.2, Frage 8). Auf Nachfrage gab 
D._____ an, er habe den Berufungskläger gefragt, weshalb er, der Berufungsklä-
ger, dies tun würde (Frage 9). Nach Eintreffen der Polizei habe er sich sitzend auf 
dem Boden befunden und der Berufungskläger habe ihn gewürgt. Die Polizisten 
hätten den Berufungskläger mehrfach aufgefordert, ihn loszulassen (Frage 10). Im 
Zimmer habe er Todesangst gehabt. Er habe mit seinem Leben abgeschlossen. 
Der Berufungskläger habe Gefasstheit und Ruhe ausgestrahlt (Frage 16). Auf 

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Nachfrage, wie er sich während des Würgvorganges gefühlt habe, gab D._____ 
an, dass es ihm während des Würgens schwindlig geworden sei. Er habe das Ge-
fühl gehabt, dass er ohnmächtig werde und er habe "Sternchen" vor seinen Augen 
gesehen. Die Angst habe ihn aber wachbehalten. Er zittere heute noch, wenn er 
daran denke (Frage 17). Die Unterstellung, er habe den Berufungskläger im hinte-
ren Zimmer attackiert, bezeichnete D._____ als frech und sehr hinterhältig. Er sei 
in Handschellen gelegt gewesen, schwer verletzt und sei gewürgt worden. Wenn 
der Berufungskläger behaupte, er sei angegriffen worden, sei dies lächerlich und 
passe sehr gut zum Berufungskläger (Frage 36). 

7.5.1. D._____ beschreibt bzw. umschreibt die Intensität, mit welcher er gewürgt 
worden war, in all seinen Einvernahmen stets als erheblich. Wenn er dies in seiner 
ersten polizeilichen Einvernahme nicht explizit macht, so ergibt sich dies doch im-
plizit aus seinem Hinweis auf die von ihm erlebte Todesangst sowie den – auch in 
allen weiteren Einvernahmen geschilderten – Schwindel. Gerade auch dieses von 
ihm beschriebene Schwindelgefühl lässt seine Darstellungen erlebnisbasiert und 
glaubhaft erscheinen. Einerseits geht daraus hervor, dass D._____, jedenfalls mit 
Blick auf das vorliegend konkrete Tatgeschehen, den Berufungskläger nicht un-
nötig belastet bzw. in seinen Schilderungen übertreibt. Andernfalls hätte es näher-
gelegen, dass D._____ nicht von einem "einfachen" Schwindelgefühl, sondern von 
einer Ohnmacht gesprochen hätte. Stattdessen hält er – letztlich zugunsten des 
Berufungsklägers – explizit fest, dass er die ganze Zeit bei Bewusstsein gewesen 
sei. Es ist notorisch, dass eine Unterversorgung des Gehirns zu Schwindelanfällen 
führen kann. Sein spontaner, bildhafter und mehrfach wiedergegebener Be-
schrieb, dass er "Sternchen" gesehen habe, lässt seine Aussage tatsächlich erlebt 
erscheinen. Zwar ist seine Ausführung, der Berufungskläger habe "mit aller Kraft 
gegen den Hals gedrückt", zu relativieren. Hierbei handelt es sich bloss um eine – 
freilich subjektiv gefärbte – Einschätzung von D._____. Gleichwohl lässt auch die-
se Aussage auf den gegen seinen Hals gerichteten erheblichen Druck schliessen. 
Er schildert den Würgevorgang konstant und logisch nachvollziehbar als dynami-
schen Prozess, in welchem er sich immer wieder habe Luft verschaffen können, 
indem er den berufungsklägerischen Arm habe herunterziehen können und sein 
Kinn gegen den Arm gedrückt habe bzw. indem er versucht habe gegen den Wür-
gegriff anzukämpfen. Plausibel und in sich stimmig beschreibt er, dass immer 
dann, wenn er etwas gesagt habe, der Berufungskläger noch fester zugedrückt 
habe. In seinen Ausführungen finden sich keine Widersprüche hinsichtlich des 
konkreten Würgevorganges. 

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7.5.2. Die Verteidigung trägt vor, D._____ sei ein notorischer Lügner, welcher sich 
selbst stets in ein bestes Licht und die anderen, insbesondere den Berufungsklä-
ger, in ein schlechtes Licht zu rücken versuche. Er habe gelogen, indem er angab, 
die Personenschützer hätten ihm CHF 100.00 gestohlen. Auch habe der Beru-
fungskläger D._____ nie mit dem Tode bedroht. Das Motiv von D._____ sei klar, 
er habe möglichst lange in der Wohnung bleiben wollen. Dies habe er dadurch 
erreicht, indem der die Wohnung vermietende Berufungskläger möglichst lange in 
U-Haft versetzt werde (vgl. act. H.4, S. 7). Zwar trifft zu, dass das von D._____ 
angeblich gestohlene Geld weder beim Berufungskläger noch bei den Mittätern 
gefunden werden konnte. Daraus kann jedoch nicht der Schluss gezogen werden, 
D._____ habe bewusst gelogen. Der Sachverhaltsvorwurf ist lediglich nicht er-
stellbar. Sodann beschuldigte D._____ gerade nicht den Berufungskläger als sei-
nen "Untervermieter", sondern dessen Mittäter, B._____, des Diebstahls (StA act. 
13.1, Frage 2). Damit erweist sich aber auch das von der Verteidigung behauptete 
Motiv als nicht stichhaltig. Wie noch zu zeigen sein wird, kommt die Berufungsin-
stanz zum Schluss, dass sich der Sachverhaltsvorwurf der Drohung im hinteren 
Zimmer nicht erstellen lässt (vgl. E. 10.1 ff.). Auch daraus lässt sich nicht ohne 
weiteres auf ein bewusstes Lügen schliessen. Das von der Verteidigung beschrie-
bene mögliche Motiv ist geradezu als kühn zu bezeichnen. Das Risiko, wegen ei-
ner falschen Anschuldigung für schuldig gesprochen zu werden, dürfte kaum in 
einem vertretbaren Verhältnis zu einer möglichen "kalten Mieterstreckung" stehen. 
Selbst aus der Untersuchungshaft wäre eine Mieterausweisung, nachdem der Be-
rufungskläger gemäss eigenen Angaben bereits ein Mieterausweisungsverfahren 
angestrengt hatte, über seinen Rechtsvertreter möglich. Ohnehin beschlägt das 
Vorbringen – mit Blick auf das vorliegend interessierende Kerngeschehen – ledig-
lich die Glaubwürdigkeit von D._____ und nicht die Glaubhaftigkeit seiner konkre-
ten Aussagen. Entgegen der Darstellung der Verteidigung erweisen sich die das 
Kerngeschehen betreffenden Äusserungen von D._____ widerspruchsfrei, frei von 
Übertreibungen und in sich stimmig. Anhaltspunkte, dass D._____ den Berufungs-
kläger unnötig belasten würde, bestehen nicht. 

7.6. Dass es sich nicht bloss – wie der Berufungskläger und sein Verteidiger die 
Situation zu beschreiben versuchen – um eine "einfache" Schwitzkastensituation 
gehandelt hatte, wird auch durch das rechtsmedizinische Gutachten vom 23. April 
2012 bestätigt. Gemäss diesem wurden bei D._____ unter anderem fleckenförmi-
ge, z.T. landkartenartig begrenzte, konfluierte Hautrötungen am Hals vorne und 
seitlich rechtsbetont sowie zwei streifenförmige, oberflächliche, kratzerartige 
Oberhautabschürfungen am Hals rechts festgestellt. Ebenso wurde festgestellt, 
dass die Augenbindehaut des Auges rechts, besonders des Unterlides, punktför-

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mige sowie vereinzelte kleinfleckige Blutungen, die sich zum Teil nahe an sehr gut 
sichtbaren und blutreichen kleinsten Blutgefässen befinden, aufweist. Auch am 
Rand des Oberlides rechts konnte eine solitäre, kleinste Hauteinblutung dokumen-
tiert werden (vgl. StA act. 12.9, S. 3 und StA act. 12.10, Bild 5). Gemäss Gutachter 
sprechen die an der Halshaut festgestellten Befunde für einen Würgevorgang (vgl. 
StA act. 12.9, S. 5, Frage 2). Aufgrund der am Hals festgestellten Würgespuren 
und dem Nachweis von Stauungszeichen im Kopfbereich (Stauungsblutungen in 
der Lid- und Augenbindehaut rechts) folgerte der Gutachter eine Durchblutungs-
störung des Gehirns im Rahmen der Strangulation, weshalb sich D._____ aus 
rechtsmedizinischer Sicht in einer konkreten Lebensgefahr befunden habe (StA 
act. 12.9, S. 6, Frage 4). Die Verteidigung scheint die Schlüssigkeit des Gutach-
tens untergraben zu wollen, indem sie festhält, es habe weder Urin- noch Kot-
abgang bei D._____ festgestellt werden können. Beim Würgen bis zum Tod oder 
eben kurz davor, sei es in der Regel so, dass zumindest Urin und später dann Kot 
abgehe, bevor das Opfer sterbe (act. H.4, S. 11). Zwar dürfte ein vorzeitiger Urin- 
und Kotabgang ein gewichtiges Indiz dafür sein, dass eine konkrete Todesgefahr 
bestand. Umgekehrt lässt sich, wie im vorliegenden Fall, aus dessen Fehlen aber 
nicht auf keine bestehende akute Lebensgefahr schliessen. Dies scheint selbst die 
Verteidigung zu anerkennen, weist sie selbst darauf hin, dass ein solcher Abgang 
(nur) "in der Regel" festgestellt werden könne. Letztlich kann davon ausgegangen 
werden, dass, stellte der vorzeitige Urin- oder Kotabgang für die Beurteilung der 
akuten Lebensgefahr eine unabdingbare Voraussetzung dar, dieser Aspekt vom 
Gutachter aufgegriffen worden wäre. Anlässlich seiner Befragung vor der Beru-
fungsinstanz machte der Berufungskläger immer wieder sinngemäss geltend, der 
Gutachter habe das gerötete Auge von D._____ falsch als Stauungszeichen 
berücksichtigt. Die Rötung sei entweder durch dessen Drogenkonsum bedingt 
oder aber durch einen Finger, welcher D._____ während der Auseinandersetzung 
ins Auge bekommen habe, verursacht worden. Sie lasse keinen Schluss auf eine 
angebliche Lebensgefahr zu. Das Vorbringen zielt ins Leere. Der Berufungskläger 
verkennt, dass der Gutachter nicht (nur) die Rotfärbung der Augenbindehaut als 
Stauungszeichen qualifizierte, sondern sich für seine Expertise auch auf die fest-
gestellten roten und punktförmigen Stauungsblutungen (insbesondere auch im 
Lid) stützte. Insgesamt liegen keine Anhaltpunkte vor, welche Zweifel an der 
Schlüssigkeit der gutachterlichen Schlussfolgerungen begründen würden, sodass 
sich die Berufungsinstanz die gutachterlichen Schlussfolgerungen zu eigen macht. 

