# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ec5013a-d068-5bee-a0a4-d5f55e51ddd0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-06-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.06.2018 C-4387/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4387-2014_2018-06-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-4387/2014 

 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  J u n i  2 0 1 8  

Besetzung 

 
Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richter Christoph Rohrer,  

Richter Daniel Stufetti,    

Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______, (Frankreich),   

vertreten durch lic. iur. Christian Möcklin, Advokatur Notariat,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
IVG, Rentenanspruch,  

Verfügung vom 1. Juli 2014. 

 

 

C-4387/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der am (…) 1960 geborene, in (F) wohnhafte französische Staatsan-

gehörige A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) 

arbeitete zuletzt als Grenzgänger in der Funktion als Baumaschinist bei 

der B._______ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizeri-

schen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unfallversichert. Am 8. Februar 

2008 wurde er Opfer eines Verkehrsunfalls und erlitt dabei eine Verlet-

zung an der linken Schulter. Dr. med. C._______, Orthopäde am Spital 

D._______ in (…), diagnostizierte mit Bericht vom 13. März 2008 eine 

komplette Ruptur der Rotatorenmanschette (Akten der Vorinstanz [nach-

folgend: act.] 2, S. 12 f.; act. 6, S. 1 - 6 + S. 11). Am 25. Juni 2008 führte 

Dr. med. C._______ ergänzend aus, trotz durchgeführter dekompressiver 

Akromioplastik handle es sich um eine irreparable Ruptur der Rotatoren-

manschette, so dass die bisher attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit 

bis Ende 2008 verlängert und eine Invalidität in Betracht gezogen werden 

müsse (act. 2, S. 9). 

A.b Mit Eingabe vom 19. August 2008 respektive vervollständigtem For-

mular vom 4. September 2008 (Posteingang) meldete sich der Versicher-

te bei der IV-Stelle des Kantons E._______ (nachfolgend: IV-Stelle) zum 

Leistungsbezug an (act. 1, S. 1 f.; act 6, S. 1 - 6).  

A.c Die IV-Stelle holte in der Folge einen IK-Auszug (act. 7, S. 1 f.) und 

Berichte bei den behandelnden Ärzte ein. 

B.  

B.a Gestützt auf eine persönliche Untersuchung des Versicherten hielt Dr. 

med. F._______, SUVA-Kreisarzt und Facharzt für Allgemeinmedizin 

FMH, am 22. Oktober 2008 als Diagnosen insbesondere eine Ruptur der 

linken langen Bicepssehne und ein erhebliches Funktionsdefizit der linken 

Schulter bei irreparabler Ruptur der Supra- und Infraspinatussehne fest. 

Ferner kam er zum Schluss, dass mittel- bis langfristig leichte mittelmoto-

rische manuelle Aktivitäten mit der linken Hand stets ganz rumpfnah ohne 

wesentliche Traglasten generell zumutbar seien (act. 10, S. 2 - 4).  

B.b Mit Bericht vom 8. Juli 2009 diagnostizierte Dr. med. F._______ ge-

stützt auf eine erneute Untersuchung des Versicherten namentlich eine 

erhebliche, schmerzhafte Schultersteife links bei irreparabler Ruptur der 

C-4387/2014 

Seite 3 

Supra- und Infraspinatussehne sowie eine indolente Ruptur der linken 

langen Bicepssehne. In Bezug auf die Leistungsfähigkeit in einer Ver-

weistätigkeit kam er zum Schluss, dass dem Versicherten aus versiche-

rungsmedizinischer Sicht eine leichte, mittelmotorische Tätigkeit ganztags 

möglich und zumutbar sei, mit der Auflage, dass er die linke Hand nur 

ganz rumpfnah und ohne Traglasten einsetzen könne (act. 19, S. 2 - 5).  

C.  

C.a Mit Verfügung vom 24. September 2010 erteilte die Invalidenversi-

cherungsstelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vor-

instanz) dem Versicherten eine Kostengutsprache für die Umschulung 

zum Fahrlehrer für die Zeit vom 1. Oktober 2010 bis 30. Juni 2011 

(act. 55). Am 23. August 2011 verlängerte die Verwaltung die Kostengut-

sprache für diese Umschulung bis zum 30. September 2011 (act. 71). 

C.b Mit Verfügung vom 2. Oktober 2010 sprach die SUVA dem Versicher-

ten gestützt auf eine Integritätseinbusse von 20 % eine Integritätsent-

schädigung von Fr. 25'200.- zu (act. 76.23). Eine vom Versicherten dage-

gen erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 9. Septem-

ber 2011 ab (act. 76.7, S. 1 - 6). Mit Urteil vom 13. September 2012 hiess 

das Versicherungsgericht des Kantons G._______ die dagegen erhobene 

Beschwerde teilweise gut, indem sie den angefochtenen Einspracheent-

scheid aufhob und die Streitsache zur Durchführung weiterer Abklärun-

gen und zum anschliessenden Erlass einer neuen Verfügung im Sinne 

der Erwägungen an die SUVA zurückwies (act. 100, S. 2 - 9).  

C.c Gestützt auf eine Aktenbeurteilung kam RAD-Arzt Dr. med. 

H._______ mit Bericht vom 25. September 2012 zum Schluss, dass der 

Versicherte unter leichten Bedingungen mit einer sehr rumpfnahen linken 

Hand und ohne Traglasten ganztags einsetzbar sei (act. 95, S. 1 - 3).   

C.d Mit Verfügung vom 20. September 2013 sprach die SUVA dem Versi-

cherten ab 1. November 2011 eine Invalidenrente in der Höhe von monat-

lich Fr. 1'269.70 (Invaliditätsgrad 25 %) sowie eine Integritätsentschädi-

gung von Fr. 31'500.- (Integritätseinbusse 25 %) zu. Bei der Ermittlung 

der Erwerbsunfähigkeit ging sie von einer ganztags zumutbaren, leichten, 

mittelmotorischen Tätigkeit ganz rumpfnah und ohne Traglasten aus 

(act. 111, S. 1 - 4).  

C.e Mit Vorbescheid vom 22. Oktober 2013 stellte die IV-Stelle dem Ver-

sicherten, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Möckli, unter 

C-4387/2014 

Seite 4 

Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 24 % die Abweisung des Renten-

begehrens in Aussicht, im Wesentlichen mit der Begründung, laut den Un-

tersuchungen der SUVA vom 22. Oktober 2008 seien ihm seit Oktober 

2008 jegliche leichte Tätigkeiten ganztags ohne Leistungseinschränkun-

gen zumutbar, wobei das Bewegen von Lasten von mehr als 2 kg mit der 

linken Hand und nicht körpernah vermieden werden soll (act. 113, S. 1 - 

4). 

C.f Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 25. November 2013 und Er-

gänzung vom 27. November 2013 erhob der Versicherte gegen diesen 

Vorbescheid Einwand und machte insbesondere geltend, die der Renten-

berechnung zugrunde gelegten Vergleichseinkommen seien unrichtig er-

mittelt worden. Ferner seien angesichts der widersprüchlichen Berichte 

von Dr. med. F._______ einerseits und Dr. med. C._______ anderseits 

Abklärungen in Form eines externen Gutachtens vorzunehmen (act. 117, 

S. 1 - 4; 119, S. 1 f.). 

C.g Nachdem die SUVA eine gegen ihre Verfügung vom 20. September 

2013 erhobene Einsprache mit Einspracheentscheid vom 7. Februar 

2014 November teilweise gutgeheissen und den Invaliditätsgrad von 

25 % auf 27 % erhöht hatte (act. 121), erhob der Versicherte dagegen mit 

Eingabe seines Rechtsvertreters vom 7. März 2014 (act. 128) beim Versi-

cherungsgericht des Kantons G._______ Beschwerde mit den Anträgen, 

der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und es seien ihm 

die gesetzlichen Leistungen gemäss UVG auszurichten (Ziff. 1); ferner 

seien weitere medizinische Abklärungen durchzuführen (Ziff. 2).  

C.h Mit Verfügung vom 1. Juli 2014 wies die Vorinstanz den Einwand des 

Versicherten ab. In ihrer Begründung hielt sie – entsprechend dem Er-

gebnis der SUVA-Abklärung vom 22. Oktober 2008 – an der Zumutbarkeit 

einer ganztägigen vollen Leistungsfähigkeit mit dem im Vorbescheid um-

schriebenen Leistungsprofil fest und ermittelte gestützt darauf einen IV-

Grad von 27 % (act. 136).  

D.  

D.a Gegen diese Verfügung liess der Beschwerdeführer, weiterhin vertre-

ten durch Rechtsanwalt Christian Möcklin, mit Eingabe vom 6. August 

2014 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantra-

gen, es sei die Verfügung vom 1. Juli 2014 aufzuheben und es seien ihm 

die gesetzlichen Leistungen aus der Invalidenversicherung auszurichten 

C-4387/2014 

Seite 5 

(Ziff. 1); es seien weitere medizinische Abklärungen durchzuführen 

(Ziff. 2); unter o/e-Kostenfolge, wobei dem Beschwerdeführer für das vor-

liegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege mit dem 

Unterzeichnenden als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bewilligen sei 

(Ziff. 3). Zur Begründung bringt er namentlich vor, die Frage der nach 

dem Unfall und der nach der Umschulung zumutbaren Arbeitsleistung sei 

unter den Parteien umstritten. Es lägen sich widersprechende Arztberich-

te vor, weshalb die Sache zur Einholung eines Gutachtens und Ermittlung 

der zumutbaren Arbeitsleistung an die Vorinstanz zurückzuweisen oder 

durch das Gericht zu veranlassen sei. Ferner habe die Vorinstanz die der 

Berechnung des Invaliditätsgrades zugrunde gelegten Vergleichsein-

kommen falsch ermittelt (Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: 

BVGer act.] 1).  

D.b Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 19. September 2014 legte 

der Beschwerdeführer das im Verfahren nach Unfallversicherungsgesetz 

(UVG, SR 832.20) ergangene Urteil des Versicherungsgerichts des Kan-

tons G._______ vom 11. September 2014 ins Recht, womit der Ein-

spracheentscheid der SUVA vom 7. Februar 2014 in teilweiser Gutheis-

sung der Beschwerde aufgehoben und die Sache zur Vornahme weiterer 

Abklärungen und zum anschliessenden Erlass eines neuen Entscheids 

an die SUVA zurückgewiesen worden war (BVGer act. 3 samt Beilage). 

D.c Mit Zwischenverfügung vom 22. September 2014 wies das Bundes-

verwaltungsgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels 

Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ab (BVGer act. 4). 

D.d Mit Vernehmlassung vom 26. September 2014 beantragt die Vor-

instanz unter Verweis auf die Stellungnahme der IV-Stelle vom 24. Sep-

tember 2014 die Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum rechts-

kräftigen Abschluss des UVG-Verfahrens (BVGer act. 6 samt Beilage). 

D.e Am 9. Oktober 2014 ging der vom Beschwerdeführer eingeforderte 

Kostenvorschuss von Fr. 400.- beim Bundesverwaltungsgericht ein 

(BVGer act. 9).  

D.f Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 13. Oktober 2014 stellt auch 

der Beschwerdeführer den Antrag auf Sistierung des Beschwerdeverfah-

rens bis zum rechtskräftigen Entscheid im Unfallversicherungsverfahren 

(BVGer act. 10). 

C-4387/2014 

Seite 6 

D.g Mit Zwischenverfügung vom 24. Oktober 2014 setzte der Instrukti-

onsrichter die Parteien darüber in Kenntnis, dass das Bundesverwal-

tungsgericht auch die Variante einer Beschwerdegutheissung und Rück-

weisung zur weiteren Abklärung prüfen könne, mit der Möglichkeit einer 

eigenständigen Begutachtung durch die IVSTA, wobei sich die IVSTA in 

dieser Variante auch mit der SUVA auf eine gemeinsame Begutachtung 

verständigen und danach neu verfügen könne (Ziff. 3). Gleichzeitig gab er 

den Parteien Gelegenheit, bis zum 24. November 2014 eine Stellung-

nahme abzugeben (BVGer act. 11).   

D.h Mit Eingabe vom 20. November 2014 hielt die IVSTA unter Verweis 

auf eine Stellungnahme der IV-Stelle vom 14. November 2014 an ihrem 

Sistierungsantrag fest (BVGer act. 12). 

D.i Der Beschwerdeführer erklärte sich mit Eingabe seines Rechtsvertre-

ters vom 24. November 2014 mit einem Vorgehen gemäss Ziff. 3 der Zwi-

schenverfügung vom 24. Oktober 2014 einverstanden (BVGer act. 13).  

D.j Mit Zwischenverfügung vom 19. Februar 2015 sistierte das Bundes-

verwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren bis zum rechtskräftigen 

Abschluss im Verfahren nach UVG, verbunden mit der Aufforderung an 

die Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht den rechtskräftigen Ent-

scheid im Verfahren nach UVG umgehend einzureichen (BVGer act. 15).  

D.k Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 8. September 2015 teilte 

der Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht mit, dass er auf 

seinen Sistierungsantrag zurückkomme und den Erlass eines Beschwer-

deentscheids beantrage (BVGer act. 17).  

D.l Mit Zwischenverfügung vom 10. September 2015 gab der Instrukti-

onsrichter der Vorinstanz Gelegenheit, sich bis zum 12. Oktober 2015 

zum Gesuch um Aufhebung der Sistierung vernehmen zu lassen. Ferner 

räumte er den Parteien die Gelegenheit ein, sich innert gleicher Frist zur 

Frage vernehmen zu lassen, ob sie mit einer gerichtlichen Erkundigung 

bei der SUVA über den Stand des Verfahrens einverstanden seien 

(BVGer act. 18). Unter Verweis auf eine Stellungnahme der IV-Stelle vom 

23. September 2015 erklärte sich die Vorinstanz am 1. Oktober 2015 mit 

der gerichtlichen Erkundigung über den Stand des Begutachtungsauf-

trags einverstanden (BVGer act. 21). Auch der Beschwerdeführer erklärte 

sich mit Eingabe vom 19. Oktober 2015 mit einer gerichtlichen Erkundi-

C-4387/2014 

Seite 7 

gung über den Stand des Begutachtungsauftrags einverstanden (BVGer 

act. 23).  

D.m Vom Bundesverwaltungsgericht nach dem aktuellen Stand des ex-

ternen Begutachtungsauftrags befragt (Zwischenverfügung vom 22. Ok-

tober 2015, BVGer act. 24), teilte die SUVA mit, dass sie den Auftrag an 

Dr. med. I._______ erteilt habe und der Beschwerdeführer bereits zu ei-

nem Termin (13. November 2015) eingeladen worden sei (BVGer act. 26).  

D.n Mit Zwischenverfügung vom 5. November 2015 wies der Instruktions-

richter das Gesuch um Aufhebung der Sistierung ab; ferner ersuchte er 

den Beschwerdeführer, dem Bundesverwaltungsgericht zu gegebener 

Zeit eine Kopie des Begutachtungsresultats zur Verfügung zu stellen 

(BVGer act. 27).  

D.o Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 3. März 2016 reichte der 

Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht eine Kopie des am 

6. Januar 2016 erstatteten Gutachtens von Dres. med. I._______ und 

J._______ ein (BVGer act. 31 samt Beilage). 

D.p Unter Hinweis auf seine Eingabe im SUVA-Verfahren vom 1. Februar 

2017 teilte der Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht mit 

Eingabe seines Rechtsvertreters vom 8. September 2017 mit, er behalte 

sich vor, auf seinen Sistierungsantrag zurückzukommen, falls im Unfall-

versicherungsverfahren erneut nicht gehandelt werde (BVGer act. 41 

samt Beilage).  

D.q Mit Zwischenverfügung vom 15. September 2017 ersuchte der In-

struktionsrichter die SUVA, dem Bundesverwaltungsgericht bis zum 

16. Oktober 2017 mitzuteilen, ob sie von einem medizinischen Endzu-

stand ausgehe oder ob weitere medizinische Massnahmen vorgesehen 

seien. Ferner ersuchte er die SUVA, dem Gericht innert gleicher Frist mit-

zuteilen, ob und gegebenenfalls innert welchem Zeitraum hinsichtlich des 

Rentenbegehrens mit einer Verfügung zu rechnen sei (BVGer act. 42).  

D.r Nachdem das Bundesverwaltungsgericht den Parteien das rechtliche 

Gehör zur Frage der Aufhebung der Sistierung gewährt hatte (Zwischen-

verfügung vom 23. Oktober 2017; BVGer act. 44), erklärte sich die Vor-

instanz am 16. November 2017 unter Verweis auf eine Stellungnahme 

der IV-Stelle vom 14. November 2017 mit der Aufhebung der Sistierung 

einverstanden; gleichzeitig beantragt sie die Durchführung eines weiteren 

Schriftenwechsels im Hinblick auf die Stellungnahme zu den medizini-

C-4387/2014 

Seite 8 

schen Abklärungen und zur (inzwischen ergangenen) Verfügung der 

SUVA vom 31. Oktober 2017 betreffend Rentenleistungen (BVGer act. 47 

samt Beilage).  

D.s Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 21. November 2017 liess 

der Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht die Rentenverfü-

gung der SUVA vom 31. Oktober 2017 sowie die dagegen erhobene Ein-

sprache vom 13. November 2017 zur Kenntnisnahme zukommen (BVGer 

act. 48 samt Beilagen).  

D.t Mit Zwischenverfügung vom 24. November 2017 hob der Instruktions-

richter die Sistierung des Beschwerdeverfahrens auf (BVGer act. 49). 

D.u Gestützt auf eine entsprechende Aufforderung (Zwischenverfügung 

vom 29. November 2017; BVGer act. 50) übermittelte die SUVA dem 

Bundesverwaltungsgericht sämtliche SUVA-Akten (Schreiben vom 

1. Dezember 2017; BVGer act. 52; SUVA-act. 1 - 376).  

D.v Mit Verfügung vom 11. Dezember 2017 gab der Instruktionsrichter der 

Vorinstanz Gelegenheit, sich bis zum 26. Januar 2018 vernehmen zu las-

sen (BVGer act. 53).  

D.w Mit Schreiben vom 21. Februar 2018 teilte die SUVA dem Bundes-

verwaltungsgericht mit, dass sie das hängige Einspracheverfahren bis 

Vorliegen des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts sistiere (BVGer 

act. 56 samt Beilage).   

D.x Mit (innert erstreckter Frist eingereichter) Eingabe vom 26. Februar 

2018 hält die Vorinstanz – unter Verweis auf die Stellungnahme der IV-

Stelle vom 22. Februar 2018 – an ihrem Antrag auf Abweisung der Be-

schwerde und Bestätigung der angefochtenen Verfügung fest. Zur Be-

gründung macht sie namentlich geltend, RAD-Arzt Dr. med. K._______, 

Facharzt für Orthopädie und Facharzt für Physikalische und Rehabilitative 

Medizin, habe in seiner umfassenden Stellungnahme vom 9. Januar 2018 

erneut alle relevanten Fakten einer Prüfung unterzogen und sei gestützt 

darauf zum Schluss gekommen, dass die Arbeitsunfähigkeit in einer an-

gepassten Verweistätigkeit in der Zeit vom 8. Februar bis 22. Oktober 

2008 auf 100 %, vom 23. Oktober 2008 bis 12. Januar 2016 (recte: 

12. November 2015) auf 0 % und ab 12. Januar 2016 (recte: 13. Novem-

ber 2015) auf 20 % festzulegen sei. Es bestehe aus ihrer Sicht kein An-

lass, von dieser Leistungsbeurteilung abzuweichen. Unter Berücksichti-

gung der gesamten Umstände könne der gewährte leidensbedingte Ab-

C-4387/2014 

Seite 9 

zug von 10 % als angemessen bewertet werden. Unter Berücksichtigung 

der Leistungsbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. K._______, Facharzt 

für Orthopädie und Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, 

vom 9. Januar 2018 (act. 153, S. 1 - 12) und dieses Abzugs resultierten 

für das Jahr 2015 ein Invalideneinkommen von Fr. 47‘976.-, bei einem Va-

lideneinkommen von Fr. 77‘335.-, und damit ein Invaliditätsgrad von 38 % 

(BVGer act. 58 samt Beilage).  

D.y Mit Stellungnahme seines Rechtsvertreters vom 9. April 2018 hält der 

Beschwerdeführer seinerseits an den bisherigen Anträgen fest und führt 

zur Begründung ergänzend aus, im SUVA-Verfahren sei ausschliesslich 

noch die Höhe des leidensbedingen Abzugs umstritten. Ferner komme 

dem externen Gutachten erhöhte Beweiskraft zu, so dass auf dieses ab-

zustellen sei; dieses könne durch eine hiervon abweichende versiche-

rungsinterne RAD-Einschätzung nicht umgestossen werden. Die Berech-

nung sei wie im SUVA-Verfahren, ergänzt um einen leidensbedingten Ab-

zug, vorzunehmen (BVGer act. 61).  

E.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Parteien 

ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 

Bst. b IVG [SR 831.20]) und der Beschwerdeführer ist als Adressat der 

angefochtenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, wes-

halb er zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 

830.1]; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).  

1.2 Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innert 30 Tagen 

nach Eröffnung des Einspracheentscheides einzureichen. Vorliegend ging 

die angefochtene Verfügung am 4. Juli 2014 beim Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers ein (BVGer act. 1, Beilagen 3 + 4), und die Be-

schwerde wurde am 6. August 2014 der Post übergeben. Damit ist die 

Frist zur Erhebung der Beschwerde gewahrt (Art. 60 Abs. 2 ATSG i.V.m. 

C-4387/2014 

Seite 10 

Art. 38 Abs. 4 Bst. b ATSG). Da die Beschwerde auch formgerecht 

(Art. 61 Bst. b ATSG; vgl. dazu auch Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht 

und der geforderte Kostenvorschuss fristgerecht überwiesen wurde 

(BVGer act. 9), ist darauf einzutreten.   

2.  

2.1 Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in de-

ren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt, zur 

Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zuständig. Dies gilt auch für 

ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen 

Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der Gesund-

heitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Die 

Verfügungen werden von der IVSTA erlassen.  

2.2 Der Beschwerdeführer war zuletzt als Grenzgänger im Kanton 

E._______ erwerbstätig (act. 14, S. 1; 19, S. 10 - 13) und lebte bereits im 

Zeitpunkt der IV-Anmeldung in (…) (F), wo er heute noch lebt. Er macht 

einen Gesundheitsschaden geltend, der auf die Zeit seiner Tätigkeit als 

Grenzgänger zurückgeht und zu deren Abbruch geführt haben soll. Unter 

diesen Umständen waren die IV-Stelle E._______ zur Entgegennahme 

und Prüfung der IV-Anmeldung und die IVSTA für den Erlass der ange-

fochtenen Verfügung zuständig. 

3.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren im Wesentlichen 

anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

3.1 Der Beschwerdeführer ist französischer Staatsangehöriger und wohnt 

in Frankreich (act. 6, S. 11 f.), so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in 

Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglied-

staaten andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügig-

keitsabkommen, SR 0.142.112.681, nachfolgend: FZA) anwendbar ist 

(Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 

14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmungen über die Personenfrei-

zügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errich-

tung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Mit Blick auf den Verfügungs-

zeitpunkt (1. Juli 2014) finden vorliegend auch die am 1. April 2012 in 

Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Par-

laments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Syste-

C-4387/2014 

Seite 11 

me der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: VO 

883/2004) sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für 

die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinie-

rung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) Anwen-

dung. Gemäss Art. 4 VO 883/2004 haben Personen, für die diese Verord-

nung gilt, sofern (in dieser Verordnung) nichts anderes bestimmt ist, die 

gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mit-

gliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Im Rahmen ihres 

Geltungsbereichs tritt diese Verordnung an die Stelle aller zwischen den 

Mitgliedstaaten geltenden Abkommen über soziale Sicherheit. Die Be-

stimmung des anwendbaren Rechts ergibt sich aus Art. 11 ff. VO 

883/2004. Die Beurteilung der Invalidität und die Frage des Eintretens auf 

ein neues Leistungsgesuch richten sich auch nach dem Inkrafttreten des 

FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des 

BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4 m.w.H.; BASILE CARDINAUX, 

§ 7 Beweiserhebung im Ausland, in: Recht der Sozialen Sicherheit, 2014, 

S. 281 Rz. 7.23).   

3.2 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt 

der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an 

die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet 

hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG 

(in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung; AS 2007 5129). Diese Be-

dingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine Voraussetzung, so 

entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.  

Der Beschwerdeführer hat laut IK-Auszug in der Zeit von September 

1991 bis Dezember 2007 durchwegs Beiträge an die schweizerische 

AHV/IV geleistet (act. 7, S. 2.); er erfüllt mithin ohne Weiteres die Min-

destbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente. 

3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-

dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 

zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung 

C-4387/2014 

Seite 12 

des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs-

unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-

windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene 

Abs. 2 hat den Begriff der Erwerbsunfähigkeit nicht modifiziert, BGE 135 

V 215 E. 7.3). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 

teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-

bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 

in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas-

sung) haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Er-

werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er-

halten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 

arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c).  

3.5  

3.5.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 

(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 

stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-

heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 

Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-

beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 

versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 

E. 4; 115 V 133 E. 2).  

3.5.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Ex-

perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-

C-4387/2014 

Seite 13 

sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-

nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 352 E. 3a). 

3.5.3 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh-

ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt 

die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durch-

führungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach 

dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, so dass gestützt darauf die 

Verfügung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 

ATSG; SUSANNE LEUZINGER-NAEF, Die Auswahl der medizinischen Sach-

verständigen im Sozialversicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer-

Kafka/Rumo-Jungo [Hrsg.], Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, 

Bern 2010, S. 413 f.). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen 

diese Pflichten der (zuständigen) Invalidenversicherungsstelle (Art. 54 - 

56 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. c - g IVG).  

3.5.4 Die regionalen ärztlichen Dienste stehen den IV-Stellen zur Beurtei-

lung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur 

Verfügung. Sie setzen dabei insbesondere die für die Invalidenversiche-

rung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der 

Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Auf-

gabenbereich auszuüben (Art. 59 Abs. 2bis IVG und Art. 49 Abs. 1 Satz 1 

IVV). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Gut-

achten im Sinn von Art. 44 ATSG nicht erfasst werden, weshalb die in 

dieser Norm enthaltenen Verfahrensregeln bei der Einholung von RAD-

Berichten keine Wirkung entfalten (BGE 135 V 254 E. 3.4 S. 258 ff.; Urteil 

des BGer 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1). Der Beweis-

wert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist nach der Rechtspre-

chung mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten ver-

gleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztli-

ches Gutachten (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232) genügen und die 

Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 

137 V 210 E. 1.2.1 S. 219 f.). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Ein-

holung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-

rungsinternen ärztlichen Feststellungen, zu denen die RAD-Berichte ge-

hören, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 

E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4.4 S. 470 mit Hinweis; Urteile des BGer 

8C_588/2015 vom 17. Dezember 2015 E. 2 und 8C_385/2014 E. 4.2.2).  

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465

C-4387/2014 

Seite 14 

3.6 Nach der Rechtsprechung besteht keine wechselseitige Bindungswir-

kung auch rechtskräftig festgestellter Invaliditätsgrade der Invalidenversi-

cherung oder der Unfallversicherung für den jeweils anderen Sozialversi-

cherungsbereich. Allerdings sind bereits abgeschlossene Invaliditätsfest-

legungen mitzuberücksichtigen (BGE 133 V 549 E. 6 S. 553 ff.; Urteil des 

BGer 8C_441/2013 vom 3. März 2014 E. 6.2). 

4.  

Nachfolgend gilt es in einem ersten Schritt zu prüfen, ob die von der Vor-

instanz bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1. Juli 2014 ge-

troffenen Abklärungen den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an 

eine medizinische Beurteilungsgrundlage gerecht werden. Die Vorinstanz 

stützte sich dabei in medizinischer Hinsicht insbesondere auf die Beurtei-

lungen des SUVA-Kreisarztes vom 22. Oktober 2008 (act. 10, S. 2 - 4).   

4.1 Wie vorstehend (vgl. Sachverhalt, Bst. D.b hiervor) dargelegt, hob das 

Versicherungsgericht des Kantons G._______ mit Urteil vom 11. Septem-

ber 2014 den Einspracheentscheid der SUVA vom 7. Februar 2014 in 

teilweiser Gutheissung der Beschwerde auf und wies die Streitsache zur 

Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen und Einholung eines ex-

ternen Gutachtens sowie zum anschliessenden Erlass eines neuen Ent-

scheides an die SUVA zurück. Zur Begründung des Rückweisungsent-

scheides führte das kantonale Versicherungsgericht im Wesentlichen aus, 

Dr. med. F._______ verfüge über einen Facharzttitel für Allgemeine Inne-

re Medizin und somit über keinen für die Beurteilung der gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers massgeblichen Facharzttitel. 

Gestützt auf die Untersuchungen vom 22. Oktober 2008 und 8. Juli 2009 

sei dem Beschwerdeführer – aufgrund der festgestellten Beschwerden an 

der linken Schulter – eine ganztägige Arbeitsfähigkeit in einer angepass-

ten Tätigkeit attestiert worden. Demgegenüber habe der behandelnde 

Facharzt, Dr. med. C._______, Chirurgien-Chef am Spital D._______, le-

diglich noch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Der von der SUVA 

beigezogene Arzt (Dr. med. L._______, Facharzt für Chirurgie) habe so-

dann am 17. Mai 2013 ohne persönliche Untersuchung des Beschwerde-

führers ausgeführt, die Berichte von Dr. med. C._______ würden keine 

neuen medizinischen Tatsachen begründen, welche eine Änderung der 

Zumutbarkeit erforderten. Der Bericht von Dr. med. L._______ sei indes 

nicht geeignet, die hinsichtlich der Beurteilungen von Dr. med. F._______ 

und Dr. med. C._______ bestehenden Differenzen aufzulösen, denn es 

würden darin keine begründeten Ausführungen zur Erwerbsfähigkeit ge-

macht. Somit könne nicht festgestellt werden, in welchem Umfang dem 

C-4387/2014 

Seite 15 

Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit überwiegend wahrscheinlich 

zumutbar sei. Der vorliegende Sachverhalt erweise sich als ungenügend 

abgeklärt, weshalb eine externe gutachterliche Beurteilung zu erfolgen 

habe (BVGer act. 3, Beilage S. 5).  

4.2 Die vorstehend aufgeführten Erwägungen des Versicherungsgerichts 

erweisen sich aus folgenden Gründen als zutreffend und stichhaltig, wes-

halb für das Bundesverwaltungsgericht kein Anlass besteht, hiervon ab-

zuweichen. 

4.2.1 Der SUVA-Kreisarzt, Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemein-

medizin FMH, hielt mit Bericht vom 22. Oktober 2008 namentlich eine 

Ruptur der linken langen Bicepssehne sowie ein erhebliches Funktions-

defizit der linken Schulter bei irreparabler Ruptur der Supra- und In-

fraspinatussehne fest. Ferner fügte er hinzu, die Beschwerden seien kon-

sistent, und die Extremitäten würden im Rahmen des Möglichen und Er-

träglichen aktiviert. Die linke Hand funktioniere rumpfnah ganz normal, 

wobei körperferne Aktivitäten definitiv ausscheiden würden. Die Unfall-

kausalität sei beidseits gegeben. Links würden erhebliche Restfolgen 

persistieren, die zu gegebener Zeit einzuschätzen seien. Mittel- bis lang-

fristig seien leichte mittelmotorische manuelle Aktivitäten mit der linken 

Hand stets ganz rumpfnah ohne wesentliche Traglasten generell zumut-

bar (act. 10, S. 2 - 4).  

4.2.2 Gestützt auf eine erneute Untersuchung des Beschwerdeführers 

präzisierte Dr. med. F._______ die Diagnosen am 8. Juli 2009 dahinge-

hend, dass eine erhebliche, schmerzhafte Schultersteife links bei irrepa-

rabler Ruptur der Supra- und Infraspinatussehne sowie eine indolente 

Ruptur der linken langen Bicepssehne bestehe. Ferner führte er aus, er-

hebliche Restfolgen würden nur in der linken Schulter in Form einer sehr 

schmerzhaften ausgeprägten Schultersteife bestehen. Immerhin setze 

der Beschwerdeführer seine Hand im Rahmen des Möglichen weiterhin 

ein. Diese Möglichkeiten reichten jedoch nicht aus zur ganztägigen Be-

dienung von irgendwelchen Baumaschinen. Aus versicherungsmedizini-

scher Sicht sei ihm eine leichte, mittelmotorische Tätigkeit ganztags zu-

mutbar, mit der Auflage, dass er die linke Hand nur ganz rumpfnah und 

ohne Traglasten einsetzen könne (act. 19, S. 2 - 5). 

4.2.3 Demgegenüber hielt Dr. med. C._______ mit Bericht vom 22. April 

2013 (act. 117, S. 11 f.) fest, es handle sich vorliegend um eine schwer-

wiegende Verletzung, da drei Sehnen betroffen seien. Daraus folge, dass 

C-4387/2014 

Seite 16 

die Schulter eine grosse Instabilität aufweise. Die Schulter sei praktisch 

pseudo-paralytisch, und es seien mit Anstrengung nur kleine Abduktions-

bewegungen von 20 bis 30º möglich. Wenn der Patient eine 50%ige Ar-

beitsfähigkeit erreiche, so sei dies bereits als aussergewöhnlich zu be-

zeichnen; diese Leistungsfähigkeit stelle das wünschbare Maximum dar, 

zumal ansonsten die Gefahr einer rascheren Verschlechterung des Ge-

sundheitszustandes mit der Folge eines totalen Gelenksersatzes bestün-

de. 

4.2.4 Mit Bericht vom 3. März 2014 bestätigte Dr. med. C._______ seine 

bisherige Beurteilung der Resterwerbsfähigkeit und fügte präzisierend 

hinzu, dass bei einer 50%igen Leistungsfähigkeit der linke Arm nicht ein-

gesetzt werden dürfe, weil die linke Schulter irreparable Schäden aufwei-

se. Es scheine ihm überdies illusorisch, dem Beschwerdeführer eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit vorzuschlagen, bei welcher der linke Arm und 

die linke Schulter nicht belastet würden (act. 128, S. 29 f.). 

4.2.5 Wie das Versicherungsgericht des Kantons G._______ mit Recht 

festgestellt hat, bestehen zwischen den Beurteilungen von Dr. med. 

F._______ und jenen von Dr. med. C._______ nach wie vor nicht geklärte 

Widersprüche hinsichtlich der für die Rentenbemessung entscheidenden 

Frage der Leistungsfähigkeit in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit. 

Nachdem auch der RAD-Arzt ausschliesslich eine Aktenbeurteilung ge-

stützt auf die kreisärztlichen Berichte vom 22. Oktober 2008 und vom 

8. Juli 2009 vorgenommen hat (act. 95, S. 1 - 3), vermögen die Abklärun-

gen der IV-Stelle nichts zur Auflösung der bestehenden Widersprüche 

beizutragen.   

4.2.6 Rechtsprechungsgemäss kann nicht auf eine Beurteilung einer ver-

sicherungsinternen Fachperson abgestellt werden, wenn diese durch ei-

nen begründeten und nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arz-

tes in Zweifel gezogen wird (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471). Hinzu kommt, 

dass bei versicherungsinternen Berichten selbst nur geringe Zweifel an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit Anlass zu weiteren medizinischen 

Abklärungen durch einen externen Gutachter geben (vgl. E. 3.5.4 hier-

vor). Damit erweist sich der Sachverhalt unter Berücksichtigung der bis 

zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vorliegenden Beweismittel 

als unvollständig abgeklärt. Wie das Versicherungsgericht des Kantons 

G._______ sodann mit Recht festgestellt hat, verfügt Dr. med. F._______ 

als Facharzt für Allgemeinmedizin FMH auch nicht über die für die ver-

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465

C-4387/2014 

Seite 17 

lässliche Beurteilung der hier zur Diskussion stehenden Schulterverlet-

zung erforderliche Spezialisierung.  

4.2.7 Damit ergibt sich, dass sich der gesundheitliche Zustand des Be-

schwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit in 

einer dem Leiden angepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung der im 

massgeblichen Verfügungszeitpunkt vom 1. Juli 2014 vorliegenden Arzt-

berichte nicht schlüssig und zuverlässig beurteilen lassen (vgl. BGE 125 

V 353 E. 3b/bb).  

5.  

Im Zuge des Beschwerdeverfahrens veranlasste die SUVA das Gutachten 

von Dr. med. I._______, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, Schulterchirurgie, Handchirur-

gie, und Dr. med. J._______ (nachfolgend: Gutachten), welches am 

6. Januar 2016 erstattet wurde. Zu prüfen ist nachfolgend, ob das von der 

SUVA veranlasste Gutachten in die Beurteilung einzubeziehen ist.  

5.1 Nach ständiger Rechtsprechung ist, in Abweichung von der Grundre-

gel über den zeitlich massgebenden Sachverhalt (vgl. BGE 132 V 215 

E. 3.1.1 S. 220; 130 V 138 E. 2.1 S. 140), die Entwicklung der medizini-

schen Verhältnisse nach Erlass der angefochtenen Verfügung aus-

nahmsweise in die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung einzubezie-

hen, wenn sich daraus Rückschlüsse auf den Sachverhalt bis zum Zeit-

punkt des Verwaltungsaktes ziehen lassen (vgl. statt vieler Urteile des 

BGer 8C_77/2015 vom 18. April 2016 E. 5.4.3, 8C_708/2014 vom 23. Ja-

nuar 2015 E. 4.6 und 9C_352/2010 vom 30. August 2010 E. 2.3.3 mit 

Hinweis auf BGE 121 V 362 E. 1b in fine S. 366; SVR 2008 IV Nr. 15 

S. 43, I 514/06 E. 2.2.2.3).  

5.2  Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob das Gutachten die rechtspre-

chungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische 

Beurteilungsgrundlage (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a S. 352 

mit Hinweis) erfüllt. 

5.2.1 Vorab fällt auf, dass das Gutachten bereits in formeller Hinsicht die 

rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine Expertise nicht erfüllt. 

Zum einen fehlt es darin an einer Zusammenfassung der relevanten 

anamnestischen Akten mit Hinweis auf die entsprechenden Befunde, Di-

agnosen und Beurteilungen. Unter dem Aspekt der Vollständigkeit ist zu 

verlangen, dass der Gutachter die Anknüpfungstatsachen, das heisst die 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-215%3Ade&number_of_ranks=0#page215
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-V-138%3Ade&number_of_ranks=0#page138
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&number_of_ranks=0#page362

C-4387/2014 

Seite 18 

tatsächlichen Grundlagen des Gutachtens, die er nicht selber beschafft 

hat, einzeln und mit ihrem wesentlichen Inhalt rekapituliert (vgl. ALFRED 

BÜHLER, Beweismass und Beweiswürdigung bei Gerichtsgutachten unter 

Berücksichtigung der jüngsten Lehre und Rechtsprechung, in: Jusletter 

vom 21. Juni 2010, S.18; Urteil des BGer 9C_986/2009 vom 11. Novem-

ber 2010 E. 4.5.1). Zum andern fällt die eigentliche versicherungsmedizi-

nische Beurteilung deutlich zu kurz respektive zu oberflächlich aus (vgl. 

dazu GABRIELA RIEMER-KAFKA, Versicherungsmedizinische Gutachten, 

3. Aufl. 2017, S. 58 f.). Insbesondere fehlt es an einer rechtsgenüglichen 

versicherungsmedizinischen Beurteilung, zumal die Gutachter keine Ver-

bindung herstellen zwischen den von ihnen erhobenen Befunden und den 

gestellten Diagnosen einerseits sowie ihren Schlussfolgerungen in Bezug 

auf die zumutbare Leistungsfähigkeit in der angestammten und in einer 

Verweistätigkeit anderseits.  

5.2.2 Ferner fällt auf, dass die Befragung des Beschwerdeführers offen-

bar nur unvollständig durchgeführt worden ist. So fehlt es namentlich an 

der gebotenen detaillierten Erfassung des Tagesablaufes wie auch an de-

taillierten Angaben über die aktuell eingenommenen Medikamente (vgl. 

zur erheblichen Bedeutung einer eingehenden Befragung: Leitlinien für 

die orthopädische Begutachtung, 2/2017, S. 4 Ziff. 3.2; 

< http://www.swissorthopaedics.ch/images/content/Empfehlungen/Beguta

chtung_2_2017/D-LeitlinienGutachten-2.2017.pdf >, abgerufen am 

28.05.2018). Das Gutachten erweist sich folglich bereits in formeller Hin-

sicht als lückenhaft.  

5.2.3 Hinzu kommt, dass das Gutachten auch inhaltlich nicht zu überzeu-

gen vermag. Insbesondere fehlt es an einer nachvollziehbaren Begrün-

dung für die angenommene 50%ige Arbeitsfähigkeit. In diesem Zusam-

menhang führen die Experten wörtlich was folgt aus: „Unsere Beurteilung 

basiert darauf, dass Herr A._______ offensichtlich seiner Tätigkeit mit 

dem aktuellen Pensum von 50 % (entsprechend 6 Stunden pro Tag) 

nachgehen kann. Aufgrund der ausgeprägten Schwäche mit rascher Er-

müdbarkeit und folglich zunehmender Schmerzsymptomatik besteht eine 

Einschränkung in zeitlicher Hinsicht und die Tätigkeit sollte eine halbtägi-

ge Beschäftigung nicht überschreiten“ (Gutachten, S. 13). Zum einen 

geht aus der Formulierung der Experten hervor, dass sie ihre Leistungs-

beurteilung im Wesentlichen auf die Aussagen des Beschwerdeführers zu 

seiner aktuellen Tätigkeit als Fahrlehrer in Frankreich sowie die berichtete 

rasche und starke Ermüdung mit zunehmenden Schmerzen der linken 

Schulter stützen (Gutachten, S. 7 und 13). Zum andern wird auch nicht 

http://www.swissorthopaedics.ch/images/content/Empfehlungen/Begutachtung_2_2017/D-LeitlinienGutachten-2.2017.pdf
http://www.swissorthopaedics.ch/images/content/Empfehlungen/Begutachtung_2_2017/D-LeitlinienGutachten-2.2017.pdf

C-4387/2014 

Seite 19 

nachvollziehbar begründet, weshalb bei einem Arbeitseinsatz von 6 Stun-

den pro Tag von einem Pensum von 50 % auszugehen sein soll. Dass die 

Leistungsbeurteilung gestützt auf die von den Gutachtern erhobenen Be-

funde und die gestellten Diagnose vorgenommen worden sein soll, geht 

jedenfalls aus dem Gutachten nicht hervor.  

5.2.4 Wenn die Experten die Frage nach der Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit dahingehend be-

antworten, dass aufgrund „der oben genannten Argumente ... die Arbeits-

fähigkeit des Patienten auf eine halbtägige Anstellung beschränkt“ sei 

(Gutachten, S. 13), so fehlt es auch für diese entscheidende Beurteilung 

der Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit an einer nachvoll-

ziehbaren Begründung. Insbesondere legen die Gutachten nicht respekti-

ve nicht plausibel dar, weshalb die Einschränkung der Leistungsfähigkeit 

in einer angepassten Verweistätigkeit genau gleich hoch ausfallen soll 

wie jene für die Tätigkeit als Fahrlehrer. Zu Recht fordert der SUVA-

Kreisarzt Dr. med. M._______ in diesem Zusammenhang, dass die Zu-

mutbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unabhängig von der ange-

stammten Tätigkeit beurteilt werden müsse (Bericht vom 28. September 

2017, S. 5; SUVA-act. 359). Zumindest fraglich erscheint, ob es sich bei 

der Tätigkeit als Fahrlehrer um eine optimale leidensangepasste Ver-

weistätigkeit handelt, zumal er als Fahrlehrer mit der linken Hand kaum 

wirksam ins Geschehen eingreifen kann. Auch unter diesem Aspekt er-

weist sich das Gutachten als ungenügend und nicht beweiskräftig.  

5.2.5 Darüber hinaus nehmen die Gutachter auch keine überzeugende 

Leistungsbeurteilung auf der Grundlage der erhobenen Befunde und der 

gestellten Diagnosen vor. Insbesondere fehlt es an einer nachvollziehba-

ren Erläuterung der Frage, inwiefern der Beschwerdeführer mit einem 

Pensum von 50 % das ihm objektiv zumutbare Resterwerbspotenzial 

ausschöpft. Eine solch pauschale Aussage zur zeitlichen Leistungsein-

schränkung genügt den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ei-

ne medizinische Begutachtung nicht.    

5.2.6 Hinzu kommt, dass sich die Gutachter auch nicht respektive nicht 

verlässlich äussern zum Verlauf der gesundheitlichen Entwicklung und 

der Arbeitsunfähigkeit (Beginn und Ausmass) seit dem Unfall vom 8. Feb-

ruar 2008 (vgl. zu diesem Erfordernis RIEMER-KAFKA, a.a.O., S. 58 ff.). 

Aussagen zum Verlauf und zur Höhe der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit 

sind indes unabdingbar, wenn es – wie hier –  darum geht, einen Renten-

C-4387/2014 

Seite 20 

anspruch zu prüfen, der auch den retrospektiven Zeitraum von mehreren 

Jahren vor Erlass der Verfügung betrifft.  

5.2.7 Dem Gutachten sind sodann auch keine Angaben zur Beantwortung 

der Frage zu entnehmen, ob durch eine Änderung oder Optimierung der 

Schmerztherapie eine Verbesserung der funktionellen Leistungsfähigkeit 

erreicht werden kann. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. M._______, Facharzt 

für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappara-

tes, hat in seinem – auf einer persönlichen Untersuchung des Beschwer-

deführers basierenden – Bericht vom 31. März 2017 jedenfalls eine In-

tensivierung der Schmerztherapie sowie stärkere Schmerzmedikamente 

(als Ixprim) empfohlen (SUVA-act. 328, S. 6).   

5.2.8 Schliesslich steht die Leistungsbeurteilung der Gutachter auch im 

Widerspruch zu den versicherungsmedizinischen Beurteilungen des 

SUVA-Kreisarztes vom 31. März 2017 und 27. September 2017. Danach 

bestehe keine Veranlassung, die dem Beschwerdeführer zumutbare 

leichte mittelmotorische Tätigkeit auf ein halbtägiges Pensum zu be-

schränken (SUVA-act. 359, S. 4 f. und SUVA-act. 328, S. 5). Die Auffas-

sung des SUVA-Kreisarztes wird überdies durch die Schlussfolgerung 

von RAD-Arzt Dr. med. K._______ in dessen Beurteilung vom 9. Januar 

2018, worin er dem Beschwerdeführer für eine leidensadaptierte Tätigkeit 

eine Einschränkung von 20 % attestiert hat (act. 153, S. 11), im Ergebnis 

bestätigt.  

5.2.9 Damit steht auch unter Berücksichtigung des nach Erlass der ange-

fochtenen Verfügung erstellten Gutachtens und der kreisärztlichen Be-

richte fest, dass der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt nicht 

rechtsgenüglich abgeklärt worden ist. Es kann mithin vorliegend nicht auf 

die Abnahme weiterer Beweise verzichtet werden, da von einer zusätzli-

chen, medizinisch nachvollziehbar und schlüssig begründeten fachärztli-

chen Beurteilung neue verwertbare, entscheidrelevante Erkenntnisse zu 

erwarten sind (vgl. dazu auch Urteil des BGer 8C_189/2008 vom 4. Juli 

2008 E. 5 mit Hinweisen). Eine antizipierte Beweiswürdigung (vgl. dazu 

BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 23;  BGE 134 I 140 E. 5.3) fällt demnach ausser 

Betracht. 

6.  

6.1 Mit Blick auf dieses Ergebnis kann zurzeit noch nicht abschliessend 

zur Rentenbemessung, insbesondere auch nicht zum Invalideneinkom-

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2017&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-140%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page140

C-4387/2014 

Seite 21 

men respektive zum leidensbedingten Abzug, Stellung bezogen werden. 

Nachdem auch der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfall vom 

8. Februar 2008 derzeit noch nicht rechtsgenüglich ermittelt worden ist, 

kann zum Rentenbeginn ebenfalls noch nicht abschliessend Stellung be-

zogen werden. Mit Blick auf das Erfordernis des Wartejahres (vgl. dazu 

Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG) kann die Rente frühestens am 1. Februar 2009 

entstehen. Die Beurteilung der Frage, ob ein leidensbedingter Abzug be-

rücksichtigt werden kann, hängt wesentlich von der Umschreibung der Art 

und des Umfangs der zumutbaren Verweistätigkeit ab. So ist beispiels-

weise ein Teilzeitabzug bei Männern nur zu berücksichtigen, wenn die 

zumutbare Resterwerbsfähigkeit nur im Rahmen einer Teilzeit-Arbeit ver-

wertet werden kann (vgl. zum leidensbedingten Abzug: BGE 135 V 297 

E. 5.2 mit Hinweisen; Urteil des BGer 8C_379/2011 vom 26. August 2011 

E. 4.2.2: 126 V 75 E. 5b/bb-cc S. 80; vgl. auch Urteil des BGer 

8C_114/2017 vom 11. Juli 2017 E. 3.1 i.f. mit Hinweis; vgl. zum Teilzeit-

abzug: PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in: JaSo 2012 S. 146).  

6.2  

6.2.1 Im Interesse der Vollständigkeit ist – im Sinne eines obiter dictums –

zum Valideneinkommen Stellung zu beziehen. Diesbezüglich sind sich die 

Parteien (zu Recht) einig, dass für das Jahr 2009 ein ordentliches Ein-

kommen von Fr. 72‘267.- zu berücksichtigen ist (vgl. hierzu die Arbeitge-

berbescheinigung vom 26. Januar 2009; act. 117, S. 6). Gestützt auf die 

in den Jahren 2006 und 2007 geleisteten Überstunden hat die Vorinstanz 

sodann einen Durchschnittwert von Fr. 2‘272.55 (= [Fr. 2‘449.25 + 

Fr. 2‘095.89] : 2) berücksichtigt (vgl. act. 119, S. 3). Der Beschwerdefüh-

rer stellt diesen Betrag nicht infrage, fordert indes die zusätzliche Berück-

sichtigung der Einkommensentwicklung auf diesem Überstundenbetrag 

(BVGer act. 1, S. 4). 

Dass Überstundenentschädigungen im Allgemeinen wie auch im konkre-

ten Fall als Valideneinkommen anzurechnen sind, ist unter den Parteien 

zu Recht unbestritten, zumal davon ausgegangen werden kann, dass der 

Beschwerdeführer weiterhin mit solchen Einkünften hätte rechnen können 

(vgl. dazu Urteile des BGer 9C_243/2015 vom 15. Juli 2015 E. 2, 

9C_159/2010 vom 1. Juli 2010 E. 6.4; MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a 

N. 70). Aufgrund dieser Ausgangslage ist auch bei der Überstundenent-

schädigung von einer ordentlichen Einkommensentwicklung auszugehen. 

Unter Berücksichtigung der Einkommensentwicklung in diesen Jahren 

(2.0 % für 2008 und 2.1 % für 2009; Schweizer Lohnindex auf der Basis 

C-4387/2014 

Seite 22 

1993; vgl. dazu Homepage des Bundesamtes für Statistik < 

http//:www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Löhne, Erwerbseinkommen 

und Arbeitskosten > Lohnentwicklung > Schweizer Lohnindex auf der Ba-

sis 1993, abgerufen am 28.05.2018) resultiert demnach eine aufgewerte-

te Überstundenentschädigung von Fr. 2‘366.10 (= Fr. 2‘272.- x 1.02 x 

1.021). Zusammen mit dem unbestrittenen ordentlichen Einkommen von 

Fr. 72‘267.- resultiert ein massgebliches Valideneinkommen von 

Fr. 74‘633.-.  

6.2.2 Nach Vorliegen des Administrativgutachtens wird die Vorinstanz 

auch zu prüfen haben, ob beim Beschwerdeführer über eine allfällige zeit-

liche Einschränkung hinaus eine weitergehende Beeinträchtigung der 

Leistungsfähigkeit besteht (vgl. dazu Urteile des BGer 8C_320/2017 vom 

6. September 2017 E. 3.3.2.1 und E. 3.3.2.2; 8C_569/2009 vom 19. März 

2010 E. 2.2.3).  

7.  

7.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der relevante medizinische 

Sachverhalt nicht allseitig und zudem auch nicht vollständig abgeklärt 

worden ist, so dass sich die funktionelle Leistungsfähigkeit und damit 

auch die Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit nicht zuverlässig beurtei-

len lassen. Das im Beschwerdeverfahren eingereichte, nach Erlass der 

angefochtenen Verfügung erstellte orthopädische Gutachten erfüllt die 

rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medi-

zinische Grundlage nicht. Vorliegend ist ein Administrativgutachten im 

Fachbereich Orthopädie einzuholen. Ob neben dieser Fachdisziplin auch 

noch weitere Spezialisten (wie z.B. aus dem Fachbereich der Neurologie) 

beigezogen werden, ist dem pflichtgemässen Ermessen des Gutachters 

zu überlassen, zumal es primär dessen Aufgabe ist, aufgrund der konkre-

ten Fragestellung über die erforderlichen Untersuchungen zu befinden 

(vgl. dazu Urteil des BGer 8C_124/2008 vom 17. Oktober 2008 E.6.3.1).  

7.2 Die Begutachtung hat vorliegend in der Schweiz zu erfolgen, zumal 

die Abklärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizerischen Versiche-

rungsmedizin vertraut sein muss und auch keine Gründe ersichtlich sind, 

welche eine Begutachtung in der Schweiz als unverhältnismässig er-

scheinen liessen (vgl. dazu Urteil des BGer 9C_235/2013 vom 10. Sep-

tember 2013 E. 3.2; Urteil des BVGer C-4677/2011 vom 18. Oktober 2013 

E. 3.6.3). Dem Beschwerdeführer ist dazu das rechtliche Gehör zu ge-

währen und es ist ihm insbesondere Gelegenheit zu geben, zum Vor-

C-4387/2014 

Seite 23 

schlag Stellung zu beziehen und Zusatzfragen zu stellen (BGE 137 V 210 

E. 3.4.2.9 S. 258 ff.; vgl. dazu auch Kreisschreiben über das Verfahren 

[KSVI], gültig ab 1. Januar 2010, Stand: 1. Januar 2018, Rz. 2075 ff.; 

MARCO WEISS, Mitwirkungsrechte vor der Einholung medizinischer Gut-

achten in der Invalidenversicherung, Bern 2018, S. 89 ff.).  

7.3 Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur weiteren Abklä-

rung des Sachverhaltes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ist unter diesen Umstän-

den möglich, da sie in der notwendigen Beantwortung der bisher unge-

klärten Frage nach den Auswirkungen des Gesundheitszustandes auf die 

Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit begründet liegt und die Vorinstanz 

bisher noch kein Administrativgutachten eingeholt hat (vgl. BGE 137 V 

210 E. 4.4.1.4). Wie vorstehend dargelegt, konnten die RAD-Ärzte weder 

auf ein vollständiges medizinisches Dossier noch auf für die streitigen Be-

lange beweistaugliche Unterlagen im Sinne der Rechtsprechung zurück-

greifen. Eine reine Aktenbeurteilung war unter diesen Umständen unzu-

lässig, was zwangsläufig zu weiteren Abklärungen hätte führen müssen. 

Die Vorinstanz hat mithin kein Administrativgutachten eingeholt, obwohl 

ein solches geboten gewesen wäre. Würde eine gravierend mangelhafte 

Sachverhaltsabklärung im Verwaltungsverfahren durch Einholung eines 

Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfahren korrigiert, bestünde die 

konkrete Gefahr der unerwünschten Verlagerung der den Durchführungs-

organen vom Gesetz übertragenen Pflicht zur Abklärung des rechtserheb-

lichen medizinischen Sachverhalts auf das Gericht mit entsprechender 

zeitlicher und personeller Inanspruchnahme der Ressourcen (BGE 137 V 

210 E. 4.2; Urteil des BVGer C-1358/2014 vom 11. Dezember 2015 E. 5).  

7.4 Die Beschwerde ist demnach insoweit gutzuheissen, als die ange-

fochtene Verfügung vom 1. Juli 2014 aufzuheben ist und die Akten im 

Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zur Durchführung weiterer Ab-

klärungen im Sinne von E. 7.1 - E. 7.3 und anschliessendem Erlass einer 

neuen Verfügung zurückzuweisen sind. 

8.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

8.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 und 

Abs. 3 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-

tei. Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde 

führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind dem Beschwerdeführer 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_690%2F2014&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-210%3Ade&number_of_ranks=0#page210

C-4387/2014 

Seite 24 

im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Aufgrund die-

ses Verfahrensausganges besteht keine Verfahrenskostenpflicht. Der Vo-

rinstanz sind ebenfalls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 

Abs. 2 VwVG).  

8.2 Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 

Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu 

Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die 

Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 

VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen 

und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der 

Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens erscheint eine 

Parteientschädigung von pauschal CHF 2'800.- (inkl. Auslagen, ohne 

Mehrwertsteuer, vgl. Urteil BVGer C-1741/2014 vom 28. April 2016 E. 8.3 

mit Hinweisen) angemessen (vgl. Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 

VGKE). 

 

 
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die Ver-

fügung vom 1. Juli 2014 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zu-

rückgewiesen wird, damit sie die erforderlichen zusätzlichen Abklärungen 

und Beurteilungen im Sinne von E. 7.1 - 7.3 vornehme und anschliessend 

neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.- nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-

schädigung von Fr. 2‘800.- zugesprochen. 

 

C-4387/2014 

Seite 25 

4.   

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage Formular Zah-

lungsadresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

– die SUVA (…) (Ref.-Nr. […]; Einschreiben) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

 

David Weiss Roland Hochreutener 

 

 

  

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: