# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3e52f8c-c403-597a-a665-22b731ebe981
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 01.09.2020 120 2020 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2020-14_2020-09-01.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3011 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 120/2020/14

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 1. September 2020

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Fürsprecher D.________

und

Herrn F.________
von Amtes wegen am Verfahren Beteiligter

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt G.________

sowie

Baupolizeibehörde der Gemeinde Beatenberg, Gemeindeverwaltung, Abteilung 
Bauverwaltung, Hälteli 393, 3803 Beatenberg

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Beatenberg vom 12. März 2020 
(Gemeinde Nr. 02/2014; Küche / zusätzliche Wohneinheit)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer führt zusammen mit seinem Vater ein landwirtschaftliches Gewerbe 
mit ungefähr 2,5 Standardarbeitskräften (SAK).1 Mit Gesamtbauentscheid vom 11. April 2014 
erteilte das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli dem Beschwerdeführer die 
Baubewilligung für den Neubau eines zweigeschossigen Wohnhauses als Betriebsleiterwohnung 
auf der Parzelle Beatenberg Gbbl. Nr. H.________.2 Die Haupträume der Betriebsleiterwohnung 
(Küche, Wohnzimmer, Badezimmer und zwei Zimmer) liegen im Obergeschoss. Im Erdgeschoss 
wurden zwei weitere Zimmer, ein Praktikantenzimmer, ein Büro sowie eine Dusche/WC 
bewilligt.3 Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Grundeigentümer ist der Vater des 
Beschwerdeführers (d.h. der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte). 

1 LANAT, Fachbericht zur Zonenkonformität vom 5. September 2019, Vorakten hinter pag. 7
2 Vorakten pag. 84
3 Plan Grundrisse + Schnitte, bewilligt am 11. April 2014, Vorakten

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2. Im Jahr 2015 gelangte der Vater des Beschwerdeführers mit der Anfrage an die 
Gemeinde, ob er das Erdgeschoss des Neubaus als Wohnung nutzen könne, während seine 
Altenteilwohnung am I.________weg 614 (Beatenberg Gbbl. Nr. J.________) saniert werde. Das 
Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) erachtete eine befristete, maximal drei Jahre 
dauernde Umnutzung des Erdgeschosses grundsätzlich als möglich.4 Der Beschwerdeführer 
reichte am 19. April 2016 ein Baugesuch ein (datierend vom 7. Oktober 2015) für den Einbau 
einer Küche im Erdgeschoss und die Verschiebung der Zufahrt. Nachdem das AGR beanstandet 
hatte, dass im Baugesuch eine unbefristete Umnutzung beantragt werde, reichte der 
Beschwerdeführer das "Konzept für ein neues Betriebsleiterhaus" nach. Darin erklärte er, dass 
im ersten Halbjahr 2017 eine "vorübergehende Küche" eingebaut werden soll. Nach drei Jahren 
werde die "Wiederherstellung des EG zur Betriebsleiterwohnung" erfolgen. Zugleich reichte er 
die vom AGR verlangte Bankgarantie ein.5 

3. Mit Verfügung (Entscheid) vom 13. Februar 2017 bestätigte das AGR die 
Zonenkonformität des Bauvorhabens. Als Bedingungen und Auflagen verfügte es:

‒ «Die Anerkennung der Zonenkonformität ist bis am 30. November 2019 befristet. Spätestens bis zu 
diesem Datum muss die Küche zurückgebaut sein.

‒ Es wird festgestellt, dass zugunsten des AGR eine Bankgarantie über CHF 10'000.-- (…) errichtet 
worden ist. Die Garantie ist gültig bis am 31. März 2021. Sie dient dem Rückbau der Küche, falls die 
Bauherrschaft der vorgenannten Nebenbestimmung nicht Folge leisten sollte.»

Mit Gesamtbauentscheid vom 22. Februar 2017 bewilligte das Regierungsstatthalteramt 
Interlaken-Oberhasli den befristeten Einbau der Küche und die Verschiebung der Zufahrt. In 
Ziffer 3.4.1 verfügte das Regierungsstatthalteramt: "Bis spätestens am 30. November 2019 muss 
die Küche respektive die zusätzliche Wohneinheit zurückgebaut sein." Zusätzlich wurde ein 
Zweckentfremdungsverbot Altenteilwohnung nach Art. 29 Abs. 3 BauG mit Anmerkung im 
Grundbuch verfügt. 

4. Am 12. Februar 2019 wies die Gemeinde den Beschwerdeführer erstmals auf den 
baldigen Ablauf der Baubewilligung für die Wohneinheit im Erdgeschoss seines Wohnhauses hin 
und bat ihn um Informationen über den Stand der Dinge.6 In der Folge ersuchten die Familien 
C.________ um Bewilligung einer Wohnung für ihren Angestellten. Das AGR holte einen 
Fachbericht des LANAT zur Zonenkonformität ein, welches den betrieblichen Bedarf für eine 
dritte Wohnung verneinte. Das AGR hielt fest, dass für den Betrieb des Beschwerdeführers nach 
wie vor nur eine Wohnung für die Betriebsleiterfamilie, eine Altenteilwohnung sowie das 
Praktikantenzimmer zonenkonform seien. Dem Vorhaben der Familie C.________, die temporär 
bewilligte Wohneinheit zu belassen, könne nicht zugestimmt werden. Der Rückbau der Küche 
sei durchzusetzen.7
 
5. Mit Wiederherstellungsverfügung vom 12. März 2020 forderte die Gemeinde Beatenberg 
den Beschwerdeführer auf, die Küche respektive die zusätzliche Wohneinheit zurückzubauen. 
Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei bis spätestens am 15. Mai 2020 
durchzuführen. Gleichzeitig drohte sie die Ersatzvornahme an.

4 Vorakten pag. 62 und 47
5 Vorakten pag. 23 ff.
6 Voraken pag. 11
7 Schreiben des AGR vom 11. September 2019 Vorakten Faszikel 7

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6. Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer am 8. April 2020 Beschwerde bei 
der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein und stellte folgende 
Rechtsbegehren:

1. «Die Wiederherstellungsverfügung (…) vom 12. März 2020 sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei die Wohnnutzung des zum landwirtschaftlichen Gewerbe des Beschwerdeführers 
gehörenden, altrechtlichen Wohnhauses Nr. 615 auf der Parzelle Beatenberg Gbbl. Nr. K.________ 
aufzuheben und auf das Gebäude Nr. 605a auf der Parzelle Beatenberg Gbbl. Nr. H.________ zu 
übertragen.

3. Es sei festzustellen, dass die Bestandesgarantie gemäss Ziffer 2 hievor auf die gemäss 
Anfechtungsobjekt streitgegenständliche Küche respektive die zusätzliche Wohneinheit im Gebäude 
Nr. 605a übertragen wurde und dort in vollem Umfang weiterbesteht.

4. Der Grundbuchverwalter des Grundbuchamtes Interlaken sei behördlich anzuweisen, betreffend 
das Gebäude Nr. 615 auf der Parzelle Beatenberg Gbbl. Nr. K.________ die Aufhebung der 
Wohnnutzung im Grundbuch anzumerken.

5. Die Bankgarantie zu Gunsten des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) im Betrag von 
Fr. 10'000.-- sei aufzuheben.

6. Das Zweckentfremdungsverbot Altenteilwohnung nach Art. 29 BauG auf der Parzelle Beatenberg 
Gbbl. Nr. H.________ sei aufzuheben.

7. Der Grundbuchverwalter des Grundbuchamtes Interlaken sei behördlich anzuweisen, das 
Zweckentfremdungsverbot Altenteilwohnung nach Art. 29 BauG auf der Liegenschaft Betatenberg 
Gbbl. Nr. H.________ zu löschen.»

7. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet8, holte die Vorakten ein 
und führte den Schriftenwechsel durch. Es beteiligte den Vater des Beschwerdeführers als 
Grundeigentümer der Parzelle Nr. H.________ von Amtes wegen am Verfahren. 

Die Gemeinde beantragt mit Eingabe vom 30. April 2020, die Beschwerde sei abzuweisen. Das 
Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) schliesst mit Stellungnahme vom 5. Mai 2020 
ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. Der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte 
beantragt mit Stellungnahme vom 10. Juni 2020, die Beschwerde sei gutzuheissen.

8. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG9 können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 48 BauG 
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden. Der 
Beschwerdeführer ist als Adressat durch die angefochtene Verfügung beschwert und daher zur 

8 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
9 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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Beschwerde legitimiert. Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht eingereicht. Auf die 
Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

2. Rückbau der Küche

a) In der angefochtenen Wiederherstellungsverfügung hat die Gemeinde den Rückbau der 
Küche bis am 15. Mai 2020 angeordnet. Entgegen der Bezeichnung 
"Wiederherstellungsverfügung" handelt es sich nicht um eine neue Sachverfügung im Sinne von 
Art. 46 BauG. Der Einbau der Küche und die dadurch entstandene Wohnung wurden von Anfang 
an nur für die Dauer von maximal drei Jahren bis am 30. November 2019 bewilligt. Dass die 
Küche auf diesen Zeitpunkt hin zurückgebaut werden muss, wurde bereits mit der 
Baubewilligung vom 22. Februar 2017 und der Verfügung des AGR zur Zonenkonformität vom 
13. Februar 2017 angeordnet. Diese Entscheide wurden unangefochten rechtskräftig. Im 
Sachverhalt der angefochtenen Verfügung hielt die Gemeinde fest, dass der geforderte Rückbau 
nicht erfolgt ist. Das Verfahren zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes steht 
demnach in der Phase der Vollstreckung. Die Gemeinde hätte daher in Ziffer 1 nicht noch einmal 
den Rückbau der Küche respektive der zusätzlichen Wohneinheit verfügen müssen. In der 
Sache handelt es sich nur um eine Bekräftigung der bereits rechtskräftig angeordneten 
Rückbaupflicht, d.h. um eine deklaratorische Aussage. Die angefochtene 
Wiederherstellungsverfügung ist mithin eine Mahnung, die längst fällige Massnahme 
umzusetzen. In der angefochtenen Verfügung wurde einzig eine Nachfrist bis am 15. Mai 2020 
neu verfügt. Selbst wenn der Hauptantrag des Beschwerdeführers auf Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung gutgeheissen würde, würde dies die in der Baubewilligung verfügte 
Rückbaupflicht nicht tangieren.
 
b) Im Vollstreckungsstadium kann die zugrunde liegende Sachverfügung unter Vorbehalt der 
Nichtigkeit nicht mehr in Frage gestellt werden. Materiellrechtliche Rügen, die sich gegen die 
rechtskräftige Anordnung in der Sache richten, können nicht mehr vorgebracht werden.10 
Nichtigkeit wird indessen nur bei einem besonders schweren Mangel der Verfügung 
angenommen, was insbesondere bei Verfahrensfehlern wie Unzuständigkeit der verfügenden 
Behörde der Fall ist. Inhaltliche Mängel haben nur in seltenen Ausnahmefällen die Nichtigkeit 
einer Verfügung zur Folge.11 Bei wesentlich veränderten Verhältnissen ist gegebenenfalls eine 
Wiedererwägung bzw. Wiederaufnahme möglich.12 In diesem Fall bedürfte es jedoch einer 
neuen Baubewilligung. 

c) Der Beschwerdeführer macht weder Nichtigkeit der damaligen Baubewilligung geltend 
noch dass sich die Verhältnisse seither wesentlich verändert hätten. Er rügt insbesondere, der 
Sachverhalt sei unvollständig festgestellt worden. Beim landwirtschaftlichen Gewerbe hätten 
bereits vor dem Neubau des Betriebsleiterwohnhauses drei Wohnungen mit Küchen bestanden, 
für welche die Besitzstandsgarantie gelte. Die zwei altrechtlichen Wohnungen mit Küchen im 
Gebäude I.________weg 615 (Parzelle Nr. K.________) seien im Fachbericht des LANAT vom 
13. Juni 2016 vergessen worden. Er hätte im Jahr 2012 auf die beiden Wohnungen verzichten 
oder diese umbauen können, wenn ihm bewusst gewesen wäre, dass sie auch zum 
landwirtschaftlichen Gewerbe gehörten. Der fehlende Einbezug dieser Wohnungen dürfe ihm 
nicht zum Nachteil gereichen. Er sei bereit, auf die zwei altrechtlichen Küchen zu verzichten und 
die Wohnnutzung auf das Wohnhaus auf Parzelle Nr. H.________ zu übertragen. Im 

10 VGE 2010/412 vom 8. Februar 2011, E. 2.1 mit Hinweisen;  Markus Müller, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 
2. Aufl. 2011, S. 265 
11 BGE 138 II 501 E. 3.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 49 N. 55 ff.
12 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 47 N. 4

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Fachbericht vom 5. September 2019 gehe das LANAT bei der Altenteilwohnung zudem von 
einer falschen Gebäudenummer aus und habe den Sachverhalt insofern falsch festgestellt.
 
d) Dem von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten gehört nicht nur die Parzelle 
Nr. H.________ mit dem neuen Betriebsleiterwohnhaus; er ist auch Eigentümer einer 
Eigentumswohnung am I.________weg 614 (Stockwerkeinheit Beatenberg Gbbl. Nr. 
J.________), welche als Altenteilwohnung gilt, sowie der Parzelle Nr. K.________ mit dem 
Wohngebäude I.________weg 615. Diese Eigentumsverhältnisse galten bereits im Zeitpunkt 
des Baubewilligungsverfahrens von 2016/2017 und mussten auch dem Beschwerdeführer 
bekannt sein. Der Beschwerdeführer und sein Vater hätten die Rügen zum Sachverhalt und der 
geltend gemachten Besitzstandsgarantie des dritten Wohngebäudes bereits im 
Baubewilligungsverfahren von 2016/2017 (oder schon im Baubewilligungsverfahren für das 
Betriebsleiterwohnhaus) vorbringen müssen. Bei der Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts gilt auch eine Mitwirkungspflicht, insbesondere bei einem Verfahren, das auf 
Gesuch hin eröffnet wird (vgl. Art. 20 VRPG). Die Rüge ist somit verspätet. In diesem 
Zusammenhang könnte sich auch fragen, ob zwingende öffentliche Interessen verletzt wurden, 
indem mehr Wohnraum als zulässig bewilligt wurde. Schliesslich müssen in der 
Landwirtschaftszone primär bestehende Gebäude genutzt werden, bevor neue (auch nur 
temporäre) Wohneinheiten erstellt werden dürfen.13 Dies ist aber vorliegend nicht 
Verfahrensgegenstand.

Im Übrigen hatte das AGR im Baubewilligungsverfahren von 2016/2017 durchaus Kenntnis der 
Wohnungen im Gebäude I.________weg 615 (Parzelle Nr. K.________). Der von Amtes wegen 
am Verfahren Beteiligte erklärte der Vertreterin des AGR damals, "das Haus Nr. 615 sei vor 
langer Zeit bewohnt gewesen. Jetzt werde aber gerade die Elektrizität abgehängt, da es sonst 
zu gefährlich sei." Die Vertreterin des AGR beurteilte das Gebäude von aussen gesehen als 
Bauruine.14 Hätte das AGR dieses Wohnhaus als bewohnbar erachtet, wäre die 
Zonenkonformität für den temporären Einbau der Küche im Erdgeschoss des neuen 
Betriebsleiterhauses möglicherweise nicht bejaht worden. 

e) Der Beschwerdeführer beantragt eine Aufhebung der "Wohnnutzung" des altrechtlichen 
Wohnhauses I.________weg 615 und die Übertragung der Wohnnutzung auf das 
Betriebsleiterwohnhaus Nr. 605A sowie die Feststellung, dass die Bestandesgarantie auf die 
streitbetroffene Küche übertragen wurde. Zudem beantragt er Anmerkungen bzw. Aufhebung 
von entsprechenden Anmerkungen im Grundbuch. Dem stimmt der von Amtes wegen am 
Verfahren Beteiligte als Grundeigentümer zu. Ob bei einer bereits aufgegebenen Wohnnutzung 
in einem baufälligen Gebäude eine zonenkonforme Nutzung besteht, die übertragen werden 
könnte, erscheint zweifelhaft (vgl. Art. 16b Abs. 1 RPG). Wie es sich damit verhält, braucht aber 
nicht geprüft zu werden. Die Rechtsbegehren liegen ausserhalb des Streitgegenstandes, der mit 
der angefochtenen Verfügung geregelt wurde und von der BVD zu beurteilen ist. Darauf kann 
nicht eingetreten werden. 
   
f) Im vorinstanzlichen Verfahren prüfte das AGR erneut, ob beim Betrieb des 
Beschwerdeführers eine dritte Wohnung für einen Angestellten zonenkonform wäre. Das LANAT 
hielt in seinem Fachbericht zur Zonenkonformität fest, dass sich die Situation gegenüber der 
Beurteilung von 2016 nicht massgeblich verändert habe. Nach wie vor seien nur eine 
Betriebsleiterwohnung sowie eine Altenteilwohnung landwirtschaftlich begründet.15 Dass das 
LANAT im einleitenden Sachverhalt für die bestehende Altenteilwohnung fälschlicherweise die 

13 BGE 129 II 413 E. 3.2 
14 AGR, Aktennotiz der Besprechung mit F.___ vom 15. April 2016, Vorakten pag. 47
15 LANAT, Fachbericht zur Zonenkonformität vom 5. September 2019, Vorakten hinter pag. 7

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Hausnummer 615 (statt 614) angab, stellt lediglich einen offenkundigen Schreibfehler dar, zumal 
ja die richtige Parzellennummer und der Umstand genannt wurden, dass es sich um 
Stockwerkeigentum handelt. Die vertauschte Hausnummer wirkt sich nicht auf die rechtliche 
Beurteilung aus. Die Rüge erweist sich als unbegründet. 

g) Die Küche (resp. die damit entstandene temporäre Wohneinheit) ist seit dem Ablauf der 
befristeten Bewilligung am 30. November 2019 nicht mehr zonenkonform und somit 
unrechtmässig. Der Beschwerdeführer und der von Amtes wegen Beteiligte rügen, der 
angeordnete Rückbau der Küche sei unverhältnismässig und verletze die Besitzstandsgarantie. 
Die Gemeinde habe ihr Ermessen falsch ausgeübt, indem sie den Rückbau der neuesten Küche 
verlange. 

Ausserhalb der Bauzone wird die Besitzstandsgarantie nicht durch Art. 3 BauG, sondern 
abschliessend durch das Raumplanungsrecht des Bundes geregelt. Gemäss Art. 16b Abs. 2 
RPG müssen Bauten und Anlagen bei Wegfall der befristeten Bewilligung beseitigt werden und 
der frühere Zustand wiederhergestellt werden. Eine Nachnutzung wird bei einem 
Beseitigungsrevers, wie er vorliegend verfügt wurde, zum Vornherein ausgeschlossen.16 Der 
Beschwerdeführer und der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte verkennen, dass mit der 
Baubewilligung vom 22. Februar 2017 und der Verfügung des AGR vom 13. Februar 2017 
bereits rechtskräftig über die Rückbaupflicht der neuen Küche (und damit der zusätzlichen 
Wohneinheit) entschieden wurde. Es war allen Beteiligten von Beginn an klar, dass es sich nur 
um eine temporäre Wohnung handelt und die Küche wieder zurückgebaut werden muss. Das 
Verfahren befindet sich in der Phase des Vollzugs. Die Verhältnismässigkeit der Massnahme 
steht nicht mehr zur Diskussion. Die Gemeinde hat kein Auswahlermessen, welche Küche 
zurückgebaut werden soll. Auf die Beschwerde kann insoweit nicht eingetreten werden. 

h) Da die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes noch nicht erfolgt ist, besteht kein 
Anlass, die Bankgarantie zugunsten des AGR, welche eine Ersatzvornahme finanziell absichert, 
aufzuheben. Die Beschwerde ist insoweit abzuweisen.

i) Die Nachfrist vom 15. Mai 2020 für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist 
inzwischen abgelaufen. Eine Nachfrist bis am 30. Oktober 2020 erscheint angemessen.

3. Kosten

a) Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Der von Amtes wegen am 
Verfahren Beteiligte hat eigene Rechtsbegehren gestellt und sich den Anträgen des 
Beschwerdeführers angeschlossen. Er gilt ebenfalls als unterliegend. Der Beschwerdeführer und 
der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte haben die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG).

Die Verfahrenskosten werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 1'600.– (Art. 103 
Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV17). Der Beschwerdeführer und der von Amtes wegen 
am Verfahren Beteiligte haben je Fr. 800.‒ zu tragen. 

b) Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).

16 Muggli, Praxiskommentar RPG, 2017, Art. 16b N. 11
17 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2. Die Frist gemäss Ziffer 2 der Verfügung der Gemeinde Beatenberg vom 12. März 2020 
wird neu angesetzt auf den 30. Oktober 2020. Im Übrigen wird die Verfügung der 
Gemeinde Beatenberg vom 12. März 2020 bestätigt.

3. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten von Fr. 800.– zur Bezahlung auferlegt. 
Dem von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten werden Fr. 800.– zur Bezahlung 
auferlegt. Separate Zahlungseinladungen folgen, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn Fürsprecher D.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt G.________, eingeschrieben
- Baupolizeibehörde der Gemeinde Beatenberg, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung, per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.

Beilage: Ausschnitt aus dem Situationsplan (Geoportal)