# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1de1085d-47a5-5288-8d78-d83df16b9d4c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 18.05.2020 I 2020 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-13_2020-05-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 13

Entscheid vom 18. Mai 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, 
Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungspflicht aus Listendiagnose 
Art. 6 Abs. 2 UVG)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1973) ist als ________ -lehrer am ________ angestellt 
und dadurch bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 
(nachfolgend Mobiliar) obligatorisch unfallversichert. Mit Bagatellunfall-Meldung 
vom 26. Juni 2018 meldete das ________ der Mobiliar folgenden Sachverhalt: 
"Beim Wandern am Wandertag der ________ (am 17.10.2017) hat sich der Ver-
sicherte bei einem falschen Schritt Schmerzen im Knie zugezogen. Die Schmer-
zen hielten an, gingen aber nach einigen Wochen merklich zurück. Als die 
Schmerzen anschliessend wiederkamen, suchte der Versicherte (am 8.5.2018) 
den Hausarzt auf, welcher ihn dann weiter zur Spezialistin schickte. Frau Dr. 
C.________ hat nach dem MRI (vom 9.5.2018) einen Riss im Meniskus festge-
stellt, welcher vom besagten Ereignis zurückzuführen ist." (Vi-act. 2).

B. Nach Konsultation ihres beratenden Arztes teilte die Mobiliar A.________ 
am 23. Juli 2019 mit, es liege kein Unfall nach Art. 4 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. 
Oktober 2000 vor, aber eine Listendiagnose nach Art. 6 Abs. 2 des Bundesge-
setzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981, die 
indes überwiegend degenerativ resp. vorwiegend auf Abnützung oder Erkran-
kung zurückzuführen sei. Sie lehne daher einen Anspruch auf Leistungen des 
Unfallversicherers ab (Vi-act. 1/10). Nachdem sich A.________ mit dieser Ein-
schätzung nicht einverstanden erklärte (Vi-act. 1/13), verfügte die Mobiliar am  
10. September 2019 die Leistungsverweigerung mit derselben Begründung (Vi-
act. 1/18). Eine am 1. Oktober 2019 hiergegen erhobene Einsprache (Vi-act. 
1/25) wies die Mobiliar nach Einholung eines Aktengutachtens mit Einspra-
cheentscheid vom 23. Januar 2020 ab (Vi-act. 1/48; 3/33).

C. Am 18. Februar 2020 lässt A.________ gegen den Einspracheentscheid 
vom 23. Januar 2020 beim Kantonsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Be-
schwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 23.01.2020 sei aufzuheben und es seien dem 
Beschwerdeführer die gesetzlichen Ansprüche zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin mit Anweisung der Ein-
holung eines fachorthopädischen Gutachtens zurückzuweisen, damit sie her-
nach nochmals über die gesetzlichen Ansprüche des Beschwerdeführers ent-
scheide.

unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

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Das Kantonsgericht überwies die Beschwerde formlos am 19. Februar 2020 zu-
ständigkeitshalber zur weiteren Bearbeitung ans Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz.

Mit Vernehmlassung vom 27. Februar 2020 beantragt die Vorinstanz die Be-
schwerde vom 18. Februar 2020 sei in Bestätigung des Einspracheentscheides 
vom 23. Januar 2020 vollumfänglich abzuweisen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer auf-
grund der geklagten Kniebeschwerden rechts gegenüber der Vorinstanz keinen 
Anspruch auf Leistungen aus Unfall (Art. 4 ATSG) hat. Unbestritten ist ebenso 
die Diagnose eines Meniskusrisses und, dass dieser eine Listendiagnose nach 
Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG darstellt. Gemäss Verfügung der Vorinstanz vom 10. Sep-
tember 2019, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 23. Januar 2020, handelt es 
sich dabei jedoch um eine Körperschädigung, die überwiegend degenerativ 
(mehr als 50%) respektive vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen sei, weshalb kein Anspruch auf Versicherungsleistungen aus UVG beste-
he. Demgegenüber vertritt der Beschwerdeführer die Ansicht, der Vorinstanz ge-
linge der Nachweis nicht, dass ein vorwiegend krankhafter oder abgenützter Zu-
stand vorliege, weshalb sie leistungspflichtig sei. 

Mithin ist vorliegend strittig und zu prüfen, ob die Vorinstanz ihre Leistungspflicht 
zu Recht verneint hat mit der Begründung, die Listendiagnose Art. 6 Abs. 2 lit. c 
UVG sei vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen.

2. Da der Beschwerdeführer die Kniebeschwerden auf den Wandertag der 
________ vom 17. Oktober 2017 zurückführt, kommt vorliegend das seit 1. Ja-
nuar 2017 geltende Recht zur Anwendung (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestim-
mungen zur Änderung des UVG vom 25.9.2015, AS 2016 4375, 4387; Urteil 
BGer 8C 22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 2.3).

2.1 Die Versicherung erbringt ihre Leistungen neben Berufs- und Nichtberufs-
unfällen sowie Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 UVG) auch bei Knochenbrüchen, 
Verrenkungen von Gelenken, Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, 
Sehnenrissen, Bandläsionen sowie Trommelfellverletzungen, sofern diese nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 
UVG).

2.2.1 Liegt eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vor, so besteht die 
Rechtsvermutung, dass eine leistungspflichtige unfallähnliche Körperschädigung 

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gegeben ist, auch wenn die Definitionsmerkmale eines Unfalls nicht erfüllt sind. 
Es müssen weder die Ungewöhnlichkeit, noch das äussere Ereignis (vgl. nach-
folgend Erw. 2.2.3), noch die Plötzlichkeit gegeben sein, sondern lediglich das 
Vorliegen einer Listendiagnose (vgl. Motta et al., Das revidierte Unfallversiche-
rungsgesetz ist in Kraft, in: Soziale Sicherheit 1/2017, S. 39; vgl. aber auch Hüs-
ler, Erste UVG-Revision: wichtigste Änderungen und mögliche Probleme bei der 
Umsetzung, in: SZS 2017 S. 33 f.). Der Unfallversicherer kann sich von seiner 
Leistungspflicht befreien, wenn er nachweist, dass die eingetretene Verletzung 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (Heinrich, 
1. UVG-Revision - Entwicklung der Gesetzgebung, JaSo 2017, S. 21 f.). 

2.2.2 In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was der Gesetzgeber unter 
dem Begriff "vorwiegend" versteht. Der Begriff "vorwiegend" wird auch im Zu-
sammenhang mit dem Nachweis von Berufskrankheiten (Art. 9 Abs. 1 UVG) ver-
wendet. Nach der hierzu ergangenen Rechtsprechung ist eine "vorwiegende" 
Verursachung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbei-
ten nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle andern mitbeteiligten 
Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50% ausmachen 
(BGE 119 V 200 Erw. 2a S. 200 f. mit Hinweis). Es besteht kein Anlass, diesen 
Begriff im Anwendungsbereich von Art. 6 Abs. 2 UVG anders auszulegen. Dem-
nach ist der Gegenbeweis des Unfallversicherers erbracht, wenn die Listendia-
gnose zu mehr als 50% auf "Abnützung oder Erkrankung" beruht (vgl. Urteil BGer 
8C_22/2019 vom 24.9.2019 [zur Publikation vorgesehen] Erw. 8.2.2.1 mit weite-
ren Hinweisen, u.a. auf Gehring, in: Kieser/Gehring/Bollinger [Hrsg.], KVG UVG 
Kommentar, Zürich 2018, UVG Art. 6 N 11). Die blosse Möglichkeit einer degene-
rativen oder krankhaften Schädigung genügt somit den Beweisanforderungen 
nicht. 

2.2.3 Aus der Logik der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Ent-
lastungsbeweises für den Unfallversicherer folgt, dass es sich bei dem Begriffs-
paar Abnützung und Erkrankung um das ergänzende Gegenstück ("Pendant") zu 
einem spezifischen Ereignis handeln muss (Urteil BGer 8C_22/2019 vom 
24.9.2019 [zur Publikation vorgesehen] Erw. 8.2.3). Für die Anwendung von 
Art. 6 Abs. 2 UVG ist zwar kein äusserer Faktor und damit kein unfallähnliches 
sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein gesteigerte Gefahrenlage im Sinne 
der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 UVV (vgl. Urteil BGer 8C_22/2019 vom 
24.9.2019 [zur Publikation vorgesehen] Erw. 7.5) mehr vorausgesetzt. Insoweit 
führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG 
genannte Körperschädigung vorliegt, zur Vermutung, es handle sich hierbei um 
eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen 

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werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen 
Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der 
vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von 
der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und 
damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Fra-
ge nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis - nicht zuletzt 
auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes (Versiche-
rungsdeckung; Zuständigkeit des Unfallversicherers; Berechnung des versicher-
ten Verdienstes; intertemporalrechtliche Fragestellungen) - auch nach der UVG-
Revision relevant (Urteil BGer 8C_819/2019 vom 26.2.2020 Erw. 5.1). Der Versi-
cherer hat im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach 
Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung 
genau abzuklären. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich 
ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies 
zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn 
bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Ab-
grenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum (vgl. vorstehend Erw. 2.2.2) 
der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vor-
zustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Be-
schwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen 
Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewich-
tet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer ge-
stützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit und wie bereits erwähnt (vgl. vorstehend Erw. 
2.2.2) - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im 
gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50%, auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für 
Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der 
Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärun-
gen erübrigen (vgl. Urteil BGer 8C_22/2019 vom 24.9.2019 [zur Publikation vor-
gesehen] Erw. 8.6). 

2.2.4 Wird eine Listenverletzung gemeldet, so hat der Unfallversicherer die ge-
nauen Begleitumstände abzuklären. Liegt dabei ein anerkanntes Unfallereignis 
vor, ergeben die medizinischen Beurteilungen aber, dass die gemeldete und dia-
gnostizierte Listenverletzung nicht auf dieses anerkannte Ereignis zurück zu 
führen ist, so ist der Nachweis erbracht, dass das anerkannte Unfallereignis kei-
ne auch nur geringe Teilursache der Listenverletzung bildet. Damit ist aber 
gleichzeitig auch erstellt, dass diese Listenverletzung vorwiegend, d.h. zu mehr 
als 50%, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, soweit kein Hinweis 

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auf ein nach dem anerkannten Unfall eingetretenes initiales Ereignis besteht, das 
Anlass zu Weiterungen geben könnte. Die Vermutung der Leistungspflicht 
gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG ist diesfalls umgestossen und der Unfallversicherer 
von seiner Pflicht befreit. Mithin erübrigt sich bei fehlendem natürlichem Kausal-
zusammenhang zwischen einem anerkannten Unfallereignis im Sinne von Art. 4 
ATSG und einer Listenverletzung eine Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 
Abs. 2 UVG, wenn kein anderes initiales Ereignis als Verletzungsursache in Fra-
ge kommt (vgl. Urteil BGer 8C_22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 9.2). 

2.3 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 4.A., Art. 43 Rz. 30). Was notwendig ist, er-
gibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, 
und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für 
die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in der 
Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als verfügende Instanz und 
im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen an-
nehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungs-
recht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abwei-
chendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Be-
weisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 
353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache 
des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für 
die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversiche-
rungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur inso-
fern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 
ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten woll-
te. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich er-
weist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdi-
gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für 
sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil 
8C_663/2009 vom 27.4.2010 Erw. 2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann 
ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versicherten verzichtet werden, 
wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht 

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rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge keine Abklärungen her-
beizuführen. In der damit verbundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein 
Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) vom 18. April 1999 er-
blickt werden (BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf BGE 104 V 209 Erw. a 
und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

2.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

2.4.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen). 

2.4.2 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-

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chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 
V 225 Erw. 5.2; BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

2.4.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätz-
lich nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezia-
lärztlich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 
27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hin-
weisen). 

2.4.4 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (Urteile BGer 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 5.2; 
8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

3. Betreffend des unbestrittenermassen feststehenden Meniskusrisses als 
Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG ergibt sich aus den Akten folgen-
des:

3.1 Auf Zuweisung durch den Hausarzt Dr.med. D.________ erfolgte am 9. Mai 
2018 ein MRT des rechten Kniegelenkes bei Indikation "Seit Anfang November 
(sic) 2017 nach Überlastung Schmerz im rechten Knie medial. Aussenrotations-
schmerz. Meniskusläsion?" PD Dr.med. E.________ (FHM Radiologie) erstattete 
folgenden Bericht (Vi-act. 3/2):

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Befund:
Mediales Kompartiment: Horizontal verlaufender Riss des Meniskus im Hinterhorn 
bis in den Übergang Hinterhorn/Corpus, der sowohl die femorale, als auch die tibi-
ale Oberfläche erreicht, keine Dislokation. Meniskus Corpus, Vorderhorn und Wur-
zeln intakt. Kollateralband kontinuitätserhalten dargestellt. Gelenkknorpel erhalten. 
Kein Knochenmarksödem. Keine signifikante Baker-Zyste.

lntercondyläres Kompartiment: VKB und HKB intakt.

Laterales Kompartiment: Meniskus und lateraler Bandkomplex samt Musculus pop-
liteus mit Sehne intakt. Articulatio tibiofibularis regulär. Gelenkknorpel erhalten, 
kein Knochenmarksödem.

Patellofemorales Kompartiment: Minimaler Kniegelenkserguss, leichtgradige diffu-
se synoviale Verdickungen, geringgradiges Ödem im suprapatellären Fettkörper, 
Hoffa-Fettkörper normal, etwas Flüssigkeit in der Bursa infrapatellaris profunda. 
Patella zentriert, Retinacula intakt. Gelenkknorpel im Wesentlichen erhalten, kein 
Knochenmarksödem. Quadrizeps- und Patellarsehnen intakt/regulär.

Keine subkutane Bursitis.

Beurteilung:
Nicht dislozierter mehrdirektionaler Riss des medialen Meniskus im Hinterhorn bis 
an den Übergang Hinterhorn/Corpus.

Lateraler Meniskus, Kollateral- und Kreuzbänder intakt.

Minimaler Kniegelenksreizerguss.

3.2 Am 24. Mai 2018 überwies der Hausarzt den Beschwerdeführer an Dr.med. 
C.________ (FMH Allgemeine Innere Medizin) betreffend Beratung Operations-
indikation. Er sei vom Beschwerdeführer am 8. Mai 2018 aufgesucht worden we-
gen Schmerzen im rechten Knie seit einer Wanderung im November (sic) 2017 
(Wandertag mit der ________), als er stundenlang seine Tochter im Rucksack 
herumgetragen und am Abend leichte Knieschmerzen verspürt habe. Am Folge-
tag hätten sich die Schmerzen verstärkt, einen Monat später sei er trotz Schmer-
zen in die Knie gegangen, dabei habe es im Knie geknallt und der bisher ver-
spürte Schmerz sei praktisch weg gewesen, er habe sich wieder normal bewe-
gen können. Inzwischen hätten die Schmerzen jedoch wieder zugenommen. Der 
Hausarzt beschreibt den Lokalbefund rechtes Knie vom 8. Mai 2018 mit "Kein 
Erguss, Aussenrotationsschmerz medial in leichter Flexion, Druckdolenz des 
medialen Gelenkspaltes im Bereich der hinteren Hälfte, keine Aufklappschmer-
zen, keine Hinweise für Kreuzbandläsion, Motilität 10-0-170° bds." (Vi-act. 3/3) 

3.3 Im Bericht an den Hausarzt vom 26. Juni 2018 zur Sprechstunde des sel-
ben Tages nennt Dr.med. C.________ als Diagnose einen medialen Meniskus-
hinterhornriss rechts am 17. Oktober 2017. Das MRI Knie rechts vom 9. Mai 
2018 zeige einen horizontal verlaufenden Riss des Meniskus im Hinterhorn bis in 
den Übergang Hinterhorn/Corpus, keine Dislokation; keine degenerativen Verän-

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derungen im Gelenk. Anamnestisch wiederholt sie die Ausführungen des Haus-
arztes, wobei die Wanderung nicht im November, sondern am 17. Oktober 2017 
stattgefunden habe. Nach der Besserung der Beschwerden habe er im Winter 
Skifahren können, allerdings nur mässig. Aktuell gehe Schwimmen und Velofah-
ren sehr gut, auch bergauf wandern könne er gut, bergab sei zum Teil sehr 
schmerzhaft und joggen auch nicht gut möglich. Eine grosse Schwellung sei ihm 
nicht aufgefallen, zuvor habe er nie Gelenkbeschwerden gehabt. Ein Trauma sei 
ihm nicht erinnerlich, Schmerzmitteleinnahme sei nicht notwendig gewesen. 
Dr.med. C.________ erhebt auch den Befund beider Kniegelenke. Das linke 
Kniegelenk ist bland; das Knie rechts ist nicht geschwollen, nicht gerötet, nicht 
überwärmt. Lokalisierte Druckdolenz über dem hinteren medialen Gelenkspalt, 
sonst keine Druckdolenzen über den periarticulären Strukturen. Meniskuszeichen 
über dem medialen Meniskus nicht klar positiv. Sie dokumentiert als Beurteilung: 
"Anamnestisch passend zu den radiologischen Befunden sind die zum Teil plötz-
lich auftretenden Schmerzen bei Rotationsbewegungen sowie die lokale Druck-
dolenz im Bereich des hinteren medialen Gelenkspaltes. Auf Grund der Lokalisa-
tion des Risses und der aktuellen Beschwerdearmut des Patienten, würden wir 
ein konservatives Therapieprozedere vorschlagen" (Vi-act. 3/9). Im Arztzeugnis 
vom 27. Juni 2018 bezeichnet sie 'Unfall' als Ursache der Beschwerden (Vi-act. 
3/10).

3.4 Im Verlaufsbericht vom 27. September 2018 beschreibt Dr.med. 
C.________ sehr schöne Fortschritte. Der Beschwerdeführer berichte über eine 
Besserung der Beschwerden. Insbesondere wenn er sich aktiv auf die richtigen 
Bewegungen konzentriere und das Übungsprogramm regelmässig durchführe, 
sei er praktisch beschwerdefrei. An Tagen ohne Zeit, sich gezielt zu bewegen, 
würden intermittierend immer wieder Beschwerden auftreten (Vi-act. 3/12).

3.5 Im Rahmen der Abklärungen gelangte die Vorinstanz an den beratenden 
Arzt Dr.med. F.________ (FMH Orthopädische Chirurgie). Dieser bestätigte am 
14. Juli 2019, dass mit dem Mensikusriss eine Listendiagnose, Art. 6 Abs. 2 lit. c 
UVG, vorliege. Sie sei indes vorwiegend auf Abnützung und Erkrankung zurück-
zuführen. Begründend fügt er an (Vi-act. 3/13):

Nicht richtig ist die Vorstellung, die Menisken würden einen Teil der Körperlast auf-
nehmen und könnten z.B. isoliert belastet und verletzt werden, durch Stauchung 
oder Quetschung. Die Funktion und die Anatomie von Menisken lässt unfallbedingt 
v.a. Begleitverletzungen erwarten. Eine isolierte Meniskusverletzung ist eine Ra-
rität, die Ausnahme. 

Das MRI vom 09.05.2018 weist keine Begleitverletzungen aus. Der zeitliche Zu-
sammenhang ist unverzichtbare Voraussetzung für einen ursächlichen Zusam-

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menhang. Er reicht aber - in Kenntnis der Verbreitung klinisch stummer Meniskus-
veränderungen - nicht aus.

3.6 Mit Versicherungsbericht vom 5. August 2019 erklärt Dr.med. C.________, 
nach einer Wanderung am 17. Oktober 2017 sei es beim Beschwerdeführer zu 
starken Knieschmerzen auf der rechten Seite gekommen; in der Folge habe er 
unter dauernden Schmerzen gelitten. MR-tomographisch liesse sich ein nicht dis-
lozierter multidirektionaler Riss des medialen Meniscus im Hinterhorn bis an den 
Übergang Hinterhorn/Corpus nachweisen. Im Übrigen sei das Kniegelenk kom-
plett unauffällig; insbesondere würden sich keine Hinweise auf degenerative Ver-
änderungen zeigen. Laut Gesetz zähle der Meniskusriss als Unfall, wenn er nicht 
durch Abnützung verursacht sei. Da beim Beschwerdeführer MR-tomographisch 
keinerlei Degeneration nachzuweisen sei, sei ganz klar von einem Unfall auszu-
gehen (Vi-act. 3/14).

3.7 Am 3. September 2019 gab Dr.med. F.________ eine Zweitbeurteilung ab 
(Vi-act. 3/15), wobei er seine Erstbeurteilung bestätigt, dass der Meniskusriss 
vorwiegend auf Abnützung und Erkrankung zurückzuführen sei. Dies mit folgen-
der Begründung:

Die zuvor von mir getroffene Stellungnahme ändert sich nicht.
1.) Ein zeitlicher Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 17.10.2017 
und dem Nachweis eines Meniskusschadens (MRI 09.05.2018) besteht nicht.
2.) Bei einem traumatisch bedingten Meniskusschaden ist ein anderes Verhalten 
(nämlich die sofortige ärztliche Konsultation) des Versicherten zu erwarten. In der 
Regel sind traumatisch bedingte Meniskusläsionen hoch schmerzhaft.
3.) Eine traumatische Meniskusläsion, die bis in den Übergangsbereich Hinterhorn/ 
Corpus reicht, ist in der Regel mit einem blutigen Erguss (Hämarthros) assoziiert.
4.) Eine zu fordernde Begleitverletzung im Knie fehlt.
5.) Das „Ereignis" vom 17.10.2017 ist nicht geeignet eine traumatische Verletzung 
des Meniskus zu verursachen. Lt. Befundbericht vom 24.05.2018 hat Herr 
A.________ seine Tochter am Wandertag stundenlang heruntergetragen. Ein ge-
eignetes Ereignis liegt somit nicht vor.
6.) Im Versicherungsbericht vom 05.09.2019 argumentiert Fr. Dr. C.________, 
dass der Meniskusriss traumatisch bedingt sein müsse, da auch im übrigen Knie 
keine Hinweise auf degenerative Veränderungen vorliegen. Diese kausale Ver-
knüpfung ist falsch. Dieser Einschätzung kann nicht gefolgt werden. Sehr wohl zei-
gen sich degenerative Veränderungen von Menisci ohne dass gleichzeitig auch 
andere degenerative Veränderungen vorliegen müssen. Andererseits fehlt ein 
geignetes Unfallereignis.
Es gibt nicht ein Argument, was für eine traumatisch bedingte Meniskusverletzung 
spräche.

12

3.8 Auf entsprechende Anfrage im Rahmen des Einspracheverfahrens hin äus-
sert sich der Hausarzt am 28. November 2019 gegenüber der Vorinstanz zur   
Erstabklärung vom 8. Mai 2018 wie folgt (Vi-at. 3/20, 1/30):

Herr A.________ meldete sich an diesem Datum (8.5.2019 [recte 8.5.2018]) mit 
folgender Anamnese. Er habe Schmerzen im rechten Knie seit einem Unfall im Ok-
tober 2017, als er mit seiner Tochter im Rucksack (ca. 20 kg) als ________ lehrer 
an einem Wandertag der ________ teilnahm und am Abend nach der Rückkehr 
leichte Knieschmerzen rechts verspürte. Am nächsten Tag seien die Schmerzen 
stärker geworden und hätten längere Zeit angedauert, bis zu einem Tag einen Mo-
nat später, als er sich trotz der Schmerzen hingekniet hätte. Im selben Moment 
habe er im Knie einen Knall verspürt und die Schmerzen seien besser geworden. 
Später hätten sich die Schmerzen aber wieder eingestellt.

Meines Wissens hat Herr A.________ zwischen Oktober 2017 und Mai 2018 kei-
nen Arzt aufgesucht. 

Aufgrund der körperlichen Untersuchung war eine Meniskusläsion rechts medial zu 
vermuten, was sich durch ein MRI des rechten Knies vom 9.5.2018 bestätigen 
liess.

Deshalb überwies ich Herrn A.________ auf seinen Wunsch an die Klinik 
________, wo eine konservative Behandlung empfohlen wurde.

4.1 Gestützt auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr.med. F.________ 
verneinte die Vorinstanz einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers (Vi-
act. 1/18 und 10). Wohl liege die Listendiagnose eines Meniskusrisses vor (Art. 6 
Abs. 2 lit. c UVG); die Körperschädigung sei aber überwiegend degenerativ 
(mehr als 50%) respektive vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen.

4.2 Am 1. Oktober 2019 erhob der Beschwerdeführer Einsprache. Er habe sich 
am 17. Oktober 2017 bei einem Fehltritt das rechte Knie verletzt. Deswegen sei 
am 9. Mai 2018 eine MR-tomographische Untersuchung durchgeführt worden, 
die einen nicht dislozierten multidirektionalen Riss des medialen Meniscus im 
Hinterhorn bis an den Übergang Hinterhorn/Corpus gezeigt habe. Ansonsten ha-
be sich ein komplett unauffälliges Kniegelenk gezeigt ohne irgendwelche Hinwei-
se auf degenerative Veränderungen. Wenn eine Listendiagnose vorliege, beste-
he eine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Es stelle sich nicht die Frage, ob 
die diagnostizierte Verletzung traumatisch entstanden sei oder nicht, sondern 
einzig, ob die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen sei. Dies sei in casu klarerweise zu verneinen, was durch das 
MRI und die behandelnde Fachärztin bewiesen sei (Vi-act. 1/25).

13

4.3 Im Rahmen des Einspracheverfahrens ersuchte die Vorinstanz Dr.med. 
G.________ (Facharzt Chirurgie) um eine Aktenbeurteilung. Sie legte ihm hierzu 
das vorhandene Bildmaterial sowie die Arztberichte vor (Vi-act. 3/33). 

Im Aktengutachten vom 10. Januar 2020 fasst Dr.med. G.________ den Sach-
verhalt und die medizinischen sowie administrativen Akten zusammen. In einer 
kritischen Analyse der Akten betont er, der Bagatellunfall sei der Vorinstanz mit 
8-monatiger Verspätung gemeldet worden. Der darin geschilderte Sachverhalt 
(vgl. Ingress Bst. A), namentlich der genannte "falsche Schritt" lasse sich auf-
grund der übrigen Dokumente nicht bestätigen. Sieben Monate lang habe der 
Beschwerdeführer keinen Arzt aufgesucht. Der erstbehandelnde Arzt habe ein 
MRI veranlasst, wobei nicht ein Trauma, sondern ein Schmerz im rechten Knie 
medial nach Überlastung die Indikation gegeben habe. Im MRI habe sich ein 
klassischer, degenerativ bedingter horizontaler Riss im Meniskushinterhorn dar-
gestellt, mehrdirektional, nicht disloziert, im übrigen intakte intraartikuläre Struktu-
ren. Auch Dr.med. C.________, welche entgegen der beschwerdeführerischen 
Darstellung keine Fachärztin sei, beschreibe, der Beschwerdeführer sei den gan-
zen 17. Oktober 2017 gewandert und habe dabei die Tochter im Rucksack ge-
tragen; ein Trauma sei ihm nicht erinnerlich. Es sei daher nicht a priori schlüssig, 
dass sie im Arztzeugnis vom 27. Juni 2018 von einem Unfall ausgegangen sei, 
nachdem sie selbst eine Überlastung und ein fehlendes Trauma dokumentiert 
habe und zusätzlich eine Latenz mit einem achtmonatigen Intervall vorliege. 

Dr.med. G.________ stützt dann seine Beurteilung auf die Annahme der Vorin-
stanz, der Beschwerdeführer habe am 17. Oktober 2017 beim Wandern einen 
falschen Schritt gemacht und sich dabei Schmerzen im rechten Knie zugezogen. 
Dies obwohl sich aus den Akten eindeutig ergebe, dass es nicht zu einem Fehl-
tritt oder falschen Schritt gekommen sei, sondern zu einer Überlastung des rech-
ten Knies. So habe es der Beschwerdeführer im Rahmen der Erstkonsultation 
angegeben und der Hausarzt habe als MRI-Indikation tags darauf ebenfalls 'nach 
Überlastung Schmerzen im rechten Knie medial' dokumentiert. Auch Dr.med. 
C.________ habe diese anamnestischen Angaben nach der Erstabklärung vom 
26. Juni 2017 (recte 2018) repliziert. Der Versicherte sei sogar noch in der Lage 
gewesen, im Winter wieder Ski zu laufen, bergauf könne er gut wandern, bergab 
sei zum Teil schmerzhaft, eine grosse Schwellung sei ihm nie aufgefallen, ein 
Trauma nicht erinnerlich. Vor dem Hintergrund dieser mehrfach erhobenen ana-
mnestischen Angaben zum Hergang ohne Unfall sei es schwierig nachzuvollzie-
hen, dass Dr.med. C.________ am 27. Juni 2018 zuhanden der Vorinstanz von 
einer unfallbedingten Genese des Meniskusrisses habe ausgehen können und 
dies am 5. August 2019 explizit bestätigt habe. Demgegenüber seien die Aus-
führungen von Dr.med. F.________ schlüssig. 

14

Gemäss Dr.med. G.________ sind die Aussagen von Dr.med. C.________, wo-
nach ein Meniskusriss nicht degenerativ bedingt sein könne, wenn im Kniegelenk 
keine weiteren Hinweise für degenerative Veränderungen bestehen würden, in 
der Literatur nicht abgestützt. Die in der Literatur postulierten vorliegenden Krite-
rien für einen unfallbedingten Meniskusriss belegen seines Erachtens, dass es 
sich nicht um eine ereignisbedingte Meniskusruptur handle, sondern um einen 
überwiegend wahrscheinlich krankheitsbedingten Meniskusschaden. Hierzu zi-
tiert er verschiedene Studien und einschlägige Abhandlungen. Als Fazit hält 
Dr.med. G.________ fest:

1. Der Hergang ist nicht geeignet, eine Meniskusruptur zu verursachen.

2. Es fehlt jegliche initiale Klinik, die mit einer frischen Meniskusruptur verursacht 
wird: Schmerz, Blockierung, Schwellung.

3. Die über 7-monatige Latenz zwischen dem Ereignis und der Erstkonsultation 
schliesst praktisch eine frische Meniskusruptur aus.

4. Es liegt eine klassische horizontale Längsruptur des Meniskus vor, die überein-
stimmend in der Literatur als degenerativ bedingt angesehen wird.

5. Hinzuweisen ist auf die unterschiedlichen anamnestischen Angaben. Initial ging 
man von einer Überlastung aus. Ein Ereignis wurde nicht angegeben, selbst 
Frau Dr. C.________ dokumentierte, dass sich der Versicherte an kein Trauma 
erinnern könne. Dass der Versicherte sich dann plötzlich auf einen Fehltritt be-
sinnt, kann doch hinterfragt werden.
Aber selbst mit der Akzeptanz eines Fehltritts lässt sich für den vorliegenden 
Fall kein unfallbedingter Meniskusriss begründen. Die oben aufgeführten Krite-
rien lassen diesen Schluss nicht zu.

6. Die Argumentation von Frau Dr. C.________ einer unfallbedingten Kausalität 
dieses horizontalen Meniskusrisses spricht doch dafür, dass sie keine ausrei-
chende Erfahrung hat in der Beurteilung von Meniskusschäden. Die Annahme, 
dass es sich um einen unfallbedingten Meniskusriss handeln müsse, da dies 
der einzige Schaden wäre und zusätzliche degenerativ bedingte Schäden feh-
len würden, ist ein "No-go", da gerade Meniskusschäden aufgrund ihrer hohen 
Belastung in der Regel das erste Substrat darstellen, das sich im Kniegelenk 
z.B. in Form eines nicht dislozierten horizontalen Längsrisses entwickeln.

4.4 Vor Verwaltungsgericht betont der Beschwerdeführer, es liege unbestritte-
nermassen eine Listendiagnose und damit eine unfallähnliche Körperschädigung 
vor. Bei hauptbefundlich diagnostizierter Listenverletzung folge eine gesetzliche 
Vermutung, die von der Vorinstanz zu widerlegen wäre. Als initiales Ereignis im 
Sinne der Rechtsprechung sei die Wanderung vom 17. Oktober 2017 zu verste-
hen. In seiner Beurteilung, wonach ein Unfallereignis fehle und unfallkausale 
Folgen verneint würden, verkenne Dr.med. G.________ die vom Gesetzgeber 
gewollte Sonderstellung der Listendiagnosen. Es liege nicht am Beschwerdefüh-
rer, ein Unfallereignis nachzuweisen. Vielmehr stelle sich die Frage, ob der Vor-
instanz überwiegend wahrscheinlich der Nachweis gelinge, dass die Verletzung 

15

vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei. Dies gelinge 
nicht. Das MRI vom 9. Mai 2018 offenbare keinerlei Anhaltspunkte für eine 
krankhafte oder degenerative Veränderung; im Gegenteil könnten am diagnosti-
zierten Meniskusriss keinerlei degenerative Veränderungen festgestellt werden. 
Ob ein traumatischer Meniskusriss vorliege, sei irrelevant, da nicht Unfallfolgen 
zu beurteilen seien, sondern, ob ein vorwiegend krankhafter oder abgenutzter 
Zustand vorliege. Dies gelinge der Vorinstanz mitnichten. Vielmehr begründe sie 
ihre Ablehnung wider geltender Gesetzgebung und herrschender Rechtspre-
chung. Mithin sei die Vorinstanz leistungspflichtig.

5.1 Die Vorinstanz begründet die Ablehnung ihrer Leistungspflicht mit der me-
dizinischen Beurteilung ihrer beratenden Ärzte, gemäss welchen die Listendia-
gnose eines Meniskusrisses (Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG) vorwiegend auf Abnützung 
oder Krankheit zurückzuführen ist. Es ist damit im vorliegenden Fall die bundes-
gerichtliche Rechtsprechung zu Beurteilungen von versicherungsinternen Ärzten 
zu beachten, wonach nur auf deren Feststellungen abgestellt werden kann, wenn 
keine auch nur geringen Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit be-
stehen (BGE 142 V 58 Erw. 5.1 m.w.H.; VGE I 2019 27 Erw. 6.1; vorstehend 
Erw. 2.4.2). 

5.2 Soweit der Beschwerdeführer vorträgt, die Vorinstanz gehe von einem fal-
schen Verständnis der gesetzlichen Bedeutung der Listendiagnose als unfallähn-
liche Körperschädigung aus (weil die Frage, ob ein traumatischer Meniskusriss 
vorliege, irrelevant sei; relevant sei einzig, ob der Vorinstanz der Nachweis gelin-
ge, dass der diagnostizierte Meniskusriss vorwiegend durch Abnützung oder Er-
krankung verursacht sei) so verkennt er, dass die von der Vorinstanz getätigten 
Abklärungen genau dem dienten. Mithin geht der Vorwurf fehl.

Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers kann der geforderte Nachweis 
einer vorwiegend degenerativen Genese durchaus auch dadurch erbracht wer-
den, dass Begleiterscheinungen, die ein Trauma erwarten lässt, fehlen. Letztlich 
sind in der Beurteilung die verschiedenen Indizien, die für eine traumatische re-
sp. eine degenerative Genese sprechen, aus medizinischer Sicht zu gewichten. 
Der Entlastungsbeweis des Versicherers gelingt, wenn gestützt auf beweiskräfti-
ge ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit - nachgewiesen ist, dass die Listenverletzung vorwiegend (>50%) 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht dabei das Ursa-
chenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung spre-
chen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversi-
cherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (Urteil BGer 
8C_22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 8.6). Fehlt es mithin an Elementen, die auf eine 

16

Unfallursache schliessen lassen, ist der Nachweis erbracht. Insofern ist es im 
Rahmen der ärztlichen Einschätzung durchaus relevant, auch zu klären, was 
denn für eine traumatische Genese spricht. Vermag die ärztliche Beurteilung 
nachvollziehbar und schlüssig aufzuzeigen, dass keine - oder aber mindestens 
weniger - Indizien für eine Unfallursache sprechen, dann ist die Körperschädi-
gung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurück zu führen. Insofern ha-
ben sich die beratenden Ärzte zu Recht auch mit der Frage befasst, inwiefern ein 
traumatischer Meniskusriss begründet wäre.

5.3 Die von der Vorinstanz bzw. ihren beratenden Ärzten vorgenommene Beur-
teilung zielte denn auch nicht darauf ab, eine Unfallkausalität des Meniskusrisses 
zu klären. Schon die erste Fragestellung an Dr.med. F.________ war darauf 
ausgerichtet, ob der vom Beschwerdeführer (zu Recht) geforderte Nachweis er-
bracht werden könne, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung 
oder Erkrankung zurückzuführen sei (vgl. oben Erw. 3.5). In der (wohl) kurzen 
Beurteilung bekräftigte dies Dr.med. F.________, indem seines Erachtens kei-
nerlei Zeichen für eine traumatische Genese vorliegen. Seine Absicht dabei war 
nicht, eine Unfallkausalität - die gar nicht Gegenstand der Abklärung war - aus-
zuschliessen, sondern aufzuzeigen, dass der Meniskusriss vorwiegend auf Ab-
nützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. In seiner zweiten Beurteilung be-
kräftigte er dies noch. Einerseits lasse ein traumatischer Meniskusriss einen an-
deren Verlauf sowie Begleitverletzungen erwarten und anderseits sei die Aussa-
ge von Dr.med. C.________ falsch, dass bei Fehlen anderer degenerativer Ver-
änderungen im Knie der Riss traumatisch bedingt sein müsse. 

5.4 Dr.med. G.________ schliesslich setzt sich mit sämtlichen vorliegenden 
medizinischen Akten vertieft auseinander. Zu Recht stellt er fest, es sei aufgrund 
der ersten Berichte nur schon fraglich, ob überhaupt ein (initiales) Ereignis vor-
liege. Er verkennt dabei nicht, dass eine Leistungspflicht aus unfallähnlicher Kör-
perschädigung kein Unfallereignis voraussetzt. Rechtsprechungsgemäss ist aber 
ein initiales Ereignis zu nennen, es bleibt auch nach der Gesetzesrevision für ei-
ne Leistungspflicht aus Art. 6 Abs. 2 UVG relevant (Urteil BGer 8C_819/2019 
vom 26.2.2020 Erw. 5.1). Im Rahmen der Beurteilung ist es durchaus entschei-
dend, welche Bedeutung dem Ereignis zukommt. Lässt sich kein initiales Ereig-
nis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, 
vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfall-
versicherers (Urteil BGer 8C_671/2019 vom 11.3.2020 Erw. 2.4). Insofern war es 
korrekt, dass Dr.med. G.________ in seiner Beurteilung insbesondere auch das 
Ursachenspektrum klärte und damit das genannte initiale Ereignis kritisch be-
leuchtete. So decken etwa auch beim Knietrauma-Check UVG mehrere Fragen 

17

das initiale Ereignis und den Verlauf ab mit dem Ziel, die traumatische von der 
degenerativen Körperschädigung abgrenzen zu können (vgl. Knietrauma-Check 
UVG in: Dubs et al., Knieschmerzen - Unfall oder Erkrankung?, SAEZ 2016 S. 
1741 ff). Dr.med. G.________ hat dabei zu Recht festgestellt, dass ereignisnah 
überhaupt keine Berichte vorliegen, in den ersten Berichten übereinstimmend 
von durch Überlastung ausgelösten Schmerzen im rechten Knie die Rede war 
und erst später ein Fehltritt genannt wurde, für welchen indes keine genaueren 
Hinweise vorliegen, im Gegenteil dem Beschwerdeführer kein Trauma erinnerlich 
ist. Nachvollziehbar und mit Verweis auf medizinische Abhandlungen erläutert er 
sodann, dass weder eine Überlastung noch ein Fehltritt (der nicht erinnerlicher 
ist) einen traumatischen Meniskusriss zu verursachen vermöchten; es fehle an 
einem Rotationstrauma als typische Ursache für einen akuten Meniskusriss (vgl. 
auch Kaelin et al, Behandlung degenerativer Meniskusläsionen, SMF 2018 S. 
147 ff., 149). Auch diese Beurteilung erfolgt - entgegen der Darstellung des Be-
schwerdeführers - nicht, um eine Unfallursache auszuschliessen, sondern um In-
dizien für resp. gegen eine traumatische resp. degenerative Genese abzuwägen. 

Des Weitern führt Dr.med. G.________ schlüssig und mit Literaturnachweisen 
belegt aus, dass neben dem Ereignis selbst (Wandern, Überlastung, ggfs. Fehl-
tritt aber ohne erinnerliches Trauma) auch der Verlauf und die fehlenden Begleit-
erscheinungen gegen eine traumatische Genese sprechen, sondern für einen 
Meniskusriss, der vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurück zu führen 
ist. Unbestritten ist, dass der MRI-Befund abgesehen vom Meniskusriss bland ist 
(vgl. Vi-act. 3/2; oben Erw. 3.1). Bei einem traumatischen Meniskusriss wären 
Begleitverletzungen zu erwarten. Isolierte Degenerationen des Meniskus sind die 
Regel, isolierte Meniskusverletzungen die Ausnahme (Dubs et al., Knieschmer-
zen - Unfall oder Erkrankung?, SAEZ 2016 S. 1741 ff., 1742; vgl. auch Kaelin et 
al, Behandlung degenerativer Meniskusläsionen, SMF 2018 S. 147 ff). Mit Litera-
turnachweisen begründet ist auch seine Beurteilung, der Risstyp (Horizontalriss 
am Innenmeniskus) spreche für eine Degeneration als Ursache. Und schliesslich 
spricht auch der Verlauf (rund 7 Monate bis zum ersten Arztbesuch) gegen einen 
ereignisbedingten frischen Meniskusriss. 

Insgesamt basiert die Beurteilung von Dr.med. G.________ auf den vollständi-
gen medizinischen Akten, sie ist unterlegt mit Literaturnachweisen, schlüssig und 
nachvollziehbar. Mithin kommt ihr voller Beweiswert zu. 

5.5 Der Hausarzt nimmt in seinen Berichten nicht Stellung zur Frage der Ur-
sächlichkeit. Wohl stellt er fest, die Schmerzen im rechten Knie seien nach einem 
Wandertag aufgetreten. Damit bestätigt er aber höchstens, dass zuvor keine 
Kniebeschwerden beklagt wurden. Hingegen kann aus dieser Aussage nicht ge-

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schlossen werden, der Menikusriss sei nicht vorwiegend auf Abnützung oder Er-
krankung zurück zu führen. Auch im Schreiben an die Versicherung vom 28. No-
vember 2019 äussert sich der Hausarzt nicht zur Ursächlichkeit. 

5.6 Dr.med. C.________ bezeichnete die Beschwerden im Arztzeugnis UVG 
vom 27. Juni 2018 als durch Unfall verursacht (Vi-act. 3/10). Allerdings erklärt sie 
dies weder im Bericht vom 26. Juni 2018 noch jenem vom 27. September 2018. 
Abgesehen von der zeitlichen Abfolge der Schmerzen nach der Wanderung auf-
grund der Anamnese enthalten die Berichte keinerlei Hinweise auf eine mögliche 
Ursächlichkeit. Erst im Versicherungsbericht vom 5. August 2019 erklärt sie sich 
und stellt fest: "Da bei dem Patienten MR-tomographisch keinerlei Degeneration 
nachzuweisen ist, ist ganz klar von einem Unfall auszugehen" (Vi-act. 3/14). Die-
se Beurteilung wurde indes sowohl durch Dr.med. F.________ als auch Dr.med. 
G.________ nachvollziehbar begründet widerlegt. Zum einen würde ein trauma-
tischer Meniskusriss eine akute Symptomatik bzw. Begleitverletzungen erwarten 
lassen und zum andern ist ein im MRI nachgewiesener horizontaler Riss i.d.R. 
das erste Zeichen einer degenerativ bedingten Veränderung im Kniegelenk. 

5.7 Damit aber vermag die Einschätzung von Dr.med. C.________ an den Be-
urteilungen der versicherinternen Ärzte keine auch nur geringen Zweifel zu erwe-
cken. Da insbesondere der Beurteilung von Dr.med. G.________ voller Beweis-
wert zukommt, besteht auch keine Veranlassung, ein medizinisches Gutachten 
einzuholen. Aufgrund seiner klaren und nachvollziehbaren Aussagen, die mit Li-
teraturhinweisen untermauert werden, besteht kein Grund zur Annahme, dass 
sich an seiner Einschätzung, der diagnostizierte Meniskusriss sei überwiegend 
wahrscheinlich vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurück zu führen, 
etwas ändern würde. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen.

6. Es werden keine Kosten erhoben; Anspruch auf eine Parteientschädigung 
besteht bei diesem Verfahrensausgang keiner (Art. 61 lit. a und g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 18. Mai 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. Juni 2020