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**Case Identifier:** 6317c5cc-5d6b-58b1-87e2-39166302462e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2025 A-1890/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1890-2023_2025-09-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1890/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Jürg Marcel Tiefenthal, 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 

Gerichtsschreiber Tobias Egli. 
 

 
 

Parteien 
 Nant de Drance SA, 

Postfach, 1951 Sion, 

Beschwerdeführerin, 

  
 

 
gegen 

 
 

1. Kanton Wallis, 

Departement für Finanzen + Energie, 

Dienststelle für Energie + Wasserkraft, 

Beschwerdegegner 1, 

 

2. Commune de Finhaut, 

Beschwerdegegnerin 2, 

 

3. Commune de Salvan,  

vertreten durch  

Maître Olivier Vocat,  

und vertreten durch  

Maître Damien Revaz,  

Beschwerdegegnerin 3,  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, 

Energie und Kommunikation UVEK, 

Bundeshaus Nord, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Wasserbau und Wasserwirtschaft. 

A-1890/2023 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Die Nant de Drance SA (NDD SA) verfügt über eine Konzession des Eid-

genössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommuni-

kation (UVEK) für den Betrieb des Pumpspeicherkraftwerks Nant de 

Drance (nachfolgend auch: Bundeskonzession). Die Konzession wurde am 

25. August 2008 den Schweizerischen Bundesbahnen SBB erteilt und an-

schliessend am 7. November 2008 auf die neugegründete NDD SA über-

tragen (vgl. Art. 7 der Bundeskonzession und Avenant [Nachtrag] zur Bun-

deskonzession vom 14. April 2011). Am 1. Juli 2022 nahm die Anlage den 

kommerziellen Betrieb auf. 

B.  

Gestützt auf Art. 18 der Bundeskonzession leitete der Kanton Wallis ein 

Verfahren zur Erhebung der Pumpwerkabgabe ein. Mit Schreiben vom 

1. Dezember 2022 forderte die Dienststelle für Energie und Wasserkraft 

des Kantons Wallis (DEWK) die NDD SA auf, bis am 16. Januar 2023 die 

Berechnungsgrundlagen für die Festlegung der Pumpwerkabgabe für das 

Jahr 2022 einzureichen. 

C.  

Die NDD SA geht eigenen Berechnungen zufolge von einer Pumpwerkab-

gabe im Umfang von jährlich 3,15 Mio. Fr. aus. Sie vertritt die Auffassung, 

eine solche Erhebung verstosse gegen Art. 48 bzw. Art. 49 des Bundesge-

setzes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte (WRG, SR 721.80). Mit 

Feststellungsbegehren vom 23. Dezember 2022 stellte sie deshalb beim 

UVEK die folgenden Anträge: 

«1. Es sei festzustellen, dass die NDD SA von den Gemeinwesen des 

Kantons VS (Kanton VS und/oder Gemeinde Finhaut VS) von Bun-

desrechts wegen nicht zur Leistung einer jährlichen Pumpwerkabgabe 

gemäss Art. 68 kWRG-VS, eventualiter nicht zur Leistung einer be-

sonderen Steuer im Sinne von Art. 71 kWRG-VS sowie zusätzlich zu 

einer Pumpwerkabgabe gemäss Art. 68 kWRG-VS verpflichtet wer-

den darf. 

2. Subeventualiter sei festzustellen, dass die Gemeinwesen des Kan-

tons VS verpflichtet sind, bei der Erhebung weiterer Abgaben und 

Leistungen von der NDD SA sowie einer jährlichen Pumpwerkabgabe 

gemäss Art. 68 kWRG-VS ab Inbetriebnahme der Anlagen Nant de 

Drance insgesamt das bundesrechtliche Maximum gemäss Art. 48 

und Art. 49 WRG einzuhalten. 

A-1890/2023 

Seite 4 

3. Subsubeventualiter seien für den Fall, dass das UVEK das Feststel-

lungsinteresse verneinen würde, die zuständigen Gemeinwesen des 

Kantons VS zu verpflichten, das UVEK vor dem Entscheid über eine 

Erhebung bzw. Veranlagung der PWA zur Stellungnahme zur Frage 

der Vereinbarkeit der weiteren Leistungen, die von der NDD SA ge-

stützt auf Art. 18 Abs. 2 der NDD-Konzession in Verbindung mit den 

entsprechenden kantonalen Regelungen erhoben werden sollen, mit 

den bundesrechtlichen Schranken gemäss Art. 48 bzw. 49 WRG ein-

zuladen.» 

Gleichzeitig beantragte sie als vorsorgliche Massnahmen: 

«- dass der Kanton VS anzuweisen sei, das mit Schreiben vom 1. De-

zember 2022 angekündigte Verfahren zur Bemessung und Erhebung 

der besonderen Wasserkraftsteuern, der Wasserzinsen sowie der 

Pumpwerkabgabe auszusetzen, 

- und es dem Kanton VS bis auf weiteres zu untersagen sei, diesbezüg-

liche Verfügungen zu erlassen.» 

Die NDD SA begründete die Zuständigkeit des UVEK damit, dass es sich 

vorliegend um eine Bundeskonzession handle. Daher sei Art. 71 Abs. 2 

WRG einschlägig und das UVEK zur Prüfung zuständig, ob die vom Kon-

zessionär zu erbringenden Leistungen mit dem bundesrechtlichen Maxi-

mum nach Art. 49 WRG vereinbar seien. Gleiches gelte auch für die Beur-

teilung, ob die Gesamtheit der Leistungen des Konzessionärs die Ausnut-

zung der Wasserkraft wesentlich erschwere (Art. 48 Abs. 3 WRG). 

Schliesslich verweise Art. 29 der Bundeskonzession für Streitigkeiten, die 

sich aus der Anwendung der Wasserrechtskonzession ergeben, ausdrück-

lich auf die Zuständigkeitsordnung nach Art. 70 und 71 WRG. 

D.  

Mit Schreiben vom 31. Januar 2023 stellte der Kanton Wallis der NDD SA 

eine provisorische Rechnung betreffend den kantonalen Anteil an der 

Pumpwerkabgabe für das Jahr 2022 im Betrag von Fr. 540'000.–. 

E.  

Mit Verfügung vom 1. März 2023 trat das UVEK auf das Feststellungsge-

such und den Antrag um Erlass vorsorglicher Massnahmen der NDD SA 

vom 23. Dezember 2022 nicht ein. Das UVEK begründete seinen Ent-

scheid damit, dass es mangels Zuständigkeit nicht auf das Feststellungs-

begehren der NDD SA eintreten könne. Entsprechend sei es auch nicht 

zum Erlass von vorsorglichen Massnahmen zuständig. 

A-1890/2023 

Seite 5 

F.  

Am 3. April 2023 erhob die NDD SA (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

Beschwerde gegen die Verfügung des UVEK (nachfolgend: Vorinstanz) 

vom 1. März 2023 beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, die vo-

rinstanzliche Verfügung sei in allen Punkten aufzuheben und die Vo-

rinstanz sei anzuweisen, auf ihr Feststellungsgesuch vom 23. Dezember 

2022 und den darin gestellten Antrag um Erlass vorsorglicher Massnah-

men einzutreten. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz 

sei zu Unrecht nicht auf ihr Gesuch vom 23. Dezember 2022 eingetreten. 

G.  

Mit Vernehmlassung vom 28. April 2023 hielt die Vorinstanz an ihrer Unzu-

ständigkeit fest. 

H.  

Mit Eingabe vom 3. Mai 2023 nahm der Kanton Wallis (nachfolgend: Be-

schwerdegegner 1) Stellung. 

I.  

Mit instruktionsrichterlichen Verfügungen vom 9. Mai 2023 bzw. 15. Juni 

2023 wurden die Commune de Finhaut (nachfolgend: Beschwerdegegne-

rin 2) und die Commune de Salvan (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 3) 

zum Beschwerdeverfahren beigeladen. 

J.  

Die Beschwerdeführerin hielt in ihren Schlussbemerkungen vom 18. Sep-

tember 2023 an ihren Anträgen fest.  

K.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten 

befindlichen Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

  

A-1890/2023 

Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt nach Art. 31 VGG Beschwer-

den gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, soweit diese von einer 

Vorinstanz nach Art 33 VGG erlassen worden sind und kein Ausnahme-

grund gemäss Art. 32 VGG vorliegt. 

Die Vorinstanz gehört zu den Behörden gemäss Art. 33 Bst. d VGG und 

der angefochtene Entscheid stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 

Abs. 1 Bst. c VwVG dar. Da zudem kein Ausnahmegrund nach Art. 32 VGG 

vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegen-

den Beschwerde sachlich und funktional zuständig. 

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem 

VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch den angefochtenen Ent-

scheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

Änderung oder Aufhebung besitzt. Die Beschwerdeführerin ist Adressatin 

der angefochtenen Verfügung und mit ihrem Feststellungsbegehren und 

ihrem Antrag um Erlass vorsorglicher Massnahmen vor der Vorinstanz 

nicht durchgedrungen. Sie ist daher ohne Weiteres als zur Beschwerdeer-

hebung berechtigt anzusehen. 

1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 

2.   

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich der unrichtigen und unvollständigen 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der 

Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 

VwVG); die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts ergibt sich aus den 

Beschwerdegründen, welche das Gesetz zulässt. Es stellt den rechtser-

heblichen Sachverhalt unter Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien 

von Amtes wegen fest (Art. 12 und Art. 13 VwVG) und wendet das Recht 

grundsätzlich frei und von Amtes wegen an, ohne an die Anträge oder die 

rechtliche Begründung der Parteibegehren gebunden zu sein (Art. 62 

Abs. 4 VwVG).  

A-1890/2023 

Seite 7 

3.   

Nachfolgend ist zunächst auf den rechtlichen Rahmen für die Nutzung der 

Gewässer zur Energieerzeugung, die gesetzliche Zuständigkeitsordnung 

im Zusammenhang mit der Erteilung von Wasserrechtskonzessionen so-

wie die Eigenart der Pumpspeicherung einzugehen (vgl. E. 4), bevor die 

Zuständigkeiten bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Pumpwerk-

abgabe bei einer Bundeskonzession zu klären sind (vgl. E. 5 f.). 

4.   

4.1 Die Nutzung der Gewässer zur Energieerzeugung findet sich in den 

Grundzügen im WRG geregelt; der Bund verfügt in diesem Bereich über 

eine Grundsatzgesetzgebungskompetenz (Art. 76 Abs. 2 BV). Demnach 

werden Nutzungsrechte an Gewässern grundsätzlich durch öffentlich-

rechtliche Konzession auf einen privaten Dritten (Konzessionär) übertra-

gen, wobei Konzessionen über die Verleihung von Wasserrechten in der 

Regel sowohl hoheitliche als auch vertragliche Elemente aufweisen (Ur-

teile des BGer 2C_828/2013 vom 24. März 2014 E. 2.1 und 2C_258/2011 

vom 30. August 2012 E. 4.1; vgl. auch BGE 130 II 18 E. 3.1). Die Konzes-

sion begründet ein Dauerrechtsverhältnis und verschafft dem Konzessio-

när nach Massgabe des Verleihungsaktes ein wohlerworbenes Recht auf 

die Benutzung des Gewässers (Art. 43 Abs. 1 WRG; BGE 142 I 99 E. 2.2.1 

und E. 2.4.3 f.; BGE 126 II 171 E. 3b; Urteil des BGer 1C_207/2008 vom 

20. Januar 2009 E. 4.2; zum Ganzen auch BERNHARD WALDMANN, Die Kon-

zession – Eine Einführung, in: Häner/Waldmann [Hrsg.], Die Konzession, 

2011, S. 17–20 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung und die Literatur). 

4.2 Zuständig für die Verleihung von Wasserrechten ist – entsprechend der 

bei den Kantonen liegenden Gewässerhoheit (Art. 76 Abs. 4 BV) – grund-

sätzlich die kantonale Behörde (Art. 3 f. WRG i.V.m. Art. 38 Abs. 1 WRG). 

Berührt wie vorliegend ein Gewässer die Landesgrenze, liegt die Zustän-

digkeit bei der Vorinstanz (Art. 76 Abs. 5 Satz 1 BV; Art. 7 WRG i.V.m. 

Art. 38 Abs. 3 WRG; Rubrum der Bundeskonzession; vgl. Urteil des BGer 

2C_338/2013 vom 21. August 2013 E. 2.2). 

Durch diese Kompetenzverschiebung wird dem Bund allerdings nicht die 

Gewässerhoheit übertragen. Die Gewässer bleiben kantonal und der Bund 

handelt bei der Verleihung nach Anhörung der betroffenen Kantone in de-

ren Interesse und für deren Rechnung. Den Kantonen verbleibt die Befug-

nis, die zu ihren Gunsten ausbedungenen Leistungen nach Massgabe 

auch des kantonalen Rechts selbständig gegenüber dem Konzessionär 

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Seite 8 

geltend zu machen (Urteil des BGer 2C_338/2013 vom 21. August 2013 

E. 2.2 und 4.5; vgl. auch Urteile des BGer 2A.58/2004 vom 21. Mai 2004 

E. 3.3 und 2A.179/2000 vom 4. Dezember 2000 E. 2a; Urteil des BVGer  

A-7178/2016 vom 13. November 2017 E. 4.1). 

4.3 Der obligatorische Mindestinhalt der Wasserrechtskonzessionen ist in 

Art. 54 WRG geregelt. Demnach gehören insbesondere die dem Konzes-

sionär auferlegten wirtschaftlichen Leistungen wie der Wasserzins, die 

Pumpwerkabgabe, die Abgabe von Wasser oder elektrischer Energie zum 

obligatorischen Bestandteil der Konzession (Art. 54 Bst. f WRG; vgl. hierzu 

BGE 126 II 171 E. 4c/aa; MERKER/CONRADIN-TRIACA, in: Kratz/Mer-

ker/Tami/Rechtsteiner/Föhse [Hrsg.], Kommentar zum Energierecht, Bd. I, 

2016, Art. 54 WRG Rz. 3 f. und 21 f. [nachfolgend: Kommentar Energie-

recht]). 

4.4 Bei der Pumpspeicherung wird im Vergleich zur klassischen Wasser-

kraftnutzung nicht das natürliche Gefälle genutzt, wohl aber in den Was-

serkreislauf eingegriffen. Pumpspeicherkraftwerke verfügen hierzu über 

ein oberes und ein unteres Staubecken. Die Pumpspeicherung besteht da-

rin, mit Hilfe von überschüssiger Energie Wasser in ein höher gelegenes 

Speicherbecken zu pumpen, um dieses in Zeiten erhöhter Nachfrage zur 

Erzeugung zusätzlicher elektrischer Energie wieder abzulassen. Da bei der 

Pumpspeicherung die öffentliche Sache nicht das Gefälle, sondern das Ge-

wässer ist, gilt sie ebenfalls als Sondernutzung und wird dort als konzessi-

onspflichtig betrachtet, wo in den Wasserkreislauf eingegriffen wird (RIC-

CARDO JAGMETTI, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. VII, 

Energierecht, 2005, Rz. 4202). 

Der Bund hat über die Zulassung der Pumpspeicherung nicht legiferiert, 

indem die entsprechenden Vorschläge aus den Entwürfen für die Totalre-

vision des WRG nicht übernommen worden sind. Allerdings hat er eine all-

fällige Pumpwerkabgabe dem obligatorischen Konzessionsinhalt zugeord-

net (vgl. Art. 54 Bst. f WRG). Darin liegt jedoch weder die gesetzliche 

Grundlage für eine solche Abgabe noch eine Vorschrift über die Verpflich-

tung der Kantone zur Erhebung einer solchen. Verlangt wird nur, dass die 

Pumpwerkabgabe in der Konzession festzulegen ist, wenn sie erhoben 

wird (JAGMETTI, Energierecht, Rz. 4202 und Fn. 208 m.w.H.; MARKUS 

SCHREIBER, Handbuch zum schweizerischen Energierecht, in: Hesel-

haus/Schreiber/Zumoberhaus [Hrsg.], Schriften zum Energierecht Bd. 22, 

2022, S. 87; WEBER/KRATZ, Elektrizitätswirtschaftsrecht, 2004, S. 139 f., 

A-1890/2023 

Seite 9 

147; ferner: MERKER/CONRADIN-TRIACA, Kommentar Energierecht, Art. 54 

WRG Rz. 24 und 26).  

Die Pumpwerkabgabe wird für die eigentliche Pumpspeicherung erhoben. 

Der Charakter der Abgabe ist nicht eindeutig: Da die eigentliche Pumpspei-

cherung einen Eingriff in den Wasserkreislauft darstellt, wird die Pflicht zu 

einer Geldleistung als eine Abgeltung für die Inanspruchnahme einer öf-

fentlichen Sache und die Vergütung entsprechend als Konzessionsabgabe 

bzw. Kausalabgabe erachtet. Dies setzt jedoch voraus, dass sie vom Trä-

ger der Gewässerhoheit erhoben wird. Ist sie dem Kanton geschuldet, wäh-

rend die Gewässerhoheit und damit die Konzessionserteilung den Gemein-

den oder Bezirken zusteht, ist von einer Steuer auszugehen, bei Zuwei-

sung des Betrags an einen bestimmten Zweck von einer Sondersteuer 

(JAGMETTI, Energierecht, Rz. 4537; WEBER/KRATZ, Elektrizitätswirtschafts-

recht, S. 164).  

Verschiedene Kantone, darunter auch der Kanton Wallis, haben Bestim-

mungen über die Pumpspeicherung erlassen (vgl. Art. 68 des kantonalen 

Gesetzes über die Nutzbarmachung der Wasserkraftwerke [kWRG-VS, 

SGS 721.8]). Im Kanton Wallis stehen die Erträge aus der Pumpwerkab-

gabe sowohl dem Kanton als auch den Gemeinden zu (vgl. Art. 68 Abs. 1 

und Abs. 4 i.V.m. Art. 3 kWRG-VS). Wie die Pumpwerkabgabe in einem 

solch gelagerten Fall rechtlich zu qualifizieren ist, kann vorliegend zur Klä-

rung der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung zur Beurteilung von Streitig-

keiten über die Pumpwerkabgabe jedoch offenbleiben (vgl. hierzu sogleich 

E. 5 f.). 

5.  

Umstritten ist die gesetzliche Zuständigkeitsordnung im Zusammenhang 

mit der Frage, ob die Erhebung einer jährlichen Pumpwerkabgabe zusätz-

lich zu den übrigen Abgaben und Leistungen, welche die Beschwerdefüh-

rerin zu erbringen hat, mit den bundesrechtlichen Schranken gemäss 

Art. 48 und Art. 49 WRG vereinbar ist. Die Beschwerdeführerin erachtet 

hierfür die Vorinstanz für zuständig.  

Im Rahmen der Streitigkeit ist zu unterscheiden zwischen einerseits der 

materiellrechtlichen Frage, wie hoch die Pumpwerkabgabe sein darf bzw. 

ob das materielle Recht diese überhaupt begrenzt und sie gegebenenfalls 

reduziert werden kann, und andererseits die prozedurale Frage, wer über 

diese Fragen entscheidet. Über Letzteres ist im Rahmen dieses Beschwer-

deverfahrens zu entscheiden. Der Umstand, dass die Pumpwerkabgabe 

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Seite 10 

materiellrechtlich den kantonalen Gemeinwesen zusteht (vgl. E. 4.4) 

spricht dabei für sich allein nicht für die kantonale Zuständigkeit (vgl. zur 

ähnlich gelagerten Fragestellung betreffend Wasserzins: Urteil des BGer 

2C_338/2013 vom 21. August 2013 E. 4.1). 

5.1 Die Beschwerdeführerin leitet die Zuständigkeit der Vorinstanz zu-

nächst aus Art. 71 Abs. 2 WRG ab: Als Konzessionsbehörde sei die Vor-

instanz für Streitfälle zuständig, die sich aus von ihr erteilten Bundeskon-

zessionen bzw. über die sich aus dem Konzessionsverhältnis ergebenden 

Rechte und Pflichten ergeben. Indem es die Vorinstanz dem Kanton Wallis 

mit dem Vorbehalt in Art. 18 Abs. 2 der Bundeskonzession ermöglicht 

habe, eine Pumpwerkabgabe zu erheben, müsse sie auch für Streitfälle 

zuständig sein, die sich daraus ergeben. Dies gelte namentlich für die Be-

urteilung der Frage der Vereinbarkeit der Erhebung einer zusätzlichen jähr-

lichen Pumpwerkabgabe mit den bundesrechtlichen Schranken von Art. 48 

und Art. 49 WRG. Die Vorinstanz könne sich ihrer Zuständigkeit nicht mit 

dem Argument entziehen, dass die Einzelheiten der Erhebung und Bemes-

sung einer Pumpwerkabgabe im kantonalen Recht geregelt seien. Sodann 

komme Art. 18 Abs. 2 der Bundeskonzession rechtsbegründende Wirkung 

zu: Mit dieser Bestimmung werde das Recht begründet, eine Pumpwerk-

abgabe zu erheben, wobei für die Einzelheiten dieser Abgabe auf das kan-

tonale Recht verwiesen werde. Dies habe zur Folge, dass die Vorinstanz 

als Konzessionsbehörde auch für die Frage der Vereinbarkeit der Erhe-

bung einer jährlichen Pumpwerkabgabe mit dem Bundesrecht im Streitfall 

zuständig sein müsse. Somit liege ein Streitfall über die sich aus der Bun-

deskonzession der NDD SA ergebenden Rechte und Pflichten vor, für des-

sen Beurteilung aufgrund von Art. 71 Abs. 2 WRG die Vorinstanz zuständig 

sei.  

5.2 Demgegenüber erachtet sich die Vorinstanz nicht zuständig für die Be-

urteilung des Feststellungsbegehren der Beschwerdeführerin. Sie macht 

geltend, der Bundesgesetzgeber habe in Art. 54 Bst. f WRG zwar die 

Pumpwerkabgabe als obligatorischen Konzessionsinhalt aufgeführt, auf 

weitere Details zur Bemessung habe er jedoch verzichtet. Dies zeige, dass 

er die Pumpwerkabgabe auf Bundesebene nicht genauer habe regeln wol-

len, sondern diese Regelung den Kantonen habe überlassen wollen. Aus 

diesem Grund habe sie sich in der hier in Frage stehenden Bundeskonzes-

sion darauf beschränkt, die Pumpwerkabgabe zugunsten des Beschwer-

degegners 1 vorzubehalten, aber keine eigentliche Regelung dazu zu tref-

fen. Eine diesbezügliche Regelung obliege den Kantonen. Der Beschwer-

degegner 1 habe in Art. 68 kWRG-VS eine entsprechende Regelung dazu 

A-1890/2023 

Seite 11 

erlassen. Daher liege keine Streitigkeit zwischen dem Bund als Verleihbe-

hörde und der Konzessionärin vor, sondern zwischen dem Kanton als Be-

schwerdegegner 1 und der Konzessionärin.  

Sodann verweist die Vorinstanz auf die Gesetzesmarginale von Art. 71 

WRG, die auch für Art. 71 Abs. 2 WRG gelte: Der Wortlaut «Zwischen der 

Verleihungsbehörde und dem Konzessionär» mache klar, dass für Art. 71 

Abs. 2 WRG nicht irgendein Streitfall ausreiche, um die Zuständigkeit der 

Vorinstanz zu begründen, sondern es sei eine Streitigkeit zwischen Verlei-

hungsbehörde und Konzessionärin erforderlich. Dies sei jedoch vorliegend 

nicht gegeben. 

Die Vorinstanz schliesst, dass vorliegend keine Streitigkeit zwischen der 

Verleihungsbehörde (UVEK bzw. Vorinstanz) und der Konzessionärin 

(NDD SA bzw. Beschwerdeführerin) vorliege, da die Verleihung die 

Pumpwerkabgabe lediglich erwähne bzw. zugunsten des Kantons Wallis 

vorbehalte, nicht aber weiter regle. Daraus folge, dass sich gestützt auf 

Art. 71 WRG keine Zuständigkeit des UVEK ergebe.  

5.3 Der Beschwerdegegner 1 stützt im Wesentlichen die Ausführungen der 

Vorinstanz. Namentlich macht er geltend, dass die Pumpwerkabgabe zwar 

in der Bundeskonzession erwähnt, jedoch gestützt auf kantonales Recht 

erhoben werde. Folglich könne die Zuständigkeit für das streitige Feststel-

lungsgesuch nicht aus Art. 71 WRG abgeleitet werden. 

5.4 Die Beschwerdegegnerin 2 liess sich in der Angelegenheit nicht ver-

nehmen und auch die Beschwerdegegnerin 3 verzichtete auf eine Stel-

lungnahme. 

6.  

6.1 Vorliegend steht die Anwendung von Art. 71 WRG, insbesondere des-

sen Abs. 2 in Frage. Die Bestimmung steht unter dem Titel «[Streitigkeit] 

[z]wischen der Verleihungsbehörde und dem Konzessionär» und hat fol-

genden Wortlaut: 

Art. 71  

1 Entsteht zwischen dem Konzessionär und der Verleihungsbehörde Streit 

über die sich aus dem Konzessionsverhältnis ergebenden Rechte und Pflich-

ten, so entscheidet, wo dieses Gesetz oder die Konzession nichts anderes 

bestimmt, in erster Instanz die zuständige kantonale Gerichtsbehörde und in 

zweiter das Bundesgericht. 

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Seite 12 

2 Ist die Konzession von mehreren Kantonen, vom Bundesrat oder vom De-

partement erteilt worden, so erlässt das Departement im Streitfall eine Verfü-

gung. Gegen diese kann nach den allgemeinen Bestimmungen über die Bun-

desrechtspflege Beschwerde geführt werden. 

Zwischen der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz sind Inhalt und Trag-

weite der zitierten Bestimmung streitig. Folglich ist durch Auslegung deren 

Anwendungsbereich zu ermitteln. 

6.2 Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der massgeblichen 

Norm. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen 

möglich, so muss das Gericht unter Berücksichtigung aller Auslegungsele-

mente nach der wahren Tragweite der Norm suchen. Dabei hat es insbe-

sondere den Willen des Gesetzgebers zu berücksichtigen, wie er sich na-

mentlich aus den Gesetzesmaterialien ergibt (historische Auslegung). Wei-

ter hat das Gericht nach dem Zweck, dem Sinn und den dem Text zugrunde 

liegenden Wertungen zu forschen, namentlich nach dem durch die Norm 

geschützten Interesse (teleologische Auslegung). Wichtig ist auch der 

Sinn, der einer Norm im Kontext zukommt, und das Verhältnis, in welchem 

sie zu anderen Gesetzesvorschriften steht (systematische Auslegung). 

Das Bundesgericht befolgt bei der Auslegung von Gesetzesnormen einen 

pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es ab, die einzelnen Ausle-

gungselemente einer Prioritätsordnung zu unterstellen (statt vieler: BGE 

150 II 26 E. 3.5). Sind mehrere Auslegungen möglich, ist jene zu wählen, 

die der Verfassung am besten entspricht. Allerdings findet auch eine ver-

fassungskonforme Auslegung ihre Grenzen im klaren Wortlaut und Sinn 

einer Gesetzesbestimmung (BGE 150 IV 277 E. 2.3.2; 149 II 43 E. 3.2). 

6.3 Art. 71 Abs. 1 WRG bestimmt, dass Streitigkeiten zwischen dem Kon-

zessionär und der Verleihungsbehörde über die Rechte und Pflichten aus 

dem Verleihungsverhältnis in erster Instanz von der zuständigen kantona-

len Gerichtsbehörde und in zweiter Instanz vom Bundesgericht entschie-

den werden. Wurde jedoch die Konzession – wie vorliegend – vom Depar-

tement erteilt (vgl. Rubrum der Bundeskonzession) regelt sich die Zustän-

digkeit abweichend davon gemäss Art. 71 Abs. 2 WRG. Für diesen Fall 

entscheidet das Departement, d. h. die Vorinstanz, im Streitfall mittels Ver-

fügung.  

Art. 71 WRG setzt gemäss dem Wortlaut in Abs. 1 eine Streitigkeit zwi-

schen dem Konzessionär mit der Verleihungsbehörde voraus (vgl. ebenso 

MERKER/CONRADIN-TRIACA, Kommentar Energierecht, Art. 71 WRG 

Rz. 18 f.). Die Beschwerdeführerin ist Konzessionärin der 

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Seite 13 

Bundeskonzession und somit eine Streitpartei. Sodann muss es sich um 

eine Streitigkeit mit der Verleihungsbehörde handeln. Die Bundeskonzes-

sion wurde vom UVEK und damit der Vorinstanz erteilt. Die Beschwerde-

führerin wandte sich mit Feststellungsbegehren vom 23. Dezember 2022 

an sie. Ob es sich dabei um eine Streitigkeit mit der Verleihungsbehörde 

handelt oder – wie von der Vorinstanz vorgebracht – um eine Streitigkeit 

mit dem Beschwerdegegner 1 ergibt sich nicht unmittelbar aus dem Wort-

laut.  

Die Zuständigkeitsordnung von Art. 71 WRG greift gemäss Wortlaut so-

dann bei Streitigkeiten «über die sich aus dem Konzessionsverhältnis er-

gebenden Rechte und Pflichten». Dies muss sowohl für Streitigkeiten nach 

Abs. 1 als auch nach Abs. 2 gelten (vgl. ebenso MERKER/CONRADIN-TRI-

ACA, Kommentar Energierecht, Art. 71 WRG Rz. 27 und 40). Erforderlich 

ist somit ein Konnex zwischen den im Streit stehenden Rechte und Pflich-

ten und der Konzession bzw. dem Konzessionsverhältnis. Der Wortlaut un-

terscheidet dabei nicht weiter, ob sich die Rechte und Pflichten aus kanto-

nalem Recht, Bundesrecht oder der Konzession selber ergeben. Sie müs-

sen jedoch im Zusammenhang mit dem Konzessionsverhältnis stehen. 

Nicht erforderlich ist damit, dass die Anspruchsgrundlage in einer Konzes-

sionsbestimmung liegen muss, sondern es genügt auch eine zufolge Kon-

zession anwendbare gesetzliche Anspruchsgrundlage (ebenso: MER-

KER/CONRADIN-TRIACA, Die Herabsetzung der Leistungen des Konzessio-

närs im WRG, in: Jusletter vom 19. Dezember 2016, Fn. 25 [nachfolgend: 

Jusletter]; MERKER/CONRADIN-TRIACA, Kommentar Energierecht, Art. 71 

WRG Rn. 27). Denn das Konzessionsverhältnis wird nicht allein durch die 

Konzession, sondern auch durch die allgemeine Rechtsordnung des Bun-

des und der Kantone beherrscht (vgl. BGE 49 I 555 E. 1 S. 574). Konse-

quenterweise muss diese Zuständigkeitsordnung auch für den Fall gelten, 

wenn Leistungen erst nach der Konzessionserteilung konkretisiert werden 

(vgl. MERKER/CONRADIN-TRIACA, Jusletter, Rz. 25). 

Diese Auslegung des Wortlauts wird durch die bundesgerichtliche Recht-

sprechung bestätigt: Demnach umfasst die Regelung – gemeint ist hier 

Art. 71 Abs. 1 WRG – alle Anstände, die sich aus den durch die Verleihung 

geschaffenen, das Wassernutzungsrecht beschlagende Beziehung zwi-

schen dem Konzessionär und der Verleihungsbehörde ergeben (BGE 126 

II 171 E. 1b). Dabei spielt es keine Rolle, ob die entsprechenden Rechte 

und Pflichten durch kantonales Recht oder durch Bundesrecht beherrscht 

werden. Beide Rechte stehen gemäss Bundesgericht in enger Verknüp-

fung, die es schwer machen würden, die beiden Gebiete 

A-1890/2023 

Seite 14 

auseinanderzuhalten (BGE 126 II 171 E. 1b mit Hinweis auf BGE 48 I 197 

E. 5). Folglich beschränkt sich die Überprüfungsbefugnis nicht nur auf die 

Beachtung des Bundesrechts, sondern sie erstreckt sich auch auf die An-

wendung des kantonalen Rechts. Die Anwendung kantonalen Rechts ist 

dabei allerdings nur daraufhin zu überprüfen, ob sie gegen Bundesrecht 

verstösst (BGE 126 II 1771 E. 1b mit Hinweis auf BGE 88 I 181 E. 2, 79 I 

278 E. 1, 48 I 197 E. 5 und 123 II 88 E.1a/bb). Ein solch gelagerter Fall 

liegt denn auch hier vor, macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung 

von Art. 48 und Art. 49 WRG durch die Erhebung der Pumpwerkabgabe 

durch den Beschwerdegegner 1 geltend, der sich dabei auf Art. 68 kWRG-

VS stützt. 

Sodann ist in Art. 71 Abs. 1 WRG lediglich die Rede von «die sich aus dem 

Konzessionsverhältnis ergebenden Rechte und Pflichten». Damit ist uner-

heblich, wem schlussendlich die Pumpwerkabgabe zu entrichten ist. Ent-

scheidend ist vielmehr, dass gemäss Art. 54 Bst. f WRG die Pumpwerkab-

gabe zu den «dem Konzessionär auferlegten wirtschaftlichen Leistungen» 

zählt und somit – sofern sie denn erhoben wird – obligatorischer Inhalt der 

Konzession bildet. Auch dies spricht dafür, dass eine Streitigkeit über die 

Höhe und den Umfang der Pumpwerkabgabe unter Streitigkeiten «über die 

sich aus dem Konzessionsverhältnis ergebenden Rechte und Pflichten» 

gemäss Art. 71 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 WRG zu subsumieren ist (vgl. hierzu 

ebenfalls MERKER/CONRADIN-TRIACA, Kommentar Energierecht, Art. 71 

WRG Rn. 27). Dieser Umstand legt sodann nahe, dass es sich dabei – wie 

vom Wortlaut verlangt – auch um eine Streitigkeit mit der Verleihungsbe-

hörde und nicht mit dem Beschwerdegegner 1 handelt. 

Aus dem Wortlaut der Bestimmung lässt sich somit ableiten, dass im vor-

liegend zu beurteilendem Fall eine Streitigkeit vorliegt, die unter Art. 71 

Abs. 2 WRG fällt. 

6.4 Bei der systematischen Auslegung wird der Sinn einer Rechtsnorm be-

stimmt durch ihr Verhältnis zu anderen Rechtsnormen und durch den sys-

tematischen Zusammenhang, in dem sie sich in einem Gesetz präsentiert 

(statt vieler BVGE 2015/32 E. 3.4). 

Art. 71 WRG ist dem dritten Abschnitt des Gesetzes mit dem Titel «Die 

Verleihung von Wasserrechten» untergeordnet. Innerhalb dieses Abschnit-

tes untersteht er dem Titel «Streitigkeiten». Das Gesetz regelt darunter ei-

nerseits «Streitigkeiten zwischen Nutzungsberechtigten» (vgl. Titel vor 

Art. 70 WRG) und andererseits «Streitigkeiten zwischen der 

A-1890/2023 

Seite 15 

Verleihungsbehörde und dem Konzessionär (vgl. Titel vor Art. 71 WRG). 

Weitere Regelungen zu Streitigkeiten hinsichtlich der Verleihung von Was-

serrechten (vgl. Titel des Abschnittes) sind dem Gesetz keine zu entneh-

men. Bei der vorliegend zu beurteilenden Streitigkeit handelt es sich offen-

sichtlich nicht um eine Streitigkeit zwischen (mehreren) Nutzungsberech-

tigten gemäss Art. 70 WRG, womit einzig und alleine noch eine Streitigkeit 

gemäss Art. 71 WRG in Frage kommt. 

Das Gesetz enthält ausserdem in Art. 54 WRG eine Auflistung des obliga-

torischen Inhalts einer Konzession. Die Pumpwerkabgabe stellt eine «dem 

Konzessionär auferlegte[...] wirtschaftliche[...] Leistung» dar, die obligato-

rischer Inhalt einer Konzession bildet (vgl. Art. 54 Bst. f WRG). Es handelt 

sich bei er Pumpwerkabgabe somit um eine Leistung des Konzessionärs, 

die von Gesetzes wegen zum Konzessionsinhalt gehört und entsprechend 

in der Konzession auch zu regeln ist (vgl. MERKER/CONRADIN-TRIACA, Kom-

mentar Energierecht, Art. 71 WRG Rz. 28 mit weiteren Hinweisen). Ent-

sprechend handelt es sich bei der Pumpwerkgabe auch in systematischer 

Hinsicht um eine Pflicht (aus der Sicht des Konzessionärs) aus der Kon-

zession. Unerheblich ist sodann, wem die Pumpwerkabgabe zu leisten ist. 

Im hier zu beurteilenden Fall können gemäss kantonalem Recht sowohl 

der Kanton als auch die Gemeinden eine Pumpwerkabgabe erheben (vgl. 

Art. 68 i.V.m. Art. 3 kWRG-VS).  

6.5 Die historische Auslegung stellt auf den Sinn und Zweck ab, den man 

einer Norm zur Zeit ihrer Entstehung gab. Es ist zu prüfen, ob sich in den 

Materialien erkennbare Wertentscheidungen des Gesetzgebers zu der sich 

stellenden Frage finden lassen. Aus den beigezogenen Materialien lässt 

sich keine Antwort zur Frage entnehmen, welchen Wortsinn dem «Streit 

über die sich aus dem Konzessionsverhältnis ergebenden Rechte und 

Pflichten» beizugeben ist.  

6.6 Beim teleologischen Auslegungselement hat das Gericht nach dem 

Normzweck und den dem Text zugrundeliegenden Wertungen zu forschen, 

insbesondere nach dem durch die Norm geschützten Interesse. Aus tele-

logischem Sinn erscheint überzeugend, dass eine einzige Behörde mit 

Streitigkeiten zwischen dem Konzessionär und der Verleihungsbehörde 

über den Inhalt der Konzession und die gegenseitigen Rechte und Pflich-

ten zuständig sein muss. Das Verhältnis zwischen Konzessionär und Ver-

leihungsbehörde ist geprägt durch Vorschriften des Bundesrechts, kanto-

nalen Bestimmungen sowie des eigentlichen Konzessionsinhaltes. Diese 

enge Verflechtung spricht dafür, dass auch eine einzige Behörde für die 

A-1890/2023 

Seite 16 

Beurteilung über Streitigkeiten aus der Konzession als Ganzes zuständig 

zeichnet, zumal es schwer fällt, die verschiedenen Gebiete auseinander-

zuhalten (vgl. bereits BGE 126 II 1171 E. 1b, ferner bereits BGE 48 I 197 

E. 5; MERKER/CONRADIN-TRIACA, Kommentar Energierecht, Art. 71 WRG 

Rz. 30). Eine einheitliche Regelung des Rechtsschutzes für Streitigkeiten, 

die ihren Ursprung im Konzessionsverhältnis haben, begünstigt denn auch 

einen wirksamen Rechtsschutz. 

Sodann obliegt es dem Bund, die zweckmässige Nutzbarmachung der 

Wasserkräfte zu fördern und zu sichern (vgl. Art. 5 Abs. 1 WRG). Werden 

nach Erteilung der Konzession und während des Bestehens des Konzes-

sionsverhältnisses Ansprüche an den Konzessionär erhoben, die ihn über-

mässig belasten, so handelt es sich dabei um eine Streitigkeit nach Art. 71 

WRG über den Inhalt des Verleihungsverhältnisses und die gegenseitigen 

Rechte und Pflichten (vgl. BGE 48 I 211 E. 5). Das in Art. 71 WRG vorge-

sehene Verfahren bietet denn auch die Möglichkeit, im Zusammenhang mit 

einer Streitigkeit aus dem Konzessionsverhältnis Widersprüche einer Kon-

zession mit dem kantonalen oder eidgenössischen Wasserrecht geltend zu 

machen. Es hat die Funktion, eine Anfechtung einer mangelhaften Konzes-

sion zu ermöglichen (vgl. BGE 49 I 160 E. 5 S. 184). 

Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass sich die Möglichkeit, eine Pumpwerk-

abgabe zu erheben, erst aufgrund der von der Vorinstanz erteilten Was-

sernutzungskonzession ergibt. Sie ermöglichte erst die Erstellung der 

Pumpspeicheranlage Nant de Drance. Im Grundsatz ist denn auch unbe-

stritten, dass die Verleihungsbehörde gestützt auf die Konzession eine 

Pumpwerkabgabe erheben kann (vgl. Art. 18 Abs. 3 der Konzession). 

Streitig ist einzig – für die Begründung der Zuständigkeit jedoch unerheb-

lich – wie hoch diese ausfallen darf. Die Erhebung der Pumpwerkabgabe 

hat damit ihren «Entstehungsgrund» in der Konzession (vgl. MERKER/CON-

RADIN-TRIACA, Kommentar Energierecht, Art. 71 WRG Rz. 27 mit weiteren 

Hinweisen). In anderen Worten handelt es sich bei der Pumpwerkabgabe 

um eine Verpflichtung des Konzessionärs aus dem Verleihungsverhältnis. 

Somit beurteilt sich eine Streitigkeit darüber im Verfahren nach Art. 71 

WRG (vgl. HANS WYER, Rechtsfragen der Wasserkraftnutzung, 2000, 

S. 198 mit Hinweis auf BGE 49 I 160, E. 1 S. 173, 49 I 555 E. 1 S. 574). 

Dabei ist unerheblich, ob sich die in Streit stehende Pflicht aus der Kon-

zession selber oder aus der Konzession in Verbindung mit (kantonal-)ge-

setzlichen Bestimmungen ergibt. Unabhängig von der Rechtsgrundlage 

der fraglichen Pflicht ist entscheidend, ob eine Pflicht aufgrund des Kon-

zessionsverhältnisses besteht, was vorliegend zu bejahen ist.  

A-1890/2023 

Seite 17 

6.7 Eine gesamthafte Betrachtung der verschiedenen Auslegungsele-

mente ergibt, dass die Erhebung der Pumpwerkabgabe eine dem Konzes-

sionär auferlegte wirtschaftliche Leistung im Sinne von Art. 54 Bst. f WRG 

darstellt. Sie bildet damit Bestandteil des Konzessionsverhältnisses. Strei-

tigkeiten über deren Erhebung und Bemessung fallen folglich unter Art. 71 

WRG, unabhängig davon, ob sich die rechtliche Grundlage in der Konzes-

sion befindet oder sich diese gestützt auf kantonalem Recht oder Bundes-

recht ergibt. Da die Konzession von der Vorinstanz erteilt wurde und die 

Pumpwerkabgabe Bestandteil dieser Konzession bildet, hat diese gestützt 

auf Art. 71 Abs. 2 WRG auch über Streitigkeiten im Zusammenhang mit der 

Erhebung der Pumpwerkabgabe zu befinden.  

6.8 Auch in der Lehre finden sich Hinweise darauf, dass vorliegende Strei-

tigkeit in den Anwendungsbereich von Art. 71 WRG fällt. MERKER/CONRA-

DIN-TRIACA (Kommentar Energierecht, Art. 71 WRG Rz. 28) sprechen sich 

mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung dafür aus, dass 

«wenn eine Partei aus den Bestimmungen der Verleihung (bzw. den damit 

in Zusammenhang stehenden Rechtsnormen) Ansprüche ableitet, deren 

Berechtigung bestritten wird, etwa weil behauptet wird, der Anspruch er-

gebe sich nicht aus der Konzession, oder dass er unvereinbar sei mit Bun-

desrecht oder kantonalem Recht», die Zuständigkeit nach Art. 71 WRG 

greift.  

Sodann ist darauf hinzuweisen, dass sich die Zuständigkeitsordnung nach 

Art. 71 WRG unter dem Vorbehalt steht, dass das Gesetz oder die Konzes-

sion nichts anderes bestimmt (vgl. MERKER/CONRADIN-TRIACA, Kommentar 

Energierecht, Art. 71 WRG Rz. 11 und 14). Eine solche Ausnahme wird von 

den Parteien nicht geltend gemacht und ist denn auch nicht ersichtlich. 

Vielmehr verweist Art. 29 der Bundeskonzession auf Art. 70 f. WRG und 

bestätigt dabei, dass bei Streitigkeiten, die sich aus der Anwendung der 

Konzession ergeben, das UVEK bzw. die Vorinstanz für deren Beurteilung 

zuständig ist (Art. 29 der Bundeskonzession i.V.m. Art. 71 Abs. 2 WRG). 

7.  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz ihre Zuständigkeit zur Beurteilung 

der am 23. Dezember 2022 eingereichten Feststellungsbegehren unzutref-

fenderweise verneint und ist darauf zu Unrecht nicht eingetreten. Die Be-

schwerde ist demnach gutzuheissen und die Sache an die Vorinstanz zur 

materiellen Prüfung der Begehren zurückzuweisen. Ihr obliegt die Prüfung, 

ob auf vorliegenden Sachverhalt Art. 48 und/oder Art. 49 WRG Anwendung 

A-1890/2023 

Seite 18 

findet und ob gegebenenfalls eine Verletzung dieser Bestimmungen vor-

liegt. 

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass auch ein Feststellungs-

begehren im Verfahren nach Art. 71 WRG zulässig ist, sofern der Be-

schwerdeführer ein schutzwürdiges Interesse an der verlangten Feststel-

lung hat (vgl. zu Art. 71 WRG: BGE 49 I 160 E. 1; ferner Art. 25 Abs. 1 und 

2 VwVG).  

8.  

Abschliessend bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Be-

schwerdeverfahrens zu befinden. 

8.1  Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt. Unterliegt diese nur teilweise, so werden die Kosten ermässigt 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrenskosten haben Vorinstanzen oder 

Bundesbehörden zu tragen; anderen als Bundesbehörden, die Be-

schwerde führen und unterliegen, werden Verfahrenskosten auferlegt, so-

weit sich der Streit um vermögensrechtliche Interessen von Körperschaften 

oder autonomen Anstalten handelt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Das Bundesver-

waltungsgericht setzt die Kosten für die Durchführung des Beschwerdever-

fahrens auf insgesamt Fr. 3'000.– fest. 

Im vorliegenden Fall wird die Beschwerde gutgeheissen. Folglich gelten 

die Vorinstanz und die Beschwerdegegner als unterliegend. Währenddem 

die Vorinstanz keine Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 2 

VwVG), handelt es sich bei den Beschwerdegegnern um öffentlich-rechtli-

che Körperschaften, die bei Unterliegen kostenpflichtig werden, wenn es 

um ihre Vermögensinteressen geht und sie sich mit eigenen Anträgen am 

Verfahren beteiligt haben (vgl. Art. 63 Abs. 2 Teilsatz 2 VwVG; Urteil des 

BVGer A-3505/2012 vom 24. Juni 2014 E. 13.1.3; ferner: MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht, 3. Aufl., 2022, Rz. 4.49). Die Beschwerdegegnerinnen 2 und 

3 haben sich nicht mit eigenen Anträgen am Verfahren beteiligt, weshalb 

sie nicht kostenpflichtig werden. Die Erträge aus der Pumpwerkabgabe 

kommen – nebst den Gemeinden – dem Kanton Wallis als Beschwerde-

gegner 1 zu. Folglich ist er von der Streitigkeit in seinen vermögensrechtli-

chen Interessen betroffen. Sodann plädierte er in seiner Vernehmlassung 

vom 3. Mai 2023 zumindest implizit auf Abweisung der Beschwerde. Folg-

lich sind ihm die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.– aufzuerlegen. Der von 

der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 

A-1890/2023 

Seite 19 

Fr. 20'000.– ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

zurückzuerstatten. 

8.2 Der obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine 

Entschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen Kosten zuzusprechen 

(vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]). Die Entschädigung umfasst die Kos-

ten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der Partei (Art. 8 ff. 

VGKE). Die Beschwerdeführerin ist nicht anwaltlich vertreten. Für die Zu-

sprechung einer Parteientschädigung besteht daher mangels anwaltlicher 

Vertretung bzw. entstandener notwendiger und verhältnismässig hoher 

Kosten von vornherein kein Anlass (vgl. MICHAEL BEUSCH, in: Auer/Mül-

ler/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwal-

tungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 64 VwVG Rz. 12 ff.). 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)  

A-1890/2023 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung wird auf-

gehoben. Die Sache wird zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurück-

gewiesen. 

2.  

2.1  Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.– werden dem Beschwerdegeg-

ner 1 auferlegt. Dieser Betrag ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils 

zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zahlungsfrist beträgt 

30 Tage ab Rechnungsdatum. Die Zustellung der Rechnung erfolgt mit se-

parater Post. 

2.2 Der Beschwerdeführerin wird der Kostenvorschuss von Fr. 20'000.– 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. Die Beschwer-

deführerin hat dem Bundesverwaltungsgericht ihre Kontoverbindung be-

kannt zu geben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegner und 

die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

Maurizio Greppi Tobias Egli 

  

A-1890/2023 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-1890/2023 

Seite 22 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegner (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Gerichtsurkunde)