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**Case Identifier:** 880c333b-5a1c-5020-9774-a593a1b06ed7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.08.2014 200 2013 876
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-876_2014-08-13.pdf

## Full Text

200 13 876 IV
SCJ/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. August 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2014, IV/13/876, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), seit 
2001 auf Kosten der Invalidenversicherung mit Hörgeräten versorgt, wurde 
im Mai 2011 von seiner Arbeitgeberin bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zur Früherfassung angemeldet (Antwortbeilage [AB] 9, 
17, 18). Am 7. Juni 2011 erfolgte – mit Hinweis auf eine Wirbelsäulenpro-
blematik – sodann die Anmeldung zum Leistungsbezug (AB 21). In der 
Folge tätigte die IVB diverse erwerbliche und medizinische Abklärungen 
(AB 26 ff.), unter anderem holte sie die Akten der Schweizerischen Unfall-
versicherungsanstalt (SUVA) ein (AB 40) und veranlasste eine neuro-
chirurgisch-psychiatrische Untersuchung (Gutachten vom 23. August 2012 
[AB 62] und vom 31. Oktober 2012 [AB 67]; interdisziplinäre Beurteilung 
vom 8. November 2012 [AB 68]). Mit Vorbescheid vom 12. April 2013 
(AB 76) stellte die IVB dem Versicherten bei einem ermittelten Invaliditäts-
grad von 57% die Zusprechung einer halben Invalidenrente ab dem 1. Juli 
2012 in Aussicht. Dagegen opponierte der Versicherte (AB 77, 81). Am 
2. September 2013 verfügte die IVB wie angekündigt (AB 86/2).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 4. Oktober 2013 Beschwerde. Er beantragt die kostenfäl-
lige Aufhebung der Verfügung vom 2. September 2013, die Zusprechung 
einer ganzen Rente (Invaliditätsgrad: 75%), eventualiter die Zusprechung 
einer Dreiviertelsrente und subeventualiter die Rückweisung der Sache an 
die Beschwerdegegnerin zur Neufestsetzung des Invaliditätsgrades. Bean-
standet wird im Wesentlichen das herangezogene Invalideneinkommen.

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2014 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2014, IV/13/876, Seite 3

In der Replik vom 21. Februar 2014 hielt der Beschwerdeführer an den 
gestellten Rechtsbegehren fest; die Beschwerdegegnerin verzichtete am 
26. März 2014 auf eine weitere Stellungnahme in Form einer Duplik. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 2. September 2013 (AB 86/2), 
womit dem Beschwerdeführer eine halbe Rente ab 1. Juli 2012 zugespro-
chen wurde. Geltend gemacht wird ein Anspruch auf eine höhere Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand resp. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers ist den Akten im Wesentlichen zu entnehmen was 
folgt:

3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, nannte im Bericht vom 26. August 2011 (AB 43/2) folgende 
Diagnosen:

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

• Chronische (traumatische) Rotatorenmanschettenruptur links mit Sta-
tus nach arthroskopischer Subcapsularissehnen- und Supraspinatus-
sehnenrefixation sowie subakromialer Dekompression (28. Oktober 
2010)

• komplexes Rückenleiden mit bilateraler Beinschmerzproblematik mit 
L5 Kompression bei foraminaler Stenose L5/S1 im Rahmen einer 
Spondylolyse/-listhesis L5/S1

- Dekompression und Stabilisierung L5/S1 (10. August 2011)

• basale Bronchopneumonie bds. (4. August 2011)

• Depression

Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit

• Arterielle Hypertonie

• Bursitis olecrani rechter Ellbogen

• Mittelgrosse gemischte Hiatushernie

• Pyelonephritis links bei Zystenniere 2009, mit E. choli

- CT Abdomen (2. Juni 2009) linke Niere mit mehreren Zysten, 
rechte Niere unauffällig

Dr. med. C.________ legte dar, von Seiten der Schulter sei der Patient 
weitgehend beschwerdefrei. Es beständen weiterhin Zeichen der depres-
siv-ängstlichen Erkrankung. Ferner bestehe ein komplexes Wirbelsäulen-
leiden, weswegen im August 2011 ein Eingriff durchgeführt worden sei. Zur 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei die Rehabilitation von der Rücken-
operation abzuwarten; ebenso sei abzuwarten, inwiefern sich die psychi-
sche Situation nach der Reduktion der Schmerzen bessern werde. 

3.1.2 Im Verlaufsbericht vom 4. April 2012 (AB 54) gab der Hausarzt an, 
der Gesundheitszustand sei stationär. Allerdings seien neue medizinische 

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Befunde hinzugetreten. Seit Herbst 2011 beständen zunehmend linksseiti-
ge Knieschmerzen, die orthopädisch bzw. bildgebend (MRI) als symptoma-
tische Varusgonarthrose und degenerative Innenmeniskusläsion beurteilt 
worden seien. Eine Durchführung der vorgeschlagenen Arthroskopie habe 
der Patient aus Angst vor einem Arbeitsplatzverlust vorläufig abgelehnt. 
Ferner beständen Bauchbeschwerden bei spastischem Kolon und inneren 
Hämorrhoiden Grad II. Nebst den Schulterschmerzen sei sodann eine Ver-
schlechterung der psychischen Situation (Verzweiflung zufolge drohendem 
Verlust des Arbeitsplatzes) zu verzeichnen. Die Arbeitsfähigkeit sei insge-
samt mindestens zu 50% eingeschränkt. 

3.1.3 Im Bericht vom 10. April 2012 der psychiatrischen Dienste 
D.________ (AB 55) wurden folgende das Fachgebiet betreffende Diagno-
sen genannt: Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10 F41.2), ak-
zentuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlich-vermeidenden und abhängi-
gen Anteilen (ICD-10 Z73.1). Der Patient fühle sich stark unter Druck, kön-
ne den Anforderungen bei der Arbeit nicht gerecht werden. Aus psychiatri-
scher Sicht sei die bisherige Tätigkeit noch zumutbar; denkbar sei ein Ein-
satz im Bereich von bis zu 50%. Bei einem zeitlich limitierten Einsatz sei 
eine Leistungsminderung vermutlich nur geringfügig vorhanden. 

3.1.4 Dr. med. E.________, Fachärztin für Neurochirurgie, nannte im neu-
rochirurgischen Gutachten vom 23. August 2012 (AB 62) folgende Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

• Chronisches lumbales und lumboischialgiformes Schmerzsyndrom 
beidseits mit/bei

- LWS Fehlform/-haltung

- degenerativen LWS-Veränderungen (Ieichtgradige Osteochondro-
se, leicht- bis mässiggradige Spondylarthrose, relative Stenose 
der Neuroforamina L5, angedeutet L3 und L4, flache forami-
nal/extraforaminale DH L3/4, keine Neurokompression)

- St. n. Dekompression L5/S1 durch Segmentaufrichtung, interkor-
porelle Abstützung mit T-PAL-Cage und Spondylodese mit loka-
lem Knochen, Stabilisierung L5/S1 mit USS polyaxial, Spondylo-
dese posterolateral mit lokalem Knochen, augmentiert mit chro-
nOs (August 2011)

• Zervikales Schmerzsyndrom mit/bei

- HWS-Fehlform/-haltung

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- degenerativen HWS-Veränderungen (fortgeschrittene Osteochon-
drose C6/7, Osteochondrose C5/6, leichtgradige Osteochondrose 
C4/5, leichtgradige Spondylarthrose, Atlantodentalarthrose)

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beständen keine 
(S. 22). Die bisherige Tätigkeit sei noch während 6 Stunden pro Tag an fünf 
Tagen pro Woche zumutbar; dabei bestehe eine 20-30%-ige Leistungs-
minderung (S. 26). An die Beeinträchtigungen angepasste Tätigkeiten sei-
en während 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche zumutbar; da-
bei bestehe eine 10-20%-ige Leistungsminderung (S. 27).

3.1.5 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, nannte im versicherungspsychiatrischen Gutachten vom 31. Oktober 
2012 (AB 67) folgende Diagnosen: 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

• Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)

• Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlichen, anankastischen, ab-
hängigen, rigiden und skrupulösen Elementen (ICD-10 F73.1 [richtig: 
Z73.1])

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

• Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit (ICD-10 Z56) 

Differentialdiagnostisch könnten Persönlichkeitsänderungen (ICD-10 F61.1) 
in Erwägung gezogen werden. Insofern könne von einem komorbiden Lei-
den ausgegangen werden, wobei Persönlichkeitszüge und depressive so-
wie Angstsymptome einander verstärken und überlappen könnten (S. 12). 
Es beständen mittelgradige bis teils stärkere funktionelle Einbussen im All-
tag wegen Antriebsverlangsamung, Gehemmtheit, Grübeln, Ermüdungs- 
und Rückzugstendenz, Ängsten sowie wahrscheinlich durch die depressive 
Störung verstärkte kognitive Beeinträchtigungen (S. 13). Das Ressourcen-
potential sei reduziert und es bestehe eine erhöhte psychische Vulnerabi-
lität. Bei Überforderung könne eine zusätzliche psychische Dekompensati-
on drohen. Aus gutachterlicher Sicht werde eine Arbeitsunfähigkeit von 
50% attestiert (S. 14). Die bisherige Tätigkeit sei aus rein psychiatrischer 
Sicht während 4.25 Stunden pro Tag an 5 Wochentagen zumutbar; dabei 
bestehe keine verminderte Leistungsfähigkeit (S. 15). Indiziert sei die 
Fortsetzung der psychotherapeutischen Behandlung, wobei der erneute 
Einsatz eines antidepressiven Medikaments zu erwägen sei. Damit könne 

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eine Stabilisierung des aktuellen Zustands erreicht und einer zusätzlichen 
Dekompensation vorgebeugt werden. Die verbleibenden Fähigkeiten könn-
ten in einer anderen Tätigkeit nicht besser verwertet werden (S. 16).

3.1.6 In der interdisziplinären Beurteilung vom 8. November 2012 (AB 68) 
hielten die Dres. med. E.________ und F.________ fest, die Arbeitsfähig-
keit des Beschwerdeführers sei aufgrund körperlicher und psychischer Be-
einträchtigungen qualitativ und quantitativ beeinträchtigt. Die bisherige 
Tätigkeit sowie körperlich leichte und zeitweise körperlich mittelschwere, 
konsequent wechselbelastende Tätigkeiten seien in einem zeitlichen Rah-
men von 4.25 Stunden pro Tag an fünf Tagen in der Woche zumutbar; da-
bei bestehe keine Verminderung der Leistungsfähigkeit. Ausgeschlossen 
seien körperlich schwere Tätigkeiten, ständig sowie häufig/überwiegend 
körperlich mittelschwere Tätigkeiten, Tätigkeiten, welche die HWS und 
LWS statisch belasteten, solche mit Haltungs- und Positionsmonotonien 
von LWS und HWS, repetitive Arbeiten über Kopf und über Schulterhöhe, 
Tätigkeiten mit repetitiven Rotationsbewegungen der LWS und HWS und 
Tätigkeiten mit Vibrationen und Schlägen auf das Achsenorgan. Das repeti-
tive Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei mit 10 kg limitiert. 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

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ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.3 Die neurochirurgisch-psychiatrische Beurteilung der Dres. med. 
E.________ und F.________ erfüllt die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten An-
forderungen (E. 3.2 hiervor). Sie basiert auf umfassenden Untersuchungen, 
berücksichtigt die beklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis sowie 
nach einlässlicher Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie 
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation ein. Damit kommt den beiden (Teil-
)Gutachten bzw. der interdisziplinären Beurteilung volle Beweiskraft zu (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die gutachterliche Beurteilung deckt sich 
sodann weitgehend mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte, so-
wohl was die erhobenen Befunde und diagnostizierten Gesundheitsstörun-
gen angeht als auch hinsichtlich der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit 
(vgl. AB 34/4, 54 f.). Ferner hat der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der 
Beschwerdegegnerin das von den Gutachtern interdisziplinär formulierte 
Zumutbarkeitsprofil für eine angepasste Tätigkeit aus versicherungsmedizi-
nischer Sicht als nachvollziehbar und schlüssig qualifiziert (Stellungnahme 
vom 10. Dezember 2013 [AB 92/2]). Schliesslich wird die entsprechende 
gutachterliche Einschätzung vom Beschwerdeführer – zu Recht – nicht in 
Abrede gestellt.

Ausgehend von einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit in einer den Leiden ange-
passten Tätigkeit, wozu auch die bisherige gehört (vgl. AB 68/4), ist nach-
folgend der Invaliditätsgrad zu bestimmen. 

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-

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kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.1.2 Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs-
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse 
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeits-
fähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das 
Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Sozial-
lohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV 
Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich be-
einträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten be-
hindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend ein-
setzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der 
Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem 
Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 
134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in 
welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtli-
chen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles 
ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher 
Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermes-
sen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 

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25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 22). Mit 
Blick auf den von der Beschwerdegegnerin zu Recht auf den 8. Juli 2011 
festgelegten Beginn der einjährigen Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG (vgl. AB 38.3/3, 38.4/2, 54/2) sowie die im Juni 2011 erfolgte Geltend-
machung des Rentenanspruchs (AB 21; Art. 29 Abs. 1 IVG) besteht vorlie-
gend frühestens ab 1. Juli 2012 ein Anspruch auf Rentenleistungen. Die 
Invaliditätsbemessung ist folglich pro 2012 vorzunehmen. 

4.3 Das Valideneinkommen wurde korrekterweise auf der Basis des vor 
Eintritt des Gesundheitsschadens effektiv erzielten Verdienstes bemessen: 
Aufgrund der Berufsanamnese sowie mangels gegenteiliger Anhaltspunkte 
ist ohne weiteres davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei guter 
Gesundheit nach wie vor in der bisherigen Funktion bei der gleichen Ar-
beitgeberin tätig wäre und ein entsprechendes Valideneinkommen erzielen 
würde. Ein Indiz hierfür ist ferner die langjährige Betriebstreue (seit 1977 
[vgl. AB 26/6, 30/2, 31/2]). Gemäss den Angaben der Arbeitgeberin belief 
sich der Lohn im Jahr 2011 auf Fr. 5‘564.-- pro Monat (AB 31/3). Aufge-
rechnet auf ein Jahreseinkommen (Fr. 72‘332.-- [Fr. 5‘564.-- x 13]) und 
angepasst an die Lohnentwicklung (Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, 
Männer, Zeile C, Index Jahr 2011: 100.9 Punkte, Index Jahr 2012: 101.5 
Punkte [abrufbar unter www.bfs.admin.ch]) resultiert ein – leicht höheres 
als das von der Beschwerdegegnerin errechnete (AB 86/10) – Validenein-
kommen pro 2012 in der Höhe von Fr. 72‘762.10.

4.4 Während die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen in der 
angefochtenen Verfügung (AB 86/10) auf der Basis von Tabellenlöhnen 
berechnet hat (Fr. 30‘955.--), legte sie in der Beschwerdeantwort dar, das 
aktuell erzielte Einkommen, welches gemäss dem per 1. Juli 2013 abge-
schlossenen Arbeitsvertrag 50% des 50%-igen Arbeitspensums entspreche 
(vgl. AB 75/2), lasse sich medizinisch nicht begründen; unter Berücksichti-

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gung der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit (50% ohne Leistungs-
minderung) sei der effektive Lohn aufzurechnen, d.h. zu verdoppeln, wor-
aus ein Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 36‘296.-- resultiere.

Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, das 
Invalideneinkommen sei gestützt auf seinen tatsächlich erzielten Verdienst 
festzulegen. Er macht geltend, der effektiv erzielte Lohn von Fr. 1‘396.-- pro 
Monat sei das Ergebnis seiner verbleibenden Leistungsfähigkeit; die Ar-
beitgeberin könne dies bestätigen. Zu veranschlagen sei ein Invalidenein-
kommen von Fr. 17‘797.--.

4.4.1 Soweit die Beschwerdegegnerin postuliert, der aktuell erzielte Inva-
lidenlohn sei in doppelter Höhe zu veranschlagen, kann ihr nicht gefolgt 
werden: Es ist davon auszugehen, dass die Arbeitgeberin nicht bereit ist, 
dem Beschwerdeführer ab Juli 2013 mehr als den nunmehr vereinbarten 
Lohn von monatlich Fr. 1‘396.-- (AB 75/2) zu bezahlen, was rund einem 
Viertel des Valideneinkommens entspricht (50% des 50%-igen Pensums). 
Den Akten ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer schon früh 
von der Arbeitgeberin unter Druck gesetzt gefühlt und befürchtet hatte, die 
an ihn gestellten Erwartungen betreffend Arbeitspensum und Leistung nicht 
mehr erfüllen zu können (vgl. AB 29/2, 38.3/3, 50, 51, 54/1, 55/2). Die Ar-
beitgeberin ihrerseits bestand aus betrieblichen Gründen auf einer vollzeit-
lichen (Neu-)Besetzung der Stelle und schätzte das vom Beschwerdeführer 
im Rahmen des gesundheitsbedingt auf 50% reduzierten Pensums geleis-
tete Arbeitsvolumen (Quantität) als unzureichend ein (vgl. AB 61/2). Das in 
der Beschwerdeantwort errechnete Invalideneinkommen ist in der Praxis 
somit nicht realisierbar; darauf ist nicht abzustellen.

4.4.2 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist jedoch auch nicht 
vom Einkommen auszugehen, welches er mit der gesundheitlichen Beein-
trächtigung effektiv erzielt. Die entsprechenden Voraussetzungen hierfür 
sind nicht erfüllt: Insbesondere liegen mit dem neuen Arbeitsvertrag per 
1. Juli 2013 (AB 75/2) mit neuem Einsatzbereich und anderer Lohneinstu-
fung (vgl. Replik, S. 3) keine „besonders stabile“ Arbeitsverhältnisse im 
Sinne der Rechtsprechung (E. 4.1.2 hiervor) vor. Ebenso wenig kann von 
einer vollumfänglichen Ausschöpfung der medizinisch-theoretisch zumutba-
ren Restarbeitsfähigkeit gesprochen werden. Denn laut dem voll beweis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2014, IV/13/876, Seite 13

kräftigen interdisziplinären Gutachten und auch gemäss der Einschätzung 
der behandelnden Ärzte ist dem Beschwerdeführer eine leidensangepasste 
Tätigkeit zu einem 50%-Pensum (Arbeitsfähigkeit) ohne Leistungsminde-
rung zumutbar (vgl. E. 3.1.6 und E. 3.3 hiervor). Wenn die Arbeitgeberin 
nicht bereit ist, dem Beschwerdeführer einen Lohn auszurichten, welcher 
dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil entspricht, hat dafür nicht die Inva-
lidenversicherung einzustehen. Mit anderen Worten ist der effektive Invali-
denlohn für die Invaliditätsbemessung unbeachtlich.

4.4.3 Unter diesen Umständen ist das Invalideneinkommen aufgrund der 
LSE zu bestimmen (E. 4.1.2 hiervor), wie die Beschwerdegegnerin dies 
ursprünglich, d.h. in der angefochtenen Verfügung, getan hat. Gemäss LSE 
2010, TA1, Männer, Niveau 4 (zur anwendbaren Tabelle sowie zum im 
Einzelfall massgebenden Anforderungsniveau vgl. SVR 2002 UV Nr. 15 
S. 50 E. 3c cc), beträgt der Totalwert monatlich Fr. 4‘901.--. Aufgerechnet 
auf die allgemeine wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2012 von 41.7 Stunden 
(abrufbar auf www.bfs.admin.ch), angepasst an die Nominallohnentwick-
lung per 2012 (Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, Total, Index 
Jahr 2010: 100 Punkte, Index Jahr 2012: 101.7 Punkte) resultiert ein Jah-
reseinkommen von Fr. 62‘353.80.

Der Beschwerdeführer weist zu Recht darauf hin, dass unter dem Titel Be-
schäftigungsgrad bei Männern, die gesundheitlich bedingt nur noch teilzeit-
lich erwerbstätig sein können, ein Abzug vom Invalideneinkommen zu ge-
währen ist. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung soll damit dem 
Umstand Rechnung getragen werden, dass bei Männern statistisch gese-
hen Teilzeitarbeit vergleichsweise weniger gut entlöhnt wird als eine Voll-
zeittätigkeit (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 5. April 2013, 
8C_99/2013, E. 4.1.3). Aufgrund der dem Beschwerdeführer verbleibenden 
teilzeitlichen Arbeitsfähigkeit ist somit ein Abzug vom Invalideneinkommen 
zu gewähren; insofern rechtfertigt sich ein Eingriff in das der Verwaltung 
zustehende Ermessen. Die Höhe des Abzugs ist ermessensweise auf 10% 
festzulegen (vgl. bspw. Entscheid des BGer vom 27. Juni 2013, 
9C_330/2013, E. 1). Hingegen stellt der Umstand, dass nurmehr leichte 
und zeitweise körperlich mittelschwere Arbeiten zumutbar sind (AB 68/4), 
keinen Grund für einen (zusätzlichen) Abzug dar, weil der Tabellenlohn im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2014, IV/13/876, Seite 14

Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten bis mittelschweren 
Tätigkeiten umfasst (Entscheid des BGer vom 18. September 2012, 
9C_386/2012, E. 5.2). Ob aufgrund des Alters des Beschwerdeführers (Jg. 
1957) eine Erhöhung des Abzugs auf über 10% zu gewähren wäre, kann 
offen bleiben. Denn selbst wenn zu seinen Gunsten der Maximalabzug von 
25% (vgl. E. 4.1.2 hiervor) zugestanden wird, hätte dies keinen Einfluss auf 
den Rentenanspruch (vgl. sogleich). Beim maximal möglichen Abzug resul-
tierte ein Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 23‘382.70 (Fr. 31‘176.90 
[Fr. 62‘353.80 : 2] ./. 25%).

4.5 Die Gegenüberstellung der entsprechenden Vergleichseinkommen 
ergibt eine Erwerbseinbusse von höchstens Fr. 49‘450.60 (Fr. 72‘762.10 ./. 
Fr. 23‘382.70) und damit ein Invaliditätsgrad von maximal 67.9%, was 
einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente begründet (E. 2.2 hiervor). 
Derselbe Rentenanspruch stände dem Beschwerdeführer zu, wenn 
lediglich ein – zufolge Teilzeiterwerbsfähigkeit – 10%-iger Abzug vom 
Invalideneinkommen gewährt wird (vgl. E. 4.4.3 hiervor); Letzteres würde 
sich unter diesen Umständen auf Fr. 28‘059.20 belaufen, was einem 
Invaliditätsgrad von 61.5% entspräche und ebenfalls Anspruch auf eine 
Dreiviertelsrente ergäbe. 

4.6 Nach dem Dargelegten hat der Beschwerdeführer Anspruch auf 
eine Dreiviertelsrente seit 1. Juli 2012 (vgl. E. 4.2 hiervor). Insoweit ist die 
Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 2. 
September 2013 (AB 86/2) abzuändern. Soweit die Zusprechung einer 
ganzen Rente beantragt wird, ist die Beschwerde abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2014, IV/13/876, Seite 15

Gemäss Beschluss der erweiterten Abteilungskonferenz vom 13. Oktober 
2009 wird beim Verzicht auf eine Kürzung der Parteientschädigung gemäss 
BGE 117 V 401 E. 2c 407 (vgl. dazu E. 5.2 hiernach) auch auf eine Auftei-
lung der Verfahrenskosten nach Massgabe des – an den Parteianträgen 
gemessenen – bloss teilweisen Obsiegens verzichtet.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat somit die Beschwerdegegnerin die 
Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der vom Beschwerdeführer geleiste-
te Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft 
des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Der teilweise obsiegende und durch Rechtsanwalt B.________ ver-
tretene Beschwerdeführer hat Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese 
werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Ist das Quantitative einer Leistung streitig, 
rechtfertigt eine „Überklagung“ eine Reduktion der Parteientschädigung 
nur, wenn das Rechtsbegehren den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei 
Streitigkeiten um die Höhe einer Invalidenrente darf die Parteientschädi-
gung daher nicht allein deswegen reduziert werden, weil der Beschwerde 
führenden Person nicht die beantragte ganze oder höhere Rente, sondern 
eine geringere Teilrente zugesprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407). 

Vorliegend haben die in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren den 
Prozessaufwand nicht beeinflusst. Damit ist keine Reduktion der Parteien-
tschädigung vorzunehmen. Entsprechend der angemessenen Kostennote 
von Rechtsanwalt B.________ vom 23. April 2014 wird die Parteientschä-
digung festgesetzt auf Fr. 3‘097.-- (bestehend aus einem Honorar von 
Fr. 2‘700.--, Auslagen von Fr. 167.60 und Mehrwertsteuer von Fr. 229.40 
[8% auf Fr. 2‘867.60]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2014, IV/13/876, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 2. September 2013 insofern abgeän-
dert, als dem Beschwerdeführer ab dem 1. Juli 2012 eine Dreiviertels-
rente zugesprochen wird. Soweit weitergehend wird die Beschwerde 
abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘097.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.