# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78961c7f-51e0-537f-a491-2f73205f563b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 03.05.2022 LA210042
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LA210042_2022-05-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LA210042-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin Dr. S. Janssen sowie  

Gerichtsschreiber Dr. O. Hug 

Urteil vom 3. Mai 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Kläger und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ und/oder  

Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____,  

 

 

gegen 

 

B._____ Limited,  
Beklagte und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ und/oder  

Rechtsanwältin lic. iur. Y2._____,  

 

 

betreffend arbeitsrechtliche Forderung  
 
Berufung gegen ein Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich, 1. Abteilung, im  
ordentlichen Verfahren vom 18. Oktober 2021 (AN190022-L) 
 

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Rechtsbegehren: 

(Urk. 1 S. 2) 

"Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger brutto CHF 618'472 
(d.h. vor Abzug der vom Kläger als Arbeitnehmer zu bezahlenden So-
zialversicherungsbeiträge) zu bezahlen, zuzüglich Zins von 5 % seit 
dem 24. November 2018; 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zulasten 
der Beklagten." 

 

Urteil des Arbeitsgerichts Zürich, 1. Abteilung, vom 18. Oktober 2021: 
(Urk. 71 S. 14 f. = Urk. 74 S. 14 f.) 

1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen. 
2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 30'056.– festgesetzt. 
3. Die Gerichtskosten werden dem Kläger auferlegt.  
 Die Gerichtskosten werden vorab aus dem vom Kläger geleiste-

ten Vorschuss bezogen.  
4. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädi-

gung in der Höhe von Fr. 35'950.– (inkl. Mehrwertsteuer) zu be-
zahlen.  

5. [Schriftliche Mitteilung] 
6. [Rechtsmittel: Berufung, Frist: 30 Tage] 

 

Berufungsanträge: 

des Klägers und Berufungsklägers (Urk. 73 S. 2): 
 

"1. Es sei das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich vom 18. Oktober 2021 
(Geschäfts-Nr. AN190022-L) aufzuheben und es sei die Beklagte 
und Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem Kläger und Beru-
fungskläger brutto CHF 618'472 (d.h. vor Abzug der vom Kläger 
und Berufungskläger als Arbeitnehmer zu bezahlenden Sozial-
versicherungsbeiträge) zu bezahlen, zuzüglich Zins von 5 % seit 
dem 24. November 2018, unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen (zuzüglich Mehrwertsteuer) für das erstinstanzliche Verfahren 
vor Arbeitsgericht zu Lasten der Beklagten und Berufungsbeklag-
ten; 

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2. Eventualiter sei das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich vom 18. Ok-
tober 2021 (Geschäfts-Nr. AN190022-L) aufzuheben und die Sa-
che im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwert-
steuer) zu Lasten der Beklagten und Berufungsbeklagten." 
 

 

Erwägungen: 

 

I. Prozessgeschichte 

1. Am 8. April 2019 (Datum Poststempel: 5. April 2019) ging bei der Vorinstanz 

die vom 5. April 2019 datierende Klageschrift des Klägers und Berufungsklägers 

(nachfolgend: Kläger) mit vorgenanntem Rechtsbegehren ein (Urk. 1). Der weitere 

Verfahrensverlauf vor Vorinstanz kann dem angefochtenen Entscheid entnommen 

werden (Urk. 71 S. 2 f. = Urk. 74 S. 2 f.). Das das erstinstanzliche Verfahren ab-

schliessende Urteil der Vorinstanz datiert vom 18. Oktober 2021 (Urk. 74).  

2. Mit Eingabe vom 18. November 2021 (Datum Poststempel: 18. November 

2021; eingegangen am 22. November 2021) erhob der Kläger fristgerecht Beru-

fung gegen das vorinstanzliche Urteil und stellte die eingangs aufgeführten Anträ-

ge (Urk. 72/1; Urk. 73 S. 2). Mit Verfügung vom 29. November 2021 wurde dem 

Kläger Frist zur Leistung eines Vorschusses für die Gerichtskosten in Höhe von 

Fr. 23'000.– angesetzt (Urk. 75). Dieser Vorschuss wurde rechtzeitig geleistet 

(Urk. 76).  

3. Da sich die Kritik des Klägers am angefochtenen Urteil als offensichtlich un-

begründet erweist, kann auf das Einholen einer Berufungsantwort der Gegenpar-

tei verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO). 

4. Das Verfahren ist spruchreif. 

  

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II. Prozessuales 

1.1. Die vorliegende Streitigkeit beruht auf einem internationalen Sachverhalt. 

1.2. Der Kläger hatte die Klage gestützt auf Art. 199 Abs. 2 lit. a ZPO ohne vor-

herige Durchführung eines Schlichtungsverfahrens direkt beim Arbeitsgericht Zü-

rich eingeleitet, weil die Beklagte und Berufungsbeklagte (nachfolgend: Beklagte) 

ihren Sitz im Ausland hat. Die Vorinstanz kam zutreffend zum Schluss, dass dies 

nicht zu beanstanden ist (vgl. Urk. 74 S. 3 f.). 

1.3. Mit Beschluss vom 21. September 2020 bejahte die Vorinstanz ihre örtliche 

und sachliche Zuständigkeit und trat auf die Klage ein (Urk. 45). Dieser Entscheid 

wurde nicht angefochten, weshalb es damit sein Bewenden hat. 

1.4. Die Vorinstanz ging zutreffend davon aus, dass die Frage, ob ein Arbeits-

verhältnis im Sinne von Art. 121 IPRG vorliegt, nach der lex fori, d.h. nach 

schweizerischem Recht, zu beurteilen ist (Urk. 74 S. 5 und S. 8; ZK IPRG-Kren 

Kostkiewicz, Art. 121 N 5; BSK IPRG-Brunner/Vischer, Art. 121 N 15).  

2.1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über eine umfassende Überprüfungsbefugnis über die Streit-

sache, d.h. über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, ein-

schliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; 

BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbe-

gründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstin-

stanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten 

ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 

5A_164/2019 vom 20. Mai 2020, E. 5.2.3; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, 

E. 2.1). Dies setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvo-

raussetzung) voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanzlichen 

Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich mit diesen argumentativ auseinan-

dersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo 

die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden er-

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hoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Beru-

fungsgrund ergeben soll. Der pauschale Verweis auf frühere Vorbringen oder de-

ren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 

5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1; BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 

2013, E. 3.2). Das vorinstanzliche Verfahren wird nicht einfach fortgeführt oder 

gar wiederholt, sondern der Entscheid des Erstgerichts aufgrund von erhobenen 

Beanstandungen überprüft. Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Be-

gründungsanforderungen genügenden Weise beanstandet wird, braucht die 

Rechtsmittelinstanz – zumindest, solange ein Mangel nicht geradezu offensicht-

lich ist – nicht zu überprüfen (BGE 144 III 394 E. 4.1.4). Insofern erfährt der 

Grundsatz "iura novit curia" (Art. 57 ZPO) im Berufungsverfahren eine Relativie-

rung (BK ZPO I-Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.; Glasl, DIKE-Komm-ZPO, Art. 57 

N 22). Dessen ungeachtet ist die Berufungsinstanz bei der Rechtsanwendung 

weder an die Argumente der Parteien noch an die Erwägungen der Vorinstanz 

gebunden (sog. Motivsubstitution; BGE 144 III 394 E. 4.1.4 m.H.; ZK ZPO-

Reetz/Hilber, Art. 318 N 21; Seiler, Die Berufung nach ZPO, 2013, N 1507). Die 

dargelegten Anforderungen an die Berufungsbegründung gelten sinngemäss 

auch für die Berufungsantwort (BGer 4A_580/2015 vom 11. April 2016, E. 2.2). 

2.2. Im Berufungsverfahren sind neue Tatsachen und Beweismittel – resp. über 

den insoweit zu engen Wortlaut hinaus neue Tatsachenbehauptungen, neue Be-

streitungen von Tatsachenbehauptungen, neue Einreden (rechtlicher Art) und 

neue Beweismittel (ZK ZPO-Reetz/Hilber, Art. 317 N 31) – nach Art. 317 

Abs. 1 ZPO nur noch zulässig resp. zu berücksichtigen, wenn sie – kumulativ – 

ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer 

Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 

Abs. 1 lit. b ZPO). Mit dieser Regelung hat der Gesetzgeber für das Berufungsver-

fahren ein Novenrecht statuiert, das nur unter restriktiven Voraussetzungen aus-

nahmsweise Noven zulässt. Der ZPO liegt die Idee zugrunde, dass alle Tatsa-

chen und Beweismittel in erster Instanz vorzubringen sind und der Prozess vor 

dem erstinstanzlichen Gericht grundsätzlich abschliessend zu führen ist. Das Be-

rufungsverfahren dient nicht der Vervollständigung des vorinstanzlichen Verfah-

rens, sondern der Überprüfung und Korrektur des erstinstanzlichen Entscheids im 

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Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen (BGE 142 III 413 E. 2.2.2 

m.w.H.). Jede Partei, welche neue Tatsachen geltend macht oder neue Beweis-

mittel benennt, hat zunächst zu behaupten und zu beweisen, dass dies ohne Ver-

zug geschieht. Will eine Partei unechte Noven geltend machen, trägt sie zudem 

die Beweislast für die Zulässigkeit der Noven. Sie muss zusätzlich Behauptungen 

aufstellen und Beweise benennen, aus denen sich ergibt, dass sie umsichtig und 

sorgfältig gehandelt hat, die neu vorgebrachten Tatsachen und Behauptungen 

oder Beweismittel aber dennoch nicht bereits früher vorbringen konnte. Der ande-

ren Partei steht der Gegenbeweis offen (vgl. zum Ganzen auch BGer 

5A_330/2013 vom 24. September 2013, E. 3.5.1 m.H.). Eine Ausnahme von den 

dargelegten Grundsätzen besteht insoweit, als erst der Entscheid der Vorinstanz 

Anlass dazu gibt, Noven vorzubringen (BGE 139 III 466 E. 3.4). Werden Tatsa-

chenbehauptungen oder Beweisanträge im Berufungsverfahren bloss erneuert, ist 

unter Hinweis auf konkrete Aktenstellen aufzuzeigen, dass und wo sie bereits vor 

Vorinstanz eingebracht wurden; andernfalls gelten sie als neu. 

2.3. Soweit der Kläger in seiner Berufungsschrift Ausführungen zum Sachverhalt 

macht, ohne dabei Bezug zu nehmen auf den vorinstanzlichen Entscheid resp. 

ohne Angaben dazu zu machen, dass bzw. wo vor Vorinstanz entsprechende Be-

hauptungen aufgestellt wurden, und ohne die Zulässigkeit von Noven darzutun 

(vgl. z.B. Urk. 73 S. 22 Rz. 63 teilweise, S. 32 Rz. 104, S. 39 Rz. 137, S. 40 

Rz. 146 f. und Rz. 150, S. 41 Rz. 154 f., S. 50 ff. Rz. 194-201 und Rz. 204, S. 53 

Rz. 207 und 209, S. 54 Rz. 211 teilweise, S. 57 Rz. 223 teilweise, S. 58 Rz. 228-

230), sind diese nach dem Dargelegten unbeachtlich. Das Gleiche gilt, soweit der 

Kläger für Korrekturen und Ergänzungen, die am von der Vorinstanz erstellten 

Sachverhalt anzubringen seien, pauschal auf seine Vorbringen und Beweismit-

telofferten vor Vorinstanz verweist (vgl. Urk. 73 S. 16 f. Rz. 34-37, insb. Rz. 37, 

S. 30 f. Rz. 95 und 97). 

3. Die vorinstanzlichen Akten wurden antragsgemäss beigezogen (Urk. 73 

S. 2; Urk. 1-72). Auf die Parteivorbringen ist nur insoweit einzugehen, als dies für 

die Entscheidfindung notwendig ist. 

 

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III. Materielles 

1.1. Gemäss insoweit seitens des Klägers unbestritten gebliebener Sachver-

haltserstellung durch die Vorinstanz ist die Beklagte eine nach dem englischen 

und walisischen Recht organisierte Aktiengesellschaft und eine Konzerngesell-

schaft des B'._____-Konzerns, und ist B'._____ ein globaler Anbieter von soge-

nannten flexiblen Arbeitsplatzlösungen, wobei die C._____ Plc als Konzernober-

gesellschaft die Beklagte kontrolliert (Urk. 74 S. 4). 

1.2. Die Parteien standen in Vertragsverhandlungen über einen Arbeitsvertrag. In 

zwei ersten Vertragsentwürfen war die Konzerntochtergesellschaft B'._____ SA 

mit Sitz in D._____ als Arbeitgeberin aufgeführt. Am 3./8. Oktober 2018 unter-

zeichneten der Kläger einerseits und E._____, Chief Talent Officer, für die Be-

klagte andererseits (elektronisch) eine Vereinbarung auf dem Briefpapier der Be-

klagten mit dem Titel "Mandate and Indicative terms and conditions". Darin wur-

den die "Heads of Terms" für die Zusammenarbeit festgehalten (Urk. 74 S. 4; Urk. 

4/3, 4/5 und 4/6). 

1.3. Die Parteien sind sich darüber uneinig, ob die Vereinbarung vom 3./8. Ok-

tober 2018 als Arbeitsvertrag zwischen ihnen zu qualifizieren ist (so der Kläger, 

Urk. 74 S. 7) oder ob es sich dabei um eine Zusammenfassung der Eckpunkte 

handelte, auf welche man sich für den allfälligen Abschluss eines zukünftigen Ver-

trags und erst in den Grundzügen geeinigt habe (so die Beklagte, Urk. 74 S. 7). 

Einig sind sich die Parteien demgegenüber darüber, dass auf die Vereinbarung 

vom 3./8. Oktober 2018 folgend ein detaillierter Arbeitsvertrag hätte abgeschlos-

sen werden sollen. Zwar wurde dem Kläger am 16. November 2018 ein detaillier-

ter Arbeitsvertrag zugesandt. Dieser wurde jedoch nicht unterzeichnet (Urk. 74 

S. 4). Mit E-Mail vom 23. November 2018 teilte E._____ mit, dass die C._____ 

nicht mit dem Arbeitsvertrag mit dem Kläger fortfahren wolle und dass jede Bera-

tungsdienstleistung, an welcher der Kläger derzeit arbeite, einzustellen sei. Der 

Arbeitsvertragsentwurf sei nichtig. Ferner wurde der Kläger mit einem undatierten 

Schreiben darauf hingewiesen, dass die "Indicative terms" nicht mehr gültig seien. 

Für den Fall, dass ein Arbeitsvertrag als abgeschlossen gelten sollte, wurde im 

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Namen der Beklagten sowie der B'._____ SA die Kündigung ausgesprochen (Urk. 

74 S. 4). 

1.4. Gegenstand des Verfahrens bilden ein Sign-on Bonus in Höhe von 

Fr. 600'000.– sowie eine Lohnforderung in Höhe von Fr. 18'472.–, beide Beträge 

nebst Zins zu 5% seit 24. November 2018. Diese Forderungen leitet der Kläger 

aus der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 ab. Die Beklagte beantragte vor 

Vorinstanz die Abweisung der Klage (Urk. 74 S. 5 f. mit Verweis auf Urk. 1 und 

23). 

2.1. Die Vorinstanz wies die Klage vollumfänglich ab (Urk. 74 S. 14).  

2.2. In einem ersten Schritt prüfte die Vorinstanz, ob die Vereinbarung vom 3./8. 

Oktober 2018 als Arbeitsvertrag zwischen den Parteien zu qualifizieren sei, und 

verneinte dies. Es sei unbestritten, dass der Kläger ab dem 15. Januar 2019 als 

globaler Chief Operating Officer (COO) für den B'._____-Konzern habe tätig wer-

den und direkt F._____, dem Gründer, Geschäftsführer (CEO) und Verwaltungs-

rat der C._____ Plc, habe rapportieren sollen. Dabei sei von Anfang an geplant 

gewesen, dass der Kläger von der B'._____ SA mit Sitz in D._____ – einer 

schweizerischen Tochtergesellschaft des B'._____-Konzerns – angestellt werden 

sollte. Dass die Tochtergesellschaft als Arbeitgeberin vorgesehen gewesen sei, 

gehe insbesondere auch aus den verschiedenen Entwürfen des detaillierten Ar-

beitsvertrags hervor, der letztlich Grundlage für das Arbeitsverhältnis hätte sein 

sollen und in dem die zwischen der Beklagten und dem Kläger ausgehandelten 

Anstellungsbedingungen final hätten erfasst werden sollen. Dass der Kläger eige-

nen Angaben zufolge an einer Tätigkeit für den B'._____-Konzern und nicht für 

eine bestimmte Konzerntochter interessiert gewesen sei, ändere nichts daran, 

dass als Arbeitgeberin immer die B'._____ SA [recte: B'._____ SA, im Folgenden 

so bezeichnet] vorgesehen gewesen sei. Mit der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 

2018 hätten die Parteien die Anstellungsbedingungen des Klägers bei der Toch-

tergesellschaft B'._____  SA ausgehandelt. In der Folge sei es jedoch nicht zum 

finalen Abschluss eines Arbeitsvertrags zwischen der B'._____ SA und dem Klä-

ger gekommen. Es sei vorliegend zwischen dem B'._____-Konzern und den ein-

zelnen Konzerngesellschaften wie z.B. der Beklagten und der B'._____ SA zu un-

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terscheiden. Dass als Arbeitgeberin des Klägers immer die B'._____ SA vorgese-

hen gewesen sei, sei unbestritten. Dass sich dies im Laufe der Vertragsverhand-

lungen geändert hätte, sei von keiner Partei geltend gemacht worden. Entspre-

chendes gehe auch aus den eingereichten Beilagen nicht hervor. Somit habe die 

Beklagte – entgegen den Ausführungen des Klägers – keinen Bindungswillen ge-

habt, ein Arbeitsverhältnis als Arbeitgeberin mit dem Kläger einzugehen, auch 

wenn sie mit diesem die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 abgeschlossen 

habe. Etwas anderes sei der vorgenannten Vereinbarung auch nicht zu entneh-

men. Darin seien zwar die Eckdaten der Anstellungsbedingungen für einen finalen 

Arbeitsvertrag festgehalten, sei die Beklagte aber nicht als Arbeitgeberin des Klä-

gers aufgeführt worden. Die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 stelle daher 

keinen Arbeitsvertrag zwischen den Parteien dar (Urk. 74 S. 10 f.). Da kein Ar-

beitsvertrag abgeschlossen worden sei, habe auch keine Kündigung erfolgen 

können, welche die Auszahlung eines Sign-on Bonus in der Höhe von 

Fr. 600'000.– brutto als Abfindungsanspruch zur Folge habe. Ebenso wenig be-

stehe ein Lohnanspruch in der Höhe von Fr. 18'472.– für eine (vorliegend nicht 

existente) Kündigungsfrist (Urk. 74 S. 12). 

2.3. Die Vorinstanz kam ferner zum Schluss, dass die Beklagte dem Kläger mit 

der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 keinen Abschluss eines Arbeitsvertrags 

mit der B'._____ SA garantiert habe und dass auch keine Konventionalstrafe bei 

Nichtübernahme der zwischen den Parteien ausgehandelten Anstellungsbedin-

gungen des Klägers durch die B'._____ SA vereinbart worden sei. Solches sei 

auch nicht geltend gemacht worden (Urk. 74 S. 12 f.). 

2.4. Sodann verneinte die Vorinstanz das Vorliegen eines Anspruchs aus Culpa 

in contrahendo. Dass die Beklagte bei den Arbeitsvertragsverhandlungen zwi-

schen der B'._____ SA und dem Kläger schuldhaft gegen Treu und Glauben 

verstossen habe, sei nicht substantiiert geltend gemacht und ein Entschädi-

gungsanspruch sei nicht substantiiert erhoben worden (Urk. 74 S. 13).  

2.5. Schliesslich prüfte die Vorinstanz, ob der Kläger einen Anspruch auf Aus-

lagenersatz oder einen Schadenersatzanspruch habe. In diesem Zusammenhang 

liess sie offen, ob zwischen dem Kläger und dem B'._____-Konzern ein Bera-

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tungsmandat vereinbart worden sei und die von ihm behaupteten Kontakte damit 

in Zusammenhang gestanden hätten. Fest stehe, dass er vom B'._____-Konzern 

für seinen Einsatz ein Honorar in der Höhe von Fr. 160'000.– erhalten habe. Dass 

er weitergehende Auslagen gehabt hätte, sei vom Kläger nicht geltend gemacht 

worden. Somit lägen diesbezüglich keine Schadenersatzansprüche seitens des 

Klägers vor (Urk. 74 S. 13 f.). 

3. Der Kläger kritisiert in der Berufungsschrift, die Vorinstanz sei zu Unrecht 

davon ausgegangen, dass er vom C._____/B'._____-Konzern für seinen Einsatz 

ein Honorar in der Höhe von Fr. 160'000.– erhalten habe (vgl. Urk. 73 S. 13 Rz. 

28 und S. 43 Rz. 165 ff. mit Verweis auf Urk. 74 S. 13). Dem Kläger ist zuzustim-

men, dass dies aufgrund der Parteibehauptungen nicht feststeht (vgl. Urk. 1 S. 6 

Rz. 5 und S. 47 Rz. 99; Urk. 49 S. 47 Rz. 195 ff.; siehe auch Urk. 23 S. 27 Rz. 76 

und S. 30 Rz. 88). Da der Kläger im Berufungsverfahren die Erwägungen der Vor-

instanz zu Auslagenersatz und Schadenersatz, im Rahmen derer diese Erwägung 

erfolgte, nicht weiter bemängelt, ist dies indes im Berufungsverfahren nicht weiter 

von Bedeutung, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Auch die Erwägungen 

der Vorinstanz betreffend Garantie, Konventionalstrafe und Culpa in contrahendo 

wurden vom Kläger in seiner Berufungsschrift nicht in Frage gestellt, weshalb da-

rauf ebenfalls nicht weiter eingegangen werden muss. Thema des Berufungsver-

fahrens ist demzufolge einzig die Frage, ob die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 

2018 als Arbeitsvertrag zwischen den Prozessparteien zu qualifizieren ist und die 

Beklagte dem Kläger daraus die von ihm geltend gemachten Beträge schuldet. 

4.1. Der Kläger rügt eine unrichtige resp. unvollständige Feststellung des Sach-

verhalts durch die Vorinstanz. Obwohl diese ihr Urteil einzig auf das Argument 

gestützt habe, dass die Beklagte keinen Willen zum Abschluss einer vertraglich 

bindenden Vereinbarung gehabt habe, habe sie auf die dafür erforderlichen Tat-

sachenfeststellungen verzichtet. Es fehlten im Urteil relevante Feststellungen zu 

den gesamten Umständen, wie insbesondere der Vertragsgeschichte, dem vor- 

und nachvertraglichen Verhalten, den Beweggründen und dem Zweck des am 

3./8. Oktober 2018 zwischen den Parteien unterzeichneten Vertrags, obwohl dazu 

zahlreiche substantiierte Behauptungen vorgetragen und mit Beweisen unterlegt 

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worden seien, die weitgehend unbestritten geblieben seien. All diese Tatsachen-

feststellungen wären jedoch, so der Kläger, zwingend notwendig gewesen, um in 

Übereinstimmung mit den einschlägigen gesetzlichen Regeln einen Entscheid 

zum natürlichen und (alternativ) zum rechtlichen Konsens der Parteien fällen zu 

können. Falsch seien deshalb auch die Feststellungen der Vorinstanz, wonach 

- die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 lediglich "Eckpunkte" enthalten 

habe, 

- die Parteien übereinstimmend davon ausgegangen seien, dass auf die Ver-

einbarung vom 3./8. Oktober 2018 folgend ein (detaillierter) Arbeitsvertrag 

mit einer anderen, bestimmten Konzerntochtergesellschaft mit Sitz in der 

Schweiz hätte abgeschlossen werden sollen, 

- immer und einzig "geplant" resp. "vorgesehen" gewesen sei, dass nicht die 

Beklagte, sondern eine andere Tochtergesellschaft des C._____/B'._____-

Konzerns als Vertragspartei hätte auftreten sollen, 

- die Beklagte mit der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 lediglich die An-

stellungsbedingungen des Klägers bei einer anderen Tochtergesellschaft 

des C._____/B'._____-Konzerns ausgehandelt, selbst aber nie einen "Bin-

dungswillen", d.h. einen Willen zum Abschluss einer vertraglich bindenden 

Vereinbarung, gehabt habe (Urk. 73 S. 12 f. Rz. 27 f.). 

4.2. Ferner rügt der Kläger, die Vorinstanz habe sein rechtliches Gehör im Sinne 

von Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 29 Abs. 2 BV sowie Art. 53 und Art. 152 ZPO verletzt, 

indem sie den rechtserheblichen Sachverhalt nicht festgestellt und indem sie di-

verse von ihm offerierte Beweise ohne jede Begründung nicht abgenommen habe 

(Urk. 73 S. 13 f. Rz. 29, S. 44 ff. Rz. 170 ff.). 

4.3. Sodann macht der Kläger geltend, dass die Vorinstanz das Recht unrichtig 

angewendet habe, indem sie Art. 1 OR i.V.m. Art. 18 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 319 f. 

OR verletzt habe. Sie sei ohne Weiteres vom angeblich fehlenden "Bindungswil-

len" der Beklagten ausgegangen und habe damit das Fehlen eines Konsenses 

begründet. Die Prüfung, ob ein übereinstimmender tatsächlicher Wille vorgelegen 

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habe, hätte jedoch nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts und 

herrschender Lehre zwingend die Feststellung und Würdigung sämtlicher äusse-

rer Tatsachen verlangt, die Rückschlüsse auf den wirklichen Willen zuliessen. Zu 

diesen Umständen zählten nebst dem Wortlaut der Willenserklärungen der Ge-

samtkontext, das gesamte vor- und nachvertragliche Verhalten (inkl. Korrespon-

denz), die Beweggründe und der Zweck einer Vereinbarung etc. Dabei sei davon 

auszugehen, dass die Parteien ein vernünftiges und wirtschaftlich sinnvolles Er-

gebnis hätten anstreben wollen. Die Würdigung habe die Vorinstanz gar nicht 

vornehmen können, da sie jegliche Sachverhaltsfeststellungen dazu unterlassen 

habe (Urk. 73 S. 14 f. Rz. 30 und S. 47 ff. Rz. 185 ff.). 

4.4. Schliesslich bemängelt der Kläger, die Vorinstanz habe das Recht auch un-

richtig angewendet, weil sie Art. 1 OR i.V.m. Art. 2 ZGB i.V.m. Art. 319 f. OR 

falsch bzw. gar nicht angewendet habe. Selbst wenn man gestützt auf sämtliche 

relevanten Umstände wider Erwarten und zu Unrecht einen tatsächlichen Kon-

sens zwischen den Parteien verneinen würde, müsse man in einem zweiten 

Schritt prüfen, ob ein rechtlicher Konsens vorliege. Dies habe die Vorinstanz 

ebenfalls nicht getan. Sie habe insbesondere nicht geprüft, wie er in Anwendung 

des Vertrauensprinzips die Erklärung der Beklagten in guten Treuen habe verste-

hen dürfen und müssen. Auch diese Prüfung habe die Vorinstanz nicht rechtsge-

nügend vornehmen können, weil sie den relevanten Sachverhalt gar nicht festge-

stellt habe (Urk. 73 S. 15 Rz. 31 und S. 58 ff. Rz. 232 ff.). 

5.1. Die Vorinstanz ging gestützt auf ihre Erwägung, dass von Anfang an geplant 

gewesen sei, dass der Kläger von der B'._____ SA angestellt werden sollte, da-

von aus, die Parteien hätten mit der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 die 

Anstellungsbedingungen des Klägers bei dieser Tochtergesellschaft ausgehandelt 

(Urk. 74 S. 10 f.). Auch wenn davon auszugehen ist, dass ursprünglich in der Tat 

vorgesehen war, dass der Arbeitsvertrag zwischen dem Kläger und der B'._____ 

SA abgeschlossen und die Beklagte nicht Arbeitgeberin des Klägers werden sollte 

(dazu nachfolgend in Erw. III./5.7.9.), lässt die Vorinstanz die Möglichkeit ausser 

Acht, dass die Prozessparteien mit der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 in 

Abweichung von diesem ursprünglichen Vorhaben einen Arbeitsvertrag ab-

- 13 - 

schliessen wollten oder dass dies zumindest gestützt auf einen rechtlichen Kon-

sens geschah. Der Kläger hatte dazu im erstinstanzlichen Verfahren in der Replik 

und somit rechtzeitig die Behauptung aufgestellt, dass der Umstand, dass das Ar-

beitsverhältnis letztlich über die B'._____ SA in der Schweiz hätte laufen müssen, 

nichts an der Tatsache ändere, dass das Ergebnis der langen Vertragsverhand-

lungen bereits zuvor im Arbeitsvertrag vom 3./8. Oktober 2018 bindend festgehal-

ten worden sei (Urk. 49 S. 77 Rz. 330). Einleitend hatte er in der Replik bereits 

ausgeführt, dass das sich aus dem Arbeitsvertrag vom 3./8. Oktober 2018 erge-

bende Arbeitsverhältnis später innerhalb des B'._____-Konzerns auf eine andere 

Konzerntochtergesellschaft hätte überführt werden sollen (Urk. 49 S. 6 Rz. 9), und 

damit seine entsprechende Argumentation in der Klagebegründung (Urk. 1 S. 18 

Rz. 39 f. und S. 38 Rz. 75) bestätigt. Unter diesen Umständen sind die Erwägun-

gen der Vorinstanz, dass als Arbeitgeberin des Klägers immer die B'._____ SA 

vorgesehen gewesen sei, sei unbestritten, und dass sich dies im Laufe der Ver-

tragsverhandlungen geändert habe, sei nicht geltend gemacht worden (Urk. 74 S. 

11), in dieser Absolutheit nicht zutreffend. Vielmehr beinhalten die dargelegten 

Vorbringen des Klägers jedenfalls implizit die Behauptung, dass die Beklagte im 

Sinne eines Zwischenschritts und trotz ursprünglich anderen Absichten mit der 

Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 einen Arbeitsvertrag mit ihm habe ab-

schliessen wollen. Die Kritik des Klägers am vorinstanzlichen Entscheid ist somit 

insoweit berechtigt (vgl. Urk. 73 S. 13 Rz. 28, 3. Spiegelstrich und S. 39 Rz. 139 

ff.). Vor dem aufgezeigten Hintergrund ging die Vorinstanz auf die Frage, ob die 

Prozessparteien – entgegen ihrem ursprünglichen Vorhaben – mit der Vereinba-

rung vom 3./8. Oktober 2018 einen Arbeitsvertrag abschliessen wollten oder dass 

zumindest gestützt auf einen rechtlichen Konsens ein solcher abgeschlossen 

wurde, zu Unrecht nicht ein, weshalb dies nachzuholen ist. 

5.2. Für die allgemeinen Voraussetzungen für das Zustandekommen eines Ver-

trags kann vorweg auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen 

werden (Urk. 74 S. 8 f.). Ob ein Vertrag zustande gekommen ist und bejahenden-

falls mit welchem Inhalt, bestimmt sich in erster Linie durch subjektive Auslegung, 

das heisst nach dem übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen (Art. 18 Abs. 1 

OR). Dabei können, wie der Kläger zutreffend darlegt (Urk. 73 S. 44 Rz. 169, 

- 14 - 

S. 48 Rz. 189 und S. 55 ff. Rz. 215 ff.), auch Umstände, welche in zeitlicher Hin-

sicht nach einem umstrittenen Vertragsschluss stattfinden, als Indizien herange-

zogen werden (BGE 132 III 626 E. 3.1 m.H.). Wenn eine tatsächliche Willens-

übereinstimmung bestritten ist und unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des 

mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien aufgrund des Vertrau-

ensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang so-

wie den gesamten Umständen verstanden werden durften und mussten. Während 

die subjektive Vertragsauslegung auf Beweiswürdigung beruht, kann das Gericht 

die objektivierte Vertragsauslegung als Rechtsfrage prüfen. Gegenstand des 

Konsensstreits kann bereits die Frage sein, ob überhaupt ein übereinstimmender 

Geschäftswille zum Vertragsabschluss erklärt wurde oder ob es am erklärten Ab-

schlusswillen zumindest einer Partei fehlt (BGE 116 II 695 E. 2; BGer 

4A_456/2009 vom 3. Mai 2010, E. 3.3.1; Gauch/Schluep/Schmid, Schweizeri-

sches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 11. Auflage, 2020, Bd. I, Rz. 320). 

5.3. Es ist demnach zuerst zu prüfen, ob die Prozessparteien einen überein-

stimmenden wirklichen Willen in dem Sinne hatten, dass sie mit der Vereinbarung 

vom 3./8. Oktober 2018 einen bindenden Arbeitsvertrag mit der Beklagten als Ar-

beitgeberin und dem Kläger als Arbeitnehmer abschliessen wollten, oder ob in 

dieser Vereinbarung lediglich die Eckpunkte im Hinblick auf einen geplanten, aber 

erst noch auszuhandelnden Vertrag festgelegt werden sollten; dass weitere Mög-

lichkeiten zu prüfen wären, verlangt der Kläger nicht. Dabei ist einstweilen im Sin-

ne einer Arbeitshypothese davon auszugehen, dass die Vereinbarung vom 3./8. 

Oktober 2018 von den Parteien rechtsgültig unterschrieben wurde, was von der 

Beklagten vorinstanzlich bestritten wurde (Urk. 74 S. 8). Zudem ist die Prüfung im 

Folgenden einstweilen auf den Willen der Beklagten zu beschränken. 

5.4. Wie der Kläger in der Berufungsschrift zutreffend ausführt (Urk. 73 S. 12 

Rz. 27), handelt es sich beim Willen, einen Vertrag, vorliegend einen Arbeitsver-

trag, abzuschliessen, um eine innere Tatsache resp. einen inneren Vorgang. Die-

ser kann, wenn er – wie vorliegend – bestritten wird, einerseits durch den Ver-

tragstext selbst oder durch Einvernahme der beteiligten Personen bewiesen wer-

- 15 - 

den. Auf den inneren Vorgang kann aber allenfalls auch aufgrund von Indizien, 

die sich aus den begleitenden Umständen ergeben, geschlossen werden. 

5.5.1.  Über den Text der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018, der vom Kläger 

in seiner Klagebegründung wortwörtlich wiedergegeben wurde (Urk. 1 S. 30 ff. 

Rz. 68 ff.), sind die Parteien sich einig, weshalb darüber kein Beweisverfahren 

durchgeführt werden muss.  

5.5.2.  Die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 trägt den Titel "Mandate and In-

dicative terms and conditions", was im erstinstanzlichen Verfahren der Kläger mit 

"Mandat und Indikative Bedingungen" und die Beklagte mit "Mandat und rich-

tungsweisende Konditionen" übersetzte (Urk. 1 S. 30 Rz. 68; Urk. 23 S. 7 Rz. 15). 

Dass sich daraus etwas zur Untermauerung des klägerischen Standpunkts, es 

handle sich um einen Arbeitsvertrag zwischen den Prozessparteien, ableiten lies-

se, ist nicht ersichtlich. 

5.5.3.  Einleitend wird in der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 festgehalten 

"Further to your recent discussions with F._____ last Friday, I am pleased to 

document further clarification of your mandate working with the CEO…". Der Pas-

sus "… document further clarification…" weist in diesem Zusammenhang klar da-

rauf hin, dass es um weitere Klärung resp. deren Dokumentierung ging. Dies steht 

der Annahme des Abschlusses eines Arbeitsvertrags entgegen, zumal durch die 

Verwendung des Wortes "further" indiziert wurde, dass (jedenfalls) aus Sicht der 

Beklagten weiterhin nicht alles geklärt war.  

5.5.4.  Dies steht in Einklang damit, dass die einzelnen vom Kläger als arbeitsver-

traglichen Inhalt betrachteten Punkte unter dem Titel "Heads of Terms" stehen. 

Dieser Ausdruck wird im angelsächsischen Raum im Allgemeinen verwendet für 

die Definition von vorgesehenen Vereinbarungen in einem Vertrag vor dessen 

Abschluss, also für eine Festlegung von Eckpunkten im Hinblick auf einen späte-

ren Vertragsabschluss.  

In Wikipedia wird zum Ausdruck "Heads of terms" Folgendes ausgeführt 

(https://en.wikipedia.org/wiki/Heads_of_terms, besucht am 31. März 2022): 

- 16 - 

 "A set of heads of agreement, heads of terms, or letter of intent is a non-binding document 

outlining the main issues relevant to a tentative sale, partnership, or other agreement. 

 A heads of agreement document will only be enforceable when it is adopted into a parent 

contract and is subsequently agreed upon, unless otherwise stated. Until that point, a heads 

of agreement will not be legally binding. However, such documents can become legally bin-

ding if the agreement document contains terms or language which explicitly indicates an in-

tention to be legally bound. Equally, a letter which contains no expression of whether its 

terms were intended to be binding can be found to be binding due to language used. This is 

also dependent on the circumstances of the transaction and includes the conduct of the par-

ties themselves. 

 A key function of Heads of Terms is to assist in the identification of critical issues as early as 

possible during negotiations which could stop a transaction going ahead." 

Die Beklagte hatte bereits im erstinstanzlichen Verfahren auf diese Definition hin-

gewiesen, allerdings nur den ersten Teil (bis "However, such documents…") in ih-

rer Klageantwortschrift wiedergegeben (Urk. 23 S. 23 Rz. 67 und Fn. 3).  

Die Verwendung des Ausdrucks "Heads of Terms" lässt grundsätzlich darauf 

schliessen, dass die davon erfassten Punkte (noch) nicht durchsetzbar sind, son-

dern dies erst dann werden, wenn sie anschliessend in einen übergeordneten 

resp. Hauptvertrag überführt werden; es müssen besondere Umstände vorliegen, 

damit vom Gegenteil ausgegangen werden kann. Vereinbarungen über (noch) 

nicht durchsetzbare Punkte sind auch dem schweizerischen Rechtssystem nicht 

fremd. Die schriftliche Niederlegung des Vertragsinhalts bzw. die Unterzeichnung 

von Vertragsdokumenten beinhaltet unter der Geltung des schweizerischen 

Rechts ebenfalls nicht zwangsläufig einen Verpflichtungswillen; es können insbe-

sondere auch bloss sogenannte Punktationen vorliegen. Mit ihnen wird das im 

Verlauf von Vertragsverhandlungen erreichte Zwischenergebnis fixiert. Sie unter-

scheiden sich von einem Vorvertrag dadurch, dass die Parteien sich nicht zum 

Abschluss des endgültigen Vertrags verpflichten, sondern in der Grundsatzent-

scheidung, ob überhaupt ein Vertrag zu schliessen sei, frei bleiben (BSK OR I-

Zellweger-Gutknecht, Art. 1 N 13b und Art. 22 N 28 m.w.H.; vgl. dazu auch schon 

die Vorinstanz in Urk. 74 S. 9). 

https://en.wikipedia.org/wiki/Enforceable
https://en.wikipedia.org/wiki/Parent_contract
https://en.wikipedia.org/wiki/Parent_contract
https://en.wikipedia.org/wiki/Legally_binding
https://en.wikipedia.org/wiki/Intention_to_be_legally_bound
https://en.wikipedia.org/wiki/Intention_to_be_legally_bound

- 17 - 

Der Kläger geht vor diesem Hintergrund fehl mit der Überlegung, dass die Verein-

barung vom 3./8. Oktober 2018 oder die sie begleitende E-Mail Vorbehalte enthal-

ten müssten, aus denen sich ergeben würde, dass das Vereinbarte nicht bereits 

volle Geltung haben sollte (Urk. 73 S. 27 Rz. 89 und S. 50 Rz. 190 und 192; vgl. 

auch schon Urk. 1 S. 31 ff. Rz. 69-71). Dem Ausdruck "Heads of terms" ist ein 

solcher Vorbehalt immanent, weshalb der Kläger Anhaltspunkte dafür aufzeigen 

müsste, dass das Vereinbarte trotz der Verwendung des Ausdrucks "Heads of 

Terms" bereits volle Geltung haben sollte. 

Dafür, dass die Beklagte mit den "Heads of terms" in der Vereinbarung vom 3./8. 

Oktober 2018 mehr als nur Punktationen im obgenannten Sinne festlegen wollte, 

zeigte der Kläger keine sich direkt aus dem Text der Vereinbarung ergebenden 

Anhaltspunkte auf, und solche sind auch nicht ersichtlich. Mit dem Satz "I have al-

so documented the key heads of terms […] which are now agreed", wird einzig 

zum Ausdruck gebracht, dass die "key heads of terms", also die wichtigsten Eck-

punkte, nun vereinbart seien. Daraus lässt sich entgegen der Ansicht des Klägers 

(Urk. 73 S. 49 Rz. 190; vgl. auch schon Urk. 1 S. 31 Rz. 69 und Urk. 49 S. 20 

Rz. 65) nicht ableiten, dass die Beklagte sie nicht nur als Eckpunkte im obenge-

nannten Sinne, sondern als Bestandteile eines Arbeitsvertrags zwischen ihr und 

dem Kläger vereinbaren wollte. Den Satzteil "If these terms are acceptable…" 

reisst der Kläger aus dem Zusammenhang. Daraus ergibt sich entgegen seinen 

Ausführungen kein Angebot zum Abschluss eines Arbeitsvertrags, den er durch 

seine Gegenzeichnung angenommen habe (vgl. die Argumentation des Klägers in 

Urk. 73 S. 49 Rz. 190). Dies wird ohne Weiteres durch den vom Kläger nicht zi-

tierten zweiten Satzteil verdeutlicht. Der ganze Satz lautet "If these terms are ac-

ceptable, we will send a full contract of employment in due course". Für den Fall, 

dass die "terms" akzeptierbar waren – resp. vom Kläger akzeptiert wurden –, 

wurde somit gemäss dem Wortlaut einzig die Zustellung eines ausformulierten 

Arbeitsvertrags zu gegebener Zeit in Aussicht gestellt. Dies aber spricht gerade 

dagegen, dass bereits die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 einen Arbeitsver-

trag darstellen sollte, auch wenn dies dadurch nicht ausgeschlossen wird. Auch 

daraus, dass die Beklagte erklärte, "[…], we will send a full contract of employ-

ment" (siehe dazu die Ausführungen des Klägers in Urk. 73 S. 40 Rz. 149 mit 

- 18 - 

Verweis auf Urk. 1 S. 34 f. Rz. 70; vgl. auch Urk. 73 S. 49 Rz. 190 und S. 52 Rz. 

205; Hervorhebung beigefügt), lässt sich nichts zugunsten des Klägers ableiten. 

Die Verhandlungen waren gemäss seiner Darstellung von Anfang an über die Be-

klagte resp. auf Konzernstufe auf höchster Ebene geführt worden (Urk. 73 

S. 17 ff. Rz. 38 ff. mit Hinweisen auf die Rechtsschriften vor Vorinstanz). Dennoch 

war in den Entwürfen für den ausformulierten Arbeitsvertrag, die der Kläger vor 

der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 erhielt, die B'._____ SA als Arbeitgebe-

rin aufgeführt (Urk. 73 S. 19 ff., insb. Rz. 49 und Rz. 59, mit Hinweisen auf die 

Rechtsschriften vor Vorinstanz; Urk. 74 S. 10). Daraus ergibt sich, dass die Be-

klagte resp. die höchste Ebene auf Konzernstufe unabhängig davon, welche Ge-

sellschaft des Konzerns als Arbeitgeberin des Klägers geplant war, für die Ab-

wicklung von den Vertragsverhandlungen bis hin zum Versand des ausformulier-

ten Arbeitsvertrags zuständig war. Damit steht in Einklang, dass der Kläger selber 

E._____, welche die Vereinbarung für die Beklagte unterschrieben hatte, in der 

Berufungsschrift als die globale "Chief Talent Manager" des C._____/B'._____-

Konzerns bezeichnet (Urk. 73 S. 18 Rz. 42), sie also gemäss seiner eigenen Dar-

stellung nicht nur für die Beklagte, sondern für den C._____/B'._____-Konzern als 

solchen tätig war. Im Übrigen legt der Kläger selber dar, dass die Beklagte die 

fragliche Erklärung anschliessend in die Tat umsetzte: Den ausformulierten Ver-

trag erhielt er seinen eigenen Angaben zufolge am 16. November 2018 vom Chef-

juristen des C._____/B'._____-Konzerns, G._____ (Urk. 73 S. 35 f. Rz. 123 mit 

Hinweis auf Urk. 49 S. 17 f. Rz. 55-58 und S. 40 Rz. 148), obwohl darin nicht die 

Beklagte, sondern wiederum die B'._____ SA als Arbeitgeberin aufgeführt war. 

Dass vor der Unterschrift des Klägers der Passus "signed in agreement" ange-

bracht wurde (Urk. 73 S. 49 Rz. 190; Urk. 1 S. 36 Rz. 71), lässt ebenfalls nicht auf 

einen Willen der Beklagten schliessen, mit ihm einen Arbeitsvertrag abzuschlies-

sen. Zudem ist auch diese Anmerkung im obigen Sinne, nämlich als Zustimmung 

zu den Eckpunkten, zu verstehen. 

5.5.5.  Ebenso wenig auf einen Willen der Beklagten, mit dem Kläger einen Ar-

beitsvertrag abzuschliessen, würde sich schliessen lassen, wenn in der Vereinba-

rung vom 3./8. Oktober 2018, wie vom Kläger behauptet (Urk. 73 S. 28 ff. Rz. 93 

ff. mit Verweis auf Urk. 1 S. 33 ff. Rz. 69 [recte: Rz. 69 f.], S. 28 Rz. 93 und S. 49 

- 19 - 

Rz. 190, 6. Spiegelstrich), von der Beklagten vorinstanzlich aber – entgegen der 

Meinung des Klägers (Urk. 73 S. 28 Rz. 93) – bestritten wurde (zutreffend: 

Urk. 74 S. 8 mit Verweisen), alle wesentlichen Punkte für den Abschluss eines 

Arbeitsvertrags enthalten wären. Dies wäre auch bei einer Einigung über die 

"Heads of terms" im Sinne einer Einigung über die Eckpunkte möglich. Die Frage, 

ob diesbezüglich die Darstellung des Klägers oder diejenige der Beklagten zutrifft, 

kann daher offenbleiben. 

5.5.6.  Einen – allerdings untergeordneten – Hinweis darauf, dass es sich lediglich 

um die Definition von Eckpunkten handelt, gibt auch der in der Vereinbarung fest-

gehaltene Stichtag für die Verpflichtung zur Leistung des Sign-On Bonus (dazu 

der Kläger in Urk. 73 S. 26 Rz. 83 f. mit Verweis auf Urk. 1 S. 21 ff. Rz. 46, 

Rz. 52-55 und Rz. 59-66). Wie die Beklagte in der Klageantwortschrift zutreffend 

ausführte (Urk. 23 S. 8 f. Rz. 19 f.), ist nicht einzusehen, weshalb dieser auf den 

30. Oktober 2018 terminiert wurde, wenn die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 

2018 einen Arbeitsvertrag darstellte, und zwar unabhängig davon, wer diese Re-

gelung formulierte (vgl. dazu insbesondere die Ausführungen des Klägers in 

Urk. 49 S. 42 Rz. 172 ff.).  

5.5.7.  Hinzu kommt, dass die Vereinbarung nicht als "Arbeitsvertrag", der Kläger 

nicht als "Arbeitnehmer" und die Beklagte nicht als "Arbeitgeberin" bezeichnet ist, 

was zwar nicht zwingend notwendig, jedoch allgemein üblich ist. Auch dies spricht 

gegen die Darstellung des Klägers. Konkrete Verbindungen zur Beklagten sind 

zwar darin zu sehen, dass ihr Briefpapier verwendet wurde und dass darin keine 

andere Konzerngesellschaft genannt ist. Da E._____, welche die Vereinbarung 

unterzeichnete, die Vertragsverhandlungen unabhängig davon führte, welche Ge-

sellschaft des C._____/B'._____-Konzerns am Ende als Arbeitgeberin des Klä-

gers auftreten würde (dazu vorstehend in Erw. III./5.5.4.), kann daraus mit Bezug 

auf den zur Diskussion stehende Bindungswillen der Beklagten nichts abgeleitet 

werden. Die Darstellung des Klägers, dass auf Seiten des C._____/B'._____-

Konzerns von Beginn der Vertragsverhandlungen an und so auch bei der Ver-

handlung und beim Abschluss der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 Anwälte 

involviert waren (Urk. 73 S. 27 Rz. 87 ff. mit Verweis auf Urk. 1 S. 26 f. Rz. 58 und 

- 20 - 

Urk. 49 S. 10 ff. Rz. 24-31, Urk. 73 S. 50 Rz. 191), ändert daran nichts – im Ge-

genteil. Wenn Anwälte involviert waren, wäre umso eher zu erwarten gewesen, 

dass im Text der Vereinbarung Ausdrücke wie "Arbeitsvertrag", "Arbeitgeber", 

"Arbeitnehmer"…. etc. enthalten gewesen wären, hätte die Beklagte tatsächlich 

mit dieser Vereinbarung als Arbeitgeberin einen Arbeitsvertrag mit dem Kläger 

abschliessen und nicht einzig Eckpunkte im Hinblick auf den Abschluss eines 

künftigen Vertrags festhalten wollen. 

5.5.8. Somit ergibt sich aus dem Inhalt der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 

kein innerer Wille der Beklagten zum Abschluss eines Arbeitsvertrags mit dem 

Kläger. Ebenso wenig lassen sich daraus Indizien für die Darstellung des Klägers 

ersehen. 

5.6. Da der Kläger zur Frage des Willens der Beklagten keine Einvernahme der 

in die Vertragsverhandlungen involvierten und am Zustandekommen der Verein-

barung vom 3./8. Oktober 2018 beteiligten Personen verlangte, lässt sich sein 

Standpunkt auch nicht dadurch erhärten.  

5.7.1.  Es bleibt zu prüfen, ob der vom Kläger behauptete Bindungswillen der Be-

klagten sich mittels Indizien, die sich aus den begleitenden Umständen ergeben, 

erstellen lässt. 

5.7.2.  Der Kläger beruft sich auf eine von der Beklagten im erstinstanzlichen Ver-

fahren nicht bestrittene E-Mail, die E._____ ihm nach seiner Einverständniserklä-

rung am 5. Oktober 2018 schrieb und in der sie festhielt: "[…] SO thrilled we got 

there – thank you for your patience" (Urk. 73 S. 32 Rz. 100-102 mit Verweis auf 

Urk. 49 S. 12 Rz. 34). Dieser Inhalt lässt sich indes sowohl auf den Abschluss ei-

nes Arbeitsvertrags als auch auf eine blosse Einigung über die Eckpunkte eines 

künftigen Arbeitsvertrags beziehen und stellt kein Indiz für die Version des Klä-

gers dar. Überdies ist aus dieser E-Mail entgegen der Argumentation des Klägers 

(Urk. 73 S. 25 Rz. 80 und S. 55 Rz. 216) keine Gratulation an ihn ersichtlich, 

weshalb auch insoweit kein Indiz für die Version des Klägers vorliegt. Der Kläger 

zeigt aber ohnehin nicht auf, dass resp. wo er diese Behauptung bereits erstin-

stanzlich aufgestellt hätte oder dass es sich um ein zulässiges Novum handeln 

- 21 - 

würde, weshalb sein diesbezügliches Vorbringen nach dem in Erw. II./2.2. Darge-

legten unbeachtlich ist. 

5.7.3.  Der Kläger möchte seine Darstellung ferner mit der von der Beklagten im 

erstinstanzlichen Verfahren bestrittenen Behauptung untermauern, dass der 

C._____/B'._____-Konzern nach der Gegenzeichnung der Vereinbarung durch 

ihn am 8. Oktober 2018 umgehend H._____ vom mit der Besetzung der Position 

des globalen COO beauftragten Headhunting-Unternehmen I._____ Associates 

informiert habe, dass die Vertragsverhandlungen nun abgeschlossen seien und 

ein Vertrag habe geschlossen werden können, und das Honorar an I._____ 

Associates bezahlt habe (Urk. 73 S. 25 Rz. 80, S. 32 f. Rz. 103-108 mit Verweis 

auf Urk. 49 S. 13 Rz. 36-39 und Urk. 73 S. 56 Rz. 217). Wie es sich damit und mit 

der Darstellung des Klägers verhält, dass H._____ ihn, nachdem sie vom erfolg-

reichen Vertragsabschluss erfahren habe, kontaktiert und ihm gratuliert habe 

(Urk. 73 S. 32 Rz. 106 mit Verweis auf Urk. 49 S. 33 Rz. 38), kann, wie nachfol-

gend darzulegen sein wird, offenbleiben, weshalb ein Beweisverfahren darüber, 

insbesondere die Befragung von H._____ als Zeugin (vgl. Urk. 73 S. 14 Rz. 29, 4. 

Spiegelstrich, S. 33 Rz. 109 und S. 47 Rz. 183), nicht notwendig ist. Wenn es sich 

wie vom Kläger geschildert verhalten würde, würde damit ein Indiz dafür vorlie-

gen, dass die Beklagte mit der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 einen Ar-

beitsvertrag zwischen ihr und dem Kläger abschliessen wollte, entgegen der An-

sicht des Klägers (Urk. 73 S. 33 Rz. 109 und S. 47 Rz. 183) aber kein Beweis 

(vgl. zur abschliessenden Würdigung der Indizien nachfolgend Erw. III./5.7.13.). 

5.7.4.  Sodann macht der Kläger geltend, E._____ habe ihn am 1. November 

2018 bei Mitarbeiterinnen der J._____ AG, an welche der C._____/B'._____-

Konzern die Verwaltung der Personaladministration ausgelagert habe, unter Ver-

weis auf die zuvor mit ihm ausgehandelten und der E-Mail angehängten Anstel-

lungsbedingungen als neuen Mitarbeiter angekündigt (Urk. 73 S. 25 Rz. 80, S. 33 

Rz. 111 mit Verweis auf Urk. 1 S. 36 f. Rz. 73 und Urk. 49 S. 14 Rz. 42; Urk. 73 

S. 56 Rz. 218), was erstinstanzlich von Seiten der Beklagten unbestritten blieb. 

Dies stellt ein Indiz dafür dar, dass die Beklagte mit der Vereinbarung vom 3./8. 

Oktober 2018 einen Arbeitsvertrag abschliessen wollte, nicht aber einen Beweis, 

- 22 - 

denn dieses Vorgehen würde auch dann passen, wenn E._____ in jenem Zeit-

punkt davon ausging, dass ein noch nicht abgeschlossener Arbeitsvertrag sicher-

lich oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zustande kommen wer-

de, nachdem eine Einigung über die Eckpunkte erzielt worden war. Ausserdem 

musste sich das "we" in der Ankündigung "We have a new, very senior, executi-

ve…" wie im Zusammenhang mit der Ankündigung, "… we will send a full contract 

of employment" (dazu vorstehend in Erw. III./5.5.4.) nicht zwingend auf die Be-

klagte selbst beziehen, sondern konnte damit auch der C._____/B'._____-

Konzern gemeint sein. Der Kläger erklärte denn auch selber in diesem Zusam-

menhang, diese Ankündigung sei an Mitarbeiterinnen der J._____ AG gegangen, 

an welche der C._____/B'._____-Konzern – nicht die Beklagte – die Verwaltung 

der Personaladministration ausgelagert habe (Urk. 73 S. 57 Rz. 225 mit Verweis 

auf Urk. 49 S. 16 f. Rz. 53 f.; vgl. zur abschliessenden Würdigung der Indizien 

nachfolgend Erw. III./5.7.13.). 

5.7.5.  Als weiteres Indiz führt der Kläger an, dass der C._____/B'._____-Konzern 

anfangs November für ihn und seine Familie die vertraglich vereinbarte Kranken-

versicherung abgeschlossen habe (Urk. 73 S. 25 Rz. 80 und S. 34 Rz. 114 mit 

Verweis auf Urk. 1 S. 36 [recte: S. 38] Rz. 74 und Urk. 49 S. 14 f. Rz. 44; Urk. 73 

S. 56 Rz. 219), was von Seiten der Beklagten vor Vorinstanz ebenfalls unbestrit-

ten blieb. Dies stellt ebenfalls ein Indiz dafür dar, dass die Beklagte resp. der 

C._____-Konzern (dazu auch vorstehend in Erw. III./5.7.4.) von einem abge-

schlossenen Arbeitsvertrag ausging, kann allerdings ebenfalls auch damit erklärt 

werden, dass es als sicher oder jedenfalls praktisch sicher betrachtet wurde, dass 

es zum Abschluss eines (noch nicht zustande gekommenen) Arbeitsvertrags 

kommen würde, nachdem eine Einigung über die Eckpunkte stattgefunden hatte. 

Zudem kann dies auch den (Mit-)Grund gehabt haben, dass die Zeit drängte: Der 

Eintritt des Klägers war unbestrittenermassen bereits für den 15. Januar 2019 ge-

plant (Urk. 74 S. 10). 

5.7.6.  Was die Regelung von Details betreffend den Pensionsplan des Klägers 

mit dem C._____/B'._____-Konzern anfangs November 2018 angeht, deren Vor-

nahme der Kläger ebenfalls als Indiz für seine Darstellung anführt (Urk. 73 S. 25 f. 

- 23 - 

Rz. 80 und S. 35 Rz. 117 mit Verweis auf Urk. 49 S. 15 Rz. 45 f.; Urk. 73 S. 56 

Rz. 220), unterliess er es, in der Berufungsschrift darzulegen, was genau geregelt 

wurde. Da derartige Regelungen auch im Vorfeld des Abschlusses eines Arbeits-

vertrags im Sinne einer Vorbereitung des Arbeitsverhältnisses vorgenommen 

werden können, kann dies höchstens als schwaches Indiz gewichtet werden. 

5.7.7.  Dass der Kläger eigenen Angaben zufolge von einem abgeschlossenen 

Vertrag (gemeint: Arbeitsvertrag) ausging (so die Vorinstanz: Urk. 74 S. 10; vgl. 

Urk. 73 S. 35 Rz. 120 f. mit Verweis auf Urk. 49 S. 15 Rz. 47; Urk. 73 S. 56 

Rz. 221 f. und S. 57 Rz. 226), sagt hingegen nichts über den umstrittenen Bin-

dungswillen der Beklagten aus, sondern einzig darüber, wie der Kläger das Ver-

halten der Beklagten wahrnahm. Ähnliches gilt für die Behauptung des Klägers, 

dass mit der Unterzeichnung der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 die bis 

dann regen Vertragsverhandlungen beendet gewesen seien (Urk. 73 S. 33 Rz. 

110 mit Verweis auf Urk. 1 [recte: Urk. 49] S. 13 Rz. 41; Urk. 73 S. 36 f. Rz. 127 f. 

mit Verweis auf Urk. 49 S. 12 ff. Rz. 32 ff.; vgl. auch Urk. 73 S. 56 Rz. 218 und 

S. 57 Rz. 224 f.). Dies kann auch bloss den Grund gehabt haben, dass nach der 

Einigung über die Eckpunkte für den Abschluss des Arbeitsvertrags keine Eile 

mehr bestand. Zudem relativiert der Kläger seine diesbezügliche Behauptung sel-

ber mit seiner Schilderung, am 16. November 2018 habe der Chefjurist des 

C._____/B'._____-Konzerns, G._____, ihm einen ausformulierten Vertrag ge-

schickt, dessen Inhalt nicht mit dem in der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 

Enthaltenen übereingestimmt habe (Urk. 73 S. 35 f. Rz. 123 mit Verweis auf 

Urk. 49 S. 17 f. Rz. 55-58). Dies deutet darauf hin, dass die Vertragsverhandlun-

gen für die Beklagte nicht abgeschlossen waren, sondern aus ihrer Perspektive 

bloss eine Unterbrechung stattgefunden hatte. Seine Argumentation, die nach Er-

halt des ausformulierten Arbeitsvertrags am 16. November 2018 in einer E-Mail 

an E._____ mit Kopie an G._____ genannte Tatsache, dass am 3./8. Oktober 

2018 ein Vertrag unterschrieben worden sei, sei von ihnen unwidersprochen ge-

blieben (Urk. 73 S. 35 f. Rz. 123 f. mit Verweis auf Urk. 49 S. 17 f. Rz. 55-58; Urk. 

73 S. 57 Rz. 226), hilft ihm ebenfalls nicht weiter: Wenn E._____ und G._____ 

dies unwidersprochen liessen, heisst das nicht, dass sie davon ausgingen oder 

- 24 - 

gar anerkannten, dass zwischen den Prozessparteien am 3./8. Oktober 2018 ein 

Arbeitsvertrag zustande gekommen sei. 

5.7.8.  Aus der Argumentation, dass die Ausstellung eines ausformulierten Ar-

beitsvertrags, so wie in der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 angedeutet, 

auch auf Seiten des C._____/B'._____-Konzerns nur noch als reine Formalität 

gesehen worden sei (Urk. 73 S. 37 Rz. 130 mit Verweis auf Urk. 49 S. 16 f. Rz. 

48-54), lässt sich ebenfalls kein Indiz für die Darstellung des Klägers ableiten. 

Dies wäre auch dann, wenn die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 lediglich 

als Einigung über die Eckpunkte für einen künftigen Arbeitsvertrag betrachtet 

worden wäre, naheliegend gewesen. Hat nach monatelangen Verhandlungen ei-

ne Einigung über die Eckpunkte stattgefunden, kann im Allgemeinen davon aus-

gegangen werden, dass dem Abschluss des Arbeitsvertrags wenig mehr im Wege 

steht und dieser in diesem Sinne als "reine Formalität" betrachtet wird. 

5.7.9.  Klar gegen die Version des Klägers spricht, dass gemäss von seiner Seite 

unbestritten gebliebener Sachverhaltserstellung durch die Vorinstanz die ihm vor-

her zugestellten Arbeitsvertragsentwürfe als Arbeitgeberin die Konzerntochterge-

sellschaft B'._____ SA nannten (vgl. Urk. 73 S. 19 Rz. 49 betreffend den ausfor-

mulierten Arbeitsvertragsentwurf vom 5. Juli 2018 und Urk. 73 S. 21 Rz. 57 betref-

fend den ausformulierten Arbeitsvertragsentwurf vom 19. September 2018; 

Urk. 74 S. 10) und diese ebenso im ausformulierten Arbeitsvertrag, den der Klä-

ger am 16. November 2018 zugestellt erhielt, als Arbeitgeberin aufgeführt war 

(Urk. 74 S. 10 f.). Daraus, dass in den beiden ihm zugestellten vorherigen Ar-

beitsvertragsentwürfen die B'._____ SA als Arbeitgeberin genannt war, ist ohne 

Weiteres zu schliessen, dass die Beklagte resp. der C._____/B'._____-Konzern 

jedenfalls vor der gemäss der Darstellung des Klägers erst ab 20. September 

2018 erfolgten Aushandlung (Urk. 73 S. 21 f. Rz. 58 ff.) und dem Versand der 

Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 den Abschluss des Arbeitsvertrags mit die-

ser Gesellschaft als Arbeitgeberin plante. Dass auch der dem Kläger am 16. No-

vember 2018 zugestellte ausformulierte Arbeitsvertrag die B'._____ SA als Ar-

beitgeberin nannte, muss ebenfalls als Indiz gegen dessen Darstellung betrachtet 

und berücksichtigt werden (vgl. vorstehend Erw. III./5.2.). Da die Beklagte in den 

- 25 - 

ersten Vertragsentwürfen ohne Weiteres von der B'._____ SA als zukünftige Ar-

beitgeberin des Klägers ausging und auch der ausformulierte Arbeitsvertrag, den 

der Kläger am 16. November 2018 erhielt, diese als Arbeitgeberin vorsah, wäh-

rend – nach eigener Darstellung des Klägers – nie thematisiert wurde, dass die 

Beklagte als Arbeitgeberin in Erscheinung treten sollte (dazu nachfolgend), stellt 

dies ein starkes Indiz dafür dar, dass die Beklagte davon ausging, der Arbeitsver-

trag werde mit der B'._____ SA als Arbeitgeberin abgeschlossen.  

Erklärungen dazu, aus welchem Grund im Oktober 2018, zwischen den beiden 

ausformulierten Arbeitsvertragsentwürfen vom Juni und vom September 2018 und 

dem ausformulierten Arbeitsvertrag, den der Kläger am 16. November 2018 er-

hielt, dennoch plötzlich die Beklagte als Arbeitgeberin des Klägers hätte fungieren 

wollen, und sei es nur im Sinne eines Zwischenschritts, brachte der Kläger nicht 

vor und sind auch nicht ersichtlich (Urk. 73 S. 22 Rz. 61, S. 23 Rz. 66, S. 24 f. 

Rz. 71 ff., S. 40 Rz. 145). Dass es dem Kläger gemäss seinen Angaben nicht da-

rauf ankam, welche konkrete Gesellschaft des Konzerns sein Arbeitgeber war 

(Urk. 74 S. 10; Urk. 73 S. 39 Rz. 143 und S. 41 f. Rz. 152 f.), ist im vorliegenden 

Kontext unerheblich. Dass aber die Beklagte als in England und Wales und nicht 

am in der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 genannten Arbeitsort ("Zürich" 

resp. Schweiz) domizilierte Gesellschaft vor dem aufgezeigten Hintergrund plötz-

lich, ohne Ankündigung und ohne erkennbaren Grund selber als Arbeitgeberin 

auftreten wollte, nachdem zuvor die Anstellung des Klägers bei einer in der 

Schweiz domizilierten Gesellschaft vorgesehen gewesen war, und sei es nur im 

Sinne eines Zwischenschritts, ist wenig wahrscheinlich, wenngleich nicht ausge-

schlossen. 

Ob die Frage, welche Einheit des C._____/B'._____-Konzerns einmal die formelle 

Gegenpartei des Klägers und damit rechtlich seine Arbeitgeberin sein sollte, wäh-

rend der gesamten Verhandlungen nie besprochen und auch in der den Vertrags-

entwurf vom 5. Juli 2018 begleitenden E-Mail von E._____ nicht angesprochen 

wurde, wie der Kläger in der Berufungsschrift geltend macht (Urk. 73 S. 19 f. Rz. 

49 ff., S. 39 f. Rz. 145 und S. 42 Rz. 159), ist im vorliegenden Zusammenhang 

nicht weiter von Bedeutung. Indes ist darauf hinzuweisen, dass der Kläger im 

- 26 - 

erstinstanzlichen Verfahren noch ausdrücklich behauptet hatte, es sei geplant 

gewesen, dass der detaillierte Arbeitsvertrag zwischen ihm und der B'._____ SA 

unterzeichnet werde (Urk. 1 S. 10 Rz. 16 f., S. 17 f. Rz. 39 f., S. 38 Rz. 75; Urk. 

49 Rz. 330; Urk. 63 S. 17 Rz. 78). Darauf ist er zu behaften. Seine diesbezügli-

chen Ausführungen unter dem Titel "7. Falsche Feststellung zum angeblich 'Vor-

gesehenen'" und unter dem Titel "8. Falsche Feststellung zum angeblich 'Geplan-

ten'" in der Berufungsbegründung sind daher unvollständig und stehen teilweise 

zu seinen Ausführungen vor Vorinstanz in Widerspruch (vgl. Urk. 73 S. 39 Rz. 

139 ff. und S. 42 Rz. 156 ff.). 

5.7.10.  Auch aus der vom Kläger zitierten Aussage der Beklagten in der Kla-

geantwort, "Nicht nur A._____, sondern auch C._____ war daran interessiert, die 

Verhandlungen zu einem Ende zu bringen" (Urk. 73 S. 22 Rz. 63, S. 41 Rz. 154 

und S. 53 Rz. 209 mit Verweis auf Urk. 23 S. 33 Rz. 112), ergibt sich nichts zu-

gunsten des Klägers. Wie dargelegt (dazu vorne in Erw. III./5.5.4.) war für die ge-

samte Abwicklung – von den Vertragsverhandlungen bis hin zum Versand des 

ausformulierten Arbeitsvertrags – so oder anders die Beklagte resp. die höchste 

Ebene auf Konzernstufe zuständig. Daher leuchtet ein, dass die Beklagte und die 

Konzernmutter des C._____/B'._____-Konzerns unabhängig davon, welche Ge-

sellschaft Arbeitgeberin des Klägers werden sollte, daran interessiert waren, die 

Verhandlungen zu einem Ende zu bringen. Hinzu kommt, dass der Kläger ab dem 

15. Januar 2019 als globaler Chief Operating Officer (COO) für den B'._____-

Konzern tätig werden sollte (Urk. 74 S. 10). Auch von daher lag ein Interesse der 

Beklagten und der Konzernmutter des C._____/B'._____-Konzerns am Abschluss 

der Verhandlungen auf der Hand. Dass der Arbeitsvertrag nach dem Willen der 

Beklagten mit ihr abgeschlossen werden sollte, lässt sich daraus aber ebenfalls 

nicht ableiten. Der Kläger hat aber ohnehin nicht dargetan, dass resp. wo vor Vor-

instanz er die Argumentation mit Bezug auf das angeführte Zitat aus der Kla-

geantwort bereits vorgebracht hätte resp. dass diese Novenqualität aufweist, 

weshalb sie ohnehin nicht berücksichtigt werden kann (dazu vorne unter E. 

II./2.2.). Die Behauptung des Klägers, er habe Ende September 2018 darauf ge-

drängt, dass das Verhandlungsergebnis möglichst rasch schriftlich festgehalten 

werde (Urk. 73 S. 22 Rz. 62 mit Verweis auf Urk. 1 S. 24 Rz. 55, siehe auch S. 53 

- 27 - 

Rz. 206), führt ebenfalls nicht weiter. Dass die Beklagte auf diesen Wunsch ein-

ging, lässt unter den konkreten Umständen, in denen sie resp. die höchste Kon-

zernstufe so oder anders die Vertragsverhandlungen führte, nicht den Schluss zu, 

dass sie einen Arbeitsvertrag zwischen dem Kläger als Arbeitnehmer und sich als 

Arbeitgeberin abschliessen wollte. Genauso gut kann ihr Verhalten im von der 

Beklagten dargelegten Sinne gesehen werden. Auch aus dem Vorbringen, dass 

E._____ ihm in obigem Zusammenhang in einer E-Mail vom 1. Oktober 2018 

schrieb "I hope I am right in saying the joint desire was to sign something this 

week before you go on holiday" (Urk. 73 S. 23 Rz. 67 mit Verweis auf Urk. 1 S. 24 

Rz. 58; Urk. 73 S. 54 Rz. 210), lässt sich nichts zugunsten des Klägers ableiten. 

"To sign something" deutet sogar eher auf die Version der Beklagten als diejenige 

des Klägers hin – einen rechtsgültigen Arbeitsvertrag würde man gemeinhin kaum 

als "something" bezeichnen. Ebenfalls kein Indiz für die Version des Klägers stellt 

der von ihm aus derselben E-Mail zitierte Passus "If you can let me know any 

points that are still outstanding from your point of view by email / return, I can for-

ward these to our legal counsel to help me finish this off for both parties" (Urk. 73 

S. 23 Rz. 67 und S. 54 Rz. 210 ff.) dar. Wie vorstehend in Erw. III./5.5.5. erläutert 

wurde, ist unwesentlich, ob in der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 alle we-

sentlichen Punkte für den Abschluss eines Arbeitsvertrages enthalten waren.  

5.7.11.  Im vorliegenden Kontext nicht weiter erheblich sind die Ausführungen des 

Klägers zu seinen Beweggründen bei den Vertragsverhandlungen und einzelnen 

ausgehandelten finanziellen Aspekten, denn daraus lässt sich nicht auf den inne-

ren Willen der auf Seiten der Beklagten handelnden Personen mit Bezug auf die 

Frage, ob die Beklagte mit der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 einen Ver-

trag zwischen dem Kläger als Arbeitnehmer und sich als Arbeitgeberin abschlies-

sen wollte, schliessen. Die Kritik des Klägers, dass die Vorinstanz sich nicht mit 

diesen Punkten auseinandersetzte (Urk. 73 S. 26 f. Rz. 81 ff.), ist daher unbe-

gründet. 

5.7.12.  Die vom Kläger behaupteten – von der Beklagten teilweise bestrittenen – 

Gründe, aus denen es nicht zur Unterzeichnung des am 16. November 2018 zu-

gestellten ausformulierten Arbeitsvertrags kam (vgl. Urk. 73 S. 37 ff. Rz. 132 ff. 

- 28 - 

mit Verweis auf Urk. 49 S. 27 ff. Rz. 94-140), sind für die Frage, ob die Vereinba-

rung vom 3./8. Oktober 2018 als Arbeitsvertrag zwischen den Prozessparteien zu 

betrachten ist oder nicht, ebenfalls nicht von Bedeutung. Ein Beweisverfahren da-

zu, namentlich die vom Kläger vor erster Instanz offerierte Befragung von 

K._____ als Zeugen (vgl. Urk. 73 S. 14 Rz. 29, S. 38 Rz. 136 und S. 47 Rz. 184), 

konnte und kann daher unterbleiben. Auch die Frage, ob der C._____/B'._____-

Konzern mit diesem ausformulierten Arbeitsvertrag die zuvor gemäss der Darstel-

lung des Klägers verbindlich vereinbarten Anstellungsbedingungen teilweise wie-

der abändern wollte (so der Kläger: Urk. 73 S. 38 Rz. 134), lässt keine Rück-

schlüsse darauf zu, ob am 3./8. Oktober 2018 zwischen den Prozessparteien ein 

Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde. Das Gleiche gilt für die ebenfalls umstrittene 

Frage, ob F._____ einen wesentlichen Teil des C._____/B'._____-Konzerns ver-

kaufen wollte und deshalb zum Schluss gekommen sein soll, dass er zukünftig 

gar keinen globalen vollzeitlichen COO mehr brauchen würde (so der Kläger: 

Urk. 73 S. 38 Rz. 136). Auch wenn die diesbezüglichen Behauptungen zutreffen 

sollten, lässt sich daraus für die Frage, ob die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 

2018 als Arbeitsvertrag zwischen den Prozessparteien zu betrachten ist, nichts 

ableiten. 

5.7.13.  In Würdigung der gesamten Umstände lässt sich selbst dann, wenn man 

hinsichtlich der vom Kläger vorgebrachten Indizien zu den Begleitumständen im 

Sinne einer Arbeitshypothese vollumfänglich auf seine Darstellung abstellt, seine 

Behauptung, die Beklagte habe den Willen zum Abschluss eines Arbeitsvertrags 

mit ihm gehabt, nicht in rechtsgenügender Weise erhärten. Wie in Erw. III./5.5.1. 

ff., insbesondere Erw. III./5.5.8., dargelegt wurde, spricht der Inhalt der Vereinba-

rung vom 3./8. Oktober 2018 klar gegen die Darstellung des Klägers, dass die 

Beklagte damit einen Arbeitsvertrag mit ihm habe abschliessen wollen. Von den 

von ihm vorgebrachten Indizien zu den Begleitumständen sprechen zwar unter 

der Prämisse, dass sie sich, soweit sie von der Gegenpartei bestritten wurden, 

erstellen lassen würden, einige für die Version des Klägers (Benachrichtigung und 

Bezahlung des Headhunters; Information der J._____ AG; Abschluss der Kran-

kenkasse; Vorbereitungen betreffend Pensionskasse), andere sind dagegen neut-

ral zu werten (E-Mails von E._____ vom 1. und 5. Oktober 2018; Kläger sei selber 

- 29 - 

von einem mit der Beklagten abgeschlossenen Arbeitsvertrag ausgegangen; Aus-

stellung eines ausformulierten Arbeitsvertrags als reine Formalität; Interesse der 

C._____ daran, die Verhandlungen zu einem Ende zu bringen; schriftliches Fest-

halten des Verhandlungsergebnisses) oder sprechen dagegen (Vertragsentwürfe, 

in denen die B'._____ SA als Arbeitgeberin aufgeführt ist). Das Vorliegen eines 

tatsächlichen Konsenses ist daher selbst unter der genannten Prämisse zu ver-

neinen; die Indizien würden nicht zu einem derart verdichteten Bild führen, dass 

die Darstellung des Klägers als in rechtsgenügender Weise erstellt betrachtet 

werden könnte. Damit ist auch zugleich der Vorwurf des Klägers widerlegt, die 

Vorinstanz habe im Zusammenhang mit der Frage des tatsächlichen Konsenses 

sein Recht auf Beweis verletzt (Urk. 73 S. 44 ff. Rz. 170 ff.). Da sich die Argumen-

tation des Klägers zum tatsächlichen Konsens selbst dann nicht in rechtsgenü-

gender Weise erhärten lässt, wenn man im Sinne einer Arbeitshypothese vollum-

fänglich auf seine Vorbringen abstellt, bedarf es hinsichtlich der von ihm in diesem 

Zusammenhang vorgebrachten Indizien keines Beweisverfahrens. 

5.8.1.  Da nach dem vorstehend Dargelegten davon auszugehen ist, dass die 

Parteien keinen tatsächlichen Konsens erzielten, ist in einem zweiten Schritt zu 

prüfen, ob ein rechtlicher Konsens vorliegt. In diesem Zusammenhang sind für die 

Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien auf-

grund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und 

Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden durften und 

mussten. Dabei handelt es sich um eine Rechtsfrage. Für die Auslegung nach 

dem Vertrauensprinzip ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses massgeblich. 

Nachträgliches Parteiverhalten ist dafür nicht von Bedeutung (BGE 133 III 61 

E. 2.2.2.2; BGE 132 III 626 E. 3.1; BGer 4A_80/2013 vom 30. Juli 2013, E. 2.2.). 

5.8.2.  Die Beklagte leitete den Text der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 mit 

den Worten "[…] I am pleased to document further clarification of your mandate 

working with the CEO" ein. Bei objektiver Betrachtung konnte dies nur dahinge-

hend verstanden werden, dass die daran anschliessenden Ausführungen der 

"weiteren Klärung" dienen sollten, was dem Abschluss eines Arbeitsvertrags ent-

gegensteht und vom Kläger nicht anders verstanden werden durfte und musste. 

- 30 - 

Der Folgesatz "I have also documented the key heads of terms discussed on 

Wednesday, which are now agreed", war für den Kläger in guten Treuen dahin-

gehend zu verstehen, dass die wichtigsten Punkte, die anschliessend einzeln 

aufgeführt wurden, nunmehr als vereinbart galten, aber entgegen seiner Argu-

mentation in der Berufungsschrift (Urk. 73 S. 59 f. Rz. 238) als "Heads of terms" 

im in Erw. III./5.5.4. dargelegten Sinne, nicht als Inhalt eines Arbeitsvertrags zwi-

schen der Beklagten und ihm. Das dargelegte Verständnis der beiden angeführ-

ten Sätze drängte sich für ihn noch umso mehr auf, als der Text der Vereinbarung 

nicht mit "Arbeitsvertrag" überschrieben war und die Beklagte darin nicht als Ar-

beitgeberin und der Kläger auch nicht als Arbeitnehmer bezeichnet wurde. Der 

Kläger konnte und durfte nicht in guten Treuen davon ausgehen, dass dies einer 

Unbeholfenheit der Beklagten bei der Formulierung zuzuschreiben war, macht er 

doch selber geltend, dass auf Seiten der Beklagten Rechtsanwälte in die Ver-

tragsverhandlungen involviert waren und es sich nicht um ein "Zufallsprodukt" 

handelte, und hatte er doch bereits zwei Entwürfe von Arbeitsverträgen erhalten, 

in denen die Tochtergesellschaft B'._____ SA als Arbeitgeberin aufgeführt war 

(dazu vorne in Erw. III./5.7.9.). Darüber hinaus wurde für den Fall, dass die Rege-

lungen vom Kläger akzeptiert werden konnten, die Zusendung eines ausformulier-

ten Arbeitsvertrags zu gegebener Zeit in Aussicht gestellt (vgl. dazu schon Erw. 

III./5.5.4.). Auch dies musste vom Kläger bei objektiver Betrachtungsweise dahin-

gehend verstanden werden, dass die Beklagte sich nicht im von ihm behaupteten 

Sinne binden, sondern einzig die in der Vereinbarung genannten Eckpunkte fest-

legen wollte. Aus dem weiteren Text ist ebenfalls kein Anhaltspunkt dafür ersicht-

lich, dass die Beklagte der Vereinbarung eine weitergehende Verpflichtung ihrer-

seits beimass, und der Kläger durfte die entsprechenden Äusserungen der Be-

klagten bei objektiver Betrachtung auch nicht dahingehend verstehen. Hinzu 

kommt schliesslich, dass gemäss den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz 

jedenfalls in den Monaten bis zum Zeitpunkt, in dem die Verhandlungen über die 

Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 starteten, geplant war, dass der Arbeitsver-

trag mit der Tochtergesellschaft B'._____ SA abgeschlossen werden sollte – der 

zweite Entwurf eines Arbeitsvertrags, der dem Kläger erst am 19. September 

2018 und somit unmittelbar vor dem Start der Verhandlung über die Vereinbarung 

- 31 - 

vom 3./8. Oktober 2018 (dazu vorne in Erw. III./5.7.9.) übermittelt worden war, 

hatte noch ausdrücklich diese Tochtergesellschaft als Arbeitgeberin vorgesehen – 

und dass die Prozessparteien gemäss der Darstellung des Klägers nicht über ei-

nen "Wechsel" der Arbeitgeberin kommuniziert hatten. An alledem ändert nichts, 

dass der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 lange Verhandlungen vorausge-

gangen waren (Urk. 73 S. 60 Rz. 239) und dass E._____ mit F._____ Rückspra-

che nehmen musste, dies auch tat und F._____ sowie der involvierte Rechts-

dienst ihren "Segen" gegeben hatten (Urk. 73 S. 60 Rz. 240). Vor dem aufgezeig-

ten Hintergrund konnte resp. durfte der Kläger nicht in guten Treuen davon aus-

gehen, dass nun plötzlich die Beklagte sich als Arbeitgeberin verpflichten wollte, 

und wenn auch nur vorübergehend, um den Arbeitsvertrag nachher auf die 

schweizerische Tochtergesellschaft zu übertragen. Das Argument, dass die Ver-

einbarung dazu dienen sollte, die Verhandlungen über die Anstellungsbedingun-

gen für beide Parteien im Sinne eines Arbeitsvertrags abzuschliessen (so der 

Kläger in Urk. 73 S. 60 Rz. 239), wurde bereits durch die Erwägungen zum tat-

sächlichen Konsens entkräftet. Dass der Kläger sie auch nicht in diesem Sinne 

verstehen konnte und durfte, ergibt sich aus den obigen Erwägungen. 

5.8.3.  Damit ist auch das Vorliegen eines normativen Konsenses zwischen den 

Prozessparteien über den Abschluss eines Arbeitsvertrags mit der Vereinbarung 

vom 3./8. Oktober 2018 zu verneinen und kann der Kläger der Beklagten diese 

Vereinbarung nicht als Arbeitsvertrag entgegenhalten.  

5.9. Somit ist festzuhalten, dass zwischen den Parteien mit der Vereinbarung 

vom 3./8. Oktober 2018 kein Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde und demzufol-

ge keine Kündigung erfolgen konnte, welche die Auszahlung eines Sign-on Bonus 

in der Höhe von Fr. 600'000.– brutto als Abfindungsanspruch zur Folge hätte. 

Mangels Arbeitsvertrag besteht ebenso wenig ein Lohnanspruch in der Höhe von 

Fr. 18'472.– für eine (vorliegend nicht existente) Kündigungsfrist. Damit kann zum 

einen die zwischen den Parteien umstrittene Frage, ob die Vereinbarung vom 

3./8. Oktober 2018 rechtsgültig unterschrieben wurde (vgl. dazu Erw. III./5.3.), of-

fenbleiben. Zum andern hat die Vorinstanz die Klage demzufolge im Ergebnis zu 

Recht abgewiesen. 

- 32 - 

5.10.1.  Ob die Vorinstanz, wie der Kläger rügt, seinen verfassungsmässigen An-

spruch auf rechtliches Gehör verletzte, indem sie es unterliess, den tatsächlichen 

und rechtlichen Konsens hinsichtlich der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 zu 

prüfen, kann offenbleiben.  

5.10.2.  Das Bundesgericht berücksichtigt die formelle Natur des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör in konstanter Rechtsprechung dahingehend, dass eine Verlet-

zung ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheis-

sung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides führe. 

Es hat allerdings mit der Begründung, eine Rückweisung würde einen Leerlauf 

bedeuten, in einigen Entscheiden auch ohne Heilung der Verletzung des rechtli-

chen Gehörs von einer Rückweisung abgesehen, teilweise sogar ohne Prüfung 

der Schwere der Verletzung. Nach dieser Rechtsprechung stellt die Wahrung des 

rechtlichen Gehörs trotz dessen formellen Charakters keinen Selbstzweck dar. Ist 

nicht ersichtlich, inwiefern das Verfahren, wäre es verfassungskonform durchge-

führt worden, eine andere Wende genommen hätte, kann nach dieser Rechtspre-

chung von einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids abgesehen werden. 

Entsprechend wird für eine erfolgreiche Rüge der Gehörsverletzung grundsätzlich 

vorausgesetzt, dass in der Begründung des Rechtsmittels auf die Erheblichkeit 

der angeblichen Verfassungsverletzung eingegangen wird. Diese Rechtspre-

chung bedeutet keinen Abschied von der formellen Natur des Gehörsanspruchs. 

Sie ist vielmehr Ausdruck des allgemeinen Gebots des Handelns nach Treu und 

Glauben (Art. 2 ZGB), nämlich u.a. des Verbots einer unnützen Rechtsausübung 

(BGE 143 IV 380 E. 1.4.1.; BGer 5A_85/2021 vom 26. März 2021, E. 6.2.; BGer 

4A_453/2016 vom 16. Februar 2017, E. 4.2.2. bis 4.2.4., je m.w.H.).  

5.10.3. Vorliegend hätte das Verfahren keine andere Wende genommen, wenn 

die Vorinstanz den tatsächlichen und rechtlichen Konsens hinsichtlich der Verein-

barung vom 3./8. Oktober 2018 geprüft hätte. Diese Prüfung führt nämlich, wie die 

vorstehenden Erwägungen zeigen, ebenfalls zum Ergebnis, dass die Klage voll-

umfänglich abzuweisen ist. Demnach wäre im vorliegenden Verfahren eine 

Rückweisung an die Vorinstanz ein formalistischer Leerlauf, weshalb davon abzu-

- 33 - 

sehen wäre, würde man eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bejahen. Eine 

weitere Auseinandersetzung mit dieser Rüge erübrigt sich daher. 

5.11. Die Berufungsanträge Ziffern 1 und 2 sind somit abzuweisen und Dispositiv-

ziffer 1 des Urteils des Arbeitsgerichts Zürich, 1. Abteilung, im ordentlichen Ver-

fahren vom 18. Oktober 2021 ist zu bestätigen. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Da die Berufungsanträge Ziffern 1 und 2 abzuweisen sind und Dispositivzif-

fer 1 des erstinstanzlichen Urteils zu bestätigen ist, hat die Vorinstanz die Kosten 

des erstinstanzlichen Verfahrens zu Recht dem Kläger auferlegt und ist die ihm 

auferlegte Verpflichtung zur Bezahlung einer Parteientschädigung an die Beklagte 

ebenfalls nicht zu beanstanden (Dispositivziffern 2-4). Der Kläger hat die Höhe 

der vorinstanzlichen Gerichtsgebühr sowie der Parteientschädigung unangefoch-

ten gelassen. Auch mit Bezug auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen bleibt es 

daher beim vorinstanzlichen Entscheid. 

2.1. Für das Berufungsverfahren ist von einem Streitwert von Fr. 618'472.– aus-

zugehen. In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 12 Abs. 1 und 2 ZPO ist 

die zweitinstanzliche Entscheidgebühr auf Fr. 20'000.– festzusetzen. Ausgangs-

gemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens dem Kläger aufzuerlegen 

(Art. 106 ZPO). 

2.2. Für das Berufungsverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-

chen, dem Kläger zufolge seines Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), der Beklag-

ten mangels relevanter Umtriebe im Berufungsverfahren (Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich, 

1. Abteilung, im ordentlichen Verfahren vom 18. Oktober 2021 wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 20'000.– festgesetzt. 

- 34 - 

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger 

auferlegt und mit seinem Kostenvorschuss verrechnet.  

4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage des 

Doppels von Urk. 73, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche arbeitsrechtliche Angelegenheit. Der 
Streitwert beträgt Fr. 618'472.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.  
 
 
Zürich, 3. Mai 2022 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. D. Scherrer 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. O. Hug 
 
 
versandt am: 
jo 

	Urteil vom 3. Mai 2022
	Rechtsbegehren: (Urk. 1 S. 2)
	Urteil des Arbeitsgerichts Zürich, 1. Abteilung, vom 18. Oktober 2021: (Urk. 71 S. 14 f. = Urk. 74 S. 14 f.)
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	1.3. Die Parteien sind sich darüber uneinig, ob die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 als Arbeitsvertrag zwischen ihnen zu qualifizieren ist (so der Kläger, Urk. 74 S. 7) oder ob es sich dabei um eine Zusammenfassung der Eckpunkte handelte, auf welc...
	1.4. Gegenstand des Verfahrens bilden ein Sign-on Bonus in Höhe von Fr. 600'000.– sowie eine Lohnforderung in Höhe von Fr. 18'472.–, beide Beträge nebst Zins zu 5% seit 24. November 2018. Diese Forderungen leitet der Kläger aus der Vereinbarung vom 3....
	2.1. Die Vorinstanz wies die Klage vollumfänglich ab (Urk. 74 S. 14).
	2.2. In einem ersten Schritt prüfte die Vorinstanz, ob die Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 als Arbeitsvertrag zwischen den Parteien zu qualifizieren sei, und verneinte dies. Es sei unbestritten, dass der Kläger ab dem 15. Januar 2019 als globaler ...
	2.3. Die Vorinstanz kam ferner zum Schluss, dass die Beklagte dem Kläger mit der Vereinbarung vom 3./8. Oktober 2018 keinen Abschluss eines Arbeitsvertrags mit der B'._____ SA garantiert habe und dass auch keine Konventionalstrafe bei Nichtübernahme d...
	2.4. Sodann verneinte die Vorinstanz das Vorliegen eines Anspruchs aus Culpa in contrahendo. Dass die Beklagte bei den Arbeitsvertragsverhandlungen zwischen der B'._____ SA und dem Kläger schuldhaft gegen Treu und Glauben verstossen habe, sei nicht su...
	2.5. Schliesslich prüfte die Vorinstanz, ob der Kläger einen Anspruch auf Auslagenersatz oder einen Schadenersatzanspruch habe. In diesem Zusammenhang liess sie offen, ob zwischen dem Kläger und dem B'._____-Konzern ein Beratungsmandat vereinbart word...

	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich, 1. Abteilung, im ordentlichen Verfahren vom 18. Oktober 2021 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 20'000.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger auferlegt und mit seinem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage des Doppels von Urk. 73, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...