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**Case Identifier:** aed89da0-27bf-5847-b380-0dd01de1ec92
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.03.2025 200 2023 635
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-635_2025-03-24.pdf

## Full Text

ALV 200 2023 635 
WIS/TOZ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 24. März 2025

Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Arbeitslosenkasse Unia 
Kompetenzzentrum D-CH-West, Monbijoustrasse 61, Postfach 3398, 
3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. August 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, ALV 200 2023 635

-2-

Sachverhalt:

A.

Die 1986 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 29. Mai 2020 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszen-
trum zur Arbeitsvermittlung an und stellte einen Antrag auf Arbeitslosenent-
schädigung ab dem 1. Juni 2020 (Akten [act. II] der Arbeitslosenkasse Unia 
[Unia bzw. Beschwerdegegnerin] 196 f. 293 - 296). Die Unia eröffnete eine 
Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022, 
welche zufolge der Covid-19-Pandemie bis 30. November 2022 verlängert 
wurde, und richtete in der Folge Taggelder aus, basierend auf einem ver-
sicherten Verdienst von Fr. 3'665.-- bzw. einem Taggeld von Fr. 135.10 
(80 % des versicherten Verdienstes; Akten der Unia [act. IIA] 22 Ziff. II f.; 
vgl. Akten der Unia [act. IIB] 676, 643, 616, 597, 582, 420, 405, 392). An-
lässlich einer internen Dossierkontrolle im August 2022 (d.h. nach Erhalt 
von letzten fehlenden Unterlagen betreffend Arbeitsverträge [vgl. act. IIA 
276, 285]) stellte die Unia fest, dass die Berechnung des versicherten Ver-
dienstes fehlerhaft gewesen sei. Mit Verfügung vom 6. September 2022 
(act. IIA 229 - 232) setzte die Unia den versicherten Verdienst rückwirkend 
ab dem 1. Juli 2020 auf Fr. 2'323.-- resp. das Taggeld auf Fr. 85.65 fest, 
verneinte einen Anspruch auf Arbeitslosentschädigung für die Kontrollperi-
oden Mai und Juni 2021 und forderte für die Monate Juli bis Dezember 
2020 (Fr. 6'146.05), Januar 2021 und März bis Juni 2021 (Fr. 6'668.15), 
Januar bis März 2022 sowie Mai bis Juni 2022 (Fr. 4'351.25) zu viel ausge-
richtete Leistungen im Umfang von insgesamt Fr. 17'165.45 zurück, da die 
erzielten Zwischenverdienste höher seien als das der Versicherten zuste-
hende Arbeitslosentaggeld. Die dagegen von der Versicherten erhobene 
Einsprache (act. IIA 210 - 212) hiess die Unia mit Entscheid vom 17. Au-
gust 2023 (act. IIA 81 - 87) teilweise gut, hob die angefochtene Verfügung 
auf, setzte den versicherten Verdienst rückwirkend ab dem 1. Juli 2020 
auf Fr. 2'920.-- fest und reduzierte die Rückforderung auf Fr. 11'931.25. 

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-3-

B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 12. September 2023 Beschwerde mit 
dem Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid sei zu überprüfen.

Mit Beschwerdeantwort vom 1. November 2023 verwies die Beschwerde-
gegnerin auf den während des hängigen Beschwerdeverfahrens ergange-
nen Wiedererwägungsentscheid vom 1. November 2023 (act. IIA 22 - 32), 
mit welchem sie ihren Einspracheentscheid vom 17. August 2023 in Wie-
dererwägung zog und die Rückforderung von zu viel bezahlter Arbeitslo-
senentschädigung – unter Neuberechnung der Kontrollperioden Juli bis 
Oktober 2020 und Juni 2022 – auf Fr. 10'987.85 reduzierte. Sie beantragte, 
das Beschwerdeverfahren sei infolge Wiedererwägungsentscheid pendente 
lite vom 1. November 2023 als gegenstandslos abzuschreiben. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 6. November 2023 forderte die Instruk-
tionsrichterin die Beschwerdeführerin auf, zum Wiedererwägungsentscheid 
vom 1. November 2023 Stellung zu nehmen.

Mit Eingabe vom 5. Januar 2024 zeigte sich die Beschwerdeführerin mit 
dem Wiedererwägungsentscheid vom 1. November 2023 insoweit nicht 
einverstanden, als der Rückforderungsbetrag auf Fr. 10'356.-- festzulegen 
sei.

Am 31. Januar 2024 reichte die Beschwerdegegnerin eine Stellungnahme 
ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

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-4-

(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Weiter sind auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten. 

1.2

1.2.1 Der Versicherungsträger kann eine Verfügung oder einen Einspra-
cheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiederer-
wägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (Art. 53 
Abs. 3 ATSG). Nach der Rechtsprechung kommt diese Bestimmung nur 
zum Tragen, wenn die Behörde zu Gunsten der Beschwerde führenden 
Partei verfügt. Denn ein lite pendente erlassener Entscheid beendet den 
Streit nur insoweit, als damit den Begehren der Beschwerde führenden 
Partei entsprochen wird. Soweit im neuen Entscheid Streitfragen ungelöst 
bleiben, besteht der Streit über die nichterfüllten Begehren weiter. In die-
sem Falle muss die Beschwerdeinstanz auf die Sache eintreten, soweit 
darüber im neuen Entscheid nicht befunden worden ist, ohne dass die Be-
schwerde führende Person diese ebenfalls anzufechten braucht. Ist mit 
dem nach Rechtshängigkeit erlassenen Entscheid eine Schlechterstellung 
(reformatio in peius) der versicherten Person verbunden, kommt dieser 
lediglich der Charakter eines Antrages an das Gericht zu (BGE 127 V 228 
E. 2b bb S. 233, 113 V 237 E. 1a S. 238; ZAK 1992 S. 117 E. 5a; Urteil des 
Bundesgerichts [BGer] 9C_22/2019 vom 7. Mai 2019 E. 3.1).

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1.2.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 17. August 
2023 (act. IIA 81 - 87), mit welchem die Rückforderung von zu viel bezahl-
ter Arbeitslosenentschädigung für die Kontrollperioden Juli 2020 bis Januar 
2021, März bis Juni 2021, Januar bis März 2022 sowie Mai bis Juni 2022 
auf Fr. 11'931.25 reduziert wurde. 

Während des Beschwerdeverfahrens zog die Beschwerdegegnerin den 
angefochtenen Entscheid in Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 3 ATSG) und 
reduzierte die Rückforderung – unter Neuberechnung der Kontrollperioden 
Juli bis Oktober 2020 und Juni 2022 – auf Fr. 10'987.85 (Wiedererwä-
gungsentscheid vom 1. November 2023 [act. IIA 22 - 32]).

Mit Eingabe vom 5. Januar 2024 zeigte sich die Beschwerdeführerin mit 
dem Wiedererwägungsentscheid vom 1. November 2023 insoweit nicht 
einverstanden, als die Rückforderung auf Fr. 10'356.-- festzulegen sei. So-
mit hat die Beschwerdegegnerin mit dem pendente lite erlassenen Ent-
scheid vom 1. November 2023 dem Antrag der Beschwerdeführerin nicht 
vollumfänglich entsprochen (vgl. E. 1.2.1 hiervor), weshalb das Beschwer-
deverfahren nicht als gegenstandlos geworden vom Protokoll abzuschrei-
ben, sondern fortzusetzen und auf die Beschwerde einzutreten ist (vgl. 
Art. 71 Abs. 2 VRPG). Der Wiedererwägungsentscheid vom 1. November 
2023 (act. IIA 22 - 32) kann damit lediglich als Antrag an das Gericht be-
trachtet werden, wie nach Auffassung der Beschwerdegegnerin zu urteilen 
sei.

1.2.3 Streitig und zu prüfen ist die Rückforderung von zu viel bezahlter 
Arbeitslosenentschädigung von Fr. 11'931.25 für die Kontrollperioden Juli 
2020 bis Januar 2021, März bis Juni 2021, Januar bis März 2022 sowie Mai 
bis Juni 2022. Soweit die Beschwerdeführerin die Berechnung des Zwi-
schenverdienstes resp. Verdienstausfalles der Kontrollperiode August 2022 
beanstandet (vgl. Eingabe vom 5. Januar 2024, S. 1 Ziff. 3 und 5 [in den 
Gerichtsakten]), bewegt sie sich ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes 
(vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 S. 67, 
9C_86/2021 E. 5.2), weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten 
ist (vgl. auch Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 31. Januar 2024, S. 3 
Ziff. 4 [in den Gerichtsakten]). Anzumerken ist, dass die diesbezügliche 

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Abrechnung von August 2022 (act. IIA 228) – da keine anfechtbare Verfü-
gung verlangt wurde – in Rechtskraft erwachsen ist. 

1.3 Der Streitwert liegt unter Fr. 20'000.-- (vgl. act. IIA 81 Ziff. 4), wes-
halb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit 
fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wer ganz oder teil-
weise arbeitslos ist, einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat, in der 
Schweiz wohnt, die obligatorische Schulzeit zurückgelegt und weder das 
Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht, 
die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist, 
vermittlungsfähig ist und die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 8 Abs. 1 AVIG).

2.1.2 Für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit gelten, sofern das 
Gesetz nichts anderes vorsieht, zweijährige Rahmenfristen (Art. 9 Abs. 1 
AVIG). Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten 
Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 
AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem 
Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG).

2.1.3 Die Arbeitslosenentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet 
(Art. 21 AVIG). Ein volles Taggeld beträgt 80 % des versicherten Verdiens-
tes (Art. 22 Abs. 1 AVIG). Der Tagesverdienst wird ermittelt, indem der Mo-
natsverdienst durch 21.7 geteilt wird (Art. 40a AVIV).

2.1.4 Als versicherter Verdienst gilt laut Art. 23 Abs. 1 AVIG der massge-
bende Lohn im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; 

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SR 831.10) i.V.m. Art. 7 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101), der während 
eines Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnis-
sen normalerweise erzielt wurde. Darin eingeschlossen sind die vertraglich 
vereinbarten regelmässigen Zulagen (wie 13. Monatslohn, Treueprämien, 
Dienstaltersgeschenke, Orts- und Teuerungszulagen und Gratifikationen), 
soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstel-
len. Diese Zulagen sind anteilsmässig auf jene Monate anzurechnen, auf 
die sie sich beziehen, weshalb unerheblich ist, wann sie (innerhalb des 
Bemessungszeitraums) zur Auszahlung gelangten. Massgeblich für die 
Ermittlung des versicherten Verdienstes sind die tatsächlichen Lohnbezü-
ge, nicht die arbeitsvertraglich festgelegten Löhne (BGE 144 V 195 E. 4.1 
S. 198 und 4.4 S. 199; ARV 2022 S. 440 E. 2.2, 2020 S. 280 E. 4.1).

Nach Art. 37 Abs. 1 AVIV bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem 
Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rah-
menfrist für den Leistungsbezug. Er bemisst sich gemäss Abs. 2 dieser 
Norm nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor 
Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durch-
schnittslohn höher ist als derjenige nach Abs. 1.

2.1.5 Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus unselbstständiger 
oder selbstständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person innerhalb 
einer Kontrollperiode erzielt. Die versicherte Person hat Anspruch auf Er-
satz des Verdienstausfalls (Art. 24 Abs. 1 AVIG). Als Verdienstausfall gilt 
die Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenver-
dienst, mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betref-
fende Arbeit, und dem versicherten Verdienst (Abs. 3). Das Einkommen 
aus Zwischenverdienst wird in jener Kontrollperiode angerechnet, in wel-
cher die Arbeitsleistung erbracht worden ist (Entstehungsprinzip). Unerheb-
lich ist somit, zu welchem Zeitpunkt die versicherte Person die Forderung 
realisiert (Rz. C133 der AVIG-Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirt-
schaft [SECO; abrufbar unter <www.arbeit.swiss>]; zur Bedeutung von 
Verwaltungsweisungen: vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 
S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Als Kontrollpe-
riode gilt jeder Kalendermonat (Rz. C139 AVIG-Praxis ALE). 

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Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person so lange Anspruch 
auf Ersatz des Verdienstausfalls nach Art. 24 Abs. 1 - 3 AVIG, als sie in der 
fraglichen Kontrollperiode nicht eine zumutbare Arbeit im Sinne von Art. 16 
AVIG aufnimmt. Nimmt die versicherte Person während der streitigen Kon-
trollperiode eine – insbesondere lohnmässig – zumutbare Arbeit auf, mithin 
eine Tätigkeit, die ihr ein Einkommen verschafft, welches zumindest dem 
Betrag der Arbeitslosenentschädigung entspricht, bleibt für die Annahme 
eines Zwischenverdienstes kein Raum. Als Zwischenverdienst gilt 
grundsätzlich auch das Einkommen, das in der Fortführung der bisherigen 
Arbeit in zeitlich reduziertem Umfang erzielt wird. Gemäss dem als ge-
setzmässig anerkannten Art. 41a Abs. 1 AVIV (SVR 1999 ALV Nr. 8 S. 21 
E. 2c) besteht innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug ein An-
spruch auf Kompensationszahlungen, wenn das Einkommen geringer ist 
als die der versicherten Person zustehende Arbeitslosenentschädigung 
(BGE 127 V 479 E. 2 S. 480; SVR 2006 ALV Nr. 24 S. 82, C 290/03 
E. 4.3).

Sowohl für die Kompensationszahlungen als auch für die Differenzzahlung 
ist der Verdienstausfall eine zentrale Anspruchsvoraussetzung. Ein ent-
schädigungsberechtigter Verdienstausfall liegt vor, wenn das erzielte Ein-
kommen geringer ist als die der versicherten Person zustehende Arbeitslo-
senentschädigung. Demzufolge sind Verdienstausfälle, die nicht mehr als 
20 bzw. 30 % des versicherten Verdienstes betragen, nicht entschädi-
gungsberechtigt, weil sie im Sinne von Art. 16 AVIG zumutbar sind 
(Rz. B94 AVIG-Praxis ALE).

2.2

2.2.1 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten 
(Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG).

2.2.2 Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechts-
kräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rück-
forderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt wor-
den sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wieder-
erwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der 
Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision 

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(wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 
ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 
S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV 
Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).

2.2.3 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide 
müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder 
der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen 
entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht mög-
lich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG), und die geeignet sind, zu einer anderen 
rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469). Aus-
schlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswür-
digung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer 
Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als 
objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328). Das 
Institut der prozessualen Revision bezweckt die Verwirklichung des materi-
ellen Rechts, indem eine Verfügung zurückgenommen werden soll, die auf 
von Anfang an fehlerhaften tatsächlichen Grundlagen beruht hat (BGE 115 
V 308 E. 4a aa S. 313). Die prozessuale Revision kommt auch bei formlo-
sen, rechtsbeständig gewordenen Leistungszusprechungen zur Anwen-
dung (BGE 143 V 105 E. 2.1 S. 107).

Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind 
innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser 
relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der 
Verfügung resp. des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (vgl. Art. 67 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG; SR 172.021) i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 
V 105 E. 2.1 S. 107; SVR 2023 IV Nr. 43 S. 147, 9C_457/2022 E. 3.2, 2012 
UV Nr. 17 S. 63, 8C_434/2011 E. 3). Grundsätzlich bestimmt sich der Zeit-
punkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entde-
cken können, nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Praxisgemäss be-
ginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei 
eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das ent-
scheidende Beweismittel vorhanden ist (BGE 143 V 105 E. 2.4 S. 108). 

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2.3 Der Rückforderungsanspruch erlischt nach der seit dem 1. Januar 
2021 gültigen Fassung von Art. 25 Abs. 2 ATSG drei Jahre (bis 31. De-
zember 2020: ein Jahr), nachdem die Versicherungseinrichtung davon 
Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der 
einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren 
Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungs-
frist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 ATSG). Bei den 
genannten Fristen handelt es sich um Verwirkungsfristen (BGE 140 V 521 
E. 2.1 S. 525).

Eine Übergangsbestimmung zur Revision der Verjährungsbestimmungen 
enthält das ATSG nicht. Nach allgemeinen übergangsrechtlichen Grund-
sätzen ist bei Fehlen einer die Frage regelnden Übergangsbestimmung die 
Verwirkungsordnung des neuen Rechts auf unter dem alten Recht entstan-
dene (fällige) Ansprüche anwendbar, sofern diese bei Inkrafttreten des 
neuen Rechts noch nicht verwirkt sind (BGE 150 V 89 E. 3.2.1 S. 95, 131 V 
425 E. 5.2 S. 429; Urteil des BGer 8C_106/2024 vom 8. August 2024 
E. 4.6).

3.

3.1 Im Wiedererwägungsentscheid vom 1. November 2023 (act. IIA 
22 - 32) nahm die Beschwerdegegnerin – aufgrund der in der Beschwerde 
(vgl. S. 1 f.) vorgebrachten Einwände (bezüglich des Beschäftigungsgrades 
beim B.________) und der Angaben des B.________ vom 11. Oktober 
2023 (act. IIA 42 f.) – eine Neuberechnung des versicherten Verdienstes 
für die Leistungsrahmenfrist vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022 sowie der 
anrechenbaren Zwischenverdienste der Kontrollperioden Juli 2020 bis Ja-
nuar 2021, März bis Juni 2021, Januar bis März 2022 und Mai bis Juni 
2022 vor (act. IIA 26 - 30 Ziff. 12 - 34). Dabei setzte sie den versicherten 
Verdienst (vgl. Art. 23 Abs. 1 AVIG) auf der Basis des Durchschnittslohnes 
der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Leistungsrahmenfrist (vgl. 
E. 2.1.4 hiervor) neu auf Fr. 3'269.-- fest und bemass das Taggeld aufgrund 
eines Ansatzes von 80 % des versicherten Verdienstes (vgl. Art. 22 Abs. 1 
AVIG) mit Fr. 120.50 (Fr. 3'269.-- x 0.8 : 21.7 Tage [vgl. Art. 40a AVIV; vgl. 

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E. 2.1.3 f. hiervor]; vgl. act. II 26 f. Ziff. 13 - 19). Gestützt darauf reduzierte 
sie die im angefochtenen Einspracheentscheid festgesetzte Rückforderung 
von zu viel bezahlter Arbeitslosenentschädigung von Fr. 11'931.25 (act. IIA 
81) auf Fr. 10'987.85 (act. IIA 22 Ziff. 3). Der neu 
berechnete versicherte Verdienst von Fr. 3'269.-- und das daraus resultie-
rende Taggeld von Fr. 120.50 sind aufgrund der Akten (vgl. act. IIA 33 - 43; 
act. I 2 - 4) nicht zu beanstanden und werden von der Beschwerdeführerin 
denn auch nicht bestritten (vgl. deren Eingabe vom 5. Januar 2024, a.a.O., 
S. 1 Ziff. 1). Ebenfalls nicht bestritten sind die im Wiedererwägungsent-
scheid neu ermittelten, anrechenbaren Zwischenverdienste der Kontrollpe-
rioden Juli 2020 bis November 2020, Januar 2021, März bis Mai 2021, Ja-
nuar bis März 2022 sowie Mai bis Juni 2022, die daraus fliessenden An-
sprüche auf Arbeitslosenentschädigung für die Kontrollperioden Juli 2020 
bis Oktober 2020 und Juni 2022 und die sich daraus neu ergebende Rück-
forderung von zu viel bezahlter Arbeitslosenentschädigung (vgl. besagte 
Eingabe vom 5. Januar 2024, a.a.O., S. 1 Ziff. 3). Es finden sich in den 
Akten auch keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass diese nicht korrekt ermittelt 
worden wären (vgl. act. IIA 27 - 30 Ziff. 20 - 43). 

Von der Beschwerdeführerin gerügt werden einzig noch die Berechnung 
der anrechenbaren Zwischenverdienste der Kontrollperioden Dezember 
2020, Juni 2021 und August 2022 (vgl. besagte Eingabe vom 5. Januar 
2024, a.a.O., S. 1 f. Ziff. 3 und 5 ff.), welche die Grundlagen für die Be-
rechnung allfälliger Verdienstausfälle bilden (vgl. E. 2.1.5 hiervor). Betref-
fend die Berechnung des Zwischenverdienstes resp. Verdienstausfalles der 
Kontrollperiode August 2022 ist auf das in E. 1.2.3 hiervor Gesagte zu ver-
weisen. 

3.1.1 Kontrollperiode Dezember 2020: 

Aktenmässig erstellt und unbestritten sind die Zwischenverdienste der Ar-
beitgeber B.________ von Fr. 161.97 (vgl. IIA 43), C.________ von 
Fr. 307.70 (vgl. act. II 194 f., IIA 95), D.________ von Fr. 226.46 (vgl. act. I 
6, IIA 95) und E.________ GmbH von Fr. 207.70 (vgl. act. I 6, IIA 95); kein 
Zwischenverdienst wurde unbestrittenermassen bei den Arbeitgebern 
F.________ (vgl. act. I 6), G.________ und H.________ erzielt (vgl. dazu 
auch Eingaben der Beschwerdeführerin vom 5. Januar 2024, a.a.O., S. 2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, ALV 200 2023 635

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Ziff. 5, und der Beschwerdegegnerin vom 31. Januar 2024, a.a.O., S. 1 
Ziff. 1).

Weiter steht fest, dass die Beschwerdeführerin vom 23. November 2020 bis 
3. Dezember 2020 (11 Tage) beim I.________ gearbeitet und dabei einen 
Zwischenverdienst von Fr. 1'900.-- (inkl. Ferienentschädigung) bzw. 
Fr. 1'753.90 (exkl. Ferienentschädigung von 8.33 %) erzielt hat (vgl. Ar-
beitsvertrag vom 22. November 2020 [act. IIB 678 f.]), welcher nach dem 
Entstehungsprinzip (vgl. Rz. C133 AVIG-Praxis ALE; vgl. E. 2.1.5 hiervor) 
im Umfang von Fr. 478.35 (3 Tage im Dezember; Fr. 1'753.90 : 11 x 3) an-
zurechnen ist (vgl. Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 31. Januar 2024, 
a.a.O., S. 1 Ziff. 1). Ferner hat die Beschwerdeführerin von August 2020 bis 
Juli 2021 beim I.________ einen Zwischenverdienst von Fr. 4'250.-- (inkl. 
Ferienentschädigung; vgl. Arbeitsvertrag vom 15. Mai 2021 [act. IIB 600 f.]) 
bzw. Fr. 3'923.20 (exkl. Ferienentschädigung von 8.33 %) erzielt, was ei-
nen anteilmässigen monatlichen Zwischenverdienst von gerundet 
Fr. 326.95 (Fr. 3'923.20 : 12) ergibt; dies wurde von der Beschwerdeführe-
rin denn auch nicht beanstandet (vgl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 
5. Januar 2024, a.a.O., S. 2 Ziff. 5). Dementsprechend hat die Beschwer-
deführerin in der Kontrollperiode Dezember 2020 beim I.________ einen 
anzurechnenden Zwischenverdienst von insgesamt Fr. 805.30 (Fr. 478.35 
+ Fr. 326.95) erzielt.

Sodann ist aufgrund der Akten ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin 
in der Kontrollperiode Dezember 2020 beim Arbeitgeber J.________ einen 
Zwischenverdienst von Fr. 2'150.-- (inkl. Spesen) resp. Fr. 2'100.-- (exkl. 
Spesen) erzielte (vgl. act. IIB 628; vgl. auch 624 f.), was einen anzurech-
nenden Zwischenverdienst von Fr. 1'938.52 (exkl. Ferienentschädigung 
von 8.33 %; act. IIA 95) ergibt. Dieser Zwischenverdienst fehlt in der von 
der Beschwerdeführerin geltend gemachten Aufstellung in ihrer Eingabe 
vom 5. Januar 2024 (S. 2 Ziff. 5).

Zusammenfassend hat die Beschwerdeführerin in der Kontrollperiode De-
zember 2020 die folgenden anzurechnenden Zwischenverdienste erzielt 
(vgl. auch Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 31. Januar 2024, a.a.O., 
S. 2 Ziff. 1):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, ALV 200 2023 635

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• B.________: Fr.   161.97

• C.________: Fr.   307.70

• D.________: Fr.   226.46

• E.________ GmbH: Fr.   207.70

• I.________: Fr.   805.30

• J.________: Fr. 1'938.52

Total: Fr. 3'647.65

Da die in der Kontrollperiode Dezember 2020 erzielten Zwischenverdienste 
von Fr. 3'647.65 höher ausfallen als der neu ermittelte versicherte Ver-
dienst von auf Fr. 3'269.-- (vgl. E. 3.1 hiervor), liegt kein Verdienstausfall im 
Sinne von Art. 24 Abs. 3 AVIG (vgl. E. 2.1.5 hiervor) vor resp. besteht kein 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für den besagte Kontrollmonat.

3.1.2 Kontrollperiode November 2020:

Entsprechend dem in E. 3.1.1 hiervor Dargelegten betrug der beim 
I.________ im November 2020 (8 Tage) erzielte Zwischenverdienst neu 
Fr. 1'602.50 (Fr. 1'275.55 [Fr. 1'753.90 : 11 x 8] + Fr. 326.95) statt – wie 
bisher – Fr. 1'554.70 [act. IIA 29 Ziff. 29]). Der neu anzurechnende Zwi-
schenverdienst für die Kontrollperiode November 2020 beträgt unter 
Berücksichtigung des bisher angerechneten, unbestritten gebliebenen (vgl. 
Eingabe der Beschwerdeführerin vom 5. Januar 2024, a.a.O., S. 1 Ziff. 4) 
und nicht zu beanstandenden Zwischenverdienstes von insgesamt 
Fr. 2'555.70 (act. IIA 29 Ziff. 29) Fr. 2'603.50 (Fr. 2'555.70 + Fr. 47.80 
[Fr. 1'602.50 – Fr. 1'554.70]), was bei 21 Arbeitstagen einen Tagesver-
dienst von Fr. 124.-- ergibt. Damit ist das der Beschwerdeführerin im Falle 
von Arbeitslosigkeit zustehende Taggeld von Fr. 120.50 (vgl. E. 3.1 hiervor) 
tiefer als der Tagesverdienst im November 2020, weshalb nicht von einem 
Zwischenverdienst, sondern von einer lohnmässig zumutbaren Arbeit im 
Sinne von Art. 16 AVIG auszugehen ist (vgl. E. 2.1.5 hiervor und Art. 41a 
Abs. 1 AVIV e contrario). Demzufolge besteht für die Kontrollperiode No-
vember 2020 mangels eines relevanten Verdienstausfalls (kein Einkom-
mensverlust von mehr als 20 % des versicherten Verdienstes; vgl. E. 2.1.5 
hiervor) – nach wie vor – kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung 
(bzw. auf Kompensationszahlungen; vgl. act. IIA 29 Ziff. 32), was im Übri-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, ALV 200 2023 635

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gen von der Beschwerdeführerin auch nicht beanstandet wurde (vgl. deren 
Eingabe vom 5. Januar 2024, a.a.O., S. 1 Ziff. 4). 

3.1.3 Kontrollperiode Juni 2021:

Aktenmässig erstellt und unbestritten sind die Zwischenverdienste der 
Arbeitgeber B.________ von Fr. 140.85 (act. IIA 42 f.), C.________ von 
Fr. 307.70, E.________ GmbH von Fr. 249.25 (act. IIB 
593 f.), F.________ von Fr. 750.-- (act. IIB 589 f.) und I.________ von 
Fr. 326.95 (vgl. act. I 6, IIA 96; vgl. zu allem die Eingaben der Beschwerde-
führerin vom 5. Januar 2024, a.a.O., S. 2 Ziff. 5, und der Beschwerdegeg-
nerin vom 31. Januar 2024, a.a.O., S. 2 Ziff. 3).

Weiter steht fest, dass die Beschwerdeführerin – entgegen ihrer Darstel-
lung in der Eingabe vom 5. Januar 2024, a.a.O., S. 2 Ziff. 5) – beim Arbeit-
geber H.________ in der Kontrollperiode Juni 2021 einen Verdienst erzielt 
hat (vgl. act. IIB 540 - 555). Laut Arbeitsvertrag vom 31. März 2021 (vgl. 
act. IIB 542 f.) wurde als Lohn ein Bruttostundenlohn von Fr. 40.-- (inkl. 
Ferienanteil) vorgesehen (act. IIB 542 Ziff. 4), was ohne Ferienanteil von 
8.33 % einen Bruttostundenlohn von Fr. 36.92 ergibt. Vertragsdauer war 
vom 1. April 2021 bis 31. Juli 2022 (act. IIB 542 Ziff. 1). Gemäss Stunden-
auflistung (act. IIB 541) leistete die Beschwerdeführerin im Juni 2021 40 
Arbeitsstunden. Damit beträgt der anzurechnende Zwischenverdienst 
Fr. 1'476.80 (Fr. 36.92 x 40 h).

Zusammenfassend hat die Beschwerdeführerin in der Kontrollperiode Juni 
2021 die folgenden anzurechnenden Zwischenverdienste erzielt (vgl. auch 
Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 31. Januar 2024, a.a.O. S. 3 Ziff. 3):

• B.________: Fr.   140.85

• C.________: Fr.   307.70

• E.________ GmbH: Fr.   249.25

• I.________: Fr.   326.95

• F.________: Fr.    750.--

• H.________: Fr. 1'476.80

Total: Fr. 3'251.55

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Der Tagesverdienst beläuft sich bei 22 Arbeitstagen (vgl. auch Eingaben 
der Beschwerdeführerin vom 5. Januar 2024, a.a.O., S. 2 Ziff. 7, und der 
Beschwerdegegnerin vom 31. Januar 2024, a.a.O., S. 3 Ziff. 3) auf 
Fr. 147.80 (Fr. 3'251.55 : 22) und liegt damit ebenfalls über dem versicher-
ten Taggeld von Fr. 120.50 (vgl. E. 3.1 hiervor), weshalb auch hier nicht 
von einem Zwischenverdienst, sondern von einer lohnmässig zumutbaren 
Arbeit im Sinne von Art. 16 AVIG auszugehen ist (vgl. E. 2.1.5 hiervor und 
Art. 41a Abs. 1 AVIV e contrario). Damit besteht für die Kontrollperiode Juni 
2021 mangels eines relevanten Verdienstausfalls (kein Einkommensverlust 
von mehr als 20 % des versicherten Verdienstes; vgl. E. 2.1.5 hiervor) kein 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (bzw. auf Kompensationszahlun-
gen). 

3.2 Die Zusprache der Arbeitslosenentschädigung für die Kontrollperi-
oden Juli 2020 bis Januar 2021, März bis Juni 2021, Januar bis März 2022 
und Mai bis Juni 2022 erfolgte mittels Taggeldabrechnungen (vgl. act. IIA 
312, 237 - 252). Diese formlosen Mitteilungen erwuchsen unangefochten in 
Rechtskraft, weshalb eine Rückforderung nur unter den Voraussetzungen 
der prozessualen Revision resp. der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 1 f. 
ATSG; vgl. E. 2.2.2 hiervor) möglich ist. Die Beschwerdegegnerin erlangte 
erst gestützt auf eine interne Dossierkontrolle im August 2022 (d.h. nach 
Erhalt von letzten fehlenden Unterlagen betreffend Arbeitgeber [vgl. act. IIA 
276, 285]) hinreichende Kenntnis darüber, dass die von der Beschwerde-
führerin in den erwähnten Kontrollperioden erzielten Einkommen (insbe-
sondere jene des B.________) bei der Berechnung des versicherten Ver-
dienstes nicht korrekt berücksichtigt wurden (vgl. act. IIA 26 Ziff. 12) und 
demzufolge der Beschwerdeführerin zu hohe Leistungen ausgerichtet wur-
den. Indem die Beschwerdegegnerin hiervon erst nachträglich, mithin nach 
der erfolgten Zusprache der Arbeitslosenentschädigung, erfuhr, besteht in 
diesem Umfang ohne weiteres eine die prozessuale Revision begründende 
neue Tatsache (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[heute BGer] C 85/04 vom 11. Oktober 2004 E. 1.3). Die Beschwerdegeg-
nerin durfte daher mit Verfügung vom 6. September 2022 (act. IIA 229 - 
232) auf die – gestützt auf der falschen Berechnung des versicherten Ver-
dienstes erfolgten – Leistungsabrechnungen für die besagten Kontrollperi-
oden zurückkommen und diese nachträglich korrigieren. Damit sind zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, ALV 200 2023 635

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sammenfassend sowohl die formellen (insbesondere 90-tägige Frist 
gemäss Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 67 Abs. 1 VwVG) wie auch die ma-
teriellen Voraussetzungen einer prozessualen Revision erfüllt (vgl. E. 2.2.3 
hiervor). 

3.3 Die Beschwerdegegnerin setzte den zurückzufordernden Betrag im 
Wiedererwägungsentscheid vom 1. November 2023 auf Fr. 10'987.85 
(Fr. 17'165.45 - Fr. 6'177.60 [act. IIA 22 Ziff. 3, 30 Ziff. 34, 230 Ziff. IV - VII]) 
fest. Dieser Betrag ergibt sich aus der Differenz zwischen den in den 
massgebenden Kontrollperioden ausbezahlten Entschädigungen und den 
Leistungen, auf welche die Beschwerdeführerin bei korrekter Berücksichti-
gung der Einkünfte Anspruch gehabt hätte (act. IIA 312, 237 - 252, 30 
Ziff. 34, 230 Ziff. IV - VII) und ist nach Lage der Akten nicht zu beanstan-
den. 

3.4 Die Beschwerdegegnerin forderte die in den Kontrollperioden Juli 
2020 bis Januar 2021, März bis Juni 2021, Januar bis März 2022 und Mai 
bis Juni 2022 ausgerichtete Arbeitslosenentschädigung (vgl. act. IIA 312, 
237 - 252) mit Verfügung vom 6. September 2022 (act. IIA 229 - 232) 
zurück. Wie bereits dargelegt (vgl. E. 3.2 hiervor), erlangte die Beschwer-
degegnerin infolge einer internen Dossierkontrolle resp. nach Erhalt von 
letzten fehlenden Unterlagen im August 2022 hinreichende Kenntnis über 
den unrechtmässigen Leistungsbezug sowie dessen – aus der damaligen 
Aktenlage eruierbares – betragliches Ausmass, so dass es ihr mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit erst nach August 2022 möglich war, das Vorlie-
gen sowie den damaligen Umfang der Rückerstattungsforderung festzustel-
len (vgl. BGE 148 V 217 E. 5.2.1 S. 223, 112 V 180 E. 4a S. 181). Die 
Rückforderung mit Verfügung vom 6. September 2022 (act. IIA 229 - 232) 
erfolgte daher sowohl innerhalb der seit dem 1. Januar 2021 massgeben-
den (relativen) dreijährigen Verwirkungsfrist seit Kenntnisnahme des un-
rechtmässigen Leistungsbezugs als auch vor Ablauf der (absoluten) Fünf-
jahresfrist nach Auszahlung der jeweiligen Taggeldleistungen (vgl. E. 2.3 
hiervor). 

3.5 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht die form-
los erfolgte Ausrichtung von Taggeldern für die Kontrollperioden Juli 2020 
bis Januar 2021, März bis Juni 2021, Januar bis März 2022 sowie Mai bis 

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Juni 2022 in Revision gezogen (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG; vgl. E. 2.2.2 hier-
vor) und zu Unrecht bezogene Taggelder zurückgefordert. Der Betrag der 
Rückforderung beläuft sich auf Fr. 10'987.85 (vgl. E. 3.3. hiervor), womit 
dem Antrag der Beschwerdegegnerin gefolgt werden kann (vgl. E. 1.2.2 
hiervor).

4.

Nach dem Dargelegten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde, so-
weit darauf einzutreten ist, der angefochtene Einspracheentscheid der Ar-
beitslosenkasse Unia vom 17. August 2023 (act. IIA 81 - 87) insoweit ab-
zuändern, als die Rückforderung auf Fr. 10'987.85 zu reduzieren ist. Im 
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

5.2 Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat trotz des 
teilweisen Obsiegens keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da 
die Interessenwahrung nicht einen Arbeitsaufwand erfordert hat, der den 
Rahmen dessen überschreitet, was der oder die einzelne üblicher- und 
zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenhei-
ten auf sich zu nehmen hat (vgl. BGE 127 V 205 E. 4b S. 207; SVR 2019 
KV Nr. 7 S. 47, 9C_714/2018 E. 9.2.1).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

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1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird, soweit darauf einzutre-
ten ist, der angefochtene Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse 
Unia vom 17. August 2023 insoweit abgeändert, als die Rückforderung 
auf Fr. 10'987.85 reduziert wird. Im Übrigen wird die Beschwerde ab-
gewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Arbeitslosenkasse Unia 
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

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fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.