# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 643e0c59-b4ea-5982-95f1-4c7dc012e532
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.02.2007 B 2006/193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2006-193_2007-02-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2006/193

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 27.02.2007

Entscheiddatum: 27.02.2007

Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 27. Februar 2007
Steuerrecht, Liegenschaftenhandel, Art. 31 Abs. 1 StG, (sGS 811.1). Ein 
Steuerpflichtiger, der hauptberuflich als dipl. Baumeister tätig und mit seiner 
Arbeitgeberin eng verflochten ist, mehrere Grundstücke besitzt, wovon auch 
gewerblich genutzte, und an mehreren Baukonsortien beteiligt ist, ist als 
gewerbsmässiger Liegenschaftenhändler zu betrachten 
(Verwaltungsgericht, B 2006/193).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

In Sachen

X. und Y. Z.

Beschwerdeführer,

gegen

 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen,

Abteilung I/1, Unterstrasse 28, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

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Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

vertreten durch den Amtsleiter-Stellvertreter,

lic. iur. Hubert Hofmann,

betreffend

 

Einkommens- und Vermögenssteuern 2003

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die in A. wohnhaften Eheleute X. und Y. Z. sind unselbständig erwerbstätig. Der 

Ehemann ist als diplomierter Baumeister und die Ehefrau als kaufmännische 

Angestellte bei der E. Bauunternehmung AG angestellt. Die Eheleute sind je zur Hälfte 

Miteigentümer des Grundstücks Nr. .. an der T-strasse. Der Ehemann ist ausserdem 

Eigentümer weiterer Grundstücke in der Politischen Gemeinde A. Nrn. 612, 1398, 1416, 

1518 und 30026 per anfang 2003) sowie eines Grundstücks in Locarno. Am 1. Mai 

2003 verkaufte X.Z. die Grundstücke Nrn. 1398 und 1416 zum Preis von Fr. 800'000.-- 

der E. Bauunternehmung AG. Das kantonale Steueramt, Abteilung 

Grundstückgewinnsteuer, teilte X.Z. in der Folge mit Schreiben vom 10. November 

2003 mit, ein allfälliger Gewinn aus der Veräusserung der beiden Grundstücke würde 

der Einkommenssteuer unterliegen. Am 5. Mai 2004 fand zwischen dem 

Steuerkommissär und dem Vertreter der Eheleute Z. eine Besprechung statt, wobei der 

Steuerkommissär die Auffassung vertrat, die beiden Grundstücke seien stets als 

Privatvermögen deklariert und behandelt worden.

In der Steuererklärung für 2003 deklarierten die Eheleute ein steuerbares Einkommen 

von Fr. 0 und ein steuerbares Vermögen von Fr. 1'081'396.--. Sie machten einen 

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Verlust von Fr. 211'829.-- aus selbständiger Nebenerwerbstätigkeit des Ehemannes im 

Zusammenhang mit dem Verkauf der Grundstücke Nrn. 1398 und 1416 geltend. Das 

kantonale Steueramt liess diesen Verlust nicht zum Abzug von den Einkünften zu und 

begründete dies damit, die Grundstücke Nrn. 1398 und 1416 hätten als 

Privatvermögen gegolten. Die Mitteilung der Abteilung Grundstückgewinnsteuer vom 

10. November 2003, wonach ein allfälliger Gewinn aus der Liegenschaftsveräusserung 

der Einkommenssteuer unterstellt werde, sei falsch. Diese falsche Aussage sei aber 

nicht bindend, da keine Dispositionen getroffen worden seien, die einen Steuernachteil 

verursacht hätten. Die Eheleute Z. wurden für 2003 mit einem steuerbaren Einkommen 

von Fr. 129'800.-- zum Satz von Fr. 134'200.-- und einem steuerbaren Vermögen von 

Fr. 1'071'000.-- zum Satz von Fr. 1'195'000.-- veranlagt.

Gegen diese Veranlagung erhoben die Pflichtigen am 14. Februar 2005 Einsprache. Am 

20. April und am 25. November 2005 fanden Besprechungen ihres Vertreters mit dem 

zuständigen Steuerkommissär statt. Mit Entscheid vom 30. November 2005 wies das 

kantonale Steueramt die Einsprache ab. Zur Begründung führte es an, die unrichtige 

Mitteilung habe keine Rechtswirkung, da die Steuerpflichtigen keine Dispositionen 

getroffen hätten.

B./ Mit Eingabe ihres Vertreters vom 14. Dezember 2005 erhoben die Pflichtigen 

Rekurs mit dem Antrag, die Veranlagung 2003 sei zu korrigieren und der Verlust aus 

dem Verkauf der Geschäftsliegenschaften sei zu berücksichtigen. Zur Begründung 

verwiesen sie im wesentlichen auf die Mitteilung des kantonalen Steueramts vom 10. 

November 2003 und machten geltend, es handle sich bei den Liegenschaften um 

Geschäftsvermögen, womit der Verlust aus der Veräusserung bei der 

Einkommenssteuer zu berücksichtigen sei.

Die Verwaltungsrekurskommission wies den Rekurs mit Entscheid vom 3. Oktober 

2006 ab. Sie erwog, bei der Mitteilung der Abteilung Grundstückgewinnsteuer handle 

es sich nicht um eine Verfügung, die in Rechtskraft erwachsen sei. Auch hätten die 

Steuerpflichtigen aufgrund der Mitteilung keine Dispositionen getroffen oder Nachteile 

erlitten, da das Schreiben nach dem Verkauf der beiden Grundstücke am 1. Mai 2003 

ergangen sei. Es fehle daher an einer Voraussetzung für eine Vertrauensbetätigung. 

Eine (falsche) Auskunft, wonach ein bereits abgewickeltes Geschäft nicht besteuert 

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werde, könne keinen Vertrauensschutz begründen. Ueberdies hätten die beiden 

Grundstücke dem Privatvermögen angehört, womit eine Verrechnung von Verlusten 

aus dem Verkauf nicht möglich sei.

C./ Mit Eingabe vom 20. Oktober 2006 erhoben X. und Y. Z. Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Mitteilung des kantonalen Steueramts vom 10. 

November 2003 sei als rechtsverbindlicher Entscheid zu qualifizieren und 

dementsprechend sei der Gewinn bzw. Verlust aus der Veräusserung der 

Liegenschaften Nrn. 1398 und 1416 der Einkommenssteuer zu unterstellen bzw. diese 

Liegenschaften seien als Geschäftsvermögen zu behandeln, der Verlust aus dem 

Verkauf sei zu berücksichtigen und die Veranlagung 2003 zu korrigieren, unter 

Kostenfolge. Die Beschwerdeführer beharren auf ihrem Standpunkt, es handle sich bei 

der Mitteilung vom 10. November 2003 um einen verbindlichen Entscheid. Die Behörde 

habe auf eine konkrete Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt und sei 

hiefür zuständig gewesen. Aufgrund des Schreibens hätten sie entgegen den 

Feststellungen der Verwaltungsrekurskommission Dispositionen getroffen und eine 

grosse Renovation an der Liegenschaft T-strasse mit Kosten von über Fr. 400'000.-- 

vorgenommen. Ein Grossteil dieser Kosten sei steuerlich Unterhalt und könne deshalb 

in der Steuererklärung des jeweiligen Jahres der Rechnungstellung geltend gemacht 

werden. Aufgrund des Schreibens des kantonalen Steueramts hätten sie mit der 

Renovation erst im Jahr 2004 begonnen und angenommen, dass mit der 

Verlustverrechnung aus dem Liegenschaftsverkauf das steuerbare Einkommen im Jahr 

2003 reduziert würde. Im übrigen wäre es für die E. Bauunternehmung AG ein 

willkommener Auftrag für die Monate November und Dezember 2003 gewesen. Sie 

hätten nun durch die Beurteilung der kantonalen Steuerbehörde und der Vorinstanz 

einen Nachteil erlitten. Im übrigen seien die Liegenschaften dem Geschäftsvermögen 

zuzuordnen. Diejenigen Liegenschaften, die beim Ehemann einen Zusammenhang mit 

der Berufstätigkeit hätten, seien nur auf seinen Namen im Grundbuch eingetragen, die 

Privatwohnung hingegen auf beide Ehegatten. Der Ehemann sei seit Jahren an 

verschiedenen Baukonsortien beteiligt. Diese hätten für ihn immer Geschäftsvermögen 

gebildet. Auf die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführer wird, soweit wesentlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

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Die Vorinstanz und der Beschwerdegegner beantragen in ihren Vernehmlassungen vom 

17. November 2006 und 11. Januar 2007 unter Hinweis auf den angefochtenen 

Entscheid die Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1 

des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die Beschwerdeführer sind zur 

Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert, und die Beschwerdeschrift vom 20. Oktober 

2006 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 

Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 161 StG und Art. 64 Abs. 1 sowie Art. 48 Abs. 1 

VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Fest steht, dass Y.Z. am 1. Mai 2003 die Liegenschaften Nrn. 1398 und 1416 

verkaufte und ihm das kantonale Steueramt am 10. November 2003 eine schriftliche 

Mitteilung über die steuerliche Qualifikation des Grundstückverkaufs bzw. eines 

allenfalls daraus erwachsenen Gewinns machte.

2.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, es handle sich bei der Mitteilung des 

kantonalen Steueramts um einen verbindlichen Entscheid, und berufen sich auf den 

Anspruch auf Vertrauensschutz.

Das in Art. 9 der Bundesverfassung (SR 101) verankerte Recht auf Vertrauensschutz 

bewirkt unter anderem, dass eine (selbst unrichtige) Zusicherung einer Behörde unter 

bestimmten Umständen eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung des 

Rechtsuchenden gebietet. Zu den Voraussetzungen gehört u.a., dass die Amtsstelle für 

die Erteilung der Zusicherung zuständig war oder sie aus zureichenden Gründen als 

zuständig betrachtet werden durfte und dass die anfragende Person die Unrichtigkeit 

bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit nicht ohne weiteres erkennen konnte (vgl. statt 

vieler BGE 127 I 36 mit Hinweisen). Der Schutz des Vertrauens in eine behördliche 

Zusicherung oder Auskunft setzt zudem voraus, dass sich die Angabe auf eine 

konkrete, den betreffenden Bürger berührende Angelegenheit bezieht. Weiter muss der 

Bürger gestützt auf sein Vertrauen eine Disposition getroffen haben, die ohne Nachteil 

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nicht mehr rückgängig gemacht werden kann (vgl. B. Weber-Dürler, Vertrauensschutz 

im öffentlichen Recht, Basel/Frankfurt 1983, S. 189 mit Hinweisen).

Die Mitteilung betraf einen bestimmten, konkret umschriebenen Sachverhalt, nämlich 

die steuerliche Behandlung eines allfälligen Gewinnes aus der Veräusserung der 

Grundstücke Nrn. 1398 und 1416. Auch war das kantonale Steueramt für die Erteilung 

einer solchen Auskunft bzw. einer entsprechenden Mitteilung zuständig. Ob die 

Auskunft zutreffend war oder nicht, hängt letztlich davon ab, ob die Grundstücke als 

Privatvermögen oder als Geschäftsvermögen einzustufen sind.

2.2. Die Vorinstanz hat lediglich mit Bezug auf die beiden am 1. Mai 2003 verkauften 

Grundstücke geprüft, inwiefern diese dem Geschäftsvermögen oder dem 

Privatvermögen zuzuordnen sind. Nicht geprüft hat sie indessen, ob der 

Beschwerdeführer als Liegenschaftenhändler einzustufen ist. Nach Art. 31 Abs. 1 StG 

gelten u.a. alle Einkünfte aus einem Handelsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus 

jeder anderen selbständigen Erwerbstätigkeit als steuerbares Einkommen. Bei der 

wiederholten Veräusserung von Liegenschaften stellt sich die Frage, ob die 

Grundstückstransaktionen auf Gewinnerzielung gerichtet sind und den Rahmen blosser 

Verwaltung des eigenen Vermögens sprengen. Steuerpflichtige, bei denen dies zu 

bejahen ist, werden als gewerbsmässige Liegenschaftenhändler eingestuft, was zur 

Folge hat, dass die Gewinne aus der Veräusserung der Liegenschaften nicht der 

Grundstückgewinnsteuer unterstehen, sondern der Einkommenssteuer. Beim 

Entscheid, ob gewerbsmässiger Liegenschaftenhandel vorliegt, sind verschiedene 

Kriterien heranzuziehen, namentlich die Häufigkeit der Geschäfte, die Besitzesdauer, 

die Verwendung der erzielten Gewinne, die Art und Weise des Vorgehens und 

Auftretens sowie die Finanzierungsart (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser 

durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl., Muri-Bern 1999, S. 46 f. mit Hinweisen).

Gewerbsmässigkeit ist nach der Rechtsprechung anzunehmen, wenn der Handel mit 

Liegenschaften über den Rahmen einer ordentlichen Vermögensverwaltung hinausgeht 

und in der Absicht erfolgt, mit dem planmässigen An- und Verkauf von Grundstücken 

einen Verdienst zu erzielen. Eine Erwerbstätigkeit liegt vor, wenn der 

Liegenschaftenhandel entweder hauptberuflich oder bei engem Zusammenhang mit 

der hauptberuflichen Tätigkeit nebenberuflich durchgeführt wird. Eine Erwerbstätigkeit 

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kann aber auch nur im gelegentlichen oder vereinzelten Kauf oder Verkauf von 

Grundstücken erblickt werden, sofern sich der Pflichtige bemüht, in der Art und Weise 

eines nebenberuflich Selbständigerwerbenden die Entwicklung des 

Liegenschaftenhandels zur Gewinnerzielung auszunützen. Die Frage der 

Gewerbsmässigkeit ist im Einzelfall nach der Gesamtheit der Umstände zu beurteilen 

(vgl. GVP 1992 Nr. 11 mit Hinweisen).

Wie erwähnt, ist der Beschwerdeführer Eigentümer verschiedener Grundstücke. Dabei 

fällt auf, dass die Liegenschaft T-strasse auf beide Beschwerdeführer eingetragen ist, 

während dies bei den übrigen Grundstücken nicht der Fall ist. Namentlich standen die 

am 1. Mai 2003 verkauften Grundstücke im Alleineigentum des Ehemannes. Dies zeigt, 

dass die Beschwerdeführer das Grundstück mit der gemeinsamen ehelichen Wohnung 

sachenrechtlich anders behandeln als die übrigen Liegenschaften. Weiter fällt in 

Betracht, dass die Veranlagungsbehörde in der Steuererklärung 2003 bei den 

Grundstücken Nrn. 612, 1518 und 30026 einen Vermerk "GV" machte, was bedeutet, 

dass sie diese Liegenschaften dem Geschäftsvermögen zuordnete. Der 

Beschwerdeführer ist bzw. war zudem an verschiedenen Baukonsortien beteiligt. Diese 

betrafen die von der Veranlagungsbehörde als Geschäftsvermögen bezeichneten 

Grundstücke. Es handelt sich um die Baukonsortien N.N. und M.M. sowie O.O. Fest 

steht weiter, dass der Beschwerdeführer von Beruf diplomierter Baumeister ist und 

Verwaltungsratspräsident sowie -vizepräsident der E. Bauunternehmung AG war. Auch 

nach dem Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat war er finanziell an der E. 

Bauunternehmung AG beteiligt. Die hauptberufliche Tätigkeit als Angestellter einer 

Bauunternehmung, deren Verwaltungsrat er ehedem angehörte, sowie die finanzielle 

Beteiligung an dieser Unternehmung bildet ein weiteres Indiz für das Vorliegen eines 

gewerbsmässigen Liegenschaftenhandels.

Die Beteiligung an mehreren Baukonsortien, der Besitz mehrerer Grundstücke, 

darunter auch einer gewerblichen Liegenschaft (Lagerhalle, Grundstück Nr. 1416) und 

einer Baulandparzelle (Nr. 1398), die hauptberufliche Tätigkeit als Baumeister und die 

enge Verflechtung mit der Arbeitgeberin lassen den Beschwerdeführer als 

gewerbsmässigen Liegenschaftenhändler erscheinen. Daran vermag der Umstand 

nichts zu ändern, dass die Grundstücke in der privaten Steuererklärung aufgeführt sind, 

für die einzelnen Liegenschaften keine Buchhaltungen geführt und die Hypotheken bei 

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den privaten Schulden deklariert wurden. Es ist kennzeichnend für die Betätigung als 

Liegenschaftenhändler, namentlich wenn sie nebenberuflich bzw. neben einer 

unselbständigen Haupterwerbstätigkeit erfolgt, dass die Liegenschaften in der 

Steuererklärung gleich deklariert werden wie Grundstücke des Privatvermögens. Auch 

der Umstand, dass die Vermietung von Grundeigentum als solche keine selbständige 

Erwerbstätigkeit darstellt, ändert an der Qualifikation des Beschwerdeführers als 

Liegenschaftenhändler nichts. Wohl trifft es zu, dass die Vermietung und Verpachtung 

von Vermögen grundsätzlich als private Vermögensverwaltung betrachtet wird (vgl. 

Cagianut/Höhn, Unternehmungssteuerrecht, 3. Aufl., Bern/Stuttgart/Wien 1993, Rz. 51 

zu § 7). Dies bedeutet aber nicht, dass der Erwerb oder Verkauf eines vermieteten 

Grundstücks nicht als Merkmal einer Tätigkeit als Liegenschaftenhändler betrachtet 

werden kann. Im Schrifttum wird denn auch festgehalten, es verhalte sich anders, 

wenn zur Vermietung eine zusätzliche, auf Erwerb ausgerichtete Tätigkeit hinzutrete 

(Cagianut/Höhn, a.a.O., Rz. 52 zu § 7).

2.3. Ist die Tätigkeit des Beschwerdeführers im Bereich des Kaufs und Verkaufs von 

Grundstücken als gewerbsmässiger Liegenschaftshandel zu betrachten, folgt daraus 

einerseits, dass die Auskunft bzw. Mitteilung des kantonalen Steueramts vom 10. 

November 2003 zutreffend war, und anderseits ist ein allfälliger Gewinn oder Verlust 

aus der Veräusserung der beiden Grundstücke am 1. Mai 2003 bei der 

Einkommenssteuer zu berücksichtigen.

Die Beschwerdeführer haben aus der Veräusserung der Grundstücke Nrn. 0000 und 

AAAA an die E. Bauunternehmung AG einen Verlust von Fr. 211'829.-- geltend 

gemacht. Aufgrund der Akten ist nicht ersichtlich, wie dieser entstand bzw. wie er von 

den Steuerpflichtigen ermittelt wurde. Nachdem die Tätigkeit des Beschwerdeführers 

als Liegenschaftshandel zu betrachten ist, ist der Sachverhalt in diesem Punkt näher 

abzuklären. Dem Steuerpflichtigen ist Gelegenheit zu geben, den geltend gemachten 

Verlust von Fr. 211'829.-- nachzuweisen. Zu prüfen ist dabei namentlich auch, 

inwiefern der Verlust damit zusammenhängt, dass die Grundstücke zu einem weit unter 

dem amtlichen Verkehrswert (dieser betrug für beide Liegenschaften gesamthaft Fr. 

1'411'000.--) verkauft wurden. In diesem Punkt sind weitere Abklärungen erforderlich.

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2.4. Aus dem Gesagten folgt, dass der Rekursentscheid vom 3. Oktober 2006 und der 

Einspracheentscheid vom 30. November 2005 aufzuheben sind. Die Angelegenheit ist 

gestützt auf Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 und Art. 56 Abs. 2 VRP zur 

Vornahme weiterer Abklärungen und zu neuer Beurteilung und Entscheidung im Sinne 

der Erwägungen an das Kantonale Steueramt zurückzuweisen.

3. Der Ausgang des Verfahrens entspricht einer teilweisen Gutheissung der 

Beschwerde. Dem Begehren der Beschwerdeführer, die Veräusserung der 

Liegenschaften sei der Einkommenssteuer zu unterstellen, wird im Grundsatz 

stattgegeben; allerdings wird die Sache bezüglich des deklarierten Verlusts zur 

weiteren Abklärung an das kantonale Steueramt zurückgewiesen. Damit dringen die 

Beschwerdeführer mit ihrem Antrag nur teilweise durch.

Aufgrund der teilweisen Gutheissung der Beschwerde sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens je zur Hälfte den Beschwerdeführern und dem Staat 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist 

angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 

3'000.-- ist mit dem Kostenanteil der Beschwerdeführer zu verrechnen und der Rest 

von Fr. 1'500.-- zurückzuerstatten. Auf die Erhebung des auf den Staat entfallenden 

Kostenanteils ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen, da die Beschwerdeführer nur zu 

Hälfte obsiegt haben (Art. 98bis VRP; vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. 

gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 95 ff.) und 

überdies im Beschwerdeverfahren nicht anwaltlich vertreten sind.

Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'200.-- sind entsprechend der 

Kostenverlegung im Beschwerdeentscheid je zur Hälfte den Beschwerdeführern und 

dem Staat aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Auf die Erhebung des staatlichen Anteils 

ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Der Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist zu 

verrechnen und der Rest von Fr. 200.-- den Beschwerdeführern zurückzuerstatten.

Ausseramtliche Kosten sind im Rekursverfahren nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP, 

Hirt, a.a.O., S. 95 ff.).

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Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird teilweise gutheissen, und der Rekursentscheid vom 3. 

Oktober 2006 sowie der Einspracheentscheid vom 30. November 2005 werden 

aufgehoben.

2./ Die Angelegenheit wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und zur neuen 

Beurteilung und Entscheidung im Sinne der Erwägungen an das Kantonale Steueramt 

zurückgewiesen.

3./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3'000.-- werden je zur 

Hälfte den Beschwerdeführern und dem Staat auferlegt. Auf die Erhebung des 

staatlichen Anteils wird verzichtet. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- wird 

mit dem Kostenanteil der Beschwerdeführer verrechnet und der Restbetrag von Fr. 

1'500.-- den Beschwerdeführern zurückerstattet.

4./ Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'200.-- werden je zur Hälfte 

den Beschwerdeführern und dem Staat auferlegt. Auf die Erhebung des staatlichen 

Anteils wird verzichtet. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird mit dem 

Kostenanteil der Beschwerdeführer verrechnet und der Restbetrag von Fr. 200.-- den 

Beschwerdeführern zurückerstattet.

5./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

 

Versand dieses Entscheides an:

die Beschwerdeführer–

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am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG in Verbindung mit Art. 73 StHG innert 

dreissig Tagen nach der Eröffnung Beschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14 erhoben werden.

die Vorinstanz–

den Beschwerdegegner–

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