# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50f5f7a2-cae4-5a33-88d7-a355ea3931ff
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 09.03.2013 UE120157
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE120157_2013-03-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: UE120157-O/U/bee 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, Dr. iur. P. Martin und 

lic. iur. K. Balmer sowie der Gerichtsschreiber Dr. iur. S. Christen 

 

Beschluss vom 9. März 2013 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
Beschwerdegegner 

 

 

betreffend Einstellung einer Strafuntersuchung  
 
Beschwerde gegen die Einstellungs- und Überweisungsverfügung der 
Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 12. Juli 2012, BAST2/2012/4315 
 
 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Am 2. Juni 2012 lenkte A._____ ihr Fahrrad auf dem Radweg/Gehsteig der 

C._____-Strasse in Zürich stadtauswärts in Richtung D._____. Als sie den Fuss-

gänger B._____ kreuzte, stürzte sie und zog sich am Zeige- und Mittelfinger der 

linken Hand eine Nagelkranzfraktur und luxierten Nagel zu. 

2. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat führte eine Strafuntersuchung gegen 

B._____ und A._____. Am 12. Juli 2012 stellte sie das Strafverfahren gegen 

A._____ ein und überwies die Akten dem Stadtrichteramt der Stadt Zürich zur 

Prüfung von Übertretungstatbeständen. In derselben Verfügung stellte sie das 

Strafverfahren gegen B._____ wegen fahrlässiger Körperverletzung ein (Urk. 3). 

3. A._____ erhebt Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich (Urk. 2). 

Sie beantragt die Aufhebung der Einstellungsverfügung. Das Verfahren gegen 

B._____ sei weiterzuführen. 

B._____ und die Staatsanwaltschaft haben sich vernehmen lassen. Sie beantra-

gen je die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 und Urk. 9). A._____ hält in der 

Replik an ihrem Antrag fest (Urk. 14). Die Staatsanwaltschaft hat auf eine Stel-

lungnahme dazu verzichtet (Urk. 19). B._____ beantragt in der Duplik die Abwei-

sung der Beschwerde (Urk. 24). A._____ hat dem Obergericht am 3. Oktober 

2012 (Urk. 28 und Urk. 30) sowie am 14. Februar 2013 (Urk. 32) weitere Einga-

ben zukommen lassen. 

4. Aufgrund der Neukonstituierung der Kammer per 1. Januar 2013 ergeht der 

Entscheid nicht in der den Parteien angekündigten Besetzung. 

- 3 - 

II. 

1. Die Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf 

die Beschwerde ist einzutreten (Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO). 

2. Gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die vollständi-

ge oder teilweise Einstellung des Verfahrens, wenn: a) kein Tatverdacht erhärtet 

ist, der eine Anklage rechtfertigt; b) kein Straftatbestand erfüllt ist; c) Rechtferti-

gungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar machen; d) Prozessvorausset-

zungen definitiv nicht erfüllt werden können oder Prozesshindernisse aufgetreten 

sind; e) nach gesetzlicher Vorschrift auf Strafverfolgung oder Bestrafung verzich-

tet werden kann. 

Nach der Rechtsprechung gilt insoweit der Grundsatz "in dubio pro duriore". Die-

ser ergibt sich aus dem Legalitätsprinzip. Er verlangt, dass im Zweifel das Verfah-

ren seinen Fortgang nimmt. Anklage muss - sofern kein Strafbefehl erlassen wer-

den kann - erhoben werden, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher ist als ein 

Freispruch. Ebenso verhält es sich grundsätzlich, wenn eine Verurteilung und ein 

Freispruch gleich wahrscheinlich sind; dies umso mehr, wenn es um schwere 

Straftaten geht. Der Grundsatz "in dubio pro duriore" ist unter Würdigung der im 

Einzelfall gegebenen Umstände zu handhaben. Die Staatsanwaltschaft und die 

Beschwerdeinstanz verfügen insoweit über einen gewissen Spielraum (BGE 138 

IV 186 E. 4.1; Urteile 1B_677/2012 vom 18. Februar 2013 E. 3.1.1; 1B_113/2012 

vom 28. Dezember 2012 E. 6.2). 

3. 

3.1 Die Staatsanwaltschaft erwog (Urk. 3 S. 2 f.), dem Beschwerdegegner 1 

könne weder aufgrund von Spuren noch aufgrund der Aussagen unbeteiligter Drit-

ter (Auskunftsperson E._____) rechtsgenügend nachgewiesen werden, die Be-

schwerdeführerin durch ein Fehlverfahren zu Fall gebracht zu haben. 

3.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend (Urk. 2, 14, 28, 30 und 32), die 

Schilderungen des Beschwerdegegners 1 und der Auskunftsperson seien un-

wahr. Beim Vorbeifahren habe der Beschwerdegegner 1 seinen Arm um 90 Grad 

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von seinem Körper seitwärts ausgestreckt, worauf sie mit ihrem Fahrrad sofort 

gestürzt sei. Sie sei langsam bis mittelschnell gefahren, aber keinesfalls 20 km/h. 

Sie habe sofort wieder aufstehen können. Den Beschwerdegegner 1 habe sie 

nach dem Unfall nicht gesehen, er habe sich etwa 10 Meter von ihr entfernt be-

funden. Sie habe ihre Fingerverletzung im Spital notfallmässig operieren lassen 

müssen. Die von ihrem Fahrrad fotografierten Spuren stammten von einem Unfall 

aus dem Jahr 2008. Sie beantrage die Festhaltung der wirklichen Schadensver-

hältnisse an ihrem Fahrrad. Die wichtigste Spurensicherung habe die Polizei ver-

gessen: Die Spurensicherung auf ihrem T-Shirt und eine DNA-Untersuchung beim 

Beschwerdegegner 1. Der zuständige Polizist habe vor Ort die Tat als eventual-

vorsätzlich begangen eingestuft, obschon die Beschwerdeführerin auf direktem 

Vorsatz beharrt habe. Der Polizist sei bezüglich der Spurensicherung nicht auf ih-

re Fragen eingegangen. Er habe ihr vor Ort das rechtliche Gehör verweigert. Ihr 

Fahrrad habe keine Schäden. Wäre sie in die Säule gefahren, dann wäre das 

Fahrrad beschädigt. Der Polizist (E._____) sei als Auskunftsperson befragt und 

nicht als Zeuge einvernommen worden. Er habe weder dementieren noch bestäti-

gen können, dass eine Fremdeinwirkung bzw. eine Berührung des Beschwerde-

gegners 1 zur Kollision geführt habe. Es herrsche diesbezüglich Unwissenheit. Es 

sei deshalb nicht bewiesen, dass die Beschwerdeführerin in die Säule gefahren 

sei. Sie stelle die Auskunftsperson in Frage. Vor Ort habe sie die Auskunftsperson 

(E._____) nicht gesehen. Wenn er vor Ort gewesen sei, weshalb habe er dann 

nicht polizeiliche Hilfe geleistet. Die Auskunftsperson habe zwei Wochen nach 

dem Vorfall ein E-Mail an die Polizei geschrieben. Es werde nun einfach davon 

ausgegangen, dass seine Ausführungen stimmten. Die Einvernahme des Be-

schwerdegegners 1 sowie der anderen befragten Personen enthielten Unwahrhei-

ten. Sie habe keinen Grund, einen anderen zu belasten. 

4. 

4.1 Der vorsätzlichen einfachen Körperverletzung nach Art. 123 Ziff. 1 StGB 

macht sich auf Antrag strafbar, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise 

an Körper oder Gesundheit schädigt. Der fahrlässigen Körperverletzung nach 

Art. 125 Abs. 1 StGB macht sich auf Antrag strafbar, wer fahrlässig einen Men-

schen am Körper oder an der Gesundheit schädigt. 

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Gemäss Art. 12 StGB begeht ein Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich, wer die 

Tat mit Wissen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirkli-

chung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Abs. 2). Fahrlässig begeht ein 

Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger 

Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist 

die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach 

den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist 

(Abs. 3). 

4.2 Anlässlich der Unfallaufnahme durch die Stadtpolizei Zürich sagte die Be-

schwerdeführerin, der Beschwerdegegner 1 habe seinen Arm ausgestreckt und 

sie absichtlich zu Fall gebracht. Der Beschwerdegegner 1 und sein Partner hätten 

ihr keine Hilfe geleistet (Urk. 10/1 S. 6). 

Der Beschwerdegegner 1 führte anlässlich der Unfallaufnahme aus, er sei zu 

Fuss mit seinem Partner, F._____, stadteinwärts unterwegs gewesen. Die Be-

schwerdeführerin sei wild klingelnd und in schnellem Tempo gefahren, mit seinem 

Rucksack kollidiert und dabei gestürzt. Sie habe sich nach dem Unfall nicht helfen 

lassen wollen (Urk. 10/1 S. 6). 

F._____ erklärte anlässlich der Unfallaufnahme, die Beschwerdeführerin sei in 

den Beschwerdegegner 1 hineingefahren. Es stimme nicht, dass dieser sie ab-

sichtlich zu Fall gebracht habe. Die Beschwerdeführerin sei zu schnell gefahren. 

Sie hätten ihr helfen wollen, was diese abgelehnt habe (Urk. 10/1 S. 7). 

E._____ (Polizist bei der Kantonspolizei Zürich) teilte der Stadtpolizei Zürich tele-

fonisch mit, er sei in seiner Freizeit auf dem Gehsteig zu Fuss stadteinwärts un-

terwegs gewesen und habe den Beschwerdegegner 1 und dessen Partner über-

holt. Danach sei ihm die Beschwerdeführerin wild klingelnd entgegengekommen. 

Sie sei rücksichtslos und mit übersetzter Geschwindigkeit gefahren. Ihre Ge-

schwindigkeit sei den Verhältnissen nicht angepasst gewesen. Sie habe slalom-

mässig eine Person passiert, die 10 bis 15 Meter vor ihm gegangen sei. In der 

Folge sei sie knapp an ihm vorbeigefahren, immer noch wild klingelnd. Aufgrund 

ihrer Fahrweise habe er sich nach ihr umgeschaut und gedacht "die isch doch 

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nöd ganz putzt". In diesem Moment habe er gesehen, wie die Beschwerdeführerin 

mit dem Pfosten kollidiert sei und kopfüber gestürzt sei. Ob eine Fremdeinwirkung 

bzw. Berührung des Beschwerdegegners 1 zur Kollision geführt habe, könne er 

weder bestätigen noch dementieren. Bei der Kollision hätten sich die beiden 

Fussgänger ca. 15 bis 20 Meter vom Pfosten stadteinwärts entfernt befunden 

(Urk. 10/1 S. 9). 

Anlässlich der Befragung durch die Stadtpolizei Zürich führte die Beschwerdefüh-

rerin aus (Urk. 10/4), sie habe bei Passentengruppen jeweils geklingelt, um sich 

anzukündigen. Die letzte Gruppe seien die beiden Männer gewesen. Sie habe 

geklingelt. Die beiden seien normal, anständig und aus ihrer Sicht eher rechts ge-

gangen. Es habe keine gefährliche Situation bestanden. Als sie ca. einen Meter 

vor den Passanten gewesen sei, habe der Beschwerdegegner 1 ihr unverhofft 

seinen Arm entgegengestreckt. Der Arm sei ausgestreckt gewesen und die Faust 

geballt. Daraufhin sei sie gestürzt. Der Arm habe sie unterhalb ihrer linken Brust 

getroffen. Beim Sturz habe sie mit dem Kopf den Rucksack des Beschwerdegeg-

ners 1 gestreift. Das Fahrrad sei nach rechts geflogen. Ansonsten sei sie mit 

nichts kollidiert. Der Rucksack sei aus Canvas gewesen. Er sei halbvoll gewesen 

und der Beschwerdegegner 1 habe diesen schwingen können. Es sei ein flexibler 

Rucksack gewesen, um die Taille nicht fixiert. Der Beschwerdegegner 1 habe den 

Rucksack mit beiden Trägern an den Schultern umgehängt gehabt. Sie habe die 

beiden beteiligten Männer noch nie gesehen und kenne diese nicht. Sie sei 10 

km/h gefahren. 

Der Beschwerdegegner 1 führte anlässlich der Befragung durch die Stadtpolizei 

Zürich aus (Urk. 10/5), als die Beschwerdeführerin ca. zwei Meter vor ihm gewe-

sen sei, habe sie geklingelt. Dann sei es zur Kollision gekommen. Sie sei mit sei-

nem Rucksack kollidiert, welchen er an der rechten Schulter umgehängt gehabt 

habe. Er habe noch versucht, nach links auszuweichen. Wie die Beschwerdefüh-

rerin gestürzt sei, habe er nicht gesehen. Er habe einen Knall gehört. Nach seiner 

Wahrnehmung sei sie mit einem Masten kollidiert. Er habe sich umgedreht und 

die Beschwerdeführerin beim Masten gesehen. Sie hätten das Fahrrad der Be-

schwerdeführerin an das Geländer gestellt. Er habe mit seinem Partner die Unter-

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lagen, welche am Boden lagen und der Beschwerdeführerin gehörten, einge-

sammelt und in den Fahrradkorb gelegt. Die Beschwerdeführerin habe sie be-

schimpft. Sie habe F._____ beschimpft, dass dieser sie zu Fall gebracht habe. 

Daraufhin seien sie fortgegangen und ihr angegeben, dass sie der Badeanstalt … 

erreichbar seien. Die Beschwerdeführerin sei ca. 15-20 km/h gefahren. 

4.3 Die von der Beschwerdeführerin erlittene Verletzung an den Fingern ist 

grundsätzlich als einfache Körperverletzung zu qualifizieren. 

Aus den Aussagen der befragten Personen ergibt sich kein Hinweis, wonach der 

Beschwerdegegner 1 seinen Arm vorsätzlich ausgestreckt haben soll, um die Be-

schwerdeführerin zu Fall zu bringen. Der Beschwerdegegner 1 führte anlässlich 

der Befragung am Unfallort aus, die Beschwerdeführerin sei mit seinem Rucksack 

kollidiert. Auch in seiner Stellungnahme vom 3. September 2012 gab er an, die 

Beschwerdeführerin habe ihn gestreift (Urk. 24 S. 2). Die Aussage passt insofern 

zur Wahrnehmung der Beschwerdeführerin, mit dem Kopf den Rucksack des Be-

schwerdegegners 1 gestreift zu haben (Urk. 10/4 S. 2). Dasselbe macht die Be-

schwerdeführerin auch in ihrer Beschwerde geltend (Urk. 2 S. 1). Es ist schwer 

vorstellbar, wie der Beschwerdegegner 1 seinen Arm auf der Höhe unterhalb der 

linken Brust der Beschwerdeführerin gehalten und sie seinen Rucksack mit dem 

Gesicht gestreift haben soll. Es ist auch schwer vorstellbar, wie die Beschwerde-

führerin die geballte Faust des Beschwerdegegners 1 wahrgenommen haben will, 

wenn dieser - gemäss ihren Angaben - unverhofft ca. einen Meter vor der Be-

schwerdeführerin den Arm ausgestreckt haben soll. Wäre von einer Fahrge-

schwindigkeit der Beschwerdeführerin von 10 km/h auszugehen, hätte der Be-

schwerdegegner 1 den Arm innert 0.36 Sekunden ausstrecken müssen, wobei die 

Beschwerdeführerin dabei die geballte Faust wahrgenommen haben will. Die 

Schilderung der Beschwerdeführerin stimmt nicht mit der Wahrnehmung der Aus-

kunftsperson E._____ überein. Weshalb dessen Ausführungen nicht der Wahrheit 

entsprechen sollen, ist nicht ersichtlich. Die Polizei kann grundsätzlich keine Zeu-

gen einvernehmen (vgl. Art. 179 StPO). Für E._____ bestand keine Veranlas-

sung, in seiner Freizeit als Polizist einzugreifen. Während die Beschwerdeführerin 

behauptet, bei einer Geschwindigkeit von ca. 10 km/h sofort vom Fahrrad gestürzt 

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zu sein (Urk. 2 S. 1 und Urk. 10/4 S. 3), gab E._____ an, die Beschwerdeführerin 

sei mit dem Pfosten kollidiert und der Beschwerdegegner 1 und dessen Partner 

hätten sich bei der Kollision ca. 15 bis 20 Meter vom Pfosten entfernt befunden 

(Urk. 10/1 S. 9). Dies stimmt mit der Wahrnehmung der Beschwerdeführerin 

überein, wonach sie den Beschwerdegegner 1 nach dem Unfall nicht gesehen 

bzw. sich dieser ca. 10 Meter von ihr entfernt befunden habe. 

Unter Würdigung der gesamten Umstände ergibt sich kein Tatverdacht bezüglich 

einer vorsätzlichen Körperverletzung, der eine Strafuntersuchung oder eine An-

klage rechtfertigen könnte (vgl. Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO). Es ist auch nicht er-

sichtlich, wie eine vorsätzliche Tatbegehen nachgewiesen werden soll. Dasselbe 

gilt bezüglich des von der Beschwerdeführerin erst am 14. Februar 2013 im Rah-

men des Beschwerdeverfahrens erhobenen Vorwurfs der Gefährdung des Lebens 

im Sinne von Art. 129 StGB (vgl. Urk. 32). Dabei handelt es sich um ein Vorsatz-

delikt. Wie erwähnt, ist kein vorsätzliches Handeln des Beschwerdegegners 1 er-

sichtlich. Die Beschwerde erweist sich insofern als unbegründet. 

