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**Case Identifier:** 9cb65c0a-b8bc-560f-be1d-4cecdb12fa01
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2011 BVGE 2011/59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_BVGE-2011-59_2011-12-01.pdf

## Full Text

Luftfahrtanlagen 2011/59 

 

 

BVGE / ATAF / DTAF 1193 

 

7 Öffentliche Werke – Energie – Verkehr 
Travaux publics – Energie – Transports et 
communications 
Lavori pubblici – Energia – Trasporti e 
comunicazioni 

59 

Auszug aus dem Urteil der Abteilung I 
i. S. Gemeinde Zermatt, Schweizer Alpen-Club SAC,  

Swiss Helicopter Association, Air Zermatt AG und Schweizerische 
Gletscherpiloten-Vereinigung gegen Eidgenössisches Departement für 

Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation 
A–8386/2010 vom 1. Dezember 2011 

Bezeichnung von Gebirgslandeplätzen als Bundesaufgabe. Standort 

in einem Inventar des Bundes. Erfordernis eines Gutachtens der Eid-

genössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK).  

Art. 8 Abs. 3 LFG. Art. 2 Abs. 1 Bst. b, Art. 3, Art. 6 und Art. 7 NHG. 

1. Ein Gebirgslandeplatz ist als Verkehrsanlage einzustufen und 
führt zu einer umwelt- und raumrelevanten Nutzung des Areals 

(E. 6). 

2. Ein in ein Bundesinventar aufgenommenes Objekt ist unge-
schmälert zu erhalten, verdient aber jedenfalls die grösstmög-

liche Schonung. Ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhal-

tung ist nur bei gleich- oder höherwertigen Interessen nationaler 

Bedeutung zulässig. Massgebend ist, was das Objekt einzigartig 

oder typisch macht (E. 6.2). 

3. An der Ausbildung von Rettungspiloten besteht ein gleichwer-
tiges nationales Interesse, während an der touristischen Nutzung 

nur ein regionales Interesse besteht. Für letzteres ist ein Abwei-

chen von der ungeschmälerten Erhaltung unzulässig (E. 6.3). 

4. Eine Begutachtung durch die ENHK ist obligatorisch für Ob-
jekte, die in einem Bundesinventar aufgenommen sind. Eine blos-

se Anhörung der ENHK genügt nicht (E. 6.4). 

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5. Ohne Gutachten der ENHK kann die Einhaltung des Schonungs-
gebotes nicht beurteilt werden und ist der Sachverhalt nicht ent-

scheidreif (E. 6.5).  

Désignation de places d'atterrissage en montagne, en tant que tâche 

de la Confédération. Site inscrit dans un inventaire fédéral. Nécessité 

d'une expertise de la Commission fédérale pour la protection de la 

nature et du paysage (CFNP). 

Art. 8 al. 3 LA. Art. 2 al. 1 let. b, art. 3, art. 6 et art. 7 LPN. 

1. Une place d'atterrissage en montagne doit être considérée comme 
une installation de transport qui entraîne une utilisation de la 

zone affectant l'environnement et le site (consid. 6). 

2. Un objet inscrit dans un inventaire fédéral doit être conservé 
intact ou mérite en tout cas d'être ménagé le plus possible. Une 

exception à la conservation intacte de l'objet n'est admissible 

qu'en présence d'intérêts équivalents ou supérieurs d'importance 

nationale. Les caractéristiques qui rendent l'objet unique ou typi-

que sont déterminantes (consid. 6.2). 

3. La formation de pilotes de sauvetage présente un intérêt national 
équivalent, alors qu'une utilisation à des fins touristiques ne pré-

sente qu'un intérêt régional. Ce dernier ne peut pas justifier une 

exception à une conservation intacte (consid. 6.3). 

4. Une expertise de la CFNP est obligatoire pour les objets inscrits 
dans un inventaire fédéral. Une simple audition de cette commis-

sion est insuffisante (consid. 6.4). 

5. Faute d'expertise de la CFNP, il n'est pas possible de juger du 
respect de l'obligation de ménager l'objet en cause. Les faits ne 

sont donc pas suffisamment établis pour permettre la prise d'une 

décision (consid. 6.5).  

Designazione di aree di atterraggio in montagna in quanto compito 

della Confederazione. Sito iscritto in un inventario federale. Esigen-

za di una perizia della Commissione federale per la protezione della 

natura e del paesaggio (CFNP).  

Art. 8 cpv. 3 LNA. Art. 2 cpv. 1 lett. b, art. 3, art. 6 e art. 7 LPN. 

Luftfahrtanlagen 2011/59 

 

 

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1. Le aree di atterraggio in montagna devono essere classificate tra 
gli impianti di trasporto e il loro sfruttamento provoca conse-

guenze rilevanti sull'ambiente e sul territorio (consid. 6). 

2. Un oggetto iscritto in un inventario federale deve essere conser-
vato intatto, ma comunque deve essere il più possibile salvaguar-

dato. Una deroga all'obbligo di salvaguardare intatto uno di  

questi oggetti è ammissibile soltanto in presenza di un interesse 

equivalente o maggiore d'importanza nazionale. Determinanti so-

no le caratteristiche che rendono unico o tipico l'oggetto (con-

sid. 6.2). 

3. Per l'addestramento di piloti soccorritori sussiste un interesse 
equivalente di importanza nazionale, mentre lo sfruttamento tu-

ristico è solamente di interesse regionale. A quest'ultimo scopo 

non sono ammesse deroghe all'obbligo di conservare intatto un 

sito (consid. 6.3). 

4. La perizia della CFNP è obbligatoria per gli oggetti iscritti in un 
inventario federale. La semplice consultazione della CFNP non è 

sufficiente (consid. 6.4). 

5. In mancanza di una perizia della CFNP è impossibile valutare se 
il principio dell'obbligo di salvaguardia sia rispettato e la fatti-

specie non è matura per la decisione (consid. 6.5).  

 

Gemäss Teil III B6a des Sachplans Infrastruktur der Zivilluftfahrt (SIL) 

stellt sich bei verschiedenen Gebirgslandeplätzen die Frage, wie beste-

hende Konflikte mit Naturschutz- und Erholungsgebieten sowie Wildle-

bensräumen gelöst und Ruhezonen ausgeschieden werden können. Dazu 

war das Netz der Gebirgslandeplätze generell zu überprüfen. Durch ge-

zielte Massnahmen solle die vom Flugbetrieb ausgehende Beeinträch-

tigung der Schutzziele verhindert werden. Wo sich Konflikte durch eine 

restriktive Nutzung nicht beseitigen liessen, sollten bestehende Gebirgs-

landeplätze durch besser geeignete Stellen ersetzt werden. Generell zu 

überprüfen war auch die Grundsatzfrage, ob und in welchem Ausmass 

das Heliskiing weiterbetrieben werden solle.  

Mit Beschluss vom 17. September 2010 verabschiedete der Bundesrat 

den SIL – Teil III C Gebirgslandeplätze (GLP), 1. Serie Region Wallis 

Südost. Gestützt auf diesen Beschluss bezeichnete das Eidgenössische 

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation 

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(UVEK) am 2. November 2010 in der Region Wallis Südost die sechs 

GLP Aeschhorn, Alphubel, Monte Rosa, Theodulgletscher, Trift und 

Unterrothorn. Die Nutzung der GLP Aeschhorn, Alphubel und Monte 

Rosa wurde neu auf die Periode vom 1. Oktober bis 30. Juni beschränkt, 

diejenige des neu bezeichneten GLP Trift auf den Zeitraum vom 1. De-

zember bis 30. April. Als Kompensation zur Schaffung des neuen GLP 

Trift sollte der GLP Unterrothorn aufgehoben werden, falls nicht – zu 

einem späteren Zeitpunkt – ein GLP in der Region Aletsch-Susten auf-

gehoben werden könne.  

