# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75adf5ef-5e85-5fa9-8091-bb98af753f99
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 15.05.2008 U 2008 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2008-29_2008-05-15.pdf

## Full Text

U 08 29
2. Kammer 

URTEIL
vom 15. Mai 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Submission

1. Am 13. Dezember 2007 schrieb das Tiefbauamt Graubünden (TBA) die 

Lieferung für Beleuchtungskörper … im offenen Verfahren gemäss SubG im 

kantonalen Amtsblatt aus. Der Auftrag besteht aus der Lieferung von 157 

Einfahrtsleuchten und 196 Durchfahrtsleuchten, durch welche die 

bestehenden Leuchten ersetzt werden sollen. Die Verkabelung, 

Montagepunkte und die Steuerung der vorhandenen Beleuchtung werden 

dabei übernommen. Als Eignungskriterien wurden in der Ausschreibung 

ausdrücklich u.a. die technische Leistungsfähigkeit sowie die 

Leuchtenabmessung aufgeführt.

In der Folge reichten drei Firmen fristgerecht ihre Offerten für den 

betreffenden Auftrag ein. Die bereinigten Offerten zeigten folgendes Ergebnis:

1. … GmbH Fr. 200758.90

2. … Fr. 225250.95 (+12.2%)

3. … AG Fr. 284‘882.85 (+41.9%)

In den Ausschreibungsunterlagen waren die Zuschlagskriterien und deren 

Gewichtung (Preis: 50%; Zweckmässigkeit, Funktionalität, Bemusterung: 

30%; Auftragsablauf, Termine: 10% sowie Qualität: 10%) aufgeführt. Die 

Bewertung der Angebote aufgrund der Zuschlagskriterien ergab folgendes 

Bild:

1. … GmbH 2.31 Punkte

2. … 1.46 Punkte

3. … AG 0.84 Punkte 

Mit Beschluss vom 28. Februar 2008 erteilte das Bau-, Verkehrs- und 

Forstdepartement (BVFD) den Zuschlag der Firma … GmbH zum Preis von 

Fr. 200’785.90 (inkl. MWSt) mit der Begründung „wirtschaftlich günstigstes 

Angebot unter Berücksichtigung der bekannt gegebenen Zuschlagskriterien“. 

Die Vergabe wurden allen Anbieterinnen mit Verfügung vom 10. März 2008 

durch das kantonale Tiefbauamt mitgeteilt.

2. Dagegen liess die ... am 26. März 2008 beim Verwaltungsgericht frist- und 

formgerecht Beschwerde erheben mit dem Antrag um Aufhebung des 

Zuschlages, um Ungültigerklärung der Offerte der … GmbH und um Erteilung 

des Zuschlages an die Beschwerdeführerin. Zur Begründung machte sie im 

Wesentlichen geltend, dass die eingereichte Musterleuchte höher als 

gefordert sei (19 cm statt nur 17 cm). Zwar weise die offerierte Leucht einen 

flacheren Drehverschluss auf, womit die Höhenvorgaben eingehalten werden 

könnten, doch lasse sich dieser Verschluss nicht von Hand, d.h. nicht ohne 

Werkzeug öffnen. Sodann sei auch die Materialisierung nicht 

ausschreibungskonform (kein rostfreies und kunststofffreies System). Die 

Musterleuchte erfülle auch das in den Ausschreibungsunterlagen unter Ziff. 

14 „Objektspezifische Anforderungen“ verlangte Kriterium einer kompletten 

betriebsbereiten Leuchte nicht und entspreche damit auch nicht den 

Ausschreibungsunterlagen. Daneben zählte sie weitere Abweichungen von 

den Ausschreibungsvorgaben (u.a. Pulverbeschichtung statt elektropoliertes 

Gehäuse; EPDM-Abdichtung statt Silikonabdichtung; Glasstärke) auf, welche 

zur Ungültigkeit der bevorzugten Offerte führen müssten.

3. Mit prozessleitender Verfügung vom 8. April 2008 erteilte der 

Instruktionsrichter der Beschwerde die aufschiebende Wirkung.

4. a) Das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement Graubünden beantragte die 

Abweisung der Beschwerde. Zutreffend sei, dass sich die Musterleuchte der 

… GmbH in verschiedenen Punkten von der zu offerierenden und auch 

offerierten Leuchte unterscheide. Ein Ausschluss vom Vergabeverfahren 

wäre jedoch ungerechtfertigt gewesen. Die Beschwerdeführerin verkenne den 

Sinn und Zweck einer Bemusterung im Beschaffungsprozess. Diese diene in 

erster Linie dazu, die offerierten Produkte mittels eines Musters einer ersten 

Begutachtung zu unterziehen, um deren Tauglichkeit zu prüfen. Dabei gelte 

es zu berücksichtigen, dass aufgrund zahlreicher Anforderungen, 

Bedingungen und Vorgaben kaum je ein Anbieter beim Mustermodell bereits 

alle an das Endprodukt gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen 

vermöge. Bereits daher dürfe nicht jede Abweichung von den 

Ausschreibungsunterlagen zu einem Verfahrensausschluss führen. 

Andernfalls müssten regelmässig alle Offerenten ausgeschlossen werden. 

Vorliegend habe die Vergabebehörde nur jene Anforderungen als 

ausdrückliche Eignungs- und somit Ausschlusskriterien definiert, welche für 

die Auftragserfüllung von allerhöchster Bedeutung seien. Vorliegend hätten 

alle drei Bewerber das geforderte Eignungskriterium erfüllt und zudem weise 

kein Angebot schwerwiegende Mängel auf, so dass alle drei Offerten als gültig 

hätten qualifiziert werden können. Der angefochtene Zuschlag sei rechtens 

und lasse sich nicht beanstanden.

b) Die … GmbH beantragte die Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese 

eingetreten werden könne. Letzteres deshalb, weil die Offerte des 

Beschwerdeführers selbst nicht ausschreibungskonform sei. Aus der 

Offerteingabe sei nämlich gar nicht ersichtlich, wie die Leuchten am 

Tunnelgewölbe befestigt werden sollten. Sodann sei der 

Schliessmechanismus der Abdeckung ausschreibungswidrig mit einer 

Federstahlkomponente bestückt. Für den Fall des Eintretens auf die 

Beschwerde bekräftigte sie im Wesentlichen die von der Vergabeinstanz 

vorgebrachten Darlegungen.

5. In einem zweiten Schriftenwechsel vertieften und ergänzten die Parteien die 

von ihnen eingenommenen Rechtsstandpunkte.

Auf die weiteren Darlegungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, 

in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Auf die streitige Vergabe gelangen die Interkantonale Vereinbarung über das 

öffentliche Beschaffungswesen (lVöB), das kantonale Submissionsgesetz 

(SubG) sowie die hierzu erlassene Submissionsverordnung (SubV) zur 

Anwendung. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Behandlung der 

Beschwerde ist unbestritten; sie ergibt sich ohne weiteres aus Art. 15 IVöB in 

Verbindung mit Art. 25 SubG.

2. a) Von der seitens der Beschwerdeführerin beantragten Einholung einer 

Expertise hinsichtlich der in Frage gestellten Lebensdauer der offerierten 

Leuchte kann angesichts des Verfahrensausganges abgesehen werden; dies 

umso mehr auch deshalb, weil daraus keine entscheidrelevanten neuen 

Erkenntnisse zu erwarten sind.

b) Dem seitens der Beschwerdegegnerin gestellten Nichteintretensantrag 

zufolge behaupteter Ungültigkeit der Offerte der Beschwerdeführerin ist kein 

Erfolg beschieden [nachstehend 4. c) in fine].

3. Hinsichtlich der Beschwerdegründe und damit der der Beschwerdeinstanz 

zustehenden Kognition enthält das kantonale Submissionsgesetz (SubG) im 

hier interessierenden Zusammenhang in Art. 27 eine eingehende Regelung, 

die sich wörtlich mit Art. 53 VGG deckt und zudem noch ausdrücklich festhält, 

dass Unangemessenheit nicht geltend gemacht werden kann. Die 

Überprüfung beschränkt sich somit auf Rechtsverletzungen einschliesslich 

Überschreitung oder Missbrauchs des Ermessens sowie auf unvollständige 

oder unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Dagegen kann das 

Verwaltungsgericht nicht sein Ermessen an die Stelle jener der Vorinstanz 

setzen, sondern hat Lösungen der Verwaltung zu akzeptieren, die mit 

sachlichen Gründen vertretbar sind, auch wenn eine andere Lösung als 

zweckmässiger erschiene. Bei Fragen technischer, technologischer, 

(bau)physikalischer und methodologischer Art oder bei 

Angebotsbewertungen ist die Kognition - wie bei Examina - praktisch auf 

Willkür begrenzt. Den Vergabebehörden kommt insbesondere bei der 

Bewertung der einzelnen Angebote aufgrund der ausgewählten 

Zuschlagskriterien ein weiter Ermessensspielraum zu (VGU U 06 09 mit 

weiteren Hinweisen). Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz bei der 

materiellen Beurteilung der Angebote einen haltbaren Entscheid getroffen hat.

4. a) Laut Art. 22 lit. c und d SubG ist ein Angebot u.a. dann von der 

Berücksichtigung auszuschliessen, wenn der Anbieter ein Angebot einreicht, 

welches den Anforderungen der Ausschreibung nicht entspricht; ebenso, 

wenn der Anbieter die geforderten Eignungskriterien nicht oder nicht mehr 

erfüllt.  

b) Nach der bisherigen Rechtsprechung wurde ein strenger Massstab an das 

Erfordernis der Übereinstimmung zwischen den Grundlagen in der 

Ausschreibung und den eingereichten Offerten gelegt. Diese Praxis galt (und 

gilt) nach der neueren Rechtsprechung nicht mehr unbesehen. Vielmehr 

wurde sie dahingehend präzisiert, dass - um sich nicht dem Vorwurf eines 

überspitzten Formalismus auszusetzen - seitens der Vergabebehörden in 

Bezug auf die Ungültigerklärung und den Ausschluss von Offerten namentlich 

dort eine gewisse Zurückhaltung geboten sei, wo die fehlenden Angaben 

ohne grossen Aufwand durch diese selbst ergänzt werden können oder die 

Bewertung der Wirtschaftlichkeit eines Angebotes nicht im Entferntesten von 

diesen Angaben abhängte (so bereits in VGE 697/98; bestätigt in VGU U 99 

56, U 00 90, U 01 26). Diese Zurückhaltung drängt sich auch nach Massgabe 

des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes auf. Gerade mit Blick auf die Ziele des 

neuen öffentlichen Beschaffungsrechtes, nämlich die Förderung des 

wirksamen Wettbewerbes unter den Anbietern, die Gewährleistung der 

Gleichbehandlung aller Anbieter und die Sicherstellung der Transparenz der 

Vergabeverfahren sowie die wirtschaftliche Verwendung öffentlicher Mittel, 

wäre es unverhältnismässig, Angebote wegen untergeordneter Mängel im 

soeben umschriebenen Sinn vom Wettbewerb auszuschliessen. Dadurch 

würde Anbietern mit an sich tauglichen Angeboten der Marktzugang 

verweigert, also die einschneidendste Sanktion des Beschaffungsrechtes 

ergriffen, was nicht nur eine ungeeignete, nicht notwendige und über die 

erwähnten Ziele hinausgehende Massnahme wäre, sondern diesen Zielen 

geradezu zuwiderliefe. Denn durch den Ausschluss an sich wirtschaftlich 

günstiger, aber mit kleineren Mängeln behafteter Angebote würde der 

Wettbewerb verzerrt und wäre die wirtschaftliche Verwendung öffentlicher 

Mittel nicht mehr gewährleistet. Dies würde darüber hinaus - wie erwähnt - 

gegen die Verfassungsgrundsätze der Verhältnismässigkeit und des Verbotes 

des überspitzten Formalismus verstossen. Die Frage, ob ein mit Mängeln 

behaftetes Angebot vom Wettbewerb auszuschliessen ist oder nicht, kann 

dabei nicht in generell - abstrakter Weise beantwortet werden, sondern ist 

anhand der konkreten Umstände des Einzelfalles nach Massgabe der 

übergeordneten Grundsätze zu prüfen (vgl. VGU  U 05 87, U 04 95; U 03 45; 

U 02 28; U 01 109).

c) Die Beschwerdeführerin stellt sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass 

die Offerte der bevorzugten Firma vom Vergabeverfahren ausgeschlossen 

werden müsse, weil das eingereichte Lampenmuster in verschiedenen 

Punkten den objektspezifischen Vorgaben in den Ausschreibungsunterlagen 

nicht entspreche. Seinen Einwänden wäre dann Rechnung zu tragen, wenn 

aufgrund dieser Abweichungen wenigstens eines der Eignungskriterien 

verneint werden müsste. Hinsichtlich der im vorliegenden Verfahren 

aufgeworfenen Fragen stehen dabei die beiden, bereits in der Ausschreibung 

bekannt gegebenen Eignungskriterien „technische Leistungsfähigkeit“ und 

„Leuchtenabmessung“ im Vordergrund. Unbestritten ist, dass die 

eingereichten Musterleuchten Abweichungen im geklagten Sinne aufweisen; 

wobei dies auf die Musterleuchen sowohl der Beschwerdegegnerin als auch 

der Beschwerdeführerin zutrifft. Fest steht nun, dass die Vorinstanz 

unbesehen der offenkundigen Abweichungen bei den eingereichten 

Musterleuchten alle Angebote, also sowohl jenes der Beschwerdeführerin als 

auch jenes der Beschwerdegegnerin, beim Erlass des Vergabeentscheides 

ausdrücklich als gültig qualifiziert und damit das Vorliegen der 

Eignungskriterien bejaht hat. Sie ist also zum Schluss gelangt, dass die 

Angebote trotz der Abweichungen bei den eingereichten Musterleuchten den 

Anforderungen der Ausschreibung zu genügen vermögen, dass diese also 

nicht derart gravierend seien, dass sie einen Ausschluss des Angebotes nach 

sich ziehen müssten. Mit dieser Beurteilung lag die Vorinstanz zweifellos 

innerhalb des ihr zustehenden Ermessensspielraumes und das 

Verwaltungsgericht hat keinen Grund, davon abzuweichen. Wie die 

Vorinstanz zutreffend erkannt hat, dient ein Muster in erster Linie dem Zweck, 

die offerierten Produkte einer ersten Begutachtung zu unterziehen, deren 

Tauglichkeit und Eignung für den geplanten Einsatz zu prüfen und die daraus 

gewonnenen Ergebnisse zusammen mit den übrigen Offertvorgaben in die 

Bewertung einfliessen zu lassen. In diesem Sinne war denn auch in Ziff. 14 

der objektspezifischen Anforderungen formuliert:

„Die Musterleuchte soll aus einer betriebsbereiten Leuchte bestehen… Das 

Muster wird auch zur Beurteilung der Offerte herangezogen.“

Bereits damit wurde auf den eben umschriebenen, beispielhaften Zweck des 

Musters hingewiesen. Eine zwingende, bis ins kleinste Detail vorhandene 

Übereinstimmung der Musterleuchte mit dem offerierten Modell war gar nicht 

verlangt, was letztlich auch Sinn macht. Gerade in Vergabeverfahren wie dem 

vorliegenden bringen es die diversen, äusserst detaillierten Anforderungen 

und Bedingungen (im Material- sowie im elektrotechnischen Bereich) wie 

auch der kurzen zeitlichen Vorgaben mit sich, dass ein Anbieter kaum in der 

Lage ist, bereits beim Mustermodell alle an das Produkt gestellten 

Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen. Entscheidend ist, dass sich 

zusammen mit den Offertunterlagen (Pläne und weitere Beilagen) eindeutig 

ergibt, was konkret Inhalt des Angebotes ist und dass sich dieses (u.a. auch 

hinsichtlich im vorliegenden Verfahren im Zentrum stehenden 

Eignungskriterien „Leuchtenabmessung“ und „technische Leistungsfähigkeit“) 

mit den übrigen Angeboten hinsichtlich der Auftragserfüllung zuverlässig 

vergleichen lässt. Wenn nun die Vorinstanz die zusammen mit den 

Offertunterlagen eingereichten Lampenmuster trotz der offenkundigen 

Abweichungen in ihre Bewertung einbezogen und deren Eignung im Zuge der 

verlangten Gesamtbetrachtung bejaht hat, so war dies sachgerecht und 

richtig. Für einen Ausschluss der einen oder anderen Offerte vom weiteren 

Vergabeverfahren bestand angesichts der untergeordneten Abweichungen 

kein Anlass. Dies umso mehr, als ein Ausschluss im Lichte der 

submissionsrechtlichen Ziele und Grundsätze (wie z.B. Förderung eines 

wirksamen Wettbewerbes unter den Anbietern; Sicherstellung der 

Transparenz der Vergabeverfahren; wirtschaftliche Verwendung öffentlicher 

Mittel) betrachtet, völlig ungerechtfertigt gewesen und letztlich wohl als 

Verstoss gegen die Verfassungsgrundsätze der Verhältnismässigkeit und des 

Verbotes des überspitzten Formalismus zu qualifizieren wäre. Damit ist 

gesagt, dass weder dem seitens der Beschwerdeführerin gestellten Antrag 

nach Ausschluss der mit dem Zuschlag bedachten Anbieterin, noch dem 

seitens der Beschwerdegegnerin gestellten Nichteintretensantrag Erfolg 

beschieden sein kann. Die Beschwerde erweist sich bereits daher als 

unbegründet.

5. a) Hinsichtlich der einzelnen, vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwände 

rechtfertigen sich lediglich noch einige wenige Bemerkungen. Wie sich dem 

Modell und den Ausführungen in Beilage 3 zum Angebot entnehmen lässt, 

trifft es nicht zu, dass die dem berücksichtigten Angebot zugrunde gelegte 

Leuchte die zulässige Gesamthöhe von 170 mm überschreitet. Vielmehr hat 

der Anbieter darin textlich und mittels Konstruktionszeichnungen 

nachvollziehbar aufgezeigt, wie die zulässige Leuchtenhöhe eingehalten 

werden kann. Die Vorinstanz hat dies denn auch in ihrer Leuchtenbewertung 

erkannt, geprüft und bewertet.  

b) Ebenso wenig ist von Belang, dass sich die Leuchte nur mit einem Werkzeug 

(Imbusschlüssel) öffnen lässt. In den Ausschreibungsunterlagen (Ziff. 10.1) 

war lediglich verlangt, dass sich die Leuchte mit Arbeitshandschuhen aus 

Leder öffnen lassen müsse, was bei der offerierten Leuchte offenkundig der 

Fall ist. Hingegen war in den Unterlagen keine Rede davon, dass sich die 

Leuchten ohne Inanspruchnahme eines Werkzeuges öffnen lassen müssten. 

Den möglichen „Nachteilen“ durch das Bedienen eines Werkzeuges hat die 

Vorinstanz im Übrigen bei der Bewertung des berücksichtigten Angebot (1,5 

von 3 möglichen Punkten) angemessen Rechnung getragen. 

c) Ohne Belang ist im Lichte des oben 4. Dargelegten der Einwand, die seitens 

der Beschwerdegegnerin eingereichte Musterleuchte erfülle das in Ziff. 14 

verlangte Kriterium „komplette, betriebsbereite Leuchte inkl. 

Kabelverschraubungen und Montagewinkel (max. 20 cm), so wie es im Tunnel 

montiert wird“ nicht. Abgesehen davon, dass die Leuchte „betriebsbereit“ im 

verlangten Sinne ist, hat die bevorzugte Firma in den von ihr eingereichten 

Konstruktionsplänen und Detailzeichnungen und den entsprechenden 

textlichen Erläuterungen auch nachvollziehbar aufgezeigt, dass sie den 

montagemässigen Vorgaben ohne weiteres nachkommen kann.

d) Unbehelflich ist sodann der Einwand, dass die zwischen „Hakenvorrichtung“ 

und Gehäuse sowie beim Befestigungssystem vorgesehenen Schrauben, 

ebenso wie der Imbusschlüssel-Verschluss sowie beim EPDM-Kabel die 

vorgegebene Werkstoffqualität  (rostfreier Edelstahl V4A, Werkstoff Nr. 

1.4571 oder 1.4529) nicht erfüllen würden. Die Beschwerdeführerin scheint 

übersehen zu haben, dass gemäss den Ausschreibungsunterlagen lediglich 

die konstruktiven Komponenten mit Kontakt zur Tunnelatmosphäre diese 

Bedingungen erfüllen müssen. Dass es nicht entscheidend sein kann, wenn 

bei der Musterleuchte die entsprechenden Vorgaben (noch) nicht eingehalten 

sind, wurde bereits mehrfach erwähnt. Es versteht sich aber von selbst, dass 

der Anbieter im Zuge der Ausführung des an ihn vergebenen Auftrages die 

geforderten Materialien einsetzt.   

e) Letzteres gilt auch für den Einwand, dass das abgegebene Muster nicht ein 

elektropoliertes, sondern ein pulverbeschichtetes Gehäuse aufweise. Die 

Beschwerdegegnerin hat im Übrigen auch im vorliegenden Verfahren 

bestätigt, dass das Gehäuse entsprechend den Vorgaben in der 

Ausschreibung geliefert werde; was sich - wie erwähnt - von selbst versteht.

f) Der Einwand, das berücksichtigte Angebot sehe eine Leuchte vor, welche in 

ausschreibungswidriger Weise nur eine EPDM-Abdichtung mit verstärktem, 

nicht rostfreiem Stahldrahtgitter aufweise, welche nicht mit einer Abdichtung 

auf Silikonbasis vergleichbar sei, ist nicht entscheidrelevant. Dies bereits 

deshalb, weil bezüglich Materialwahl lediglich die Gleichwertigkeit hinsichtlich 

der zu gewärtigenden Einwirkungen und Beeinträchtigungen verlangt war 

(Ziff. 4 „Objektspezifische Anforderungen“). Die Vorinstanz hat mit 

nachvollziehbarer Begründung die Gleichwertigkeit des vorgesehenen 

Materials für den vorgesehenen Zweck (dauerelastische Profildichtungen, 

welche formschlüssig am Gehäuse halten) bejaht.

g) Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang noch geltend macht, 

dass aufgrund der Verwendung mit nicht verstärkten Stahlgitter die Vorgabe, 

dass sämtliche konstruktiven Komponenten mit Kontakt zur 

Tunnelatmosphäre in Edelstahl auszuführen seien, nicht eingehalten werden 

könne, erweist sich sein Einwand als unbehelflich. Abgesehen davon, dass 

es sich dabei um keine konstruktive Komponente handelt, ist die von der 

Beschwerdegegnerin offerierte Profildichtung mit einer integrierten 

„metallischen Klammer“ ausgestattet, welche wiederum vollständig vom 

Kunststoff der Profildichtung umschlossen wird. Diese „metallische Klammer“ 

gewährleistet die formschlüssige Befestigung an der dafür vorgesehenen 

Gehäuselippe, hat keinerlei Berührungspunkte zur Tunnelatmosphäre und 

muss auch daher nicht zwingend in Edelstahl ausgeführt sein.    

h) Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer auch insoweit, als er die 

Vorgabe, wonach darauf zu achten sei, dass sich der Deckel des Gehäuses 

bei leicht aus der Mitte versetzter Montage der Leuchten gegen die 

Tunnelmitte hin öffne, als verletzt erachtet. Die von der bevorzugten Firma 

offerierte Leuchte lässt sich in der Längsachse des Tunnels öffnen, 

wohingegen jene der Beschwerdeführerin quer zur Fahrtrichtung angebracht 

werden sollen. Seitens der Vergabeinstanz wurde im vorliegenden Verfahren 

nachvollziehbar dargelegt, dass das Definieren der Öffnungsrichtung nur bei 

quer zur Fahrtrichtung öffnenden Leuchten wichtig ist, wohingegen solches 

bei längs zur Fahrtrichtung zu öffnenden Leuchten unnötig ist. Entscheidend 

ist, dass im Zuge der Wartung der Leuchten lediglich eine Fahrspur gesperrt 

werden muss und dass durch das Öffnen des Leuchtendeckels nicht der 

ganze Arbeitsbereich versperrt wird. Was bei längs zur Fahrtrichtung 

öffnenden Leuchten und entsprechendem Versatz aus der Mitte immer 

gewährleistet ist. Steht zudem fest, dass für die Erfüllung des 

ausgeschriebenen Auftrag beide Öffnungsarten (längs und quer zur 

Fahrtrichtung) gleichermassen eignen, erhellt, dass sich der angefochtene 

Zuschlagsentscheid auch aus dieser Sicht betrachtet nicht beanstanden lässt. 

i) Unbegründet ist die Beschwerde auch hinsichtlich der offerierten Glasstärke 

(Ziff. 10.4 der Ausschreibungsunterlagen: 5 - 6 mm). Wie sich den Unterlagen 

ohne weiteres entnehmen lässt, sieht das berücksichtigte Angebot - wie 

vorgegeben - eine Glasstärke von 6 mm vor. Selbst eine Glasstärke von mehr 

als 6 mm würde im Übrigen angesichts der damit einhergehenden höheren 

Stabilität keinen Ausschluss vom Verfahren rechtfertigen.

j) Aktenwidrig ist der Einwand auch hinsichtlich der Behauptung, dass das bei 

der Musterleuchte und gemäss Submissionseingabe beim Offertprodukt 

eingesetzte Zündgerät über keine Abschaltautomatik und keine Resetfunktion 

verfüge. 

k) Soweit die Beschwerdeführerin noch einwendet, die offerierten Leuchten 

würden die Vorgabe, wonach sie sowohl für 100%-Leistung als auch für 

reduzierte Leistungsstufen mit internen Kondensatoren für die Kompensation 

ausgerüstet sein müssten, gar nicht erfüllen können, kann er daraus nichts zu 

Gunsten seiner Begehren ableiten. Abgesehen davon, dass in Ziff. 11 

(Einfahrtsleuchten) und Ziff. 12 (Durchfahrtsleuchten) der objektspezifischen 

Anforderungen die in die Leuchten einzubauenden Kondensatoren 

unmissverständlich vorgegeben sind und seitens der Beschwerdegegnerin 

auch ihrem Angebot zugrunde gelegt wurden, sind die Komponenten derart 

ausgestaltet, dass die Lampen beim Schalten der Reduktion nicht erlöschen 

und die vom Lampenlieferanten angegebene Betriebsdauer durch die 

Umschaltung auch nicht reduziert wird. Zutreffend ist lediglich, dass die 

Kompensation bei reduzierter Stufe je nach Lampenleistung die vorgegebene 

cos phi von 0.9 nicht erreicht (gemäss der Herstellerin beträgt der Wert 

zwischen  0.78 und 0.91). Die Vorinstanz hat diesen Mangel als untergeordnet 

qualifiziert, weil es sich bei der verwendeten Kompensation um die 

schweizweit meistverwendete handle, die technisch ausgereift und in der 

Praxis erprobt sei. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was diese 

Einschätzung und die daraus resultierende Bejahung der Eignung der 

offerierten Kompensation als unhaltbar erscheinen liesse.

l) Auch die übrigen Einwendung sind nicht geeignet, den angefochtenen 

Vergabeentscheid in Frage zu stellen. Die Beschwerde erweist sich als 

vollumfänglich unbegründet und ist daher abzuweisen.

6. a) Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten der 

Beschwerdeführerin.  

b) Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel 

verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit verursachten 

notwendigen Kosten zu ersetzen. Die Beschwerdeführerin hat daher die 

private Gegenpartei aussergerichtlich zu entschädigen. Die mit der 

eingereichten Honorarnote geltend gemachte Parteientschädigung von Fr. 

6'471.-- erscheint ausgewiesen. 

c) Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 

betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine 

Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 352.--

zusammen Fr. 2'852.--

gehen zulasten der … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. Die … entschädigt die anwaltlich vertretene … GmbH aussergerichtlich mit 

Fr. 6'471.-- (inkl. MWST).