# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d75b9c8-6c8b-53e7-b453-bc2c273de13c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.05.2008 E-2977/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2977-2008_2008-05-19.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2977/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli, 
Gerichtsschreiberin Muriel Beck Kadima.

A._______, geboren (...),
Nepal,
vertreten durch Dr. iur. Hans R. Grendelmeier, 
Rechtsanwalt, (Adresse),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. April 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2977/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am  29.  Januar  2008  per  Bus  nach  Indien  verliess,  von  wo  er  am 
25. Februar 2008 per Flugzeug nach Paris geflogen und sodann am 
27. Februar 2008 per Personenwagen und Zug illegal in die Schweiz 
eingereist sei,

dass er am 27. Februar 2008 in der Schweiz um Asyl ersuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung am 10. März 2008 im Empfangs- 
und  Verfahrenszentrum  Basel  und  der  einlässlichen  Anhörung  vom 
21. April  2008 im Wesentlichen vorbrachte, er  habe sein Heimatland 
verlassen, weil er als Monarchist von den Maoisten bedrängt worden 
sei, 

dass diese anlässlich der Wahlen im Januar 2006 seine monarchisti-
sche Einstellung erfahren hätten,  weshalb sie ihn am 14. April  2007 
bedroht und am 29. Januar 2008 entführt hätten,

dass sie ihn am 14. April  2007 davon hätten abhalten wollen, für die 
anstehenden Wahlen mit der Nationalen Demokratischen Partei (NDP) 
zusammen zu arbeiten,

dass er nach diesem Vorfall die Polizei aufgesucht habe, welche mitge-
teilt habe, dass sie nichts zu seinem Schutz unternehmen könne,

dass die Maoisten ihn am 29. Januar 2007 um ein Uhr nachts in den 
Dschungel  entführt  hätten,  von wo er  nach etwa drei  Stunden habe 
entfliehen können, als das von ihnen mitgebrachte Licht unerwarteter-
weise erloschen sei, 

dass er sich daraufhin zu seinen Schwiegereltern begeben habe, von 
wo er mit  Hilfe seines Schwagers gleichentags nach Indien geflohen 
sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 28. April 2008 – eröffnet am 29. April 
2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe innert 48 Stunden nach Gesuchseinreichung kei-
ne Reise- oder Identitätspapiere abgegeben und keine entschuldbaren 
Gründe dafür glaubhaft gemacht, sowie dass er die Flüchtlingseigen-
schaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle, und zusätzliche Abklä-
rungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegwei-
sungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht  erforderlich 
seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 
6. Mai 2008 (Poststempel)  gegen diesen Entscheid beim Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  unter  anderem  bean-
tragte, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und dem-
gemäss das Asylgesuch gutzuheissen,

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht eine Frist anzusetzen sei für ei-
nen erneuten Versuch, seine Identität zu dokumentieren,

dass  er  seiner  Rechtsmitteleingabe  im  Übrigen  zwei  Internet-Artikel 
(Process for Democracy and Peace, Online Nepal: Nepal's Civil  War 
and Peace Process, ausgedruckt am 6. Mai 2008; UN criticises Nepal 
Maoist party, BBC News vom 7. April 2008) beilegte, 

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass sich die vorliegende Beschwerde gegen eine Verfügung richtet, 
laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist (Ziffer 1),

dass die Verfügung als Anfechtungsgegenstand in der Bundesverwal-
tungsrechtspflege  den  äusseren  Rahmen  bildet,  innerhalb  welchem 
die Parteien der Rechtsmittelinstanz ein Rechtsverhältnis zur Beurtei-
lung unterbreiten können, 

dass der durch die Parteibegehren definierte  Streitgegenstand somit 
nicht  über  den  Anfechtungsgegenstand  hinaus  gehen  darf  und  Ge-
genstand des Beschwerdeverfahrens grundsätzlich nur sein kann, was 
Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger 
Gesetzesauslegung hätte sein sollen (vgl. CHRISTOPH AUER, Streitgegen-
stand und Rügeprinzip  im Spannungsfeld der verwaltungsrechtlichen 
Prozessmaximen, Bern 1997, S. 63; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwal-
tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zü-
rich 1998, S. 149), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. wei-
terhin  zutreffende  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass indessen die Asylgewährung nicht Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens ist, 

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs der 
Wegweisung  materiell  prüft,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass laut Art. 32 Abs. 3 Bstn. a-c AsylG Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG kei-
ne Anwendung findet, wenn a) Asylsuchende glaubhaft machen kön-
nen, dass sie aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage sind, in-
nerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder 
Identitätspapiere  abzugeben,  b)  auf  Grund  der  Anhörung  sowie  ge-
stützt auf die Art. 3 und 7 die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird, 
oder c) sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklä-
rungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegwei-
sungsvollzugshindernisses nötig sind,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

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dass es dabei  zu Recht  festgestellt  hat,  der Beschwerdeführer habe 
zum Nachweis  seiner  Identität  Dokumente  abgegeben,  die  nicht  als 
Reise- und Identitätspapier im Sinne von Art. 1 lit. b und c der Asylver-
ordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 
142.311) gelten (vgl. BVGE 2007/7 E. 4-6),

dass nämlich nur solche Dokumente darunter fallen, die von den hei-
matlichen Behörden zum Zwecke des Identitätsnachweises ausgestellt 
worden sind, relativ fälschungssicher sind und für die Rückschaffung 
genügen,

dass  grundsätzlich  nur  Reisepässe  und  Identitätskarten,  nicht  aber 
beispielsweise  Geburtsurkunden  diese  Anforderungen  erfüllen  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 6),

dass der vom Beschwerdeführer in Kopie eingereichte Grundbuchaus-
zug sowie die – in Faxkopie – eingereichte Geburtsbescheinigung sei-
ner  Wohnsitzgemeinde  vom 21.  März  2007  dieser  Rechtssprechung 
und den Anforderungen von Art. 1 lit. b und c AsylV nicht zu genügen 
vermögen,

dass ihnen zudem jeglicher Beweiswert abgesprochen werden müsste, 
da sie nur in Kopie vorliegen, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde die Ansetzung einer 
Frist  für  das  Nachreichten  weiterer  identitätsbelegender  Dokumente 
beantragt, ohne indessen präzisere Angaben dazu zu machen,

dass diesem Gesuch nicht entsprochen wird, da aus den Akten weder 
entschuldbare Gründe hervorgehen,  weshalb diese Dokumente  nicht 
bereits  im  vorinstanzlichen  Verfahren  hätten  beigebracht  werden 
können,  noch  Hinweise  darauf,  welche  weiteren  Beweismittel 
nachgereicht  werden  sollen,  zumal  der  Beschwerdeführer  an  der 
Erstbefragung  angab,  keine  Identitätspapiere  beibringen  zu  können 
(vgl. A1, S. 5),

dass  der  Beschwerdeführer  im Übrigen vorgab,  nie  einen (nepalesi-
schen) Reisepass besessen zu haben (vgl. A1, S. 4),

dass er sich im Weiteren in diverse Ungereimtheiten hinsichtlich seiner 
fehlenden Identitätskarte verstrickte, 

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dass  er  zuerst  schilderte,  diese  sei  ihm  in  New  Delhi/Indien  vom 
Schlepper abgenommen worden (vgl. A1,  S. 5),  während er sich bei 
der zweiten Anhörung nicht mehr an den Ort zu erinnern vermochte, 
an welchem ihm die ID-Karte abgenommen worden sei (A8, S. 4), 

dass er ferner zum Reisepass, mit welchem er von Indien nach Frank-
reich  gereist  sein  will,  keine  übereinstimmenden  Angaben  machen 
konnte, 

dass er anlässlich der Erstbefragung lediglich von einem kleinen, blau-
en Büchlein berichtete, welches ein Reisepass gewesen sein könnte, 
in welchem sich sein Foto und vermutlich sein Name befunden hätten 
(vgl. A1, S. 8 und 9),

dass er demgegenüber an der Bundesanhörung vorbrachte, es habe 
sich  um einen indischen Reisepass gehandelt  (vgl. A8,  S. 3 und 4), 
welcher sein Foto enthalten habe (vgl. A8, S. 4), 

dass er im Weiteren zunächst erwähnte, nicht zu wissen, ob sich darin 
ein Visum befunden habe (vgl. A8, S. 4), später hingegen von „seinem“ 
Reisepass mit Visum sprach (vgl. A 8, S. 5),  

dass  er  sich  auch  hinsichtlich  der  Grenzkontrollen  in  Paris  wider-
sprüchlich äusserte, indem er anfangs schilderte, er sei „in Paris aus-
gestiegen, dann“ habe ihn „die Agentur ohne Probleme in die Stadt ge-
bracht“, beziehungsweise „der andere“ sei vor ihm gewesen und habe 
ihm  „einfach  gesagt“,  er  solle  ihm  folgen,  sie  hätten  ihn  persönlich 
nicht (nach dem Reisepass) gefragt und er wisse nicht, was die Agen-
tur gemacht habe, und sodann meinte, „am Flughafen habe ich meinen 
Pass mit dem Visum gezeigt, dann war ich frei“ (vgl. A8, S. 5), 

