# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9054cd7b-d3d3-5655-9e66-57b5611fa8f9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.06.2020 F-2625/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2625-2018_2020-06-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2625/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  J u n i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Susanne Genner (Vorsitz), 

Richter Yannick Antoniazza-Hafner,  

Richter Gregor Chatton,    

Gerichtsschreiberin Maria Wende. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch Josef Shabo, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Verweigerung der Zustimmung zur Erteilung einer Aufent-

haltsbewilligung (Art. 27 Abs. 1 AuG). 

 

 

 

F-2625/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer (geb. am […]), pakistanischer Staatsangehöriger, 

heiratete am (…) 2013 die schweizerische Staatsangehörige B._______ in 

Karachi und lebte mit ihr danach in Dubai und Pakistan. Im Februar 2015 

kehrte diese in die Schweiz zurück.  

B.  

Im Oktober 2015 reichte die Ehefrau des Beschwerdeführers beim kanto-

nalen Migrationsamt ein Familiennachzugsgesuch ein. Am 14. März 2016 

reiste der Beschwerdeführer nach vorgängig erteilter Einreisebewilligung 

in die Schweiz ein und erhielt am 31. März 2016 eine Aufenthaltsbewilli-

gung zwecks Familiennachzugs mit Erwerbstätigkeit. 

C.  

Am 3. Februar 2017 beantragte der Beschwerdeführer die Verlängerung 

der Aufenthaltsbewilligung und erklärte, weiterhin mit seiner Ehefrau in ei-

nem gemeinsamen Haushalt zu leben und einer Erwerbstätigkeit nachzu-

gehen.  

D.  

Mit Verfügung vom 15. November 2017 widerrief das kantonale Migrations-

amt die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und wies ihn aus 

der Schweiz weg. Zur Begründung führte es unter anderem an, das Ehe-

paar wohne seit August beziehungsweise Oktober 2016 nicht mehr zusam-

men, wofür keine wichtigen Gründe im Sinne des Gesetzes ersichtlich 

seien. Die eheliche Gemeinschaft habe ferner weniger als drei Jahre ge-

dauert, weshalb kein Anspruch auf ein weiteres Aufenthaltsrecht in der 

Schweiz bestehe. Die Verfügung vom 15. November 2017 erwuchs unan-

gefochten in Rechtskraft. 

E.  

Am 25. Dezember 2017 reichte der Beschwerdeführer beim kantonalen 

Migrationsamt ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum 

Besuch einer Hotelfachschule ein und beantragte, die Schweiz bis zum 

Studienbeginn nicht verlassen zu müssen. Das Migrationsamt unterbrei-

tete das Gesuch am 24. Januar 2018 der Vorinstanz zur Zustimmung. 

F.  

Am 25. Januar 2018 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer das 

rechtliche Gehör zur Absicht, die Zustimmung zum kantonalen Antrag zu 

F-2625/2018 

Seite 3 

verweigern. Von dieser Möglichkeit machte dieser mit Eingabe vom 

14. März 2018 Gebrauch.  

G.  

Am 5. Februar 2018 stellte das kantonale Migrationsamt fest, der Be-

schwerdeführer sei berechtigt, sich bis zum Vorliegen eines Entscheids der 

Vorinstanz in der Schweiz aufzuhalten und die C._______ Hotelfachschule 

zu besuchen.   

H.  

Mit Verfügung vom 4. April 2018 verweigerte die Vorinstanz die Zustim-

mung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und wies den Beschwer-

deführer aus der Schweiz weg, wobei sie ihm eine Ausreisefrist von acht 

Wochen nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung einräumte. 

I.  

Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 7. Mai 2018 Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung und die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu Ausbil-

dungszwecken beziehungsweise zum Besuch einer Hotelfachschule. 

Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzu-

weisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Wiederherstellung der auf-

schiebenden Wirkung der Beschwerde.  

J.  

Mit Zwischenverfügung vom 17. Mai 2018 stellte das Bundesverwaltungs-

gericht fest, der Beschwerde komme von Gesetzes wegen aufschiebende 

Wirkung zu und diese sei von der Vorinstanz nicht entzogen worden.  

