# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b559c96b-22cb-5911-a12a-8b5558d05196
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.05.2025 200 2024 652
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-652_2025-05-12.pdf

## Full Text

IV 200 2024 652 
756.4381.6438.27 
KOJ/FRJ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 12. Mai 2025

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Frésard

A.________
vertreten durch Sozialdienst B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. August 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 652

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Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Oktober 2019 (nach Früherfassung im September 2019) 
unter Hinweis auf eine Depression bei der Eidgenössischen Invalidenversi-
cherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin; act. II] 1, 4). Nach sachverhaltlichen Abklärungen 
wies die IVB mit Verfügung vom 2. Juni 2020 (act. II 58) das Leistungsbe-
gehren mangels einer invalidisierenden gesundheitlichen Einschränkung 
ab. Diese Verfügung blieb unangefochten. 

Im November 2023 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine 
Depression und Rückenprobleme erneut zum Leistungsbezug an (act. II 
59). In der Folge tätigte die IVB medizinische und erwerbliche Abklärungen 
und holte insbesondere eine Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Diens-
tes (RAD) ein (act. II 75). Mit Mitteilung vom 15. Februar 2024 (act. II 82) 
teilte die IVB dem Versicherten mit, dass derzeit keine Eingliederungs-
massnahmen möglich seien und der Rentenanspruch geprüft werde. 
Nachdem sie sodann eine weitere Beurteilung des RAD eingeholt hatte 
(act. II 97), forderte sie den Versicherten mit Mitteilung vom 25. April 2024 
(act. II 98) zur Aufnahme einer stationären psychiatrisch-psycho-
therapeutischen Behandlung auf. Nach durchgeführtem Vorbescheidver-
fahren (act. II 102) trat die IVB schliesslich mit Verfügung vom 26. August 
2024 (act. II 103) auf das Leistungsbegehren nicht ein. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch den Sozialdienst 
B.________, mit Eingabe vom 24. September 2024 (Postaufgabe) Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen:   

1. Die Verfügung vom 26. August 2024 sei aufzuheben.
2. Es seien die gesetzlichen Leistungen der Invalidenversicherung zu 

gewähren.

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3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Einsprache-
gegnerin.

Mit Eingabe vom 23. Oktober 2024 ersuchte der Beschwerdeführer um 
unentgeltliche Rechtspflege. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 27. Novem-
ber 2024 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Mit Eingabe vom 5. Dezember 2024 reichte der Beschwerdeführer auffor-
derungsgemäss eine Prozessvollmacht betreffend den Sozialdienst 
B.________ ein. 

Mit Verfügung vom 10. Dezember 2024 hiess der Instruktionsrichter das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten 
gut.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. August 2024 (act. II 
103). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht we-
gen einer Verletzung der Mitwirkungspflicht auf das Leistungsbegehren des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. 

Soweit der Beschwerdeführer die Gewährung der gesetzlichen Leistungen 
der Invalidenversicherung resp. eine materielle Beurteilung des Leistungs-
begehrens beantragt (vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 2), hat 
die Beschwerdegegnerin hierüber in der angefochtenen Verfügung nicht 
befunden. Diesbezüglich ist daher mangels eines Anfechtungsobjekts auf 
die Beschwerde nicht einzutreten (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 
AHV Nr. 21 S. 67, 9C_86/2021 E. 5.2). 

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder 
-entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. c GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Neben den geistigen und körperlichen 

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Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine 
Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG).

2.2 Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um 
die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu ver-
ringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann 
muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des beste-
henden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in 
einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv 
teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention, Integrati-
onsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Mass-
nahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen nach Art. 25 KVG 
und Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und 
Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Mass-
nahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenom-
men sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen 
sind (Art. 7a IVG).

2.3 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte 
ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er bestimmt die Art und den Umfang der not-
wendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Untersuchungsgrund-
satz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachver-
halt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vor-
bringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. 
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob 
über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem 
Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vor-
zunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen 
oder an derer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender 
Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrund-
satz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 
E. 1a S. 158; SVR 2020 KV Nr. 23 S. 107, 9C_805/2019 E. 8.3.2 in BGE 
146 V 240 publ.).

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Die Versicherten und ihre Arbeitgeber haben beim Vollzug der Sozialversi-
cherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Wer Versicherungsleistungen 
beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung 
des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur 
Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 1 und 
2 ATSG). 

Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen 
beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldba-
rer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten 
verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. 
Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfol-
gen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen 
(Art. 43 Abs. 3 ATSG). Von der Möglichkeit des Nichteintretens auf ein 
Leistungsgesuch ist nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen 
(BGE 131 V 42 E. 3 S. 47). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn 
eine materielle Beurteilung des Leistungsbegehrens aufgrund der gesam-
ten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt 
kann ein materieller Entscheid aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich 
der rechtserhebliche Sachverhalt unabhängig von der als notwendig und 
zumutbar erachteten Abklärungsmassnahme, der sich die versicherte Per-
son ohne entschuldbaren Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständi-
gen lässt (SVR 2018 EL Nr. 4 S. 9, 9C_763/2016 E. 2.2). 

3.

3.1 Gestützt auf die Akten erstellt und nicht bestritten ist, dass sich der 
Beschwerdeführer seit 2019 in ambulanter psychiatrisch-psychothera-
peutischer Behandlung befindet (act. II 37, 42, 70, 94) und der RAD-Arzt 
Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in sei-
ner Beurteilung vom 23. April 2024 (act. II 97) festhielt, dass die zuletzt 
durchgeführten telefonischen Beratungen (vgl. act. II 94 S. 4 Ziff. 7) nicht 
ausreichend seien und eine Therapieintensivierung in Form einer statio-
nären psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung über mindestens 
sechs Wochen zur Behandlung des Krankheitsbildes sowie für die Einglie-

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derungsprognose wesentlich sei (act. II 97 S. 2 f.). Die Beschwerdegegne-
rin forderte gestützt darauf den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 
25. April 2024 (act. II 98) unter Hinweis auf die Rechtsfolgen bei Nichtbe-
achtung nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf, ihr bis am 16. Mai 2024 mitzuteilen, 
wann und wo die geforderte stationäre Therapie durchgeführt werde. Fer-
ner ist ebenso erstellt und nicht bestritten, dass die zuständige Sozialarbei-
terin des Sozialdiensts B.________, welche den Beschwerdeführer u.a. in 
administrativen Belangen unterstützt (vgl. act. II 87), der Beschwerdegeg-
nerin (nach gewährter Fristverlängerung bis zum 31. Mai 2024 [act. II 99 f.]) 
mit E-Mail vom 31. Mai 2024 mitteilte, dass der Beschwerdeführer am 
3. Juni 2024 ein Vorgespräch für den Eintritt in die stationäre Therapie ha-
be und die Beschwerdegegnerin umgehend informiert werde, sobald der 
genaue Eintrittstermin feststehe (act. II 101). Aus dem Protokoll der Be-
schwerdegegnerin per 27. November 2024 (im Gerichtsdossier) geht als-
dann hervor, dass sich die Beschwerdegegnerin am 10. Juni 2024 beim 
Sozialdienst telefonisch betreffend Eintrittstermin erkundigte und dieser ihr 
mitteilte, dass ihr noch am gleichen Tag eine Rückmeldung gegeben wer-
de. Eine solche Rückmeldung – auch nach Erlass des Vorbescheids – ist 
indes nicht aktenkundig. 

3.2 Der Beschwerdeführer stellt die Notwendigkeit resp. Zumutbarkeit 
der vom RAD empfohlenen Massnahme nicht in Frage; vielmehr hat er 
(nach Erlass der hier angefochtenen Verfügung) per 26. September 2024 
eine stationäre Therapie in der Klinik D.________ angetreten (vgl. Be-
schwerde S. 1 Ziff. 2; Akten des Beschwerdeführers [act. I] 2). Der Auffor-
derung der Beschwerdegegnerin gemäss deren Schreiben vom 25. April 
2024 (act. II 98) ist er jedoch nicht nachgekommen. Soweit der Beschwer-
deführer dazu beschwerdeweise (einzig) geltend macht, er sei aus ge-
sundheitlichen Gründen auf die Begleitung seines Hundes angewiesen, 
was zur Verlängerung der Suche nach einem Therapieplatz geführt habe, 
und die Beschwerdegegnerin sei hierüber von der behandelnden Thera-
peutin in Kenntnis gesetzt worden (Beschwerde S. 1 Ziff. 1-3), kann er 
hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten: Zwar bestätigt der vom Be-
schwerdeführer eingereichte Bericht der behandelnden Ärztin Dr. med. 
E.________ von der Klinik D.________, dass es sich bei seinem Hund um 
einen notwendigen Therapiehund handelt und sich der Klinikeintritt auf-

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grund der Notwendigkeit der Begleitung durch den Hund verzögert hat 
(act. I 1). Indes ist vorliegend nicht erstellt, dass die Beschwerdegegnerin 
hierüber – auch nach Erhalt des Vorbescheids vom 13. Juni 2024 – in 
Kenntnis gesetzt wurde; in den Akten, insbesondere im Protokoll der Be-
schwerdegegnerin (im Gerichtsdossier), ist keine entsprechende Mitteilung 
vermerkt (vgl. hierzu auch Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 11). Auch lässt 
sich dem Bericht von Dr. med. E.________ (act. I 1) nicht entnehmen, dass 
diese die Beschwerdegegnerin – wie vom Beschwerdeführer vorgebracht 
(vgl. hierzu Beschwerde S. 1 Ziff. 3 und S. 2 Beilagen Ziff. 1) – über die 
Verzögerung oder das geplante Vorgehen informiert habe. Im Übrigen 
macht der Beschwerdeführer auch keine konkrete Angaben dazu, wann die 
entsprechende Information genau erfolgt sein soll. Ein entschuldbarer 
Grund, weshalb es dem Beschwerdeführer nicht möglich gewesen sein 
soll, die Beschwerdegegnerin darüber zu informieren oder eine Drittperson 
mit dieser Aufgabe zu betrauen, ist schliesslich nicht ersichtlich und wird 
auch vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht.

3.3 Nach dem Dargelegten steht fest, dass der Beschwerdeführer seine 
Mitwirkungspflicht in schuldhafter Weise verletzt hat (vgl. E. 2.3 vorne). Das 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren (vgl. E. 2.3 vorne) wurde sodann korrekt 
durchgeführt (vgl. act. II 98, 102). Alsdann war eine materielle Beurteilung 
des Leistungsanspruchs ohne Mitwirkung des Beschwerdeführers ausge-
schlossen, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht auf Nichteintreten 
erkannt hat (vgl. E. 2.3 vorne sowie Rz. 5012 f. des Kreisschreibens des 
Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über das Verfahren in der 
Invalidenversicherung [KSVI]). Die angefochtene Verfügung vom 26. Au-
gust 2024 (act. II 103) ist damit nicht zu beanstanden und die dagegen er-
hobene Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

Anzumerken ist, dass die Beschwerdegegnerin die nachträglich gezeigte 
Bereitschaft des Beschwerdeführers, seine Mitwirkungs- resp. Schaden-
minderungspflicht zu erfüllen (vgl. Beschwerde S. 1 Ziff. 2, act. I 2), zu 
Recht als Neuanmeldung entgegengenommen hat (Beschwerdeantwort 
S. 3 Ziff. 13; SVR 2019 IV Nr. 8 S. 23, 9C_477/2018 E. 5.1, 2017 IV Nr. 50 
S. 150, 9C_244/2016 E. 3.3 und 3.4). Die Beschwerdegegnerin wird mithin 
das Leistungsgesuch pro futuro zu prüfen und anschliessend neu darüber 

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zu verfügen haben; die Akten sind zu diesem Zweck an die Beschwerde-
gegnerin weiterzuleiten. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unent-
geltlichen Rechtspflege (vgl. Verfügung vom 10. Dezember 2024) ist der 
Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss 
Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht 
zu befreien.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechts-
pflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

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3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Die Akten gehen an die Beschwerdegegnerin zum weiteren Vorgehen 
im Sinne der Erwägungen.

5. Zu eröffnen (R):
- Sozialdienst B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.