Es bleibt zu prüfen, ob ein Tatverdacht bezüglich einer fahrlässigen Körperverlet-

zung vorliegt. 

4.4 Auf dem Weg, auf welchem es zum Unfall kam, ist das Signal "gemeinsamer 

Rad- und Fussweg" angebracht (Signalisation 2.63.1; Signalisationsverordnung, 

SSV, SR 741.21; Urk. 10/8). Gemäss Art. 33 Abs. 4 SSV haben Rad- und Motor-

fahrradfahrer sowie Reiter auf Fussgänger Rücksicht zu nehmen und, wo die Si-

cherheit es erfordert, diese zu warnen sowie nötigenfalls anzuhalten. 

Aus den Akten ergibt sich kein Hinweis, wonach der Beschwerdegegner 1 eine 

pflichtwidrige Unvorsichtigkeit begangen haben soll. Es lässt sich nicht erstellen 

bzw. nachweisen, dass der Beschwerdegegner 1 seinen Arm ausstreckte und die 

Beschwerdeführerin dadurch zu Fall kam. Es ist davon auszugehen, dass die Be-

schwerdeführerin den Beschwerdegegner 1 beim Vorbeifahren streifte. Gemäss 

der Wahrnehmung der Auskunftsperson E._____ war sie bereits knapp an ihm 

vorbeigefahren. Die Beschwerdeführerin war verpflichtet, auf die Fussgänger 

Rücksicht zu nehmen. Sie wäre gehalten gewesen, in genügendem Abstand am 

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Beschwerdegegner 1 vorbeizufahren oder bei engen Platzverhältnissen allenfalls 

anzuhalten. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, der Beschwerdegeg-

ner 1 habe sich ansonsten regelwidrig oder unvorsichtig verhalten. 

Inwiefern eine Spurensicherung am T-Shirt der Beschwerdeführerin und eine 

DNA-Untersuchung beim Beschwerdegegner 1 daran etwas ändern sollen, ist 

nicht ersichtlich. Nicht nachvollziehbar ist der Einwand, der Polizist vor Ort habe 

der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör verweigert. Nicht massgebend ist, 

ob die Beschwerdeführerin mit dem Pfosten kollidierte. Auf die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin zur Frage, ob sie sich selbst strafbar gemacht habe (Urk. 28), 

ist nicht einzutreten. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen die Be-

schwerdeführerin an die Übertretungsstrafbehörden überwiesen. 

Unter Würdigung der gesamten Umstände ist kein Tatverdacht bezüglich einer 

fahrlässigen Körperverletzung ersichtlich, der eine Strafuntersuchung oder eine 

Anklage rechtfertigen könnte (vgl. Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO). Ein Freispruch des 

Beschwerdegegners 1 scheint wahrscheinlicher als eine Verurteilung. 

5. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Be-

schwerdeführerin unterliegt. Sie hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu 

tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des 

Falls sowie des Zeitaufwands ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 800.-- festzusetzen 

(§ 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV OG). Dem Beschwerdegegner 1 ist mangels 

erheblicher Aufwendungen keine Entschädigung zuzusprechen (Art. 436 Abs. 1 

und Art. 430 Abs.1 lit. c StPO). 

 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.-- festgesetzt und der Beschwerdeführe-

rin auferlegt. 

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

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4. Schriftliche Mitteilung an: 

− die Beschwerdeführerin, per Gerichtsurkunde 

− den Beschwerdegegner 1, per Gerichtsurkunde 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad BAST2/2012/4315, gegen 

Empfangsbestätigung 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittelverfahren an: 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad BAST2/2012/4315, unter 

Rücksendung der eingereichten Akten (Urk. 10), gegen Empfangsbe-

stätigung 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in 

der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schrift-

lich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwer-

devoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen 

des Bundesgerichtsgesetzes. 

 

 
Zürich, 9. März 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. S. Christen 
 

	Beschluss vom 9. März 2013
	
	Erwägungen:
	I.
	II.

	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.-- festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Beschwerdeführerin, per Gerichtsurkunde
	 den Beschwerdegegner 1, per Gerichtsurkunde
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad BAST2/2012/4315, gegen Empfangsbestätigung
	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad BAST2/2012/4315, unter Rücksendung der eingereichten Akten (Urk. 10), gegen Empfangsbestätigung

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...