K.  

In ihrer Vernehmlassung vom 20. Juni 2018 beantragte die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde. 

L.  

In seiner Replik vom 13. August 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen und deren Begründung fest.  

M.  

Es folgte ein weiterer Schriftenwechsel (Duplik vom 14. September 2018 

und Triplik vom 22. November 2018). 

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Seite 4 

N.  

Mit Verfügung vom 18. Mai 2020 erwog das Bundesverwaltungsgericht, es 

sei anzunehmen, dass der Beschwerdeführer seine Ausbildung an der Ho-

telfachschule abgeschlossen habe und gab ihm Gelegenheit, sich zur be-

absichtigten Abschreibung des Verfahrens zu äussern. 

O.  

In seiner Stellungnahme vom 2. Juni 2020 hielt der Beschwerdeführer an 

der Beschwerde fest und erklärte, seine Ausbildung an der Hotelfachschule 

noch nicht abgeschlossen zu haben, da er Wiederholungsprüfungen zu ab-

solvieren habe. Eine Abschreibung des Verfahrens lehne er mindestens bis 

zur Absolvierung der letzten Prüfung am 12. August 2020 ab. Danach 

werde er die Schweiz innerhalb von 30 Tagen verlassen, um nach Pakistan 

zurückzukehren.  

P.  

Auf die vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel wird, soweit 

rechtserheblich, in den Erwägungen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Verfügungen des SEM betreffend die Zustimmung zur Erteilung einer 

kantonalen Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 27 AuG (SR 142.20, seit 

1. Januar 2019: AIG; vgl. dazu E. 3.1 hiernach) sind mit Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 112 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 31 ff. 

VGG). 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Erhebung der 

Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die seinem Gesuch zu 

Grunde liegende Ausbildung hat er noch nicht abgeschlossen, weshalb von 

einem fortbestehenden Rechtschutzinteresse auszugehen ist. Auch die üb-

rigen Sachurteilsvoraussetzungen (Rechtsmittelfrist [Art. 50 Abs. 1 VwVG], 

Form der Beschwerde [Art. 52 VwVG] und Bezahlung des Kostenvorschus-

ses [Art. 63 Abs. 4 VwVG]) sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

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Seite 5 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Streit-

sache endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 2 BGG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 

VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Bundesrecht von Am-

tes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG nicht an die Begründung 

der Begehren gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als 

den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend 

ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt des Entscheids (vgl. BVGE 

2014/1 E. 2 m.H.; 2011/43 E. 6.1). 

3.  

3.1 Am 1. Januar 2019 hat das Ausländergesetz (vgl. E. 1.1 hiervor) eine 

Teilrevision und Namensänderung erfahren (Änderung vom 16. Dezember 

2016, AS 2018 3171). Es heisst nunmehr «Bundesgesetz über die Auslän-

derinnen und Ausländer und über die Integration» vom 16. Dezember 2005 

(AIG). Ebenfalls mit Wirkung ab 1. Januar 2019 ist die Verordnung über 

Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE; 

SR 142.201) revidiert worden (Änderung vom 15. August 2018, AS 2018 

3173).  

3.2 Die streitige Verfügung datiert vom 4. April 2018. Eine gesetzliche 

Übergangsregelung fehlt, weshalb aufgrund allgemeiner Grundsätze über 

das anwendbare Recht entschieden werden muss. Demgemäss sind 

grundsätzlich jene Bestimmungen anwendbar, die beim Erlass der streiti-

gen Verfügung in Kraft standen. Weder ist das neue Recht günstiger noch 

liegen zwingende Gründe vor, welche für dessen sofortige Anwendung 

sprechen würden. In materieller Hinsicht gelangen somit die einschlägigen 

Bestimmungen der erwähnten Erlasse in der bis am 31. Dezember 2018 

gültig gewesenen Fassung zur Anwendung (vgl. Urteil des BVGer F-

501/2018 vom 13. Dezember 2019 E. 4). 

