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**Case Identifier:** c1a22133-f01f-5e54-b30f-887b2cc1af17
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-02-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.02.2014 A-6547/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6547-2013_2014-02-11.pdf

## Full Text

A-6547/2013 

Seite 1 

 B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-6547/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  11 .  F e b r u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 

Richterin Marie-Chantal May Canellas,  

Richter Pascal Mollard,    

Gerichtsschreiber Beat König. 
 

 
 

Parteien 

 
1. A._______, Spanien,   

2. B._______, Spanien,   

3. C._______ S.A., Luxemburg,   

4. D._______ S.A., Seychellen,   

5. E._______ Inc., Panama,   

6. F._______ S.A., Seychellen,   

7. G._______ S.A., Luxemburg,   

alle vertreten durch Rechtsanwältinnen Dr. Sabine  

Burkhalter und/oder Regina Schlup Guignard LL.M.,  

GHR Rechtsanwälte AG, Bahnhofstrasse 64, Postfach 3268, 

8021 Zürich 1, 

Beschwerdeführende,  

 
 

 
gegen 

 

 
Eidgenössische Steuerverwaltung,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

Vorinstanz, 

A-6547/2013 

Seite 2 

Gegenstand 

 
Amtshilfe (DBA ES-CH). 

 

Sachverhalt: 

A.  

Am 29. April 2013 richtete die spanische Agencia Tributaria (AT) gestützt 

auf das Abkommen vom 26. April 1966 zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft und Spanien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung 

auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen 

(SR 0.672.933.21; DBA-ES) ein Amtshilfegesuch betreffend (spanische) 

Einkommenssteuern der natürlichen Personen A._______ (Beschwerde-

führer 1) und seiner Ehefrau B._______ (Beschwerdeführerin 2) an die 

Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV).  

Das Gesuch betraf nebst dem genannten Ehepaar die folgenden Gesell-

schaften mit – im Ersuchen überwiegend mit Angabe der Kontonummer 

bezeichneten – Konten bei der K._______ AG mit Sitz in J._______: die 

C._______ S.A. (Beschwerdeführerin 3), die D._______ S.A. (Beschwer-

deführerin 4), die E._______ Inc. (Beschwerdeführerin 5), die 

F._______ S.A. (Beschwerdeführerin 6), die G._______ S.A. (Beschwer-

deführerin 7), die L._______ S.A. und die M._______ S. (je mit Sitz auf 

den Seychellen, in Panama oder Luxemburg). Nach Darstellung der AT 

sind diese Gesellschaften für persönliche Spesen des Beschwerdefüh-

rers 1 und seiner Familie sowie für von dieser Familie genutzte Liegen-

schaften aufgekommen.  

Die AT ersuchte um Herausgabe von näher bezeichneten Informationen 

im Zusammenhang mit den Beschwerdeführenden 1 und 2, den genann-

ten Gesellschaften und den Konten bei der K._______ AG betreffend die 

Jahre 2010–2012.  

B.  

B.a In der Folge forderte die ESTV mit Verfügung vom 15. Mai 2013 die 

K._______ AG auf, die Informationen gemäss dem erwähnten Amtshilfe-

ersuchen zu liefern. Die K._______ AG kam dieser Editionsverfügung mit 

Schreiben vom 30. Mai 2013 nach.  

B.b Mit Schreiben vom 6. Juni 2013 erklärte die AT in Ergänzung ihres 

Amtshilfegesuches insbesondere, alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel 

zur Beschaffung von Informationen mit Ausnahme derjenigen, welche 

A-6547/2013 

Seite 3 

nicht dem Prinzip der Verhältnismässigkeit entsprechen, ausgeschöpft zu 

haben.  

B.c Im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs machten die Be-

schwerdeführenden, die L._______ S.A. sowie die M._______ S. mit 

Schreiben vom 18. Juli 2013 insbesondere geltend, der Beschwerdefüh-

rer 1 bestreite die Angaben der K._______ AG, wonach er an den auf die 

Beschwerdeführenden 3 und 7 lautenden Konten wirtschaftlich berechtigt 

sei.  

Infolgedessen ersuchte die ESTV mit Editionsverfügung vom 15. August 

2013 die K._______ AG, (allein) zwecks eindeutiger Ermittlung des wirt-

schaftlich Berechtigten Kopien der «Formulare A» der streitbetroffenen 

Konten zu übermitteln. Dieser Aufforderung kam die K._______ AG mit 

Schreiben vom 22. August 2013 nach.  

B.d Mit Schreiben vom 15. Oktober 2013 liess der Beschwerdeführer 1 

geltend machen, die von der K._______ AG eingereichten «Formulare A» 

würden ihn zu Unrecht als wirtschaftlich Berechtigten der auf die Be-

schwerdeführenden 3 und 7 lautenden Konten ausweisen. Mit der Be-

gründung, die wirtschaftliche Berechtigung an diesen Konten lasse sich 

gestützt auf die seitens der K._______ AG eingereichten Unterlagen nicht 

klären, stellte er zugleich den Antrag, es seien bei dieser Bank sämtliche 

Unterlagen zur Feststellung bzw. Identifikation der wirtschaftlichen Be-

rechtigung zu edieren. 

C.  

Am 23. Oktober 2013 erliess die ESTV (im Folgenden auch: Vorinstanz) 

eine Schlussverfügung gegenüber den Beschwerdeführenden, der 

L._______ S.A. sowie der M._______ S. Sie wies damit das Editionsbe-

gehren des Beschwerdeführers 1 ab, und zwar insbesondere mit der Be-

gründung, es könne davon ausgegangen werden, dass der Beschwerde-

führer 1 an den Beschwerdeführenden 3, 4, 5 und 7 wirtschaftlich berech-

tigt sei. Ferner kam die ESTV zum Schluss, dass der AT betreffend die 

Beschwerdeführenden, der L._______ S.A. und der M._______ S. Amts-

hilfe zu leisten sei. In Dispositiv-Ziff. 11 der Schlussverfügung listete die 

ESTV die der AT zu übermittelnden Informationen und Unterlagen auf.  

Mit Schreiben vom 25. November 2013 berichtigte die ESTV einen Re-

daktionsfehler in ihrer Schlussverfügung vom 23. Oktober 2013. Deren 

Dispositiv-Ziff. 12 lautet nach der Berichtigung wie folgt:  

A-6547/2013 

Seite 4 

«Die Eidgenössische Steuerverwaltung wird die Agencia Tributaria, Spanien, 

darauf hinweisen, dass 

a.  die unter Ziffer 11 genannten Unterlagen im ersuchenden Staat nur im 

Verfahren gegen A._______, […], Spanien, B._______, […], Spanien, 

C._______ S.A., […], Luxembourg, D._______ SA, Seychelles, 

E._______ Inc., Panama, F._______ S.A., Seychelles, G._______ S.A., 

Luxembourg, M._______ S., Seychelles, L._______ S.A., Seychelles, für 

den im Ersuchen vom 29. April 2013 genannten Tatbestand verwertet 

werden dürfen; 

b.  die edierten Unterlagen wie Informationen, die nach dem innerstaatlichen 

Recht der Schweiz beschafft wurden, geheim zu halten sind und nur 

Personen oder Behörden (einschliesslich der Gerichte und der Verwal-

tungsbehörden) zugänglich gemacht werden dürfen, die mit der Veranla-

gung, Erhebung oder Verwaltung, der Vollstreckung oder Strafverfolgung 

oder mit der Entscheidung von Rechtsmitteln hinsichtlich der unter das 

schweizerisch-spanische Doppelbesteuerungsabkommen vom 29. April 

2013 [recte: 26. April 1966] fallenden Steuern befasst sind.» 

D.  

Gegen die berichtigte Schlussverfügung liessen die Beschwerdeführen-

den am 25. November 2013 Beschwerde an das Bundesverwaltungsge-

richt erheben. Sie beantragen, betreffend die Beschwerdeführenden sei 

die Schlussverfügung aufzuheben und es sei dem Ersuchen der AT vom 

29. April 2013 nicht zu entsprechen. Eventualiter verlangen sie, die Sache 

sei unter Aufhebung der angefochtenen Schlussverfügung betreffend die 

Beschwerdeführenden zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. Als Subeventualanträge stellen sie sodann die Begehren, 

«a)  – falls die Amtshilfe gemäss Ersuchen der Agencia Tributaria […] vom 

29. April 2013 […] gewährt werden sollte – sei die Schlussverfügung der 

Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 23. Oktober 2013 teilweise auf-

zuheben und es seien nur die mit Ersuchen der Agencia Tributaria […] 

vom 29. August [recte: April] 2013 nachgefragten Unterlagen betreffend 

Beschwerdeführer 4, 5 und 6 zu übermitteln, bzw. auf sämtlichen zu 

übermittelnden Bankunterlagen seien alle Informationen, welche keine 

Zahlungen/Überweisungen an die Beschwerdeführer 1 und 2 betreffen, 

unkenntlich zu machen und nicht zu übermitteln; 

b)  – falls die Amtshilfe gemäss Ersuchen der Agencia Tributaria […] vom 

29. April 2013 […] gewährt werden sollte – sei Ziffer 12 Bst. a der 

Schlussverfügung der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 23. Okto-

ber 2013 dahingehend zu ändern, dass die unter Ziffer 11 genannten Un-

terlagen im ersuchenden Staat nur im Verfahren gegen A._______ […] 

sowie gegen B._______ […] für den im Ersuchen vom 29. April 2013 ge-

nannten Tatbestand verwendet werden dürfen.» (Beschwerde, S. 3)  

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Seite 5 

In der Beschwerdebegründung präzisieren die Beschwerdeführenden so-

dann den ersten der genannten Subeventualanträge dahingehend, dass 

im Fall der Leistung der Amtshilfe einzig die Daten zu den pro Steuerjahr 

erzielten Einkünfte bzw. Zinsen, welche von den Konten der Beschwerde-

führenden 4–6 an die Beschwerdeführenden 1 und 2 ausbezahlt wurden, 

zu übermitteln seien (vgl. Beschwerde, S. 12). Ferner enthält die Be-

schwerdebegründung den Antrag, es seien die Beschwerdebeilagen 3–5 

(eine Abmeldebescheinigung, verschiedene Bestätigungen steuerlicher 

Wohnsitze und eine Wohnsitzbescheinigung betreffend den Beschwerde-

führer 1) «respektive weitere diesbezügliche Unterlagen sowie deren In-

halt betreffend Ort des Wohnsitzes [des Beschwerdeführers 1] den spani-

schen Behörden nicht zugänglich zu machen» (Beschwerde, S. 4). Sinn-

gemäss fordern die Beschwerdeführenden zudem, es seien alle Informa-

tionen der Konten der Beschwerdeführenden 4–6, welche nicht Überwei-

sungen oder Zahlungen an die Beschwerdeführenden 1 und 2 betreffen, 

«auf dem USB-Stick zu löschen» (Beschwerde, S. 12). 

Schliesslich fordern die Beschwerdeführenden Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen zulasten der Bundeskasse.  

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 23. Dezember 2013 beantragt die ESTV die 

kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

F.  

