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**Case Identifier:** 1edc5308-02a6-5134-a00d-5441b31c7c31
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.11.2023 UV 2022/62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2022-62_2023-11-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/62

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 16.01.2024

Entscheiddatum: 09.11.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 09.11.2023
Art. 16 ATSG; Art. 26bis Abs. 1 IVV: Einkommensvergleich. Bestimmung des 
Valideneinkommens und des Invalideneinkommens. Gemäss der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung sowie auch der am 1. Januar 2022 in 
Kraft getretenen Verordnungsbestimmung von Art. 26bis Abs. 1 IVV ist zur 
Festsetzung des Invalideneinkommens primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität steht, und der Beizug von Tabellenlöhnen ist lediglich 
ultima ratio. Zusprache einer Invalidenrente basierend auf einem 
Invaliditätsgrad von 23 %. Teilweise Gutheissung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. 
November 2023, UV 2022/62). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_829/2023.

Entscheid vom 9. November 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn und 

Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2022/62

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war über die Kantonale Arbeitslosenkasse bei 

der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert, als er am 3. 

Januar 2016 einen Unfall erlitt und sich dabei am rechten Fussgelenk verletzte (Suva-

act. 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht für dieses Unfallereignis. Sie kam in 

der Folge für die Heilbehandlung auf und entrichtete Taggeldleistungen (Suva-act. 3 

ff.).

A.a. 

Am 7. Oktober 2016 erstattete die B.___ AG, bei welcher der Versicherte für die 

Dauer vom ___ bis __ Oktober 2016 im Rahmen eines Temporäreinsatzes (IV-act. 59-2) 

angestellt gewesen war, bei der Suva eine Schadenmeldung UVG. Der Versicherte sei 

am 3. Oktober 2016 beim Aussteigen aus (…) auf (…) getreten und umgeknickt. Er 

habe sich dabei am rechten Fussgelenk verletzt (Suva-act. 21). Am 1. Dezember 2016 

wurde der Versicherte am rechten Fuss operiert (Suva-act. 31). Mit Schreiben vom 15. 

Dezember 2016 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie die 

Versicherungsleistungen für das Ereignis vom 3. Oktober 2016 als Rückfall zum 

Schadenfall vom 3. Januar 2016 erbringe (Suva-act. 40).

A.b. 

Nach der Durchführung weiterer Heilbehandlungen am rechten Fuss (vgl. Suva-

act. 50 ff.), unter anderem Operationen (vgl. v.a. Suva-act. 145, 224 und 245), sowie 

kreisärztliche Untersuchungen (vgl. Suva-act. 131 und 199) fand am 16. Juni 2021 eine 

A.c. 

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kreisärztliche Abschlussuntersuchung bei Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, statt. Dieser kam in seiner 

Beurteilung zum Schluss, dass von einem unfallbedingten Gesundheitszustand 

auszugehen sei, der sich weder durch konservative noch operative 

Behandlungsmassnahmen namhaft verbessern lasse. Dem Versicherten seien aufgrund 

der Unfallfolgen ausschliesslich stehende oder gehende Tätigkeiten, Arbeiten mit 

Zwangshaltungen der Sprunggelenke wie Knien, Hocken oder Kauern, das repetitive 

Steigen auf Leitern, Gerüsten oder Treppen und das Arbeiten in absturzgefährdeten 

Bereichen sowie widrigen Witterungsumständen nicht mehr zumutbar. Ausserdem 

könne der Versicherte schwere Gegenstände über 10 kg nicht mehr anheben und das 

repetitive Anheben von Gegenständen über 5 kg sei ihm ebenfalls nicht zumutbar. In 

einer leichten bis gelegentlich mittelschweren körperlichen leidensadaptierten Tätigkeit 

könne der Versicherte jedoch vollschichtig über die Dauer eines gesamten Arbeitstages 

