# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ce3a4b9-2d68-59a7-9dfa-e1cffd3d08d8
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-24
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 24.04.2025 3-RV.2024.129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2024-129_2025-04-24.pdf

## Full Text

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

 

3-RV.2024.129       
P 63 
 

 

 

 

Urteil vom 24. April 2025 
 
 

 
 

Besetzung  Präsident Heuscher  

Richter Loser  

Richter Senn  

Gerichtsschreiberin Schaffner          

 

 
 

   

Rekurrent 1  A._____  

 

Rekurrentin 2  B._____  

   

 

 
 
 

Gegenstand  Einspracheentscheid der Steuerkommission Q._____ 

vom 4. September 2024 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2022 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Gericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Mit Verfügung vom 22. März 2024 wurden A._____ und B._____ von der 

Steuerkommission Q._____ für das Jahr 2022 zu einem steuerbaren und 

satzbestimmenden Einkommen von CHF 20'800.00 und zu einem 

steuerbaren und satzbestimmenden Vermögen von CHF 536'000.00 

veranlagt.  

 

2. 

Gegen die Verfügung vom 22. März 2024 erhoben A._____ und B._____ 

mit Schreiben vom 19. April 2024 Einsprache. Sie stellten die Anträge, die 

definitive Steuerveranlagung 2022 sei gemäss Selbstdeklaration 

vorzunehmen und somit der Verlust aus selbständiger Tätigkeit, der Abzug 

der Vermögensverwaltungskosten und die Abzüge für die Haushaltshilfen 

gemäss Hausarztbescheinigungen zu gewähren. 

 

3. 

Mit Entscheid vom 4. September 2024 hiess die Steuerkommission 

Q._____ die Einsprache teilweise gut und reduzierte das steuerbare 

Einkommen auf CHF 20'400.00.  

 

4. 

Den Einspracheentscheid vom 4. September 2024 (Zustellung am 24. Sep-

tember 2024) haben A._____ und B._____ mit Rekurs vom 23. Oktober 

2024 (Postaufgabe am selben Tag) an das Spezialverwaltungsgericht, 

Abteilung Steuern, weitergezogen mit den Anträgen: 

 

"Meine Einkünfte und Verlust seien wie deklariert und beschrieben zu ak-
zeptieren und umzusetzen." 

 

Auf die Begründung wird – soweit für den Entscheid erforderlich – in den 

Erwägungen eingegangen. 

 

5. 

Das Regionale Steueramt Q._____ und das Kantonale Steueramt be-

antragen die Abweisung des Rekurses.  

 

6. 

A._____ und B._____ haben eine Replik erstattet.  

 

7. 

Das Regionale Steueramt Q._____ hat aufforderungsgemäss weitere 

Unterlagen eingereicht. 

  

 - 3 - 

 

 

 
   

Das Gericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der vorliegende Rekurs betrifft die Kantons- und Gemeindesteuern 2022. 

Massgebend für die Beurteilung ist das Steuergesetz vom 15. Dezember 

1998 (StG). 

 

2. 

2.1. 

Die Rekurrenten bezogen im Jahr 2022 eine Altersrente. Daneben war der 

Rekurrent weiterhin selbständig erwerbstätig als Sanitär und Schlosser. 

 

2.2. 

Im Rekursverfahren ist umstritten, ob der aus der Einzelunternehmung re-

sultierende Verlust zum Abzug zugelassen werden kann. Dies ist nachfol-

gend – nach einer Darstellung der Parteivorbringen (Erw. 3.) – zu prüfen 

(Erw. 4. und 5.). 

 

3.  

3.1. 

In der Einsprache machten die Rekurrenten geltend, dass der Rekurrent 

die selbständige Erwerbstätigkeit nach seiner Pensionierung im reduzier-

ten Umfang weitergeführt habe und es sich hierbei nicht um Liebhaberei 

respektive Hobby handle.  

  

3.2. 

Im Einspracheentscheid hielt die Steuerkommission Q._____ fest, der 

Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit von CHF 3'141.00 sei im Veran-

lagungsverfahren nicht zum Abzug zugelassen worden, da kein ernsthaftes 

Streben nach Erzielung eines Einkommens erkennbar sei und die Gewinn-

erzielung nicht im Vordergrund für die Fortführung der selbständigen Tätig-

keit stehe. Der Umstand, dass seit 2019 keine Gewinne erzielt worden 

seien, bilde ein gewichtiges Indiz für das Fehlen der Gewinnstrebigkeit.  

 

In der Korrespondenz bezüglich der Steuererklärung 2020 sei vom Rekur-

renten selber festgehalten worden, "für meine kleine Einzelfirma habe ich 

keinen Nachfolger gefunden. Es gibt einen Kreis treuer Kunden, für welche 

ich kleine überschaubare Arbeiten und Reparaturen zu günstigen Bedin-

gungen ausführe, solange es mein Gesundheitszustand erlaubt." 

 

Seit 2019 seien gemäss Selbstdeklaration in den Steuererklärungen fol-

gende Verluste deklariert worden: 

 

2019 CHF 5'574.00 Verlust 

2020 CHF 3'687.00 Verlust 

 - 4 - 

 

 

2021 CHF 6'408.00 Verlust 

2022 CHF 3'141.00 Verlust 

2023 CHF 3'884.00 Verlust 

 

Wie in den eingereichten Buchhaltungen ersichtlich sei, sei die selbstän-

dige Tätigkeit ab dem Jahr 2019 reduziert worden. Aufgrund des Alters des 

Rekurrenten und seinen eigenen Angaben sei von einem Auslaufen der 

Tätigkeit auszugehen. Der Phase des Auslaufens selbst seien jedoch 

Grenzen gesetzt, zumal die einzelnen Arbeiten keinen kausalen Zusam-

menhang mit den vergangenen Arbeiten hätten. 

 

In den Jahren 2021 bis 2023 seien Umsätze von CHF 4'527.00 bis 

CHF 7'236.00 erzielt worden. Den erzielten Umsätzen hätten Warenein-

käufe von CHF 2'191.00 bis CHF 4'231.00 gegenübergestanden. Eine De-

ckung der übrigen Kosten sei aufgrund der geringen Marge nicht möglich 

gewesen. Da die Arbeiten bewusst zu günstigen Bedingungen ausgeführt 

worden seien, stehe nicht der wirtschaftliche Erfolg, sondern die langjährige 

Kundenbeziehung während der gesamten bisherigen Tätigkeit im Vorder-

grund für die Aufrechterhaltung der Tätigkeit. Es fehle somit am objektiven 

Kriterium, weshalb der erzielte Verlust steuerlich nicht zum Abzug zugelas-

sen werden könne. 

 

3.3. 

Auch im Rekurs bestritten die Rekurrenten die Darstellung, dass kein ernst-

haftes Streben nach Erzielung eines Einkommens bestehe und eine Ge-

winnerzielung nicht im Vordergrund stehe.  

 

Im Jahr 2022 stünden einem Verlust von CHF 3'141.00 aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit, Einnahmen aus Wertschriftenertrag und die Einmalvergü-

tung der PV-Anlage, insgesamt CHF 12'760.00 gegenüber. Diese Beträge 

seien als Einkommen deklariert worden, weshalb sie Bestandteil der selb-

ständigen Erwerbstätigkeit seien. Ab dem Jahr 2020 fehle unter "Position 

1.2. Nebenerwerb" das Einkommen als Brunnenmeister von CHF 5'320.00, 

welches im Jahr 2019 auf CHF 4'808.00 reduziert worden sei. Das langjäh-

rige Brunnenmeisteramt für den Wasserverband und zwei Gemeinden sei 

ihm nicht wie vereinbart erst im Jahr 2020, sondern bereits schon im Jahr 

2019 gekündigt worden. Die Vorinstanz sei nicht dazu berechtigt die Ver-

luste pro 2019 von CHF 5'574.00 und pro 2020 von CHF 3'687.00 aufzu-

führen. Es sei unverändert Ziel, mit der selbständigen Tätigkeit und den 

übrigen Einkünften Gewinne zu generieren.  

  

3.4. 

In der Vernehmlassung hält das Regionale Steueramt Q._____ am 

Einspracheentscheid vom 4. September 2024 fest. Das Kantonale Steuer-

amt verwies ebenfalls auf den angefochtenen Einspracheentscheid und die 

Vernehmlassung des Gemeindesteueramtes. 

 - 5 - 

 

 

 

3.5. 

Die Rekurrenten führen in der Replik aus, dass im Einspracheentscheid 

vom 4. September 2024 Verluste aus selbständiger Erwerbstätigkeit auf-

gelistet seien, welche während den zwei Pandemiejahren entstanden 

seien. Die Pandemie habe sich negativ auf die Ertragssituation ausgewirkt. 

Weiter hätten die einzelnen Arbeiten einen kausalen Zusammenhang mit 

vergangenen Arbeiten gehabt. Es seien ausschliesslich Arbeiten, welche 

bereits vor seiner Pensionierung ausgeführt worden seien. Zudem habe die 

Rekurrentin im Jahr 2020 einen gesundheitlichen Zusammenbruch erlitten 

mit nachfolgendem Spitalaufenthalt. Die Ehefrau sei auf die Betreuung 

durch den Rekurrenten und die Haushaltshilfe angewiesen gewesen. Diese 

belastende Situation habe sich auch auf die selbständige Tätigkeit und die 

Verlustsituation ausgewirkt.  

  

4. 

4.1. 

Alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Landwirtschafts- 

und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder ande-

ren selbständigen Erwerbstätigkeit sind steuerbar (§ 27 Abs. 1 StG). 

 

Von den steuerbaren Einkünften werden unter anderem die eingetretenen 

und verbuchten Verluste auf Geschäftsvermögen als geschäftsmässig be-

gründete Kosten zum Abzug gebracht (§ 34 in Verbindung mit § 36 Abs. 1 

und 2 lit. c StG). 

 

Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit wird zusammen mit 

dem übrigen Einkommen der Reineinkommenssteuer unterworfen. Ge-

schäftsverluste können deshalb innerhalb der Bemessungsperiode vom ro-

hen Einkommen aus den anderen Einkommensquellen abgezogen werden 

(Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 5. Auflage, Muri-Bern 2023, § 38 

StG N 3). 

  

4.2. 

Unter einer selbständigen Erwerbstätigkeit wird allgemein jede Tätigkeit 

verstanden, bei der ein Unternehmer auf eigenes Risiko, unter Einsatz von 

Arbeit und Kapital, in einer frei gewählten Organisation und mit der Absicht 

der Gewinnerzielung nach aussen sichtbar am Wirtschaftsverkehr teil-

nimmt. 

 

Eine selbständige Erwerbstätigkeit kann haupt- oder nebenberuflich, dau-

ernd oder temporär ausgeübt werden. Ob eine selbständige Erwerbstätig-

keit vorliegt, ist stets nach den gesamten Umständen des Einzelfalls zu be-

urteilen. Die einzelnen Merkmale des Begriffs der selbständigen Erwerbs-

tätigkeit dürfen nicht isoliert betrachtet werden und können auch in unter-

 - 6 - 

 

 

schiedlicher Intensität auftreten (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 

a.a.O., § 27 StG N 9, mit Hinweisen). 

 

4.3. 

Die Absicht der Gewinnerzielung besteht aus dem ernsthaften Streben 

nach Erzielung eines Einkommens (subjektives Element der Gewinnstre-

bigkeit) und dem objektiven Umstand, dass dieses Streben wirtschaftlich 

Erfolg haben kann (objektives Element: objektive Eignung der Tätigkeit, 

Gewinne zu erzielen). Entscheidend sind die Eignung der eingesetzten Mit-

tel zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die tatsächliche Bewirtschaftung 

nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Fehlt die Gewinnstrebigkeit, 

liegt keine selbständige Erwerbstätigkeit, sondern Liebhaberei vor. Mass-

gebend sind auch bei dieser Abgrenzungsfrage die gesamten Umstände 

des konkreten Falls (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 27 

StG N 47, mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 1. De-

zember 2015 [2C_375/2015], Erw. 7.1., mit weiteren Hinweisen). Die zeit-

liche Verfügbarkeit eines Steuerpflichtigen kann unter Umständen eben-

falls ein Element sein, das die Gewinnstrebigkeit verunmöglicht. So kam 

das (damalige) Steuerrekursgericht im Entscheid vom 23. August 2012 

(3-RV.2011.171) zum Schluss, es liege keine Gewinnstrebigkeit vor, wenn 

eine Steuerpflichtige im Bereich Personentransport und "Überraschungs-

service" selbständig tätig sei, während sie gleichzeitig im Umfang von 80 - 

90 % unselbständig erwerbstätig sei, weshalb ihr für die selbständige Tä-

tigkeit und diesbezügliches Marketing nur wenig Zeit zur Verfügung stehe. 

Allerdings ist der vorsichtige Kaufmann in der Aufbau- oder Investitions-

phase einer neuen Tätigkeit zu Recht bestrebt, eine sein Grundeinkommen 

sichernde andere Tätigkeit weiterzuführen, so lange dies erforderlich ist 

(Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 27 StG N 47, mit Hin-

weisen). 

 

Bei einer andauernden Verlustsituation ist zu prüfen, ob tatsächlich eine 

selbständige Erwerbstätigkeit angenommen werden kann oder ob diese 

bloss vorgeschoben ist. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass allein 

die Tatsache einer mehrjährigen Verlusterzielung die Qualifikation einer 

Tätigkeit als blosses Hobby nicht zu begründen vermag. Es ist dem Um-

stand Rechnung zu tragen, dass der Aufbau einer selbständigen Erwerbs-

tätigkeit lange dauern kann und der Erfolg ungewiss ist. Allerdings fehlt es 

in objektiv erkennbarer Weise an der erforderlichen Gewinnstrebigkeit, 

wenn auf Dauer keine Überschüsse erzielt werden und nach der Art des 

Vorgehens der betreffenden Person realistischerweise und auf längere 

Sicht gesehen auch keine Überschüsse realisiert werden können. Grund-

sätzlich darf von einer Investitionszeit von fünf bis zehn Jahren ausgegan-

gen werden. Für die Beurteilung der Frage, ob eine selbständige Erwerbs-

tätigkeit vorliegt, ist jedoch stets auf die gesamten Umstände des Einzelfal-

les abzustellen. Entscheidend ist letztlich das Gesamtbild einer bestimmten 

 - 7 - 

 

 

Tätigkeit (RGE vom 22. März 2012 [3‑RV.2011.153], Erw. 3.3.; RGE vom 

20. Oktober 2011 [3‑RV.2011.3], Erw. 3.3., je mit zahlreichen Hinweisen). 

 

Das Bundesgericht führte diesbezüglich aus, der Zeitraum, innert welchem 

zwingend Gewinne zu erwirtschaften sind, damit noch von einer Gewinner-

zielungsabsicht ausgegangen werden kann, lasse sich nicht generell fest-

legen. Auch bei der im Steuerrecht mitunter herangezogenen 10‑Jahres-

Frist handle es sich nur um eine grobe Faustregel. Im Einzelfall seien die 

Art der Tätigkeit und die konkreten Verhältnisse entscheidend (Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. Juni 2020 [StE 10/2020 B.23.1 Nr. 90], 

Erw. 2.2.3.). Das Bundesgericht hielt im selben Urteil aber auch fest, dass 

eine selbständige Tätigkeit, die auf Dauer zu keinen Gewinnen führe (so-

genannter "Dauerverlustbetrieb") durchaus auf fehlende Gewinnstrebigkeit 

hinweisen könne. Erforderlich sei eine vertiefte betriebswirtschaftliche Ana-

lyse im individuell-konkreten Fall. 

 

5.  

5.1. 

Aus den Buchhaltungsunterlagen der selbständigen Erwerbstätigkeit des 

Rekurrenten der Jahre 2013 bis 2023 sind die folgenden Ergebnisse abzu-

lesen: 

 

 2013  Gewinn CHF   5'515.56 

 2014 Gewinn CHF   9'638.74 

 2015 Gewinn CHF   9'944.52 

 2016 Gewinn CHF   9'707.43 

 2017 Gewinn CHF 15'252.02 

 2018 Gewinn CHF 10'092.09 

 2019 Verlust  CHF   5'574.44 

 2020 Verlust  CHF   3'687.48 

 2021 Verlust  CHF   6'407.86 

 2022 Verlust  CHF   3'141.15 

 2023 Verlust  CHF   3'884.09 

 

5.2. 

Für die Abgrenzung zwischen selbständiger Erwerbstätigkeit und Hobby/ 

Liebhaberei ist nicht wesentlich, dass der Rekurrent Einnahmen aus seiner 

selbständigen Tätigkeit vorweisen kann, sondern ob er einen Gewinn er-

wirtschaften konnte (vgl. Erw. 4.3 hievor), was ihm bis ins Jahr 2018 auch 

regelmässig gelang (vgl. Erw. 5.1 hievor). Selbst wenn der Rekurrent sub-

jektiv gewillt und überzeugt war, dass seine selbständige Tätigkeit weiterhin 

Gewinn abwerfen würde, zeugen die eingetretenen Verluste davon, dass 

sich die Tätigkeit zur nachhaltigen Gewinnerzielung nicht (mehr) geeignet 

hat. So wurde in den letzten fünf Jahren kein Gewinn mehr erwirtschaftet. 

Die Einnahmen aus der selbständigen Tätigkeit genügten seit 2019 gröss-

tenteils bei weitem nicht, um die Aufwände auch nur annähernd zu decken. 

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Seitdem ist es dem Rekurrenten unbestrittenermassen nicht mehr gelun-

gen, durch seinen Beruf einen Gewinn zu erzielen. Diese Tatsache allein 

genügt, um der wirtschaftlichen Tätigkeit des Rekurrenten ab 2019 die ob-

jektive Eignung zur Gewinnerzielung abzusprechen. Auch wenn die Moti-

vation des Rekurrenten verständlich ist, seinen langjährigen Kunden wei-

terhin einen preiswerten, jedoch offenbar nicht kostendeckenden Service 

bieten zu wollen, ändert sich an der fehlenden Eignung der Tätigkeit zur 

Gewinnerzielung nichts. 

 

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass selbst in den Jahren, in denen der 

Rekurrent einen Gewinn erwirtschaften konnte, dieser eher bescheiden 

ausfiel (Gewinnspanne seit 2013: CHF 5'515.56 bis CHF 15'252.02). Es ist 

daher kaum wahrscheinlich, dass es dem Rekurrenten möglich war, seinen 

Lebensunterhalt ohne weitere Einnahmequellen (konkret: AHV-Rente und 

Wertschriftenertrag) zu bestreiten. Vielmehr mussten diese anderen Ein-

kommen oder aber vorhandenes Vermögen zur Deckung der Verluste ein-

gesetzt werden. 

 

Wenn der Rekurrent geltend macht, der Wertschriftenertrag und die Ein-

malvergütung der PV-Anlage seien als Bestandteil der selbständigen Tä-

tigkeit zu qualifizieren, so dringt er damit nicht durch. Der Rekurrent ist nicht 

als Wertschriftenhändler tätig, sondern als Sanitär und Schlosser, sodass 

diese Erträge nicht zum Einkommen aus selbständiger Tätigkeit gehören. 

Der Rekurrent hat weder den Wertschriftenertrag, noch die Vergütung aus 

der PV-Anlage in der Buchhaltung der selbständigen Erwerbstätigkeit ver-

bucht. 

 

Dasselbe gilt auch für die Argumente, dass der Verlust als Folge der Pan-

demie und der Betreuungsaufgaben des Rekurrenten nach dem gesund-

heitlichen Zusammenbruch der Rekurrentin eingetreten sei. So liegt bereits 

seit 2019 ein Verlust vor, folglich noch vor Ausbruch der Pandemie und 

dem gesundheitlichen Zusammenbruch der Ehegattin. 

 

5.3. 

Zusammenfassend hat die Steuerkommission Q._____ den Betrieb des 

Rekurrenten zu Recht als Dauerverlustbetrieb qualifiziert und den geltend 

gemachten Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit nicht zum Abzug 

zugelassen.  

 

6. 

Der Rekurs erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

7. 

7.1. 

Bei diesem Verfahrensausgang haben die Rekurrenten die Kosten des Re-

kursverfahrens zu tragen (§ 189 Abs. 1 StG). 

 - 9 - 

 

 

 

7.2. 

Es ist keine Parteientschädigung auszurichten (§ 189 Abs. 2 StG). 

  

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Das Gericht erkennt: 

 

1. 

Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Rekurrenten haben die Gerichtsgebühr von CHF 450.00, unter solida-

rischer Haftbarkeit zu bezahlen. 

 

3. 

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

 
4 

   

Zustellung an: 

die Rekurrenten 

das Kantonale Steueramt  

das Regionale Steueramt Q._____ 

 

 

 
 

   

Rechtsmittelbelehrung  

 

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau angefochten 

werden. Die Beschwerde ist in doppelter Ausfertigung beim Spezialver-

waltungsgericht, Obere Vorstadt 37, 5001 Aarau, einzureichen. Die 

Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit dem 7. Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerdeschrift muss einen Antrag, wie 

der Entscheid zu ändern sei, sowie eine Begründung enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind beizu-

legen (§§ 28 und 43 f. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 

4. Dezember 2007 [VRPG] in Verbindung mit Art. 145 Abs. 1 der Schwei-

zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO]; §§ 187, 

196 und 198 des Steuergesetzes vom 15. Dezember 1998 [StG]). 

 

 

  

 - 11 - 

 

 

 

 
   

Aarau, 24. April 2025 

 

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Heuscher Schaffner