# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 511e305c-842c-52bb-84bf-ec3244eed012
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-12-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.12.2017 B-7801/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-7801-2015_2017-12-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-7801/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  D e z e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Marc Steiner (Vorsitz), 

Richterin Maria Amgwerd, Richterin Vera Marantelli, 

Gerichtsschreiber Tobias Grasdorf. 
 

 
 

Parteien 
 Adeva SAS,  

8, rue Marc Seguin, FR-77290 Mitry Mory, 

vertreten durch Dr. Michael Kikinis, Rechtsanwalt, und/oder 

Dr. Melanie Bosshart, Rechtsanwältin,  

KIKINIS Anwaltskanzlei, Waffenplatzstrasse 10, 8002 Zürich,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Datwyler TeCo Holding B.V.,  

De Tweeling 28, NL-5215 MC DEN BOSCH, 

vertreten durch Dr. Michael Noth, Rechtsanwalt, und  

Dr. Barbara Abegg, Rechtsanwältin, Times Attorneys,  

Falkenstrasse 27, 8024 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, 

Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Widerspruchsverfahren Nr. 13440 -  

IR 1'031'874 "KÖNIG" (fig.) / IR 1'173'735 "H.koenig" (fig.). 

 

B-7801/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 19. September 2013 wurde die internationale Registrierung 

Nr. 1 173 735 „H.koenig (fig.)“  

 

(kombinierte Wort-/Bildmarke mit Farbanspruch) der Beschwerdeführerin 

in der „Gazette OMPI des marques internationales“ Nr. 2013/35 

veröffentlicht. Sie ist unter anderen für die folgenden Waren hinterlegt: 

Klasse 9: appareils et instruments scientifiques, nautiques, géodésiques, 

photographiques, cinématographiques, optiques, de pesage, de 

mesurage, de signalisation, de contrôle (inspection), de secours 

(sauvetage) et d'enseignement; appareils et instruments pour la conduite, 

la distribution, la transformation, l'accumulation, le réglage ou la 

commande du courant électrique; appareils pour l'enregistrement, la 

transmission, la reproduction du son ou des images; supports 

d'enregistrement magnétiques, disques acoustiques; disques compacts, 

DVD et autres supports d'enregistrement numériques; mécanismes pour 

appareils à prépaiement; caisses enregistreuses, machines à calculer, 

équipements pour le traitement d'informations, ordinateurs; logiciels; 

Klasse 11: appareils d'éclairage. 

B.  

B.a Mit Schreiben vom 23. Dezember 2013 erhob die 

Beschwerdegegnerin teilweise Widerspruch gegen die Schutzausdehnung 

der internationalen Marke Nr. 1 173 735 „H.koenig (fig.)“ auf die Schweiz 

und beantragte, ihr sei der Schutz in der Schweiz für die unter Bst. A 

genannten Waren zu verweigern. Dabei stützte sich die 

Beschwerdegegnerin auf ihre internationale Registrierung Nr. 1 031 874 

„König (fig.)“:  

 

B-7801/2015 

Seite 3 

Diese ist in der Schweiz für die folgenden Waren geschützt: 

Klasse 9: appareils, équipements et instruments électriques et 

électroniques, ainsi que leurs parties (compris dans cette classe); 

appareils et instruments pour conduire, distribuer, transformer, accumuler, 

régler ou commander le courant électrique; appareils pour enregistrer, 

transmettre ou reproduire du son ou des images; appareils pour 

enregistrer, transmettre, traiter et/ou reproduire des signaux visuels 

numériques et/ou analogiques et/ou données et/ou signaux sonores 

numériques et/ou analogiques, y compris tous les appareils précités à des 

fins de connexion à Internet; appareils de divertissement électroniques; 

équipements de traitement de données et ordinateurs; accessoires pour 

ordinateurs, parties d'ordinateurs, périphériques informatiques; vidéos, 

enregistreurs vidéo; lecteurs MP3; récepteurs par satellite, antennes de 

réception par satellite; appareils et instruments de surveillance, y compris 

caméras de surveillance; câbles électriques; haut-parleurs, systèmes de 

diffusion sonore publique et leurs parties; télécommandes, à savoir 

émetteurs de télécommande et récepteurs de télécommande pour 

appareils de divertissement électroniques; 

Klasse 11: appareils d'éclairage; 

Klasse 28: jeux de poche électroniques et consoles de jeux de poche 

électroniques. 

B.b Mit Widerspruchsantwort vom 13. Oktober 2014 beantragte die 

Beschwerdeführerin die Abweisung des Widerspruchs, da keine 

Verwechslungsgefahr bestehe. 

B.c Nach Abschluss des Instruktionsverfahrens hiess das IGE mit 

Verfügung vom 29. Oktober 2015 den Widerspruch der 

Beschwerdeführerin bezüglich der unter Bst. A genannten Waren gut und 

liess die internationale Registrierung Nr. 1 173 735 „H.koenig (fig.)“ 

vorbehältlich des Entscheides im parallel gegen dieselbe Marke geführten 

Verfahren Nr. 13450 bezüglich folgender Waren zum Schutz in der 

Schweiz zu: 

Klasse 7: alle beanspruchten Waren („tous les produits revendiqués“); 

Klasse 9: extincteurs; 

Klasse 11: appareils de chauffage, de production de vapeur, de cuisson, 

de réfrigération, de séchage, de ventilation, de distribution d’eau et 

installation sanitaires; 

Klasse 21: alle beanspruchten Waren („tous les produits revendiqués“). 

B-7801/2015 

Seite 4 

Das IGE sprach der Beschwerdegegnerin zu Lasten der 

Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘800.– 

zu (inkl. Erstattung der Widerspruchsgebühr). 

C.  

Am 1. Dezember 2015 erhob die Beschwerdeführerin beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die Verfügung des 

IGE vom 29. Oktober 2015 sei aufzuheben, der internationalen 

Registrierung Nr. 1 173 735 „H.koenig (fig.)“ sei vollumfänglich 

(insbesondere für alle in den Klassen 9 und 11 beanspruchten Waren) 

Schutz in der Schweiz zu gewähren und das IGE sei anzuweisen, diesen 

Schutz zu gewähren. Eventualiter sei die Sache zu neuer Entscheidung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie 

eventualiter, ihr sei vor einem Entscheid in der Sache nochmals Frist für 

eine zusätzliche Eingabe anzusetzen, soweit die Beschwerde nicht direkt 

bezüglich ihrer Hauptanträge gutgeheissen werde. Zudem beantragte sie 

die Edition der Replikbeilagen 5 bis 7 des Widerspruchsverfahrens 

Nr. 13450 des IGE. 

Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin aus, es bestehe keine 

Verwechslungsgefahr zwischen der angefochtenen Marke und der 

Widerspruchsmarke. Es handle sich bei „König“ um eine naheliegende, 

freihaltebedürftige, dem Gemeingut angehörende Bezeichnung 

eventualiter um ein nachträglich verwässertes Zeichen insbesondere für 

die angefochtenen Waren der Klassen 9 und 11, weshalb das Zeichen für 

Waren der beanspruchten Art als nicht kennzeichnungskräftig 

beziehungsweise eventualiter als höchstens sehr schwach kennzeichnend 

einzustufen sei. Während bei etlichen Waren nicht einmal 

Warengleichartigkeit vorliege, könne bei anderen Waren höchstens eine 

(mehr oder weniger entfernte) Warengleichartigkeit vorliegen. Das Zeichen 

„H.“ am Anfang der angefochtenen Marke dürfe nicht ausser Acht gelassen 

werden. Der Wortteil des angefochtenen Zeichens bestehe aus sieben 

Buchstaben und einem Punkt, das Widerspruchszeichen hingegen 

bestehe lediglich aus fünf Buchstaben. Der Wortanfang sei zudem völlig 

unterschiedlich. Daraus ergebe sich ein hinreichend unterschiedliches 

Schriftbild. Klanglich würden sich die beiden Zeichen in der Silbenzahl 

unterscheiden: Die angefochtene Marke werde mit drei oder vier Silben 

ausgesprochen (mit oder ohne „PUNKT“), wobei sich die ersten Silben 

wiederum stark unterscheiden würden. Es ergebe sich eine 

unterschiedliche Vokalfolge und eine unterschiedliche Konsonantenfolge. 

Bezüglich des Sinngehalts führte die Beschwerdeführerin aus, die 

B-7801/2015 

Seite 5 

angefochtene Marke „H.koenig (fig.)“ werde aufgrund des vorangestellten 

Buchstabens H und dem Punkt als Familiennamen verstanden, 

wohingegen die Widerspruchsmarke als beschreibender Hinweis 

verstanden werde. Insgesamt bestehe keine Verwechslungsgefahr, da der 

Widerspruchsmarke höchstens eine schwache Kennzeichnungskraft 

zukomme und die beiden Zeichen beträchtliche Unterschiede aufweisen 

würden. 

Zudem machte die Beschwerdeführerin in zweierlei Hinsicht eine 

Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. 

D.  

Den mit Zwischenverfügung vom 7. Dezember 2015 geforderten 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 4‘500.– bezahlte die 

Beschwerdeführerin innert der einmalig erstreckten Frist. 

E.  

Am 14. März 2016 beantragte das IGE die Abweisung der Beschwerde und 

reichte die Vorakten ein. Es führte aus, es habe die angefochtene 

Verfügung rechtsgenügend begründet und es liege keine Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör vor. 

F.  

In ihrer Beschwerdeantwort vom 13. April 2016 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Die 

prozessualen Anträge der Beschwerdeführerin seien ebenfalls 

vollumfänglich abzuweisen. Zudem seien die Akten des vorinstanzlichen 

Verfahrens beizuziehen. 

Zur Begründung führte die Beschwerdegegnerin aus, der 

Widerspruchsmarke komme eine normale Kennzeichnungskraft zu, weder 

sei sie ursprünglich kennzeichnungsschwach, noch sei von einer 

Verwässerung auszugehen. Dem Zeichen „König“ komme im 

Zusammenhang mit den vorliegend relevanten Klassen 9 und 11 keine 

relevante Bedeutung zu. Es seien weder die Voraussetzungen an einen im 

Gemeingut stehenden noch an einen freihaltebedürftigen Begriff gegeben. 

Auch stelle das Zeichen „König“ in Alleinstellung keine anpreisende 

Angabe dar. Durch die Kombination des Zeichens „König“ mit anderen 

Wörtern entstehe jeweils ein eigener Sinngehalt, der sich vom 

ursprünglichen Sinngehalt des Zeichens in Alleinstellung unterscheide. Bei 

den relevanten Verkehrskreisen stehe die Bedeutung als Familienname im 

B-7801/2015 

Seite 6 

Vordergrund, das gelte für die angefochtene Marke und für die 

Widerspruchsmarke. Zwischen den beanspruchten Waren bestehe 

Identität oder erhöhte Warengleichartigkeit. Der Gesamteindruck der 

angefochtenen Marke werde nur durch das Wortelement „H.koenig“ 

geprägt. Die Vergleichszeichen bestünden beide aus einem Wort, wobei 

die Widerspruchsmarke vollständig übernommen werde. Deshalb seien sie 

sich sowohl im Klang- als auch im Schriftbild äusserst ähnlich. Das 

Hinzufügen des Bestandteils „H.“ in der angefochtenen Marke genüge 

nicht, um die visuelle und phonetische Ähnlichkeit der Zeichen zu beheben. 

Der Sinngehalt sei identisch, da beide als Nachname wahrgenommen 

würden. Die beiden Marken seien damit verwechselbar. 

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 20. April 2016 stellte das Gericht fest, dass 

den prozessualen Anträgen auf Beizug der vorinstanzlichen Akten bereits 

entsprochen worden sei und wies den prozessualen Antrag der 

Beschwerdeführerin, wonach die Replikbeilagen 5 bis 7 des 

Widerspruchsverfahrens Nr. 13450 vom IGE zu edieren seien, ab. Das 

Gericht ordnete keinen zweiten Schriftenwechsel an, stellte es der 

Beschwerdeführerin jedoch frei, innert Frist eine Stellungnahme 

einzureichen. Soweit weitergehend wurde der prozessuale Antrag der 

Beschwerdeführerin betreffend ihr Recht auf erneute Äusserung 

abgewiesen. 

H.  

Mit Stellungnahme vom 20. Juni 2016 hielt die Beschwerdeführerin an 

ihren Begehren fest und wiederholte im Wesentlichen ihre Ausführungen 

in der Beschwerde. 

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 22. Juni 2016 stellte das Gericht der 

Beschwerdegegnerin und dem IGE je eine Kopie der Stellungnahme der 

Beschwerdeführerin vom 20. Juni 2016 zu und hielt fest, ohne anders 

lautende und umgehend zu stellende Anträge sei kein weiterer 

Schriftenwechsel vorgesehen. 

J.  

In ihrer Eingabe vom 26. Juli 2016 führte die Beschwerdegegnerin aus, die 

vierte Beschwerdekammer habe die Beschwerde der Beschwerdeführerin 

gegen den Entscheid des EUIPO vom 26. Mai 2015 im europäischen 

B-7801/2015 

Seite 7 

Parallelverfahren abgewiesen. Gleichzeitig reichte sie den Entscheid der 

Beschwerdekammer vom 22. Juli 2016 ein. 

K.  

In ihrer Stellungnahme vom 12. August 2016 beantragte die 

Beschwerdeführerin der Entscheid des EUIPO vom 22. Juli 2016 sei als 

unzulässiges beziehungsweise eventualiter irrelevantes Beweismittel aus 

dem Recht zu weisen beziehungsweise nicht zu beachten. Subeventualiter 

sei der Beschwerdegegnerin Frist anzusetzen, um eine Übersetzung des 

Entscheides in eine schweizerische Amtssprache einzureichen, unter 

Androhung der Unbeachtlichkeit dieses von ihr eingereichten Entscheids 

bei Ausbleiben einer fristgerechten Übersetzung. 

L.  

Mit Zwischenverfügung vom 15. August 2016 stellte das 

Bundesverwaltungsgericht die Stellungnahme der Beschwerdeführerin 

vom 12. August 2016 der Beschwerdegegnerin und dem IGE zur Kenntnis 

zu. Gleichzeitig wies es die prozessualen Anträge der Beschwerdeführerin 

vom 12. August 2016, wonach der mit Eingabe vom 26. Juli 2016 

eingereichte Entscheid des EUIPO vom 22. Juli 2016 aus dem Recht zu 

weisen sei, sowie die Beschwerdegegnerin zur Einreichung einer 

Übersetzung in eine Amtssprache zu verpflichten sei, ab. Soweit die 

Beschwerdeführerin geltend mache, der genannte Entscheid sei 

unbeachtlich, werde darauf gegebenenfalls im Rahmen des Endentscheids 

einzugehen sein. Schliesslich schloss das Gericht den Schriftenwechsel 

ab. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden 

gegen Entscheide der Vorinstanz in Widerspruchssachen zuständig (Art. 

31, 32 und 33 Bst. e VGG). Die vorliegende Beschwerde wurde in der 

gesetzlichen Frist von Art. 50 Abs. 1 VwVG eingereicht und der verlangte 

Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet. Als Adressatin der angefochtenen 

Verfügung ist die Beschwerdeführerin besonders berührt und beschwert 

und somit zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die Beschwerde 

ist daher einzutreten. 

B-7801/2015 

Seite 8 

2.  

2.1 Die Beschwerdeführerin macht in zweierlei Hinsicht eine Verletzung 

ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. Die Vorinstanz habe 

erstens einige ihrer Argumente in der angefochtenen Verfügung nicht 

berücksichtigt bzw. sich mit ihnen nicht auseinandergesetzt und zweitens 

sei die Verfügung ungenügend begründet. 

2.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV garantierte und in den Art. 26–33 VwVG 

konkretisierte Grundsatz des rechtlichen Gehörs umfasst das Recht, mit 

eigenen Begehren angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten 

und zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen 

zu können. Der Anspruch auf rechtliches Gehör dient einerseits der 

Sachaufklärung und stellt andererseits ein persönlichkeitsbezogenes 

Mitwirkungsrecht der Parteien dar. Er beinhaltet die Pflicht der Behörden, 

die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen 

sorgfältig und ernsthaft zu prüfen und in der Entscheidfindung zu 

berücksichtigen (Art. 32 Abs. 1 VwVG). Daraus folgt die grundsätzliche 

Pflicht der Behörden, sich mit den wesentlichen Vorbringen des 

Rechtssuchenden zu befassen und Entscheide zu begründen (Art. 35 Abs. 

1 VwVG). Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, 

dass der Betroffene ihn sachgerecht anfechten kann. In diesem Sinne 

müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich die Behörde leiten liess und auf die sie ihren Entscheid stützt (BGE 

136 V 351 E. 4.2 m.w.H.).  

2.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe 

hinsichtlich der Beurteilung des Schutzumfangs und der 

Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke ihren Anspruch auf 

rechtliches Gehör verletzt, da sie nicht alle ihre diesbezüglichen Vorbringen 

berücksichtigt habe. Konkret habe sie sich mit ihren Vorbringen in der 

Duplik bezüglich der IR-Marke Nr. 1044805 der Beschwerdegegnerin zur 

Frage, ob der Begriff „König“ Gemeingut sei, ebenso wenig 

auseinandergesetzt, wie mit weiteren, von ihr aufgeführten in- und 

ausländischen Urteilen.  

Die Vorinstanz entgegnet, sie habe sich mit der Kennzeichnungskraft der 

Widerspruchsmarke auseinandergesetzt und rechtgenügend begründet, 

weshalb die Widerspruchsmarke normal kennzeichnungskräftig sei. 

Die Vorinstanz hat sich in der angefochtenen Verfügung mit der Frage der 

Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke umfassend 

B-7801/2015 

Seite 9 

auseinandergesetzt (Ziff. III.D.3). Sie war dabei nicht verpflichtet, auf das 

von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Verfahren bezüglich der 

IR-Marke Nr. 1044805 oder die weiteren, von der Beschwerdeführerin 

aufgeführten Verfahren einzugehen, da sie sich in der angefochtenen 

Verfügung unabhängig davon zu allen relevanten Fragen äusserte.  

2.4 Sodann macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe 

die angefochtene Verfügung in mehreren Punkten ungenügend begründet. 

So habe sie die angebliche Gleichartigkeit der Waren der Klasse 9 zu 

wenig begründet, den unterschiedlichen Wortanfang der angefochtenen 

Marke nicht in ihre Erwägungen einbezogen und nicht begründet, wieso 

das Zeichen „König“ der Widerspruchsmarke auch als Nachname 

verstanden werde. 

Diese Vorbringen vermögen keine Verletzung des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör in der Ausprägung des Anspruchs auf eine Begründung 

darzulegen. Die Vorinstanz hat sich in der angefochtenen Verfügung mit 

allen drei von der Beschwerdeführerin aufgeworfenen Punkten genügend 

auseinandergesetzt (Ziff. III.B, III.C.3 f. und III.C.6). Die Beschwerde-

führerin war angesichts dieser Ausführungen ohne Weiteres in der Lage, 

die Verfügung angemessen anzufechten. Im Übrigen beziehen sich die 

Vorbringen der Beschwerdeführerin auf die materielle Beurteilung der 

Rechtslage. 

2.5 Die Vorinstanz hat den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 

rechtliches Gehör damit nicht verletzt.  

3.  

3.1 Vom Markenschutz ausgeschlossen sind Zeichen, die einer älteren 

Marke ähnlich und für gleiche oder gleichartige Waren oder 

Dienstleistungen bestimmt sind, so dass sich daraus eine Verwechslungs-

gefahr ergibt (Art. 3 Abs. 1 Bst. c des Markenschutzgesetzes vom 

28. August 1992 [MSchG, SR 232.11]).  

3.2 Ob sich zwei Marken hinreichend deutlich unterscheiden oder im 

Gegenteil verwechselbar sind, ist nicht auf Grund eines abstrakten 

Zeichenvergleichs, sondern stets vor dem Hintergrund aller relevanten 

Umstände zu beurteilen. Der Massstab, der an die Unterscheidbarkeit 

anzulegen ist, hängt einerseits vom Umfang des Ähnlichkeitsbereichs ab, 

dessen Schutz der Inhaber der älteren Marke beanspruchen kann, und 

andererseits von den Waren und Dienstleistungen, für welche die sich 

B-7801/2015 

Seite 10 

gegenüberstehenden Marken hinterlegt sind (BGE 122 III 382 E. 1 

„Kamillosan/Kamillan“). 

3.3 Je näher sich die Waren und Dienstleistungen sind, für welche die 

Marken registriert sind, desto grösser wird das Risiko von Verwechslungen 

und desto stärker muss sich das jüngere Zeichen vom älteren abheben, 

um die Verwechslungsgefahr zu bannen. Ein besonders strenger Massstab 

ist anzulegen, wenn beide Marken für weitgehend identische Waren oder 

Dienstleistungen bestimmt sind. Im Weiteren ist für die Verwechselbarkeit 

von Bedeutung, an welche Abnehmerkreise sich die Waren richten und 

unter welchen Umständen sie üblicherweise gehandelt werden. Bei 

Massenartikeln des täglichen Bedarfs ist mit einer geringeren 

Aufmerksamkeit und einem geringeren Unterscheidungsvermögen der 

Konsumenten zu rechnen als bei Spezialprodukten, deren Absatzmarkt auf 

einen mehr oder weniger geschlossenen Kreis von Berufsleuten 

beschränkt bleibt (BGE 126 III 315 E. 6b/bb „Apiella“ m.w.H.).  

3.4 Gleichartigkeit der Waren liegt vor, wenn die angesprochenen 

Abnehmerkreise auf den Gedanken kommen könnten, die unter 

Verwendung identischer oder ähnlicher Marken angepriesenen Waren und 

Dienstleistungen würden angesichts ihrer üblichen Herstellungs- und 

Vertriebsstätten aus ein und demselben Unternehmen stammen oder doch 

wenigstens unter Kontrolle des gemeinsamen Markeninhabers von 

verbundenen Unternehmen hergestellt werden (Urteil des BVGer  

B-2269/2011 vom 9. März 2012 E. 6.1 „[fig.]/Bonewelding [fig.]“). Für das 

Bestehen gleichartiger Waren sprechen Übereinstimmungen zwischen den 

Herstellungsstätten, dem fabrikationsspezifisch erforderlichen Know-How, 

den Vertriebskanälen, den Abnehmerkreisen und dem Verwendungszweck 

der Waren, deren Substituierbarkeit, verwandte oder gleiche 

technologische Indikationsbereiche sowie das Verhältnis von Hauptware 

und Zubehör (Urteil des BVGer B-7934/2007 vom 26. August 2009 E. 5.1 

„Fructa/Fructaid“ m.w.H.). Für eine Gleichartigkeit sprechen mitunter auch 

ein aus Sicht des Abnehmers sinnvolles Leistungspaket der zu 

vergleichenden Waren (Urteile des BVGer B-758/2007 vom 26. Juli 2007 

E. 5.2 „G-mode/Gmode“). Gegen das Vorliegen von Gleichartigkeit 

sprechen getrennte Vertriebskanäle innerhalb derselben Käuferschicht 

sowie das Verhältnis von Hilfsware oder Rohstoff zu Haupt-, Zwischen- 

oder Fertigware (Urteil des BVGer B-7447/2006 vom 17. April 2007 E. 5 

“Martini Baby/martini [fig.]”). 

B-7801/2015 

Seite 11 

3.5 Die Markenähnlichkeit beurteilt sich nach dem Gesamteindruck, den 

die Marken in der Erinnerung der angesprochenen Verkehrskreise 

hinterlassen (BGE 121 III 377 E. 2a „Boss / Boks“).  

3.6 Ob eine Verwechslungsgefahr besteht, hängt auch von der 

Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke ab, da kennzeichnungs-

kräftige Marken einen grösseren Schutzumfang verdienen (Urteil des 

BVGer B-7017/2008 vom 11. Februar 2010 E. 2.4 „Plus/PlusPlus [fig.]“ 

m.w.H.). Der geschützte Ähnlichkeitsbereich für schwache Marken ist 

kleiner als jener für starke Marken. Stark sind insbesondere jene Marken, 

die das Ergebnis einer schöpferischen Leistung oder langer Aufbauarbeit 

sind (BGE 122 III 382 E. 2a „Kamillosan/Kamillan“). 

3.7 Bei aus Wort- und Bildelementen kombinierten Marken sind die 

einzelnen Bestandteile nach ihrer Unterscheidungskraft zu gewichten. 

Entscheidend sind die prägenden Wort- oder Bildelemente, während 

unterscheidungsschwache Wort- und Bildelemente den Gesamteindruck 

weniger beeinflussen. Enthält eine Marke sowohl charakteristische Wort- 

als auch Bildelemente, können diese den Erinnerungseindruck 

gleichermassen prägen (Urteil des BVGer B-4159/2009 vom 

25. November 2009 E. 2.4 „Efe [fig.]/Eve“ m.w.H.).  

3.8 Bei reinen Wortmarken ist der Wortklang, das Schriftbild und 

gegebenenfalls der Sinngehalt massgebend (BGE 127 III 160 E. 2b/cc 

„Securitas“; BGE 121 III 377 E. 2b „Boss/Boks“). Dabei genügt es für die 

Annahme der Ähnlichkeit, wenn diese in Bezug auf eines dieser Kriterien 

bejaht wird (Urteil des BVGer B-2635/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 6.1 

„Monari/Anna Molinari“). Der Wortklang wird im Wesentlichen durch die 

Silbenzahl, die Aussprachekadenz und die Aufeinanderfolge der Vokale 

bestimmt, das Erscheinungsbild durch die Wortlänge und die optische 

Wirkung der Buchstaben. Schliesslich ist zu beachten, dass der 

Wortanfang respektive Wortstamm und die Endung in der Regel grössere 

Beachtung finden als dazwischen geschobene, unbetonte weitere 

Buchstaben oder Silben (BGE 127 III 160 E. 2b/cc „Securitas“; 

BGE 122 III 382 E. 5a „Kamillosan/Kamillan“). 

4.  

4.1 Erstens ist zu prüfen, ob die beanspruchten Waren der sich 

gegenüberstehenden Marken aus Sicht der Abnehmerkreise gleich oder 

gleichartig sind. Die Vorinstanz geht in der angefochtenen Verfügung 

davon aus, dass die Waren teilweise gleich und teilweise gleichartig sind. 

B-7801/2015 

Seite 12 

4.2 Dass zwischen den registrierten Waren der Klasse 11 der beiden 

Zeichen Gleichheit besteht, ist unbestritten. Gleichheit besteht zudem 

zwischen den angefochtenen Waren „appareils et instruments pour la 

conduite, la distribution, la transformation, l'accumulation, le réglage ou la 

commande du courant électrique; appareils pour l'enregistrement, la 

transmission, la reproduction du son ou des images; équipements pour le 

traitement d'informations, ordinateurs" der Klasse 9 und den für die Wider-

spruchsmarke registrierten Waren „appareils et instruments pour conduire, 

distribuer, transformer, accumuler, régler ou commander le courant 

électrique; appareils pour enregistrer, transmettre ou reproduire du son ou 

des images; équipements de traitement de données et ordinateurs“ der 

Klasse 9, was von der Beschwerdeführerin ebenfalls nicht bestritten wird. 

4.3 Die Vorinstanz geht zudem von der Gleichartigkeit der angefochtenen 

Waren „appareils et instruments scientifiques, nautiques, géodésiques, 

photographiques, cinématographiques, optiques, de pesage, de 

mesurage, de signalisation, de contrôle (inspection), de secours 

(sauvetage) et d'enseignement; mécanismes pour appareils à 

prépaiement; caisses enregistreuses, machines à calculer“ der Klasse 9 

mit den für die Wider-spruchsmarke registrierten Waren „appareils, 

équipements et instruments électriques et électroniques, ainsi que leurs 

parties (compris dans cette classe)“ der Klasse 9 aus. Sie führt dazu aus, 

die genannten Waren der angefochtenen Marke könnten alle elektrischer 

respektive elektronischer Natur sein. Die Beschwerdeführerin wendet 

dagegen ein, es seien nicht alle Waren, die elektrischer oder elektronischer 

Natur sein könnten, gleichartig im Sinne des Markenschutzgesetzes. Dies 

behauptet die Vorinstanz jedoch nicht. Entscheidend ist einzig, dass die 

genannten, für die angefochtene Marke eingetragenen Waren elektrischer 

oder elektronischer Natur sein können, womit sie insoweit mit den für die 

Widerspruchsmarke eingetragenen Waren („elektrische und elektronische 

Apparate, Geräte und Instrumente sowie deren Teile, die in diese Klasse 

[9] gehören“) gleich sind. Soweit diese Waren nicht elektronischer Natur 

sind, besteht zumindest Warengleichartigkeit. 

Gemäss der durch die Vorinstanz korrekt wiedergegebenen 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sind zudem „logiciel“ der 

Klasse 9 mit „ordinateurs“ der Klasse 9 gleichartig (Urteil des BVGer 

B-758/2007 vom 26. Juli 2007 E. 5.1 „G-mode/GMODE“). 

Schliesslich geht die Vorinstanz auch von der Gleichartigkeit von „supports 

d'enregistrement magnétiques, disques acoustiques; disques compacts, 

B-7801/2015 

Seite 13 

DVD et autres supports d'enregistrement numériques“ der Klasse 9 

(angefochtene Marke) mit „appareils pour enregistrer, transmettre ou 

reproduire du son ou des images“ der Klasse 9 (Widerspruchsmarke) aus, 

da diese wie Computer und Software ein Ganzes bilden würden, das nur 

zusammen funktioniere und folglich auf dem Markt üblicherweise 

gemeinsam angeboten werde. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin 

vor, es müsse zwischen bespielten und unbespielten Datenträgern 

unterschieden werden, da nur unbespielte Datenträger zusammen mit den 

entsprechenden Aufzeichnungsapparaten ein Ganzes bilden würden. Dem 

ist jedoch nicht zu folgen. Wird im Waren- und Dienstleistungsverzeichnis 

ein Oberbegriff beansprucht, beurteilt sich die Gleichartigkeit auf dieser 

Ebene (Urteil des BVGer B-4260/2010 vom 21. Dezember 2011 E. 6.2.3 

„Bally/Balù [fig.]“). Der für die angefochtene Marke eingetragene 

Oberbegriff enthält zumindest auch unbespielte Datenträger, womit 

Gleichartigkeit zu bejahen ist. Ob auch eine Warenähnlichkeit zwischen 

den genannten Datenträgern der Klasse 9 und „ordinateurs“ der Klasse 9 

besteht, wie von der Vorinstanz ausgeführt und von der 

Beschwerdeführerin bestritten, kann damit offenbleiben. 

4.4 Damit liegt zusammenfassend für alle Waren der angefochtenen Marke 

mit den Waren der Widerspruchsmarke Gleichartigkeit respektive teilweise 

sogar Gleichheit vor. 

5.  

Zweitens ist die Zeichenähnlichkeit der beiden Marken zu prüfen. Sowohl 

die Widerspruchsmarke „König (fig.)“ als auch die angefochtene Marke 

„H.koenig (fig.)“ sind kombinierte Wort-/Bildmarken. 

5.1 Die Widerspruchsmarke, eine kombinierte Wort-/Bildmarke ohne 

Farbanspruch, besteht aus dem Wort „KÖNIG“ in Grossbuchstaben mit 

abgerundeten Ecken, wobei die Umlautpunkte als drei schräge Striche die 

obere Schriftlinie des Buchstabens O durchbrechen. Die Schrift besteht 

aus weissen Buchstabenlinien vor einem schwarzen, rechteckigen 

Hintergrund. Es besteht kein Farbanspruch. Das Wort „König“ ist auf den 

ersten Blick erkennbar. Die bildlichen Elemente sind für das 

Erscheinungsbild der Marke nicht charakteristisch oder prägend, sondern 

lediglich figuratives Beiwerk. Das Zeichen wird entsprechend durch das 

Wortelement „KÖNIG“ dominiert. 

Die angefochtene kombinierte Wort-/Bildmarke mit Farbanspruch beginnt 

mit dem Grossbuchstaben H, gefolgt von einem quadratischen Punkt auf 

B-7801/2015 

Seite 14 

der Grundlinie, beide in grau. Darauf folgt das Wort „koenig“ in roten 

Kleinbuchstaben, wobei deren Mittellänge der Versalhöhe des initialen 

Buchstabens H entspricht. Es bestehen keine (weiteren) Bildelemente. 

Das Wort „koenig“ dominiert mit Blick auf den Farbanspruch und seiner 

Grösse das Zeichen; der Buchstabe H und der Punkt treten in den 

Hintergrund. 

5.2 Gemäss ständiger Rechtsprechung ergibt sich aus der Übernahme des 

wesentlichen, charakteristischen Elements einer älteren Marke in einer 

jüngeren Marke eine Verwechslungsgefahr. Das gilt auch, wenn dem 

übernommenen Element weitere Kennzeichen hinzugefügt werden, ausser 

es entstehe dadurch ein neuer Gesamteindruck der Marke im Sinne einer 

neuen Einheit mit einer eigenen Individualität (Urteile des BVGer 

B-4772/2012 E. 5.2 "Mc [fig.]/MC2 [fig.]" m.w.H.; B-8468/2010 vom 6. Juli 

2012 E. 6.2 „Torres/Torre Saracena“; RKGE in sic! 1999 S. 418 E. 5  

„Koenig/Sonnenkönig“).  

6.  

6.1 Es ist zu prüfen, ob das prägende Wortelement „König“ für die 

registrierten Waren beschreibend (oder anpreisend) ist und welche 

Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke entsprechend zukommt. 

Dabei ist vor allem auf den Sinngehalt der Marke abzustellen. 

6.2 Hat das prägende Wort einer Marke verschiedene Bedeutungen, ist 

diejenige Bedeutung zu ermitteln, die den relevanten Verkehrskreisen 

unter Berücksichtigung der für die Marke registrierten Waren am 

selbstverständlichsten in den Sinn kommt (BGE 135 III 416 E. 2.3 „Calvi“). 

Dabei ist der Gesamteindruck der Marke unter Einbezug aller Umstände 

des Einzelfalles zu beurteilen. Im Gegensatz zum Vorbringen der 

Beschwerdeführerin existiert kein Grundsatz, wonach eine beschreibende 

Bedeutung bei mehrdeutigen Zeichen gegenüber der Bedeutung als 

Namen grundsätzlich im Vordergrund stehen würde. 

6.3 Gemäss dem Wörterbuch Duden online (https://www.du-

den.de/node/747456/revisions/1335377/view; zuletzt abgerufen am 

31. Oktober 2017) kann das Wort „König“ als Titel eines weltlichen 

Herrschers, als wichtige Figur im Schachspiel, als Spielkarte oder als Kegel 

beim Kegelspiel verstanden werden. Zudem ist „König“ ein im 

deutschsprachigen Raum der Schweiz verbreiteter Nachname (das online 

Telefonverzeichnis search.ch listet etwas über 1'400 private Einträge).  

B-7801/2015 

Seite 15 

6.4 Die relevanten Verkehrskreise der für die Widerspruchsmarke 

registrierten Waren sind nicht ausschliesslich Fachleute, sondern auch das 

allgemeine Publikum. Es ist deshalb von einem eher geringen Grad der 

Aufmerksamkeit bei deren Kauf auszugehen. 

6.5  

6.5.1 In der republikanisch geprägten Schweiz ist nicht davon auszugehen, 

dass das Zeichen „König“ im Zusammenhang mit Waren und 

Dienstleistungen in erster Linie als Verweis auf ein Königshaus 

wahrgenommen wird. Weder königliche bzw. königlich lizenzierte 

Unternehmen noch für königliche Abnehmer hergestellte Produkte stehen 

in der Schweiz bei den relevanten Verkehrskreisen im Vordergrund (vgl. 

zum Ganzen den Entscheid des BVGer B-7426/2006 vom 30. September 

2008 E. 3.2 “THE ROYAL BANK OF SCOTLAND“). Daran ändert auch der 

Umstand nichts, dass sich wie die Beschwerdeführerin geltend macht, 

auch Schweizerinnen und Schweizer, und insbesondere die Schweizer 

Presse, für ausländische Königshäuser interessieren. Im Übrigen enthalten 

beide Zeichen auch keine weiteren, auf einen König hindeutenden 

Elemente wie zum Beispiel eine Krone.  

6.5.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dem Wort „König“ komme im 

Zusammenhang mit elektronischen Unterhaltungsgeräten, Computern und 

Software ein den Inhalt beschreibender Charakter zu.  

Waren oder Dienstleistungen können ihren wirtschaftlichen Wert anstatt in 

ihren materiellen Bestandteile in ihrem immateriellen Inhalt haben. So 

werden zum Beispiel bespielte DVDs vor allem wegen der darauf 

gespeicherten Werke gekauft. Liegt die Aufmerksamkeit der 

Abnehmerkreise auf dem immateriellen Inhalt, kann es für sie naheliegen, 

auch den Sinngehalt des Kennzeichens als Hinweis auf den Inhalt anstatt 

auf materielle, äussere Merkmale zu verstehen. In solchen Fällen ist ein 

beschreibender Sinngehalt der Marke auch in Bezug auf den Inhalt und 

gegebenenfalls auf ein aktuelles Freihaltebedürfnis des Marktes zu prüfen 

(Urteile des BVGer B-1759/2007 vom 26. Februar 2008 E. 3 "Pirates of the 

Caribbean" und B-3815/2014 vom 18. Februar 2016 E. 4.2 f. "Rapunzel"). 

An die konkrete Unterscheidungskraft von Marken für inhaltsbezogene 

Waren und Dienstleistungen dürfen jedoch keine übertriebenen 

Anforderungen gestellt werden (Urteil des BVGer B-1759/2007 vom 

26. Februar 2008 E. 3.6 "Pirates of the Caribbean"). 

B-7801/2015 

Seite 16 

Vorliegend werden von den für die Widerspruchsmarke registrierten Waren 

– im Gegensatz zu denjenigen der angefochtenen Marke – nur einige 

wenige in diesem Sinne durch ihren immateriellen Inhalt definiert (so 

hingegen vidéos in Klasse 9 und jeux de poche électroniques in Klasse 

28). Insbesondere ist die Widerspruchsmarke weder für Software noch für 

DVDs oder sonstige (digitale) Aufzeichnungsträger registriert, sondern 

hauptsächlich für elektronische Geräte, die durch ihre materiellen 

Bestandteile und nicht ihren immateriellen Inhalt definiert werden. Zudem 

ist der Begriff „König“ in Alleinstellung – möglicherweise im Unterschied zu 

„Unser König“ oder „König Franz“ – so abstrakt und allgemein gehalten, 

dass nicht davon auszugehen ist, dass die relevanten Verkehrskreise 

daraus auf einen konkreten Inhalt schliessen, weshalb die 

Unterscheidungskraft der Marke nicht beeinträchtigt wird. Schliesslich ist 

auch kein aktuelles besonderes Freihaltebedürfnis des Marktes zu 

erkennen. 

6.5.3 Die Beschwerdeführerin behauptet, der Markenbestandteil „König“ 

sei anpreisend.  

Wortkombinationen mit „König“ respektive „königlich“ werden grundsätzlich 

als anpreisend wahrgenommen, da sie eine superiore, Königen würdige 

Qualität behaupten oder insinuieren, dass es sich um die hierarchisch aus 

anderen Gründen am höchsten einzustufenden Produkte einer Kategorie 

handle (vgl. RGKE in sic! 2003 S. 495 E. 3 „Royal Comfort“). Daraus leitet 

sich auch die (neue) Praxis der Vorinstanz ab, Kombinationen einer 

Sachbezeichnung mit dem Bestandteil „König“ aufgrund ihres 

üblicherweise anpreisenden Charakters zurückzuweisen (vgl. Newsletter 

IGE 2015/6 MARKEN vom 30. Juni 2015). Das Bundesverwaltungsgericht 

hat diese Praxisänderung der Vorinstanz als haltbar akzeptiert. Es führte 

dabei aus, die Kombination einer Sachbezeichnung mit dem 

Markenbestandteil „König“ oder „King“ wirke anpreisend, wenn die im 

Zeichen verwendete Sachbezeichnung mit den beanspruchten Waren oder 

Dienstleistungen im Zusammenhang stehe. Gleichzeitig stellte es fest, 

dass die Praxis der Vorinstanz Raum lasse, anders zu entscheiden, falls 

das Zeichen ausnahmsweise nicht anpreisend verwendet werde (Urteil des 

BVGer B-528/2016 vom 17. Mai 2017 E. 5.2 f. „MUFFIN KING“). Daran ist 

festzuhalten. 

Im vorliegenden Fall liegen zwei Gründe vor, die zusammengenommen 

dazu führen, dass dem Wortelement „König“ in der Widerspruchsmarke 

ausnahmsweise keine anpreisende Wirkung zukommt: Erstens wird das 

B-7801/2015 

Seite 17 

Wort weder adjektivisch noch zusammen mit einem anderen, auf die 

beanspruchten Waren und Dienstleistungen verweisenden Begriff 

verwendet. Das Wortelement steht im Gegenteil allein, was seine 

anpreisende Wirkung weniger in den Vordergrund treten lässt als der 

Begriff in Kombination (vgl. zur Bedeutung des beigefügen Elements für 

den beschreibenden Gesamteindruck RGKE in sic! 2003 S. 495 E. 7 

„Royal Comfort“). Diese Auffassung teilt im Ergebnis auch die Vorinstanz, 

wenn sie diesbezüglich ausführt, das in Frage stehende Element sei „nicht 

als rein qualitativ einzustufen“ (angefochtene Verfügung, S. 6). Dass 

Marken – wie die Beschwerdeführerin anführt – immer im Zusammenhang 

mit Waren oder Dienstleistungen stehen, ändert nichts daran, dass ein 

Zeichen alleine betrachtet mehr oder weniger beschreibend respektive 

anpreisend wirken kann. Zweitens hat das Wort „König“ eine weitere 

Bedeutung im Sinne eines in der Schweiz durchaus nicht seltenen 

Nachnamens; diese Bedeutung rückt unter den gegebenen Umständen in 

den Vordergrund. Auch dadurch unterscheidet sich der vorliegende Fall 

vom zitierten Urteil „MUFFIN KING“, mit welchem die Mehrdeutigkeit des 

in Frage stehenden Zeichens verneint wurde (B-528/2016 E. 4.1). 

Schliesslich unterscheidet sich der vorliegende Fall auch vom Urteil 

„couronné“ (Urteil des BVGer B-4848/2013 vom 15. August 2014 

E. 4.21 f.) – in dem das Gericht festhielt, der Begriff „couronné“ werde auch 

alleinstehend als anpreisend verstanden –, da es sich beim Begriff 

„couronné“ um ein Adjektiv handelt, welches eher als anpreisend 

empfunden wird.  

Es ist deshalb davon auszugehen, dass die relevanten Verkehrskreise im 

Wort „König“ im Zusammenhang mit den registrierten Waren in erster Linie 

einen Nachnamen sehen. Dies gilt sowohl für die Widerspruchsmarke als 

auch für die angefochtene Marke. Im Gegensatz zum Vorbringen der 

Beschwerdeführerin ergibt sich nämlich die Bedeutung des Zeichens 

„König“ als Nachname nicht erst aus dem der angefochtenen Marke 

hinzugefügten Element „H.“, sondern bereits aus dem alleinstehenden 

Element „König“. Das der angefochtenen Marke hinzugefügte Element „H.“ 

vermag an deren Bedeutung nichts zu ändern, da es für die Marke wie 

ausgeführt nicht prägend ist (vgl. Urteil des BVGer B-1618/2011 vom 

25. September 2012 E. 4.2 und 5.3.2 „Eiffel/Gustav Eiffel [fig.]“). Der 

Sinngehalt der beiden Zeichen ist damit der gleiche. 

6.5.4 Es liegen schliesslich auch keine Hinweise dafür vor, dass es sich 

beim Begriff „König“ um eine für die eingetragenen Waren naheliegende 

und in dieser Branche typische Bezeichnung handelt, welche die 

B-7801/2015 

Seite 18 

Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke schwächen könnte. Eine 

solche Verwässerung setzt voraus, dass eine erhebliche Anzahl von 

Drittzeichen in der Schweiz für gleiche oder ähnliche Waren gebraucht 

werden (Urteil des BVGer B-4728/2014 E. 6.5.2 „Winston“/“Wilson“ 

m.w.H.). Abzustellen ist dabei ausschliesslich auf Marken, die wie die 

Widerspruchsmarke das Element „König“ in Alleinstellung verwenden 

(vgl. E. 6.5.3). Solche Marken sind weder im Schweizer Markenregister 

noch im internationalen Markenregister des Madrid-Verbandes zahlreich 

registriert. So enthält das Schweizer Markenregister swissreg insgesamt 

29 Marken, die das Wort „König“ (in irgendeiner Schreibweise) enthalten, 

und für die Waren der Klasse 9 und/oder 11 registriert sind. Davon stellt in 

lediglich fünf Marken das Element „König“ das alleine prägende Element 

dar (Nr. 3P-290715, 572055, 618330, 693540 und 708034), wobei drei 

dieser Marken der gleichen Inhaberin gehören. International ist neben den 

Marken der beiden Beschwerdeparteien und denjenigen mit Office of 

Origin in der Schweiz lediglich eine weitere Marke für Waren der Klasse 9 

und/oder 11 registriert, bei der das Wortelement „König“ als prägend 

bezeichnet werden könnte (Nr. 1306633). Damit liegt bereits – unabhängig 

von deren Gebrauch – keine erhebliche Anzahl ähnlicher Marken vor. Es 

ist zudem alleine auf den Gebrauch von Marken abzustellen (Urteil des 

BVGer B-1077/2008 E. 6.2.4 „Sky/SkySIM“). Insgesamt ist damit nicht von 

einem für die einschlägigen Waren weit verbreiteten und typischen 

Markenelement auszugehen und es liegt keine Verwässerung der 

Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke vor. 

6.6 Das alleinstehende Wortelement „König“ wird damit im 

Zusammenhang mit den registrierten Waren in erster Linie als 

Familiennamen wahrgenommen und ist als solcher weder beschreibend 

noch anpreisend. Demnach ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz 

festzustellen, dass der Widerspruchsmarke eine normale 

Kennzeichnungskraft zukommt. Zudem stimmen die Widerspruchsmarke 

und angefochtene Marke in ihrem prägenden Sinngehalt überein, wobei 

die angefochtene Marke aufgrund des vorangestellten Elements „H.“ noch 

deutlicher auf den Familiennamen hinweist.  

7.  

7.1 Bezüglich Schriftbild unterscheidet sich die angefochtene Marke von 

der Widerspruchsmarke durch die unterschiedliche Schreibweise des 

Wortes „König“ (oe anstatt ö), die Verwendung von Kleinbuchstaben und 

das dem Wort vorangestellte Element „H.“. Aufgrund der farblichen 

Hervorhebung des Wortes „koenig“ und dessen relativer Grösse hebt sich 

B-7801/2015 

Seite 19 

die angefochtene Marke durch die Hinzufügung jedoch bildlich nicht 

entscheidend von der Widerspruchsmarke ab. Daran vermag auch das 

Argument der Beschwerdeführerin, es handle sich bei der verwendeten 

Gross-/Kleinschreibung um eine ungewöhnliche Schreibweise eines 

Namens, die entsprechend im Erinnerungsbild haften bleibe, nichts zu 

ändern. Nicht zu beanstanden ist damit auch, dass die Vorinstanz nicht 

davon ausging, die beiden Marken würden sich in den besonders 

prägenden Wortanfängen unterscheiden. Die unterschiedliche Schreib-

weise des Umlautes in der Mitte des Wortes vermag das Schriftbild 

ebenfalls nicht wesentlich zu ändern, zumal es sich lediglich um eine 

andere Schreibweise des gleichen Lautes handelt, die – unabhängig 

davon, ob es sich wie von der Beschwerdeführerin behauptet um ein 

Kurzwort (BGE 121 III 377 E. 3b „BOSS/BOKS“) handelt – nicht stark 

auffällt. Damit ist die angefochtenen Marke der Widerspruchsmarke 

bezüglich Schriftbild ähnlich. 

7.2 Bezüglich des Wortklanges stimmt das prägende Element „koenig“ der 

angefochtenen Marke vollständig mit dem Wortklang der Widerspruchs-

marke überein. Dass die relevanten Verkehrskreise die angefochtene 

Marke als „Ha-könig“ oder als „Ha-punkt-könig“ aussprechen könnten, 

erscheint angesichts der starken Hervorhebung des Elementes „koenig“ 

und dessen dominantem Sinngehalt abwegig, insbesondere da auf das 

Erinnerungsbild der relevanten Verkehrskreise abzustellen ist. Damit ist 

bezüglich Wortklang das prägende Element der angefochtenen Marke 

dasselbe wie bei der Widerspruchsmarke. 

7.3 Im Gesamteindruck kann der angefochtenen Marke, die das 

wesentliche, charakteristische Wortelement „König“ der Widerspruchs-

marke vollständig übernimmt, trotz den im Vergleich zur 

Widerspruchsmarke vorgenommenen Änderungen keine eigene 

Individualität zugestanden werden; es entsteht kein gegenüber der 

Widerspruchsmarke neuer Gesamteindruck. Bei beiden Marken ist das 

Wortelement „König“ prägend. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass 

die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung davon ausging, das 

Element „H.“ beeinflusse das Gesamtbild der Marke nicht wesentlich 

(Ziff. III.D.5). Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin ist die 

Vorinstanz damit nicht vom Grundsatz abgewichen, wonach die Marken als 

Ganzes verglichen werden müssen (BGE 90 II 48 E. 5a).  

Die angefochtene Marke ist der Widerspruchsmarke damit ähnlich. 

Insbesondere angesichts der starken Gleichartigkeit und teilweise sogar 

B-7801/2015 

Seite 20 

Gleichheit der registrierten Waren und der unbestrittenen geringen 

Aufmerksamkeit der relevanten Verkehrskreise ist deshalb eine 

Verwechslungsgefahr der beiden Marken zu bejahen. Angesichts dieses 

Ergebnisses kann darauf verzichtet werden, zu prüfen, ob der von der 

Beschwerdegegnerin eingereichte, die gleiche Streitsache betreffende 

Entscheid des EUIPO vom 22. Juli 2016 im vorliegenden Verfahren zu 

berücksichtigen ist. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde unbegründet 

und deshalb abzuweisen ist. 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die Beschwerdeführerin 

kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 63 Abs. 1 und 

Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

9.2 Die Gerichtsgebühr ist nach Umfang und Schwierigkeitsgrad der 

Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien 

festzulegen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. 

Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 

Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Im Beschwerde-

verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist dafür ein Streitwert zu 

veranschlagen (Art. 4 VGKE). Dessen Schätzung hat sich nach Lehre und 

Rechtsprechung an Erfahrungswerten aus der Praxis zu orientieren, wobei 

bei eher unbedeutenden Zeichen grundsätzlich von einem Streitwert 

zwischen Fr. 50'000.– und Fr. 100'000.– auszugehen ist (BGE 133 III 492 

E. 3.3 „Turbinenfuss [3D]“ m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 4A_161/2007 

vom 18. Juli 2007 E. 1 „we make ideas work“ m.w.H.). Von diesem 

Erfahrungswert ist auch im vorliegenden Verfahren auszugehen. Es 

sprechen keine konkreten Anhaltspunkte für einen höheren oder 

niedrigeren Wert der strittigen Marke. Aufgrund des Streitwerts werden die 

Verfahrenskosten auf Fr. 4‘500.– festgelegt. Der einbezahlte Kosten-

vorschuss in gleicher Höhe ist für die Bezahlung der Verfahrenskosten zu 

verwenden. 

9.3 Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin eine 

angemessene Parteientschädigung zu entrichten (Art. 64 Abs. 1 VwVG 

i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE). Die Parteientschädigung umfasst die Kosten 

der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei  

(Art. 8 VGKE). Wird – wie vorliegend – keine Kostennote eingereicht, hat 

B-7801/2015 

Seite 21 

das Gericht die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 

Abs. 2 VGKE). Angesichts des doppelten Schriftenwechsels erscheint eine 

Parteientschädigung von Fr. 5‘000.– angemessen. 

10.  

Gegen dieses Urteil steht keine Beschwerde an das Bundesgericht offen 

(Art. 73 BGG). Das Urteil ist daher mit Eröffnung rechtskräftig. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 4‘500.– werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt und mit dem von ihr in derselben Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss verrechnet. 

3.  

Für das Beschwerdeverfahren wird der Beschwerdegegnerin eine 

Parteientschädigung von Fr. 5‘000.– zu Lasten der Beschwerdeführerin 

zugesprochen. 

  

B-7801/2015 

Seite 22 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilagen zurück) 

– die Beschwerdegegnerin (Einschreiben; Beilagen zurück) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. W13440; Einschreiben; Vorakten zurück) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Marc Steiner Tobias Grasdorf 

 

 

 

Versand: 27. Dezember 2017