7.7. Die Beschreibung des Würgevorganges wird durch die Aussagen der vor 
Ort eingetroffenen Polizisten M._____ und L._____ untermauert. Anlässlich ihrer 
ersten Einvernahme noch am Tattag schilderten beide den Geschehensablauf, 

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abgesehen von nicht beachtlichen Nuancen, gleich. Sie hätten das verschlossene 
Zimmer mit gezogenen Waffen betreten, nachdem sie zum ersten Mal Geräusche 
bzw. dumpfe Menschengeräusche aus dem Zimmer wahrgenommen hätten, als 
ob jemand nach Hilfe rufe, aber stark daran gehindert werde bzw. wie wenn je-
mandem mit der Hand den Mund zugehalten werde (vgl. StA act. 13.4, Frage 2 
und StA act. 13.5, Frage 2). Nach Betreten des Zimmers hätten sie zwei sich am 
Boden befindende Personen erblickt, wobei die vordere Person von der sich hinter 
ihr befindenden Person gewürgt worden sei. Beide Polizisten gaben deckungs-
gleich an, den Berufungskläger mehrmals angeschrien zu haben, von D._____ 
loszulassen. Der Berufungskläger habe der Anweisung aber nicht sofort Folge 
geleistet. Beide schilderten – in Übereinstimmung mit den Ausführungen von 
D._____ – die Reaktion des Berufungsklägers gleich. M._____ gab etwa an: "[…]. 
Seine Reaktion darauf war, dass er sekundenlang uns anblickte und nicht auf un-
sere Anweisungen reagierte. […]" (StA act. 13.4, Frage 2); "[…]. Er schaute uns 
mit einem starren und reaktionslosen Blick an. Er schien irgendwo anders mit sei-
nen Gedanken zu sein. […]" (StA act. 13.4, Frage 3). L._____ äusserte sich wie 
folgt: "[…] Er kam mir vor wie in Trance. […]" (StA act. 13.5, Frage 2). Auf die Fra-
ge, was für einen Eindruck der Berufungskläger bei L._____ hinterlassen habe, 
äusserte dieser: "Kaltblütig, wie erstarrt, uns praktisch nicht wahrgenommen. Kei-
ne Mimik, wie in Trance. Er war auf das Opfer brutal aggressiv. Uns gegenüber 
zeigte er keine Reaktion." (StA act. 13.5, Frage 3). Beide sprachen sodann – wie-
derum in Übereinstimmung mit D._____ – von einem sehr intensiven Würgen 
(M._____: "Ich konnte beobachten, dass das Opfer sichtlich langsam mit seinem 
Leben kämpfte. Das Opfer rang nach Luft und zeigte kaum mehr Leben. Er hielt 
sich irgendwie am Arm von A._____. […]" [StA act. 13.4, Frage 2]; auf die Frage 
nach der Krafteinwirkung: "Stark. So stark, dass das Opfer sich nicht mehr wehren 
konnte oder wollte. Er reagierte nicht mehr auf den Würgegriff." [StA act. 13.4, 
Frage 4]; L._____: "[…]. Ich hatte das Gefühl, dass der Täter immer mehr seinen 
Würgegriff zudrückt. Das Opfer wehrte sich überhaupt nicht. Er war dazu nicht 
mehr in der Lage. […]" [StA act. 13.5, Frage 2]; auf die Frage nach der Kraftein-
wirkung: "Ich behaupte, das Opfer konnte durch den Würgegriff nicht mehr atmen. 
Ich hatte das Gefühl, dass der Täter voll zugedrückt hatte." [StA act. 13.5, Frage 
4]). Auch anlässlich ihrer Einvernahme vor der Staatsanwaltschaft vom 7. Novem-
ber 2013 schilderten sie ihre Wahrnehmungen im Kern gleich. Sie gaben an, nach 
Betreten des Zimmers den Berufungskläger sowie D._____ am Boden wahrge-
nommen zu haben. Der vorne mit Handschellen gefesselte D._____ sei vom Beru-
fungskläger mit dessen linken Arm gewürgt worden (StA act. 13.8, Frage 2 und 
StA act. 13.9, Frage 2). Sowohl L._____ als auch M._____ sprachen wiederum 
von einem erheblichen Würgen. L._____ führte etwa aus, dass D._____ "keine 

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Reaktion" gezeigt habe und er "zu diesem Zeitpunkt nicht sicher" gewesen sei, "ob 
das Opfer noch lebt. Es hing im Würgegriff von Herrn A._____ und leistete keine 
Gegenwehr. Herr A._____ drückte mit seinem Arm weiter zu, obwohl wir ihn jenste 
Male aufforderten, das Opfer loszulassen." (StA act. 13.8, Frage 2). Auf Nachfrage 
präzisierte er, gesehen zu haben, dass der Berufungskläger voll zugedrückt habe. 
"Ich sah, dass das Opfer mit dem Leben kämpfte. Ich sah dies auch aus seinem 
Blick." (StA act. 13.8, Frage 3). "Das Opfer leistete keine Gegenwehr. Das machte 
uns Sorgen. Es befand sich am Boden und zeigte keine Reaktion." (StA act. 13.8, 
Frage 8). M._____ gab an, dass es für ihn so ausgesehen habe, wie wenn der 
Berufungskläger D._____ mit voller Überzeugung gewürgt habe. Es sei offensicht-
lich gewesen, dass er mit massiver Gewalt gewürgt habe (StA act. 13.9, Frage 3). 
D._____ habe keine Reaktion gezeigt und keine Gegenwehr geleistet. Er habe die 
Polizisten auch nicht angeschaut (StA act. 13.9, Frage 7). Auf die Frage, ob 
D._____ zu diesem Zeitpunkt noch atmete, konnte M._____ keine Angaben ma-
chen (StA act. 13.9, Frage 8). In ihren zweiten Einvernahmen vor der Staatsan-
waltschaft beschrieben die beiden Polizisten wiederum das sonderbare Verhalten 
des Berufungsklägers, welcher ihren mehrfachen Aufforderungen, D._____ loszu-
lassen, erst verzögert Folge geleistet habe (L._____: "Ich hatte den Eindruck, dass 
er uns gar nicht wahrnimmt. Er schaute uns während dem Würgen an. Wir schrien 
ihn ja immer wieder an, aber er reagierte nicht auf uns. Er war wie versteinert und 
wirkte kaltblütig. Er erinnerte mich an den Attentäter von Norwegen." [StA act. 
13.8, Frage 6]; M._____: "[…]. Herr A._____ zeigte keine Reaktion. Er schaute 
mich an. Er hatte einen starren Blick. Ich weiss nicht, wie oft wir ihn anschrien. 
[…]" [StA act. 13.9, Frage 2]; auf Nachfrage nach dem empfundenen Eindruck des 
Berufungsklägers während des Würgens: "Ich würde dies als verwirrt, starr, kalt 
und emotionslos bezeichnen." [StA act. 13.8, Frage 5]). Übereinstimmend schil-
derten die Polizisten, dass D._____, nachdem der Berufungskläger von jenem 
abgehalten hatte, zunächst keine Reaktion mehr gezeigt habe respektive sichtlich 
benommen und im ersten Moment nicht ansprechbar gewesen sei (StA act. 13.8, 
Frage 8 und StA act. 13.9, Frage 2). 

Die Schilderungen der Polizisten enthalten keine relevanten Widersprüche, blei-
ben kongruent und stimmen auch im Wesentlichen und vor allem im Kern unter-
einander und mit den Darstellungen von D._____ überein. Die Ausführungen an-
lässlich ihrer polizeilichen Einvernahmen vom 14. April 2012 erweisen sich als 
nüchterne und realitätsnahe Schilderung des Geschehensablaufes. Anhaltspunkte 
für Übertreibungen bestehen keine. Insbesondere die zeitliche Komponente ist 
diesbezüglich beachtlich, erfolgte diese Einvernahme doch noch am Tattag, womit 
von einer möglichst unverfälschten Darstellung ausgegangen werden kann. Doch 

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auch den am 7. November 2013 erfolgten staatsanwaltschaftliche Einvernahmen 
der Polizisten können, entgegen der Argumentation der Verteidigung, keine die 
Glaubhaftigkeit ihrer Ausführungen reduzierende Aggravationen entnommen wer-
den. Zwar sind durchaus gewisse Ausschmückungen und bildhafte Beschreibun-
gen und Vergleiche enthalten. So wies L._____ anlässlich der ersten polizeilichen 
Einvernahme vom 14. April 2012 lediglich darauf hin, dass ihm einer der Festge-
nommenen mitgeteilt habe, dass noch Personen in der Wohnung seien, während 
er anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme angab, er sei darauf hin-
gewiesen worden, dass der namentlich erwähnte Berufungskläger sich in der 
Wohnung mit dem Opfer befinden würde und die Polizei dort hingehen solle, bevor 
etwas Schlimmes passieren würde. Angeblich soll B._____ auch gesagt haben, 
dass sonst der Berufungskläger D._____ umbringen werde (StA act. 13.8, Frage 
2). Letztere Angabe dürfte tatsächlich in gewisser Hinsicht leicht übersteigert sein. 
Abgesehen davon, dass B._____ nie entsprechendes aussagte, wäre es auch 
naheliegender, dass L._____ einen solch qualifizierenden Moment bereits anläss-
lich seiner ersten Einvernahme zu Protokoll gegeben hätte. Da dieser Umstand 
indessen keinen Aspekt des eigentlichen Kerngeschehens betrifft, zeitigt er keine 
Auswirkungen auf die Glaubhaftigkeit der Schilderungen zum Kerngeschehen. 
Kommt hinzu, dass die "Ausschmückung" bei näherer Betrachtung unwesentlich 
ist. Offensichtlich war es auch B._____ nicht wohl dabei, dass der Berufungsklä-
ger alleine mit D._____ in der Wohnung war, weshalb er die Polizisten auch "so-
fort" aufgefordert hatte, in die Wohnung zurück zu gehen (vgl. StA act. 16.2, Frage 
32; vgl. auch StA act. 13.4, Frage 2). Der Vergleich des Berufungsklägers mit An-
ders Breivik ("Er erinnerte mich an den Attentäter aus Norwegen." [StA act. 13.8, 
Frage 6]) stellt keine Aggravation dar. Vielmehr handelt es sich um einen Versuch 
zur bildhaften Veranschaulichung der eigenen Wahrnehmung. Den Ausführungen 
von M._____ vom 7. November 2013 sind – entgegen der Ansicht der Verteidi-
gung (vgl. act. H.4, S. 10) – keine Aggravationen oder Übertreibungen zu entneh-
men. Vielmehr beschreibt er – wenn auch mit anderen Worten – ein und densel-
ben Geschehensablauf, wie er ihn bereits anlässlich seiner ersten Einvernahme 
dargelegt hatte. 

