# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9a4a7b24-1180-5fe1-8d2c-f49c450110d9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LA240018-O4
**Docket/Reference:** LA240018-O4
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LA240018-O4.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LA240018-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. B. Schärer und Ersatzoberrichter PD Dr. S. Zogg 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw E. Tvrtkovic

Urteil vom 18. Juni 2025

in Sachen

A._____ GmbH, 

Beklagte und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

B._____, 

Kläger und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt ass. iur. Y._____, 

betreffend arbeitsrechtliche Forderung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 

Arbeitsgericht Dielsdorf vom 7. Februar 2024 (AH230007-D)

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Ursprüngliches Rechtsbegehren:
(Urk. 1 S. 2)

" 1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger für die Zeit vom 1.1.2018 

bis 30.12.2022 Lohnabrechnungen zukommen zu lassen.

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger für die gesamte Laufzeit 
des Arbeitsverhältnisses die Arbeitszeiterfassung herauszugeben.

3. Die Beklagte sei vorbehaltlich der genauen Berechnung auf Basis der 

Arbeitszeiterfassung (Antrag 2.) zur Zahlung von mindestens 
CHF 15'000 für geleistete Überstunden zu verpflichten.

4. Die Beklagte sei zu Zahlung von noch offenen Lohnansprüchen in 

Höhe von CHF 10'500 zu verpflichten.

5. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger die für die Anmeldung bei 

der Arbeitslosenversicherung erforderliche Arbeitgeberbescheinigung 
zukommen zu lassen.

6. Die Beklagte sei zur Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses 

zu verpflichten.

7. Unter Kosten- und Entschädigungfolgen zzgl. Auslagen und MwSt. zu-

lasten der Beklagten."

Modifiziertes Rechtsbegehren:
(Urk. 13 S. 2)

" 1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger die für die Anmeldung bei 

der Arbeitslosenversicherung erforderliche Arbeitgeberbescheinigung 
zukommen zu lassen.

2. Die Beklagte sei zur Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses 

zu verpflichten.

3. Die Beklagte sei zur Zahlung des Lohns für die Monate November bis 
Dezember 2022 in Höhe von CHF 10'806.60 netto zu verpflichten.

4. Die Beklagte sei zur Zahlung von CHF 15'000.– netto für geleistete 

Überstunden zu verpflichten.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Auslagen und MwSt. 

zulasten der Beklagten."

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Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf:

" 1. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger die für die Anmeldung bei der Ar-

beitslosenversicherung erforderliche Arbeitgeberbescheinigung zuzustellen.

2. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger ein qualifiziertes Arbeitszeugnis 

auszustellen.

3. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger





Fr. 10'806.60 netto und

Fr. 15'000.– netto

zu bezahlen.

4. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Parteientschädigung von 

Fr. 5'550.– (inkl. MwSt.) zu bezahlen. 

[Mitteilung / Rechtsmittel]"

Berufungsanträge:

der Berufungsklägerin (Urk. 31 S. 2):

" 1. Das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, vom 7. Februar 2024, im Ge-

schäft AH230007, sei aufzuheben. 

2. Auf die Klage sei nicht einzutreten. 

Eventuell sei die Klage an das Arbeitsgericht zur Wiederholung des Ver-
fahrens zurückzuweisen. 

Subeventuell sei die Klage im Umfang von Fr. 15'000 netto unter Ent-
schädigungsfolgen  zuzüglich  8.1%  MWST  zulasten  der  Berufungsbe-
klagten abzuweisen. 

Subsubeventuell sei das Beweisverfahren zur Durchführung eines Be-
weisverfahrens von Amtes wegen, namentlich die Edition der Dokumen-
tation zur Arbeitszeitkontrolle durch die Berufungsklägerin, an die erste 
Instanz zurückzuweisen

Subsubsubeventuell  sei  das  Beweisverfahren  im  Berufungsverfahren 
namentlich die Edition der Dokumentation zur Arbeitszeitkontrolle durch 

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die Berufungsklägerin, nachzuholen und die Klage gemäss Subeventu-
alantrag abzuweisen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8.1% MWST zulas-

ten des Berufungsbeklagten" 

des Berufungsbeklagten (Urk. 36 S. 2):

" 1. Die Berufungsklage sei vollumfänglich abzuweisen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Auslagen und Mehrwert-

steuer zulasten der Berufungsklägerin." 

Erwägungen:

1.

Prozessgeschichte

1.1. Mit Eingabe vom 30. März 2023 (Urk. 1) und unter Einreichung der Klage-

bewilligung des Friedensrichteramtes C._____ vom 26. Januar 2023 (Urk. 3) 

machte der Kläger und Berufungsbeklagte (nachfolgend Kläger) beim Arbeitsge-

richt des Bezirksgerichts Dielsdorf, Einzelgericht (nachfolgend Vorinstanz), eine 

unbegründete Klage im vereinfachten Verfahren anhängig. Mit Vorladung vom 

17. November 2023 wurden die Parteien auf den 10. Januar 2024 zur Hauptver-

handlung vorgeladen (Urk. 11). Der Kläger begründete seine Klage, während die 

Beklagte säumig blieb (Prot. I S. 7 f.). Nach der Verhandlung meldete sich der 

Sohn des Geschäftsführers der Beklagten telefonisch bei der Vorinstanz und gab 

an, sein Vater – der Geschäftsführer der Beklagten – sei im Spital und könne an 

der Verhandlung nicht teilnehmen. Die Vorinstanz wies mündlich und in der Folge 

auch schriftlich auf die Anforderungen an ein Wiederherstellungsgesuch hin 

(Prot. I, S. 8 f.; Urk. 19). Die von der Beklagten eingereichten Unterlagen erach-

tete die Vorinstanz als ungenügend (vgl. Urk. 17, 18, 19, 21; Prot. I S. 9). Mit un-

begründetem Entscheid vom 7. Februar 2024 wies die Vorinstanz das Wiederher-

stellungsgesuch der Beklagten ab und hiess die Klage gut (Urk. 22). Auf Verlan-

gen der Beklagten (Urk. 24) wurde den Parteien alsdann eine Begründung zuge-

stellt (Urk.  28, Urk. 30/2).

1.2. Dagegen erhob die Beklagte mit Eingabe vom 10. Juli 2024 Berufung und 

stellte die eingangs erwähnten Anträge (Urk. 31). Mit Verfügung vom 3. Oktober 

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2024 wurde dem Kläger Frist zur Erstattung der Berufungsantwort angesetzt 

(Urk. 34). In seiner Berufungsantwort vom 13. November 2024 (Urk. 36) beantragt 

er die Abweisung der Berufung und Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. Die 

Berufungsantwort wurde der Beklagten am 29. November 2024 zugestellt 

(Urk. 39). 

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1–30). Die Sache er-

weist sich als spruchreif.

2.

Prozessuales

2.1. Gegen erstinstanzliche Endentscheide ist die Berufung in vermögensrecht-

lichen Angelegenheiten zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhalte-

nen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10'000.- beträgt (Art. 308 Abs. 1 lit. a und 

Abs. 2 ZPO). Diese Streitwertgrenze ist vorliegend ohne Weiteres erreicht (s. 

dazu unten, E. 3.6–3.13). Die 30-tägige Berufungsfrist (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist 

eingehalten (vgl. Urk. 30/2 und Urk. 31A S. 5).

2.2. Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung zu begründen. Die Berufung 

führende Partei muss sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids 

einlässlich auseinandersetzen und wenigstens rudimentär darlegen, an welchen 

konkreten Mängeln dieser ihrer Ansicht nach leidet und in welchem Sinne er ab-

geändert werden soll. Hierbei sind die vorinstanzlichen Erwägungen zu bezeich-

nen, die angefochten werden, und die Aktenstücke zu nennen, auf denen die Kri-

tik beruht. Was nicht in genügender Weise beanstandet wird, hat Bestand (vgl. 

BGE 138 III 374, E. 4.3.1; BGer, 5A_209/2014 vom 2. September 2014, E. 4.2.1; 

5A_387/2016 vom 7. September 2016, E. 3.1). Die Berufungsinstanz verfügt in 

rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht über volle Kognition (BGE 144 III 394 

E. 4.1.4). 

3.

Sachliche Zuständigkeit und Verfahrensart

3.1. Der Kläger hat mit seiner ursprünglichen Klage (i) die Herausgabe von 

Lohnabrechnungen sowie (ii) der Arbeitszeiterfassung für das gesamte Arbeits-

verhältnis, (iii) eine Entschädigung für geleistete Überstunden von mindestens 

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Fr. 15'000.–, (iv) Lohnansprüche in der Höhe von Fr. 10'500.– und (v) die Ausstel-

lung einer Arbeitgeberbescheinigung für die Arbeitslosenversicherung sowie (vi) 

eines qualifizierten Arbeitszeugnisses eingeklagt (Urk. 1 S. 2). Dabei führte er 

aus, der Streitwert liege unter Fr. 30'000.–, weshalb das vereinfachte Verfahren 

zur Anwendung komme (Urk. 1 S. 3). Das Verfahren wurde entsprechend vom Ar-

beitsgericht als Einzelgericht an die Hand genommen. Die Beklagte, die an der 

Hauptverhandlung vor Vorinstanz säumig war, hat die (sachliche) Zuständigkeit 

des Arbeitsgerichts als Einzelgericht nicht bestritten. 

