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**Case Identifier:** 4e4c89e3-3f27-5477-acb1-4fd0fb90e4d4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.02.2022 100 2021 201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-201_2022-02-18.pdf

## Full Text

100.2021.201U 
ARB/SBE/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 18. Februar 2022

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa 
Gerichtsschreiberin Streun

A.________

Beschwerdeführer

gegen

Einwohnergemeinde B.________

Beschwerdegegnerin

und

Regierungsstatthalteramt Obersimmental-Saanen
Amthaus, Schönriedstrasse 9, Postfach 98, 3792 Saanen

betreffend Tourismusförderungsabgabe; Nichteintreten auf Beschwerde 
(Entscheid des Regierungsstatthalteramts Obersimmental-Saanen vom 
31. Mai 2021; vbv 5/2021)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.02.2022, Nr. 100.2021.201U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ ist Eigentümer einer Ferienwohnung in der Gemeinde 
B.________. Die ihm von der Einwohnergemeinde (EG) B.________ in 
diesem Zusammenhang für das 2020 in Rechnung gestellte 
Tourismusförderungsabgabe betrug (ebenso wie in den Vorjahren) Fr. 55.--
. Nachdem A.________ gegenüber der Gemeinde sinngemäss die Pflicht zur 
Leistung einer Abgabe in Frage gestellt hatte, bestätigte der Gemeinderat 
am 26. Januar 2021 unter Hinweis auf die rechtlichen Grundlagen, dass die 
Beitragspflicht gegeben und der bereits bezahlte Betrag korrekt berechnet 
worden sei. In der Folge ersuchte A.________ den Gemeinderat mit 
Schreiben vom 23. Februar 2021 darum, ihn ab sofort von der 
Tourismusförderungsabgabe zu befreien. Ihm wurde jedoch am 23. März 
2021 erneut beschieden, dass er aufgrund der massgeblichen 
Bestimmungen abgabepflichtig sei und daher eine Befreiung ausser Betracht 
falle. Hierauf wandte sich A.________ am 8. April 2021 abermals an den 
Gemeinderat und verlangte sinngemäss, von der Abgabe befreit zu werden. 
In seinem Antwortschreiben vom 19. April 2021 erläuterte ihm der 
Gemeinderat, aus welchen Gründen er abgabepflichtig sei und keine 
Ausnahmeregelung Anwendung fände.

B.

Dagegen gelangte A.________ am 30. April 2021 mit Beschwerde an das 
Verwaltungsgericht, das die Eingabe zuständigkeitshalber an den Re-
gierungsstatthalter des Verwaltungskreises Obersimmental-Saanen weiter-
leitete. Mit Entscheid vom 31. Mai 2021 trat der Regierungsstatthalter-Stell-
vertreter auf die Beschwerde nicht ein.

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C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 29. Juni 2021 (Postaufgabe: 
30.6.2021) Verwaltungsgerichtbeschwerde erhoben. Er beantragt (sinnge-
mäss), der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und er sei ab dem Jahr 
2021 von der Tourismusförderungsabgabe zu befreien. Zudem hat 
A.________ mit Eingabe vom 8. Juli 2021 ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege gestellt. 

Die EG B.________ schliesst mit Beschwerdeantwort vom 9. August 2021 
auf Abweisung der Beschwerde, ohne zum Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege Stellung zu nehmen. Mit Beschwerdevernehmlassung vom 
10. August 2021 beantragt das RSA, auf die Beschwerde sei nicht 
einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen. Weiter beantragt es die 
Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege.

Mit Eingabe vom 25. August 2021 hat sich A.________ nochmals zur Sache 
geäussert.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Der Regierungsstatthalter-Stellvertreter ist auf das Rechtsmittel 
des Beschwerdeführers nicht eingetreten, weshalb sich dessen Beschwer-
debefugnis für das verwaltungsgerichtliche Verfahren unmittelbar aus dem 
negativen Prozessentscheid ergibt (vgl. BVR 2021 S. 285 [VGE 2020/399 
vom 22.4.2021] nicht publ. E. 1.1, 2017 S. 418 E. 1.1, 2017 S. 459 E. 1.2; 
Michael Pflüger, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 79 N. 2 i.V.m. Art. 65 N. 23). Die Bestimmungen 

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über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide behandeln die Mit-
glieder des Verwaltungsgerichts als Einzelrichterin oder Einzelrichter (Art. 57 
Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Ebenfalls 
einzelrichterlich zu beurteilen sind Beschwerden, deren Streitwert 
Fr. 20'000.-- nicht erreicht; wobei sich die Berechnung des Streitwerts nach 
den Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezem-
ber 2008 (ZPO; SR 272) richtet (Art. 57 Abs. 1 GSOG). Umstritten ist die von 
der EG B.________ vom Beschwerdeführer erhobene Tourismus-
förderungsabgabe von Fr. 55.-- jährlich. Da es sich hierbei um eine 
wiederkehrende Leistung auf unbeschränkte Dauer handelt, gilt – in 
sinngemässer Anwendung von Art. 92 Abs. 2 ZPO – als Streitwert das 
Zwanzigfache der einjährigen Leistung. Dieser liegt unter Fr. 20'000.--, und 
die Beurteilung der Beschwerde fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Der Regierungsstatthalter-Stellvertreter ist auf die Beschwerde vom 
30. April 2021 nicht eingetreten mit der Begründung, dass kein Anfechtungs-
objekt ersichtlich sei und es damit an einer notwendigen Prozessvoraus-
setzung mangle. Weder aus der Beschwerde noch aus der verbesserten 
Eingabe vom 18. Mai 2021 gehe hervor, welche Verfügung der Beschwer-
deführer anfechten wolle. Weil er die Veranlagung der Tourismusförderungs-
abgabe (TFA) für das Jahr 2020 nicht angefochten habe, sei diese in Rechts-
kraft erwachsen, während die TFA 2021 noch nicht veranlagt worden sei. 
Soweit darauf einzutreten wäre, erweise sich die Beschwerde auch inhaltlich 
als unbegründet. Der Beschwerdeführer bringt gegen den Nichteintretens-
entscheid vor, er bestreite nicht die Auferlegung der TFA in einem bestimm-
ten Jahr, sondern ersuche darum, ab dem Jahr 2021 von der TFA befreit zu 

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werden. Das RSA sei daher verpflichtet gewesen, in der Sache zu entschei-
den. 

2.2 Zu prüfen ist demnach zunächst, ob das RSA das Vorliegen eines 
Anfechtungsobjekts zu Recht verneint hat. – Die nachträgliche Verwaltungs-
rechtspflege setzt das Bestehen eines Anfechtungsobjekts voraus, das in 
einer Verfügung – als der zentralen Handlungsform in der Verwaltungs-
rechtspflege (Art. 49 Abs. 1 VRPG) – oder in weiteren behördlichen Akten 
bestehen kann (vgl. Art. 60 Abs. 1 Bst. a und b VRPG). Liegt keiner dieser 
Beschwerdegegenstände vor, mangelt es dem Rechtsmittelverfahren an ei-
nem Anknüpfungs- und Ausgangspunkt, so dass auf die Beschwerde grund-
sätzlich nicht einzutreten ist (BVR 2013 S. 301 E. 1; VGE 2018/432 vom 
24.10.2019 E. 1.2; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum 
bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 60 N. 19, Art. 74 N. 16). Eine Verfü-
gung im Sinn des VRPG ist gegeben, wenn eine Verwaltungshandlung die 
geforderten materiellen Strukturmerkmale aufweist. Nach ständiger Praxis 
gilt als Verfügung ein individueller, an Einzelne gerichteter Hoheitsakt, durch 
den eine konkrete verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung in verbindlicher 
und erzwingbarer Weise geregelt wird (vgl. BGE 141 II 233 E. 3.1, 135 II 38 
E. 4.3; BVR 2018 S. 99 E. 2.1, 2015 S. 263 E. 1.4, je mit weiteren Hinweisen; 
Ruth Herzog, a.a.O. Art. 60 N. 35; Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 7 ff., 18). In wel-
che äussere Form eine Anordnung gekleidet ist und wie sie bezeichnet wird, 
spielt für ihre Qualifikation als Verfügung keine Rolle. Ebenso ist unerheblich, 
ob eine schriftliche behördliche Äusserung alle Elemente einer Verfügung 
gemäss Art. 52 Abs. 1 VRPG enthält oder ob einzelne davon fehlen 
(BVR 2013 S. 423 E. 2.2, 2011 S. 564 E. 2.3.1; Michel Daum, in Her-
zog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 
N. 1 f.).

2.3 Aus dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 23. Februar 2021 
an den Gemeinderat der EG B.________ geht unmissverständlich hervor, 
dass er ab dem Jahr 2021 grundsätzlich von der TFA befreit werden will. 
Dieses Gesuch um generelle Befreiung hat der Gemeinderat mit Schreiben 
vom 23. März 2021 bzw. 19. April 2021 abschlägig beurteilt, wobei er sich 
erst in letzterem mit den vom Beschwerdeführer genannten Ausnahme-

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regelungen befasst hat. Er ist insoweit zum Schluss gelangt, dass eine 
Befreiung von der TFA insbesondere deshalb nicht in Betracht komme, weil 
der Beschwerdeführer lediglich Einzelinteressen geltend mache. Damit hat 
sich der Gemeinderat im Einzelfall, gestützt auf öffentliches Recht, einseitig 
und verbindlich zur Befreiung des Beschwerdeführers von der Abgabepflicht 
geäussert. Das Schreiben vom 19. April 2021 stellt somit eine Verfügung dar, 
und es lag entgegen der Auffassung der Vorinstanz ein taugliches 
Anfechtungsobjekt vor. Dass es nicht als Verfügung bezeichnet war und 
auch keine Rechtsmittelbelehrung enthielt, stellt zwar einen Mangel dar, 
nimmt ihm den Charakter als Verfügung jedoch nicht (vgl. etwa 
VGE 2020/330 vom 2.12.2020 E. 2.3). Da die übrigen Prozess-
voraussetzungen unstrittig erfüllt waren, hätte der Regierungsstatthalter-
Stellvertreter somit auf die dagegen erhobene Beschwerde vom 30. April 
2021 eintreten müssen.

2.4 Der Nichteintretensentscheid vom 31. Mai 2021 erweist sich dem-
nach als rechtsfehlerhaft. Ist die Vorinstanz zu Unrecht auf eine Beschwerde 
nicht eingetreten, hebt die angerufene Beschwerdeinstanz den angefochte-
nen Entscheid in der Regel auf und weist die Sache an die Vorinstanz zu-
rück. Andernfalls ginge der beschwerdeführenden Person eine Rechtsmittel-
instanz verloren (vgl. BVR 2017 S. 437 E. 2.4; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 84 
N. 7 und 13, auch zum Folgenden). Hat sich die Vorinstanz hingegen in ei-
nem Eventualstandpunkt auch materiell zum Rechtsmittel geäussert, über-
prüft das Verwaltungsgericht im Interesse der Verfahrensbeschleunigung die 
Begründetheit dieser Erwägungen, sofern die betroffene Partei die Möglich-
keit hatte, ihre Einwände gegen die subsidiäre Begründung vorzubringen. 
Diese Voraussetzungen sind hier gegeben: Der Regierungsstatthalter-Stell-
vertreter hat sich im angefochtenen Entscheid zwar knapp, aber hinreichend 
klar zur Sache geäussert. Der Beschwerdeführer hat sich mit dieser Even-
tualbegründung auseinandergesetzt und verlangt ausdrücklich einen Ent-
scheid in der Sache. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die Vorinstanz die 
Verweigerung einer generellen Befreiung des Beschwerdeführers von der 
TFA durch die EG B.________ zu Recht bestätigt hat.

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3.

3.1 Gemäss Art. 264 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 (StG; 
BSG 661.11) können die Gemeinden als fakultative Gemeindesteuer eine 
Tourismusförderungsabgabe erheben (Abs. 1). Steuerpflichtig werden u.a. 
Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen, die gegen Entgelt an 
kurtaxenpflichtige Personen vermietet werden (Abs. 2 Bst. c). Die Steuer be-
misst sich nach dem Nutzen und der Wertschöpfung, welche die Steuer-
pflichtigen aus dem Tourismus ziehen (Abs. 3 StG). 

3.2 Gestützt auf diese Kompetenz hat die EG B.________ das 
Reglement über die Tourismusförderungsabgabe vom 29. Mai 2007 
(nachfolgend: TFAR) erlassen, das soweit hier interessierend dem 
Musterreglement entspricht (einsehbar unter: <www.weu.be.ch>, Rubriken 
«Wirtschaft & Arbeit/Tourismus & Regionalentwicklung/Tourismusab-
gaben»). Die von der Gemeinde erhobenen Abgaben fliessen an die 
C.________ AG, die über die Verwendung der Mittel entscheidet (Art. 1 und 
Art. 3 Abs. 1 TFAR). Der Abgabepflicht unterliegen juristische Personen mit 
Sitz oder Betriebsstätte in der Gemeinde sowie selbständig erwerbende 
natürliche Personen mit Geschäftsbetrieb oder Betriebsstätte in der 
Gemeinde (Art. 4 Abs. 1 TFAR; Art. 264 Abs. 2 Bst. a und b StG). Betriebe 
und Betriebsteile, die insgesamt nicht mehr als «eine 20 % Beschäftigung 
aufweisen», sind von der Abgabepflicht befreit (Art. 4 Abs. 3 TFAR). Die TFA 
wird zudem erhoben von Inhaberinnen und Inhabern von Ferienwohnungen, 
Zimmern, Chalets und weiteren Unterkünften in der Gemeinde, die gegen 
Entgelt an kurtaxenpflichtige Personen vermietet werden (Art. 4 Abs. 4 
TFAR; Art. 264 Abs. 2 Bst. c StG). Die TFA bemisst sich im letztgenannten 
Fall (sog. Parahotellerie) anhand der Anzahl vermieteter Zimmer (Art. 6 
Abs. 3 TFAR). Bei Objekten mit nicht mehr als zwei Zimmern werden jährlich 
Fr. 45.-- bis Fr. 180.-- berechnet; bei Objekten mit drei Zimmern Fr. 55.-- bis 
Fr. 220.-- und bei Objekten mit mehr als drei Zimmern Fr. 65.-- bis Fr. 260.-
- pro Jahr (Art. 7 Abs. 3 Bst. a TFAR). Gemäss Art. 5 Abs. 1 TFAR sind die 
Tourismusorganisationen sowie die land- und forstwirtschaftliche 
Urproduktion von der Tourismusförderungsabgabe befreit; der Gemeinderat 
kann nach Anhören der C.________ AG weitere Ausnahmen bewilligen 
(Abs. 2 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 TFAR). 

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3.3 Der Beschwerdeführer ist Eigentümer einer Ferienwohnung mit drei 
Zimmern in der EG B.________ und gehört daher gemäss Art. 4 Abs. 4 
TFAR zum Kreis der Abgabepflichtigen (vgl. auch Art. 264 Abs. 2 Bst. c StG). 
Entgegen seiner Auffassung fällt die Vermietung einer Ferienwohnung nicht 
unter den Begriff eines Geschäftsbetriebs oder einer Betriebsstätte im Sinn 
von Art. 4 Abs. 1 Bst. b TFAR. Dies ergibt sich zweifelsfrei aus der 
Systematik des TFAR (vgl. auch Art. 264 Abs. 2 StG): Die Sonderstellung 
der gesamten Parahotellerie zeigt sich insbesondere darin, dass die dafür 
geschuldete Abgabe, ungeachtet der Anzahl Vollzeitstellen bzw. des 
Arbeitsvolumens der Beschäftigten, nach eigenen Kriterien berechnet wird. 
Die Regelung von Art. 4 Abs. 3 TFAR findet daher von vornherein keine 
Anwendung. Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer nach Art. 5 Abs. 2 
TFAR von der Abgabepflicht zu befreien ist. Die EG B.________ vertritt den 
Standpunkt, dass grundsätzlich nur im allgemeinen öffentlichen Interesse 
tätige Verbände, Wirtschaftszweige, Organisationen, usw. gestützt auf diese 
Bestimmung von der Bezahlung einer TFA ausgenommen werden könnten. 
Der Beschwerdeführer mache lediglich Einzelinteressen geltend, weshalb 
eine Befreiung nicht in Frage komme (Schreiben vom 19.4.2021, Vorakten 
RSA [act. 8A] pag. 17). Der Beschwerdeführer sieht demgegenüber 
insbesondere im Wegfall der Einkünfte aus der Ferienwohnung infolge der 
der Covid-19 Pandemie und dem dadurch entstandenen Bedarf nach 
Ergänzungsleistungen einen Grund für die Steuerbefreiung gestützt auf 
Art. 5 Abs. 2 TFAR. – Es ist im Folgenden zu prüfen, ob die von der 
Vorinstanz bestätigte Handhabung der Ausnahmeregel durch die Gemeinde 
der Rechtskontrolle standhält.

3.4 Bei der TFA handelt es sich gemäss Lehre und Rechtsprechung 
um eine Kostenanlastungssteuer (BVR 2004 S. 193 E. 3.5.5; 
BGer 2C_150/2015 vom 9.6.2015 E. 3.3.2, 2P.322/2004 vom 24.6.2005, in 
ZBl 2006 S. 471 E. 2; Michel Iff, in Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.], Praxis-
Kommentar zum Berner Steuergesetz, Band 2, 2011, Art. 264 N. 1; Arthur 
Brunner, in Zweifel/Beusch/Oesterhelt [Hrsg.], Immobiliensteuern, 2021, 
§ 30 Rz. 65; Adriano Marantelli, Tourismus- und Zweitwohnungsabgaben, in 
Jusletter vom 2.2.2015 [nachfolgend: Tourismusabgaben], Rz. 12 ff.; der-
selbe, Grundprobleme des schweizerischen Tourismusabgaberechts, Diss. 
Bern 1991 [nachfolgend: Grundprobleme], S. 20 und 25 f., auch zum Folgen-

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den). Kostenanlastungssteuern sind Abgaben, die einer Gruppe von Perso-
nen darum auferlegt werden, weil diese Personen zu bestimmten Aufwen-
dungen des Gemeinwesens eine nähere Beziehung aufweisen als die Ge-
samtheit der Steuerpflichtigen. Es muss jedoch kein individueller, einer ein-
zelnen pflichtigen Person zurechenbarer Sondervorteil vorliegen, der die 
Erhebung der Abgabe rechtfertigt. Die Abgabepflicht knüpft an die abstrakte 
Interessenlage des belasteten Personenkreises an. Es genügt, dass die be-
treffenden Aufwendungen des Gemeinwesens dem abgabepflichtigen Per-
sonenkreis eher zuzurechnen sind als der Allgemeinheit, sei es, dass diese 
Gruppe von den Leistungen generell stärker profitiert als andere, sei es, dass 
die Gruppe als hauptsächliche Verursacherin dieser Aufwendungen angese-
hen werden kann. Die Abgabe zählt zu den Steuern, weil sie vorausset-
zungslos erhoben wird, also unabhängig vom Vorliegen eines konkreten Nut-
zens oder eines konkreten Verursacheranteils der bzw. des Pflichtigen. Die 
Kostenanlastung an den erfassten Personenkreis muss nach einem vernünf-
tigen Prinzip und unter Beachtung des Gebots der Verhältnismässigkeit und 
der Rechtsgleichheit erfolgen (vgl. BGE 143 II 283 E. 2.3.2, 132 II 371 E. 2.3; 
BGer 2C_794/2015 vom 22.2.2016, in ASA 84 S. 725 und StR 71/2016 
S. 542 E. 3.2.3 f., 2P.322/2004 vom 24.6.2005, in ZBl 2006 S. 471 E. 2; 
Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, 
§ 57 N. 13; Adrian Hungerbühler, Grundsätze des Kausalabgaberechts – 
Eine Übersicht über die neuere Rechtsprechung und Doktrin, in ZBl 2003 
S. 505 ff., 507 und 513, je mit Hinweisen). Die Kosten der Tourismusförde-
rung können gemäss Rechtsprechung zulässigerweise vorab jenem Perso-
nenkreis angelastet werden, der aus dem Fremdenverkehr einen wirtschaft-
lichen Nutzen zieht. Aus Gründen der Rechtsgleichheit soll der Kreis der Ab-
gabepflichtigen möglichst alle jene Personen umfassen, denen ein Sonder-
vorteil zukommt (BGE 122 I 61 E. 3c; BGer 2P.154/2005 vom 14.2.2006, in 
StR 61/2006 S.446 E. 2.1; zum Ganzen VGE 23309 vom 20.10.2008 E. 2.3; 
Adriano Marantelli, Grundprobleme, S. 77, 429; derselbe, Tourismusabga-
ben, Rz. 7; Arthur Brunner, a.a.O., § 30 Rz. 2, 62).

3.5 Die Gemeinden verfügen bei der Ausgestaltung der fakultativen Ge-
meindesteuern im Rahmen des übergeordneten Rechts über Autonomie 
(BVR 2004 S. 193 E. 4.2). Wo eine Gemeinde zum Erlass von Rechtsnor-
men berechtigt ist, kommt ihr grundsätzlich auch bei deren Anwendung ein 

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gewisser Beurteilungsspielraum zu (vgl. BVR 2019 S. 15 E. 3.2, 2016 S. 79 
E. 4.6, 2015 S. 263 E. 5.1 [je betreffend Bau- und Zonenordnung]; Ruth Her-
zog, a.a.O., Art. 80 N. 23, Art. 66 N. 27; vgl. auch BGer 2C_406/2019 vom 
13.2.2020 E. 5.6.2, 2C_672/2017 vom 8.10.2018, in ASA 87 S. 426 E. 2 und 
3.6 [je betreffend Kostenanlastungssteuern]). Dieser Spielraum wird jedoch 
im Bereich des Abgaberechts durch das Gesetzmässigkeitsprinzip be-
schränkt (Art. 127 Abs. 1 und Art. 164 Abs. 1 Bst. d der Bundesverfassung 
[BV; SR 101]; Art. 69 Abs. 4 Bst. b der Verfassung des Kantons Bern [KV; 
BSG 101.1]). So muss ein Gesetz im formellen Sinn den Kreis der Abgabe-
pflichtigen, den Gegenstand der Abgabe und die Bemessungsgrundlage ent-
halten (vgl. statt vieler BGE 145 I 52 E. 5.2.1; Andrea Opel, in Zweifel/
Beusch/Oesterhelt [Hrsg.], Immobiliensteuern, 2021, § 1 Rz. 101 ff., je mit 
Hinweisen). Dies gilt auch, wenn der Gesetzgeber die Kompetenz zur Fest-
legung einer Abgabe an eine nachgeordnete Behörde delegiert (BGE 143 I 
220 E. 5.1.1, 136 II 337 E. 5.1; BVR 2015 S. 3 E. 3.4, 2013 S. 173 E. 3.3). 
Mit den erhöhten Anforderungen an die gesetzliche Grundlage soll sicherge-
stellt werden, dass den rechtsanwendenden Behörden kein übermässiger 
Spielraum verbleibt und die möglichen Abgabepflichten absehbar und 
rechtsgleich sind (BGE 145 I 52 E. 5.2.1; 143 I 220 E. 5.1.1; BVR 2013 
S. 173 E. 3.3; VGE 2018/457 vom 23.3.2020 E. 3.2). Befreiungen und Aus-
nahmen von der Abgabepflicht unterliegen denselben (strengen) Anforde-
rungen an die Gesetzmässigkeit (vgl. etwa BGE 146 II 97 E. 2.2.4, 144 II 454 
E. 3.4, mit Hinweisen). 

3.6 Soweit Art. 5 Abs. 2 TFAR als Ermächtigung des Gemeinderats zu 
verstehen wäre, im Einzelfall eine über die in Abs. 1 genannten Organisa-
tionen und Personengruppen hinausgehende Ausnahme von der Abgabe-
pflicht zu gewähren, stünde dieses Auslegungsergebnis im Widerspruch zu 
dem im Abgaberecht geltenden strengen Legalitätsprinzip. Fraglich ist zu-
dem, ob eine allfällige vom Gemeinderat zu erlassende Ausnahmeregelung 
mit Art. 5 Abs. 2 TFAR über eine hinreichend bestimmte Delegationsnorm 
verfügen würde (eher bejahend BVR 2004 S. 193 E. 4.2 a.E.), was hier aber 
offenbleiben kann. Im Ergebnis ist der Gemeinde jedenfalls insoweit zuzu-
stimmen, als sich eine allfällige Ausnahmeregelung gestützt auf die bei Kos-
tenanlastungsteuern geltenden Grundsätze auf gewisse Branchen und 
Personenkreise beziehen müsste; eine Befreiung einzelner Betriebe bzw. 

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Abgabepflichtiger wäre von vornherein ausgeschlossen (VGE 23309 vom 
20.10.2008 E. 2.5.3; Michel Iff, a.a.O., Art. 264 N. 5; vorne E. 3.4, auch zum 
Folgenden). Es liegt in der Natur dieser Abgabeart, dass sie keinen indivi-
duellen Vorteil bei der pflichtigen Person voraussetzt. Deshalb ist nicht mass-
gebend, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer von der von ihm 
mitfinanzierten Tourismusförderung profitiert. Mit der Festlegung der Abgabe 
auf das gesetzlich vorgesehene Minimum ist seinen beschränkten Einkünf-
ten aus der Vermietung bereits hinreichend Rechnung getragen worden (vgl. 
vorne Bst. A, E. 1.2 sowie E. 3.2). 

3.7 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz zu Recht die Auffassung der 
Gemeinde bestätigt, dass eine Befreiung des Beschwerdeführers von der 
Abgabepflicht insbesondere gestützt auf Art. 5 Abs. 2 TFAR ausgeschlossen 
sei. Gegen die Höhe und Bemessungsart der TFA erhebt der Beschwerde-
führer keine Einwände. Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegrün-
det und ist abzuweisen. 

4.

4.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Be-
schwerdeführer kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Er hat für das ver-
waltungsgerichtliche Verfahren indes um unentgeltliche Rechtspflege er-
sucht. 

4.1.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 ZPO). Das Rechtsmittel des Beschwerdeführers 
kann nicht als aussichtslos bezeichnet werden, zumal die Vorinstanz zu Un-
recht auf seine Beschwerde nicht eingetreten ist. Zu prüfen bleibt die Pro-
zessbedürftigkeit. 

4.1.2 Bedürftig ist eine Person, wenn sie die Kosten eines Prozesses nicht 
aufzubringen vermag, ohne Mittel anzugreifen, die sie zur Deckung des not-
wendigen Lebensunterhalts für sich und die Familie benötigt. Für die Fest-
stellung der Prozessarmut ist vom betreibungsrechtlichen Existenzminimum 

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auszugehen, welches nach dem Kreisschreiben Nr. 1 der Zivilabteilung des 
Obergerichts und des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Ja-
nuar 2011 über die Ermittlung und den Nachweis der Prozessarmut im Sinn 
von Art. 117 Bst. a ZPO und Art. 111 Abs. 1 VRPG (nachfolgend: Kreis-
schreiben Nr. 1, einsehbar unter: <www.justice.be.ch>, Rubriken «Verwal-
tungsgerichtsbarkeit/Themen/Kosten/Unentgeltliche Rechtspflege») zu er-
mitteln ist. Die unentgeltliche Rechtspflege ist zu gewähren, wenn das Ein-
kommen geringer ist als der zivilprozessuale Zwangsbedarf oder ihn gerade 
erreicht bzw. bloss geringfügig übersteigt. Bei einem Überschuss sind Pro-
zesskosten praxisgemäss bei weniger kostspieligen Verfahren innert Jahres-
frist, bei anderen innert zwei Jahren zu tilgen (Kreisschreiben Nr. 1 Bst. E). 
Der Nachweis der Prozessbedürftigkeit obliegt der gesuchstellenden Per-
son; diese hat ihre wirtschaftlichen Verhältnisse umfassend darzustellen und 
soweit möglich zu belegen (vgl. BVR 2016 S. 369 E. 4.3.2).

4.2 Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau beziehen je eine Rente von 
Fr. 20'880.-- bzw. Fr. 19ʹ836.-- (vgl. Steuererklärung 2020, Beilage zum uR-
Gesuch vom 8.7.2021, in act. 4A). Zudem werden ihnen seit Juni 2020 Er-
gänzungsleistungen von Fr. 536.-- monatlich ausgerichtet, ausmachend 
jährlich Fr. 6'432.-- (EL-Verfügung vom 7.8.2020, in act. 4A). Weiter haben 
sie im Jahr 2020 mit ihrer Ferienwohnung einen Mietertrag von Fr. 38.-- er-
zielt. Gestützt auf diese Angaben ist von einem Jahreseinkommen des Ehe-
paars von insgesamt Fr. 47ʹ186.-- auszugehen. Was den zivilprozessualen 
Zwangsbedarf angeht, ergibt sich was folgt:

- Der monatliche Grundbetrag für ein Ehepaar beträgt Fr. 1'700.--; er ist 
um 30 % zu erhöhen, ausmachend Fr. 2'210.-- (Kreisschreiben Nr. 1, 
Bst. A und Bst. C Ziff. 1 i.V.m. Kreisschreiben Nr. B 1 der Aufsichtsbe-
hörde in Betreibungs- und Konkurssachen vom 1. April 2010 betreffend 
Richtlinien über die Berechnung des Existenzminimums [nachfolgend: 
Kreisschreiben Nr. B 1] Beilage 1, Ziff. I, einsehbar unter: <www.jus-
tice.be.ch>, Rubriken «Verwaltungsgerichtsbarkeit/Themen/Kosten/
Unentgeltliche Rechtspflege»). Damit ergibt sich ein Betrag von 
Fr. 26'520.-- im Jahr.

- Als Wohnkosten ist bei Wohneigentum der Liegenschaftsaufwand (Hy-
pothekarzins ohne Amortisation, öffentlich-rechtliche Abgaben sowie 

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laufende Unterhaltskosten) anzurechnen (Kreisschreiben Nr. 1 Bst. C 
Ziff. 2a; Kreisschreiben Nr. B 1, Beilage 1, Ziff. II/1 und II/2). Der Hypo-
thekarzins beträgt insgesamt Fr. 2'185.-- (vgl. Steuererklärung 2020). 
Dazu kommen gemäss Angaben des Beschwerdeführers die Liegen-
schaftssteuer und Schwellentellen von zusammen Fr. 924.-- (Fr. 77.--/
Monat), die Gebäudeversicherung von Fr. 1'248.-- (Fr. 104.--/Monat), der 
Brunnengenossenschaftsbeitrag von Fr. 1'272.-- (Fr. 106.--/Monat), die 
Kanalisation- und Wassergrundgebühren von Fr. 888.-- (Fr. 74.--/Monat) 
und die Kehricht-Grundgebühr von Fr. 110.--, ausmachend insgesamt 
Fr. 4'442.--. Weiter macht er Unterhaltskosten von Fr. 3'396.-- (Fr. 283.-
- /Monat) sowie Nebenkosten von Fr. 4'128.-- geltend (Fr. 250.--/Monat 
für Heizöl/Warmwasser plus Fr. 1'128.-- für Brenner-Service, Tankrevi-
sion, Feuerungskontrolle und Kaminfeger; vgl. Haushaltsbudget 2021, in 
act. 4A]). Die Wohnkosten belaufen sich damit jährlich insgesamt auf 
Fr. 14'151.--.

- Weiter werden Krankenkassenbeiträge zum Grundbetrag hinzugerech-
net, soweit es sich um Prämienaufwand für die Grundversicherung han-
delt (Kreisschreiben Nr. 1 Bst. C Ziff. 2b). Die Krankenkassenprämien für 
den Beschwerdeführer und seine Ehefrau betragen gesamthaft 
Fr. 941.55 pro Monat (vgl. Haushaltsbudget 2021), d.h. Fr. 11'298.60 
jährlich. Weiter haben sie im Jahr 2020 Krankheitskosten von Fr. 3'678.-
-selber getragen (Steuererklärung 2020), die mit Blick auf das Alter des 
Beschwerdeführers und seiner Ehefrau vermutlich regelmässig anfallen 
und daher einzubeziehen sind (vgl. Kreisschreiben Nr. 1 Bst. C Ziff 2c; 
vgl. auch VGE 2017/81 vom 25.6.2018 E. 9.3.5, 2013/414/415 vom 
30.7.2014 E. 2.3.4 mit Hinweisen). 

- Zu berücksichtigen sind grundsätzlich auch die laufenden Steuern (Kreis-
schreiben Nr. 1 Bst. C Ziff. 2g). Im Jahr 2021 beliefen sich diese gemäss 
provisorischer Einschätzung auf Fr. 2ʹ400.-- (Betätigung der Steuerbe-
hörde der Wohnsitzgemeinde vom 7.7.2021, in act. 4A; vgl. auch Haus-
haltsbudget 2021). 

4.3 Auf der Grundlage der vorgenannten Zahlen resultiert ein zivilpro-
zessualer Zwangsbedarf von Fr. 58'047.60 (Grundbedarf: Fr. 26'520.--; 
Wohnkosten: Fr. 14'151.--; Krankenkasse und Krankheitskosten: 
Fr. 14ʹ976.60; laufende Steuern: Fr. 2ʹ400.--), welchem Einkünfte von 

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Fr. 47ʹ186.-- gegenüberstehen (vgl. E. 4.2 hiervor), womit ein Manko von 
Fr. 10'861.60 resultiert. Die Prozessbedürftigkeit ist unter diesen Umständen 
zu bejahen (vgl. vorne E. 4.1.2). Das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege ist demnach gutzuheissen und die Verfahrenskosten sind unter Vor-
behalt der Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers vorläufig vom Kan-
ton Bern zu tragen (Art. 113 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO). Parteikosten 
sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Beschwerdegegnerin
- Regierungsstatthalteramt Obersimmental-Saanen

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 

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Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.