# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 945085e9-79f3-55d6-8285-5ebf0017fdc9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.03.2025 UE240340
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE240340_2025-03-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240340-O/U/GRO

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, und lic. iur. A. Flury, 

Oberrichterin lic. iur. K. Eichenberger sowie Gerichtsschreiber 

Dr. iur. S. Christen

Verfügung und Beschluss vom 10. März 2025

in Sachen

A._____, 
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____

gegen

1. B._____, 
2. Staatsanwaltschaft See/Oberland, 
Beschwerdegegner

1 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend Nichtanhandnahme  

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft See/Oberland vom 11. September 2024

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Erwägungen:

I.

1. A._____ erstattete am 22. Dezember 2023 Strafanzeige gegen B._____ bei 

der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (Urk. 8/4). Am 7. Februar 2024 ergänzte er die 

Strafanzeige (Urk. 8/6). Er habe an der C._____-strasse … in D._____ eine Woh-

nung gemietet. Die Wohnung gehöre der E._____ AG und werde von der F._____ 

GmbH verwaltet. B._____ sei Mitglied des Verwaltungsrates der E._____ AG und 

Geschäftsführer der F._____ GmbH. Das Bezirksgericht Meilen habe am 6. Juni 

2023 die Ausweisung von A._____ aufgrund von unbezahlten Mietzinsen verfügt. 

Es habe das Gemeindeammannamt Küsnacht-Zollikon-Zumikon angewiesen, 

nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen die Ausweisung zu vollstrecken. 

B._____ habe gegenüber A._____ ausgeführt, wenn er (A._____) nicht bis zum 2. 

Juli 2024 die Wohnung verlassen habe, werde die Polizei kommen. A._____ habe 

darauf hingewiesen, dass er auf den 17. Juli 2024 ein Umzugsunternehmen orga-

nisiert habe und mit dem Gemeindeammannamt in Kontakt stehe. B._____ habe 

am 2. Juli 2024 die Wohnung durch ein Umzugsunternehmen räumen und das 

Mobiliar einlagern lassen. Im Rahmen eines E-Mail-Verkehrs habe sich B._____ 

auf ein Retentionsrecht berufen. Schliesslich habe man sich auf das Abholen der 

Möbel geeinigt. Anlässlich der Besichtigung der eingelagerten Möbel habe 

A._____ festgestellt, dass ein Schrank im Wert von Fr. 6'500.– fehle. Der Vertre-

ter von B._____ habe erklärt, der Schrank sei aufgrund eines Versehens als Woh-

nungsinventar betrachtet und in der Wohnung belassen worden. Der Schrank 

werde vom Nachmieter genutzt. B._____ mache am Schrank ein widerrechtliches 

Retentionsrecht geltend. In der Ergänzung der Strafanzeige führte A._____ aus, 

er habe bei der Räumung des Möbellagers am 15. Dezember 2023 festgestellt, 

dass mehrere Gegenstände, die sich in der Wohnung befunden hätten, fehlen 

würden.

Am 11. September 2024 erliess die Staatsanwaltschaft eine Nichtanhandnahme-

verfügung (Urk. 6).

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2. A._____ erhebt Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich (Urk. 2). 

Er beantragt die Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfügung. Die Sache sei zur 

Vornahme weiterer Untersuchungshandlungen sowie zum Entscheid in der Sache 

an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen.

Das Obergericht hat die Akten der Staatsanwaltschaft beigezogen (Urk. 8) und 

auf das Einholen von Stellungnahmen verzichtet (Art. 390 Abs. 2 StPO).

II.

1. Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. 

Dagegen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. 

Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG). Die Eintretens-

voraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist 

einzutreten.

2.

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Polizei sei im Auftrag der Staats-

anwaltschaft tätig geworden, habe Ermittlungen vorgenommen und die Parteien 

befragt. Indem die Staatsanwaltschaft eine Nichtanhandnahmeverfügung erlassen 

habe, verhalte sie sich widersprüchlich. Die Strafuntersuchung sei durch den Er-

mittlungsauftrag und die erfolgten Einvernahmen eröffnet worden und könne spä-

ter nicht "nicht an die Hand" genommen werden (Urk. 2 S. 6).

2.2 Ob die Auffassung des Beschwerdeführers zutrifft, kann offen bleiben. Er 

legt in der Beschwerde nicht dar, inwiefern er einen Nachteil erlitten hat, indem 

die Staatsanwaltschaft eine Nichtanhandnahme statt einer Einstellungsverfügung 

erlassen haben soll. Die angefochtene Verfügung wäre nicht allein deshalb aufzu-

heben (vgl. dazu auch Urteile des Bundesgerichts 6B_171/2021 vom 21. April 

2021 E. 4 und 6B_1051/2018 vom 19. Dezember 2018 E. 2.4.1).

3. Die Staatsanwaltschaft verfügt die Nichtanhandnahme eines Strafverfah-

rens, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass 

die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht 

erfüllt sind (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Die Frage, ob die Strafverfolgungsbehörde 

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ein Strafverfahren durch Nichtanhandnahme erledigen kann, beurteilt sich nach 

dem aus dem strafprozessualen Legalitätsprinzip abgeleiteten Grundsatz "in du-

bio pro duriore". Danach darf die Nichtanhandnahme nur in sachverhaltsmässig 

und rechtlich klaren Fällen ergehen (Urteile des Bundesgerichts 7B_97/2023 vom 

13. November 2024 E. 3.1; 7B_107/2023 vom 20. November 2024 E. 2.1.2; 

6B_628/2022 vom 22. März 2023 E. 3.2.1).

4.

4.1 Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Verfügung, der Be-

schwerdeführer werfe dem Beschwerdegegner 1 vor, ihn genötigt zu haben, vor 

seinem angedachten Umzugstermin aus der Wohnung auszuziehen. Dem vom 

Beschwerdegegner 1 angesetzten Termin vom 2. Juli 2023 sei ein gerichtliches 

Ausweisungsverfahren vorangegangen. Das Bezirksgericht Meilen habe den Be-

schwerdeführer verpflichtet, die Wohnung am 21. Juni 2023 zu räumen und die 

Schlüssel abzugeben. Dieser Anweisung sei der Beschwerdeführer nicht nachge-

kommen. Die angekündigte Räumung durch den Beschwerdegegner 1 scheine 

als legitimes Mittel, um den zulässigen Zweck des Auszugs zu erreichen. Der Tat-

bestand der Nötigung sei nicht erfüllt. Dem Beschwerdegegner 1 sei kein Vorsatz 

nachzuweisen (Urk. 6 S. 3 f.).

4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Staatsanwaltschaft scheine sich 

nicht sicher zu sein, ob der objektive Tatbestand erfüllt sei. Damit könne nicht be-

hauptet werden, der Sachverhalt falle mit Sicherheit nicht unter einen Straftatbe-

stand. Es sei nicht legitim gewesen, dass der Beschwerdegegner 1 selbst Druck 

ausgeübt habe. Im Entscheid des Bezirksgerichts sei das Gemeindeammannamt 

angewiesen worden, die Räumung zu vollstrecken. Es treffe zu, dass die vom Ge-

richt festgesetzte Frist anlässlich des Telefonats vom 27. oder 28. Juni 2023 ab-

gelaufen gewesen sei. Es fehle eine angemessene Relation im Handeln des Be-

schwerdegegners 1. Dieser hätte das Gemeindeammannamt kontaktieren müs-

sen, nicht mit der Polizei drohen dürfen und den vom Beschwerdeführer festge-

setzten Umzugstermin berücksichtigen müssen. Die Druckausübung (kurze Frist 

und Drohung mit der Polizei) stehe in keinem Verhältnis. Der objektive Tatbestand 

der Nötigung sei erfüllt. Weshalb in dieser Konstellation kein Vorsatz nachzuwei-

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sen sei, begründe die Staatsanwaltschaft nicht und sei nicht nachvollziehbar 

(Urk. 2 S. 7 f.).

4.3 Der Nötigung nach Art. 181 StGB macht sich strafbar, wer jemanden durch 

Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschränkung 

seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden.

Bei der Androhung ernstlicher Nachteile stellt der Täter dem Opfer die Zufügung 

eines Übels in Aussicht, dessen Eintritt er als von seinem Willen abhängig er-

scheinen lässt. Ernstlich sind die Nachteile, wenn ihre Androhung nach einem ob-

jektiven Massstab geeignet ist, auch eine besonnene Person in der Lage des Be-

troffenen gefügig zu machen und so seine freie Willensbildung und -betätigung 

einzuschränken (Urteil des Bundesgerichts 6B_192/2014 vom 13. November 

2014 E. 2.2). Die Drohung muss eine gewisse Intensität aufweisen, die von Fall 

zu Fall und nach objektiven Kriterien festzulegen ist. Misslingt die Bestimmung 

von Willensbildung oder -betätigung, bleibt es beim Versuch. Ob eine Äusserung 

als Drohung zu verstehen ist, beurteilt sich nach den gesamten Umständen, unter 

denen sie erfolgte (Urteile des Bundesgerichts 6B_1074/2016 vom 20. Juli 2017 

E. 2.1.2; 6B_302/2017 vom 25. Oktober 2017 E. 2.3). In subjektiver Hinsicht ver-

langt Art. 181 StGB Vorsatz, d.h. dass der Täter im Bewusstsein um die Unrecht-

mässigkeit seines Verhaltens das Opfer zu einem bestimmten Verhalten zwingen 

will. Eventualvorsatz reicht aus. Unrechtmässig ist eine Nötigung, wenn das Mittel 

oder der Zweck unerlaubt ist, wenn das Mittel zum erstrebten Zweck nicht im rich-

tigen Verhältnis steht oder wenn die Verknüpfung zwischen einem an sich zulässi-

gen Mittel und einem erlaubten Zweck rechtsmissbräuchlich oder sittenwidrig ist 

(Urteil des Bundesgerichts 7B_368/2023 vom 18. April 2024 E. 3.1.3 und 

E. 3.1.4).

Weigert sich ein Mieter das Mietobjekt zurückzugeben, obschon das Mietverhält-

nis beendet ist, hat der Vermieter staatliche Hilfe beizuziehen und ein Auswei-

sungsverfahren einzuleiten (vgl. Urteil SB110376 des Obergerichts des Kantons 

Zürich vom 22. November 2011 S. 9). Der Vermieter darf das Mietobjekt nicht mit 

Gewalt in Besitz nehmen (vgl. Raymond Bisang/Zinon Koumbarakis, Das schwei-

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zerische Mietrecht, Kommentar, 5. Auflage 2025, S. 1291 f.; Anabel von Uslar, 

Mietrecht für die Praxis, 10. Auflage 2022, S. 1004).

4.4 Der Beschwerdeführer sagte anlässlich der polizeilichen Befragung vom 

24. Mai 2024 aus, der Beschwerdegegner 1 habe ihm am 27. oder 28. Juni 2023 

am Telefon gedroht, mit der Polizei an der C._____-strasse … in D._____ aufzu-

tauchen und die Tür aufzubrechen, um ihn aus der Wohnung zu bringen (Urk. 8/9 

S. 3 und S. 5 f.). Der Beschwerdeführer befürchtete, bei der Polizei aktenkundig 

zu werden. Das habe er vermeiden wollen, weil ein Teil seines Berufes mit der 

Polizei zusammenhänge. Er habe diesen nicht verlieren wollen (Urk. 8/9 S. 7).

Der Beschwerdeführer behauptet mit seinen Aussagen weder die Anwendung von 

Gewalt noch eine "andere Beschränkung seiner Handlungsfreiheit". Zu prüfen ist, 

ob die Äusserung, die Polizei zu holen und die Tür aufzubrechen, eine Androhung 

ernstlicher Nachteile sein kann.

Dem Beschwerdeführer war anlässlich des Telefonats vom 27. oder 28. Juni 2023 

bewusst, dass er gemäss der Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 6. Juni 

2023 bis am 21. Juni 2023 die Wohnung zu räumen hatte (vgl. Urk. 8/5/8 und 

Urk. 8/9 S. 7 f.). Mit der Vollstreckung sollte gemäss der erwähnten Verfügung 

das Gemeindeammannamt beauftragt werden.

Die angebliche Äusserung des Beschwerdegegners 1 erweckt zwar den Eindruck, 

als würde die Hilfe der Polizei von seinem Willen abhängen. Einer besonnenen 

Person musste aber klar sein, dass die Polizei ihr Verhalten nicht (allein) nach 

dem Willen des Beschwerdegegners 1 ausrichtet, sondern selbst entscheidet. Ge-

mäss der Verfügung des Bezirksgerichts Meilen war nicht die Polizei mit der Voll-

streckung der Ausweisung zu betrauen, sondern das Gemeindeammannamt, wo-

bei letzteres gestützt auf § 147 Abs. 2 GOG beim Vollstrecken einer Räumung nö-

tigenfalls die Hilfe der Polizei beanspruchen kann. Insofern scheint die Androhung 

nicht geeignet, die freie Willensbildung und -betätigung einer besonnenen Person 

einzuschränken. Überdies ist das angekündigte Vorgehen soweit ersichtlich mit 

dem gesetzlich vorgeschriebenen Gang der Dinge in Einklang zu bringen. Eine 

verpöntes, strafrechtlich relevantes Verhalten ist darin jedenfalls nicht zu erken-

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nen. Ergänzend ist festzuhalten, dass auch wenn sich der Beschwerdeführer be-

drängt gefühlt haben dürfte, weil er verständlicherweise bei der Polizei nicht ak-

tenkundig werden wollte, seine behauptete Angst, er könnte aufgrund des allfälli-

gen Beizugs der Polizei letztlich einen Teil seines Berufsfeldes verlieren, übertrie-

ben scheint. Einerseits hätte die (wenn zu Unrecht) herbeigerufene Polizei den 

Beschwerdegegner 1 an das Gemeindeammannamt verweisen müssen. Anderer-

seits ist nicht ersichtlich, wie durch einen derartigen Vorgang die Berufsausübung 

des Beschwerdeführers tangiert worden wäre. Unter diesen Umständen ist die an-

gebliche Äusserung des Beschwerdegegners 1 nicht geeignet, eine besonnene 

Person in der Lage des Betroffenen gefügig zu machen und seine freie Willensbil-

dung und -betätigung einzuschränken. Zudem weist die Drohung nicht die gefor-

derte Intensität auf. Abgesehen davon entsprechen die angeprangerten Vorgänge 

soweit ersichtlich dem gesetzlich erlaubten Vorgehen (Art. 14 StGB). Der Tatbe-

stand der (versuchten) Nötigung ist nicht erfüllt.

5.

5.1 Der Beschwerdeführer wirft dem Beschwerdegegner 1 vor, zu Unrecht einen 

Schrank im Wert von Fr. 6'500.– zurückbehalten zu haben, um eine Verhandlung 

zwischen ihnen beiden herbeizuführen (Urk. 2 S. 10). Die Staatsanwaltschaft er-

wog dazu, gemäss dem E-Mailverkehr zwischen den Rechtsvertretern mache der 

Beschwerdegegner 1 ein Retentionsrecht im Sinne von Art. 895 ZGB geltend. Ob 

ein solches bestehe, sei eine zivilrechtliche Frage. Der Beschwerdegegner 1 habe 

sich von einem Anwalt beraten lassen und gehe von einem solchen Recht aus. 

Entsprechend habe der Beschwerdegegner 1 bezüglich der noch nicht zurückge-

gebenen Gegenstände in subjektiver Hinsicht keine Straftatbestände erfüllt 

(Urk. 6 S. 4 f.). Der Beschwerdeführer wendet ein, die Staatsanwaltschaft gehe 

nicht darauf ein, dass der Schrank als Druckmittel eingesetzt worden sei. Der Be-

schwerdegegner 1 habe spätestens bei der Übergabe der Wohnung an die neue 

Mieterschaft feststellen müssen, dass sich ein Schrank in der Wohnung befinde, 

der nicht zum Inventar gehöre. Er benutze den Schrank offensichtlich als Druck-

mittel im Zusammenhang mit den angeblich noch bestehenden Ausständen. Es 

sei insofern nicht ersichtlich, inwiefern keine Bereicherung vorliegen soll. Es stehe 

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dem Beschwerdegegner 1 weder nach Art. 268 OR noch nach Art. 895 ZGB ein 

Retentionsrecht zu (Urk. 2 S. 10 f.).

5.2 Der Beschwerdegegner 1 soll den Schrank zurückbehalten, um ihn als 

Druckmittel zu verwenden. Der Beschwerdegegner 1 hat kein Retentionsrecht im 

Sinne von Art. 268 OR, da es vorliegend um eine vermietete Wohnung und nicht 

um einen vermieteten Geschäftsraum geht. Es scheint nicht ausgeschlossen, 

dass der Beschwerdegegner 1 gestützt auf Art. 895 ZGB ein Retentionsrecht ha-

ben könnte. Dazu müsste er sich mit dem Willen des Beschwerdeführers im Be-

sitz des Schranks befinden. Gemäss der Aussage des Beschwerdeführers über-

gab er am 2. Juli 2023 dem Beschwerdegegner 1 alle Wohnungsschlüssel. Da-

nach sei er gegangen, ohne eine weitere Vereinbarung mit dem Beschwerdegeg-

ner 1 zu treffen. Der Beschwerdegegner 1 habe dem Beschwerdeführer gesagt, 

er werde ein Umzugsunternehmen beauftragen, um die Gegenstände aus der 

Wohnung zu räumen (Urk. 8/9 S. 3). Mit der Übergabe sämtlicher Wohnungs-

schlüssel erlangte der Beschwerdegegner 1 die alleinige Verfügungsgewalt über 

die in der Wohnung zurückgelassenen Gegenstände. Es ist grundsätzlich nicht 

abwegig, wenn sich der Beschwerdegegner 1 auf ein Retentionsrecht beruft, zu-

mal er sich offenbar von einem Anwalt beraten liess (vgl. dazu Urk. 8/5/10). Der 

Beschwerdeführer legt in der Beschwerde nicht dar, weshalb dem Beschwerde-

gegner 1 kein Retentionsrecht nach Art. 895 ZGB zustehen soll (vgl. Urk. 2 S. 11).

Unter Würdigung dieser Umstände ist der Staatsanwaltschaft zuzustimmen, dass 

der Beschwerdegegner 1 in subjektiver Hinsicht bezüglich der noch zurückzuge-

benden Gegenstände keine Straftatbestände erfüllt hat.

6.

6.1 Die Beschwerde ist abzuweisen. Der Beschwerdeführer unterliegt im Be-

schwerdeverfahren, weshalb er grundsätzlich die Kosten des Beschwerdeverfah-

rens zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO). Er ersucht um unentgeltliche Rechts-

pflege (Urk. 2 S. 3 und S. 5).

Gemäss Art. 136 Abs. 1 StPO gewährt die Verfahrensleitung auf Gesuch ganz   

oder teilweise die unentgeltliche Rechtspflege: a) der Privatklägerschaft für die 

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Durchsetzung ihrer Zivilansprüche, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel 

verfügt und die Zivilklage nicht aussichtslos erscheint; b) dem Opfer für die Durch-

setzung seiner Strafklage, wenn es nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und 

die Strafklage nicht aussichtslos erscheint.

Die Beschwerde erscheint nach dem Gesagten aussichtslos. Zudem legt der Be-

schwerdeführer in der Beschwerde seine finanzielle Lage nicht ausreichend dar. 

Er macht geltend, er habe hohe Schulden und das Einkommen werde gepfändet 

(Urk. 2 S. 5). Dazu hat er einen Betreibungsregisterauszug eingereicht (Urk. 3/8). 

Aus diesem geht hervor, dass Pfändungen und Betreibungen gegen den Be-

schwerdeführer vorliegen. Verlustscheine hat er gemäss dem eingereichten Be-

treibungsregisterauszug keine (Urk. 3/8 S. 4). Über die Höhe seines Einkommens 

und Vermögens ist nichts bekannt. Er hat dazu keine Behauptungen aufgestellt 

und keine Unterlagen eingereicht. Auf die Frage, ob er finanzielle Probleme habe, 

erklärte der Beschwerdeführer am 24. Mai 2024 bei der Polizei, er habe von März 

bis Mai 2023 finanzielle Probleme gehabt, jetzt aber nicht mehr (Urk. 8/9 S. 5). 

Nach dieser Aussage hätte er seine finanzielle Situation in der Beschwerde einge-

hend darlegen müssen. Das Gesuch ist abzuweisen.

Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Zeitaufwands 

des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'000.– 

festzusetzen (§ 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV OG).

6.2 Da der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren unterliegt, ist er nicht zu 

entschädigen. Der Beschwerdegegner 1 wurde nicht zur Stellungnahme eingela-

den. Mangels Antrags und Mangels erheblicher Aufwendungen ist er für das Be-

schwerdeverfahren nicht zu entschädigen.

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Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. D. Oehninger)

1. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege wird 

abgewiesen.

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachfolgendem 

Beschluss.

Es wird beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'000.– fest-

gesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugespro-

chen.

4. Schriftliche Mitteilung an:

 Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, zweifach, für sich und den Beschwerde-
führer, per Gerichtsurkunde

 Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, zweifach, für sich und den Beschwerde-
gegner 1, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 und Urk. 3/1-8, per Ge-
richtsurkunde

 die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad …, unter Beilage einer Kopie 
von Urk. 2 und Urk. 3/1-8, gegen Empfangsbestätigung

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:

 Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad …, gegen Empfangsbestätigung 
 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch) 

5. Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

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gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 
eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 10. März 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Präsident:

lic. iur. D. Oehninger

Gerichtsschreiber:

Dr. iur. S. Christen