# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f7f3c4e-78df-57ad-87c7-853dc178a30b
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-22
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.03.2021 S 2019 125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-125_2021-03-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 22. März 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(Schadenersatz gemäss Art. 52 AHVG)

S 2019 125

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Urteil S 2019 125

A. A.________ war vom 4. März 2002 bis am 21. Oktober 2005 als Geschäftsführer 
und ab letztem Datum bis 28. Dezember 2015 als Verwaltungsrat der B.________ AG im 
Handelsregister eingetragen. Infolge Konkurses wurde die Firma am ________ 2017 
gelöscht (AK-act. 446 f. im Verfahren S 2018 27). Am 7. April 2017 liess die 
Ausgleichskasse Zug gegen A.________ eine Schadenersatzverfügung für entgangene 
Sozialversicherungsbeiträge der Jahre 2009 bis 2014 über Fr. 42'884.65 im Amtsblatt des 
Kantons Zug publizieren (AK-act. 409 im Verfahren S 2018 27). Nachdem ihr vom 
Staatssekretariat für Migration der neue Wohnort des Schuldners bekanntgegeben worden 
war, mahnte sie diesen am 13. Juni 2017 zur Zahlung der Schadenersatzforderung (BF-
act. 2). Am 20. Juni 2017 bat A.________ die Ausgleichskasse um eine neue 
Einsprachefrist. Diese sandte daraufhin eine neue Verfügung mit Datum vom 21. Juni 
2017 an dessen neuen Wohnort (BF-act. 16). Auf die von A.________ dagegen erhobene 
Einsprache trat die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 29. Januar 2018 nicht 
ein (AK-act. 476–480 im Verfahren S 2018 27). Mit Urteil S 2018 27 vom 24. Mai 2018 hob 
das Verwaltungsgericht Zug diesen Einspracheentscheid auf und verpflichtete die 
Ausgleichskasse Zug, auf die Einsprache von A.________ einzutreten (BF-act. 6 und 7). 
In der Folge bestätigte die Ausgleichskasse Zug mit Einspracheentscheid vom 27. August 
2019 ihre Verfügung vom 21. Juni 2017 (BF-act. 4).

B. Dagegen erhob A.________ am 23. September 2019 Beschwerde mit dem 
Rechtsbegehren um Aufhebung des Einspracheentscheids vom 27. August 2019, 
Nichtigerklärung der Verfügung vom 7. April 2017, Feststellung der Verjährung des 
Anspruchs sowie Aufhebung der Schadenersatzverfügung vom 21. Juni 2017, eventualiter 
um Herabsetzung der Schadenersatzhöhe. Prozessual ersuchte er um zweistufige 
Führung des Verfahrens mit zunächst einem Entscheid zur Frage der Verjährung und in 
einem zweiten Schritt zur Höhe der Schadenersatzverfügung (act. 1 S. 2). 

Mit Vernehmlassung vom 21. Oktober 2019 beantragte die Verwaltung ein Nichteintreten 
auf die Beschwerde, eventualiter deren Abweisung (act. 3). 

Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an den gestellten Anträgen 
fest (act. 12 und 14). 

C. Auf Aufforderung des Verwaltungsgerichts, sich zur Höhe der 
Schadenersatzforderung zu äussern (act. 16), legte der Beschwerdeführer am 
10. November 2020 eine Kostenzusammenstellung ins Recht (act. 17).

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Urteil S 2019 125

Nachdem sich die Beschwerdegegnerin am 14. Dezember 2020 dazu geäussert hatte 
(act. 21), machte der Beschwerdeführer ein Missverständnis geltend und ersuchte um eine 
Nachfrist zur Einreichung einer weiteren Stellungnahme (act. 23). Diesem Gesuch 
entsprach das Gericht am 21. Dezember 2020 unter Hinweis auf die bereits lange 
Verfahrensdauer nicht (act. 24). In der Folge gingen keine weiteren Eingaben der Parteien 
ein.

D. Ein vom Beschwerdeführer am 15. November 2019 beim Verwaltungsgericht 
gestelltes Gesuch um Revision des Urteils S 2018 27 vom 24. Mai 2018 wurde zufolge 
Nichtleistens des Kostenvorschusses als erledigt vom Geschäftsverzeichnis 
abgeschrieben (Verfügung S 2019 159 vom 22. Januar 2020).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich 
auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in casu: 27. Au-
gust 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in 
zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1). 

1.1 Am 1. Januar 2020 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes 
betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: 
Obligationenrecht; OR; SR 220) über die Verjährung in Kraft getreten. Gleichzeitig erhielt 
die Verjährungsbestimmung von Art. 52 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) eine neue Fassung (Verweis auf die 
Bestimmungen des OR über die unerlaubten Handlungen [Art. 60 OR]).

Da sich der hier zu beurteilende Sachverhalt aber vor dem 1. Januar 2020 verwirklicht hat 
beziehungsweise zur Gänze abgeschlossen ist, bleibt die erfolgte Gesetzesänderung 
insoweit unberücksichtigt (vgl. Art. 49 Schlusstitel des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
[ZGB; SR 210]).

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1.2 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht 
Art. 83 ATSG vor, dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 
2019 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die 
hier zu beurteilende Beschwerde wurde am 23. September 2019 der Post übergeben, 
weshalb die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den 
vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Gegen Schadenersatzverfügungen nach Art. 52 des Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) kann ein Betroffener gemäss 
Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) innerhalb von 30 Tagen Einsprache 
erheben. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid nach Art. 56 Abs. 1 ATSG ist 
gemäss Art. 52 Abs. 5 AHVG und in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG beim 
Sozialversicherungsgericht am Wohnsitz des Arbeitgebers, bei einer juristischen Person 
am letzten Sitz der Gesellschaft, zu erheben. Das gleiche Procedere gilt sinngemäss für 
die Invalidenversicherung (Art. 66 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
[IVG; SR 831.20]), für die Erwerbsersatzordnung (Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über 
den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft [EOG; SR 834.1]), für die 
Arbeitslosenversicherung (Art. 6 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]) sowie für 
Beiträge nach dem Bundesgesetz über die Familienzulagen (FamZG; SR 836.2; Art. 25 
lit. c FamZG) resp. nach dem kantonalen Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die 
Familienzulagen (EG FamZG; BGS 844.4; § 20 EG FamZG). Das Verwaltungsgericht des 
Kantons Zug beurteilt als einzige kantonale Gerichtsinstanz Beschwerden aus dem Gebiet 
der eidgenössischen Sozialversicherung, für welche das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; 
BGS 162.1]). 

Wie oben erwähnt, ist für die Beurteilung der Beschwerde betreffend Schadenersatz für 
entgangene bundesrechtliche Sozialversicherungsbeiträge – inklusive bundesrechtlicher 
FAK-Beiträge – das kantonale Versicherungsgericht am letzten Sitz der Gesellschaft 
zuständig, ohne Rücksicht auf den Wohnsitz des in Anspruch genommenen Organs (vgl. 
auch BGE 109 V 97). Die B.________ AG hatte ihren letzten Sitz in der Gemeinde 
C.________ (AK-act. 446 f. im Verfahren S 2018 27). Somit ist das Verwaltungsgericht 

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des Kantons Zug für die Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Den 
vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid erliess die Beschwerdegegnerin am 
27. August 2019. Folglich erweist sich auch die am 23. September 2019 verfasste und 
gleichentags der schweizerischen Post übergebene Beschwerde als im Sinne von Art. 60 
Abs. 1 ATSG (30-tägige Beschwerdefrist) fristgerecht. Der Beschwerdeführer ist als zur 
Haftung Verpflichteter durch den angefochtenen Einspracheentscheid eindeutig berührt 
und kann sich auf ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung berufen, weshalb 
seine Legitimation als erstellt gilt. Sodann genügt die Beschwerdeschrift den formellen 
Anforderungen, so dass sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3. In seinem unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Urteil S 2018 27 kam das 
Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die Verfügung vom 7. April 2017 gültig eröffnet 
wurde, und verneinte das Vorliegen weiterer Gründe für deren Nichtigkeit (E. 5). Weitere 
Ausführungen zur Gültigkeit dieser Verfügung und insbesondere zu den Modalitäten ihrer 
Eröffnung (vgl. dazu act. 1 S. 3–8) erübrigen sich daher. 

4.
4.1 Nach Art. 52 Abs. 1 AHVG hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder 
grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zufügt, 
diesen zu ersetzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so 
haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder 
Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden 
verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).

Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach Art. 52 AHVG sowie die dazu 
entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Bestimmungen 
sinngemäss Anwendung auf die Invalidenversicherungs- (Art. 66 IVG), Erwerbsersatz- 
(Art. 21 Abs. 2 EOG) und Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Art. 6 AVIG) sowie auf jene 
an die Familienausgleichskassen (FAK) gemäss Art. 25 lit. c FamZG. Gleiches gilt für die 
nach kantonalem Recht erhobenen FAK-Beiträge gemäss dem Einführungsgesetz zum 
Bundesgesetz über die Familienzulagen (BGE 134 I 179 E. 6.2).

4.2 Der Beschwerdeführer war ab 2002 Geschäftsführer und ab 21. Oktober 2005 bis 
zur Eröffnung des Konkurses über die B.________ AG als Mitglied des Verwaltungsrates 
mit Einzelunterschrift im Handelsregister eingetragen (AK-act. 446 f. im Verfahren S 2018 

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27). Damit kam ihm formelle Organstellung zu und ist eine persönliche Haftung für einen 
Schaden aufgrund von durch die konkursite Arbeitgeberin unbezahlt gebliebenen 
Sozialversicherungsbeiträgen grundsätzlich möglich (BGer 9C_347/2013 vom 3. Juli 2013 
E. 3). Dies stellt der Beschwerdeführer zu Recht nicht in Abrede.

5.
5.1 Gemäss Art. 52 Abs. 3 AHVG (in der bis 31. Dezember 2019 gültig gewesenen 
und vorliegend anwendbaren Fassung) verjährt der Schadenersatzanspruch zwei Jahre, 
nachdem die zuständige Ausgleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, spätestens 
aber fünf Jahre nach Eintritt des Schadens. Diese Fristen können unterbrochen werden. 
Die zuständige Ausgleichskasse macht den Schadenersatzanspruch durch Erlass einer 
Verfügung geltend (Art. 52 Abs. 4 AHVG).

5.2 Voraussetzung für die ausreichende Schadenskenntnis ist, dass die 
Ausgleichskasse alle tatsächlichen Umstände über die Existenz, die Beschaffenheit und 
die wesentlichen Merkmale des Schadens kennt oder kennen muss. Da die ausstehende 
Beitragsforderung Grundlage für die Höhe des Schadens bildet, kann die 
Schadenskenntnis erst angenommen werden, sobald die Ausgleichskasse in der Lage ist, 
die voraussichtliche Höhe des infolge der unbezahlt gebliebenen Beiträge zu erwartenden 
Verlusts abzuschätzen (BGer 9C_166/2017 vom 8. August 2017 E. 4.2).

Im Falle eines Konkurses oder Nachlassvertrages mit Vermögensabtretung hat die Kasse 
nicht notwendigerweise erst Kenntnis des Schadens im Sinne von Art. 52 Abs. 3 AHVG, 
wenn sie in die Verteilungsliste und Schlussrechnung des Konkursamtes oder Liquidators 
Einsicht nehmen kann oder einen Verlustschein erhält; denn wer im Rahmen solcher 
Verfahren einen Verlust erleidet und auf Ersatz klagen will, hat praxisgemäss in der Regel 
bereits dann ausreichende Kenntnis des Schadens, wenn die Kollokation der Forderungen 
eröffnet beziehungsweise der Kollokationsplan (und das Inventar) zur Einsicht aufgelegt 
wird. In diesem Zeitpunkt ist oder wäre der Gläubiger im Allgemeinen in der Lage, den 
Stand der Aktiven, die Kollokation seiner Forderung und die voraussichtliche Dividende zu 
kennen (BGE 129 V 193 E. 2.3). Für die Frage nach dem Zeitpunkt der Schadenskenntnis, 
welche die zweijährige Verjährungsfrist auslöst, ist – im Falle der regelmässig 
massgeblichen und im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) zu veröffentlichenden 
Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars – auf die tatsächliche Einsichtnahme 
auf dem Konkursamt abzustellen oder – sofern auf diese Vorkehr verzichtet wird – auf das 
Ende der Auflagefrist (BGE 121 V 234).

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5.3 Die Schadenersatzforderung entsteht mit dem Eintritt des Schadens, welcher 
seinerseits auf einen rechtlichen Grund, die Verwirkung der Beiträge (Art. 16 Abs. 1 
AHVG), oder aber auf einen tatsächlichen Grund, nämlich die Zahlungsunfähigkeit des 
Arbeitgebers zurückgeht. In diesem Zeitpunkt beginnt die absolute fünfjährige 
Verjährungsfrist gemäss Art. 52 Abs. 3 erster Satz AHVG zu laufen, das heisst im Falle 
der Verwirkung der Beitragsforderung mit deren Eintritt und im Falle der Uneinbringlichkeit, 
sobald die Beiträge wegen der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers nicht mehr im 
ordentlichen Verfahren nach Art. 14 ff. AHVG erhoben werden können, in der Regel mit 
der Ausstellung eines Pfändungsverlustscheins oder mit der Konkurseröffnung über den 
Arbeitgeber (BGE 141 V 487 E. 2.2).

5.4 Wie angeführt (E. 5.2 hievor), können die relative zweijährige und die absolute 
fünfjährige Verjährungsfrist unterbrochen werden. Das AHVG regelt nicht, durch welche 
Handlungen der Ausgleichskasse und der Beschwerdeinstanzen (kantonales 
Versicherungsgericht, Bundesgericht) sowie der in Anspruch genommenen Person die 
Verjährung unterbrochen wird; ebenso wenig beantwortet es die Frage nach der Dauer der 
nach der Unterbrechung neu laufenden Frist. Rechtsprechungsgemäss sind subsidiär die 
im Rahmen von Art. 60 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht; OR; SR 220) 
massgeblichen allgemeinen Bestimmungen nach Art. 135 ff. OR heranzuziehen. So wird 
die Verjährung u.a. durch Klage oder Einrede vor einem staatlichen Gericht sowie durch 
Eingabe im Konkurs unterbrochen (Art. 135 Ziff. 2 OR). Mit der Unterbrechung beginnt die 
Verjährung von neuem (Art. 137 Abs. 1 OR), wobei die neue Verjährungsfrist der Dauer 
der unterbrochenen entspricht. Bei der Anwendung dieser Regelung im Rahmen von 
Art. 52 AHVG ist zu beachten, dass im Unterschied zum Privatrecht, wo die Verjährung 
nur durch die in Art. 135 Ziff. 1 und 2 OR genannten Handlungen unterbrochen werden 
kann, alle Akte, mit denen die Schadenersatzforderung gegenüber dem Schuldner in 
geeigneter Weise geltend gemacht wird, verjährungsunterbrechende Wirkung haben (BGE 
141 V 487 E. 2.3 mit Hinweisen).

5.5 Der Beschwerdeführer setzt den Beginn der relativen zweijährigen 
Verjährungsfrist mit der Ausstellung von drei Pfändungsverlustscheinen am 24. März 2015 
(act. 1 S. 10–11, BF-act. 18). Dem ist zu entgegnen, dass die darin ausgewiesenen 
Verluste im Betrag von Fr. 7'601.70, Fr. 2'956.20 sowie Fr. 2'916.65 offensichtlich nicht 
dem geltend gemachten Schaden entsprechen, womit die Ausstellung dieser drei 

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Verlustscheine nicht geeignet ist, die für die relative zweijährige Verjährungsfrist 
notwendige Schadenskenntnis herbeizuführen. 

Mit der Ausstellung der Pfändungsverlustscheine begann aber rechtsprechungsgemäss 
die absolute fünfjährige Verjährungsfrist zu laufen. Denn dann stand für die 
Beschwerdegegnerin fest, dass die Beiträge wegen der Zahlungsunfähigkeit der 
B.________ AG nicht mehr im ordentlichen Verfahren nach Art. 14 ff. AHVG hätten 
erhoben werden können. Diese Frist wurde in der Folge mehrmals unterbrochen, 
insbesondere im Gerichtsverfahren S 2018 27 mit der Urteilsfällung am 24. Mai 2018 und 
dann wiederum mit dem Einspracheentscheid vom 27. August 2019, weshalb die absolute 
fünfjährige Verjährungsfrist im heutigen Zeitpunkt noch nicht abgelaufen ist.

5.6 Die relative zweijährige Verjährungsfrist von Art. 52 Abs. 3 AHVG wurde 
vorliegend erst mit Ablauf der Auflagefrist des Kollokationsplans ausgelöst. Gemäss 
Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt am ________ 2016 wurde der 
Kollokationsplan im Konkurs über die B.________ AG während 20 Tage zur Einsicht 
aufgelegt, weshalb die Ausgleichskasse mit Erlass der Schadenersatzverfügung vom 
7. April 2017 (AK-act. 409 im Verfahren S 2018 27) die Frist wahrte. Auch diese Frist 
wurde in der Folge mehrmals unterbrochen (vgl. E. 5.5), weshalb die streitgegenständliche 
Forderung nicht verjährt ist.

6.
6.1 Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vorliegen 
eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschuldeter 
Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse 
verlustig geht. Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren 
sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse 
zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG 
normierte Beitrags- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers gehören auch die 
Arbeitgeberbeiträge zum massgeblichen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).

6.2 Der von der Beschwerdegegnerin verfügungsweise geltend gemachte Ausstand 
von Fr. 42'884.65 setzt sich wie folgt zusammen (vgl. BF-act. 16):

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Total
Ausbezahlte Löhne 120'000.00 180'000.00 233'866.00 0.00 72'000.00 72'000.00 677'866.00
Ausbezahlte Löhne gem. AGK 7'500.00 7'500.00 0.00 0.00 0.00 0.00 15'000.00

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Veranlagte Löhne 0.00 0.00 0.00 75'000.00 100'000.00 0.00 175'000.00
AHV-IV-EO-Beitrag 12'877.50 18'937.50 24'088.20 7'725.00 17'716.00 7'416.00 88'760.20
ALV 2'520.00 2'520.00 3'957.05 1'650.00 3'784.00 1'584.00 16'015.05
Solidarbeitrag ALV 0.00 0.00 540.00 0.00 0.00 0.00 540.00
Verwaltungskosten 325.75 477.25 1'204.40 386.25 885.80 370.80 3'650.25
FAK-Beiträge 0.00 0.00 0.00 1'050.00 0.00 0.00 1'050.00
Betreibungskosten 169.95 169.95 248.00 99.00 165.45 335.85 1'188.20
Mahngebühren 55.00 95.00 430.00 80.00 180.00 60.00 900.00
Verzugszinsen 269.20 312.00 928.45 1'054.10 1'127.65 260.90 3'952.30
Übrige Kosten 30.00 30.00 0.00 100.00 0.00 0.00 160.00
Zahlungen/Gutschriften -16'059.60 -22'400.65 -30'651.20 -227.75 -1'544.15 -2'448.00 -73'331.35
Total 187.80 141.05 744.90 11'916.60 22'314.75 7'579.55 42'884.65

Die in Rechnung gestellten Sozialversicherungsbeiträge wurden aufgrund der 
Lohnsummen von Fr. 127'500.– für das Jahr 2009, von Fr. 187'500.– für das Jahr 2010, 
von Fr. 233'866.– für das Jahr 2011, von Fr. 75'000.– für das Jahr 2012, von Fr. 172'000.– 
für das Jahr 2013 und von Fr. 72'000.– für das Jahr 2014 festgesetzt (vgl. 
Veranlagungsverfügungen vom 23. November 2015 [AK-act. 302–307 im Verfahren S 
2018 27]). Dies entspricht für die Jahre 2009 und 2010 den vom Beschwerdeführer 
deklarierten Jahreslöhnen von Fr. 120'000.– (AK-act. 8 und 15 im Verfahren S 2018 27) 
bzw. Fr. 180'000.– (AK-act. 29 im Verfahren S 2018 27) zuzüglich den auf je Fr. 7'500.– 
veranlagten Lohn für die Privatnutzung von Geschäftsfahrzeugen (AK-act. 110 im 
Verfahren S 2018 27). Nachdem der Beschwerdeführer eine Lohnzahlung für das Jahr 
2012 mehrmals verneint hatte (AK-act. 76, 98 und 100 im Verfahren S 2018 27), wurde die 
Lohnsumme gemäss den – nicht akturierten und dementsprechend unübersichtlichen – 
Akten von der Beschwerdegegnerin mit Nachzahlungsverfügung vom 12. Dezember 2014 
veranlagt (AK-act. 246 im Verfahren S 2018 27). Die Lohnsumme für das Jahr 2013 setzt 
sich aus dem vom Beschwerdeführer deklarierten Lohn von Fr. 72'000.– (AK-act. 165 im 
Verfahren S 2018 27) sowie den mit Nachzahlungsverfügung vom 12. Dezember 2014 auf 
Fr. 100'000.– (AK-act. 247 im Verfahren S 2018 27) veranlagten Lohn zusammen. Mit 
Bezug auf die Jahre 2011 und 2014 entsprechen die Lohnsummen den Angaben des 
Beschwerdeführers (AK-act. 59 und 270 im Verfahren S 2018 27).

6.3 Zu den vom Beschwerdeführer im Einspracheverfahren erhobenen Einwendungen 
zur Höhe der Schadenersatzforderung (AK-act. 419–423 im Verfahren S 2018 27) nahm 
die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 27. August 2019 Stellung (AK-
act. 528–534 im Verfahren S 2018 27). Ihre Ausführungen sind nachvollziehbar und 
wurden vom Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr in Frage 
gestellt. Nachdem er vom Gericht Gelegenheit erhalten hatte, sich zur Höhe der 

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Urteil S 2019 125

Schadenersatzforderung zu äussern (act. 16), legte der Beschwerdeführer eine 
Zusammenstellung der Anwaltskosten in den Jahren 2017 und 2018 sowie seiner 
persönlichen Auslagen und Arbeitsstunden ins Recht (act. 17). Diese betrifft die vorliegend 
strittige Schadenersatzforderung nicht, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist.

6.4 Mangels offenkundiger Anhaltspunkte für Berechnungsfehler bzw. einer 
entsprechenden Rüge des Beschwerdeführers ist die Schadensberechnung der 
Ausgleichskasse zu bestätigen. Der Schaden in der Höhe von Fr. 42'884.65 ist demnach 
ausgewiesen.

7.
7.1 Artikel 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) schreiben vor, dass der Arbeitgeber bei 
jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusammen mit den 
Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Arbeitgeber haben den 
Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen über die von ihnen an ihre 
Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden paritätischen 
Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und 
Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene öffentlich-
rechtliche Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser öffentlich-rechtlichen Aufgabe bedeutet eine 
Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle 
Schadendeckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).

7.2 Aus den Akten ist ersichtlich, dass die B.________ AG gleichzeitig der ihr als 
Arbeitgeberin obliegenden Zahlungsverpflichtung über viele Jahre hinweg nur 
unvollständig nachkam, weshalb die ausstehenden Beiträge von der Beschwerdegegnerin 
in Betreibung gesetzt werden mussten. Letztlich musste die Beschwerdegegnerin einen 
Gesamtschaden von Fr. 42'884.65 verbuchen (vgl. E. 6.4). Es bedarf keiner weiteren 
Ausführungen, dass die B.________ AG Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG 
verletzt hat, weshalb der von ihr verursachte Schaden grundsätzlich voll zu decken ist.

8. Zu prüfen bleibt, inwieweit diese Missachtung öffentlich-rechtlicher 
Arbeitgeberpflichten auf grobfahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten des 
Beschwerdeführers zurückzuführen ist.

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Urteil S 2019 125

8.1 Der Umstand, dass der Ausgleichskasse als Folge der Missachtung von 
Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG ein Schaden entstanden ist, erlaubt nicht 
ohne Weiteres den Schluss auf ein qualifiziertes Verschulden (Absicht oder grobe 
Fahrlässigkeit) des Arbeitgebers oder seiner Organe (BGE 121 V 243 E. 5). Die Haftung 
nach Art. 52 AHVG ist keine Kausalhaftung, sondern setzt nach klarem Wortlaut und Sinn 
des Gesetzes ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten voraus (BGE 136 V 268 E. 3). 
Vorausgesetzt ist ein Normverstoss von gewisser Schwere. Dabei gilt ein objektiver 
Verschuldensmassstab. Es ist danach zu fragen, inwiefern der Beschwerdeführer als 
verantwortliches Organ seinen Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit der Einhaltung 
der Beitragszahlungspflicht nachgekommen ist. Bei feststehender Widerrechtlichkeit gilt 
jedoch die Vermutung eines absichtlichen oder grobfahrlässigen Verhaltens des 
Arbeitgebers resp. seiner Organe. Die Ausgleichskasse, welche feststellt, dass sie einen 
durch Missachtung von Vorschriften entstandenen Schaden erlitten hat, darf davon 
ausgehen, dass der Arbeitgeber oder dessen Organ die Vorschriften absichtlich oder 
mindestens grobfahrlässig verletzt hat, sofern keine Anhaltspunkte für die Rechtmässigkeit 
des Handelns oder die Schuldlosigkeit des Arbeitgebers bestehen (BGE 108 V 183 E. 1b; 
BGer 9C_228/2008 vom 5. Februar 2009 E. 4.2.1). Es obliegt grundsätzlich dem 
Arbeitgeber oder seinen Organen, Gründe zu behaupten, diesbezügliche Beweise zu 
liefern oder zu beantragen, welche eine Widerrechtlichkeit resp. ein Verschulden im Sinne 
von Absicht oder Grobfahrlässigkeit ausschliessen. Werden solche entlastende Umstände 
nicht geltend gemacht oder nicht hinreichend substanziiert, sind solche nicht ohne 
weiteres ersichtlich oder führen die Abklärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat die 
ins Recht gefasste Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (Art. 8 ZGB; BGer 
9C_861/2018 vom 12. März 2019 E. 4.2.2, mit weiteren Hinweisen; Marco Reichmuth, Die 
Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, 2008, Rz. 741 ff.). Diese 
Regelung gilt auch in Bezug auf allfällige Rechtfertigungs- oder Exkulpationsgründe.

Nicht jedes einer Firma als solches anzulastende Verschulden muss auch ein solches 
ihrer Organe sein. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt entscheidend von der 
Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person übertragen 
wurden (BGE 108 V 199 E. 3a). Bei einfachen Verhältnissen muss vom einzigen 
Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft, der als solcher die Verwaltung der Gesellschaft 
als einzige Person in Organstellung zu besorgen hat, in der Regel der Überblick über alle 
wesentlichen Belange der Firma verlangt werden, und dies selbst dann, wenn er seine 
Befugnisse weitgehend an einen Geschäftsführer delegiert hat. Er kann mit der Delegation 

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Urteil S 2019 125

der Geschäftsführung nicht zugleich auch seine Verantwortung als einziges 
Verwaltungsorgan an den Geschäftsführer delegieren (BGE 108 V 199 E. 3b).

8.2 Der Beschwerdeführer war ab 21. Oktober 2005 Verwaltungsrat der B.________ 
AG, einem relativ kleinen Unternehmen, das den Handel sowie Montage und Herstellung 
von Wandpaneelen, Wellblechen und Dachprofilen bezweckte (AK-act. 446 f. im Verfahren 
S 2018 27). Die B.________ AG hatte eine einfache Verwaltungsstruktur. Die Zahl der 
Beschäftigten war in den Jahren 2009 bis 2014 mit dem Beschwerdeführer selbst und 
maximal zwei Angestellten (AK-act. 59 im Verfahren S 2018 27) sehr klein. Bei derart 
leicht überschaubaren Verhältnissen muss vom Beschwerdeführer als alleinigen 
Verwaltungsrat der B.________ AG verlangt werden, dass er den Überblick über alle 
wesentlichen Belange des Unternehmens hat.

Der Beschwerdeführer muss sich demnach den Vorhalt gefallen lassen, dass die 
B.________ AG in den Jahren 2009 bis 2014 der Beschwerdegegnerin relevante 
Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Nebenkosten) in der Höhe von Fr. 42'884.65 
schuldig blieb (vgl. E. 6.4). 

8.3 Das Verhalten des Beschwerdeführers ist insgesamt zumindest als grobfahrlässig 
zu qualifizieren. Weder macht der Beschwerdeführer Rechtfertigungs- oder 
Schuldausschlussgründe geltend noch sind solche aktenkundig.

9. Unter den gegebenen Umständen ist das Verhalten beziehungsweise die 
Passivität des Beschwerdeführers ohne Weiteres auch als adäquat kausal (BGE 119 V 
401 E. 4a mit Hinweisen) für den bei der Beschwerdegegnerin eingetretenen, vorliegend 
relevanten Schaden in der Höhe von Fr. 42'884.65 (vgl. E. 6.4) zu betrachten, weshalb er 
zu Recht verpflichtet wurde, dafür Schadenersatz zu leisten. 

10. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (Art. 61 
lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung). Eine 
Parteientschädigung ist ausgangsgemäss nicht zuzusprechen (Umkehrschluss aus Art. 61 
lit. g ATSG).

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Urteil S 2019 125

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Ausgleichskasse Zug sowie an das Bundesamt für Sozialversicherungen, 
Bern.

Zug, 22. März 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am