# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 84cedadc-b0dd-5856-8fbd-1796aee14f9f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.11.2022 PQ220063
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ220063_2022-11-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ220063-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichterin lic. iur. 

R. Bantli Keller sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Gautschi 

Urteil vom 28. November 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. C._____,  
3. D._____,  
Beschwerdegegner 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____,  

 

betreffend Stiefkindadoption einer volljährigen Person  
 
Beschwerde gegen einen Beschluss und ein Urteil des Bezirksrates Affol-
tern vom 6. September 2022; VO.2020.13 (Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde Affoltern) 
 
 
 

- 2 - 

 
Erwägungen: 

I. 

1.   A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer), ist das erwachsene gemeinsame 

Kind der verheirateten Eltern, B._____ (Beschwerdegegner 1) und C._____ (Be-

schwerdegegnerin 2). D._____ (Beschwerdegegnerin 3) ist die Tochter der Be-

schwerdegegnerin 2 aus einer früheren Beziehung; sie lebte von klein auf bei der 

Mutter sowie dem Beschwerdegegner 1.  

2.   Mit Eingabe vom 6. Oktober 2019 stellte der Beschwerdegegner 1 bei der 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Affoltern (KESB) einen Antrag 

auf Erwachsenenadoption der Beschwerdegegnerin 3 (KESB act. 4 und 4/1-9). 

Nach diversen Abklärungen und der Anhörung der Beschwerdegegner 1-3 sprach 

die KESB mit Entscheid vom 2. Juli 2020 unter Berücksichtigung des schriftlichen 

Einverständnisses des Beschwerdeführers die Adoption der Beschwerdegegne-

rin 3 durch den Beschwerdegegner 1 aus und erklärte das bisherige Kindesver-

hältnis zum leiblichen Vater der Beschwerdegegnerin 3, E._____, als erloschen 

(RB act. 2 = KESB act. 32). 

3.   Dagegen erhob der Beschwerdeführer beim Bezirksrat Affoltern Beschwerde 

und verlangte im Wesentlichen die Sistierung des Beschwerdeverfahrens sowie 

die Aufhebung der Adoption (vgl. BR act. 1, 4, 25 und 38). Der Bezirksrat führte 

sein Verfahren durch, wobei bezüglich des detaillierten Verlaufs auf die Darstel-

lung im angefochtenen Entscheid verwiesen werden kann (act. 9 S. 3 ff.). Mit Be-

schluss vom 6. September 2022 wies der Bezirksrat den Sistierungsantrag des 

Beschwerdeführers ab und wies mit Urteil vom gleichen Tag auch die Beschwer-

de ab (act. 4/1 = act. 9 [Aktenexemplar] = BR act. 55). 

4.   Der Beschwerdeführer legte dagegen mit Eingabe vom 28. September 2022 

bei der Kammer Beschwerde ein und stellt folgende Anträge (act. 2): 

1.  Die Ziff. II des Beschlusses des Bezirksrats Affoltern vom 6. September 2022 
(Geschäfts-Nr. VO.2020.13/3.02.00) sei aufzuheben und wie folgt zu ersetzen: 

- 3 - 

  Das Verfahren vor Bezirksrat sei bis zum Abschluss des Strafverfahrens 

gegen C._____, Beschwerdegegnerin 2, zu sistieren. 

2. Die Ziff. I des Urteils des Bezirksrats Affoltern vom 6. September 2022 (Ge-
schäfts-Nr. VO.2020.13/3.02.00) sei aufzuheben und wie folgt zu ersetzen: 

  Die Beschwerde von A._____ wird gutgeheissen. Der Entscheid Nr. 

2020.0645 der KESB Affoltern vom 2. Juli 2020 wird aufgehoben und das Ge-

such um Adoption von D._____, Beschwerdegegnerin 3, durch B._____, Be-

schwerdegegner 1, wird abgewiesen. 

3. Das vorliegende Beschwerdefahren sei bis zum Abschluss des Strafverfahrens 

gegen C._____, Beschwerdegegnerin 2, zu sistieren. 

4. Eventualiter sei die Sache der KESB Affoltern zu einem neuen Entscheid zu-

rückzuweisen. 

5. Ziff. II. und III. des Urteils seien aufzuheben und die Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens seien den Beschwerdegegnern aufzuerlegen und dem Be-

schwerdeführer sei eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7.7% MwSt.) zu Lasten der 

Beschwerdegegner. 

 Die Akten des Bezirksrats (act. 10/1-56, zitiert als BR act.) sowie der KESB 

(act. 10/7/1-114, zitiert als KESB act.) wurden von Amtes wegen beigezogen. 

Weiterungen erübrigen sich (vgl. §§ 66 und 68 EG KESR). Die Sache ist spruch-

reif. 

II. 

1.   Es handelt sich um eine Beschwerde gegen einen Entscheid der KESB als 

Adoptionsbehörde (Art. 268 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 56a EG ZGB). Soweit das Bun-

desrecht das Beschwerdeverfahren bei Anfechtung einer Adoption nach 

Art. 269 ff. ZGB nicht regelt, richtet sich das Verfahren nach dem kantonalen 

Recht. Gemäss § 40 EG KESR sind in erster Linie die Bestimmungen des ZGB 

(Art. 450 ff. ZGB) und danach diejenigen des EG KESR anzuwenden. Enthalten 

beide Gesetze keine Bestimmungen, kommen die Regeln des GOG und subsidiär 

der ZPO sinngemäss zur Anwendung.  

- 4 - 

2.   

2.1.   Der Beschwerdeführer erhebt eine Beschwerde gemäss Art. 269a ZGB. Da-

nach ist jede Person, die ein Interesse hat, zur Anfechtung der Adoption berech-

tigt. Der Beschwerdeführer verfügt als leiblicher Sohn des Adoptierenden (Be-

schwerdegegner 1) und angehender Bruder der zu Adoptierenden (Beschwerde-

gegnerin 3) über ein hinreichendes Interesse an der Anfechtung.  

2.2.   Der Kanton Zürich kennt ein zweistufiges Beschwerdeverfahren. Beschwer-

den gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom Bezirksrat und in 

zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (§§ 40 und 64 EG KESR und § 50 lit. b 

GOG). Gegenstand im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren können nur Ent-

scheide des Bezirksrats sein. Für den Weiterzug des Entscheids der ersten an die 

zweite Beschwerdeinstanz gilt die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss Art. 450b 

ZGB. Hingegen bestimmt Art. 269b ZGB die Frist für die Anfechtung des Ent-

scheids der KESB. Danach kann der Adoptionsentscheid binnen sechs Monaten 

seit Entdeckung des Anfechtungsgrundes (relative Frist) und in jedem Fall binnen 

zwei Jahren seit der Adoption (absolute Frist) angefochten werden. Die Be-

schwerde an die Kammer wurde rechtzeitig innert 30 Tagen gemäss Art. 450b 

ZGB und mit Anträgen sowie einer Begründung versehen erhoben (act. BR act. 

56/1 und act. 2; Art. 450 Abs. 3 und 450b ZGB). Damit steht dem Eintreten auf die 

Beschwerde nichts entgegen. 

3.   Mit der Beschwerde gemäss §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. Art. 450 ff. ZGB kann 

neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung eine Rechtsverletzung, die 

unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes 

oder Unangemessenheit des Entscheides gerügt werden (vgl. Art. 450a Abs. 1 

ZGB). Sowohl für das Verfahren vor der KESB wie auch vor den Beschwer-

deinstanzen gilt die umfassende Untersuchungsmaxime und das Gericht ist nicht 

an die Anträge der am Verfahren beteiligten Personen gebunden (Art. 268a ff. 

ZGB, vgl. § 65 EG KESR und Art. 446 ZGB; vgl. BGer 5A_770/2018 vom 6. März 

2019 E. 3.2). Von der Beschwerde führenden Partei ist jedoch darzulegen und 

aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. 

Sie muss sich sachbezogen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Ent-

- 5 - 

scheides auseinandersetzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht 

falsch angewendet oder den Sachverhalt unrichtig festgestellt hat. Dies gilt auch 

im Bereich der Untersuchungsmaxime (Art. 268a, vgl. § 65 EG KESR; BGE 141 

III 569 E. 2.3.3 und BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Ansonsten kann die Beschwer-

deinstanz den angefochtenen Entscheid in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht 

umfassend überprüfen. Die Beschwerdeinstanz darf sich aber primär auf die gel-

tend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (BSK ZGB I-DROESE/STECK, 

Art. 450a N 5).  

4.   

4.1.  Der Beschwerdeführer wendet sich zunächst mit Antrag Ziff. 1 gegen die 

Abweisung seines Sistierungsgesuchs durch die Vorinstanz und verlangt mit An-

trag Ziff. 3 die Sistierung des Beschwerdeverfahrens vor der Kammer. Er möchte, 

dass die Beschwerdeverfahren bis zum Abschluss des Strafverfahrens gegen die 

Beschwerdegegnerin 2 sistiert werden (act. 2 Rz 9 ff.). Dem Strafverfahren liegt 

der Vorwurf des Beschwerdeführers zugrunde, die Beschwerdegegnerin 2 habe 

seine Unterschrift auf der Zustimmungserklärung zur Adoption vom 7. September 

2019 (KESB act 4/1) gefälscht. 

4.2.   Die Vorinstanz führte dazu aus, gemäss Art. 126 ZPO könne ein Verfahren 

sistiert werden, wenn der Entscheid vom Ausgang des Strafverfahrens abhängig 

sei. Diese Voraussetzung sei nicht erfüllt, weil es für die Adoption der Beschwer-

degegnerin 3 durch den Beschwerdegegner 1 keiner Zustimmung des Beschwer-

deführers bedürfe und sich die Strafuntersuchung gegen die Beschwerdegegne-

rin 2 und nicht gegen den Beschwerdegegner 1 richte (act. 9 S. 15 f.). 

4.3.   Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, der Ausgang des Strafverfahrens 

sei für das Adoptionsverfahren überaus relevant. Stelle sich heraus, dass die Be-

schwerdegegnerin 2 die Unterschrift des Beschwerdeführers gefälscht habe, läge 

eine Persönlichkeitsverletzung vor, welche beweisen würde, dass der Beschwer-

deführer gezielt aussen vor gelassen und die Adoption auf rechtsmissbräuchliche 

Art erreicht werden sollte (act. 2 Rz 9 ff.).  

4.4.   Die Einwände des Beschwerdeführers überzeugen nicht. Ein enger sachli-

cher Konnex zwischen den beiden Verfahren fehlt. Die Adoption kann auch ohne 

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die Einwilligung des Beschwerdeführers ausgesprochen werden; seine Zustim-

mung bildet keine Voraussetzung (vgl. Art. 268aquater Abs. 1 ZGB, vgl. nachfol-

gend E. II/6.1). Insofern würde eine Verurteilung der Beschwerdegegnerin 2 we-

gen Urkundenfälschung weder das Adoptionsverfahren präjudizieren noch zu wi-

dersprüchlichen Entscheiden führen. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, rich-

tet sich der strafrechtliche Vorwurf gegen die Beschwerdegegnerin 2 und nicht 

gegen die KESB, den Beschwerdegegner 1 oder die Beschwerdegegnerin 3. Eine 

massgebliche Mitwirkung bei der Planung oder Ausführung der allfälligen Urkun-

denfälschung (Bsp. gemeinsame Absprache mit der Beschwerdegegnerin 2) wird 

keiner Person angelastet. Zudem ist nicht erkennbar, dass eine Verurteilung der 

Beschwerdegegnerin 2 den Adoptionswillen des Beschwerdegegners 1 oder der 

Beschwerdegegnerin 3 massgeblich beeinflussen würde (KESB act. 18 und BR 

act. 35). Damit fehlt der für eine Sistierung nötige enge sachliche Zusammenhang 

mit dem Strafverfahren. Ob die Ablehnung durch den Beschwerdeführer der 

Adoption entgegensteht, ist im Rahmen der materiellen Behandlung der Be-

schwerde zu prüfen (E. II/6.5). 

4.5.   Soweit der Beschwerdeführer (nur) einen Verfahrensmangel rügen möchte 

(act. 2 Rz 12), lässt er offen, welche Verfahrensvorschrift die KESB verletzte oder 

der Bezirksrat übersah (zum Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs vgl. 

nachfolgend E. II/5). In Betracht fällt insbesondere, dass die KESB bei Fällung 

des Adoptionsentscheids von der angeblichen Fälschung der Unterschrift des Be-

schwerdeführers auf der Zustimmungserklärung keine Kenntnisse hatte und ha-

ben musste. Der Beschwerdeführer erhob diesen Vorwurf erstmals in der Stel-

lungnahme vom 10. Juni 2021 an den Bezirksrat (BR act. 25). Aus dem Blickwin-

kel der KESB ist nachvollziehbar, dass sie von einer Anhörung des Beschwerde-

führers absah. Eine Verurteilung der Beschwerdegegnerin 2 erfolgte bis heute 

nicht.  

4.6.   Zusammenfassend fehlen Gründe, die Beschwerdeverfahren vor Bezirksrat 

und der Kammer zu sistieren, bis das Strafverfahren gegen die Beschwerdegeg-

nerin 2 wegen Urkundenfälschung abgeschlossen ist. Die Beschwerdeanträge 

Ziff. 1 und 3 sind demnach abzuweisen. 

- 7 - 

5.   

5.1.   Der Beschwerdeführer rügt eine besonders schwerwiegende Verletzung 

seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Die Vorinstanz sei zu Unrecht davon 

ausgegangen, dass die Verletzung im Beschwerdeverfahren geheilt worden sei. 

Sein rechtliches Gehör sei zentral. Ihm werde eine "neue Schwester" zur Seite 

gestellt; mehr könne man nicht von einer Adoption betroffen sein (act. 2 Rz 20 f.). 

5.2.   Die Vorinstanz erwog, der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 

Abs. 2 BV verlange, dass die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien gehört 

und bei der Entscheidfindung berücksichtigt werden. Eine Verletzung führe unge-

achtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Be-

schwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Sie könne jedoch 

ausnahmsweise geheilt werden, wenn die betroffene Person die Möglichkeit er-

halte, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt 

wie auch die Rechtslage frei überprüfen könne (act. 9 S. 17 f.). Diese Erwägun-

gen sind zutreffend und entsprechen konstanter Bundesgerichtspraxis. Zu ergän-

zen ist, dass die Wahrung des rechtlichen Gehörs keinen Selbstzweck darstellt. 

Es genügt deshalb nicht, eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend zu ma-

chen, sondern die beschwerdeführende Partei hat in der Begründung des 

Rechtsmittels anzugeben, was sie vor Vorinstanz vorgebracht und wie es sich auf 

den Entscheid ausgewirkt hätte, wenn sie angehört worden wäre (BGer 

4A_453/2016 vom 16. Februar 2017 E. 4.2.3 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. wei-

ter auch BGer 4A_438/2019 vom 23. Oktober 2019 E. 3.2; BGer 5A_85/2021 vom 

26. März 2021 E. 6.2). 

5.3.  Gemäss Art. 268aquater ZGB ist die Einstellung der Nachkommen der adopti-

onswilligen Person zu würdigen. Der Beschwerdeführer als Nachkomme des Be-

schwerdegegners 1 hat Anspruch, im vorliegenden Adoptionsverfahren angehört 

zu werden. Die KESB führte aus, der Beschwerdeführer habe am 7. September 

2019 schriftlich sein Einverständnis zur Adoption erklärt (BR act. 2 S. 3). Aufgrund 

dieser Erklärung sah sie von weiteren Erkundigungen beim Beschwerdeführer ab. 

Der Bezirksrat folgerte diesbezüglich, zwar wäre der Anspruch des Beschwerde-

führers auf rechtliches Gehör verletzt, sollte es sich bei der Erklärung tatsächlich 

- 8 - 

um eine Fälschung handeln. Eine allfällige Verletzung sei jedoch geheilt worden, 

weil sich der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren wiederholt ausführlich 

zur Adoption habe äussern können (act. 9 S. 17 ff.). 

5.4.   Den Ausführungen der Vorinstanz ist nichts entgegenzusetzen. Der Be-

schwerdeführer konnte sich in den Beschwerdeschriften an den Bezirksrat (BR 

act. 1 und 4), in der Stellungnahme vom 10. Juni 2021 (BR act.  25), in der Replik 

(BR act. 38) sowie in der Stellungnahme zur Duplik (BR act. 43) frei zur Adoption 

äussern. Die Stellungnahme vom 10. Juni 2021 sowie die Replik wurden von sei-

nem damaligen Rechtsvertreter verfasst. Darin liess der Beschwerdeführer unter 

anderem den Vorwurf der Fälschung gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 erhe-

ben (BR act. 25 S. 2 und BR act. 38 S. 3 f.). Es trifft folglich zu, dass er vor Vor-

instanz seine Einwände gegen die Adoption vortragen konnte. Der Bezirksrat hat 

diese gehört und geprüft (act. 9 S. 18 ff.). Damit wurde eine allfällige Verletzung 

des rechtlichen Gehörs bei der KESB im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren 

geheilt. Der Beschwerdeführer liess überdies offen, welche für den Entscheid re-

levanten Behauptungen er bei der KESB hätte einbringen wollen, die vom Be-

zirksrat nicht berücksichtigt werden konnten. Solche Einwände sind auch nicht er-

sichtlich. Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich somit als unbegründet.  

5.5.   Soweit der Beschwerdeführer eine Gehörsverletzung des leiblichen Vaters 

der Beschwerdegegnerin 3 geltend macht (act. 2 Rz 21), fehlt es ihm am nötigen 

schutzwürdigen Interesse, zumal nicht sein eigener Anspruch in Frage steht und 

er nicht dartut, wie sich eine Stellungnahme von E._____ konkret zu seinen Guns-

ten auswirken könnte (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Auf seine Vorbringen ist da-

her nicht näher einzugehen. Der Vorwurf der Gehörsverletzung wäre auch nicht 

evident. E._____ verstarb am 11. November 2020, nachdem ihm bereits mit 

Schreiben der KESB vom 5. Mai 2020 Frist zur Stellungnahme zur Adoption ein-

geräumt worden war (BR act. 36/1, KESB act. 24). Eine Stellungnahme ging so-

weit ersichtlich nicht ein. 

6.    

6.1.   Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB verlangt bei der Adoption einer volljährigen Per-

son, dass die adoptionswillige Person der zu Adoptierenden während ihrer Min-

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derjährigkeit mindestens ein Jahr lang Pflege und Erziehung erwiesen hat. Eigene 

Nachkommen der adoptionswilligen Personen stehen der Adoption nicht entge-

gen. Deren Einstellung zur Adoption ist jedoch in Erfahrung zu bringen und zu 

würdigen. Bei negativer Einstellung kann die Adoption das Wohl der zu adoptie-

renden Person oder das Wohl der Nachkommen gefährden. Eine eigentliche Zu-

stimmung der Nachkommen ist jedoch nicht erforderlich, womit die Adoption auch 

bei ablehnender Haltung möglich bleibt (OFK ZGB-FANKHAUSER/BUSER, 4. Auflage 

2021, Art. 268aquater N 1). 

 Die Adoption einer erwachsenen Person kann gemäss Art. 269a ZGB ange-

fochten werden, wenn sie an schwerwiegenden Mängeln leidet. Als schwerwie-

gende Mängel gelten beispielsweise die wesentliche Unterschreitung des Min-

destaltersunterschiedes, das Fehlen eines echten Pflegeverhältnisses oder eine 

erbrechtliche Zurücksetzung der eigenen Nachkommen als Hauptzweck. 

Schwerwiegend ist ein Mangel nur, wenn mit ihm der Wesensgehalt der Adoption 

unterlaufen wird. Es müssen wesentliche Interessen der Beteiligten oder der Öf-

fentlichkeit das Kindesinteresse an der Adoption überwiegen. Die Adoption hat 

dem Wohl resp. dem Interesse der zu adoptierenden Person Rechnung zu tragen 

(BGE 137 I 154 E. 3.3.2; KUKO ZGB-MONIKA PFAFFINGER, Art. 269a ZGB; BSK 

ZGB I-BREITSCHMID, Art. 269a N 2; BK-HEGNAUER, Art. 269a ZGB N 4). 

6.2. Der Beschwerdeführer erkennt einen schwerwiegenden Mangel darin, dass 

mit der Adoption primär adoptionsfremde Zwecke, nämlich seine Enterbung als 

leiblicher Nachkomme des Beschwerdegegners 1 und eine unzulässige Zurück-

setzung verfolgt würden. Die Adoption stehe im Zusammenhang mit der Ver-

schlechterung seiner finanziellen Verhältnisse und soll verhindern, dass allfällige 

Vermögenswerte des Beschwerdegegners 1 bzw. dereinst seines Nachlasses in-

direkt an seine missliebige neue Partnerin gelangten. Die Vorinstanz habe über-

dies sein berechtigtes Interesse nicht beachtet, dass er als leiblicher Sohn des 

Beschwerdegegners 1 keine "neue Schwester" wolle. Die bestehende Familien-

struktur sei für eine Integration der Beschwerdegegnerin 3 nicht stabil genug und 

die bisherige Familie würde faktisch zerstört. Es gebe nach 15 Jahren keinen 

sachlichen Grund für diese Adoption. Der Beschwerdegegner 1 habe sich abrupt 

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von ihm abgewendet, den Kontakt abgebrochen und widme sich nur noch der Be-

schwerdegegnerin 3 (act. 2 Rz 13 ff.). 

6.3.   Der Beschwerdeführer erhebt damit im Wesentlichen die gleichen Einwände 

gegen die Adoption wie im Beschwerdeverfahren vor Bezirksrat (vgl. BR act. 25 

und 38). Die Vorinstanz ging auf die Interessenlage der Beteiligten sorgfältig ein 

und legte nachvollziehbar dar, weshalb allfällige finanzielle oder erbrechtliche 

Überlegungen des Beschwerdegegners 1 der Adoption nicht entgegenstehen. Der 

Hauptzweck der Adoption bestehe darin, die viele Jahre gelebte faktische Vater-

Tochter-Beziehung zwischen dem Beschwerdegegner 1 und der Beschwerde-

gegnerin 3 zu verrechtlichen. Die (Nachhol-)Adoption diene dem Wohl der Be-

schwerdegegnerin 3 und werde vom Beschwerdegegner 1 aus achtenswerten 

Gründen angestrebt (act. 9 S. 19 ff.). Diesen Überlegungen des Bezirksrats ist 

beizupflichten. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin 3 seit früher 

Kindheit bei ihrer leiblichen Mutter, der Beschwerdegegnerin 2, und dem Be-

schwerdegegner 1 lebte und sie von ihrem Stiefvater während 16 Jahren aufge-

zogen wurde. Die Beschwerdegegnerin 3 übernahm auch dessen Familiennamen 

bis zu ihrer Heirat (KESB act. 11/5). Zum leiblichen Vater unterhielt sie dagegen 

fast keine Kontakte und dieser bemühte sich soweit ersichtlich nie um eine Bezie-

hung zu ihr (KESB act. 18 S. 5). Dessen Betreuungs- und Erziehungsaufgaben 

wurden vollumfänglich vom Beschwerdegegner 1 wahrgenommen, welcher für die 

Beschwerdegegnerin 3 seit langem moralisch die Vaterrolle einnimmt. Die Adop-

tion scheint aufgrund der langen persönlichen Verbundenheit und gelebten famili-

ären Beziehung primär ein emotionales Anliegen der Involvierten zu erfüllen 

(KESB act. 18 S. 2 und 4; BR act. 35). Im Vordergrund steht deshalb das berech-

tigte Interesse des Beschwerdegegners 1 und der Beschwerdegegnerin 3, durch 

Adoption das Kindesverhältnis zwischen ihnen mit allen rechtlichen Auswirkungen 

zu begründen.  

6.4.   Die Vorwürfe, es würden mit der Adoption primär finanzielle oder erbrechtli-

che Aspekte verfolgt, überzeugen dagegen nicht und führen zu keiner anderen 

Beurteilung. Das Aufwachsen als Halbgeschwister im gemeinsamen Familienver-

band spricht deutlich für das ehrenwerte Motiv des Beschwerdegegners 1, den 

Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin 3 als Nachkommen gleichzuset-

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zen, auch wenn dies aus Sicht des Beschwerdeführers als ungerechtfertigte Zu-

rücksetzung empfunden wird. Die mit einer Adoption einhergehende Schmälerung 

seiner zukünftigen gesetzlichen Erbansprüche am Nachlass des Beschwerde-

gegners 1 ist als notwendige Konsequenz der Adoption hinzunehmen und bedeu-

tet an sich noch keine unzulässige Zurücksetzung. Der Beschwerdeführer wirft 

ein, der Beschwerdegegner 1 habe sich unvermittelt von ihm abgewandt, den 

Kontakt abgebrochen und widme sich stattdessen vollständig seiner Stieftochter 

(act. 2 Rz 19). Die Entwicklung, dass seit Herbst 2019 erhebliche Konflikte zwi-

schen ihm und dem Beschwerdegegner 1 bestehen und sich der Beschwerde-

gegner 1 von ihm distanzierte, mag für den Beschwerdeführer ungerecht erschei-

nen, ändert aber nichts am berechtigten Interesse insbesondere der Beschwer-

degegnerin 3 an der Adoption (vgl. BR act. 11, 12/1, 25, 35, 38, 41 und 43). Ob 

die Abkühlung der Beziehung auf die Verschlechterung der finanziellen Verhält-

nisse des Beschwerdeführers und seine Beziehung zur neuen Partnerin zurück-

zuführen ist, wie der Beschwerdeführer vermutet, kann offen bleiben. Denn er 

vermag nicht aufzuzeigen, dass diese Umstände den Ausschlag zur Adoption ga-

ben bzw. den Adoptionswillen des Beschwerdegegners 1 hauptsächlich beein-

flussten (vgl. KESB act. 18). Selbst gewisse finanzielle oder erbrechtliche Motive 

des Beschwerdegegners 1 wiegten die im Vordergrund stehenden achtenswerten 

Gründe für eine Adoption der Beschwerdegegnerin 3 nicht auf. Der späte Zeit-

punkt steht der Adoption nicht entgegen. Es ist nachvollziehbar, dass die gesund-

heitlichen Probleme des heute 78-jährigen Beschwerdegegners 1 (er unterzog 

sich im Jahr 2019 zwei Herzoperationen, KESB act. 4 und 18 S. 3) ihm die Dring-

lichkeit vor Augen führten, das seit Jahren bestehende (faktische) Kindesverhält-

nis zur Beschwerdegegnerin 3 rechtlich zu besiegeln. 

6.5.   Zu prüfen bleibt, ob die vehemente Ablehnung durch den Beschwerdeführer 

einer Adoption entgegensteht und das Wohl der Beschwerdegegnerin 3 oder des 

Beschwerdeführers gefährdet. Gemäss Angaben der Beschwerdegegnerin 3 be-

stehe zum Beschwerdeführer kein sehr enger Kontakt und sie hätten aufgrund 

des Altersunterschieds von acht Jahren naturgemäss unterschiedliche Interessen 

gehabt. Sie seien jedoch zusammen aufgewachsen und würden sich an Familien-

festen gelegentlich sehen (KESB act. 18 S. 3). Aus Sicht der Beschwerdegegne-

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rin 3 bedeutet die ablehnende Haltung des Halbbruders scheinbar kein Hindernis 

oder ein besonderes Erschwernis für die Adoption, sondern sie scheint mit dieser 

Situation gut umgehen zu können. Der Beschwerdeführer ist 49 Jahre und die 

Beschwerdegegnerin 3 heute 57 Jahre alt. Unter diesen Umständen fällt die Ab-

lehnung durch den Beschwerdeführer auch aus objektiver Sicht nicht massgeblich 

ins Gewicht, geht es nach der Adoption doch nicht darum, ein Halbgeschwister in 

das gemeinsame Familienleben zu integrieren. Da die Beschwerdegegnerin 3 seit 

Geburt des Beschwerdeführers zur Familie gehört und keine frühere familiäre 

Konflikte bekannt sind, ist nicht einzusehen, weshalb die Adoption für den Be-

schwerdeführer unzumutbar sein und die Familie übermässig belasten könnte. 

Weder er noch die Beschwerdegegnerin 3 leben im gemeinsamen Haushalt mit 

den übrigen Parteien. Der Einwand, eine Adoption stelle für ihn eine emotionale 

Belastung dar, weil er dadurch mit 50 Jahren ein "neues Geschwister“ bekommen 

soll, welches den Familienfrieden untergräbt (act. 2 Rz. 22), ist unter den konkre-

ten Umständen nicht nachvollziehbar und bleibt unbelegt. Seine Ablehnung 

spricht daher nicht gegen die Adoption. 

7.  Zusammenfassend gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, schwerwiegen-

de Mängel der Adoption im Sinne von Art. 269a ZGB, namentlich überwiegend fi-

nanzielle oder erbrechtliche Gründe sowie eine unzulässige Zurücksetzung, dar-

zutun. 

8.   Die Mindestdauer der Pflege von einem Jahr gemäss Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 

ZGB wird vorliegend weit überschritten, weshalb alle Voraussetzungen für die 

Adoption erfüllt sind. Als Folge sind die Beschwerdeanträge Ziff. 2 und 4 abzu-

weisen, so dass der Beschwerdeführer im Ergebnis vollumfänglich unterliegt. Der 

Beschluss und das Urteil des Bezirksrats vom 6. September 2022 sowie der Ent-

scheid der KESB vom 2. Juli 2020 sind zu bestätigen. Dies führt dazu, dass die 

Adoption der Beschwerdegegnerin 3 durch den Beschwerdegegner 1 zu Recht 

ausgesprochen wurde, womit das Kindesverhältnis der Beschwerdegegnerin 3 

zum leiblichen Vater erlosch. 

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9.   

9.1.   Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Ge-

richtsgebühr für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren ist gestützt auf § 12 

Abs. 1 und 2 GebV OG gemäss § 5 Abs. 1 GebV OG zu bemessen, welche Be-

stimmung einen Rahmen von CHF 300.– bis CHF 13'000.– vorsieht. Aufgrund 

des überschaubaren Zeitaufwands und der mässigen Schwierigkeit des Falles ist 

die Gerichtsgebühr auf CHF 1'000.– festzulegen. Der Beschwerdeführer unterliegt 

vollständig, weshalb ihm die Kosten des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfah-

rens aufzuerlegen sind (Art. 106 Abs. 1 ZPO).  

9.2.   Eine Parteientschädigung ist nicht auszurichten; dem Beschwerdeführer 

nicht, weil er unterliegt, und den Beschwerdegegnern 1-3 nicht, weil ihnen keine 

zu entschädigenden Aufwände entstanden sind. 

9.3.   Bei diesem Verfahrensausgang hat es bei der Kosten- und Entschädigungs-

regelung zulasten des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Entscheid (act. 9 

Dispositiv-Ziff. II und III) sein Bewenden. 

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen und der Beschluss sowie das Urteil des 

Bezirksrats Affoltern vom 6. September 2022 und der Entscheid der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Affoltern vom 2. Juli 2020 werden 

bestätigt. 

2. Die Entscheidgebühr im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren wird auf 

CHF 1'000.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Bezirk Affoltern sowie – unter Rücksendung der eingereichten Ak-

ten – an den Bezirksrat Affoltern, je gegen Empfangsschein. 

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5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw N. Gautschi 
 
 
 
versandt am:  

	Urteil vom 28. November 2022
	Erwägungen:
	I.
	1.   A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer), ist das erwachsene gemeinsame Kind der verheirateten Eltern, B._____ (Beschwerdegegner 1) und C._____ (Beschwerdegegnerin 2). D._____ (Beschwerdegegnerin 3) ist die Tochter der Beschwerdegegnerin 2 aus eine...
	2.   Mit Eingabe vom 6. Oktober 2019 stellte der Beschwerdegegner 1 bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Affoltern (KESB) einen Antrag auf Erwachsenenadoption der Beschwerdegegnerin 3 (KESB act. 4 und 4/1-9). Nach diversen Abklärungen u...
	3.   Dagegen erhob der Beschwerdeführer beim Bezirksrat Affoltern Beschwerde und verlangte im Wesentlichen die Sistierung des Beschwerdeverfahrens sowie die Aufhebung der Adoption (vgl. BR act. 1, 4, 25 und 38). Der Bezirksrat führte sein Verfahren du...
	4.   Der Beschwerdeführer legte dagegen mit Eingabe vom 28. September 2022 bei der Kammer Beschwerde ein und stellt folgende Anträge (act. 2):
	1.  Die Ziff. II des Beschlusses des Bezirksrats Affoltern vom 6. September 2022 (Geschäfts-Nr. VO.2020.13/3.02.00) sei aufzuheben und wie folgt zu ersetzen:
	Das Verfahren vor Bezirksrat sei bis zum Abschluss des Strafverfahrens gegen C._____, Beschwerdegegnerin 2, zu sistieren.
	2. Die Ziff. I des Urteils des Bezirksrats Affoltern vom 6. September 2022 (Geschäfts-Nr. VO.2020.13/3.02.00) sei aufzuheben und wie folgt zu ersetzen:
	Die Beschwerde von A._____ wird gutgeheissen. Der Entscheid Nr. 2020.0645 der KESB Affoltern vom 2. Juli 2020 wird aufgehoben und das Gesuch um Adoption von D._____, Beschwerdegegnerin 3, durch B._____, Beschwerdegegner 1, wird abgewiesen.
	3. Das vorliegende Beschwerdefahren sei bis zum Abschluss des Strafverfahrens gegen C._____, Beschwerdegegnerin 2, zu sistieren.
	4. Eventualiter sei die Sache der KESB Affoltern zu einem neuen Entscheid zurückzuweisen.
	5. Ziff. II. und III. des Urteils seien aufzuheben und die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens seien den Beschwerdegegnern aufzuerlegen und dem Beschwerdeführer sei eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen.
	Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7.7% MwSt.) zu Lasten der Beschwerdegegner.
	Die Akten des Bezirksrats (act. 10/1-56, zitiert als BR act.) sowie der KESB (act. 10/7/1-114, zitiert als KESB act.) wurden von Amtes wegen beigezogen. Weiterungen erübrigen sich (vgl. §§ 66 und 68 EG KESR). Die Sache ist spruchreif.
	II.
	1.   Es handelt sich um eine Beschwerde gegen einen Entscheid der KESB als Adoptionsbehörde (Art. 268 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 56a EG ZGB). Soweit das Bundesrecht das Beschwerdeverfahren bei Anfechtung einer Adoption nach Art. 269 ff. ZGB nicht regelt, ric...
	2.
	2.1.   Der Beschwerdeführer erhebt eine Beschwerde gemäss Art. 269a ZGB. Danach ist jede Person, die ein Interesse hat, zur Anfechtung der Adoption berechtigt. Der Beschwerdeführer verfügt als leiblicher Sohn des Adoptierenden (Beschwerdegegner 1) und...
	2.2.   Der Kanton Zürich kennt ein zweistufiges Beschwerdeverfahren. Beschwerden gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom Bezirksrat und in zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (§§ 40 und 64 EG KESR und § 50 lit. b GOG). Gegenstand ...
	3.   Mit der Beschwerde gemäss §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. Art. 450 ff. ZGB kann neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenhe...
	4.
	4.1.  Der Beschwerdeführer wendet sich zunächst mit Antrag Ziff. 1 gegen die Abweisung seines Sistierungsgesuchs durch die Vorinstanz und verlangt mit Antrag Ziff. 3 die Sistierung des Beschwerdeverfahrens vor der Kammer. Er möchte, dass die Beschwerd...
	4.2.   Die Vorinstanz führte dazu aus, gemäss Art. 126 ZPO könne ein Verfahren sistiert werden, wenn der Entscheid vom Ausgang des Strafverfahrens abhängig sei. Diese Voraussetzung sei nicht erfüllt, weil es für die Adoption der Beschwerdegegnerin 3 d...
	4.3.   Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, der Ausgang des Strafverfahrens sei für das Adoptionsverfahren überaus relevant. Stelle sich heraus, dass die Beschwerdegegnerin 2 die Unterschrift des Beschwerdeführers gefälscht habe, läge eine Persönl...
	4.4.   Die Einwände des Beschwerdeführers überzeugen nicht. Ein enger sachlicher Konnex zwischen den beiden Verfahren fehlt. Die Adoption kann auch ohne die Einwilligung des Beschwerdeführers ausgesprochen werden; seine Zustimmung bildet keine Vorauss...
	4.5.   Soweit der Beschwerdeführer (nur) einen Verfahrensmangel rügen möchte (act. 2 Rz 12), lässt er offen, welche Verfahrensvorschrift die KESB verletzte oder der Bezirksrat übersah (zum Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs vgl. nachfolgend...
	4.6.   Zusammenfassend fehlen Gründe, die Beschwerdeverfahren vor Bezirksrat und der Kammer zu sistieren, bis das Strafverfahren gegen die Beschwerdegegnerin 2 wegen Urkundenfälschung abgeschlossen ist. Die Beschwerdeanträge Ziff. 1 und 3 sind demnach...
	5.
	5.1.   Der Beschwerdeführer rügt eine besonders schwerwiegende Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Die Vorinstanz sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Verletzung im Beschwerdeverfahren geheilt worden sei. Sein rechtliches Gehör se...
	5.2.   Die Vorinstanz erwog, der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verlange, dass die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien gehört und bei der Entscheidfindung berücksichtigt werden. Eine Verletzung führe ungeachtet der mater...
	5.3.  Gemäss Art. 268aquater ZGB ist die Einstellung der Nachkommen der adoptionswilligen Person zu würdigen. Der Beschwerdeführer als Nachkomme des Beschwerdegegners 1 hat Anspruch, im vorliegenden Adoptionsverfahren angehört zu werden. Die KESB führ...
	5.4.   Den Ausführungen der Vorinstanz ist nichts entgegenzusetzen. Der Beschwerdeführer konnte sich in den Beschwerdeschriften an den Bezirksrat (BR act. 1 und 4), in der Stellungnahme vom 10. Juni 2021 (BR act.  25), in der Replik (BR act. 38) sowie...
	5.5.   Soweit der Beschwerdeführer eine Gehörsverletzung des leiblichen Vaters der Beschwerdegegnerin 3 geltend macht (act. 2 Rz 21), fehlt es ihm am nötigen schutzwürdigen Interesse, zumal nicht sein eigener Anspruch in Frage steht und er nicht dartu...
	6.
	6.1.   Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB verlangt bei der Adoption einer volljährigen Person, dass die adoptionswillige Person der zu Adoptierenden während ihrer Minderjährigkeit mindestens ein Jahr lang Pflege und Erziehung erwiesen hat. Eigene Nachkommen ...
	Die Adoption einer erwachsenen Person kann gemäss Art. 269a ZGB angefochten werden, wenn sie an schwerwiegenden Mängeln leidet. Als schwerwiegende Mängel gelten beispielsweise die wesentliche Unterschreitung des Mindestaltersunterschiedes, das Fehle...
	6.2. Der Beschwerdeführer erkennt einen schwerwiegenden Mangel darin, dass mit der Adoption primär adoptionsfremde Zwecke, nämlich seine Enterbung als leiblicher Nachkomme des Beschwerdegegners 1 und eine unzulässige Zurücksetzung verfolgt würden. Die...
	6.3.   Der Beschwerdeführer erhebt damit im Wesentlichen die gleichen Einwände gegen die Adoption wie im Beschwerdeverfahren vor Bezirksrat (vgl. BR act. 25 und 38). Die Vorinstanz ging auf die Interessenlage der Beteiligten sorgfältig ein und legte n...
	6.4.   Die Vorwürfe, es würden mit der Adoption primär finanzielle oder erbrechtliche Aspekte verfolgt, überzeugen dagegen nicht und führen zu keiner anderen Beurteilung. Das Aufwachsen als Halbgeschwister im gemeinsamen Familienverband spricht deutli...
	6.5.   Zu prüfen bleibt, ob die vehemente Ablehnung durch den Beschwerdeführer einer Adoption entgegensteht und das Wohl der Beschwerdegegnerin 3 oder des Beschwerdeführers gefährdet. Gemäss Angaben der Beschwerdegegnerin 3 bestehe zum Beschwerdeführe...
	7.  Zusammenfassend gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, schwerwiegende Mängel der Adoption im Sinne von Art. 269a ZGB, namentlich überwiegend finanzielle oder erbrechtliche Gründe sowie eine unzulässige Zurücksetzung, darzutun.
	8.   Die Mindestdauer der Pflege von einem Jahr gemäss Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB wird vorliegend weit überschritten, weshalb alle Voraussetzungen für die Adoption erfüllt sind. Als Folge sind die Beschwerdeanträge Ziff. 2 und 4 abzuweisen, so dass d...
	9.
	9.1.   Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren ist gestützt auf § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG gemäss § 5 Abs. 1 GebV OG zu bemessen, welche Bestimmung einen Rahmen v...
	9.2.   Eine Parteientschädigung ist nicht auszurichten; dem Beschwerdeführer nicht, weil er unterliegt, und den Beschwerdegegnern 1-3 nicht, weil ihnen keine zu entschädigenden Aufwände entstanden sind.
	9.3.   Bei diesem Verfahrensausgang hat es bei der Kosten- und Entschädigungsregelung zulasten des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Entscheid (act. 9 Dispositiv-Ziff. II und III) sein Bewenden.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen und der Beschluss sowie das Urteil des Bezirksrats Affoltern vom 6. September 2022 und der Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Affoltern vom 2. Juli 2020 werden bestätigt.
	2. Die Entscheidgebühr im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren wird auf CHF 1'000.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Affoltern sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Affoltern, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...