# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0dc6e10f-8a68-5b5c-9a1b-c7a1c5aa2fd9
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-28
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 28.07.2023 Z1 2023 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2023-9_2023-07-28.pdf

## Full Text

20230719_153635_ANOM.docx

I. Zivilabteilung Z1 2023 9

Oberrichter P. Huber, Abteilungspräsident
Oberrichter F. Horber
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiberin K. Heidelberger

Urteil vom 28. Juli 2023 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
Kläger und Berufungsbeklagter,

gegen

C.________,
Beklagte und Berufungsklägerin,

betreffend

Auskunftsbegehren nach Art. 170 ZGB
(Berufung gegen den Teilentscheid des Kantonsgerichts Zug, 1. Abteilung, vom 18. Januar 2023)

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Rechtsbegehren

Beklagte und Berufungsklägerin

1. Der Entscheid des Kantonsgerichts Zug sei wie folgt zu ändern bzw. zu ergänzen:

1.1 Anstatt A.________ [nachfolgend: Kläger] sei die K.________ AG (Bank) unter Hinweis auf die 
Strafdrohung von Art. 292 StGB (Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen) zu verpflichten, dem 
Kantonsgericht Zug detaillierte jährliche Vermögensübersichten sämtlicher Konti des Klägers (in-
kl. Konto-Nr. D.________ und Konto-Nr. E.________) mit Angaben zu Einzahlungsquelle & 
-datum & -summe, zu Auszahlungszielkonto & -datum & -summe, zu Performance, zu Vermögens-
entwicklung sowie zu Asset-Allokation einzureichen, und zwar für die Periode vom 1. Januar 2008 
bis zum 14. September 2021 und einschliesslich allfälliger Vorsorgekonti 3a.

1.2 Anstatt des Klägers sei die L.________ AG (Bank) unter Hinweis auf die Strafdrohung von 
Art. 292 StGB (Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen) zu verpflichten, dem Kantonsgericht 
Zug lückenlose und detaillierte jährliche Auszüge sämtlicher Bank-/________konti des Klägers 
(inkl. Privatkonto mit IBAN ________, Sparkonto mit IBAN ________ und Geschäftskonto mit 
IBAN ________) mit Angaben zu Einzahlungsquelle & -datum & -summe, zu Auszahlungsziel-
konto & -datum & -summe, zu Saldovortrag und zu Saldo einzureichen, und zwar für die Periode 
vom 1. Januar 2008 bis zum 14. September 2021.

1.3 Anstatt des Klägers sei die Steuerverwaltung des Kantons Zug aufzufordern, dem Kantons-
gericht Zug vollständige Steuererklärungen des Klägers samt Beilagen, Wertschriften und Gut-
habenverzeichnis (inkl. Konto- und Depotauszüge) für die Steuerperioden von 2009 bis 2017 
und 2021 sowie die definitiven vollständigen Steuererklärungen samt Beilagen, Wertschriften 
und Guthabenverzeichnis (inkl. Konto- und Depotauszüge) für die Steuerperioden 2018 bis 2020 
einzureichen.

1.4 Der Kläger sei unter Hinweis auf die Strafdrohung von Art. 292 StGB (Ungehorsam gegen amt-
liche Verfügungen) nochmals zu verpflichten, dem Kantonsgericht Zug wahrheitsgetreu und 
vollständig Belege (im Original) betreffend sämtliches Vermögen per 14. September 2021 (Bank-
/
Postkonten, Wertpapiere, Lebensversicherungen, Guthaben der 3. Säule, Liegenschaften im 
In- und Ausland usw.) einzureichen. 

2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien dem Kläger aufzuerlegen.

Sachverhalt

1. A.________ (nachfolgend: Kläger) und C.________ (nachfolgend: Beklagte) haben am 
tt.mm.2005 geheiratet. Aus der Ehe sind keine Kinder hervorgegangen. Seit dem Jahr 2009 
werden die Parteien getrennt besteuert. Spätestens seit dem Jahr 2011 leben sie getrennt in 
zwei separaten Wohnungen (act. 1 Rz II.1 und act. 22 Rz II.1).

2. Mit Eingabe vom 14. September 2021 machte der Kläger beim Kantonsgericht Zug, 1. Abtei-
lung, eine Scheidungsklage anhängig (act. 1). Am 12. Oktober 2021 und am 9. November 
2021 reichten beide Parteien auf Aufforderung des Gerichts hin diverse Urkunden zu ihren 
finanziellen Verhältnisse ein (act. 10 und 12). Nachdem eine am 7. Dezember 2021 durch-
geführte Einigungsverhandlung erfolglos verlaufen war (act. 17), wurde ein erster Schriften-
wechsel durchgeführt (act. 18-26).

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3. Die Beklagte stellte in ihrer Klageantwort vom 16. Mai 2022 folgendes Auskunftsbegehren 
(act. 26 Ziff. II/2):

"Gestützt auf die obigen Begründungen und auf Art. 170 ZGB beantrage ich dem 
 Kantonsgericht Zug, A.________ zu verpflichten, folgende Urkunden einzureichen:

 a. Vollständige Steuererklärungen vom A.________ für die Steuerperioden von 2009 
bis 2017 und für das Steuerjahr 2021 samt Beilagen, Wertschriften und Guthaben-
verzeichnis (inkl. Konto- und Depotauszüge).

 b. Definitive vollständige Steuererklärungen vom A.________ für die Steuerperioden 
von 2018 bis 2020, sobald sie vorhanden sind.

 c. Detaillierte jährliche K.________ Vermögensübersichten (im Original) mit Angaben
zu Einzahlungsquelle & -datum & -summe, zu Auszahlungszielkonto & -datum 
& -summe, zu Performance sowie zu Vermögensentwicklung, für die Periode vom
1. Januar 2009 bis zum 14. September 2021.

 d. Detaillierte jährliche Auszüge (im Original) sämtlicher Bank-/Postkonti mit Angaben 
zu Einzahlungsquelle & -datum & -summe, zu Auszahlungszielkonto & -datum 
& -summe, zu Saldovortrag und zu Saldo, für die Periode vom 1. Januar 2009 bis 
zum 14. September 2021."

4. Mit Eingabe vom 26. September 2022 nahm der Kläger zu diesem Auskunftsbegehren 
Stellung und beantragte dessen kostenfällige Abweisung (act. 31).

5. Am 6. Oktober 2022 beschränkte der Referent der 1. Abteilung am Kantonsgericht das Ver-
fahren einstweilen auf das Auskunftsbegehren der Beklagten (act. 32). Zu diesem einge-
schränkten Prozessthema fand am 7. Dezember 2022 eine Hauptverhandlung statt (act. 36), 
wobei die Beklagte folgendes abgeändertes Rechtsbegehren stellte (act. 37):

"1. Herr A.________ sei unter Hinweis auf die Strafdrohung von Art. 292 StGB (Unge-
horsam gegen amtliche Verfügungen) nochmals zu verpflichten, dem Kantonsge-
richt Zug wahrheitsgetreu und vollständig Belege (im Original) betreffend sämtli-
ches Vermögen per 14. September 2021 (Bank-/Postkonten, Wertpapiere, Lebens-
versicherungen, Guthaben der 3. Säule, Liegenschaften im In- und Ausland usw.)
einzureichen.

2. Die K.________ AG (Bank) sei unter Hinweis auf die Strafdrohung von Art. 292 
StGB (Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen) zu verpflichten, dem Kantons-
gericht Zug detaillierte jährliche K.________ Vermögensübersichten sämtlicher 
Konti vom A.________ mit Angaben zu Einzahlungsquelle & -datum & -summe, 
zu Auszahlungszielkonto & -datum & -summe, zu Performance, zu Vermögens-
entwicklung sowie zu Asset-Allokation einzureichen, und zwar für die Periode vom 
1. Januar 2008 bis zum 14. September 2021 und einschliesslich allfälliger Vorsor-
gekonti 3a.

 3. Die L.________ AG (Bank) sei unter Hinweis auf die Strafdrohung von Art. 292 
StGB (Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen) zu verpflichten, dem Kantons-
gericht Zug detaillierte jährliche Auszüge sämtlicher Bank-/________konti vom 
A.________ mit Angaben zu Einzahlungsquelle & -datum & -summe, zu Auszah-

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lungszielkonto & -datum & -summe, zu Saldovortrag und zu Saldo einzureichen, 
und zwar für die Periode vom 1. Januar 2008 bis zum 14. September 2021.

4. Die kantonale Steuerverwaltung des Kantons Zug sei aufzufordern, dem Kantons-
gericht Zug vollständige Steuererklärungen vom A.________ für die Steuerperi-
oden von 2009 bis 2017 und von 2019 bis 2021 samt Beilagen, Wertschriften und 
Guthabenverzeichnis (inkl. Konto- und Depotauszüge) einzureichen.

5. Der Richter, der sich mit der Liquidation bzw. dem Konkurs der F.________ AG 
befasst hat, sei zu ersuchen, Kopien der vom A.________ nach Gesetz erstellten 
Buchführungen der F.________ AG für die Jahre 2020 und 2021 dem Kantons-
gericht Zug abzugeben. 

 6. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen sind dem A.________ aufzuerlegen."

Demgegenüber hielt der Kläger an seinem Standpunkt fest und beantragte, das Auskunfts-
begehren sei abzuweisen (act. 36 S. 2).

6. Am 18. Januar 2023 fällte das Kantonsgericht Zug, 1. Abteilung, folgenden Entscheid 
(act. 41; Verfahren A1 2021 52;):

"1.1 Der Kläger wird gestützt auf Art. 170 ZGB verpflichtet, der Beklagten innert 
20 Tagen ab Rechtskraft folgende Auskünfte zu erteilen und Unterlagen in Kopie 
zu edieren, respektive darzulegen, inwiefern er dieser Verpflichtung nicht nach-
kommen kann bzw. inwiefern diese Verpflichtung bereits vollständig erfüllt ist:

- detaillierte jährliche Vermögensübersichten sämtlicher Konten bei der 
K.________ AG (Bank) (insbesondere Konto-Nr. D.________) mit Angaben 
zu Einzahlungsquelle & -datum & -summe, zu Auszahlungszielkonto & -datum 
& -summe, zu Performance, zu Vermögensentwicklung sowie zu Asset-Allo-
kation, für die Periode vom 1. März 2016 bis zum 14. September 2021;

- lückenlose und detaillierte Auszüge sämtlicher Bank-/Postkonti – insbesonde-
re des Privat- (IBAN ________), des Spar- (IBAN ________) und des Ge-
schäftskontos (________) bei L.________ AG (Bank) – mit Angaben zu Ein-
zahlungsquelle & -datum & -summe, zu Auszahlungszielkonto & -datum & 
-summe, zu Saldovortrag und zu Saldo, für die Periode vom 1. März 2016 bis 
zum 14. September 2021;

- die vollständigen Steuererklärungen mit Beilagen, Wertschriften- und Gutha-
benverzeichnis (inkl. Konto- und Depotauszüge) der Jahre 2016, 2017 und 
2021 sowie die definitiven vollständigen Steuererklärungen für die Steuer-
perioden 2018 bis 2020. 

1.2 Für den Fall der Widerhandlung gegen Ziff. 1.1 vorstehend wird dem Kläger 
die Überweisung an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen amtliche Ver-
fügungen gemäss Art. 292 StGB (Strafe: Busse) angedroht. 

1.3 Verweigert der Kläger die Herausgabe von Urkunden unberechtigterweise, so 
werden die vorstehend in Ziff. 1.1 erwähnten Dritten auf Antrag der Beklagten 
verpflichtet, die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und die notwendigen Urkun-
den vorzulegen. 

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2. Im Übrigen wird das Auskunftsbegehren der Beklagten abgewiesen, soweit 
darauf eingetreten wird. 

3. Über die Prozesskosten wird im Endentscheid befunden. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]"

7. Gegen diesen Teilentscheid reichte die Beklagte mit Eingabe vom 20. Februar 2023 beim 
Obergericht des Kantons Zug innert Frist Berufung mit dem eingangs erwähnten Rechts-
begehren ein (act. 42). Der Kläger teilte mit Eingabe vom 19. April 2023 mit, dass er auf 
die Einreichung einer Berufungsantwort und die Erhebung einer Anschlussberufung ver-
zichte. Eigene Anträge stellte er keine (act. 46).

Eine Berufungsverhandlung wurde nicht durchgeführt.

Erwägungen

1. Die Vorinstanz begründete ihren Teilentscheid wie folgt (act. 41 E. 3-5):

1.1 Nach Art. 170 Abs. 1 ZGB könne jeder Ehegatte vom anderen Auskunft über dessen Ein-
kommen, Vermögen und Schulden verlangen. Auf sein Begehren könne das Gericht den 
andern Ehegatten oder Dritte verpflichten, die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und die 
notwendigen Urkunden vorzulegen (Art. 170 Abs. 2 ZGB).

1.2 Der um Auskunft ersuchende Ehegatte müsse glaubhaft darlegen, für welche materiellrecht-
lichen Ansprüche er Auskunft benötige (Frage des Rechtsschutzinteresses). Wenn aus dem 
Auskunftsbegehren implizit oder explizit hervorgehe, für welchen materiellrechtlichen An-
spruch Auskünfte verlangt würden, sei das Rechtsschutzinteresse grundsätzlich zu bejahen. 
Dieses sei nur dort zu verneinen, wo das Auskunftsbegehren offensichtlich aus blosser Neu-
gier gestellt werde, wenn der auskunftsersuchende Ehegatte selber in der Lage wäre, die In-
formationen zu beschaffen (z.B. Kontobelege von einem gemeinsamen Konto), oder wenn der 
zur Auskunft aufgeforderte Ehegatte den materiellrechtlichen Anspruch anerkenne. Ein un-
zulässiger Ausforschungsversuch liege zudem vor, wenn der Antragsteller keine Anhaltspunk-
te vortragen könne, die seinen Tatsachenvortrag plausibel machten bzw. wenn kein güter-
rechtlicher oder unterhaltsrechtlicher Anspruch dargetan werde oder ersichtlich sei oder um 
weitere, für die zu prüfenden oder geltend gemachten Ansprüche nicht unbedingt erforderli-
che Informationen zu erhalten. Unter mehreren möglichen Auskunftserhebungen solle der 
schonendste Weg begangen werden. Das Rechtsschutzinteresse sei eine Prozessvorausset-
zung, die als solche von Amtes wegen zu prüfen sei. Fehle das Rechtsschutzinteresse, trete 
das Gericht auf das Gesuch nicht ein (Maier, Rechtsbehelfe zur Informationsbeschaffung im 
Ehegüterrecht bei strittigen Scheidungen, ZZZ 51/2020 S. 193 ff.; Maier/Schwander, Basler 
Kommentar, 7. A. 2022, Art. 170 ZGB N 15).

1.3 Von der Frage des Rechtsschutzinteresses abzugrenzen sei die Frage nach dem Inhalt und 
dem Umfang der Auskunftspflicht. Welche Auskünfte erforderlich und welche Urkunden vor-
zulegen seien, um ein zutreffendes Bild über das Vermögen (Liegenschaften, Sparhefte, Ge-

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sellschaftsanteile etc.) und die Schulden (Kredite, Darlehen, Unterhaltsschulden etc.) eines 
Ehegatten zu erhalten, habe das Gericht im konkreten Einzelfall und je nach eherechtlichem 
Anspruch, für dessen Beurteilung der andere Ehegatte sein Auskunftsrecht geltend mache, 
festzulegen (Maier, a.a.O., S. 197 f.; Hausheer/Reusser/Geiser, Berner Kommentar, 2. A. 
1999, Art. 170 ZGB N 16; Maier/Schwander, a.a.O., Art. 170 ZGB N 13).

1.4 Im Auskunftsbegehren müsse konkret angegeben werden, über welche Tatsachen Auskunft 
verlangt werde und in welche Belege Einsicht genommen werden wolle. Die Angaben müss-
ten so genau sein, dass das Gericht konkret verfügen könne; es sei nicht seine Aufgabe, die 
einzuholenden Informationen selbst zu bestimmen. Die Anforderungen an die Bestimmtheit 
des Informationsbegehrens dürften aber nicht überspannt werden. Da der um Auskunft er-
suchende Ehegatte noch gar nicht wisse, was genau der Inhalt der ihm zustehenden Infor-
mationen sei, könne von ihm nicht verlangt werden, jeden verlangten Beleg einzeln zu be-
zeichnen. Vielmehr müsse es genügen, wenn er mit seinem Antrag Klarheit darüber schaffe, 
zu welchem Zweck er worüber Auskunft oder Rechnungslegung verlange und für welchen 
Zeitraum und in welcher Form er dies begehre. Sei das Informationsbegehren zu umfassend 
formuliert, habe es das Gericht in geeigneter Weise einzugrenzen und den Antrag im Übrigen 
abzuweisen (Maier, a.a.O., S. 198).

1.5 Vorliegend mache die Beklagte im Wesentlichen geltend, der Kläger habe seine Vermögens-
verhältnisse seit der Trennung im Jahr 2008 verschleiert und möglicherweise Vermögen ver-
steckt, um den güterrechtlichen Anspruch der Beklagten zu beschränken (vgl. act. 26 S. 9). 
Die – nicht anwaltlich vertretene – Beklagte berufe sich damit zur Begründung ihres Aus-
kunftsbegehrens in Bezug auf die verlangten Unterlagen des Klägers sinngemäss auf 
Art. 208 ZGB. 

Gemäss Art. 208 Abs. 1 ZGB könnten bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung der Er-
rungenschaft hinzugerechnet werden: unentgeltliche Zuwendungen, die ein Ehegatte 
während der letzten fünf Jahre vor Auflösung des Güterstandes ohne Zustimmung des ande-
ren Ehegatten gemacht hat, ausgenommen die üblichen Gelegenheitsgeschenke (Ziff. 1), 
sowie Vermögensentäusserungen, die ein Ehegatte während der Dauer des Güterstandes 
vorgenommen hat, um den Beteiligungsanspruch des anderen zu schmälern (Ziff. 2). Insbe-
sondere Art. 208 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB (Vermögensentäusserungen in Schmälerungsabsicht) 
könne potenziell weitreichende Auskunftsansprüche der Ehegatten untereinander begrün-
den. Im Hinblick auf Art. 208 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB müsse für die ganze Dauer des Güterstandes 
über die Verwendung von bestimmten Mitteln, die nicht mehr vorhanden seien, informiert und 
gegebenenfalls im Einzelnen genau über die Verwendung jedes Betrages Auskunft gegeben 
werden (vgl. Hausheer/Reusser/Geiser, Berner Kommentar, 1999, Art. 170 ZGB N 18). Wer 
güterrechtliche Ansprüche daraus ableite, dass der andere Ehegatte bestimmte Vermögens-
werte besitze und verstecke, müsse das substanziiert behaupten und beweisen (Art. 8 ZGB; 
Art. 200 Abs. 1 ZGB). Das blosse Verschwinden von Vermögen auf einem Bankkonto eines 
Ehegatten genüge nicht. Vielmehr sei nicht nur nachzuweisen, dass dem Ehegatten der ent-
sprechende Vermögenswert zu einem bestimmten Zeitpunkt gehört habe, sondern auch, was 
damit geschehen sei (Urteil des Bundesgerichts 5A_51/2014 vom 14. Juli 2014 E. 2.1; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_714/2009 vom 16. Dezember 2009 E. 4.2).

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1.6 Umfassende Auskunftsbegehren, die – wie das vorliegende – auf lückenlose Kontoauszüge 
inklusive Detailpositionen für die gesamte Dauer des Güterstands lauteten, bedeuteten für 
den auskunftspflichtigen Ehegatten nicht nur einen erheblichen Aufwand, sondern vor allem 
auch einen schwerwiegenden Eingriff in seine Privatsphäre. Es handle sich um sehr persön-
liche Daten, aus denen hervorgehe, wann er sich wo aufgehalten und wofür er Geld ausge-
geben habe. Sie seien darüber hinaus auch geeignet, seine Verhaltensmuster sichtbar zu 
machen. Ein solcher Eingriff sei zwar zugunsten des um Auskunft ersuchenden Ehegatten in 
Kauf zu nehmen, sofern dies erforderlich sei, damit dieser seine eherechtlichen Ansprüche 
geltend machen könne. Das Gericht müsse sich aber vergewissern können, dass das Inter-
esse des auskunftsersuchenden Ehegatten den Eingriff in die Persönlichkeitsrechte beim 
anderen Ehegatten im konkreten Einzelfall rechtfertige und tatsächlich auch in diesem Um-
fang notwendig sei (Urteil des Obergerichts Zug Z2 2022 9 vom 28. Oktober 2022 E. 9.5).

1.7 Aus alledem folge, dass ein pauschaler Hinweis auf Art. 208 ZGB nicht genüge, um den an-
deren Ehegatten zur Herausgabe einer vollständigen Dokumentation aller seiner finanziellen 
Belange verpflichten zu lassen. Vielmehr sei vom auskunftsersuchenden Ehegatten zu ver-
langen, dass er – anhand derjenigen Informationen oder Unterlagen, die ihm bereits vorlie-
gen oder die er eigenständig erhältlich machen könne – im Rahmen des ihm Möglichen dar-
lege, weshalb er davon ausgehe, es könnte zu unentgeltlichen Zuwendungen oder Vermö-
gensentäusserungen im Sinne von Art. 208 ZGB gekommen sein. Nur so sei eine Abwägung 
der im Einzelfall auf dem Spiel stehenden Interessen überhaupt möglich. Auf dieser Grund-
lage könne überdies sichergestellt werden, dass sich die zu erteilenden Auskünfte auf die 
konkret betroffenen Zeitperioden und/oder Vermögensgegenstände beschränkten, sodass 
der Eingriff in die Privatsphäre des auskunftspflichtigen Ehegatten so schonend wie möglich 
erfolgen könne (Urteil des Obergerichts Zug Z2 2022 9 vom 28. Oktober 2022 E. 9.6).

1.8 Es liege in der Natur der Sache, dass stets nur anhand von lückenlosen Kontoauszügen mit 
Sicherheit gesagt werden könne, dass kein Hinzurechnungstatbestand gemäss Art. 208 ZGB 
gegeben sei. Dies reiche aber nicht aus, weil dem anderen Ehegatten nicht zuzumuten sei, 
derart weitreichende Auskünfte zu erteilen, solange dafür nicht ein bestimmter Anlass beste-
he. Wenn keinerlei Indizien für einen Hinzurechnungstatbestand nach Art. 208 ZGB bestün-
den, vermöge das blosse Bedürfnis eines Ehegatten, bezüglich des Nichtvorliegens eines 
solchen Tatbestands Sicherheit zu erlangen, den schwerwiegenden Eingriff in die Privat-
sphäre des anderen Ehegatten nicht zu begründen (Urteil des Obergerichts Zug Z2 2022 9 
vom 28. Oktober 2022 E. 9.8).

1.9 Vorliegend sei unbestritten geblieben, dass der Kläger von Oktober 2014 bis März 2016 
arbeitslos gewesen sei. Ab März 2016 habe er sich beruflich selbständig gemacht und eine 
Einzelfirma gegründet (vgl. act. 31 Rz II.2.1; vgl. act. 37 S. 5). Die von der Beklagten be-
haupteten Machenschaften des Klägers beträfen denn auch den Zeitraum ab März 2016, in 
welchem der Kläger als Selbständiger seine damalige Einzelfirma G.________ geführt habe. 
Der Kläger bestreite die Behauptungen der Beklagten gestützt auf den eingereichten AHV-
Kontoauszug (act. 22/45: Zeitraum 1987 bis 2020) nicht, wonach er im Jahr 2016 von März 
bis Dezember aus selbständiger Erwerbstätigkeit Einkünfte von CHF 30'000.00, 
CHF 199'200.00 und CHF 30'000.00 erzielt habe. Ebenfalls bestreite er die von der Beklag-
ten errechnete Vermögensentwicklung gestützt auf die behauptete Rendite nicht, wonach er 
per Ende 2017 über ein Vermögen bei der K.________ von CHF 379'800.00 hätte verfügen 

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müssen, aber gemäss Übersicht der Vermögensentwicklung der K.________ anfangs 2018 
nur über ein Vermögen von CHF 140'629.90 verfügt habe (vgl. act. 22/56). Der Kläger habe 
auch nicht ausgeführt, wie diese Differenz von CHF 239'170.10 zu erklären sei bzw. weshalb 
die Ausführungen der Beklagten zur Vermögensentwicklung nicht zuträfen. Der Kläger gehe 
in seiner Stellungnahme vom 26. September 2022 nicht näher auf die detaillierten Aus-
führungen der Beklagten ein. Die mehrfach wiederholte Behauptung, er habe von seinem 
Vermögen leben müssen, sei lediglich pauschal, unbelegt und vermöge diese Diskrepanz 
somit nicht zu erklären. Schliesslich sei der Kläger an der Hauptverhandlung auch nicht auf 
die Ausführungen der Beklagten zum behaupteten Lombardkredit eingegangen. Weiter be-
streite der Kläger auch nicht, die von der Beklagten verlangten Unterlagen der K.________ 
erhältlich machen zu können. Mithin habe die Beklagte gestützt auf Art. 170 ZGB zur Prüfung 
allfälliger Hinzurechnungstatbestände ein ausreichendes Rechtsschutzinteresse, vom Kläger 
lückenlose und detaillierte jährliche Vermögensübersichten sämtlicher Konten bei der 
K.________ mit Angaben zu Einzahlungsquelle & -datum & -summe, zu Auszahlungszielkon-
to & -datum & -summe, zu Performance, zu Vermögensentwicklung sowie zu Asset-Alloka-
tion für die Periode vom 1. März 2016 bis zum 14. September 2021 zu erhalten. Für eine wei-
tergehende Auskunft für den Zeitraum vor März 2016 – namentlich für den Zeitraum seiner 
Arbeitslosigkeit – bestehe vorliegend gestützt auf die Akten kein Anlass, weshalb ein weiter-
gehender Eingriff in die Privatsphäre des Klägers nicht statthaft sei.

1.10 Weiter sei die Behauptung der Beklagten unbestritten geblieben, dass der Kläger in den 
Steuererklärungen der Jahre 2018 bis 2020 lediglich das Konto bei der K.________ AG 
(Bank) deklariert habe, obwohl er über weitere Bankkonten verfügt habe. Betreffend die wei-
teren Bankkonten habe der Kläger namentlich nicht bestritten, dass aus den eingereichten 
Kontoauszügen der L.________ AG (Bank) nicht hervorgehe, wer auf diese Konten Einzah-
lungen getätigt habe und auf welche Konten Auszahlungen getätigt worden seien. Weiter sei 
unbestritten geblieben, dass der Kläger über sein Privatkonto merkwürdige Ein- und Auszah-
lungen hoher Geldsummen getätigt habe. Ebenfalls sei unbestritten geblieben, dass der Klä-
ger über sein Geschäftskonto der F.________ AG bei der L.________ AG (Bank) mehrmals 
Bareinzahlungen und -auszahlungen hoher Geldsummen vorgenommen habe. Obwohl die 
Beklagte dies detailliert beanstandet habe, habe es der Kläger in seiner schriftlichen Stel-
lungnahme unterlassen, näher zu erläutern, warum es sich um "legitime Zahlungen" gehan-
delt habe. Weder habe der Kläger bestritten, dass es in einem Zeitraum von 19 Monaten auf 
dem Privatkonto bei der L.________ AG (Bank) zu Kapitalabflüssen von insgesamt 
CHF 130'178.00 gekommen sei, noch habe er in seiner Stellungnahme hierfür eine nachvoll-
ziehbare Erklärung abgegeben. Der Kläger sei in seiner Stellungnahme mit keinem Wort auf 
die detaillierten Ausführungen der Beklagten eingegangen. Im Übrigen treffe es zu, dass sich 
aus den Avisierungstexten der eingereichten Kontoauszüge nicht rekonstruieren lasse, wohin 
diese hohen Geldbeträge geflossen seien (vgl. act. 22/48 und 49). Mithin habe die Beklagte 
gestützt auf die eingereichten Kontounterlagen und wegen fehlender Erklärungen des Klä-
gers auch diesbezüglich ein schützenswertes Interesse, detaillierte Kontoauszüge zu erhal-
ten, aus welchen sich die Zahlungsflüsse rekonstruieren liessen. Auch bezüglich dieser Un-
terlagen bestreite der Kläger nicht, dass er diese in der verlangten Detaillierung beschaffen 
könne. Mithin sei der Kläger gestützt auf Art. 170 ZGB zu verpflichten, der Beklagten lücken-
lose und detaillierte Auszüge sämtlicher Bank-/Postkonti – insbesondere des Privat-, des 
Spar- und des Geschäftskontos bei L.________ AG (Bank) – mit Angaben zu Einzahlungs-
quelle & -datum & -summe, zu Auszahlungszielkonto & -datum & -summe, zu Saldovortrag 

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und zu Saldo, für die Periode vom 1. März 2016 bis zum 14. September 2021, beizubringen. 
Für eine weitergehende Auskunft für den Zeitraum vor März 2016 bestehe vorliegend ge-
stützt auf die Akten kein Anlass, weshalb ein weitergehender Eingriff in die Privatsphäre des 
Klägers nicht statthaft sei.

1.11 Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen und Art. 170 ZGB sei der Kläger auch antrags-
gemäss zu verpflichten, der Beklagten für den angegebenen Zeitraum die vollständigen 
Steuererklärungen samt Beilagen, Wertschriften- und Guthabenverzeichnis (inkl. Konto- und 
Depotauszüge) der Jahre 2016, 2017 und 2021 sowie die definitiven vollständigen Steuerer-
klärungen für die Steuerperioden von 2018 bis 2020 (sofern vorhanden) herauszugeben.

1.12 Da der Kläger gestützt auf die vorstehenden Erwägungen zu verpflichten sei, der Beklagten 
sämtliche Unterlagen bis 14. September 2021 [Datum der Scheidungsklage] beizubringen, erü-
brige sich an dieser Stelle die Prüfung des von der Beklagten an der Hauptverhandlung gestell-
ten Antrags, wonach der Kläger erneut zu verpflichten sei, dem Gericht Belege zu sämtlichem 
Vermögen per 14. September 2021 einzureichen (vgl. act. 37 S. 2). Weiter verlange die Beklag-
te die erstellten Buchführungen der F.________ AG für die Jahre 2020 und 2021 (vgl. act. 37 
S. 3), führe jedoch nicht näher aus, zu welchen Zwecken sie diese Unterlagen benötige, wes-
halb das Auskunftsbegehren in diesem Umfang abzuweisen sei, soweit darauf einzutreten sei.

1.13 Gemäss dem sinngemässen Antrag der Beklagten an der Hauptverhandlung sei dem Kläger 
eine Bestrafung mit Busse wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen gemäss 
Art. 292 StGB anzudrohen, sollte er der Verpflichtung zur Auskunftserteilung nicht nach-
kommen (Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO).

1.14 Aufgrund der Subsidiarität des Anspruchs dürften die entsprechenden Auskünfte erst von 
Dritten eingeholt werden, wenn sie von einem Ehegatten verweigert worden seien (vgl. Urteil 
des Obergerichts Zürich LY170017 vom 27. September 2017 E. III.3.3; Maier/Schwander, 
a.a.O., Art. 170 ZGB N 11). Nur wenn sich ein Ehegatte dem Verfahren entziehe oder sein 
Aufenthalt unbekannt sei, könnten allenfalls die Informationen auch bei Dritten direkt be-
schafft werden (Maier/Schwander, a.a.O., Art. 170 ZGB N 11). Mithin sei zunächst der Kläger 
persönlich unter der von der Beklagten sinngemäss verlangten Strafandrohung von Art. 292 
StGB (vgl. act. 37 S. 2) zu verpflichten, die erwähnten Unterlagen herauszugeben. Sollte der 
Kläger die Herausgabe verweigern, seien die genannten Dritten auf entsprechenden Antrag 
der Beklagten zuhanden des Gerichts zu verpflichten, die erforderlichen Auskünfte zu ertei-
len und die notwendigen Urkunden vorzulegen.

2. Bevor auf die an diesem Teilentscheid geübte Kritik der Beklagten näher eingegangen wird, 
ist in prozessualer Hinsicht Folgendes festzuhalten:

Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten 
Entscheids schriftlich und begründet einzureichen (vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO). Das Berufungs-
verfahren ist als eigenständiges Verfahren ausgestaltet. Es dient nicht der Vervollständigung 
des vorinstanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur des erstinstanzli-
chen Entscheids im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen. Entsprechend 
ist die Berufung nach Art. 311 Abs. 1 ZPO begründet einzureichen. Dabei muss die Beru-
fungsklägerin aufzeigen, inwiefern und weshalb sie den angefochtenen Entscheid in tatsäch-
licher oder rechtlicher Hinsicht als fehlerhaft erachtet bzw. weshalb (zulässige) Noven oder 
neue Beweismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Um diesen Anforderungen nachzu-

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kommen, genügt es nicht, wenn die Berufungsklägerin lediglich auf ihre Vorbringen vor erster 
Instanz verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder den 
angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Vielmehr muss sie im Einzelnen die 
vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnen, die sie beanstandet, sich mit ihnen argumentativ 
auseinandersetzen und die Aktenstücke nennen, auf denen ihre Kritik beruht. Die Begrün-
dung muss hinreichend explizit sein, sodass sie von der Berufungsinstanz einfach nachvoll-
zogen werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_72/2021 vom 28. September 2021 
E. 7.3.2 m.w.H., insbesondere auf BGE 142 III 413 E. 2.2.2 und 138 III 374 E. 4.3.1).

Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvoraus-
setzung für die Berufung. Lässt die Berufung insgesamt oder hinsichtlich eines bestimmten 
Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung vermissen, so tritt die Berufungsinstanz darauf 
nicht ein. Die gerichtliche Fragepflicht nach Art. 56 ZPO entbindet nicht von einer gehörigen 
Begründung der Rechtsmitteleingabe. Ebenso wenig besteht eine Pflicht des Berufungs-
gerichts, die Berufung zur Verbesserung zurückzuweisen. Dabei handelt es sich nicht um 
einen verbesserlichen Mangel im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 5A_350/2019 vom 26. Oktober 2020 E. 4.1 und 5A_342/2020 vom 4. März 
2021 E. 3.3, je m.w.H.).

3. Die Beklagte bringt zunächst vor, die Vorinstanz habe sich mit diversen Stellen in ihren 
Rechtsschriften absichtlich und willkürlich nicht auseinandergesetzt bzw. diese unvollständig 
und/oder unrichtig zusammengefasst. Ihre so von der Vorinstanz übergangenen Ausführun-
gen würden aber zusammen mit entsprechenden Beweismitteln zeigen und beweisen, wie 
skrupellos der Kläger – im Bewusstsein der steuerstrafrechtlichen Konsequenzen – die kan-
tonale Steuerbehörde immer wieder getäuscht habe, um seine wahren finanziellen Verhält-
nisse zu verbergen. Aus Ziff. 116 in der Veranlagungsverfügung für Kantons- und Gemein-
desteuern 2018 (Beilage 55 des Klägers) sei zu entnehmen, dass die von der kantonalen 
Steuerbehörde geforderten Unterlagen zur selbständigen Tätigkeit trotz Auflage und Mah-
nung vom Kläger nicht eingereicht worden seien. Somit habe der Kläger seine Verfahrens-
pflichten nach Art. 174 DBG bzw. Art. 203 StG verletzt. Selbst die mehrjährigen Androhun-
gen der steuerstrafrechtlichen Konsequenzen durch die kantonale Steuerbehörde (s. Bei-
lagen 54 und 69 des Klägers) hätten den Kläger nicht zur wahrheitsgetreuen und vollständi-
gen Deklaration seiner finanziellen Verhältnisse bewegen können. Deshalb habe die Beklag-
te das Rechtsbegehren gestellt, dass die K.________ AG (Bank) und die L.________ AG 
(Bank) direkt zu verpflichten seien, jährliche Vermögensübersichten bzw. Auszüge sämtlicher 
Konten des Klägers zu edieren. Dass die Vorinstanz ausgerechnet auf diese rechtserhebli-
chen und entscheidrelevanten Ausführungen und diesbezüglichen Beweismittel überhaupt 
nicht eingegangen sei, zeige deutlich, dass sie deren Rechtserheblichkeit und Entscheidrele-
vanz durchaus eingesehen habe. Dennoch habe sie es absichtlich und willkürlich unterlas-
sen, diese richtig und vollständig festzustellen, wodurch sie den Anspruch der Beklagten auf 
rechtliches Gehör und auf ein faires Verfahren verletzt habe. Die Vorinstanz habe überdies 
gegen das verfassungsmässige Grundrecht "Schutz vor Willkür" i.S.v. Art. 9 BV und gegen 
den Verfahrensgrundsatz "Handeln nach Treu und Glauben" i.S.v. Art. 52 ZPO, Art. 9 BV und 
Art. 2 Abs. 2 ZGB verstossen. Der Kerngehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör beinhalte 
u.a. die Verpflichtung des Gerichts, in der Entscheidbegründung zu allen entscheidrelevanten 
Vorbringen der Parteien Stellung zu nehmen (act. 42 Rz 1.1-1.1.6).

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3.1 Diese Ausführungen der Beklagten genügen den vorne in E. 2 dargelegten Anforderungen an 
eine Berufungsbegründung nicht. Sie will mit ihrer Rüge erreichen, dass die zu edierenden 
Auskünfte und Unterlagen direkt bei der K.________ AG (Bank) und der L.________ AG 
(Bank) und nicht – wie von der Vorinstanz angeordnet – zunächst beim Kläger eingefordert 
werden (vgl. act. 42 Rz 1.1.6 letzter Absatz). Die einschlägige E. 5 des angefochtenen Ent-
scheids (vgl. vorne E. 1.14) ignoriert sie dabei aber vollständig. Die Vorinstanz hat dort zu-
treffend dargelegt, dass Auskünfte von Dritten gestützt auf Art. 170 Abs. 2 ZGB erst einzuho-
len sind, wenn sie vom Ehegatten verweigert worden sind, sich dieser dem Verfahren ent-
zieht oder sein Aufenthalt unbekannt ist. Deshalb sei zuerst der Kläger unter Strafandrohung 
zur Herausgabe der Unterlagen zu verpflichten und erst im Falle seiner Verweigerung wären 
die Unterlagen bei Dritten einzuholen (act. 41 E. 5). Diese Erwägung wird von der Beklagten 
weder erwähnt noch setzt sie sich damit argumentativ auseinander. Beides wäre jedoch 
zwingend erforderlich gewesen.

3.2 Aber auch sonst gehen ihre Vorbringen fehl. Namentlich verkennt sie den Gehalt des An-
spruchs auf rechtliches Gehör.

3.2.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass das Gericht die Vorbringen des vom Ent-
scheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheid-
findung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung des Gerichts, seinen Entscheid zu be-
gründen. Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung muss die Begründung so 
abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten 
kann. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich 
das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hin-
gegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt 
und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den 
Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (BGE 146 II 335 E. 5.1, 145 III 324 E. 6.1, 
142 III 433 E. 4.3.2, 141 III 28 E. 3.2.4, 133 III 439 E. 3.3; vgl. auch Urteile des Bundesge-
richts 4A_116/2023 vom 12. April 2023 E. 4.1 und 5A_1049/2020 vom 28. Mai 2021 
E. 3.3.4). 

3.2.2 Im Lichte der eben dargelegten bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird deutlich, dass die 
Beklagte noch keine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör dargetan hat, indem 
sie sich prinzipiell darüber beschwert, dass die Vorinstanz ihre Ausführungen gar nicht oder 
nicht in voller Länge wiedergegeben hat. Entgegen ihrer Auffassung besteht nämlich kein 
Anspruch darauf, dass sich das Gericht mit jeder Behauptung im Einzelnen auseinander-
setzt, wenn es diese für nicht relevant erachtet. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs läge 
nur dann vor, wenn die Berücksichtigung der entsprechenden Ausführungen zu einem an-
derslautenden Entscheid hätte führen müssen. Wie bereits erwähnt, wäre dazu eine Ausein-
andersetzung mit E. 5 des angefochtenen Entscheids nötig gewesen, welche die Beklagte 
jedoch versäumt hat.

3.3 Die Ausführungen der Beklagten lassen sodann nicht darauf schliessen, inwiefern die Vor-
instanz ihren Anspruch auf ein faires Verfahren, das Willkürverbot oder den Grundsatz des 
Handelns nach Treu und Glauben verletzt haben soll. Die Beklagte behauptet pauschal, die 
Vorinstanz habe die aus ihrer Sicht entscheidrelevanten Passagen aus ihren Rechtsschriften 
im angefochtenen Entscheid "absichtlich" nicht wiedergegeben und unberücksichtigt gelas-

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sen. Damit unterstellt sie der Vorinstanz, ihr gegenüber mit Schädigungsabsicht gehandelt zu 
haben. Diese Unterstellung ist haltlos; insbesondere kann aus dem blossen Umstand, dass 
gewisse Passagen nicht zitiert wurden, keine Schädigungsabsicht abgeleitet werden. Dass 
die Vorinstanz nicht näher auf die entsprechenden Ausführungen der Beklagten einging 
(bzw. diese nicht wiedergab), ist denn auch ohne Weiteres nachvollziehbar: Für die Vorin-
stanz war es nicht relevant, ob sich der Kläger gegenüber den Steuerbehörden allenfalls 
unkooperativ verhalten hat; selbst wenn die Beklagte dies bewiesen hätte, wären die zu edie-
renden Unterlagen im familienrechtlichen Verfahren in einem ersten Schritt beim Kläger per-
sönlich einzuholen gewesen (vgl. act. 41 E. 5). 

3.4 Zusammengefasst ist auf die Berufung der Beklagten in diesem Punkt nicht einzutreten. Im 
Übrigen kann auf die zutreffende E. 5 des angefochtenen Entscheids verwiesen werden (zur 
Zulässigkeit eines solchen Verweises vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_88/2020 vom 
11. Februar 2021 E. 3.4 m.w.H.).

4. Weiter ist die Beklagte der Ansicht, die Vorinstanz habe auch im Zusammenhang mit der 
Abweisung ihres Auskunftsbegehrens in Bezug auf den Zeitraum vor dem 1. März 2016 ab-
sichtlich und willkürlich Ausführungen von ihr ausser Acht gelassen und sei daher zu einem 
falschen Ergebnis gelangt. 

4.1 Ihren Standpunkt begründet sie zusammengefasst wie folgt (act. 42 Rz 1.2-1.2.7):

4.1.1 Sie habe im erstinstanzlichen Verfahren dargelegt, dass der Kläger stets ein gemeinsames 
Konto verweigert habe. Nachdem sie ihre Stelle bei der H.________ (Switzerland) Ltd. 
gekündigt habe, habe er ihr sogar noch das gemeinsame Ausfüllen der Steuererklärung ver-
weigert, sodass sie keine andere Wahl gehabt habe, als die getrennte Besteuerung zu bean-
tragen. Seither würden die Parteien getrennt besteuert und die Beklagte habe keinerlei 
Kenntnis von der finanziellen Situation des Klägers. Dies habe die jahrzehntelangen syste-
matischen Machenschaften des Klägers begünstigt, mit denen er sein Einkommen und Ver-
mögen verborgen habe, um die güterrechtlichen Ansprüche der Beklagten zu beseitigen. 
Dies sei ihm nun auch gelungen, denn gemäss seinen eingereichten Dokumenten sei er fast 
mittellos, obwohl er von 2005 bis 2014 erwerbstätig gewesen sei und sehr gut verdient habe, 
er in dieser Zeit für den familiären Unterhalt nicht habe aufkommen müssen und zusätzlich 
jahrzehntelang beträchtliche Gewinne durch Aktienhandel erzielt habe. Folglich müsse der 
Kläger mindestens vor Ende 2016 ein grosses Vermögen angehäuft haben. Die Vorinstanz 
sei auf diese Ausführungen aber nur zu einem kleinen Teil eingegangen und habe in E. 2.1.6 
namentlich unterschlagen, dass die getrennte Besteuerung nicht auf gegenseitigem Einver-
nehmen beruht habe, sondern vom Kläger erzwungen worden sei, woraus sich ergebe, dass 
er schon im Jahr 2009 begonnen habe, sein Einkommen und Vermögen zu verbergen. 

4.1.2 Die Beklagte habe im erstinstanzlichen Verfahren überdies dargelegt, dass der Kläger am 
2. November 2008 schon ein Vermögen in der Höhe von CHF 230'000.00 gehabt habe. Da er 
für keine gemeinsamen Kosten habe aufkommen müssen, sondern sie alles selbst bezahlt 
habe, habe der Kläger ab Oktober 2008 bis Ende 2017 ein [weiteres] grosses Vermögen an-
häufen können. Seine Beilage 56 zeige aber, dass er am 1. Januar 2018 über ein Vermögen 
von nunmehr lediglich CHF 140'629.90 verfügt haben solle. Angesichts dieser Zahlen liege 
es auf der Hand, dass der Kläger zumindest schon in diesem Zeitraum Einkommen und Ver-

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mögen in beträchtlicher Höhe verborgen habe. Die Vorinstanz habe in E. 2.1.2 aber absicht-
lich die Begründungen der Beklagten für ihre Ansicht, weshalb der Kläger ab Oktober 2008 
bis Ende 2017 ein grosses Vermögen angehäuft und dieses verborgen haben solle, weg-
gelassen.

4.1.3 Weiter habe die Beklagte im erstinstanzlichen Verfahren dargelegt, dass der Kläger schon im 
Jahr 2008 mehrere Überweisungen auf ein K.________-Konto mit der Nr. E.________ 
getätigt habe, welches er seit 2005 nie deklariert habe. Er habe somit mindestens noch ein 
weiteres Konto bei K.________. Die Vorinstanz habe in diesem Zusammenhang in E. 2.1.2 
nicht festgehalten, dass es mehrere Überweisungen auf das K.________-Konto 
Nr. E.________ gewesen seien, dass somit spätestens seit 2008 mindestens ein weiteres 
Konto bei K.________ bestehen müsse und dieses zumindest seit 2005 nie deklariert wor-
den sei, was beweise, dass der Kläger mindestens seit Januar 2008 begonnen habe, Ein-
kommen und Vermögen zu verbergen.

4.1.4 Im angefochtenen Entscheid unerwähnt geblieben sei auch die Ausführung der Beklagten, 
dass der Kläger am 18. März 2016 die Beklagte aufgefordert habe, einen Antrag auf Bezug 
des Freizügigkeitskapitals zu unterzeichnen. Ferner habe die Beklagte auch vorgebracht, es 
sei nicht ausgeschlossen, dass der Kläger das Sparkonto bei der L.________ AG (Bank), 
das er in den Jahren 2018-2020 nicht deklariert habe, auch in den Jahren 2009-2017 und 
2021 nicht deklariert habe. Die Vorinstanz habe in E. 2.1.5 auch diesen Hinweis absichtlich 
und willkürlich nicht erwähnt.

4.1.5 Schliesslich habe die Beklagte im erstinstanzlichen Verfahren ausgeführt, dass der Kläger 
sein Konto bei K.________ "als sein einziges Vermögen" deklariert habe, was "einmal mehr" 
beweise, dass der Kläger "systematisch" und "stets" seine wahren wirtschaftlichen Verhält-
nisse verborgen habe und "bis heute immer noch verbirgt". Diese [hier direkt zitierten] Begrif-
fe habe die Vorinstanz aber absichtlich weggelassen, wodurch sie einen falschen Eindruck 
erweckt und somit den Sachverhalt absichtlich unvollständig und teilweise unrichtig festge-
stellt habe.

4.1.6 Mit all diesen Ausführungen habe die Beklagte gezeigt und mit den dazugehörenden Be-
weismitteln belegt, dass der Kläger am 2. November 2008 schon ein Vermögen von über 
CHF 230'000.00 gehabt habe, im Zeitraum vom Oktober 2008 bis Ende 2017 ein grosses 
Vermögen angehäuft habe und mindestens schon ab Januar 2008 begonnen habe, sein 
tatsächliches Einkommen und Vermögen zu verbergen. Aus diesen Gründen und angesichts 
der jahrzehntelangen alleinigen "Herrschaft" des Klägers über sein Vermögen sowie auf-
grund der "absoluten Unglaubwürdigkeit" des Klägers habe die Beklagte um Auskunftsertei-
lung ab 1. Januar 2008 ersucht. Ausgerechnet auf die erwähnten Ausführungen der Beklag-
ten sei die Vorinstanz aber nicht eingegangen, was deutlich zeige, dass die Vorinstanz die 
Rechtserheblichkeit und Entscheidrelevanz dieser Ausführungen und Beweismittel "durchaus 
eingesehen" habe. Dennoch habe sie absichtlich und willkürlich unterlassen, den Sachver-
halt richtig und vollständig festzustellen, wodurch sie den Anspruch der Beklagten auf recht-
liches Gehör und auf ein faires Verfahren verletzt sowie gegen das Willkürverbot und den 
Grundsatz des Handelns nach Treu und Glauben verstossen habe. Die Schlussfolgerungen 
der Vorinstanz in E. 3.5.1 und 3.5.2, wonach vorliegend gestützt auf die Akten kein Anlass 
für eine weitergehende Auskunft für den Zeitraum vor März 2016 bestehe und ein weiterge-

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hender Eingriff in die Privatsphäre des Klägers nicht statthaft sei, seien falsch, unbegründet, 
willkürlich und stünden im Widerspruch zu den Tatsachen.

4.2 Soweit die Beklagte auch in diesem Zusammenhang behauptet, die Vorinstanz habe absicht-
lich die für sie relevanten Behauptungen unbeachtet gelassen, kann auf die Ausführungen in 
E. 3.3 verwiesen werden. Darauf ist nicht weiter einzugehen.

4.3 Ansonsten ist die Kritik der Beklagten indessen berechtigt. Die Vorinstanz hielt hinsichtlich 
der zeitlichen Begrenzung der Auskunftspflicht des Klägers lediglich fest, dass die von der 
Beklagten behaupteten "Machenschaften" des Klägers [nur] den Zeitraum ab März 2016 be-
träfen und für eine weitergehende Auskunft für die Zeit vor März 2016 – namentlich für den 
Zeitraum der Arbeitslosigkeit des Klägers – gestützt auf die Akten kein Anlass bestehe 
(act. 41 E. 3.5.1 und 3.5.2). Diese pauschalen Feststellungen halten einer näheren Betrach-
tung nicht stand.

4.3.1 Tatsächlich behauptete die Beklagte schon im erstinstanzlichen Verfahren, dass ein dringen-
der Verdacht für solche "Machenschaften" auch bereits für die Jahre ab 2009 bestehe, was die 
Vorinstanz im Übrigen selbst zutreffend wiedergab (vgl. dazu im Einzelnen act. 41 E. 2.1.2). 
Überdies führte die Beklagte aus, dass der Kläger in der Zeit von 2008 bis 2014 gut verdient 
habe, nicht für den familiären Unterhalt habe aufkommen müssen und folglich bis 2017 ein er-
hebliches Vermögen hätte angehäuft haben müssen, weshalb das von ihm per 1. Januar 2018 
ausgewiesene Vermögen von CHF 140'629.90 nicht stimmen könne (act. 26 Ziff. II/1.5, act. 37 
Ziff. III/6). 

4.3.2 Den Akten lässt sich denn auch ohne Weiteres entnehmen, dass die vom Kläger behauptete 
Entwicklung seines Vermögens in den Jahren 2009-2017 nicht plausibel ist. Am 2. Novem-
ber 2008 besass er unstrittig ein Vermögen von CHF 230'000.00 (act. 37/9). Wird sodann 
auf die Einkommenszahlen aus dem Auszug des individuellen Kontos des Klägers bei der 
AHV abgestellt (act. 22/45) – was zu einer eher konservativen Schätzung führt, zumal dort 
nur das beitragspflichtige Einkommen geführt wird –, verdiente der Kläger in den Jahren 
2009 bis und mit 2017 insgesamt CHF 1'044'120.00 brutto, was einem Netto-Einkommen 
von ungefähr CHF 939'708.00 (= 90 % des Bruttolohns) entspricht. Mit diesem Einkommen 
bestritt er gemäss unbestritten gebliebener Darstellung der Beklagten nur seinen eigenen 
Lebensunterhalt, während sich die Beklagte ihren Unterhalt selbst finanzierte (act. 26 
Ziff. II/1.5 und act. 37 Ziff. III/6). Ausgehend von einem monatlichen Bedarf des Klägers von 
CHF 4'310.00 gemäss seiner Bedarfsberechnung in act. 1 Rz 2.2 (wobei der monatliche Be-
trag von CHF 750.00 für die Abzahlung der Schulden bei der AHV damals noch nicht anfiel 
und daher abgezogen wurde, vgl. act. 1/19), müsste der Kläger in den Jahren 2009 bis und 
mit 2017 einen Überschuss von insgesamt CHF 474'228.00 erzielt haben (CHF 939'708.00 
– [CHF 4'310.00 x 12 x 9]). Dabei handelt es sich wiederum um eine vorsichtige Berech-
nung, da der Bedarf des Klägers zumindest in denjenigen Jahren, in denen er noch mit der 
Beklagten zusammenlebte und die Parteien sich gewisse Kosten, wie beispielsweise den 
Mietzins, teilten, niedriger gewesen sein dürfte. Bei dieser Ausgangslage wäre zu erwarten, 
dass sich sein Vermögen Ende 2017 auf ungefähr CHF 704'228.00 belief. Gemäss den Un-
terlagen des Klägers soll dieses am 1. Januar 2018 aber lediglich CHF 140'629.90 betragen 
haben (act. 22/56). Per Ende 2017 besteht mithin eine beachtliche Diskrepanz von mehr als 
CHF 550'000.00. 

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4.3.3 Obwohl diese (von der Beklagten beanstandeten) Zahlen offenkundig Fragen aufwerfen, hat 
der Kläger im erstinstanzlichen Verfahren keinerlei Bemühungen unternommen, die von ihm 
behauptete Vermögensentwicklung in nachvollziehbarer Weise zu begründen. So führte er 
lediglich aus, er habe ab 2014 immer wieder von seinem Vermögen zehren müssen, um 
seinen täglichen Bedarf zu decken, und im Jahr 2016 den Schritt in die Selbständigkeit aus 
eigenem Vermögen finanzieren müssen (act. 31 Rz 4.1.2 und 3.2 und act. 36 S. 2). Im Zeit-
raum 2009 bis 2017 war gemäss dem Auszug aus seinem individuellen Konto bei der AHV 
der vom Kläger behauptete Bedarf aber nur im Jahr 2017 höher als sein Einkommen. Auch in 
diesem Jahr betrug das Defizit aber lediglich ca. CHF 13'290.00 ([CHF 42'700.00 Bruttolohn 
x 0.90] – [CHF 4'310.00 monatlicher Bedarf x 12]), was den angeblichen (massiven) Ver-
mögensrückgang offenkundig nicht zu erklären vermag. Zudem legt der Kläger nicht dar, in-
wiefern die Gründung seines Einzelunternehmens G.________ (die F.________ AG wurde 
erst im Jahr 2020 gegründet und ist für den Zeitraum 2009 bis 2017 folglich irrelevant) mit 
erheblichen Kosten verbunden gewesen sein soll. Dies ist auch nicht ersichtlich, zumal der 
Kläger offenbar in der Anlageberatung tätig war (vgl. act. 37/10), wofür keine aufwändige In-
frastruktur nötig ist. Auch damit ist der Vermögensschwund beim Kläger nicht zu erklären. 
Folglich bleibt völlig unklar, was mit dem eben errechneten Fehlbetrag von mehr als 
CHF 550'000.00 geschehen ist. 

4.3.4 Daraus ergibt sich ein hinreichend konkreter Verdacht, dass der Kläger Vermögen beiseite-
geschafft haben könnte, um güterrechtliche Ansprüche der Beklagten zu vereiteln; sei es, 
dass er sich dieser Vermögenswerte im Sinne von Art. 208 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB entäussert hat, 
oder sei es, dass er sie "nur" in geheim gehaltenen Anlagen versteckt hat. Die Beklagte hat 
folglich – entgegen der Auffassung der Vorinstanz – ein berechtigtes Interesse daran, die 
Geldflüsse beim Kläger bereits ab dem Jahr 2009 nachvollziehen zu können. Der angefoch-
tene Entscheid ist daher in teilweiser Gutheissung der Berufung dahingehend abzuändern, 
dass der Kläger die Unterlagen gemäss Dispositiv-Ziff. 1.1 des angefochtenen Entscheids 
bereits ab dem 1. Januar 2009 der Beklagten auszuhändigen hat. 

4.3.5 Nicht gefolgt werden kann der Beklagten hingegen, soweit sie fordert, dass die Unterlagen 
bereits ab dem 1. Januar 2008 zu edieren seien. Sie hat nicht behauptet, dass die "Machen-
schaften" des Klägers zur Verschleierung seines Vermögens bis ins Jahr 2008 zurückrei-
chen. Für das Jahr 2008 hat sie nur behauptet, dass der Kläger mehrere Überweisungen auf 
ein K.________-Konto mit der Nr. E.________ getätigt habe, das er seit 2005 nie deklariert 
habe, was noch keinen hinreichenden Verdacht begründet. Abgesehen davon hat die Be-
klagte offensichtlich von diesen Transaktionen Kenntnis erhalten, woraus sich ergibt, dass im 
Jahr 2008 immerhin noch eine gewisse Transparenz zwischen den Ehegatten über die finan-
ziellen Belange herrschte. Die Vermögensentwicklung des Klägers lässt sich sodann erst ab 
Ende 2008 eruieren, weshalb nicht feststellbar ist, ob sich das Vermögen des Klägers bereits 
im Jahr 2008 unerwartet entwickelt hat. Entsprechendes hat die Beklagte denn auch nicht 
behauptet. 

5. Im Weiteren beanstandet die Beklagte, dass die Vorinstanz den Kläger nicht "nochmals" 
dazu verpflichtet hat, wahrheitsgetreu und vollständig sämtliche Belege betreffend sein Ver-
mögen per 14. September 2021 einzureichen.

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5.1 Zur Begründung führt sie zusammengefasst Folgendes aus (act. 42 Ziff. 1.3):

Wie die Bemerkung zu Ziff. 116 in der klägerischen Beilage 55 [act. 22/55] zeige, habe der 
Kläger trotz Auflage und Mahnung die Zustellung der geforderten Unterlagen für das Jahr 
2018 an die kantonale Steuerbehörde verweigert. Das bedeute, dass der Kläger sicher noch 
weitere Unterlagen betreffend seine wahren finanziellen Verhältnisse habe. Es sei unbestrit-
ten geblieben, dass er in seinen Steuererklärungen Konten verschwiegen habe und nach wie 
vor verschweige. Mangels weiterer Unterlagen betreffend seine wahren finanziellen Verhält-
nisse, deren Aushändigung er bis jetzt verweigere, könne nicht ausgeschlossen werden, dass 
der Kläger auch noch andere Vermögen, wie z.B. Liegenschaften im In- und Ausland, Konten 
bei Finanzeinrichtungen, von denen bis jetzt nichts bekannt sei, Wertpapiere, Lebensver-
sicherungen usw. verschweige. Die Vorinstanz habe sich im angefochtenen Entscheid aber 
darauf beschränkt, Auskünfte zu den Konten des Klägers bei der K.________ Bank und zu 
seinen anderen Bank-/Postkonten zu verlangen. Dies führe dazu, dass der Kläger zu anderen 
von ihm verborgenen Vermögen, wie z.B. Liegenschaften im In- und Ausland, Wertpapieren, 
Lebensversicherungen usw. keine Auskünfte erteilen und keine entsprechenden Unterlagen 
edieren müsse. Deshalb sei die E. 3.5.4 des angefochtenen Entscheids, worin festgehalten 
werde, dass sich eine neuerliche Verpflichtung des Klägers zum Einreichen von Belegen zu 
sämtlichem Vermögen per 14. September 2021 erübrige, völlig falsch.

5.2 Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zwar ist der Beklagten insoweit zuzustimmen, 
als der Kläger mit dem angefochtenen Entscheid nicht verpflichtet wurde, Urkunden zu Lie-
genschaften im In- und Ausland (oder Lebensversicherungen etc.) zu edieren. Dazu besteht 
nach aktuellem Kenntnisstand aber auch kein Anlass. Die Beklagte bringt keine konkreten 
Anhaltspunkte dafür vor, dass – und wenn ja, wo – der Kläger eine Liegenschaft gekauft 
haben könnte. Die blosse Tatsache, dass ein solcher Kauf (sowie der Kauf von Wertpapieren 
etc.) "nicht ausgeschlossen" werden könne, reicht als Begründung für eine Auskunftspflicht 
nach Art. 170 ZGB nicht aus. Geht es der um Auskunft ersuchenden Partei darum, Irregula-
ritäten festzustellen, hat sie solche vielmehr anhand von Indizien glaubhaft zu machen (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_939/2022 vom 6. Juni 2023 E. 3.3; vgl. auch Urteil des Obergerichts 
Zug Z2 2022 9 vom 28. Oktober 2022 E. 9.8). Hinzu kommt, dass die Beklagte mit dem vor-
liegenden Urteil Anspruch auf lückenlose und detaillierte Auszüge sämtlicher Bank- und Post-
konten des Klägers vom 1. Januar 2009 bis zum 14. September 2017 erhalten wird. Sollte 
sich der Kläger in diesem Zeitraum seines Vermögens entäussert oder dieses in versteckte 
Vermögenswerte investiert haben, müsste das aus den Kontoauszügen ersichtlich sein. Die 
Beklagte könnte diesfalls gestützt auf die erhaltenen Informationen ein neuerliches (konkre-
tes) Auskunftsersuchen stellen. Die Berufung ist in diesem Punkt abzuweisen.

6. Die Beklagte moniert weiter, sie habe im erstinstanzlichen Verfahren dargelegt, dass die klä-
gerischen Beilagen 21 und 32 bezüglich der Vermögenswerte bei K.________ in gleichem 
Format gestaltet seien. Beilage 21 habe noch die Angabe zur Performance in der Höhe von 
CHF 271'667.69 enthalten, während diese Angabe in Beilage 32 fehle. Ganz offensichtlich 
habe der Kläger diese enorm fallrelevante Information absichtlich verheimlicht, indem er die 
Urkunde von K.________ verfälscht und somit eine Urkundenfälschung begangen habe. 
Obwohl diese Ausführungen unbestritten geblieben seien, sei die Vorinstanz darauf nicht 
eingegangen, sondern habe sie absichtlich ganz weggelassen. Der Kläger habe mit seinen 
Lügen und Machenschaften, mit unzähligen unwahren, widersprüchlichen und merkwürdigen 

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Dokumenten und Angaben schon bewiesen, dass er "ein absolut unglaubwürdiger Mensch 
voller Lügen und Intrigen" sei. Die Beklagte könne und wolle ihm nicht mehr glauben und hal-
te an ihrem Begehren um Auskunftserteilung von Dritten sowie der Edition der Urkunden im 
Original fest (act. 42 Rz 1.4).

6.1 Auch damit vermag die Beklagte nicht zu überzeugen. Gemäss Art. 180 ZPO kann eine Ur-
kunde grundsätzlich in Kopie eingereicht werden. Erst wenn begründete Zweifel an der Echt-
heit bestehen, kann das Gericht oder eine Partei die Einreichung des Originals oder einer 
amtlich beglaubigten Kopie verlangen (Art. 180 Abs. 1 ZPO). Verlangt eine Partei die Her-
ausgabe von Originalen, muss sie daher Tatsachen glaubhaft machen, welche Zweifel an der 
Echtheit der Kopie bzw. der Übereinstimmung der Kopie mit dem Original zu erwecken ver-
mögen (Dolge, Basler Kommentar, 3. A. 2017, Art. 180 ZPO N 7). Diese Voraussetzung 
muss für jedes einzelne Dokument, das im Original eingereicht werden soll, erfüllt sein.

6.2 Soweit die Beklagte argumentiert, der Kläger müsse aufgrund seiner (angeblichen) allgemei-
nen Unglaubwürdigkeit alle Unterlagen im Original einreichen, geht dies nach dem Gesagten 
von vornherein fehl. Sodann trifft es zwar zu, dass oben rechts auf act. 1/21 (K.________ 
Vermögenswerte per 05.08.2021) ein Vermerk "Performance: 271'667.69 CHF" vorhanden ist, 
während ein solcher Vermerk bei act. 10/32 (K.________ Bank, Kontoauszug per 10.10.2021) 
– trotz ansonsten praktisch identischem Erscheinungsbild – fehlt. Daraus kann jedoch nicht 
ohne Weiteres geschlossen werden, dass der Auszug vom Kläger manipuliert wurde, zumal 
nicht ersichtlich ist, was der Kläger mit einer solchen Manipulation erreichen könnte. Die 
Scheidungsklage wurde unstrittig am 14. September 2021 eingereicht, sodass der Konto-
stand des Klägers per 10. Oktober 2021 bzw. die "Performance" seines Portfolios für das 
Stichdatum vom 14. September 2021 nicht relevant ist. Abgesehen davon ist ohnehin unklar, 
welchen Zeitraum diese "Performance" betrifft, sodass daraus keine Schlüsse gezogen wer-
den können. Ein Bedarf, die Originale dieser Dokumente einsehen zu können, ist nicht er-
sichtlich. Dasselbe gilt für alle übrigen Dokumente, die der Kläger zu edieren hat. Demnach 
ist die Berufung auch in diesem Punkt abzuweisen.

6.3 Soweit sich die Beklagte schliesslich noch einmal gegen den Entscheid der Vorinstanz rich-
tet, die zu edierenden Unterlagen beim Kläger und nicht direkt bei Dritten einzufordern, kann 
auf E. 3.1 verwiesen werden. Darauf ist mangels einer hinreichenden Auseinandersetzung 
mit E. 5 des angefochtenen Entscheids nicht einzutreten.

7. Die Beklagte wirft der Vorinstanz sodann eine willkürliche Rechtsanwendung in Bezug auf 
Art. 208 ZGB vor.

7.1 Zur Begründung führt sie zusammengefasst aus, der Kläger habe in seinen Eingaben nie 
behauptet, während der Dauer des Güterstandes unentgeltliche Zuwendungen oder Ver-
mögensentäusserungen getätigt zu haben. Auch die Beklagte habe nie eine solche Vermu-
tung angestellt. Sie sei vielmehr immer davon ausgegangen, dass er seine Einkünfte und 
sein Vermögen verborgen habe (diese also immer noch habe), sie aber den Steuerbehörden, 
Ämtern und Gerichten bisher nicht offengelegt habe. Trotzdem sei die Vorinstanz von sich 
aus in E. 3.4 des angefochtenen Entscheids davon ausgegangen, dass sich die Beklagte zur 
Begründung ihres Auskunftsbegehrens sinngemäss auf Art. 208 ZGB berufe. Dadurch habe 
sie das Recht willkürlich unrichtig angewendet und gegen den Verhandlungsgrundsatz 

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gemäss Art. 55 ZPO, gegen das Willkürverbot und gegen den Anspruch auf Behandlung 
nach Treu und Glauben i.S.v. Art. 5 und Art. 9 BV verstossen (act. 42 Ziff. 1.5).

7.2 Diese Ausführungen genügen den Anforderungen an eine Berufungsbegründung nicht. Aus 
ihnen wird nicht ersichtlich, inwiefern sich am Entscheid im Ergebnis etwas ändern würde, 
wenn die Vorinstanz nicht davon ausgegangen wäre, dass sich die Beklagte sinngemäss auf 
Art. 208 ZGB berufen habe, zumal die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz in E. 3.1 f. 
und E. 3.4.2 auch für den Fall gelten, dass ein Ehegatte dem anderen vorwirft, Einkünfte 
und/oder Vermögen zu verheimlichen. Zudem machte die Vorinstanz in E. 3.4.1 nicht nur 
rechtliche Ausführungen zu Art. 208 Abs. 1 ZGB, sondern bezog sich gerade auch auf den 
Fall, in welchem geltend gemacht wird, dass der andere Ehegatte bestimmte Vermögens-
werte besitzt und versteckt. Mithin ist diesbezüglich auf die Berufung nicht nur mangels aus-
reichender Begründung, sondern auch wegen des fehlenden Rechtsschutzinteresses nicht 
einzutreten.

8. Schliesslich wirft die Beklagte der Vorinstanz vor, Art. 200 Abs. 1 ZGB unrichtig angewendet zu 
haben. Die Vorinstanz habe in E. 3.4.1 des angefochtenen Entscheids gestützt auf Art. 200 
Abs. 1 ZGB erwogen, wer güterrechtliche Ansprüche daraus ableite, dass der andere Ehegatte 
bestimmte Vermögenswerte besitze und verstecke, dies substanziiert behaupten und beweisen 
müsse. Nach der wörtlichen und systematischen Auslegung komme Art. 200 Abs. 1 ZGB aber 
erst zur Anwendung, wenn ein Ehegatte behaupte, dass ein bestimmter Vermögenswert sein 
Eigentum, also sein Eigengut, sei. Könne er das nicht beweisen, so werde gemäss Art. 200 
Abs. 2 ZGB Miteigentum beider Ehegatten angenommen. Gemäss Art. 200 Abs. 3 ZGB gelte 
zudem alles Vermögen eines Ehegatten bis zum Beweis des Gegenteils als Errungenschaft. 
Vorliegend gehe es aber um Errungenschaft, sodass Art. 200 Abs. 1 ZGB nicht anwendbar sei 
(act. 42 Ziff. 1.6).

Zu diesen Ausführungen kann sinngemäss auf E. 7.2 verwiesen werden. Zwar trifft es zu, 
dass Art. 200 Abs. 1 ZGB in der vorliegenden Konstellation nicht einschlägig ist, weshalb 
nicht nachvollziehbar ist, was die Vorinstanz aus dem Verweis auf diesen Artikel ableiten 
wollte. Inwiefern dies für den Ausgang des Verfahrens relevant sein könnte, ist jedoch nicht 
ersichtlich und wird von der Beklagten denn auch nicht dargelegt.

9. Soweit das Rechtsbegehren der Beklagten vom Dispositiv des angefochtenen Entscheids 
abweicht, ohne dass die Beklagte dazu begründete Rügen erhebt (so etwa die Ergänzung 
"und einschliesslich allfälliger Vorsorgekonti 3a" in Ziff. 1.1 ihres Berufungsbegehrens), ist 
auf die Berufung mangels Begründung von vornherein nicht einzutreten. 

10. Im Ergebnis ist die Berufung somit insoweit teilweise gutzuheissen, als die Beklagte eine 
zeitliche Ausdehnung der Editionspflicht des Klägers auf den Zeitraum ab 1. Januar 2009 
verlangt. Im Übrigen ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und der an-
gefochtene Entscheid ist zu bestätigen.

11. Abschliessend ist über die Kosten- und Entschädigungsfolgen für das vorliegende Verfahren 
zu entscheiden.

11.1 Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Hat 
keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Ver-

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fahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Massgebend für die Beurteilung des Obsiegens und 
Unterliegens ist allein das Rechtsbegehren der Berufung führenden Partei. Die Gegenpartei 
kann sich durch Verzicht auf eine Vernehmlassung ihrer Kostenpflicht nicht entziehen. Die 
unterliegende rechtsmittelbeklagte Partei kann nur dann von der Kostenpflicht entlastet wer-
den, wenn ein von ihr nicht mitverschuldeter grober Verfahrensfehler ("Justizpanne") zur 
Gutheissung des Rechtsmittels führt und sie selber die Gutheissung des Rechtsmittels be-
antragt oder zumindest keinen (unbegründeten) Antrag gestellt bzw. sich mit dem angefoch-
tenen Entscheid nicht identifiziert hat (Urteile des Bundesgerichts 5A_87/2022 vom 2. No-
vember 2022 E. 4.4.1 [nicht publiziert in BGE 149 III 12] mit zahlreichen Hinweisen sowie 
5A_932/2016 vom 24. Juli 2017 E. 2.2.4). Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht er-
füllt.

11.2 Die Beklagte dringt mit ihrem Antrag auf zeitliche Ausweitung der Auskunftspflicht des Klä-
gers überwiegend (für die Jahre ab 2009) durch. Hingegen unterliegt sie, soweit sie bean-
tragt hat, dass der Kläger die fraglichen Unterlagen bereits ab dem Jahr 2008 einzureichen 
habe, sämtliche Dokumente im Original auszuhändigen und nicht der Kläger, sondern Dritte 
direkt zur Herausgabe zu verpflichten seien. Dabei handelt es sich aber eher um nebensäch-
liche Aspekte, weshalb es sich rechtfertigt, die Beklagte als zu drei Vierteln obsiegend zu be-
trachten. Die Entscheidgebühr von CHF 2'000.00 (§ 15 Abs. 1 i.V.m. § 13 Abs. 1 KoV OG) ist 
folglich im Umfang von CHF 1'500.00 dem Kläger und im Umfang von CHF 500.00 der Be-
klagten aufzuerlegen. Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen, weil die Beklagte 
nicht anwaltlich vertreten und dem Kläger vorliegend kein nennenswerter Aufwand entstan-
den ist, für den er zu entschädigen wäre. Eine Umtriebsentschädigung hat die Beklagte so-
dann nicht geltend gemacht.

12. Selbständige Auskunftsbegehren nach Art. 170 ZGB (wie das vorliegende) sind vermögens-
rechtliche Streitigkeiten im Sinne des BGG, wobei das Bundesgericht auf präzise Angaben 
zum Streitwert praxisgemäss verzichtet. Die Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts ist nicht 
nach Art. 98 BGG auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte beschränkt, sondern rich-
tet sich nach Art. 95 ff. BGG (Urteile des Bundesgerichts 5A_9/2015 vom 10. August 2015 
E. 1 und E. 3.3 sowie 5A_1022/2015 vom 29. April 2016 E. 1.1 und 1.3, je m.w.H.).

Urteilsspruch

1.1 In teilweiser Gutheissung der Berufung wird Dispositiv-Ziff. 1.1 des Entscheids des Kantons-
gerichts Zug, 1. Abteilung, vom 18. Januar 2023 wie folgt geändert (Änderungen kursiv):

"1.1 Der Kläger wird gestützt auf Art. 170 ZGB verpflichtet, der Beklagten innert 
20 Tagen ab Rechtskraft folgende Auskünfte zu erteilen und Unterlagen in Kopie 
zu edieren, respektive darzulegen, inwiefern er dieser Verpflichtung nicht nach-
kommen kann bzw. inwiefern diese Verpflichtung bereits vollständig erfüllt ist:

- detaillierte jährliche Vermögensübersichten sämtlicher Konten bei der 
K.________ AG (Bank) (insbesondere Konto-Nr. D.________) mit Angaben 
zu Einzahlungsquelle & -datum & -summe, zu Auszahlungszielkonto & -datum 
& -summe, zu Performance, zu Vermögensentwicklung sowie zu Asset-Allo-
kation, für die Periode vom 1. Januar 2009 bis zum 14. September 2021;

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- lückenlose und detaillierte Auszüge sämtlicher Bank-/________konti – insbe-
sondere des Privat- (IBAN ________), des Spar- (IBAN ________) und des 
Geschäftskontos (________) bei L.________ AG (Bank) – mit Angaben zu 
Einzahlungsquelle & -datum & -summe, zu Auszahlungszielkonto & -datum & 
-summe, zu Saldovortrag und zu Saldo, für die Periode vom 1. Januar 2009 
bis zum 14. September 2021;

- die vollständigen Steuererklärungen mit Beilagen, Wertschriften- und Gutha-
benverzeichnis (inkl. Konto- und Depotauszüge) der Jahre 2009 bis 2017 und 
2021 sowie die definitiven vollständigen Steuererklärungen für die Steuer-
perioden 2018 bis 2020."

1.2 Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der angefoch-
tene Entscheid wird bestätigt.

2. Die Kosten für das vorliegende Verfahren von CHF 2'000.00 werden im Umfang von 
CHF 1'500.00 dem Kläger sowie im Umfang von CHF 500.00 der Beklagten auferlegt und 
mit dem von der Beklagten geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2'000.00 verrechnet. Der 
Kläger hat der Beklagten den Kostenvorschuss im Umfang von CHF 1'500.00 zu ersetzen.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schrift-
lich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der 
Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschie-
bende Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, 1. Abteilung (A1 2021 52)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Zivilabteilung

P. Huber K. Heidelberger
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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