4.  

4.1 Zu prüfen ist vorab, ob die Vorinstanz das rechtliche Gehör des Be-

schwerdeführers verletzt hat. Dieser macht geltend, er habe keine Stellung 

nehmen können zu den (im Rahmen des kantonalen Verfahrens getätig-

ten) Aussagen seiner Ehefrau.  

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Seite 6 

4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 VwVG) umfasst das Recht 

des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifen-

den Entscheids zur Sache äussern zu können (Art. 30 VwVG).  

4.2.1 Soweit das Verhältnis des Beschwerdeführers zu seiner Ehefrau und 

damit deren Aussagen für das vorliegende Verfahren relevant sind (vgl. 

E. 7.4), wurden sie bereits vom Migrationsamt des Kantons Schwyz mit 

rechtskräftiger Verfügung vom 15. November 2017 beurteilt. Allfällige aus 

Art. 29 VwVG fliessenden Ansprüche in diesem Zusammenhang hätte der 

Beschwerdeführer in jenem Verfahren geltend machen müssen. Der Voll-

ständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass das Migrationsamt des 

Kantons Schwyz dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 10. Oktober 

2017 das rechtliche Gehör zu den Aussagen seiner Ehefrau gewährt hatte.  

4.2.2 Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer vor Erlass der an-

gefochtenen Verfügung mit Schreiben vom 25. Januar 2018 das rechtliche 

Gehör und verwies dabei unter anderem auf das vorerwähnte kantonale 

Widerrufsverfahren. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist somit nicht 

gegeben.  

5.  

5.1 Gemäss Art. 40 AuG sind die Kantone für die Erteilung und Verlänge-

rung von ausländerrechtlichen Bewilligungen zuständig. Vorbehalten bleibt 

die Zuständigkeit des SEM für das Zustimmungsverfahren (Art. 99 AuG in 

der bis zum 31. Mai 2019 gültig gewesenen Fassung vom 16. Dezember 

2005 [AS 2007 5437 5470] i.V.m. Art. 85 VZAE und Art. 2 Bst. a der Ver-

ordnung des EJPD vom 13. August 2015 über die dem Zustimmungsver-

fahren unterliegenden ausländerrechtlichen Bewilligungen und Vorent-

scheide [SR 142.201.1] sowie Weisungen und Erläuterungen des SEM 

Ziff. 1.3.2.1 und deren Anhang, beide abrufbar unter < https://www.sem.ad-

min.ch/sem/de/home/publiservice/weisungen-kreisschreiben/auslaender-

bereich/verfahren_und_zustaendigkeiten.html >, abgerufen am 

10.6.2020).  

5.2 Die kantonale Migrationsbehörde hat ihren Entscheid korrekterweise 

der Vorinstanz zur Zustimmung vorgelegt (vgl. dazu BGE 141 II 169 

E. 4.3.1 f. und 6.1).  

6.  

6.1 Ausländerinnen und Ausländer benötigen für einen Aufenthalt ohne Er-

werbstätigkeit bis zu drei Monaten keine Bewilligung; enthält das Visum 

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Seite 7 

eine kürzere Aufenthaltsdauer, so gilt diese. Wird ein längerer Aufenthalt 

beabsichtig, ist dieser bewilligungspflichtig (Art. 10 Abs. 1 und 2 AuG). Sie 

müssen für die gesicherte Wiederausreise Gewähr bieten, wenn nur ein 

vorübergehender Aufenthalt vorgesehen ist (Art. 5 Abs. 2 AuG).  

