# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7accc521-1d84-5ece-b844-ffceab7e37c6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 16.02.2022 ZK1 2019 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-119_2022-02-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 16. Februar 2022

Referenz ZK1 19 119

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Richter, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Lenz, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg
Dorfstrasse 42, 7220 Schiers 

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur 

Gegenstand vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren / Abänderung 
von Eheschutzmassnahmen

Anfechtungsobj. Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Landquart vom 
06.06.2019, mitgeteilt am 12.07.2019 (Proz. Nr. 135-2019-79)

Mitteilung 23. Februar 2022

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Sachverhalt

A. A._____ (geb. 1959; fortan: Ehemann) und B._____ (geb. 1959; fortan: 
Ehefrau) heirateten im Jahr 1989. Aus ihrer Ehe ging die gemeinsame, volljährige 
Tochter C._____ (geb. 1990) hervor. Im Januar 2014 trennten sich die Ehegatten. 
Der Eheschutzentscheid datiert vom 2. Juli 2014. Soweit vorliegend interessie-
rend, verpflichtete sich der Ehemann im Rahmen einer Trennungsvereinbarung, 
monatliche Unterhaltsbeiträge in Höhe von CHF 1'500.00 an die Ehefrau zu leis-
ten.

B. Im Juni 2016 leitete der Ehemann die Scheidung gestützt auf Art. 114 ZGB 
beim (damaligen) Bezirksgericht Landquart ein.

C. Auf Gesuch des Ehemannes um Erlass von vorsorglichen Massnahmen im 
Scheidungsverfahren bzw. um Änderung eheschutzrechtlicher Massnahmen vom 
27. Februar 2019 setzte der Einzelrichter am Regionalgericht mit Entscheid vom 
6. Juni 2019 den geschuldeten Unterhaltsbeitrag auf CHF 1'350.00/Mt. per 1. März 
2019 herab. Die Gerichtskosten wurden zu 9/10 dem Ehemann und zu 1/10 der 
Ehefrau auferlegt. Ersterer hatte Letzterer zudem eine reduzierte Parteientschädi-
gung zu entrichten.

D. Gegen diesen Entscheid erhob der Ehemann am 23. Juli 2019 (Datum 
Poststempel) Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden mit dem Begehren 
um Herabsetzung des ehelichen Unterhalts auf CHF 700.00/Mt. Die Kosten des 
vorinstanzlichen Verfahrens seien den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und die 
Anwaltskosten seien wettzuschlagen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu-
lasten der Ehefrau.

E. Die Ehefrau schloss mit Berufungsantwort vom 5. August 2019 auf kosten- 
und entschädigungsfällige Abweisung der Berufung, soweit darauf eingetreten 
werden könne. 

F. Im Verlauf des Berufungsverfahrens reichte die Ehefrau zwei Noveneinga-
ben, datierend vom 14. Juli 2020 und 3. September 2020, ins Recht. Betreffend 
die Erstere nahm der Ehemann Stellung; eine Kopie der Zweiten ist dem Ehe-
mann mit vorliegendem Erkenntnis zuzustellen.

G. Das Gesuch der Ehefrau um unentgeltliche Rechtspflege wurde abgewie-
sen (KGer GR ZK1 19 124; vgl. ferner BGer 5A_736/2019 v. 8.10.2019). 

H. Die vorinstanzlichen Akten sind beigezogen. Der Wechsel im Vorsitz wurde 
den Parteien am 5. Januar 2022 angezeigt.

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I. Beizufügen ist, dass das Regionalgericht die Ehe der Parteien mit Urteil 
vom 19. Juni 2019 schied (Proz. Nr. 115-2016-26). Der nacheheliche Unterhalt 
bildet Gegenstand eines weiteren Berufungsverfahrens (KGer GR ZK1 19 156). 
Besagtes Berufungsurteil ergeht ebenfalls mit heutigem Datum und in selbiger 
Besetzung.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Die Berufung richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Entscheid betref-
fend vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren bzw. Abänderung von 
Eheschutzmassnahmen (Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO). Sie wurde form- und fristge-
recht erhoben (Art. 311 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO; Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO; 
Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]; act. A.1; act. B.1). Der erforderliche Streit-
wert ist erreicht (vgl. act. B.1; act. A.1; Art. 92 ZPO; Art. 308 Abs. 2 ZPO). Der ein-
geforderte Kostenvorschuss wurde rechtzeitig geleistet (act. D.1). Die übrigen Ein-
tretensvoraussetzungen geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Auf die 
Berufung ist einzutreten. Deren Beurteilung fällt in die Zuständigkeit der erken-
nenden Kammer (Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV [BR 173.100]).

1.2. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichti-
ge Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

1.3. Strittig ist vorliegend einzig der eheliche Unterhalt im Rahmen vorsorglicher 
Massnahmen (act. A.1). Der eheliche Unterhalt unterliegt der Dispositionsmaxime 
(Art. 58 Abs. 1 ZPO); für die Sachverhaltsfeststellung gilt die Untersuchungsma-
xime (Art. 271 lit. a i.V.m. Art. 272 sowie Art. 276 Abs. 1 ZPO), freilich im Sinne 
der beschränkten bzw. sozialen Untersuchungsmaxime (BGE 147 III 301 E. 2.2 
mit Verweis auf BGer 5A_857/2016 v. 8.11.2017 E. 4.3.3, nicht publ. in: BGE 143 
III 617). 

1.4. Mangels gleichzeitig zu behandelnden Kindesunterhalts gilt das Novenre-
gime von Art. 317 Abs. 1 ZPO (BGE 138 III 625 E. 2.2 = Pra 2013 Nr. 26; 147 III 
301 E. 2.2). Die Zulässigkeit der beiden Noveneingaben der Ehefrau ist im konkre-
ten Sachzusammenhang zu prüfen (nachstehend E. 5.2).

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2. Gegenstand des Verfahrens / Ausgangslage 

2.1. Auf Gesuch des Ehemannes reduzierte die Vorinstanz den von ihm gemäss 
Eheschutzentscheid an die Ehefrau zu bezahlenden Unterhalt für die Dauer des 
Scheidungsverfahrens von monatlich CHF 1'500.00 auf CHF 1'350.00 (act. B.1).

Auf den pauschalen Einwand der Ehefrau in der Berufungsantwort, es liege keine 
wesentliche Änderung der Verhältnisse vor, weshalb die Vorinstanz auf das Abän-
derungsgesuch gar nicht hätte eintreten dürfen (act. A.2, Ziff. 3), braucht nicht 
näher eingegangen zu werden: Die Vorinstanz bejahte im angefochtenen Ent-
scheid eine wesentliche Änderung der Verhältnisse (vgl. dazu act. B.1, E. J) und 
reduzierte die vom Ehemann an die Ehefrau zu leistenden monatlichen Unter-
haltsbeiträge von CHF 1'500.00 auf CHF 1'350.00. Gegen diesen Entscheid erhob 
lediglich der Ehemann Berufung mit dem Antrag auf Herabsetzung der monatli-
chen Unterhaltsbeiträge auf CHF 700.00; eine Anschlussberufung war unzulässig 
(Art. 314 Abs. 2 ZPO). Als Folge gilt das Verbot der reformatio in peius. Die er-
kennende Kammer kann den Ehemann somit nicht zu höheren Ehegattenunter-
haltsbeiträgen verpflichten als die Vorinstanz. 

2.2. Wie bereits erwähnt, ist im Berufungsverfahren einzig der Ehegattenunter-
haltsbeitrag strittig. Der Ehemann rügt die erstinstanzlich vorgenommene Unter-
haltsreduktion als zu gering (act. A.1).

2.2.1. Zum einen beanstandet der Ehemann die von der Vorinstanz gewählte 
zweistufige Methode der Existenzminimumberechnung mit Überschussverteilung. 
Er macht geltend, es seien sachliche Gründe vorhanden (Überschreitung der 
Obergrenze bzw. des gebührenden Unterhalts), die Berechnungsmethode ge-
genüber dem Eheschutzentscheid, in welchem der Unterhalt zweistufig berechnet 
worden sei, zu ändern. Der Unterhalt sei vielmehr nach der einstufig konkreten 
Methode zu berechnen (vgl. RG act. I.1, Ziff. 10.1). Zum anderen moniert er, die 
Vorinstanz habe – ungeachtet der strittigen Methodenwahl – den zuletzt in der 
Ehe gelebten Standard als Obergrenze des Unterhaltsbeitrages missachtet. Dabei 
ergebe sich besagter ehelicher Lebensstandard resp. die der Ehefrau zustehende 
Freiquote von CHF 201.65 aus dem Eheschutzentscheid (zum Ganzen act. A.1).

2.2.2. Die Ehefrau widersetzt sich dieser Auffassung. Die zweistufige Berech-
nungsmethode erweise sich als korrekt. Es bestünden keine sachlichen Gründe, 
beim vorliegenden Abänderungsverfahren die Berechnungsmethode zu wechseln. 
Darüber hinaus hätten die Parteien keine Sparquote gebildet. Alsdann führt die 
Ehefrau diverse Bedarfspositionen an, welche bei der einstufigen Berechnung – 

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im Gegensatz zur Bedarfsberechnung des Ehemannes, welcher lediglich vom Mi-
nimalbedarf der Ehefrau ausgehe und hierzu eine Freiquote von CHF 201.65 ad-
diere – zusätzlich zu berücksichtigen wären (act. A.2). 

3. Methodenwahl

3.1. Mit BGE 147 III 301 entschied das Bundesgericht, dass auch im Bereich 
des ehelichen Unterhalts schweizweit verbindlich nach der zweistufigen Methode 
vorzugehen ist, soweit nicht ausnahmsweise eine Situation vorliegt, bei welcher 
diese schlicht keinen Sinn macht, wie dies insbesondere bei aussergewöhnlich 
günstigen finanziellen Verhältnissen der Fall sein kann (ibid. E. 4.3; vgl. auch 
BGE 147 III 265 E. 6.1 ff.; 147 III 293 E. 4.5). Der angefochtene Entscheid erging 
zwar vor der Abkehr des Bundesgerichts vom Methodenpluralismus. Dies ändert 
jedoch an der vollumfänglichen Anwendbarkeit besagter neuer Rechtsprechung 
nichts (vgl. dazu statt vieler BGE 142 V 551 E. 4.1; 135 II 78 E. 3.2; 132 II 153 
E. 5.1). Eine Ausnahmesituation, welche die Anwendung der einstufigen Methode 
rechtfertigte, liegt bei den Parteien nicht vor. Die Methodenwahl der Vorinstanz 
(zweistufig) war mithin korrekt. Die Berufung erweist sich in diesem Punkt als un-
begründet. Dem Einwand des Ehemannes, der bisherige eheliche Lebensstandard 
dürfe nicht überschritten werden und bilde die Obergrenze des gebührenden Un-
terhalts, ist, wie sogleich aufzuzeigen sein wird, anderweitig Rechnung zu tragen 
(nachstehend E. 4.2; act. A.1, Ziff. 4; vgl. auch RG act. I.1; vgl. auch vorstehend 
E. 2.2.1).

3.2. Wenngleich die zweistufige Methode in casu infolge Änderung der Recht-
sprechung ohne Weiteres Anwendung findet, rechtfertigen sich der Vollständigkeit 
halber zur Wahl der Methodik folgende Bemerkungen: Auch ohne besagte Abkehr 
des Bundesgerichts vom Methodenpluralismus wäre die Anwendung der zweistu-
figen Methode im erstinstanzlichen Verfahren nicht zu beanstanden gewesen. Wie 
die Vorinstanz zutreffend erwog, wurde weder im Eheschutzverfahren noch im 
vorliegenden Abänderungsverfahren oder im Scheidungsverfahren behauptet, die 
Ehegatten hätten Ersparnisse gebildet. Diese Erwägungen wurden denn auch zu 
Recht nicht gerügt. Zwar ist es korrekt, dass die Anwendung der zweistufigen Me-
thode im Rahmen des damaligen Eheschutzes (RG act. II.1) früher einen Wechsel 
der Berechnungsmethode im Abänderungsverfahren bei stark veränderten Ver-
hältnissen nicht per se ausgeschlossen hätte (vgl. z.B. KGer GR ZK1 18 36 v. 
15.04.2019 E. 11.6; act. A.1, Ziff. 4). Vorliegend hätte hierzu aber – mangels der-
art veränderter Verhältnisse – kein Anlass bestanden (vgl. RG act. I.1-2; 
RG act. II.1; act. B.1; act. A.1-2).

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3.3. Der eheliche Unterhalt war bzw. ist somit anhand der zweistufigen Methode 
zu ermitteln. Dabei wird zunächst das Gesamteinkommen der Ehegatten (ggf. 
auch der Kinder) festgestellt. Anschliessend wird der Bedarf aller Betroffenen fest-
gelegt. Soweit die vorhandenen Mittel die (familienrechtlichen) Existenzminima 
übersteigen, ist der Überschuss nach der konkreten Situation ermessensweise zu 
verteilen (statt vieler BGE 147 III 301 E. 2.2; 147 III 265 E. 7). Dies entspricht denn 
auch grundsätzlich dem Vorgehen der Vorinstanz (act. B.1).

4. Überschussverteilung / ehelicher Lebensstandard 

4.1. Für den Fall, dass die gewählte zweistufige Methode bestätigt würde, mo-
niert der Ehemann, die Vorinstanz habe ausser Acht gelassen, dass auch bei der 
Anwendung der zweistufigen Methode der bisherige eheliche Lebensstandard 
nicht überschritten werden dürfe (act. A.1, Ziff. 8 mit Verweis auf KGer GR 
ZK1 18 59 v. 8.2.2019 E. 6.4.2; vgl. vorstehend E. 2.2.1).

4.2. Bei der zweistufigen Berechnungsmethode ist im Zusammenhang mit dem 
angewachsenen Überschuss und dessen Verteilung zwingend folgender Punkt zu 
beachten: Sowohl beim ehelichen als auch beim nachehelichen Unterhalt bildet 
der in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebte Lebensstandard die Höchstgrenze für 
einen möglichen Unterhaltsanspruch (gebührender Unterhalt). Daher darf in einer 
späteren Unterhaltsphase ein angestiegener Gesamtüberschuss infolge ausge-
dehnter Erwerbstätigkeit der Ehegatten nicht unbesehen verteilt werden. Denn 
grundsätzlich ist im Bedarfsfall nur der familienrechtliche Grundbedarf anzupas-
sen, während der Überschussanteil pro Kopf auf denjenigen Betrag "eingefroren" 
ist, der während des gemeinsamen Zusammenlebens jeweils zur Verfügung 
stand. Zwar müssen sich die Parteien aufgrund der trennungsbedingten Mehrkos-
ten nach der Trennung zumindest vorübergehend regelmässig einschränken (und 
mithin mit einem tieferen Überschussanteil leben), weshalb in einer späteren Un-
terhaltsphase die zusätzlichen Mittel bis zum Erreichen des ehelichen Niveaus 
nach den üblichen Teilungsgrundsätzen (hälftige Teilung bzw. Teilung nach gros-
sen und kleinen Köpfen, wenn auch Kindesunterhalt zur Diskussion steht) zu ver-
teilen sind. Soweit hingegen die Beteiligten – objektiv gesehen und nicht subjektiv 
empfunden – keine Einschränkungen im Lebensstandard (mehr) erleiden (müs-
sen), hat der Sachrichter bei der Überschussverteilung von der Grundregel abzu-
weichen. Hier bedarf es gewissermassen einer zweiten Rechnung, mit welcher in 
Anwendung der zweistufig-konkreten Methode der Überschuss während des Zu-
sammenlebens ermittelt wird, der sodann rechnerisch nach den üblichen Tei-
lungsgrundsätzen zu verteilen ist. Die Obergrenze des (Verbrauchs-)Unterhalts 
entspricht mithin dem familienrechtlichen Existenzminimum bei Getrenntleben zu-

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züglich des betragsmässig unveränderten Anteils am früheren gemeinsamen 
Überschuss. Diese Limitierung gilt nur zwischen den Ehegatten; Kinder sollen am 
insgesamt höheren Lebensstandard teilhaben (BGE 147 III 293 E. 4.4 m.w.H.; 
147 III 265 E. 5.4, 7.3).

