# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5caaa35-2326-5924-9ab8-de0f5f402483
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-21
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 21.05.2024 STK 2022 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2022-11_2024-05-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 21. Mai 2024
STK 2022 11

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichter Walter Züger, Reto Fedrizzi,
Stephan Zurfluh und Ilaria Beringer,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen Staatsanwaltschaft, 3. Abteilung, Postfach 128, 8832 Wollerau,
Anklagebehörde und Berufungsführerin,
vertreten durch Staatsanwältin A.________, 

gegen

B.________,
Beschuldigte und Berufungsgegnerin,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt C.________,

betreffend gewerbsmässiger Betrug, gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer 
Datenverarbeitungsanlage, Landesverweisung
(Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts vom 16. Dezember 2021,  
SGO 2020 52);-

hat die Strafkammer,

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nachdem sich ergeben:

A. Am 30. Juli 2019 erstattete der hochbetagte D.________ gegen 
B.________ Strafanzeige wegen mutmasslicher Verletzungen seiner Eigen-
tums- und Vermögensrechte (U-act. 8.1.001). Die Staatsanwaltschaft erhob 
am 9. Dezember 2020 gegen die Verzeigte Anklage beim Strafgericht. Sie 
warf der Beschuldigten in folgenden Sachverhalten gewerbsmässigen Betrug 
(Anklageziffer 1) und gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauch einer 
Datenverarbeitungsanlage (Anklageziffer 2) vor:

D.________ trat ungefähr Ende 2015 oder Anfang 2016 ins Alters- und 
Pflegeheim “E.________” an der F.________ strasse zz ein, wo die Be-
schuldigte als Pflegefachkraft arbeitete. Bereits zu diesem Zeitpunkt wa-
ren die Sehkraft und das Gehör von D.________ altersbedingt stark ein-
geschränkt, woraus unter anderem eine Hilfsbedürftigkeit in administrati-
ven und finanziellen Belangen resultierte. Aufgrund dessen bat er die Be-
schuldigte, für ihn seine Rechnungen zu sammeln und ihm monatlich zur 
Unterzeichnung eines Zahlungsauftrages vorzulegen sowie bei Bedarf für 
ihn Einkäufe zu tätigen und Bargeld am Bankornaten zu beziehen. Dafür 
entschädigte D.________ die Beschuldigte mit CHF 100.00 bis 
CHF 200.00 pro Monat. In der Folge kümmerte sich die Beschuldigte um 
die genannten finanziellen Belange von D.________. Zum einen legte die 
Beschuldigte D.________ Zahlungsaufträge “Quick” der G.________ AG 
(Bank I) zulasten des auf D.________ lautenden Kontos yy zur Unter-
zeichnung vor, wobei D.________ aufgrund seiner mangelnden Sehkraft 
diese nicht kontrollieren konnte respektive die “Kontrolle” einzig durch 
Vorlesen der Beschuldigten stattfand, wobei ihm die Beschuldigte die 
Überweisungen auf ihr Konto verschwieg. Dabei jubelte die Beschuldigte 
D.________ folgende Aufträge für Überweisungen auf ihr eigenes Konto 
bei der H.________AG (Bank II) (xx) unter: [10 Aufträge zwischen dem 
8. November 2016 und 12. September 2017]. Die Beschuldigte täuschte 
D.________ bewusst darüber, dass es sich bei den von ihr zusammen-
gestellten Zahlungsaufträgen “Quick” inkl. Beilagen ausschliesslich um 
an ihn adressierte Rechnungen handelte, im Wissen darum, dass 
D.________ gar nicht in der Lage war, diese selber zu kontrollieren. Sie 
wusste, dass der betagte D.________ nicht nur keine Möglichkeit, son-
dern auch keinen Anlass zur Überprüfung der von ihr zusammengestell-
ten Zahlungsaufträge “Quick” hatte und nutzte das zwischen ihnen be-
stehende Vertrauensverhältnis aus. Ausgehend davon, dass die 
Zahlungsaufträge “Quick” lediglich an ihn adressierte Rechnungen ent-
hielten und von der Beschuldigten korrekt zusammengestellt worden sei-
en, unterzeichnete D.________ dieselben, womit er sich einen 
Vermögensschaden von insgesamt CHF 50’376.00 zufügte. Die Be-
schuldigte beabsichtigte dadurch zusätzliches Einkommen zu generieren, 

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um ihren Lebensstandard zu finanzieren, den sie mit ihrem Lohn des 
Alters- und Pflegeheims “E.________” von monatlich durchschnittlich 
CHF 4’300.00 nicht zu bestreiten vermocht hätte, und handelte somit in 
der Absicht, sich ungerechtfertigt zu bereichern. Mithin generierte die Be-
schuldigte auf diese Art und Weise zwischen dem 8. November 2016 und 
dem 12. September 2017, also während rund 10 Monaten, einen durch-
schnittlichen monatlichen “Zusatzverdienst” von rund CHF 5’000.00 
(Anklageziffer 1).
Des Weiteren übergab D.________ der Beschuldigten jeweils seine 
Bankkarten und teilte ihr die dazugehörenden Codes mit, damit sie für ihn 
bei Bedarf ab seinen Konten bei der G.________ AG (Bank I) und der 
I.________ AG (Bank III) Bargeldbezüge sowie Einkäufe für ihn tätigen 
konnte. Ab dem Konto von D.________ bei der I.________ AG (Bank III) 
(ww) bezog die Beschuldigte zwischen dem 13. Januar 2016 und dem 
8. August 2017 Bargeld im Betrag von insgesamt CHF 28’500.00. Es 
handelte sich dabei um folgende Bargeldbezüge: [29 Bezüge zu 28 x 
Fr. 1’000.00 und 1 x Fr. 500.00 = Fr. 28’500.00]. Daneben tätigte die Be-
schuldigte im Zeitraum vom 12. Juli 2016 bis 10. September 2017 ab 
dem Konto von D.________ bei der G.________ AG (Bank I) (yy) folgen-
de Bargeldbezüge im Gesamtbetrag von CHF 60’340.00: [40 Bezüge mit 
diversen Beträgen max. Fr. 2’000.00]. Die im Zeitraum vom 
13. Januar 2016 bis 10. September 2017 von der Beschuldigten ab den 
beiden genannten Konten von D.________ getätigten Bargeldbezüge 
von insgesamt CHF 88’340.00 erfolgten einerseits in einer Häufigkeit und 
Regelmässigkeit, die nicht von D.________ jeweils einzeln erteilten Auf-
trägen gedeckt waren, mithin erfolgten sie überwiegenderweise unbefugt, 
andererseits überstiegen sie letztere auch betragsmässig. Die einzelnen, 
von D.________ im genannten Zeitraum erteilten Aufträge beinhalteten 
Bargeldbezüge für Einkäufe im Betrag von maximal CHF 5’000.00 insge-
samt sowie Bargeldbezüge für seinen persönlichen Bargeldbedarf im 
Umfang von gesamthaft maximal CHF 3’000.00. Des Weiteren war die 
Beschuldigte befugt, die Lohnsumme von monatlich CHF 100.00 bis 
CHF 200.00 viertel- oder halbjährlich direkt von D.________ Konto zu 
beziehen. Die Beschuldigte bezog somit im genannten Zeitraum ab den 
beiden erwähnten Konten von D.________ mindestens CHF 76’340.00 
(CHF 88’340.00 abzüglich max. CHF 5’000.00 für Einkäufe, abzüglich 
Lohn von max. CHF 4’000.00 [20 Monate * CHF 200.00], abzüglich max. 
CHF 3’000.00 Bargeld für D.________) unter unberechtigter Verwendung 
von D.________ Bankkarten mit den entsprechenden Codes, um dieses 
Bargeld für ihren eigenen Bedarf zu verwenden. Die Beschuldigte miss-
brauchte das Vertrauensverhältnis zu D.________, dessen Hilfsbedürf-
tigkeit sowie den Zugang, den sie zu D.________ Vermögen hatte. Sie 
wusste, dass sie nicht befugt war, Bargeldbezüge in dieser Höhe und 
Häufigkeit zu tätigen respektive D.________ Bankkarten abgesehen von 
den einzelnen Aufträgen überhaupt zu benutzen. Die Beschuldigte han-
delte im Bewusstsein, dass sie nicht generell zum Bezug von Bargeld ab 
D.________ Bankkonten autorisiert war, sondern lediglich für die von 
D.________ in Auftrag gegebenen Bargeldbezüge. Die Beschuldigte 
handelte in der Absicht, das auf die geschilderte Art und Weise erlangte 

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Bargeld im Gesamtbetrag von mindestens CHF 76’340.00 für eigene 
Zwecke und somit unrechtmässig zu verwenden bzw. sich damit un-
rechtmässig zu bereichern. Durch dieses Vorgehen generierte die Be-
schuldigte während den rund 20 Monaten zwischen 13. Januar 2016 und 
10. September 2017 zusätzliche “Einkünfte” von monatlich durchschnitt-
lich CHF 3’817.00 (Anklageziffer 2). Hinzu kommen die vorgängig er-
wähnten zusätzlichen “Einkünfte” mittels Überweisungen von durch-
schnittlich rund CHF 5’000.00 pro Monat, womit der durchschnittliche 
monatliche “Zusatzverdienst” der Beschuldigten im Zeitraum vom 8. No-
vember 2016 bis 10. September 2017 insgesamt sogar ca. CHF 8’817.00 
betrug.

Zugleich erstattete die Staatsanwaltschaft den Schlussbericht zur Anklage-
schrift (Vi-act. 2).

B. Die Staatsanwaltschaft teilte dem Strafgericht am 11. Dezember 2020 
mit, dass der Strafanzeigeerstatter am ________ verstorben sei (Vi-act. 3). 
Die Hauptverhandlung vor Strafgericht ohne dispensierte Staatsanwaltschaft 
fand am 16. Dezember 2021 statt (Vi-act. 30). Mit Urteil vom selben Tag 
sprach das Gericht die Beschuldigte von Schuld und Strafe frei (angef. Urteil 
Disp.-Ziff. 1), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates 
(Ziff. 2 und 4) sowie Abweisung der Entschädigungsforderung der als Privat-
klägerin zugelassenen Tochter des verstorbenen Geschädigten (Ziff. 3).

C. Neben der von der Berufungsinstanz nicht als Privatklägerin zugelasse-
nen Tochter (vgl. STK 2022 12 vom 4. April 2023) erklärte die Staatsanwalt-
schaft die innert Frist angemeldete (Vi-act. 35) Berufung rechtzeitig mit 
folgenden Anträgen:

1. In Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Urteils sei 
B.________ des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von 
Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB und des gewerbsmässigen be-
trügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne 
von Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB schuldig zu sprechen und mit 
einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten zu bestrafen, wobei der Vollzug 
der Freiheitsstrafe aufzuschieben und die Probezeit auf 2 Jahre an-
zusetzen sei. 

2. B.________ sei für 5 Jahre des Landes zu verweisen. 

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3. Von der Verpflichtung, eine Ersatzforderung von CHF 126’716.00 zu 
bezahlen, sei in Anwendung von Art. 71 Abs. 2 StGB abzusehen. 

4. In Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 2 des angefochtenen Urteils seien 
die Verfahrenskosten B.________ aufzuerlegen. 

5. Unter Kostenfolge für das Berufungsverfahren zulasten von 
B.________.

Die Staatsanwaltschaft verlangte zudem die Edition von Kontoauszügen bei 
den beiden involvierten Banken vom 1. Januar 2014 bis 1. April 2019, um Auf-
schluss über die Bargeldbezüge vor und nach dem Tatzeitraum und damit 
über allfällige Veränderungen des Bargeldbedarfs des verstorbenen Strafan-
zeigeerstatters zu erhalten (KG-act. 3). Dieser Beweisantrag wurde verfah-
rensleitend abgelehnt (KG-act. 15 und 31). Über die Beweisanträge der 
amtlichen Verteidigung (KG-act. 23) wurde vor der Berufungsverhandlung 
nicht entschieden.

D. An der Berufungsverhandlung wiederholte die Staatsanwaltschaft nach 
der Befragung der Beschuldigten ihre Anträge, stellte den verfahrensleitend 
abgelehnten Beweisantrag (vgl. oben lit. C) indes nicht mehr. Die amtliche 
Verteidigung hielt an ihren Beweisanträgen fest und beantragte, die Berufung 
sei abzuweisen, der angefochtene Freispruch zu bestätigen und von einer 
Landesverweisung selbst im Falle einer Verurteilung abzusehen;- 

und in Erwägung:

1. Das Berufungsverfahren stellt keine Wiederholung des erstinstanzlichen 
Verfahrens dar und das Berufungsgericht ist auch keine zweite Erstinstanz; 
vielmehr knüpft es an das erstinstanzliche Verfahren an und baut darauf auf 
(BGer 6B_224/2023 vom 26. Oktober 2023 E. 4.2.2 m.H.; BGer 7B_15/2021 
vom 19. September 2023 E. 4.2.2 m.H.). Das Berufungsgericht kann daher 
gemäss Art. 82 Abs. 4 StPO für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des 
angeklagten Sachverhalts auf die Begründung der Vorinstanz verweisen, 

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wenn es dieser beipflichtet (STK 2023 21 vom 12. März 2024 E. 2 m.H. auf 
BGer 7B_257/2022 vom 4. Dezember 2023 E. 4.2.2 m.H. u.a. auf BGE 141 IV 
244 E. 1.2.3). Die Berufungsbegründung hat regelmässig den Anfechtungs-
grund anzugeben, d.h. die tatsächlichen und/oder rechtlichen Gründe, die 
einen anderen Entscheid nahelegen (BGer 7B_257/2022 vom 4. Dezember 
2023 E. 2.2.2 m.H.). Die Anforderungen von Art. 385 Abs. 1 lit. a-c StPO sind 
auch in der mündlichen Berufungsbegründung zu erfüllen (Bähler, BSK, 3. A. 
2023, Art. 385 StPO N 4). 

Zudem hat die Untersuchung für eine Anklageerhebung dem Gericht die für 
die Beurteilung von Schuld und Strafe wesentlichen Grundlagen zu liefern 
(Art. 308 Abs. 3 StPO). Diese weitgehende Mittelbarkeit des Gerichtsverfah-
rens kann vorliegend in Bezug auf die entscheidwesentliche Glaubhaftigkeit 
der Aussagen des offensichtlich altersgeschwächten Strafanzeigeerstatters 
sel. nach seinem Tod nicht mehr korrigiert werden. Die Gerichte können des-
sen in der Untersuchung medizinisch nicht abgeklärten Gesundheitszustand 
(Erinnerungsvermögen,  Urteils- und Willensbildungsfähigkeit) nicht nachträg-
lich begutachten lassen und sich auch nicht mehr unmittelbar die erforderliche 
Gewissheit über die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen durch einen persönli-
chen Eindruck verschaffen (dazu vgl. STK 2022 14-16 vom 24. November 
2023 E. 3.b/dd m.H.).

a) Die Vorinstanz ging von der Zugabe der Beschuldigten aus, dass im 
Zeitraum November 2016 bis September 2017 insgesamt Fr. 50’375.40 vom 
Konto des Strafanzeigeerstatters sel. auf ihr Konto überwiesen wurden und 
sie zu dessen Lasten Bargeldbezüge bei der G.________ AG (Bank I) von 
insgesamt Fr. 60’366.00 tätigte (angef. Urteil E. II/4). Sie stellte jedoch wider-
sprüchliche Aussagen hinsichtlich der zur Tatzeit bestehenden Sehkraft des 
verstorbenen Strafanzeigeerstatters fest. Entgegen dessen Aussagen, die 
Beschuldigte habe ihm alles vorgelesen und Zahlungsaufträge zu deren 
Gunsten wären sinnlos gewesen (dazu ebd. E. II/5.3), habe er laut Zeuginnen 

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mit einer Lupe lesen können. Zudem habe die einvernommene Bankangestell-
te bestätigt, dass er bejaht habe, der Beschuldigten mehrere Zahlungen ge-
macht zu haben (s. U-act. 10.1.005 Nr. 11). Dies liesse sich damit erklären, 
dass sich der zu den einzelnen Überweisungen nie befragte Strafanzeigeer-
statter sel. in den zwei Jahre späteren Einvernahmen aufgrund seines Alters 
(96 Jahre) wegen Vergesslichkeit/Verwirrtheit nicht mehr erinnern habe kön-
nen. Aufgrund seines Ablebens könne nicht mehr geklärt werden, ob es allen-
falls berechtigte Gründe für die inkriminierten Überweisungen gegeben habe. 
Es scheine möglich, dass die Beschuldigte ihm Bargeld vorgeschossen habe. 
Daher sei der zu Anklageziffer 1 als gewerbsmässigen Betrug angeklagte 
Sachverhalt nicht erstellt (zusammenfassend angef. Urteil E. 5.4). Des Weite-
ren ging das Strafgericht davon aus, dass der verstorbene Strafanzeigeerstat-
ter zumindest eine weitere Person ebenfalls beauftragt habe, mit der Bankkar-
te Bargeld abzuheben. Er sei nie dazu befragt worden, wieviel Geld die Be-
schuldigte ihm nach solchen Abhebungen tatsächlich gebracht habe. Mangels 
Unterlagen darüber, wieviel Bargeld bei seinem Ableben im Tresor vorgefun-
den worden sei, könne nicht ausgeschlossen werden, dass er viel mehr Bar-
geld besessen habe als angegeben. Deshalb liesse sich auch der in Anklage-
ziffer 2 angeklagte gewerbsmässige betrügerische Missbrauch einer Daten-
verarbeitungsanlage nicht erstellen, zumal nicht überprüfbar sei, über wieviel 
Bargeld der Verstorbene jeweils verfügt habe (ebd. E. II/6.4).

b) In ihrer Berufungsbegründung beschränkte sich die Staatsanwaltschaft 
darauf, einige tatsächliche Gründe des angefochtenen Freispruchs zu bestrei-
ten. Im Wesentlichen rügt sie im Zusammenhang mit den zehn Überweisungs-
fällen von insgesamt Fr. 50’376.00, dass die Vorinstanz fälschlicherweise da-
von ausgehe, es habe möglicherweise berechtigte Gründe für die Überwei-
sungen gegeben und es sei möglich, dass die Beschuldigte dem Geschädig-
ten Bargeld vorgeschossen habe. So sei es eine Tatsache, dass die Beschul-
digte ihre Ausgaben ohne die Überweisungen zulasten des Kontos des 
Geschädigten nicht hätte finanzieren können, weshalb „die Geschichte der 

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Beschuldigten“ einfach nicht plausibel sei. In Bezug auf die Bargeldbezüge bei 
der G.________ AG (Bank I) und der I.________ AG (Bank III) von insgesamt 
Fr. 76’340.00 bestreitet die Staatsanwaltschaft, dass ein Teil der Bargeldbe-
züge korrekt erfolgt sei, da die Anklage klar zwischen legitimen (Fr. 12’500.00) 
und „überwiegenderweise“ unbefugten Bezügen unterscheide. Ebenfalls ist 
sie mit der Schlussfolgerung der Vorinstanz, es sei nicht überprüfbar, wieviel 
Bargeld der Geschädigte im Tresor aufbewahrte, nicht einverstanden, weil 
aufgrund seiner Lebensumstände nicht ersichtlich sei, dass er zusätzliches 
Bargeld benötigt habe. Schliesslich hält die Staatsanwaltschaft das Argument 
der Vorinstanz, dass mindestens eine weitere Person mit Bargeldabhebungen 
beauftragt worden sei, für schwach. 

c) Mit ihrer mündlichen Berufungsbegründung widerlegt die Staatsanwalt-
schaft die wesentlichen tatsächlichen Gründe des angefochtenen Freispruchs 
in dubio pro reo (dazu angef. Urteil E. II/2 vgl. auch oben lit. a) nicht. So setzt 
sie sich nicht mit den zutreffenden Feststellungen des Strafgerichts zum an-
geschlagenen Gesundheitszustand des Strafanzeigeerstatters sel. auseinan-
der. Zusammenfassend könne er sich danach nicht mehr an seine Hand-
lungsgründe erinnert haben und aufgrund seines Ablebens diesbezüglich 
auch nicht mehr befragt werden (m.H. im Sinne von Art. 82 Abs. 4 StPO auf 
S. 13 des angef. Urteils), was auch hinsichtlich der Verwendung und der Men-
ge des ihm jeweils nach den Abhebungen überbrachten Bargeldes gilt. Eben-
falls bleibt im Berufungsverfahren unbestritten, dass die Urteilsfähigkeit des 
betagten Geschädigten zur Tatzeit, insbesondere aber seine Erinnerungs- und 
Aussagefähigkeit für die jeweiligen Einvernahmen, nicht begutachtet wurde. 
Indes besagt der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel, 
dass sich das Strafgericht nicht von einem für den Angeklagten ungünstigen 
Sachverhalt überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebli-
che und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so 
verwirklicht hat (vgl. Art. 10 Abs. 3 StPO; BGE 138 V 74 E. 7). Als erforderli-
cher Grad richterlicher Überzeugung wird Gewissheit jenseits eines vernünfti-

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gen Zweifels verlangt. Dieses Beweismass bezieht sich jedoch nicht auf die 
isolierte Betrachtung einzelner Beweismittel, sondern auf das Beweisergebnis 
als Ganzes (BGer 6B_605/2016 vom 15. September 2016 = ius.focus 10/2016 
S. 30). Soweit die Staatsanwaltschaft die Sichtung einzelner Aussagen und 
Indizien durch die Vorinstanz kritisiert, reicht dies daher nicht ohne Weiteres 
aus, das Beweisergebnis als Ganzes infrage zu stellen. Sie müsste sich, was 
sie unterlässt, zum Beweisergebnis zu der durch die Vorinstanz vorgenom-
menen Beweiswürdigung als Ganzem (dazu BGer 6B_1019/2021 vom 8. De-
zember 2021 E. 1.3.3 m.H. etwa auf BGE 144 IV 345 E. 2.2.3) äussern, um 
die Zweifel der Vorinstanz nachhaltig angreifen zu können. Es kann hier of-
fenbleiben, ob die Berufungsbegründung unter diesen Umständen ausreicht. 
Im Nachfolgenden werden die inhaltlichen Einwände der Staatsanwaltschaft 
erörtert und diese hinsichtlich ihrer Relevanz auf die vorinstanzliche Beweis-
würdigung insgesamt geprüft. Immerhin kann vorab noch Folgendes klarge-
stellt werden: Wenn die Staatsanwaltschaft geltend macht, dass eine Befra-
gung zu den einzelnen Transaktionen nicht erforderlich gewesen sei, weil der 
Strafanzeigeerstatter sel. diese insgesamt in Abrede gestellt habe, überzeugt 
dies schon allein deswegen nicht, weil die Glaubhaftigkeit dessen, was die 
Untersuchung von ihm zu Protokoll bringen vermochte, nach dem Gesagten 
sehr fragil wirkt, abgesehen davon, dass sich seine Aussagen nicht mit den 
Angaben der Beschuldigten und denjenigen, worauf noch zurückzukommen 
ist, der Zeuginnen decken. 

2. Im Hinblick auf den Freispruch vom Vorwurf des gewerbsmässigen Be-
trugs in Bezug auf die zehn Überweisungen von insgesamt Fr. 50’376.00 auf 
das Konto der Beschuldigten ist der Staatsanwaltschaft zwar zuzustimmen, 
dass die Behauptungen der Beschuldigten (vgl. etwa auch BVP Nr. 26), sie 
habe dem Strafanzeigeerstatter sel. das Geld bar ohne schriftliche Belege 
vorgeschossen, wenig überzeugend erscheinen. Auszuschliessen sind ent-
sprechende Vorgehensweisen der Beschuldigten und des Strafanzeigeerstat-
ters sel. jedoch ebenso wenig wie die Möglichkeit, dass Letzterer Ersterer be-

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wusst Geld schenkte oder aus anderen Gründen, welche die beiden für sich 
behielten, überweisen liess. 

a) Die spontane Aussage der Bankangestellten J.________ als Zeugin, der 
Strafanzeigeerstatter sel. habe ihr gegenüber bestätigt, Zahlungen an die Be-
schuldigte gemacht zu haben (U-act. 10.1.005 Nr. 11), wird durch deren Notiz-
einträge (U-act. 10.1.005/24 f.) nicht widerlegt. Insbesondere ihre Angabe, der 
Strafanzeigeerstatter sel. habe sich bei der Kontoeröffnung im November 
2016 ihr gegenüber geäussert, mit der Lupe die Allgemeinen Geschäftsbedin-
gungen lesen zu können (U-act. 10.1.005 Nr. 37), lassen sich nicht zu 
Ungunsten der dasselbe behauptenden Beschuldigten (etwa BVP Nr. 27 ff.) 
vernachlässigen, zumal auch die Zeugin K.________ bestätigte, dass er mit 
der Lupe lesen und schreiben konnte (U-act. 10.1.009 Nr. 53 ff.). 

b) Daher ist der Beschuldigten nicht zu widerlegen, dass der Strafanzeige-
erstatter sel. mit einer Lupe lesen konnte (vgl. auch oben E. 1.c), mithin die 
Zahlungsaufträge lesen respektive kontrollieren und sie ihm daher entgegen 
der Anklage solche nicht einfach „unterjubeln“ konnte. Er gab auch zu Proto-
koll, monatliche Bankauszüge überprüft zu haben (U-act. 10.1.003 Nr. 5 f. und 
29 f.). Ferner bestätigte er, dass seine Anweisungen in einem nicht in den 
Akten befindlichen Ringheft festgehalten wurden (ebd. Nr. 33 ff.). Schliesslich 
musste das G.________ AG (Bank I) Konto (U-act. 3.1.004) mehrfach, etwa 
am 14. August 2016 mit Fr. 15’000.00 und am 12. September 2016 mit über 
Fr. 80’000.00 geäufnet werden, was alles dafür spricht, dass der Strafanzei-
geerstatter sel. über die Geldabflüsse informiert war und diese billigte. 

c) Allein das durch seinen Rechtsvertreter erfragte Eingeständnis, die in 
seinem Auftrag gekauften Schuhe gefunden zu haben (U-act. 10.1.003 Nr. 51, 
was er zunächst in U-act. 10.1.001 Nr. 23 bestritt), vermag die Richtigkeit an-
derer Aussagen des Strafanzeigeerstatters sel. nicht erheblich zu stützen 
(vgl. oben lit. a). Insbesondere kann daraus nicht abgeleitet werden, Aussa-

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gen des Strafanzeigeerstatters sel., nicht mehr lesen zu können 
(U-act. 10.1.001 Nr. 12 und 33; U-act. 10.1.003 Nr. 34) oder niemals mittels 
Zahlungsaufträgen Geld auf das Konto der Beschuldigten überwiesen zu ha-
ben (U-act. 10.1.001 Nr. 27 und 31), müssten zutreffen, da er diese anders als 
seine Angaben betreffend den Schuhkauf nicht mehr zurücknahm. Eine 
solche Beweiswürdigung kann umso weniger angehen, als sein Rechtsvertre-
ter erst rund zwei Jahre nach den inkriminierten Überweisungen und Bezügen 
Strafanzeige erstattete und die erste Einvernahme mit dem Strafanzeigeer-
statter sel. nicht nur wegen Ermüdung, sondern auch zufolge Verwirrtheit ab-
brechen liess, um den Protokollinhalt an dessen Stelle unterschriftlich zu 
bestätigen (ebd. S. 10). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vor-
instanz die Aussagen des Strafanzeigeerstatters sel. anzweifelte, nicht lesen 
zu können und von den Überweisungen auf das Konto der Beschuldigten 
nichts gewusst zu haben. Insoweit stellte die Vorinstanz das Erinnerungsver-
mögen des 96-jährigen Strafanzeigeerstatters sel. zutreffend infrage, zumal er 
in der Untersuchung auch nach dem Abbruch der ersten Einvernahme weder 
auf seine Einvernahmefähigkeit noch allgemein auf seine Urteilsfähigkeit un-
tersucht wurde. Seine Angaben hinsichtlich seiner mangelnden Lesefähigkeit 
und seines Nichtwissens von inkriminierten Zahlungsüberweisungen können 
daher nicht als zuverlässig respektive gesichert gewürdigt werden. 

d) Damit fehlt es insgesamt betrachtet unabhängig davon, ob die Beschul-
digte die Zahlungsüberweisungen mit Barvorschüssen überzeugend zu er-
klären vermag, an der praktisch hinreichend sicheren Widerlegung der Mög-
lichkeit, dass der Strafanzeigeerstatter sel. der Beschuldigten aus unbekannt 
gebliebenen Gründen, aber freiwillig Geld überwies.

3. Im Hinblick auf den Freispruch vom Vorwurf des gewerbsmässigen be-
trügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage durch Barabhe-
bungen von insgesamt Fr. 76’340.00 (Fr. 88’340.00 abzüglich Fr. 12’000.00) 
opponiert die Staatsanwaltschaft zunächst der vorinstanzlichen Auslegung der 

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Anklageschrift, wonach ein Teil der Bargeldbezüge korrekt erfolgt sei. Die Ver-
teidigung rügt in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Anklageprin-
zips: Aus der Anklage sei nicht ersichtlich, welche konkreten Bezüge an wel-
chem Tag und in welchem Umfang der Beschuldigten vorgeworfen bzw. nicht 
vorgeworfen werden. Sowohl die Auslegungsfrage als auch die Frage der 
Wahrung des Anklageprinzips kann jedoch aus nachfolgenden Gründen 
offengelassen werden. Vorab bleibt anzumerken, dass die Anklage konkret 
nicht bestimmt zwischen Bargeldbezügen mit und ohne Auftrag unterscheidet, 
sondern diesbezüglich auf einer annäherungsweisen Schätzung beruht. 
Soweit sich diese Anklageweise in Unsicherheiten über den Deliktsbetrag er-
schöpft, erscheint das Anklageprinzip nicht als verletzt (vgl. Niggli/Heimgart-
ner, BSK, 3. A. 2023, Art. 9 N 46 StPO). Als durch den Strafanzeigeerstatter 
sel. „autorisiert“ bestimmte die Anklage Bargeldbezüge für Einkäufe von 
maximal Fr. 5’000.00, für den persönlichen Bargeldbedarf von Fr. 3’000.00 
und Fr. 4’000.00 Lohn für die Beschuldigte. Die Anklage beschreibt mithin 
Fr. 76’340.00 der insgesamt abgehobenen Fr. 86’340.00 als deliktisch. Hier 
stellt sich jedoch die Frage, ob der Beschuldigten widerlegt werden kann, für 
alle Barbezüge in vollem Umfang freiwillig ermächtigt worden zu sein, was 
schon aufgrund des bisher über den altersbedingten Zustand des weder zu 
den einzelnen Überweisungen noch zu den Aufträgen hinsichtlich der 
einzelnen Bargeldabhebungen systematisch befragten Strafanzeigeerstatters 
sel. Gesagten zu verneinen ist (vgl. oben E. 1.c und 2.c). 

a) Die Staatsanwaltschaft schliesst aufgrund der den Grundbedarf 
vollständig deckenden Lebensumstände im Pflegeheim, der Strafanzeigeer-
statter sel. habe kein Bargeld benötigt. Deshalb liessen sich die Bankabhe-
bungen einzig damit begründen, dass die Beschuldigte damit ihren eigenen 
Lebensstil finanziert habe. Die Anklage billigte dem Strafanzeigeerstatter sel. 
immerhin noch einen Bargeldbedarf von Fr. 3’000.00 für den rund 19-
monatigen 
Deliktszeitraum, also rund Fr. 160.00 pro Monat zu. Einen beschränkten Bar-

Kantonsgericht Schwyz 13

geldbedarf anzunehmen, scheint zwar naheliegend. Die Annahme erhärtete 
sich jedoch im Verlauf der Untersuchung wegen der bereits erwähnten unsi-
cheren Aussagen des Strafanzeigeerstatters sel. für dessen individuelle Situa-
tion nicht hinreichend. Daher lässt sich insbesondere eine freiwillige Grosszü-
gigkeit zu Gunsten der Beschuldigten ebenso wenig wie die Möglichkeit aus-
schliessen (vgl. oben E. 2), dass der Strafanzeigeerstatter sel. entgegen sei-
ner unerwartet schnellen Verneinung (U-act. 10.1.003 Nr. 14 ff.) zusätzlich 
Bargeld seiner Tochter oder weiteren Personen zukommen liess. Ferner legt 
sein Lebenswandel in der gut situierten Altersresidenz nahe, dass sein kon-
kreter Bargeldbedarf, wie der Verteidiger zutreffend geltend macht 
(BVP S. 12), um einiges höher als bei „Hinz und Kunz“ lag. Es kommt hinzu, 
dass der effektive Bargeldbestand im Tresor gemäss den richtigen Feststel-
lungen der Vorinstanz in der Strafuntersuchung nicht untersucht worden ist. 
Damit ist indes der Beschuldigten nicht nachzuweisen, dass sie sich aus den 
Bargeldabhebungen für den Strafanzeigeerstatter sel. unbefugt bediente.

b) Es mag, wie die Staatsanwaltschaft geltend macht, nicht ein sehr star-
kes Argument der Vorinstanz sein, dass mit Frau K.________ mindestens 
eine weitere Person beauftragt worden sei, für den Strafanzeigeerstatter sel. 
Bargeld zu holen (angef. Urteil E. II./6.4). Indes widerspricht die Aussage 
K.________ immerhin der Angabe des Strafanzeigeerstatters sel., ausser der 
Beschuldigten hätten keine anderen Personen Bargeld abheben können. 
Insofern ist infrage gestellt, ob mit der Anklage davon ausgegangen werden 
kann, dass alle Bargeldbezüge durch die Beschuldigte erfolgten. Da der Straf-
anzeigeerstatter sel. zu den einzelnen Bezügen nicht umfassend befragt 
wurde, kann nicht ausgeschlossen werden, dass nicht nur die Beschuldigte 
Bargeld abhob. Zudem belegen die weiteren Aussagen von Frau K.________, 
dass sie für den Strafanzeigeerstatter sel. auch Einkäufe erledigte – unter an-
derem gleichzeitig noch ein weiteres Paar Schuhe besorgte (dazu 
vgl. U-act. 10.1.009 Nr. 12 ff.) und den Strafanzeigeerstatter sel. daran erin-
nerte (ebd. Nr. 39) – und für diese Einkäufe samt Trinkgeld jeweils Bargeld 

Kantonsgericht Schwyz 14

erhielt (ebd. Nr. 17, 29 und 36). Wenn die Vorinstanz nicht ausschliessen 
mochte, dass der Strafanzeigeerstatter sel. mehr Bargeld besessen haben 
könnte, als er angab (angef. Urteil ebd. m.H. auf U-act. 10.1.003 Nr. 12), ist 
dies unter diesen Umständen nicht zu beanstanden. Der Umfang seiner Ein-
kaufsaufträge und sein Bargeldbedarf sind nicht annäherungsweise nachvoll-
ziehbar untersucht worden und könnten im Nachhinein auch nicht mehr einzig 
mit der dem Berufungsgericht nicht mehr beantragten umfassenderen Edition 
von Kontoauszügen bei den zwei involvierten Banken (dazu s. oben lit. C und 
D) schlüssig eruiert werden. Seine von Frau K.________ geschilderten Ver-
haltensweisen (U-act. 10.1.009 Nr. 49 ff. und 89 ff.) legen im Weiteren nahe, 
dass er sich einen anderen kostenintensiveren Lebenswandel als der Durch-
schnitt leistete und etwa die Tochter, wie die Beschuldigte behauptete (etwa 
U-act. 10.1.004 Nr. 4), mit mehr Bargeld versorgt haben könnte, als er zuge-
ben wollte oder konnte (vgl. oben lit. a). Es kann daher mit der Vorinstanz 
nicht ausgeschlossen werden, dass der Strafanzeigeerstatter sel. häufig Bar-
geld verschickte und viel mehr Geld ausgab, als die Staatsanwaltschaft be-
hauptet. Daher ist der Anklagesachverhalt auch hinsichtlich unbefugter 
bzw. betragsmässig übersetzter Bargeldbezüge nicht rechtsgenüglich zu er-
stellen.

4. Die Einwände der Staatsanwaltschaft vermögen der insgesamt über-
zeugenden Beweiswürdigung der Vorinstanz nichts anhaben. Mithin ist die 
Berufung in den Schuldpunkten abzuweisen, womit die Fragen der Bestrafung 
und der Landesverweisung entfallen. Die mit Berufung angefochtenen Punkte 
und die erstinstanzliche Kostenregelung sind zu bestätigen. Somit gehen die 
Kosten des Berufungsverfahren zulasten des Staates 
(Art. 423 bzw. 428 Abs. 1 StPO). Der amtliche Verteidiger ist gestützt auf die 
Kostennote unter angemessener Berücksichtigung seines Aufwands zur Teil-
nahme an der Berufsverhandlung zu entschädigen (§§ 2, 6 und 13 GebTRA);-

Kantonsgericht Schwyz 15

Kantonsgericht Schwyz 16

erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen und das angefochtene Urteil insoweit 
bestätigt. 

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 5’500.00 (inkl. Kosten der 
Anklagevertretung von Fr. 1’500.00) gehen zulasten des Staates.

3. Der amtliche Verteidiger wird für das Berufungsverfahren aus der 
Kantonsgerichtskasse mit Fr. 6’000.00 (inkl. MWST und Auslagen) 
entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

5. Zufertigung an die Staatsanwaltschaft (1/A an die 3. Abteilung und 1/R 
an die Amtsleitung/zentraler Dienst), den Verteidiger (2/R) und die Vor-
instanz (1/ü) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/ES, 
mit den Akten) das Amt für Justizvollzug (1/R, samt Löschungsformular 
zur Erledigungsmeldung), das Amt für Migration (1/A), die KOST 
(elektronische Meldung des Freispruchs) und an die Kantonsgerichts-
kasse (1/ü im Dispositiv).

Namens der Strafkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 13. Juni 2024  amu