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**Case Identifier:** 072548a1-e86a-5ee7-b608-564031e5c205
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-06-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.06.2017 B-5602/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5602-2016_2017-06-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-5602/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  J u n i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Hans Urech (Vorsitz), 

Richter Pietro Angeli-Busi, Richter David Aschmann,    

Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. 
 

 
 

Parteien 
 Verband X._______,  

vertreten durch Romana Čančar, Rechtsanwältin,  

'_______', 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Sozialversicherungen BSV,  

Geschäftsfeld Familie, Generationen und Gesellschaft,  

Effingerstrasse 20, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Finanzhilfe für die Betriebsstruktur und für regelmässige  

Aktivitäten aus dem Kredit zur Förderung der  

ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. 

 

B-5602/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Verband X._______ ist eine juristische Person in der Form eines ge-

meinnützigen Vereins im Sinne von Art. 60 ff. ZGB mit Sitz in A._______ 

(Art. 1.1 der Statuen vom 4. Juni 2012 mit Änderungen vom 14. Juni 2013, 

16. Juni 2014 und 20. Juni 2016). Der Verein ist ein nationaler Dachver-

band, welcher den Zusammenschluss von kantonalen Verbänden und 

Netzwerken bezweckt, die ihrerseits einen Zusammenschluss von lokalen 

Institutionen und Organisationen der offenen Kinder- und Jugendarbeit 

bzw. der soziokulturellen Animation im Kinder- und Jugendbereich in der 

Schweiz bilden (Art. 2.1 der obgenannten Statuten). 

Der Verein strebt als Ziel insbesondere an, die Interessen seiner Mitglieder 

und deren angeschlossenen Institutionen und Organisationen auf gesamt-

schweizerischer Ebene gegenüber politischen Instanzen, Behörden, Ver-

waltungen, anderen nationalen Organisationen und Verbänden sowie der 

Öffentlichkeit zu vertreten (Art. 2.2.1 der vorgenannten Statuten). Er vertritt 

als (Dienst-)Leistung die Anliegen seiner Mitglieder auf gesamtschweizeri-

scher Ebene (Art. 3.1 der oben erwähnten Statuten). 

Ferner setzt sich der Verein auf nationaler Ebene für die Verbesserung der 

rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen der 

offenen Kinder- und Jugendarbeit ein (Art. 3.2 der obgenannten Statuten). 

B.  

Am 27. April 2016 ersuchte der Verband X._______ für die Jahre 2017 bis 

2019 um Finanzhilfen für die Betriebsstruktur und für regelmässige Aktivi-

täten gemäss Art. 7 Abs. 1 des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes 

vom 30. September 2011 (KJFG, SR 446.1). 

C.  

Mit Verfügung vom 2. August 2016 wies das Bundesamt für Sozialversi-

cherungen (im Folgenden: Vorinstanz oder BSV) das Gesuch ab. Das BSV 

begründete dies im Wesentlichen damit, dass die Voraussetzung der ge-

samtschweizerischen Aktivität nicht erfüllt sei. Eine Subventionierung über 

Art. 7 Abs. 1 KJFG sei nicht legitimiert. 

  

B-5602/2016 

Seite 3 

D.  

Hiergegen hat der Verband X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

am 14. September 2016 Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht 

erhoben. Er beantragt – unter Kosten- und Entschädigungsfolge – sinnge-

mäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Gutheissung 

des Gesuchs. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung zu weiterer Ab-

klärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass 

er die kantonalen, regionalen und lokalen Angebotsstrukturen der offenen 

Kinder- und Jugendarbeit auf gesamtschweizerischer Ebene vertrete, auch 

wenn seine Mitglieder hauptsächlich Deutschschweizer Organisationen 

seien. Die übrigen Voraussetzungen gemäss Bst. a bis c seien ebenfalls 

erfüllt. Er habe somit Anspruch auf die Finanzhilfen nach Art. 7 Abs. 1 

KJFG. 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 28. Oktober 2016 beantragt die Vorinstanz die 

vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Die Verfahrenskosten seien 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

F.  

Die Vertreterin des Beschwerdeführers hat mit unaufgeforderter Eingabe 

vom 3. November 2016 ihre Kostennote eingereicht. 

G.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gestützt auf Art. 31 des Ver-

waltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensge-

setzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern wie hier keine 

Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Die Beschwerde ist unter anderem 

B-5602/2016 

Seite 4 

zulässig gegen Verfügungen der den Departementen unterstellten Dienst-

stellen der Bundesverwaltung (Art. 33 Bst. d VGG).  

1.2 Bei der angefochtenen Verfügung handelt es sich um eine Verfügung 

im Sinne von Art. 5 VwVG und das Bundesamt für Sozialversicherungen 

ist eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts gemäss Art. 33 Bst. d 

VGG. Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Behandlung der Be-

schwerde zuständig. 

2.  

2.1 Das Verfahren richtet sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz, so-

weit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). 

2.2 Der Beschwerdeführer ist eine juristische Person in der Form eines 

Vereins nach Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 

10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210). Er hat am vorinstanzlichen Verfahren 

teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG). Entsprechend ist er zur Beschwerdeführung legiti-

miert. 

2.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht und die übri-

gen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 

und Art. 44 ff. VwVG). Nachdem auch der einverlangte Kostenvorschuss 

rechtzeitig geleistet wurde, ist daher auf die Beschwerde einzutreten. 

3.  

3.1 Das Verfahren für die Gewährung von Finanzhilfen im Bereich der Kin-

der- und Jugendförderung an Einzelorganisationen richtet sich gemäss 

Art. 15 Abs. 1 KJFG nach dem Subventionsgesetz. Gemäss Art. 35 Abs. 1 

des Subventionsgesetzes vom 5. Oktober 1990 (SuG, SR 616.1) bestimmt 

sich der Rechtsschutz nach den allgemeinen Bestimmungen der Bundes-

rechtspflege. Ausnahmen sind keine vorgesehen. Das Bundesverwal-

tungsgericht kann den angefochtenen Entscheid somit grundsätzlich in vol-

lem Umfang überprüfen.  

3.2 Der Beschwerdeführer kann die Verletzung von Bundesrecht ein-

schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrich-

tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes 

und grundsätzlich auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 VwVG). 

B-5602/2016 

Seite 5 

3.3 Die Ausrichtung von Finanzhilfen an private Trägerschaften zur Förde-

rung ihrer ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist in den 

Art. 6 bis 10 KJFG geregelt. Der Bundesrat hat diese Bestimmungen in der 

Kinder- und Jugendförderungsverordnung vom 17. Oktober 2012 (KJFV, 

SR 446.11) konkretisiert. In Art. 6 KJFG (Allgemeine Voraussetzungen) 

wird ausdrücklich festgehalten, dass der Bund privaten Trägerschaften Fi-

nanzhilfen nach diesem Gesetz gewähren kann (aber nicht muss). Zudem 

ergibt sich aus Art. 12 Abs. 1 KJFG, dass Finanzhilfen nach diesem Gesetz 

im Rahmen der bewilligten Kredite gewährt werden. Damit hat der Gesetz-

geber zum Ausdruck gebracht, dass grundsätzlich – das heisst bei Wah-

rung der verfassungsrechtlichen Schranken – kein Rechtsanspruch auf Fi-

nanzhilfen besteht (so auch die Botschaft des Bundesrates zum KJFG vom 

17. September 2010 [nachfolgend: Botschaft zum KJFG], BBl 2010 6846). 

Daher sind Finanzhilfen nach dem KJFG an private Trägerschaften nicht 

als Anspruchs-, sondern als Ermessenssubventionen einzustufen (zum 

Ganzen BVGE 2015/33 E. 4.1).  

Folglich liegt es im Entschliessungsermessen der verfügenden Behörde, 

ob sie im Einzelfall eine Subvention zusprechen will oder nicht. Typischer-

weise ist das Ermessen der Behörde im Bereich der Finanzhilfen, auf die 

kein Rechtsanspruch besteht, besonders gross, soweit es um die Bestim-

mung und Anwendung der Prioritätskriterien geht (vgl. Urteile des BVGer 

B-3939/2013 vom 10. Dezember 2014 E. 2.2 und B-6272/2008 vom 31. Ja-

nuar 2011 E. 4.3). Räumt das Gesetz der Behörde ein grosses Ermessen 

bei seiner Anwendung ein, übt das Bundesverwaltungsgericht praxisge-

mäss Zurückhaltung bei der Beurteilung. Geht es hingegen um die richtige 

Rechtsanwendung, namentlich die Auslegung des Gesetzes, handelt es 

sich dabei nicht um einen Ermessensentscheid der Behörde, weshalb die 

Verletzung von Bundesrecht vom Bundesverwaltungsgericht frei geprüft 

wird (zum Ganzen BVGE 2015/33 E. 4.3; Urteil des BVGer B-5520/2014 

vom 26. Oktober 2016 E. 2.1 mit Hinweis). 

4.  

4.1 Nach Art. 67 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, 

SR 101) kann der Bund in Ergänzung zu kantonalen Massnahmen die aus-

serschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterstützen. Dabei ist 

nach dem Willen des Gesetzgebers das Subsidiaritätsprinzip zu beachten: 

Der Bund wird nur ergänzend tätig (Botschaft des Bundesrats über eine 

neue Bundesverfassung vom 20. November 1996 [nachfolgend: Botschaft 

zur BV], BBl 1997 I 284). Demnach gibt Art. 67 Abs. 2 BV dem Bund nur 

eine parallele und subsidiäre Kompetenz, Aktivitäten zur Förderung von 

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Seite 6 

Kindern und Jugendlichen zu unterstützen (Botschaft zum KJFG, BBl 2010 

6817). Deren Förderung ist primär Sache der Kantone und Gemeinden. 

Das Subsidiaritätsprinzip ist in Art. 5a BV verankert und gilt für die Zuwei-

sung und Erfüllung staatlicher Aufgaben. Ihm liegt die Idee zugrunde, dass 

der Bund im Bundesstaat nicht Aufgaben an sich ziehen soll, welche die 

Gliedstaaten ebenso gut erfüllen können, für die es also keinen zwingen-

den Grund zur bundesweiten Vereinheitlichung gibt. Die in der BV vorge-

nommene Aufgabenteilung ist Ausdruck dieses Gedankens (Botschaft zur 

BV, BBl 1997 I 209). Das Prinzip bezieht sich nur auf die verschiedenen 

Staatsebenen und ist ein bundestaatliches bzw. föderalistisches. Es soll 

keine unmittelbare Geltung im Verhältnis Staat-Private entfalten (SCHWEI-

ZER/MÜLLER, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], Die 

schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 3. Aufl. 2014, 

Art. 5a Rz. 7), wirkt sich aber mittelbar auch auf die Privaten aus. Der 

Grundsatz ist nicht unmittelbar justiziabel (einklagbar; SCHWEIZER/MÜLLER, 

a.a.O., Art. 5a Rz. 16; zum Ganzen BVGE 2015/33 E. 3.1). 

4.2 Solange die Kantone und Gemeinden objektiv in der Lage sind, aus 

eigener Kraft die ausserschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu 

fördern, ist diese Förderung folglich keine Bundesaufgabe. So erfüllt bei-

spielsweise auch eine in Not geratene Person die Voraussetzungen von 

Art. 12 BV (Recht auf Hilfe in Notlagen) nicht und ist nicht anspruchsbe-

rechtigt, solange sie objektiv fähig ist, sich selbst die notwendigen Mittel zu 

verschaffen (vgl. HÄFELIN/HALLER/KELLER, Schweizerisches Bundesstaats-

recht, 8. Aufl. 2012 Rz. 916). Auch kommt – als weiteres Beispiel – eine 

Bundesintervention (Art. 52 Abs. 2 BV) nur in Betracht, wenn sich der be-

troffene Kanton nicht selbst oder mit Hilfe anderer Kantone schützen kann 

(DIESELBEN, a.a.O., Rz. 1040; zum Ganzen BVGE 2015/33 E. 3.2). 

4.3 Dass die ausserschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ge-

mäss Art. 67 Abs. 2 BV nur subsidiär durch den Bund unterstützt wird, ent-

spricht dem Sozialziel betreffend Kinder und Jugendliche, welches in 

Art. 41 Abs. 1 Bst. g BV formuliert ist. Danach erfolgt deren Unterstützung 

durch Bund und Kantone nur in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung 

und privater Initiative und nicht an deren Stelle. Zudem können Bund und 

Kantone bloss im Rahmen ihrer verfassungsmässigen Zuständigkeiten 

und ihrer verfügbaren Mittel Unterstützung gewähren (Art. 41 Abs. 3 BV). 

Dabei ist im Verhältnis zwischen Bund und Kantonen zu berücksichtigen, 

dass der Bund nur die Aufgaben übernimmt, welche die Kraft der Kantone 

übersteigen oder einer einheitlichen Regelung durch den Bund bedürfen 

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Seite 7 

(Art. 43a Abs. 1 BV). Dieser Vorrang der Kantone gegenüber dem Bund 

gründet ebenfalls im Subsidiaritätsprinzip (vgl. E. 4.1 hiervor; HÄFELIN/HAL-

LER/KELLER, a.a.O., Rz. 1051 und SCHWEIZER/MÜLLER, a.a.O., Art. 5a 

Rz. 7; zum Ganzen BVGE 2015/33 E. 3.3). 

4.4 Die Unterstützung ausserschulischer Arbeit mit Kindern und Jugendli-

chen ist damit in erster Linie Aufgabe der Privaten, erst in zweiter Linie, 

wenn die Privaten kräftemässig überfordert sind, Aufgabe der Kantone 

(und ihrer Gemeinden) und erst in dritter Linie, wenn nämlich auch deren 

Kräfte versagen, Aufgabe des Bundes (Botschaft zur BV, BBl 1997 I 204; 

Botschaft zum KJFG, BBl 2010 6804). Aus dem Sozialziel von Art. 41 

Abs. 1 Bst. g BV können folgerichtig keine unmittelbaren Ansprüche auf 

staatliche Leistungen abgeleitet werden (Art. 41 Abs. 4 BV). Die Gestaltung 

staatlicher Kinder- und Jugendförderung verbleibt daher primär im Zustän-

digkeits- und Aufgabenbereich der Kantone und Gemeinden (Botschaft 

zum KJFG, BBl 2010 6817). Unterstützungen des Bundes können in Über-

einstimmung mit Art. 67 und Art. 5a BV folglich insbesondere unter dem 

KJFG nur ergänzend erfolgen (vgl. Botschaft zum KJFG, BBl 2010 6825; 

zum Ganzen BVGE 2015/33 E. 3.4). 

4.5 In diesem einschränkenden Rahmen kommt dem Bund andererseits 

die Aufgabe zu, im gesamtschweizerischen Kontext Aktivitäten der ausser-

schulischen Arbeit zu fördern, die gegenseitige Abstimmung der Kinder- 

und Jugendpolitik zwischen den drei staatlichen Ebenen – Gemeinden, 

Kantone und Bund – und Nichtregierungsorganisationen zu unterstützen, 

Impulse für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik zu geben 

sowie die horizontale Koordination auf Bundesebene sicherzustellen (Bot-

schaft zum KJFG, BBl 2010 6824). Zeitlich befristete Subventionen des 

Bundes zugunsten von Kantonen, Gemeinden oder Privaten sind im Sinne 

einer impulsgebenden Anschubfinanzierung zu verstehen (vgl. Botschaft 

zum KJFG, BBl 2010 6852). Der Gesetzgeber hat hiermit seinen politi-

schen Willen zur Selektion zum Ausdruck gebracht (zum Ganzen BVGE 

2015/33 E. 3.5). 

5.  

Finanzhilfen nach dem KJFG an private Trägerschaften sind als Ermes-

senssubventionen einzustufen (E. 3.3 vorstehend). Das Wesensmerkmal 

einer Ermessenssubvention ist, dass es im Entschliessungsermessen der 

verfügenden Behörde liegt, ob sie im Einzelfall eine Subvention zuspre-

chen will oder nicht (vgl. WIEDERKEHR/RICHLI, Praxis des allgemeinen Ver-

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Seite 8 

waltungsrechts, Band I, 2012, Rz. 1476; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allge-

meines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 440; FABIAN MÖLLER, Rechts-

schutz bei Subventionen, Diss. Basel 2006, S. 44 f.; BARBARA SCHAERER, 

Subventionen des Bundes zwischen Legalitätsprinzip und Finanzrecht, 

Diss. Zürich 1992, S. 178). Können wegen beschränkter finanzieller Mittel 

nicht alle Projekte berücksichtigt werden, welche grundsätzlich die Anfor-

derungen für die Zusprechung einer Ermessenssubvention erfüllen wür-

den, sind die zuständigen Behörden verpflichtet, Prioritätenordnungen auf-

zustellen (Art. 13 Abs. 1 und 2 SuG). Die Behörde hat nach pflichtgemäs-

sem Ermessen relative Kriterien festzulegen, die es erlauben, die Anzahl 

der an sich subventionierbaren Gesuche nach dem Grad ihrer Subventi-

onswürdigkeit sachgerecht zu priorisieren. Derartige einheitliche Beurtei-

lungskriterien dienen dazu, eine möglichst rechtsgleiche und willkürfreie 

Behandlung der Beitragsgesuche zu gewährleisten (vgl. Urteile des BVGer 

B-3939/2013 vom 10. Dezember 2014 E. 2.2 und B-6272/2008 vom 31. Ja-

nuar 2011 E. 4.3; zum Ganzen BVGE 2015/33 E. 4.2). 

6.  

6.1 Nach Art. 1 Bst. a KJFG regelt dieses Gesetz die Unterstützung privater 

Trägerschaften, die sich der ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Ju-

gendlichen widmen. Gemäss der Zweckbestimmung des Art. 2 KJFG will 

der Bund mit dem Gesetz die ausserschulische Arbeit mit Kindern und Ju-

gendlichen fördern und dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche in 

ihrem körperlichen und geistigen Wohlbefinden gefördert werden, sich zu 

Personen zu entwickeln, die Verantwortung für sich selber und für die Ge-

meinschaft übernehmen und sich sozial, kulturell und politisch integrieren 

können. Der Begriff der ausserschulischen Arbeit wird in Art. 5 Bst. a KJFG 

umschrieben: Es handelt sich dabei um verbandliche und offene Arbeit mit 

Kindern und Jugendlichen samt niederschwelligen Angeboten. Gemäss 

Art. 6 KJFG kann der Bund privaten Trägerschaften Finanzhilfen gewäh-

ren, sofern sie (kumulativ) schwerpunktmässig in der ausserschulischen 

Arbeit tätig sind oder regelmässig Programme im Bereich ausserschuli-

sche Arbeit anbieten, nicht nach Gewinn streben und dem Anspruch von 

Kindern und Jugendlichen auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und 

auf Förderung ihrer Entwicklung im Sinne von Art. 11 Abs. 1 BV Rechnung 

tragen. 

6.2 Der Bund kann Dachverbänden und Koordinationsplattformen, die sich 

auf gesamtschweizerischer Ebene der ausserschulischen Arbeit widmen, 

gestützt auf Art. 7 Abs. 1 KJFG Finanzhilfen für die Führung ihrer Struktu-

ren und für regelmässige Aktivitäten gewähren, sofern sie: 

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Seite 9 

"a. eine grosse Anzahl von privaten oder öffentlichen Trägerschaften vertre-

ten; 

 b. nationale oder internationale Informations- und Koordinationsaufgaben 

übernehmen; und 

 c. für die fachliche Weiterentwicklung und Qualitätssicherung im Bereich aus-

serschulische Arbeit sorgen". 

6.3 Finanzhilfen an Dachverbände und Koordinationsplattformen gemäss 

Art. 7 Abs. 1 KJFG werden dabei nur auf Gesuch hin ausgerichtet, wobei 

der Gesuchsteller der zuständigen Behörde alle erforderlichen Auskünfte 

erteilen muss (Art. 11 Abs. 1 und Abs. 2 SuG). Im Subventionsverfahren 

steht die Mitwirkung des Antragsstellenden im Zentrum des Entschei-

dungsprozesses der Behörde. Gemäss Art. 24 KJFG (Evaluation) überprüft 

die Vorinstanz regelmässig die im Rahmen des Gesetzes gewährten Fi-

nanzhilfen und getroffenen Massnahmen auf ihre Zweckmässigkeit, Wirk-

samkeit und Wirtschaftlichkeit. Nach Art. 17 Abs. 1 Bst. b und d KJFG kön-

nen Finanzhilfen namentlich dann zurückgefordert oder verweigert werden, 

wenn Bedingungen nicht erfüllt oder Auflagen nicht eingehalten werden 

oder wenn die im Rahmen von Leistungsverträgen vereinbarten Ziele nicht 

erreicht werden. 

6.4 Das KJFG und die dazugehörende Verordnung KJFV sind seit dem 

1. Januar 2013 in Kraft. Sie lösten das bis dahin geltende Jugendförde-

rungsgesetz vom 6. Oktober 1989 (JFG, AS 1990 2007 ff.) und die Jugend-

förderungsverordnung vom 10. Dezember 1990 (JFV, AS 1990 2012 ff.) ab. 

Mit dem Erlass des JFG hatte die Förderung der ausserschulischen Ju-

gendarbeit eine erste Rechtsgrundlage erhalten (vgl. die Botschaft des 

Bundesrates über die Förderung der ausserschulischen Jugendarbeit vom 

18. Dezember 1987, BBl 1988 I 854). Die Prüfung der Gesuche bemass 

sich an den Tätigkeiten und der Organisationsstruktur der Trägerschaft 

(Art. 3 Abs. 1, Art. 4 und Art. 5 JFV). Mit dem KJFG wollte der Gesetzgeber 

die Finanzhilfen mehr inhaltlich (thematisch und strategisch) steuern, um 

die Mittelvergabe wirksamer und effizienter zu gestalten. Das KJFG ist 

denn auch keine blosse Neuauflage des JFG, sondern stellt die Finanzhil-

fen im entsprechenden Bereich auf eine neue Grundlage. Insbesondere 

sind die Prüfung und Gewährung von Finanzhilfen sowie die Kompetenzen 

der Vorinstanz grundlegend anders geregelt als im JFG. Die durch das 

KJFG unterstützten Organisationen sollen Kindern und Jugendlichen Be-

tätigungs-, Bildungs- und Freizeiträume bieten, in denen sich die jungen 

B-5602/2016 

Seite 10 

Menschen durch eigenständige Tätigkeiten freiwillig engagieren und Ver-

antwortung übernehmen sowie Schlüsselkompetenzen erlernen (vgl. Bot-

schaft zum KJFG, BBl 2010 6803 ff. und 6822). 

7.  

7.1  

7.1.1 Der Beschwerdeführer rügt in seiner Beschwerde mit Blick auf die 

wesentliche Begründung der angefochtenen Verfügung (siehe Sachverhalt 

Bst. C vorstehend), dass weder das Gesetz noch die KJFV die Definition 

dessen enthielten, was in Art. 7 Abs. 1 KJFG mit gesamtschweizerischer 

Ebene gemeint sei. Seitens der Vorinstanz sei nie transparent gemacht 

worden, was sie unter dem Begriff 'gesamtschweizerisch' verstehe (S. 5). 

Es sei somit nicht klar, was die Vorinstanz unter 'gesamtschweizerisch' ver-

stehe (S. 6). 

7.1.2 Die Vorinstanz wendet in ihrer Vernehmlassung ein, dass das, was 

sie unter dem Begriff 'gesamtschweizerisch' verstehe, dem Beschwerde-

führer wiederholt ausführlich erläutert worden sei (S. 2). Art. 7 KJFG unter-

scheide bewusst zwischen Dachverbänden und Koordinationsplattformen, 

die gesamtschweizerisch tätig seien (Abs. 1), und Einzelorganisationen, 

die gesamtschweizerisch oder sprachregional tätig seien (Abs. 2). Daraus 

ergebe sich, dass sich 'gesamtschweizerische Tätigkeiten' deutlich von 

'sprachregionalen Tätigkeiten' unterschieden und der fast ausschliessliche 

Fokus auf eine Sprachregion keine 'gesamtschweizerische Tätigkeit' dar-

stelle. Die gesamtschweizerische Tätigkeit einer Organisation sei das 

Hauptkriterium. Demnach sei das Kriterium 'gesamtschweizerisch' eine 

rechtliche Vorschrift, über welche sie sich nicht einfach hinwegsetzen 

könne (S. 3). 

7.1.3 Art. 7 KJFG unterscheidet in der Tat zwischen Dachverbänden und 

Koordinationsplattformen, die sich auf gesamtschweizerischer Ebene der 

ausserschulischen Arbeit widmen (Abs. 1), und Einzelorganisationen, die 

auf gesamtschweizerischer oder sprachregionaler Ebene tätig sind 

(Abs. 2). Aus dieser Differenzierung lässt sich jedoch mit Blick auf die Bot-

schaft des Bundesrats zu dieser Gesetzesbestimmung nicht folgern, dass 

ein bewusster Unterschied zwischen 'gesamtschweizerisch' und 'sprachre-

gional' gemacht werden soll: Der Bundesrat spricht von privaten "Träger-

schaften der ausserschulischen Arbeit, die auf gesamtschweizerischer oder 

sprachregionaler Ebene tätig sind" und fügt im gleichen Satz an, dass sie 

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Seite 11 

"schweizweit vielfältige Angebote und Aktivitäten für Kinder und Jugendli-

che" anböten (BBl 2010 6842). Weiter schreibt der Bundesrat, dass grund-

sätzlich der Anspruch an eine gesamtschweizerisch oder sprachregional 

tätige Organisation gelte, dass sie zumindest in einer gesamten Sprachre-

gion Aktivitäten entfalte und dass eine bedeutende Anzahl von Kindern und 

Jugendlichen von den entsprechenden Angeboten profitieren könne (BBl 

2010 6843). Es fällt jedoch auf, dass Art. 7 KJFG in Bezug auf Dachver-

bände in Abs. 1 nur die gesamtschweizerische Ebene und nicht auch die 

sprachregionale Ebene nennt. Insofern ist davon auszugehen, dass eine 

Tätigkeit allein auf sprachregionaler Ebene für Dachverbände nicht aus-

reicht, um sich auf Art. 7 Abs. 1 KJFG berufen zu können. 

7.2  

7.2.1 Der Beschwerdeführer weist in seiner Beschwerde zudem darauf hin, 

aus der Dudendefinition des Begriffs 'gesamtschweizerisch' liessen sich 

keine Kriterien ableiten, anhand deren bestimmt werden könnte, ab wann 

sich ein Dachverband auf gesamtschweizerischer Ebene der ausserschu-

lischen Aktivität widme. Es seien also die weiteren klassischen Ausle-

gungsmethoden herbeizuziehen (S. 6). 

7.2.2 Der Begriff 'gesamtschweizerisch' bedeutet gemäss der Definition 

des Duden (unter <www.duden.de> > Sprachwissen > Duden-Online-Wör-

terbuch, abgerufen am 3. Mai 2017) 'die gesamte Schweiz betreffend'. Da-

raus lässt sich in der Tat – wie der Beschwerdeführer zu Recht feststellt – 

nicht ableiten, wann die Tätigkeit eines Dachverbands als 'gesamtschwei-

zerisch' qualifiziert werden kann. Entsprechend müssen, wie der Be-

schwerdeführer zu Recht bemerkt, weitere Auslegungsmethoden herange-

zogen werden. 

7.3  

7.3.1 Der Beschwerdeführer erklärt in seiner Beschwerde weiter, aus der 

Botschaft zum KJFG lasse sich schliessen, dass unter Art. 7 Abs. 1 KJFG 

keineswegs nur Dachverbände fallen sollten, die in allen Kantonen und 

Sprachregionen tätig seien, sondern auch solche, die sich zumindest auf 

eine ganze Sprachregion erstreckten oder viele Kantone umfassten. Der 

Gesetzgeber habe beabsichtigt, das Kriterium 'gesamtschweizerische 

Ebene' nicht allzu restriktiv zu fassen (S. 7). 

7.3.2 Die Vorinstanz äussert hierzu in ihrer Vernehmlassung, es sei ein er-

klärtes Ziel des Gesetzgebers gewesen, mit dieser differenzierten Rege-

B-5602/2016 

Seite 12 

lung – Unterscheidung in Art. 7 KJFG zwischen Dachverbänden und Koor-

dinationsplattformen, die gesamtschweizerisch tätig seien (Abs. 1), und 

Einzelorganisationen, die gesamtschweizerisch oder sprachregional tätig 

seien (Abs. 2) – die Kinder- und Jugendförderung im gesamtschweizeri-

schen Kontext zu stärken (Botschaft zum KJFG, BBl 2010 6825) (S. 3). 

7.3.3 Gesamtschweizerisch tätige Dachverbände haben gemäss der Bot-

schaft die vorrangige Aufgabe, die Interessen der vielfältigen Jugendorga-

nisationen und Trägerschaften der ausserschulischen Kinder- und Jugend-

arbeit auf nationaler Ebene zu bündeln, Vernetzungs-, Informations- und 

Vertretungsaufgaben wahrzunehmen, zur Innovation und Qualitätssiche-

rung der ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beizutra-

gen sowie die internationale Zusammenarbeit zu fördern (BBl 2010 6812). 

Dem Bund solle die Aufgabe zukommen, im gesamtschweizerischen Kon-

text Aktivitäten der ausserschulischen Arbeit zu fördern, die gegenseitige 

Abstimmung der Kinder- und Jugendpolitik zwischen den drei staatlichen 

Ebenen und Nichtregierungsorganisationen zu unterstützen, Impulse für 

die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik zu geben sowie die 

horizontale Koordination auf Bundesebene sicherzustellen (BBl 2010 

6824). Konkret sehe der Entwurf des KJFG vor, dass der Bund die ausser-

schulische Arbeit im gesamtschweizerischen und sprachregionalen Kon-

text bzw. entsprechende Vorhaben von gesamtschweizerischer Bedeutung 

unterstützen könne. Im Vergleich zum JFG ergäben sich daraus die folgen-

den Unterschiede: 

" Neu sollen nur jene Trägerschaften in den Genuss von Strukturhilfen kom-

men können, deren Tätigkeit sich auf die gesamtschweizerische Ebene 

oder zumindest eine ganze Sprachregion erstreckt. Dazu gehören insbe-

sondere die klassischen Jugendverbände wie die Pfadi, Jungwacht Blau-

ring oder Cevi, aber auch andere Organisationen, welche eine gesamt-

schweizerische bzw. sprachregionale Reichweite haben. Nicht mehr mög-

lich wird es zukünftig sein, Jugendorganisationen zu subventionieren, de-

ren Tätigkeit sich beispielsweise auf einige Deutschschweizer Kantone be-

schränkt. 

  Gleichzeitig sollen im Unterschied zur geltenden Rechtslage, welche nur 

die Förderung von nationalen und internationalen Projekten erlaubt, auch 

kantonal oder lokal angesiedelte Projekte und Modellvorhaben unterstützt 

werden können, sofern diese von gesamtschweizerischer Bedeutung sind." 

Gemeinsam mit den übrigen Neuerungen des KJFG erlaube es diese dif-

ferenzierte Regelung dem Bund, die Kinder- und Jugendförderung im ge-

samtschweizerischen Kontext zu stärken (BBl 2010 6825). Mit der Legalde-

finition des Begriffs 'Vorhaben von gesamtschweizerischer Bedeutung' in 

Art. 5 Bst. c E-KJFG werde klargestellt, dass sich anders als nach Art. 9 

B-5602/2016 

Seite 13 

Abs. 1 JFV die Unterstützung des Bundes nicht auf nationale und interna-

tionale Projekte beschränke (BBl 2010 6841). 

7.3.4 Aus diesen Darlegungen der Botschaft zum Begriff "gesamtschwei-

zerisch" lässt sich entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers allerdings 

nicht schliessen, aus welchem Grund Art. 7 Abs. 1 KJFG nur die gesamt-

schweizerische Ebene nennt, während Art. 7 Abs. 2 KJFG von der gesamt-

schweizerischen oder sprachregionalen Ebene spricht. 

7.3.5 Auch in der parlamentarischen Debatte zum KJFG (unter 

<www.parlament.ch>, Geschäftsnummer 10.087; besucht am 24. Mai 

2017) war diese begriffliche Unterscheidung in Art. 7 KJFG kein Thema. 

7.4  

7.4.1 Damit ist der Begriff "gesamtschweizerisch" in Art. 7 Abs. 1 KJFG mit 

den in Judikatur und Lehre anerkannten Kriterien weiter auszulegen. 

7.4.2 Dabei ist zu berücksichtigen, dass keine Hierarchie der Auslegungs-

methoden besteht. Es muss im Einzelfall abgewogen werden, welche Me-

thode oder Methodenkombination geeignet ist, den wahren Sinn der aus-

zulegenden Norm wiederzugeben (HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, 

Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 9. Aufl. 2016, Rz. 130; vgl. TSCHAN-

NEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 25 

Rz. 3). Laut dem Bundesgericht hat sich die Gesetzesauslegung vom Ge-

danken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut allein die Rechts-

norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und kon-

kretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im nor-

mativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis mit Blick auf 

die ratio legis. Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Me-

thodenpluralismus und lehnt es namentlich ab, die einzelnen Auslegungs-

elemente einer hierarchischen Prioritätsordnung zu unterstellen. Die Ge-

setzesmaterialien können beigezogen werden, wenn sie auf die streitige 

Frage eine klare Antwort geben (BGE 134 I 308 E. 5.2).  

Im vorliegenden Fall geben die Gesetzesmaterialien freilich auf die umstrit-

tene Frage keine klare Antwort (vgl. E. 7.1.3, 7.3.4 und 7.3.5 hiervor). 

7.4.3 Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet zunächst der Wortlaut der 

massgeblichen Norm. Erst wenn der Text nicht ganz klar ist und verschie-

dene Interpretationen erlaubt, muss nach der wahren Tragweite der Be-

B-5602/2016 

Seite 14 

stimmung gesucht werden, unter Berücksichtigung aller Auslegungsele-

mente (Methodenpluralismus; vgl. BGE 138 IV 232 E. 3; MOOR/FLÜCKI-

GER/MARTENET, Droit administratif, Volume I: Les fondements, 3. Aufl. 

2012, S. 128-130, und THIERRY TANQUEREL, Manuel de droit administratif, 

1. Aufl. 2011, Rz. 429 und 431, je mit weiteren Hinweisen). Dabei darf man 

vom sprachlich klaren Wortlaut eines Rechtssatzes bei der Auslegung nur 

abweichen, wenn triftige Gründe zur Annahme bestehen, dass er nicht den 

rechtlich wahren Sinn der Vorschrift ausdrückt (vgl. TSCHANNEN/ZIM-

MERLI/MÜLLER, a.a.O., § 25 Rz. 3).  

Der Wortlaut ist 'klar', wenn der Rechtssinn einer Norm mit dem gewöhnli-

chen Sprachsinn des Normwortlauts übereinstimmt (vgl. TSCHANNEN/ZIM-

MERLI/MÜLLER, a.a.O., § 25 Rz. 3). So spricht man von einem 'klaren Sinn', 

wenn das Ergebnis des Lesens des Textes juristisch eindeutig ist, sich also 

keine Zweideutigkeit ergibt. Von diesem Sinn kann man nicht abweichen 

(vgl. MOOR/FLÜCKIGER/MARTENET, a.a.O., S. 127). 

7.4.4 In casu spricht der Wortlaut von Art. 7 Abs. 1 KJFG ausdrücklich nur 

von der gesamtschweizerischen Ebene, ohne die sprachregionale Ebene 

wie in Abs. 2 desselben Artikels ebenfalls zu erwähnen (vgl. E. 6.2 hiervor). 

Gemäss dem klaren Wortlaut von Art. 7 Abs. 1 KJFG bezieht sich diese 

Bestimmung nur auf die gesamtschweizerische Ebene. Aufgrund des Wort-

lauts von Art. 7 Abs. 2 KJFG ist somit eindeutig, dass "gesamtschweize-

risch" in Art. 7 Abs. 1 KJFG nicht auch die Bedeutung von "sprachregional" 

haben kann. 

7.4.5 Es fragt sich aber, ob dies dem wahren Sinn der Norm von Art. 7 

Abs. 1 KJFG entspricht. Mit Blick darauf, dass diese Bestimmung im Willen 

der Beachtung des Subsidiaritätsprinzips (E. 4.1 vorstehend) und im Willen 

zur Selektion (E. 4.5 hiervor) erlassen wurde, und mangels eines klaren 

Widerspruchs seitens der Gesetzesmaterialien gegen eine solche Ausle-

gung, kann diese Frage indessen nicht verneint werden. Eine Verletzung 

des Ermessensspielraums durch die Vorinstanz ist jedenfalls nicht ersicht-

lich, wenn sie "sprachregional" nicht als "gesamtschweizerisch" versteht. 

Vom Wortlaut dürfte nur abgewichen werden, wenn triftige Gründe dafür 

bestehen würden, dass er nicht den wahren Sinn der Regelung wiedergibt 

(vgl. BGE 138 IV 232 E. 3). Solche Gründe sind in Bezug auf das Wort 

"gesamtschweizerisch" in Art. 7 Abs. 1 KJFG nicht ersichtlich. Demnach ist 

diese Bestimmung so auszulegen, dass sie eine Verbandstätigkeit bloss 

auf sprachregionaler Ebene nicht miterfasst, sondern sich effektiv auf eine 

verbandliche Tätigkeit auf Ebene der gesamten Schweiz beschränkt.  

B-5602/2016 

Seite 15 

7.5 Weiter ist strittig und zu prüfen, ob die Tätigkeit des Beschwerdeführers 

unter Art. 7 Abs. 1 KJFG subsumiert werden kann. 

7.5.1 Der Beschwerdeführer rügt hierzu in seiner Beschwerde, aus der Be-

gründung der Vorinstanz gehe nicht hervor, wie die Anforderungen konkret 

erfüllt sein müssten, um einen Dachverband als 'gesamtschweizerisch' an-

zuerkennen. Sie habe verschiedentlich verlauten lassen, es sei nicht zwin-

gend, dass der Beschwerdeführer Mitglieder aus der Westschweiz habe 

(S. 6). Bei der Beurteilung, ob das Kriterium 'gesamtschweizerische Ebene' 

erfüllt sei, könne es nicht darauf ankommen, dass sich ein Dachverband 

aus Mitgliedern aus allen Sprachregionen und aus jedem Kanton zusam-

mensetze. Vielmehr müsse sich aus der Gesamtbetrachtung des Dachver-

bandes ergeben, dass dieser auf gesamtschweizerischer Ebene tätig sei. 

Bei der Würdigung müssten beispielsweise seine Struktur, seine Statuten, 

seine Projekte und seine Mitglieder miteinbezogen werden (S. 8). 

7.5.2 Die Vorinstanz legt in ihrer Vernehmlassung dar, dass es zur Beurtei-

lung, ob eine Organisation gesamtschweizerisch tätig sei, einer Gesamt-

schau bedürfe. Die zu erfüllenden Kriterien fänden sich in Art. 7 Abs. 1 

KJFG, insbesondere kumulativ in den Buchstaben a-c. Sie würden alle-

samt nach dem Aspekt 'gesamtschweizerisch' beurteilt. Unterstützt nach 

Art. 7 Abs. 1 KJFG könnten Dachorganisationen werden, die gesamt-

schweizerische Strukturen aufwiesen und deren regelmässige Geschäfts-

aktivitäten ebenfalls gesamtschweizerisch seien (S. 3). 

7.5.3  Art. 7 Abs. 1 KJFG knüpft die Gewährung von Finanzhilfen an einen 

Dachverband zunächst an die Voraussetzung, dass er sich auf gesamt-

schweizerischer Ebene der ausserschulischen Arbeit widmet. Weiter setzt 

diese Gesetzesbestimmung die Vertretung einer grossen Anzahl von pri-

vaten oder öffentlichen Trägerschaften (Bst. a), die Übernahme nationaler 

oder internationaler Informations- und Koordinationsaufgaben (Bst. b) so-

wie die Sorge für die fachliche Weiterentwicklung und Qualitätssicherung 

im Bereich ausserschulische Arbeit (Bst. c) durch den Dachverband vo-

raus. Die Kriterien, die in Bst. a bis c verlangt werden, müssen kumulativ 

erfüllt sein (vgl. Konjugation "und" in fine von Bst. b).  

Die in Bst. a bis c genannten Kriterien beinhalten Aspekte gesamtschwei-

zerischer Verbandstätigkeit im Sinne von Art. 7 Abs. 1 KJFG, definieren 

diese aber nicht. Entsprechendes gilt auch für die von der Norm geforderte 

Arbeit auf gesamtschweizerischer Ebene. Die Erfüllung all dieser Aspekte 

wird jedoch von Art. 7 Abs. 1 KJFG verlangt. Sie sind damit auf jeden Fall 

B-5602/2016 

Seite 16 

in die Gesamtbeurteilung, ob eine gesamtschweizerische Tätigkeit des 

Dachverbands vorliegt, einzubeziehen. 

Aufgrund des Wortlauts von Art. 7 Abs. 1 KJFG ist es demgemäss nicht 

unmittelbar zwingend erforderlich, dass ein Dachverband Mitglieder aus al-

len Sprachregionen und allen Kantonen der Schweiz hat, um als 'ge-

samtschweizerisch' zu gelten. Wie vielen Sprachregionen und Kantonen 

die Verbandsmitglieder zugehören, kann bei der vorstehend erwähnten 

Gesamtbeurteilung jedoch indirekt ein Kriterium sein, um eine gesamt-

schweizerische Tätigkeit zu bejahen. Weitere Kriterien könnten unter an-

derem – in nicht abschliessender Aufzählung – die Statuten, die Struktur, 

die Organisation und die Projekte des Verbands sein. 

7.6  

7.6.1 Der Beschwerdeführer weist in seiner Beschwerde ferner darauf hin, 

dass ihn der Bundesrat in seiner Botschaft zum neuen KJFG ausdrücklich 

als gesamtschweizerischen Dachverband bezeichne. Ein Dachverband, 

der fast nur Deutschschweizer Organisationen vereine, könne also nach 

Auffassung des Gesetzgebers sehr wohl gesamtschweizerisch tätig sein 

(S. 8). Laut der Einschätzung des Bundesrats in der Botschaft zum KJFG 

vertrete der Beschwerdeführer die kantonalen, regionalen und lokalen An-

gebotsstrukturen der offenen Kinder- und Jugendarbeit auf gesamtschwei-

zerischer Ebene, auch wenn seine Mitglieder hauptsächlich Deutsch-

schweizer Organisationen seien (S. 11). 

7.6.2 Mit Blick auf dieses Argument äussert die Vorinstanz vernehmlas-

sungsweise, der Beschwerdeführer werde in der Botschaft zum KJFG als 

Beispiel für die offene Kinder- und Jugendarbeit im Gegensatz zur ver-

bandlichen Jugendarbeit genannt. Aus dieser Nennung als fachliches Bei-

spiel lasse sich keineswegs die Anerkennung einer 'gesamtschweizeri-

schen Tätigkeit' ableiten (S. 4). 

7.6.3 Gemäss der Botschaft vertritt der Verband X._______ die kantona-

len, regionalen und lokalen Angebotsstrukturen der offenen Kinder- und 

Jugendarbeit auf gesamtschweizerischer Ebene. Dabei sei zu beachten, 

dass die Mitglieder des Verbands X._______ trotz gesamtschweizerischer 

Ausrichtung bis heute [gemeint ist der Zeitpunkt der Botschaft] hauptsäch-

lich Deutschschweizer Organisationen seien. Dies dürfe wohl insbeson-

dere an unterschiedlichen Begriffsverständnissen und Arbeitsformen lie-

gen. So sei in der französischsprachigen Schweiz der Begriff der soziokul-

B-5602/2016 

Seite 17 

turellen Animation geläufiger (BBl 2010 6811). Die Botschaft nennt den Ver-

band X._______ als eine der Organisationen, die zum Zeitpunkt dieser Bot-

schaft den Status eines Dachverbands (auf gesamtschweizerischer 

Ebene) hätten (BBl 2010 6812). 

7.6.4 Die Botschaft qualifiziert damit den Beschwerdeführer zwar als Dach-

verband auf gesamtschweizerischer Ebene, beschränkt diese Feststellung 

aber auf den Botschaftszeitpunkt und weist ausdrücklich darauf hin, dass 

die Verbandsmitglieder bis zu diesem hauptsächlich Deutschschweizer Or-

ganisationen seien. Der Bundesrat spricht in diesem Zusammenhang zu-

dem lediglich von einer "gesamtschweizerischen Ausrichtung" (E. 7.6.3 

hiervor). Aus der bundesrätlichen Botschaft zum KJFG allein lässt sich folg-

lich nicht schliessen, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen Dach-

verband mit gesamtschweizerischer Tätigkeit handelt. 

8.  

8.1  

8.1.1 Der Beschwerdeführer verweist bezüglich der Frage, ob er das Krite-

rium 'gesamtschweizerische Ebene' erfülle, in seiner Beschwerde auf 

Art. 2.1, Art. 2.2.1 und Art. 3.2 der Verbandsstatuten (S. 8-9). Er erfülle die 

von der Vorinstanz genannten Kriterien. Seit dem 25. Juli 2016 bestehe 

nämlich eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen ihm und 

B._______.ch, der «C._______». Mit dieser Vereinbarung habe er seine 

Aktivitäten in der Romandie ausgeweitet (S. 9).  

8.1.2 Die Vorinstanz wendet in ihrer Vernehmlassung ein, eine theoreti-

sche Ausrichtung, wie sie der Beschwerdeführer aufgrund seiner Statuten 

belegen möchte, genüge nicht, um die Voraussetzungen zu erfüllen (S. 3). 

Die vom Beschwerdeführer am 26. Juli 2016 abgeschlossene Zusammen-

arbeitsvereinbarung mit B._______.ch sei ihr zum Verfügungszeitpunkt 

nicht bekannt gewesen. Dasselbe gelte für die Ergänzung dieser Verein-

barung vom 13. September 2016. Darüber hinaus lasse die reine Absichts-

erklärung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht auf eine funktionierende Zu-

sammenarbeit schliessen (S. 5). 

8.1.3 Aus den Statuten des Beschwerdeführers geht hervor, dass er als 

nationaler Dachverband kantonaler Verbände und Netzwerke konzipiert ist 

(vgl. Art. 2.1 der Statuten; Sachverhalt Bst. A hiervor). Er soll auf gesamt-

schweizerischer bzw. nationaler Ebene die Interessensvertretung wahr-

nehmen (vgl. Art. 2.2.1, Art. 3.1 und Art. 3.2 der Statuten; Sachverhalt 

Bst. A vorstehend). Den Statuten kann jedoch nicht entnommen werden, 

B-5602/2016 

Seite 18 

dass der Beschwerdeführer selbst gesamtschweizerisch sein muss. So 

muss er weder Mitglieder aus allen Kantonen aufweisen, noch müssen in 

ihm alle Landesteile bzw. Sprachregionen vertreten sein. Er kann daher 

allein aufgrund seiner Statuten noch nicht als gesamtschweizerisch quali-

fiziert werden. 

Die Zusammenarbeitsvereinbarung vom 26. Juli 2016 mit B._______.ch 

wurde wenige Tage vor dem Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen 

Verfügung (2. August 2016) abgeschlossen, die Ergänzung dieser Verein-

barung erst danach. Beide Dokumente waren der Vorinstanz zum Erlass-

zeitpunkt nicht bekannt (E. 8.1.2 hiervor). Hätte sie von ihnen Kenntnis ge-

habt, würde dies jedoch ebenfalls noch nicht zu einer Qualifizierung als 

'gesamtschweizerisch' führen. Denn aus diesen beiden Dokumenten geht 

lediglich die gegenseitige Erklärung hervor, dass zukünftig eine Zusam-

menarbeit zwischen dem Beschwerdeführer und B._______.ch angestrebt 

wird. An der weiterhin fehlenden gesamtschweizerischen Tätigkeit des Be-

schwerdeführers ändert auch nichts, dass in der Zusammenarbeitsverein-

barung vom 25. Juli 2016 zwischen ihm und B._______.ch Interessenver-

tretungen als Leistungsinhalte erwähnt worden sind (Ziff. 3 der Vereinba-

rung) und dass ihn B._______.ch im Zusatz zur Zusammenarbeitsverein-

barung vom 26. Juli 2016 als nationalen Dachverband anerkennt, der die 

Interessen der offenen Kinder- und Jugendarbeit auf nationaler Ebene ver-

tritt. Denn die bislang betroffenen Vereinbarungen ziehen keine Mitglied-

schaft von B._______.ch oder seiner eigenen Mitglieder beim Beschwer-

deführer nach sich. Demnach hat er weiterhin keine Mitglieder aus der fran-

zösischsprachigen Sprachregion der Schweiz und gibt es entsprechend 

auch keine welschen Vorstandsmitglieder in ihm. 

8.2  

8.2.1 Der Beschwerdeführer beruft sich in seiner Beschwerde weiter da-

rauf, dass er rund 150'000 Kinder und Jugendliche aus den Strukturen der 

offenen Kinder- und Jugendarbeit vertrete (S. 3). Die italienische Sprach-

region, in welcher er schon in der Vergangenheit aktiv gewesen sei, sei nun 

im Vorstand vertreten (S. 9). Die zahlreichen Schreiben der Partnerorgani-

sationen an die Vorinstanz, in welchen diese ihren Unmut über den Ent-

scheid äusserten, zeugten davon, dass er die Interessen seiner Mitglieder 

– als einzige Organisation in der Schweiz – auf gesamtschweizerischer 

Ebene vertrete. Im Übrigen nähmen seine Vertreter auch an Treffen der 

«D._______» (D._______) und an der Fachtagung des E._______ Öster-

reich teil, die gleichzeitig als Treffen des Netzwerkes «F._______» 

B-5602/2016 

Seite 19 

(F._______) gegolten habe, teil und sorgten so für eine internationale Ver-

netzung (S. 10). Der Beschwerdeführer vertrete die Interessen der Kinder- 

und Jugendförderung auf nationaler Ebene, über seine Kollektivmitglieder 

ca. 700 Kinder- und Jugendarbeitseinrichtungen, was einer grossen Anzahl 

von Trägerschaften entspreche, und die Interessen seiner Mitglieder in in-

ternationalen Organisationen. Die Gesamtwürdigung ergebe, dass er die 

kantonalen, regionalen und lokalen Angebotsstrukturen der offenen Kin-

der- und Jugendarbeit auf gesamtschweizerischer Ebene vertrete, auch 

wenn seine Mitglieder hauptsächlich Deutschschweizer Organisationen 

seien (S. 11). 

8.2.2 Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung dagegen, dass der Be-

schwerdeführer nur Mitglieder aus der deutschsprachigen Schweiz und ein 

Mitglied aus dem Tessin vereine (S. 3). Gegenwärtig bestehe dessen Vor-

stand nur aus Mitgliedern aus der Deutschschweiz und einem Mitglied aus 

dem Tessin. Es fehle eine Vertretung aus der Romandie. Es sei dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen, überzeugend darzulegen, dass er syste-

matisch die Herausforderungen und Bedürfnisse der offenen Kinder- und 

Jugendarbeit der Romandie aufnehme und sie auf nationaler Ebene ver-

trete. Aus diesen Gründen müsse hier das Erfüllen des Kriteriums 'ge-

samtschweizerisch' verneint werden (S. 4). 

8.2.3 In der Tat sagt die Anzahl der vertretenen Kinder und Jugendlichen 

bzw. vertretenen Kinder- und Jugendarbeitseinrichtungen allein noch 

nichts darüber aus, ob der Beschwerdeführer gesamtschweizerisch tätig 

ist. Der italienischsprachige Teil der Schweiz ist unbestrittenermassen mit 

einem Verbandsmitglied und einem Vorstandsmitglied vertreten. Dieses 

stammt aus dem Kanton Tessin. Strittig und näher zu prüfen ist die Einbin-

dung der französischsprachigen Schweiz. 

Der Beschwerdeführer beruft sich diesbezüglich auf seine Zusammenar-

beitsvereinbarung vom 25. Juli 2016 (E. 8.1.1 hiervor), was allerdings ein 

unbehelfliches Vorbringen ist (vgl. E. 8.1.3 vorstehend). Was die vom Be-

schwerdeführer angeführten Protestschreiben anbelangt, ist der Vorin-

stanz aus der welschen Schweiz keine einzige Zuschrift zugegangen. Dass 

die französischsprachige Schweiz zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses 

ein Verbandsmitglied oder gar ein Vorstandsmitglied gestellt hat, kann den 

vorliegenden Akten nicht entnommen werden. Aus der Website des Be-

schwerdeführers (<www.X._______.ch> > Kantonalverbände, abgerufen 

am 10. Mai 2017) geht vielmehr hervor, dass in den Kantonen Genf, Neu-

enburg, Jura, und im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis bis 

B-5602/2016 

Seite 20 

heute kein Kantonalverband Verbandsmitglied ist. Was den Kanton Waadt 

und den französisch sprechenden Teil des Kantons Freiburg anbelangt, 

besteht zwar jeweils ein Link zu B._______.ch und zur Homepage der 

«G._______ Vaud» bzw. zur Homepage der «Association fribourgeoise 

H._______». Dabei handelt es sich aber nicht um Verbandsmitglieder, son-

dern um Partnerorganisationen des Beschwerdeführers. Entsprechend 

stellt die Romandie bis heute auch kein Vorstandsmitglied. Sie ist in der 

Verbandsstruktur des Beschwerdeführers folglich bislang unvertreten. 

8.3  

8.3.1 Der Beschwerdeführer äussert in seiner Beschwerde, für die gesamt-

schweizerische Ausrichtung seiner Tätigkeit spreche ausserdem die zwei-

sprachige Konzeption der Website, auf welcher Informationen über die of-

fene Kinder- und Jugendarbeit in den Sprachen Deutsch und Französisch 

angeboten würden (vgl. <http://www.X._______.ch>) (S. 9). Sein Newslet-

ter werde in deutscher, französischer und italienischer Sprache verteilt. 

Dreimal jährlich publiziere er die zweisprachige Fachzeitschrift 

«I._______» (S. 11). 

8.3.2 Die Vorinstanz bringt in ihrer Vernehmlassung vor, auch die zweispra-

chige Website (deutsch und französisch) oder mehrsprachige Publikatio-

nen (ca. zur Hälfte deutsch und französisch) oder der seit neustem drei-

sprachige Newsletter vermöchten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich 

die Aktivitäten des Beschwerdeführers zum grössten Teil auf die Deutsch-

schweiz konzentrierten und ihm deshalb eine gesamtschweizerische Tä-

tigkeit abgesprochen werden müsse. Eine mehrsprachige Kommunikation 

über sprachregionale Aktivitäten mache aus diesen noch keine gesamt-

schweizerische (S. 4). 

8.3.3 Es trifft zu, dass die Website des Beschwerdeführers 

(<www.X._______.ch>, besucht am 10. Mai 2017) zweisprachig – deutsch 

und französisch – ist, der monatliche Newsletter (<www.X._______.ch> > 

newsletter, abgerufen am 10. Mai 2017) dreisprachig – deutsch, franzö-

sisch und italienisch – veröffentlicht wird und der Beschwerdeführer drei-

mal im Jahr die Fachzeitschrift «I._______» (<www.X._______.ch> > Pub-

likationen > I._______; abgerufen am 10. Mai 2017) in den beiden Spra-

chen deutsch und französisch, teils auch mit italienischsprachigen Beiträ-

gen, publiziert. Diese mediale Tätigkeit erreicht die Sprachgruppen aller 

Landesteile der Schweiz, stellt aber selbst noch keine gesamtschweizeri-

sche Verbandstätigkeit dar. Es handelt sich lediglich um eine zwei- bzw. 

B-5602/2016 

Seite 21 

dreisprachige Kommunikationstätigkeit in schweizerischen Landesspra-

chen. Obgleich sie sich so an eine Leserschaft in der ganzen Schweiz rich-

tet, ändert dies nichts an der fehlenden Eigenschaft als gesamtschweizeri-

sche Tätigkeit. Denn diese Kommunikation beinhaltet keine schweizweite 

Beteiligung der Adressaten an der Verbandstätigkeit des Beschwerdefüh-

rers. 

8.4  

8.4.1 Der Beschwerdeführer schreibt in seiner Beschwerde, im Leistungs-

vertrag für die Jahre 2014 – 2016 werde mit keinem Wort infrage gestellt, 

dass es sich um einen Dachverband handle, der sich auf gesamtschwei-

zerischer Ebene der ausserschulischen Arbeit widme (S. 10). 

8.4.2 Gegen dieses Vorbringen wendet die Vorinstanz in ihrer Vernehmlas-

sung ein, bereits in der noch unter dem JFG abgeschlossenen Leistungs-

vereinbarung für die Jahre 2005-2007 sei unter dem Titel 'Zielsetzungen' 

ausgeführt worden, dass die Vereinigung der offenen Jugendarbeit in der 

Romandie, der italienischen Schweiz und der Deutschschweiz angestrebt 

werde. Das Thema finde sich in allen nachfolgenden Leistungsvereinba-

rungen und Controllingberichten immer wieder (S. 2). Selbst wenn unter 

dem JFG keine Vorgaben für eine gesamtschweizerische Tätigkeit zu fin-

den gewesen seien, lasse sich daraus ablesen, dass es stets das Bestre-

ben des BSV gewesen sei, explizit eine gesamtschweizerische Tätigkeit 

des Beschwerdeführers zu unterstützen (S. 2-3). 

8.4.3 Wie den nachfolgend erwähnten Akten entnommen werden kann, 

war die Frage nach seiner gesamtschweizerischen Verbandstätigkeit in 

den Jahren 2015 und 2016 mehrmals Thema zwischen dem Beschwerde-

führer und der Vorinstanz. 

8.4.3.1 In ihrem Schreiben vom 6. Februar 2015 teilte die Vorinstanz dem 

Beschwerdeführer mit, dass sie seine Etablierung als nationaler Dachver-

band und damit die Legitimation eines Leistungsvertrags mit ihm gefährdet 

sehe. Denn wenn eine Trägerschaft die Voraussetzung der gesamtschwei-

zerischen Tätigkeit nicht erfülle, seien Finanzhilfen nach Art. 7 Abs. 1 KJFG 

nicht möglich. Die Vorinstanz setze daher für die geplanten Massnahmen 

konkrete Fristen und verstärke das Controlling 2015. Sie erwarte, dass der 

Beschwerdeführer im ersten Halbjahr 2015 die konkreten Massnahmen 

umsetze, damit die Voraussetzung der gesamtschweizerischen Tätigkeit 

als erreicht bewertet werden könne (S. 2). 

B-5602/2016 

Seite 22 

8.4.3.2 Dem Controllingbericht vom 10. Februar 2015, der im Rahmen des 

Leistungsvertrags für die Jahre 2014 – 2016 (Art. 7 Abs. 1 KJFG) zwischen 

der Vorinstanz und dem Beschwerdeführer erstellt wurde, ist zu entneh-

men, dass die Vorinstanz im Jahre 2014 anlässlich der Frage, ob es für 

den Beschwerdeführer möglich wäre, sich ausschliesslich auf die Deutsch-

schweiz zu konzentrieren, da mehrere Versuche einer Annäherung an die 

Romandie über die Jahre gescheitert seien, auf die Grundvoraussetzung 

"tätig auf gesamtschweizerischer Ebene" für die Finanzhilfen nach Art. 7 

Abs. 1 KJFG hingewiesen habe. Eine ausschliessliche Ausrichtung auf die 

Deutschschweiz würde den Leistungsvertrag gefährden (S. 6). Im Jahre 

2015 hielt die Vorinstanz fest, dass das Grundkriterium "gesamtschweize-

rische Betätigung" weiterhin eine Schwäche des Beschwerdeführers dar-

stelle (S. 7). 

8.4.3.3 Laut der Aktennotiz zur Sitzung vom 20. Februar 2015 zwischen 

dem Beschwerdeführer und der Vorinstanz wies sie ihn darauf hin, eine 

Hauptproblematik, welche die Vorinstanz im Controlling 2014 erneut fest-

gestellt habe, sei die gesamtschweizerische Tätigkeit des Beschwerdefüh-

rers (S. 2). 

8.4.3.4 Der Controllingbericht vom 18. Dezember 2015, der im Rahmen 

des Leistungsvertrags für die Jahre 2014 – 2016 (Art. 7 Abs. 1 KJFG) zwi-

schen der Vorinstanz und dem Beschwerdeführer erstellt wurde, enthält in 

Bezug auf seine gesamtschweizerische Tätigkeit dieselben Aussagen wie 

der Controllingbericht vom 10. Februar 2015 (vgl. S. 6 und 7). 

8.4.3.5 Aus dem Protokoll des Vorgesprächs zur Gesuchseingabe 2016 

zwischen der Vorinstanz und dem Beschwerdeführer vom 9. Februar 2016 

geht hervor, dass sie ihn informierte, die Voraussetzung der Tätigkeit auf 

nationaler Ebene bisher nicht zu erfüllen (S. 2). 

8.4.3.6 Dem Protokoll der Besprechung des Gesuchs des Beschwerdefüh-

rers um Finanzhilfen gestützt auf Art. 7 Abs. 1 KJFG vom 26. Juli 2016 ist 

zu entnehmen, dass sie ihn darauf aufmerksam machte, dass die gesamt-

schweizerische Ausrichtung des Beschwerdeführers unter dem JFG nicht 

zwingend gewesen sei, jedoch von Beginn weg ausdrücklich gewünscht 

worden wäre. Er habe dieses Ziel bisher nicht erreichen können. Die Vor-

instanz habe mehrfach kommuniziert, dass das Kriterium bisher nicht erfüllt 

sei. Sie erachte das Grundkriterium der gesamtschweizerischen Aktivität 

nach wie vor als nicht erfüllt (S. 2). Der Beschwerdeführer bemerkte laut 

B-5602/2016 

Seite 23 

dem erwähnten Protokoll, dass es seinerseits in Bezug auf die gesamt-

schweizerische Abdeckung intensive Bemühungen gegeben und eine po-

sitive Entwicklung stattgefunden habe (S. 3). In Bezug auf die gesamt-

schweizerische Ausrichtung seien verschiedene Massnahmen umgesetzt 

worden (S. 5). 

8.4.4 In diesen Akten (E. 8.4.3 hiervor) hat die Vorinstanz dem Beschwer-

deführer an keiner Stelle zuerkannt, eine gesamtschweizerische Tätigkeit 

auszuüben. Vielmehr wies sie ihn in jedem dieser angeführten Aktenstücke 

darauf hin, dass er eine solche bislang nicht aufweise, und ermahnte sie 

ihn wiederholt zu deren Erfüllung. Wenn sich der Beschwerdeführer nun 

mittelbar auf seine Statuten beruft, nach denen er ein nationaler Dachver-

band ist, der sich auf gesamtschweizerischer Ebene der offenen Kinder- 

und Jugendarbeit bzw. der soziokulturellen Animation im Kinder- und Ju-

gendbereich widmen soll (vgl. Art. 2 der Statuten), so kann er daraus nichts 

zu seinen Gunsten ableiten. Die Vorinstanz hat nicht in Zweifel gezogen, 

dass der Beschwerdeführer seinen Statuten nachzuleben bestrebt ist, son-

dern sie hat sich auf die Feststellung beschränkt, dass er bislang das Kri-

terium der gesamtschweizerischen Verbandstätigkeit eben konkret nicht 

erfüllt. 

8.5 Daraus, dass der Beschwerdeführer bis anhin Finanzhilfen von der Vor-

instanz erhalten hat, kann er entgegen seiner Ansicht ebenfalls nichts zu 

seinen Gunsten ableiten, da diese noch nicht gestützt auf Art. 7 Abs. 1 

KJFG zugesprochen worden waren. Diese Gesetzesnorm gilt zwar seit 

dem 1. Januar 2013, doch entschied sich die Vorinstanz nach eigenen An-

gaben im Jahre 2013 aufgrund der damaligen Zeitnot dafür, gegebenen-

falls Übergangslösungen zu suchen, so auch für den Beschwerdeführer 

(Protokoll der Besprechung vom 26. Juli 2016 betreffend das Gesuch des 

Beschwerdeführers um Finanzhilfen gestützt auf Art. 7 Abs. 1 KJFG, S. 2). 

In der angefochtenen Verfügung wurde erstmals darüber entschieden, ob 

er die Voraussetzungen von Art. 7 Abs. 1 KJFG erfüllt oder nicht. 

8.6  

8.6.1 In seiner Beschwerde schreibt der Beschwerdeführer, es gebe im Be-

reich der offenen Kinder- und Jugendarbeit grundlegende Unterschiede 

zwischen der Deutschschweiz und der Westschweiz. Dies liege insbeson-

dere an unterschiedlichen Begriffsverständnissen und Arbeitsformen 

(S. 7). So werde in der Deutschschweiz der Begriff "Offene Kinder- und 

Jugendarbeit" verwendet, während in der französischsprachigen Schweiz 

B-5602/2016 

Seite 24 

der Begriff der "soziokulturellen Animation" geläufiger sei (S. 7-8). Ausser-

dem sei in der Romandie die offene Kinder- und Jugendarbeit häufig kein 

eigenständiges Angebot, sondern die offenen Angebote für Kinder und Ju-

gendliche seien in der Regel eingebettet in altersgruppenübergreifende An-

gebote, welche häufig von den sog. Centres de loisir angeboten würden 

(S. 8). 

8.6.2 Die Vorinstanz legt hingegen in ihrer Vernehmlassung dar, die vom 

Beschwerdeführer beschriebenen Unterschiede offener Kinder- und Ju-

gendarbeit in der Deutschschweiz und der Romandie vermöchten nicht zu 

rechtfertigen, vom Kriterium 'gesamtschweizerisch' abzusehen. Im Gegen-

teil bestünde der fachliche Mehrwert der Entwicklung der Kinder- und Ju-

gendpolitik der Schweiz gemäss KJFG gerade in einer Verbindung dieser 

unterschiedlichen Konzepte (S. 4). 

8.6.3 In seinem Motivationsschreiben vom 27. April 2016 für eine Leis-

tungsvereinbarung 2017-2019 gemäss KJFG schrieb der Beschwerdefüh-

rer, die Erfahrungen aus den letzten Jahren hätten gezeigt, dass insbeson-

dere in der Westschweiz die offene Kinder- und Jugendarbeit anders orga-

nisiert und eingebettet sei als in der Deutschschweiz. Diese Tatsache so-

wie knappe personelle Ressourcen auf Seiten des Beschwerdeführers hät-

ten dazu geführt, dass es ihm noch nicht gelungen sei, sich als gesamt-

schweizerischer Dachverband der offenen Kinder- und Jugendarbeit voll-

ständig zu etablieren (S. 2). 

8.6.4 Der Beschwerdeführer räumt damit selbst ausdrücklich ein, dem Kri-

terium der gesamtschweizerischen Verbandstätigkeit noch nicht Genüge 

zu tun. Solange er jedoch die westschweizerischen Formen der offenen 

Kinder- und Jugendarbeit nicht in sich zu integrieren vermag, was die Ur-

sache für die Nichterfüllung dieses Kriteriums ist, bleibt seine Tätigkeit auf 

das Gebiet ausserhalb der französischsprachigen Schweiz beschränkt und 

kann er sie nicht vertreten. Der Beschwerdeführer müsste ebenfalls Ver-

treter der französischen Sprachregion sein, um als "gesamtschweizerisch" 

im Sinne von Art. 7 Abs. 1 KJFG qualifiziert werden zu können. Aus der 

Erschwernis, dass es in der deutschen und der welschen Schweiz unter-

schiedliche Begriffsverständnisse und Arbeitsformen in der offenen Ju-

gendarbeit gibt, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ab-

leiten. Ausschlaggebend ist allein, ob eine gesamtschweizerische Tätigkeit 

vorliegt oder nicht. 

B-5602/2016 

Seite 25 

8.7 Die Vorinstanz beanstandet ferner in ihrer Vernehmlassung, Aus- und 

Weiterbildungen fänden beinahe ausschliesslich in der Deutschschweiz 

statt. In den Fachgruppen des Beschwerdeführers fänden sich nur Vertre-

ter und Vertreterinnen aus der Deutschschweiz (S. 4). Diese Beanstandun-

gen, zu welchen sich der Beschwerdeführer nicht äussert, treffen ebenfalls 

zu, wie ein Blick auf seine Website <www.X._______.ch> unter den Links 

<Events > Tagungen, Aus- und Weiterbildungen> bzw. unter dem Link 

<Fachgruppen> (beide abgerufen am 10. Mai 2017) zeigt. Die Vorinstanz 

zieht damit zu Recht den Schluss, dass auch diesbezüglich eine gesamt-

schweizerische Aktivität verneint werden müsse (Vernehmlassung, S. 4). 

8.8 Schliesslich ist das beschwerdeweise geäusserte Vorbringen des Be-

schwerdeführers, seine Tätigkeiten beträfen die gesamte Schweiz (S. 11), 

nicht näher substantiiert und würde ohnehin ins Leere zielen, da er – wie 

in den vorstehenden Erwägungen dargelegt – keine verbandliche Tätigkeit 

in der französischen Sprachregion nachweisen kann. 

9.  

Da bereits die Voraussetzung der Tätigkeit auf gesamtschweizerischer 

Ebene nicht erfüllt ist, sind die weiteren Voraussetzungen für die Zuspre-

chung von Finanzhilfen des Bundes für die Betriebsstruktur und für regel-

mässige Aktivitäten gemäss Art. 7 Abs. 1 KJFG nicht mehr zu prüfen. 

10.  

Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist 

daher abzuweisen. 

11.  

11.1 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdefüh-

rer die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Diese 

werden auf Fr. 1'500.– festgelegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in glei-

cher Höhe ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

11.2 Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

B-5602/2016 

Seite 26 

12.  

Dieser Entscheid kann nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht weiter-

gezogen werden (Art. 83 Bst. k des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [BGG, SR 173.110]). Er ist somit endgültig. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beschwerdebeilagen zurück) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. '_______'; Einschreiben; Vorakten zurück) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Hans Urech Andrea Giorgia Röllin 

 

 

Versand: 13. Juni 2017