# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8192950b-1015-5e50-a192-ecf679755863
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.03.2010 A-5570/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5570-2009_2010-03-24.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-5570/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  M ä r z  2 0 1 0

Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz), 
Richter Jérôme Candrian, Richter Lorenz Kneubühler, 
Gerichtsschreiber Lars Birgelen.

X._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kanton Luzern,
vertreten durch das Amt für Hochbauten und Immobilien 
des Kantons Luzern, Stadthofstrasse 4, 6002 Luzern,
Beschwerdegegner,

Eidgenössische Schätzungskommission Kreis 9,
p.A. Frau Dr. Carla Wassmer, Postfach 148, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz.

Formelle Enteignung (Enteignungsentschädigung).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-5570/2009

Sachverhalt:

A.a
Im  Jahre  1945  bewarb  die  Baugenossenschaft  A._______  ihre  ab 
1946  bezugsbereiten  neuen  Eigenheime  im  D._______  E._______, 
Gemeinde Horw, unter anderem mit einem freien Seestrandanteil und 
einem  Bootshaus  am  Vierwaldstättersee.  In  der  Folge  wurden  den 
Käufern  vertraglich  ein  Fusswegrecht  über  die  Seeparzelle  GB-
Nr. 1005  und/oder  ein  Seezugangsrecht  über  die  daran  an-
schliessende Seeparzelle GB-Nr. 618 eingeräumt und mehrheitlich als 
Grunddienstbarkeiten  im  Grundbuch  eingetragen. Im  Gegenzug  ver-
pflichteten  sich  diejenigen  Liegenschaftsbesitzer,  denen  ein  See-
zugangsrecht  gewährt  worden  war,  den  Unterhalt  der  Parzelle  GB-
Nr. 618  zu  je  1/27  zu  übernehmen. Am 16.  August  1968  gründeten 
mehrere Seezugangsberechtigte sowie weitere Grundeigentümer aus 
dem D._______ die „Gemeinschaft  für Pflege und Unterhalt  der Par-
zelle  618  E._______“,  gaben  sich  am 4. Oktober  1968  ein  eigenes 
Reglement  und  nutzten  das  740  m2 grosse  Grundstück  fortan  als 
Badeplatz. Mit  dem Einverständnis  von B._______,  welcher  die  Par-
zelle 1969 von der Baugenossenschaft A._______ erworben hatte, er-
richteten  sie  ein  Badehaus  mit  Anbau,  einen  Grill-,  Rasen-  und 
Kinderspielplatz,  einen Badesteg sowie  einen Zaun und bepflanzten 
das  Grundstück.  Ebenfalls  im  Jahre  1969  liess  B._______  einen 
Bootssteg  auf  dem  Grundstück  erbauen  und  vermietete  die  Boots-
liegeplätze anschliessend weiter.

A.b
1976  erwarb  X._______  durch  Erbgang  und  Erbteilung  das  Grund-
stück GB-Nr. 961 im D._______ E._______,  auf  welchem im Grund-
buch  unter  anderem  ein  „Fussweg  von  2.5  m  Breite  z.L.  Nr. 1005“ 
sowie ein „Seezugangsrecht z. L. Nr. 618 mit Unterhalt zu 1/27 durch 
Nr.  961“  eingetragen  waren.  Ab  1986  mietete  ihr  Ehemann  von 
B._______ einen Bootsliegeplatz. Im Jahre  1990 erwarb schliesslich 
der Kanton Luzern die Parzellen GB-Nr. 1005 sowie GB-Nr. 618 samt 
Bootssteg  und  Badehaus,  da  diese  Fläche  für  den  Ausbau  und  die 
Überdeckung der Nationalstrasse A2 sowie für die Verschiebung des 
Trasses und den Ausbau der Brünigbahn benötigt wurde. Die Mietver-
träge für  die Bootsliegeplätze wurden vom neuen Eigentümer per 1. 
Januar 1991 übernommen und auf den 31. Januar 1995 gekündigt.

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A.c
Am 25. März  bzw. 16. August  1994 genehmigten  der  Regierungsrat 
des  Kantons  Luzern  sowie  das  Eidgenössische  Verkehrs-  und 
Energiewirtschaftsdepartement  das  Ausführungsprojekt  für  die  Er-
weiterungsbauten  an  der  A2  in  den  Gemeinden  Horw,  Kriens  und 
Luzern. Dieses  Projekt  bedingte  die  Enteignung  sämtlicher  Grund-
dienstbarkeiten auf den Grundstücken GB-Nr. 618 sowie GB-Nr. 1005 
durch den Kanton Luzern. Im Zeitpunkt  der  Genehmigungen führten 
unmittelbar  neben  dem Grundstück  GB-Nr. 618  die  Brünigbahn,  die 
Hauptstrasse und die Nationalstrasse A2 vorbei und verursachten auf 
besagtem Grundstück beträchtliche Immissionen.

A.d
Mit  Eingaben vom 9. bzw. 16. November  1995  gelangte  der  Kanton 
Luzern an die Eidgenössische Schätzungskommission Kreis 9 (nach-
folgend:  Schätzungskommission)  und  beantragte,  das  Enteignungs-
verfahren  gegen  elf  bzw.  zwanzig  Grundeigentümer  –  darunter 
X._______ – einzuleiten, deren Seezugangsrecht auf dem Grundstück 
GB-Nr.  618  und/oder  das  Fusswegrecht  auf  dem  Grundstück  GB-
Nr. 1005 zu löschen, die den Berechtigten zustehende Entschädigung 
festzulegen und ihm die vorzeitige Besitzeinweisung zu gewähren.

A.e
Am  25.  April  1996  führte  die  Schätzungskommission  erfolglos  eine 
erste  Einigungsverhandlung  mit  dem  Kanton  Luzern  und  den  be-
troffenen Grundeigentümern,  am 20. Oktober 2005 eine zweite (inkl. 
Augenschein)  durch.  Mit  Verfügung  vom 28. Februar  2008  teilte  sie 
den  Parteien  mit,  dass  das  Einigungsverfahren  abgeschlossen  sei, 
und  ersuchte  die  betroffenen  Grundeigentümer,  ihre  finanziellen 
Forderungen für die enteigneten Rechte einzugeben. X._______ kam 
dieser Aufforderung mit Eingabe vom 6. März 2008 nach, ohne jedoch 
eine konkrete Entschädigungssumme zu beziffern. Am 13. und 14. Mai 
2008 fand die Hauptverhandlung statt, anlässlich welcher der Kanton 
Luzern  als  Eigentümer  von  sieben  bzw.  acht  dienstbarkeits-
berechtigten Grundstücken auf  sämtliche Forderungen aus dem Ver-
lust des Seezugangs- und des Fusswegrechtes verzichtete.

B.
Mit Entscheid vom 10. August 2009 sprach die Schätzungskommission 
den  elf  Seezugangs-  und  Fusswegberechtigten  Grundeigentümern 
Entschädigungen in unterschiedlicher Höhe zu. X._______ wurde für 

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die  Enteignung  des  Fussweg-  und  Seezugangsrechtes  zugunsten 
ihres Grundstückes GB-Nr. 961 eine Entschädigung von Fr. 18'223.90 
(Ziff. 1 des Rechtsspruches) zuzüglich Zins ab 1. Januar 1996 (Ziff. 2) 
sowie eine Parteientschädigung von Fr. 500.- (Ziff. 5) gewährt.

C.
Mit  Eingabe vom 4. September  2009 führt  X._______ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin)  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht. 
Darin  beantragt  sie,  ihre  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  Ziff.  1  des 
Entscheides  der  Schätzungskommission  vom  10. August  2009  – 
soweit  sie  betreffend  –  aufzuheben  und  die  Entschädigung  auf 
mindestens  Fr.  50'000.-  heraufzusetzen,  die  ihr  zugesprochene 
Parteientschädigung von Fr. 500.-  angemessen zu erhöhen und eine 
Rechtsverzögerung  festzustellen.  Zur  Begründung  führt  sie  im 
Wesentlichen aus, die Schätzungskommission habe den Sachverhalt 
unsachgemäss und willkürlich festgestellt, hätte doch – angesichts des 
Verzichtes  des Kantons Luzern  auf  eine Entschädigung für  die  Ent-
eignung  des  Seezugangsrechtes  zugunsten  von  sieben  seiner 
Grundstücke  –  der  (ohnehin  zu  niedrig  bemessene)  Gesamtwert 
dieser  Dienstbarkeit  durch  elf  statt  durch  achtzehn  berechtigte 
Grundstücke geteilt werden müssen. Der objektive Wert des belasteten 
Grundstückes GB-Nr. 618 sei zudem im Zeitpunkt der Einleitung des 
Enteignungsverfahrens  im  Jahre  1995  festgesetzt  worden,  anstatt  – 
wie gesetzlich vorgesehen – erst zu Beginn der Einigungsverhandlung 
im  Jahre  2008.  Aber  auch  der  subjektive  Wert  sei  zu  niedrig  be-
messen, da sie diesen im massgebenden Zeitpunkt (2008) nur noch 
mit zehn weiteren berechtigten Grundeigentümer teilen müsse. Es sei 
ihr  der  beim  beabsichtigten  Verkauf  ihrer  Liegenschaft  wegen  dem 
Verlust  der  Dienstbarkeit  zu  erwartende Minderwert  von beinahe Fr. 
200'000.- zu ersetzen, sei doch gesetzlich vorgesehen, dass nicht nur 
der  gegenwärtige,  sondern  auch  der  zukünftige  voraussehbare 
Schaden  vergütet  werde.  Die  ihr  im  Enteignungsverfahren  ent-
standenen Kosten beliefen sich auf insgesamt Fr. 1'600.-.

D.
Mit  Schreiben  vom  17. September  2009  verzichtete  der  Kanton 
Luzern,  vertreten durch die Dienststelle Immobilien (nachfolgend: Be-
schwerdegegner), auf das Einreichen einer Beschwerdeantwort.

E.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  6. Oktober  2009  beantragt  die 

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Schätzungskommission (nachfolgend: Vorinstanz)  die  Abweisung der 
Beschwerde. Zur Begründung führt sie aus, erst der Augenschein an-
lässlich  der  zweiten  Einigungsverhandlung  habe  gezeigt,  dass  ein 
Seezugang auf der unverbauten Restparzelle GB-Nr. 618 unrealistisch 
und ein  Realersatz  vom Enteigner  nicht  erhältlich  gewesen sei;  aus 
diesen Gründen habe sich das Verfahren in die Länge gezogen. Der 
Gesamtwert  der  Dienstbarkeit  sei  durch  achtzehn  zu  teilen,  da  sie 
davon  habe  ausgehen  dürfen,  dass  der  Beschwerdegegner  als  Ent-
eigneter zugunsten des Enteigners – d.h. sich selber – und nicht zu-
gunsten  der  übrigen  Enteigneten  auf  eine  Entschädigung  verzichte. 
Die erste Einigungsverhandlung habe am 25. April 1996 stattgefunden, 
so  dass  sie  den  objektiven  Wert  des  belasteten  Grundstückes  GB-
Nr. 618 zu Recht auf Ende 1995 geschätzt habe. Die den Enteigneten 
je  zugesprochene  Parteientschädigung  von  Fr. 500.-  sei  Entgelt  für 
persönliche Aufwendungen und Auslagen.

F.
In ihrer Replik vom 25. November 2009 stellt die Beschwerdeführerin 
ergänzend zu den Anträgen in ihrer  Beschwerde vom 4. September 
2009  den  Eventualantrag,  es  sei  von  der  Vorinstanz  anstelle  einer 
Entschädigung  Realersatz  in  Form  des  Eigentumsrechtes  an  den 
Parzellen GB-Nr. 618 und 1006 (recte: 1005) zu leisten. Das Bundes-
verwaltungsgericht habe ein Verkehrswertgutachten für ihr Grundstück 
GB-Nr.  961  mit  und  ohne  Dienstbarkeit  (Seezugang,  Badeplatz, 
Bootsanlegeplatz) in Auftrag zu geben und anschliessend selber über 
die Höhe und die Art der Entschädigung zu befinden. Der ihr im Ein -
sprache-,  Einigungs-  und  Schätzungsverfahren  angefallene  Aufwand 
betrage Fr. 4'000.- (zuzüglich diversen Auslagen, ohne Arbeitsaufwand 
ihres Ehemannes).

Der  Verkehrswert  ihres  Grundstückes  GB-Nr.  961  sei  von  der  Vor-
instanz  anhand  einer  anerkannten  Liegenschaftsbewertungsmethode 
zu  berechnen,  wobei  sich  der  zu  vergütende  Schaden  aus  der 
Differenz des Verkehrswertes der Liegenschaft  mit  und ohne Dienst-
barkeit  ergebe. Die  Vorinstanz  sei  zu  Unrecht  bei  ihrer  Berechnung 
vom  Verkehrswert  des  belasteten  Grundstückes  GB-Nr.  618  aus-
gegangen anstatt von demjenigen der Dienstbarkeit und habe bei der 
Festsetzung  der  Entschädigung  auf  die  vorliegend  unbeachtliche 
Fläche  des  berechtigten  Grundstückes  abgestellt.  Weiter  habe  sie 
nicht  alle  enteigneten  Rechte  berücksichtigt  und bewertet:  Aus dem 
Regierungsratsbeschluss  vom 16.  November  1967,  dem  Reglement 

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der  "Gemeinschaft  für  Pflege  und  Unterhalt  der  Parzelle  618 
E._______"  vom 4. Oktober  1968,  den  Mietverträgen  betreffend  die 
Bootsanlegeplätze sowie aus dem Grundbuchauszug des belasteten 
Grundstückes GB-Nr. 618 (welcher auf die vorgenannten Dokumente 
verweise)  ergebe  sich,  dass  das  Seezugangsrecht  auch  ein  wohl-
erworbenes Recht auf einen Bade- und Bootsanlegeplatz beinhaltete. 
Diese habe sie über längere Zeit hinweg unangefochten und in gutem 
Glauben ausgeübt und somit ersessen. Eine teleologische Auslegung 
der  einschlägigen  enteignungsrechtlichen  Bestimmung  ergebe,  dass 
nicht  –  wie  von  der  Vorinstanz  irrtümlich  angenommen  –  die  erste,  
sondern die letzte Einigungsverhandlung der massgebende Zeitpunkt 
für die Verkehrswertschätzung sei.

G.
In ihrer Duplik vom 7. Januar 2010 hält die Vorinstanz an ihrem Antrag 
fest und führt ergänzend aus, der Bootssteg bzw. die Bootsliegeplätze 
seien nicht Bestandteil des Enteignungsobjektes gewesen.

H.
Der Beschwerdegegner hat sich erneut nicht vernehmen lassen.

I.
Am 25. Februar 2010 fand auf Ersuchen der Beschwerdeführerin vor 
dem Bundesverwaltungsgericht  eine öffentliche Verhandlung gemäss 
Art. 6 Ziff. 1  der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) statt.

J.
Auf die übrigen Ausführungen der Beteiligten wird, soweit entscheid-
erheblich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Die  Zuständigkeit  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
ergibt sich aus Art. 77 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1930 
über die Enteignung (EntG, SR 711). Danach können Entscheide der 
Schätzungskommission  beim  Bundesverwaltungsgericht  angefochten 
werden.  Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  Verwaltungsgerichts-
gesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32), soweit das EntG nichts 
anderes bestimmt (Art. 77 Abs. 2 EntG). Das VGG verweist in seinem 

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Art.  37  ergänzend  auf  das Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021).

1.2 Die Beschwerdelegitimation richtet sich nach Art. 78 Abs. 1 EntG. 
Im Übrigen gelten die allgemeinen Voraussetzungen gemäss Art. 48 
Abs. 1  VwVG.  Die  Beschwerdeführerin  ist  Adressatin  des  an-
gefochtenen  Entscheides.  Da  sie  als  Berechtigte  eines  Fussweg- 
sowie  eines  Seezugangsrechtes  im  Umfang  der  von  ihr  zusätzlich 
geltend gemachten Enteignungsentschädigung zu Verlust  gekommen 
ist,  ist  sie  auch materiell  beschwert. Sie  ist  folglich  zur  Beschwerde 
berechtigt.

1.3
1.3.1 Nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  ist  es  möglich,  im  Rahmen 
einer  allfälligen  Replik  oder  von  Schlussbemerkungen  eine  neue 
rechtliche  Begründung  vorzubringen  (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/ 
LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem Bundesverwaltungsgericht, 
Basel 2008, S. 89 Rz. 2.197). Zu beachten gilt es allerdings, dass im 
Beschwerdeverfahren – gestützt auf die Eventualmaxime – sämtliche 
Begehren  und  Eventualbegehren  in  der  Beschwerdeschrift  vorzu-
bringen sind. (Erst) in der Replik beantragte Varianten sind daher un-
zulässig und es ist darauf nicht einzutreten (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 
a.a.O., S. 96 Rz. 2.215). Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Replik 
erstmals  die  Berechnungsart  der  Vorinstanz  als  solche  beanstandet 
und als Bestandteil des enteigneten Seezugangsrechtes ein Recht auf 
einen Bade-  und Bootsliegeplatz  geltend macht,  handelt  es sich um 
neue rechtliche Begründungen der ursprünglichen Anträge in der Be-
schwerdeschrift, welche zu berücksichtigen sind. Auf den in der Replik 
neu  formulierten  Eventualantrag,  es  sei  von  der  Vorinstanz  anstelle 
einer Entschädigung Realersatz in Form des Eigentumsrechtes an den 
Parzellen GB-Nr. 618 und 1006 (recte: 1005) zu leisten, ist hingegen 
nicht einzutreten.

1.3.2 An  diesem Ergebnis  vermag  im  Übrigen  auch  Art.  77  Abs.  3 
EntG nichts zu ändern: Gemäss dieser Bestimmung sind im Verfahren 
vor dem Bundesverwaltungsgericht  gegen Entscheide über die Fest-
setzung  der  Entschädigung  neue  Begehren  zulässig,  soweit  sie 
nachweisbar  nicht  schon  vor  der  Schätzungskommission  gestellt 
werden konnten. Es erscheint bereits fraglich, ob und inwieweit diese 
Regelung in analoger Anwendung eine Ausweitung von Beschwerde-
begehren  noch  in  der  Replik  zulässt.  Dessen  ungeachtet  bezweckt 

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diese Spezialbestimmung einzig, dem Enteigneten die Möglichkeit zu 
geben, Entschädigungsforderungen für erst nachträglich aufgetretene 
oder erkennbar gewordene Schäden anzumelden; unzulässig ist  ins-
besondere der Antrag auf eine andere als die bisher begehrte Form 
der Entschädigung (HEINZ HESS/HEINRICH WEIBEL,  Das Enteignungsrecht 
des Bundes, Band I, Bern 1986, N. 16 f. zu Art. 77). Selbst wenn somit 
Art. 77  Abs. 3  EntG  analog  anwendbar  wäre,  wäre  vorliegend  der 
Eventualantrag  der  Beschwerdeführerin  auf  Realersatz  im  Rahmen 
ihrer Replik als neue Form der Entschädigung unzulässig; zudem wäre 
auch nicht ersichtlich,  weshalb es der Beschwerdeführerin nicht mög-
lich  gewesen  sein  sollte,  diesen  bereits  im  Rahmen  ihrer  Be-
schwerdeschrift zu stellen.

1.4 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
(Art. 50 und 52 VwVG) ist daher – vorbehältlich E. 1.3 hiervor – einzu-
treten.

2.
Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  grundsätzlich  mit  unein-
geschränkter Kognition. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung 
von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens,  oder die unrichtige bzw. unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes,  sondern  auch  die  Unangemessen-
heit des angefochtenen Entscheides (Art. 49 VwVG).

3.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei im Urteilsdispositiv eine 
Rechtsverzögerung durch die Vorinstanz festzustellen, habe doch der 
angefochtene  Entscheid  mehr  als  vierzehn  Jahre  auf  sich  warten 
lassen. Die Vorinstanz hält dem entgegen, dass sich die Beschwerde-
führerin  nie  über  die  Verfahrensdauer  beklagt  habe. Aus den mass-
gebenden  Plänen  sei  bis  zum  Abschluss  der  Bauarbeiten  nicht  er-
sichtlich gewesen, ob sich die unverbaute Restparzelle GB-Nr. 618 – 
wie  dies  von  einigen  Enteigneten  gefordert  worden  sei  –  noch  als  
Seezugang  eigne.  Deshalb  sei  erst  im  Herbst  2005  eine  zweite 
Einigungsverhandlung angesetzt und anschliessend sogar – wiederum 
auf Ersuchen einiger Enteigneten – noch die Möglichkeit eines Real-
ersatzes geprüft worden. Das Verfahren habe sich aus diesen Gründen 
in die Länge gezogen, so dass ihr  (der Vorinstanz) keine Verletzung 
des  Beschleunigungsgebotes  oder  gar  eine  Rechtsverzögerung  vor-
geworfen werden könne.

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3.1 Jede  Person  hat  in  Verfahren  vor  Gerichts-  und  Verwaltungs-
instanzen  Anspruch  auf  eine  Beurteilung  innert  angemessener  Frist 
(Art.  29  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eid-
genossenschaft  vom 18. April  1999 [BV, SR 101]). Eine Beschwerde 
wegen  Rechtsverzögerung  muss  erhoben  werden,  solange  der  be-
treffende Entscheid  der  untätigen Behörde noch aussteht. Wird eine 
Rechtsverzögerungsbeschwerde  erst  eingereicht,  nachdem  der  er-
wartete  Entscheid  bereits  erlassen  wurde,  kann  mangels  eines 
aktuellen  Rechtsschutzinteresses  grundsätzlich  darauf  nicht  mehr 
eingetreten werden (MARKUS MÜLLER,  in: Auer/Müller/Schindler  (Hrsg.), 
Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG),  Zürich  2008,  Rz. 11 zu  Art. 46a;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 
a.a.O.,  S. 245 Rz. 5.30 f.;  FELIX UHLMANN/SIMONE WÄLLE-BÄR,  in: Praxis-
kommentar  VwVG,  Waldmann/Weissenberger  (Hrsg.),  Zürich  2009, 
Art. 46a N 6). Wird indes gegen den mittlerweile ergangenen Akt  ins 
Feld  geführt,  die  Behörde  hätte  diesen  hinausgezögert,  handelt  es 
sich genau genommen nicht um eine Rechtsverzögerungsbeschwerde. 
Vielmehr  wird  hier  im  Rahmen  einer  allgemeinen  Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde geltend gemacht, die Behörde hätte im Verfahren 
auf Erlass der konkreten Verfügung bestimmte Verfahrensregeln (z.B. 
Behandlungsfristen)  missachtet  (MÜLLER,  a.a.O., Rz. 11 zu  Art. 46a). 
Die  von  der  Beschwerdeführerin  vorgebrachte  Rüge  der  Rechtsver-
zögerung ist daher unter diesem Aspekt zu prüfen.

3.2 Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in 
seinem Urteil  41202/98 i.S. Müller  gegen Schweiz vom 5. November 
2002 (vgl. VPB 67 [2003] Nr. 139 Ziff. 32 ff.)  eine übermässige Ver-
fahrensdauer  bejaht,  wenn  in  einem  Verfahren  betreffend  die 
materielle  Enteignung  mehr  als  11  ½  Jahre  bis  zum  Urteil  des 
Bundesgerichtes  vergangen sind. Vorliegend sind von der  Einleitung 
des  Entschädigungsverfahrens  (9.  bzw. 16.  November  1995)  an  bis 
zum Entscheid der Vorinstanz vom 10. August 2009 rund 13 ¾ Jahre 
vergangen, was prima facie eindeutig als zu lang erscheint.  Die An-
gemessenheit  der Verfahrensdauer bestimmt sich aber nicht absolut, 
sondern nach den gesamten Umständen des Einzelfalles, ohne dass 
ein Verschulden der Behörde vorausgesetzt ist. Ins Gewicht fallen etwa 
der Umfang sowie die Komplexität der Sache, die Beschaffenheit des 
Streitgegenstandes, die Bedeutung der Angelegenheit für die Parteien 
sowie das Verhalten der Beteiligten (MÜLLER, a.a.O., Rz. 6 zu Art. 46a; 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  S. 244  Rz. 5.26  ff.; UHLMANN/WÄLLE-
BÄR, a.a.O., Art. 46a N 20).

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3.3 Den  vorinstanzlichen  Akten  lässt  sich  folgender  Verfahrensgang 
entnehmen: Nachdem der Beschwerdegegner die Vorinstanz um Ein-
leitung des Enteignungsverfahrens ersucht  hatte,  unterbreitete er  ihr 
am 3. Mai 1996 – wie anlässlich der ersten Einigungsverhandlung vom 
25.  April  1996  unter  den  Parteien  vereinbart  –  zuhanden  der  be-
troffenen  Grundeigentümer  einen  ersten  Einigungsvorschlag  (Be-
schränkung des Seezugangsrechtes auf die Restparzelle GB-Nr. 618 
sowie  einmalige  Entschädigung  von  Fr.  2'000.-  pro  Berechtigter, 
Realersatz  für  das  Fusswegrecht  in  Form  eines  öffentlichen  Fuss-
weges). Dieser und ein weiteres Schreiben des Beschwerdegegners 
vom 27. Mai 1998 blieben in der Folge jedoch von der Vorinstanz un-
beantwortet. Erst als sich der Beschwerdegegner mit Schreiben vom 
15.  September  2005  nach  dem Verfahrensstand  erkundigte  und  bei 
dieser Gelegenheit auf den weitgehenden Abschluss der Bauarbeiten 
an  der  A2  hinwies,  setzte  die  Vorinstanz das  Verfahren  mit  der  An-
ordnung  einer  zweiten  Einigungsverhandlung  und  eines  Augen-
scheines auf den 20. Oktober 2005 fort. Es ist bereits fraglich, ob sich 
diese lange Phase der  Untätigkeit  einzig  mit  der  Begründung recht -
fertigen lässt, der Vergleichsvorschlag habe auf der Nutzung der ver-
bleibenden  Restparzelle  GB-Nr.  618  beruht  und  deren  Grösse  und 
Beschaffenheit sowie die durch die Enteignung erlittenen finanziellen 
Einbussen  hätten  erst  nach  Abschluss  der  Bauarbeiten  beurteilt 
werden  können  (vgl.  angefochtener  Entscheid  I  Ziff.  13  sowie  Vor-
ladung  der  Vorinstanz  zur  zweiten  Einigungsverhandlung  vom 
20. September  2005).  Selbst  wenn  diese  Verfahrensverzögerung 
hinzunehmen wäre (unter anderem mit dem Hinweis, dass es der Be-
schwerdeführerin [allerdings unter Verzicht auf einen allfälligen Real-
ersatz]  jederzeit  offen  gestanden  hätte,  die  Vorinstanz  um sofortige 
Festsetzung  einer  provisorischen  Verkehrswertentschädigung  zu  er-
suchen [vgl. Art. 19bis Abs. 2 EntG]),  so gilt  dies nicht  mehr für  den 
weiteren Verlauf des Verfahrens: Anlässlich der zweiten Einigungsver-
handlung vom 20. Oktober 2005 wurde als Realersatz für den Verlust 
des  Seezugangsrechtes  erstmals  ein  Benutzungsrecht  an  einem 
anderen Seegrundstück in Horw erwogen. Nachdem die Mehrheit der 
Enteigneten  (darunter  auch  die  Beschwerdeführerin)  im  Dezember 
2005  gegenüber  der  Vorinstanz  ihren  Wunsch  nach  Realersatz  be-
kräftigt  hatte,  ging  die  Vorinstanz  dieser  möglichen  Lösungsvariante 
nicht mehr weiter nach. Erst am 23. März 2007 forderte sie beim Be-
schwerdegegner  einen  Plan  mit  der  genauen  Fläche  des  allfälligen 
Ersatzgrundstückes ein,  um sich anschliessend – ohne dass weitere 
Bemühungen um eine gütliche Einigung dokumentiert wären – wieder 

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bis am 28. Februar 2008 Zeit zu lassen, um den Parteien mitzuteilen, 
dass  die  Bemühungen um Realersatz  erfolglos  geblieben seien und 
das Einigungsverfahren damit abgeschlossen sei. Nach Durchführung 
der Hauptverhandlung am 13./14. Mai 2008 liess sie wiederum mehr 
als  ein Jahr verstreichen,  um schliesslich am 10. August  2009 ihren 
Entscheid zu fällen. Diese langen Zeitspannen zwischen den einzel-
nen Verfahrensschritten und die dadurch bedingte fast vierjährige Ver-
fahrensdauer  zwischen  der  zweiten  Einigungsverhandlung  und  dem 
Entscheid  lassen  sich  auch  angesichts  der  nicht  allzu  komplexen 
Sachlage  nicht  mehr  entschuldigen.  Dies  wird  im  Dispositiv  festzu-
halten  und  der  Aufsichtsdelegation  ESchK  des  Bundesverwaltungs-
gerichtes  zwecks  Prüfung  eines  allfälligen  grundsätzlichen  Hand-
lungsbedarfes zur  Kenntnis  zu  bringen  sein  (UHLMANN/WÄLLE-BÄR, 
a.a.O., Art. 46a N 35; BGE 129 V 411 E. 1.3).

4.
Die  Beschwerdeführerin  verlangt  die  Aufhebung  von  Ziff.  1  des 
Rechtsspruches des angefochtenen Entscheides vom 10. August 2009 
– soweit die ihr zugesprochene Enteignungsentschädigung betreffend 
– und eine Heraufsetzung derselben auf mindestens Fr. 50'000.-. Sie 
begründet dies insbesondere damit, dass die Vorinstanz den Umfang 
der  enteigneten  Rechte  nicht  korrekt  ermittelt,  einen  falschen 
Schätzungszeitpunkt angenommen und den Schaden insgesamt falsch 
berechnet habe.

5.
Für  enteignete  Dienstbarkeiten  (mit  Ausnahme der  Nutzniessungen) 
ist  dem Berechtigten  der  ganze aus ihrer  Beschränkung oder  ihrem 
Erlöschen  entstehende  Schaden  zu  vergüten  (vgl.  Art.  23  Abs.  1 
EntG).  Wie  die  Vorinstanz  –  von  der  Beschwerdeführerin  unwider-
sprochen – in  ihrem angefochtenen Entscheid vom 10. August  2009 
(vgl.  II  Ziff.  5)  zutreffend  ausführt,  ist  für  jene  Enteigneten,  denen 
bereits ein Seezugangsrecht auf dem Grundstück GB-Nr. 618 zustand, 
das Fusswegrecht über das Grundstück GB-Nr. 1005 zum Grundstück 
GB-Nr.  618  unmittelbar  mit  dem  Wert  des  Seezugangsrechtes  ver-
bunden und ohne eigenen Nutzen; zudem kann es über einen neu er -
richteten öffentlichen Weg nach wie vor ausgeübt werden. Umstritten 
und nachfolgend  vorfrageweise  zu  prüfen ist  jedoch,  welche Rechte 
das im Grundbuch zu Lasten der Parzelle GB-Nr. 618 bzw. zu Gunsten 
der Parzelle GB-Nr. 961 eingetragene und vom Enteigner als solches 
nicht  in  Frage  gestellte  Seezugangsrecht  konkret  umfasst  (zur  Zu-

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ständigkeit  des  Zivilrichters,  wenn  nicht  wie  hier  über  den  Umfang, 
sondern  über  den  Bestand  eines  Rechtes  zu  entscheiden  ist  vgl. 
Art. 69 Abs. 1 EntG; HESS/WEIBEL, a.a.O, N. 3 zu Art. 69).

5.1 Die  Beschwerdeführerin  macht  hierzu  geltend,  im  Rahmen  der 
Umstellung  auf  ein  elektronisches  Erfassungssystem  sei  auf  dem 
Grundbuchblatt  des  belasteten  Grundstückes  GB-Nr. 618  unter 
"Dienstbarkeiten"  das Stichwort  "Zugangsrecht  zum See, Unterhalts-
abrede  gemäss  Beleg"  zu  Gunsten  ihres  Grundstückes  GB-Nr. 961 
eingetragen worden. Eine Auslegung anhand der vorhandenen Belege 
(Regierungsratsbeschluss vom 16. November 1967 betreffend die In-
anspruchnahme  von  Seegebiet,  Reglement  der  "Gemeinschaft  für 
Pflege  und  Unterhalt  der  Parzelle  618  E._______"  vom  4. Oktober 
1968 und Mietverträge für die Bootsliegeplätze) lasse keinen anderen 
Schluss  zu,  als  dass  das  Stichwort  "Seezugangsrecht"  neben  dem 
eigentlichen Seezugangsrecht auch das Baderecht und das Recht auf 
einen Bootsliegeplatz beinhaltet habe; das mit diesem einhergehende 
Mietrecht  sei  folglich  an  die  Grunddienstbarkeit  gekoppelt  gewesen. 
Zudem seien das Baderecht und das Recht auf einen Bootsliegeplatz 
von ihr (der Beschwerdeführerin) seit langer Zeit unangefochten und in 
gutem Glauben ausgeübt worden; selbst wenn ein Grundbucheintrag 
fehlte,  hätte  sie  –  da  seit  über  dreissig  Jahren  Eigentümerin  und 
Dienstbarkeitsberechtigte  – diese ersessen. Die  Vorinstanz hält  dem 
entgegen,  das  Seezugangsrecht  habe  zwar  einen  eigentlichen  See-
zugang sowie die Möglichkeit, auf dem Grundstück zu verweilen, be-
inhaltet,  nicht  aber  ein  Recht  auf  einen  Bootsliegeplatz;  dieser  sei 
somit auch nicht Gegenstand der Enteignung gewesen. Im Gegenteil: 
Der vormalige Grundeigentümer habe den Bootssteg ausserhalb der 
Dienstbarkeit errichten lassen und anschliessend weitervermietet. Von 
einem wohlerworbenen Recht  könne  keine  Rede sein,  sei  doch der 
Bootsliegeplatz im Zeitpunkt der Einleitung des Schätzungsverfahrens 
längst  gekündigt  gewesen.  Auch  eine  Tabular-  oder  eine  Extra-
tabularersitzung  eines  solchen  Rechtes  falle  vorliegend  ausser  Be-
tracht,  da  am  belasteten  Seegrundstück  kein  Eigentum  ersessen 
werden  könne.  Im  Übrigen  habe  nicht  die  Beschwerdeführerin, 
sondern ihr Ehemann den Bootsliegeplatz gemietet; dieser habe aber 
im Schätzungsverfahren keine Parteistellung.

5.2 Die  Ersitzung  einer  Grunddienstbarkeit  ist  nur  zu  Lasten  von 
Grundstücken möglich, an denen das Eigentum ersessen werden kann 
(Art. 731  Abs. 3  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom 

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10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]). Gegenstand der ordentlichen Er-
sitzung kann nur ein im Grundbuch eingetragenes Recht sein; sie kann 
sich  nur  vollziehen  zugunsten  des  nach  dem  Eintrag  Berechtigten, 
welcher das Recht nicht durch die Eintragung erworben hat, weil diese 
ungerechtfertigt  war  und  infolgedessen  die  Übertragung  des  Eigen-
tums oder die Entstehung des dinglichen Rechtes nicht  zu bewirken 
vermochte  (PETER LIVER,  in:  Kommentar  zum  Schweizerischen  Zivil-
gesetzbuch,  IV. Band:  Das  Sachenrecht,  1.  Band:  Die  Grunddienst-
barkeiten,  3. Aufl.,  Zürich  1980,  Rz. 92 zu Art.  731; zur  praktischen 
Unmöglichkeit  der  ordentlichen  Ersitzung  einer  Dienstbarkeit  vgl. 
ETIENNE PETITPIERRE,  in: Basler  Kommentar,  Zivilgesetzbuch II,  3. Aufl., 
Basel 2007, N. 34 zu Art. 731 ZGB). Eine ausserordentliche Ersitzung 
wiederum  ist  nur  dann  möglich,  wenn  das  Grundbuch  keinen  Auf-
schluss  darüber  gibt,  wer  Eigentümer  des  Grundstückes  ist.  Diese 
Voraussetzung ist  dann gegeben, wenn das Grundstück nicht in das 
Grundbuch aufgenommen ist oder – ist es aufgenommen – aus dem 
Eintrag keine Angaben über den Eigentümer ersichtlich sind oder der 
eingetragene  Eigentümer  seit  Beginn der  Ersitzungsfrist  tot  oder  für 
verschollen  erklärt  ist  (LIVER,  a.a.O.,  Rz.  94  zu  Art. 731;  PETITPIERRE, 
a.a.O., N. 35 zu Art. 731 ZGB). Vorliegend geht die Eigentümerschaft  
sowohl am belasteten (Beschwerdegegner) als auch am berechtigten 
Grundstück  (Beschwerdeführerin)  zweifelsfrei  aus  dem  Grundbuch 
hervor und es wird weder geltend gemacht noch ist ersichtlich, dass 
der Eintrag des Seezugangsrechtes bzw. der Eigentumsrechte zu Un-
recht  erfolgt  wäre. Es stellt  sich hier  denn auch nicht  die Frage der  
Ersitzung,  sondern  diejenige  der  konkreten  Auslegung  einer  im 
Grundbuch eingetragenen Grunddienstbarkeit (vgl. E. 5.3 ff.).

5.3
5.3.1 Die  sich  aus  einer  Dienstbarkeit  ergebenden  Rechte  und 
Pflichten sind zunächst aufgrund des Eintrages auf dem Blatt des be-
lasteten Grundstückes zu ermitteln (vgl. Art.  738 Abs. 1  ZGB;  LIVER, 
a.a.O.,  Rz.  21  zu  Art.  738)  Ergibt  sich  der  Inhalt  der  Dienstbarkeit 
deutlich aus dem Grundbucheintrag, ist  dieser ausschliesslich mass-
gebend  (BGE 123  III  461  E.  2b;  BGE  228  III  169  E.  3a).  Ein  gut -
gläubiger  Dritter  soll  sich  auf  den  Eintrag  verlassen  dürfen,  ohne 
prüfen zu müssen, ob er mit den Belegen und anderen Bestandteilen 
des Grundbuches übereinstimmt; der gute Glaube ist ihm jedoch dann 
abzusprechen, wenn der Eintrag ausdrücklich auf die Ergänzung durch 
den Erwerbsgrund hinweist und er davon nicht Kenntnis nimmt sowie 
wenn der Eintrag die Dienstbarkeit nicht ausreichend zu spezifizieren 

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vermag und infolgedessen "sich  Rechte und Pflichten aus ihm nicht 
deutlich ergeben" (LIVER, a.a.O., Rz. 28 ff. zu Art. 738).

