# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ee365f3-3f4e-52fc-a563-921917824b45
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-10-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.10.2021 E-4324/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4324-2021_2021-10-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-4324/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  O k t o b e r  2 0 2 1   

Besetzung 
 Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 

mit Zustimmung von Richterin Constance Leisinger ;  

Gerichtsschreiberin Karin Parpan. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Navin Sureskumaran,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 21. September 2021 / N (…). 

 

 

 

E-4324/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 11. August 2021 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 21. September 2021 – am Folgetag er-

öffnet – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf 

das Asylgesuch nicht eintrat, die Überstellung aus der Schweiz nach 

Schweden anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. September 2021 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das 

SEM anzuweisen auf sein Asylgesuch einzutreten und das Asylverfahren 

in der Schweiz durchzuführen, eventualiter sei die Sache zur Neubeurtei-

lung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG einschliesslich Verzichts auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um Erteilung der aufschieben-

den Wirkung der Beschwerde ersuchte, zudem seien die Vollzugsbehör-

den im Sinn einer superprovisorischen vorsorglichen Massnahme anzu-

weisen, bis zum Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts über die auf-

schiebende Wirkung von seiner Überstellung nach Schweden abzusehen, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

30. September 2021 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 

AsylG), 

  

E-4324/2021 

Seite 3 

und das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

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dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) – wie 

vorliegend –grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Ka-

pitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) stattfindet (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 

VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.), 

dass der nach der Dublin-III-Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflich-

tet ist, einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag ab-

gelehnt wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt 

hat oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Auf-

enthaltstitel aufhält, nach Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 wieder auf-

zunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO),  

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der "Eu-

rodac"-Datenbank ergab, dass dieser am 3. Juni 2014 in B._______, am 

1. September 2014 in Schweden, am 5. April 2015 in C._______ sowie 

21. Oktober 2015 nochmals in Schweden ein Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass das SEM die schwedischen Behörden am 27. August 2021 um Wie-

deraufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

Dublin-III-VO ersuchte, 

dass die schwedischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 30. Au-

gust 2021 zustimmten, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Schwedens somit gegeben ist, was 

vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

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entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann,  

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Schweden würden 

systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmensch-

lichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU–

Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass Schweden Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens 

im Wesentlichen geltend machte, seit (…) Jahren mit einer schwedischen 

Staatsangehörigen in einer Beziehung und traditionell verheiratet zu sein, 

wobei sie die letzten dreieinhalb Jahre zusammengelebt hätten, 

dass ihnen die offizielle Registrierung ihrer Ehe allerdings nicht möglich 

gewesen sei, weil seine Dokumente von den schwedischen Behörden nicht 

akzeptiert worden seien, und ihm mitgeteilt worden sei, er müsse nach der 

Ablehnung seines Asylgesuchs in seinen Heimatstaat zurückkehren, von 

wo aus er einen Antrag betreffend das Zusammenleben mit seiner Frau 

stellen könne, 

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dass er seine Frau nicht einfach habe allein lassen können und ihrer beider 

Leben in Afghanistan in Gefahr gewesen wären, weshalb sie sich schliess-

lich gemeinsam zur Ausreise aus Schweden und einem Leben in der 

Schweiz entschieden hätten, wo seine Frau nun erwerbstätig sei und eine 

eigenen Wohnung gemietet habe,  

dass diese Vorbringen in der Beschwerde im Wesentlichen nochmals be-

kräftigt werden und der Beschwerdeführer ausführt, die Vorinstanz habe 

die gelebte, gefestigte Beziehung zwischen ihm und seiner Partnerin zwar 

anerkannt, in ihrem Entscheid aber die Konsequenz seiner Wegweisung 

nach Schweden nicht angemessen in Erwägung gezogen, zumal dieser 

das Ausleben des Familienlebens nach Art. 8 EMRK verunmögliche und 

die räumliche Trennung kaum verhältnismässig sei, insbesondere auch, da 

seine Partnerin ihren Lebensmittelpunkt (Erwerbstätigkeit und Wohnsitz) 

nunmehr in der Schweiz verorte, 

dass der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen die Anwendung der Er-

messensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive der – das 

Selbsteintrittsrecht im Landesrecht konkretisierenden – Bestimmung von 

Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 

142.311) fordert, gemäss welcher das SEM das Asylgesuch "aus humani-

tären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss Dublin-III-

VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestell-

ten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in 

dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO); diese Bestimmung ist nicht unmittel-

bar anwendbar, sondern kann nur in Verbindung mit einer anderen Norm 

des nationalen oder internationalen Rechts angerufen werden (vgl. BVGE 

2010/45 E. 5),  

dass ein einklagbarer Anspruch auf Ausübung des Selbsteintrittsrechts 

(vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2) besteht, wenn ein Verstoss gegen übergeord-

netes Recht, zum Beispiel gegen eine Norm des Völkerrechts, droht; die 

Schweiz ist demnach zum Selbsteintritt verpflichtet, wenn andernfalls eine 

Verletzung des Non-Refoulement-Gebots nach Art. 33 des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 

0.142.30), Art. 3 EMRK, Art. 7 des Internationalen Paktes über bürgerliche 

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und politische Rechte (UNO-Pakt II, SR 0.103.2) oder Art. 3 des Überein-

kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 

0.105) droht (vgl. Urteil des BVGer D-5698/2017 vom 6. März 2018 E. 

5.2.4), 

dass eine Überstellung des Beschwerdeführers nach Schweden zwar eine 

Trennung von seiner in der Schweiz wohnhaften schwedischen Partnerin 

bedeuten könnte – sollte sich diese weiterhin in der Schweiz aufhalten wol-

len – und dies – angenommen es handle sich zwischen ihnen tatsächlich 

um eine gelebte, gefestigte Beziehung – ihr Recht auf ein Zusammenleben 

mit dem Partner tangieren könnte, 

dass dem privaten Interesse an einer Aufnahme oder Fortsetzung des Fa-

milienlebens aber das staatliche Interesse an der Regulierung der Einwan-

derung gegenübersteht und eine Abwägung der privaten und staatlichen 

Interessen bezüglich der Verhältnismässigkeit eines Eingriffs in den 

Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK einzelfallorientiert zu erfolgen hat 

(vgl. zum Ganzen BVGer-Urteil E-7092/2017 vom 25. Januar 2021 

E. 14.2 ff. [zur Publikation vorgesehen]), 

dass – wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt – die Überstellung des 

Beschwerdeführers nach Schweden verhältnismässig erscheint, zumal er 

und seine Partnerin sich im Wissen um die grundsätzliche Zuständigkeit 

Schwedens in die Schweiz begeben haben und sie angesichts der offen-

sichtlich fehlenden, zur Eheschliessung notwendigen Dokumente des Be-

schwerdeführers kaum auf ein Zusammenleben in der Schweiz hoffen durf-

ten,  

dass die Pflege der Beziehung zudem auch im Falle einer Überstellung des 

Beschwerdeführers nach Schweden – wenn auch eingeschränkt – möglich 

ist, die schwedische Partnerin beispielsweise die Möglichkeit hat, den Be-

schwerdeführer bis zum Abschluss allfälliger in der Schweiz eingeleiteter 

Ehevorbereitungshandlungen in Schweden zu besuchen oder ihm dorthin 

zu folgen, unbesehen allfälliger finanzieller Implikationen,  

dass Schweden sodann – wie bereits dargelegt – Signatarstaat der EMRK 

ist und keine Anhaltspunkte für die Annahme bestehen, Schweden würde 

nach der Überstellung des Beschwerdeführers Art. 8 EMRK verletzen, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die schwedischen Behörden würden sich weigern, ihn wieder auf-

zunehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung 

der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

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dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Schweden werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden,  

dass der Beschwerdeführer keine konkreten Hinweise für die Annahme 

dargetan hat, Schweden würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahme-

richtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und er 

sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an 

die schwedischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahme-

bedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnah-

merichtlinie), 

dass auch die aus den Akten ersichtlichen Gesundheitsbeschwerden des 

Beschwerdeführers (vgl. angefochtene Verfügung S. 3) einer Überstellung 

nach Schweden selbst unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des 

EGMR (vgl. Urteil des EGMR Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 

2016, 41738/10, §§ 180–193 m.w.H.) nicht entgegenstehen, zumal be-

kannt ist, dass dieses Land auch über eine mit der Schweiz vergleichbare 

medizinische Infrastruktur verfügt und sich völkerrechtlich verpflichtet hat, 

Asylsuchenden die erforderliche medizinische Versorgung zugänglich zu 

machen (vgl. Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie), 

dass denn in der Beschwerde diesbezüglich auch nichts mehr vorgebracht 

wird, was dieser Einschätzung entgegenstehen könnte, 

dass im Übrigen gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts und des 

Bundesverwaltungsgerichts eine allfällige Suizidalität für sich alleine kein 

Vollzugshindernis darstellt (vgl. hierzu etwa die Urteile D-1519/2020 vom 

20. März 2020 S. 11 und E-829/2020 vom 11. März 2020 E. 5.3.2, je 

m.w.H.), diesem Aspekt vielmehr bei den Vollzugsmodalitäten Rechnung 

zu tragen wäre, 

dass nach dem Gesagten nicht davon auszugehen ist, dass die Überstel-

lung nach Schweden den Beschwerdeführer einer konkreten Gefahr für 

seine Gesundheit aussetzen und damit Art. 3 EMRK verletzen würde, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

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gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,  

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-

sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhal-

ten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-

räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch 

BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-  

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Schweden angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des SEM zu bestätigen ist,  

dass eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung 

ausser Betracht fällt, weil Rückweisungsgründe weder geltend gemacht 

wurden noch sich aus den Akten ergeben, weshalb der entsprechende 

Eventualantrag abzuweisen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich die Anträge auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung und 

auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstands-

los erweisen, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Karin Parpan 

 

 

Versand: