# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 631af101-8671-554c-886b-776f691d9c58
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.09.2011 E-6944/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6944-2007_2011-09-29.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­6944/2007, E­8822/2007

U r t e i l   v om   2 9 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz),
Richter Hans Schürch, Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiberin Natasa Stankovic.

Parteien A._______, geboren am (…),
B._______, geboren am (…),
C._______, geboren am (…),
D._______, geboren am (…),
E._______, geboren am (…),
alle Kosovo,
alle vertreten durch Laura Rossi, Fürsprecherin, (…),
Gesuchstellende respektive Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 
21. August 2007 / D­1633/2007; 
Vollzug der Wegweisung; Verfügung des BFM vom 27. 
Februar 2007 / N (…).

E­6944/2007, E­8822/2007

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Sachverhalt:

A. 
Die Gesuchstellenden, muslimische Albaner aus F._______, stellten am 
17.  Januar  2007  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  [EVZ]  (…)  ihre 
Asylgesuche. Anlässlich der Kurzbefragung vom 23. Januar 2007 und der 
anschliessenden Anhörung vom 15. Februar 2007 zu ihren Ausreise­ und 
Asylgründen brachten sie im Wesentlichen Folgendes vor:

Der Gesuchsteller sei während des Krieges im Jahr 1999 verwundet, die 
Gesuchstellerin  von  serbischen  Sicherheitskräften  vergewaltigt  und  ein 
Onkel  des  Gesuchstellers  erschossen  worden.  Zudem  sei  ihr  Haus  im 
Dorf G._______  (H._______)  niedergebrannt worden. Danach  seien  sie 
nach  F._______  gezogen,  wo  sie  in  verschiedenen  Mietwohnungen 
gelebt hätten. Der Gesuchsteller habe Gelegenheitsjobs ausgeübt, bis er 
im  Jahr  2004  eine  Stelle  als  [Beruf]  bei  einer  [Firma]  erhalten  habe. 
[Tätigkeit].  Dabei  sei  er  von  Albanern mehrmals  als  Verräter  betrachtet 
und  bedroht  worden.  Seit  anfangs  2006  habe  er  zudem  anonyme 
Telefonanrufe  bekommen,  weshalb  er  seine  Stelle  habe  aufgeben 
müssen.  Da  er  keine  andere  Arbeitsstelle  gefunden  habe  und  ohne 
finanzielle  Mittel  gewesen  sei,  habe  er  mit  seiner  Familie  den  Kosovo 
verlassen. Die Gesuchstellerin brachte weiter vor, sie sei auf Grund der 
erlittenen  Vergewaltigung  und  des  Krieges  traumatisiert  und  sowohl  im 
Kosovo als auch in der Schweiz in ständiger Behandlung (gewesen).

B. 
Mit  Verfügung  vom  27.  Februar  2007  trat  das  BFM  in  Anwendung  von 
Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf die Asylgesuche der Gesuchstellenden nicht ein, verfügte 
ihre Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an.

C. 
Die  gegen  diese  vorinstanzliche  Verfügung  erhobene  Beschwerde  vom 
2. März  2007  wurde  vom  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom 
21. August 2007 abgewiesen. Zur Begründung wurde zum einen auf die 
fehlende  Plausibilität  der  Gründe,  keine  Identitätspapiere  einzureichen, 
zum anderen auf die erst sechs Jahre nach Kriegsende erfolgte Ausreise 
der  Gesuchstellenden  und  die  daraus  folgende  fehlende 
flüchtlingsrechtliche  Relevanz  verwiesen.  Des  Weiteren  wurde  der 
Wegweisungsvollzug der Gesuchstellenden  in  ihr damaliges Heimatland 
Serbien als zulässig, zumutbar und möglich qualifiziert.

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Das Urteil  des  Bundesverwaltungsgericht  D­1633/2007  vom  21.  August 
2007  ist  gleichentags  versandt  und  in  der  Folge  den  –  im  ordentlichen 
Beschwerdeverfahren noch nicht vertretenen – Gesuchstellenden eröffnet 
worden.

D. 
Mit  Eingabe  vom  21.  August  2007  (Eingang  beim 
Bundesverwaltungsgericht:  22.  August  2007)  zeigte  die  von  den 
Gesuchstellenden  neu  zugezogene Rechtsvertreterin  ihre Mandatierung 
an. Gleichzeitig wurden zwei Arztberichte der I._______, datiert vom 15. 
beziehungsweise 16. August 2007, eingereicht, aus welchen hervorgehe, 
dass die Gesuchstellerin  respektive der Gesuchsteller seit dem 27. Juni 
2007  beziehungsweise  dem  4.  Juli  2007  bei  den  I._______  in 
Behandlung  seien.  Die  Gesuchstellerin  leide  an  einer  komplexen 
posttraumatischen  Belastungsstörung  [PTBS]  und  einer  depressiven 
Symptomatik.  Sie  sei  dringend  auf  psychotherapeutische  und 
medikamentöse  Behandlung  angewiesen.  Der  Gesuchsteller  leide 
ebenfalls  an  einer  PTBS,  einer  depressiven  Symptomatik  und  einer 
Somatisierungsstörung. Auch  für  ihn  sei  eine psychotherapeutische und 
medikamentöse Weiterbehandlung dringend notwendig. Ferner wurde auf 
das Update der Schweizerischen Flüchtlingshilfe [SFH] vom 7. Juni 2007 
verwiesen,  wonach  mangels  professioneller  Fachkräfte  und  wegen  der 
sehr  schwierigen  äusseren  Bedingungen  im  Kosovo  keine 
Psychotherapieangebote  bestünden.  Eine  PTBS  würde  ausschliesslich 
medikamentös  behandelt.  Das  Bundesverwaltungsgericht  wurde  darum 
ersucht,  die  gesundheitliche  Situation  der  Gesuchstellenden  und  die 
Behandlungsmöglichkeiten  in  ihrer  Herkunftsregion  bei  der 
Entscheidfindung  miteinzubeziehen.  Das  BFM  sei  angesichts  der 
herrschenden  Rechtsprechung  zur  neuen  Papierlosenbestimmung  im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. c AsylG fälschlicherweise 
auf  das  Asylgesuch  der  Gesuchstellenden  nicht  eingetreten,  obschon 
aufgrund  der  schwierigen  Gesundheitszustände  der  Gesuchstellenden 
weitere  Abklärungen  und  somit  ein  Eintreten  auf  das  Asylgesuch 
angezeigt  gewesen  sei.  Schliesslich  ersuchte  die  Rechtsvertreterin  um 
vollständige  Akteneinsicht  und  Einräumung  eines  Rechts  auf 
Stellungnahme nach abgeschlossener Instruktion.

E. 
Mit  Schreiben  vom  23.  August  2007  räumte  das  BFM  den 
Gesuchstellenden  –  unter  Verweis  auf  das  Urteil  des 

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Bundesverwaltungsgerichts vom 21. August 2007 – eine neue Frist zum 
Verlassen der Schweiz ein.

F. 
Mit  Schreiben  vom  29.  August  2007  bestätigte  der  für  das  ordentliche 
Beschwerdeverfahren  zuständige  Instruktionsrichter  den  Eingang  der 
Eingabe der Rechtsvertreterin vom 21. August 2007, hielt dabei allerdings 
fest, das Bundesverwaltungsgericht habe mit Urteil vom 21. August 2007 
das  Asylbeschwerdeverfahren  der  Gesuchstellenden  rechtskräftig  und 
letztinstanzlich abgeschlossen. Das zugestellte Urteil könne  lediglich bei 
Vorliegen  von Revisionsgründen  aufgehoben werden. Die Eingabe  vom 
21. August 2007 wurde der Rechtsvertreterin retourniert.

G. 
Mit  einer  als  "Wiedererwägungsgesuch"  bezeichneten  und  an  das BFM 
gerichteten  Eingabe  vom  3.  September  2007  ersuchte  die 
Rechtsvertreterin  namens  und  im  Auftrag  der  Gesuchstellenden  um 
wiedererwägungsweise  Aufhebung  der  Verfügung  des  BFM  vom  27. 
Februar 2007  im Wegweisungsvollzugspunkt, um Feststellung einer seit 
der  ursprünglichen  Verfügung  massgeblichen  Änderung  der  Sachlage 
und  um  Anordnung  einer  vorläufigen  Aufnahme  wegen  Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzuges.  In  verfahrensrechtlicher Hinsicht  wurde  um 
den  Erlass  von  vorsorglichen  Massnahmen,  um  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege sowie um Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses ersucht.

Zur  Begründung  wurde  im  Wesentlichen  vorgebracht,  die  Eingabe  der 
Rechtsvertreterin  vom  21.  August  2007  habe  sich  mit  dem  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts gleichen Datums gekreuzt. Das BFM und das 
Bundesverwaltungsgericht  hätten  über  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges  befunden,  ohne  von  der  gesundheitlichen 
Situation  der  Gesuchstellenden  genaue  Kenntnis  zu  haben.  Die 
Beschwerde  sei  ohne  Berücksichtigung  der  eingereichten  Arztberichte 
vom  15.  und  16. August  2007  abgewiesen worden.  Die Gesuchstellerin 
habe  zwar  anlässlich  ihrer  Anhörungen  zu  Protokoll  gegeben,  dass  sie 
aufgrund  des  Krieges  und  der  dabei  erlittenen  Vergewaltigungen 
traumatisiert und deswegen bereits  in  ihrer Heimatregion medikamentös 
behandelt worden sei; das Ausmass der psychischen Krankheit sowie die 
Notwendigkeit  einer  adäquaten  Behandlung  seien  von  den  Behörden 
jedoch  nie  zur  Kenntnis  genommen  worden.  Die  Asylbehörden  hätten 

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zudem  bis  heute  keine  Kenntnis  über  die  schwierige  gesundheitliche 
Situation des Gesuchstellers.

Zur  Stützung  ihrer  Vorbringen  wurde  ein  weiterer  Arztbericht  der 
I._______  vom  29.  August  2007  eingereicht,  aus  welchem  hervorgeht, 
dass sich die bei der Gesuchstellerin gestellte PTBS­Diagnose durch die 
Testergebnisse  zum  Harvard  Trauma  Questionnaire  deutlich  erhärtet 
habe.

H. 
Mit  Verfügung  vom  10.  September  2007  lehnte  das  BFM  das 
Wiedererwägungsgesuch  der  Gesuchstellenden  ab  und  stellte  die 
Rechtskraft und Vollstreckbarkeit seiner Verfügung vom 27. Februar 2007 
fest.  Zur  Begründung  führte  das  Bundesamt  im  Wesentlichen  an,  die 
Eingabe  der  Gesuchstellenden  stütze  sich  massgeblich  auf  zwei 
Arztberichte, welche noch während des hängigen Beschwerdeverfahrens 
ausgefertigt  worden  seien.  Das  Bundesverwaltungsgericht  habe  sich 
durch  die  Ausfällung  seines  Urteils  vom  21.  August  2010  als  letzte 
Instanz  materiell  mit  der  Sache  befasst.  Den  Akten  sei  zu  entnehmen, 
dass  die  Rechtsvertreterin  am  Tag  des  Gerichtsurteils  eine 
Mandatsanzeige  samt  den  beiden  Arztberichten  dem 
Bundesverwaltungsgericht  habe  zukommen  lassen,  worauf  ihr  der 
zuständige  Instruktionsrichter am 29. August 2007 mitgeteilt  habe, dass 
das  Beschwerdeverfahren  unter  Vorbehalt  allfälliger  Revisionsgründe 
abgeschlossen sei. Somit stehe fest, dass die Eingabe vom 3. September 
2007  zu  Recht  als  Wiedererwägungsgesuch  durch  das  BFM  als  erste 
Instanz  zu  behandeln  sei.  In materieller  Hinsicht  sei  festzustellen,  dass 
sowohl  das  BFM  als  auch  das  Bundesverwaltungsgericht  die 
Zumutbarkeit einer Rückkehr der Gesuchstellenden  in  ihren Heimatstaat 
jeweils  als  gegeben  erachtet  hätten,  auch wenn  für  die  bereits  im EVZ 
geltend gemachte psychische Erkrankung wegen erlebter Traumata kein 
Arztbericht  vorgelegen  habe.  Nachdem  die  Gesuchstellerin  bereits  in 
F._______  deswegen  in  Behandlung  gestanden  sei,  sei  auch  davon 
auszugehen,  dass  nach  einer  Rückkehr  in  ihre  Heimat  sowohl  sie  als 
auch  der  Gesuchsteller  weiterhin  eine  entsprechende  medizinische 
Betreuung in Anspruch nehmen könnten. Eine ärztliche Versorgung in der 
Schweiz  sei  demnach  nicht  überlebensnotwendig,  selbst  wenn  die 
finanziellen und therapeutischen Rahmenbedingungen hier besser seien. 
Entgegen der von den Gesuchstellenden vertretenen Auffassung würden 
sie  durch  die  vorhandenen  Behandlungsmöglichkeiten  im  Heimatland 
keineswegs  in  eine  existenzbedrohende  Situation  geraten.  Im  Übrigen 

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erhob  das  BFM  eine Gebühr  von  Fr.  1'200.–  und  hielt  fest,  dass  einer 
allfälligen Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zukomme.

I. 
Mit  Eingabe  vom  12.  Oktober  2007  (Poststempel)  erhob  die 
Rechtsvertreterin  namens  und  im  Auftrag  der  Gesuchstellenden  beim 
Bundesverwaltungsgericht  gegen  die  Verfügung  des  BFM  vom  10. 
September  2007  Beschwerde  und  beantragte  die  Aufhebung  der 
vorinstanzlichen  Verfügung  sowie  die  Anordnung  der  vorläufigen 
Aufnahme  wegen  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges.  Weiter 
wurde  um  Anordnung  vorsorglicher  Massnahmen  (Aussetzung  des 
Vollzuges  für  die  Dauer  des  Verfahrens)  und  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege inklusive Verbeiständung im Sinne von Art. 
65  Abs.  2  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) ersucht. Auf die Begründung 
wird – soweit entscheidwesentlich –  in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen.

Zur  Untermauerung  der  Beschwerdevorbringen  wurden  eine 
fremdsprachige  Bestätigung  der  United  Nations  Interim  Administration 
Mission  in  Kosovo  [UNMIK]  vom  21. September  2007  inklusive 
Übersetzung  sowie  zwei  weitere  Berichte  der  I._______  vom  4.  und 
10. Oktober 2007 eingereicht.

Aus  der  UNMIK­Bestätigung  geht  namentlich  hervor,  dass  die  Gesuch­
stellenden  bis  Mai  1999  in  G._______,  H._______,  wohnhaft  gewesen 
seien,  bis  sie  gewaltsam  aus  ihrem Haus  vertrieben worden  seien.  Die 
serbischen  militärischen  und  paramilitärischen  Kräfte  hätten  an  den 
Gesuchstellenden Gewalt verübt. Nach dem Umzug  in F._______ seien 
gegenüber  dem  Gesuchsteller  von  albanisch  sprechenden  Personen 
erneut  von Zeit  zu Zeit Angriffe und Überfälle ausgeübt und Drohungen 
ausgesprochen  worden.  Die  UNMIK  stellte  weiter  fest,  dass  Personen, 
die  in der besagten Region  leben würden,  immer wieder bedroht und  in 
ihrer Bewegungs­ und Arbeitsfreiheit gefährdet würden.

Dem I._______­Bericht vom 4. Oktober 2007 ist zu entnehmen, dass sich 
der  Gesundheitszustand  der  Gesuchstellerin,  welche  an  einer 
mittelgradigen depressiven Episode sowie einer komplexen PTBS  leide, 
nach  der  Eröffnung  der  Verfügung  des  BFM  vom  10. September  2007 
destabilisiert  habe.  Man  versuche,  die  Krisensituation  durch  eine 
ambulante  Behandlung  aufzufangen.  Eine  psychotherapeutische  und 

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medikamentöse  Weiterbehandlung  werde  aus  fachärztlicher  Sicht  als 
dringend notwendig erachtet.

Aus  dem  I._______­Bericht  vom  10.  Oktober  2007  geht  hervor,  dass 
auch  beim Gesuchsteller  nach  der  Eröffnung  des  Entscheids  des  BFM 
vom  10. September  2007  eine  deutliche  Befundverschlechterung  mit 
Akzentuierung  der  depressiven  Symptomatik  eingetreten  sei.  Es  wurde 
eine PTBS vor dem Hintergrund traumatisierender Kriegserfahrungen  im 
Jahr  1999,  der  Verdacht  auf  rezidivierende  depressive  Störung, 
gegenwärtig  mittelgradige  Episode,  sowie  der  Verdacht  auf  eine 
Somatisierungs­störung  diagnostiziert.  Eine  psychotherapeutische  und 
medikamentöse Weiterbehandlung sei auch für ihn dringend notwendig.

J. 
Nachdem  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Telefax  vom  15.  Oktober 
2007  den Vollzug  der Wegweisung  einstweilen  ausgesetzt  hatte, wurde 
mit  Verfügung  vom  25.  Oktober  2007  der  Vollzug  für  die  Dauer  des 
vorliegenden Verfahrens ausgesetzt. Gleichzeitig wurde das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege  inklusive  ­verbeiständung gutgeheissen und 
die Rechtsvertreterin als amtlicher Beistand beigeordnet. Überdies wurde 
das BFM zur Einreichung einer Vernehmlassung eingeladen.

K. 
In seiner Vernehmlassung vom 31. Oktober 2007 hielt das BFM – ohne 
ergänzende Ausführungen – an seinen bisherigen Erwägungen  fest und 
beantragte die Abweisung der Beschwerde.

Diese  Vernehmlassung  wurde  den  Gesuchstellenden  zur  Kenntnis 
gebracht.

L. 
Am (…) kam [Kind] der Gesuchstellenden, E._______, in der Schweiz zur 
Welt, [Kind] in das vorliegende Verfahren miteinbezogen wird.

M. 
Mit  Verfügung  vom  10.  Dezember  2010  wurde  den  Gesuchstellenden 
mitgeteilt,  dass  das  vorliegende  Verfahren  zufolge  Pensionierung  der 
bisher  zuständigen  Richterin  unter  der  Leitung  von  Richterin  Christa 
Luterbacher fortgeführt werde. Die Gesuchstellenden wurden gleichzeitig 
aufgefordert,  aktuelle  Berichte  der  sie  behandelnden  Facharztpersonen 
einzureichen.

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N. 
Mit Eingabe vom 31. Januar 2011 wurde ein Bericht der  I._______ vom 
24. Januar 2011, die Gesuchstellerin betreffend, eingereicht. Dazu wurde 
ausgeführt,  dem  Bericht  der  behandelnden  Psychologin  sei  zu 
entnehmen,  dass  bereits  117  Konsultationen  bei  (…)  der  I._______ 
stattgefunden  hätten.  Die  Gesuchstellerin  leide  unter  einer  komplexen 
PTBS und einer mittelgradig depressiven Episode. Dank der langjährigen 
intensiven  Therapie  und  der  Inanspruchnahme  weiterer  Angebote  der 
I._______  habe  eine  innere  und  äussere  Sicherheit  erarbeitet  werden 
können.  Auf  diesem Boden  habe  eine  Verbesserung  und  Stabilisierung 
stattgefunden.  Sie  benötige  allerdings  weiterhin  eine 
psychotherapeutische  sowie  medikamentöse  Behandlung.  Die 
behandelnde  Psychologin  erachte  die  Weiterführung  der 
Gesprächstherapie  und  der  Teilnahme  an  der 
Bewegungsgruppentherapie als dringend indiziert. Beim Wegfallen dieser 
Angebote  sei  mit  einer  markanten  psychischen  Dekompensation  zu 
rechnen.  Eine  Rückkehr  ins  Heimatland  würde  zudem  zu  einer 
Retraumatisierung  führen  und  die  gewonnene  Sicherheit  würde 
verschwinden, so dass die Gesuchstellerin nicht mehr  in der Lage wäre, 
ihren Alltag und denjenigen ihrer Kinder zu bewältigen. Im Weiteren wird 
auf das Update der SFH vom 1. September 2010 betreffend medizinische 
Versorgung  im  Kosovo  verwiesen,  wonach  die  Infrastruktur  zur 
Behandlung  von  psychischen Erkrankungen  völlig  unzureichend  sei.  Es 
gebe  zwar  sieben  ambulante  Behandlungszentren  für  psychische 
Krankheiten; dort würden  jedoch weder Psychotherapien noch Gruppen­ 
oder  Beschäftigungstherapien  angeboten  und  die  angebotene 
Behandlung  gehe  nicht  über  das  Verschreiben  von  Medikamenten  und 
Sprechstunden  zwecks  Kontrolle  ihrer  Dosierung  hinaus.  Die 
Gesuchstellerin  sei  dringend  auf  die  Weiterführung  der 
Gesprächstherapie  angewiesen;  die medikamentöse  Behandlung  reiche 
nicht aus, um ihren psychischen Zustand zu stabilisieren. Angesichts der 
misslichen psychiatrischen Versorgungslage im Kosovo sowie namentlich 
der Tatsache, dass die Familie im Kosovo weder eine Wohnung noch ein 
soziales Netz oder eine Arbeitsstelle vorfinde, sei völlig ausgeschlossen, 
dass die Gesuchstellerin bei einer Rückkehr  in den Kosovo Zugang zur 
notwendigen  Psychotherapie  habe.  Zudem  würden  die  drei 
minderjährigen  Kinder  bereits  heute  unter  der  schlechten  psychischen 
Verfassung der Eltern leiden. Auch sie seien auf die innere und äussere 
Sicherheit,  welche  die  Gesuchstellerin  mit  Hilfe  der  Therapie  und  den 
weiteren Angeboten der I._______ habe aufbauen können, angewiesen.

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O. 
Mit Eingabe vom 14. Februar 2011 wurde ein Bericht der I._______ vom 
27. Januar  2011,  den  Gesuchsteller  betreffend,  nachgereicht.  Hierzu 
wurde namentlich ausgeführt, der Gesuchsteller  leide unter einer PTBS, 
einer  rezidivierenden  depressiven  Störung  sowie  einer 
Somatisierungsstörung.  Nur  durch  eine  intensive  integrierte 
psychiatrische  Behandlung  könne  sein  Zustand  stabilisiert  und  leicht 
verbessert  werden.  Eine  weiterführende  integriert  psychiatrische 
Behandlung  sei  dringend  indiziert,  da  bei  fehlender  Fortführung  der 
Behandlung  von  einer  Verschlechterung  des  psychischen  Zustandes 
auszugehen  sei.  Seine Situation müsse  im Kontext  der Situation  seiner 
Familie  angesehen  werden,  denn  die  Ehefrau  und  Gesuchstellerin  sei 
massiv  traumatisiert  und  ebenfalls  dringend  auf  die  Weiterführung  der 
therapeutischen  Angebote  angewiesen.  Aufgrund  ihrer  sehr  fragilen 
gesundheitlichen  Situation  würden  die  Gesuchstellenden  mit  ihren  drei 
minderjährigen  Kindern  bei  einer  Rückkehr  in  den  Kosovo  in  eine 
medizinische, soziale und wirtschaftliche Notlage geraten.

Aus  dem  Bericht  der  I._______   geht  sodann  hervor,  dass  mit  dem 
Gesuchsteller bisher 48 ambulante Konsultationen erfolgt seien und er an 
der wöchentlich stattfindenden Bewegungsgruppentherapie teilnehme. Im 
Verlauf  der  integrierten  psychiatrischen  Behandlung  (Medikamente, 
Einzelpsychotherapie,  Bewegungsgruppentherapie)  habe  ein  deutlicher 
Rückgang  der  Symptomatik  sowie  eine  Stabilisierung  erreicht  werden 
können. Neben der vertrauensvollen therapeutischen Beziehung und der 
langjährigen  Anbindung  an  die  Sprechstunde  mit  den  verschiedenen 
therapeutischen  Angeboten  werde  der  schrittweise  Aufbau  eines 
"normalen" Lebens (Tagesbeschäftigung, Ausbildung der Kinder) in einer 
als  subjektiv  empfundenen  sicheren Umgebung als  zentraler Grund  der 
Zustandsverbesserung gesehen. Es  sei mit  höchster Wahrscheinlichkeit 
anzunehmen,  dass  es  bei  Verlust  der  als  subjektiv  empfundenen 
Sicherheit, wie dies bei einer Rückkehr in die Heimat der Fall wäre, zum 
Zusammenbruch  der  psychischen  Stabilität  kommen  würde,  was  unter 
Umständen sogar zu Suizidabsichten führen könnte.

Gleichzeitig reichte die Rechtsvertreterin eine Kostennote zu den Akten.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

I.

1. 
Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
gesuchstellende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Es  ist ausserdem zuständig  für die Revision von Urteilen, 
die  es  in  seiner  Funktion  als  Beschwerdeinstanz  gefällt  hat  (vgl. BVGE 
2007/21 E. 2.1 S. 242 ff.) und entscheidet dabei in der Besetzung mit drei 
Richtern oder Richterinnen (Art. 21 Abs. 2 VGG).

2. 
Vor allfälligen weiteren Erwägungen ist vorab zur rechtlichen Qualifikation 
der Eingabe der Rechtsvertreterin vom 3. September 2007 an das BFM 
Folgendes festzustellen:

2.1.  In  der  als  "Wiedererwägungsgesuch"  betitelten  Eingabe  vom  3. 
September  2007  berufen  sich  die Gesuchstellenden  auf  Tatsachen und 
Beweismittel, welche teilweise bereits vor der Ausfällung des Urteils des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  21.  August  2007  bestanden  haben 
beziehungsweise  entstanden  sind.  Dabei  machen  sie  geltend,  unter 
erheblichen  gesundheitlichen  Problemen  zu  leiden,  welche  den 
Wegweisungsvollzug  als  unzumutbar  erscheinen  lassen  würden.  Diese 
Vorbringen stützen sich namentlich auf zwei Arztberichte, welche am 15. 
und 16. August 2007, also sechs respektive fünf Tage vor der Fällung des 
Urteils  des  Bundesverwaltungsgerichts,  ausgestellt  worden  sind.  Die 
besagten  Beweismittel  sind  erstmals  mit  Eingabe  der  Rechtsvertreterin 
vom  21. August  2010  an  das  Bundesverwaltungsgericht  (eingegangen 
am  Folgetag)  eingereicht  worden,  wobei  die  Rechtsvertreterin  jene 
damals 
– aufgrund der ihr tatsächlich bekannten Begebenheiten zu Recht – in der 
Absicht  eingereicht  hatte,  dass  sie  im  Rahmen  des  ordentlichen 

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Beschwerdeverfahrens  Berücksichtigung  finden.  Für  sich  alleine 
betrachtet  stellen  diese  Vorbringen  nicht  eigentliche  qualifizierte 
Wiedererwägungsgründe  dar,  welche  im  Rahmen  eines 
Wiederwägungsverfahrens zu prüfen gewesen wären. Sie erweisen sich 
vielmehr als Revisionsgründe  im Sinne von Art. 121 Abs. 2 Bst. a BGG, 
und  die  Eingabe  wäre  als  solche  seitens  des  BFM  direkt  dem 
Bundesverwaltungsgericht  zur  Behandlung  zu  überweisen  gewesen 
(handelt  es  sich  doch  bei  der  Wiedererwägung  um  ein  gegenüber  der 
Revision  subsidiäres  Rechtsmittel).  In  Korrektur  dieses  fehlerhaften 
Vorgehens  der  Vorinstanz  nimmt  das  Bundesverwaltungsgericht  die 
fälschlicherweise als Wiedererwägungsgesuch bezeichnete Eingabe vom 
3.  September  2007  und  die  Beschwerde  vom  12.  Oktober  2007  als 
Revisionsgesuch  im Sinne  von Art.  45  ff.  VGG  entgegen  und  prüft  das 
Gesuch unter revisionsrechtlichen Aspekten.

2.2. Nach dem Gesagten ist die Verfügung des BFM vom 10. September 
2007 mangels Zuständigkeit zu Unrecht ergangen und folglich als nichtig 
zu erklären. Die dagegen gerichtete Beschwerde  ist  insofern als gegen­
standslos abzuschreiben. Dem Beschwerdeführer erwächst aus solchem 
Vorgehen  freilich  kein  Nachteil.  Falls  die  in  der  für  nichtig  erklärten 
Verfügung  des  BFM  vom  10.  September  2007  erhobene  Gebühr  von 
Fr. 1'200.– (vgl. Dispositivziffer 4) bereits einbezahlt wurde, hat das BFM 
diese zurückzuerstatten; andernfalls erübrigt sich die Rückerstattung.

2.3. Im Übrigen stellt der ebenfalls mit der als "Wiedererwägungsgesuch" 
bezeichneten  Eingabe  vom  3.  September  2007  eingereichte  Arztbericht 
vom  29. August  2007,  der  erst  nach  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 21. August 2007 ergangen ist, zwar ein 
neues  Beweismittel  dar,  welches  aber  lediglich  die  hinreichend 
feststehende  Diagnose  in  dem  vorangehenden  Arztzeugnis  vom  16. 
August  2007  unterstreicht  und  im  selbigen  sogar  konkret  in  Aussicht 
gestellt  wurde.  Im  Arztbericht  vom  29. August  2007  wird  insoweit  nicht 
von  einer  neuen,  d.h. seit  Ergehen  des  Gerichtsurteils  vom  21.  August 
2007  veränderten  Sachlage  ausgegangen,  sondern  lediglich  von  einer 
Erhärtung der bereits erstellten PTBS­Diagnose berichtet. Die Frage, ob 
die  erst  nach  Urteilsfällung  ergangenen  Beweismittel  gemäss  Art.  123 
Abs.  2  Bst.  a  letzter Halbsatz  BGG  als  revisionsrechtlich  unzulässig  zu 
erachten  wären,  kann  daher  vorliegend  offen  gelassen  werden,  da 
jedenfalls  die  Arztberichte  vom  15. und  16. August  2007 
revisionsrechtlich erhebliche neue Beweismittel darstellen.

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2.4. Des Weiteren  sind  im  Rahmen  des  ausserordentlichen  Verfahrens 
zwei  weitere  Arztberichte  vom  4.  und  10.  Oktober  2007  eingereicht 
worden, in welchen von einer Destabilisierung des Gesundheitszustandes 
der  Gesuchstellenden  seit  der  Eröffnung  der  –  inzwischen  für  nichtig 
erklärten  (vgl.  obenstehend  E.  2.2)  –  Verfügung  des  BFM  vom 
10. September  2007  berichtet  wird.  Diese  Geltendmachung  einer 
Verschlechterung der Gesundheitslage beider Gesuchstellenden stellt ein 
wiedererwägungsrechtliches  und  nicht  ein  revisionsrechtliches 
Vorbringen  dar,  welches  im  Rahmen  eines  Wiederwägungsverfahrens 
respektive  im nachfolgend wiederaufgenommenen Beschwerdeverfahren 
zu beurteilen ist.

Die eingereichten Arztzeugnisse vom 24. sowie 27. Januar 2011 werden 
ebenfalls  im  nachstehend wiederaufgenommenen  Beschwerdeverfahren 
behandelt.

3. 
3.1.  Mit  dem  ausserordentlichen  Rechtsmittel  der  Revision  wird  die 
Unabänderlichkeit  und  Massgeblichkeit  eines  rechtskräftigen 
Beschwerdeentscheides  angefochten,  im  Hinblick  darauf,  dass  die 
Rechtskraft  beseitigt  wird  und  über  die  Sache  neu  entschieden werden 
kann  (vgl. PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH  ZIMMERLI,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 269).

3.2.  Gemäss  Art. 45  VGG  gelten  für  die  Revision  von  Urteilen  des 
Bundesverwaltungsgerichts  die  Art. 121  ­  128  BGG  sinngemäss.  Nach 
Art. 47  VGG  findet  auf  Inhalt,  Form  und  Ergänzung  des 
Revisionsgesuches Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung.

3.3.  Das  Bundesverwaltungsgericht  zieht  auf  Gesuch  hin  seine  Urteile 
aus den in Art. 121 ­ 123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 
VGG). Nicht  als Revisionsgründe  gelten Gründe, welche  die Partei,  die 
um  Revision  nachsucht,  bereits  im  ordentlichen  Beschwerdeverfahren 
hätte geltend machen können (sinngemäss Art. 46 VGG).

3.4. Im Revisionsgesuch ist insbesondere der angerufene Revisionsgrund 
anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von 
Art. 124 BGG darzutun.

3.5. Die Gesuchstellenden sind durch das angefochtene Urteil besonders 
berührt  und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen  Aufhebung 

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beziehungsweise  Änderung,  womit  die  Legitimation  gegeben  ist 
(vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG analog).

3.6. Die Gesuchstellenden machen sinngemäss den Revisionsgrund des 
Vorliegens  entscheidender  Beweismittel  gemäss  Art. 123  Abs.  2  Bst.  a 
BGG  geltend.  Sodann  zeigen  sie  die  Rechtzeitigkeit  des 
Revisionsbegehrens  auf.  Auf  das  im  Übrigen  form­  und  fristgerechte 
Revisionsgesuch ist deshalb einzutreten (vgl. Art. 124 BGG, Art. 47 VGG 
i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG). Die unkorrekte Bezeichnung des Gesuchs 
steht  der  Qualifikation  des  Antrags  als  Revisionsgesuch  dabei  nicht 
entgegen.

4. 
Folglich  gilt  es  zu  prüfen,  ob  die  von  den  Gesuchstellenden  geltend 
gemachten  Vorbringen  den  revisionsrechtlichen  Anforderungen  zu 
genügen vermögen und ob der angerufene Revisionsgrund gegeben ist.

4.1.  Gemäss  Art.  123  Abs.  2  Bst.  a  BGG  kann  die  Revision  eines 
Entscheides  verlangt  werden,  wenn  die  ersuchende  Partei  nachträglich 
erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie 
im  früheren  ordentlichen  Verfahren  nicht  beibringen  konnte,  unter 
Ausschluss  der  Tatsachen  und  Beweismittel,  welche  erst  nach  dem 
Entscheid  entstanden  sind.  Revisionsweise  eingereichte  Beweismittel 
sind  dann  beachtlich,  wenn  sie  entweder  neu  erfahrene  erhebliche 
Tatsachen  belegen  oder  geeignet  sind,  dem  Beweis  von  Tatsachen  zu 
dienen,  die  zwar  im  früheren  Verfahren  bekannt  gewesen,  aber  zum 
Nachteil  der  gesuchstellenden  Partei  unbewiesen  geblieben  sind.  Das 
vorgebrachte  Beweismittel  muss  für  die  Tatbestandsermittlung  von 
Belang  sein;  es  genügt  nicht,  wenn  es  lediglich  zu  einer  neuen 
Würdigung  der  bei  der  Erstbeurteilung  bereits  bekannten  Tatsachen 
führen  soll  (vgl.  ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER, 
Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Handbücher  für  die 
Anwaltspraxis, Band X, Basel 2008, Rz. 5.48 S. 250).

4.2.  Die  mit  der  vom  Bundesverwaltungsgericht  –  zusammen  mit  der 
Beschwerdeeingabe  vom  12.  Oktober  2007  –  als  Revisionsgesuch 
entgegengenommenen Eingabe der Rechtsvertreterin vom 3. September 
2007 beigebrachten Arztzeugnisse  vom 15.  respektive 16. August  2007 
sind vor dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. August 2011 
ergangen und beziehen sich auf Tatsachen, nämlich die gesundheitliche 
Problematik  der  Gesuchstellenden,  die  zur  Zeit  der  Erstbeurteilung 

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bereits  bestanden  haben.  Anders  als  die  schwierige  gesundheitliche 
Situation  des Gesuchstellers,  von welcher  die Behörden erst  durch den 
eingereichten Arztbericht  vom 15. August  2007 Kenntnis  erlangt  haben, 
war  ihnen  der  Umstand,  dass  die  Gesuchstellerin  an  einem  fragilen 
gesundheitlichen  Zustand  leidet,  bereits  im  ordentlichen 
Beschwerdeverfahren  bekannt  und  wurde  im  obgenannten  Urteil  mithin 
berücksichtigt.  Das  Ausmass  der  desolaten  gesundheitlichen  Lage  und 
der  Umfang  der  entsprechend  benötigten  Behandlung  wurde  allerdings 
erst  mit  dem  eingereichten  Arztzeugnis  erkennbar.  Wären  die  beiden 
Arztbericht  vom  15.  respektive  16.  August  2007  im  ordentlichen 
Beschwerdeverfahren  schon  vorgelegen,  wären  sie  geeignet  gewesen, 
zu einem anderen Entscheid zu führen.

Nach  dem  Gesagten  sind  die  Beweismittel  daher  geeignet,  von  der 
Richtigkeit  eines  neuen  erheblichen  Tatsachenvorbringens  zu 
überzeugen. Demnach ist die in revisionsrechtlicher Hinsicht erforderliche 
Erheblichkeit zu bejahen.

4.3.  Zu  prüfen  ist  sodann,  ob  die  eingereichten  Arztzeugnisse  vom 
15. respektive  16. August  2007  –  bei  Anwendung  der  zumutbaren 
Sorgfalt  und  unter  Beachtung  der  den  Gesuchstellenden  obliegenden 
Mitwirkungspflicht  (vgl. Art.  8  AsylG)  –  bereits  im  ordentlichen 
Beschwerdeverfahren  und  folglich  vor  Ergehen  des 
verfahrensabschliessenden  Urteils  vom  21.  August  2007  hätten 
beigebracht werden können.

4.3.1. Die  am  9.  August  2007 mandatierte  Rechtsvertreterin  reichte mit 
Eingabe  vom  21.  August  2007  Arztzeugnisse  der  I._______  vom  15. 
respektive 16. August 2007, den prekären gesundheitlichen Zustand der 
Gesuchstellenden  sowie  die  dringend  benötigte  Behandlung  betreffend, 
beim  Bundesverwaltungsgericht  ein.  Aus  diesen  Arztberichten  geht 
hervor,  dass  die  Gesuchstellenden  auf  Zuweisung  ihres 
Erstversorgerarztes seit dem 27. Juni 2007 beziehungsweise dem 4. Juli 
2007  in psychiatrischer Behandlung stünden. Dem Arztzeugnis  vom 16. 
August 2007 ist überdies zu entnehmen, dass ein bei der Gesuchstellerin 
geplanter Test zur Erfassung  traumatischer Ereignisse (Harvard Trauma 
Questionnaire,  HTQ)  aus  zeitlichen  Gründen  nicht  habe  durchgeführt 
werden  können  und  in  zwei Wochen  nachgereicht  würde.  Die  Eingabe 
der  Rechtsvertreterin  vom  21. August  2011  kreuzte  sich  mit  dem  am 
selben  Tag  ergangenen  sowie  in  Rechtskraft  erwachsenen  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  21. August  2007,  weshalb  die 

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beigebrachten  Arztberichte  respektive  die  in  dieser  Eingabe 
vorgetragenen  medizinischen  Wegweisungshindernisse  nicht  (mehr)  im 
Rahmen  des  ordentlichen  Beschwerdeverfahrens  berücksichtigt  werden 
konnten.

Dem  dargelegten  Sachverhalt  ist  somit  zu  entnehmen,  dass  die  am 
9. August  2007  neu  zugezogene  Rechtsvertreterin  die  Erstellung  der 
ärztlichen  Berichte  umgehend  veranlasste.  Dass  die  Gesuchstellenden 
die  Arztzeugnisse  bereits  im  ordentlichen  Beschwerdeverfahren  und 
mithin  vor  Ergehen  des  verfahrensabschliessenden  Urteils  vom 
21. August  2007  hätten  beibringen  können,  muss  vorliegend  verneint 
werden,  da  sie  einerseits  erst  seit  dem 27.  Juni  2007 beziehungsweise 
dem  4.  Juli  2007  bei  den  I._______  in  Behandlung  stehen  und  es 
nachvollziehbar  ist,  dass  eine  seriöse Abklärung  des  äusserst  prekären 
Gesundheitszustands  der  Gesuchstellenden  eine  gewisse  Zeit  in 
Anspruch nimmt, und andererseits aus dem Arztbericht  vom 16. August 
2007  hervorgeht,  dass  selbst  zu  jenem  Zeitpunkt  noch  nicht  alle 
notwendigen  medizinischen  Tests  hatten  durchgeführt  werden  können, 
sondern noch zu erfolgen hatten. Demnach war es den Gesuchstellenden 
in  Anwendung  der  zumutbaren Sorgfalt  und  unter  Beachtung  der  ihnen 
obliegenden  Mitwirkungspflicht  gleichwohl  nicht  möglich,  die 
Arztzeugnisse  vom  15.  respektive  16.  August  2007  zu  einem  früheren 
Zeitpunkt noch im ordentlichen Verfahren beizubringen.

Nach  dem  Gesagten  sind  die  eingereichten  Beweismittel  als  nicht 
verspätet zu qualifizieren.

4.4.  Somit  ist  festzuhalten,  dass  der  sinngemäss  angerufene 
Revisionsgrund  von  Art. 123  Abs.  2  Bst.  a  BGG  im  vorliegenden  Fall 
erfüllt ist.

5. 
Bei dieser Sach­ und Rechtslage  ist das Revisionsgesuch gutzuheissen 
und  das  Urteil  der  Beschwerdeinstanz  vom  21.  August  2007 
(D­1633/2007)  ist  aufzuheben.  Das  Beschwerdeverfahren  ist  unter  der 
Nummer  E­8822/2007  wieder  aufzunehmen  sowie  neu  zu  entscheiden 
(vgl. Art. 128 Abs. 1 BGG).

Mit  dem  Urteil  vom  21.  August  2007  wurden  keine  Verfahrenskosten 
auferlegt, welche zurückzuerstatten wären.

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6. 
Mit  Verfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  25.  Oktober  2007 
wurde  das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von 
Art. 65 Abs.1 sowie Abs. 2 VwVG gutgeheissen und die Rechtsvertreterin 
für  das  vorliegende  Revisionsverfahren  als  amtlicher  Beistand 
beigeordnet.  Den  vertretenen Gesuchstellenden  ist  demnach  zu  Lasten 
des  Gerichts  eine  Parteientschädigung  für  die  ihnen  erwachsenen 
notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten zuzusprechen. Mit der 
Ausrichtung  der  Parteientschädigung  gilt  das  Honorar  für  die  amtliche 
Verbeiständung als abgegolten.

Die  Rechtsvertreterin  reichte  mit  Eingabe  vom  14.  Februar  2011  eine 
Kostennote  im  Revisionsverfahren  ein,  gemäss  welcher  sie  für  das 
ausserordentliche  Verfahren  einen  zeitlichen  Aufwand  von  insgesamt 
12 Stunden  bei  einem  Stundenansatz  von  Fr.  240.–  und  Auslagen  in 
Höhen von Fr. 50.– (nicht mehrwertsteuerpflichtig) geltend machte. Der in 
Rechnung gestellte Aufwand erscheint grundsätzlich angemessen. In der 
Kostennote  wird  die  Eingabe  vom  3.  September  2007  allerdings  nicht 
separat  ausgewiesen,  ist  aber,  da  als  Revisionsgesuch 
entgegengenommen,  ebenfalls  zu  entschädigen.  Das  Gericht  erachtet 
einen  entsprechenden  Aufwand  von  4  Stunden  als  angemessen. 
Demnach  ist  unter  Berücksichtigung  der  Bemessungsgrundsätze  nach 
Art. 8 ff. des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 (VGKE, SR 173.320.2) 
den Gesuchstellenden eine Parteientschädigung zu Lasten des Gerichts 
in  Höhe  von  Fr. 4'181.80  (inkl.  Auslagen  und  Mehrwertsteuer) 
zuzusprechen ist.

II.

7. 
Im  wiederaufgenommenen  Beschwerdeverfahren  E­8822/2007  ist 
festzuhalten,  dass das gegen die Verfügung des BFM vom 27. Februar 
2007 
– gleichentags  eröffnet  –  erhobene  Rechtsmittel  vom  2.  März  2007 
(Poststempel)  frist­  und  formgerecht  erfolgt  ist.  Somit  ist  auf  die 
Beschwerde einzutreten.

8. 
8.1.  Mit  der  vorliegend  als  Revisionsgesuch  entgegengenommenen 
Eingabe  vom  3.  September  2007  beschränkten  die  Gesuchstellenden 

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beziehungsweise Beschwerdeführenden  ihre  in  der Beschwerde  vom 2. 
März  2007  formulierten  Rechtsbegehren  auf  den 
Wegweisungsvollzugspunkt. Folglich sind die Dispositivziffern 1 und 2 der 
vorinstanzlichen  Verfügung  vom  27.  Februar  2007  in  Rechtskraft 
erwachsen und vorliegend nicht mehr zu beurteilen.

Zu  prüfen  bleibt,  ob  in  casu  allfällige  Wegweisungsvollzugshindernisse 
vorliegen.

8.2.  Im erstinstanzlichen Asylverfahren hat die Beschwerdeführerin zwar 
im Rahmen  ihrer Anhörungen auf den Umstand verwiesen, dass sie an 
Panikattacken  leide, die sie auf  ihre Erlebnisse während des Krieges  im 
Jahr  1999  zurückführe  (vgl.  A2/8,  S.  5).  Sie  gab  auch  ausdrücklich  zu 
Protokoll,  dass  sie  krank  sei,  in  ständiger  Behandlung  stehe  und  ihr 
sowohl  in  der Schweiz wie  bereits  im Kosovo Medikamente  verabreicht 
worden  seien  (vgl.  A9/11,  S.  6  und  8).  Der  Beschwerdeführer  hat 
demgegenüber  im  damaligen  Verfahrensstadium  keine  konkreten 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorgetragen.

Im  Verlaufe  des  erstinstanzlichen  Asylverfahrens  haben  die 
Beschwerdeführenden  keine  Dokumente  eingereicht,  welche  näher 
über ihren Gesundheitszustand Aufschluss gegeben hätten. Es wurden 
auch  seitens  des BFM keine weiteren Abklärungen  in  dieser Hinsicht 
vorgenommen.  In  der  angefochtenen  Verfügung  ist  das  BFM  –  in 
Anwendung  des  Nichteintretenstatbestandes  der  Papierlosigkeit  im 
Sinne  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  –  auf  das  Asylgesuch  der 
Beschwerdeführenden  nicht  eingetreten,  hat  aber  im  Rahmen  der 
Prüfung  der  Wegweisungshindernisse  darauf  hingewiesen,  dass  die 
Beschwerdeführerin  gemäss  eigenen  Angaben  in  F._______ 
regelmässig  bei  einem  Neuropsychiater  in  Behandlung  gewesen  sei. 
Eine  weitere  Auseinandersetzung  mit  der  aktuellen  gesundheitlichen 
Situation  der  Beschwerdeführenden  beziehungsweise  mit  der  Frage 
der  Behandelbarkeit  allfälliger  Krankheitsbilder  im  Kosovo  fand 
hingegen nicht statt.

8.3.  Die  Beschwerdeführenden  machen  die  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges  geltend.  Prozessgegenstand  des  vorliegenden 
Beschwer­deverfahrens  bildet  demnach  auch  einzig  die  Frage  der 
Zumutbarkeit  beziehungsweise  der  Durchführbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges nach Art. 83 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die 

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Ausländerinnen  und  Ausländer  vom  16. Dezember  2005  (AuG, 
SR 142.20).

9. 
9.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG).

9.2. Gemäss  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  sind  die 
Bedingungen  für  einen  Verzicht  auf  den  Vollzug  der  Wegweisung 
(Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit,  Unmöglichkeit)  alternativer  Natur. 
Sobald eine der Bedingungen erfüllt  ist,  ist der Vollzug der Wegweisung 
als  undurchführbar  zu  betrachten  und  die  weitere  Anwesenheit  in  der 
Schweiz  gemäss  den  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu 
regeln (vgl. dazu BVGE 2009/51 E. 5.4, mit weiteren Hinweisen). Gegen 
eine  allfällige  Aufhebung  der  vorläufigen  Aufnahme  steht  dem 
weggewiesenen  Asylsuchenden  wiederum  die  Beschwerde  an  das 
Bundesverwaltungsgericht offen (vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 44 Abs. 2 
AsylG).  In  diesem  Verfahren  wäre  dann  der  Wegweisungsvollzug  vor 
dem Hintergrund sämtlicher Vollzugshindernisse von Amtes wegen nach 
Massgabe der in diesem Zeitpunkt herrschenden Verhältnisse zu prüfen.

9.3.  Vorliegend  konzentriert  sich  die  Prüfung  auf  die  Frage  der 
Unzumutbarkeit.  Gemäss  Art.  83  Abs.  4  AuG  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung nicht  zumutbar, wenn die beschwerdeführende Person bei 
einer  Rückkehr  in  ihren  Heimatstaat  einer  konkreten  Gefährdung 
ausgesetzt  wäre.  Diese  Bestimmung  wird  vor  allem  bei 
Gewaltflüchtlingen  angewendet,  das  heisst  bei  Ausländerinnen  und 
Ausländern,  die  mangels  persönlicher  Verfolgung  weder  die 
Voraussetzungen  der  Flüchtlingseigenschaft  noch  jene  des 
völkerrechtlichen  Non­Refoulement­Prinzips  erfüllen,  jedoch  wegen  der 
Folgen  von  Krieg,  Bürgerkrieg  oder  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt 
nicht  in  ihren Heimatstaat  zurückkehren  können.  Im Weiteren  findet  sie 
Anwendung  auf  andere  Personen,  die  nach  ihrer  Rückkehr  ebenfalls 
einer konkreten Gefahr ausgesetzt wären, weil sie die absolut notwendige 
medizinische  Versorgung  nicht  erhalten  könnten  oder  –  aus  objektiver 
Sicht  –  wegen  der  vorherrschenden  Verhältnisse  mit  grosser 
Wahrscheinlichkeit unwiederbringlich  in völlige Armut gestossen würden, 
dem  Hunger  und  somit  einer  ernsthaften  Verschlechterung  ihres 
Gesundheitszustands,  der  Invalidität  oder  sogar  dem  Tod  ausgeliefert 

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wären  (BVGE 2009/52 E. 10.1, 2009/51 E. 5.5, 2009/28 E. 9.3.1,  je mit 
weiteren  Hinweisen).  Den  Asylbehörden  kommt  im  Rahmen  der 
Anwendung  von  Art. 83  Abs.  4  AuG  ein  Ermessensspielraum  zu  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK]  2001 Nr.  16 E.  6b S.  123 mit weiteren 
Hinweisen,  wobei  zu  berücksichtigen  ist,  dass  die  dort  zitierte 
Bestimmung  von  Art.  14a  Abs.  4  des  Bundesgesetzes  über  Aufenthalt 
und Niederlassung der Ausländer vom 26. März 1931 [ANAG, BS 1 121] 
in das heute geltende AuG überführt wurde).

9.4.  Den  Akten  zufolge  leiden  beide  Beschwerdeführenden  unter 
gesundheitlichen  Problemen  respektive  Krankheitsbildern  psychischer 
Natur,  die  als  psychotherapeutisch  sowie  medikamentös 
behandlungsbedürftig beschrieben werden.

9.4.1.  Aus  dem  aktuellsten  Facharztbericht  vom  24.  Januar  2011  und 
dem  bereits  am  16.  August  2007  erstellten  Bericht  der  I._______  geht 
hervor, die Beschwerdeführerin leide an einer komplexen PTBS und einer 
mittelgradig  depressiven  Episode.  Sie  sei  seit  dem  27.  Juni  2007  in 
Behandlung  und  es  hätten  bereits  117  Konsultationen  bei  (…)  der 
I._______ stattgefunden. Dank der  langjährigen intensiven Therapie und 
der Inanspruchnahme weiterer Angebote der I._______ habe eine innere 
und  äussere  Sicherheit  erarbeitet  werden  können.  Auf  diesem  Boden 
habe  eine  Verbesserung  und  Stabilisierung  stattgefunden.  Sie  benötige 
allerdings  weiterhin  eine  psychotherapeutische  sowie  medikamentöse 
Behandlung. Die behandelnde Psychologin erachte die Weiterführung der 
Gesprächstherapie  und  der  Teilnahme  an  der 
Bewegungsgruppentherapie als dringend indiziert. Beim Wegfallen dieser 
Angebote  sei  mit  einer  markanten  psychischen  Dekompensation  zu 
rechnen.  Eine  Rückkehr  ins  Heimatland  würde  zudem  zu  einer 
Retraumatisierung  führen  und  die  gewonnene  Sicherheit  würde 
verschwinden,  so  dass  die  Beschwerdeführerin  nicht  mehr  in  der  Lage 
wäre, ihren Alltag und denjenigen ihrer Kinder zu bewältigen.

Dem  aktuellsten  Arztbericht  vom  27.  Januar  2011  und  dem  bereits  am 
15. August 2007 verfassten Bericht der I._______ ist zu entnehmen, dass 
der  Beschwerdeführer  ebenfalls  an  einer  PTBS,  einer  rezidivierenden 
depressiven Störung sowie einer Somatisierungsstörung leide. Er sei seit 
dem  4. Juli  2007  in  Behandlung,  und  bisher  seien  48 ambulante 
Konsultationen  erfolgt.  Im  Verlauf  der  integrierten  psychiatrischen 
Behandlung  (Medikamente,  Einzelpsychotherapie, 

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Bewegungsgruppentherapie)  habe  ein  deutlicher  Rückgang  der 
Symptomatik  sowie  eine  Stabilisierung  erreicht  werden  können.  Neben 
der  vertrauensvollen  therapeutischen  Beziehung  und  der  langjährigen 
Anbindung an die Sprechstunde mit den verschiedenen  therapeutischen 
Angeboten  werde  der  schrittweise  Aufbau  eines  "normalen"  Lebens 
(Tagesbeschäftigung,  Ausbildung  der  Kinder)  in  einer  als  subjektiv 
empfundenen  sicheren  Umgebung  als  zentraler  Grund  der 
Zustandsverbesserung gesehen. Es  sei mit  höchster Wahrscheinlichkeit 
anzunehmen,  dass  es  bei  Verlust  der  als  subjektiv  empfundenen 
Sicherheit, wie dies bei einer Rückkehr in die Heimat der Fall wäre, zum 
Zusammenbruch  der  psychischen  Stabilität  kommen  würde,  was  unter 
Umständen  sogar  zu  Suizidabsichten  führen  könnte.  Nur  durch  eine 
intensive  integrierte  psychiatrische  Behandlung  könne  sein  Zustand 
stabilisiert  und  leicht  verbessert  werden.  Eine  weiterführende  integriert 
psychiatrische  Behandlung  sei  dringend  indiziert,  da  bei  fehlender 
Fortführung der Behandlung von einer Verschlechterung des psychischen 
Zustandes  auszugehen  sei.  Seine  Situation  müsse  im  Kontext  der 
Situation  seiner  Familie  angesehen  werden,  denn  die  Ehefrau  und 
Beschwerdeführerin  sei massiv  traumatisiert  und  ebenfalls  dringend  auf 
die Weiterführung  der  therapeutischen Angebote  angewiesen.  Aufgrund 
ihrer  sehr  fragilen  gesundheitlichen  Situation  würden  die 
Beschwerdeführenden  mit  ihren  drei  minderjährigen  Kindern  bei  einer 
Rückkehr in den Kosovo in eine medizinische, soziale und wirtschaftliche 
Notlage geraten.

Zudem  ist  den  I._______­Berichten  vom  4.  Oktober  2007  sowie  10. 
Oktober 2007 zu entnehmen, dass nach der Eröffnung der – derweil  für 
nichtig erklärten  (vgl. E. 2.2) – Verfügung des BFM vom 10. September 
2007  eine  Destabilisierung  respektive  eine  deutliche 
Befundverschlechterung bei den Beschwerdeführenden eingetreten sei.

9.5.  Im  Nachfolgenden  ist  daher  zu  prüfen,  ob  diese  bei  den 
Beschwerdeführenden  diagnostizierten  Krankheitsbilder  als 
Wegweisungshindernis  zu  betrachten  sind,  nachdem  ärztlicherseits  von 
einer  jahrelang  notwendigen  medizinischen  Behandlung 
beziehungsweise Überwachung der Krankheitsbilder  ausgegangen wird, 
oder  ob  den  Beschwerdeführenden  zugemutet  werden  kann,  in  den 
Kosovo zurückzukehren.

9.5.1. Vorab  ist  festzuhalten,  dass  das Bundesverwaltungsgericht  keine 
konkrete  Veranlassung  hat,  an  den  von  den  die  Beschwerdeführenden 

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behandelnden Fachärzten gestellten Diagnosen  zu  zweifeln. Es  ist  vom 
medizinischen  Sachverhalt,  wie  er  in  den  ärztlichen  Berichten 
beschrieben wird, auszugehen.

9.5.2. Mit Eingabe vom 31. Januar 2011 verwies die Rechtsvertreterin auf 
einen  Bericht  der  SFH  (GRÉGOIRE  SINGER,  SFH:  Kosovo:  Update,  Zur 
Lage  der  medizinischen  Versorgung,  Bern,  1.  September  2010).  Dem 
Bericht ist zu entnehmen, dass selbst die medizinische Grundversorgung 
zahlreiche  Lücken  aufweise.  Diese  würden  zwar  teilweise  von  privaten 
Leistungserbringern  geschlossen,  dies  jedoch  in  der  Regel  zu  einem 
hohen  Preis,  und  sie  könnten  keine  Versorgungssicherheit  bieten.  Es 
würden  insbesondere Mängel an  finanziellen Mitteln und  Infrastrukturen, 
Unzulänglichkeiten  der  erbrachten  Leistungen  sowie 
Versorgungsknappheit  bei  Medikamenten  herrschen.  Das  enorme 
Bedürfnis  nach  professioneller  psychologischer  Betreuung  könne  bei 
weitem nicht gedeckt werden. Zudem habe das vorhandene Personal nur 
ungenügende  Kenntnisse  moderner  psychiatrischer 
Behandlungsmethoden und müsse sich überdies aus Zeitgründen in den 
meisten Fällen auf eine medikamentöse Behandlung oder Einweisung in 
Spitäler  beschränken. Die Behandlung von PTBS, welche  im Anschluss 
an  die  Konflikte  wie  auch  die  Unruhen  von  März  2004  zu  einer  Frage 
höchster  Wichtigkeit  geworden  sei,  bedürfe  dringender  Verbesserung, 
denn  es  herrsche  ein  deutliches  Missverhältnis  zwischen  Bedarf  und 
therapeutischem  Angebot.  Die  Zeit,  welche  für  Psychotherapie  zur 
Verfügung  stehe,  sei  aufgrund mangelnden Personals  auf  ein Minimum 
reduziert.  In den sieben ambulanten Behandlungszentren für psychische 
Krankheiten  würden  weder  Psychotherapien  noch  Gruppen­  oder 
Beschäftigungstherapien  angeboten  und  die  angebotene  Behandlung 
gehe nicht über das Verschreiben von Medikamenten und Sprechstunden 
zwecks  Kontrolle  ihrer  Dosierung  hinaus.  Diese  personelle  sowie 
materielle  Notsituation  des  kosovarischen  Gesundheitssystems  dürfte 
sich auch in naher Zukunft nicht entspannen. Das Gericht geht in seinem 
zur Publikation vorgesehenen Urteil BVGE D­6827/2010 vom 2. Mai 2011 
E. 8.8.2 von einer ähnlichen Einschätzung der Lage wie die SFH aus (vgl. 
auch etwa das Urteil D­3966/2007 vom 25. November 2009 E. 6.4.3, mit 
weiteren Hinweisen).

Diesen  Erwägungen  entsprechend  ist  zu  schliessen,  dass  die 
Beschwerdeführenden  nicht  in  der  Lage  sein  werden,  in  ihrem 
Heimatstaat  eine  genügende  Behandlung  zu  erlangen,  was 
schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen würde. Angesichts der 

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als  erforderlich  erachteten,  multiplen  Behandlungsszenarien 
(Medikamente,  Einzelpsychotherapie,  Bewegungsgruppentherapie)  kann 
nicht von einer lückenlosen und adäquaten Versorgung beziehungsweise 
von  einer  sichergestellten  Fortsetzung  der  in  der  Schweiz  eingeleiteten 
Therapie  ausgegangen  werden.  Aufgrund  der  Behandlungen  in  der 
Schweiz  ist  derweil  zwar  eine  Verbesserung  des  Gesundheitszustands 
eingetreten;  die  Aufrechterhaltung  dieses  durchaus  noch  fragilen 
Zustandes  setzt  aber  gerade  die  gesicherte  Fortsetzung  der  laufenden 
medizinischen  Behandlungen  und  Kontrollen  voraus.  Eine  lediglich 
medikamentöse Behandlung reicht dabei nicht aus, um den psychischen 
Zustand  der  Beschwerdeführenden  vollends  zu  stabilisieren.  Die 
Gesundheit  wäre  im  Falle  eines Wegweisungsvollzuges  in  den  Kosovo 
ernsthaft gefährdet. Beim Beschwerdeführer könnte ein Zusammenbruch 
der  psychischen  Stabilität  unter  Umständen  gar  zu  Suizidabsichten 
führen. Im Übrigen wäre auch das wirtschaftliche Fortkommen bei einem 
längeren  Unterbruch  oder Wegfall  der  Überwachung  ihrer  bestehenden 
Leiden  gefährdet,  zumal  die  Beschwerdeführenden  voraussichtlich 
geringe  Chancen  auf  dem  ohnehin  von  hoher  Arbeitslosigkeit 
gezeichneten  Arbeitsmarkt  Kosovos  hätten.  Eine  Finanzierung  der 
benötigten  Medikamente  und  Behandlungen  wäre  somit  nicht 
gewährleistet.

9.5.3.  Des  Weiteren  wurde  mit  Eingabe  vom  31.  Januar  2011  darauf 
verwiesen,  dass  die  drei  minderjährigen  Kinder  bereits  heute  unter  der 
schlechten  psychischen  Verfassung  der  Eltern  leiden würden.  Auch  sie 
seien  auf  die  innere  und  äussere  Sicherheit,  welche  die 
Beschwerdeführerin mit Hilfe der Therapie und den weiteren Angeboten 
der I._______ habe aufbauen können, angewiesen.

Gemäss der Rechtsprechung der  vormals zuständigen Schweizerischen 
Asylrekurskommission  (ARK),  welche  vom  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich  weitergeführt  wird,  bildet  im  Rahmen  der 
Zumutbarkeitsprüfung  das  Wohl  des  Kindes  einen  Gesichtspunkt  von 
gewichtiger  Bedeutung,  falls  Kinder  von  einem  Wegweisungsvollzug 
betroffen  sind.  Dies  ergibt  sich  nicht  zuletzt  aus  einer 
völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 83 Abs. 4 AuG  im Lichte von 
Art.  3  Abs.  1  des  Übereinkommens  über  die  Rechte  des  Kindes  vom 
20. November 1989 (KRK, SR 0.107). Demzufolge sind unter dem Aspekt 
des Kindswohls sämtliche Umstände einzubeziehen und zu würdigen, die 
im Hinblick  auf  eine Wegweisung wesentlich  erscheinen  (EMARK  1998 
Nr. 13 E. 5e.aa S. 98 f.); namentlich sind Kriterien wie Alter des Kindes, 

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Reife, Abhängigkeit, Art  der Beziehung  (Nähe,  Intensität,  Tragfähigkeit), 
Eigenschaften  der  Bezugsperson  (insbesondere 
Unterstützungsbereitschaft und ­fähigkeit), Stand und Prognose bezüglich 
Entwicklung  und  Ausbildung  des  Kindes,  Grad  der  erfolgten  Integration 
bei  einem  längeren  Aufenthalt  in  der  Schweiz  zu  würdigen  (BVGE 
2009/51  E.  5.6  und  5.8.2,  2009/28  E.  9.3.2;  EMARK 2005 Nr.  6  E.  6.2 
S. 57 f.).

Die Kinder sind heute (…) Jahre alt. Kindern in einem noch jungen, stark 
von  der  Familie  geprägten  Alter  wird  die  Rückkehr  in  ihr  Heimatland 
selbst nach einem mehrjährigen Aufenthalt  im Gastland gemeinhin zwar 
zugemutet. Wie aus dem I._______­Bericht vom 24. Januar 2011 jedoch 
hervorgeht,  würde  eine  Rückkehr  der  Eltern  ins  Heimatland  zu  einer 
Retraumatisierung führen und ihre gewonnene Sicherheit in der Schweiz 
würde  verschwinden,  so  dass  sie  nicht  mehr  in  der  Lage  wären,  ihren 
Alltag und denjenigen ihrer Kinder zu bewältigen. Dieser Umstand würde 
auch die Kinder erheblich tangieren und wäre mit dem Wohl des Kindes 
nicht vereinbar.

Nach dem Gesagten ist der Wegweisungsvollzug auch unter dem Aspekt 
des Kindswohls als nicht zumutbar einzuschätzen.

9.6.  In  einer  Gesamtwürdigung  aller  Umstände  gelangt  das 
Bundesverwaltungsgericht  demnach  zum  Schluss,  dass  sich  aufgrund 
der  gesundheitlichen  Situation  der  Beschwerdeführenden,  der 
lückenhaften  Behandlungsmöglichkeiten  in  ihrem Heimatland  sowie  des 
Kindswohls  der  Vollzug  der Wegweisung  als  unzumutbar  im  Sinne  von 
Art. 83 Abs. 4 AuG erweist. Die Beschwerdeführenden sind daher in der 
Schweiz vorläufig aufzunehmen.

9.7. Aus den Akten ergeben sich im Übrigen keine Hinweise darauf, dass 
im  vorliegenden  Fall  die  Anordnung  einer  vorläufigen  Aufnahme  nach 
Art. 83  Abs.  4  AuG  aufgrund  eines  Tatbestand  gemäss  Art.  83  Abs.  7 
Bst. a ­ c AuG auszuschliessen wäre.

10. 
Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  die  Beschwerde,  soweit  den 
Wegweisungsvollzugspunkt  betreffend,  gutzuheissen  ist.  Die  Ziffern  3 
und  4  der  vorinstanzlichen  Verfügung  vom  27.  Februar  2007  sind 
aufzuheben  und  das BFM  ist  anzuweisen,  die Beschwerdeführenden  in 

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der Schweiz wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig 
aufzunehmen.

11. 
11.1.  Bei  diesem  Ausgang  des  Beschwerdeverfahrens  sind  keine 
Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG).

11.2.  Den  Beschwerdeführenden  ist  angesichts  ihres  Obsiegens  im 
Beschwerdeverfahren  in  Anwendung  von  Art.  64  VwVG  eine 
Parteientschädigung  für  ihnen  erwachsene  notwendige 
Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. Art. 7 VGKE).

Die Rechtsvertreterin hat keine Kostennote zu den Akten gereicht. Auf die 
Nachforderung  einer  solchen  kann  indes  verzichtet  werden,  da  im 
vorliegenden  Verfahren  der  Aufwand  für  das  Beschwerdeverfahren 
zuverlässig abgeschätzt werden kann (Art. 14 Abs. 2  in fine VGKE). Die 
Beschwerdeführenden  waren  bis  zu  Einreichung  der  Eingabe  vom  21. 
August  2007  nicht  vertreten.  Für  diese  Eingabe  ist  ein  Aufwand  von  1 
Stunde  bei  einem  Stundenansatz  von  Fr.  240.–  zu  veranschlagen.  Die 
weiteren  Aufwendung  der  Rechtsvertreterin  wurden  im  Rahmen  der 
Parteientschädigung für das Revisionsverfahren abgegolten (vgl. oben E. 
6).  In  Anwendung  der  obgenannten  Bestimmung  und  unter 
Berücksichtigung der massgeblichen Bemessungsfaktoren  (vgl. Art. 8  ff. 
VGKE) ist das Bundesamt mithin anzuweisen, den Beschwerdeführenden 
für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung  in der Höhe von 
Fr. 258.20 (inkl. Mehrwertsteuer) auszurichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Verfügung des BFM vom 10. September 2007 wird für nichtig erklärt. 
Die dagegen gerichtete Beschwerde vom 12. Oktober 2007 wird zufolge 
Gegenstandslosigkeit  abgeschrieben.  Die  mit  der  vorinstanzlichen 
Verfügung auferlegten Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.– sind 
– sofern  sie  bereits  von  den  Gesuchstellern  beziehungsweise 
Beschwerdeführern  einbezahlt  worden  sind  –  durch  das  BFM 
zurückzuerstatten.

2. 
Das  Revisionsgesuch  wird  gutgeheissen.  Das  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  D­1633/2007  vom  21.  August  2007  wird 
aufgehoben.

3. 
Für  das  Revisionsverfahren  werden  keine  Kosten  auferlegt.  Den 
Gesuchstellenden  wird  vom  Bundesverwaltungsgericht  für  das 
Revisionsverfahren  eine  Parteientschädigung  in  der  Höhe  von 
Fr. 4'181.80 ausgerichtet.

4. 
Die  Beschwerde  vom  2.  März  2007  wird  gutgeheissen.  Die 
Dispositivziffern 3 und 4 der Verfügung des BFM vom 27. Februar 2007 
werden  aufgehoben.  Das  BFM  wird  angewiesen,  die 
Beschwerdeführenden vorläufig aufzunehmen.

5. 
Das  BFM  wird  angewiesen,  den  Beschwerdeführenden  für  das 
Beschwerdeverfahren  eine  Parteientschädigung  in  der  Höhe  von  Fr. 
258.20 auszurichten.

6. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Gesuchstellenden  respektive 
Beschwerdeführenden, das BFM und die zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Natasa Stankovic

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