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**Case Identifier:** 242360d0-05c8-5655-ab14-21103995f675
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.04.2017 200 2017 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-20_2017-04-03.pdf

## Full Text

200 17 20 KV publiziert in BVR 2017 S. 355
SCI/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 3. April 2017

Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Assura-Basis SA 
Avenue C.-F. Ramuz 70, Case postale 532, 1009 Pully
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. April 2017, KV/17/20, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) ist 
seit dem 1. Januar 2016 bei der Assura-Basis SA (Assura bzw. Beschwer-
degegnerin) in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung mit einer 
Jahresfranchise von Fr. 2‘500.-- versichert, wobei die jährliche Zahlung der 
Prämien vereinbart wurde (Akten der Assura, Antwortbeilagen [act. II und 
IIA] act. IIA 10 f.). Für das Jahr 2016 betrugen die Prämien Fr. 180.70 bzw. 
netto Fr. 179.50 (abzüglich Verteilung Umweltabgabe; zuzüglich Zuschlag 
nach Art. 106 KVG) pro Monat. 

Mit Rechnung vom 27. November 2015 (act. II 2) wurde der Beschwerde-
führerin (nach Abzug eines Skontos von 2 %) der Betrag von Fr. 2‘110.80 
in Rechnung gestellt, welcher mit einer weiteren Rechnung vom 15. De-
zember 2015 (Beschwerdebeilagen [BB] 2) zufolge Prämienverbilligung auf 
Fr. 229.20 korrigiert wurde. Nachdem sich die Versicherte mit der Rech-
nungsstellung hinsichtlich des Skontos nicht einverstanden erklärt hatte 
(vgl. act. II 3, act. IIA 14 f., 18 - 20, 23 - 25), verfügte die Assura am 6. Sep-
tember 2016 (act. IIA 26), der Skonto von 2 % werde allein auf dem von der 
Versicherten effektiv zu entrichtenden Betrag, d.h. nach Abzug der Prämi-
enverbilligung, gewährt. Daran hielt sie auf Einsprache der Versicherten hin 
(act. IIA 27) mit Entscheid vom 27. Dezember 2016 (act. IIA 28) fest. In der 
Zwischenzeit hatte die Assura die Rechnungsstellung zudem zufolge Er-
höhung der Prämienverbilligung (BB 12) für die Zeit von Juli bis Dezember 
2016 mit Rechnung vom 27. September 2016 (BB 13) nochmals ange-
passt. Im Januar 2017 bezahlte die Versicherte für das Jahr 2016 den Be-
trag von Fr. 94.10 (vgl. Beschwerdeantwort S. 4 Rz. 20). 

B.

Gegen den Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2016 (act. IIA 28) er-
hob die Versicherte am 6. Januar 2017 Beschwerde. Sie beantragt sinn-

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gemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Ge-
währung des Vorauszahlungsrabattes auf dem Bruttoprämienbetrag.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. März 2017 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen und durch den angefochtenen Entscheid 
berührt, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). 

1.2 Die Verfügung vom 6. September 2016 (act. IIA 26) bzw. der diese 
ersetzende Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2016 (act. IIA 28) 
stellt einen Zwischenentscheid auf dem Weg zur (allenfalls) verfügungs-
weisen Festlegung der Prämie dar. Es wird darin allein festgestellt, dass 
auf den durch die Prämienverbilligung abgedeckten Anteil der Prämie der 
Skonto nicht gewährt werde, wobei in der Begründung zwar auf die Beträge 
Bezug genommen wird, diese jedoch nicht festgelegt werden. Zu klären 
bleibt damit, ob nach Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 lit. b des kantona-
len Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) die Beschwerdeführerin ein geschütztes Interesse am Vor-
abentscheid über die zu Grunde liegende Rechtsfrage hat.

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Dies ist zu bejahen: Nachdem alle anderen Parameter der Prämienfestset-
zung insbesondere auch seitens der Beschwerdeführerin nicht (mehr) um-
stritten sind (vgl. E. 3.1 hiernach) und zudem auch keine Anzeichen für 
Fehler vorliegen (vgl. E. 3.5 hiernach), verkäme es letztlich zum rechtlichen 
Leerlauf, wenn das Gericht unter Hinweis darauf, die Beschwerdegegnerin 
hätte über die konkreten Prämien zu verfügen gehabt, auf die Beschwerde 
nicht eintreten und den Einspracheentscheid von Amtes wegen aufheben 
würde, woraufhin die Beschwerdegegnerin die Prämienverfügung zu erlas-
sen hätte und die Beschwerdeführerin danach mit demselben Anliegen 
nochmals Einsprache erheben und anschliessend erneut mit der gleichen 
Frage an das Gericht gelangen müsste. 

1.3 Die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 
lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) sind eingehalten. Auf die 
Beschwerde ist einzutreten.

1.4 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 27. Dezem-
ber 2016 (act. IIA 28). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin 
aufgrund der gewählten jährlichen Zahlungsweise trotz Prämienverbilligung 
Anspruch auf den vertraglich vereinbarten Vorauszahlungsrabatt hat bzw. 
auf welcher betraglichen Grundlage dieser zu gewähren ist. 

1.5 Der Streitwert der Hauptsache, in der die Beschwerdegegnerin mit 
vorliegend angefochtenem Zwischenentscheid entschieden hat, liegt mit 
Fr. 40.70 (Skonto von 2 % auf dem Prämienbetrag von Fr. 2‘154.-- 
[Fr. 179.50 x 12], ausmachend Fr. 43.10, abzüglich des anerkannten Skon-
tos von Fr. 2.40 [Fr. 0.40 x 6 Monate; vgl. act. IIA 28 Ziff. 6 und 9]) unter 
Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterli-
che Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG; im Übrigen betreffend Zwi-
schenentscheide vgl. auch Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

1.6  Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).  

2.

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2.1 Der Versicherer legt die Prämien für seine Versicherten fest (Art. 61 
Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Kranken-
versicherung [KVG; SR 832.10]). Prämienunterschiede ergeben sich zufol-
ge des Wohnortes (Art. 61 Abs. 2 f. KVG) oder des Alters (Art. 61 Abs. 3 
KVG) der Versicherten. Weiter kann die Prämie bei besonderen Versiche-
rungsformen vermindert werden (Art. 62 KVG). 

Die Prämien sind im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen 
(Art. 90 der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung 
[KVV; SR 832.102]). 

In Art. 15.3 der allgemeinen Versicherungsbedingungen der obligatorischen 
Krankenpflegeversicherung und der freiwilligen Taggeldversicherung im 
Sinne des KVG (AVB) der Beschwerdegegnerin wird bestimmt, dass im 
Fall einer Prämienvorauszahlung der versicherten Person der mit dem 
Bundesamt für Gesundheit (BAG) vereinbarte Rabatt gewährt wird (BB 1a).

2.2 Die Kantone gewähren den Versicherten in bescheidenen wirt-
schaftlichen Verhältnissen Prämienverbilligungen. Sie bezahlen den Bei-
trag für die Prämienverbilligung direkt an die Versicherer, bei denen diese 
Personen versichert sind (Art. 65 Abs. 1 KVG). Nach der Feststellung der 
Bezugsberechtigung sorgen die Kantone dafür, dass die Auszahlung der 
Prämienverbilligung so erfolgt, dass die anspruchsberechtigten Personen 
ihrer Prämienzahlungspflicht nicht vorschussweise nachkommen müssen 
(vgl. Art. 65 Abs. 3 KVG, Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 
vom 14. März 2017, KV/2016/708, E. 2.1). Der Versicherer hat die ihm 
ausgerichtete Prämienverbilligung von der monatlichen Prämie abzuziehen 
(Art. 25 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 6. Juni 2000 betreffend die 
Einführung der Bundesgesetze über die Kranken-, die Unfall- und die Mi-
litärversicherung [EG KUMV; BSG 842.11]), die Prämie kann dabei höchs-
tens bis zu ihrem vollen Umfang verbilligt werden (Art. 10 Abs. 1 der kanto-
nalen Krankenversicherungsverordnung vom 25. Oktober 2000 [KKVV; 
BSG 842.111.1]). Der Anspruch auf Prämienverbilligung besteht gegenüber 
dem Kanton, wobei Prämienschuldner nach wie vor die Versicherten blei-
ben (VGE KV/2016/708, E. 3.2.1; vgl. auch GEBHARD EUGSTER, Kranken-
versicherung, in ULRICH MEYER [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwal-

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tungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 818 
N. 1392).

3.

3.1 Es steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin seit 
dem 1. Januar 2016 bei der Beschwerdegegnerin obligatorisch kranken-
pflegeversichert ist und in diesem Rahmen für das Jahr 2016 grundsätzlich 
monatliche Prämien von Fr. 180.70 bzw. abzüglich der Verteilung des Er-
trages aus Umweltabgaben von Fr. 5.20, zuzüglich eines Prämienzuschla-
ges von Fr. 4.-- (vgl. Art. 106 KVG), ausmachend somit netto Fr. 179.50, 
schuldete (act. IIA 10 f.). Weiter ist nicht umstritten, dass der Beschwerde-
führerin von Januar bis Juni 2016 eine monatliche Prämienverbilligung von 
Fr. 160.-- und von Juli bis Dezember 2016 eine solche von Fr. 183.-- bzw. 
reduziert auf die effektive Prämie von Fr. 180.70 zugesprochen wurde (vgl. 
act. IIA 13, 18, 28 Ziff. 9, BB 12). 

Zu prüfen bleibt einzig (vgl. auch E. 1.2 hiervor), auf welchen Betrag der 
vertraglich vereinbarte Skonto-Abzug infolge der jährlichen Vorschusszah-
lung zu gewähren ist.

3.2

3.2.1 Das im Bereich des KVG vorgeschriebene allgemeine Versiche-
rungsobligatorium für die gesamte schweizerische Bevölkerung stellt ein 
unverzichtbares Instrument zur Gewährleistung der Solidarität dar (EUGS-
TER, a.a.O., S. 418 N. 29). Im Einklang mit dem Solidaritätsgedanken hat 
der Gesetzgeber denn auch im Grundsatz für alle Versicherten gleiche 
Prämien vorgesehen. Den Krankenversicherern ist es verboten, vertragli-
che Abreden über Prämienreduktionen ausserhalb der gesetzlichen Mög-
lichkeiten vorzunehmen. Der Gesetzgeber hat Prämienreduktionen dort 
vorgesehen, wo eigenverantwortliches Handeln der Versicherten eine kos-
tensenkende Wirkung hat. Dies gilt etwa beim Anschluss an ein Hausarzt-
modell oder bei höheren Franchisen, wobei die in Art. 90c KVV vorge-
schriebene maximal zulässige Prämienreduktion zu beachten ist (vgl. 
E. 2.1 hiervor sowie EUGSTER, a.a.O., S. 794 N. 1299).

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3.2.2 Der für die jährliche Vorauszahlung vom Versicherungsträger ge-
währte Skonto stellt hingegen keinen im Gesetz vorgesehenen Rabatt dar, 
der zufolge eines besonderen Kostenbewusstseins des Versicherten ge-
währt würde (vgl. EUGSTER, a.a.O., S. 795 N. 1304 sowie E. 2.1 hiervor). 
Die Vorauszahlung hat mit den Leistungskosten und den hierfür vorgese-
henen Prämienreduktionen nichts zu tun. Vielmehr findet der Skonto seine 
Begründung in den ökonomischen Vorteilen des Versicherers aus der 
frühen und einmaligen Prämienzahlung. Mit einer jährlichen Vorauszahlung 
verfügt die Versicherungsgesellschaft sofort über hinreichende Liquidität, 
kann einen Gewinn aus der vorübergehenden Anlage der Mittel für sich 
vereinnahmen, trägt kein weiteres Inkassorisiko und kann Einsparungen 
beim administrativen Aufwand der Rechnungsstellung inklusive Postge-
bühren und Verbuchung erzielen. Der – im Geschäftsverkehr privater und 
öffentlicher Unternehmen weit verbreitete und übliche – Skonto ist im zur 
Diskussion stehenden Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversiche-
rung deshalb so lange nicht zu beanstanden, als er den finanziell positiven 
Effekt beim Sozialversicherungsträger nicht übersteigt (vgl. zu den Vorga-
ben der Prämientarife Art. 16 des Bundesgesetzes vom 26. September 
2014 betreffend die Aufsicht über die soziale Krankenversicherung [Kran-
kenversicherungsaufsichtsgesetz, KVAG; SR 832.12]). Er ist damit solange 
zulässig, als der netto der Krankenversicherung für ihre Aufgabenwahr-
nehmung zur Verfügung stehende Betrag auf jeden Fall nicht kleiner ist, als 
bei monatlicher Zahlung. Andernfalls würde es sich um eine im Gesetz 
nicht vorgesehene Prämienverbilligung zu Gunsten einer einzelnen Gruppe 
Versicherter handeln. 

