# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be98b875-2879-5cdb-992e-3f2b81529e0e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.02.2023 720 22 41 / 53 (720 2022 41 / 53)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-22-41---53_2023-02-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. Februar 2023 (720 22 41 / 53) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Auf das beweiskräftige Verwaltungsgutachten kann abgestellt werden.  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dor-
nach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1971 geborene A.____ meldete sich am 16. Juli 2019 unter Hinweis auf somatische 
und psychische Beschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse verneinte 
die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 16. Dezember 2021 nach durchge-
führtem Vorbescheidverfahren einen Anspruch auf eine Invalidenrente infolge Nichterfüllens des 
gesetzlichen Wartejahres. 
 

 

 
 
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B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Daniel Altermatt, Advo-
kat, mit Eingabe vom 31. Januar 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantrage sie, die Verfügung vom 
16. Dezember 2021 sei aufzuheben und ihr auf den frühestmöglichen Zeitpunkt eine ganze Rente 
zuzusprechen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, zur Abklärung der Ar-
beitsfähigkeit ein polydisziplinäres Gutachten anzuordnen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begrün-
dung brachte sie im Wesentlichen vor, dass das bidisziplinäre Gutachten, auf welches sich die 
leistungsablehnende Verfügung stütze, nicht über den erforderlichen Beweiswert verfüge. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Februar 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung erging vor dem 1. Januar 
2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massge-
benden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind 
daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung 
(IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 
Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie 
werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 

 

 
 
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zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, 
dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren 
nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen 
definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden 
äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) ander-
seits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 
E. 2, E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einord-
nung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer recht-
lich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die 
materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 
E. 3.7.2). 
 
3.5 Je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund 
treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich fest-
gestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klini-
sche Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokul-
turellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be-
funde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unter-
scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren 
psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterschei-
dende und in diesem Sinne verselbstständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die 
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen wer-
den kann. Wo der Gutachter dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psy-
chosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in 
ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 
127 V 294 E. 5a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Dezember 2021, 
9C_468/2021, E. 2.2.2).   
 

 

 
 
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4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -
ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht 
in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete In-
dizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren 
Hinweisen). 
 
5.1 Nach Eingang der Anmeldung vom 16. Juli 2019 holte die IV-Stelle zur Abklärung des 
medizinischen Sachverhalts als erstes Berichte der behandelnden Ärzte der Versicherten ein. So 
wurde in einem Bericht der B.____ AG, Klinik für Rheumatologie und Schmerzmedizin, vom 24. 
September 2019 berichtet, dass bei der Versicherten aktuell eine beidseitige Lumboischialgie mit 
Status nach rheumatologischer Abklärung und Behandlung bei einem Verdacht auf eine Dysfunk-
tion des IIliosakralgelenks (ISG) bzw. eine Sakroiliitis bestehe. Als Nebendiagnose wurde unter 
anderem ein Status nach Schrittmacherimplantation (2005) bei kongenitalem AV-Block III aufge-
führt. Aufgrund des guten Ansprechens auf die einmalige ISG-Infiltration seien keine weiteren 

 

 
 
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schmerztherapeutischen Interventionen mehr erfolgt. Die Patientin wünsche auch keine entspre-
chenden Interventionen mehr. Sie werde ihr konservatives Vorgehen optimieren und den Verlauf 
abwarten.  
 
5.2  Mit Bericht vom 21. Oktober 2019 führte Dr. med. C.____, FMH Physikalische Medizin 
und Rehabilitation sowie Rheumatologie, im Rahmen einer Zweitmeinung aus, dass die Patientin 
an einem chronischen weichteilrheumatischen Schmerzsyndrom, vereinbar mit einer generali-
sierten Fibromyalgie, leide. Typisch für die Fibromyalgie seien auch die Kopfschmerzen und die 
begleitenden vegetativen Symptome. Differenzialdiagnostisch sei es in so einer Situation stets 
schwierig, ein entzündliches Schmerzsyndrom auszuschliessen. Gegebenenfalls leide die Pati-
entin aber höchstens an einer abortiven und nicht behandlungsbedürftigen Spondylarthropathie. 
Es bestehe keine humorale Aktivität und keine Versteifung der Wirbelsäule. Neben Physiothera-
pie wären auch Massnahmen zur Entspannung (autogenes Training, Tai Chi oder Chi Gong) zu 
empfehlen. Bei einem schwierigen Verlauf könnte auch eine stationäre Rehabilitationsbehand-
lung in Betracht gezogen werden. Aufgrund der stark beeinträchtigenden Kopfschmerzen sei eine 
neurologische Beurteilung zu empfehlen.  
 
5.3 Anlässlich der neurologischen Beurteilung in der B.____ AG, Klinik für Neurologie, vom 
25. November 2019 konnte die Diagnose einer Migräne nicht erhoben werden. Ferner konnten 
auch keine Hinweise für eine periphere oder zentral-vestibuläre Störung ausgemacht werden, 
welche die Schwindelsymptomatik erklären könnte. In der Zusammenschau bestehe seit Jahren 
ein Symptomkomplex, der nicht auf eine gemeinsame somatische Pathogenese zurückgeführt 
werden könne (zumindest nicht aus neurologischer Sicht). Aus neurologischer Sicht gebe es kei-
nen erfolgsversprechenden Therapieansatz.  
 
5.4 Im Bericht des Spitals D.____, Rheumatologie, vom 10. September 2020 wurde u.a. ein 
chronisches lumbosakrales Schmerzsyndrom der beidseitigen ISG diagnostiziert. Die Patientin 
leide seit mindestens 5-6 Jahren an Rückenschmerzen tieflumbal. Die bisher durchgeführten kon-
servativen Massnahmen hätten keine Besserung gebracht. Die durchgeführte CT-Untersuchung 
zeige nur degenerative Veränderungen der beidseitigen ISG, ohne Hinweise auf eine stattge-
habte Sakroiliitis, Erosionen oder postentzündliche Veränderungen der LWS im Sinne einer anky-
losierenden Spondylitis. Aufgrund eines nicht MRI-tauglichen Schrittmachers könne keine MRI 
der LWS/ISG durchgeführt werden. Insgesamt bestünden aber keine Anhaltspunkte für eine axi-
ale Spondylarthritis. Aufgrund des langjährigen Verlaufs und da bereits alle ambulanten Behand-
lungsmöglichkeiten ausgeschöpft seien, wäre eine stationäre Rehabilitation/multimodale 
Schmerzkomplexbehandlung sinnvoll. 
 
5.5 Am 9. November 2020 diagnostizierte Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, eine rezidivierende depressive Störung mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11, in-
termittierend F33.01) bei myofaszialem/fibromyalgieformem Schmerzsyndrom, Differenzialdiag-
nose (DD): somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.3). Seit circa 4-5 Jahren bestünden zu-
nehmende lumbosakrale Schmerzen. Die Patientin sei rasch ermüdbar mit psychischen und so-
matischen Einschränkungen. Hinsichtlich der angestammten als auch einer angepassten Tätig-
keit bestehe eine Belastbarkeit von 2,5 bis 3 Stunden.  

 

 
 
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5.6 In einem Bericht vom 26. April 2021 führte Dr. med. F.____, FMH Kardiologie und Allge-
meine Innere Medizin, aus, seit der Schrittmacher-Implantation seien keine Synkopen mehr auf-
getreten. Die Patientin klage über niedrige Blutdruckwerte mit Schwindel sowie ständige Müdig-
keit und Antriebsarmut. Es sei ein Eisenmangel festgestellt worden. Ausserdem bestehe ein leich-
ter Vitamin-D-Mangel. Eine kardiovaskuläre Ursache für die Müdigkeit, Antriebsarmut sowie den 
Schwindel habe sich nicht nachweisen lassen. Die Blutdruckwerte würden im Normbereich lie-
gen, ohne Hinweis auf eine Orthostase. Vermutlich hänge die Symptomatik mit dem Eisen- und 
Vitamin-D-Mangel zusammen.  
 
5.7 Die Beschwerdegegnerin veranlasste ein Gutachten bei Dr. med. G.____, FMH Rheu-
matologie und Allgemeine Innere Medizin, und PD Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, vom 5./20. Mai 2021. Aus bidisziplinärer Sicht stellten die Gutachter als Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Fibromyalgie bei/mit einem chronischen lumbospon-
dylogenen Schmerzsyndrom fest. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden eine mittel-
gradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung (ICD-10 F45.4) diagnostiziert.  
 
5.7.1 Im rheumatologischen Fachgutachten wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die Kri-
terien für eine Fibromyalgie erfüllt seien. Es bestünden in den Akten keinerlei Hinweise dafür, 
dass je eine Neurokompression oder eine radikuläre Reizsituation bestanden hätten. Auch an-
lässlich der heutigen Untersuchung hätten keinerlei Hinweise für eine relevante Neurokompres-
sion ausgemacht werden können. Die verschiedenen CT-Untersuchungen (eine MRI sei aufgrund 
des Schrittmachers nicht möglich gewesen) hätten im Bereich der LWS und der ISG altersent-
sprechende degenerative Anhaltspunkte gezeigt. Ergänzend seien aktuelle Röntgenuntersu-
chungen der LWS und des Beckens veranlasst worden. Zusammenfassend bestehe eine Fibro-
myalgie, wobei als Manifestation dieser Problematik vor allem eine beidseitige lumbo-spondylo-
gene Symptomatik genannt werden könne. Es sei eine arbiträre Frage, ob man diese Sympto-
matik unter die Diagnose Fibromyalgie subsumieren möchte, oder dieselbe als eigenständige 
Diagnose aufführe. Vorliegend sei Ersteres vorgenommen worden, da die Symptomatik nicht ei-
nem mechanischen Lendenwirbelsäulensyndrom (LVS), sondern einer chronischen Schmerzstö-
rung entspreche. Dafür sprächen die völlige Therapieresistenz auf sämtliche durchgeführten 
Massnahmen, die hohe Schmerzintensität bei klinisch normalen Befunden und die gesamte 
Schmerzpräsentation. Rein somatisch gehe man in der Regel davon aus, dass diese Diagnose 
bei einer körperlich leichten Tätigkeit keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Allerdings sei 
es vorliegend so, dass die Explorandin auch einzelne Elemente einer körperlich belastenden Tä-
tigkeit, d.h. einer Tätigkeit mit unergonomischen Stellungen nachgegangen sei, wofür eine (Teil-
)Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne. Davon sei das (Herum-)Tragen schwerer Wäsche-
pakte umfasst gewesen. Es handle sich bei der angestammten Tätigkeit um ein gemischtes Pen-
sum (Frühstückservice und Wäsche/Lingerie). In dieser Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit 
von 80% bezogen auf ein Ganztagspensum. Es kämen nur noch leichte bis gelegentlich mittel-
schwere Tätigkeiten in Frage. Zudem bestünden folgende Einschränkungen: die Versicherte 
könne nicht dauernd sitzen, stehen, in Zwangsstelllungen arbeiten, repetitiv vornüberbeugen, bü-

 

 
 
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cken sowie nicht dauernd überkopf arbeiten. Für eine leichte bis gelegentlich mittelschwere Tä-
tigkeit, welche rückenschonend sei, bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit. In zeitlicher Hin-
sicht gelte diese Einschätzung seit Mai 2019. Für den Zeitraum vom 16. Oktober 2018 bis 30. 
April 2019 sei in Bezug auf die Arbeits(un)fähigkeit den Angaben der behandelnden Rheumato-
logen zu folgen (vgl. hierzu ausführlich Gutachten S. 48 f.; vgl. zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit 
ferner die Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes [RAD] beider Basel vom 15. Juni 2021, 
IV-Dok. 88). 
 
5.7.2 Im psychiatrischen Fachgutachten wurde zunächst anhand einer Diskussion der in-
nerpsychischen Struktur der Versicherten zusammenfassend festgehalten, dass aufgrund der 
belasteten Systemanamnese in der Kindheit und Jugend allenfalls eine gewisse depressive 
Struktur postuliert werden könne. Eine eigentliche Persönlichkeitspathologie lasse sich aber aus-
schliessen. In Bezug auf die Affektpathologie hielt der Gutachter fest, die Explorandin erfülle mit 
den subjektiven Angaben die Eingangskriterien gemäss ICD-10 für eine depressive Episode. Da-
bei könnte der Eindruck entstehen, dass eine schwere depressive Störung vorliege. Es sei aber 
hervorzuheben, dass nicht unbeträchtliche Inkonsistenzen vorliegen würden. Die Explorandin 
zeige im objektiven Psychostatus zwar pathologisch ausgelenkte Befunde in den affektiven Pa-
rametern, die aber maximal mittelgradig ausgelenkt seien. Ebenso in einzelnen spezifischen ob-
jektiven Parametern, welche die innerpsychische Vitalität objektiv auszubilden vermöchten, be-
stünden maximal mittelgradige Auslenkungen. Zusammenfassend sei daher eine mittelgradige 
depressive Episode zu diagnostizieren. Diesbezüglich sei aber hervorzuheben, dass bei der Ex-
plorandin relevante psychosoziale Belastungsfaktoren vorliegen würden. Die Explorandin habe 
zwar eine solide Schulbildung durchlaufen, eine Berufsausbildung absolviert und könne auf eine 
langjährige und erfolgreiche Berufsanamnese zurückblicken. Aufgrund ihres Stellenverlusts er-
ziele sie jedoch kein Einkommen mehr, sondern werde durch ihren Sohn unterstützt. Der Ehe-
mann der Explorandin sei arbeitslos und beziehe Krankentaggelder aufgrund von gesundheitli-
chen Beschwerden. Die psychosozialen Belastungen würden dazu führen, dass die Explorandin 
sich subjektiv als psychisch belastet sowie depressiv und damit als vollständig arbeitsunfähig 
erlebe. Demgegenüber hätten diese Belastungsfaktoren aus objektiver versicherungspsychiatri-
scher Sicht keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Ferner könne eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung diagnostiziert werden. Die Explorandin berichte über Körperschmerzen, die ge-
mäss rheumatologischem Fachgutachten somatisch nicht erklärbar seien. Zudem bestünden 
emotionale wie auch psychosoziale Belastungen. Im Rahmen der Indikatorenprüfung bekräftigte 
der Gutachter, dass die mittelgradige depressive Episode nicht permanent durch eine primäre 
Persönlichkeitspathologie genährt und unterhalten werde, sondern sich im Zusammenhang mit 
einer Kündigung durch den Arbeitgeber, insbesondere im Zusammenhang mit gewichtigen psy-
chosozialen, hauptsächlich finanziellen Belastungen, entwickelt habe, die allesamt invaliditäts-
fremd seien. Ferner falle auf, dass nie eine teilstationäre psychiatrische Behandlung in Erwägung 
gezogen worden sei, was überrasche, wenn der Behandler doch eine vollständige Arbeitsunfä-
higkeit attestiere. Die antidepressive Medikation sei nicht leitliniengerecht verordnet. Serotin re-
tard (Amitriptylin) sei ein klassisches sedierendes Antidepressivum, welches abends bzw. vor 
dem Schlafengehen eingenommen werden müsse, und nicht morgens und mittags. Ein wesent-
licher Teil der subjektiv erlebten Müdigkeit und der objektiv nachgewiesenen psychomotorischen 
und formalgedanklichen Verlangsamung könne auf die inadäquate Einnahme dieser Medikation 

 

 
 
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zurückgeführt werden. Insgesamt könne die Prognose aus psychiatrischer Sicht daher als gut 
beurteilt werden, sodass die Explorandin im ersten Arbeitsmarkt vollzeitig arbeitstätig werde. Es 
bestehe sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit eine vollschichtige Ar-
beitsfähigkeit. Es habe in psychiatrischer Hinsicht nie eine längerdauernde Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit bestanden.  
 
5.7.3 Im Rahmen ihrer Konsensbeurteilung gelangten die Gutachter zur Auffassung, dass aus 
gesamtmedizinischer Sicht die rheumatologische Beurteilung gelte.  
 
5.8 Anlässlich des vorliegenden Beschwerdeverfahrens legte die Beschwerdeführerin meh-
rere Arbeitszeugnisse ihres behandelnden Kardiologen, Dr. F.____, datierend vom 22. November 
2021, 16. Dezember 2021 und 21. Januar 2022 sowie einen Bericht derselben Fachperson vom 
3. Juli 2022 ins Recht. Darin wurde wiederholt auf Herzrhythmusstörungen hingewiesen. Im Be-
richt vom 3. Juli 2022 wurde im Wesentlichen festgehalten, dass es durch eine Umprogrammie-
rung des Schrittmachers und den Einsatz eines Betablockers gelungen sei, die als sehr störend 
empfundenen Herzrhythmusstörungen in den Griff zu bekommen. Es handle sich dabei um kurz 
anhaltendes Herzklopfen infolge von sogenannten supraventrikulären Salven. Es sei nachvoll-
ziehbar, dass die Patientin weiterhin intermittierend bei Zeitdruck und stärkeren Anstrengungen 
solche Palpitationen verspüre, welche mit Angst und Erschöpfung vergesellschaftet seien. Die 
Perzeption dieser eigentlich ungefährlichen, aber störenden Rythmusstörungen werde durch die 
zusätzlich vorliegende psychische Komponente bei bekannter Angst und Depression erheblich 
aggraviert. Insgesamt sei die Patientin in ihrem Beruf zurzeit nur zu 30% einsetzbar.  
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 16. Dezember 2021 bei 
der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der Arbeitsfähigkeit in erster Linie auf das 
vorstehend zitierte bidisziplinäre Gutachten der Dres. G.____ und H.____. In ihrer Verfügung hat 
sie erwogen, dass seit Mai 2019 sowohl in der angestammten als auch in Bezug auf eine ange-
passte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80% bestehe. Demgegenüber ging sie in ihrer Ver-
nehmlassung in Übereinstimmung mit den gutachterlichen Feststellungen ab Mai 2019 von einer 
vollschichtigen Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit aus. Bei den Feststellun-
gen in der angefochtenen Verfügung dürfte es sich wohl um einen Schreibfehler handeln, der im 
vorliegenden Verfahren indessen keine materiellen Auswirkungen zeitigt. Gestützt auf diese Er-
gebnisse ging sie davon aus, dass das gesetzliche Wartejahr nicht erfüllt sei, weshalb kein An-
spruch auf eine Invalidenrente bestehe.  
 
6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen. Solche Indizien liegen keine vor. Das bidisziplinäre Gutachten ist insgesamt um-
fassend und die dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die vorgenommenen 
Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Die Gutachter haben die Versicherte 

 

 
 
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persönlich untersucht, eine umfassende Anamnese erhoben und gehen einlässlich auf ihre An-
gaben und Beschwerden ein. Sie setzen sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden 
medizinischen Berichten auseinander und begründen abweichende Einschätzungen in überzeu-
gender Weise. 
 
6.3 Was die Beschwerdeführerin vorbringt ist nicht geeignet, die ausschlaggebende Beweis-
kraft des Gutachtens der Dres. G.____ und H.____ infrage zu stellen.  
 
6.4.1 Die Beschwerdeführerin zweifelt zunächst den Beweiswert des rheumatologischen 
Fachgutachtens an. Sie macht geltend, Dr. G.____ habe das seitens der Behandler des Spitals 
D.____ diagnostizierte chronische lumbosakrale Schmerzsyndrom bei degenerativen Verände-
rungen beider ISG ausser Acht gelassen. Nachdem diese Diagnose nicht berücksichtigt worden 
sei, könne nicht auf das Gutachten abgestellt werden.  
 
6.4.2 Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Unter Berücksichtigung des vorste-
hend Dargelegten ist zunächst festzuhalten, dass Dr. G.____ seine Einschätzung in Kenntnis der 
gesamten Aktenlage und nach gut dokumentierter eingehender Erhebung eigener Befunde ab-
gab. Entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdeführerin setzte der Gutachter sich ferner aus-
führlich mit den Diagnosen des Spitals D.____ auseinander und würdigte die daraus resultieren-
den funktionellen Einbussen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. So nahm er eingehend auf 
die (auch zusätzlich veranlassten) Röntgenbilder der LWS und des Beckens Bezug und hielt fest, 
dass im Rahmen der CT-Untersuchungen im Bereich der LWS und der ISG altersentsprechende 
degenerative Veränderungen hätten ausgemacht werden können. Hinweise für eine Neurokom-
pression, eine radikuläre Reizsituation oder eine Sakroiliitis konnte er nicht ausmachen (vgl. Gut-
achten S. 54 und 56). Ebenso überzeugend gelangte er zum Schluss, dass die Symptomatik 
daher auch keinem mechanischen LVS, sondern einer chronischen Schmerzstörung entspreche, 
nachdem keine Hinweise für eine entzündliche Erkrankung bestünden. Hierbei begründete er 
einleuchtend, weshalb er die Symptomatik vorliegend unter die Fibromyalgie subsumiere. Dessen 
ungeachtet konnten die Behandler des Spitals D.____ im Einklang mit den gutachterlichen Fest-
stellungen keine Anhaltspunkte für Erosionen oder ein entzündliches Geschehen ausmachen 
(vgl. E. 5.4 hiervor). Solche lassen sich denn auch weder den übrigen Akten entnehmen noch 
wird Entsprechendes seitens der Beschwerdeführerin geltend gemacht.  
 
6.5.1 Die Beschwerdeführerin stellt die Beweiskraft des Gutachtens im Weiteren insofern in 
Frage, als sie geltend macht, dass der behandelnde Kardiologe, Dr. F.____ bereits in seinem 
Bericht vom 26. April 2021 einen Eisenmangel als mögliche Ursache für die Müdigkeit, unter 
welcher sie leide, genannt habe. Es habe nun eine kardiologische Ursache bezüglich ihrer Be-
schwerden eruiert werden können. Aufgrund der erhobenen Herzrhythmusstörung bestehe eine 
Arbeitsunfähigkeit von 70%. Hierbei verweist die Beschwerdeführerin namentlich auf die im Laufe 
des Verfahrens erstellten Berichte von Dr. F.____ vom 22. November 2021 und 16. Dezember 
2021 sowie 21. Januar 2022 (vgl. E. 5.7 hiervor). In ihrer Replik vom 7. Juli 2022 bekräftigte die 
Beschwerdeführerin unter Hinweis auf einen weiteren Bericht von Dr. F.____ vom 3. Juli 2022 
(vgl. E. 5.7 hiervor), dass im Februar 2022 die Folgen einer Covid-19-Infektion hinzugekommen 

 

 
 
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seien, welche die Arbeitsfähigkeit weiter eingeschränkt habe, sodass diese noch ausschliesslich 
10% betrage.  
 
6.5.2 Vorab gilt es darauf hinzuweisen, dass Dr. G.____ die kardiologische Problematik be-
kannt war und er diese bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit berücksichtigte (vgl. Gutach-
ten S. 58). Wie die Beschwerdeführerin selbst ausführt, konnte Dr. F.____ in seinem Bericht vom 
26. April 2021 keine kardiologische Ursache ausmachen. Auch weiteren Berichten sind in kardi-
ologischer Hinsicht keine Auffälligkeiten zu entnehmen (vgl. bspw. Bericht der Herzpraxis I.____ 
vom 7. Mai 2020, IV-Dok. 77). Was die medizinische Aktenlage im Nachgang an die erfolgte 
Begutachtung anbelangt, so konnten die geltend gemachten Herzrhythmusstörungen gemäss 
Bericht von Dr. F.____ vom 3. Juli 2022 durch eine Umprogrammierung des Schrittmachers sowie 
Betablocker grösstenteils in den Griff gebracht werden. Ferner kann hierzu vollumfänglich auf die 
überzeugenden Ausführungen des RAD-Arztes Dr. J.____ vom 19. Juli 2022 (vgl. Vernehmlas-
sungsbeilage) verwiesen werden. Hervorzuheben ist dabei namentlich der Umstand, dass der 
behandelnde Kardiologe in seinem Bericht vom 3. Juli 2022 selbst bestätigte, dass die Rhyth-
musstörungen ungefährlich gewesen seien und Restsymptome intermittierend nur bei Zeitdruck 
und stärkeren Anstrengungen auftreten würden. Dr. J.____ gelangte diesbezüglich nachvollzieh-
bar zum Schluss, dass damit keine IV-relevante, längerfristige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
begründet werden könne. Gleichermassen verhält es sich im Übrigen in Bezug auf den geltend 
gemachten möglichen Eisenmangel. Die Laborwerte ergaben einen Ferritinwert von 37 ng/ml, 
der gemäss Dr. J.____ im Normbereich liege. Dessen ungeachtet lässt sich ein allfälliger Eisen-
mangel durch eine entsprechende Medikation gut behandeln. Aufgrund dieser Befundlage ist 
denn auch wenig nachvollziehbar, weshalb bei der Versicherten nur noch eine Arbeitsfähigkeit 
von 30% bzw. 10% bestehen soll, zumal die attestierte Restarbeitsfähigkeit durch Dr. F.____ in 
keiner Weise begründet wird. Hinzu kommt, dass Dr. F.____ der Versicherten Arbeiten mit leich-
ten und intermittierend mittelschweren Belastungen ohne Zeitdruck als zumutbar erachtet. Hin-
weise für eine über das gutachterlich attestierte Leistungsprofil hinausgehende Einschränkung 
lassen sich anhand der vorliegenden Akten nicht verifizieren, weshalb diese Berichte keinen An-
lass zu weiteren Sachverhaltsabklärungen geben. Was im Übrigen die Covid-19-Infektion anbe-
langt, so ist diese unbestritternermassen nach Verfügungserlass entstanden, womit mögliche 
Spätfolgen vorliegend nicht zur Beurteilung stehen.  
 
6.6.1 Die Beschwerdeführerin stellt ferner auch das Gutachten von PD Dr. H.____vom 20. Mai 
2021 infrage. Dabei macht sie geltend, dass der Gutachter ihr vorwerfe, nicht leitliniengerecht 
behandelt zu werden, ohne dabei die Hintergründe zu eruieren.  
 
6.6.2 Dem kann nicht gefolgt werden. Zunächst ist festzuhalten, dass das Gutachten von 
PD Dr. H.____ eine ausführliche Diskussion der innerpsychischen Struktur der Versicherten und 
eine eingehende Würdigung der Affektpathologie enthält. Dabei vermag der Gutachter insbeson-
dere auch die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode nachvollziehbar zu begründen. 
Hierbei fällt namentlich ins Gewicht, dass der Gutachter zum Schluss kam, dass sich das Krank-
heitsbild im Zusammenhang mit psychosozialen Belastungsfaktoren, konkret mit der erfolgten 
Kündigung durch den Arbeitgeber aber auch hauptsächlich finanziellen Belastungen, entwickelt 

 

 
 
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habe. Er legte dar, dass die Diagnose nicht durch eine primäre Persönlichkeitspathologie perma-
nent genährt und unterhalten werde. Im Rahmen der Prüfung der Indikatoren bekräftigte der Gut-
achter, unter Ausgliederung dieser vollumfänglich als IV-fremd zu qualifizierenden psychosozia-
len und soziokulturellen Faktoren, dass es vorliegend an einer verselbstständigten psychischen 
Störung fehle. Vor diesem Hintergrund gelangte er zum begründeten Schluss, dass keine psy-
chiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne. Bestimmen 
psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Krankheitsgeschehen mit, dürfen die Beein-
trächtigungen nicht einzig von den belastenden invaliditätsfremden Faktoren herrühren, sondern 
das Beschwerdebild hat davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen. Solche 
von der soziokulturellen oder psychosozialen Belastungssituation zu unterscheidende und in die-
sem Sinne verselbstständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Er-
werbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (vgl. 
E. 3.5 hiervor). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gründete demnach primär auf dieser Diskus-
sion. Lediglich in Ergänzung hierzu wies PD Dr. H.____ darauf hin, dass die Versicherte nicht 
adäquat psychopharmakologisch behandelt worden sei und mit einer leitliniengerechten antide-
pressiven Medikation eine relevante Verbesserung − des nicht als verselbstständigt zu betrach-
tenden Krankheitsgeschehens − innerhalb von drei Monaten erzielt werden könne.  
 
7. Im Ergebnis ist gestützt auf das beweiskräftige Gutachten der Dres. G.____ und H.____ 
vom 5./20. Mai 2021 von einer Arbeitsfähigkeit von 80% in Bezug auf die angestammte bzw. von 
einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit seit Mai 2019 aus-
zugehen. Damit hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu 
Recht verneint. Auch die im Sinne eines Eventualbegehrens beantragten weiteren medizinischen 
Abklärungen würden zu keinen neuen Erkenntnissen führen, weshalb in antizipierter Beweiswür-
digung auf zusätzliche medizinische Abklärungen verzichtet werden kann (vgl. zur Zulässigkeit 
einer antizipierten Beweiswürdigung: BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 
122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen).  
 
8. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Verfügung vom 16. Dezember 2021 
nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist daher abzuweisen.  
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-

willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, wes-
halb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird 
keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

 
 
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://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 

 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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