# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02a38ecf-f17e-57ad-b013-5511b610b8bf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 04.04.2025 SBK 2025 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SBK-2025-17_2025-04-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 04. April 2025
"mitgeteilt am"

Referenz SBK 25 17

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand Pfändung

Anfechtungsobj. Verfügung Betreibungs- und Konkursamt der Region Surselva 
vom 12. Februar 2025, mitgeteilt am 12. Februar 2025

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Sachverhalt

A. Gegen den in Disentis/Mustér wohnhaften A._____ wurden von mehreren 
Gläubigern Betreibungen beim Betreibungs- und Konkursamt der Region Surselva 
(nachfolgend Bertreibungsamt Surselva) eingeleitet, namentlich erhoben die 
Schweizerische Eidgenossenschaft und der Kanton Graubünden Betreibungen. Die 
B._____ leitete die Betreibungen Nr. Z.1._____, Nr. Z.2._____, Nr. Z.3._____ und 
Nr. Z.4._____ ein. 

B. Nachdem die Fortsetzungsbegehren gestellt worden waren, erfolgten Pfän-
dungseinvernahmen am 23. September 2024 beim Betreibungsamt Surselva sowie 
requisitorisch am 14. Januar 2025 in Bülach. 

C. In der Folge wurde eine Einkommenspfändung verfügt. Am 12. Februar 2025 
wurde der Arbeitgeberin von A._____, der C._____ in O.1._____, eine Lohnpfän-
dung von monatlich CHF 250.00 angezeigt. Gleichentags wurde A._____ die Pfän-
dungsurkunde mittels eingeschriebener Post zugestellt. Im Begleitschreiben wurde 
auf die Anzeige der Lohnpfändung verwiesen.

D. Mit Eingabe vom 5. März 2025 (Poststempel) gelangte A._____ (nachfol-
gend: Beschwerdeführer) an das Obergericht des Kantons Graubünden und erhob 
"Einspruch gegen die Pfändungsurkunde Z.5._____". Er habe die geforderten Be-
träge fristgerecht am Postschalter beglichen, daher sei die Pfändungsmassnahme 
gegenstandslos. 

E. Nachdem der Beschwerdeführer zur Konkretisierung seiner Eingabe hin-
sichtlich des betroffenen Betreibungsamts aufgefordert wurde, stellte er dem Ober-
gericht mit Eingabe vom 12. März 2025 die entsprechenden Angaben zu.

F. Das Betreibungsamt Surselva beantragte mit Vernehmlassung vom 19. März 
2025 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

G. Mit Eingabe vom 22. März 2025 hielt der Beschwerdeführer fest, es seien nur 
noch drei Prämienrechnungen offen. Er brauche seinen ganzen Lohn, um seine 
Rechnungen zu bezahlen. Dafür brauche er keine Pfändung.

H. Die Sache ist spruchreif. Die Verfahrensakten wurden beigezogen.

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Erwägungen

1.1. Mit Ausnahme der Fälle, in denen das Gesetz den Weg der gerichtlichen 
Klage vorschreibt, kann gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder eines Kon-
kursamtes bei der Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemes-
senheit Beschwerde geführt werden (Art. 17 Abs. 1 SchKG). Die Beschwerde muss 
binnen zehn Tagen seit dem Tage, an welchem der Beschwerdeführer von der Ver-
fügung Kenntnis erhalten hat, angebracht werden (Art. 17 Abs. 2 SchKG). 

1.2. Beschwerdeobjekt im Sinne von Art. 17 Abs. 1 SchKG ist eine Verfügung. 
Darunter ist jede behördliche Handlung in einem konkreten zwangsvollstreckungs-
rechtlichen Verfahren zu verstehen, die in Ausübung amtlicher Funktionen auf 
Grund des SchKG und dessen Ausführungsbestimmungen erlassen worden ist, die 
fragliche Zwangsvollstreckung in rechtlicher Hinsicht beeinflusst, Aussenwirkung 
zeitigt und bezweckt, das Zwangsvollstreckungsverfahren voranzutreiben oder ab-
zuschliessen (BGE 142 III 643 E. 3.1 = Pra 2017 Nr. 96). Der Pfändungsvollzug und 
die Pfändungsurkunde können mit Beschwerde angefochten werden.