7.8. Die Dauer des Würgevorganges lässt sich nur schwer bestimmen. Gemäss 
D._____ soll er während zwei bis drei Minuten gewürgt worden sein (vgl. StA act. 
13.2, Frage 3). Die Aussage von J._____, wonach sich der Berufungskläger mit 
D._____ bis zu ihrer Flucht vor der Polizei schon vier bis fünf Minuten im hinteren 
Zimmer aufgehalten haben soll (vgl. StA act. 15.2, Frage 32), liesse eine längere 
Würgedauer vermuten. Gleichwohl ist Anwendung des Grundsatzes in dubio pro 

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reo von einer Würgedauer von zwei bis drei Minuten auszugehen, lässt sich eine 
längere letztlich nicht mit der geforderten Sicherheit erstellen. 

7.9. Auch die Aussagen von B._____ stützen die Darstellung des Geschehens-
ablaufes von D._____. B._____ wies anlässlich seiner Einvernahme vom 15. April 
2012 spontan darauf hin, dass er dem Berufungskläger gesagt habe, er solle 
D._____ nicht würgen (StA act. 16.2, Frage 24). Offensichtlich sah er sich auf-
grund des berufungsklägerischen Vorgehens und daraus resultierender eigener 
Bedenken um den Gesundheitszustand von D._____ zur entsprechenden Ermah-
nung veranlasst. Gemäss seiner nachvollziehbaren und konstant gleichen Schilde-
rung nahm er den Berufungskläger als sehr bedrohlich und rasend war ("[…]. Aber 
A._____ hat nur noch Rot gesehen. Ich kann nicht sagen, was in ihm vorging." 
[StA act. 16.1, Frage 43]; "A._____ drehte durch, der sah sich einfach nicht mehr. 
Der sah nur noch rot oder schwarz. Es kam mir vor, wie wenn er den ganzen Frust 
den er hatte einfach am Opfer los werden wollte" [StA act. 16.2, Frage 31]), worin 
sich seine Schilderung auch mit denjenigen von J._____ deckt (StA act. 15.2, Fra-
ge 35 und Frage 40). Dass die Polizisten den Berufungskläger als eher "ruhig, mit 
starrem Blick und wie in Trance" beschrieben, steht den glaubhaften Schilderun-
gen von B._____ nicht entgegen, beschrieb er doch seine Wahrnehmung des Be-
rufungsklägers noch zu Beginn des Würgens. Selbst D._____ beschrieb den Beru-
fungskläger anfänglich ihm gegenüber als sehr aggressiv und physisch übergrei-
fend (vgl. etwa StA act. 13.1, Frage 1 und StA act. 17.2, Frage 11). Erst als er mit 
dem Berufungskläger alleine im hinteren Zimmer war, beschreibt er diesen als 
ruhig und abgeklärt (vgl. StA 13.1, Frage 6, Frage 12; StA act. 17.2, Frage 16). 
Letzteres lässt sich ohne weiteres auf die Umstände zurückführen, in welcher sich 
die beiden befanden. Der Berufungskläger kontrollierte die Situation, die anfängli-
che Hektik war vergangen und der Adrenalinspiegel normalisierte sich wieder. 
Sein Verhalten änderte sich folglich von einer rasend aggressiven Art hin zu einer 
abgeklärten, ruhigen Aggression, welche sich noch im erheblichen Würgen von 
D._____ äusserte. Letztes bestätigten die Polizisten sowie D._____ übereinstim-
mend. Das psychiatrische Gutachten bestätigt den periodisch hochgradig ausge-
prägtem affektiv-aggressiven Zustand des Berufungsklägers während des gesam-
ten Tatgeschehens (gemäss diesem war der Berufungskläger während des Zeit-
raumes der inkriminierten Straftaten periodisch hochgradig ausgeprägt affektiv-
aggressiv involviert, weshalb er intermittierend leichtgradig in seiner Steuerungs-
fähigkeit, nicht aber in seiner Einsichtsfähigkeit eingeschränkt war [vgl. StA act. 
8.26, S. 32, Ziff. 5.2.2]). 

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7.10. Aufgrund des Gesagten und in Würdigung der im Recht liegenden Beweise 
und Indizien gilt als erstellt, dass der Berufungskläger am 14. April 2012 im hinte-
ren Zimmer der Wohnung an der I._____strasse den vorne mit Handschellen ge-
fesselten D._____ erheblich und während einer Dauer von ca. zwei bis drei Minu-
ten würgte. Der Strangulationsvorgang war dynamisch, der Druck gegen den Hals 
von D._____ fiel jedoch konstant hoch aus. Der bereits angeschlagene D._____ 
(vgl. auch act. H.4, S. 5) leistete dabei noch zu Beginn einen gewissen Widerstand 
gegen den Würgegriff des Berufungsklägers, indem er sein Kinn gegen den Arm 
drückte bzw. den berufungsklägerischen Arm hinunterzog und sich so Luft ver-
schaffte, bzw. mit seinem Ellbogen nach hinten zu schlagen versuchte und sich 
mit den Füssen an der Wand abdrückte. Die Gegenwehr ebbte bis zum Eintreffen 
der Polizisten beinahe vollständig ab. D._____ war hierzu kaum mehr in der Lage, 
er war benommen, ihm wurde zeitweilig schwindlig und er verspürte grosse 
Schmerzen. Wohl aus Angst und weil er sich immer wieder Raum zum Atmen ver-
schaffen konnte, wurde er nicht ohnmächtig. Während der Berufungskläger zu 
Beginn des Würgens noch emotional aufgeladen, ausser sich und in Rage agierte, 
wurde er im weiteren Verlauf immer ruhiger, blieb gegenüber D._____ aber nach 
wie vor aggressiv. Erst nach mehrfacher Aufforderung der Polizisten liess der Be-
rufungskläger von D._____ ab. Bis zuletzt würgte er mit erheblichem Druck gegen 
den Hals. Der benommene D._____ brauchte einen Moment, bis er sich alleine, 
aber mit leichter Unterstützung von Polizist M._____, auf einen Stuhl setzen konn-
te (StA act. 13.4, Frage 2 und StA act. 13.9, Frage 2). Aufgrund der Strangulation 
befand sich D._____ in konkreter Lebensgefahr. Der Berufungskläger war 
während des Zeitraumes der inkriminierten Straftaten wegen seiner periodisch 
hochgradig ausgeprägten affektiv-aggressiven Involviertheit intermittierend – und 
dann leichtgradig – in seiner Steuerungsfähigkeit eingeschränkt. Keine Einschrän-
kung lag hinsichtlich seiner Einsichtsfähigkeit während dieses Zeitraumes vor. 

8.1. Wer vorsätzlich einen Menschen tötet, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter 
fünf Jahren bestraft (Art. 111 StGB). 

8.2. Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen 
und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat für 
möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Eventualvorsatz, welcher 
zur Erfüllung des subjektiven Tatbestandes von Art. 111 StGB genügt (BGer 
6B_149/2017 v. 16.2.2018 E. 3.3.2), ist nach ständiger Rechtsprechung gegeben, 
wenn der Täter die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält, aber dennoch 
handelt, weil er den Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt und sich mit 
ihm abfindet, mag er ihm auch unerwünscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3). Ein 

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Versuch liegt vor, wenn der Täter sämtliche subjektive Tatbestandsmerkmale er-
füllt und seine Tatentschlossenheit manifestiert hat, ohne dass alle objektiven Tat-
bestandsmerkmale erfüllt sind (vgl. BGE 140 IV 150 E. 3.4). 

8.3. Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft eine innere Tatsa-
che und ist damit Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestell-
ten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begründet ist (BGE 137 IV 1 E. 
4.2.3). Da sich Tat- und Rechtsfrage insoweit teilweise überschneiden, hat das 
Sachgericht die in diesem Zusammenhang relevanten Tatsachen möglichst er-
schöpfend darzustellen, damit erkennbar wird, aus welchen Umständen es auf 
Eventualvorsatz geschlossen hat. Für den Nachweis des Vorsatzes darf das Ge-
richt vom Wissen des Täters auf den Willen schliessen, wenn sich diesem die 
Verwirklichung der Gefahr als so wahrscheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, 
sie als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolges 
ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 m.w.H.). Eventualvorsatz kann 
indessen auch vorliegen, wenn der Eintritt des tabestandsmässigen Erfolgs nicht 
in diesem Sinne sehr wahrscheinlich, sondern bloss möglich war. Doch darf nicht 
allein aus dem Wissen des Täters um die Möglichkeit des Erfolgseintritts auf des-
sen Inkaufnahme geschlossen werden. Vielmehr müssen weitere Umstände hin-
zukommen (BGE 133 IV 9 E. 4.1). Solche Umstände liegen namentlich vor, wenn 
der Täter das ihm bekannte Risiko nicht kalkulieren und dosieren kann und das 
Opfer keine Abwehrchancen hat (BGE 133 IV 1 E. 4.5). Überlässt der Täter es 
dem Zufall, ob sich die von ihm geschaffene Lebensgefahr verwirklicht oder nicht, 
liegt bereits eine (versuchte) eventualvorsätzliche Tötung vor (BGer 6B_818/2015 
v. 8.2.2016 E. 3.3). 

8.4. Es ist allgemein bekannt, dass ein erhebliches Würgen zum Tod des Ge-
würgten führen kann. Der Berufungskläger musste um diese Möglichkeit umso 
mehr wissen, als er noch zu Beginn von B._____ ermahnt worden war, D._____ 
nicht zu würgen (vgl. StA act. 17.3, Frage 39) und er, gemäss eigenen Angaben, 
zumindest früher Kampfsport betrieb (act. H.1, S. 7). Das Vorbringen des Beru-
fungsklägers, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er so fest gewürgt habe (act. 
H.2, S. 6, Frage 10), ist gerade mit Blick auf die erhebliche Gewalteinwirkung ge-
gen den Hals und das kontinuierliche Versiegen der Gegenwehr nicht glaubhaft 
und als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren. Dieser Schluss liegt umso näher, 
als der Berufungskläger diese Behauptung erst vorbrachte, als er das Würgen, 
konfrontiert mit dem Gutachten, nicht mehr leugnen konnte. 

8.5. Der Berufungsinstanz ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte, 
dass der Berufungskläger von sich aus aufgehört hätte zu würgen. Schon der Auf-

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forderung von B._____, D._____ nicht zu würgen, kam der Berufungskläger offen-
sichtlich nicht nach. Der Hinweis auf den angeblich angeforderten Schlüsseldienst 
ist unbehilflich, sollte dieser doch angeblich erst um 14:30 Uhr eintreffen. Vielmehr 
war es sogar so, dass selbst die Polizisten den Berufungskläger mehrfach und mit 
gezogenen Waffen auffordern mussten, D._____ loszulassen. D._____ befand 
sich gemäss rechtsmedizinischem Gutachten aufgrund der insgesamt wohl zwei 
bis drei Minuten dauernden Strangulation in einer konkreten Lebensgefahr (StA 
act. 12.9, s. 6, Ziff. 4.b). Der Berufungskläger hatte mit der Strangulation selbst 
dann nicht aufgehört, als die Gegenwehr von D._____ zu versiegen begann. 
D._____ sass vorderseitig gefesselt am Boden. Der Berufungskläger würgte ihn 
mit konstant hohem Druck kniend bzw. ebenfalls sitzend von hinten. Angesichts 
seiner Position konnte sich D._____ kaum gegen das Würgen wehren. Seine an-
fängliche Gegenwehr, die letztlich versiegte, kann, insbesondere unter Berück-
sichtigung seiner Fesselung und Position, als kaum relevant bezeichnet werden. 
Kommt hinzu, dass gemäss psychiatrischem Gutachten der Berufungskläger ins-
besondere auch während des Zeitraumes des Würgens periodisch hochgradig 
ausgeprägt affektiv-aggressiv involviert war, weshalb er intermittierend leichtgradig 
in seiner Steuerungsfähigkeit eingeschränkt war (nicht aber hinsichtlich seiner 
Einsichtsfähigkeit). Unter diesen Umständen konnte der Berufungskläger das Risi-
ko seines Handelns nicht kalkulieren und dosiert steuern. Daran ändert auch sein 
Hinweis nichts, dass er Kampfsport betreibe bzw. betrieben habe. Das berufungs-
klägerische Verhalten offenbart angesichts der Gesamtumstände, dass er das 
Geschehen preisgab und nicht mehr auf einen glimpflichen Ausgang vertrauen 
konnte. Der Nichteintritt des Erfolgs hing vom Eingreifen von Drittpersonen re-
spektive von Glück und Zufall ab. Letztlich nahm der Berufungskläger den Tod von 
D._____ in Kauf. Er handelte eventualvorsätzlich. Die objektiven Tatbestands-
merkmale von Art. 111 StGB sind nicht erfüllt. Es liegt ein Versuch i.S.v. Art. 22 
Abs. 1 StGB vor.

8.6. Der berufungsklägerische Hinweis auf eine angebliche Notwehrsituation ist 
nicht zu hören. Die (anfängliche) Gegenwehr von D._____ gegen die Strangulati-
on stellt keinen eine Notwehrsituation begründenden Angriff im Sinne von Art. 15 
StGB dar. Ebenso wenig lag eine Notstandsituation im Sinne von Art. 17 StGB 
vor. Gemäss Berufungskläger soll D._____ versucht haben, ein Messer in seinem 
Schlafzimmer zu holen. Diese Behauptung ist nicht glaubhaft. Selbst wenn sich im 
Schlafzimmer von D._____ ein Messer befunden hätte, hätte der Berufungskläger 
von diesem nicht wissen können. Er hatte das fragliche Zimmer am Tattag nie be-
treten. Hinsichtlich beider Rechtfertigungsgründe gilt es zu beachten, dass sowohl 
für B._____ wie auch J._____ objektiv erkennbar war, dass seitens von D._____ 

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keinerlei Gefahr mehr für den körperlich fitten Berufungskläger ausging bzw. die-
ser D._____ "voll im Griff" hatte (StA act. 16.2, Frage 26; StA act. 15.2, Frage 31 
und Frage 34). Entsprechend liessen sie den Berufungskläger denn auch alleine 
mit D._____ im hinteren Zimmer zurück.

8.7. Vor dem Hintergrund des Gesagten hat sich der Berufungskläger der ver-
suchten eventualvorsätzlichen Tötung gemäss Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB 
schuldig gemacht. Die von der Verteidigung anerkannte Tatbestandsmässigkeit 
der Gefährdung des Lebens gemäss Art. 129 StGB braucht damit nicht weiter ge-
prüft zu werden.

9.1. Hinsichtlich des in Ziffer 1.1 der Anklageschrift angeklagten Vorwurfes der 
einfachen Körperverletzung erwog die Vorinstanz, dass die in der Anklageschrift 
beschriebenen Verletzungen von D._____ fotografisch dokumentiert und im 
rechtsmedizinischen Gutachten beschrieben worden seien. Die drei Angreifer hät-
ten als Mittäter gehandelt. J._____ habe einen Schlagstock mit sich geführt, wel-
cher beim Übergriff eingesetzt worden sei. Hierbei handle es sich um eine Waffe 
im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB. Es sei unerheblich, ob der Berufungs-
kläger von diesem Gebrauch gemacht habe, werde ihm dessen Verwendung doch 
bereits als Mittäter zugerechnet. Er habe sich folglich der einfachen Körperverlet-
zung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB schuldig gemacht (vgl. angefochtenes 
Urteil, E. 6.2). 

9.2. Der Berufungskläger verlangt undifferenziert die Aufhebung von Dispositiv-
ziffer 3, womit er auch seine Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung an-
ficht (vgl. angefochtenes Urteil, Dispositivziffer 3, Lemma 2). Gleichwohl beantragt 
er seine Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung (vgl. act. H.4, Begehren 
Ziffer 3). Im Rahmen seines Parteivortrages setzte sich der Berufungskläger mit 
dieser Thematik nicht weiter auseinander. Zwecks Vermeidung unnötiger Wieder-
holungen kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in 
ihrer Erwägung 6.2 verwiesen werden. Der Berufungskläger ist schuldig der einfa-
chen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB. 

10.1. Weiter wird dem Berufungskläger in der Anklageschrift vorgeworfen, er ha-
be D._____ im hinteren Zimmer der Wohnung mit dem Tode gedroht (vgl. Ziffer 
1.1 der Anklageschrift). 

10.2. Wer jemanden durch schwere Drohung in Schrecken und Angst versetzt, 
wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft 
(Art. 180 Abs. 1 StGB). 

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10.3. D._____ schilderte in seinen Einvernahmen zwar konstant, dass er am 14. 
April 2012 im hinteren Zimmer der Wohnung an der I._____strasse von A._____ 
(mehrere Male) mit dem Tode bedroht worden sei (StA act. 13.1, Frage 2; StA act. 
13.2, Frage 2; StA act. 17.2, S. 7, Frage 8 und Frage 15). Er gab aber ebenso an, 
dass der Berufungskläger ihn schon während des Tatgeschehens im Eingangsbe-
reich der Wohnung und in unmittelbarer Anwesenheit der anderen Mittäter mit 
dem Tode bedroht habe (StA act. 13.1, S. 2, Frage 2; StA act. 17.2, Frage 15). 
Der Berufungskläger bestreitet den Vorwurf. B._____ und J._____ gaben an, 
nichts Entsprechendes gehört zu haben (StA act. 16.2, Frage 60 und Frage 61; 
StA act. 17.1, Frage 21). Ähnliches ist im Übrigen hinsichtlich der vom Berufungs-
kläger geschilderten Bedrohung durch J._____ zu konstatieren, welcher D._____ 
mutmasslich noch im Eingangsbereich mit einem Messer bedroht haben soll (vgl. 
StA act. 13.1, S. 2, Frage 2; StA act. 13.2, Frage 6; StA act. 17.1, Frage 4; StA 
act. 17.2, Frage 8; StA act. 17.3, S. 5, Frage 3). Abgesehen davon, dass D._____ 
die Bedrohung mit dem Messer unterschiedlich und teilweise abweichend wieder-
gibt, bestätigte keiner der weiteren Anwesenden eine entsprechende Drohung 
durch J._____. Selbst B._____, welcher ansonsten nie vor selbstbelastenden bzw. 
die anderen belastenden Aussagen zurückschreckte, bestätigte diese nicht. Dies 
obschon er sich in unmittelbarer Nähe befunden haben soll. Angesichts dieser 
Ausgangslage und der Tatsache, dass sich zwei angebliche Bedrohungslagen 
entgegen den Schilderungen von D._____ nicht zugetragen haben, bestehen für 
die Berufungsinstanz unüberwindliche Zweifel daran, dass der Berufungskläger 
weitere Drohungen im hinteren Zimmer ausgesprochen hatte. Der Berufungsklä-
ger ist in Anwendung des Grundsatzes in dubio pro reo (Art. 10 Abs. 3 StPO) vom 
Vorwurf der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB freizusprechen. 

11.1. Dem Berufungskläger wird in Ziffer 1.1 der Anklageschrift vorgeworfen, sich 
der Freiheitsberaubung gemäss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig gemacht zu 
haben. 

11.2. Der Geschehensablauf der Ereignisse vom 14. April 2012 im Eingangsbe-
reich der Wohnung an der I._____strasse ergibt sich im Wesentlichen aus den 
Aussagen von D._____, J._____ und B._____. 

Sowohl J._____ wie auch B._____ gaben übereinstimmend an, dass sie den Be-
rufungskläger zu dessen Schutz begleiteten und bereits vor Ankunft in dessen 
Wohnung besprochen worden sei, D._____ aus der Wohnung zu werfen bzw. die 
Wohnung zu räumen. Hierfür sei auch besprochen worden, dass D._____ im Falle 
seiner Anwesenheit überwältigt und mit Handschellen gefesselt bzw. fixiert werden 
würde (vgl. StA act. 16.1, Frage 3 und Frage 14; StA act. 16.2, Frage 2, Frage 3 

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und Frage 14; StA act. 15.1, Frage 2 und StA act. 15.2, Frage 2 und Fragte 3; StA 
act. 17.5, Frage 1, Frage 2, Frage 11, Frage 12 und Frage 13; StA act. 17.6, Fra-
ge 2, Frage 3 und Frage 5). B._____ gab glaubhaft an, dass sie um 14:00 Uhr auf 
einem Parkplatz aus dem Auto ausgestiegen und in Richtung Wohnung gegangen 
seien. Die genaue Uhrzeit konnte er nennen, weil er die Kirchenglocke habe läu-
ten hören. Aufgrund der von ihm im Weiteren beschriebenen Wegzeit zum Wohn-
haus ist erstellt, dass sie das Wohnhaus zwischen 14:02 Uhr und 14:03 Uhr bzw. 
die Wohnung um 14:05 Uhr erreichten (vgl. StA act. 16.1, Frage 19 und StA act. 
16.2, Frage 6). B._____ läutete sodann an der Wohnungstüre und gab sich als 
Postbote aus (StA act. 16.1, Frage 20; StA act. 13.1, Frage 2; StA act. 13.4, S. 3, 
Frage 2; StA act. 17.2, Frage 8; StA at. 17.3, Frage 3). Gemäss D._____ stürmten 
die drei Männer sofort nach Öffnen der Wohnungstüre in die Wohnung (StA act. 
13.1, Frage 2; StA act. 17.1, Frage 3; StA act. 17.3, Frage 3). Dieser Gesche-
hensablauf ist schlüssig und aufgrund der Umstände plausibel. B._____, J._____ 
und der Berufungskläger waren sich dessen bewusst, dass D._____ sie nicht ein-
fach in die Wohnung hereinlassen würde. J._____ sowie der Berufungskläger ga-
ben entsprechend an, D._____ habe noch versucht, die Türe zu schliessen (StA 
act. 15.2, Frage 6; act. H.2, S. 5, Frage 4). Demgemäss waren sie zu schnellem 
Handeln und Eindringen gehalten, andernfalls D._____ sich ihrem Zugriff durch 
Schliessen der Türe hätte entziehen können. Es kann ohne weiteres als logische 
Folge bezeichnet werden, dass D._____, wie von ihm geschildert, von den ein-
dringenden Personen sofort physisch angegangen wurde. Die Beteiligten trafen 
innert kurzer Zeit auf engstem Raum aufeinander, wobei sowohl B._____ wie auch 
J._____ mit einem gewaltbereiten Mieter bzw. mit einem Konfront rechneten (StA 
act. 15.1, Frage 1 und StA act. 17.1, Frage 1). Diesem Umstand Rechnung tra-
gend versuchten sie das ohnehin schon abgesprochene Vorgehen umzusetzen 
und D._____ zu fixieren (StA act. 16.2, Frage 13 und Frage 14; StA act. 15.2, Fra-
ge 2 und Frage 3). Auch B._____ bestätigte, dass er mit J._____ sofort, nachdem 
D._____ die Türe geöffnet hatte, letzteren ergriff bzw. ihn an beiden Armen fest-
hielt (StA act. 15.1, Frage 3; StA act. 16.1, Frage 20; StA act. 17.3, Frage 10; StA 
act. 17.4, Frage 33 "[…]. Wir wollten Herrn D._____ zuerst mit unseren Händen 
fixieren. […]"). In diesem Geschehen ist denn auch das von diversen Beteiligten 
beschriebene Gerangel zu erblicken (vgl. StA act. 16.2, Frage 8 ["Wir betraten zu 
dritt die Wohnung. Es kam sogleich zu einem Gerangel."]; StA act. 15.1, Frage 3; 
act. H.2, S. 5, Frage 4). Alle Beteiligten gaben an, D._____ habe sich gewehrt. In 
diesem als Gegenwehr bezeichneten Verhalten kann aufgrund der konkreten Um-
stände lediglich der Versuch von D._____ erblickt werden, den gegen ihn gerichte-
ten ungerechtfertigten Angriff abzuwehren bzw. sich aus der "Fixierung" zu lösen 
und zu fliehen. B._____ schilderte in Übereinstimmung mit D._____, dass letzterer 

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versucht habe, zur Eingangstüre zu gelangen (StA act. 13.1, Frage 2; StA act. 
16.2, Frage 8; StA act. 17.3, Frage 10). In diesem Zusammenhang gab D._____ 
plausibel an, er habe durch die offene Türe im Treppenhaus um Hilfe rufen wollen. 
Dass er, wie von J._____ behauptet, in Richtung Türe gedrängt haben soll, um 
den Berufungskläger anzugreifen, erscheint demgegenüber aufgrund des Kräfte-
verhältnisses nicht plausibel (vgl. StA act. 17.4, Frage 16). Spätestens nachdem 
D._____ zurückgezerrt worden war, wurde er von J._____ sowie dem Berufungs-
kläger massiv mit Schlägen und Tritten eingedeckt. D._____ schilderte zwar stets 
konstant, dass er sofort geschlagen worden sei. Es erscheint jedoch aufgrund der 
schlüssigen Ausführung von B._____ nachvollziehbarer, dass die Schläge gegen 
D._____ (erst) begannen, nachdem er sich zur Tür hinbewegt hatte und zurückge-
zogen worden war (vgl. StA act. 16.2, Frage 8; StA act. 17.3, Frage 10). Sodann 
verlagerte sich der Geschehensablauf wieder weiter in den Wohnungsbereich, wo 
D._____ massiv vom Berufungskläger wie auch von J._____ traktiert wurde. 
B._____ beschreibt die erheblichen physischen Übergriffe schlüssig, erlebnisba-
siert und mit empfundenen Emotionen. So gab er etwa an, er habe den anderen 
gesagt, sie sollen aufhören, D._____ zu schlagen (StA act. 17.3, Frage 10) bzw. 
er habe versucht, D._____ immer wieder von den anderen wegzuziehen. Er habe 
ihm Handschellen anlegen wollen in der Hoffnung, dass die anderen dann auf-
hören würden, ihn zu schlagen (StA act. 16.1, Frage 23 und Frage 24; StA act. 
17.3, Frage 14). Nach ungefähr zwei Minuten nach Betreten der Wohnung sei 
D._____ vorne an den Händen mit Handschellen gefesselt worden (StA act. 16.2, 
Frage 9). Angesichts des Geschehensablaufes erscheint die diesbezügliche Zeit-
angabe von B._____ plausibel. Auch J._____ gab an, dass es "ziemlich lange" 
gedauert habe, bis D._____ an beiden Händen gefesselt gewesen sei (StA act. 
15.1, Frage 6). J._____ sowie B._____ gaben weiter anlässlich ihrer Einvernah-
men vor der Polizei deckungsgleich an, dass sie zu dritt D._____ ins hintere Zim-
mer getragen hätten. B._____ schildert das diesbezügliche Geschehen unter Ein-
gestehen von Erinnerungslücken sehr erlebnisbasiert, indem er den Vorgang als 
"halb geschleift", "halb gezogen" beschreibt (StA act. 15.1, Frage 3 und Frage 6; 
StA act. 16.2, Frage 20 und Frage 23). Den gesamten Geschehensablauf zeitlich 
einzuordnen, erweist sich als schwierig. B._____ gab an, dass er und J._____ sich 
ungefähr zehn Minuten in der Wohnung aufgehalten hätten, bis die Polizei einge-
troffen sei und sie geflohen seien (StA act. 16.2, Frage 10). J._____ schätzte die 
Zeitdauer auf 15 Minuten (StA act. 15.2, Frage 32). Der Anruf der Einsatzzentrale 
an die Polizeibeamten M._____ und L._____ erfolgte um 14:12 Uhr (StA act. 13.4, 
Frage 1 und StA act. 13.5, Frage 1). L._____ schätzte die Dauer zwischen Alar-
mierung und Eintreffen beim Wohnhaus auf fünf Minuten (StA act. 13.5, Frage 2), 
M._____ sprach von drei bis vier Minuten (StA act. 13.4, Frage 9). Es lässt sich 

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indessen nicht genau eruieren, wann J._____ und B._____ die eintreffende Polizei 
wahrgenommen hatten und flohen, traf doch gemäss L._____ vor ihnen eine an-
dere Polizeipatrouille vor Ort ein (StA act. 13.5, Frage 2). Es ist mithin dem 
Grundsatz in dubio pro reo folgend davon auszugehen, dass sich B._____ und 
J._____ zehn Minuten in der Wohnung aufgehalten hatten. Während zwei bis drei 
Minuten davon befand sich D._____ alleine mit dem Berufungskläger im hinteren 
Zimmer in dessen Würgegriff (vgl. E. 7.8 ff.). 

11.3. Gemäss Art. 183 StGB wird bestraft, wer jemanden unrechtmässig fest-
nimmt oder gefangen hält oder jemandem in anderer Weise unrechtmässig die 
Freiheit entzieht (Freiheitsberaubung; Ziff. 1 Abs. 1) oder wer jemanden durch 
Gewalt, List und Drohung entführt oder wer jemanden entführt, der urteilsunfähig, 
widerstandsunfähig oder noch nicht 16 Jahre alt ist (Entführung; Ziff. 1 Abs. 2 und 
Ziff. 2). Das geschützte Rechtsgut ist die körperliche Fortbewegungsfreiheit. Bei 
der Freiheitsberaubung wird das Opfer unrechtmässig festgehalten, während es 
bei der Entführung umgekehrt von einem Ort an einen anderen verbracht wird 
(BGE 119 IV 216 E. 2e; BGE 118 IV 61 E. 2b und E. 3a).

11.4. Freiheitsberaubung ist die Aufhebung der körperlichen Bewegungsfreiheit 
(Stefan Trechsel/Martino Mona, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Straf-
gesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Auflage, Zürich 2018, N 1 zu Art. 183 StGB). 
Unrechtmässig ist eine Freiheitsberaubung, wenn rechtfertigende Umstände feh-
len. Als solche kommen nebst den gesetzlichen Rechtfertigungsgründen nach Art. 
14 ff. StGB auch Einwilligungen in Betracht (Vera Delnon/Bernhard Rüdy, in: Nigg-
li/Wiprächtiger [Hrsg.], Strafrecht, Bd. II, 4. Auflage, Basel 2019, N 53 f. zu Art. 183 
StGB). Die unzulässige Beschränkung der Fortbewegungsfreiheit liegt nach 
Rechtsprechung und Lehre darin, dass jemand daran gehindert wird, sich selbst-
ständig, mit Hilfsmitteln oder mit Hilfe Dritter nach eigener Wahl vom Ort, an dem 
er sich befindet, an einen anderen Ort zu begeben oder bringen zu lassen (BGE 
101 IV 154 E. 3b; Delnon/Rüdy, a.a.O., N 20 zu Art. 183 StGB). Die Freiheitsbe-
raubung kann durch unrechtmässige Festnahme, Gefangenhalten oder unrecht-
mässige Freiheitsentziehung auf andere Weise geschehen (Generalklausel). Der 
Gesetzgeber wollte Situationen erfassen, in denen Personen gänzlich an der 
Betätigung der körperlichen Fortbewegungsfreiheit gehindert werden. Lehre und 
Rechtsprechung verlangen entsprechend zu Recht eine gewisse Intensität und 
Dauer. Hinsichtlich Dauer ist die Festlegung einer Grenze weder möglich noch 
sinnvoll. Die Anforderungen an die Dauer sind in der Praxis nicht sehr hoch (Auto-
fahrt von rund 10 Minuten bzw. 7.5 Kilometern vor einer Vergewaltigung [BGE 89 
IV 87 E.1]; Festhalten in einer Wohnung während 20 bis 30 Minuten [BGer 

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6B_400/2012 v. 15.11.2012 Sachverhalt lit. A]). Angesichts der Ausgestaltung von 
Art. 183 StGB als Verbrechen sollte der Tatbestand nicht überdehnt werden. Ab-
grenzungsschwierigkeiten ergeben sich häufig, wenn die Freiheitsbeschränkung 
eine Begleiterscheinung eines anderen strafbaren Verhaltens darstellt (Del-
non/Rüdy, a.a.O., N 41 zu Art. 183 StGB). Zwischen Freiheitsberaubung und Kör-
perverletzungsdelikten (Art. 122 ff. StGB) besteht echte Konkurrenz, wenn die 
Freiheitsberaubung über das hinausgeht, was zum Angriff auf den Körper gehört 
(BGE 104 IV 174). Ist die Aufhebung der Fortbewegungsfreiheit blosse Folge der 
Körperverletzung, wird sie indessen allein durch Art. 122 f. StGB erfasst (vgl. An-
dreas Donatsch, in: Donatsch [Hrsg.], Orell Füssli Kommentar, StGB, 20. Auflage, 
Zürich 2018 [zitiert Donatsch, OFK], N 11 zu Art. 183 StGB). 

11.5. Bereits zum Zeitpunkt, als D._____ von B._____ wie auch von J._____ 
nach Öffnen der Türe gefasst und festgehalten wurde, wurde seine Fortbewe-
gungsfreiheit beinahe vollständig eingeschränkt. Er konnte sich nur noch wenige 
Schritte zur Wohnungstüre drängen, wurde jedoch sogleich zurückgezerrt. Die 
Verteidigung erblickt im anfänglichen Gerangel im Eingangsbereich bis zum Fixie-
ren von D._____ mittels Handschellen einen Raufhandel. Diesem sei die Frei-
heitsberaubung inhärent. Eine Freiheitsberaubung liege daher nicht vor (act. H.4, 
S. 11 f.). Die Berufungsinstanz kann sich dieser Argumentation nicht anschliessen. 
Vielmehr griffen J._____, B._____ und der Berufungskläger D._____ an. Die Ge-
genwehr von D._____ beschränkte sich auf die Abwehr dieses Angriffes und war 
darauf gerichtet, sich dem Zugriff zu entziehen. Angesichts des ungerechtfertigten 
Angriffes gegen seine Person war er hierzu ohne weiteres berechtigt (Art. 15 
StGB). Im Rahmen der "Festnahme" wurde D._____ konstant gehalten und an 
ihm wurde gezerrt. Die Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit kann nicht als 
Resultat bzw. (unerwünschte) Nebenfolge der physischen Übergriffe in Form von 
Schlägen, Tritten etc. definiert werden. Sie war vielmehr beabsichtigt und ging 
über das hinaus, was zum Angriff auf seinen Körper gehörte (BGE 104 IV 174 
E.2). Soweit die Verteidigung geltend macht, es liege eine Nötigungshandlung 
bzw. ein Versuch hierzu vor, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden (vgl. act. H.4, 
S. 13). Aufgrund der glaubhaften Schilderungen von B._____ und J._____ ist er-
stellt, dass vorgängig abgesprochen worden war, D._____ im Falle seiner Anwe-
senheit zu fesseln, um die Wohnung zu räumen. Es war mithin nie Thema, ihn 
zum eigenständigen Verlassen der Wohnung zu nötigen. Vor dem Hintergrund des 
Gesagten ist die Zeit im Eingangsbereich bis zur Fesselung von D._____ nach ca. 
zwei Minuten für die Qualifikation als Freiheitsberaubung zu berücksichtigen. Auch 
nach seiner Fesselung war D._____ immer wieder erheblicher Gewalt ausgesetzt. 
Sodann wurde er von allen drei Tätern gepackt und in ein hinteres Zimmer getra-

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gen. Während dieser Zeit war er nicht nur seiner Fortbewegungsfreiheit, sondern 
seiner Bewegungsfreiheit insgesamt beraubt. Im hinteren Zimmer wurde D._____ 
vom Berufungskläger während zwei bis drei Minuten gewürgt. Die Einschränkung 
der Bewegungsfreiheit von D._____ während dieser Zeit stellt indessen lediglich 
eine Nebenfolge des Würgens dar und ist für die Qualifikation der Freiheitsberau-
bung ohne Belang. Damit war die Fortbewegungsfreiheit während sieben bis acht 
Minuten vollständig entzogen. Diese Zeitdauer ist eher kurz. Doch angesichts der 
erheblichen Intensität des Entzuges sowie dessen Begleitumstände kann die zeit-
liche Komponente nur noch begrenzt eine Rolle spielen. D._____ wurde von drei 
kräftigen und teilweise bewaffneten Tätern mit immer wieder unnötiger Gewalt in 
den eigenen vier Wänden festgehalten und schliesslich mit Handschellen gefes-
selt. Wie Ware wurde er dann in ein hinteres Zimmer "verfrachtet". Angesichts 
dieser Umstände kann der Verteidigung nicht gefolgt werden, es hätte weiterer 
qualifizierende Umstände bedurft, wie beispielsweise eines Einschliessens im 
Zimmer oder einer Fesselung an einer Heizungsstange (act. H.4, S. 13, f.). Die 
erhebliche Intensität, mit welcher die Fortbewegungsfreiheit eingeschränkt wurde, 
kompensiert die eher kurze Dauer der Einschränkung vollends. Eine rechtfertigen-
de Notwehr lag nie vor (vgl. E. 8.6.). Der Berufungskläger wusste bzw. musste um 
die Unrechtmässigkeit seines Handelns wissen. Er handelte vorsätzlich. Er ist 
schuldig der Freiheitsberaubung gemäss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.

12.1. Gemäss Ziffer 1.1 der Anklageschrift soll sich der Berufungskläger am 14. 
April 2012 des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB schuldig gemacht ha-
ben. 

12.2. Des Hausfriedensbruchs nach Art. 186 StGB macht sich strafbar, wer ge-
gen den Willen des Berechtigten in ein Haus, in eine Wohnung usw. unrechtmäs-
sig eindringt oder, trotz der Aufforderung eines Berechtigten, sich zu entfernen, 
darin verweilt. Die Bestimmung schützt das Hausrecht, worunter die Befugnis zu 
verstehen ist, über einen bestimmten Raum ungestört zu herrschen und darin den 
eigenen Willen frei zu betätigen. Träger dieses Rechts ist derjenige, dem die Ver-
fügungsgewalt über die Räume zusteht, gleichgültig, ob jene auf einem dinglichen 
oder obligatorischen Recht beruht (BGer 6B_258/2018 v. 24.1.2019 E. 3.3 
m.w.H.). Der Mieter/Pächter ist so lange Träger des Hausrechts bzw. "Berechtig-
ter", als ihm die tatsächliche Verfügungsgewalt über die benützten Räume zusteht, 
auch wenn das Vertragsverhältnis durch rechtskräftige Kündigung beendet ist. 
Das Hausrecht beginnt beim Einzug in die bestimmten Räume und endet mit dem 
Auszug aus denselben. Geht das Miet- bzw. Pachtverhältnis zu Ende, so behält 
der Mieter (Pächter) das Hausrecht, bis er die Wohnung usw. tatsächlich räumt. 

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Art. 186 StGB hat die Funktion, die Privat- und Geheimsphäre (Hausrecht) des 
Wohnungsinhabers zu schützen, nicht aber dem Vermieter (Verpächter) die 
Durchsetzung seiner Ansprüche aus Miet- bzw. Pachtvertrag mit Hilfe des Straf-
rechts zu erleichtern (BGE 112 IV 31 E. 3 m.w.H.).

12.3. Mit Vertrag vom 13. März 2011 mietete der Berufungskläger die 4-½ Zim-
merwohnung, Erdgeschoss, an der I._____strasse, K._____. Die Wohnung ver-
mietete der Berufungskläger sodann zimmerweise möbliert unter, jeweils samt 
Küche, Bad/Dusche, Keller und Waschküche zur Mitbenützung bzw. gemein-
schaftlichen Benutzung (vgl. etwa StA act. 1.13). Unbestrittenermassen waren am 
14. April 2012 nicht sämtliche Zimmer der Wohnung untervermietet (act. H.2, Fra-
ge 4; StA act. 18.9, Frage 3). Der Berufungskläger verfügte damit kraft seines 
Mietvertrages als Hauptmieter über die tatsächliche Verfügungsgewalt hinsichtlich 
mindestens eines der Zimmer und zugleich, wenn auch geteilt, hinsichtlich der 
übrigen zur gemeinschaftlichen Nutzung bestimmten Räume. Nur hinsichtlich 
der(s) untervermieteten Zimmer(s) war er nicht verfügungsberechtigt. Das Haus-
recht stand ihm mithin im vorgenannten Sinne beschränkt zu. In Ziffer 1.1 der An-
klageschrift wird dem Berufungskläger nun undifferenziert vorgeworfen, er habe 
die Wohnung von D._____ gegen dessen Willen betreten. Wie ausgeführt, mietete 
D._____ nicht die gesamte Wohnung. Mit Betreten des Eingangsbereiches als 
gemeinschaftlich genutzter Raum hat der Berufungskläger nicht das Hausrecht 
von D._____ verletzt. Ziffer 1.1 der Anklageschrift erwähnt lediglich das "Zimmer 
im hinteren Bereich der Wohnung", welches der Berufungskläger betreten haben 
soll. Dabei bleibt jedoch unklar, ob dieses an den Strafantragssteller D._____ (vgl. 
Anklageschrift Ziffer 1.1) untervermietet war oder nicht. Angesichts des beru-
fungsklägerischen Bestreitens (act. H.4, S. 15) ist zu seinen Gunsten davon aus-
zugehen, dass dieses nicht untervermietet war (Art. 10 Abs. 3 StPO). Mithin kann 
auch diesfalls kein im Sinne von Art. 186 StGB tatbestandsmässiges Verhalten 
erblickt werden. 

13.1. Dem Berufungskläger wird in Ziffer 1.3 der Anklageschrift vorgeworfen, er 
habe am 18. März 2012 aus der Wohnung und dem Kellerabteil an der 
I._____strasse diverse im Eigentum von D._____ und F._____ stehende Ge-
genstände gestohlen. 

