# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9dbdfc5-d2df-5ff5-b65e-aac16d508406
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-13
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 13.05.2025 SBK.2025.45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2025-45_2025-05-13.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2025.45  
(STA.2025.550)  

Art. 138 

 

 

Entscheid vom 13. Mai 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Schär  

Oberrichter Giese  

Gerichtsschreiberin Groebli Arioli 

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____ AG,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Benedict Burg,  

[…]   

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Baden,  

Mellingerstrasse 207, 5405 Dättwil AG  

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand 

 Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Baden vom 

3. Februar 2025 

 

in der Strafsache gegen unbekannte Täterschaft 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Am 6. September 2024 stellte die A._____ AG bei der Kantonspolizei Aar-

gau in Baden Strafantrag gegen Unbekannt wegen Diebstahls von Klei-

dungsstücken aus dem Lager der Verkaufslokalität im Shoppingcenter 

Tivoli in Spreitenbach, begangen im Zeitraum zwischen 1. Januar 2024 und 

5. August 2024, und konstituierte sich als Straf- und Zivilklägerin. Das De-

liktsgut konnte die A._____ AG noch nicht definieren, sie gab vielmehr eine 

Schätzung von ca. 900–1'300 Kleidungsstücken mit einem Einkaufs- bzw. 

Verkaufspreis von Fr. 40'000.00 bzw. Fr. 104'000.00 an. Nach erfolgter In-

ventur beschrieb die A._____ AG mit Schreiben vom 31. Dezember 2024 

das Deliktsgut als Nachtrag zum Strafantrag wie folgt: 4'446 Artikel mit ei-

ner Deliktssumme von Euro 188'000.00 bzw. inkl. Beschaffungskosten 

Fr. 271'888.41 bzw. Verkaufspreis Fr. 938'338.66. 

 

2. 

Mit Verfügung vom 3. Februar 2025 nahm die Staatsanwaltschaft Baden 

die Strafsache gegen Unbekannt wegen einfachen, evtl. gewerbsmässigen 

Diebstahls, nicht an die Hand. Diese Verfügung wurde am 6. Februar 2025 

von der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau genehmigt. 

 

3. 

3.1. 

Gegen diese ihr am 11. Februar 2025 zugestellte Nichtanhandnahmever-

fügung erhob die A._____ AG mit Eingabe vom 21. Februar 2025 Be-

schwerde mit folgenden Anträgen: 

 

" 1. 
Die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Baden im Ver-
fahren STA3 ST.2025.550 vom 3. Februar 2025 sei aufzuheben. 
 
2. 
Die Staatsanwaltschaft Baden sei anzuweisen, ein Strafverfahren zu eröff-
nen und die notwendigen Ermittlungen zu tätigen. 
 
3. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. gesetzlicher MwSt. 
zulasten des Staates." 

 

3.2. 

Die Beschwerdeführerin leistete die von der Verfahrensleiterin der Be-

schwerdekammer in Strafsachen mit Verfügung vom 4. März 2025 einver-

langte Sicherheit von Fr. 1'000.00 für allfällige Kosten am 13. März 2025. 

 

 - 3 - 

 

 

3.3. 

Die Staatsanwaltschaft Baden verzichtete mit Eingabe vom 19. März 2025 

unter Verweis auf ihre Ausführungen in der angefochtenen Nichtanhand-

nahmeverfügung auf eine Beschwerdeantwort. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

Nach Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes 

Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ein 

Rechtsmittel ergreifen. Partei ist u.a. die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 

lit. b StPO), wobei als Privatklägerschaft die geschädigte Person gilt, die 

ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin 

oder -kläger zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). 

 

Als Geschädigte, die sich als Privatklägerin (Straf- und Zivilklägerin i.S.v. 

Art. 118 Abs. 1 und 2 StPO bzw. Art. 119 Abs. 2 lit. a und b StPO) konsti-

tuiert hat (vgl. Formular "Strafantrag für Antragsdelikte" vom 6. Septem-

ber 2024, Beschwerdebeilage 2 bzw. Untersuchungsakten), ist die Be-

schwerdeführerin zur Beschwerde legitimiert. Auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 396 Abs. 1 i.V.m. Art. 385 Abs. 1 StPO) 

ist somit einzutreten.  

 

2. 

2.1. 

Die Staatsanwaltschaft Baden begründet die Nichtanhandnahme der Straf-

anzeige im Wesentlichen damit, dass grundsätzlich jeder Angestellte, jeder 

Mitarbeiter vom Shoppi Tivoli und jeder Klient den frei zugänglichen Raum 

betreten und das nicht diebstahlgeschützte Deliktsgut ab dem Lager ent-

wenden könne. Es bestünden keinerlei Hinweise auf eine Täterschaft. Auch 

die Ausführungen der Beschwerdeführerin ergäben keine weiteren Ermitt-

lungsansätze, weshalb das Verfahren gemäss Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO 

nicht an die Hand genommen werde.  

 

2.2. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Begründung in der ange-

fochtenen Verfügung den Eindruck erwecke, als habe die Staatsanwalt-

schaft Baden die ergänzende Eingabe vom 31. Dezember 2024 nur sehr 

oberflächlich zur Kenntnis genommen. Sodann stelle das (aktuelle) Fehlen 

von Ermittlungsansätzen keinen gemäss gesetzlicher Regelung vorgese-

henen Grund für eine Nichtanhandnahme dar und rechtfertige keine Nicht-

anhandnahme. Überdies sei unzutreffend, dass keine Ermittlungsansätze 

erkennbar seien. So bleibe offen, auf was für polizeiliche Ermittlungen sich 

die Angabe stütze, wonach Videoaufzeichnungen im Shoppi Tivoli üblicher-

weise für 48 Stunden verfügbar seien und die Behauptung der 

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Staatsanwaltschaft Baden bleibe aktenmässig unbelegt. Ein entsprechen-

der Rapport sei nicht bekannt. Es erscheine auch unwahrscheinlich, dass 

die Videoaufzeichnungen effektiv nach 48 Stunden gelöscht würden.  

Videoaufnahmen könnten vorliegend klare Hinweise auf die Täterschaft ge-

ben, weshalb sich weitere Ermittlungen zu den Videoaufzeichnungen recht-

fertigten. Weiter sei unzutreffend, dass grundsätzlich irgendwer als Täter in 

Frage komme. Verschiedene Umstände deuteten darauf hin, dass der Ab-

transport der Ware über den Warenlift direkt zur Rampe erfolgt sei. Daraus 

könne geschlossen werden, dass die Täterschaft genaue Kenntnisse der 

örtlichen Gegebenheiten bzw. Insiderwissen sowie Zugangsmöglichkeiten 

zum Shoppi Tivoli gehabt haben müsse. Dies schränke den Kreis möglicher 

Täter ein. Weitere Abklärungen über die Zufahrt zu den Laderampen bzw. 

betreffend Zugangskontrollen, Anmeldeformalitäten oder Überwachung 

könnten weiteren Aufschluss bringen. Auch Abklärungen betreffend Zu-

gang von Personen des Centermanagements durch die Hintertüren 

(vgl. Vorfälle im Zeitraum 26./27. September bzw. 1. Oktober 2024) seien 

geeignet zur Ermittlung der Täterschaft. Seit der Anzeigeerstattung am 

6. September 2024 bis zur Eingabe vom 31. Dezember 2024 seien keiner-

lei Ermittlungen getätigt worden. Im Anschluss daran seien offenbar – wie 

in der Eingabe beantragt – Abklärungen zur Videoüberwachung gemacht 

worden, wobei völlig unklar sei, wie und in welchem Umfang diese stattge-

funden hätten.  

 

3. 

3.1. 

Die Staatsanwaltschaft eröffnet insbesondere dann eine Untersuchung, 

wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Straf-

anzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatver-

dacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Die Staatsanwaltschaft verzichtet 

dagegen auf die Eröffnung einer Untersuchung, wenn sie sofort eine Nicht-

anhandnahmeverfügung oder einen Strafbefehl erlässt (vgl. Art. 309 

Abs. 4 StPO). Die Staatsanwaltschaft verfügt die Nichtanhandnahme eines 

Strafverfahrens, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports 

feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvorausset-

zungen eindeutig nicht erfüllt sind (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Die Frage, 

ob die Strafverfolgungsbehörde ein Strafverfahren durch Nichtanhand-

nahme erledigen kann, beurteilt sich nach dem aus dem strafprozessualen 

Legalitätsprinzip abgeleiteten Grundsatz "in dubio pro duriore". Danach 

darf die Nichtanhandnahme nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren 

Fällen ergehen (Urteil des Bundesgerichts 7B_97/2023 vom 13. Novem-

ber 2024 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 137 IV 285 E. 2.3; Urteil 6B_628/2022 

vom 22. März 2023 E. 3.2.1; je mit Hinweisen). 

 

Ein hinreichender Tatverdacht setzt voraus, dass die erforderlichen Hin-

weise auf eine strafbare Handlung konkreter Natur sind. Konkret ist der 

Tatverdacht dann, wenn eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine 

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strafrechtliche Verurteilung der beschuldigten Person spricht. Die Gesamt-

heit der tatsächlichen Hinweise muss die plausible Prognose zulassen, 

dass die beschuldigte Person mit einiger Wahrscheinlichkeit verurteilt wer-

den wird. Diese Prognose geht über die allgemeine theoretische Möglich-

keit hinaus. Ein blosser Anfangsverdacht, d.h. eine geringe Wahrschein-

lichkeit einer Verurteilung aufgrund vager tatsächlicher Anhaltspunkte 

(z.B. ungenaue Schilderungen eines Anzeigeerstatters), löst zwar eine 

Strafverfolgungspflicht aus, genügt für die Eröffnung einer Untersuchung 

aber nicht (NATHAN LANDSHUT/THOMAS BOSSHARD, in: Kommentar zur 

Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 25 f. zu Art. 309 

StPO). In Zweifelsfällen ist gestützt auf den aus dem Legalitätsprinzip 

(Art. 5 Abs. 1 BV) abgeleiteten Grundsatz "in dubio pro duriore" die Sache 

von der Staatsanwaltschaft an die Hand zu nehmen. Die Untersuchung 

muss eröffnet oder fortgeführt werden, wenn eine Verurteilung wahrschein-

licher erscheint als ein Freispruch oder wenn die Wahrscheinlichkeiten ei-

nes Freispruchs und einer Verurteilung gleich erscheinen, besonders bei 

schweren Fällen. Der Grundsatz "in dubio pro reo" (vgl. Art. 10 Abs. 1 und 

Abs. 3 StPO) ist in diesem Verfahrensstadium nicht anwendbar (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_662/2017 vom 20. September 2017 E. 3.2; 

6B_271/2016 vom 22. August 2016 E. 2.1).  

 

Bei der Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" verfügt die 

Staatsanwaltschaft über einen gewissen Ermessensspielraum (Urteil des 

Bundesgerichts 7B_163/2022 vom 30. August 2023 E. 2.2.1 mit Verweis 

auf BGE 143 IV 241 E. 2.2.1 und E. 2.3.1; 138 IV 186 E. 4.1.1). 

 

Wenn der Tatverdacht ungenügend und es unwahrscheinlich ist, die mög-

liche Täterschaft ermitteln zu können, kann anstelle der Sistierung eine 

Nichtanhandnahmeverfügung bzw. Einstellung des Verfahren ergehen 

(LANDSHUT/BOSSHARD, a.a.O., N. 4a zu Art. 314 StPO mit Verweis auf das 

Urteil des Bundesgerichts 1B_67/2012 vom 29. Mai 2012 E. 3). 

 

3.2. 

Des Diebstahls macht sich strafbar, wer jemandem eine fremde bewegliche 

Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen andern damit unrecht-

mässig zu bereichern (Art. 139 Ziff. 1 StGB). 

 

4. 

4.1. 

Aktenkundig sind in vorliegender Sache der Rapport der Kantonspolizei 

Aargau vom 21. November 2024 sowie der Erhebungsbericht der Kantons-

polizei Aargau vom 14. Januar 2025. Aus Letzterem geht unter dem Titel 

"Unbekannte Personen im Lager und bei den Laderampen" hervor, dass 

diverse polizeiliche Abklärungen getätigt wurden. So wurde festgestellt, 

dass beim Korridor eine Kamera montiert worden sei, welche auf die Lift-

türe zeige. Da jedoch kein solcher Vorfall (gemeint wohl ein Diebstahl) in 

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den polizeilichen Systemen hinterlegt sei und die Videoaufzeichnungen im 

Shoppi Tivoli nur für 48 Stunden verfügbar seien, seien keine allfälligen  

Videoaufnahmen gesichert worden. In den polizeilichen Systemen sei auch 

keine Meldung bezüglich vermummter Personen im Shoppi Tivoli oder wei-

terer solcher Fälle in anderen Geschäften festgestellt worden. Gemäss den 

"Schlussbemerkungen" sei trotz der Ergänzungen einiger Eckpunkte keine 

Ermittlung möglich, da in keiner Weise Hinweise auf eine Täterschaft be-

stünden. 

 

Angesichts dieser Aktenlage ist nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerde-

führerin von unbelegten polizeilichen Ermittlungen ausgeht. Soweit die Be-

schwerdeführerin in ihrem Schreiben vom 31. Dezember 2024 vorbrachte, 

der rapportierte Tatzeitraum ab dem 1. Januar 2024 habe lediglich auf dem 

Vorschlag der zuständigen Polizeibeamtin gegründet, so tut dies nichts zur 

Sache, nachdem die Beschwerdeführerin selber keine genaue Zeitangabe 

zu den Diebstählen machte (vgl. das erwähnte Schreiben, S. 1) und auf-

grund der polizeilichen Abklärungen davon auszugehen ist, dass die Vide-

oaufzeichnungen im Shoppi Tivoli effektiv nach 48 Stunden gelöscht wer-

den. Es existieren somit keine Videoaufnahmen (mehr), die Aufschluss 

über eine mögliche Täterschaft geben könnten. 

 

Selbst wenn davon ausgegangen werden kann, dass die unbekannte Tä-

terschaft genaue Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten bzw. Insiderwis-

sen sowie Zugangsmöglichkeiten zum Shoppi Tivoli hatte, ergeben sich 

dadurch keine konkreten Ermittlungsansätze. Insbesondere legt auch die 

Beschwerdeführerin nicht dar, inwiefern der beanzeigte Ladendiebstahl 

bzw. die Diebstähle mit den Vorfällen im Zeitraum vom 26./27. Septem-

ber 2024 bzw. 1. Oktober 2024 konkret in einem Zusammenhang steht. 

Anomalien bei Transaktionen, mehrfach (nach dem Feststelldatum des 

Diebstahls bzw. der Diebstähle am 5. August 2024, vgl. Polizeirapport vom 

21. November 2024 sowie Strafantrag vom 6. September 2024) festge-

stellte Defekte beim Warenlift, festgestellte unbekannte bzw. vermummte 

Personen im Lager sowie eine verstopfte Wasserleitung genügen nicht für 

die Eröffnung einer Untersuchung. Ein hinreichender Tatverdacht setzt vo-

raus, dass die erforderlichen Hinweise auf eine strafbare Handlung konkre-

ter Natur sind, was vorliegend bei einer nur allgemeinen theoretischen 

Möglichkeit nicht der Fall ist. Das (aktuelle) Fehlen von Ermittlungsansät-

zen stellt somit entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin sehr wohl 

einen Grund für eine Nichtanhandnahme dar. 

 

Zusammenfassend ist die Nichtanhandnahme der Strafsache durch die 

Staatsanwaltschaft Baden nicht zu beanstanden. 

 

4.2. 

Mit ihr ist die Beschwerdeführerin auf die Möglichkeit der Wiederaufnahme 

gemäss Art. 323 StPO zu verweisen, welche auch im Falle einer 

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Nichtanhandnahme zur Anwendung gelangt (vgl. Art. 310 Abs. 2 StPO 

i.V.m. Art. 323 StPO). Alle Beweismittel oder Tatsachen, die nicht in der 

Anzeige oder dem Polizeirapport aufgeführt sind, können zu einer Wieder-

aufnahme führen, wenn die Staatsanwaltschaft später von ihnen Kenntnis 

erlangt (MATTHIAS HEINIGER/RONNY RICKLI, in: Basler Kommentar, Schwei-

zerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 4 zu Art. 323 StPO). 

 

4.3. 

Zusammenfassend wurde das Verfahren zu Recht nicht an Hand genom-

men, und die dagegen gerichtete Beschwerde ist abzuweisen.  

 

5. 

Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und im Umfang der 

geleisteten Sicherheit mit dieser zu verrechnen. Eine Entschädigung ist ihr 

nicht zuzusprechen. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 1'000.00 sowie den Auslagen von Fr. 39.00, zusammen 

Fr. 1'039.00, werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit der von ihr 

geleisteten Sicherheit von Fr. 1'000.00 verrechnet, so dass sie noch 

Fr. 39.00 zu bezahlen hat. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

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Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 13. Mai 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Groebli Arioli