5.3.2 Aus  dem  Hauptbuchblatt  des  belasteten  Grundstückes  GB-
Nr. 618 vom 10. Juni 1976 lässt sich – wie dem Grundbuchverwalter in 
Art. 35 Abs. 2  Bst. c  sowie  Abs. 3 der  Verordnung vom 22. Februar 
1910 betreffend das Grundbuch (GBV, SR 211.432.1) aufgetragen – 
einzig das Stichwort "Seezugangsrecht z.G. Nr. (...), 961, (...). Unter-
halt  zu  je  1/27  dch.  Nr. (...),  961,  (...)."  entnehmen.  Dieser  Passus 
wurde  in  der  Folge  offenbar  im  Zuge  der  Umstellung  auf  ein 
elektronisches  Grundbucherfassungssystem  abgeändert  auf  "Zu-
gangsrecht  zum See,  Unterhaltsabrede  gemäss  Beleg  z.G. Nr. (...), 
961,  (...)"  (vgl.  Grundbuchauszug  Grundstück  Nr. 618,  Horw,  vom 
7. Mai  2008).  Angesichts  der  knappen  Formulierung  und  des 
(späteren) Verweises auf einen Beleg (vgl. hierzu E. 5.4 nachfolgend) 
durfte  der  Beschwerdegegner,  welcher  das  Grundstück  GB-Nr. 618 
1990 erwarb,  daher  nicht  ohne weiteres  davon ausgehen,  dass  das 
eingetragene Recht nur den Zugang zum See, nicht  aber ein Bade-
recht,  ein  Mitbenützungsrecht  am  Seegrundstück  und  ein 
Bootsanlegerecht  beinhaltete.  Umgekehrt  durfte  die  Beschwerde-
führerin nicht zwingend den Schluss ziehen, das Seezugangsrecht er-
fasse auch die drei letztgenannten Rechte.

5.4
5.4.1 Wenn der Wortlaut  des Grundbucheintrages unklar  ist,  darf  im 
Rahmen des Eintrages auf den Erwerbsgrund zurückgegriffen werden. 
Ist  auch der  Erwerbsgrund nicht  schlüssig,  kann sich  der  Inhalt  der 
Dienstbarkeit – wiederum im Rahmen des Eintrages – aus der Art er-
geben,  wie  sie  während  längerer  Zeit  unangefochten  und  in  gutem 
Glauben ausgeübt worden ist (vgl. Art. 738 Abs. 2 ZGB; BGE 131 III  
345 E. 1.1). Die Auslegung des Erwerbstitels hat dabei grundsätzlich 
nach  dem  Vertrauensprinzip  zu  erfolgen;  soweit  es  sich  um  Dritte 
handelt,  die  an  der  Dienstbarkeitserrichtung  nicht  beteiligt  waren, 
dürfen ganz individuelle persönliche Umstände und Motive, die für die 
Willensbildung  der  ursprünglichen  Vertragsparteien  bestimmend 
waren, aus dem Erwerbstitel aber selber nicht hervorgehen, nicht be-
rücksichtigt  werden  (LIVER,  a.a.O.,  Rz.  94  zu  Art. 738;  PETITPIERRE, 
a.a.O., N. 6 zu Art. 738 ZGB; BGE 108 II 542 E. 2). Fehlt es an aus-
reichenden  Willenserklärungen,  kommt  dem  Sinn  und  Zweck  der 
Dienstbarkeit die massgebende Bedeutung zu; er bestimmt sich nach 
den Bedürfnissen des herrschenden Grundstückes (LIVER,  a.a.O., Rz. 

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96 zu Art. 738; PETITPIERRE, a.a.O., N. 10 zu Art. 738 ZGB; BGE 113 II 
506 E. 2). Die Art der Ausübung während langer Zeit wiederum kann 
beispielsweise aus den baulichen Anlagen erkannt werden, welche zur 
Ausübung der Dienstbarkeit erforderlich sind (LIVER, a.a.O., Rz. 131 zu 
Art. 738).

5.4.2 Wie das Grundbuchamt Luzern-Land in seinem Mail vom 7. Mai 
2008 gegenüber der Vorinstanz ausführt und die Beschwerdeführerin 
bezüglich ihres Grundstückes GB-Nr. 961 bestätigt,  enthalten die auf 
dem Hauptblatt  des belasteten Grundstückes GB-Nr. 618 als  Belege 
zu den Dienstbarkeiten aufgeführten öffentlich beurkundeten Kaufver-
träge jeweils den mehrheitlich identischen Passus "Nr. (...) erhält  ein 
Seezugangsrecht über Parzelle Nr. 618 der Verkäuferin im Sinne des 
Reglementes über die Benützung dieser Parzelle. Den Unterhalt  des 
Seezuganges  trägt  Nr.  (...)  zu  1/27.".  Offenbar  bestand  jedoch  das 
erwähnte  Reglement  im  Zeitpunkt  des  Grundbucheintrages  in  den 
Jahren 1946/1947 noch gar nicht, sondern wurde erst am 4. Oktober 
1968 durch die "Gemeinschaft  für  Pflege und Unterhalt  der  Parzelle 
618 E._______" erlassen. Unter diesen Vorzeichen darf aber zur Aus-
legung des Erwerbsgrundes auch nicht darauf zurückgegriffen werden; 
vielmehr ist es für die Beurteilung der Art der Ausübung beizuziehen 
(vgl.  E. 5.4.3  ff. nachfolgend). Unbeachtlich  zu bleiben  hat  auch  die 
Bewerbung des Eigenheimes auf der Parzelle GB-Nr. 961 mit einem 
freien  Seestrandanteil  und  einem Bootshaus  am Vierwaldstättersee, 
haben doch die subjektiven Vorstellungen,  welche für  den ursprüng-
lichen Käufer anno 1946/1947 bei der Begründung der Dienstbarkeit 
allenfalls  bestimmend gewesen sind,  für  die  Beschwerdeführerin  als 
Rechtsnachfolgerin ausser Betracht zu bleiben.

5.4.3 Ergibt  sich  der  Inhalt  des  Seezugangsrechtes  aber  auch nicht 
aus  dem  Erwerbsgrund,  ist  –  unter  Beizug  sämtlicher  verfügbarer 
Indizien – auf die Art der während längerer Zeit unangefochtenen und 
gutgläubigen  Ausübung  dieser  Dienstbarkeit  durch  die  Beschwerde-
führerin abzustellen.

5.4.3.1 Tatsache  ist,  dass  mehrere Seezugangsberechtigte  sowie 
weitere Grundeigentümer aus dem D._______ am 16. August 1968 die 
„Gemeinschaft für Pflege und Unterhalt  der Parzelle 618 E._______“ 
gründeten, sich am 4. Oktober 1968 ein eigenes Reglement gaben, in 
dessen  bereinigten  Fassung  (vgl.  Ziff.  5)  unter  anderem  das  Be-
nützungs-  und  Zutrittsrecht  auf  die  benutzungsberechtigten  Liegen-

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schaftsbesitzer und Mieter  von Liegenschaften,  einschliesslich deren 
Angehörige,  Zimmermieter  oder  Feriengäste  beschränkten,  die  Par-
zelle  GB-Nr.  618  fortan  als  Badeplatz  nutzten  und  darauf  mit  dem 
Einverständnis  des früheren Eigentümers  verschiedene bauliche An-
lagen  (Badehaus  mit  Anbau,  Grill-,  Rasen-  und  Kinderspielplatz, 
Badesteg, Bepflanzung, Einzäunung) errichteten. Gleichzeitig ist auch 
unbestritten, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann nach dem 
Erwerb des Grundstückes GB-Nr. 961 im Jahre 1976 dieser Gemein-
schaft beitraten, in der Folge beim Unterhalt, Ausbau und Umbau der  
Seeparzelle  mitwirkten und diese mit  ihrer  Familie  während beinahe 
zwanzig Jahre für Bade- und weitere Freizeitaktivitäten beanspruchten. 
Unter  diesen  Umständen  kann  jedoch  nicht  ernsthaft  in  Zweifel  ge-
zogen  werden,  dass  das  Seezugangsrecht  –  auch  unter  Berück-
sichtigung seines Sinn und Zweckes – zumindest ein Baderecht sowie 
ein Mitbenützungsrecht an der Seeparzelle beinhaltete.

5.4.3.2 Differenzierter  zu  beurteilen  ist  das  von  der  Beschwerde-
führerin  geltend gemachte  Bootsanlegerecht:  Der  Regierungsrat  des 
Kantons Luzern  erteilte  B._______,  dem damaligen Präsidenten der 
Baugenossenschaft  A._______,  mit  Beschluss  vom  16.  November 
1967  die  Bewilligung  zur  Inanspruchnahme von  Seegebiet  vor  dem 
Grundstück GB-Nr. 618 für  die Erstellung eines Bootssteges mit  der 
Auflage, dieser dürfe nur von ihm und von  Anwohnern  in E._______ 
benützt werden, wobei er in seinen Erwägungen den Benutzerkreis auf 
jene Anwohner  eingrenzte,  "die  auf  dem Grundstück Nr. 618  ein  im 
Grundbuch eingetragenes Seezugangsrecht besitzen". Im Jahre 1969 
liess B._______ – inzwischen Eigentümer der Parzelle GB-Nr. 618 – 
den Bootssteg auf eigene Kosten erbauen und vermietete in der Folge 
elf  der  insgesamt  zwölf  Bootsanlegeplätze vorzugsweise an die  Mit-
glieder der Interessengemeinschaft der Parzelle GB-Nr. 618,  ab 1986 
auch  einen  –  gegen  einen  bescheidenen  jährlichen  Mietzins  von 
Fr. 750.- – an den Ehemann der Beschwerdeführerin. Es ist zwar nicht 
von  der  Hand  zu  weisen,  dass  er  diesem  ebenfalls  eine  Vorzugs-
stellung einräumte, kündigte er doch dem Vormieter das Mietverhältnis 
auf,  um dessen Liegeplatz  anschliessend an ihn  weitervermieten zu 
können;  zudem  erwarb  der  Beschwerdegegner  in  den  Jahren  1979 
(drei) bzw. 1980 (vier) insgesamt sieben der achtzehn dienstbarkeits-
berechtigten  Grundstücke,  so  dass  ab  diesem Zeitpunkt  bei  Bedarf 
jede interessierte  und berechtigte Privatperson mit  einem Liegeplatz 
hätte  bedient  werden  können. Trotzdem: Auch wenn die  Interessen-
gemeinschaft den (geplanten) Bootssteg offensichtlich für sich in An-

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spruch nahm (vgl. die Formulierung in  Ziff. 6  des Reglementes vom 
4. Oktober 1968 ["Die Parzelle 618  inklusive Bootssteg darf nicht als 
öffentlicher  Badeplatz  oder  als  Camping  benützt  werden"]),  vermag 
dies nichts daran zu ändern, dass dieser im Gegensatz zu den übrigen 
baulichen  Anlagen  vom  damaligen  Eigentümer  B._______  errichtet 
wurde und es anschliessend in seinem Belieben (bzw. ab 1991 im Be-
lieben vom Beschwerdegegner als neuer Eigentümer der Seeparzelle 
und des Bootssteges) stand, ob überhaupt und zu welchem Mietzins 
die  Bootsliegeplätze  weitervermietet  wurden.  Bei  dieser  Sachlage 
kann  aber  nicht  von  einem  eigenständigen  Recht  auf  einen  Boots-
liegeplatz  als  Bestandteil  des  Seezugangsrechtes  ausgegangen 
werden. Indes wird die Vorzugsstellung der Beschwerdeführerin (bzw. 
ihres  Ehemannes  als  Mitbewohner  des  dienstbarkeitsberechtigten 
Grundstückes)  bei  der  Miete  eines  Bootsliegeplatzes  (immerhin)  bei 
der Bemessung der Entschädigung zu berücksichtigen sein (vgl. E. 7.7 
nachfolgend).

5.5 Gestützt auf vorstehende Erwägungen kann somit als Zwischen-
ergebnis festgehalten werden, dass  das im Grundbuch zu Lasten der 
Parzelle  GB-Nr. 618  bzw.  zu  Gunsten  der  Parzelle  GB-Nr. 961  ein-
getragene  Seezugangsrecht  ein  Baderecht,  ein  Mitbenützungsrecht 
am  Seegrundstück  (welches  einerseits  durch  die  zur  Verfügung 
stehende  Infrastruktur  [Badehaus  mit  Anbau,  Grill-,  Rasen-  und 
Kinderspielplatz,  Badesteg,  Bepflanzung  sowie  Einzäunung]  eine 
Wertsteigerung,  andererseits  durch  die  Unterhaltsverpflichtung  eine 
Wertminderung erfuhr), nicht aber ein Recht auf einen Bootsliegeplatz 
beinhaltete.

6.
Gemäss  Art.  19bis Abs. 1  EntG  ist  der  Verkehrswert  (Art.  19  Bst.  a 
EntG) im Zeitpunkt der Einigungsverhandlung massgebend.

