# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7473350-9587-5a86-8c42-ecb94e9965c9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 04.05.2021 S 2020 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2020-21_2021-05-04.pdf

## Full Text

§

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 21

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

Richter Meisser und Audétat

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 4. Mai 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Lucien W. Valloni,

Beschwerdeführer

gegen

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, geboren 1987, wohnhaft in Q._____, war in der Saison 

2018/2019 als Eishockey-Spieler beim Hockey Club E._____ AG (nach-

folgend P._____) angestellt und dadurch obligatorisch gegen die Folgen 

von Berufs- und Nichtberufsunfällen bei der B._____ AG (nachfolgend 

C._____) versichert, als er am 21. August 2018 anlässlich eines Eisho-

ckey-Spiels in R._____ nach einem Kontakt mit einem Spieler plötzlich 

Schmerzen im rechten Kniegelenk verspürte. Die Erstbehandlung erfolgte 

am 22. August 2018 in R._____, wo am rechten Knie eine ausgedehnte 

osteochondrale Läsion an der zentralen femoralen Trochlea mit bis auf 

den Knochen reichendem, z.T. unterminiertem Knorpelschaden und an-

grenzendem Knochenmarködem – DD bone bruise – sowie ein grösseres, 

disloziertes Knorpel-Flake diagnostiziert wurden.

2. Nach diversen Abklärungen lehnte die C._____ mit Verfügung vom 

27. Mai 2019 ihre Leistungspflicht ab und verneinte das Vorliegen eines 

Unfalls wie auch einer unfallähnlichen Körperschädigung. Dagegen erhob 

A._____ mit Schreiben vom 25. Juni 2019 Einsprache, die mit Einspra-

cheentscheid vom 19. Dezember 2019 abgewiesen wurde. Begründend 

führte die C._____ im Wesentlichen an, dass der Vorfall keinen unge-

wöhnlichen äusseren Faktor darstelle und damit kein Unfall im Sinne von 

Art. 4 ATSG vorliege.

3. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 3. Februar 

2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit den Anträgen, die Verfügung der C._____ vom 19. Dezember 2019 sei 

aufzuheben und sie sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die volle 

Versicherungsleistung im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 

21. August 2018 zu erbringen; eventualiter sei die Sache zur erneuten 

Überprüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Beschwerdeführer 

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machte im Wesentlichen geltend, der Unfall habe sich ereignet, als sein 

rechtes Knie vom Knie des Gegners getroffen worden sei, was gravie-

rende Folgen gehabt und einen langwierigen Heilungsprozess nach sich 

gezogen habe. Das Kantonsspital D._____ und das Spital E._____ hätten 

einen St. n. KAS rechts mit Narbenlösung lateraler Recessus sowie AMIC-

Plastik zentral trochleär augmentiert mit minced Procedure (Chondro-

guide) über mediale Arthrotomie rechts am 11. Januar 2019 mit/bei chon-

draler Läsion zentral in der Trochlea infolge eines Distorsionstraumas vom 

August 2018 Knie rechts und St. n. VKB-Plastik (BTB) 2016, fecit in 

S._____, diagnostiziert. Der Zusammenstoss, bei dem das Knie des Geg-

ners sein Knie getroffen habe, stelle klar einen in der Aussenwelt begrün-

deten Umstand, der seinen Bewegungsablauf gestört habe, dar. Damit 

liege eine "Programmwidrigkeit" bzw. ein unkoordinierter Bewegungsab-

lauf vor, womit der ungewöhnliche äussere Faktor und damit der Unfallbe-

griff erfüllt sei.

4. In der Beschwerdeantwort vom 18. Februar 2020 schloss die C._____ 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf den Einspracheent-

scheid auf die Abweisung der Beschwerde. Sie machte im Wesentlichen 

geltend, dass am Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2019 festge-

halten werde. Bestritten werde, dass das Knie des Beschwerdeführers 

vom Knie des Gegenspielers getroffen worden sei; im vom Beschwerde-

führer eingereichten Video sei nicht ersichtlich, dass sich die Knie der 

Spieler berührten. Bestritten werde auch das Vorliegen einer Ungewöhn-

lichkeit, da bei Sportverletzungen das Merkmal der Ungewöhnlichkeit nur 

dann gegeben sei, wenn ein besonderes Vorkommnis vorliege, welches 

objektiv gesehen nicht mehr im Rahmen dessen liege, was für die jeweilige 

Sportart alltäglich und üblich sei. Liege hingegen ein Geschehen in der 

gewöhnlichen Bandbreite der Bewegungsmuster der betreffenden Sport-

art, liege kein ungewöhnliches äusseres Ereignis und damit kein Unfall 

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gemäss Art. 4 ATSG vor. Auch liessen Folgen eines Ereignisses keine 

Rückschlüsse über dessen Ungewöhnlichkeit zu.

5. Mit Replik vom 2. März 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechts-

begehren fest und vertiefte seine bisherigen Ausführungen. Er reichte zu-

dem die (undatierte) Expertenmeinung von M.D., Ph.D. F._____ (engl. Ori-

ginalversion/dt. Übersetzung) ein, wonach zwischen dem im Video sicht-

baren Stoss auf das Knie des Beschwerdeführers und der nach dem Unfall 

entwickelten Symptome (Schmerzen, Schwellung und Blockierung des 

Knies), die den Beschwerdeführer schliesslich zum Rückzug aus dem 

Spiel veranlassten, klar ein Zusammenhang bestehe. Dieser Zusammen-

prall habe zum Knorpelschaden der Oberschenkeltrochlea geführt. Darü-

ber hinaus zeige auch das im Nachhinein erstellte MRI eindeutig eine 

akute und traumatische Knorpelverletzung der Femoraltrochlea, die durch 

eine grosse Knochenkontusion unter dem Knorpelschaden und einen Er-

guss im Kniegelenk (Hydrops) angezeigt würde. Eine alte/degenerative 

Knorpelerkrankung könne ausgeschlossen werden, da bei einer solchen 

die Knochenkontusion/das Knochenödem fehlen würden. Ausserdem 

zeige ein früheres, vor weniger als einem Jahr vor dem Vorfall angefertig-

tes MRI des gleichen rechten Knies keinen Knorpelschaden oder eine De-

generation/Ostheoarthrose der Femurtrochlea. Somit sei unbestreitbar 

festzustellen, dass der Beschwerdeführer beim Eishockeyspiel vom 

21. August 2018 eine akute traumatische Verletzung des rechten Knies 

erlitten habe und der Verletzungsmechanismus auf dem Video, ein direk-

ter Schlag auf das rechte Knie, deutlich zu erkennen sei.

6. In der Duplik vom 15. April 2020 vertiefte die Beschwerdegegnerin bei un-

veränderten Rechtsbegehren ihre bisherigen Ausführungen insbesondere 

unter Berufung auf das eingereichte Video (CD über die fragliche Spiel-

szene in der Spielminute 13:58).

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Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Entscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nach-

stehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 19. Dezember 2019 (Beschwerdeführer-

ische Akten [Bf-act.] 2; Beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 63). 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesge-

setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) kann gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit 

seiner Eröffnung Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen 

Kantons erhoben werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt 

der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Befindet sich der Wohnsitz 

der versicherten Person im Ausland, ist gemäss Art. 58 Abs. 2 ATSG das 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter 

schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer 

Arbeitgeber Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer ist in S._____ wohnhaft, 

er war im Kanton Graubünden nie zum Wohnsitz angemeldet. Da jedoch 

sein letzter Arbeitgeber seinen Sitz in der bündnerischen Gemeinde 

E._____ hat, ist das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig. Dessen sach-

liche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a 

des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100). Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen Ein-

spracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt und 

weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. 

Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist damit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).

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2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungspflicht 

für das Ereignis vom 21. August 2018 bzw. das Vorliegen eines Unfaller-

eignisses im Sinne von Art. 4 ATSG zu Recht verneint hat.

3.1. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen 

Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Ver-

sicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs-

krankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte 

Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen 

(Heilbehandlung). Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 

Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge 

hat. Der äussere Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines je-

den Unfallereignisses; er ist das Gegenstück zur – den Krankheits-

begriff konstituierenden – inneren Ursache (vgl. BGE 134 V 72 E.4.1; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_268/2019 vom 2. Juli 2019 E.3). Die Bezeichnung 

der massgebenden Genese wird aber erst durch die weiter erforderliche 

Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors ermöglicht. Die meisten Krank-

heiten beruhen auf einer Wechselwirkung von inneren und äusseren Fak-

toren; oft ist die letztlich pathogene innere Ursache ihrerseits ohne Um-

welteinflüsse nicht denkbar. Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit 

wurde entwickelt, um die "tausendfältigen kleinen und kleinsten Insulte des 

täglichen Lebens, die als solche gänzlich unkontrollierbar sind und des-

halb nur beim Hinzutreten von etwas Besonderem Berücksichtigung fin-

den sollen", aus dem Unfallbegriff auszuscheiden. Das Merkmal des Un-

gewöhnlichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. 

Einwirkungen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in der 

Regel nicht als Ursache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund 

somit allein im Innern des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert 

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die blosse Auslösung des Gesundheitsschadens durch einen äusseren 

Faktors nichts; Unfall setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene 

Element so ungewöhnlich ist, dass eine endogene Verursachung ausser 

Betracht fällt (vgl. BGE 134 V 72 E.4.1 mit Hinweisen; Urteile des Bundes-

gerichts 8C_842/2018 vom 6. Mai 2019 E.3.3.1, 8C_189/2010 vom 9. Juli 

2010 E.3.4).

Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jewei-

ligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zu-

trifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Um-

stände in Betracht fallen. Definitionsgemäss bezieht sich das Begriffs-

merkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Fak-

tors, sondern nur auf diesen selbst (vgl. BGE 142 V 219 E.4.3.1 und 134 

V 72 E.4.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_368/2020 vom 17. September 

2020 E.4.2, 8C_268/2019 vom 2. Juli 2019 E.3). Ohne Belang für die Prü-

fung der Ungewöhnlichkeit ist, dass der äussere Faktor allenfalls schwer-

wiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat (vgl. BGE 142 V 219 

E.4.3.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_368/2020 vom 17. September 

2020 E.4.2, 8C_545/2019 vom 14. November 2019 E.9.1, 8C_842/2018 

vom 6. Mai 2019 E.3.3.1). Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere 

Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen 

Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Un-

gewöhnlichkeit (vgl. BGE 142 V 219 E.4.3.1, BGE 134 V 72 E.4.3.1; Urteile 

des Bundesgerichts 8C_842/2018 vom 6. Mai 2019 E.3.3.1, 8C_282/2017 

vom 17. August 2017 E.3.1.1). Bei Schädigungen, die sich auf das Körpe-

rinnere beschränken (wie etwa bei Muskel- und Gelenkschmerzen, einer 

Lumbago oder Hernien), unterliegt der Nachweis der Ungewöhnlichkeit 

des äusseren Faktors besonders strengen Anforderungen. Regelmässig 

bedarf es – neben den üblichen, dem täglichen Leben zuzuschreibenden, 

auf den Körper einwirkenden Kräften – eines schadensspezifischen Zu-

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satzgeschehens, damit ein Unfall angenommen werden kann (vgl. BGE 

134 V 72 E.4.3.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_225/2019 vom 20. Au-

gust 2019 E.3.2, 8C_268/2019 vom 2. Juli 2019 E.3).

3.2. Nach Lehre und Rechtsprechung kann das für den Unfallbegriff wesentli-

che Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinier-

ten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, 

dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, 

wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf 

einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (vgl. 

BGE 130 V 117 E.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_395/2020 vom 28. 

September 2020 E.2.2, 8C_671/2019 vom 11. März 2020 E.2.3). Dies trifft 

beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet 

oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu 

verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen 

versucht (vgl. NABOLD, in: HÜRZELER/KIESER [Hrsg.], Kommentar zum 

Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 6 Rz. 32). Bei gewissen typischen Ge-

sundheitsschäden, die erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von 

Krankheit, namentlich von vorbestehenden degenerativen Veränderungen 

eines Körperteils innerhalb eines normalen Geschehensablaufs eintreten 

können, muss das Begriffsmerkmal der Aussergewöhnlichkeit besonders 

deutlich erfüllt bzw. die Schädigung unter besonders sinnfälligen Umstän-

den gesetzt worden sein. Dasselbe gilt für körpereigene Traumen, d.h. für 

Schädigungen infolge einer im Körperinnern vor sich gehenden Kraftein-

wirkung. Die unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen Fällen 

entweder die Folge einer bestimmten sinnfälligen Überanstrengung sein 

oder unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein (vgl. 

RUMO-JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

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Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 40; vgl. Ur-

teile des Bundesgerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E.4.2, 

8C_783/2013 vom 10. April 2014 E.4.2 f.).

4. Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren wird vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 61 ATSG). Das Gericht hat den rechtserhebli-

chen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bin-

dung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien abzuklären und 

festzustellen (vgl. BGE 144 V 427 E.3.2). Aus der Untersuchungsmaxime 

folgt auch das Prinzip der freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an 

keine förmlichen Beweisregeln gebunden ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das ge-

samte Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig nach dessen 

Stichhaltigkeit zu prüfen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 

Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversi-

cherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachver-

halts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr je-

ner Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Ge-

schehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet (BGE 144 V 427 

E.3.2, 138 V 218 E.6; Urteile des Bundesgerichts 8C_745/2020 vom 

29. März 2021 E.1.3, 9C_439/2020 vom 18. August 2020 E.1.3). Gemäss 

Rechtsprechung hat die versicherte Person die Umstände des als Unfall 

gemeldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung 

müssen aber über das konkrete Geschehen genaue und möglichst detail-

lierte Angaben namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer 

in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein klares Bild zu 

machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen (vgl. BGE 114 V 298 

E.5b; Urteil des Bundesgerichts 8C_268/2019 vom 2. Juli 2019 E.3). Un-

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vollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben zum Gesche-

hensablauf können die Verneinung der Leistungspflicht der Unfallversiche-

rung zur Folge haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_338/2018 vom 

17. Dezember 2018 E.4.2). Im Streitfall hat das Versicherungsgericht zu 

beurteilen, ob die einzelnen Merkmale des Unfallbegriffs, speziell die Un-

gewöhnlichkeit des äusseren Faktors, gegeben sind (vgl. BGE 112 V 201 

E.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_358/2016 vom 28. September 2019 

E.3.4).

5.1. Nachfolgend ist zu prüfen, ob der Hergang des Vorfalls als Unfallereignis 

im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. Zum Ereignis vom 21. Au-

gust 2018 und dem Beschwerde-/Behandlungsverlauf ist den Akten Fol-

gendes zu entnehmen: Gemäss Schadenmeldung vom 29. August 2018 

hat der Beschwerdeführer nach einem Gegnerkontakt während eines Eis-

hockey-Spiels in R._____ einen plötzlichen Schmerz im rechten Kniege-

lenk verspürt (Bg-act. 1). Die Erstbehandlung mit MRI erfolgte am 22. Au-

gust 2018 in R._____ (Bg-act. 13). Dr. med. G._____, Fachärztin Radio-

logie, Radiologie Südost/MRI-Institut Spital E._____, befand gestützt auf 

den MRI-Bericht vom 4. Oktober 2018 einen im Vergleich zur Voruntersu-

chung grössenregredienten, jedoch noch deutlichen Kniegelenkserguss; 

trochleär eine bis zum subchondralen Knochen reichende Knorpelschädi-

gung sowie eine im Vergleich zur Voruntersuchung deutliche, fast vollstän-

dige Rückbildung des Knochenmarködems im Bereich der Trochlea an-

grenzend an beschriebenen Knorpelschaden (Bg-act. 14). Am 5. Oktober 

2018 erfolgte die Zweitbeurteilung/Befundung der Fremdaufnahmen 

R._____ (Untersuchung extern am 22. August 2018/Verdrehtrauma vom 

21. August 2018) durch Dr. med. H._____, Facharzt Radiologie FMH, Ra-

diologie Südost/MRI-Institut Spital E._____. Er befand einen ausgepräg-

ten Erguss im rechten Kniegelenk; an zentraler femoraler Trochlea scharf 

begrenzten, bis auf den Knochen reichenden Knorpeldefekt mit Untermi-

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nierung des angrenzenden Knorpels mit Ausdehnung des Defekts von 

10x18 mm; den Nachweis eines Knorpel-Flakes von ca. 18 mm Länge. Er 

beurteilte eine ausgedehnte osteochondrale Läsion an der zentralen fe-

moralen Trochlea mit bis auf den Knochen reichendem, z.T. unterminier-

tem Knorpelschaden und angrenzendem Knochenmarködem – DD bone 

bruise. Zudem ein grösseres, disloziertes Knorpel-Flake und einen ausge-

prägten Kniegelenkserguss (Bg-act. 13).

Der Beschwerdeführer gab im Fragebogen Unfallhergang vom 25. Okto-

ber 2018 an, dass in seinem Bewegungsablauf sein Kniegelenk blockiert 

habe, was ungewöhnlich gewesen sei; er habe eine unkontrollierte Bewe-

gung im Sinne einer reflexartigen Abwehrbewegung beim Drehen auf dem 

Eis gemacht (Bg-act. 19 S. 1).

Am 29. Oktober 2018 bat der behandelnde Dr. med. I._____, Chefarzt In-

nere Medizin Spital E._____, die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines 

Kostengutsprachegesuchs von Dr. J._____, Consultant Orthopedic and 

Trauma Surgeon, Knee and Sports-Medicine Specialist, vom 23. Oktober 

2018, welcher auf die am 22. August 2018 im MRI festgestellten Verlet-

zungen verwies, ohne jedoch einen Zusammenstoss mit einem Gegen-

spieler zu erwähnen (vgl. Bg-act. 22), um Übernahme der Operationskos-

ten in S._____ (Bg-act. 21). Dr. med. I._____ attestierte dem Beschwer-

deführer ab dem 21. August 2018 eine 100 % Arbeitsunfähigkeit, ab dem 

3. September 2018 eine volle Arbeitsfähigkeit, ab dem 5. September 2018 

aber wiederum eine 50 % und ab dem 5. Oktober 2018 erneut eine 100 % 

Arbeitsunfähigkeit (vgl. Unfallschein vom 22. November 2018, Bg-act. 25).

Im Arztbericht vom 3. Januar 2019 über die Untersuchung vom 2. Januar 

2019 diagnostizierten die Dres. med. K._____ und L._____, Kantonsspital 

D._____ eine chondrale Läsion zentral in der Trochlea infolge eines Dis-

torsionstraumas vom August 2018 Knie rechts mit/bei St.n. VKB-Plastik 

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(BTB) 2016, fecit in S._____. Aufgrund der Anamnese, des Befunds und 

des MRI vom 5. Januar 2018 (extern), welches einen zentralen troch-

leären Defekt chondral zeigte, empfahlen sie bei hartnäckiger Beschwer-

depersistenz die operative Sanierung (Bg-act. 30 S. 1). Die Dres. med. 

K._____ und L._____ baten die Beschwerdegegnerin um Leistungsüber-

nahme, da in Zusammenschau der Befunde – offenbar lagen ihnen MRI 

aus dem Jahre 2017, vom 5. Januar 2018 und vom August 2018 vor – der 

gegebene Knorpelschaden aus orthopädisch-chirurgischer Sicht als un-

fallkausal einzustufen sei (Bg-act. 30 S. 2). 

Mit Austrittsbericht des KSGR vom 13. Januar 2019 stellten die Dres. med. 

K._____ und L._____ mit Dipl. med. M._____ die Diagnose einer chon-

dralen Läsion zentral in der Trochlea infolge eines Distorsionstrauma vom 

August 2018 Knie rechts und St.n. VKB-Plastik (BTB) 2016, fecit in 

S._____, und bescheinigten dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähig-

keit von 100 % ab dem 11. Januar 2019 bis zum 24. Februar 2019 (Bg-

act. 40). 

Gemäss Operationsbericht vom 14. Januar 2019 über die Operation am 

11. Januar 2019 durch Dr. med. L._____, Oberarzt, Klinik für Orthopädie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, erfolgte eine Kniegelenk-

sarthroskopie rechts mit Narbenlösung lateraler Recessus sowie AMIC-

Plastik zentral trochleär augmentiert mit minced Procedure (Chondro-

guide) über mediale Arthrotomie rechts (Bg-act. 39).

Mit formlosem Schreiben vom 14. Januar 2019 teilte die Beschwerdegeg-

nerin dem Beschwerdeführer mit, dass keine Leistungen übernommen 

würden, da bezüglich des Ereignisses vom 21. August 2018 kein Unfall 

und auch keine unfallähnliche Körperschädigung vorlägen (Bg-act. 34).

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Am 11. April 2019 beurteilte Dr. med. L._____ postoperativ einen regel-

rechten Verlauf, an einen return to sport sei frühestens in weiteren drei 

Monaten zu denken, die weitere Nachbehandlung erfolge in S._____ (Bg-

act. 47).

Am 26. April 2019 hielt Dr. med. I._____ anamnestisch fest, das Leiden 

habe sich erstmals am 21. August 2018 nach einem Verdrehtrauma beim 

Eishockeyspielen in R._____ manifestiert (Bf-act. 7 S. 1). Er bescheinigte 

dem Beschwerdeführer eine 100 % Arbeitsunfähigkeit seit dem 21. August 

2018 und eine Arbeitsaufnahme frühestens in drei Monaten. Die weitere 

Therapie sah er, wie bis anhin, in einer konservativen physiotherapeuti-

schen Behandlung, welche in Zukunft in S._____ durchgeführt würde (Bf-

act. 7 S. 2).

5.2. Der Beschwerdeführer führt aus, dass der ungewöhnliche äussere Faktor, 

der dem Unfallbegriff inhärent sei, darin bestehen könne, dass eine Kör-

perbewegung "programmwidrig" beeinflusst worden sei, d.h. dass auf 

diese Weise ein unkoordinierter Bewegungsablauf aufgetreten sei. Bei 

Körperbewegungen könne die Programmwidrigkeit beispielsweise durch 

andere Mitspieler (Schubsen, Anrempeln, Bodycheck, usw.) oder durch 

andere äussere Umstände (Ausrutschen auf glitschigem Grund, Stolpern 

über einen Absatz, Abheben auf einem Buckel beim Skifahren, usw.) ver-

ursacht sein. Für die Ungewöhnlichkeit reiche es aus, dass die natürliche 

Körperbewegung "programmwidrig" beeinflusst worden sei (Hinweis auf 

KIESER/GEHRING/BOLLINGER, in: KVG/UVG Kommentar, Bundesgesetze 

über die Krankenversicherung, die Unfallversicherung und den Allgemei-

nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) mit weiteren Erlassen, 

Zürich 2018, Art. 4 Unfall Rz. 78 f.; BGE 130 V 117). In casu sei nicht von 

einer Berührung auszugehen (wie die Beschwerdegegnerin unter Hinweis 

auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_835/2013 vom 28. Januar 2014 be-

haupte), sondern es müsse von einem Zusammenstoss bzw. Angriff ge-

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sprochen werden (vgl. Foto des Unfallereignisses, Bf-act. 8). Zudem sei 

die Vergleichbarkeit der beiden Sportarten nicht gegeben. Basketball sei 

statisch, während im Eishockey grosse Kräfte und eine erhebliche Ge-

schwindigkeit wirkten, weshalb die Eishockey-Spieler aufgrund der invol-

vierten Kräfte umfassende Schutzkleidung tragen würden, welche leichte 

Stösse abwehre. Der Zusammenstoss des Knies des Gegners mit dem 

Knie des Beschwerdeführers stelle klar einen in der Aussenwelt begrün-

deten Umstand dar, der den Bewegungsablauf des Beschwerdeführers 

"programmwidrig" gestört habe. Dieser Zusammenstoss habe für das Knie 

des Beschwerdeführers gravierende Folgen gezeitigt. Es liege eine unvor-

hersehbare, unkoordinierte Bewegung vor und der ungewöhnliche äus-

sere Faktor sei zu bejahen. Der Beschwerdeführer untermauerte seinen 

Standpunkt mit der undatierten Stellungnahme von M.D., Ph.D. F._____, 

(Bf-act. 11 und 13).

5.3. Die Beschwerdegegnerin bestreitet dagegen, dass das Knie des Be-

schwerdeführers vom Knie des Gegenspielers getroffen wurde und über-

dies die Ungewöhnlichkeit des Vorgangs. Bei Sportverletzungen sei das 

Merkmal der Ungewöhnlichkeit nur dann gegeben, wenn ein besonderes 

Vorkommnis vorliege, welches objektiv gesehen nicht mehr im Rahmen 

dessen liege, was für die jeweilige Sportart alltäglich und üblich sei. Liege 

hingegen ein Geschehen in der gewöhnlichen Bandbreite der Bewegungs-

muster der betreffenden Sportart, liege kein ungewöhnliches äusseres Er-

eignis und damit kein Unfall gemäss Art. 4 ATSG vor. Zudem liessen die 

Folgen eines Ereignisses keinen Rückschluss auf dessen Ungewöhnlich-

keit gemäss Art. 4 ATSG zu. Die Ungewöhnlichkeit beziehe sich allein auf 

den äusseren Faktor selbst, nicht auf dessen Wirkung. Für die Prüfung der 

Ungewöhnlichkeit sei ohne Belang, dass der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen habe.

- 15 -

5.4.1. Das streitberufene Gericht erwägt in Prüfung der Akten wie auch des ein-

gereichten Videoclip über die relevante Spielszene wie folgt. M.D., Ph.D. 

F._____ stellte in seinem undatierten Schreiben nach Einsicht in das MRI 

vom 22. August 2018 und den Videoclip fest, in der Sekunde 36 

(26 Sekunden vor dem Ende des Clip) gebe es einen deutlich sichtbaren 

Kontakt mit dem Knie eines anderen Spielers am Valgus und dem gebeug-

ten rechten Knie des Beschwerdeführers. Angesichts dieses Vorfalls und 

der Symptome, die sich vor (recte: nach) dem Vorfall entwickelt hätten 

(Schmerzen, Schwellung und Blockierung des Knies) und die den Be-

schwerdeführer schliesslich veranlasst hätten, sich aus dem Spiel zurück-

zuziehen, sei es sehr klar und unbestreitbar, dass der zuvor erwähnte di-

rekte Treffer durch das Knie eines anderen Spielers zu einem Knorpel-

schaden der Oberschenkeltrochlea zu diesem bestimmten Zeitpunkt ge-

führt habe. Darüber hinaus zeige das nach der Verletzung durchgeführte 

MRI eindeutig und unbestreitbar eine akute und traumatische Knorpelver-

letzung der Femoraltrochlea, die sich durch eine grosse Knochenkontu-

sion unter dem Knorpelschaden und einen Erguss im Kniegelenk (Hy-

drops) gezeigt habe und nicht durch eine alte/degenerative Knorpelerkran-

kung, bei der eine Knochenkontusion/ein Knochenödem fehlen würde. 

Diese Art von MRI-Befundung weise klar auf einen direkten Treffer/Kon-

takt auf das rechte Knie des Beschwerdeführers hin; ohne einen solchen 

direkten Treffer/Kontakt wäre ein solcher MRI-Befund gar nicht möglich. 

Ausserdem zeige ein früheres, weniger als ein Jahr vor dem Vorfall erstell-

tes MRI des gleichen Knies keinen Knorpelschaden oder eine Degenera-

tion/Ostheoarthrose der Femurtrochlea. Abschliessend stellte M.D., Ph.D. 

F._____ fest, der Verletzungsmechanismus mit direktem Schlag auf das 

rechte Knie des Beschwerdeführers und der im MRI feststellbare Knorpel-

schaden der Oberschenkeltrochlea sowie die akute/frische Knochenkon-

tusion unter dem Knorpelschaden sowie dem Erguss im Kniegelenk wie-

- 16 -

sen beide stark auf die traumatische Natur des Befundes hin ("both highly 

indicate traumatic nature of the finding", Bf-act. 11 und 13).

5.4.2. Hierzu ist festzuhalten, dass die anlässlich des besagten Spiels vom 

21. August 2018 in R._____ erlittenen Verletzungen an sich nicht bestrit-

ten sind. Die Herleitung von M.D., Ph.D. F._____ allerdings, dass diese 

Verletzungen durch einen Schlag "von Knie zu Knie" erfolgt sei, ist auf-

grund des Szenenfotos (vgl. Bf-act. 8) ebensowenig wie aufgrund der Vi-

deoaufzeichnungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Selbst 

M.D., Ph.D. F._____ spricht lediglich von einem "starken Hinweis" und 

nicht von überwiegender Wahrscheinlichkeit. Das von M.D., Ph.D. 

F._____ (mutmasslich) angesprochene MRI vom 5. Januar 2018 (siehe 

Arztbericht Dres. med. K._____ und L._____ vom 3. Januar 2019; Bg-act. 

30 S. 1) zeigt bereits einen zentralen trochleären Defekt chondral mit ei-

nem Querdurchmesser von 8 mm und einer Längsausdehnung von gut 

12 mm, womit M.D., Ph.D. F._____ Darstellung, dass die Verletzungen 

nur auf einen Schlag/Zusammenstoss zwischen dem Knie des Beschwer-

deführers und dem Knie des gegnerischen Spielers zurückgehen könnten, 

zumindest betreffend den Knorpelschaden zweifelhaft ist. Zuvor erwähnen 

Dr. N._____ am 23. Oktober 2018 wie auch Dr. med. I._____ am 29. Ok-

tober 2018 zwar einen traumatischen Knorpelschaden im Bereich der fe-

moralen Trochlea, circa 18x10 mm im Durchmesser, aber keinen Kon-

takt/Zusammenstoss mit einem Gegenspieler (Bg-act. 21 und 22). Dr. 

med. I._____ erwähnt hingegen, dass der Beschwerdeführer bereits meh-

rere Eingriffe an diesem Knie erlitten habe (Bg-act. 21). Der Beschwerde-

führer selbst erwähnt auch keinen Gegnerkontakt im Fragebogen zum Un-

fallhergang vom 25. Oktober 2018 (Bg-act. 19). Bei der ärztlichen Stel-

lungnahme von M.D., Ph.D. F._____ (O._____,), handelt es sich um ein 

Parteigutachten eines behandelnden Arztes, dessen Beweiswert be-

schränkt ist, da der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass be-

- 17 -

handelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung im Zwei-

felsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 

E.4.5, 125 V 351 E.3b/cc; Urteil des Bundesgerichts 8C_68/2020 vom 

11. März 2020 E.5.1). Im Weiteren deckt sich der medizinische Begriff des 

Traumas, wie ihn die involvierten Ärzte verwenden, nicht mit dem Unfall-

begriff im Sinne von Art. 4 ATSG (vgl. BGE 134 V 72 E.4.3.2.2; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_270/2020 vom 1. September 2020 E.5.2., 

8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 E.3).

5.4.3. Gemäss BGE 130 V 117 E.2.2 ist bei einer Sportverletzung ohne beson-

deres Vorkommnis das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vor-

liegen eines Unfalls zu verneinen (vgl. so auch Urteile des Bundesgerichts 

8C_570/2019 vom 8. November 2019 E.3.2, 8C_835/2013 vom 28. Januar 

2014 E.5.1). In E.3 von BGE 130 V 117 wird ferner erwogen: „Streitig und 

zu prüfen ist, ob einer beim Eishockeyspiel durch einen Bandencheck ver-

ursachten Verletzung ein ungewöhnlicher äusserer Faktor zu Grunde liegt. 

Umstritten ist insbesondere das Element der Ungewöhnlichkeit. Das Un-

fallmerkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors ist im vorliegenden Fall 

zu bejahen. Zwar trifft es zu, dass Eishockey eine schnelle und mit viel 

Einsatz geführte Kampfsportart ist. Mit harten Körperkontakten und Kör-

perangriffen ist zu rechnen. Diese sind in reglementarisch umschriebenen 

Grenzen erlaubt. Es ist unbestritten, dass der Körper hierbei grossen Kräf-

ten ausgesetzt ist. Die Körperattacken und das Fallen gehören somit zu 

den üblichen Umständen dieser Sportart und es mag zutreffen, dass sie 

auch trainiert werden. Indessen kann der ungewöhnliche äussere Faktor, 

der dem Unfallbegriff inhärent ist, auch darin bestehen, dass eine Körper-

bewegung "programmwidrig" beeinflusst worden ist. Der auf diese Weise 
unkoordinierte Bewegungsablauf stellt dann den ungewöhnlichen äusse-

ren Faktor dar. Der Versicherte hat sich beim Check gegen eine Bande 

verletzt. Durch diesen Vorgang ist der natürliche Ablauf der Körperbewe-

- 18 -

gung programmwidrig beeinflusst worden. Darin liegt die Ungewöhnlich-

keit des Geschehens. Es mag zwar zutreffen, dass derartige Körperatta-

cken im Eishockey häufig vorkommen. Das ändert indessen nichts daran, 

dass sie zu einer unvorhersehbaren Beeinträchtigung des Bewegungsab-

laufs führen, welcher der betroffene Spieler gleichsam ausgesetzt ist. Der 

vom Spieler vorgesehene Ablauf wird durch die äussere Einwirkung des 

Gegenspielers gestört. Jeder Spieler muss zwar damit rechnen, dass er 

gefoult wird, er kann indessen nicht voraussehen, wie sich die Körperatta-

cke auf den natürlichen Bewegungsablauf – und nicht etwa auf den Kör-

per, was unwesentlich ist (vgl. BGE 122 V 232 E.1) – auswirken wird. Darin 

liegt die Ungewöhnlichkeit dieser Einwirkung (vgl. auch RKUV 1993 Nr. U 

165 S. 59 E.3b; BÜHLER, a.a.O., S. 244).ˮ

5.4.4. Das streitberufene Gericht erachtet das vorliegend relevante Vorkommnis 

vom 21. August 2018 – nach den Schilderungen des Beschwerdeführers, 

nach Ansicht des Szenenfotos (Bf-act. 8) sowie des Videos (insbesondere 

zu Spielminute 13:58) und aufgrund der gesamten Aktenlage – als nicht 

vergleichbar mit einem "in-die-Beine-Grätschen" beim Fussball oder mit 

einem harten Aufschlagen auf der Buckelpiste beim Skifahren, wo jeweils 

der Unfall bejaht wurde (vgl. BGE 130 V 117 E.2 mit weiteren Beispielen). 

Bezogen auf den Eishockey-Sport spricht vorliegendenfalls gegen die Un-

gewöhnlichkeit des Vorfalls im Sinne obiger Rechtsprechung zudem das 

Folgende: Es fand kein harter Körperkontakt bzw. frontaler Zusammen-

prall und auch kein Bandencheck oder ein "in-die Beine-Grätschen" statt, 

sondern eine Berührung zwischen zwei Spielern, die im Rahmen eines 

Eishockeyspiels gewöhnlich und alltäglich erscheint. Die Spieler waren 

beide in Bewegung und dies mehrheitlich in dieselbe Richtung. In der frag-

lichen Szene "steht" der Beschwerdeführer auch nicht (wie in der Replik 

Rz. 1 angeführt), er ist vielmehr in Bewegung und hat Körperkontakt mit 

dem gegnerischen Spieler, wobei er sich dreht – nicht unkoordiniert – dem 

- 19 -

Puckverlauf folgend. Im Weiteren stürzte der Beschwerdeführer nach dem 

Kontakt mit dem Gegenspieler auch nicht, sondern spielte weiter. Zudem 

ist auf dem Video die (angebliche) Spielaufgabe nicht dokumentiert, viel-

mehr beteiligte sich der Beschwerdeführer nach dem (angeblichen) Zu-

sammenprall massgeblich am weiteren Spielgeschehen. Es sind weitere 

markante Tempo- und Richtungswechsel des Beschwerdeführers bei 

Spielminute 13:42 und 13:40 ersichtlich, bevor er (in der Videosequenz 

nicht dargestellt) angeblich das Eis verlassen hat. Gemäss Video fand kein 

(sanktioniertes) Foul statt. Die Bewegungen des Beschwerdeführers stel-

len allesamt alltägliche, übliche Bewegungen eines Eishockey-Spielers 

dar. Im Rahmen des Spielflusses ist keine unvorhersehbare Beeinträchti-

gung des Bewegungsablaufs feststellbar bzw. kein Vorgang ersichtlich, 

mit dem der natürliche Ablauf der Körperbewegung programmwidrig be-

einflusst worden wäre, womit eine "Unkoordiniertheit" des Bewegungsab-

laufs zu verneinen ist. Selbst wenn das Knie des gegnerischen Spielers 

das Knie des Beschwerdeführers berührt hätte, was auf dem Szenenfoto 

und auf dem Video nicht eindeutig erstellt ist, handelt es sich um eine all-

tägliche, übliche Berührung des Knies. Die Ungewöhnlichkeit wäre nur zu 

bejahen, wenn der äussere Faktor – nach einem objektiven Massstab – 

nicht mehr im Rahmen dessen läge, was für den jeweiligen Lebensbereich 

alltäglich und üblich ist, nicht aber wenn ein Geschehen – wie aufgezeigt 

– in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden 

Sports fällt. Zusammenfassend wurde der vom Beschwerdeführer als 

Spieler vorgesehene Ablauf somit nicht feststellbar durch die äussere Ein-

wirkung des Gegenspielers gestört; der Beschwerdeführer zeigte denn 

auch keine Reaktion, wie sie zu erwarten gewesen wäre, wenn sein Knie 

stärker als gewöhnlich getroffen worden wäre.

5.4.5. Gestützt auf die obigen Erwägungen ist die Ungewöhnlichkeit des äusse-

ren Faktors betreffend den Vorfall vom 21. August 2018 anlässlich des 

- 20 -

Eishockeyspiels in R._____ zu verneinen, womit das besondere Vor-

kommnis als Merkmal der Ungewöhnlichkeit, welches es für die Bejahung 

eines Unfalls bräuchte, nicht vorliegt und die Beschwerdegegnerin somit 

das Vorliegen eines Unfallereignisses im Sinne von Art. 4 ATSG zu Recht 

verneint hat.

5.5. Der Beschwerdeführer beruft sich im Weiteren sinngemäss auf die Be-

weisregel "post hoc ergo propter hoc" (siehe Replik Rz. 7), wonach erst 

nach dem Unfall Beschwerden aufgetreten und diese mangels degenera-

tiver Ursachen auf den Zusammenstoss zurückzuführen seien. Eine sol-

che Beweisregel, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädi-

gung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem 

aufgetreten ist, ist unzulässig und beweisrechtlich nicht zu verwerten (vgl. 

BGE 119 V 335 E.2b/bb, Urteil des Bundesgerichts 8C_241/2020 vom 

29. Mai 2020 E.3).

5.6. Der Vollständigkeit halber ist zudem festzuhalten, dass auch keine un-

fallähnliche Körperschädigung vorliegt (Art. 6 Abs. 2 UVG; vgl. BGE 146 

V 51 E.6.4.2). Bei den nach Art. 6 Abs. 2 UVG bezeichneten Körperverlet-

zungen (sog. Listenverletzungen) liegt eine unfallähnliche Körperschädi-

gung vor, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss, solange 

er sich nicht mit dem Nachweis, wonach die Körperschädigung vorwie-

gend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, von seiner Leis-

tungspflicht zu befreien vermag. Beim Beschwerdeführer wurde durch die 

behandelnden Ärzte keine der abschliessend aufgeführten Listenverlet-

zungen gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG diagnostiziert. Zudem trat – wie oben 

ausgeführt – kein äusserer schädigender Faktor, d.h. ein ausserhalb des 

Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger, eben unfallähnlicher 

Vorfall (vgl. BGE 143 V 285 E.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_835/2017 

vom 1. März 2018 E.3) auf. Eine unfallähnliche Körperschädigung war 

nicht Gegenstand des Einspracheentscheids und wurde auch vom Be-

- 21 -

schwerdeführer weder einsprache- noch beschwerdeweise geltend ge-

macht.

6. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin ein Unfallereignis 

gemäss Art. 4 ATSG zu Recht verneint, so dass sich der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2019 als rechtens erweist, was 

zur Abweisung der Beschwerde vom 3. Februar 2020 führt.

7. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 83 ATSG ist das Verfahren – vor-

behältlich der mutwilligen oder leichtsinnigen Verfahrensführung – für die 

Parteien kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben werden. Ein 

Parteikostenersatz steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin gemäss 

Art. 61 lit. g ATSG nicht zu.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]