# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cece75a-b7d6-5d4f-aab3-9875cd71ede8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-13
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 13.03.2025 S 2023 86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2023-86_2025-03-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Sarah Schneider und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Thomas Kreyenbühl

U R T E I L  vom 13. März 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch den Rechtsdienst der Ar-
beitslosenkasse des Kantons Zug, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Leistungen)

S 2023 86

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Urteil S 2023 86

A.
A.a A.________, geboren 1987, Koch EFZ und diplomierter Hotelier/Restaurateur HF, 
war seit Juli 2018 als Sales Manager bei der B.________ AG angestellt (AWA-act. 8). Am 
6. September 2022 kündigte der Versicherte das Arbeitsverhältnis per 31. Dezember 2022 
(AWA-act. 7). Am 1. Dezember 2022 meldete er sich beim Regionalen Arbeitsvermitt-
lungszentrum (RAV) Zug zur Arbeitsvermittlung (AWA-act. 1) und beantragte am 5. De-
zember 2022 Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Januar 2023 (AWA-act. 10). Mit Ver-
fügung vom 9. Januar 2023 stellte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug (ALK) den Ver-
sicherten wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit mit Wirkung ab dem 1. Januar 2023 
für 45 Tage in der Anspruchsberechtigung ein (AWA-act. 13). Per 1. Februar 2023 melde-
te sich der Versicherte von der Arbeitsvermittlung ab (AWA-act. 18). Vom 18. Februar bis 
Ende Mai 2023 war er ferienhalber abwesend (vgl. AWA-act. 17). Am 31. Mai 2023 melde-
te er sich erneut beim RAV zur Arbeitsvermittlung (AWA-act. 21) und beantragte am 5. Ju-
ni 2023 Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. April 2023 (AWA-act. 25). 

A.b Am 14. Juli 2023 stellte der Versicherte ein Gesuch um Ausrichtung von Taggel-
dern zur Förderung der selbständigen Erwerbstätigkeit (FSE) ab dem 1. Juli 2023. Er be-
gründete dies damit, dass er ein Hotel übernehmen und per 6. November 2023 eine 
selbständige Erwerbstätigkeit aufnehmen wolle (vgl. auch Businessplan vom 14. Juli 2023, 
AWA-act. 33). Mit Verfügung vom 10. August 2023 wies das Amt für Wirtschaft und Arbeit 
(AWA) das Gesuch ab (AWA-act. 37). Die dagegen vom Versicherten am 16. August 2023 
(Eingangsdatum) erhobene Einsprache (AWA-act. 42) wies das AWA mit Entscheid vom 
29. August 2023 (AWA-act. 43) ab. 

B. Dagegen erhob der Versicherte am 8. September 2023 (Poststempel) Beschwer-
de und beantragte sinngemäss, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und ein 
Anspruch auf FSE-Taggelder zu bejahen (act. 1). 

C. Der Beschwerdegegner beantragte mit Vernehmlassung vom 18. September 2023 
die Abweisung der Beschwerde (act. 3). 

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Urteil S 2023 86

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia-
lversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder Verfü-
gungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden. 
Zuständig ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person 
zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Nach Art. 100 
Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die In-
solvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) kann der Bundesrat die örtliche Zuständigkeit 
des kantonalen Versicherungsgerichtes jedoch abweichend regeln, was er in Art. 128 
Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die In-
solvenzentschädigung (AVIV; SR 837.02) getan hat; danach ist für die Beurteilung von 
Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht 
desselben Kantons zuständig. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale In-
stanz Beschwerden aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das 
Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Der angefochtene Entscheid wurde vom AWA 
erlassen. Demnach ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vor-
liegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerde gegen den Ein-
spracheentscheid wurde am 8. September 2023 der Post übergeben und gilt somit im Sin-
ne von Art. 60 Abs. 1 ATSG als rechtzeitig eingereicht. Der Beschwerdeführer ist durch 
den angefochtenen Entscheid direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Diese ent-
spricht schliesslich den formellen Anforderungen an eine Laienbeschwerde, weshalb sie 
zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäfts-
ordnung des Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11). 

2.
2.1 Nach Art. 71a Abs. 1 AVIG kann die Arbeitslosenversicherung versicherte Perso-
nen, die eine dauernde selbständige Erwerbstätigkeit aufnehmen wollen, durch die Aus-
richtung von höchstens 90 Taggeldern während der Planungsphase eines Projekts unter-
stützen. Als Planungsphase gilt der Zeitraum, den die versicherte Person zur Planung und 
Vorbereitung einer selbständigen Erwerbstätigkeit benötigt. Sie beginnt mit der Bewilligung 
des Gesuches und endet nach dem Bezug der bewilligten Taggelder nach Artikel 95b 
(Art. 95a AVIV). Gemäss Art. 71b Abs. 1 AVIG können versicherte Personen die Unter-

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stützung nach Art. 71a Abs. 1 AVIG beanspruchen, wenn sie ohne eigenes Verschulden 
arbeitslos sind (lit. a), mindestens 20 Jahre alt sind (lit. b) und ein Grobprojekt zur Auf-
nahme einer wirtschaftlich tragfähigen und dauerhaften selbständigen Erwerbstätigkeit 
vorweisen (lit. d). 

Nach Art. 95b Abs. 2 AVIV prüft die kantonale Amtsstelle die Anspruchsvoraussetzungen 
und unterzieht das Gesuch einer formellen und einer summarischen materiellen Prüfung. 
Gemäss Art. 71b Abs. 3 AVIG muss die versicherte Person während der Planungsphase 
nicht vermittlungsfähig sein; sie ist von ihren Pflichten nach Art. 17 AVIG befreit. Nach 
Art. 71d Abs. 1 AVIG muss sie der zuständigen Amtsstelle nach Abschluss der Planungs-
phase, spätestens aber mit dem Bezug des letzten Taggeldes mitteilen, ob sie eine 
selbständige Erwerbstätigkeit aufnimmt.

2.2 Eine Unterstützung durch besondere Taggelder gemäss Art. 71a ff. AVIG ist 
während derjenigen Zeitspanne möglich, in welcher der Versicherte seiner bisher als blos-
sen Idee bestehenden Absicht der selbständigen Erwerbstätigkeit konkrete Züge verleiht, 
indem er sich ein die Grundlagen der Geschäftstätigkeit umfassendes Dossier zusam-
menstellt und die dafür notwendigen Abklärungsarbeiten vornimmt. Dementsprechend 
muss gemäss Art. 95b Abs. 1 lit. c AVIV bei der Gesuchseinreichung nur ein Grobprojekt 
der geplanten Tätigkeit eingereicht werden. Es sollen jedoch keine besonderen Taggelder 
während der an die Planungsphase anschliessenden Anlaufphase des Geschäfts ausge-
richtet werden, da der Umstand, dass zu Beginn der Tätigkeit oft kein oder nur ein gerin-
ger Ertrag erzielt wird, zum durch die Arbeitslosenversicherung nicht gedeckten Unter-
nehmerrisiko gehört. Mit der Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit liegt die für den 
Schutz der Arbeitslosenversicherung grundsätzlich vorausgesetzte Stellung als Arbeit-
nehmer nicht mehr vor. Der Entscheid darüber, wann die Planungs- und Vorbereitungs-
phase abgeschlossen ist und wann die regelmässig im Rahmen eines fliessenden Überg-
angs nachfolgende Anlaufphase beginnt, ist jeweils wertend im Einzelfall zu treffen, wobei 
der zuständigen Behörde ein gewisser Ermessensspielraum eingeräumt werden muss 
(BGer C 130/06 vom 28. August 2007 E. 3.1 mit Hinweis). 

Die vorzunehmenden, teilweise obligatorischen administrativen Anmeldungen beim Han-
delsregister, bei der Mehrwertsteuer und der Ausgleichskasse sind grundsätzlich nicht 
mehr als organisatorische Vorbereitungen für den Geschäftsbetrieb aufzufassen, sondern 
erfolgen schon in Ausführung der getroffenen Pläne und Vorbereitungen. Die Anmeldun-
gen sind im Übrigen mit Kosten und anderen Pflichten verbunden, welche erst nach dem 

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definitiven Entschluss zur Geschäftsaufnahme und während des Anlaufs des Unterneh-
mens getätigt werden, so dass die anfallenden Kosten mit den ersten Einnahmen bezahlt 
werden können und nicht durch vorher (normalerweise mühsam) aufgebrachtes Kapital fi-
nanziert werden müssen. In dieser Hinsicht ist im Weiteren zu berücksichtigen, dass ein 
Selbständigerwerbender in der Zeit der Anlaufphase in aller Regel noch nicht ausgelastet 
ist und die behördlichen Anmeldungen (wie auch andere administrative Vorbereitungs-
handlungen wie z.B. das Einrichten der Buchhaltung oder eines Geschäftskontos) parallel 
zur aufgenommenen selbständigen Erwerbstätigkeit vornehmen kann (vgl. EVG C 160/02 
vom 7. März 2003 E. 3.4).

Die Anzahl Taggelder ist nach den Umständen jedes Einzelfalles festzusetzen. Sie werden 
nur für die Planungs- bzw. Vorbereitungsphase eines Projektes zur selbständigen Er-
werbstätigkeit ausgerichtet. Nicht subventioniert wird die Startphase eines Unternehmens. 
Bei der Übernahme einer bereits bestehenden Firma und bei versicherten Personen, die in 
eine bereits bestehende Firma einsteigen wollen, können grundsätzlich keine Taggelder 
ausgerichtet werden (AVIG-Praxis AMM des Staatssekretariats für Wirtschaft [SECO], 
Stand: 1. Juli 2023, Rz. K23; vgl. zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen BGE 133 V 
587 E. 6.1).

2.3 Liegt ein Kausalzusammenhang zwischen der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit 
und der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit vor, so ist die Unterstützung nach 
den Artikeln 71a ff. AVIG ausgeschlossen (AVIG-Praxis AMM, Rz. K7). Der Kausalzu-
sammenhang ist namentlich dann unterbrochen, wenn sich die versicherte Person erst 
nach mehrmonatigem Taggeldbezug zur Selbständigkeit entschliesst (BGer 8C_38/2008 
vom 5. August 2008 E. 2.2). 

3.
3.1 Der Beschwerdegegner begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass im 
Hinblick auf die Übernahme des Hotelbetriebs in C.________ per 1. Dezember 2023 un-
bestrittenermassen verschiedene Aufgaben zu erledigen gewesen seien. Beim von der 
Familie der Partnerin des Beschwerdeführers seit D.________ geführten Hotelbetrieb 
handle es sich jedoch um ein bestehendes, operativ tätiges Unternehmen, welches der 
Beschwerdeführer und seine Partnerin übernehmen würden. Die in der Planungsphase 
nach Art. 71a AVIG möglichen Vorbereitungshandlungen würden vorliegend entfallen. Die 
Entwicklung der Idee einer selbständigen Erwerbstätigkeit zu einem tragfähigen Projekt 
sei bereits erfolgt. Bei der Übernahme einer bereits bestehenden Firma könnten 

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grundsätzlich keine Taggelder ausgerichtet werden. Die vorzunehmenden administrativen 
Anmeldungen würden schon in Ausführung des vom Beschwerdeführer getroffenen unter-
nehmerischen Entscheides erfolgen. Im Weiteren sei darauf hinzuweisen, dass der Be-
schwerdeführer die im Hinblick auf die Hotelübernahme vorgenommenen Kontaktaufnah-
men bereits ab Mitte Februar 2023 als persönliche Arbeitsbemühungen aufgeführt habe. 
Im Juni 2023 hätten sämtliche angegebenen Aktivitäten im Zusammenhang mit der ge-
planten Selbständigkeit gestanden. Der Beschwerdeführer habe sich somit bereits vor Ein-
reichung des FSE-Gesuches vom 14. Juli 2023 zielgerichtet und ergebnisorientiert mit der 
Realisierung der selbständigen Erwerbstätigkeit auseinandergesetzt (AWA-act. 43). 

3.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, es sei unzutreffend, dass 
seine Partnerin und er eine Firma übernehmen würden. Sie würden vielmehr eine neue 
GmbH gründen. Diese GmbH werde die Immobilie pachten. Um ein Hotel führen bzw. eine 
solche Lebensentscheidung treffen zu können, könne man nicht genug oft mit involvierten 
Personen und Spezialisten sprechen. Er wolle nicht nach zwei Jahren vor einem Scher-
benhaufen stehen und in den darauffolgenden zehn Jahren Schulden abbezahlen. Es sei 
abzuklären, wie der Saisonbetrieb erfolgreich aufgebaut werden könne und wie sich die 
Branche entwickeln werde. Ebenfalls von Bedeutung seien etwa das Konzept, die Art der 
Küche, die in Zukunft gefragt sei, und die Evaluation der Lieferanten. Das Geschäftsjahr 
beginne erst am 1. Dezember 2023 (act. 1).

4.
4.1 Aktenkundig ist, dass es sich beim Hotel E.________ in C.________ um das fami-
lieneigene Hotel von F.________, der Lebenspartnerin des Beschwerdeführers, handelt 
(AWA-act. 32). Der Beschwerdeführer gab im Formular betreffend persönliche Arbeits-
bemühungen der Monate Oktober bis Dezember 2022 an, dass er sich am 3. Dezember 
2022 beim Hotel E.________ beworben habe. Als Stellenbezeichnung nannte er die "Ho-
telführung" und als Kontakt seine Lebenspartnerin (AWA-act. 14). In den betreffenden 
Formularen der Monate Februar und März 2023 erklärte der Beschwerdeführer erneut, 
sich am 16. Februar, 13. und 30. März 2022 beim Hotel E.________ beworben zu haben. 
Im Formular betreffend persönliche Arbeitsbemühungen des Monats April 2023 hielt er 
fest, dass am 24. April 2023 ein Zukunftsgespräch (Firmengründung) mit G.________ 
stattgefunden habe. Ebenfalls am 24. April 2023 habe er mit H.________ Abklärungen 
hinsichtlich der Firmengründung getroffen (AWA-act. 26). Im Monat Juni 2023 war die Ho-
telübernahme zumindest Gegenstand von vier von sechs Arbeitsbemühungen (8. Juni: 
Gespräch mit H.________ betreffend Selbständigkeit; 10. Juni: Kontakt mit I.________, 

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Eigentümer Hotel E.________; 14. Juni: Treuhandbüro J.________ betreffend Übernahme 
Hotel; 15. Juni: Seminar K.________ betreffend Nachfolgeregelung; 22. Juni: L.________ 
– Angebote/Unterstützung bei Hotelübernahme; 23. Juni: M.________ – Networking für 
Hotelübernahme; AWA-act. 28). Im Rahmen des Beratungsgesprächs beim RAV vom 
14. Juli 2023 gab der Beschwerdeführer an, dass er voraussichtlich Ende August 2023 in 
den Kanton N.________ umziehen werde. Die Sache mit seiner Selbständigkeit werde 
konkreter (AWA-act. 29). Im an den RAV-Berater gerichteten E-Mail vom 9. August 2023 
präzisierte er, dass er seine Schriften im Dezember 2023 nach C.________ verlegen wer-
de (AWA-act. 38). Der Einsprache vom 16. August 2023 (Eingangsdatum) ist zu entneh-
men, dass der Beschwerdeführer Anfang Juli 2023 den Entscheid erhalten habe, das Ho-
tel vom Eigentümer per 1. Dezember 2023 pachten zu können. Aktuell werde eine neue 
Firma (GmbH) gegründet. Es seien Bankkonten zu eröffnen, die Buchhaltungssoftware, 
PMS-Systeme, Back up-Systeme, Zahlungsdienstleister (SIX, AMEX) zu eruieren, die Re-
vision festzulegen sowie Anmeldungen bei der Mehrwertsteuer und bei den Sozialversi-
cherungen vorzunehmen. Die operative Führung des Hotels könne nicht vor dem 1. De-
zember 2023 übernommen werden, da aktuell ein anderweitiger Betreiber (Firma) das Ho-
tel führe (AWA-act. 42).

4.2 Wie sich aufgrund der dargelegten Akten ergibt, befasste sich der Beschwerdefüh-
rer seit Dezember 2022 mit einer allfälligen Übernahme des Hotels E.________ in 
C.________, welches im Familienbesitz seiner Partnerin ist. Weitere Abklärungen im Hin-
blick darauf erfolgten im Februar, im März und insbesondere im Juni 2023. Anfang Juli 
2023 erhielt der Beschwerdeführer unbestrittenermassen den Bescheid/Entscheid, dass 
seine Partnerin und er das Hotel per 1. Dezember 2023 pachten könnten. Unter diesen 
Umständen kann als erstellt gelten, dass die Planungs- respektive Vorbereitungsphase 
hinsichtlich der Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit bereits im ersten Halbjahr 
2023 erfolgt und per Anfang Juli 2023 – der Beschwerdeführer beantragte vorliegend die 
Ausrichtung von FSE-Taggeldern ab dem 1. Juli 2023 – abgeschlossen war. Denn mit der 
definitiven Zusage für die Pacht konnte nicht mehr nur von einer vagen Geschäftsidee, mit 
welcher die Arbeitslosigkeit hätte beendet werden sollen, gesprochen werden. Die damals 
bereits getätigten Vorkehren gingen vielmehr über organisatorische Vorbereitungshand-
lungen für einen Geschäftsbetrieb hinaus. Die vom Beschwerdeführer in der Einsprache 
vom 16. August 2023 (Eingangsdatum) im Hinblick auf die Aufnahme des Betriebs per 
1. Dezember 2023 aufgeführten Arbeiten, wie etwa die Gründung einer GmbH, die Eröff-
nung von Bankkonten, die Evaluation von Buchhaltungssoftware sowie die Anmeldungen 
bei der Mehrwertsteuer und den Sozialversicherungen, sind gemäss der bundesgerichtli-

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chen Rechtsprechung nicht mehr als organisatorische Vorbereitungen für den Geschäfts-
betrieb aufzufassen, sondern erfolgten schon in Ausführung der getroffenen Pläne und 
Vorbereitungen (vgl. E. 2.2). Die betreffenden Tätigkeiten sind der Umsetzungsphase zu-
zuordnen. Dass der Beschwerdeführer vor der Übernahme des Hotels vertiefte Abklärun-
gen tätigte, sich mit Personen aus der Branche austauschte und sich über mögliche Risi-
ken aufklären liess, ist verständlich und nachvollziehbar. Ebenfalls nicht in Abrede zu stel-
len ist, dass es sich beim Entscheid, ein Hotel zu übernehmen, um einen weitreichenden 
Entscheid handelt, welcher mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden ist. Dies ver-
mag indes nichts daran zu ändern, dass die Planungsphase, für welche gemäss Art. 71a 
Abs. 1 AVIG grundsätzlich Taggelder ausgerichtet werden können, im Zeitpunkt der Ge-
suchstellung bereits abgeschlossen war. Der Umstand, dass während der an die Pla-
nungsphase anschliessenden Umsetzungsphase des Geschäfts ab Juli 2023 noch kein 
Ertrag erzielt wurde, gehört sodann zum durch die Arbeitslosenversicherung nicht gedeck-
ten Unternehmerrisiko. Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass das Hotel E.________, 
das der Beschwerdeführer und seine Partnerin in dritter Generation übernehmen konnten, 
gemäss dem eingereichten Businessplan vom 14. Juli 2023 schon eine bestehende 
Stammkundschaft hatte. Die Markteinführungsstrategie wurde offenbar bereits (vor länge-
rem) erarbeitet und die laufenden Umsatzzahlen dienten als Vorgabe für die kommenden 
zwei Jahre (AWA-act. 37). Dies deutet vielmehr darauf hin, dass der Beschwerdeführer ei-
ne bestehende Firma bzw. einen bestehenden Betrieb übernahm und die neu gegründete 
Firma dem bestehenden Betrieb lediglich ein neues juristisches Kleid gab, wofür 
grundsätzlich keine Taggelder ausgerichtet werden (vgl. E. 2.2). Da die Planungsphase – 
wie dargelegt – anfangs Juli 2023 abgeschlossen war, muss jedoch nicht abschliessend 
geklärt werden, ob es vorliegend um die Übernahme einer bestehenden Firma oder um 
die Gründung eines neuen Unternehmens ging. Schliesslich kann auch offen bleiben, ob 
zwischen der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers (vgl. A.a) und 
der Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit ein Kausalzusammenhang gegeben 
war, was einen Taggeldbezug ebenfalls ausschliessen würde (vgl. E. 2.3). 

5. Es ist damit nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdegegner einen Anspruch 
auf FSE-Taggelder ab dem 1. Juli 2023 verneinte. Der angefochtene Entscheid erweist 
sich als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 

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6. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädi-
gung ist bei diesem Verfahrensausgang nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG e contra-
rio).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3 Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
den Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für Wirt-
schaft und Arbeit des Kantons Zug sowie an das SECO, Bern. 

Zug, 13. März 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am