6.2 Gemäss Art. 27 Abs. 1 AuG können ausländische Personen für eine 

Aus- oder Weiterbildung zugelassen werden, wenn die Schulleitung bestä-

tigt, dass die Aus- oder Weiterbildung aufgenommen werden kann (Bst. a), 

eine bedarfsgerechte Unterkunft zur Verfügung steht (Bst. b), die notwen-

digen finanziellen Mittel vorhanden sind (Bst. c) und sie die persönlichen 

und bildungsmässigen Voraussetzungen für die vorgesehene Aus- oder 

Weiterbildung erfüllen (Bst. d). Die persönlichen Voraussetzungen sind na-

mentlich erfüllt, wenn keine früheren Aufenthalte und Gesuchsverfahren 

oder keine anderen Umstände darauf hinweisen, dass die angestrebte 

Aus- oder Weiterbildung lediglich dazu dient, die allgemeinen Vorschriften 

über die Zulassung und den Aufenthalt von Ausländerinnen und Auslän-

dern zu umgehen (Art. 23 Abs. 2 VZAE). 

6.3 Art. 27 AuG ist eine "Kann-Vorschrift". Ein Rechtsanspruch auf Zulas-

sung zur Aus- und Weiterbildung besteht selbst dann nicht, wenn die ge-

setzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Den zuständigen Behörden wird 

somit ein breiter Ermessensspielraum eingeräumt, den sie nach Art. 96 

Abs. 1 AuG unter Berücksichtigung der öffentlichen Interessen, der persön-

lichen Interessen und dem Grad der Integration auszufüllen haben. 

6.4 Gemäss ständiger Praxis werden in erster Linie Bewilligungen für eine 

Erstausbildung in der Schweiz erteilt. Personen, die eine solche bereits im 

Ausland erhalten haben, werden zugelassen, wenn die in der Schweiz an-

gestrebte Aus- oder Weiterbildung der Vertiefung ihrer bereits erworbenen 

Kenntnisse dient (vgl. bspw. Urteil des BVGer C-6702/2011 vom 14. Feb-

ruar 2013).  

7.  

Strittig ist vorliegend, ob die persönlichen und bildungsmässigen Voraus-

setzungen gemäss Art. 27 Abs. 1 Bst. d AuG erfüllt sind.  

7.1 Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer 

habe durch die Verheimlichung der Trennung von seiner Ehefrau die Be-

hörden zu täuschen versucht. Dies und der sehr enge zeitliche Zusammen-

hang seines Gesuchs mit dem Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung wür-

den zeigen, dass die angestrebte Ausbildung vor allem dazu diene, die 

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Seite 8 

Vorschriften über die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen. Ferner 

würden an Personen über dreissig Jahren nur bei Vorliegen besonderer 

Umstände Aufenthaltsbewilligungen zu Aus- und Weiterbildungszwecken 

erteilt. Die geplante Ausbildung an der Hotelfachschule schliesse weder 

zeitlich an die bisherige an, noch habe sie fachlich viel damit zu tun. Auch 

seine berufliche Tätigkeit prädestiniere ihn nicht für eine Ausbildung an ei-

ner Hotelfachschule. Seine bisherigen Beschäftigungen im Bereich der 

Gastronomie, wie die Anstellung bei D._______, hätten keiner besonderen 

Qualifikationen bedurft. Ferner habe er ursprünglich eine Pflegeausbildung 

angestrebt. Besondere Gründe für eine Ausbildung in der Schweiz nach 

dem vollendeten 30. Lebensjahr bestünden nicht. Es lägen weder Gründe 

für die Annahme eines Härtefalls im Sinne von Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG 

noch für eine anderweitige Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung vor. Der 

Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sei zu-

lässig, zumutbar und möglich.  

7.2 Der Beschwerdeführer führt dagegen an, die Vorinstanz habe zu Un-

recht angenommen, er sei die Ehe zu B._______ eingegangen bezie-

hungsweise habe jene aufrechterhalten, um in der Schweiz bleiben zu kön-

nen. Entgegen den Feststellungen der Vorinstanz habe er bei seinem An-

trag auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nicht gelogen, als er an-

gegeben habe, zum damaligen Zeitpunkt mit B._______ zusammen zu 

sein. Die zeitliche Nähe zwischen seinem Gesuch und dem Widerruf seiner 

Aufenthaltsbewilligung könne nicht dahingehend ausgelegt werden, dass 

er eine Umgehung der Aufenthaltsbestimmungen beabsichtigt hätte. Es sei 

von Anfang an sein Ziel gewesen, eine Ausbildung zu absolvieren. Ange-

sichts seiner geringen Deutschkenntnisse habe er aber keine andere Wahl 

gehabt, als zunächst eine niedrigqualifizierte Arbeit bei D._______ anzu-

nehmen. Zudem habe er unabhängig sein und für seinen und den Lebens-

unterhalt seiner Ehefrau aufkommen wollen. Deshalb habe er sich gegen 

ein Praktikum im Pflegebereich entschieden, da er dabei kein Geld verdient 

hätte. Ein fachlicher und zeitlicher Konnex zwischen seiner bisherigen Tä-

tigkeit und der Ausbildung an der Hotelfachschule sei gegeben. Letztere 

erlaube ihm eine Vertiefung seiner Ausbildung und seiner bisherigen Tätig-

keiten. Es bestehe keine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit, 

da die Tanten seiner Ehefrau in finanzieller Hinsicht für ihn bürgen würden. 

Es sei nicht gerechtfertigt, in seinem Fall die Kriterien für über 30-Jährige 

anzuwenden. Er habe erst am (…) das dreissigste Lebensjahr erreicht. An 

der Hotelfachschule sei er jedoch bereits am (…) 2017 aufgenommen wor-

den. Ausserdem lägen besondere Umstände vor, da er zuerst finanzielle 

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Seite 9 

Mittel für seine Familie habe bereitstellen und Deutsch habe lernen müs-

sen, bevor er mit der Ausbildung habe beginnen können. Er habe die äus-

serst strengen Aufnahmebedingungen der Hotelfachschule erfüllt, was als 

wichtiger Grund anzusehen sei, die Ausbildung zu bewilligen, auch wenn 

er bereits das dreissigste Lebensjahr erreicht habe.  

7.3  

7.3.1 Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts kann nach Art. 49 Bst. b VwVG gerügt werden (vgl. 

E. 2). Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung beispielsweise dann, wenn 

der Verfügung ein aktenwidriger oder nicht weiter belegbarer Sachverhalt 

zugrunde gelegt wurde. Unvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, 

wenn die Behörde trotz der geltenden Untersuchungsmaxime (Art. 12 ff. 

VwVG i.V.m. Art. 37 VGG) den Sachverhalt nicht von Amtes wegen abge-

klärt, oder nicht alle für den Entscheid wesentlichen Sachumstände berück-

sichtigt hat (vgl. dazu statt vieler BENJAMIN SCHINDLER, in: Kommentar zum 

VwVG, 2. Aufl. 2019, Art. 49 N. 29). 

7.3.2 Der Beschwerdeführer hatte in seinem Antrag auf Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung im Februar 2017 angegeben, mit seiner Ehefrau in 

einem gemeinsamen Haushalt zusammenzuwohnen. Dies entsprach – wie 

bereits vom Migrationsamt des Kantons Schwyz in der Verfügung vom 

15. November 2017 rechtskräftig festgehalten – nicht den Tatsachen, war 

er doch spätestens im Oktober 2016 aus der gemeinsamen Wohnung aus-

gezogen. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht festgehalten, er habe die 

– wenn auch zu diesem Zeitpunkt allenfalls erst räumliche – Trennung von 

seiner Ehefrau verheimlicht, um in der Schweiz bleiben zu können. Auf die 

Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach er keine Scheinehe ge-

führt habe, ist nicht einzugehen, da die Vorinstanz dies nicht behauptet. 

Eine unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhaltes durch 

die Vorinstanz liegt entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht vor.  

7.4 Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers wurde am 15. No-

vember 2017 widerrufen. Bereits am 25. Dezember 2017 ersuchte er um 

die vorliegend in Frage stehende Aufenthaltsbewilligung. Auch vor dem 

Hintergrund seiner falschen Angaben im Gesuch um Verlängerung der Auf-

enthaltsbewilligung im Februar 2017 durfte die Vorinstanz aufgrund des 

engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen dem Widerruf der Aufenthalts-

bewilligung und der Einreichung des Gesuchs darauf schliessen, dass die-

ses in erster Linie der Umgehung ausländerrechtlicher Bestimmungen 

diente. Dieser Eindruck wird verstärkt durch den Umstand, dass die vom 

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Seite 10 

Beschwerdeführer angestrebte Ausbildung in keinem näheren Zusammen-

hang zu seinem bisherigen Werdegang steht. Wenn auch zwischen dem 

von ihm erlangten Bachelor of Arts in Management und Business und der 

Ausbildung an der Hotelfachschule ein gewisser Konnex bestehen mag, 

liegt jener Abschluss bereits über zehn Jahre zurück (September 2009). 

Danach war der Beschwerdeführer Filialleiter eines Supermarktes und in 

der Folge während fast fünf Jahren Verwaltungsassistent; beides Tätigkei-

ten, welche in keinem beziehungsweise nur geringem Zusammenhang zur 

Ausbildung an der Hotelfachschule stehen. Gleiches gilt für die Aushilfs- 

beziehungsweise Gelegenheitsjobs in London sowie für seine niedrigqua-

lifizierte Tätigkeit bei D._______ in der Schweiz. Zudem strebte der Be-

schwerdeführer ursprünglich eine Ausbildung in der Pflege an. Entgegen 

seiner Ansicht lässt sich allein aus dem Umstand, dass man sowohl in der 

Pflege als auch in der Hotellerie mit Menschen zusammenarbeitet, kein 

fachlicher Konnex zwischen diesen beiden Bereichen ableiten. In der Be-

schwerdeschrift hielt er fest, die Ausbildung an der Hotelfachschule solle 

der Verwirklichung seines Traums, in Kanada in einem Hotel zu arbeiten, 

dienen. In seiner Stellungnahme vom 2. Juni 2020 erklärt er dagegen, nach 

Abschluss der Ausbildung nach Pakistan zurückzukehren. Das Vorgesagte 

lässt, unabhängig vom bisher weitgehend erfolgreichen Verlauf der Ausbil-

dung an der Hotelfachschule, darauf schliessen, dass das angestrebte Dip-

lom eher ein zufälliges Element im Werdegang des Beschwerdeführers 

darstellt beziehungsweise durch seinen Wunsch, in der Schweiz zu ver-

bleiben, bedingt ist, und nicht einer kohärenten Karriereplanung entspringt. 

Dies wird bestätigt durch seine Ausführungen in der Triplik vom 22. Novem-

ber 2018, in welcher er festhält, die Ausbildung sei nicht geplant gewesen.  

7.5 Zudem handelt es sich bei der angestrebten Ausbildung nicht um eine 

Erstausbildung, verfügt der Beschwerdeführer doch mit seinem Bachelor 

of Arts in Management und Business bereits über einen Hochschulab-

schluss. Wie soeben aufgezeigt, dient die Ausbildung an der Hotelfach-

schule nur in sehr beschränktem Mass der Vertiefung seiner bisherigen 

Kenntnisse (vgl. E. 6.4). Zudem werden praxisgemäss keine Aufenthalts-

bewilligungen zu Aus- und Weiterbildungszwecken an über Dreissigjährige 

erteilt, ausser bei Vorliegen besonderer Umstände (vgl. bspw. Urteil des 

BVGer F-4422/2016 vom 7. März 2017 E. 7.2). Der Beschwerdeführer hat 

die Ausbildung nach Erreichen des dreissigsten Lebensjahrs begonnen. 

Besondere Umstände liegen, wie aus dem Gesagten folgt, nicht vor und 

ergeben sich weder daraus, dass er zuerst Geld verdienen und Deutsch 

habe lernen müssen, noch aus seiner Aufnahme an der Hotelfachschule.  

F-2625/2018 

Seite 11 

7.6 Der Wunsch des Beschwerdeführers, eine Ausbildung an der Hotel-

fachschule zu absolvieren, ist nachvollziehbar. Auch ist seine bisherige 

Leistung – angesichts seiner anfangs bescheidenen Deutschkenntnisse – 

beachtlich, steht er doch kurz vor der Absolvierung der Hotelfachschule. 

Sein privates Interesse vermag jedoch das öffentliche Interesse, wie es 

sich aus Art. 3 Abs. 3 AuG ergibt, nicht zu überwiegen. So sind Aspekte, 

wie die demografische, die soziale und die gesellschaftliche Entwicklung 

zu berücksichtigen. Es darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die 

Zulassung von Ausländerinnen und Ausländern – unter Vorbehalt der völ-

kerrechtlichen Verpflichtungen – einen autonomen Entscheid jedes souve-

ränen Staates bildet und deshalb in der Regel kein Anspruch auf die Ein-

reise und die Gewährung des Aufenthalts besteht (vgl. Botschaft vom 

8. März 2002 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, 

BBl 2002 3725).  

7.7 Zusammenfassend hat die Vorinstanz ihre Zustimmung zur Erteilung 

einer Aufenthaltsbewilligung zu Ausbildungszwecken zu Recht verweigert.  

8.  

8.1 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerdeschrift das Vorlie-

gen eines persönlichen Härtefalls geltend, da er nicht nach Pakistan zu-

rückehren könne. Dort erhalte man nur über Beziehungen eine der weni-

gen Arbeitsstellen. Da er eine Ehe mit einer Frau nicht muslimischen Glau-

bens eingegangen und jene gescheitert sei, werde er geächtet und könne 

nicht auf Unterstützung zählen. Auch habe sich seine Familie von ihm ab-

gewendet, weil er seiner Ehefrau in die Schweiz gefolgt sei und sie sich 

danach getrennt hätten. Aus diesen Gründen wolle er nach Absolvierung 

der Hotelfachschule in Kanada arbeiten. In seiner Stellungnahme vom 

2. Juni 2020 hält er hingegen fest, nach Abschluss seiner Ausbildung nach 

Pakistan zurückzukehren. Somit ist davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer nicht mehr das Vorliegen eines persönlichen Härtefalls gel-

tend macht. Die Voraussetzungen für die Annahme eines solchen (Art. 30 

Abs. 1 Bst. b AuG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 VZAE in der hier anwendbaren Fas-

sung vom 24. Oktober 2007 [AS 2007 5497 5507]) wären im Übrigen oh-

nehin nicht gegeben: Der Beschwerdeführer hält sich erst seit etwas mehr 

als vier Jahren in der Schweiz auf und es bestehen keine Anhaltpunkte, 

wonach er in dieser Zeit eine derart enge Beziehung zur Schweiz aufge-

baut hätte, dass ihm eine Rückkehr in seine Heimat Pakistan nicht mehr 

zumutbar wäre. Dort leben seine Mutter und sein jüngerer Bruder. Im kan-

tonalen Verfahren hielt er noch fest, ein enges Verhältnis zu ihnen – nota 

F-2625/2018 

Seite 12 

bene trotz Trennung von seiner Ehefrau – zu haben und regelmässig mit 

ihnen in Kontakt zu stehen (vgl. Akten der Vorinstanz [SEM-act.] 154). 

8.2 Die Vorinstanz hat demnach zu Recht die Wegweisung des Beschwer-

deführers verfügt (Art. 64 Abs. 1 Bst. c AuG). Den Akten sind keine Anhalts-

punkte zu entnehmen und werden vom Beschwerdeführer auch nicht gel-

tend gemacht, wonach der Vollzug der Wegweisung nach Pakistan nicht 

zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich wäre (Art. 83 AuG). Die von 

der Vorinstanz angesetzte achtwöchige Ausreisefrist wird es ihm erlauben, 

seine Nachprüfungen an der Hotelfachschule anzutreten.  

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im 

Lichte von Art. 49 VwVG rechtmässig ist. Die Beschwerde ist deshalb ab-

zuweisen. 

10.  

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten, welche sich 

vorliegend auf Fr. 1’200.– belaufen, dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nachfolgende Seite) 

  

F-2625/2018 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’200.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt.  

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben) 

– die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. […] retour) 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Maria Wende 

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