# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3751c2f-241e-53ce-a890-28e141efa416
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2025 D-6755/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6755-2025_2025-11-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6755/2025 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter William Waeber;   

Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

F._______, geboren am (…), 

G._______, geboren am (…), 

alle Türkei,   

alle vertreten durch MLaw Lea Hungerbühler,  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 6. August 2025 / N (…). 

 

 

D-6755/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a  

A.a.a A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) suchte am 14. März 

2023 in der Schweiz um Asyl nach. 

 

A.a.b Am 19. April 2023 trat das SEM im Rahmen des Dublin-Verfahrens 

auf das Asylgesuch nicht ein und wies den Beschwerdeführer in den zu-

ständigen Mitgliedstaat H._______ weg. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht hiess die dagegen eingereichte Be-

schwerde mit Urteil D-2344/2023 vom 10. Mai 2023 gut und wies das SEM 

an, seine Verfügung vom 19. April 2023 aufzuheben und das nationale Ver-

fahren durchzuführen. 

 

A.a.c Das SEM hörte den Beschwerdeführer am 24. August 2023 ein ers-

tes Mal und – nach der Zuteilung ins erweiterte Verfahren – am 16. Juni 

2025 ergänzend zu seinen Fluchtgründen an. 

 

Dabei machte er geltend, er sei kurdischer Ethnie und stamme aus 

I._______ (Kreis J._______, Provinz K._______), habe aber seit dem Jahr 

1993 in L._______ gelebt. Da er mehrmals verhaftet worden sei, habe er 

das geplante Studium nicht absolvieren können und stattdessen von 2013 

bis 2020 in L._______ ein Unternehmen für (…) geführt. Nachdem er das 

Geschäft "aus politischen Gründen" habe aufgeben müssen, habe er sich 

um die (…) auf den Ländereien seiner Familie in I._______ gekümmert. 

Seit den 1990er-Jahren habe er sich für die Halkın Demokrasi Partisi (HA-

DEP) engagiert. Im Jahr 2002 sei er im Zusammenhang mit einem Mordfall 

länger inhaftiert und dabei gefoltert, dann aber vom Gericht freigesprochen 

worden. Anlässlich einer Hausdurchsuchung im Jahr 2015 sei im (…), das 

er von einem Bruder übernommen habe, eine Waffe gefunden worden. We-

gen seines früheren Gefängnisaufenthaltes hätte er keinen Waffenschein 

erhalten können, doch habe er die Waffe eines syrischen Freundes bei sich 

aufbewahrt und sei daher unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer 

bewaffneten terroristischen Organisation erneut verhaftet worden. Er habe 

indes weder Verbindungen noch Sympathien zu einer Terrororganisation. 

Obwohl er nach einigen Monaten aus der Haft entlassen worden sei, habe 

die Sache einen negativen Einfluss auf sein Geschäft gehabt. 

D-6755/2025 

Seite 3 

Am 24. oder 25. Oktober 2022 habe er von seinem Anwalt erfahren, dass 

bei den Staatsanwaltschaften M._______ und L._______ Ermittlungen ge-

gen ihn laufen würden und er daher gesucht werde; betreffend das besagte 

Verfahren sei ein Geheimhaltungsbeschluss und ein Vorführbeschluss er-

lassen worden. Da er mit einer Verurteilung von bis zu 14 Jahren Gefängnis 

gerechnet und nicht gewollt habe, dass seine Kinder ohne ihren Vater auf-

wachsen würden, habe er sich zur Ausreise aus der Türkei entschlossen. 

Anfangs November 2022 sei er die Türkei mit der Unterstützung eines 

Schleppers in einem Lastwagen nach H._______ gefahren, wo er von den 

(…) Behörden aufgegriffen worden sei. Er habe sich dann beim Schlepper 

über den falschen Zielort beschwert und sich geweigert, die Fahrt zu be-

zahlen, woraufhin der Schlepper ihn nach M._______ zurückgebracht 

habe. Drei oder vier Monate später sei es ihm dann gelungen, in einem 

anderen Lastwagen unter Umgehung der Grenzkontrollen in die Schweiz 

zu reisen. Mehrere seiner Verwandten seien bereits in der Schweiz wohn-

haft; einer seiner Brüder, N._______, sei mit ihm in die Schweiz gefahren.  

Es gehe ihm psychisch schlecht. Er sei vergesslich und manchmal aggres-

siv; auch mache er sich Sorgen um seine Frau und seine Kinder, welche 

sich noch in der Türkei befinden würden.  

A.b  

A.b.a Die Ehefrau des Beschwerdeführers, B._______ (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin), suchte am 20. November 2023 für sich und die mit ihr 

eingereisten minderjährigen gemeinsamen Kinder in der Schweiz um Asyl 

nach. 

 

A.b.b Das SEM hörte die Beschwerdeführerin sowie ihre älteste Tochter 

C._______ am 8. Februar 2024 zu ihren Fluchtgründen an. In der Folge 

wurden auch die Beschwerdeführerin und ihre Kinder dem erweiterten Ver-

fahren zugewiesen. 

 

Die Beschwerdeführerin brachte vor, sie stamme ebenfalls aus I._______, 

doch lebe heute ein Grossteil ihrer Familie in L._______. Sie habe während 

(…) Jahren die Schule besucht und danach ihrer Mutter im Haushalt ge-

holfen. Im Jahr 2008 habe sie geheiratet und sei nach L._______ gezogen. 

Nach der Inhaftierung ihres Mannes sei es der Familie finanziell nicht mehr 

gut gegangen. Ihr Mann habe daher zwei (…) verkaufen müssen und an-

gefangen, mit (…) zu handeln; die (…) habe auch etwas Gewinn abgewor-

fen. Sie habe zwar an Meetings und Newroz-Feierlichkeiten teilgenommen, 

selber aber nie Probleme mit den türkischen Behörden gehabt. Im Jahr 

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Seite 4 

2015 sei ihr Mann nach einer Razzia für mehrere Monate inhaftiert worden. 

Im Jahr 2022 habe ihr Mann fliehen müssen, weil es erneut ein Verfahren 

und einen Vorführbefehl gegen ihn gegeben habe. Nach seiner Ausreise 

habe sich die Polizei drei- oder viermal bei ihr nach dessen Verbleib erkun-

digt und sie auch bedroht. Nach den Erdbeben vom Februar 2023 sei ihre 

Lage noch schwieriger geworden, zumal sie zu jenem Zeitpunkt schwanger 

gewesen sei. Bei einer Rückkehr der Familie befürchte sie, dass ihr Mann 

inhaftiert würde und ihre Kinder ohne Vater aufwachsen müssten. Sie habe 

daher mit ihren Kindern am 6. November 2023 die Türkei ebenfalls verlas-

sen und sei auf dem Luftweg nach O._______ (Bosnien und Herzegowina) 

und anschliessend in einem Auto bis in die Schweiz gereist. 

 

Die Tochter C._______ gab an, sie habe in Gaziantep die Schule bis zur 

(…) Klasse beziehungsweise bis zum (…) Jahr des Gymnasiums besucht. 

Im Übrigen bestätigte sie im Wesentlichen die Angaben ihrer Mutter. 

 

A.c Die Beschwerdeführenden gaben im Verlauf des vorinstanzlichen Ver-

fahrens zahlreiche, in der angefochtenen Verfügung einzeln aufgelistete 

Identitätspapiere und Beweismittel zu den Akten. 

A.d Aufgrund von Auffälligkeiten in einem eingereichten Justizdokument 

wurde dieses amtsintern geprüft. Die Analyseresultate wurden den Be-

schwerdeführenden mit Schreiben vom 10. Juli 2025 zur Kenntnis ge-

bracht.  

Die Beschwerdeführenden nahmen dazu mit Eingabe vom 27. Juli 2025 

(Datum auf der deutschen Übersetzung) Stellung. 

B.  

Mit Verfügung vom 6. August 2025 – gleichentags eröffnet – stellte das 

SEM fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, lehnte die Asylgesuche ab und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an. Der Kanton (…) wurde mit 

dem Vollzug der Wegweisung beauftragt.  

C.  

Die Beschwerdeführenden erhoben mit auf den 4. September 2025 datier-

ter Eingabe (elektronische Übermittlung am 5. September 2025) ihrer 

Rechtsvertretung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Darin 

wurde beantragt, die Verfügung des SEM sei aufzuheben, es sei die Flücht-

lingseigenschaft der Beschwerdeführenden anzuerkennen und ihnen Asyl 

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Seite 5 

zu erteilen. Eventualiter sei ihre vorläufige Aufnahme anzuordnen. Sube-

ventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung und vertieften Abklärung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde 

beantragt, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen 

und der Wegweisungsvollzug sei superprovisorisch auszusetzen. Weiter 

wurde um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Ver-

zicht auf die die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um Einsetzung 

der unterzeichnenden Rechtsvertretung als amtliche Rechtsvertretung er-

sucht. 

Mit der Beschwerde wurden eine Bestätigung des (…) sowie verschiedene 

Bilder, welche die Beschwerdeführenden bei der Teilnahme an kurdischen 

Veranstaltungen in der Schweiz zeigen, zu den Akten gegeben. 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 19. September 2025 hielt die Instruktionsrich-

terin vorab fest, die Beschwerdeführenden dürften den Abschluss des Ver-

fahrens in der Schweiz abwarten. Sodann wies sie die Gesuche um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung und um Beiordnung einer 

amtlichen Rechtsvertretung ab und forderte die Beschwerdeführenden – 

unter Androhung des Nichteintretens im Unterlassungsfall – auf, bis zum 

6. Oktober 2025 einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 750.– zu leis-

ten.  

Der verlangte Kostenvorschuss wurde am 3. Oktober 2025 bezahlt. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). 

 

1.2 Die Beschwerdeführenden sind als Verfügungsadressaten zur Be-

schwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 

VwVG) ist nach fristgerechter Leistung des Kostenvorschusses – vorbe-

hältlich E. 2 – einzutreten. 

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Seite 6 

1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

2.  

Auf die Anträge auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung sowie auf An-

ordnung superprovisorischer Massnahmen ist mangels Rechtsschutzinte-

resses nicht einzutreten, da der Beschwerde von Gesetzes wegen auf-

schiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 42 AsylG), 

und diese von der Vorinstanz nicht entzogen wurde.  

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um eine solche, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2). 

Auf die Durchführung eines Schriftenwechsels wurde gestützt auf Art. 111a 

Abs. 1 AsylG verzichtet. 

5.  

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Akten des Asylverfahrens des Bru-

ders des Beschwerdeführers (N._______; N […]) von Amtes wegen beige-

zogen. 

6.  

6.1  

6.1.1 Die Vorinstanz gelangt in ihrer angefochtenen Verfügung zum 

Schluss, die Vorbringen der Beschwerdeführenden hielten in verschiede-

ner Hinsicht den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss 

Art. 3 AsylG nicht stand. 

6.1.2 Vorab wies sie auf die den Beschwerdeführenden obliegende, insbe-

sondere auch eine Wahrheitspflicht einschliessende Mitwirkungspflicht ge-

mäss Art. 8 Abs. 1 AsylG hin und hielt dabei fest, die Analyse eines für das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers als relevant zu erachtenden Doku-

mentes (ein Beschluss in sonstiger Sache [Değişik İş Karar] der Friedens-

strafrichterschaft Istanbul vom 22. Oktober 2022) habe ergeben, dass 

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dieses Dokument mehrere objektive Fälschungsmerkmale aufweise. Die 

Beschwerdeführenden, welchen der wesentliche Inhalt des Analysebe-

richts zur Kenntnis gebracht worden sei, hätten in ihrer Stellungnahme vom 

27. Juli 2025 nichts anfügen können, was die Einschätzung in Bezug auf 

das fragliche Dokument hätte ändern können. Die Ausführungen und Er-

klärungen in der Stellungnahme stützten sich auf falsche Vermutungen und 

Behauptungen, weshalb nicht davon auszugehen sei, dass das geltend ge-

machte Ermittlungsverfahren, in welchem ein Vorführbeschluss erlassen 

worden sei, tatsächlich existiere.  

 

6.1.3 In Bezug auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachten weiteren 

Verurteilungen zu Haftstrafen bemerkt das SEM, ungeachtet dessen, dass 

es nicht Sache der Asylbehörden sei, die Richtigkeit von ausländischen 

Gerichtsurteilen zu überprüfen, spreche der Umstand, dass das Strafmass 

im letzten Verfahren wegen guten Verhaltens um einen Sechstel herabge-

setzt und die in Untersuchungshaft verbrachte Zeit angerechnet worden 

sei, nicht für einen Politmalus, wobei die genannten Verfahren auch viele 

Jahre zurücklägen und abgeschlossen seien. 

 

6.1.4 Im Weiteren stellt das SEM fest, unter Einbezug der erwähnten Ana-

lyseberichte und der Tatsache, dass der Beschwerdeführer nach seiner an-

geblichen ersten Flucht aus der Türkei gegen Ende 2022 wieder in die Tür-

kei zurückgekehrt sei, nachdem er von seinem Schlepper nach Österreich 

statt – wie von ihm gewünscht – in die Schweiz gebracht worden sei, be-

stünden auch keine anderen Hinweise darauf, dass er bei einer (erneuten) 

Rückkehr in die Türkei mit polizeilichen Massnahmen rechnen und er oder 

seine Familie eine aus objektiver Sicht begründete, künftig drohende Ge-

fahr befürchten müssten. 

 

6.1.5 Hinsichtlich der Aussage der Beschwerdeführerin, sie sei mehrfach 

von der Polizei aufgesucht und bedroht worden, bemerkt das SEM, es 

handle sich um eine blosse Parteiaussage, zumal – wie erwähnt – der Vor-

führbefehl als gefälscht erachtet werden müsse und die eingereichten Vi-

deos und Fotos nicht hinreichend mit der Beschwerdeführerin in Verbin-

dung gebracht werden könnten. 

 

6.1.6  

6.1.7 Schliesslich hält das SEM fest, die Beschwerdeführenden verfügten 

auch durch ihre Teilnahme an politischen Aktivitäten und Newroz-Feierlich-

keiten nicht über ein hinreichend politisches Profil, aufgrund dessen von 

einer künftig drohenden Verfolgung auszugehen wäre, und auch die 

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Seite 8 

Konsultation der Asylakten der Bruders des Beschwerdeführers liessen 

nicht auf eine künftig drohende Verfolgungsgefahr schliessen. 

 

6.2 In der Beschwerdeschrift wird der von den Beschwerdeführenden an-

lässlich der Anhörungen geschilderte Sachverhalt wiederholt und im Wei-

teren geltend gemacht, der von der Vorinstanz geäusserte Fälschungsvor-

wurf sei unbegründet, da die festgestellten Unregelmässigkeiten hinsicht-

lich der Referenznummer und der Unterschrift auf administrative Fehler 

oder Eigenheiten des türkischen Justizsystems zurückzuführen seien. Die 

Bestätigung des Dokuments durch den türkischen Anwalt untermauere 

dessen Authentizität. Im Übrigen seien ungeachtet der Fälschungsvor-

würfe bei den Beschwerdeführenden verschiedene Risikofaktoren gege-

ben. Das SEM habe in Bezug auf frühere Verfahren des Beschwerdefüh-

rers zu Unrecht einen Politmalus abgelehnt, ohne dabei die politische Di-

mension der Verfahren ausreichend zu würdigen. Diese Verfahren hätten 

nämlich nicht der Durchsetzung des Rechts gedient, sondern seien Aus-

druck politischer Repression und somit relevante Risikofaktoren für künf-

tige Verfolgung. Ein weiterer erheblicher Risikofaktor stelle die familiäre 

Vorbelastung des Beschwerdeführers dar; wegen seiner politisch aktiven 

und zum Teil ebenfalls ins Ausland geflüchteten Verwandten habe er eine 

Reflexverfolgung zu befürchten. Auch engagierten sich der Beschwerde-

führer und seine Ehefrau in der Schweiz im Kurdischen Kulturverein, wobei 

an gewissen Veranstaltungen auch die Kinder teilnähmen, und der Be-

schwerdeführer verbreite in den sozialen Netzwerken regierungskritische 

und prokurdische Inhalte.  

 

Schliesslich wird gerügt, die knappen Hinweise des SEM zur behaupteten 

Unechtheit des eingereichten Dokumentes hätten keine wirksame Über-

prüfung ermöglicht und genügten der Begründungspflicht nicht, zumal der 

Bericht selber nicht zugänglich gemacht worden sei. Sodann seien eine 

sorgfältige Beweiswürdigung sowie ergänzende Abklärungen zu den Vor-

bringen und den eingereichten Beweismitteln unterblieben. Ausserdem sei 

die Individualisierung der Zumutbarkeitsprüfung unvollständig geblieben, 

und die Auseinandersetzung mit der Foltergeschichte und deren Indizwir-

kung für ein Risiko erneuter Misshandlung sei ungenügend. Schliesslich 

habe die Vorinstanz den aus der Konsultation der Akten des Bruders gezo-

genen Erkenntnisgewinn nicht benannt. 

 

 

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Seite 9 

7.  

7.1 Soweit in der Beschwerde formelle Rügen erhoben werden, sind diese 

vorab zu prüfen, da sie allenfalls geeignet wären, eine Kassation der vorin-

stanzlichen Verfügung zu bewirken. 

7.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden ergeben sich aus 

den Akten keinerlei Hinweise, dass das SEM den rechtserheblichen Sach-

verhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt oder – durch eine nicht rich-

tige beziehungsweise unzureichend individualisierte Prüfung der Vorbrin-

gen und Beweismittel – seine Untersuchungs- oder Begründungspflicht 

verletzt haben könnte. Die Vorinstanz hat sich in ihrer angefochtenen Ver-

fügung mit sämtlichen wesentlichen Vorbringen der Beschwerdeführenden 

sowie auch mit den eingereichten Beweismitteln auseinandergesetzt und 

in nachvollziehbarer und differenzierter Art und Weise aufgezeigt, von wel-

chen Überlegungen sie sich leiten liess. Sie hat die Akten des Bruders des 

Beschwerdeführers konsultiert und den Beschwerdeführenden insbeson-

dere den wesentlichen Inhalt des Analyseberichts zur Kenntnis gebracht 

und ihnen dabei auch die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Es hat 

auch eingehend dargelegt, wieso der Analysebericht nicht als Ganzes of-

fengelegt und keine näheren Angaben zu einzelnen Fälschungsmerkmalen 

gemacht wurden (vgl. SEM-Verfügung S. 8 f.). Eine sachgerechte Anfech-

tung war dadurch ohne Weiteres möglich. Allein der Umstand, dass die 

Beschwerdeführenden beziehungsweise ihre Rechtsvertretung die vom 

SEM gezogenen Schlüsse nicht teilen, lässt weder auf eine unrichtige oder 

unvollständige Sachverhaltsfeststellung noch auf eine Verletzung der Be-

gründungspflicht schliessen. Vielmehr handelt es sich dabei um eine ma-

terielle Frage, welche nachfolgend zu prüfen ist. 

7.3 Die formellen Rügen erweisen sich angesichts dieser Sachlage als un-

begründet, weshalb keine Veranlassung besteht, die angefochtene Verfü-

gung aufzuheben. Der Subeventualantrag auf Rückweisung der Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz (Rechtsbegehren Ziff. 4) ist abzuweisen. 

8.  

8.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

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Seite 10 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

 

8.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 Abs. 1 AsylG). Das Bundesver-

waltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vor-

bringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger 

Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 

E. 6.5.1; 2012/5 E. 2.2). 

9.  

9.1 Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss, dass das SEM in seiner Verfügung zu Recht zur Erkenntnis ge-

langt ist, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft 

nicht. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann im Wesentlichen auf die 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Zusammenfassung 

der entsprechenden Erwägungen in E. 6.1 des vorliegenden Urteils), da es 

den Beschwerdeführenden nicht gelingt, diesen etwas Stichhaltiges entge-

genzusetzen. 

 

9.2  

9.2.1 So kann sich das Bundesverwaltungsgericht nicht nur der Beurtei-

lung des eingereichten Beschlusses in sonstiger Sache der Friedensstraf-

richterschaft M._______ vom (…), sondern auch dem daraus vom SEM 

gezogenen Schluss, es sei aufgrund des gefälschten Dokumentes nicht 

davon auszugehen, dass das geltend gemachte Ermittlungsverfahren, in 

welchem dieser Beschluss erlassen worden sei, tatsächlich existiere, an-

schliessen kann.  

 

Weitere Zweifel an der Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Verfolgung 

durch die türkischen Behörden ergeben sich aus dem Umstand, dass der 

Beschwerdeführer, nachdem er von seinem Schlepper nicht ins Land sei-

ner Wahl gebracht worden war, nicht in H._______ um Asyl nachsuchte, 

sondern stattdessen wieder in die Türkei zurückkehrte und erst mehrere 

Monate später wieder ausreiste.  

 

Ferner ist festzuhalten, dass den beigezogenen Akten des Bruders 

N._______ (dessen Asylgesuch vom SEM ebenfalls mit Verfügung vom 

6. August 2025 abgewiesen wurde und dessen Beschwerde nach wie vor 

beim BVGer hängig ist) eine sich in wesentlichen Punkten von derjenigen 

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Seite 11 

des Beschwerdeführers unterscheidende Fluchtgeschichte entnommen 

werden kann. 

Ergänzend ist festzuhalten, dass alleine der Umstand, dass sich die türki-

schen Behörden bei der Ehefrau und den Kindern allenfalls nach dem Ver-

bleib des Beschwerdeführers erkundigt haben, nicht erstaunt und für sich 

allein auch nicht auf eine Verfolgungssituation schliessen lässt. Die dabei 

angeblich getätigten Äusserungen – sie würden den Beschwerdeführer nie 

wiedersehen und ihm auch nicht nachreisen können (vgl. etwa SEM-Akten 

act. […]- 69 F154 und act. […]-71 F17) stellen reine Parteibehauptungen 

dar und lassen sich mit der legal erfolgten Ausreise nicht vereinbaren. 

 

9.2.2 Schliesslich sind auch die auf Beschwerdeebene eingereichten Un-

terlagen und Bilder betreffend die Teilnahme der Beschwerdeführenden an 

kurdischen Veranstaltungen in der Schweiz nicht geeignet, eine besondere 

Exponiertheit zu belegen, zumal ein Grossteil der in der Schweiz lebenden 

Personen kurdischer Ethnie sich in kurdischen Kulturvereinen betätigen 

und es sich bei der Bestätigung des (…) bloss um einen (undatierten) Mit-

gliedschaftsantrag handelt. Auch werden die angeblichen Aktivitäten des 

Beschwerdeführers in den sozialen Medien durch nichts untermauert, wo-

bei die in Aussicht gestellte Nachreichung solcher Posts angesichts des im 

Zeitpunkt der Ausreise fehlenden hinreichend exponierten Profils des Be-

schwerdeführers die Erwägungen der Vorinstanz ebenfalls nicht entkräften 

könnte. 

 

9.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass das SEM zu Recht die Flüchtlings-

eigenschaft der Beschwerdeführenden verneint und deren Asylgesuche 

abgelehnt hat. 

 

10.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an (Art. 44 AsylG). Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

11.  

11.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

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Seite 12 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

11.2  

11.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, 

Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der 

Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung 

unterworfen werden. 

11.2.2 Die Vorinstanz weist in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend 

darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement 

nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den 

Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-

fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 

AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Ver-

fahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführenden 

in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG recht-

mässig. 

11.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerde-

führenden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall 

einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder 

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Seite 13 

Behandlung ausgesetzt wären (vgl. auch Urteil des EGMR Saadi gegen 

Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 

m.w.H.). Die allgemeinen Ausführungen zu "systemischen Mängeln des 

türkischen Justizvollzugs" (vgl. Beschwerde S. 11) vermögen daran nichts 

zu ändern, und auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimat-

staat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als un-

zulässig erscheinen. 

11.2.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

11.3  

11.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

 

11.3.2 Auch unter Berücksichtigung des Wiederaufflammens des türkisch-

kurdischen Konfliktes sowie der bewaffneten Auseinandersetzungen zwi-

schen der PKK und staatlichen Sicherheitskräften seit Juli 2015 und der 

Entwicklungen nach dem Militärputschversuch im Juli 2016 ist gemäss 

konstanter gerichtlicher Praxis weder von einer Situation allgemeiner Ge-

walt oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen in der gesamten Türkei aus-

zugehen noch vermögen die Erdbeben vom Februar 2023 ein grundsätzli-

ches Wegweisungsvollzugshindernis zu begründen (vgl. etwa Referenzur-

teile E-4104/2024 vom 8. November 2024 E. 13.2 und E-1308/2023 vom 

19. März 2024 E. 10 ff.). 

 

11.3.3 Sodann bestehen auch keine Anhaltspunkte, dass der Vollzug der 

Wegweisung aus individuellen Gründen nicht zumutbar sein könnte. Die 

Beschwerdeführenden stammen zwar aus der von den schweren Erdbe-

ben Anfang Februar 2023 betroffenen Provinz L._______, wo die Be-

schwerdeführerin und ihre Kinder bis zu ihrer Ausreise Anfang November 

2023, mithin auch nach den Erdbeben, gewohnt haben. Die damals hoch 

schwangere Beschwerdeführerin und ihre Kinder mussten die Nacht im 

Freien verbringen (vgl. SEM-Akten [….]-69 zu F110), das von den Be-

schwerdeführenden bewohnte Haus wurde aber offenbar nicht stark be-

schädigt (vgl. SEM-Akten […]-91 zu F53). Der Beschwerdeführer verfügt 

über eine gute Schulbildung (Abschluss des Gymnasiums) sowie über 

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Seite 14 

Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen (Führen eines […] und eines 

Unternehmens für […] sowie Handel mit […]). Auch leben zahlreiche nahe 

Verwandte und Freunde nach wie vor in der Türkei und können die Be-

schwerdeführenden – falls notwendig – bei einer Rückkehr in sozialer und 

finanzieller Hinsicht unterstützen. In diesem Zusammenhang wies das 

SEM in seiner angefochtenen Verfügung auch auf die in der Türkei beste-

hende Niederlassungsfreiheit und auf das darauf beruhende Vorhanden-

sein einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative ausserhalb der der Pro-

vinz L._______ hin. 

Es sprechen auch keine gesundheitlichen Gründe gegen die Zumutbarkeit 

des Wegweisungsvollzugs der Beschwerdeführenden, wobei in Bezug auf 

die vom Beschwerdeführer vorgebrachte psychische Angeschlagenheit 

und die von der Beschwerdeführerin und ihren Kindern erlebten Angstzu-

stände zufolge des Erdbebens auf die zutreffenden Ausführungen in der 

angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, zumal auch in der Be-

schwerdeschrift keine konkreten medizinischen Probleme geltend gemacht 

werden.  

Schliesslich steht auch das Kindeswohl dem Wegweisungsvollzug nicht 

entgegen. Der in der Beschwerdeschrift erwähnte Art. 3 des Übereinkom-

mens über die Rechte der Kinder (Kinderrechtskonvention, KRK; SR 

0.107) verschafft per se keinen Anspruch auf eine Aufenthaltserlaubnis 

oder auf eine vorläufige Aufnahme (vgl. BVGE 2009/51 E. 5.6; Urteil des 

BVGer E-1954/2025 vom 28. April 2025 E. 8.7.4), und es ist – wie in der 

angefochtenen Verfügung (vgl. S. 13 Mitte) bemerkt wurde – davon auszu-

gehen, dass auch die älteren Kinder sich in der Türkei schnell wieder zu-

rechtfinden werden, zumal sie mit der Rückkehr im Familienverband nicht 

aus stabilen Beziehungen herausgerissen werden. 

11.4 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zu-

ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendi-

gen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu 

auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

11.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

 

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Seite 15 

12.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und auch sonst nicht zu 

beanstanden ist. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutre-

ten ist.  

13.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), wo-

bei der am 3. Oktober 2025 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Kathrin Mangold Horni