# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c08d370-f7d0-5b3c-ad4e-3655ca2c262c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.12.2008 D-7865/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7865-2008_2008-12-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7865/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. Dezember 2008 7 N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7865/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer,  eigenen Angaben zufolge ein  nigeriani-
scher Staatsangehöriger der Ethnie Isha aus Z._______ (Delta State), 
am 10. November 2008 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 13. November 2008 im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (EVZ)  Basel  die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob 
und ihn summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für das Ver-
lassen des Heimatlandes befragte und ihn am 25. November 2008 ein-
lässlich zu den Asylgründen anhörte,

dass das BFM mit - am gleichen Tag eröffneter - Verfügung vom 3. De-
zember 2008 in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgeset-
zes  vom 26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Dezember 2008 (Post-
stempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
durch  seinen  Rechtsvertreter  Beschwerde  erheben  und  beantragen 
liess, es sei der Flüchtlingsstatus, eventualiter die vorläufige Aufnahme 
zwecks Beschaffung rechtsgenüglicher Identitätspapiere zu gewähren 
und die Wegweisung zu annullieren bzw. auszusetzen, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2007/8  insbes. 
E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des  Asylgesuches  im  EVZ  Basel  bzw. in  den  48 Stunden  nach  der 
diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein 
Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- 
oder Identitätspapieren erklärte, er habe seinen Pass zuhause in Nige-
ria gelassen, weil er auf der Flucht gewesen und dieser von keinem 
Nutzen gewesen sei (vgl. act. A1/9 S. 3 und A6/12 S. 3),

dass er die Identitätskarte nicht abgeholt habe, als alle Leute daktylos-
kopiert worden seien, weil es jedes Mal eine lange Warteschlange ge-
habt habe (vgl. act. A1/9 S. 4),

dass er ohne Papiere mit nur einem Schiff drei Wochen von Nigeria in 
das Land des weissen Mannes gereist sei, er nach ein paar Schritten 
auf Englisch jemanden nach dem Weg zum Flüchtlingszentrum gefragt 

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und das Tram Nr. 11 zum EVZ Basel genommen habe (vgl. act. A1/9 
S. 4 und 6 und A6/12 S. 3 und 4),

dass  das  BFM  das  Vorliegen  von  entschuldbaren  Gründen  für  das 
Nichtabgeben  von  Reise-  und  Identitätspapieren  verneinte,  dies  mit 
der  Begründung,  die  Reiseschilderung  des  Beschwerdeführers,  wo-
nach er von Lagos bis in die Schweiz auf einem grossen Schiff gefah-
ren sei und, nachdem er dieses verlassen habe, ein kurzes Stück zu 
Fuss gegangen sei und anschliessend mit dem Tram bis zum EVZ Ba-
sel gefahren sei, lasse sich allein schon hinsichtlich der technischen 
Unmöglichkeit aufgrund der Topographie nicht mit der Wirklichkeit ver-
einbaren,  weshalb der angebliche Reiseweg als realitätsfremd sowie 
unsubstanziiert  geschildert  zu  qualifizieren  sei  und  dieser  nicht  ge-
glaubt werden könne,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  bis  zum  Entscheiderlass  nichts 
Konkretes  unternommen,  um  die  fehlenden  Papiere  nachzureichen, 
obschon  er  mit  Einreichen  seines  Asylgesuchs  schriftlich  auf  diese 
Obliegenheit hingewiesen worden sei,

dass grundsätzlich davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer sei 
sich bewusst gewesen - zumal er einen Reisepass besitze - dass er 
sich in jedem Gast- bzw. Asylland über seine Identität rechtsgenüglich 
ausweisen können müsse,

dass die Aussage, er habe diesen wegen der überstürzten Ausreise 
zurückgelassen, nicht überzeugen könne und als stereotyp zu werten 
sei, da sich aus den Vorbringen ergebe, er habe den Entschluss zur 
Flucht bereits zu Hause gefasst, er somit die Möglichkeit zur Mitnahme 
des wichtigen Dokuments gehabt habe,

dass aufgrund dieser Einschätzung sowie der allgemeinen bekannten 
Tatsache,  dass  Asylgesuchsteller  von  Schleppern  instruiert  würden, 
vielmehr davon auszugehen sei, er enthalte dem BFM seine Ausweise 
vor, um den tatsächlichen Reiseweg zu verheimlichen oder eine allfälli-
ge Wegweisung zu verzögern, bzw. gar zu verhindern,

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es dem Be-
schwerdeführer verunmöglichen würden, ein rechtsgenügliches Identi-
tätspapier einzureichen,

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dass  in  der  Eingabe  vom  9. Dezember  2008  eingewendet  wird,  es 
handle sich beim Beschwerdeführer um einen jungen Mann, der sich 
noch nie in einer auch nur annähernd vergleichbaren Situation befun-
den habe und allfällige Widersprüche oder Ungenauigkeiten auch un-
ter Berücksichtigung dieses Aspekts zu berücksichtigen seien,

dass der  Rechtsvertreter  geltend macht,  er  habe seinen Mandanten 
auf  die  Wichtigkeit  derartiger  Dokumente  aufmerksam  gemacht  und 
ihn angewiesen, sich diesbezüglich mit der Botschaft Nigerias in Bern 
in Verbindung zu setzen,

dass diese Einwendungen im vorliegenden Fall nicht stichhaltig sind, 
da davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer greife bei der Schil-
derung seiner Vorbringen auf selbst Erlebtes zurück, weshalb er in der 
Lage sein müsste, seine Reise von Lagos in die Schweiz authentisch 
zu erzählen, 

dass die angeblich ohne Reisepapiere erfolgte interkontinentale Reise 
in einem Schiff von Lagos direkt nach Basel, wie das BFM zu Recht 
feststellte, realitätsfremd erscheint,

dass  das  BFM  demnach  zu  Recht  davon  ausgegangen  ist,  für  das 
Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der Frist 
von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs würden keine ent-
schuldbaren Gründe vorliegen,

dass ergänzend anzufügen ist, dass es bei der 48-Stunden-Frist von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, 
sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die 
Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa 
S. 109 f.), weshalb sich an dieser Beurteilung selbst dann nichts än-
dern würde, wenn sich der Beschwerdeführer - wie in der Beschwerde 
ausgeführt - bei der nigerianischen Vertretung in Bern um die Ausstel-
lung  von  neuen  Reise-  oder  Identitätspapiere  bemühen  und  diese 
nachträglich einreichen würde,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuches im We-
sentlichen geltend machte, er habe sich der bewaffneten Gruppierung 
um  B._______,  der  eine  einflussreiche  Person  der  Partei  PDP 
(People's  Democratic  Party)  sei,  angeschlossen,  welche  durch 
gesetzeswidrige  Handlungen  Wahlen  manipuliert,  Personen  die  der 

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PDP im Weg gestanden seien, getötet und Mitarbeiter internationaler 
und nationaler Ölgesellschaften entführt habe,

dass er nach einem Gesinnungswandel durch die Kirche, die Entfüh-
rung von C._______, einem Mitarbeiter einer internationalen Ölgesell-
schaft, vereitelt habe, weshalb ihm die Gruppe nun nachstelle, er um 
sein Leben fürchte und in diesem Zusammenhang auch seinen Bruder 
getötet worden sei,

dass für die weiteren Einzelheiten betreffend den zur Begründung des 
Asylgesuchs  geltend  gemachten  Sachverhalt  auf  die  Protokolle  der 
Befragung  vom 13. November  2008  und  der  Anhörung  vom 25. No-
vember 2008 sowie auf die Verfügung vom 3. Dezember 2008 zu ver-
weisen ist,

dass das BFM in der  angefochtenen Verfügung mit  zutreffender  Be-
gründung dargelegt hat, weshalb die Ausführungen des Beschwerde-
führers  zur  Begründung seines  Asylgesuches einerseits  nicht  glaub-
haft sind und andererseits der Asylrelevanz entbehren,

dass diesbezüglich auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfü-
gung zu verweisen ist,

dass in der Beschwerde nicht substanziiert dargelegt wurde, inwiefern 
das  BFM die  Asylvorbringen des Beschwerdeführers  zu  Unrecht  als 
unglaubhaft beurteilt haben soll, sondern lediglich behauptet wird, der 
Beschwerdeführer sei aufgrund der Vorkommnisse an Leib und Leben 
gefährdet,

dass  den  bereits  vom BFM  zu  Recht  geäusserten  Zweifeln  an  der 
Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers anzufügen ist, 
dass dieser  anlässlich  der  Anhörung zwar  beteuerte,  es gebe keine 
Möglichkeit, der Polizei die Sache mit Jeffrey und der Gruppierung mit-
zuteilen, weil die Leute selbst in der Polizei seien und Nigeria kontrol-
lieren würden,

dass indessen nicht ersichtlich wird, inwiefern die nigerianischen Be-
hörden ein Interesse daran haben sollen, dass Mitarbeiter der interna-
tionalen und nationalen Ölgesellschaften wie Shell,  Chevron und der 
Nigerian Petroleum Company (NPC) entführt werden,

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dass  vielmehr  davon  auszugehen  ist,  der  nigerianische  Staat  sei 
grundsätzlich in der Lage und Willens, Übergriffe durch private Dritt-
personen zu erfüllen, 

dass namentlich auch der Beschwerdeführer in  der Anhörung selbst 
erklärte,  für  den Schutz der Mitarbeiter  der Ölgesellschaften würden 
ein oder zwei Polizisten zur Verfügung gestellt, um diese zu eskortie-
ren (vgl. act. A6/12 S. 6), 

dass der Beschwerdeführer deshalb sehr wohl die Möglichkeit gehabt 
hätte, bei den Behörden um Schutz nachzusuchen, zumal die nigeria-
nischen Behörden gemäss seinen Aussagen nichts von seinen krimi-
nellen Tätigkeiten wussten (vgl. act. A6/12 S. 9),

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der  Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers ohne  weiteres  ausgeschlossen  werden  kann  und 
auch  zusätzliche  Abklärungen  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass der 21-jährige Beschwerdeführer den Akten zufolge gesund ist, 
er  gemäss  eigenen  Angaben  in  Nigeria  über  ein  familiäres  Bezie-
hungsnetz verfügt, an der Universität zwei Jahre Administrationskurse 
besucht und als Motorradtaxifahrer gearbeitet hat (act. A1/9 S. 2 und 
3), weshalb es ihm möglich sein sollte, sich im Falle der Rückkehr eine 
wirtschaftliche Existenzgrundlage aufzubauen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  auch  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 

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(Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass somit keine Wegweisungshindernisse vorliegen, weshalb die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme nicht in Betracht fällt und der Voll-
zug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (vorab per Telefax; ein-
geschrieben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (per Telefax zu 
den Akten Ref.-Nr. N (...))

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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