# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6d6ad9a-d749-5d61-95d2-e18f55f8ceb3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.04.2022 UV 2020/72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-72_2022-04-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/72

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.08.2022

Entscheiddatum: 20.04.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 20.04.2022
Art. 15 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 UVV. Art. 18 UVG. Art. 24 f. UVG. 
Beweiswürdigung ärztlicher Berichte und eines polydisziplinären 
Gutachtens. Die Unfallkausalität der geklagten Rückenbeschwerden ist nicht 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Der 
Beschwerdeführer ist unter Berücksichtigung der als unfallkausal 
anerkannten Beschwerden in der angestammten sowie einer adaptierten 
Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig. Prozentvergleich. Kein Anspruch auf eine 
höhere Rente und eine höhere Integritätsentschädigung als bereits 
zugesprochen. Der versicherte Verdienst ist gestützt auf Art. 24 Abs. 2 UVV 
festzulegen und übersteigt damit den von der Beschwerdegegnerin 
angenommenen versicherten Verdienst. Teilweise Gutheissung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 20. April 2022, UV 2020/72). Beim Bundesgericht angefochten.

Entscheid vom 20. April 2022

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja 

Blättler

Geschäftsnr.

UV 2020/72

Parteien

A.___,

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St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roger Lippuner, St. Gallerstrasse 46, Postfach 

745, 9471 Buchs SG 1,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG als C.___ tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als er am 26. April 1992 einen Motorradunfall erlitt (Suva-act. 1-2, 1-12 f.). 

Die erstbehandelnden Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG), wo 

sich der Versicherte vom 26. April bis 16. Mai 1992 befand, hielten in ihrem 

Austrittsbericht vom 19. Mai 1992 als Diagnosen eine komplexe linksseitige 

Beckenfraktur mit Längsfraktur des Os ilium mit Einstrahlung in den vorderen und 

hinteren Acetabularpfeiler, eine obere und untere Schambeinastfraktur sowie 

Symphysen-Sprengung, eine traumatische Beckengefässverletzung links mit 

Zerreissung der Arteria und Vena iliaca externa, ein drohendes Kompartmentsyndrom 

Unterschenkel links mit Peronaeus-Parese links (Differentialdiagnose: traumatische 

Plexus-Irritation links), latero-basale Rippenfrakturen 9 bis 11 links sowie einen 

posttraumatischen und postoperativen Hodenhochstand beidseits fest (Suva-act. 2-41 

ff.). Am Unfalltag war im KSSG eine Gefäss-Rekonstruktion mit iliaco-femoralem 

Dacron-Interponat arteriell und venös, eine offene Reposition und Osteosynthese der 

A.a. 

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Beckenfraktur links und eine subcutane Fasciotomie am Unterschenkel links 

durchgeführt worden (Suva-act. 2-40 f.). Am 8. Mai 1992 war ein Logenverschluss am 

Unterschenkel links mit Sekundärnaht erfolgt (Suva-act. 2-39). Vom 16. Mai bis 26. Juni 

1992 befand sich der Versicherte zur Weiterbehandlung und Physiotherapie im Spital 

D.___ (Suva-act. 2-36 f.). Ihm wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (Suva-

act. 3-1 f.). Die Suva kam für die Folgen des Unfalls auf (vgl. u.a. Suva-act. 1-7 f.).

Ab 19. Oktober 1992 war der Versicherte wieder zu 50 %, ab 14. Dezember 1992 

zu 75 % und ab 4. Januar 1993 zu 100 % als C.___ tätig (vgl. Suva-act. 2-29, 2-31). 

Suva-Kreisarzt Dr. med. E.___ hielt nach einer Untersuchung vom 16. Juni 1993 fest, 

ein auffallender Beckenschiefstand sei nicht feststellbar, möglicherweise könne ein 

geringer Beckenschiefstand nach links von 0.5 cm vorliegen. Aufgrund der noch 

bestehenden Einschränkungen empfehle er (weiterhin) eine physiotherapeutische 

Behandlung (Suva-act. 2-20 ff., vgl. auch die kreisärztlichen Untersuchungen vom 23. 

November 1992 und 18. Februar 1993; Suva-act. 2-24 ff.).

A.b. 

Am 9. Februar 1994 wurde dem Versicherten im KSSG die solitäre Schraube im 

Beckenkamm links entfernt (Suva-act. 2-14). Nach einer vorübergehenden Arbeits­

unfähigkeit bis 18. Februar 1994 war der Versicherte wieder voll arbeitsfähig (vgl. Suva-

act. 2-10 ff.).

A.c. 

Gestützt auf die Beurteilung von Kreisarzt Dr. E.___ vom 30. August 1994 (vgl. 

Suva-act. 2-1) sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung 

basierend auf einem Integritätsschaden von 20 % zu (vgl. Suva-act. 203-3).

A.d. 

Am 20. Juli 1998 wurde beim Versicherten im KSSG wegen eines 

thromboembolischen Verschlusses der Arteria iliaca communis links eine Thrombolyse 

durchgeführt (Suva-act. 3-22 f.). Aufgrund einer Inguinalhernie links unterzog sich der 

Versicherte am 17. November 1998 im KSSG einer Transversalisplastik (Suva-act. 3-19 

ff.). Infolge eines Rezidivs erfolgte am 20. Juli 1999 eine weitere Inguinalhernien-

Operation (Suva-act. 3-16 f.).

A.e. 

Dr. med. F.___, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 5. Juli 2001 über 

zunehmende Knieschmerzen rechts. Der Versicherte habe einen völlig atrophen 

Musculus vastus medialis, was zur Lateralisierung der Patella und den Knieschmerzen 

A.f. 

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führe (Suva-act. 3-11). Am 17. Oktober 2001 kam es erneut zu einem 

thromboembolischen Verschluss der Arteria iliaca communis links, weshalb der 

Versicherte zur Durchführung einer nächsten Thrombolyse im KSSG hospitalisiert 

wurde (Suva-act. 3-10, 14-4 f., 16-5).

Anlässlich einer Nachkontrolle im KSSG vom 25. Januar 2005 beschrieb der 

Versicherte nun vor allem Schmerzen im Iliosakralgelenk (ISG) sowie tief lumbal 

konzentriert mit teilweise pseudoradikulären Ausstrahlungen in beide Beine. Der 

behandelnde Arzt hielt im Untersuchungsbericht vom 27. Januar 2005 die Diagnosen 

retropatelläre Schmerzsymptomatik links bei hypoplastischem Musculus vastus 

medialis und Status nach Acetabulumfraktur links 1992 fest. Die lumbalen und 

iliosakralen Schmerzen seien durch die Dislokation der Hemipelvis rechts erklärbar. Die 

Verkürzung des Beines sowie die posteriore Dislokation seien aber weniger als 1 cm, 

so dass der Versicherte über mehr als zehn Jahre beschwerdearm gewesen sei. Durch 

eine 5 mm dicke Einlage könne eventuell die Statik verbessert werden (Suva-act. 3-6 

f.).

A.g. 

Am 13. Juni 2005 berichtete Dr. F.___ über eine rezidivierende ISG-Problematik 

rechts bei asymmetrischem Becken bei Status nach Unfall 1992. Im Allgemeinen 

bestehe ein recht ordentlicher Befund. Der Versicherte klage aber immer wieder über 

ISG-Blockaden, die mit manueller Therapie gut deblockiert werden könnten. Er sei 

derzeit wegen eines Bandscheibenvorfalls L5/S1, der am 12. April 2005 operiert 

worden sei (vgl. Suva-act. 112 f.), in physiotherapeutischer Behandlung. Wegen 

vermehrter Schmerzen lumbal und im ISG-Bereich, die langes Sitzen etc. 

verunmöglichten, sei der Versicherte seit 29. März 2005 arbeitsunfähig (Suva-act. 3-4).

A.h. 

Dr. med. G.___, Rheumatologie FMH, berichtete am 11. Dezember 2018, der 

Versicherte befinde sich seit Mitte Mai 2018 wegen einer entzündlich-rheumatischen 

Erkrankung in seiner Behandlung. Der Versicherte sei aufgrund der entzündlichen 

Aktivität der rheumatologischen Grunderkrankung vom 2. Mai bis 29. September 2018 

für seine angestammte Tätigkeit (Projektleiter bei der I.___ AG; vgl. Suva-act. 72, 88-14) 

nur zu 50 % arbeitsfähig gewesen. Seit Oktober 2018 führe er diese wieder im 

Vollpensum aus (Suva-act. 77-7). Prof. Dr. med. H.___, Facharzt FMH Neurologie, 

beurteilte am 1. Februar 2019, es zeige sich ein leichtes sensibles Defizit im Dermatom 

A.i. 

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S1 rechts neben den bereits bekannten Defiziten im linken Bein. Ursache dafür sei eine 

Reizung der lumbalen Wurzeln vor allem L5 und S1 rechts, ohne dass aber 

Denervierungszeichen im EMG zu finden seien. Die Reizung sollte in den nächsten 

Wochen langsam abklingen, er empfehle eine konservative Therapie mit Analgesie und 

Physiotherapie (Suva-act. 118).

Die I.___ AG kündigte das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 30. Juni 2019 

(Suva-act. 72, G1.9).

A.j. 

Der Versicherte meldete der Suva am 26. Juli 2019 einen Rückfall (Suva-act. 21). 

Die behandelnden Ärztinnen des KSSG, Ostschweizer Gefässzentrum, hielten in ihrem 

Bericht vom 26. Juli 2019 als Diagnosen insbesondere ein symptomatisches Patch-

Anostomosen-Aneurysma inguinal links (neu), einen chronischen Verschluss der Vena 

femoralis communis sowie der distalen Vena iliaca externa links fest. Es bestehe eine 

komplexe Situation mit multiplen Voroperationen. Insgesamt beurteilten sie die 

Gefässpathologie als Spätfolge der Notfalloperationen des Motorradunfalls von 1992 

(Suva-act. 30, vgl. auch die Berichte vom 4. und 9. Juli sowie 1. August 2019; Suva-

act. 32 ff.).

A.k. 

Mit Schreiben vom 9. September 2019 bestätigte die Suva, für den Rückfall zum 

Ereignis vom 26. April 1992 zuständig zu sein. Der Versicherte sei aber 

krankheitsbedingt (Lumbago, vgl. Suva-act. 32, 51) zu 100 % arbeitsunfähig. Während 

gleichzeitiger voller Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit und Unfall erhalte er von 

der Suva kein Taggeld (Suva-act. 54).

A.l. 

Nach Einholung einer Zweitmeinung (vgl. Suva-act. 43) bei Dr. med. J.___, Leiter 

Gefässmedizin und Thoraxchirurgie, Klinik K.___, unterzog sich der Versicherte dort am 

18. September 2019 einer Aneurysmaresektion mit 8 mm Dacron Y-Rekonstruktion 

inguinal links (Suva-act. 71). Dr. J.___ attestierte ihm ab 17. September 2019 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 86, 98, 108).

A.m. 

Dr. med. L.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hatte am 10. September 

2019 berichtet, der Versicherte sei seit Januar 2019 intermittierend zwischen 50 und 

100 % arbeitsunfähig. Dies vor allem wegen einer lumbalen Problematik, im Sinne 

eines lumboradikulären Schmerzes und eines Ausfallsyndroms L5/S1 beidseits, rechts 

A.n. 

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deutlich mehr als links. Diesbezüglich seien einerseits degenerative Veränderungen der 

Wirbelsäule mit Diskushernien zu erwähnen. Allerdings habe die komplexe 

posttraumatische Situation bei schwerer Beckenzertrümmerung mit über die Jahre 

hinweg vorhandener Fehlbelastung die Degeneration der Lendenwirbelsäule sicherlich 

auch mitgetriggert (Suva-act. 62). Auf Nachfrage der Suva (vgl. Suva-act. 63) befand 

Dr. L.___ am 19. September 2019, aufgrund der krankheitsbedingten 

Rückenschmerzen wäre der Versicherte ab anfangs September 2019 zu 50 % und ab 

dem Operationsdatum vom 17. September 2019 (richtig: 18. September 2019) zu 100 

% arbeitsfähig (gemeint: arbeitsunfähig) gewesen (Suva-act. 65).

Dr. J.___ berichtete am 6. Januar 2020 über einen gesamthaft sehr schönen 

Verlauf. Seitens des letzten operativen Eingriffs sei der Versicherte wieder belastbar mit 

stabilen körperlichen Einschränkungen in Folge des komplexen linksseitigen Traumas 

vor mehr als 25 Jahren (Suva-act. 151, vgl. auch den Bericht vom 20. Dezember 2019; 

act. G8.15).

A.o. 

Kreisarzt Dr. med. M.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates, beurteilte nach einer Untersuchung des Versicherten am 27. 

Januar 2020, an der Lendenwirbelsäule (LWS) lägen keine unfallbedingten 

Traumafolgen vor, so dass die bestehenden strukturellen Veränderungen an der LWS 

mit den damit verbundenen Behandlungen nicht als unfallbedingte Traumafolgen 

hinsichtlich des Unfalls vom 26. April 1992 zu werten seien. Es sei von einer relativ 

guten Belastbarkeit des linken Hüftgelenks auszugehen. Derzeit stünden keine weiteren 

medizinischen Massnahmen zur Verfügung, die zu einer namhaften Verbesserung des 

Zustands führen würden, so dass der administrative Abschluss zu empfehlen sei. Bei 

der Beurteilung des Integritätsschadens am 30. August 1994 sei eine allfällig 

schicksalshaft sich ausbildende Arthrose im linken Hüftgelenk berücksichtigt worden. 

Da seither keine wesentliche Änderung des Zustands eingetreten sei, sei derzeit keine 

Erhöhung des Integritätsschadens zu begründen. Eine adaptierte Tätigkeit im Beruf als 

Projektleiter sei ganztägig zumutbar (Suva-act. 164). Nach einer Kritik des Versicherten 

an der Beurteilung von Dr. M.___ (vgl. Suva-act. 167) nahm dieser am 4. Februar 2020 

erneut Stellung (Suva-act. 172).

A.p. 

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B.  

C.  

Mit Schreiben vom 12. März 2020 stellte die Suva die Heilkosten- und 

Taggeldleistungen per 31. März 2020 ein. Sie kündigte an, für die Kosten einer 

allfälligen Behandlung des linken Hüftgelenks bzw. der linken Leistenregion werde sie 

im Rahmen von zwei bis drei Physiotherapie-Serien sowie allfälliger Schmerzmittel 

zumindest für die folgenden zwölf Monate weiterhin aufkommen (Suva-act. 192).

A.q. 

Ab 1. April 2020 attestierte Dr. L.___ dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 

50 %. Der Versicherte war ab dann in einem Pensum von 50 % bei einem Arbeitgeber 

im T.___ angestellt (Suva-act. 195, 214 f., 217, 233, zuvor seit dem 10. Februar 2020 

Arbeitsversuch zu 50 %; vgl. Suva-act. 178, 185).

A.r. 

Mit Verfügung vom 2. April 2020 sprach die Suva dem Versicherten mit Wirkung 

ab 1. April 2020 eine Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 32 % 

und einem Jahresverdienst von Fr. 71'049.-- zu. Die bereits 1994 zugesprochene 

Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 20 % erhöhte sie nicht. Eine 

Leistungspflicht bezüglich der Rückenbeschwerden verneinte sie mangels 

Unfallkausalität (Suva-act. 203).

A.s. 

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. R. Lippuner, 

Buchs, am 4. Mai 2020 Einsprache (Suva-act. 212).

B.a. 

Mit Entscheid vom 18. August 2020 hiess die Suva die Einsprache insofern 

teilweise gut, als sie den versicherten Verdienst auf Fr. 73'130.-- festsetzte. Im Übrigen 

wies sie die Einsprache ab. Sie erhob keine Verfahrenskosten und sprach keine 

Parteientschädigung zu (Suva-act. 225).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 18. August 2020 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), erneut vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 

Lippuner, am 16. September 2020 Beschwerde. Er beantragte darin: 1. Der 

angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben. 2.a Es sei ein ganzheitliches 

medizinisches Gutachten einzuholen und festzustellen, dass auch die 

Rückenbeschwerden unfallabhängige Traumata seien (mit Einfluss auf Leidensabzug/

C.a. 

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Tabellenlohnabzug, Behandlungskosten und Integritätsentschädigung) und dass ihm 

eine angepasste Tätigkeit mit einem Pensum von 50 bis 60 % (verteilt auf 7 Tage 24 h) 

zumutbar sei. 2.b Es sei festzustellen, dass sein versicherter Verdienst Fr. 95'145.--, 

das Valideneinkommen Fr. 219'816.--, der Invalidenlohn unter Berücksichtigung des 

Leidensabzugs Fr. 68'127.-- und seine Erwerbsunfähigkeit mehr als 32 %, nämlich 69 

%, betrage. 2.c. Es sei die Invalidenrente entsprechend den beantragten 

Feststellungen festzusetzen. 2.d Es sei die im Jahr 1994 entrichtete 

Integritätsentschädigung von 20 % um einen nach Abschluss der Beweisergänzungen 

zu beziffernden Anteil zu erhöhen. 2.e Es sei festzustellen, dass die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) gemäss Art. 36 Abs. 1 des Gesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) für alle bisherigen und künftigen Behandlungen und Operationen 

leistungspflichtig sei, welche nicht völlig unfallfremd seien. 3. Eventualiter sei die 

Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 4. 

Unter erst- und zweitinstanzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G1). Der Beschwerdeführer liess unter anderem eine 

Verfügung seiner Krankentaggeldversicherung vom 2. Juli 2020, mit welcher diese 

einen Taggeldanspruch ab 1. April 2020 verneint hatte, einreichen (act. G1.4).

Am 7. Oktober 2020 liess der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. L.___ vom 

28. September 2020 einreichen (act. G3, G3.1).

C.b. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 23. Oktober 2020, die Beschwerde sei 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Der Einspracheentscheid vom 18. August 

2020 sei im Rentenpunkt aufzuheben (reformatio in peius) und bezüglich 

Integritätsentschädigung zu bestätigen. Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 

18. August 2020 sowohl im Rentenpunkt wie auch bezüglich Integritätsentschädigung 

zu bestätigen. Sie habe bislang übersehen, dass der Kreisarzt dem Beschwerdeführer 

in seinem angestammten Beruf als Projektleiter im X.___bereich eine volle 

Arbeitsfähigkeit attestiert habe. Ein Rentenanspruch sei damit zum vornherein 

ausgeschlossen (act. G5).

C.c. 

Mit Replik vom 4. Dezember 2020 liess der Beschwerdeführer an seinem 

Rechtsbegehren festhalten und zusätzlich beantragen, die Anträge der 

Beschwerdegegnerin seien abzuweisen. Er sei entgegen der Ansicht der 

C.d. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist primär die Höhe des 

Rentenanspruchs des Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin. Dabei 

sind insbesondere der Invaliditätsgrad und der versicherte Verdienst festzulegen. 

Weiter Streitgegenstand ist die Höhe der Integritätsentschädigung. Der 

Beschwerdeführer beantragt ausserdem, es sei festzustellen, dass die 

Beschwerdegegnerin für alle bisherigen und künftigen Behandlungen und Operationen 

leistungspflichtig sei, welche nicht völlig unfallfremd seien (act. G1). Wie die 

Beschwerdegegnerin aber zu Recht einwendet (vgl. act. G5), kommt diesem Antrag 

feststellender Charakter zu. Ein Feststellungsbegehren kann jedoch nur massgeblich 

sein, wenn Gestaltungs- und Leistungsbegehren ausgeschlossen sind (Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. Juni 2010, 8C_257/2010, E. 1). Entsprechend hat der 

Beschwerdeführer für die Behandlungen bis zum Fallabschluss bzw. 

Einspracheentscheid auch bereits zuhanden der Beschwerdegegnerin ein 

entsprechendes Leistungsbegehren gestellt, welches von ihr behandelt worden ist (vgl. 

Suva-act. 192-2 f.). Rechtsprechungsgemäss bildet sodann das Datum des streitigen 

Einspracheentscheids die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. 

BGE 129 V 169 E. 1). In Bezug auf die künftigen Behandlungen steht dem 

Beschwerdeführer ebenfalls ein Leistungsbegehren offen. Angesichts des Gesagten 

Beschwerdegegnerin nicht in der Lage, seinen angestammten Beruf in einem 

Vollpensum auszuüben (act. G8). Der Beschwerdeführer liess unter anderem ein selbst 

erstelltes Protokoll einer Tonaufnahme der kreisärztlichen Untersuchung vom 27. 

Januar 2020 einreichen (act. G8.25).

Die Beschwerdegegnerin hielt am 22. Januar 2021 an ihren Anträgen fest (act. 

G10).

C.e. 

Am 6. Oktober 2021 informierte die Verfahrensleitung die Parteien über den Beizug 

der Akten der T.___ischen AHV-IV-FAK und der "FKB - Die T.___ische 

Gesundheitskasse" (act. G16, vgl. act. G12 ff.).

C.f. 

Nach Einsicht in die beigezogenen Akten (vgl. act. G17, G19) reichten die Parteien 

am 1. Dezember 2021 und 10. Januar 2022 je eine Stellungnahme mit diversen 

Beilagen ein (act. G26 f.). 

C.g. 

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besteht beim Beschwerdeführer kein Rechtsschutzinteresse an einem 

Feststellungsbegehren. Auf das Feststellungsbegehren des Beschwerdeführers ist 

demnach nicht einzutreten. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Grad der für den Rentenanspruch 

massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte 

Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Erleidet die versicherte Person durch 

den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

1.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018, [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019, [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

1.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

1.3. 

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2.

Vorerst stellt sich die Frage, welche Beschwerden unfallkausal sind. Umstritten sind 

insbesondere die Rückenschmerzen.

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

Die Beschwerdegegnerin verneint die Unfallkausalität gestützt auf die Beurteilung 

von Kreisarzt Dr. M.___ vom 27. Januar 2020 (Suva-act. 164). Dieser begründete 

insbesondere (Suva-act. 164-4), bereits 14 Tage vor dem Unfallereignis seien im CT 

Verschleisserscheinungen der LWS festgestellt worden. Das genannte CT vom 14. April 

1992 hatte eine mediane Protrusion L4/5 und eine medio-rechts-laterale Protrusion L5/

S1 gezeigt (vgl. Suva-act. 2-23). Damit lag im Unfallzeitpunkt vom 26. April 1992 

unbestritten ein gewisser Vorzustand vor. Dr. M.___ verwies auch auf den Bericht der 

Klinik N.___ vom 12. August 1994, in welchem eine leichte Streckhaltung der LWS mit 

degenerativen Veränderungen im Sinne einer beginnenden Spondylarthrose erwähnt 

worden war (vgl. Suva-act. 2-2 f.). Dr. M.___ begründete weiter, an der LWS lägen 

keine unfallbedingten Traumafolgen vor, so dass die bestehenden strukturellen 

Veränderungen an der LWS mit den damit verbundenen Behandlungen 

versicherungsmedizinisch nicht als unfallbedingte Traumafolgen hinsichtlich des 

Unfalls vom 26. April 1992 zu werten seien (Suva-act. 164-4). Diese Aussage ist jedoch 

insofern irrelevant, als vorliegend eine indirekte Unfallfolge, verursacht durch die 

traumatische Beckenverletzung, im Vordergrund steht. Eine fehlende direkte 

2.1. 

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Traumatisierung des Rückens schliesst damit eine Unfallkausalität der 

Rückenbeschwerden nicht aus. Wie sich jedoch aus den nachfolgenden Erwägungen 

ergibt, sind indirekt unfallkausale Rückenbeschwerden nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.

Der Beschwerdeführer bemängelt die Beurteilung von Dr. M.___ insbesondere 

dahingehend, dass dieser nicht all seine Beschwerden berücksichtigt habe und bereits 

vor der Untersuchung davon überzeugt gewesen sei, dass die Rückenbeschwerden 

nicht unfallkausal seien (act. G1). Er liess unter anderem ein selbst erstelltes Protokoll 

einer Tonaufnahme der kreisärztlichen Untersuchung vom 27. Januar 2020 einreichen 

(act. G8.25). Dr. M.___ hielt zwar in seinem Untersuchungsbericht vom 27. Januar 2020 

fest, er habe dem Beschwerdeführer zu Beginn der ärztlichen Untersuchung erklärt, 

dass die bestehenden strukturellen Veränderungen an der LWS und die damit 

verbundenen Behandlungen nicht als unfallbedingte Traumafolgen hinsichtlich des 

Verkehrsunfalls vom 26. April 1992 zu werten seien (Suva-act. 164-4, vgl. auch act. 

G8.25). Dies ist jedoch insoweit nicht zu bemängeln, als die Beurteilung der 

Unfallkausalität im Wesentlichen bereits vor der kreisärztlichen Untersuchung aufgrund 

der vorhandenen medizinischen Akten möglich war. Zudem klärte Dr. M.___ den 

Beschwerdeführer am 27. Januar 2020 umfassend ab und kam aufgrund der 

erhobenen Befunde sowie der Angaben des Beschwerdeführers im Einklang mit 

seinem bereits zu Beginn der Begutachtung geäusserten Standpunkt zum Schluss, 

dass die Rückenbeschwerden als nicht unfallkausal zu erachten seien (Suva-act. 164). 

Dies entspricht auch der nachfolgenden Schlussfolgerung (vgl. insb. E. 2.7).

2.2. 

Wie nachfolgend ausgeführt, erscheint eine indirekte Unfallkausalität der 

Rückenbeschwerden, verursacht durch die Beckenfraktur mit einer jahrelangen 

Fehlbelastung, zwar durchaus möglich. In Berücksichtigung auch des zeitlichen 

Verlaufs lässt sie sich aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beweisen.

2.3. 

Kreisarzt Dr. E.___ untersuchte den Beschwerdeführer am 23. November 1992 

und berichtete daraufhin über einen sehr erfreulichen Heilungsverlauf. Seit dem 19. 

Oktober 1992 bestehe wieder eine Arbeitsfähigkeit von 50 % als C.___. Der 

Beschwerdeführer erwähnte Dr. E.___ gegenüber zwar auch Beschwerden im Bereich 

der Kreuzgegend und der LWS, Dr. E.___ fokussierte sich bei seiner Untersuchung - 

entsprechend den Beschwerdeangaben des Beschwerdeführers - jedoch auf das linke 

Bein und das linke Becken (Suva-act. 2-27 ff.). Nach einer weiteren Untersuchung vom 

18. Februar 1993 hielt Kreisarzt Dr. E.___ fest, die Funktion des Hüft- und Kniegelenks 

sei seitengleich. Das Hüftgelenk sei frei beweglich. Die Dorsalextension und 

2.3.1. 

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Plantarflexion des oberen Sprunggelenks (OSG) sei endgradig vermindert. In den 

nächsten Wochen und Monaten sei mit einer weiteren Anpassung, Besserung und 

Angewöhnung bis zur vollständigen Abheilung der Verletzungen zu rechnen. 

Voraussichtlich würden keine dauernden und erheblichen Unfallfolgen zurückbleiben. 

Allfällige Rückenbeschwerden wurden im Bericht nicht erwähnt (Suva-act. 2-24 ff.). 

Auch bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 16. Juni 1993 standen die 

Beschwerden am linken Bein im Vordergrund, Hinweise auf Rückenbeschwerden sind 

dem Bericht nicht zu entnehmen. Dr. E.___ hielt fest, ein auffallender 

Beckenschiefstand sei nicht feststellbar, möglicherweise könne ein geringer 

Beckenschiefstand nach links von 0.5 cm vorliegen (Suva-act. 2-20 ff.).

In den folgenden späteren medizinischen Berichten (vgl. Suva-act. 3-10, 14) 

fanden allfällige Rückenbeschwerden ebenfalls keine Erwähnung. Erst am 13. Mai 

2003, mithin über elf Jahre nach dem Unfall, berichtete Dr. F.___ wieder über 

Rückenschmerzen und Schmerzen im linken Knie bedingt durch unsymmetrische 

Belastung und leichte Verschiebung im Beckenbereich (Suva-act. 3-8). Am 27. Januar 

2005 hielt der behandelnde Arzt des KSSG fest, dem Beschwerdeführer sei es von 

Seiten des Hüftgelenks über die letzten zwölf Jahre recht gut gegangen. Er betreibe 

auch wieder Sport mit O.___ und habe über die letzten Jahre auch P.___ gespielt. 

Letzteres habe er nun aufgeben müssen. Die Schmerzen seien vor allem auf das ISG 

sowie tief lumbal konzentriert mit teilweise pseudoradikulären Ausstrahlungen in beide 

Beine. Die typischen lumbalen und iliosakralen Schmerzen seien durch die Dislokation 

des Hemipelvis rechts erklärbar. Die Verkürzung des Beines sowie die posteriore 

Dislokation seien aber weniger als 1cm, so dass der Beschwerdeführer über mehr als 

zehn Jahre beschwerdearm gewesen sei. Er denke, dass durch eine 5 mm Einlage 

eventuell die Statik verbessert werden könnte (Suva-act. 3-6 f.). Diese Erklärung als 

Ursache für die Rückenschmerzen, rund 13 Jahre nach dem Unfall, überzeugt nicht 

vollends. Dies, zumal der Beschwerdeführer offenbar bis kurz vor der Untersuchung im 

KSSG beschwerdearm war.

2.3.2. 

Im Folgenden wurde ein Bandscheibenvorfall L5/S1 diagnostiziert, welcher am 

12. April 2005 im KSSG operiert wurde (vgl. Suva-act. 112 f.). Die behandelnden Ärzte 

des KSSG hielten am 20. April 2005 fest, der Beschwerdeführer berichte, schon immer 

unter chronischen Rückenschmerzen zu leiden. Bisher habe er eine konservative 

Therapie erhalten, seit Weihnachten des letzten Jahres hätten sich seine Schmerzen 

aber deutlich verschlechtert (Suva-act. 113). Es ist nicht bekannt, wann der 

schlussendlich operierte Bandscheibenvorfall, welcher offenbar ab Ende 2004 verstärkt 

Beschwerden verursachte, auftrat. Aufgrund der mehrjährigen schmerzarmen Periode, 

2.3.3. 

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der vorherigen medizinischen Berichte und der Exazerbation erst Ende 2004 erscheint 

es jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Bandscheibenvorfall im 

Zusammenhang mit der Beckenfraktur und einer jahrelangen Fehlbelastung steht. 

Dasselbe gilt für den weiteren, im Jahr 2016 aufgetretenen und konservativ 

behandelten Bandscheibenvorfall (Suva-act. 72-2, 118). Aufgrund starker Rücken- und 

Ischiasschmerzen rechts suchte der Beschwerdeführer sodann am 1. Februar 2019 

Prof. H.___ auf, welcher feststellte, es zeige sich ein leichtes sensibles Defizit im 

Dermatom S1 rechts neben den bereits bekannten Defiziten im linken Bein. Ursache 

dafür sei eine Reizung der lumbalen Wurzeln vor allem L5 und S1 rechts, ohne dass 

aber Denervierungszeichen im EMG zu finden seien. Die Reizung sollte in den nächsten 

Wochen langsam abklingen, er empfehle eine konservative Therapie mit Analgesie und 

Physiotherapie (Suva-act. 118). Ein am 7. Februar 2019 durchgeführtes MRI der 

Wirbelsäule zeigte bei LWK 4/5 eine nach kaudal migrierte sequestrierte 

Diskusherniation mit radikulärer L4-Affektion und möglichem radikulärem Kontakt 

beidseits (Suva-act. 119-1). Auch für diese Veränderungen bestehen keine Hinweise 

auf einen Zusammenhang mit der Becken- bzw. Hüftgelenkssituation.

Insgesamt spricht der zeitliche Verlauf gegen eine Unfallkausalität der 

Rückenbeschwerden. Diese wurden erst mehrere Jahre nach dem Unfall akut 

behandlungsbedürftig. 

2.3.4. 

Dr. M.___ befand am 27. Januar 2020, mithin rund 28 Jahre nach dem Unfall vom 

26. April 1992, es bestehe klinisch objektivierbar lediglich eine geringe muskuläre Dys­

balance am rechten Ober- und Unterschenkel, wohl als Folge der Bandscheiben-

Operation mit Fenestration L5/S1 bei möglicher radikulärer L5-Problematik mit seit 

Jahren bestehendem, leichtem sensiblem Defizit im Dermatom S1 rechts, letztmals 

neurologisch festgehalten im Februar 2019. Die Hüftfunktion habe sich im Verlauf seit 

der intraarticulären Acetabulumfraktur vor 28 Jahren verschlechtert, wahrscheinlich im 

Zusammenhang mit der bereits im August 1994 prognostizierten Arthrose im linken 

Hüftgelenk. Trotz der im Verlauf zunehmenden Bewegungseinschränkung im linken 

Hüftgelenk bei intakter Gefässsituation sei unter Berücksichtigung der derzeitigen 

klinischen Befunde und des berichteten Freizeitverhaltens von einer relativ guten 

Belastbarkeit des linken Hüftgelenks auszugehen (Suva-act. 164-8). Auch diese relativ 

gering ausgeprägten Befunde an der Hüfte links sprechen gegen eine dadurch 

verursachte Rückenproblematik. Der Beschwerdeführer hielt denn auch in seiner Replik 

fest, das linke Hüftgelenk verursache derzeit keine Probleme (act. G8).

2.4. 

Dr. med. Q.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, 

Vertrauensärztin der R.___, beurteilte in einer Stellungnahme vom 25. Juni 2020, die 

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/24

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erste Diskushernie sei 2005 operiert und als Krankheit deklariert worden. Derzeit 

würden altersentsprechend überdurchschnittlich ausgeprägte degenerative 

Veränderungen beschrieben mit Foraminalstenosen L5/S1 und polytoper 

Diskuspathologie (L5/S1, L4/5 und cervikal), die auf die Epidural-Infiltration gut 

angesprochen hätten. Diese degenerativen Veränderungen seien gemäss Akte partiell 

vorbestehend, während die rasche weitere Degeneration als Verschleisserscheinung 

infolge frühzeitiger Coxarthrose links und asymmetrischem Gangbild zu sehen sei. Die 

linke untere Extremität müsse wegen multiplen unfallbedingten Folgeproblemen immer 

wieder geschont werden und die zunehmende Einschränkung des Bewegungsumfangs 

der linken Hüfte führe zu einer Überbelastung lumbal, da der fehlende 

Bewegungsumfang der Hüfte kompensiert werden müsse. Beides führe zu einer 

rascheren Progredienz vorbestehender degenerativer Veränderungen. Eine sichere 

Zuordnung unfall- oder krankheitsbedingt sei kaum möglich (vgl. act. G15.1, USB-Stick 

"Unterlagen Vertrauensärztlicher Dienst"). Dr. Q.___ schlussfolgerte, die 

Rückenschmerzen seien keinesfalls ausschliesslich degenerativ bedingt, sondern unter 

anderem eine Folge der Azetabulumfraktur und der x-fachen chirurgischen Eingriffe in 

der linken Leiste (vgl. act. G15.1, obgenannte Stellungnahme vom 25. Juni 2020; vgl. 

auch Verfügung der FKB vom 2. Juli 2020, in act. G15.1, USB-Stick "Unterlagen 

Abteilung Erwerbsausfall"). Dr. Q.___ gab in ihrer Aktenbeurteilung keine Befunde 

wieder und verwies nicht auf konkrete Vorakten. Ihre wenig begründete Beurteilung ist 

damit nicht nachvollziehbar. Dr. med. S.___, Facharzt für Neurologie FMH, Abteilung 

Versicherungsmedizin der Suva, befand am 7. Januar 2022, es könne an der 

Beurteilung von Dr. M.___ festgehalten werden. Das Unfallereignis vom 26. April 1992 

habe (unbestritten; vgl. E. 2.1) zu keinen direkten traumatischen Veränderungen an der 

LWS geführt und der Beschwerdeführer habe bereits zuvor degenerative LWS-

Veränderungen aufgewiesen. Bezüglich indirekter Unfallfolgen hielt er entsprechend 

den Ausführungen in E. 2.4 überzeugend und schlüssig fest, es bestehe keine 

unfallbedingte, wesentliche Bewegungseinschränkung des linken Hüftgelenks, welche 

lumbal hätte kompensiert werden müssen. Auch weise der Beschwerdeführer keine 

fixierte skoliotische Fehlhaltung und kein chronisches Lumbalsyndrom auf, sondern es 

liege lediglich eine diskrete Gefühlsstörung nach Segment S1 rechts vor. 

Zusammengefasst liege kein überwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen 

dem Unfallereignis und den lumbalen Beschwerden vor (act. G27.1).

Dr. L.___ führte am 28. September 2020 aus, der Beschwerdeführer habe bei 

seinem Unfall im Jahr 1992 eine enorme biomechanische Veränderung des gesamten 

Bewegungsapparates erlitten. In den letzten Jahren sei es dadurch zu zunehmenden 

Beschwerden des Bewegungsapparates einerseits im Bereich des linken Beines, aber 

2.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/24

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3.

Weiter umstritten ist der Grad der Arbeitsfähigkeit. Der Zeitpunkt des Fallabschlusses 

(Art. 19 Abs. 1) war unbestritten spätestens per 1. April 2020 erreicht, so dass ein 

Rentenanspruch und die diesem zugrundeliegende Arbeitsfähigkeit per dieses Datum 

zu prüfen ist.

vor allem auch im Bereich der LWS gekommen. Dass sich zusätzliche degenerative 

Veränderungen im Bereich der LWS zeigten, liege in der Natur der Sache des 

Älterwerdens. Allerdings müsse davon ausgegangen werden, dass durch die 

unfallbedingten biomechanischen Veränderungen diese degenerativen Veränderungen 

getriggert würden und rascher voranschritten. Gleichzeitig müsse erwähnt werden, 

dass die fehlende ausgeglichene Stabilisierung durch die Muskulatur ebenfalls einen 

wesentlichen Beitrag leiste (act. G3.1). Die Beurteilung von Dr. L.___ basiert im 

Wesentlichen auf der Formel "post hoc ergo propter hoc", welche nach ständiger 

Rechtsprechung für sich allein jedoch nicht ergiebig ist (vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 

[8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb).

Insgesamt ist eine Unfallkausalität der beklagten Rückenbeschwerden damit nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Zudem ist darauf hinzuweisen, 

dass diese entsprechend der Beurteilung der Gutachter der PMEDA, welche den 

Beschwerdeführer im August und September 2020 im Auftrag der T.___ischen AHV-IV-

FAK polydisziplinär (angiologisch, neurologisch, orthopädisch, psychiatrisch) abklärten, 

ohnehin keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben und damit keine Invalidität zu 

begründen vermögen (vgl. IV-act. 822 ff.). Angesichts dieser Ausführungen erübrigen 

sich weitere medizinische Abklärungen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 

(act. G1) bestehen auch keine Hinweise auf eine Verletzung der Untersuchungspflicht 

durch die Beschwerdegegnerin.

2.7. 

Kreisarzt Dr. M.___ beurteilte am 27. Januar 2020, wechselbelastende, leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten im Beruf als Projektleiter seien ganztägig zumutbar. Häufiges 

Stehen, Gehen und Sitzen sowie häufiges Gehen im Gelände seien nicht möglich. 

Ebenfalls seien kein überwiegendes Treppensteigen, kein Steigen auf Leitern und 

Gerüste, kein häufiges Einnehmen der tiefen Kniehocke sowie keine kauernden oder 

kriechenden Tätigkeiten zumutbar (Suva-act. 164). Dr. S.___ befand am 7. Januar 2022, 

an dieser Beurteilung der unfallbedingten Zumutbarkeit könne festgehalten werden 

(act. G27.1). Diese beiden Einschätzungen überzeugen - wie nachfolgend dargestellt - 

angesichts der Beurteilung der Gutachter der PMEDA jedoch nicht.

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/24

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Diese schätzten in ihrem Gutachten vom 3. März 2021 die Arbeitsfähigkeit 

interdisziplinär in der bisherigen sowie einer adaptierten Tätigkeit auf 70 %. Die 

Teilarbeitsunfähigkeit sei durch die Einschränkungen in angiologischer und 

neurologischer Hinsicht bedingt. Die orthopädischen und psychiatrischen Teilgutachter 

schätzten die Arbeitsfähigkeit hingegen auf 100 % (IV-act. 832 f.).

3.2. 

Der neurologische Teilgutachter Prof. Dr. med. U.___, Neurologie FMH, hielt fest, 

zusammenfassend sei unter Berücksichtigung der Anamnese, der Aktendokumente, 

seiner neurologischen Untersuchung sowie der Zusatzdiagnostik aus neurologischer 

Sicht in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 70 % (Pensum 100 %, 

Rendement 70 %) gegeben. Bei seiner angestammten Tätigkeit koordiniere, steuere 

und leite der Beschwerdeführer Projekte. Vorrangig bestehe seine Arbeit aus einer 

sitzenden und stehenden Tätigkeit, häufig im Wechsel. Selten müsse er Lasten bis 10 

kg heben. Prof. U.___ begründete nachvollziehbar, eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bestehe aus neurologischer Sicht aufgrund Einschränkungen am linken 

Bein mit Notwendigkeit für vermehrte Pausen und Lagewechsel. Die angestammte 

Tätigkeit sei aus neurologischer Sicht bereits optimal angepasst (IV-act. 917). Dr. S.___ 

bemängelt, die Divergenz der medizinischen Einschätzungen des orthopädischen 

Teilgutachters Dr. med. V.___, orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, sowie von Prof. U.___ werde in der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung nicht diskutiert (act. G27.1). Wie gesagt (vgl. E. 3.2), hatte Dr. V.___ 

beurteilt, sowohl in der angestammten als auch einer adaptierten Tätigkeit bestehe aus 

orthopädischer Sicht kein ausreichender Anhalt für eine namhafte Limitation der 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 955 f.). Er berücksichtigte dabei jedoch nur die seinem 

medizinischen Fachgebiet der Orthopädie entsprechenden Diagnosen und 

Einschränkungen (vgl. IV-act. 949, 952 f.). Die von Prof. U.___ attestierte 

eingeschränkte Arbeitsfähigkeit ergibt sich hingegen aus den neurologischen 

Diagnosen (u.a. primär muskuläre Schwäche der Hüftbeuger links und der 

Adduktorengruppe links, Nervus cutaneus femoris lateralis- und anterior-Läsion links, 

distale Nervus radialis-Läsion links, Reizung des Nervus ulnaris beidseits im Sulcus 

ulnaris, sensibles S1-Syndrom rechts; vgl. IV-act. 907). Folglich erscheint die 

unterschiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus neurologischer und 

orthopädischer Sicht nicht widersprüchlich.

3.2.1. 

Die angiologische Teilgutachterin Dr. med. W.___, Angiologie und Allgemeine 

Innere Medizin, begründete die Arbeitsfähigkeit von 70% mit der 

Funktionseinschränkung im Bereich der linken unteren Extremität durch den gestörten 

venösen Abfluss und das sekundäre Lymphödem. Tätigkeiten mit längerem Sitzen und 

3.2.2. 

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4.

Basierend darauf ist im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu 

ermitteln.

Stehen sollten daher vermieden werden und die Arbeitszeit müsse flexibel eingeteilt 

werden können (IV-act. 879 f.). Diese Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erscheint 

angesichts der ausgeprägten angiologischen Beeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers (vgl. E. 3.2.1, IV-act. 907) plausibel. Insbesondere die linke Hüfte 

und das linke Bein des Beschwerdeführers weisen auch für einen medizinischen Laien 

namhafte ersichtliche Veränderungen auf (vgl. IV-act. 164-10, act. G1, G26.4). Die 

Beurteilung von Dr. W.___ wurde sodann von keinem Arzt in Zweifel gezogen. Auch Dr. 

S.___ äusserte sich nicht dazu und ging weiterhin von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus, 

ohne seine abweichende Einschätzung zu begründen (vgl. act. G27.1).

Insgesamt ist damit entsprechend der interdisziplinären gutachterlichen 

Beurteilung von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % sowohl in der angestammten als auch 

in jeder anderen adaptierten Tätigkeit auszugehen.

3.3. 

Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Renten­

beginns verdient hätte. Für die Bestimmung des Valideneinkommens wird 

grundsätzlich am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28 

E. 3.3.2, 125 V 58 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 

8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August 2013, 8C_196/2013, E. 3.1). Der 

Beschwerdeführer war bis Ende Juni 2019 bei der I.___ AG als Projektleiter tätig (vgl. 

Suva-act. 72). Die Arbeitgeberin gab an, der Beschwerdeführer hätte im Jahr 2020 

monatlich brutto Fr. 10'650.-- erzielt (Suva-act. 189). Daraus ergibt sich das von der 

Beschwerdegegnerin angenommene Jahreseinkommen von Fr. 127'800.-- (12 x Fr. 

10'650.--; vgl. Suva-act. 198, 203). Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dieser 

Lohn habe lediglich einem Pensum von 60 % entsprochen (act. G1). Aus den Akten 

lässt sich nicht eindeutig feststellen, welches Pensum der Beschwerdeführer bei der 

I.___ AG tatsächlich geleistet hat. Der Beschwerdeführer hatte gegenüber der Suva 

mehrfach erklärt, er sei wohl zu 100 % angestellt gewesen, habe aber aus 

gesundheitlichen Gründen nur 60 bis 70 % Leistung erbringen können. Er habe dabei 

sein Arbeitspensum flexibel auf sieben Tage à 24 Stunden verteilen können (Suva-act. 

4.1. 

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72, 164-5, 167; vgl. auch Suva-act. 145-3, IV-act. 129). Die Arbeitgeberin gab 

gegenüber der Arbeitslosenversicherung ebenfalls an, der Beschwerdeführer sei zwar 

Vollzeit eingestellt gewesen, jedoch nur mit einem Arbeitspensum von 25 Stunden pro 

Woche (act. G1.9). Daraus lässt sich jedoch nicht eindeutig schliessen, ob der 

ausbezahlte Lohn einem Pensum von 100 % oder dem tatsächlich geleisteten tieferen 

Pensum entsprach. Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, hatte er bis im 

Jahr 2016 als Angestellter einer Bank wesentlich höhere Einkommen (seit 2008 

schwankend zwischen rund Fr. 146'000 und Fr. 172'000.-- jährlich) erzielt (act. G1, 

Suva-act. 175). Ob der wesentlich tiefere Lohn bei der I.___ AG gesundheitlich bedingt 

war oder allenfalls private Gründe hatte - die damalige Inhaberin der Arbeitgeberin war 

die Partnerin des Beschwerdeführers (act. G1) -, lässt sich nicht rechtsgenüglich 

erheben. Das Valideneinkommen muss jedoch insofern nicht abschliessend festgelegt 

werden, als dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Projektleiter mit 

gewissen Einschränkungen auch im Invalidenfall weiterhin zumutbar ist. Die Gutachter 

der PMEDA erachteten die angestammte Tätigkeit als adaptiert (vgl. IV-act. 832 f., 880, 

917). Der Beschwerdeführer gab gegenüber Dr. W.___ sodann auch an, er möchte 

grundsätzlich arbeiten und sei mit der Anstellung als Projektleiter mit flexibler 

Zeiteinteilung sehr zufrieden. Er sehe sich jedoch in seinem angestammten Beruf als 

nur zu maximal 60 % arbeitsfähig (IV-act. 879). Vor diesem Hintergrund rechtfertigt sich 

ein Prozentvergleich. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellenlohn 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar 2017, 9C_734/2016, E. 4.1, mit 

Hinweis). 

Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Tätigkeiten behindert sind, im 

Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden 

Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, 

Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Der Beschwerdeführer hat nur geringfügige 

qualitative Einschränkungen (kein längeres Sitzen und Stehen, flexible Einteilung der 

Arbeitszeit; vgl. IV-act. 879 f.), weshalb sich höchstens ein minimaler 

Tabellenlohnabzug rechtfertigen würde. Die Frage nach der Höhe des 

Tabellenlohnabzugs ist eine typische Ermessensfrage (BGE 137 V 71 E. 5.2 S. 73, 126 

V 75 E. 6 S. 81). Deshalb drängt es sich vorliegend nicht auf, die Ermittlung des 

4.2. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf://137-V-71:de&number_of_ranks=0#page71
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5.

Weiter umstritten ist die Höhe des versicherten Verdienstes.

Invaliditätsgrads von 32 % durch die Beschwerdegegnerin (vgl. Suva-act. 203) unter 

diesem Titel zu korrigieren, zumal mit einem Tabellenlohnabzug von 5 % ein nur 

minimal höherer Invaliditätsgrad von 33.5 % (30 % + [70 % x 5 %]) resultieren würde.

Insgesamt ist damit der von der Beschwerdegegnerin berechnete Invaliditätsgrad 

von 32% nicht zu beanstanden.

4.3. 

Taggelder und Renten werden nach dem versicherten Verdienst bemessen (Art. 15 

Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Renten der innerhalb 

eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG, vgl. auch Art. 22 der 

Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). In Art. 24 UVV hat der 

Bundesrat die Bestimmung des massgebenden Lohns für Renten in Sonderfällen 

geregelt. Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall oder dem Ausbruch 

der Berufskrankheit, so ist der Lohn massgebend, den der Versicherte ohne den Unfall 

oder die Berufskrankheit im Jahr vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher 

ist als der letzte vor dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Lohn 

(Art. 24 Abs. 2 UVV). Die Grundregel von Art. 15 Abs. 2 UVG und Art. 22 Abs. 4 UVV, 

wonach für die Rentenberechnung der vor dem Unfall bezogene Lohn massgebend ist, 

kann bei steigenden Löhnen zu unbilligen Ergebnissen führen, wenn sich die 

Rentenfestsetzung insbesondere wegen einer langen Heilungsdauer verzögert. Die 

Sonderregel von Art. 24 Abs. 2 UVV trägt diesem Umstand Rechnung und bezweckt 

die Anpassung des versicherten Verdienstes an die normale Lohnentwicklung im 

angestammten Tätigkeitsbereich. Daraus folgt, dass im Rahmen von Art. 24 Abs. 2 

UVV nicht jeder Bezug zur Grundregel von Art. 15 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 22 

Abs. 4 UVV (Massgeblichkeit der Verhältnisse vor dem Unfall) aufgehoben ist. Bei der 

Festsetzung des versicherten Verdienstes ist vielmehr beim angestammten 

Arbeitsverhältnis anzuknüpfen und Arbeitsverhältnisse, die erst nach dem 

Unfallereignis angetreten werden, fallen ausser Betracht. Praxisgemäss erlaubt Art. 24 

Abs. 2 UVV lediglich die Anpassung des Verdienstes an die normale Lohnentwicklung 

im angestammten Tätigkeitsfeld (BGE 127 V 172, E. 3.b; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. August 2011, 8C_237/2011, E. 3.3). 

5.1. 

Vorliegend ist der versicherte Verdienst unbestritten gestützt auf Art. 24 Abs. 2 

UVV festzulegen. Gemäss Angaben in der Unfallmeldung erzielte der Beschwerdeführer 

zum Zeitpunkt seines Unfalls im Jahr 1992 einen Grundlohn von Fr. 55'900.-- pro Jahr 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/24

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(Suva-act. 1-2). Vom 1. Januar 1992 bis zum 25. April 1992 (ein Tag vor dem Unfall) ist 

damit von einem Verdienst von Fr. 17'717.-- auszugehen (Fr. 55'900.-- / 366 Tage x 

116 Tage). Gemäss IK-Auszug hatte der Beschwerdeführer im Jahr 1991 ein 

Einkommen von Fr. 52'325.-- generiert (Suva-act. 175), was für den Zeitraum vom 26. 

April bis 31. Dezember 1991 Fr. 35'839.-- (Fr. 52'325.-- / 365 Tage x 250 Tage) 

entspricht. Im Jahr vor dem Unfallereignis ist damit von einem Einkommen von Fr. 

53'556.-- (Fr. 17'717.-- + Fr. 35'839.--) auszugehen. Die Beschwerdegegnerin passte 

dieses Jahreseinkommen an die allgemeine Nominallohnentwicklung bis 2019 an und 

berechnete für das Jahr 2019 einen versicherten Verdienst von Fr. 73'130.-- (vgl. Suva-

act. 225). Sie ging dabei von einem falschen Nominallohnindex für das Jahr 1992 aus 

(1'669 statt 1'699). Korrigiert würde so ein versicherter Verdienst von Fr. 71'839.-- 

resultieren (Index 1992: 1'699, Index 2019: 2'279).

Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, ist der versicherte Verdienst 

jedoch rechtsprechungsgemäss (vgl. E. 5.1) nicht an die allgemeine 

Nominallohnentwicklung anzupassen, sondern an die Lohnentwicklung im 

angestammten Tätigkeitsbereich. Der Beschwerdeführer war bereits vor seinem Unfall 

und auch danach stets im Bereich der X.___ tätig, teilweise als Projektleiter (vgl. Suva-

act. 88-14, 175). In dieser Branche entwickelten sich die Löhne im Vergleich zur 

allgemeinen Nominallohnentwicklung überdurchschnittlich, so dass nicht auf letztere 

abgestellt werden kann. Das Bundesgericht beschäftigte sich in seinem Urteil vom 15. 

Juli 2020, 8C_111/2020, mit einem als X.___ tätigen Versicherten. Das 

Bundesverwaltungsgericht als Vorinstanz hatte sich auf die LSE, Tabelle T17, 

Berufsgruppe 35, "Informations- und Kommunikationstechniker/-innen", gestützt. Das 

Bundesgericht wies im Beschwerdeentscheid darauf hin, dass es sich um die 

Berufs(haupt)gruppe 3 handle, die das Kompetenzniveau 3 betreffe mit komplexen 

praktischen Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet 

voraussetze. Es beanstandete das Vorgehen der Vorinstanz für einen IT-Spezialisten 

grundsätzlich nicht und wich lediglich aufgrund der massiven gesundheitlichen 

Einschränkungen des Versicherten und der damit verbundenen Unmöglichkeit, 

weiterhin komplexe Tätigkeiten im Informations- und Kommunikationsbereich 

auszuführen, davon ab (vgl. E. 7.3.1 f.). Es rechtfertigt sich damit vorliegend, den 

versicherten Verdienst gestützt auf die LSE 2018, Tabelle T17, Berufsgruppe 35, 

"Informations- und Kommunikationstechniker/-innen", Männer ab 50 Jahren, 

festzulegen. Aus dem dort aufgeführten Zentralwert von Fr. 8'086.-- pro Monat bzw. Fr. 

97'032.-- pro Jahr ergibt sich bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden 

pro Woche ein Jahreseinkommen von Fr. 101'156.--. Dieses ist an die 

Nominallohnentwicklung der Männer im Wirtschaftszweig "J 58-63, Information und 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/24

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6.

Weiter umstritten ist die Höhe der Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegnerin 

hatte dem Beschwerdeführer bereits 1994 eine solche basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 20 % zugesprochen (vgl. Suva-act. 203-3). Im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 18. August 2020 verneinte sie einen Anspruch auf Erhöhung 

derselben (Suva-act. 225). Der Beschwerdeführer beanstandet dies nur insofern, als er 

einen Anspruch auf eine höhere Integritätsentschädigung aufgrund seiner 

Rückenbeschwerden geltend macht (act. G1). Da diese jedoch nicht überwiegend 

wahrscheinlich unfallkausal sind (vgl. E. 2.7), besteht ohnehin kein diesbezüglicher 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Der entsprechende Antrag ist abzuweisen.

7.  

Kommunikation" anzupassen, womit für 2019 (das Jahr vor dem Rentenbeginn) ein 

Einkommen von Fr. 101'747.-- (Index 2018: 102.7, 2019: 103.3) resultiert.

Damit ist von einem versicherten Verdienst von Fr. 101'747.-- auszugehen.5.4. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 18. August 2020 insofern gutzuheissen, als der 

Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. April 2020 Anspruch auf eine Rente basierend auf 

einem Invaliditätsgrad von 32 % und einem versicherten Verdienst von Fr. 101'747.-- 

hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

7.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch 

anwendbaren Fassung).

7.2. 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Bei vollständigem Obsiegen wäre die Parteientschädigung praxisgemäss 

auf Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Da der 

Beschwerdeführer vorliegend jedoch lediglich zu einem Teil obsiegt (höherer 

versicherter Verdienst), rechtfertigt es sich, die Parteientschädigung ermessensweise 

auf Fr. 2'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu reduzieren.

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird dem Beschwerdeführer ab 1. April 

2020 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 32 % und einem 

versicherten Verdienst von Fr. 101'747.-- zugesprochen.

Der Beschwerdeführer beantragt ausserdem eine Parteientschädigung für das 

Vorverfahren (vgl. act. G1). Eine solche hat die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid verweigert (vgl. Suva-act. 225). Gemäss Art. 52 Abs. 3 Satz 2 

ATSG werden Parteientschädigungen für das Einspracheverfahren in der Regel nicht 

ausgerichtet. Der vom Gesetzgeber gewählte Wortlaut "in der Regel" deutet darauf hin, 

dass Ausnahmen vom Grundsatz möglich sind. Das Bundesgericht vertritt die 

Auffassung, dass eine Parteientschädigung für das Einspracheverfahren nur einer 

obsiegenden mittellosen Partei zu gewähren sei, die im Fall des Unterliegens die 

unentgeltliche Verbeiständung (Art. 37 Abs. 4 ATSG) hätte beanspruchen können (Urteil 

des Bundesgerichts vom 5. Mai 2020, 9C_803/2019, E. 5.2.1; BGE 140 V 119, E. 3.3). 

Weitere Ausnahmen bei sonstigen besonderen Umständen sind 

rechtsprechungsgemäss nicht zulässig (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 

2018, 9C_877/2017, E. 8.2, vgl. auch Entscheide des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 21. Dezember 2021, UV 2021/3, E. 4.1, und vom 21. Januar 

2022, UV 2021/52, E. 2.2). Damit abweichend von der Regel in Art. 52 Abs. 3 Satz 2 

ATSG eine Parteientschädigung bei Obsiegen im Einspracheverfahren zugesprochen 

werden kann, müssen demnach die Voraussetzungen für einen Anspruch auf 

unentgeltliche Verbeiständung erfüllt sein. Gemäss Art. 37 Abs. 4 ATSG wird einer 

gesuchstellenden Person die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt, wo die 

Verhältnisse es erfordern. Voraussetzungen für die Bewilligung sind die finanzielle 

Bedürftigkeit und die fehlende Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren. Sodann muss 

die Rechtsverbeiständung sachlich geboten sein (BGE 132 V 200 f. E. 4.1). Für die 

Bewilligung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ist gemäss Art. 37 Abs. 4 

ATSG vorausgesetzt, dass ein entsprechendes Gesuch gestellt wird. In seiner 

Einsprache vom 4. Mai 2020 stellte der Beschwerdeführer kein solches Gesuch (Suva-

act. 212). Ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege oder Rechtsverbeiständung 

wurde auch im Beschwerdeverfahren nicht gestellt (vgl. act. G 1 ff.). Darüber hinaus 

wurde weder im Einspracheverfahren noch im Beschwerdeverfahren nachvollziehbar 

dargelegt, dass der Beschwerdeführer finanziell bedürftig sei. Somit fällt ein Anspruch 

auf Parteientschädigung bei Obsiegen im Einspracheverfahren gemäss der Ausnahme 

von Art. 52 Abs. 3 Satz 2 ATSG ausser Betracht.

7.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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2. Der Antrag um Erhöhung der Integritätsentschädigung wird abgewiesen.

3. Auf den Antrag um Übernahme aller bisherigen und künftigen "nicht völlig 

unfallfremden" Heilbehandlungskosten wird nicht eingetreten.

4. Der Antrag um Zusprache einer Parteientschädigung für das Einspracheverfahren 

wird abgewiesen.

5. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

6. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 2'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.04.2022
	Art. 15 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 UVV. Art. 18 UVG. Art. 24 f. UVG. Beweiswürdigung ärztlicher Berichte und eines polydisziplinären Gutachtens. Die Unfallkausalität der geklagten Rückenbeschwerden ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Der Beschwerdeführer ist unter Berücksichtigung der als unfallkausal anerkannten Beschwerden in der angestammten sowie einer adaptierten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig. Prozentvergleich. Kein Anspruch auf eine höhere Rente und eine höhere Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen. Der versicherte Verdienst ist gestützt auf Art. 24 Abs. 2 UVV festzulegen und übersteigt damit den von der Beschwerdegegnerin angenommenen versicherten Verdienst. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. April 2022, UV 2020/72). Beim Bundesgericht angefochten.

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