eingesetzt werden. Es empfehle sich eine Arbeit überwiegend sitzend oder unter 

wechselbelastenden Bedingungen im administrativen Bereich, abhängig von den 

persönlichen Voraussetzungen. Über den Fallabschluss hinaus seien für die Dauer von 

zwei Jahren jeweils jährlich drei Behandlungsserien à neun Behandlungseinheiten 

Physiotherapie sowie die Kosten für die Bedarfsmedizin oder für die regelmässige 

Einnahme von Schmerzmitteln zu erstatten (Suva-act. 354). Den Integritätsschaden 

schätzte Dr. C.___ auf 22.5 % (Suva-act. 355). Noch gleichentags teilte die Suva dem 

Versicherten mit Verweis auf die kreisärztliche Abschlussuntersuchung mit, dass sie 

vom Erreichen des medizinischen Endzustandes ausgehe, weshalb sie die Heilkosten- 

und Taggeldleistungen einstelle. Das Taggeld werde aber noch während einer 

Übergangsfrist von drei Monaten bis zum 30. September 2021 ausgerichtet. Der 

Rentenanspruch werde nach Abschluss der bei der IV-Stelle laufenden 

Eingliederungsmassnahmen geprüft (Suva-act. 352).

Mit Mitteilung vom 12. Oktober 2021 (Suva-act. 366) erteilte die IV-Stelle 

Kostengutsprache für die Durchführung eines vom ___ 2021 bis 1. April 2022 

dauernden Arbeitsversuchs bei der D.___ AG.

A.d. 

Mit Verfügung vom 23. November 2021 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 22.50 % zu (Suva-act. 372-1 

ff.).

A.e. 

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B.  

C.  

Nach einer weiteren Fussoperation vom 18. März 2022 mit gutem postoperativem 

Verlauf (vgl. Suva-act. 383 ff.) trat der Versicherte per 4. April 2022 (Beginn 

Arbeitsverhältnis 1. April 2022) eine Festanstellung als (…) bei der D.___ AG in einem 

Pensum von 100 % an (Suva-act. 395; IV-act. 266 f. und 269).

A.f. 

Mit Mitteilung vom 6. April 2022 lehnte die IV-Stelle weitere berufliche 

Massnahmen ab (Suva-act. 387 und 395-4 f.).

A.g. 

Mit Verfügung vom 13. Mai 2022 lehnte die Suva einen Anspruch des Versicherten 

auf eine unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente ab (Suva-act. 401).

A.h. 

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 13. Juni 2022 Einsprache (Suva-

act. 403).

B.a. 

Mit Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2022 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 411).

B.b. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 22. Oktober 2022 Beschwerde. Er beantragte, der 

Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2022 sei aufzuheben, ihm sei eine Invalidenrente 

basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 28 % zuzusprechen und ihm sei 

aufgrund seiner finanziellen Schwierigkeiten die unentgeltliche Prozessführung zu 

gewähren; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin; act. G 1).

C.a. 

Am 14. November 2022 wies das Versicherungsgericht den Beschwerdeführer 

darauf hin, dass das Verfahren vor Versicherungsgericht kostenlos geführt werde (act. 

G 2).

C.b. 

Mit Schreiben vom 27. Januar 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf die Einreichung einer umfassenden 

Beschwerdeantwort (act. G 5).

C.c. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist einzig, ob die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat.

2.  

In seiner Replik vom 20. Februar 2023 hielt der Beschwerdeführer an seinen in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest. Neu beantragte er die vollumfängliche 

Abweisung des von der Beschwerdegegnerin gestellten Antrags (act. G 7).

C.d. 

Mit Eingabe vom 2. März 2023 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer umfassenden Duplik und erneuerte ihren Antrag auf Abweisung der 

Beschwerde (act. G 9).

C.e. 

Mit Schreiben vom 14. Juli 2023 informierte das Versicherungsgericht die Parteien 

über die beigezogenen IV-Akten und räumte ihnen Gelegenheit zur Einsichtnahme und 

allfälligen Stellungnahme ein (act. G 13). Der Beschwerdeführer verzichtete konkludent 

auf Akteneinsicht und auch auf eine Stellungnahme. Die Beschwerdegegnerin 

verzichtete nach Einsicht in die Fremdakten der IV-Stelle ebenfalls auf eine 

Stellungnahme (act. G 17).

C.f. 

Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des 

Unfalls mindestens zu 10 % invalid ist (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich 

zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

2.1. 

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3.

Vorliegend ist zwischen den Parteien unbestritten, dass gestützt auf die kreisärztliche 

Abschlussbeurteilung von Dr. C.___ vom 16. Juni 2021 (Suva-act. 354) von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit auszugehen ist. Diese 

ärztliche Einschätzung erscheint gerade vor dem Hintergrund, dass der 

Beschwerdeführer nach Abschluss eines über die IV-Stelle aufgegleisten 

Arbeitsversuchs (Suva-act. 366) im April 2022 eine Festanstellung bei der D.___ AG in 

einem Pensum von 100 % angetreten hat (Suva-act. 395), als nachvollziehbar und 

schlüssig.

4.

Ausgehend von der ermittelten 100%igen medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit in 

leidensangepasster Tätigkeit bleiben die erwerblichen Auswirkungen der 

gesundheitlichen Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei ist der Invaliditätsgrad 

anhand eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.1), wobei in der Regel die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau zu ermitteln 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung gesetzt zum Einkommen, 

das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades ist das Gericht auf Unterlagen angewiesen, 

die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten 

die versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte 

Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

2.2. 

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und einander gegenüberzustellen sind, woraus sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt (Urteile des Bundesgerichts vom 19. September 2017, 

9C_413/2017, E. 3.1, und vom 3. Mai 2016, 9C_644/2015, E. 4.2; je mit Hinweisen).

5.  

Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (BGE 130 V 349 E. 

3.4.2 und 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 

2015, 8C_590/2014, E. 5.1, und vom 11. April 2023, 8C_592/2022, E. 4.2.1; je mit 

Hinweisen).

5.1. 

Der unfallversicherungsrechtliche Rentenanspruch entsteht, wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (Art. 19 

Abs. 1 UVG). Da der Eingliederungsprozess der IV-Stelle erst mit Beginn der 

Festanstellung bei der D.___ AG geendet hat (vgl. Suva-act. 366 und 395; IV-act. 269), 

fällt der frühestmögliche Rentenbeginn auf den 1. April 2022. Der medizinische 

Endzustand war in diesem Zeitpunkt bereits erreicht gewesen (Suva-act. 352). 

Massgebend sind somit die Verhältnisse im Jahr 2022.

5.2. 

Für die Festsetzung des Valideneinkommens ist in der Regel vom zuletzt – d.h. 

grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder teilweisen 

Arbeitsunfähigkeit – erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Lohn auszugehen, da es der Erfahrung 

entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden 

wäre (BGE 130 V 349 E. 3.4.2 und 139 V 30 E. 3.3.2; je mit Hinweisen; Urteile des 

Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1, und vom 11. September 

2019, 9C_225/2019, E. 4.2.1). Weist das zuletzt erzielte Einkommen starke und 

verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist auf den 

während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteile 

des Bundesgerichts vom 24. April 2019, 9C_14/2019, E. 2.2.2, und vom 30. Januar 

2019, 8C_443/2018, E. 2.1 mit Hinweisen; vgl. dazu auch Art. 26 Abs. 1 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung [lVV; SR 831.201). Lässt sich aufgrund der 

tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare 

Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, so darf auf statistische Werte wie die 

5.3. 

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vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 

zurückgegriffen werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten 

persönlichen und beruflichen Faktoren mitzuberücksichtigen sind (Urteile des 

Bundesgerichts vom 30. Mai 2022, 8C_505/2021, E. 3.2, und vom 21. Oktober 2022, E. 

3.2.2; vgl. dazu auch Art. 26 Abs. 4 IVV). Gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung ist das Valideneinkommen praxisgemäss insbesondere dann mittels 

statistischer Werte zu bestimmen, wenn der Versicherte als Gesunder nicht mehr an 

der bisherigen Arbeitsstelle tätig wäre (Urteile des Bundesgerichts vom 19. Juni 2017, 

8C_148/2017, E. 6.2.2, vom 2. August 2018, 8C_551/2017, E. 5, vom 10. September 

2019, 8C_314/2019, E. 6.1, und vom 11. April 2023, 8C_592/2022, E. 4.3.1 f.).

Der Beschwerdeführer war vor dem erlittenen Unfall zuletzt temporär als (…) 

beschäftigt (UV-act. 21). Gemäss Einsatzvertrag vom 22. September 2016 war die 

Anstellung für voraussichtlich weniger als drei Monate vorgesehen (UV-act. 22-5 f.). 

Ihm wurde die Anstellung bereits am __ September 2016 – also noch vor dem Unfall – 

auf den __ Oktober 2016 aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt (IV-act. 59-1). 

Folglich ist nicht anzunehmen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall noch 

immer an derselben Stelle tätig gewesen wäre. Aufgrund der generell häufig temporär 

erfolgten Arbeitseinsätze mit schwankenden Einkommen und Arbeitsunterbrüchen (vgl. 

IV-act. 51) fehlt es an einer repräsentativen Basis zur Festlegung des 

Valideneinkommens. Folglich ist es nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des Validenlohns im angefochtenen 

Einspracheentscheid auf statistische Durchschnittswerte der LSE zurückgegriffen hat, 

zumal es aufgrund der Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers nicht überwiegend 

wahrscheinlich ist, dass er als Valider an die Einkommensverhältnisse des letzten 

Temporäreinsatzes hätte anknüpfen können (vgl. dazu auch die Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort; act. G 5).

5.4. 

Die Einsätze des Beschwerdeführers waren bisher in der Baubranche (vgl. IV-act. 

51, 85-4 ff. und 200-1 f.). Gleichwohl ist es entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers (vgl. act. G 1 S. 2 f.) nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid für die Festsetzung des 

Valideneinkommens nicht auf einen spezifischen Tabellenlohn des Baugewerbes, 

sondern auf den allgemeinen Zentralwert der LSE 2020 der Tabelle TA1 für im 

Kompetenzniveau 1 beschäftigte Männer von monatlich Fr. 5'261.-- bzw. jährlich Fr. 

63'132.-- abgestellt und bei einer Hochrechnung auf die durchschnittliche 

wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden von einem jährlichen Valideneinkommen 

von Fr. 65'815.11 (Fr. 63'132.-- / 40 x 41.7) ausgegangen ist. Denn trotz seiner Einsätze 

5.5. 

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6.  

in der Baubranche hat der Beschwerdeführer als Gesunder, soweit ersichtlich, im 

Durchschnitt kein den Tabellenlohn der LSE 2020 für Hilfsarbeiten aller Branchen 

übersteigendes Einkommen verdient (vgl. IV-act. 51), sodass nicht anzunehmen ist, er 

hätte als Gesunder im Rentenzeitpunkt ein höheres Einkommen entsprechend dem 

Zentralwert in der Baubranche erwirtschaftet. Das vom Beschwerdeführer in den 

Jahren 2013 bis 2015 (vor dem Unfall) erzielte durchschnittliche Jahreseinkommen 

beträgt laut IK-Auszug Fr. 62'966.-- und liegt somit sogar noch leicht unter dem 

Totalwert. Allerdings ist der von der Beschwerdegegnerin beigezogene Tabellenlohn 

der LSE 2020 noch bis zum Jahr 2022 (potentieller Rentenbeginn; vgl. E. 5.2) zu 

indexieren, sodass ein jährliches Valideneinkommen von gerundet Fr. 66'015.60 

(Fr. 65'815.11 / 2298 x 2305; vgl. Bundesamt für Statistik, Tabelle T 39, Entwicklung 

der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2022) resultiert.

Soweit der Beschwerdeführer auf die Bestimmung von Art. 24 Abs. 1 UVV hinweist 

(vgl. act. G 1 S. 2 f.), ist ihm entgegenzuhalten, dass sich diese Norm mit dem 

versicherten Verdienst auseinandersetzt und nicht mit der Festsetzung des 

Invaliditätsgrades. Ausserdem richtet sich der versicherte Verdienst für die Berechnung 

der Taggelder stets nach dem letzten, unmittelbar vor dem Unfall bezogenen Lohn, 

während bei der Festsetzung der Rente der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall 

bezogene Lohn als versicherter Verdienst relevant ist (Art. 15 Abs. 2 UVG). Demzufolge 

kann für die Bestimmung des Valideneinkommens nicht ohne Weiteres auf den für die 

Taggeldberechnung herangezogenen versicherten Verdienst abgestellt werden. 

Vielmehr ist das Valideneinkommen im vorliegenden Fall, wie soeben dargelegt (vgl. E. 

5.1 ff.), anhand statistischer Werte festzusetzen.

5.6. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität 

eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse 

gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der 

tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich, weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können gemäss Bundesgericht die Tabellenlöhne 

der LSE herangezogen werden (BGE 143 V 296 f. E. 2.2 und 135 V 301 E. 5.2). Die 

6.1. 

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Verwendung der LSE im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist nach ständiger 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung ultima ratio (BGE 142 V 188 E. 2.5.7).

Der Beschwerdeführer ist am 1. April 2022 ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit 

der D.___ AG eingegangen (IV-act. 269-1). Dieses Arbeitsverhältnis dauert, soweit 

aktenkundig, noch immer an. Es ist somit von einer stabilen beruflich-erwerblichen 

Situation auszugehen. Gemäss Arbeitsvertrag vom __ März 2022 erzielt der 

Beschwerdeführer in dieser Anstellung ein Jahresgehalt von Fr. 50'700.-- ([12 x Fr. 

3'900.-- = Fr. 46'800.--] + [12 x Fr. 325.-- = Fr. 3'900.--]; IV-act. 269-1). Anhaltspunkte 

dafür, dass es sich bei diesem Gehalt um einen Soziallohn handelt, bestehen nicht.

6.2. 

Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid dem 

Beschwerdeführer im Rahmen des von ihr durchgeführten Einkommensvergleichs 

gleichwohl nicht den aktuell tatsächlich bei der D.___ AG erwirtschafteten Lohn von Fr. 

50'700.-- als Invalideneinkommen angerechnet, da sie der Ansicht ist, ihm wäre es 

zumutbar, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein höheres Einkommen zu erzielen. Trotz 

Unfallfolgen sei der Beschwerdeführer in der Lage, auf dem ihm offen stehenden 

Arbeitsmarkt ein durchschnittliches Einkommen entsprechend dem standardisierten 

Tabellenlohn der LSE 2020 von jährlich Fr. 65'815.11 (Männer; Kompetenzniveau 1; 

durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden) zu erwirtschaften. Mit 

anderen Worten geht die Beschwerdegegnerin davon aus, dass der Beschwerdeführer 

die ihm verbliebene Restarbeitsfähigkeit mit der aktuellen Anstellung nicht in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, weshalb sie ihm den höheren Tabellenlohn von Fr. 

65'815.11 als Invalidenlohn anrechnet (Suva-act. 411-7 f.).

6.3. 

Der Beschwerdeführer kritisiert das Abstellen auf einen Tabellenlohn zur 

Festsetzung seines Invalideneinkommens. Er ist der Ansicht, dass die 

Beschwerdegegnerin bei der Festlegung des Invalideneinkommens den gesamten 

Heilverlauf mit den invalidenversicherungsrechtlichen Bemühungen ausgeblendet habe. 

Die IV-Stelle habe ihm aufgrund der erheblichen Verletzungen im Sprunggelenk, die zu 

einer stark verminderten Belastungsfähigkeit geführt hätten, für die Zeit vom ___ 2021 

bis 1. April 2022 eine Eingliederungsmassnahme bzw. einen Arbeitsversuch bei der 

D.___ AG zugesprochen. Im Einvernehmen und in Zusammenarbeit mit der IV-Stelle 

habe dann die Festanstellung bei der D.___ AG vereinbart werden können. Die 

Entlöhnung habe er natürlich nicht bestimmen können. Diese sollte seiner 

Einschränkung und dem Dienstleistungssektor entsprechend leistungsgerecht und 

ortsüblich sein. Die Eingliederungsmassnahme sei in Koordination mit der IV-Stelle und 

der Beschwerdegegnerin aufgegleist worden, nachdem auch der Kreisarzt der 

Beschwerdegegnerin eine Arbeit überwiegend sitzend oder unter wechselbelastenden 

6.4. 

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Bedingungen im administrativen Bereich, abhängig von den persönlichen 

Voraussetzungen, empfohlen habe. Es gehe nicht an, dass eine von den 

Sozialversicherungsinstitutionen letztlich angeordnete Tätigkeit, welche er auch im 

Sinne seiner Mitwirkungspflicht angenommen habe, bei der Festsetzung des 

Invalideneinkommens ausgeblendet und ein hypothetischer Lohn angerechnet werde. 

Mit dem von ihm tatsächlich erzielten Einkommen schöpfe er die ihm verbliebene 

Restarbeitsfähigkeit voll aus, sodass dieses Einkommen als Invalideneinkommen zu 

betrachten sei (act. G 1 S. 3 f. und G 7 S. 2).

Eine versicherte Person muss sich gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung bei der Invaliditätsbemessung grundsätzlich auch diejenigen Einkünfte 

als Invalideneinkommen anrechnen lassen, die sie auf dem allgemeinen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt an einer zumutbaren Stelle erzielen könnte. Dies gilt 

gemäss der Rechtsprechung selbst dann, wenn sie infolge günstiger Aussichten an der 

bisherigen Stelle von einem Berufs- oder Stellenwechsel absieht, da sie gemäss 

Bundesgericht nicht erwarten kann, dass die Unfallversicherung für einen wegen des 

Verzichts auf zumutbare Einkünfte eingetretenen Minderverdienst aufkommt (zum 

Ganzen Urteile des Bundesgerichts vom 8. November 2018, 8C_109/2018, E. 4.2, mit 

Hinweis, und vom 18. Dezember 2019, 8C_631/2019, E. 6.1).

6.5. 

Dass einem Versicherten trotz stabiler Arbeitsverhältnisse an einer 

leidensangepassten Arbeitsstelle als Invalideneinkommen – anstelle des tatsächlich 

erzielten Verdienstes – ein statistischer Tabellenlohn angerechnet wird, mag sich in 

Fällen, in denen die versicherte Person von sich aus – ohne Absprache mit den 

Sozialversicherungen – eine neue Anstellung mit einer Entlöhnung unter dem 

statistischen Durchschnittslohn angenommen hat, rechtfertigen. Denn in solchen Fällen 

kann es mitunter schwierig sein, zu beurteilen, ob die versicherte Person ihr 

Erwerbspotential in zumutbarer Weise voll ausschöpft. Insbesondere dann, wenn 

konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die versicherte Person freiwillig auf ein 

höheres Einkommen verzichtet, indem sie beispielsweise trotz anderer Optionen an der 

bisherigen Stelle verbleibt, kann sich die Annahme, das Erwerbspotential werde nicht in 

zumutbarer Weise voll ausgeschöpft, und damit die Anrechnung eines statistischen 

Lohnes aufdrängen.

6.6. 

In Fällen, wie dem vorliegenden, in dem der Beschwerdeführer jedoch nach einem 

von der IV-Stelle aufgegleisten Arbeitsversuch im Wissen und unter Mitwirkung der IV-

Stelle in eine Festanstellung bei derselben Arbeitgeberin, bei welcher der 

Arbeitsversuch stattgefunden hatte, gewechselt hat (IV-act. 253 f.; vgl. auch IV-act. 

207, 216 und 269), wobei die IV-Stelle den Beschwerdeführer durch diese Anstellung in 

6.7. 

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Kenntnis des Lohnes als angemessen eingegliedert erachtet (IV-act. 270-14 f., 271 und 

272; vgl. dazu auch IV-act. 291-1), kann nicht gesagt werden, der Beschwerdeführer 

schöpfe sein Erwerbspotential nicht voll aus. Vielmehr ist anzunehmen, dass die 

Erwerbseinbusse in erster Linie auf die gesundheitlichen Defizite, welche den Wechsel 

in eine optimal leidensangepasste Tätigkeit erfordert haben, zurückzuführen ist. Dass 

dem Beschwerdeführer auf einem hypothetischen, nicht realen Arbeitsmarkt 

möglicherweise noch bessere Erwerbsmöglichkeiten offen stehen, ändert nichts daran, 

dass er sein Erwerbspotential auf dem realen Arbeitsmarkt an der aktuellen Stelle in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft und damit für das Invalideneinkommen nach der 

oben zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. oben E. 6.1) auf den 

tatsächlichen Verdienst abzustellen ist. Andernfalls würde es darauf hinauslaufen, dass 

das hypothetische Invalideneinkommen stets aufgrund statistischer Durchschnittswerte 

zu bestimmen wäre, wenn der nach dem Eingliederungsprozess tatsächlich erzielte 

Verdienst darunter liegt. Dies würde der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach 

primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen ist, in welcher die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität steht (vgl. E. 6.1), und der Beizug von 

Tabellenlöhnen lediglich ultima ratio ist (BGE 142 V 188 E. 2.5.7 mit Hinweisen), 

widersprechen (vgl. dazu auch Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 

8C_579/2009, E. 2.3.2; vgl. dazu auch die am 1. Januar 2022 für den Bereich der IV in 

Kraft getretene Verordnungsbestimmung von Art. 26 Abs. 1 IVV). Dass der Beizug 

von Tabellenlöhnen bei einem (erheblich) unter dem statistischen Durchschnittslohn 

tatsächlich erzielten Erwerbseinkommen nicht zwingend ist, wird denn auch dadurch 

deutlich, dass das Bundesgericht bei einer versicherten Person, die nach erfolgreichen 

Eingliederungsmassnahmen in einem neuen Beruf tätig gewesen ist, die zumutbare 

Arbeitsfähigkeit aber prozentual nicht (mehr) voll ausgeschöpft hat, das hypothetische 

Invalideneinkommen aufgrund des (hochgerechneten) tatsächlichen Verdienstes und 

nicht anhand statistischer Durchschnittslöhne ermittelt hat (Urteil des Bundesgerichts 

vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.3.1 f.). Dass bei der Beurteilung der Frage, ob 

eine versicherte Person an der neuen Stelle ihre Erwerbsfähigkeit in zumutbarer Weise 

voll ausschöpft, auch im Bereich der Unfallversicherung, die 

Eingliederungsbemühungen der IV-Stelle nicht unbeachtet gelassen werden dürfen, 

ergibt sich auch aus Art. 19 Abs. 1 UVG. Dieser bestimmt, dass der Anspruch auf eine 

Rente der Unfallversicherung erst dann entsteht, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle abgeschlossen sind. Würde ohnehin stets der 

statistische Durchschnittslohn vorausgesetzt, da jede grössere Abweichung als 

unterdurchschnittliche Verwertung der Restarbeitsfähigkeit betrachtet würde, bräuchte 

der Eingliederungserfolg für die Rentenprüfung gar nicht abgewartet zu werden. Dies 

ist offensichtlich nicht die Idee von Art. 19 Abs. 1 UVG. Vielmehr gilt es auch einen 

bis 

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7.

Bei einer Gegenüberstellung des jährlichen Valideneinkommens von Fr. 66'015.60 (vgl. 

E. 5) und des jährlichen Invalideneinkommens von Fr. 50'700.-- (vgl. E. 6) ergibt sich 

eine Erwerbseinbusse von Fr. 15'315.60 und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet 23 

% (Fr. 15'315.60 x 100 / Fr. 66'015.60). Demzufolge hat der Beschwerdeführer ab dem 

1. April 2022 (zum Beginn des Rentenanspruchs vgl. E. 5.2) einen 

unfallversicherungsrechtlichen Rentenanspruch basierend auf einem Invaliditätsgrad 

von 23 %.

8.  

statistisch gesehen unterdurchschnittlichen Lohn als Invalideneinkommen zu 

berücksichtigen, wenn es sich dabei, wie vorliegend, um keinen Soziallohn handelt, 

stabile Arbeitsverhältnisse vorliegen und keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die 

versicherte Person damit ihr Erwerbspotential nicht voll ausschöpft (vgl. E. 6.1). In 

diesem Zusammenhang gilt es auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer 

eine Umschulung gewünscht hat, ihm jedoch eine solche verweigert worden ist mit 

dem Argument, ihm würde auch ohne Umschulung voraussichtlich keine 

Erwerbseinbusse von 20 % entstehen (IV-act. 203). Diese Annahme hat sich, wie der 

IV-gestützte Eingliederungsprozess gezeigt hat, nicht bewahrheitet. Der 

Beschwerdeführer ist zwar eingegliedert worden, hat jedoch eine beträchtliche 

Erwerbseinbusse erlitten (vgl. dazu namentlich die Stellungnahme des IV-

Eingliederungsberaters vom 5. April 2022; IV-act. 270-15), die er nicht zu verantworten 

hat. Aufgrund des Eingliederungsprozesses ist anzunehmen, er habe im Rahmen der 

ihm ohne Umschulung und trotz gesundheitlicher Einschränkungen offenstehenden 

Möglichkeiten seine Restarbeitsfähigkeit bestmöglich verwertet, zumal die 

Beschwerdegegnerin weitere berufliche Massnahmen als nicht mehr angezeigt erachtet 

hat (IV-act. 272).

Nach dem Gesagten ist für das Invalideneinkommen auf das vom 

Beschwerdeführer – nach abgeschlossener Eingliederung – in der Festanstellung als 

(…) erzielte Einkommen von jährlich Fr. 50'700.-- (12 x Fr. 4'225.-- [Fr. 3'900.-- + Fr. 

325.--]) abzustellen (Suva-act. 395-2; IV-act. 269).

6.8. 

Zusammenfassend ist dem Beschwerdeführer in teilweiser Gutheissung der 

Beschwerde ab dem 1. April 2022 eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 23 % zuzusprechen.

8.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. f  ATSG).8.2. bis

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird dem Beschwerdeführer ab dem 1. April 

2022 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 23 % zugesprochen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Da dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens kein übermässiger Aufwand entstanden ist, der über das 

hinausgehen würde, was für die Besorgung persönlicher Angelegenheiten 

üblicherweise vorzukehren ist, ist ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen (BGE 

127 V 207 E. 4b, 110 V 82 E. 7 und 110 V 134 f. E. 4d).

8.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.11.2023
	Art. 16 ATSG; Art. 26bis Abs. 1 IVV: Einkommensvergleich. Bestimmung des Valideneinkommens und des Invalideneinkommens. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sowie auch der am 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Verordnungsbestimmung von Art. 26bis Abs. 1 IVV ist zur Festsetzung des Invalideneinkommens primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität steht, und der Beizug von Tabellenlöhnen ist lediglich ultima ratio. Zusprache einer Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 23 %. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. November 2023, UV 2022/62). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_829/2023.

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