# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7624901b-c2ed-5a22-a280-b5fff0a57286
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.06.2008 C-2341/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2341-2007_2008-06-16.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2341/2007/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  J u n i  2 0 0 8

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richter Alberto Meuli (Abteilungspräsident), 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

H._______ AG, 
vertreten durch Herr Rechtsanwalt Claude Fischer, 
Laurenzenvorstadt 19, 5001 Aarau,
Beschwerdeführerin,

gegen

SUVA Schweizerische Unfallversicherungs-Anstalt,
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,
Vorinstanz.

Einreihung in den Prämientarif Berufsunfallversicherung 
2007 (Einspracheentscheid vom 1. März 2007).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2341/2007

Sachverhalt:

A.
Die  H._______  AG  in  A._______  (nachfolgend  H._______  AG) 
bezweckt  gemäss  Handelsregistereintrag  den  Betrieb  eines  Gipser-
geschäftes  sowie  die  Erbringung  von  entsprechenden  Dienst-
leistungen  (Akt. 1/3).  Ihre  Arbeitnehmenden  sind  bei  der  Schweize-
rischen  Unfallversicherungsanstalt  (SUVA)  gegen  das  Berufs-  und 
Nichtberufsunfallrisiko versichert.  Der  Betrieb  ist  im Prämientarif  der 
SUVA für die Berufsunfallversicherung (BUV) der Klasse 44D (Malen 
und  Gipsen),  Unterklassenteil  B0  (Gipsereigeschäft)  zugeordnet.  In 
der  Klasse  44D  wurde  per  1. Januar  2006  das  alte  Bonus-Malus-
System 95 (BMS 95) durch das neue Bonus-Malus-System 03 (BMS 
03)  abgelöst.  Mit  Verfügung  vom  11. Oktober  2005  (bestätigt  durch 
Einspracheentscheid  vom  8. Februar  2006)  reihte  die  SUVA  die 
H._______ AG unter Anwendung des BMS 03 per 1. Januar 2006 neu 
in  den  Prämientarif  ein.  Dabei  wurde  der  Nettoprämiensatz  des 
Betriebs von 3,2% (Stufe 105 des 150-stufigen BUV-Grundtarifs)  um 
rund  21,5% auf  3,89% (Stufe  109)  erhöht. Eine hiegegen  erhobene 
Beschwerde  wies  die  Eidgenössische  Rekurskommission  für  die 
Unfallversicherung  (nachfolgend:  Rekurskommission  UV)  mit  Urteil 
vom 2. November 2006 ab.

Per  1. Januar  2007  wurde  der  Betrieb  der  H._______  AG  von  der 
SUVA wiederum neu in  den  Prämientarif  eingereiht  (Verfügung  vom 
26. September  2006).  Der  Nettoprämiensatz  erhöhte  sich  damit  von 
3.89% (Stufe  109)  auf  4.5% (Stufe  112).  Die  gegen  diese  Neuein-
reihung erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid 
vom 1. März 2007 ab.

B.
Mit  Datum vom 29. März  2007  reichte  die  H._______ AG,  vertreten 
durch Rechtsanwalt Claude Fischer, Beschwerde beim Bundesverwal-
tungsgericht ein und beantragte – unter Kosten- und Entschädigungs-
folge – die Aufhebung des Einspracheentscheides und die Einreihung 
des Betriebes in die Stufe 108 für das Jahr 2007. Der angefochtene 
Entscheid  verletze das  Legalitätsprinzip,  den Grundsatz  der  Rechts-
sicherheit und das Verhältnismässigkeitsprinzip. Nachdem sich die Be-
schwerdeführerin bereits im Jahr 2006 aufgrund des Systemwechsels 
vom BMS 95  zum BMS 03  eine  Prämienerhöhung  von  rund  21.5% 
habe  gefallen  lassen  müssen,  sei  eine  erneute  Erhöhung  um  rund 

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15.7%  unzulässig,  da  sowohl  der  BMS-relevante  Aufwand  und  der 
Bedarfssatz  des  Betriebes  der  Beschwerdeführerin,  als  auch  der 
Basissatz der Branche gesunken seien. Eine Erhöhung des Prämien-
satzes von insgesamt etwa 40.1% von 2005 bis 2007 sei vor diesem 
Hintergrund  gesetzwidrig  und  unverhältnismässig.  Zudem  verstosse 
die  SUVA gegen  ihre  eigenen  Regeln,  welche  vorsähen,  dass  eine 
Prämienerhöhung  aufgrund  des  Systemwechsels  maximal  25% 
betragen dürfe. Die Beschwerdeführerin habe aufgrund des positiven 
Schadenverlaufs  darauf  vertrauen  dürfen,  dass  per  2007  keine 
Prämienerhöhungen  mehr  zu  erwarten  seien.  Dem  Grundsatz  der 
Rechtssicherheit  komme  angesichts  der  Monopolstellung  der  SUVA 
eine erhöhte Bedeutung zu.

C.
Nach Eingang des mit Verfügung des Instruktionsrichters vom 10. April 
2007  auf  Fr. 750.-  festgesetzten  Kostenvorschusses  (vgl.  Akt. 2 f.) 
reichte  die  SUVA am 25. Juni  2007 die  Beschwerdeantwort  ein  und 
beantragte die kostenfällige Abweisung der Beschwerde (Akt. 5). Der 
Grund  für  die  Prämienerhöhung  liege  nicht  im  Risikoverlauf  des 
Betriebes, sondern nach wie vor im Systemwechsel vom BMS 95 zum 
BMS  03.  Weil  der  Prämienbedarf  im  Fall  der  Beschwerdeführerin 
gemäss BMS 03 wesentlich höher sei als unter dem alten System, der 
Prämiensatz eines Betriebes jährlich aber höchstens um vier  Stufen 
bzw. maximal 22% erhöht werden dürfe, habe der Prämiensatz schritt-
weise  –  über  mehrere  Jahre  –  dem Bedarfssatz  angepasst  werden 
müssen. Dank der  Reduktion des Basissatzes der Branche um eine 
Stufe sei der Prämienbedarf der Beschwerdeführerin im Jahr 2007 auf 
4.42% gesunken.  Damit  sei  der  Nettoprämiensatz  aber  immer  noch 
deutlich unter dem Bedarf gemäss dem BMS 03 gelegen, weshalb er 
um  weitere  drei  Stufen  habe  angehoben  werden  müssen.  Eine 
Übergangsregelung,  wonach  eine  Prämienänderung  aufgrund  eines 
Systemwechsels maximal 25% betragen dürfe, existiere nicht.

D.
Mit Replik vom 14. August 2007 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
Anträgen  fest  und  bestritt  insbesondere  die  Zulässigkeit  einer  über 
mehrere Jahre verteilten Prämienerhöhung bei einem Systemwechsel 
(Akt. 7).

Die  SUVA  verzichtete  am  17. September  2007  darauf,  eine  Duplik 
einzureichen (Akt. 9).

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E.
Gegen die am 22. August 2007 bekannt gegebene Zusammensetzung 
des Spruchkörpers (Akt. 8) wurden keine Einwände erhoben.

F.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 
Die  Schweizerische  Unfallversicherungsanstalt  (SUVA)  ist  eine  Vor-
instanz  im  Sinne  von  Art. 33  Bst. e  VGG.  Die  Beschwerde  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  jedoch  unzulässig,  wenn  ein  anderes 
Bundesgesetz  eine  kantonale  Behörde als  zuständig  erklärt  (Art. 32 
Abs. 2 Bst. b VGG). 

1.2 Die  sachliche  Zuständigkeit  zur  Beurteilung  von  Beschwerden 
gegen Verfügungen der SUVA wird grundsätzlich durch Art. 1 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung 
(UVG,  SR 832.20)  in  Verbindung  mit  Art. 58  Abs. 1  des  Bundesge-
setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) geregelt. Demnach ist das kanto-
nale Versicherungsgericht zuständig, wenn das Gesetz über die Unfall-
versicherung nicht  ausdrücklich eine andere Regelung vorsieht. Eine 
solche besondere Regelung der  Zuständigkeit  enthält  Art. 109 UVG. 
Gemäss Bst. b dieser Bestimmung beurteilt  das Bundesverwaltungs-
gericht  – in  Abweichung  von  Art. 58  Abs. 1  ATSG – Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide über die Zuteilung der Betriebe und der 
Versicherten  zu  den  Klassen  und  Stufen  der  Prämientarife.  Die 
Zuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  zur  Beurteilung  der 
vorliegenden Streitsache ist deshalb zu bejahen. 

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2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichts-
gesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG).  Vorbehalten  bleiben 
gemäss  Art. 3  Bst. dbis VwVG  die  besonderen  Bestimmungen  des 
ATSG.

Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 38 
ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressatin des Einsprache-
entscheides ist die Beschwerdeführerin durch die angefochtene Verfü-
gung berührt  und hat  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung oder Abänderung (Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 
Beschwerde ist deshalb, nachdem auch der Kostenvorschuss fristge-
recht geleistet wurde, einzutreten.

3.
Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdeverfah-
rens  die  Verletzung  von  Bundesrecht  unter  Einschluss  des  Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des  Sachverhalts  sowie die  Unangemes-
senheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG).

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat nur den Entscheid der unteren 
Instanz  zu  überprüfen  und  sich  nicht  an  deren  Stelle  zu  setzen. 
Insbesondere  dann,  wenn  die  Ermessensausübung,  die  Anwendung 
unbestimmter  Rechtsbegriffe  oder  die  Sachverhaltswürdigung  hoch 
stehende, spezialisierte technische oder wissenschaftliche Kenntnisse 
erfordert,  ist  eine  Zurückhaltung  des  Gerichts  bei  der  Überprüfung 
vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 130 II  449 E. 4.1, 
BGE 126 II 43 E. 4c, BGE 121 II 384 E. 1, BGE 108 V 130 E. 4c/dd; 
vgl.  auch  Verwaltungspraxis  der  Bundesbehörden  [VPB]  67.31  E. 2, 
VPB 68.133 E. 2.4; Sozialversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 
1994 KV Nr. 3 E. 3b;  YVO HANGARTNER,  Behördenrechtliche Kognitions-
beschränkungen  in  der  Verwaltungsrechtspflege,  in:  Benoît  Bovay/ 
Minh Son Nguyen [Hrsg.], Mélanges en l'honneur de Pierre Moor, Bern 
2005, S. 326 f., BEATRICE WAGNER PFEIFFER, Zum Verhältnis von fachtech-
nischer  Beurteilung  und  rechtlicher  Würdigung  im  Verwaltungsver-
fahren, in: ZSR, NF 116, I. Halbbd., S. 442 f.).

3.2 Im  Bereich  der  Prämientarife  besteht  die  Überprüfungsbefugnis 
des Bundesverwaltungsgerichtes einerseits darin, die richtige Anwen-

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dung des Tarifs zu kontrollieren; andererseits kann es – im Rahmen 
der konkreten Normenkontrolle – die der Verfügung zu Grunde liegen-
den Tarifpositionen auf ihre Gesetz- und Verfassungsmässigkeit über-
prüfen.

Dem Unfallversicherer steht bei der Festsetzung des Prämientarifs für 
die  Berufsunfallversicherung  ein  weiter  Ermessensspielraum  zu.  In 
diesen  greift  das  Gericht  nur  mit  grosser  Zurückhaltung  ein,  in  der 
Regel  lediglich,  wenn  die  Anwendung  einer  Tarifposition  mit  dem 
Gleichbehandlungsgebot  (Art. 8  Abs. 1  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV] SR 101) 
unvereinbar  ist  oder  dem  Gedanken  der  Risikogerechtigkeit  (Art. 92 
Abs. 1 UVG) widerspricht oder wenn der Tarif sich nicht von objektiven 
Überlegungen leiten lässt  (vgl. BGE 126 V 344 E. 4a;  Kranken-  und 
Unfallversicherung,  Rechtsprechung  und  Verwaltungspraxis  [RKUV] 
1998  Nr. U 294 S. 230  E. 1c).  In  diesem  Zusammenhang  darf  nicht 
ausser  Acht  gelassen werden,  dass bei  der Festsetzung von Tarifen 
unter  Umständen  komplexe  und  allenfalls  in  der  Zielrichtung  wider-
sprüchliche Aspekte auf einen Nenner zu bringen sind. Das kann zur 
Folge  haben,  dass  eine  bestimmte  Tarifposition,  die  für  sich  allein 
genommen diskutabel erscheint,  im Gesamtzusammenhang trotzdem 
nicht zu beanstanden ist  (Urteil  des Eidgenössischen Versicherungs-
gerichts U 240/03 vom 2. Juni 2004, E. 3.2.2). Eine Tarifposition darf 
deshalb nicht losgelöst von den übrigen Tarifbestimmungen gewürdigt 
werden,  sondern ist  im Gesamtzusammenhang zu beurteilen (BVGE 
2007/27 E. 3.2;  Urteil  der  Rekurskommission UV vom 13. Dezember 
2004, publiziert in VPB 69.73, E. 3).

3.3 Das  Bundesverwaltungsgericht  überprüft  ansonsten  den  ange-
fochtenen Entscheid frei, dies unter Berücksichtigung der vorgebrach-
ten Rügen. Die Beschwerdeinstanz hat mithin nicht zu untersuchen, ob 
sich die angefochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kom-
menden Aspekten als korrekt erweist,  sondern untersucht im Prinzip 
nur die vorgebrachten Beanstandungen. Von den Verfahrensbeteiligten 
nicht aufgeworfene Rechtsfragen werden nur geprüft, wenn hiezu auf-
grund  der  Parteivorbringen  oder  anderer  sich  aus  den  Akten  erge-
bender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 119 V 347 
E. 1a; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
Sozialversicherungsrecht,  Bundesgesetz über  die Unfallversicherung, 
3. Aufl., Zürich 2003, S. 348).

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4.
Betreffend  die bei der Prämientarifgestaltung und der Einreihung der 
Betriebe  in  diesen  Tarif  zu  beachtenden  wichtigsten  gesetzlichen 
Bestimmungen und massgebenden Grundsätze kann auf die Ausfüh-
rungen im – die Beschwerdeführerin betreffenden – Urteil der Rekurs-
kommission UV REKU 654/06 vom 2. November 2006 E. 4 verwiesen 
werden (vgl. auch BVGE 2007/27 E. 5 S. 319 ff.). Gleiches gilt für die 
Grundsätze  der  Berechnungen,  die  im  Rahmen  des  BMS  03  zur 
Festsetzung  der  Nettoprämien  führen  (a.a.O.  [Urteil  REKU  654/06] 
E. 5  ff.).  Das Bundesverwaltungsgericht  hat  die  Rechtsprechung  der 
Rekurskommission  UV, wonach  das  Bonus-Malus-System,  insbeson-
dere in der Ausgestaltung des BMS 03, grundsätzlich zulässig sei, mit 
dem Urteil C-3189/2006 vom 5. Mai 2008 übernommen (E. 8.4 in fine). 
Deshalb  kann  auch  diesbezüglich  auf  das  Urteil  REKU 654/06  ver-
wiesen werden (E. 8).

5.
Streitig und im vorliegenden Verfahren zu prüfen ist die Einreihung im 
Prämientarif  BUV 2007. Von der  Beschwerdeführerin  zu  Recht  nicht 
bestritten  wird  dabei  die  Zuteilung  ihres  Betriebes  zur  Klasse  44D, 
Unterklassenteil  B0 (Gipsergeschäft). Nach Ansicht  der Beschwerde-
führerin ist jedoch eine durch einen Systemwechsel bedingte Prämien-
erhöhung  von  über  25%  auch  dann  nicht  zulässig,  wenn  diese 
Erhöhung etappenweise, über mehrere Jahre verteilt, erfolgt. 

5.1 Die Gipsergeschäfte (Klasse 44D, Unterklassenteil B0) werden im 
BUV-Grundtarif  der  SUVA  für  das  Jahr  2007  grundsätzlich  –  das 
heisst,  wenn kein Bonus oder  Malus  zu  berücksichtigen ist  –  in  der 
Stufe  115  eingereiht.  Der  Basissatz  (Nettoprämiensatz)  beträgt 
demnach 5.21% (Grundlagenblatt BMS 03, BUV 2007 [im Folgenden: 
Grundlagenblatt 2007] Ziff. 3.1 und 4.1; Akt. 5/4). 

5.1.1 Für  die  Bonus-Malus-Berechnung  wird  –  wie  bereits  im  die 
Beschwerdeführerin betreffenden Urteil REKU 654/06 (E. 7) dargelegt 
–  der  BMS-relevante  Aufwand  (Heilkosten  und  Taggelder  sowie 
Rentenkapital;  vgl.  auch  Akt. 5/9:  Grundlagen  und  Anwendung  von 
BMS 03 sowie Erläuterung zum Grundlagenblatt, Ziff. 2) entsprechend 
der  Aussagekraft  der  Betriebsdaten  berücksichtigt.  Als  Aussagekraft 
der  Daten  des  Betriebes  bzw.  als  "Kredibilität"  wird  das  Mass 
bezeichnet, mit dem die Abweichung des Risikosatzes des Betriebes 
von dem der Branche berücksichtigt wird. Die Werte liegen zwischen 

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Null  und  Eins:  Je  grösser  die  Basisprämie,  desto  grösser  ist  die 
Kredibilität (Erläuterung Grundlagenblatt, Ziff. 3). 

Die Kredibilitäten der Abweichungen zwischen den BMS-Risikosätzen 
des Betriebes und der Branche (des Unterklassenteils) werden für die 
Klasse  44D nach  folgenden  Formeln  berechnet.  Für  Heilkosten  und 
Taggeld: (Basisprämie 2000 bis 2005) : (Basisprämie 2000 bis 2005 + 
Fr. 90'000) = Kredibilität HK + TG; für das Rentenkapital: (Basisprämie 
2000 bis 2005) : (Basisprämie 2000 bis 2005 + Fr. 1.8 Mio.) = Kredi-
bilität RK (siehe Rahmenbedingungen Klasse 44D).

5.1.2 Der  Bedarfssatz  des  Betriebes  wurde  gestützt  auf  folgende 
Grundlagen ermittelt: 

Bei  den  in  den  Jahren  2000  bis  2005  angefallenen  Kosten  für 
Heilkosten und Taggeld wurden – aufgrund der Limitierung pro Fall auf 
Fr. 27'000  –  von  den  insgesamt  Fr. 115'565  (inkl.  Rückstellungen) 
lediglich  Fr. 26'720  als  BMS-relevanter  Aufwand  berücksichtigt.  Der 
Risikosatz des Betriebes in diesem Bereich (Verhältnis der Kosten zur 
Lohnsumme)  beträgt  0.6254%,  derjenige der  Branche 1.3633% (zur 
Berechnung  der  Risikosätze  siehe  Erläuterung  Grundlagenblatt, 
Ziff. 3). Die Abweichung gegenüber dem Risikosatz der Branche wurde 
entsprechend der Kredibilität HK + TG von 0.712 berücksichtigt, was 
zu einem Abzug von 0.6438% vom Basissatz führte (Grundlagenblatt 
2007, Ziff. 3.3). 

Beim  Rentenkapital  wurden  die  Kosten  eines  Regressfalles  von 
Fr. 197'578  nicht  als  BMS-relevanter  Aufwand  der  Periode  2000  bis 
2005  angerechnet,  sondern  nur  die  Rückstellungen  von  Fr. 32'440 
(Grundlagenblatt 2007, Ziff. 2). Da das Rentenkapital demnach unab-
hängig  von  der  Anzahl  Unfälle  ermittelt  wurde  (vgl.  Rahmenbeding-
ungen  Klasse  44D)  ist  der  in  der  Replik  vorgebrachte  Einwand,  es 
habe  sich  um  einen  Regressfall  gehandelt,  unerheblich,  da  diese 
Kosten  für  die  BMS-Berechnung  nicht  berücksichtigt  wurden.  Der 
betriebliche  Risikosatz  beim  Rentenkapital  beträgt  0.7593%.  Die 
Abweichung  gegenüber  dem  Risikosatz  der  Branche  von  1.7866% 
wurde aufgrund der Kredibilität  RK von 0.110 berücksichtigt,  was zu 
einem  Abzug  von  0.1385%  vom  Basissatz  führte  (Grundlagenblatt 
2007, Ziff. 3.4).

Die  Summe  der  kredibilisierten  Zu-  und  Abschläge  und  des  Basis-

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satzes ergibt den Bedarfssatz des Betriebs. Vom Basissatz von 5.21% 
war  demnach  0.6438% und  0.1385% in  Abzug  zu bringen,  weshalb 
der  Bedarfssatz  des  Betriebes  4.4277%  beträgt  (Grundlagenblatt 
2007, Ziff. 3.5). Der diesem Satz am nächsten liegende Nettoprämien-
satz des BUV-Grundtarifs ist derjenige der Stufe 112 mit 4.5%. 

5.1.3 Der Betrieb der Beschwerdeführerin ist demnach entsprechend 
seines aufgrund des BMS 03 ermittelten Bedarfssatzes im Prämien-
tarif 2007 eingereiht (Stufe 112). 

5.2 Zu prüfen bleibt,  ob die  über zwei  Jahre verteilte  Erhöhung des 
Prämiensatzes, welche auf  den BMS-Systemwechsel  zurückzuführen 
ist, zulässig war.

5.2.1 Im Jahr 2006 galt  für  die Gipsergeschäfte (Klasse 44D, Unter-
klassenteil B0) noch die Stufe 116 bzw. ein Basissatz von 5.47%. Die 
Bonus-Malus-Berechnung – die von der Rekurskommission UV über-
prüft  wurde  –  ergab  unter  Berücksichtigung  des  BMS-relevanten 
Aufwandes einen Bedarfssatz  des Betriebes von 4.6856% (Grundla-
genblatt  2006,  Ziff. 3). In ihrem die Beschwerdeführerin  betreffenden 
Urteil  REKU  654/06  hat  die  Rekurskommission  UV  darauf  hinge-
wiesen, dass die zu verfügende Prämie schrittweise an den aufgrund 
des BMS 03 ermittelten  Bedarfssatz  angepasst  werde. Die  jährliche 
Abweichung im Vergleich  zum Vorjahr  sei  auf  höchstens  vier  Stufen 
beschränkt. Deshalb sei der Betrieb per 1. Januar 2006 der Stufe 109 
mit  einem Nettoprämiensatz  von 3.89% zugeteilt  worden,  obwohl  er 
entsprechend  dem  Bedarfssatz  in  eine  bedeutend  höhere  Stufe 
einzureihen gewesen wäre (E. 7b). 

Bei  einem  Bedarfssatz  von  4.658%  wäre  für  das  Jahr  2006  der 
Nettoprämiensatz  der  Stufe  113  von  4.72%  zu  verfügen  gewesen, 
wenn nicht die Übergangsregel der SUVA zur Anwendung gekommen 
wäre, wonach der Prämiensatz eines Betriebes jährlich maximal vier 
Stufen (bzw. maximal 22%) angehoben werden darf. Sowohl aus dem 
Urteil  REKU  654/06  als  auch  aus  der  im  Verfahren  REKU  654/06 
eingereichten Beschwerdeantwort der SUVA (vgl. auch Akt. 5/2) geht 
klar hervor, dass die Beschränkung einer Erhöhung auf vier Stufen für 
die  jährlichen  Anpassungen  gilt  und  nicht  als  absolute  Grenze  zu 
verstehen  ist.  Im  Weiteren  haben  weder  die  SUVA  noch  die 
Rekurskommission  Zweifel  daran  aufkommen  lassen,  dass  im 
Folgejahr  wiederum  eine  Erhöhung  des  Prämiensatzes  zu  erwarten 

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sein  würde,  weil  der  für  das  Jahr  2006  verfügte  Prämiensatz  noch 
nicht  dem  Bedarfssatz  entsprach  und  die  zu  verfügende  Prämie 
demnach schrittweise dem Bedarfssatz anzupassen war. 

5.2.2 Daran vermag auch die von der  Beschwerdeführerin  mehrfach 
zitierte  Aussage  im  Urteil  REKU  654/06  (E. 10),  betreffend  die 
Übergangsregel  der  SUVA,  wonach  grundsätzlich  eine  Prämienän-
derung  bedingt  durch  den  Systemwechsel  maximal  25%  betragen 
dürfe (gemäss aktueller Praxis der SUVA wird die jährliche Erhöhung 
auf 22% limitiert). Zu diesem Aspekt wird gleich anschliessend auf die 
Erwägung 13 verwiesen, aus welcher wiederum hervorgeht, dass hier 
die vier-Stufen-Regel  in  Frage steht,  welche nach der Regelung der 
SUVA  die  maximale  Prämiensatzerhöhung  pro  Jahr  festlegt.  Der 
Rekurskommission  UV  erschien  zwar  fraglich,  ob  grundsätzlich  – 
angesichts  der  überproportional  steigenden  Prämien  im  Tarif  –  eine 
um vier Stufen höhere Neueinreihung in jedem Fall verhältnismässig 
sei. Im Fall der Beschwerdeführerin erachtete sie aber die Erhöhung 
von rund 21.5% als noch nicht unverhältnismässig, zumal die Prämien-
erhöhung  eine  Folge  der  Tarifänderung  war  und  der  Betrieb  immer 
noch unterhalb des Basissatzes der Branche eingereiht wurde.

Im  Übrigen  ist  das  vorgebrachte  Argument  schon  deshalb  nicht  zu 
hören, weil ansonsten Betriebe, die unter einem alten Prämienberech-
nungssystem  einen  grossen  Bonus  zu  verzeichnen  hatten,  diesen 
auch  unter  einem  neuen  System  zumindest  teilweise  weiterführen 
könnten.  Dies  ist  nicht  zu  rechtfertigen,  zumal  das  BMS  95  eben 
gerade  auch  zufällige  Ergebnisse  zeigen  konnte.  Mit  dem  neuen 
System  werden  diese  Mängel  durch  die  Kredibilisierung  abge-
schwächt,  weshalb  es  nicht  sachgerecht  sein  kann,  dass  das  neue 
System diese positive Wirkung deshalb nicht entfalten kann, weil eine 
Regel  –  wie  sie  der  Beschwerde  führende  Betrieb  vorbringt  –  zur 
Anwendung gelangt. Dagegen würden auch Gründe der rechtsgleichen 
Behandlung  der  Betriebe  sprechen,  was  der  Beschwerdeführerin 
überdies schnell klar würde, wenn sie unter dem alten BMS 95 einen 
grösseren Malus zu verzeichnen gehabt hätte. 

Die  von  der  Beschwerdeführerin  vorgebrachte  Rüge  betreffend  Ver-
letzung des Grundsatzes der Rechtssicherheit ist ebenso unbegründet 
wie das Vorbringen,  sie  habe darauf  vertrauen dürfen,  dass im Jahr 
2007 keine weitere Prämienerhöhung aufgrund des Systemwechsels 
erfolge. 

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5.3 Der angefochtene Entscheid verletzt  – entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführerin – weder das Legalitätsprinzip noch Art. 92 Abs. 2 
UVG.

5.3.1 Gemäss  Art. 92  Abs.  2  UVG  werden  für  die  Bemessung  der 
Prämien  in  der  Berufsunfallversicherung  die  Betriebe  nach  ihrer  Art 
und  ihren  Verhältnissen  in  Klassen  des  Prämientarifs  und  innerhalb 
dieser in Stufen eingereiht. Massgebend sind dabei insbesondere die 
Unfallgefahr  und  der  Stand  der  Unfallverhütung.  Die  Betriebe  oder 
Betriebsteile  sind  so  in  Klassen  und  Stufen  des  Prämientarifs 
einzureihen, dass die Kosten der Berufsunfälle und Berufskrankheiten 
einer  Risikogemeinschaft  voraussichtlich  aus  den  Nettoprämien 
bestritten  werden  können  (Art. 113  Abs. 1  der  Verordnung  über  die 
Unfallversicherung  vom  20.  Dezember  1982  [UVV,  SR  832.202]). 
Aufgrund  der  Risikoerfahrungen  kann  die  Zuteilung  bestimmter 
Betriebe zu den Klassen und Stufen des Prämientarifs jeweils auf den 
Beginn  des  Rechnungsjahres  ändern  (Art. 92  Abs. 5  UVG).  Die 
Betriebe oder Betriebsteile sind folglich nach Massgabe ihres Risikos 
in  die  Klassen  und  Stufen des  Prämientarifs  einzuteilen  (Grundsatz 
der  risikogerechten  Prämien)  und  nicht  nach  den  Kosten  ihrer 
Schadenfälle.

Dem  Versicherungsprinzip  ist  inhärent,  dass  Betriebe  mit  hohen 
Kosten durch Betriebe mit niedrigen Kosten mitfinanziert werden. Die 
Prämie kann demnach nicht eine direkte Gegenleistung für die Unfall-
kosten eines bestimmten Betriebs sein,  sondern  eine Gegenleistung 
dafür,  dass  die  Versicherung  bei  Verwirklichung  entsprechender 
Risiken auch sehr hohe Kosten, die weit über den geleisteten Prämien 
liegen,  zu  übernehmen  hat.  Deshalb  sollen  mit  den  Prämien  die 
Kosten einer Risikogemeinschaft (und nicht die Kosten eines einzelnen 
Betriebes,  sofern  es  sich  nicht  um  einen  Grossbetrieb  handelt,  bei 
dem die Erfahrungstarifierung zur Anwendung kommt) finanziert  wer-
den. Mit einem Bonus-Malus-System können zwar Betriebe, die wenig 
Kosten verursachen, von einem Bonus profitieren, damit wird aber das 
Versicherungsprinzip, welches am Risiko anknüpft, nicht aufgehoben. 

5.3.2 Wie die  Rekurskommission UV bereits  ausgeführt  hat,  gibt  es 
weder  einen  Anspruch  auf  gleichbleibende  Prämien  noch  einen 
Anspruch auf einen gleichbleibenden Tarif, weshalb im Übrigen auf die 
Erwägungen  9  und  10  im  –  die  Beschwerdeführerin  betreffenden  – 
Urteil REKU 654/06 verwiesen werden kann. Daraus geht auch hervor, 

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dass die SUVA befugt war, die Prämienbemessungsfaktoren zu ändern 
mit  der  Folge,  dass  die  Betriebe in  der  Regel  neu  in  den Tarif  ein-
gereiht werden (vgl. auch Urteil BVGer C-3189/2006 vom 5. Mai 2008 
E. 8.5.3;  Urteil  der  Rekurskommission  UV vom 13. Dezember  2004, 
publiziert in VPB 69.73, E. 8 f.).

Weder Art. 92 UVG noch das Legalitätsprinzip steht der hier streitigen 
Prämienerhöhung entgegen.

5.4 Die  Beschwerdeführerin  bringt  zudem  vor,  eine  Erhöhung  des 
Prämiensatzes  um rund  40.1% von 2005  bis  2007 sei  unverhältnis-
mässig. 

5.4.1 Die  Rechtsprechung  zur  Verhältnismässigkeit  einer  Prämien-
erhöhung bezieht sich auf die Zulässigkeit einer jährlichen Erhöhung. 
Danach kann eine einzelne Prämienerhöhung von 20% jedenfalls noch 
nicht  als  unverhältnismässig  bezeichnet  werden  (RKUV  2004  Nr. 
U 525 S. 549 E. 6; Urteil der Rekurskommission UV vom 13. Dezem-
ber 2004, publiziert in VPB 69.73, E. 12). Geht es um eine Prämiener-
höhung aufgrund einer  Tarifänderung,  kann jedoch auch eine etwas 
höhere  Prämienänderung  akzeptabel  sein  (Urteil  REKU  654/06 
E. 13c). 

5.4.2 Unverhältnismässig könnte eine Prämienerhöhung – unabhängig 
davon, ob diese Erhöhung auf ein Jahr beschränkt oder auf mehrere 
Jahre verteilt wird – insbesondere dann sein, wenn ein einziger Unfall 
mit  Kostenfolgen einen massiven Anstieg der Prämien auf  weit  über 
dem Basissatz der Branche zur Folge hätte. Dahinter würde dann aber 
die Überlegung stehen,  dass die Prämie in einem solchen Fall  nicht 
mehr  Ausdruck  eines  statistisch  einigermassen  plausiblen  Risikos 
wäre.  Weil  mit  dem  BMS  03  der  Aussagekraft  der  Zahlen  eines 
Betriebes  (Kredibilität)  gegenüber  dem  BMS  95  mehr  Gewicht 
zugemessen wird, werden solche zufallsabhängige Schwankungen der 
Prämiensätze vermindert,  was die Rechtsprechung auch als wesent-
lichen  Vorteil  des  BMS 03  gegenüber  dem BMS 95  bezeichnet  hat 
(Urteil der Rekurskommission UV vom 13. Dezember 2004, publiziert 
in VPB 69.73, E. 7; Urteil BGer C-3189/2006 vom 5. Mai 2008 E. 8.4 
und E. 8.5.1).

Im vorliegenden Fall steht nicht in Frage, wie weit über dem Basissatz 
der Branche (hier der Gipsergeschäfte) der Prämiensatz des Betriebes 
festgelegt  werden  darf,  sondern  ob  es  zulässig  ist,  dass  er  seinen 

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unter  dem alten  BMS 95 gewährten Bonus teilweise  verliert.  Würde 
man  der  Argumentation  der  Beschwerdeführerin  folgen  und  eine 
solche Prämienerhöhung, welche sich mehr dem Basissatz annähert, 
als unzulässig betrachten, hätte ein Systemwechsel vom BMS 95 zum 
BMS 03 gar nicht vollzogen werden können. 

Ausdruck des Verhältnismässigkeitsprinzips ist aber, dass die Prämien 
für  Betriebe,  die  nach  dem  BMS  95  von  einem  sehr  hohen  Bonus 
profitieren  konnten  und  mit  dem  Wechsel  zum  BMS  03  einen  viel 
höheren Bedarfssatz ausweisen, nicht unmittelbar mit der Einführung 
des BMS 03 auf den neuen Bedarfssatz angehoben wurden. Vielmehr 
wurde  die  jährliche  Erhöhung  auf  vier  Stufen bzw. 22% beschränkt. 
Dies  bedeutet,  dass  die  Prämien schrittweise,  über  zwei  oder  mehr 
Jahre verteilt, zu erhöhen sind, wenn die Anpassung an den Bedarfs-
satz nicht in einem einzigen Schritt erfolgen kann. Der Vollständigkeit 
halber  sei  die  Beschwerdeführerin  auch  darauf  hingewiesen,  dass 
selbst eine Prämie über dem Basissatz nicht alleine aus diesem Grund 
schon unverhältnismässig wäre.

5.4.3 Per  1. Januar  2007  wurde  der  Nettoprämiensatz  von  3.89% 
(Stufe 109)  auf  4.5% (Stufe 112)  angehoben. Eine solche Erhöhung 
um 15.68% kann im Lichte der vorstehend zitierten Rechtsprechung 
nicht als unverhältnismässig bezeichnet werden.

5.5 Zusammenfassend erweisen sich die von der Beschwerdeführerin 
vorgebrachten  Rügen  betreffend  die  Einreihung  ihres  Betriebs  im 
Prämientarif  BUV 2007  als  unbegründet.  Die  Beschwerde  ist  daher 
abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 1. März 2007 zu bestä-
tigen.

6.

6.1 Laut  Art.  63  Abs. 1  VwVG sind  die  Verfahrenskosten  der  unter-
liegenden Partei  aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss 
zu berücksichtigen ist. Da die Beschwerdeführerin unterlegen ist, hat 
sie  die  Verfahrenskosten  zu  tragen.  Diese  bemessen  sich  nach 
Umfang  und  Schwierigkeit  der  Streitsache,  Art  der  Prozessführung 
und finanzieller Lage der Parteien (vgl. Art. 2 Abs. 1 des Reglements 
vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor 
dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]).  Bei  Streitig-
keiten mit  Vermögensinteresse beträgt die Gerichtsgebühr bei einem 

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Streitwert bis Fr. 10'000.- zwischen Fr. 200.- und 5'000.- (Art. 4 VGKE). 
Die Verfahrenskosten sind vorliegend auf Fr. 750.- festzulegen.

6.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige  und verhält-
nismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 
Die Vorinstanz hat als mit einer öffentlichen Aufgabe betraute Organi-
sation  jedoch  keinen  Anspruch  auf  Parteientschädigung  (vgl.  Art. 7 
Abs. 3 VGKE sowie BGE 128 V 124 E. 5b).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 750.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 750.- verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Gesundheit, Dienstbereich Kranken- und Unfall-

versicherung

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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