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**Case Identifier:** 5efec8d7-5a56-5ad1-bb11-cbe454aac398
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.09.2021 100 2020 315
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-315_2021-09-27.pdf

## Full Text

100.2020.315U publiziert in BVR 2022 S. 406
STE/SES/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. September 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Seiler

A.________ B.V.
vertreten durch Rechtsanwalt …

Beschwerdeführerin

gegen

Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli 
Schloss 1, 3800 Interlaken

sowie

Gemischte Gemeinde B.________

betreffend Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland 
(Feststellungsverfügung des Regierungsstatthalteramts Interlaken-
Oberhasli vom 7. Juli 2020; BewG 13/2020)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.09.2021, Nr. 100.2020.315U, 
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Sachverhalt:

A.

Die A.________ B.V. ist eine niederländische Gesellschaft mit Sitz in 
D._______. In der Gemischten Gemeinde (GG) B.________ baut sie 
zusammen mit der C.________ AG eine Ferienanlage mit 155 Wohnungen 
(nachfolgend: Resort), die hotelmässig bewirtschaftet werden sollen 
(Apparthotel). Für die Mitarbeitenden des Resorts will die A.________ B.V. 
in dessen Nähe ein Personalhaus mit rund 60 Wohneinheiten bauen. Mit 
Gesuch vom 22. Mai 2020 beantragte sie beim Regierungsstatthalteramt 
Interlaken-Oberhasli, es sei festzustellen, dass sie hierfür das Grundstück 
B.________ Gbbl. Nr. 1________ ohne Bewilligung nach dem 
Bundesgesetz vom 16. Dezember 1983 über den Erwerb von Grundstücken 
durch Personen im Ausland (BewG; SR 211.412.41) erwerben dürfe. Die GG 
B.________ stimmte diesem Begehren zu. Der stellvertretende Regierungs-
statthalter von Interlaken-Oberhasli wies das Gesuch am 7. Juli 2020 ab und 
stellte die Bewilligungspflicht des Grundstückerwerbs fest.

B.

Dagegen hat die A.________ B.V. am 7. August 2020 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben und beantragt, die Verfügung vom 7. Juli 
2020 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass sie das Grundstück 
Nr. 1________ ohne Bewilligung nach BewG erwerben dürfe. Eventuell sei 
die Verfügung vom 7. Juli 2020 aufzuheben und die Sache zur neuen 
Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Mit Vernehmlassung vom 13. August 2020 beantragt der stellvertretende 
Regierungsstatthalter Abweisung der Beschwerde. Die GG B.________ hat 
auf eine Stellungnahme verzichtet, hält aber an ihrem Beschluss fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.09.2021, Nr. 100.2020.315U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 15 Abs. 1 Bst. c BewG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 des Ein-
führungsgesetzes vom 25. September 1988 zum BewG [EG BewG; 
BSG 215.126.1]). 

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. So-
weit sie deren Aufhebung verlangt (Rechtsbegehren 1), ist sie ohne weiteres 
zur Beschwerde befugt (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 20 Abs. 2 Bst. a 
BewG). Darüber hinaus beantragt sie, es sei festzustellen, dass sie keiner 
Bewilligungspflicht nach BewG unterstehe (Rechtsbegehren 2). Zwar sind 
Feststellungsbegehren gegenüber Leistungs- oder Gestaltungsbegehren 
subsidiär (vgl. BVR 2016 S. 273 E. 2.2, 2010 S. 337 E. 3.2 mit Hinweisen; 
Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 73). Steht aber die Bewilligungspflicht an sich in 
Frage, ist ein Leistungsbegehren nicht zielführend, da die Beschwerdefüh-
rerin gerade nicht um eine Bewilligung ersuchen will. Art. 17 Abs. 1 BewG 
sieht denn auch vor, dass Erwerberinnen oder Erwerber, deren Bewilligungs-
pflicht sich nicht ohne weiteres ausschliessen lässt, spätestens nach dem 
Abschluss des Rechtsgeschäfts oder, mangels dessen, nach dem Erwerb 
um die Feststellung nachzusuchen haben, dass sie keiner Bewilligung be-
dürfen. Die Beschwerdeführerin hat folglich auch an ihrem Feststellungsbe-
gehren ein schutzwürdiges Interesse (vgl. auch BGE 2C_589/2020 vom 
22.3.2021 E. 1.2). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG; vgl. auch Art. 20 Abs. 3 BewG). Auf die 
Beschwerde ist einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

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2.

2.1 Die Beschwerdeführerin möchte in unmittelbarer Nähe des im Bau 
befindlichen Resorts eine Unterkunft für das Personal erstellen und hierfür 
die unbebaute Parzelle Nr. 1________ erwerben. Personen im Ausland 
bedürfen für den Erwerb von Grundstücken einer Bewilligung der 
zuständigen kantonalen Behörde, soweit nicht eine Ausnahme nach Art. 2 
Abs. 2 oder Art. 7 BewG vorliegt (Art. 2 Abs. 1 BewG). Die 
Beschwerdeführerin anerkennt, dass die subjektive und die objektive 
Voraussetzung für die Bewilligungspflicht (Person im Ausland, Art. 5 Abs. 1 
Bst. b BewG; Erwerb eines Grundstücks, Art. 4 Abs. 1 Bst. a BewG) 
gegeben sind (Beschwerde Ziff. 26). Streitig ist hingegen, ob sich die 
Beschwerdeführerin auf Art. 2 Abs. 2 Bst. a BewG berufen kann. Danach 
bedarf der Erwerb keiner Bewilligung, wenn das Grundstück als ständige 
Betriebsstätte eines Handels-, Fabrikations- oder eines anderen nach 
kaufmännischer Art geführten Gewerbes, eines Handwerksbetriebs oder 
eines freien Berufs dient. 

2.2 Die Vorinstanz hat erwogen, ein Personalhaus für ein Hotel oder ein 
Ferienresort könne als Teil der Betriebsstätte grundsätzlich bewilligungsfrei 
erworben werden (angefochtene Verfügung E. 3). Nach den kommunalen 
Bauvorschriften müsse auf der fraglichen Parzelle jedoch ein Erstwohnungs-
anteil von 50 % eingehalten werden (angefochtene Verfügung E. 4.1), wes-
halb das geplante Gebäude kein Personalhaus und keine Betriebsstätte 
mehr wäre, sondern ein Wohnhaus. Das Erstellen und Vermieten von Wohn-
raum sei keine wirtschaftliche Tätigkeit im Sinn von Art. 2 Abs. 2 Bst. a 
BewG, der Erwerb somit bewilligungspflichtig (angefochtene Verfügung 
E. 4.3). – Nach der Beschwerdeführerin sind baurechtliche Vorschriften für 
die Frage der Bewilligungspflicht nach BewG nicht entscheidend und selbst 
wenn, änderten die Vorschriften über den Erstwohnungsanteil aus der Sicht 
des BewG nichts an der Eigenschaft des Personalhauses als Teil der Be-
triebsstätte (Beschwerde Ziff. 34 ff., 59 Bst. c f.). 

2.3 Das Verwaltungsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an 
(Art. 20a Abs. 1 VRPG). Es ist insbesondere nicht an die rechtlichen Vorbrin-
gen der Parteien gebunden und kann eine Beschwerde aus einem anderen 
als dem angerufenen Grund gutheissen bzw. eine Beschwerde mit einer von 

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der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen 
(sog. Substitution der Motive; BVR 2021 S. 285 E. 4.2, 2021 S. 139 E. 4.3, 
2020 S. 7 E. 2.2, je mit Hinweisen).

3.

3.1 Das BewG bezweckt gemäss Art. 1, die Überfremdung des einheimi-
schen Bodens zu verhindern und dementsprechend den Erwerb von Grund-
stücken durch Personen im Ausland zu beschränken. Laut Botschaft zum 
BewG stellt dies den einzigen Gesetzeszweck dar; er soll sicherstellen, dass 
der Boden in erster Linie den Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweiz 
vorbehalten bleibt, während der Umfang des Grundeigentums in der Hand 
von Personen im Ausland auf einem tragbaren Mass stabilisiert werden soll 
(Botschaft des Bundesrats zu einem Bundesgesetz über den Erwerb von 
Grundstücken durch Personen im Ausland und zur Volksinitiative «gegen 
den Ausverkauf der Heimat», in BBl 1981 III 585 ff., 617, 619; zum Ganzen 
BGE 2C_589/2020 vom 22.3.2021 E. 4.2). 

3.2 Nach der ursprünglichen Fassung des BewG konnte der Grund-
stückserwerb zu Betriebszwecken bewilligt werden (aArt. 8 Abs. 1 Bst. a 
BewG; AS 1984 S. 1148, 1151), wobei die Erwerberin oder der Erwerber den 
Betrieb tatsächlich leiten musste (aArt. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 1. Ok-
tober 1984 über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland, 
BewV; SR 211.412.411, ursprüngliche Fassung AS 1984 S. 1164, 1165). 
Die Gesetzesänderung von 1997 brachte gewisse Erleichterungen mit sich; 
so ist der Erwerb eines Betriebsstättengrundstücks seither bewilligungsfrei 
(Art. 2 Abs. 2 Bst. a BewG) und als reine Kapitalanlage zulässig, d.h. die Er-
werberin oder der Erwerber muss den Betrieb nicht mehr selber führen (Bot-
schaft des Bundesrats über besondere konjunkturpolitische Massnahmen 
zur Substanzerhaltung der öffentlichen Infrastruktur und zur Förderung pri-
vater Investitionen im Energiebereich [Investitionsprogramm] sowie zur Er-
leichterung ausländischer Investitionen [nachfolgend: Botschaft Investitions-
programm], in BBl 1997 II 1221 ff., 1262; Christoph Bandli, Die Revision der 
Lex Friedrich vom 30. April 1997 – Impulse für die Bauwirtschaft?, in Bau-
recht 1998 S. 32 ff., 33). Massgebend für die Bewilligungspflicht ist unter an-

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derem der Nutzungszweck der Liegenschaft (BVR 2017 S. 399 E. 2.1; 
Geissmann/Huber/Wetzel, Grundstückerwerb in der Schweiz durch Perso-
nen im Ausland, 1997, N. 136 mit Hinweis). Bewilligungspflichtig ist auch der 
Erwerb von unbebautem Land in der Bauzone, ausser wenn darauf innert 
rund einem Jahr mit der Erstellung einer bewilligungsfreien Baute wie z.B. 
einer Betriebsstätte-Überbauung begonnen wird (Merkblatt des Bundesamts 
für Justiz zum Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland vom 
1.7.2009, Stand 12.5.2021 [nachfolgend: Merkblatt BJ], S. 6 Ziff. 6e; vgl. 
auch Art. 18a Abs. 1 Bst. b BewV; angefochtene Verfügung E. 3). 

3.3 Der Begriff der Betriebsstätte wird weder im BewG noch in der BewV 
näher definiert. Nach Art. 13 Abs. 1 der Verordnung vom 21. Dezember 1973 
über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (nachfol-
gend: BewV 1973; AS 1974 S. 94 ff.), dem Vorgängererlass der BewV 
(Art. 21 Abs. 1 Bst. a BewV), war eine Betriebsstätte eine «ständige und be-
triebsnotwendige Geschäftseinrichtung». Diese Bedeutung wurde in das 
BewG von 1983 und die BewV von 1984 übernommen (Mühle-
bach/Geissmann, Lex F., Kommentar zum BewG, 1986, Art. 8 N. 11) und 
auch mit der Revision von 1997 nicht ausgeweitet (BGE 2C_589/2020 vom 
22.3.2021 E. 4.6 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung setzt eine Be-
triebsstätte voraus, dass das fragliche Grundstück direkt der wirtschaftlichen 
Tätigkeit dient; diese muss in der Liegenschaft stattfinden 
(BGE 2C_589/2020 vom 22.3.2021 E. 4.3 mit Hinweisen). Dabei gilt die Er-
stellung oder gewerbsmässige Vermietung von Wohnraum, der nicht zu 
einem Hotel oder Apparthotel gehört, nicht als Betriebsstätte (ausdrücklich 
Art. 3 BewV; vgl. schon aArt. 3 Abs. 3 Bst. c BewV; BGE 2C_589/2020 vom 
22.3.2021 E. 4.4 f. mit Hinweisen; BGer 2C_639/2019 vom 10.7.2020, in 
SJ 2021 I S. 73 E. 7.1.3; Botschaft Investitionsprogramm S. 1262; Christoph 
Bandli, a.a.O., S. 33). Bestrebungen, das zu ändern, blieben auch in jünge-
rer Zeit erfolglos (BGE 2C_589/2020 vom 22.3.2021 E. 4.5 mit Hinweis auf 
die Zusatzbotschaft des Bundesrats zur Aufhebung des BewG [Verzicht auf 
die Aufhebung], in BBl 2013 S. 9069 ff., 9073 f.). Wohnungen können folg-
lich – ausser in den hier nicht gegebenen Fällen von Art. 2 Abs. 2 Bst. b und 
c BewG – nur bewilligungsfrei gekauft werden, wenn sie als Teil einer Be-
triebsstätte miterworben werden. Das ist der Fall, wenn die Wohnungen in 
Wohnanteilsvorschriften vorgeschrieben sind (Art. 2 Abs. 3 BewG), wenn sie 

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betriebsnotwendig erscheinen oder vom Betriebsstättengrundstück prak-
tisch nicht abgetrennt werden können (BGE 2C_589/2020 vom 22.3.2021 
E. 4.3; BGer 2C_639/2019 vom 10.7.2020, in SJ 2021 I S. 73 E. 7.1.1, 
2C_1041/2016 vom 28.9.2017 E. 3.2, 2A.103/2003 vom 8.7.2003, in 
ZBGR 2005 S. 199 E. 2). – Hier stehen weder Wohnanteilsvorschriften noch 
bauliche Verflechtungen zur Diskussion. Die Beschwerdeführerin darf das 
Grundstück für das Personalhaus folglich nur bewilligungsfrei erwerben, 
wenn es für das Resort betriebsnotwendig ist, wobei mit den Verfahrensbe-
teiligten anzunehmen ist, dass das Resort selbst ein Apparthotel im Sinn des 
BewG und damit eine Betriebsstätte darstellt (Art. 3 BewV im Umkehr-
schluss; Geissmann/Huber/Wetzel, a.a.O., N. 145). Dass das Grundstück 
zeitlich nach den Resortparzellen erworben werden soll, schliesst einen Mit-
erwerb noch nicht aus, kann sich die Notwendigkeit einer Wohnung in der 
Nähe eines Betriebs doch auch im Nachhinein ergeben (vgl. den Sachverhalt 
in BGer 2A.103/2003 vom 8.7.2003, in ZBGR 2005 S. 199; a.M. Baurekurs-
gericht des Kantons Zürich 16.12.2016, in BEZ 2017 Nr. 10 E. 5.2).

3.4 Der Begriff «betriebsnotwendig» wird weder im BewG noch in der 
BewV erwähnt und wurde auch in der BewV 1973 nicht näher definiert. Die 
betriebliche Notwendigkeit zeigt sich aber anerkanntermassen in flächen-
mässiger Hinsicht einerseits und in funktionaler andererseits. Das heisst, es 
darf nicht mehr an Grundstücken erworben werden, als dies für den Betrieb 
notwendig ist (unter Berücksichtigung angemessener Reserven; vgl. heute 
Art. 18a Abs. 1 Bst. c BewV), und es dürfen nur solche Grundstücke – und 
insbesondere bestehende Räumlichkeiten – erworben werden, deren beab-
sichtigte Nutzung für den Betrieb notwendig ist (Mühlebach/Geissmann, 
a.a.O., Art. 8 N. 11). Diese funktionale Betriebsnotwendigkeit ist auch für den 
Erwerb von Wohnungen im Zusammenhang mit Betriebsstätten vorausge-
setzt (Mühlebach/Geissmann, a.a.O., Art. 8 N. 14). Sie ist gegeben, wenn 
die ständige oder fast ständige Anwesenheit der Bewohnerin oder des Be-
wohners für den Betrieb unabdingbar ist, etwa für die Führung, Bedienung, 
Überwachung oder Sicherheit des Betriebs. Das kann z.B. bei einer Abwartin 
oder einem Abwart, einer Technikerin oder einem Techniker der Fall sein 
(Merkblatt BJ S. 5 Ziff. 6d; Geissmann/Huber/Wetzel, a.a.O., N. 145). Den 
Beispielen ist gemein, dass sich das «Dort-Wohnen» mit der geschäftlichen 
Verrichtung (z.B. Überwachung) vermischt, mithin nach Abschluss der tägli-

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chen Arbeit ein (menschliches) Einschreiten sofort notwendig werden 
könnte, ohne dass sich z.B. ein eigentlicher Bereitschaftsdienst rechtfertigt 
(vgl. BGer 2A.103/2003 vom 8.7.2003, in ZBGR 2005 S. 199 E. 3.3.2). Die 
Anforderungen an diese funktionale Verknüpfung sind streng (Gian Sandro 
Genna, Personen im Ausland und schweizerisches Grundeigentum, in 
Übersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, N. 19.26). Die Wohnung 
darf für den Betrieb nicht bloss vorteilhaft oder wünschbar sein. Nur in Aus-
nahmefällen kann deshalb der Erwerb von Angestelltenwohnungen bewilligt 
werden (Mühlebach/Geissmann, a.a.O., Art. 8 N. 14; vgl. auch Alfred Muff, 
Von der Lex von Moos zu der Lex Furgler, in ZBGR 1974 S. 129 ff., 137, 
wonach schon unter Geltung der Lex Furgler [Bundesbeschluss vom 
21.3.1973; AS 1974 S. 83 ff.] betriebseigene Personalwohnungen in der Re-
gel nicht als Betriebsstätten galten; ferner Entscheid der Rekurskommission 
für Grunderwerb Zürich vom 19.8.1998, in ZBGR 1999 S. 283 E. 4a). 

3.5 Rechtsprechung zur Betriebsnotwendigkeit von Wohnraum im Sinn 
des BewG besteht kaum. Im Urteil 2A.103/2003 des Bundesgerichts vom 
8. Juli 2003 (ZGBR 2005 S. 199) war nicht erstellt, dass bei einer Ölraffinerie 
Tag und Nacht Personal anwesend sein müsse, und selbst wenn, dass dies 
einzig mit Wohnungen in der Nähe des Betriebs sichergestellt werden 
könnte, zumal die Einrichtung eines Bereitschaftsdiensts denkbar gewesen 
wäre (E. 3.3.2). Mühlebach/Geissmann (a.a.O., Art. 8 N. 14) verweisen auf 
einen Entscheid des Regierungsrats des Kantons St. Gallen vom 10. Mai 
1977, der Wohnungen für Angestellte eines Fabrikationsbetriebs nicht als 
betriebsnotwendig erachtete (ZBGR 1979 S. 287), und auf ein Urteil des 
Verwaltungsgerichts Graubünden vom 5. März 1985, das den Erwerb einer 
Wohnung in der Nähe einer Seilbahn für den Betriebsleiter aus Sicherheits-
gründen zuliess. Dasselbe Gericht hatte sodann kürzlich einen mit dem vor-
liegenden Sachverhalt vergleichbaren Fall zu beurteilen und bejahte die 
Betriebsnotwendigkeit von Personalwohnungen für ein Hotel. Es stützte sich 
auf Stellungnahmen der Hotelbetreiberin und von hotelleriesuisse, wonach 
ein Saisonbetrieb in der Gastronomie die Mitarbeitenden in der Nähe benö-
tige, aufgrund der unregelmässigen Arbeitszeiten und weil der Arbeitsweg 
wegen der Zimmerstunde viermal pro Tag bewältigt werden müsse. Dies er-
fordere die ständige oder fast ständige Anwesenheit des Personals in der 
Nähe des Betriebs. Es sei sodann gerichtsnotorisch, dass in der Umgebung 

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kaum (erschwinglicher) Wohnraum zur Verfügung stehe und der Bedarf an 
Wohnraum stark schwanke, da es sich beim Hotelpersonal zu einem gros-
sen Teil um Saisonangestellte handle. Zudem sei die Möglichkeit, eigenen 
Wohnraum in der Nähe des Hotels anbieten zu können, ein wichtiges Argu-
ment im Wettbewerb um Personal. Das Verwaltungsgericht Graubünden 
betrachtete das Personalhaus deshalb als Teil der Betriebsstätte (VGer 
GR U 18 58 vom 3.6.2020 E. 3.5 ff.). Das Bundesgericht hob dieses Urteil 
auf. Es verneinte bereits einen Miterwerb, weil eine vom Hotel unabhängige 
Drittperson die Liegenschaft kaufen wollte; die Frage, ob die Personalwoh-
nungen betriebsnotwendig wären, liess es offen (BGE 2C_589/2020 vom 
22.3.2021 E. 4.8).

3.6 Die Beschwerdeführerin führt aus, um das Resort betreiben zu kön-
nen, benötige sie genügend Personalunterkünfte in unmittelbarer Nähe. Der 
Wohnungsmarkt sei in der Region rund um das Resort ausgetrocknet. Ohne 
Personalhaus werde es an genügend erschwinglichem Wohnraum fehlen. 
Zudem sei das Resort eher schlecht an den öffentlichen Verkehr angebun-
den (Beschwerde Ziff. 15). Das sei insbesondere aufgrund der Schichtarbeit 
(Beginn früh morgens, Ende spät abends) problematisch, zumal viele Sai-
sonmitarbeitende angestellt würden, die in der Regel nicht über ein eigenes 
Auto verfügten (Gesuch vom 22.5.2020, act. 3A pag. 11 f.). – Zweifellos ist 
das Resort, wie jede andere Betriebsstätte, auf Mitarbeitende angewiesen 
und bei einem 24-Stunden-Betrieb, wie ihn die Beschwerdeführerin vorsieht 
(Konzept Personalunterkunft act. 3A pag. 35), muss unstreitig ständig Per-
sonal anwesend sein. Die einzelnen Mitarbeitenden leisten indes Schichtar-
beit und wechseln sich ab. Nicht jede einzelne Person muss rund um die Uhr 
verfügbar sein. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, dass den Mit-
arbeitenden nach dem Arbeitseinsatz weitere Aufgaben wie z.B. Überwa-
chungsfunktionen zukommen. Davon ist auch nicht auszugehen oder höchs-
tens für einige wenige Angestellte. Aus der Sicht des Resorts, und auf diese 
kommt es an, ist es deshalb nicht notwendig, dass sich (fast) sämtliche Mit-
arbeitende ständig in der Nähe des Betriebs aufhalten. Daran ändern weder 
unregelmässige Arbeitszeiten noch Zimmerstunden etwas. Das Resort der 
Beschwerdeführerin unterscheidet sich denn auch nicht von anderen Betrie-
ben, in welchen ähnliche Arbeitszeiten gelten (z.B. Spitäler, Fabrikations- 
oder Verkehrsbetriebe). Zwar mag zutreffen, dass in unmittelbarer Nähe 

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kaum erschwinglicher Wohnraum und auch nicht rund um die Uhr öffentliche 
Verkehrsmittel zur Verfügung stehen. Das hat aber vorab Auswirkungen auf 
die Länge des Arbeitswegs der Mitarbeitenden und die Art und Weise, wie 
sie ihn zurücklegen können. Gegebenenfalls könnte die Beschwerdeführerin 
einen Fahrdienst einrichten, den Mitarbeitenden bei der Suche nach einer 
Unterkunft behilflich sein und ihnen Aufenthaltsräume für die Zimmerstunde 
zur Verfügung stellen. Ebenso wenig ist ausgeschlossen, dass sie allfällige 
Nachteile im «Wettbewerb um Mitarbeitende» (Konzept Personalunterkunft, 
act. 3A pag. 38) durch besondere Anreize ausgleichen muss. All das führt 
aber nicht dazu, dass sich eine Vielzahl von Mitarbeitenden (fast) ständig in 
der Nähe des Betriebs aufhalten müsste. Das Gericht verkennt dabei nicht, 
dass ein betriebseigenes Personalhaus Vereinfachungen mit sich brächte; 
allein, dass nahe gelegener Wohnraum vorteilhaft oder wünschbar wäre, 
reicht nicht aus (vorne E. 3.4). Daran ändert schliesslich nichts, dass die Be-
schwerdeführerin die Wohneinheiten unter dem marktüblichen Preis an ihre 
Mitarbeitenden vermieten will und keine gewerbsmässige Vermietung beab-
sichtigt (Beschwerde Ziff. 31).

3.7 Nach dem Gesagten erweist sich ein Personalhaus für das Resort 
nicht als betriebsnotwendig. Die Beschwerdeführerin darf das Grundstück 
folglich nicht bewilligungsfrei erwerben. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

4.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kosten-
pflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli
- Gemischte Gemeinde B.________
- Amt für Wirtschaft
- Bundesamt für Justiz

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.