# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66bf61e6-c3ef-5bcf-897d-5e6fd5c8466e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 23.01.2014 LE130063
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE130063_2014-01-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: LE130063-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. M. Kriech und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Beschluss und Urteil vom 23. Januar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagter und Berufungskläger 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ 
Klägerin und Berufungsbeklagte 
 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

betreffend Eheschutz (Besuchsrecht) 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Pfäffikon vom 4. September 2013 (EE130016-H) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 

- der Klägerin (Urk. 1 und 10; Prot. Vi S. 13 f.): 

 1. Der Klägerin sei das Getrenntleben zu bewilligen. Es sei davon 
Vormerk zu nehmen, dass die Klägerin und die Tochter C._____ 
aus der ehelichen Wohnung ausgezogen sind. 

 2. Die eheliche Wohnung sei dem Beklagten zur Benützung zuzu-
weisen. 

 3. Die gemeinsame Tochter C._____, geb. tt.mm.2007, sei unter die 
Obhut der Klägerin zu stellen. 

 4. Der Beklagte sei für berechtigt zu erklären, die Tochter C._____ 
alle 14 Tage am Samstag auf eigene Kosten zu sich oder mit sich 
auf Besuch zu nehmen. 

 5. Es sei eine Beistandschaft für den Besuchskontakt zu errichten. 
 6. Es sei mit Wirkung ab 1. April 2013 die Gütertrennung anzuord-

nen. 
 7. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für sich und das 

Kind angemessene monatliche Unterhaltsbeiträge zu zahlen. 
 8. Der Beklagte sei zu verpflichten, die Gerichtskosten zu tragen 

und dem Anwalt der Klägerin eine angemessene Prozessent-
schädigung auszurichten. 

 9. Der Klägerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren; sie 
sei von Gerichtskosten freizuhalten und der Unterzeichnete sei 
als unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen. 

 
- des Beklagten (Urk. 7; Urk. 12): 

 1. Es sei den Parteien das Getrenntleben zu bewilligen; 
 2.1 es sei die gemeinsame Tochter C._____, geb. tt.mm.2007, für die 

Dauer des Getrenntlebens unter die elterliche Obhut der Klägerin 
zu stellen; 

 2.2 es sei der Beklagte für berechtigt zu erklären, die gemeinsame 
Tochter C._____ jedes zweite Wochenende von Freitag ab 
18.00 Uhr bzw. nach Schulschluss bis Sonntagabend 19.00 Uhr 
und in den Jahren mit gerader Jahreszahl an den Doppelfeierta-
gen Weihnachten und Ostern und in den anderen Jahren an Neu-
jahr und Pfingsten mit sich oder zu sich auf Besuch sowie wäh-
rend drei Wochen Ferien im Jahre - unter gehöriger Ankündigung 
mindestens zwei Monate im Voraus - mit sich oder zu sich in die 
Ferien zu nehmen;  

- 3 - 

 3. es sei der Beklagte ab Auflösung des gemeinsamen Haushalts 
und für die weitere Dauer des Getrenntlebens der Parteien zur 
Zahlung von monatlich Fr. 50.– an die Klägerin für deren eigenen 
Unterhalt und primär für die Kosten des Unterhalts, der Erziehung 
und Ausbildung der gemeinsamen Tochter C._____ zu verpflich-
ten; 

 4. es sei die eheliche Wohnung an der … [Adresse] in D._____ per 
1. Mai 2013 dem Beklagten zur alleinigen Benutzung zuzuweisen;  

 5. es sei per 1. April 2013 die Gütertrennung anzuordnen; 

prozessuales 
 6. es sei von einer Verpflichtung des Beklagten zur Leistung eines 

Prozesskostenvorschusses an die Klägerin abzusehen; 
 7. es sei dem Beklagten die unentgeltliche Prozessführung zu ge-

währen und ihm in der Person des Unterzeichneten ein unentgelt-
licher Rechtsbeistand zu bestellen; 

 - unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerin-. 
 
 

Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am  
Bezirksgericht Pfäffikon vom 4. September 2013: 

(Urk. 47 S. 31 f.) 

1. Der Antrag des Beklagten um Einholung eines Fachgutachtens wird abge-

wiesen. 

2. Den Parteien wird das Getrenntleben seit dem 10. April 2013 bewilligt.  

3. Die Obhut über das Kind C._____, geboren am tt.mm. 2007, wird der Kläge-

rin zugeteilt. 

4. Der Beklagte wird für berechtigt erklärt, das Kind C._____ am ersten und 

dritten Sonntag eines jeden Monats auf eigene Kosten begleitet zu besu-

chen. 

Diese Besuchsrechtsregelung wird erst nach Ernennung eines Beistands 

bzw. einer Beiständin gemäss Dispositiv Ziffer 5 und 6 umgesetzt. 

- 4 - 

5. Für das Kind C._____, geboren am tt.mm.2007, wird eine Beistandschaft im 

Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet. Dem Beistand bzw. der Beiständin 

werden die folgenden Aufgaben übertragen:  

- das begleitete Besuchsrecht zu organisieren und zu überwachen; 

- bei Konflikten betreffend das Besuchsrecht zwischen den Eltern zu bera-
ten und vermitteln; 

- die Ausübung des Besuchsrechts durch den Beklagten bei Vorliegen ei-
nes wichtigen Grundes im Einzelfall zu beschränken oder ihm zusätzliche 
bzw. unbegleitete Besuchstage zu gewähren. 

6. Die Kindesschutzbehörde Pfäffikon ZH wird angewiesen, einen Beistand 

bzw. eine Beiständin gemäss Dispositiv Ziff. 5 zu ernennen. 

7. Die eheliche Wohnung an der … [Adresse] in D._____ wird für die Dauer 

des Getrenntlebens dem Beklagten zur alleinigen Benützung zugewiesen.  

Es wird vorgemerkt, dass die Klägerin und das Kind die eheliche Wohnung 

bereits verlassen haben. 

8. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an den Unterhalt und die Erzie-

hung des Kindes einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von 

Fr. 287.–, zuzüglich vertraglicher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen, zu 

bezahlen; zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden 

Monats, rückwirkend ab 10. April 2013 (für April 2013 pro rata). 

Die rückwirkend geschuldeten Unterhaltsbeiträge sind innert 30 Tagen nach 

Rechtskraft dieses Urteils zu bezahlen. 

9. Mangels wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit des Beklagten werden keine 

persönlichen Unterhaltsbeiträge festgesetzt.  

10. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung ab 1. April 2013 angeordnet.  

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11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 525.–   Dolmetscherkosten 

Fr. 60.–   Wohnsitzbestätigung 

Fr. 3'585.–   Total 
 

12. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Be-

willigung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse 

genommen. Eine Nachforderung gestützt auf Art. 123 ZPO bleibt vorbehal-

ten.  

13. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

14. [Schriftliche Mitteilung].  

15. [Rechtsmittelbelehrung: Berufung, 10 Tage, ohne Fristenstillstand]. 

 
 

Berufungsanträge: 

- des Berufungsklägers (Urk. 46 S. 2): 
 

"1. Es sei Dispositiv Ziff. 4 des Urteils des Einzelgerichts am Bezirks-
gericht Pfäffikon vom 04.09.2013, Geschäfts-Nr. EE120016, auf-
zuheben und es sei dem Berufungskläger ein übliches Besuchs-
recht mit seiner Tochter C._____, tt.mm.2007, jedes zweite Wo-
chenende von Freitag 18.00 bis Sonntag 19.00 Uhr, alternierend 
während den Feiertagen und während drei Wochen Ferien im 
Jahr einzuräumen, eventualiter das Besuchsrecht in den ersten 
drei Monaten nach rechtskräftigem Abschluss des Eheschutzver-
fahrens auf jeden zweiten Sonntag von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr 
zu beschränken; 

 2. es sei der vierte Absatz von Dispositiv Ziff. 5 des Urteils des Ein-
zelgerichts am Bezirksgericht Pfäffikon vom 04.09.2013, Ge-
schäfts-Nr. EE120016, ersatzlos zu streichen; 

- 6 - 

prozessuales 
 3. es sei dem Berufungskläger vorsorglich für die weitere Dauer des 

Verfahrens ein minimales Besuchsrecht mit seiner Tochter 
C._____ an einem Halbtag in der Woche einzuräumen; 

 4.1. es seien dem unterzeichneten Rechtsvertreter die vollständigen 
akturierten Akten und das Protokoll je der Vorinstanz für einige 
wenige Tage zur Einsichtnahme zu überlassen und in der Folge 
eine kurze Nachfrist zur ergänzenden Begründung einzuräumen;  

 4.2. es sei dem Beklagten und Berufungskläger auch im Berufungs-
verfahren die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und 
ihm in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher 
Rechtsbeistand beizugeben; 

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsbeklagten." 
 
 
- der Berufungsbeklagten (Urk. 56 S. 1 f.): 
 

"1. Die Berufung sei abzuweisen und der Berufungskläger zu ver-
pflichten, die Gerichtskosten zu tragen sowie der Berufungsbe-
klagten bzw. deren Rechtsbeistand eine angemessene Prozess-
entschädigung auszurichten. 

 2. Es seien beim Bezirksgericht Pfäffikon die Gewaltschutzakten 
GS120007 beizuziehen. 

 3. Der Berufungsbeklagten sei die unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren, sie sei von Gerichtskosten frei zu halten und der Un-
terzeichnete sei auch im Berufungsverfahren wie schon im Pro-
zess vor dem Bezirksgericht als unentgeltlicher Rechtsbeistand 
einzusetzen." 

 
 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien heirateten am tt. Juli 2011. Die gemeinsame Tochter C._____, 

geboren am tt.mm.2007, wurde vom Beklagten am 3. Juni 2009 anerkannt 

(Urk. 15). Mit Eingabe vom 4. März 2013 machte die Klägerin und Berufungsbe-

klagte (fortan Klägerin) ein Eheschutzverfahren bei der Vorinstanz anhängig 

(Urk. 1). Mit Urteil vom 4. September 2013 erliess das Einzelgericht im summari-

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schen Verfahren am Bezirksgericht Pfäffikon ZH die eingangs wiedergegebenen 

Eheschutzmassnahmen (Urk. 39 = Urk. 47). 

2. Gegen das Urteil der Vorinstanz vom 4. September 2013 erhob der Beklagte 

und Berufungskläger (fortan Beklagter) mit Eingabe vom 30. September 2013 

fristgerecht Berufung mit den eingangs genannten Anträgen (Urk. 46). Das vom 

Beklagten in seiner Berufungsschrift vom 30. September 2013 gestellte Gesuch 

um vorsorgliche Anordnung eines Besuchsrechts für die Tochter im Umfang eines 

halben Tages pro Woche sowie sein Gesuch um Gewährung einer Nachfrist zur 

Ergänzung der Berufungsbegründung wurden mit Beschluss der Kammer vom 

14. Oktober 2013 abgewiesen (Urk. 50). Am 22. Oktober 2013 erstattete die Klä-

gerin innert Frist die Berufungsantwort mit den vorstehend aufgeführten Anträgen. 

Dieselbe wurde dem Beklagten zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 56). 

3. Die Akten des Verfahrens betreffend die Verlängerung der Schutzmass-

nahmen (Gewaltschutzverfahren GS120007) am Bezirksgericht Pfäffikon ZH wur-

den in Kopie beigezogen (Urk. 60). 

4. Auf die Ausführungen der Parteien ist nachfolgend nur insoweit einzugehen, 

als sich dies für die Entscheidfindung als notwendig erweist. 

II. 

1. Nicht angefochten wurden die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3, 5 Abs. 1 bis 3 sowie 

6 bis 13 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Bezirks-

gerichts Pfäffikon ZH vom 4. September 2013. In diesem Umfang ist das vor-

instanzliche Urteil rechtskräftig, wovon Vormerk zu nehmen ist.  

2. Im Streit liegen das Besuchsrecht für die Tochter C._____ und die Aufgaben 

des Beistandes (Urk. 46 S. 2 und 4 ff.). Das Eheschutzverfahren ist ein summari-

sches Verfahren (Art. 271 lit. a ZPO). Der Vorderrichter hat das anwendbare 

Summarverfahren mit entsprechender, dem Zweck der Prozessbeschleunigung 

dienender Beweismittel- und Beweismassbeschränkung zutreffend dargestellt, 

weswegen darauf verwiesen werden kann (Urk. 47 S. 4 f.). Gemäss Art. 296 

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Abs. 1 und 3 ZPO gilt für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten 

der uneingeschränkte Offizial- und Untersuchungsgrundsatz. Dies bedeutet, dass 

das Gericht den Sachverhalt vorliegend von Amtes wegen erforscht und ohne 

Bindung an die Parteianträge entscheidet. 

III. 

A. Zuständigkeit / Delegation Besuchsrechtsregelung 

1. Die Vorinstanz räumte dem Beklagten ein begleitetes Besuchsrecht für die 

Tochter C._____ je am ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats ein und 

erwog, der Entscheid über die Aufhebung der Begleitung sei dem einzusetzenden 

(Erziehungs-)Beistand zu überlassen. Sie befugte den Beistand mitunter, die Be-

suchsrechtsausübung des Beklagten bei Vorliegen eines wichtigen Grundes im 

Einzelfall zu beschränken oder ihm zusätzliche bzw. unbegleitete Besuchstage zu 

gewähren (Urk. 47 S. 15 ff. und 31).  

2. Der Beklagte beanstandet am vorinstanzlichen Entscheid zusammenge-

fasst, dass nur die Häufigkeit (jeder erste und dritte Sonntag), nicht aber der zeit-

liche Umfang des Besuchsrechts festgelegt worden sei. Die Vorinstanz habe die-

ses damit ungenügend definiert bzw. die ihr obliegende Entscheidungsbefugnis in 

unzulässiger Weise an einen Beistand delegiert, indem diesem übertragen wor-

den sei, das Besuchsrecht zu organisieren und im Einzelfall zu beschränken oder 

aber zusätzlich und sogar unbegleitet zu gewähren (Urk. 46 S. 4 f.). 

3. Die Klägerin hält im Wesentlichen dagegen, das Besuchsrecht des Beklag-

ten werde durch die vom Gericht formulierten Aufgaben des Beistandes konkreti-

siert: Die Festlegung der genauen Uhrzeiten sei Gegenstand des Organisations- 

und Überwachungsauftrages des Beistandes. Das Gericht sei vorliegend gar nicht 

in der Lage, die Modalitäten der Besuchsrechtsausübung genauer zu verfügen, 

weil es den Parteien im Alltag zu wenig nahe stehe. Die Klägerin führt unter Hin-

weis auf Art. 315a und Art. 273 ff. ZGB aus, dass die vorinstanzliche Auftragser-

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teilung an den Beistand dem Gesetz entspreche und keine unzulässige Delegati-

on der Verantwortung darstelle (Urk. 56 S. 6). 

4.1. Vorliegend fällt die Regelung des persönlichen Verkehrs in die Zuständigkeit 

des Eheschutzgerichts (Art. 275 Abs. 2 ZGB). Dieses muss das Besuchsrecht 

möglichst präzis regeln. Mindestens die Art und Häufigkeit sowie der Umfang der 

Besuche sind in jedem Fall vom Richter festzulegen (vgl. Hinderling/Steck, Das 

schweizerische Ehescheidungsrecht, 4. A., Zürich 1995, S. 451 f.; Hegnauer, 

Berner Kommentar, ZGB Art. 273 N 106 ff.; vgl. Biderbost, Die Erziehungsbei-

standschaft, Diss. Freiburg 1996, S. 316 f.). Ordnet der Richter eine Beistand-

schaft an, so hat er die Aufgaben des Beistandes genau zu umschreiben. Er kann 

die Regelung der Häufigkeit sowie der Dauer der Besuche nicht dem Beistand 

überlassen und ihm auch nicht die Aufgabe überbinden, die Besuchsordnung zu 

ändern. Die Beistandschaft darf nicht zur Delegation der behördlichen Verantwor-

tung für den Entscheid über die Besuchsrechtsregelung auf die mit der Durchfüh-

rung der Massnahme betrauten Stelle führen (BGE 100 II 4 E. 1; BGE 118 II 241 

E. 2.d; Urteil des Bundesgerichts vom 26. Mai 2004, 5C.68/2004 E. 2.4; BSK ZGB 

I-Breitschmid, 4. A., Basel 2010, Art. 308 N 17). 

4.2. Es ist dem Beklagten beizupflichten, dass die Vorinstanz die Entschei-

dungsbefugnis in unzulässiger Weise an einen Beistand delegiert hat. Damit hat 

sie die gesetzlich festgelegte Zuständigkeitsordnung gemäss Art. 275 Abs. 2 ZGB 

verletzt: Sie hat keine genauen Uhrzeiten des Besuchsrechts festgelegt, sondern 

dies faktisch dem Beistand überlassen. Dem Beistand sollte zwar in Fällen, die 

mit hoher zeitlicher Dringlichkeit eine Abhilfe für eine plötzlich aufgetretene Ge-

fährdung erfordern, die Möglichkeit offen stehen, das Besuchsrecht vorüberge-

hend einzuschränken und dies erst nachträglich von der zuständigen Behörde 

absegnen bzw. anordnen zu lassen (vgl. Biderbost, a.a.O., S. 317). Der dem Bei-

stand von der Vorinstanz erteilte Auftrag, das begleitete Besuchsrecht zu organi-

sieren und zu überwachen, kann jedoch nicht beinhalten, die zeitliche Dauer des 

Besuchsrechts zu bestimmen. Ebenfalls darf eine Änderung der Besuchsrechts-

ordnung im Sinne einer unbegleiteten Besuchsrechtsgewährung nicht in die Ver-

antwortung des Beistandes gelegt werden. Dem Beistand steht vielmehr das 

- 10 - 

Recht und die Pflicht zu, innerhalb des Rahmens der gerichtlich festgelegten Be-

suchsrechtsordnung tätig zu werden, wie beispielsweise Differenzen sowie Un-

klarheiten zu bereinigen oder die für die einzelnen Besuche nötigen Modalitäten 

festzusetzen, etwa bei der praktischen Ausgestaltung begleiteter Besuchskontak-

te und Übergaben mitzuhelfen. Das Besuchsrecht des Beklagten ist deshalb 

nachfolgend genügend zu definieren und die entsprechende Befugnis des Bei-

standes, die Besuchsrechtsausübung durch den Beklagten bei Vorliegen eines 

wichtigen Grundes im Einzelfall zu beschränken oder ihm zusätzliche bzw. unbe-

gleitete Besuchstage zu gewähren (Urk. 47 S. 31, Dispositiv-Ziffer 5 Abs. 4 des 

vorinstanzlichen Entscheides), ersatzlos aufzuheben. Im Übrigen ist der Vollstän-

digkeit halber festzuhalten, dass die Beistandsbestellung im Sinne von Art. 308 

Abs. 2 ZGB inklusive der Erteilung des Organisations-, Überwachungs-, Bera-

tungs- und Vermittlungsauftrages an den Beistand (Urk. 47 S. 31, Dispositiv-

Ziffer 5 Abs. 1 bis 3) nicht mit der Berufung angefochten wurde und auch zu kei-

nen weiteren Bemerkungen Anlass gibt.  

B. Ausgestaltung des Besuchsrechts 

1. Die Klägerin führte anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 11. April 

2013 vor Vorinstanz aus, dass dem Beklagten das übliche Besuchsrecht gemäss 

Gesetz einzuräumen sei. Da habe sie keine Vorbehalte (Urk. 10 S. 2). Nach er-

statteten Parteivorträgen und den persönlichen Befragungen der Parteien bean-

tragte der Rechtsvertreter der Klägerin eine erneute Befragung der Klägerin zu 

den Kinderbelangen. Er führte aus, im Verhandlungsunterbruch hätte sich her-

ausgestellt, dass die Klägerin mit dem beantragten Besuchsrecht des Beklagten 

nicht einverstanden sei (Prot. Vi S. 12). Die Klägerin beantragte nunmehr ein Be-

suchsrecht alle 14 Tage jeweils am Samstag unter Errichtung einer Besuchsbei-

standschaft und begleiteten Übergaben der Tochter durch eine Drittperson. Das 

Besuchsrecht ohne Übernachtung und die begleiteten Übergaben verlangte sie 

zumindest während einer angemessenen Übergangszeit. Ihren Antrag begründe-

te sie im Wesentlichen damit, dass die Tochter nach ihren Wahrnehmungen ver-

ängstigt sei und die Streitsituation zwischen den Parteien nicht einschätzen könne 

(Prot. Vi S. 13 f. und 15). 

- 11 - 

2. Die Vorinstanz erwog, dass das Verhalten des Beklagten gegenüber der 

Tochter nicht als problematisch erscheine. Die Aussagen der Tochter anlässlich 

der Kinderanhörung würden jedoch zeigen, dass die konfliktbeladene Beziehung 

der Parteien sie emotional belaste und bei ihr ernst zu nehmende Angst bzw. 

Furcht gegenüber dem Beklagten ausgelöst habe. Hinzu komme, dass das Kind 

den Beklagten seit der Trennung der Parteien, mithin seit einem halben Jahr, 

nicht mehr gesehen habe. Dies habe bereits zu einer gewissen Entfremdung ge-

führt. Es sei zu befürchten, dass C._____ auf den Beklagten anfänglich ängstlich 

oder gar verstört reagieren könnte, weshalb es unabdingbar sei, die Vater-Kind-

Beziehung in einem geschützten Rahmen wieder aufzubauen. Die Vorinstanz leg-

te gestützt darauf ein begleitetes Besuchsrecht fest und entschied, dass dieses 

zumindest für so lange anzuordnen sei, bis das Kind dem Beklagten wieder ver-

traue, die Angst habe ablegen können und sich klar gezeigt habe, dass Letzterer 

eine angemessene Betreuung sowie Versorgung des Kindes gewährleisten könne 

(Urk. 47 S. 14 ff.). 

3. Der Beklagte wehrt sich gegen die vorinstanzliche Anordnung eines beglei-

teten Besuchsrechts und beantragt die Einräumung eines üblichen Besuchsrechts 

für seine Tochter C._____ an jedem zweiten Wochenende von Freitag 18.00 Uhr 

bis Sonntag 19.00 Uhr sowie ein alternierendes Besuchsrecht an den Feiertagen 

und ein dreiwöchiges Ferienbesuchsrecht. Eventualiter sei ihm während den ers-

ten drei Monaten nach rechtskräftigem Abschluss des Eheschutzverfahrens ein 

Besuchsrecht an jedem zweiten Sonntag von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr zu gewähren 

(Urk. 46 S. 2). Zur Begründung führt er aus, die Annahme einer Entfremdung seit 

Anfang Februar 2013 sei unhaltbar und rechtsmissbräuchlich, da es die Vo-

rinstanz gewesen sei, welche das Eheschutzverfahren nach der Hauptverhand-

lung weder abgeschlossen noch fortgesetzt und auf den Antrag auf Einräumung 

eines vorsorglichen minimalen Besuchsrechts nicht reagiert habe. Ohnehin könne 

von einer Entfremdung bei einem sechseinhalbjährigen Kind– welches zuvor mit 

dem Beklagten im gleichen Haushalt gelebt habe und von diesem an den Wo-

chenenden alleine betreut worden sei – nach knapp einem halben Jahr noch nicht 

gesprochen werden. Die in der Kinderanhörung geäusserte Angst der Tochter vor 

ihm weise klar auf eine gewisse Manipulation durch die Klägerin resp. die Über-

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tragung deren Ängste auf das Kind hin. Diese Entwicklung könne nur durch ein 

regelmässiges, unbeschwertes und unüberwachtes Besuchsrecht gestoppt wer-

den. Von ihm sei überdies nie eine irgendwie geartete Gefahr für die Tochter aus-

gegangen und es sei bereits seit längerem zu keinerlei Streit oder Konflikt zwi-

schen ihm und der Klägerin gekommen (Urk. 46 S. 5 f.). 

4. Die Klägerin verweist sinngemäss darauf, dass die Hinauszögerung des 

Kontaktes zur Tochter resp. des Eheschutzentscheides dem Beklagten zuzu-

schreiben sei (Urk. 56 S. 3 f.). Das Verhältnis zwischen ihr und dem Beklagten sei 

erheblich gestört und von häuslicher Gewalt geprägt. Die Tochter habe Drohun-

gen und Streitereien hautnah miterlebt und den Beklagten seit der Trennung nicht 

mehr gesehen. Zum Wohle des Kindes sei der Kontakt zum Beklagten behutsam 

und mit der nötigen Vorsicht wieder herzustellen (Urk. 56 S. 5). Schliesslich gebe 

es für die Behauptung des Beklagten, die Kinderanhörung weise auf eine Manipu-

lation der Tochter bzw. auf eine Übertragung ihrer Ängste auf das Kind hin, kei-

nerlei Anhaltspunkte. Das Kind habe den Beklagten in den letzten Wochen 

mehrmals aus der Ferne auf dem Schulweg gesehen und sei angsterfüllt nach 

Hause gekommen (Urk. 56 S. 7). 

5.1. Hinsichtlich der rechtlichen Kriterien für die Einräumung des Besuchsrechts 

und dessen begleitete Ausgestaltung kann zunächst auf die zutreffenden Ausfüh-

rungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (Urk. 47 S. S. 10-12). Im 

Weiteren ist nochmals hervorzuheben, dass das Kindeswohl oberste Richtschnur 

bildet. Es ist dem Alter des Kindes, seiner bisherigen Bindung an den anderen El-

ternteil, der Häufigkeit bisheriger Kontakte und der Lebensausgestaltung des Kin-

des sowie beider Eltern in Beruf, Schule und Freizeit Rechnung zu tragen. Ob ei-

ne Übernachtung beim Besuchsberechtigen erfolgen kann, hängt neben dem Al-

ter des Kindes vor allem von der Qualität der Eltern-Kind-Beziehung ab. In Bezug 

auf die Häufigkeit resp. Dauer des Besuchsrechts tendiert die Praxis dazu, dass 

Schulkinder jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien resp. in strittigen 

Fällen ein Wochenende pro Monat und zwei bis drei Ferienwochen im Jahr beim 

Besuchsberechtigen verbringen (BSK ZGB I-Schwenzer, a.a.O., Art. 273 ZGB 

N 10 und 13 bis 15 m.w.H. zur bundesgerichtlichen und kantonalen Judikatur). 

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Solche Richtlinien müssen jedoch der Einzelfallbetrachtung standhalten. Es sind 

immer die näheren Umstände abzuklären, damit im Einzelfall eine angemessene 

Regelung getroffen werden kann (vgl. BGE 131 III 209 E. 5. m.w.H.). Im Übrigen 

steht die ablehnende Haltung des Kindes der Einräumung eines Besuchsrechts 

nicht zwingend entgegen. Obschon das Besuchsrecht in erster Linie dem Wohl 

des Kindes dient, hängt es nicht ausschliesslich von dessen Willen ab. Es ist all-

gemein anerkannt, dass aufgrund des schicksalhaften Kind-Eltern-Verhältnisses 

die Beziehung des Kindes zu beiden Elternteilen sehr wichtig und von hohem 

Wert ist sowie bei der Identitätsfindung des Kindes eine entscheidende Rolle spie-

len kann. Daher ist es erforderlich, in jedem Einzelfall zu ermitteln, warum das 

Kind eine Abwehrhaltung gegen den nicht obhutsberechtigten Elternteil einge-

nommen hat und ob die Besuchsrechtsausübung das Kindeswohl tatsächlich ge-

fährdet (BGE 127 III 295 E. 4.a m.w.H.).  

5.2. Das Persönlichkeitsrecht des nicht obhutsberechtigten Elternteils, der 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit, aber auch der Sinn und Zweck des persönli-

chen Verkehrs verbieten dessen gänzliche Unterbindung, wenn die befürchteten 

nachteiligen Auswirkungen für das Kind durch die persönliche Anwesenheit einer 

Drittperson in Grenzen gehalten werden können. Wie die Verweigerung oder der 

Entzug nach Art. 274 Abs. 2 ZGB bedarf auch die Anordnung eines begleiteten 

Besuchsrechts – welches eine Kindesschutzmassnahme im Sinne von Art. 307 ff. 

ZGB darstellt – konkreter Anhaltspunkte für die Kindeswohlgefährdung, eine bloss 

abstrakte Gefahr reicht nicht aus (FamPra.ch 2004 S. 417 ff., 418). Vorkommnis-

se im eherechtlichen Verhältnis, wie Gewalt und Drohungen, können auch die El-

tern-Kind-Beziehung belasten: Ein Kind kann persönlich gefährdet sein oder des-

halb, weil es die Gewalt und/oder Drohung zwischen den Eltern miterlebt und eine 

anhaltende Abneigung gegen einen Elternteil entwickelt hat. Das begleitete Be-

suchsrecht kann ein Mittel sein, der Gefährdung des Kindes wirksam zu begeg-

nen, Krisensituationen zu entschärfen, Ängste abzubauen resp. dem Kind ein rea-

listisches Bild vom abwesenden Elternteil sowie Hilfestellungen für eine Verbes-

serung der Eltern-Kind-Beziehung zu vermitteln. Ein begleitetes Besuchsrecht er-

scheint unter anderem bei stark gestörtem Verhältnis der Eltern, Überforderungen 

und Ängsten des Kindes oder einem längeren Kontaktunterbruch zwischen einem 

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Elternteil und dem Kind als indiziert (vgl. FamPra.ch 2003 S. 589 ff., 594 m.w.H.; 

BSK ZGB I-Schwenzer, a.a.O., Art. 273 N 26). Es stellt aber lediglich eine Über-

gangslösung dar, weshalb es stets nur für eine begrenzte Dauer – im Regelfall für 

ein halbes oder ein ganzes Jahr – anzuordnen ist (vgl. BSK ZGB I-Schwenzer, 

a.a.O., Art. 273 N 27). 

6.1. Der Beklagte bestritt vor Vorinstanz, je häusliche oder sonstige verbale oder 

physische Gewalt gegen die Klägerin verübt zu haben. Die Klägerin habe bereits 

vor rund einem Jahr nach der Anzeige gegen ihn wegen häuslicher Gewalt ihr 

Desinteresse an der Strafverfolgung erklärt. Folgerichtig sei das Verfahren einge-

stellt worden (Urk. 12 S. 2 f.). Dies ist auch dem Rapport der Kantonspolizei Zü-

rich betreffend den Vorfall von angeblicher Gewalt und Drohung zwischen den 

Parteien vom 22. März 2012 (Gewaltschutzakten GS120007) zu entnehmen. Da-

rin ist vermerkt, dass die Parteien im Archiv der Zürcher Polizei bereits wegen ei-

nes Falles von häuslicher Gewalt mit Verzicht auf einen Strafantrag vom 2. Juni 

2011 verzeichnet seien (Urk. 60/3 S. 6). Die Klägerin hingegen machte vor Vor-

instanz zusammengefasst geltend, der Beklagte habe sich aggressiv verhalten, 

geschlagen und Sachen kaputt gemacht. Er habe die Tochter angeschrien und 

die Art, wie er sich aufgeführt habe, habe die Tochter natürlich verängstigt (Prot. 

Vi S. 16). Aus dem Gesuch der Klägerin um Verlängerung der Schutzmassnah-

men vom 28. März 2012 (Gewaltschutzakten GS120007) geht im Weiteren her-

vor, dass der Beklagte sie am 6. Juni 2011 während eines Streits geschlagen so-

wie gewürgt und die Tochter den Streit resp. die Gewalt mitbekommen habe 

(Urk. 6/1). 

6.2. Trotz der verbleibenden Unklarheit darüber, ob bzw. welche Gewalttätigkei-

ten und/oder Drohungen sich zwischen den Parteien tatsächlich ereignet haben, 

ist den vorinstanzlichen Erwägungen beizupflichten, dass das Verhältnis der Par-

teien gestört ist und die Tochter C._____ Streitereien der Parteien mit hoher 

Wahrscheinlichkeit – zumindest zum Teil – mitbekommen hat, was auf sie in emo-

tionaler Weise Auswirkung gezeitigt haben dürfte (vgl. Urk. 47 S. 14). Kein ande-

res Bild hinterlassen die Äusserungen von C._____ anlässlich der Kinderanhö-

rung vom 19. Juni 2013. Sie scheint eine starke Abwehrhaltung gegenüber dem 

- 15 - 

Beklagten eingenommen zu haben. Ihre Erzählungen von Unternehmungen mit 

ihm weisen einen deutlich negativen Unterton auf: Sie berichtete nicht von einem 

unbeschwerten Fahrradausflug mit dem Beklagten, sondern erzählte, dieser sei 

auf dem Ausflug umgefallen und habe geblutet. Ausserdem führte sie in Bezug 

auf Unternehmungen mit dem Beklagten aus, dass sie diese nicht "lässig" gefun-

den und keine Lust gehabt habe. Sie habe nicht viele Sachen mit dem Vater ge-

macht, er habe keine Spiele mit ihr gespielt und ihr keine Bücher vorgelesen. Im 

Weiteren gab C._____ an, den Beklagten nicht sehen zu wollen (Urk. 24 S. 2). 

Obwohl der Meinung des Kindes bei der Ausgestaltung des persönlichen Ver-

kehrs Rechnung zu tragen ist, muss berücksichtigt werden, dass C._____ mit ih-

ren sechs bzw. bald sieben Jahren noch sehr jung ist, das heisst ihren Äusserun-

gen nicht ausschlaggebendes Gewicht zukommen kann, zumal sie wohl nicht ab-

zuschätzen vermag, was der Abbruch des persönlichen Kontakts zum Vater mit-

tel- und längerfristig für Folgen haben könnte. Auch ist der Grund der Abwehrhal-

tung von C._____ zu ermitteln: Aus der Aussage, sie wolle den Vater nicht sehen, 

da er die Mutter geschlagen habe (Urk. 24 S. 2), ist augenscheinlich, dass sie 

diese Haltung nicht aufgrund ihrer eigenen Beziehung zum Beklagten eingenom-

men hat. Sie gibt auch zu, dass der Beklagte ihr gegenüber immer nett gewesen 

sei, wobei sie nachschiebt, sie habe aber dennoch Angst vor ihm (Urk. 24 S. 2). 

Eine Gewaltanwendung des Beklagten gegenüber der Tochter steht nicht in Fra-

ge und wurde auch von der Klägerin nicht behauptet. Vielmehr scheint es, als ha-

be C._____ sich mit der Mutter "solidarisiert". In diesem Zusammenhang und in 

Bezug auf den Vorwurf des Beklagten, die Klägerin habe die Tochter manipuliert 

bzw. ihre Ängste auf das Kind übertragen, ist zu bemerken, dass in Situationen 

wie der vorliegenden – wo das Verhältnis zwischen den Parteien erheblich belas-

tet ist – eine Beeinflussung des Kindes durch einen Elternteil gegen den anderen 

nie auszuschliessen und gar wahrscheinlich ist. Selbst wenn sich die Parteien ei-

ner bewussten Beeinflussung enthalten, muss davon ausgegangen werden, dass 

das Kind die negativen Gefühle der Eltern gegeneinander wahrnimmt und es so 

gleichsam auf emotionaler Ebene zu einer – wenn auch ungewollten – Beeinflus-

sung kommt. 

- 16 - 

Insgesamt erscheint das Kindeswohl durch die Einräumung eines Besuchsrechts 

des Beklagten – trotz der ablehnenden Haltung von C._____ – nicht als tatsäch-

lich gefährdet. Einem, wie vom Beklagten beantragten, "üblichen" Besuchsrecht 

kann vor dem Hintergrund des Kindeswohls aber nicht entsprochen werden. Zwar 

tritt der von der Vorinstanz aufgeworfene Aspekt der Entfremdung in den Hinter-

grund und es kann letztlich offen gelassen werden, aus welchen Gründen (aus 

Angst der Tochter, wegen der Klägerin oder des gerichtlichen Verfahrens) ein 

Kontakt zwischen dem Beklagten und seiner Tochter über längere Zeit nicht statt-

finden konnte. Es kommt ohnehin nur eine Regelung des Besuchsrechts für die 

Zukunft in Frage und die in Bezug auf die Entfremdung als kritisch angesehenen 

ersten Kontakte müssten heute bereits erfolgt sein, war doch der angefochtene 

Entscheid sofort vollstreckbar und das begleitete Besuchsrecht nach erfolgter 

Beistandsernennung am 29. Oktober 2013 umsetzbar (Urk. 47 S. 31, Dispositiv-

Ziffer 4 und 16; Urk. 50 S. 5 und 7). In Übereinstimmung mit der Vorinstanz sind 

jedoch die Ängste von C._____ ernst zu nehmen. Diesen kann und muss durch 

die begleitete Ausgestaltung des Besuchsrechts sowie eine abgestufte Besuchs-

rechtsausdehnung begegnet werden. Es braucht eine gewisse Anlaufzeit, damit 

der Kontakt zwischen dem Beklagten und seiner Tochter wieder etabliert, Ver-

trauen geschafft und Ängste abgebaut werden. 

6.3. Dem Beklagten ist ein begleitetes Besuchsrecht für die Tochter C._____ an 

zwei Sonntagen im Monat während vier Stunden einzuräumen. Die begleiteten 

Besuchssonntage sind unter Mithilfe des Beistandes frühzeitig zu vereinbaren und 

haben in einer vom Beistand zu bezeichnenden Einrichtung auf Kosten des Be-

klagten zu erfolgen. Ab dem 1. Mai 2014, mithin rund acht Monate nach 

Anordnung des begleiteten Besuchsrechts durch die Vorinstanz, ist der Beklagte 

für berechtigt zu erklären, die Tochter unbegleitet jeweils am ersten und dritten 

Sonntag im Monat von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder 

mit sich auf Besuch zu nehmen. Es bestehen keine Anhaltspunkte für Schwierig-

keiten, welche eine Ausdehnung des begleiteten Besuchsrechts auf eine längere 

Dauer rechtfertigen würden; die von der konfliktbelasteten Beziehung der Parteien 

herrührenden Ängste von C._____ gegenüber dem Beklagten sollten sich nach 

dieser Dauer gelegt haben. Ab dem 1. Juli 2014 ist die Dauer des unbegleiteten 

- 17 - 

Besuchsrechts auf 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr auszudehnen. In Bezug auf eine 

Übernachtung der Tochter beim Beklagten brachte die Klägerin einzig vor, sie 

denke nicht, dass die Tochter bei ihm übernachten wolle, dies würde sie traurig 

machen. Im Weiteren gab sie vor Vorinstanz an, vor dem Auszug aus der eheli-

chen Wohnung habe der Beklagte mit der Tochter im Schlafzimmer und sie im 

Wohnzimmer geschlafen (Prot. Vi S. 13). Dass der Beklagte die Tochter früher 

während ihrer Arbeitstätigkeit am Wochenende alleine betreut habe (vgl. Prot. Vi 

S. 14 und 16), bestritt die Klägerin nicht. Es ist davon auszugehen, dass der Be-

klagte in der Lage ist, die Versorgung und Betreuung des Kindes alleine und auch 

über Nacht zu gewährleisten. Daher sowie angesichts des Alters des Kindes ist 

dem Beklagten nach einer gewissen Anlaufzeit ein Besuchsrecht mit Übernach-

tung zu gewähren. Unter Berücksichtigung der vor der Trennung gelebten Be-

treuungsverhältnisse ist es angemessen, ihm ab dem 1. November 2014 ein Be-

suchsrecht am ersten und dritten Wochenende im Monat von Samstag 10.00 Uhr 

bis Sonntag 18.00 Uhr sowie jährlich am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weih-

nachten (26. Dezember) und Neujahr, in den Jahren mit gerader Jahreszahl über 

die Osterfeiertage (Ostersamstag bis und mit Ostermontag) und in Jahren mit un-

gerader Jahreszahl über die Pfingstfeiertage (Pfingstsamstag bis und mit 

Pfingstmontag) einzuräumen. Weiter ist er für berechtigt zu erkären, das Kind 

jährlich in den Schulferien während 3 Wochen auf eigene Kosten zu sich oder mit 

sich in die Ferien zu nehmen. Die Ausübung des Ferienbesuchsrechts hat er min-

destens drei Monate im Voraus mit der Klägerin abzusprechen. 

Dieses stetig (wieder) aufzubauende Besuchsrecht sollte der Tochter Zeit geben, 

sich von den Vorfällen etwas zu distanzieren, trotzdem aber einem möglicher-

weise drohenden Kontaktabbruch und der damit einhergehenden Entfremdung 

zwischen ihr und dem Beklagten entgegentreten. Sie soll ihr Bild, dass sie sich 

vom Vater gemacht hat, einer Realitätskontrolle unterziehen und eine – von den 

elterlichen Konflikten – eigenständige, losgelöste sowie unbeschwerte Beziehung 

zum Beklagten führen können. Die Klägerin ist darauf hinzuweisen, dass sie – als 

obhutsberechtigter Elternteil – die Pflicht trifft, die Beziehung zwischen dem Kind 

und dem Beklagten zu fördern. Sie hat die Tochter, trotz der eigenen belasteten 

Beziehung zum Beklagten, positiv für die Kontaktpflege vorzubereiten (vgl. auch 

- 18 - 

Art. 274 Abs. 1 ZGB). Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen dem Beklag-

ten und seiner Tochter kann nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden. Deshalb 

kommt hier die vorinstanzliche Einsetzung sowie Aufgabenzuweisung an den Bei-

stand, das Besuchsrecht zu überwachen, zum Tragen.  

IV. 

1. Die Höhe der Gerichtsgebühr richtet sich für das Berufungsverfahren nach 

§ 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit §§ 2, 5 Abs. 1, 6 Abs. 2 lit. b und 8 Abs. 1 der 

Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG). Un-

ter Berücksichtigung des tatsächlichen Streitinteresses, des Zeitaufwandes des 

Gerichts und der Schwierigkeit des Falles erscheint eine Entscheidgebühr von 

Fr. 3'000.00 angemessen. 

2.1. Gemäss Art. 119 Abs. 5 ZPO ist im Rechtsmittelverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege neu zu beantragen. Nach Art. 117 ZPO hat eine Partei Anspruch auf 

unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt 

(lit. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Wer diese Be-

dingungen erfüllt, hat ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, 

soweit dies zur Wahrung der Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). 

2.2. Beide Parteien stellten im vorliegenden Berufungsverfahren ein Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 46 S. 2; Urk. 52 S. 1; Urk. 56 S. 7 f.). Das Ge-

such des Beklagten wurde bereits mit Beschluss der Kammer vom 14. Oktober 

2013 bewilligt; es wurde ihm in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ ein 

unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt (Urk. 50 S. 10 f.). 

2.3. In ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege verweist die Klägerin da-

rauf, dass sich ihre finanzielle Lage seit dem vorinstanzlichen Entscheid vom 

4. September 2013 insofern geändert habe, als sie nun seit dem 1. Juni 2013 er-

werbstätig sei und nicht mehr vom Sozialamt unterstützt werde (Urk. 47 S. 30; 

Urk. 52 S. 2). Aus den eingereichten Lohnabrechnungen Juli bis September 2013 

geht hervor, dass die Klägerin – unter Berücksichtigung des Anspruchs auf Aus-

- 19 - 

bezahlung eines 13. Monatslohns – ein durchschnittliches Erwerbseinkommen 

von monatlich Fr. 3'670.00 erzielt (Urk. 58/4 S. 1; Urk. 58/5-7). Mit den vom Be-

klagten zu bezahlenden Kinderunterhaltsbeiträgen von Fr. 287.00 (Urk. 47 S. 32) 

stehen der Klägerin monatlich Fr. 3'957.00 zur Verfügung. Im Bedarf der Klägerin 

mit dem Kind sind die Grundbeträge mit insgesamt Fr. 1'750.00 zu berücksichti-

gen (Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts vom 16. Sep-

tember 2009, ZR 108 [2009] Nr. 62). Des Weitern sind der Mietzins von 

Fr. 826.60 und die Krankenkassenkosten (KVG) der Klägerin mit dem Kind von 

Fr. 361.00 belegt (Urk. 58/8; Urk. 58/10-11). Die Telefonkosten von Fr. 120.00, 

die Kosten für die Billag von Fr. 39.00 sowie für die Hausrat- und Haftpflichtversi-

cherung von Fr. 25.00 sind gerichtsnotorisch. Des Weiteren sind die Fahrtkosten 

der Klägerin zum Arbeitsplatz mit monatlich Fr. 180.00 zu berücksichtigen (ZVV 

Netzpass, 6 Zonen; <http://www.zvv.ch/de/tickets/tickets-und-preise/netzpass/in-

dex.html#Zonen_1-2>, besucht am 20. Dezember 2013). Aus den eingereichten 

Belegen ergeben sich durchschnittliche Kinderbetreuungskosten seit Juni 2013 

von zirka Fr. 660.00 (Urk. 58/9). Der den Einkünften von Fr. 3'957.00 gegenüber-

stehende Bedarf der Klägerin mit dem Kind beläuft sich folglich auf gerundet 

Fr. 3'960.00. Über Vermögen verfügt sie nicht (Urk. 54/8 und 58/12). Dement-

sprechend ist sie im armenrechtlichen Sinne als mittellos anzusehen. Sodann wa-

ren die Gewinnaussichten der Klägerin im Berufungsverfahren nicht beträchtlich 

geringer als die Verlustgefahren. Ausserdem ist sie auf einen Rechtsbeistand zur 

Wahrung ihrer Rechte angewiesen, insbesondere auch, da der Beklagte anwalt-

lich vertreten ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Der Klägerin ist daher auch im Beru-

fungsverfahren die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Rechtsanwalt 

Dr. iur. Y._____ ist ihr als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.  

3.1. Mit Bezug auf die Kinderbelange sind die Kosten des Verfahrens gemäss 

obergerichtlicher Praxis – unabhängig vom Ausgang – den Parteien grundsätzlich 

je zur Hälfte aufzuerlegen und die Parteientschädigungen wettzuschlagen, wenn 

die Parteien unter dem Gesichtspunkt der Interessen des Kindes gute Gründe zur 

Antragstellung hatten. Diese Rechtsprechung beschlägt die Elternrechte sowie 

allfällige Kindesschutzmassnahmen (ZR 84 [1985] Nr. 41). 

- 20 - 

3.2. Im vorliegenden Verfahren kann nicht gesagt werden, dass Anträge gestellt 

worden wären, die nicht achtenswert sind; dementsprechend sind die Kosten hälf-

tig aufzuerlegen und die Parteientschädigungen wettzuschlagen. Aufgrund der 

beiden Parteien gewährten unentgeltlichen Rechtspflege sind die Kosten einst-

weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Parteien sind auf ihre Rückzah-

lungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hinzuweisen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3, 5 Abs. 1 bis 3 und 

6 bis 13 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Be-

zirksgericht Pfäffikon ZH vom 4. September 2013 in Rechtskraft erwachsen 

sind. 

2. Der Klägerin wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspfle-

ge gewährt und in der Person von Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ ein unent-

geltlicher Rechtsbeistand bestellt. 

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit dem nachfolgenden 

Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beklagte wird für berechtigt erklärt, das Kind C._____, geboren am 

tt.mm.2007, 

− an zwei Sonntagen im Monat während vier Stunden in einer vom Bei-

stand bezeichneten Einrichtung auf eigene Kosten begleitet zu besu-

chen. Die Parteien werden verpflichtet, die begleiteten Besuchssonnta-

ge frühzeitig unter Mithilfe des Beistandes zu vereinbaren; 

− ab dem 1. Mai 2014 am ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats 

von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr unbegleitet auf eigene Kosten zu sich 

oder mit sich auf Besuch zu nehmen; 

- 21 - 

− ab dem 1. Juli 2014 am ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats 

von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr unbegleitet auf eigene Kosten zu sich 

oder mit sich auf Besuch zu nehmen; 

− ab dem 1. November 2014 am ersten und dritten Wochenende eines 

jeden Monats von Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr sowie 

jährlich am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten (26. De-

zember) und Neujahr, in den Jahren mit gerader Jahreszahl über die 

Osterfeiertage (Ostersamstag bis und mit Ostermontag) und in Jahren 

mit ungerader Jahreszahl über die Pfingstfeiertage (Pfingstsamstag bis 

und mit Pfingstmontag) auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Be-

such zu nehmen. 

Weiter wird der Beklagte berechtigt erklärt, das Kind jährlich in den 

Schulferien während 3 Wochen auf eigene Kosten zu sich oder mit sich 

in die Ferien zu nehmen. Er wird verpflichtet, die Ausübung des Feri-

enbesuchsrecht mindestens drei Monate im Voraus mit der Klägerin 

abzusprechen. 

2. Dispositiv-Ziffer 5 Abs. 4 des Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon ZH vom 

4. September 2013 wird ersatzlos aufgehoben. 

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Pfäffikon wird ersucht, 

den Auftrag des ernannten Beistandes entsprechend anzupassen. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.00 festgesetzt. 

4. Die Gerichtskosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden den Parteien 

je zur Hälfte auferlegt, infolge der ihnen gewährten unentgeltlichen Prozess-

führung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten 

bleibt das Nachforderungsrecht des Staates gemäss Art. 123 ZPO. 

5. Die Prozessentschädigungen für das zweitinstanzliche Verfahren werden 

gegenseitig wettgeschlagen. 

- 22 - 

6. Schriftliche Mitteilung  

− an die Parteien und das Einzelgericht im summarischen Verfahren am 

Bezirksgericht Pfäffikon ZH sowie  

− im Auszug (Erwägungen III.A.4.1-4.2. und III.B.6.2.-6.3., Dispositiv-

Ziffern 1 und 2) an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk 

Pfäffikon, … [Adresse],  

je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 23. Januar 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
 
versandt am: 
se 

	Beschluss und Urteil vom 23. Januar 2014
	Rechtsbegehren:
	Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am  Bezirksgericht Pfäffikon vom 4. September 2013: (Urk. 47 S. 31 f.)
	1. Der Antrag des Beklagten um Einholung eines Fachgutachtens wird abgewiesen.
	2. Den Parteien wird das Getrenntleben seit dem 10. April 2013 bewilligt.
	3. Die Obhut über das Kind C._____, geboren am tt.mm. 2007, wird der Klägerin zugeteilt.
	4. Der Beklagte wird für berechtigt erklärt, das Kind C._____ am ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats auf eigene Kosten begleitet zu besuchen.
	Diese Besuchsrechtsregelung wird erst nach Ernennung eines Beistands bzw. einer Beiständin gemäss Dispositiv Ziffer 5 und 6 umgesetzt.
	5. Für das Kind C._____, geboren am tt.mm.2007, wird eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet. Dem Beistand bzw. der Beiständin werden die folgenden Aufgaben übertragen:
	6. Die Kindesschutzbehörde Pfäffikon ZH wird angewiesen, einen Beistand bzw. eine Beiständin gemäss Dispositiv Ziff. 5 zu ernennen.
	7. Die eheliche Wohnung an der … [Adresse] in D._____ wird für die Dauer des Getrenntlebens dem Beklagten zur alleinigen Benützung zugewiesen.
	Es wird vorgemerkt, dass die Klägerin und das Kind die eheliche Wohnung bereits verlassen haben.
	8. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an den Unterhalt und die Erziehung des Kindes einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 287.–, zuzüglich vertraglicher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen, zu bezahlen; zahlbar monatlich im...
	Die rückwirkend geschuldeten Unterhaltsbeiträge sind innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils zu bezahlen.
	9. Mangels wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit des Beklagten werden keine persönlichen Unterhaltsbeiträge festgesetzt.
	10. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung ab 1. April 2013 angeordnet.
	11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	12. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachforderung gestützt auf Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
	13. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	14. [Schriftliche Mitteilung].
	15. [Rechtsmittelbelehrung: Berufung, 10 Tage, ohne Fristenstillstand].
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3, 5 Abs. 1 bis 3 und 6 bis 13 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Pfäffikon ZH vom 4. September 2013 in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Der Klägerin wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.
	3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit dem nachfolgenden Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beklagte wird für berechtigt erklärt, das Kind C._____, geboren am tt.mm.2007,
	 an zwei Sonntagen im Monat während vier Stunden in einer vom Beistand bezeichneten Einrichtung auf eigene Kosten begleitet zu besuchen. Die Parteien werden verpflichtet, die begleiteten Besuchssonntage frühzeitig unter Mithilfe des Beistandes zu ver...
	 ab dem 1. Mai 2014 am ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr unbegleitet auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen;
	 ab dem 1. Juli 2014 am ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr unbegleitet auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen;
	 ab dem 1. November 2014 am ersten und dritten Wochenende eines jeden Monats von Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr sowie jährlich am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten (26. Dezember) und Neujahr, in den Jahren mit gerader Jahreszahl üb...
	Weiter wird der Beklagte berechtigt erklärt, das Kind jährlich in den Schulferien während 3 Wochen auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Er wird verpflichtet, die Ausübung des Ferienbesuchsrecht mindestens drei Monate im Vor...

	2. Dispositiv-Ziffer 5 Abs. 4 des Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon ZH vom 4. September 2013 wird ersatzlos aufgehoben.
	Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Pfäffikon wird ersucht, den Auftrag des ernannten Beistandes entsprechend anzupassen.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.00 festgesetzt.
	4. Die Gerichtskosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, infolge der ihnen gewährten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt das Nachforderungsrec...
	5. Die Prozessentschädigungen für das zweitinstanzliche Verfahren werden gegenseitig wettgeschlagen.
	6. Schriftliche Mitteilung
	 an die Parteien und das Einzelgericht im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Pfäffikon ZH sowie
	 im Auszug (Erwägungen III.A.4.1-4.2. und III.B.6.2.-6.3., Dispositiv-Ziffern 1 und 2) an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Pfäffikon, … [Adresse],
	je gegen Empfangsschein.

	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...