# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1083eb42-9768-5142-a63f-ae5ba0737ad9
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-23
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 23.09.2021 502 2021 192
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2021-192_2021-09-23.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2021 192

Urteil vom 23. September 2021

Strafkammer

Besetzung Präsident: Laurent Schneuwly
Richter: Jérôme Delabays, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Beschuldigter und Beschwerdeführer, vertreten durch 
Rechtsanwalt Luca Capuzzello

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Anordnung der Untersuchungshaft – Kollusions- und Fluchtgefahr

Beschwerde vom 13. September 2021 gegen die Verfügung des 
Zwangsmassnahmengerichts vom 7. September 2021

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geb. 1986, wurde am 3. September 2021 festgenommen (act. 6003). 

Gegen ihn wird ein Strafverfahren geführt wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Tätlichkeiten, 
Drohung und Gefährdung des Lebens zum Nachteil seiner Ehefrau B.________, geb. 1989, Tätlich-
keiten und sexueller Handlungen mit Kindern zum Nachteil seiner Tochter C.________, geb. 2009, 
Tätlichkeiten und sexueller Handlungen mit Kindern zum Nachteil seiner Tochter D.________, geb. 
2014, Tätlichkeiten zum Nachteil seines Sohnes E.________, geb. 2010, und Widerhandlungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz (u.a. act. 5004).

In der Folge beantragte die Staatsanwaltschaft am 5. September 2021 Untersuchungshaft über 
A.________ (act. 6008 ff.). 

Mit Verfügung vom 7. September 2021 ordnete das Zwangsmassnahmengericht (nachstehend das 
ZMG) in teilweiser Gutheissung des Haftgesuchs der Staatsanwaltschaft bis zum 2. Oktober 2021 
Untersuchungshaft an (act. 6014 ff. sowie 100 2021 362).

B. Gegen diese Verfügung reichte A.________ am 13. September 2021 Beschwerde ein. Er 
beantragt, dass die Verfügung aufzuheben und er unverzüglich aus der Haft zu entlassen sei. Subsi-
diär seien durch die Beschwerdekammer als erforderlich erachtete Ersatzmassnahmen gemäss Art. 
237 ff. StPO anzuordnen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Mit Eingabe vom 16. September 2021 schloss das ZMG mit Verweis auf die Verfügung vom 
7. September 2021 auf Abweisung der Beschwerde. 

Die Staatsanwaltschaft nahm am 16. September 2021 Stellung zur Beschwerde und schloss eben-
falls auf deren Abweisung.

Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine weitere Stellungnahme.

Erwägungen

1.

Gemäss Art. 115 Abs. 4 des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 (JG; SGF 130.1) wird das Rechtsmit-
telverfahren in der Sprache des angefochtenen Entscheids durchgeführt. 

Der angefochtene Entscheid ist auf Französisch ergangen, obwohl die Verfahrenssprache Deutsch 
ist. Es rechtfertigt sich somit, dass sowohl das Beschwerdeverfahren auf Deutsch geführt wird wie 
auch der Entscheid in deutscher Sprache ergeht und dies entgegen vorstehender Gesetzesbestim-
mung.

2.

2.1. Entscheide des ZMG können mit Beschwerde an die Strafkammer angefochten werden. Die 
Beschwerdefrist beträgt 10 Tage (Art. 20 Abs. 1 Bst. c, Art. 222, Art. 237 Abs. 4, Art. 393 Abs. 1 Bst. 
c und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 64 Bst. c und Art. 85 Abs. 1 JG).

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Die angefochtene Verfügung datiert vom 7. September 2021. Die 10-tägige Frist wurde mit der am 
13. September 2021 eingereichten Beschwerde gewahrt. 

2.2. Der Beschwerdeführer hat als betroffene Person offensichtlich ein rechtlich geschütztes Inte-
resse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung (Art. 382 Abs. 1 StPO).

2.3. Die Beschwerde enthält Rechtsbegehren und eine Begründung (Art. 396 Abs. 1 StPO). 
Sofern der Beschwerdeführer hingegen auf seine Stellungnahme im erstinstanzlichen Verfahren 
verweist, ist er darauf hinzuweisen, dass die Begründung in der Beschwerdeschrift selber enthalten 
sein muss. Der blosse Verweis auf Ausführungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten 
genügt nicht (u.a. BGE 141 V 416 E. 4).

2.4. Es kann aufgrund der Akten entschieden werden (Art. 397 Abs. 1 StPO). 

3.

Gemäss Art. 221 StPO ist Untersuchungshaft nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines 
Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und ein im Gesetz genannter Haftgrund 
vorliegt. Nach Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO ist Haft bei Flucht-, Fortsetzungs- oder Kollusionsgefahr 
zulässig. Überdies hat die Haft wie alle strafprozessualen Zwangsmassnahmen verhältnismässig zu 
sein (vgl. insbes. Art. 197 StPO) und sie darf nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheits-
strafe (Art. 212 Abs. 3 StPO). Nach Art. 237 StPO sind anstelle der Haft eine oder mehrere mildere 
Massnahmen anzuordnen, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen.

Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass ein dringender Tatverdacht vorliegt. Hingegen ist er der 
Auffassung, dass weder Flucht- noch Kollusionsgefahr besteht. Ausserdem rügt er, dass die ange-
ordnete Haft nicht verhältnissmässig ist bzw. keine Ersatzmassnahmen vorgesehen wurden. 

4. 

4.1. Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer Kollusionsgefahr. 

Er habe im bisherigen Verfahren keinerlei Anlass zur Annahme einer Kollusionsgefahr gegeben. Er 
habe die Vorwürfe seiner Ehefrau und der Kinder zwar mit Empörung und Enttäuschung hingenom-
men, sei während der Einvernahme aber zu keinem Zeitpunkt aggressiv, drohend oder ausfällig 
geworden und habe sich stets sachlich zu den Vorwürfen geäussert. Es gebe auch keine weiteren 
Hinweise darauf, dass er kolludieren und so auf Beweismittel oder das Beweisergebnis einwirken 
wollte. Weder die Staatsanwaltschaft noch die Vorinstanz habe sich dazu geäussert, inwiefern vom 
Beschwerdeführer handfeste und konkrete Indizien ausgehen würden, die eine Kollusionsgefahr als 
wahrscheinlich erscheinen lassen würden. Sie würden sich einzig auf die – rein hypothetische – 
Möglichkeit beschränken, dass er Nachbarn oder andere Personen beeinflussen könnte. Doch allein 
die Möglichkeit, auf Beweismittel einzuwirken, sei eben gerade nicht ausreichend, um eine Haft zu 
begründen (Beschwerde, S. 4 f.). 

4.2. Der Haftgrund der Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass der 
Beschuldigte Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu 
beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO). Verdunkelung kann nach der bundesgerichtlichen 
Praxis insbesondere in der Weise erfolgen, dass sich der Beschuldigte mit Zeugen, Auskunftsper-
sonen, Sachverständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahrheitswidri-
gen Aussagen veranlasst, oder dass er Spuren und Beweismittel beseitigt. Untersuchungshaft 
wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass der Beschuldigte die wahrheitsgetreue Abklärung des 

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Sachverhaltes vereitelt oder gefährdet. Die theoretische Möglichkeit, dass der Beschuldigte kollu-
dieren könnte, genügt indessen nicht, um Untersuchungshaft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es 
müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. Das 
Vorliegen des Haftgrundes ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen Einzelfalles zu prüfen 
(BGE 137 IV 122 E. 4.2; 132 I 21 E. 3.2). Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich 
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes namentlich ergeben aus dem bisherigen Verhalten 
des Beschuldigten im Strafprozess, aus seinen persönlichen Merkmalen, aus seiner Stellung und 
seinen Tatbeiträgen im Rahmen des untersuchten Sachverhaltes sowie aus den persönlichen Bezie-
hungen zwischen ihm und den ihn belastenden Personen. Bei der Frage, ob im konkreten Fall eine 
massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art und 
Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der unter-
suchten Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen (BGE 132 I 21 E. 3.2.1). 
Besondere Berücksichtigung verdienen die persönliche Situation und eine allfällige besondere 
Schutzbedürftigkeit des mutmasslichen Opfers bzw. wichtiger Gewährspersonen. Je weiter das 
Strafverfahren vorangeschritten ist und je präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt werden konnte, 
desto höhere Anforderungen sind an den Nachweis von Verdunkelungsgefahr zu stellen (BGE 137 
IV 122 E. 4.2; 132 I 21 E. 3.2.2). 

4.3. Die Strafuntersuchung steht noch am Anfang. Dem Beschwerdeführer wird u.a. vorgeworfen, 
seine heute von ihm getrennt lebende Ehefrau vergewaltigt, sexuell genötigt und bedroht zu haben. 
Auch gegenüber seinen Töchtern, geb. 2009 und 2014, soll er Handlungen gegen die sexuelle Inte-
grität vorgenommen und gegen sie sowie deren Bruder, geb. 2010, Tätlichkeiten verübt haben. Die 
Vorwürfe wiegen schwer (vgl. Einvernahmen der Ehefrau vom 30.08.21 und 01.09.21; gefilmte 
Einvernahmen der Kinder vom 03.09.21). Anlässlich seiner Einvernahmen vom 3. und 4. September 
2021 bestritt der Beschwerdeführer sämtliche Vorwürfe. Er führte namentlich aus, seine Ehefrau 
beschuldige ihn zu Unrecht und sie manipuliere die Kinder, dies u.a. weil er ihr nicht mehr so viel 
Geld geben könne wie vorher bzw. weil er ihr das Fahrzeug weggenommen habe. Er gab einzig zu, 
während des Zusammenlebens Drogen konsumiert zu haben. Die Aussagen gehen demnach sehr 
weit auseinander. Zwar wurde bereits die jetzige Freundin des Beschwerdeführers befragt, wobei 
sie die besagten Vorwürfe nicht bestätigte (vgl. Einvernahme vom 10.09.21). Aus den Akten geht 
allerdings auch hervor, dass Audio- und Videoaufnahmen eingereicht wurden, die aufzeigen sollen, 
wie sich der Beschwerdeführer während des Zusammenlebens benommen hat. Die Polizei wurde 
diesbezüglich bereits beauftragt, verschiedene Personen einzuvernehmen (act. 5005 ff.). Dies reicht 
im jetzigen Stadium, um konkrete Kollusionsgefahr anzunehmen. Es ist für die Wahrheitsfindung 
unabdingbar, dass der Beschwerdeführer zurzeit keinen Zugang zu diesen Personen bzw. zu Perso-
nen hat, die als Zeugen in Frage kommen, dies umso mehr als zu einem Teil davon (u.a. Bruder) 
auch eine persönliche Beziehung besteht. Dasselbe gilt für seine Ehefrau – welche noch mit dem 
Beschwerdeführer konfrontiert werden muss – und die drei Kinder. 

In diesem Punkt ist die Beschwerde somit abzuweisen. 

5.

5.1. Der Beschwerdeführer bestreitet zudem das Vorliegen einer Fluchtgefahr. 

Er lässt diesbezüglich ausführen, dass sich sämtliche Familienmitglieder sowie sein grosses Netz-
werk aus Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern in der Schweiz befinden. Er weise also ein 
breites, keineswegs mit der Situation in F.________ oder G.________ vergleichbares, soziales und 
berufliches Umfeld in der Schweiz auf. Er habe bis vor Kurzem, d.h. seit er von seiner Ehefrau der 

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verfahrensgegenständlichen Straftaten beschuldigt worden ist, oft Kontakt mit seinen Kindern 
gehabt. Er wünsche sich auch in Zukunft Kontakt zu seinen Kindern, die ihm äusserst wichtig sind. 
Ferner pflege er keinerlei Kontakte zu F.________. Aus diesen Gründen könne nicht von einer 
hinreichend wahrscheinlichen Fluchtgefahr ausgegangen werden. Das Ausbleiben der Fluchtgefahr 
werde gestützt durch den Umstand, dass er im Verfahren breitwillig Auskunft erteilt und somit zur 
weiteren Ermittlung beigetragen habe. Aus seinen Aussagen würden sich keine lndizien ableiten 
lassen, die auf eine Fluchtgefahr hindeuten würden. Es scheine auch widersprüchlich, wenn die 
Vorinstanz auf der einen Seite die Fluchtgefahr bejaht, auf der anderen Seite aber die Haftdauer auf 
den 2. Oktober 2021 verkürzt. Die Fluchtgefahr werde dadurch von der Vorinstanz ebenfalls als nicht 
reell betrachtet. Folglich sei nicht zu befürchten, dass er sich der Strafverfolgung entziehen würde. 
Eine allfällige Fluchtgefahr sei nach dem Gesagten – sofern überhaupt vorliegend – als sehr gering 
einzustufen. Hierauf gestützt eine Untersuchungshaft anzuordnen, stelle sich als unverhältnismässig 
heraus (vgl. Beschwerde, S. 3 f.). 

5.2. Die Annahme von Fluchtgefahr setzt ernsthafte Anhaltspunkte dafür voraus, dass die 
beschuldigte Person sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzie-
hen könnte (Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO). Im Vordergrund steht dabei eine mögliche Flucht ins 
Ausland, denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland. Bei der Bewertung, ob Fluchtgefahr 
besteht, sind die gesamten konkreten Verhältnisse zu berücksichtigen. Es müssen Gründe beste-
hen, die eine Flucht nicht nur als möglich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwe-
re der drohenden Strafe ist zwar ein Indiz für Fluchtgefahr, genügt jedoch für sich allein nicht, um 
den Haftgrund zu bejahen. Miteinzubeziehen sind die familiären und sozialen Bindungen, die beruf-
liche und finanzielle Situation und die Kontakte zum Ausland. Selbst bei einer befürchteten Reise in 
ein Land, welches die beschuldigte Person grundsätzlich an die Schweiz ausliefern bzw. stellvertre-
tend verfolgen könnte, ist die Annahme von Fluchtgefahr nicht ausgeschlossen. Die Wahrschein-
lichkeit einer Flucht nimmt in der Regel mit zunehmender Verfahrens- bzw. Haftdauer ab, da sich 
auch die Dauer des allenfalls noch abzusitzenden strafrechtlichen Freiheitsentzugs mit der bereits 
geleisteten prozessualen Haft, die auf die mutmassliche Freiheitsstrafe anzurechnen wäre (Art. 51 
StGB), kontinuierlich verringert (BGE 143 IV 160 E. 4.3 m.H.). 

5.3. Wie bereits erwähnt steht die Strafuntersuchung noch am Anfang und die Anschuldigungen 
gegen den Beschwerdeführer wiegen schwer. Für den Fall einer Verurteilung hat er mit einer 
empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen, was einen starken Fluchtanreiz darstellt. 

Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von F.________ und G.________. Er ist in letzterem 
Land aufgewachsen und hat dort studiert und gearbeitet. Im Jahr 2006 ist er erstmals in die Schweiz 
gekommen. Seither ist er mehrmals in sein Heimatland zurückgekehrt, insbesondere auch aus beruf-
lichen Gründen, so namentlich im Jahr 2019 mit seiner Ehefrau und den Kindern, um ein Projekt zu 
begleiten; im Juni 2020 kam die Familie sodann wieder in die Schweiz. Der Beschwerdeführer erklär-
te diesbezüglich u.a. das Folgende: «Ich hatte auch einen Firmenableger in G.________. Dieser ist 
in der Stadt H.________. Das hat mich relativ flexibel gemacht und ich konnte immer von 
G.________ in die Schweiz und umgekehrt (…)» (vgl. Einvernahme vom 03.09.21, S. 2 ff.). Zwar 
lebt seine engere Familie in der Schweiz, so insbesondere seine Kinder, sein Vater und sein Bruder. 
Was die Kinder betrifft, wollen diese ihren Vater allerdings zurzeit nicht mehr sehen und es bestehen 
diverse Möglichkeiten, mit diesen in Kontakt zu treten, selbst wenn der Beschwerdeführer nicht in 
der Schweiz leben sollte. Zudem hat der Beschwerdeführer in G.________ auch Verwandte; so 
erklärte seine jetzige Freundin I.________ – ebenfalls aus G.________ stammend –, dass sie ihn 
im Juli 2021 im Haus seiner Familie in G.________ besucht habe bzw. dass sie zusammen in einer 
Finca einer Tante des Beschwerdeführers waren (vgl. Einvernahme vom 10.09.21, S. 3). Dasselbe 

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dürfte für seine Freunde und Geschäftspartner gelten, hat er gemäss seinen eigenen Aussagen in 
den letzten Jahren doch sehr viel Zeit in seinem Heimatland verbracht. I.________ selber wohnt seit 
August 2021 beim Beschwerdeführer in der Schweiz. Anlässlich ihrer Einvernahme vom 
10. September 2021 führte sie jedoch aus, sie habe eine 7-jährige Tochter in G.________ und in 
naher Zukunft gehe sie sicher wieder nach G.________ zurück. Sie und der Beschwerdeführer 
hätten noch nicht entschieden, ob sie ihr Leben in G.________ oder in der Schweiz führen möchten 
(vgl. Einvernahme vom 10.09.21, S. 2). Beruflich war der Beschwerdeführer wie bereits erwähnt in 
den letzten Jahren auch in G.________ tätig. Über seine Firma in der Schweiz wurde im April 2021 
der Konkurs eröffnet. Vor seiner Inhaftierung stand er in einem Anstellungsverhältnis. 

Es ist unter diesen Umständen nicht ersichtlich, was den Beschwerdeführer von einer Flucht abhal-
ten könnte, zumal ihm im Fall einer Verurteilung ohnehin eine obligatorische Landesverweisung 
droht (Art. 66a Abs. 1 Bst. h StGB). 

Schliesslich ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer erst seit dem 3. September 2021 in 
Haft befindet, womit die Dauer der Untersuchungshaft die Fluchtgefahr nicht zu verringern mag. 

Neben der Kollusionsgefahr bestehen somit auch konkrete Hinweise auf eine Fluchtgefahr. Auch in 
diesem Punkt ist die Beschwerde demnach abzuweisen. 

6.

6.1. Der Beschwerdeführer macht schliesslich eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips 
geltend. 

Hinsichtlich der Fluchtgefahr sei die Schriften- und Ausweissperre entgegen der Ansicht der Vorin-
stanz sehr wohl tauglich, zumal er ohne Ausweisdokument nicht nach G.________ ausreisen kann. 
Er habe keinen sozialen und auch keinen geschäftlichen Anschluss in F.________, weshalb es für 
ihn keinen Sinn ergeben würde, dorthin auszureisen, selbst in Anbetracht des laufenden Verfahrens 
nicht. Mit Blick auf seine Verwurzelung in der Schweiz sei nicht denkbar, dass er sich aufgrund des 
Verfahrens der Strafverfolgung entziehen würde. Dies umso weniger, als er der Überzeugung sei, 
keine der Straftaten – unter Ausschluss derer, die er bereits zugegeben hat (insb. Drogenkonsum) 
– begangen zu haben. Dass er ein friedlicher und nicht etwa gewalttätiger Mensch sei, habe sich 
ausserdem an der letzten Zeugeneinvernahme seiner Lebenspartnerin I.________ vom 
10. September 2021 herausgestellt. Dieser zufolge solle seine Ehefrau ihm gar per SMS gedroht 
haben, sein Leben zu ruinieren. Dieser Beweis bleibe aber noch einzuholen und anschliessend zu 
den Verfahrensakten zu erkennen. Auch der – soweit überhaupt vorliegenden – geringfügigen Kollu-
sionsgefahr könne mit Ersatzmassnahmen begegnet werden (Kontakt- und/oder Rayonverbot oder 
ein Electric Monitoring). Auch hier gebe es keinen Grund, der ohnehin nicht gefährdeten Beweiser-
mittlung und -sicherung halber, seine Bewegungsfreiheit derart unverhältnismässig einzuschränken. 
Soweit erforderlich seien somit Ersatzmassnahmen zu wählen, um die rein theoretisch mögliche 
Flucht- und Kollusionsgefahr aufzuheben (vgl. Beschwerde, S. 6 f.). 

6.2. Von vornherein nicht ersichtlich ist, inwiefern die vom Beschwerdeführer konkret beantragten 
Ersatzmassnahmen (Kontakt- und/oder Rayonverbot oder ein Electric Monitoring) der Kollusions-
gefahr begegnen sollen. Diese können ihn nicht davon abhalten, mit bestimmten Personen Kontakt 
aufzunehmen. Wie erwähnt ist es jedoch für die Wahrheitsfindung unabdingbar, dass er zurzeit 
weder mit Drittpersonen bzw. allfälligen Zeugen noch mit seiner Ehefrau und den Kindern Kontakt 
hat. 

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6.3. Was die Fluchtgefahr anbelangt, so sind ebenfalls keine Ersatzmassnahmen ersichtlich. 

Bei ausgeprägter Fluchtgefahr erweisen sich Ersatzmassnahmen nach der einschlägigen Praxis des 
Bundesgerichts in der Regel nicht als ausreichend (Urteil BGer 1B_378/2018 vom 21. September 
2018 E. 6.2 m.H.). Dies ist auch vorliegend der Fall.

Eine Sperre oder ein Rückbehalt der Ausweis- bzw. Reisepapiere des Beschwerdeführers würde 
zwar dessen Flucht ins Ausland bis zu einem gewissen Grad erschweren. Sie vermöchte indes eine 
Ausreise (zunächst) in den Schengenraum aufgrund der bloss lückenhaften Personenkontrollen 
nicht zu verhindern. Sie erscheint daher ungeeignet, der Fluchtgefahr zu begegnen. Ausserdem 
kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer in F.________ Ersatzdokumente 
beantragen kann, und ist es den Schweizer Behörden nicht möglich, ausländische Stellen anzuwei-
sen, keine Ausweisschriften mehr auszustellen (Urteil BGer 1B_348/2018 vom 9. August 2018 
E.  6.2.5).

Der Beschwerdeführer hat gemäss seinen eigenen Aussagen kein Vermögen mehr; er verdient nur 
noch CHF 5'000.- pro Monat (x 13) und muss sich am Unterhalt der drei Kinder beteiligen, wobei die 
Kindsmutter offenbar vom Sozialdienst unterstützt werden muss. Daher fällt eine allfällige Sicher-
heitsleistung als wirksame Ersatzmassnahme ausser Betracht. Sie wird denn auch nicht als Ersatz-
massnahme angeboten. 

Auch eine Meldepflicht, die Zuweisung eines Wohnrayons bzw. eine Wohnsitzpflicht in der Schweiz 
und eine elektronische Überwachung vermögen die vorliegende Fluchtgefahr nicht ausreichend zu 
bannen (BGE 145 IV 504 E. 3.2 f.; Urteil BGer 1B_361/2021 vom 16. Juli 2021 E. 5.3 m.H.).

Weitere Ersatzmassnahmen sind nicht ersichtlich. Die angeordnete Haft ist dementsprechend 
keineswegs unverhältnismässig. 

7.

Unter diesen Umständen ist die Beschwerde abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu bestä-
tigen. 

8.

8.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens 
oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).

Vorliegend ist der Beschwerdeführer mit seinen Rechtsbegehren nicht durchgedrungen, sodass es 
sich rechtfertigt, ihm die auf CHF 600.- (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-) festgesetzten 
Verfahrenskosten aufzuerlegen.

8.2. Die Strafkammer setzt die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für das Beschwerde-
verfahren fest (Art. 57 Abs. 1 und 2 JR; FZR 2015 73). Vorliegend erscheinen rund fünf Stunden 
Arbeit für die Kenntnisnahme der Verfügung, der Stellungnahmen und des vorliegenden Urteils, die 
Kontakte mit dem Klienten sowie das Verfassen der Beschwerde und der Stellungnahme als ange-
messen. Unter Berücksichtigung der Auslagen wird die Entschädigung bei einem Stundentarif von 
CHF 180.- pauschal auf CHF 1’000.- festgesetzt. Hinzu kommen 7.7% Mehrwertsteuer, d.h. 
CHF 77.-.

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Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 7. September 2021 wird bestätigt.

II. Die angemessene Entschädigung von Rechtsanwalt Luca Capuzzello für das Beschwerde-
verfahren wird auf CHF 1'000.-, zzgl. MwSt. von CHF 77.-, festgesetzt.

III. Die Verfahrenskosten von CHF 1'677.- (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-; ange-
messene Entschädigung: CHF 1'077.-) werden A.________ auferlegt.

A.________ ist verpflichtet, die Entschädigung gemäss Ziffer II zurückzubezahlen, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvorausset-
zungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen.

Freiburg, 23. September 2021/swo

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: