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**Case Identifier:** 8d6ff367-89c7-5dd0-b626-2c4414be231c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 05.05.2020 IV 2019/137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-137_2020-05-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/137

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.01.2021

Entscheiddatum: 05.05.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 05.05.2020
Art. 8 Abs. 1 IVG. Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen. 
Würdigung eines medizinischen Gutachtens. Keine Notwendigkeit einer 
neuropsychologischen Zusatzbegutachtung. Gestützt auf das voll 
beweiskräftige polydisziplinäre Gutachten ist davon auszugehen, dass der 
Versicherte in seiner angestammten Tätigkeit als Autolackierer 
uneingeschränkt arbeitsfähig ist. Der Versicherte hat deshalb keinen 
Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 5. Mai 2020, IV 2019/137).

Entscheid vom 5. Mai 2020

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger

Geschäftsnr.

IV 2019/137

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bruno A. Hubatka, Advokatur Hubatka, 

Obere Bahnhofstrasse 24, Postfach 637, 9501 Wil,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

berufliche Massnahmen

Sachverhalt

A.

A.___ meldete sich erstmals im Mai 2009 wegen Panikattacken und Schwindel bei der 

IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 4 f.). Er gab 

an, von Beruf Z.___ zu sein. Eine durch Dr. phil. B.___, Fachpsychologin für 

Neuropsychologie FSP, Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), 

durchgeführte neuropsychologische Untersuchung ergab leichte bis mittelschwere und 

schwerst gestörte Befunde (Bericht vom 18. August 2009, IV-act. 32). Nach der 

Durchführung eines Coachings teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 4. August 2010 

mit, dass er keinen Anspruch mehr auf berufliche Eingliederungsmassnahmen habe, da 

er durch das RAV optimal betreut werde (IV-act. 60). Das Rentengesuch wurde am 

14. Januar 2011 ebenfalls abgewiesen (IV-act. 70).

B.  

Am 5. September 2014 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von IV-

Leistungen an (IV-act. 75). Er gab an, wegen einer rezidivierenden depressiven Episode 

und einer Panikstörung seit dem 1. August 2014 und bis auf weiteres voll 

arbeitsunfähig zu sein. Zuletzt sei er zu 100 % als Z.___/Allrounder in einer Y.___ 

beschäftigt gewesen. Med. pract. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

berichtete der IV-Stelle am 16. September 2014 (IV-act. 81), dass der Versicherte an 

einem Asperger-Syndrom (ICD-10: F84.5), DD oder zusätzlich an einer narzisstischen 

Persönlichkeitsstörung (F60.80), an einer rezidivierenden depressiven Störung, 

gegenwärtig leichtgradige depressive Episode (F30.0), und an einer Panikstörung 

B.a. 

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(F41.0) leide. Die Arbeitsfähigkeit sei auch in einer angepassten Tätigkeit zu 20 % 

eingeschränkt.

Mit Verfügung vom 12. November 2014 (IV-act. 89) trat die IV-Stelle auf das 

Leistungsbegehren nicht ein. Nachdem der Versicherte dagegen Beschwerde erhoben 

hatte (IV 2014/554, vgl. IV-act. 93), widerrief die IV-Stelle die Nichteintretensverfügung 

(IV-act. 115). Das Beschwerdeverfahren wurde in der Folge abgeschrieben (IV-

act. 121).

B.b. 

Nachdem die IV-Stelle dem Versicherten zunächst erneut ein Nichteintreten in 

Aussicht gestellt hatte (IV-act. 124), trat sie dann doch auf die Wiederanmeldung ein 

(vgl. IV-act. 131). Am 30. Oktober 2015 erteilte sie eine Kostengutsprache für ein 

Bewerbungscoaching für die Zeit vom 23. September 2015 bis 31. Juli 2016 (IV-act. 

148). Am 18. Januar 2016 begann der Versicherte einen Arbeitsversuch bei den Y.___, 

der bis zum 15. April 2016 dauern sollte (Mitteilung vom 26. Januar 2016, IV-act. 157). 

Am 23. Februar 2016 informierte der Vorgesetzte den Coach des Versicherten darüber 

(IV-act. 160), dass der Versicherte bemüht sei, aber auf keinen grünen Zweig komme. 

Der Arbeitsversuch wurde am 26. Februar 2016 abgebrochen (IV-act. 161, 164). Am 

14. März 2016 teilte der Eingliederungsberater der zuständigen IV-Sachbearbeiterin mit 

(IV-act. 162), der Coach und er seien der Meinung, dass der Versicherte keinem 

Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt zumutbar sei. Der Coach hielt im 

Schlussbericht vom 12. April 2016 fest (IV-act. 173), dass die Sozialkompetenz und das 

Teamverhalten des Versicherten laut dem Arbeitgeber unausgereift und kaum tragbar 

seien (vgl. auch Schlussbericht vom 12. April 2016, IV-act. 173).

B.c. 

Am 31. Mai 2016 wurde der Versicherte durch Dr. med. D.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, monodisziplinär begutachtet (Gutachten vom 22. 

September 2016, IV-act. 181-1 ff.). Dr. D.___ gab keine Diagnose mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit an. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte 

er eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4). Er 

hielt unter anderem fest, dass die neuropsychologische Untersuchung vom 11. August 

2016 durch Dr. phil. E.___, Neuropsychologie (IV-act. 181-69 ff.), eine leichte bis 

mässige Hirnfunktionsstörung ergeben habe. Allerdings sei unklar, weshalb diese 

Auffälligkeiten bestünden. Der Neuropsychologe habe insgesamt keine sehr hohen 

B.d. 

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Anforderungen an eine ideal adaptierte Tätigkeit gestellt. Mit den 

neuropsychologischen Auffälligkeiten liessen sich auch deshalb keine Einschränkungen 

begründen, weil diese nicht klar einer psychischen Störung zugeordnet werden 

könnten. Dr. D.___ schätzte die Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie in 

adaptierten Tätigkeiten auf 100 %. RAD-Psychiater Dr. med. F.___ erklärte am 29. 

September 2016, dass auf das Gutachten von Dr. D.___ abgestellt werden könne (IV-

act. 182).

Mit Verfügung vom 3. Januar 2017 (IV-act. 190) wies die IV-Stelle das Gesuch um 

berufliche Eingliederungsmassnahmen ab. Gegen diese Verfügung liess der Versicherte 

Beschwerde erheben (IV 2017/61; IV-act. 201). Mit der Replik vom 15. Juni 2017 (IV-

act. 213) reichte der Rechtsvertreter des Versicherten zwei weitere Berichte von med. 

pract. C.___ ein. Med. pract. C.___ hatte im Bericht vom 8. November 2016 (IV-act. 

214-16 ff.) als Diagnosen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (F60.80), eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (F33.4), und eine nicht näher 

bezeichnete organische oder symptomatische psychische Störung, verschiedene 

neuropsychologische Defizite (F09), angegeben. Das Gutachten von Dr. D.___ hatte er 

als mangelhaft bezeichnet.

B.e. 

Das Gericht hiess die Beschwerde am 18. Dezember 2017 teilweise gut, hob die 

angefochtene Verfügung vom 3. Januar 2017 auf und wies die Sache zur weiteren 

Abklärung und anschliessenden Neuverfügung im Sinne der Erwägungen an die IV-

Stelle zurück (IV 2017/61; IV-act. 216). Es erwog, dass die von Dr. D.___ gestellte 

Diagnose und die daraus abgeleitete Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht den 

erforderlichen Beweisgrad erreichten, da Dr. D.___ sich kaum mit dem auffälligen 

Verhalten und der schlechten Arbeitsleistung des Versicherten im Rahmen der 

beruflichen Eingliederungsmassnahmen und mit der verzerrten Selbstwahrnehmung 

auseinandergesetzt bzw. diese zu würdigen versucht habe. Ausserdem habe Dr. phil. 

E.___ eine leichte bis mässige Hirnfunktionsstörung festgestellt, welche Dr. D.___ nicht 

habe erklären können. Eine somatische, insbesondere wohl neurologische (Kopf- und 

Ohrendruck, allfällige weitere somatische Symptome) Abklärung und eine 

anschliessende erneute psychiatrische Begutachtung seien unerlässlich. Dabei sei 

sicherzustellen, dass dem noch zu beauftragenden psychiatrischen Gutachter die 

B.f. 

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Berichte über die (teil-)stationären psychiatrischen Hospitalisationen und, sofern 

möglich, die Krankengeschichte der vorbehandelnden Psychiaterin vorlägen.

Die Psychiatrie X.___ teilte der IV-Stelle am 13. März 2018 mit (IV-act. 227), dass 

über den Aufenthalt vom 2. bis 6. Juni 2014 aufgrund der Kürze der Behandlung kein 

Austrittsbericht erstellt worden sei. Dem Schreiben lagen ein Austrittsbericht der 

Krisenintervention vom 6. August 2014 (IV-act. 226) und ein Austrittsbericht der 

Tagesklinik vom 11. November 2014 bei (IV-act. 225-2 ff.). Der Versicherte war vom 2. 

bis 31. Juli 2014 in der Krisenintervention hospitalisiert gewesen. Die Ärzte hatten als 

Diagnose eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (F90.0), anamnestisch 

mit rezidivierend depressiven Episoden und Panikstörung, angegeben. Der 

tagesklinische Aufenthalt hatte vom 30. Juli 2014 bis 9. Oktober 2014 gedauert. Die 

Ärztinnen hatten die Verdachtsdiagnose ADHS im Erwachsenenalter (F90.1) gestellt.

B.g. 

Die Hausärztin Dr. med. G.___ berichtete der IV-Stelle am 3. April 2018 (IV-act. 

233), dass ein Status nach Cholezystektomie (Gallenblasenentfernung) im Februar 2018 

bestehe. Aus somatischer Sicht sei der Versicherte in seiner Arbeitsfähigkeit nicht 

eingeschränkt.

B.h. 

Med. pract. C.___ gab in seinem Bericht vom 10. April 2018 (IV-act. 236) als 

Diagnosen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, eine rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode, und eine nicht näher 

bezeichnete organische oder symptomatische psychische Störung, verschiedene 

neuropsychologische Defizite (neuropsychologische Untersuchung von Dr. phil. E.___), 

an. Er hielt fest, dass die Kombination aus neuropsychologischen Defiziten und der 

narzisstischen Persönlichkeitsstörung dazu führe, dass der Versicherte immer wieder 

Fehler mache, diese aber nur teilweise oder nicht einsehe. Wenn er sich kritisiert fühle 

oder eine Reizüberflutung auftrete, werde er relativ rasch innerlich angespannt, unruhig 

und nervös, was zu zwischenmenschlichen Problemen führen könne. Die 

zwischenmenschlichen Probleme könnten dann eine depressive Episode auslösen oder 

eine bestehende depressive Episode aufrechterhalten. Der Versicherte sei in einer 

angepassten Tätigkeit noch zu maximal 50 % arbeitsfähig. Eventuell könne die 

Arbeitsfähigkeit langfristig gesteigert werden. Anhand von Arbeitsversuchen könnte 

B.i. 

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man am besten beurteilen, welche Arbeiten der Versicherte noch in welchem Pensum 

durchführen könne.

Die zuständige IV-Sachbearbeiterin notierte am 17. Mai 2018 (IV-act. 242-1), dass 

die vorbehandelnde Psychiaterin die Berichte aus den Jahren 2003/2004 nicht mehr 

habe. RAD-Psychiater Dr. F.___ hielt am 18. Mai 2018 fest (IV-act. 242-2 f.), dass die 

Ausführungen von med. pract. C.___ im Bericht vom 10. April 2018 weitschweifig und 

wenig substanziell fassbar seien und keine versicherungsmedizinisch valide 

Einschätzung ermöglichten. Zudem habe med. pract. C.___ die zeitliche Einschränkung 

des Arbeitspensums unzureichend begründet. Aufgrund des Gerichtsentscheides 

müsse ein polydisziplinäres Gutachten in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere 

Medizin, Neurologie, ORL und Psychiatrie eingeholt werden.

B.j. 

Am 2. Juli 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass eine polydisziplinäre 

medizinische Untersuchung notwendig sei (IV-act. 239). Der Rechtsvertreter antwortete 

am 16. Juli 2018 (IV-act. 240), dass er keine Ergänzungsfragen stellen wolle. Er hielt 

aber fest, dass sich der Versicherte "krankhaft" persönlich überschätze, und dass die 

Selbstwahrnehmung völlig verzerrt sei. Deshalb habe der Versicherte in der 

Vergangenheit an verschiedenen Arbeitsplätzen Probleme gehabt. Es wäre zu 

begrüssen, wenn die Gutachter hierzu Stellung nehmen würden.

B.k. 

Am 15. August 2018 informierte die IV-Stelle den Versicherten über die 

Begutachtungsstelle (PMEDA AG) und die Personalien der Gutachter (IV-act. 247). Sie 

räumte dem Versicherten die Gelegenheit ein, triftige Einwendungen gegen die 

Gutachter einzureichen. Am 25. Oktober 2018 teilte der Rechtsvertreter der IV-Stelle 

mit (IV-act. 252), der Versicherte habe nach Ablauf der Frist erfahren, dass gegen die 

PMEDA AG offenbar ein Strafverfahren wegen unsauberer Gutachterpraxis laufe. Da 

der Versicherte damit jegliches Vertrauen in die Gutachter verloren habe, ziehe er seine 

Zustimmung zu den Gutachtern zurück. Wegen seiner Mitwirkungspflicht werde er die 

Begutachtung dennoch fortsetzen.

B.l. 

Die PMEDA erstattete das polydisziplinäre Gutachten am 23. Januar 2019 (IV-act. 

258). Die Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit lauteten:

B.m. 

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (F33.4)–

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Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gaben die Gutachter u.a. eine 

psychische und Verhaltensstörung durch Benzodiazepine: Abhängigkeitssyndrom 

(F13.2) an (vollständige Diagnoseliste: IV-act. 258-8 f.). Der allgemein-internistische 

Gutachter Dr. med. H.___ hielt fest, dass sich auf internistischem Fachgebiet keine 

Hinweise auf Funktions- oder Fähigkeitsstörungen oder Einschränkungen der 

Ressourcen des Versicherten ergeben hätten. Aus internistischer Sicht sei der 

Versicherte in der bisherigen Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Der neurologische 

Gutachter Dr. med. I.___ erklärte, dass der neurologische Befund bis auf eine 

angegebene Überempfindlichkeit nach einem Trauma am rechten Ringfinger regelrecht 

gewesen sei. Für eine namhafte kognitive Störung habe sich kein ausreichender Anhalt 

ergeben. Die Auffassung sei jedoch möglicherweise gestört gewesen. Angesichts des 

leitlinienwidrigen Benzodiazepin-Konsums (Langzeitverordnung, keine erkennbare 

Indikation) sei eine kognitive Beeinträchtigung auch in diesem Kontext denkbar. Ohne 

eine Entgiftung und Entwöhnung von Benzodiazepinen lasse sich eine nicht-reversible 

kognitive Beeinträchtigung nicht abgrenzen. Der "Kopfdruck" entspreche am ehesten 

einem episodischen Spannungskopfschmerz, welcher in der Regel einfach 

behandelbar sei. Aus neurologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. Die ORL-Fachärztin Prof. Dr. med. J.___ führte aus, dass aktuell keine 

Hinweise für eine Arbeitsunfähigkeit aus ORL-ärztlicher Sicht bestünden. Der 

psychiatrische Gutachter Dr. med. K.___ notierte, dass der Versicherte bei der 

psychiatrischen Untersuchung keine Zeichen mnestischer oder konzentrativer Defizite 

gezeigt habe. Die Auffassungsgabe und die geistige Spannkraft seien nicht 

beeinträchtigt gewesen und der Versicherte habe während der ausführlichen 

Exploration keine Zeichen einer vorzeitigen Ermüdbarkeit gezeigt. Die Stimmung sei 

situationsadäquat unauffällig und die affektive Modulationsfähigkeit sei nicht 

beeinträchtigt gewesen. Der Antrieb sei normal gewesen. Psychomotorisch sei der 

Versicherte ruhig gewesen und habe keine Zeichen einer vegetativen Anspannung 

gezeigt. Das formale Denken sei leicht beschleunigt gewesen. Es bestünden 

gelegentlich auftretende Panikattacken sowie Zukunfts- und Existenzängste. Die vom 

Versicherten geschilderten agoraphoben Ängste hätten eine wenig handlungsleitende 

Konsequenz und seien offenbar durchaus überwindbar. Interaktiv hätten sich Hinweise 

für eine narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung mit einer erhöhten Kränkbarkeit und 

Agoraphobie mit Panikstörung (F40.01).–

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einem verstärkten Bedeutungserleben gefunden, die jedoch nicht die Intensität einer 

manifesten Persönlichkeitsstörung erreichten. Obwohl es in der Vergangenheit 

aufgrund eines problematischen Interaktionsverhaltens des Versicherten offenbar 

mehrfach Probleme am Arbeitsplatz gegeben habe, sei der Versicherte dennoch in der 

Lage gewesen, seine Lehre erfolgreich abzuschliessen und über viele Jahre hinweg 

einer regelmässigen Arbeitstätigkeit nachzugehen. Die hier also durchaus 

aufscheinende Sozialkompetenz spreche gegen eine manifeste Persönlichkeitsstörung, 

die per definitionem bereits seit dem Jugend- bzw. dem frühen Erwachsenenalter 

bestehen und entsprechende Probleme zur Folge gehabt haben müsste. Ausserdem 

lebe der Versicherte seit bereits etwa vier Jahren in einer stabilen und fürsorglich 

erlebten Partnerschaft, was zusätzlich für soziale Kompetenzen spreche und auch mit 

einem aktenkundig diskutierten Asperger-Syndrom nicht ohne Weiteres zu vereinbaren 

sei. Aufgrund des psychopathologischen Untersuchungsbefundes, der 

Verhaltensbeobachtung sowie der Angaben zur Alltagsgestaltung lasse sich eine die 

qualitativen Aspekte überschreitende Minderung der Arbeitsfähigkeit nicht begründen. 

Aus psychiatrischer Sicht sei der Versicherte in der Lage, zumindest Arbeiten mit 

einfachen Ansprüchen an die geistige und psychische Belastbarkeit, an die 

Umstellungs- und Anpassungsfähigkeit sowie an die geistige Flexibilität, die 

idealerweise gut strukturiert und planbar sowie ohne besondere Ansprüche an die 

soziale Interaktionsfähigkeit und Konfliktfähigkeit gestaltet sein sollten, zu 100 % zu 

verrichten. Für die Vergangenheit sei davon auszugehen, dass es aufgrund einer 

höhergradigen Depressivität vorübergehend Zeiten der Arbeitsunfähigkeit gegeben 

habe. Angesichts der gut bekannten, potenziell depressiogenen Wirkung der gemäss 

den Angaben des Versicherten seit Jahren eingenommenen Benzodiazepin-Medikation 

sei eine schrittweise Reduktion dieser Medikation mit dem Ziel einer kompletten 

Abstinenz unter suchttherapeutischer Supervision zu empfehlen. Das Labor sei jedoch 

im Urinscreening für Benzodiazepine negativ gewesen, was wiederum Zweifel an den 

anamnestischen Angaben (2.5 mg Temesta zur Nacht bzw. nach Bedarf [IV-act. 

258-169]; 5 mg Temesta zur Nacht [IV-act. 258-44]; 2.5-5 mg zur Nacht seit Januar 

2018 [IV-act. 258-84]), auch hinsichtlich der reklamierten Ausprägung der 

Beschwerden, begründe. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung kamen die 

Gutachter zum Schluss, dass in der bisherigen Tätigkeit wie auch in einer angepassten 

Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe. Die Gutachter hielten 

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ausserdem fest, dass die IV-Stelle keine neuropsychologische Begutachtung in Auftrag 

gegeben habe, eine solche grundsätzlich (angesichts der aktenkundig miterwogenen 

kognitiven Beeinträchtigung) jedoch sinnvoll erscheine. Ohne stabile Abstinenz sei 

jedoch keine verlässliche, von einem Benzodiazepin-Effekt abgrenzbare Beurteilung 

möglich. Zu empfehlen sei also eine neuropsychologische Zusatzbegutachtung unter 

dokumentierten Abstinenz-Bedingungen, um die Diagnostik abschliessend verlässlich 

zu komplettieren.

B.n. RAD-Psychiater Dr. F.___ notierte am 1. Februar 2019, dass auf das ausführliche 

und umfassende polydisziplinäre Gutachten aus medizinischer Sicht abgestellt werden 

müsse (IV-act. 264).

B.o. Mit Vorbescheid vom 8. Februar 2019 (IV-act. 267) stellte die IV-Stelle dem 

Versicherten die Abweisung seines Gesuchs um berufliche Eingliederungsmassnahmen 

in Aussicht. Zur Begründung hielt sie fest, dass gemäss ihren Abklärungen und unter 

Berücksichtigung des Gutachtens kein Gesundheitsschaden mit relevanter Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. Dagegen liess der Versicherte am 13. März 2019 

einwenden (IV-act. 270), dass offenbar noch mindestens ein Strafverfahren gegen die 

PMEDA AG wegen fahrlässig unrichtig erstellter Gutachten laufe. Das Gutachten sei 

bereits deshalb in Frage zu stellen. Zudem sei der Hinweis des RAD im Zeitpunkt der 

Einleitung eines Gutachtens, dass der behandelnde Psychiater unschlüssige, 

langfädige Berichte verfasse, unzulässig gewesen. Des Weiteren seien die Differenzen 

zwischen der Beurteilung des behandelnden Psychiaters und den Gutachtern nicht 

diskutiert worden. Der psychiatrische Gutachter habe zwar akzentuierte narzisstische 

Persönlichkeitszüge beschrieben, dazu aber keine Diagnose gestellt. Zudem habe er 

kein adäquates Belastungsprofil entwickelt. Der Gesundheitszustand und die 

Arbeitsfähigkeit könnten nur anhand eines längeren Arbeitsversuches richtig beurteilt 

werden.

B.p. Ein Mitarbeiter der Abteilung Recht der IV-Stelle hielt in einer Stellungnahme vom 

1. April 2019 bezüglich der formellen Einwände des Rechtsvertreters des Versicherten 

gegen das Gutachten fest (IV-act. 273), dass gemäss der Sendung Kassensturz vom

16. Oktober 2018 gegen Dr. med. L.___, Chefarzt der PMEDA AG, eine 

Strafuntersuchung eingeleitet worden sei. Dr. L.___ sei bei der Begutachtung des 

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Versicherten nicht beteiligt gewesen, weshalb es von vornherein keinen Grund gebe, 

das PMEDA-Gutachten aus formellen Gründen in Zweifel zu ziehen. Im Übrigen gelte 

gegenüber Dr. L.___ die Unschuldsvermutung. Der RAD habe bezüglich des Berichts 

von med. pract. C.___ einzig wiederholt, was bereits das Versicherungsgericht 

verbindlich und aktenkundig festgestellt habe. Eine unzulässige Vorbeeinflussung der 

PMEDA AG durch den RAD sei nicht erkennbar.

B.q. RAD-Psychiater Dr. F.___ setzte sich in seiner Stellungnahme vom 5. April 2019 

mit den medizinischen Einwänden des Rechtsvertreters auseinander (IV-act. 274). Er 

führte aus, dass akzentuierte Persönlichkeitszüge keine Diagnose im Sinne einer 

Erkrankung darstellten. Es stelle deshalb formal-medizinisch keinen Mangel dar, wenn 

der Gutachter diese beschreibenden Elemente erwähne, aber nicht in die Diagnoseliste 

aufnehme. Der psychiatrische Gutachter habe sich detailliert mit den vom 

psychiatrischen Behandler angeführten diagnostischen Eventualitäten 

auseinandergesetzt. Es könne jedoch nicht sein, dass sich die Gutachter immer wieder 

mit bereits aufwändig geklärten Fragen auseinandersetzen müssten. Der psychiatrische 

Gutachter habe auch die Adaptionskriterien beschrieben. Insbesondere weil sich der 

psychiatrische Gutachter ausführlich zu den akzentuierten Persönlichkeitsanteilen 

geäussert habe, müsse davon ausgegangen werden, dass er sie weder übersehen 

noch unbeachtet gelassen habe, sondern aufgrund seiner fachlichen Analyse letztlich 

davon ausgegangen sei, dass diese nicht Eingang in die Diagnose fänden. 

Zusammenfassend seien die Einwände des Rechtsvertreters aus fachlicher Sicht nicht 

nachvollziehbar.

B.r. Mit Verfügung vom 11. April 2019 wies die IV-Stelle das Gesuch um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen wie angekündigt ab (IV-act. 275). Zum Einwand hielt sie 

fest, dass zwar gegenwärtig ein Strafverfahren gegen Dr. L.___ laufe, dieser aber an der 

Begutachtung des Versicherten nicht beteiligt gewesen sei. Das psychiatrische 

Teilgutachten stelle aus medizinischer Sicht eine klare und umfassende Beurteilung 

dar.

​C.

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C.a. Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

28. Mai 2019 Beschwerde erheben (act. G 1). Sein Rechtsvertreter beantragte die 

Aufhebung der Verfügung und die Gewährung beruflicher Eingliederungsmassnahmen. 

Zur Begründung machte er geltend, dass das laufende Strafverfahren gegen die 

PMEDA AG Grund genug sei, das Gutachten in formeller Hinsicht in Frage zu stellen. 

Der Aufbau des Gutachtens sei fragwürdig, weil alle vier Gutachter denselben Text zur 

Vorgeschichte herangezogen hätten. Daher sei nicht nachgewiesen, dass die Vorakten 

auch von allen Gutachtern studiert worden seien. Ausserdem sei der sich 

wiederholende "Vorspann" unvollständig und teilweise auch aktenwidrig: Zum Beispiel 

habe der Beschwerdeführer die Stelle bei den TBW nicht aufgegeben, sondern sei 

vorzeitig aus dem Arbeitsversuch entlassen worden. Beim Hinweis, der behandelnde 

Arzt verfasse unschlüssige, langfädige Berichte, habe es sich um eine letztlich 

suggestive Vorbeeinflussung der Gutachter gehandelt. Die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) habe sich im Vorbescheidverfahren gar nicht mit den Einwänden 

auseinandergesetzt. Die faktische Unfähigkeit des Beschwerdeführers, sich an einem 

Arbeitsplatz (ohne weiteres) integrieren zu können, sei bei der Begutachtung nicht 

berücksichtigt worden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass keine Berichte von 

ehemaligen Arbeitgebern eingeholt worden seien. Weiter hätten sich die Gutachter 

nicht mit den Diagnosen des behandelnden Psychiaters auseinandergesetzt. Obwohl 

die Laborbefunde den Temesta-Missbrauch nicht nachgewiesen hätten, habe der 

psychiatrische Gutachter einen Missbrauch von Medikamenten diagnostiziert. Die 

Tatsache, dass der Beschwerdeführer nicht (mehr) in einer Partnerschaft lebe, sei 

ausser Acht gelassen worden. Auch seien die neuropsychologischen Defizite, die bei 

einer früheren Untersuchung festgestellt worden seien, vom psychiatrischen Gutachter 

nicht beurteilt worden. Dass der Beschwerdeführer bei Belastungen nicht nur 

depressive Symptome entwickle, sondern auch Ängste und Panikattacken habe, sei im 

Gutachten zwar erwähnt worden; eine Diagnose sei jedoch nicht gestellt worden. Der 

Rechtsvertreter hielt abschliessend fest, dass ein neues Gutachten zu erstellen sei.

C.b. Die Beschwerdegegnerin beantragte am 9. Juli 2019 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung hielt sie fest, es sei aktenkundig, dass der 

Beschwerdeführer den Arbeitsversuch bei den Y.___ abgebrochen habe. Im Übrigen 

sei nicht erkennbar, inwiefern dies Auswirkungen auf die gutachterliche 

Diagnosestellung und die Arbeitsfähigkeitsschätzung gehabt haben sollte. Bezüglich 

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der anderen Rügen verwies die Beschwerdegegnerin auf die Stellungnahme der 

Abteilung Recht vom 1. April 2019 und die Stellungnahme des RAD vom 5. April 2019. 

Demnach sei vollumfänglich auf das schlüssige PMEDA-Gutachten abzustellen. Da der 

Beschwerdeführer nicht invalid im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG sei, habe er keinen 

Anspruch auf berufliche Massnahmen, zumal ihm bereits eine Arbeitsvermittlung, ein 

Bewerbungscoaching und ein Arbeitsversuch zugesprochen worden seien. Die 

Beschwerdegegnerin verwies schliesslich noch auf ihre Ausführungen in Ziff. 2 der 

Beschwerdeantwort vom 10. April 2017 (IV-act. 208), wonach die an einem Arbeitsplatz 

gezeigte Leistung für die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht relevant sei; die 

Arbeitsfähigkeit sei ausschliesslich medizinisch-theoretisch zu bestimmen.

C.c. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte in seiner Replik vom 16. 

September 2019 ergänzend geltend (act. G 6), dass es keine Arbeitsstelle gebe, die 

das Verhalten des Beschwerdeführers "aushalte". Nur konkrete Arbeitsversuche 

könnten die Einschränkung des Beschwerdeführers belegen.

C.d. Am 12. Dezember 2019 fragte das Gericht den RAD-Psychiater Dr. F.___ an, ob 

gestützt auf das Gutachten der PMEDA eine neuropsychologische Zusatzbegutachtung 

(unter den von den Gutachtern angegebenen Abstinenz-Bedingungen) notwendig 

gewesen wäre (act. G 9). Dr. F.___ antwortete am 10. Januar 2020 (act. G 10), 

insbesondere weil bereits eine neuropsychologische Untersuchung vorliege, seien 

weitere Abklärungen zu den aktenkundig und anamnestisch erwähnten kognitiven 

Einschränkungen zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht notwendig gewesen. Dr. 

phil. E.___ habe Kriterien formuliert, unter denen die Ausübung beruflicher Tätigkeiten 

möglich seien. Diese Kriterien entsprächen der bisherigen Tätigkeit als Automonteur. 

Die Gutachter der PMEDA hätten zwar eine neuropsychologische Untersuchung 

vorgeschlagen, ihre abschliessende Beurteilung aber nicht vom Ergebnis einer 

neuerlichen neuropsychologischen Untersuchung abhängig gemacht.

C.e. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erklärte am 3. Februar 2020 (act. G 

12), dass allein mit einer erneuten neuropsychologischen Untersuchung abgeklärt 

werden könnte, welche qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit aus den 

neuropsychologischen Defiziten resultierten. Zudem sei die Untersuchung von Dr. phil. 

E.___ nach über dreieinhalb Jahren zu wiederholen. Des Weiteren gehe es auch um 

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das Zusammenwirken der neuropsychologischen Defizite mit den anderen Diagnosen. 

Das Hauptproblem des Beschwerdeführers im Berufsleben sei nämlich vor allem die 

narzisstische Persönlichkeitsstörung. Deshalb müssten Berichte von früheren 

Arbeitgebern eingeholt werden, um zu erfahren, wie sich der Beschwerdeführer dort 

gegenüber anderen Menschen verhalten habe. Nur längere Arbeitsversuche würden 

das effektive Defizit des Beschwerdeführers aufzeigen.

Erwägungen

1.

Zunächst ist zu prüfen, ob die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist. Gemäss 

Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist die Beschwerde innerhalb von 30 

Tagen nach der Eröffnung der Verfügung einzureichen. Die angefochtene Verfügung 

datiert vom 11. April 2019, ist gemäss den Angaben des Rechtsvertreters aber erst am 

16. April 2019 zugestellt worden. Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach Tagen 

oder Monaten bestimmt sind, stehen vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem 

siebten Tag nach Ostern still (Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG). Der Ostersonntag ist im Jahr 

2019 auf den 21. April gefallen, d.h. die Frist hat vom Sonntag, 14. April bis Sonntag, 

28. April 2019 stillgestanden. Die Frist hat also erst am 29. April 2019 zu laufen 

begonnen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 28. Mai 2019, also am 

30. Tag der Frist und somit rechtzeitig Beschwerde erhoben. Auf die Beschwerde ist 

daher einzutreten.

2.

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat den Beweisantrag gestellt, dass auch 

Berichte von früheren Arbeitgebern eingeholt werden müssten, um zu erfahren, wie 

sich der Beschwerdeführer dort gegenüber anderen Menschen verhalten habe. Bei den 

Akten liegt ein Schlussbericht des dem Beschwerdeführer zur Seite gestellten Coachs 

der W.___ AG vom 12. April 2016 (IV-act. 173), in welchem die 

Persönlichkeitseigenheiten des Beschwerdeführers und seine Schwierigkeiten im 

zwischenmenschlichen Bereich deutlich zum Ausdruck kommen. Welche zusätzlichen 

Erkenntnisse Aussagen von früheren Arbeitgebern bringen könnten, ist nicht 

ersichtlich. Zwar sind die im Rahmen von Arbeitsversuchen oder im Rahmen eines 

Anstellungsverhältnisses gemachten Beobachtungen in die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit miteinzubeziehen. Einen direkten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

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können diese Beobachtungen jedoch nicht haben: Erstens wird das im Rahmen eines 

Arbeitsverhältnisses oder Arbeitsversuchs gezeigte Verhalten wesentlich durch 

Faktoren wie die Motivation und die Willenskraft einer versicherten Person 

mitbestimmt. Zweitens dürfte das Verhalten einer versicherten Person, bei welcher sich 

zumindest Hinweise für eine narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung finden (IV-

act. 258-175), erheblich vom jeweiligen Arbeitsumfeld abhängen. Und drittens handelt 

es sich bei den Aussagen respektive Wahrnehmungen von (ehemaligen) Vorgesetzten 

um stark subjektiv geprägte Aussagen. Die Verhaltensbeobachtungen im Rahmen 

eines Arbeitsversuchs oder im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses vermögen demnach 

kaum etwas über die Arbeitsleistung auszusagen, die einer versicherten Person aus 

medizinisch-theoretischer Sicht objektiv betrachtet noch zumutbar ist. Der 

Beweisantrag des Rechtsvertreters, dass Berichte von früheren Arbeitgebern über das 

Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber anderen Menschen einzuholen seien, ist 

deshalb in antizipierender Beweiswürdigung abzuweisen.

3.

Dem vorliegenden Beschwerdeverfahren liegt die IV-Anmeldung vom September 2014 

zugrunde. Hierbei hat es sich um eine Neuanmeldung gehandelt; die erste Anmeldung 

zum Leistungsbezug war im April/Mai 2009 erfolgt. Das Gericht hat bereits in seinem 

Rückweisungsentscheid vom 18. Dezember 2017 (IV 2017/61) entschieden, dass die 

Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Wiederanmeldung vom September 2014 

eingetreten ist (vgl. Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, 

SR 831.201). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist somit nur noch 

(materiellrechtlich) zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin das Gesuch um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen mit der angefochtenen Verfügung vom 11. April 2019 zu 

Recht abgewiesen hat.

4.  

Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, 

SR 831.20) haben Invalide oder von einer Invalidität bedrohte versicherte Personen 

Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, 

die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder 

herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und die Voraussetzungen für den 

Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Eine drohende Invalidität liegt vor, 

wenn der Eintritt der Erwerbsunfähigkeit überwiegend wahrscheinlich ist. Der Zeitpunkt 

des Eintritts der Erwerbsunfähigkeit ist unerheblich (Art. 1  IVV). Die beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen umfassen die Berufsberatung, die erstmalige berufliche 

4.1. 

novies

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Ausbildung, die Umschulung, die Arbeitsvermittlung und die Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3 

lit. b IVG).

Das Gericht hatte sich bereits in seinem Rückweisungsentscheid vom 18. 

Dezember 2017 (IV 2017/61) mit der Frage befasst, ob der Beschwerdeführer 

(weiterhin) Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen habe. Das Gericht war 

damals zum Schluss gekommen, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im 

erlernten Beruf als Autolackierer nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehe. Deshalb hatte es eine somatische 

Abklärung (Kopf- und Ohrendruck, allfällige weitere somatische Symptome) und eine 

anschliessende erneute psychiatrische Begutachtung angeordnet. Die 

Beschwerdegegnerin hat hierauf die noch fehlenden Berichte über die Hospitalisation 

in der Krisenintervention des Psychiatrischen Zentrums X.___ vom 2. bis 31. Juli 2014 

(Austrittsbericht vom 6. August 2014, IV-act. 226) und über die Behandlung in der 

Tagesklinik des Psychiatrischen Zentrums X.___ vom 30. Juli bis 9. Oktober 2014 

eingeholt (Austrittsbericht vom 11. November 2014, IV-act. 225). Über die 

psychiatrische Hospitalisation vom 2. bis 6. Juni 2014 war aufgrund der Kürze der 

Behandlung kein Austrittsbericht erstellt worden (IV-act. 227). Über die im Jahr 

2003/2004 stattgefundene psychiatrische Behandlung bei Dr. med. M.___ existieren 

keine Unterlagen mehr (IV-act. 242-1). In der Folge hat die Beschwerdegegnerin einen 

Verlaufsbericht beim behandelnden Psychiater med. pract. C.___ eingeholt (IV-act. 236, 

Bericht vom 10. April 2018) und ein polydisziplinäres Gutachten bei der PMEDA AG in 

Auftrag gegeben, welches am 23. Januar 2019 erstattet worden ist. Als Nächstes ist 

somit zu prüfen, ob die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im erlernten Beruf als 

Autolackierer nun gestützt auf die neu einholten medizinischen Unterlagen mit dem 

notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bestimmt werden 

kann.

4.2. 

Das Gericht hatte die von med. pract. C.___ eingereichten Berichte in seinem 

Entscheid vom 18. Dezember 2017 (IV 2017/61) als nicht überzeugend erachtet. Es 

hatte seiner Beurteilung die notwendige Objektivität abgesprochen, weil er in seinen 

Berichten vehement die Interessen des Beschwerdeführers vertreten habe. Die 

Berichte von med. pract. C.___ hatten das Gericht aber auch inhaltlich nicht überzeugt, 

weil sie sehr weitschweifig, teilweise vage und unklar und sich wiederholend gewesen 

seien. RAD-Arzt Dr. F.___ hat auch den neuen, wiederum sehr ausführlichen Bericht 

von med. pract. C.___ vom 10. April 2018 als weitschweifig und wenig substanziell 

fassbar bezeichnet (IV-act. 242-2). Ausserdem hat er auf eine Wiederholung von 

Beschreibungen hingewiesen und die zeitliche Einschränkung des Arbeitspensums (50 

4.3. 

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%) als unzureichend begründet erachtet. Die Ausführungen des RAD-Arztes bezüglich 

des Berichts von med. pract. C.___ vom 10. April 2018 überzeugen. Darüber hinaus ist 

anzumerken, dass sich med. pract. C.___ trotz des Hinweises des Gerichts im 

Entscheid vom 18. Dezember 2017 (IV 2017/61) weiterhin zugunsten des 

Beschwerdeführers und damit voreingenommen geäussert hat ("Ich bin froh, dass das 

Versicherungsgericht die Verfügung von Ihnen vom 03.01.2017 aufgehoben hat [..]"). 

Ausserdem hat er auch in seinem neuesten Bericht wieder darauf beharrt, dass die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers anhand von Arbeitsversuchen zu ermitteln sei 

(IV-act. 236-10), obwohl das Gericht bereits in seinem Entscheid vom 18. Dezember 

2017 (IV 2017/61) darauf hingewiesen hatte, dass Arbeitsversuche in der Regel nicht 

geeignet seien, etwas über die objektiv noch zumutbare Arbeitsfähigkeit auszusagen 

(Erw. 4.3). Auf die Beurteilung von med. pract. C.___ kann somit nicht abgestellt 

werden. Nachfolgend ist demnach zu prüfen, ob die Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

PMEDA AG überzeugt.

In formeller Hinsicht hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers gegen das 

Gutachten der PMEDA AG eingewendet, dass nach seinen Informationen gegen die 

Gutachterstelle mindestens ein Strafverfahren wegen fahrlässig unrichtig erstellter 

Gutachten laufe. Dies wecke Zweifel an der Fähigkeit bzw. Objektivität der 

Gutachterstelle. Rechtsprechungsgemäss können die für eine Gutachterstelle tätigen 

Personen, nicht jedoch die Gutachterstelle als solche, befangen sein (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. Dezember 2015, 8C_599/2014 E. 3.3; vgl. Urteil vom 30. März 

2017, 9C_19/2017 E 5.1). Gemäss einem Beitrag des Kassensturzes vom 16. Oktober 

2018 läuft gegen die PMEDA AG und L.___ mindestens eine Strafuntersuchung wegen 

falschen ärztlichen Zeugnissen (www.srf.ch/news/schweiz/gutachten-fuer-

versicherungen-gutachter-schreibt-falsches-arztzeugnis-rente-weg, abgerufen am 10. 

März 2020). L.___ der Leiter der PMEDA AG, ist am Gutachten vom 23. Januar 2019 

nicht als Gutachter beteiligt gewesen. Gegen die am Gutachten beteiligten 

Sachverständigen hat der Beschwerdeführer keine konkreten Befangenheitsgründe 

geltend gemacht. Sein Rechtsvertreter hat allerdings argumentiert, dass die Gutachter 

durch den Hinweis des RAD, der behandelnde Psychiater fasse unschlüssige, 

langfädige Berichte, vorbeeinflusst worden seien. RAD-Psychiater Dr. F.___ hat in 

seiner Stellungnahme vom 18. Mai 2018 (IV-act. 242) unter anderem festgehalten, dass 

die Ausführungen des behandelnden Psychiaters weitschweifig und wenig substanziell 

fassbar seien, was bereits der Vorgutachter Dr. D.___ erwähnt und 

bemerkenswerterweise auch im Gerichtsurteil Eingang gefunden habe. Um eine 

überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben zu können, müssen die 

Gutachter über die gesamten Vorakten verfügen. Diese beinhalten oft sich 

4.4. 

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widersprechende ärztliche Beurteilungen der Leistungsfähigkeit der versicherten 

Person und kritische Stellungnahmen des RAD zu Berichten von behandelnden Ärzten. 

Für die Beurteilung des Leistungsanspruchs ist zentral, dass die involvierten 

Fachpersonen, insbesondere die Gutachter, ihre Meinung frei und unabhängig äussern 

können (vgl. Art. 59 Abs. 2  Satz 3 IVG). Es ist die Aufgabe der Gutachter, die im 

Recht liegenden medizinischen Beurteilungen anhand ihrer eigenen Untersuchungen 

und Beobachtungen unabhängig und kritisch zu würdigen und gegebenenfalls zu einer 

anderen Einschätzung zu gelangen. Der Rechtsvertreter hat den Gutachtern 

sinngemäss unterstellt, nicht fähig zu sein, die Einschätzung und die Angaben des 

behandelnden Psychiaters objektiv zu würdigen. Dies stellt ein schwerer Vorwurf dar, 

der vom Rechtsvertreter durch nichts belegt worden ist. Im Übrigen hat der RAD-Arzt 

lediglich zusammengefasst die Worte des Versicherungsgerichts in dessen Entscheid 

vom 18. Dezember 2017 wiedergegeben. Das Gericht hatte die Ausführungen des 

behandelnden Psychiaters damals als "sehr weitschweifig, teils vage und unklar und 

sich wiederholend" bezeichnet (Erw. 4.5). Zusammengefasst liegen keine Gründe vor, 

die den Verdacht der Befangenheit und damit der Voreingenommenheit der Gutachter 

zu wecken vermöchten.

bis

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat weiter vorgebracht, dass der 

Aufbau des Gutachtens der PMEDA AG fragwürdig sei, weil alle vier Gutachter 

standardmässig denselben Text zur Vorgeschichte abgedruckt hätten. Dadurch sei 

nicht nachgewiesen, dass die Vorakten von allen Gutachtern studiert worden seien. Die 

einzelnen Gutachter sind nicht verpflichtet, die Vorakten selber zusammenzufassen. 

Dies wäre auch nicht effizient. Abgesehen davon sind auch individuell erstellte 

Aktenauszüge kein Beweis dafür, dass die Gutachter die Vorakten studiert haben. Im 

vorliegenden Fall weist nichts darauf hin, dass die einzelnen Gutachter das von der 

Beschwerdegegnerin zusammengestellte Aktendossier nicht in allen Teilen gründlich 

geprüft und damit die Anforderungen an eine medizinische Begutachtung in krasser 

Weise missachtet hätten (vgl. IV-act. 158-16/57/101, 140). Der Einwand des 

Rechtsvertreters ist somit nicht stichhaltig.

4.5. 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat ausserdem moniert, dass der 

"Vorspann" des Gutachtens (gemeint wohl Ziff. 3 der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung, IV-act. 258-2-ff.) unvollständig und teilweise auch aktenwidrig sei. 

Zum Beispiel sei festgehalten worden, der Beschwerdeführer habe die Stelle bei den 

Y.___ aufgegeben, dabei sei der Beschwerdeführer "vorzeitig entlassen" worden. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat nicht dargelegt, welche 

entscheidrelevanten Informationen nicht im "Vorspann" enthalten sein sollen. Beim 

4.6. 

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"Vorspann" handelt es sich denn auch lediglich um eine Wiedergabe der von der 

Beschwerdegegnerin erstellte Zusammenfassung des Kontexts des Auftrags, die 

naturgemäss nicht den gesamten Sachverhalt wiedergeben kann. Die Gutachterstelle 

ist von der Beschwerdegegnerin dazu angehalten worden, diesen Teil ins Gutachten zu 

übernehmen resp. hineinzukopieren (vgl. IV-act. 243-1, 244-2). Tatsächlich hat die 

Beschwerdegegnerin in der Zusammenfassung des Kontexts des Auftrags aktenwidrig 

festgehalten, dass der Beschwerdeführer den Arbeitsversuch abgebrochen habe (IV-

act. 258-2, IV-act. 165-3). Den Gutachtern hat jedoch der Schlussbericht der W.___ AG 

vom 12. April 2016 vorgelegen, woraus hervorgeht, dass der Beschwerdeführer den 

Arbeitsversuch nicht von sich aus abgebrochen hatte. Abgesehen davon handelt es 

sich bei der Frage, ob der Arbeitsversuch von der Beschwerdegegnerin oder dem 

Beschwerdeführer abgebrochen worden ist, nicht um ein entscheidrelevantes 

Sachverhaltselement. Entscheidend ist vielmehr, dass die Gutachter über das 

Verhalten und die ungenügenden Leistungen des Beschwerdeführers im Rahmen des 

Arbeitsversuchs informiert gewesen sind. Dies ist aufgrund der Kenntnis des 

Schlussberichts der W.___ AG vom 12. April 2016 der Fall gewesen. Der Fehler im 

"Vorspann" des Gutachtens ist somit nicht geeignet, Zweifel an der gutachterlichen 

Beurteilung zu wecken.

Inhaltlich hat der Rechtsvertreter kritisiert, dass der psychiatrische Gutachter sich 

nicht mit den Diagnosen des behandelnden Psychiaters med. pract. C.___ 

auseinandergesetzt habe. Die Gutachter haben in der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung unter der Fallführung des psychiatrischen Gutachters (IV-act. 

258-6) korrekt festgehalten, dass med. pract. C.___ die Diagnosen eines Asperger-

Syndroms und einer ADHS zuletzt (vgl. Bericht vom 10. April 2018) nicht mehr gestellt 

habe. Bezüglich der Diagnose einer (narzisstischen) Persönlichkeitsstörung haben sie 

festgehalten, dass med. pract. C.___ diese Diagnose lediglich mit der Ausprägung von 

Persönlichkeitseigenheiten des Beschwerdeführers begründet habe. Die Biographie 

und die weitere psychiatrische Exploration deuteten jedoch nicht auf eine in der 

Kindheit oder Jugend begonnene psychische und mit erheblichen negativen sozialen 

Folgen störende Auffälligkeit hin, worauf die ICD-10-Definition abstelle (IV-act. 

258-6/9). Der psychiatrische Gutachter der PMEDA AG hat im Rahmen der 

gutachterlichen Untersuchung Hinweise für eine narzisstische 

Persönlichkeitsakzentuierung mit einer erhöhten Kränkbarkeit und einem verstärkten 

Bedeutungserleben gefunden, die jedoch nicht die Intensität einer manifesten 

Persönlichkeitsstörung erreichten. Zwar habe es in der Vergangenheit aufgrund eines 

problematischen Interaktionsverhaltens des Beschwerdeführers offenbar mehrfach 

Probleme am Arbeitsplatz gegeben. Dennoch sei der Beschwerdeführer in der Lage 

4.7. 

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gewesen, seine Lehre erfolgreich abzuschliessen und über viele Jahre hinweg einer 

regelmässigen Arbeitstätigkeit nachzugehen. Die hier also durchaus aufscheinende 

Sozialkompetenz spreche gegen eine manifeste Persönlichkeitsstörung. Ausserdem 

lebe der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben bereits seit etwa vier Jahren in 

einer stabilen und fürsorglich erlebten Partnerschaft, was zusätzlich für soziale 

Kompetenzen spreche und auch mit einem (sozialmedizinisch relevanten) aktenkundig 

diskutierten Asperger-Syndrom nicht ohne weiteres zu vereinbaren sei. So seien weder 

die diagnostischen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung, eines namhaften Asperger-

Syndroms noch eines klinisch relevanten Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit hinreichend erfüllt. Der Vorwurf des 

Rechtsvertreters, der psychiatrische Gutachter habe ausser Acht gelassen, dass der 

Beschwerdeführer nicht (mehr) in einer Partnerschaft lebe, ist nicht nachvollziehbar. 

Der Gutachter hat sich zum Beziehungsende nicht äussern können, da die 

Partnerschaft im Zeitpunkt der Begutachtung gemäss den Angaben des 

Beschwerdeführers noch bestanden hatte. Die Trennung ändert auch nichts daran, 

dass der Beschwerdeführer in der Lage gewesen ist, während etwa vier Jahren eine 

Partnerschaft zu führen. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass der psychiatrische 

Gutachter eingehend und verständlich begründet hat, weshalb die diagnostischen 

Kriterien einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung entgegen der Beurteilung des 

behandelnden Psychiaters nicht erfüllt sind (vgl. IV-act. 258-175). Des Weiteren hat er 

sich auch zum auffälligen Verhalten des Beschwerdeführers im Rahmen des 

Arbeitsversuchs geäussert und das Vorliegen eines namhaften Asperger-Syndroms 

und eines klinisch relevanten Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms verneint. Der 

psychiatrische Gutachter hat auch die von med. pract. C.___ angegebene Diagnose 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive 

Episode, aktuell nicht bestätigen können. Er ist jedoch davon ausgegangen, dass in der 

Vergangenheit vorübergehende Phasen höhergradiger Depressivität bestanden haben 

(vgl. IV-act. 258-181). Die Diagnose einer rezidivierend depressiven Störung, 

gegenwärtig remittiert, erscheint angesichts des vom psychiatrischen Gutachter 

erhobenen psychopathologischen Befundes als begründet: Der Gutachter hat keine 

Zeichen mnestischer oder konzentrativer Defizite, keine Beeinträchtigung der 

Auffassungsgabe und der geistigen Spannkraft, keine Zeichen einer vorzeitigen 

Ermüdbarkeit und keine Beeinträchtigung der affektiven Modulationsfähigkeit erheben 

können. Der Stimmung sei situationsadäquat unauffällig und der Antrieb normal 

gewesen. Der Beschwerdeführer sei psychomotorisch ruhig gewesen und habe keine 

Zeichen einer vegetativen Anspannung gezeigt. Einzig das formale Denken sei leicht 

beschleunigt gewesen (IV-act. 258-175). Der Vorwurf des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers, der psychiatrische Gutachter habe sich nicht mit den von med. 

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pract. C.___ gestellten Diagnosen auseinandergesetzt, ist somit nicht gerechtfertigt. Im 

Gegenteil überzeugt die Beurteilung des psychiatrischen Gutachters, dass der 

Beschwerdeführer weder an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, an einem 

namhaften Asperger-Syndrom, an einem klinisch relevanten 

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom noch an einer gegenwärtig mittelgradigen depressiven 

Störung leidet.

Med. pract. C.___ hat als Diagnose ausserdem eine nicht näher bezeichnete 

organische oder symptomatische psychische Störung, verschiedene 

neuropsychologische Defizite, erwähnt. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung 

haben die Gutachter festgehalten, dass die im Rahmen der Begutachtung im MRI des 

Gehirns vom 8. November 2018 dargestellte Läsion eine kognitive Störung nicht 

eigenständig zu belegen vermöge (IV-act. 258-7). Der neurologische Gutachter hat 

zwar eine leicht verminderte Auffassung für möglich gehalten (IV-act. 258-88). Für eine 

namhafte kognitive Störung hat er jedoch keinen ausreichenden Anhalt gesehen. 

Allerdings hat er eine kognitive Beeinträchtigung im Rahmen des leitlinienwidrigen 

Benzodiazepin-Konsums (Langzeitverordnung, keine erkennbare Indikation) als 

denkbar erachtet (IV-act. 258-91). Der psychiatrische Gutachter hat demgegenüber 

keine Störung der Kognition feststellen können (IV-act. 258-7). Er hat als Diagnose 

ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aber eine psychische und Verhaltensstörung 

durch Benzodiazepine: Abhängigkeitssyndrom, angegeben. Diese Diagnose hat er 

gestützt auf die Anamnese und die Angaben des Beschwerdeführers gestellt. Obwohl 

er sich offenbar bewusst gewesen ist, dass der aktuelle Laborbefund, welcher keine 

Benzodiazepine im Urin gezeigt hat, Zweifel an den anamnestischen Angaben 

begründet hat (IV-act. 258-176), hat er an dieser Diagnose festgehalten. Zwar erscheint 

die Diagnose einer Benzodiazepin-Abhängigkeit angesichts der negativen 

Laborbefunde aus der Sicht eines medizinischen Laien etwas widersprüchlich. Für die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung ist es jedoch nicht relevant, ob nun tatsächlich eine 

Benzodiazepin-Abhängigkeit vorliegt oder nicht, denn auch wenn der 

Beschwerdeführer an einer solchen leiden würde, hätte sie gemäss den Gutachtern 

keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im erlernten Beruf als Autolackierer.

4.8. 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat weiter geltend gemacht, dass die 

Ängste und Panikattacken im Gutachten zwar erwähnt, aber nicht in die Diagnoseliste 

aufgenommen worden seien. Diese Behauptung ist falsch, denn der psychiatrische 

Gutachter hat als Diagnose eine Agoraphobie mit Panikstörung angegeben. Einen 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat er jedoch mit der − insbesondere auch angesichts 

des Aktivitätenniveaus des Beschwerdeführers (IV-act. 258-170 f.) − überzeugenden 

4.9. 

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Begründung, dass die Ängste wenig handlungsleitende Konsequenz hätten und 

offenbar durchaus überwindbar seien, verneint. Zu kritisieren ist das psychiatrische 

Teilgutachten der PMEDA AG insoweit, als daraus nicht hervorgeht, wie sich eine 

Panikattacke beim Beschwerdeführer äussert. Damit bleibt unklar, ob der Gutachter 

einfach die Angabe des Beschwerdeführers, er leide an Panikattacken, übernommen 

hat, oder ob er die Diagnose durch gezieltes Nachfragen der Symptome hergeleitet hat. 

Im Übrigen hat selbst der behandelnde Psychiater med. pract. C.___ im Bericht vom 

10. April 2018 keine Angst- oder Panikstörung erwähnt.

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat schliesslich noch vorgebracht, 

dass eine erneute neuropsychologische Untersuchung hätte durchgeführt werden 

müssen. Die Gutachter der PMEDA AG haben in der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung festgehalten, dass eine neuropsychologische Begutachtung 

(angesichts der aktenkundig miterwogenen kognitiven Beeinträchtigung) grundsätzlich 

sinnvoll erscheine, um die Diagnostik abschliessend verlässlich zu vervollständigen. 

Eine Arbeitsfähigkeitsschätzung haben sie trotzdem abgegeben. Das Gericht hat den 

RAD-Psychiater Dr. F.___ am 12. Dezember 2019 angefragt, ob eine 

neuropsychologische Zusatzbegutachtung tatsächlich nicht notwendig gewesen sei. 

Der RAD-Arzt hat am 10. Januar 2020 zusammengefasst geantwortet, dass die 

aktenkundig und anamnestisch erwähnten kognitiven Einschränkungen zwar weiter 

abgeklärt werden könnten, dies zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit jedoch nicht 

notwendig sei, insbesondere weil bereits eine neuropsychologische Untersuchung (von 

Dr. phil. E.___ vom 11. August 2016). vorliege. Eine neuerliche neuropsychologische 

Beurteilung könnte aber auch deshalb nichts an der Gesamtbeurteilung ändern, weil 

die Gutachter der PMEDA AG ihre abschliessende Beurteilung nicht vom Ergebnis 

einer neuerlichen neuropsychologischen Untersuchung abhängig gemacht hätten. Die 

Antwort des RAD-Psychiaters überzeugt. Die Gutachter der PMEDA AG hätten keine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben, wenn weitere Abklärungen (insbesondere eine 

erneute neuropsychologische Untersuchung) notwendig gewesen wären, um die 

Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festlegen 

zu können. Die Aussage der Gutachter ist so zu interpretieren, dass eine 

neuropsychologische Zusatzbegutachtung zwecks abschliessender Diagnostik für die 

zukünftige therapeutische Behandlung zwar sinnvoll wäre. Für die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit haben die Gutachter eine weitere neuropsychologische Untersuchung 

jedoch nicht als notwendig erachtet. Demnach ist in antizipierender Beweiswürdigung 

davon auszugehen, dass eine erneute neuropsychologische Abklärung keine weiteren 

Erkenntnisse hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bringen würde.

4.10. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/23

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5.  

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

gedeckt. Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch 

auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

Der psychiatrische Gutachter der PMEDA AG ist zum Schluss gekommen, dass 

der erlernte Beruf als Autolackierer den von ihm aufgestellten Adaptionskriterien 

entspreche (siehe Erw. 4.8) und dem Beschwerdeführer zu 100 % zumutbar sei. Die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung überzeugt angesichts der vom psychiatrischen Gutachter 

erhobenen geringen pathologischen Befunde und den daraus abgeleiteten 

psychiatrischen Diagnosen (siehe Erw. 4.7-4.9). Zusammenfassend ist festzuhalten, 

dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in der angestammten Tätigkeit 

als Autolackierer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit uneingeschränkt arbeitsfähig 

ist.

4.11. 

Die Gutachter der PMEDA AG und die Hausärztin Dr. G.___ (Bericht vom 3. April 

2018) sind sich einig darüber, dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht voll 

arbeitsfähig ist. Anlässlich der Begutachtung hat der Beschwerdeführer angegeben, 

dass er körperlich beschwerdefrei sei (IV-act. 258-35) respektive dass die Ursache der 

somatischen Beschwerden psychisch bedingt sei (IV-act. 258-43). Auch im 

Beschwerdeverfahren sind nur die psychischen Beschwerden und die kognitiven 

Defizite ein Thema gewesen. Demnach ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass aus somatischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit besteht. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus polydisziplinärer 

Sicht in der angestammten Tätigkeit als Autolackierer mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.

4.12. 

Da der Beschwerdeführer weder invalid noch von einer Invalidität bedroht ist (Art. 

8 Abs. 1 IVG), hat er keinen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen. 

Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.

4.13. 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/23

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St.Galler Gerichte

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den von ihm in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

3.

Das Begehren um die Zusprache einer Parteientschädigung wird abgewiesen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.05.2020
	Art. 8 Abs. 1 IVG. Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen. Würdigung eines medizinischen Gutachtens. Keine Notwendigkeit einer neuropsychologischen Zusatzbegutachtung. Gestützt auf das voll beweiskräftige polydisziplinäre Gutachten ist davon auszugehen, dass der Versicherte in seiner angestammten Tätigkeit als Autolackierer uneingeschränkt arbeitsfähig ist. Der Versicherte hat deshalb keinen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Mai 2020, IV 2019/137).

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		2024-05-27T00:09:16+0200
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