13.2. Wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, 
um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern, wird mit Freiheits-
strafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 139 Ziff. 1 StGB). Fremd ist 
eine Sache, wenn sie nach den Regeln des Zivilrechts im Eigentum einer andern – 
natürlichen oder juristischen – Person steht als derjenigen des Täters (BGE 132 IV 

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8 E. 3.3). Eine Sache eignet sich an, wer wie ein Eigentümer über sie verfügt, oh-
ne diese Eigenschaft zu haben (BGE 129 IV 223 E. 6.2.1). Dafür bedarf es eines 
entsprechenden Willens, der aber für sich allein nicht ausreicht, sondern sich in 
einem bestimmten äusserlichen Verhalten des Täters manifestieren muss (BGE 
129 IV 223 E. 6.2.1). Unter Bereicherung versteht man irgendeine – dauernde 
oder bloss vorübergehende wirtschaftliche Besserstellung (Donatsch, OFK, N 11 
zu Art. 137 StGB). Wegnehmen ist Bruch fremden und Begründung neuen Ge-
wahrsams (BGE 132 IV 110 E. 2.1). Gewahrsam ist von Besitz gemäss Art. 919 
ZGB zu unterscheiden (BGE 132 IV 110 E. 2.1). Der Gewahrsam besteht in der 
tatsächlichen Sachherrschaft mit dem Willen, sie auszuüben (BGE 115 IV 106). 
Ob Gewahrsam gegeben ist, bestimmt sich nach den allgemeinen Anschauungen 
und den Regeln des sozialen Lebens (BGE 132 IV 110 E. 2.1). Hinsichtlich der 
Aneignungsabsicht genügt die blosse Absicht der Aneignung, die aber schon bei 
der tatbestandsmässigen Handlung, also im Moment der Wegnahme der fremden 
Sache, gegeben sein muss. Subjektiv ist Vorsatz erforderlich. Die eventuelle Ab-
sicht zur unrechtmässigen Bereicherung genügt gemäss Bundesgericht (BGE 105 
IV 29 E. 3b). 

13.3. E._____ und G._____ gaben in Übereinstimmung mit D._____ an, weshalb 
sich die entwendeten Gegenstände im Zimmer von D._____ bzw. im Kellerabteil 
befunden hatten, obschon sie nicht an der I._____strasse wohnhaft waren (StA 
18.9, Frage 10; act. 18.10, Frage 4 und StA act. 18.11, Frage 3). Alle vier (mut-
masslich) Geschädigten bezeichneten die Gegenstände präzise und detailliert. 
E._____ gab etwa an, dass beim passwortgeschützten Laptop speziell sei, dass 
bei dessen Hochfahren sein Foto erscheine. Auch gibt er an, dass ein PS3 Con-
troller mittels Klebeband repariert sei (StA act. 18.11, Frage 12). G._____ be-
schrieb die fehlenden Stücke der Snowboardausrüstung präzise, gestand aber 
auch ein, wenn er beispielsweise die Marke nicht mehr wusste (StA act. 18.10, 
Frage 5, Frage 8 und Frage 9). F._____ meldete lediglich ein Snowboard als ge-
stohlen (StA act. 18.1, S. 2). Sodann ist erkennbar, dass die Geschädigten mehr-
heitlich nicht klassisches Diebesgut angaben, wie beispielsweise eine Snow-
boardausrüstung (StA act. 18.10, Frage 8), defekter PS3 Controller (StA act. 
18.11, Frage 12), Snowboard (StA act. 18.1, S. 2), was ihre Aussagen glaubhaft 
erscheinen lässt. Hätte es den Geschädigten bloss daran gelegen, den Beru-
fungskläger falsch zu belasten bzw. aus Versicherungsleistungen Profit zu schla-
gen, hätten sie teurere Gegenstände als gestohlen gemeldet. Das Argument der 
Verteidigung, die vier würden den Berufungskläger falsch belasten, erscheint vor 
diesem Hintergrund als nicht stichhaltig. Weder bei E._____ noch bei G._____ ist 
ein Motiv für eine Falschbelastung erkennbar. Das Argument der Verteidigung die 

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"Mietnomaden" hätten ihm eine Falle gestellt, überzeugt nicht (etwa sinngemäss in 
act. H.1, S. 6; act. H.2, Frage 3). Hätte E._____ die Wohnung tatsächlich gratis 
nutzen wollen, hätte er sich nicht bei der Verwaltung gemeldet, sein Mietinteresse 
an einem Zimmer kundgetan und einen Besichtigungstermin vereinbart. Erst im 
Nachhinein mit falschen Beschuldigungen den Berufungskläger zeitweise "hand-
lungsunfähig" machen zu wollen, um die Wohnung zu nutzen, ist angesichts die-
ser Ausgangslage abwegig. Sodann lagen – zumindest zum damaligen Zeitpunkt 
– weder bei F._____, G._____ noch bei E._____ negative Vorfälle mit dem Beru-
fungskläger vor (vgl. etwa StA act. 17.2, Frage 2). Es ist nicht ersichtlich, dass 
F._____, welcher gemäss Verteidigung ein eklatantes Interesse an einer Falsch-
belastung des Berufungsklägers haben soll, nur einen Deliktsbetrag von 
CHF 150.00 für ein gestohlenes Snowboard angeben würde. Kommt hinzu, dass 
D._____ vor Alarmierung der Polizei bei der zuständigen Verwalterin bzw. beim 
Berufungskläger um Rückgabe der Gegenstände ersuchte (StA act. 18.9, Frage 
2). Dass es sich hierbei um eine Lüge handeln soll, erscheint aufgrund der sehr 
einfach überprüfbaren Behauptung geradezu abwegig. Gegen eine Absprache zur 
falschen Anschuldigung unter den vier Geschädigten spricht sodann die Tatsache, 
dass offensichtlich erst anlässlich der Begehung des Kellerabteils im Beisein der 
Polizei das Fehlen von Sportutensilien festgestellt wurde (StA act. 18.1, S. 6). Die 
Aussagen von D._____ und F._____ werden im Weiteren durch ihr Verhalten 
nach dem Vorfall gestützt. So hatte vor allem D._____ vom Berufungskläger über 
einen langen Zeitraum und eindringlich die Rückgabe der Gegenstände verlangt 
(vgl. StA act. 18.6, S. 6 und StA act. 11.8, S. 6 ff.). In Ziffer 1.3 der Anklageschrift 
wird der Diebstahl von zwei DVD-Abspielgeräten vorgeworfen. Hierzu bedarf es 
folgender Präzisierung: D._____ sprach lediglich vom Fehlen eines DVD-
Abspielgerätes. Das zweimalige Aufführen in der Anklageschrift dürfte auf ein Ver-
sehen im Kriminalrapport zurückzuführen sein, in welchem das DVD-Abspielgerät 
zweimal aufgeführt wird (StA act. 18.1, S. 2). Vor dem Hintergrund des Gesagten 
bestehen für die Berufungsinstanz indessen keine Zweifel daran, dass die in Ziffer 
1.3 der Anklageschrift definierten Gegenstände im Wert von CHF 10'185.00 (ex-
klusive eines DVD-Abspielgerätes [CHF 50.00]) am 18. April 2012 entwendet wur-
den. Die Verteidigung bringt zutreffend vor, dass sich die eigentlichen Eigentums-
verhältnisse nur schwer eruieren lassen (act. H. 4, S. 14). Angesichts der konkre-
ten Umstände ist jedoch ohne weiteres erstellt, dass die Gegenstände den Ge-
schädigten zugeordnet werden können. Dies ergibt sich schon aus der Tatsache, 
dass die Gegenstände in abgeschlossenen und nicht frei zugänglichen Räumlich-
keiten lagerten. Letztlich bestehen lediglich eigentumsrechtliche Zuordnungsfra-
gen unter den Geschädigten. D.h. es lässt sich nicht genau eruieren, wem welcher 
entwendete Gegenstand gehört, liegen doch weder Quittungen noch anderweitige 

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Belege hierfür im Recht und bestehen offenbar selbst unter den Beteiligten teil-
weise Unklarheiten hinsichtlich der eigentlichen Eigentumsverhältnisse (vgl. etwa 
StA act. 18.6, S. 6, 1. Textnachricht). Aus Sicht des Berufungsklägers lässt sich 
gleichwohl festhalten, dass die Gegenstände weder in seinem Eigentum standen 
noch er anderweitig berechtigt gewesen war, über diese zu verfügen. Eine ent-
sprechende Behauptung findet sich denn auch nirgends in den Akten. Bleibt noch 
die Frage nach der Täterschaft des Berufungsklägers zu klären. Es ist unbestrit-
ten, dass der Berufungskläger am 18. März 2012 vor Ort war und dem Mietinter-
essenten E._____ die Wohnung zeigte (act. H.2, S. 3, Frage 3). E._____ gab an, 
ihm seien auch die an F._____ und D._____ vermieteten Zimmer gezeigt worden. 
Der Berufungskläger habe ihm dabei erklärt, wer dort wohne. Er sei darüber er-
staunt gewesen, da er ja gewusst habe, dass diese Zimmer untervermietet gewe-
sen seien (vgl. StA act. 18.11, Frage 5 und Frage 7). Nachvollziehbar und glaub-
haft gab er sodann an, dass die Türe zum Zimmer von D._____ unverschlossen 
war und sich zum Besichtigungszeitpunkt die ihm entwendeten Gegenstände dort 
befunden hätten. So war er sogar im Stande, – in Übereinstimmung mit D._____ – 
deren jeweilige Position anzugeben (vgl. StA act. 18.9, Frage 8; StA act. 18.11, 
Frage 14). Der Berufungskläger war folglich am 18. März 2012 in der Wohnung 
und hatte Zugang zum Zimmer von D._____ sowie zum Kellerabteil. Aufbruchspu-
ren konnten keine sichergestellt werden. Der Berufungskläger hatte als einziger 
nebst den WG-Bewohnern einen Schlüssel zum Keller. Offensichtlich bestanden – 
was auch vom Berufungskläger bestätigt wurde – Unstimmigkeiten hinsichtlich der 
Mietzinshöhe bzw. Mietzinsausständen (siehe die Nachrichtenverläufe in StA act. 
18.6, S. 6 und StA act. 11.1, S. 6 ff.; StA act. 17.2, Frage 3). Er hatte folglich ein 
Motiv, die Mietzinsausstände auf andere Weise einzutreiben. Sowohl F._____ wie 
auch D._____ konfrontierten den Berufungskläger mit dem Diebstahlsvorwurf mit-
tels Textnachrichten. Erstaunlicherweise reagierte der Berufungskläger entweder 
gar nicht auf den Vorwurf oder aber anders als zu erwarten wäre. Es wäre nach-
vollziehbar, dass der Berufungskläger einen derart schwerwiegenden Vorwurf um-
gehend und klar bestreitet. Stattdessen schrieb dieser am 19. März 2012 die fol-
gende Nachricht an F._____: "If you pay Full price you get Full Service. If you only 
Pay 750, Not! If you dont Respekt Kirchen rules and dont clean up, Not. If you 
dont like it Feel free to leave." (StA act. 18.6, S. 6). Angesichts dieser sich verdich-
tenden Indizien erachtet es die Berufungsinstanz als erwiesen, dass der Beru-
fungskläger die in Ziffer 1.3 der Anklageschrift umschriebenen Gegenstände (exkl. 
eines DVD-Abspielgerätes) zur eigenen Bereicherung an sich genommen hatte. 
Dass anlässlich der Hausdurchsuchungen die Gegenstände nicht sichergestellt 
werden konnten, ändert an dieser Überzeugung nichts. Die Hausdurchsuchungen 

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fanden erst im August 2012 (StA act. 18.13 ff.) statt, sodass genügend Zeit be-
standen hatte, die Gegenstände zu versilbern bzw. wegzuschaffen. 

13.4. Die oben erwähnten Gegenstände können den Geschädigten zwar nicht 
abschliessend einzeln eigentumsrechtlich zugeordnet werden. Gleichwohl steht 
ausser Frage, dass jeweils mindestens einer der Geschädigten Eigentum an die-
sen besitzt. Sie waren mithin nicht herrenlos. Davon unabhängig ist erstellt, dass 
die Gegenstände nicht im Eigentum des Berufungsklägers stehen und ihm an die-
sen darüber hinaus keine anderweitige Verfügungsberechtigung zukam. Es han-
delte sich folglich um für ihn fremde bewegliche Sachen i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB 
(vgl. dazu Marcel Alexander Niggli/Christof Riedo, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 4. Auflage, Basel 2019, N 42 zu Vor Art. 137 
StGB). Durch die Wegnahme und Wegschaffung der Gegenstände hat der Beru-
fungskläger fremden Gewahrsam gebrochen und neuen Gewahrsam daran be-
gründet, waren die Gegenstände doch in abgeschlossenen und nicht frei zugäng-
lichen Räumen belegen. Der Berufungskläger beabsichtigte, sich die Gegenstän-
de anzueignen und wollte sich auf diese Weise einen ihm nicht gebührenden 
Vermögensvorteil verschaffen. Der Diebstahl wurde begangen, weil Mietzins-
ausstände bestanden. Art. 172ter Abs. 1 StGB findet hinsichtlich der einzelnen Ge-
genstände keine Anwendung. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt 
eine einzige strafbare Handlung im Sinne einer natürlichen Handlungseinheit be-
reits dann vor, wenn das gesamte, auf einem einheitlichen Willensakt beruhende 
Tätigwerden des Täters kraft eines engen räumlichen und zeitlichen Zusammen-
hanges der Einzelakte bei natürlicher Betrachtungsweise objektiv noch als ein 
einheitliches, zusammengehörendes Geschehen erscheint, indem in diesen Fällen 
durch mehrere Einzelhandlungen ein einheitlicher Deliktserfolg herbeigeführt wird 
(Philippe Weissenberger, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-
recht, Bd. II, 4. Auflage, Basel 2019, N 46 zu Art. 172ter StGB m.w.H). Der zeitliche 
und räumliche Zusammenhang liegt vor, hat der Berufungskläger doch sämtliche 
Gegenstände aus der Liegenschaft an der I._____strasse und in einem Akt ent-
wendet. Der Berufungskläger ist demnach des (einfachen) Diebstahls gemäss Art. 
139 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

14.1. Der Berufungskläger soll sich weiter im Rahmen des angeklagten Sachver-
halts gemäss Ziffer 1.3 des Hausfriedensbruchs nach Art. 186 StGB schuldig ge-
macht haben. 

14.2. Auf die rechtlichen Ausführungen zum Hausfriedensbruch in E. 12.2 kann 
verwiesen werden. 

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14.3. Aufgrund des in E. 13.3 festgestellten Sachverhaltes ist erstellt, dass der 
Berufungskläger am 18. März 2012, ohne hierfür berechtigt zu sein, das an 
D._____ untervermietete Zimmer betreten und daraus Gegenstände gestohlen 
hatte. Die Verfügungsgewalt und damit das Hausrecht hinsichtlich des Zimmers 
stand gestützt auf den Untermietvertrag zwischen dem Berufungskläger und 
D._____ ausschliesslich letzterem zu (StA act. StA act. 1.13). In Bezug auf 
D._____ hatte der Berufungskläger ein Ausweisungsverfahren angestrengt (StA 
act. 17.2, Frage 20). Er musste mithin wissen, dass er zur Wiedererlangung des 
Hausrechts – hinsichtlich des untervermieteten Zimmers – zunächst ein Auswei-
sungsverfahren zu durchlaufen hatte und während des laufenden Verfahrens das 
Zimmer von D._____ gegen dessen Willen nicht betreten durfte. Ein rechtsgültiger 
Strafantrag seitens D._____ vom 18. März 2012 liegt vor (StA act. 18.2). Der Be-
rufungskläger ist folglich des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB schuldig. 

14.4. Der Vollständigkeit halber sei zweierlei erwähnt. Erstens wird in der Ankla-
geschrift in Ziffer 1.3 lediglich das Betreten der Wohnung umschrieben. Der kon-
krete Vorwurf, das Zimmer von D._____ betreten zu haben, findet sich nicht, ergibt 
sich indessen a majore ad minus aus dem Hauptvorwurf, die Wohnung betreten 
zu haben. Eine Verurteilung (nur) wegen des Betretens des Zimmers von D._____ 
verstösst demnach nicht gegen den Anklagegrundsatz (Art. 9 StPO). Der Ankla-
gesachverhalt bleibt genügend klar umschrieben. Auch war dem Berufungskläger 
eine adäquate Verteidigung stets möglich. Zweitens ist das in Ziffer 1.3 vorgewor-
fene Betreten des Kellerabteils nicht tatbestandsmässig i.S.v. Art. 186 StGB. Den 
Ausführungen in E. 12.3 ist zu entnehmen, dass der Berufungskläger schon am 
18. März 2012 nicht alle Zimmer in der Wohnung an der I._____strasse unterver-
mietet hatte. Damit kam ihm mindestens hinsichtlich eines Zimmers samt dazu-
gehörendem Kellerabteil das Hausrecht zu. Das Kellerabteil war unbestrittener-
massen keinem Untermieter zum ausschliesslichen Gebrauch vermietet worden 
(vgl. etwa act. 18.7 und StA act. 18.8). 

15. Zusammengefasst ist der Berufungskläger wegen versuchter vorsätzlicher 
Tötung gemäss Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, der einfachen Körperverlet-
zung gemäss Art. 123 Ziff. 1 und Ziff. 2 Abs. 2 StGB, der Freiheitsberaubung 
gemäss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB 
und des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB schuldig zu sprechen. 

16.1. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 
ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. m.w.H.). Entsprechendes 
gilt für die Bildung der Einsatz- und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in 
Anwendung des Asperationsprinzips (BGE 141 IV 61 E. 6.1.2 m.w.H). Darauf 

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kann verwiesen werden. Das Sachgericht hat die für die Strafzumessung 
erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten und seine 
Überlegungen in den Grundzügen wiederzugeben, so dass die Strafzumessung 
nachvollziehbar ist. Dabei steht ihm ein erheblicher Ermessensspielraum zu.

16.2. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen 
für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe 
der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das 
Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen und ist 
an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB).

17.1. In casu erweist sich die versuchte vorsätzliche Tötung gemäss Art. 111 
StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB aufgrund des vorgesehenen Strafrahmes von 
mindestens fünf Jahren Freiheitsstrafe als abstrakt schwerstes Delikts. Anhand 
desselben ist die Einsatzstrafe zu bestimmen.

17.2. Das versuchte Delikt (Art. 22 Abs. 1 StGB) zeichnet sich dadurch aus, 
dass der Täter begonnen hat die Tat auszuführen, der Erfolg jedoch nicht eintritt. 
Beim unvollendeten Versuch führt der Täter die Tat – aus unterschiedlichen 
Gründen – nicht zu Ende. Weil der Erfolg beim versuchten Delikt nicht eingetreten 
ist, wird es regelmässig an einem oder mehreren Kriterien für die Bewertung der 
objektiven Tatschwere fehlen. Für die Bemessung der Strafe hat das Gericht 
daher in einem ersten Schritt vom hypothetisch vollendeten Delikt auszugehen. Es 
hat eine hypothetische Beurteilung vorzunehmen; welche Folgen wären 
eingetreten, wenn die strafbare Handlung entsprechend dem Vorsatz des 
Beschuldigten vollendet worden wäre. Die geringere (objektive) Gefährdung oder 
Verletzung des Rechtsgutes spielt dann eine Rolle, wenn zu entscheiden ist, in 
welchem Umfang das Verschulden wegen des abgebrochenen Versuchs reduziert 
wird (unvollendeter Versuch) bzw. die Strafe wegen des nicht gelungenen Delikts 
(vollendeter Versuch) herabzusetzen ist (vgl. zum Ganzen Hans Mathys, Leitfaden 
Strafzumessung, 2. Auflage, Basel 2019, N 119 ff. m.w.H.). 

17.3. Die objektive Tatschwere ist im oberen Bereich anzusiedeln. Zwar sind 
durchaus schwerwiegendere Tatvarianten vorstellbar. Gleichwohl ging der 
Berufungskläger äusserst brutal vor. D._____ war gefesselt und stark 
angeschlagen. Der Berufungskläger umklammerte ihn von hinten und würgte ihn 
während ca. zwei bis drei Minuten mit konstant hohem Druck. Die 
Gewalteinwirkung war erheblich. Aufgrund seines Zustandes und seiner Position 
war D._____ dem Würgen von Beginn an beinahe wehrlos ausgeliefert. Obschon 
die anfänglich noch bescheidene Gegenwehr immer weiter abnahm und letztlich 

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fast vollständig versiegte, liess der Berufungskläger nicht los. Er musste letztlich 
durch die eintreffenden Polizisten hierzu mehrfach aufgefordert werden. D._____ 
gab glaubhaft an, mit seinem Leben bereits abgeschlossen zu haben bzw. 
Todesangst ausgestanden zu haben (StA act. 13.1, Frage 2, StA act. 13.2 und 
StA act. 17.2, Frage 16). Für das vom Berufungskläger gewählte Vorgehen 
bestand kein Grund, was auch die entsprechende Mahnung von B._____, er, der 
Berufungskläger, solle D._____ nicht würgen, bestätigt. Bezüglich der subjektiven 
Tatschwere ist zu konstatieren, dass sich ein eigentliches Mo