# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0799d2b6-506d-524e-8792-37a82599f357
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.08.2020 715 20 130/210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-20-130-210_2020-08-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 27. August 2020 (715 20 130 / 210) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Frage der Beitragsbefreiung im Sinne von Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG bei teilweiser Arbeits-
unfähigkeit. Die Aufnahme einer Teilzeitbeschäftigung ist infolge Krankheit und der da-
mit zusammenhängenden Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen weder zumutbar 
noch möglich. Verletzung der Beratungspflicht durch die Arbeitslosenkasse. 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Markus Mattle, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Daniela Buser 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung 

 
 
 
A.a Der 1971 geborene A.____ war zuletzt bei der B.____ AG als Fachspezialist angestellt. 
Dieses Arbeitsverhältnis wurde per 31. Juli 2017 gekündigt. Am 8. August 2017 meldete er sich 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 
3. März 2020 sprach die IV dem Versicherten rückwirkend ab dem 1. Februar 2018 gestützt auf 
einen Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 75 % eine ganze Invalidenrente (IV-Rente), ab dem 1. Juli 

 
 
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2018 gestützt auf einen IV-Grad von 63 % eine Dreiviertelsrente und ab dem 1. März 2019 ge-
stützt auf einen IV-Grad von 84 % wiederum eine ganze IV-Rente zu. Seit dem 1. Juni 2019 hat 
A.____ Anspruch auf eine Viertelsrente der IV basierend auf einem IV-Grad von 40 %. 
 
A.b Am 20. November 2017 meldete sich A.____ erstmals beim zuständigen Regionalen Ar-
beitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung und am 21. November 2017 bei der Öf-
fentlichen Arbeitslosenkasse Baselland (Arbeitslosenkasse) zum Bezug von Arbeitslosenent-
schädigung an. In der Folge richtete die Arbeitslosenkasse dem Versicherten während der Rah-
menfrist für den Leistungsbezug vom 20. November 2017 bis 19. November 2019 lediglich 262 
von 400 möglichen Taggeldern aus. Daraufhin meldete sich A.____ am 8. November 2019 bei 
der Arbeitslosenkasse zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung während der Folgerahmenfrist 
ab dem 20. November 2019 und am 15. November beim RAV zur Arbeitsvermittlung an. Die Ar-
beitslosenkasse klärte den rechtserheblichen Sachverhalt ab und lehnte nach durchgeführtem 
Einspracheverfahren die Anspruchsberechtigung von A.____ auf Arbeitslosenentschädigung ab 
dem 20. November 2019 mit Entscheid vom 19. Februar 2020 ab. Sie begründete ihren Entscheid 
im Wesentlichen damit, dass er die Beitragszeit nicht erfülle und auch kein Grund für eine Befrei-
ung von der Erfüllung derselben vorliege. Schliesslich sei es dem Versicherten im Rahmen seiner 
Restarbeitsfähigkeit möglich gewesen, einer beitragspflichtigen Teilzeitbeschäftigung nachzuge-
hen, um so die Beitragszeit zu erfüllen. Für die gewährte Folgerahmenfrist könne sich der Be-
schwerdeführer ausserdem nicht auf den Befreiungsgrund einer weggefallenen IV-Rente beru-
fen, da er bereits davor Arbeit gesucht habe und es folglich an der Kausalität mangle.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 20. März 2020 Beschwerde am 
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) und be-
antragte, es sei die Beschwerdegegnerin in Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu ver-
pflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Seinen Antrag begründete er im We-
sentlichen damit, dass es ihm nicht zumutbar gewesen sei, eine Anstellung im Umfang der ihm 
verbliebenen Arbeitsfähigkeit aufzunehmen. Er habe ab dem 1. Februar 2018 an Eingliederungs-
massnahmen teilgenommen und dabei das Pensum stetig gesteigert. Folglich sei es nicht nach-
vollziehbar, wie er gleichzeitig noch einer Teilzeitbeschäftigung hätte nachgehen sollen. Darüber 
hinaus sei er aufgrund der IV-Rentenreduktion auf den 1. Juni 2019 von der Erfüllung der Bei-
tragszeit befreit gewesen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2020 schloss die Arbeitslosenkasse auf Abweisung 
der Beschwerde. Sie hielt dabei im Wesentlichen an ihren Ausführungen im Einspracheentscheid 
vom 19. Februar 2020 fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss den Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide der Ver-
sicherungsträger Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich 