4.3. Die Vorinstanz führte zur ehelichen Lebenshaltung aus, für deren Ermittlung 
könne nicht einfach auf die Verhältnisse gemäss Ergebnis der Berechnung des 
Unterhalts mittels zweistufiger Methode im Eheschutzentscheid abgestellt werden, 
so wie dies der Ehemann tue. Diesbezügliche eigenständige Behauptungen der 
ehelichen Lebenshaltung würden gänzlich fehlen (act. B.1, E. K). Nach dem Ge-
sagten greifen diese Erwägungen der Vorinstanz zu kurz (vorstehend E. 4.2). Der 
hälftige Überschussanteil pro Ehegatte fiel höher aus als noch im Eheschutzver-
fahren (neu CHF 861.50 [act. B.1] anstatt CHF 201.65 [RG act. II.1]), da die Ehe-
frau ihr Einkommen im Vergleich zum Zeitpunkt des Eheschutzentscheides zu 
steigern vermochte und die aktuellen familienrechtlichen Existenzminima gegenü-
ber dem Eheschutzentscheid geringer ausfielen (vgl. act. B.1, E. J f.; RG act. II.1). 
Entsprechend hätte die Vorinstanz angesichts der Vorbringen des Ehemannes 
überprüfen müssen, dass der aufgrund der neuen Berechnung resultierende höhe-
re Überschussanteil denjenigen, welcher der Ehefrau während der Ehe zur Verfü-
gung stand, nicht übersteigt. Insoweit ist dem Ehemann zuzustimmen (vgl. 
act. A.1, Ziff. 8, ferner Ziff. 5). Zu besagter Überprüfung kann der Eheschutzent-
scheid bzw. die darin aufgeführten Berechnungen durchaus herangezogen wer-
den (vgl. auch KGer GR ZK1 14 121 v. 21.1.2015 E. 4c.bb), wenn auch nicht voll-
umfänglich in der vom Ehemann geforderten Art und Weise (nachstehend 
E. 4.4 ff.).

4.4. Für die Berechnung des gebührenden Unterhalts der Ehefrau verweist der 
Ehemann auf den Eheschutzentscheid vom 2. Juli 2014 bzw. die Trennungsver-
einbarung vom 26./30. Juni 2014, mit welcher die Parteien die Nebenfolgen der 
Trennung einvernehmlich geregelt hatten (vgl. RG act. II.1). Er führt hierzu aus, 
die Ehegatten hätten sich im Januar 2014 getrennt und die Berechnung im Ehe-
schutzentscheid sei nur wenige Monate später, sprich am 26. Juni 2014, gestützt 
auf die damals aktuellen Zahlen (Bedarf der Parteien inkl. trennungsbedingter 
Mehrkosten und aktuelles Einkommen der Parteien) gemacht worden. Die damali-
ge Berechnung würde deshalb die Verhältnisse bzw. die eheliche Lebenshaltung 
im Trennungszeitpunkt wiederspiegeln. Die eheliche Freiquote bzw. der Über-
schussanteil belaufe sich dabei auf CHF 201.65. Entsprechend setze sich der ge-
bührende Unterhalt der Ehefrau aus ihrem aktuellen Minimalbedarf von 
CHF 2'895.00 zuzüglich ihrer ehelichen Freiquote von CHF 201.65 zusammen und 

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belaufe sich damit auf insgesamt CHF 3'096.65 resp. CHF 3'100.00. Mit ihrem 
Verdienst von CHF 2'400.00 könne sie diesen gebührenden Unterhalt bis auf 
CHF 700.00 selbst decken. Ehelicher Unterhalt sei deshalb lediglich in dieser 
Höhe (CHF 700.00) geschuldet (zum Ganzen act. A.1; vgl. auch RG I.1, 
Ziff. C.10.2) 

4.5. Ausgangspunkt für die Festsetzung des gebührenden Unterhalts ist, wie 
gezeigt, die bisherige Lebensführung (vgl. vorstehend E. 4.2). Um Letztere auf-
recht zu erhalten, benötigen die Ehegatten Mittel in der Höhe ihres familienrechtli-
chen Existenzminimums bei Getrenntleben zuzüglich des betragsmässig unverän-
derten Anteils am früheren gemeinsamen Überschuss. Es ist somit der Über-
schuss während des Zusammenlebens zu ermitteln und dieser anschliessend auf 
die Familienmitglieder zu verteilen. Der vom Ehemann der Ehefrau zugestandene 
Betrag von CHF 201.65 entspricht indes nicht diesem Überschussanteil vor der 
Trennung. Dieser Betrag ist vielmehr das Resultat der eheschutzrichterlichen Be-
rechnung für die Zeit nach der Trennung (RG act. II.1; ferner RG act. I.2, Ad 10.2). 
Die Ehegatten lebten bei Abschluss der Trennungsvereinbarung bzw. Erlass des 
Eheschutzentscheids nämlich bereits getrennt. Entsprechend sind die trennungs-
bedingten Mehrkosten (insb. höherer Grundbetrag, zusätzliche Wohnkosten), wie 
der Ehemann im Übrigen selbst ausführt, in der damaligen Berechnung des Ehe-
schutzentscheids denn auch bereits mitenthalten (RG act. I.1; RG act. II.1; 
act. A.1; vorstehend E. 4.4).

4.6. Obgleich der Überschussanteil von CHF 201.65 pro Ehegatte gemäss Ehe-
schutzentscheid nicht dem früheren gemeinsamen Überschussanteil entspricht, 
kann mit dem Ehemann zu dessen Ermittlung auf den Eheschutzentscheid abge-
stellt werden (vorstehend E. 4.4). Dass sich aus Letzterem grundsätzlich die
massgeblichen Verhältnisse während des Zusammenlebens vor der Trennung 
ableiten lassen, wurde von der Ehefrau denn auch nicht bestritten (vgl. auch 
nachstehend E. 4.7.1). Wie bereits im Rahmen der Methodenwahl erwähnt, wurde 
eine Sparquote weder behauptet noch ergibt sich eine solche aus den übrigen 
Akten (vorstehend E. 3.2). Gestützt auf den Eheschutzentscheid ist deshalb davon 
auszugehen, dass den Parteien zuletzt für die Finanzierung ihres Lebensstan-
dards monatlich CHF 8'016.00 zur Verfügung standen (RG act. II.1). Zum Ein-
kommen der Ehefrau ist anzumerken, dass sich aus der Trennungsvereinbarung 
ergibt, dass die Ehefrau im Zeitpunkt deren Abschlusses, d.h. sechs Monate nach 
der Trennung, krankheitsbedingt nicht arbeitete; entsprechend blieb eine Anpas-
sung des Unterhaltsbeitrages vorbehalten, sobald die Ehefrau einer Erwerbstätig-
keit nachgehe (RG act. II.1). Mangels anderweitiger Vorbringen der Parteien oder 

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konkreter Anhaltspunkte in den Akten ist gestützt auf die Ausführungen des Ehe-
mannes davon auszugehen, dass ein Einkommen der Ehefrau von 
CHF 1'850.00/Mt. der zuletzt gelebten ehelichen Lebenshaltung entspricht. Als 
monatlicher Gesamtbedarf der Parteien resultiert aus dem Eheschutzentscheid, 
bereinigt um die unmittelbaren Mehrkosten der Trennung von CHF 1'670.00 
(Wohnkosten Ehefrau CHF 970.00, höhere Grundbeträge CHF 700.00 
[CHF 2'400.00 ./. CHF 1'700.00]), ein Betrag von gerundet CHF 5'942.00 (Grund-
betrag CHF 1'700.00, Wohnkosten inkl. Nebenkosten CHF 1'450.00 [der Ehemann 
verblieb in der ehelichen Wohnung vgl. hierzu act. B.1, E. B; RG act. II.1, S. 4], 
Garagenmiete CHF 100.00, unumgängliche Berufsauslagen CHF 264.00, Kran-
kenkasse beide Ehegatten CHF 692.00, Steuern laufend CHF 500.00, Zahlungs-
raten CHF 376.70, Nachzahlung Steuern 2013 CHF 860.00). Gestützt auf die Vor-
bringen des Ehemannes ergibt sich damit bereits ein während des Zusammenle-
bens auf die Ehefrau entfallener Anteil am Überschuss von mindestens 
CHF 1'037.00 (Gesamteinkommen CHF 8'016.00 ./. Gesamtbedarf CHF 5'942.00 / 
2). Letzterer fällt mithin erheblich höher aus als die aus der Trennungsvereinba-
rung resultierenden CHF 201.65, ist aber auch nach wie vor höher als CHF 861.50 
bzw. als derjenige Betrag, welchen die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid als 
Überschussanteil der Ehefrau auswies (act. B.1, E. K; vgl. auch nachstehend 
E. 5.3). 

Dabei handelt es sich um einen Mindestbetrag, da sowohl die Zahlungsraten von 
CHF 376.70 als auch die Nachzahlung der Steuern 2013 von CHF 860.00 bei der 
Festlegung des letzten ehelichen Lebensstandards nicht zu berücksichtigen 
wären. Haben die Ehegatten nämlich unter ihren Einkommensverhältnissen ge-
lebt, weil sie noch Schulden abzuzahlen hatten, ist für die Bemessung des ge-
bührenden Unterhalts nicht von diesem tieferen Lebensstandard auszugehen. 
Vielmehr ist der gebührende Unterhalt nach oben anzupassen (vgl. Sabine Ae-
schlimann/Daniel Bähler, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Schei-
dung, Bd. II: Anhänge, 3. Aufl., Bern 2017, N 12 Anh. UB). Dies hätte auch vorlie-
gend zu gelten, zumal die fraglichen Zahlungen zeitlich beschränkt zu leisten wa-
ren. Entsprechend würde der Überschussanteil während dem Zusammenleben 
noch höher ausfallen. Am Rande ist zudem zu erinnern, dass sich die finanzielle 
Mehrbelastung einer Trennung notorisch nicht lediglich auf die zusätzlichen 
Wohnkosten und Steigerung des Grundbetrages beläuft (soeben vorstehend). 
Vielmehr sind nach Aufnahme des Getrenntlebens mit der Führung zweier Haus-
halte stets weitere Mehrkosten verbunden, wie beispielsweise doppelte Versiche-
rungen oder höhere Kosten für Telefon/Radio/TV. Da der von der Vorinstanz im 
Eheschutzverfahren errechnete Überschussanteil (CHF 201.65) jedoch bereits um 

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Einiges kleiner ausfällt als derjenige, welcher sich gestützt auf die Vorbringen des 
Ehemannes resp. aus dem Eheschutzentscheid ergibt (mindestens 
CHF 1'037.00), erübrigen sich Weiterungen hierzu. Die Rüge des Ehemannes, 
wonach der Überschuss von CHF 201.65 die Obergrenze des Überschussanteils 
bilde, welcher der Ehefrau zugewiesen werden könne, was von der Vorinstanz 
missachtet worden sei, erweist sich daher jedenfalls als unbegründet.

4.7. Daran ändern auch die weiteren Argumente des Ehemannes in der Beru-
fung nichts. 

4.7.1. Vergeblich argumentiert der Ehemann, seine Berechnung samt der eheli-
chen Freiquote sei im erstinstanzlichen Verfahren ausdrücklich anerkannt worden 
(act. A.1, Ziff. 2, S. 3). Zwar bestätigte die Ehefrau die Aufstellung der Verhältnisse 
wie sie dem Eheschutzentscheid zugrunde lagen als zutreffend (RG act. I.2, S. 3 
ad 8; RG act. I.1, Ziff. 8; auch vorstehend E. 4.6). Damit anerkannte sie indes 
nicht, dass ihr Anteil an der ehelichen Lebenshaltung lediglich einem Überschuss 
von CHF 201.65 entsprochen hätte. Hierzu führte die Ehefrau vielmehr aus, es sei 
zutreffend, dass im Eheschutzentscheid ihr Bedarf inkl. Anteil am Überschuss mit 
CHF 3'144.65 festgestellt worden sei. Dabei handle es sich indessen nicht um den 
während der Ehe zuletzt gelebten Standard, sondern lediglich um das betrei-
bungsrechtliche Existenzminimum zzgl. Steuern. Die Ehefrau habe aber nicht nur 
Anspruch auf das Existenzminimum, sondern auf den gebührenden Unterhalt 
(RG act. I.2, S. 5).

4.7.2. Ebenso wenig vermag der Ehemann etwas zu seinen Gunsten ableiten, 
wenn er vorbringt, die Ehefrau habe vorinstanzlich keinen höheren gebührenden 
Bedarf geltend gemacht als der Ehemann anerkannt habe (act. A.1, Ziff. 8, ferner 
Ziff. 5 mit Verweis auf KGer GR ZK1 18 59 v. 8.2.2019 E. 5.2.2 [Beweislast]). Frei-
lich moniert der Ehemann grundsätzlich zu Recht, dass die Ehefrau keine konkre-
ten eigenen Ausführungen zum zuletzt gemeinsam gelebten Lebensstandard tätig-
te. Dies schadet der Ehefrau vorliegend jedoch nicht: Der vom Ehemann zuge-
standene und von der Ehefrau bestrittene Überschussanteil entspricht nicht 
demjenigen während des Zusammenlebens (vorstehend E. 4.5), was sich aus den 
Vorbringen des Ehemannes selbst bzw. dem Eheschutzentscheid ergibt (vgl. auch 
BGer 4A_268/2016 v. 14.12.2016 E. 4.1). Alsdann sind nicht genügend finanzielle 
Mittel vorhanden, um den anhand des Eheschutzentscheids berechneten Über-
schussanteil pro Ehegatte, der die zuletzt gelebte Lebenshaltung der Parteien 
tatsächlich abbildet, zu erreichen. Gegenteiliges lässt sich auch dem vom Ehe-
mann angerufenen Urteil KGer GR ZK1 18 59 v. 8.2.2019 E. 5.2.2 betreffend die 
Beweislast für eine höhere eheliche Lebenshaltung nicht entnehmen. In besagtem 

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Erkenntnis ermittelte die Vorinstanz die zuletzt gemeinsam gelebte eheliche Le-
benshaltung anhand der zweistufigen Methode. Dass die Vorinstanz dabei fälsch-
licherweise vom Überschuss ausging, den die Parteien nach der Trennung erziel-
ten, und der daraus resultierende Überschussanteil mithin nicht den zuletzt ge-
meinsam gelebten Standard – sondern eben die Verhältnisse nach der Trennung 
– wiederspiegelte, ist nicht ersichtlich. Bei den vom Ehemann zitierten Erwägun-
gen ging es vielmehr darum, dass der Unterhalt beanspruchende Ehegatte nicht 
aufgezeigt hatte, dass ein höherer als der von der Vorinstanz gestützt auf die Ver-
hältnisse vor der Trennung errechneter Betrag benötigt wäre, um die Kosten der 
bisherigen Lebenshaltung zu decken bzw. inwiefern sich der eheliche Lebens-
standard ohne Trennung erhöht hätte (ibid. E. 5.1 ff.; vgl. auch BGer 5A_496/2019 
v. 2.6.2021 E. 4.3.2; 5A_524/2020 v. 2.8.2021 E. 4.6.2).

5. Konkrete Unterhaltsberechnung

5.1. Die von der Vorinstanz ermittelten Berechnungsgrundlagen (Einkommens- 
und Bedarfsverhältnisse) blieben seitens des Ehemannes im Rahmen des vorlie-
genden Berufungsverfahrens betreffend vorsorgliche Massnahmen ungerügt 
(act. A.1, Ziff. 9). 

5.2. Demgegenüber brachte die Ehefrau mit Noveneingabe vom 14. Juli 2020 
vor, zufolge "Corona" kein Einkommen von CHF 2'400.00, von welchem die Vor-
instanz ausgegangen sei, mehr zu erreichen (act. A.3). Dazu legte sie Lohnab-
rechnungen der Monate Januar bis Mai 2020 ins Recht (act. C.2a-e). Entgegen 
dem Dafürhalten des Ehemannes kann die Noveneingabe vom 14. Juli 2020 nicht 
lediglich mit dem Hinweis, die Berufungssache sei damals bereits in die Phase der 
Urteilsberatung übergegangen, als unzulässig erachtet werden (vgl. act. A.4). Un-
geachtet wie das Schreiben des damaligen Vorsitzenden vom 8. August 2019, 
wonach weder ein weiterer Schriftenwechsel noch eine mündliche Verhandlung 
durchzuführen sei (act. D.4), zu qualifizieren wäre (vgl. act. A.4), befasste sich die 
Berufungsinstanz jedenfalls noch nicht tatsächlich mit dem spruchreifen Dossier 
bzw. wurde der Fall nach Eingang der Noveneingabe nicht innert angemessener 
Frist durch Berufungsentscheid zum Abschluss gebracht (vgl. BGE 142 III 413 
E. 2.2.5 m.w.H.). Die Ehefrau vermag mit ihren Vorbringen zu einem geringen 
Einkommen indessen aus anderen Gründen nicht durchzudringen. Mit dem blos-
sen Hinweis auf die Covid-19-Pandemie kommt sie bereits ihrer Substantiierungs-
pflicht nicht nach. Darüber hinaus wendet der Ehemann zu Recht ein, dass sich 
aus den Lohnabrechnungen lediglich eine vorübergehende Kurzarbeit von Mitte 
März 2020 bis und mit Ende Mai 2020 ergibt. In den Monaten Januar und Februar 
2020 war die Ehefrau nicht von Kurzarbeit betroffen. Der Bundesrat rief die aus-

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serordentliche Lage denn auch erst am 16. März 2020 aus. In besagten Monaten 
(Januar und Februar 2020) war die Ehefrau vielmehr wegen eines Unfalls und ei-
ner späteren (vorübergehenden) Krankheit häufiger an der Arbeitsleistung verhin-
dert (vgl. act. C.2a-b; act. A.4, S. 2). Zu erinnern ist zudem, dass es sich beim 
Einkommen der Ehefrau von CHF 2'400.00 aufgrund ihrer Anstellung im Stunden-
lohn sowie saisonalen Schwankungen (vgl. RG act. I.2, Ad 9.1, S. 3) lediglich um 
einen Durchschnittswert handelt. An diesen Ausführungen ändert auch die späte-
re, zweite Noveneingabe der Ehefrau nichts. Diese erweist sich zum einen wie-
derum als nicht hinreichend substantiiert, begnügt sich die Ehefrau doch mit dem 
pauschalen Hinweis, die Lohnabrechnungen für Juni und Juli 2020 würden klar 
zeigen, die Lohneinbusse sei nicht vorübergehend gewesen (act. A.5; act. C.3a-
b). Festzuhalten ist zudem, dass bei den Lohnabrechnungen für Juni und Juli 
2020 im Gegensatz zur ersten Noveneingabe die dazugehörigen Monatsblätter 
fehlen (vgl. act. C.2a-e). Nichtsdestotrotz ist ersichtlich, dass die Ehefrau im Juni 
2020 lediglich noch in geringfügigem Umfang und im Juli 2020 gar nicht mehr von 
Kurzarbeit betroffen war (vgl. act. C.3a-b). Wenngleich die Ehefrau in der Gastro-
nomie arbeitet, welche von der Covid-19-Pandemie notorisch mehrheitlich stark 
getroffen wurde, war die Kurzarbeit somit nicht von Dauer. Damit kann offengelas-
sen werden, ob insbesondere die Lohnabrechnung des Monats Juni 2020 über-
haupt unverzüglich im Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO eingereicht wurde. Im Zeit-
punkt der ersten Noveneingabe, am 14. Juli 2020, musste diese Lohnabrechnung 
der Ehefrau nämlich offensichtlich bereits vorgelegen haben, da sie vom 2. Juli 
2020 datiert (vgl. act. A.3; act. C.3a). Auch die Abrechnung für den Monat August 
wurde im Übrigen erst einen Monat nach deren Ausstellung eingereicht. Aus-
führungen seitens der Ehefrau zur Zulässigkeit der Noven im Sinne von Art. 317 
ZPO fehlen denn auch gänzlich (vgl. act. A.3-5).

5.3. Entsprechend ergibt sich – gestützt auf den vorinstanzlichen Entscheid – 
folgendes Bild: Das Einkommen des Ehemannes beträgt CHF 5'931.00 
(CHF 5'545.00 + CHF 386.00) und dasjenige der Ehefrau CHF 2'400.00. Der
massgebende Bedarf des Ehemannes beläuft sich auf CHF 3'713.00 (Grundbe-
trag CHF 1'200.00; Wohnkosten inkl. NK CHF 1'450.00; Parkplatzmiete 
CHF 100.00; Krankenkasse CHF 414.00 [KVG und VVG]; Gesundheitskosten 
CHF 35.00; Berufsauslagen CHF 264.00; Steuern CHF 250.00). Die Ehefrau hat 
einen Bedarf von CHF 2'895.00 (Grundbetrag CHF 1'200.00; Wohnkosten inkl. NK 
CHF 890.00; Parkplatzmiete CHF 125.00; Krankenkasse CHF 380.00 [KVG und 
VVG]; Berufsauslagen CHF 50.00; Steuern CHF 250.00). Dem Gesamteinkom-
men der Parteien von CHF 8'331.00 steht damit ein Gesamtbedarf von 
CHF 6'608.00 gegenüber. Es resultiert ein Überschuss von CHF 1'723.00. Eine 

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Sparquote ist weder geltend gemacht noch anderweitig ersichtlich. Gleich verhält 
es sich mit Besonderheiten, welche ein Abweichen von den üblichen Teilungs-
grundsätzen rechtfertigen würden (vgl. dazu BGE 147 II 265 E. 7.3). Der Über-
schuss ist mithin hälftig auf die Parteien aufzuteilen. Der Überschussanteil jedes 
Ehegatten von CHF 861.50 gemäss dem angefochtenen Entscheid ist, wie darge-
tan, geringer als der Überschuss, über den sie während des Zusammenlebens 
mindestens verfügen konnten. Die Vorinstanz überschritt die Obergrenze für den 
festzusetzenden Unterhaltsbeitrag, wie ebenfalls bereits dargetan, nicht (vgl. vor-
stehend E. 4.6).

6. Fazit

Die zweistufige Berechnungsmethode der Vorinstanz erweist sich, entgegen dem 
Dafürhalten des Ehemannes, als korrekt. Der Ehemann weist jedoch zu Recht 
darauf hin, dass der während des gemeinsamen Haushaltes zuletzt gelebte Stan-
dard die Obergrenze des Unterhaltsanspruchs darstellt und eine Steigerung des 
Überschusses in der Trennungszeit nicht einfach bzw. unbesehen nach den übli-
chen Trennungsgrundsätzen geteilt werden kann. Wie die vorstehenden Aus-
führungen zeigen, gelingt es ihm indessen nicht, aufzuzeigen, dass der zugespro-
chene Unterhaltsbeitrag zu einer Lebenshaltung der Ehefrau führt, welche den 
während des gemeinsamen Haushaltes zuletzt gelebten Standard übersteigt. Im 
Ergebnis ist die Berufung daher abzuweisen. Der vorinstanzliche Entscheid betref-
fend vorsorgliche Massnahmen / Abänderung von Eheschutzmassnahmen ist zu 
bestätigen.

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen

7.1. Erstinstanzliche Prozesskosten

Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anlass, am erstinstanzlichen Kosten-
entscheid etwas zu ändern. Der Ehemann greift die Festsetzung der Prozesskos-
ten (Auferlegung Gerichtskosten und Parteientschädigung) durch die Vorinstanz, 
soweit ersichtlich, denn auch nur für den Fall seines Obsiegens mit Berufung an 
(vgl. act. A.1).

7.2. Zweitinstanzliche Prozesskosten

Ausgangsgemäss hat der Ehemann die Kosten des Berufungsverfahrens von 
CHF 2'000.00 (Art. 9 VGZ [BR 320.210]) zu tragen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der von 
ihm geleistete Kostenvorschuss in selbiger Höhe ist damit zu verrechnen (Art. 111 
ZPO). Antragsgemäss ist der Ehemann weiter zu verpflichten, der Ehefrau eine 

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Parteientschädigung zu bezahlen. Mangels Honorarnote erweist sich ein ermes-
sensweise festgesetzter Betrag von CHF 1'597.40 (inkl. 3 % Spesen und 7.7 % 
MwSt.; 6 Std. à CHF 240.00, wobei der mittlere Stundenansatz mangels Honorar-
vereinbarung zur Anwendung gelangt; Art. 2 f. HV [BR 310.250]; vgl. act. B.1, 
E. L.b; RG VI.2) als angemessen.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten für das Berufungsverfahren in Höhe von CHF 2'000.00 gehen 
zulasten von A._____. Sie werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvor-
schuss in selbiger Höhe verrechnet.

3. A._____ wird verpflichtet, B._____ eine Parteientschädigung in Höhe von 
CHF 1'597.40 (inkl. Spesen und MwSt.) zu bezahlen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: