# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0292cb1-6854-5e37-90dd-60ff92d0b754
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-28
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 28.10.2025 Z2 2025 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z2-2025-19_2025-10-28.pdf

## Full Text

20250826_132805_ANOM.docx

II. Zivilabteilung Z2 2025 19

Oberrichter A. Staub, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiber Ph. Carr

Urteil vom 28. Oktober 2025

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Gesuchstellerin, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte,

gegen

C.________,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,
Gesuchsgegner, Berufungsbeklagter und Anschlussberufungskläger,

betreffend

Eheschutzmassnahmen gemäss Art. 172 ff. ZGB
(Berufung gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 4. April 2025)

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Rechtsbegehren

Gesuchstellerin, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte

Berufung

1. Die vorliegende Berufung gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 4. April 2025 (Fall-
Nr. ES 2023 847) sei gutzuheissen.

2. Rechtsspruch Ziff. 4 des Entscheids des Kantonsgerichts Zug sei aufzuheben und das Obergericht 
habe wie folgt neu zu entscheiden:

2.1 Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin rückwirkend ab 20. Oktober 2022 bis 
zum Datum des Getrenntlebens (31. März 2025) einen Betrag zur freien Verfügung in der Höhe von 
mind. CHF 20'000.00 pro Monat zu bezahlen.

2.2 Eventualiter sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklägerin rückwirkend ab 20. Ok-
tober 2022 bis zum Datum des Getrenntlebens (31. März 2025) einen angemessenen, vom Gericht zu 
bestimmenden, monatlichen Betrag zur freien Verfügung zu bezahlen.

2.3 Der Berufungsbeklagte sei mit Wirkung ab 1. April 2025 zu verpflichten, a) an den Unterhalt der Beru-
fungsklägerin, b) an den Unterhalt des Kindes E.________ und c) an den Unterhalt des Kindes 
F.________ folgende monatliche, gerichtsüblich indexierte und jeweils auf den ersten eines Monats fäl-
lige Unterhaltsbeiträge, zuzüglich allfälliger Kinder-, Ausbildungs-, Sozial-, Familien- und Differenz-
zulagen zu bezahlen:

- für die Berufungsklägerin: CHF 6'559.45;
- für E.________: CHF 8'268.30 (bestehend aus CHF 2'272.20 Barunterhalt, Betreuungsunterhalt in 

der Höhe von CHF 2'716.35 und Überschussanteil in der Höhe von CHF 3'279.75);
- für F.________: CHF 8'075.80 (bestehend aus CHF 2'079.70 Barunterhalt, Betreuungsunterhalt in 

der Höhe von CHF 2'716.35 und Überschussanteil in der Höhe von CHF 3'279.75).

3. Eventualiter sei Rechtsspruch Ziff. 4 des Entscheids des Kantonsgerichts Zug (Fall-Nr. ES 2023 847) 
aufzuheben und die Sache sei mit klaren Erwägungen des Obergerichts Zug an die Vorinstanz zum 
neuen Entscheid zurückzuweisen.

4. Der Berufungsklägerin sei nach Abschluss des Beweisverfahrens die Möglichkeit zu geben, ihre Anträ-
ge zu präzisieren.

5. Weitere Anträge der Berufungsklägerin seien vorzubehalten.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten des Berufungsbeklagten.

Anschlussberufungsantwort

1. Antrag Ziff. 2.1 sei abzuweisen. Es sei Ziff. 2.2.1 (erster Absatz) des Dispositivs des Entscheids des 
Kantonsgerichts Zug vom 4. April 2025 unverändert zu belassen.

2. Antrag Ziff. 2.2 sei gutzuheissen.

3. Antrag Ziff. 3 sei abzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten des 
Berufungsbeklagten.

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Gesuchsgegner, Berufungsbeklagter und Anschlussberufungskläger

Berufungsantwort und Anschlussberufung

1. Es sei die Berufung abzuweisen und der Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 4. April 2025 im Ver-
fahren ES 2023 847 zu bestätigen, mit Ausnahme von Ziff. 2 nachfolgend.

2. Weiter erhebt der Gesuchsgegner Anschlussberufung und beantragt, dass die folgenden Ziffern des 
Entscheids des Kantonsgerichts Zug vom 4. April 2025 im Verfahren ES 2023 847 neu zu entscheiden 
seien:

2.1 Dispositiv Ziff. 2.2.1, erster Absatz: in denjenigen Wochen, in denen die Kinder am Wochenende von 
der Mutter betreut werden, sei der Gesuchsgegner zu berechtigen, die Kinder am Freitagnachmittag, 
nach Schulschluss bis 20.00 Uhr (verpflegt) zu betreuen. Sollte der Gesuchsgegner bis spätestens 
10 Tage vor Freitag feststellen, dass er infolge seiner Reisetätigkeit die Kinder an einem Freitag nicht 
betreuen kann, so sei er zu berechtigen, die Kinder am auf den betroffenen Freitag folgenden Montag 
nach Schulschluss bis 20.00 Uhr (verpflegt) zu betreuen. Er hat dies der Gesuchstellerin bis spätestens 
10 Tage vor dem betroffenen Freitag schriftlich (per WhatsApp-Nachricht oder SMS) anzuzeigen.

Dispositiv Ziff. 2.2.1, zweiter Absatz: Der Gesuchsgegner sei berechtigen, die Kinder jedes zweite (ge-
rade) Wochenende von Freitag, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 19.30 Uhr (verpflegt), zu betreuen, beginnend 
am Freitag, 15. November 2024.

2.2 Eventualiter sei der Gesuchsgegner in Abänderung von Dispositiv Ziff. 2.2.1, zweiter Absatz, zu be-
rechtigen, die Kinder jedes zweite (gerade) Wochenende von Freitag nach Schulschluss bzw. 15.00 
Uhr bis Montagmorgen, Schulbeginn bzw. 09.00 Uhr, zu betreuen.

2.3 Der Gesuchsgegner sei überdies und unabhängig von den vorhergehenden Anträgen zu berechtigen, 
jeden Mittwochabend oder an einem anderen vereinbarten Wochentag um 19.00 Uhr für mindestens 
30 Minuten mit den Kindern E.________ und F.________ per Facetime zu telefonieren. Die Mutter sei 
zu verpflichten, den Kindern für dieses Telefongespräch ein Mobiltelefon zur Verfügung zu stellen und 
das Gespräch unüberwacht zuzulassen.

3. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Gesuchstellerin.

Sachverhalt

1. A.________ (nachfolgend: Gesuchstellerin) und C.________ (nachfolgend: Gesuchsgegner) 
haben im Januar 2012 geheiratet. Sie sind die Eltern von E.________, geb. tt.mm.2015, und 
F.________, geb. tt.mm.2017.

2. Am 20. Oktober 2023 reichte die Gesuchstellerin beim Kantonsgericht Zug ein Eheschutzge-
such ein (Vi act. 1). Sie ersuchte im Wesentlichen darum, der damals noch in derselben 
Wohnung wohnhafte Gesuchsgegner sei zu verpflichten, ihr monatlich einen Betrag zur frei-
en Verfügung in der Höhe von mindestens CHF 20'000.00 zu bezahlen; zudem sei der Ge-
suchsgegner zu verpflichten, über seine finanziellen Verhältnisse Auskunft zu erteilen.

3. Der Gesuchsgegner reichte am 4. Dezember 2023 seine Stellungnahme ein (Vi act. 7). Darin 
beantragte er die Regelung des Getrenntlebens der angeblich seit dem 22. Juni 2023 "unter 
gleichem Dach" getrenntlebenden Ehegatten und um Abweisung des Antrags der Gesuch-
stellerin auf Festsetzung eines Betrags zur freien Verfügung.

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4. In der Folge reichten die Partien am 20. März 2024 (Vi act. 13) und am 31. Mai 2024 (Vi 
act. 17) die Replik bzw. die Duplik mit teilweise angepassten Rechtsbegehren ein.

5. Am 5. November 2024 befragte der Einzelrichter die Parteien zur Sache (Vi act. 26a). An der 
daran anschliessenden Instruktionsverhandlung schlossen die Parteien folgende Teilverein-
barung (Vi act. 26b):

1. Es ist festzustellen, dass die Parteien berechtigt sind, den gemeinsamen Haushalt für unbe-
stimmte Dauer aufzuheben.

2. Die eheliche Wohnung ________ (Adresse), ist für die Dauer des Getrenntlebens der Gesuch-
stellerin und den Kindern samt Hausrat zur alleinigen Benützung zuzuweisen. Der Gesuchsgeg-
ner ist verpflichtet, die eheliche Wohnung so rasch als möglich, spätestens bis 31. März 2025, 
zu verlassen und der Gesuchstellerin sämtliche Schlüssel zu übergeben.

Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, neben seinen persönlichen Gegenständen folgende Ge-
genstände mitzunehmen: [Auflistung]

Die Parteien einigen sich darauf, die Benützung weiterer Gegenstände (z.B. Möbel) ausserge-
richtlich zu regeln. Sollte es keine Einigung geben, behalten sich die Parteien vor, an der münd-
lichen Verhandlung entsprechende Anträge zu stellen.

3.1 Die Kinder
E.________, geb. tt.mm.2015, und
F.________, geb. tt.mm.2017, 
sind unter die Obhut der Mutter zu stellen.

3.2 Der Vater ist berechtigt und verpflichtet, die Kinder auf eigene Kosten wie folgt zu 
betreuen:

3.2.1 Alltag
- jeweils am Montagnachmittag nach der Schule bis 19.30 Uhr (verpflegt);
- jedes zweite (gerade) Wochenende von Freitag, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr (ver-

pflegt), beginnend am Freitag, 15. November 2024

3.2.2 Feiertage
[...]

3.2.3 Ferien
[...]

3.3 [Regelung betreffend Identitätskarten und Reisepässe der Kinder]

3.4 Abweichende Vereinbarungen der Parteien bleiben vorbehalten.

4. Die Parteien beantragen die Genehmigung dieser Teilvereinbarung. Im Übrigen ist das Verfah-
ren streitig weiterzuführen.

6. Bei einer weiteren Instruktionsverhandlung am 14. Januar 2025 wurden die Parteien erneut 
befragt (Vi act. 36) und erhielten Gelegenheit zur Stellungnahme (Vi act. 37 f.). Beide Partei-
en liessen sich in der Folge nochmals vernehmen (Vi act. 40, 43 und 46).

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7. Am 4. April 2025 erliess der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug folgenden Entscheid (Vi 
act. 51; Verfahren ES 2023 847):

1.1 Es wird festgestellt, dass die Parteien berechtigt sind, den gemeinsamen Haushalt für unbe-
stimmte Dauer aufzuheben.

1.2 Die eheliche Wohnung ________ (Adresse), wird für die Dauer des Getrenntlebens der Ge-
suchstellerin und den Kindern samt Hausrat zur alleinigen Benützung zugewiesen.

Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, die eheliche Wohnung so rasch als möglich, spätestens 
bis 31. März 2025, zu verlassen und der Gesuchstellerin sämtliche Schlüssel zu übergeben.

Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, neben seinen persönlichen Gegenständen folgende 
Gegenstände mitzunehmen: 

- Rudergerät-Set
- Schreibtisch-Set
- Archiv-Schrank-Set
- Sicherheitskasten
- Rennrad und alle alten Fahrräder
- Ersatz-Reifen
- Eishockey-Set
- Kisten mit alten Archiven, Dokumenten und Büchern, Kleidung im Keller
- Alte Sachen und Möbel der Familie C.________ im Keller
- Hauptbett und Matratze
- Nachttischgarnitur
- Holzschubladen im Hauptschlafzimmer
- Esstisch-Set
- Sofa-Garnitur
- Outdoor-Sofa
- Chinesische Möbel

2.1 Die Kinder
E.________, geb. tt.mm.2015, und
F.________, geb. tt.mm.2017, 
werden unter die Obhut der Mutter gestellt.

2.2 Der Gesuchsgegner wird berechtigt und verpflichtet, die Kinder auf eigene Kosten wie folgt zu 
betreuen:

2.2.1 Alltag
- jeweils am Montagnachmittag nach der Schule bis 19.30 Uhr (verpflegt);
- jedes zweite (gerade) Wochenende von Freitag, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr 

(verpflegt), beginnend am Freitag, 15. November 2024

2.2.2 Feiertage
- an Ostern ab Gründonnerstag, 17.00 Uhr, bis Montag, 19.00 Uhr (verpflegt), falls das 

Wochenende 
- auf ein Besuchsrechtswochenende des Vaters fällt;
- an Auffahrt von Mittwoch, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr (verpflegt), falls das 

Wochenende auf ein Besuchsrechtswochenende des Vaters fällt;
- an Pfingsten bis Montag, 19.00 Uhr (verpflegt), falls das Wochenende auf ein 

Besuchsrechtswochenende des Vaters fällt.

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2.2.3 Ferien
- Sportferien: während zwei Wochen;
- Frühlingsferien: während zwei Wochen, sofern das Ferienbesuchsrecht nicht in den 

Herbstferien ausgeübt wird;
- Sommerferien: während zwei Wochen am Stück;
- Herbstferien: während zwei Wochen, sofern das Ferienbesuchsrecht nicht in den 

Frühlingsferien ausgeübt worden ist;
- Weihnachtsferien 2024: erste Woche bei der Mutter, zweite Woche beim Vater, 

jeweils Samstag bis Samstag
- Weihnachtsferien ab 2025: während zwei Wochen in den ungeraden Jahren.

Die Ferien sind jeweils bis zum Ende des Vorjahres abzusprechen. Im Falle der Nicht-
einigung kommt das Entscheidungsrecht für Jahre mit gerader Jahreszahl der Mutter 
und für ungerade Jahre dem Vater zu. 

2.3 Die IDs der Kinder werden während der Dauer der Trennung vom Gesuchsgegner gehalten, 
die Mutter behält die Reisepässe der Kinder. Falls der Gesuchsgegner auf die Reisepässe der 
Kinder angewiesen ist (z.B. Reise ausserhalb von Europa), ist er berechtigt, die Reisepässe im 
Austausch gegen die IDs der Kinder für die Dauer der Ferien zu sich zu nehmen. Falls die Mut-
ter auf die IDs der Kinder angewiesen ist, stellt der Gesuchsgegner diese der Gesuchstellerin 
für diese Zwecke und für die erforderliche Dauer zur Verfügung.

3. Im Übrigen wird die im Sachverhalt wiedergegebene Teilvereinbarung der Parteien vom 5. No-
vember 2024 genehmigt.

4. Der Gesuchsge[g]ner wird mit Wirkung ab 1. April 2025 verpflichtet, der Gesuchstellerin an 
deren Unterhalt sowie denjenigen der Kinder E.________ und F.________ folgende monatli-
chen Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfälliger Familienzulagen zu bezahlen, zahlbar je zum Vor-
aus auf den Ersten des Monats:

für die Gesuchstellerin CHF 1'694.70
für E.________ CHF 2'595.70 Barunterhalt zzgl. Familienzulage
für F.________ CHF 2'603.20 Barunterhalt zzgl. Familienzulage

CHF 4'445.00 Betreuungsunterhalt

5. Die Gerichtskosten werden wie folgt festgesetzt:

CHF 10'715.00 Entscheidgebühr
CHF   1'285.00 Kosten für die Übersetzung
CHF 12'000.00 Total

Die Gerichtskosten werden dem Gesuchsgegner auferlegt.

6. Der Gesuchsgegner hat der Gesuchstellerin eine Parteientschädigung von CHF 33'402.90 
(MWST inbegriffen) zu bezahlen.

7. [Rechtsmittelbelehrung]

8. [Mitteilungen]

8. Gegen diesen Entscheid reichte die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 6. Mai 2025 Berufung 
beim Obergericht des Kantons Zug mit dem eingangs genannten Rechtsbegehren ein 
(act. 1). Am 12. Juni 2025 reichte der Gesuchsteller seine Berufungsantwort und Anschluss-
berufung ein (act. 5). Die Gesuchstellerin reichte am 28. Juli 2025 die Anschlussberufungs-

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antwort ein und nahm zugleich zur Berufungsantwort Stellung (act. 9). Auch der Gesuchs-
gegner liess sich am 9. September 2025 ein weiteres Mal vernehmen (act. 12). Dabei passte 
er die Anträge seiner Anschlussberufung (Ziff. 2 des eingangs genannten Rechtsbegehrens) 
betreffend die Betreuungsregelung und den persönlichen Verkehr an. Am 8. Oktober 2025 
reichte wiederum die Gesuchstellerin eine Eingabe ein. Darin hielt sie an ihren Standpunkten 
und Anträgen fest (act. 17). Es wurde keine Berufungsverhandlung durchgeführt.

Erwägungen

1. Zum Berufungsverfahren ist vorab Folgendes festzuhalten:

1.1 Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid über Mass-
nahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft (Art. 271 ZPO) ist bei der Rechtsmittel-
instanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids schriftlich und begründet 
einzureichen (vgl. Art. 311 Abs. 1 i.V.m. Art. 314 Abs. 2 ZPO). Das Berufungsverfahren ist 
als eigenständiges Verfahren ausgestaltet. Es dient nicht der Vervollständigung des vorin-
stanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur des erstinstanzlichen Ent-
scheids im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen. Entsprechend ist die Be-
rufung nach Art. 311 Abs. 1 ZPO begründet einzureichen. Dabei muss der Berufungskläger 
aufzeigen, inwiefern und weshalb er den angefochtenen Entscheid in tatsächlicher oder 
rechtlicher Hinsicht als fehlerhaft erachtet bzw. weshalb (zulässige) Noven oder neue Be-
weismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Um diesen Anforderungen nachzukommen, 
genügt es nicht, wenn der Berufungskläger lediglich auf seine Vorbringen vor erster Instanz 
verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder den ange-
fochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Vielmehr muss er im Einzelnen die vor-
instanzlichen Erwägungen bezeichnen, die er beanstandet, sich mit ihnen argumentativ aus-
einandersetzen und die Aktenstücke nennen, auf denen ihre Kritik beruht. Die Begründung 
muss hinreichend explizit sein, sodass sie vom Berufungsgericht einfach nachvollzogen wer-
den kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_255/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.6; BGE 
142 III 413 E. 2.2.2). Daran ändert die Geltung der Untersuchungsmaxime und des Offizial-
grundsatzes gemäss Art. 296 ZPO nichts (Urteil des Bundesgerichts 5A_208/2024 vom 
14. Februar 2025 E. 4.1; BGE 138 III 374 E. 4.3.1 [= Pra 2013 Nr. 4]).

1.2 Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvorausset-
zung für die Berufung. Lässt die Berufung insgesamt oder hinsichtlich eines bestimmten 
Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung vermissen, so tritt das Berufungsgericht darauf 
nicht ein. Die gerichtliche Fragepflicht nach Art. 56 ZPO entbindet nicht von einer gehörigen 
Begründung der Rechtsmitteleingabe. Ebenso wenig besteht eine Pflicht des Berufungsge-
richts, die Berufung zur Verbesserung zurückzuweisen. Dabei handelt es sich nicht um einen 
verbesserlichen Mangel im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO (Urteil des Bundesgerichts 
5A_219/2025 vom 2. April 2025 E. 3.2; 5A_452/2022 vom 11. April 2023 E. 4.2.1; je m.w.H.).

1.3 Mit der Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) und die unrichtige Feststel-
lung des Sachverhaltes (lit. b) geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Das bedeutet, dass 
das Berufungsgericht über eine uneingeschränkte Prüfungsbefugnis in rechtlicher und 
tatsächlicher Hinsicht verfügt (Urteil des Bundesgerichts 5A_340/2021 vom 16. November 

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2021 E. 5.3.1 m.w.H.). Es ist jedoch nicht gehalten, von sich aus alle sich stellenden tatsäch-
lichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn keine entsprechenden Rügen der Par-
teien vor der zweiten Instanz vorliegen. Abgesehen von offensichtlichen Mängeln hat sich 
das Berufungsgericht grundsätzlich auf die Beurteilung der in der Berufung und Berufungs-
antwort gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken (Urteil 
des Bundesgerichts 4A_194/2024 vom 11. Oktober 2024 E. 4.2.2.2; BGE 144 III 394 E. 
4.1.4).

1.4 Neue Vorbringen sind im Berufungsverfahren grundsätzlich nur noch unter den Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Danach sind neue Tatsachen und Beweismittel 
nur noch zu berücksichtigen, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden 
(Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vor-
gebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Art. 296 ZPO statuiert jedoch für Kin-
derbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorliegend zu beurteilen sind – 
den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den 
Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. 
In Verfahren, die der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, können die Parteien 
auch im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt vorbringen. Die 
Bestimmung von Art. 317 Abs. 1 ZPO gilt somit nicht, sofern und soweit Kinderbelange zu 
beurteilen sind (BGE 150 III 385 E. 5.1 und 5.3; 144 III 349 E. 4.2.1 [= Pra 2019 Nr. 88]). 
Dementsprechend sieht der im Rahmen der ZPO-Revision neu eingeführte Art. 317 Abs. 1bis 
ZPO vor, dass die Rechtsmittelinstanz neue Tatsachen und Beweismittel bis zur Urteilsbera-
tung berücksichtigt, wenn sie den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen hat. Diese 
Bestimmung findet auch auf rechtshängige Verfahren Anwendung (Art. 407f ZPO). Ist nebst 
dem Kindesunterhalt im gleichen Entscheid der eheliche oder nacheheliche Unterhalt zu be-
urteilen, sind hierfür auch die kraft der umfassenden Untersuchungsmaxime für den Kindes-
unterhalt gewonnenen Erkenntnisse zu berücksichtigen (vgl. BGE 147 III 301 E. 2.2).

1.5 Der Untersuchungsgrundsatz entbindet die Parteien indessen nicht von ihrer aktiven Mitwir-
kungspflicht sowie der Behauptungs- und Substanziierungslast. Es bleibt Aufgabe der Ehe-
gatten, dem Gericht das in Betracht kommende Tatsachenmaterial zu unterbreiten, die Be-
weismittel zu bezeichnen und die für die Ermittlung des Sachverhalts notwendigen Beweise 
im Rahmen des Zumutbaren beizubringen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_463/2022 vom 
22. Mai 2023 E. 6.5.1 m.w.H.).

2. Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid zusammengefasst wie folgt:

2.1 Die Parteien hätten am 5. November 2024 eine Teilvereinbarung geschlossen. Während die 
Gesuchstellerin daran festhalten wolle, verlange der Gesuchsgegner eine Abänderung; ab 
dem Zeitpunkt, in dem er eine neue Arbeitsstelle antrete, wolle er die Kinder jedes zweite 
(gerade) Wochenende von Donnerstag nach Schulschluss bis Sonntag, 19.00 Uhr (ver-
pflegt), sowie anstelle des Montags jeweils wöchentlich flexibel an einem Schultag nach der 
Schule bis 19.30 Uhr betreuen. Das in der Teilvereinbarung geregelte Besuchsrecht und die 
restlichen Punkte würden den Interessen der Parteien und der Kinder indessen angemessen 
Rechnung tragen. Sie sei deshalb (unverändert) zu genehmigen (Vi act. 51 E. 2).

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2.2 Bei der Festsetzung des Unterhaltsbeitrags sei für die Zeit vor dem Auszug eines Ehegatten 
in eine andere Wohnung grundsätzlich Art. 173 ZGB anwendbar. Dabei stehe die Frage im 
Fokus, wer die bekannten Kosten zu bezahlen habe. Nach Aufhebung des gemeinsamen 
Haushalts werde der Unterhalt gestützt auf Art. 176 ZGB festgesetzt. Zu prüfen seien somit 
die Unterhaltsansprüche für die Zeit des Zusammenlebens (rückwirkend) vom 20. Oktober 
2022 bis zum Zeitpunkt des Auszugs des Gesuchsgegners aus der ehelichen Wohnung, d.h. 
spätestens am 31. März 2025 (Art. 173 ZGB), sowie für die Zeit des Getrenntlebens, d.h. 
spätestens ab 1. April 2025 (Art. 176 ZGB). Das Bundesgericht habe für alle Arten des Un-
terhalts die zweistufige Methode mit Überschussverteilung für verbindlich erklärt, soweit nicht 
ausnahmsweise eine Situation vorliege, in der diese schlicht keinen Sinn ergebe; dies könne 
etwa bei aussergewöhnlich günstigen finanziellen Verhältnissen der Fall sein (Vi act. 51 
E. 3.3 und 3.4). Ein solcher Fall liege vor, zumal glaubhaft sei, dass vor der Trennung bzw. 
vor Einleitung des Eheschutzverfahrens eine hohe Sparquote von mehreren zehntausend 
Franken pro Monat bestanden habe. Die Unterhaltsansprüche der Gesuchstellerin und der 
Kinder seien folglich nach der einstufig-konkreten Methode zu berechnen (Vi act. 51 E. 3.5). 
Im Übrigen sei entgegen der Gesuchstellerin kein Fall wirtschaftlicher Gewalt (in der Form 
einer Deprivation finanzieller Mittel) glaubhaft gemacht worden, der die Anwendung der 
zweistufigen Methode rechtfertigen würde (Vi act. 51 E. 3.6).

2.3 In der Phase vom 20. Oktober 2022 bis zum Zeitpunkt des Auszugs des Gesuchsgegners 
aus der ehelichen Wohnung (spätestens am 31. März 2025) sei der Gesuchsgegner unbe-
strittenermassen für sämtliche Fixkosten der Familie aufgekommen. Im Weiteren überweise 
er der Gesuchstellerin monatlich CHF 1'500.00 auf ihr Konto. Die Gesuchstellerin verfüge 
sodann über eine Kreditkarte mit einer monatlichen Limite von CHF 2'500.00, wobei der Ge-
suchsgegner die Kreditkartenrechnungen bezahle. Schliesslich stehe zuhause jeweils Bar-
geld im Umfang von CHF 500.00 bis CHF 1'000.00 zur Verfügung. Ein darüberhinausgehen-
der Unterhaltsanspruch der Gesuchstellerin bestehe nicht. Der von ihr geltend gemachte Be-
trag zur freien Verfügung von CHF 20'000.00 pro Monat könne ihr deshalb nicht zugespro-
chen werden (Vi act. 51 E. 4).

2.4 Für die Phase ab dem Auszug des Gesuchsgegners aus der ehelichen Wohnung (spätestens 
am 1. April 2025) seien die Unterhaltsansprüche gestützt auf den Bedarf und das Einkom-
men der Gesuchstellerin und der gemeinsamen Kinder (Kinderzulagen) zu ermitteln. Die Ge-
suchstellerin erziele kein Einkommen und es sei ihr auch kein hypothetisches Einkommen 
anzurechnen. Deshalb sei sie nicht in der Lage, ihren Bedarf oder denjenigen der beiden 
Töchter mit eigenen Mitteln zu decken. Folglich habe der Gesuchsgegner insgesamt Unter-
haltsbeiträge von CHF 11'338.60 zu leisten. Davon entfielen CHF 1'694.70 auf die Gesuch-
stellerin, CHF 2'595.70 auf E.________ (Barunterhalt) und CHF 7'048.20 auf F.________ 
(Bar- und Betreuungsunterhalt; Vi act. 51 E. 5).

3. Beide Parteien wehren sich mit Berufung bzw. Anschlussberufung gegen den Entscheid der 
Vorinstanz. Auf die Berufung der Gesuchstellerin ist zuerst einzugehen. Ihre Rügen lassen 
sich thematisch wie folgt gliedern: In tatsächlicher Hinsicht beanstandet die Gesuchstellerin, 
dass die Vorinstanz eine Sparquote als erwiesen erachtete. In rechtlicher Hinsicht rügt sie, 
dass ihr die Vorinstanz keinen Betrag zur freien Verfügung zusprach sowie dass (und wie) 
die Vorinstanz die Unterhaltsbeiträge gestützt auf die einstufig-konkrete Methode berechne-
te. Diese Rügen sind nachfolgend im Einzelnen zu prüfen (E. 4-7).

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4. Als Erstes ist auf die Rügen der Gesuchstellerin bezüglich der Sparquote einzugehen.

4.1 Die Vorinstanz erwog in diesem Zusammenhang was folgt:

4.1.1 Für die Bestimmung der Sparquote sei auf die Lebensverhältnisse der Ehegatten zum Zeit-
punkt des Zusammenlebens abzustellen. In der Regel entspreche die Referenzperiode zwölf 
Monaten vor der Trennung; andere Autoren stellten auf zwei bis drei Jahre vor der Trennung 
ab. Für die Sparquote trage die unterhaltspflichtige Partei, vorliegend der Gesuchsgegner, 
die Beweislast. Vorliegend rechtfertige es sich, zur Ermittlung der Sparquote auf den Zeit-
raum vor Einleitung des Eheschutzverfahrens im Oktober 2023 abzustellen, mithin die Jahre 
2022 und 2023 (Vi act. 51 E. 3.5 und 3.5.1).

4.1.2 Das Einkommen des Gesuchsgegners bei der G.________ GmbH mit Sitz in H.________ 
(ZG) habe aus einem Basissalär von CHF 450'000.00 sowie einem variablen Bonus bestan-
den. Zudem habe der Gesuchsgegner an einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm partizipie-
ren können, das aus der Zuteilung von "RSU" (restricted stock units) bestanden habe. 
Schliesslich habe es einen "Dreijahres-LTP" (long term incentive plan) gegeben. Insgesamt 
habe der Gesuchsgegner in den letzten drei Jahren vor der Trennung ein durchschnittliches 
Nettoeinkommen von CHF 1'616'960.00 erzielt. Seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit habe 
in den Jahren 2021 bis 2023 mithin rund CHF 134'746.00 pro Monat (abzüglich Kinderzula-
gen) betragen. Am 29. August 2024 sei das Arbeitsverhältnis zwischen dem Gesuchsgegner 
und der G.________ GmbH einvernehmlich aufgehoben worden. Bis am 31. März 2025 habe 
sich der Gesuchsgegner im "Garden Leave" befunden. Ab 1. April 2025 rechne der Ge-
suchsgegner selbst mit einem jährlichen Einkommen zwischen CHF 400'000.00 bis 
CHF 500'000.00 (Vi act. 51 E. 3.5.2).

4.1.3 Der Gesuchsgegner habe in der Gesuchsantwort zunächst ausgeführt, er habe jährlich mehr 
als eine Million gespart, und in der Duplik die behaupteten Sparbeträge für das Jahr 2022 
genauer behauptet. Es sei unbestritten geblieben, dass er Vorsorgesparen betrieben habe 
und allein im Jahr 2022 CHF 81'883.00 in die 2. und 3. Säule einbezahlt habe. Sodann sei 
unbestritten, dass der Gesuchsgegner im Jahr 2022 CHF 91'114.00 in einen Equity Fund 
einbezahlt habe. Diese Ausgaben von insgesamt CHF 172'997.00 zählten zur Sparquote. Im 
Weiteren habe der Gesuchsgegner das Vermögen gemäss Steuererklärung per Ende 2021 
und per Ende 2022 verglichen; ohne Berücksichtigung der konjunkturellen Wertschwankun-
gen habe das Vermögen von CHF 5'972'846.00 auf CHF 6'635'186.00 zugenommen, was ei-
nem Betrag von CHF 662'340.00 entspreche. Gemäss Darstellung der Gesuchstellerin habe 
die Vermögenszunahme nur CHF 217'514.00 betragen. Diese Darstellung sei jedoch unvoll-
ständig, weil sie die unbestrittene Vermögenszunahme auf dem Konto des Gesuchsgegners 
bei I.________ von umgerechnet rund CHF 416'850.00 nicht berücksichtige. An der mündli-
chen Verhandlung sei die vom Gesuchsgegner in der Duplik angeführte Vermögenszunahme 
von CHF 662'340.00 denn auch nicht mehr (substanziiert) bestritten worden. Demnach sei 
glaubhaft, dass die Familie im Jahr 2022 einen Betrag von mindestens CHF 835'337.00, d.h. 
monatlich knapp CHF 70'000.00, gespart habe (Vi act. 51 E. 3.5.3).

4.1.4 Für das Jahr 2023 habe der Gesuchsgegner Folgendes ausgeführt: Gestützt auf die Steu-
ererklärung 2023 ergebe sich eine Vermögenszunahme von CHF 649'208.00. Das Vermö-

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gensdelta sei jedoch zu korrigieren, da die Parteien den Rest des Einkommens nicht ver-
braucht hätten, sondern das Vermögen infolge von Währungsverlusten und negativen Akti-
enkursschwankungen zurückgegangen sei. Würden diese Faktoren korrigiert, resultiere ein 
Vermögenszuwachs von CHF 924'208.00. Zudem habe er CHF 7'056.00 in die 3. Säule ein-
bezahlt und sehr hohe Steuerforderungen (CHF 611'885.00 für die Jahre 2021 und 2022) 
beglichen. Im Vergleich dazu habe er im Jahr 2022 nur Steuern von CHF 140'060.00 bezahlt, 
also CHF 471'825.00 weniger als im Jahr 2023. Dieser Differenzbetrag sei zum Delta von 
CHF 931'264.00 hinzuzurechnen, was ein korrigiertes Delta von CHF 1'403'089.00 ergebe. 
Die Gesuchstellerin bestreite hingegen, dass die Vermögenszunahme von CHF 649'208.00 
eine Sparquote bilde. Gemäss Steuererklärung 2023 – so die Vorinstanz weiter – habe das 
Vermögen des Gesuchsgegners erneut um CHF 395'449.00 zufolge Erwerbs von Mitarbei-
terbeteiligungen zugenommen. Weiter gehörten Nachzahlung von Steuern für eine frühere 
Steuerperiode zur Sparquote. Aus den eingereichten Belegen des Gesuchsgegners gehe 
hervor, dass im Jahr 2023 Steuern von insgesamt CHF 455'714.95 für die Jahre 2021 und 
2022 nachbezahlt worden seien. Unabhängig etwaiger – von der Gesuchstellerin behaupte-
ter – Kursschwankungen und währungsbedingter Veränderungen sei glaubhaft, dass im Jahr 
2023 eine hohe Sparquote von mindestens CHF 851'163.95 bestanden habe. Ob die Spar-
quote allenfalls noch höher ausgefallen sei, könne offenbleiben (Vi act. 51 E. 3.5.4).

4.1.5 Dass eine hohe Sparquote bestanden habe, ergebe sich auch aus den Ausführungen der 
Parteien zu den Ausgaben. Es sei unbestritten, dass die Familie bescheiden gelebt habe. 
Beide Parteien seien zwar im Besitz von Kreditkarten, deren Limite bis im Juni 2023 bei ins-
gesamt CHF 20'000.00 gelegen habe. Die Kredit- und Debitkartenbelastungen hätten sich in 
den letzten vier Jahren jedoch auf durchschnittlich rund CHF 4'200.00 pro Monat belaufen. 
Die Gesuchstellerin habe bestätigt, die Ausgaben für die Familie zwischen 2020 und 2023 
über diese Kreditkarte getätigt zu haben. Abgesehen von den monatlichen Kreditkartenkos-
ten und den monatlichen Fixkosten habe die Gesuchstellerin auch keine weiteren Ausgaben-
positionen behauptet. Sie selbst gehe davon aus, dass die monatlichen Fixkosten der Familie 
im Jahr 2023 CHF 33'000.00 (inkl. Steuern von CHF 27'000.00) betragen hätten. Nehme 
man die monatlichen Kreditkartenkosten von CHF 4'200.00 hinzu, komme man auf jährliche 
Ausgaben der Familien von CHF 446'400.00, was – bei einem Einkommen von über CHF 1,6 
Mio. – einen Restbetrag von rund CHF 1,1 Mio. ergebe. Bezeichnend sei, dass die Gesuch-
stellerin bei der einstufig-konkreten Berechnung einen "Sparanteil" von CHF 20'000.00 ange-
rechnet haben wolle. Dies zeige, dass die Parteien verhältnismässig wenig verbraucht und 
für ihre Verhältnisse bescheiden gelebt hätten (Vi act. 51 E. 3.5.5). 

4.1.6 Mithin sei glaubhaft, dass vor der Trennung bzw. vor Einleitung des Eheschutzverfahrens 
mindestens eine monatliche Sparquote von über CHF 70'000.00 bestanden habe und we-
sentliche Teile des Einkommens des Gesuchsgegners damit nicht für den Verbrauch der 
Familie verwendet worden seien. Im Übrigen habe die Gesuchstellerin auch nicht glaubhaft 
gemacht, dass diese Sparquote durch trennungsbedingte Mehrkosten aufgebraucht werde 
(Vi act. 51 E. 3.5.6).

4.2 In der Berufung bestreitet die Gesuchstellerin das Vorliegen einer Sparquote. Es sei unzu-
treffend, dass der Gesuchsgegner eine Sparquote von monatlich CHF 70'000.00 glaubhaft 
gemacht habe. Der Gesuchsgegner habe die Sparquote nicht substanziiert behauptet und 
belegt. Er habe nur eine selbst zusammengestellte Darstellung vorgelegt. Dabei handle es 

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sich bloss um eine nicht belegte Parteibehauptung. Bezüglich der Sparquote gelte die Dispo-
sitions- und Verhandlungsmaxime. Es sei nicht Sache des Gerichts, die verschiedenen Ur-
kunden zusammenzusuchen und sich selbst eine Begründung zu den Berechnungen und 
dem Ergebnis zu liefern. Der Gesuchsgegner hätte seinen Vermögensstand jeweils per Ende 
der letzten Jahre darlegen und mit Bankbelegen nachweisen müssen. Zudem seien allfällige 
konjunkturelle Wertschwankungen zu begründen und mit Belegen zu beweisen gewesen, 
was der Gesuchsgegner unterlassen habe. Die Vorinstanz begründe die angebliche Glaub-
haftmachung gestützt auf die Ausführungen des Gesuchsgegners zu den Steuererklärungen 
und verkenne dabei, dass der Gesuchsgegner seiner Beweis- und Substanziierungspflicht 
nicht nachgekommen sei. Stattdessen habe er Verwirrung gestiftet und ein Chaos angerich-
tet. Niemand habe die Ausführungen des Gesuchsgegners nachvollziehen können. Gleich-
wohl habe sich die Vorinstanz Mühe gegeben, den anwaltlich vertretenen Gesuchsgegner 
zu verstehen. Damit habe sie zu Unrecht "im Bereich der Verhandlungsmaxime die Untersu-
chungsmaxime angewandt". Eine Sparquote sei nicht glaubhaft gemacht und dürfe nicht 
berücksichtigt werden (act. 1 Ziff. III.2.1 ff. und III.4.3).

4.3 Diese Vorbringen der Gesuchstellerin erschöpfen sich – soweit verständlich – in appellatori-
scher Kritik am angefochtenen Entscheid. Die Vorinstanz legte über mehrere Seiten im Ein-
zelnen dar, aufgrund welcher Umstände sie – und zwar unabhängig allfälliger konjunktureller 
und währungsbedingter Wertveränderungen – eine monatliche Sparquote von mindestens 
CHF 70'000.00 als glaubhaft erachtete. Dazu gehörten namentlich die unbestrittenen Einzah-
lungen in die 2. und 3. Säule, substanzielle Steuernachzahlungen sowie der Erwerb von Mit-
arbeiterbeteiligungen. Mit diesen Erwägungen setzt sich die Gesuchstellerin nicht argumen-
tativ auseinander. Sie bringt nur vor, die Sparquote sei bestritten und nicht glaubhaft, legt 
aber nicht dar, aufgrund welcher Umstände die Vorinstanz zu einem anderen Schluss hätte 
gelangen müssen. Damit kommt sie den Anforderungen an die Begründung der Berufung 
nicht hinreichend nach (vgl. vorne E. 1.1). Unklar bleibt sodann, was daran auszusetzen ist, 
wenn die Vorinstanz versucht haben soll, die Vorbringen des "anwaltlich vertretenen Ge-
suchsgegner[s] zu verstehen". Möglicherweise nimmt die Gesuchstellerin damit auf ihren 
Vorwurf Bezug, die Vorinstanz habe die Verhandlungsmaxime verletzt. Allerdings ist nicht er-
sichtlich, weshalb hinsichtlich der Ermittlung der auch für den Kindesunterhalt relevanten 
Sparquote überhaupt die Verhandlungsmaxime zur Anwendung gelangen soll (vgl. vorne 
E. 1.4). Davon abgesehen legt die Gesuchstellerin auch nicht konkret dar, welche angeblich 
nicht behaupteten Umstände die Vorinstanz in Verletzung der Verhandlungsmaxime von Am-
tes wegen festgestellt haben soll. Auch damit erfüllt die Gesuchstellerin die Begründungsan-
forderungen nicht (vgl. vorne E. 1.1). Demzufolge ist in diesem Punkt auf die Berufung nicht 
einzutreten. Der Schluss der Vorinstanz, wonach eine monatliche Sparquote von mindestens 
CHF 70'000.00 glaubhaft gemacht sei, ist somit nicht zu beanstanden.

5. Als Nächstes rügt die Gesuchstellerin, dass die Vorinstanz ihr keinen Betrag zur freien Ver-
fügung zugesprochen hat.

5.1 Die Vorinstanz prüfte diesen Anspruch im Rahmen der rückwirkend vom 20. Oktober 2022 
bis zum Auszug des Gesuchsgegners aus der ehelichen Wohnung (spätestens am 31. März 
2025) festzulegenden Unterhaltsbeiträge (vgl. vorne E. 2.3). Zwischen den Parteien sei – so 
die Vorinstanz – unstrittig, dass der Gesuchsgegner für sämtliche Fixkosten aufgekommen 
sei, dass er der Gesuchstellerin monatlich CHF 1'500.00 auf ihr Konto überweise, dass die 

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Gesuchstellerin über eine Kreditkarte mit einer Monatslimite von CHF 2'500.00 verfügen 
könne, wobei der Gesuchsgegner die Rechnungen bezahle. Zudem sei zuhause jeweils Bar-
geld im Umfang von CHF 500.00 bis CHF 1'000.00 zur Verfügung gestanden. Umstritten sei 
lediglich, ob die Gesuchsgegnerin darüber hinaus Anspruch auf den geltend gemachten Be-
trag zur freien Verfügung von CHF 20'000.00 pro Monat habe (Vi act. 51 E. 4 und 4.1). Die-
sen Anspruch verneinte die Vorinstanz mit folgender Begründung:

5.1.1 Nach Art. 164 Abs. 1 ZGB habe der Ehegatte, der den Haushalt besorge, die Kinder betreue 
oder dem andern im Beruf oder im Gewerbe helfe, Anspruch darauf, dass der andere ihm re-
gelmässig einen Betrag zur freien Verfügung ausrichte. Das Gericht habe den konkreten 
Umständen des Einzelfalls Rechnung zu tragen. Berechnungsmethoden zur separaten Be-
rechnung des Betrags zur freien Verfügung hätten sich keine durchgesetzt. Der Betrag zur 
freien Verfügung sei indessen kein Lohn für geleistete Dienste. Er solle vielmehr dem Ehe-
gatten, der im Interesse der ehelichen Gemeinschaft auf eine ausserhäusliche Erwerbstätig-
keit verzichte, ermöglichen, seine persönlichen Bedürfnisse in einem gleichen Rahmen zu 
befriedigen wie sein Partner. Massgebend für die Höhe des Betrags sei die Lebenshaltung, 
auf die sich die Ehegatten verständigt hätten. Auf den Güterstand komme es hingegen nicht 
an. So könne eine Gütertrennung nicht zu einer höheren Bemessung des Betrags zur freien 
Verfügung führen. Andernfalls würde der Grundsatz der Gütertrennung verletzt, wonach die 
während der Ehe geäufneten Ersparnisse demjenigen verbleiben sollten, der sie erwirtschaf-
te. Art. 164 ZGB bezwecke auch nicht, dem berechtigten Ehegatten die Äufnung vor Erspar-
nissen zu ermöglichen. Seien vor der Trennung Ersparnisse gebildet bzw. nicht die ganzen 
Einkünfte zur Befriedigung der Bedürfnisse aufgewendet worden, seien sie danach nicht über 
den Betrag zur freien Verfügung unter den Ehegatten aufzuteilen (Vi act. 51 E. 4.2).

5.1.2 Die Gesuchstellerin begründe den geltend gemachten Betrag zur freien Verfügung von 
CHF 20'000.00 pro Monat mit der einst gleich hohen Kreditkartenlimite. Dieser Betrag ent-
spreche ferner rund 15 % des Nettoeinkommens des Gesuchsgegners und sei durchaus an-
gemessen, zumal die Parteien in Gütertrennung lebten. Diese Begründung – so die Vorin-
stanz – gehe allerdings fehl, da der Anspruch nach Art. 164 ZGB nicht der Äufnung von Er-
sparnissen, sondern der Befriedigung persönlicher Bedürfnisse diene. Der Geldbeitrag, der 
einem Ehegatten gestützt auf Art. 173 ZGB zugesprochen werden könne, entspreche maxi-
mal 100 % der tatsächlichen Lebenshaltungskosten. Die Gesuchstellerin führe selbst aus, sie 
habe trotz der anfänglichen Kreditkartenlimite von CHF 20'000.00 lediglich monatliche Kre-
ditkartenausgaben von rund CH 3'500.00 getätigt. Diese Ausgaben seien auch nicht bloss so 
tief, weil die Kreditkartenlimite schrittweise reduziert worden sei; die Reduktion sei erst ab 
Juni 2023 erfolgt. Die Parteien hätten die Kreditkartenlimite von CHF 20'000.00 schlicht nie 
ausgeschöpft. Ein Betrag zur freien Verfügung in diesem Umfang würde mithin nicht den 
tatsächlichen Lebenshaltungskosten entsprechen, sondern zur Bildung von Ersparnissen 
führen. Darauf bestehe jedoch unter keinem Titel ein Anspruch. Zudem würde damit der von 
den Parteien gewählte Güterstand [der Gütertrennung] über die Beiträge zur freien Verfü-
gung umgangen und das Güterrecht ausgehebelt. Trennungsbedingte Mehrkosten bestün-
den [in der Phase vor dem Auszug des Gesuchsgegners] noch keine. Vor diesem Hinter-
grund entsprächen die der Gesuchstellerin bereits zur Verfügung stehenden Mittel von 
CHF 4'000.00 (CHF 1'500.00 Kontoübertrag + CHF 2'500.00 Kreditkartenlimite) zusammen 
mit den vom Gesuchsgegner (weitestgehend) bezahlten Fixkosten (insbesondere Miete, 
Krankenkassenprämien, Versicherungen, Internet und Kommunikation, Fremdbetreuungs- 

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und Hobbykosten sowie Steuern) den Lebenshaltungskosten der Gesuchstellerin. Ein An-
spruch auf einen darüberhinausgehenden Betrag habe die Gesuchstellerin nicht. Folglich 
seien für die Phase vom 20. Oktober 2022 bis zum Auszug des Gesuchsgegners aus der 
ehelichen Wohnung keine weiteren Unterhaltsbeiträge geschuldet (Vi act. 51 E. 4.3).

5.2 Dem hält die Gesuchstellerin im Berufungsverfahren Folgendes entgegen:

5.2.1 Die Vorinstanz verstricke sich in willkürliche Widersprüche. An einer Stelle halte sie fest, der 
Betrag zur freien Verfügung diene der Erfüllung der persönlichen Bedürfnisse. An anderer 
Stelle führe sie aus, ein Freibetrag könne zusätzlich zu den tatsächlichen Lebenskosten zu-
gesprochen werden. Die Vorinstanz widerspreche sich somit selbst, wenn sie ausführe, es 
seien "lediglich die tatsächlichen Lebenshaltungskosten geschuldet", und der Gesuchstellerin 
keinen zusätzlichen Freibetrag zugestehe. Es treffe sodann nicht zu, dass unter keinem Titel 
Anspruch darauf bestehe, mit Unterhaltsbeiträgen Ersparnisse zu bilden. Damit vermische 
die Vorinstanz den Anspruch auf Unterhaltsbeiträge nach Aufhebung des gemeinsamen 
Haushalts mit dem Anspruch auf einen Betrag zur freien Verfügung während des Zusammen-
lebens. Der Betrag zur freien Verfügung diene dazu, dass der haushaltsführende Ehegatte 
denselben Lebensstandard wie der erwerbstätige Ehegatte führe. Es gehe deshalb nicht an, 
lediglich auf die Lebenshaltungskosten des haushaltsführenden Ehegatten abzustützen. Vor-
liegend seien die Lebenshaltungskosten "im Sinne eines Haushaltsgeldes" für die täglichen 
Bedürfnisse der Familie mit der Kreditkartenlimite von CHF 2'500.00 und einer Überweisung 
von CHF 1'500.00 gedeckt gewesen. Mit diesen Mitteln habe die Gesuchstellerin für die Fa-
milie Kleider und Lebensmittel eingekauft und Freizeitaktivitäten finanziert. Die Vorinstanz 
habe sich zu Unrecht nur mit den Lebenshaltungskosten, nicht aber mit der "Essenz" des Be-
trags zur freien Verfügung auseinandergesetzt (act. 1 Ziff. III.3.1 ff.).

5.2.2 Zur Bestimmung des Betrags zur freien Verfügung müssten auch die Ausgaben und wirt-
schaftlichen Verhältnisse des erwerbstätigen Ehegatten betrachtet werden. Diese seien von 
der Vorinstanz nie thematisiert worden. Eine Sparquote dürfe nach Ansicht der Gesuchstel-
lerin bei der Bemessung des Freibetrags gar nicht berücksichtigt werden. Stelle man jedoch 
auf die (bestrittene) Sparquote von monatlich CHF 70'000.00 bzw. CHF 840'000.00 pro Jahr 
ab, verblieben bei einem Einkommen von CHF 1'616'960.00 immer noch CHF 776'960.00 
pro Jahr. Im Jahr 2023 habe der Gesuchsgegners allerdings CHF 2'032'026.00 und nicht 
CHF 1'616'960.00 verdient. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt in willkürlicher Weise 
falsch festgestellt, indem sie bei der Bemessung des Einkommens auf den Durchschnitt 
der letzten drei Jahre, bei der Ermittlung der Sparquote aber nur auf das letzte Jahr (2023) 
abgestellt habe. Würden vom von der Vorinstanz ermittelten verfügbaren Einkommen von 
CHF 776'960.00 die Lebenshaltungs- bzw. die Haushaltsführungskosten der Gesuchstellerin 
von CHF 48'000.00 (12 × CHF 4'000.00) und die bezahlten Fixkosten der Familie im Umfang 
von CHF 143'983.20 (12 × CHF 11'998.60 [gemäss Vi act. 51 E. 5.1]) abgezogen, verblieben 
CHF 584'976.80 pro Jahr bzw. CHF 48'748.00 pro Monat. Dabei handle es sich um nichts 
anderes als den Betrag zur freien Verfügung des Gesuchsgegners. Dieser Freibetrag habe 
der Gesuchsgegner mit der Gesuchstellerin zu teilen, womit sie einen Anspruch von mindes-
tens CHF 20'000.00 [pro Monat] habe (act. 1 Ziff. III.3.6 f.).

5.2.3 Wenn die Vorinstanz ausführe, die Gesuchstellerin habe trotz Kreditkartenlimite von 
CHF 20'000.00 nie mehr als CHF 4'000.00 pro Monat ausgegeben, verkenne sie, dass die 

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Gesuchstellerin nicht "von sich aus" so wenig Geld ausgegeben habe. Die Gesuchstellerin 
habe an der Parteibefragung vom 14. Januar 2025 unter Wahrheitspflicht ausgeführt, für jede 
Ausgabe die Zustimmung des Gesuchsgegners benötigt zu haben ([Vi act. 36 S. 38] Ziff. 3]. 
Der Gesuchsgegner habe dies nicht in Abrede gestellt und erklärt, Zahlungen über der Kre-
ditkartenlimite seien blockiert worden ([Vi act. 36 S. 40] Ziff. 11). An der Parteibefragung vom 
5. November 2024 hätten die Parteien zudem ausgeführt, dass der Gesuchsgegner die Kre-
ditkartenlimite kontinuierlich von CHF 20'000.00 auf CHF 8'000.00 und schliesslich auf 
CHF 2'500.00 heruntergesetzt habe, als er festgestellt habe, dass sich die Ausgaben der 
Gesuchstellerin erhöht hätten ([Vi act. 26a S. 14, 17 und 24 f.] Ziff. 62, 80 f. und 105). Es sei 
erstellt, dass der Gesuchsgegner bestimmt habe, wie viel Geld die Gesuchstellerin ausgeben 
dürfe. Eine übertriebene Sparsamkeit des erwerbstätigen Ehegatten müsse sich der haus-
haltsführende Ehegatte nicht entgegenhalten lassen. Stattdessen sei auf einen Betrag abzu-
stellen, der den konkreten wirtschaftlichen Verhältnissen angemessen erscheine. Sollte der 
Gesuchsgegner tatsächlich so wenig ausgegeben haben, wie die Gesuchstellerin monatlich 
zur Verfügung gehabt habe (CHF 4'000.00), sei auf die "tatsächlichen wirtschaftlichen Ver-
hältnisse" abzustellen. Ein Betrag von CHF 20'000.00 sei dabei durchaus angemessen 
(act. 1 Ziff. III.3.8).

5.2.4 Im Übrigen sei irrelevant, wie viel die Gesuchstellerin ausgegeben habe bzw. habe ausgeben 
dürfen. Die Vorinstanz führe zu Unrecht aus, dass "unter keinem Titel" ein Anspruch darauf 
bestehe, mit dem Betrag zur freien Verfügung Ersparnisse zu bilden. In der bundesrätlichen 
Botschaft sei ausdrücklich vorgesehen, dass der haushaltsführende Ehegatte einen über das 
übliche Taschengeld hinausgehenden Betrag erhalten solle, um "gerade eben unter ande-
rem" im Hinblick auf ausserordentliche Bedürfnisse sparen zu können. Für die Bemessung 
[des Freibetrags] müssten auch die Aufwendungen für die familiäre und berufliche Vorsorge 
berücksichtigt werden, wozu auch Rücklagen für eine bessere Lebensweise gehörten. Sol-
che Aufwendungen habe der Gesuchsgegner stets getätigt. Deshalb sei auch ihr ein Betrag 
zur freien Verfügung zuzuweisen, damit sie Ersparnisse bilden und vorsorgen könne. Richtig 
sei zwar, dass der Betrag zur freien Verfügung die güterrechtliche Auseinandersetzung nicht 
vorwegnehmen solle. Rechtswidrig sei es hingegen, beim Betrag zur freien Verfügung einen 
Sparbetrag auszuschliessen. Der alleinverdienende Gesuchsgegner erziele ein Einkommen 
über CHF 2 Mio., mache die Gütertrennung geltend, habe während der Ehe ein Vermögen 
von über CHF 7 Mio. angespart, weshalb von einer "sehr hohen (immerhin bestrittenen) Spa-
rquote" auszugehen sei. Angesichts dieser aussergewöhnlichen Verhältnisse begehe 
die Vorinstanz einen qualifizierten Ermessensfehler, wenn sie der Gesuchstellerin keinen 
Freibetrag zuspreche. Gerade die Tatsache, dass die Ehegatten "offenbar" in Gütertrennung 
lebten, müsse im Rahmen einer "geschlechtergerechten Auslegung" von Art. 164 ZGB dazu 
führen, dass der Gesuchstellerin ein grosszügiger Betrag von CHF 20'000.00 zugesprochen 
werde (act. 1 Ziff. III.3.9 ff.).

5.2.5 In der Eingabe vom 8. Oktober 2025 machte die Gesuchstellerin zudem geltend, der Betrag 
zur freien Verfügung solle ihr ermöglichen, regelmässig Geldbeträge zu ihrer Familie in 
J.________ (Land) zu schicken, um diese im Rahmen von Schenkungen zu unterstützen. 
Zudem solle er ihr ermöglichen, regelmässig nach J.________ zu reisen, was der Gesuchs-
gegner ihr verwehrt habe (act. 17 Ziff. 3.17). Neu bestritt die Gesuchstellerin erstmals aus-
drücklich, dass die Parteien in Gütertrennung leben (act. 17 Ziff. 3.20).

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5.3 In rechtlicher Hinsicht ist zum Betrag zur freien Verfügung Folgendes festzuhalten:

5.3.1 Wenn nötig, trifft das Gericht auf Begehren eines Ehegatten die vom Gesetz vorgesehenen 
Massnahmen (Art. 172 Abs. 3 ZGB). Es kann für die Dauer des Zusammenlebens wie auch 
im Falle einer Aufhebung des gemeinsamen Haushalts die Beiträge an den Unterhalt der 
Familie festlegen, und zwar rückwirkend bis maximal ein Jahr vor Einreichung des Begeh-
rens (Urteil des Bundesgerichts 5A_592/2018 vom 13. Februar 2019 E. 2.1; Rizvi, Anmer-
kungen zum Eheschutz, AJP 7/2024 S. 667 ff., 674). Art. 173 ZGB normiert die gerichtliche 
Festsetzung von Unterhalt im Allgemeinen und speziell für die Phase des Zusammenlebens. 
Haben die Parteien das Getrenntleben aufgenommen, richtet sich der Eheschutz grundsätz-
lich nach Art. 176 ZGB (Fankhauser, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar ZGB, 2. A. 
2018, Art. 173 ZGB N 1; Urteil des Obergerichts Zug Z2 2021 30 vom 27. Juli 2022 E. 5.4.8). 
Art. 173 Abs. 2 ZGB stellt klar, dass auch der Betrag zur freien Verfügung nach Art. 164 ZGB 
gerichtlich festgelegt werden kann (Fankhauser, a.a.O., Art. 173 ZGB N 2).

5.3.2 Gemäss Art. 164 ZGB hat der Ehegatte, der den Haushalt besorgt, die Kinder betreut oder 
dem andern im Beruf oder Gewerbe hilft, Anspruch darauf, dass der andere ihm regelmässig 
einen angemessenen Betrag zur freien Verfügung ausrichtet (Abs. 1). Bei der Festsetzung 
des Betrags sind eigene Einkünfte des berechtigten Ehegatten und eine verantwortungsbe-
wusste Vorsorge für Familie, Beruf oder Gewerbe zu berücksichtigen (Abs. 2). Insofern ist 
das Gericht bei der Bemessung des Betrags auf sein Ermessen verwiesen (Art. 4 ZGB; 
Bräm, Zürcher Kommentar, 3. A. 1993, Art. 164 ZGB N 2).

5.3.3 Der Betrag zur freien Verfügung gehört zum ehelichen Unterhalt (BGE 114 III 83 E. 3b; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_672/2012 vom 3. April 2013 E. 4.2.2). Er soll dem Ehegatten, der 
den Haushalt besorgt, auch in guten finanziellen Verhältnissen erlauben, den gleichen Le-
bensstandard wie sein erwerbstätiger Gatte zu führen (BGE 116 IV 4 E. 3b). Die Intention 
des Gesetzgebers war es, beiden Ehegatten einen einigermassen gleichen finanziellen 
Spielraum zur Befriedigung erweiterter persönlicher Bedürfnisse einzuräumen (Isenring/  
Kessler, Basler Kommentar, 7. A. 2022, Art. 164 ZGB N 14; BGE 115 III 103 E. 6). Das 
eigentliche Kriterium bei der Bemessung des Betrags zur freien Verfügung ist deshalb der 
Betrag, der dem erwerbstätigen Ehegatten für sich zur freien Verfügung steht: Was der er-
werbstätige Ehegatte an Geld für seine erweiterten persönlichen Bedürfnisse beansprucht, 
soll grundsätzlich auch dem haushaltsführenden Ehegatten zustehen (Stamm, Der Betrag 
zur freien Verfügung gemäss Art. 164 ZGB, 1991, S. 114 f.; vgl. auch Bräm, a.a.O., Art. 164 
ZGB N 22; Dolder, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unterhaltsrechts, 3. A. 2023, 
Kapitel 4 N 88). Übertriebene Sparsamkeit des erwerbstätigen Ehegatten kann dem an-
spruchsberechtigten Ehegatten allerdings nicht entgegengehalten werden (Hausheer/Geiser/  
Aebi-Müller, Das Familienrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 6. A. 2022, N 8.32). 
Diesfalls ist auf denjenigen Betrag abzustellen, der den konkreten finanziellen Verhältnissen 
angemessen erscheint. Sind zur Finanzierung der angemessenen Lebenshaltung indessen 
nicht alle finanziellen Mittel erforderlich und kann ein Ehegatte Ersparnisse bilden, sind diese 
nicht über den Betrag zur freien Verfügung fortlaufend aufzuteilen (Dolder, a.a.O., Kapitel 4 
N 91 f.). Die Ausrichtung von Freibeträgen soll nicht zu einer vorweggenommenen güter-
rechtlichen Auseinandersetzung führen (Fankhauser, a.a.O., Art. 164 ZGB N 7; Isen-
ring/Kessler, a.a.O., Art. 164 ZGB N 14). Die Höhe des Anspruchs auf einen Betrag zur frei-
en Verfügung hängt sodann nicht vom Güterstand ab. Art. 164 ZGB bezweckt nicht die Um-

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verteilung von Vermögen. Er ändert insbesondere nichts daran, dass bei Gütertrennung die 
während der Ehe geäufneten Ersparnisse demjenigen verbleiben, der sie erwirtschaftet. Der 
Betrag zur freien Verfügung soll dem berechtigen Ehegatten nicht die Äufnung von Erspar-
nissen, sondern die Befriedigung persönlicher Bedürfnisse – im gleichen Rahmen wie sei-
nem erwerbstätigen Ehepartner – ermöglichen (Dolder, a.a.O., Kapitel 4 N 91; Haus-
heer/Reusser/Geiser, Berner Kommentar, 1999, Art. 164 ZGB N 39a; a.M. Stamm, a.a.O., 
S. 118, die es für "nicht ausgeschlossen" hält, dass güterrechtliche Überlegungen einen Ein-
fluss auf die Höhe des Betrags zur freien Verfügung "haben können").

5.3.4 Der Anspruch auf einen Betrag zur freien Verfügung besteht auch nach Auflösung des ge-
meinsamen Haushalts. Eine Ausscheidung ist dann allerdings nicht erforderlich (Bräm, 
a.a.O., Art. 164 ZGB N 24), da der Freibetrag in der Regel im gerichtlich festgesetzten Un-
terhaltsbeitrag enthalten ist (Urteil des Bundesgerichts 5P.313/2004 vom 22. September 
2004 E. 3.3.3; Isenring/Kessler, a.a.O., Art. 164 ZGB N 2). Wird der Betrag rückwirkend fest-
gesetzt, muss berücksichtigt werden, was der erwerbstätige Ehegatte bereits geleistet hat 
(Bräm, a.a.O., Art. 164 ZGB N 45).

5.4 Die Rügen der Gesuchstellerin erweisen sich vor diesem Hintergrund als unbegründet.

5.4.1 Zunächst sind ihre Vorbringen teilweise schwer verständlich und widersprüchlich. Schwer 
verständlich argumentiert die Gesuchstellerin etwa, wenn sie ausführt, die Vorinstanz hätte 
nicht nur auf die "Lebenshaltungskosten" abstellen dürfen, sondern sich mit der "Essenz" des 
Betrags zur freien Verfügung auseinandersetzen bzw. die wirtschaftlichen Verhältnisse des 
erwerbstätigen Ehegatten berücksichtigen müssen (vgl. vorne E. 5.2.1 f.). Gleich verhält es 
sich, wenn die Gesuchstellerin pauschal ausführt, die Parteien lebten "offenbar" in der "be-
strittenen" Gütertrennung (vgl. vorne E. 5.2.4 f.), ohne klar zum von den Parteien gewählten 
Güterstand Stellung zu beziehen. Unverständlich ist ferner, wie die Gesuchstellerin darauf-
kommt, die Vorinstanz habe bei der Ermittlung der Sparquote nur auf das Jahr 2023 abge-
stellt (vgl. vorne E. 5.2.2). Die Vorinstanz legte im Einzelnen dar, weshalb sie sowohl im Jahr 
2022 als auch im Jahr 2023 eine Sparquote von mindestens CHF 70'000.00 als glaubhaft 
gemacht erachtete (vgl. vorne E. 4.1.3 f.). Widersprüchlich argumentiert die Gesuchstellerin 
sodann, wenn sie dem Gesuchsgegner (sinngemäss) übertriebene Sparsamkeit vorwirft (vgl. 
vorne E. 5.2.3), gleichzeitig aber geltend macht, er habe monatlich über einen Freibetrag von 
CHF 48'748.00 verfügt und ausgegeben (vgl. vorne E. 5.2.2). Obwohl die Gesuchstellerin ei-
ne Sparquote bestreitet (vgl. vorne E. 4.2), führt sie an anderer Stelle aus, der Gesuchsgeg-
ner habe stets Aufwendungen für die familiäre und berufliche Vorsorge bzw. Rücklagen für 
eine bessere Lebensweise getätigt (act. 1 Ziff. III.3.10; sinnbildlich hierfür sind die Aus-
führungen der Gesuchstellerin, wonach beim Gesuchsgegner von einer "sehr hohen (immer-
hin bestrittenen) Sparquote" auszugehen sei [vgl. vorne E. 5.2.4]). Diese Vorbringen sind 
kaum nachvollziehbar, sodass fraglich ist, ob die Berufung in diesem Punkt überhaupt hinrei-
chend begründet ist (vgl. vorne E. 1.1). Die Frage kann jedoch offenbleiben, weil der Ge-
suchstellerin so oder anders nicht gefolgt werden kann.

5.4.2 Das entscheidende Kriterium bei der Bemessung des Betrags zur freien Verfügung ist der 
Betrag, der dem erwerbstätigen Ehegatten für sich zur freien Verfügung steht bzw. der vom 
erwerbstätigen Ehegatten geführte Lebensstandard. Nur bei übertriebener Sparsamkeit ist 
ausnahmsweise auf einen höheren, angemessenen Lebensstandard abzustellen (vgl. vorne 

Seite 18/44

E. 5.3.3). Der Gesuchsgegner kam während des Zusammenlebens unbestrittenermassen für 
sämtliche Fixkosten der Familie auf. Folglich könnte der Gesuchstellerin – für die Zeit vor 
dem Auszug des Gesuchsgegners aus der ehelichen Wohnung – nur dann ein separater Be-
trag zur freien Verfügung zugesprochen werden, wenn der Gesuchsgegner seinerseits einen 
entsprechenden Betrag zur Befriedigung seiner persönlichen Bedürfnisse aufgewendet oder 
aber aus übertriebener Sparsamkeit darauf verzichtet hätte. Die Gesuchstellerin macht je-
doch weder das eine noch das andere glaubhaft:

5.4.3 Die Gesuchstellerin zieht vom Einkommen des Gesuchsgegners im Jahr 2023 die von der 
Vorinstanz angenommene Mindestsparquote sowie den von der Vorinstanz ermittelten Be-
darf der Gesuchstellerin und der beiden Töchter – nach der Aufhebung des gemeinsamen 
Haushalts – ab. Auf diese Weise will sie einen monatlichen Freibetrag von CHF 48'748.00 er-
rechnen, den der Gesuchsgegner – vor der Aufhebung des gemeinsamen Haushalts – aus-
gegeben haben soll (vgl. vorne E. 5.2.2). Dabei verkennt die Gesuchstellerin, dass die Vor-
instanz nur darlegte, von welcher Mindestsparquote sie ausging. Ob und in welchem Umfang 
darüber hinaus gespart worden war, liess sie ausdrücklich offen (vgl. vorne E. 4.1.4). Aus 
den Erwägungen der Vorinstanz folgt somit – anders als die Gesuchstellerin anzunehmen 
scheint – nicht im Umkehrschluss, dass die Differenz zwischen Einkommen und Mindestspa-
rquote (sowie dem Bedarf der Gesuchstellerin und der Töchter) dem Lebensstandard des 
Gesuchsgegners entsprach. Die Sparquote könnte durchaus höher ausgefallen sein. Ent-
sprechend wäre zu erwarten, dass die Gesuchstellerin – zumal für die Dauer des Zusam-
menlebens der Ehegatten – darlegt, weshalb sie Grund zur Annahme hat, dass der Ge-
suchsgegner wesentlich mehr Geld zur Befriedigung seiner persönlichen Bedürfnisse aus-
gab, als sie es tat. An solchen Behauptungen fehlt es jedoch gänzlich. Die Gesuchstellerin 
nennt keinen einzigen Anhaltspunkt (z.B. teure Kleider, Uhren, Fahrzeuge, Hobbys oder Fe-
rien), der auf einen höheren Lebensstandard des Gesuchsgegners hindeutet. Demnach ist 
auch nicht erkennbar, inwiefern die Vorinstanz auf einen höheren Lebensstandard des Ge-
suchsgegners hätte schliessen müssen.

5.4.4 Nicht ersichtlich ist sodann, dass die Parteien übertrieben sparsam lebten. Die Fixkosten wie 
beispielsweise die Wohnungsmiete (monatlich knapp CHF 5'000.00), Krankenkassen- und 
Versicherungsprämien oder Steuern wurden jeweils vom Gesuchsgegner direkt bezahlt. Die 
Kredit- und Debitkartenausgaben der Parteien von Januar 2022 bis September 2023 beliefen 
sich sodann gemäss unbestritten gebliebener Feststellung der Vorinstanz auf durchschnitt-
lich CHF 4'757.20 pro Monat (Vi act. 51 E. 5.1.1 [S. 26]). Folglich gaben die Parteien für ihre 
vierköpfige Familie mit zwei jungen Kindern monatlich deutlich über CHF 10'000.00 aus. Vor 
diesem Hintergrund kann von einer übertriebenen Sparsamkeit keine Rede sein, auch wenn 
das Einkommen des Gesuchsgegners einen höheren Lebensstandard erlaubt hätte und die 
Familie verhältnismässig bescheiden lebte. Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, Ehegatten, 
denen es materiell an nichts fehlt, zu höheren Ausgaben anzuhalten, nur weil die finanziellen 
Verhältnisse es erlauben würden. In jedem Fall erscheint glaubhaft, dass die Gesuchstellerin 
mit den ihr monatlich zur Verfügung stehenden Mitteln von (mindestens) CHF 4'000.00 in der 
Lage war, ihre persönlichen Bedürfnisse in gleichem Masse zu befriedigen wie der Gesuchs-
gegner. Daran ändert nichts, dass die Gesuchstellerin mit den ihr zur Verfügung stehenden 
Mitteln zum Teil auch für Kosten des täglichen Bedarfs (etwa Kleider oder Lebensmittel) auf-
kam.

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5.4.5 Nachdem weder ersichtlich ist, dass der Gesuchsgegner einen höheren Lebensstandard als 
die Gesuchstellerin pflegte, noch, dass die Familie übertrieben sparsam lebte, kann an sich 
offenbleiben, ob die Gesuchstellerin " 'von sich aus' so wenig Geld" ausgab (vgl. vorne 
E. 5.2.3). Allerdings ist ohnehin nicht glaubhaft, dass die Gesuchstellerin für jede Ausgabe 
die Zustimmung des Gesuchsgegners benötigte bzw. dass der Gesuchsgegner den Lebens-
standard der Familie einseitig vorgab. An der von der Gesuchstellerin referenzierten Stelle 
der Parteibefragung äusserte sie sich zwar dahingehend. Gleichzeitig erklärte sie jedoch, sie 
habe keine langen Diskussionen führen wollen, wenn sie ohne Zustimmung des Gesuchs-
gegners Ausgaben getätigt habe, was oft der Fall gewesen sei (Vi act. 36 S. 38 Ziff. 3). Die 
Vorinstanz führte diesbezüglich (in anderem Zusammenhang; vgl. dazu hinten E. 6.1.3) unter 
anderem aus, gemäss Aussagen der Gesuchstellerin sei es nicht zu einem eigentlichen 
Streit gekommen, wenn sie Ausgaben habe tätigen wollen, mit denen der Gesuchsgegner 
nicht einverstanden gewesen sei; es sei nur selten ein einfaches "Ja" erfolgt (Vi act. 36 S. 45 
Ziff. 32). Es sei indes – so die Vorinstanz – normal, dass in einer Beziehung über Anschaf-
fungen betreffend die Kinder oder sonstige grössere Auslagen gesprochen und auch disku-
tiert werde. Die Gesuchstellerin schildere denn auch keinen konkreten Fall, in dem ihr eine 
geplante Anschaffung vom Gesuchsgegner tatsächlich verboten worden wäre. Die Gesuch-
stellerin mache auch nicht geltend, dass der Gesuchsgegner die Kreditkartenabrechnungen 
im Nachhinein kontrolliert oder sich über einzelne Ausgaben nachträglich beschwert habe 
(Vi act. 51 E. 3.6.2). Diesen Erwägungen vermag die Gesuchstellerin nichts entgegenzuset-
zen. Ebenso verhält es sich nach dem Gesagten mit der vorinstanzlichen Erwägung, wonach 
die Parteien die Kreditkartenlimite von CHF 20'000.00 schon vor deren schrittweisen Herab-
setzung ab Juni 2023 schlicht nie ausgeschöpft hätten (vgl. vorne E. 5.1.2).

5.4.6 Schliesslich macht die Gesuchstellerin geltend, der Betrag zur freien Verfügung müsse ihr er-
lauben, Ersparnisse zu bilden, zumal für dessen Bemessung auch Aufwendungen für die fa-
miliäre und berufliche Vorsorge berücksichtigt werden müssten, der Gesuchsgegner stets 
solche Aufwendungen getätigt habe und die Parteien "offenbar" in Gütertrennung lebten. Sie 
verweist in diesem Zusammenhang auf die bundesrätliche Botschaft über die Änderungen 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 11. Juli 1979 (BBl 1979 II 1191; vgl. vorne 
E. 5.2.4). In der Botschaft wird festgehalten, der haushaltsführende Ehegatte könne mit dem 
Betrag zur freien Verfügung gewisse persönliche Bedürfnisse erfüllen. Er könne etwa seine 
sozialen und kulturellen Interessen befriedigen, seinen Angehörigen kleinere Geschenke 
machen oder ihm am Herz liegende Werke unterstützen; auch könne er mit dem Geld im 
Hinblick auf ausserordentliche Bedürfnisse sparen (BBl 1979 II 1253). Dass mit einem allfäl-
ligen Betrag zur freien Verfügung auch im Hinblick auf ausserordentliche Bedürfnisse gespart 
werden kann, bedeutet jedoch nicht, dass der erwerbstätige Ehegatte gehalten ist, dem 
haushaltsführenden Ehegatten die Bildung von Ersparnissen zu ermöglichen. Der Betrag zur 
freien Verfügung dient – wie dargelegt – gerade nicht der Äufnung von Ersparnissen, son-
dern der Befriedigung persönlicher Bedürfnisse (vgl. vorne E. 5.3.3).

5.4.7 Die Gesuchstellerin kann auch nichts für sich daraus ableiten, dass eine verantwortungsbe-
wusste Vorsorge für Familie und Beruf gemäss Art. 164 Abs. 2 ZGB bei der Festsetzung des 
Betrags zur freien Verfügung zu berücksichtigen sind (vgl. vorne E. 5.3.2). Denn der verant-
wortungsbewussten Vorsorge für Familie und Beruf kommt mit Blick auf den Betrag zur freien 
Verfügung vor allem eine begrenzende Funktion zu: Der Betrag zur freien Verfügung dient 
der Befriedigung persönlicher Bedürfnisse und kann nur aus Mitteln zugesprochen werden, 

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die nach Abzug der Aufwendungen für eine verantwortungsbewusste Vorsorge verbleiben 
(vgl. BGE 114 II 13 E. 4a [= Pra 1989 Nr. 112]; Deschenaux/Steinauer/Baddeley, Les effets 
du mariage, 3. A. 2017, N 462; De Weck-Immelé, in: Bohnet/Guillod [Hrsg.], Commentaire 
pratique, Droit matrimonial, 2016, Art. 164 ZGB N 15; Duss Jacobi, in: Duss Jacobi/Marro 
[Hrsg.], Klagen und Rechtsbehelfe im Zivilrecht, 2. A. 2023, N 7.122; Hausheer/Geiser/Aebi-
Müller, a.a.O., N 8.32). Am Grundsatz, wonach der Betrag zur freien Verfügung nicht der 
Äufnung von Ersparnissen dient (vgl. vorne E. 5.3.3), ändert dies nichts.

5.4.8 Auch der Hinweis der Gesuchstellerin in der Berufung, wonach die Ehegatten "offenbar" in 
Gütertrennung lebten, führt zu keinem anderen Schluss. Der Anspruch auf einen Betrag zur 
freien Verfügung hängt nicht vom Güterstand ab. Bei Gütertrennung verbleiben die während 
der Ehe geäufneten Ersparnisse demjenigen Ehegatten, der sie erwirtschaftet. Auch bei der 
Errungenschaftsbeteiligung soll der Betrag zur freien Verfügung nicht zu einer vorwegge-
nommenen güterrechtlichen Auseinandersetzung führen. Deshalb sind die dem erwerbstäti-
gen Ehegatten nach der Finanzierung eines angemessenen Lebensstandards – den die Par-
teien vorliegend zweifellos erreicht haben (vgl. vorne E. 5.4.4) – verbleibenden Mittel so oder 
anders nicht fortlaufend über den Betrag zur freien Verfügung aufzuteilen (vgl. vorne 
E. 5.3.3).

5.4.9 Lediglich der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass die Gesuchstellerin im Scheidungs-
fall hinsichtlich ihrer Vorsorge – unabhängig vom Güterstand – vom hohen Einkommen des 
Gesuchsgegners profitiert. So werden die während der Ehe und bis zum Zeitpunkt der Ein-
leitung des Scheidungsverfahrens erworbenen Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge bei 
der Scheidung hälftig geteilt (Art. 122 und Art. 123 Abs. 1 ZGB; Art. 63 Abs. 1bis und Art. 64 
Abs. 1bis IPRG). Zudem werden bei der Berechnung der AHV-Renten die Einkommen, wel-
che die Ehegatten während der Kalenderjahre der gemeinsamen Ehe erzielt haben, geteilt 
und beiden Ehegatten je zur Hälfte angerechnet (Art. 29quinquies Abs. 3 AHVG). 

5.5 Zusammengefasst konnte die Gesuchstellerin mit den ihr während des Zusammenlebens der 
Ehegatten zur Verfügung stehenden Mitteln einen angemessenen Lebensstandard führen. 
Nicht ersichtlich ist, dass der Gesuchsgegner während dieser Zeit einen höheren Lebens-
standard pflegte oder die Familie übermässig sparsam lebte. Etwas anderes konnte die Ge-
suchstellerin jedenfalls nicht glaubhaft machen. Der Betrag zur freien Verfügung dient so-
dann nicht der Bildung von Ersparnissen. Vor diesem Hintergrund kam die Vorinstanz zu 
Recht zum Schluss, dass der Gesuchstellerin für die Phase vom 20. Oktober 2022 bis zum 
Auszug des Gesuchstellers aus der ehelichen Wohnung keine weiteren Unterhaltsbeiträge 
bzw. namentlich kein (zusätzlicher) Betrag zur freien Verfügung zuzusprechen sind. Die da-
gegen gerichteten Rügen der Gesuchstellerin sind unbegründet. Demnach ist ihre Berufung 
in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

6. Im Weiteren beanstandet die Gesuchstellerin, dass die Vorinstanz die Unterhaltsbeiträge für 
die Phase ab dem 1. April 2025 (dem Auszug des Gesuchsgegners aus der ehelichen Woh-
nung) nach der einstufig-konkreten Methode berechnet hat.

6.1 Die Vorinstanz begründete ihre Wahl der einstufig-konkreten Methode wie folgt (vgl. vorne 
E. 2.2):

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6.1.1 Für die Bemessung des Unterhalts habe das Bundesgericht die zweistufige Methode mit 
Überschussverteilung für verbindlich erklärt, soweit nicht ausnahmsweise eine Situation vor-
liege, in der diese schlicht keinen Sinn ergebe. Dies könne bei ausserordentlich günstigen fi-
nanziellen Verhältnissen der Fall sein. Als Beispiel für aussergewöhnlich günstige Verhält-
nisse werde etwa ein Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen von rund CHF 1 Mio. ge-
nannt. Die bisherige Rechtsprechung habe gezeigt, dass die einstufig-konkrete Methode nur 
noch bei einem monatlichen Haushaltseinkommen von mindestens CHF 40'000.00 und/oder 
einem Nettovermögen von mehreren Dutzend Millionen Franken angewandt werde. Für die 
Bestimmung, wann sehr gute finanzielle Verhältnisse vorlägen, sei jedoch nicht nur eine be-
stimmte Höhe des Einkommens entscheidend, sondern ob nach Deckung des gebührenden 
Unterhalts aller Familienmitglieder noch weitere Mittel vorhanden seien. Bereits früher sei bei 
der Methodenwahl nicht primär auf die Einkommensverhältnisse abzustellen gewesen, son-
dern auf den Verbleib einer beachtenswerten Sparquote nach Auflösung des gemeinsamen 
Haushalts. Könnten die durch das Getrenntleben entstandenen Mehrkosten gedeckt werden, 
habe die unterhaltsberechtigte Person Anspruch darauf, dass der Unterhaltsbeitrag so fest-
gelegt werde, dass der bisherige Lebensstandard weitergeführt werden könne. Der Unterhalt 
werde dann mittels der einstufig-konkreten Methode anhand der tatsächlichen Lebenshaltung 
der unterhaltsberechtigten Person berechnet, wobei die Einkommensverhältnisse des Unter-
haltspflichtigen ausser Acht blieben (Vi act. 51 E. 3.4 und 3.6.4).

6.1.2 Vorliegend seien die finanziellen Verhältnisse aussergewöhnlich günstig. Es sei glaubhaft, 
dass vor der Trennung bzw. vor Einleitung des Eheschutzverfahrens mindestens eine monat-
liche Sparquote von über CHF 70'000.00 bestanden habe und wesentliche Teile des Ein-
kommens des Gesuchsgegners nicht für den Verbrauch der Familie verwendet worden seien 
(Vi act. 51 E. 3.5 und 3.5.1 ff.; vgl. vorne E. 4.1). Zudem lasse sich anhand der unbestritte-
nen Kreditkartenabrechnungen und der bekannten Fixkosten relativ einfach ermitteln, was 
die Familie während des Zusammenlebens verbraucht habe. Mithin liege ein Fall vor, in dem 
die zweistufige Berechnungsmethode mit Überschussverteilung keinen Sinn ergebe. Im Üb-
rigen hätten die Ausführungen der Parteien an der mündlichen Verhandlung gezeigt, dass 
eine genaue Bezifferung der Sparquote angesichts der konjunkturellen und währungsbeding-
ten Wertschwankungen, der Verkäufe von Wertschriften und der Reinvestitionen kaum mög-
lich sei. Die Gesuchstellerin habe auch nicht glaubhaft machen können, dass die sehr hohe 
Sparquote von mehreren zehntausend Franken im Monat durch trennungsbedingte Mehrkos-
ten aufgebraucht werde. Der Gesuchsgegner sei leistungsfähig und in der Lage, den ge-
bührenden Bedarf der Familie zu decken, selbst wenn sich sein Einkommen auf die von ihm 
genannten CHF 400'000.00 bis CHF 500'000.00 (pro Jahr) verringern würde (vgl. vorne 
E. 4.1.2). Aus diesen Gründen seien die Unterhaltsansprüche der Gesuchstellerin und der 
Kinder einstufig-konkret zu berechnen (Vi act. 51 E. 3.5.6 f.).

6.1.3 Die Gesuchstellerin wolle die zweistufige Methode auch deshalb zur Anwendung bringen, 
weil sie häusliche Gewalt in Form der Deprivation finanzieller Mittel bzw. der Kontrolle der 
Verfügbarkeit darüber erlitten habe; mit der einstufigen Methode erhalte sie deshalb nur ei-
nen Bruchteil dessen, was ihr nach der zweistufigen Methode mit Überschussverteilung zu-
stünde. Allerdings habe die Gesuchstellerin – so die Vorinstanz – an der Parteibefragung 
ausgesagt, es sei nicht zu einem eigentlichen Streit gekommen, wenn sie Ausgaben habe 
tätigen wollen, mit denen der Gesuchsgegner nicht einverstanden gewesen sei; es sei selten 
ein einfaches "Ja" erfolgt (Vi act. 36 S. 45 Ziff. 32). Diskussionen über Anschaffungen für die 

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Kinder oder sonstige grössere Auslagen seien indessen durchaus normal. Die Gesuchsteller-
in schildere keinen konkreten Fall, in dem ihr der Gesuchsgegner eine geplante Anschaffung 
verboten habe. Sie mache auch nicht geltend, dass der Gesuchsgegner nachträglich die 
Kreditkartenabrechnungen kontrolliert oder sich über einzelne Ausgaben beschwert habe 
(vgl. vorne E. 5.4.5). Die Gesuchstellerin könne auch nichts daraus ableiten, dass der Ge-
suchsgegner die Kreditkartenlimite im Sommer 2023 stufenweise herabgesetzt habe. Dabei 
habe es sich um eine Massnahme des Gesuchsgegners im Hinblick auf die Trennung ge-
handelt, nachdem die Gesuchstellerin ihren Rechtsvertreter aufgesucht und das vorliegende 
Verfahren kurz bevorgestanden habe. Nicht überzeugend sei sodann, dass die Gesuchstel-
lerin als gebildete Frau, die in K.________ (Land) studiert habe und perfekt Englisch spre-
che, davon ausgegangen sei, in der Schweiz oder in Europa kein eigenes Bankkonto eröff-
nen zu dürfen. Davon abgesehen habe sie seit dem Umzug der Familie in die Schweiz [im 
Jahr 2020] über eine Kreditkarte verfügt, mit der sie Zugang zu den finanziellen Mitteln der 
Familie gehabt habe. Nicht glaubhaft sei schliesslich, dass die Gesuchstellerin nicht gewusst 
habe, wie es um die finanziellen Verhältnisse des Gesuchsgegners gestanden sei. Nachdem 
sie zunächst behauptet habe, die Steuerverfügungen und -rechnungen nie gesehen zu ha-
ben, habe sie später bestätigt, der Gesuchsgegner habe ihr Steuererklärungen oder irgend-
welche Bank- oder Finanzdokumente vorgelegt und gesagt, um was für ein Dokument es 
sich handle, sowie sie zur Unterschrift an der entsprechenden Stelle aufgefordert. Steuerer-
klärungen natürlicher Personen, die mit eTax.zug ausgefüllt und in Papierform eingereicht 
würden, müssten unterzeichnet werden. Bei Verheirateten brauche es auf dem Formular K 
und dem Wertschriftenverzeichnis die Unterschrift beider Ehegatten. Zudem bestimme sich 
die maximale Kreditkartenlimite aufgrund der Zahlungsfähigkeit. Die Gesuchstellerin habe 
gewusst, dass die monatliche Kreditkartenlimite CHF 20'000.00 betragen habe. Deshalb sei 
sie zumindest darüber im Bild gewesen, dass der als ________ (Stellenbezeichnung) tätige 
Gesuchsgegner weit über CHF 20'000.00 erwirtschaftet habe. Ein Fall häuslicher (wirtschaft-
licher) Gewalt sei demnach nicht ersichtlich (Vi act. 51 E. 3.6).

6.2 Dagegen bringt die Gesuchstellerin im Berufungsverfahren Folgendes vor:

6.2.1 Es sei zwar richtig, dass bei der Wahl zwischen der ein- und zweistufigen Methode nicht 
primär auf die Einkommensverhältnisse, sondern auf den Verbleib einer beachtenswerten 
Sparquote nach Auflösung des gemeinsamen Haushalts abzustellen sei. Im vorliegenden 
Fall führe dies allerdings zu einem willkürlichen und stossenden Ergebnis. Denn in der Praxis 
müssten beide Methoden zu einem ähnlichen Resultat führen (act. 1 Ziff. III.4.1 f.).

6.2.2 Zunächst sei es dem Gesuchsgegner nicht gelungen, eine Sparquote in der behaupteten 
Höhe schlüssig nachzuweisen, insbesondere, weil der konjunkturelle Mehrwert nicht ausge-
schieden worden sei. Dieser Einwand sei in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 
"ungehört" geblieben. Eine nicht "schlüssig bewiesene" Sparquote dürfe nicht "im Sinne ei-
nes Kippschaltereffekts" zur Anwendung der einstufigen Methode führen (act. 1 Ziff. III.4.3). 

6.2.3 Würde von einem monatlichen Einkommen von CHF 134'746.65 (durchschnittliches Jahres-
einkommen von CHF 1'616'960.00 ÷ 12) ausgegangen, wäre bei einer angeblich glaubhaft 
gemachten Sparquote von CHF 70'000.00 ein Betrag von CHF 64'746.65 pro Monat ausge-
geben worden. Dieser Betrag stelle "diesfalls" die monatlichen Auslagen bzw. den Bedarf der 
Familie dar. Nach der einstufigen Berechnungsmethode müsste im Ergebnis dieser Betrag 

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als Unterhalt resultieren. Die Gesuchstellerin könne nur Auslagen von CHF 4'000.00 
(CHF 2'500.00 [Kreditkartenlimite] + CHF 1'500.00 [Kontoübertrag]) darlegen. Die Vorinstanz 
komme jedoch zum Ergebnis, dass der Gesuchstellerin bloss Unterhaltsbeiträge von 
CHF 11'998.60 (CHF 6'139.70 [Gesuchstellerin] + CHF 2'925.70 [E.________] + 
CHF 2'933.20 [F.________]) zustünden (recte: CHF 11'338.60 [unter Berücksichtigung der 
Kinderzulagen; vgl. Vi act. 51 E. 5.4]). Offengelassen habe die Vorinstanz jedoch, was mit 
dem Restbetrag von CHF 52'748.05 – abzüglich des Bedarfs des Gesuchsgegners von ma-
ximal CHF 8'000.00 also rund CHF 45'000.00 – umzugehen sei. Diese Summe diene weder 
der Bildung von Ersparnissen noch der Deckung des leicht erweiterten familienrechtlichen 
Bedarfs und sei folglich zu teilen. Alles andere – insbesondere die "Zusprechung einer weite-
ren Sparquote" von CHF 540'000.00 pro Jahr, obwohl maximal CHF 840'000.00 glaubhaft 
gemacht und vorinstanzlich nur CHF 1 Mio. behauptet worden seien – verletze das Rechts-
empfinden in stossender Weise, sei willkürlich und unangemessen. Es erscheine auch "un-
gerecht im Sinne von Art. 8 BV", wenn der Ehemann 95 % seines Lohns für sich behalten 
könne, die Ehefrau mit den Kindern hingegen mit 5 % des Lohns den Lebensunterhalt be-
streiten müsse. "Zweistufig betrachtet" handle es sich bei den verbleibenden CHF 45'000.00 
um den Überschuss. Während der Gesuchsgegner die CHF 52'748.25 für sich behalten kön-
ne, sei der Gesuchstellerin lediglich ein Bedarf von CHF 6'139.70 angerechnet worden. Vor-
instanzlich habe sie die Zuweisung eines (gedeckelten) Überschusses von CHF 5'000.00 pro 
Kind beantragt. Gerechterweise sei der Restbetrag von CHF 35'000.00 hälftig zu teilen, wo-
durch sich der Unterhaltsbeitrag für die Gesuchstellerin um CHF 17'500.00 (und für die Kin-
der um je CHF 5'000.00) pro Monat erhöhen würde (act. 1 Ziff. III.4.4 f. und III.4.9).

6.2.4 Die inkonsequente Anwendung der einstufigen Methode führe vorliegend exemplarisch zu 
einem stossenden Ergebnis. Bei der einstufigen Methode sei es an der Gesuchstellerin, ihre 
Ausgaben zu beweisen. Dies sei ihr schlicht nicht möglich, da der Gesuchsgegner ihr jegli-
chen Zugang zu den Bankdaten verwehrt habe. Sie könne ihre Ausgaben nicht darlegen, 
sondern nur anführen, dass die Überweisung von CHF 1'500.00 und die Kreditkartenlimite 
von CHF 2'500.00 nicht ausreichend gewesen seien, um die täglichen Bedürfnisse zu befrie-
digen ([Vi act. 36] S. 38 Ziff. 3). Ausserdem habe die Vorinstanz die gegen Rechnung bezahl-
ten Ausgaben der Familie (Ferienreisen, Flüge, Möbel, Online-Bestellungen etc.) gar nicht 
berücksichtigt. Mangels Zugriffs auf die Konten des Gesuchsgegners und die Buchhaltung 
habe die Gesuchstellerin derartige Auslagen auch nicht belegen können. Die Vorinstanz ha-
be den Gesuchsgegner, der nur einzelne Kontoauszüge offengelegt habe, in Verletzung von 
Art. 170 ZGB nicht dazu verpflichtet, sämtliche Bankkontenauszüge detailliert "aufzulegen". 
Die mangelhafte Kooperation des einen Ehegatten dürfe nicht dazu führen, dass der andere 
wegen unverschuldeter Beweislosigkeit unterliege (act. 1 Ziff. III.4.6 f. und III.4.9).

6.2.5 Im Weiteren widerspiegle die von der Vorinstanz angenommene tatsächliche Lebenshaltung 
gar nicht die wirklichen Bedürfnisse und den angemessenen Lebensstandard der Gesuch-
stellerin. Ihr Lebensstandard sei durch die frühere Kontrolle des Gesuchsgegners bewusst 
tief gehalten worden. So habe er die Kreditkartenlimite von CHF 20'000.00 auf CHF 8'000.00 
und letztendlich auf CHF 2'500.00 heruntergesetzt, als er festgestellt habe, dass sich die 
Ausgaben der Gesuchstellerin erhöht hätten; also als die Gesuchstellerin versucht habe, ei-
nen nach ihren Bedürfnissen und den finanziellen Verhältnissen angemessene Lebenshal-
tung zu führen. Sie habe für jede Ausgabe die Zustimmung des Gesuchsgegners benötigt 
([Vi act. 36 S. 38] Ziff. 3) und Ausgaben, die sie habe tätigen wollen, nicht tätigen dürfen. Die 

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Anwendung der einstufigen Methode sei deshalb in diskriminierender Weise ungerecht und 
willkürlich (act. 1 Ziff. III.4.8).

6.2.6 Im Übrigen erziele der Gesuchsgegner seit dem 1. April 2025 nach eigenen Angaben nur 
noch ein Einkommen von brutto CHF 400'000.00 bis CHF 500'000.00 – ausgehend von ma-
ximal CHF 400'000.00 netto pro Jahr also ca. CHF 33'000.00 netto pro Monat. Gemäss Leh-
re und Rechtsprechung gelange ab diesem Zeitpunkt ohnehin die zweistufige Methode zur 
Anwendung. Es sei willkürlich und mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung unvereinbar, 
bei einem solchen Nettoeinkommen die einstufige Methode anzuwenden, zumal die angebli-
che Sparquote von CHF 70'000.00 ab diesem Zeitpunkt nicht mehr realisierbar und vom Ge-
suchsgegner auch nicht mehr behauptet worden sei (act. 1 Ziff. III.4.10 f.).

6.3 Hinsichtlich der Methodenwahl bei der Unterhaltsberechnung präsentiert sich die Rechtslage 
wie folgt:

6.3.1 Das Gesetz schreibt für die Berechnung des Kindesunterhalts wie auch für alle anderen Un-
terhaltskategorien keine Methode vor (BGE 147 III 265 E. 6.1). Abstrakte Methoden, bei de-
nen etwa auf gewisse Quoten des Einkommens abgestellt wird, hat das Bundesgericht in-
dessen für unzulässig erklärt. Die Berechnung muss sich an den tatsächlichen Lebenshal-
tungskosten orientieren. Konkrete Methoden beruhen auf der Ermittlung und Gegenüberstel-
lung von Einkommen und Bedarf der involvierten Personen (vgl. BGE 147 III 265 E. 6.2 ff.; 
Spycher/Maier, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], a.a.O., Kapitel 2 N 9 und 22). In Betracht fallen 
diesbezüglich die zweistufige Methode (mit Überschussverteilung) und die einstufige Metho-
de (BGE 140 III 337 E. 4.2.2; Spycher/Maier, a.a.O., Kapitel 2 N 23).

6.3.2 Bei der zweistufigen Methode mit Überschussverteilung wird zuerst der konkrete Bedarf aller 
von der Unterhaltsberechnung betroffenen Personen zusammengezählt und dem Gesamt-
einkommen gegenübergestellt. Bei der Bedarfsermittlung bilden die "Richtlinien der Konfe-
renz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des betrei-
bungsrechtlichen Existenzminimums" (zuletzt veröffentlicht in: BlSchK 2009 S. 193 ff.) den 
Ausgangspunkt. Soweit es die finanziellen Mittel zulassen, ist der gebührende Unterhalt 
zwingend auf das so genannte familienrechtliche Existenzminimum zu erweitern. Zu diesem 
gehören unter anderem die Steuern sowie eine Kommunikations- und Versicherungspau-
schale. Verbleibt nach Deckung des Bedarfs ein rechnerischer Überschuss, ist dieser – in 
der Regel nach "grossen und kleinen Köpfen" – auf die unterhaltsberechtigten Kinder und die 
Ehegatten zu verteilen (BGE 147 III 265 E. 7 und 7.2; 140 III 337 E. 4.2.2; Urteil des Bundes-
gerichts 5A_920/2023 vom 28. November 2024 E. 2.4.1 f.; 5A_274/2023, 5A_300/2023 vom 
15. November 2023 E. 3.2).

6.3.3 Bei der einstufigen Methode geht es darum, zur Aufrechterhaltung des bisherigen Lebens-
standards der Unterhaltsberechtigten den tatsächlichen Bedarf direkt – durch Addition ein-
zelner Budgetposten – zu ermitteln (Urteil des Bundesgerichts 5A_310/2010, 5A_327/2010 
vom 19. November 2010 E. 2.3.2). Anders als bei der zweistufigen Methode sind weder die 
bei der Bedarfsberechnung zu berücksichtigenden Positionen noch deren Umfang be-
schränkt. Gewisse Pauschalierungen bleiben jedoch unumgänglich, weil es nahezu unmög-
lich ist, für Auslagepositionen wie den täglichen Bedarf die entsprechenden Zahlen nachträg-
lich noch zu ermitteln bzw. vorzulegen. Da bei der einstufigen Methode alle Bedürfnisse 

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gemäss der relevanten Lebenshaltung gedeckt sind, kann grundsätzlich auf eine Ermittlung 
des Einkommens und des Bedarfs des Unterhaltspflichtigen verzichtet werden. Eine Über-
schussverteilung ist weder nötig noch zulässig (Urteil des Bundesgerichts 5A_198/2012 vom 
24. August 2012 E. 8.3.2 f.; Spycher/Maier, a.a.O., Kapitel 2 N 23, 25 und 106).

6.3.4 Im Grundsatzurteil BGE 147 III 265 (E. 6.6 und E. 7) hat das Bundesgericht die Unterhalts-
methodik dahingehend vereinheitlicht, dass im Bereich des Kindesunterhalts (Bar- und Be-
treuungsunterhalt) die zweistufige Methode anzuwenden ist (E. 6.6 und 7). Sodann hat es in 
BGE 147 III 293 (E. 4.5) festgehalten, dass diese Methode in Zukunft auch im Bereich des 
nachehelichen Unterhaltes zur Anwendung gelangen soll. In besonderen Verhältnissen – 
namentlich bei aussergewöhnlich günstigen finanziellen Verhältnissen bzw. wenn die zwei-
stufige Methode "schlicht keinen Sinn macht" – kann jedoch anders vorgegangen werden. 
Allerdings ist zu begründen, weshalb gegebenenfalls von der Regel abgewichen wird 
(BGE 147 III 310 E. 4.3 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 5A_384/2024 vom 10. September 
2025 E. 5.3.1, zur Publikation vorgesehen; 5A_933/2022 vom 25. Oktober 2023 E. 3.1).

6.3.5 Nicht näher definiert hat das Bundesgericht, wann besondere Verhältnisse bzw. ausserge-
wöhnlich günstige finanzielle Verhältnisse vorliegen, die ein Abweichen von der zweistufigen 
Methode rechtfertigen. In einem kürzlich ergangenen Entscheid verwies es auf verschiedene 
Lehrmeinungen, ohne diese zu würdigen oder inhaltlich dazu Stellung zu nehmen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_864/2024 vom 7. April 2025 E. 3.1). Im dortigen Fall hatte die Vorinstanz 
den Unterhalt nach der einstufigen Methode berechnet und dies damit begründet, dass das 
Einkommen des Ehemanns weit über dem Durchschnitt liege und zwischen 2018 und 2023 
stark geschwankt habe; zudem würden die Akten nahelegen, dass ein erheblicher Teil des 
Einkommens nicht ausgegeben worden sei; die Sparquote lasse sich allerdings nur schwer 
bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_864/2024 vom 7. April 2025 E. 3.2). Das Bun-
desgericht schützte diesen Entscheid (unter Willkürgesichtspunkten). Dabei verwies es unter 
anderem darauf, dass der durchschnittliche Nettolohn des Ehemanns (in den letzten Jahren 
vor der Trennung) mit monatlich CHF 80'407.15 nahe an der Grenze von CHF 83'333.00 
(bzw. CHF 1 Mio. pro Jahr) liege, was gemäss einigen Autoren ein Abweichen von der zwei-
stufigen Methode rechtfertige (Urteil des Bundesgerichts 5A_864/2024 vom 7. April 2025 
E. 3.4).

6.3.6 In einem anderen Entscheid deutete das Bundesgericht an, dass sich die Wahl der einstufi-
gen Methode bereits dann rechtfertigen könne, wenn nach der zweistufigen Methode man-
gels Einkommens bloss der familienrechtliche Grundbedarf, nicht aber ein Überschussanteil 
ermittelt werden könnte (Urteil 5A_292/2023 vom 6. Mai 2024 E. 6.5.1.2). Diese Erwägung 
dürfte allerdings vor dem Hintergrund der besonderen Verhältnisse des damals beurteilten 
Falls zu sehen sein, in welchem der unterhaltspflichtige Ehemann keiner Erwerbstätigkeit 
mehr nachging und namentlich durch Vermögensverzehr für den Unterhalt aufzukommen 
hatte (vgl. Urteil 5A_292/2023 vom 6. Mai 2024 E. 5.4.2 und 5.5). Nicht anzunehmen ist, 
dass das Bundesgericht die einstufige Methode allgemein in Fällen, in denen es keinen 
Überschuss zu verteilen gibt, zulassen wollte. Dies stünde im Widerspruch zum Ausnahme-
charakter der einstufigen Methode, den das Bundesgericht wiederholt betont hat (vgl. vorne 
E. 6.3.4).

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6.3.7 Die Lehre äussert sich unterschiedlich zur Frage, in welchen Fällen von der zweistufigen Me-
thode abzuweichen und nach der einstufigen Methode zu rechnen ist. Einige Autoren nennen 
ein Jahreseinkommen von CHF 1 Mio. (bzw. rund CHF 83'000.00 pro Monat), wobei diese 
Zahl nicht als fixe Grenze verstanden werden, sondern zum Ausdruck bringen soll, dass die 
einstufige Methode die Ausnahme zu bleiben hat (Aeschlimann/Bähler/Schweighauser/Stoll, 
Berechnung des Kindesunterhalts – Einige Überlegungen zum Urteil des Bundesgerichts 
vom 11. November 2020 i.S. A. gegen B. 5A_319/2019, FamPra.ch 2021 S. 251 ff., 267; 
Stoudmann, Entretien de l'enfant et de l'(ex-)époux – Aspects pratiques, in: Fountoulakis/  
Jungo [Hrsg.], Symposium en droit de la famille, 2022, S. 19 ff., 76 f.). Nach einer anderen 
Lehrmeinung soll die Grenze nicht zu hoch angesetzt werden, da die zweistufige Methode 
mit (proportionaler) Überschussverteilung ohne Rücksicht auf die konkreten Bedürfnisse zu 
wenig sachgerechten Ergebnissen führen könne (Fountoulakis, Basler Kommentar, 7. A. 
2022, Art. 285 ZGB N 9b). Maier leitet aus der bisherigen Rechtsprechung ab, dass 
grundsätzlich nur noch bei sehr guten finanziellen Verhältnissen bei einem monatlichen 
Haushaltseinkommen von mindestens CHF 40'000.00 und/oder einem Nettovermögen von 
mehreren Dutzend Millionen Franken einstufig zu rechnen sei (Maier, Unterhaltsfestsetzung 
in der Praxis, 2023, N 449).

6.3.8 Andere Autoren argumentieren, das Einkommen allein könne nicht massgebend sein. Die 
zweistufige Methode passe als "vereinfachte" Methode gut auf durchschnittliche Fälle. An-
ders sei dies bei sehr guten bzw. komplexeren finanziellen Verhältnissen (etwa bei jährlich 
unterschiedlichen Vermögenserträgen, komplex strukturierten Vermögen, thesaurierten Ge-
winnen, Kapitalgewinnen, konjunkturellen Mehrwerten, Konzernverhältnissen, nicht geveste-
ten Anteilen, Kryptowährungen oder der Bestreitung des Lebensunterhalts mit Vermögens-
verzehr). Ein Abweichen von der zweistufigen Methode solle diesfalls möglich bleiben, wenn 
begründet werden könne, weshalb diese schlichtweg nicht praktikabel und nicht prozessöko-
nomisch sei und dieser Problematik mit der einstufigen Berechnung besser begegnet werden 
könne. Das Vorhandensein einer eindeutigen Sparquote sei dabei weiterhin ein zu würdigen-
des Argument. Umgekehrt gebe es auch in sehr guten finanziellen Verhältnissen keinen 
Grund, von der zweistufigen Methode abzuweichen, wenn die Mittel stets vollständig ver-
braucht worden seien (Mordasini/Stoll, Die Praxisänderungen im (nach-)ehelichen Unter-
haltsrecht auf dem Prüfstand, FamPra.ch 3/2021 S. 527 ff., 529 ff.; vgl. auch Spycher/Maier, 
a.a.O., Kapitel 2 N 129, wonach sich die Begründung für die Abweichung von der zweistufi-
gen Methode nicht darin erschöpfen könne, dass eine Sparquote vorhanden sei oder dass 
die Familie ein statistisch überdurchschnittliches Einkommen habe). Nach einer weiteren 
Lehrmeinung drängt sich die Anwendung der einstufigen Methode bereits in "guten oder sehr 
guten finanziellen Verhältnissen" auf, von denen schon beim Bestehen von (hohen) Sparquo-
ten auszugehen sei (Arndt/Jungo, Die Berechnung von Unterhalt – ein Lösungsansatz, Fam-
Pra.ch 2/2025 S. 281 ff., 291 f.; vgl. auch Jungo, Unterhaltsberechnung: Klärung der Berech-
nungsmethode mit neuen Problemen, ZSR Band 140/2021 I, S. 541 ff., 549).

6.3.9 Das Bundesgericht hat die zweistufige Methode zwar zum Grundsatz erklärt. Es hat aber bis-
lang davon abgesehen, bestimmte Schwellenwerte in Bezug auf das Einkommen, das Ver-
mögen oder die Sparquote zu definieren, die eine einstufige Berechnung rechtfertigen. Dabei 
dürfte es sich um einen bewussten Entscheid handeln, der es den Gerichten erlauben soll, 
den konkreten Umständen des Einzelfalls Rechnung zu tragen. Vor diesem Hintergrund ist 
dem Umstand, dass das Bundesgericht auch schon auf die in der Lehre zum Teil genannte 

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Grenze eines Jahreseinkommens von CHF 1 Mio. Bezug nahm (vgl. vorne E. 6.3.5), keine 
allzu grosse Bedeutung beizumessen. Der Verweis auf diese Lehrmeinung dürfte deshalb er-
folgt sein, weil das Einkommen des Ehemanns im konkreten Fall nahe an dieser Grenze lag 
und ein Entscheid, der sich auf Lehrmeinungen stützen kann, in der Regel nicht willkürlich ist 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_216/2025 vom 10. Juli 2025 E. 3.5.2). Das Bundesgericht 
erachtete die einstufige Unterhaltsberechnung der Vorinstanz (auch) aus diesem Grund nicht 
als unhaltbar (vgl. vorne E. 6.3.5). Wie in der Lehre indes zu Recht vorgebracht wird, kann 
der Unterhalt selbst bei einem Jahreseinkommen von CHF 1 Mio. ohne Weiteres zweistufig 
berechnet werden, wenn keine Sparquote vorliegt und sämtliche Mittel für den Lebensunter-
halt verwendet wurden (vgl. vorne E. 6.3.8). Umgekehrt können bereits mit tieferen Einkom-
men Ersparnisse gebildet werden, die bei der Unterhaltsbemessung nicht zu berücksichtigen 
sind, es sei denn, sie dienten der Deckung trennungsbedingter Mehrkosten (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_144/2023 vom 26. Mai 2023 E. 4.3.2 m.w.H.). Das Einkommen allein 
kann bei der Methodenwahl deshalb nicht Ausschlag geben.

6.3.10 Ebenfalls fraglich erscheint, ob bereits das Bestehen einer (hohen) Sparquote ein Abweichen 
von der zweistufigen Methode rechtfertigt. Denn eine nachgewiesene Sparquote ist bei der 
zweistufigen Berechnung vom Überschuss abzuziehen (BGE 151 III 261 E. 2.4.5.1; 147 III 
293 E. 4.4; 147 III 265 E. 7.3; Schwizer/Oeri, "Neues" Unterhaltsrecht?, AJP 1/2022 S. 3 ff., 7; 
vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 5A_933/2022 vom 25. Oktober 2023 E. 3.2). Steht die 
Höhe der Sparquote fest, besteht demnach noch kein Grund, zwingend einstufig zu rechnen.

6.3.11 Die einstufige und die zweistufige Methode führen theoretisch zum gleichen rechnerischen 
Ergebnis, da jeweils die bisherige Lebenshaltung den Ausgangspunkt der Unterhaltsberech-
nung bildet. Allerdings können sich aufgrund des unterschiedlich ausgestalteten Nachweises 
der bisherigen Lebenshaltung und damit des zukünftigen Bedarfs aus prozessualen Gründen 
durchaus Unterschiede ergeben (BGE 147 III 293 E. 4.4; vgl. vorne E. 6.3.2 f.). Bei der zwei-
stufigen Methode trägt gemäss Rechtsprechung der Unterhaltsschuldner, der eine Sparquote 
behauptet, hierfür die Behauptungs- und Beweislast (Urteil des Bundesgerichts 5A_503/2024 
vom 11. August 2025 E. 3.2.2). Bei der einstufigen Methode muss hingegen der Unterhalts-
berechtigte die Elemente seines konkreten Bedarfs beweisen (vgl. Bähler, Unterhaltsberech-
nungen – von der Methode zu den Franken, FamPra.ch 2/2015 S. 271 ff., 283). Gerade in 
gehobeneren Verhältnissen führt die einstufige Methode oft zu einem aufwändigen und klein-
lichen Beweisverfahren, das dem Unterhaltsberechtigten grosse Lasten aufbürdet. Demge-
genüber braucht bei der zweistufigen Methode mit Überschussverteilung nicht über Einzel-
heiten des früheren Lebensstandards gestritten zu werden. Vielmehr greift als Grundsatz die 
Prämisse, dass die vorhandenen Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhaltes verwendet 
worden sind (BGE 147 III 293 E. 4.4). Das Bundesgericht gibt der zweistufigen Methode 
deshalb den Vorzug, weil es Unterhaltsberechtigten – insbesondere Kindern – ein aufwändi-
ges Beweisverfahren ersparen wollte (BGE 149 III 441 E. 2.5; 147 III 265 E. 6.5) und sich 
eine kontinuierliche Sparquote und die daran errechnete ungefähre Höhe der bisherigen ge-
meinsamen Lebenshaltungskosten in der Regel einfacher nachweisen lässt als die Lebens-
führung selbst (BGE 147 III 293 E. 4.4). Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, dass die 
mit der zweistufigen Methode einhergehende Überwälzung der Beweislast auf den Unter-
haltspflichtigen in einem Spannungsverhältnis zu Art. 8 ZGB steht und – vor allem in guten 
finanziellen Verhältnissen – dazu führen kann, dass zu viel Einkommen in die Unterhaltsbe-
rechnung einbezogen wird (vgl. Arndt/Jungo, a.a.O., S. 292).

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6.3.12 Nach dem Gesagten rechtfertigen weder ein hohes Einkommen noch der blosse Bestand 
einer (hohen) Sparquote ein Abweichen von der zweistufigen Methode (vgl. vorne E. 6.3.9 f.). 
Die zweistufige Methode soll den Unterhaltsberechtigten ein aufwändiges Beweisverfahren 
ersparen. Sie verliert indes ihre Berechtigung zunehmend, je aufwändiger sich umgekehrt 
das Beweisverfahren für den Unterhaltspflichtigen gestaltet (vgl. vorne E. 6.3.11). Vor die-
sem Hintergrund bietet sich ein Abweichen von der zweistufigen Methode und die Anwen-
dung der einstufigen Methode vor allem in Fällen an, in denen der Bestand einer (hohen) 
Sparquote zwar feststeht, deren Höhe jedoch nur schwer zu ermitteln ist (ähnlich Furler, Ein-
stufig konkrete Methode der Unterhaltsberechnung bei schwankendem Einkommen und 
schwer bestimmbarer Sparquote in aussergewöhnlichen Verhältnissen, in: legalis brief – 
Fachdienst Familienrecht, 5/2025; vgl. auch vorne E. 6.3.8). Da das Gericht ein Abweichen 
von der zweistufigen Methode begründen muss (vgl. vorne E. 6.3.4), hat es zu erläutern, 
weshalb es zwar vom Bestand einer (hohen) Sparquote überzeugt ist, deren Bezifferung 
aber mit unverhältnismässig grossem Aufwand verbunden wäre. Wann dies zutrifft, kann 
nicht allgemeingültig festgehalten werden. Vielmehr hat das Gericht die konkreten Umstände 
des Einzelfalls zu würdigen und sich nach pflichtgemässem Ermessen für die zweistufige 
oder – mit der gebotenen Zurückhaltung – für die einstufige Methode zu entscheiden. 
Während die blosse Behauptung des Unterhaltspflichtigen, es bestehe eine hohe, aber 
schwer bestimmbare Sparquote, nicht genügen kann, fällt die einstufige Unterhaltsberech-
nung mit zunehmender Komplexität der finanziellen Verhältnisse eher in Betracht (vgl. vorne 
E. 6.3.8).

6.4 Vorliegend legte die Vorinstanz nachvollziehbar dar, weshalb sie von aussergewöhnlich 
günstigen Verhältnissen und einer sehr hohen Sparquote von monatlich mindestens 
CHF 70'000.00 ausging. Zudem legte sie dar, dass eine genaue Bezifferung der Sparquote 
angesichts der konjunkturellen und währungsbedingten Wertschwankungen, der Verkäufe 
von Wertschriften und der Reinvestitionen kaum möglich sei. Demgegenüber liessen sich die 
Fixkosten der Familie vor der Trennung relativ einfach ermitteln. Aus diesen Gründen recht-
fertige es sich, den Unterhalt nach der einstufigen Methode zu berechnen (vgl. vorne E. 4.1 
und 6.1). Diese Erwägungen stehen in Einklang mit den dargelegten rechtlichen Grundlagen 
und sind nicht zu beanstanden. Was die Gesuchstellerin dagegen vorbringt, verfängt nicht:

6.4.1 Soweit sie erneut anführt, der Gesuchsgegner habe keine Sparquote nachgewiesen, weil der 
"konjunkturelle Mehrwert" nicht ausgeschieden worden sei (vgl. vorne E. 6.2.2), kann auf das 
bereits Ausgeführte verwiesen werden. Die Vorinstanz legte im Einzelnen dar, weshalb sie 
von einer monatlichen Sparquote von mindestens CHF 70'000.00 ausging (vgl. vorne E. 4). 
Im Übrigen scheint inzwischen auch die Gesuchstellerin einzuräumen, dass sich die (ge-
naue) Sparquote vorliegend nur sehr schwer bestimmen lässt, führt sie doch in der Stellung-
nahme zur Berufungsantwort aus, der Gesuchsgegner anerkenne, "dass eine allfällige Spar-
quote vorliegend nur mit immensem Aufwand und nicht mit einer gängigen Methode berech-
net werden könne" (act. 9 Rz 21). Das erweist sich auch insofern als zutreffend, als der Ge-
suchsgegner unbestrittenermassen in sieben Ländern über Bankkonten bzw. Vermögenswer-
te verfügt, wobei sich das Vermögen jeweils auf diverse Unterkonten mit einer Vielzahl von 
Aktienpositionen verteilt (vgl. act. 5 Rz 32).

6.4.2 Aus den bereits genannten Gründen kann der Gesuchstellerin auch nicht gefolgt werden, 
wenn sie vorbringt, die Familie habe selbst bei Annahme einer Sparquote von CHF 70'000.00 

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monatlich CHF 64'746.65 ausgegeben und es sei stossend, dem Gesuchsgegner die (nach 
Deckung des Gesamtbedarfs) verbleibenden CHF 45'000.00 zu belassen (vgl. vorne 
E. 6.2.3). Die Gesuchstellerin verkennt abermals, dass die Vorinstanz lediglich eine Mindest-
sparquote nannte und ausdrücklich offenliess, ob und in welchem Umfang darüber hinaus 
gespart worden war. Zudem hielt sie fest, dass eine (genaue) Bezifferung der Sparquote 
kaum möglich sei. Demnach vermag die Gesuchstellerin auch nicht nachvollziehbar aufzu-
zeigen, dass die Familie monatlich CHF 64'746.65 für den Lebensunterhalt ausgab, zumal 
sie keinerlei Angaben dazu macht, wie sich regelmässig Ausgaben in dieser Höhe angehäuft 
haben sollen (vgl. vorne E. 5.4.3). Unklar bleibt im Übrigen, woraus die Gesuchstellerin (oh-
ne Hinweise auf die Akten) ableiten will, dass der Gesuchsgegner vorinstanzlich nur eine 
Sparquote von CHF 1 Mio. behauptet habe. So machte er etwa in der Duplik eine Sparquote 
von über CHF 1,4 Mio. für das Jahr 2022 und an der Instruktionsverhandlung vom 14. Januar 
2025 eine solche von über CHF 1,2 Mio. für das Jahr 2023 geltend (Vi act. 51 E. 3.5.3 m.H. 
auf Vi act. 17 Rz 55; Vi act. 38 Rz 26; vgl. dazu auch act. 5 Rz 94 f.).

6.4.3 Sodann bringt die Gesuchstellerin vor, es sei "ungerecht im Sinne von Art. 8 BV", wenn der 
Ehemann 95 % seines Lohns für sich behalten könne, die Ehefrau mit den Kindern hingegen 
mit 5 % des Lohns den Lebensunterhalt bestreiten müsse (vgl. vorne E. 6.2.3). Soweit die 
Gesuchstellerin der Vorinstanz damit eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 
Abs. 1 BV) oder des Diskriminierungsverbots (Art. 8 Abs. 2 BV) vorwerfen will, ist ihr entge-
genzuhalten, dass sich diese verfassungsmässigen Rechte an den Staat richten und im Ver-
hältnis zwischen Privatpersonen keine direkte Drittwirkung entfalten (Urteil des Bundesge-
richts 5A_465/2024 vom 19. Februar 2025 E. 3.2 m.w.H.; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
5A_208/2024 vom 14. Februar 2025 E. 9.1.3.3). Davon abgesehen orientiert sich der ge-
bührende Unterhalt am bisherigen Lebensstandard (vgl. vorne E. 6.3.1 und 6.3.11). Kann der 
bisherige Lebensstandard mit 5 % des Einkommens des Unterhaltspflichtigen gedeckt wer-
den, bietet das Unterhaltsrecht keine Grundlage für eine Verteilung des restlichen Einkom-
mens (vgl. vorne E. 6.3.9 und 6.3.11).

6.4.4 Im Weiteren macht die Gesuchstellerin geltend, mangels Zugangs zu den Bankdaten könne 
sie ihre Ausgaben sowie die gegen Rechnung bezahlten Ausgaben der Familie gar nicht dar-
legen (vgl. vorne E. 6.2.4). Zudem habe der Gesuchsgegner ihren Lebensstandard bewusst 
tief gehalten (vgl. E. 6.2.5). Auch diese Vorbringen vermögen aus den bereits genannten 
Gründen nicht zu überzeugen. Die Vorinstanz legte im Einzelnen dar, weshalb sie es nicht 
als glaubhaft erachtete, dass der Gesuchsgegner die Gesuchstellerin in finanzieller Hinsicht 
kontrollierte (vgl. vorne E. 5.4.5 und 6.1.3). Mit diesen Erwägungen setzt sich die Gesuch-
stellerin in der Berufung nicht auseinander. Soweit sie darauf beharrt, dass der Gesuchsgeg-
ner den Lebensstandard (gegen ihren Will