1.3. Die Beschwerde muss gemäss Art. 17 Abs. 2 SchKG innert zehn Tagen seit 
dem Tag, an dem der Beschwerdeführer von der Verfügung Kenntnis erhalten hat, 
eingereicht werden. Die Beschwerdefrist beginnt am auf die Zustellung der ange-
fochtenen Verfügung folgenden Tag zu laufen (Art. 31 SchKG i.V.m. Art. 142 Abs. 
1 ZPO) und ist eingehalten, wenn die Beschwerdeschrift am letzten Tag der Frist 
beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben 
wird (Art. 31 SchKG i.V.m. Art. 143 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerdefrist ist eine Ver-
wirkungsfrist, deren Einhaltung von der Aufsichtsbehörde von Amtes wegen zu 
überprüfen ist (Urteil des Bundesgerichts 5A_934/2012 vom 12. März 2013 E. 3.2). 
Eine nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichte Ergänzungsschrift kann nicht 
mehr berücksichtigt werden (KREN KOSTKIEWICZ, in: Kostkiewicz [Hrsg.], Orell Füssli 
Kommentar, SchKG, 2. Aufl., 2020, Art. 17 N. 51).

1.4. Gemäss Art. 114 SchKG stellt das Betreibungsamt den Gläubigern und dem 
Schuldner nach Ablauf der 30-tägigen Teilnahmefrist (vgl. Art. 110 Abs. 1 SchKG) 
unverzüglich eine Abschrift der Pfändungsurkunde zu. Die Zustellung dieser Ab-
schrift erfolgt – da das Gesetz dafür keine Ausnahme vorsieht – nach Massgabe 
von Art. 34 Abs. 1 SchKG durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere 
Weise gegen Empfangsbestätigung, andernfalls das Betreibungsamt die Beweislast 
für die erfolgte Zustellung trägt (BGE 54 III 246 E. 1). Nach der Zustellung der Ab-

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schrift der Pfändungsurkunde beginnt die Beschwerdefrist gegen den Vollzug der 
Pfändung zu laufen (BGE 133 III 580 E. 2.2).  

1.5. Stellt die Vollstreckungsbehörde ihren Entscheid durch eingeschriebene 
Postsendung zu und wird diese nicht abgeholt, so gilt die Zustellung am siebten Tag 
nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern der Adressat mit einer 
Zustellung rechnen musste (Art. 31 SchKG i.V.m. Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO). Diese 
Zustellungsfiktion setzt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Begrün-
dung eines Verfahrensverhältnisses voraus, welches die Parteien verpflichtet, sich 
nach Treu und Glauben zu verhalten, d.h. unter anderem dafür zu sorgen, dass 
ihnen behördliche Entscheide zugestellt werden können (BGE 138 III 225 E. 3.1; 
134 V 49 E. 4; 130 III 396 E. 1.2.3). Nach konstanter Rechtsprechung muss, wer 
Partei eines Verfahrens ist, im Fall seiner Abwesenheit die geeigneten Massnah-
men treffen, damit ihm Mitteilungen zukommen, oder zumindest die Behörde über 
seine Abwesenheit informieren (BGE 141 II 429 E. 3.1).

1.6. Die Pfändungsurkunde Z.5._____ vom 12. Februar 2025 wurde dem Be-
schwerdeführer am Freitag, 14. Februar 2025, ins Postfach an seinem Wochenauf-
enthaltsort in Bülach gelegt. Der Beschwerdeführer musste nach den Pfändungs-
einvernahmen mit einem Entscheid bzw. einem Pfändungsvollzug rechnen. Gleich-
wohl wurde die Pfändungsurkunde nicht abgeholt, weshalb sie nach Ablauf der 7-
tägigen Abholungsfrist am Freitag, 21. Februar 2025, wieder retourniert wurde. So-
mit begann die Beschwerdefrist gegen die Pfändungsurkunde am 21. Februar 2025 
zu laufen und endete am Montag, 3. März 2025. Die Beschwerdeschrift trägt zwar 
das Datum des 3. März 2025, wurde jedoch erst am 5. März 2025 bei der Post 
aufgegeben. Sie erfolgte daher verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 

2.1. Selbst wenn darauf einzutreten wäre, wäre die Beschwerde dennoch abzu-
weisen. Gegenstand der Beschwerde ist nicht die formelle Durchführung der Pfän-
dung an sich - solches wird vom Beschwerdeführer nicht gerügt –, sondern alleine 
die Frage, ob die Voraussetzungen für eine Pfändung noch gegeben sind. Eine 
Pfändung (und die Betreibung als solche) wird aufgehoben, wenn sämtliche Forde-
rungen des Gläubigers inklusive der Betreibungskosten und sonstiger Gebühren 
beglichen sind. Der Beschwerdeführer wendet in seiner Beschwerde ein, er habe 
sämtliche geforderten Beträge beglichen, was die Zahlungsnachweise belegen wür-
den. Leider sei der geforderte Betrag der Gläubigerin jedoch nie derselbe (act. A.1 
und 2). Zum Beweis reichte der Beschwerdeführer eine Fotografie eines Belegs des 
Betreibungsamts Bülach über eine Zahlung über den Betrag von CHF 1'807.60 ein 
(act. B.1).

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2.2. Das Betreibungsamt Surselva hält dazu fest, am 25. Juni 2024 sei eine Zah-
lung von CHF 1'772.80 des Betreibungsamts Bülach eingetroffen. Diese Zahlung 
sei im Umfang von CHF 126.90 für eine Betreibung der D._____, von CHF 261.40 
für eine Betreibung des E._____ und von CHF 1'131.05 für die Betreibung Nr. 
Z.3._____ der B._____ und von CHF 253.45 für die Betreibung Nr. Z.1._____ der 
B._____ verwendet worden. Die ersten drei Betreibungen hätten vollumfänglich ge-
tilgt werden können, während die letztgenannte mit einer Teilzahlung befriedigt wor-
den sei. Zahlungsnachweise für die noch verbleibenden Betreibungen seien weder 
vom Beschwerdeführer noch von der Gläubigerin erbracht worden (act. A.4 S. 2). 

2.3. Aus den eingereichten Akten geht hervor, dass gegen den Beschwerdeführer 
sechs Betreibungen angehoben wurden, welche nach der Stellung von Fortset-
zungsbegehren in die Pfändungsgruppe Nr. Z.5._____ gefallen sind (act. E.I.10). 
Aus den Betreibungsabrechnungen ergibt sich des Weiteren, dass durch die Zah-
lung des Beschwerdeführers an das Betreibungsamt Bülach von CHF 1'807.60 vom 
20. Juni 2024, welche im Umfang von CHF 1'772.80 an das Betreibungsamt Sur-
selva weitergeleitet wurde (act. E.I.7), zwar die Forderungen in den Betreibungen 
der D._____, des E._____ und in der Betreibung Nr. Z.3._____ der B._____ 
vollständig beglichen werden konnten (act. E.I.11). In den Betreibungen Nr. 
Z.1._____, Nr. Z.2._____ und 
Nr. Z.4._____ sind jedoch weiterhin Forderungen offen, nämlich CHF 332.65 in der 
Betreibung Nr. Z.1._____, CHF 578.05 in der Betreibung Nr. Z.2._____ und 
CHF 1'260.80 in der Betreibung Nr. Z.4._____ (act. E.I.11). Nachweise, wonach 
auch diese Beträge vom Beschwerdeführer beglichen worden wären, liegen nicht 
im Recht. Daran ändert sich auch nichts, wenn der Beschwerdeführer in der Zwi-
schenzeit weitere – von der Gläubigerin nicht in Betreibung gesetzte – monatliche 
Prämienrechnungen beglichen hat.

2.4. Zusammenfassend sind die in der Pfändung Nr. Z.5._____ in Betreibung ge-
setzten Beträge weiterhin nicht vollständig bezahlt. Es ist daher nicht ersichtlich, 
inwiefern das Betreibungsamt Surselva durch Zustellung der Pfändungsurkunde 
und Vornahme einer Lohnpfändung von CHF 250.00 monatlich bei der Arbeitgebe-
rin des Beschwerdeführers fehlerhaft gehandelt hätte und stattdessen die Pfändung 
hätte aufheben müssen. Vielmehr war diese am 12. Februar 2025 weiterhin ge-
rechtfertigt. Die Beschwerde wäre somit abzuweisen, würde auf sie eingetreten. 

3. Da sich die Aufsichtsbeschwerde als offensichtlich unbegründet erweist, er-
geht dieser Entscheid in Anwendung von Art. 38 Abs. 3 GOG (BR 173.000) in ein-
zelrichterlicher Kompetenz. 

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4. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG).

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Es wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung an:]