# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a279e6be-1f56-5a18-895e-ab58ce7236a3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.07.2009 E-4232/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4232-2009_2009-07-08.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4232/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richter Markus König;
Gerichtsschreiberin Stella Boleki.

A._______,
Nigeria,
vertreten durch Dr. iur. Alex Hediger, Advokat, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch; Verfügung des BFM 
vom 19. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4232/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest. 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im August 2008 
aus Nigeria ausreiste, per Flugzeug nach Spanien gelangte und von 
dort  mit  dem Zug  in  die  Schweiz  einreiste,  wo er  gleichentags,  am 
13. September 2008, um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  (EVZ)  B._______  vom  1.  Oktober  2008  und  der  direkten 
Bundesanhörung vom 8. Juni 2009 im Wesentlichen vorbrachte, er sei 
nigerianischer  Staatsangehöriger,  gehöre  der  Ethnie  der  Igbo  an, 
stamme  aus  C._______  (Geburtsort)  und  sei  in  D._______ 
aufgewachsen (beide in Anambra State),

dass  sein  Vater,  Parteivorsitzender  (chairman)  E._______,  mit  dem 
gleichnamigen  Gouverneur  von  F._______  befreundet  gewesen  sei, 
welcher bereits frühere Wahlen zum Gouverneur gewonnen habe, aber 
G._______  von  der  Partei  H._______  schliesslich  dazu  ernannt 
worden sei, 

dass  eines  Tages  der  Beschwerdeführer  auf  Geheiss  seines  Vaters 
vier Männern das Haus eines Angehörigen der H._______, I._______, 
habe zeigen müssen, 

dass  er  später  erfahren  habe,  dass  diese  als  Auftragsmörder 
I._______ ermordet hätten, 

dass diese anlässlich ihrer Festnahme durch die Polizei, seinen Vater 
und ihn als Auftraggeber bezeichnet hätten,

dass daraufhin Dorfjugendliche seinen Vater mit Macheten und Holz-
stöcken  zu  Tode geprügelt  hätten,  wobei  es  dem Beschwerdeführer 
gelungen sei, die Flucht zu ergreifen, 

dass  ihr  Haus  in  Brand  gesetzt  worden  sei,  und  er  bis  heute  nicht 
wisse, ob seine Mutter dabei gestorben sei, 

dass der Beschwerdeführer sich zuerst in der Kirche, dann bis zu sei-
ner Ausreise bei einem Freund seines Vaters versteckt habe,

dass der Gouverneur seine Ausreise organisiert habe, damit er diesen 
als Auftraggeber nicht verraten möge,

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dass das BFM mit Verfügung vom 19. Juni 2009 – eröffnet am 24. Juni 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe ohne entschuldbare  Gründe keine Reise-  oder 
Identitätspapiere abgegeben,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung im EVZ geltend 
gemacht habe, er habe nie einen Reisepass oder eine Identitätskarte 
besessen, hingegen bei der Einvernahme bei der Kantonspolizei des 
Kantons  Aargau  vom  28.  November  2008  angegeben  habe,  seine 
Identitätskarte  und  die  Geburtsurkunde  zu  Hause  in  C._______ 
gelassen zu haben, und bei weiteren Varianten, die Identitätskarte sei 
in  Nigeria  geblieben  oder  er  habe  sie  mit  dem  Portemonnaie 
zusammen verloren, 

dass  seine  Aussagen  über  den  für  die  Reise  benutzten  Reisepass 
ebenfalls  unglaubhaft  seien,  da  er  behauptet  habe,  er  wisse  nichts 
über dieses Dokument, da der ihn nach Spanien begleitende Schlep-
per sich um alles gekümmert habe,

dass es sich dabei  um eine reine Schutzbehauptung handle,  da der 
Beschwerdeführer  bei  einer  allfälligen  Kontrolle  über  den  Reisepass 
genau hätte Bescheid wissen müssen, 

dass deshalb die widersprüchlichen und vorgeschobenen Erklärungs-
versuche  darauf  schliessen  lassen  würden,  dass  der  Gesuchsteller 
nicht bereit sei, die Identität mit Ausweisen zu belegen,

dass sich der Beschwerdeführer weiter bei den Angaben über die Rei-
se in die Schweiz in massive Widersprüche verwickelt habe, da er bei 
der Erstbefragung Lagos als Abflugort, bei der Zweitbefragung hinge-
gen Abuja genannt habe, 

dass  er  ferner  ohne  Zugbillett,  ohne  Reisepass  und  ohne  sich  ver-
steckt zu haben von Spanien in die Schweiz eingereist sein woll, ohne 
jemals kontrolliert worden zu sein, 

dass diese Schilderung jeglichen Bezug zur Realität vermissen lasse, 
weshalb  darauf  geschlossen  werden  müsse,  der  Beschwerdeführer 

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habe in einer anderen als in der behaupteten Weise die Schengen-Au-
ssengrenzen passiert, um in die Schweiz einreisen zu können, 

dass es sich bei der geltend gemachten Verfolgung durch die Polizei 
und durch Dritte, aufgrund des involvierten Mordes an I._______ aus 
C._______  im  Jahr  2007  um eine  vollständig  erfundene  Geschichte 
handeln müsse, da diese Person ein aus C._______ stammender und 
in  ganz  Nigeria  bekannter  „Wrestler“  mit  bürgerlichem  Namen 
I._______ im Jahre 2004 an Herzversagen gestorben sei,

dass diese Feststellung durch die weiteren Widersprüche und Unstim-
migkeiten  gestützt  werde,  und  der  Beschwerdeführer  immer  wieder 
versucht  habe,  sich  den  genauen  Angaben  zu  entziehen,  indem  er 
bloss  vage  geantwortet  oder  behauptet  habe,  die  Antwort  nicht  zu 
kennen, oder sie vergessen zu haben, 

dass zudem die Behauptungen, er wisse nicht ob seine Mutter gestor-
ben und wann I._______ ermordet  worden sei,  als  realitätsfremd zu 
qualifizieren seien, und diese offensichtliche Indifferenz des Beschwer-
deführers  als  Indiz  für  einen  vorgespiegelten  Sachverhalt  gewertet 
werden müsse,  

dass  deshalb  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  ge-
mäss Art. 3 AsylG offensichtlich nicht erfülle und aufgrund der Akten 
auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich 
seien,

dass der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht mit Einga-
be vom 30. Juni 2009 gegen diesen Entscheid Beschwerde erheben 
liess und die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids zwecks Ein-
tretens auf das Asylgesuch, eventualiter die Gewährung von Asyl be-
antragte,

dass  weiter  der  Beschwerde die  aufschiebende Wirkung  zuzuerken-
nen,  und  dem Beschwerdeführer  die  unentgeltliche  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG zu gewähren sei, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 2. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
bzw. Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – vorbehältlich nachfolgender Erwägungen – einzutreten ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zukommt (vgl. Art. 
55 Abs. 1 VwVG), das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschie-
bende Wirkung auch nicht entzog (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb 
der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 42 AsylG berechtigt ist, sich bis 
zum Abschluss  des Verfahrens in  der  Schweiz  aufzuhalten,  und auf 
das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nicht 
einzutreten ist, 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist und dem-
entsprechend im Falle der Begründetheit des Rechtsmittels die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73)

dass  bei der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Modifikation des 
Nichteintretenstatbestands  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  (und  Abs.  3) 

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AsylG,  auf  welchen sich  die  hier  angefochtene Verfügung stützt,  die 
Besonderheit besteht, dass das BFM im Rahmen einer summarischen 
Prüfung das offenkundige Nichterfüllen der  Flüchtlingseigenschaft  im 
Sinne  von  Art.  3  AsylG  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegwei-
sungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  hat  (vgl.  Art.  32  Abs. 3 
Bstn. b und c AsylG; BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), weshalb in-
soweit  bei  dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingsei-
genschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass  nach  dem Gesagten  auf  den  Antrag  um Gewährung  von  Asyl 
nicht einzutreten ist,

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch mate-
riell mit der Sache befasste,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bzw. einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1 
AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet, 

dass die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden 
nach Einreichung des Asylgesuches des Beschwerdeführers unbestrit-
ten ist,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, welche dem 
Beschwerdeführer  das  Einreichen  rechtsgenüglicher  Ausweispapiere 
innert 48 Stunden nach Stellen des Asylgesuchs verunmöglicht hätten, 
mit  zutreffender  Begründung  verneint  hat,  weshalb  vorab  auf  die 
vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist, 

dass  insbesondere  die  variantenreichen  Angaben  hinsichtlich  seiner 
Identitäts-  und  Reisepapiere,  nie  welche  besessen  zu haben,  sie  in 

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C._______ zu Hause gelassen zu haben, oder mit dem Portemonnaie 
verloren zu haben, unglaubhaft erscheinen (vgl. act. A 8 S. 2; A 12 S. 3 
F 9; S. 4 F. 21,22), 

dass zudem die Reiseangaben, namentlich die Zugfahrt von Spanien 
in die Schweiz, als realitätsfremd zu beurteilen sind, da in grenzüber-
schreitenden  Zugfahrten  innerhalb  des  Schengenraums  und  bei  der 
Einreise in die Schweiz nach wie vor Personenkontrollen durchgeführt 
werden, insbesondere bei Personen, die möglicherweise Drittstaatsan-
gehörige sein könnten (vgl. act. A 8 a.o.O.; A 12 S. 13 F. 141 - F 158),

dass aus den Protokollen – entgegen der Behauptung in der Rechts-
mittelschrift,  der Beschwerdeführer habe sich immer stets bemüht in 
Nigeria Papiere zu bestellen, um diese raschmöglichst nachzuliefern – 
nicht zu erkennen ist, dass er sich ernsthaft um die Beschaffung von 
Identitätspapieren bemüht hätte (vgl. act. A 8 a.o.O.; A12 S. S. 3 F 4 - 
F 7), 

dass daher davon auszugehen ist, dass er nur unter Verwendung au-
thentischer Identitäts- und Reisepapiere bis in die Schweiz habe ge-
langen  können,  welche  er  jedoch  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen 
Mitwirkungspflicht  den schweizerischen Behörden innert  48  Stunden 
nicht ausgehändigt hat,

dass an dieser Einschätzung auch der Einwand in der Rechtsmittelein-
gabe,  wonach es gerichtsnotorisch sei,  dass  Asylsuchende mit  Hilfe 
von  Schleppern  und  mit  falschen  Papieren  nach  Europa  geschleust 
würden, nichts zu ändern vermag, da dieser als unbehelflich zu beur-
teilen ist, 

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass  sich  sodann  die  Aktenlage  nach  der  summarischen  Befragung 
vom 8. April 2009 und der Direktanhörung vom 8. Juni 2009 dermas-
sen klar präsentierte, dass unter Verzicht auf zusätzliche tatbeständli-
che  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen  einer  bloss  summari-
schen  Prüfung  der  eindeutige  Schluss  gezogen  werden  konnte,  der 
Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich 

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nicht, und ebenso offensichtlich stünden einem Vollzug seiner Wegwei-
sung keine Hindernisse entgegen,  weshalb  auf  weitere  Abklärungen 
verzichtet werden konnte (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass  das  BFM  zu  Recht  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, weshalb auch 
diesbezüglich vorab darauf zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  keine substanziierten  Angaben über  die 
Partei  E._______  machen  konnte,  dessen  Vorsitzender  sein  Vater 
gewesen sein soll (vgl. act. A 12 S. F 60 - F 72), 

dass  der  Beschwerdeführer  zwar  zutreffend  angab,  J._______  habe 
bei den Wahlen gewonnen, aber G._______ von der Partei H._______ 
sei als Gouverneur von F._______ eingesetzt worden, später sei dann 
J._______  zum  Gouverneur  von  K._______  ernannt  worden  (...), 
besucht am 3. Juli 2009, 

dass indessen nicht geglaubt werden kann, der Vater des Beschwer-
deführers und er selbst seien in den angeblichen Mordauftrag, dessen 
Hauptauftraggeber J._______ gewesen sein soll,  involviert  gewesen, 
zumal  das  genannte  Mordopfer  I._______  im  Zeitraum  des 
geschilderten Ereignisses bereits verstorben war (vgl. act. A.12 S. 9 F 
93),  

dass  es  sich  bei  I._______  tatsächlich  um  den  „undefeated  world 
wrestling champion in (Jahresangabe)“ handelte, der mit bürgerlichem 
Namen  I._______  hiess  und  im  Jahre  2004  zufolge  Herzversagens 
verstarb (...), 

dass den weiteren Vorbringen somit die Grundlage entzogen ist, wes-
halb bereits aus diesem Grund nicht näher auf diese einzugehen ist, 

dass ferner zusammengefasst festzuhalten ist, dass durch die zahlrei-
chen vagen Schilderungen bzw. durch das Verhalten des Beschwerde-
führers, der nachweislich versuchte, sich genauen Angaben zu entzie-
hen (vgl. act. A 12 S 4 ff. F 22, 23, 28, 34, 39, 51, 54, 56, 60 etc.), der 
Eindruck verstärkt wird, der Beschwerdeführer habe aus anderen als 
den genannten Gründen Nigeria verlassen,  

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http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Obi

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dass sich die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe vorwiegend dar-
auf  beschränken,  am geschilderten Sachverhalt  festzuhalten und die 
vorinstanzlichen Erwägungen zu bestreiten, 

dass insbesondere  die  Behauptung,  es  habe sich  bei  I._______ um 
einen  einflussreichen  Politiker  gehandelt,  nicht  den  Tatsachen  ent-
spricht, 

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-

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halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass im Übrigen angesichts der Zweifel an der Glaubhaftigkeit seiner 
Vorbringen davon auszugehen sein dürfte, der junge Beschwerdefüh-
rer verfüge über ein soziales Beziehungsnetz, mit dessen Hilfe ihm der 
Aufbau einer neuen Existenzgrundlage in Nigeria gelingen sollte, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Nige-
ria  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten war,

dass  sich  die  Beschwerdebegehren zum Zeitpunkt  der  Beschwerde-
einreichung aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aussichtslos 
herausstellten,  weshalb  das  Gesuch  um Gewährung der  unentgeltli-
chen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG abzuwei-
sen ist, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Dieser  Betrag ist  innert  30  Tagen ab Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und den zuständigen Kanton. 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Stella Boleki

Versand: 

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