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**Case Identifier:** 374fc40b-8e7d-5254-bf3c-de7a592b990c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 19.12.2023 U 2023 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2023-48_2023-12-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 23 48

1. Kammer 

Vorsitz Audétat

RichterIn von Salis und Righetti

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 19. Dezember 2023

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

gesetzlich vertreten durch B._____ und C._____, 

Beschwerdeführerin

gegen

Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Talentschule

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I. Sachverhalt:

1. An ihrer Sitzung vom 31. Januar 2023 beschloss die Steuerungsgruppe 

Aufnahmeprüfungen an die Bündner Talentschule (nachfolgend Steuer-

ungsgruppe) A._____, Jahrgang 2010, nicht zur Aufnahmeprüfung an die 

Bündner Talentschulen zuzulassen. Ihren Entscheid begründete die 

Steuerungsgruppe damit, dass der Bündner Skiverband (BSV) nicht habe 

bestätigen können, dass bei A._____ aufgrund von überdurch-

schnittlichen, entwicklungsfähigen Leistungsresultaten zukünftig ein 

hohes Leistungsniveau zu erwarten sei. Die Steuerungsgruppe teilte ihren 

Entscheid am 1. Februar 2023 schriftlich mit.

2. Gegen diesen Entscheid erhob die Mutter von A._____ am 1. Februar 

2023 Beschwerde beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutz-

departement (EKUD) und beantragte, es sei superprovisorisch zu 

verfügen, dass A._____ zur Aufnahmeprüfung am 10. Februar 2023 

zugelassen werde.

3. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 2., mitgeteilt am 3. Februar 2023, 

erteilte das EKUD der Beschwerde die aufschiebende Wirkung und liess 

A._____ zur Aufnahmeprüfung vom 10. Februar 2023 an die Bündner 

Talentschulen vorsorglich zu. In der Folge absolvierte A._____ die 

Aufnahmeprüfung.

4. Mit Entscheid vom 7., mitgeteilt am 13. Juni 2023, wies das EKUD die 

Beschwerde ab. Es begründete seinen Entscheid im Wesentlichen damit, 

dass die Steuerungsgruppe zwar die ihr obliegende Begründungspflicht 

verletzt habe, diese jedoch im Rahmen des Verwaltungsbeschwerde-

verfahrens habe geheilt und so auf eine Rückweisung habe verzichtet 

werden können. Inhaltlich bestätigte das EKUD den vorinstanzlichen 

ablehnenden Entscheid über die Zulassung als sinnvoll und zweckmässig.

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5. Mit Beschwerde vom 13. Juli 2023 an das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden beantragten die Eltern von A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) als deren gesetzliche Vertreter die Aufhebung des 

Entscheids des EKUD vom 7. Juni 2023 und damit auch des Nicht-

zulassungsentscheids der Steuerungsgruppe vom 1. Februar 2023; weiter 

sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin zur Prüfung zugelassen 

gewesen sei. Schliesslich seien die Verfahrenskosten des vorinstanz-

lichen Beschwerdeverfahrens als auch im Verfahren vor Verwaltungs-

gericht auf die Staatskasse zu nehmen. Diese Begehren wurden im 

Wesentlichen damit begründet, dass alleiniger Grund für die 

Nichtzulassung das Fehlen der Bestätigung des BSV gemäss Art. 6 Abs. 2 

lit. a (Anmerkung des Gerichts: AVOT) am entsprechenden Termin 

gewesen sei. Die Vorinstanz habe eine Verletzung der Begründungspflicht 

durch die Steuerungsgruppe angenommen, die jedoch im Beschwerde-

verfahren geheilt worden sei, so dass auf eine Rückweisung habe 

verzichtet werden können. Eine Heilung der fehlenden Begründung sei 

aber nicht möglich gewesen, weil die Gehörsverletzung (durch den BSV) 

zu schwer gewogen habe (oder eventualiter gar keine gewesen sei) und 

die Anhörung nachträglich zwar nachgeholt worden sei, aber es um Inhalte 

gegangen sei, welche die Rechtsmittelinstanz (genauso wenig wie die 

Vorinstanz) habe prüfen müssen und somit nicht darüber habe 

entscheiden dürfen. So habe die Steuerungsgruppe lediglich zu prüfen 

gehabt, ob die Bestätigung des Bündner Skiverbands vorgelegen habe 

oder eben nicht. Im Weiteren habe die Rechtsmittelinstanz ihre Kognition 

unzulässigerweise zu Gunsten des BSV beschränkt. Zudem seien die 

Feststellungen des BSV weder klar noch widerspruchslos, weil sich der 

Verband auf undurchsichtige Tools stütze, deren Funktionsweise er nicht 

erkläre. Schliesslich operiere die Steuerungsgruppe auf einer Verordnung, 

welche gegen übergeordnete Normen und Rechtsgrundsätze verstosse, 

was im Rahmen einer akzessorischen Normenkontrolle festzustellen sei. 

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Zwischenzeitlich habe die Beschwerdeführerin von Swiss Olympic eine 

regionale Talentcard erhalten, was einer Anerkennung der Förderungs-

würdigkeit entspreche (Art. 6 Abs. 2 lit. e AVOT).

6. Das EKUD (nachfolgend Beschwerdegegner) beantragte in ihrer 

Vernehmlassung vom 30. August 2023 die Abweisung der Beschwerde 

unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. Begründend führt 

der Beschwerdegegner im Wesentlichen aus, dass eine Heilung der 

Gehörsverletzung vorliegend gerechtfertigt gewesen sei. Die im 

Zusammenhang mit der Anfechtung von Entscheiden über Ergebnisse von 

Bewertungen und Prüfungen auferlegte Zurückhaltung resp. beschränkte 

Kognition ergebe sich aus der ständigen Praxis und aus der 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts. Zudem hält er fest, dass 

die Beschwerdeführerin im Gymnasium D._____ bestens aufgehoben sei 

und sich ein Wechsel in eine Talentklasse deshalb nicht aufdränge. Seiner 

Vernehmlassung legte der Beschwerdegegner eine Stellungnahme der 

Steuerungsgruppe vom 25. August 2023 bei.

7. In ihrer Replik vom 25. September 2023 vertiefte die Beschwerdeführerin 

ihre Argumentation anhand der Vernehmlassung und der Stellungnahme 

der Steuerungsgruppe. Ergänzend führte sie an, dass sie seit dem 1. Juni 

2023 im Besitze der Swiss Olympic Card Regional sei und somit zum 

Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids längst die 

Bestätigung eines übergeordneten Verbandes (Swiss Olympic, Swiss Ski) 

vorgelegen habe, dass von ihr künftig ein hohes Leistungsniveau zu 

erwarten sei. Damit sei die fehlende Bestätigung durch den kantonalen 

Verband zu diesem Zeitpunkt kein Hindernisgrund mehr gewesen, was 

durch die Vorinstanz zu berücksichtigen gewesen wäre.

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8. Der Beschwerdegegner verzichtete mit Schreiben vom 21. September 

2023 auf eine Duplik, legte aber eine Duplik der Steuerungsgruppe vom 

20. September 2023 bei.

9. Die Beschwerdeführerin reichte am 25. September 2023 eine Stellung-

nahme zur Duplik der Steuerungsgruppe ein. Der Beschwerdegegner 

verzichtete am 2. Oktober 2023 auf eine Stellungnahme dazu und reichte 

auch keine weiteren Dokumente ein.

10. Mit unaufgefordertem Schreiben vom 12. Dezember 2023 äusserte sich 

die Beschwerdeführerin erneut zur Sache.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie 

die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Entscheide der kantonalen Departemente, soweit diese nicht bei 

einer anderen Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem 

oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der angefochtene Entscheid 

des Beschwerdegegners vom 7., mitgeteilt am 13. Juni 2023 (Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 1), ist weder endgültig noch kann er bei 

einer anderen Instanz angefochten werden. Folglich stellt er ein taugliches 

Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden dar. Form und Frist der Beschwerde geben zu 

keinen Bemerkungen Anlass.

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1.2. Minderjährige Verfügungsadressaten müssen den Prozess grundsätzlich 

durch ihre gesetzliche Vertretung, in der Regel die sorgeberechtigten 

Eltern bzw. den sorgeberechtigten Elternteil (Art. 304 Abs. 1 des 

Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]) führen. Bei verheirateten Eltern, welche 

die elterliche Sorge gemeinsam ausüben, ist der eine Elternteil mit 

ausdrücklicher oder stillschweigender Zustimmung des anderen allein zur 

selbständigen Prozessführung befugt (vgl. auch Art. 166 ZGB). Die Praxis 

geht in diesem Zusammenhang gestützt auf Art. 304 Abs. 2 ZGB davon 

aus, dass ein allein handelnder sorgeberechtigter Elternteil im 

Einvernehmen mit dem anderen handelt, sofern keine gegenteiligen 

Anhaltspunkte bestehen (vgl. auch BGE 145 III 393 E.2.2, 119 Ia 178 E.2b; 

AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, Berner Kommentar, 2016, Art. 304 ZGB Rz. 6 

und Rz. 12 ff. sowie Rz. 47; dieselben, Art. 296 ZGB Rz. 20). Der 

Umstand, dass die Verwaltungsbeschwerde durch die Mutter der 

Beschwerdeführerin und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde (aufgrund 

der Auslandsabwesenheit der Mutter) wiederum durch deren Vater 

unterzeichnet wurde, schadet nach dem Gesagten nicht, sind doch die 

Eltern der Beschwerdeführerin als gesetzliche Vertreter nicht zu gemein-

samen Handeln verpflichtet.

1.3. Nach Art. 50 Abs. 1 VRG ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den 

angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere 

Vorschrift dazu ermächtigt ist.

1.3.1. Die Beschwerdeführerin ist als formelle und materielle Adressatin des 

angefochtenen Entscheids durch diesen unmittelbar betroffen. Nach der 

Rechtsprechung muss das Interesse an der Behandlung der Beschwerde 

aktuell und praktisch sein. Mit diesem Erfordernis soll sichergestellt 

werden, dass die Gerichte über konkrete und nicht bloss theoretische 

Fragen entscheiden. Es dient damit der Prozessökonomie (BGE 140 IV 74 

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E.1.3.1). Ein aktuelles Interesse ist zu bejahen, wenn der erlittene Nachteil 

im Zeitpunkt der Beurteilung durch das Gericht noch besteht und durch die 

beantragte Aufhebung des angefochtenen Entscheides beseitigt würde 

(vgl. BGE 136 I 17 E.2.5). Hingegen fehlt es an einem aktuellen und 

praktischen Interesse an der Beschwerde, wenn der angefochtene Akt im 

Zeitpunkt des Urteils keine Rechtswirkung mehr entfaltet, weil das Ereignis 

auf welches er sich bezogen hatte, bereits stattgefunden hat (vgl. 

WALDMANN, in: NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], 

Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 89 Rz. 17). Auf das 

Erfordernis des aktuellen praktischen Interesses wird lediglich 

ausnahmsweise verzichtet, so wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter 

gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können, eine 

rechtzeitige Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre und die 

Beantwortung wegen deren grundsätzlicher Bedeutung im öffentlichen 

Interesse liegt (BGE 135 I 79 E.1.1).

1.3.2. Die Beschwerdeführerin bringt dazu vor, dass an der Klärung der 

Angelegenheit ein grundsätzliches und generelles Interesse bestehe, weil 

sie auch in Zukunft aktuell sei und eine grosse Anzahl von 

Talentschulinteressenten betreffe. Entgegen dieser Auffassung gestaltet 

sich der vorliegende Fall aber als sehr individuell. Ein öffentliches 

Interesse, anhand dieses Einzelfalles grundsätzliche Fragestellungen zu 

klären, besteht nach Auffassung des Gerichts nicht.

1.3.3. Nach Art. 38 Abs. 1 des Gesetzes über die Volksschulen des Kantons 

Graubünden (Schulgesetz; BR 421.000) können die Schulträgerschaften 

Schülerinnen und Schüler mit besonderen Talenten insbesondere im 

Bereich Sport in Talentklassen fördern. Talente im Sinne der Weisungen 

zu Talentschulen und Talentklassen sind Schülerinnen und Schüler mit 

einer besonderen sportlichen oder musikalischen Begabung, welche sich 

durch Erbringen von deutlich über dem Altersdurchschnitt liegenden, 

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entwicklungsfähigen Leistungsresultaten zeigt (Art. 1 Abs. 1 Weisungen 

des EKUD zu Talentschulen und Talentklassen vom 1. Januar 2015 

[RD/DV 1596]). Gemäss Art. 34 Abs. 1 der Verordnung zum Schulgesetz 

(Schulverordnung; BR 421.010) werden die Voraussetzungen für die 

Aufnahme von Schülerinnen und Schüler in eine Talentklasse durch die 

Regierung bestimmt. Talentklassen können nur auf der Sekundarstufe I 

geführt werden (Art. 34 Abs. 2 Schulverordnung). Gestützt auf Art. 6 

Abs. 2 lit. a der Verordnung über das Aufnahmeverfahren betreffend 

Talentklassen (AVOT; BR 421.040) muss für die Zulassung zur 

Aufnahmeprüfung nebst weiteren Unterlagen und Bestätigungen (siehe 

Art. 6 Abs. 2 lit. b bis f AVOT) eine schriftliche Bestätigung des Bündner 

Kantonalverbandes der entsprechenden Sportart vorliegen, dass aufgrund 

von überdurchschnittlichen, entwicklungsfähigen Leistungsresultaten 

zukünftig ein hohes Leistungsniveau der Kandidatin bzw. des Kandidaten 

zu erwarten ist. Der Bündner Kantonalverband hat dazu für jeden 

angemeldeten Kandidaten resp. Kandidatin eine Talenteinschätzung, d.h. 

eine spezifische Potenzialeinschätzung vorzunehmen, wozu ein PISTE-

Test "Prognostische Integrative Systematische Trainer-Einschätzung " 

gemäss Swiss Olympic/Nationalem Sportverband durchgeführt wird 

(Art. 14 i.V.m. Art. 6 Abs. 2 lit. e AVOT; vgl. Zulassungsvoraussetzungen 

gemäss Amt für Volksschule und Sport, abrufbar unter: 

https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/ekud/avs/Volksschule/Zu-

lassungsvoraussetzungen_de.pdf; letztmals besucht am 19. Dezember 

2023). Der Steuerungsgruppe obliegt der Entscheid betreffend Zulassung 

oder Nichtzulassung zur Aufnahmeprüfung bzw. deren Bestehen oder 

Nichtbestehen (Art. 9 Abs. 2 lit. d AVOT). Deren Entscheide können innert 

10 Tagen mit Beschwerde beim EKUD angefochten werden (Art. 22 

Abs. 1 AVOT). Die Steuerungsgruppe begründete die Nichtzulassung zur 

Prüfung mit dem Fehlen von Zulassungsvoraussetzungen gemäss Art. 6 

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Abs. 1 lit. a AVOT (vgl. Akten Verwaltungsbeschwerdeverfahren vor 

EKUD [Bg-act.-EKUD] 1).

1.3.4. Unbestrittenermassen besucht die Beschwerdeführerin seit Beginn des 

Schuljahres 2023/24 das D._____ in E._____ (vgl. Akten der Beschwerde-

führerin [Bf-act.] 6). Dabei handelt es sich um eine Mittelschule (Art. 2 

Gesetz über die Mittelschulen im Kanton Graubünden [MSG; BR 

425.000]). Damit aber erfüllt sie die Eintrittsvoraussetzungen in eine 

Talentklasse nach dem klaren Wortlaut von Art. 6 Abs. 1 der Verordnung 

über das Aufnahmeverfahren betreffend Talentklassen (AVOT; BR 

421.040) nicht mehr:

Art. 6 Zulassungsvoraussetzungen
1 Zur Aufnahmeprüfung zugelassen werden Schülerinnen und Schüler der sechsten 

Klasse der Primarschule für den Eintritt in die erste Talentklasse sowie Schülerinnen 

und Schüler der ersten oder zweiten Klasse der Sekundar- oder Realschule für den 

Eintritt in die zweite beziehungsweise in die dritte Talentklasse.

Daraus folgt, dass die Beschwerdeführerin, die das Untergymnasium 

besucht, vorgängig in die Volksschule wechseln müsste, um an die 

Talentklasse Chur oder die Talentschulen Davos resp. Surselva 

gelangen zu können.

Der Beschwerdeführerin fehlt nach dem Gesagten das erforderliche 

Rechtsschutzinteresse, so dass auf die Beschwerde mangels 

Legitimation nicht eingetreten werden kann.

2. Selbst wenn allerdings auf die Beschwerde eingetreten würde, wäre diese 

– wie nachfolgend dargelegt – ohnehin abzuweisen. In formeller Hinsicht 

gilt es zunächst, die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte 

Verletzung des rechtlichen Gehörs zu prüfen. Der Beschwerdegegner 

räumte ein, dass die Begründung des Entscheids der Steuerungsgruppe 

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("Der Bündner Skiverband konnte nicht bestätigen, dass aufgrund von 

überdurchschnittlichen, entwicklungsfähigen Leistungsresultaten für 

A._____ zukünftig ein hohes Leistungsniveau zu erwarten ist") nicht 

ausreichend gewesen sei, erachtete den Mangel aber im Rahmen des 

Verwaltungsbeschwerdeverfahrens als geheilt.

2.1. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft (BV; SR 101) und auf kantonaler Ebene insbesondere Art. 16 und 

Art. 22 Abs. 1 VRG gewährleisten den Anspruch auf rechtliches Gehör. 

Dieser dient einerseits der Sachaufklärung und garantiert andererseits ein 

persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren 

(siehe BGE 144 I 11 E.5.3, 142 I 86 E.2.2 und 140 I 99 E.3.4; 

HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich 

2020, Rz. 1001 ff.). Er umfasst namentlich das Recht einer Partei, in 

einem vor einer Verwaltungs‑ oder Justizbehörde geführten Verfahren mit 

ihrem Begehren angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und 

zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen zu 

können (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1002). Ausserdem ergibt 

sich für die entscheidende Behörde aus Art. 29 Abs. 2 BV sowie Art. 22 

Abs. 1 VRG auch eine Begründungspflicht (vgl. BGE 146 II 335 E.5.1, 

142 III 433 E.4.3.2 und 141 V 557 E.3.2.1). Sinn und Zweck der 

Begründungspflicht liegt darin, dass der Bürger wissen soll, warum eine 

Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begründung eines 

Entscheides muss deshalb so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn 

gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn 

sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des 

Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens 

kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten 

liess und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 143 III 65 E.5.2, 141 V 557 

E.3.2.1 und 136 I 229 E.5.2). Es ist insbesondere nicht nötig, dass sie sich 

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mit jeder tatbestandlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzt, sondern sie kann sich vielmehr auf die für den 

Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (statt vieler: 

BGE 146 II 335 E.5.1, 143 III 65 E.5.2, 142 I 135 E.2.1; HÄFELIN/MÜLLER/-

UHLMANN, a.a.O., Rz. 1038).

2.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, mithin führt eine 

Verletzung des Gehörsanspruchs, ungeachtet der Erfolgsaussichten der 

Beschwerde in der Sache selbst, grundsätzlich zur Aufhebung des 

angefochtenen Entscheids (BGE 144 I 11 E.5.3, 142 II 218 E.2.8.1, 137 I 

195 E.2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_434/2021 vom 29. Juni 

2022 E.3.2.2, 5A_315/2021 vom 29. März 2022 E.3.1.2, 9C_555/2020 

vom 3. März 2021 E.4.4.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1174). 

Dies aber unter dem Vorbehalt, dass der Mangel nicht im 

Beschwerdeverfahren geheilt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_336/2022 vom 29. November 2022 E.4.1). Nach der Praxis des 

Verwaltungsgerichts kann von einer Aufhebung eines angefochtenen 

Entscheids und einer Rückweisung an die untere Instanz wegen 

Verletzung des rechtlichen Gehörs indes dann abgesehen werden, wenn 

diese nicht besonders schwer wiegt und die betroffene Person die 

Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz mit voller 

Überprüfungsbefugnis zu äussern (vgl. u.a. Urteile des Verwaltungs-

gerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 22 33 vom 27. Juni 2023 

E.3.3.2 und A 15 49 vom 28. Oktober 2021 E.2.3.3; HÄFELIN-

MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1175 ff.). Von einer Rückweisung an die 

Vorinstanz ist zudem – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör – abzusehen, wenn und soweit die 

Rückweisung – im Sinne einer Heilung des Mangels – zu einem formalisti-

schen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die 

mit dem Interesse der Partei an einer beförderlichen Beurteilung der 

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Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGE 142 II 218 E.2.8.1 mit 

weiteren Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_177/2022 vom 

13. Juli 2022 E.7.2, 8C_682/2020 vom 17. Februar 2021 E.3.2.1, 

2C_756/2019 vom 14. Mai 2020 E.3.2).

2.3. In ihrem Entscheid vom 1. Februar 2023 verwies die Steuerungsgruppe 

zunächst auf die für die Prüfungszulassung vorausgesetzten erforder-

lichen Belege des Kantonalverbands und die spezifische Talentein-

schätzung nach Art. 6 AVOT und begründete die Nichtzulassung zur 

Aufnahmeprüfung damit, dass der Bündner Skiverband nicht habe 

bestätigen können, dass aufgrund von überdurchschnittlichen, 

entwicklungsfähigen Leistungsresultaten für A._____ zukünftig ein hohes 

Leistungsniveau zu erwarten sei (Bg-act.-EKUD 1). Der Auffassung des 

Beschwerdegegners kann gefolgt werden, wonach die Steuerungsgruppe 

eine Gehörsverletzung begangen habe. Der Mangel wiegt aber nicht 

derart schwer, als dass er nicht im vorinstanzlichen Verwaltungs-

beschwerdeverfahren als geheilt hätte qualifiziert werden können. So 

erhielt die Beschwerdeführerin im (Verwaltungs-)Beschwerdeverfahren 

Einsicht in sämtliche Akten, insbesondere auch die sehr detaillierte 

Stellungnahme des Bündner Skiverbands vom 13. Februar 2023 (BSV; 

Bg-act. 2/6) und konnte dazu im Rahmen der Replik Stellung nehmen (vgl. 

Vernehmlassung Gerichtsakte A2; Replik vom 10. März 2023 [Bg-act.-

EKUD 5]). Im Weiteren erfolgte bereits vor dem Entscheid zur 

Nichtzulassung durch den BSV eine, wenn auch nur sehr kurze, Begrün-

dung per E-Mail (vgl. Mitteilung des BSV vom 29. Januar 2023 [Bg-act. 

2/3]; Bg-act.-EKUD 2/3 und 2/4). Das Vorgehen des Beschwerdegegners 

betreffend die geltend gemachte Gehörsverletzung ist demnach auch mit 

Blick auf die Prozessökonomie nicht zu beanstanden. Somit erwiese sich 

die Rüge der Gehörsverletzung als unbegründet.

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3.1. Dem Beschwerdegegner ist auch hinsichtlich der Zurückhaltung bei der 

Überprüfung von Entscheiden über Ergebnisse von Bewertungen und 

Prüfungen zuzustimmen. Nach ständiger Praxis (vgl. statt vieler: VGU 

U 22 98 vom 6. Juni 2023 E.3.1) weicht das Verwaltungsgericht bei der 

Überprüfung von Examensleistungen in Fragen, die durch die Gerichts-

instanzen naturgemäss nur schwer überprüfbar sind, nicht ohne Not von 

der Beurteilung der erstinstanzlichen Prüfungsorgane und Experten ab. 

Der Grund dafür liegt darin, dass der Rechtsmittelbehörde zumeist nicht 

alle massgeblichen Faktoren der Bewertung bekannt sind und es ihr 

deshalb nicht möglich ist, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit 

der Leistungen des Beschwerdeführers sowie der Leistungen der übrigen 

Kandidaten zu machen. Hinzu kommt, dass Prüfungen Spezialgebiete 

zum Gegenstand haben, in denen die Rechtsmittelbehörde über keine 

eigenen Fachkenntnisse verfügt. Eine freie Überprüfung der 

Examensbewertung würde zudem die Gefahr von Ungerechtigkeiten und 

Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen. Die 

Bewertung von Leistungen in Fachprüfungen wird von den Rechtsmittel-

behörden daher nicht frei, sondern nur mit Zurückhaltung überprüft (vgl. 

VGU U 14 99 vom 12. Januar 2016 E.3a mit Hinweis auf BGE 136 I 229 

E.5.4.1, 131 I 467 E.3.1, 121 I 225 E.4b).

3.2. Das Gesagte gilt auch für den Beschwerdegegner als (Verwaltungs-)-

Rechtsmittelbehörde. Dieser war ebenso wenig dazu verpflichtet, sein 

Ermessen an die Stelle der Erstinstanz (Steuerungsgruppe) zu setzen. 

Der Beschwerdegegner hat demnach nur bei offensichtlichen Verfahrens-

fehlern, Ungleichbehandlungen oder nicht nachvollziehbaren Begrün-

dungen einzugreifen; was vorliegend nicht der Fall war. Dabei hält der 

Beschwerdegegner zu Recht fest, dass die Beurteilung, ob ein Kandidat 

oder eine Kandidatin deutlich über dem Altersdurchschnitt liegende, 

entwicklungsfähige Leistungsresultate im jeweiligen Begabungsbereich 

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zeigt, zwingend durch die entsprechenden Fachleute der Verbände und 

damit durch den BSV zu erfolgen hat. Damit erwiese sich auch diese Rüge 

als unbegründet.

3.3. Auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin, dass das Abstellen auf die 

"PISTE" durch den BSV untauglich sei, da sie doch zwischenzeitlich von 

Swiss Olympic eine regionale Talentcard erhalten habe, was einer 

Anerkennung der Förderungswürdigkeit entspreche, führt nicht weiter. 

Nach den Akten hat die Beschwerdeführerin die Karte erst am 1. Juni 2023 

und damit nach Ergehen des Entscheids der Steuerungsgruppe, erhalten 

(Akten der Beschwerdeführerin [Bf-act.] 1 f.). Zudem geht aus den Akten 

nicht hervor, dass der Beschwerdegegner zum Zeitpunkt des Erlasses des 

angefochtenen Entscheids Kenntnis vom Erhalt der regionalen Talentcard 

hatte. Nebst dem, dass gemäss Stellungnahme vom 25. August 2023 für 

die Steuerungsgruppe die Abgabe der regionalen Swiss Olympic Talent 

Card an die Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar ist (vgl. Bg-act. 2; 

siehe auch die Voraussetzungen gemäss Ausführungsbestimmungen zu 

den "Richtlinien Swiss Olympic Card, abrufbar unter: https://-

www.swissolympic.ch/dam/jcr:0d72e5b4-b3f6-4a09-84a5-7a7a0dc3d-

12b/Ausf%C3%BChrungsbestimmungen_SO-Card_DE.pdf; letztmals 

besucht am 19. Dezember 2023), ist vorliegend aber vielmehr 

entscheidend, dass die Voraussetzungen gemäss Art. 6 AVOT kumulativ 

erfüllt sein müssen. Dabei ist auf die Beurteilung des BSV, die 

richtigerweise auf den Vorgaben von Swiss Ski, Swiss Olympic und dem 

Kanton Graubünden auf der prognostischen, integrativen und 

systematischen Trainerabschätzung (PISTE) fusst (vgl. Manual 

"Talentidentifikation und -selektion" von Swiss Olympic; abrufbar unter: 

https://www.swissolympic.ch/dam/jcr:4dc85694-502f-49da-b84f-d8572-

d353b29/Manual_Talentidentifikation_und_selektion_DE_LOW.-pdf; 

letztmals besucht am 19. Dezember 2023), abzustellen (Art. 6 Abs. 2 lit. a 

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AVOT). Als ebenso nachvollziehbar und von der Sache her gerechtfertigt 

wird erachtet, dass den Sportverbänden dabei ein erheblicher 

Beurteilungsspielraum verbleibt, wobei auf die Ausführungen des 

Beschwerdegegners verwiesen werden kann.

4. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Feststellungen des BSV seien 

weder klar noch widerspruchslos; er stütze sich insbesondere auf 

undurchsichtige Tools, deren Funktionsweise er nicht erkläre. Die 

Beschwerdeführerin macht keine näheren Ausführungen dazu, inwiefern 

die Tools unklar bzw. widersprüchlich sein sollen und verweist dazu 

lediglich u.a. auf ihre Ausführungen in den Eingaben an die Vorinstanz. 

Damit ist die Beschwerdeführerin aber ihrer vor Verwaltungsgericht 

obliegenden Substantiierungspflicht nicht hinreichend nachgekommen, 

weshalb auf diese Rüge nicht einzutreten wäre.

5. Die Beschwerdeführerin moniert weiter, dass die Verfügung der Steuer-

ungsgruppe auf einer Verordnung fusse, die gegen übergeordnete 

Normen und Rechtsgrundsätze verstosse; für die Verordnung gäbe es 

keine genügende rechtliche übergeordnete Grundlage. Sie verlangt, dass 

das Verwaltungsgericht dies im Rahmen der akzessorischen Normen-

kontrolle festzustellen und der Norm (Art. 6 Abs. 2 lit. a AVOT) in Zukunft 

die Anwendung zu untersagen habe. Damit könne verhindert werden, 

dass in Zukunft in der Sache weiterhin nicht ein kantonales Amt, sondern 

eine private Organisation (wie z.B. der BSV) inhaltlich den Entscheid über 

die Nichtzulassung treffe (Systemfehler).

5.1. Vorab gilt es festzuhalten, dass eine abstrakte Normenkontrolle, d.h. die 

unmittelbare Anfechtung der Verordnung, vorliegend verspätet erfolgt 

wäre (vgl. Art. 55 Abs. 3 Verfassung des Kantons Graubünden [Kantons-

verfassung; BR 110.100]; Art. 57 ff. VRG). Wenn Gerichte oder 

Verwaltungsbehörden einen generellen Rechtssatz eines Gesetzes oder 

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einer Verordnung auf einen konkreten Tatbestand anwenden, haben sie 

nicht nur zu untersuchen, wie die Rechtsnorm im konkreten Fall richtig 

anzuwenden ist, sondern sie können auch prüfen, ob der anzuwendende 

Rechtssatz seinerseits rechtmässig, d.h. verfassungs- und gesetzes-

mässig, ist. Die Überprüfung der Rechtmässigkeit des anzuwendenden 

Rechtssatzes ist allerdings nicht die Hauptfrage des betreffenden 

Rechtsanwendungsverfahrens, sondern nur eine Vorfrage, die sich im 

Zusammenhang mit der Beurteilung der Rechtmässigkeit eines konkreten 

Rechtsanwendungsaktes stellt (VGU R 22 74 vom 9. Mai 2023 E.4.2, U 21 

95 vom 16. August 2022 E.4.2, R 09 86 vom 25. Januar 2010 E.2b; 

HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 

10. Aufl., Zürich et al. 2020, Rz. 2071). Eine akzessorische (konkrete) 

Normenkontrolle ist im Rahmen von Art. 51 Abs. 1 lit. a VRG zulässig. Das 

Verwaltungsgericht verfügt dabei über volle Kognition (VGU R 22 74 vom 

9. Mai 2023 E.4.2, U 21 95 vom 16. August 2022 E.4.2; PVG 2014 Nr. 2). 

Das akzessorische Prüfungsrecht führt nicht zur formellen Aufhebung von 

Rechtsnormen. Es gibt den rechtsanwendenden Behörden lediglich die 

Befugnis, den betreffenden Rechtssatz als rechtswidrig zu erklären und 

ihm in dem zu beurteilenden Fall die Anwendung zu versagen (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 2C_236/2020 vom 28. August 2020 E.1.5 mit 

Hinweis; HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, a.a.O., Rz. 2076).

5.2. Konkret ist für das Gericht nicht ersichtlich, inwieweit Art. 6 Abs. 2 lit. a 

AVOT gegen Verfassungs- oder Gesetzesrecht irgendwelcher Art 

verstossen soll. So wurde diese Verordnung kompetenzgemäss gestützt 

auf Art. 34 Abs. 1 der Schulverordnung, wonach "die Aufnahme von 

Schülerinnen und Schülern in eine Talentklasse an Voraussetzungen 

geknüpft ist, welche von der Regierung bestimmt werden", durch die 

Regierung erlassen. Die Aufgabe der Regierung zur Rechtsetzung 

allgemein ergibt sich wiederum aus Art. 45 Abs. 1 der Kantonsverfassung 

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sowie spezifisch bezogen auf die Schulen aus Art. 97 Schulgesetz. Aus 

Art. 89 der Kantonsverfassung i.V.m. Art. 62 BV ergibt sich wiederum die 

Aufgabe des Kantons, für den Schulunterricht sowie die Aus- und 

Weiterbildung besorgt zu sein. Auch hier erklärt die Beschwerdeführerin 

nicht, gegen welche übergeordneten Normen und Grundsätze Art. 6 

Abs. 2 lit. a AVOT verstossen soll. Aufgrund dessen wäre auch auf diese 

ungenügend substantiierte Rüge nicht einzutreten.

6. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, dass ihr angesichts der vom 

Beschwerdegegner zugestandenen Verletzung des rechtlichen Gehörs 

keine Kosten hätten auferlegt werden dürfen. Dabei verkennt die 

Beschwerdeführerin, dass die Heilung des Mangels – wie in obiger 

Erwägung 2.3 dargelegt – zulässig war und die Verwaltungsbeschwerde 

schliesslich abgewiesen wurde. Bei einer Staatsgebühr von CHF 400.-- für 

einen 19 Seiten umfassenden Entscheid ist unschwer davon auszugehen, 

dass dieser Aspekt berücksichtigt wurde, sind doch höhere Staats-

gebühren bei Entscheiden des Beschwerdegegners gerichtsnotorisch. 

Damit erwiese sich auch diese Rüge als unbegründet.

7. Im Ergebnis ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Selbst wenn aber 

auf diese eingetreten würde, wäre sie, wie ausgeführt, abzuweisen. Damit 

entfällt auch die Bekanntgabe der provisorisch erzielten Resultate der 

(vorsorglich) durchgeführten Aufnahmeprüfung.

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gemäss 

Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten der Beschwerdeführerin bzw. je hälftig zu 

Lasten von B._____ und C._____ als gesetzliche Vertretung und unter 

solidarischer Haftung. Das Gericht erachtet dabei hier ermessensweise 

eine Staatsgebühr von CHF 700.-- (zzgl. Kanzleiauslagen) als 

angemessen und gerechtfertigt. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit 

öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird in der 

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Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2 VRG). Von dieser Regel 

abzuweichen, besteht hier kein Anlass.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 700.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 356.00

zusammen CHF 1'056.00

gehen zulasten von A._____, gesetzlich vertreten durch 

B._____ und C._____, welche die Verfahrenskosten je hälftig und unter 

solidarischer Haftung zu tragen haben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]

[Mit Urteil 2C_84/2024 vom 30. September 2024 hat das Bundesgericht die gegen 
diesen Entscheid erhobene Beschwerde teilweise gutgeheissen und die Sache zur 
Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen an dieses Gericht 
zurückgewiesen.]