Die Vorinstanz erwog, der Kläger habe ursprünglich Lohn in Höhe von 

Fr. 25'500.– netto gefordert und diese Forderung alsdann auf Fr. 25'806.60 netto 

erhöht. Für den Streitwert relevant sei zwar der Bruttolohn, dieser gehe aus den 

Akten indessen nicht hervor. Den Streitwert für das Arbeitszeugnis und die Arbeit-

geberbescheinigung habe der Kläger indirekt beziffert, indem er den Gesamts-

treitwert auf "unter CHF 30'000" beziffert habe. Diese Streitwertangabe habe die 

Beklagte nicht bestritten. Sie sei auch nicht offensichtlich unrichtig, zumal die Be-

endigung des Arbeitsverhältnisses schon etwas zurückliege und der Kläger als 

Chauffeur in einer Branche tätig sei, in der ein Arbeitszeugnis für die Stellensuche 

keine entscheidende Rolle spiele. Es sei daher gemäss Art. 91 Abs. 2 ZPO auf 

die unbestrittene Streitwertangabe des Klägers abzustellen und der Streitwert der 

modifizierten Rechtsbegehren auf insgesamt Fr. 29'999.99 festzusetzen (Urk. 32 

S. 8). 

3.2. Die Beklagte macht in ihrer Berufung primär geltend, der Streitwert der 

Klage übersteige den Betrag von Fr. 30'000.–, weshalb das Arbeitsgericht als Kol-

legialgericht und nicht das Arbeitsgericht als Einzelgericht sachlich zuständig sei. 

Entsprechend sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und auf die Klage 

nicht einzutreten (Urk. 31 S. 6 ff.). Eventualiter, falls eine sachliche Zuständigkeit 

des Arbeitsgerichts als Einzelgericht angenommen werde, sei gemäss § 25 GOG 

die Präsidentin oder der Präsident des Arbeitsgerichts zuständig. Da der urtei-

lende Ersatzrichter, Dr. iur. A. Baeckert, nicht als Präsident des Arbeitsgerichts 

des Bezirksgerichts Dielsdorf konstituiert sei, sei der Entscheid auch aus diesem 

Grund aufzuheben (Urk. 31 S. 9).

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3.3.

Im Kanton Zürich ist das Arbeitsgericht als Kollegialgericht sachlich zustän-

dig für arbeitsrechtliche Streitigkeiten, deren Streitwert Fr. 30'000.– übersteigt 

oder die nicht vermögensrechtlicher Natur sind (§ 20 Abs. 1 lit. a und § 25 GOG; 

Art. 4 Abs. 1 ZPO). Für (vermögensrechtliche) arbeitsrechtliche Streitigkeiten, de-

ren Streitwert Fr. 30'000.– nicht übersteigt, ist gemäss § 25 GOG die Präsidentin 

oder der Präsident des Arbeitsgerichts in Einzelrichterkompetenz zuständig, wo-

bei sie bzw. er berechtigt und bei Streitwerten von mindestens Fr. 15'000.– auf 

Verlangen einer Partei verpflichtet ist, die Streitigkeit dem Kollegialgericht zu un-

terbreiten (§ 25 Satz 2 GOG). Diese sachliche Zuständigkeitsordnung, d.h. die 

Spruchkörperkompetenz des Arbeitsgerichts als Kollegial- oder als Einzelgericht, 

ist im Kanton Zürich zwingend (vgl. zur Frage, ob sich die Möglichkeit einer Ein-

lassung nach Bundes- oder nach kantonalem Recht richtet, eingehend und über-

zeugend PFEIFFER, Einlassung vor einem sachlich unzuständigen Zivilgericht, 

recht 2023, 71 ff.). Weder § 20 Abs. 2 GOG noch § 126 GOG sehen mit Bezug 

auf die Spruchkörperkompetenz des Kollegial- bzw. des Einzelarbeitsgerichts die 

Möglichkeit einer Einlassung vor. Ist das Kollegialarbeitsgericht zuständig, ist eine 

Einlassung vor dem Einzelarbeitsgericht ausgeschlossen, und umgekehrt (vgl. 

auch dazu umfassend PFEIFFER, a.a.O., 80 f.).

3.4. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Prozessvorausset-

zung der sachlichen Zuständigkeit auch noch im Rechtsmittelverfahren von Amtes 

wegen zu prüfen (Art. 60 ZPO), selbst wenn dies von keiner Partei gerügt wird 

(BGer, 4A_229/2017 vom 7. Dezember 2017, E. 3.2 und E. 3.4; BGer, 

4A_100/2016 vom 13. Juli 2016, E. 2.1.1). Hinsichtlich der Feststellung des für die 

Zuständigkeitsfrage relevanten Sachverhalts hat das Bundesgericht eine sog. 

asymmetrische (eingeschränkte) Untersuchungsmaxime entwickelt. Für den Klä-

ger, der die zuständigkeitsbegründenden Tatsachen darzulegen hat, gilt grund-

sätzlich die in der Sache anwendbare Sachverhaltsermittlungsmaxime und das in 

der Sache geltende Novenrecht. Demgegenüber wird der beklagten Partei die Be-

streitungslast abgenommen. In Bezug auf zuständigkeitshindernde Umstände 

werden auch verspätet bekannt gewordene Tatsachen – selbst im Rechtsmittel-

verfahren – ohne Novenschranke berücksichtigt (BGer, 4A_229/2017 vom 7. De-

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zember 2017, E. 3.4). Daran hat der neue Art. 317 Abs. 1bis ZPO nichts geändert 

(vgl. auch Art. 407f ZPO).

3.5. Vorliegend steht ausser Frage, dass die Klage eine arbeitsrechtliche Strei-

tigkeit i.S.v. § 20 Abs. 1 lit. a GOG betrifft. Zu prüfen ist indessen, ob das Arbeits-

gericht als Kollegialgericht (§ 20 Abs. 1 GOG) oder als Einzelgericht (§ 25 GOG) 

sachlich zuständig ist. Diese Frage entscheidet sich danach, ob – bei Vorliegen 

einer vermögensrechtlichen Streitigkeit – der Streitwert die Grenze von 

Fr. 30'000.– übersteigt oder nicht. Für die Bestimmung des Streitwerts ist Bundes-

recht (Art. 91 ff. ZPO) massgebend (Art. 4 Abs. 2 ZPO).

3.6. Der Kläger hat mehrere Rechtsbegehren gestellt und damit mehrere Streit-

gegenstände eingeklagt (objektive Klagenhäufung). Gemäss Art. 93 Abs. 1 ZPO 

sind die Streitwerte der einzelnen Streitgegenstände für die Bestimmung der Ver-

fahrensart und der sachlichen Zuständigkeit zusammenzurechnen (vgl. BGE 142 

III 788, E. 4).

3.7. Mit seiner ursprünglichen Klage hat der Kläger zunächst eine unbezifferte 

Forderungsklage (Art. 85 ZPO) im Betrag von mindestens Fr. 15'000.– anhängig 

gemacht (Urk. 1 S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 3). Diese hat er – zumindest sinnge-

mäss – im Sinne einer Stufenklage mit einem Begehren um Herausgabe der Ar-

beitszeiterfassung gehäuft (Urk. 1 S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 2). Bei der Stufen-

klage kommt dem Informationsbegehren blosse Hilfsfunktion zu. Dieses dient 

letztlich bloss der Durchsetzung des Hauptanspruchs. Entsprechend bestimmt 

sich der Streitwert bei der Stufenklage einheitlich nach dem Hauptanspruch, wo-

bei dem Informationsbegehren (Rechtsbegehren Ziff. 2) kein eigenständiger (zu-

sätzlicher) Streitwert zukommt (OGer ZH, LB180038 vom 17. Dezember 2018, 

E. 9.3; OFK ZPO-ZOGG/ANGSTMANN, Art. 85 N 18 m.w.Nw.). 

Bei der unbezifferten Forderungsklage (Rechtsbegehren Ziff. 3) gilt der an-

gegebene Mindestwert als vorläufiger Streitwert (Art. 85 Abs. 1 Satz 2 ZPO). Für 

die Frage der sachlichen Zuständigkeit und der Verfahrensart bleibt auch nach er-

folgter Bezifferung – selbst wenn diese höher ausfallen sollte – der ursprünglich 

angegebene Mindestwert massgeblich (Art. 85 Abs. 2 Satz 2 ZPO; BGer, 

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4A_502/2019 vom 15. Juni 2020, E. 5.2). Wird das ursprünglich unbezifferte Be-

gehren nachträglich beziffert, stellt dies keine Klageänderung, sondern bloss eine 

originäre Bezifferung des Rechtsbegehrens dar (BGer, 5A_847/2021 vom 10. Ja-

nuar 2023, E. 5). Mit Bezug auf die eingeklagte Entschädigung für geleistete 

Überstunden ist für die hier in Frage stehende sachliche Zuständigkeit demzu-

folge einzig der ursprünglich angegebene Mindestwert von Fr. 15'000.– massge-

blich (Urk. 1 S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 3). Wie noch auszuführen sein wird, han-

delt es sich dabei um den Bruttobetrag (vgl. E. 3.9; vgl. zudem Urk. 3). Die nach-

trägliche Erhöhung auf Fr. 15'000.– netto (vgl. Urk. 13 S. 2, Rechtsbegehren 

Ziff. 6) ist unerheblich.

3.8. Hinzu kommt die Lohnklage, die der Kläger ursprünglich auf Fr. 10'500.– 

bezifferte (Urk. 1 S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 4). Die spätere Erhöhung auf 

Fr. 10'806.60 netto (Urk. 13 S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 4) ist vorliegend nicht ent-

scheidend, da – wie noch auszuführen sein wird – bereits die ursprüngliche Klage 

in die sachliche Zuständigkeit des Arbeitsgerichts als Kollegialgericht gefallen und 

im ordentlichen Verfahren zu behandeln gewesen wäre.

3.9. Bei arbeitsrechtlichen Lohnforderungen (im weiteren Sinne) ist für die Be-

rechnung des Streitwerts der Bruttolohn vor Abzug der Arbeitnehmerbeiträge, 

aber ohne Hinzurechnung der abzuführenden Arbeitgeberbeiträge, massgebend 

(BGer, 4A_112/2017 vom 30. August 2017, E. 1 m.w.Nw.). In seiner ursprüngli-

chen Klage hat der Kläger zwar nicht explizit spezifiziert, ob er den Brutto- oder 

den Nettobetrag einklagt, seine Rechtsbegehren konnten aber – wie sich aus ei-

nem Beizug der gleichzeitig eingereichten Klagebewilligung zweifelsfrei ergibt – 

nach Treu und Glauben nur so verstanden werden, dass er den Bruttobetrag ein-

klagen wollte. Die Klagebewilligung weist im Rechtsbegehren Ziff. 1 einen einge-

klagten Betrag von "CHF 25'500.– brutto" aus (Urk. 3). Dieser Betrag entspricht 

exakt der Summe der beiden in der ursprünglichen Klage eingeklagten Geldbe-

träge gemäss Rechtsbegehren Ziff. 3 und 4 (Fr. 15'000.– und Fr. 10'500.–). Das 

hat die Vorinstanz übersehen, wenn sie davon ausging, der Kläger habe bereits 

mit seiner ursprünglichen Klage den Nettobetrag eingefordert (vgl. Urk. 32, 

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E. 2.4.3). Zum ursprünglich eingeklagten Bruttobetrag von Fr. 25'500.– waren da-

her von vornherein keine Arbeitnehmerbeiträge zu addieren.

3.10. Weiter hat der Kläger auf Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnis-

ses geklagt (Urk. 1 S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 6). Der Streit um ein Arbeitszeugnis 

ist vermögensrechtlicher Natur (BGE 116 II 379, E. 2b; BGer, 4A_2/2019 vom 

13. Juni 2019, E. 6). Der Streitwert bestimmt sich nach Art. 91 Abs. 2 ZPO. Rele-

vant ist damit primär eine allfällige Einigung der Parteien. Sind sich die Parteien 

nicht einig oder sind ihre Angaben offensichtlich unrichtig, setzt das Gericht den 

Streitwert ermessensweise fest. Die Bestimmung des Werts eines Arbeitszeugnis-

ses erweist sich regelmässig als schwierig. Das Bundesgericht hat festgehalten, 

dass eine rein schematische Streitwertfestsetzung, die per se losgelöst vom Ein-

zelfall und den konkreten Umständen anhand einer bestimmten Anzahl von Mo-

natslöhnen erfolge, unzulässig sei. Vielmehr müssten Kriterien wie die Erschwe-

rung des beruflichen Fortkommens, die berufliche Stellung, die bisher ausgeübten 

Funktionen und das Gehalt des Arbeitnehmenden, die Dauer des Arbeitsverhält-

nisses und die Situation auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigt werden (vgl. BGer, 

8C_151/2010 vom 31. August 2010, E. 2; BGer, 4A_45/2013 vom 6. Juni 2013, 

E. 4.3; BGer, 8C_553/2022 vom 13. Januar 2023, E. 2.4). Präzise Kriterien zur 

Bestimmung des Streitwerts hat das Bundesgericht bisher jedoch nicht genannt 

(BGer, 8C_553/2022 vom 13. Januar 2023, E. 2.4; BGer, 4A_2/2019 vom 13. Juni 

2019, E. 7). 

Im Kanton Zürich wird für den Streit um die Ausstellung eines Arbeitszeug-

nisses in der Regel ein voller (Brutto-)Monatslohn veranschlagt, für die Änderung 

eines Zeugnisses ein halber und für den Streit um eine Arbeitsbestätigung ein 

pauschaler Wert von Fr. 500.– (vgl. etwa OGer ZH, LA120022 vom 31. Juli 2012, 

E. 3a; OGer ZH, RA240010 vom 28. August 2024, E. IV.2.1; https://www.gerichte-

zh.ch/themen/arbeit/hilfen/prozesskosten.html [zuletzt besucht am 18. Juni 

2025]). Dabei handelt es sich nur, aber immerhin, um eine Faustregel, von der im 

Einzelfall abgewichen werden kann. Eine solche teilweise schematisierte, teil-

weise konkrete Bemessung des Streitwerts, die sich im Ausgangspunkt an einer 

bestimmten Anzahl von Monatslöhnen, einem Bruchteil eines Monatslohnes oder 

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einer pauschalen Summe orientiert und dann bei Vorliegen besonderer Umstände 

– im Sinne einer Ausnahme – individuell angepasst werden kann, hat das Bun-

desgericht zugelassen, jedenfalls dann, wenn die Parteien keine konkreten Um-

stände geltend gemacht haben, die eine abweichende Beurteilung notwendig ge-

macht hätten (vgl. etwa BGer, 4A_2/2019 vom 13. Juni 2019, E. 8).

Im Ergebnis ist im Kanton Zürich der Streitwert in einem Zeugnisprozess 

daher wie folgt zu bestimmen: Im Grundsatz ist für den Streit um die Ausstellung 

eines Arbeitszeugnisses ein voller und für den Streit um die Änderung eines 

Zeugnisses ein halber Bruttomonatslohn zu veranschlagen. Jene Partei, die einen 

höheren oder tieferen Streitwert geltend macht, hat die Abweichung substantiiert 

zu begründen. Sie muss konkret dartun, inwiefern sich mit Blick auf Kriterien wie 

das berufliche Fortkommen, die berufliche Stellung, die bisher ausgeübten Funkti-

onen und das Gehalt des Arbeitnehmenden, die Dauer des Arbeitsverhältnisses 

und die Situation auf dem Arbeitsmarkt eine Korrektur der Faustregel nach oben 

oder unten rechtfertigt. Wird solches nicht dargelegt, ist vom Grundsatz einer 

Streitwertbemessung in Höhe eines vollen bzw. eines halben Monatslohns auszu-

gehen. Ein solches Vorgehen kommt einerseits dem praktischen Bedürfnis einer 

pragmatischen Schematisierung nach, lässt andererseits aber auch den Einzelfall 

nicht unberücksichtigt und wird im Übrigen auch von einem Teil der Lehre propa-

giert und – soweit ersichtlich – in anderen Kantonen praktiziert (vgl. z.B. ENZLER, 

Der arbeitsrechtliche Zeugnisanspruch, 2012, Rz. 227; DIGGELMANN, in: Brunner 

et al. [Hrsg.], ZPO-Komm., 3. Aufl. 2025, Art. 91 N 50; OGer LU, Entscheid vom 

14. Dezember 2011, CAN 2012 Nr. 48, E. 5.2.3).

3.11. Vorliegend hat der Kläger den Streitwert seiner Zeugnisklage nicht bezif-

fert. Er hat vor Vorinstanz bloss angegeben, dass der Streitwert der Klage insge-

samt – d.h. die Streitwerte der Forderungsklagen, der Zeugnisklage und der Kla-

gen auf Ausstellung einer Arbeitgeberbescheinigung für die Arbeitslosenversiche-

rung sowie auf Herausgabe der Lohnabrechnungen zusammen – "unter 

CHF 30'000.–" liege (Urk. 1 S. 3; Urk. 13 S. 3). Wie weit der Streitwert unter die-

ser Grenze (exakt) liege, hat der Kläger nicht spezifiziert. Die Feststellung allein, 

der (Gesamt-)Streitwert liege "unter CHF 30'000.–", reicht freilich nicht aus, da der 

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Streitwert nicht nur mit Blick auf die Spruchkörperkompetenz des Einzel- bzw. 

Kollegialarbeitsgerichts (§§ 20 und 25 GOG), die Verfahrensart (Art. 243 Abs. 1 

ZPO) oder die Kostenfreiheit (Art. 114 lit. c ZPO) von Relevanz ist, sondern auch 

mit Blick auf andere Fragen, etwa für die Festsetzung der Parteientschädigung, 

das zulässige Rechtsmittel u.a.m. Richtigerweise wäre es daher an der Vorin-

stanz gewesen, den Kläger aufzufordern, den Streitwert (exakt) zu beziffern (vgl. 

auch Art. 221 Abs. 1 lit. c ZPO; OFK ZPO-ENGLER, Art. 221 N 4; DIGGELMANN, 

a.a.O., Art. 91 N 22). Mangels Bezifferung des Streitwerts durch den Kläger kann 

der fehlende Widerspruch der (säumigen) Beklagten auch keine Zustimmung zu 

einem (bestimmten) Streitwert bedeuten. Entgegen der Vorinstanz liegt eine "Eini-

gung" der Parteien über den Streitwert i.S.v. Art. 91 Abs. 2 ZPO daher nicht vor. 

Da der Kläger den Streitwert auch in seiner Berufungsantwort nicht beziffert hat 

(vgl. Urk. 35 S. 3) und weil sich die Parteien diesbezüglich – nunmehr – ohnehin 

uneinig sind, ist der Streitwert pflichtgemäss zu schätzen. 

Selbst wenn das anders gesehen und von einer Einigung der Parteien aus-

gegangen würde, erwiese sich die Angabe des Klägers, der (Gesamt-)Streitwert 

liege "unter CHF 30'000.–", aus nachfolgenden Gründen ohnehin als offensicht-

lich unrichtig und wäre daher nicht bindend (Art. 91 Abs. 2 ZPO).

3.12. Der Nettomonatslohn des Klägers betrug nach dessen Angaben, die als 

solche unbestritten geblieben sind, zuletzt Fr. 5'403.30 (Urk. 13 Rz. 7 ff.; vgl. auch 

Urk. 15/7; Urk. 31 S. 7). In seiner Berufung behauptete die Beklagte Arbeitneh-

merbeiträge von rund 15 %, was einen Bruttomonatslohn von rund Fr. 6'350.– er-

gebe (Urk. 31 S. 7). Diese Angaben wurden vom Kläger nicht bestritten (Urk. 36 

S. 3). 

Der Kläger hat weder vor Vorinstanz noch im Berufungsverfahren Um-

stände dargetan, die ein Abweichen von der Grundregel nahelegen würden, wo-

nach der Streitwert für das Ausstellen eines Arbeitszeugnisses einen vollen Brut-

tomonatslohn beträgt. Die Vorinstanz erwog indessen von Amtes wegen, dass die 

Beendigung des Arbeitsverhältnisses bereits per 31. Dezember 2022 erfolgt sei, 

dass der Wert eines Arbeitszeugnisses (und einer Arbeitgeberbestätigung) erfah-

rungsgemäss abnehme, je länger die Arbeitsstelle bereits zurückliege, und dass 

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in der betreffenden Branche, in welcher der Kläger tätig sei, einem Arbeitszeugnis 

bei der Stellensuche ohnehin keine entscheidende Rolle zukomme. Dem kann 

nicht zugestimmt werden. Der Streitwert bemisst sich nach den tatsächlichen Ver-

hältnissen bei Klageeinreichung beim Gericht (BGE 141 III 137, E. 2.2). Die Klage 

wurde vorliegend am 30. März 2023 eingereicht, also nur knapp drei Monate nach 

Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Zudem war der Kläger offenbar wenigstens 

bei Klageeinleitung arbeitslos (vgl. Urk. 1 S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 5) und ent-

sprechend auf Stellensuche. In einem solchen Fall kann nicht gesagt werden, 

dem Arbeitszeugnis komme aufgrund eines gewissen Zeitablaufs eine geringere 

Bedeutung zu, im Gegenteil. Sodann weist die Beklagte zutreffend darauf hin, 

dass das Arbeitsverhältnis rund neun Jahre gedauert hat. Einem Arbeitszeugnis, 

das die Leistungen und das Verhalten eines Arbeitnehmers für eine derart lange 

Zeit abdeckt, kommt eine erhebliche Bedeutung zu. Schliesslich geht die Erwä-

gung der Vorinstanz fehl, es sei gewissermassen notorisch, dass ein Arbeitszeug-

nis in der betreffenden Branche (Lastwagenchauffeur, Kategorie C) bei der Stel-

lensuche nur eine untergeordnete Rolle spiele. Die Beklagte weist zu Recht dar-

auf hin, dass Lastwagenchauffeure eine erhebliche Verantwortung tragen, zumal 

ihre tägliche Arbeit im Strassenverkehr grosse Konzentration und Sorgfalt sowie 

ein überdurchschnittliches Pflichtbewusstsein erfordert.

Es sind daher keine Umstände ersichtlich, die ein Abweichen von der 

Grundregel rechtfertigen würden, wonach der Streitwert für eine Zeugnisklage ei-

nem Bruttomonatslohn entspricht. Der Streitwert der Zeugnisklage ist daher auf 

Fr. 6'350.– festzusetzen. Zusammen mit dem Streitwert der Forderungsklagen 

von Fr. 25'500.– (Lohn und Überstunden) übersteigt der Gesamtstreitwert der 

Klage die Grenze von Fr. 30'000.–. Hinzu kämen die Streitwerte für die Klage auf 

Ausstellung einer Arbeitgeberbescheinigung für die Arbeitslosenversicherung 

(Urk. 1 S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 5) sowie für die Klage auf Herausgabe der 

Lohnabrechnungen (Urk. 1 S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 1).