dass aufgrund dieser Ungereimtheiten das Bundesverwaltungsgericht 
dem BFM in seiner Vermutung zustimmt, der Beschwerdeführer sei auf 
eine andere als die von ihm geschilderte Art und Weise ausgereist und 
in  die  Schweiz  gereist,  und  versuche,  die  Schweizerischen 
Asylbehörden  über  seine  wahre  Identität  beziehungsweise  seinen 
Reiseweg zu täuschen, 

dass  der  Beschwerdeführer  mithin  keine  entschuldbaren  Gründe  für 
das  Fehlen  respektive  das  verspätete  Beibringen  von  Dokumenten 
vorgetragen hat, welche insbesondere dann anzunehmen wären, wenn 
spezifische Fluchtumstände im Vordergrund stünden, die zum Verlust 

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der Papiere geführt hätten oder die es nicht erlaubt hätten, solche mit-
zunehmen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der  summarischen Befragung vom 10. März  2008 beziehungs-
weise der Direktanhörung vom 21. April  2008 darstellt, unter Verzicht 
auf  zusätzliche tatbeständliche oder  rechtliche Abklärungen im Rah-
men einer bloss summarischen Prüfung der eindeutige Schluss gezo-
gen  werden  kann,  dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigen-
schaft  wegen  seiner  nicht  glaubhaft  ausgefallenen  Aussagen  offen-
sichtlich  nicht  erfüllt  und  ebenso  offensichtlich  einem Vollzug  seiner 
Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG),

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die zutreffenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist (vgl. Art. 
109 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG), wo das BFM die Darstellungen 
des Beschwerdeführers als vage, undetailliert, ohne Realkennzeichen 
und widersprüchlich geschildert sowie als unplausibel gewürdigt hat,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  die  vom BFM zu 
Recht  festgestellte  Unglaubhaftigkeit  seiner  Vorbringen  nicht  zu 
entkräften  vermag,  zumal  er  fälschlicherweise  davon  ausgeht,  das 
BFM  habe  seine  Schilderungen  als  glaubhaft  erachtet  (vgl. 
Rechtsmitteleingabe, Ziff. 2, S. 3),

dass er  ferner  auf  Beschwerdeebene – ohne Beleg – neu vorbringt, 
der monarchistischen Partei Rastriya Prajatantra Party anzugehören,

dass dieses Vorbringen als nachgeschoben erachtet werden muss, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 

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hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  die  vormalige  Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  in 
EMARK 2006 Nr. 31 ausführlich die allgemeine Situation in Nepal be-
urteilte und zum Schluss kam, dass der Vollzug der Wegweisung dort-
hin nicht als generell unzumutbar zu erachten ist,

dass  für  das  Bundesverwaltungsgericht  umso  weniger  Veranlassung 
besteht, sich nicht auf diese Lagebeurteilung abstützen, als die jüngs-
te Entwicklung zumindest nicht zu einer Verschlechterung der Verhält-
nisse im Lande führte, weshalb vollumfänglich auf  die Ausführungen 
im erwähnten Urteil verwiesen werden kann,

dass sich demnach aufgrund der aktuellen Situation in Nepal keine Si-
tuation  darstellt,  welche  den  Beschwerdeführer  als  Gewalt-  oder  de 
facto-Flüchtling qualifizieren würde, 

dass – ohne dabei soziale, politische und wirtschaftliche Defizite vor 
Ort  zu  verkennen  –  bezüglich  Nepal  insbesondere  nicht  landesweit 
von Krieg,  Bürgerkrieg  oder  von einer  Situation  allgemeiner  Gewalt, 
welche für den Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr in die Heimat 
eine konkrete Gefahr darstellen würde, gesprochen werden kann,

dass  im  Weiteren  auch  keine  individuellen  Unzumutbarkeitsaspekte, 
welche gegen einen Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers 
in sein Heimatland sprechen würden, ersichtlich sind,

dass  der  Beschwerdeführer  in  Nepal  gemäss  Aktenlage  über  ein 
soziales Netz verfügt, welches ihm, falls notwendig, bei einer Wieder-
eingliederung behilflich sein kann, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben, Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten (Ref.-Nr. N _______; in Kopie)

- (kantonales Amt) (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Muriel Beck Kadima

Versand: 

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