 
 
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zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG grundsätzlich das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Diese Re-
gelung entspricht nun allerdings für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (ALV) nicht der bis 
vor Inkrafttreten des ATSG geltenden Zuständigkeitsordnung, weshalb der Bundesrat in Art. 100 
Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 ausdrücklich ermächtigt worden ist, die örtliche Zu-
ständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 ATSG zu regeln. 
Nach Art. 128 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die 
Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 richtet sich die Zuständigkeit des kantona-
len Versicherungsgerichts für die Beurteilung von Beschwerden gegen Kassenverfügungen sinn-
gemäss nach Art. 119 AVIV. Diese Bestimmung erklärt in Abs. 1 lit. a für die Arbeitslosenent-
schädigung den Ort, wo die versicherte Person die Kontrollpflicht erfüllt, als massgebend. Vorlie-
gend hat der Beschwerdeführer die Kontrollpflicht im Kanton Basel-Landschaft erfüllt, weshalb 
die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt 
das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist 
somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen 
frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 20. März 2020 ist demnach einzutreten.  
 
2.1 Nach Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG hat Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wer die Bei-
tragszeit erfüllt hat (Art. 13 AVIG) oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 14 AVIG). 
Unbestritten ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer innerhalb der massgebenden Rahmen-
frist für die Beitragszeit vom 20. November 2017 bis 19. November 2019 keiner beitragspflichti-
gen Beschäftigung nachging, weshalb eine Erfüllung der Beitragszeit im Sinne von Art. 13 AVIG 
ausser Betracht fällt. Strittig und zu prüfen ist somit einzig, ob die Voraussetzungen für eine Be-
freiung von der Erfüllung der Beitragszeit in der erwähnten Rahmenfrist vorliegen. 
 
2.2.1 Gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG ist von der Erfüllung der Beitragszeit unter anderem 
befreit, wer innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während insge-
samt mehr als zwölf Monaten wegen Krankheit (Art. 3 ATSG), Unfall (Art. 4 ATSG) oder Mutter-
schaft (Art. 5 ATSG) nicht in einem Arbeitsverhältnis stand und deshalb die Beitragszeit nicht 
erfüllen konnte, sofern während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz bestand. 
 
2.2.2 Eine Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit gestützt auf Art. 14 Abs. 1 AVIG setzt 
des Weiteren einen Kausalzusammenhang zwischen der Nichterfüllung der Beitragszeit und dem 
geltend gemachten Befreiungsgrund voraus. Dabei muss das Hindernis während mehr als zwölf 
Monaten bestanden haben, denn bei kürzerer Verhinderung bleibt der versicherten Person wäh-
rend der zweijährigen Rahmenfrist genügend Zeit, um eine ausreichende beitragspflichtige Be-
schäftigung auszuüben. Da eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfüllung der Beitrags-
zeit einer Vollzeitbeschäftigung gemäss Art. 11 Abs. 4 AVIV gleichgestellt ist, liegt die erforderli-
che Kausalität nur vor, wenn es der versicherten Person aus einem der in Art. 14 Abs. 1 lit. a bis c 
AVIG genannten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitarbeitsverhältnis ein-
zugehen (BGE 141 V 625 E. 2; AVIG-Praxis ALE [Arbeitslosenentschädigung] Rn. B182 ff.; 

 
 
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BARBARA KUPFER BUCHER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 5. Auflage Basel-
Genf 2019, zu Art. 14, S. 73 f.; GERHARD GERHARDS, Kommentar zum Arbeitslosenversiche-
rungsgesetzt, Bd. 1, zu Art. 14, Rz. 10 und 18).  
 
2.3.1 Ferner ist von der Erfüllung der Beitragszeit befreit, wer insbesondere wegen Wegfalls 
einer Invalidenrente gezwungen ist, eine unselbständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder zu 
erweitern (Art. 14 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung ist dabei, dass das betreffende Ereignis nicht 
mehr als ein Jahr zurückliegt und die betroffene Person beim Eintritt des Ereignisses ihren Wohn-
sitz in der Schweiz hatte. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung können sich nur jene 
Personen auf den Befreiungsgrund des Wegfalls einer Invalidenrente nach Art. 14 Abs. 2 IVG 
berufen, die bisher als Invalide nicht arbeitsfähig waren, deren Zustand sich aber derart verbes-
sert hat, dass ihre Rente gestrichen oder wesentlich reduziert werden muss, wodurch die versi-
cherte Person zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gezwungen ist. Grundsätzlich kann somit le-
diglich der Wegfall oder die Herabsetzung einer Invalidenrente für eine wirtschaftliche Notlage 
als kausal anerkannt werden (BGE 126 V 384 E. 2b).  
 
2.3.2 Tritt ein Ereignis nach Art. 14 Abs. 2 AVIG während der Rahmenfrist für den Leistungs-
bezug ein, kann sich eine versicherte Person für eine Folgerahmenfrist grundsätzlich nicht auf 
einen solchen Befreiungsgrund berufen. Es fehlt dabei an der Kausalität, da die versicherte Per-
son bereits vor Eintritt des Ereignisses Arbeit suchte. Hingegen kann ein Befreiungsgrund für eine 
Folgerahmenfrist anerkannt werden, wenn sich die versicherte Person in der ersten Rahmenfrist 
nur in reduziertem Umfang dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt hat und in der Folge aufgrund 
eines Ereignisses nach Art. 14 Abs. 2 AVIG gezwungen ist, ihre Arbeitssuche zu erweitern (AVIG-
Praxis ALE, Rn. B193). 
 
3.  In der ALV besteht eine umfassende Aufklärungs- und Beratungspflicht. So sind der Ver-
sicherungsträger und die Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen gemäss 
Art. 27 Abs. 1 ATSG verpflichtet, im Rahmen ihrer Zuständigkeitsbereiche die interessierten Per-
sonen über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären. Konkretisiert wird diese Bestimmung in 
Art. 19a AVIV, wonach die Versicherten insbesondere über das Verfahren der Anmeldung und 
über die Pflicht, Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, aufzuklären sind. Mit dieser 
Aufklärungspflicht soll der versicherten Person Klarheit über ihre Rechte und Pflichten verschafft 
werden. Es muss dabei vor allem über jene Rechtsfolgen informiert werden, die noch nicht be-
kannt oder welche nicht zu erwarten sind. Dies wiederum setzt auch ein Mitverfolgen des Kennt-
nisstands der in Betracht kommenden Personen voraus. Was die Tiefe der Aufklärung betrifft, 
muss sichergestellt sein, dass die versicherte Person in die Lage versetzt wird, die für sie im 
konkreten Einzelfall in Betracht fallenden Schritte einzuleiten und Konsequenzen abzuschätzen. 
Die in Art. 27 Abs. 1 ATSG festgelegte Informationspflicht kann etwa dadurch erfüllt werden, dass 
Informationsbroschüren oder Merkblätter abgegeben werden (BGE 131 V 472 E. 4.1; KIESER 
UELI, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, zu Art. 27, Rz. 15 ff.). Diese allge-
meine Aufklärungspflicht wird ergänzt durch die persönliche Beratungspflicht gemäss Art. 27 Abs. 
2 ATSG. Diese bezieht sich auf die Rechte und Pflichten im konkreten Einzelfall. Die versicherte 
Person ist dabei über die massgebenden Umstände rechtlicher oder tatsächlicher Natur zu infor-
mieren, die zu einer zutreffenden Wahrung der Rechte und Pflichten führen (KIESER UELI, a.a.O., 

 
 
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zu Art. 27, Rz. 28). Erkennt das Durchführungsorgan aufgrund von Aussagen oder Verhaltens-
weisen der versicherten Person, dass deren Leistungsanspruch gefährdet sein könne, hat sie 
diese auf die Folgen aufmerksam zu machen (NUSSBAUMER THOMAS, Arbeitslosenversicherung, 
in: SBVR Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, S. 2363 f., Rz. 325). Die Beratungspflicht ist 
indessen gewissen Grenzen unterworfen. So kann vom Versicherungsträger nicht mehr als das 
verlangt werden, was er bei einem durchschnittlichen Mass an Aufmerksamkeit erkennen konnte. 
Im Ergebnis bedeutet die in Art. 27 Abs. 2 ATSG statuierte Beratungspflicht, dass sich der Versi-
cherungsträger nicht darauf berufen kann, die betreffende Person hätte sich bei entsprechender 
Gesetzeskenntnis zutreffend verhalten können. Der Versicherungsträger hat sich deshalb in ei-
nem bestimmten Mass aktiv zu verhalten und die versicherte Person insbesondere über relevante 
Einzelaspekte besonders zu informieren (KIESER UELI, a.a.O., zu Art. 27, Rz. 28 ff.). Wird die 
Beratungspflicht nicht oder nur ungenügend wahrgenommen, kommt dies einer falsch erteilten 
Auskunft des Versicherungsträgers gleich, und es hat dafür in Nachachtung des Vertrauensprin-
zips der Versicherungsträger einzustehen (BGE 131 V 472 E. 5).  
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, wonach Versicherungsträger und Ge-
richte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen haben (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in 
Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen dann vorzunehmen sind, wenn und 
soweit hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender An-
haltspunkte hinreichender Anlass besteht (Urteil des EVG vom 8. März 2001, C 102/00, E. 1b; 
BGE 117 V 282 E. 4a; AHI-Praxis 1994 S. 212 E. 4a; SVR-Rechtsprechung 1999, IV Nr. 10 S. 28 
E. 2c).   
 
4.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind (vgl. RENÉ RHINOW / HEINRICH KOLLER / CHRISTINA KISS / DANIELA THURNHERR / 
DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialver-
sicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fel-
lay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2020, Art. 43 N 11; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse Möglich-
keit eines bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr 
jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläu-
fen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen 
Hinweisen). 
 
5.1 Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt sich wie folgt dar: Während der Rahmenfrist für 
die Beitragszeit vom 20. November 2017 bis 19. November 2019 war der Versicherte krankheits-
halber arbeitsunfähig. Der Umfang seiner Arbeitsunfähigkeit schwankte dabei vom 20. November 
2017 bis 23. April 2019 zwischen 30 % und 70 % (vgl. act. B011-012, B014-021, B023-029, 
B031).  

 
 
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5.2 Im Rahmen einer Frühinterventionsmassnahme der IV nahm der Versicherte vom 
1. Februar 2018 bis 30. April 2018 an einem Belastbarkeitstraining (act. A147 f.) in der C.____ 
teil. Von einer zu Beginn zweistündigen Anwesenheit pro Tag wurde das Arbeitspensum auf vier 
Stunden pro Tag gesteigert. Der Versicherte war in diesem Zeitraum zwischen 55 % und 70 % 
arbeitsunfähig. Im Anschluss daran besuchte der Versicherte jeweils vom 2. Mai 2018 bis 31. Juli 
2018 und vom 1. August 2018 bis 31. Oktober 2018 ein Aufbautraining in der C.____ (act. A180 f. 
und A190 f.). Im ersten Training wurde die Anwesenheit von fünf auf sechs Stunden pro Tag 
gesteigert, wohingegen im zweiten Aufbautraining eine Steigerung des Pensums von sechs auf 
acht Stunden pro Tag angestrebt wurde. Während den Aufbautrainings war der Versicherte 
durchgehend zu 55 % arbeitsunfähig. Mit Anordnung vom 10. Oktober 2018 (act. A203 f.) ver-
pflichtete die Arbeitslosenkasse den Versicherten vom 1. November 2018 bis 30. April 2019 zur 
Teilnahme an einer Wiedereingliederungsmassnahme in der C.____ zu einem Vollzeitpensum. 
Zu Beginn der Massnahme bestand ein Arbeitsunfähigkeitsgrad von 40 %, welcher sich infolge 
einer Verschlechterung des Gesundheitszustands des Versicherten zwischenzeitlich auf 80 % 
steigerte. Im Anschluss daran verbesserte sich der Gesundheitszustand zusehends, weshalb die 
Arbeitsunfähigkeit im April 2019 letztlich 30 % betrug. 
 
5.3 Mit Verfügung vom 3. März 2020 (act. B099) sprach die IV dem Versicherten rückwir-
kend ab dem 1. Februar 2018 gestützt auf einen Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 75 % eine ganze 
Invalidenrente (IV-Rente), ab dem 1. Juli 2018 gestützt auf einen IV-Grad von 63 % eine Drei-
viertelsrente und ab dem 1. März 2019 gestützt auf einen IV-Grad von 84 % wiederum eine ganze 
IV-Rente zu. Seit dem 1. Juni 2019 hat der Versicherte Anspruch auf eine Viertelsrente der IV 
basierend auf einem IV-Grad von 40 %. 
 
6. Vorliegend wendet der Beschwerdeführer ein, er sei aufgrund einer erheblichen Reduk-
tion seiner Invalidenrente von der Erfüllung der Beitragspflicht befreit gewesen. In diesem Zu-
sammenhang ist unbestritten, dass die Invalidenrente des Beschwerdeführers per 1. Juni 2019 
von einer vormals ganzen Rente auf eine Viertelsrente reduziert wurde und dieses Ereignis im 
Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids vom 19. Februar 2020 weniger als ein Jahr zurücklag. 
Da jedoch die Rentenreduktion während der Rahmenfrist eintrat, während welcher der Versi-
cherte bereits Taggeldleistungen der Arbeitslosenkasse bezog, kann er sich für die Folgerahmen-
frist nicht auf den Befreiungsgrund einer Reduktion der Invalidenrente berufen (vgl. Erwägung 
2.3.2 hiervor). Grund dafür ist, dass die Rentenreduktion nicht ursächlich für die eingetretene 
finanzielle Notlage war, da der Beschwerdeführer bereits davor Arbeit suchte. Im Sinne einer 
Ausnahme von diesem Grundsatz kann der Befreiungsgrund einer Invalidenrentenreduktion den-
noch anerkannt werden, wenn der Versicherte während der ersten Rahmenfrist lediglich eine 
Anstellung zu einem reduzierten Pensum gesucht hatte und aufgrund der Rentenreduktion ge-
zwungen war, seine Arbeitssuche auszudehnen. Wie sich den Akten diesbezüglich entnehmen 
lässt, hat der Beschwerdeführer gemäss Angaben im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 
21. November 2017 (act. A033) bereits damals eine Vollzeitstelle gesucht. Diese Aussage hat er 
in der Folge jeweils monatlich bestätigt (vgl. insbesondere act. A259 f., A262 f. und A265 f.). Da-
raus folgt, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitssuche unbesehen der Reduktion der Invali-

 
 
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denrente auf den 1. Juni 2019 unverändert fortgeführt hat und eine Erweiterung derselben ohne-
hin nicht möglich war, da er bereits davor eine Anstellung zu einem Vollzeitpensum gesucht hatte. 
Auch machte er im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 8. November 2019 (act. B041-
044) keine Leistungen gestützt auf eine weggefallene bzw. herabgesetzte Invalidenrente geltend 
und bestätigte wiederum, eine Vollzeitbeschäftigung zu suchen. Die Arbeitslosenkasse erkannte 
daher zu Recht, dass die Rentenreduktion nicht kausal für die finanzielle Lage des Versicherten 
war und demzufolge kein Anspruch auf Befreiung von der Erfüllung der Beitragspflicht gemäss 
Art. 14 Abs. 2 AVIG besteht. Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich in diesem Zusam-
menhang als unbegründet.  
 
7.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass es ihm – entgegen der Auffassung 
der Arbeitslosenkasse – nicht zumutbar gewesen sei, eine Anstellung im Umfang der ihm verblie-
benen Arbeitsfähigkeit aufzunehmen. Schliesslich habe er ab dem 1. Februar 2018 an einem 
Belastbarkeits-/Aufbautraining teilgenommen und dabei das Pensum stetig gesteigert. Insofern 
sei nicht nachvollziehbar, inwiefern er gleichzeitig noch einer Teilzeitbeschäftigung hätte nachge-
hen sollen. Dieser Auffassung ist zu folgen, wie sich nachfolgenden Ausführungen entnehmen 
lässt. 
 
7.2 Wie vorstehend in den Erwägungen 2.2.1 und 2.2.2 ausgeführt, ist von der Erfüllung der 
Beitragszeit befreit, wer innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit unter anderem aufgrund 
einer Krankheit während mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis stand und des-
halb die Beitragszeit nicht erfüllen konnte. Bei entsprechend kürzerer Verhinderung bleibt ausrei-
chend Zeit, um einer beitragspflichtigen Beschäftigung nachzugehen und die notwendige Kausa-
lität liegt demzufolge nicht vor. Auch gilt es zu berücksichtigen, dass eine Teilzeitbeschäftigung 
in Bezug auf die Erfüllung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäftigung gleichzustellen ist. Bei teil-
weiser Arbeitsunfähigkeit ist der erforderliche Kausalzusammenhang somit nur dann gegeben, 
wenn es aus einem der in Art. 14 Abs. 1 lit. a bis c AVIG genannten Gründe nicht möglich und 
zumutbar war, eine Erwerbstätigkeit zu einem Teilzeitpensum aufzunehmen. Vorliegend war der 
Versicherte innerhalb der massgebenden Rahmenfrist vom 20. November 2017 bis 23. April 2019 
krankheitshalber arbeitsunfähig, wobei die Arbeitsunfähigkeit zwischen 30 % und 70 % 
schwankte. Der Arbeitslosenkasse ist insofern zuzustimmen, als der Beschwerdeführer über eine 
Restarbeitsfähigkeit verfügte, welche es grundsätzlich zu verwerten gilt. Davon ausgenommen 
sind hingegen jene Fälle, in denen die Aufnahme einer Teilzeitbeschäftigung unzumutbar oder 
unmöglich erscheint. In diesem Zusammenhang ist anzuführen, dass der Versicherte im Rahmen 
von Frühinterventionsmassnahmen der IV vom 1. Februar 2018 bis 30. April 2018 an einem Be-
lastbarkeitstraining und vom 2. Mai 2018 bis 31. Juli 2018 bzw. vom 1. August 2018 bis 31. Ok-
tober 2019 an einem Aufbautraining teilnahm. Entsprechend dem Grad seiner Arbeitsunfähigkeit 
hat der Versicherte die Präsenzzeit während den Arbeitstrainings von zu Beginn zwei Stunden 
pro Tag auf bis zu acht Stunden pro Tag gesteigert. Damit war er im Rahmen seiner Leistungs-
fähigkeit zu 100 % ausgelastet. Auch die daran anschliessende Wiedereingliederungsmass-
nahme der Arbeitslosenkasse vom 1. November 2018 bis 30. April 2019 besuchte der Versicherte 
zu einem Beschäftigungsgrad von 100 %. Unter Berücksichtigung seiner Leistungsfähigkeit und 
den Präsenzzeiten war es dem Versicherte während den 15 Monaten vom 1. Februar 2018 bis 
30. April 2019 nicht möglich, eine Teilzeitbeschäftigung aufzunehmen. Darüber hinaus war er 

 
 
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aufgrund seiner Erkrankung zur Teilnahme an den Arbeitstrainings und der Wiedereingliede-
rungsmassnahme angehalten. Ziel der Teilnahme an einer Eingliederungsmassnahme ist der 
Aufbau und die Steigerung der Belastbarkeit sowie eine kontinuierliche Gewöhnung an die Ta-
gestruktur und den Arbeitsprozess nach einer Erkrankung. Inwiefern es dem Beschwerdeführer 
bereits während des Eingliederungsprozesses zumutbar gewesen sein soll, eine Teilzeitbeschäf-
tigung aufzunehmen, ist nicht nachvollziehbar. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass es dem Versi-
cherten aufgrund seiner Erkrankung und der damit zusammenhängenden Teilnahme an Einglie-
derungsmassnahmen nicht möglich und zumutbar war, im Zeitraum vom 1. Februar 2018 bis 
30. April 2019 eine Teilzeitbeschäftigung auszuüben.  
 
8. Darüber hinaus stellt sich in Anbetracht der vorstehend geschilderten Umstände die 
Frage, ob es für den Beschwerdeführer überhaupt erkennbar war, dass von ihm die Aufnahme 
einer Teilzeitbeschäftigung im Umfang seiner Restarbeitsfähigkeit erwartet worden ist. 
 
8.1 Hierbei trifft die Arbeitslosenkasse insbesondere eine Aufklärungs- und Beratungspflicht 
(vgl. Erwägung 3 hiervor). Den Akten ist diesbezüglich zu entnehmen, dass der Versicherte auf 
die Informationswerkzeuge im Internet (www.rav.bl.ch) aufmerksam gemacht worden ist und er 
entsprechende Unterlagen erhalten hat, welche über die grundlegenden Rechte und Pflichten 
betreffend den Bezug von Arbeitslosenentschädigung informieren (act. A023). Im Hinblick auf 
eine hinreichende Aufklärung und Beratung des Versicherten muss dieser vor allem über jene 
Rechtsfolgen informiert werden, die noch nicht bekannt, oder die nicht zu erwarten sind. Der Ver-
sicherte soll in die Lage versetzt werden, die für ihn im konkreten Einzelfall in Betracht fallenden 
Schritte einzuleiten und die Konsequenzen abzuschätzen. Vorliegend war der Beschwerdeführer 
entsprechend seiner verbliebenen Leistungsfähigkeit zunächst in ein Belastbarkeits- und Aufbau-
training der IV sowie anschliessend in eine Wiedereingliederungsmassnahme der Arbeitslosen-
kasse mit einem Pensum von 100 % eingebunden (vgl. Erwägung 7.2 hiervor). Der Beschwerde-
führer vermerkte jeweils auf dem Formular betreffend die Angaben der versicherten Person für 
den entsprechenden Monat, dass er an einem Arbeitstraining der IV teilnehme (vgl. exemplarisch 
act. A165 f.). Von der Arbeitslosenkasse wurde er jedoch nicht darauf hingewiesen, dass er das 
Belastbarkeits-/Aufbautraining baldmöglichst zugunsten einer Teilzeitbeschäftigung aufgeben 
muss, um seinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung nicht zu gefährden. Wie vorstehend 
in Erwägung 3 ausgeführt, obliegt es in solchen Fällen der Arbeitslosenkasse, die versicherte 
Person über die Folgen ihres Verhaltens aufzuklären. Dies ist während des neunmonatigen Be-
lastbarkeits-/Aufbautrainings der IV unterblieben.  
 