Das Bundesverwaltungsgericht heisst die dagegen erhobenen Beschwer-

den teilweise gut und weist die Angelegenheit zur Ergänzung des Sach-

verhalts und neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurück. 

Aus den Erwägungen: 

6. Bereits von Verfassungs wegen hat der Bund bei der Erfüllung 
seiner Aufgaben Rücksicht auf die Anliegen des Natur- und Heimat-

schutzes zu nehmen und namentlich Landschaften und Naturdenkmäler 

zu schonen (Art. 78 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Art. 2 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimat-

schutz (NHG, SR 451) erklärt insbesondere « die Erteilung von Konzes-

sionen und Bewilligungen, wie zum Bau und Betrieb von Verkehrsan-

lagen » zu einer Bundesaufgabe. Die Lehre bejaht eine Bundesaufgabe, 

wenn in einem Sachbereich eine umfassende Bundeskompetenz besteht 

(NINA DAJCAR, Natur- und Heimatschutz-Inventare des Bundes, Zürich 

2011, S. 42 mit weiteren Hinweisen). 

In seinen Entscheiden zum Raumplanungsrecht hat das Bundesgericht als 

Bauten und Anlagen jene künstlich geschaffenen und auf Dauer ange-

legten Einrichtungen eingestuft, die in fester Beziehung zum Erdboden 

stehen und geeignet sind, die Vorstellung über die Nutzungsordnung zu 

beeinflussen, sei es, dass sie den Raum äusserlich erheblich verändern, 

die Erschliessung belasten oder die Umwelt beeinträchtigen (BGE 123 II 

256 E. 3 und BGE 120 Ib 379 E. 3c mit Hinweisen). Die bundesge-

richtliche Praxis hat selbst geringfügige Einrichtungen wie etwa leicht 

demontierbare Scheinwerfer als Anlage eingestuft, wenn sie zeitweise 

erhebliche Auswirkungen auf den Raum haben (BGE 123 II 256 E. 3 am 

Ende). Auch wenn für die Nutzung eines bestimmten Areals als Lan-

destelle für Helikopter oder Flächenflugzeuge weder Bauarbeiten noch 

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andere Terrainveränderungen erforderlich sind, führt dessen Bezeichnung 

als GLP doch zu einer neuen, regelmässigen raum- und umweltrelevan-

ten Nutzung und ist hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf 

Naturdenkmäler im Sinne des NHG mit einer Baute oder Anlage ver-

gleichbar. Ein GLP ist daher als Verkehrsanlage im Sinne von Art. 2 

Abs. 1 Bst. b NHG einzustufen. Die Bezeichnung von GLP kommt im 

Übrigen einer Bewilligung für eine Verkehrsanlage gleich, da ohne diese 

eine Landung im Gebirge – vorbehältlich gewisser Ausnahmen – nicht 

zulässig ist (vgl. Art. 8 Abs. 3 des Luftfahrtgesetzes vom 21. Dezember 

1948 [LFG, SR 748.0]), zudem besteht im Bereich der Luftfahrt eine 

umfassende Bundeskompetenz (Art. 87 BV; […]). Somit ist eine Bun-

desaufgabe im Sinne von Art. 2 Abs. 1 Bst. b NHG gegeben, bei deren 

Erfüllung insbesondere den Pflichten nach Art. 3, Art. 6 und Art. 7 NHG 

nachzukommen ist. 

6.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 NHG sorgen Bund und Kantone bei der 
Erfüllung der Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Landschafts- 

und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler 

geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, 

ungeschmälert erhalten bleiben. Art. 3 Abs. 2 Bst. b NHG sieht vor, dass 

diese Pflicht zu erfüllen ist, indem etwa Konzessionen und Bewilligun-

gen nur unter Bedingungen oder Auflagen erteilt oder aber verweigert 

werden. Im Hochgebirge stehen insbesondere die Schonung des Land-

schaftsbildes oder von Naturdenkmälern im Vordergrund. Diese Anliegen 

können somit die Aufhebung oder Einschränkungen bei der Nutzung 

eines GLP rechtfertigen. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, 

liegt in der Region Wallis Südost das Objekt Nr. 1707 Dent Blanche-

Matterhorn-Monte Rosa des Bundesinventars der Landschaften und 

Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN Objekt; Anhang zur 

Verordnung vom 10. August 1977 über das Bundesinventar der Land-

schaften und Naturdenkmäler [VBLN, SR 451.11]), mithin ein Inventar 

des Bundes im Sinne von Art. 5 NHG. Insbesondere der GLP Monte 

Rosa sowie alle Anflugwege zu diesem GLP liegen innerhalb des BLN-

Objekts 1707. Zudem liegt der GLP Unterrothorn an dessen Grenze. 

Seine Bedeutung wird im Objektblatt wie folgt umschrieben: « Gross-

artige, teilweise stark vergletscherte Hochgebirgslandschaft von interna-

tionalem Ruf. Gute Aufschlüsse zum Bau der Penninischen Alpen und 

ihrer Gesteinsarten. Moränenstadien als Zeugen der eiszeitlichen Land-

schaftsentwicklung. Typische hochalpine Flora und Fauna, urwüchsige 

und gut erhaltene Lärchen- und Arvenwälder. Teilweise noch intakte, 

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traditionelle Alpwirtschaft. Bemerkenswerte Weiler Zmutt und Stafel bei 

Zermatt. Bekanntes Hochtourengebiet (Haute Route) ». 

6.2 Durch die Aufnahme eines Objekts von nationaler Bedeutung in 
ein Inventar des Bundes im Sinne von Art. 5 NHG wird dargetan, dass es 

