# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d77fc70-1ec2-5b0b-aea0-b90fc65361e1
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-02
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Zivilrechtliche Abteilung 02.10.2025 2025_OG Z 24 7_Kinderunterhalt
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_005_2025-OG-Z-24-7-Kinde_2025-10-02.pdf

## Full Text

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 OBERGERICHT 

 Zivilrechtliche Abteilung 

__________________________ 

OG Z 24 7 

 

 

Entsc heid  vom 2.  Oktober  2025  

 

__________________________ 

Besetzung 

 

 

Vizepräsidentin Lenka Ziegler, Vorsitz 

Oberrichter/in Max Gisler-Zgraggen, Yvonne Baumann,  

Sven Infanger und Peter Sommer 

Gerichtsschreiberin Serena Simmen 

__________________________ 

Verfahrensbeteiligte 

 

 

A.___ 

Berufungskläger 

 

gegen 

 

B.___  

C.___,  

gesetzlich vertreten durch die Kindsmutter  

beide vertreten durch RA MLaw Ralph Bomatter, 

Bilger Mattli Bomatter Gisler AG, Rechtsanwälte & Notare 

im Loftpark, Dätwylerstrasse 15, 6460 Altdorf 

Berufungsbeklagte 

 

D.___  

vertreten durch RA MLaw Ralph Bomatter, Bilger Mattli 

Bomatter Gisler AG, Rechtsanwälte & Notare im Loftpark, 

Dätwylerstrasse 15, 6460 Altdorf 

 

 

 

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__________________________ 

Gegenstand 

 

Kinderunterhalt 

(Berufung gegen Entscheid Landgericht Uri [LGZ 22 27] 

vom 13. März 2024) 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

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Prozessgeschichte: 

A. 

Am 13. März 2024 sowie mit Korrektur des Dispositivs Ziffer 4 vom 25. März 2024 fällte das Landgericht 

Uri (nachfolgend: Vorinstanz) im Verfahren LGZ 22 27 betreffend elterliche Sorge, Obhut und Kinder-

unterhalt zwischen B.___ und C.___, als Kinder gesetzlich vertreten durch die Kindsmutter D.___ und 

A.___, sowie der Verfahrensbeteiligten Kindsmutter D.___, folgenden Entscheid:  

«1.  

Auf das Rechtsbegehren bezüglich Bestätigung der elterlichen Sorge wird mangels eines Rechtsschutzinteres-

ses nicht eingetreten.  

2.  

Die Obhut über die beiden Kinder:  

- B.___, und  

- C.___,  

wird künftig durch die Kindseltern je alternierend, 60% durch die Kindsmutter und 40% durch den Kindsvater, 

ausgeübt. Die Kinder haben ihren Wohnsitz bei ihrer Mutter.  

3.  

3.1  

Der Kindsvater betreut die Kinder wie folgt: wöchentlich ab Sonntagabend, 18:00 Uhr, bis Dienstagabend, 

18:00 Uhr; zusätzlich jedes zweite und vierte Wochenende im Monat ab Freitagabend 18:00 Uhr bis Sonntag-

abend, 18:00 Uhr. Am zweiten und vierten Wochenende des Monats bleiben die Kinder somit jeweils lücken-

los von Freitagabend, 18:00 Uhr bis Dienstagabend, 18:00 Uhr, beim Kindsvater.  

3.2  

Die Kindsmutter betreut die Kinder wie folgt: wöchentlich von Dienstagabend 18:00 Uhr bis Sonntagabend, 

18:00 Uhr; zusätzlich jedes erste und dritte Wochenende im Monat ab Freitagabend, 18:00 Uhr bis Sonntag-

abend, 18:00 Uhr.  

3.3  

Ferien  

Beide Kindseltern sind berechtigt und verpflichtet, jährlich je 4 Wochen Ferien mit ihren Kindern zu verbrin-

gen. Sie sprechen sich jeweils bis Ende Dezember des Vorjahres, spätestens aber drei Monate im Voraus, über 

die Ferien im Folgejahr ab. Eine Ferienwoche dauert von Sonntagabend, 18:00 Uhr, bis zum darauffolgenden 

Sonntagabend, 18:00 Uhr. Bei welchem Elternteil die Kinder das vorgelagerte Wochenende verbringen, be-

stimmt sich anhand der unter Ziffer 3.1 festgehaltenen Wochenendregelung. 

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3.4  

Die Kinder verbringen Weihnachten (24. Dezember, 11:00 Uhr, bis 25. Dezember, 11:00 Uhr, Ostersonntag 

und Pfingstsonntag in ungeraden Jahren bei der Kindsmutter. In diesen ungeraden Jahren hat der Kindsvater 

an den Nachheiligtagen Ostermontag und Pfingstmontag ein zusätzliches Obhutsrecht, jeweils von 8.00 Uhr 

bis 18:00 Uhr. An Weihnachten dieser ungeraden Jahre verbringen die Kinder jeweils die Zeit vom 25. Dezem-

ber, 11:00 Uhr, bis 26. Dezember, 18:00 Uhr, beim Kindsvater. In geraden Jahren gilt die umgekehrte Rege-

lung.  

4.  

Allfällige AHV-Erziehungsgutschriften sind ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils vollumfänglich der Kinds-

mutter anzurechnen.  

Die Kindseltern nehmen zur Kenntnis, dass sie jederzeit zu Handen der Ausgleichskasse eine Abänderung 

dieser Regelung vereinbaren können.   

5. 

5.1 

Der Kindsvater wird verpflichtet, an die Kindsmutter zu Handen der Kinder rückwirkend ab Juni 2022 bis zur 

Volljährigkeit bzw. bis zum ordentlichen Abschluss einer Erstausbildung monatlich vorauszahlbare, ab Verfall 

zu 5 % verzinsliche und gerichtsüblich indexierte Kinderunterhaltsbeiträge, zzgl. allfälliger Kinder- bzw. Aus-

bildungszulagen, wie folgt zu bezahlen:  

Phase 1  

Juni 2022 bis Mai 2023  

B.___  

Barunterhalt: CHF 450.-- (inkl. Überschussanteil) 

Betreuungsunterhalt: CHF 170.-- 

C.___ 

Barunterhalt: CHF 430.-- (inkl. Überschussanteil) 

Betreuungsunterhalt: CHF 170.— 

Total CHF 1'220.-- zzgl. Kinderzulagen 

Phase 2  

Juni 2023 bis August 2030  

B.___  

Barunterhalt: CHF 485.-- (inkl. Überschussanteil) 

Betreuungsunterhalt: CHF 110.— 

C.___  

Barunterhalt: CHF 485.-- (inkl. Überschussanteil) 

Betreuungsunterhalt: CHF 110.— 

Total CHF 1'190.-- zzgl. Kinderzulagen  

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Phase 3  

September 2030 bis März 2034  

B.___  

Barunterhalt: CHF 455.-- (inkl. Überschussanteil) 

C.___  

Barunterhalt: CHF 455.-- (inkl. Überschussanteil) 

Total CHF 910.-- zzgl. Kinderzulagen 

Phase 4  

April 2034 bis Abschluss Erstausbildung  

B.___  

Barunterhalt: CHF 495.-- (inkl. Überschussanteil) 

C.___  

Barunterhalt: CHF 495.-- (inkl. Überschussanteil) 

Total CHF 990.-- zzgl. Ausbildungszulagen  

5.2  

Die Auslagen für Hobbys der beiden Kinder sind von den Kindseltern grundsätzlich im Verhältnis von 60% 

(Kindsmutter) und 40% (Kindsvater) zu finanzieren.  

5.3  

Die Kindseltern haben ausserordentliche Kosten der Kinder, die den Betrag von CHF 250.-- pro Ausgabe über-

steigen, je hälftig zu tragen, sofern diese Kosten nicht durch Dritte (Krankenkasse, Versicherung etc.) gedeckt 

sind.  

5.4  

Der Antrag des Kindsvaters auf rückwirkende Festlegung der Unterhaltsbeiträge von Januar bis Mai 2022 wird 

abgewiesen. 

6.  

6.1  

Es wird festgestellt, dass der Kindsvater zwischen Januar 2022 bis Februar 2024 Unterhaltsbeiträge (inkl. Kin-

derzulagen) in der Höhe von insgesamt 35'430.-- schuldete und total solche im Betrag von 42'150.-- - und 

folglich CHF 6'720.-- zu viel - bezahlt hat.  

6.2  

Die Kindsmutter wird verpflichtet, dem Kindsvater den zu viel bezahlten Betrag gemäss Ziffer 6.1 zurückzu-

zahlen. Die entsprechende Rückforderung wird erst zur Zahlung fällig, wenn beide Kinder ihre Erstausbildung 

abgeschlossen haben.  

 

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7.  

Die Berechnungsgrundlagen für die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5.1 ergeben sich zusammengefasst aus 

den Tabellen im Anhang zu diesem Entscheid.  

8.  

Die Unterhaltsbeiträge basieren auf einem Stand des Landesindexes der Konsumentenpreise (Ausgangspunkt 

Basis Index per Februar 2024 von 107.1 Punkten/ Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Er wird jeweils auf 

1. Januar proportional dem Indexstand im vorangegangenen November angepasst, erstmals per 1. Januar 

2025. Der neue Unterhaltsbeitrag ist gemäss folgender Formel zu berechnen: Neuer Unterhaltsbeitrag= Basis-

Unterhaltsbeitrag x Neuer Index Basisindex Weist der Unterhaltsschuldner dem Unterhaltsberechtigten nach, 

dass sich sein Netto-Einkommen nicht entsprechend der Indexentwicklung verändert hat, so erfolgt die An-

passung lediglich im Verhältnis der effektiven Einkommensveränderung.  

9.  

9.1  

Die Gerichtsgebühr wird auf pauschal CHF 10'000.-- festgesetzt und dem Kindsvater und der Kindsmutter je 

hälftig auferlegt. Sie wird mit dem von der Kindsmutter im Namen der Klägerinnen geleisteten Kostenvor-

schuss von CHF 2'500.-- verrechnet. Der Restbetrag wird im Umfang von CHF 2'500.-- von der Kindsmutter 

und im Umfang von CHF 5'000.-- vom Kindsvater eingefordert. 

10.  

Die Kindsmutter wird verpflichtet, dem Kindsvater einen Betrag von CHF 4'841.60 (Parteientschädigung 

CHF 4'257.75; Rückerstattung Prozesskostenvorschuss CHF 583.85} zu bezahlen. 

11./12. 

Rechtsmittelbelehrung/Zustellung.» 

B.  

Gegen diesen Entscheid reichte A.___ (nachfolgend: Berufungskläger) am 19. April 2024 Berufung 

beim Obergericht des Kantons Uri ein. Er stellte folgende Anträge (act. 2.1, Schreibweise und Satzstel-

lung nachfolgend wortwörtlich übernommen): 

1. Die Erziehungsgutschriften der AHV über die Berufungsgegnerin 1 und die Berufungsgegnerin 

2 sei ab 1. Januar 2022 im Verhältnis 50% der Kindsmutter D.___ und 50% dem Berufungsfüh-

rer A._ zu verteilen.  

2. Das Einkommen der Kindesmutter soll ein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet 

oder das genau, beim zugemuteten Arbeitspensum von 70% ermittelt werden. Im Verhältnis 

zum zumutbaren Arbeitspensum von 70%, gleich wie beim Berufungsführer da ist das zumut-

bare Arbeitspensum 80% wird aber das von 90% angerechnet für das hypothetische 

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Einkommen vom Hauptarbeitgeber E.___ AG (Gleichstellung). Dieser Entscheid vom Landge-

richt Uri muss aufgehoben werden und nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung, Lehre und 

Ermessen neu beurteilt, festgelegt und berechnet werden.  

3. Die Unterhaltsbeiträge für die Berufungsgegnerin 1 und Berufungsgegnerin 2 seien neu zu be-

rechnen gemäss SchKG Richtlinien und nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung, Lehre und 

Ermessen und nach der Lebenshaltungskostenmethode der 2-stufigen Methode mit Über-

schussverteilung. Der Berufungsführer sei zu verpflichten, rückwirkend auf den 1. Januar 2022 

an den Unterhalt der Berufungsgegnerin 1 und 2 angemessene und den üblichen Unterhalts-

berechnungen (nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung, Lehre und Ermessen und nach den 

SchKG-Richtlinien) entsprechende Unterhaltsbeiträge (Bar- und Betreuungsunterhalt) zu be-

zahlen, zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinder- und Ausbildungszulagen, bis 

zum Abschluss der ordentlichen Ausbildung, gerichtsüblich indexiert. Es soll geprüft werden 

ob das Landgericht Uri der Einkommensermittlung der Kindsmutter und Bedarfsermittlung des 

Berufungsführer, Kindesmutter und der Berufungsgegnerinnen 1 und 2 nicht dem bundesge-

richtlichen zustehender Rechtsprechung, Lehre und Ermessen keine falschen Gebrauch ge-

macht hat, d.h. grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgewi-

chen ist, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, 

oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben 

und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, dies sich als im Ergebnis offensicht-

lich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen. Dieser Entscheid vom Landgericht 

Uri muss aufgehoben werden und nach bundesrechtlicher Rechtsprechung, Lehre und Ermes-

sen neu beurteilt, festgelegt und berechnet werden. 

4. Es sei zu prüfen, ob das Vermögen überhaupt nach Bundesgerichtlichen Entscheide, Recht-

sprechung Ermessen und Lehre für die Unterhalsbeiträge der Berufungsgegnerin 1 und 2 über-

haupt berücksichtigt werden darf als Vermögensverzerr oder Kürzung vom eigenen Bedarf des 

Berufungsführer und der Berufungsgegnerin 1 und 2 (z.B. Verzicht auf die Unterhaltskosten 

des Selbst genutztem Wohneigentum vom Berufungsführer, an der F.___strasse, Altdorf) und 

ob das Landgericht Uri im Entscheid nicht auf mehrere Punkte in Willkür verfallen ist. Es soll 

geprüft werden ob das Landesgericht Uri mit dem Vermögensverzerr des Berufungsführer 

nicht dem Ihrem zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat, d.h. grundlos von in 

Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgewichen ist wenn sie Gesichtspunkte 

berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn sie umgekehrt rechtser-

hebliche Umstände ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem 

Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise 

ungerecht erweisen. Dieser Entscheid vom Landgericht Uri muss aufgehoben werden und nach 

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bundesgerichtlicher Rechtsprechung, Lehre und Ermessen neu beurteilt, festgelegt und be-

rechnet werden. 

5. Die Unterhaltsbeiträge sollen rückwirkend auf 1. Januar 2022 festzulegen. Die zu viel geleiste-

ten Unterhaltsbeiträge sollen rückwirkend auf 1. Januar 2022 in Verrechnung gestellt werden. 

Natürlich so wie es das Landesgericht Uri im Entscheid LGZ 22 27 angeordnet (nach der Voll-

endung der Erstausbildung) hat oder nach dem Erbe der Kindesmutter D.___ was zuerst ein-

tritt. Allenfalls auch die vom 01.06.2020 bis und mit 01.11.2020 wo CHF 2250.00 geleistet wur-

den. Dieser Entscheid vom Landgericht Uri muss aufgehoben werden und nach bundesgericht-

licher Rechtsprechung, Lehre und Ermessen neu beurteilt, festgelegt und berechnet werden.  

6. Es sei die Parteientschädigung neu zu beziffern des Berufungsführers für die bereits vorge-

schossenen Prozesskostenvorschuss für RA MLaw Lukas Mattli. Dieser Entscheid vom Landge-

richt Uri muss aufgehoben werden und nach bundesrechtlicher Rechtsprechung, Lehre und 

Ermessen neu beurteilt, festgelegt und berechnet werden. 

7. Es sei die vorgeschossenen Unterhaltsbeiträge vom Juni 2020, in der Höhe von CHF 4’000.00 

in Verrechnung zustellen.  

8. Die Überschussverteilung der nicht Verheirateten Eltern soll gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung, Lehre und Ermessen verteilt werden.  

C.  

Die Berufung wurde mit verfahrensleitender Verfügung vom 29. April 2024 in das Geschäftsprotokoll 

des Kantons Uri (Zivilrechtliche Abteilung) aufgenommen und es wurde vom Berufungskläger ein Ge-

richtskostenvorschuss von CHF 3'500.00 zur Bezahlung innert 10 Tagen eingefordert (act. 1.1). Ausser-

dem wurde der Berufungskläger aufgefordert, die fehlenden Beilagen 23 f, 27 d und 29 b innert der-

selben Frist nachzureichen. 

D.  

Mit Eingabe vom 1. Mai 2024 reichte der Berufungskläger die Beilagen 23 f, 27 d und 29 b fristgerecht 

nach (act. 2.2). 

E.  

Mit Schreiben vom 8. Mai 2024 teilte das Obergericht des Kantons Uri den Parteien mit, dass Agnes 

H. Planzer Stüssi am Entscheid LGZ 22 27 vom 13. März 2024 mitgewirkt bzw. den Vorsitz innehatte. 

Da sie nun seit 1. Juni 2023 die neue Präsidentin des Obergerichts des Kantons Uri ist, befindet sie sich 

im vorliegenden Berufungsverfahren im Ausstand. Das Verfahren wird von der Obergerichtsvizepräsi-

dentin, Frau Dr. iur. Lenka Ziegler, geleitet (act. 1.2).  

 

 

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F.  

Mit Eingabe vom 8. Mai 2024 beantragte der Berufungskläger eine Fristerstreckung zur Leistung des 

Gerichtskostenvorschusses bis 20. Mai 2024 (act. 2.3). 

G.  

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 13. Mai 2024 wurde dem Berufungskläger eine Fristerstre-

ckung zur Leistung des Gerichtskostenvorschusses von CHF 3'500.00 bis 20. Mai 2024 gewährt 

(act. 1.3). 

H.  

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 17. Mai 2024 wurde B.___ und C.___, als Kinder gesetzlich 

vertreten durch die Kindsmutter D.___, (nachfolgend: Berufungsbeklagte) eine Frist von 30 Tagen zur 

Berufungsantwort angesetzt (act. 1.4). 

I.  

Die Vorinstanz edierte am 27. Mai 2024 die Akten (act. 4.1). 

J.  

Mit Schreiben vom 28. Mai 2024 retournierte das Obergericht des Kantons Uri der Vorinstanz die bei-

den eingereichten Dossiers und forderte die Vorinstanz auf, gestützt auf Art. 53 ZPO sämtliche Akten 

im Original akturiert und mit einem Aktenverzeichnis innert 10 Tagen zu edieren (act. 1.5).  

K.  

Die Vorinstanz edierte am 11. Juni 2024 die Akten im Original mit Aktenverzeichnis (act. 4.2). 

L.  

Die Berufungsbeklagten reichten am 24. Juni 2024 die Berufungsantwort ein (act. 3.1). Sie stellten fol-

gende Anträge:  

1. Die Berufung vom 19. April 2024 sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.  

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zulasten des Berufungsklägers.  

Gleichzeitig stellten die Berufungsbeklagten die folgenden Verfahrensanträge (act. 3.1): 

1. Es sei der Berufungskläger zu verpflichten, den Berufungsbeklagten (bzw. deren gesetzlicher 

Vertreterin) für das Berufungsverfahren einen Prozesskostenvorschuss für Ihre Anwalts- und 

Gerichtskosten von CHF 5'000.00, eventualiter wie viel, zu bezahlen.  

2. Eventualiter sei den Berufungsbeklagten (bzw. deren gesetzlicher Vertreterin) für das Beru-

fungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und RA MLaw Ralph Bomatter 

als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.  

 

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M.  

Mit Eingabe vom 25. Juni 2024 reichten die Berufungsbeklagten die Beilage 2 zur Berufungsantwort 

nach (act. 3.2). 

N.  

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 26. Juni 2024 wurde dem Berufungskläger eine Frist von 30 Ta-

gen zur Replik angesetzt (act. 1.6). 

O.  

Der Berufungskläger reichte mit Eingabe vom 4. Juli 2024 die Replik ein (act. 2.4). 

P.  

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 11. Juli 2024 wurde den Berufungsbeklagten eine Frist von 

30 Tagen zur Duplik angesetzt (act. 1.7). 

Q.  

Die Berufungsbeklagten reichten am 30. Juli 2024 die Duplik ein (act. 3.3). 

R.  

Mit Eingabe vom 6. August 2024 reichten die Berufungsbeklagten einen Nachtrag zur Duplik ein 

(act. 3.4). 

S.  

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 9. August 2024 wurde dem Berufungskläger eine Frist von 

10 Tagen zur Stellungnahme angesetzt (act. 1.8). 

T. 

Am 14. August 2024 nahm der Berufungskläger nochmals Stellung (act. 2.5). 

U.  

Mit unaufgeforderter Eingabe vom 30. Oktober 2024 teilten die Berufungsbeklagten mit, dass der Be-

rufungskläger die Unterhaltszahlungen eigenmächtig reduziert habe (act. 3.5). Ausserdem übermittel-

ten die Berufungsbeklagten die aktuell gültigen Krankenkassenprämien.  

V.  

Mit unaufgeforderter Eingabe vom 7. Oktober 2024 nahm der Berufungskläger erneut Stellung 

(act. 2.6). 

W.  

Mit unaufgeforderter Eingabe vom 14. März 2025 nahm der Berufungskläger erneut Stellung (act. 2.7). 

 

 

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X. 

Mit Eingabe vom 27. August 2025 hat der Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten die Kostennote ein-

gereicht (act. 3.6). 

 

 
Erwägungen: 

1.  Formelles  

1.1  Prozessvoraussetzungen 

Nach Art. 308 Abs. 1 lit. a Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) ist die Berufung zulässig 

gegen erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die 

Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindes-

tens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Der angefochtene Entscheid stellt einen Endent-

scheid dar. Der strittige Kinderunterhalt beläuft sich insgesamt auf über CHF 10'000.00. Die erforder-

liche Streitwertgrenze ist somit erreicht. Die Berufung ist innert Frist und formgerecht (Art. 311 ZPO) 

eingereicht worden. Das Obergericht ist sachlich zuständig (Art. 4 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 37a Abs. 2 

Gerichtsorganisationsgesetz [GOG, RB 2.3221]) und spruchfähig (Art. 33 Abs. 3 i.V.m. Art. 34 Abs. 1 

und Art. 35 Abs. 1 GOG).  

1.2 Gegenstand des Berufungsverfahrens 

Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet die Regelung der Kinderunterhaltsbeiträge sowie die Fest-

stellung der diesen zugrunde liegenden finanziellen Verhältnisse. Zudem ist über die Zuteilung der 

AHV- Erziehungsgutschriften zu befinden. 

Die Berufung hemmt den Eintritt der Rechtskraft nur im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Der 

Berufungskläger ficht mit der Berufung die Dispositivziffern 4., 5.1, 5.4, 6., 7., 8., 9. und 10. des erstin-

stanzlichen Urteils LGZ 22 27 vom 13. März 2024 an. Demnach ist festzuhalten, dass die Dispositivzif-

fern 1. bis 3., 5.2 bis 5.3 des erstinstanzlichen Entscheids in Rechtskraft erwachsen sind.  

1.3 Überprüfung durch die Berufungsinstanz 

Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Feststellung des Sachverhalts 

geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Der Berufungskläger rügt beide Punkte sinngemäss. Die Be-

rufungsinstanz überprüft den angefochtenen Entscheid sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher 

Hinsicht frei. Sie verfügt über volle Kognition (Art. 310 ZPO) und ist weder an die Argumente der Par-

teien noch an die Begründung des vorinstanzlichen Entscheides gebunden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1. und 

130 III 136 E. 1.4.). Das Berufungsverfahren stellt jedoch keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Ver-

fahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges Verfahren ausgestaltet 

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(BGE 142 lll 413 E. 2.2.1 mit Hinweis auf die Botschaft zur Schweizerischen ZPO, BBI 2006 S. 7374). Die 

Berufungsinstanz kann sich aber darauf beschränken, die Beanstandungen zu beurteilen, welche die 

Parteien in ihren schriftlichen Begründungen gegen das erstinstanzliche Urteil erheben (BGer 

5A_635/2015 vom 21. Juni 2016 E. 5 unter Hinweis auf BGer 4A_619/2015 vom 25. Mai 2016 E. 2.2.4 

mit weiteren Hinweisen; REETZ/THEILER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], ZPO 

Kommentar, 3. Aufl. 2016, Art. 310 N. 5 und 6; BGE 138 III 374 E. 4.3.1.; OGer ZH NQ110031 vom 

9. August 2011 E. 2.2.1). 

Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO muss die schriftliche Berufungserklärung Rechtsbegehren enthalten und 

eine Begründung der in der Berufungsschrift aufgeführten Berufungsanträge. Aus einer Rechtsmittel-

schrift muss hervorgehen, dass und weshalb der Rechtsuchende einen Entscheid anficht und inwieweit 

dieser geändert oder aufgehoben werden soll (BGE 137 III 617 E. 4.2.2). Ein Rechtsbegehren muss der-

art formuliert sein, dass es im Falle der Gutheissung der Klage unverändert zum Urteil erhoben werden 

kann (BGE 137 III 617 E. 4.2.2). Auf Geldzahlungen gerichtete Berufungsanträge sind überdies zu bezif-

fern (Reetz/Theiler, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 

2016, Art. 311 N. 34).  Am Erfordernis bezifferter Begehren ändert die Geltung der Offizialmaxime im 

Bereich des Kinderunterhalts nichts. In Berufungsverfahren sind auch für den Kinderunterhalt Anträge 

erforderlich, die den aufgezeigten Anforderungen an die Bezifferung genügen müssen (BGE 137 III 617 

E. 4.5.1). Auf eine Berufung mit formell mangelhaften Rechtsbegehren ist ausnahmsweise dennoch 

einzutreten, wenn sich aus der Begründung, allenfalls in Verbindung mit dem angefochtenen Ent-

scheid, ergibt, welcher Geldbetrag zuzusprechen ist (BGE 137 III 617 E. 6.2, BGer 5A_3/2019 vom 

18.02.2019, E. 3). Hingegen ist es nicht die Aufgabe des Gerichts, aus der Begründung herauszusuchen, 

welcher Unterhaltsbeitrag allenfalls verlangt sein könnte, falls sich dies aus der Rechtsschrift nicht hin-

reichend klar ergibt (BGer 5A_793/2014 vom 18.05.2015 E. 3.2.1). Eine Nachfrist gemäss Art. 132 

Abs. 1 und 2 ZPO zur Verbesserung der Anträge muss nicht eingeräumt werden (BGE 137 III 617 E. 6.4). 

Die Anträge des Berufungsklägers genügen diesen Anforderungen nur insofern, als er die hälftige Zu-

weisung der AHV-Erziehungsgutschriften verlangt. Soweit er bloss allgemein die Aufhebung des vor-

instanzlichen Entscheids sowie die Festlegung der Unterhaltsbeiträge nach bundesgerichtlicher Recht-

sprechung, Lehre und Ermessen beantragt (gemeint ist wohl die Reduktion der monatlichen Unter-

haltsbeiträge auf das zulässige Mass), kommt er jedoch – isoliert betrachtet – dem Bezifferungsgebot 

nicht nach. Der Berufungskläger hat das Rechtsmittel als juristischer Laie selbst eingelegt und begrün-

det. Wie alle Prozesshandlungen sind Rechtsbegehren nach Treu und Glauben auszulegen, insbeson-

dere im Lichte der dazu gegebenen Begründung. Dieser Grundsatz gilt auch mit Bezug auf die Beru-

fungsanträge im Sinne von Art. 311 Abs. 1 ZPO (vgl. BGer 5A_474/2013 vom 10. Dezember 2013 

E. 6.2.3). Somit genügt es, wenn sich aus der Begründung, gegebenenfalls zusammen mit dem ange-

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fochtenen Entscheid, ergibt, was die berufungsklagende Partei fordert (BGE 137 III 617 E. 6.2; BGer 

5A_380/2012 vom 27.08.2012, E. 3.2.3). Aus diesem Grund ist anzunehmen, dass der Berufungskläger 

in der Berufung die Bereitschaft erklärt hat, für die Phase 2 einen Unterhaltsbeitrag von CHF 800.00 

bis CHF 1'000.00 inklusive Kinderzulagen sowie für die Phase 3 einen Unterhaltsbeitrag von CHF 600.00 

bis CHF 800.00 inklusive Kinderzulagen (act. 2.1, S. 25 f.) zu bezahlen. Daher ist zu seinen Gunsten 

davon auszugehen, dass er die vorinstanzlich festgesetzten Alimente auf diesen Betrag reduziert haben 

will. Auf die Berufung ist in diesem Sinne einzutreten.  

1.4 Verfahrensart 

Die Rechtsmittelinstanz kann eine Verhandlung durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden 

(Art. 316 Abs. 1 ZPO), sie kann einen zweiten Schriftenwechsel anordnen (Art. 316 Abs. 2 ZPO) und 

kann Beweise abnehmen (Art. 316 Abs. 3 ZPO). Das Berufungsverfahren ist sehr flexibel ausgestaltet 

und es steht im Ermessen der Rechtsmittelinstanz, das für den konkreten Fall Geeignete vorzukehren 

(Alexander Brunner, in Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar zur Schweizerischen Zivil-

prozessordnung, 3. Aufl., Basel 2021, Art. 316 N. 1). Art. 316 ZPO räumt der Rechtsmittelinstanz einen 

grossen Gestaltungsspielraum ein (Beat Mathys, in Baker & McKenzie [Hrsg.], Handkommentar zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung, Bern 2010, Art. 316 N. 1). Da die Akten des erstinstanzlichen 

Verfahrens und des mehrere Schriftenwechsel beinhaltenden Rechtsmittelverfahrens genügend Auf-

schluss für eine Beurteilung geben, verzichtet das Obergericht vorliegend auf die Durchführung einer 

mündlichen Verhandlung und entscheidet aufgrund der Akten. 

1.5 Noven 

Das Novenrecht richtet sich im Berufungsverfahren grundsätzlich nach Art. 317 Abs. 1 ZPO. Nach dieser 

Bestimmung werden neue Tatsachen und Beweismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug 

vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht 

werden konnten (lit. b). In Kinderbelangen hat das Gericht den Sachverhalt gestützt auf Art. 296 Abs. 1 

und 3 ZPO von Amtes wegen zu erforschen (Untersuchungsmaxime) und überdies ohne Bindung an 

die Parteianträge zu entscheiden (Offizialmaxime). Die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime in 

Kinderbelangen durchbricht das erwähnte Novenregime mit der Folge, dass neue Tatsachen und Be-

weismittel im Berufungsverfahren selbst dann vorgebracht werden können, wenn die Voraussetzun-

gen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1, BGer 5A_800/2019 vom 

9.02.2021 E. 2.2). Die bisher geltende Rechtsprechung wurde mit der ZPO-Revision per 1. Januar 2025 

gesetzlich wie folgt kodifiziert: Der neue Art. 317 Abs. 1bis ZPO hält ausdrücklich fest, dass wenn die 

Rechtsmittelinstanz den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen hat, sie neue Tatsachen und Be-

weismittel bis zur Urteilsberatung berücksichtigt. Die per 1. Januar 2025 in Kraft getretene Änderung 

gilt nach Art. 407f ZPO auch für Verfahren, die bei Inkrafttreten der Änderung bereits rechtshängig 

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sind. Vorliegend sind somit allfällige Noven der Parteien zu berücksichtigen, soweit sie in Zusammen-

hang mit dem Kinderunterhalt, namentlich auch mit dem Betreuungsunterhalt, stehen. 

2. Kinderunterhaltsbeiträge 

2.1. Vorinstanz 

Die Vorinstanz hatte den Berufungskläger im angefochtenen Entscheid verpflichtet, der Kindsmutter 

zuhanden der Berufungsbeklagten rückwirkend ab Juni 2022 bis Mai 2023 monatliche Kinderunter-

haltsbeiträge ab Rechtskraft des Urteils von insgesamt CHF 1'220.00 zzgl. Kinderzulagen, ab Juni 2023 

bis August 2030 CHF 1'190.00 zzgl. Kinderzulagen, ab September 2030 bis März 2034 CHF 910.00 zzgl. 

Kinderzulagen sowie ab April 2034 bis zum ordentlichen Abschluss einer Erstausbildung CHF 990.00 

zzgl. Ausbildungszulagen zu bezahlen. Der Antrag des Berufungsklägers auf rückwirkende Festlegung 

der Unterhaltsbeiträge von Januar bis Mai 2022 wurde abgewiesen. Die Vorinstanz ordnete sodann 

an, die AHV-Erziehungsgutschriften ab Rechtskraft des Urteils vollumfänglich der Kindsmutter anzu-

rechnen.  

2.2 Berufungskläger 

Der Berufungskläger rügt den Entscheid des Landgerichts Uri in mehrfacher Hinsicht. Er macht geltend, 

dass die AHV-Erziehungsgutschriften ab dem 1. Januar 2022 zu Unrecht vollumfänglich der Kindsmut-

ter angerechnet worden seien. Auch die Anrechnung eines Erwerbseinkommens der Kindsmutter auf 

Basis eines Pensums von 50 % sei fehlerhaft, zumal bei ihm 90 % berücksichtigt worden seien – was 

gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstosse. Ohnehin müssten die geänderten Einkommens- 

und Bedarfsverhältnisse berücksichtigt werden. Zudem beanstande er die Unterhaltsberechnungen, 

die nicht nach den SchKG-Richtlinien und nicht im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung erfolgt seien. Die zweistufige Methode mit Überschussverteilung sei nicht korrekt angewendet 

worden. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kindsmutter seien unzureichend berücksichtigt worden, 

was zu einer unrichtigen Bemessung der Unterhaltsbeiträge geführt habe. Die Unterhaltsbeiträge 

seien rückwirkend auf den 1. Januar 2022 neu festzulegen. Weiter rügte der Berufungskläger, dass sein 

Vermögen in unzulässiger Weise angerechnet worden sei, insbesondere unter Missachtung anerkann-

ter Kriterien zum Vermögensverzehr und zum Wohnwert selbst genutzten Eigentums. Auch bereits 

geleistete Unterhaltsbeiträge – insbesondere ab dem 1. November 2020 – seien nicht vollständig an-

gerechnet worden. Gleiches gelte für den Prozesskostenvorschuss sowie den im Juni 2020 geleisteten 

Unterhaltsvorschuss von CHF 4'000.00. Schliesslich kritisiere er die Überschussverteilung, welche nicht 

den bundesgerichtlichen Vorgaben entspreche und für ihn nachteilig sei. Insgesamt verlangt er, dass 

der Entscheid aufgehoben und unter Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, Lehre und 

anerkannten Grundsätze neu beurteilt werde. 

 

Seite 15 von 68 
 

2.3  Berufungsbeklagte 

Die Berufungsbeklagten beantragen, die Berufung vom 19. April 2024 sei abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zulasten des Berufungsklä-

gers. 

2.4  Grundsätze  

Die Festsetzung des Unterhaltsbeitrages eines jeden Elternteils richtet sich nach Art. 276 und 285 

Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZGB, SR 210). Der Unterhalt eines Kindes wird durch Pflege, Erziehung 

und Geldzahlung geleistet (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Für diese drei Unterhaltskomponenten sorgen die 

Eltern gemeinsam, ein jeder nach seinen Kräften, wobei das Kind Anspruch auf gebührenden Unterhalt 

hat (Art. 276 Abs. 2 ZGB; BGE 147 III 265 E. 5.1). Der in Geld zu leistende Unterhaltsbeitrag soll den 

Bedürfnissen des Kindes sowie dem Lebensstandard und der Leistungsfähigkeit der Eltern entspre-

chen. Ausserdem soll er Vermögen und Einkünfte des Kindes sowie den Beitrag des nicht hauptbetreu-

enden Elternteils an der Betreuung des Kindes berücksichtigen (Art. 285 ZGB).  Steht das Kind hingegen 

unter der alternierenden Obhut der Elternteile, so sind die finanziellen Lasten bei ähnlicher Leistungs-

fähigkeit umgekehrt proportional zu den Betreuungsanteilen zu tragen (BGE 147 III 265 E. 5.5). Bei der 

Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen müssen alle bedeutsamen Umstände berücksichtigt werden. Es 

bleibt jedoch ein Ermessensentscheid (BGer 5A_90/2017 vom 24.8.2017 E. 9.1; BGer 5A_142/2013 

vom 8.8.2013 E. 3.1). Der Entscheid stellt daher nicht das exakte Ergebnis einer wissenschaftlich ge-

nauen mathematischen Berechnung dar, sondern bedarf gewisser Pauschalisierungen (Entscheid 

Obergericht des Kantons Zürich vom 30.7.2019, LY190018, E. III.3.1.3).  

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird der Kindesunterhalt nach der sog. zweistufigen Me-

thode der Existenzminimumberechnung mit Überschussverteilung berechnet (vgl. BGE 147 III 293 E. 

4.5; 147 III 265 E. 6.6). Dabei werden einerseits die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel fest-

gestellt, wofür in erster Linie die effektiven oder hypothetischen Einkommen relevant sind. Anderer-

seits wird der Bedarf der von der Unterhaltsberechnung betroffenen Personen ermittelt (sog. gebüh-

render Unterhalt); dieser ist keine feste Grösse, sondern ergibt sich aus den konkreten Bedürfnissen 

und den verfügbaren Mitteln. Schliesslich werden die vorhandenen Ressourcen auf die beteiligten Fa-

milienmitglieder dahingehend verteilt, dass zunächst das betreibungsrechtliche bzw. bei genügenden 

Mitteln das sog. familienrechtliche Existenzminimum der Beteiligten gedeckt und alsdann ein verblei-

bender Überschuss nach der konkreten Situation nach «grossen und kleinen Köpfen» verteilt wird 

(BGE 147 III 265 E. 7). Bei der Bedarfsermittlung bzw. der Ermittlung des gebührenden Unterhalts bil-

den die «Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berech-

nung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums» den Ausgangspunkt, wobei in Abweichung da-

von für jedes Kind ein (bei den Wohnkosten des Obhutsinhabers abzuziehender) Wohnkostenanteil 

Seite 16 von 68 
 

einzusetzen ist und im Übrigen auch die Fremdbetreuungskosten zu berücksichtigen sind. Diese beiden 

Positionen sowie die in den Richtlinien genannten Zuschläge (relevant für das Kind: Krankenkassenprä-

mien, Schulkosten, besondere Gesundheitskosten) sind zum Grundbetrag hinzuzurechnen. Bei knap-

pen Verhältnissen muss es für den Barunterhalt dabei sein Bewenden haben und auch ein allfälliger 

Betreuungsunterhalt ist auf der Basis des betreibungsrechtlichen Existenzminimums des betreuenden 

Elternteils zu bestimmen (BGE 147 III 265 E. 7.2). Soweit es die finanziellen Mittel zulassen, ist der 

gebührende Unterhalt indessen zwingend auf das sog. familienrechtliche Existenzminimum zu erwei-

tern, auf welches diesfalls Anspruch besteht. Bei den Eltern gehören hierzu unter anderem die Steuern 

sowie eine Kommunikations- und Versicherungspauschale; bei gehobeneren Verhältnissen können na-

mentlich auch über die obligatorische Grundversicherung hinausgehende Krankenkassenprämien be-

rücksichtigt werden (BGE 147 III 265 E. 7.2).  Beim Barbedarf des Kindes gehören zum familienrechtli-

chen Existenzminimum namentlich die Ausscheidung eines Steueranteiles, ein den konkreten finanzi-

ellen Verhältnissen entsprechender Wohnkostenanteil und gegebenenfalls über die obligatorische 

Grundversicherung hinausgehende Krankenkassenprämien. Ein danach resultierender Überschuss ist 

ermessensweise auf die daran Berechtigten zu verteilen. Grundsätzlich wird dabei eine Verteilung nach 

«grossen und kleinen Köpfen» vorgenommen, bei welcher die Erwachsenen doppelt und die Kinder je 

einfach zählen (BGE 147 III 265 E. 7.2). Grundsätzlich ist die Überschussaufteilung auch bei unverhei-

rateten Eltern nach den gleichen Kriterien vorzunehmen, wobei aber der nicht unterhaltsberechtigte 

Elternteil mangels gesetzlicher Grundlage keinen Anspruch auf einen Anteil am Überschuss des unter-

haltspflichtigen Elternteils hat (Philipp Maier/Andrea Waldner-Vontobel, Gedanken zur neuen Praxis 

des Bundesgerichts zum Unterhaltsrecht aus der Perspektive des erstinstanzlichen Gerichts, in: FamPra 

2021, S. 884 f.). Bei alternierender Obhut ist der Anteil der Kinder am Familienüberschuss grundsätzlich 

entsprechend den Betreuungsanteilen auf die Eltern zu verteilen (BGer 5A_330/2022 vom 27. März 

2023 E. 4.2.3).  

Anhand der so berechneten Existenzminima der Eltern und der Kinder kann der maximal vom Unter-

haltsschuldner zu leistende Unterhaltsbeitrag ermittelt werden, wobei ihm immer mindestens das be-

treibungsrechtliche Existenzminimum zu belassen ist. Ein allfälliges Manko geht somit immer zulasten 

der Unterhaltsberechtigten (BGE 147 III 265 E. 6.2 und 7.3). 

Für weitergehende Ausführungen zur Berechnung des Bar-, Betreuungs- und Volljährigenunterhalts 

kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (E. 3.2.1 bis 3.3 erstinstanz-

liche Urteilsbegründung).  

2.5  Einkommen und Arbeitspensum 

2.5.1  Vorinstanz 

Die Vorinstanz ging auf Seiten der Kindseltern von folgenden Nettolöhnen (inkl. 13 Monatslohn) aus:  

Seite 17 von 68 
 

 Phase I Phase II Phase III Phase IV 

Kindsvater CHF 5'074.00 

Pensum über  

90 % 

CHF 5'132.00 

Pensum 80 % 

CHF 5'132.00  

Pensum 80 % 

CHF 6'415.00 

Pensum 100 % 

Kindsmutter CHF 2'460.00 

Pensum 50 % 

CHF 2'865.00 

Pensum 70 % 

CHF 3'770.00 

Pensum 80%  

CHF 4'712.00 

Pensum 100 % 

 

Die Vorinstanz führte weiter aus, dass der Kindsmutter für die Phase I ihr tatsächlich erzieltes Einkom-

men anzurechnen sei, welches einem 50 % Pensum entspreche, und dass ihr nicht rückwirkend ein 

höheres hypothetisches Einkommen im Umfang eines 70 % Pensums angerechnet werden dürfe. 

2.5.2  Berufungskläger 

Die Einkommensberechnungen der Vorinstanz werden durch den Berufungskläger grundsätzlich nicht 

in Frage gestellt und sind auch nicht zu beanstanden. Ausgenommen hiervon ist die Rüge des Beru-

fungsklägers, wonach die Vorinstanz das Trinkgeld der Kindsmutter nicht in die Einkommensberech-

nung berücksichtigt habe. Insbesondere bei der Anstellung bei der Stiftung G.___, bei welcher die 

Kindsmutter monatlich rund 24 Stunden arbeite, sei das von der Vorinstanz angerechnete Einkommen 

von CHF 225.00 pro Monat offensichtlich zu tief. Dieses entspreche einem Stundenlohn von lediglich 

CHF 9.40 und berücksichtige keinerlei Trinkgelder, obwohl diese bei derartigen Tätigkeiten branchen-

üblich seien. Bei der Stiftung H.___ werde das Trinkgeld offen ausgewiesen, was belege, dass es auch 

bei vergleichbaren Stellen zum effektiven Einkommen gehöre. Die Vorinstanz habe es unterlassen, den 

effektiven Stundenlohn unter Einbezug des Trinkgelds sachgerecht zu ermitteln. Weiter macht der Be-

rufungskläger geltend, dass der Kindsmutter ein höheres hypothetisches Einkommen hätte angerech-

net werden müssen. Zwar werde ihr ab Juni 2023 ein Pensum von 70 % zugemutet, doch sei ein solches 

Pensum nach Auffassung des Berufungsklägers bereits ab Juni 2022 bis Mai 2023 zumutbar und realis-

tisch gewesen. Die Kindsmutter sei gesundheitlich in der Lage gewesen, ein solches Pensum zu leisten 

und es hätten geeignete Stellenangebote vorgelegen, insbesondere bei der Stiftung H.___. Der Beru-

fungskläger verweist auf eine entsprechende Stellenanzeige sowie auf einen Lohnausweis aus dem 

März 2022, wonach ein entsprechendes Einkommen erreichbar gewesen wäre. Das familiäre Betreu-

ungsmodell sowie ein freier Betreuungstag hätten eine Erwerbstätigkeit im Umfang von 70 % ermög-

licht. Es sei bundesgerichtlich anerkannt, dass ein hypothetisches Einkommen dann anzurechnen sei, 

wenn ein höheres Einkommen objektiv erzielbar und zumutbar sei. Die Vorinstanz habe es daher 

pflichtwidrig unterlassen, der Kindsmutter bereits für die Phase I ein Einkommen auf Grundlage eines 

70 %-Pensums anzurechnen (act. 2.1). 

Seite 18 von 68 
 

In seiner Replik teilt der Berufungskläger mit, dass er seine Arbeitssituation angepasst habe, woraufhin 

sich auch sein Einkommen entsprechend verändert habe (act. 2.4, Beilage 101 bis 103 und 106). Das 

bisherige Modell mit Haupt- und Nebenjob sei aufgrund der langen Arbeitszeiten und fehlender Ruhe-

zeiten unzumutbar gewesen, weshalb er den Nebenjob bei der I.___ GmbH auf Ende April 2024 aufge-

geben und das Pensum beim Hauptarbeitgeber E.___ AG per Januar 2024 in Seewen auf 80 % erhöht 

habe. Beide Kinder hätten inzwischen die obligatorische Schule erreicht. Ein 100 %-Pensum sei ihm 

trotz alternierender Obhut nicht zumutbar, da er erholte Präsenz am Arbeitsplatz schulde und die bun-

desgerichtliche Rechtsprechung eine volle Erwerbstätigkeit bei Betreuung minderjähriger Kinder aus-

schliesse. Mit Schreiben vom 7. Oktober 2024 hat der Berufungskläger seine Ausführungen zur Berech-

nung des Einkommens der Kindsmutter ergänzt. Gestützt auf das Schreiben der Berufungsbeklagten 

vom 6. August 2024 macht er geltend, die Kindsmutter erziele ab dem 1. September 2024 ein monat-

liches Einkommen von rund CHF 3'500.00. (act. 2.6). Mit unaufgeforderter Eingabe vom 14. März 2025 

teilte der Berufungskläger die erneut geänderten Einkommensverhältnisse per Januar 2025 mit (act. 

2.7). 

2.5.3  Berufungsbeklagte 

Die Berufungsbeklagten bestreiten die Behauptungen des Berufungsklägers. Die Vorinstanz habe das 

Einkommen der Kindsmutter korrekt berechnet. Auch mit zehn vollen Arbeitstagen pro Monat bei der 

Stiftung H.___ liege ein 50 %-Pensum vor, selbst wenn die tatsächlichen Stunden von Modellannah-

men abweichen. Ein darüberhinausgehendes hypothetisches Einkommen sei unbegründet. Es sei der 

Kindsmutter nicht ohne weiteres möglich gewesen, ihr Pensum zu erhöhen. Die Unterstellung, sie habe 

dies absichtlich unterlassen, sei zynisch. Zudem sei es weder zumutbar noch sinnvoll, mehrere Teilzeit-

stellen parallel auszuüben. Die Kindsmutter sei bemüht, ihre Erwerbstätigkeit zu bündeln und zu sta-

bilisieren (act. 3.1). Mit Schreiben vom 6. August 2024 teilen die Berufungsbeklagten mit, dass sich die 

Erwerbssituation der Kindsmutter geändert habe. Gemäss eingereichtem Nachtrag zum Arbeitsvertrag 

habe sie ihr Pensum bei der Stiftung H.___ per 1. September 2024 von 50 % auf 70 % erhöht. Ausser-

dem arbeite sie neben dem bisherigen Pensum jeweils zusätzlich am Mittwochvormittag rund 2,5 Stun-

den bei J.___ als Reinigungskraft. Die bisherige Arbeitstätigkeit bei der Stiftung G.___ werde ab Okto-

ber 2024 beendet. Die Kindsmutter werde dort fortan keine weiteren Einsätze mehr leisten (act. 3.4).  

2.5.4  Grundlagen  

Die für die Unterhaltsberechnung massgeblichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern beurteilen 

sich in erster Linie nach deren Erwerbseinkommen und Vermögenserträgen. Wenn das Einkommen für 

die Bestreitung des Familienunterhaltes nicht ausreicht, kann unter Umständen auch das vorhandene 

Vermögen berücksichtigt werden (vergleiche E. 2.5.8 nachfolgend). Bei der Festsetzung von Kinderun-

terhaltsbeiträgen ist grundsätzlich immer vom tatsächlichen Nettoeinkommen der beteiligten 

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Personen auszugehen (Maier Philipp, Die konkrete Berechnung von Kinderunterhaltsbeiträgen, in: Fa-

mPra 2020, S. 340). Bei unselbständig Erwerbstätigen besteht das massgebliche Einkommen aus dem 

monatlichen Nettolohn gemäss Lohnausweis (inklusive anteilsmässiger Anrechnung von 13. Monats-

lohn, Bonus und Gewinnbeteiligung). Bei unregelmässigen Einkünften ist von Durchschnittswerten 

auszugehen (Maier Philipp, Die konkrete Berechnung von Kinderunterhaltsbeiträgen, in: FamPra 2020, 

S. 340; BGer 5A_44/2012 vom 20.03.2012 E. 4.4.3). Auch Trinkgelder gelten als Einkommen (Entscheid 

Obergericht des Kantons Zürich vom 12.07.2018, LE170070, E. III.C.4). 

Nur wenn die tatsächlichen Einkommen der Elternteile und des Kindes nicht ausreichen, um den Un-

terhalt des Kindes zu decken, ist zu prüfen, ob es sich rechtfertigt, auf höhere als die effektiv vorhan-

denen Einkommen abzustellen (BGer 5A_994/2018 vom 29.10.2019 E. 6.2.2). Nach konstanter Recht-

sprechung darf das Gericht bei der Festsetzung von Kinderunterhalt von einem hypothetischen Ein-

kommen ausgehen, falls und sofern der unterhaltsberechtigte oder unterhaltspflichtige Elternteil bei 

ihm zuzumutender Anstrengung mehr verdienen könnte, als er effektiv verdient (BGer 5A_1008/2018 

vom 28.06.2019 E. 5.2.2). Wird einer Partei ein hypothetisches Einkommen angerechnet, ist dies 

grundsätzlich nur für die Zukunft und nicht rückwirkend möglich (Michael Affolter, Das hypothetische 

Einkommen im Familienrecht - ein Überblick, in: AJP 2020, S. 12). Darüber hinaus ist dem betreffenden 

Ehegatten eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen, die sich nach den Umständen des Einzel-

falles richtet (BGE 129 III 417 E. 2.2). Wie bei der Umsetzung der Schulstufenregel beträgt die Über-

gangszeit für die Aufnahme oder Erweiterung einer Erwerbstätigkeit drei bis sechs Monate (Entscheid 

Obergericht des Kantons Zürich vom 16.10.2018, LE180018, E. III.2.2). Ein vom erwähnten Grundsatz 

abweichender Entscheid, mit dem ein hypothetisches Einkommen ohne Umstellungsfrist oder gar 

rückwirkend angerechnet wird, rechtfertigt sich bloss bei Vorliegen besonderer Umständen, zum Bei-

spiel wenn der betroffenen Partei ein unredliches Verhalten vorgeworfen werden muss oder wenn die 

geforderte Umstellung und das Erfordernis eines vermehrten beruflichen Einsatzes für sie klar vorher-

sehbar waren (BGer 5A_549/2017 vom 11.09.2017 E. 4; Entscheid Obergericht des Kantons Zürich vom 

11.04.2019, LE180048-O/U, E. III./B./3.7). Diese Vorhersehbarkeit kann grundsätzlich frühestens mit 

der Zustellung des erstinstanzlichen Entscheids bejaht werden (Entscheid Obergericht des Kantons Zü-

rich vom 11.04.2019, LE180048-O/U, E. III./B./3.7). 

2.5.5  Einkommen Kindsmutter 

Im Zusammenhang mit der Behauptung des Berufungsklägers, die Vorinstanz habe das Trinkgeld der 

Kindsmutter zu Unrecht nicht als Einkommen berücksichtigt, ist Folgendes festzuhalten: Auf der Lohn-

abrechnung der Stiftung H.___ vom Januar 2022 ist unter dem Titel „Trinkgeld 2021“ ein einmaliger 

Betrag von CHF 30.35 ausgewiesen (act. 2.6, Beilage 2, vergleiche act. 02.01 LG Beilage 6). Damit ist 

dokumentiert, dass Trinkgelder bei dieser Arbeitgeberin nicht regelmässig, sondern allenfalls einmal 

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jährlich pauschal ausgerichtet werden. Insofern handelt es sich nicht um einen konstanten Lohnbe-

standteil, sondern um eine gelegentliche Zusatzleistung. Da das Trinkgeld in diesem Fall bereits als 

Bestandteil des Monatslohns ausgewiesen wurde, ist es im Jahreslohn rechnerisch bereits berücksich-

tigt und kann nicht zusätzlich aufgerechnet werden. 

Im Übrigen liegen keine Beweismittel vor, welche belegen würden, dass die Kindsmutter im Rahmen 

ihrer Tätigkeit bei der J.___ regelmässig Trinkgelder erhält. Es handelt sich dabei nicht um eine Tätig-

keit in einem Berufsfeld, bei dem typischerweise mit konstanten Trinkgeldern gerechnet werden kann. 

Entsprechendes gilt für den gelegentlichen Nebenerwerb bei der Stiftung G.___. Auch dort sind keine 

Beweise auf eine übliche Auszahlung von Trinkgeldern vorhanden. 

Die Nichtberücksichtigung von Trinkgeldern durch die Vorinstanz bei der Ermittlung des massgeblichen 

Einkommens stellt somit keine unrichtige Sachverhaltsfeststellung dar, sondern ist angesichts der Ak-

tenlage und des fehlenden Beweiswerts der Behauptung des Berufungsklägers nicht zu beanstanden. 

Weiter zu prüfen ist, ob im Zeitraum von Juni 2022 bis Mai 2023 – entsprechend der Rüge des Beru-

fungsklägers – der Kindsmutter ein höheres Erwerbspensum als das tatsächlich ausgeübte von 50 % 

hätte zugemutet werden können und ob demnach ein höheres hypothetisches Einkommen anzurech-

nen wäre. Nach dem Schulstufenmodell wäre die Kindsmutter in diesem Zeitraum nicht verpflichtet 

gewesen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Selbst unter Berücksichtigung der vom Berufungskläger 

übernommenen Betreuungszeit von 40 % wäre somit maximal eine Arbeitsauslastung von 40 % denk-

bar gewesen. Tatsächlich arbeitete die Kindsmutter in diesem Zeitraum jedoch mit einem Arbeitspen-

sum von 50 %. Das elternautonom festgelegtes Betreuungskonzept soll nach der Trennung der Eltern 

weitergeführt werden. Da die hauptbetreuende Kindsmutter bereits während des Zusammenlebens 

erwerbstätig war, ist es ihr zumutbar, ihre Berufstätigkeit im gleichen Umfang (somit eine Arbeitsaus-

lastung von 50 %) fortzuführen. Die Anrechnung des tatsächlich erzielten Einkommens der Kindsmutter 

bei einem Pensum von 50 % im Zeitraum Juni 2022 bis Mai 2023 ist somit angemessen. Besondere 

Umstände, die ein hypothetisches Einkommen ohne vorgängige Umstellungsfrist oder eine rückwir-

kende Anrechnung eines höheren hypothetischen Einkommens rechtfertigen würden, sind weder er-

sichtlich noch werden sie vom Berufungskläger geltend gemacht. Es besteht somit kein Anlass, der 

Kindsmutter für den Zeitraum von Juni 2022 bis Mai 2023 rückwirkend ein höheres hypothetisches 

Einkommen anzurechnen. Das Gesamteinkommen der Kindsmutter (Nettolohn inkl. 13. Monatslohn) 

beläuft sich gemäss den zutreffenden vorinstanzlichen Feststellungen auf CHF 2'460.00 (E. 3.4.1.2 

S. 25 f. erstinstanzliche Urteilsbegründung).  Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.  

Ab Juni 2023 wurde der Kindsmutter ein Erwerbseinkommen von CHF 2'865.00 angerechnet, welches 

sie gemäss erstinstanzlicher Beurteilung mit einem Arbeitspensum von knapp 70 % zu erzielen in der 

Lage ist (E. 3.4.1.2 S.26 f. erstinstanzliche Urteilsbegründung). Darin berücksichtigt sind die Arbeits-

Seite 21 von 68 
 

einsätze der Kindsmutter bei der Stiftung G.___ mit einem monatlichen Einkommen von gerundet 

CHF 225.00 und bei. J.___ als Reinigungskraft mit einem Lohn von CHF 284.00 (vergleiche E. 3.4.1.2 

erstinstanzliche Urteilsbegründung).  

Die Kindsmutter hat einen Nachtrag zum Arbeitsvertrag mit der Stiftung H.___ unterzeichnet, wonach 

das bisherige Pensum von 50 % per 1. September 2024 auf 70 % erhöht wurde. Der ausgewiesene 

Bruttomonatslohn beläuft sich auf CHF 3'297.75, woraus sich ein Bruttojahreslohn inklusive 13. Mo-

natslohn von CHF 42'883.75 ergibt (act. 3.4). Gestützt auf die vorliegenden Lohnabrechnungen der 

Stiftung H.___ aus dem Zeitraum von Januar bis Oktober 2022 (act. 02.01 LG, Klagebeilage 6) ist von 

durchschnittlichen Sozialabzügen in Höhe von gerundet 10.3 % auszugehen, was jährlichen Sozialab-

zügen von CHF 4'417.00 entspricht (CHF 42'883.75 x 10.3 %). Der daraus resultierende Nettojahreslohn 

beträgt CHF 38'466.75, entsprechend einem gerundeten Nettomonatslohn von CHF 3'205.50. Zudem 

ist die Kindsmutter weiterhin bei J.___ als Reinigungskraft tätig. Gemäss den bereits erstinstanzlich 

gewürdigten Unterlagen (vgl. E. 3.4.1.2 S. 25 f. erstinstanzliche Urteilsbegründung) beläuft sich das 

durchschnittliche monatliche Einkommen aus dieser Tätigkeit auf rund CHF 284.00 (act. 3.4).  

Im September 2024 nahm die Kindsmutter zudem einen einzelnen Arbeitseinsatz bei der Stiftung 

G.___ wahr. Ab Oktober 2024 leistete sie dort keine weiteren Einsätze mehr (act. 3.4).  

Nach dem Gesagten erzielt die Kindsmutter ab Oktober 2024 ein monatliches Einkommen von gerun-

det CHF 3'490.00. Dieses setzt sich zusammen aus CHF 3'205.50 aus der Anstellung bei der Stiftung 

H.___ sowie CHF 284.00 aus der Tätigkeit bei J.___. 

Ausgehend davon, dass ein Monat durchschnittlich 21.75 Arbeitstage umfasst (vergleiche BGE 121 V 

51 E. 4a; Entscheid des Obergerichts Zürich vom 22.11.2017, LE170003, E. III.8.1.4) und ein Arbeitstag 

in der Regel 8.4 Stunden dauert (42 Wochenstunden geteilt durch fünf Arbeitstage), ergibt sich eine 

monatliche Sollarbeitszeit bei einem 100 %-Pensum von 182.7 Stunden. Die verbleibende Erwerbstä-

tigkeit der Kindsmutter umfasst ab Oktober 2024 ein 70 %-Pensum bei der Stiftung H.___ sowie rund 

10 Monatsstunden bei J.___. Das entspricht einer Gesamterwerbstätigkeit von 75,5 % (10 ÷ 182.7 = ca. 

5,5 % Zusatzpensum).  

Ab September 2030 ist der Kindsmutter ein Arbeitspensum von 80 % anzurechnen (vgl. E. 3.4.1.2 S. 28 

der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Das Gericht folgt insoweit der Vorinstanz, welche davon aus-

geht, dass es der Kindsmutter zumutbar ist, ihr Pensum bei der Stiftung H.___ auf 80 % zu erhöhen. Es 

ist daher gerechtfertigt, der Einfachheit halber den derzeitigen Lohn bei der Stiftung H.___ von monat-

lich CHF 3'205.50 (bei einem 70 %-Pensum) proportional auf ein 80 %-Pensum hochzurechnen. Daraus 

ergibt sich ab September 2030 ein monatliches Einkommen von gerundet CHF 3'664.00 (CHF 3'205.50 

÷ 70 × 80). Das durch die Anstellung bei J.___ erzielte Einkommen bleibt ab diesem Zeitpunkt ausser 

Betracht. Ab April 2034 ist es der Kindsmutter zumutbar, in einem 100 % Arbeitspensum tätig zu sein. 

Seite 22 von 68 
 

Das Gesamteinkommen (Nettolohn inkl. 13. Monatslohn) der Kindsmutter beläuft sich diesfalls auf 

gerundet CHF 4'580.00 (CHF 3'205.50 ÷ 70 × 100).   

2.5.6  Einkommen Kindsvater     

Das Gesamteinkommen (Nettolohn inkl. 13. Monatslohn) des Kindsvaters beläuft sich gemäss den zu-

treffenden Feststellungen der Vorinstanz für den Zeitraum von Juni 2022 bis Mai 2023 auf 

CHF 5'074.00 (vgl. E. 3.4.1.3 S. 28 f. erstinstanzliche Urteilsbegründung). Ab Juni 2023 ist von einem 

Einkommen von CHF 5'132.00 auszugehen (vgl. E. 3.4.1.3 S. 29 f. erstinstanzliche Urteilsbegründung).  

Der Berufungskläger reichte mit Replik vom 4. Juli 2024 das Kündigungsschreiben an die I.___ GmbH 

per Ende April 2024 ein (act. 2.4, Beilage 103). Zudem legte er den am 3. November 2023 unterzeich-

neten Arbeitsvertrag mit der E.___ AG vor (act. 2.4, Beilage 102), mit welchem er sein Arbeitspensum 

per 1. Januar 2024 von 60 % auf 80 % erhöhte. Auch die entsprechenden Lohnabrechnungen bei der 

E.___ AG wurden zu den Akten gereicht (act. 2.7, Beilage 205). Dementsprechend war der Kindsvater 

im Zeitraum von Januar bis April 2024 in einem über 80 % liegenden Erwerbspensum tätig, indem er 

neben seinem 80 %-Pensum bei der E.___ AG zusätzlich einer Anstellung bei der I.___ GmbH nachging.  

Gemäss diesen Lohnabrechnungen beträgt der Nettolohn exklusive 13. Monatslohn, jedoch inklusive 

Kinderzulagen, CHF 5'144.80. Nach Abzug der monatlichen Kinderzulagen von CHF 460.00 und unter 

Berücksichtigung des 13. Monatslohns ergibt sich daraus ein Nettolohn von gerundet CHF 5'075.20 

([CHF 5'144.80 - CHF 460.00] × 13 ÷ 12). Zusätzlich erzielte er bis April 2024 bei der I.___ GmbH ein 

Einkommen von gerundet CHF 15'835.00 jährlich, entsprechend rund CHF 1'320.00 monatlich. Von 

Januar bis April 2024 betrug dieses Einkommen insgesamt etwa CHF 5'280.00 (vgl. 3.4.1.3 S. der erst-

instanzlichen Urteilsbegründung). Das Gesamteinkommen (Nettolohn inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kin-

derzulagen) des Kindsvaters beläuft sich somit von Januar bis April 2024 auf gerundet CHF 6'395.00 

und ab Mai 2024 auf gerundet CHF 5'075.00 monatlich.  

Ab dem Zeitpunkt, in dem das jüngste Kind das 16. Altersjahr vollendet (somit ab April 2034), ist es 

dem Kindsvater zumutbar, ein Arbeitspensum von 100 % auszuüben. Auf dieser Grundlage wird sich 

sein Einkommen voraussichtlich auf gerundet CHF 6'344.00 belaufen (CHF 5'075.00 ÷ 80 × 100).  

2.5.7  Kinder- und Ausbildungszulagen 

Die Kinderzulagen werden vorliegend vom Kindsvater bezogen. Dies erscheint gemäss den Feststellun-

gen der Vorinstanz sachgerecht, da der Arbeitgeber des Kindsvaters im Kanton Uri Kinderzulagen in 

Höhe von CHF 240.00 pro Kind ausrichtet während bei einem Bezug über den Arbeitgeber der Kinds-

mutter im Kanton Schwyz lediglich CHF 230.00 pro Kind zur Auszahlung gelangen würden  (E. 3.4.1.2 

S. 28 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung mit Verweis auf Art. 6 Abs. 3 des Urner Gesetzes über 

die Familienzulagen [FZG; RB 20.2511] sowie § 1 Abs. 1 des Kantonsratsbeschlusses Schwyz zum Ein-

führungsgesetz über die Familienzulagen vom 18. November 2020 [SRSZ 370.110]). Solange der 

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Kindsvater im Kanton Uri tätig war, ist deshalb für die Einkommensberechnung auf Kinderzulagen von 

CHF 240.00 pro Kind abzustellen. Aufgrund der beruflichen Veränderung des Kindsvaters, der gemäss 

den vorstehenden Ausführungen seit Januar 2024 im Kanton Schwyz tätig ist, sind die dort ausgerich-

teten Kinderzulagen von CHF 230.00 pro Kind grundsätzlich zu berücksichtigen (§ 1 Abs. 1 des Kantons-

ratsbeschlusses Schwyz zum Einführungsgesetz über die Familienzulagen). Die konkrete Anrechnung 

erfolgt im Rahmen der nachfolgenden Phasenbildung. Sobald das jüngste Kind das 16. Altersjahr voll-

endet hat (somit ab April 2034), wird die Kinderzulage durch die Ausbildungszulage ersetzt. Diese be-

trägt gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. b Familienzulagengesetz (FamZG, SR 836.2) in Verbindung mit § 1 Abs. 2 

des genannten Kantonsratsbeschlusses Schwyz neu CHF 280.00 pro Kind. 

2.5.8  Vermögen Kindsvater 

A) Vorinstanz 

Die Vorinstanz hat festgestellt, dass der Kindsvater von seinen Eltern rund CHF 800'000.00 erhalten 

habe (E. 3.4.1.4 S. 31 erstinstanzliche Urteilsbegründung). Ob diese Beträge als Schenkungen oder als 

Erbvorbezüge zu qualifizieren seien, habe nicht abschliessend geklärt werden können. Unbestritten sei 

jedoch, dass die Eltern dem Kindsvater dieses Geld überlassen hätten, damit er das Grundstück K.___ 

in Altdorf habe erwerben können, welches er heute bewohne. Das Gebäude sei gemäss Steuererklä-

rung im Jahr 2012 errichtet worden. Per Ende 2021 seien gemäss den Akten noch liquide Mittel in der 

Höhe von CHF 286'674.00 vorhanden gewesen. Die Vorinstanz hat weiter festgehalten, dass der Zweck 

der Vermögensverwendung bei der Frage nach einer unterhaltsrechtlichen Anrechnung von entschei-

dender Bedeutung sei. Sie habe sich dabei auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung gestützt, wo-

nach Vermögen, das für die Altersvorsorge geäufnet worden sei, grundsätzlich auch zur Deckung des 

nachehelichen Unterhalts verwendet werden könne (vgl. BGE 147 III 393 E. 6.4.1). Im vorliegenden Fall 

sei entscheidend, dass der Kindsvater selbst angegeben habe, dass das erhaltene Vermögen für den 

Erwerb, die Erweiterung und den Unterhalt der Liegenschaft bestimmt gewesen sei. Diese Zweckbin-

dung sei glaubhaft und decke sich mit dem tatsächlichen Vermögensverlauf. Da der Unterhalt des 

Wohneigentums dem klar bestimmten Verwendungszweck entspreche, sei der Kindsvater nach Auf-

fassung der Vorinstanz nicht darauf angewiesen, diesen Anteil aus seinem laufenden Einkommen zu 

bestreiten. Vielmehr sei das noch vorhandene Vermögen für den Liegenschaftsunterhalt einzusetzen. 

Keine Anhaltspunkte ergäben sich hingegen dafür, dass das Vermögen auch zur Finanzierung der Hy-

pothekarzinsen, Nebenkosten oder weiterer laufender Belastungen bestimmt gewesen sei. Mangels 

Mankosituation dürfe das Vermögen daher nur im Umfang des unbestrittenen Verwendungszwecks – 

nämlich zur Deckung des Liegenschaftsunterhalts – bei der Bedarfsberechnung berücksichtigt werden. 

Die monatlichen Unterhaltskosten für das Wohneigentum des Berufungsklägers in Höhe von 

CHF 464.00 (vgl. dazu E. 2.6.2.3 erstinstanzliche Urteilsbegründung) seien folglich nicht als Teil seines 

Seite 24 von 68 
 

laufenden Barbedarfs zu berücksichtigen, sondern aus dem zweckgebundenen Vermögen zu finanzie-

ren. 

B)  Berufungskläger 

Der Berufungskläger macht im Wesentlichen unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtspre-

chung (insbesondere BGE 147 III 393 E. 6.1 bis E. 6.5) geltend, das vorhandene Vermögen dürfe vorlie-

gend nicht zur Deckung des Unterhalts herangezogen werden, da das betreibungsrechtliche Existenz-

minimum bereits durch das Einkommen gedeckt sei. Die Vorinstanz sei in Willkür verfallen, indem sie 

dennoch einen Vermögensverzehr zugelassen habe. Der Vollständigkeit halber führt der Berufungsklä-

ger aus, es handle sich bei den erhaltenen Geldbeträgen der Eltern um Erbvorbezüge (act. 2.1 S. 10 ff.).  

C)  Berufungsbeklagte 

Die Berufungsbeklagten halten daran fest, dass die Vorinstanz das Vermögen zutreffend in die Unter-

haltsberechnungen, namentlich in die Berechnung der Wohnkosten, einbezogen habe. Der Berufungs-

kläger habe selbst ausgeführt, dass er die erhaltenen Erbvorbezüge für den Unterhalt seiner Immobilie 

verwendet habe. Auf dieser Darstellung sei er zu behaften.  

D)  Grundlagen 

Die für die Unterhaltsberechnung massgeblichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern beurteilen 

sich in erster Linie nach deren Erwerbseinkommen und Vermögenserträgen. Nur ausnahmsweise kann 

subsidiär auf die Substanz des Vermögens zurückgegriffen werden, wenn die Mittel für die Deckung 

des Familienunterhalts sonst nicht ausreichen, mithin ein Mankofall vorliegt (BGE 138 III 289 E. 11.1.2; 

134 III 581 E. 3.3, je mit Hinweisen; Entscheid Obergericht des Kantons Zürich vom 03.10.2019, 

LE190019, E. III.4.5). Dann können die Eltern für eine kurze Zeit gehalten sein, für die Bestreitung des 

Unterhalts der Kinder ihr Vermögen anzugreifen. Ein sogenannter Mankofall kann nur vorliegen, wenn 

das betreibungsrechtliche Existenzminimum für den Bar- und/oder Betreuungsunterhalt nicht voll-

ständig gedeckt werden kann (BGE 147 III 265 E. 7.2). Grundsätzlich ist in einem solchen Fall auf liqui-

des Vermögen zurückzugreifen, selbst wenn die Ersparnisse nicht besonders bedeutend sind (siehe 

BGer 5P.173/2002 vom 29.05.2002 E. 5, wo das anzuzehrende Vermögen CHF 263'020.00 betrug). 

Wenn das Einkommen das Existenzminimum zwar deckt, aber nicht den gebührenden Unterhalt er-

möglicht, kann bei entsprechend hohem Vermögen auch dieser standardisierte Bedarf gedeckt werden 

(BGE 147 III 393 E. 6.1.6 m.w.H.). Hingegen soll Vermögen, welches nur schwer liquidierbar ist oder in 

die Familienwohnung investiert ist, grundsätzlich eher unberücksichtigt bleiben (BGE 147 III 393 

E. 6.1.3). Ob und in welchem Umfang es als zumutbar erscheint, Vermögen für den laufenden Unter-

halt einzusetzen, ist anhand sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen. Von Bedeu-

tung hierfür sind insbesondere der bisherige Lebensstandard, der allenfalls zusätzlich eingeschränkt 

werden kann und muss, die Grösse des Vermögens und die Dauer, für die ein Rückgriff auf das 

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Vermögen nötig sein wird. Wenn das Vermögen eines Elternteils bereits während des Zusammenle-

bens der Familie zur Deckung des Familienunterhalts verwendet wurde, so ist es zulässig, den vermö-

genden Elternteil auch nach der Trennung zu verpflichten, den Unterhalt während einer gewissen Zeit-

spanne durch Vermögensverzehr zu finanzieren. Gleiches gilt, wenn das Einkommen nicht ausreicht, 

um den Grundbedarf der Familienmitglieder auf tiefem Niveau zu decken (wenn mit anderen Worten 

das betreibungsrechtliche Existenzminimum nicht gedeckt werden kann und demgemäss ein soge-

nannter Mankofall nach BGE 147 III 265 E. 7.2 vorliegt), das Vermögen nicht von unbedeutender Grösse 

ist und es sich um eine vorübergehende Massnahme handelt. Grundsätzlich sind beide Elternteile ver-

pflichtet, ihr Vermögen anzuzehren. Die Höhe des jeweiligen Vermögens ist zu berücksichtigen (Maier 

Philipp, Die konkrete Berechnung von Kinderunterhaltsbeiträgen, in: FamPra 2020, S. 343 ff.). Auch der 

Zweck des Vermögens spielt eine Rolle. Unter Umständen spricht nichts dagegen das genau zu diesem 

Zweck angesparte Vermögen für die Sicherstellung des Unterhalts der Eheleute einzusetzen (BGE 147 

III 393 E. 6.1.4). Allerdings soll die zweckgemässe Verwendung des Vermögens grundsätzlich nicht An-

wendung auf durch Erbanfall erworbenes Vermögen finden. Durch Erbanfall erworbenen Vermögen 

soll grundsätzlich unberücksichtigt bleiben (BGE 147 III 393 E. 6.1.4; 129 III 7 E. 3.1.2). Die Rechtspre-

chung hat beispielsweise anerkannt, dass von einem nicht erwerbstätigen Schuldner verlangt werden 

kann, die Substanz seines umfangreichen Vermögens (im konkreten Fall rund CHF 3.8 Millionen liqui-

des Vermögen sowie Wohneigentum im geschätzten Wert von rund CHF 360'000.00) für die Deckung 

des erweiterten Existenzminimums seiner Frau einzusetzen (BGer 5A_14/2008 vom 28.05.2008 E. 5).  

E)  Gerichtliche Würdigung 

Wie die Vorinstanz in E. 3.4.1.4 und 3.4.2.9 ihres Urteils sowie der vorliegende Entscheid in E. 2.8.1 bis 

2.8.5 festhalten, decken die Gesamteinkünfte der Familie das betreibungsrechtliche Existenzminimum 

– ein Mankofall liegt somit nicht vor. Es ist daher erstellt, dass das Einkommen ausreicht, um das be-

treibungsrechtliche Existenzminimum zu decken. Bereits aus diesem Grund fällt ausser Betracht, das 

Vermögen – welches nur subsidiär berücksichtigt werden dürfte, wenn das Einkommen nicht zur De-

ckung des Unterhalts ausreicht – miteinzubeziehen. Zwar ist das familienrechtliche Existenzminimum 

vorliegend knapp nicht gedeckt (siehe E. 2.8.1 bis 2.8.5); indessen liegt kein Vermögen von derartiger 

Grösse vor, dass ein Vermögensverzehr gerechtfertigt erschiene. So hat das Bundesgericht in den Ur-

teilen 5A_14/2008 vom 28. Mai 2008 E. 5, 5P.345/2005 vom 23. Dezember 2005 E. 4.2.3 sowie in 

BGE 129 III 7 E. 3.1.2 den Rückgriff auf Vermögen nur bei erheblich grösseren Vermögenswerten be-

jaht, als sie hier gegeben sind. Unabhängig davon sind die gesamten Umstände des Einzelfalls zu be-

rücksichtigen, welche – wie nachfolgend aufgezeigt wird – ebenfalls gegen einen Vermögensverzehr 

sprechen. So erscheint es fraglich, das in der entsprechenden Höhe vorhandene Vermögen über eine 

derart lange Zeitspanne (von 2022 bis zum Abschluss der Erstausbildung, mithin rund 15 Jahre) zu ver-

zehren, da dadurch mindestens CHF 83'520.00 [CHF 464.00/Monat × 12 × 15 Jahre] des liquiden 

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Vermögens von CHF 286'674.00 und damit nahezu ein Drittel aufgebraucht würden. Vermögen, das 

nur schwer liquidierbar oder in die Familienwohnung investiert ist, bleibt ohnehin unberücksichtigt. 

Vorliegend fällt daher das in das Wohneigentum des Kindsvaters investierte Vermögen ausser Be-

tracht.  

Zudem hat die Vorinstanz selbst festgehalten, dass der Kindsvater das Vermögen für den Kauf, die 

Erweiterung und den Unterhalt der Liegenschaft einsetzt (E. 3.4.1.4 erstinstanzliche Urteilsbegrün-

dung). Der Unterhaltsschuldner deckt sein Existenzminimum damit nicht durch sein verhältnismässig 

geringes Vermögen, sondern durch sein Erwerbseinkommen. Der vorliegende Fall unterscheidet sich 

somit wesentlich von jenem, der dem Bundesgerichtsentscheid 5A_14/2008 vom 28. Mai 2008 E. 5 

zugrunde lag, wo der Unterhaltsschuldner ausschliesslich von seinem Vermögen lebte und kein Er-

werbseinkommen erzielte. 

Ebenso ist nicht davon auszugehen, dass die Parteien das Vermögen während des ehelichen Zusam-

menlebens zur Deckung des Familienunterhalts verwendet hätten; dies wird auch nicht geltend ge-

macht. Es erscheint daher unzulässig, den Kindsvater nach der Trennung zur Finanzierung des Unter-

halts mittels seines Vermögens zu verpflichten.  

Schliesslich sind sich die Parteien entgegen der vorinstanzlichen Ausführungen darüber einig, dass es 

sich beim fraglichen Vermögen um Erbvorbezüge handelt (act. 2.1, S. 12; act. 3.1, Ziff. 4.3). Solche sind 

nach der Rechtsprechung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (BGE 147 III 393 E. 6.1.4), selbst wenn 

sie zweckgebunden verwendet werden. 

Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände darf das Vermögen des Kindsvaters vorliegend nicht 

in die Berechnung des Kindesunterhalts einfliessen. Die Unterhaltsberechnungen sind somit für sämt-

liche Phasen neu vorzunehmen. Die Berufung ist in diesem Punkt gutzuheissen.  

2.6  Bedarf 

2.6.1  Vorinstanz  

Die Vorinstanz bestimmte den Bedarf der Familienmitglieder gestützt auf die Richtlinien für das betrei-

bungsrechtliche Existenzminimum zuzüglich zivilprozessualen Zuschlags. Für die Kindseltern setzte sie 

je einen Grundbetrag von CHF 1'350.00 an, für die Kinder bis zum 10. Altersjahr einen solchen von 

CHF 400.00 und danach von CHF 600.00. Der Bedarf der Kinder werde im Verhältnis 60:40 auf die El-

tern aufgeteilt. Auch nach Erreichen der Volljährigkeit werde für die Kinder weiterhin ein Grundbetrag 

von CHF 600.00 berücksichtigt. 

Bei ausreichenden Mitteln erweiterte die Vorinstanz den Bedarf um Positionen des familienrechtlichen 

Existenzminimums, beginnend mit den Steuern, gefolgt von laufenden notwendigen Kosten wie der 

Serafe-Gebühr, Versicherungen und Kommunikationsaufwendungen. Überobligatorische Krankenkas-

Seite 27 von 68 
 

senprämien, Weiterbildungen und Vorsorgebedürfnisse wurden nachrangig berücksichtigt, abhängig 

von deren Zumutbarkeit und Notwendigkeit im Einzelfall.   

Die Vorinstanz ging auf Seiten der Kindseltern von folgenden Bedarfspositionen aus:  

 Phase I Phase II Phase III Phase IV 

Kindsvater 

Grundbetrag  

(inkl. Anteil Kinder) 

Wohnkosten  

(inkl. Anteil Kinder) 

Krankenkasse KVG 

Mobilitätskosten 

Nahrung 

 

CHF 1'670.00 

 

CHF 1'040.00 

 

CHF 208.00 

CHF 159.00 

- 

 

CHF 1'670.00 

 

CHF 1'040.00 

 

CHF 240.00 

CHF 144.00 

- 

 

CHF 1'830.00 

 

CHF 1'040.00 

 

CHF 240.00 

CHF 144.00 

- 

 

CHF 1'830.00 

 

CHF 1'040.00 

 

CHF 240.00 

CHF 144.00 

- 

Kindsmutter 

Grundbetrag  

(exkl. Anteil Kinder) 

Wohnkosten  

(exkl. Anteil Kinder) 

Krankenkasse KVG 

Mobilitätskosten 

Nahrung 

 

CHF 1'350.00 

 

CHF 725.00 

 

CHF 124.00 

CHF 297.00 

- 

 

CHF 1'350.00 

 

CHF 725.00 

 

CHF 242.00 

CHF 317.00 

CHF 100.00 

 

CHF 1'350.00 

 

CHF 725.00 

 

CHF 242.00 

CHF 431.00 

CHF 147.00 

 

CHF 1'350.00 

 

CHF 725.00 

 

CHF 242.00 

CHF 431.00 

CHF 147.00 

Soweit nachfolgend nichts anderes erwähnt wird, sind die Bedarfspositionen unangefochten geblieben 

und erweisen sich als angemessen, weshalb diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vo-

rinstanz verwiesen werden kann (E. 3.4.2 ff. erstinstanzliche Urteilsbegründung). Nachstehend ist auf 

einzelne Bedarfspositionen näher einzugehen, soweit sie Anlass zu weiterer Prüfung geben. 

2.6.2  Wohnkosten  

A)  Vorinstanz 

Die Vorinstanz ging von Wohnkosten des Kindsvaters in der Höhe von CHF 1'040.00 pro Monat aus 

(inkl. Wohnkostenanteil der beiden Kinder; vergleiche E. 3.4.2.2 S. 33 f. erstinstanzliche Urteilsbegrün-

dung). Da der Kindsvater über Wohneigentum verfüge, setze sich dieser Betrag aus den Hypothekar-

zinsen (ohne Amortisation), den durchschnittlich notwendigen Unterhaltskosten sowie den öffent-

Seite 28 von 68 
 

lichen Abgaben (inkl. Gebäudeversicherung) zusammen. Hinzu kämen die Nebenkosten für Heizung, 

Wasser, Kehrichtbeseitigung etc. Als jährliche Unterhaltskosten würden praxisgemäss 20 % des Eigen-

mietwerts im Bedarf jener Partei berücksichtigt, welche die Liegenschaftskosten zu tragen habe.  

Die Hypothekarzinsen des Kindsvaters hätten sich im Jahr 2021 auf CHF 8'779.00 belaufen, was einem 

monatlichen Betrag von CHF 731.00 entspreche. Die Gebäudeversicherungsprämien hätten jährlich 

CHF 1'192.50 bzw. monatlich gerundet CHF 100.00 betragen. Nebenkosten habe der Kindsvater keine 

ausgewiesen, da er aber solche in der Höhe von CHF 208.00 geltend mache und dieser Betrag als üblich 

und angemessen erscheine, sei es gerechtfertigt, diese Kosten zu berücksichtigen. Insgesamt würden 

somit gerundet monatliche Kosten von CHF 1'040.00 resultieren. Im Bedarf der Kinder sei praxisgemäss 

ein Wohnkostenanteil von je einem Viertel der Wohnkosten des Kindsvaters zu berücksichtigen, was 

vorliegend einem Betrag von CHF 260.00 pro Kind (1/4 von CHF 1'040.00) entspreche. Im Bedarf des 

Kindsvaters verbleibe folglich ein Wohnkostenanteil von CHF 520.00. 

Der Mietwert der Wohnung des Kindsvaters belaufe sich auf CHF 27'840.00, weshalb grundsätzlich von 

jährlichen Unterhaltskosten von CHF 5'568.00 bzw. monatlich von CHF 464.00 auszugehen sei. Da es 

ihm jedoch zumutbar sei, diesen Betrag aus seinem Vermögen zu finanzieren (vergleiche E. 2.5.8.1 f. 

vorstehend), könne dieser Betrag in der Bedarfsberechnung nicht berücksichtigt werden. Auf die An-

rechnung von hypothetischen Mietzinseinnahmen aus einer Fremdvermietung werde verzichtet, da 

unter dem Strich ohnehin ein vernachlässigbarer Betrag resultieren würde und ein Auszug aus dem 

selbstbewohnten Eigentum nicht im Interesse der Kinder sei, welche dort aufgewachsen seien.  

Die Vorinstanz ging von Wohnkosten der Kindsmutter in der Höhe von insgesamt CHF 1'450.00 pro 

Monat aus (Nettomietzins von CHF 1'200.00, Nebenkosten von pauschal CHF 150.00 sowie Kosten für 

den Einstellplatz des Fahrzeuges von CHF 100.00). Im Bedarf der Kinder sei praxisgemäss ein Wohn-

kostenanteil von je einem Viertel der Wohnkosten der Kindsmutter zu berücksichtigen, was vorliegend 

einem Betrag von CHF 362.50 pro Kind (1/4 von CHF 1'450.00) entspreche. Im Bedarf der Kindsmutter 

verbleibe folglich ein Wohnkostenanteil von CHF 725.00. 

B)  Grundlagen 

Bei der Bedarfsermittlung bilden die «Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten 

der Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums» (nachstehend Richtli-

nien) den Ausgangspunkt (BGE 147 III 265 E. 7.2). Demnach sind zum monatlichen Grundbetrag (Richt-

linien Ziff. I.) namentlich die Wohnkosten hinzuzuschlagen (Richtlinien Ziff. II.). Bei Wohneigentum ist 

anstelle des Mietzinses der Liegenschaftsaufwand zu berücksichtigen. Dieser setzt sich gemäss den 

Richtlinien aus den Hypothekarzinsen (ohne Amortisation), den öffentlich-rechtlichen Abgaben und 

den durchschnittlichen Unterhaltskosten zusammen. Für die Festsetzung der durchschnittlichen Un-

terhaltskosten (Nebenkosten) werden in der Praxis unterschiedliche Ansätze verwendet. So lässt die 

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Rechtsprechung – jedenfalls unter Willkürgesichtspunkten – zu, wenn das Sachgericht für die Neben-

kosten von Liegenschaften eine Pauschale einsetzt (BGer 5A_17/2016 vom 26.07.2016 E. 5.1.2). Die 

pauschale Anrechnung von 20 % des in der Steuererklärung angegebenen Eigenmietwerts der selbst-

bewohnten Liegenschaft, ist somit zulässig (BGer 5A_618/2009 vom 14.12.2009 E. 3.1.1; Entscheid 

Kantonsgerichts St. Gallen vom 25.01.2016, FO.2014.36, E. 18; Entscheid Obergericht des Kantons Zü-

rich vom 27.01.2012, LE110018, E. II.B.6.2).  

C)  Gerichtliche Würdigung 

Die Berechnungen der Vorinstanz sind insoweit nicht zu beanstanden, als insgesamt Wohnkosten des 

Kindsvaters von CHF 1'040.00 (Hypothekarzinsen, Gebäudeversicherung und Nebenkosten) berück-

sichtigt wurden. Diese Kosten werden denn auch von keiner der Parteien in Frage gestellt. Hingegen 

sind die Unterhaltskosten zusätzlich zu berücksichtigen. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 2.5.8 lit. E), 

kann vom Kindsvater nicht verlangt werden, die monatlichen Unterhaltskosten von CHF 464.00 aus 

seinem Vermögen zu finanzieren. Dieser Betrag ist daher in die Bedarfsberechnung aufzunehmen. Im 

Bedarf des Kindsvaters sind somit Wohnkosten von CHF 1'040.00 pro Monat (inkl. Wohnkostenanteil 

der beiden Kinder) sowie CHF 464.00 Unterhaltskosten pro Monat auszuweisen, was insgesamt 

CHF 1'504.00 ergibt.  Aufgrund der alternierenden Obhut ist im Bedarf der beiden Kinder B.___ und 

C.___ praxisgemäss ein Wohnkostenanteil von je einem Viertel anzurechnen. Die Wohnkosten werden 

proportional nach «grossen und kleinen Köpfen» aufgeteilt – Erwachsene zählen doppelt, Kinder ein-

fach –, was bei einem Haushalt mit zwei Kindern einen Wohnkostenanteil von je ¼ für die Kinder ergibt 

(vgl. Maier Philipp, Die konkrete Berechnung von Kinderunterhaltsbeiträgen, in: FamPra 2020, S. 356; 

Entscheid Obergericht des Kantons Zürich vom 20.03.2018, LC170037, E. II.6.1). Demnach sind je 

CHF 376.00 (1/4 von CHF 1'504.00) im Bedarf der Kinder zu berücksichtigen. Im Bedarf des Kindsvaters 

verbleibt somit ein Wohnkostenanteil von CHF 752.00. 

Nicht zu beanstanden ist ferner, dass im Wohnkostenanteil der Kindsmutter neben dem Nettomietzins 

von CHF 1'200.00 und pauschalen Nebenkosten von CHF 150.00 auch die Kosten für den Einstellplatz 

des Fahrzeuges von CHF 100.00 berücksichtigt wurden. Da beiden Kindseltern der Kompetenzcharak-

ter des Fahrzeuges zugestanden wird (vergleiche E. 2.6.4 lit. A nachfolgend), müssen folglich auch die 

Kosten für den Einstellplatz des Fahrzeuges im Wohnkostenanteil eingerechnet werden. Die Wohnkos-

ten der Kindsmutter belaufen sich demgemäss auf CHF 1'450.00. Auch bei der Kindsmutter ist im Be-

darf der beiden Kinder B.___ und C.___ praxisgemäss ein Wohnkostenanteil von je einem Viertel ihrer 

Wohnkosten und somit CHF 362.50 je Kind (1/4 von CHF 1'450.00) zu berücksichtigen. Im Bedarf der 

Kindsmutter verbleibt somit ein Wohnkostenanteil von CHF 725.00. 

 

 

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2.6.3  Gesundheitskosten  

Die Berechnungen der Vorinstanz zu den Gesundheitskosten werden von keiner der Parteien in Frage 

gestellt und sind auch nicht zu beanstanden (E. 3.4.2.3 erstinstanzliche Urteilsbegründung).  

Die Krankenkassenprämien der obligatorischen Krankenversicherung gemäss Bundesgesetz über die 

Krankenversicherung (SR 832.10, KVG) der Kindsmutter beliefen sich im Jahr 2022 auf monatlich ge-

rundet CHF 124.00 (CHF 220.00 abzüglich einer Prämienverbilligung von CHF 96.00), jene von B.___ 

und C.___ auf je CHF 17.00 (CHF 82.00 abzüglich einer Prämienverbilligung von CHF 65.00). Ab Juni 

2023 betragen die Krankenkassenprämien der Kindsmutter rund CHF 242.00 monatlich (ohne Prämi-

enverbilligung), jene von B.___ und C.___ je rund CHF 22.00 (CHF 87.00 abzüglich einer Prämienverbil-

ligung von CHF 65.00). Ab Januar 2025 sind die neu eingereichten Beweismittel zu den erhöhten Kran-

kenkassenprämien zu berücksichtigten (act. 3.5, Beilage 6). Hierzu gilt es anzumerken, dass die Vo-

rinstanz bereits künftige Prämienverbilligungen einbezogen und angenommen hat, dass nur noch 

B.___ und C.___ eine Prämienverbilligung von je CHF 65.00 pro Monat erhalten werden. Gestützt auf 

die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz und die eingereichten Unterlagen (act. 3.5, Beilage 6) 

ergeben sich ab Januar 2025 Krankenkassenprämien gemäss KVG der Kindsmutter von monatlich ge-

rundet CHF 259.00 sowie von je CHF 27.00 für B.___ und C.___ (CHF 92.00 abzüglich einer Prämien-

verbilligung von CHF 65.00). Ab April 2034 sind es geschätzt je CHF 50.00 pro Kind. 

Die Krankenkassenprämien gemäss KVG des Kindsvaters belaufen sich im Jahr 2022 auf monatlich rund 

CHF 208.00. Ab Juni 2023 steigen sie auf rund CHF 240.00. Ab Januar 2025 sind auch für ihn die neu 

eingereichten Beweismittel zu berücksichtigen (act. 2.6, Beilage 4), woraus sich Krankenkassenprä-

mien gemäss KVG ab Januar 2025 von gerundet CHF 255.00 monatlich ergeben.  

Die Krankenkassenprämien gemäss Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (SR 221.229.1, Ver-

sicherungsvertragsgesetz, VVG) der Kindsmutter betragen ab Januar 2022 monatlich rund CHF 56.00, 

jene von B.___ rund CHF 45.00. Die Krankenkassenprämien gemäss VVG von C.___ belaufen sich im 

Januar 2022 auf rund CHF 26.00 und ab Juni 2023 auf rund CHF 45.00. Ab Januar 2025 wird auf die neu 

eingereichte Prämienübersicht abgestellt (act. 3.5, Beilage 6). Danach betragen die Krankenkassenprä-

mien gemäss VVG der Kindsmutter rund CHF 58.00, jene von B.___ rund CHF 48.00 und jene von C.___ 

rund CHF 45.00 monatlich.  

Die Krankenkassenprämien gemäss VVG des Kindsvaters betragen ab Jahr 2022 monatlich CHF 45.00. 

Gemäss der neu eingereichten Prämienübersicht (act. 2.6, Beilage 4) belaufen sich diese ab Januar 

2025) auf CHF 55.00 monatlich.  

 

 

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2.6.4  Berufsauslagen  

A)  Fahrkosten  

Für die theoretischen Ausführungen zu den Fahrkosten kann auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz verwiesen werden (E. 3.4.2.4.1 erstinstanzliche Urteilsbegründung). Auch die Berechnungs-

weise der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden.  

Der Berufungskläger macht geltend, dass die Vorinstanz der Kindsmutter in unzulässiger Weise Fahr-

kosten mit dem Auto angerechnet habe, obwohl ihre Arbeitsstelle problemlos mit öffentlichen Ver-

kehrsmitteln erreichbar sei. Für ihn hingegen sei der Arbeitsort nicht gut erschlossen, weshalb ihm 

Fahrkosten mit dem Auto anzurechnen seien (act. 2.1, S. 21 f.). 

Diese Rüge erweist sich als unbegründet. Bereits aus Gründen des Gleichbehandlungsgrundsatzes ist 

es geboten, beiden Kindseltern Fahrkosten mit dem Auto anzurechnen. Dies gilt umso mehr, als beide 

Elternteile einen vergleichbaren Arbeitsweg zur Arbeitsstelle nach Schwyz haben (die Kindsmutter 

wohnt an der L.___strasse in Altdorf und arbeitet hauptsächlich an der M.___strasse in Schwyz; der 

Kindsvater wohnt an der F.___strasse, Altdorf und arbeitet nunmehr in Seewen [Gemeinde Schwyz]). 

Auch das Vorbringendes Berufungsklägers, es sei ihm im Gegensatz zur Kindsmutter, die direkt neben 

einer Bushaltestelle arbeite, nicht zumutbar, rund 15 Minuten vom Bahnhof Schwyz zu seiner Arbeits-

stelle zu Fuss zu gehen, überzeugt nicht. Die von ihm erwähnten Utensilien wie Laptop, Ladegerät, 

Mobiltelefon und Unterlagen (act. 2.4, Beilage 106) lassen sich ohne Weiteres in einem Rucksack trans-

portieren. Zudem belegen die unregelmässigen Arbeitszeiten der Kindsmutter sowie ihre weitere Ar-

beitsstelle mit Kurzeinsätzen (teilweise 2.5 Stunden-Einsätze als Reinigungskraft bei J.___) die Notwen-

digkeit eines privaten Motorfahrzeuges, was durch die pauschalen Behauptungen der Berufungskläger 

nicht entkräften werden konnte.  

Der Berufungskläger macht weiter geltend, dass sich die berufliche Situation beider Elternteile geän-

dert habe, weshalb die Fahrkosten neu zu berechnen seien. Vorweg ist jedoch festzuhalten, dass die 

Fahrkosten der Kindseltern für die Zeit vor der Veränderung der beruflichen Situation unverändert 

gemäss den Berechnungen der Vorinstanz übernommen werden (vgl. E. 3.4.2.4.1 erstinstanzliche Ur-

teilsbegründung).  

Der Berufungskläger arbeitet neu im Umfang von 80 % bei der E.___ AG in Seewen (act. 2.4, Beilagen 

102, 103 und 106). Ausgehend von 220 Arbeitstagen pro Jahr bei einem 100 % Pensum (E. 3.4.2.4.1 

erstinstanzliche Urteilsbegründung), ergeben sich bei einem 80 % Pensum 176 Arbeitstage. Die einfa-

che Wegstrecke beträgt 19.7 km, der Hin- und Rückweg somit 39.4 Kilometer. In Anwendung der Kilo-

meterpauschale von CHF 0.70, wie sie praxisgemäss vom Landgericht Uri in Anlehnung an die Steuer-

praxis des Bundes und des Kantons Uri herangezogen und vom Obergericht übernommen wird, erge-

ben sich monatliche Fahrkosten von gerundet CHF 405.00 (39.4 km x 176 Arbeitstage x 0.70 / 12 

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Monate). Ab April 2034 erhöht sich das Arbeitspensum des Berufungsklägers auf 100 %, woraus sich 

Fahrkosten von gerundet CHF 506.00 ergeben (39.4 km x 220 Arbeitstage x 0.70 / 12 Monate). 

Die Kindsmutter arbeitet ab September 2024 mit einem Pensum von 70 % bei der Stiftung H.___ (act. 

3.4). Ihr Arbeitsweg vom Wohnort an der L.___strasse in Altdorf zur Arbeitsstelle an der M.___strasse 

in Schwyz beträgt 42 Kilometer (Hin- und Rückweg). Auf ein ganzes Jahr hochgerechnet ergibt dies 168 

Tage, an welchen sie nach Schwyz fährt (48 Wochen à 3.5 Arbeitstage [unter Berücksichtigung der 4 

gesetzlichen Ferienwochen gemäss Art. 329a Abs. 1 OR]). Die Fahrkosten belaufen sich daher auf ge-

rundet CHF 412.00 (42 km x 168 Arbeitstage x CHF 0.70 /12 Monate). Zudem arbeitet die Kindsmutter 

einmal wöchentlich bei J.___ in Altdorf, bei einem Arbeitsweg von 3.5 Kilometer (Hin- und Rückweg; 

act. 3.4). Daraus resultieren weitere monatliche Fahrkosten von rund CHF 10.00 (3.5 km x 48 Arbeits-

tage x 0.70 /12 Monate). Insgesamt können der Kindsmutter monatliche Fahrkosten von CHF 422.00 

(CHF 412.00 + CHF 10.00) angerechnet werden. Ab September 2030 geht das Gericht davon aus, dass 

die Kindsmutter bei der Stiftung H.___ zu 80 % arbeiten wird. Es ist daher gerechtfertigt Fahrkosten 

von monatlich CHF 431.00 (42 km x 176 Arbeitstage x CHF 0.70/ 12 Monate) im Bedarf der Kindesmut-

ter zu berücksichtigen. Ab April 2034 ist bei einem zumutbaren Arbeitspensum von 100 % mit propor-

tional erhöhten Fahrkosten von CHF 539.00 (42 km x 220 Arbeitstage x CHF 0.70/ 12 Monate) zu rech-

nen.  

B)  Auswärtige Verpflegung 

Auch für die Berechnung der auswärtigen Verpflegung kann auf die nicht zu beanstandenden Ausfüh-

rungen der Vorinstanz verwiesen werden (E. 3.4.2.4.2 erstinstanzliche Urteilsbegründung). Aufgrund 

der veränderten beruflichen Situation der Kindseltern sind die Auslagen für auswärtige Verpflegung 

jedoch neu zu berechnen.  

Der Kindsvater arbeitet – wie bereits ausgeführt – neu im Umfang von 80 % bei der E.___ AG in Seewen 

(act. 2.4, Beilagen 102, 103 und 106). Ausgehend von durchschnittlich 220 Arbeitstagen pro Jahr bei 

einem 100 %-Pensum (vgl. E. 3.4.2.4.1 erstinstanzliche Urteilsbegründung) ergeben sich bei einem 

80 %-Pensum 176 Arbeitstage. Pro Arbeitstag können CHF 10.00 für auswärtige Verpflegung berück-

sichtigt werden (vgl. Maier Philipp, Die konkrete Berechnung von Kinderunterhaltsbeiträgen, in: Fa-

mPra 2020, S. 366). Dem Kindsvater sind somit folgende monatliche Kosten für auswärtige Mahlzeiten 

von gerundet CHF 147.00 (176 Arbeitstage x CHF 10.00 / 12 Monate) und ab April 3034 bei einem 

100%-Pensum von CHF 183.00 (220 Arbeitstage x CHF 10.00 / 12 Monate) anzurechnen. 

Auch bei der Kindsmutter sind die geänderten Arbeitsverhältnisse zu berücksichtigen. Sie arbeitet ab 

September 2024 mit einem 70 %-Arbeitspensum bei der Stiftung H.___ (act. 3.4) und leistet dabei 168 

Arbeitstage pro Jahr (48 Wochen à 3.5 Arbeitstage [unter Berücksichtigung der 4 gesetzlichen Ferien-

wochen gemäss Art. 329a Abs. 1 OR]). Bei einem Pauschalbetrag von CHF 10.00 pro Arbeitstag ergeben 

Seite 33 von 68 
 

sich für die Kindsmutter folgende monatliche Kosten für auswärtige Verpflegung: Bei einem 70 %-Pen-

sum mit 168 Arbeitstagen pro Jahr betragen die Kosten CHF 140.00 (168 Arbeitstage × CHF 10.00 / 12 

Monate). Ab September 2030, bei einem Pensum von 80 % und 176 Arbeitstagen pro Jahr, ergeben 

sich CHF 147.00 (176 Arbeitstage × CHF 10.00 / 12 Monate). Mit der geplanten Erhöhung auf ein 100 %-

Pensum ab April 2034 und 220 Arbeitstagen pro Jahr belaufen sich die monatlichen Verpflegungskos-

ten auf CHF 183.00 (220 Arbeitstage × CHF 10.00 / 12 Monate). Es ist darauf hinzuweisen, dass für die 

weiteren Erwerbstätigkeiten der Kindsmutter bei J.___ in Altdorf keine zusätzlichen Verpflegungskos-

ten zu berücksichtigen sind. Diese Arbeitseinsätze erfolgen am Mittwochvormittag und beinhalten 

keine ganztägigen Einsätze, bei denen üblicherweise eine Hauptmahlzeit eingenommen wird.  

2.6.5  Steuern 

Für die zutreffenden theoretischen Ausführungen und Steuerberechnungen kann auf die Erwägungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (E. 3.4.2.7 und E. 3.4.2.9 erstinstanzliche Urteilsbegründung). Da sich 

die Steuerlast trotz veränderter Arbeitsverhältnisse der Kindseltern nur geringfügig verändert hat, ist 

es gerechtfertigt, in der Bedarfsberechnung auf die von der Vorinstanz verwendeten Ansätze abzustel-

len. Die ab Januar 2025 berechneten Steuerbeträge können daher übernommen werden. 

 Phase I Phase II Phase III Phase IV 

Kindsvater 

Steuern 

 

CHF 524.00 

 

CHF 500.00 

 

CHF 540.00 

 

CHF 745.00 

Kindsmutter 

Steuern 

 

CHF 67.00 

 

CHF 115.00 

 

CHF 190.00 

 

CHF 360.00 

B.___ 

Steuern 

 

CHF 20.00 

 

CHF 30.00 

 

CHF 40.00 

 

CHF 40.00 

C.___ 

Steuern 

 

CHF 20.00 

 

CHF 30.00 

 

CHF 40.00 

 

CHF 40.00 

Die Rüge des Berufungsklägers, wonach die Steuern nicht aus dem Überschuss finanziert werden dürf-

ten, ist nicht nachvollziehbar (act. 2.1, S. 23 f.). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung werden 

die vorhandenen Mittel innerhalb der Familie in einer bestimmten Reihenfolge verteilt: Zunächst ist 

das betreibungsrechtliche, bei ausreichenden Mitteln das familienrechtliche Existenzminimum der be-

teiligten Personen sicherzustellen. Innerhalb dieses Existenzminimums sind insbesondere auch die 

Steuerverpflichtungen zu decken. Erst ein darüberhinausgehender Überschuss wird – unter Berück-

sichtigung der konkreten Umstände – ermessensweise auf die Beteiligten verteilt (vgl. BGE 147 III 265 

Seite 34 von 68 
 

E. 7). Dieser gefestigten Praxis ist die Vorinstanz gefolgt, weshalb die Rüge des Berufungsklägers als 

unbegründet erscheint und in diesem Punkt abzuweisen ist. 

2.7 Zwischenfazit: Neue Phasen  

Die vorinstanzliche Bedarfs- bzw. Unterhaltsberechnung hält den vorstehend dargelegten Grundsät-

zen teilweise nicht stand. Insbesondere ist der Vermögensverzehr nicht zulässig, was zu einem erhöh-

ten Bedarf führt und wiederum dazu, dass die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um das familien-

rechtliche Existenzminimum in sämtlichen Phasen zu decken. 

In Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind für die Beteiligten daher neue Bedarfs-

berechnungen vorzunehmen. Zu beachten ist, dass die Vorinstanz bei der Festlegung der Unterhalts-

pflicht des Berufungsklägers mehrere Phasen unterschied und dabei unter anderem die Leistungsfä-

higkeit der Kindsmutter nach dem Schulstufenmodell berechnete, wobei eine Erhöhung des zumutba-

ren Pensums aufgrund der alternierenden Obhut vorgenommen wurde. Dies macht mehrere Berech-

nungen erforderlich. Angesichts der Veränderungen der persönlichen und finanziellen Verhältnisse der 

Parteien ist die Phaseneinteilung der Vorinstanz nachvollziehbar und auch notwendig. Sie wurde von 

keiner Partei beanstandet, weshalb sich auch die Berufungsinstanz daran orientiert. Eine neue Phase 

soll dann angesetzt werden, wenn eine bedeutende Änderung eintritt oder mehrere Änderungen zeit-

lich ungefähr zusammentreffen. Aus Praktikabilitätsgründen ist eine grosse Anzahl sich nur geringfügig 

unterscheidender Phasen zu vermeiden. Stattdessen sollen mehrere Veränderungen, die sich in engem 

zeitlichem Zusammenhang ergeben, gesammelt in einer neuen Phase berücksichtigt werden. Bei der 

Phaseneinteilung gilt es zudem, wesentliche Ungerechtigkeiten zu vermeiden. 

Vorliegend hat der Berufungskläger Noven ins Recht gelegt, welche seine veränderte Einkommenssi-

tuation per Januar 2024 (geänderter Arbeitsvertrag mit der E.___ AG und Aufstockung des Arbeitspen-

sums auf 80 %) sowie per Ende April 2024 (Kündigung bei der I.___ GmbH; act. 2.4, Beilagen 101 bis 

103 und 106) und Anfang Januar 2025 (höherer Lohn bei der E.___ AG; act. 2.7, Beilage 205) belegen. 

Sodann hat die Kindsmutter Noven ins Recht gelegt, welche ihre veränderte Einkommenssituation per 

September 2024 bzw. Oktober 2024 belegen (act. 3.4). Beide Parteien haben ausserdem die geänder-

ten Krankenkassenprämien per Januar 2025 als neue Beweismittel ins Recht gelegt (act. 2.6, Beilage 4; 

act. 3.5). 

Es rechtfertigt sich deshalb aus Praktikabilitätsgründen, die geänderten Verhältnisse gesammelt zu be-

rücksichtigen und eine neue Phase von Januar 2025 bis August 2030 zu bilden. Da sich das Einkommen 

des Berufungsklägers lediglich geringfügig verändert hat und nicht berücksichtigt wird, dass er wäh-

rend vier Monaten (Januar bis April 2024) bis zur Kündigung bei der I.___ GmbH noch ein zusätzliches 

Einkommen erzielte, während er das Pensum bei der E.___ AG bereits per Januar 2024 auf 80 % erhöht 

Seite 35 von 68 
 

hatte, entstehen durch die zeitverzögerte Berücksichtigung dieser Tatsachen per Januar 2025 keine 

wesentlichen Ungerechtigkeiten.  

Auch bei der Kindsmutter wird das neue Einkommen im Sinne der Gleichbehandlung erst ab Januar 

2025 berücksichtigt, da sich die Änderung nur auf die letzten vier Monate des Jahres 2024 bezieht. 

Zwar arbeitet sie ab Oktober 2024 nicht mehr bei der Stiftung G.___. Angesichts der Geringfügigkeit 

des dort erzielten Einkommens kann dieses jedoch vernachlässigt werden, weshalb es für die Einkom-

mensberechnung im Jahr 2024 weiterhin angesetzt bleibt. Im Folgenden ist dementsprechend von fol-

genden Phasen auszugehen:  

Phase I:  Juni 2022 bis Mai 2023  

Rückwirkend bis maximal ein Jahr vor dem Zeitpunkt der Klageeinreichung (Art. 279 ZGB) 

bis Mai 2023, d.h. bis zu jenem Monat, in welchem das jüngste Kind obligatorisch einge-

schult wird.  

Phase II:  Juni 2023 bis Dezember 2024 

Ab der obligatorischen Einschulung des jüngsten Kindes ist es der Kindsmutter zumutbar, 

in einem 50 %-Pensum zu arbeiten, wobei aufgrund der alternierenden Obhut von einem 

zumutbaren Arbeitspensum von 70 % auszugehen ist. 

Phase III:  Januar 2025 bis August 2030  

Per Januar 2025 können die ins Recht gelegten Noven hinsichtlich der Einkommensverän-

derungen wie auch der geänderten Krankenkassenprämien berücksichtigt werden. 

Phase IV:  September 2030 bis März 2034  

Per September 2030 tritt das jüngste Kind voraussichtlich in die Oberstufe ein, was zur 

Folge hat, dass der Mutter ab diesem Zeitpunkt ein Arbeitspensum von 80 % zuzumuten 

ist. Auf eine zusätzliche Erhöhung des Arbeitspensums aufgrund der alternierenden Ob-

hut wird sowohl bei der Kindsmutter wie auch dem Kindsvater verzichtet, was bereits die 

Vorinstanz anerkannte und was unangefochten blieb (E. 3.4.1.2 und E. 3.4.1.3 erstinstanz-

liche Urteilsbegründung).  

Phase V:  April 2034 bis zur Volljährigkeit bzw. Abschluss einer angemessenen Erstausbildung nach 

Art. 277 ZGB  

Nach dem 16. Geburtstag des jüngsten Kindes ist der Kindsmutter wie auch dem Kindsva-

ter ein Vollzeitpensum zuzumuten. 

 

Seite 36 von 68 
 

2.8  Unterhaltsberechnung im konkreten Fall 

Die vorhandenen Ressourcen werden schliesslich auf die beteiligten Familienmitglieder dahingehend 

verteilt, dass in einer bestimmten Reihenfolge das betreibungsrechtliche bzw. bei genügenden Mitteln 

das sog. familienrechtliche Existenzminimum der Beteiligten gedeckt und alsdann ein verbleibender 

Überschuss nach der konkreten Situation ermessensweise verteilt wird; beim daraus resultierenden 

Unterhaltsbeitrag sind insbesondere auch die Betreuungsverhältnisse zu berücksichtigen (BGE 147 III 

265 E. 7). Teilen die Eltern die Betreuung des Kindes, ist der Barunterhalt grundsätzlich umgekehrt 

proportional zum jeweiligen Betreuungsanteil zu tragen, wobei zusätzlich die finanzielle Leistungsfä-

higkeit zu berücksichtigen ist. Stimmen Betreuungsumfang und Tragkraft überein, ergibt sich die Auf-

teilung unmittelbar; in asymmetrischen Konstellationen wird als Orientierung eine Matrix herangezo-

gen, welche Betreuungsanteile und Leistungsfähigkeit kombiniert. Nach der Rechtsprechung sind bei 

alternierender Obhut und ähnlicher Leistungsfähigkeit die Lasten umgekehrt proportional zu den Be-

treuungsanteilen, bei hälftiger Betreuung proportional zur Tragkraft und bei ungleichen Betreuungs- 

und Einkommensverhältnissen nach der sich ergebenden Matrix zu verteilen, wobei es sich dabei nicht 

um eine rein rechnerische Operation handelt, sondern die vorgenannten Grundsätze in Ausübung von 

Ermessen umzusetzen sind (BGE 147 III 265 E. 5.5 m.w.H.; Schwizer Angelo/Oeri Hans-Peter, «Neues» 

Unterhaltsrecht?, in: AJP 2022 S. 3 ff., 14 f.; Schweighauser Jonas, in: Fankhauser Roland (Hrsg.), Schei-

dung, Band I: ZGB und Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022, N. 53r zu Art. 285; Entscheid Obergericht 

des Kantons Zürich vom 14.07.2022,  LC210010, E. 5.3).  

Zur Deckung des familienrechtlichen Existenzminimums sind in einem ersten Schritt allseits die Steuern 

zu berücksichtigen, alsdann auf beiden Seiten eine Kommunikations- und Versicherungspauschale, wo-

bei zunächst die Serafe-Gebühr zu decken ist, da diese zwingend zu bezahlen ist. Anschliessend sind 

die Hausrats- und Haftpflichtversicherungen zu decken und in einem weiteren Schritt die übrigen Kom-

munikationskosten. Die überobligatorische Krankenversicherung wird erst in einem letzten Schritt ge-

deckt, insofern genügend Mittel vorhanden sind, zumal die obligatorische Krankenversicherung in der 

Regel eine angemessene medizinische Versorgung im Krankheitsfall gewährleistet (BGer 5A_311/2019 

vom 11.11.2020 E. 7.2; Philipp Maier/ Andrea Waldner-Vontobel, Gedanken zur neuen Praxis des Bun-

desgerichts zum Unterhaltsrecht aus der Perspektive des erstinstanzlichen Gerichts, in: FamPra 2021, 

S. 881 f.). Fehlen die finanziellen Mittel, um die Steuern (oder alsdann weitere Positionen) vollständig 

zu decken, so sind bei den Beteiligten proportional zu den tatsächlichen Kosten Beträge in ihren Be-

darfspositionen anzurechnen. Hingegen kann der verbleibende Rest nicht der Einfachheit halber nach 

Zugestehen des betreibungsrechtlichen Existenzminimums – analog der Überschussverteilung – nach 

grossen und kleinen Köpfen aufgeteilt werden. Ebenso wenig können den Beteiligten gleich hohe Pau-

schalbeträge (die finanziert werden können) zugesprochen werden (beispielsweise je CHF 500.00 für 

Steuern). Damit wird zum einen dem Bundesgericht widersprochen, das klar festschreibt, dass – bei 

Seite 37 von 68 
 

genügend finanziellen Mitteln – das Existenzminimum zu erweitern ist, zum anderen führen diese Me-

thoden zu einer faktischen Ungleichbehandlung, sind doch die Positionen des erweiterten familien-

rechtlichen Bedarfes (insbesondere Steuern) praktisch nie gleich hoch (Philipp Maier/ Andrea Wald-

ner-Vontobel, Gedanken zur neuen Praxis des Bundesgerichts zum Unterhaltsrecht aus der Perspektive 

des erstinstanzlichen Gerichts, in: FamPra 2021, S. 882 f.). 

2.8.1  Phase I: Juni 2022 bis Mai 2023 

In dieser ersten Phase der Unterhaltsberechnung, welche von Juni 2022 bis Mai 2023 dauert, ist von 

den nachfolgenden zusammengefassten finanziellen Verhältnissen der Familienmitglieder auszuge-

hen. Zu beachten ist, dass der Anteil am Grundbetrag der beiden Berufungsbeklagten sowie deren 

Wohnkostenanteil aus Praktikabilitätsgründen direkt beim Bedarf des Berufungsklägers berücksichtigt 

wird. Für die zutreffenden theoretischen Ausführungen zum Kinderunterhalt kann auf die Ausführun-

gen der Vorinstanz verwiesen werden (E. 3.4.2.9.1 erstinstanzliche Urteilsbegründung). 

 

Seite 38 von 68 
 

Zusammengefasst ist in dieser ersten Phase der Unterhaltsberechnung festzustellen, dass nach De-

ckung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums ein Überschuss von CHF 738.00 verbleibt 

(CHF 8'014.00 - CHF 7'276.00).  

Bei der Bedarfsermittlung bildet das betreibungsrechtliche Existenzminimum den Ausgangspunkt. 

Kann dieses bei allen Beteiligten gedeckt werden und bleiben Mittel übrig, erfolgt eine Erweiterung 

zum familienrechtlichen Existenzminimum. Bei der Erweiterung des betreibungsrechtlichen zum ange-

messenen familienrechtlichen Existenzminimum ist etappenweise vorzugehen, indem in einem ersten 

 Mutter Vater  B.___ C.___ 

Einkünfte     

Nettolohn (inkl. 13. Monatslohn) 2'460.00 5'074.00   

Familienzulagen   240.00 240.00 

     

Total 2'460.00 5'074.00 240.00 240.00 

Gesamteinkommen 8'014.00    

     

Barbedarf     

     

Grundbetrag (beim Vater inkl. Anteil der Kinder) 1'350.00 1'670.00 240.00 240.00 

Wohnkosten (beim Vater inkl. Anteil der Kinder)    725.00 1'504.00 362.50 362.50 

Krankenkassen KVG    124.00    208.00   17.00   17.00 

Mobilitätskosten    297.00    159.00   

     

Betreibungsrechtliches Existenzminimum 2'496.00 3'541.00 619.50 619.50 

Gesamt:  7'276.00    

     

Steuern 67.00 524.00 20.00 20.00 

Kommunikationspauschale 28.00   28.00   

Hausrat-, Unfall-, Haftpflichtversicherung 25.50   25.50   

Krankenkasse VVG   0.00     0.00  0.00  0.00 

     

nicht voll gedecktes familienrechtliches Exis-
tenzminimum  

(lediglich anteilsmässige Kommunikationspau-
schale, Hausrat-, Unfall-, Haftpflichtversiche-
rung und ohne Krankenkasse VVG) 

2'616.50 4'118.50 639.50 639.50 

Gesamt: 8'014.00    

     

Überschuss total      00.00    

Seite 39 von 68 
 

Schritt allseits die Steuern berücksichtigt werden und dann auf beiden Seiten eine Kommunikations- 

und Versicherungspauschale eingesetzt wird etc. (BGE 147 III 265 E. 7.3). 

Da der Überschuss vorliegend nicht ausreicht, um das familienrechtliche Existenzminimum zu decken, 

werden in einem ersten Schritt die Steuern, anschliessend die Serafe-Gebühren von beiden Kindseltern 

im Betrag von je CHF 28.00 (E. 3.4.2.5 erstinstanzliche Urteilsbegründung) und der im Anschluss ver-

bleibende Restbetrag von CHF 51.00 je hälftig den Kindseltern (somit je CHF 25.50) für die anteilsmäs-

sige Deckung der Hausrats- und Haftpflichtversicherung zugewiesen. 

Für die Unterhaltsberechnung ist vorab das massgebliche Existenzmini