Dass ein den Skonto verbietender Umstand vorliegen würde, wird von kei-
ner Seite geltend gemacht und es liegen für eine solche Annahme auch 
keine Anhaltspunkte vor. Die Beschwerdegegnerin hat den Skonto zudem 
in ihren AVB rechtsgleich für alle Versicherten in Art. 15.3 geregelt (E. 2.1 
hiervor).

3.3 Im Bereich der Prämienverbilligung bedeutet die an die Kantone 
gerichtete Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass die Anspruchsberechtigten 
ihrer Prämienzahlungspflicht nicht vorschussweise nachkommen müssen 
(E. 2.2 hiervor) zufolge Art. 90 KVV, wonach die Versicherten ihre Prämie 

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monatlich im Voraus zu leisten haben (E. 2.1 hiervor), dass auch die Prä-
mienverbilligungen jeweils monatlich dem Versicherungsträger zur Verfü-
gung zu stellen sind. Die Kantone sind damit nicht verpflichtet, für eine Per-
son, welche die jährliche Bezahlung der Prämien gewählt hat, die Prämien-
verbilligung vor der jeweiligen monatlichen Fälligkeit jeder einzelnen Prä-
mie dem Versicherer auszurichten und die Versicherten können durch die 
Wahl der Zahlungsmodalitäten nicht die Zahlungsmodalitäten des Kantons 
für die Prämienverbilligung präjudizieren. Insoweit könnte die Beschwerde-
führerin auch aus den Verträgen zwischen Versicherungsträger und Kanton 
(vgl. Art. 22 KKVV) keinen Vorteil für sich ableiten, womit diese Verträge im 
vorliegenden Verfahren nicht ediert werden müssen. Abgesehen davon, 
dass die Administration der Prämienverbilligung – wie von der Beschwer-
degegnerin ausgeführt (vgl. Beschwerdeantwort S. 8 Rz. 45) – auch auf 
Kassenseite erheblichen Verwaltungsaufwand bewirkt, stände ein zwischen 
Krankenversicherer und Kanton für eine vorzeitige Überweisung von Prä-
mienverbilligungen vereinbarter Vorteil ohne weiteres allein dem die Fi-
nanzmittel verfrüht zur Verfügung stellenden Kanton zu. Keine Bedeutung 
hat im vorliegenden Zusammenhang schliesslich die der Rechnungslegung 
und Aufsicht dienende Vorschrift von Art. 106c Abs. 3 KVV i.V.m. Art. 22a 
KKVV, wonach der Versicherer dem Kanton bzw. dem Amt für Sozialversi-
cherungen des Kantons Bern (ASV) bis zum 31. März des Folgejahres eine 
Jahresrechnung – welche unter anderem die Monatsprämien der obligato-
rischen Krankenpflegeversicherung und die ausgerichteten Beträge je be-
rechtigte Person umfasst – einzureichen hat.

Unter diesen Umständen ist der Entscheid, dass für die zu leistende Prä-
mie der hierfür vorgesehene Skonto allein auf dem von der Beschwerde-
führerin effektiv an den Krankenversicherer zu bezahlenden Betrag ge-
währt wird, nicht zu beanstanden.

3.4 Nicht näher zu prüfen ist bei diesen Gegebenheiten, ob der Skonto 
der Beschwerdeführerin, nachdem letztere erst im Januar 2017 einen Anteil 
der Prämienforderung bezahlt hat (vgl. Beschwerdeantwort S. 4 Rz. 20), 
überhaupt noch hätte gewährt werden dürfen, da die Beschwerdegegnerin 
diesen mit Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2016 (act. IIA 28) trotz 
Zahlungsverzug im erwähnten Umfang anerkannt hat. Gleichermassen 

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nicht geprüft werden muss, ob die Auffassung der Beschwerdegegnerin, 
dass wer die Prämien vor dem Prämienverbilligungsentscheid vorschuss-
weise vor dem Kalenderjahr bezahlt hat, nach dem Prämienverbilligungs-
entscheid und nach Ausrichtung der Prämienverbilligung (vom Versicherer 
an die Versicherten) tatsächlich (auch für die verbleibende Versicherungs-
zeit) Anspruch auf den Skonto hat – bzw. der Versicherungsträger aus Ku-
lanzgründen und zur Vermeidung von weiterem administrativem Aufwand 
auf die Nachforderung verzichten darf –, korrekt ist.

3.5 Die Festlegung des Forderungsbetrags ist im vorliegenden Verfah-
ren nicht Streitgegenstand (vgl. E. 1.2 hiervor). Mit Blick auf die auch von 
der Beschwerdeführerin unbestrittenen Berechnungsparameter einerseits 
und das von ihr – abgesehen vom Skontoabzug (vgl. vorstehend) – im 
Grundsatz zutreffend vorgetragene Berechnungsmodell in ihrem Schreiben 
vom 11. Januar 2016 (vgl. BB 5) andererseits, kann derzeit immerhin dar-
auf hingewiesen werden, dass keine Anzeichen für eine sich zu Lasten der 
Beschwerdeführerin auswirkende Fehlberechnung des in Rechnung ge-
stellten Restbetrags von Fr. 107.40 durch die Beschwerdegegnerin vorlie-
gen: 

Im vorliegenden Fall wurde unmittelbar nach dem Neuanschluss der Be-
schwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zunächst noch unter 
Berücksichtigung des vereinbarten Skontos die gesamte Prämie in Rech-
nung gestellt (Fr. 175.90 x 12 = Fr. 2‘110.80; vgl. act. II 1 f.). Nachdem die-
se jedoch noch nicht bezahlt worden war, hat die Beschwerdegegnerin 
unverzüglich nach Eingang der Prämienverbilligungsmitteilung der Rechts-
lage entsprechend (vgl. VGE KV/2016/708, E. 2.1) die erste unbezahlte 
Rechnung storniert und durch eine neue Rechnung vom 15. Dezember 
2015 (BB 2) ersetzt (vgl. act. IIA 26, 28 Ziff. 5 f.). Mit dieser wurde einzig 
noch der Betrag von Fr. 229.20 verlangt. Am 23. September 2016 setzte 
das ASV – ohne dass bei der Beschwerdegegnerin zwischenzeitlich eine 
Zahlung eingegangen war – den Prämienverbilligungsanspruch der Be-
schwerdeführerin per 1. Juli 2016 bis auf weiteres neu fest (BB 12), wor-
aufhin die Beschwerdegegnerin mit Rechnung vom 27. September 2016 
(BB 13) die Prämienforderung für das Jahr 2016 auf Fr. 107.40 korrigierte. 

Es ergibt sich daraus die folgende aktuelle Berechnung:

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Bruttoprämie 2016 12 x Fr. 180.70 Fr. 2‘168.40
./. Umweltabgabe 12 x Fr. 5.20 Fr. 62.40
+ Prämienzuschlag 12 x Fr. 4.00 Fr. 48.00
Zwischentotal Nettoprämie 2016 Fr. 2‘154.00

./. Prämienverbilligung Januar bis Juni 2016 6 x Fr. 160.00 Fr. 960.00

./. Prämienverbilligung Juli bis Dezember 
2016

6 x Fr. 180.70 Fr. 1‘084.20

Zwischentotal mit Prämienverbilligung Fr. 109.80

./. Skonto von 2% auf Fr. 109.80 Fr. 2.20
Prämienforderung 2016 Fr. 107.60

In diesem Sinn wird die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin – 
unter Berücksichtigung der von letzterer nach Erlass des Einspracheent-
scheids, jedoch vor Beschwerdeerhebung geleisteten Zahlung (vgl. Be-
schwerdeantwort S. 4 Rz. 20) – in Fortsetzung des Hauptverfahrens eine 
angepasste Prämienrechnung betreffend das Jahr 2016 zuzustellen haben.

4.

Nach dem Dargelegten ist der die Verfügung vom 6. September 2016 
(act. IIA 26) bestätigende Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2016 
(act. IIA 28) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]). 

Soweit die nicht vertretene Beschwerdeführerin sinngemäss eine 
grundsätzliche (Partei-) Entschädigung wegen ihr durch die vorliegende 
Streitigkeit entstandener Aufwände beantragt (Beschwerde S. 5), so ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. April 2017, KV/17/20, Seite 11

darauf hinzuweisen, dass sie selbst bei einem Obsiegen nach konstanter 
Praxis weder im Einspracheverfahren noch vor diesem Gericht Anspruch 
auf eine Parteientschädigung hätte, da der Aufwand zur Wahrung ihrer 
Interessen den Rahmen dessen nicht überschritten hat, was der Einzelne 
üblicher- und zumutbarerweise zur Besorgung seiner persönlichen Angele-
genheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. BGE 127 V 205 E. 4b S. 207, Art. 1 
Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 52 Abs. 3 ATSG sowie UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 52 N. 66 - 69).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
-  Assura-Basis SA
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.