in besonderem Mass die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter 

Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnah-

men die grösstmögliche Schonung verdient (Art. 6 Abs. 1 NHG). In 

Art. 6 Abs. 2 NHG wird diese klar erhöhte Schutzwürdigkeit inventari-

sierter Objekte nochmals verstärkt, indem gemäss dieser Bestimmung ein 

Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne der Inventare 

bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in Erwägung gezogen werden 

darf, wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen von eben-

falls nationaler Bedeutung entgegenstehen (BGE 127 II 273 E. 4c). Der 

Begriff der ungeschmälerten Erhaltung ist so zu verstehen, dass der im 

Inventar angestrebte Schutz vollumfänglich zur Geltung gelangen und 

allfälligen Bedrohungen begegnet werden soll. Die Aufnahme eines Ob-

jektes in ein Verzeichnis bedeutet anderseits nicht, dass sich am beste-

henden Zustand überhaupt nichts mehr ändern darf. Der Zustand des 

Objektes soll aber gesamthaft betrachtet unter dem Gesichtspunkt des 

Natur- und Heimatschutzes nicht verschlechtert werden. Allfällige ge-

ringfügige Nachteile einer Veränderung müssen durch anderweitige Vor-

teile mindestens ausgeglichen werden (Botschaft des Bundesrates vom 

12. November 1965 zum Entwurf eines Bundesgesetzes über den Natur- 

und Heimatschutz [BBl 1965 III 89, 103]). Ungeschmälerte Erhaltung 

verdient in besonderem Mass das, was die Objekte so einzigartig oder 

typisch macht (Urteil des Bundesgerichts 1A.122/2004 vom 30. Mai 

2005 E. 2.6; BGE 115 Ib 131 E. 5ha). Zur Beurteilung der Problematik 

der ungeschmälerten Erhaltung eines BLN-Objekts ist von der jeweiligen 

Umschreibung des Schutzgehalts auszugehen, das heisst die möglichen 

Beeinträchtigungen sind an den verschiedenen Schutzzielen zu messen, 

die in den gesondert veröffentlichten Beschreibungen zu den Gebieten 

des Inventars dargestellt werden (Urteil des Bundesgerichts 1A.185/2006 

vom 5. März 2007 E. 6.3 mit Hinweisen; BGE 127 II 273 E. 4c mit Hin-

weisen; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A–438/2009 

vom 8. März 2011 E. 19.5.2 und BVGE 2011/33 E. 4.2.1). Es müssen 

somit alle bedeutsamen Interessen ermittelt, beurteilt, gewichtet und im 

Entscheid möglichst umfassend berücksichtigt werden (JÖRG LEIM-

BACHER, in: Peter M. Keller/Jean-Patrick Zufferey/Karl Ludwig Fahr-

länder [Hrsg.], Kommentar NHG, Zürich 1997, Rz. 22 f. zu Art. 6 NHG). 

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6.3 Die GLP wurden in den Jahren 1962 bis 1973 bezeichnet, wäh-
rend das Gebiet Dent Blanche-Matterhorn-Monte Rosa 1983 ins BLN 

aufgenommen und 1998 angepasst worden ist. Dass die Gebirgsfliegerei 

vorbestehend ist, ändert nichts daran, dass sie geeignet ist, namentlich 

das in den Festlegungen zur Region Wallis Südost im SIL aufgeführte 

Schutzziel « Ruhe und stille Erholung » beziehungsweise den allge-

meinen Grundsatz, wonach vermeidbarer Lärm von den Objekten fernzu-

halten ist (Ziff. 6.2.14 Erläuterungen zum BLN), zu beeinträchtigen. 

Ferner gelten die Sport-, Touristik- und Privatfliegerei ebenso wie Lärm 

als wichtige mögliche Formen der Gefährdung für ein BLN-Objekt 

(Ziff. 5.1 Erläuterungen zum BLN). Werden Sachpläne als besondere 

raumplanerische Massnahmen des Bundes im Sinne von Art. 13 des 

Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG, SR 700) – wie der 

Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt SIL einer ist – überarbeitet oder 

verabschiedet, so sind darin auch die inventarrelevanten Schutzmass-

nahmen aufzunehmen, da kein systematischer Vollzug des NHG und 

seiner Inventare stattfindet (DAJCAR, a. a. O., S. 179). In Gebieten, wie 

dem hier zu beurteilenden, in denen auch keine anderweitige Planungs- 

oder gar Bautätigkeit zu erwarten ist, bildet die Überarbeitung dieses 

Sachplanes mithin die einzige Möglichkeit zum Vollzug des NHG und zu 

einer Verbesserung der Situation im Sinne des Schutzzwecks des BLN-

Objekts. Erklärtes Ziel der Überarbeitung des SIL und der neuen Fest-

legung der GLP ist es denn auch richtigerweise, bestehende Konflikte zu 

entschärfen und eine Verbesserung zu erzielen.  

Die Vorinstanz hat die Konflikte mit den Schutzzielen des BLN-Objek-

tes 1707 erkannt, gleichzeitig für die GLP ein nationales Interesse an der 

Nutzung zu Ausbildungszwecken ausgemacht, namentlich von aktuellen 

und künftigen Rettungspiloten. Insbesondere am GLP Monte Rosa be-

steht offenbar ein solches Interesse, da es sich um den einzigen GLP in 

über 4000 Metern Höhe handelt und die Ausbildung vielfältige Trai-

ningssituationen umfassen muss, das heisst verschiedene topografische 

und meteorologische Situationen. Für das Bundesverwaltungsgericht 

besteht kein Anlass, von dieser prima vista einleuchtenden und von 

keiner Partei grundsätzlich in Frage gestellten Einschätzung der zustän-

digen Fachbehörde abzuweichen. Dieses nationale Interesse kann ein 

Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung eines BLN-Objektes im 

Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG rechtfertigen, sofern es sich als gleich- 

oder höherwertig erweist. An der touristischen Nutzung hat die Vor-

instanz demgegenüber nur ein regionales Interesse festgestellt. Diese 

Einschätzung ist ebenso wenig zu beanstanden. Auch wenn der Touris-

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mus insgesamt von gesamtschweizerischem Interesse ist, erhebliche 

wirtschaftliche Bedeutung hat und entsprechend vom Bund unterstützt 

wird, besteht nicht an jeder touristischen Einrichtung ein nationales In-

teresse. Die Nutzung der GLP der Region Wallis Südost, insbesondere 

jene des GLP Monte Rosa, für Heliskiing und andere touristische Lan-

dungen mag für die Fremdenverkehrsregion Zermatt von Wichtigkeit 

sein; aus gesamtschweizerischer Sicht stellen die touristischen Anliegen 

einer einzelnen Destination aber keine Interessen von nationaler Bedeu-

tung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG dar. Ist das für ein Abweichen von 

der ungeschmälerten Erhaltung vorgebrachte Interesse nicht von natio-

naler Bedeutung, ist ein Eingriff indessen unzulässig, und es darf von der 

Entscheidbehörde keine Interessenabwägung mehr durchgeführt werden, 

denn in diesen Fällen hat der Gesetzgeber bereits zu Gunsten der unge-

schmälerten Erhaltung des Schutzobjekts entschieden (BGE 127 II 273 

E. 4c).  

6.4 Bei Objekten, die in einem Bundesinventar aufgenommen sind, 
ist nicht nur der Eingriffsspielraum enger, sondern auch eine Begutach-

tung durch die ENHK obligatorisch, wenn die Erfüllung einer Bundes-

aufgabe nach Art. 2 NHG in Frage steht. In ihrem Gutachten zuhanden 

der Entscheidbehörde gibt die ENHK an, ob das Objekt ungeschmälert 

zu erhalten oder wie es zu schonen ist (Art. 7 Abs. 2 NHG). Mit der obli-

gatorischen Begutachtung wird gewährleistet, dass ein unabhängiges 

Fachorgan bei der Beurteilung eines Projekts auf die Anliegen des Natur- 

und Heimatschutzes speziell achtet, und dass die zuständigen Instanzen 

diesbezüglich über zuverlässige Unterlagen verfügen (LEIMBACHER, 

a. a. O., N. 13 zu Art. 7 NHG; BGE 127 II 273 E. 4b; BVGE 2011/33 

E. 4.2.2). Nach der Rechtsprechung kommt einem Gutachten der ENHK 

grosses Gewicht zu. Vom Ergebnis der Begutachtung darf nur aus trif-

tigen Gründen abgewichen werden, auch wenn der entscheidenden Be-

hörde eine freie Beweiswürdigung zusteht. Dies trifft namentlich auch 

für die dem Gutachten zugrunde liegenden tatsächlichen Feststellungen 

zu (BGE 136 II 214 E. 5 mit zahlreichen Hinweisen). 

Da es sich bei der Bezeichnung beziehungsweise Überprüfung der GLP 

um eine Bundesaufgabe handelt (vgl. E. 6.1), ist gemäss Art. 7 Abs. 2 

NHG ein Gutachten der ENHK zwingend erforderlich, soweit ein Stan-

dort innerhalb eines Inventarobjektes oder so nahe an dessen Grenzen 

liegt, dass er sich darauf auswirken kann. Daran vermag die Bestimmung 

von Art. 54 der Verordnung vom 23. November 1994 über die Infra-

struktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) nichts zu ändern, die für die 

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BVGE / ATAF / DTAF 1201 

 

Bezeichnung von GLP bloss das Einholen einer Stellungnahme der 

ENHK verlangt, denn eine Bestimmung auf Verordnungsstufe vermag 

eine gesetzliche Anforderung nicht aufzuheben oder zu ändern (BGE 136 

I 29 E. 3.3). Bei der Bezeichnung beziehungsweise Überprüfung eines 

GLP ist somit statt einer blossen Stellungnahme ein Gutachten einzuho-

len, während es für GLP ausserhalb von BLN-Objekten genügen dürfte, 

die ENHK nach Art. 54 VIL anzuhören. Die der Vorinstanz im vorlie-

genden Verfahren eingereichte Stellungnahme der ENHK vermag ein 

Gutachten nicht zu ersetzen, da sie einerseits relativ kurz ausgefallen ist, 

anderseits nicht die Aufgabe, Ziel und Zweck des Schutzes konkretisiert. 

