# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79661ccf-34c9-513c-99b4-3146e5fba8cf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LY250013-O2
**Docket/Reference:** LY250013-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LY250013-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LY250013-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. Ch. von Moos und Oberrichterin lic. iur. N. Jeker 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Beschluss und Urteil vom 20. Mai 2025

in Sachen

A._____, 

Kläger, Berufungskläger und Beschwerdeführer

gegen

B._____, 

Beklagte, Berufungsbeklagte und Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)

Berufung und Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im 

summarischen und im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Pfäffikon 

vom 27. März 2025 (FE240089-H)

- 2 -

Erwägungen:

1.1. Die  Parteien  sind  die  verheirateten  Eltern  des  am  tt.mm.2013  geborenen 

C._____.  Sie  leben  seit  dem  18.  Oktober  2021  getrennt.  Im  Rahmen  des  Ehe-

schutzverfahrens  vor  dem  Bezirksgericht  Pfäffikon  einigten  sich  die  Parteien  mit 

Teilvereinbarung vom 15. bzw. 25. Oktober 2021 auf eine alternierende Obhut, wo-

bei der Kläger C._____ ausserhalb der Ferien- und Feiertage in ungeraden Wochen 

von Mittwochabend, 19.00 Uhr, bis Freitagabend, 19.00 Uhr, sowie in geraden Wo-

chen von Mittwochabend, 19.00 Uhr, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, betreut (Urk. 

5/2/5 S. 45 f.). 

1.2. Mit Eingabe vom 30. September 2024 machte der Kläger das Scheidungsver-

fahren bei der Vorinstanz anhängig (Urk. 5/1) und stellte mit Eingabe vom 25. März 

2025 folgenden Antrag um Erlass superprovisorischer Massnahmen (Urk. 5/42):

"1. Die Mutter von C._____ sei zu verurteilen, C._____ oder seinem Vater 
auf erstes Verlangen hin die persönlichen Sachen von C._____, insbe-
sondere sämtliche Kleider und Schuhe, die persönlichen Ausrüstungsge-
genstände,  welche  C._____  gemäss  seinem  Vater  im  Alltag  oder  zur 
Ausübung  seiner  Hobbys  oder  Freizeitbeschäftigungen  benötigt,  sowie 
seinen Pass sofort, längstens innert Frist von 16 Stunden herauszuge-
ben, verbunden mit einer Busse von mindestens CHF 300 für jede Wi-
derhandlung."

Weiter stellte er folgende Anträge (Urk. 5/42):

"2. C._____ sei innerhalb der nächsten 5 Arbeitstage gerichtlich anzuhören.

 3.

 4.

Der  Beklagten  sei  eine  Frist  von  5  Arbeitstagen  anzusetzen,  um  ihren 
Tatsachenvortrag dem Gericht einzureichen.

Die verschobene Verhandlung vom 24. März 2025 sei nicht später als am 
15. April  2025  durchzuführen  und  die  Parteien  entsprechend  vorzula-
den."

Mit Verfügung vom 27. März 2025 entschied die Vorinstanz über diese Anträge wie 

folgt (Urk. 2 S. 4 f.):

"1. Das  Gesuch  des  Klägers  um  Erlass  superprovisorischer  und  hernach 
vorsorglicher  Massnahmen  (Ziff. 1)  sowie  seine  prozessualen  Anträge 
(Ziff. 2 - 4) werden vollumfänglich abgewiesen soweit auf sie einzutreten 
ist.

 2.

Über  die  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  wird  im  Endentscheid  be-
funden.

 3.

[Schriftliche Mitteilung]

- 3 -

 4.

[Rechtsmittel: Berufung, Frist: 30 Tage]

1.3. Dagegen erhob der Kläger mit Eingabe 14. April 2025 Berufung "und ev. Be-

schwerde" mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 2–4):

"1. Die Ziff. 1 der Verfügung vom 27. März 2025 der Vorinstanz und / oder 
der  faktische  Nichteintretensentscheid  der  Vorinstanz  zu  den  klägeri-
schen Anträgen auf vorsorgliche Massnahmen vom 9. Dezember 2024 
seien aufzuheben und die Beklagte sei zu verurteilen, während der Obhut 
von  C._____  beim  Kläger  auf  erstes  Verlangen  des  Klägers  oder  von 
C._____ hin die persönlichen Sachen von C._____, insbesondere seine 
sämtliche Kleider, Schuhe und weitere persönlichen Ausrüstungsgegen-
stände,  welche  er  gemäss  dem  obhutsberechtigten  Elternteil  im  Alltag 
oder zur Ausrüstung seiner Hobbys oder Freizeitbeschäftigungen benö-
tigt, sowie seinen Pass sofort, längstens innert Frist von 16 Stunden ab 
Mitteilung  des  Klägers  diesem  herauszugeben,  verbunden  mit  einer 
Busse von mindestens CHF 300 für jede Widerhandlung.

 2.

Der faktische Nichteintretensentscheid der Vorinstanz zu den Anträgen 
auf  vorsorgliche  Massnahmen  vom  30.  September  2024  sowie  vom 
9. Dezember 2024 sei aufzuheben und

a.

b.

die durch Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 14. Au-
gust 2023 im Berufungsverfahren LE230010-O/U für die Dauer des 
Getrenntlebens  festgesetzten  Unterhaltsbeiträge  des  Klägers  an 
C._____ und an die Beklagte seien ab 1. Mai 2024 aufzuheben und 
die Beklagte sei ab 1. Mai 2024 und bis 30. April 2025 zu verurtei-
len, dem Kläger CHF 335 für C._____ an Unterhaltsbeiträge inklu-
sive Weiterleitung von Kinder- und Ausbildungszulagen monatlich 
vorschüssig zu bezahlen;

die Betreuung von C._____ sei in Abänderung der seit der Tren-
nung geltenden Ziff. 1.3. der Regelung gemäss Ziff. 4 des Urteils 
vom 27. Juni 2022 des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
LE230010-O/U am Bezirksgericht Pfäffikon ab 1. Mai 2025 hälftig 
aufzuteilen und entsprechend wie folgt festzusetzen (Änderungen 
hervorgehoben):

'1.3. Wochenend-, Feiertags- oder Ferienbetreuung

Die Betreuung des Sohnes C._____ wird wie folgt geregelt:

a)

Der Gesuchsteller betreut den Sohn C._____ an ungeraden 
Wochen  vom  Dienstagabend  (19.00  Uhr,  der  Sohn  ist  ver-
pflegt) bis Freitagabend (19.00 Uhr, der Sohn ist verpflegt).

Der  Gesuchsteller  betreut  den  Sohn  C._____  an  geraden 
Wochen  vom  Mittwochabend  (19.00  Uhr,  der  Sohn  ist  ver-
pflegt)  bis  am  Sonntagabend  (19.00  Uhr,  der  Sohn  ist  ver-
pflegt) über das Wochenende.

Die  Gesuchstellerin  betreut  den  Sohn  C._____  an  geraden 
Wochen  vom  Sonntagabend  (19.00  Uhr,  der  Sohn  ist  ver-
pflegt) bis am Dienstagabend (19.00 Uhr, der Sohn ist ver-
pflegt).

- 4 -

Die Gesuchstellerin betreut den Sohn C._____ an ungeraden 
Wochen  vom  Freitageabend  (19.00  Uhr,  der  Sohn  ist  ver-
pflegt) bis am Mittwochabend (19.00 Uhr, der Sohn ist ver-
pflegt) über das Wochenende.

Der Gesuchsteller betreut den Sohn C._____ ferner:'

[unverändert]

'sowie

•

über  Weihnachten  (ab  24.  Dezember  12:00  Uhr  bis 
25. Dezember 12:00 Uhr)'.

b)

c)

[unverändert]

'Besondere Bestimmungen:

(1)

Eine Ferienwoche gemäss Ziff. 1.3.b. dauert grundsätz-
lich  vom  Sonntagabend  19:00  Uhr  bis  Freitagabend 
19:00 Uhr.

(2) Die 2 Schulweihnachtsferienwochen und die Schulferi-
enwochen,  welche  der  Sohn  C._____  inklusive  Über-
nachtung nicht beim obhutsberechtigten Elternteil ver-
bringt,  sind  für  den  Bezug  von  Ferienwochen  von 
C._____ mit und bei einem Elternteil ausgeschlossen.

(3) Macht  ein  Elternteil  konkrete  organisatorische  Um-
stände zu den Ferien, wie insbesondere Übergabezei-
ten von Ferienwohnungen, Flugpläne oder Reisezeiten 
begründet geltend, verbringt der Sohn C._____ die die-
ser Ferienwoche entsprechenden angrenzenden Stun-
den des Wochenendes mit und bei demjenigen Eltern-
teil,  mit  und  bei  welchem  er  diese  Ferienwoche  ver-
bringt,  was  der  Regelung  der  Wochenende  und  der 
nachfolgenden Ziff. 1.3.c) (7) vorgeht.

(4)

Bei mehreren aufeinanderfolgenden Ferienwochen mit 
und  bei  demselben  Elternteil,  verbringt  der  Sohn 
C._____  das  zwischen  diesen  Wochen  liegende  Wo-
chenende  von  Freitagabend  19:00  Uhr  bis  Sonntag-
abend 19:00 Uhr beim Elternteil, mit und bei welchem 
er diese Ferienwochen verbringt.

(5) Würde  die  Regelung  zum  persönlichen  Verkehr  dazu 
führen, dass die Obhut für den Sohn C._____ für weni-
ger als 17 Stunden an den anderen Elternteil übergeht, 
wird  ihm  kein  Obhutswechsel  für  diese  höchstens  17 
Stunden zugemutet.

(6)

Führt  nach  der  Mitteilung  der  Ferienwochen  gemäss 
Ziff. 1.3.b) die Anwendung der Ziff. 1.3.c. (inkl. vorge-
nannter Ergänzungen) dazu, dass eine gewünschte Fe-
rienwoche  dem  Stichentscheid  gemäss  1.3.b)  vorne 
zum Opfer fällt, ist der betroffene Elternteil verpflichtet, 
die  4 neuen Ferienwochen  dem anderen Elternteil in-
nert 30 Tagen, also längstens bis 14. Januar des Fol-
gejahres mitzuteilen.

- 5 -

(7) Die Regelung der Ferien geht der Regelung der Fest-
tage und der Regelung der Wochenenden vor. Die Re-
gelung der Festtage geht der Regelung der Wochenen-
den vor. Für den Jahresübergang ist Silvester massge-
bend.'

[Rest der Ziff. 1.3 unverändert]; sowie

c.

unter Berücksichtigung der beantragten Regelung gemäss vorge-
nannter Ziff. 2.b. sei ab 1. Mai 2025 als vorsorgliche Massnahme 
anzuordnen, die durch Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich 
vom 14. August 2023 im Berufungsverfahren LE230010-O/U für die 
Dauer  des  Getrenntlebens  festgesetzten  Unterhaltsbeiträge  des 
Klägers an C._____ und an die Beklagte seien ab 1. Mai 2025 auf-
zuheben und die Beklagte sei ab 1. Mai 2025 und für die weitere 
Dauer des Getrenntlebens zu verurteilen, dem Kläger CHF 1'066 
für C._____ an Unterhaltsbeiträge inklusive Weiterleitung von Kin-
der- und Ausbildungszulagen monatlich vorschüssig zu bezahlen.

Der faktische Nichteintretensentscheid der Vorinstanz zu den Anträgen 
auf  vorsorgliche  Massnahmen  vom  9.  Dezember  2024  sei  aufzuheben 
und die Beklagte sei zu ermahnen, Themen des Scheidungsverfahrens 
nicht mit C._____ zu besprechen, insbesondere weder verbal noch non-
verbal noch delegiert an Dritte Druck auf ihn auszuüben.

Soweit den vorgenannten klägerischen Anträgen Ziff. 2.a. und 2.c. nicht 
gefolgt  wird,  sei  der  Kläger  nach  Abschluss  des  Beweisverfahrens  ge-
richtlich aufzufordern, seine Anträge zu beziffern.

Es sei festzustellen, dass im Vorsorgemassnahmeverfahren Rechtsver-
weigerungen und Rechtsverzögerungen vorliegen und es seien eventu-
aliter zu vorgenannten Anträgen Ziff. 1. und 2.b. sämtliche vorsorglichen 
Massnahmen im Interesse von C._____ durch das angerufene Gericht 
zu 
dem 
Loyalitätskonflikt zu nehmen und / oder die notorischen elterlichen Diffe-
renzen soweit möglich zu beseitigen.

verfügen,  welche 

sind,  C._____ 

geeignet 

aus 

 3.

 4.

 5.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten."

Mit Schreiben vom 28. April 2025 wurde der Kläger aufgefordert, mitzuteilen, ob er 

mit  seiner  Rechtsmitteleingabe  auch  eine  Rechtsverzögerungs-  bzw.  Rechtsver-

weigerungsbeschwerde  erheben  möchte  (Urk.  7).  Mit  Eingabe  vom  8.  Mai  2025 

bejahte  dies  der  Kläger  und  erklärte,  dass  seine  Rechtsverweigerungs-  und 

Rechtsverzögerungsanträge  sinnvollerweise  alle  im  Verfahren  PC250012-O  zu 

vereinen und zu beurteilen seien (Urk. 8). Seine Eingaben wurden daher auch in 

das  bereits  eröffnete  Rechtsverweigerungsbeschwerdeverfahren  (PC250022-O) 

weitergeleitet. 

1.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 5/1–46). Da sich die Be-

rufung und die Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. März 2025 – wie nach-

- 6 -

folgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als offensichtlich unzulässig bzw. unbe-

gründet erweisen, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (Art. 312 

Abs. 1 und Art. 322 Abs. 1 ZPO).

1.5. Auf die Ausführungen des Klägers ist nachfolgend nur insoweit einzugehen, 

als sich dies für die Entscheidfindung als notwendig erweist.

2.1. Gegen  die  Abweisung  der  prozessualen  Anträge  des  Klägers  ist  die  Be-

schwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO das einzige zulässige Rechtsmittel (Art. 319 lit. b 

ZPO). Entsprechend ist seine Rechtsmittelschrift auch als Beschwerde entgegen-

zunehmen. Die Beschwerdefrist gegen prozessleitende Verfügungen beträgt zehn 

Tage (Art. 321 Ab. 2 ZPO). Die Vorinstanz belehrte jedoch einzig die Berufung als 

Rechtsmittel und eine Frist von 30 Tagen (Urk. 2 Dispositivziffer 4). Hierauf durfte 

der  Kläger  vertrauen  (Art. 52  Abs.  2  ZPO).  Die  Beschwerde  ist  damit  rechtzeitig 

erfolgt.

2.2. Die Beschwerde gegen eine prozessleitende Verfügung ist – mit Ausnahme 

von hier nicht einschlägigen, im Gesetz explizit vorgesehenen Fällen (Art. 319 lit. b 

Ziff. 1 ZPO) – nur zulässig, wenn durch sie der beschwerdeführenden Partei ein 

nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Ein 

solcher Nachteil ist ohne Weiteres anzunehmen, wenn er auch durch einen für den 

Ansprecher günstigen Endentscheid nicht mehr beseitigt werden kann. Indes ist bei 

der  Annahme  eines  drohenden,  nicht  leicht  wiedergutzumachenden  Nachteils 

grundsätzlich Zurückhaltung angebracht. Der Gesetzgeber hat die selbstständige 

Anfechtung gewöhnlicher prozessleitender Entscheide absichtlich erschwert, denn 

der Gang des Prozesses sollte nicht unnötig verzögert werden (Botschaft ZPO, BBl 

2006, 7221 ff., 7377). In der Literatur wird unter Verweis auf die Botschaft die Auf-

fassung vertreten, dass bei Vorladungen (Art. 133/134 ZPO), Terminverschiebun-

gen (Art. 135 ZPO), Fristansetzungen und -erstreckungen (Art. 144 ZPO) oder Be-

weisanordnungen (Art. 231 ZPO) ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil 

kaum je in Betracht fallen könne (BK ZPO-Sterchi, Art. 319 N 14; DIKE-Komm ZPO-

Blickenstorfer, Art. 319 N 42). Die entsprechenden prozessleitenden Verfügungen 

können somit erst im Rahmen des Hauptrechtsmittels gegen den Endentscheid be-

anstandet  werden.  Die  betroffene  Partei  muss  einen  nicht  leicht  wiedergutzuma-

- 7 -

chenden  Nachteil  dartun,  d.h.  sie  ist  beweispflichtig,  sofern  die  Gefahr  nicht  von 

vornherein offenkundig ist (BK ZPO-Sterchi, Art. 319 N 15). Fehlt die Rechtsmittel-

voraussetzung  des  drohenden,  nicht  leicht  wiedergutzumachenden  Nachteils,  so 

ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

2.3. Der Kläger zeigt nicht auf, inwiefern ihm durch die Abweisung der prozessua-

len Anträge ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Die pauschale 

Behauptung, es drohten weitere Eskalationen zwischen den Parteien (Urk. 1 S. 10) 

genügt nicht. Der Kläger scheint sich denn auch vor allem daran zu stören, dass 

das  vorinstanzliche  Verfahren  nicht  schneller  voranschreitet.  Damit  rügt  er  eine 

Rechtsverzögerung, welche nicht im vorliegenden Verfahren zu beurteilen ist (oben 

E. 1.3). Mangels eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils ist auf die Be-

schwerde des Klägers nicht einzutreten.

3.1. Betreffend die Anträge um (superprovisorische) Anordnung von vorsorglichen 

Massnahmen erwog die Vorinstanz, dass das Gericht gemäss Art. 261 Abs. 1 ZPO 

die notwendigen vorsorglichen Massnahmen treffe, wenn die gesuchstellende Par-

tei glaubhaft mache, dass ein ihr zustehender Anspruch verletzt oder eine Verlet-

zung zu befürchten sei und ihr aus der Verletzung ein nicht leicht wieder gutzuma-

chender Nachteil drohe. Der Kläger begründe sein Gesuch zusammengefasst und 

im Wesentlichen damit, dass die Beklagte dem gemeinsamen Sohn gezielt geeig-

nete  Kleider,  Schuhe  und  andere  persönliche  Ausrüstungsgegenstände  vorent-

halte,  wenn  dieser  zum  Kläger  gehe,  was  das  Kindswohl  gefährde,  da  C._____ 

nicht den gewünschten Aktivitäten nachgehen könne. Er nenne verschiedene Bei-

spiele  von  Kleidungsstücken,  die  die  Beklagte  vorenthalten  würde,  nenne  deren 

Begründung dafür und schildere, wie er sich dazu Abhilfe verschaffe, worauf vor-

liegend nicht genauer einzugehen sei. Gemäss dem Kläger würde es dem Vollstre-

ckungsrichter  obliegen,  jeweils  zu  beurteilen  was  eine  persönliche  Sache  von 

C._____  wäre,  wobei  der  Kläger  verkenne,  dass  ein  Rechtsbegehren  genügend 

bestimmt sein müsse, um zum Urteil erhoben zu werden und es eben gerade nicht 

in der Kognition des Vollstreckungsgerichts liege, zu bestimmen, was als persönli-

che Sache von C._____ zu gelten habe. Im Sinne einer Eventualbegründung führte 

die Vorinstanz aus, dass das Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen 

- 8 -

auch abzuweisen wäre, weil sich der Kläger teilweise Abhilfe durch den Erwerb der 

fehlenden Kleidungsstücke habe verschaffen können und daraus für ihn kein nicht 

leicht wiedergutzumachender Nachteil ersichtlich sei. Aufgrund des unbestimmten 

Rechtsbegehrens aber auch mangels ersichtlicher Notwendigkeit und Verhältnis-

mässigkeit bestehe auch für vorsorgliche Massnahmen kein Raum, weshalb das 

Gesuch vollumfänglich abzuweisen sei, soweit darauf einzutreten sei (Urk. 2 S. 2–

4).

3.2. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die  Berufungsinstanz  verfügt  über  unbeschränkte  Kognition  bezüglich  Tat-  und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; siehe BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013 E. 3.1). Die Beru-

fung  ist  schriftlich  und  begründet  einzureichen  (Art. 311  Abs.  1  ZPO).  Zu  dieser 

Begründungsanforderung gehört, dass in der Berufungsschrift hinreichend genau 

aufgezeigt  wird,  inwiefern  der  erstinstanzliche  Entscheid  in  den  angefochtenen 

Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel lei-

det. Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraus-

setzung) voraus, dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen be-

zeichnet, die er anficht, sich argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels 

genügend  präziser  Verweisungen  auf  die  Akten  aufzeigt,  wo  die  massgebenden 

Behauptungen,  Erklärungen,  Bestreitungen  und  Einreden  erhoben  wurden  bzw. 

aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. 

Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung 

genügen nicht (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013 

E. 3.2; BGer 4A_290/2014 vom 1. September 2014 E. 3.1). Was nicht oder nicht in 

einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen entsprechenden Weise bean-

standet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; sie hat 

sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung 

der  in  der  schriftlichen  Begründung  gegen  das  erstinstanzliche  Urteil  erhobenen 

Beanstandungen  zu  beschränken  (BGer  4A_290/2014  vom  1. September  2014 

E. 5; BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.H.). 

- 9 -

Vor  diesem  Hintergrund  genügt  es  vorliegend  nicht,  wenn  der  Kläger  in  seiner 

Rechtsmittelschrift auf eine Begründung verzichtet und pauschal auf seine Begrün-

dung in den erstinstanzlichen Akten verweist (Urk. 1 S. 11).

3.3. Der  Kläger  macht  geltend,  es  drohe  ein  nicht  leicht  wiedergutzumachender 

Nachteil, indem die Situation weiter und zum Nachteil von C._____ zu eskalieren 

drohe und er in seiner Ausübung des Obhutsrechts immer wieder behindert und 

verhindert werde. Damit Ruhe einkehren könne, sei dringend eine Reglung notwen-

dig. C._____ fehlten immer wieder persönliche Sachen, welche er im Haushalt der 

Beklagten besitze, aber wegen deren Verbot nicht mitnehmen dürfe. Da er auch 

aus organisatorischen Gründen nicht immer schnell genug Abhilfe schaffen könne, 

drohten C._____ weiter Nachteile, welche durch gerichtliche Klärung der Fragen 

vermieden werden könnten. So seien C._____ die weiteren Situationen zu erspa-

ren, indem er in der Obhut bei seinem Vater ohne persönliche Sachen ohnmächtig 

und  nicht  selten  in  Tränen  aufgelöst  dastehe  und  teilweise  sogar  auf  Aktivitäten 

verzichten  müsse;  die  entsprechenden  Diskussionen  prägten  derart  das  Zusam-

menleben, dass sich umgehende gerichtliche Massnahmen umso mehr aufdräng-

ten. Weiter sei es ihm schlicht nicht mehr zuzumuten, weiterhin immer wieder Ab-

hilfe auf seine Kosten zu schaffen und diese Kosten erst im Scheidungsverfahren 

zurückfordern  zu  können,  während  die  Beklagte  seine  Unterhaltsbeiträge  für 

C._____ weiter zweckfremd einsetze (Urk. 1 S. 10–12).

3.4. Mit diesen Ausführungen geht der Kläger nicht auf die – zutreffenden – vor-

instanzlichen  Erwägungen  ein,  wonach  sein  Rechtsbegehren  zu  unbestimmt  sei 

und es nicht in der Kognition des Vollstreckungsgerichts liege, zu bestimmen, was 

als persönliche Sache von C._____ gelte. Die Berufung wäre bereits aus diesem 

Grund  abzuweisen.  Im  Übrigen  bestreitet  der  Kläger  auch  nicht,  dass  er  jeweils 

Abhilfe schaffen kann bzw. zeigt er nicht auf, in welchen Fällen ihm dies nicht mög-

lich sein soll, wenn er ausführt, er könne aus organisatorischen Gründen nicht im-

mer schnell genug handeln. Einzig in seiner Eingabe vom 8. Mai 2025 schildert er 

eine aktuelle konkrete Situation, in welcher C._____ angeblich mit kaputten Halb-

schuhen um 19.45 Uhr von der Beklagten zu ihm gekommen sei und am nächsten 

Morgen mit den Wanderschuhen in die Schule habe gehen müssen (Urk. 8). Aus 

- 10 -

den Ausführungen des Klägers geht nicht hervor, was für ein Ausmass die Situation 

tatsächlich hat und wie dringend C._____ die betreffenden Sachen benötigt. Dem 

Kläger ist es zudem zuzumuten, eigene Kleider etc. für C._____ bei sich anzuschaf-

fen. So wurde im Eheschutzentscheid der hiesigen Kammer vom 14. August 2023 

der Grundbetrag von C._____, der unter anderem auch für die Anschaffung von 

Kleidern gedacht ist (Ziffer I der Richtlinien für die Berechnung des betreibungs-

rechtlichen Existenzminimums [Notbedarf] nach Art. 93 SchKG vom 01.07.2009 der 

Konferenz  der  Betreibungs-  und  Konkursbeamten  der  Schweiz),  im  Umfang  des 

Betreuungsanteils des Klägers von 43% (Fr. 258.–) im Haushalt des Klägers ange-

rechnet (Urk. 5/2/4 S. 39 E. D.8.1). In Übereinstimmung mit der Vorinstanz hat der 

Kläger somit keinen nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil ausreichend dar-

getan. Dass der Kläger allfällige Rückforderungen von der Beklagten erst im Rah-

men der Scheidung wird geltend machen können, stellt eben so wenig einen nicht 

leicht wiedergutzumachenden Nachteil dar. Die Berufung erweist sich damit als of-

fensichtlich unbegründet und ist entsprechend abzuweisen.

3.5. Soweit der Kläger die vorsorgliche Abänderung der Obhut sowie der Unter-

haltsbeiträge beantragt, ist er damit an die Vorinstanz zu verweisen. Berufungsge-

genstand bildet einzig die vorinstanzliche Verfügung vom 27. März 2025, mit wel-

cher sein Antrag um vorsorgliche Verpflichtung der Beklagten zur Herausgabe der 

persönlichen Gegenstände von C._____ abgewiesen wurde, soweit darauf einge-

treten wurde. Die Anfechtung dieser Verfügung führt entgegen der Ansicht des Klä-

gers nicht dazu, dass die hiesige Kammer für die Regelung sämtlicher Kinderbe-

lage zuständig wird. Daran vermag auch nicht zu ändern, dass die Vorinstanz sei-

ner Ansicht nach den Entscheid über die vorsorgliche Obhuts- und Unterhaltsrege-

lung unrechtmässig verzögert. Auf seinen Berufungsantrag Ziffer 2, und den damit 

zusammenhängenden  Antrag  Ziffer  4,  ist  daher  nicht  einzutreten.  Dasselbe  gilt 

auch für seinen Antrag Ziffer 3.

4.1. Die Vorinstanz hat in Anwendung von Art. 104 Abs. 3 ZPO den Entscheid über 

die Kosten- und Entschädigungsfolgen dem Endentscheid vorbehalten (Urk. 2 Dis-

positivziffer 2); diesbezüglich sind keine weiteren Vorkehrungen zu treffen.

- 11 -

4.2. Die Entscheidgebühr für das Rechtsmittelverfahren ist in Anwendung von § 6 

Abs. 1 i.V.m. § 5 Abs. 1, § 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und Abs. 2 GebV 

OG auf Fr. 800.– festzusetzen. Die Kosten sind ausgangsgemäss dem unterliegen-

den Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschädigungen sind keine 

zuzusprechen, dem Kläger infolge seines Unterliegens, der Beklagten mangels re-

levanter Umtriebe (vgl. Art. 106 Abs. 1 und Art. 95 Abs. 3 ZPO)

Es wird beschlossen:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Auf die Berufungsanträge Ziffern 2, 3 und 4 wird nicht eingetreten.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkennt-

nis.

1.

2.

3.

Es wird erkannt:

1.

Die Berufung wird abgewiesen und die Verfügung des Einzelgerichts im sum-

marischen Verfahren am Bezirksgericht Pfäffikon vom 27. März 2025 bestä-

tigt.

2.

3.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt.

Die  Gerichtskosten  des  zweitinstanzlichen  Verfahrens  werden  dem  Kläger 

auferlegt.

4.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

5.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage von Ko-

pien von Urk. 1, Urk. 3, Urk. 4/2–12 und Urk. 8, sowie an die Vorinstanz, je 

gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen in das Verfahren PC250022-O.

- 12 -

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30  Tagen  von  der  Zustellung  an  beim  Schweizerischen  Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies  ist  ein  Endentscheid  im  Sinne  von  Art.  90  BGG  betreffend  einen  Entscheid  über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG sowie ein Zwischenentscheid im 
Sinne von Art. 93 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 20. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Paszehr

versandt am:
ms