# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7492d45-3892-58f7-84b6-672f51249f69
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.02.2014 200 2013 830
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-830_2014-02-24.pdf

## Full Text

200 13 830 UV
SCI/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Februar 2014

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Visana Versicherungen AG
Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 16. August 2013 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2014, UV/13/830, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist 
durch seinen Arbeitgeber bei der Visana Versicherungen AG (Visana bzw. 
Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 7. Ja-
nuar 2013 liess er einen Unfall melden: Am 26. Oktober 2012 habe er an-
lässlich eines Plausch-Eishockeyspiels auf der Position des Torwarts ge-
spielt. Bei einem Angriff habe er das linke Bein ausgestreckt. Ein Gegen-
spieler sei dabei in ihn geknallt und mit seinem gesamten Gewicht auf sein 
nach links gestrecktes Bein gefallen. Dabei habe er sich eine Verletzung 
des Hüftgelenks zugezogen (Dossier der Visana, Antwortbeilage [AB] 1). 
Mit dem Arztzeugnis UVG von Dr. med. C.________, Innere Medizin FMH, 
vom 18. Januar 2013 (AB 5) wurde der Bericht des Spitals D.________ 
vom 7. Januar 2013 (AB 3 f.) eingereicht. Nach einer Stellungnahme ihres 
Vertrauensarztes (AB 19) stellte die Visana mit Verfügung vom 5. Februar 
2013 die Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 26. Oktober 2012 per 4. Januar 2013 ein (AB 21 f.). Hiergegen erhob 
der Versicherte, vertreten durch die E.________, Einsprache (AB 30 f., 
54 ff.) und reichte dazu die Stellungnahmen von Dr. med. F.________, des 
Spitals D.________, vom 12. März und 5. April 2013 (AB 49 ff.) zu den Ak-
ten. Die Visana holte in der Folge den Operationsbericht von Dr. med. 
F.________ vom 17. Januar 2013 (AB 67 ff.) und den Bericht von Dr. med. 
C.________ vom 31. Mai 2013 (AB 71) sowie das Bildmaterial (MRI; 
AB 72) ein. Am 7. Juli 2013 äusserte sich der Versicherte nochmals zum 
Ereignis vom 26. Oktober 2012 (AB 76). Nach einer Stellungnahme ihres 
Vertrauensarztes (AB 78) wies die Visana die Einsprache ab (AB 80 ff.).

B.

Am 18. September 2013 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
walt B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde 
und beantragt das Folgende:

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1. Der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und dem Beschwerde-
führer seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten.

2. Eventuell sei die Angelegenheit unter Aufhebung des angefochtenen Einspra-
cheentscheids an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, verbunden mit der 
Anordnung, den rechtserheblichen Sachverhalt im Sinne der nachstehenden Aus-
führungen abzuklären und gestützt darauf über den Leistungsanspruch des Be-
schwerdeführers neu zu befinden.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Es sei unbestritten, dass die beim Beschwerdeführer vorliegende femoroa-
zetabuläre Impingementsituation eine gewisse genetische Komponente 
aufweise. Streitig sei hingegen, ob das Ereignis vom 26. Oktober 2012 zu 
einer richtunggebenden Verschlimmerung des vorbestehenden Zustands 
geführt habe. Der Vertrauensarzt der Visana habe sich nicht in rechts-
genüglicher Weise mit der Frage auseinandergesetzt, ob von einer rich-
tunggebenden Verschlimmerung des Vorzustands auszugehen sei. Es sei 
zudem nicht nachvollziehbar, weshalb der Status quo sine auf das Datum 
des MRT vom 10. Dezember 2012 festgelegt werde. Es fehlten Ausführun-
gen bezüglich des Unfallhergangs bzw. des Unfallmechanismus und der 
daraus resultierenden Gelenkslippenverletzung.

Mit Beschwerdeantwort vom 5. November 2013 beantragte die Visana die 
Abweisung der Beschwerde. Die Vertrauensärzte seien zum Ergebnis ge-
langt, dass durch das Ereignis vom 26. Oktober 2012 aufgrund der doku-
mentierten ärztlichen Befunde von einer vorübergehenden Verschlimme-
rung (Schmerzauslösung) ausgegangen werden müsse und der status quo 
sine spätestens im Zeitpunkt des MRI bzw. der Untersuchung vom 4. Ja-
nuar 2013 erreicht gewesen sei. Angesichts des vom behandelnden Arzt 
beschriebenen völlig anderen Unfallablaufs und des fehlenden Nachweises 
im MRI vom 10. Dezember 2012 bzw. im OP-Bericht vom 17. Januar 2013 
sei eine traumatisch bedingte richtunggebende Verschlimmerung nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Das vom Beschwerde-
führer geschilderte Ereignis sei mangels objektivierbarer Hinweise auf ein 
einzelnes schwerwiegendes Trauma als Gelegenheits- oder Zufallsursache 
zu betrachten, zumal es aufgrund der sonstigen Belastungen jederzeit zur 
Schmerzauslösung hätte kommen können.

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. November 2013 wurde der Bericht 
des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin vom 22. Oktober 2013 dem 

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Beschwerdeführer zugestellt und ihm Gelegenheit zur allfälligen Stellung-
nahme gegeben. Am 10. Dezember 2013 verzichtete der Beschwerdefüh-
rer auf eine Stellungnahme und hielt an der Beschwerde und den gestellten 
Beweisanträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 16. August 2013. 
Streitig ist die Leistungseinstellung per 4. Januar 2013 zufolge Erreichens 
des status quo sine.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 E. 
9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.2.2 Zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen 
gehören sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung 
nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende trauma-
tische Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der be-
treffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später 

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wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des 
Schadenseintritts "conditio sine qua non" war. Anders verhält es sich, wenn 
der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwär-
tiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, 
manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache 
und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 
S. 29 E. 4.2.1).

2.2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

2.3

2.3.1 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbe-
dingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 
fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich 

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hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweis-
last – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 
sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

3.

3.1 Nicht bestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 26. Oktober 
2012 einen Unfall erlitten hat, wobei bezüglich des Ereignisablaufs von den 
Angaben des Beschwerdeführers in der Schadenmeldung vom 7. Januar 
2013 (AB 1) und seinen Ausführungen vom 7. Juni 2013 (AB 76) auszuge-
hen ist. 

3.2 Soweit entscheidrelevant kann den medizinischen Akten im We-
sentlichen das Folgende entnommen werden:

3.2.1 Im Bericht vom 7. Januar 2013 diagnostizierte Dr. med. F.________ 
ein symptomatisches femoroazetabuläres Impingement Hüfte links mit 
muskulären Dysbalancen und Fehlbelastung, eine Labrumläsion und be-
ginnende Degeneration azetabulär betont sowie ein Überlastungsschmerz 
rechtsseitig mit Iliopsoas- und Rectusreizung und femoroazetabulärem Im-
pingement. In der Beurteilung führte der behandelnde Arzt aus, dass nebst 
den anatomischen Änderungen beidseitig auch funktionelle Probleme 
bestünden. Rechtsseitig sei die Schmerzsymptomatik insbesondere funkti-
oneller Natur, linksseitig komme noch eine anatomische Reizung ventrola-
teral hinzu. Es bestehe linksseitig eine Indikation zur Hüftarthroskopie und 
Offsetkorrektur. Er könne sich vorstellen, dass durch die verbesserte Funk-
tion und das Wegfallen der Fehlbelastung wegen der linken sich die rechte 
Hüfte auch weitgehend erholen werde (AB 3 f.).

3.2.2 Im Arztzeugnis vom 18. Januar 2013 hielt Dr. med. C.________ 
fest, die Erstbehandlung sei am 30. November 2012 erfolgt. Als Befund 
hätten positive Impingement-Zeichen links mit schmerzhafter, reduzierter 
Innenrotation des linken Hüftgelenks vorgelegen (AB 5).

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3.2.3 In einer ersten Beurteilung führte der Vertrauensarzt der Visana, Dr. 
med. G.________, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, aus, das Ereignis vom 26. Oktober 2012 habe zu akuten 
Schmerzen geführt. Beim femoro-azetabulären Impingement handle es 
sich um eine anlagebedingte Fehlstellung. In der Wachstumsphase komme 
es bei Überbelastung zum Abrutschen der Kapsel. Das Ereignis habe den 
Vorzustand bloss vorübergehend verschlimmert und die angegebenen 
Schmerzen seien zeitlich beschränkt und heilten aus. Bis zur Untersuchung 
vom 4. Januar 2013 könne der Fall übernommen werden, dann sei der sta-
tus quo sine erreicht (AB 19).

3.2.4 Auf Anfrage der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hielt der 
behandelnde Orthopäde Dr. med. F.________ am 12. März 2013 fest, der 
Beschwerdeführer habe sich bei einem Hockeyspiel im Oktober 2012 bei 
einem Bodycheck eine Hüftkontusion links zugezogen. Er sei hart gegen 
die Bande gestossen worden; es sei ein sehr harter Aufprall mit konsekuti-
vem Sturz erfolgt. Im weiteren Verlauf sei es dann zur Schmerzzunahme im 
Bereich der Hüfte mit Einklemmungserscheinung gekommen. Anlässlich 
solcher Verletzungen komme es zu einer axialen Krafteinwirkung auf das 
Gelenk. Dadurch seien Kontusionen im Zentrum des Gelenks nicht ver-
meidbar. Es komme dann häufig zu einer Gelenkslippenverletzung, insbe-
sondere am Übergang zum Pfannendach. Bestehe eine schwierige Anato-
mie, wie z.B. hier vorhanden mit schlechter Taillierung im Bereich des 
Schenkelhalses, brauche es teilweise sehr wenig, um diesen Verletzungs-
mechanismus auszulösen (AB 50). Am 5. April 2013 ergänzte Dr. med. 
F.________, dass das Ereignis den Vorzustand richtunggebend ver-
schlimmert habe. Es brauche eine gewisse Veranlagung für eine sympto-
matische Hüfte bei den hier vorliegenden Befunden. Dennoch seien häufig 
Unfallereignisse als auslösende Ursache anzusehen (AB 51 f.).

3.2.5 In seiner Beurteilung vom 18. Juni 2013 hielt der Vertrauensarzt der 
Beschwerdegegnerin, Dr. med. H.________, Facharzt FMH für orthopädi-
sche Chirurgie, zusammenfassend fest, das Ereignis vom 26. Oktober 
2012 habe wahrscheinlich zum Auftreten von Schmerzen an der linken 
Hüfte geführt. Weder in der MRT vom 10. Dezember 2012, noch im OP-
Bericht vom 17. Januar 2013 würde eine einzelne, potentiell durch ein ein-

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zelnes Trauma entstandene Pathologie beschrieben, vielmehr eine deutli-
che Degeneration des Labrums. Somit könne eine richtunggebende Verän-
derung des schon bestehenden pathologischen Vorzustandes überwiegend 
wahrscheinlich ausgeschlossen werden. Der Status quo sine könne somit 
auf das Datum der MRT vom 10. Dezember 2012 festgelegt werden (AB 
78). Im Bericht vom 22. Oktober 2013 ergänzte der Vertrauensarzt, dass 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht strukturelle Veränderungen 
zufolge des Unfalls die Ursache gewesen seien, am 10. Januar 2013 einen 
operativen Eingriff durchzuführen. Vielmehr habe dieser dazu gedient, die 
vorbestehenden unfallfremden Alterationen (Cam-Impingement mit konse-
kutiv degenerativen Labrumveränderungen und Chondropathie) anzugehen 
(AB 88).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 

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im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354). Die Berichte und Gutachten ständiger Vertrauensärzte haben in 
beweisrechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen Stellenwert wie die 
verwaltungsinternen Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer 
(RKUV 2001 KV 189 S. 492 E. 5b).

3.4 Es ist erstellt und auch vom behandelnden Orthopäden Dr. med. 
F.________ unbestritten, dass massive degenerative Veränderungen vor-
liegen, wurde doch anlässlich des Röntgen vom 4. Januar 2013 eine deutli-
che Cam-Pathologie im Bereich beider Hüftgelenke festgestellt (Bericht 
vom 7. Januar 2013 [AB 4]). Auch im Bericht vom 12. März 2013 spricht Dr. 
med. F.________ von einer problematischen Umgebung mit gestörter Ge-
lenksgeometrie, welche nicht verletzungsbedingt zu Stande gekommen sei 
(AB 50 Ziff. 2) und am 5. April 2013 bestätigte er, dass femoroazetabuläre 
Impingementsituationen eine gewisse genetische Komponente aufwiesen 
(AB 52).

Die ersten Stellungnahmen der Vertrauensärzte der Beschwerdegegnerin, 
Dres. med. G.________ (AB 19) und H.________ (AB 78) sind in ihren 
Ausführungen nachvollziehbar. Die Befunde werden in Übereinstimmung 
mit denjenigen des behandelnden Orthopäden Dr. med. F.________ dar-
gestellt. Es ist letztlich auch nachvollziehbar, dass der behandelnde Or-
thopäde Dr. med. F.________ wie auch die Vertrauensärzte dem Unfall die 
Eignung zusprechen, Beschwerden auszulösen. Dabei besteht in der Beur-
teilung insoweit ein Unterschied als der Vertrauensarzt Dr. med. 
G.________ von einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustan-
des durch das Ereignis vom 26. Oktober 2012 (AB 19) ausgeht, Dr. med. 
F.________ jedoch von einer richtunggebenden Verschlimmerung (AB 52 
Ziff. 3b). Zu klären ist deshalb, ob die Beschwerden durch den Unfall allein 
ausgelöst wurden, oder aber dem Unfall eine richtunggebende Bedeutung 
zukommt, d.h. er zu strukturellen Veränderungen führte. Ob Dr. med. 
F.________ den von ihm postulierten Zusammenhang – zwar bestehe eine 
grenzwertig problematische Geometrie von der Anatomie im Bereich der 
Hüfte, zum Auslösen der Beschwerden brauche es in der Regel ein gewis-
ses Ereignis oder auch wiederholende Belastungen – tatsächlich auf der 

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Basis medizinisch wissenschaftlicher Erkenntnisse formulierte, ist fraglich 
(AB 52). Zumal er dies in seiner früheren Stellungnahme vom 12. März 
2013 noch als wissenschaftlich nicht entsprechend dargestellt schilderte. 
Auf jeden Fall kann auf seine Beurteilung letztlich jedoch auch deshalb 
nicht abgestellt werden, weil er von einem erheblich gravierenderen, nicht 
zutreffenden Geschehensablauf den Unfall betreffend (vgl. AB 76) ausgeht. 
Bei dieser Ausgangslage kann, nachdem auch Dr. med. F.________ der 
angeborenen und degenerativen Problematik durchaus eine grosse Bedeu-
tung zugemessen hat, auf die vertrauensärztliche Beurteilung abgestellt 
werden. Angesichts der letztlich durchaus eindeutigen Feststellungen an-
lässlich der ersten (auch bildgebenden) Untersuchungen, der Befunderhe-
bungen – auch während der Operation (vgl. AB 78 Ziff. 3) – ist die Beurtei-
lung des Vertrauensarztes Dr. med. H.________ vom 18. Juni 2013 nach-
vollziehbar und überzeugend. Er weist insbesondere daraufhin, dass keine 
Hinweise auf allfällige Einflüsse eines Traumas wie beispielsweise ein 
Weichteilödem oder ein Bone bruise vorliegen (AB 78 Ziff. 2) und dass im 
Operationsbericht vom 17. Januar 2013 nicht eine einzelne, potentiell durch 
ein einzelnes Trauma entstandene, Pathologie beschrieben worden sei, 
vielmehr eine „deutliche Degeneration des Labrums“, „das praktisch inexis-
tent und deutlich verändert“ sei. Die Folgerung, dass mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit kein einzelnes Trauma insbesondere auch nicht anläss-
lich des Unfalls vom 26. Oktober 2012 eine erkennbare Rolle gespielt habe, 
ist schlüssig (AB 78 Ziff. 3; vgl. auch AB 67 f.).

An diesem Ergebnis ändern auch die Berichte von Dr. med. F.________ 
vom 12. März und 5. April 2013 (AB 50 ff.) nichts. Er geht sozialversiche-
rungsrechtlich betrachtet allein von einem möglichen Zusammenhang im 
Sinne des hier Massgeblichen aus. So wird die primär thematisierte Ge-
lenkslippenverletzung von Dr. med. F.________ allein in allgemeiner Weise 
und nicht in Bezug auf den konkreten Fall thematisiert (AB 50 Ziff. 1). Es 
findet sich keine überzeugende Darstellung, dass eine solche Verletzung 
hier unfallkausal gesetzt worden wäre. Zumal die von Dr. med. F.________ 
angenommene hierfür notwendige Krafteinwirkung (vgl. AB 50) beim hier 
massgeblichen Unfallmechanismus (AB 76) zweifellos fehlt. 

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Es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit von einem status quo sine per 4. Januar 2013 
ausgegangen ist. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. August 
2013 erweist sich damit als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATGS).

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Visana Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.