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**Case Identifier:** 255b7ce4-fbb0-5321-83bd-a80f50956520
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.11.2017 200 2016 1141
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-1141_2017-11-14.pdf

## Full Text

200 16 1141 IV
GRD/JAP/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. November 2017

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. Oktober 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ meldete sich am 25. August 1986 bei der 
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern 
[IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1.1/31-35). Dieses Leistungsgesuch 
wurde gegenstandslos (act. II 1.1/1) und ein weiteres vom 30. August 1999 
(act. II 2) am 13. Dezember 1999 hinsichtlich medizinischer Massnahmen 
abschlägig beschieden (act. II 7). 

B.

Am 22. Juli 2008 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug 
an (act. II 8), worauf die IVB nach Massnahmen der Frühintervention bzw. 
beruflicher Art (act. II 37, 48; Akten der IVB [act. IIA] 129, 131, 141, 143) 
mit Vorbescheid vom 12. August 2014 (act. IIA 168) eine vom 1. Januar 
2011 bis 31. Januar 2013 befristete halbe Invalidenrente in Aussicht stellte. 
Diesen Vorbescheid ersetzte sie nach erhobenem Einwand (act. IIA 175, 
179) sowie einer medizinischen Begutachtung (act. IIA 191.1) mit einem 
solchen vom 8. Januar 2016 (act. IIA 196), welcher vom 1. Februar 2012 
bis 31. Januar 2013 eine halbe Rente vorsah. Mit diesem Vorbescheid 
zeigte sich die Versicherte wiederum nicht einverstanden (act. IIA 200, 
202 f., 214), was die IVB zu weiteren Abklärungen veranlasste (act. IIA 
212, 215 f.) und in einem im Ergebnis unveränderten Vorbescheid vom 
3. Juni 2016 (act. IIA 217) mündete. Nach erhobenem Einwand (act. IIA 
225) und Rücksprachen mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; 
act. IIA 229) sowie dem Bereich Abklärungen (BAK; act. IIA 233) sprach die 
IVB der Versicherten mit Verfügung vom 17. Oktober 2016 (act. IIA 241) 
eine den beiden letzten Vorbescheiden entsprechende befristete Invaliden-
rente zu.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 3

C.

Mit Eingabe vom 21. November 2016 erhob die Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________, Beschwerde und beantragte, die 
angefochtene Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und ihr sei ab 9. Fe-
bruar 2008 bis 17. August 2009 eine Dreiviertelsrente, ab 1. Januar 2010 
mindestens eine halbe, ab 1. Februar 2012 eine ganze sowie ab 1. Januar 
2014 wiederum mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen; even-
tualiter sei die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen. Schliesslich sei festzustellen, dass 
eine Rechtsverzögerung vorliege. Am 22. November 2016 reichte die Be-
schwerdeführerin ein von redaktionellen Fehlern bereinigtes Exemplar der 
Beschwerdeschrift nach.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2017 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Am 7. Februar 2016 nahm die Beschwerdeführerin zur Beschwerdeantwort 
Stellung, hielt an den gestellten Rechtsbegehren fest und legte weitere 
Unterlagen ins Recht (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 9 f.).

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 24. Februar 2017 auf eine umfas-
sende Duplik und bestätigte den gestellten Antrag.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-

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anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – unter Vorbehalt 
der nachstehenden Erwägung – auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. Oktober 2016 
(act. IIA 241). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenren-
te und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht keine 
weitergehenden Rentenleistungen als die von 1. Februar 2012 bis 31. Ja-
nuar 2013 befristete halbe Rente gewährte (vgl. zum Anfechtungs- und 
Streitgegenstand bei rückwirkend zugesprochenen abgestuften und/oder 
befristeten Invalidenrenten: BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). In 
Bezug auf das gestellte Begehren um (dispositivmässige) Feststellung ei-
ner Rechtsverzögerung hat ein Forumsverschluss zu erfolgen, da das Vor-
liegen eines erforderlichen schutzwürdigen (Feststellungs-)Interesses (vgl. 
UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 59 N. 9-11) weder 
geltend gemacht wird, noch ersichtlich ist (vgl. Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 15. Februar 2012, 8C_848/2011; Beschwerdeantwort 
S. 3 lit. C Ziff. 5).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör (vgl. dazu: Art. 29 Abs. 2 der Bun-
desverfassung [BV; SR 101]; BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 371; SVR 2008 UV 
Nr. 1 S. 2 E. 3.2) und begründet dies sinngemäss damit, dass die von ihr 
fristgerecht gestellte Zusatzfrage nach der «Haushaltsfähigkeit» (act. IIA 
184 f.) den medizinischen Gutachtern nicht unterbreitet worden sei (Be-
schwerde S. 5 f. Ziff. III Ziff. 2 bzw. Ziff. IV Ziff. 3; act. IIA 202/10 lit. d).

2.2 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die IV-Stelle über 
die Zulassung bzw. Ablehnung von an die medizinische Gutachterstelle 
gerichteten Zusatzfragen der versicherten Person mittels Verfügung zu 
befinden hat (BGE 141 V 330), erging erst kurz nach Erteilung des Gutach-
tensauftrags. Ob die Verwaltung die entsprechende Frage der Beschwer-
deführerin nicht zuliess oder der Gutachterstelle bloss versehentlich nicht 
unterbreitete, lässt sich anhand der Akten nicht verifizieren, kann aber offen 
bleiben. Einerseits wurde das Beweisthema durch den Fragekatalog der 
Beschwerdegegnerin rechtsgenüglich eingegrenzt und andererseits könnte 
eine nicht schwer wiegende Gehörsverletzung in Anbetracht der uneinge-
schränkten Kognition des angerufenen Gerichts ohnehin als geheilt gelten 
(vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV 
Nr. 26 S. 76 E. 4.2). Es sind demnach die materiellen Rügen im Zusam-
menhang mit dem streitigen Anspruch zu prüfen.

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-

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werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

3.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

3.3 Die Sachverständigen sollen die Diagnose einer anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung bzw. eines vergleichbaren psychosomatischen 
Leidens so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, 
ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 142 
V 106 E. 3.3 S. 108, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterli-
cher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein solcher Gesundheitsscha-
den eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich 
anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 141 V 281 
E. 4.1 S. 296 ff.). Nach Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG liegt eine Erwerbs-
unfähigkeit nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Die 
materielle Beweislast liegt bei der rentenansprechenden Person (E. 3.7). 
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist deshalb 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (E. 6).

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3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

3.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsände-
rung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invaliden-
rente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemach-
ten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). 
Dies gilt auch für Revisionsgesuche im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG 
(BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) sowie analog, wenn die versicherte Per-
son nach vorausgegangener rechtskräftiger Ablehnung erneut eine Einglie-
derungsmassnahme beantragt (BGE 113 V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 
S. 262 E. 1a). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die 
Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründe-
ten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesu-
chen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 8

die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch 
Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen 
Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen 
zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 
V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

4.

4.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Während das mit der ersten Anmeldung vom 25. August 
1986 (act. II 1.1/31-35) eingeleitete Verwaltungsverfahren ohne materielle 
Anspruchsprüfung endete (act. II 1.1/1), wurde das weitere Leistungsge-
such vom 30. August 1999 (act. II 2) allein hinsichtlich eines Anspruchs auf 
medizinische Massnahmen beurteilt. Die nunmehr angefochtene Verfügung 
vom 17. Oktober 2016 (act. IIA 241) bezieht sich offensichtlich auf das Lei-
tungsgesuch vom 22. Juli 2008 (act. II 8; vgl. act. IIA 215/3). Zwar wurde 
dieses Verwaltungsverfahren bezüglich beruflicher Massnahmen im Okto-
ber 2010 formlos abgeschlossen (act. II 52; IV-Protokoll [in den Gerichtsak-
ten] S. 4), trotz des Schreibens vom 18. April 2011 (act. II 53/1) bzw. des 
am 30. August 2012 erneut ausgefüllten Anmeldeformulars (act. II 97) blieb 
die Anmeldung aus dem Jahre 2008 aber wirksam (vgl. Bundesamt für So-
zialversicherungen [BSV], Kreisschreiben über das Verfahren in der Invali-
denversicherung [KSVI], gültig ab 1. Januar 2010, Rz. 1032; MEY-
ER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 
2014, Art. 46 N. 4). Da mit der Verfügung vom 17. Oktober 2016 (act. IIA 
241) somit erstmals über den Rentenanspruch befunden wurde, erübrigt 
sich eine Prüfung, ob seit der letzten rechtskräftigen Leistungsablehnung 
eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad er-

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heblichen Tatsachen eingetreten ist (vgl. E. 3.5 hiervor); der Rentenan-
spruch ist ohne weiteres allseitig frei zu prüfen.

4.2 Die angefochtene Verfügung vom 17. Oktober 2016 (act. IIA 241) 
basiert in medizinischer Hinsicht hauptsächlich auf dem polydisziplinären 
(allgemeininternistischen, neurologischen, ophthalmologischen, orthopädi-
schen und psychiatrischen) Gutachten der C.________ (MEDAS) vom 
25. August 2015 (act. IIA 191.1). Darin wurden die folgenden Diagnosen 
vermerkt (act. IIA 191.1/31 lit. E):

Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (angestammte 
Tätigkeit)

 Rezidivierende depressive Störung, derzeit Episode mittel-
schwer bei ängstlich, selbstunsicherer Persönlichkeitsakzentuie-
rung (ICD-10: F33.1)

 Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren (ICD-10: F45.41)

 Status nach traumatischer Armplexus-Schädigung rechts im Fe-
bruar 2012 mit Schwerpunkt des unteren Armplexus (funktional 
zwischenzeitlich weitgehende Restitution, nicht mehr nachweis-
bare Sensibilitätsstörung, residual nur noch Trömnerreflex-
Abschwächung rechts)

 Motorische leichte Kraftminderung algophob bei myofaszialem 
Schmerzsyndrom (Musculus infrascapularis rechts, ulnare hu-
mero-epikondyläre Reizsymptomatik rechts)

 Zervikal-, Dorsal-, Lumbalsyndrom mit deutlicher muskulärer 
Dysbalance bei multiplen degenerativen Veränderungen (Band-
scheibenprotrusion, foraminalen Einengungen, vormals und 
Myelonkompression)

 Knöchern konsolidierte Tuberculum majus-Fraktur mit ganz 
leichter Dislokation und weitgehend abgeklungenes Schulter-
Hand-Syndrom nach einem Skiunfall vom 21. Februar 2012

 Status nach Amotio retinae rechts bei Myopie mit familiärer Vi-
treoretinopathie 

Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit

 Primäre episodische Migräne, teilweise mit Aura
 Zervikalsyndrom ohne klinisch-neurologische radikuläre Reiz- 

oder Defizitsymptomatik bei degenerativer Pathologie der Hals-
wirbelsäule (HWS) zwischen den Halswirbelkörpern (HWK) 5-7

 Zustand nach Distorsion und Kontusion der HWS im Jahr 1986, 
Februar 2013

 Beginnende Retropatellararthrose beidseits nach einer alten 
Prellfolge beidseits

 Momentan reizfreie Coxa valga beidseits
 Weitgehend abgeklungene Prellfolgen rechts Ellenbogengelenk 

mit medialer Insertionstendopathie rechts
 Knick-Spreiz-Fuss

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 Primäres Offenwinkelglaukom beidseits, rechts bei Status nach 
Argonlaser-Trabekuloplastik

 Pseudophagie und Status nach YAG-Kapsulotomie (Eröffnung 
der Linsenkapsel des Auges mittels Yttrium-Aluminium-Granat-
Laser) beidseits

 Status nach Argonlaser-Abriegelung der Netzhautperipherie 
beidseits

 Status nach Cerclageentfernung rechts
 Siccasymptomatik, Esophorie und Hyperphorie rechts

Die Gutachter attestierten sowohl in der angestammten als auch in einer 
leidensadaptierten Tätigkeit eine 60%ige Arbeitsfähigkeit (vorranging in 
Form einer reduzierten Präsenzzeit [zirka fünf Stunden täglich] bei weitge-
hend erhaltenem Rendement; act. IIA 191.1/35 f. lit. F Ziff. 4 f. bzw. 
Ziff. 13 f.). Auch retrospektiv schätzten sie die Arbeits- bzw. Leistungs-
fähigkeit auf 60 %, abgesehen von Zeiten vorübergehender stationärer 
Behandlung, operativer Massnahmen und einer vorübergehenden orthopä-
disch und neurologisch begründeten Arbeitsunfähigkeit von 100 % nach 
dem Skiunfall mit Plexusschädigung (neurologische Arbeitsunfähigkeit 
100 % ab Februar 2012, 50 % ab November 2012 und 0-10 % ab April 
2014; act. IIA 191.1/35 lit. F Ziff. 7). Sie erklärten unter anderem, aus rein 
psychiatrischer Sicht bestehe eine mittelschwere Beeinträchtigung im Hin-
blick auf die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Durchhaltefähigkeit, 
Selbstbehauptungsfähigkeit und die Fähigkeit Spontanaktivitäten zu initiie-
ren. Leicht beeinträchtigt seien die Fähigkeiten, sich an Regeln und Routi-
nen anzupassen, Aufgaben zu strukturieren, zu planen und fachliche Kom-
petenz anzuwenden. Nicht eingeschränkt seien dagegen die Entschei-
dungs- und Urteilsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Gruppen-
fähigkeit, die Fähigkeit familiäre Beziehungen aufzunehmen, die Fähigkeit 
zur Selbstpflege und die Wegefähigkeit. Aus orthopädischer Sicht sei die 
Explorandin in der Lage, leichte Tätigkeiten mit Heben und Tragen von 
Gegenständen zwischen 5-10 kg und eventuell auch leichte bis mittel-
schwere Tätigkeiten bis zirka 15 kg in geringem Masse, in rückenschulge-
rechter Haltung, in temperierten Räumen, einem gut orthopädisch ange-
passten Arbeitsplatz, im Wechsel zwischen Stehen, Sitzen und Gehen, 
ohne Zeitdruck, mit Erholungsphasen zu verrichten. Vermieden werden 
sollten mittelschwere und schwere Verrichtungen mit Heben und Tragen 
über 15 kg ausserhalb des Körperlotes, unter Vermeidung von Überstre-
ckung der HWS und Heben des Arms über Kopfhöhe sowie von knienden 

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und dauernd hockenden Positionen. Ebenso sollten das Besteigen von 
Leitern und Gerüsten sowie Vibrationen und ruckartige, plötzliche Bewe-
gungsausschläge unterlassen werden. Des Weiteren sollte die Beschwer-
deführerin keiner Kälte sowie Nässe oder Zugluft ausgesetzt werden. Aus 
neurologischer Sicht seien aufgrund der noch leicht reduzierten Schulterbe-
lastbarkeit und Arm-/Handbelastbarkeit rechts körperlich nur sehr leichte 
Armtätigkeiten möglich, diese sollten möglichst nicht über Brusthöhe 
durchgeführt werden. Aus augenärztlicher Sicht könnten einfache Büroar-
beiten ganztags ausgeübt werden. Wegen Austrocknung der Augen bei 
Bildschirmarbeiten sollte darauf geachtet werden, dass nicht den ganzen 
Tag am Computer gearbeitet wird, sondern Mischarbeiten mit anderen 
Tätigkeiten (Dossiers ablegen, Post erledigen) ausgeführt werden (act. IIA 
191.1/34 f. lit. F Ziff. 3).

4.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

4.4 Die MEDAS-Expertise vom 25. August 2015 (act. IIA 191.1) erfüllt 
die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 4.3 
hiervor) und erbringt vollen Beweis. Die Sachverständigen stützten ihre 

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Beurteilung auf die wesentlichen Vorakten (samt bildgebenden Befunden) 
und die Erkenntnisse aus den klinischen Explorationen sowie den labor-
technischen bzw. apparativen Zusatzuntersuchungen (act. IIA 191.1/47 f. 
lit. B; act. IIA 191.2/1-3, 191.2/8-11). Ihre Schlussfolgerungen sind nach-
vollziehbar und überzeugend begründet, womit sich weitere medizinische 
Sachverhaltserhebungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 
122 V 157 E. 1d S. 162]). Die seitens der Beschwerdeführerin im vorlie-
genden Verfahren gegen das Administrativgutachten vorgebrachte Kritik 
verfängt nicht.

4.4.1 Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Verwaltung gestützt auf das 
Gutachten von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % für qualifizierte Bürotätigkei-
ten (und nicht für einfache und repetitive Arbeiten mit zahlreichen Ein-
schränkungen) ausgegangen sei; dies sei nicht schlüssig, was auch der 
RAD betont und diesbezüglich ein Obergutachten beantragt habe (Be-
schwerde S. 6 Ziff. IV Ziff. 4). Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die 
MEDAS eine höhere Restarbeitsfähigkeit von 60 % bescheinigte (act. IIA 
191.1/35 f. lit. F Ziff. 4 f. und Ziff. 13 f.), im Zuge der Invaliditätsbemessung 
wegen des angenommenen Status (vgl. E. 6.4 hiernach) für die Beschwer-
degegnerin (jedenfalls bis zur angenommen Erhöhung des Beschäfti-
gungsgrades) aber letztlich nur eine solche bis 50 % relevant war. Die Dis-
krepanz zwischen der MEDAS-Expertise und dem RAD-Arzt Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, betrifft sowohl 
die diagnostische Ebene als auch die Einschätzung der Arbeits- bzw. Leis-
tungsfähigkeit. Er postulierte – wie bereits die … (act. II 20/1) sowie die 
behandelnde Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-
therapie (act. II 22/5 Ziff. 3), – das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10: F60.7; act. IIA 212/4, 229/2) statt einer blossen Persönlichkeitsak-
zentuierung im Rahmen der depressiven Störung (act. IIA 191.1/24 lit. C, 
191.1/31 lit. E) und bescheinigte eine maximale Restarbeitsfähigkeit von 
50 % (act. IIA 212/8, 229/3) statt einer solchen von 60 % (act. IIA 
191.1/35 f. lit. F Ziff. 4 f. und Ziff. 13 f.). Die abweichende Einschätzung von 
Dr. med. D.________ ist indes nicht geeignet, den Beweiswert des ME-
DAS-Gutachtens zu erschüttern. Einerseits räumte der RAD-Psychiater ein 
(act. IIA 212/8, 229/1, 229/3), dass er die Beschwerdeführerin nie persön-
lich untersucht habe und seine Einschätzung Ausfluss eines erheblichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 13

Ermessenspielraums sei (vgl. dazu: Entscheid des BGer vom 21. Februar 
2017, 9C_338/2016, E. 5.5). Andererseits vermochte er auch nicht klar 
darzutun, aus welchen spezifischen Gründen auf die Beurteilung im psych-
iatrischen Teil der Expertise beweisrechtlich nicht abgestellt werden kann. 
Weder er noch Dr. med. E.________ (act. I 9; act. IIA 203/12-14, 208/2-5) 
benannten Aspekte, die von der MEDAS-Gutachterin Dr. med. F.________, 
Fachärztin für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, uner-
kannt oder ungewürdigt geblieben wären. Wenngleich die Behauptung der 
Gutachterin, wonach eine Persönlichkeitsstörung mit Krankheitswert nicht 
schon in der Vergangenheit diagnostiziert worden sei (act. IIA 191.1/23 lit. 
C), sich tatsächlich als aktenwidrig erweist (Replik S. 6; vgl. act. II 20, 22/5 
Ziff. 3), wird ihre Beurteilung dadurch beweisrechtlich nicht geschmälert. 
Entscheidend ist, dass sich die Expertin inhaltlich mit dieser (Differential-
)Diagnose auseinandersetzte und sie mit schlüssigen Argumenten verwarf. 

4.4.2 Die Kontroverse, ob es bereits in der Kindheit bzw. der Adoleszenz 
der Beschwerdeführerin zu Gewalt- und Missbrauchserfahrungen kam 
(Replik S. 6; act. IIA 200/1, 202/2, 203/1, 203/14, 208/2, 212/4) oder die 
Explorandin derartiges erst während der Ehe erlebte (act. IIA 191.1/23 
lit. C), ist ebenfalls nicht geeignet, Zweifel am schlüssigen MEDAS-
Gutachten zu begründen. Denn Dr. med. F.________ waren die entspre-
chenden anamnestischen Angaben (vgl. insbesondere act. II 20) bekannt 
und die von ihr in Betracht gezogene Möglichkeit einer missverständlichen 
Formulierung im Arztbericht bezog sich hauptsächlich auf die zeitliche Ein-
ordnung solcher Vorfälle. Sie hielt in diesem Zusammenhang explizit fest, 
dass dies letzten Endes keinen Einfluss auf die Einschätzung der Leis-
tungsfähigkeit habe, sondern lediglich die Züge der Persönlichkeitsentwick-
lung erkläre (act. IIA 191.1/23 lit. C). 

4.4.3 Soweit die Beschwerdeführerin es für nicht einleuchtend erachtet, 
dass sich die psychischen und physischen Beeinträchtigungen (in Bezug 
auf die Arbeitsfähigkeit) nicht kumulativ auswirkten (Beschwerde S. 6 
Ziff. IV Ziff. 4; Replik S. 7), ist ihr nicht zu folgen. Gemäss höchstrichterli-
cher Rechtsprechung überschneiden sich beim Zusammentreffen ver-
schiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen (zum Beispiel aus psychischen 
und somatischen Gründen) deren erwerbliche Auswirkungen in der Regel, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 14

sodass jedenfalls eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne Funkti-
onsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade 
nicht zulässig ist (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 30. Juni 2006, I 904/05, E.3.4). 
Dr. med. F.________ berücksichtigte bei ihrer Beurteilung auch den (wech-
selseitigen) Einfluss der somatischen Gesundheitsleiden auf die psychi-
schen Beschwerden (act. IIA 191.1/24 lit. C). Dass die aus ihrem Fachge-
biet resultierenden Einschränkungen in jenen aus den anderen Disziplinen 
aufgehen, entspricht überdies dem Ergebnis der interdisziplinären Kon-
sensbesprechung (act. IIA 191.1/2). Wohl gilt es hinsichtlich der aus rein 
psychiatrischer Sicht bescheinigten Arbeitsunfähigkeit das Folgende zu 
bemerken: Mit der diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung 
(ICD-10: F33.1; act. IIA 191.1/31 lit. E) liegt ein Geschehen aus dem de-
pressiven Formenkreis vor, welches bei höchstens mittelgradiger Ausprä-
gung – mit Ausnahme von hier nicht vorliegenden seltenen Konstellationen 
– von vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Ein-
schränkung darstellt (vgl. Entscheid des BGer vom 15. Mai 2017, 
8C_753/2016, E.4.3 mit Hinweisen). Sodann liegt mit der chronischen 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.41; act. IIA 191.1/31 lit. E) ein psychosoma-
tisches Beschwerdebild vor (vgl. E. 3.3 hiervor), wobei der Gutachtensauf-
trag im April 2015 erteilt wurde (act. IIA 186) und der Fragenkatalog 
(act. IIA 183) folglich noch nicht den mit der Praxisänderung von BGE 141 
V 281 eingeführten normativen Prüfungsraster enthielt (die Publikation des 
IV-Rundschreibens Nr. 339 mit einem entsprechend modifizierten Fragen-
katalog erfolgte erst im September 2015, die Indikatoren wurden in der Ex-
pertise aber trotzdem thematisiert [act. IIA 191.1/24 lit. C]). Die letztlich 
durch die rechtsanwendenden Behörden zu beurteilende Frage nach der 
invalidisierenden Wirkung der besagten Störung ist vorliegend aber nicht 
entscheidend. Einerseits gründet die zugesprochene befristete Teilrente 
hauptsächlich auf dem Skiunfall vom 21. Februar 2012 mit konsekutiver 
orthopädischer/neurologischer Arbeitsunfähigkeit bis Oktober 2012 (act. IIA 
191.1/43 lit. D, 216/17 Ziff. 11) und andererseits ändert sich im Ergebnis 
nichts, wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin von der Unüberwindbar-
keit der Schmerzstörung ausgegangen wird, mithin aus rechtlicher Sicht die 
interdisziplinär geschätzte Arbeitsunfähigkeit unverändert übernommen 
wird.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 15

4.4.4 Dr. med. F.________ äusserte sich – entgegen der Ansicht der Be-
schwerdeführerin (Replik S. 6) – sehr wohl auch zur Arbeitsfähigkeit in der 
Zeit ab der Anmeldung zum Leistungsbezug (vom 22. Juli 2008 [act. II 8]) 
bis Januar 2010. Zwar wurde interdisziplinär eine medizinisch begründete 
Arbeitsunfähigkeit von 40 % grundsätzlich erst ab März 2010 angenommen 
(act. IIA 191.1/35 lit. F Ziff. 6), die psychiatrische Gutachterin verwies be-
züglich der davor liegenden Phase indes auf die Berichte von Dr. med. 
E.________ (act. II 22/5 lit. B, 41/3 Ziff. 5), die ab Januar 2008 von einer 
80%igen, ab August 2009 von einer 60%igen sowie ab Januar 2010 von 
einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausging (act. IIA 191.1/23 lit. C). Dass 
Dr. med. F.________ danach eine durchgehend 40%ige Arbeitsunfähigkeit 
attestierte, begründete sie unter anderem damit, dass ab Januar 2011 und 
im weiteren Verlauf die körperlichen Beeinträchtigungen eindeutig in den 
Vordergrund gerückt seien, was zwar einen ungünstigen Einfluss auf die 
psychische Befindlichkeit gehabt habe, jedoch nicht zu einer relevanten 
Veränderung der psychiatrischen Situation gegenüber der Lage im März 
2010 geführt habe (act. IIA 191.1/23 f. lit. C).

4.4.5 Dr. med. F.________ erfasste in der Anamnese sowohl die Um-
stände der Auflösung des Arbeitsverhältnisses als auch des Abbruchs der 
Massnahme in der Abklärungsstelle K.________  (act. II 50; act. IIA 138, 
141, 191.1/16 ff. lit. A). Inwiefern eine weitergehende Auseinandersetzung 
mit diesen Ereignissen im Rahmen der medizinischen Aktenwürdigung ge-
boten gewesen wäre (Replik S. 6), ist nicht ersichtlich, zumal auf das im 
Rahmen des Aufbautrainings präsentierte Leistungsvermögen ohnehin 
nicht abgestellt werden kann. Wohl mögen Berichte von Fachpersonen der 
beruflichen Integration und Berufsberatung zur Ergänzung der medizini-
schen Unterlagen dienlich sein, die verbindliche Feststellung der noch zu-
mutbaren Arbeitsleistung fällt hingegen in die Kompetenz der rechtsan-
wendenden Stelle (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 196).

4.4.6 Was das orthopädische Teilgutachten von Dr. med. G.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, anbelangt ist zwar augenfällig, dass einerseits in der fachspezi-
fischen Aktendiskussion eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum Untersu-
chungszeitpunkt (act. IIA 191.1/57 lit. C) und anderseits in der Zusammen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 16

fassung eine Arbeitsfähigkeit von 70 % (sowohl in der angestammten Be-
schäftigung als auch in einer Verweisungstätigkeit) seit 8. Oktober 2012 
angenommen wurde (act. IIA 191.1/58 lit. D). Dieser (scheinbare) Wider-
spruch (Replik S. 6) gründet indes offensichtlich entweder auf einem Ver-
schrieb oder stellt eine Interpretation der Atteste der behandelnden Ärzte 
dar. Denn einerseits hielt Dr. med. G.________ die in der Zusammenfas-
sung erwähnte 70%ige Arbeitsfähigkeit (act. IIA 191.1/58 lit. D) mit einer 
nachvollziehbaren Begründung auch im Rahmen der versicherungsmedizi-
nischen Beurteilung fest (act. IIA 191.1/57 lit. C) und andererseits hätte er 
der aus der Konsensbesprechung resultierenden Restarbeitsfähigkeit von 
60 % nicht unterschriftlich zugestimmt (act. IIA 191.1/2), soweit er rein or-
thopädisch lediglich von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wäre.

4.4.7 Die in den orthopädischen und ophthalmologischen Teilgutachten 
erwähnte Kopfschmerz- und Schwindelsymptomatik (act. IIA 191.1/50 f. 
lit. A, 191.2/6) wurde von Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, 
ebenfalls thematisiert. Dass die Explorandin anlässlich der augenärztlichen 
Untersuchung dabei von häufigen Kopfschmerzen sprach (act. IIA 191.2/6), 
gegenüber dem Neurologen hingegen eine Frequenz von zirka einer Atta-
cke pro Monat bzw. alle sechs Wochen angab (act. IIA 191.1/39 lit. A), ist 
beweisrechtlich nicht von Belang. Denn anders als die Beschwerdeführerin 
annimmt (Replik S. 7), schloss Dr. med. H.________ einen Einfluss der 
episodischen Migräne auf die Arbeitsfähigkeit nicht nur aufgrund des nie-
derfrequenten Auftretens der Attacken aus, vielmehr konnte er die geltend 
gemachte subjektive Leistungsminderung insgesamt neurologisch nicht 
erklären (act. IIA 191.1/42 f. lit. C und D).

4.4.8 Aus dem erst im Beschwerdeverfahren aufgelegten (vgl. zum zeit-
lich massgebenden Sachverhalt: BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 
E. 2.1 S. 140) Zeugnis von Prof. em. Dr. med. I.________, Facharzt für 
Ophthalmologie, vom 30. November 2016 (act. I 10) vermag die Beschwer-
deführerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten (Replik S. 7). Das darin mit 
grosser Wahrscheinlichkeit angenommene Stickler-Syndrom (vgl. dazu: 
REIM/KIRCHHOF/WOLF, Diagnosen am Augenhintergrund, 2004, S. 109 f.) 
wurde bereits durch die Gutachterin Dr. med. J.________, Fachärztin für 
Ophthalmologie, als seit 1993 vermutete Diagnose aufgeführt (act. IIA 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 17

191.2/5) und die damit einhergehende Symptomatik in die Beurteilung der 
medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit einbezogen. Ob das von Dr. 
med. F.________ diagnostizierte depressive Geschehen allenfalls auch als 
(atypische) Komorbidität eines Stickler-Syndroms interpretiert werden 
könnte (act. I 10/2), ist im invalidenversicherungsrechtlichen Kontext nicht 
entscheidend.

4.5 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde-
gegnerin in medizinischer Hinsicht richtigerweise hauptsächlich am be-
weiskräftigen MEDAS-Gutachten vom 25. August 2015 (act. IIA 191.1) ori-
entierte. Damit ist nach dem massgebenden Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) zum einen erstellt, 
dass sowohl in der angestammten als auch in einer leidensadaptierten 
Tätigkeit eine 60%ige Arbeitsfähigkeit besteht, was – abgesehen von den 
höhergradigen Einschränkungen während der Rekonvaleszenz nach dem 
Skiunfall vom 21. Februar 2012 (act. II 82/3) bis März 2014 (100 % ab Fe-
bruar 2012, 50 % von November 2012 bis März 2014) – grundsätzlich auch 
retrospektiv gilt (act. IIA 191.1/35 f. lit. F Ziff. 4 f. bzw. Ziff. 13 f.). Zum ande-
ren ist in der initialen Phase aus psychiatrischer Sicht ab Januar 2008 von 
einer 80%igen, ab August 2009 von einer 60%igen sowie ab Januar 2010 
von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (vgl. E. 4.4 hiervor). Zu 
prüfen bleiben die Auswirkungen dieser medizinischen Erkenntnisse auf 
den Invaliditätsgrad.

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 18

5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des EVG vom 
30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsver-
hältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2). Hat 
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 
jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenom-
men, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom 
Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 S. 188, 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 19

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

5.3 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegat-
ten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

5.4 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob 
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder 
als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande-
ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti-
gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, 
was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge-
sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20, 125 
V 146 E. 2c S. 150). Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Er-
werbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet wer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 20

den könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig 
wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

6.

6.1 Der frühestmögliche Rentenbeginn liegt angesichts der im Juli 2008 
erfolgten Neuanmeldung (act. II 8) nicht nach Ablauf der Wartezeit im Fe-
bruar 2008 (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gül-
tigen Fassung] i.V.m. act. II 17/1 lit. B). Mit BGE 138 V 475 wurde das in 
der BAK-Stellungnahme vom 26. Mai 2016 (act. IIA 215/3) erwähnte IV-
Rundschreiben Nr. 253, wonach bei am 1. Januar 2008 noch laufender 
Wartezeit eine Anmeldung bis Ende 2008 genügt, um sofort danach in den 
Genuss von Rentenleistungen zu kommen, als gesetzwidrig eingestuft. Das 
Bundesgericht hielt fest, dass die Anmeldefrist anspruchswahrend höchs-
tens bis Ende Juni 2008 erstreckt werden könne, was bei einer hier erfolg-
ten Anmeldung im Juli 2008 – ebenso wie im erwähnten Entscheid – unter 
Berücksichtigung der Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG (in Kraft seit 1. Ja-
nuar 2008) zu einer Entstehung des Rentenanspruchs frühestens im Janu-
ar 2009 führt (vgl. BGE 138 V 475, E. 3.4 S. 480). Die Beschwerdegegnerin 
ging von der Prämisse aus, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns im hypothetischen Gesundheitsfall über-
wiegend wahrscheinlich je 50 % erwerbstätig bzw. im Haushalt beschäftigt 
gewesen wäre und sie das Erwerbspensum ab Mai 2014 wegen des weg-
gefallenen nachehelichen Unterhalts (act. II 63/5 lit. C Ziff. 1.1) zulasten 
des Aufgabenbereichs auf 80 % gesteigert hätte (act. IIA 216/6 f. Ziff. 3.5). 
Die Beschwerdeführerin bestreitet diesen Status. Sie macht geltend, sie 
wäre im Validitätsfall bis zum Wegfall der Frauenalimente zu 90 % bzw. 
danach im Vollpensum erwerbstätig gewesen. Zudem sei die Anwendung 
der gemischten Methode in ihrem Fall gestützt auf den Entscheid der zwei-
ten Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) 
vom 2. Februar 2016 (Di Trizio gegen die Schweiz [7186/09], abrufbar un-
ter <http://hudoc.echr.coe.int> oder <www.bger.ch>) indirekt geschlechter-
diskriminierend (Beschwerde S. 5 f. Ziff. IV Ziff. 1 f.; Replik S. 3 ff.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 21

6.2 Der erwähnte Entscheid des EGMR vom 2. Februar 2016 betrifft 
eine versicherte Person, welche unter dem Status einer Vollerwerbstätigen 
eine Invalidenrente beanspruchen konnte und diesen Anspruch zu einem 
späteren Zeitpunkt allein aufgrund des Umstandes verliert, dass sie wegen 
der Geburt ihrer Kinder und der damit einhergehenden Reduktion des Er-
werbspensums für die Invaliditätsbemessung neu als Teilerwerbstätige mit 
einem Aufgabenbereich qualifiziert wird. Denn diese als Revisionsgrund 
geltende Statusänderung hat zur Folge, dass der Invaliditätsgrad nicht 
mehr anhand eines (auf Vollerwerbstätige anwendbaren) Einkommensver-
gleichs im Sinne von Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ermittelt wird, 
sondern nach der (auf Teilerwerbstätige mit einem Aufgabenbereich an-
wendbaren) gemischten Methode im Sinne von Art. 28a Abs. 3 IVG, was im 
Falle der am Recht stehenden Versicherten zur revisionsweisen Aufhebung 
der Invalidenrente bzw. zur Befristung der rückwirkend zugesprochenen 
Rente führt. Als Verletzung von Art. 14 i.V.m. Art. 8 EMRK ist demnach zu 
betrachten, wenn die von der versicherten Person getroffenen, in den 
Schutzbereich des Art. 8 EMRK fallenden Dispositionen – die Geburt von 
Kindern und die damit (hypothetisch) verbundene teilweise Aufgabe der 
Erwerbstätigkeit – die einzige Grundlage des Statuswechsels bilden und 
aus der Änderung der Invaliditätsbemessungsmethode (Anwendbarkeit der 
gemischten statt der Einkommensvergleichsmethode) die revisionsweise 
Aufhebung der Invalidenrente (bzw. die Befristung der rückwirkend zuge-
sprochenen Rente) resultiert (BGE 143 I 50 E. 4.1 S. 58 f.). Unter der gel-
tenden Rechtslage ändert der EGMR-Entscheid hingegen nichts daran, 
dass die gemischte Methode in Fällen, welche ausserhalb der beschriebe-
nen Konstellation liegen, weiterhin Anwendung finden kann. Zu denken ist 
beispielsweise an eine versicherte Person, deren Statusfestsetzung als 
Teilerwerbstätige mit einem Aufgabenbereich nicht familiär bedingt ist, oder 
an die erstmalige Rentenzusprache an eine während des ganzen massge-
benden Beurteilungszeitraums als teilerwerbstätig mit Aufgabenbereich zu 
qualifizierende versicherte Person (BGE 143 I 50 E. 4.4 S. 60; vgl. auch 
BGE 143 I 60, 143 V 77; Entscheid des BGer vom 6. September 2017, 
9C_752/2016, E. 4.6 [zur Publikation vorgesehen]; IV-Rundschreiben 
Nr. 355; SZS 2017 S. 319 ff., 2016 S. 390 ff.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 22

6.3 Mit der angefochtenen Verfügung vom 17. Oktober 2016 
(act. IIA 241) wurde rückwirkend eine befristete Invalidenrente zugespro-
chen, womit die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden sind (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b) 
und ein Statuswechsel nach der vorerwähnten Rechtsprechung (vgl. E. 6.2 
hiervor) prinzipiell nicht berücksichtigt werden dürfte, soweit er auf familiäre 
Gründe zurückzuführen wäre. Indes beschränkt sich die erwähnte Praxis 
auf Konstellationen, bei denen der Verlust oder die Verringerung des Ren-
tenanspruchs auf dem Spiel steht (vgl. Entscheid des BGer vom 18. Sep-
tember 2017, 9C_33/2017, E. 4.2). Mit anderen Worten haben im Rahmen 
einer erstmaligen rückwirkenden Rentenzusprache lediglich familiär be-
dingte Statusänderungen unberücksichtigt zu bleiben, die zu einer Herab-
setzung und/oder Befristung (d.h. Aufhebung) der Rente führen, die An-
wendung der gemischten Methode aufgrund der initialen Statusfestsetzung 
bleibt dagegen ebenso unberührt wie eine spätere Statusänderung, die 
nicht zu einer Herabsetzung oder Aufhebung der Rente führt. Dass die 
Verwaltung die Beschwerdeführerin von Anfang an und für den gesamten 
massgebenden Beurteilungszeitraum als teilerwerbstätig mit Aufgabenbe-
reich (vgl. Art. 27 IVV) einstufte, ist somit zulässig. Auch bei der ab Mai 
2014 angenommenen Änderung der Anteile der Erwerbstätigkeit bzw. des 
Aufgabenbereichs bei unveränderter Bemessungsmethode stellt sich die 
Frage einer Konventionswidrigkeit nicht, selbst wenn die Erhöhung des 
Erwerbspensums von 50 % auf 80 % wegen des Wegfalls der Frauenali-
mente erfolgte (act. II 63/5 lit. C Ziff. 1.1; act. IIA 216/6 f. Ziff. 3.5, 233/3) 
und damit letztlich familiär begründet war. Denn diese Statusänderung führ-
te weder zu einer Herabsetzung noch zu einer Aufhebung der Rente, die 
Rentenbefristung ergab sich vielmehr wegen der ab November 2012 erhöh-
ten Restarbeitsfähigkeit (vgl. act. IIA 241/5 f.; E. 7.2 f. und E. 9 hiernach). 
Da hier somit keine «Di Trizio ähnliche Ausgangslage» vorliegt, ist weiter 
der Frage nachzugehen, ob die im Zusammenhang mit dem Status getrof-
fenen Annahmen der Beschwerdegegnerin beweisrechtlich überwiegend 
wahrscheinlich sind.

6.4 Die Beschwerdeführerin war bereits vor Eintritt des Gesundheits-
schadens über Jahre hinweg zu 50 % erwerbstätig (act. II 8/5 Ziff. 5.4, 21/2 
Ziff. 9 f.) und gab schon anlässlich der ersten Erhebung an Ort und Stelle 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 23

(vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV) vom 12. April 2011 an, sie würde wegen des Hau-
ses und ihrer Tochter von einem höheren Arbeitspensum vorläufig absehen 
(act. II 76/4 Ziff. 3.5). Dies bestätigte die Beschwerdeführerin – wenigstens 
betreffend die Zeit bis zur Auflösung des bisherigen Arbeitsverhältnisses 
per 30. Juni 2011 – im Rahmen der weiteren Abklärung vom 22. Mai 2014 
(act. IIA 167/5 Ziff. 3.5). Wenngleich es auch Hinweise auf ein schlechtes 
Arbeitsklima bzw. einen Arbeitsplatzkonflikt gab (act. II 41/3, 43/1, 233/4), 
erfolgte die Auflösung des öffentlichen Dienstverhältnisses jedoch letztlich 
offensichtlich aus gesundheitlichen Gründen bzw. damit zusammenhän-
genden motivationalen Aspekten (act. II 50, 53/1, 76/4 Ziff. 3.3; act. IIA 
191.1/16 lit. A; IV-Protokoll [in den Gerichtsakten] S. 1-3). Demgemäss 
kann eine Erhöhung des Beschäftigungsgrades per Juli 2011 nicht damit 
begründet werden, dass sich die Beschwerdeführerin während der Phase 
der Arbeitslosigkeit auf höherprozentige Stellenvakanzen bewarb, denn im 
hypothetischen Validitätsfall hätte sie die bisherige Tätigkeit nach empiri-
scher Erfahrung unverändert weitergeführt (vgl. BGE 139 V 28 E. 3.3.2 
S. 30; E. 7.1 hiernach). Vielmehr leuchtet ein, dass die Beschwerdeführerin 
aus finanziellen Erwägungen den Beschäftigungsgrad nach dem Wegfall 
des nachehelichen Unterhalts per Mai 2014 erhöht hätte. Naheliegend ist 
dabei auch, dass sie das Pensum nicht auf ein Vollpensum, sondern 
höchstens auf 80 % erhöht hätte (act. IIA 233/3). Denn nach den sponta-
nen «Aussagen der ersten Stunde», die in der Regel unbefangener und 
zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst 
von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer 
Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c 
S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2), ging die Beschwerdeführerin von 
allem Anfang an auch wegen des Hauses nicht einer vollschichtigen Tätig-
keit nach (act. II 76/4 Ziff. 3.5). Der diesbezügliche Aufwand fällt jedoch 
weiterhin und unabhängig vom Verkauf einer Stockwerkeinheit im August 
2012 (act. IIA 225/5, 225/10 f.) an. Somit ist die Beschwerdegegnerin rich-
tigerweise davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin bis zum 
30. April 2014 zu je 50 % erwerbstätig bzw. im Haushalt beschäftigt gewe-
sen wäre und in der Zeit danach ihr Arbeitspensum auf 80 % erhöht hätte. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 24

7.

7.1 In erwerblicher Hinsicht führte die Beschwerdegegnerin richtiger-
weise für jede Phase mit unterschiedlicher Arbeitsfähigkeit bzw. veränder-
tem Beschäftigungsgrad einen separaten Einkommensvergleich durch. 
Dabei orientierte sie sich für das Valideneinkommens bis zur Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses per Ende Juni 2011 an den Angaben der bisherigen 
Arbeitgeberin und zog für die Zeit danach die statistischen Werte der LSE 
heran (act. IIA 216/9 ff. Ziff. 3.10 ff.). Die Beschwerdeführerin absolvierte 
keine Berufslehre (act. II 1.1/33 Ziff. 5.2), erwarb ein … (act. II 2/15, 8/5 
Ziff. 5.2) und bearbeitete jahrelang … für die … (…; act. II 21/1 Ziff. 1 und 
6a). Soweit sie mit der Behauptung, dass sie im Gesundheitsfall bei der … 
eine qualifizierte Tätigkeit ausgeübt hätte (Beschwerde S. 7 Ziff. IV Ziff. 5) 
impliziert, sie wäre zu einer besser dotierten Funktion aufgestiegen, fehlt 
hierfür eine nähere Begründung; zudem ergeben sich auch aufgrund der 
Akten keinerlei Anhaltspunkte für eine derartige berufliche Weiterentwick-
lung (vgl. SVR 2010 UV Nr. 13 S. 52 E. 4.1). Da die Auflösung des Arbeits-
verhältnisses nach dem Gesagten (vgl. E. 6.4 hiervor) allerdings letztlich 
aus gesundheitlichen Gründen erfolgte, wäre eigentlich für den gesamten 
Beurteilungszeitraum am bisherigen Arbeitsverhältnis anzuknüpfen. Wie 
aufzuzeigen sein wird, wirkt sich dieses Vorgehen der Beschwerdegegnerin 
im Ergebnis jedoch nicht aus (vgl. E. 9 hiernach). Ausgehend vom Validen-
einkommen für das Jahr 2010 (act. IIA 216/9 Ziff. 3.11) ergäbe sich man-
gels einer Nominallohnentwicklung (vgl. BFS, Tabelle T1.2.10, Nominal-
lohnindex, Frauen, Wirtschaftszweig Ziff. 84 {öffentliche Verwaltung}, In-
dexbasis 2010 bzw. Index 2011 = 100.0; die früheren Lohntabellen betref-
fend das öffentliche Dienstverhältnis sind nicht greifbar) für das Jahr 2011 
ein identischer Bruttojahreslohn von Fr. 39‘134.--. Dieses Einkommen wäre 
im Jahr 2012 auf Fr. 39‘408.-- (Fr. 39‘134.-- / 100 x 100.7 [BFS, a.a.O., 
Indexbasis 2010 bzw. Index 2012]) und im Jahr 2014 auf Fr. 64‘117.-- 
(Fr. 39‘134.-- / 100 x 102.4 [BFS, a.a.O., Indexbasis 2010 bzw. Index 2014] 
/ 50 % x 80 % [Arbeitspensum ab Mai]) gestiegen. 

7.2 Das Invalideneinkommen ermittelte die Beschwerdegegnerin bis zur 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses per Ende Juni 2011 ebenfalls anhand 
der Angaben der … und danach mittels Tabellenlöhnen (act. IIA 216/9 ff. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 25

Ziff. 3.9 ff.). Dass sie die Tabellen TA7 bzw. T17 (ab LSE 2012; vgl. BSV, 
Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung 
[KSIH], gültig ab 1. Januar 2015, Anhang VII) heranzog, ist nicht zu bean-
standen, da dies hier eine genauere Festsetzung des Invalideneinkom-
mens erlaubt (vgl. Entscheid des BGer vom 7. März 2014, 9C_841/2013, 
E. 4.2). Mit Blick auf das medizinische Zumutbarkeitsprofil sowie den beruf-
lichen Werdegang der Beschwerdeführerin stellte die Verwaltung richtiger-
weise auf das Anforderungsniveau 3 (bis LSE 2010 [Berufs- und Fach-
kenntnisse vorausgesetzt]) der Tätigkeit «Sekretariats- und Kanzleiarbei-
ten» (Tätigkeit Ziff. 22 der TA7) bzw. auf die Berufsgruppe «Allgemeine 
Büro- und Sekretariatskräfte» (Berufsgruppe Ziff. 41 der T17) ab. Die dabei 
berechneten hypothetischen Löhne geben lediglich insoweit zu Bemerkun-
gen Anlass, als in Anwendung der Tabelle T17 gemäss der für das Verwal-
tungsgericht unverbindlichen (vgl. BGE 142 V 442 E. 5.2 S. 445 f., 142 V 
425 E. 7.2 S. 434, 141 V 365 E. 2.4 S. 368) Verwaltungsweisung (vgl. KSIH 
Anhang VII) nicht das Lebensalter 30-49 Jahre (act. IIA 216/11 f. 
Ziff. 3.14 f.), sondern das Total massgebend wäre und ab Mai 2014 statt 
eines Beschäftigungsgrads von 50 % (act. IIA 216/12 Ziff. 3.15) aufgrund 
des Status ein solcher von 80 % (bei gleichzeitiger Restarbeitsfähigkeit von 
60 %) angenommen werden müsste; beides wirkt sich im Ergebnis aber 
nicht aus (vgl. E. 9 hiernach). So ergäben sich folgende korrigierten Ver-
dienste: Fr. 35‘732.-- ab November 2012 (Fr. 5‘754.-- [BFS, LSE 2012, 
T17, Frauen, Lebensalter Total, Berufsgruppe Ziff. 41] x 12 Monate / 40 
Wochenarbeitsstunden x 41.4 Wochenarbeitsstunden [BFS, betriebsübli-
che Arbeitszeit {BUA} 2012, Wirtschaftszweig Ziff. 84] x 50 % [Arbeitsfähig-
keit]) und Fr. 44‘186.-- ab Mai 2014 (Fr. 5‘915.-- [BFS, LSE 2014, Tabelle 
T17, Frauen, Lebensalter Total, Berufsgruppe Ziff. 41] x 12 Monate / 40 
Wochenarbeitsstunden x 41.5 Wochenarbeitsstunden [BUA 2014, Wirt-
schaftszweig Ziff. 84] x 60 % [Arbeitsfähigkeit bei Status 80 % Erwerbs-
tätigkeit]).

Der ohne jegliche Begründung geforderte leidensbedingte Maximalabzug 
von 25 % (Beschwerde S. 7 Ziff. IV Ziff. 5) ist unter keinem der möglichen 
Aspekte (vgl. E. 5.2.2 hiervor) gerechtfertigt. Das medizinische Zumutbar-
keitsprofil wirkt sich in Verweisungstätigkeiten nicht lohnmindernd aus, zu-
mal selbst die angestammte Tätigkeit an sich möglich bliebe (vgl. E. 4.5 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 26

hiervor). Die Beschwerdeführerin war überdies bereits lange vor Eintritt des 
Gesundheitsschadens teilerwerbstätig und die medizinisch-theoretische 
Arbeitsfähigkeit hätte es ihr auch nach dem Verlust der Arbeitsstelle – ab-
gesehen von der Zeit zwischen Februar und Oktober 2012, in welcher oh-
nehin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestand – weiterhin ermöglicht, 
das Arbeitspensum von 50 % zu bewältigen. Erst mit der hypothetischen 
Erhöhung des Beschäftigungsgrades auf 80 % ab Mai 2014 (Status) war 
dies nicht mehr zumutbar. Selbst in dieser Phase hätte sich der Beschäfti-
gungsgrad aber nicht zusätzlich zur gesundheitsbedingten Einschränkung 
negativ auf das Einkommen niedergeschlagen, da sich statistisch gesehen 
Teilzeitarbeit bei Frauen proportional eher lohnerhöhend auswirkt (vgl. SVR 
2012 IV Nr. 17 S. 78, E. 4.2.2.2). Sodann ist die Beschwerdeführerin in der 
Schweiz geboren, Schweizerbürgerin (act. II 2/9-14) und hat angesichts 
ihres Alters (act. II 1.1/31 Ziff. 1.4) noch eine beträchtliche Aktivitätsdauer 
vor sich.

Ebenso unbegründet ist der zusätzlich geltend gemachte Abzug vom Inva-
lideneinkommen aufgrund von erhöhten Gesundheitskosten (Beschwerde 
S. 7 Ziff. IV Ziff. 5; act. IIA 225/4). Solche Kosten im Sinne von Rz. 3063-
3065 KSIH sind nicht ausgewiesen. Einerseits empfahlen die MEDAS-
Gutachter keine nicht kassenpflichtigen medizinischen Massnahmen 
(act. IIA 191.1/35 lit. F Ziff. 8) und fehlt der Kostenbeteiligung (Franchi-
se/Selbstbehalt) der Charakter invaliditätsbedingter Gewinnungskosten 
(vgl. MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a N. 118). Anderseits sind die ent-
sprechenden Voraussetzungen nicht erfüllt, wenn die Behandlungen – wie 
hier – primär wegen der Krankheit als solcher erforderlich sind und nur se-
kundär der Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit dienen. Die 
Gutachter knüpften ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit denn auch nicht 
an die Bedingung, dass weitere Therapien in Anspruch genommen werden.

7.3 Aus der Gegenüberstellung der von der Beschwerdegegnerin ermit-
telten und im vorerwähnten Sinne angepassten Vergleichseinkommen er-
geben sich die folgenden ungewichteten Einschränkungen im Erwerb: 
60.00 % ab Januar 2009 ([Fr. 38‘696.-- ./. Fr. 15‘478.--] / Fr. 38‘696.-- x 
100), 20.00 % ab August 2009 ([Fr. 38‘696.-- ./. Fr. 30‘957.--] / Fr. 38‘696.-- 
x 100), 0.00 % ab Januar 2010 (Invalideneinkommen = Valideneinkom-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 27

men), 6.15 % ab Juli 2011 ([Fr. 39‘134.-- ./. Fr. 36‘726.--] / Fr. 39‘134.-- x 
100), 100.00 % ab Februar 2012 (Invalideneinkommen: Fr. 0.--), 9.33 % ab 
November 2012 ([Fr. 39‘408.--./. Fr. 35‘732.--] / Fr. 39‘408.-- x 100) und 
31.09 % ab Mai 2014 ([Fr. 64‘117.-- ./. Fr. 44‘186.--] / Fr. 64‘117.-- x 100). 
Weiter zu prüfen sind die Einschränkungen im Haushalt.

8.

8.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

Den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kommt kein genereller 
Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im Haus-
halt zu. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommensver-
gleichs nach Art. 16 ATSG kann beim Betätigungsvergleich nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG auf eine medizinisch-theoretische Schätzung der Invalidität ab-
gestellt werden. Massgebend ist die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen, was unter Berücksichtigung der konkreten Ver-
hältnisse im Einzelfall festzustellen ist. Die von der Invalidenversicherung 
eingeholten Abklärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im 
Regelfall genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung dar. Nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 28

der Rechtsprechung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den 
einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der 
Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei 
unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu 
den ärztlichen Befunden stehen (SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1). Dies 
gilt selbst für den Fall, dass es um die Bemessung einer psychisch beding-
ten Invalidität geht, d.h. die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vor-
dergrund steht. Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort 
und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten 
Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den 
ärztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht 
über die Haushaltabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur 
beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der 
damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (SVR 2012 IV Nr. 19 
S. 87 E. 2). 

Wechselwirkungen zwischen Erwerbs- und Haushaltbereich sind nur dann 
zusätzlich zu berücksichtigen, wenn die Arzt- und (Haushalts-) Abklärungs-
berichte nicht bereits in Kenntnis der im jeweils anderen Aufgabenbereich 
vorhandenen Belastungssituation erstellt worden sind und konkrete An-
haltspunkte dafür bestehen, dass eine wechselseitige Verminderung der 
Leistungsfähigkeit vorliegt, die in den vorhandenen Berichten nicht hinrei-
chend gewürdigt worden ist. Damit die negative gesundheitliche Auswir-
kung einer schlechten Vereinbarkeit der beiden Tätigkeitsbereiche berück-
sichtigt werden kann, muss sie offenkundig und unvermeidbar sein (bei-
spielsweise körperlich anstrengende Berufs- und Haushaltsarbeit oder psy-
chisch belastende berufliche und familiäre Situation). Von einer vermeidba-
ren Wechselwirkung ist demgegenüber auszugehen, wenn sie durch die – 
aufgrund der gesamten Umstände zumutbare – Wahl einer anderen Er-
werbstätigkeit ausgeschlossen werden kann. Allfällige Wechselwirkungen 
sind stets vom anteilmässig bedeutenderen zum weniger bedeutenden 
Bereich zu berücksichtigen. Sind beide Bereiche mit 50 % zu veranschla-
gen, sind sie dort beachtlich, wo sie sich stärker auswirken. Das durch die 
Wechselwirkung verminderte Leistungsvermögen ist nur dann zu berück-
sichtigen, wenn es offenkundig ist und ein gewisses normales Mass über-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 29

schreitet. Ihm ist mit einem Abzug von maximal 15 ungewichteten Prozent-
punkten Rechnung zu tragen (BGE 134 V 9 E. 7.3 S. 12).

Gesundheitliche Auswirkungen des Erwerbsbereichs auf den Haushalt 
können nur angenommen werden, wenn die verbleibende Arbeitsfähigkeit 
im erwerblichen Tätigkeitsgebiet voll ausgenützt wird, d.h. der für den Ge-
sundheitsfall geltende Erwerbsanteil die Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich 
übersteigt oder mit dieser identisch ist. Ein allfälliges reduziertes Leistungs-
vermögen im Erwerbsbereich infolge der Beanspruchung im Haushalt kann 
ferner lediglich dann berücksichtigt werden, wenn Betreuungspflichten, 
etwa gegenüber Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, bestehen 
(BGE 134 V 9 E. 7.3.3 und E. 7.3.4 S. 13).

8.2 Die Beschwerdegegnerin führte am 12. April 2011 sowie am 22. Mai 
2014 Hausbesuche durch (act. II 76; act. IIA 167) und erstellte nach dem 
Vorliegen des MEDAS-Gutachtens (act. IIA 191.1) am 26. Mai 2016 einen 
aktualisierten Abklärungsbericht Haushalt (act. IIA 216). Darin ermittelte sie 
anhand des Betätigungsvergleichs eine ungewichtete Einschränkung von 
12.00 % (act. IIA 216/14-16 Ziff. 7). Entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin (Replik S. 2) war eine weitere Abklärung an Ort und Stel-
le weder erforderlich noch geboten. Der Abklärungsperson war die Situati-
on im Haushalt der Beschwerdeführerin durch den Besuch im Jahr 2014 
hinreichend bekannt und die Beschwerdeführerin macht auch nicht geltend, 
dass sich die Verhältnisse danach in relevanter Weise geändert hätten. 
Inwiefern im Verzicht auf eine weitere Abklärung vor Ort eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs zu erblicken sein soll (Replik S. 2), ist nicht einzu-
sehen, zumal die Beschwerdegegnerin im Rahmen des Vorbescheidverfah-
rens Gelegenheit hatte, sich zum neusten Abklärungsbericht (act. IIA 216) 
zu äussern (act. IIA 225). Soweit sie rügt, dass sich das Administrativgut-
achten nicht zur «Haushaltsfähigkeit» äussere und eine allfällige Wechsel-
wirkung zwischen Erwerb und Aufgabenbereich nicht berücksichtigt worden 
sei (Beschwerde S. 6 Ziff. IV Ziff. 3; Replik S. 2), ist ihr nicht zu folgen. Die 
MEDAS-Gutachter zeigten in ihrer Expertise differenziert die funktionellen 
Einschränkungen und verbleibenden Ressourcen auf (act. IIA 191.1/31 f. 
lit. E). Eine Ausnahmekonstellation, die eine zusätzliche Stellungnahme der 
medizinischen Sachverständigen zu den einzelnen Positionen der Haus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 30

haltsführung hätte als zwingend erscheinen lassen, liegt offensichtlich nicht 
vor (vgl. E. 8.1 hiervor). Zudem wurde in der BAK-Stellungnahme vom 
12. September 2016 (act. IIA 233) zu Recht darauf hingewiesen, dass im 
Rahmen des Betätigungsvergleichs auch aussermedizinische Aspekte wie 
die Obliegenheit zur Schadenminderung (vgl. Rz. 3089 KSIH) mitwirken, 
wozu sich die Gutachter ohnehin nicht äussern können (act. IIA 233/4). Die 
einzelnen Einschränkungen wurden seitens der Abklärungsperson einge-
hend begründet (act. IIA 216/14-16 Ziff. 7). Weder die Beschwerdeführerin 
noch die behandelnde Psychiaterin setzten sich mit den diesbezüglichen 
Erwägungen auseinander. Insbesondere legte Dr. med. E.________ in der 
nachgerechten Beurteilung der «Haushaltsfähigkeit» vom 4. Dezember 
2016 (act. I 9) nicht dar, welche spezifischen Aufgabenkategorien (vgl. 
Rz. 3086 KSIH) aus welchen Gründen unzutreffend beurteilt worden sein 
sollten. Schliesslich ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegne-
rin eine Wechselwirkung zwischen Erwerbs- und Haushaltbereich aus-
schloss (Replik S. 2). Die Beschwerdeführerin muss ihre recht selbständige 
Tochter nicht mehr betreuen und übernimmt für ihre nicht pflegebedürftigen 
Eltern höchstens Fahrdienste (act. IIA 216/16 Ziff. 7), womit ein negativer 
Einfluss des Aufgabenbereichs auf den Erwerbsbereich (in der Phase iden-
tischer Anteile) von vornherein ausser Betracht fällt (vgl. E. 8.1 hiervor). 
Umgekehrt ist eine über das normale Mass hinausgehende negative Aus-
wirkung des Erwerbsbereichs auf den Haushalt ebenso wenig ausgewie-
sen. Insbesondere verrichtet die Beschwerdeführerin keine körperlich oder 
psychisch anstrengenden Berufsarbeiten und kann die aus ophthalmologi-
scher Sicht empfohlenen kleinen Erholungspausen (act. IIA 191.2/7) inner-
halb des Arbeitspensums in Anspruch nehmen. Soweit gesundheitsbedingt 
darüber hinaus eine Erholung nötig würde, wäre dies mit dem Aufgabenbe-
reich durchaus vereinbar, da die entsprechenden Haushaltsverrichtungen 
zeitlich relativ frei eingeteilt werden können. Der Abklärungsbericht Haus-
halt vom 26. Mai 2016 (act. IIA 216) ist somit beweiskräftig, weshalb von 
einer ungewichteten Einschränkung im Aufgabenbereich von 12.00 % aus-
zugehen ist. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Status ergeben sich im 
Haushalt gewichtete Einschränkungen von 6.00 % (12.00 % x 0.5) ab Fe-
bruar 2008 bzw. 2.40 % (12.00 % x 0.2) ab Mai 2014.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 31

9.

9.1 Aus den Einschränkungen im Erwerb (vgl. E. 7.3 hiervor) und im 
Haushalt (vgl. E. 8.2 hiervor) resultieren die folgenden gerundeten (vgl. 
BGE 130 V 123 E. 3.2 und 3.3) Invaliditätsgrade: 36 % ab Januar 2009 
(6.00 % + 30.00 % [60.00 % x 0.5]), 16 % ab August 2009 (6.00 % + 
10.00 % [20.00 % x 0.5], 6 % ab Januar 2010 (6.00 % + 0.00 %), 9 % ab 
Juli 2011 (6.00 % + 3.08 % [6.15 % x 0.5]), 56 % ab Februar 2012 (6.00 % 
+ 50.00 % [100.00 % x 0.5]), 11 % ab November 2012 (6.00 % + 4.67 % 
[9.33 % x 0.5]) und 27 % ab Mai 2014 (2.40 % + 24.87 % [31.09 % x 08]). 

9.2 Damit erreichte der Invaliditätsgrad einzig in der Phase von Februar 
bis Oktober 2012 ein relevantes und zu einer halben Invalidenrente berech-
tigendes Ausmass (vgl. E. 3.4 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat der 
Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 17. Oktober 2016 (act. IIA 241) 
folglich im Ergebnis zu Recht eine in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV 
bis 31. Januar 2013 befristete halbe Invalidenrente zugesprochen. Die da-
gegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

10.

10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2017, IV/16/1141, Seite 32

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.