# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd2b2061-cb03-56be-8f04-2c28feb83c8e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.12.2014 200 2013 115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-115_2014-12-10.pdf

## Full Text

200 13 115 IV
SCP/ZID/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Dezember 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch B.________, lic.iur. C.________, 
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Januar 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im November 2006 unter Verweis auf eine 
rezidivierende depressive Störung und Schulterbeschwerden links, beste-
hend seit ca. zehn Jahren, bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1). Diese veranlasste nach er-
werblichen und medizinischen Abklärungen (AB 5 ff.) eine Arbeitsmarktli-
che-Medizinische Abklärung (AMA) in der D.________, vom 19. Februar 
bis 16. März 2007, welche wegen deutlicher Verschlechterung des psychi-
schen Zustandes nach effektiv sechs Anwesenheitstagen vorzeitig per 
6. März 2007 beendet wurde (Abklärungsbericht AMA D.________ vom 
22. März 2007; AB 26). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens 
(AB 27) sprach die IVB dem Versicherten mit Verfügung vom 24. Juli 2007 
ab 1. Oktober 2006 eine ganze Invalidenrente zu (AB 29). Diese Verfügung 
blieb unangefochten.

B.

Im Rahmen einer Ende Februar 2008 von Amtes wegen eingeleiteten Ren-
tenrevision mit damit einhergehenden erwerblichen und medizinischen Ab-
klärungen (AB 30 ff.) gewährte die IVB Frühinterventionsmassnahmen in 
Form von Eingliederungsberatung (AB 39, 50) und veranlasste eine weitere 
AMA in der E.________ vom 4. bis 31. Oktober 2010, welche der Versi-
cherte trotz Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht am 15. Oktober 2010 we-
gen Hüft- und Schulterschmerzen abbrach (Abklärungsbericht AMA 
E.________ vom 19. November 2010; AB 68). In der Folge schloss die IVB 
den Fall im IV-Eingliederungsmanagement ab (AB 74; vgl. auch AB 70) und 
stellte nach weiteren medizinischen Abklärungen (AB 72 f.) und einer Stel-
lungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 76) mit Vorbe-
scheid vom 30. August 2011 die Aufhebung der bisherigen Rente infolge 
wesentlicher Verbesserung des Gesundheitszustandes in Aussicht (AB 77). 

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Auf Einwand des Versicherten hin (AB 78) holte die IVB, wie von diesem 
beantragt, einen Bericht seines behandelnden Schmerztherapeuten ein 
(AB 85); da sich daraus nach Meinung des RAD keine neuen Erkenntnisse 
ergaben (AB 86), stellte die IVB mit Verfügung vom 8. November 2011 die 
Invalidenrente ein (AB 87). Auf Beschwerde hin (AB 92/3 ff.) hob die IVB 
mit Verfügung vom 11. Januar 2012 (AB 94) die Verfügung vom 8. Novem-
ber 2011 (AB 87) wiedererwägungsweise auf und veranlasste eine bidiszi-
plinäre (rheumatologische/psychiatrische) Begutachtung (Gutachten vom 
20./25./31. Mai 2012; AB 119.1 f. und 120.1 ff.). Gestützt darauf hielt die 
IVB nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (AB 121, 126, 128, 
138) sowie Stellungnahmen des psychiatrischen Gutachters (AB 133) und 
des RAD (AB 139) mit Verfügung vom 10. Januar 2013 an der Aufhebung 
der Invalidenrente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden 
Monats fest (AB 140).

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch den B.________, am 
11. Februar 2013 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung sei ihm weiterhin eine Invalidenrente zu gewähren, 
eventualiter sei das Invalideneinkommen unter Berücksichtigung eines lei-
densbedingten Abzugs von 20% zu berechnen und ihm entsprechend (zu-
mindest) eine Viertelsrente zuzusprechen, unter Entschädigungsfolge. Zur 
Begründung bringt er im Wesentlichen vor, unter Verweis auf die Aus-
führungen seines behandelnden Psychiaters (AB 128/2 ff., 138/2 ff.) könne 
nicht auf das psychiatrische Teilgutachten (AB 119.1) abgestellt werden. 
Zumindest (eventualiter) sei mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil nebst 
einer Leistungsminderung von 20% (vgl. AB 140/1 i.V.m. 119.2/2) zusätz-
lich ein leidensbedingter Abzug von 20% zu berücksichtigen, was mindes-
tens zu einer Viertelsrente berechtige.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Februar 2013 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie haupt-
sächlich aus, das psychiatrische Teilgutachten (AB 119.1) erfülle die Vor-
aussetzungen, die an den Beweiswert eines Gutachtens gestellt würden. 

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Aus verschiedenen Arztberichten gehe hervor, dass sich die mittelgradige 
rezidivierende Störung zurückgebildet habe. Schliesslich sei gemäss herr-
schender Praxis bei voll arbeitsfähigen Personen mit reduzierter Leistungs-
fähigkeit kein zusätzlicher leidensbedingter Abzug zu gewähren.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. Januar 2013 
(AB 140). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
bzw. deren revisionsweise Aufhebung per Ende Februar 2013.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 
SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 6

lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.7 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.7.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

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2.7.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 
IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.7.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

3.

Zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der umstrittenen Rentenaufhebung. Hier-
zu ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügung 
vom 24. Juli 2007 (AB 29) mit demjenigen im Zeitpunkt der hier angefoch-
tenen rentenaufhebenden Verfügung vom 10. Januar 2013 (AB 140) zu 
vergleichen und zu prüfen, ob in dieser Zeit eine Änderung in den medizini-
schen oder erwerblichen Verhältnissen eingetreten ist, welche geeignet ist, 
den bisherigen Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.7 hiervor). 

3.1 Nach der Aktenlage erfolgte die ursprüngliche Rentenzusprechung 
aufgrund der Verhältnisse, wie sie sich bis zur AMA in der D.________ 
(19. Februar bis [effektiv] 6. März 2007; vgl. AB 26) entwickelt hatten:

3.1.1 Bei Eintritt in die AMA bestand – dies nach mehreren psychiatri-
schen (stationären und tagesklinischen) Behandlungen seit 2001 (auch 
wegen Suizidalität; AB 5) – insbesondere eine rezidivierende depressive 
Störung in noch leicht- bis mittelgradiger Ausprägung (ICD-10 F33.1); dia-
gnostiziert wurden weiter auffällige Persönlichkeitszüge bzw. der Verdacht 
auf eine kombinierte paranoide und schizoide Persönlichkeitsstörung (ICD-
10 Z73.1/F61.0; Berichte des Hausarztes Dr. med. F.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 17. Dezember 2006 [AB 18/1 
lit. A] und des behandelnden Psychiaters med. pract. G.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 2. Februar 2007 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 9

[AB 23/1 lit. A]). Es wurde ein skeptisch-zurückhaltend auftretender, eher 
eigenwilliger, jedoch im Kontakt korrekter Mann beschrieben, dessen Den-
ken formal etwas verlangsamt, haftend und inhaltlich auch von depressiven 
Betrachtungen gefärbt gewesen sei. Die Stimmung sei noch bedrückt und 
der Antrieb noch reduziert gewesen (AB 23/3 lit. E Ziff. 6).

3.1.2 Die psychische Verfassung wurde zudem durch linksseitige bewe-
gungsabhängige Schulterschmerzen bei aktiv eingeschränkter Schulterbe-
weglichkeit (auch nach einer im Mai 2006 vorgenommenen Schulterarthro-
skopie und Acromio-Plastik links; AB 5/7 f.) überlagert (Bericht von 
Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates FMH, vom 3. Januar 2007 [AB 22/1 lit. A]).

3.1.3 Die die AMA begleitende RAD-Ärztin Dr. med. I.________, Fachärz-
tin für Allgemeine Innere Medizin FMH, konstatierte eine deutliche Ver-
schlechterung des psychischen Zustandes während der Abklärung. Ihrer 
Ansicht nach erwies sich die psychische Erkrankung schwerwiegender als 
beim Erstgespräch vermutet. Die Abklärungssituation ausserhalb des ge-
wohnten Umfelds, vermutlich verbunden mit der Kränkung einer zugemute-
ten Arbeit unter Würde, habe schon nach wenigen Tagen zur Dekompen-
sation geführt. Die AMA habe klar gezeigt, dass die psychiatrische Erkran-
kung eine Eingliederung in die freie Wirtschaft bis zu einer allfälligen psy-
chischen Stabilisierung verunmögliche (Abklärungsbericht AMA 
D.________ vom 22. März 2007; AB 26/3).

3.2 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 10. Januar 2013 
(AB 140) liegt im Wesentlichen ein bidisziplinäres (rheumatologisches/psy-
chiatrisches) Gutachten von Dr. med. J.________, Facharzt für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie FMH, und 
Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
vom Mai 2012 zugrunde (AB 119.1 f. und 120.1 ff.).

3.2.1 Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte eine rezidivierende 
depressive Störung, gegenwärtig grossteils remittiert (ICD-10 F33.4), eine 
depressive Reaktion (ICD-10 F43.21), akzentuierte Persönlichkeitszüge 
(ICD-10 Z73.1) und episodischen Alkoholmissbrauch (ICD-10 F10.26; 
AB 119.1/9 oben). Anlässlich der Begutachtung gab der Beschwerdeführer 

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an, er habe Ende 2007 die ambulante psychiatrische Behandlung aufgeben 
können, nachdem sich die Depression auf schwachem Niveau stabilisiert 
habe; abgesehen von einigen Krisen sei es ihm in den folgenden Jahren 
psychisch relativ gut gegangen. Auf Anraten seines Rechtsanwalts habe er 
im November 2011 ambulante psychiatrische Behandlungen – einmal pro 
Monat – wieder aufgenommen, da ihn die Einstellung der Invalidenrente 
psychisch stark belastet habe (AB 119.1/7). Nach dem vom Gutachter er-
hobenen Psychostatus waren zum Gutachtenszeitpunkt die Willens- und 
Antriebsbildung nicht eingeschränkt und es fanden sich weder Hinweise auf 
eine schwermütig gedrückte Stimmung noch auf eine Suizidalität 
(AB 119.1/8); ein sozialer Rückzug zeichnete sich ebenfalls nicht ab 
(AB 119.1/6, wonach er seine Kollegen habe behalten können und insbe-
sondere mit einem regelmässig fischen gehe, wofür er seine Leidenschaft 
habe). Im Rahmen seiner Beurteilung führte der Gutachter aus, der Be-
schwerdeführer sei in schwierigen familiären Verhältnissen aufgewachsen, 
was wohl die bis heute feststellbaren Persönlichkeitseigenarten (vor allem 
misstrauische und schizoide Persönlichkeitszüge) zu erklären vermöge; 
eine Persönlichkeitsstörung bestehe aber nicht, da er durchaus fähig sei, 
sein Verhalten rasch zu korrigieren. Es seien zudem bei den Hospitalisatio-
nen keine Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert worden. Im Vordergrund 
der subjektiven Problematik stünden die körperlichen Krankheiten. Er zeige 
gewisse Hinweise für eine psychosomatische Überlagerung der Schmer-
zen; er wirke auf diese teilweise fixiert und äussere hypochondrische Be-
fürchtungen. Die psychosomatische Problematik stehe aber nicht im Vor-
dergrund. In psychiatrischer Hinsicht habe von 2002 bis ca. Sommer 2006 
oft eine mittelgradige depressive Episode bestanden; mehrmals sei es zu 
akuten Phasen von Suizidalität, meist wegen Beziehungsproblemen, ge-
kommen. Er habe sich 2007 grossteils von den Depressionen lösen können 
und habe im November 2007 die ambulante psychiatrische Behandlung 
aufgegeben. Zu einer manifesten Reaktivierung der depressiven Verstim-
mung sei es im Rahmen der Aufhebung der Invalidenrente Ende 2011 ge-
kommen; allerdings verlaufe die Behandlung nicht intensiv und er nehme 
nicht regelmässig Psychopharmaka ein. Dabei handle es sich um eine de-
pressive Reaktion, welche von der zugrundeliegenden rezidivierenden de-
pressiven Störung abgegrenzt werden könne, da es eindeutige Gründe für 
die neuen Verstimmungen gebe. Mit Blick auf die regelmässige Tagesge-

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staltung und die Hobbys könne durchaus abgeleitet werden, dass die de-
pressive Reaktion nicht in starkem Ausmass vorhanden sei. Es sei bisher 
nicht zu einem Wiederauftreten der rezidivierenden depressiven Störung 
gekommen. Es gäbe bedeutende ungünstige krankheitsfremde Faktoren, 
so lange Phasen von Arbeitsuntätigkeit, sekundärer Krankheitsgewinn und 
fehlende Motivation zur Wiederaufnahme einer beruflichen Leistung. Die 
grossteils gebesserte depressive Reaktion sowie die akzentuierten Persön-
lichkeitszüge vermöchten die Arbeitsfähigkeit in früheren Arbeitsgebieten 
zu 10 bis 15% einzuschränken; dabei bestehe keine verminderte Leis-
tungsfähigkeit (AB 119.1/9 ff.).

3.2.2 Der rheumatologische Gutachter wies auf "erfreuliche" Operations-
resultate der Schulter-Impingement-Symptomatik rechts- (September 2004) 
und linksseitig (Mai 2006 und 2007) sowie der rechtsseitigen Hüftendopro-
these wegen Kopfnekrose im Februar 2010 hin. Somatisch stünden chroni-
fizierte, bisher therapieresistente Schmerzen seitlich aussen am rechten 
Oberschenkel im Vordergrund, verbunden mit einer Hyposensibilität antero-
lateral am Oberschenkel. Es scheine eine herabgesetzte Schmerzschwelle 
zu bestehen, denn die Schmerzangaben bei der Palpation des Epicondylus 
lateralis am rechten Ellenbogen seien inadäquat gewesen; bei der Unter-
suchung hätten sich zudem widersprüchliche Befunde ergeben. Eine pro-
gnostische Aussage lasse sich nur schwer machen, zumal das Beschwer-
debild nun schon sehr lange andaure und zweifellos extrasomatische Mo-
mente im Spiel seien; auch der Entscheid, die Rente aufzuheben, beein-
flusse den weiteren Verlauf negativ. Körperlich werde der Beschwerdefüh-
rer durch seine rechtsseitigen Beinschmerzen behindert und zudem limitie-
re die Hüftprothese seine beruflichen Einsatzmöglichkeiten. Die geäusser-
ten Beschwerden bei Überkopfarbeiten seien trotz gutem Lokalbefund an 
sich glaubhaft; ansonsten seien alle Funktionen erhalten. Der angestammte 
Beruf als … sei nicht mehr zumutbar. Eine wechselnd belastende, mehr-
heitlich sitzende Tätigkeit sollte hingegen ganztags möglich sein; an einem 
suboptimalen Arbeitsplatz sei wegen zusätzlicher Sitz- oder Bewegungs-
pausen eine Leistungseinbusse von 10 bis 15% denkbar (AB 120.1/12 ff., 
120.2/1 Mitte).

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3.2.3 In der interdisziplinären Beurteilung kamen die Gutachter zum 
Schluss, dass für eine wechselnd belastende Tätigkeit, die vorwiegend 
sitzend ausgeübt werde, eine Einschränkung von 15 bis 20% bestehe; da-
bei werde berücksichtigt, dass sich die psychosomatischen und die somati-
schen Befunde teilweise überdeckten. Die Arbeit als … sei nicht mehr zu-
mutbar (AB 119.2/2).

3.3 Mit Schreiben vom 3. September 2012 (zuhanden der Rechtsvertre-
tung des Beschwerdeführers; AB 128/2 ff.; vgl. auch AB 138/2 ff.) doku-
mentierte der behandelnde Psychiater med. pract. G.________ die aktuelle 
Situation und nahm zum psychiatrischen Gutachten (AB 119.1) Stellung. Er 
wies darauf hin, dass sich der Beschwerdeführer (nach früheren Behand-
lungsphasen ab Juli 2006) seit Dezember 2011 wieder in seiner ambulan-
ten Behandlung befinde. Er zeige weiterhin Symptome einer rezidivieren-
den depressiven Störung sowie einer kombinierten Persönlichkeitsstörung 
und dazu auch von körperlicher Seite her manifeste schmerzbedingte Ein-
schränkungen in seiner Beweglichkeit und Belastbarkeit. Es sei eine neue 
Antidepressiva-Behandlung begonnen worden; der Beschwerdeführer habe 
die Termine bisher regelmässig wahrgenommen und habe sich – entgegen 
dem Vermerk im Gutachten – an die verordnete medikamentöse Behand-
lung gehalten. Die Stimmungslage sei anhaltend bedrückt. Auf die seitens 
der Beschwerdegegnerin erfolgten Abklärungsschritte habe er mit einem 
insgesamt depressiv bestimmten Reaktionsmuster mit hohem Ärger, Ge-
fühlen von Gekränktheit und fatalistischen Gedanken reagiert; er habe 
auch von aufgetretenen suizidalen Gedanken sowie vermehrtem Alkohol-
konsum zur "Beruhigung" seiner Angespanntheit tagsüber gesprochen. Im 
angestammten Beruf als … sei er nicht mehr erwerbsfähig; aufgrund seiner 
psychischen Erkrankung sei er auch für andere Erwerbstätigkeiten deutlich 
eingeschränkt. Bei längerdauerndem stabilisiertem psychischem Zustands-
bild und Besserung der Schmerzproblematik wäre die mögliche Präsenz an 
einer Arbeitsstelle praktisch zu überprüfen, in einem ersten Schritt aber 
wohl erst mit geringgradiger Präsenz von 20 bis 30%. Das psychiatrische 
Gutachten (AB 119.1) sei unvollständig, teilweise fehlerhaft und gelange in 
sehr abgekürzter Diskussion bzw. in aus fachärztlicher Sicht unzulässig 
vereinfachter Beurteilung zur Beantwortung der durch die Auftraggeberin 
gestellten Fragen: Der Gutachter verzichte ohne ersichtliche Gründe auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 13

den Einbezug relevanter Drittangaben, insbesondere auf Erhebungen bei 
den langjährig behandelnden Ärzten punkto differenzierter Beurteilung und 
auf fremdanamnestische Angaben zur Situation der wiederholt gescheiter-
ten beruflichen Abklärung. Die objektiven Befunde erschöpften sich in ei-
nem anlässlich einer einzigen Untersuchungssitzung erhobenen, recht ru-
dimentär ausgefallenen Psychostatus. Dabei sei der Beschwerdeführer 
offenbar auch nicht näher mit den möglichen psychischen Gründen für das 
mehrmalige Scheitern bisheriger Arbeitsabklärungen konfrontiert worden. 
In der Anamnese werde ihm zugeschrieben, die ambulante Behandlung 
Ende 2007 infolge Stabilisierung der Depression auf schwachem Niveau 
aufgegeben zu haben; tatsächlich sei der Behandlungsabbruch wegen ei-
nes Auslandsaufenthalts des behandelnden Psychiaters erfolgt. Anlässlich 
der mehrmonatigen teilstationären Behandlung im Frühling/Sommer 2006 
sei der Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung bestätigt und im Austritts-
bericht explizit eine paranoide Persönlichkeitsstörung diagnostiziert worden 
(vgl. AB 5/3 ff.).

3.4 Hierzu nahm der psychiatrische Gutachter am 31. Oktober 2012 
dahingehend Stellung (AB 133), dass sich der behandelnde Psychiater 
über die Stärke der von ihm diagnostizierten rezidivierenden depressiven 
Störung ausschweige, weshalb dessen Ausführungen nicht aussagekräftig 
seien. Durch Einbezug der körperlichen Seite würden diese Beschwerden 
quasi doppelt (psychiatrisch und rheumatologisch) gewichtet. Offensichtlich 
gehe der behandelnde Psychiater, indem die Depressivität durch die erfolg-
ten Abklärungsschritte hervorgerufen worden sein solle, ebenfalls von einer 
depressiven Reaktion aus. In Anbetracht des ausführlichen Aktenmaterials 
habe sich die Einholung von zusätzlichen Drittangaben erübrigt. Im Gutach-
ten beschränke er sich als Gutachter auf das Festhalten der relevanten 
psychopathologischen Befunde, wobei er sich grossteils auf die ausführli-
che Aktenlage abstützen dürfe. Während mehreren, in unterschiedlichen 
Kliniken zum Teil längere Zeit stattfindenden Aufenthalten sei nie eine Per-
sönlichkeitsstörung diagnostiziert worden; es erstaune ihn sehr, dass als 
einzige Therapiestation eine Tagesklinik eine paranoide Persönlichkeitss-
törung festgestellt habe. Da er selber eine solche nicht habe feststellen 
können, habe er sich veranlasst gesehen, diese auszuschliessen. Ange-
sichts der Wichtigkeit der Frage der Medikamenteneinnahme könne er nur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 14

empfehlen, die Compliance des Beschwerdeführers zu kontrollieren, zumal 
dieser beim Untersuchungstermin angegeben habe, die Medikamente nur 
sporadisch einzunehmen. Ebenso ist aufgrund der nachfolgenden Feststel-
lungen von einer fraglichen Motivation zur beruflichen Eingliederung aus-
zugehen: Gemäss Abklärungsbericht AMA E.________ vom 19. November 
2010 (AB 68) habe der Beschwerdeführer am 15. Oktober 2010 die 
E.________ im Verlaufe des Vormittags wegen angeblich starken Hüft- und 
Schulterschmerzen verlassen; mit Blick auf einen Arzttermin am Folgetag 
habe er sich erkundigt, bei wem er sich am (folgenden) Montag abmelden 
müsste, wenn er nicht mehr käme. Den Garderobenschlüssel sowie die 
Zeiterfassungsstempelkarte habe er dem Vorgesetzten bereits vor dem 
Arztbesuch ausgehändigt. Gleichgültig habe er angegeben, dass er vom 
Sozialdienst gleichviel Geld erhalte wie von der IV. In der E.________ sei-
en auch die Funktionen und die Belastbarkeit ausführlich untersucht und 
beschrieben worden. Zusammenfassend könnten dem Schreiben des be-
handelnden Psychiaters (AB 128/2 ff.) deshalb keine Angaben entnommen 
werden, welche eine andere Beurteilung rechtfertigen würden.

3.5 Auch nach Ansicht des RAD-Arztes Dr. med. L.________, Facharzt 
für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Tropen- und Reisemedizin 
sowie Allgemeine Innere Medizin FMH, vermögen die Ausführungen des 
behandelnden Psychiaters nicht zu überzeugen (AB 139).

4.

4.1 Das interdisziplinäre Gutachten (AB 119.1 f. und 120.1 ff.) erfüllt die 
von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines me-
dizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.5 hiervor), wes-
halb diesem volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb 
S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Ab-
klärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung 
der geklagten Beschwerden getroffen worden.

4.2 Dass der psychiatrische Gutachter gestützt auf seine Befunde (vgl. 
E. 3.2.1 hiervor) von der Remission der rezidivierenden depressiven 
Störung ausgegangen ist, überzeugt, zumal der Beschwerdeführer die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 15

psychiatrische Behandlung erst wieder aufnahm, als er sich mit dem Ent-
scheid über die Aufhebung der Invalidenrente konfrontiert sah. Es ist ak-
tenkundig und vom behandelnden Psychiater selber so ausgeführt, dass 
der Beschwerdeführer die Wiederaufnahme von Terminen zur Weiter-
führung der stabilisierenden Behandlung ab Februar 2008 nicht wahrnahm 
(AB 128/4) und eine Behandlung erst wieder ab Dezember 2011 erfolgte 
(AB 111/2). In diesem Zusammenhang legt der psychiatrische Gutachter 
überzeugend dar, dass es sich bei der im November 2011 aufgetretenen 
depressiven Reaktion um eine bloss vorübergehende und von der depres-
siven Grunderkrankung klar abgrenzbare Störung des seelischen Gleich-
gewichts handelte und es somit nicht zu einer manifesten Reaktivierung der 
depressiven Verstimmung kam (AB 119.1/10; vgl. auch AB 133/2). Ähnlich 
beschreibt denn auch der behandelnde Psychiater die durch die erfolgten 
Abklärungsschritte hervorgerufene Depressivität als eine Reaktion bzw. ein 
depressiv bestimmtes Reaktionsmuster (AB 128/3). Folgerichtig hat der 
psychiatrische Gutachter diese Reaktion mit ICD-10 F42.21 kodiert (AB 
119.1/9).

4.3 Eine (paranoide) Persönlichkeitsstörung haben die Psychiatrischen 
Dienste M.________ erst im Rahmen ihrer zweiten tagesklinischen Be-
handlung vom 13. Februar bis 28. Juli 2006 (AB 5/5 f.) und der ambulanten 
Nachbetreuung vom 4. August 2006 (AB 5/3 f.) diagnostiziert. Der für die 
stationäre Folgebehandlung zuständige Psychiatrische Dienst N.________ 
übernahm diese Diagnose indessen nicht (AB 5/1 f.) und der behandelnde 
Psychiater beschränkt sich in seinen vom 2. Februar 2007 (AB 23/1 lit. A) 
und 14. April 2012 (AB 111/2 f.) datierten Berichten auf eine entsprechende 
Verdachtsdiagnose. In Kenntnis dessen und gestützt auf eigene Abklärun-
gen schliesst der psychiatrische Gutachter alsdann eine derartige Störung 
in überzeugender Weise aus (AB 119.1/9, 133/3 ff.). Soweit dies vom be-
handelnden Psychiater beanstandet wird (AB 128/4 f., 138/3), ist darauf 
hinzuweisen, dass dieser bloss die entsprechende Diagnose der Psychia-
trischen Diensten M.________ vorschiebt und sich seinerseits auf eine 
Verdachtsdiagnose beschränkt. Dies vermag keine Zweifel am Gutachten 
zu begründen. Kommt hinzu, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu-
gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 16

4.4 Insoweit kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
(Beschwerde, S. 4) nicht von einer anderen Würdigung eines unverändert 
gebliebenen Sachverhalts ausgegangen werden; mit der Remission der 
depressiven Störung ist ein Revisionsgrund eingetreten (vgl. E. 2.7.1 hier-
vor).

4.5 Auch in somatischer Hinsicht ist von einer Verbesserung der Situa-
tion an der linken Schulter auszugehen, konnte doch der rheumatologische 
Gutachter die von Dr. med. H.________ im Bericht vom 3. Januar 2007 
noch beschriebene eingeschränkte aktive Schulterbeweglichkeit (vgl. 
E. 3.1.2 hiervor) im Rahmen der klinischen Untersuchung nicht mehr fest-
stellen und hinsichtlich der im Mai 2007 erfolgten Schulteroperation von 
einem erfreulichen Resultat berichten (vgl. E. 3.2.2 hiervor).

4.6 Damit ist erstellt, dass im Vergleichszeitraum eine klare Verbesse-
rung sowohl des psychischen wie auch des somatischen Gesundheitszu-
stands eingetreten ist. Das von den Gutachtern umschriebene Zumutbar-
keitsprofil (vgl. E. 3.2.3 hiervor) trägt sowohl den körperlichen Beschwerden 
als auch der depressiv gefärbten Grundstimmung aus medizinischer Sicht 
umfassend Rechnung. Ob der vom psychiatrischen Gutachter berücksich-
tigten depressiven Grundstimmung aus sozialversicherungsrechtlicher 
Sicht überhaupt Krankheitswert beizumessen ist (zumal reaktive Depressi-
onen als durch Psychotherapie leicht beeinflussbar gelten und im Allge-
meinen rasch abklingen, wenn z.B. ihre Ursache aufgehoben wird, weshalb 
rechtsprechungsgemäss deren invalidisierender Charakter regelmässig zu 
verneinen ist; vgl. ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über 
die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 35; vgl. auch BGE 127 V 
294 E. 5a S. 299), braucht vorliegend – wie sich aus den nachfolgenden 
Erwägungen ergibt – nicht geklärt zu werden. In diesem Zusammenhang ist 
noch zu erwähnen, dass der Beschwerdeführer allem Anschein nach nicht 
auf eine Überwindung seiner Beschwerden hinwirkt, hat er doch schon vor 
der Konsultation eines Arztes klar zu erkennen gegeben, dass er die zweite 
AMA nicht zu Ende führen werde (vgl. E. 3.4 hiervor). Aufgrund der erhebli-
chen Verbesserung des Gesundheitszustands ist der Rentenanspruch 
nachfolgend umfassend zu prüfen (vgl. E. 2.7.2 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 17

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
bzw. im Revisionszeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 
322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- 
und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf je-
doch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung 
der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen 
und beruflichen Faktoren abgestellt werden (AHI 1999 S. 240 E. 3b; Ent-
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: BGer] 
vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 18

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 
E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Für die Bestimmung 
des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, 
die nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intel-
lektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist in der Regel 
vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn ("Total") für Männer oder 
Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) 
auszugehen. Dabei sind in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten 
Sektor massgebend (SVR 2002 UV Nr. 15 S. 50 E. 3c cc). Da den Tabel-
lenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, 
ist eine Umrechnung auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenar-
beitszeit erforderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 19

5.3 Für den Einkommensvergleich ist auf den Zeitpunkt der Rentenrevi-
sion (Entscheid des EVG [heute: BGer] vom 3. Juli 2006, I 86/06, E. 4), 
mithin auf das Jahr der hier angefochtenen Verfügung abzustellen. Mass-
gebend sind somit die Verhältnisse des Jahres 2013 (vgl. AB 140).

5.4 Der Beschwerdeführer hat die letzte Festanstellung im Jahr 2002 
zufolge Konkurses des Arbeitgebers (AB 5/20 Mitte) und die hierauf folgen-
den Temporärstellen "mangels Aufträgen" verloren (AB 6/1 Ziff. 3); der 
Stellenverlust beruht somit nicht auf gesundheitlichen, sondern auf invali-
ditätsfremden Gründen. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin das 
Valideneinkommen schon in der rentenzusprechenden Verfügung (AB 29) 
zu Recht aufgrund statistischer Zahlen der LSE bestimmt und in der nun-
mehr angefochtenen Verfügung (AB 121) der Preisentwicklung des Jahres 
2011 angepasst. Gemäss der Tabelle TA1 der LSE für das Jahr 2010 (ab-
rufbar unter www.bfs.admin.ch), Zeile … (…), Männer, Anforderungsniveau 
3 (vgl. AB 1/4 Ziff. 6.2), beträgt der massgebliche monatliche Bruttolohn 
Fr. 5'740.--. Aufgerechnet auf ein Jahr und angepasst sowohl an die Nomi-
nallohnentwicklung bis 2013 (BFS, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex 
Männer 2011 - 2013, Abschnitt … […], Index Jahr 2010: 100 Punkte, Index 
Jahr 2013: 102.3 Punkte) als auch an die allgemeine wöchentliche Arbeits-
zeit im Jahr 2013 von 41.4 Stunden (BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, Zeilen … […]) ergibt dies ein jährliches Einkommen 
von Fr. 72'930.50 (Fr. 5'740.-- x 12 / 100 x 102.3 / 40 x 41.4).

5.5

5.5.1 Da der Beschwerdeführer keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen hat, ist auch das Invalideneinkommen aufgrund 
des Tabellenlohns zu bestimmen. Gemäss der Tabelle TA1 der LSE für 
das Jahr 2010 beträgt der massgebliche monatliche Bruttolohn (Anforde-
rungsniveau 4, Total, Männer) Fr. 4‘901.--. Aufgerechnet auf ein Jahr 
(Fr. 4‘901.-- x 12 = Fr. 58'812.--), arbeitszeitbereinigt (Fr. 58‘812.-- / 40 x 
41.7 [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total] 
= Fr. 61'311.50) und nach Vornahme der Indexierung (Fr. 61'311.50 / 100 
Punkte x 102.5 Punkte [BFS, T.1.1.10 Männer, Total]) beträgt das lohnsta-
tistische Jahreseinkommen bei einem vollen Pensum somit Fr. 62'844.30. 
Unter Berücksichtigung der zumindest 80%igen Leistungsfähigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 20

(AB 119.2/2) ergibt dies ein Einkommen von mindestens Fr. 50'275.45 
(Fr. 62'844.30 x 0.8) im Jahr.

5.5.2 Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (Beschwerde, 
S. 4 Ziff. 5) ist kein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 5.2.2 zweiter Abschnitt 
hiervor) vorzunehmen: Die Beschwerdegegnerin stellte beim Einkommens-
vergleich hinsichtlich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit auf das medizini-
sche Zumutbarkeitsprofil und die entsprechende Leistungseinbusse von 
(maximal) 20% ab (AB 140, vgl. auch AB 119.2/2). Darin enthalten sind 
eine Leistungseinbusse einerseits aus psychiatrischer Sicht (AB 119.2/1 
unten), welcher allenfalls gar kein Krankheitswert aus sozialversicherungs-
rechtlicher Sicht zukommt (vgl. E. 4.6 hiervor), und andererseits aus rheu-
matologischer Sicht, die vor allem an einem suboptimalen Arbeitsplatz we-
gen zusätzlicher Sitz- oder Bewegungspausen zum Tragen käme (vgl. 
E. 3.2.2 hiervor). Damit wurde den behinderungsbedingten Einschränkun-
gen mit der Berücksichtigung einer um 20% reduzierten Leistungsfähigkeit 
bereits umfassend Rechnung getragen. Unter diesen Umständen steht der 
vom Beschwerdeführer postulierte weitere leidensbedingte Abzug von 
nochmals 20% ausser Diskussion. Ebenso wenig rechtfertigt bei dieser 
Sachlage das fortgeschrittene Alter einen solchen, zumal vorliegend davon 
auszugehen ist, die allenfalls altersbedingt in Kauf zu nehmenden Lohnbe-
nachteiligungen lägen in der Einschränkung des konstitutionellen Leis-
tungsvermögens, welche bereits im Rahmen des medizinischen Zumutbar-
keitsprofils (vgl. E. 3.2.3 hiervor) umfassend berücksichtigt wurde. Vorlie-
gend beruhen zudem beide Vergleichseinkommen auf statistischen Grös-
sen, weshalb invaliditätsfremde Gründe (Alter, Nationalität, Aufenthaltska-
tegorie, Dienstjahre, Beschäftigungsgrad) ohnehin bei beiden Einkommen 
zu berücksichtigen wären (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5), zumal der Beschwerdeführer seine letzte Anstellung 
auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen verloren hätte (vgl. E. 5.4 
hiervor). Somit hat es mit dem vorstehend ermittelten Tabellenlohn (vgl. 
E. 5.5.1 hiervor) sein Bewenden; das Invalideneinkommen beträgt dem-
nach Fr. 50'275.45.

5.6 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 72'930.50 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 50'275.45 resultiert ein Invaliditätsgrad von 31% 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 21

(zur Rundung: BGE 130 V 121 S. 123 E. 3.2 und 3.3). Somit besteht ab 
März 2013 (Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversi-
cherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]) kein Anspruch auf eine 
Invalidenrente (vgl. E. 2.2 hiervor). Die Verfügung vom 10. Januar 2013 
(AB 140) ist nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen.

5.7 Dass die Beschwerdegegnerin nach dem Abbruch der AMA in der 
E.________ (AB 68) die Eingliederungsbemühungen bei nicht gegebener 
Motivation nicht wieder aufgenommen hat, wird vom Beschwerdeführer zu 
Recht nicht beanstandet.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2014, IV/13/115, Seite 22

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.