# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d80e32c4-151a-5bb8-805e-05d1d8e00728
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.01.2018 RT170209
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT170209_2018-01-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT170209-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 5. Januar 2018 

 

in Sachen 

 
A._____ AG,  

Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin 

vertreten durch lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  

Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht 
Zürich vom 17. November 2017 (EB171368-L) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 17. November 2017 wies das Bezirksgericht Zürich 

(Vorinstanz) das Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibung Nr. ... des Betrei-

bungsamts Zürich 2 (Zahlungsbefehl vom 8. Juni 2017) – für Fr. 42'380.55 nebst 

Zins und Kosten, gestützt auf einen Darlehensvertrag – ab; die Kosten wurden 

der Gesuchstellerin auferlegt (Urk. 10 = Urk. 12). 

b) Hiergegen hat die Gesuchstellerin am 4. Dezember 2017 fristgerecht 

(Urk. 11a) Beschwerde erhoben und stellt die Beschwerdeanträge (Urk. 12 S. 2): 

"1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 17. November 2017 
(Geschäfts-Nr. EB171368-L) aufzuheben. 

 2. Es sei der Beschwerdeführerin provisorische Rechtsöffnung zu erteilen 
in der Betreibung Nr. ..., Betreibungsamt Zürich, 2 gemäss Zahlungsbe-
fehl vom 8. Juni 2017 im Betrag von  

 -   CHF 42'380.55 nebst Zins von 5% seit dem 18. Februar 2017 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. der Kosten des Betrei-
bungsverfahrens sowie der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin." 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als unbegründet erweist, kann auf prozessuale Weiterungen verzich-

tet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Gesuchstellerin stütze 

sich auf einen Darlehensvertrag vom 4./15. Juni 2015. Als provisorische Rechts-

öffnungstitel im Sinne von Art. 82 SchKG würden nur solche Urkunden gelten, bei 

denen der Schuldbetrag bereits im Zeitpunkt der Unterschrift klar bestimmt oder 

wenigstens leicht bestimmbar gewesen sei. Der Darlehensvertrag vom 4./15. Juni 

2015 halte lediglich fest, dass die Gesuchsgegnerin das C._____ und D._____ 

am 26. Mai 2014 gewährte Darlehen von ursprünglich Fr. 50'000.-- zum Saldo per 

31. Mai 2015 übernehme. Wie hoch der effektive Darlehensbetrag bei Vertrags-

übernahme war, lasse sich dem Darlehensvertrag jedoch nicht entnehmen. Die-

ser verweise auch auf kein anderes Dokument, welches im Zeitpunkt der Unter-

zeichnung bereits bestanden hätte und gestützt auf welches sich der Betrag hätte 

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bestimmen lassen. Er halte lediglich fest, dass das ursprüngliche Darlehen auf 

dem Konto Nr. ... geführt werde; dieses sei jedoch erst per 23. Juni 2015 abge-

rechnet worden, mithin nach Vertragsschluss. Der Schuldbetrag sei somit bei Ver-

tragsschluss weder bestimmt noch bestimmbar gewesen und der Verweis auf ei-

ne zukünftige Urkunde genüge nicht. Damit liege kein genügender Rechtsöff-

nungstitel vor und das Rechtsöffnungsgesuch sei abzuweisen (Urk. 13 S. 2 f.). 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 

320 ZPO). Dabei gilt das Rügeprinzip, d.h. in der Beschwerde muss konkret und 

im Einzelnen dargelegt werden, was genau am angefochtenen Entscheid unrich-

tig sein soll (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 

ZPO-Komm., Art. 321 N 15; BK ZPO-Sterchi, Art. 321 N 17 ff.); was nicht in dieser 

Weise beanstandet wird, braucht von der Beschwerdeinstanz nicht überprüft zu 

werden und hat insofern grundsätzlich Bestand. Im Beschwerdeverfahren sind 

sodann neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel 

ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

c) Die Gesuchstellerin macht in ihrer Beschwerde als Hauptstandpunkt 

geltend, im Darlehensvertrag vom 4./15. Juni 2015 sei der Schuldbetrag entgegen 

der Vorinstanz bestimmt. Mit diesem Vertrag sei die Gesuchsgegnerin grundsätz-

lich eine Schuldverpflichtung über die Rückzahlung des Darlehensbetrags von 

Fr. 50'000.-- eingegangen. Der Verweis auf das Darlehenskonto und die Formu-

lierung, dass der aktuelle Saldo übernommen werde, würden darauf hinweisen, 

dass allfällige Rückzahlungen angerechnet würden; wenn aber keine Abzahlun-

gen geleistet worden wären, hätte sich die Gesuchsgegnerin zur Rückzahlung der 

gesamten Fr. 50'000.-- verpflichtet. Mithin liege mit dem Darlehensvertrag ein 

Rechtsöffnungstitel im bestimmten Betrag von Fr. 50'000.-- vor (Urk. 12 S. 2-4). 

Dies ist unzutreffend. Vorab kann hinsichtlich der Anforderungen an einen 

Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 82 SchKG auf die zutreffenden Ausführun-

gen der Vorinstanz (Urk. 13 Erwägung 2.1) verwiesen werden. Der von der Ge-

suchstellerin eingereichte Darlehensvertrag vom 4./15. Juni 2015 hat unter der 

Überschrift "Darlehen" in Ziffer 2.1 folgenden Wortlaut (Urk. 3/1 S. 2): 

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"Die A._____ hat den Kunden C._____ und D._____ gemäss bisherigem Dar-
lehensvertrag vom 26.05.2014 ein Darlehen in Höhe von CHF 50'000.00 für 
die Auffrischung der Absatzstelle gewährt. Dieses Darlehen wird auf dem 
Darlehenskonto Nr. ... in den Büchern der A._____ geführt. Infolge Übernah-
me der Absatzstelle als Pächterin sowie der Stammanteile der [...] durch [die 
Gesuchsgegnerin] übernimmt [die Gesuchsgegnerin] die Darlehensschuld. 
Das bestehende Darlehen wird gemäss bisherigem Vertrag vom 26.05.2014 
mit C._____ und D._____ per 31.05.2015 abgerechnet und der aktuelle Saldo 
in den neuen Vertrag übernommen. Ab dem 01.06.2015 gelten die Bestim-
mungen des neuen Darlehensvertrages." 

Gemäss dem klaren Wortlaut wird damit nicht der Betrag von Fr. 50'000.--, 

sondern der "aktuelle Saldo" per 31. Mai 2015 übernommen. Wie hoch dieser 

Saldo und damit die von der Gesuchsgegnerin anerkannte Schuldverpflichtung 

ist, erschliesst sich aus der Vertragsurkunde nicht; er kann tiefer sein als die ur-

sprüngliche Schuld (Abzahlungen), möglicherweise aber auch höher (aufgelaufe-

ne Zinsen). Der Darlehensvertrag allein bildet damit keinen genügenden Rechts-

öffnungstitel.  

d) Als Eventualstandpunkt macht die Gesuchstellerin in ihrer Beschwerde 

geltend, im Darlehensvertrag vom 4./15. Juni 2015 werde auf das jederzeit ein-

sehbare Darlehenskonto Nr. ... verwiesen. Dieses habe seit der ursprünglichen 

Darlehensgewährung bestanden und sei stets nachgeführt worden. Insbesondere 

sei im Zeitpunkt der Unterzeichnung des Darlehensvertrags durch die Gesuchs-

gegnerin am 15. Juni 2015 der Stand per 31. Mai 2015 einsehbar, bestimmt und 

auf alle Fälle bestimmbar gewesen. Die Gesuchsgegnerin habe dieses Konto be-

stimmt eingesehen und sei in Kenntnis des aktuellen Saldos gewesen. Aufgrund 

des entsprechenden Kontoauszugs habe die Gesuchsgegnerin eine Darlehens-

schuld von Fr. 46'666.70 anerkannt (Urk. 12 S. 4-6). 

Wie die Vorinstanz korrekt (und ungerügt) dargelegt hat, kann ein Rechts-

öffnungstitel zwar aus mehreren Urkunden bestehen und kann sich der anerkann-

te Betrag so auch aus einem nicht von der Schuldnerin unterzeichneten Doku-

ment ergeben, doch muss die von der Schuldnerin unterzeichnete Urkunde expli-

zit und unmissverständlich auf dieses andere Dokument verweisen (Urk. 13 S. 3). 

Der von der Gesuchsgegnerin unterzeichnete Darlehensvertrag vom 4./15. Juni 

2015 verweist auf kein konkretes anderes Dokument (vgl. den oben wiedergege-

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benen Vertragstext). Die Gesuchsgegnerin hat denn auch kein Dokument einge-

reicht, welches im Zeitpunkt der Unterzeichnung des Darlehensvertrags durch die 

Gesuchstellerin (am 15. Juni 2015) bestanden hätte; die von ihr eingereichte Ab-

rechnung per 30. Juni 2015 (Urk. 7/6) kann jedenfalls am 15. Juni 2015 noch nicht 

bestanden haben. Damit bleibt es dabei, dass auch unter Berücksichtigung dieser 

Abrechnung kein genügender Rechtsöffnungstitel vorliegt. Dass der von der Ge-

suchsgegnerin übernommene Darlehensbetrag im Zeitpunkt der Unterzeichnung 

nicht völlig klar bestimmt war, zeigt sich im Übrigen auch darin, dass die Gesuch-

stellerin im Beschwerdeverfahren einen anerkannten Betrag von Fr. 46'666.70 

behauptet (Urk. 12 S. 5), während sie im vorinstanzlichen Verfahren geltend ge-

macht hatte, es sei der Betrag von Fr. 45'781.45 auf die Gesuchsgegnerin über-

tragen worden (Urk. 6; die Differenz rührt daher, dass per 17. Juni 2015 noch eine 

Rückvergütung von Fr. 885.25 für eine vergangene Zeitperiode gutgeschrieben 

wurde, vgl. Urk. 7/6).  

e) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde der Gesuchstellerin 

als unbegründet; sie ist demgemäss abzuweisen. 

3. a) Der Streitwert für das Beschwerdeverfahren beträgt Fr. 42'380.55. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 500.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, der Gesuchstellerin zufolge ihres Unterliegens, der Gesuchsgegnerin 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt. 

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3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchstellerin 

auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beila-

ge des Doppels von Urk. 12, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs-

schein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 42'380.55. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 5. Januar 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: 
sf 

	Urteil vom 5. Januar 2018
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchstellerin auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage des Doppels von Urk. 12, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...