3.13. Es zeigt sich, dass der Gesamtstreitwert der Klage (offensichtlich) über 

Fr. 30'000.– liegt. Damit ist das Kollegial- und nicht das Einzelarbeitsgericht sach-

lich zuständig (§ 20 Abs. 1 und § 25 GOG) und die Streitigkeit wäre im ordentli-

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chen Verfahren zu behandeln gewesen. Der angefochtene Entscheid ist daher 

aufzuheben und auf die Klage ist nicht einzutreten. Damit brauchen die weiteren 

Beanstandungen der Beklagten nicht geprüft zu werden.

3.14. Eine Prozessüberweisung an das sachlich zuständige Kollegialarbeitsge-

richt des Bezirksgerichts Dielsdorf gestützt auf den neuen Art. 143 Abs. 1bis ZPO 

(i.V.m. Art. 407f ZPO) kommt nicht in Betracht, da der Kläger seine Klage nicht irr-

tümlich, sondern bewusst beim Einzelarbeitsgericht einreicht hat, zumal er auch in 

seiner Berufungsantwort auf der Zuständigkeit des Einzelgerichts beharrt (vgl. 

Urk. 36 S. 3 f.). Aus demselben Grund scheidet eine – teilweise bereits unter bis-

herigem (ungeschriebenem) Recht anerkannte – sog. "informelle interne Weiter-

leitung" der Klage vom Einzelarbeits- an das Kollegialarbeitsgericht aus (vgl. dazu 

etwa BGer, 4A_332/2015 vom 10. Februar 2016, E. 4.4.2; OGer ZH, LA150005 

vom 28. Mai 2015, E. C.4.2; OGer ZH, LA160030 vom 8. Dezember 2016, 

E. III.6.2). Der Kläger hat klargemacht, dass er seine Klage vom Einzelarbeitsge-

richt im vereinfachten (kostenlosen) Verfahren beurteilt haben will. Ob er dieselbe 

Klage – allenfalls unter Inanspruchnahme der Rechtsvorteile gemäss Art. 63 ZPO 

– dem Kollegialarbeitsgericht im ordentlichen (kostenpflichtigen) Verfahren zur 

Beurteilung unterbreiten möchte, steht in seiner Disposition. Aus diesen Gründen 

muss es beim Nichteintreten auf die Klage sein Bewenden haben.

4.

Kosten- und Entschädigungsfolgen

4.1.

Für das erst- und für das zweitinstanzliche Verfahren sind keine Kosten zu 

erheben (Art. 114 lit. c ZPO). Aufgrund des Schutzzwecks der referenzierten 

Norm gilt dies in der vorliegenden Konstellation ungeachtet dessen, dass der 

Streitwert in Wahrheit über Fr. 30'000.– liegt (vgl. in diesem Sinne auch OGer ZH, 

LA160030 vom 8. Dezember 2016, E. IV.1).

4.2. Bei diesem Verfahrensausgang wird der Kläger grundsätzlich entschädi-

gungspflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für das erstinstanzliche Verfahren ist der 

Beklagten keine Parteientschädigung zuzusprechen, da ihr keine entschädigungs-

pflichtigen Kosten entstanden sind (Art. 95 Abs. 3 ZPO). Sie war nicht vertreten 

und erschien nicht zur Hauptverhandlung. Für das zweitinstanzliche Verfahren ist 

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der Beklagten eine Parteientschädigung zuzusprechen. Ausgehend von einem 

Fr. 30'000.– übersteigenden Streitwert und angesichts der Tatsache, dass sich im 

Parallelprozess (LA240015-O) weitgehend dieselben Fragen stellten und dort 

ebenfalls eine Entschädigung für dieselbe Rechtsvertretung zu sprechen ist, ist 

die Parteientschädigung auf Fr. 3'500.–, zzgl. 8.1 % MwSt., festzusetzen (§ 13 

i.V.m. §§ 2, 4, 11 und 12 AnwGebV). 

Es wird erkannt:

1.

In Gutheissung der Berufung wird das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, 

Arbeitsgericht, vom 7. Februar 2024 (Geschäfts-Nr. AH230007-D) aufgeho-

ben und auf die Klage nicht eingetreten.

2.

Für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten er-

hoben.

3.

Für das erstinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

4.

Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten für das zweitinstanzliche Verfah-

ren eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.– zzgl. 8.1 % MwSt. zu bezah-

len.

5.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um eine arbeitsrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Zürich, 18. Juni 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Huizinga

MLaw E. Tvrtkovic

versandt am:
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