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**Case Identifier:** f69676b2-f1b5-508e-896d-c35244967e1b
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-27
**Language:** de
**Title:** Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 27.04.2017 S 2017 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/XX_Upload/ZG_UPL_001_S-2017-11_2017-04-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG 
 

 
 

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER 

 

 

Mitwirkende Richter: lic. iur. Felix Gysi, Vorsitz 

lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Rosemarie Rossi Andenmatten 

Gerichtsschreiberin: lic. iur. Andrea Hager Celdrán 

 

 

U R T E I L  vom 27. April 2017 

 

 

 in Sachen 

 

A, B Strasse, C Gemeinde 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

 

Ausgleichskasse des Kantons Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug 

Beschwerdegegnerin  

 

 betreffend 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung 

 (Beiträge) 

 

 

 

S 2017 11 

2 

Urteil i.S. A c. Ausgleichskasse des Kantons Zug  S 2017 11 

A. Die Versicherte, A, geboren am 13. Januar 1953, meldete sich bei der Ausgleichs-

kasse des Kantons Zug (AK Zug) für den Bezug der Altersrente an. Dabei stellte die AK 

Zug fest, dass die Versicherte eventuell noch als Nichterwerbstätige erfasst werden müs-

se. Die AK Zug setzte sodann die für das Jahr 2016 und 2017 geschuldeten Nichterwerb-

stätigen-Beiträge mit Verfügungen vom 29. November 2016 und 12. Dezember 2016 fest. 

Gegen die Verfügung vom 12. Dezember 2016 betreffend das Jahr 2017, mit welcher von 

der Versicherten Akontobeiträge in der Höhe von Fr. 97.75 gefordert wurden, erhob die 

Versicherte am 23. Dezember 2016 Einsprache. Mit Einspracheentscheid vom 4. Januar 

2017 wies die AK Zug die Einsprache ab mit der Begründung, bei der Überbrückungsren-

te, welche die Einsprecherin vom Verein D erhalte, handle es sich um eine Austrittsleis-

tung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form von Rentenzahlungen. Diese Aus-

trittsleistung gehöre gemäss Art. 7 lit. q AHVV zum massgebenden Lohn und sei, zur Be-

stimmung der AHV-Beitragspflicht, in Kapital umzurechnen. Die Beiträge seien im Zeit-

punkt der erstmaligen Auszahlung, vorliegend also im Jahr 2016, geschuldet (Rz. 2112 

der Wegleitung über den massgebenden Lohn (WML) in der AHV, IV und EO) und im vor-

liegenden Fall vom Verein D auch korrekt abgerechnet worden. Die Überbrückungsrente 

sei daher in Bezug auf die Beitragspflicht ab dem Jahr 2017 nicht mehr relevant. Die Ein-

sprecherin gelte ab 2017 nicht mehr als Erwerbstätige, da sie keine Arbeitsleistung mehr 

erbringe, sondern als Nichterwerbstätige. Entsprechend müsse sie als Nichterwerbstätige 

AHV-Beiträge bis zum Ende des Monats, in welchem sie das 64. Altersjahr vollende, mit-

hin bis Ende Januar 2017, entrichten (Art. 3 AHVG). 

 

B. Mit Eingabe vom 27. Januar 2017 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Zug und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids 

vom 4. Januar 2017 unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung 

führte sie aus, sie habe für den Zeitraum vom 1. Februar 2016 bis 31. Januar 2017 eine 

Überbrückungsrente zugesprochen erhalten. Dabei sei ihr bei der ersten Rentenauszah-

lung Ende Februar 2016 die gesamte Leistung für die 12 Monate mit den entsprechenden 

Beitragssätzen für die AHV, ALV und NBU abgezogen worden. Am 15. November 2016 

sei sie von der AK Zug aufgefordert worden, das Anmeldeformular für Nichterwerbstätige 

auszufüllen, was sie umgehend erledigt habe unter Beilage der Lohnabrechnungen per 

31. Dezember 2015, 31. Januar 2016 und 29. Februar 2016 mit dem ausdrücklichen Hin-

weis auf die bereits erfolgten Abzüge durch den Arbeitgeber für die gesamte Periode der 

Überbrückungsrente (12 Monate). Die verfügte Beitragsleistung von Fr. 97.95 sei unkor-

rekt. Der Lohnabrechnung per 29. Februar 2016 könne entnommen werden, dass ihr die 

erforderlichen Beiträge für die gesamte Überbrückungsrentenperiode, und somit auch für 

3 

Urteil i.S. A c. Ausgleichskasse des Kantons Zug  S 2017 11 

den Monat Januar 2017, bei der ersten Rentenbezahlung abgezogen worden seien. Sie 

würde somit für den Januar 2017 doppelt belastet werden. Liege der Grund ihrer Qualifi-

zierung als Nichterwerbstätige für den Monat Januar 2017 darin, dass die AK Zug noch 

keine definitiven Angaben habe, so sei deren Vorgehen unverständlich. Sollte sich wider 

Erwarten ergeben, dass der Arbeitgeber die restliche Periode (Januar 2017) nicht korrekt 

abgerechnet habe, könnte dieser, aber auch sie selber, noch nachträglich belangt und mit 

einer entsprechenden Verfügung bedient werden. Die Praxis der Ausgleichskasse müsste 

auch deshalb als unstatthaft bezeichnet werden, weil bei einer Qualifizierung als Nichter-

werbstätige für den Monat Januar 2017 beim Berechnen der Beiträge nicht nur das Ein-

kommen, sondern auch das Vermögen einbezogen worden sei, während letzteres im Jahr 

2016 unbeachtlich gewesen sei. Es könne nicht sein, dass sie für dieselbe Überbrü-

ckungsrente im Januar 2017 als Nichterwerbstätige gelte, nur weil die Rente über den 

Jahreswechsel hinweg gedauert habe. Im Einspracheentscheid sei diesbezüglich auch 

keine Begründung abgegeben worden, sondern es sei lediglich auf die Randziffer der ent-

sprechenden Wegleitung verwiesen worden, aus welcher sich die Berechnungsart der zu 

leistenden Beiträge ergebe. Die Einstufung als Nichterwerbstätige sei in keiner Weise 

durch einen rechtserheblichen Grund gegeben, weshalb die Handhabung der AK Zug als 

willkürlich zu bezeichnen sei.  

 

C. Mit Vernehmlassung vom 1. Februar 2017 beantragte die AK Zug die vollumfäng-

liche Abweisung der Beschwerde. Begründend hielt sie fest, die Beschwerdeführerin gelte 

im Jahr 2017 – sie sei aufgrund ihres Geburtsdatums vom 13. Januar 1953 gestützt auf 

Art. 3 AHVG bis Ende Januar 2017 beitragspflichtig – als Nichterwerbstätige, weil sie un-

bestrittenermassen keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen sei. An dieser Beitrags-

pflicht als Nichterwerbstätige ändere auch die Tatsache nichts, dass der Arbeitgeber auf 

der Überbrückungsrente Beiträge entrichtet habe. Bei der Überbrückungsrente handle es 

sich letztlich um eine kapitalisierte Abgangsentschädigung; auch auf einer Abgangsent-

schädigung seien zum Zeitpunkt der Auszahlung Beiträge zu entrichten (Rz. 2112 WML), 

beides stehe im Zusammenhang mit der bereits geleisteten Arbeit. Das Vermögen sei nur 

bei der Beitragspflicht von Nichterwerbstätigen von Bedeutung. Aus diesem Grund sei 

auch bei der Beschwerdeführerin das Vermögen in der Verfügung betreffend die Beitrags-

pflicht 2017 berücksichtigt worden, im Jahr 2016, als sie noch als Erwerbstätige beitrags-

pflichtig gewesen sei, hingegen nicht. Sie halte deshalb daran fest, dass ihr Vorgehen kor-

rekt gewesen sei und der Einspracheentscheid bzw. die Verfügung vom 12. Dezember 

2016 nicht zu beanstanden seien.  

 

4 

Urteil i.S. A c. Ausgleichskasse des Kantons Zug  S 2017 11 

D. Mit Replik vom 12. März 2017 monierte die Beschwerdeführerin, dass sich auch 

aus der Vernehmlassung der AK Zug nicht ergebe, weshalb sie für den Januar 2017 

nochmals eine Beitragsleistung zu bezahlen habe, nachdem ihr die Beiträge bereits bei 

der ersten Rentenüberweisung abgezogen worden seien und zwar auch für den Monat 

Januar 2017. Ebenso wenig sei nach wie vor nachvollziehbar, weshalb sie für den Januar 

2017 als Nichterwerbstätige eingestuft worden sei, nachdem sie im Zeitraum Februar bis 

Dezember 2016 als Erwerbstätige gegolten habe, obwohl sie weder in diesem Zeitraum 

noch im Januar 2017 gearbeitet habe.  

 

E. Am 17. März 2017 teilte die AK Zug mit, dass sie keine Ergänzungen mehr anzu-

bringen habe und an ihren bisherigen Ausführungen sowie am Antrag auf Abweisung der 

Beschwerde festhalte. 

 

 

 

 Das Verwaltungsgericht erwägt: 

 

 

1. Nach Art. 56 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide 

Beschwerde erhoben werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen 

Kantons zuständig ist, in dem die versicherte natürliche oder juristische Person zur Zeit 

der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz resp. Sitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Über Be-

schwerden gegen Verfügungen und Einspracheentscheide kantonaler Ausgleichskassen 

entscheidet jedoch in Abweichung von Artikel 58 Absatz 1 ATSG das Versicherungsge-

richt am Ort der Ausgleichskasse (Art. 84 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinter-

lassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 [AHVG, SR 831.10]). Gemäss § 77 des 

Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 1. April 1976 (VRG, BGS 162.1) beurteilt das Ver-

waltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der eidge-

nössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittel-

instanz vorsieht. Die Beschwerdeführerin hat ihren Wohnsitz in der Gemeinde C und beim 

Anfechtungsobjekt handelt es sich um einen Einspracheentscheid der Ausgleichskasse 

des Kantons Zug. Demgemäss ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurtei-

lung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. 

 

5 

Urteil i.S. A c. Ausgleichskasse des Kantons Zug  S 2017 11 

2. Gegen Verfügungen der Ausgleichskasse kann innert 30 Tagen gestützt auf 

Art. 52 Abs. 1 ATSG Einsprache, gegen den Einspracheentscheid nach Art. 52 Abs. 2 

ATSG innerhalb von 30 Tagen nach dessen Eröffnung gestützt auf Art. 56 Abs. 1 und 

Art. 60 Abs. 1 ATSG Beschwerde erhoben werden. Die am 23. Dezember 2016 gegen die 

Verfügung vom 12. Dezember 2016 erhobene Einsprache gilt somit als rechtzeitig. Glei-

ches gilt für die am 27. Januar 2017 der Post übergebene Beschwerde gegen den Ein-

spracheentscheid vom 4. Januar 2017. Der angefochtene Entscheid betrifft die AHV-

Beitragspflicht der Beschwerdeführerin als Nichterwerbstätige für den Januar 2017. Folg-

lich gilt sie als in der Sache betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Sodann erfüllt die 

Beschwerdeschrift die formellen Voraussetzungen, weshalb sie zu prüfen ist. 

 

3. In casu geht es lediglich um die Akontobeiträge für den Monat Januar 2017 und 

nachdem in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die 

bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhaltes in Geltung standen, 

sind vorliegend die formellen wie die materiellen Bestimmungen des per 1. Januar 2003 in 

Kraft getretenen ATSG anwendbar, ebenso die im Zusammenhang mit der Einführung  

des ATSG oder danach in Kraft getretenen Bestimmungen des AHVG und der Verordnung 

über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31. Oktober 1947 (AHVV, 

SR 831.101), soweit sie im fraglichen Zeitraum in Geltung standen (vgl. auch Urteile des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 4. Juni 2004, H 6/04, sowie vom 

5. Juli 2004, I 690/03, mit Verweis auf BGE 129 V 1 Erw. 1.2, 167 Erw. 1, 354 Erw. 1, je 

mit weiteren Hinweisen). Was die internationalen Vereinbarungen, aber auch die Weglei-

tungen und Kreisschreiben betrifft, sind ebenfalls diejenigen Bestimmungen bzw. Rege-

lungen anwendbar, die im umschriebenen Zeitraum in Geltung standen, es sei denn Ge-

setz und Wegleitungen würden ausdrücklich etwas anderes vorsehen. 

 

4. 

4.1 Die Versicherten der AHV/IV/EO sind beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbs-

tätigkeit ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach 

Vollendung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen 

das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben (Art. 3 Abs. 1 AHVG). 

 

4.2 Nach Art. 5 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 AHVG werden vom Einkommen aus unselb-

ständiger Erwerbstätigkeit, dem massgebenden Lohn, Beiträge erhoben. Als massgeben-

der Lohn gemäss Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf 

bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Zum massgebenden Lohn gehören 

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Urteil i.S. A c. Ausgleichskasse des Kantons Zug  S 2017 11 

begrifflich sämtliche Bezüge der Arbeitnehmerin und des Arbeitnehmers, die wirtschaftlich 

mit dem Arbeitsverhältnis zusammenhängen, gleichgültig, ob dieses Verhältnis fortbesteht 

oder gelöst worden ist und ob die Leistungen geschuldet werden oder freiwillig erfolgen. 

Als beitragspflichtiges Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit gilt somit nicht 

nur unmittelbares Entgelt für geleistete Arbeit, sondern grundsätzlich jede Entschädigung 

oder Zuwendung, die sonst wie aus dem Arbeitsverhältnis bezogen wird, soweit sie nicht 

kraft ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift von der Beitragspflicht ausgenommen ist. 

Grundsätzlich unterliegen nur Einkünfte, die tatsächlich geflossen sind, der Beitragspflicht 

(BGE 133 V 556 Erw. 4). 

 

Zu dem für die Berechnung der Beiträge massgebenden Lohn gehören Leistungen des 

Arbeitgebers bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, soweit sie nicht gemäss Artikel 8
bis 

oder 8
ter

 vom massgebenden Lohn ausgenommen sind; Renten werden in Kapital umge-

rechnet; das Bundesamt stellt dafür verbindliche Tabellen auf (Art. 7 lit. q AHVV).  

 

4.3  

4.3.1 Gemäss Art. 10 Abs. 1 Satz 1 AHVG bezahlen Nichterwerbstätige einen Beitrag 

nach ihren sozialen Verhältnissen (vgl. auch Art. 3 Abs. 1
bis

 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20] i.V.m. Art. 1
bis

 Abs. 2 der Ver-

ordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201] und 

Art. 27 Abs. 2 Satz 4 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und 

bei Mutterschaft vom 25. September 1952 [Erwerbsersatzgesetz, EOG; SR 834.1] i.V.m. 

Art. 36 Abs. 2 der Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz vom 24. November 2004 [EOV; 

SR 834.11]). 

 

4.3.2 Die Beiträge der Nichterwerbstätigen, für die nicht der jährliche Mindestbeitrag im 

Sinne von Art. 10 Abs. 2 AHVG vorgesehen ist, bemessen sich aufgrund ihres Vermögens 

und Renteneinkommens (Art. 28 Abs. 1 Satz 1 AHVV). Verfügt ein Nichterwerbstätiger 

gleichzeitig über Vermögen und Renteneinkommen, so wird der mit 20 multiplizierte jährli-

che Rentenbetrag zum Vermögen hinzugerechnet (Art. 28 Abs. 2 AHVV). Für die Berech-

nung des Beitrages ist das Vermögen einschliesslich des mit 20 multiplizierten jährlichen 

Rentenbetrages auf die nächsten Fr. 50'000.-- abzurunden (Art. 28 Abs. 3 AHVV). Für 

verheiratete Nichterwerbstätige berechnet sich ihr Beitrag aufgrund der Hälfte des eheli-

chen Vermögens und Renteneinkommens (vgl. Art. 28 Abs. 4 AHVV).  

 

7 

Urteil i.S. A c. Ausgleichskasse des Kantons Zug  S 2017 11 

4.3.3 Die Beiträge werden für jedes Beitragsjahr festgesetzt. Als Beitragsjahr gilt das 

Kalenderjahr (Art. 29 Abs. 1 AHVV). Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Bei-

tragsjahr erzielten Renteneinkommens und des Vermögens am 31. Dezember (Art. 29 

Abs. 2 Satz 1 AHVV). Die kantonalen Steuerbehörden ermitteln das für die Beitragsbe-

messung massgebende Vermögen auf Grund der entsprechenden rechtskräftigen kanto-

nalen Veranlagung (Art. 29 Abs. 3 Satz 1 AHVV). Die Ausgleichskassen ermitteln das 

Renteneinkommen; sie arbeiten dabei mit den kantonalen Steuerbehörden zusammen 

(Art. 29 Abs. 4 AHVV).  

 

4.3.4 Gemäss Art. 28
bis

 Abs. 1 erster Satz AHVV i.V.m. Art. 10 Abs. 1 und 3 AHVG leis-

ten Personen, die nicht dauernd voll erwerbstätig sind, die Beiträge wie Nichterwerbstäti-

ge, wenn ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen zusammen mit denen ihres Arbeitgebers 

in einem Kalenderjahr nicht mindestens der Hälfte des Beitrags nach Art. 28 AHVV ent-

sprechen. Die Beiträge vom Erwerbseinkommen müssen auf jeden Fall dem Mindestbei-

trag nach Art. 28 AHVV entsprechen (Art. 28
bis

 Abs. 1 AHVV). Versicherte, die für ein  

Kalenderjahr als Nichterwerbstätige gelten, können verlangen, dass die Beiträge von  

ihrem Erwerbseinkommen, die für dieses Jahr bezahlt wurden, an die Beiträge angerech-

net werden, die sie als Nichterwerbstätige zu entrichten haben (Art. 30 Abs. 1 AHVV).  

 

Mit dieser Regelung wird verhindert, dass die Beitragspflicht als Nichterwerbstätiger durch 

Ausübung einer geringfügigen oder bloss sporadischen Erwerbstätigkeit umgangen wer-

den kann (BGE 115 V 161 Erw. 8). Nach der von der Rechtsprechung geschützten Ver-

waltungspraxis ist eine volle Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 28
bis

 Abs. 1 AHVV zu ver-

neinen, wenn die beitragspflichtige Person nicht während mindestens der halben üblichen 

Arbeitszeit tätig ist (BGE 115 V 161 Erw. 10d; Entscheid des BGer vom 14. März 2012, 

9C_105/2012, Erw. 1; Rz 2039 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherun-

gen über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen (WSN) in der 

AHV, IV und EO, gültig ab 1. Januar 2008, Stand 1. Januar 2016). Ferner gilt die Erwerbs-

tätigkeit als nicht dauernd, die während weniger als neun Monaten im Kalenderjahr aus-

geübt wird (Entscheid des BGer vom 6. Juni 2008, 9C_910/2007 Erw. 2; Rz 2035 WSN). 

 

4.4 Die in der Regel vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) erlassenen ver-

waltungsinternen Weisungen resp. Wegleitungen binden die Verwaltung, nicht aber die 

kantonalen Sozialversicherungsgerichte. Das Bundesgericht unterstützt die Bindung der 

Verwaltung an die genannten Richtlinien mit dem Hinweis darauf, dass den Bestrebungen 

der Verwaltung, durch entsprechende interne Weisungen, Richtlinien, Tabellen, oder  

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Urteil i.S. A c. Ausgleichskasse des Kantons Zug  S 2017 11 

Skalen eine rechtsgleiche Behandlung der Versicherten zu gewährleisten, Rechnung ge-

tragen werden müsse. Ein Eingreifen des Sozialversicherungsrichters in das Ermessen 

der Verwaltung rechtfertigt sich nach der höchstrichterlichen Auffassung schliesslich nur 

dann, wenn ein Ermessensmissbrauch gegeben ist, d.h. wenn sich die Verwaltung von 

unsachlichen und zweckfremden Erwägungen hat leiten lassen oder allgemeine Rechts-

prinzipien wie das Willkürverbot oder das Verbot rechtsungleicher Behandlung, aber auch 

das Gebot von Treu und Glauben oder den Grundsatz der Verhältnismässigkeit missach-

tet hat (vgl. BGE 123 V 150 Erw. 2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch: Urteil des Bundes-

gerichts vom 14. September 2006 [C 127/06] Erw. 4.2). 

 

5.  

5.1 Am 15. November 2016 forderte die AK Zug die Beschwerdeführerin auf, das An-

meldeformular für Nichterwerbstätige auszufüllen und zu unterzeichnen, habe sie doch 

festgestellt, dass sie eventuell noch als Nichterwerbstätige erfasst werden müsse (AK-

act. 1). Dieser Aufforderung kam die Beschwerdeführerin umgehend nach. Im Fragebogen 

vom 16. November 2016 gab sie unter anderem an, dass sie bis am 31. Januar 2016 ein 

beitragspflichtiges Einkommen in der Höhe von Fr. 6'008.55 erzielt habe. Sie beziehe seit 

dem 1. Februar 2016 eine AHV-Rente von Fr. 2'350.-- pro Jahr [recte: Monat]. Ihr Rein-

vermögen gemäss Steuererklärung per 31. Dezember 2015 betrage Fr. 673'591.--. Als 

Beilage reichte sie die drei letzten Lohnabrechnungen ihrer Arbeitgeberin, dem Verein D, 

bei. Der Lohnabrechnung per 31. Dezember 2015 kann ein Monatssalär von Fr. 6'008.55 

resp. ein Nettolohn (nach AHV-/ALV-/NBU-Abzügen) von Fr. 5'028.70 entnommen wer-

den. Per 31. Januar 2016 wies der Verein D für die Beschwerdeführerin ein Monatssalär 

von Fr. 6'008.55 bzw. einen Nettolohn von Fr. 5'041.95 aus. Der Lohnabrechnung vom 18. 

Februar 2016 per 29. Februar 2016 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführerin ein 

Bruttolohn von Fr. 2'292.50 (Überbrückungsrente von Fr. 1'692.-- plus 13. Gehalt pro rata 

von Fr. 500.70 plus Korrektur Monatslohn von Fr. 99.80) bzw. nach Abzug der AHV-/ALV-

/NBU-/PK-/BVG-Beiträge ein Nettolohn von Fr. 1'075.10 ausbezahlt wurde. Auf dieser 

Lohnabrechnung teilte der Verein D der Beschwerdeführerin zudem mit, dass bei Über-

brückungsrenten der Arbeitgeber gleich zu Beginn die gesamte Leistung, bei ihr somit 12 x 

Fr. 1'692.--, mit den entsprechenden Beitragssätzen abzurechnen habe. Ab März erhalte 

sie dann Fr. 1'692.-- ohne jegliche Abzüge (AK-act. 2 bzw. BF-Beilage 4 und 5).  

 

5.2 Am 24. November 2016 teilte die AK Zug der Beschwerdeführerin mit, dass sie 

seit dem 1. Januar 2016 als Nichterwerbstätige beitragspflichtig und entsprechend im  

Register erfasst worden sei. Die Beitragsverfügung für das Jahr 2016 werde ihr in den 

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nächsten Tagen zugestellt. Das Jahr 2016 hätten sie auf beitragsfrei gesetzt, da sie im 

Jahr 2016 noch erwerbstätig gewesen sei (AK-act. 3). Entsprechend wurde die Beschwer-

deführerin mit Verfügung vom 29. November 2016 vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 

2016 von der Beitragspflicht als nichterwerbsstätige Person befreit, sei doch die Beitrags-

pflicht bereits erfüllt (AK-act. 4).  

 

5.3 Der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 12. Dezember 2016 für die Periode 

1. Januar 2017 bis 31. Januar 2017 ist zu entnehmen, dass die Berechnung auf Basis der 

Selbstangaben erfolge. Das Altersrenteneinkommen 2017 betrage Fr. 282'000.-- 

(Fr. 14'100.-- x 20), das Reinvermögen am 31. Dezember 2017 Fr. 336'795.-- und somit 

das massgebende Vermögen Fr. 618'795.--. Die Beschwerdeführerin schulde damit 

AHV/IV/EO-Beiträge für den Monat Januar 2017 in der Höhe von Fr. 94.-- inklusive 

Fr. 3.75 Verwaltungskosten, mithin total Fr. 97.75. Die AK Zug wies darauf hin, dass die 

definitiven Beiträge aufgrund der rechtskräftigen Steuerveranlagung festgesetzt würden 

(AK-act. 5).  

 

6. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, sie schulde für den Monat Januar 2017 

keine Beiträge mehr, seien diese doch bereits mit der Überbrückungsrente des Vereins D 

per Ende Februar 2016 für zwölf Monate, mithin auch für den Januar 2017, geleistet wor-

den.  

 

6.1 Vorab ist die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass sie – obwohl nicht 

dauernd voll erwerbstätig im 2016 – deshalb keine Beiträge als Nichterwerbstätige leisten 

musste, weil ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen zusammen mit denen ihres Arbeitge-

bers (aus dem Monatslohn Januar 2016 und aus der Überbrückungsrente) in einem Ka-

lenderjahr mindestens der Hälfte des Betrages nach Art. 28 AHVV entsprachen. Völlig an-

ders präsentierte sich indes die Situation der Beschwerdeführerin im Monat Januar 2017, 

vor Eintritt ins ordentliche Pensionsalter. Es ist Fakt, dass die Beschwerdeführerin im hier 

fraglichen Monat Januar 2017 nicht mehr erwerbstätig war und demzufolge für diesen ei-

nen Monat noch ahv-rechtlich als Nichterwerbstätige zu qualifizieren ist. Gemäss Art. 3 

Abs. 1 AHVG beginnt die Beitragspflicht für Nichterwerbstätige am 1. Januar nach Vollen-

dung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 

64. Altersjahr vollendet haben. Die Beschwerdeführerin, welche am 13. Januar 1953 gebo-

ren ist und am 13. Januar 2017 das 64. Altersjahr vollendet hat, war demnach im Monat 

Januar 2017 noch beitragspflichtig. Die Beiträge werden – wie schon mehrfach erwähnt – 

für jedes Beitragsjahr festgesetzt. Als Beitragsjahr gilt das Kalenderjahr (Art. 29 Abs. 1 

10 

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AHVV). Die Beiträge der Nichterwerbstätigen, für die nicht der jährliche Mindestbeitrag im 

Sinne von Art. 10 Abs. 2 AHVG vorgesehen ist, bemessen sich aufgrund des im Beitrags-

jahr erzielten Renteneinkommens und des Vermögens am 31. Dezember (Art. 28 Abs. 1 

Satz 1 AHVV und 29 Abs. 2 Satz 1 AHVV). Im 2017 wird die Beschwerdeführerin voraus-

sichtlich ein Renteneinkommen von Fr. 14'100.-- erzielen, welches gestützt auf Art. 28 

Abs. 2 AHVV mit 20 zu multiplizieren (Fr. 282'000.--) und zum hälftigen Reinvermögen von 

Fr. 336'795.-- (gemäss ihren eigenen Angaben in Anmeldeformular [steuerbares eheliches 

Reinvermögen von Fr. 673'590.--]) am 31. Dezember 2017 hinzuzurechnen ist. Diese Be-

rechnung basiert auf den Selbstangaben der Beschwerdeführerin bzw. auf einem mut-

masslichen Vermögen per Ende 2017. Wie die AK Zug in ihrer Verfügung vom 12. De-

zember 2016 hinwies, werden die definitiven Beiträge erst nach Vorliegen der rechtskräfti-

gen Steuerveranlagung festgesetzt. Zu Recht bestreitet die Beschwerdeführerin die Be-

rechnung selber bzw. die Höhe der Akontobeiträge von Fr. 97.75 für den Januar 2017 

nicht.  

 

6.2 Soweit die Beschwerdeführerin die Akontobeiträge für den Januar 2017 als nicht 

korrekt bezeichnet, weil die Beiträge für den Monat Januar 2017 doch schon geleistet 

worden seien, verkennt sie hierbei, dass der Verein D, ihr Arbeitgeber, mit der erstmaligen 

Auszahlung der Überbrückungsrente – in casu per Februar 2016 – die AHV-/ALV-/NBU-

/PK-/BVG-Beiträge praxisgemäss auf der gesamten Leistung abrechnen musste 

(vgl. Rz 2112 der Wegleitung über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO 

[WML], gültig ab 1. Januar 2008, Stand 1. Januar 2016). Bei der Überbrückungsrente 

handelt es sich – wie die Beschwerdegegnerin korrekt festgestellt hat und seitens der Be-

schwerdeführerin unbestritten blieb – um eine Austrittsleistung bei Beendigung des Ar-

beitsverhältnisses in Form von Rentenzahlungen. Diese Austrittsleistung gehört gemäss 

Art. 7 lit. q AHVV zum massgebenden Lohn im Jahr 2016 (vgl. Erw. 4.2 hiervor), und ist 

demnach zur Bestimmung der AHV-Beitragspflicht zu kapitalisieren. Unabhängig davon, 

ob die Abgangsentschädigung also in zwölf Raten – mithin eine letzte im Januar 2017 – 

ausbezahlt wurde, werden die Beiträge, welche auf dieser kapitalisierten Abgangsent-

schädigung bei der ersten Auszahlung im Februar 2016 geleistet werden mussten, dem 

Beitragsjahr 2016 zugerechnet und sind somit für das Jahr 2017 nicht mehr relevant.  

 

6.3 Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 12. Dezember 

2016 für den Beitragsmonat Januar 2017 bzw. der Einspracheentscheid vom 4. Januar 

2017 als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.  

 

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Urteil i.S. A c. Ausgleichskasse des Kantons Zug  S 2017 11 

7. Erscheint dem Gericht die Beweislage aufgrund der Akten als ausreichend, kann 

es auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten. Beweisanträge, die nach Erachten des 

Gerichts hinsichtlich der für den Entscheid relevanten Sachfragen ohne Belang sind, müs-

sen ebenfalls nicht beachtet werden (BGE 122 V 157 Erw. 1d). Gilt ein Beweis als ander-

weitig bereits erbracht, muss Beweisanträgen in rechtmässiger Anwendung der antizipier-

ten Beweiswürdigung nicht stattgegeben werden (vgl. Urteil des EVG vom 19. Juli 2006 

[H 30/06]). 

 

Über die eingereichten und vom Gericht geprüften Belege hinaus liess die Beschwerde-

führerin keine zusätzlichen Beweisanträge deponieren. Weitere Beweisabnahmen er-

scheinen dem Gericht denn auch nicht opportun und der Beschwerdegegnerin kann 

schliesslich auch eine Verletzung der Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG 

nicht vorgehalten werden.  

 

8. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (vgl. Art. 61 

lit. a ATSG) und eine Parteientschädigung kann der unterliegenden Beschwerdeführerin 

nicht zugesprochen werden (Art. 61 lit. g ATSG).  

 

 

 

 

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Urteil i.S. A c. Ausgleichskasse des Kantons Zug  S 2017 11 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 

__________________________________ 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 

beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-

lichen Angelegenheiten eingereicht werden. 

 

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 

an die Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Sozialversicherungen, 

Bern. 

 

 

Zug, 27. April 2017 

 

 

 Im Namen der 

 SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER 

 Der Vorsitzende 

 

 

 

 Die Gerichtsschreiberin 

 

 

 

 

 

versandt am