Gerade bei grossflächigen BLN-Objekten mit nicht präzise definierten 

individuellen Schutzzielen ist dies jedoch ein Hauptzweck der Begut-

achtung (DAJCAR, a. a. O., S. 87). Dies trifft auch auf das hier relevante 

BLN-Objekt 1707 zu, das einerseits fast 27'000 Hektaren gross ist, 

anderseits sehr unterschiedliche bedeutsame Eigenschaften aufweist, die 

jedoch nicht an jeder Stelle anzutreffen beziehungsweise gleich ausge-

prägt sind. Eine Konkretisierung und Präzisierung der Schutzziele für die 

in Frage stehenden Stellen durch die dafür zuständige Fachstelle ist daher 

erforderlich.  

6.5 Mangels Gutachten der ENHK erweisen sich die Entscheid-
grundlagen der Vorinstanz und die darauf beruhende Interessenabwägung 

in einem wichtigen Punkt als unvollständig. Es ist daher nicht möglich, 

die Einhaltung des Schonungsgebots gemäss Art. 6 NHG zu prüfen, 

weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben ist.  

Gemäss Art. 61 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-

zember 1968 (VwVG, SR 172.021) entscheidet das Bundesverwaltungs-

gericht in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbind-

lichen Weisungen an die Vorinstanz zurück. Wie die Vorinstanz betont, 

handelt es sich bei den GLP um ein Netzwerk und die in der Verfügung 

getroffenen Anordnungen betreffend die GLP Region Wallis Südost 

stellen ein aufeinander abgestimmtes Paket dar. Eine Änderung an einem 

GLP wirkt sich damit auch auf die Nutzung der übrigen GLP aus, so dass 

bei deren Neufestsetzung einerseits alle Aspekte erneut zu beurteilen und 

gegeneinander abzuwägen sind, anderseits mehrere sachgerechte Lösun-

gen denkbar sind. Aus dieser Abwägung wird sich ergeben, welche Kom-

pensations- und Schutzmassnahmen, beispielsweise zeitliche oder nut-

zungsbezogene Einschränkungen, erforderlich, aber auch genügend sind. 

Ohne grösseren Aufwand und besondere Fachkenntnisse im Bereich des 

Natur- und Heimatschutzes, aber auch aviatischer Art, lässt sich somit die 

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Entscheidreife in der Sache nicht herbeiführen, weshalb es nicht zweck-

mässig erscheint, dass das Bundesverwaltungsgericht hierüber – nach 

Einholen eines Gutachtens der ENHK – als erste Instanz entscheidet 

(PHILIPPE WEISSENBERGER, in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissen-

berger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, N. 10 f. zu 

Art. 61 VwVG). Dazu kommt, dass auch die gestützt auf Art. 62b Abs. 4 

des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 

1997 (RVOG, SR 172.010) vom Bundesverwaltungsgericht eingeholte 

Stellungnahme des Bundesamtes für Umwelt vom 4. April 2011, eben-

falls eine Fachbehörde im Bereich des NHG (vgl. Urteil des Bundesver-

waltungsgerichts A–7872/2010 vom 17. Oktober 2011 E. 8.3.5.2 am 

Ende), sich nicht näher zu den Schutzzielen äussert und dies, soweit 

aktenkundig, auch zuvor nicht getan hat. Die Angelegenheit ist unter 

diesen Umständen zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen.