# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 030fd451-b894-5e94-8d96-5a81f7f095c2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.09.2014 B-3426/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3426-2014_2014-09-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
  
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-3426/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  11 .  S e p t e m b e r  2 0 1 4  

 

Besetzung 

 
Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), 

Richter Philippe Weissenberger, Richter Jean-Luc Baechler, 

Gerichtsschreiber Urs Küpfer.  

 
 

 
 

Parteien 

 
X._______, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI, 

Regionalzentrum Aarau, 

Bahnhofstrasse 29, 5000 Aarau, 

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Dienstverschiebung. 

 

 

B-3426/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass X._______ (Beschwerdeführer), geboren 1992, am 12. Dezember 

2011 zum Zivildienst zugelassen und zur Leistung von 387 Diensttagen 

verpflichtet wurde, wovon er bisher 27 geleistet hat; 

dass das Regionalzentrum Aarau der Vollzugsstelle für den Zivildienst 

(Vorinstanz) den Beschwerdeführer mit Beilage zum Willkommensschrei-

ben zum Zivildienst vom 13. Dezember 2011 u.a. darauf aufmerksam 

machte, er habe bis Ende Februar 2015 seinen langen Einsatz von min-

destens 180 Tagen abzuschliessen; 

dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. Juni 

2013 an seinen zu absolvierenden langen Einsatz erinnerte, welchen die-

ser spätestens am 1. September 2014 zu beginnen habe und dass sie 

ihm eine Frist bis 1. September 2013 setzte, um eine entsprechende Ver-

einbarung einzureichen; 

dass der Beschwerdeführer dieser Aufforderung nicht nachkam und die 

Vorinstanz ihn mit Einschreiben vom 3. September 2013 mahnte, die 

ausstehende Einsatzvereinbarung bis spätestens 17. September 2013 

zuzustellen, andernfalls ein kostenpflichtiges Aufgebot von Amtes wegen 

verfügt werde; 

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 13. September 2013 ein 

Dienstverschiebungsgesuch stellte, da er eine neue Funktion bei seiner 

bisherigen Arbeitgeberin übernehmen konnte, welche viel Einsatz erfor-

dere und für ihn eine berufliche Chance darstelle; 

dass er weiter erklärte, der vorgesehene Einsatz gefährde seine Anstel-

lung, denn die Arbeitgeberin gehe davon aus, ein zeitlicher Ausfall in die-

ser Grössenordnung wäre sehr schwierig zu bewältigen und dass sich im 

Jahr 2015 seine berufliche Situation normalisieren werde und er seinen 

langen Einsatz im Jahr 2015 leisten könne;  

dass die Arbeitgeberin die Angaben des Beschwerdeführers mit Schrei-

ben an die Vorinstanz vom 13. September 2013 bestätigte; 

dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. Oktober 

2013 auf die Unvollständigkeit seines Gesuchs aufmerksam machte und 

ihn aufforderte, zusätzliche Unterlagen zur Klärung des Sachverhalts bis 

spätestens 15. Oktober 2013 nachzureichen; 

B-3426/2014 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben an die Vorinstanz vom 17. Ok-

tober 2013 erklärte, betriebsintern sei eine Stellvertretung für ihn vorge-

sehen und er werde diese im Jahr 2014 einführen; 

dass dem Schreiben vom 17. Oktober 2013 ein Begleitschreiben gleichen 

Datums seiner Arbeitgeberin beilag, worin diese erläuterte, man habe fir-

menintern eine Person aufgebaut, welche den Beschwerdeführer ab dem 

1. Januar 2014 unterstützen werde und die bei seiner künftigen Abwe-

senheit infolge Zivildienstes seine Stellvertretung übernehmen könne; 

dass die Arbeitgeberin im gleichen Begleitschreiben ausführte, die korrek-

te Einführung der Stellvertretung dauere mindestens ein Jahr; man sei 

zuversichtlich, bestätigen zu können, dass der Beschwerdeführer ab Be-

ginn des Jahres 2015 die Zeit aufbringen könne, den langen Zivil-

diensteinsatz zu leisten, ohne dass sich dies negativ auf seine berufliche 

Tätigkeit auswirken werde;  

dass die Vorinstanz das Dienstverschiebungsgesuch mit Verfügung vom 

28. November 2013 guthiess, obwohl sie der Ansicht war, der Beschwer-

deführer habe nicht abschliessend belegen können, dass die Abwesen-

heit ab September 2014 die Arbeitgeberin in eine Notsituation bringen 

könnte; 

dass die Vorinstanz zugleich den Beginn des langen Einsatzes spätes-

tens auf den 5. Januar 2015 festlegte; 

dass sie weiter verfügte, die dazugehörige Einsatzvereinbarung sei bis 

zum 1. Mai 2014 einzureichen;  

dass der Beschwerdeführer diese Frist ungenutzt verstreichen liess und 

die Vorinstanz ihn mit Schreiben vom 6. Mai 2014 mahnte, ihr die ausste-

hende Einsatzvereinbarung bis spätestens 20. Mai 2014 zuzustellen, an-

dernfalls ein kostenpflichtiges Aufgebot von Amtes wegen verfügt werde; 

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 18. Mai 2014 ein erneutes 

Dienstverschiebungsgesuch stellte, da er von Mitte Oktober 2014 bis Ok-

tober 2017 eine Ausbildung ("Dipl. Betriebswirtschafter HF") plane; Zeit, 

Aufwand sowie Kosten für dieses Studium seien zwischen ihm und seiner 

Arbeitgeberin vertraglich geregelt; 

B-3426/2014 

Seite 4 

dass die Vorinstanz das Gesuch mit Verfügung vom 22. Mai 2014 abwies 

und den Beschwerdeführer verpflichtete, bis zum 3. Juni 2014 eine 

Einsatzvereinbarung einzureichen; 

dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 11. Juni 

2014 sowie mit Einschreiben vom 26. Juni 2014 jeweils unter neuer Frist-

ansetzung aufforderte, eine Einsatzvereinbarung einzureichen; 

dass der Beschwerdeführer die Verfügung der Vorinstanz vom 22. Mai 

2014 mit Eingabe vom 20. Juni 2014 beim Bundesverwaltungsgericht an-

focht; 

dass er beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und sein 

Gesuch um Verschiebung des langen Einsatzes bis Oktober 2017 sei 

gutzuheissen; 

dass er eventualiter beantragt: 

"a) die Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI Aarau soll mir Zeit gewäh-

ren, den Zivildienst in 3 Teilen zu mindestens je 2 Monaten bis zum 

31.12.2017 beim gleichen Einsatzbetrieb zu leisten, wobei der erste 

Teil im 2015, der zweite Teil im 2016 und der letzte Teil im 2017 zu 

leisten ist. Damit könnte ich meine Weiterbildung wie geplant umset-

zen und durchführen und käme auch nicht in Konflikt mit meiner Ar-

beitgeberin (ich könnte den Zivildienst quasi während meinen Schul-

ferien im Sommer leisten). 

b)  für die Einreichung einer Einsatzvereinbarung soll mir die Vollzugs-

stelle für den Zivildienst ZIVI Aarau Zeit bis zum 30.9.2014 gewäh-

ren. Eine kürzere Frist ist im Hinblick auf die nun anstehenden 

Sommerferien nicht umsetzbar. Zudem werde ich etwas Zeit benöti-

gen, um den richtigen Betrieb für die Leistung meines Zivildienstes 

zu finden." 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Beschwerde vor-

bringt, er starte im Oktober 2014 eine dreijährige Weiterbildung, für wel-

che er mit seiner Arbeitgeberin eine Vereinbarung habe schliessen kön-

nen; sie übernehme einen Grossteil der Kosten und des Zeitaufwandes, 

und ein Zivildiensteinsatz von sechs Monaten im vorgesehenen Zeitraum 

würde den Start seiner Ausbildung verhindern, was einen Härtefall für ihn 

darstelle; 

B-3426/2014 

Seite 5 

dass er weiter ausführt, es läge ein Härtefall für seine Arbeitgeberin vor, 

wenn er einen langen Einsatz im Umfang von sechs Monaten im vorge-

sehenen Zeitraum zu leisten habe; 

dass er schliesslich vorbringt, der vorgesehene lange Einsatz könnte sei-

ne Arbeitgeberin veranlassen, die von ihm aktuell besetzte Arbeitsstelle 

einer anderen Person zu überlassen; 

dass der Beschwerde vom 20. Juni 2014 ein Schreiben der Arbeitgeberin 

vom 19. Juni 2014 beilag, worin diese bestätigt, man habe sich dazu ent-

schlossen, den Beschwerdeführer in seiner beruflichen Weiterentwicklung 

zu fördern und diesbezüglich mit ihm eine Weiterbildungsvereinbarung 

geschlossen; 

dass die Arbeitgeberin weiter ausführt, es sei für sie sehr wichtig, dass 

der Beschwerdeführer in den nächsten drei Jahren neben der von ihm 

geplanten Weiterbildung zu einem hohen Grad zur Verfügung stehe; 

dass sie weiter vorbringt, eine längere Abwesenheit wäre für die Unter-

nehmung in den nächsten zwölf Monaten sehr schwierig zu bewältigen, 

da man als KMU intern nicht über eine geeignete Person verfüge, welche 

die Stellvertretung übernehmen könnte und eine externe Person keine 

Möglichkeit habe, sich innerhalb kurzer Zeit in das komplexe Arbeitsge-

biet einzuarbeiten; 

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 31. Juli 2014 die Abwei-

sung der Beschwerde beantragt und im Wesentlichen argumentiert, es 

sei nicht von einem drohenden Arbeitsplatzverlust des Beschwerdefüh-

rers auszugehen;  

dass sie weiter darlegt, eine ausserordentliche Härte liege weder beim 

Zivildienstpflichtigen noch bei seiner Arbeitgeberin vor; beide wüssten seit 

geraumer Zeit über die Dienstpflicht des Beschwerdeführers Bescheid, 

und darüber hinaus hätten sie den möglichen Konflikt zwischen der Leis-

tung des langen Einsatzes und der Weiterbildung selbst zu verantworten; 

dass die Vorinstanz hinsichtlich der Eventualbegehren klarstellt, das Ge-

setz sehe die Möglichkeit vor, den langen Einsatz in zwei Teilen innerhalb 

von zwei Kalenderjahren zu leisten; der zweite Teil des langen Einsatzes 

müsse hingegen spätestens am 3. Juli 2015 beendet sein und um den 

zweiten Einsatz weiter zu verschieben, müsste ein Dienstverschiebungs-

grund gegeben sein, was vorliegend nicht der Fall sei; 

B-3426/2014 

Seite 6 

 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden 

Streitsache zuständig ist (Art. 63 Abs. 1 des Zivildienstgesetzes vom 

6. Oktober 1995 [ZDG, SR 824.0]); 

dass der Beschwerdeführer zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 

des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, 

SR 172.021]), die Eingabefrist (Art. 66 Bst. b ZDG) sowie die Anforderun-

gen an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift (52 Abs. 1 VwVG) gewahrt 

sind und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen ebenfalls vorliegen 

(Art. 47 ff. VwVG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist; 

dass die Zivildienstpflicht gemäss Art. 9 Bst. d ZDG die Pflicht zur Erbrin-

gung ordentlicher Zivildienstleistungen umfasst, bis die Gesamtdauer 

nach Art. 8 ZDG erreicht ist; 

dass die zivildienstpflichtige Person, die keine Rekrutenschule bestanden 

hat, einen langen Einsatz von mindestens 180 Tagen leistet 

(Art. 37 Abs. 1 der Zivildienstverordnung vom 11. September 1996 [ZDV, 

SR 824.01]); 

dass die zivildienstpflichtige Person, die, wie vorliegend, bei Eintritt der 

Rechtskraft ihrer Zulassungsverfügung das 26. Altersjahr noch nicht voll-

endet hat, gemäss Art. 39a Abs. 2 Bst. b ZDV den langen Einsatz 

(Art. 37 ZDV) innerhalb von drei Jahren nach Beginn des Monats, wel-

cher der rechtskräftigen Zulassung folgt, spätestens jedoch im Jahr, in 

dem sie das 27. Altersjahr vollendet, abzuschliessen hat; 

dass gemäss Art. 44 Abs. 1 ZDV ein Gesuch um Dienstverschiebung ein-

zureichen ist, wenn eine gesetzliche Verpflichtung oder ein Aufgebot nicht 

befolgt werden kann; 

dass das Gesuch einer zivildienstpflichtigen Person um Dienstverschie-

bung gutgeheissen werden kann, wenn sie andernfalls ihren Arbeitsplatz 

verlieren würde (Art. 46 Abs. 3 Bst. c ZDV); 

B-3426/2014 

Seite 7 

dass der Beschwerdeführer vorbringt, ihm drohe infolge der Leistung des 

langen Einsatzes möglicherweise die Kündigung; 

dass eine Dienstverschiebung gestützt auf Art. 46 Abs. 3 Bst. c ZDV den 

Nachweis konkreter Anhaltspunkte für die Befürchtung, die zivildienst-

pflichtige Person würde andernfalls ihren Arbeitsplatz verlieren, voraus-

setzt (Urteil des BVGer B-679/2014 vom 15. Mai 2014 S. 5); 

dass die Begründung des Beschwerdeführers, er könnte aufgrund des Zi-

vildiensteinsatzes seine Arbeitsstelle verlieren, durch nichts belegt ist; 

dass auch das für das vorliegende Beschwerdeverfahren verfasste 

Schreiben der Arbeitgeberin vom 19. Juni 2014 nicht auf eine beabsich-

tigte Kündigung hindeutet; 

dass im Gegenteil sowohl die positiven Äusserungen der Arbeitgeberin 

den Beschwerdeführer betreffend als auch die mit ihm geschlossene Wei-

terbildungsvereinbarung Ausdruck der Wertschätzung seiner Arbeit sind; 

dass die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses missbräuchlich ist, wenn 

eine Partei sie ausspricht, weil die andere Partei schweizerischen Zivil-

dienst leistet (Art. 336 Abs. 1 Bst. e des Obligationenrechts vom 30. März 

1911 [OR, SR 220]) und die missbräuchliche Kündigung zu erheblichen 

Sanktionen führen kann (Art. 336a OR); 

dass die abstrakte und unbelegte Befürchtung, die Arbeitgeberin würde 

die Stelle des Zivildienstpflichtigen wegen der bevorstehenden Zivildienst-

leistung kündigen, daher keinen Anspruch auf eine Dienstverschiebung 

begründet (vgl. Urteile des BVGer B-2441/2014 vom 22. Juli 2014 E. 4.3, 

B-679/2014 vom 15. Mai 2014 S. 5 und B-4419/2013 vom 7. Oktober 

2013 E. 3); 

dass der Dienstverschiebungsgrund von Art. 46 Abs. 3 Bst. c ZDV somit 

nicht gegeben ist; 

dass das Gesuch einer zivildienstpflichtigen Person um Dienstverschie-

bung weiter gutheissen werden kann, wenn sie glaubwürdig darlegt, dass 

die Ablehnung des Gesuchs für sie, ihre engsten Angehörigen oder ihren 

Arbeitgeber eine ausserordentliche Härte bedeuten würde (Art. 46 Abs. 3 

Bst. e ZDV); 

B-3426/2014 

Seite 8 

dass sich der Beschwerdeführer sinngemäss auf diesen Dienstverschie-

bungsgrund beruft und eine ausserordentliche Härte für sich selbst gel-

tend macht, da der Start seiner Weiterbildung verhindert werde; 

dass gemäss konstanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-

richts eine ausserordentliche Härte im Sinne von Art. 46 Abs. 3 

Bst. e ZDV nur dann anerkannt wird, wenn eine eigentliche Notsituation 

beim Zivildienstpflichtigen, seinen engsten Angehörigen oder seinem Ar-

beitgeber vorliegt (vgl. Urteile des BVGer B-2441/2014 vom 22. Juli 2014 

E. 5.1, B-2972/2014 vom 10. Juli 2014 S. 8, B-1963/2014 vom 8. Juli 

2014 S. 7, B-1089/2014 vom 4. Juni 2014 S. 7, B-1013/2014 vom 22. Mai 

2014 E. 4.5, B-997/2014 vom 23. April 2014 E. 3.2, B-3920/2013 vom 

16. Oktober 2013 S. 5 und B-4681/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 2.4); 

dass der Beschwerdeführer nicht substantiiert darlegt, weshalb von einer 

Notsituation auszugehen sei; 

dass weder er noch seine Arbeitgeberin Gründe vorbringen, warum die 

Weiterbildung nicht später begonnen werden kann; 

dass es sich um eine persönliche Weiterbildung handelt und ein späterer 

Ausbildungsbeginn mangels erheblichen Nachteils zumutbar ist; 

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, seine persönliche Weiterbildung 

mit seiner Dienstpflicht in Einklang zu bringen; 

dass damit keine eigentliche Notsituation beim Beschwerdeführer vorliegt 

und nicht von einer ausserordentlichen Härte für ihn im Sinne von 

Art. 46 Abs. 3 Bst. e ZDV auszugehen ist; 

dass, selbst wenn dieser Verschiebungsgrund vorliegt, eine zivildienst-

pflichtige Person mit ihrem Gesuch keine Aussicht auf Erfolg hat, wenn 

sie die Verschiebungsgründe selbst gesetzt hat oder sich anders verhält, 

als mit der Vollzugsstelle abgesprochen (vgl. Botschaft des Bundesrats 

zum Zivildienstgesetz vom 22. Juni 1994, BBl 1994 III 1607, S. 1677); 

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer und seiner Arbeitgeberin mit 

Verfügung vom 28. November 2013 stark entgegenkam, indem sie das 

erste Dienstverschiebungsgesuch trotz nicht genügend erstellter Notsi-

tuation guthiess und verfügte, der Beschwerdeführer müsse den langen 

Einsatz spätestens am 5. Januar 2015 beginnen; 

B-3426/2014 

Seite 9 

dass sie aber ausdrücklich darauf hinwies, die Dienstpflicht müsse im 

Jahr 2015 Priorität haben; 

dass sich der Beschwerdeführer ungeachtet dessen für die dreijährige 

Weiterbildung einschrieb und mit seiner Arbeitgeberin eine Weiterbil-

dungsvereinbarung abschloss; 

dass der Schluss naheliegt, der Beschwerdeführer habe die Anordnung 

der Vorinstanz wissentlich ignoriert; 

dass dieses Verhalten des Beschwerdeführers nicht zu schützen ist; 

dass der Beschwerdeführer weiter geltend macht, es läge eine ausseror-

dentliche Härte im Sinne von Art. 46 Abs. 3 Bst. e ZDV für seine Arbeit-

geberin vor;  

dass zivildienstliche Abwesenheiten, anders als krankheits- bzw. unfall-

bedingte Ausfälle, frühzeitig absehbar sind, sodass ihnen rechtzeitig mit 

geeigneten Planungsmassnahmen begegnet werden kann (Urteile des 

BVGer B-2441/2014 vom 22. Juli 2014 E. 5.2.2 und B-3388/2008 vom 

5. August 2008 E. 4.3.1); 

dass der Arbeitgeber gemäss Rechtsprechung eine gewisse Mehrbelas-

tung, die infolge eines Zivildiensteinsatzes entsteht, hinzunehmen hat 

(Urteile des BVGer B-2441/2014 vom 22. Juli 2014 E. 4.1, B-1515/2013 

vom 14. Mai 2013 S. 5 f. und B-2544/2012 vom 10. Juli 2012 S. 4); 

dass die Arbeitgeberin spätestens seit ihrer Eingabe vom 13. September 

2013 um die Pflicht des Beschwerdeführers zur Leistung eines langen 

Einsatzes wusste;  

dass sie in ihrem Schreiben vom 17. Oktober 2013 angab, eine interne 

Stellvertretung für den Beschwerdeführer auszubilden, damit dieser im 

Jahr 2015 seine Dienstpflicht vereinbarungsgemäss erfüllen könne; 

dass es aufgrund dieser aufgezeigten Lösung zur Gutheissung des 

Dienstverschiebungsgesuchs mit Verfügung vom 28. November 2013 

kam; 

dass dem Schreiben der Arbeitgeberin vom 19. Juni 2014 zu entnehmen 

ist, als KMU verfüge man nicht über eine geeignete Person, welche die 

B-3426/2014 

Seite 10 

Stellvertretung des Beschwerdeführers während des langen Einsatzes 

übernehmen könne; 

dass es an der Arbeitgeberin gelegen hätte, die mit Schreiben vom 

17. Oktober 2013 in Aussicht gestellten Massnahmen umzusetzen; 

dass sich die Arbeitgeberin widersprüchlich verhält, wenn sie zunächst 

eine Planungsmassnahme vorschlägt (geregelte Einführung einer inter-

nen Stellvertretung), ohne diese dann umzusetzen und in der Beschwer-

de an das Bundesverwaltungsgericht trotzdem eine Notsituation geltend 

macht; 

dass die Unverzichtbarkeit des Beschwerdeführers am Arbeitsplatz im 

fraglichen Zeitraum ab Januar 2015 nicht in genügender Weise dargetan 

ist; 

dass damit nicht von einer ausserordentlichen Härte für die Arbeitgeberin 

auszugehen ist; 

dass somit keine Dienstverschiebungsgründe nach Art. 46 Abs. 3 ZDV 

gegeben sind; 

dass die zivildienstpflichtige Person den langen Einsatz in zwei Teilen in-

nerhalb von zwei Kalenderjahren leisten kann (Art. 37 Abs. 3 ZDV); 

dass das Gesetz die Leistung des langen Einsatzes in drei Teilen nicht 

vorsieht; 

dass der Beschwerdeführer den langen Einsatz auch bei Ableistung in 

zwei Teilen bis spätestens 180 Tage ab 5. Januar 2015, d.h. am 3. Juli 

2015, beendet haben muss; 

dass für eine Verschiebung des zweiten Teils des langen Einsatzes auf 

einen Zeitraum nach diesem Datum ein Dienstverschiebungsgrund vor-

liegen müsste; 

dass dies, wie dargelegt, zurzeit nicht der Fall ist;  

dass somit auch den Eventualbegehren des Beschwerdeführers nicht 

entsprochen werden kann; 

B-3426/2014 

Seite 11 

dass sich die Beschwerde damit insgesamt als unbegründet erweist und 

abzuweisen ist; 

dass das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenlos ist, so-

fern es sich nicht um mutwillige Beschwerdeführung handelt und dass 

keine Parteientschädigungen ausgerichtet werden (Art. 65 Abs. 1 ZDG); 

dass für das vorliegende Beschwerdeverfahren deshalb trotz offensichtli-

cher Aussichtslosigkeit weder Kosten zu erheben noch Parteientschädi-

gungen auszurichten sind; 

dass die Beschwerde an das Bundesgericht gegen diesen Entscheid 

nicht offensteht, weshalb er endgültig ist (Art. 83 Bst. i des Bundesgeset-

zes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, 

BGG, SR 173.110]). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädi-

gungen zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer 

– die Vorinstanz (Ref-Nr._______) 

– die Vollzugsstelle für den Zivildienst, Zentralstelle. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maria Amgwerd Urs Küpfer 

Versand: 16. September 2014