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**Case Identifier:** fed38393-041b-5e59-9456-4e65f821200e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.11.2017 100 2016 139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-139_2017-11-27.pdf

## Full Text

100.2016.139/140U
HAT/SPA/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 27. November 2017  

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiber Spring

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende 

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern 
Beschwerdegegnerin 

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2013 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
7. April 2016; 100 15 286, 200 15 234)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.11.2017, Nrn. 100.2016.139/
140U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Steuerverwaltung des Kantons Bern veranlagte A.________ für das 
Steuerjahr 2013 auf ein steuerbares Einkommen von Fr. 42'035.-- bei den 
Kantons- und Gemeindesteuern und Fr. 56'349.-- bei der direkten 
Bundessteuer (Einspracheentscheide vom 9.6.2015). 

B.

Am 29. Juni 2015 gelangten A.________ mit Rekurs und Beschwerde an 
die Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). Diese wies die 
Rechtmittel am 7. April 2016 ab, kürzte die von der Steuerverwaltung 
gewährten Abzüge für Berufskosten (im Rahmen einer sog. reformatio in 
peius) und wies die Sache zur Vornahme der Veranlagung im Sinn der 
Erwägungen an die Steuerverwaltung zurück.

C.

Am 4. Mai 2016 haben A.________ in einer einzigen Rechtsschrift sowohl 
bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch der direkten 
Bundessteuer 2013 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie 
beantragen, die Entscheide der StRK seien aufzuheben und ihr 
steuerbares Einkommen unter Berücksichtigung von Abzügen für 
Berufskosten von Fr. 27'998.-- festzulegen. 

Mit Verfügung vom 9. Mai 2016 hat der Abteilungspräsident die Verfahren 
betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundes-
steuer vereinigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Beschwerdevernehm-
lassung vom 3. Juni 2016 bzw. Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2016 die 
Abweisung der Beschwerden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.11.2017, Nrn. 100.2016.139/
140U, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Voll-
zug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Bei den ange-
fochtenen Rückweisungsentscheiden handelt es sich um Endentscheide, 
verbleibt der Steuerverwaltung doch kein Entscheidungsspielraum mehr; 
die Rückweisung dient nur noch der (rechnerischen) Umsetzung des An-
geordneten (vgl. statt vieler BGE 134 II 124 E. 1.3; für das kantonale Ver-
fahren auch BVR 2012 S. 558 [VGE 2011/324 vom 16.5.2012] nicht publ. 
E. 1.2). Die zusätzlichen Voraussetzungen von Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 
Abs. 3 VRPG für die Anfechtung von Zwischenentscheiden müssen daher 
nicht erfüllt sein. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen 
Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilgenommen, sind durch die ange-
fochtenen Entscheide besonders berührt und haben ein schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. 
auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 
DBG). Auf die form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist einzu-
treten. 

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeinde-
steuern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das 
Verwaltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene 
Steuern handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in ge-
trennten Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in 
ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 135 II 260 
E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmun-
gen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, 

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rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich 
kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Da der Streitwert beider Verfahren unter Fr. 20'000.-- liegt, fällt die 
Behandlung der Beschwerden in die einzelrichterliche Zuständigkeit 
(Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art.80 VRPG).

2.

Vorab machen die Beschwerdeführenden in verschiedener Hinsicht eine 
Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend (vgl. Art. 21 ff. 
VRPG; Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; 
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]):

2.1 Zunächst rügen sie, die Vorinstanz habe sich mit «keinem Wort» 
zum Eigenmietwert des vom Beschwerdeführer unter der Woche bewohn-
ten Ferienhauses in B.________ geäussert (Beschwerde S. 21). – Aus 
dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt die Pflicht der Behörde, ihren 
Entscheid zu begründen (vgl. Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung 
muss so abgefasst sein, dass sich sowohl die Betroffenen als auch die 
Rechtsmittelinstanz über dessen Tragweite ein Bild machen und Erstere 
ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten können. In diesem Sinn müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BVR 2012 
S. 109 E. 2.3.3, 2009 S. 168 E. 2.3.1; BGE 142 II 154 E. 4.2, 140 II 262 
E. 6.2). Die Vorinstanz hat sich entgegen dem Vorbringen der Beschwer-
deführenden zum Eigenmietwert des Ferienhauses geäussert und dessen 
Nichtberücksichtigung nachvollziehbar begründet (vgl. angefochtene Ent-
scheide E. 7), so dass eine sachgerechte Anfechtung ihrer Entscheide 
möglich war. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor.

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2.2 Weiter rügen die Beschwerdeführenden eine Gehörsverletzung 
dadurch, dass sie der Vorinstanz mehrere erfolglose Angebote zur Beweis-
nachreichung gemacht hätten (vgl. insb. Beschwerde S. 28). – In den Ver-
fahren vor der StRK hat die rekurs- bzw. beschwerdeführende Partei die 
Beweismittel anzugeben sowie Beweisurkunden beizulegen oder genau zu 
bezeichnen (Art. 197 Abs. 3 StG; Art. 140 Abs. 2 DBG). Greifbare Beweis-
mittel sind dabei direkt mit Rekurs- bzw. Beschwerdeschrift einzureichen 
(vgl. Art. 151 StG i.V.m. Art. 32 Abs. 2 VRPG). Das blosse Anbieten von 
Beweismitteln, welche im Rahmen der Mitwirkungspflicht gemäss Art. 151 
StG i.V.m. Art. 20 VRPG (vgl. hierzu Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommen-
tar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 20 N. 1 ff.) bzw. gestützt auf Art. 197 
Abs. 3 StG bzw. Art. 140 Abs. 2 DBG unaufgefordert hätten eingereicht 
werden sollen, ist unzureichend (vgl. BVR 2014 S. 197 E. 3.1). Die StRK 
war demnach nicht gehalten auf das Angebot, Unterlagen einzureichen, 
welche als greifbar zu gelten haben, einfacher durch die Beschwerde-
führenden beschafft werden können und deren Inhalt sie besser kennen, 
einzugehen. Dies umso weniger, als sie die Beschwerdeführenden mit In-
aussichtstellen einer reformatio in peius erneut darauf hinwiesen, dass 
gewisse Behauptungen unbelegt blieben (Kurtaxen) und nach wie vor die 
Möglichkeit bestehe, Unterlagen bzw. Beweismittel einzureichen (vgl. 
Schreiben StRK vom 9.2.2015, Vorakten StRK [act. 4A] pag. 51). Das 
rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden wurde durch die StRK auch 
insoweit nicht verletzt.

3.

In materieller Hinsicht strittig ist die steuerliche Abzugsfähigkeit von Aus-
lagen, die die Beschwerdeführenden im Zusammenhang mit der beruf-
lichen Tätigkeit des Ehemanns im Jahr 2013 als Berufskosten geltend 
machen.

3.1 Kanton und Bund erheben von den natürlichen Personen insbe-
sondere eine Einkommenssteuer (Art. 1 Abs. 1 Bst. a StG; Art. 1 Bst. a 
DBG). Zu diesem Zweck wird das Reineinkommen der Steuerpflichtigen 
ermittelt, indem von deren gesamten steuerbaren Einkünften (vgl. Art. 19-

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29 StG; Art. 16-24 DBG) die mit der Einkommenserzielung zusammen-
hängenden Aufwendungen (Gewinnungskosten) und allgemeinen Abzüge 
(Art. 31-39 StG; Art. 26-33a DBG) abgezogen werden (Art. 30 Abs. 1 StG; 
Art. 25 DBG). Zu den Gewinnungskosten zählen die Berufskosten, die vor 
oder nach der eigentlichen Arbeit anfallen (vgl. BVR 2010 S. 169 
[VGE 23225/23226 vom 7.12.2009] nicht publ. E. 3.1). Sie sind abzu-
grenzen von Auslagen, die den Arbeitnehmenden während der Ausübung 
der beruflichen Tätigkeit entstehen. Solche Spesen sind grundsätzlich von 
der Arbeitgeberin bzw. vom Arbeitgeber zu ersetzen (vgl. Art. 327a Abs. 1 
des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]; vgl. dazu und auch 
zum Folgenden VGE 2014/116/117 vom 10.6.2016 E. 2.1 f., 2015/91/92 
vom 4.12.2015 E. 3.1 ff.). 

3.2 Gemäss Art. 31 Abs. 1 StG bzw. Art. 26 Abs. 1 DBG dürfen unselb-
ständig erwerbstätige Personen als Gewinnungs- bzw. Berufskosten u.a. 
die notwendigen Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeits-
stätte (Bst. a) und die notwendigen Mehrkosten für Verpflegung ausserhalb 
der Wohnstätte und bei Schichtarbeit (Bst. b) von den steuerbaren Ein-
künften abziehen, wobei das Gesetz Maximalbeträge bestimmt. Weiter 
können sie die übrigen für die Ausübung des Berufs erforderlichen Kosten, 
also etwa die notwendigen Mehrausgaben für einen auswärtigen Wochen-
aufenthalt, in Abzug bringen (Bst. c). Näheres regelt für die Kantons- und 
Gemeindesteuern die Verordnung vom 18. Oktober 2000 über die Berufs-
kosten (Berufskostenverordnung, BKV; BSG 661.312.56) und für die 
direkte Bundessteuer die Verordnung des Eidgenössischen Finanz-
departements (EFD) vom 10. Februar 1993 über den Abzug von Berufs-
kosten der unselbständigen Erwerbstätigkeit bei der direkten Bundessteuer 
(Berufskostenverordnung, VBK; SR 642.118.1). Gemäss diesen Erlassen 
sind die notwendigen Mehrkosten eines auswärtigen Wochenaufenthalts 
dann abzugsfähig, wenn die steuerpflichtige Person an den Arbeitstagen 
am Arbeitsort bleibt und dort übernachten muss, jedoch regelmässig für die 
Freitage an den steuerlichen Wohnsitz zurückkehrt (Art. 12 Abs. 1 BKV; 
Art. 9 Abs. 1 VBK). 

3.3 Nicht sämtliche mit der Erwerbstätigkeit zusammenhängenden Aus-
lagen sind als Berufskosten abziehbar, sondern nur diejenigen Auf-

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wendungen, die für die Erzielung des Einkommens erforderlich sind und in 
einem direkten ursächlichen Zusammenhang dazu stehen (vgl. Art. 2 
Abs. 1 BKV; Art. 1 Abs. 1 VBK). Der Begriff der Erforderlichkeit ist weit zu 
verstehen, wobei die Rechtsprechung nicht verlangt, dass die steuer-
pflichtige Person das Erwerbseinkommen ohne die streitige Auslage über-
haupt nicht hätte erzielen können. Es wird auch keine Rechtspflicht 
vorausgesetzt, die entsprechende Aufwendung zu tätigen, sondern es 
genügt, dass diese wirtschaftlich als der Gewinnung des Einkommens 
förderlich erscheint und es der steuerpflichtigen Person nicht zumutbar war, 
sie zu vermeiden (BGE 124 II 29 E. 3a mit zahlreichen Hinweisen; 
BGer 2C_666/2014 und 2C_667/2014 vom 16.2.2015 E. 2.1.2). Mit ande-
ren Worten müssen die Gewinnungskosten für die Erzielung des Ein-
kommens nützlich sein und nach der Verkehrsauffassung im Rahmen des 
Üblichen liegen (Reich/Hunziker, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar 
zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 25 DBG N. 9). Die 
Gewinnungskosten sind von den Lebenshaltungskosten abzugrenzen, wel-
che nicht der Einkommenserzielung, sondern der Befriedigung der persön-
lichen Bedürfnisse der Steuerpflichtigen dienen und damit Einkommens-
verwendung darstellen (Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001, 
Art. 25 N. 30). Im Fall von «unvernünftigen» Gewinnungskosten steht es 
den Steuerbehörden zu, in angemessenem Umfang tiefere Kosten zu be-
rücksichtigen (vgl. BGer 2A.224/2004 vom 26.10.2004, in ASA 75 S. 253 
E. 8.3 mit Hinweis). 

3.4 Der Beweis für steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen, 
zu denen das Anfallen von Berufskosten gehört, obliegt der steuer-
pflichtigen Person. Diese hat die steuermindernde Tatsache nicht nur zu 
behaupten, sondern auch zu belegen (BGE 140 II 248 E. 3.5, 121 II 257 
E. 4c/aa; BVR 2011 S. 241 E. 4.1). 

4.

4.1 Die Beschwerdeführenden bewohnen in C.________ im …quartier 
ein Eigenheim. In den Jahren 2012 bis 2016 war der Beschwerdeführer als 
«…» Mitglied der Geschäftsleitung der D.________ AG; seiner Erwerbs-

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tätigkeit ging er dabei in E.________ im Kanton St. Gallen nach (Schreiben 
D.________ AG vom 6.5.2016, Beschwerdebeilage [BB] 14 [act. 3A]). 
Während dieser Zeit lag sein Wohnort damit ca. 220 Kilometer vom 
Arbeitsort entfernt. Die Strecke zwischen C.________ und E.________ ist 
sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto in rund 
zweieinhalb Stunden zurückzulegen (vgl. in der Folge zu den Reisezeiten 
<http://www.maps.google.ch>, wobei die genaue Dauer jeweils von der 
Tageszeit und den Verkehrsverbindungen bzw. dem Verkehrsaufkommen 
abhängt). Unter der Woche bewohnte der Beschwerdeführer ein (angeblich 
nur rudimentär eingerichtetes) 4-Zimmer-Ferienhaus in B.________, das im 
Miteigentum der Beschwerdeführerin und deren Bruder steht und das nur 
über eine drei Kilometer lange, nicht asphaltierte bewilligungspflichtige 
Strasse (mit eingeschränktem Unterhaltsdienst) erreichbar sein soll (vgl. 
Schreiben Miteigentümer-Gemeinschaft … vom 10.5.2016, BB 5 [act. 3A]). 
Die Strecke von 53 Kilometern zwischen dem Ferienhaus und dem 
Arbeitsort ist per Auto in rund 45 Minuten zu bewältigen. Eine Verbindung 
mit öffentlichen Verkehrsmitteln besteht nicht. 

4.2 Die StRK nahm in den angefochtenen Entscheiden eine reformatio 
in peius vor und akzeptierte im Unterschied zur Steuerverwaltung nicht 
Aufwendungen von Fr. 21'200.--, sondern nur solche von insgesamt 
Fr. 17'999.-- als abzugsfähige Berufskosten des Beschwerdeführers (an-
gefochtene Entscheide E. 9). Als Fahrkosten mit dem Privatauto aner-
kannte sie Fr. 13'892.--, wobei sie die wöchentliche Reise von C.________ 
nach E.________ und zurück sowie für 17 auswärtige Übernachtungen die 
Strecke zwischen Arbeitsort und Hotel berücksichtigte, ausmachend eine 
Gesamtstrecke von 19'845.4 Kilometern à 70 Rappen (angefochtene 
Entscheide E. 6.2 f.). Die Fahrkosten zwischen dem Ferienhaus in 
B.________ und dem Arbeitsort in E.________ seien aufgrund der grossen 
Distanz als private Lebenshaltungskosten und nicht als Berufskosten 
anzusehen (angefochtene Entscheide S. 10 ff). Als Mehrkosten für die 
auswärtige Unterkunft liess die StRK Fr. 2'252.-- zum Abzug zu: Fr. 1'080.-- 
für die Stromkosten in B.________ sowie insgesamt Fr. 1'172.-- für 17 
belegte Hotelübernachtungen. Nicht zu berücksichtigen seien der anteilige 
Eigenmietwert und die unbelegten Kurtaxen in B.________ (angefochtene 
Entscheide E. 7). Als Verpflegungskostenabzug wurden Fr. 1'855.-- 

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anerkannt. Neben Fr. 1'600.-- für die (verbilligte) Verpflegung am 
Arbeitsplatz wurden Fr. 255.-- für die auswärtige Verpflegung anlässlich der 
Hotelübernachtungen berücksichtigt. Ein zusätzlicher Abzug für die 
Verpflegung im Ferienhaus in B.________ sei aufgrund der vorhandenen 
Kochmöglichkeit nicht zuzulassen (angefochtene Entscheide E. 8).

4.3 Die Beschwerdeführenden sind demgegenüber der Auffassung, 
dass als Berufskosten des Beschwerdeführers insgesamt Fr. 27'998.-- zum 
Abzug zuzulassen seien. Bei den Fahrkosten sei auch die Strecke zwi-
schen E.________ und B.________ zu berücksichtigen, da die 
Übernachtungen im Ferienhaus beruflich und nicht privat bedingt gewesen 
seien. Es sei für den Beschwerdeführer nicht möglich gewesen, eine 
Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes zu finden (Beschwerde S. 12 ff.). 
Ferner seien zusätzlich die Fahrten zum etwas weiter entfernten Hotel «…» 
einzurechnen, da dieses aufgrund des besten «Kosten-/Nutzen-
Verhältnisses» ausgewählt worden sei (Beschwerde S. 20). Damit seien 
39'160 Kilometer zu einem (reduzierten) Ansatz von 50 Rappen, 
ausmachend total Fr. 19'580.--, als Fahrkosten in Abzug zu bringen. Im 
Rahmen der Mehrkosten für die auswärtige Unterkunft von gesamthaft 
Fr. 3'618.-- sei der anteilmässige Mietwert der Beschwerdeführerin für das 
Ferienhaus (Fr. 1'500.--, soweit auf die Arbeitstage entfallend; Beschwerde 
S. 21 f.) sowie Kurtaxen in der Höhe von Fr. 532.-- zu berücksichtigen 
(Beschwerde S. 22 f.). Des Weiteren sei dem Beschwerdeführer zu 
Unrecht die Pauschale für die Abendessen im Ferienhaus verweigert 
worden (Beschwerde S. 23 ff.). Gesamthaft sei als Verpflegungskosten des 
Beschwerdeführers ein Abzug von Fr. 4'800.-- zuzulassen.

5.

Zunächst ist zu erörtern, wie es zu bewerten ist, dass der Beschwerde-
führer seiner Arbeit unter der Woche von B.________ aus nachgegangen 
ist:

5.1 Diesbezüglich ist unbestritten, dass ihm aufgrund der grossen Dis-
tanz zwischen dem Wohnort in C.________ und dem Arbeitsort in 

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E.________ (vorne E. 4.1) eine tägliche Rückkehr nach Hause nicht 
zumutbar war. Dementsprechend ist die StRK beim Beschwerdeführer 
richtigerweise vom Status eines Wochenaufenthalters ausgegangen und 
hat die entsprechenden Abzüge für auswärtige Unterkunft, Fahrkosten und 
auswärtige Verpflegung gemäss Art. 31 Abs. 1 StG i.V.m. Art. 12 BKV bzw. 
Art. 26 Abs. 1 DBG i.V.m. Art. 9 VBK geprüft. Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführenden hat sie dabei zu Recht angenommen, der 
Entscheid, unter der Woche in B.________ zu wohnen, sei nicht beruflich 
bedingt, sondern bilde Ausdruck von privater Lebenshaltung: Eine 
Unterkunft, die vorab zum Zweck gewählt wird, von dort aus täglich einer 
auswärtigen Erwerbstätigkeit nachzugehen, hat möglichst nahe am 
Arbeitsort zu liegen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum 
DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 26 N. 16; Peter Locher, Kommentar zum DBG, 
a.a.O., Art. 26 N. 10). Die Distanz zwischen E.________ und dem 
Ferienhaus in B.________ beträgt indes 53 Kilometer pro Weg und dieses 
ist zudem weder mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen noch mit dem 
Privatauto leicht erreichbar (vorne E. 4.1; vgl. auch Beschwerde S. 3). Wie 
die eigenen Berechnungen des Beschwerdeführers mit Gesamtkosten von 
knapp Fr. 28'000.-- zeigen, handelt es sich – vor allem wegen der 
Benützung des Privatfahrzeugs für den Arbeitsweg – auch nicht um eine 
preiswerte Lösung. Ist aber die Wahl der betreffenden Unterkunft weder 
praktisch noch kostengünstig, durfte die Vorinstanz ohne Rechtsverletzung 
davon ausgehen, sie sei nicht beruflich bedingt. 

5.2 Gleiches gilt, soweit die StRK erwogen hat, dem Beschwerdeführer 
wäre es möglich gewesen, in E.________ selber oder in der näheren Um-
gebung eine geeignete kleine Wohnung oder ein Studio zu mieten. Zu-
nächst ist nicht zu beanstanden, dass sie in diesem Zusammenhang aus 
eigenem Antrieb im Internet recherchiert hat, um Erkenntnisse über den 
Wohnungsmarkt und das Hotelangebot zu gewinnen (vgl. angefochtene 
Entscheide S. 11 f.). Die Rüge der Beschwerdeführenden, ihre Gehörs-
rechte seien verletzt worden, weil sie keine Gelegenheit erhalten haben, 
sich vorgängig zu den betreffenden Erkenntnissen zu äussern (Beschwer-
de S. 15 und 18), geht ins Leere: Auf im Internet verfügbare, allgemein zu-
gängliche Informationsquellen darf abgestellt werden, ohne den Parteien 
vorgängig Gelegenheit zur Äusserung einzuräumen, soweit ein Rückgriff 

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auf die entsprechenden Informationen – wie hier betreffend Wohnungs-
inserate – naheliegend erscheint (BGer 1C_271/2011 vom 27.9.2011 
E. 7.4, 2P.232/2000 vom 16.3.2001 E. 4d; VGE 2011/44/45 vom 2.4.2012 
E. 2.1). Im Übrigen wären die entsprechenden Abklärungen gar nicht nötig 
gewesen, ist es doch als notorisch zu bezeichnen, dass die Suche gerade 
von kleinen Wohnungen ausserhalb der Wirtschaftszentren kaum mit 
Schwierigkeit verbunden ist. Dabei ist weder ersichtlich noch dargetan, 
weshalb es sich im Jahr 2013 in E.________ und Umgebung anders ver-
halten haben sollte. Die Beschwerdeführenden stellen denn in ihren Aus-
führungen auch auf ähnliche Quellen ab wie die Vorinstanz und kamen 
dabei zu vergleichbaren Resultaten (Beschwerde S. 15; BB 12 und 13). 
Weiter hat sich die StRK mit den Einwänden der Beschwerdeführenden 
bezüglich möglichem Stellenverlust bzw. der Kündigungsfrist von drei 
Monaten schlüssig auseinandergesetzt (angefochtene Entscheide S. 12). 
Was die Beschwerdeführenden dagegen vorbringen, vermag nicht zu über-
zeugen: Würde eine allfällige Mietwohnung aus Kostengründen bewusst 
einfach möbliert (Brockenhaus oder Discount-Möbelhaus), wären die Auf-
wendungen hiefür nicht derart hoch, dass sie im Falle einer kürzeren Tätig-
keit in E.________ unverhältnismässig ins Gewicht gefallen wären. So oder 
anders hat der Beschwerdeführer nicht die kostengünstigste Variante ge-
wählt, wenn er sich für das Bewohnen des Ferienhauses in B.________ 
und gegen eine mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbare Mietwohnung 
in E.________ entschieden hat (vgl. hinten E. 9). 

5.3 Obschon sie den Verbleib in B.________ nicht als beruflich bedingt 
betrachtet und deswegen einen Abzug für die Fahrkosten zwischen 
B.________ und E.________ verworfen hat, ist die StRK bei der 
Berechnung der Mehrkosten für die auswärtige Unterkunft des 
Beschwerdeführers anschliessend von den Verhältnissen im Ferienhaus 
ausgegangen. Sie war der Auffassung, hinsichtlich der Mehrkosten für die 
auswärtige Unterkunft sei stets von den tatsächlichen Auslagen und nicht 
von hypothetischen Vergleichsverhältnissen auszugehen (vgl. dazu BGer 
2C_728/2010 vom 25.3.2011 E. 2.3, 2C_14/2009 vom 22.4.2009, in StR 
2009 S. 571 E. 2.2). Dabei hat die StRK ausser Acht gelassen, dass der 
Beschwerdeführer glaubwürdig geltend macht, darum im abgelegenen 
Ferienhaus gewohnt zu haben, weil er dieses weitgehend unentgeltlich 

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benutzen konnte. Der Beschwerdeführer hat in seiner Steuererklärung – 
unter Einrechnung der umstrittenen Positionen «Kurtaxe» und «anteiligem 
Eigenmietwert» (vgl. angefochtene Entscheide E. 7) – hiefür lediglich 
Aufwendungen von Fr. 3'300.--, also Fr. 275.-- pro Monat deklariert 
(Vorakten Steuerverwaltung [act. 4B] pag. 35). Dafür hat er einen langen 
täglichen Arbeitsweg in Kauf genommen, den er nur mit dem Privatauto 
zurücklegen konnte und der mit entsprechend hohen Mehrkosten 
verbunden war. Werden diese Fahrkosten als übermässig beanstandet, 
fragt sich, wie der Umstand zu werten ist, dass sie mit den geringen 
Auslagen für die auswärtige Unterkunft in direktem Zusammenhang stehen. 
Letztlich kann aber offenbleiben, ob die Vorinstanz zu Recht nur die 
nachgewiesenen Kosten für das Ferienhaus in B.________ berücksichtigt 
hat, weil sie – wie die folgenden Erwägungen zeigen – dem 
Beschwerdeführer letztlich immer noch einen höheren Abzug für die 
Berufskosten zugestanden hat, als sie es von Gesetzes wegen hätte tun 
müssen.

6.

6.1 Gemäss Art. 12 Abs. 4 BKV (in seiner ursprünglichen Fassung; in 
Kraft bis 31.12.2015 [BSG 00-96]) bzw. Art. 9 Abs. 4 VBK (in seiner ur-
sprünglichen Fassung; in Kraft bis 31.12.2015 [AS 1993 S. 1365]) können 
Steuerpflichtige bei auswärtigem Wochenaufenthalt als notwendige Fahr-
kosten die Kosten der regelmässigen Heimkehr an den steuerlichen Wohn-
sitz und die Fahrkosten zwischen auswärtiger Unterkunft und Arbeitsstätte 
abziehen. Dabei handelt es sich um jene Auslagen, die bei Benützung der 
öffentlichen Verkehrsmittel tatsächlich entstehen (Art. 7 Abs. 1 BKV bzw. 
Art. 5 Abs. 1 VBK in seiner ursprünglichen Fassung, in Kraft bis 31.12.2015 
[AS 1993 S. 1364]). Wird ein privates Fahrzeug benutzt, können als not-
wendige Kosten nur die Auslagen abgezogen werden, die bei Benützung 
der öffentlichen Verkehrsmittel anfallen würden (Art. 7 Abs. 2 BKV bzw. 
Art. 5 Abs. 2 VBK in seiner ursprünglichen Fassung, in Kraft bis 31.12.2015 
[AS 1993 S. 1364]). Die tatsächlichen Kosten des Privatfahrzeugs (bzw. die 
einschlägigen Pauschalen) können nur dann zum Abzug gebracht werden, 
wenn kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht oder dessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.11.2017, Nrn. 100.2016.139/
140U, Seite 13

Benützung objektiv nicht zumutbar ist (Art. 7 Abs. 3 BKV bzw. Art. 5 Abs. 3 
VBK in seiner ursprünglichen Fassung, in Kraft bis 31.12.2015 [AS 1993 
S. 1364]). 

6.2 Die StRK hat erwogen, es sei unbestritten, dass dem Beschwerde-
führer für die wöchentliche Heimkehr an den steuerlichen Wohnsitz eine 
Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel unzumutbar sei, weshalb er für 
die Verwendung des privaten Fahrzeugs Kosten in der Höhe von 
Fr. 13'892.-- geltend machen könne (angefochtene Entscheide E. 6.2 f.). 
Diese Einschätzung der Verhältnisse vermag, selbst wenn sie unbestritten 
ist, offensichtlich nicht zu überzeugen: Für das Zurücklegen der Strecke 
C.________-E.________ benötigt der Beschwerdeführer mit seinem 
Privatauto nicht weniger, sondern bestenfalls etwa gleich viel Zeit wie mit 
den öffentlichen Verkehrsmitteln (vorne E. 4.1). Hinzu kommt, dass die 
Reise mit Zug und Bus bequem zu bewältigen ist; es genügt ein 
zweimaliges Umsteigen, wobei auf zwei Zugfahrten von je rund 55 Minuten 
(C.________-F.________, F.________-G.________) eine siebenminütige 
Busfahrt (G.________-E.________) folgt. Bei diesen Gegebenheiten kann 
der Beschwerdeführer die Zeit im Zug – anders als jene hinter dem Steuer 
seines Autos – als Ruhe- oder private Arbeitszeit nutzen, was ein 
wesentliches Argument für die Zumutbarkeit der Benützung der öffentlichen 
Verkehrsmittel darstellt (vgl. BGer 2A.224/2004 vom 26.10.2004, in ASA 75 
S. 253 E. 8.4.4). Mithin ist es ihm ohne weiteres zumutbar, für die 
wöchentliche Reise von C.________ nach E.________ und zurück Bahn 
und Bus zu benutzen. Auch wenn der Beschwerdeführer sein privates 
Fahrzeug verwendet hat, kann er demzufolge nur die Auslagen zum Abzug 
bringen, die bei Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel angefallen 
wären (vorne E. 6.1). Daran ändert nichts, dass er geltend macht, beruflich 
auf sein Privatauto angewiesen gewesen zu sein. Die Auslagen für 
berufliche Fahrten fallen nicht unter Art. 31 Abs. 1 StG bzw. Art. 26 Abs. 1 
DBG, hat doch der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber gestützt auf 
Art. 327b OR einen (zwingenden) zivilrechtlichen Anspruch auf 
Spesenersatz (vorne E. 3.1; BGer 2C_630/2012 und 2C_631/2012 vom 
20.2.2013, in StR 2013 S. 400 E. 2.6). Daraus folgt, dass sich aus einer 
allfälligen beruflichen Nutzung des Privatautos keine Notwendigkeit im Sinn 
von Art. 12 Abs. 4 i.V.m. Art. 7 BKV bzw. Art. 9 Abs. 4 i.V.m. Art. 5 VBK 