8.2 Im Anschluss daran verpflichtete die Arbeitslosenkasse den Beschwerdeführer mit An-
ordnung vom 10. Oktober 2019 zur Teilnahme an einer Wiedereingliederungsmassnahme zu ei-
nem Pensum von 100 %. Darin wies die Arbeitslosenkasse erstmals darauf hin, dass der Versi-
cherte seine Arbeitsbemühungen fortzusetzen habe und die Massnahme bei definitiver Stellen-
zusage zugunsten eines die Arbeitslosigkeit beendenden Stellenantritts vorzeitig beendet werden 
könne. Gestützt auf diese Anordnung ist unbestritten, dass der Versicherte seine Arbeitsbemü-
hungen während der Massnahme fortzuführen hatte. Entsprechend dem Wortlaut der Anordnung 
«kann» die Teilnahme an der Massnahme zugunsten eine Teilzeitbeschäftigung abgebrochen 
werden. Für den Beschwerdeführer war in Anbetracht der Arbeitslast (Vollzeitpensum) weiterhin 

 
 
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nicht ersichtlich, dass es sich dabei um eine Verpflichtung handelte, deren Nichtbefolgen Auswir-
kungen auf einen späteren Leistungsanspruch haben könnte. Dies gilt umso mehr, als dass der 
Beschwerdeführer davor bereits während neun Monaten ein Arbeitstraining in derselben Institu-
tion absolviert hatte und von Seiten der Arbeitslosenkasse in diesem Zeitraum ebenfalls nicht 
über die Folgen einer mangelhaften Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit aufgeklärt wor-
den ist. Soweit die Arbeitslosenkasse geltend macht, die Eingliederungsmassnahme sei gegen-
über einer Teilzeitbeschäftigung subsidiär, ist anzuführen, dass sie den Beschwerdeführer im 
vorliegenden Fall über diesen Umstand hätte informieren müssen. Indem die Arbeitslosenkasse 
den Versicherten jedoch während den 15 Monate dauernden Massnahmen (Belastbarkeits-/Auf-
bautraining, Wiedereingliederungsmassnahme) nicht ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass 
eine Pflicht zur Aufgabe der Eingliederungsmassnahmen zugunsten einer Teilzeitbeschäftigung 
besteht und deren Nichtbefolgen negative Auswirkungen in Bezug auf die Anspruchsberechti-
gung hat, ist sie ihrer Beratungspflicht nicht hinreichend nachgekommen. Für den Beschwerde-
führer bestand demzufolge keine Veranlassung, eine Teilzeitbeschäftigung aufzunehmen.  
 
9. Zusammenfassend ist festzustellen, dass es dem Beschwerdeführer aufgrund seiner 
teilweisen Arbeitsunfähigkeit und der damit zusammenhängenden Teilnahme an einem Belast-
barkeits-/Aufbautraining der IV sowie an einer Wiedereingliederungsmassnahme der ALV nicht 
zumutbar und möglich war, im Zeitraum vom 1. Februar 2018 bis 30. April 2019 eine Teilzeitbe-
schäftigung aufzunehmen. Darüber hinaus ist die Arbeitslosenkasse ihrer Beratungspflicht nicht 
hinreichend nachgekommen, indem sie den Beschwerdeführer nicht über seine Pflicht zur Auf-
gabe der Eingliederungsmassnahmen zugunsten einer Teilzeitbeschäftigung aufgeklärt hat. Die 
Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen und die Angelegenheit zur Prüfung der weiteren 
Anspruchsvoraussetzungen an die Arbeitslosenkasse zurückzuweisen. 
 
10. Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG hat das 
Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind deshalb für das 
vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird dem anwaltlich 
nicht vertretenen Beschwerdeführer nicht zugesprochen. 
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 

 
 
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11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenent-
scheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vorausset-
zungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen und die 
Angelegenheit in Aufhebung des Einspracheentscheids der Öffentlichen 
Arbeitslosenkasse Baselland vom 19. Februar 2020 zur Prüfung der 
weiteren Anspruchsvoraussetzungen an die Vorinstanz zurückgewie-
sen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.