# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b6414b0-897e-5c9a-9dd6-dd8ee02cf36a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-03
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 03.09.2025 ZK1 2024 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2024-15_2025-09-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 3. September 2025
ZK1 2024 15

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichter Pius Schuler, Josef Reichlin,
Daniela Brüngger und Monique Schnell Luchsinger,
Gerichtsschreiber Claude Brüesch.

In Sachen A.________,
Beklagter und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________,
Kläger und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

betreffend Aufhebung Miteigentum / Zuweisung
(Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Küssnacht am Rigi vom 
23. Februar 2024, ZGO 2020 7);-

hat die 1. Zivilkammer,

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nachdem sich ergeben:

A. Mit Abtretungsvertrag vom 31. Oktober 2012 verkaufte A.________ sei-

nem Sohn C.________ die Hälfte an seinem landwirtschaftlichen Gewerbe 

E.________ zu Miteigentum, bestehend aus den Grundstücken Nrn. zz, yy, xx, 

ww, vv, uu, tt, ss und rr GB Küssnacht am Rigi zum Anrechnungswert von 

Fr. 960’698.55 (Vi-KB 7). Die Parteien sind je zur Hälfte Miteigentümer der ge-

nannten Grundstücke (Vi-KB 6). Am 23. Oktober 2013 schlossen die Parteien 

einen Generationengemeinschaftsvertrag (einfache Gesellschaft i.S.v. 

Art. 530 ff. OR) mit dem Zweck, den Landwirtschaftsbetrieb samt Inventar und 

dazugehörigem Pachtland gemeinsam zu bewirtschaften (Vi-KB 9). 

C.________ kündigte diesen Generationenvertrag am 22. Dezember 2018 auf 

den 31. Dezember 2019 und erklärte sich bereit, die Aktiven zum Nutzwert und 

die Passiven zum Nominalwert per 1. Januar 2020 zu Alleineigentum zu über-

nehmen und den Betrieb eigenständig weiterzubewirtschaften (Vi-KB 10). Er 

führt das landwirtschaftliche Gewerbe seit dem 1. Januar 2020 (ob berechtigt 

oder eigenmächtig) ohne den Beklagten weiter. A.________ stellte C.________ 

am 1. Juni 2020 und 18. August 2020 Rechnung für die Nutzung seines Mitei-

gentumsanteils und für das lebendige Inventar (Vi-KB 26 f.). 

B. Am 16. Dezember 2020 reichte C.________ (nachfolgend: Kläger) gegen 

A.________ (nachfolgend: Beklagter) Klage ein betreffend die Aufhebung von 

Miteigentum und Zuweisung von landwirtschaftlichen Grundstücken (vgl. Vi-

act. A/I). Im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens modifizierte der Kläger 

seine Rechtsbegehren, letztmals anlässlich der Hauptverhandlung vom 16. No-

vember 2023, die wie folgt lauteten (Vi-act. A/XXVI.a):

1. Es sei das Miteigentum an den Grundstücken Nrn. yy, xx, zz, ww, 
vv, uu, tt, ss und rr GB Küssnacht aufzuheben.

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2. Es seien dem Kläger die in Ziff. 1 genannten Grundstücke nach 
Art. 36 BGBB unter wertmässiger Anrechnung seiner Miteigentums-
anteile von Fr. 699’522.00 zum Ertragswert von Fr. 1’399’043.00 
(Anrechnungswert als landwirtschaftliches Gewerbe gemäss Art. 37 
Abs. 1 lit. a BGBB) unter Verrechnung der Hälfte der im Zeitpunkt 
der Urteilsfällung darauf lastenden und vom Kläger allein zu über-
nehmenden Grundpfandschulden im Totalbetrag von einstweilen 
Fr. 1’032’500.00 (per 30.09.2023; hälftiger Anteil Fr. 516’250.00), 
den bis im Zeitpunkt der Urteilsfällung vom Kläger alleine geleisteten 
Amortisationszahlungen von einstweilen Fr. 82’500.00 (vom 
01.01.2020 bis 30.09.2023; hälftiger Anteil Fr. 41’250.00), den bis 
im Zeitpunkt der Urteilsfällung vom Kläger alleine geleisteten 
Schuldzinszahlungen für Hypotheken von einstweilen Fr. 29’180.00 
(vom 01.01.2020 bis 30.09.2023; hälftiger Anteil Fr. 14’590.00), den 
bis im Zeitpunkt der Urteilsfällung alleine geleistete Liegenschafts-
kosten von einstweilen Fr. 32’398.00 (vom 01.01.2020 bis 
16.11.2023; hälftiger Anteil Fr. 16’199.00) sowie unter Festsetzung 
der im Zeitpunkt der Urteilsfällung vom Kläger an den Beklagten zu 
bezahlenden Ausgleichszahlung von einstweilen maximal 
Fr. 111’233.00 zu Alleineigentum zuzuweisen.

3. Der Kläger sei zu berechtigen, sich als Alleineigentümer der Grund-
stücke Nrn. yy, xx, zz, ww, vv, uu, tt, ss und rr GB Küssnacht im 
Grundbuch eintragen zu lassen, unter Vorlage des Urteils mit Be-
scheinigung der Rechtskraft und unter der Verpflichtung des Klägers 
zur Zahlung der vom Gericht festgelegten Ausgleichszahlung 
gemäss vorstehender Ziff. 2 bzw. 3 Zug um Zug auf ein auf den Na-
men des Beklagten lautendes Konto sowie unter Nachweis des Klä-
gers über die Übernahme der alleinigen Schuld- und Zinspflicht der 
auf den vorgenannten Grundstücken lastenden Grundpfandschul-
den und der damit verbundenen Befreiung des Beklagten von der 
Schuld- und Zinspflicht.

4. Eventualiter zur Ermächtigung des Klägers gemäss Ziff. 4 sei das 
Notariat Grundbuch und Konkursamt Küssnacht vom Gericht anzu-
weisen, den Kläger als Alleineigentümer der Grundstücke Nrn. yy, 
xx, zz, ww, vv, uu, tt, ss und rr GB Küssnacht im Grundbuch einzu-
tragen, unter Verpflichtung des Klägers zur Zahlung der vom Gericht 
festgelegten Ausgleichszahlung gemäss vorstehender Ziff. 2 bzw. 3 
Zug um Zug auf ein auf den Namen des Beklagten lautendes Konto 
sowie unter Nachweis des Klägers über die Übernahme der alleini-
gen Schuld- und Zinspflicht der auf den vorgenannten Grundstücken 
lastenden Grundpfandschulden und der damit verbundenen Befrei-
ung des Beklagten von der Schuld- und Zinspflicht.

5. Soweit der Beklagte seinerseits mehr oder anderes verlangt, seien 
seine Rechtsbegehren abzuweisen.

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6. Es sei dem Kläger nach Abschluss des Beweisverfahrens Gelegen-
heit zu geben, seine Rechtsbegehren anzupassen und zu präzisie-
ren.

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zzgl. 7.7% MWST auf der 
Parteientschädigung zu Lasten des Beklagten.

Der Beklagte stellte an der Hauptverhandlung vom 16. November 2023 fol-

gende erneut modifizierte Gegenrechtsbegehren (Vi-act. A/XXVI.e):

1. Es sei der klägerische Aufhebungsanspruch des Miteigentums an 
den Grundstücken Nrn. yy, xx, zz, ww, vv, uu, tt, ss und rr, alle GB 
Küssnacht, wegen Aufhebung zur Unzeit abzuweisen.

2. Eventualiter sei das Miteigentum an den Grundstücken gemäss Zif-
fer 1 aufzuheben und es seien die Grundstücke dem Beklagten zu 
Alleineigentum zuzuweisen:

a) Gegen Bezahlung einer gerichtlich festzulegenden und vom 
Beklagten an den Kläger zu leistenden Ausgleichszahlung, und 

b) Es sei das Notariat und Grundbuchamt Küssnacht am Rigi ge-
richtlich anzuweisen, den Beklagten Zug um Zug gegen Bezah-
lung der Ausgleichssumme als Alleineigentümer der Grundstü-
cke gemäss Ziffer 1 in das Grundbuch einzutragen.

3. Sub-Eventualiter sei das Miteigentum an den Grundstücken gemäss 
Ziffer 1 aufzuheben und es seien die Grundstücke dem Kläger zu 
Alleineigentum zuzuweisen:

a) Gegen Bezahlung Zug um Zug einer gerichtlich festzulegenden 
und vom Kläger an den Beklagten zu leistenden Ausgleichs-
zahlung in der Höhe von Fr. 2’024’907.10 abzüglich 
Fr. 512’500.00 Hypothekarschuld und somit Fr. 1’527’234.10, 

b) Es sei das Notariat und Grundbuchamt Küssnacht am Rigi ge-
richtlich anzuweisen, den Kläger Zug um Zug gegen Bezahlung 
der Ausgleichszahlung an den Beklagten als Alleineigentümer 
der Grundstücke gemäss Ziff. 1 in das Grundbuch einzutragen, 
und 

c) Es seien dem Beklagten und seiner Ehefrau Frau F.________ 
je ein lebenslängliches und entgeltliches Wohnrecht nach 
Art. 776 ff. ZGB am ganzen Wohnhaus Nr. qq, mitumfassend 
Vorplatz und Garten auf Grundstück Nr. zz, GB Küssnacht ein-
zuräumen und als Personaldienstbarkeit als Last auf dem 
Grundstück Nr. zz in das Grundbuch einzutragen. Der Barwert, 
kapitalisiert mit 3.5 Prozent nach der Barwerttafel (Stauf-

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fer/Schätzle) desjenigen Wohnrechts mit dem höheren Wert, 
sei von der vom Kläger an den Beklagten zu entrichtenden Aus-
gleichszahlung für die Grundstücke gemäss Ziffer 1 in Abzug 
zu bringen. 

4. Soweit der Kläger mehr oder anderes verlangt, seien seine Anträge 
abzuweisen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zu Lasten 
des Klägers.

Mit Urteil vom 23. Februar 2024 erkannte das Bezirksgericht Küssnacht am Rigi 

Folgendes:

1. a) Das Miteigentum an den Grundstücken Nrn. yy, xx, zz, ww, 
vv, uu, tt, ss und rr GB Küssnacht am Rigi wird aufgehoben. 

b) Die Grundstücke gemäss vorstehend lit. a werden dem Klä-
ger zu Alleineigentum zugewiesen. 

2. Der Kläger hat dem Beklagten Fr. 275’469.50 zu bezahlen. 

3. Auf die klägerischen Rechtsbegehren Ziffn. 3 und 4 wird nicht 
eingetreten. 

4. Die beklagtischen Rechtsbegehren werden abgewiesen. 

5. Hinsichtlich der Prozesskosten wird was folgt angeordnet: 

a) Die aus den Vermittlerkosten von Fr. 500.00, den Beweis-
kosten in Höhe von Fr. 19’415.35 sowie der Entscheidge-
bühr in Höhe von Fr. 25’000.00 bestehenden Gerichtskos-
ten betragen gesamthaft Fr. 44’915.35 und werden dem Be-
klagten auferlegt. 

Der Kostenbezug erfolgt über die von den Parteien geleis-
teten Kostenvorschüsse in Höhe von insgesamt 
Fr. 38’500.00. Der Restbetrag in Höhe von Fr. 6’415.35 ist 
vom Beklagten innert 30 Tage nach Zustellung des vorlie-
genden Urteils zu bezahlen. Dem Kläger wird im Umfang 
von Fr. 31’500.00 das Rückgriffsrecht auf den Beklagten 
eingeräumt.

b) Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Parteien-
tschädigung in Höhe von Fr. 45’000.00 inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer zu bezahlen.

[6. Rechtsmittel.]

[7. Zustellung.]

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C. Gegen dieses Urteil reichte der Beklagte mit Eingabe vom 2. Mai 2024 

fristgerecht Berufung ein mit folgenden Rechtsbegehren (act. 1):

1. In Gutheissung der Berufung sei das Urteil des Bezirksgerichts Küssnacht 
vom 23. Februar 2024 aufzuheben und sei das Miteigentum an den Grund-
stücken aufzuheben und es seien die Grundstücke Nrn. yy, xx, zz, ww, vv, 
uu, tt, ss und rr, alle Grundbuch Küssnacht, dem Beklagten zu Alleineigen-
tum zuzuweisen:

a) Gegen Bezahlung einer gerichtlich festzulegenden und vom Beklag-
ten an den Kläger zu leistenden Ausgleichungszahlung, und

b) Es sei das Notariat und Grundbuchamt Küssnacht am Rigi gerichtlich 
anzuweisen, den Beklagten Zug um Zug gegen Bezahlung der Aus-
gleichssumme als Alleineigentümer der Grundstücke gemäss Ziffer 1 
in das Grundbuch einzutragen.

2. Eventualiter sei in Gutheissung der Berufung das Urteil des Bezirksge-
richts Küssnacht vom 23. Februar 2024, Ziffer 2, aufzuheben und wie folgt 
neu zu fassen: 

„Der Kläger hat dem Beklagten CHF 832’606.00 zu bezahlen“ und 

es sei dem Beklagten und seiner Ehefrau Frau F.________ je ein lebens-
längliches und entgeltliches Wohnrecht nach Art. 776 ff. ZGB am ganzen 
Wohnhaus Nr. qq, mitumfassend Vorplatz und Garten auf Grundstück 
Nr. zz, GB Küssnacht einzuräumen und als Personaldienstbarkeit als Last 
auf Grundstück Nr. zz in das Grundbuch einzutragen. Der Barwert, kapita-
lisiert mit 3.5 Prozent nach der Barwerttafel (Stauffer/Schätzle) desjenigen 
Wohnrechts mit dem höheren Wert, sei von der vom Kläger an den Be-
klagten zu entrichtende Ausgleichszahlung von CHF 832’606.00 in Abzug 
zu bringen.

3. Sub-Eventualiter sei in Gutheissung der Berufung Ziffer 2 des Urteils des 
Bezirksgerichts Küssnacht vom 23. Februar 2024, aufzuheben und wie 
folgt neu zu fassen: 

„Der Kläger hat dem Beklagten CHF 832’606.00 zu bezahlen.“

4. Sub-Sub-Eventualiter sei in Gutheissung der Berufung das Urteil des Be-
zirksgerichts Küssnacht vom 23. Februar 2024, aufzuheben und die Ange-

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legenheit sei mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten des Klä-
gers sowohl für das erstinstanzliche Verfahren wie auch für das Berufungs-
verfahren.

Der Kläger beantragte mit Berufungsantwort vom 4. Juni 2024 vollumfängliche 

Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten des Beklagten (KG-act. 7). Mit Ein-

gaben vom 17. Juni 2024 und 28. Juni 2024 hielten die Parteien an ihren 

Rechtsbegehren fest (KG-act. 9 und 11);-

in Erwägung:

1. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, zufolge fehlender Widerklage 

könne sich der Beklagte keine Nutzungsentschädigung an den Übernahme-

preis anrechnen lassen bzw. diesen um den Betrag von Fr. 146’874.00 er-

höhen. Im vorliegenden Verfahren könne daher offenbleiben bzw. sei nicht zu 

prüfen, ob dem Beklagten ein allfälliger Entschädigungsanspruch für die Nut-

zung seines Miteigentumsanteils durch den Beklagten (recte: Kläger) zustehe 

oder nicht (angef. Urteil, E. 3c S. 23 f.). Im Weiteren hob die Vorinstanz das Mit-

eigentum an den (landwirtschaftlichen) Grundstücken Nrn. yy, xx, zz, ww, vv, 

uu, tt, ss und rr GB Küssnacht am Rigi (nachfolgend: streitgegenständliche 

Grundstücke oder streitgegenständliches Gewerbe) auf (angef. Urteil, Dispositiv-

Ziff. 1a), da kein Grund vorliege, der gegen einen Aufhebungsanspruch des Klä-

gers spreche (angef. Urteil, E. 5 S. 25 f.).

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Der Beklagte führt in der Berufungsschrift aus, er halte daran fest, dass die Auf-

hebung (des Miteigentums an den streitgegenständlichen Grundstücken) durch 

den Kläger nachweislich zur Unzeit erfolgt sei und dass der Kläger ihm eine 

Entschädigung für die Nutzung seines Miteigentumsanteils während der Dauer 

des Verfahrens zu bezahlen habe. Gleichwohl erhebe er gegen die diesbezüg-

lichen Entscheide der Vorinstanz keine Berufung, da im ersten Fall eine Anfech-

tung nicht zielführend sei und er im zweiten Fall ein (weiteres) Verfahren werde 

einleiten müssen (KG-act. 1, S. 8 Ziff. 15 und S. 11 Ziff. 20). Entsprechend stellt 

der Beklagte bezüglich dieser beiden Punkte denn auch keine Berufungsan-

träge (KG-act. 1, S. 2 f.). Insoweit ist der vorinstanzliche Entscheid in Rechts-

kraft erwachsen und es erübrigen sich weitere Ausführungen dazu.

2. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, der Kläger sei deutlich besser zur 

dauerhaften Fortführung des streitgegenständlichen Gewerbes geeignet als der 

Beklagte. Auch sei die Tragbarkeit der Betriebsübernahme durch den Kläger 

grundsätzlich gegeben. Es sei deshalb lediglich zu prüfen, ob der Kläger in der 

Lage sei, die Betriebsübernahme tatsächlich derart zu finanzieren, dass die 

Verschuldung tragbar bleibe, wobei ein gewisses Mass an Eigenmitteln verlangt 

werden könne (angef. Urteil, E. 6b S. 27-29). Dabei sei gemäss dem vom Ge-

richt mit der Schätzung beauftragten Sachverständigen von einem Ertragswert 

von Fr. 1’399’043.00 auszugehen (angef. Urteil, E. 6c S. 30). Davon seien die 

Grundpfandschulden von Fr. 1’017’500.00 abzuziehen, woraus ein anteilsmäs-

siger Anrechnungswert bzw. Übernahmepreis von Fr. 190’771.00 resultiere 

(anteilsmässiger Ertragswert von Fr. 699’521.00 ./. anteilsmässige Hypothekar-

schuld von Fr. 508’750.00; angef. Urteil, E. 6d S. 30 f.). Gemäss der Schätzung 

des Sachverständigen könne der Ertragswert um maximal Fr. 169’396.00 er-

höht werden, woraus anteilsmässig ein Betrag von Fr. 84’698.00 resultiere (an-

gef. Urteil, E. 6e S. 31 f.), sodass sich der Ertragswert auf anteilsmässig 

Fr. 275’469.50 belaufe. Der Kläger könne den Anrechnungspreis von 

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Fr. 275’469.50 problemlos finanzieren, weil er das streitgegenständliche Ge-

werbe seit dem 1. Januar 2020 allein bewirtschafte und von einer jährlichen Ka-

pitalbildung von Fr. 100’000.00 auszugehen sei, weshalb es ihm durchaus mög-

lich gewesen sei, einen erheblichen Betrag anzusparen. Zudem habe der Klä-

ger aus dem Verkauf seines Miteigentumsanteils an der Liegenschaft Nr. pp 

vom 9. Juni 2017 an G.________ zum Preis von Fr. 750’000.00 einen ausser-

ordentlichen Ertrag erzielt, sodass beim Kläger ein Eigenkapital in der Höhe von 

Fr. 1’000’000.00 anzunehmen sei. Wie hoch es tatsächlich sei, stehe nicht fest, 

weil der Kläger seine Vermögensverhältnisse nicht offengelegt habe. Aber 

selbst der Beklagte habe ausgesagt, der Kläger müsste über Bargeld im Um-

fang von Fr. 1’000’000.00 verfügen, wenn dieser zum Geld geschaut hätte. 

Überdies habe der Kläger ausgeführt, er könne die Hypothekarschuld des streit-

gegenständlichen Gewerbes von aktuell Fr. 1’017’500.00 bis auf 

Fr. 1’590’000.00 erhöhen. Dem Kläger stünden somit zur Finanzierung des 

streitgegenständlichen Gewerbes mutmasslich ca. Fr. 1.5 Millionen zur Verfü-

gung, womit er neben der Finanzierung des Übernahmepreises von 

Fr. 275’469.50 auch das Inventar und eine Entschädigung für die Nutzung des 

Miteigentumsanteils bezahlen bzw. die Liquidation der Generationengemein-

schaft bestreiten sowie künftige Investitionen tätigen könne, wobei hinsichtlich 

des lebenden Inventars feststehe, dass der Beklagte dem Kläger per 1. Juni 

2020 Rechnung im Betrag von Fr. 63’589.00 gestellt habe (angef. Urteil, E. 6f 

S. 32 f.). Der Betrag von Fr. 275’469.50 sei nicht zu reduzieren, weil die vom 

Kläger geltend gemachten Verrechnungsforderungen im vorliegenden Verfah-

ren nicht verrechnet werden könnten (angef. Urteil, E. 6g S. 33). Daher wies die 

Vorinstanz die streitgegenständlichen Grundstücke dem Kläger zu Alleineigen-

tum zu (angef. Urteil, Dispositiv-Ziff. 1b) und verpflichtete den Kläger, dem Be-

klagten Fr. 275’469.50 zu bezahlen (angef. Urteil, Dispositiv-Ziff. 2).

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a) Der Beklagte beantragt im Hauptantrag, in Aufhebung des vorinstanzli-

chen Urteils sei das Miteigentum an den Grundstücken Nrn. yy, xx, zz, ww, vv, 

uu, tt, ss und rr, Grundbuch Küssnacht, aufzuheben und es seien diese Grund-

stücke ihm zu Alleineigentum zuzuweisen gegen Bezahlung einer gerichtlich 

festzulegenden und von ihm an den Kläger zu leistenden Ausgleichszahlung 

und das Notariat und Grundbuchamt Küssnacht am Rigi sei anzuweisen, den 

Beklagten als Alleineigentümer der genannten Grundstücke in das Grundbuch 

einzutragen (KG-act. 1, S. 2 Antrag-Ziff. 1). Daraus ist ersichtlich, dass der Be-

klagte Dispositiv-Ziffer 1b des angefochtenen Urteils aufgehoben haben will, 

auch wenn er diese Dispositiv-Ziffer nicht explizit nennt.

b) Die Vorinstanz führte aus, beim vorliegenden Streitgegenstand handle es 

sich unbestrittener- und ausgewiesenermassen um ein landwirtschaftliches Ge-

werbe i.S.v. Art. 7 BGBB (angef. Urteil, E. 3a S. 23). Der Kläger bringt lediglich 

an einer Stelle in der Berufungsantwort ohne Bezugnahme auf das vorinstanz-

liche Urteil vor, es sei nicht erwiesen, dass es sich bei den strittigen Grundstü-

cken um ein landwirtschaftliches Gewerbe handle (KG-act. 7, Ziff. 47). Weil er 

auch trotz Hinweises des Beklagten nicht darlegt, wo er im vorinstanzlichen Ver-

fahren den Bestand eines landwirtschaftlichen Gewerbes bestritten haben soll 

(vgl. KG-act. 9, S. 10 Ziff. 27; KG-act. 11, S. 9 Ziff. 32), ist im Folgenden davon 

auszugehen, dass der Streitgegenstand als landwirtschaftliches Gewerbe i.S.v. 

Art. 7 BGBB zu qualifizieren ist.

c) Der Beklagte legt dar, weshalb der Kläger im Gegensatz zu ihm die An-

forderungen an die Selbstbewirtschaftung gemäss Art. 36 BGBB nicht erfülle, 

sodass das streitgegenständliche Gewerbe ihm zu Alleineigentum zuzuweisen 

sei (vgl. KG-act. 1, S. 12-17 Ziff. 23-29). Der Kläger sieht es gerade umgekehrt 

(vgl. KG-act. 7, S. 6-18 Ziff. 23-43).

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aa) Die Zuweisung eines landwirtschaftlichen Gewerbes an den Gesamt- 

oder Miteigentümer setzt voraus, dass er es selber bewirtschaften will und dafür 

als geeignet erscheint (Art. 36 Abs. 1 BGBB). Selbstbewirtschafter ist derjenige, 

der den landwirtschaftlichen Boden selbst bearbeitet und das landwirtschaftli-

che Gewerbe persönlich leitet (Art. 9 Abs. 1 BGBB), dabei insbesondere das 

wirtschaftliche Risiko persönlich trägt und den Betrieb nach aussen vertritt (Ho-

fer, in: Das bäuerliche Bodenrecht, 2. A. 2011, Art. 9 BGBB N 12-14). Zur 

Selbstbewirtschaftung ist derjenige geeignet, der die Fähigkeiten besitzt, die 

nach landesüblicher Vorstellung notwendig sind, um den landwirtschaftlichen 

Boden selbst zu bearbeiten und ein landwirtschaftliches Gewerbe persönlich zu 

leiten (Art. 9 Abs. 2 BGBB). Das Gericht hat dabei in Gesamtwürdigung aller 

Tatsachen zu prüfen, ob es wahrscheinlich erscheint, dass sich der Überneh-

mer als selbstständiger Bewirtschafter eines landwirtschaftlichen Betriebs von 

der Grösse und Art des streitgegenständlichen bewähren wird, wobei an diese 

Prognose und Wertung nicht allzu strenge Massstäbe gelegt werden dürfen 

(BGE 110 II 488 E. 5; BGer 4A_239/2019 vom 27. August 2019 E. 2.2.1.1.1). 

Die Selbstbewirtschaftung muss im Beurteilungszeitpunkt ernstlich gewollt und 

praktisch möglich sein (Hofer, a.a.O., Art. 9 BGBB N 31b). Der Übernehmer 

muss nicht zwingend eine landwirtschaftliche Schule besucht haben, sondern 

es sind auch adäquate Ausbildungen, Vorbereitungen oder Tätigkeiten des 

Übernehmers sowie die Fähigkeiten anderer Familienmitglieder (z.B. des Ehe-

gatten oder der Kinder) bei der Beurteilung der Eignung miteinzubeziehen. Da-

her kann eine Frau mit landwirtschaftlicher Ausbildung ihrem Mann, der die Zu-

weisung eines Gewerbes geltend macht, zur Eignung verhelfen (BGE 134 III 

586 E. 3.1; BGer 4A_239/2019 vom 27. August 2019 E. 2.2.1.1.1; Studer, in: 

Das bäuerliche Bodenrecht, 2. A. 2011, Art. 11 BGBB N 21; Hofer, a.a.O., Art. 9 

BGBB N 18a, 19 und 35). Hinsichtlich der Frage, welchen Umfang die betrieb-

liche Arbeit der Person annehmen muss, welche die Selbstbewirtschaftung gel-

tend macht, ist zu beachten, dass der Aufwand für die Betriebsführung allein im 

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bäuerlichen Betrieb mit einigen wenigen Arbeitskräften nicht genügt. Kein 

Selbstbewirtschafter ist jedenfalls, wer die Bewirtschaftung einem Nachkom-

men überlässt (Hofer, a.a.O., Art. 9 BGBB N 19). Zur Führung eines Spezialbe-

triebs (Wein- und Obstanbau, etc.) sind allerdings Spezialkenntnisse und eine 

berufsspezifische Ausbildung notwendig (Studer, a.a.O., Art. 11 BGBB N 20; 

Hofer, a.a.O., Art. 9 BGBB N 40). Ebenso sind die moralischen, physischen und 

geistigen Eigenschaften des Übernehmers zu beachten (Studer, a.a.O., Art. 11 

BGBB N 21; Hofer, a.a.O., Art. 9 BGBB N 39). Ein eigenes Manko wie fortge-

schrittenes Alter oder fragliche körperliche Fähigkeiten können wiederum durch 

die Unterstützung jüngerer Familienmitglieder kompensiert werden (vgl. BGE 

134 III 586 E. 3.1.3). Auch die finanzielle Lage eines Übernehmers stellt nicht 

per se ein Eignungskriterium dar, kann aber trotzdem Auswirkungen haben, in-

dem bei finanziellen Schwierigkeiten höhere Anforderungen an den Überneh-

mer gestellt werden können und bei Grenzfällen allenfalls mittels eines Be-

triebsvoranschlags zu prüfen ist, ob die Übernahme tragbar bzw. nach der Be-

triebsübernahme eine Eigenkapitalbildung immer noch möglich ist (Hofer, 

a.a.O., Art. 9 BGBB N 41 f.). Gibt es mehrere geeignete Miteigentümer, welche 

das landwirtschaftliche Gewerbe als Selbstbewirtschafter übernehmen wollen, 

so sind für die Zuweisung die persönlichen Verhältnisse massgebend (BGE 134 

III 586 E. 3.1.2; Hofer, a.a.O., Art. 9 BGBB N 47; Studer, a.a.O., Art. 13 BGBB 

N 13), wobei namentlich zu beachten ist, ob sich der Miteigentümer bereits 

früher um das landwirtschaftliche Gewerbe gekümmert und ob er Nachkommen 

hat, die sich der Landwirtschaft widmen wollen (Botschaft zum Bundesgesetz 

über das bäuerliche Bodenrecht vom 19. Oktober 1988, BBI 1988 III 953 ff., 

992) In erster Linie ist auf den Fortbestand des Gewerbes im Eigentum des 

Bewirtschafters zu achten (Hofer, a.a.O., Art. 9 BGBB N 47). Auch sind soziale 

Aspekte zu berücksichtigen, namentlich die berufliche Situation der Miteigentü-

mer und deren Existenzmöglichkeiten in anderen Berufen (Hofer, a.a.O., Art. 9 

BGBB N 48).

Kantonsgericht Schwyz 13

bb) Unbestritten ist, dass beide Parteien über eine landwirtschaftliche Ausbil-

dung und langjährige Berufserfahrung bei der Bewirtschaftung des streitge-

genständlichen Gewerbes sowie über Nachkommen verfügen, die dereinst das 

landwirtschaftliche Gewerbe führen könnten und dass keine Gründe erkennbar 

sind, die den Parteien ernsthaft die moralischen und geistigen Eigenschaften 

zur Selbstbewirtschaftung absprechen würden (angef. Urteil, E. 6b S. 27 und 

28 oben; KG-act. 1, S. 12-17 Ziff. 23-29; KG-act. 7, S. 6-18 Ziff. 23-43). 

cc) Die Vorinstanz führte aus, der Kläger bewirtschafte das streitgegenständ-

liche Gewerbe seit dem 1. Januar 2020 selbständig und gänzlich ohne Zutun 

des Beklagten. Es sei irrelevant, ob hierfür eine rechtliche Grundlage bestehe 

oder nicht, weil der Beklagte das Verhalten des Klägers zumindest geduldet 

habe, indem er ihm Rechnung für die Nutzung der Liegenschaft und das leben-

dige Inventar gestellt und das Formular für den Bewirtschafterwechsel zuguns-

ten des Klägers unterzeichnet sowie dem Landwirtschaftsamt persönlich einge-

reicht habe. Die Parteien seien sich denn auch unbestrittenermassen immer 

darüber einig gewesen, dass der Kläger dereinst den Betrieb übernehmen solle. 

Auch G.________ habe anlässlich der Zeugenbefragung ausgesagt, er wolle 

dem Kläger den Vorzug geben und sie hätten früher das Gewerbe an den Klä-

ger übertragen, wenn dieser dafür etwas bezahlt hätte. Die Übertragung des 

landwirtschaftlichen Gewerbes sei letztlich einzig daran gescheitert, dass sich 

die Parteien über den Übernahmepreis nicht einig geworden seien. Dasselbe 

gelte für das Entgelt für die alleinige Nutzung des streitgegenständlichen land-

wirtschaftlichen Gewerbes durch den Kläger. Daher gehe es nicht an, dass der 

Beklagte dem Kläger vorwerfe, er sei nicht in der Lage, den Betrieb ohne ihn zu 

führen und die Zuweisung an sich verlange, obwohl er offensichtlich das land-

wirtschaftliche Gewerbe zugunsten des Klägers habe aufgeben wollen und sich 

auch tatsächlich als Bewirtschafter zurückgezogen habe. Der Beklagte habe 

sich nach eigenen Aussagen bereits vor dem 1. Januar 2020 mehr auf den Ver-

Kantonsgericht Schwyz 14

kauf von Schnaps, auf Organisatorisches und auf Arbeiten in H.________ kon-

zentriert (angef. Urteil, S. 28).

Ohne sich mit dieser Begründung auseinanderzusetzen, wiederholt der Be-

klagte diesbezüglich lediglich sein pauschales Vorbringen in der Klageantwort, 

wonach der Kläger nicht gewillt sei, das Gewerbe allein zu bewirtschaften und 

für seine illegale Bewirtschaftung seit 1. Januar 2020 eine angemessene Ent-

schädigung zu bezahlen (KG-act. 1, S. 13 Ziff. 24). Im Weiteren bringt der Be-

klagte zwar vor, gemäss dem Gutachten vermiete der Kläger einzelne Gebäude 

des Gewerbes unzulässigerweise an Dritte und manifestiere dadurch, dass er 

nicht gewillt sei, das Gewerbe selbst zu bewirtschaften (KG-act. 1, S. 17 

Ziff. 29). Indessen substanziiert er nicht, um welche Gebäude es sich dabei 

handeln soll, in welchem Gutachten und an welcher Stelle des Gutachtens der 

Sachverständige solches festgehalten haben soll. Überdies ist nicht ersichtlich, 

weshalb die Vermietung einzelner Gebäude im Widerspruch dazu stehen soll, 

dass der Kläger das streitgegenständliche landwirtschaftliche Gewerbe seit 

dem 1. Januar 2020 selbständig und gänzlich ohne Zutun des Beklagten be-

wirtschaftet. Weitere Erörterungen erübrigen sich somit dazu.

dd) Im Weiteren steht fest, dass der Beklagte, geboren am ________ (Vi-BB 

19, S. 1), spätestens seit dem 1. Mai 2014 (recte: 1. April 2014) bis zum Errei-

chen des AHV-Alters eine volle IV-Rente bezog (angef. Urteil, E. 6b S. 28; Vi-

BB 33 und 34; KG-act. 1, S. 12-17 Ziff. 23-29; KG-act. 7, S. 6-18 Ziff. 23-43). 

Die Vorinstanz schloss daraus, der Beklagte könne als Landwirt keine oder nur 

noch leichte Arbeiten verrichten, wobei leichte Arbeiten auf einem landwirt-

schaftlichen Betrieb wohl eher theoretischer Natur sein dürften. Weshalb dies 

nach Erreichen des AHV-Alters nun plötzlich anders sein sollte, sei nicht einzu-

sehen. Ob der Beklagte unter diesen Umständen (selbst mit Unterstützung von 

Familienmitgliedern) überhaupt in der Lage sein soll, als Selbstbewirtschafter 

Kantonsgericht Schwyz 15

ein landwirtschaftliches Gewerbe erfolgreich zu betreiben, sei fraglich, könne 

aber offenbleiben. Fakt sei jedenfalls, dass der voll arbeitsfähige Kläger in die-

sem Punkt wesentlich geeigneter als der Beklagte erscheine, das landwirt-

schaftliche Gewerbe als Selbstbewirtschafter fortzuführen (angef. Urteil, E. 6b 

S. 28). Das unbestrittene Vorbringen des Beklagten, wonach er das Gewerbe 

zusammen mit seinem Sohn G.________ bewirtschafte (KG-act. 1, S. 14 

Ziff. 24; KG-act. 7, S. 7-9 Ziff. 24-28), ändert nichts daran, dass der Kläger in 

diesem Punkt wesentlich geeigneter erscheint als der Beklagte, das landwirt-

schaftliche Gewerbe als Selbstbewirtschafter fortzuführen.

Der Beklagte wendet ein, aufgrund der vorgenommenen Investitionen in den 

Milchviehstall fielen keine schweren Arbeiten an. Wie aus dem Gutachten von 

I.________ entnommen werden könne, sei der Betrieb voll automatisiert. Ge-

molken werde mit einem Melkroboter. Auch die Fütterung und das Misten er-

folge vollautomatisch (KG-act. 1, S. 14 Ziff. 24; KG-act. 9, S. 4 Ziff. 14). Der Klä-

ger bestreitet dies. Lediglich die Melkerei, aber nicht auch die Fütterung und 

Entmistung sei vollautomatisiert. Nebst den Milchkühen im “neuen” Stall würden 

im “alten” Stall Kälber, Rinder und Masttiere gehalten, die von Hand gefüttert 

werden müssten. Auch das Entmisten des alten Stalls müsse von Hand vorge-

nommen werden. Auf dem streitgegenständlichen landwirtschaftlichen Ge-

werbe seien vor allem auch Arbeiten auf dem Feld, im Futterbau und im Obst-

bau erforderlich. Mehrere hundert Hochstamm-Feldobstbäume würden ein ho-

hes Mass an Handarbeit und körperlicher Fitness erfordern. Dies gelte insbe-

sondere für das Schneiden der Bäume und die Ernte des Obstes auf Leitern 

(KG-act. 7, S. 7 Ziff. 24).

Die Parteien substanziieren nicht, wo im vorinstanzlichen Verfahren sie entspre-

chende Vorbringen geäussert haben sollen. Im angefochtenen Urteil ist die 

Rede davon, der Beklagte habe geltend gemacht, dass in den Jahren 2015 bis 

Kantonsgericht Schwyz 16

2019 ein neuer Stall samt Melk- und Mistroboter sowie Futterschieber und 

Mischwagen erstellt worden sei (angef. Urteil, E. 2b S. 12), weshalb davon aus-

zugehen ist. Indessen ist unbestritten, dass sich auf dem streitgegenständlichen 

landwirtschaftlichen Gewerbe mehrere hundert Hochstamm-Feldobstbäume 

befinden, die ein hohes Mass an Handarbeit und körperlicher Fitness erfordern, 

weil sie geschnitten werden und deren Obst mit Hilfe von Leitern geerntet wer-

den müssen. Es ist anzunehmen, dass der Beklagte auch heute nicht (mehr) in 

der Lage ist, diese Schneid- und Erntearbeiten zu erledigen, ansonsten er nicht 

seit dem 1. April 2014 bis zum Erreichen des AHV-Alters eine volle IV-Rente 

erhalten hätte. Somit ist davon auszugehen, dass der Kläger geeigneter er-

scheint als der Beklagte, sämtliche auf dem streitgegenständlichen Gewerbe 

anfallenden Arbeiten erfolgreich selbst zu bewirtschaften.

ee) Die Vorinstanz hielt dafür, für den Kläger spreche, dass er wesentlich jün-

ger sei als der Beklagte und das landwirtschaftliche Gewerbe viel länger betrei-

ben könne als der Beklagte und letztlich an seine Nachkommen übergeben 

könne. Im Gegensatz dazu sei nicht bekannt, ob G.________ (Bruder des Klä-

gers) über Nachkommen verfüge und den Betrieb dereinst an sie übergeben 

könne. Es sei aber gerade Sinn und Zweck des bäuerlichen Bodenrechts, Fa-

milienbetriebe langfristig zu erhalten (angef. Urteil, E. 6b S. 28).

aaa) Der Beklagte bringt vor, sein Sohn G.________ habe drei Söhne, was von 

den Parteien nie bestritten worden sei (KG-act. 1, S. 14 Ziff. 24). Davon ist aus-

zugehen, weil der Kläger diese Behauptung nicht in Abrede stellt (vgl. KG-

act. 7, S. 7-9 Ziff. 24-28) und deshalb dem Beklagten nicht zum Nachteil ge-

reicht, nicht darauf hinzuweisen, dass und wo er im vorinstanzlichen Verfahren 

geltend machte, G.________ habe drei Söhne.

Kantonsgericht Schwyz 17

bbb) Zwar verfügt G.________ unbestrittenermassen über eine abgeschlos-

sene Lehre als Landmaschinenmechaniker und arbeitete in den letzten 20 Jah-

ren auf dem elterlichen Hof mit. Indessen verfügt er über keine landwirtschaftli-

che Ausbildung. Unbestritten ist, dass dessen Ehefrau die Bäuerinnen-Schule 

absolvierte. Der Beklagte bringt vor, die Ehefrau von G.________ erfülle somit 

die Anforderungen an die Selbstbewirtschaftung nach Art. 4 DZV, was die Par-

teien nie bestritten hätten und als notorisch gelte (KG-act. 1, S. 14 Ziff. 24). Der 

Kläger habe anlässlich der Befragung nicht bestritten, dass die Ehefrau von 

G.________ die Bäuerinnen-Schule abgeschlossen habe (KG-act. 9, S. 5 

Ziff. 15). Der Kläger wendet ein, es stehe nicht fest, ob die Ehefrau von 

G.________ die Ausbildung zur Bäuerin mit Fachausweis gemäss Art. 43 BBG 

(Bundesgesetz über die Berufsbildung [Berufsbildungsgesetz] vom 13. Dezem-

ber 2002; SR 412.10) erfolgreich abgeschlossen habe. Nach Art. 4 DZV be-

rechtige nur ein solcher Abschluss zum Bezug von Direktzahlungen, was aber 

nicht bedeute, dass die ungleich höheren Anforderungen an die Eignung zur 

Selbstbewirtschaftung nach BGBB ebenfalls erfüllt seien. Jede Person könne 

die Bäuerinnen-Schule absolvieren, ohne auch nur einen einzigen Tag auf ei-

nem Bauernhof gearbeitet oder auch nur einen Bezug zur Landwirtschaft zu 

haben (KG-act. 7, S. 8 Ziff. 25). Die Ehefrau von G.________ verfüge über 

keine Ausbildung als Landwirtin gemäss Art. 37 oder Art. 38 BBG, die unab-

dingbar sei, um das streitgegenständliche Gewerbe erfolgreich zu bewirtschaf-

ten (KG-act. 7, S. 8 Ziff. 26).

In den Anforderungen an die Ausbildung von Bewirtschafterinnen für den Bezug 

von Direktzahlungen wird die berufliche Grundbildung als Bäuerin mit Fachaus-

weis nach Art. 42 BBG der Grundbildung als Landwirt/in mit Eidgenössischem 

Berufsattest (Art. 37 BBG) oder Fähigkeitszeugnis (Art. 38 BBG) gleichgestellt 

(Hofer, a.a.O., Art. 9 N 35). 

Kantonsgericht Schwyz 18

Der Beklagte legt nicht dar, wo er im vorinstanzlichen Verfahren Ausführungen 

zur Ausbildung der Ehefrau von G.________ gemacht und behauptet haben 

soll, sie habe die Ausbildung zur Bäuerin mit Fachausweis gemäss Art. 43 BBG 

abgeschlossen. Er bringt lediglich vor, der Kläger habe anlässlich der Befra-

gung nicht bestritten, dass die Frau von G.________ die Bäuerinnenschule ab-

geschlossen habe, ohne das entsprechende vorinstanzliche Dokument zu be-

zeichnen (KG-act. 9, S. 5 Ziff. 15). Das zweitinstanzliche Verfahren zeichnet 

sich dadurch aus, dass bereits eine richterliche Beurteilung des Streits vorliegt. 

Wer den vorinstanzlichen Entscheid mit Berufung anficht, hat anhand der erst-

instanzlich festgestellten Tatsachen oder der daraus gezogenen rechtlichen 

Schlüsse aufzuzeigen, inwiefern sich die Überlegungen der ersten Instanz nicht 

aufrechterhalten lassen (BGE 147 III 176 E. 4.2.1 und BGer 5A_580/2021 vom 

21. April 2022 E. 3.3). Der Rechtsmittelkläger muss die von ihm kritisierten Pas-

sagen des Entscheids wie auch die Dossierunterlagen, auf die er seine Kritik 

stützt, genau bezeichnen (BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Wenn der Vorinstanz vor-

geworfen wird, Tatsachen übersehen zu haben, muss in der Berufung zufolge 

der Novenschranke (Art. 317 ZPO) explizit darauf hingewiesen werden, dass 

diese erstinstanzlich bereits vorgebracht wurden oder in den Akten enthalten 

waren (Hungerbühler/Bucher, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Kom-

mentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. A. 2016, Art. 311 ZPO N 37 

m.H.; implizit Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler 

[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band II, 4. A. 

2025, Art. 317 ZPO N 32). Die Berufung genügt hinsichtlich der behaupteten 

Ausbildung der Ehefrau von G.________ diesen Begründungsanforderungen 

nicht, weshalb diesbezüglich auf die Berufung nicht einzutreten ist (BGer, Urteil 

5A_452/2022 vom 11. April 2023 E. 4.2.1) und somit nicht davon ausgegangen 

werden kann, die Ehefrau von G.________ habe die Ausbildung zur Bäuerin 

mit Fachausweis gemäss Art. 43 BBG abgeschlossen. Gestützt auf die Zugabe 

des Klägers kann lediglich angenommen werden, die Ehefrau von G.________ 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=pus&query_words=311+zpo+nicht+einzutreten+beschr%E4nkte+untersuchungsmaxime+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-176%3Ade&number_of_ranks=0#page176

Kantonsgericht Schwyz 19

habe die Bäuerinnen-Schule absolviert. Der eigentliche Fachausweis, der zum 

Bezug von Direktzahlungen berechtigt, wird aber erst nach dem erfolgreichen 

Bestehen der eidgenössischen Berufsprüfung verliehen (vgl. vorangehender 

Absatz). Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass G.________ 

bzw. seine Ehefrau Direktzahlungen, die sich auf mindestens Fr. 100’00.00 pro 

Jahr belaufen (angef. Urteil, S. 29; KG-act. 1, S. 15 Ziff. 26; KG-act. 7, S. 10 

Ziff. 31), werden beziehen können.

ff) Die Vorinstanz führte aus, der Beklagte, der von sich selbst behaupte, er 

lebe im Gegensatz zum Kläger in sehr guten finanziellen Verhältnissen, sei we-

der finanziell noch beruflich noch sonst irgendwie auf die streitgegenständlichen 

Grundstücke angewiesen. Vielmehr befänden sich andere Leute in seinem Alter 

und Gesundheitszustand längst im wohlverdienten Ruhestand. Zu berücksich-

tigen sei auch, dass der Beklagte im Gegensatz zum Kläger bei der Bewirt-

schaftung des streitgegenständlichen landwirtschaftlichen Gewerbes für fast 

alle Tätigkeiten dauerhaft auf fremde Hilfe oder Familienangehörige angewie-

sen wäre (angef. Urteil, E. 6b S. 29). Davon ist auszugehen, weil sich der Be-

klagte dazu nicht äussert (vgl. KG-act. 1).

gg) Die Vorinstanz hielt weiter fest, gestützt auf den im Recht liegenden Be-

triebsvoranschlag der R.________, der bei Einnahmen von ca. Fr. 300’000.00 

(inkl. Direktzahlungen) von einem Jahresgewinn von Fr. 56’425.00 und einer Ei-

genkapitalbildung von Fr. 6’425.00 ausgehe, könne dem Kläger die Tragbarkeit 

nicht per se abgesprochen werden. Insbesondere auch deshalb nicht, weil 

beide Parteien von weit höheren Einnahmen ausgegangen seien. So habe der 

Beklagte ausgesagt, dass das streitgegenständliche landwirtschaftliche Ge-

werbe mangels Investitionsbedarf problemlos auch ohne Direktzahlungen be-

trieben werden könne; er schätze die Einnahmen ohne Direktzahlungen auf 

ca. Fr. 300’000.00. Der Kläger schätze die Einnahmen ohne Direktzahlungen 

Kantonsgericht Schwyz 20

sogar auf ca. Fr. 350’000.00 bis Fr. 550’000.00. Die Direktzahlungen betrügen 

effektiv ca. Fr. 100’000.00, welcher Betrag zu den Schätzungen der Parteien zu 

addieren sei. Somit müsse vorliegend von einem Einkommen des Klägers in 

Höhe von mindestens Fr. 400’000.00 und einer Eigenkapitalbildung von min-

destens Fr. 100’000.00 pro Jahr ausgegangen werden. Das streitgegenständli-

che landwirtschaftliche Gewerbe scheine deshalb in finanzieller Hinsicht ein 

Selbstläufer zu sein, das praktisch von jedem beruflich und persönlich geeigne-

ten Übernehmer ohne Weiteres erfolgreich geführt werden könne. Der Kläger 

sollte das notwendige Eigenkapital also problemlos erwirtschaften können. Die 

Tragbarkeit der Betriebsübernahme sei somit grundsätzlich gegeben (angef. 

Urteil, E. 6b S. 29). 

aaa) Der Beklagte stellt diese vorinstanzlichen Erwägungen nicht (substanzi-

iert) in Abrede (vgl. KG-act. 7, S. 13-15 Ziff. 37-40 und S. 17 Ziff. 43; KG-act. 9, 

S. 7-9 Ziff. 21 f. und 25), weshalb davon auszugehen ist, dass die Betriebsüber-

nahme für den Kläger grundsätzlich tragbar ist. Der Beklagte bringt nur ergän-

zend vor, den Einnahmen von Fr. 400’000.00 stünden auch Ausgaben gegenü-

ber. Er habe immer ausgeführt, dass die Ehefrau des Klägers einen maximalen 

Privatverbrauch tätige, weshalb kein Einkommen mehr verbleiben dürfte (KG-

act. 1, S. 15 Ziff. 26). Der Kläger bestreitet dies und wendet ein, der Beklagte 

habe es unterlassen, konkret darzulegen, inwiefern er sein Geld verschwenden 

solle (KG-act. 7, S. 9 Ziff. 29).

bbb) Der Beklagte verweist bei seinem Vorbringen in der Berufungseingabe 

auf seine Klageantwort (Ziff. 17.6, 32 und 38.2) und Duplik (Ziff. 10.1). Aus die-

sen geht aber nicht hervor, dass er behauptet haben soll, wegen des maximalen 

Privatverbrauchs der Ehefrau des Klägers dürfte kein Einkommen mehr verblei-

ben. Für das Vorbringen des Beklagten, es sei zu befürchten, dass der Kläger 

wegen seines Umfelds das Gewerbe verlieren könnte und im schlimmsten Fall 

Kantonsgericht Schwyz 21

die Zwangsversteigerung drohe (KG-act. 1, S. 16 Ziff. 27), verweist der Be-

klagte nicht einmal auf die vorinstanzliche Rechtsschrift, in der er entspre-

chende Vorbringen geäussert haben soll. Weitere Ausführungen zum fehlenden 

klägerischen Vermögen erübrigen sich somit an dieser Stelle.

hh) Die Vorinstanz führte aus, die Vermögensverhältnisse der Parteien hätten 

keinen Einfluss auf die Eignung, solange beide in der Lage seien, den (vom 

Gutachter errechneten) Ertragswert finanzieren zu können (angef. Urteil, E. 6b 

S. 28). Beim Kläger sei von einem wesentlich höheren Einkommen auszuge-

hen, als es der von ihm eingereichte Betriebsvoranschlag ausweise, weshalb 

(basierend auf besagtem Betriebsvoranschlag) von einer Eigenkapitalbildung 

von mindestens Fr. 100’000.00 pro Jahr auszugehen sei. Da der Kläger das 

streitgegenständliche Gewerbe bereits seit dem 1. Januar 2020 allein bewirt-

schafte, sei es ihm durchaus möglich gewesen, einen erheblichen Betrag anzu-

sparen. Hinzu komme noch der ausserordentliche Ertrag aus dem Verkauf sei-

nes Miteigentumsanteils an der Liegenschaft Nr. pp vom 9. Juni 2017 an 

G.________ zum Preis von Fr. 750’000.00. Dem Kläger sei deshalb ein Eigen-

kapital von mindestens Fr. 1’000’000.00 anzurechnen. Wie viel es genau sei, 

könne jedoch nicht festgestellt werden, weil der Kläger seine Vermögensver-

hältnisse nicht offengelegt habe. Aber selbst der Beklagte habe diesbezüglich 

ausgesagt, dass der Kläger über Bargeld im Umfang von Fr. 1’000’000.00 ver-

fügen müsste, wenn dieser zum Geld geschaut hätte. Des Weiteren habe der 

Kläger in der Replik ausgeführt, dass er die Hypothekarschuld (von aktuell 

Fr. 1’017’500.00) auf dem streitgegenständlichen landwirtschaftlichen Gewerbe 

ohne Weiteres bis auf Fr. 1’590’000.00 erhöhen könne. Die maximal mögliche 

Belastung betrage sogar Fr. 1’666’058.00. Dem Kläger stünden somit mut-

masslich ca. 1.5 Mio. Franken zur Finanzierung der Übernahme des streitge-

genständlichen landwirtschaftlichen Gewerbes zur Verfügung. Nach Ansicht 

des Gerichts sei es dem Kläger also problemlos möglich, die Übernahme des 

Kantonsgericht Schwyz 22

streitgegenständlichen landwirtschaftlichen Gewerbes zu einem erhöhten An-

rechnungspreis bzw. Ertragswert von anteilsmässig Fr. 275’469.50 zu finanzie-

ren. Damit verblieben dem Kläger auch genügend finanzielle Mittel zur Verfü-

gung, um das Inventar und eine Entschädigung für die Nutzung des Miteigen-

tumsanteils etc. zu bezahlen bzw. die Liquidation der Generationengemein-

schaft zu bestreiten sowie zukünftige Investitionen zu tätigen. Vorliegend sei 

allerdings gänzlich unbekannt, wie viel Geld der Kläger für das Inventar etc. 

aufbringen müsste. Immerhin habe der Beklagte dem Kläger in Bezug auf das 

lebende Inventar am 1. Juni 2020 Rechnung in Höhe von Fr. 63’589.00 gestellt. 

Auch sei nicht einzusehen, weshalb der Kläger ausgerechnet bereits im Jahr 

2024 ein Wohnhaus sanieren wolle, wenn nicht einmal definitiv klar sei, welche 

finanzielle Verpflichtungen ihn aus der Übernahme des streitgegenständlichen 

landwirtschaftlichen Gewerbes erwarten und (gemäss Gutachten) eine Sanie-

rung zum heutigen Zeitpunkt noch nicht notwendig erscheine (angef. Urteil, 

E. 6f S. 32 f.).

aaa) Der Beklagte bringt mit Verweis auf die vorinstanzlichen Akten vor, er 

habe in der Klageantwort und der Duplik geltend gemacht, dass der Kläger wirt-

schaftlich nicht in der Lage sei, die Selbstbewirtschaftung zu übernehmen. Ob-

wohl der Beklagte behauptet habe, dass dem Kläger zur Übernahme der Selbst-

bewirtschaftung jegliche Mittel fehlen würden, habe Letzterer diesbezüglich nie 

irgendwelche Dokumente eingereicht. Selbst die Vorinstanz habe die fehlende 

Offenlegung der klägerischen Vermögenssituation festgestellt und darum nicht 

prüfen können, ob der Kläger über Vermögen verfüge und gegebenenfalls, wie 

hoch dieses sei. Indessen habe die Vorinstanz diesen Umstand falsch gewür-

digt. Sie hätte aus der fehlenden Offenlegung der finanziellen Verhältnisse des 

beweispflichtigen Klägers schliessen müssen, dass dieser in wirtschaftlicher 

Hinsicht nicht geeignet sei, das Gewerbe zu Alleineigentum zu übernehmen 

(KG-act. 1, S. 13-17 Ziff. 24 f. und 29).

Kantonsgericht Schwyz 23

Der Kläger entgegnet, die Vorbringen seien unzutreffend, unsubstanziiert und 

unbelegt (KG-act. 7, S. 7 Ziff. 24). Zudem verfüge er über genügende Eigenmit-

tel, wobei solche für die Zuweisung nicht zwingend vorausgesetzt würden (KG-

act. 7, S. 11 Ziff. 33). Der Erwerber müsse lediglich die Übernahme derart fi-

nanzieren können, dass die Verschuldung tragbar bleibe, wofür zwar ein be-

stimmtes Mass an Eigenmitteln erforderlich sei, das bei der Übernahme zum 

Ertragswert aber auch bescheiden sein könne. Gemäss den vorinstanzlichen 

Erwägungen sei das streitgegenständliche Gewerbe in finanzieller Hinsicht ein 

Selbstläufer und könne praktisch von jedem geeigneten Übernehmer ohne Wei-

teres erfolgreich geführt werden. Daher würden dem Kläger bei der Betriebs-

übernahme keinerlei Schwierigkeiten begegnen und es wäre gar kein Eigenka-

pital erforderlich. Im Weiteren legt der Kläger dar, weshalb er über ausreichend 

Eigenkapital verfüge (KG-act. 7, S. 12 f. Ziff. 34 f.).

bbb) Der Beklagte begründete im vorinstanzlichen Verfahren mit Klageantwort 

vom 23. April 2021 die fehlende Geeignetheit des Klägers zur Übernahme des 

streitgegenständlichen Gewerbes damit, es würden jegliche Anhaltspunkte zur 

wirtschaftlichen Situation des Klägers fehlen. Er schloss daraus, dieser sei of-

fenbar wirtschaftlich nicht in der Lage, das Gewerbe wie auch das tote und le-

bendige Inventar zu übernehmen und dem Beklagten die ihm zustehenden An-

sprüche zu bezahlen (Vi-act. A/II, S. 14 Ziff. 17.6 und S. 22 Ziff. 32). Der Kläger 

bringe weder ein Betriebskonzept noch eine anderweitige Finanzierungsbe-

scheinigung vor. Ebenso wenig zeige der Kläger auf, wie er die auf dem Mitei-

gentumsanteil des Beklagten lastende Hypothekarschuld übernehmen und den 

Beklagten aus der Solidarschuld entlasten solle. Der Kläger sei nicht einmal in 

der Lage, für die von ihm vorgenommene Bewirtschaftung sowie die Inan-

spruchnahme des Inventars eine Entschädigung zu leisten (Vi-act. A/II, S. 28 

Ziff. 38.2). In der Duplik vom 9. März 2022 führte der Beklagte dagegen aus, 

der Kläger sei darauf zu behaften, dass er über ausreichend finanzielle Mittel 

Kantonsgericht Schwyz 24

verfüge. Aus dem Umstand, dass der Kläger weder in der Klage noch in der 

Replik seine Vermögensverhältnisse dargelegt habe, sei zu schliessen, er 

wisse genaustens darüber Bescheid, dass er in der Lage wäre, die horrenden 

Investitionen gemäss Ziffer 43 hiervor und Ziffer 35.2 der Klageantwort (mehr 

als Fr. 1’470’000.00) zu bezahlen. Andernfalls hätte er substanziiert dargelegt, 

dass die Übernahme samt Erhöhung des Anrechnungswerts zu einer Über-

schuldung führen würde. Aufgrund der vorliegenden hervorragenden Aus-

gangslage müsse der Kläger gemäss seinen eigenen Ausführungen im Fall der 

Übernahme des Miteigentumsanteils des Beklagten ohne Weiteres in der Lage 

sein, den vollständigen Anrechnungswert inkl. Aufrechnungen zu bezahlen (Vi-

act. A/V, S. 30 Ziff. 53). Aufgrund dieser Ausführungen des Beklagten in der 

Duplik im vorinstanzlichen Verfahren erweist sich sein Einwand im Berufungs-

verfahren, der Kläger sei wirtschaftlich nicht in der Lage, die Selbstbewirtschaf-

tung zu übernehmen, als unglaubhaft. Aus der fehlenden Offenlegung der fi-

nanziellen Verhältnisse seitens des Klägers kann somit nicht geschlossen wer-

den, dieser sei in wirtschaftlicher Hinsicht nicht geeignet, das Gewerbe zu Allei-

neigentum zu übernehmen. Vielmehr durfte die Vorinstanz ohne Einreichung 

weiterer Dokumente zum Vermögen des Klägers zum Schluss gelangen, dass 

der Kläger zur Übernahme der Selbstbewirtschaftung über ausreichende Mittel 

verfügt. Deren Feststellung, wonach der Kläger seine Vermögensverhältnisse 

nicht offengelegt habe, erfolgte denn auch nicht bei der Frage, ob der Kläger 

zur Finanzierung der Betriebsübernahme über ausreichende Mittel verfüge, 

sondern bei der Prüfung einer allfälligen Erhöhung des Anrechnungs- bzw. Er-

tragswerts (angef. Urteil, E. 6e und 6f S. 32; vgl. dazu auch KG-act. 7, S. 10 

Ziff. 30). Darüber hinaus wurde bereits darauf hingewiesen, dass die finanzielle 

Lage eines Übernehmers nicht per se ein Eignungskriterium darstellt, sondern 

lediglich bei finanziellen Schwierigkeiten höhere Anforderungen an den Über-

nehmer gestellt werden können und bei Grenzfällen allenfalls mittels eines Be-

triebsvoranschlags zu prüfen ist, ob die Übernahme tragbar bzw. nach der Be-

Kantonsgericht Schwyz 25

triebsübernahme eine Eigenkapitalbildung immer noch möglich ist (vgl. E. 2c/aa 

oben mit Hinweis auf Hofer, a.a.O., Art. 9 BGBB N 41 f.). Von einem Grenzfall 

kann vorliegend nicht ausgegangen werden. Die Vorinstanz legte dar, weshalb 

gestützt auf den im Recht liegenden Betriebsvoranschlag der R.________ dem 

Kläger die Tragbarkeit nicht per se abgesprochen werden kann bzw.  das streit-

gegenständlich Gewerbe in finanzieller Hinsicht ein Selbstläufer darstellt, das 

praktisch von jedem geeigneten Übernehmer erfolgreich geführt werden kann 

(vgl. E. 2c/gg oben). Der Beklagte stellt diese Erwägungen der Vorinstanz nicht 

(substanziiert) in Abrede. Daher ist der Kläger wirtschaftlich in der Lage, das 

Gewerbe zur Selbstbewirtschaftung zu übernehmen, unabhängig davon, ob der 

Kläger mit dem Schreiben von der J.________ AG (Bank I) am 29. Mai 2024 

gehört werden kann, worin diese bestätigte, der Kläger könne die vollständige 

Übernahme der Miteigentumsanteile der Liegenschaft K.________ zu Alleinei-

gentum finanzieren (vgl. dazu KG-act. 7, S. 13 Ziff. 36 und KG-act. 9, S. 7 

Ziff. 21).

ii) Zusammenfassend ergibt sich Folgendes: Der Kläger bewirtschaftete das 

streitgegenständliche landwirtschaftliche Gewerbe seit dem 1. Januar 2020 

selbständig, was der Beklagte zumindest duldete. Die Parteien sind sich stets 

darüber einig gewesen, dass der Kläger dereinst den Betrieb übernehmen soll. 

Die Übertragung des landwirtschaftlichen Gewerbes scheiterte letztlich einzig 

daran, dass sich die Parteien über den Übernahmepreis nicht einig wurden 

(vgl. E. 2c/cc oben). Der Kläger erscheint geeigneter als der Beklagte, sämtli-

che auf dem streitgegenständlichen Gewerbe anfallenden Arbeiten erfolgreich 

selbst zu bewirtschaften (vgl. E. 2c/dd oben). Der Kläger ist wesentlich jünger 

als der Beklagte und kann das landwirtschaftliche Gewerbe viel länger betrei-

ben als der Beklagte. Der Kläger wie auch G.________ (Bruder des Klägers) 

haben Nachkommen und könnten den Betrieb dereinst an sie übergeben. 

G.________ verfügt über eine abgeschlossene Lehre als Landmaschinenme-

Kantonsgericht Schwyz 26

chaniker, aber nicht über eine landwirtschaftliche Ausbildung. Dessen Ehefrau 

absolvierte die Bäuerinnen-Schule, schloss aber nicht nachweislich die Ausbil-

dung zur Bäuerin mit Fachausweis gemäss Art. 43 BBG ab, weshalb nicht da-

von ausgegangen werden kann, sie und ihr Ehemann würden Direktzahlungen, 

die sich auf mindestens Fr. 100’000.00 pro Jahr belaufen, beziehen können 

(vgl. E. 2c/ee oben). Der Beklagte ist weder finanziell noch beruflich noch sonst 

irgendwie auf das streitgegenständliche Gewerbe angewiesen (vgl. E. 2c/ff 

oben). Für den Kläger ist die Betriebsübernahme des streitgegenständlichen 

landwirtschaftlichen Gewerbes in finanzieller Hinsicht tragbar (vgl. E. 2c/gg 

oben). Der Kläger ist wirtschaftlich in der Lage, das landwirtschaftliche Gewerbe 

zu übernehmen, wobei die finanzielle Lage eines Übernehmers nicht per se ein 

Eignungskriterium darstellt, sondern lediglich bei finanziellen Schwierigkeiten 

höhere Anforderungen an den Übernehmer gestellt werden können, was vorlie-

gend nicht zutrifft, weil das landwirtschaftliche Gewerbe in finanzieller Hinsicht 

ein Selbstläufer darstellt (vgl. E. 2c/hh oben). Aufgrund dieser Umstände ge-

langt das Kantonsgericht zum Schluss, dass der Kläger besser zur dauerhaften 

Fortführung des streitgegenständlichen landwirtschaftlichen Gewerbes geeig-

net ist als der Beklagte, weshalb dieses dem Kläger zu Alleineigentum zuzu-

weisen ist. Insoweit ist die Berufung in Bestätigung von Dispositiv-Ziffer 1b des 

angefochtenen Urteils abzuweisen.

3. a) Die Vorinstanz ging hinsichtlich des vom Kläger dem Beklagten zu be-

zahlenden Übernahmepreises von einem Ertragswert von Fr. 1’399’043.00 aus, 

zog davon Grundpfandschulden von Fr. 1’017’500.00 ab und errechnete daraus 

einen anteilmässigen Anrechnungswert von Fr. 190’771.00 (angef. Urteil, E. 6c 

und 6d S. 30 f.). Dieser Betrag bildet auch Ausgangspunkt der beklagtischen 

Berechnung (vgl. KG-act. 1, S. 21 Ziff. 35) und wird ebenso wenig vom Kläger 

in Abrede gestellt.

Kantonsgericht Schwyz 27

b) Unbestritten ist, dass vor der Übernahme des streitgegenständlichen Ge-

werbes durch den Kläger erhebliche Investitionen getätigt wurden, weshalb der 

Ertragswert grundsätzlich zu erhöhen ist. Die Vorinstanz stellte dabei auf den 

vom Sachverständigen I.________ in seinem Gutachten vom 30. Januar 2023 

errechneten Wert von Fr. 169’396.00 ab (vgl. Vi-act. GA 57, S. 37 und Anhänge 

zu Vi-act. GA 57, Anhang 4 Berechnung maximale Erhöhung Übernahmepreis, 

S. 1), da nicht zu beanstanden sei, dass er für seine Berechnung von Abschrei-

bungen im Umfang von 10 % ab dem massgeblichen Stichtag ausgegangen 

sei. Der Gutachter habe den vom Beklagten geltend gemachten erhöhten An-

kaufspreis von Fr. 2’100’000.00 für den Erwerb der Liegenschaft L.________ 

zutreffend nicht berücksichtigt, weil der Kauf im Januar 2010 erfolgt sei und so-

mit über zehn Jahre zurückliege. Es sei kein Grund ersichtlich, der rechtfertigen 

würde, den besagten Kauf ausnahmsweise einzubeziehen, zumal nachträglich 

ein Grundstück abparzelliert worden sei und der öffentlich beurkundete Kauf-

vertrag über den Erwerb des landwirtschaftlichen Gewerbes lediglich einen 

Kaufpreis von Fr. 1’350’000.00 ausweise. Daher bleibe es dabei, dass der Er-

tragswert gemäss Schätzung des Sachverständigen um maximal 

Fr. 169’396.00 und somit anteilsmässig um Fr. 84’698.00 erhöht werden könne 

(angef. Urteil, E. 6e S. 31 f.). Dem Kläger sei es problemlos möglich, diesen er-

höhten Anrechnungspreis bzw. Ertragswert von Fr. 275’469.50 zu finanzieren 

(angef. Urteil, E. 6e S. 31-33).

aa) Der Kläger wendet ein, die Vorinstanz hätte den Übernahmewert (von 

Fr. 190’771.00) gar nicht erhöhen dürfen und falls eine Erhöhung hätte erfolgen 

dürfen, hätte diese höchstens Fr. 66’039.00 betragen (KG-act. 7, S. 18 f. 

Ziff. 44-46). Darauf ist nicht weiter einzugehen, weil der Kläger weder Berufung 

gegen das vorinstanzliche Urteil noch in der Berufungsantwort Anschlussberu-

fung erhob und das angefochtene Urteil somit nicht zuungunsten des Beklagten 

abgeändert werden kann.

Kantonsgericht Schwyz 28

bb) Der Beklagte bringt vor, der massgebende effektive Kaufpreis habe nicht 

Fr. 1’350’000.00, sondern Fr. 2’100’000.00 betragen, weil er mit dem Verkäufer 

M.________ in dieser Höhe am 29. Dezember 2009 einen Darlehensvertrag ab-

geschlossen habe und die Parteien im Rahmen des Kaufvertrags auf eine 

Rückzahlung verzichtet hätten. Habe der Verkaufspreis im Jahr 2010 effektiv 

Fr. 2’100’000.00 betragen und sei der hälftige Miteigentumsanteil für 

Fr. 750’000.00 an G.________ verkauft worden, sei der Betrag von 

Fr. 1’350’000.00 aufzurechnen, wobei eine Abschreibung auf 20 Jahre geboten 

sei. Weil die Vorinstanz für den Erwerb des Gewerbes "N.________" auf eine 

zehnjährige Abschreibungsdauer abgestellt habe, habe sie Art. 52 i.V.m. Art. 18 

BGBB verletzt. Bei einer Abschreibung auf 20 Jahre hätte eine Aufrechnung 

von Fr. 675’000.00 vorgenommen werden müssen, woraus ein hälftiger Mitei-

gentumsanteil von Fr. 337.500 resultiere, der zusätzlich aufzurechnen sei, so-

dass sich ein Betrag von total Fr. 612’969.50 (Fr. 275’469.50 + Fr. 337’500.00) 

ergebe (KG-act. 1, S. 18 f. Ziff. 31-33). Der Kläger bestreitet das Vorbringen 

des Beklagten (vgl. KG-act. 7, S. 18-22 Ziff. 44-50).

aaa) Bei der Auflösung von Mit- oder Gesamteigentum kann der für ein land-

wirtschaftliches Gewerbe geltende Ertragswert angemessen erhöht werden, 

wenn besondere Umstände es rechtfertigen. Als besondere Umstände gelten 

namentlich der höhere Ankaufswert des Gewerbes und alle erheblichen Inves-

titionen, die in den letzten zehn Jahren vor der Veräusserung getätigt wurden 

(Art. 37 Abs. 1 lit. a BGBB i.V.m. Art. 52 BGBB). Bei den getätigten Investitio-

nen sind Abschreibungen in der Höhe von 10 % pro Jahr zu berücksichtigen 

(BGer 5C.39/2005 vom 4. August 2005 E. 6.1, nicht publiziert in BGE 132 III 18; 

Studer, a.a.O., Art. 18 BGBB N 19). Im Gegensatz zu den Investitionen ist der 

höhere Ankaufswert des Gewerbes an keine gesetzliche Frist gebunden. Den 

Materialien lassen sich keine Hinweise entnehmen, dass diese Differenzierung 

bewusst in das Gesetz aufgenommen wurde. Sie lässt sich denn auch nur 

Kantonsgericht Schwyz 29

schlecht begründen. Ob der Erblasser ein ganzes landwirtschaftliches Gewerbe 

kaufte oder ob er auf eigenem Land eine Neusiedlung für zwei Millionen Fran-

ken errichtet, macht für die Miterben im Ergebnis sowie von der Sache her kei-

nen Unterschied. Daher ist die Auffassung vertretbar, dass trotz des klaren 

Wortlauts der höhere Ankaufswert des Gewerbes nur in Ausnahmefällen 

berücksichtigt werden darf, wenn der Erwerb mehr als zehn Jahre vor dem Tod 

des Erblassers getätigt wurde (Studer, a.a.O., Art. 18 BGBB N 28; Büsser/Hotz, 

in: Das bäuerliche Bodenrecht, 2. A. 2011, Art. 52 BGBB N 4; Beeler, Bäuerli-

ches Erbrecht, Diss. Zürich, 1998, S. 251). Der Hinweis des Beklagten auf künf-

tige Rechtsänderungen für eine längere Abschreibungsdauer vermag daran 

nichts zu ändern. Demzufolge ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf 

das Gutachten des Sachverständigen I.________ vom 30. Januar 2023 ab-

stellte und den höheren Anrechnungswert nicht auf 20, sondern lediglich auf 

zehn Jahre abschrieb.

bbb) Der Sachverständige I.________ nahm für die Auflösung des Miteigen-

tums das Jahr 2023 an bzw. nahm für dieses Jahr eine Bewertung der Grund-

stücke, Gebäude und festen Einrichtungen vor (Anhänge zu Vi-act. GA 57, An-

hang 4 Berechnung maximale Erhöhung Übernahmepreis, S. 1), was der Be-

klagte nicht (substanziiert) bestreitet. Der Kauf des L.________ erfolgte gemäss 

Vorinstanz im Jahr 2010, was zum einen der Beklagte nicht in Abrede stellt und 

zum anderen aktenkundig ist (vgl. Vi-BB 17). Zufolge der Zehnjahresfrist war im 

Jahr 2023 der Kaufwert für das landwirtschaftliche Gewerbe L.________ längs-

tens auf null Franken abgeschrieben. Es ist deshalb unerheblich, ob auf den im 

Kaufvertrag aufgeführten Kaufpreis von Fr. 1’350’000.00 (Vi-BB 17, S. 11) oder 

auf den vom Beklagten behaupteten „tatsächlichen“ Kaufpreis von 

Fr. 2’100’000.00 abgestellt wird. So oder anders kann für die Erhöhung kein 

Restwert berücksichtigt werden (vgl. dazu auch Anhänge zu Vi-act. GA 57, An-

hang 4 Berechnung maximale Erhöhung Übernahmepreis, S. 1). Im Übrigen 

Kantonsgericht Schwyz 30

rügt der Beklagte die vorinstanzliche Auffassung nicht, wonach kein Grund er-

sichtlich sei, der es rechtfertigen würde, den besagten Kauf ausnahmsweise zu 

berücksichtigen und setzt sich mit der weiteren Begründung der Vorinstanz 

nicht auseinander (angef. Urteil, E. 6e S. 31 unten und S. 31 f.), weshalb darauf 

verwiesen werden kann (vgl. BGer 5A_369/2016 vom 27. Januar 2017 E. 3.1; 

§ 45 Abs. 5 JG). Somit kann im Zusammenhang mit dem Kauf des landwirt-

schaftlichen Gewerbes L.________ keine Aufrechnung erfolgen. Hinsichtlich al-

ler anderen Grundstücke, Gebäude und festen Einrichtungen (Anhänge zu Vi-

act. GA 57, Anhang 4 Berechnung maximale Erhöhung Übernahmepreis, S. 1) 

stellt der Beklagte die Bewertung des Sachverständigen nicht in Abrede (vgl. 

KG-act. 1, S. 18-21), weshalb sich diesbezüglich weitere Erörterungen erübri-

gen.

cc) Der Beklagte bringt mit Verweis auf die Ziffern 19 und 48 der Duplik sowie 

Vi-BB 27 vor, er habe im vorinstanzlichen Verfahren wiederholt geltend ge-

macht und belegt, er habe das landwirtschaftliche Gewerbe N.________ nur 

mittels Belehnung seiner weiteren Liegenschaften mit Hypotheken in der Höhe 

von Fr. 380’000.00 erwerben können. Die Vorinstanz habe sein Vorbringen 

nicht geprüft und somit die Begründungspflicht verletzt. Die Hälfte der 

Fr. 380’000.00 resp. Fr. 190’000.00 sei aufzurechnen (KG-act. 1, S. 20 

Ziff. 33). Der Kläger entgegnet, der Beklagte habe den Bestand der behaupte-

ten Hypothek nicht ausreichend bewiesen. Ebenso wenig sei bekannt, ob diese 

Hypothek heute noch bestehe und bejahendenfalls, ob der Beklagte Schuldner 

sei (KG-act. 7, S. 22 Ziff. 51).

Der Beklagte führte in der Duplik vom 9. März 2022 aus, er habe im Zusam-

menhang mit dem Erwerb der Liegenschaft N.________ seine Liegenschaften 

O.________, P.________ und Q.________ mit zusätzlichen Hypotheken von 

insgesamt Fr. 380’000.00 belastet, die der Kläger auch zu übernehmen habe 

Kantonsgericht Schwyz 31

(Vi-act. A/V, S. 14 Ziff. 19 und S. 29 Ziff. 48). Die J.________ AG (Bank I) 

bestätigte am 14. Januar 2010 die Vereinbarung einer Fest-Hypothek in der 

Höhe von Fr. 170’000.00 mit einer Laufzeit vom 29. Januar 2010 bis 29. Januar 

2014. Gemäss Schreiben derselben Bank vom 7. März 2022 sei diese Hypo-

thekenvereinbarung im Zusammenhang mit dem Kauf der Liegenschaft 

N.________ erfolgt und habe integrierender Bestandteil der Gesamtfinanzie-

rung des Liegenschaftskaufs gebildet (Vi-BB 27). Ob diese Hypothek am Ende 

der Laufzeit erneuert wurde und weiterhin Bestand hatte und der Beklagte 

Schuldner dieser Hypothek war, ist weder behauptet noch bewiesen. Der Kläger 

weist in diesem Zusammenhang auf die Zeugenaussagen von G.________ und 

die Parteibefragung vom 29. November 2023 hin (KG-act. 7, S. 22 Ziff. 51). 

G.________ gab am 16. November 2023 auf die Frage, ob er wisse, was mit 

den Immobilien des Vaters passiert sei, als Zeuge zu Protokoll, diese seien ver-

kauft worden (Vi-act. A/XXVI.b, S. 5 Frage 13). Der Beklagte verneinte an der 

Parteibefragung vom 16. November 2023 die Frage, ob er noch in seinem Be-

sitz befindliche Wohnungen vermiete, diese seien alle verkauft worden, vor ei-

nem oder zwei Jahren, er wisse es nicht mehr so genau (Vi-act. A/XXVI.c, S. 5 

Frage 5). Er bestätigte überdies, dass auch die drei Liegenschaften 

O.________, P.________ und Q.________ verkauft worden seien (Vi-

act. A/XXVI.c, S. 6 Frage 11). Somit gibt es entgegen dem beklagtischen Vor-

bringen (vgl. KG-act. 9, S. 11 Ziff. 29) keine Hypotheken mehr, die auf den Klä-

ger überbunden werden könnten. Es ist nicht ersichtlich, weshalb eine hälftige 

Aufrechnung der Hypotheken erfolgen sollte. Überdies ist unbestritten, dass die 

massgebende Hypothek auf dem streitgegenständlichen landwirtschaftlichen 

Gewerbe Fr. 1’017’500.00 betrug (vgl. E. 3a oben). Würde die vom Beklagten 

behauptete Hypothek von Fr. 380’000.00 hinzugerechnet, betrügen die Grund-

pfandschulden Fr. 1’397’500.00 resp. Fr. 698’750.00 für den hälftigen Miteigen-

tumsanteil. Gemäss dem angefochtenen Urteil beläuft sich der Anrechnungs-

wert für den hälftigen Miteigentumsanteil auf Fr. 699’521.00 (vgl. E. 2 Ingress 

Kantonsgericht Schwyz 32

oben) und überträfe die vom Beklagten behaupteten anteilsmässigen Grund-

pfandschulden nur um Fr. 771.00, weshalb sich die zu leistende Ausgleichszah-

lung des Klägers auf Fr. 85’469.00 reduzieren würde (Fr. 771.00 + anteilsmäs-

sige Erhöhung des Ertragswerts von Fr. 84’698.00). Eine Aufrechnung des 

Übernahmepreises von Fr. 190’771.00 aus Hypotheken hat somit nicht zu er-

folgen.

dd) Der Beklagte rügt weiter eine Verletzung der Dispositions- und Verhand-

lungsmaxime durch die Vorinstanz, weil der Kläger in Ziffer 59 der Replik eine 

Aufrechnung von Fr. 228’670.00 resp. Fr. 114’335.00 pro Miteigentumsanteil 

anerkannt habe, was die Vorinstanz nicht berücksichtigt habe (KG-act. 1, 

S. 20 f. Ziff. 34 f.). Der Kläger legt dar, weshalb die Vorinstanz die Dispositions- 

und Verhandlungsmaxime nicht verletzt habe (vgl. KG-act. 7, S. 23 f. Ziff. 54 f.).

Der Kläger machte in Ziffer 59 der Replik vom 29. Oktober 2021 keine Zuge-

ständnisse zu einer Erhöhung des Anrechnungswerts, sondern führte aus-

drücklich aus, eine solche Erhöhung sei nicht angemessen (Vi-act. A/IV, S. 31). 

In Ziffer 60 der Replik hielt der Kläger explizit fest, dass er keine Erhöhung des 

Abrechnungswerts zu leisten habe. Nur für den Fall, dass das Gericht wider 

Erwarten eine Erhöhung für tragbar erachte, sei diese bei einer Urteilsfällung 

im Jahr 2022 auf maximal Fr. 114’335.00 festzulegen (Vi-act. A/IV, S. 31). In 

der Replik beantragte der Kläger eine von ihm an den Beklagten zu bezahlende 

Ausgleichszahlung von einstweilen maximal Fr. 100’104.80. Es sei ihm nach 

Abschluss des Beweisverfahrens die Gelegenheit einzuräumen, seine Rechts-

begehren anzupassen und zu präzisieren (Vi-act. A/IV, S. 2 f. Rechtsbegehren-

Ziff. 2 und 7). Nach Vorliegen des Gutachtens des Sachverständigen 

I.________ vom 30. Januar 2023 präzisierte der Kläger an der Hauptverhand-

lung vom 16. November 2023 sein Rechtsbegehren-Ziffer 2 insoweit, als er zu 

verpflichten sei, dem Beklagten eine Ausgleichszahlung von einstweilen maxi-

Kantonsgericht Schwyz 33

mal Fr. 111’233.00 zu bezahlen (Vi-act. XXVI, S. 2 f.). Die Vorinstanz verpflich-

tete den Kläger zur Leistung einer Ausgleichszahlung an den Beklagten in der 

Höhe von Fr. 275’469.50. Somit verletzte die Vorinstanz weder die Dispositions- 

noch die Verhandlungsmaxime.

ee) Zusammenfassend sind sämtliche Vorbringen des Beklagten betreffend 

die Aufrechnung weiterer Beträge zum Ertragswert von Fr. 190’771.00 unbe-

gründet und ist der von der Vorinstanz auf anteilsmässig Fr. 84’698.00 festge-

setzte Aufrechnungsbetrag nicht zu beanstanden. Somit ist in Abweisung der 

Berufungsanträge Ziffern 2 und 3 der gemäss angefochtenem Urteil vom Kläger 

an den Beklagten zu leistende Betrag von Fr. 275’469.50 zu bestätigen.

4. Die Vorinstanz wies den Antrag des Beklagten ab, wonach ihm und seiner 

Frau ein Wohnrecht einzuräumen sei, weil es an einer entsprechenden gesetz-

lichen Grundlage fehle. Lediglich der überlebende Ehegatte habe gestützt auf 

Art. 11 Abs. 3 BGBB Anspruch auf ein Wohnrecht (angef. Urteil, E. 7 S. 33 f.).

a) Der Beklagte wendet ein, die Familienwohnung habe im Anwendungsbe-

reich des bäuerlichen Bodenrechts eine wesentliche Bedeutung und sei ge-

mäss Art. 16a RPG raumplanungsrechtlich geschützt. Im Rahmen von Hofü-

bergaben zu Lebzeiten werde jeweils auf Wunsch der abtretenden Generation 

ein Wohnrecht eingeräumt. Daher müsse ihm und seiner Ehefrau gestützt auf 

Art. 1 Abs. 2 ZGB ein Wohnrecht eingeräumt werden, damit er und seine Ehe-

frau auf dem von ihm aufgebauten und lebenslang bewirtschafteten Betrieb ver-

bleiben könnten (KG-act. 1, S. 22 Ziff. 37). 

Der Kläger bestreitet mit Verweis auf das angefochtene Urteil das Vorbringen 

des Beklagten. Aus Art. 38 BGBB sei zu schliessen, dass insbesondere bei ver-

traglich begründetem Miteigentum und dessen Aufhebung gemäss Art. 36 ff. 

Kantonsgericht Schwyz 34

BGBB kein Wohnrecht für den das Miteigentum abgebenden Miteigentümer ein-

geräumt werde. Zudem gelte selbst die Einräumung eines Wohnrechts an den 

überlebenden Ehegatten nach Art. 11 Abs. 3 BGBB nicht absolut, sondern er-

folge nur dann, wenn es die Umstände zuliessen. Die Wohnsituation der abtre-

tenden Generation in der Landwirtschaft werde immer häufiger ausserhalb des 

Landwirtschaftsbetriebs geregelt, insbesondere wenn wie vorliegend das Ver-

hältnis unter den Generationen zerstritten sei und es für den Beklagten und 

seine Ehefrau zufolge der guten finanziellen Verhältnisse ohne Weiteres mög-

lich und zumutbar sei, eine Wohnung ausserhalb des Betriebs zu beziehen. 

Überdies verlange der Beklagte das Wohnrecht im von ihm heute bewohnten 

Chalet, das erheblich grösser sei als die 4.5-Zimmerwohnung, in welcher der 

Kläger mit seiner vierköpfigen Familie wohne. Daher könne dem Beklagten und 

seiner Ehefrau im erwähnten Chalet selbst dann kein Wohnrecht eingeräumt 

werden, wenn Art. 1 Abs. 2 ZGB auch nur ansatzweise eine gesetzliche Grund-

lage dafür darstellen würde, was aber zweifelsohne nicht der Fall sei (KG-act. 7, 

S. 25 f. Ziff. 57 f.).

b) Das Gesetz findet auf alle Rechtsfragen Anwendung, für die es nach 

Wortlaut oder Auslegung eine Bestimmung enthält. Kann dem Gesetz keine 

Vorschrift entnommen werden, so soll das Gericht nach Gewohnheitsrecht und, 

wo auch ein solches fehlt, nach der Regel entscheiden, die es als Gesetzgeber 

aufstellen würde. Es folgt dabei bewährter Lehre und Überlieferung (Art. 1 

ZGB). Eine echte Gesetzeslücke, die vom Gericht zu füllen ist, liegt nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts dann vor, wenn der Gesetzgeber etwas 

zu regeln unterlassen hat, was er hätte regeln sollen, und dem Gesetz diesbe-

züglich weder nach seinem Wortlaut noch nach dem durch Auslegung zu ermit-

telndem Inhalt eine Vorschrift entnommen werden kann. Die gesetzliche Rege-

lung erweist sich als unvollständig, weil sie jede Antwort auf die sich stellende 

Rechtsfrage schuldig bleibt. Hat der Gesetzgeber eine Rechtsfrage nicht über-

Kantonsgericht Schwyz 35

sehen, sondern stillschweigend – im negativen Sinn – mitentschieden (qualifi-

ziertes Schweigen), bleibt kein Raum für richterliche Lückenfüllung (BGE 146 

III 362 E. 3.4.1). Bei der Prüfung der Frage, ob eine ausfüllungsbedürftige Lücke 

oder negative Entstehungsgeschichte bzw. qualifiziertes Schweigen vorliegt, 

kommt der historischen Interpretation erheblich grössere Bedeutung zu als bei 

anderen Interpretationsproblemen (Honsell, in: in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 

Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. A. 2022, Art. 1 ZGB N 33 mit Hinweis 

auf BGE 103 Ia 288 E. 2c und BGE 115 II 97 E. 2b).

c) In der Historie zum BGBB vom 4. Oktober 1991, insbesondere in den amt-

lichen Bulletins des NR und SR, sind keine relevanten Ausführungen dazu zu 

finden, aus denen geschlossen werden könnte, dass nicht nur der überlebende 

Ehegatte das Wohnrecht verlangen kann, wenn das landwirtschaftliche Ge-

werbe nicht ihm zugewiesen wird (Art. 11 Abs. 3 BGBB), sondern auch der Mit-

eigentümer bei Auflösung seines vertraglich begründeten Miteigentums. In Be-

zug auf die Gesetzessystematik ist zu beachten, dass einzig bei der Erbteilung 

(1. Kapitel des BGBB) im BGBB die Rede von einem Wohnrecht ist: Wird das 

landwirtschaftliche Gewerbe einem anderen Erben als dem überlebenden Ehe-

gatten zugewiesen, so kann dieser verlangen, dass ihm auf Anrechnung an 

seine Ansprüche die Nutzniessung an einer Wohnung oder ein Wohnrecht ein-

geräumt wird, wenn es die Umstände zulassen (Art. 11 Abs. 3 BGBB). Im übri-

gen BGBB ist keine analoge Regelung vorgesehen, insbesondere nicht bei der 

Aufhebung von vertraglich begründetem gemeinsamen Eigentum (2. Kapitel 

des BGBB). In diesem Kapitel wird in Art. 39 vielmehr ausdrücklich festgehal-

ten, dass die erbrechtlichen Bestimmungen über den Zuweisungsanspruch bei 

mehreren übernahmewilligen Erben (Art. 20 Abs. 2), den Wegfall des Zuwei-

sungsanspruchs (Art. 22) und über die Sicherung der Selbstbewirtschaftung 

(Art. 23 und 24) sinngemäss gelten. Daraus ist zu schliessen, dass der Gesetz-

geber bei der Aufhebung von vertraglich begründetem gemeinsamem Eigentum 

https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=mjtwkxzrgazv62lbl4zdqoa

Kantonsgericht Schwyz 36

kein Wohnrecht vorsehen wollte. Es liegt keine Gesetzeslücke vor, die vom Ge-

richt zu füllen wäre. Daran vermag auch die vom Beklagten zitierte Literatur von 

Suter nichts zu ändern (vgl. KG-act. 1, S. 22 Ziff. 37). Denn der Autor spricht 

von der Bestellung einer Wohnrechtsdienstbarkeit zugunsten der Hofüberge-

berschaft an den für sie vorgesehenen Räumlichkeiten, die eine seit vielen Jahr-

zehnten stark verbreitete Ausgestaltungsform für die Sicherung der Wohnsitua-

tion der Hofübergeberschaft darstelle und in der Aargauer Notariatspraxis bei 

Hofübergaben bis heute häufig zur Anwendung komme (Suter, Rechtliche Ge-

staltungsmöglichkeiten hinsichtlich der Wohnsituation der Übergeberschaft bei 

der Hofübergabe, in: Blätter für Agrarrecht 2/2023, S. 97 ff., S. 102). Nicht er-

wähnt wird, dass diese Sicherungsmöglichkeit der Wohnsituation von Gesetzes 

wegen bestünde. Zufolge fehlender Rechtsgrundlage ist daher der Antrag des 

Beklagten abzuweisen, wonach ihm und seiner Ehefrau ein Wohnrecht am gan-

zen Wohnhaus Nr. qq, mitumfassend Vorplatz und Garten auf Grundstück 

Nr. zz, GB Küssnacht, einzuräumen sei.

d) Wenn – entgegen den vorangehenden Ausführungen – ein gesetzlicher 

Anspruch auf Einräumung eines Wohnrechts für den Beklagten und seine Ehe-

frau analog Art. 11 Abs. 3 BGBB grundsätzlich bestünde, wäre Folgendes zu 

beachten:

Gemäss dem Wortlaut von Art. 11 Abs. 3 BGBB erfolgt die Einräumung eines 

Wohnrechts nur, wenn die Umstände es rechtfertigen. Damit können objektive 

Hindernisse wie z.B. fehlender Wohnraum oder ungenügende Trennungsmög-

lichkeit der Wohneinheiten gemeint sein. Die Umstände können aber auch in 

der Person der Beteiligten liegen. Stritten sich der überlebende Ehegatte und 

ein Nachkomme über die Zuweisung jahrelang, ist von einem Zusammenleben 

unter einem Dach wohl abzusehen (Studer, a.a.O., Art. 11 BGBB N 36). Über-

dies ist auf die Bedürfnisse der Berechtigten und des Betriebsinhabers abzu-

Kantonsgericht Schwyz 37

stellen, die kollidieren können. Bei der Abwägung der Interessen hat der Belas-

tete Vorrang (Studer, a.a.O., Art. 11 BGBB N 39).

Beim Gebäude Nr. qq, an dem der Beklagte ein Wohnrecht geltend macht, han-

delt es sich um die Betriebsleiterwohnung (Vi-act. GA 57, S. 25 f. Ziff. 3.2.4 und 

Ziff. 3.2.5, erster Absatz; Anhänge zu Vi-act. GA 57, Anhang 2 Berechnung Er-

tragswert, Berechnungsdetail, S. 1 und 5). Dieses Gebäude umfasst 10.4 Rau-

meinheiten, eine effektive Fläche von 171.80 m2 und eine Nettofläche von 

133.00 m2 auf. Im Gebäude befinden sich insbesondere eine Autogarage mit 

einer Fläche von 21m2 (EG) sowie zwei Bäder (EG und 1. OG; Anhänge zu Vi-

act. GA 57, Anhang 2 Berechnung Ertragswert, Berechnungsdetail, S. 5). 

Gemäss den unbestrittenen Ausführungen des Klägers bietet die Autogarage 

Platz für drei Fahrzeuge und gehören zum Gebäude ebenfalls sechs weitere 

Aussen-Parkplätze (KG-act. 7, S. 25 Ziff. 58; KG-act. 9, S. 11 f. Ziff. 32). Dem-

gegenüber lebt der Kläger mit seiner vierköpfigen Familie in einer 4.5-Zimmer-

wohnung im EG des Wohnhauses Nr. oo, das über 6.4 Raumeinheiten und über 

eine Fläche von 75.90 m2 verfügt (Anhänge zu Vi-act. GA 57, Anhang 2 Berech-

nung Ertragswert, Berechnungsdetail, S. 3; KG-act. 7, S. 25 Ziff. 58; KG-act. 9, 

S. 11 f. Ziff. 32). Der Beklagte bringt vor, der Gutachter habe diese Wohnung 

ebenfalls als mögliche Betriebsleiterwohnung qualifiziert. Indessen bezeichnet 

er nicht näher, wo im Gutachten der Sachverständige solches festgehalten ha-

ben soll, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist. Unabhängig davon geht 

es aus objektiven Gründen nicht an, dem Beklagten und seiner Ehefrau für die 

fast doppelt so grosse Wohnung ein Wohnrecht einzuräumen und den Kläger 

mit seiner vierköpfigen Familie in der kleinen Wohnung hausen zu lassen. Darü-

ber hinaus ist unbestritten, dass die Parteien tief zerstritten sind (vgl. KG-act. 7, 

S. 25 Ziff. 57; KG-act. 9, S. 11 f. Ziff. 32). Auch wenn die beiden Gebäude 

ca. 30 m voneinander entfernt sind (vgl. Anhänge zu Vi-act. GA 57, Anhang 8 

Parzellenpläne, S. 3), liessen es die konkreten Umstände nicht zu, dem Beklag-

Kantonsgericht Schwyz 38

ten und seiner Ehefrau i.S.v. Art. 11 Abs. 3 BGBB im Gebäude Nr. qq ein Wohn-

recht einzuräumen.

e) Kann dem Beklagten und seiner Ehefrau am Wohnhaus Nr. qq kein 

Wohnrecht eingeräumt werden, braucht dessen Barwert nicht festgestellt zu 

werden, sodass auf den Berufungsantrag-Ziffer 4 nicht einzutreten ist.

5. Die Vorinstanz auferlegt die Gerichtskosten von Fr. 44’915.35 vollum-

fänglich dem Beklagten und verpflichtete ihn, dem Kläger eine Parteientschädi-

gung von Fr. 45’000.00 zu bezahlen. Zur Begründung führte sie im Wesentli-

chen aus, der Beklagte sei sowohl in Bezug auf die Feststellungsklage gemäss 

Art. 650 ZGB (klägerisches Rechtsbegehren Ziff. 1) als auch hinsichtlich der 

Gestaltungsklage gemäss Art. 36 ff. BGBB (klägerisches Rechtsbegehren 

Ziff. 2) vollständig unterlegen. Seine Gegenrechtsbegehren seien allesamt ab-

gewiesen worden. Weder sei die Aufhebung des Miteigentums zur Unzeit er-

folgt noch werde das Miteigentum am landwirtschaftlichen Gewerbe ihm zuge-

wiesen noch erhalte er ein Wohnrecht für sich und seine Ehefrau. Die Gerichts-

kosten seien deshalb gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO vollumfänglich dem un-

terliegenden Beklagten aufzuerlegen. Daran würden auch die Umstände nichts 

ändern, wonach dem Kläger das streitgegenständliche Miteigentum zu einem 

höheren Übernahmepreis als von diesem beantragt zugewiesen worden sei und 

auf die klägerischen Rechtsbegehren Ziffern 3 und 4 nicht eingetreten werden 

könne. Selbst wenn diesbezüglich nur von einem teilweisen Obsiegen ausge-

gangen würde, wäre dieses nur marginal und bei der Kostenverteilung zu ver-

nachlässigen. Entscheidend sei vielmehr, wem das landwirtschaftliche Ge-

werbe im Rahmen von Art. 36 ff. BGBB zugewiesen werde. Ganz abgesehen 

davon diene der Übernahmepreis einzig dem Beklagten und dieser habe mit 

seiner Geldforderung (beklagtisches Rechtsbegehren Ziff. 3 lit. a) zu 82 % und 

damit massiv überklagt (angef. Urteil, E. 9 S. 34 f.).

Kantonsgericht Schwyz 39

a) Der Beklagte bringt für den vorliegenden Fall, dass die Berufung in mate-

rieller Hinsicht abgewiesen wird, vor, die Vorinstanz sei auf zwei Rechtsbegeh-

ren des Klägers nicht eingetreten und der Kläger habe eine von ihm zu leistende 

Ausgleichszahlung von Fr. 11’285.50 beantragt. Die Vorinstanz habe die Aus-

gleichssumme auf Fr. 275’469.50 festgelegt. Der Kläger sei im Betrag von 

Fr. 264’184.00 unterlegen, was bei einem Streitwert Fr. 699’522.00 37.75 % 

entsprächen. Zu diesem Prozentsatz seien dem Kläger die vorinstanzlichen Ge-

richtskosten aufzuerlegen (KG-act. 1, S. 24 Ziff. 42). Der Kläger bestreitet das 

Vorbringen des Beklagten und schliesst sich der vorinstanzlichen Auffassung 

an (vgl. KG-act. 7, S. 27 Ziff. 62).

b) Der Beklagte zeigt nicht anhand der erstinstanzlich festgestellten Tatsa-

chen und der daraus gezogenen rechtlichen Schlüsse auf, inwiefern sich die 

Überlegungen der ersten Instanz hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungs-

folgen nicht aufrechterhalten lassen (vgl. BGE 147 III 176 E. 4.2.1 und 

BGer 5A_580/2021 vom 21. April 2022 E. 3.3), weshalb diesbezüglich auf die 

Berufung nicht einzutreten ist (BGer, Urteil 5A_452/2022 vom 11. April 2023 

E. 4.2.1; vgl. zum Ganzen auch E. 3c/ee/bbb oben). Ausserdem erweist sich 

die Begründung der Vorinstanz als zutreffend, wonach das allfällige teilweise 

Obsiegen des Beklagten lediglich marginal wäre und bei der Kostenverteilung 

vernachlässigt werden könnte. Denn zum einen erforderten die beiden Nicht-

eintretensentscheide (angef. Urteil, Dispositiv-Ziff. 3) lediglich eine sehr kurze 

Begründung von elf Zeilen (angef. Urteil, E. 8 S. 34), was hinsichtlich der Kos-

ten vernachlässigbar ist. Zum anderen obsiegt der Kläger in sämtlichen übrigen 

Streitpunkten mit einer Ausnahme vollständig und hinsichtlich des von ihm zu 

leistenden Übernahmepreises zu 82 %, weil der Beklagte mit seiner Forderung 

von Fr. 1’527’234.10 im Betrag von mehr als Fr. 1’251’000.00 (Fr. 1’527’234.10 

./. Fr. 275’469.50) überklagte, wogegen der dem Beklagten zugesprochene Be-

trag von Fr. 275’469.50 den vom Kläger eingeräumten Betrag von Fr. 11’285.50 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=pus&query_words=311+zpo+nicht+einzutreten+beschr%E4nkte+untersuchungsmaxime+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-176%3Ade&number_of_ranks=0#page176

Kantonsgericht Schwyz 40

lediglich um ca. Fr. 264’000 übersteigt. Daher wäre der Berufungsantrag hin-

sichtlich der vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsregelung abzuwei-

sen, falls darauf einzutreten wäre. Demzufolge ist die vorinstanzliche Kosten- 

und Entschädigungsregelung zu bestätigen, zumal keine Partei die Höhe der 

Gerichtskosten von Fr. 44’915.35 oder die Höhe der Parteientschädigung von 

Fr. 45’000.00 rügt.

6. Zusammenfassend ist die Berufung abzuweisen, sofern darauf einzutre-

ten ist, und das angefochtene Urteil des Bezirksgerichts Küssnacht am Rigi vom 

23. Februar 2024 zu bestätigen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der 

Beklagte für das Berufungsverfahren kosten- und entschädigungspflichtig 

(vgl. Art. 106 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

a) Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren sind auf pauschal 

Fr. 25’000.00 festzusetzen und vom Kostenvorschuss des Beklagten zu bezie-

hen (vgl. KG-act. 3). Er ist überdies zu verpflichten, dem Kläger für das Beru-

fungsverfahren eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen.

b) Entgegen der Ankündigung des Klägers in der Berufungsantwort 

(vgl. KG-act. 7, S. 27 Ziff. 61) reichte er (bei Urteilsreife) keine Honorarnote ein, 

weshalb die Höhe der Parteientschädigung nach pflichtgemässem Ermessen 

festzusetzen ist (vgl. § 6 Abs. 1 Satz 1 und 3 GebTRA). Der Streitwert für die 

Berechnung der Parteientschädigung beträgt Fr. 699’522.00 (vgl. Brun-

ner/Wichtermann, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz-

buch II, 7. A. 2023, Art. 651 ZGB N 17 m.H. auf BGE 108 Ia 19). Bei einem 

Streitwert von Fr. 100’001.00 bis Fr. 1’000’000.00 beläuft sich das Grundhono-

rar auf Fr. 5’500.00 bis Fr. 29’600.00 (§ 8 Abs. 2 GebTRA). Im Berufungsver-

fahren beträgt das Honorar 20 bis 60 % dieses Ansatzes (§ 11 GebTRA). Im 

Übrigen ist bei der Bemessung der Vergütung § 2 GebTRA zu beachten. Der 

Kantonsgericht Schwyz 41

Aufwand für Rechtsanwalt D.________ war nicht gering, musste er doch 

Rechtsschriften der Gegenpartei im Umfang von fast 50 Seiten studieren 

(vgl. KG-act. 1 und 9) und verfasste selber zwei Rechtsschriften von insgesamt 

rund 40 Seiten (vgl. KG-act. 7 und 11). Die Streitsache war nicht einfach und im 

Besonderen für den Kläger von grosser Wichtigkeit. In Anbetracht dieser Um-

stände ist die Parteientschädigung auf pauschal Fr. 15’000.00 (inkl. Auslagen 

und MWST) festzusetzen;-

erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das an-
gefochtene Urteil des Bezirksgerichts Küssnacht am Rigi vom 23. Februar 
2024 wird bestätigt.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von pauschal Fr. 25’000.00 werden 

dem Beklagten auferlegt und aus dessen Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe bezogen.

3. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger für das Berufungsverfahren 

eine Parteientschädigung von Fr. 15’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) 

zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach

Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Zi-

vilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be-

schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 

Der Streitwert beträgt mindestens Fr. 699’522.00.

Kantonsgericht Schwyz 42

5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt 

D.________ (2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledi-

gung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die Kan-

tonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der 1. Zivilkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 9. September 2025  amu