# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21da6b41-be07-512a-a589-5531cf4a3447
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.11.2008 C-5634/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5634-2008_2008-11-07.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5634/2008/

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Alberto Meuli, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

G._______, 
vertreten durch 
UNIA Nordwestschweiz Regionalsekretariat, 
Herr Emilio Crignola, Rebgasse 1, 4005 Basel,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 7. August 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5634/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der am 16. Februar 1946 geborene Beschwerdeführer deutscher 
Nationalität  mit  Gesuch  vom  4.  März  2003  (act.  1)  an  die  IV-Stelle 
X._______ Leistungen der Invalidenversicherung beantragt hat,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder 
Vorinstanz)  nach  Überweisung  der  Sache  durch  die  IV-Stelle 
X._______ dem Beschwerdeführer  mit  Verfügung vom 9. März 2005 
eine befristete halbe IV-Rente vom 1. August 2003 bis 30. September 
2003 zusprach (act. 27) und diese Verfügung in Rechtskraft erwachsen 
ist (act. 38), 

dass  der  Beschwerdeführer  am  2.  März  2007  der  Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt  (SUVA) mitteilte,  sein Gesundheitszustand 
habe sich verschlechtert, und dieses Schreiben am 23. März 2007 an 
die IV-Stelle X._______weitergeleitet wurde (act. 45),

dass  der  Beschwerdeführer  am  12.  April  2007  bei  der  IV-Stelle 
X._______ ein neues Leistungsgesuch einreichte (act. 49),

dass die Vorinstanz nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren durch 
die  IV-Stelle  X._______  mit  Verfügung  vom  7.  August  2008  dem 
Beschwerdeführer  eine Viertelsrente ab 1. Dezember 2007 zusprach 
(act. 76),

dass der Beschwerdeführer, vertreten durch die Gewerkschaft  UNIA, 
am 4. September  2008  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
gegen diese Verfügung erhoben hat mit den Anträgen, die Verfügung 
vom 7. August  2008 sei  aufzuheben und eine Viertelsrente ab März 
2006 zuzusprechen, unter gleichzeitiger Zusprechung einer angemes-
senen Parteientschädigung,

dass die Vorinstanz im Rahmen ihrer Vernehmlassung vom 3. Novem-
ber 2008 gestützt auf die Stellungnahme der IV-Stelle X._______ vom 
21. Oktober 2008 zum Schluss kam, die attestierten gesundheitlichen 
Einschränkungen  bestünden  im  Wesentlichen  seit  dem  Arbeitsunfall 
vom 6. August 2002 (act. 59, S. 14), diese Einschätzung werde auch 
vom  regionalen  ärztlichen  Dienst  Y._______  geteilt  (vgl.  Verlaufs-
protokoll  vom  16.  April  2008),  und  ausserdem  sei  die  erneute 

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Anmeldung zum IV-Leistungsbezug erstmals bei der SUVA Z._______ 
am 6. März 2007 eingegangen (act. 45),

dass  dem  Beschwerdeführer  deshalb  bereits  ab  1.  März  2006  eine 
Viertelsrente zuzusprechen sei und demgemäss die Gutheissung der 
Beschwerde  und  Rückweisung  der  Sache  im  Sinne  der  erwähnten 
Stellungnahme an die Verwaltung beantragt werde,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d 
VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 
über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) für  die Behandlung 
der vorliegenden Beschwerde zuständig ist, 

dass der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober  2000 über  den Allgemeinen Teil  des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, und der Be-
schwerdeführer die Gewerkschaft UNIA mit Vollmacht vom 4. Septem-
ber 2008 rechtsgültig zur Vertretung bevollmächtigt hat,

dass  die  am  4.  September  2008  der  Post  übergebene  Beschwerde 
fristgerecht und im Übrigen auch formgerecht eingereicht worden ist, 
so dass darauf einzutreten ist, 

dass gemäss Art. 49 Bst. b  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unrichti-
ge  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachver-
halts gerügt werden kann,

dass, wenn eine Anmeldung bei einer unzuständigen Stelle eingereicht 
wird, gemäss Art. 29 Abs. 3 ATSG für die an die Anmeldung geknüpf-
ten Rechtswirkungen trotzdem der Zeitpunkt massgebend ist, an dem 
sie bei der unzuständigen Stelle eingereicht wurde, 

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung in Übereinstimmung mit 
der  IV-Stelle  X._______  als  Zeitpunkt  der  erneuten  Anmeldung  den 
Monat  März  2007  –  Einreichung  der  Anmeldung  bei  der  SUVA am 
2. März 2007 – erkannte, weshalb dem Beschwerdeführer die Viertels-
rente bereits ab 1. März 2006 zuzusprechen sei, 

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dass mit dem Antrag der Vorinstanz auf Zusprechung einer Invaliden-
rente  ab 1. März 2006 den Rechtsbegehren des Beschwerdeführers 
vollumfänglich entsprochen wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keine Veran-
lassung hat, die Notwendigkeit weiterer sachverhaltlicher Abklärungen 
im Sinn der vorinstanzlichen Stellungnahme der IV-Stelle  X._______ 
vom 21. Oktober 2008 anzunehmen,

dass demnach gemäss dem vorliegend anzuwendenden Art. 48 Abs. 2 
Satz 1 IVG [in der bis Ende 2007 geltenden Fassung] der 1. März 2006 
der frühestmögliche Zeitpunkt für die Rentengewährung ist,

dass daher gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG die Vorinstanz angewie-
sen wird,  dem Beschwerdeführer  bereits  ab dem 1. März 2006 eine 
Viertelsrente zuzusprechen,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG 
keine Verfahrenskosten zu erheben sind,

dass  dem  gewerkschaftlich  vertretenen  Beschwerdeführer  gemäss 
Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, 
SR 173.320.2) eine Parteientschädigung zuzusprechen ist,

dass  die  Rechtsvertreterin  keine  Kostennote  eingereicht  hat  und  in 
diesem Fall die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzusetzen 
ist (Art. 14 Abs. 2 zweiter Satz VGKE),

dass die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht die Kosten der Vertretung sowie allfällige weite-
re notwendige Auslagen der Partei  umfasst,  die Parteientschädigung 
nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin 
zu  bemessen ist  und der  Stundenansatz  für  nichtanwaltliche  Vertre-
tung mindestens 100 und höchstens 300 Franken (exkl. Mehrwertsteu-
er) beträgt (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7, Art. 9 und Art. 10 
VGKE),

dass vorliegend der notwendige Zeitaufwand der Rechtsvertreterin in 
Berücksichtigung des Umfangs der Beschwerdeschrift  und der Tatsa-
che, dass die Vorinstanz bereits in ihrer Vernehmlassung die Gutheis-

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sung der Beschwerde und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 
beantragt hat, beschränkt erscheint,

dass  gemäss  Art.  5  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  vom  2. September 
1999  über  die  Mehrwertsteuer  (Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG, 
SR 641.20) in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG für Leistun-
gen von Anwälten, die im Ausland erbracht werden, keine Mehrwert-
steuer  geschuldet  ist  und  diese  demzufolge  nicht  entschädigt  wird 
(Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE),

dass aufgrund des Gesagten die Parteientschädigung im vorliegenden 
Fall pauschal auf Fr. 600.-- festzusetzen und diese von der Vorinstanz 
zu leisten ist, 

dass die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 3. November 2008 inklu-
sive der Stellungnahme der IV-Stelle X._______ vom 21. Oktober 2008 
dem Beschwerdeführer  mit  dem vorliegenden  Urteil  zur  Kenntnis  zu 
bringen ist (Art. 30 Abs. 2 Bst. c VwVG). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
In  Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung in 
dem  Sinne  geändert,  als  dem  Beschwerdeführer  bereits  ab  dem 
1. März 2006 eine Viertelsrente zugesprochen wird.

2.
Die Akten gehen an die Vorinstanz zurück zur Berechnung des Nach-
zahlungsbetrages.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von Fr. 600.-- zu bezahlen.

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5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Vernehmlassung 
vom 3. November 2008 inkl. Stellungnahme der IV-Stelle X._______ 
vom 21. Oktober 2008)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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