# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbe2fee5-bb34-50d0-94c0-428d42e379cb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 05.05.2025 ZR1 2025 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-10_2025-05-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 05. Mai 2025
mitgeteilt am 07. Mai 2025

Referenz ZR1 25 10

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Aebli, Vorsitz
Bäder Federspiel und Nydegger
Mosca, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Giuliano Racioppi,
Racioppi & Partner AG, Bahnhofstrasse 7, Postfach 534, 7001 
Chur

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Kevin Eggimann,
Visinoni & Metzger Rechtsanwälte, Via dal Bagn 3, Postfach 3086, 
7500 St. Moritz

Gegenstand Forderung aus Stockwerkeigentümerbeiträgen

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Maloja vom 10. Oktober 2023, 
mitgeteilt am 11. Dezember 2024 (Proz. Nr. 115-2022-19)

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Sachverhalt

A. Die A._____ ist Stockwerkeigentümerin der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____. Letztere fordert von der A._____ die 
Beiträge für das Rechnungsjahr 2019/2020 und die Akontoleistung gemäss Budget 
für das Rechnungsjahr 2020/2021.

B. Nach erfolglos verlaufener Schlichtungsverhandlung vom 23. März 2022 
stellte die Schlichtungsbehörde der Region Maloja am 21. April 2022 die 
Klagebewilligung mit folgenden Rechtsbegehren aus: 

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 5'498.10 nebst 5 % 
Zins seit 31.08.2020 und CHF 35'681.00 nebst 5 % Zins seit 01.03.2021 
zu bezahlen.

2. Sistierungsantrag: Das Verfahren sei bis zum Grundbucheintrag des 
definitiven Pfandrechts zu sistieren.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.

 Die A._____ gab keine Rechtsbegehren zu Protokoll. 

C. Mit Betreibungsbegehren vom 16. Juni 2022 (Betreibung Nr. Z.1._____ des 
Betreibungs- und Konkursamtes der Region Maloja) betrieb die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____ die A._____ auf CHF 33'921.00 zzgl. 
5 % Zins seit dem 1. Juli 2021 (Nebenkosten 2020/2021), CHF 38'386.00 zzgl. 5 % 
Zins seit dem 1. März 2022 (Budgeterwartung 2021/2022), CHF 12'616.00 zzgl. 5 
% Zins seit dem 1. März 2022 (Gerichts- und Anwaltskosten in Sachen Pfandrecht) 
sowie CHF 36'549.00 zzgl. 5 % Zins seit dem 1. Juli 2021 (Gerichts- und 
Anwaltskosten in Sachen Baustopp). 

D. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____ reichte am 22. Juni 2022 
die Klage beim Regionalgericht Maloja ein. Sie liess Ziffer 2 ihres Rechtsbegehrens 
gemäss Klagebewilligung fallen. Ansonsten blieben die Rechtsbegehren 
unverändert.

E. Die A._____ erhob am 24. Juni 2022 in der Betreibung Nr. Z.1._____ des 
Betreibungs- und Konkursamtes der Region Maloja Rechtsvorschlag.

F. Mit Klageantwort vom 16. November 2022 liess die A._____ die Abweisung 
der Klage beantragen unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____.

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G. Mit Replik vom 5. Dezember 2022 reichte die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____ dem Regionalgericht Maloja folgende, 
geänderte Rechtsbegehren ein:

1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin
CHF 5'184.00 nebst  5 % Zins seit 31.08.2020 (Nebenkosten Wohnung)
CHF 33'246.95 nebst 5 % Zins seit 01.03.2021 (Budget Wohnung)
CHF 314.10 nebst Zins zu 5 % seit dem 31.08.2020 (Nebenkosten 5 
Garagen)
CHF 2'434.05 nebst Zins zu 5 % seit dem 01.03.2021 (Budget 5 
Garagen)
total CHF 41'179.10 nebst Zins zu bezahlen.

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. Z.1._____ des Betreibungs- 
und Konkursamtes der Region Maloja im Betrag von CHF 38'386.00 
zuzüglich Gerichts- und Anwaltskosten im Betrag von CHF 12'616.00 
vom 24.06.2022 sei aufzuheben.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.

H. Am 23. Januar 2023 reichte die Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____ 
dem Regionalgericht Maloja eine Noveneingabe zu den Akten.

I. Die Duplik der A._____ datiert vom 6. Februar 2023. Die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____ nahm am 14. Februar 2023 dazu 
Stellung.

J. Die Hauptverhandlung vor Regionalgericht Maloja fand am 10. Oktober 2023 
statt. Mit Urteil vom 10. Oktober 2023, ohne schriftliche Begründung mitgeteilt am 
24. Oktober 2023, in der Folge schriftlich begründet mitgeteilt am 11. Dezember 
2024, erkannte das Regionalgericht Maloja wie folgt:

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 5'184.- zuzüglich Zins 
zu 5 % seit 31. August 2020, CHF 33'246.95 zuzüglich Zins zu 5 % seit 
1. März 2021, CHF 314.10 zuzüglich Zins zu 5 % seit 31. August 2020 
und CHF 2'434.05 zuzüglich Zins zu 5 % seit 1. März 2021 zu bezahlen.

2. Dispositivberichtigung

Alte Fassung:

In der seitens der Klägerin gegen die Beklagte angehobenen Betreibung 
Nr. Z.1._____ des Betreibungs- und Konkursamtes der Region Maloja 
(Zahlungsbefehl vom 17. Juni 2022) wird im Umfang von Ziff. 1 hiervor 
die definitive Rechtsöffnung erteilt.

Neue Fassung:

In der seitens der Klägerin gegen die Beklagte angehobenen Betreibung 
Nr. Z.1._____ des Betreibungs- und Konkursamtes der Region Maloja 
(Zahlungsbefehl vom 17. Juni 2022) wird der Rechtsvorschlag im 
Umfang von Ziff. 1 beseitigt.

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3. Die Gerichtskosten von CHF 5'000.- gehen zu Lasten der Beklagten. 
Die Gerichtskosten werden mit dem klägerischerseits geleisteten 
Kostenvorschuss von CHF 5'000.- verrechnet, unter Erteilung des 
Rückgriffrechts auf die Beklagte.

4. Die Beklagte hat der Klägerin eine Parteientschädigung von 
CHF 8'000.- (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

5. (Rechtsmittelbelehrung in der Hauptsache)

(Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

6. (Mitteilung)

K. Auf Anstoss der Parteien sistierte der Vorsitzende des Regionalgerichts 
Maloja das Verfahren mit Schreiben vom 16. November 2023 formlos bis zum 
24. November 2023. Nachdem die A._____ um eine Erstreckung der Sistierung bis 
auf anderslautende Rückmeldung einer Partei ersuchte, sistierte der Vorsitzende 
des Regionalgerichts Maloja das Verfahren zumindest vorläufig bis und mit 30. Juni 
2024. Auf Antrag der Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____ wurde die 
Sistierung mit Verfügung vom 15. Juli 2024 bis und mit 31. August 2024 verlängert. 
Eine weitere Verlängerung der Sistierung erfolgte auf Ersuchen der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____ mit Verfügung vom 17. September 
2024 bis und mit 14. Oktober 2024.

L. Gegen das Urteil des Regionalgerichts Maloja liess die A._____ 
(nachfolgend: Berufungsklägerin) am 27. Januar 2025 Berufung an das Obergericht 
Graubünden erklären, wobei sie das folgende Rechtsbegehren stellte:

1. Die Berufung sei gutzuheissen. Folglich seien

a) Ziff. 1 des Dispositivs des Urteils des Regionalgerichts Maloja (115-2022-19) 
vom 10. Oktober 2023 vollumfänglich aufzuheben. Die Klage sei 
dementsprechend vollumfänglich abzuweisen.

b) Ziff. 2 des Dispositivs des Urteils des Regionalgerichts Maloja (115-2022-19) 
vom 10. Oktober 2023 vollumfänglich aufzuheben.

c) Ziff. 3 des Dispositivs des Urteils des Regionalgerichts Maloja (115-2022-19) 
vom 10. Oktober 2023 aufzuheben und die Gerichtskosten seien 
vollumfänglich der Klägerin (hier Berufungsbeklagten) aufzuerlegen.

d) Ziff. 4 des Dispositivs des Urteils des Regionalgerichts Maloja (115-2022-19) 
vom 10. Oktober 2023 aufzuheben und die Klägerin (hier 
Berufungsbeklagten) sei zu verpflichten, der Beklagten (hier 
Berufungsklägerin) eine aussergerichtliche Entschädigung in Höhe von CHF 
7'000 (zzgl. MWSt.) zuzusprechen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWSt. im vorliegenden 
Berufungsverfahren zulasten der Berufungsbeklagten.

M. Mit Berufungsantwort vom 26. Februar 2025 beantragte die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____ (nachfolgend: Berufungsbeklagte) die 

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kostenfällige Abweisung der Berufung, soweit darauf eingetreten werden könne. Die 
Berufungsklägerin nahm am 14. März 2025 dazu Stellung.

N. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Das Verfahren erweist sich 
als spruchreif.

Erwägungen

1. Allgemeine Prozessvoraussetzungen

1.1. Die Berufung richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Endentscheid 
(Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO muss der Streitwert der 
zuletzt vor der ersten Instanz aufrechterhaltenen Rechtsbegehren in 
vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens CHF 10'000.00 betragen. 
Angesichts der gestellten Anträge der Parteien ist der erforderliche Streitwert 
offenkundig erreicht. 

1.2. Das vorliegend angefochtene Urteil des Regionalgerichts Maloja erging am 
10. Oktober 2023 und wurde den Parteien am 11. Dezember 2024 schriftlich 
begründet zugestellt. Mit der Eingabe der Berufungsklägerin vom 27. Januar 2025 
ist die 30-tägige Berufungsfrist – unter Berücksichtigung der Gerichtsferien (Art. 145 
Abs. 1 lit. c ZPO) – gewahrt (vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO). Auf die Berufung ist 
einzutreten. Deren Beurteilung fällt gemäss Art. 9 Abs. lit. a OGV (BR 173.010) in 
die Zuständigkeit der Ersten zivilrechtlichen Kammer. 

2. Streitgegenstand

Mit der Berufung verlangt die Berufungsklägerin die Aufhebung des Urteils des 
Regionalgerichts Maloja und die vollumfängliche Abweisung der Klage der 
Gegenpartei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu deren Lasten. Die 
Vorinstanz hat die Berufungsklägerin verpflichtet, der Berufungsbeklagten 
CHF 5'184.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit 31. August 2020, CHF 33'246.95 zuzüglich 
Zins zu 5 % seit 1. März 2021, CHF 314.10 zuzüglich Zins zu 5 % seit 31. August 
2020 und CHF 2'434.05 zuzüglich Zins zu 5 % seit 1. März 2021 zu bezahlen. Es 
handelt sich um Stockwerkeigentümerbeiträge für das Rechnungsjahr 2019/2020 
und die Akontoleistung gemäss Budget für das Rechnungsjahr 2020/2021. Zudem 
wurde in der seitens der Berufungsbeklagten gegen die Berufungsklägerin 
angehobenen Betreibung Nr. Z.1._____ des Betreibungs- und Konkursamtes der 
Region Maloja (Zahlungsbefehl vom 17. Juni 2022) der Rechtsvorschlag im Umfang 
der zugesprochenen Beträge beseitigt. Die Vorinstanz stellte sich im Wesentlichen 
auf den Standpunkt, dass die Noveneingabe der Berufungsbeklagten vom 23. 

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Januar 2023 rechtzeitig erfolgt sei und eine Schuldanerkennung seitens der 
Berufungsklägerin vorliege.

3. Rechtzeitigkeit Noveneingabe

3.1. Die Berufungsklägerin macht geltend, die Parteien hätten im ordentlichen 
Verfahren nach gefestigter Rechtsprechung zweimal unbeschränkt die Möglichkeit, 
sich zur Sache zu äussern und namentlich neue Tatsachen in den Prozess 
einzuführen. Danach hätten sie nur noch unter den eingeschränkten 
Voraussetzungen von Art. 229 Abs. 1 aZPO das Recht, neue Tatsachen und 
Beweismittel vorzubringen. Unbestrittenermassen sei ein doppelter 
Schriftenwechsel bei der Vorinstanz erfolgt und mit der Eingabe vom 23. Januar 
2023 hätte die Berufungsbeklagte nur soweit neue Tatsachen und Beweismittel 
vorbringen dürfen, als dass diese den Anforderungen von Art. 229 Abs. 1 aZPO 
entsprochen hätten. Die Vorinstanz habe die Noveneingabe der 
Berufungsbeklagten vom 23. Januar 2023 als "ohne Verzug" vorgebracht 
qualifiziert. Tatsache sei jedoch, dass die Berufungsbeklagte die 
Stockwerkeigentümerversammlung vom 28. Dezember 2022 einberufen und durch 
den eigenen Verwalter habe leiten lassen. Die im Protokoll der 
Stockwerkeigentümerversammlung protokollierten Aussagen von C._____ würden 
durch die Berufungsklägerin grundsätzlich bestritten. Selbst aber wenn diese so 
erfolgt wären, hätte die Berufungsbeklagte seit dem 28. Dezember 2022 Kenntnis 
von dieser angeblichen mündlichen Schuldanerkennung. Die Frist gemäss Art. 229 
Abs. 1 aZPO habe daher am 28. Dezember 2022 zu laufen begonnen und nicht – 
wie von der Vorinstanz erwogen – erst bei Zustellung des Protokolls. Würde man 
der Argumentation der Vorinstanz folgen, so könnte die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft das Verfassen des Protokolls verzögern und 
damit die Frist für die Noveneingabe selbst beeinflussen. Dies würde Sinn und 
Zweck von Art. 229 aZPO widersprechen. Demnach seien die 
Tatsachenbehauptungen und die Beweismittel, welche mit der Eingabe vom 23. 
Januar 2023 neu vorgebracht worden seien, verspätet und hätten nicht 
berücksichtigt werden dürfen.

3.2. Einleitend ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass am 1. Januar 2025 
eine Revision der Schweizerischen Zivilprozessordnung in Kraft trat (vgl. Botschaft 
vom 26. Februar 2020 zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 
2020 2697). Von dieser Revision betroffen ist u. a. der hier interessierende Art. 229 
ZPO. Die revidierte Regelung von Art. 229 ZPO findet indes keine Anwendung auf 
Verfahren, welche bei Inkrafttreten der Änderung bereits rechtshängig waren (vgl. 
Art. 407f ZPO e contrario). Die Frage, bis wann bzw. unter welchen 

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Voraussetzungen neue Tatsachen und Beweismittel vor Vorinstanz vorgebracht 
werden durften, beurteilt sich daher vorliegend nach der bis Ende 2024 geltenden 
Fassung von Art. 229 ZPO (nachfolgend: Art. 229 aZPO).

3.3. Gemäss Art. 229 Abs. 1 aZPO werden in der Hauptverhandlung neue 
Tatsachen und Beweismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug 
vorgebracht werden und erst nach Abschluss des Schriftenwechsels oder nach der 
letzten Instruktionsverhandlung entstanden oder gefunden worden sind (echte 
Noven; lit. a) oder bereits vor Abschluss des Schriftenwechsels oder vor der letzten 
Instruktionsverhandlung vorhanden waren, aber trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
vorher vorgebracht werden konnten (unechte Noven; lit. b). Die Voraussetzungen 
für die Berücksichtigung eines neuen Vorbringens oder eines neuen Beweismittels 
hat diejenige Partei zu beweisen, welche sich auf das betreffende Novum beruft 
(PAHUD, in: Brunner/Gasser/Vischer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung 
[ZPO], Kommentar, 3. Aufl. 2025, Art. 229 N. 17).

3.4. Ohne Verzug bedeutet, dass die Partei das Novum bei der ersten 
Gelegenheit geltend machen muss, nachdem sie tatsächlich davon Kenntnis 
erhalten hat oder ihr die Kenntnisnahme möglich gewesen wäre (STERCHI, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Band II, Art. 150-352 ZPO, Art. 400-406 ZPO, 2012, Art. 317 N. 7). Hervorzuheben 
ist, dass das Gesetz nicht vorschreibt, wie viele Tage mit dem Vorbringen der Noven 
zugewartet werden darf. Als Faustregel ist zwar eine Frist von 10 Tagen bzw. von 
ein bis zwei Wochen anzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 5A_451/2020 vom 
31. März 2021 E. 3.1.1). Dem Bundesgericht zufolge kann die zulässige Frist nicht 
unabhängig von den Umständen, insbesondere der Komplexität der Noven, 
beurteilt werden. Vielmehr ist in Würdigung der konkreten Umstände nach 
Ermessen zu entscheiden, ob die Noven rechtzeitig vorgebracht wurden (Urteil des 
Bundesgerichts 4A_70/2021 vom 15. Juli 2021 E. 4.2). So ist ein Zuwarten auch nur 
dann unzulässig und führt zur Verwirkung des Novenrechts, wenn es als grundlos 
bzw. verschuldet erscheint (PKG 2017 Nr. 1 E. 5c.dd m.w.H.). Läuft bei 
Bekanntwerden von Noven bereits die Frist für eine Parteieingabe (Berufung, 
Berufungsantwort, Replik oder Duplik), so gilt keine separate Frist für die 
Noveneingabe und die Partei darf das Novum mit der bevorstehenden Eingabe in 
das Berufungsverfahren einbringen, da dadurch das Verfahren nicht verzögert wird 
(Förderung der Prozessökonomie ist ratio legis der Wendung "ohne Verzug"; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_790/2016 vom 9. August 2018 E. 3.4). Der letztmögliche 
Zeitpunkt für das Vorbringen von Noven ist vor Übergang in die Phase der 
Urteilsberatung (BGE 142 III 413 E. 2.2.5). 

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3.5.1. Wie bereits ausgeführt, hat vorliegend die Berufungsbeklagte am 28. 
Dezember 2022 eine ordentliche Stockwerkeigentümerversammlung einberufen 
und diese durch den eigenen Verwalter, D._____), leiten lassen. C._____ stellte 
sich anlässlich dieser Stockwerkeigentümerversammlung als neuer 
Verwaltungsratspräsident der A._____ vor. Gemäss dem bei den Akten liegenden 
Handelsregisterauszug der A._____ vom 27. Januar 2025 ist C._____ 
einzelzeichnungsberechtigt (act. B.2; vgl. auch RG-act. II.46). Dem Protokoll der 
Stockwerkeigentümerversammlung vom 28. Dezember 2022 kann Folgendes 
entnommen werden (RG-act. II.45, S. 7): 

Er (C._____) sichert den Anwesenden zu, dass die Ausstände in der Höhe 
von A._____: CHF 106'340.03 zuzüglich Saldo Abrechnung 21/22 CHF 
19'630.95 zuzüglich Verzugszins; F._____ CHF 92'696.17 zuzüglich Saldo 
Abrechnung 21/22, CHF 8'201.20 zuzüglich Verzugszins, bis spätestens am 
17. Januar 2023 beglichen werden.

Protokollführer war E._____ ; der Protokollführer sowie der Verwalter 
unterzeichneten das Protokoll am 4. Januar 2023. Nachdem die Berufungsbeklagte 
unbestrittenermassen bei der Vorinstanz mit der Klage vom 22. Juni 2022 (RG-act. 
I.1) und der Replik vom 5. Dezember 2022 (RG-act. I.3) bereits zwei Rechtsschriften 
eingereicht hatte, liess sie mit Noveneingabe vom 23. Januar 2023 (RG-act. I.4) 
dem Regionalgericht Maloja das besagte Protokoll der 
Stockwerkeigentümerversammlung nebst einem Handelsregisterauszug und 
weitere Korrespondenz zwischen Rechtsanwalt Bundi und der Verwaltung der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____ zukommen (RG-act. II.45-50). Die 
Vorinstanz erachtete die neuen Tatsachenbehauptungen und Beweismittel als 
rechtzeitig vorgebracht, zumal das Protokoll der Berufungsbeklagten erst am 
19./20. Januar 2023 zugestellt worden sei und die Berufungsbeklagte die 
Noveneingabe in der Folge innerhalb von drei beziehungsweise vier Tagen 
eingereicht habe. Komme hinzu, dass die Berufungsklägerin lediglich in pauschaler 
Art und Weise gerügt habe, die angeblichen Noven seien verspätet vorgebracht 
worden. Eine solche Pauschalbestreitung sei – bis auf die zeitliche Komponente – 
unbeachtlich (vgl. act. B.3 E. 1.2.3). Dieser Argumentation kann, wie noch zu zeigen 
sein wird, nicht gefolgt werden. 

3.5.2. Bestreitungen sind so konkret zu halten, dass sich bestimmen lässt, welche 
einzelnen Behauptungen des Klägers damit bestritten werden; die Bestreitung muss 
ihrem Zweck entsprechend so konkret sein, dass die Gegenpartei weiss, welche 
einzelne Tatsachenbehauptung sie beweisen muss. Der Grad der Substantiierung 
einer Behauptung beeinflusst insofern den erforderlichen Grad an Substantiierung 
einer Bestreitung. Je detaillierter mithin ein Parteivortrag ist, desto höher sind die 
Anforderungen an eine substantiierte Bestreitung. Diese sind zwar tiefer als die 

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Anforderungen an die Substantiierung einer Behauptung; pauschale Bestreitungen 
reichen indessen nicht aus. Erforderlich ist eine klare Äusserung, dass der 
Wahrheitsgehalt einer bestimmten und konkreten gegnerischen Behauptung infrage 
gestellt wird (BGE 141 III 433 E. 2.6 mit Hinweisen). 

In ihrer Duplik vom 6. Februar 2023 an die Vorinstanz beantragte die 
Berufungsklägerin, die angeblichen Noven seien aus dem Recht zu weisen, da sie 
verspätet eingereicht worden seien. Bei Geltung des Verhandlungsgrundsatzes 
seien neue Tatsachen und Beweismittel nämlich "ohne Verzug" vorzubringen. 
"Ohne Verzug" bedeute in der Regel innert 10 Tagen. Das Protokoll datiere vom 28. 
Dezember 2022 und sei damit verspätet eingereicht worden (RG-act. I.5, Rz. 24 f.).

Entgegen der Auffassung der Vorinstanz vermag der vorstehend wiedergegebene 
Einwand der Berufungsklägerin, wonach die Noven verspätet eingereicht worden 
seien, den Anforderungen an eine ausreichende Substantiierung zu genügen (vgl. 
Art. 222 Abs. 2 ZPO). Die Berufungsbeklagte ihrerseits hatte die Rechtzeitigkeit der 
Noveneingabe vom 23. Januar 2023 lediglich damit begründet, sie hätte am 19. und 
20. Januar 2023 von den Noven Kenntnis erlangt (vgl. RG-act. I.4, S.1). Der Grad 
der Substantiierung ist bei beiden Parteien als etwa gleichwertig einzuordnen.

3.5.3. Anzumerken ist, dass sich aus den mit der Noveneingabe eingereichten 
Urkunden nicht klar ergibt, wann das Protokoll den Stockwerkeigentümern 
zugestellt wurde. Am 20. Januar 2023 wurden die Stockwerkeigentümer von der 
Verwaltung über den Umstand, dass die Zahlungsausstände nicht beglichen 
worden seien, orientiert, und es wurde auf das Protokoll verwiesen (RG-act. II.47). 
Wie dargelegt datiert das Protokoll vom 4. Januar 2023 (RG-act. II.45, S. 11); dies 
wie auch das in der E-Mail-Korrespondenz erwähnte Schreiben vom 5. Januar 2023 
(RG-act. II.48) und der Betreff im Schreiben vom 20. Januar 2023 "Informationen 
zum Protokoll" (RG-act. II.47) legen bereits eine frühere Zustellung des Protokolls 
nahe als von der Vorinstanz angenommen.

Die Partei, die sich auf Noven beruft, muss zugleich darlegen, dass die 
Voraussetzungen nach Art. 229 Abs. 1 aZPO gegeben sind (KILLIAS, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Band II, Art. 150-352 ZPO, Art. 400-406 ZPO, 2012, Art. 229 N. 18; vgl. auch BGE 
143 III 42 E. 4.1). Bei echten Noven trägt sie die Beweislast für den Ereignis- oder 
Entstehungszeitpunkt (WILLISEGGER, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 229 N. 48). 
Nachdem die Berufungsklägerin die Rechtzeitigkeit der vorgebrachten Noven, 
namentlich des Versammlungsprotokolls bestritt, erklärte die Berufungsbeklagte in 

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ihrer Eingabe vom 14. Februar 2023, dass es nicht um das Protokoll vom 28. 
Dezember 2022 gehe, sondern um die Zusicherung der Bezahlung bis am 
17. Januar 2023 (RG-act. I.6 II. Ziff. 2). Zur Zustellung des Protokolls äussert sie 
sich hingegen nicht näher. Die Vorinstanz durfte vor diesem Hintergrund nicht ohne 
Weiteres davon ausgehen, dass das Protokoll der Berufungsbeklagten erst am 
19./20. Januar 2023 zur Kenntnis gelangte. Allerdings ist das Zustelldatum des 
Protokolls, wie sich nachfolgend ergibt, nicht weiter von Relevanz.

3.5.4. Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Noveneingabe vom 23. Januar 2023 der 
Vorinstanz "ohne Verzug" im Sinne von Art. 229 Abs. 1 aZPO eingereicht worden 
ist. Es gilt in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass die 
Berufungsbeklagte bereits am 28. Dezember 2022 Kenntnis von der (angeblichen) 
Aussage/mündlichen Schuldanerkennung von C._____ hatte. Die Mehrheit der 
Stockwerkeigentümer war an der Stockwerkeigentümerversammlung vom 
28. Dezember 2022 persönlich zugegen oder liess sich durch Dritte vertreten. Das 
Protokoll war – entgegen der Ansicht der Berufungsbeklagten – nicht 
Voraussetzung dafür, um Kenntnis von der Aussage/mündlichen 
Schuldanerkennung zu erlangen. Ebenso wenig musste bzw. durfte das 
Verstreichen der angekündigten Zahlungsfrist abgewartet werden. Somit begann 
die Frist im Sinne von Art. 229 Abs. 1 aZPO, innert welcher die Berufungsbeklagte 
der Vorinstanz den Umstand der erfolgten mündlichen Schuldanerkennung als 
Novum hätte darlegen müssen, bereits am 28. Dezember 2022. Indem die 
Berufungsbeklagte die besagte Tatsache der Vorinstanz erst am 23. Januar 2023 – 
somit rund 3 ½ Wochen nach Kenntnisnahme – bekannt gab, handelte sie 
verspätet. Es gilt in diesem Zusammenhang zu beachten, dass zugunsten der 
Berufungsbeklagten keine offene Frist für eine Eingabe lief, welche es ihr – ohne 
dass das Verfahren verzögert worden wäre – erlaubt hätte, den Fristenlauf 
abzuwarten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_707/2016 vom 29. Mai 2017 E. 
3.3.2). Sodann handelt es sich bei der fraglichen Schuldanerkennung auch nicht um 
ein komplexes Novum, welches umfangreicher Abklärungen bedurft hätte. Kommt 
hinzu, dass die Berufungsbeklagte im vorinstanzlichen Verfahren anwaltlich 
vertreten war und zusätzlich Rechtsanwalt Andrea-Franco Stöhr für die im 
vorliegenden Verfahren interessierenden Traktanden der 
Stockwerkeigentümerversammlung beigezogen hatte (RG-act. II.45, S. 2 und S. 7). 
Die Berufungsbeklagte musste sich daher bewusst sein, dass sie unverzüglich hätte 
handeln und das Novum nach der Versammlung ohne Verzug bei der Vorinstanz 
hätte vorbringen müssen. Schliesslich gilt es der Berufungsklägerin beizupflichten, 
wenn sie eine Parallele zur Anfechtung eines Versammlungsbeschlusses zieht (vgl. 
act. A.1 Rz. 18 und act. A.3 Rz. 4): Wer einen Beschluss der 

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Stockwerkeigentümergemeinschaft anfechten will, hat vom Zeitpunkt der Kenntnis 
des Beschlusses an 30 Tage Zeit, um bei der zuständigen Schlichtungsbehörde 
eine Klage einzureichen. Wer an der Versammlung, an welcher der Beschluss 
gefasst worden war, persönlich anwesend war oder sich vertreten liess, hat 
sofortige Kenntnis vom Beschluss erhalten und muss somit innert 30 Tagen seit der 
Versammlung das Schlichtungsbegehren stellen. Für Personen, die an der 
Versammlung nicht zugegen waren und sich nicht vertreten liessen, beginnt die Frist 
mit der Möglichkeit der Kenntnisnahme zu laufen; in der Regel am Tag, an welchem 
ihnen das Protokoll zugestellt worden ist (Art. 712m Abs. 2 i.V.m. Art. 75 ZGB; vgl. 
WULLSCHLEGER, Die Anfechtung von Beschlüssen einer 
Stockwerkeigentümergemeinschaft, ZZZ/2024 S. 345 f.). Analog ist diese gefestigte 
Praxis auf den vorliegenden Fall anzuwenden. C._____ hat die hier 
interessierenden (angeblichen) Äusserungen anlässlich der 
Stockwerkeigentümerversammlung vom 28. Dezember 2022 getätigt. Die 
entsprechende Frist zur umgehenden Einreichung der Noven hat somit an diesem 
Tag zu laufen begonnen, da die Mehrheit aller Eigentümer an der Versammlung 
zugegen waren oder sich durch Dritte haben vertreten lassen. Die 
Berufungsbeklagte hat sich die entsprechende Kenntnis anrechnen zu lassen. Es 
kann vorliegend daher nicht darauf ankommen, wann das Versammlungsprotokoll 
erstellt bzw. den Stockwerkeigentümern zugestellt worden ist.

3.6.  Im Resultat kann somit festgehalten werden, dass die Noveneingabe vom 
23. Januar 2023 bezüglich des Vorliegens einer mündlichen Schuldanerkennung 
seitens der Berufungsklägerin verspätet erfolgt ist. Die Vorinstanz hätte 
entsprechend bei ihrer Urteilsfällung nicht darauf abstellen dürfen (vgl. act. B.3 E. 
1.2.3 und E. 2.3). An diesem Ergebnis vermögen auch die folgenden Einwände der 
Berufungsbeklagten nichts zu ändern.

3.7.1. Die Berufungsbeklagte macht geltend, die Berufungsklägerin habe die 
Begleichung der Ausstände (zuzüglich Zinsen) bis spätestens den 17. Januar 2023 
zugesichert. Diese Zusicherung stelle sowohl eine Schuldanerkennung als auch 
eine Anerkennung der Klage dar. Die Novenschranke im Sinne von Art. 229 Abs. 1 
aZPO greife nicht auf die Klageanerkennung.

Der Argumentation der Berufungsbeklagten kann nicht gefolgt werden. Eine 
allfällige Schuldanerkennung kann nicht mit einer Klageanerkennung gleichgesetzt 
werden. Eine Klageanerkennung muss dem Gericht zu Protokoll gegeben und von 
der erkennenden Partei unterzeichnet werden (Art. 241 Abs. 1 ZPO). Dies ist 
vorliegend nicht geschehen, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.

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3.7.2. Die Berufungsbeklagte führt sodann aus, die Nichteinhaltung der gemachten 
Zusicherung (Begleichung der Ausstände zuzüglich Zinsen) bis spätestens den 
17. Januar 2023 seitens der Berufungsklägerin sei von der Berufungsbeklagten erst 
nach Ablauf der genannten Zahlungsfrist festgestellt worden.

Auch diese Argumentation zielt ins Leere. Die Berufungsbeklagte wäre unabhängig 
vom Eingang der Zahlungen durch die Berufungsklägerin verpflichtet gewesen, das 
an der Stockwerkeigentümerversammlung vom 28. Dezember 2022 durch C._____ 
mitgeteilte Novum, nämlich die mündliche Schuldanerkennung, "ohne Verzug" der 
Vorinstanz einzureichen. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die Behauptung des 
Vorliegens einer Schuldanerkennung nicht bereits vorab und damit losgelöst von 
der fehlenden Begleichung des Zahlungsausstands hätte in den Prozess 
eingebracht werden können.

3.7.3. Im Weiteren rügt die Berufungsbeklagte, die Berufungsklägerin sei ihrer 
Beweispflicht nicht nachgekommen. Die Schuldanerkennung sei im 
erstinstanzlichen Verfahren weder inhaltlich bestritten noch seien materielle 
Einwände dagegen erhoben worden.

Es gilt zu beachten, dass die Noveneingabe an die Vorinstanz hinsichtlich der 
Schuldanerkennung entgegen der Ansicht der Berufungsbeklagten verspätet erfolgt 
ist, weshalb auf dieses Novum nicht abgestellt werden darf. Auf die im 
Zusammenhang mit dem Novum vorgebrachten Rügen ist deshalb nicht weiter 
einzugehen. 

4. Rückweisung an die Vorinstanz

4.1. Nach dem Gesagten ist die Berufung gutzuheissen. Die Berufung ist 
grundsätzlich ein reformatorisches Rechtsmittel. 
Die Rückweisung an die Vorinstanz ist nach Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO nur dann 
möglich, wenn ein wesentlicher Teil der Klage nicht beurteilt wurde (Ziff. 1) oder der 
Sachverhalt in wesentlichen Teilen zu vervollständigen ist (Ziff. 2). In aller Regel ist 
ein reformatorischer Entscheid zu fällen; die Rückweisung an die Vorinstanz bildet 
die Ausnahme (STEININGER, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische 
Zivilprozessordnung, Kommentar, 3. Aufl. 2025, Art. 318 N. 5 ff.). 

4.2. Vorliegend hat die Vorinstanz zu Unrecht die Voraussetzungen für eine 
Klageänderung basierend auf dem anlässlich der 
Stockwerkeigentümerversammlung vom 28. Dezember 2022 abgegebenen 
Schuldbekenntnis bejaht (vgl. act. B.3 E. 1.3.2). Eine nach Aktenschluss erfolgte 
Klageänderung setzt nämlich voraus, dass diese auf neuen Tatsachen oder 

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Beweismitteln beruht (Art. 230 Abs. 1 lit. b ZPO). Wie vorstehend in E. 3.6 
ausgeführt, ist die Noveneingabe an die Vorinstanz diesbezüglich verspätet erfolgt, 
weshalb auf dieses Novum nicht abgestellt werden darf. Die Vorinstanz hat somit 
fälschlicherweise die abgeänderte – anstatt der ursprünglichen – Klage beurteilt und 
sich bei der Beurteilung der Klage unzutreffenderweise auf die angebliche 
Schuldanerkennung gestützt (vgl. act. B.3 E. 2). Die übrigen angebotenen 
Beweismittel wurden von der Vorinstanz nicht gewürdigt. Dementsprechend ist ein 
wesentlicher Teil der Klage nicht beurteilt worden. Es rechtfertigt sich deshalb, die 
Sache im Sinne von Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 ZPO zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. Da ein wesentlicher Teil der Klage nicht beurteilt 
worden ist, ist es naheliegend, dass auch der Sachverhalt in wesentlichen Teilen zu 
ergänzen sein wird (vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 2 ZPO). 

4.3. Bei einer Rückweisung von der oberen Instanz an die untere Instanz nimmt 
diese das Verfahren im Stadium wieder auf, in dem es sich vor Erlass des 
Entscheids befand, und wendet das zu diesem Zeitpunkt geltende Recht an (Urteil 
des Bundesgerichts 4A_641/2011 vom 27. Januar 2012 E. 2.2). Betrifft ein 
Rückweisungsentscheid einen Entscheid, der in Anwendung der nicht revidierten 
ZPO ergangen ist, muss die Vorinstanz diese anwenden, unter Vorbehalt der in Art. 
407f gennannten Bestimmungen, die ab dem 1. Januar 2025 anwendbar sind. 

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen

5.1. Mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Rückweisung an die 
Vorinstanz wird diese auch über die erstinstanzlichen Prozesskosten neu zu 
befinden haben.

5.2. Die Verteilung der Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens kann bei 
Rückweisungsentscheiden der Vorinstanz überlassen werden (Art. 104 Abs. 4 
ZPO), unter Festsetzung der Höhe der Gerichtskosten des Berufungsverfahrens 
durch die Rechtsmittelinstanz (HOFMANN/BAECKERT, in: Spühler/Tenchio/Infanger 
[Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, 
Art. 104 N. 17). Der Entscheid hierüber liegt im Ermessen der Rechtsmittelinstanz 
und hängt davon ab, ob im Berufungsentscheid über ein gewichtiges Element der 
Beurteilung definitiv entschieden wurde oder ob der Streit der Parteien im 
Wesentlichen offenbleibt (Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 22 3 
vom 21. Juli 2022 E. 4.1 m.w.H.). Im vorliegenden Fall ist noch nicht absehbar, 
welche Partei letztlich obsiegen wird. Daher erscheint es ohne Weiteres 
angemessen, lediglich die Gerichtskosten festzusetzen und deren Verteilung sowie 

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den Entscheid über die Parteientschädigung der Vorinstanz zu überlassen, das 
heisst vom definitiven Ausgang des Verfahrens abhängig zu machen.

5.3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 2'000.00 festgesetzt. 
Sie werden aus dem von der Berufungsklägerin geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von CHF 4'000.00 bezogen und der Restbetrag von CHF 2'000.00 ist ihr 
zurückzuerstatten. Der vom Obergericht einbehaltene Kostenvorschuss in Höhe 
von CHF 2'000.00 wird bei der Neuverlegung der Kosten durch die Vorinstanz zu 
berücksichtigen sein (vgl. Urteile des Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 12 33 
vom 23. Juli 2014 E. 9b und ZK2 21 20 vom 23. März 2022 E. 9). In Bezug auf die 
Parteientschädigung ist sodann festzuhalten, dass die Parteien im 
Berufungsverfahren keine Honorarnoten eingereicht haben, sodass die Höhe der 
Entschädigung nach Ermessen festzusetzen sein wird (vgl. Art. 2 Abs. 1 HV [BR 
310.250]).

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Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird gutgeheissen, der angefochtene Entscheid des 
Regionalgerichts Maloja vom 10. Oktober 2023 aufgehoben und die Sache 
zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an das Regionalgericht Maloja 
zurückgewiesen. 

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 2'000.00 festgesetzt. 

3. Die Verteilung der Gerichtskosten sowie die Festsetzung einer allfälligen 
Parteientschädigung für das Berufungsverfahren wird dem neuen Entscheid 
des Regionalgerichts Maloja überlassen.

4. Es wird vorgemerkt, dass die A._____ für das Berufungsverfahren einen 
Kostenvorschuss in Höhe von CHF 4'000.00 geleistet hat. Im die 
Gerichtskosten des Berufungsverfahrens übersteigenden Umfang, d.h. im 
Betrag von CHF 2'000.00, wird ihr der Kostenvorschuss durch das 
Obergericht erstattet.

5. [Rechtsmittelbelehrung] 

6. [Mitteilung an:]