# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 916bc71d-fa0d-5473-a5dd-a09fe713c4be
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 19.08.2021 SB210353
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210353_2021-08-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB210353-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. B. Gut und 

Oberrichterin lic. iur. R. Affolter sowie der Gerichtsschreiber 

MLaw L. Zanetti 

 

Urteil vom 19. August 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. P. Brunner, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
etc. und Widerruf  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 1. Abteilung,  
vom 27. April 2021 (DG210019) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 10. Februar 2021 

(D1 Urk. 15) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 29 S. 20 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG; 

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG; 

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 

7 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit Fr. 300.– Busse. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an 

deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. Juni 2020 für eine Geldstrafe 

von 120 Tagessätzen zu Fr. 40.– im Rahmen des bedingten Strafvollzugs gewährte 

Probezeit von zwei Jahren wird um ein Jahr verlängert. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 beschlag-

nahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 115.– (A014'198'175; A014'200'169) sowie die mit 

Verfügung vom 27. Januar 2021 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 5'595.– 

(A'014'200'169; A014'292'923; A014'446'641; A014'448'761) werden zur Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet. 

7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 

beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Betäubungsmittel und 

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Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung 

überlassen: 

S01761-2020: 
− 1 Feinwaage (A014'197'876) 

− 1 Deo (A014'197'901) 

− 1 durchsichtiges Behältnis (A014'197'923) 

− 1.3 g loses Crack (A014'197'945) 

− 3 Minigrips mit 12.8 g Heroin (A014'197'978) 

− 53 Minigrips mit 41.7 g Kokain (A014'197'989) 

S01766-2020: 
− 1 Cocacola Dose (A014'199'667) 

− 2 Minigrips mit 2.6 g Heroin (A014'199'689) 

− 1 Minigrip mit 6.7 g Kokain (A014'199'690) 

− diverse leere Minigrips (A014'199'725) 

− diverse leere Kapseln (A014'199'747) 

− 3 Minigrip mit 4.9 g Heroin (A014'199'769) 

− 3 Minigrip mit 8.1 g Kokain (A014'199'781) 

− 1 Minigrip mit 1.7 g Marihuana (A014'199'805) 

− 2 Feinwaagen (A014'199'816) 

− 1 Minigrip mit 5.9 g Ecstasy (A014'199'849) 

− 1 Minigrip mit 1.2 g Kokain (A014'199'861) 

− 1 Minigrip mit 0.2 g Haschisch (A014'199'883) 

− 1 Minigrip mit 0.2 g Heroin (A014'199'941) 

− diverse Minigrip mit Betäubungsmittelrückständen (A014'200'023) 

− 4 Minigrip mit 49.5 g Heroin (A014'200'056) 

− 106.2 g Kokain in braunem Klebeband verpackt (A014'200'067) 

− diverse leere Minigrip und leere Kapseln (A014'200'078) 

− 2 Feinwaagen (A014'200'089) 

− 13.8 g Heroin in Alufolie (A014'200'090) 

− 1 Minigrip mit 1.1 g einer unbekannten Substanz (A014'200'170) 

− 1 Cellophan Sack (A014'200'205) 

− 2 Minigrip mit 12 g Heroin (A014'200'318) 

− 16 Minigrip mit 24.1 g Kokain (A014'200'330) 

− 1 Minigrip mit 1.2 g Marihuana (A014'200'341) 

− 1 Minigrip mit 5.7 g Haschisch (A014'200'363) 

− 1 Minigrip mit 3 g Marihuana (A014'200'374) 

− 1 SIM-Karten Halterung Lyca mobile (A014'199'838) 

-   4   - 

− 1 SIM-Karte Lebara (A014'200'103) 

− 1 SIM-Karte Yallo PUK 1 (A014'200'114) 

− 1 SIM-Karte PUK 2 (A014'200'125) 

− 4 SIM-Karten Halterungen leer (A014'200'147) 

S02003-2020: 
− 1 Minigrip mit 1.5 g Heroin (A014'292'843) 

− 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'292'865) 

− 1 Klumpen mit 0.3 g Kokain (A014'292'898) 

− 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'292'901) 

− 1 Minigrip mit 0.5 g Kokain (A014'292'912) 

− 1 Plättchen LSD (A014'292'945) 

− 8 Tabletten Diaphin (A014'292'956) 

− 3 Blister à 10 Tabletten Ritalin 20 mg (A014'292'967) 

S02010-2020: 
− 1 Plastiksack mit 18.8 g Kokain (A014'295'524) 

− 1 Plastiksack mit 46.9 g Streckmittel (A014'295'579) 

− 1 Minigrip mit 0.2 g Marihuana (A014'295'580) 

− 1 Minigrip mit 1 g Haschisch (A014'295'604) 

− 3 Minigrip mit Heroinrückständen (A014'295'637) 

− 1 Minigrip mit 7.5 g Streckmittel (A014'295'671) 

S02028-2020: 
− 1 PET-Flasche mit Schraubverschluss und Hohlraum (A014'305'787) 

− 4 Minigrip mit 20.1 g Kokain (A014'303'801) 

S002271-2020: 
− 3 Minigrip mit 1.3 g Kokain (A014'446'696) 

− 2 Minigrip mit 0.6 g Kokain (A014'446'709) 

− 1 Minigrip mit 1.2 g Kokain (A014'446'710) 

− 2 Kapseln mit 0.3 g Kokain (A014'446'721) 

− 1 Kleinstmenge Kokain 0.1 g Kokain (A014'446'732) 

− 1 Kleinstmenge Kokain 0.2 g Kokain (A014'446'743) 

− 1 Minigrip mit 2.9 g Heroin (A014'446'754) 

S002273-2020: 
− 1 Minigrip mit 0.1 g Heroin (A014'448'329) 

− 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'448'330) 

− Diverse ungebrauchte Minigrip (A014'448'352) 

− 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'448'363) 

− 1 Feinwaage MYCO MZ-100-BK (A014'448'454) 

-   5   - 

− 1 Feinwaage MYCO MMZ-100 (A014'448'465) 

− 1 Feinwaage Brifti KA25 / UF200H (A014'448'476) 

− 1 Feinwaage MYCO (A014'448'487) 

− 1 Feinwaage ON BALANCE (A014'448'498) 

− 1 Minigrip mit 3.4 g Heroin (A014'448'512) 

− 1 Minigrip mit diversen ungebrauchten Kapseln (A014'448'534) 

− 1 Minigrip mit 0.7 g Kokain (A014'448'545) 

− 1 Minigrip mit 2.1 g Marihuana (A014'448'556) 

8. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 

beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Gegenstände werden 

eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen: 

S002273-2020: 
− 1 Revolver Schreckschusswaffe (A014'449'333) 

− 1 Dose mit Munition für Schreckschusswaffe (A014'449'377) 

9. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 

beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Gegenstände werden 

dem Beschuldigten innert 3 Monaten nach Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen 

herausgegeben, ansonsten sie der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung 

überlassen werden: 

S01766-2020: 
− 1 iPhone weiss (A014'197'865) 

− 1 Mobiltelefon (A014'200'158) 

S02010-2020: 
− 1 Mobiltelefon Samsung S 20 (A014'292'934) 

− 1 Mobiltelefon iPhone schwarz (A014'295'422) 

− 1 Ladekabel Mobiltelefon, Micor USB, weiss (A014'295'444) 

− 1 Ladekabel Mobiltelefon, iPhone, weiss (A014'295'455) 

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'700.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'500.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 910.–   Kosten Kantonspolizei Zürich 

Fr. 4'883.75   Auslagen Untersuchung 
 
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.  

-   6   - 

11. Rechtsanwalt Dr. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des Be-

schuldigten mit Fr. 8'016.40 (inkl. Auslagen sowie 7.7% MwSt.) aus der Gerichtskasse 

entschädigt. 

12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt, aber soweit nicht durch die beschlagnahmten Vermögenswerte gemäss Disposi-

tiv-Ziffer 6 gedeckt sofort abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf 

die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 

4 StPO. 

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 39 S. 2): 

1. Der Berufungskläger sei in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 1 vom Vorwurf 

der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sin-

ne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG frei zu sprechen. 

2. Der Berufungskläger sei in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils 

des Bezirksgerichts Zürich vom 27. April 2021 mit einer Freiheitsstrafe von 

maximal 7 Monaten unter Anrechnung der bereits erstandenen Haft zu be-

strafen. 

3. Dem Berufungskläger sei in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils 

des Bezirksgerichts Zürich vom 27. April 2021 der bedingte Strafvollzug un-

ter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren zu gewähren. 

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 35): 

(schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

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Erwägungen: 

I. Verfahrensgang und Prozessuales 

1. Zum Verfahrensgang bis zum Erlass des erstinstanzlichen Urteils kann auf 

die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 

verwiesen werden (Urk. 29 S. 3 f.). Gegen das eingangs im Dispositiv wiederge-

gebene und mündlich eröffnete Urteil (vgl. Prot. I S. 25) liess der Beschuldigte in-

nert gesetzlicher Frist die Berufung anmelden (Urk. 24; Art. 399 Abs. 1 StPO). 

Nach Zustellung des begründeten Urteils reichte der Beschuldigte sodann 

wiederum fristgerecht seine Berufungserklärung ein (Urk. 30; Art. 399 Abs. 3 

StPO). Die Staatsanwaltschaft erklärte daraufhin innert ihr angesetzter Frist, auf 

eine Anschlussberufung zu verzichten und die Bestätigung des vorinstanzlichen 

Urteils zu beantragen (Urk. 35). Die Parteien wurden sodann auf den 19. August 

2021 zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 36), zu welcher einzig der amt-

liche Verteidiger erschien, welcher seine Plädoyernotizen dem Gericht einreichte 

(Prot. II S. 3 f.). 

2. Der Beschuldigte ficht gemäss Berufungserklärung vom 23. Juni 2021 die 

Dispositivziffern 2 (Sanktion), 3 (Vollzug betreffend Freiheitsstrafe) und 4 (Vollzug 

Busse und Ersatzfreiheitsstrafe) des vorinstanzlichen Urteils an (Urk. 30 S. 3). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung bestätigte die Verteidigung auf Nachfrage 

der Verfahrensleitung sodann, dass bloss die Dispositivziffern 2 und 3 an-

gefochten würden (Prot. II S. 4). Demgegenüber beantragte die Verteidigung in 

der Berufungsbegründung auch die Abänderung der Dispositivziffer 1 (Urk. 39 

S. 2).  

Welche Punkte des vorinstanzlichen Entscheids angefochten werden, ist in der 

Berufungserklärung verbindlich anzugeben (Art. 399 Abs. 4 StPO). Der Gegen-

stand der Berufung wird damit definitiv festgelegt. Nach Ablauf der Rechtsmittel-

frist kann der Umfang der Anfechtung nicht mehr ausgedehnt werden. Eine Ein-

schränkung ist hingegen weiterhin möglich (BSK-EUGSTER, N 6 zu Art. 399 StPO; 

SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar, 3. Auflage, N 16 zu Art. 399 StPO). Nach-

dem der Beschuldigte seine Berufung gemäss Berufungserklärung vom 23. Juni 

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2021 explizit auf die Dispositivziffern 2, 3 und 4 beschränkt hat, ist eine spätere 

Ausdehnung auf den Schuldspruch gemäss Dispositivziffer 1 ausgeschlossen 

(Art. 399 Abs. 4 StPO). Die in der Berufungsbegründung enthaltene und eingangs 

der Berufungsverhandlung explizit bestätigte Beschränkung, wonach Dispositivzif-

fer 4 nicht mehr angefochten werde, ist demgegenüber ohne Weiteres zulässig. 

Es ist entsprechend festzuhalten, dass einzig die Dispositivziffern 2 und 3 des vo-

rinstanzlichen Urteils angefochten werden und der vorinstanzliche Entscheid im 

Übrigen in Rechtskraft erwachsen ist. 

II. Sanktion 

1.1 Die Vorinstanz hat den Beschuldigten aufgrund einer qualifizierten Wider-

handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d 

i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie mehrfachen Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG mit ei-

ner Freiheitsstrafe von 14 Monaten bestraft.  

1.2 Der Beschuldigte macht im Berufungsverfahren geltend, die vorinstanzlich 

ausgefällte Sanktion sei zu hoch ausgefallen. Angemessen sei vielmehr eine Stra-

fe von maximal 7 Monaten (Urk. 30 S. 2 und Urk. 39 S. 2 ff.). 

1.3 Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen der Strafzumessung zutref-

fend ausgeführt (Urk. 29 S. 6 ff.). Darauf wird vorab verwiesen.  

2. Der Beschuldigte machte im vorinstanzlichen Verfahren geltend, es sei nicht 

realistisch, dass das betreffend Anklageziffer III sichergestellte Kokain tatsächlich 

einen Reinheitsgehalt von 97 % bzw. jenes betreffend Anklageziffer II einen 

solchen von 91 % aufgewiesen habe (Urk. 22 S. 7). Wie bereits die Vorinstanz 

ausgeführt hat (Urk. 29 S. 4 f.), ist der hohe Reinheitsgrad zwar durchaus bemer-

kenswert und auffällig, was indessen in keiner Weise bedeutet, dass die Feststel-

lungen des FOR Zürich in seinem Gutachten vom 10. November 2020 (D1 Urk. 

6/4) nicht zutreffend wären. So wurde bei allen vorliegend durchgeführten Proben 

ein aussergewöhnlich hoher Reinheitsgehalt festgestellt, was darauf schliessen 

lässt, dass diese Feststellungen nicht auf Fehler beruhen. Anhaltspunkte für ein 

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fehlerhaftes Vorgehen des FOR sind zudem nicht ersichtlich. Mit der Vorinstanz 

(Urk. 29 S. 4 f.) sind die Reinheitsgehalte gemäss Anklageschrift von 91 % bzw. 

97 % als erstellt zu sehen.  

Im Berufungsverfahren macht die Verteidigung sodann erneut geltend, der 

Beschuldigte sei einem Sachverhaltsirrtum unterlegen und sei von einer durch-

schnittlichen Gassenqualität, mithin ca. 50 %, ausgegangen (Urk. 39 S. 5, vgl. 

auch Urk. 22 S. 7). Hierfür liegen keine Anhaltspunkte vor, zumal der Beschuldig-

te die Reinheit des Kokains nicht weiter abgeklärt und damit auch keine konkrete 

Vorstellung hatte, jedenfalls nicht im Sinne einer bewussten Tatsache. Einen 

möglichen Reinheitsgrad von maximal 50 % bringt zudem einzig die Verteidigung 

ins Spiel. Der Beschuldigte selbst hat nie konkret ausgeführt, von welchem Rein-

heitsgrad er ausgegangen sei. Im Übrigen hat der Beschuldigte in der Untersu-

chung ausdrücklich anerkannt, dass das von ihm aufbewahrte bzw. verkaufte Ko-

kain einen Reinheitsgehalt von mindestens 91 % aufgewiesen hat (D1 Urk. 4 Fra-

ge 78). Von einem Sachverhaltsirrtum ist entsprechend nicht auszugehen. 

2.2 Mit der Vorinstanz ist basierend auf diesen Erkenntnissen als schwerstes 

Delikt zunächst eine Einsatzstrafe für die qualifizierte Widerhandlung gegen das 

BetmG gemäss Anklageziffer III festzusetzen. 

2.2.1 In objektiver Hinsicht ist Folgendes zu berücksichtigen: Bei Kokain handelt 

es sich um eine hochgefährliche Drogenart, welche bereits in relativ kurzer Zeit 

bei wiederholtem Konsum zu einer sehr grossen psychischen Abhängigkeit führen 

kann (HUG-BEELI, BetmG Kommentar, Basel 2015, Art. 2 N 295 ff. m.w.H.: psychi-

sche Abhängigkeit bei Kokain wahrscheinlich grösser als bei jeder anderen Dro-

ge; FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, BetmG Kommentar, Zürich 2016, Art. 2 N 29). 

Zudem birgt der regelmässige Kokainkonsum schwere Risiken für die körperliche 

und psychische Gesundheit (HUG-BEELI, a.a.O., Art. 2 N 254 ff.). Vorliegend han-

delt es sich mit 100 Gramm Kokaingemisch um eine erhebliche Drogenmenge mit 

einem aussergewöhnlich hohen Reinheitsgrad von 97 %, woraus eine Reinsub-

stanzmenge von 97 Gramm Kokain resultiert. Damit ist der Grenzwert von 

18 Gramm reinem Kokain, ab welchem gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung ein schwerer Fall gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vorliegt (vgl. BGE 109 

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IV 145), um ein Vielfaches überschritten. Der Beschuldigte hat das Kokain bis zur 

polizeilichen Intervention zwar erst eine kurze Dauer von zwei Tagen aufbewahrt, 

was indessen etwas Zufälliges an sich hat, hätte der Beschuldigte ohne die Inter-

vention der Strafverfolgungsbehörden das Kokain doch noch länger bei sich zu-

hause gelagert. Diese kurze Dauer ist entsprechend nicht wesentlich strafmin-

dernd zu berücksichtigen. Mit der Vorinstanz ist schliesslich festzuhalten, dass 

der Beschuldigte direkt mit den Endabnehmern in Kontakt trat und demnach auf 

der untersten Hierarchiestufe einzuordnen ist. Mit der Vorinstanz (Urk. 29 S. 9) ist 

das objektive Tatverschulden im Rahmen aller denkbaren Tatvarianten einer qua-

lifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 

Abs. 2 lit. a BetmG als noch leicht zu bezeichnen. 

2.2.2 In subjektiver Hinsicht ist mit der Vorinstanz die langjährige und schwere 

Abhängigkeit des Beschuldigten von Betäubungsmitteln zu berücksichtigen. Die 

schwere Abhängigkeit wurde schliesslich auch gutachterlich bestätigt, da in den 

Haarproben des Beschuldigten eine Kokain Konzentration im obersten Bereich 

der im dortigen Labor untersuchten Proben festgestellt wurde (D1 Urk. 5/5 S. 4). 

So ist sein Motiv denn auch in erster Linie – oder gar einzig – in der Finanzierung 

seines erheblichen Konsums zu sehen. Dies wird auch angesichts der hohen 

Schulden und der finanziellen Notlage des Beschuldigten klar (D1 Urk. 2 Frage 

53; D1 Urk. 4 Frage 83, Prot. I S. 12).  

Die Betäubungsmittelabhängigkeit kann zu einer verminderten Schuldfähigkeit im 

Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB führen, wenn sie bei der beschuldigten Person zu 

einer suchtbedingten Einengung des Denk- und Vorstellungsvermögens und der 

sozialen Funktionen führt (BSK-BOMMER/DITTMANN, N 65 zu Art. 19 StGB). 

Obschon im vorliegenden Fall gutachterlich nicht abgeklärt wurde, inwiefern die 

Abhängigkeit den Beschuldigten in seinem Denk- und Vorstellungsvermögen 

einengt, kann angesichts der langjährigen und äussert schweren Suchterkran-

kung zu Gunsten des Beschuldigten von einer verminderten Schuldfähigkeit aus-

gegangen werden. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz (Urk. 29 S. 9) ist aber 

bloss von einer leichten Verminderung der Schuldfähigkeit auszugehen. Gemäss 

seinen eigenen Aussagen in der Untersuchung und vor Vorinstanz (vgl. D1 Urk. 4 

-   11   - 

S. 3 ff., 11, 13; Prot. I S. 7 ff., 12 ff.) ist der Beschuldigte in der Lage, sein Leben 

selbständig zu organisieren. Er wohnt allein und kann seine Finanzen selber ein-

teilen, indem er insbesondere darauf achtet, dass er aus der IV und den Ergän-

zungsleistungen den Strom und die Miete bezahlen kann, um seine ihm wichtige 

Wohnung nicht zu verlieren. Weiter hat er regelmässigen Bezug zur Kontakt- und 

Anlaufstelle an der …-strasse in Zürich. Er nimmt selber (nur) so viel Drogen, 

dass er "funktioniert" und verkauft Drogen nur an Leute, von denen er weiss, dass 

sie schon lange konsumieren (Schwerstsüchtige), was er als "moralisches Den-

ken" bezeichnet. Zudem verschenkt auch Drogen, damit es den Leuten "gut geht". 

Er kennt sich im Drogenumfeld der Stadtkreise … und … gut aus, ist dort aufge-

wachsen und bezeichnet die Gegend als sein "Zuhause"; im B._____ [Kanton] 

schlafe bzw. wohne er nur. Mit andern Worten: Der Beschuldigte ist in seinem 

spezifischen und begrenzten Lebensumfeld etabliert und orientiert, steht in regel-

mässigem Kontakt mit der Drogenanlaufstelle und kann sich ebenso im Drogen-

milieu behaupten. Er hat dort, wie er sagt, einen Stellenwert, ist ehrlich und delin-

quiert darüber hinaus nicht. Angesichts dieser Umstände ginge es zu weit, hin-

sichtlich seiner bewussten und gezielten Tatbegehungen mehr als eine leichtgra-

dige Verminderung der Schuldfähigkeit anzunehmen. 

Entgegen dem Vorbringen der Verteidigung vor Vorinstanz (Urk. 22 S. 8) rechtfer-

tig es sich zudem nicht, zusätzlich zum erwähnten Strafmilderungsgrund gemäss 

Art. 19 Abs. 2 StGB auch noch jenen gemäss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG zu be-

rücksichtigen, zumal dieser keine darüber hinausgehende Bedeutung hat und ihm 

in der vorliegenden Konstellation entsprechend keine eigenständige Bedeutung 

zukommt (vgl. dazu FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, N 248 zu Art. 19 BetmG). Die 

leichtgradig verminderte Schuldfähigkeit ist strafmindernd zu berücksichtigen. 

2.2.3 Das objektive Tatverschulden ist angesichts der subjektiven Aspekte zu rela-

tivieren. Insgesamt erscheint das Tatverschulden hinsichtlich Anklageziffer III im 

Rahmen eines schweren Falles gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG als leicht. Es 

rechtfertigt sich, eine hypothetische Einsatzstrafe von 14 Monaten festzusetzen.  

2.3 Die festgesetzte Einsatzstrafe für Anklageziffer III ist nun aufgrund der 

mehrfachen Widerhandlungen gegen das BetmG gemäss Anklageziffer II (Ver-

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äusserung von ca. 9.1 Gramm Reinsubstanzkokain und beabsichtigte Veräusse-

rung von ca. 6.8 Gramm Reinsubstanzkokain) in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 

StGB angemessen zu erhöhen. 

2.3.1 Hinsichtlich des Verkaufs der ca. 10 Gramm Kokaingemisch mit einem 

Reinheitsgehalt von 91 %, mithin ca. 9.1 Gramm Reinsubstanz, ist in objektiver 

Hinsicht wiederum zu bemerken, dass es sich um eine nicht unerhebliche Menge 

mit einem aussergewöhnlich hohen Reinheitsgehalt handelt. Gleiches gilt auch in 

Bezug auf die 7.3 Gramm Kokaingemisch bzw. 6.7 Gramm Reinsubstanz, die der 

Beschuldigte aufgrund der Verhaftung nicht hat verkaufen können. In subjektiver 

Hinsicht ist auf das zuvor Ausgeführte zu verweisen, was auch hinsichtlich dieses 

Delikts vollumfänglich Geltung hat. Der Zweck der Verkäufe ist demnach auch 

diesbezüglich in der Finanzierung des Eigenkonsums zu sehen, woraus wiederum 

klar wird, dass die Suchterkrankung des Beschuldigten den Auslöser des Delikts 

darstellt. Wie bereits die Vorinstanz festgestellt hat (Urk. 29 S. 10 f.), ist auch 

angesichts des Umstands, dass sich der vom Beschuldigten gewählte Absatzort 

unmittelbar vor dem Hauptsitz der Kantonspolizei Zürich befindet, ersichtlich, dass 

der Beschuldigte in keiner Weise raffiniert vorging und er aus einem grossen 

Beschaffungsdruck heraus gehandelt hat, in welchem es für ihn zweitrangig war, 

sein Handeln vor den Strafverfolgungsbehörden zu verbergen. Zu ergänzen ist 

zudem, dass der Beschuldigte neben der Finanzierung des Eigenkonsums aus 

den Verkäufen keinen grösseren finanziellen Nutzen gezogen hat, zumal er ge-

mäss seiner glaubhaften Schilderung immer wieder auch Betäubungsmittel kos-

tenlos an Konsumenten abgegeben habe, weil es ihm auch darum gehe, dass es 

diesen "gut gehe" (D1 Urk. 4 Frage 69). 

2.3.2 Aufgrund der beschriebenen starken Abhängigkeit ist auch diesbezüglich 

von einer leicht verminderten Schuldfähigkeit auszugehen. Insgesamt wäre für die 

Anklageziffer II bei isolierter Betrachtung eine Einsatzstrafe in Höhe von 6 Mona-

ten auszufällen, weshalb eine Asperation der zuvor festgelegten Einsatzstrafe um 

4 Monate auf 18 Monate angemessen erscheint. 

-   13   - 

3. Täterkomponente 

3.1 Vorab ist hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse auf die zutreffenden 

Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (Urk. 29 S. 11). Erneut zu erwähnen 

gilt es die aktenkundige schwere, seit 30 Jahren bestehende Betäubungsmittel-

abhängigkeit des Beschuldigten, welche sein Leben massgeblich beeinflusst bzw. 

gar dominiert. Da diese indessen bereits im Rahmen der verminderten Schuldfä-

higkeit berücksichtigt wurde, ist sie zwecks Vermeidung einer Doppelverwertung 

nicht ein zweites Mal in die Strafzumessung einzubeziehen. 

3.2 Im aktuellsten Strafregisterauszug des Beschuldigten (Urk. 32) sind zwei 

Vorstrafen eingetragen. Einerseits wurde er vom Bezirksgericht Zürich im Jahr 

2002 wegen eines Verbrechens gegen das BetmG, Hehlerei sowie einer Übertre-

tung gegen das BetmG zu einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten und 9 Tagen ver-

urteilt, wobei der Vollzug zugunsten einer Massnahme zur Suchtbehandlung auf-

geschoben wurde. Mit Strafbefehl vom 11. Juni 2020 der Staatsanwaltschaft Zü-

rich-Sihl wurde der Beschuldigte sodann erneut wegen diverser Vergehen und 

Übertretungen gegen das BetmG zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagess-

ätzen zu CHF 40.–, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu 

einer Busse von CHF 200.– verurteilt. Mit der Vorinstanz ist die Vorstrafe aus dem 

Jahr 2002 nicht mehr straferhöhend zu berücksichtigen, liegt sie mittlerweile doch 

ca. 19 Jahre zurück. Deutlich ins Gewicht fällt hingegen die einschlägige Vorstrafe 

vom 11. Juni 2020. Die vorliegend zu beurteilenden Delikte hat der Beschuldigte 

nur kurz nach Eröffnung dieses Strafbefehls begangen, womit er offenbart hat, 

dass ihn dieser nicht von der Begehung weiterer Delikte abhalten konnte. 

3.3 Das bereits zu Beginn der Untersuchung erfolgte Geständnis, welches die 

Untersuchung deutlich erleichtert hat, sowie die Kooperation mit den Strafver-

folgungsbehörden während der Untersuchung wirkt sich demgegenüber deutlich 

strafmindernd aus. Die Vorinstanz weist sodann auch zutreffend darauf hin, dass 

der Beschuldigte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck erweckte, als wolle er seine 

deliktischen Handlungen verdecken (vgl. Urk. 29 S. 12).  

-   14   - 

3.4 Demzufolge liegt einerseits eine straferhöhende Vorstrafe und anderseits ein 

wiederum ein deutlich strafmindernd zu gewichtendes Geständnis vor. Es recht-

fertigt sich insgesamt, die Strafe aufgrund der Täterkomponente um 4 Monate auf 

insgesamt 14 Monate zu senken. Ebenfalls von der Vorinstanz zu übernehmen ist 

die für den Eigenkonsum auszufällende Busse in Höhe von Fr. 300.–, womit im 

Ergebnis die vorinstanzlich ausgefällte Sanktion zu bestätigen ist. 

III. Vollzug  

Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen hinsichtlich des Vollzugs zu-

treffend ausgeführt, worauf vorab zu verweisen ist (Urk. 29 S. 13). Erneut zu be-

merken ist, dass der Beschuldigte nur kurz nach Erlass des Strafbefehls der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. Juni 2020 und innert der dort angesetzten 

Probezeit erneut straffällig wurde. Ebenfalls ist mit der Vorinstanz zu konstatieren, 

dass die beim Beschuldigten seit ca. 30 Jahren bestehende schwere Abhängig-

keit von Betäubungsmitteln den Ursprung der vorliegend zu beurteilenden Delin-

quenz bildet. Weiterhin konsumiert er täglich rund 2 Gramm Heroin sowie 4 bis 5 

Gramm Kokain (Prot. I S. 16). In früheren Therapieversuchen konnte der Be-

schuldigte bloss kurzfristige Erfolge erzielen, fiel jedoch immer wieder in seine 

Suchterkrankung zurück (vgl. Prot. I S. 8 ff.). Da der Beschuldigte auch heute 

noch schwer von Betäubungsmitteln abhängig ist, ist zu erwarten, dass der 

dadurch resultierende Beschaffungsdruck ihn zwecks Finanzierung des Eigen-

konsums zu weiteren Delikten im Bereich des Betäubungsmittelhandels führen 

wird. Entgegen dem Vorbringen der Verteidigung (Urk. 39 S. 9) sind hierbei auch 

nicht bloss Übertretungen aufgrund weiteren Konsums zu befürchten, sondern – 

wie erwähnt – Verbrechen und Vergehen, welche der Finanzierung des Eigen-

konsums dienen, so wie es auch im vorliegenden Fall geschehen war. Eine Ver-

besserung der Situation ist durch Ausfällung einer bedingten Strafe nicht zu er-

warten. Mit der Vorinstanz ist dem Beschuldigten entsprechend eine ungünstige 

Legalprognose zu stellen. Die Freiheitsstrafe ist – entgegen dem Antrag der Ver-

teidigung (Urk. 39 S. 2) – zu vollziehen. 

-   15   - 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Für das Berufungsverfahren, in welchem der Schuldpunkt – zumindest 

gemäss der relevanten Berufungserklärung (Urk. 30) – nicht angefochten wurde, 

ist eine leicht reduzierte Gerichtsgebühr in Höhe von CHF 2'500.– festzusetzen 

(Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. § 16 Abs. 1 und § 14 GebV OG). 

2. Die Parteien tragen die Kosten im Rechtsmittelverfahren nach Massagabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte 

unterliegt mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich. Die Kosten des Verfah-

rens – ausgenommen jene der amtlichen Verteidigung – sind entsprechend ihm 

aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche in Höhe von rund 

Fr. 2'200.– ausgewiesen sind (Urk. 40) und angemessen erscheinen – sind einst-

weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Vorbehalten bleibt eine Nachforderung 

im Sinne von Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. April 

2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne 

von Art. 19 Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG; 

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne 

von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG; 

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne 

von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. 

2. […] 

3. […] 

-   16   - 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so 

tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. Juni 2020 für eine 

Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 40.– im Rahmen des bedingten Strafvollzugs 

gewährte Probezeit von zwei Jahren wird um ein Jahr verlängert. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 

beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 115.– (A014'198'175; A014'200'169) 

sowie die mit Verfügung vom 27. Januar 2021 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe 

von Fr. 5'595.– (A'014'200'169; A014'292'923; A014'446'641; A014'448'761) werden 

zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 

2021 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden 

Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der 

Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 

S01761-2020: 
− 1 Feinwaage (A014'197'876) 

− 1 Deo (A014'197'901) 

− 1 durchsichtiges Behältnis (A014'197'923) 

− 1.3 g loses Crack (A014'197'945) 

− 3 Minigrips mit 12.8 g Heroin (A014'197'978) 

− 53 Minigrips mit 41.7 g Kokain (A014'197'989) 

S01766-2020: 
− 1 Cocacola Dose (A014'199'667) 

− 2 Minigrips mit 2.6 g Heroin (A014'199'689) 

− 1 Minigrip mit 6.7 g Kokain (A014'199'690) 

− diverse leere Minigrips (A014'199'725) 

− diverse leere Kapseln (A014'199'747) 

− 3 Minigrip mit 4.9 g Heroin (A014'199'769) 

− 3 Minigrip mit 8.1 g Kokain (A014'199'781) 

− 1 Minigrip mit 1.7 g Marihuana (A014'199'805) 

− 2 Feinwaagen (A014'199'816) 

− 1 Minigrip mit 5.9 g Ecstasy (A014'199'849) 

− 1 Minigrip mit 1.2 g Kokain (A014'199'861) 

− 1 Minigrip mit 0.2 g Haschisch (A014'199'883) 

− 1 Minigrip mit 0.2 g Heroin (A014'199'941) 

-   17   - 

− diverse Minigrip mit Betäubungsmittelrückständen (A014'200'023) 

− 4 Minigrip mit 49.5 g Heroin (A014'200'056) 

− 106.2 g Kokain in braunem Klebeband verpackt (A014'200'067) 

− diverse leere Minigrip und leere Kapseln (A014'200'078) 

− 2 Feinwaagen (A014'200'089) 

− 13.8 g Heroin in Alufolie (A014'200'090) 

− 1 Minigrip mit 1.1 g einer unbekannten Substanz (A014'200'170) 

− 1 Cellophan Sack (A014'200'205) 

− 2 Minigrip mit 12 g Heroin (A014'200'318) 

− 16 Minigrip mit 24.1 g Kokain (A014'200'330) 

− 1 Minigrip mit 1.2 g Marihuana (A014'200'341) 

− 1 Minigrip mit 5.7 g Haschisch (A014'200'363) 

− 1 Minigrip mit 3 g Marihuana (A014'200'374) 

− 1 SIM-Karten Halterung Lyca mobile (A014'199'838) 

− 1 SIM-Karte Lebara (A014'200'103) 

− 1 SIM-Karte Yallo PUK 1 (A014'200'114) 

− 1 SIM-Karte PUK 2 (A014'200'125) 

− 4 SIM-Karten Halterungen leer (A014'200'147) 

S02003-2020: 
− 1 Minigrip mit 1.5 g Heroin (A014'292'843) 

− 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'292'865) 

− 1 Klumpen mit 0.3 g Kokain (A014'292'898) 

− 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'292'901) 

− 1 Minigrip mit 0.5 g Kokain (A014'292'912) 

− 1 Plättchen LSD (A014'292'945) 

− 8 Tabletten Diaphin (A014'292'956) 

− 3 Blister à 10 Tabletten Ritalin 20 mg (A014'292'967) 

S02010-2020: 
− 1 Plastiksack mit 18.8 g Kokain (A014'295'524) 

− 1 Plastiksack mit 46.9 g Streckmittel (A014'295'579) 

− 1 Minigrip mit 0.2 g Marihuana (A014'295'580) 

− 1 Minigrip mit 1 g Haschisch (A014'295'604) 

− 3 Minigrip mit Heroinrückständen (A014'295'637) 

− 1 Minigrip mit 7.5 g Streckmittel (A014'295'671) 

S02028-2020: 
− 1 PET-Flasche mit Schraubverschluss und Hohlraum (A014'305'787) 

− 4 Minigrip mit 20.1 g Kokain (A014'303'801) 

-   18   - 

S002271-2020: 
− 3 Minigrip mit 1.3 g Kokain (A014'446'696) 

− 2 Minigrip mit 0.6 g Kokain (A014'446'709) 

− 1 Minigrip mit 1.2 g Kokain (A014'446'710) 

− 2 Kapseln mit 0.3 g Kokain (A014'446'721) 

− 1 Kleinstmenge Kokain 0.1 g Kokain (A014'446'732) 

− 1 Kleinstmenge Kokain 0.2 g Kokain (A014'446'743) 

− 1 Minigrip mit 2.9 g Heroin (A014'446'754) 

S002273-2020: 
− 1 Minigrip mit 0.1 g Heroin (A014'448'329) 

− 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'448'330) 

− Diverse ungebrauchte Minigrip (A014'448'352) 

− 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'448'363) 

− 1 Feinwaage MYCO MZ-100-BK (A014'448'454) 

− 1 Feinwaage MYCO MMZ-100 (A014'448'465) 

− 1 Feinwaage Brifti KA25 / UF200H (A014'448'476) 

− 1 Feinwaage MYCO (A014'448'487) 

− 1 Feinwaage ON BALANCE (A014'448'498) 

− 1 Minigrip mit 3.4 g Heroin (A014'448'512) 

− 1 Minigrip mit diversen ungebrauchten Kapseln (A014'448'534) 

− 1 Minigrip mit 0.7 g Kokain (A014'448'545) 

− 1 Minigrip mit 2.1 g Marihuana (A014'448'556) 

8. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 

2021 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden 

Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden 

Verwendung überlassen: 

S002273-2020: 
− 1 Revolver Schreckschusswaffe (A014'449'333) 

− 1 Dose mit Munition für Schreckschusswaffe (A014'449'377) 

9. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 

2021 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden 

Gegenstände werden dem Beschuldigten innert 3 Monaten nach Rechtskraft des 

Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben, ansonsten sie der Lagerbehörde zur 

gutscheinenden Verwendung überlassen werden: 

-   19   - 

S01766-2020: 
− 1 iPhone weiss (A014'197'865) 

− 1 Mobiltelefon (A014'200'158) 

S02010-2020: 
− 1 Mobiltelefon Samsung S 20 (A014'292'934) 

− 1 Mobiltelefon iPhone schwarz (A014'295'422) 

− 1 Ladekabel Mobiltelefon, Micor USB, weiss (A014'295'444) 

− 1 Ladekabel Mobiltelefon, iPhone, weiss (A014'295'455) 

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'700.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'500.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 910.–   Kosten Kantonspolizei Zürich 

Fr. 4'883.75   Auslagen Untersuchung 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.  

11. Rechtsanwalt Dr. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des 

Beschuldigten mit Fr. 8'016.40 (inkl. Auslagen sowie 7.7% MwSt.) aus der Gerichts-

kasse entschädigt. 

12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Be-

schuldigten auferlegt, aber soweit nicht durch die beschlagnahmten Vermögenswerte 

gemäss Dispositiv-Ziffer 6 gedeckt sofort abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

 

-   20   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 7 Tage 

durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.–.  

2. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'200.–   amtliche Verteidigung 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten. 

5. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versandt) 

- die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

- die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
- das Bundesamt für Polizei, fedpol 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und B 
− die Kordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des 

DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung 
der Vernichtungs- und Löschungsdaten 

-   21   - 

− Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl. 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 19. August 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw L. Zanetti 
 

 

	Urteil vom 19. August 2021
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 29 S. 20 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG;
	 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG;
	 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 7 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit Fr. 300.– Busse.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. Juni 2020 für eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 40.– im Rahmen des bedingten Strafvollzugs gewährte Probezeit von zwei Jahren wird um ein Jahr verlängert.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 115.– (A014'198'175; A014'200'169) sowie die mit Verfügung vom 27. Januar 2021 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 5'59...
	7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernicht...
	S01761-2020:
	 1 Feinwaage (A014'197'876)
	 1 Deo (A014'197'901)
	 1 durchsichtiges Behältnis (A014'197'923)
	 1.3 g loses Crack (A014'197'945)
	 3 Minigrips mit 12.8 g Heroin (A014'197'978)
	 53 Minigrips mit 41.7 g Kokain (A014'197'989)
	S01766-2020:
	 1 Cocacola Dose (A014'199'667)
	 2 Minigrips mit 2.6 g Heroin (A014'199'689)
	 1 Minigrip mit 6.7 g Kokain (A014'199'690)
	 diverse leere Minigrips (A014'199'725)
	 diverse leere Kapseln (A014'199'747)
	 3 Minigrip mit 4.9 g Heroin (A014'199'769)
	 3 Minigrip mit 8.1 g Kokain (A014'199'781)
	 1 Minigrip mit 1.7 g Marihuana (A014'199'805)
	 2 Feinwaagen (A014'199'816)
	 1 Minigrip mit 5.9 g Ecstasy (A014'199'849)
	 1 Minigrip mit 1.2 g Kokain (A014'199'861)
	 1 Minigrip mit 0.2 g Haschisch (A014'199'883)
	 1 Minigrip mit 0.2 g Heroin (A014'199'941)
	 diverse Minigrip mit Betäubungsmittelrückständen (A014'200'023)
	 4 Minigrip mit 49.5 g Heroin (A014'200'056)
	 106.2 g Kokain in braunem Klebeband verpackt (A014'200'067)
	 diverse leere Minigrip und leere Kapseln (A014'200'078)
	 2 Feinwaagen (A014'200'089)
	 13.8 g Heroin in Alufolie (A014'200'090)
	 1 Minigrip mit 1.1 g einer unbekannten Substanz (A014'200'170)
	 1 Cellophan Sack (A014'200'205)
	 2 Minigrip mit 12 g Heroin (A014'200'318)
	 16 Minigrip mit 24.1 g Kokain (A014'200'330)
	 1 Minigrip mit 1.2 g Marihuana (A014'200'341)
	 1 Minigrip mit 5.7 g Haschisch (A014'200'363)
	 1 Minigrip mit 3 g Marihuana (A014'200'374)
	 1 SIM-Karten Halterung Lyca mobile (A014'199'838)
	 1 SIM-Karte Lebara (A014'200'103)
	 1 SIM-Karte Yallo PUK 1 (A014'200'114)
	 1 SIM-Karte PUK 2 (A014'200'125)
	 4 SIM-Karten Halterungen leer (A014'200'147)
	S02003-2020:
	 1 Minigrip mit 1.5 g Heroin (A014'292'843)
	 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'292'865)
	 1 Klumpen mit 0.3 g Kokain (A014'292'898)
	 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'292'901)
	 1 Minigrip mit 0.5 g Kokain (A014'292'912)
	 1 Plättchen LSD (A014'292'945)
	 8 Tabletten Diaphin (A014'292'956)
	 3 Blister à 10 Tabletten Ritalin 20 mg (A014'292'967)
	S02010-2020:
	 1 Plastiksack mit 18.8 g Kokain (A014'295'524)
	 1 Plastiksack mit 46.9 g Streckmittel (A014'295'579)
	 1 Minigrip mit 0.2 g Marihuana (A014'295'580)
	 1 Minigrip mit 1 g Haschisch (A014'295'604)
	 3 Minigrip mit Heroinrückständen (A014'295'637)
	 1 Minigrip mit 7.5 g Streckmittel (A014'295'671)
	S02028-2020:
	 1 PET-Flasche mit Schraubverschluss und Hohlraum (A014'305'787)
	 4 Minigrip mit 20.1 g Kokain (A014'303'801)
	S002271-2020:
	 3 Minigrip mit 1.3 g Kokain (A014'446'696)
	 2 Minigrip mit 0.6 g Kokain (A014'446'709)
	 1 Minigrip mit 1.2 g Kokain (A014'446'710)
	 2 Kapseln mit 0.3 g Kokain (A014'446'721)
	 1 Kleinstmenge Kokain 0.1 g Kokain (A014'446'732)
	 1 Kleinstmenge Kokain 0.2 g Kokain (A014'446'743)
	 1 Minigrip mit 2.9 g Heroin (A014'446'754)
	S002273-2020:
	 1 Minigrip mit 0.1 g Heroin (A014'448'329)
	 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'448'330)
	 Diverse ungebrauchte Minigrip (A014'448'352)
	 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'448'363)
	 1 Feinwaage MYCO MZ-100-BK (A014'448'454)
	 1 Feinwaage MYCO MMZ-100 (A014'448'465)
	 1 Feinwaage Brifti KA25 / UF200H (A014'448'476)
	 1 Feinwaage MYCO (A014'448'487)
	 1 Feinwaage ON BALANCE (A014'448'498)
	 1 Minigrip mit 3.4 g Heroin (A014'448'512)
	 1 Minigrip mit diversen ungebrauchten Kapseln (A014'448'534)
	 1 Minigrip mit 0.7 g Kokain (A014'448'545)
	 1 Minigrip mit 2.1 g Marihuana (A014'448'556)
	8. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
	S002273-2020:
	 1 Revolver Schreckschusswaffe (A014'449'333)
	 1 Dose mit Munition für Schreckschusswaffe (A014'449'377)
	9. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Gegenstände werden dem Beschuldigten innert 3 Monaten nach Rechtskraft des Urteils auf erstes Verla...
	S01766-2020:
	 1 iPhone weiss (A014'197'865)
	 1 Mobiltelefon (A014'200'158)
	S02010-2020:
	 1 Mobiltelefon Samsung S 20 (A014'292'934)
	 1 Mobiltelefon iPhone schwarz (A014'295'422)
	 1 Ladekabel Mobiltelefon, Micor USB, weiss (A014'295'444)
	 1 Ladekabel Mobiltelefon, iPhone, weiss (A014'295'455)
	10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	11. Rechtsanwalt Dr. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 8'016.40 (inkl. Auslagen sowie 7.7% MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, aber soweit nicht durch die beschlagnahmten Vermögenswerte gemäss Dispositiv-Ziffer 6 gedeckt sofort abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidig...
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	1. Der Berufungskläger sei in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 1 vom Vorwurf der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG frei zu sprechen.
	2. Der Berufungskläger sei in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 27. April 2021 mit einer Freiheitsstrafe von maximal 7 Monaten unter Anrechnung der bereits erstandenen Haft zu bestrafen.
	3. Dem Berufungskläger sei in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 27. April 2021 der bedingte Strafvollzug unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren zu gewähren.
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang und Prozessuales
	II.  Sanktion
	III.  Vollzug
	IV.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. April 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG;
	 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG;
	 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG.

	2. […]
	3. […]
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. Juni 2020 für eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 40.– im Rahmen des bedingten Strafvollzugs gewährte Probezeit von zwei Jahren wird um ein Jahr verlängert.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 115.– (A014'198'175; A014'200'169) sowie die mit Verfügung vom 27. Januar 2021 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 5'59...
	7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernicht...
	S01761-2020:
	 1 Feinwaage (A014'197'876)
	 1 Deo (A014'197'901)
	 1 durchsichtiges Behältnis (A014'197'923)
	 1.3 g loses Crack (A014'197'945)
	 3 Minigrips mit 12.8 g Heroin (A014'197'978)
	 53 Minigrips mit 41.7 g Kokain (A014'197'989)
	S01766-2020:
	 1 Cocacola Dose (A014'199'667)
	 2 Minigrips mit 2.6 g Heroin (A014'199'689)
	 1 Minigrip mit 6.7 g Kokain (A014'199'690)
	 diverse leere Minigrips (A014'199'725)
	 diverse leere Kapseln (A014'199'747)
	 3 Minigrip mit 4.9 g Heroin (A014'199'769)
	 3 Minigrip mit 8.1 g Kokain (A014'199'781)
	 1 Minigrip mit 1.7 g Marihuana (A014'199'805)
	 2 Feinwaagen (A014'199'816)
	 1 Minigrip mit 5.9 g Ecstasy (A014'199'849)
	 1 Minigrip mit 1.2 g Kokain (A014'199'861)
	 1 Minigrip mit 0.2 g Haschisch (A014'199'883)
	 1 Minigrip mit 0.2 g Heroin (A014'199'941)
	 diverse Minigrip mit Betäubungsmittelrückständen (A014'200'023)
	 4 Minigrip mit 49.5 g Heroin (A014'200'056)
	 106.2 g Kokain in braunem Klebeband verpackt (A014'200'067)
	 diverse leere Minigrip und leere Kapseln (A014'200'078)
	 2 Feinwaagen (A014'200'089)
	 13.8 g Heroin in Alufolie (A014'200'090)
	 1 Minigrip mit 1.1 g einer unbekannten Substanz (A014'200'170)
	 1 Cellophan Sack (A014'200'205)
	 2 Minigrip mit 12 g Heroin (A014'200'318)
	 16 Minigrip mit 24.1 g Kokain (A014'200'330)
	 1 Minigrip mit 1.2 g Marihuana (A014'200'341)
	 1 Minigrip mit 5.7 g Haschisch (A014'200'363)
	 1 Minigrip mit 3 g Marihuana (A014'200'374)
	 1 SIM-Karten Halterung Lyca mobile (A014'199'838)
	 1 SIM-Karte Lebara (A014'200'103)
	 1 SIM-Karte Yallo PUK 1 (A014'200'114)
	 1 SIM-Karte PUK 2 (A014'200'125)
	 4 SIM-Karten Halterungen leer (A014'200'147)
	S02003-2020:
	 1 Minigrip mit 1.5 g Heroin (A014'292'843)
	 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'292'865)
	 1 Klumpen mit 0.3 g Kokain (A014'292'898)
	 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'292'901)
	 1 Minigrip mit 0.5 g Kokain (A014'292'912)
	 1 Plättchen LSD (A014'292'945)
	 8 Tabletten Diaphin (A014'292'956)
	 3 Blister à 10 Tabletten Ritalin 20 mg (A014'292'967)
	S02010-2020:
	 1 Plastiksack mit 18.8 g Kokain (A014'295'524)
	 1 Plastiksack mit 46.9 g Streckmittel (A014'295'579)
	 1 Minigrip mit 0.2 g Marihuana (A014'295'580)
	 1 Minigrip mit 1 g Haschisch (A014'295'604)
	 3 Minigrip mit Heroinrückständen (A014'295'637)
	 1 Minigrip mit 7.5 g Streckmittel (A014'295'671)
	S02028-2020:
	 1 PET-Flasche mit Schraubverschluss und Hohlraum (A014'305'787)
	 4 Minigrip mit 20.1 g Kokain (A014'303'801)
	S002271-2020:
	 3 Minigrip mit 1.3 g Kokain (A014'446'696)
	 2 Minigrip mit 0.6 g Kokain (A014'446'709)
	 1 Minigrip mit 1.2 g Kokain (A014'446'710)
	 2 Kapseln mit 0.3 g Kokain (A014'446'721)
	 1 Kleinstmenge Kokain 0.1 g Kokain (A014'446'732)
	 1 Kleinstmenge Kokain 0.2 g Kokain (A014'446'743)
	 1 Minigrip mit 2.9 g Heroin (A014'446'754)
	S002273-2020:
	 1 Minigrip mit 0.1 g Heroin (A014'448'329)
	 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'448'330)
	 Diverse ungebrauchte Minigrip (A014'448'352)
	 1 Minigrip mit 0.3 g Kokain (A014'448'363)
	 1 Feinwaage MYCO MZ-100-BK (A014'448'454)
	 1 Feinwaage MYCO MMZ-100 (A014'448'465)
	 1 Feinwaage Brifti KA25 / UF200H (A014'448'476)
	 1 Feinwaage MYCO (A014'448'487)
	 1 Feinwaage ON BALANCE (A014'448'498)
	 1 Minigrip mit 3.4 g Heroin (A014'448'512)
	 1 Minigrip mit diversen ungebrauchten Kapseln (A014'448'534)
	 1 Minigrip mit 0.7 g Kokain (A014'448'545)
	 1 Minigrip mit 2.1 g Marihuana (A014'448'556)
	8. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
	S002273-2020:
	 1 Revolver Schreckschusswaffe (A014'449'333)
	 1 Dose mit Munition für Schreckschusswaffe (A014'449'377)
	9. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 13. Januar 2021 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Gegenstände werden dem Beschuldigten innert 3 Monaten nach Rechtskraft des Urteils auf erstes Verla...
	S01766-2020:
	 1 iPhone weiss (A014'197'865)
	 1 Mobiltelefon (A014'200'158)
	S02010-2020:
	 1 Mobiltelefon Samsung S 20 (A014'292'934)
	 1 Mobiltelefon iPhone schwarz (A014'295'422)
	 1 Ladekabel Mobiltelefon, Micor USB, weiss (A014'295'444)
	 1 Ladekabel Mobiltelefon, iPhone, weiss (A014'295'455)
	10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	11. Rechtsanwalt Dr. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 8'016.40 (inkl. Auslagen sowie 7.7% MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, aber soweit nicht durch die beschlagnahmten Vermögenswerte gemäss Dispositiv-Ziffer 6 gedeckt sofort abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidig...
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)"
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 7 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.–.
	2. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschul...
	5. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (versandt)
	- die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt)

	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	- die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	- das Bundesamt für Polizei, fedpol
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und B
	 die Kordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl.

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.