# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b496e7f-fba0-54ab-b8e6-3cfbb957a600
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.06.2024 IV 2023/138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2023-138_2024-06-24.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/138

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 01.10.2024

Entscheiddatum: 24.06.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2024
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG, Art. 28 IVG; Art. 28a IVG Im Beschwerdeverfahren 
eingereichte neue bildgebende Befunde vermögen die gutachterliche 
Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zu entkräften, zumal keine damit 
zusammenhängende dauerhafte Verschlechterung der funktionellen 
Leistungsfähigkeit ausgewiesen ist. Einkommensvergleich bei 
Teilerwerbstätigkeit im hypothetischen Gesundheitsfall (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juni 2024, IV 
2023/138).

Entscheid vom 24. Juni 2024

Besetzung

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), 

Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn und Tanja Petrik-Haltiner; 

Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2023/138

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 2/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich zum ersten Mal am 10. August 2007 

wegen einer Fibromyalgie und einer depressiven Episode bei der Invalidenversicherung 

(IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 6). Gestützt unter anderem auf ein bidisziplinäres 

(psychiatrisches und rheumatologisches) Gutachten vom 1. Juli 2008, wonach die 

Versicherte sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungskraft als auch in anderen 

adaptierten Verweistätigkeiten zu 70 % arbeitsfähig sei (IV-act. 36-11), wies die IV-

Stelle das Gesuch mit Verfügung vom 26. August 2008 ab (IV-act. 43; Invaliditätsgrad 

0 %). Eine gegen die Verfügung erhobene Beschwerde vom 25. September 2008 (IV-

act. 44) liess die Versicherte am 27. Oktober 2008 vorbehaltslos zurückziehen, weshalb 

das Versicherungsgericht das Verfahren am 28. Oktober 2008 abschrieb (IV-act. 50; 

Verfahren IV 2008/421).

A.a. 

Die Versicherte ersuchte am 4. März 2019 erneut um Leistungen der IV. Sie gab 

an, unter Rückenschmerzen, Hyperurikämie, Gichtanfällen, Adipositas, Diabetes 

mellitus Typ II, einer Depression und Rheuma zu leiden. Vom 1. Oktober 2009 bis 

22. Oktober 2018 sei sie bei der vormaligen Arbeitgeberin stundenweise als 

Reinigungsangestellte tätig gewesen (IV-act. 55). Von den behandelnden Ärzten 

wurden der Versicherten eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren bzw. ein chronisches Schmerzsyndrom Stadium II nach 

Gerbershagen, eine Adipositas Grad II, ein Diabetes Typ II, eine Spondyloarthritis, ein 

Fibromyalgiesyndrom sowie eine mittelgradige depressive Störung diagnostiziert (Klinik 

für Rheumatologie des Kantonsspitals St. Gallen [KSSG], Bericht vom 19. Juli 2018, IV-

act. 69-14 f., Austrittsbericht vom 5. November 2018, IV-act. 69-12 f. [stationäre 

A.b. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 3/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Behandlung vom 22. Oktober 2018 bis 5. November 2018], Berichte Dr. med. B.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie vom 10. Juli 2019, IV-act. 75-7 ff., vom 

22. November 2019, IV-act. 78, vom 25. Februar 2020, IV-act. 84 und vom 5. Juni 

2020, IV-act. 92, Arztbericht Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin, IV-act. 69-2 

ff., Arztbericht Zentrum D.___ vom 13. Februar 2020, IV-act. 83). Vom 9. April 2020 bis 

20. Mai 2020 war die Versicherte in der Klinik E.___ in stationärer Behandlung 

(Austrittsbericht vom 11. Juni 2020, IV-act. 93).

Der RAD nahm am 15. Juni 2020 Stellung, aus versicherungsmedizinischer Sicht 

könne ein niederschwelliges Eingliederungspotential mit einer Präsenzzeit von 2 bis 4 

Stunden pro Tag angenommen werden mit der Aussicht auf eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit innerhalb von 6 bis 12 Monaten (IV-act. 94). Die IV-Stelle erteilte 

Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 5. Oktober 2020 bis 5. Januar 

2021 (Mitteilung vom 21. August 2020, IV-act. 103) und für ein Aufbautraining vom 

6. Januar 2021 bis 6. Juli 2021 mit Ziel einer Steigerung der Leistungsfähigkeit auf 

100 % innerhalb von 6 Monaten (Mitteilung vom 7. Dezember 2020, IV-act. 112). Die 

Massnahme wurde per 29. Januar 2021 abgebrochen, da aus gesundheitlichen 

Gründen eine Steigerung der Leistung über 12 % bis 17 % nicht erreicht bzw. die 

Präsenz von 4 Stunden nicht gehalten werden konnte (Assessment- und 

Verlaufsprotokoll, 26. Januar 2021, IV-act. 114). Die IV-Stelle hob die Mitteilung vom 

7. Dezember 2020 auf und wies das Gesuch betreffend weitere berufliche 

Massnahmen ab (Mitteilung vom 26. Januar 2021, IV-act. 116).

A.c. 

Vom 8. bis 17. Februar 2021 erhielt die Versicherte eine multimodale 

rheumatologische Komplexbehandlung und es wurde eine beidseitige Gonarthrose mit 

belastungsabhängigen Schmerzen rechts mehr als links festgestellt (Austrittsbericht 

Klinik für Rheumatologie KSSG vom 18. Februar 2021, IV-act. 122-18 ff.). Dr. B.___ 

führte im psychiatrischen Verlaufsbericht vom 13. August 2021 aus, der 

Gesundheitszustand habe sich seit Juni 2020 eher wieder etwas verschlechtert. 

Unverändert halte sie die Versicherte in einer leichten, körperlich wenig belastenden 

Tätigkeit ohne besondere intellektuelle Ansprüche zu ca. 50 % arbeitsfähig (IV-

act. 123-1 f.).

A.d. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 4/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die IV-Stelle tätigte Abklärungen zur Haushaltstätigkeit der Versicherten (Angaben 

vom 17. August 2021; Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/ 

Haushalt, IV-act. 124-1 ff.; IV-act. 127). Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 1. Juni 

2022 ermittelte sie eine Gesamteinschränkung vom 14,51 % und hielt fest, ohne 

gesundheitliche Einschränkung wäre die Versicherte weiterhin in einem 50 %-Pensum 

erwerbstätig (Abklärungsbericht vom 27. Juli 2022, IV-act. 146).

A.e. 

Dr. med. F.___, Fachärztin für Anästhesiologie, berichtete am 23. August 2022 über 

einen stationären Gesundheitszustand seit August 2021. Sie führte aus, durch die 

Fatigue und die chronischen Schmerzen seien die Belastbarkeit und die Konzentration 

der Versicherten eingeschränkt. Die Arbeitsfähigkeit schätze sie aktuell auf etwa 20 % 

bei verminderter Leistungsfähigkeit (IV-act. 147-1 ff.). Die Klinik für Rheumatologie des 

KSSG führte im Untersuchungsbericht vom 19. August 2022 unter anderem aus, es 

bestehe eine Enthesitis (entzündlicher Rückenschmerz), eine Gonarthrose beidseits, 

aktuell behandelt mit Infiltrationen, sowie ein Impingementsyndrom beider 

Schultergelenke (IV-act. 187-27 ff.). Dr. B.___ schilderte im Verlaufsbericht vom 

25. Oktober 2022 den psychischen Gesundheitszustand als im Wesentlichen 

unverändert (IV-act. 150). Dr. med. G.___, Fachärztin für Neurologie, diagnostizierte bei 

der Versicherten gemäss Bericht vom 18. November 2022 ein leichtgradiges 

Karpaltunnelsyndrom links (IV-act. 174-13 f.).

A.f. 

Die IV-Stelle liess die Versicherte in der Folge polydisziplinär (Allgemeine Innere 

Medizin, Neurologie, Rheumatologie, Neuropsychologie, Endokrinologie/Diabetologie 

sowie Psychiatrie) begutachten, wobei der Auftrag der medexperts AG zugelost wurde. 

Als die Arbeitsfähigkeit einschränkend diagnostizierten die Gutachter eine chronische 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0), ein 

chronisches cervikogenes Schmerzsyndrom ohne radikuläre Affektion, am ehesten 

muskuloskelettal bedingt, chronische Kopfschmerzen, am ehesten vom Spannungstyp 

(differenzialdiagnostisch durch Medikamentenübergebrauch bedingt) sowie ein 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Affektion. Ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit erhoben sie unter anderem einen Diabetes mellitus Typ II, eine 

Adipositas Grad II, weichteilrheumatische Beschwerden mit fibromyalgischer 

Komponente mit Weichteilkalzifikation am Trochanter major rechts und rechts gluteal 

A.g. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 5/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sowie Fibroostose am Epicondylus humero radialis, ein degeneratives Schulterleiden 

bei Tendinitis calcarea der Infraspinatussehne rechts, eine im Gang befindliche 

Gonarthrose links, ein degeneratives Lendenwirbelsäulensyndrom mit moderater 

Spondylarthrose L4/5 und diskreter Osteochondrose L3-5, einen Status nach 

leichtgradigem Karpaltunnelsyndrom links sowie ein Sulcus ulnaris Syndrom (IV-

act. 173-7 f.). Die Experten attestierten sowohl in der bisherigen sowie in einer 

angepassten, im Wesentlichen leichten bis mittelschweren wechselbelastenden 

Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Retrospektiv bestätigten sie bis zum 

21. Oktober 2018 eine Arbeitsfähigkeit von 70 %, ab 22. Oktober 2018 von 0 %, ab 

15. Juli 2019 von 50 %, ab 1. August 2019 von 70 %, ab 9. April 2020 von 0 %, ab 

21. Mai 2020 von 20 % und ab 4. Juni 2020 von 70 % (Gutachten medexperts AG vom 

8. Mai 2023, IV-act. 173-9). Der RAD nahm am 10. Mai 2023 Stellung und hielt fest, auf 

das Gutachten könne abgestellt werden (IV-act. 177).

Die IV-Stelle gewährte der Versicherten mit Vorbescheid vom 30. Mai 2023 das 

rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Leistungsbegehrens (IV-act. 180). 

Mit Einwand vom 30. Juni 2023 berief sich die Versicherte auf die ab 22. Oktober 2018 

erfolgten Krankschreibungen durch die behandelnden Ärzte. Weiter machte sie 

geltend, das für den Einkommensvergleich herangezogene Einkommen bestehe aus 

Kranken-, Arbeitslosen- und Invalidentaggeldern. Auch das RAV, die Arbeitslosenkasse 

und die IV-Stelle hätten sie als arbeitsunfähig angesehen. Die Eingliederung sei 

gescheitert (IV-act. 181).

A.h. 

Am 19. Juli 2023 verfügte die IV-Stelle gemäss Vorbescheid. Zur Begründung 

führte sie aus, die IV-Taggelder seien der Versicherten abhängig von den 

Eingliederungsmassnahmen ausbezahlt worden. Dies bedeute daher nicht, dass sie 

auch in rentenberechtigendem Ausmass arbeitsunfähig sei. Zur Rentenprüfung sei eine 

Begutachtung durchgeführt worden. Die Gutachter hätten Unstimmigkeiten zwischen 

den von ihr angegebenen Beschwerden und den von ihnen erhobenen objektivierbaren 

Befunden beschrieben. Ein schwererer, rentenrelevanter Gesundheitsschaden liege mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht vor. Da sie nicht ununterbrochen während 365 

Tagen zu mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sei, bestehe auch kein befristeter 

Rentenanspruch (IV-act. 182).

A.i. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 6/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

Gegen die Verfügung vom 19. Juli 2023 erhebt die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) am 16. August 2023 Beschwerde. Sie beantragt die Überprüfung 

des angefochtenen Entscheides und damit sinngemäss dessen Aufhebung und die 

Zusprache einer IV-Rente. Zur Begründung führt sie aus, aufgrund ihrer langjährigen 

gesundheitlichen Probleme seien verschiedene Klinikaufenthalte notwendig gewesen 

und hätten Eingliederungsmassnahmen abgebrochen werden müssen. Inzwischen 

habe sich herausgestellt, dass sie unter einem Bandscheibenvorfall leide. Dies und die 

Befunde am Arm würden sie nun noch stärker beeinträchtigen (act. G 1). Mit der 

Beschwerde reicht die Beschwerdeführerin verschiedene Arztberichte und 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bei (act. G 1.2 ff.).

B.a. 

Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragt mit 

Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2023 die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt 

im Wesentlichen vor, auch wenn den Gutachtern nicht alle Krankschreibungen 

vorgelegen hätten, ergäben sich daraus keine Neuerungen oder Hinweise, die die 

Gutachter übersehen haben könnten. Auch die Berichte des KSSG enthielten keine 

Tatsachen, die nicht bereits bei der Begutachtung bekannt gewesen seien. Der geltend 

gemachte Bandscheibenvorfall lasse sich mit den eingereichten Unterlagen nicht 

belegen. Die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung sei damit nicht widerlegt. Es sei 

von einer 50%igen Erwerbstätigkeit und einer 50%igen Tätigkeit im Haushalt 

auszugehen. Gemäss Abklärungsbericht vom 1. Juni 2022 bestehe im Haushalt eine 

Einschränkung von 15 %. Rechtsprechungsgemäss dürften dafür die Mitarbeit des 

Ehemannes und die Unterstützung der Tochter nicht angerechnet werden. Auf den 

Bericht sei abzustellen. Im Erwerb betrage die Einschränkung unter Berücksichtigung 

des konkret ermittelten Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) 

und des Einkommens, welches nach Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt werden 

könnte (Invalideneinkommen) 12 %. Insgesamt resultiere ein Invaliditätsgrad von 12 % 

(50 % x 15 % im Haushalt + 50 % x 6 % im Erwerb). Dieser berechtige nicht zu einer 

Rente. Ein befristeter Rentenanspruch bestehe nicht, da die Arbeitsunfähigkeit von 

100 % bzw. 80 % während des Aufenthalts in der Klinik E.___ vom 9. April bis 20. Mai 

2020 nicht als voraussichtlich bleibend oder längere Zeit dauernd betrachtet werden 

könne (act. G 4).

B.b. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 7/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.  

Die Beschwerdeführerin reicht zur Replik am 18. November 2023 einen Bericht 

von Dr. H.___ vom 23. Juni 2023 (act. G 6.1) und einen Bericht von Dr. med. I.___, 

Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

vom 14. September 2023 (act. G 6.2) ein.

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 21. November 2023 auf eine Duplik 

(act. G 7).

B.d. 

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer 

Anträge sowie die Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

B.e. 

Streitgegenstand bildet der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.1.1. 

Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der 

Invalidenversicherung verschiedene Änderungen des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.20) in Kraft getreten. Die vorliegend angefochtene 

Verfügung datiert vom 19. Juli 2023. In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen 

Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 144 V 213 E. 4.3.1). 

Demnach sind die Bestimmungen in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung 

anwendbar, da die angefochtene Verfügung einen noch unter Geltung des alten Rechts 

entstandenen Rentenanspruch zum Gegenstand hat (s. nachfolgende E. 1.4; vgl. auch 

Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). 

Diese werden nachfolgend in der alten Fassung zitiert.

1.2. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind (lit. b), und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

1.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 8/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.  

Die IV-Stelle trat aufgrund des veränderten Gesundheitsschadens zu Recht (Art. 87 

Abs. 2 und 3 IVV) auf das neue Gesuch vom 4. März 2019 (IV-act. 55) ein. Ein allfälliger 

Rentenanspruch besteht nach vorgängig rechtskräftig gewordener abweisender 

Verfügung vom 26. August 2008 (IV-act. 43) frühestens nach Ablauf des Wartejahres 

gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und sechs Monate nach Einreichen der Anmeldung 

(Art. 29 IVG; vgl. BGE 142 V 550 f. E. 3.1 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 18. Februar 

2016, 9C_942/2015, E. 3.3.3). Gemäss den Gutachtern war sie in der angestammten 

Tätigkeit bis zum 21. Oktober 2018 zu 30 % arbeitsunfähig, bis zum 15. Juli 2019 

100 %, bis zum 1. August 2019 50 % und danach 30 %. Vom 1. September 2018 bis 

1. September 2019 war die Beschwerdeführerin somit während rund 1,75 Monaten zu 

30 %, während 8,75 Monaten zu 100 %, während 0,5 Monaten zu 50 % sowie 

während einem Monat zu 30 % arbeitsunfähig (IV-act. 173-9). Im Schnitt entspricht 

dies rund 82 %, weshalb das Wartejahr am 1. September 2019 erfüllt war. Zu diesem 

Zeitpunkt war auch die sechsmonatige Frist gemäss Art. 29 IVG abgelaufen, weshalb 

ein allfälliger Rentenanspruch ab 1. September 2019 besteht.

1.4. 

Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem 

in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen 

Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer 

Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung des 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 9/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Invaliditätsgrades in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem 

Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei 

Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind (…), wird der Invaliditätsgrad für diesen 

Teil nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, 

so wird der Invaliditätsgrad für diese Tätigkeit nach Abs. 2 festgelegt. In diesem Fall 

sind der Anteil der Erwerbstätigkeit (…) und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 

festzulegen und ist der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a 

Abs. 3 IVG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

gemäss Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -

ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 

E. 1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

2.3. 

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 10/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.

Zunächst ist über die Beweistauglichkeit des polydisziplinären Gutachtens vom 8. Mai 

2023 zu befinden.

Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

2.5. 

Die Gutachter erhoben Anamnese (IV-act. 173-15 ff.; IV-act. 173-22 ff.; IV-

act. 173-34 ff.; IV-act. 173-44 ff.; IV-act. 173-52 ff.; IV-act. 174-2 f.) und Befunde (IV-

act. 173-18 f.; IV-act. 173-25 f.; IV-act. 173-38 f.; IV-act. 173-47 ff.; IV-act. 173-56 ff.; 

IV-act. 174-3 f.) soweit wesentlich. Die Diagnosestellungen und Beurteilungen erfolgten 

unter Berücksichtigung der massgeblichen Akten und Vorbefunde (IV-act. 173-27 ff., 

31; IV-act. 173-48 f.; IV-act. 173-58 f.).

3.1. 

Der neurologische Gutachter fand ein chronisches zervikogenes Schmerzsyndrom; 

eine radikuläre Ausstrahlung könne bei Angabe zirkulärer Schmerzen des Ober- und 

Unterarmes nicht nachvollzogen werden. Weiter hielt er fest, die angegebenen 

Kopfschmerzen entsprächen vor dem Hintergrund ausgeprägter nuchaler Schmerzen 

und Myogelosen Kopfschmerzen vom Spannungstyp. Die Diagnose eines 

Karpaltunnelsyndroms links anhand der anamnestischen Angaben und klinischen 

sowie elektrophysiologischen Befunde könne aktuell nicht sicher bestätigt werden bei 

fehlender Angabe des Leitsymptoms von schmerzhaften, nächtlichen Parästhesien mit 

Besserung nach Ausschütteln. Ein Sulcus ulnaris Syndrom mit nachweisbarer 

Neuropathie liege aufgrund fehlender Parese oder Hypästhesie im Versorgungsgebiet 

des Nervus ulnaris nicht vor. Bezüglich des lumbovertebralen Schmerzsyndroms 

könnten keine radikulär in die Beine ausstrahlenden Schmerzen eruiert werden. 

Vielmehr würden muskuloskelettale Schmerzen insbesondere im linken Hüft- und 

Kniegelenk berichtet (IV-act. 173-29 f.). Der Gutachter kam zum Schluss, aufgrund des 

chronischen Schmerzsyndroms cervikal und lumbovertebral bestehe ein erhöhter 

Pausenbedarf, der für die bisherige und eine adaptierte Tätigkeit zu einer 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % führe (IV-act. 173-31).

3.2. 

Die rheumatologische Gutachterin führte aus, eine entzündlich-rheumatologische 

Grunderkrankung sei nicht bekannt und die Versicherte beschreibe keinen 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 11/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

entsprechenden Schmerz. Die Bewegungseinschränkung im Bereich der rechten 

Schulter finde eine korrelierende Veränderung im Sinne einer paraossalen 

Weichteilkalzifikation. Für die Diagnose eines Fibromyalgiesyndroms gemäss den 

Kriterien des ACR fehle die Angabe einer ausgeprägten Tageserschöpfbarkeit oder 

Tagesermüdbarkeit, kognitiver Einbussen oder von Bauchschmerzen. Eine 

Hypermobilität könne nicht bestätigt werden. Im Nacken- Schulterbereich seien 

myofasciale Dysbalancen zu tasten vor dem Hintergrund einer Haltungsinsuffizienz. 

Bildgebend fänden sich keine höhergradigen degenerativen Veränderungen im Hals- 

und Lendenwirbelsäulenbereich (IV-act. 173-41). Die zu diagnostizierenden 

weichteilrheumatischen Beschwerden mit fibromyalgischer Komponente 

(Weichteilkalzifikation am Trochanter major rechts, rechts gluteal und Fibroostose am 

humeo radialis links), das degenerative Schulterleiden, die Gonarthrose links sowie das 

degenerative Lendenwirbelsäulensyndrom mit moderater Spondylarthrose L4/5 und 

diskreter Osteochondrose L3-5 (IV-act. 173-41) bedingten in der bisherigen und in 

einer angepassten Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 173-42). 

Diese Einschätzung erscheint nachvollziehbar und schlüssig.

Der psychiatrische Gutachter hielt die Kriterien einer chronischen Schmerzstörung 

mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) sowie einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0) für 

erfüllt (IV-act. 173-59 f.). Er berücksichtigte die neuropsychologische Untersuchung, 

deren Ergebnis als valide beurteilt wurde und ganz überwiegend unauffällig war (vgl. IV-

act. 174-4). Weiter führte er aus, gemäss dem Mini-lCF-APP fänden sich in den zu 

beurteilenden Fähigkeiten mässig ausgeprägte Beeinträchtigungen im Bereich 

Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie leicht bis mässig ausgeprägte 

Beeinträchtigungen im Bereich Anpassung an Regeln und Routinen, Planung und 

Strukturierung von Aufgaben, Widerstands- und Durchhaltefähigkeit sowie 

Selbstbehauptungsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin verfüge über gute soziale 

Ressourcen, das kognitive Leistungsvermögen sei unauffällig. Belastend seien die 

somatischen Beschwerden sowie psychosoziale Faktoren (IV-act. 173-60). Er 

attestierte sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 70 % (IV-act. 173-61). Auch diese Einschätzung ist nachvollziehbar 

begründet und erfolgte unter Anwendung der Indikatoren des aufgrund der 

psychiatrischen Diagnosen erforderlichen strukturierten Beweisverfahrens (vgl. dazu 

BGE 143 V 409 E. 4.3 ff.; BGE 143 V 418 E. 5.2).

3.4. 

In der Konsensbeurteilung führten die Gutachter unter anderem aus, es fänden 

sich aktuell Symptome und Beschwerden, die die Diagnose einer chronischen 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren rechtfertigen würden. Im 

Vordergrund des klinischen Bildes stünden seit mindestens 6 Monaten bestehende 

Schmerzen in einer oder mehreren anatomischen Regionen, die ihren Ausgangspunkt 

in einem physiologischen Prozess oder einer körperlichen Störung hätten. Psychischen 

Faktoren werde zwar eine wichtige Rolle für Schweregrad, Exazerbation und 

Aufrechterhaltung der Schmerzen beigemessen, jedoch nicht die ursächliche Rolle für 

deren Beginn. Der Schmerz verursache in klinisch bedeutsamer Weise Leiden und 

Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen und anderen wichtigen Funktionsbereichen. 

Er werde nicht absichtlich erzeugt oder vorgetäuscht. Des Weiteren fänden sich auch 

Symptome und Beschwerden (Stimmungstiefs, pessimistische Zukunftsperspektiven, 

Gefühle von Wertlosigkeit, vermindertes Selbstwertgefühl), welche die Diagnose einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode, rechtfertigen 

würden. Gemäss Mini-lCF-APP fänden sich in den zu beurteilenden Fähigkeiten mässig 

ausgeprägte Beeinträchtigungen im Bereich Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie 

leicht bis mässig ausgeprägte Beeinträchtigungen im Bereich Anpassung an Regeln 

und Routinen, Planung und Strukturierung von Aufgaben, Widerstands- und 

Durchhaltefähigkeit, sowie Selbstbehauptungsfähigkeit. Somatischerseits fänden sich 

ein chronisches zervikogenes Schmerzsyndrom ohne radikuläre Affektion. Bei Angabe 

starker Schmerzen der paravertebralen und nuchalen Muskulatur mit Verstärkung bei 

Kopfrotation und weniger bei ln-/Reklination bestünden ausgeprägte Myogelosen in 

diesem Bereich mit Druckdolenz. Eine radikuläre Ausstrahlung der Schmerzen könne 

nicht nachvollzogen werden, bei Angabe von zirkulären Schmerzen des Ober- und 

Unterarmes sowie von Ellenbogenschmerzen. Die angegebene Hypästhesie des linken 

kleinen Fingers werde nur palmar angegeben, dorsal bestünde eine normale 

Berührungsempfindung. Hinweise auf eine Parese oder Atrophie der CS-innervierten 

Muskelgruppen links ergäben sich klinisch nicht. Die Schulterschmerzen v.a. bei 

Abduktion würden sie im Rahmen eines lmpingement Syndroms bds. rechtsbetont 

werten. In der letzten zervikalen MRI Bildgebung vom 23. Juni 2017 habe sich eine 

normale Weite des Spinalkanals gezeigt und es habe keine Nervenkompression 

nachgewiesen werden können. Des Weiteren bestünden chronische Kopfschmerzen, 

a.e. vom Spannungstyp mit perikranieller Druckschmerzhaftigkeit. Die berichteten 

täglich drückenden, von okzipital bds. kappenartig nach vorne ziehenden 

Kopfschmerzen vor dem Hintergrund ausgeprägter nuchaler Schmerzen und 

Myogelosen entsprächen chronischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp mit klinisch 

holokranieller Druckschmerzhaftigkeit. Bei täglicher lbuprofen-Einnahme könne 

differenzialdiagnostisch oder zusätzlich ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz 

vorliegen. Auch könne die Diagnose eines lumbovertebralen Schmerzsyndroms ohne 

radikuläre Affektion gestellt werden. Bei den angegebenen lumbosakralen 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 13/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.  

Rückenschmerzen könnten keine radikulär ausstrahlenden Schmerzen in die Beine 

eruiert werden. Vielmehr würden muskuloskelettale Schmerzen des linken Beines, 

insbesondere das Hüft-und Kniegelenk betreffend berichtet. Die in der klinischen 

Prüfung angegebene Hypästhesie und Hypalgesie an der Aussenseite des linken 

Beines und des linken Aussenschenkels bis zum linken Fussrücken liessen entfernt an 

eine L4/L5 Radikulopathie denken. Klinisch sei der PSR jedoch bds. symmetrisch 

mittellebhaft auslösbar, Paresen der Kennmuskulatur der L4 und L5 Radices bestünden 

nicht. Ebenso wenig sei bisher bildgebend eine radikuläre Neurokompression 

beschrieben worden (IV-act. 173-7). Anschliessend nahmen die Gutachter die 

Diagnosestellung in polydisziplinärer Hinsicht vor (vgl. IV-act. 173-8 sowie Sachverhalt 

A.g) und legten nach Stellungnahme zu Persönlichkeit, Ressourcen und 

Belastungsfaktoren der Beschwerdeführerin das Belastungsprofil fest (IV-act. 173-8). 

Für die Begründung der Gesamtarbeitsfähigkeit hielten sie die psychiatrische und 

neurologische Einschätzung für massgeblich und setzten die Arbeitsfähigkeit für die 

angestammte sowie angepasste Tätigkeiten (Belastungsprofil: Leichte bis 

mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen, 

Überkopfarbeiten nur selten, in die Hocke gehen, Hinknien, Kauern, eine Leiter 

besteigen ebenfalls nur selten, kein repetitives Treppensteigen, ausreichende 

Pausenmöglichkeiten) auf 8.5 Stunden fest, bei einer Einschränkung der Leistung um 

30% (IV-act. 173-9). Zuletzt wiesen die Gutachter im Konsens auf diverse medizinische 

Massnahmen und Therapien mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hin, wobei sie die 

Erhöhung der Frequenz der ambulanten psychiatrischen Behandlung sowie die 

Überprüfung der verordneten Medikamente empfahlen, da zwei Medikamente 

unterhalb des therapeutischen Bereichs geprüft worden waren und das verordnete 

Antidepressivum nicht gewichtsneutral sei. Zudem hoben sie die günstige Wirkung 

einer Gewichtsreduktion hervor und empfahlen eine MTT (IV-act. 173-10).

Die gutachterlichen Einschätzungen erweisen sich somit als vollständig, 

nachvollziehbar und schlüssig begründet.

3.6. 

Die Beschwerdeführerin beruft sich zunächst auf die abweichende Einschätzung 

der behandelnden Ärzte, wonach sie zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben sei.

4.1. 

Zunächst ist bei der Würdigung der medizinischen Aktenlage der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer 

Patienten aussagen. Dies gilt für Hausärzte wie auch für spezialärztliche behandelnde 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 14/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Medizinalpersonen (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 2021, 8C_164/2021, 

E. 3.2.1). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 

(Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 

fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein Administrativ- oder 

Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 

nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 

Anders verhält es sich nur, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht 

werden, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet 

sind, zu einer anderen Beurteilung zu führen (vgl. statt vieler: Urteile des 

Bundesgerichts vom 17. Februar 2021, 8C_783/2020, E. 5.2 und vom 15. Oktober 

2020, 8C_370/2020., E. 7.2).

Die behandelnde Psychiaterin schätzte die Beschwerdeführerin ab dem Jahr 2020 

in einer adaptierten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig (Verlaufsberichte vom 13. August 

2021, IV-act. 123-1, und vom 25. Oktober 2022, IV-act. 150-2). Die Abweichung von 

der gutachterlichen Einschätzung lässt sich gut durch die unterschiedliche Aufgabe 

und Sichtweise von behandelndem und begutachtendem Arzt erklären.

4.3. 

Die Beschwerdeführerin legt dem Versicherungsgericht Berichte über somatische 

Befunde vor, die in der Begutachtung nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. 

Hierzu ist vorab festzuhalten, dass nach der Rechtsprechung das Gericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des 

strittigen Entscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt. Tatsachen, die jenen 

Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen 

Verwaltungsverfügung sein (BGE 144 V 213 E. 4.3.1). Die vorliegend zu beurteilende 

Verfügung datiert vom 19. Juli 2023. Zudem sind bildgebende Befunde für die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nur massgebend, sofern sie sich klinisch objektivierbar 

auf die funktionelle Leistungsfähigkeit auswirken (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 

19. Juli 2020, 8C_737/2019, E. 5.1.2 und vom 19. September 2019, 8C_82/2019, 

E. 5.3).

4.4. 

Dr. H.___ berichtete am 23. Juni 2023, die Beschwerdeführerin leide seit einigen 

Wochen an Schmerzen in beiden Beinen. Für diese hätte sich nun ein radiologisches 

Korrelat in Form eines Bandscheibenvorfalls S1 mit Kompression der Nervenwurzeln 

ergeben (act. G 6.1). Die gutachterliche neurologische Untersuchung fand am 13. März 

2023 statt (IV-act. 173-22). Der Einschätzung des Gutachters lag noch ein MRI-Befund 

vom 23. Juni 2017 zugrunde, wonach unverändert geringe, nichtkomprimierende 

Bandscheibenherniationen LWK2 bis SWK1 vorlagen ohne Nachweis einer 

4.4.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Nervenkompression (IV-act. 173-27 f.). Der Sachverständige hielt fest, eine 

Ausstrahlung der Rückenschmerzen in die Beine oder sensomotorische Defizite der 

Beine würden nicht beschrieben (IV-act. 173-23) und ging auch aufgrund der 

erhobenen Reflexe nicht von einer Neurokompression aus (vgl. IV-act. 173-30). Der von 

Dr. H.___ berichtete MRI-Befund ist zwar neu und lag dem neurologischen Gutachter 

noch nicht vor. Indes beschrieb die Beschwerdeführerin bereits anlässlich der 

Begutachtung Beschwerden vor allem im linken Bein (IV-act. 173-23; IV-act. 173-35; 

IV-act. 173-52) und tieflumbale Rückenschmerzen mit Werten von bis zu 7 / 10 auf der 

numerischen Rating Skala (NRS). Der neurologische Gutachter formulierte somit ein 

den Rückenschmerzen angepasstes Zumutbarkeitsprofil (IV-act. 173-31), was im 

Konsens auch übernommen wurde und insbesondere mit einer 

Leistungseinschränkung von 30 % bzw. mit einem zusätzlichen Pausenbedarf 

Berücksichtigung fand (IV-act. 173-7 sowie E. 3.5). Auch wurde im Konsens 

beispielsweise festgehalten, die in der klinischen Prüfung angegebene Hypästhesie und 

Hypalgesie an der Aussenseite des linken Beines und des linken Aussenschenkels bis 

zum linken Fussrücken liessen entfernt an eine L4/L5 Radikulopathie denken (IV-act. 

173-7 und E. 3.5). Mithin haben die Gutachter die lumbalen bzw. lumbospondylogenen 

Beschwerden ausreichend berücksichtigt. Insbesondere haben sie auch ausgeführt, 

dass die Schmerzen der Beschwerdeführerin ihren Ausgangspunkt in einem 

physiologischen Prozess oder einer körperlichen Störung hätten, in bedeutsamer 

Weise Leiden und Beeinträchtigungen unter anderem in beruflichen 

Funktionsbereichen verursachten und nicht absichtlich erzeugt oder vorgetäuscht 

würden (IV-act. 173-7 sowie E. 3.5). Dass die Schmerzen im neuen Bildbefund radikulär 

und nicht mehr muskuloskelettal bedingt betrachtet werden, stellt eine neue 

diagnostische Beurteilung dar, die für sich alleine jedoch keine Änderung der 

Arbeitsfähigkeit zu begründen vermag. Zudem äussert sich der Bericht von Dr. H.___ 

vom 23. Juni 2023 nicht zur Behandelbarkeit der Beschwerden (vgl. act. G 6.1). Von 

einer solchen ist jedoch auszugehen. Zudem dauerten die wiedergegebenen 

Beschwerden im Zeitpunkt des Berichts erst kurzzeitig an, weshalb eine 

längerdauernde zusätzliche Beeinträchtigung sowohl im Zeitpunkt des Erlasses des 

vorinstanzlichen Entscheids als auch im Urteilszeitpunkt nicht als überwiegend 

wahrscheinlich angenommen werden kann. Weiter ist dem Bericht auch ein Hinweis 

auf akute psychosoziale Belastungen (Trennung, Umzug) zu entnehmen, die in ihren 

allfälligen negativen Auswirkungen auf die Funktionseinschränkungen ebenfalls von 

vorübergehender Natur sind. Der Bericht von Dr. H.___ vermag daher die 

gutachterliche Einschätzung nicht zu entkräften bzw. gibt keine Hinweise auf neue oder 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 16/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zu Unrecht nicht berücksichtigte Funktionseinbussen oder den Eintritt einer bleibenden 

Verschlechterung mit einhergehender weiterer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.

Der Bericht von Dr. med. I.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 14. September 2023 wurde zwar nach 

Erlass der angefochtenen Verfügung vom 19. Juli 2023 verfasst. Es rechtfertigt sich 

aber, dennoch kurz darauf einzugehen, da Beschwerden genannt werden, die im 

Verfügungszeitpunkt wohl bereits vorhanden waren. Die behandelnde Orthopädin hielt 

fest, die Beschwerdeführerin leide seit mehreren Monaten unter belastungs- und 

bewegungsabhängigen, zudem auch nächtlichen Schmerzen der rechten Schulter. 

Zum Befund führte sie aus, die globale Bewegung sei endphasig schmerzhaft, aber 

vollständig durchführbar. Der Schürzengriff sei schmerzhaft. Bildgebend zeige sich eine 

Partialruptur der Supraspinatussehne, fraglich auch eine Tendinosis calcarea am 

Supraspinatussehnenansatz mit deutlichem Impingement, sowie eine Bursitis 

subacromialis (verkürzte Wiedergabe; act. G 6.2). Schon die rheumatologische 

Gutachterin beschrieb bei den verschiedenen Beweglichkeitsprüfungen der rechten 

Schulter die Angabe von Schmerzen durch die Beschwerdeführerin (IV-act. 179-39). 

Sie diagnostizierte ein degeneratives Schulterleiden bei Tendinitis calcarea der 

Infraspinatussehne rechts (IV-act. 173-41). Zwar wurden nach der Begutachtung 

bildgebend eine Partialruptur der Supraspinatussehne und der Bursitis subacromialis 

erhoben. Dass sich die klinischen Befunde und damit einhergehend die 

Funktionseinschränkungen entsprechend verschlechtert hätten, geht aus dem Bericht 

von Dr. I.___ nicht hervor. Ebenso wurden therapeutische Massnahmen (zunächst 

Physiotherapie und antiphlogistische Therapie mit Irfen, operative Sanierung) 

angeraten, weshalb eine dauerhafte Einschränkung auch hier nicht ausreichend 

nachgewiesen ist.

4.4.2. 

Zusammenfassend bestehen sowohl hinsichtlich der Bein- als auch der 

Schulterbeschwerden Behandlungsoptionen, die mit den im Gutachten empfohlenen 

einhergehen. Es ist anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin diese umsetzt (wozu sie 

im Übrigen in invalidenversicherungsrechtlicher Hinsicht auch verpflichtet ist). Es ist 

daher von überwiegend vorübergehenden Verschlechterungen des 

Gesundheitszustandes auszugehen. Soweit dennoch neue andauernde 

Funktionseinschränkungen verbleiben sollten, bilden diese gegebenenfalls Gegenstand 

einer neuen Verwaltungsverfügung. Es bleibt daher bei der gutachterlich attestierten 

Arbeitsfähigkeit von 70 % sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungskraft als 

auch in einer anderen angepassten Verweistätigkeit auszugehen (IV-act. 173-9).

4.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.  

Nach ständiger Rechtsprechung sind für den Einkommensvergleich die 

Verhältnisse im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns massgebend. Allfällige 

rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen sind bis zum angefochtenen 

Entscheid zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts vom 9. November 2022, 

8C_350/2022, E. 6 [richtig wohl E. 6.1.1]; BGE 129 V 222). Vorliegend ist dies das Jahr 

2019.

5.1. 

Unbestritten ist und plausibel erscheint, dass die Beschwerdeführerin im 

Gesundheitsfall zu 50 % im Erwerb und zu 50 % im Aufgabenbereich Haushalt tätig 

wäre: Die Beschwerdeführerin arbeitete bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens in 

einem Pensum von rund 50 % (Angaben Arbeitgeberin vom 2. April 2019, IV-act. 63-3; 

vgl. auch Lohnjournal IV-act. 63-9 ff.). Anlässlich der Haushaltabklärung vor Ort gab sie 

an, sie würde ohne Gesundheitsschaden weiterhin in diesem Pensum arbeiten aus 

Freude an der Arbeit, wegen der sozialen Kontakte und des Einkommens (IV-

act. 146-5).

5.2. 

Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstätigen Personen werden 

der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug 

auf die Betätigung im Aufgabenbereich zusammengezählt (Art. 27  Abs. 1 lit. a und b 

IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit wird 

das Einkommen ohne Invalidität auf einen Beschäftigungsgrad von 100 % 

hochgerechnet (Art. 27  Abs. 2 lit. a IVV), das Einkommen mit Invalidität auf einen 

Beschäftigungsgrad von 100 % hochgerechnet und an die funktionelle 

Leistungsfähigkeit angepasst (Art. 27  Abs. 2 lit. b IVV) und die prozentuale 

Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrades, den die Person hätte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 27  Abs. 2 lit. c IVV). Für die Berechnung 

des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der 

prozentuale Anteil der Einschränkungen im Vergleich zur Situation, wenn die 

versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt und anhand der Differenz 

zwischen dem Erwerbspensum im Gesundheitsfall und einer Vollerwerbstätigkeit 

gewichtet (vgl. Art. 27  Abs. 3 lit. a und b IVV).

5.3. 

bis

bis

bis

bis

bis

Im Bereich des Haushalts ist grundsätzlich die anlässlich der Abklärung ermittelte 

Einschränkung massgebend und die Unterstützung durch im Haushalt lebende 

Familienangehörige ist aufgrund der Schadenminderungspflicht von den 

Einschränkungen in Abzug zu bringen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 27. Februar 

2024, 8C_583/2023, E. 2.3.1 f. und vom 28. Juni 2019, 9C_161/2019, E. 6.1). 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

6.  

Entscheid

Vorliegend sind keine Umstände ersichtlich oder werden vorgebracht, die gegen ein 

Abstellen auf die ermittelte Einschränkung von 15 % sprechen. Gewichtet mit dem 

Tätigkeitsumfang von 50 % besteht im Haushalt eine Teilinvalidität von 7 %.

Für die Berechnung der Invalidität im Erwerb stellte die Beschwerdegegnerin ein 

dem einstigen tatsächlichen Einkommen entsprechendes Valideneinkommen von 

Fr. 44'045.-- einem nach Tabellenlohn (Lohnstrukturerhebung [LSE] des Bundesamtes 

für Statistik [BFS]) berechneten Invalideneinkommen von Fr. 39'005.-- gegenüber, was 

einen Teilinvaliditätsgrad von 11 % – gewichtet mit dem Erwerbspensum von 50 % von 

6 % – (IV-act. 182-1; IV-act. 188; IV-act. 146-15) und zusammen mit der Invalidität im 

Aufgabenbereich einen Gesamtinvaliditätsgrad von 13 % ergab. Für den Erwerb ist 

jedoch zu berücksichtigen, dass die Einschränkung von 30 % jener in einer adaptierten 

Tätigkeit entspricht und das Einkommen bei der J.___ AG eher unterdurchschnittlich 

war. Somit können die Vergleichseinkommen aufgrund derselben 

Einkommensgrundlage ermittelt werden und entspricht der Invaliditätsgrad der 

Arbeitsunfähigkeit von 30 % (vgl. zum Ganzen BGE 104 V 137, E. 2b, Urteile des 

Bundesgerichts vom Urteil vom 25. September 2018, 8C_367/2018, E. 5.3, vom 

10. April 2017, 9C_804/2016, E. 2.2, vom 12. Juli 2017, 9C_648/2016, E. 6.2.1; vom 

14. Juli 2016, 9C_225/2016, E. 6.2.2 und vom 24. August 2016, 9C_237/2016, E. 2.2). 

Gewichtet ergibt sich damit ein erwerblicher Invaliditätsgrad von 15 % (50%-Pensum) 

und zusammen mit der Einschränkung von 7 % im Haushalt ein nicht 

rentenbegründender Gesamtinvaliditätsgrad von 22 %.

5.5. 

Nach dem Gesagten ist Beschwerde abzuweisen.6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die 

Gerichtskosten vollumfänglich aufzuerlegen. Mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr getilgt.

6.2. 

bis

Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 19/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist mit 

dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe getilgt.

3.

Ausgangsgemäss wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2024
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG, Art. 28 IVG; Art. 28a IVG Im Beschwerdeverfahren eingereichte neue bildgebende Befunde vermögen die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zu entkräften, zumal keine damit zusammenhängende dauerhafte Verschlechterung der funktionellen Leistungsfähigkeit ausgewiesen ist. Einkommensvergleich bei Teilerwerbstätigkeit im hypothetischen Gesundheitsfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juni 2024, IV 2023/138).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte