# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4bdf3e2-0261-519b-a576-9f7a231abeae
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 28.06.2019 B 2019/52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2019-52_2019-06-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2019/52

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 02.08.2019

Entscheiddatum: 28.06.2019

Entscheid Verwaltungsgericht, 28.06.2019
Unterstützungswohnsitz; Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG. X.__ wurde zunächst 
superprovisorisch und einen Monat später vorsorglich ausserfamiliär 
platziert. Diese Vorkehren dienten dem vorläufigen Schutz des Kindes und 
eröffneten der örtlich zuständigen KESB die Möglichkeit, allfällig 
erforderliche weitere Kindesschutzmassnahmen vertiefter zu prüfen und 
abzuklären. Sie waren daher noch nicht auf Dauer angelegt. An dieser 
Beurteilung ändert die spätere Umplatzierung zu einer Pflegemutter nichts. 
Auch dabei handelte es sich nach wie vor um einen Bestandteil einer 
vorsorglichen Massnahme, welche sich aufgrund der zeitlich begrenzten 
möglichen Aufenthaltsdauer im Schlupfhuus als notwendig erwies. Folglich 
begründete X.__ weder im Zeitpunkt der superprovisorisch angeordneten 
Unterbringung noch mit der im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme für 
die Dauer des Verfahrens angeordneten Unterbringung bei der Pflegemutter 
einen eigenen (dauernden) Unterstützungswohnsitz im Sinn von Art. 7 Abs. 3 
lit. c ZUG. Es handelte sich vielmehr um einen abgeleiteten 
Unterstützungswohnsitz, welcher X.__ aufgrund des Umzugs der Mutter 
wechselte (Verwaltungsgericht, B 2019/52).

Entscheid vom 28. Juni 2019

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiberin Blanc Gähwiler

Verfahrensbeteiligte

Politische Gemeinde A.__,

Beschwerdeführerin,

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St.Galler Gerichte

gegen

Departement des Innern des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

Politische Gemeinde B.__,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

örtliche Zuständigkeit für die Unterstützung von X.__

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. X.__ (geb. 7. November 2016) ist der Sohn von Y.__ (Jg. 1997). Der Vater ist 

unbekannt; das bisher angenommene Kindsverhältnis zu Z.__ (Jg. 1994) wurde vom 

Kreisgericht C.__ mit Entscheid vom 14. Mai 2018 aufgehoben (act. 8/15/124).

Am 5. Oktober 2017 ging bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) C.__ 

eine Gefährdungsmeldung ein, worauf ein Kindesschutzverfahren eingeleitet wurde. 

Am 28. Oktober 2017 zog Y.__ mit ihrem Sohn von D.__ herkommend nach B.__ 

(act. 8/3/39). Mit superprovisorischer Verfügung vom 17. Januar 2018 entzog die KESB 

C.__ der Mutter und dem vermeintlichen Vater vorläufig das 

Aufenthaltsbestimmungsrechts über X.__ und brachte Letzteren im Schlupfhuus 

St. Gallen unter (act. 8/15/31). Am 13. Februar 2018 bestätigte die KESB C.__ im 

Rahmen einer vorsorglichen Massnahme sowohl den superprovisorisch angeordneten 

Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrecht als auch die Fremdplatzierung von X.__ 

(act. 8/15/52). Mit Verfügung vom 16. März 2018 platzierte die KESB C.__ X.__ 

vorsorglich für die Dauer des Verfahrens bei einer Pflegemutter in E.__, wo er sich 

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bereits seit dem 5. März 2018 aufhielt. Gleichzeitig wurde der Mutter sowie dem 

vermeintlichen Vater ein begleitetes Besuchsrecht für die Dauer von einer Stunde jede 

zweite Woche zugestanden und für X.__ eine Beistandschaft errichtet (act. 8/15/83).

B. Per 23. April 2018 meldete sich Y.__ in A.__ an (act. 8/3/39). In der Folge gewährte 

das Sozialamt B.__ einstweilen und ohne Anerkennung des Unterstützungswohnsitzes 

bzw. der Zuständigkeit weiterhin die notwendigen Unterstützungsleistungen und 

erteilte zudem die Kostengutsprache für die Fremdplatzierung sowie für die anfallenden 

Nebenkosten (act. 8/1/4); dies weil das Sozialamt A.__ seine Zuständigkeit abgelehnt 

hatte. Mit Schreiben vom 21. Juni 2018 zeigte das Sozialamt B.__ dem Sozialamt A.__ 

formell die Unterstützung von X.__ an und ersuchte um Anerkennung der örtlichen 

Zuständigkeit seit dem 23. April 2018 (act. 8/3/31). Dagegen erhob das Sozialamt A.__ 

am 12. Juli 2018 beim ersuchenden Sozialamt Einsprache (act. 8/3/36). Mit 

Einspracheentscheid vom 31. Juli 2018 wies das Sozialamt B.__ die Einsprache ab und 

stellte fest, dass sich der Unterstützungswohnsitz von X.__ seit dem 23. April 2018 in 

der Politischen Gemeinde A.__ befinde, weshalb Letztere ab diesem Zeitpunkt für die 

Übernahme der Unterstützungskosten für das Kind örtlich zuständig sei. Es 

verpflichtete die Politische Gemeinde A.__ zudem, der Politischen Gemeinde B.__ 

sämtliche für den Zeitraum ab dem 23. April 2018 übernommenen 

Unterstützungskosten für X.__ im bisherigen Umfang von CHF ____ sowie die während 

eines allfälligen Beschwerdeverfahrens weiterhin vorschussweise übernommenen 

Unterstützungskosten zurückzuerstatten (act. 8/3/37). Die dagegen von der Politischen 

Gemeinde A.__ erhobene Beschwerde wies das Departement des Innern mit Entscheid 

vom 21. Februar 2019 ab und verpflichtete diese, die der Politischen Gemeinde B.__ 

seit dem 23. April 2018 entstandenen Unterstützungskosten für X.__ ab Rechtskraft 

des Entscheids zu ersetzen (act. 2).

C. Mit Eingabe vom 7. März 2019 erhob die Politische Gemeinde A.__ 

(Beschwerdeführerin) gegen den Entscheid des Departements des Innern (Vorinstanz) 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragte, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben. Es sei festzustellen, 

dass sich der Unterstützungswohnsitz von X.__ seit dem 23. April 2018 in der 

Politischen Gemeinde B.__ befinde und dass diese ab diesem Zeitpunkt für die 

Übernahme seiner Unterstützungskosten zuständig sei. Die Vorinstanz beantragte am 

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2. April 2019 die Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 26. April 2019 trug die 

Politische Gemeinde B.__ (Beschwerdegegnerin) ebenfalls auf Abweisung der 

Beschwerde an, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Mit Eingabe vom 24. Mai 

2019 äusserte sich die Beschwerdeführerin zu den Vernehmlassungen der Vorinstanz 

und der Beschwerdegegnerin; dazu nahmen Letztere mit Eingabe vom 13. Juni 2019 

Stellung. Am 21. Juni 2019 verzichtete die Beschwerdeführerin ausdrücklich auf eine 

weitere Stellungnahme.

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten, den angefochtenen Entscheid und die 

Akten ist – soweit notwendig – in den nachstehenden Erwägungen einzugehen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. (…)

2. Unbestritten ist, dass der Unterstützungswohnsitz von X.__ bis zum 22. April 2018 in 

der politischen Gemeinde B.__ lag. Strittig ist dagegen, ob X.__ im Zeitpunkt der 

superprovisorisch angeordneten Unterbringung im Schlupfhuus (17. Januar 2018) bzw. 

mit der im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des Verfahrens 

angeordneten Unterbringung bei der Pflegemutter in E.__ (ab 5. März 2018) einen 

eigenen (dauernden) Unterstützungswohnsitz im Sinn von Art. 7 Abs. 3 lit. c des 

Bundesgesetzes über die Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger 

(Zuständigkeitsgesetz, SR 851.2, ZUG) in B.__ begründet hatte, oder ob es sich dabei 

um einen abgeleiteten Unterstützungswohnsitz handelte, welcher am 23. April 2018 

aufgrund des Umzugs der Mutter nach A.__ wechselte.

2.1. Das unmündige Kind teilt nach Art. 7 Abs. 1 ZUG den Unterstützungswohnsitz der 

Eltern oder jenes Elternteils, unter dessen Sorge es steht. Wenn die Eltern keinen 

gemeinsamen zivilrechtlichen Wohnsitz haben, teilt das Kind nach Art. 7 Abs. 2 ZUG 

den Unterstützungswohnsitz jenes Elternteils, bei dem es wohnt. Einen selbständigen 

Unterstützungswohnsitz am letzten Unterstützungswohnsitz nach den Absätzen 1 und 

2 hat das Kind nach Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG dann, wenn es dauernd nicht bei den Eltern 

oder einem Elternteil wohnt. Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG gilt nur für das unmündige Kind, 

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das unter elterlicher Sorge steht und wirtschaftlich unselbständig ist. Erfasst werden 

freiwillige und behördliche Fremdplatzierungen ohne Entzug der elterlichen Sorge 

(BGer 2A.134/2006 vom 29. Juni 2006, E. 2.2 und 4.3.1; W. Thomet, Kommentar zum 

Bundesgesetz über die Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger, Zürich 1994, 

Rz. 125, 127 und 132). Steht fest, dass das Kind auf Dauer fremdplatziert werden soll, 

bestimmt sich sein Unterstützungswohnsitz auch dann nach Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG, 

wenn es zunächst bloss für eine begrenzte Zeit an einem bestimmten Ort 

untergebracht wird und anschliessend eine Umplatzierung erfolgt. Denn gerade in 

Situationen, die ein schnelles Handeln erfordern, bleibt oft nicht genügend Zeit, um die 

für das Kind am besten geeignete Unterbringungsform zu finden und es von Anfang an 

dort zu platzieren (Sozialhilfe-Behördenhandbuch des Kantons Zürich [Neuauflage 

2012], 3.2.03 Unterstützungswohnsitz Minderjähriger, Ziff. 3.3, www.sozialhilfe.zh.ch).

Als eigener Unterstützungswohnsitz eines minderjährigen Kindes gemäss Art. 7 Abs. 3 

lit. c in Verbindung mit Abs. 1 und 2 ZUG gilt der Ort, an dem es unmittelbar vor der 

Fremdplatzierung gemeinsam mit den Eltern oder einem Elternteil gelebt bzw. Wohnsitz 

gehabt hat. Der derart definierte Unterstützungswohnsitz bleibt künftig für die gesamte 

Dauer der Fremdplatzierung der gleiche, auch wenn die Eltern oder der 

sorgeberechtigte Elternteil den Wohnsitz wechseln (BGer 8C_701/2013 vom 14. März 

2014, E. 3.2.2.1). Als lediglich vorübergehend – und damit keinen eigenen 

Unterstützungswohnsitz des minderjährigen Kindes nach Art. 7 Abs. 3 lit. c in 

Verbindung mit Abs. 1 und 2 ZUG begründend – gelten Fremdaufenthalte in 

auswärtigen Institutionen, die entweder nur von kurzer Dauer sind oder bei denen ein 

Kontakt zwischen Kindern und Eltern aufrechterhalten wird und die Absicht besteht, 

dass die Kinder nach einer bestimmten Zeit wieder zu den Eltern ziehen. Kümmern sich 

die Eltern hingegen nicht ernstlich um ihre Kinder bzw. nehmen sie ihre elterliche Sorge 

nicht wahr und erfolgt die Fremdplatzierung auf unbestimmte Zeit oder für mehr als 

sechs Monate, spricht dies in der Regel für die Dauerhaftigkeit des Fremdaufenthaltes. 

Ob dabei die elterliche Sorge entzogen wird oder entsprechende Bestrebungen 

bestehen, ist nicht massgeblich. Genauso wenig kommt es auf die tatsächliche Dauer 

des Fremdaufenthaltes an. Entscheidend ist einzig, ob bei Beginn der 

Fremdplatzierung von Dauerhaftigkeit auszugehen oder nur eine vorübergehende 

Lösung beabsichtigt war. Andernfalls könnte immer erst nach einer bestimmten Dauer 

des Fremdaufenthalts darüber entschieden werden, welcher Kanton letztlich die 

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Kosten zu tragen hat, was nicht dem Sinn des Gesetzes entsprechen kann, will dieses 

doch gerade für klare Verhältnisse bei der interkantonalen Zuständigkeitsausscheidung 

sorgen (BGer 8C_701/2013 a.a.O., E. 3.2.2.2 mit Hinweisen; Thomet, a.a.O., Rz. 132).

2.2. Auf die Gefährdungsmeldung vom 5. Oktober 2017 hin beauftragte die örtlich 

zuständige KESB eine Sozialpädagogin, eine interventionsorientierte Sozialabklärung 

über X.__ zu tätigen. Nach Vorliegen des entsprechenden Situationsberichts vom 

11. Januar 2018, in welchem für die Dauer der weiteren Abklärungen die Platzierung 

des Kindes an einem neutralen Ort empfohlen wurde (vgl. act. 8/15/28), verfügte das 

zuständige KESB-Mitglied im Rahmen einer superprovisorischen Massnahme zum 

einen den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts über X.__ und zum andern 

dessen vorläufige Unterbringung im Schlupfhuus St. Gallen (act. 8/15/31). Am 

24. Januar 2018 konnten die Beteiligten zur Massnahme Stellung nehmen, wobei das 

zuständige Behördenmitglied gemäss Protokoll wiederholt erklärt habe, dass noch 

nicht definitiv über den Aufenthalt von X.__ entschieden worden sei (act. 8/15/43). Am 

13. Februar 2018 bestätigte die KESB im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme den 

Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts für die Dauer des Verfahrens. Zur 

Begründung wurde ausgeführt, die bisherigen Abklärungen hätten Hinweise ergeben, 

dass das Wohl von X.__ bei einem Verbleib bei der Mutter ernsthaft gefährdet sein 

könnte. Es sei unabdingbar, dass die familiäre Situation und deren mögliche 

Auswirkung auf das Wohl des Kindes sorgfältig und umfassend abgeklärt werde 

(act. 8/15/52). Nachdem die Sozialpädagogin das Schlupfhuus, St. Gallen, nicht weiter 

als geeignete Institution erachtet und die Errichtung einer Beistandschaft empfohlen 

hatte (act. 8/15/54), wurde am 16. März 2018 die Umplatzierung von X.__ zu einer 

Pflegemutter, bei welcher er sich bereits seit dem 5. März 2018 aufhielt, angeordnet; 

auch dies wiederum lediglich vorsorglich und für die Dauer des Verfahrens. Gleichzeitig 

wurde ein begleitetes Besuchsrecht verfügt und für X.__ eine Beistandschaft errichtet. 

Als Grund für diese Massnahmen nannte die Behörde die Kindswohlgefährdung, die 

Vaterschaftsabklärung und ein in absehbarer Zeit zu initiierendes 

Sachverständigengutachten (act. 8/15/83). Am 6. April 2018 ordnete die Behörde 

sodann einen rechtspsychologischen Fachbericht an, welcher unter anderem darüber 

Auskunft zu geben hatte, ob es mit dem Wohl des Kindes vereinbar sei, dieses wieder 

zurück in die Eigenpflege der Mutter (oder des Vaters) zu geben (act. 8/15/96). Mit 

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Beschluss vom 16. Januar 2019 errichtete die KESB für X.__ schliesslich eine 

Vormundschaft (act. 3).

Für die Frage der Dauerhaftigkeit der Fremdplatzierung im Sinn von Art. 7 Abs. 3 lit. c 

ZUG entscheidrelevant ist wie dargelegt, ob bereits bei Beginn der Fremdplatzierung 

von einer anhaltenden Vorkehr ausgegangen worden war. Vorliegend erfolgte der 

Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und die Fremdplatzierung durch die örtlich 

zuständige KESB gestützt auf Art. 445 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 

(SR 210, ZGB). Danach trifft die KESB auf Antrag einer am Verfahren beteiligten Person 

oder von Amtes wegen alle für die Dauer des Verfahrens notwendigen vorsorglichen 

Massnahmen (Abs. 1), wobei sie bei besonderer Dringlichkeit vorsorgliche 

Massnahmen sofort ohne Anhörung der am Verfahren beteiligten Personen treffen kann 

(Abs. 2). Die entsprechende Verfügung kann der oder die Vorsitzende oder das 

zuständige Mitglied der KESB erlassen (Art. 20 des Einführungsgesetzes zur 

Bundesgesetzgebung über das Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, sGS 912.5). Bei 

der mit Verfügung vom 17. Januar 2018 superprovisorisch bzw. am 13. Februar 2018 

vorsorglich angeordneten Kindesschutzmassnahme handelt es sich folglich um eine 

Massnahme, welche lediglich für die Dauer des Verfahrens Gültigkeit hat und (noch) 

nicht auf Dauer ausgelegt ist. Mit anderen Worten konnte zum damaligen Zeitpunkt 

noch nicht von einer auf unbestimmte Dauer angelegten Kindesschutzmassnahme 

gesprochen werden. Vielmehr ist zu berücksichtigen, dass der Verdacht einer 

ernsthaften Kindeswohlgefährdung ein rasches Einschreiten notwendig machte, ohne 

dass vorgängig die für die endgültige Klärung der Sachlage unabdingbaren vertieften 

Erhebungen hätten vorgenommen werden können. Die zu Beginn des Jahres 2018 

(vorerst superprovisorisch, danach vorsorglich) verfügte Fremdplatzierung stellte 

demnach lediglich eine einstweilige vorsorgliche Vorkehr dar. Eine diesbezüglich 

dauerhafte Lösung war zu Beginn noch gar nicht beabsichtigt und konnte es auch 

noch nicht sein, zumal es dafür am vertieften, gebotenen Wissen um die 

massgebenden Sachumstände fehlte. Wie den Akten zu entnehmen ist, klärte die 

KESB in der Folge denn auch ab, ob weitergehende Kindesschutzmassnahmen 

erforderlich und geboten seien. Der mit der Erstellung eines rechtspsychologischen 

Fachberichts betraute Experte hatte entsprechend insbesondere die Frage zu 

beantworten, ob X.__ zurück in die Obhut der Mutter gegeben werden könne oder 

nicht. Erst nach Vorliegen des rechtspsychologischen Fachberichts vom 25. Juli 2018 

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zeichnete sich ab, dass es aktuell nicht mit dem Kindswohl vereinbar sei, X.__ wieder 

unter die Obhut und somit alleinige Betreuung und Versorgung der Mutter zu stellen 

(act. 8/15/151 S. 18). Die Mutter äusserte daraufhin den Wunsch, X.__ zur Adoption 

freizugeben (vgl. act. 8/15/157, 166, 183, 184). Vor diesem Hintergrund vermag die 

Auffassung der Beschwerdeführerin, die Fremdplatzierung sei bereits von Beginn an 

auf Dauer ausgerichtet gewesen, offenkundig nicht zu überzeugen. Dies umso weniger, 

als es sich beim Entzug des Aufenthaltsrechts und einer Fremdplatzierung um 

erhebliche Eingriffe in die Rechtsstellung der Direktbetroffenen handelt, welche 

regelmässig erst nach gründlichen Abklärungen und Würdigungen der konkreten 

Gegebenheiten zu auf Dauer angelegten Massnahmen erklärt werden können.

2.3. Zusammenfassend zeigt sich, dass X.__ mit Verfügung vom 17. Januar 2018 

zunächst superprovisorisch und mit Verfügung vom 13. Februar 2018 unter 

gleichzeitigem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts vorsorglich ausserfamiliär 

platziert worden ist. All diese Vorkehren dienten einzig und allein dem vorläufigen 

Schutz des Kindes und eröffneten der örtlich zuständigen KESB die Möglichkeit, 

allfällig erforderliche weitere Kindesschutzmassnahmen vertiefter zu prüfen und 

abzuklären. Sie waren daher noch nicht auf Dauer angelegt. An dieser Beurteilung 

ändert die am 16. März 2018 verfügte Umplatzierung von X.__ zur Pflegemutter, wo er 

sich bereits seit dem 5. März 2018 aufhielt, nichts. Auch dabei handelte es sich nach 

wie um einen Bestandteil einer vorsorglichen Massnahme, welche sich aufgrund der 

zeitlich begrenzten möglichen Aufenthaltsdauer im Schlupfhuus (vgl. www.kszsg.ch/

jugendliche/schlupfhuus) als notwendig erwies (vgl. auch Verfügung der KESB vom 

16. März 2018 E. 2, act. 8/15/83). Folglich begründete X.__ weder im Zeitpunkt der 

superprovisorisch angeordneten Unterbringung im Schlupfhuus (17. Januar 2018) noch 

mit der im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des Verfahrens 

angeordneten Unterbringung bei der Pflegemutter in E.__ (ab 5. März 2018) einen 

eigenen (dauernden) Unterstützungswohnsitz im Sinn von Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG in 

B.__. Es handelte sich vielmehr um einen abgeleiteten Unterstützungswohnsitz, 

welcher X.__ am 23. April 2018 aufgrund des Umzugs der Mutter nach A.__ wechselte. 

Mittlerweile scheint die zuständige KESB einen Entscheid bezüglich X.__ und dessen 

künftiger Unterbringung gefällt zu haben. Jedenfalls wurde mit Beschluss vom 

16. Januar 2019 für X.__ eine Vormundschaft errichtet (act. 3) und damit der Mutter 

anscheinend die elterliche Sorge über ihren Sohn entzogen (vgl. Art. 327a ZGB). Dies 

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ändert aber nichts daran, dass zu Beginn der Fremdplatzierung des Entzugs des 

Aufenthaltsbestimmungsrechts noch nicht von einer dauerhaften Massnahme 

ausgegangen werden durfte.

3. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend hat 

die Beschwerdeführerin die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zu bezahlen 

(Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren von 

CHF 2'000 erscheint angemessen (Art. 7 Abs. 1 Ingress und Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem von der Beschwerdeführerin 

in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Auf ihre Erhebung ist 

nicht zu verzichten, da das Gemeinwesen überwiegend finanzielle Interessen verfolgt 

(Art. 95 Abs. 3 VRP). Bei diesem Verfahrensausgang – die Beschwerdegegnerin hat als 

Gemeinwesen grundsätzlich keinen Anspruch auf Kostenersatz – sind ausseramtliche 

Kosten nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und 98  VRP).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens 

von CHF 2'000 unter Verrechnung mit dem von ihr in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss.

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Abteilungspräsident            Die Gerichtsschreiberin

Zürn                                           Blanc Gähwiler

bis

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