# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 804d4632-c49a-5207-8b55-ed303e3d97f8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2010 D-8241/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8241-2010_2010-12-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-8241/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, geboren (...),
Russland,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-
Verfahren); Verfügung des BFM vom 17. November 2010 
N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-8241/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angabe zufolge Russland Ende 
(...)  verliess  und  über  Polen  in  die  Slowakei  reiste,  wo  er  sich  von 
Anfang August bis zum 25. September 2010 aufhielt,  um Asyl nach-
suchte und eine drei Monate gültige Aufenthaltsbewilligung erhielt,

dass  er  ohne  Kenntnis  des  Ausgangs  des  dortigen  Asylverfahrens 
seine Reise über ihm unbekannte Länder nach Italien fortsetze, von 
wo er am 28. September 2010 unter Umgehung der Grenzkontrolle in 
die Schweiz gelangte,

dass er er am selben Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (...)  
(EVZ) um Asyl nachsuchte und dort am 11. Oktober 2010 zur Person 
und  den  Ausreisegründen  befragt  wurde,  wobei  ihm  auch  das 
rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung in die Slowakei ge-
währte wurde,

dass  er  im  Wesentlichen  ausführte,  er  sei  russischer  Staats-
angehöriger,  stamme  aus  einer  Familie  muslimischer  Religions-
zugehörigkeit  und sei  im Alter  von 16 Jahren zur orthodoxen Kirche 
übergetreten,

dass er ab dem Alter von 23 Jahren an seinem Wohnort  in (...)  von 
tschetschenischen  Bekannten  bedroht  worden  sei,  welche  ihn 
aufgefordert hätten, zum islamischen Glauben zurückzukonvertieren,

dass er sich zwei Monate vor seiner Ausreise in (...) aufgehalten habe, 
wo er von tschetschenischen Nachbarn, welchen seine Konvertierung 
bekannt gewesen sei, ebenfalls bedroht und zum Wegzug aufgefordert  
worden sei,

dass er nicht in die Slowakei zurückkehren wolle, da er dort Probleme 
mit Tschetschenen gehabt habe (vgl. Akten BFM A1 S. 8), 

dass  bezüglich  der  weiteren  Aussagen  beziehungsweise der  Einzel-
heiten des rechtserheblichen Sachverhalts  auf  das Protokoll  bei  den 
Akten verwiesen wird (vgl. Akten BFM A1),

dass das BFM – gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers und 
einen  Eurodac-Treffer  vom  (...)  –  am  15.  Oktober  2010  ein 

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Übernahmeersuchen an die slowakischen Behörden stellte,  welchem 
diese am 28. Oktober 2010 zugestimmt haben,

dass das Bundesamt mit Verfügung vom 17. November 2010 – eröffnet 
am 19. November 2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asyl-
gesuch des Beschwerdeführers vom 28. September 2010 nicht eintrat, 
die  Wegweisung  in  die  Slowakei  verfügte,  den  Beschwerdeführer  – 
unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  auf-
forderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Be-
schwerdefrist  zu  verlassen,  den  Kanton  (...)  verpflichtete,  die 
Wegweisungsverfügung  zu  vollziehen,  feststellte,  eine  allfällige  Be-
schwerde gegen die vorliegende Verfügung habe keine aufschiebende 
Wirkung,  und  dem  Beschwerdeführer  die  editionspflichtigen  Akten 
gemäss Aktenverzeichnis aushändigte,

dass das BFM zur  Begründung  im Wesentlichen ausführte,  gestützt 
auf  die  einschlägigen  internationalen  Abkommen  (insbesondere  das 
Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für 
die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten 
Asylantrags [Dublin-Assoziierungsabkommen (DAA), SR 0.142.392.68] 
und  das  Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik  Island  und  dem 
Königreich  Norwegen  über  die  Umsetzung,  Anwendung  und  Ent-
wicklung des Schengen-Besitzstands und über die Kriterien und Ver-
fahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines 
in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten  Asylantrags 
[Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004,  SR 0.362.32])  sei  die 
Slowakei für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig und habe 
am 28. Oktober 2010 einer Wiederaufnahme des Beschwerdeführers 
zugestimmt,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder  Verlängerung  (Art. 19  f.  der  Verordnung  [EG] Nr. 343/2003  des 
Rates  vom 18. Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Ver-
fahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 
Asylantrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes 
in einem Mitgliedstaat gestellt  hat  [Dublin-II-VO]) – bis zum 28. April 
2011 zu erfolgen habe, 

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dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  ihm  dazu  gewährten 
rechtlichen  Gehörs  keine  relevanten  Gründe  darzulegen  vermocht 
habe, die einer Rückkehr in die Slowakei entgegenstünden, zumal er 
er sich dort an die zuständigen Behörden wenden könne,

dass der Vollzug der Wegweisung in die Slowakei zulässig, zumutbar 
und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit beim BFM eingereichter Eingabe vom 
23. November  2010,  welche von diesem am 25. November  2010 an 
das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet wurde, gegen diese Ver-
fügung  Beschwerde  erhob  und  sinngemäss  beantragte,  die  an-
gefochtene Verfügung sei  aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft  an-
zuerkennen und Asyl zu gewähren,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  im  Wesentlichen  aus-
führte,  er  habe  begründete  Furcht  vor  künftiger  asylrelevanter  Ver-
folgung, da er als Sohn eines muslimischen Tschetschenen und einer 
orthodoxen Russin von den Verwandten väterlicherseits mit  dem Tod 
bedroht werde, weil er zur orthodoxen Kirche übergetreten sei,

dass er sich weder in die Slowakei noch nach Polen begeben könne, 
da seine (...) dort wohnhaft seien,

dass das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung ge-
stützt auf Art. 56 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  mit  Verfügung  vom 
29. November 2010 vorsorglich aussetzte,

dass die vollständigen vorinstanzlichen Akten am 29. November 2010 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden  gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni  2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass die Beschwerde unter Angabe des Absenders des Beschwerde-
führers  nicht  eigenhändig  unterzeichnet,  indes handgeschrieben und 
in gebrochenem Deutsch verfasst ist, ebenso wie das gleichzeitig beim 
BFM eingereichte Gesuch um Akteneinsicht,

dass die Handschrift derjenigen des vom Beschwerdeführer – welcher 
anlässlich der Befragung im EVZ erklärt hatte, er verfüge über geringe 
Deutschkenntnisse – im erstinstanzlichen Verfahren eigenhändig aus-
gefüllten Personalienblattes entspricht (vgl. Akten BFM A2), und unter 
diesen Umständen die Eingabe unzweifelhaft  dem Beschwerdeführer 
zuzuordnen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert  ist, weshalb  – unter Vorbehalt nachfolgender Er-
wägungen –  auf  die – abgesehen vom soeben erwähnten Mangel  – 
frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie  Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37  VGG und 
Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 
vorliegend  –  wie  nachfolgend  aufgezeigt  –  um eine  solche  handelt, 
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nicht -
eintretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs indes 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  dies-
bezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese 
Fragen –  namentlich  diejenigen hinsichtlich  des Bestehens von Voll-
zugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den  zu-
ständigen  Staat)  –  in  den  Dublin-Verfahren  bereits  vor  Erlass  des 
Nichteintretensentscheides stellen,

dass  die  Verfügung  als  Anfechtungsgegenstand  in  der  Bundes-
verwaltungsrechtspflege  den  äusseren  Rahmen  bildet,  innerhalb 
welchem die Parteien der Rechtsmittelinstanz ein Rechtsverhältnis zur 
Beurteilung unterbreiten können,

dass der  durch  die  Parteibegehren definierte  Streitgegenstand nicht 
über  den  Anfechtungsgegenstand  hinaus  reichen  darf,  Gegenstand 
des  Beschwerdeverfahrens  somit  grundsätzlich  nur  sein  kann,  was 
Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger 
Gesetzesauslegung  hätte  sein  sollen  (vgl.  ANDRÉ MOSER,  in: 
Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 
Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Rz. 3 zu Art. 52; CHRISTOPH 
AUER,  Streitgegenstand  und  Rügeprinzip  im  Spannungsfeld  der  ver-
waltungsrechtlichen  Prozessmaximen,  Bern  1997,  S.  63;  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149),

dass  die  angefochtene  Verfügung  vom  17.  November  2010  keine 
Regelung betreffend Flüchtlingseigenschaft und Gewährung von Asyl 
enthält,

dass mit den Begehren, es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen 
und  Asyl  zu  gewähren,  der  Streitgegenstand  in  unzulässiger  Weise 
über  den  in  der  angefochtenen  Verfügung  geregelten  Anfechtungs-
gegenstand hinaus erweitert wird (vgl. AUER, a.a.O., S. 63; BGE 110 V 
51 E. 3c), weshalb auf dieses Begehren nicht einzutreten ist, 

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dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren mithin einzig zu prüfen ist, 
ob  das BFM gestützt  auf  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG auf  das  Asyl-
gesuch des Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten ist,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  der  für  die  Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  sich  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  aufgrund  der  Akten  als 
zutreffend  erweisen,  weshalb  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen 
vorab auf die nicht zu beanstandenden Ausführungen des BFM in der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  der  vorgängige  Aufenthalt  des  Beschwerdeführers  in  der 
Slowakei sowie das Nachsuchen um Asyl in diesem Staat unbestritten 
sind (vgl. Akten BFM A1 S. 7),

dass die slowakischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist einer 
Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt  auf  Art. 16 Abs. 1 
Bst. c Dublin-II-VO zugestimmt haben und mithin die Slowakei für das 
Asylverfahren zuständig ist,

dass der Inhalt der Beschwerde offensichtlich zu keiner anderen Ein-
schätzung  führt,  zumal  die  Zuständigkeit  der  Slowakei  zur  Durch-
führung  des  Asylverfahrens  vom  Beschwerdeführer  nicht  bestritten 
wird,

dass  keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür  vorliegen,  die  Slowakei 
werde sich als Signatarstaat  des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 
die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  und  der  Kon-
vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) nicht an die daraus resultierenden 
völkerrechtlichen  Verpflichtungen,  insbesondere  an  das  Rück-
schiebungsverbot, halten,

dass  der  Beschwerdeführer  weder  im  Rahmen  des  ihm  gewährten 
rechtlichen Gehörs noch auf Beschwerdeebene hinreichend bestimmte 
Vorbehalte  gegen  eine  Rückkehr  in  die  Slowakei  geltend  machte, 
weshalb keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass er 
im Falle einer Rückkehr in die Slowakei in eine existenzielle Notlage 
geraten würde,

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dass  schliesslich  der  Beschwerdeführer  aus  den  erstmals  auf  Be-
schwerdeebene  sinngemäss  geltend  gemachten  befürchteten  Be-
helligungen durch seine sich in der Slowakei beziehungsweise in Polen 
aufhaltenden  Eltern  nichts  zu  seinen  Gunsten  abzuleiten  vermag, 
zumal dieses Vorbringen in Widerspruch zu seinen Aussagen anläss-
lich der Befragung im EVZ steht,  wonach seine beiden Elternteile  in 
den  Jahren  2007  und  2009  verstorben  seien,  er  der  einzige  Nach-
komme sei und weder im Heimat- noch in einem Drittstaat Familien-
angehörige habe (vgl. Akten BFM A1 S. 3),

dass somit keine Gründe vorliegen, die einen Selbsteintritt  des BFM 
gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO nahegelegt hätten, 

dass  auf  die  zu  bestätigenden Erwägungen und  Folgerungen in  der 
angefochtenen  Verfügung  verwiesen  werden  kann  und  die  Ent-
gegnungen  in  der  Beschwerde  in  entscheidwesentlicher  Hinsicht 
offenkundig nicht durchzudringen vermögen,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 
Bst. d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  ein-
getreten ist, 

dass die Anordnung der Wegweisung in die Slowakei der Systematik 
des  Dublin-Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungs-
verfahren in den für die Prüfung des Asylgesuchs zuständigen Staat 
handelt – entspricht und im Einklang mit der Bestimmung von Art.  44 
Abs. 1  AsylG  steht,  wobei  in  Verfahren  nach  Art. 34  Abs. 2  Bst. d 
AsylG  die  Frage  nach  der  Zulässigkeit  und  Möglichkeit  des  Weg-
weisungsvollzugs – wie oben erwähnt – regelmässig bereits Voraus-
setzung (und nicht erst Regelfolge) des Nichteintretensentscheids und 
demnach hier nicht mehr zu prüfen ist, 

dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in einem Dublin-Verfahren nicht unter dem Aspekt von Art.  83 Abs. 1 
und 4 AuG stellt,  sondern eine entsprechende Prüfung – soweit not -
wendig – vielmehr bereits im Rahmen der Entscheidfindung hinsicht-
lich der Ausübung des Selbsteintrittsrechts stattfinden muss (vgl. vor-
stehende Erwägungen),

dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des 
Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO) besteht,  weshalb der 
vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.– 
(Art. 1-3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, (…) (in Kopie)
- die zuständige kantonale Behörde

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

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