Mit unaufgefordert eingereichter Eingabe vom 9. Januar 2014 bestreiten 

die Beschwerdeführenden die wirtschaftliche Berechtigung des Be-

schwerdeführers 1 an den Beschwerdeführenden 3 und 7. Sie verweisen 

dabei – wie schon in der Beschwerdebegründung – namentlich auf das 

hiervor (vorn Bst. B.d) erwähnte, bei der ESTV gestellte Begehren um 

Edition sämtlicher Unterlagen zur Feststellung bzw. Identifikation der wirt-

schaftlichen Berechtigung betreffend die fraglichen Konten bei der 

K._______ AG. Zugleich ersuchen sie um Gutheissung der gestellten 

Beweisanträge. Sodann stellen sie den Antrag, die von der AT verlangten 

Informationen seien auf dem USB-Stick zu löschen und es seien im Falle, 

dass Amtshilfe geleistet werden sollte, unter entsprechender Ergänzung 

der Schlussverfügung sämtliche, vom Amtshilfeersuchen nicht betroffene 

Drittpersonen und alle Überweisungen bzw. Zahlungen, welche nicht an 

die Beschwerdeführenden 1 und 2 erfolgten, unkenntlich zu machen.  

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Seite 6 

G.  

Mit Schreiben vom 4. Februar 2014 führen die Beschwerdeführenden 

aus, in einem in Spanien gegen den Beschwerdeführer 1 geführten Straf-

verfahren sei bis Ende März 2014 mit einem Entscheid über eine Nichtig-

keitsklage zu rechnen. Sie beantragen, das vorliegende Beschwerdever-

fahren sei zu sistieren, bis über diese Nichtigkeitsklage rechtskräftig ent-

schieden ist. In diesem Zusammenhang offerieren sie als Beweis eine 

Bestätigung des zuständigen spanischen Gerichts betreffend das Nichtig-

keitsklageverfahren und/oder den in diesem Klageverfahren zu erwarten-

den Urteilszeitpunkt.  

H.  

Unaufgefordert und vorab per Fax reichten die Beschwerdeführenden so-

dann mit Eingabe vom 6. Februar 2014 ein so genanntes «Formular A» 

der K._______ AG betreffend ein auf die Beschwerdeführende 3 lauten-

des Konto ein. Sie beantragen, dieses Dokument sei als Beweismittel zu 

den Akten zu nehmen.  

I.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterla-

gen wird – sofern erforderlich – in den folgenden Erwägungen eingegan-

gen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Dem vorliegenden Verfahren liegt ein Amtshilfeersuchen der spani-

schen AT gestützt auf das DBA-ES zugrunde. Da das vorliegende Amts-

hilfegesuch am 29. April 2013, also nach dem Inkrafttreten des Bundes-

gesetzes vom 28. September 2012 über die internationale Amtshilfe in 

Steuersachen (Steueramtshilfegesetz, StAhiG; SR 672.5) am 1. Februar 

2013 eingereicht wurde, richtet sich die Durchführung dieses Abkommens 

nach diesem Gesetz (vgl. Art. 24 StAhiG e contrario). Vorbehalten bleiben 

abweichende Bestimmungen des im vorliegenden Fall anwendbaren 

DBA-ES (vgl. Art. 1 Abs. 2 StAhiG). Anwendbar ist ferner die Verordnung 

vom 6. September 2006 zum schweizerisch-spanischen Doppelbesteue-

rungsabkommen (SR 672.933.21; VO DBA-ES).  

1.2 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesver-

waltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bun-

desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 

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Seite 7 

(VwVG, SR 172.021). Zu den beim Bundesverwaltungsgericht anfechtba-

ren Verfügungen gehört damit auch die Schlussverfügung der ESTV im 

Bereich der internationalen Amtshilfe, insbesondere der Amtshilfe im 

Rahmen des DBA-ES (Art. 32 VGG e contrario, Art. 19 Abs. 1 StAhiG und 

Art. 10 Abs. 1 VO DBA-ES). Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsge-

richts zur Behandlung der Beschwerde ist somit gegeben. 

Die Beschwerdeführenden erfüllen als Verfügungsadressaten die Voraus-

setzungen der Beschwerdebefugnis (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG in Verbin-

dung mit Art. 19 Abs. 2 StAhiG; vgl. ferner Art. 10 Abs. 1 und 2 VO DBA-

ES).  

1.3 Die Beschwerde wurde zudem form- und fristgerecht eingereicht 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.4 Die Beschwerdeführenden stellen sinngemäss den Antrag, es seien 

die im Amtshilfeverfahren von der K._______ AG edierten, die Beschwer-

deführenden betreffenden Dateien (teilweise oder vollumfänglich) «auf 

dem USB-Stick» zu löschen (vgl. Beschwerde, S. 12; Stellungnahme der 

Beschwerdeführenden vom 9. Januar 2014, S. 2). Mit anderen Worten 

verlangen sie die Vernichtung der sie betreffenden edierten Dokumente. 

Insoweit ist jedoch nicht auf das Rechtsmittel einzutreten. Denn selbst 

wenn das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss kommen würde, dass 

der AT entgegen der Auffassung der Vorinstanz keine Amtshilfe mit Bezug 

auf die Beschwerdeführenden zu leisten ist, wäre es nicht Aufgabe dieses 

Gerichts, darüber zu befinden, wie die Vorinstanz das dahingehend lau-

tende Urteil umzusetzen hat. Aus diesem Grund kann das Bundesverwal-

tungsgericht weder die Rückgabe noch die Vernichtung der Dokumente 

anordnen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5290/2013 vom 

19. Dezember 2013 E. 1.3, A-2866/2011 vom 12. Dezember 2011 E. 11). 

1.5 Mit der hiervor (E. 1.4) genannten Einschränkung ist auf die Be-

schwerde einzutreten.  

1.6 Gemäss Art. 33 Abs. 1 VwVG nimmt die Behörde die ihr angebotenen 

Beweise ab, wenn diese für den Entscheid erheblich und zur Abklärung 

des Sachverhalts tauglich erscheinen. Die urteilende Behörde kann ohne 

Verletzung des verfassungsrechtlichen Anspruchs auf rechtliches Gehör 

(Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]; Art. 29 VwVG) von einem bean-

tragten Beweismittel dann absehen, wenn der Sachverhalt, den eine Par-

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Seite 8 

tei beweisen will, nicht rechtserheblich ist, wenn bereits Feststehendes 

bewiesen werden soll, wenn zum Voraus gewiss ist, dass der angebotene 

Beweis keine wesentlichen Erkenntnisse zu vermitteln vermag, oder 

wenn die verfügende Behörde den Sachverhalt auf Grund eigener Sach-

kunde ausreichend würdigen kann (sog. antizipierte Beweiswürdigung; 

vgl. BGE 131 I 153 E. 3, BGE 122 V 157 E. 1d; ALFRED KÖLZ/ISABELLE 

HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 537). 

2.  

2.1 Die heute geltende Fassung der Amtshilfeklausel des DBA-ES, 

Art. 25
bis

 DBA-ES, trat am 24. August 2013 in Kraft (vgl. Art. 9 des Proto-

kolls vom 27. Juli 2011 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

und dem Königreich Spanien zur Änderung des DBA-ES [AS 2013 2367; 

im Folgenden: Änderungsprotokoll 2011]). Danach tauschen die zustän-

digen Behörden der beiden Vertragsstaaten unter sich diejenigen Infor-

mationen aus, «die zur Durchführung dieses Abkommens oder zur An-

wendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts über Steuern 

jeder Art und Bezeichnung, die für Rechnung der Vertragsstaaten, ihrer 

politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften erhoben wer-

den, voraussichtlich erheblich sind, soweit die diesem Recht entspre-

chende Besteuerung nicht dem Abkommen widerspricht» (Art. 25
bis

 Abs. 1 

Satz 1 DBA-ES). Dabei ist der Informationsaustausch nicht durch Art. 1 

DBA-ES (persönlicher Geltungsbereich) und Art. 2 des Abkommens 

(sachlicher Geltungsbereich bzw. unter das Abkommen fallende Steuern) 

beschränkt (Art. 25
bis

 Abs. 1 Satz 2 DBA-ES). 

Art. 25
bis 

Abs. 3 DBA-ES enthält bestimmte Beschränkungen der Pflicht 

zur Leistung von Amtshilfe. So wird damit der ersuchte Vertragsstaat von 

der Verpflichtung enthoben, von den Gesetzen oder der Verwaltungspra-

xis des einen oder des anderen Vertragsstaates abzuweichen (Bst. a), 

oder Informationen zu erteilen, welche nach den Gesetzen oder im übli-

chen Verwaltungsverfahren eines der beiden Vertragsstaaten nicht be-

schafft werden können (Bst. b). Auch besteht gemäss Art. 25
bis 

Abs. 3 

(Bst. c) DBA-ES keine Verpflichtung zur Erteilung von Informationen, «die 

ein Handels-, Geschäfts-, Industrie-, Gewerbe- oder Berufsgeheimnis 

oder ein Geschäftsverfahren preisgeben würden oder deren Erteilung 

dem Ordre public widerspräche».  

Freilich enthält die Art. 25
bis 

Abs. 3 DBA-ES vorgehende Vorschrift von 

Art. 25
bis 

Abs. 5 DBA-ES ihrerseits Einschränkungen der in ersterer Be-

A-6547/2013 

Seite 9 

stimmung vorgesehenen Beschränkungen der Amtshilfeverpflichtung. So 

darf der ersuchte Vertragsstaat nach Art. 25
bis 

Abs. 5 DBA-ES die Leis-

tung von Amtshilfe nicht «nur deshalb ablehnen, weil sich die Informatio-

nen bei einer Bank, einem sonstigen Finanzinstitut, einer bevollmächtig-

ten oder beauftragten Person, einem Treuhänder oder einer Treuhänderin 

befinden oder weil sie sich auf Eigentumsrechte an einer Person bezie-

hen» (Satz 1). In diesem Zusammenhang räumt Art. 25
bis 

Abs. 5 Satz 2 

DBA-ES den Steuerbehörden des ersuchten Staates die Kompetenz ein, 

die Offenlegung entsprechender Informationen durchzusetzen, sofern 

dies zur Erfüllung der Verpflichtungen gemäss diesem Absatz der Amts-

hilfebestimmung erforderlich ist.  

2.2 Die erwähnte, am 24. August 2013 in Kraft getretene Fassung der 

Amtshilfevorschrift des DBA-ES ersetzt aArt. 25
bis

 DBA-ES, welcher mit 

Art. 5 des Revisionsprotokolls vom 29. Juni 2006 zum DBA-ES (AS 2007 

2199; im Folgenden: Revisionsprotokoll 2006) per 1. Juni 2007 in das 

DBA-ES eingefügt worden war. Gemäss aArt. 25
bis

 Abs. 1 DBA-ES tau-

schen die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten auf Verlangen die-

jenigen Auskünfte aus,  

«a) die zur Durchführung dieses Abkommens im Zusammenhang mit den un-

ter das Abkommen fallenden Steuern notwendig sind; 

b) die zur Verwaltung oder Durchsetzung innerstaatlichen Rechts im Falle 

von Holdinggesellschaften in Bezug auf unter dieses Abkommen fallende 

Steuern notwendig sind; 

c) die notwendig sind zur Durchführung innerstaatlichen Rechts bei Steuer-

betrug und ähnlichen Delikten im Zusammenhang mit den unter das Ab-

kommen fallenden Steuern, wenn diese Delikte von einer in einem Vertrags-

staat ansässigen Person oder einer in einem Vertragsstaat beschränkt steu-

erpflichtigen Person verübt worden sind.» 

aArt. 25
bis

 Abs. 3 DBA-ES enthält einen (soweit hier interessierend) mit 

Art. 25
bis 

Abs. 3 DBA-ES vergleichbaren Katalog von Beschränkungen der 

Pflicht zur Leistung von Amtshilfe, der unter dem Vorbehalt von aArt. 25
bis

 

Abs. 5 DBA-ES steht. Letztere Klausel schliesst es aus, dass ein Ver-

tragsstaat «in Fällen von Steuerbetrug und ähnlichen Delikten» die Ertei-

lung von Auskünften allein deshalb verweigern kann, weil der Inhaber der 

entsprechenden Informationen «eine Bank, ein anderes Finanzinstitut, ein 

Beauftragter oder eine andere Person in ihrer Eigenschaft als Vertreter 

oder Treuhänder ist oder weil die Informationen Beteiligungsrechte an ei-

ner Person betreffen». 

A-6547/2013 

Seite 10 

In diesem Punkt besteht somit ein wesentlicher Unterschied zwischen 

aArt. 25
bis

 Abs. 5 DBA-ES und dem heute geltenden Art. 25
bis

 Abs. 5 DBA-

ES. Denn nach der Regelung von aArt. 25
bis

 Abs. 5 DBA-ES e contrario 

ist es der Schweiz gestattet, in Fällen, bei welchen es nicht um «Steuer-

betrug und ähnliche Delikte» im Sinne des Abkommens geht, die Amtshil-

fe namentlich unter Berufung auf das schweizerische Bankgeheimnis zu 

verweigern.  

Freilich sieht Ziff. IV/11 Bst. a des mit dem Revisionsprotokoll 2006 dem 

DBA-ES beigefügten (Zusatz-)Protokolls in der Fassung des Revisions-

protokolls 2006 (vgl. Art. 6 des Revisionsprotokolls 2006) in Ergänzung zu 

aArt. 25
bis

 Abs. 5 DBA-ES eine sog. Meistbegünstigungsklausel vor. Da-

nach gewähren sich die Vertragsstaaten gegenseitig im gleichen Umfang 

Amtshilfe, wie sie die Schweiz gegenüber einem Mitgliedstaat der Euro-

päischen Union namentlich in einem Doppelbesteuerungsabkommen zu-

gesichert hat. Aufgrund dieser Meistbegünstigungsklausel ist es somit 

insbesondere denkbar, dass sich die Schweiz auch unter dem Regime 

von aArt. 25
bis

 Abs. 5 DBA-ES bei anderen Fällen als «Steuerbetrug und 

ähnlichen Delikten» im Sinne dieser Vorschrift nicht auf das Bankgeheim-

nis berufen kann, um eine Auskunftserteilung an die zuständigen Behör-

den Spaniens zu verweigern.  

2.3 Im vorliegenden Fall fragt sich zunächst, welche der beiden hiervor 

genannten Fassungen von Art. 25
bis

 DBA-ES (mit den jeweils zugehöri-

gen weiteren Vorschriften des DBA-ES) intertemporalrechtlich einschlägig 

ist.  

2.3.1 Art. 13 Ziff. 2 des Änderungsprotokolls 2011 sieht vor, dass Art. 25
bis

 

DBA-ES in der heute geltenden Fassung anwendbar ist  

«(iii) […] in Bezug auf die unter Artikel 2 des Abkommens fallenden Steuern 

auf Steuerjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, oder auf 

Steuern, die auf Beträgen geschuldet sind, welche am oder nach dem 1. Ja-

nuar 2010 gezahlt oder gutgeschrieben werden; 

(iv) […] in Bezug auf die anderen Steuern auf Steuerjahre, die am oder nach 

dem 1. Januar des auf das Inkrafttreten dieses Änderungsprotokolls folgen-

den Jahres beginnen, beziehungsweise auf Steuern, die auf Beträgen ge-

schuldet sind, welche am oder nach dem 1. Januar des auf das Inkrafttreten 

dieses Änderungsprotokolls folgenden Jahres gezahlt oder gutgeschrieben 

werden.» 

A-6547/2013 

Seite 11 

2.3.2 Völkerrechtliche Verträge sind gemäss Art. 31 ff. des Wiener Über-

einkommens vom 23. Mai 1969 über das Recht der Verträge (SR 0.111; 

VRK; für die Schweiz seit 6. Juni 1990 in Kraft) auszulegen. Nach Art. 28 

VRK wirken völkerrechtliche Verträge nicht rückwirkend, sofern sich keine 

abweichende Absicht aus dem Vertrag ergibt oder anderweitig festgestellt 

wird. Somit ist gemäss dem klaren Wortlaut dieser Bestimmung die Nicht-

rückwirkung die Regel, doch steht es den Vertragsparteien offen, eine 

Rückwirkung entweder ausdrücklich zu vereinbaren oder implizit vorzu-

sehen (vgl. BVGE 2010/40 E. 4.4, mit Hinweis).  

2.3.3 Die hiervor genannte Übergangsvorschrift Art. 13 Ziff. 2 des Ände-

rungsprotokolls 2011 sieht weder explizit noch stillschweigend vor, dass 

Art. 25
bis

 DBA-ES in der heute geltenden Fassung auch bei Amtshilfege-

suchen (rückwirkend) anwendbar ist, welche – wie vorliegend – vor dem 

Inkrafttreten der letzteren Bestimmung am 24. August 2013 eingereicht 

wurden (zu einem anders gelagerten Fall, bei welchem das streitbetroffe-

ne Amtshilfegesuch erst nach Inkrafttreten der einschlägigen Übergangs-

bestimmung eingereicht worden ist, vgl. Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts A-4232/2013 vom 17. Dezember 2013 E. 6.2.4.2 und 6.2.5). An-

haltspunkte dafür, dass die Vertragsparteien des DBA-ES eine rückwir-

kende Anwendung von Art. 25
bis

 DBA-ES beabsichtigten, ergeben sich 

weder aus dem Vertrag noch aus anderen Umständen. Vielmehr ist in 

diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass Art. 25
bis

 DBA-ES in der 

heute geltenden Fassung weitgehend den Wortlaut von Art. 26 des Mus-

terabkommens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und 

Entwicklung (im Folgenden: OECD-MA) übernimmt (vgl. Botschaft vom 

23. November 2011 zur Genehmigung eines Protokolls zur Änderung des 

Doppelbesteuerungsabkommens vom 26. April 1966 zwischen der 

Schweiz und Spanien auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und 

vom Vermögen, BBl 2011 9153 ff., 9160). Die nach Massgabe letzterer 

Bestimmung von der Schweiz ausgehandelten Amtshilfevorschriften se-

hen in Übereinstimmung mit der diesbezüglichen schweizerischen Ab-

kommenspraxis keine Rückwirkung in dem Sinne vor, dass vor Inkrafttre-

ten der jeweiligen Amtshilfebestimmung eingereichte Amtshilfegesuche 

nach dem neuen Recht zu beurteilen sind (vgl. STEFAN OESTERHELT, 

Amtshilfe im internationalen Steuerrecht der Schweiz, publiziert in: Juslet-

ter vom 12. Oktober 2009, Rz. 141). Letzteres spricht ebenfalls dafür, 

dass Art. 25
bis

 DBA-ES in der heute geltenden Fassung nicht auf Amtshil-

feersuchen anwendbar ist, welche vor dem Inkrafttreten dieser Amtshilfe-

klausel einreicht wurden.  

A-6547/2013 

Seite 12 

2.3.4 Aus dem Gesagten folgt, dass das vorliegende Amtshilfegesuch, 

das im April 2013, also vor Inkrafttreten von Art. 25
bis 

DBA-ES in der heute 

geltenden Fassung (24. August 2013) eingereicht wurde, intertemporal-

rechtlich nach aArt. 25
bis

 DBA-ES und den dazu gehörenden weiteren 

Vorschriften – einschliesslich der genannten Meistbegünstigungsklausel – 

zu beurteilen ist.  

3.  

3.1 Die Anwendbarkeit von aArt. 25
bis

 DBA-ES ist im Unterscheid zur heu-

tigen Fassung dieser Amtshilfevorschrift (vgl. E. 2.1) durch den persönli-

chen Geltungsbereich des DBA-ES beschränkt. Mit anderen Worten kann 

allein gestützt auf aArt. 25
bis

 DBA-ES nur Amtshilfe für Personen verlangt 

werden, die in mindestens einem der beiden Vertragsstaaten ansässig 

sind (vgl. Art. 1 DBA-ES).  

3.2 Fraglich ist deshalb, ob auch die Anwendbarkeit der erwähnten 

Meistbegünstigungsklausel (Ziff. IV/11 Bst. a des Protokolls zum DBA-ES 

in der Fassung des Revisionsprotokolls 2006) zwingend voraussetzt, 

dass der in Frage stehende Sachverhalt dem persönlichen Geltungsbe-

reich gemäss Art. 1 DBA-ES unterfällt.  

Die Meistbegünstigungsklausel des DBA-ES greift nur dann, wenn sich 

die Schweiz gegenüber einem Mitgliedstaat der Europäischen Union zur 

Amtshilfeleistung «in Bezug auf die unter dieses Abkommen fallenden 

Steuern» verpflichtet (Ziff. IV/11 Bst. a des Protokolls zum DBA-ES in der 

Fassung des Revisionsprotokolls 2006). Mit anderen Worten ist kraft aus-

drücklicher Regelung in der Meistbegünstigungsklausel deren Anwend-

barkeit davon abhängig, dass die Amtshilfe im Zusammenhang mit unter 

das DBA-ES fallenden Steuern in Frage steht. Eine Ausdehnung der 

Amtshilfe auf andere Steuern über die Meistbegünstigungsklausel ist so-

mit ausgeschlossen (vgl. auch OESTERHELT, a.a.O., Rz. 86). Aus dem 

Umstand, dass in der Meistbegünstigungsklausel in diesem einschrän-

kenden Sinne bei der Regelung ihrer Anwendungsvoraussetzungen ex-

plizit nur auf die unter das DBA-ES fallenden Steuern, also den sachli-

chen Geltungsbereich des Abkommens (Art. 2 DBA-ES) Bezug genom-

men wird, ist e contrario zu schliessen, dass die Meistbegünstigungsklau-

sel grundsätzlich unabhängig vom persönlichen Geltungsbereich im Sin-

ne von Art. 1 DBA-ES anwendbar ist (nichts daran ändern kann der Um-

stand, dass sich die Meistbegünstigungsklausel in einer Ziffer mit der 

Überschrift «Zu Artikel 25
bis

» findet).  

A-6547/2013 

Seite 13 

Die Gewährung der Amtshilfe gestützt auf die Meistbegünstigungsklausel 

wäre allenfalls dann vom persönlichen Geltungsbereich gemäss Art. 1 

DBA-ES abhängig, wenn nach der Amtshilfevereinbarung mit einem an-

deren Mitgliedstaat der Europäischen Union als Spanien, deren analoge 

Anwendbarkeit in Frage steht, der Informationsaustausch durch die Re-

gelung des persönlichen Geltungsbereichs dieser Vereinbarung be-

schränkt ist.  

4.  

4.1 Das Abkommen vom 9. September 1966 zwischen der Schweiz und 

Frankreich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der 

Steuern vom Einkommen und vom Vermögen und zur Vermeidung von 

Steuerbetrug und Steuerflucht (SR 0.672.934.91; DBA-FR) enthält eine 

seit dem 4. November 2010 in Kraft stehende Amtshilfeklausel, welche 

der hiervor (E. 2.1) skizzierten Regelung von Art. 25
bis

 DBA-ES in der 

heute geltenden Fassung – soweit hier interessierend – entspricht und 

sich ebenfalls Art. 26 OECD-MA anlehnt (vgl. Art. 28 DBA-FR in der Fas-

sung gemäss Art. 7 des Zusatzabkommens vom 27. August 2009 zum 

DBA-FR [AS 2010 5683; im Folgenden: Zusatzabkommen 2009]). Diese 

Amtshilfeklausel ist in zeitlicher Hinsicht auf Kalender- oder Geschäftsjah-

re anwendbar, welche ab dem 1. Januar nach Unterzeichnung des Zu-

satzabkommens 2009, also ab dem 1. Januar 2010 beginnen (Art. 11 

Abs. 3 Zusatzabkommen 2009).  

4.2 Aus dem Ausgeführten folgt, dass im vorliegenden, ein Amtshilfege-

such betreffend die Steuerjahre 2010–2012 beschlagenden Fall aufgrund 

von Ziff. IV/11 Bst. a des Protokolls zum DBA-ES in der Fassung des Re-

visionsprotokolls 2006 in Verbindung mit Art. 28 DBA-FR die zuständigen 

Behörden in der Schweiz den zuständigen spanischen Behörden unab-

hängig vom persönlichen Geltungsbereich des DBA-ES (Art. 1 DBA-ES) 

(in Bezug auf die in den sachlichen Geltungsbereich des letzteren Ab-

kommens [Art. 2 DBA-ES] fallenden Steuern) Amtshilfe zumindest im 

Umfang zu leisten haben, wie er mit Art. 28 DBA-FR zugunsten Frank-

reichs stipuliert wurde (vgl. auch TOBIAS FELIX ROHNER, Internationale 

Amtshilfe. Gruppenanfragen gehören zum OECD-Standard, publiziert in: 

Der Schweizer Treuhänder [ST] 10/2012, S. 757 ff., S. 757 Fn. 3; XAVIER 

OBERSON, L'évolution en Suisse de l'échange international de ren-

seignements fiscaux: de l'arbalète au «big bang», publiziert in: Revue de 

droit fiscal [RF] 24/2013 S. 110 ff., S. 112).  

A-6547/2013 

Seite 14 

5.  

5.1 Was die inhaltlichen Anforderungen betrifft, denen ein Amtshilfege-

such zu genügen hat, enthalten weder aArt. 25
bis

 DBA-ES noch Ziff. IV 

des Protokolls zum DBA-ES in der Fassung des Revisionsprotokolls 2006 

eine detaillierte Aufzählung. Hingegen haben die ersuchenden Behörden 

den Behörden des ersuchten Staates nach Art. XI Abs. 3 des Zusatzpro-

tokolls zum DBA-FR in einem Amtshilfegesuch folgende Informationen zu 

liefern:  

«a) Namen und Adresse der in eine Prüfung oder Untersuchung einbezoge-

nen Person und sofern verfügbar weitere Angaben, welche die Identifikation 

erleichtern (wie Geburtsdatum oder Zivilstand); 

b) die Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden; 

c) die Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hinsichtlich 

der Form, in der der ersuchende Staat diese Informationen vom ersuchten 

Staat zu erhalten wünscht; 

d) den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden; 

e) sofern bekannt Namen und Adresse der mutmasslichen Inhaber der ver-

langten Informationen.» 

Art. 6 Abs. 2 StAhiG sieht vor, dass das Ersuchen insbesondere folgende 

Angaben enthalten muss, sofern das anwendbare Abkommen keine Be-

stimmungen über den Inhalt eines Ersuchens enthält und sich aus dem 

Abkommen nichts anderes ableiten lässt:  

«a. die Identität der betroffenen Person, wobei diese Identifikation auch auf 

andere Weise als durch Angabe des Namens und der Adresse erfolgen 

kann; 

b. eine Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben zur Form, 

in der der ersuchende Staat diese Informationen zu erhalten wünscht;  

c. den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden; 

d. die Gründe zur Annahme, dass die verlangten Informationen sich im er-

suchten Staat oder im Besitz oder unter der Kontrolle einer Informationsin-

haberin oder eines Informationsinhabers befinden, die oder der im ersuchten 

Staat ansässig ist; 

e. den Namen und die Adresse der mutmasslichen Informationsinhaberin 

oder des mutmasslichen Informationsinhabers, soweit bekannt;  

A-6547/2013 

Seite 15 

f. die Erklärung, dass das Ersuchen den gesetzlichen und reglementarischen 

Vorgaben sowie der Verwaltungspraxis des ersuchenden Staates entspricht, 

sodass die ersuchende Behörde diese Informationen, wenn sie sich in ihrer 

Zuständigkeit befinden würden, in Anwendung ihres Rechts oder im ordentli-

chen Rahmen ihrer Verwaltungspraxis erhalten könnte;  

g. die Erklärung, welche präzisiert, dass der ersuchende Staat die nach sei-

nem innerstaatlichen Steuerverfahren üblichen Auskunftsquellen ausge-

schöpft hat.» 

Nach einer in der Doktrin vertretenen Auffassung vermag die Meistbe-

günstigungsklausel von Ziff. IV/11 Bst. a des Protokolls zum DBA-ES in 

der Fassung des Revisionsprotokolls 2006 keine Gleichstellung mit Be-

zug auf die nach einem anderen Abkommen geltenden inhaltlichen Anfor-

derungen an ein Amtshilfeersuchen zu bewirken. Dementsprechend 

scheint gemäss dieser Lehrmeinung Art. XI Abs. 3 des Zusatzprotokolls 

zum DBA-FR im Kontext der Meistbegünstigungsklausel des DBA-ES 

grundsätzlich nicht anwendbar zu sein (vgl. OESTERHELT, a.a.O., Rz. 106; 

zur Relevanz dieser Frage s. E. 6.2).  

5.2 Aufgrund von Ziff. IV/11 Bst. a des Protokolls zum DBA-ES in der 

Fassung des Revisionsprotokolls 2006 in Verbindung mit Art. 28 DBA-FR 

haben die zuständigen Behörden in der Schweiz mit den zuständigen 

spanischen Behörden die Informationen auszutauschen, die zur Durch-

führung des DBA-ES oder zur Anwendung oder Durchsetzung des inner-

staatlichen Rechts in Bezug auf die in den sachlichen Geltungsbereich 

des DBA-ES fallenden Steuern (Art. 2 DBA-ES) voraussichtlich erheblich 

sind, soweit die diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem 

DBA-ES widerspricht. Im Unterschied zu den bisherigen Amtshilfeklau-

seln ist demnach nicht mehr erforderlich, dass ein Verdacht auf einen 

Steuerbetrug oder ein ähnliches Delikt vorliegt (vgl. GIOVANNI MOLO, Die 

neue Trennungslinie bei der Amtshilfe in Steuersachen. Das Verbot der 

fishing expeditions und die formellen Anforderungen an das Gesuch, in: 

Archiv für schweizerisches Abgaberecht [ASA] 80, S. 143 ff., 151; 

OESTERHELT, a.a.O., Rz. 79). 

Gemäss Art. XI Abs. 2 des Zusatzprotokolls zum DBA-FR soll der Verweis 

auf «voraussichtlich erhebliche» Informationen «einen möglichst breiten 

Informationsaustausch in Steuersachen gewährleisten, ohne dass die 

Vertragsstaaten 'fishing expeditions' durchführen oder Informationen ver-

langen können, deren Erheblichkeit für die Aufklärung der Steuerangele-

genheiten bestimmter Steuerpflichtiger wenig wahrscheinlich ist». Es 

handelt sich dabei um eine Anlehnung an das OECD-Manual bzw. den 

A-6547/2013 

Seite 16 

OECD-Kommentar zu Art. 26 des OECD-Musterabkommens, wonach das 

Kriterium der voraussichtlichen Erheblichkeit («foreseeable relevence», 

«pertinence vraisemblable») der Balance zwischen dem angestrebten 

möglichst weitgehenden Austausch von Informationen und einer uner-

laubten «fishing expedition» dient (vgl. auch zum Folgenden: Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-6011/2012 vom 13. März 2013 E. 7.4.1, mit 

zahlreichen Hinweisen; vgl. ferner OESTERHELT, a.a.O., Rz. 89). Die 

OECD umschreibt «fishing expeditions» als «speculative requests for in-

formation that have no apparent nexus to an open inquiry or investiga-

tion». 

Das Erfordernis der voraussichtlichen Erheblichkeit und das Verbot der 

«fishing expeditions» stehen in Einklang mit dem Verhältnismässigkeits-

prinzip, das als verfassungsmässiger Grundsatz staatlichen Handelns 

(vgl. Art. 5 Abs. 2 BV) zwingend zu berücksichtigen ist (vgl. Urteile des 

Bundesverwaltungsgerichts A-5390/2013 vom 6. Januar 2014 E. 5.1.2, 

A-6011/2012 vom 13. März 2013 E. 7.4, mit Hinweisen).  

Die voraussichtliche Erheblichkeit von geforderten Unterlagen muss sich 

bereits aus dem Amtshilfegesuch ergeben. Würde dies nicht verlangt, 

könnten Ersuchen aufs Geratewohl gestellt werden und die ersuchte Be-

hörde müsste die Unterlagen auch dann zur Verfügung stellen, wenn sie 

erst nach deren Erhebung deren voraussichtliche Erheblichkeit feststellen 

würde. Dem «voraussichtlich» kommt eine doppelte Bedeutung zu, indem 

es sich zum einen darauf bezieht, dass der ersuchende Staat die Erheb-

lichkeit voraussehen und deshalb im Amtshilfegesuch geltend machen 

muss, und zum andern nur solche Unterlagen zu übermitteln sind, die 

voraussichtlich erheblich sind. Der ersuchte Staat darf hier allerdings nur 

Unterlagen von der Amtshilfe ausschliessen, die mit Sicherheit nicht er-

heblich sind, denn in der Regel kann nur der ersuchende Staat abschlies-

send feststellen, ob eine Information erheblich ist (BGE 128 II 407 

E. 6.3.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2A.352/2005 vom 6. Januar 

2006 E. 3; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-6505/2012 vom 

29. Mai 2013 E. 6.2.2.1, A-6011/2012 vom 13. März 2013 E. 7.4.1). In 

letzterem Sinne ist auch Art. 17 Abs. 2 StAhiG anzuwenden, wonach In-

formationen, welche voraussichtlich nicht erheblich sind, nicht übermittelt 

werden dürfen und von der ESTV auszusondern oder unkenntlich zu ma-

chen sind.  

5.3 Soweit die Behörden des ersuchenden Staates verpflichtet sind, den 

massgeblichen Sachverhalt darzulegen, kann zwar von ihnen nicht erwar-

A-6547/2013 

Seite 17 

tet werden, dass sie dies bereits lückenlos und völlig widerspruchsfrei 

tun. Dies wäre mit Sinn und Zweck der Amtshilfe (wie mit jenem der 

Rechtshilfe) nicht vereinbar, sollen doch aufgrund von Informationen und 

Unterlagen, die sich im ersuchten Staat befinden, bisher im Dunkeln ge-

bliebene Punkte erst noch geklärt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2A.154/2003 vom 26. August 2003 E. 4.1; Urteile des Bundesverwal-

tungsgerichts A-5290/2013 vom 19. Dezember 2013 E. 5.2, B-2700/2013 

vom 2. Juli 2013 E. 2; ROBERT ZIMMERMANN, La coopération judiciaire in-

ternationale en matière pénale, 3. Aufl., Bern 2009, Rz. 295). Daher ver-

langt die Rechtsprechung von der ersuchenden Behörde nicht den strik-

ten Beweis des Sachverhalts, doch muss sie hinreichende Verdachts-

momente für dessen Vorliegen dartun (BGE 139 II 404 E. 7.2.2, BGE 139 

II 451 E. 2.1 und E. 2.2.1, BGE 125 II 250 E. 5b).  

Ein wichtiges Element der internationalen Behördenzusammenarbeit bil-

det der Grundsatz, wonach – ausser bei offenbarem Rechtsmissbrauch 

oder bei berechtigten Fragen im Zusammenhang mit dem Schutz des 

schweizerischen oder internationalen ordre public (vgl. Art. 7 StAhiG) – 

prinzipiell kein Anlass besteht, an der Richtigkeit und Einhaltung der 

Sachverhaltsdarstellung und an Erklärungen anderer Staaten zu zweifeln 

(sog. völkerrechtliches Vertrauensprinzip; vgl. BGE 128 II 407 E. 3.2, 

4.3.1 und 4.3.3, BGE 126 II 409 E. 4; Urteile des Bundesverwaltungsge-

richts A-5390/2013 vom 6. Januar 2014 E. 5.2.2, B-1258/2013 vom 

24. Juli 2013 E. 4.1, B-2700/2013 vom 2. Juli 2013 E. 2, A-737/2012 vom 

5. April 2012 E. 8.1.1; Urteil des Bundesstrafgerichts RR.2010.295 vom 

15. Dezember 2011 E. 5.3). Auf diesem Vertrauen gründet letztlich das 

ganze Amtshilfeverfahren. Dementsprechend hat sich die ESTV nicht 

darüber auszusprechen, ob die im Ersuchen angeführten Tatsachen zu-

treffen oder nicht. Sie hat weder Tat- noch irgendwelche Schuldfragen zu 

prüfen noch ihrerseits eine Beweiswürdigung vorzunehmen. Die ESTV ist 

vielmehr an die Darstellung des Sachverhalts im Ersuchen insoweit ge-

bunden, als diese nicht wegen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Wi-

dersprüche von vornherein entkräftet werden kann (vgl. anstelle vieler: 

Urteil des Bundesgerichts 2A.567/2001 vom 15. April 2002 E. 4.1; Urteile 

des Bundesverwaltungsgerichts A-5290/2013 vom 19. Dezember 2013 

E. 5.2, A-737/2012 vom 5. April 2012 E. 6.1.2 [mit zahlreichen Hinwei-

sen]). 

5.4 Art. 7 StAhiG zählt verschiedene Gründe auf, bei deren Vorliegen auf 

das Amtshilfeersuchen nicht einzutreten ist. So sieht Art. 7 Bst. a StAhiG 

– in Umsetzung des Verbots der «fishing expeditions» – vor, dass auf Er-

A-6547/2013 

Seite 18 

suchen nicht eingetreten wird, wenn diese zum Zweck der Beweisausfor-

schung gestellt wurden. Ein Nichteintreten auf das Ersuchen ist ferner 

geboten, wenn Informationen verlangt werden, die von den Amtshilfebe-

stimmungen des anwendbaren Abkommens nicht erfasst sind (Art. 7 

Bst. b StAhiG). Schliesslich ist gemäss Art. 7 Bst. c StAhiG auf ein Amts-

hilfeersuchen nicht einzutreten, wenn es den Grundsatz von Treu und 

Glauben verletzt, namentlich wenn es auf Informationen beruht, welche 

mittels nach schweizerischem Recht strafbaren Handlungen erlangt wor-

den sind. 

5.5 Gemäss Art. 8 Abs. 1 StAhiG sind zur Beschaffung von Informationen 

nur Massnahmen zulässig, welche nach schweizerischem Recht zur Ver-

anlagung sowie Durchsetzung der Steuern, welche Gegenstand des Er-

suchens sind, durchgeführt werden könnten. Laut Art. 8 Abs. 2 StAhiG 

dürfen, wenn das anwendbare Abkommen ihre Übermittlung vorsieht, 

auch Informationen verlangt werden, «die sich im Besitz einer Bank, ei-

nes anderen Finanzinstituts, einer beauftragten oder bevollmächtigten 

Person, einer Treuhänderin oder eines Treuhänders befinden oder die 

sich auf Beteiligungen an einer Person beziehen». Die ESTV wendet sich 

zur Beschaffung der Informationen an die Personen und Behörden nach 

Art. 9–12 StAhiG, von welchen sie annehmen kann, dass sie über die In-

formationen verfügen (Art. 8 Abs. 3 StAhiG). Es sind dies namentlich die 

betroffene Person (vgl. Art. 9 StAhiG), also die «Person, über die im 

Amtshilfeersuchen Informationen verlangt werden» (Art. 3 Bst. a StAhiG), 

und die Informationsinhaberin oder der Informationsinhaber (vgl. Art. 10 

StAhiG) bzw. «die Person, die in der Schweiz über die verlangten Infor-

mationen verfügt» (Art. 3 Bst. b StAhiG).  

Gemäss Art. 8 Abs. 6 StAhiG können Anwältinnen und Anwälte, die nach 

dem Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte 

vom 23. Juni 2000 (Anwaltsgesetz, BGFA, SR 935.61) zur Vertretung vor 

schweizerischen Gerichten berechtigt sind, die Herausgabe von Unterla-

gen und Informationen, welche durch das Anwaltsgeheimnis geschützt 

sind, verweigern. 

5.6 Wer an einem Konto in Bezug auf Amtshilfeverfahren als wirtschaftlich 

berechtigte Person zu gelten hat, bestimmt sich nach einer «substance 

over form»-Betrachtung. Dabei ist entscheidend, inwiefern eine Person 

das sich auf dem Konto der Gesellschaft befindliche Vermögen durch den 

formellen Rahmen hindurch weiterhin wirtschaftlich kontrollieren und dar-

A-6547/2013 

Seite 19 

über verfügen kann (vgl. zum Ganzen grundlegend: BVGE 2011/6 

E. 7.3.2). 

Im schweizerischen Bankverkehr wird das so genannte «Formular A» zur 

Feststellung der an einem Konto wirtschaftlich berechtigten bzw. letztbe-

günstigten Person verwendet. Dieses dient nicht steuerlichen, sondern 

anderen Zwecken (wirtschaftliche Hintergründe, Hinweise bei Strafunter-

suchungen, Geldwäscherei etc.; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-5390/2013 vom 6. Januar 2014 E. 6.5.6; URS R. BEHNISCH, Aktuelle 

Entwicklungen in der Amts- und Rechtshilfe im Steuerbereich, in: Stephan 

Breitenmoser/Bernhard Ehrenzeller [Hrsg.], Aktuelle Fragen der internati-

onalen Amts- und Rechtshilfe, St. Gallen 2009, S. 249 ff., S. 254; BARBA-

RA BRÜHWILER/KATHRIN HEIM, Vereinbarung über die Standesregeln zur 

Sorgfaltspflicht der Banken 2008 [VSB 08], Praxiskommentar, 2. Aufl., Zü-

rich 2008, Art. 3 Abs. 1 VSB 08 N. 7). 

6.  

6.1 Vorliegend betrifft das in Frage stehende Amtshilfegesuch Steuern, 

welche in den sachlichen Geltungsbereich gemäss Art. 2 DBA-ES fallen, 

nämlich die spanische Einkommenssteuer der natürlichen Personen. Bei 

dieser Ausgangslage sind die zuständigen Behörden in der Schweiz ge-

mäss Ziff. IV/11 Bst. a des Protokolls zum DBA-ES in der Fassung des 

Revisionsprotokolls 2006 in Verbindung mit Art. 28 DBA-FR unabhängig 

vom persönlichen Geltungsbereich des DBA-ES (Art. 1 DBA-ES) jeden-

falls in dem Umfang zur Leistung von Amtshilfe für die zuständigen spani-

schen Behörden verpflichtet, wie Art. 28 DBA-FR die Amtshilfe der 

Schweiz zugunsten Frankreichs vorsieht (vgl. vorn E. 4.2).  

Soweit die Beschwerdeführenden also geltend machen, es stünden keine 

unter das DBA-ES fallenden Steuern in Frage, weil der Beschwerdefüh-

rer 1 weder in der Schweiz noch in Spanien beschränkt oder unbe-

schränkt steuerpflichtig sei (vgl. Beschwerde, S. 8 f.), kann ihnen nicht 

gefolgt werden. Denn das Vorbringen, es bestünde keine Steuerpflicht 

des Beschwerdeführers 1 in den Vertragsstaaten des schweizerisch-

spanischen Abkommens, betrifft den für die Anwendung der Meistbegüns-

tigungsklausel in Verbindung mit Art. 28 DBA-FR – wie aufgezeigt – nicht 

massgebenden persönlichen Geltungsbereich des DBA-ES (vgl. Art. 1 

und Art. 4 DBA-ES).  

Es ist nun zu prüfen, ob das Amtshilfegesuch der AT die Anforderungen 

erfüllt, damit gestützt darauf entsprechend Ziff. IV/11 Bst. a des Protokolls 

A-6547/2013 

Seite 20 

zum DBA-ES in der Fassung des Revisionsprotokolls 2006 in Verbindung 

mit Art. 28 DBA-FR Amtshilfe zu leisten ist.  

6.2 In formeller Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass das Gesuch in 

Verbindung mit der dazu abgegebenen Erklärung der AT vom 6. Juni 

2013 nebst Namen und Adressen der betroffenen Personen unbestritte-

nermassen alle weiteren, nach Art. 6 Abs. 2 StAhiG erforderlichen Infor-

mationen enthält.  

Vor diesem Hintergrund muss hier nicht geklärt werden, ob sich die inhalt-

lichen Anforderungen an ein Amtshilfegesuch, das sich auf die Meistbe-

günstigungsklausel von Ziff. IV/11 Bst. a des Protokolls zum DBA-ES in 

der Fassung des Revisionsprotokolls 2006 und das DBA-FR stützt, nach 

Art. XI Abs. 3 des Zusatzprotokolls zum DBA-FR richten (vgl. dazu vorn 

E. 5.1). Denn zum einen sind die nach letzterer Bestimmung erforderli-

chen Angaben grundsätzlich auch nach Art. 6 Abs. 2 StAhiG unabdingbar 

(die zwischen den beiden Vorschriften bestehenden Unterschiede mit Be-

zug auf die Angaben zur Identität der betroffenen Person interessieren 

vorliegend nicht, da die von der AT gemachten Identitätsangaben auf je-

den Fall als hinreichend erscheinen). Zum anderen sind die nur in Art. 6 

Abs. 2 StAhiG genannten Anforderungen, welche im Falle der fehlenden 

Anwendbarkeit von Art. XI Abs. 3 des Zusatzprotokolls zum DBA-FR gel-

ten würden, beim streitbetroffenen Amtshilfeersuchen der AT erfüllt.  

7.  

7.1 Es ist weiter zu prüfen, ob das Amtshilfegesuch der AT Informationen 

betrifft, die im Falle der Beschwerdeführenden zur Durchführung des 

DBA-ES oder zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen 

Rechts in Bezug auf die in den sachlichen Geltungsbereich des DBA-ES 

fallenden Steuern (Art. 2 DBA-ES) voraussichtlich erheblich sind, soweit 

die diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem DBA-ES wider-

spricht. In diesem Kontext ist auch zu untersuchen, ob das Amtshilfege-

such der AT gegen das Verbot der «fishing expeditions» verstösst bzw. 

nach Art. 7 Bst. a StAhiG darauf nicht hätte eingetreten werden dürfen, 

weil es zum Zweck der Beweisausforschung gestellt worden ist.  

7.2 Im Ersuchen der AT wird ausgeführt, die spanische Steuerbehörde 

führe eine Untersuchung betreffend die Steuerverhältnisse des Be-

schwerdeführers 1 durch. Der Beschwerdeführer 1 habe in Spanien keine 

Steuererklärung eingereicht, weil er (angeblich) in der Schweiz wohnhaft 

sei. Es bestünden jedoch Indizien, welche darauf hindeuten würden, dass 

A-6547/2013 

Seite 21 

er tatsächlich – wie seine Ehefrau und seine drei minderjährigen Kinder – 

in Spanien lebe. Zudem hätten die Untersuchungen ergeben, dass er ei-

nen hohen Lebensstandard pflege und die meisten der von ihm verein-

nahmten Zahlungen von Konten in der Schweiz stammen würden, wobei 

die überweisende Person stets eine nach schweizerischem Recht errich-

tete Gesellschaft sei. Es komme hinzu, dass alle sich im Besitz des Be-

schwerdeführers 1 befindlichen Gesellschaften Sitz in einer Steueroase 

hätten. Die spanische Steuerbehörde vermute auch, dass der Beschwer-

deführer 1 Beihilfe zur Steuerhinterziehung für andere spanische Staats-

bürger leiste. Das Amtshilfeersuchen betreffe namentlich Konten bei der 

K._______ AG, welche auf die Beschwerdeführenden 3–7 lauten. Diese 

Beschwerdeführenden seien für persönliche Spesen bzw. für den Le-

bensunterhalt des Beschwerdeführers 1 und seiner Familie aufgekom-

men; auch hätten sie von dieser Familie genutzte Liegenschaften bezahlt.   

Die AT hat mit diesen Ausführungen hinreichende Verdachtsmomente 

dargetan, wonach der Beschwerdeführer 1 in Spanien einkommenssteu-

erpflichtig sei, indem er – wie erwiesenermassen seine Familie – dort le-

be, einen hohen Lebensstandard pflege und die meisten Zahlungen, wel-

che er vereinnahme, von den streitbetroffenen Konten stammten. 

Zwar machen die Beschwerdeführenden unter Beilage spanischer und 

[…] [anderer] Bescheinigungen geltend, der Beschwerdeführer 1 sei in 

O._______ ansässig. Trotz dieser Bescheinigungen und auch unter Be-

rücksichtigung der übrigen Vorbringen der Beschwerdeführenden sowie 

der Akten lässt sich aber angesichts des Umstandes, dass die engsten 

Familienangehörigen des Beschwerdeführers 1 in Spanien leben, nicht 

mit Sicherheit ausschliessen (vgl. E. 5.2), dass der Beschwerdeführer 1 

dort steuerpflichtig ist. Deshalb erweisen sich Informationen, welche die 

Einkommenssteuerverhältnisse des Beschwerdeführers 1 betreffen, im 

Sinne des Abkommensrechts als «voraussichtlich erheblich» zur Anwen-

dung oder Durchsetzung des spanischen Steuerrechts. Es gilt in diesem 

Zusammenhang zu beachten, dass sich weder die ESTV noch das Bun-

desverwaltungsgericht darüber auszusprechen haben, ob die Sachver-

haltsschilderung der AT zutrifft, soweit diese nicht offensichtlich fehlerhaft 

ist oder offensichtliche Lücken oder Widersprüche aufweist (vgl. E. 5.3). 

Offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche sind vorliegend weder 

dargetan noch ersichtlich. Auch bestehen keine genügenden Anhalts-

punkte für die Annahme, dass die AT – wie seitens der Beschwerdefüh-

renden geltend gemacht wird (Beschwerde, S. 8) – wider besseres Wis-

sen eine Ansässigkeit des Beschwerdeführers 1 in Spanien behauptet.  

A-6547/2013 

Seite 22 

Selbst wenn es den Beschwerdeführenden im Übrigen gelingen sollte, 

vor dem Bundesverwaltungsgericht mittels offizieller Bestätigungen nach-

zuweisen, dass der Beschwerdeführer 1 (auch) woanders als in Spanien 

einkommenssteuerpflichtig ist, würde sich an der vorstehenden Beurtei-

lung nichts ändern. Sind nämlich – wie im vorliegenden Fall – genügend 

Anhaltspunkte für einen Verdacht vorhanden, eine vom Amtshilfeersu-

chen betroffene Person sei im ersuchenden Staat einkommenssteuer-

pflichtig, hat der ersuchte Staat weder zu prüfen noch sich darüber aus-

zusprechen, ob und inwieweit diese Person allenfalls in einem Drittstaat 

steuerpflichtig ist. Auch hat der ersuchte Staat nicht zu klären, ob gege-

benenfalls die Steuerpflicht im Drittstaat der Einkommenssteuerpflicht der 

betroffenen Person im ersuchenden Staat entgegensteht. Zudem ist es 

nicht Sache des ersuchten Staates, über eine allfällige Strafbarkeit der 

betreffenden Person zu befinden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts A-5390/2013 vom 6. Januar 2014 E. 5.2.1, mit Hinweis; vorn 

E. 5.3).  

Die von der AT verlangten Informationen erscheinen sodann für die An-

wendung oder Durchsetzung des spanischen Einkommenssteuerrechts 

mit Bezug auf die Beschwerdeführerin 2 nicht nur (im abkommensrecht-

lich erforderlichen Sinne) als «voraussichtlich», sondern gar mit Sicher-

heit als erheblich. Dies würde schon für sich allein den in Frage stehen-

den Informationsaustausch grundsätzlich rechtfertigen.  

Nach dem Ausgeführten sind jedenfalls keine «mit Sicherheit nicht erheb-

lichen Informationen», für welche die Amtshilfe zu verweigern wäre 

(s. E. 5.2), auszumachen. Insofern stellt sich die allfällige Frage nach der 

Grenzziehung zwischen im Sinne des Abkommensrechts «voraussichtlich 

erheblichen» und nicht «voraussichtlich erheblichen» Informationen im 

vorliegenden Fall nicht. Es muss im Übrigen den spanischen Behörden 

überlassen bleiben, abschliessend zu beurteilen, ob die mit dem vorlie-

genden Ersuchen vom 29. April 2013 geforderten Informationen zur An-

wendung oder Durchsetzung des spanischen Einkommenssteuerrechts 

erheblich sind (vgl. E. 5.2).  

Schliesslich spielt im vorliegenden Zusammenhang – wie aufgezeigt 

(vorn E. 5.2) und entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden 

(vgl. Beschwerde, S. 9) – keine Rolle, ob ein Verdacht auf einen Steuer-

betrug oder ein ähnliches Delikt besteht.  

A-6547/2013 

Seite 23 

7.3 Was die Beschwerdeführenden des Weiteren vorbringen, vermag den 

hiervor gezogenen Schluss nicht umzustossen, dass die von der AT ver-

langten, namentlich Konten der Beschwerdeführenden 3–7 bei der 

K._______ AG betreffenden Informationen im abkommensrechtlichen 

Sinne voraussichtlich erheblich sind.  

7.3.1 Die Beschwerdeführenden rügen sinngemäss, insoweit, als die Be-

schwerdeführenden 1 und 2 an den auf die übrigen Beschwerdeführen-

den lautenden Konten nicht wirtschaftlich berechtigt gewesen seien, kön-

ne nicht von voraussichtlich erheblichen Informationen ausgegangen 

werden. Die Vorinstanz habe bei der Bestimmung der wirtschaftlich Be-

rechtigten zu Unrecht allein auf die edierten «Formulare A» abgestellt und 

die Beschwerdeführenden 1 und 2 als an den fraglichen Konten wirt-

schaftlich berechtigt qualifiziert. Dabei habe sie in Verletzung des rechtli-

chen Gehörs ein Gesuch um weitere Beweisabnahme betreffend die wirt-

schaftliche Berechtigung und die wirtschaftliche Kontrolle über die Konten 

abgewiesen. Zudem habe die Vorinstanz verkannt, dass die Beschwerde-

führenden 3–7 als eigenständige, von den Beschwerdeführenden 1 und 2 

getrennte Steuersubjekte zu behandeln seien, selbst wenn Letztere an 

den Konten der Beschwerdeführenden 3–7 wirtschaftlich berechtigt wä-

ren. Es sei auch nicht hinreichend untersucht worden, ob der wirtschaft-

lich Berechtigte durch den formellen Rahmen der Gesellschaften hin-

durch die auf diese lautenden Konten wirtschaftlich habe kontrollieren 

und darüber habe verfügen können.  

7.3.2 Vorliegend hat die K._______ AG mit Schreiben vom 30. Mai 2013 

ausgeführt, der Beschwerdeführer 1 sei hinsichtlich der auf die Be-

schwerdeführenden 3, 4, 5 und 7 lautenden Konten und seine Ehefrau sei 

bezüglich des Kontos lautend auf die Beschwerdeführende 6 wirtschaft-

lich berechtigt. Diese Angaben stimmen mit denjenigen in den von der 

ESTV edierten «Formularen A» überein. Dagegen ist nach dem von den 

Beschwerdeführenden am 6. Februar 2014 eingereichten «Formular A» 

an dem auf die Beschwerdeführende 3 lautenden Konto weder der Be-

schwerdeführer 1 noch seine Ehefrau wirtschaftlich berechtigt.   

Das «Formular A» dient – wie ausgeführt (vorn E. 5.6) – nicht steuer-

rechtlichen Zwecken. Es kann hier jedoch offen bleiben, ob im vorliegen-

den Fall gleichwohl für die Frage der wirtschaftlichen Berechtigung auf 

die Angaben in den «Formularen A» abgestellt werden kann. Denn selbst 

wenn weder der Beschwerdeführer 1 noch die Beschwerdeführerin 2 an 

den Konten der Beschwerdeführenden 3–7 wirtschaftlich berechtigt ge-

A-6547/2013 

Seite 24 

wesen sein sollte, müssen die verlangten Informationen als voraussicht-

lich erheblich im abkommensrechtlichen Sinne qualifiziert werden, da sie 

Konten betreffen, von welchen den Beschwerdeführenden 1 und 2 mögli-

cherweise in Spanien zu versteuerndes Einkommen zugeflossen ist. Kei-

ne Rolle spielt dabei, ob die Eheleute im Sinne der «substance over 

form»-Betrachtung (vgl. dazu vorn E. 5.6) das auf diesen Konten der Be-

schwerdeführenden 3–7 befindliche Vermögen durch den formellen Rah-

men hindurch wirtschaftlich kontrollieren und darüber verfügen konnten. 

Ebenso wenig ist in diesem Zusammenhang erheblich, ob die Zahlungen 

zugunsten des Beschwerdeführers 1 – wie in der Beschwerde vorge-

bracht wird (vgl. Beschwerde, S. 10) – Honorare bildeten. Massgebend ist 

einzig, dass gemäss der insofern nicht offenkundig unrichtigen Darstel-

lung der AT Zahlungen von den streitbetroffenen Konten an die Be-

schwerdeführenden 1 und 2 flossen und die Daten zu diesen Konten da-

mit für die Anwendung des spanischen Einkommenssteuerrechts auf die-

se Personen voraussichtlich erheblich sind.  

Nach dem Gesagten ist der Sachverhalt, welchen die Beschwerdefüh-

renden mit ihrem Editionsbegehren vom 15. Oktober 2013 beweisen wol-

len, nicht rechtserheblich. Folglich durfte die Vorinstanz in antizipierter 

Beweiswürdigung auf die verlangte Edition verzichten (vgl. vorn E. 1.6). 

Auch besteht im vorliegenden Verfahren kein Anlass, diesem Beweisan-

trag stattzugeben sowie insbesondere aufgrund des am 6. Februar 2014 

neu eingereichten «Formulars A» weitere Untersuchungen betreffend die 

wirtschaftliche Berechtigung betreffend das auf die Beschwerdeführen-

de 3 lautende Konto durchzuführen.  

7.3.3 Zwar führen die Beschwerdeführenden zur Begründung ihres ersten 

Subeventualantrages aus, die Beschwerdeführenden 1 und 2 seien nur 

an den auf die Beschwerdeführenden 4–6 lautenden Konten wirtschaftlich 

berechtigt gewesen, weshalb die Gewährung der Amtshilfe auf jeden Fall 

auf Informationen zu diesen Konten zu beschränken sei. Nach dem hier-

vor (E. 7.3.2) Ausgeführten kommt es indessen vorliegend nicht darauf 

an, ob eine wirtschaftliche Berechtigung des Beschwerdeführers 1 

und/oder seiner Ehefrau an den Konten der übrigen Beschwerdeführen-

den bestand.  

Anders als dies in der Beschwerde im Zusammenhang mit dem genann-

ten Subeventualantrag und in der unaufgefordert eingereichten Eingabe 

der Beschwerdeführenden vom 9. Januar 2014 dargestellt wird, können 

die verlangten Bankinformationen auch nicht mit Blick auf den Umstand, 

A-6547/2013 

Seite 25 

dass das Amtshilfeersuchen nur für Einkommenssteuerzwecke gestellt 

wurde, insoweit als voraussichtlich unerheblich qualifiziert werden, als sie 

nicht die auf den fraglichen Konten pro Steuerjahr erzielten, an die Be-

schwerdeführenden 1 und 2 überwiesenen Zinsen betreffen (vgl. Be-

schwerde, S. 12). Denn wie ausgeführt, darf der ersuchte Staat nur die 

Übermittlung von Informationen, die mit Sicherheit nicht erheblich sind, 

verweigern (vorn E. 5.2). Es ist vorliegend Sache Spaniens, abschlies-

send festzustellen, ob die in Frage stehenden Bankkontendaten, soweit 

sie nicht Zinsen betreffen, für die spanische Einkommenssteuererhebung 

beim Beschwerdeführer 1 und seiner Ehefrau ebenfalls erheblich sind. 

Folglich besteht vorliegend kein Grund, unter Anwendung von Art. 17 

Abs. 2 StAhiG einen Teil der nach Ansicht der Vorinstanz zu übermitteln-

den Informationen als voraussichtlich nicht erheblich auszusondern oder 

unkenntlich zu machen.  

7.4 Es ist sodann nicht erkennbar, dass eine dem spanischen Recht ent-

sprechende Besteuerung des Beschwerdeführers 1 im Falle seiner An-

sässigkeit in Spanien und die mit dem spanischen Recht übereinstim-

mende Besteuerung der Beschwerdeführerin 2 dem DBA-ES widerspricht 

(vgl. zu dieser Voraussetzung vorn E. 5.2 und 7.1).  

7.5 Nach Auffassung der Beschwerdeführenden wurde das Ersuchen der 

AT zum Zweck der Beweisausforschung gestellt. Die AT verlange sehr 

umfassende Informationen im Sinne einer eigentlichen «Suchanfrage», 

und zwar mit Blick auf Strafuntersuchungen, welche seit 2011 in 

N._______ durchgeführt würden. Es gehe der AT einzig und allein darum, 

möglichst viele Namen und Transaktionen als Grundlage für weitere An-

fragen oder Untersuchungen sowie zwecks Weitergabe an die Strafbe-

hörden zu eruieren.  

Wie hiervor (E. 7.2) dargelegt, kann nicht davon ausgegangen werden, 

dass die AT ihr Ersuchen im Wissen darum gestellt hat, dass der Be-

schwerdeführer 1 nicht in Spanien ansässig ist. Vielmehr erscheint eine 

steuerliche Ansässigkeit und eine Einkommenssteuerpflicht des Be-

schwerdeführers 1 in Spanien jedenfalls nicht als mit Sicherheit ausge-

schlossen und sind die erfragten Informationen im Sinne der einschlägi-

gen Amtshilfeklausel des Abkommensrechts voraussichtlich erheblich 

(vorn E. 7.2 f.). Auch hat die AT in ihrem Ersuchen nicht nur die Namen 

der Gesellschaften, welche nach den ihr zur Verfügung stehenden Infor-

mationen Zahlungen zugunsten des Beschwerdeführers 1 oder der Be-

schwerdeführerin 2 geleistet haben, und die ihr bekannten Konten dieser 

A-6547/2013 

Seite 26 

Gesellschaften bei der K._______ AG genannt. Vielmehr enthielt ihr Er-

suchen zusammen mit ihrer Erklärung vom 6. Juni 2013 – wie erwähnt 

(vorn E. 6.2) – sämtliche in Art. 6 Abs. 2 StAhiG erwähnten Angaben. Es 

bestehen sodann keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass das Ge-

such trotz des Umstandes, dass es für sich betrachtet hinreichend detail-

liert sowie genau ist, mit Blick auf die Ermittlungsstrategie, welche Spa-

nien gegenüber der Schweiz als ersuchtem Staat verfolgt, insgesamt be-

trachtet auf einen Versuch der unbestimmten Beweisausforschung hi-

nausläuft (vgl. zu entsprechenden Fällen MOLO, a.a.O., S. 170).  

Vor diesem Hintergrund kann von einer «fishing expedition» bzw. von ei-

nem zum Zweck der Beweisausforschung gestellten Ersuchen im Sinne 

von Art. 7 Bst. a StAhiG nicht die Rede sein. Nichts daran ändern kann 

die Tatsache, dass in Spanien gegen den Beschwerdeführer 1 in einem 

Strafverfahren ermittelt wird und es dabei um die auch vorliegend streit-

betroffenen Konten geht. 

Zwar berufen sich die Beschwerdeführenden in diesem Zusammenhang 

im Übrigen auch auf Art. 6 der Konvention vom 4. November 1950 zum 

Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101). 

Diesbezüglich ist ihnen jedoch entgegenzuhalten, dass die Verfahrensga-

rantien von Art. 6 EMRK nach gefestigter Rechtsprechung des Bundes-

verwaltungsgerichts auf Amtshilfeverfahren grundsätzlich nicht anwend-

bar sind (BVGE 2010/40 E. 5.4.2 und 5.4.3; Urteile des Bundesverwal-

tungsgerichts A-6385/2012 vom 6. Juni 2013 E. 7.1, A-6011/2012 vom 

13. März 2013 E. 8, A-6695/2010 vom 24. Juni 2011 E. 4.6.1). Ein (die 

Anwendbarkeit der EMRK begründender) Ausnahmefall dergestalt, dass 

den betroffenen Personen im ersuchten Staat ein krass gegen die EMRK 

verstossendes Verfahren droht (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts A-6011/2012 vom 13. März 2013 E. 8.2.2), ist vorliegend weder 

substantiiert noch aus den Akten ersichtlich.  

8.  

Die Beschwerdeführenden machen weiter geltend, das vorliegende 

Amtshilfegesuch beruhe auf Informationen, welche mittels nach schwei-

zerischem Recht strafbaren Handlungen erlangt worden seien.  

Es bestehen jedoch keine genügenden Anhaltspunkte für eine strafbare 

Handlung im Sinne von Art. 7 Bst. c StAhiG oder einen anderen Verstoss 

gegen Treu und Glauben, welcher nach dieser Bestimmung ein Nichtein-

treten auf das Ersuchen zur Folge hätte haben müssen. Die Beschwerde-

A-6547/2013 

Seite 27 

führenden konzedieren mit ihrer Behauptung, dass das Amtshilfegesuch 

«sehr wahrscheinlich» auf im spanischen Strafverfahren illegal beschaff-

ten Informationen beruhe (Beschwerde, S. 9), denn auch im Ergebnis 

selbst, dass das Vorliegen einer entsprechenden strafbaren Handlung 

nicht feststeht.  

Es trifft im Übrigen zwar zu, dass die AT in ihrem Gesuch keine Angaben 

zur Herkunft der darin enthaltenen Angaben betreffend die Beschwerde-

führenden 3–7 und deren Konten bei der K._______ AG macht. Indessen 

kann daraus entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden nicht 

auf strafbare Handlungen als Grundlage des Ersuchens geschlossen 

werden. Auch liegt gesamthaft betrachtet kein Verdacht auf strafbare 

Handlungen im Vorfeld des Amtshilfeersuchens vor, welcher der ESTV 

Anlass dazu hätte geben müssen, bei der ersuchenden Behörde nachzu-

fragen, wie ihr ihre gezielte Anfrage möglich war (vgl. dazu MOLO, a.a.O., 

S. 174).  

9.  

Die Beschwerdeführenden berufen sich ferner auf das Bank- und das 

Anwaltsgeheimnis und machen Geschäftsgeheimnisse geltend.  

9.1 Mit Bezug auf die Grenzen der Verpflichtung zur Amtshilfe massge-

bend ist vorliegend aufgrund der anwendbaren Meistbegünstigungsklau-

sel des DBA-ES grundsätzlich Art. 28 Abs. 3 Bst. c DBA-FR, wonach (wie 

bei Art. 25
bis

 Abs. 3 Bst. c DBA-ES in der heute geltenden Fassung, 

vgl. dazu vorn E. 2.1 und 4.1) die abkommensrechtliche Amtshilfever-

pflichtung namentlich nicht so auszulegen ist, als verpflichte sie einen 

Vertragsstaat, «Informationen zu erteilen, die ein Handels-, Geschäfts-, 

Industrie, Gewerbe- oder Berufsgeheimnis oder ein Geschäftsverfahren 

preisgeben würden».  

Indessen kann sich die Schweiz aufgrund des ebenfalls gestützt auf die 

Meistbegünstigungsklausel anwendbaren Art. 28 Abs. 5 DBA-FR, welcher 

Art. 25
bis 

Abs. 5 DBA-ES in der heute geltenden Fassung entspricht 

(vgl. dazu vorn E. 2.1 und 4.1) und Art. 28 Abs. 3 DBA-FR vorgeht, nicht 

auf das Bankgeheimnis berufen, um eine Auskunftserteilung an die zu-

ständigen Behörden Spaniens zu verweigern. Zudem war gemäss Art. 8 

Abs. 2 StAhiG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1 und 5 DBA-FR die Edition 

der in Frage stehenden Bankkundendaten durch die ESTV zulässig 

(vgl. vorn E. 2.1, 4.1 und 5.5).  

A-6547/2013 

Seite 28 

Die Beschwerdeführenden greifen deshalb ins Leere, soweit sie sich un-

ter Berufung auf das Bankgeheimnis gegen die Gewährung der vorlie-

gend streitigen Amtshilfe wehren.  

9.2  

9.2.1 Zu prüfen ist weiter, ob sich die Beschwerdeführenden auf das An-

waltsgeheimnis berufen können.  

Aus dem klaren Wortlaut von Art. 8 Abs. 6 StAhiG (vgl. dazu vorn E. 5.4) 

ergibt sich, dass das Anwaltsgeheimnis in Fällen, bei welchen die ESTV 

gemäss Art. 10 Abs. 1 StAhiG vom Informationsinhaber die Herausgabe 

der voraussichtlich für die Beantwortung des Ersuchens erforderlichen In-

formationen verlangt, nur angerufen werden kann, wenn der betreffende 

Informationsinhaber (im Sinne von Art. 3 Bst. b StAhiG, vgl. dazu vorn 

E. 5.4) ein zur Vertretung vor schweizerischen Gerichten berechtigter 

Anwalt im Sinne des BGFA ist. Dieses Ergebnis wird auch durch Art. 8 

Abs. 2 StAhiG gestützt, welcher etwa im Zusammenhang mit dem Bank-

geheimnis die Herausgabe von Informationen regelt, «die sich im Besitz 

einer Bank […] befinden»: Auch hier ist entscheidend, ob der Informati-

onsinhaber, von welchem seitens der ESTV die Informationen beschafft 

werden sollen, Geheimnisträger ist.  

Soweit Art. 8 Abs. 6 StAhiG den Schutz des Anwaltsgeheimnisses – wie 

aufgezeigt – davon abhängig macht, dass der Informationsinhaber im 

Sinne von Art. 10 Abs. 1 StAhiG ein nach dem BGFA zur Vertretung vor 

schweizerischen Gerichten berechtigter Anwalt ist, kann diese Bestim-

mung als Konkretisierung des vorliegend einschlägigen Art. 28 Abs. 3 

Bst. c DBA-FR (vgl. dazu vorn E. 9.1) betrachtet werden. In casu besteht 

somit insofern keine abweichende Bestimmung des im Einzelfall an-

wendbaren Abkommens, welche gemäss Art. 1 Abs. 2 StAhiG diesem 

Gesetz vorgehen würde. 

9.2.2 Vorliegend ist zwar der Beschwerdeführer 1 Anwalt. Da jedoch die 

K._______ AG, bei welcher die ESTV die in Frage stehenden Bankakten 

ediert hat und die damit als Informationsinhaberin (im Sinne von Art. 3 

Bst. b und Art. 10 Abs. 1 StAhiG) zu qualifizieren ist, keine Anwältin ist, 

können sich die Beschwerdeführenden entsprechend dem hiervor Ausge-

führten bzw. gemäss Art. 8 Abs. 6 StAhiG e contrario nicht auf das An-

waltsgeheimnis des Beschwerdeführers 1 berufen. 

A-6547/2013 

Seite 29 

9.3 Das Vorbringen der Beschwerdeführenden, der Gewährung der 

Amtshilfe stünden vorliegend Geschäftsgeheimnisse entgegen, erscheint 

als nicht hinreichend substantiiert und ist unbegründet. Dies gilt umso 

mehr, als Art. 28 Abs. 3 Bst. c DBA-FR der Vorschrift von Art. 26 Abs. 3 

Bst. c OECD-MA nachgebildet ist (vgl. dazu vorn E. 4.1) und jedenfalls 

nach dem OECD-Kommentar zu letzterer Bestimmung finanzielle Infor-

mationen (unter Einschluss von Büchern und Aufzeichnungen) ihrer Natur 

nach kein Handels-, Geschäfts- oder sonstiges Geheimnis darstellen 

(vgl. OECD-MA Kommentar 2010, Art. 26 N. 19.2; s. dazu ferner 

OESTERHELT, a.a.O., Rz. 93 Fn. 102; vgl. zur zentralen Bedeutung des 

OECD-MA und seiner offiziellen Kommentierungen bei der Auslegung von 

Abkommensklauseln, die dem OECD-MA nachgebildet sind, 

BVGE 2011/6 E. 7.3.1, mit Hinweisen).  

10.  

Es bleibt zu klären, ob im Sinne des zweiten Subeventualantrages der 

Beschwerde Dispositiv-Ziff. 12 Bst. a der angefochtenen Schlussverfü-

gung dahingehend zu ändern ist, dass die ESTV die Übermittlung der in 

Frage stehenden Informationen mit dem Hinweis an die AT verbinden 

muss, diese Daten dürften nur im Verfahren gegen die Beschwerdefüh-

renden 1 und 2 für den im Ersuchen der AT vom 29. April 2013 erwähnten 

Tatbestand verwendet werden. 

10.1 Gemäss Art. 20 Abs. 2 StAhiG weist die ESTV die ersuchende Be-

hörde insbesondere auf die Einschränkung der Verwendbarkeit der 

übermittelten Informationen hin.  

10.2 Nach Dispositiv-Ziff. 12 Bst. a der angefochtenen Schlussverfügung 

wird die ESTV – wie erwähnt (vorn Bst. C) – die AT darauf hinweisen, 

dass die übermittelten Informationen in Spanien «nur im Verfahren» ge-

gen die Beschwerdeführenden, die L._______ S.A. sowie die 

M._______ S. für den im Ersuchen vom 29. April 2013 genannten Tatbe-

stand verwertet werden dürfen. 

Da an der entsprechenden Stelle der Schlussverfügung nur von einem 

Verfahren die Rede ist, kann diese Anordnung nach Treu und Glauben 

nicht anders verstanden werden, als dass die ESTV die AT im Ergebnis – 

entsprechend dem Subeventualantrag der Beschwerdeführenden – dar-

auf hinweisen wird, dass die zu übermittelnden Informationen nur im Ver-

fahren betreffend die Einkommenssteuern der Beschwerdeführenden 1 

und 2 verwendet werden dürfen. Vor diesem Hintergrund erübrigt es sich, 

A-6547/2013 

Seite 30 

weiter auf den in Frage stehenden Subeventualantrag einzugehen, auch 

wenn in Dispositiv-Ziff. 12 Bst. a der angefochtenen Schlussverfügung 

nebst den Beschwerdeführenden 1 und 2 namentlich auch die übrigen 

Beschwerdeführenden genannt werden.  

11.  

Was den Antrag betrifft, den spanischen Behörden seien die Beschwer-

debeilagen 3–5 (eine Abmeldebescheinigung, verschiedene Bestätigun-

gen steuerlicher Wohnsitze und eine Wohnsitzbescheinigung betreffend 

den Beschwerdeführer 1) «respektive weitere diesbezügliche Unterlagen 

sowie deren Inhalt betreffend Ort des Wohnsitzes [des Beschwerdefüh-

rers 1] den spanischen Behörden nicht zugänglich zu machen» (Be-

schwerde, S. 4), bedarf es vorliegend keiner besonderer Anordnungen. 

Denn zum einen bilden die fraglichen Beschwerdebeilagen nicht Teil der 

nach der angefochtenen Schlussverfügung der AT zu übermittelnden Un-

terlagen. Zum anderen bestehen nach dem Ausgeführten keine Gründe, 

in den gemäss dem angefochtenen Entscheid der AT zu übermittelnden 

Unterlagen enthaltene Angaben zum Wohnsitz des Beschwerdeführers 1 

dieser spanischen Behörde vorzuenthalten. 

12. 

Die Beschwerdeführenden beantragen mit Schreiben vom 4. Februar 

2014 die Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bis zum 

rechtskräftigen Entscheid über eine in Spanien erhobene Nichtigkeitskla-

ge betreffend ein Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer 1. 

Eine Sistierung des Verfahrens muss nach bundesgerichtlichter Recht-

sprechung durch zureichende Gründe gerechtfertigt sein, da bei Fehlen 

solcher Gründe von einer mit dem Beschleunigungsgebot von Art. 29 

Abs. 1 BV nicht zu vereinbarenden Rechtsverzögerung auszugehen ist 

(BGE 130 V 90 E. 5). Beim Entscheid darüber, ob das Verfahren zu sistie-

ren ist, steht dem Gericht ein erheblicher Ermessensspielraum zu 

(BGE 119 II 386 E. 1b). Eine Sistierung des Beschwerdeverfahrens kann 

insbesondere angezeigt sein, wenn ein anderes Verfahren hängig ist, 

dessen Ausgang von präjudizieller Bedeutung ist (BGE 123 II 1 E. 2b, 

BGE 122 II 211 E. 3e). 

Die Beschwerdeführenden führen zur Begründung ihres Sistierungsan-

trages aus, angesichts des Umstandes, dass im spanischen Steuerver-

fahren das Mitwirkungsprinzip gelte und sich der Angeschuldigte demge-

genüber im Strafverfahren nicht selbst belasten müsse, bestehe im Fall 

A-6547/2013 

Seite 31 

der Leistung von Amtshilfe die Gefahr, dass die von der AT verlangten In-

formationen und Bankunterlagen an die spanischen Strafbehörden wei-

tergeleitet würden und damit ein nicht wiedergutzumachender Nachteil 

entstehe. Damit verkennen sie jedoch, dass es bei der Frage nach der 

Sistierung des vorliegenden Verfahrens nicht darauf ankommt, ob und 

inwieweit sich der Ausgang des Beschwerdeverfahrens auf das spani-

sche Strafverfahren auswirkt. Massgebend ist vielmehr, ob der Ausgang 

des Nichtigkeitsklageverfahrens betreffend das in Spanien gegen den 

Beschwerdeführer 1 geführte Strafverfahren für den Entscheid betreffend 

das Amtshilfegesuch der AT vom 29. April 2013 präjudizierend ist. Es wird 

weder im Sistierungsgesuch geltend gemacht noch ist ersichtlich, dass 

von einer solchen präjudizierenden Wirkung auszugehen ist. Da an dieser 

Sachlage die im Sinne einer Beweisofferte erwähnte Bestätigung des für 

die Nichtigkeitsklage zuständigen spanischen Gerichts (betreffend die 

Rechtshängigkeit der Klage bzw. den zu erwartenden Zeitpunkt des Ur-

teils) nichts ändern kann, ist auf deren Einholung in antizipierter Beweis-

würdigung zu verzichten (vgl. vorn E. 1.6).  

Da auch sonst keine hinreichenden Gründe für die verlangte Sistierung 

angerufen wurden oder erkennbar sind, ist der Sistierungsantrag abzu-

weisen.  

13.  

Dem Gesagten zufolge ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. Ausgangsgemäss haben die unterliegenden Beschwerde-

führenden die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese 

sind auf Fr. 7'000.- festzulegen (vgl. Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und 

mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.  

Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 

VGKE). 

14. 

Gemäss Art. 83 Bst. h des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesgericht (BGG; SR 173.110) kann dieser Entscheid auf dem Gebiet 

der internationalen Amtshilfe in Steuersachen innerhalb von 10 Tagen nur 

dann mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das 

Bundesgericht weitergezogen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 

A-6547/2013 

Seite 32 

grundsätzlicher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen 

um einen besonders bedeutenden Fall im Sinn von Art. 84 Abs. 2 BGG 

handelt (Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, 

entscheidet das Bundesgericht. 

  

A-6547/2013 

Seite 33 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Gesuch der Beschwerdeführenden vom 4. Februar 2014 um Sistie-

rung des Verfahrens wird abgewiesen. 

2.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 7'000.- werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. 

4.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde); 

– die Vorinstanz (Ref.-Nr. […]; Gerichtsurkunde; Beilagen: Doppel des 

Sistierungsgesuches der Beschwerdeführenden vom 4. Februar 2014 

und Doppel der Eingabe der Beschwerdeführenden vom 6. Februar 

2014 [inkl. Kopien der Beilagen]). 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniel Riedo Beat König 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grund-

sätzlicher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um 

einen besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG han-

A-6547/2013 

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delt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b 

BGG). In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraus-

setzung erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache 

abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 

Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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