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140U, Seite 14

ableiten lässt, die Fahrten zwischen C.________ und E.________ mit dem 
privaten Fahrzeug zurückzulegen. Im Übrigen ist ohnehin nicht ersichtlich, 
weshalb der Beschwerdeführer als Personalverantwortlicher einer 
international tätigen Unternehmung bei seiner täglichen Arbeit auf ein 
Privatauto angewiesen sein sollte. 

6.3 Dem Beschwerdeführer sind damit einzig die Fahrkosten für die 
öffentlichen Verkehrsmittel zwischen C.________ und E.________ als 
Berufskosten anzurechnen. Als solche können die Ausgaben für ein 
Generalabonnement der SBB in der 2. Klasse berücksichtigt werden, was 
im Jahr 2013 einem Betrag von Fr. 3'550.-- entspricht. Bei diesen 
Gegebenheiten fallen für die täglichen Fahrten von der auswärtigen 
Unterkunft zur Arbeitsstätte keine zusätzlichen Kosten an: Wie gesehen ist 
der Entscheid, unter der Woche im Ferienhaus in B.________ zu wohnen, 
nicht beruflich bedingt (vorne E. 5.1), weshalb die Vorinstanz die angefallen 
Fahrkosten mit dem Privatauto zu Recht nicht als Berufskosten anerkannt 
hat. Weiter wäre es dem Beschwerdeführer möglich gewesen, in 
E.________ selber oder in der näheren Umgebung eine geeignete kleine 
Wohnung oder ein Studio zu mieten (vorne E. 5.2). Dabei ist ohne weiteres 
davon auszugehen, dass er ein Objekt hätte wählen können, das ihm das 
Zurücklegen des täglichen Arbeitswegs mit den öffentlichen 
Verkehrsmitteln erlaubt hätte, sodass er mit dem Generalabonnement ohne 
zusätzliche Kosten unterwegs gewesen wäre. Von G.________ aus ist 
E.________ in einer siebenminütigen Busfahrt erreichbar, von …, … oder 
… aus hätte der Beschwerdeführer mit Bahn und Bus insgesamt knapp 
25 Minuten gebraucht und selbst von … aus würde die Fahrzeit nicht mehr 
als 35 Minuten betragen. 

7.

Bei auswärtigem Wochenaufenthalt können Steuerpflichtige als notwendige 
Mehrkosten für die Unterkunft die ortsüblichen Auslagen für ein «Zimmer» 
zum Abzug bringen (Art. 12 Abs. 3 BKV bzw. Art. 9 Abs. 3 VBK). Der Be-
griff des Zimmers ist unter Berücksichtigung der Zumutbarkeit der aus-
wärtigen Unterkunft auszulegen und darunter grundsätzlich eine 1-Zimmer-

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140U, Seite 15

Wohnung bzw. ein Studio mit Bad und kleiner Küche oder Kochecke zu 
verstehen (BGer 2C_374/2014 vom 30.7.2015, in StR 2015 S. 791 E. 2.4.2, 
2C_728/2010 vom 25.3.2011 E. 2.1). – Da der Beschwerdeführer für die 
wöchentliche Reise von C.________ nach E.________ nicht auf das Auto 
angewiesen ist und die Auslagen für die Fahrten von B.________ nach 
E.________ nicht als Fahrkosten zum Abzug bringen kann, aber das 
Ferienhaus in B.________ ohne Privatauto nicht zu erreichen vermag 
(vorne E. 4.1), hätte er vernünftigerweise eine Unterkunft in E.________ 
und Umgebung gemietet (vgl. vorne E. 5.2). Bei diesen Gegebenheiten 
können ihm hier, da es auf den Ausgang des Verfahrens keinen Einfluss 
hat, hypothetische Auslagen für die Miete einer kleinen Wohnung bzw. 
eines Studios mit Küche oder Kochnische angerechnet werden, wobei 
maximal Aufwendungen im Bereich von Fr. 800.-- bis Fr. 1'000.-- (inkl. 
Nebenkosten) zu berücksichtigen sind (vgl. angefochtene Entscheide S. 11 
unten). Die Beschwerdeführenden gehen selber von einem hypothetischen 
Betrag von Fr. 850.-- (Übersicht Berufskosten 2013, BB 8) bzw. Fr. 930.-- 
pro Monat aus (aktualisierte Übersicht Berufskosten 2013, BB 10; vgl. auch 
die von ihnen ermittelten Angebote bei «Immoscout», BB 12). Angesichts 
der Tatsache, dass der durchschnittliche Nettomietzins einer 1-Zimmer-
Wohnung in der als deutlich teurer einzustufenden Stadt Bern im Jahr 2013 
Fr. 663.-- betrug (vgl. Medienmitteilung der Statistikdienste der Stadt Bern 
vom 11.2.2014, Mietpreiserhebung im November 2013, einsehbar unter: 
<www.bern.ch>, Rubriken «Leben in Bern/Stadt und Politik/Bern in 
Zahlen/Publikationen/Medienmitteilungen»), ist ein solcher Betrag 
grosszügig bemessen. Als notwendige Mehrkosten für die auswärtige 
Unterkunft ist demnach ein Abzug von maximal Fr. 9'600.-- bis Fr. 12'000.-- 
zu berücksichtigen.

8.

8.1 Bei einem auswärtigen Wochenaufenthalt können als notwendige 
Mehrkosten für auswärtige Verpflegung Pauschalbeträge zum Abzug ge-
bracht werden, deren Höhe das EFD festsetzt (Art. 12 Abs. 2 BKV i.V.m. 
Art. 6 Abs. 2 BKV; Art. 9 Abs. 2 VBK i.V.m. Art. 3 VBK). So ergeben sich 
die verbindlichen Ansätze für die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.11.2017, Nrn. 100.2016.139/
140U, Seite 16

direkte Bundessteuer einheitlich aus dem Anhang der VBK. Hinsichtlich der 
«Mehrkosten für Verpflegung» unterscheidet dieser zwischen Steuer-
pflichtigen mit und ohne auswärtigem Wochenaufenthalt: Gleich wie nach 
der aktuellen, ab dem Steuerjahr 2016 geltenden Fassung des Anhangs 
können für das Steuerjahr 2013 (AS 2008 S. 4078) bei auswärtigem 
Wochenaufenthalt als «voller Abzug» Fr. 30.-- pro Tag bzw. Fr. 6'400.-- pro 
Jahr geltend gemacht werden. Falls für eine der beiden täglichen Haupt-
mahlzeiten wegen verbilligter Verpflegung durch den Arbeitgeber nur ein 
halber Abzug zulässig ist (vgl. Art. 8 Abs. 2 BKV und Art. 6 Abs. 2 VBK), 
werden als «gekürzter Abzug» Fr. 22.50 pro Tag bzw. Fr. 4'800.-- pro Jahr 
anerkannt (Bst. b). Ohne auswärtigen Wochenaufenthalt sind Fr. 15.-- pro 
Hauptmahlzeit bzw. Tag (im Jahr Fr. 3'200.--) als «voller Abzug» und – bei 
verbilligter Verpflegung durch den Arbeitgeber – Fr. 7.50 pro Hauptmahlzeit 
bzw. Tag (im Jahr Fr. 1'600.--) als «halber Abzug» zulässig (Bst. a). Aus 
dieser Regelung der Pauschalbeträge erhellt, dass das EFD bei aus-
wärtigem Wochenaufenthalt grundsätzlich von zwei abzugsfähigen Haupt-
mahlzeiten ausgeht.

8.2 Die StRK hat beim Beschwerdeführer nur die Mehrkosten für eine 
einzige (verbilligte) Hauptmahlzeit berücksichtigt, weil er im Ferienhaus in 
B.________ über eine Kochgelegenheit verfüge (vorne E. 4.2). Entgegen 
der Auffassung der Beschwerdeführenden (vgl. Beschwerde S. 23 ff.) ist 
dies nicht zu beanstanden: Der Pauschalabzug für die zweite 
Hauptmahlzeit setzt voraus, dass die steuerpflichtige Person am Ort ihres 
Wochenaufenthalts nur ein Zimmer nutzen kann. Verfügt sie dort über eine 
Wohnung mit Kochgelegenheit, kann sie nach höchstrichterlicher 
Rechtsprechung nicht den «vollen Abzug» von Fr. 30.-- pro Tag, sondern 
bloss die Pauschale für eine auswärtige Hauptmahlzeit geltend machen; 
dafür fallen in der Regel höhere Kosten für die auswärtige Unterkunft an 
(BGer 2C_177/2012 und 2C_178/2012 vom 25.9.2012 E. 3.3.3, 
2C_14/2009 vom 22.4.2009, in StR 2009 S. 571 E. 2). Diese 
Rechtsprechung stösst in der Lehre auf Zustimmung (vgl. Peter Locher, 
a.a.O., Art. 26 N. 22; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 26 N. 27) 
und ist von der StRK zu Recht auf Kantons- und Gemeindesteuern sowie 
direkte Bundessteuer angewandt worden. Daran ändert nichts, dass in der 
Wegleitung zum Ausfüllen der Steuererklärung kein dahingehender 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.11.2017, Nrn. 100.2016.139/
140U, Seite 17

Hinweis gemacht wird (vgl. Formular 6 Ziff. 6.3, einsehbar unter: 
<http://www.fin.be.ch>, Rubriken «Steuern/Rat-
geber/Publikationen/Wegleitungen»). Unabhängig von der rechtlichen Trag-
weite der Wegleitung sind die dortigen Ausführungen von allgemeiner 
Natur und äussern sich bereits deshalb nicht zu einer Detailfrage wie dem 
Bestehen einer Kochmöglichkeit. 

8.3 Der Beschwerdeführer verfügte im Ferienhaus in B.________ 
unbestrittenermassen über eine Kochmöglichkeit. Ferner werden ihm im 
Rahmen der vorliegenden Erwägungen nicht bloss die Aufwendungen für 
die Miete eines Zimmers, sondern höhere Mehrkosten für eine auswärtige 
Unterkunft mit Küche oder Kochnische angerechnet (vorne E. 7). Nach 
dem Gesagten kann deshalb im Rahmen der Berufskosten nur die 
Pauschale für eine auswärtige Hauptmahlzeit berücksichtigt werden. Aus 
dem Lohnausweis des Beschwerdeführers für das Jahr 2013 ergibt sich, 
dass ihm am Arbeitsplatz eine Kantinenverpflegung zur Verfügung stand 
(act. 4B pag. 44). Als Mehrkosten für die auswärtige Verpflegung kann er 
demnach nur den «halben Abzug» in der Höhe von Fr. 1'600.-- pro Jahr 
geltend machen. 

9.

Zusammenfassend sind beim Beschwerdeführer als Fahrkosten die Aus-
lagen für ein Generalabonnement der SBB in der Höhe von Fr. 3'550.-- 
anzuerkennen (vorne E. 6). Wird deswegen – in der Annahme, dass der 
Beschwerdeführer unter diesen Umständen nicht das Ferienhaus in 
B.________ als Wochenaufenthaltsort gewählt hätte – in Bezug auf die 
auswärtige Unterkunft nicht auf die tatsächlichen Verhältnisse abgestellt, 
sondern zu Gunsten des Beschwerdeführers von der Miete einer Wohnung 
oder eines Studios in der Nähe des Arbeitsorts ausgegangen, fallen hiefür 
Kosten von Fr. 9'600.-- (bei einer Bruttomiete von Fr. 800.--) bzw. 
Fr. 12'000.-- (bei einer Bruttomiete von Fr. 1'000.--) an (vorne E. 7). Unter 
Berücksichtigung der Mehrkosten für die auswärtige Verpflegung von 
Fr. 1'600.-- (vorne E. 8) betragen die abzugsfähigen Berufskosten so 
höchstens Fr. 14'750.-- bzw. Fr. 17'150.--. Beide Summen liegen unter dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.11.2017, Nrn. 100.2016.139/
140U, Seite 18

von der Vorinstanz akzeptierten Betrag von Fr. 17'999.--. Im Übrigen 
ergäbe sich auch dann ein wesentlich geringerer Abzug für die 
Berufskosten des Beschwerdeführers, wenn – ausgehend von den 
tatsächlichen Verhältnissen in B.________ – ausser in Bezug auf die 
Fahrkosten (Fr. 19'500.--) auf die Vorbringen in der Beschwerdeschrift 
(Unterkunft Fr. 3'618.--, Verpflegung Fr. 4'800.--) abgestellt würde 
(Berufskosten von insgesamt Fr. 11'968.--). Vor einer weiteren Reduktion 
des Berufskostenabzugs sind die Beschwerdeführenden allerdings durch 
das im verwaltungsgerichtlichen Verfahren geltende umfassende 
Verschlechterungsverbot geschützt (Art. 84 Abs. 2 VRPG; sog. Verbot der 
reformatio in peius; BVR 2010 S. 169 E. 4.1, 2016 S. 261 E. 4.8; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., 1997, Art. 84 N. 8 und Art. 73 N. 2). 
Ihnen darf insgesamt nicht weniger zugesprochen werden, als sie mit den 
vorinstanzlichen Entscheiden erhalten haben. Diese halten damit in Bezug 
auf die geltend gemachten Abzüge der Rechtskontrolle stand. 

10.

Daran ändert die Rüge der Beschwerdeführenden nichts, die Voraus-
setzungen für eine reformatio in peius seien vor der Vorinstanz nicht ge-
geben gewesen (vgl. Beschwerde S. 30):

10.1 Die StRK hat im Rekurs- bzw. Beschwerdeverfahren die gleichen 
Befugnisse wie die Veranlagungsbehörde im Veranlagungsverfahren 
(Art. 198 Abs. 2 StG; Art. 142 Abs. 4 DBG). Gemäss Art. 199 Abs. 1 StG 
bzw. Art. 143 Abs. 1 (erster Satz) DBG entscheidet sie gestützt auf das 
Ergebnis ihrer Untersuchungen. Sie kann nach Anhören der steuerpflichti-
gen Person die Veranlagung auch zu deren Nachteil abändern (Art. 199 
Abs. 2 StG; Art. 143 Abs. 1 zweiter Satz DBG), wobei sie einem Rückzug 
von Rekurs und Beschwerde keine Folge geben muss (vgl. Art. 198 Abs. 3 
StG). Im Fall eines Beschwerderückzugs ist allerdings nur dann zu einer 
Verschlechterung zu schreiten, wenn die angefochtene Verfügung mit den 
anzuwendenden Rechtsgrundsätzen offensichtlich unvereinbar ist und sich 
eine Anpassung geradezu aufdrängt bzw. wenn der angefochtene Ent-
scheid offensichtlich unrichtig und die Korrektur von erheblicher Bedeutung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.11.2017, Nrn. 100.2016.139/
140U, Seite 19

ist (vgl. BGer 2A.408/2002 vom 13.2.2004, in StE 2004 B 96.12 Nr. 14 
E. 1.4; Hunziker/Mayer-Knobel, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum 
Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 143 DBG N. 11). Ziehen 
die Steuerpflichtigen ihre Rechtsmittel jedoch nicht zurück, untersteht die 
StRK bei der Vornahme einer reformatio in peius keinen einschränkenden 
Voraussetzungen. 

10.2 Nachdem die Vizepräsidentin der StRK mit Schreiben vom 9. Feb-
ruar 2016 eine Abänderung der Einspracheentscheide zu Ungunsten der 
Beschwerdeführenden angedroht hatte (act. 4A pag. 52-51), haben diese 
am 18. Februar 2016 eine ausführliche Stellungnahme eingereicht (act. 4A 
pag. 61-53), aber keinen Rechtsmittelrückzug erklärt. Deshalb setzte eine 
weitere Reduktion des Berufskostenabzugs, entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführenden, keine «Wesentlichkeit» der entsprechenden Ver-
schlechterung voraus. Daran ändert nichts, dass die StRK offenbar selber 
fälschlicherweise davon ausging, eine reformatio in peius nur unter ein-
schränkenden Voraussetzungen vornehmen zu dürfen (vgl. angefochtene 
Entscheide E. 9).

11.

Die Beschwerden erweisen sich damit als unbegründet und sind abzu-
weisen. Bei diesem Ausgang der Verfahren werden die Beschwerde-
führenden kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG; 
Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind keine zu 
sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG; 
Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 
SR 172.021]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.11.2017, Nrn. 100.2016.139/
140U, Seite 20

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2013 
wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2013 wird abge-
wiesen.

3. Die Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von insgesamt Fr.1'500.--, werden den Beschwer-
deführenden auferlegt. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Beschwerdegegnerin 
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art.39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.