# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 581808bb-aaaf-5e9b-b7d7-46f65287d5db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.05.2024 D-2769/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2769-2024_2024-05-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2769/2024 

law/fes 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Markus König; 

Gerichtsschreiberin Sarah Ferreyra. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Burundi,  

Beschwerdeführer,  

  
 
gegen 

  
 

Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 23. April 2024 / N (…). 

 

 

 

D-2769/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 16. Oktober 

2022 von seinem Heimatland Burundi via Ruanda nach Serbien geflogen 

ist und am 16. November 2022 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags 

um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen vom 12. April 2024 

zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei 

in B._______/F._______ geboren, aber in der Gemeinde C._______ bei 

seiner Tante aufgewachsen, da sein Vater früh verstorben sei und seine 

Mutter erneut geheiratet habe, 

dass er am 10. Oktober 2019 auf dem Nachhauseweg von zwei Personen 

angesprochen und gefragt worden sei, ob er den Imbonerakure (Jugend-

organisation von Burundis Regierungspartei Conseil national pour la dé-

fense de la démocratie – Forces de défense de la démocratie [CNDD-

FDD]; Anmerkung BVGer) beitreten wolle, was er abgelehnt habe, worauf-

hin ihm die zwei Personen Konsequenzen angedroht hätten, 

dass er am 20. Oktober 2019 von drei Männern in ein Fahrzeug gezerrt, 

geschlagen und mit verbundenen Augen an einen unbekannten Ort ge-

bracht worden sei, wo er mit auf den Rücken gefesselten Armen für unge-

fähr zwei Tage festgehalten, immer wieder geschlagen und ihm dabei ge-

sagt worden sei, er werde wie sein Freund, der getötet worden sei, enden, 

weil er die Beitrittsanfrage abgelehnt habe, 

dass er danach von einem Mann, der ein ehemaliger Kollege seines Vaters 

in der Armee gewesen sei, abgeholt und ins Spital gebracht worden sei, 

dass er sich nach dem Spitalaufenthalt zu einer anderen Tante nach 

D._______/F._______ begeben habe, wo er bis zur Ausreise gelebt und 

das Haus nie verlassen habe, 

dass am 15. Oktober 2022 die Tante in C._______ von dem Mann, der ihm 

damals zur Flucht verholfen habe, darüber informiert worden sei, dass die 

Männer seinen Aufenthaltsort herausgefunden hätten, weshalb er mithilfe 

seiner Tante illegal aus Burundi ausgereist sei, 

dass der Beschwerdeführer ein Foto seiner burundischen Identitätskarte, 

zwei Fotos mit seinen Freunden und ein Foto seines ermordeten Freundes 

einreichte, 

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Seite 3 

dass das SEM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 23. April 2024 

feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

sein Asylgesuch vom 16. November 2022 ablehnte, die Wegweisung aus 

der Schweiz verfügte, ihn verpflichtete, das Staatsgebiet der Schweiz so-

wie den Schengen-Raum bis am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Ver-

fügung zu verlassen, dies zur Rückreise in seinen Heimatstaat beziehungs-

weise Herkunftsstaat oder zur Weiterreise in ein Land, das sich ausserhalb 

des Schengen-Raumes befinde und in dem er aufgenommen werde, ver-

bunden mit dem Hinweis, wenn er seiner Verpflichtung nicht innert Frist 

nachkomme, könne die Wegweisung unter Zwang vollzogen werden, 

dass es schliesslich den Kanton E._______ mit dem Vollzug der Wegwei-

sung beauftragte und dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten 

gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Mai 2024 beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde erhob, 

dass darin beantragt wird, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, 

der Beschwerdeführer sei als Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm in 

der Schweiz Asyl zu gewähren, eventualiter sei festzustellen, dass der Voll-

zug der Wegweisung unzumutbar ist und es sei die vorläufige Aufnahme 

anzuordnen, subeventualiter sei der Entscheid aufzuheben und die Ange-

legenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen, 

dass zudem in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt wird, es sei auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und die unentgeltliche 

Prozessführung zu gewähren, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 14. Mai 2024 fest-

stellte, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens in der 

Schweiz abwarten, die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ab-

wies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 24. Mai 2024 einen 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 750.– einzuzahlen, verbunden mit 

dem Hinweis, auf die Beschwerde werde nicht eingetreten, wenn der Kos-

tenvorschuss innert der angesetzten Frist nicht bezahlt werde, 

dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss am 21. Mai 2024 ein-

zahlte,  

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem der einverlangte Kostenvorschuss am 

21. Mai 2024 fristgerecht eingezahlt wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass der Beschwerdeführer geltend macht, das SEM habe seine Vorbrin-

gen einseitig gewürdigt und habe landesspezifische Offensichtlichkeiten 

völlig ausser Acht gelassen, eine Verfolgungsgeschichte, die viele positive 

Glaubhaftigkeitselemente aufweise, werde wegen eines einzigen Wider-

spruchs nicht unglaubhaft, und auch wenn er kein exponiertes politisches 

Profil aufweise, sei seine Weigerung, den lmbonerakure beizutreten, im 

korrekten geopolitischen Kontext auszulegen, 

dass diese Einwände unbegründet sind, da das SEM die Asylvorbringen 

des Beschwerdeführers nicht bloss aufgrund eines Widerspruchs bezie-

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hungsweise einzelner Widersprüche in seinen Aussagen als unglaubhaft 

beurteilt hat, sondern auch weil seine Schilderungen insgesamt nicht le-

bensnah, oberflächlich und weitgehend ohne Realkennzeichen ausgefal-

len seien, und es dabei ausführlich dargelegt, warum es von einer konstru-

ierten Geschichte und nicht tatsächlich Erlebtem ausgehe, 

dass zudem nicht ersichtlich ist, inwiefern das SEM bei der Prüfung der 

Asylvorbringen den geopolitischen Kontext ausser Acht gelassen haben 

soll, 

dass sich das SEM auch im Zusammenhang mit dem Vollzug der Wegwei-

sung hinreichend mit der allgemeinen Lage in Burundi und der persönli-

chen Situation des Beschwerdeführers auseinandergesetzt hat, 

dass das SEM den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig und richtig 

erhoben und seine Verfügung hinreichend begründet hat, und die Be-

schwerde keine substantiellen Ergänzungen zum Sachverhalt enthält, die 

das Gegenteil nahelegen würden, 

dass demnach keine Veranlassung besteht, die angefochtene Verfügung 

aus formellen Gründen aufzuheben, weshalb der subeventualiter gestellte 

Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren 

Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen, abzuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

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Seite 6 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtmitteleingabe verlangt, dass die 

Verfolgungssituation und Verfolgungsmotivation in Anerkennung des Kon-

textes der Zwangsrekrutierung Jugendlicher in Burundi sowie seines Alters 

zum Zeitpunkt der asylrechtlich relevanten Vorfälle im Jahr 2019 zu beur-

teilen, 

dass bekannt ist, dass es in Burundi zu politischer Verfolgung und Men-

schenrechtsverletzungen kommt, von denen hauptsächlich Mitglieder von 

Oppositionsparteien, Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen 

und regierungskritische Personen betroffen sind, 

dass die Imbonerakure beschuldigt werden, Jugendliche zwangsweise zu 

rekrutieren, und wer sich weigere, willkürliche Verhaftungen, Misshandlun-

gen, Entführungen und Hinrichtungen riskiere (vgl. UN Human Rights 

Council, Rapport de la Commission d’enquête sur le Burundi 

[A/HRC/48/68], 12. August 2021, S. 17, S. 25 < A/HRC/48/68 (un.org)>; 

Human Rights Watch, World Report 2023, Burundi, <World Report 2023: 

Burundi | Human Rights Watch (hrw.org)>; European Research Council, 

Pro-Government Militias Guidebook, Imbonerakure [Burundi] <Pro-Gov-

ernment Militias | Pro-Government Militia (militias-guidebook.com)> alle 

abgerufen am 27.05.2024), 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung jedoch mit überzeugender 

Begründung ausführt, aus welchen Gründen das Vorbringen des Be-

schwerdeführers betreffend den Versuch der Imbonerakure ihn zwangs-

weise zu rekrutieren, den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss 

Art. 7 AsylG nicht standhält, 

dass es insbesondere zutreffend darlegt, aus welchen Gründen die 

schwerwiegenden Behelligungen, die der Beschwerdeführer über den Zeit-

raum von drei Jahren erfahren habe soll, weil er es am 10. Oktober 2019 

abgelehnt habe, den Imbonerakure beizutreten, nicht nachvollziehbar 

seien, 

dass hinsichtlich der Behauptung des Beschwerdeführers in seiner Rechts-

mitteleingabe, er stamme aus einer politisch engagierten Familie, ergän-

zend festzuhalten ist, dass er anlässlich der Anhörung erklärte, er habe 

sich nie politisch engagiert und habe keine Ahnung von Politik (vgl. SEM-

act. […]-18/16 F100), was nicht auf ein politisch engagiertes Umfeld 

schliessen lässt, das im Visier der Behörden steht, 

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Seite 7 

dass er zudem zu Protokoll gab, er habe über die geltend gemachte Ver-

folgung hinaus keine Probleme mit Behörden oder Dritten gehabt (vgl. 

SEM-act. […]-18/16 F101 f.), 

dass deshalb nicht ersichtlich ist, inwiefern der Beschwerdeführer aus Sicht 

der Behörden als regierungskritische Person erscheinen soll, 

dass das SEM auch die auf die Ablehnung auf die Beitrittsanfrage der Im-

bonerakure folgende Entführung am 20. Oktober 2019 zu Recht als un-

glaubhaft beurteilt, 

dass selbst wenn die Schilderung seiner Entführung einzelne Realkennzei-

chen enthält, das SEM überzeugend darlegt, dass seine Erzählung nicht 

lebensnah und überwiegend wie ein auswendig gelernter Ablaufbericht 

wirke (vgl. SEM-act. […]-18/16 F60, F68) und die ungefähr zweitägige 

Festhaltung kaum Angaben zur Örtlichkeit und zur Gefühlslage des Be-

schwerdeführers während der Gefangenschaft enthalte, 

dass das SEM ferner zutreffend feststellt, es sei nicht nachvollziehbar, dass 

sich der Beschwerdeführer nach der Entführung weiterhin in F._______ 

aufgehalten habe, statt in einem anderen Landesteil Burundis Zuflucht zu 

suchen, wo man ihn und seine Familie nicht gekannt hätte, 

dass diesbezüglich dem Gericht insbesondere auch realitätsfern erscheint, 

dass sich der Beschwerdeführer bis Oktober 2022 während dreier Jahre 

bei seiner Tante im Stadtteil D._______ versteckt haben soll, dabei die 

ganze Zeit im Haus geblieben und nicht nach draussen gegangen sei, aus 

Angst, die Verfolger könnten irgendwann erfahren, wo er sich aufhalte (vgl. 

SEM-act. […]-18/16 F91), 

dass dem SEM auch darin zuzustimmen ist, es sei nicht nachvollziehbar, 

dass die Tante aus C._______, welche überwacht worden sei, den Be-

schwerdeführer mehrmals in D._______ besucht habe, was letztlich dazu 

geführt haben soll, dass ihn die Verfolger ausfindig gemacht hätten, dies 

aber erst nach drei Jahren, 

dass in der Beschwerde sodann keine stichhaltigen Argumente vorgetra-

gen werden, welche die vom SEM in der angefochtenen aufgeführten wi-

dersprüchlichen Angaben des Beschwerdeführers, erklären könnten, 

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dass auch die allgemein gehaltenen weiteren Einwände in der Beschwerde 

zu keiner von derjenigen des SEM abweichenden Beurteilung der (Un-) 

Glaubfhaftigkeit der Asylvorbringen des Beschwerdeführers führen, 

dass für die weiteren Einzelheiten der Begründung auf die zutreffenden 

Erwägungen des SEM in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass angesichts der Unglaubhaftigkeit seiner Asylvorbringen auch nicht 

von einem hinreichend konkreten Risiko einer Zwangsrekrutierung des Be-

schwerdeführers durch die Imbonerakure im Falle seiner Rückkehr nach 

Burundi auszugehen ist, und entgegen der in der Beschwerde vertretenen 

Auffassung auch keine hinreichend verdichteten Anhaltspunkte bestehen, 

aufgrund derer von einer Kollektivverfolgung von Rückkehrenden aus Eu-

ropa nach Burundi auszugehen wäre, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu 

Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung zutreffend darlegte, wes-

halb der angeordnete Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und mög-

lich sei (vgl. dort Ziff. III), 

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Seite 9 

dass der Beschwerdeführer geltend macht, es könne seiner Tante nicht 

zugemutet werden, ihn finanziell zu unterstützen, da sie ihre Ersparnisse 

für seine Flucht aufgewendet habe, zudem könnten seine gesundheitlichen 

Probleme in der Provinz von F._______ nicht adäquat behandelt werden, 

dass diese Einwände nicht geeignet sind, hinsichtlich der Beurteilung der 

Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung zu einer von derjenigen des 

SEM abweichenden Einschätzung zu gelangen, 

dass sich der Beschwerdeführer in Burundi gemäss seinen Angaben an-

lässlich der Anhörung in einer durchschnittlichen finanziellen Situation be-

funden und seine Tante ihn vor seiner Ausreise finanziell versorgt hat, und 

er mit 13 Schuljahren über eine solide Schulbildung mit Schwerpunkt Infor-

matik verfügt (vgl. SEM-act. […]-18/16 F17-F24), 

dass vor diesem Hintergrund davon auszugehen ist, er könne sich dort mit 

Hilfe seines in Burundi vorhandenen Beziehungsnetzes und aufgrund sei-

ner Ausbildung ein wirtschaftliches Auskommen erarbeiten, 

dass er hinsichtlich seiner geltend gemachten Magen- und Herzprobleme 

keinen Arztbericht zu den Akten reichte und das SEM zutreffend ausführte, 

er habe angegeben, er sei in Burundi wegen der Herzbeschwerden bereits 

medizinisch behandelt worden (vgl. SEM-act. […]-18/16 F52), weshalb er 

sich diesbezüglich wieder an jene Institutionen wenden könnte, 

dass nach dem Gesagten die Anordnung der vorläufigen Aufnahme ge-

stützt auf Art. 83 Abs. 1–4 AIG nicht in Betracht fällt, 

dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG) und 

Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden und die Beschwerde daher abzuwei-

sen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der am 21. Mai 2024 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur 

Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der bezahlte Kostenvorschuss wird zur Begleichung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Sarah Ferreyra 

 

 

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