# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23fc3385-9d39-587f-a2a8-9bd9198de669
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 28.05.2024 110 2021 186
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-186_2024-05-28.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/186

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 28. Mai 2024

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

D.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Regierungsstatthalteramt Oberaargau, Städtli 26, 3380 Wangen an der Aare

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Bannwil, Gemeindeverwaltung, Winkelstrasse 2, 
4913 Bannwil

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Oberaargau vom 27. September 2021 
(eBau Nummer A.________; Erweiterung der bestehenden Mobilfunkanlage) sowie die Verfügung 
des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 7. Juli 2021 (G.-Nr. 2021.DIJ.3783)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 22. April 2021 bei der Gemeinde Bannwil ein Bauge-
such ein für die Erweiterung der bestehenden Mobilfunkanlage mit neuen Antennen auf Parzelle 
Bannwil Grundbuchblatt Nr. G.________. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Das Bau-
vorhaben sieht den Austausch der Sendeantennen auf dem bestehenden Mast vor. Nach dem 
Umbau soll die Anlage aus insgesamt 15 Antennenkörpern mit insgesamt 27 Antennen von drei 
Mobilfunkanbieterinnen bestehen. Zusätzlich befinden sich an der Spitze des Masts vier Antennen 
der B.________ AG. Die Antennen sollen gemäss dem Standortdatenblatt vom 17. März 2021 
(Revision: 3.1) auf den Frequenzbändern 400 Megahertz (MHz), 700 bis 900 MHz, 1400 bis 2600 
MHz und 3400 bis 3800 MHz senden. Bei gewissen Antennen ist ein adaptiver Betrieb möglich, 
die Anwendung eines Korrekturfaktors ist jedoch nicht vorgesehen.

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2. Die Gemeinde Bannwil leitete das Baugesuch zuständigkeitshalber dem Regierungsstatt-
halteramt Oberaargau zur Behandlung weiter. Das Regierungsstatthalteramt Oberaargau liess 
das Baugesuch im Anzeiger Oberaargau vom 3. Juni 2021 und 10. Juni 2021 sowie im Amtsblatt 
des Kantons Bern vom 2. Juni 2021 publizieren. Gegen das Bauvorhaben erhob der Beschwer-
deführer Einsprache. Mit Schreiben vom 14. Juni 2021 erteilte die B.________ AG die eisenbahn-
rechtliche Zustimmung zum Bauprojekt. Die Gemeinde Bannwil beantragte mit Amtsbericht vom 
24. Juni 2021 die Bewilligung des Baugesuchs. Das Amt für Umwelt und Energie (AUE), Abteilung 
Immissionsschutz, führte im Fachbericht Immissionsschutz vom 29. Juni 2021 aus, die geplante 
Mobilfunk-Basisstation erfülle die gesetzlichen Anforderungen, der Anlagegrenzwert werde rech-
nerisch bei sämtlichen Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten. In der Stellung-
nahme vom 29. Juni 2021 stellte das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN), Waldabteilung 
Mittelland, fest, dass das Projekt keine waldrechtliche Bewilligung erfordere. Mit Verfügung vom 
7. Juli 2021 erteilte das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) für die geplante Erweiterung 
der Mobilfunkanlage die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG1 für das Bauen ausserhalb des 
Baugebiets. Mit Gesamtbauentscheid vom 27. September 2021 erteilte das Regierungsstatthal-
teramt Oberaargau die Baubewilligung für das Vorhaben.

3. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 25. Oktober 2021 Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. In seiner Beschwerde beantragt er die Aufhebung 
des Gesamtbauentscheids vom 27. September 2021. Aus den Ausführungen des Beschwerde-
führers ergibt sich sodann sinngemäss, dass die Baubewilligung seines Erachtens nur dann erteilt 
werden dürfe, wenn die nachfolgenden Bedingungen erfüllt, resp. folgende Auflagen in den Ge-
samtentscheid aufgenommen werden: Einerseits verlangt der Beschwerdeführer, es sei eine Prü-
fung der Umweltverträglichkeit zu erstellen, wobei auch der oxidative Stress sowie die biologi-
schen und chemischen Wirkungen auf die Umwelt und deren Zusammenhang behandelt werden 
sollen (Pflanzen, Tiere, Mensch). Weiter sei jedes Jahr von unabhängiger Seite ein öffentlich 
zugänglicher Bericht zur Veränderung der Umwelt zu erstellen und die noch unklaren Themen im 
Zusammenhang mit Mobilfunk und der Antennenerweiterung seien zeitnah wissenschaftlich zu 
klären. Sinngemäss fordert der Beschwerdeführer sodann ein Verbot der Überwachung, Aufzeich-
nung und Steuerung der Bevölkerung sowie die Statuierung einer Schadenersatzpflicht zu Lasten 
der Mobilfunkbetreiberinnen für Schäden durch Mobilfunkstrahlung gestützt auf Art. 2 USG2.

Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde insbesondere geltend, die Mobilfunkanlage 
sei nicht zonenkonform. Weiter befürchtet er eine Zunahme der Datenmenge und eine damit ein-
hergehende Erhöhung der Strahlung sowie schädliche Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf 
Mensch, Tier und Pflanzen. Eine rechnerische Prognose zur Einhaltung der Anlagegrenzwerte sei 
seines Erachtens sodann nicht ausreichend; vielmehr müsse regelmässig eine Überprüfung der 
tatsächlichen Gegebenheiten durch eine unabhängige Stelle erfolgen.

4. Mit Verfügung vom 27. Oktober 2021 teilte das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren 
für die BVD leitet3, den Parteien mit, es beabsichtige die Sistierung des Verfahrens, bis ein Ent-
scheid des Bundesgerichts vorliege, welcher sich zur rechtlichen Beurteilbarkeit der Strahlenbe-
lastung für 5G- Funkdienste sowie deren grundsätzlichen Zulässigkeit äussere. Den Parteien 
wurde Gelegenheit gegeben, sich zur beabsichtigten Sistierung zu äussern. Mit Verfügung vom 
23. November 2021 sistierte das Rechtsamt das Verfahren. Am 14. Februar 2023 erging der Ent-
scheid BGer 1C_100/2021, in welchem sich das Bundesgericht zur Beurteilbarkeit der Strahlen-
belastung von Mobilfunkantennen für 5G-Funkdienste äusserte. Mit Verfügung vom 26. April 2023 

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
2 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01).
3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).

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nahm das Rechtsamt daher das Verfahren wieder auf und bat den Beschwerdeführer mitzuteilen, 
ob er an der Beschwerde festhalte oder nicht, wobei Stillschweigen als Festhalten gelte. Der Be-
schwerdeführer liess sich nicht vernehmen. Das Rechtsamt führte sodann den Schriftenwechsel 
durch und bat mit Verfügung vom 6. Juni 2023 zusätzlich das AUE, Abteilung Immissionsschutz, 
um Einreichung einer Stellungnahme. 

Das AGR beantragte mit Stellungnahme vom 7. Juni 2023 unter Verweis auf die erteilte Ausnah-
mebewilligung vom 7. Juli 2021 die Abweisung der Beschwerde. Mit Stellungnahme vom 20. Juni 
2023 beantragte die Vorinstanz unter Verweis auf die Erwägungen des angefochtenen Gesamt-
bauentscheids ebenfalls die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Ge-
meinde teilte mit Stellungnahme vom 28. Juni 2023 mit, sie schliesse sich der Einschätzung bzw. 
der zu erwartenden Stellungnahme des AUE an, wobei ihr Amtsbericht mit Ausnahme des inzwi-
schen hinfällig gewordenen Art. 5 nach wie vor Gültigkeit habe. In ihrer Beschwerdeantwort vom 
3. Juli 2023 beantragte sodann die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde sowie 
sämtlicher Anträge, soweit darauf einzutreten sei. Schliesslich hält das AUE in seiner Stellung-
nahme vom 5. Juli 2023 fest, aus der Beschwerde des Beschwerdeführers ergäben sich keine 
neuen Erkenntnisse, welche eine Anpassung oder Ergänzung seines Fachberichts vom 29. Juni 
2021 erforderlich machen würde. Aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Veröffentlichung der 
BSIG vom 28. April 20224 werde jedoch die Aufhebung der Auflage 2 seines Fachberichts betref-
fend die Anwendung des Korrekturfaktors beantragt.

5. Mit Schreiben vom 25. April 2024 nahm der Beschwerdeführer zu den Eingaben der übrigen 
Verfahrensbeteiligten Stellung und wies sinngemäss darauf hin, dass er an seinen Anträgen nach 
wie vor festhalte. In seiner Stellungnahme rügt er insbesondere erneut die schädlichen Auswir-
kungen von Mobilfunkstrahlung auf Mensch, Tier und Natur, welchen die Baubewilligungsbehörde 
seiner Ansicht nach nicht genügend Rechnung tragen würde.

6. Auf die Rechtsschriften, die Vorakten sowie die Stellungnahmen der beteiligten Behörden 
wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Der Entscheid des Regierungsstatthalteramts Oberaargau ist ein Gesamtentscheid im 
Sinne von Art. 9 Abs. 1 KoG5, die Verfügung des AGR eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 
Abs. 2 Bst. b KoG. Beide sind gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG 
mit Beschwerde nach Art. 40 Abs. 1 BauG6 bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur Beurtei-
lung der Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einspre-
cherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. Art. 40 
Abs. 2 BauG). Bei Mobilfunkanlagen gilt mit Bezug auf die Strahlung als einsprache- bzw. be-
schwerdeberechtigt, wer sich im Perimeter befindet, in welchem die konkret berechnete Strahlung 
10 Prozent oder mehr des Anlagegrenzwerts beträgt.7 Vorliegend beträgt der Einspracheperime-

4 Vgl. Bernische Systematische Information Gemeinden (BSIG) Nr. 7/725.1/11.5 vom 28. April 2022.
5 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
6 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-35c 
N. 17a Lemma 11.

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ter der Anlage 3130 m.8 Der Wohnort des Beschwerdeführers am H.________weg 1 in Bannwil 
liegt rund 883 m (Luftlinie) vom Antennenstandort entfernt und damit innerhalb des Einsprache-
perimeters. Die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers ist somit zu bejahen. 

c) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht sich nicht 
mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb 
dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl für das Einleiten eines 
Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige vorzeitige Beendigung gilt 
somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den 
Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.9

Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss fordert, allfällige durch Mobilfunk verursachte Beein-
trächtigungen und Schäden seien durch die Mobilfunkbetreiberinnen zu tragen, ist auf die Be-
schwerde nicht einzutreten, da eine allfällige Schadenersatzpflicht nicht Gegenstand des Baube-
schwerdeverfahrens sein kann. Die Vorinstanz hat diesbezüglich zutreffend festgehalten, dass es 
sich beim Vorbringen des Beschwerdeführers um einen privatrechtlichen Einwand handle, welcher 
im Einspracheverfahren nicht geltend gemacht werden könne. Dasselbe gilt für das Beschwerde-
verfahren vor der BVD. Die Vorinstanz hat die Rüge im Gesamtbauentscheid jedoch zu Recht als 
Rechtsverwahrung aufgenommen. Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass der 
vom Beschwerdeführer ins Feld geführte Art. 2 USG ohnehin keine Rechtsgrundlage für die Sta-
tuierung einer Schadenersatzpflicht durch die Baubewilligungsbehörde darstellt und auch keine 
anderweitige Rechtsgrundlage für ein solches Vorgehen besteht.

d) Auf die form - und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt der vorstehen-
den Ausführungen - einzutreten.

2. Zonenkonformität

a) Der Beschwerdeführer rügt zunächst in pauschaler Weise die fehlende Zonenkonformität 
des Vorhabens, ohne konkret zu erläutern, weshalb die Ausführungen der Vorinstanz zur Zonen-
konformität seines Erachtens falsch sind. Es ist daher bereits fraglich, ob die Beschwerde hin-
sichtlich dieser Rüge den Anforderungen an eine Begründung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 VRPG10 
genügt und darauf eingetreten werden kann. Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, kann diese Frage 
jedoch vorliegend offenbleiben, da die Rüge ohnehin unbegründet ist. 

b) Dass die Erweiterung der Mobilfunkanlage auf einem bestehenden Sendemast in der Land-
wirtschaftszone einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG bedarf, ist unbestritten. Die Aus-
nahmebewilligung nach Art. 24 RPG für das Bauen ausserhalb des Baugebiets setzt voraus, dass 
der Zweck der Baute oder Anlage einen Standort ausserhalb der Bauzone erfordert (Bst. a) und 
dass dem Vorhaben keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Bst. b). Diese Vorausset-
zungen müssen kumulativ erfüllt sein.11 Die Standortgebundenheit ist zu bejahen, wenn eine An-
lage aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen oder wegen der Bodenbeschaffenheit 
auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen ist (sog. positive Standortgebundenheit) 
oder wenn sie aus bestimmten Gründen, namentlich wegen starker Immissionen, in einer Bauzone 
ausgeschlossen ist (sog. negative Standortgebundenheit).12 Mobilfunkantennen können nach der 

8 Vgl. Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 17. März 2021 (Revision: 3.1), Ziff. 6 und Zusatz-
blatt 2, pag. 39 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau.
9 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 bis 14.
10 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
11 BGE 124 II 252 E. 4.
12 BGE 141 II 245 E. 7.6.1, 136 II 214 E. 2.1.

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Rechtsprechung sodann ausnahmsweise auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewie-
sen sein, wenn eine Deckungs- oder Kapazitätslücke aus funktechnischen Gründen mit einem 
oder mehreren Standorten innerhalb der Bauzonen nicht in genügender Weise beseitigt werden 
kann bzw. es bei einem Standort innerhalb der Bauzonen zu einer nicht vertretbaren Störung der 
in anderen Funkzellen des Netzes verwendeten Frequenzen kommen würde. Unter besonderen, 
qualifizierten Umständen kann sich allerdings ein Standort ausserhalb der Bauzonen unter Be-
achtung aller massgebenden Interessen als derart vorteilhaft erweisen, dass er ausnahmsweise 
in weiteren als den eben genannten Fällen als standortgebunden im Sinne von Art. 24 Bst. a RPG 
anerkannt werden kann. Im Unterschied zu anderen Bauten und Anlagen (wie Strassen, Parkplät-
zen, Deponien, Materialgewinnungsanlagen, Sportanlagen usw.) können Mobilfunkantennen aus-
serhalb der Bauzonen angebracht werden, ohne dafür zwingend neues unüberbautes Nichtbau-
zonenland in Anspruch zu nehmen. Dies ist der Fall, soweit sie auf bestehende Bauten und Anla-
gen montiert werden. Eine entsprechende auf die speziellen Verhältnisse der Mobilfunktechnik 
zugeschnittene Bejahung der Standortgebundenheit ist jedoch an die folgenden, streng zu beach-
tenden Bedingungen zu knüpfen: Grundvoraussetzung einer solchen erweiterten ausnahmswei-
sen Bejahung der Standortgebundenheit ist, dass die Mobilfunkanlage ausserhalb der Bauzonen 
keine erhebliche Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland bewirkt und nicht störend in Erschei-
nung tritt.13

c) Nach Art. 84 Abs. 1 BauG ist das AGR für die Beurteilung von Bauvorhaben ausserhalb der 
Bauzone abschliessend zuständig. Das AGR hat mit Verfügung vom 7. Juli 2021 die Ausnahme-
bewilligung nach Art. 24 RPG erteilt und diese wie folgt begründet:

Es handle sich um ein Bauvorhaben, dass aus objektiven Gründen an den vorgesehenen Standort 
gebunden sei, da das vorliegende Gesuch nicht den Neubau einer Mobilfunkanlage betreffe, der 
bestehende Mobilfunkstandort auch von E.________, F.________ und der B.________ AG ge-
nutzt werde sowie das Gebiet ausserhalb der Bauzone, die Bahnlinie Niederbipp-Aarwangen, die 
I.________strasse und die J.________strasse versorge. Das Vorhaben führe folglich nicht zu ei-
ner zusätzlichen Zweckentfremdung von Nichtbaugebiet.

Bezüglich Einbindung ist das Landschaftsbild hält das AGR fest, da die Anlage bereits bestehe 
und die geplanten Antennenkörper so nahe wie möglich am Mast montiert und farblich angegli-
chen würden, führe das Vorhaben auch nicht zur einer wesentlichen zusätzlichen Beeinträchti-
gung der Umgebung.

Schliesslich kam das AGR zum Schluss, dass dem Vorhaben keine überwiegenden Interessen 
entgegenstünden.

d) Die Beurteilung des AGR ist schlüssig: Aufgrund seiner topographischen Lage kann von 
diesem Standort aus ein relativ grosses Gebiet mit nur einer Anlage erschlossen werden. Damit 
erübrigt sich das Erstellen einer Mehrzahl von kleineren und nahe beieinanderliegenden Anlagen. 
Dazu kommt, dass der Mast im vorliegenden Fall neben der Beschwerdegegnerin von zwei wei-
teren Mobilfunkanbieterinnen und der B.________ AG mitbenutzt wird. Mit dieser Konzentration 
dreier Mitbewerberinnen auf einem Mast wird der Vorgabe des Bundesamtes für Raumentwick-
lung (ARE), wonach bei der Erstellung mehrerer eigenständiger Netzte wenn möglich die Anten-
nenstandorte zusammengelegt werden sollen, Rechnung getragen.14 Die Abbildungen in den 
Standortbegründungen der Beschwerdegegnerin sowie der Mitnutzerinnen der Mobilfunkanlage 
belegen zudem, dass der Anlagestandort optimal in das Mobilfunknetz eingebunden und für eine 

13 BGE 133 II 409 E. 4.2.
14 Merksätze zur Problematik von Mobilfunkanlagen und Raumplanung, BRP/ARE Juni 1998/Juli 2000/Dezember 2004 
(abrufbar unter: www.are.admin.ch > Medien & Publikationen > Publikationen > Infrastruktur).

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angemessene Abdeckung für die Mobiltelefonie aus technischen Gründen unentbehrlich ist.15 
Weiter wird vorliegend weder zusätzliches Nichtbauzonenland in Anspruch genommen noch findet 
eine zusätzliche Zweckentfremdung statt. Unter diesen Umständen wäre mit einer Verweigerung 
der Ausnahmebewilligung aus raumplanerischer Sicht nichts gewonnen. Denn eine Aufgabe des 
aktuellen Standorts steht nicht zur Diskussion. Der bereits bestehende Standort präsentiert sich 
aufgrund der vorhandenen Akten und unter Beachtung aller massgebenden Interessen als der 
vorteilhafteste und ist einem oder mehreren zusätzlichen Antennenstandorten klar vorzuziehen. 
Die Standortgebundenheit ist deshalb zu bejahen. Das Erscheinungsbild der Anlage verändert 
sich durch den Ausbau mit zusätzlichen Antennen sodann lediglich geringfügig, wodurch das Orts- 
und Landschaftsbild nicht zusätzlich belastet wird. Ebenso hat das Vorhaben keine Auswirkungen 
auf den Waldabstand.16 Die Anlage hält zudem die Grenzwerte der NISV17 ein. Dem Vorhaben 
stehen somit keine überwiegenden Interessen entgegen und das AGR hat demzufolge die Aus-
nahmebewilligung nach Art. 24 RPG zu Recht erteilt.

3. 5G-Funkdienst

Zum Verständnis der nachfolgenden Erwägungen erscheint es angezeigt, zunächst kurz auf den 
Mobilfunkstandard der fünften Generation (5G) einzugehen.

5G wird als «New Radio» (NR) bezeichnet. Es handelt sich um einen neuen Mobilfunkstandard 
bzw. eine neue Mobilfunktechnologie. Der Standard definiert bestimmte Anforderungen, z.B. die 
Antwortzeit oder die minimale Datenmenge pro Zeiteinheit. Auch baut 5G auf 4G (LTE) auf und 
verwendet eine ähnliche Technologie, ist aber effizienter und ermöglicht eine schnellere und um-
fangreichere Datenübertragung als frühere Mobilfunkgenerationen.18 Indessen kann 5G in den-
selben Frequenzbereichen wie 4G genutzt werden. Auch die Art der Signalaussendung (Modula-
tion) ist dieselbe. Um alle Vorteile der 5G-Technologie nutzen zu können, wird diese regelmässig 
in höheren Frequenzbereichen eingesetzt, namentlich im Bereich von 3500 MHz bis 3800 MHz. 
Aus funktechnischer Sicht haben höhere Frequenzen jedoch schlechtere Übertragungseigen-
schaften. Um die schlechteren Ausbreitungsbedingungen zu kompensieren, werden sogenannte 
adaptive Antennen eingesetzt.19 Der Begriff «adaptive Antenne» wird umgangssprachlich mit dem 
Begriff «5G-Antenne» gleichgesetzt. Dies ist ungenau und missverständlich, weil die 5G-Techno-
logie wie ausgeführt sowohl mit konventionellen als auch mit adaptiven Antennen verwendet wer-
den kann.20 Adaptive Antennen ermöglichen es, das Signal gezielt in die Richtung der Nutzerinnen 
und der Nutzer zu fokussieren. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Beamforming 
oder Massive MIMO (Massive Multiple Input, Multiple Output).21 In alle anderen Richtungen wird 
die Sendeleistung indessen reduziert.

4. Gesundheit, Tiere und Pflanzen

15 Vgl. pag. 15 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau.
16 Vgl. Stellungnahme des Amts für Wald und Naturgefahren, Waldabteilung Mittelland, vom 29. Juni 2021 (pag. 91 der 
Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau).
17 Verordnung des Bundesrats vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 
814.710).
18 Vgl. Bericht Mobilfunk und Strahlung vom 18. November 2019, S. 17 ff. (abrufbar unter: https://www.bafu.ad-
min.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/mitteilungen.msg-id-77294.html, zuletzt besucht am 3. Mai 2024).
19 Vgl. Hugo Lehmann, Adaptive Antennen für 5G, in bulletin.ch 6/2020, S. 40.
20 Vgl. Informations-Plattform für 5G und Mobilfunk, Was ist eine «5G-Antenne»?, Herausgeber: BAFU, BAKOM und 
BAG (abrufbar unter www.5g-info.ch > Technik, zuletzt besucht am 3. Mai 2024).
21 Vgl. Erläuterungen vom 23. Februar 2021 zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der NISV, S. 7 (ab-
rufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog 
> Mobilfunk: Vollzugshilfen).

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a) Der Beschwerdeführer äussert im Zusammenhang mit dem 5G-Funkdienst zunächst ge-
sundheitliche Bedenken. Er macht geltend, durch die Erweiterung der Mobilfunkanlage werde die 
Datenmenge erhöht, wodurch auch die Strahlenbelastung zunehme. Elektromagnetische Wellen 
hätten einen schädlichen Einfluss auf Mensch, Tier und Pflanzen und könnten je nach Frequenz 
und Intensität gar zum Tode/Absterben führen. Bereits bei niedrigerer Intensität führe nichtionisie-
rende Strahlung zu oxidativem Stress. Derzeit sei sodann unklar, ob Mobilfunkstrahlung langfristig 
zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führe. Schliesslich macht der Beschwerdeführer eine Ge-
setzeslücke geltend, indem er vorbringt, die Immissions- und Anlagegrenzwerte der NISV würden 
sich in erster Linie auf den Menschen, nicht aber auf Tiere und Pflanzen beziehen, obwohl der 
Umweltschutz die Tier- und Pflanzenwelt genauso betreffe. Der Beschwerdeführer fordert in die-
sem Zusammenhang die Prüfung der Umweltverträglichkeit des Bauvorhabens, wobei auch der 
oxidative Stress sowie die biologischen und chemischen Wirkungen von Mobilfunkstrahlung auf 
die Umwelt und deren Zusammenspiel zu untersuchen seien. Sollte dem Baugesuch stattgegeben 
werden, sei jedes Jahr von unabhängiger Seite ein öffentlich zugänglicher Bericht zur Verände-
rung der Umwelt zu erstellen.

b) Der Immissionsschutz ist bundesrechtlich im USG und den darauf gestützten Verordnungen 
geregelt. Gemäss Art. 1 Abs. 2 USG sind Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden könnten, 
im Sinne der Vorsorge frühzeitig zu begrenzen. Nach Art. 12 USG werden Emissionen unter an-
derem durch Emissionsgrenzwerte eingeschränkt (Abs. 1 Bst. a), die durch Verordnungen vorge-
schrieben werden (Abs. 2). Für die Beurteilung der schädlichen oder lästigen Einwirkungen legt 
der Bundesrat durch Verordnung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). Er berücksich-
tigt dabei auch die Wirkungen der Immissionen auf Personengruppen mit erhöhter Empfindlichkeit, 
wie Kinder, Kranke, Betagte oder Schwangere (Art. 13 Abs. 2 USG). Um die Bevölkerung vor der 
Strahlung von Mobilfunkanlagen zu schützen, hat der Bundesrat in der NISV Grenzwerte festge-
legt. Dabei hat er die von der internationalen Strahlenschutzkommission (ICNIRP) empfohlenen 
Referenzwerte als Immissionsgrenzwerte übernommen. Diese sind überall dort, wo sich Men-
schen aufhalten können, einzuhalten (vgl. Art. 13 Abs. 1 NISV und Anhang 2 NISV). Gleichzeitig 
hat der Bundesrat im Rahmen des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 Abs. 2 USG die Anlagegrenz-
werte weiter so tief angesetzt, wie dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar 
ist, wobei er bezüglich möglicher Gesundheitsgefährdungen eine Sicherheitsmarge vorsah.22

c) Das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das für Fragen zur Strahlung von Mobilfunkantennen 
und deren Auswirkungen auf die Gesundheit zuständig ist, hat zur fachlichen Unterstützung eine 
beratende Expertengruppe NIS (BERENIS) einberufen. Diese sichtet die neu publizierten wissen-
schaftlichen Arbeiten zum Thema und wählt diejenigen zur detaillierten Bewertung aus, die aus 
ihrer Sicht für den Schutz des Menschen von Bedeutung sind oder sein könnten.23 Das BAFU 
würde dem Bundesrat eine Anpassung der Grenzwerte in der NISV empfehlen, wenn neue gesi-
cherte Erkenntnisse aus der Forschung oder aufgrund von Alltagserfahrungen dies erforderten. 
Nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand gibt es keine fundierten Hinweise, 
dass 5G andere biologische Wirkungen hat als bisher verwendete Mobilfunktechnologien.24 Vor 
diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass aufgrund des Einsatzes von adaptiven Sende-
antennen gemäss dem Mobilfunkstandard im Rahmen der geltenden Grenzwerte in der NISV 
keine Hinweise auf eine Gesundheitsgefährdung bestehen. Auch hat die BERENIS im Rahmen 

22 Vgl. zum Ganzen BGer 1C_97/2018 vom 3. September 2019 E. 3.1.
23 Abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Newsletter > Beratende Expertengruppe 
NIS (BERENIS).
24 Vgl. Martin Röösli/Omar Hahad/Stefan Dongus/Nicolas Loizeau/Andreas Daiber/Thomas Münzel/Marloes Eeftens, 
Gesundheitsrisiko Mobilfunkstrahlung? Was ändert sich mit 5G?, in Aktuelle Kardiologie 2021, Ausgabe 6, S. 531 ff. 
(abrufbar unter: www.thieme-connect.com > Zeitschriften > Aktuelle Kardiologie); vgl. auch Martin Röösli, Gesund-
heitsgefährdungsabschätzung: Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung auf Menschen, in URP 2021 S. 124 ff.

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ihrer Tätigkeit bisher keine Studie sichten können, aufgrund welcher sie im Hinblick auf die Pulsa-
tion der Signale eine Grenzwertanpassung hätte empfehlen können und müssen.25 Auch das Bun-
desgericht hat sich im Leiturteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 ausführlich mit dem Vorsor-
geprinzip in Bezug auf nichtionisierende Strahlung, und insbesondere mit dem Anlagegrenzwert 
auseinandergesetzt.26 Es kam zum Schluss, dass nach dem heutigen Wissensstand die vorsorg-
liche Emissionsbegrenzung durch die Anwendung der aktuellen Grenzwerte dem Vorsorgeprinzip 
entspreche.27

In der Sonderausgabe des Newsletters vom Januar 2021 hat sich die BERENIS dem Thema «oxi-
dativer Stress» gewidmet.28 Wie der Beschwerdeführer zutreffend darlegt, hielten die Autorin und 
der Autor in diesem Beitrag fest, dass die Mehrzahl der Zell- und Tierstudien Hinweise auf ver-
mehrten oxidativen Stress bei Exposition mit nichtionisierender Strahlung liefert, dies selbst bei 
niedrigen Intensitäten. Ob damit auch langfristige oder gesundheitliche Auswirkungen für den 
Menschen verbunden sind, ist nicht geklärt und lässt sich aus den Studien nicht ableiten.29 Um 
die Phänomene und Beobachtungen besser zu verstehen und zu bestätigen, sind gemäss BERE-
NIS weitere Untersuchungen erforderlich.30 Es ist nicht an der BVD als kantonale Rechtsmittelin-
stanz, internationale Forschung sowie technische Entwicklungen zu verfolgen und gegebenenfalls 
eine Anpassung der Grenzwerte der NISV zu beantragen und damit Abklärungen, die die BERE-
NIS für notwendig erachtet, vorzugreifen.

d) Die von der NISV festgelegten Immissionsgrenzwerte gelten überall, wo sich Menschen auf-
halten können (Art. 13 Abs. 1 NISV); die vorsorglichen Emissionsbegrenzungen der NISV (Anla-
gegrenzwerte) sind an OMEN im Sinne von Art. 3 Abs. 3 NISV einzuhalten, namentlich in Räumen, 
in denen sich Personen regelmässig während längerer Zeit aufhalten (Bst. a). Die Immissions- 
und Anlagegrenzwerte der Verordnung sind somit – wie vom Beschwerdeführer zutreffend vorge-
bracht – auf den Schutz von Menschen und nicht von Tieren und Pflanzen zugeschnitten (Art. 1 
NISV). Der Schutz der Tiere und Pflanzen geht dabei im Schutz der Menschen auf. Dies trifft aber 
nur auf Tiere und Pflanzen zu, die sich an Orten aufhalten oder befinden, wo sich auch Menschen 
aufhalten. Nach der Rechtsprechung werden daher namentlich frei lebende Vögel und Fleder-
mäuse von den Immissions- und Anlagegrenzwerten der NISV nicht erfasst, da sie sich im ge-
samten Luftraum aufhalten können. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die NISV keine ab-
schliessende Regelung für den Schutz solcher Tiere gegen nichtionisierende Strahlung enthält.31

Für die Beurteilung der schädlichen oder lästigen Einwirkungen legt der Bundesrat durch Verord-
nung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). Fehlt wie beispielsweise für frei lebende 
Vögel und Fledermäuse eine entsprechende abschliessende Regelung, so ist im Einzelfall zu 
klären, ob die Immissionen schädlich oder lästig sind (Art. 12 Abs. 2 USG). Die Einzelfallbeurtei-
lung hat sich an die materiellen Grundsätze für die verordnungsmässige Festsetzung der Immis-
sionsgrenzwerte zu halten (Art. 13-15 USG). Danach sind die Immissionsgrenzwerte so festzule-
gen, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser 
Werte Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaft und Lebensräume nicht gefähr-
den und die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören (Art. 14 Bst. a und b USG). 

25 Vgl. auch BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5.6.
26 Vgl. BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5.3 - 5.7.
27 Vgl. BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5 mit zahlreichen weiteren Hinweisen auf neuere Studien und Arti-
kel zu diesem Thema.
28 Vgl. Prof. Dr. Meike Mevissen/Dr. David Schürmann, in Newsletter-Sonderausgabe Januar 2021 (abrufbar unter: 
www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Newsletter).
29 Vgl. Martin Röösli, Gesundheitsgefährdungsabschätzung: Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung auf Men-
schen, in URP 2021 S. 126 f.
30 Vgl. Prof. Dr. Meike Mevissen/Dr. David Schürmann, in Newsletter-Sonderausgabe Januar 2021, S. 8 f.
31 BGer 1C_579/2017 vom 18. Juli 2018 E. 5, 1C_254/2017 vom 5. Januar 2018 E. 9, 1C_450/2010 vom 12. April 2011 
E. 3, 1C_338/2007 vom 24. April 2008 E. 3 und 4.

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Ohne besonderen, wissenschaftlich erhärteten Bedarfsnachweis ist kaum vorstellbar, für den Ar-
tenschutz von Tieren und Pflanzen in Anwendung von Art. 14 Bst. a USG einen höheren Schutz-
standard festzulegen als für Menschen.32 Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es das 
Bundesgericht abgelehnt hat, mit Blick auf die Tier- und Pflanzenwelt über die NISV hinausge-
hende Emissionsbegrenzungen zu verlangen.33 Es besteht demnach auch aus höchstrichterlicher 
Sicht kein entsprechender Handlungsbedarf. Der Beschwerdeführer verweist sodann lediglich 
pauschal auf die möglichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die Tier- und Pflanzenwelt, 
ohne konkret vorzubringen, welche Tiere im vorliegenden Fall konkret besonders betroffen wären. 
Bisher wurden keine schädlichen Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf Tiere 
nachgewiesen.34

e) Insgesamt kann festgehalten werden, dass gemäss den vorangehenden Ausführungen 
keine rechtliche Grundlage besteht, um die Erweiterung der bestehenden Mobilfunkanlage ge-
stützt auf gesundheitliche Bedenken oder ihre Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt zu 
verbieten. Die Rüge erweist sich demnach als unbegründet. Das Bauvorhaben wurde sodann be-
reits von diversen Fachstellen auf seine Umweltverträglichkeit geprüft, insbesondere auch durch 
das AUE, Abteilung Immissionsschutz, welches die kantonalen Aufgaben im Bereich Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung vollzieht. Das AUE, Abteilung Immissionsschutz, hielt in seiner Stel-
lungnahme vom 5. Juli 2023 fest, dass die Mobilfunkanlage die Bestimmungen der NISV vollstän-
dig erfülle und mit den im Fachbericht vom 29. Juni 2021 erwähnten Auflagen (unter Vorbehalt 
der Auflage zwei, vgl. Erwägung I./4.) als bewilligungsfähig beurteilt werde. Diese Einschätzung 
ist schlüssig und es darf davon ausgegangen werden, dass das AUE als Fachbehörde alle für das 
Vorhaben relevanten Umstände, die unter dem Gesichtspunkt des Schutzes vor nichtionisierender 
Strahlung von Bedeutung sind, sorgfältig abgeklärt und beurteilt hat. Mithin besteht für die BVD 
kein Anlass, von der Beurteilung der Fachbehörde abzuweichen. Gründe für eine erneute Prüfung 
der Umweltverträglichkeit sind entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht ersichtlich. An-
haltspunkte, die eine jährliche Überprüfung der Auswirkungen auf die Umwelt erforderlich machen 
würden, liegen sodann derzeit ebenfalls nicht vor.

f) An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Mobilfunkanlagen der Beschwerdegegne-
rin sowie auch jene von F.________ und E.________ über ein zertifiziertes Qualitätssicherungs-
system (QS-System) verfügen, welches gewährleistet, dass die Sendeanlage bewilligungskon-
form betrieben wird und die Grenzwerte der NISV eingehalten werden. Die entsprechenden Zer-
tifikate sind bis Ende 2024 resp. 2025 gültig und können auf der Website des BAFU eingesehen 
werden.35 Das QS-System muss über eine automatisierte Überprüfungsroutine verfügen, die ein-
mal je Arbeitstag die effektiv eingestellten Sendeleistungen und- richtungen sämtlicher Antennen 
des betreffenden Netzes mit den bewilligten Werten bzw. Winkelbereichen vergleicht. Festge-
stellte Überschreitungen eines bewilligten Werts müssen innerhalb von 24 Stunden behoben wer-
den, falls dies durch Fernsteuerung möglich ist, andernfalls innerhalb einer Arbeitswoche. Stellt 
das QS-System solche Überschreitungen fest, wird automatisch ein Fehlerprotokoll erzeugt. Die 
Fehlerprotokolle müssen der Vollzugsbehörde alle zwei Monate zugestellt und mindestens 12 Mo-
nate aufbewahrt werden. Das QS-System muss sodann von einer unabhängigen, externen Prüf-

32 BGer 1C_579/2017 vom 18. Juli 2018 E. 5.
33 Vgl. BGer 1C_579/2017 vom 18. Juli 2018 E. 5, 1C_254/2017 vom 5. Januar 2018 E. 9, 1C_450/2010 vom 12. April 
2011 E. 3, 1C_338/2007 vom 24. April 2008 E. 3 und 4.
34 Vgl. Informations-Plattform für 5G und Mobilfunk, Was weiss man über die Auswirkungen der Strahlung von Mobil-
funkantennen auf Tiere und Pflanzen?, Herausgeber: BAFU, BAKOM und BAG (abrufbar unter: www.5g-info.ch > Ge-
sundheit).
35 www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobil-
funk: Qualitätssicherung.

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stelle periodisch auditiert werden.36 Das Bundesgericht hat das QS-System in verschiedenen Ur-
teilen, so auch im Leiturteil vom 14. Februar 2023 zu adaptiven Antennen, als wirksames und 
ausreichendes Instrument zur Kontrolle der Emissionsbegrenzungen bezeichnet.37 Ein Bedarf an 
weitergehender Überprüfung besteht nach dem aktuellen Forschungsstand mit Verweis auf die 
vorangehenden Ausführungen nicht. Die Rüge erweist sich demnach als unbegründet.

g) Soweit der Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, voraussichtlich würden in absehbarer 
Zeit zusätzlich zu den bewilligten Frequenzen weitere Frequenzen folgen, ist er nicht zu hören. 
Gegenstand der Beurteilung eines Bauvorhabens ist das von der Baugesuchstellerin eingereichte 
Baugesuch. Dieses bildet den Streitgegenstand des Bewilligungsverfahrens. Die Beurteilungs-
kompetenz der Vorinstanz beschränkt sich somit auf die Beurteilung des eingereichten Bauge-
suchs. Die BVD prüft den ergangenen Entscheid sodann auf seine Rechtsmässigkeit. Darüber 
hinaus kommt der BVD keine Beurteilungskompetenz zu.

5. Abnahmemessungen

a) Weiter fordert der Beschwerdeführer sinngemäss die Vornahme von Abnahmemessungen, 
indem er vorbringt, ein rein rechnerischer Nachweis der Einhaltung der Anlagegrenzwerte sei nicht 
ausreichend, sondern es müsse regelmässig von unabhängiger Stelle ein Nachweis der realen 
Situation erstellt werden.

b) Die Behörde überwacht die Einhaltung der Emissionsbegrenzungen (Art. 12 Abs. 1 NISV). 
Nach Art. 12 Abs. 2 NISV führt die Behörde Messungen oder Berechnungen zur Kontrolle der 
Einhaltung des Anlagegrenzwerts nach Anhang 1 durch, lässt solche durchführen oder stützt sich 
auf die Ermittlungen Dritter. Das BAFU empfiehlt geeignete Mess- und Berechnungsmethoden.

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Strahlung vor Inbetriebnahme einer Mobilfunkanlage 
nicht gemessen, sondern nur berechnet werden kann. Die Anlage wird nur dann bewilligt, wenn 
sie rechnerisch die Anlagegrenzwerte einhält. Bei der rechnerischen Prognose der Strahlung, die 
auf dem Standortdatenblatt basiert, werden zwar die wesentlichen Einflussgrössen berücksichtigt. 
Dennoch ist die rechnerische Prognose, die im Baubewilligungsverfahren vorgenommen wird, mit 
gewissen Unsicherheiten behaftet, da sie nicht sämtlichen Feinheiten der Strahlungsausbreitung 
Rechnung trägt. Das BAFU empfiehlt in der Vollzugsempfehlung aus diesem Grund, dass an den 
OMEN, an denen der Anlagegrenzwert gemäss der rechnerischen Prognose zu mindestens 80% 
ausgeschöpft wird, nach Inbetriebnahme der Anlage eine Abnahmemessung vorzunehmen ist.38 
In Fällen, in denen die Feldstärke an einem OMEN jedoch nicht zu mindestens 80% ausgeschöpft 
ist, kann die Behörde hingegen auf eine Abnahmemessung verzichten.

c) Vorliegend wird an sämtlichen OMEN der Anlagegrenzwert nicht zu 80% ausgeschöpft. Viel-
mehr beträgt die maximale Immissionsfeldstärke dem Standortdatenblatt zufolge am meistbelas-
teten OMEN lediglich 2.96 V/m, was einer Ausschöpfung des Anlagewerts (5 V/m) von 59.2 % 
und damit deutlich weniger als 80 % entspricht.39 Aus diesem Grund hat das AUE im Fachbericht 

36 Rundschreiben, Qualitätssicherung zur Einhaltung der Grenzwerte der NISV bei Basisstationen für Mobilfunk und 
drahtlose Teilnehmeranschlüsse, S. 3 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Fach-
informationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Qualitätssicherung).
37 Vgl. BGer 1C_100/2021 vom 14. Januar 2023 E. 9; 1C_323/2017 vom 15. Januar 2018 E. 3.3, 1C_642/2013 vom 
7. April 2014 E. 6.1 und 1C_340/2013 vom 4. April 2014 E. 4, je mit Hinweisen.
38 Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL, heute: BAFU), Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, Voll-
zugsempfehlung zur NISV, 2002, S. 20 Ziff. 2.1.8 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und 
Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Vollzugshilfen).
39 Vgl. Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 17. März 2021 (Revision: 3.1), Ziff. 5 und Zu-
satzblatt 4a, pag. 39 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau.

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vom 29. Juni 2021 darauf verzichtet, eine Abnahmemessung anzuordnen, was mit Blick auf die 
Empfehlungen des BAFU und die ständige Praxis nicht zu beanstanden ist. Die Rüge erweist sich 
demnach als unbegründet.

6. Verbot der Überwachung, Aufzeichnung und Steuerung der Bevölkerung

Schliesslich fordert der Beschwerdeführer in pauschaler Weise ein Verbot der Überwachung, Auf-
zeichnung und Steuerung der Bevölkerung durch Mobilfunktechnik, ohne diesen Antrag jedoch 
näher zu begründen oder Belege einzureichen, die seine Behauptungen untermauern. Für die 
Aufnahme einer entsprechenden Auflage würde es der BVD ohnehin bereits an einer Rechts-
grundlage fehlen, weshalb davon abgesehen werden kann, die Rüge eingehender zu beurteilen.

7. Fazit und Kosten

a) Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden 
kann. Ziff. 1.4 des Gesamtentscheids des Regierungsstatthalteramts Oberaargau vom 27. Sep-
tember 2021 wird insofern abgeändert, als die hinfällige Auflage 2 des Fachberichts des AUE vom 
29. Juni 2021 – betreffend die Anwendung des Korrekturfaktors – von Amtes wegen aufgehoben 
wird. Im Übrigen wird der Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramts Oberaargau vom 27. 
September 2021 bestätigt, ebenso wie die Verfügung des AGR vom 7. Juli 2021.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die Verfah-
renskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten bestehen 
aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide einer Verwaltungsjustizsache 
wird eine Pauschalgebühr von CHF 200.00 bis CHF 4000.00 erhoben (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 
Abs. 2 GebV40). In Anwendung dieser Bestimmungen wird die Pauschale auf CHF 1800.00 fest-
gelegt.

c) Da keine Partei anwaltlich vertreten war, sind keine Parteikosten im Sinne des Gesetzes 
entstanden (Art. 104 Abs. 1 und 2 VRPG). Folglich sind keine Parteikosten zu sprechen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Ziff. 1.4 des Ge-
samtentscheids des Regierungsstatthalteramts Oberaargau vom 27. September 2021 wird 
insofern abgeändert, als die Auflage 2 des Fachberichts des AUE vom 29. Juni 2021 von 
Amtes wegen aufgehoben wird. Im Übrigen werden der Gesamtentscheid des Regierungs-
statthalteramts Oberaargau vom 27. September 2021 sowie die Verfügung des AGR vom 
7  Juli 2021 bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1800.00 werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auf-
erlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft er-
wachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

40 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- D.________, eingeschrieben
- Regierungsstatthalteramt Oberaargau, per E-Mail
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Bannwil, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per E-Mail
- Amt für Umwelt und Energie (AUE), Abteilung Immissionsschutz, zur Kenntnis, per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, muss einen An-
trag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift ent-
halten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.