# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59c9d43d-3792-52c7-ae7b-58ba43399cd6
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2005-03-10
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 10.03.2005 BB.2004.73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2004-73_2005-03-10.pdf

## Full Text

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer: BB.2004.73 
 
 
 

 

 

 
 

  Entscheid vom 10. März 2005 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Tito Ponti,  
Gerichtsschreiberin Joséphine Contu  

 
Parteien 

  
A.______, 

Beschwerdeführer
 

 gegen 
   

SCHWEIZERISCHE BUNDESANWALTSCHAFT,  
Beschwerdegegnerin

 
Gegenstand  Beschwerde gegen Verweigerung der Zulassung als 

privater Verteidiger und Verweigerung des Besuchs-
rechts (Art. 105bis BStP) 

 

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung,  
 
dass die Schweizerische Bundesanwaltschaft (nachstehend „Bundesan-
waltschaft“) mit Verfügung vom 2. September 2004 anordnete, A.______ 
sei wegen einer latenten Interessenkollision i.S.v. Art. 12 lit. c des Bundes-
gesetzes vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und 
Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) für die Rechtsvertretung der 
Beschuldigten B.______ und C.______ nicht zuzulassen; 
 
dass gegen diese Verfügung weder A.______ noch B.______ oder 
C.______ Beschwerde erhoben;  
 
dass A.______ die Bundesanwaltschaft am 25. Oktober 2004 darum er-
suchte, die inhaftierten B.______ und C.______ als Parteienvertreter besu-
chen zu dürfen, was ihm mit Verfügung vom 3. November 2004 verweigert 
und mit Entscheid dieser Kammer vom 10. November 2004 bestätigt wur-
de; 
 
dass die Beschwerdekammer auf eine ihr zuständigkeitshalber vom Eidge-
nössischen Justiz- und Polizeidepartement weitergeleitete Aufsichtsbe-
schwerde A.______ vom 10. November 2004 nicht eintrat (Entscheid der 
Beschwerdekammer vom 21. Januar 2005; BK_A 210/04); 
 
dass auf den erneuten Antrag A.______, ihm sei das Besuchsrecht zu ge-
währen und er sei als privater Verteidiger der Beschuldigten B.______ und 
C.______ zuzulassen, die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 
22. November 2004 nicht eintrat (BK act. 1.1); 
 
dass A.______ dagegen mit Eingabe vom 25. November 2004 Beschwerde 
erhob und darin erneut beantragt, er sei als privater Verteidiger von 
B.______ und C.______ mit allen daraus ergehenden Rechten, insbeson-
dere dem Besuchsrecht, anzuerkennen (BK act. 1); 
 
dass er die Beschwerde damit begründet, die Akten seien mit Entscheid 
der Bundesanwaltschaft vom 22. Oktober 2004 parteiöffentlich gemacht 
worden, weshalb keine Interessenkollision mehr bestehe, und er von 
B.______ und C.______ aufgrund von ihnen unterzeichneter, aktueller An-
waltsvollmachten als deren Vertreter gewünscht werde; 
 
dass A.______ in der gleichen Eingabe vom 25. November 2004 auch ein 
Gesuch um Revision des Entscheids der Beschwerdekammer vom 10. No-

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vember 2004 stellte und dieses mit denselben Vorbringen wie die Be-
schwerde begründete;  
 
dass das Revisionsgesuch mit Entscheid vom 6. Dezember 2004 abgewie-
sen (BK_B 209/04) und darin u.a. erwogen wurde, die Akten seien entge-
gen den Ausführungen des damaligen Gesuchstellers und jetzigen Be-
schwerdeführers nur teilweise parteiöffentlich gemacht worden und die Ge-
fahr einer latenten Interessenkollision sei nicht gebannt (vgl. E. 2.1 des Ent-
scheids), woran auch die eingereichten aktuellen Anwaltsvollmachten 
nichts ändern könnten (E. 2.2 des Entscheids); 
 
dass die vorgenannten Erwägungen, welche zur Abweisung des Revisi-
onsgesuchs führten, auch für die identischen, zur Begründung der Be-
schwerde vorgebrachten Rügen gelten, weshalb auch diese Beschwerde 
abzuweisen ist; 
 
dass im genannten Entscheid vom 6. Dezember 2004 in Bezug auf 
A.______s Ersuchen, der Entscheid habe auf Italienisch zu erfolgen, erwo-
gen wurde, gestützt auf Art. 30 SGG i.V.m. Art. 37 Abs. 3 OG rechtfertige 
sich die deutsche Sprache (vgl. E. 1. des Entscheids), was auch für den 
vorliegenden Entscheid gilt; 
 
dass vorliegend die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen (Art. 3 des 
Reglements über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht) und 
dem Gesuchsteller aufzuerlegen ist (Art. 245 BStP i.V.m. Art. 156 Abs. 1 
OG), 

 

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und erkennt: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 11. März 2005 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A.______ 
- Schweizerische Bundesanwaltschaft 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein Rechtsmittel gegeben.