# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d4315a7b-0382-538f-abf5-bab2cacc4353
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 19.02.2015 B 2013/273, B 2013/274
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2013-273--B-2013-2_2015-02-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2013/273, B 2013/274

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 10.02.2020

Entscheiddatum: 19.02.2015

Entscheid Verwaltungsgericht, 19.02.2015
Steuerrecht. Art. 29 Abs. 2 StG (sGS 811.1). Art. 16 Abs. 3 DBG (SR 642.11). 
Zuwendungen einer Stiftung liechtensteinischen Rechts sind bei einer in der 
Schweiz ansässigen begünstigten Person sind grundsätzlich in vollem 
Umfang als Einkommen steuerbar, soweit keine Teilbesteuerung zum 
Tragen kommt. Nachdem Angaben zur Stiftung und zum Stifter auch in 
diesem Verfahren nicht nachgereicht wurden, liess sich insbesondere die für 
die Annahme einer Schenkung erforderliche Freiwilligkeit (bzw. das 
Nichtvorliegen einer Rechtspflicht in der Stiftungsurkunde) und die 
Unentgeltlichkeit der Kapitalleistung nicht klären. Die Beschwerdeführer 
vermochten die Vermutung, wonach sie als Begünstigte der Stiftung gestützt 
auf das stiftungsinterne Regelungswerk den Kapitalbetrag ausgerichtet 
erhielten, nicht zu widerlegen (Verwaltungsgericht, B 2013/273 und B 
2013/274).

Entscheid vom 19. Februar 2015  

Besetzung

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; 

Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

A.Y. und B.Y.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Patrick Brändle, dipl. Steuerexperte, Aegerter+Brändle, AG für Steuer- 

und Wirtschaftsberatung, Engelgasse 7, 9630 Wattwil,

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gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

sowie

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerbeteiligte,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2008); direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2008)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.            

a. A.Y. und B.Y. sind verheiratet. Zusammen mit ihrem Sohn und dessen Ehefrau 

produzieren und vertreiben sie landwirtschaftliche Bio-Produkte. In der Steuererklärung 

für das Jahr 2008 vom 8. November 2009 deklarierte das Ehepaar A.Y. und B.Y. ein 

steuerbares Einkommen von Fr. 0.--, ein Vermögen von Fr. 491'483.-- sowie eine 

Schenkung von Fr. 100'000.--; als Schenkerin gaben sie Rechtsanwältin K.S., Vaduz, 

an (act. G 8/6/IV/10 und 41). Nach Vornahme von Abklärungen rechnete die 

Steuerveranlagungsbehörde unter anderem den Betrag von Fr. 100'000.-- dem 

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steuerbaren Einkommen auf und legte der Veranlagungsverfügung vom 28. August 

2012 für die Kantons- und Gemeindesteuern ein steuerbares Einkommen von 

113'500.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 594'000.-- zugrunde; für die direkte 

Bundessteuer 2008 wurde das Ehepaar A.Y. und B.Y. mit einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 105'200.-- veranlagt (act. G 8/6/IV/8 f.).

b. Die dagegen erhobenen Einsprachen (act. G 8/6/IV/7) wies das kantonale Steueramt 

mit Entscheiden vom 26. März 2013 (act. G 8/6/IV/2-5) ab. Den hiergegen 

eingereichten Rekurs bzw. die Beschwerde (act. G 8/1) wies die 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 26. 

November 2013 (act. G 3) ab.    

B.            

a. Gegen diesen Entscheid erhob Patrick Brändle, dipl. Steuerexperte, für A.Y. und 

B.Y. mit Eingabe vom 24. Dezember 2013 Beschwerden mit dem Antrag, die 

Zuwendung von Fr. 100'000.-- sei als Schenkung zu qualifizieren und von der 

Bemessung der steuerbaren Einkünfte auszunehmen. Das steuerbare Einkommen sei 

für die Kantons- und Gemeindesteuer mit Fr. 11'500.-- bzw. für die direkte 

Bundessteuer mit Fr. 5'300.-- festzusetzen. Eventualiter sei festzustellen, dass das 

übrige steuerbare Einkommen von Fr. 100'000.-- von der Meldung des Einkommens 

aus selbständiger Erwerbstätigkeit gegenüber der Sozialversicherungsanstalt 

auszunehmen sei (act. G 1).

b. In der Vernehmlassung vom 23. Januar 2014 beantragte die Vorinstanz Abweisung 

der Beschwerden. Zur Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen 

Entscheid (act. G 7). Der Beschwerdegegner verzichtete (für sich und die 

Beschwerdebeteiligte) mit dem Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, auf eine 

Vernehmlassung (act. G 10).

c. Auf die Darlegungen der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 24. Dezember 2013 

wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

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1.            Beschwerden, in denen Rügen erhoben werden, die denselben 

Streitgegenstand betreffen und zum Teil ähnlich bzw. gleich begründet werden, können 

nach der Rechtsprechung vereinigt werden (vgl. statt vieler VerwGE B 2009/139, 140 

vom 11. Mai 2010, E. 2, in: www.gerichte.sg.ch). In den vorliegenden 

Beschwerdeverfahren B 2013/273 und B 2013/274 werden identische Rügen erhoben, 

und es stellen sich dieselben Rechtsfragen (vgl. act. G 1). Inhaltlich kommen im 

Wesentlichen übereinstimmende Normen des kantonalen und des eidgenössischen 

Steuerrechts zur Anwendung. Es ist daher sachgerecht, die bereits im vorinstanzlichen 

Entscheid vorgenommene Verfahrensvereinigung weiterzuführen.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 229 in Verbindung 

mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 

der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 

des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Die Beschwerdeführer 

sind zur Beschwerde legitimiert, und ihre Eingabe vom 24. Dezember 2013 entspricht 

zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 229 in Verbindung 

mit Art. 194 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in 

Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt; die 

beschwerdeführende Person kann sich sodann auch darauf berufen, die angefochtene 

Verfügung oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder 

unvollständig festgestellten Sachverhalt (Art. 61 VRP).

2.             

2.1.        Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Qualifizierung des den 

Beschwerdeführern im Jahr 2008 zugeflossenen Betrages von Fr. 100'000.-- als 

steuerbares Einkommen zu Recht bestätigte oder ob der Betrag als Schenkung zu 

qualifizieren ist. - Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, dass die 

rechtlichen Voraussetzungen für eine Schenkung (Zuwendung unter Lebenden, 

Bereicherung aus dem Vermögen eines anderen, Unentgeltlichkeit, Schenkungswille) 

erfüllt seien. Die Vorinstanz gehe von falschen Voraussetzungen aus. Es handle sich bei 

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der Stiftung weder um eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge, noch handle es sich 

bei der Ausschüttung um Einkünfte aus beweglichem Vermögen, das ihnen 

zuzurechnen wäre (z.B. infolge früherer Stiftung des eigenen Vermögens). Die von der 

Vorinstanz zitierten Gerichtsfälle würden jeweils Familienstiftungen bzw. Einrichtungen 

beschreiben, die von Familienangehörigen der Steuerpflichtigen errichtet worden seien. 

Die Empfänger seien namentlich oder wenigstens als genau begrenzter Personenkreis 

(Familienangehörige) definiert. Diese Eigenschaft komme ihnen (den 

Beschwerdeführern) im vorliegenden Verfahren mit Bestimmtheit nicht zu. Nach Lage 

der Akten und der allgemeinen Lebenserfahrung könnten die Beschwerdeführer nicht 

Destinatäre der fraglichen Stiftung sein. Damit fehle ein in den für die Begründung 

herangezogenen Gerichtsentscheiden wesentliches Merkmal. Ihre Vermutung, wonach 

die Beschwerdeführer Destinatäre der Stiftung seien, begründe die Vorinstanz nicht 

nachvollziehbar. Die erhaltene Zuwendung sei ungewöhnlich. Aber entgegen der 

Meinung der Vorinstanz wollten längst nicht alle Wohltäter erkannt werden; dies unter 

anderem deshalb, um nicht von Bittstellern überrannt zu werden. Aufgrund des 

bekannten Sachverhalts liege eine begründete Vermutung vor, dass es sich tatsächlich 

um eine Schenkung der Stiftung gehandelt habe. Weitere Nachweise könnten sie (die 

Beschwerdeführer) nicht beibringen. Dies sei jedoch für die steuerrechtliche 

Qualifikation auch nicht nötig. Aufgrund der Akten sei ausgeschlossen, dass die 

Beschwerdeführer die fragliche Stiftung selber errichtet hätten. Sie hätten Dr. C.T. auf 

einem wöchentlichen Biomarkt im Fürstentum Liechtenstein kennengelernt. Während 

dieser Zeit hätten sie ihre durch einen Brandfall zerstörte Liegenschaft in Z. aufgebaut. 

Der Wiederaufbau habe sie in finanzielle Nöte gebracht. Dr. C.T. habe durch Gespräche 

davon erfahren. Er habe helfen wollen und die Mittel beschafft. Es gehe nicht an, dass 

die Beschwerdeführer den Nachteil einer Beweislosigkeit zu einem Sachverhalt zu 

tragen hätten, der selbst nicht belegt sei. Dies stelle einen Verstoss gegen den 

Grundsatz von Treu und Glauben dar. Bereits die Existenz der Stiftung sei nicht belegt. 

Die Destinatärenfrage werde damit bedeutungslos. Dr. C.T. sei in Liechtenstein 

steuerpflichtig. Die Schenkung an die Beschwerdeführer könne daher in der Schweiz 

steuerlich nicht erfasst werden (Art. 147 StG; act. G 1).

2.2.        Der direkten Bundessteuer und den Kantons- und Gemeindesteuern als 

Einkommenssteuer natürlicher Personen unterliegen grundsätzlich - d.h. mit Ausnahme 

der Kapitalgewinne aus der Veräusserung von Privatvermögen (Art. 29 Abs. 2 StG; Art. 

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16 Abs. 3 DBG) und der in Art. 37 StG bzw. Art. 24 DBG abschliessend aufgezählten 

Fälle - alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte (Art. 16 Abs. 1 DBG und Art. 29 

Abs. 1 StG). Zur Anwendung kommt die Einkommensgeneralklausel nach der 

Reinvermögenszugangstheorie (BGE 133 II 287 E. 2.1; vgl. auch BGer 9C_803/2011 

vom 23. August 2012 E. 3.3.4 [AHV]; Markus Reich, Steuerrecht, 2. Aufl., 2012, § 10 N. 

7; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N. 1 ff. zu 

Art. 16 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. A. 2014, II./Rz 

59). Der Einkommensgeneralklausel unterliegen auch Zuwendungen aus Stiftungen 

(BGer 2A.668/2004 vom 22. April 2005 E. 2.1). Von keiner Bedeutung ist, ob es sich um 

Ausschüttungen einer schweizerischen oder ausländischen Stiftung handelt. Im 

konkreten Fall finden sich im Abkommen vom 22. Juni 1995 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstentum Liechtenstein über 

verschiedene Steuerfragen (SR 0.672.951.43), das dem innerstaatlichen Recht 

vorginge, keine abweichenden Bestimmungen. Damit sind (auch) Zuwendungen einer 

Stiftung liechtensteinischen Rechts bei der in der Schweiz ansässigen begünstigten 

Person grundsätzlich in vollem Umfang als Einkommen steuerbar, soweit keine 

Teilbesteuerung zum Tragen kommt (BGer 2C_711/2012 vom 20. Dezember 2012, E. 2 

mit Hinweisen; für Unterhaltsstiftungen vgl. aber VerwGE B 2007/13 vom 29. August 

2007).

2.3.        Nach Lage der Akten (vgl. insbesondere Schreiben Dr. C.T. vom 

25. November 2012, act. G 2) und gemäss eigener Behauptung (Beschwerde Ziff. 1 S. 

2) entstammte der den Beschwerdeführern im Jahr 2008 zugeflossene Kapitalbetrag 

einer Stiftung des Personen- und Gesellschaftsrechts des Fürstentums Liechtenstein 

vom 20. Januar 1926 (PGR/FL; LR 216.0). Einer solchen kommt von Gesetzes wegen 

Rechtspersönlichkeit zu (heute Art. 552 § 1 Abs. 1 PGR/FL in der Fassung vom 26. 

August 2008, in Kraft getreten am 1. Oktober 2008); sie wird in der Schweiz 

zivilrechtlich (Art. 13 ff. und Art. 150 Abs. 1 i.V.m. Art. 154 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Privatrecht [IPRG; SR 291]) sowie 

steuerrechtlich grundsätzlich anerkannt (Art. 49 Abs. 3 DBG; BGer 2C_711/2012 a.a.O., 

E. 4.1). Auszugehen ist dabei vom Fehlen von jeglichen weiteren Angaben zu dieser 

Stiftung. Insbesondere sind der Stiftungsname, der Stifter und der Stiftungszweck nicht 

bekannt. Auch ein Zahlungsbeleg für den ausgerichteten Betrag liegt nicht vor. Dr. C.T. 

führte im Schreiben vom 25. November 2012 aus, er habe angesichts der anstehenden 

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grossen Investitionen bei der Bio-Produktion der Beschwerdeführer aufgrund seiner 

Kontakte zur Verwalterin der Stiftung, K.S., einen Betrag von Fr. 100'000.-- erhältlich 

machen und in bar übergeben können; dies unter der Bedingung der absoluten 

Diskretion. Steuerliche Konsequenzen seien damals nicht beachtet worden. K.S. sei 

nicht in der Lage, irgendwelche Informationen zu liefern (act. G 2).

2.4.        Nach bundesgerichtlicher Praxis liegt eine Schenkung im steuerrechtlichen 

Sinn vor, wenn eine unentgeltliche Zuwendung unter Lebenden vorgenommen wird. 

Die Schenkungsabsicht ist gegeben, wenn die Vermögenszuwendung nicht mit dem 

Willen, eine Gegenleistung zu erhalten, ausgerichtet wird. Sowohl dem zivilrechtlichen 

als auch dem steuerrechtlichen Schenkungsbegriff sind die Merkmale der 

Vermögenszuwendung, der Unentgeltlichkeit und des Zuwendungswillens gemeinsam; 

dabei bedeutet die subjektive Seite des Zuwendungswillens, dass der Zuwendende 

Wissen und Wollen bezüglich der Vermögenszuwendung und der Unentgeltlichkeit 

haben muss (BGer 2A.668/2004 vom 22. April 2005 E. 3.3). Im st. gallischen Recht sind 

demgegenüber die entscheidenden Merkmale einzig die Unentgeltlichkeit und die 

Freiwilligkeit. Freiwillig erfolgt eine Zuwendung immer dann, wenn dazu keine 

Rechtspflicht besteht (Zigerlig/Oertli/Hofmann, VI. Rz 26 und 28). Soweit die Stiftung 

die Erträge an die Destinatäre nicht freiwillig, sondern lediglich in Erfüllung einer ihr 

durch die Stiftungsurkunde auferlegten Rechtspflicht ausrichtet, hat sie auch keinen 

Schenkungswillen (BGer 2A.668/2004 a.a.O., E. 3.4.3 mit Hinweisen). Die Annahme 

einer Schenkung fällt hier entsprechend ausser Betracht. Tätigt die Stiftung hingegen 

Zuwendungen, welche ausserhalb des Stiftungszwecks liegen, erfüllen die 

Stiftungsorgane nicht eine ihnen obliegende Rechtspflicht, sondern handeln - wenn 

auch unzulässigerweise - frei (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz 25 zu Art. 24 

DBG). Die Frage, ob Unentgeltlichkeit und Freiwilligkeit der Zuwendung vorliegt, ist 

nach Massgabe der im Steuerrecht geltenden Beweislastverteilung zu beantworten. 

Nach dieser trägt die Steuerbehörde die Beweislast für Tatsachen, welche die 

Steuerschuld begründen oder mehren, die steuerpflichtige Person für Tatsachen, 

welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VI. Rz 

15).

Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid unter anderem zum Schluss, es 

würden plausible Gründe fehlen, weshalb die Stiftung nicht genannt werden wolle. Aus 

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der schriftlichen Bestätigung von Dr. C.T. seien weder der Name der Stiftung und des 

Stifters oder der Stiftungszweck ersichtlich, noch gehe daraus hervor, ob es sich um 

eine Zuwendung im Rahmen des Stiftungszwecks oder ausserhalb von diesem 

gehandelt habe. Ob die Beschwerdeführer Destinatäre der Stiftung seien, könne daher 

nicht geklärt werden. Selbst wenn die Stiftung den Betrag von Fr. 100'000.-- nicht im 

Rahmen des Stiftungszwecks ausgerichtet haben sollte, wären zur Überprüfung 

konkrete Angaben zur Stiftung nötig gewesen. Allein die Berufung auf die Integrität der 

Mittelspersonen vermöge den Nachweis für eine gemeinnützige Zuwendung nicht zu 

erbringen. Widersprüchlich sei weiter, dass einerseits die Stiftung offenbar eingehende 

Kenntnis von den betrieblichen und finanziellen Verhältnissen der Beschwerdeführer 

gehabt haben müsse (vgl. auch act. G 8/6/IV/20); anderseits sollen der Stiftung die 

Beschwerdeführer unbekannt gewesen sein (act. G 8/1 Ziff. 3d). Letztlich sei die 

Hypothese, es könnte sich dabei um unversteuertes Vermögen handeln, unbeachtlich. 

Der Beschwerdegegner habe kein Nachsteuerverfahren eröffnet (act. G 3 S. 6).

2.5.       

2.5.1.    Die vorinstanzlichen Darlegungen erscheinen nachvollziehbar und begründet. 

Nachdem Angaben zur Stiftung und zum Stifter auch in diesem Verfahren nicht 

nachgereicht wurden, lässt sich insbesondere die Freiwilligkeit (bzw. das 

Nichtvorliegen einer Rechtspflicht in der Stiftungsurkunde) und die Unentgeltlichkeit 

nicht klären. Auch wenn der Umstand als nachgewiesen zu erachten wäre, dass die 

Beschwerdeführer - wie sie vorbringen - das Geld ohne entsprechende Gegenleistung 

(unentgeltlich) und ohne aktive Mitwirkung erhalten haben (act. G 1 S. 4 oben), würde 

dies für sich allein für die Annahme einer Schenkung nicht genügen. Wenn die 

Beschwerdeführer darlegen lassen, dass die ihnen ausgerichtete Zuwendung nicht in 

den Statuten der Stiftung festgehalten sei (act. G 1 S. 4 Ziff. 3.7), so ist anzumerken, 

dass sich eben dies wegen des Nichtvorliegens der Statuten/Reglemente nicht prüfen 

lässt. Zum weiteren Einwand der Beschwerdeführer, wonach sie nicht Destinatäre der 

Stiftung seien (act. G 1 S. 3 f.), ist festzuhalten, dass die Leistungsausrichtung der 

Stiftung nicht unbedingt eine formelle Destinatärseigenschaft auf Seiten der 

Leistungsempfänger erfordert. Jedenfalls aber weist die Leistungsausrichtung auf eine 

in einem stiftungsinternen Regelungswerk umschriebene Begünstigteneigenschaft der 

Beschwerdeführer bzw. eine Zahlung gestützt auf die Stiftungsstatuten und -

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reglemente hin. Der Beschwerdegegner ist entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführer (act. G 1 S. 4 Ziff. 3.8) weder verpflichtet noch in der Lage, den 

Beweis ihrer Destinatärs- bzw. Begünstigteneigenschaft zu liefern. Dem Einwand, 

wonach die Beschwerdeführer nicht mal die Stiftung kennen (act. G 1 S. 4 Ziff. 3.8), ist 

entgegenzuhalten, dass der - diesbezüglich nicht beweisbelastete - Beschwerdegegner 

sich in derselben Situation befindet. Die Beschwerdeführer vermochten die Vermutung, 

wonach sie als Begünstigte der Stiftung gestützt auf das stiftungsinterne 

Regelungswerk den Kapitalbetrag ausgerichtet erhielten, nicht zu widerlegen. Soweit 

die Beschwerdeführer ergänzend von der sinngemässen These ausgehen, dass Dr. 

C.T. der Schenker sei (vgl. act. G 1 S. 6 Ziff. 3.16), so erweist sich dies bereits aufgrund 

des Schreibens von Dr. C.T. vom 25. November 2012 (act. G 2) als nicht haltbar und 

steht im Widerspruch zu ihren eigenen Ausführungen (act. G 1 S. 2 Ziff. 1). Da sie das 

Vorliegen einer Schenkung (als steuermindernden oder -aufhebenden Grund) geltend 

machen, jedoch nicht in der Lage sind, Angaben zur Stiftung zu liefern, tragen die 

Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit ihres Standpunktes.

2.5.2.    Die Beschwerdeführer begründen nicht näher, inwiefern aus der vorerwähnten 

Schlussfolgerung eine Verletzung von Treu und Glauben resultieren sollte (vgl. act. G 1 

S. 5 Ziff. 3.12). Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens besteht, sofern sich 

die behördliche Mitteilung oder Auskunft bzw. das Verhalten auf eine konkrete, den 

betreffenden Bürger berührende Angelegenheit bezieht. Der Anspruch auf 

Vertrauensschutz in ein bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden 

setzt zudem unter anderem voraus, dass der Private im Vertrauen auf die Richtigkeit 

des Verhaltens der Behörde Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil wieder 

rückgängig gemacht werden können (Wiederkehr/Richli, Praxis des allgemeinen 

Verwaltungsrechts, Band 1, Bern 2012, Rz. 1970 und 1950). Konkret fehlt es bereits an 

einem Vertrauenstatbestand, so dass eine Untersuchung der weiteren 

Voraussetzungen unterbleiben kann. Es lässt sich daher nicht beanstanden, dass die 

Vorinstanz die Qualifizierung des den Beschwerdeführern im Jahr 2008 zugeflossenen 

Betrages von Fr. 100'000.-- als steuerbares Einkommen aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit (vgl. Einsprache-Entscheid vom 26. März 2013, act. G 8/2/1 S. 5) 

bestätigte.

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2.6.        Die Beschwerdeführer beantragen eventualiter die Feststellung, dass das 

übrige steuerbare Einkommen von Fr. 100'000.-- von der Meldung als Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit gegenüber der Sozialversicherungsanstalt (SVA) 

auszunehmen sei (act. G 1 S. 2). Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) ist Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in 

unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Steuerrechtlich bilden Indizien für 

das Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit insbesondere die Vornahme von 

Investitionen, eigene Geschäftsräume, Beschäftigung von Personal und das Bestehen 

eines Unternehmerrisikos (Zigerlig/Oertli/Hofmann a.a.O., II. Rz 125). In dem durch den 

angefochtenen Entscheid bestätigten Einsprache-Entscheid vom 26. März 2013 (act. G 

8/2/1 S. 5) wurde der Betrag von Fr. 100'000.-- als Einkommen aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit qualifiziert. Dies mit Hinweis darauf, dass der Zufluss im 

Zusammenhang mit der selbständigen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführer erfolgt 

war. Letzteres wird insbesondere durch das Schreiben von Dr. C.T. (act. G 2) explizit 

bestätigt. Nachdem die Beschwerdeführer im Rahmen der Produktion und dem 

Vertrieb von landwirtschaftlichen Bio-Produkten unstreitig selbständig erwerbstätig 

sind, ist auch der Kapitalzufluss im Jahr 2008 ohne weiteres dieser selbständigen 

Tätigkeit zuzuordnen. Von einer blossen Verwaltung des eigenen Vermögens oder der 

Ausübung einer Liebhaberei (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann a.a.O., II. Rz 126) kann 

diesbezüglich offensichtlich nicht ausgegangen werden. Der Zufluss wurde nach 

Angaben der Beschwerdeführer als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit 

bereits der SVA gemeldet. Die SVA erliess eine Beitragsverfügung, gegen welche die 

Beschwerdeführer Einsprache bei der SVA erhoben (act. G 1 S. 2 oben). Der 

Eventualantrag erweist sich von daher als nicht mehr durchführbar bzw. zum 

vornherein unmöglich, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Abgesehen davon, dass die 

Einkommensmeldung bereits vorgenommen und die Beiträge verfügt wurden, 

vermögen die Beschwerdeführer auch keinen Grund für eine Ausnahme von der 

Einkommensmeldung zu nennen. Eine andere - hier nicht zu prüfende - Frage ist die 

sozialversicherungsrechtliche Qualifizierung des Kapitalzuflusses.

3.            (…).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

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1.            Die Beschwerdeverfahren B 2013/273 und B 2013/274 werden vereinigt.

2.            Die Beschwerde betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2008 wird 

abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

3.            Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer 2008 wird abgewiesen, 

soweit darauf einzutreten ist.

4.            Die Beschwerdeführer bezahlen die amtlichen Kosten von Fr. 2'000.--. Der 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird angerechnet.

5.            Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

Der Präsident                                Der Gerichtsschreiber

Eugster                                          Schmid

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