6.1 Die  Beschwerdeführerin  macht  geltend,  eine  teleologische  Aus-
legung dieser Bestimmung lasse keinen anderen Schluss zu, als dass 
das Datum der letzten Einigungsverhandlung der massgebende Zeit-
punkt für die Verkehrswertschätzung sei, wenn sich die Einigungsver -
handlungen – wie dies vorliegend der Fall gewesen sei – über mehrere 
Jahre  hingezogen  hätten.  Die  Vorinstanz  hätte  somit  den  mass-
gebenden Stichtag nicht  auf  den Beginn des Enteignungsverfahrens 
im Jahre 1995, sondern auf den 20. Oktober 2005 (Datum der zweiten 
Einigungsverhandlung) bzw. den 13. Mai 2008 (Datum der Hauptver -

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handlung) setzen müssen. Sie habe den objektiven Wert der Parzelle 
GB-Nr. 618 – abgesehen davon, dass es sich hierbei ohnehin um das 
falsche Objekt  der  Verkehrswertschätzung handle – mit  Fr. 240'000.- 
viel  zu  niedrig  bemessen,  sei  doch der  Bodenpreis  von Fr. 300.-/m2 

(1995)  auf  zwischenzeitlich  mindestens  Fr. 600.-/m2  (2008)  an-
gestiegen.  Die  Vorinstanz  hält  dem entgegen,  dass  das  Datum der 
ersten  Einigungsverhandlung  für  die  Verkehrswertberechnung  mass-
gebend  sei,  habe  doch  der  Gesetzgeber  den  Stichtag  für  die  Be-
wertung  möglichst  früh  ansetzen  und  dabei  unter  anderem  Preis-
steigerungen  auffangen  wollen;  dies  gelte  umso  mehr,  als  der  Be-
schwerdegegner  bereits  per  1.  Januar  1996  von  der  enteigneten 
Dienstbarkeit Besitz ergriffen und die Entschädigung ab diesem Zeit -
punkt  verzinst  werde.  Sie  habe  daher  zu  Recht  den  Verkehrswert 
ebenfalls auf Ende 1995 geschätzt. Dessen ungeachtet könne ange-
sichts  der  starken Immissionen der  Brünigbahn,  der  Haupt-  und der 
Nationalstrasse  A2  ohnehin  nicht  von  einer  zwischenzeitlich  ein-
getretenen Wertsteigerung ausgegangen werden.

6.2 Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes ist eine 
Gesetzesbestimmung in erster Linie nach ihrem Wortlaut auszulegen. 
An einen klaren und unzweideutigen Gesetzeswortlaut ist die rechts-
anwendende  Behörde  gebunden,  sofern  dieser  den  wirklichen  Sinn 
der Norm wiedergibt (BGE 125 III 57 E. 2b; BGE 120 II 112 E. 3a). Ist 
eine Bestimmung trotz ihres scheinbar klaren Wortlautes unklar, so ist 
nach dem wahren Sinn und Zweck der Norm zu suchen. Dieser ergibt 
sich in erster Linie aus der Entstehungsgeschichte und dem Willen des 
Gesetzgebers. Die Gesetzesauslegung hat sich dabei vom Gedanken 
leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Rechtsnorm dar -
stellt,  sondern  erst  das  an  Sachverhalten  angewandte  und 
konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung 
im normativen Gefüge, ausgerichtet  auf  ein befriedigendes Ergebnis 
aus der ratio legis. Massgebend ist damit der Rechtssinn des Rechts-
satzes  (BGE 122  V  362  E. 4a;  vgl.  zur  Auslegung  allgemein  ULRICH 
HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 
5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 214 ff.,  mit weiteren Hinweisen; 
ERNST A. KRAMER, Juristische Methodenlehre, 2. Aufl., Bern 2005, S. 47 
ff.).  Bei  der  Auslegung  gelangen  die  grammatikalische,  historische, 
zeitgemässe,  systematische  und  teleologische  Auslegung  zur  An-
wendung.  Nach  herrschender  Meinung  kommt  keiner  dieser  Aus-
legungsmethoden ein grundsätzlicher Vorrang zu. Vielmehr befolgt das 
Bundesgericht  einen  „pragmatischen  Methodenpluralismus“.  Die 

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teleologische  Auslegungsmethode  steht  gemäss  bundesgerichtlicher 
Praxis jedoch im Vordergrund (BGE 128 I  34 E. 3b; BGE 125 II 206 
E. 4a; BGE 124 III  266 E. 4,  mit  weiteren Hinweisen auf  die  Recht-
sprechung;  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  Rz. 214  ff.;  HANS PETER 
WALTER,  Der  Methodenpluralismus  des  Bundesgerichts  bei  der 
Gesetzesauslegung, recht 1999, S. 157 ff.).

6.3 Art.  19bis Abs.  1  EntG  spricht  einzig  vom  "Zeitpunkt  der 
Einigungsverhandlung" (französisch: jour de l'audience de conciliation, 
italienisch: data  dell'udienza  di  conciliazione),  ohne  sich  darüber  zu 
äussern, welcher Stichtag massgebend ist, wenn – wie dies vorliegend 
der  Fall  ist –  im  Rahmen  des  Einigungsverfahrens  mehrere 
Einigungsverhandlungen in grossen zeitlichen Abständen stattfinden. 
Immerhin  stellt  der  Wortlaut  klar,  dass  nicht  auf  das  Datum  der 
Hauptverhandlung des Schätzungsverfahrens abgestellt werden kann.

6.4 Die  Bestimmung  in  Art.  19bis EntG  wurde  im  Rahmen  der  Teil-
revision  des  EntG  (Bundesgesetz  vom  18.  März  1971  betreffend 
Änderung des EntG, in Kraft seit 1. August 1972 [AS 1972 904 914]) 
entgegen der ursprünglichen Absicht der Initianten und des Bundes-
rates  im  Stadium  der  parlamentarischen  Beratungen  in  die  Vorlage 
aufgenommen.  Das  bisherige  Recht  hatte  die  Frage  des  mass-
gebenden Zeitpunktes  für  die Verkehrswertschätzung offen gelassen 
und  das  Bundesgericht  diesen  daher  in  einem  Leitentscheid  vom 
11. September  1963 grundsätzlich auf  den Tag des Entscheides der 
Schätzungskommission festgesetzt. Die Erfahrung zeigte jedoch, dass 
der Verkehrswert in der Zeit von den ersten Verhandlungen (Planauf-
lage,  Einigungsverhandlung)  bis  zum  Entscheid  der  Schätzungs-
kommission – oft erst verursacht oder mindestens mitverursacht durch 
das  geplante  öffentliche  Werk  –  erheblich  steigen  konnte,  mit  der 
Folge,  dass  Enteignete,  die  nicht  zu  einer  gütlichen  Einigung  Hand 
boten,  erheblich  mehr  erhielten  als  die  vergleichswilligen  Nachbarn. 
Dies  verminderte  die  Chancen  zur  vergleichsweisen  Erledigung  von 
Entschädigungsfragen, da die Enteigneten versucht waren, den Zeit-
punkt  des  Entscheides  möglichst  hinauszuschieben,  um  dadurch 
einen höheren Bodenpreis zu erreichen. Dies hatte unerwünschte Ver-
längerungen der Verfahren und vor allem unerwünschte Verteuerungen 
der im Interesse der Öffentlichkeit zu erstellenden Werke zur Folge. Mit  
der  Festsetzung  des  Bewertungszeitpunktes  auf  den  Tag  der 
Einigungsverhandlung und damit an den Anfang des Enteignungsver-
fahrens  (anlässlich  welcher  der  Enteignete  über  alle  in  Betracht 

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fallenden  Faktoren  bereits  einlässlich  orientiert  ist)  sollte  dieses  un-
lautere  Verhalten  fortan  verhindert  werden  (Amtliches  Bulletin  der 
Bundesversammlung [AB] StR 1971, Berichterstatter Dillier, S. 98; AB 
NR  1970,  Votum  Schlumpf,  S.  784;  Votum  Düby,  S.  795;  Votum 
Muheim,  S. 796).  Dieses  Ziel  kann  aber  unabhängig  davon  erreicht 
werden, ob für die Verkehrswertschätzung auf das Datum der ersten 
(25.  April  1996)  oder  dasjenige  der  zweiten  Einigungsverhandlung 
(20. Oktober 2005) abgestellt wird, solange die Verzögerung des Ver-
fahrens – wie vorliegend (vgl. E. 3.3  hiervor)  –  nicht  durch die Ent -
eigneten  zu  verantworten  ist.  Auch  eine  historische  Auslegung  von 
Art. 19bis Abs.  1  EntG  trägt  somit  nicht  zur  Klärung  der  hier 
interessierenden Rechtsfrage bei.

6.5 Der Gesetzgeber hat in Art. 19bis EntG einen zweiten Absatz ein-
geführt,  gemäss  welchem  –  wenn  sich  die  Parteien  nicht  einigen 
können und  keine Einsprachen oder  Begehren nach  Art.  7-10 EntG 
mehr  hängig  sind  –  die  Schätzungskommission  auf  Ersuchen  des 
Enteigneten  sofort  eine  Zahlung  in  der  voraussichtlichen  Höhe  der 
Verkehrswertentschädigung festzusetzen hat. Diese Bestimmung war 
von  der  Absicht  getragen,  Schätzungszeitpunkt  und  Auszahlung 
weiterhin  praktisch  übereinstimmen zu  lassen,  damit  der  Enteignete 
die Möglichkeit hat, mit diesen Mitteln, die ihm zur Verfügung gestellt  
werden,  Ersatzanschaffungen  zu  machen. Denn  wenn man ihn ent-
eignet und ihn jahrelang warten lässt, bis er die Entschädigung erhält,  
kann er mit dieser wegen der zu erwartenden Steigerung des Boden-
wertes  in  der  betreffenden  Gegend  keine  gleichwertigen  Ersatz-
anschaffungen mehr tätigen. Nicht verhindert werden kann jedoch mit 
dieser  Lösung,  dass  der  Enteignete  –  wenn  die  Schätzungs-
kommission die  provisorische Verkehrswertentschädigung zu tief  an-
gesetzt  hat  –  nachher  eine Nachforderung  samt  Zins  (vgl. Art.  19 bis 

Abs. 4 EntG) stellen muss und in  der Zwischenzeit  nicht  den vollen 
Gegenwert  hat,  um allenfalls  Realersatz zu  beschaffen. Wer auf  die 
Ausrichtung einer provisorischen Verkehrswertentschädigung gänzlich 
verzichtet, der riskiert, dass bei der Festsetzung der entgültigen Ent-
schädigung der Enteigner nur den Wert bezahlen muss, den das ent-
eignete  Grundrecht  im  Zeitpunkt  der  Einigungsverhandlung  gehabt 
hatte  (AB  StR  1971,  Berichterstatter  Dillier,  S.  100;  Votum  Munz, 
S. 104;  AB  NR  1970,  Berichterstatter  König,  S. 782 f.;  Votum 
Krummenacher, S. 785). Die Systematik von Art. 19bis EntG zeigt somit 
auf, dass der Grundsatz der Vergütung des vollen Verkehrswertes des 
enteigneten  Rechtes  (vgl.  Art.  19  Bst.  a  EntG)  vom  Gesetzgeber 

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hochgehalten wird. Diesem kann aber nur dann entsprochen werden, 
wenn  Festsetzung  und  Auszahlung  der  Entschädigung  zeitlich  nahe 
beieinander liegen. Um dieses Ziel zu erreichen, genügt es nicht, ein -
zig  die  Ausrichtung  einer  provisorischen  Verkehrswertentschädigung 
anlässlich  oder  nach  der  Einigungsverhandlung  gemäss  Art.  19bis 

Abs. 2 EntG vorzusehen, sondern es ist auch der Zeitraum zwischen 
dieser und der endgültigen Entschädigung (welche unter Umständen 
höher  ausfällt  [vgl.  Art.  19bis Abs. 4  EntG])  so  klein  wie  möglich  zu 
halten. Gleiches hat zu gelten, wenn auf eine provisorische Verkehrs-
wertentschädigung  überhaupt  verzichtet  wird.  Bei  mehreren 
Einigungsverhandlungen muss folglich diejenige für die Verkehrswert -
schätzung  massgebend  sein,  welche  näher  beim  Entscheid  der 
Schätzungskommission  liegt.  Diese  Auffassung  deckt  sich  auch  mit 
Sinn und Zweck des Art. 19bis EntG.

6.6 Das  Bundesgericht  hat  in  seiner  Rechtsprechung  bereits  ver-
schiedentlich  die  Frage  aufgeworfen,  ob  bei  langer  Verfahrensdauer 
nicht  eine  zweite,  für  den  Schätzungszeitpunkt  massgebende 
Einigungsverhandlung durchzuführen sei (BGE 116 Ia 106 E. 3a mit 
Verweis  auf  BGE 115 Ib  13 E. 5b sowie  BGE 116 Ib  11 E. 2b/dd). 
Zudem hat  es in seinen Allgemeinen Weisungen an die Präsidenten 
der  Eidgenössischen  Schätzungskommissionen  vom  8.  September 
1975 (BGE 101 Ib 171)  ausgeführt,  dass im Falle  einer  Aussetzung 
des  Einigungsverfahrens  gemäss  Art.  51  EntG  neue  Einigungsver-
handlungen einberufen werden müssten, wenn das Verfahren wieder 
aufgenommen werde;  deren Zeitpunkt sei  massgebend für  die Fest-
setzung  des  Verkehrswertes.  Art.  51  EntG  sieht  vor,  dass  die 
Einigungsverhandlung bis zur Erledigung der Einsprachen ganz oder 
teilweise  ausgesetzt  werden  kann,  wenn  diese  voraussichtlich  nam-
hafte  Planänderungen  auf  für  andere  Enteignete  zur  Folge  haben. 
Eine solche Konstellation ist zwar vorliegend nicht gegeben. Dennoch 
ruhte auch hier das Schätzungsverfahren vom 25. April 1996 (Datum 
der  ersten  Einigungsverhandlung)  bis  am 20. Oktober  2005  (Datum 
der  zweiten  Einigungsverhandlung)  mehrheitlich,  so  dass  sich  eine 
analoge Regelung aufdrängt.

6.7 Dieses Ergebnis erscheint auch sachgerecht, wenn man sich vor 
Augen  führt,  dass  vorliegend  weder  der  Enteigner  noch  die  Ent -
eigneten,  sondern  –  wenn  überhaupt  –  dann  die  Vorinstanz  diese 
lange  Zeitdauer  zwischen  der  ersten und  der  zweiten  Einigungsver-
handlung  zu  verantworten  hatte  (vgl.  bereits  E.  6.4  mit  Verweis  auf 

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E. 3.3  hiervor).  Es  besteht  somit  keinerlei  Veranlassung,  den  Ent-
eigneten  (und  mit  ihnen  der  Beschwerdeführerin)  irgendwelche  Ver-
zögerungstaktiken  zwecks  Steigerung  des  Verkehrswertes  ihrer 
Grunddienstbarkeiten  zu  unterstellen.  Hat  die  Beschwerdeführerin 
aber  die  lange  Verfahrensdauer  nicht  verursacht,  spricht  nichts  da-
gegen, zu ihren Gunsten vom Verkehrswert im Zeitpunkt der zweiten 
Einigungsverhandlung auszugehen.

6.8 Als  Zwischenfazit  ist  folglich  festzuhalten,  dass  der  20. Oktober 
2005 der  massgebende Zeitpunkt  für  die  Verkehrswertschätzung ist. 
Dies hat  – selbst  wenn Art. 19bis Abs. 1 EntG nur auf  die Verkehrs-
wertentschädigung im Sinne von Art. 19 Bst. a EntG verweist – auch 
für  Minderwertentschädigungen gemäss Art. 19 Bst. b  EntG, wie sie 
bei zwangsweisem Entzug von Dienstbarkeiten zugesprochen werden 
(vgl.  hierzu  eingehend  E. 7.3  nachfolgend),  zu  gelten  (PETER HÄNNI, 
Planungs-,  Bau-  und  besonderes  Umweltschutzrecht,  5. Aufl.,  Bern 
2008, S. 654; BGE 115 Ib 13 E. 7; BGE 121 II 350 E. 5d; anderer Auf-
fassung: HESS/WEIBEL, a.a.O., N. 47 zu Art. 19 sowie N. 1 zu Art. 19 bis, 
welcher  für  den  Verkehrswert  auf  den  Zeitpunkt  der  Einigungsver-
handlung  und  für  den  Minderwert  und  die  Inkonvenienzen  auf  den 
Zeitpunkt  der  Schätzungsverhandlung  abstellen  will,  damit  aber  die 
Einheit der Entschädigung in Frage stellt).

7.
Weiter ist zu prüfen, ob die Vorinstanz – abgesehen von der falschen 
Wahl  des  massgebenden  Schätzungszeitpunktes  –  den  durch  die 
Enteignung des Seezugangsrechtes bei der Beschwerdeführerin ein-
getretenen Schaden richtig ermittelt hat.

7.1 Die Beschwerdeführerin bringt hierzu vor, die Vorinstanz habe den 
ihr  entstandenen  Schaden  falsch  berechnet,  sei  sie  doch  bei  ihrer 
Schätzung  vom Wert  des  belasteten Grundstückes GB-Nr. 618 aus-
gegangen,  obwohl  nicht  dieses  sondern  eine  Dienstbarkeit  Gegen-
stand  des  Enteignungsverfahrens  sei.  Richtigerweise  sei  der  Ver-
kehrswert  ihres  Grundstückes  GB-Nr.  961  mit Dienstbarkeit  (See-
zugang, privater Badeplatz, privater Bootsanlegeplatz) nach einer an-
erkannten  Liegenschaftsbewertungsmethode  wie  beispielsweise  der 
hedonischen  Schätzungsmethode  zu  berechnen  und  anschliessend 
eine Schätzung ihrer  Liegenschaft  ohne Dienstbarkeit  vorzunehmen. 
Die  Differenz  der  so  ermittelten  Werte  ergebe  schliesslich  den  vom 
Enteigner zu vergütende Schaden. Die Vorinstanz vertritt dagegen die 

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Auffassung,  eine  Schätzung des  berechtigten  Grundstückes mit  und 
ohne Seezugangsrecht  sei  gar  nicht  möglich. Die  belastete  Seepar-
zelle  sei  durch  das  Seezugangsrecht  der  achtzehn  berechtigten 
Grundeigentümer zum grossen Teil konsumiert  bzw. belastet worden, 
so dass dem Grundeigentümer nur  noch ein bescheidener  Restwert 
verblieben  sei.  Es  sei  daher  vom  Wertanteil  des  Grundstückes, 
welcher durch das Seezugangsrecht belastet worden sei, auszugehen 
und  dieser  (objektive)  Wert  sei  anschliessend  um einen  subjektiven 
Wert  im  Sinne  einer  Aufwertung  der  berechtigten  Grundstücke  an-
gemessen zu erhöhen.

7.2 Eine  Enteignung  kann  nur  gegen  volle  Entschädigung  erfolgen 
(Art.  16  EntG). Bei  ihrer  Festsetzung  sind  alle  Nachteile  zu  berück-
sichtigen,  die  dem  Enteigneten  aus  der  Entziehung  oder  Be-
schränkung seiner Rechte erwachsen. Zu vergüten sind der volle Ver-
kehrswert  des enteigneten Rechtes (Art. 19 Bst. a  EntG),  wenn von 
einem  Grundstück  oder  von  mehreren  wirtschaftlich  zusammen-
hängenden Grundstücken  nur  ein  Teil  in  Anspruch  genommen  wird, 
auch  der  Betrag,  um  den  der  Verkehrswert  des  verbleibenden  Teils 
sich vermindert (sogenannter Minderwert; Art. 19 Bst. b EntG) sowie 
alle weiteren dem Enteigneten verursachten Nachteile, die sich nach 
dem gewöhnlichen Lauf der Dinge als Folge der Enteignung voraus-
sehen lassen (sogenannte Inkonvenienzentschädigung; Art. 19 Bst. c 
EntG). Der Verkehrswert entspricht dem Erlös, der für das enteignete 
Recht bei Veräusserung im freien Handel am massgebenden Stichtag 
objektiverweise hätte erzielt werden können (HESS/WEIBEL, a.a.O., N. 50 
zu  Art.  19).  Für  dessen  Berechnung  werden  im  Wesentlichen  die 
statistische  Methode  (Vergleichsmethode),  die  Lageklassenmethode, 
die  Methode  der  Rückwärtsrechnung, der  Ertragswert-  sowie  der 
Realwertberechnung, die  Barwertmethode  und  neuerdings  die 
hedonische  Methode  sowie  die  Raumklassen-Methode  angewendet 
(vgl.  HÄNNI,  a.a.O, S. 641 ff.;  HESS/WEIBEL,  a.a.O., N. 80 ff. zu Art. 19; 
HEINZ WENGER/MUCK MARC WENGER/WOLFGANG NAEGELI,  Der 
Liegenschaftenbewerter, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, S. 1 ff.; BGE 
134 II 49 E. 16).

7.3 Für enteignete Dienstbarkeiten sieht Art. 23 Abs. 1 EntG im Sinne 
einer Sonderregelung vor, dass dem Berechtigten der ganze aus ihrer 
Beschränkung  oder  ihrem  Erlöschen  entstehende  Schaden  zu  ver-
güten ist. Eine Dienstbarkeit ist für sich allein – auch wenn sie selb -
ständig enteignet werden kann – nicht Handelsobjekt und weist daher 

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keinen eigentlichen,  nach den üblichen Methoden ermittelbaren Ver-
kehrswert  im  Sinne  von  Art.  19  Bst.  a  EntG auf.  Der  Anspruch  auf 
Ersatz des Schadens gewährleistet vielmehr eine subjektive, allein auf 
die Veränderung in der Vermögenslage des Dienstbarkeitsberechtigten 
bezogene Schadensermittlung nach den gleichen Regeln wie für  die 
Festsetzung  der  Ablösungssumme  bei  richterlicher  Aufhebung  oder 
Veränderung von Dienstbarkeiten gemäss Art. 736 Abs. 2 ZGB. Der zu 
ersetzende Schaden kann sich,  wenn es sich  um eine Grunddienst-
barkeit  handelt,  vorab  in  einer  Verkehrswerteinbusse  des 
herrschenden Grundstückes äussern; er kann aber auch – je nach Art 
und Inhalt der Dienstbarkeit – zusätzlich oder ausschliesslich in ana-
loger Anwendung von Art. 19 Bst. b und c EntG in einem persönlichen 
Vermögensnachteil  des  Berechtigten  bestehen  (vgl.  HESS/WEIBEL, 
a.a.O., N. 172 zu Art. 19 sowie N. 7 zu Art. 23; vgl. auch BGE 102 Ib 
173  E. 2).  Das  Bundesgericht  hat  hierzu  wiederholt  ergänzend  aus-
geführt,  dass  für  die  Bemessung  der  Entschädigung  für  die  Ent-
eignung einer Dienstbarkeit die Regeln über die Teilexpropriation ge-
mäss  Art.  19  Bst.  b  EntG  zur  Anwendung  gelangen  und  dem  Ent-
eigneten der  Unterschied zu vergüten sei,  der  sich  aus der  Gegen-
überstellung  des  Verkehrswertes  des  dienstbarkeitsberechtigten 
Grundstückes  vor  und  nach  dem  Entzug  der  Dienstbarkeit  ergebe 
(sogenannte Differenzmethode). Neben diesem Minderwert  seien all-
fällige weitere Nachteile zu ersetzen, die sich nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge als Folge der Enteignung voraussehen liessen (Art.  19 
Bst. c EntG); zudem seien an die Minderwertentschädigung allfällige 
besondere Vorteile, welche dem Enteigneten durch das Unternehmen 
des  Enteigners  erwüchsen,  anzurechnen  (vgl.  Art.  22  Abs.  1  EntG; 
zum Ganzen: BGE 94 I 286 E. 3a; BGE 106 Ib 381 E. 2b; BGE 122 II 
246 E. 4; bezüglich der zwangsweisen Auferlegung einer Servitut vgl. 
auch BGE 103 Ib 91 E. 3b; BGE 106 Ib 241 E. 3; BGE 114 Ib 321 E. 3; 
BGE 129 II 420 E. 3.1.1; BGE 131 II 458 E. 3.3; BGE 134 II 49 E. 11).

7.4 Die Vorinstanz hat im Rahmen der Berechnung der Enteignungs-
entschädigung für die Beschwerdeführerin in einem ersten Schritt den 
objektiven  Wert  des  dienstbarkeitsbelasteten  Grundstückes  GB-Nr. 
618 im Jahre 1995 (inkl. Badehaus,  Badesteg,  Bepflanzung,  Kinder-
spielplatz,  Rasenplatz  sowie  Einzäunung,  abzüglich  des  vom  Be-
schwerdegegner  im Jahre  1990 für  das Grundstück bezahlten Kauf -
preises  sowie  unter  Annahme  eines  Bodenpreises  von  Fr. 300.-/m2) 
auf  Fr.  240'000.-  geschätzt  und  anschliessend  in  Form  einer 
subjektiven  Komponente  (aufgrund  des  "ideellen"  Wertes  des  See-

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zugangsrechtes  für  die  achtzehn  dienstbarkeitsberechtigten  Grund-
eigentümer)  50 %  des  objektiven  Wertes  (d.h.  Fr.  120'000.-)  dazu-
geschlagen. Von dem so errechneten Wert  (Fr. 360'000.-)  hat  sie  in 
einem zweiten Schritt die eine Hälfte gleichmässig auf die insgesamt 
achtzehn  grunddienstbarkeitsberechtigten  Grundstücke  (d.h.  je 
Fr. 10'000.-),  die andere Hälfte entsprechend ihrer  jeweiligen Grösse 
und dem damit  verbundenen möglichen Umfang der Ausnützung an-
teilsmässig auf sie aufgeteilt (d.h. Fr. 8'223.90 auf das Grundstück GB-
Nr. 961 der Beschwerdeführerin) und gestützt darauf – nach erfolgter 
Verifizierung  des  Ergebnisses  mittels  Vergleich  mit  dem Kapitalwert  
einer  Familiensaisonkarte  im  öffentlichen  Seebad  in  Horw  –  für  die 
Beschwerdeführerin  eine  Entschädigung  im  Umfang  von  insgesamt 
Fr. 18'223.90 festgesetzt.

7.5 Diese  Berechnung  beruht  auf  keiner  anerkannten  Schätzungs-
methode und vermag nur bedingt zu überzeugen: Bewertungsobjekt im 
vorliegenden  Verfahren  ist  eine  Dienstbarkeit  und  –  wie  die  Be-
schwerdeführerin  mit  Recht  ausführt  –  nicht  das  mit  dem  See-
zugangsrecht belastete Grundstück GB-Nr. 618. Die Vorinstanz hätte 
somit  nicht  vom objektiven bzw. subjektiven Wert  dieser Parzelle  für 
die  Seezugangsberechtigten  ausgehen  dürfen,  sondern  vielmehr  für 
die  Ermittlung  der  bei  der  Beschwerdeführerin  eingetretenen  Ver-
mögenseinbusse – mangels bestimmbaren Verkehrswertes  des See-
zugangsrechtes – die direkten Auswirkungen der Enteignung auf den 
Verkehrswert des dienstbarkeitsberechtigten Grundstückes GB-Nr. 961 
beurteilen müssen. Diese lässt sich jedoch – in Übereinstimmung mit 
der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  –  einzig  anhand  der 
Differenzmethode,  d.h.  durch  Vergleich  des  Verkehrswertes  des 
Grundstückes GB-Nr. 961 mit und ohne Seezugangsrecht korrekt be-
stimmen. Unter diesen Vorzeichen kann aber die von der Vorinstanz 
gewählte  Berechnungsart  höchstens  hilfsweise  zur  Verifizierung  des 
durch  die  Differenzmethode  gewonnenen  Ergebnisses  beigezogen 
werden. Ausser Frage steht dabei,  dass der neu gestützt auf den im 
Oktober  2005  massgebenden  Bodenpreis  zu  berechnende  Gesamt-
wert der Dienstbarkeiten – entgegen der Auffassung der Beschwerde-
führerin – unter achtzehn und nicht unter elf dienstbarkeitsberechtigte 
Grundstücke  aufzuteilen  ist,  hat  doch  der  Beschwerdegegner  nicht 
zugunsten der übrigen Dienstbarkeitsberechtigten auf die Ausrichtung 
einer  Entschädigung  für  den  Verlust  des  Seezugangsrechtes  seiner 
sieben berechtigten Grundstücke verzichtet.

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7.6 Anzufügen bleibt, dass sich die von der Beschwerdeführerin ein-
gebrachte hedonische Methode für die Bewertung einer Dienstbarkeit 
wenig  eignet:  Bei  diesem  Schätzungsverfahren  werden  die  preis-
bestimmenden  Eigenschaften  einer  Liegenschaft  unter  Berück-
sichtigung  zahlreicher  Vergleichsobjekte,  die  auf  dem  freien  Markt 
gehandelt worden sind, durch ein statistisches Verfahren ermittelt und 
quantifiziert; sind die Preise der Merkmale bekannt, können sie für die 
Bewertung weiterer Liegenschaften eingesetzt werden (vgl. BGE 134 II 
49  E. 16.1). Bei  (spezifischen)  Dienstbarkeiten fehlen jedoch gerade 
aussagekräftige Vergleichszahlen. Ob sich die Vorinstanz bei der Be-
wertung des Grundstückes GB-Nr. 961 mit und ohne Seezugangsrecht 
–  wie  von  der  Beschwerdeführerin  weiter  vorgeschlagen  –  der 
Methode der Ertragswertberechnung oder eines anderen anerkannten 
Schätzungsmodells  (bspw.  einer  blossen  Realwertberechnung  oder 
einer  Kombination  der  Methoden  von  Ertragswert-  und  Realwert-
ermittlung [vgl. HESS/WEIBEL, a.a.O., N. 101 zu Art. 19]) bedienen sollte, 
wird  ihrem  Ermessen,  welches  sie  im  Rahmen  der  erneuten  Ent-
scheidfindung pflichtgemäss auszuüben haben wird  (vgl. hierzu E. 8 
nachfolgend),  anheimgestellt.  Unabdingbare  Voraussetzung  wird 
jedoch  sein,  dass  die  von  ihr  gewählte  Methode  wissenschaftlichen 
Anforderungen  genügt  und  im  konkreten  Einzelfall  als  geeignet  und 
angemessen erscheint (vgl. BGE 134 II 49 E. 16.4).

7.7 Schliesslich ist noch zu untersuchen, ob bei der Entschädigungs-
bemessung  allfällige  Zuschläge  bzw.  Abzüge  vorzunehmen  sind. 
Vorliegend  entfällt  die  Prüfung  der  Möglichkeit  einer  besseren  Ver-
wendung der Parzelle GB-Nr. 961 (vgl. Art. 20 Abs. 1 EntG), gleichen 
sich doch bei der Ermittlung ihres Verkehrswertes (mit und ohne See-
zugangsrecht)  aufgrund  der  Differenzmethode  etwaige  Zuschläge 
gegenseitig aus. Nicht anzurechnen an die Minderwertentschädigung 
ist  weiter  die  Wertsteigerung,  welche  die  Liegenschaft  der  Be-
schwerdeführerin  nach  Abschluss  der  Bauarbeiten  durch  die  Über-
dachung  der  A2  erfahren  hat,  kommt  diese  doch  allen  Grundeigen-
tümern  in  E._______  zugute  und  bewirkt  keinen  Sondervorteil  (vgl. 
Art. 22 Abs. 1 EntG; HÄNNI, a.a.O., S. 647; HESS/WEIBEL, a.a.O., N. 4 zu 
Art.  22; BGE  122  II  246  E.  4c;  BGE  134  II  49  E.  12 ).  Zu  berück-
sichtigen sein wird hingegen die bevorzugte Stellung der Beschwerde-
führerin bzw. ihres Ehemannes bei der Miete eines Bootsliegeplatzes 
(vgl. bereits E. 5.4.3.2). Soweit die Beschwerdeführerin zusätzlich als 
Inkonvenienz  den  Minderwert  geltend  macht,  den  sie  beim  be-
absichtigten  Verkauf  ihrer  Liegenschaft  auf  dem  Verkaufspreis 

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voraussichtlich  erleiden  wird,  ist  ihr  entgegenzuhalten,  dass  die  In-
konvenienzen gemäss Art. 19 Bst. c EntG nicht den auf den Sachwert 
entfallenden, sondern einzig den dem Enteigneten als Folge der Ent-
eignung in seinem übrigen Vermögen entstehenden Schaden erfassen 
(vgl.  HESS/WEIBEL,  a.a.O., N. 196 zu Art. 19). Ein allfälliger Verlust auf 
dem  Verkaufspreis  wird  folglich  bereits  durch  die  (auf  den 
Schätzungszeitpunkt)  zu  errechnende  Minderwertentschädigung  ge-
mäss Art. 19 Bst. b EntG abgegolten.

8.
Die  Beschwerdeführerin  stellt  den  Antrag,  dass  das  Bundesver-
waltungsgericht  angesichts  der  bereits  eingetretenen  Rechtsver-
zögerung durch die Vorinstanz selber eine Schätzung des Verkehrs-
wertes der Parzelle GB-Nr. 961 mit und ohne Seezugangsrecht in Auf-
trag gebe und gestützt darauf die Höhe der Entschädigung neu fest-
lege.

8.1 Die  Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht  ist  grundsätzlich 
reformatorisch ausgestaltet, d.h. das Gericht entscheidet in der Regel 
bei  mindestens  teilweiser  Gutheissung  der  Begehren  in  der  Sache 
selbst.  Nur  ausnahmsweise  kassiert  es  die  angefochtene  Verfügung 
und weist die Sache mit verbindlichen Weisungen zu neuem Entscheid 
an die Vorinstanz zurück (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG). Differenziert  ist 
die  Praxis  bei  mangelhafter  Abklärung  des Sachverhaltes  durch die 
Vorinstanz: Ob diesfalls die Entscheidreife durch die Vorinstanz oder 
durch  die  Rechtsmittelinstanz herbeizuführen ist,  stellt  insbesondere 
eine  Frage  der  Abwägung  nach  Gesichtspunkten  der  Prozessöko-
nomie  dar. Lässt  sich  das  Versäumte  nicht  ohne  eine  aufwändigere 
Beweiserhebung  nachholen,  ist  die  Sache  mit  verbindlichen 
Weisungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, denn diese ist mit den 
Verhältnissen besser vertraut  und darum in der Regel  besser in der 
Lage, die erforderlichen Abklärungen durchzuführen; zudem bleibt der 
betroffenen  Partei  der  doppelte  Instanzenzug  erhalten.  Stellt  sich 
sogar  heraus,  dass  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  von  der  Vor-
instanz klar unrichtig oder unvollständig festgestellt und somit Art. 49 
Bst. b VwVG schwerwiegend verletzt wurde, ist die Rückweisung un-
umgänglich  (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  S. 179  f.  Rz. 3.193  ff.; 
vgl.  auch  PHILIPPE WEISSENBERGER,  in:  Praxiskommentar  VwVG,  a.a.O., 
Art. 61 N 15 ff.;  bzgl. des  –  allerdings  nicht  vorbehaltlosen –  weiten 
Ermessensspielraums  der  Beschwerdeinstanz  bei  der  Beantwortung 
der Frage, ob sie selber die nötigen Instruktionen vornehmen oder die 

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Akten zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückweisen will vgl.  
BGE 131 V 407 E. 2.1.1).

8.2 Vorliegend hat die Vorinstanz einen falschen Schätzungszeitpunkt 
angenommen  (vgl.  E. 6 ff.  hiervor),  die  Vorzugsstellung  der  Be-
schwerdeführerin  bzw. ihres  Ehemannes bei  der  Miete  eines  Boots-
liegeplatzes  nicht  berücksichtigt  (vgl.  E.  5.4.3.2  und  E.  7.7)  und 
generell bei der Entschädigungsberechnung ein in methodischer Hin-
sicht unzulässiges Vorgehen gewählt (vgl. E. 7 ff. hiervor). Unter diesen 
Umständen  kann  es  jedoch  nicht  Aufgabe  des  Bundesverwaltungs-
gerichtes  sein,  anstelle  der  Vorinstanz den Sachverhalt  und mit  ihm 
die  Entschädigungshöhe  mittels  Einholen  eines  Verkehrswertgut-
achtens korrekt und vollständig zu ermitteln. Zwar kann das Bundes-
verwaltungsgericht  im  Einzelfall  Mitglieder  der  Oberschätzungs-
kommission  als  Sachverständige  beiziehen  (Art.  82  Abs.  1  EntG). 
Diese  Kommission  ist  jedoch  kein  Gremium,  das  als  solches  Gut-
achten erstatten würde, sondern besteht vielmehr aus einer Reihe von 
Fachleuten aus verschiedenen Berufen, die vom Bundesverwaltungs-
gericht nach Bedarf zur fachtechnischen Beratung beigezogen werden 
können (vgl. für das Bundesgericht: BGE 128 II 74 E. 3; BGE 134 II 49 
E. 15.5; BGE 134 II 176 E. 11.1; BGE 134 II 182 E. 11.1). Zudem gilt 
es  zu  berücksichtigen,  dass  der  Rechtsmittelweg  bei  einem 
reformatorischen  Entscheid  des  Bundesverwaltungsgerichtes  in  un-
zulässiger Weise verkürzt würde. Es obliegt daher der Vorinstanz als 
mit  den  Verhältnissen  vor  Ort  besser  vertrauten  Fachbehörde,  die 
Entschädigungshöhe  im  Rahmen  verbindlicher  Weisungen  des 
Bundesverwaltungsgerichtes (vgl. hierzu E. 12) neu zu berechnen.

9.
Gemäss Art. 76 Abs. 1 EntG kann der Enteigner jederzeit verlangen, 
dass er zur Besitzergreifung oder zur Ausübung des Rechts schon vor 
der  Bezahlung der  Entschädigung ermächtigt  werde,  wenn er  nach-
weist, dass dem Unternehmen sonst bedeutende Nachteile entstünden 
(zum Verzicht auf diesen Nachweis beim Bau von Nationalstrassen vgl. 
aArt.  39  Abs.  3  des  Bundesgesetzes  vom  8.  März  1960  über  die 
Nationalstrassen [NSG, AS 1960 525]). Über das Gesuch entscheidet 
der  Präsident  der  Schätzungskommission  frühestens  in  der 
Einigungsverhandlung,  in jedem Fall  nach Anhören des Enteigneten, 
nötigenfalls nach einem besonderen Augenschein; die Mitglieder der 
Schätzungskommission zieht  er  bei,  wenn er  dies  für  notwendig  er-
achtet  oder  wenn  eine  Partei  es  verlangt  (Art.  76  Abs.  2  EntG). 

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Vorliegend  hat  der Beschwerdegegner  mit  seinen  Eingaben  vom 
9. bzw.  16. November  1995  ein  Gesuch  um  vorzeitige  Besitzein-
weisung in das Seezugangsrecht auf der Parzelle GB-Nr. 618 sowie in 
das Fusswegrecht auf der Parzelle GB-Nr. 1005 gestellt, ohne dass die 
Vorinstanz  –  zumindest  soweit  aus  den  Vorakten  ersichtlich  –  über 
diese  beiden  Gesuche  jemals  befunden  hätte.  Auch  geht  aus  den 
Vorakten nicht hervor, dass sämtliche Parteien einer Verschiebung des 
Schätzungsverfahrens bis  nach Fertigstellung des Werkes ausdrück-
lich  zugestimmt  (vgl.  Art.  57  EntG)  oder  sich  gegen  eine  vorzeitige 
Besitzeinweisung  nicht  zur  Wehr  gesetzt  hätten  (vgl.  Protokoll  der 
Einigungsverhandlung  vom  25.  April  1996,  Ziff.  VI.,  wonach 
mindestens  ein  Enteigneter  gegen  die  vorzeitige  Besitzeinweisung 
opponierte). Wenn dem wirklich so wäre, hätte der Beschwerdegegner 
widerrechtlich  gehandelt,  indem er  von  den  enteigneten  Rechten  in 
unzulässiger  Weise  vor  Ausrichtung  einer  Entschädigung  bzw.  vor 
Beurteilung seines Gesuches Besitz ergriffen hätte. Bei dieser Sach-
lage  könnte  das  Bundesverwaltungsgericht  aber  nur  noch  die 
Rechtswidrigkeit feststellen, ist doch das öffentliche Werk bereits seit 
geraumer Zeit ausgeführt und das Bundesverwaltungsgericht somit vor 
vollendete  Tatsachen  gestellt.  Dessen  ungeachtet  ist  in  Anwendung 
von Art. 76 Abs. 5 EntG der Tag der tatsächlichen Besitzergreifung der 
beiden dienstbarkeitsbelasteten Grundstücke durch den Beschwerde-
gegner  als  massgebendes  Datum  für  den  Beginn  des  Zinsenlaufes 
anzusehen.  Dieser  wurde  in  Ziff.  2  des  Rechtsspruches  des  Ent-
scheides vom 10. August  2009 – von der Beschwerdeführerin unan-
gefochten – auf den 1. Januar 1996 festgelegt und anschliessend eine 
zeitlich  gestaffelte  Verzinsung  mit  unterschiedlichen  Zinssätzen  vor-
genommen. Diese Modalitäten haben auch für die neu zu errechnende 
Entschädigung  zu  gelten. Soweit  die  Beschwerdeführerin  einen  Ver-
spätungsschaden und einen Verzugszins geltend macht, werden diese 
bereits  durch  den  Zins  gemäss  Ziff. 2  des  Rechtsspruches  des  an-
gefochtenen Entscheides abgegolten.

10.
Die  Beschwerdeführerin  ersucht  weiter  um  eine  angemessene  Er-
höhung der Parteientschädigung im vorinstanzlichen Verfahren.

10.1 Gemäss  Art.  115  Abs.  1  EntG  hat  der  Enteigner  für  die  not-
wendigen aussergerichtlichen Kosten des Enteigneten im Einsprache-, 
Einigungs-  und  Schätzungsverfahren  eine  angemessene  Parteient-
schädigung zu bezahlen. Werden die Begehren des Enteigneten ganz 

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oder zum grösseren Teil abgewiesen,  so kann von der Zusprechung 
einer  Parteientschädigung  ganz  oder  teilweise  abgesehen  werden 
(Art. 115 Abs. 2 EntG). In analoger Anwendung der Verordnung vom 
10.  September  1969  über  Kosten  und  Entschädigungen  im  Ver-
waltungsverfahren (SR 172.041.0) hat die Partei, welche Anspruch auf 
eine  Parteientschädigung  erhebt,  der  Behörde  vor  deren  Entscheid 
eine  detaillierte  Kostennote  einzureichen;  reicht  sie  die  Kostennote 
nicht rechtzeitig ein, so setzt die Behörde die Parteientschädigung von 
Amtes wegen und nach Ermessen fest (vgl. Art. 8 Abs. 1). Die Partei-
entschädigung  umfasst  die  Kosten  der  Vertretung  (beinhaltend  das 
Anwaltshonorar  oder  die  Vergütung  für  eine  nichtanwaltliche  berufs-
mässige Vertretung sowie den Auslagenersatz)  und allfällige weitere 
notwendige Auslagen (beinhaltend die Spesen, soweit sie 100 Franken 
übersteigen,  sowie  den  Verdienstausfall,  soweit  er  einen  Tagesver-
dienst übersteigt und die Partei in bescheidenen finanziellen Verhält-
nissen lebt) [vgl. Art. 8 Abs. 2 i.V.m. Art. 8, Art. 9 Abs. 1 sowie Art. 13 
des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2)]. Der Schätzungskommission steht bei der Festlegung der 
Parteientschädigung  ein  weiter  Ermessensspielraum  zu  (vgl. 
HESS/WEIBEL, a.a.O., N. 4 zu Art. 115).

10.2 Vorliegend  hat  die  Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  im  an-
gefochtenen  Entscheid  (vgl.  Ziff.  5  des  Rechtsspruches)  für  ihre 
persönlichen  Aufwendungen  und  Auslagen  –  mangels  eingereichter 
Kostennote  –  pauschal  eine  Parteientschädigung  von  Fr.  500.-  zu-
gesprochen und es bestehen keinerlei  Anzeichen dafür,  dass sie ihr 
Ermessen nicht pflichtgemäss ausgeübt hätte: Die Beschwerdeführerin 
hat  sich  im vorinstanzlichen  Verfahren  nicht  berufsmässig  vertreten, 
sondern nur von Drittpersonen beraten bzw. von ihrem Ehemann be-
raten und verbeiständen lassen, so dass ihr die diesbezüglich geltend 
gemachten Kosten im Umfang von Fr. 3'100.- – soweit überhaupt zu-
reichend belegt –  nicht zu ersetzen sind (bzgl. der Nichtübernahme 
von Beratungskosten vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes 
A-7970/2007 vom 28. August 2008 E. 17). Gleiches gilt für die vor Ein-
leitung  des Enteignungsverfahrens (November  1995)  im Zusammen-
hang mit  dem Einspracheverfahren angefallenen Anwaltskosten (vgl. 
hierzu  bereits  den  Einspracheentscheid  des  Regierungsrates  des 
Kantons  Luzern  vom  25.  März  1994,  welcher  von  der  Ausrichtung 
einer Parteientschädigung absah [Ziff. 2 des Dispositivs]). Die weiteren 
nicht  ausgewiesenen  Auslagen  für  Kopien  und  Telefonate  sowie  die 

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zusätzlichen Umtriebe der  Beschwerdeführerin  wiederum sind durch 
die Pauschalentschädigung zureichend abgegolten.

11.
Die  Beschwerdeführerin  beantragt  die  Erhebung  verschiedener  Be-
weismittel (Gutachten zum Quadratmeterpreis der Parzelle GB-Nr. 618 
im  Jahre  2008  sowie  zum zukünftigen  Minderwert  der  Parzelle  GB-
Nr. 961,  Zeugeneinvernahme  der  anderen  ehemaligen  Seezugangs-
berechtigten sowie der ehemaligen Rechtsvertreter  der Beschwerde-
führerin,  Augenschein  und  Gutachten  betreffend  eines  allfälligen 
Realersatzes  sowie  Gutachten  zum  Verkehrswert  der  Parzelle  GB-
Nr. 961 mit und ohne Seezugangsrecht).

11.1 Gemäss  Art. 12  VwVG stellt  die  Behörde  den  Sachverhalt  von 
Amtes  wegen  fest  und  bedient  sich  nötigenfalls  verschiedener  Be-
weismittel (Urkunden, Auskünfte der Parteien, Auskünfte oder Zeugnis 
von  Drittpersonen,  Augenschein  oder  Gutachten  von  Sachver-
ständigen). Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  die  von den  Parteien 
angebotenen  Beweismittel  abzunehmen,  wenn  diese  zur  Abklärung 
des Sachverhaltes tauglich erscheinen (Art. 33 Abs. 1 VwVG). Bei der 
Beurteilung dieser Frage kommt der entscheidenden Instanz ein ge-
wisser Ermessensspielraum zu. Das Gericht ist namentlich dann nicht 
gehalten,  Beweise  abzunehmen,  wenn  die  zu  beweisende  Tatsache 
nicht  entscheidwesentlich  ist  oder  aufgrund  der  Akten  oder  anderer 
Beweismittel  bereits  als  bewiesen  gelten  kann  (MOSER/BEUSCH/ 
KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 159 Rz. 3.125). Die urteilende Behörde kann von 
einem  beantragten  Beweismittel  dann  absehen,  wenn  bereits  Fest-
stehendes bewiesen werden soll,  wenn zum Voraus gewiss ist,  dass 
der angebotene Beweis keine wesentlichen Erkenntnisse zu vermitteln 
vermag, oder wenn die verfügende Behörde den Sachverhalt aufgrund 
eigener  Sachkunde  ausreichend  würdigen  kann  (sogenannte  anti-
zipierte Beweiswürdigung;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsver-
fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, 
Rz. 320).

11.2 Vorliegend erübrigt sich die Erhebung von Beweismittel hinsicht-
lich  eines  allfälligen  Realersatzes  aufgrund  dem  verspäteten  Vor-
bringen der entsprechenden Rüge (vgl. E. 1.3 hiervor). Gleiches gilt für 
die Beweismassnahmen zur Ermittlung des zukünftigen Minderwertes 
der  Parzelle  GB-Nr.  961  (vgl.  E. 7.7  in  fine)  und  der  angefallenen 
Anwaltskosten im Einspracheverfahren (vgl. E. 10.2 hiervor). Was den 

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Umfang  des  Seezugangsrechtes  anbelangt,  ergeben  sich  die  ent-
scheidrelevanten  Fakten  bereits  in  zureichendem  Masse  aus  den 
Akten.  Auf  das  Einholen  eines  Verkehrswertgutachtens  zur  Parzelle 
GB-Nr. 961 mit  und ohne Seezugangsrecht  sowie  eine sich auf  den 
neuen  Schätzungszeitpunkt  abstützende  Begutachtung  der  von  der 
Vorinstanz  bei  ihrer  Entschädigungsberechnung  eingesetzten  Werte 
kann schliesslich verzichtet werden, da die Sache ohnehin zu neuem 
Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (vgl. E. 8.2 hiervor).

12.
Gestützt  auf  vorstehende Erwägungen ist  die  Beschwerde folglich  – 
soweit  auf sie eingetreten werden kann (vgl. E. 1.3 hiervor) – gutzu-
heissen, Ziff. 1 des Rechtsspruches des angefochtenen Entscheides – 
soweit  die  Beschwerdeführerin  betreffend  –  aufzuheben  und  eine 
Rechtsverzögerung festzustellen (vgl. E. 3.3 hiervor). Im Übrigen wird 
die  Beschwerde  abgewiesen.  Die  Vorinstanz  wird  angewiesen,  die 
Entschädigung für das enteignete Seezugangsrecht neu festzusetzen. 
Bei  deren  Ermittlung  wird  sie  zu  berücksichtigen  haben,  dass  der 
durch  die  Enteignung  bei  der  Beschwerdeführerin  eingetretene 
Schaden der Differenz zwischen dem Verkehrswert des Grundstückes 
GB-Nr. 961 mit und ohne Seezugangsrecht am massgebenden Stich-
tag (20. Oktober 2005) entspricht (vgl. E. 6.8 sowie E. 7.5 hiervor), die 
beiden Verkehrswerte anhand einer anerkannten Bewertungsmethode 
zu  berechnen  sind  (vgl.  E. 7.6  hiervor)  und  die Vorzugsstellung  der 
Beschwerdeführerin bzw. ihres Ehemannes bei der Miete eines Boots-
liegeplatzes den Wert des Seezugangsrechtes mitbestimmt (vgl. E. 7.7 
hiervor).

13.
Die  Kosten  des  Verfahrens  vor  dem Bundesverwaltungsgericht,  ein-
schliesslich einer Parteientschädigung an den Enteigneten,  trägt  der 
Enteigner.  Werden  die  Begehren  des  Enteigneten  ganz  oder  zum 
grösseren Teil abgewiesen, so können die Kosten auch anders verteilt  
werden; unnötige Kosten trägt  in  jedem Fall,  wer  sie  verursacht  hat 
(Art.  116  Abs.  1  EntG).  Dem  Beschwerdegegner  sind  daher  Ver-
fahrenskosten im Umfang von Fr. 3'000.- aufzuerlegen und er hat der  
mehrheitlich  obsiegenden  Beschwerdeführerin  eine  Parteient-
schädigung von Fr. 240.- (umfassend die ausgewiesenen Spesen) zu 
bezahlen. Nicht zu ersetzen sind – mangels berufsmässiger Vertretung 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  –  die  Aufwendungen  des  Ehe-
mannes der Beschwerdeführerin sowie die Beratungskosten des bei -

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gezogenen Rechtsanwaltes C._______ im Umfang von Fr. 5'380.- (vgl. 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichtes  A-7970/2007 vom 28. August 
2008 E. 17).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen,  Ziff. 1  des  Rechtsspruches  des 
Entscheides  der  Vorinstanz  vom 10. August  2009  wird  –  soweit  die 
Beschwerdeführerin betreffend – aufgehoben und die Sache wird zur 
Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurück-
gewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf 
einzutreten ist.

2.
Es wird festgestellt,  dass die Vorinstanz eine Rechtsverzögerung be-
gangen hat. Diese wird der Aufsichtsdelegation ESchK des Bundes-
verwaltungsgerichtes zur Kenntnis gebracht.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.- werden dem Beschwerdegegner 
auferlegt. Dieser Betrag ist  innert 30 Tagen nach Eintritt  der Rechts-
kraft  des  vorliegenden  Urteils  zu  Gunsten  der  Gerichtskasse  zu 
überweisen.  Die  Zustellung  des  Einzahlungsscheins  erfolgt  mit 
separater Post.

4.
Der  Beschwerdegegner  hat  der  Beschwerdeführerin  eine  Parteient-
schädigung im Umfang von Fr. 240.- nach Eintritt der Rechtskraft des 
vorliegenden Urteils zu bezahlen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- den Beschwerdegegner (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- die Aufsichtsdelegation ESchK

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Ryter Sauvant Lars Birgelen

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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