# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89aedf58-4247-5c94-9c21-c710610480fa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.05.2008 D-3234/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3234-2008_2008-05-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3234/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______, Südafrika,
vertreten durch Felicity Oliver, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 8. Mai 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3234/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Nigeria im Jahr 1997 verlassen und sich zwischen 1997 und 2001 in 
A._______,  anschliessend  bis  im  Dezember  2007  in  Südafrika  und 
danach bis am 28. März 2008 in B._______aufgehalten habe,

dass  er  am  28.  März  2008  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  am 
30. März 2008 um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  C._______  vom  15.  April 
2008 sowie der direkten Anhörung vom 6. Mai 2008 zur Begründung 
des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei 
nigerianischer Staatsangehöriger und ethnischer Igbo aus D._______ 
im E._______ State, wo sein Vater infolge Landstreitigkeiten mit  den 
Dorfbewohnern mit einem Voodoo-Zauber belegt und in der Folge im 
Jahr 1992 gestorben sei,

dass  die  Dorfbevölkerung  daraufhin  das  Vermögen  des  Vaters  dem 
Voodoo  übergeben  habe,  wogegen  er  protestiert  habe  und  in  der 
Folge aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen worden sei,

dass er deshalb im Jahr 1994 nach F._______ gezogen sei, wo er bis 
1997 gelebt habe,

dass die  Dorfbevölkerung aus D._______ bei  Besuchen in  F.______ 
nicht  mit  ihm  kommuniziert  habe,  weshalb  er  befürchtet  habe,  sein 
Status als Ausgestossener könne bekannt werden und ihm Probleme 
bereiten,

dass er  Nigeria deshalb verlassen habe und zuerst nach A._______ 
sowie  später  nach Südafrika  gezogen sei,  wo er  sich  jeweils  illegal 
aufgehalten habe,

dass  er  in  Südafrika  seinen  Lebensunterhalt  als  Strassenverkäufer 
verdient habe und mehrmals beraubt worden sei, wobei er sich infolge 
seines illegalen Status nicht habe an die Behörden wenden können,

dass er Südafrika wegen der unsicheren Lage verlassen habe und mit 
einem gefälschten südafrikanischen Reisepass über B._______ in die 
Schweiz gereist sei,

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dass er keine eigenen Identitätspapiere besessen habe und der von 
ihm benutzte südafrikanische Reisepass, den er nach der Einreise in 
die Schweiz habe abgeben müssen, gefälscht gewesen sei,

dass  anlässlich  der  Einreise  des  Beschwerdeführers  in  die  Schweiz 
sein  südafrikanischer  Reisepass  durch  das  Urkundenlabor  überprüft 
und festgestellt wurde, es lägen keine objektiven Fälschungsmerkmale 
vor,

dass dem Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz aufgrund des 
Vorliegens  eines  echten  Reisepasses  und  genügender  finanzieller 
Mittel bewilligt wurde, 

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit 
Verfügung vom 8. Mai 2008 – eröffnet am gleichen Tag – nicht eintrat 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die 
Aussagen  des  Beschwerdeführers,  er  sei  mit  einem  gefälschten 
südafrikanischen  Reisepass  in  die  Schweiz  gereist,  könnten  nicht 
geglaubt  werden,  zumal  dieser  Reisepass gestützt  auf  eine  Prüfung 
durch  das  Urkundenlabor  frei  von  objektiven  Fälschungsmerkmalen 
sei,

dass  deshalb  von  der  südafrikanischen  Staatsangehörigkeit  des 
Beschwerdeführers auszugehen sei,

dass  er  mit  der  Nichtabgabe  seines  Reisepasses  seine 
südafrikanische Staatsbürgerschaft zu verheimlichen suche und auch 
seine  Erklärung,  er  habe  den  Reisepass  nach  der  Einreisekontrolle 
einer Person aushändigen müssen, als unglaubhaft zu werten sei,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem 
Beschwerdeführers  verunmöglicht  hätten,  Reise-  oder 
Identitätspapiere einzureichen,

dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art.  3  und  7  AsylG  nicht  erfülle  und  aufgrund  der  Aktenlage  keine 
zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungshindernisses erforderlich seien, 

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dass die Vorbringen des Beschwerdeführers aufgrund realitätsfremder 
Angaben  nicht  geglaubt  werden  könnten  und  überdies  nicht 
asylrelevant  seien,  zumal  vorliegend  kein  begründeter  Anlass  zur 
Annahme  bestehe,  die  geltend  gemachte  befürchtete  Verfolgung 
werde  sich  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  und  in  absehbarer 
Zukunft verwirklichen, da der Beschwerdeführer während drei Jahren 
unbehelligt in F._______ habe leben können,

dass  sich  zudem  die  Angaben  des  Beschwerdeführers,  er  sei  am 
15. März 1987 geboren und habe im Dorf die Primarschule während 
sechs  und  die  Sekundarschule  während  fünf  Jahren  besucht,  nicht 
vereinbaren  liessen  mit  seiner  Aussage,  er  habe  das  Dorf  im  Jahr 
1994 wegen der Probleme verlassen,

dass auch seine Aussage,  er  sei  nach dem Tod des Vaters vor das 
Dorfoberhaupt  getreten und habe  gegen den Einzug der  väterlichen 
Besitztümer  protestiert,  mit  seiner  Geburtsangabe  nicht  zu 
vereinbaren sei, weil er unter diesen Umständen im Alter eines Kindes 
zwischen  fünf  und  sieben  Jahren  gegen  den  Erbverlust  protestiert 
hätte, was sich mit der allgemeinen Erfahrung nicht vereinbaren lasse,

dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachte unsichere Lage in 
Südafrika  auf  die  allgemeinen,  politischen,  wirtschaftlichen  und 
sozialen  Lebensbedingungen  in  diesem  Staat  zurückzuführen  seien 
und somit keine asylbeachtliche Verfolgung im Sinne des Asylgesetzes 
darzustellen vermöge,

dass er im Übrigen im Fall von Behelligungen durch Drittpersonen die 
staatlichen Behörden um Schutz hätte ersuchen können,

dass  dem  südafrikanischen  Staat  keine  Schutzunwilligkeit  oder 
Schutzunfähigkeit vorzuwerfen sei, da sich der Beschwerdeführer nicht 
an die Behörden gewandt habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  16. Mai 2008  gegen 
diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich 
aufzuheben,  sein  Asylgesuch  sei  gutzuheissen,  eventualiter  sei  die 
Wegweisungsverfügung  aufzuheben  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen,

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dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte,

dass  er  zur  Begründung  anbrachte,  er  sei  nicht  südafrikanischer, 
sondern nigerianischer Staatsangehöriger, weshalb er die Polizei nicht 
habe um Schutz ersuchen können,

dass  er  als  Flüchtling  anzusehen  sei  und  nicht  in  sein  Heimatland 
zurückkehren könne,

dass  die  Vorakten am 19. Mai  2008 beim Bundesverwaltungsgericht 
eintrafen,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM 
entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 
142.31]  i.V.m.  Art.  31  -  34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]), 

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG), 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 

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Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf 
die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass somit auf das sinngemäss gestellte Begehren um Anerkennung 
als Flüchtling nicht einzutreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

dass  gemäss  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft, sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of-
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-
weisen,  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

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dass die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im 
Wegweisungspunkt  nicht  beschränkt  ist,  da  sich  die  Vorinstanz 
diesbezüglich  gemäss  Art.  44  AsylG  in  Verbindung  mit  Art.  83  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch materiell zur Sache zu äussern 
hatte, 

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  und Abs. 3 AsylG abgab, 

dass  er  dazu  geltend  machte,  er  sei  mit  einem  gefälschten 
südafrikanischen  Reisepass  ausgereist  und  habe  diesen  nach  der 
Einreise in die Schweiz wieder abgeben müssen,

dass  diese  Angaben  des  Beschwerdeführers  –  wie  die  Vorinstanz 
zutreffend  feststellte  –  aufgrund  der  Überprüfung  des  Reisepasses 
durch das Urkundenlabor nicht den Tatsachen entsprechen, zumal das 
Urkundenlabor  feststellte,  der  fragliche  Reisepass  enthalte  keine 
objektiven Fälschungsmerkmale, 

dass somit  davon auszugehen ist,  der Beschwerdeführer besitze die 
südafrikanische  Staatsangehörigkeit  und  sei  mit  seinem  echten 
Reisepass in die Schweiz gereist,  

dass zudem seine Aussage, er habe den Reisepass nach der Einreise 
in  die Schweiz wieder  abgeben müssen,  aufgrund der vorstehenden 
Erwägungen  als  unglaubhaft  zu  qualifizieren  und  vielmehr  davon 
auszugehen ist, er sei im Besitz seines echten Reisepasses und nicht 
gewillt, diesen den schweizerischen Asylbehörden abzugeben,

dass  die  Vorinstanz  somit  zu  Recht  ausführte,  es  lägen  keine 
entschuldbaren  Gründe  vor,  die  es  dem  Beschwerdeführer 
verunmöglicht  hätten, den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs Dokumente einzureichen, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

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dass  den  an  Nigeria  angeknüpften  Asylvorbringen  des 
Beschwerdeführers  aufgrund  seiner  südafrikanischen 
Staatsangehörigkeit jegliche Grundlage entzogen ist,

dass  sodann  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des 
Beschwerdeführers  –  selbst  bei  hypothetischer  Annahme,  er  sei 
nigerianischer Staatsangehöriger – zu Recht als unglaubhaft und nicht 
asylrelevant  qualifizierte,  zumal  sie  teilweise  offensichtlich  jeglicher 
Realität  entbehren und der Beschwerdeführer nicht in der Lage war, 
Unvereinbarkeiten plausibel zu erklären,

dass  –  um unnötige  Wiederholungen  zu  vermeiden  –  vorab auf  die 
zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird,

dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  seinen  Angaben  während  drei 
Jahren  unbehelligt  in  F._______  gelebt  hätte,  was  gegen  eine 
ernsthafte drohende Gefahr einer Verfolgung spräche,

dass allein seine Befürchtung, er könne einer Gefahr ausgesetzt sein, 
weil  die  Bewohner  seines  Herkunftsdorfes  mit  ihm  nicht  mehr 
kommuniziert hätten, nicht zur Annahme einer begründeten Furcht vor 
asylrelevanter Verfolgung zu führen vermöchte, zumal er diesbezüglich 
nichts Konkretes vorbrachte,

dass er zudem geltend machte, er sei am 15. März 1987 geboren und 
habe  sein  Herkunftsdorf  im  Jahr  1994  verlassen,  womit  er  etwa  im 
Alter  von  sieben  Jahren  aus  dem  Dorf  fortgezogen  wäre,  was  mit 
seiner  Angabe,  er  habe  in  diesem  Dorf  die  Primarschule  während 
sechs und die Sekundarschule während fünf Jahren besucht, nicht in 
Einklang zu bringen wäre,

dass er keine plausible Erklärung für die Unvereinbarkeiten darzulegen 
vermochte,

dass auch nicht nachvollzogen werden kann, wie er als siebenjähriges 
Kind vor das Dorfoberhaupt getreten wäre und um sein Erbe gekämpft 
hätte,  zumal  Kinder  in  diesem  Alter  für  Erbschaftsangelegenheiten 
naturgemäss kein grosses Verständnis aufweisen,

dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachte unsichere Lage in 
Südafrika auf die allgemeine Situation in diesem Land zurückzuführen 

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ist  und – wie die Vorinstanz ebenfalls zutreffend darlegte – nicht als 
asylbeachtliche Verfolgung qualifiziert werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  überdies  –  wie  bereits  erwähnt  – 
südafrikanischer Staatsangehöriger ist,

dass  er  unter  diesen  Umständen  im  Fall  von  Problemen  mit 
Drittpersonen die Behörden von Südafrika um Schutz hätte ersuchen 
können,

dass ihm dieser Schritt zuzumuten und er ihm auch möglich gewesen 
wäre, weil er – infolge der in Südafrika bestehenden Sicherheitskräfte 
und  Strafverfolgungsbehörden  –  Zugang  zu  den  Organen  der 
Staatsgewalt gehabt hätte,

dass  er,  indem  er  die  südafrikanischen  Behörden  nicht  um  Schutz 
ersucht haben will, den Behörden dieses Landes keine Möglichkeit zur 
Schutzgewährung gegeben hat,

dass  unter  diesen  Umständen  nicht  davon  auszugehen  ist,  der 
südafrikanische  Staat  sei  nicht  in  der  Lage  und  nicht  willens,  dem 
Beschwerdeführer den nötigen Schutz zu gewähren,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft  nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung  ergibt  –  das  Fehlen  von  Wegweisungshindernissen 
offenkundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte 
für  die  Annahme  ergeben,  das  BFM  habe  eine  mehr  als  bloss 
summarische  materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche 
Abklärungen getroffen,

dass das BFM zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm,

dass somit der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt ist,

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden 
vorinstanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

dass der Beschwerdeführer insbesondere zu den Argumenten in der 
angefochtenen  Verfügung  nicht  detailliert  Stellung  nahm,  sondern 

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pauschal erklärte, er sei nicht südafrikanischer, sondern nigerianischer 
Staatsangehöriger  und habe deshalb die Behörden nicht  um Schutz 
ersuchen können,

dass diese Behauptung – wie bereits dargelegt – nicht glaubhaft ist,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat,  vorliegend  der 
Beschwerdeführer  weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und  zu  bestätigen  ist  (Art.  44  Abs.  1  AsylG,  Art.  32  Bst.  a  der 
Asylverordnung  1  vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen 
[AsylV1, SR 142.311]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 
unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis 
des  Beschwerdeführers  nach  den  Bestimmungen  des  AuG über  die 
vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 
AuG),

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässig-
keit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde führenden 
Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Sub-
stanziierungslast  trägt  (Art.  7  AsylG),  und  es  bei  nicht  belegter 
beziehungsweise zweifelhafter Identität oder Herkunft nicht Sache der 
Behörde  sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen 
hypothetischer Natur zu forschen,

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine Hinweise auf  eine Verfolgung oder eine 
begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet 
wäre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  andere  menschenrechtswidrige  Behandlung  er-

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sichtlich  sind,  die  ihm  in  seinem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  droht 
(vgl. Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  zudem  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatland  noch 
individuelle Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
des Beschwerdeführers sprechen,

dass  der  –  gestützt  auf  die  Aktenlage  gesunde,  junge  und 
ungebundene  –  Beschwerdeführer  darlegte,  er  habe  sich  vor  der 
Ausreise seinen Lebensunterhalt als Strassenverkäufer in G._______ 
verdient,  womit  er  die  Möglichkeit  einer  Existenzgrundlage  zum 
Ausdruck brachte, 

dass  somit  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  zumutbar  zu 
erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimatstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach  Art.  65  Abs.  1  VwVG 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Transitzentrum Altstätten (per Telefax zu den Akten Ref.-
Nr. N _______)

- _______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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