# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c7477d8-d391-54fd-b4b8-5241c13fd447
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-07-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 30.07.2008 SB 2008 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2008-16_2008-07-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 30. Juli 2008 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 08 16 (nicht mündlich eröffnet)

(Eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Urteil 
vom 14. Juli 2009, soweit darauf einzutreten war, abgewiesen worden).

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Möhr und Michael Dürst 
Aktuarin Duff Walser

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In der strafrechtlichen Berufung

des A., Angeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Ste-
fan Thalhammer, Neugasse 55, 9000 St. Gallen,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Landquart vom 9. April 2008, mitgeteilt 
am 15. Mai 2008, in Sachen gegen den Angeklagten und Berufungskläger, 

betreffend Betrug und Urkundenfälschung,

hat sich ergeben:

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A. A. wurde am 15. Mai 1968 in B. geboren und wuchs dort zusammen 
mit zwei Geschwistern in geordneten Verhältnissen bei seinen Eltern auf. Nach dem 
Besuch von sechs Jahren Primar- und drei Jahren Realschule absolvierte er bei der 
Firma V. in M. eine Lehre als Heizungsmonteur, welche er zirka im Jahr 1986 er-
folgreich abschloss. Danach absolvierte er bei der Firma C. in B. eine Zusatzausbil-
dung als Sanitärinstallateur sowie während drei Jahren eine weitere Ausbildung 
zum Kältemonteur bei der Firma S. in Q., welche er jedoch nicht beendete. In der 
Folge arbeitete A. zwei Jahre beim Kieswerk N. und anschliessend etwa sieben 
Jahre bei der Firma D. in W. als Servicemonteur, bevor er sich selbständig machte 
und die Einzelfirma A., Haustechnik, Sanitär, Heizung, Lüftung und Service mit Sitz 
in W. gründete. Gemäss Angaben der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden 
versteuerte A. im Jahre 2005 ein provisorisches Reineinkommen von CHF 256’600.-
- und ein provisorisches Reinvermögen von Fr. 293'200.--. Beim Betreibungsamt 
Fünf Dörfer ist A. in der Zeit vom 1. Januar 2005 bis 23. Mai 2007 mit 12 Betreibun-
gen über einen Gesamtbetrag von Fr. 83'322.50 verzeichnet.

Gemäss eigenen Angaben ist A. seit zirka zehn Jahren mit L. verheiratet. Aus 
dieser Ehe gingen zwei Kinder (Jahrgang 2004 und 2006) hervor. Für seine Tochter 
aus erster Ehe (Jahrgang 1992) bezahlt A. monatlich Fr. 750.-- Unterhalt.

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist A. nicht verzeichnet.

B. Mit Verfügung vom 25. Januar 2007 eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden eine Strafuntersuchung gegen A. wegen Urkundenfälschung gemäss 
Art. 251 StGB. Mit der Durchführung der Untersuchung wurde das Untersuchungs-
richteramt W. beauftragt, welches am 21. Mai 2007 die Schlussverfügung erliess. 
Am 22. Mai 2007 ging bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eine weitere Straf-
anzeige gegen A. wegen Betruges und Urkundenfälschung ein, worauf weitere Un-
tersuchungshandlungen durchgeführt wurden. Nach Erlass der zweiten Schlussver-
fügung am 5. Oktober 2007 erhob die Staatsanwaltschaft schliesslich am 10. De-
zember 2007 beim Bezirksgerichtsausschuss Landquart Anklage gegen A. wegen 
vollendet versuchten Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 
22 Abs. 1 StGB sowie wegen mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 
1 StGB. Dieser Anklage liegt gemäss Anklageschrift vom 10. Dezember 2007 fol-
gender Sachverhalt zugrunde:

„ A. wird angeklagt

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des vollendet versuchten Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB in 
Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Urkun-
denfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB.

1. Am 20. Juni 2006 führte R., ein Mitarbeiter der Einzelfirma A. 
Haustechnik, Sanitär, Heizung, Lüftung und Service (nachfolgend 
„A.“), zusammen mit dem Lehrling der erwähnten Firma, G., bei J. 
an der F.-Strasse 23 in E. Sanitärreparaturarbeiten durch. Die von 
R. dafür erhobene Rechnung belief sich auf CHF 80.--. J. übergab 
diesen Betrag ein paar Tage nach Durchführung der erwähnten 
Arbeiten in bar an R..

Am 7. Juli 2006 unterzeichnete J. auf Ersuchen des Angeklagten 
ein von diesem ausgestelltes Schreiben, wonach R. u. a. eine Re-
paratur durchgeführt und die entsprechenden Kosten in Höhe von 
CHF 80.-- in bar bezahlt habe (act. 3.3.6). Ein sinngemäss gleich 
lautendes Schreiben unterzeichnete G. gleichentags, ebenfalls 
auf Ersuchen des Angeklagten (act. 3.3.7).

Am 11. Juli 2006 reichte RA Stefan Thalhammer namens des An-
geklagten bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eine „Straf-
klage“ gegen R. ein (act. 3.2). Darin wird letzterem u. a. vorgewor-
fen, die von J. für Reparaturarbeiten entgegengenommene 
Summe von CHF 180.-- nicht an ihn weitergeleitet zu haben. Als 
Beleg für diese Behauptung wurden die zwei Bestätigungsschrei-
ben von J. und G. vom 7. Juli 2006 in Kopie eingereicht. Der An-
geklagte hatte dabei in der Zwischenzeit den für diese Reparatur-
arbeiten verlangten Betrag von CHF 80.-- auf CHF 180.-- abgeän-
dert, indem er jeweils eine Ziffer 1 vor die Ziffer 80 setzte. 

2. Am 27./30.11.2004 schlossen K. namens seiner Einzelfirma „K. & 
Partner“ und der Angeklagte eine als „Darlehensvertrag Grunds-
tückkauf Nr. 421, 7204 Untervaz“ bezeichnete Vereinbarung ab 
(act. 4.3.1; 4.19.1). Demgemäss hatte sich der Angeklagte im Um-
fang von CHF 100'000.-- am Kauf des Grundstücks Nr. 421 in Un-
tervaz zu beteiligen. Zum Zeitpunkt der Bezahlung des Kaufprei-
ses (8. Dezember 2004) leistete der Angeklagte eine Rate von 
CHF 50’000.--, was K. wiederum am gleichen Tag auf demselben 
Dokument mit den Worten „Bezahlung in 2 Raten 1. Rate Fr. 
50'000 8.12.04 erhalten“ und seiner Unterschrift handschriftlich, 
mit schwarzem Kugelschreiber, quittierte. In der Folge konnte der 
Angeklagte die zweite Rate nicht leisten, weshalb K. am 24. Mai 
2005 die in der erwähnten Vereinbarung aufgeführte Ziffer 
„100'000.--„ handschriftlich, mit schwarzem Kugelschreiber, durch 
die Ziffer “50'000.--„ ersetzte und dies mit seiner Unterschrift 
bestätigte. Der Angeklagte setzte handschriftlich, mit blauem Ku-
gelschreiber, die Wendung „IO“ sowie seine Unterschrift hinzu.

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Im Frühjahr 2005 machte K. dem Angeklagten den Vorschlag, den 
nicht in den Kauf der erwähnten Parzelle in Untervaz eingebrach-
ten Betrag von CHF 50'000.-- in den Kauf der Parzelle Nr. 4661 in 
Domat/Ems („Marchesa“) zu investieren. Der Angeklagte zeigte 
sich damit einverstanden und schloss mit der Einzelfirma K. & 
Partner am 11. Mai 2005 einen entsprechenden Darlehensvertrag 
über eine Darlehenssumme von CHF 50'000.-- ab (act. 4.12). Der 
Angeklagte gewährte in der Folge das Darlehen mittels Barzah-
lungen und einer Überweisung (act. 4.15, 4.19.9).

Am 23. April 2007 (act. 4.2) ersuchte der Angeklagte den Bezirks-
gerichtspräsidenten Landquart um provisorische Rechtsöffnung in 
der Betreibung Nr. 2063267 gegen die Einzelfirma K. & Partner für 
einen Betrag von CHF 150'000.-- nebst 5 % Zins seit dem 5. Juli 
2006 sowie für die Zahlungsbefehlskosten von CHF 200.--. Zur 
Begründung verwies der Angeklagte auf ein Dokument, das er als 
„Darlehensvertrag vom 27.11.04 bzw. 5.7.05 mit Bestätigung 3. 
Rate“ bezeichnete (act. 4.3.3, S. 2; 4.14). Damit versuchte er, den 
Richter über den Abschluss eines Darlehensvertrages zwischen 
ihm und der Einzelfirma K. & Partner zu täuschen. Wahrheitswid-
rig gibt diese Dokument nämlich vor, K. habe sich am 27. Novem-
ber 2004 damit einverstanden erklärt, vom Angeklagten im Hin-
blick auf den Kauf des Grundstückes Nr. 4662 (recte 4661) in Do-
mat/Ems zusätzlich zum Darlehen vom 11. Mai 2005 (act. 4.12) 
ein weiteres entgegenzunehmen. Mit Schreiben vom 25. Mai 2007 
sistierte der Vizepräsident des Bezirksgerichts Landquart das er-
wähnte Rechtsöffnungsverfahren „bis das Ergebnis der Strafun-
tersuchung vorliegt“ (act. 4.9).“

C. Mit Urteil vom 9. April 2008, mitgeteilt am 15. Mai 2008, erkannte der 
Bezirksgerichtsausschuss Landquart:

„1. A. ist schuldig des vollendet versuchten Betruges gemäss Art. 146 
Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie der 
mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB.

2. Dafür wird er mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je Fr. 
80.-- und einer Busse von Fr. 1'300.--, ersatzweise zu einer Frei-
heitsstrafe von 20 Tagen, bestraft.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit 
von zwei Jahren aufgeschoben.

4. Die Verfahrenskosten, bestehend aus:

- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwalt-

schaft Graubünden Fr. 2'260.00

- den Barauslagen der Staatsanwaltschaft

Graubünden Fr.   152.50

- der Gerichtsgebühr des Bezirksgerichts-

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ausschusses Landquart Fr. 3'681.50

- den Barauslagen des Bezirksgerichts-

ausschusses Landquart Fr.   318.50

total somit Fr. 6'412.50

werden A. auferlegt.

5. (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).“

D. Dagegen liess A. mit Eingabe vom 9. Juni 2008 Berufung an das Kan-
tonsgericht von Graubünden erheben mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Landquart vom 9. 
April 2008 sei vollumfänglich aufzuheben und der Angeklagte sei 
vollumfänglich freizusprechen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates.“

Unter Hinweis auf die Akten und das angefochtene Urteil beantragte die 
Staatsanwaltschaft Graubünden in ihrer Stellungnahme vom 19. Juni 2008 die kos-
tenfällige Abweisung der Berufung. Die Vorinstanz liess sich am 23. Juni 2008 ver-
nehmen, wobei sie ebenfalls die vollumfängliche Abweisung der Berufung unter ge-
setzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen beantragte.  

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie die Erwägun-
gen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichtsausschüsse können 
der Verurteilte, das Opfer und der Staatsanwalt beim Kantonsgerichtsausschuss 
Berufung einlegen (vgl. Art. 141 Abs. 1 der Strafprozessordnung des Kantons 
Graubünden [StPO; BR 350.000]). Diese ist innert zwanzig Tagen seit der schriftli-
chen Eröffnung des angefochtenen Entscheids einzureichen. Sie ist zu begründen 
und hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheids oder Gerichts-
verfahrens gerügt werden und ob das ganze Urteil oder lediglich Teile davon ange-
fochten werden (vgl. Art. 142 Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen vermag die vor-
liegende Berufung vom 9. Juni 2008 zu genügen. Auf die frist- und formgerecht ein-
gereichte Berufung von A. ist daher einzutreten.

2. Das Kantonsgerichtspräsidium kann eine mündliche Verhandlung von 
sich aus oder auf Antrag der Parteien anordnen, wenn die persönliche Befragung 

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des Angeklagten für die Beurteilung der Streitsache wesentlich ist (Art. 144 Abs. 1 
StPO). Findet keine mündliche Verhandlung statt, so trifft der Kantonsgerichtsaus-
schuss seinen Entscheid ohne Parteivortritt auf Grund der Akten (Art. 144 Abs. 3 
StPO). Der Betroffene kann auf die Durchführung einer mündlichen Berufungsver-
handlung von sich aus verzichten. Voraussetzung eines wirksamen Verzichts ist, 
dass er ausdrücklich erklärt wird oder sich aus dem Stillschweigen des Betroffenen 
eindeutig ergibt.

Der durch einen Rechtsanwalt vertretene Berufungskläger hat im vorliegen-
den Fall nicht die Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung verlangt. 
Es besteht aber auch kein Grund, dass das urteilende Gericht von sich aus eine 
mündliche Berufungsverhandlung anordnet. Das angefochtene Urteil wurde am 9. 
April 2008 im Anschluss an eine mündliche Hauptverhandlung vor dem Bezirksge-
richtsausschuss Landquart gefällt, an welcher A. persönlich anwesend war und in 
deren Verlauf er sich ausführlich und uneingeschränkt zum ihm vorgeworfenen Sa-
cherverhalt und dessen rechtlicher Subsumption äussern konnte. Im nun anstehen-
den Rechtsmittelverfahren stellt sich primär die Frage, ob der A. zur Last gelegte 
Sachverhalt als bewiesen anzusehen ist oder nicht. Die hierfür zu beurteilenden 
Tatfragen können aufgrund der vorliegenden Akten beantwortet werden. Eine refor-
matio in peius, das heisst eine Verschärfung der Sanktionen, ist sodann ausge-
schlossen, da nur der Verurteilte Berufung erhoben hat (Art. 146 Abs. 1 StPO). Zu-
dem steht einem nichtöffentlichen Verfahren kein wichtiges öffentliches Interesse 
entgegen (vgl. BGE 119 Ia 316 E. 2.b, S. 318 f.). Die streitige Strafsache kann somit 
gestützt auf die vorliegenden Akten sachgerecht entschieden werden. Ein persönli-
ches Vortreten des Berufungsklägers vor Gericht ist nicht notwendig.

3. Der Berufungskläger macht zunächst geltend, er sei anlässlich seiner 
Befragungen weder durch die Polizei noch durch den Untersuchungsrichter auf das 
ihm zustehende Aussageverweigerungsrecht hingewiesen worden. Sämtliche Ein-
vernahmeprotokolle seien daher zufolge Verletzung der sich aus Art. 31 Abs. 2 BV 
beziehungsweise Art. 32 Abs. 2 BV ergebenden Aufklärungspflicht aus dem Recht 
zu weisen.

Unbestritten ist, dass der Berufungskläger als Beschuldigter in keiner einzi-
gen der durchgeführten polizeilichen und untersuchungsrichterlichen Einvernahmen 
auf das ihm zustehende Aussageverweigerungsrecht aufmerksam gemacht worden 
ist. Entsprechend der Rüge des Berufungsklägers bleibt daher im Folgenden zu prü-
fen, ob die ermittelnde Polizei und die untersuchenden Strafbehörden  - wie vom 
Berufungskläger behauptet - überhaupt zur Aufklärung über das Aussageverweige-

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rungsrecht verpflichtet waren und bejahendenfalls, welche Rechtsfolgen sich aus 
der erfolgten Unterlassung ergeben.  

a) Gemäss Art. 31 Abs. 2 BV hat jede Person, der die Freiheit entzogen wird, 
Anspruch darauf, unverzüglich in einer ihr verständlichen Sprache über ihre Rechte 
unterrichtet zu werden; sie muss die Möglichkeit haben, ihre Rechte geltend zu ma-
chen. Zu diesen Rechten ist gemäss herrschender Lehre und ständiger Praxis des 
Bundesgerichts  auch das Schweige- oder Aussageverweigerungsrecht der in ei-
nem Strafverfahren beschuldigten Person zu zählen (vgl.  BGE 130 I 126 E. 2.3 und 
2.4, S. 130 mit Hinweisen auf die Literatur; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Mai 
2006 [1P.399/2005] E. 2; Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2005 
[6S.154/2004 6P.171/2004] E. 2). Somit ergibt sich die Pflicht der Behörde, die fest-
genommene Person unverzüglich über ihr Aussageverweigerungsrecht aufzu-
klären, direkt aus dem seit 1. Januar 2000 geltenden Art. 31 Abs. 2 BV. Dabei gilt 
diese Bestimmung für alle Arten des Freiheitsentzuges (vgl. BGE 130 I 126 E. 2.5, 
S. 131 mit Hinweisen auf die Literatur; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Mai 2006 
[1P.399/2005] E. 2; Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2005 
[6S.154/2004 6P.171/2004] E. 2). Ferner geht die herrschende Lehre davon aus, 
dass jede beschuldigte Personen, auch wenn sie sich - wie im vorliegenden Fall - 
nicht im Freiheitsentzug befindet, einen solchen Anspruch auf Aufklärung über das 
ihr zustehende Recht zur Aussageverweigerung besitzt (vgl. Urteil der Jugendkam-
mer des Kantonsgerichtes von Graubünden vom 26. Juni 2008 in Sachen L.B [JK 
08 1], E. 3.b., S. 4 mit Hinweisen auf Stefan Flachsmann/Stefan Wehrenberg, Aus-
sageverweigerungsrecht und Informationspflicht, SJZ 2001, S. 313 ff., S. 318; Ro-
bert Hauser/Erhard Schweri/Karl Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. 
Aufl., Basel 2005, S. 154, N 15a; Hans Vest/Andreas Eicker, Aussageverweige-
rungsrecht und Beweisverwertungsverbot, in: AJP 2005, S. 883 ff., S. 886 f.). Die 
Autoren stützen diesen Anspruch auf Art. 32 Abs. 2 BV, welcher in engem Zusam-
menhang mit Art. 31 Abs. 2 BV steht. Art. 32 Abs. 2 BV verankert den Anspruch der 
angeklagten Person, möglichst rasch und umfassend über die gegen sie erhobenen 
Beschuldigungen informiert zu werden, und hält ähnlich wie Art. 31 Abs. 2 BV fest, 
dass die angeklagte Person die Möglichkeit haben muss, die ihr zustehenden Ver-
teidigungsrechte, zu denen auch das Aussageverweigerungsrecht zählt, wahrneh-
men zu können. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn sie unverzüglich über diese 
Rechte informiert wird. Unter den Begriff „angeklagte Person“ fällt dabei die beschul-
digte Person schlechthin, ungeachtet dessen, ob ihr ein Freiheitsentzug droht oder 
nicht, womit kein Raum für eine Differenzierung zwischen durch Freiheitsentzug und 
durch förmliche Beschuldigung ausgelöste Aufklärungspflichten bleibt. Demgemäss 

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geht die herrschende Lehre davon aus, dass nicht nur die festgenommene beschul-
digte Person, sondern auch die nicht festgenommene beschuldigte Person einen 
Aufklärungsanspruch besitzt und die ermittelnde Behörde die Orientierungspflicht 
zu beachten hat. Den gleichen Weg beschreitet der Entwurf einer Schweizerischen 
Strafprozessordnung (vgl. Botschaft des Bundesrates zur Vereinheitlichung des 
Strafprozessrechts vom 21. Dezember 2005, BBl 2006 1085, S. 1192). Für diese 
befürwortende Auffassung spricht im Übrigen auch der Umstand, dass dem Ermitt-
lungsverfahren und den dabei erhobenen Beweisen für das spätere Gerichtsverfah-
ren grosse Bedeutung zukommt. Eine Stärkung der Verteidigungsrechte bereits im 
frühen Verfahrensstadium erscheint daher als sachgerecht (vgl. Hans Vest/Andreas 
Eicker, a.a.O., S. 887). Demzufolge hat auch das Kantonsgericht mit Entscheid vom 
26. Juni 2008  [JK 08 1] in Abweichung zu seiner früheren Praxis den Anspruch auf 
Aufklärung über das Recht zur Aussageverweigerung ebenso jenen beschuldigten 
Personen zuerkannt, denen die Freiheit nicht entzogen worden ist. Im konkreten 
Fall wären die ermittelnde Polizei und der Untersuchungsrichter somit gehalten ge-
wesen, den beschuldigten Berufungskläger über seine Möglichkeit, keine Aussagen 
zu machen, aufzuklären. 

b) Hinsichtlich der rechtlichen Konsequenzen hat das Bundesgericht festge-
halten, dass Aussagen, welche ohne Hinweis auf das  Schweigerecht gemacht wur-
den, aufgrund des formellrechtlichen Charakters der Aufklärungspflicht grundsätz-
lich nicht beziehungsweise nur ausnahmsweise verwertbar sind. Ein absolutes Ver-
wertungsverbot wurde vom Bundesgericht jedoch klar verneint (vgl. BGE 130 I 126 
E. 3.1, 3.2, 3.3 S. 131 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 14. Mai 2000 [8G.55/2000] 
E. 3.c). So hat das Bundesgericht ausgeführt, dass nicht jedes Unterlassen der Auf-
klärungspflicht als Verletzung von Art. 31 Abs. 2 BV zu werten sei. Eine Ausnahme 
sei insbesondere dann zu machen, wenn die  beschuldigte Person ihr Schweige-
recht gekannt habe. Allerdings müsse diese Kenntnis im konkreten Fall hinreichend 
erwiesen sein. Davon ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung beispielsweise 
dann auszugehen, wenn der Beschuldigte in Anwesenheit seines Anwaltes an-
gehört wurde (vgl. BGE 130 I 126 E. 3.2, 3.3, 3.4 S. 132 f.; Urteil des Bundesgerichts 
vom 9. Januar 2002 [6P.164/2001], E. 3.e).

 Vorliegend fand sowohl die polizeiliche Befragung des Berufungsklägers 
vom 26. Dezember 2006 (act. 3.8) wie auch jene vor dem Untersuchungsrichter 
vom 20. Februar 2007 (act. 3.9) ohne Beisein des Rechtsvertreters von A. statt. 
Dabei sind auch keine anderen Indizien ersichtlich, dass sich der Berufungskläger 
anlässlich der genannten Einvernahmen trotz unterlassener Aufklärung über sein 
Aussageverweigerungsrecht im Klaren gewesen wäre. Gründe, die eine Ausnahme 

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vom Verwertungsverbot zulassen würden, ergeben sich mithin in Bezug auf die Be-
fragungen vom 26. Dezember 2006 und 20. Februar 2007 keine. Auf die entspre-
chenden Einvernahmeprotokolle kann demnach nicht abgestellt werden. Sie sind 
zufolge Verletzung der Aufklärungspflicht unverwertbar. An den beiden Konfrontein-
vernahmen vom 16. Mai 2007 zwischen dem Berufungskläger und J. (act. 3.14) 
beziehungsweise G. (act. 3.16) sowie der nachfolgenden untersuchungsrichterli-
chen Befragung vom 5. Juli 2007 (act. 4.16) und dem gleichentags durchgeführten 
Konfrontverhör zwischen A. und K. (act. 4.13) hat der Rechtsvertreter des Beru-
fungsklägers indes teilgenommen. In Nachachtung der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung ist folglich davon auszugehen, dass der Berufungskläger anlässlich die-
ser Einvernahmen trotz fehlender Belehrung um sein Schweigerecht wusste. Die in 
Anwesenheit seines Verteidigers durchgeführten (Konfront-)Anhörungen vom 16. 
Mai 2007 und 5. Juli 2007 respektive die diesbezüglichen Protokolle erweisen sich 
daher entgegen dem Einwand des Berufungsklägers als im vorliegenden Strafver-
fahren verwertbar. 

4. In formeller Hinsicht beanstandet der Berufungskläger weiter, anläss-
lich der Konfronteinvernahme vom 5. Juli 2007 mit K. (act. 4.13) seien ihm die ihm 
zur Last gelegten strafbaren Handlungen entgegen der Bestimmung von Art. 88 
StPO nicht im Allgemeinen bezeichnet worden. Erst bei der späteren Einzelbefra-
gung habe er erfahren, aufgrund welcher möglichen Delikte das Konfrontverhör 
durchgeführt worden sei beziehungsweise um welche Straftaten es im zweiten An-
klagepunkt überhaupt gehe. Das Protokoll der Konfronteinvernahme vom 5. Juli 
2007 sei mithin auch aus diesem Grunde aus dem Recht zu weisen.

Dem kann nicht gefolgt werden. Wie die Staatsanwaltschaft Graubünden in 
ihrer Vernehmlassung vom 19. Juni 2008 (act. 03) zutreffend ausführt, hat der Un-
tersuchungsrichter dem Rechtsvertreter des Berufungsklägers am 7. Juni 2007 die 
Strafanzeige von Rechtsanwalt Markus Janett (act. 4.1) einschliesslich Akten zuge-
stellt (vgl. act.1.20, act. 1.21). In dieser Strafanzeige wird zunächst auf das von A. 
unter Beilage des Dokuments „Darlehensvertrag vom 27.11.04 bzw. 5.7.05 mit 
Bestätigung 3. Rate“ beim Bezirksgerichtspräsidenten Landquart eingereichte 
Rechtsöffnungsgesuch hingewiesen (vgl. act. 4.1.  Ziff. 1, S. 1). Dabei führt der 
Rechtsvertreter des Anzeigestellers unter anderem aus (vgl. act. 4.1, Ziff. 3 S. 2): 
„Mein Klient hat geltend gemacht, bei der Kopie des Darlehensvertrages vom 
27.11.04 bzw. 5.7.05 mit Bestätigung 3. Rate, welche A. als Beilage 3 seinem Ge-
such beigelegt hat (…), handle es sich um eine Fälschung.“ Weiter wird unter Auf-
listung der dafür sprechenden Indizien der Vorwurf erhoben, dieses Dokument sei 
durch Veränderung eines anderen Darlehensvertrages handschriftlich und vermut-

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lich unter Verwendung eines Fotokopiergerätes „hergestellt“ worden. Zusammen-
fassend wird sodann unter Ziffer 4 der Strafanzeige festgehalten, es bestehe, der 
dringende Verdacht, dass eine Beweisurkunde gefälscht und versucht worden sei, 
damit in einem gerichtlichen Verfahren Vorteile zu erlangen. Dabei geht aus den 
weiteren Ausführungen unter Ziffer 4 klar hervor, dass sich die dargelegten Vor-
würfe gegen den Berufungskläger richten. Mit Zustellung dieser Strafanzeige am 7. 
Juni 2007 und der Vorladungen vom 26. Juni 2007 (act. 1.22 und 1.24), woraus klar 
hervor geht, dass gegen A. eine Strafuntersuchung betreffend Urkundenfälschung 
geführt und letzterer in dieser Untersuchungssache als Angeschuldigter befragt 
wird, wurde dem Berufungskläger folglich schon vor dem Konfrontverhör vom 5. Juli 
2007 zur Kenntnis gebracht, was Thema der Einvernahmen zum zweiten Anklage-
punkt bilden und welche Rolle ihm dabei zugedacht werden würde. Von einer Ver-
letzung des Rechts auf Information gemäss Art. 88 StPO kann demnach, entgegen 
dem Einwand des Berufungsklägers, nicht die Rede sein, womit dessen Antrag, das 
entsprechende Protokoll aus dem Recht zu weisen, auch unter diesem Gesichts-
punkt abzulehnen ist. 

5. Die Rüge des Berufungsklägers, wonach auch die Zeugenaussagen  
von G. und J. mangels Hinweis auf das Zeugnisverweigerungsrecht für das Straf-
verfahren nicht verwertbar seien, erweist sich ebenfalls als unbegründet. 

Zwar bestimmt Art. 90 Abs. 4 StPO, dass der Untersuchungsrichter den Zeu-
gen vor Beginn der Einvernahme auf das Zeugnisverweigerungsrecht aufmerksam 
machen muss. Dabei handelt es sich um eine Gültigkeitsvorschrift. Das bedeutet, 
dass die Unterlassung der in Art. 90 Abs. 4 StPO statuierten Belehrungspflicht zur 
Unverwertbarkeit der Aussage führt. Dies allerdings nur, wenn dem Zeugen nach-
weisbar ein Zeugnisverweigerungsrecht gemäss Abs. 1-3 der genannten Bestim-
mung zugestanden hätte (vgl. Willy Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung 
des Kantons Graubünden [StPO], 2.  Aufl., W. 1996, Ziff. 2.1 zu Art. 90 StPO, S. 
220 mit Hinweisen). Mit anderen Worten bezieht sich die Belehrungspflicht gemäss 
Art. 90 Abs. 4 StPO nur auf jene Zeugen, welche ein Zeugnisverweigerungsrecht 
nach Art. 90 Abs. 1-3 StPO besitzen (vgl. Willy Padrutt, a.a.O., Ziff. 2.2 zu Art. 90 
StPO, S. 220). Dabei handelt es sich einerseits um die unter Art. 90 Abs. 1 StPO 
aufgelisteten Familienmitglieder. Zudem besitzen die unter Abs. 3 der erwähnten 
Bestimmung genannten Amts- und Berufspersonen ein Zeugnisverweigerungsrecht 
für Tatsachen, welche ihnen in ihrer Amts- oder Berufsstellung anvertraut worden 
sind. Ob der zu befragende Zeuge ein solches Zeugnisverweigerungsrecht besitzt, 
wird dabei dadurch in Erfahrung gebracht, dass der Zeuge eingangs der Einver-
nahme nach seinem Verhältnis zum Angeschuldigten befragt wird (vgl. Hau-

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ser/Schweri/Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 2005, § 62.31; Willy 
Padrutt, a.a.O., Ziff. 2.2 zu Art. 90 StPO, S. 220 mit Hinweisen). Dies hat der Unter-
suchungsrichter anlässlich der  Zeugeneinvernahmen von J. (vgl. act. 3.14) und G. 
(vgl. act. 3.16) denn auch getan, wobei aus den jeweiligen Antworten der Zeugen 
klar ersichtlich wird, dass bei den Befragten weder unter dem Gesichtspunkt einer 
familiären Bindung zum Beschuldigten noch im Hinblick auf die Wahrung von Amts- 
oder Berufsgeheimnissen ein Zeugnisverweigerungsrecht gegeben ist. Entspre-
chend musste der Untersuchungsrichter die Zeugen auch nicht auf ein nicht beste-
hendes Zeugnisverweigerungsrecht aufmerksam machen. Was sodann das unter 
Art. 90 Abs. 2 StPO geregelte Zeugnisverweigerungsrecht zum Selbstschutz des 
Zeugen oder seiner Verwandten vor strafrechtlicher Verfolgung betrifft, ist ein Hin-
weis darauf erst unter der Voraussetzung angezeigt, dass ein strafprozessual aus-
reichender Tatverdacht vorliegt (vgl. Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., § 62.21; 
Willy Padrutt, a.a.O., Ziff. 5.2 zu Art. 90 StPO, S. 222). Dies war jedoch vorliegend 
nicht der Fall. Hinsichtlich der Belehrung über das Zeugnisverweigerungsrecht sind 
dem Untersuchungsrichter somit keinerlei Verfahrensmängel vorzuwerfen, womit 
entgegen dem Einwand des Berufungsklägers von der Verwertbarkeit der Zeugen-
aussagen von J. und G. für das vorliegende Strafverfahren auszugehen ist.

6. Schliesslich macht der Berufungskläger in formeller Hinsicht geltend, 
dass der zuständige Gerichtspräsident der Vorinstanz wegen Befangenheit in den 
Ausstand hätte treten müssen, da letzterer auch im Rechtsöffnungsverfahren zu-
ständig gewesen sei. Die Vorinstanz führe aus, dass beim behaupteten Prozessbe-
trug der zuständige Richter im Rechtsöffnungsverfahren hätte getäuscht werden 
sollen. Genau dieser Richter, nämlich Gerichtspräsident lic. iur. M. Fleischhauer, 
habe aber auch im vorinstanzlichen Strafverfahren entschieden. Konkret habe dem-
nach das „Täuschungsopfer“ des Prozessbetruges auch die Beurteilung des Straf-
falles vorgenommen. Die Personalunion von Täuschungsopfer und Richter sei aber 
dermassen stossend, dass der zuständige Richter von Gesetzes wegen hätte in 
Ausstand treten müssen und dessen Entscheid nichtig sei. 

Dem kann nicht gefolgt werden. Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung 
vom 23. Juni 2008 zutreffend ausführt, ist es gerichtsnotorisch, dass vor Bezirksge-
richt Landquart anhängig gemachte Rechtsöffnungssachen nicht vom Gerichtsprä-
sidenten lic. iur. M. Fleischhauer beurteilt werden, sondern vom Vizepräsidenten lic. 
iur. Stefan Lechmann. Aus den Akten des Rechtsöffnungsverfahrens in Sachen A. 
gegen K. & Partner (Proz. Nr. 330-2007-47) geht denn auch klar hervor (vgl. act. 
04.1.10; act. 4.9), dass in diesem Verfahren nicht der Bezirksgerichtspräsident lic. 
iur. M. Fleischhauer urteilte, sondern der Vizepräsident lic. iur. Stefan Lechmann 

12

den Vorsitz hatte. Letzterer hat aber im vorinstanzlichen Strafverfahren nicht mitge-
wirkt. Mit anderen Worten lag also die Zuständigkeit im Rechtsöffnungsverfahren, 
für das dem Berufungskläger die versuchte Begehung eines Prozessbetrugs zur 
Last gelegt wird, entgegen der Behauptung des Berufungsklägers nicht beim selben 
Richter, wie jene im vorinstanzlichen Strafverfahren. Von einer Personalunion von 
Täuschungsopfer und Richter, wie sie der Berufungskläger geltend macht, kann 
demnach nicht die Rede sein. Diesbezüglich lag somit für den im vorinstanzlichen 
Strafverfahren zuständigen Bezirksgerichtspräsidenten Landquart kein Ausstands-
grund vor, womit die Behauptung des Berufungsklägers, das angefochtene Urteil 
sei nichtig, jeder Grundlage entbehrt. 

7. Der Bezirksgerichtsausschuss Landquart ist nach eingehender Be-
weiswürdigung zum Schluss gelangt, dass sich der zu beurteilende Sachverhalt hin-
sichtlich beider Anklagepunkte so abgespielt hat, wie er von der Staatsanwaltschaft 
in der Anklageschrift geschildert wird und hat A. entsprechend den Anträgen der 
Staatsanwaltschaft mit Urteil vom 9. April 2008 des vollendet versuchten Betruges 
gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie der 
mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig gesprochen. 
Demgegenüber bestreitet der Berufungskläger den ihm von der Staatsanwaltschaft 
und der Vorinstanz zur Last gelegten Sachverhalt hinsichtlich beider Anklagepunkte 
vollumfänglich und beantragt, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. Ausge-
hend von den Rügen des Berufungsklägers gilt es daher im Folgenden zu prüfen, 
ob die Vorinstanz zu Recht zur Überzeugung gelangt ist, dass A. die ihm von der 
Staatsanwaltschaft zur Last gelegten Tatbestände des vollendet versuchten Betru-
ges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und der 
mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB verwirklicht hat. 

Anlässlich dieser Prüfung ist eine Würdigung der vorliegenden Beweismittel 
vorzunehmen und gestützt darauf zu beurteilen, ob die Sachverhaltsdarstellung des 
Angeschuldigten oder der Staatsanwaltschaft beziehungsweise der Vorinstanz 
überzeugend erscheint, wobei das Gericht nach Art. 144 Abs. 2 StPO in Verbindung 
mit Art. 125 Abs. 2 StPO auch im Berufungsverfahren nach freier Überzeugung zu 
entscheiden hat (vgl. Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 1997, 
N. 286). Die Beweislast für die dem Angeklagten zur Last gelegten Taten liegt dabei 
grundsätzlich beim Staat (Willy Padrutt, a.a.O., S. 306 Ziff. 2). An den Beweis der 
zur Last gelegten Taten sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr als 
eine blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft. 
Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden Beweiswürdi-
gungsregel "in dubio pro reo" darf sich der Sachrichter jedoch nicht von der Existenz 

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eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären, wenn bei 
objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat, 
oder mit anderen Worten Zweifel an den tatsächlichen Voraussetzungen für ein ver-
urteilendes Erkenntnis bestehen (BGE 124 IV 87 f.). Bloss theoretische Zweifel sind 
indessen nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewiss-
heit nicht verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche und nicht zu 
unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven 
Sachlage aufdrängen (BGE 120 Ia 37). Aufgabe des Richters ist es, ohne Bindung 
an Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden und sich mit Über-
zeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die Bildung der 
Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld des Angeklag-
ten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und Indizien stützen, die vernünftige 
Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (vgl. PKG 1987 Nr. 12; 
Willy Padrutt, a.a.O., S. 307; Niklaus Schmid, a.a.O., N. 289). Diese allgemeine 
Rechtsregel kommt im Übrigen nicht schon dann zur Anwendung, wenn Aussage 
gegen Aussage steht. Es ist vielmehr anhand sämtlicher sich aus den Akten erge-
benden Umstände zu untersuchen, ob die Darstellung der Staatsanwaltschaft oder 
jene des Angeklagten den Richter zu überzeugen vermag. Erst wenn eine solche 
Überzeugung weder in der einen noch in der anderen Richtung zu gewinnen ist, 
muss gemäss dem Grundsatz "in dubio pro reo" der für den Angeklagten günstigere 
Sachverhalt angenommen werden (PKG 1978 Nr. 31; Willy Padrutt, a.a.O., S. 307) 
und es hat ein Freispruch zu erfolgen (Art.125 Abs. 2 StPO).

Für den konkreten Fall bedeutet dies, dass die Aussagen sowohl des Beru-
fungsklägers als auch jene der Zeugen und Auskunftspersonen sowie die weiteren 
Beweismittel frei zu würdigen sind, um dann bei gesamthafter Betrachtung entschei-
den zu können, welche Sachverhaltsdarstellung zu überzeugen vermag. Davon 
ausgehend ist alsdann in einem weiteren Schritt hinsichtlich beider Anklagepunkte 
die rechtliche Subsumtion des festgestellten Sachverhaltes vorzunehmen. 

8. a) Betreffend den ersten Anklagepunkt hielt J. anlässlich der polizeili-
chen Befragung vom 15. Oktober 2006 fest, dass er R. für die von letzterem am 20. 
Juni 2006 bei ihm ausgeführten Arbeiten zirka Fr. 80.-- in bar bezahlt habe. Auf die 
weitere Frage des einvernehmenden Polizeibeamten, ob er sich an den im Bestäti-
gungsschreiben vom 7. Juli 2006 (vgl. act. 3.3.6) angegebenen Betrag erinnern 
könne, führte er sodann im Einklang dazu aus, dass es sich um den Betrag von Fr. 
80.-- gehandelt habe, welchen er auf diesem Schreiben bestätigt und unterzeichnet 
habe (vgl. act. 3.5). Nichts anderes geht aus den Depositionen von J. anlässlich der 
polizeilichen Befragung vom 7. April 2004 hervor, stellte letzterer doch in Überein-

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stimmung zu seinen früheren Angaben nochmals klar, dass in dem von ihm unter-
zeichneten Bestätigungsschreiben der Betrag von Fr. 80.-- angegeben gewesen sei 
(vgl. act. 3.12, S. 1, 2). Diese Angaben decken sich sodann auch mit den Ausführun-
gen von J. gegenüber dem Untersuchungsrichter anlässlich des Konfrontverhörs 
vom 16. Mai 2007 mit dem Angeschuldigten (act. 3.14). Der Zeuge gab nämlich 
auch bei dieser Befragung in Übereinstimmung zu seinen früheren Aussagen als 
Auskunftsperson zu Protokoll, er habe R. für die besagte Reparatur den Betrag von 
Fr. 80.-- bezahlt, wobei derselbe Betrag, also  Fr. 80.--, auch in dem von ihm ge-
gengezeichneten Bestätigungsschreiben vom 7. Juli 2006 aufgeführt gewesen sei 
(vgl. act. 3.14, S. 2). Bei dieser Darstellung blieb er schliesslich auch, nachdem der 
Untersuchungsrichter ihm die Kopie des von ihm unterzeichneten Bestätigungs-
schreibens mit dem darin angegebenen Betrag von Fr. 180.-- vorlegte. So hielt J. 
zum wiederholten Male übereinstimmend fest, dass R. Fr. 80.-- von ihm verlangt 
habe, wobei er sich angesichts des im vorgehaltenen Bestätigungsschreiben fragte, 
ob der darin angegebenen Betrag von Fr. 180.-- nicht korrigiert worden sei (vgl. act. 
3.14, S. 3). Der Zeuge führte also anlässlich sämtlicher polizeilichen und untersu-
chungsrichterlichen Befragungen immer deckungsgleich aus, dass im zur Diskus-
sion stehenden Bestätigungsschreiben der Betrag von Fr. 80.-- aufgeführt gewesen 
sei und er auch eben diesen Betrag an R. übergeben habe. Die klaren und identi-
schen Aussagen von J. sprechen mithin entgegen der Auffassung des Berufungs-
klägers unmissverständlich für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung in der An-
klageschrift.

Zwar  räumte J. auf entsprechende Frage des Untersuchungsrichters ein, 
dass er die Unterschrift auf dem Bestätigungsschreiben ohne Lesebrille nicht gut 
beurteilen könne, wobei er nicht sagen konnte, ob er die Brille anlässlich der Unter-
zeichnung des Schreibens getragen habe oder nicht (act. 3.14, S. 3, 4). Ebenso war 
er sich nicht mehr sicher, das Bestätigungsschreiben vor der Unterzeichnung durch-
gelesen zu haben (act. 3.14, S. 4). Gerade die Tatsache, dass J. bereits bei sämtli-
chen früheren Befragungen, ohne zu zögern, wiederholt klar und übereinstimmend 
festgehalten hat, dass im betreffenden Bestätigungsschreiben der Betrag von Fr. 
80.-- aufgeführt gewesen sei, sowie der Umstand, dass er sich auf Vorlage eben 
dieses Bestätigungsschreibens über die darin angegeben Fr. 180.-- erstaunt zeigte, 
lassen jedoch darauf schliessen, dass der Zeuge dessen Inhalt gelesen hat und 
dabei - sei es mit oder ohne Lesebrille - in der Lage gewesen ist, den angegebenen 
Betrag zu entziffern. Von letzterem ist im Übrigen um so mehr auszugehen, als der 
handschriftlich eingefügte Betrag - wie im Übrigen auch der Berufungskläger selbst 
vor Schranken der Vorinstanz ausführen liess (vgl. act. 04.1.5, S. 4) - aus dem üb-

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rigen gedruckten Text deutlich hervorsticht (vgl. act. 3.3.6). Zudem stellte J. klar, 
dass er den Text des Bestätigungsschreibens bei entsprechenden Lichtverhältnis-
sen auch ohne Lesebrille zu lesen in der Lage sei (vgl. act. 3.14, S. 6). Die Unter-
zeichnung erfolgte im Sommer vor dem Haus des Zeugen (vgl. act. 3.3.6 ; act. 3.14, 
S. 4; act. 3.16, S. 3), wobei zu dieser Jahreszeit im Freien auch noch bis in den 
Abend hinein mit guten Lichtverhältnissen zu rechnen ist. Mit Blick darauf, dass J. 
gemäss eigenen Angaben offenbar in der Lage war, das Bestätigungsschreiben 
auch am Fenster des Einvernahmezimmers ohne Brille zu lesen (vgl. act. 3.14, S. 
6), erscheint es mithin nachvollziehbar, dass der Zeuge die Bestätigung im Zeit-
punkt der Unterzeichnung ebenfalls ohne Sehhilfe zu lesen vermochte. Unabhängig 
davon ist im Übrigen schon aufgrund seiner weiteren Angaben davon auszugehen, 
dass J. den Inhalt des Schreibens einschliesslich des darin angegebenen Betrages 
bei der Unterzeichnung gekannt hat, zumal er festhielt, dass ihm dessen Inhalt sei-
tens A. mündlich erläutert worden sei (vgl. act. 3.14, S. 4, 5). Dabei soll letzterer 
dem Zeugen gemäss eigenen Angaben auch den geschuldeten Betrag von Fr. 80.-- 
genannt haben (vgl. act. 3.14, S. 5). Dass J. den Inhalt der Bestätigung kannte, wird 
im Übrigen auch durch die Aussage von G. untermauert, welcher angab, dass sein 
Chef J. den Grund für die Erstellung und Unterzeichnung der Bestätigung erläutert 
habe (vgl. act. 3.16, S. 3, 4). Wenn also J. anlässlich seiner Befragungen wiederholt 
übereinstimmend bekräftigte, dass in dem von ihm unterzeichneten Bestätigungs-
schreiben von Fr. 80.-- die Rede gewesen sei, erscheinen seine Ausführungen ent-
gegen dem Einwand des Berufungsklägers durchaus glaubhaft. Dies nicht zuletzt 
auch mit Blick auf seine ebenfalls anlässlich sämtlicher Einvernahmen stets iden-
tisch deponierten Aussagen, wonach er R. den Betrag von Fr. 80.-- und nicht Fr. 
180.-- bezahlt habe (vgl. oben sowie act. 3.14., S. 2, 3, 5; act. 3.5). Eine Bezahlung 
von Fr. 80.--, wie sie der Zeuge mehrfach bestätigte, würde nämlich bei anders lau-
tender Angabe im Bestätigungsschreiben kaum Sinn machen. Entgegen dem Ein-
wand des Berufungsklägers erweisen sich die konstanten und übereinstimmenden 
Aussagen des Zeugen J. demnach als glaubhaft und sprechen somit deutlich dafür, 
dass im Bestätigungsschreiben ursprünglich der Betrag von Fr. 80.-- angegeben 
war. 

Dass J. bei der Konfrontbefragung vom 16. Mai 2007 angab, er meine, A. sei 
bei der Übergabe des Bestätigungsschreibens allein erschienen, obschon G. 
gemäss eigenen Angaben ebenfalls zugegen war (vgl. act. 3.6, S. 2; act. 3.16, S. 
2), vermag daran nichts zu ändern. Die Abgabe der Bestätigung von J. erfolgte näm-
lich zwischen letzterem und A.. Dessen Lehrling G. war wohl anwesend, die Unter-
schrift der Bestätigung wurde jedoch nicht von G. sondern durch den Berufungsklä-

16

ger eingeholt. Gemäss glaubhaften Angaben von G. war es A., welcher J. den 
Grund für die Erstellung und Unterzeichnung der Bestätigung erläutert und diese 
auch in Empfang genommen hat (vgl. act. 3. 16, S. 3, 4). Es erscheint folglich durch-
aus nachvollziehbar, wenn sich der Zeuge fast ein Jahr nach diesem Ereignis - die 
Bestätigung datiert vom 7. Juli 2006 - nicht mehr an die Anwesenheit von G. erin-
nern konnte, zumal letzterer hinsichtlich der Unterzeichnung des Schreibens mit 
dem Zeugen direkt nichts zu tun hatte. Ebensowenig vermag der Berufungskläger 
daraus etwas zu seinen Gunsten abzuleiten, dass J. anlässlich der Konfronteinver-
nahme vom 16. Mai 2007 davon ausging, es handle sich beim anwesenden Ange-
schuldigten um R. (vgl. act. 3.14, S. 5). Entgegen dem Einwand des Berufungsklä-
gers geht nämlich aus dem weiteren Verlauf des Konfrontverhörs vom 16. Mai 2007 
deutlich hervor, dass der Zeuge nicht die beiden Personen als solche, sondern le-
diglich deren Namen verwechselte. So vermochte J. auf Ergänzungsfrage der Ver-
teidigung sofort richtig zuzuordnen, dass er den Betrag von Fr. 80.-- nicht dem an-
wesenden Angeschuldigten, sondern jener Person gegeben habe, welche das Rohr 
gereinigt hat, also R.. Umgekehrt gab er ebenso zutreffend an, die ihm vorgehaltene 
Bestätigung gegenüber dem Anwesenden - also A. - und nicht gegenüber demjeni-
gen unterzeichnet zu haben, welcher die Reparaturarbeiten ausführte (vgl. act. 3.14, 
S. 5). Er wusste also entgegen dem Einwand des Berufungsklägers sehr wohl, wie 
die jeweilige Person ausgesehen hat, welche bei ihm die Reparatur vorgenommen 
beziehungsweise die Bestätigung eingeholt hatte. 

b) Kommt hinzu, dass die einheitliche Darstellung von J. auch durch die De-
positionen des Zeugen G. bestätigt wird. Letzterer hat    ebenfalls ein vom 7. Juli 
2006 datierendes Bestätigungsschreiben betreffend die von R. im Hause von J. am 
20. Juni 2006 ausgeführten Reparaturarbeiten unterzeichnet (vgl. act. 3.3.7). Zur 
Höhe des im unterzeichneten Bestätigungsschreiben angegebenen Rechnungsbe-
trages befragt, führte G. bei der polizeilichen Befragung vom 15. Oktober 2006 wört-
lich aus (vgl. act. 3.6, S. 2): Der Betrag war mit CHF 80.00 von Hand eingetragen. 
Der Betrag wurde durch A. eingetragen“. Dies bekräftigte er sodann auch anlässlich 
seiner polizeilichen Einvernahme vom 7. April 2007, indem er auf entsprechende 
Frage erneut übereinstimmend festhielt, dass er am 7. Juli 2006 die Bestätigung für 
den Betrag von Fr. 80.-- unterschrieben habe. Präzisierend stellte er überdies noch 
einmal ausdrücklich klar, dass zum Zeitpunkt seiner Unterzeichnung der Betrag von 
Fr. 80.-- auf der Bestätigung gestanden habe (vgl. act. 3.13, S. 1, 2).   Überdies gab 
G. an, dass er bei der Ausführung der Reparaturarbeiten zugegen gewesen sei (vgl. 
act. 3.6, S. 2; act. 3.16, S. 2). Dabei erklärte er im Einklang zu seinen übrigen Aus-
führungen wie auch jenen von J. wiederholt, dass R. J. auf Nachfrage betreffend 

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die Kosten für die ausgeführte Arbeit den Betrag von Fr. 80.-- genannt habe (vgl. 
act. 3.6, S. 2; act. 3.16, S. 2). Auch nach Vorhalt des von ihm unterzeichneten 
Bestätigungsschreibens vom 7. Juli 2006 anlässlich der Konfrontbefragung vom 16. 
Mai 2007 blieb G. bei seiner Darstellung, wonach in der Bestätigung ursprünglich 
Fr. 80.-- eingetragen gewesen seien. Er wisse noch, dass in diesem Schreiben zum 
damaligen Zeitpunkt der Betrag von Fr. 80.-- aufgeführt gewesen sei, und nicht der-
jenige von Fr. 180.-- (vgl. act. 3.16, S. 2).  Dabei bekräftigte er auf entsprechende 
Frage des Untersuchungsrichters abermalig, dass er sich sicher sei, dass auf dem 
von ihm unterschriebenen Bestätigungsschreiben der Betrag von Fr. 80.-- einge-
setzt war (vgl. act. 3.13, S. 3). Entsprechend erläuterte der Zeuge, dass es A. ge-
wesen sei, welcher Datum und Höhe des Frankenbetrages in die Bestätigung ein-
gesetzt habe, wobei letzterer den Betrag von Fr. 80.-- in die dafür vorgesehene Lü-
cke eingetragen habe. Das wisse er noch (vgl. act. 3.16, S. 4). Demgemäss frage 
er sich, wieso auf dem ihm vorgehaltenen Schreiben nun Fr. 180.-- aufgeführt seien 
und nicht die Fr. 80.--, wofür er unterschrieben habe. Der Zeuge G. bestätigte also 
sowohl gegenüber der Polizei als auch dem Untersuchungsrichter mehrfach die be-
reits von J. wiederholt übereinstimmend angegebene Betragshöhe von Fr. 80.--, 
wobei er ausdrücklich klarstellte, dass er die Bestätigung mit dem darin aufgeführten 
Betrag von Fr. 80.-- vor der Unterzeichnung von Anfang bis Ende durchgelesen 
habe (vgl. act. 3.6, S. 1; act. 3.16, S. 4). 

Allein der Umstand, dass G. bei der Bezahlung des Betrages nicht dabei war 
(vgl. act. 3.6, S. 2; act. 3.16, S. 2; Act. 3. 4, S. 2), obschon die Formulierung in der 
von ihm unterzeichneten Bestätigung auf das Gegenteil schliessen lässt, vermag 
seine Angaben nicht zu entkräften. Entscheidend ist nämlich die Frage, welcher Be-
trag im Zeitpunkt der Unterzeichnung im Bestätigungsschreiben eingetragen war, 
wobei die diesbezüglichen Angaben des Zeugen G. angesichts ihrer Konstanz und 
der völligen Übereinstimmung mit den Aussagen von J. (vgl. oben, E. 7.a und b) 
entgegen der Auffassung des Berufungsklägers glaubhaft und überzeugend er-
scheinen. Dies um so mehr, als G. mit seinen Depositionen seinen eigenen Arbeit-
geber belastete, dem gegenüber er aufgrund des Arbeitsverhältnisses zur Loyalität 
verpflichtet war. Gerade der Umstand, dass der Zeuge trotz dieser Situation zu Un-
gunsten von A. aussagte, lassen seine Angaben mithin um so überzeugender er-
scheinen, zumal auch keinerlei Hinweise auf ein gestörtes Arbeitsverhältnis oder 
andere Gründe vorliegen, weshalb G. ein Interesse gehabt hätte, seinen Lehrmeis-
ter zu Unrecht zu belasten. 

c) Abgesehen davon decken sich die identischen Angaben von J. und G. in 
den wesentlichen Punkten auch mit jenen von R., welcher die in den Bestätigungs-

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schreiben erwähnten Reparaturarbeiten bei J. ausgeführt hat. R. gab nämlich bei 
seiner Befragung vom 2. August 2006 gegenüber der Polizei ebenfalls übereinstim-
mend zu Protokoll, dass es sich beim Rechnungsbetrag für diese Arbeiten nicht um 
die im Bestätigungsschreiben angegebenen Fr. 180.-- handelte (vgl. act. 3.4, S. 2). 
Zwar erklärte er in Abweichung zu den beiden oben genannten Zeugen, welche 
einhellig den Betrag von Fr. 80.--  nannten, dass er Fr. 78.-- von J. verlangt habe. 
Angesichts der in diesem Punkt konstant identischen Aussagen von J. und G. sowie 
der geringfügigen Divergenz zwischen den beiden genannten Beträgen, erscheint 
es jedoch offensichtlich, dass es sich dabei um eine blosse Rundungsdifferenz han-
delt. Jedenfalls geht aus der Aussage von R. übereinstimmend zu den Angaben von 
J. und G. klar hervor, dass es sich beim Rechnungsbetrag - und dies ist entschei-
dend - nicht um die vom Berufungskläger behauptete und in der Bestätigung einge-
tragene Summe von Fr. 180.-- gehandelt hat. 

d) Zusammenfassend stehen somit der Behauptung des Berufungsklägers, 
er habe in beiden Bestätigungen von Anfang an den Betrag von Fr. 180.-- eingetra-
gen, die in allen wesentlichen Punkten übereinstimmenden Angaben von R., J. und 
G. entgegen, welche darauf schliessen lassen, dass zum Zeitpunkt der Unterzeich-
nung in beiden Bestätigungen der Betrag von Fr. 80.-- aufgeführt war. Bei der Wür-
digung dieser Aussagen bleibt zwar zu berücksichtigen, dass A. bereits vor der 
Eröffnung des vorliegenden Strafverfahrens unter Beilage der hier zur Diskussion 
stehenden Bestätigungsschreiben Strafanzeige gegen R. eingereicht hatte und letz-
terer seine Depositionen somit nicht als Zeuge unter Wahrheitspflicht, sondern in 
seiner Stellung als Angeschuldigter getätigt hat. Die Darstellung von R., wonach es 
sich beim Rechnungsbetrag nicht um Fr. 180.-- gehandelt habe, wird aber auch 
durch die gleich lautenden Aussagen von J. und G. bestätigt, womit sie selbst unter 
Berücksichtigung seiner Interessenlage im Zeitpunkt der Aussage, durchaus glaub-
haft erscheint. Die Zeugen J. und G. haben darüber hinaus unabhängig voneinander 
wiederholt sowohl gegenüber dem Untersuchungsrichter als auch der Polizei klar 
und übereinstimmend festgehalten, dass bei Leistung ihrer Unterschrift der Betrag 
von Fr. 80.-- in den Bestätigungsschreiben eingetragen war. Dabei bleiben gerade 
auch im Hinblick auf die Situation von G., welcher gegen seinen Lehrmeister aus-
gesagt hat, obschon er diesem als Arbeitgeber zur Loyalität verpflichtet war und 
nach der belastenden Aussage weiterhin bei diesem arbeitete, keinerlei ernsthaften 
Zweifel, dass sich der Sachverhalt so zugetragen hat, wie er von den Zeugen G. 
und Brunner einhellig geschildert wurde. Dies um so mehr, als der Berufungskläger 
von den Bestätigungsschreiben keine Originale mehr besitzt und ebensowenig sein 
Rechtsvertreter (vgl. act. 1.4), was angesichts des Umstands, dass A. diese Doku-

19

mente als Belege im Strafverfahren gegen R. verwenden wollte, schwer nachvoll-
ziehbar ist und demgemäss die Sachverhaltsdarstellung des Berufungsklägers we-
nig überzeugend erscheinen lässt. In Gesamtwürdigung der vorliegenden Aussa-
gen vermag daher der Berufungskläger die schlüssigen, konstanten und in sämtli-
chen wesentlichen Punkten übereinstimmenden Depositionen von J., G. und R. 
nicht zu entkräften. Der Kantonsgerichtsausschuss gelangt daher aufgrund der dar-
gelegten Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass in den von J. beziehungsweise 
G. unterzeichneten Bestätigungsschreiben im Zeitpunkt der Unterschrift der Betrag 
von Fr. 80.-- angegeben war, welcher erst nachträglich durch das Voranstellen der 
Ziffer 1 in Fr. 180.-- abgeändert worden sein muss. Ist aber davon auszugehen, 
dass ursprünglich der Betrag von Fr. 80.-- angegeben war, so ist auch die vom Be-
rufungskläger behauptete Möglichkeit eines Dissens auszuschliessen. Die An-
nahme eines solchen würde nämlich voraussetzen, dass der Angeklagte zufolge 
eines Missverständnisses bereits von Anfang an den Betrag von Fr. 180.-- einge-
setzt hätte. Davon ist jedoch vorliegend gerade nicht auszugehen. Vielmehr ist nach 
dem Gesagten erstellt, dass der ursprünglich eingetragene Betrag von Fr. 80.-- erst 
durch nachträgliches Einsetzen beziehungsweise Voranstellen der Zahl 1 in Fr. 
180.-- abgeändert worden ist. Dabei bleiben aufgrund der vorliegenden Umstände 
keinerlei ernsthaften Zweifel, dass es A. war, welcher diese nachträgliche Änderung 
vorgenommen hat. Der Berufungskläger hat nämlich die Bestätigungen nicht nur 
eigenhändig bei J. und G. eingeholt, sondern diese - wohlgemerkt mit den abgeän-
derten Beträgen von Fr. 180.-- - auch selbst im Strafverfahren gegen R. eingereicht. 
Entsprechend ergibt sich aus der Verwendung dieser Papiere im Strafverfahren 
auch sein Interesse, den eingetragenen Betrag abzuändern, zumal der damit ange-
strebte Vorteil nicht materieller Natur zu sein braucht (vgl. dazu Stefan Trechsel, 
Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2008, Rz 13 
-15 zu Art. 251 StGB sowie weiter unten, E. 9). Überdies bleibt zu bemerken, dass 
die beiden Zeugen G. und J. unabhängig voneinander deckungsgleich angaben, 
dass A. ihnen kein Doppel des Bestätigungsschreibens ausgehändigt habe (vgl. act. 
3.7, S.1; act. 3.12, S. 1; act. 3.13, S. 1). Dabei ist nicht ersichtlich, inwiefern J. und 
G. ein Interesse daran gehabt hätten, ein vom Berufungskläger ausgehändigtes 
Doppel der Bestätigung bewusst verschwinden zu lassen, zumal dieses Dokument 
aus ihrer Sicht gleichzeitig ein Beleg für die Bezahlung des geschuldeten Betrages 
darstellte. Die diesbezüglich übereinstimmenden Depositionen der Zeugen J. und 
G. erscheinen daher umso glaubhafter. Der Berufungskläger war aber somit als ein-
ziger im Besitze der von J. und G. gegengezeichneten Bestätigungsschreiben und 
damit in der Lage, den eingetragenen Betrag abzuändern, wobei er auch keine Ori-
ginale mehr vorweisen kann. Aufgrund dieser Sachlage bleibt somit jeglicher ernst-

20

zunehmende Zweifel darüber ausgeschlossen, dass es niemand anderes als A. ge-
wesen sein kann, welcher den ursprünglich angegebenen Betrag von Fr. 80.-- in Fr. 
180.-- abgeändert hat. Damit erübrigt sich aber entsprechend den zutreffenden Aus-
führungen der Vorinstanz auch die Einholung eines Schriftgutachtens. 

Im ersten Anklagepunkt ist daher von der Sachverhaltsdarstellung gemäss 
Anklageschrift auszugehen.  

9. a) Hinsichtlich des zweiten Anklagepunkts gab K. am 5. Juli 2007 ge-
genüber dem Untersuchungsrichter zu Protokoll (vgl. act. 4.13), dass er im vorlie-
genden Zusammenhang zwei Darlehensverträge mit A. abgeschlossen und gestützt 
darauf insgesamt Fr. 100'000.-- von diesem entgegengenommen habe, wobei seine 
Schilderung des diesbezüglichen Ablaufs in sich geschlossen und aktenmässig 
nachvollziehbar erscheint. So führte der Zeuge in  Übereinstimmung mit den Akten 
(vgl. act. 4.3, Beilage 1; Beilagendossier, Beilage 1 [Original]) aus (vgl. act. 4.13, S. 
2), dass der erste Darlehensvertrag vom 29./30. November 2004 in Zusammenhang 
mit dem Kauf der Parzelle Nr. 421 in Untervaz abgeschlossen worden sei und ur-
sprünglich auf Fr. 100'000.-- gelautet habe. A. habe dann aber seinen Beitrag von 
Fr. 100’000.-- nicht vollumfänglich leisten können, sondern habe am 8. Dezember 
2004 Fr. 50'000.-- auf sein Konto überwiesen, was auch durch den entsprechend 
datierten handschriftlichen Vermerk auf dem Vertrag (act. 4.3, Beilage 1; Beilagen-
dossier, Beilage 1 [Original]) sowie den bei den Akten liegenden Einzahlungsbeleg 
der GKB (vgl. act. 4.19, Beilage 6) und den Berufungskläger selbst (vgl. act. 4.13, 
S. 4) bestätigt wird. Weiter gab K. an, dass der Restbetrag deshalb zum damaligen 
Zeitpunkt von Baumeister X. übernommen worden sei, wobei auch diese Angaben 
aktenmässig erstellt sind (vgl. act. 4.19, Beilage 7; act. 4.22, Beilage 4). Im Jahre 
2005 habe er A. in der Folge den Vorschlag gemacht, dass dieser jene Fr. 50'000.--, 
welche er nicht in den Kauf der Untervazer Parzelle eingebracht habe, nun in den 
Kauf der Parzelle Nr. 4661 im Gebiet Marchesa in Domat/Ems einschiessen könne. 
Folglich wurde gemäss Angaben von K. der Darlehensvertrag vom 11. Mai 2005 
über Fr. 50'000.-- abgeschlossen, welchen er im Original (Beilagendossier, Beilage 
3) ins Recht gelegt hat. Diesen Betrag von Fr. 50'000.-- hat er laut seinen weiteren 
Ausführungen denn auch von A. erhalten, wobei die vom Zeugen detailliert geschil-
derte Bezahlung in Tranchen (vgl. act. 4.13, S. 3) von sofort Fr. 10'000.-- und noch-
mals je Fr. 20'000.-- am 13. Mai 2005 und 05. Juli 2007 (Schaltertransaktion am  6. 
Juli 2007: act. 4.19, Beilage 10, S. 3)  ebenfalls durch die Akten gestützt und auch 
vom Berufungskläger bestätigt wird (vgl. act. 4.3, Beilage 3; act. 4.15; act. 4.13, S. 
4). 

21

Auf Vorhalt der Kopie des Darlehensvertrags vom 27. November 2004/5. Juli 
2005 zwischen K. und A. betreffend Grundstückkauf Nr. 4662 Domat/Ems über Fr. 
50’000.-- (act. 4.3, Beilage 3 [Kopie]) verneinte der Zeuge indes klar, einen Vertrag 
mit solchem Inhalt unterzeichnet zu haben. Er habe zwar am 29. November 2004 
einen Darlehensvertrag unterzeichnet. Dieser habe sich aber auf die Parzelle Nr. 
421 in Untervaz bezogen und nicht auf die Parzelle Nr. 4661 in Domat/Ems. Das 
vorgehaltene Schreiben habe er zum ersten Mal beim Rechtsvertreter von A. gese-
hen. Entsprechend gab er an, aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen mit A. 
über die Parzellen Nr. 421 in Untervaz und Nr. 4661 in Domat/Ems  von diesem 
insgesamt lediglich Fr. 100'000.-- und nicht, wie vom Berufungskläger geltend ge-
macht, Fr. 150'000.-- entgegengenommen zu haben (vgl. dazu act. 4.13, S. 3). Bei 
diesen Angaben blieb der Zeuge auch, nachdem ihm das vom Rechtsvertreter des 
Berufungsklägers eingereichte Original des umstrittenen Vertrages (act. 4.14) vor-
gehalten wurde. So räumte K. ein, dass die in schwarzer Tinte gehaltene Unter-
schrift auf dem Original des Vertrages zwar von ihm stamme, er habe dieses Doku-
ment jedoch nicht in der Form unterschrieben, wie es nun vorliege. Er habe dieses 
Schreiben im Originalzustand unterschrieben, das heisst ohne die handschriftlich 
angebrachten Ausführungen und ohne die Unterschrift von A.. Es sei üblich gewe-
sen, dass am Anfang sowohl er als auch A. ein Original des ursprünglichen Vertra-
ges gehabt hätten (vgl. act. 4.13, S. 6). Dabei erscheint wesentlich, dass das Projekt 
in Domat/Ems - wie auch vom Zeugen weiter geschildert (act. 4.13, S. 6) - erst im 
Jahre 2005 stattgefunden hat, währenddem im Jahre 2004 der Kauf in Untervaz 
abgewickelt wurde. Die Unterzeichnung des fraglichen Vertrages über die Parzelle 
in Domat/Ems (act. 4.3, Beilage 3 [Kopie]; act. 4.14) durch K. erfolgte aber laut Da-
tumsangabe bereits am 27. November 2004 und damit in jenem Zeitraum, als der 
Kauf der Liegenschaft Nr. 421 in Untervaz anstand (vgl. act. 4.19, Beilage 3), 
währenddem der Kaufvertrag betreffend das Grundstück in Domat/Ems erst meh-
rere Monate später, nämlich am 11. Mai 2005 (act. 4.19, Beilage 4) abgeschlossen 
wurde. Es erscheint daher glaubhaft, dass im Zeitpunkt der Unterzeichnung des 
fraglichen Vertrages, also Ende November 2004, noch keine konkreten Pläne zum 
Erwerb des Grundstückes in Domat/Ems bestanden. War aber diesbezüglich noch 
gar nichts geplant, so ist im Einklang mit den Ausführungen von K. auszuschliessen, 
dass letzterer zu diesem Zeitpunkt einen Darlehensvertrag mit Bezug auf die Par-
zelle in Domat/Ems unterschrieben hat, wie er ihm nun vorgehalten wird. Der von 
K. geschilderte Ablauf erscheint demnach gerade auch mit Blick auf die Datierung 
seiner Unterschrift plausibel und schlüssig. 

22

b) Demgegenüber vermögen die Depositionen des Berufungsklägers nicht 
zu überzeugen. Zwar bestritt A. den von K. ihm gegenüber erhobenen Vorwurf der 
Urkundenfälschung sowohl anlässlich des Konfrontverhörs als auch bei der unter-
suchungsrichterlichen Einvernahme vom 5. Juli 2007 (vgl. act. 4. 13, S. 4 f; act. 
4.16). So bezeichnete er die Behauptung des Zeugen, wonach dieser in Zusam-
menhang mit den Geschäften betreffend die Parzellen in Untervaz und Domat/Ems 
insgesamt lediglich Fr. 100'000.-- von ihm entgegengenommen habe, als unzutref-
fend. Vielmehr habe er K. total Fr. 150'000.-- zukommen lassen. Dazu führte er er-
läuternd aus, er habe K. zusätzlich zu den behaupteten Fr. 100'000.--, betreffend 
derer er mit den Schilderungen des Zeugen übereinstimme, weitere Fr. 50'000.-- in 
bar übergeben, wobei ihm diese Geldübergabe gemäss act. 4.3, Beilage 1 (Kopie 
des Darlehensvertrages zwischen K. und A. betreffend Grundstück Nr. 421 Unter-
vaz über Fr. 50'000.--) am 24. Mai 2005 von letzterem quittiert worden sei (vgl. act. 
4. 13, S. 4). Weiter gab A. an, er habe die auf dem umstrittenen Vertrag aufgeführten 
handschriftlichen Änderungen am 5. Juli 2005 in Anwesenheit und im Einverständ-
nis von K. in seinem Büro in Z. angebracht. Dies könne auch seine Sekretärin, Y., 
bezeugen (vgl. act. 4.16, S. 2). 

Entgegen den Ausführungen des Berufungsklägers finden sich jedoch in den 
Akten keinerlei Beweisurkunden, welche die von A. für den 24. Mai 2005 behauptete 
zusätzliche Zahlung von Fr. 50’000.-- an K. belegen würden. Zwar ist auf dem vom 
Berufungskläger zum Beweis angerufenen Aktenstück 4.3, Beilage 1 (Kopie Darle-
hensvertrag vom 27./30. November 2004 betreffend Grundstück Nr. 421 Untervaz; 
vgl. auch Original im Beilagendossier, Beilage 2) ein handschriftlicher Zusatz mit 
dem Wortlaut „50'000.-- Fünfzigtausend 24.05.05“ angebracht, welcher mit der Un-
terschrift von K. versehen ist. Dabei handelt es sich jedoch, wie aus dem Inhalt der 
Vereinbarung hervorgeht, nicht um die Quittierung der vom Berufungskläger zusätz-
lich behaupteten Zahlung in Höhe von Fr. 50'000.--. Auf dem erwähnten Vertrag 
sind nämlich weitere handschriftliche Zusätze angebracht, welche eindeutig gegen 
diese Behauptung des Berufungsklägers sprechen. So ist die erwähnte Vereinba-
rung zusätzlich mit dem ebenfalls von Hand geschriebenen Text, „Bezahlung in 2 
Raten“ sowie „1. Rate Fr. 50'000 8.12.04 erhalten“ versehen, wobei auch dieser 
Vermerk die Unterschrift von K. trägt. Der handschriftliche Zusatz „Bezahlung in 2 
Raten“ ist zudem ebenso wie die ursprünglich in Druckbuchstaben angegebene 
Darlehenssumme von Fr. 100'000.-- von Hand durchgestrichen. Ausserdem ist über 
den erwähnten Änderungen der Zusatz „i.O.“ mit der Unterschrift von A. angebracht. 
Damit wird aber klar, dass der ursprüngliche Darlehensbetrag auf Fr. 100'000.-- lau-
tete, wobei unter den Parteien in der Folge eine Bezahlung in zwei Raten vereinbart 

23

worden sein muss und K. gemäss ausdrücklichem Wortlaut die erste Rate von Fr. 
50'000.-- am 8. Dezember 2004 denn auch erhalten hat. Letzteres ergibt sich im 
Übrigen, wie bereits gesagt, auch aus dem ins Recht gelegten Einzahlungsbeleg 
der Graubündner Kantonalbank (vgl. act. 4.19, Beilage 6), währenddem für die vom 
Berufungskläger behauptete zusätzliche Zahlung von Fr. 50'000.-- am 24. Mai 2005 
keine Quittungen oder andere Belege bei den Akten liegen, wobei darauf weiter 
unten nochmals näher einzugehen sein wird (vgl. dazu E. 9.d, S. 27 f.). Demge-
genüber enthält der Vermerk „50'000.-- Fünfzigtausend 24.05.05“ weder einen Hin-
weis, dass es sich dabei um eine Ratenzahlung handelt, noch wird hier im Gegen-
satz zum Vermerk betreffend die erste Rate vom 8. Dezember 2004 ausdrücklich 
der Erhalt des aufgeführten Betrages bestätigt. In Anbetracht dessen sowie der Tat-
sache, dass sowohl der ursprünglich vereinbarte Darlehensbetrag von Fr. 100'000.-
- als auch der handschriftliche Zusatz „Bezahlung in 2 Raten“ durchgestrichen ist, 
wird demnach deutlich, dass der Zusatz „50'000.-- Fünfzigtausend 24.05.05“ - wie 
auch von K. schlüssig dargelegt (vgl. act. 4. 13,  S. 4f.) - lediglich eine von den 
Parteien am 24. Mai 2005 vorgenommene Vertragsänderung im Sinne einer Herab-
setzung des ursprünglich geschuldeten Darlehensbetrags von Fr. 100'000.-- auf Fr. 
50'000.-- dokumentiert, nicht jedoch die Leistung einer weiteren Zahlung von A. in 
dieser Höhe. 

Dies wird denn auch mit Blick auf den Gegenstand der mit der dargelegten 
Vertragsänderung versehenen Vereinbarung vom 27./30. November 2004 (act. 4.3, 
Aktenstück 4.3, Beilage 1; Beilagendossier, Beilage 2 [Original]) bestätigt. Dieser 
Darlehensvertrag betrifft nämlich den Kauf des Grundstücks Nr. 421 in Untervaz, 
währenddem der umstrittene Vertrag vom 27. November 2004/5.Juli 2005 (act. 4.3, 
Beilage 3; act. 4.14 [Original]), gestützt auf welchen der Berufungskläger eine zu-
sätzliche Zahlung von Fr. 50'000.-- geleistet haben will, gemäss der von diesem 
eigenhändig angebrachten Änderung (vgl. act. 4.16, S. 1) auf den Kauf des Grund-
stücks Nr. 4662 in Domat/Ems lautet. Es leuchtet demzufolge auch unter diesem 
Gesichtspunkt ein, dass es sich beim fraglichen Vermerk auf dem das Geschäft in 
Untervaz betreffenden Dokument (Beilagendossier, Beilage 2 [Original]) nicht um 
die Quittierung einer vom Berufungskläger gemäss Vertrag vom 27. November 
2004/5.Juli 2005 (act. 4.3, Beilage 3; act. 4.14 [Original]) behaupteten Zahlung von 
Fr. 50'000.-- für das Projekt in Domat/Ems handeln kann. Dies um so mehr, als die 
Finanzierung des Grundstückkaufs in Untervaz bereits durch die aktenmässig be-
legten Leistungen der Einzelfirma K. & Partner sowie von H., X., der Graubündner 
Kantonalbank und der von A. am 8. Dezember 2004 bezahlten Fr. 50'000.-- sicher-
gestellt war (vgl. act. 4.19, Beilagen 5-7 und 10; act. 4.21; act. 4.22, Beilagen 1-4), 

24

als letzterer am 24. Mai 2005 nochmals Fr. 50'000.-- bezahlt haben will. Eine weitere 
Zahlung des Berufungsklägers von Fr. 50'000.-- in Bezug auf das Projekt in Unter-
vaz war demnach nicht mehr notwendig und hätte somit gar keinen Sinn gemacht. 
Zudem erscheint die  Schilderung des Berufungsklägers gerade auch angesichts 
dessen wenig schlüssig, dass er die handschriftlichen Änderungen auf dem umstrit-
tenen Vertrag (act. 4.14 [Original], act. 4.3., Beilage 3) am 5. Juli 2005 im Beisein 
von K.  vorgenommen haben will (vgl. act. 4.16, S. 1f.), währenddem die zusätzliche 
Zahlung von Fr. 50'000.--, welche A. auf dieses Dokument stützt, bereits am 24. Mai 
2005 (vgl. act. 4.13, S. 4) erfolgt sein soll. 

Zum Zeitpunkt, als der Berufungskläger den umstrittenen Darlehensvertrag 
betreffend das Grundstück in Domat/Ems abgeschlossen haben will, also am 5. Juli 
2005, bestand betreffend dieses Projekt im Übrigen bereits ein Darlehensvertrag 
zwischen den Parteien über Fr. 50'000.--, nämlich jener vom 11. Mai 2005 (vgl. act. 
4.12; Beilagendossier, Beilage 3 [Original]). Demgemäss war auch die Finanzierung 
des Geschäfts in Domat/Ems durch die von K. quittierte Zahlung des Berufungsklä-
gers von Fr. 50'000.-- (act. 4.15) sowie die ebenfalls aktenmässig ausgewiesenen 
Geldleistungen von P., der Einzelfirma K. & Partner und der Graubündner Kanto-
nalbank zu diesem Zeitpunkt bereits sichergestellt (vgl. act. 4.19, Beilage 8; act. 
4.19, Beilage 10, S. 3 f.). Es hätte folglich unter diesen Umständen für K. überhaupt 
keinen Sinn gemacht, am 5. Juli 2005 nochmals einen Darlehensvertrag über das 
gleiche, bereits finanzierte Objekt mit sinngemäss gleichem Inhalt abzuschliessen. 
Entsprechend konnte auch der Berufungskläger gegenüber dem Untersuchungs-
richter keine plausible Erklärung dafür liefern, weshalb zwischen ihm und K. zwei 
Vereinbarungen über das gleiche Objekt mit sinngemäss gleichem Inhalt unter-
zeichnet worden seien (vgl. act. 4.16, S. 2). In diesem Zusammenhang führte A. 
lediglich aus, dass ihm der Vertrag betreffend Domat/Ems vom 11. Mai 2005 (Bei-
lagendossier, Beilage 3 [Original]) heute nichts mehr sage, er diesen aber wahr-
scheinlich schon unterzeichnet habe (vgl. act. 4.16, S. 2). Die Sachverhaltsschilde-
rung des Berufungsklägers, wonach er im Einverständnis und im Beisein des Zeu-
gen mit diesem am 5. Juli 2005 einen weiteren Vertrag betreffend das Projekt in 
Domat/Ems über Fr. 50'000.-- abgeschlossen haben will, erscheint mithin – sei es 
mit Blick auf das Geschäft in Untervaz als auch auf jenes in Domat/Ems - auch aus 
chronologischer Sicht nicht nachvollziehbar. 

c) Daran vermögen auch die Aussagen von Y. nichts zu ändern, wonach die 
Unterzeichnung des umstrittenen Vertragsdokumentes sowie die gestützt darauf 
geltend gemachte Geldübergabe an den Zeugen K. anlässlich einer zwischen den 
Parteien anfangs Juli 2005 stattfindenden Sitzung im Büro ihres Arbeitgebers A. in 

25

Z. erfolgt sein soll (vgl. act. 04.1.8, S. 3, 4). Zwar bestätigte auch K., dass er eine 
Besprechung mit dem Berufungskläger in dessen Büro in Z. gehabt habe (vgl. act. 
04.1.8, S. 3). Dass er dabei den zur Diskussion stehenden Darlehensvertrag vom 
27. November 2004/5. Juli 2005 unterzeichnet habe, bestritt er jedoch ebenso, wie 
bei diesem Anlass einen Barbetrag von Fr. 50'000.-- vom Berufungskläger entge-
gengenommen zu haben (vgl. act. 04.1.8, S. 3, 4, 5). Dabei bleibt festzuhalten, dass 
die Sitzung von anfangs Juli 2005 durchaus Sinn ergibt, nämlich als Fortsetzung 
zum Vertragsabschluss betreffend das Geschäft in Domat/Ems vom 11. Mai  2005, 
zumal auch die letzte vom Berufungskläger gestützt darauf geleistete Teilzahlung 
von Fr. 20'000.-- in diesem Zeitraum bezahlt wurde (vgl. act. 4.15). Es erscheint 
also durchaus nachvollziehbar, dass K. anfangs Juli 2005 beziehungsweise am 5. 
Juli 2005 eine Besprechung mit dem Berufungskläger in dessen Büro in Z. gehabt 
hat. Dass diese  Zusammenkunft - wie es die Schilderung der Zeugin weiter nahe-
legt (vgl. act. 04.1.8, S. 3, 4) - einen nochmaligen Vertragsabschluss betreffend das 
bereits finanzierte und abgewickelte Geschäft in Domat/Ems zum Inhalt hatte, er-
scheint jedoch  - wie bereits dargelegt - folgewidrig. Entsprechend fällt denn auch 
auf, dass Y. mit Bezug auf die Frage nach der Unterzeichnung des Vertrages und 
der Geldübergabe anlässlich dieser Sitzung blosse Vermutungen äussern bezie-
hungsweise keine konkreten Angaben machen konnte. So räumte die Zeugin ein, 
dass sie nicht mit den beiden Herren am Tisch gesessen habe und sprach dem-
gemäss bei ihrer Aussage, dass die Unterzeichnung anlässlich dieser Besprechung 
erfolgt sei, lediglich von einer Annahme (act. 04.1.8, S. 4). Darüber hinaus gab Y. 
zu, dass sie mangels eigener Wahrnehmung keine genaueren Angaben zum Geld-
betrag machen könne (vgl. act. 04.1.8, S. 5). Abgesehen davon führte sie aus, dass 
sie das Rechtsöffnungsgesuch ihres Arbeitgebers nach Vorlage selbst verfasst 
habe, wobei sie angab, Kenntnis von den beigelegten Darlehensverträgen gehabt 
zu haben (vgl. act. 04.1.8, S. 3). Auf Vorlage des Darlehensvertrags vom 11. Mai 
2005 hielt sie zudem fest, dass sie dieses Dokument kenne. Die Zeugin glaubte 
jedoch darin fälschlicherweise eine Beilage zum selbst verfassten Rechtsöffnungs-
gesuch zu erkennen (vgl. act. 04.1.8, S. 5), was ebenfalls darauf schliessen lässt, 
dass sie offenbar keine genauen Kenntnisse über die von ihrem Arbeitgeber finan-
zierten Projekte sowie die Umstände und das Zustandekommen der diesen Finan-
zierungen zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen hatte. Die nach dem 
Gesagten eher unbestimmten und auch mit Blick auf den chronologischen Ablauf 
wenig einleuchtenden Angaben der Zeugin Y. vermögen daher die schlüssige und 
konkrete Sachverhaltsschilderung von K. ebenfalls nicht zu widerlegen. 

26

d) Eine Zahlung von Fr. 50'000.-- von A. an K. ist in den Akten denn auch 
weder für den 24. Mai 2005, wie es der Berufungskläger behauptet, noch für den 5. 
Juli 2005, wie es die Aussage von Y. nahelegt, dokumentiert. Die bei den Akten 
liegende, von K. unterzeichnete Quittung (act. 4.15) weist lediglich die in Bezug auf 
den Vertrag betreffend das Projekt in Domat/Ems vom 11. Mai 2005 geflossenen 
Teilzahlungen von Fr. 10'000.-- bei Vertragsabschluss,  Fr. 20'000.-- am 13. Mai 
2005 und nochmals Fr. 20'000.-- am 5. Juli 2005 aus. Zudem ist  mittels Einzah-
lungsbeleg der Graubündner Kantonalbank (vgl. act. 4.19, Beilage 6) die Zahlung 
von Fr. 50'000.-- vom 8. Dezember 2004 in Zusammenhang mit dem Grundstück-
kauf in Untervaz belegt. Beweisurkunden, welche die von A. behauptete zusätzliche 
Zahlung von Fr. 50’000.-- an K. - sei es für den 24. Mai 2005 oder den 5. Juli 2005 
- belegen würden, liegen jedoch keine vor. Die vom Berufungskläger behauptete 
zusätzliche Zahlung von Fr. 50'000.-- wurde also von K. im Gegensatz zu den übri-
gen Barzahlungen betreffend das Projekt in Domat/Ems nie quittiert, was ebenfalls 
darauf schliessen lässt, dass eine solche zusätzliche Zahlung nie geflossen und 
demgemäss auch kein diesbezüglicher Vertrag zwischen den Parteien abgeschlos-
sen worden ist.

e) Gegen den Abschluss einer solchen Vereinbarung spricht schliesslich 
auch der Umstand, dass A. anlässlich seiner Einvernahme vom 5. Juli 2007 weder 
zu sagen vermochte, woher er die angeblich am 24. Mai 2005 zusätzlich an K. be-
zahlten Fr. 50'000.-- hatte noch zu welchem genauen Zweck er diesen Betrag an K. 
übergeben haben will (vgl. act. 4.16, S. 2 f.). Dies erscheint nämlich angesichts der 
doch nicht unbedeutenden Höhe dieser Summe und den auch in diesem Zeitraum 
offenbar bestehenden Verbindlichkeiten des Berufungsklägers (act. 2.4: Leumunds-
bericht, S. 3; Auszug aus dem Betreibungsregister; act. 2.4) schlichtweg nicht nach-
vollziehbar und lässt dessen Aussagen unglaubhaft erscheinen. Die fehlenden An-
gaben des Berufungsklägers in Bezug auf Herkunft und Zweck der angeblich ge-
leisteten Fr. 50'000.-- bekräftigen daher die in Würdigung der vorliegenden Beweise 
gewonnene Überzeugung, dass K. entgegen der Behauptung von A. zusätzlich zu 
den ausgewiesenen Fr. 100'000.-- keinen Geldbetrag von Fr. 50'000.-- von A. ent-
gegengenommen und demgemäss auch keine diesbezügliche Vereinbarung mit 
letzterem abgeschlossen hat. 

f) Nach dem Gesagten ist folglich davon auszugehen, dass A. den Darle-
hensvertrag vom 27. November 2004/5. Juli 2005 über Fr. 50'000.-- betreffend den 
Grundstückkauf in Domat/Ems eigenmächtig und ohne Einverständnis von K. aus-
gestellt hat. Entsprechend den glaubhaften Angaben des Zeugen (vgl. act. 4.13, S. 
6) muss der Berufungskläger im Besitze eines Originalvertrags betreffend das 

27

Grundstück Nr. 421 in Untervaz mit vorgedrucktem Text betreffend Vertragsgegen-
stand, Vertragsparteien (Gläubiger und Schuldner) sowie Darlehenssumme gewe-
sen sein, welcher bereits die Unterschrift von K. sowie die Datierung 27. November 
2004 trug. Dieses Exemplar hat der Berufungskläger in der Folge genommen und  
– wie er im Übrigen auch in der Berufungsschrift selbst ausführen lässt (vgl. act. 01, 
S. 14 Ziff. 2.1.1. lit. b) -  mit den heute darauf ersichtlichen handschriftlichen Zusät-
zen ergänzt. So hat er den Vertragszweck „Nr. 421, 7204 Untervaz“ sowie die Dar-
lehenssumme von „Fr. 100'000.--“ durchgestrichen und mit dem Vertragszweck „Nr. 
4662 Domat Ems“ beziehungsweise der Darlehenssumme von „Fr. 50'000.--“ er-
setzt und schliesslich das Datum vom 5. Juli 2005 und seine Unterschrift darunter-
gesetzt. Dabei gelangt der Kantonsgerichtsausschuss aufgrund der dargelegten 
Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass der Berufungskläger entgegen seiner Be-
hauptung in Unkenntnis und ohne Einverständnis von K. handelte.

Bei der nachfolgend vorzunehmenden rechtlichen Würdigung des Sachver-
halts ist daher auch in Bezug auf den zweiten Anklagepunkt von der Darstellung 
gemäss Anklageschrift auszugehen.  

10. Wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an anderen Rechten 
zu schädigen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu ver-
schaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf 
Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 251 Ziff. 1 StGB). Urkunden im Sinne dieser 
Bestimmung sind Schriften, die bestimmt und geeignet sind, eine Tatsache von 
rechtlicher Bedeutung zu beweisen (Art. 110 Abs. 4 StGB). Nach herrschender 
Lehre ist das Merkmal der Beweiseignung erfüllt, wenn das Schriftstück nach Ge-
setz oder Verkehrsübung als Beweismittel anerkannt wird. Die Beweisbestimmung 
eines Schriftstücks kann sich nach der Praxis ebenfalls unmittelbar aus dem Gesetz 
ergeben oder aus dessen Sinn oder Natur abgeleitet werden (vgl. dazu Markus 
Boog, in: Basler Kommentar zum Strafrecht, Band I, Art. 1-110 StGB, 2. Aufl., Basel 
2007, N 29 und 34 zu Art. 110 Abs. 4 StGB). Verfälschen ist das eigenmächtige 
Abändern des gedanklichen Inhalts einer verurkundeten Erklärung, so dass sie nicht 
mehr der ursprünglichen Erklärung des Ausstellers entspricht und neu der Anschein 
entsteht, der ursprüngliche Aussteller habe ihr diesen Inhalt gegeben. Die Inhalts-
veränderung kann durch Ergänzen, Verändern oder durch Beseitigen von Teilen 
der bisherigen Erklärung erfolgen, sofern dadurch ein anderer urkundlicher Inhalt 
entsteht. Dabei kann nach herrschender Lehre und Rechtsprechung auch der ur-
sprüngliche Autor der Urkunde selbst Täter sein. Als Verfälschen gilt also auch der 
Fall der nachträglichen unbefugten Abänderung einer Urkunde durch den Aussteller 
selbst (vgl. Stefan Trechsel, a.a.O., Rz 4 zu Art. 251 StGB; Markus Boog, in: Basler 

28

Kommentar zum Strafrecht, Band II, Art. 111-392 StGB, 2. Aufl., Basel 2007, N 25, 
26 und 30 zu Art. 251 StGB). 

In subjektiver Hinsicht ist neben Vorsatz zunächst eine Täuschungsabsicht 
erforderlich. Der Täter muss die gefälschte Urkunde im Rechtsverkehr als echt be-
ziehungsweise wahr verwenden (lassen) wollen, wobei der täuschende Gebrauch 
der Urkunde nach der Rechtsprechung schon darin liegt, dass sie in den Rechts-
verkehr gebracht wird (Markus Boog, in: Basler Kommentar zum Strafrecht II, 
a.a.O., N 87 zu Art. 251 StGB mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; Stefan 
Trechsel, a.a.O., Rz 12 zu Art. 251 StGB). Überdies muss alternativ eine Benach-
teiligungs- oder Vorteilsabsicht bestehen. Diese geforderte besondere Absicht dient 
der Abgrenzung des urkundenstrafrechtlich relevanten von einem wenig ernst ge-
meinten, straflosen Verhalten (vgl. Markus Boog, in: Basler Kommentar zum Straf-
recht, a.a.O., N 90 zu Art. 251 StGB: Stefan Trechsel, a.a.O., N 13 zu Art. 251 
StGB). Dabei braucht die beabsichtigte Schädigung nicht materiell zu sein. So kann 
beispielsweise auch der gute Ruf und das Ansehen einer Person angegriffen wer-
den (vgl. Stefan Trechsel, a.a.O., N 14 zu Art. 251 StGB mit Hinweisen; Markus 
Boog, in: Basler Kommentar zum Strafrecht, a.a.O., N 91, 92 zu Art. 251 StGB).  

a) aa) Die beiden betreffend den ersten Anklagepunkt zur Diskussion 
stehenden Bestätigungsschreiben vom 7. Juli 2006 erbringen ähnlich einer Kauf-
quittung den Beweis für die Bezahlung des darin angegebenen Rechnungsbetrages 
für die am 20. Juni 2006 durch die Firma A. bei J. ausgeführten Reparaturarbeiten. 
Wie von der Vorinstanz zutreffend ausgeführt, handelt es sich dabei somit um Ur-
kunden im Sinne des Gesetzes. Dies wird auch seitens des Berufungsklägers nicht 
bestritten, der im Übrigen die beiden Bestätigungen im Strafverfahren gegen R. als 
Beweismittel verwendete und somit offensichtlich selbst von deren Beweisbestim-
mung und Beweiseignung ausging. Indem A. den in diesen Urkunden ursprünglich 
angegebenen Betrag von Fr. 80.-- nachträglich abänderte, hat er demzufolge  den 
objektiven Tatbestand der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Abs. 1 StGB erfüllt.

Angesichts der Tatsache, dass der ursprünglich in den Bestätigungsschrei-
ben angegebene Betrag von Fr. 80.-- von J. und G. unterschriftlich bestätigt worden 
war, muss A. bewusst gewesen sein, dass er eigenmächtig und unbefugt handelte, 
als er dem eingetragenen Frankenbetrag nachträglich handschriftlich die Ziffer 1 
voranstellte und so daraus Fr. 180.-- machte. Dabei muss er auch um den Urkun-
dencharakter der Bestätigungen gewusst haben, zumal er diese nach eigenen An-
gaben ja gerade zum Zwecke des Beweises im Strafverfahren gegen R. angefertigt 
hatte und gegenzeichnen liess. Indem er die beiden Bestätigungsschreiben den-

29

noch nachträglich unbefugt abänderte und damit verfälschte, handelte er folglich mit 
Wissen und Willen um sämtliche objektiven Tatbestandselemente. Der Umstand, 
dass der Berufungskläger in der Folge die beiden von ihm im Nachhinein abgeän-
derten Bestätigungsschreiben als Beweismittel im Strafverfahren gegen R. verwen-
dete und sich die verfälschten Urkunden somit im Rechtsverkehr als wahr zu nutze 
machen wollte, belegt sodann auch dessen Täuschungsabsicht. Mit Bezug auf die 
subjektiv erforderliche Benachteiligungs- oder Vorteilsabsicht bleibt überdies noch-
mals anzuführen, dass die angestrebte Schädigung nicht materiell zu sein braucht. 
Vielmehr genügt auch schon die Absicht, den guten Ruf oder das Ansehen einer 
Person zu beeinträchtigen. Es lässt sich nun nicht abstreiten, dass eine Tat umso 
verwerflicher erscheint, je höher der Deliktsbetrag ist. Aus dem Umstand, dass der 
Berufungskläger den ursprünglich angegebenen Rechnungsbetrag von Fr. 80.-- 
durch nachträglich unbefugte Abänderung auf Fr. 180.-- erhöhte und die so ge-
fälschten Bestätigungsschreiben nachfolgend im Strafverfahren gegen R. verwen-
dete, um zu beweisen, dass letzterer einen höheren als den entgegengenommenen 
Betrag unbefugt für sich behalten habe (vgl. act. 3.2, S. 2 f. Ziff. 5, act. 3.3), ergibt 
sich daher auch die Absicht des Berufungsklägers, letzteren im Sinne der Geset-
zesbestimmung von Art. 251 StGB zu schädigen. 

Demzufolge hat A. den Tatbestand der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 
Ziff. 1 StGB auch in subjektiver Hinsicht erfüllt. 

bb) Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz das Vorliegen eines besonders leich-
ten Falles im Sinne von Art. 251 Ziff. 2 StGB zu Recht verneint hat. In besonders 
leichten Fällen kann der Richter auf Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Gelds-
trafe erkennen (Art. 251 Ziff. 2 StGB). Ob ein solcher vorliegt, hängt von den ge-
samten Umständen des Einzelfalles ab (vgl. Markus Boog, in: Basler Kommentar 
zum Strafrecht, a.a.O., N 102 zu Art. 251 StGB; Stefan Trechsel, a.a.O., N 18 zu 
Art. 251 StGB je mit Hinweis auf BGE 96 IV 155, S. 168, E. 5). Das Verhalten des 
Täters muss sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht Bagatellcharakter 
aufweisen, wobei diesbezüglich ein strenger Massstab anzulegen ist (vgl. Markus 
Boog, in: Basler Kommentar zum Strafrecht, a.a.O., N 102 zu Art. 251 StGB;  Stefan 
Trechsel, a.a.O., N 18 zu Art. 251 StGB je mit Hinweis auf die Rechtsprechung). Bei 
der Entscheidung, ob ein besonders leichter Fall vorliegt, steht dem Richter „ein 
dem Ermessen ähnlicher Beurteilungsspielraum“ zu (vgl. Markus Boog, in: Basler 
Kommentar zum Strafrecht, a.a.O., N 102 zu Art. 251 StGB mit Hinweis auf BGE 
114 IV 126, S. 127 sowie 125 IV 74, S. 75).

30

Bereits die Bedeutung der von A. verfälschten Bestätigungen im Rechtsver-
kehr – sie erbringen entsprechend einer Quittung den Beweis für die Bezahlung der 
darin angegebenen Rechnungsbeträge – spricht gegen die Annahme eines beson-
ders leichten Falles. Überdies ist zu berücksichtigen, dass der Berufungskläger 
diese von ihm gefälschten Urkunden auch tatsächlich als Beweismittel verwendet 
hat (vgl. act. 3.2, act. 3.3), wobei gerade angesichts des Umstandes, dass er sich 
diese zur Anstrengung eines Strafverfahrens gegen einen Dritten zu Nutzen 
machte, nicht mehr von einer Bagatelle gesprochen werden kann. Immerhin wollte 
der Berufungskläger durch nachträglich unberechtigte Erhöhung des bestätigten 
Rechnungsbetrages um mehr als die Hälfte im eingeleiteten Strafverfahren wahr 
machen, dass der von ihm Verzeigte den abgeänderten Betrag unberechtigt für sich 
behalten habe (vgl. act. 3.2, S. 2 f. Ziff. 5; act. 3.3.). Das Vorliegen eines besonders 
leichten Falles im Sinne von Art. 251 Ziff. 2 StGB, welches eine Herabsetzung des 
Strafrahmens erlaubt hätte, ist daher unter den gegebenen Umständen zu vernei-
nen.

b)  Was sodann den zweiten Anklagepunkt anbelangt, handelt es sich 
beim umstrittenen Darlehensvertrag vom 27. November 2004/5. Juli 2005 (act. 4.14) 
um eine sogenannte Absichtsurkunde, welche bereits bei ihrer Entstehung bewusst 
zu Beweiszwecken geschaffen und zum Beweis bestimmt, mithin von vornherein 
als Urkunde konzipiert worden ist (vgl. dazu Markus Boog, in: Basler Kommentar 
zum Strafrecht, Band I, a.a.O., N 34 zu Art. 110 Abs. 4 StGB). Der Vertrag ist be-
stimmt und geeignet, zu beweisen, dass A. K. ein weiteres Darlehen über Fr. 
50'000.-- betreffend das Projekt in Domat/Ems gewährt hat. Entsprechend hat der 
Berufungskläger die Vertragsurkunde denn auch im Rechtsverkehr eingesetzt, um 
beim Bezirksgerichtspräsidenten Landquart sein Begehren um provisorische 
Rechtsöffnung gegenüber der Einzelfirma K. & Partner zu belegen. Der Urkunden-
charakter des Darlehensvertrages vom 27. November 2004/5. Juli 2005 (act. 4.14) 
ist demnach zweifelsohne zu bejahen. 

Diese Urkunde hat A., wie oben dargelegt, eigenmächtig und ohne Zustim-
mung von K. ausgestellt. Dazu hat er allerdings keine Blanko-Unterschrift von K. 
verwendet. Vielmehr hat letzterer seinerzeit ein zweites Originalexemplar des Ver-
trages betreffend den Grundstückkauf in Untervaz unterzeichnet und damit seinen 
Willen erklärt, einen Darlehensvertrag mit dem Berufungskläger über den vorge-
druckten  Vertragsinhalt abzuschliessen. Dieses unterzeichnete Vertragsexemplar 
hat der Berufungskläger in der Folge genommen und durch teilweise Streichung 
des vorgedruckten Textes sowie durch das Anbringen handschriftlicher Ergänzun-
gen abgeändert, so dass dessen gedanklicher Inhalt nicht mehr der ursprünglichen 

31

Willenserklärung von K. entspricht. Unter diesen Umständen liegt folglich entgegen 
der Auffassung der Staatsanwaltschaft und der Vorinstanz nicht eine Blankettfäl-
schung vor. Vielmehr ist von der Tatbestandsvariante des Verfälschens auszuge-
hen, zumal K. seine Unterschrift eben nicht blanko erteilt hat, sondern ein von die-
sem unterschriftlich bestätigter Erklärungsinhalt vorlag. Dieser ist vom Berufungs-
kläger durch Ergänzung und Veränderung eigenmächtig abgeändert und schliess-
lich unterzeichnet worden. Dabei weckt allein schon der Umstand, dass die mit dem 
neuen Erklärungsinhalt versehene Urkunde neben jener des Berufungsklägers 
auch die Unterschrift von K.  trägt, den Anschein, dass auch letzterer ihr diesen 
Inhalt gegeben hat. Indem der Berufungskläger das von K. bereits unterzeichnete 
Vertragsexemplar vom 27. November 2004 eigenmächtig und ohne dessen Zustim-
mung mit den heute darauf ersichtlichen handschriftlichen Zusätzen ergänzte, 
abänderte und unterzeichnete, hat er folglich den objektiven Tatbestand der Urkun-
denfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB in der Tatbestandsvariante des Verfäl-
schens erfüllt. 

A. hat mit K. am 27./30. November 2004  einen Darlehensvertrag betreffend 
das Projekt in Untervaz, welcher am 24. Mai 2005 hinsichtlich der Darlehenssumme 
abgeändert wurde (act. 4.3.2; act. 4.3.1; Beilagendossier, Beilage 1 und 2 [Origina-
lverträge]), sowie am 11. Mai 2005 einen Darlehensvertrag betreffend den Grunds-
tückkauf in Domat/Ems (act. 4.12; Beilagendossier, Beilage 3 [Original]) abge-
schlossen. Andere Vereinbarungen in Zusammenhang mit dem Kauf von Grunds-
tücken haben der Berufungskläger und K. nicht miteinander abgeschlossen. Als er 
das von letzterem bereits unterzeichnete zweite Originalexemplar des Vertrages 
vom 27./30. November 2004 nachträglich abänderte und unterzeichnete, muss dem 
Berufungskläger mithin bewusst gewesen sein, dass er eigenmächtig und gegen 
den Willen von K. handelte. Dabei muss A. ebenfalls um den Urkundencharakter 
des ohne Konsens mit K. hergestellten Dokuments gewusst haben, zumal er selbst 
den gefälschten Vertrag im Rechtsöffnungsverfahren zum Zwecke des Beweises 
verwendete und die Beweiseignung und Beweisbestimmung des Dokumentes somit 
kannte. Indem er das von der Gegenpartei bereits unterzeichnete Originaldoppel 
des Vertrages vom 27./30. November 2004 unbefugt abänderte und damit ver-
fälschte, handelte er folglich mit Wissen und Willen um sämtliche objektiven Tatbe-
standselemente. Der Umstand, dass der Berufungskläger das von ihm nachträglich 
abgeänderte Schriftstück als Beweismittel im Rechtsöffnungsverfahren verwendete 
und sich somit die gefälschte Urkunde im Rechtsverkehr als wahr zu Nutze machen 
wollte, belegt sodann auch dessen Täuschungsabsicht. Nach der Rechtsprechung 
liegt der täuschende Gebrauch der Urkunde nämlich bereits darin, dass sie in den 

32

Rechtsverkehr gebracht wird (vgl. Markus Boog, in: Basler Kommentar zum Straf-
recht II, a.a.O., N 87 zu Art. 251 StGB mit Hinweisen auf Lehre und Rechtspre-
chung). Dabei handelte A. auch in Vorteilsabsicht, hat er doch unbefugt eine Ur-
kunde erstellt respektive abgeändert, um im Rechtsöffnungsverfahren eine höhere 
Forderung durchzusetzen. Der mit der begangenen Urkundenfälschung ange-
strebte Vorteil liegt mithin in der mit Hilfe des gefälschten Vertrages im Rechtsöff-
nungsverfahren geltend gemachten höheren Forderungssumme. Dabei spielt es 
entgegen dem Einwand des Berufungsklägers weder eine Rolle, dass das in der 
von ihm verfälschten Urkunde dokumentierte Darlehen von Fr. 50'000.-- für das Pro-
jekt in Domat/Ems – wenn auch gestützt auf einen anderen Vertrag, nämlich jenen 
vom 11. Mai 2005 (vgl. act. 4.12; Beilagendossier, Beilage 3 [Original]) -  tatsächlich 
gewährt worden ist. Noch ist von Bedeutung, ob es sich bei der höheren Forderung 
von Fr. 150'000.--, welche A. mittels Vorlage des gefälschten Vertrages durchsetz-
ten wollte, um einen rechtmässigen Anspruch handelt. Das Vorliegen einer Vorteils-
absicht ist nämlich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung selbst dann zu beja-
hen, wenn der Täter mit der gefälschten Urkunde etwas durchzusetzen bezweckt, 
worauf er ohnehin Anspruch gehabt hätte (vgl. Markus Boog, in: Basler Kommentar 
zum Strafrecht II, N 96 zu Art. 251 StGB mit Hinweisen auf die Bundesgerichtspra-
xis; BGE 128 IV 265, E. 2.2. S. 270 f.; 121 IV 90 E. 2, S. 93: 119 IV 234 E. c, S. 236 
f.). 

Indem er das von K. bereits unterzeichnete Originaldoppel des Darlehens-
vertrages vom 27./30. November 2004 (act. 4.3.1; Beilagendossier, Beilage 2 [Ori-
ginal] ohne dessen Einverständnis abänderte und damit verfälschte, um im 
Rechtsöffnungsverfahren eine höhere Forderung durchzusetzen, handelte A. folg-
lich auch in subjektiver Hinsicht tatbestandsmässig im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 
StGB. 

c) Der Schuldspruch der Vorinstanz wegen mehrfacher Urkundenfälschung 
gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB ist somit zu bestätigen.  

11. Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu berei-
chern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig 
irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem 
Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen 
schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 
146 Abs 1 StGB). Der Sonderfall des Prozessbetruges fällt ebenfalls unter den all-
gemeinen Betrugstatbestand von Art. 146 StGB. Entsprechend gelten für eine Tat-
bestandsmässigkeit im Verhältnis zum allgemeinen Betrugstatbestand keine 

33

grundsätzlichen Besonderheiten. Als Prozessbetrug gilt die arglistige Täuschung 
des urteilenden Richters durch unwahre Tatsachenbehauptungen der Prozesspar-
teien, die darauf abzielen, ihn zu einem das Vermögen einer Prozesspartei oder 
Dritter schädigenden Entscheid zu bestimmen (vgl. BGE122 IV 197, E. 2, S. 199 
ff.).

Im Rechtsöffnungsverfahren machte A. geltend, er habe K. in Zusammen-
hang mit den Grundstückkäufen in Untervaz und Domat/Ems Fr. 100'000.-- und Fr. 
50'000.-- als Darlehen gewährt und ersuchte dementsprechend um provisorische 
Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 150'000.-- (vgl. act. 4.2). Dazu führte er aus, 
er habe K. am 6. Dezember 2004 und am 24. Mai 2005 je Fr. 50'000.-- und dann 
am 5. Juli 2005 nochmals Fr. 50'000.-- übergeben. Zum Beweis legte er die Ak-
tenstücke 4.3.1, 4.3.2 und 4.3.3 ins Recht, welche er in seinem Gesuch als „Darle-
hensvertrag vom 27. bzw. 30.11.04 mit Bestätigung 1. Rate“, „Darlehensvertrag 
vom 27. bzw. 30.11.04 mit Bestätigung 2. Rate“ und „Darlehensvertrag vom 
27.11.04 bzw. 5.7.05 mit Bestätigung 3. Rate“ bezeichnet. A. behauptete also im 
Rechtsöffnungsverfahren nicht, er habe K. zusätzlich zu den gemäss Vertrag vom 
11. Mai 2005 betreffend das Projekt in Domat/Ems (act. 4.12; Beilagendossier, Bei-
lage 3 [Original]) bezahlten Fr. 50'000.-- gestützt auf den (von ihm gefälschten) Dar-
lehensvertrag vom 27. November 2004/5. Juli 2005 (act. 4.14) nochmals Fr. 50'000.-
- für den Grundstückkauf in Domat/Ems übergeben. Vielmehr machte der Beru-
fungskläger geltend, dass er neben den Fr. 50'000.-- für das Projekt in Domat/Ems 
und der für das Geschäft in Untervaz bezahlten ersten Rate von ebenfalls Fr. 
50'000.-- am 24. Mai 2005 zusätzlich eine zweite Rate von Fr. 50'000.-- für Untervaz 
geleistet habe, wobei er zum Beleg der behaupteten Zahlung vom 24. Mai 2005 
eine Kopie des mit handschriftlichen Ergänzungen versehenen Darlehensvertrags 
vom 27./30. November 2004 (act. 4.3.1) einlegte. Der Berufungskläger stützte mit-
hin seine Behauptung, er habe am 24. Mai 2005 eine zweite Rate von Fr. 50'000.-- 
für das Projekt in Untervaz bezahlt, nicht mit einer gefälschten Urkunde. Vielmehr 
legt er die vom 24. Mai 2005 datierenden handschriftlichen Zusätze auf dem Vertrag 
vom 27./30. November 2004 (act. 4.3.1) als Quittierung einer zweiten Ratenzahlung 
von Fr. 50'000.-- (vgl. dazu auch act. 4.13, S. 4) für das Projekt in Untervaz und 
somit anders als K. aus, welcher diese als Vertragsänderung im Sinne einer Reduk-
tion der Darlehenssumme auf Fr. 50'000.-- versteht. Für die Behauptung, er habe 
am 24. Mai 2005 nochmals Fr. 50'000.-- für das Geschäft in Untervaz bezahlt, kann 
dem Berufungskläger folglich keine arglistige Täuschung zur Last gelegt werden, 
weil er dafür keine falsche Urkunde eingelegt hat. Mit der Einlage des von ihm ge-
fälschten Darlehensvertrages vom 27. November 2004/5. Juli 2005  (act. 4.14) im 

34

Rechtsöffnungsverfahren wollte A. etwas anderes belegen, nämlich die Gewährung 
eines Darlehens an K. für den Grundstückkauf in Domat/Ems in Höhe von Fr. 
50'000.--. Diese Behauptung trifft aber zu, zumal sich die Zahlung von Fr. 50'000.-- 
für das Projekt in Domat/Ems auch aus dem Darlehensvertrag vom 11. Mai 2005 
betreffend den Grundstückkauf in Domat/Ems (act. 4.12; Beilagendossier, Beilage 
3 [Original]) ergibt, welcher dem Rechtsöffnungsgesuch allerdings nicht beigelegt 
wurde. Dem Berufungskläger kann folglich auch unter diesem Gesichtspunkt be-
trachtet nicht vorgeworfen werden, er habe den urteilenden Richters durch unwahre 
Tatsachenbehauptungen arglistig getäuscht. Mangelt es aber somit bereits in ob-
jektiver Hinsicht an einem tatbestandsmässigen Verhalten im Sinne von Art. 146 
StGB, so fällt das Vorliegen eines versuchten Prozessbetrugs ausser Betracht. 

Zusammenfassend bleibt demnach festzuhalten, dass A. von der Anklage 
des vollendet versuchten Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB  in Verbindung mit 
Art. 22 Abs. 1 StGB freizusprechen ist. 

12. a) Der Berufungskläger hat die vorliegend zu beurteilenden strafbaren 
Handlungen noch vor Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen des Allgemeinen 
Teils des Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007 begangen. Seine Beurteilung hat 
mithin - wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat und auch vom Berufungskläger 
nicht beanstandet wird -  gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB nach dem für ihn milderen 
neuen Recht zu erfolgen (Art. 2 Abs. 2 StGB, lex mitior). Dieses sieht nämlich für 
den Tatbestand der Urkundenfälschung die Möglichkeit der Ausfällung einer Gelds-
trafe vor (Art. 251 Ziff. 1 StGB; vgl. dazu auch die nachfolgenden Ausführungen 
unter E. 12. a, b und c), währenddem unter Anwendung des alten Rechts die stren-
gere Sanktion einer Freiheitsstrafe (Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder Gefängnis) 
hätte ausgesprochen werden müssen. 

Grundlage der Strafzumessung im vorliegenden Fall bildet mithin der in Art. 
251 Ziff. 1 StGB vorgesehene Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren 
oder Geldstrafe, wobei hinsichtlich der Wahl der zur Verfügung stehenden Sanktio-
nen zu beachten ist, dass kurze unbedingte Freiheitsstrafen unter 6 Monaten mit 
Blick auf Art. 41 Abs. 1 StGB und Art 37 StGB nur subsidiär anzuwenden sind, wenn 
keine Alternative in Frage kommt. Die Geldstrafe gilt also als Regelsanktion, welche 
Freiheitsstrafen unter 6 Monaten ersetzt (vgl. Annette Dolge, in: Basler Kommentar, 
Strafrecht I, Art. 1-110 StGB, 2. Aufl., Basel 2007, N 24 zu Art. 34 StGB), womit im 
vorliegenden Fall - wie die Vorinstanz ebenfalls richtig erwogen hat - eine Geldstrafe 
auszufällen ist. Dabei hat deren Bemessung im Tagessatzsystem in zwei Schritten 
zu erfolgen, welche im Hinblick auf die Transparenz der Strafzumessung sowie den 

35

Grundsatz der Opfergleichheit strikte zu trennen sind. So bestimmt das Gericht 
zunächst die Anzahl Tagessätze nach dem Verschulden des Täters (Art. 34 Abs. 1 
StGB). Im Anschluss daran hat es alsdann die Höhe des Tagessatzes nach seinen 
persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen im Zeitpunkt des Urteils festzuset-
zen (Art. 34 Abs. 2 StGB). Der Gesamtbetrag der Geldstrafe, die dem Verurteilten 
auferlegt wird, ergibt sich erst aus der Multiplikation von Zahl und Höhe der Tages-
sätze (vgl. dazu  Annette Dolge, in: Basler Kommentar, a.a.O., N 27 ff. zu Art. 34 
StGB sowie Urteile des Bundesgerichts vom 29. März 2008 [6B_476/2007], E. 3.2, 
3.3 und 3.4 und vom 17. März 2008 [6B_366/2007], E. 5.2).

b) Bestimmt es das Gesetz nicht anders, so beträgt die Geldstrafe höchstens 
360 Tagessätze (Art. 34 Abs. 1StGB). Die Bemessung der Tagessatzanzahl richtet 
sich nach dem Verschulden des Täters (Art. 34 Abs. 1 StGB). Dabei gilt die allge-
meine Regel von Art. 47 StGB, wonach das Gericht neben dem Verschulden im 
engeren Sinn (Art. 47 Abs. 2 StGB; sog Tatkomponente) das Vorleben, die persön-
lichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters zu 
berücksichtigen hat (Art. 47 Abs. 1 StGB; sog. Täterkomponente). Das Verschulden 
wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsgu-
tes, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des 
Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 
Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 
Abs. 2 StGB). Die persönlichen Verhältnisse und eine allenfalls erhöhte Strafemp-
findlichkeit im Sinne von Art. 47 Abs. 1 StGB sind indes bei der Bemessung der 
Anzahl der Tagessätze nur zu berücksichtigen, soweit sie nicht die finanzielle Situa-
tion des Täters betreffen. Denn seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhält-
nisse im Zeitpunkt des Urteils stellen das Kriterium für die Bemessung der Höhe 
des Tagessatzes dar, das vom Verschuldenskriterium streng zu trennen ist (vgl. 
Annette Dolge, in: Basler Kommentar, a.a.O., N 39, 40 zu Art. 34 StGB  sowie Urteile 
des Bundesgerichts vom 29. März 2008 [6B_476/2007], E. 3.3 und vom 17. März 
2008 [6B_366/2007, E. 5.3).

Das Verschulden von A. wiegt nicht leicht. Der Berufungskläger hat innert 
relativ kurzer Zeit wiederholt eigenmächtig Urkunden abgeändert  und damit im 
Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB gefälscht, wobei er diesbezüglich offensichtlich ein-
zig aus eigennützigen Motiven handelte. Zwar bleibt dabei zu berücksichtigen, dass 
der Deliktsbetrag mit Bezug auf die beiden gefälschten Bestätigungsschreiben vom 
7. Juli 2006 mit Fr. 100.-- im ersten Fall noch gering ausgefallen ist. Bei der Fäl-
schung des Darlehensvertrages vom 27. November 2004/5. Juli 2005 ging es je-
doch um Fr. 50'000.--, womit die Deliktsumme insgesamt beträchtlich ist, was eben-

36

falls zu Ungunsten des Berufungsklägers veranschlagt werden muss. Zwar kann 
sodann die in der Strafuntersuchung an den Tag gelegte fehlende Einsicht des Be-
rufungsklägers nicht straferhöhend berücksichtigt werden. Allerdings darf A. dies-
bezüglich auch nicht mit besonderer Milde rechnen (vgl. Günther Stratenwerth, All-
gemeiner Teil II, Q. 1989, S. 241). Strafmindernd wirken sich der allgemein gute 
Leumund sowie das vorstrafenfreie Vorleben des Berufungsklägers aus. Die mehr-
fache Tatbegehung fällt schliesslich strafschärfend ins Gewicht. Strafmilderungs-
gründe sind demgegenüber keine ersichtlich. 

In Würdigung der dargelegten Strafzumessungsgründe sowie unter Berück-
sichtigung des Umstandes, dass A. im Gegensatz zum vorinstanzlichen Urteil vom 
Vorwurf des vollendet versuchten Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB  in Ver-
bindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB freizusprechen ist, erscheint dem Kantonsgerichts-
ausschuss daher eine Reduktion der von der Vorinstanz festgelegten Anzahl von 
180 Tagessätzen auf 120 Tagessätze dem Verschulden des Berufungsklägers als 
angemessen. 

c) Es bleibt mithin die vorinstanzliche Festlegung der Tagesatzhöhe zu    
überprüfen. 

aa) Bezüglich der Bemessung der Tagessatzhöhe hat das Bundesgericht in 
zwei neuen Urteilen das korrekte Vorgehen klar aufgezeigt (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts vom 17. März 2008 [6B_366/2007], E. 5.4-6.6.] sowie vom 29. März 
2008, [6B_476/2007], E. 3.4-3.5, je mit Hinweisen auf die Literatur). Ausgangspunkt 
für die Bemessung bildet das durchschnittliche Tagesnettoeinkommen. Dazu 
zählen namentlich die Einkünfte aus selbständiger und unselbständiger Arbeit des 
Täters. Es ist jedoch ganz gleich, aus welcher Quelle die Einkünfte stammen. Denn 
massgeblich ist die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Was gesetzlich 
geschuldet ist oder dem Täter wirtschaftlich nicht zufliesst, so die laufenden Steu-
ern, die Beiträge an die Sozialversicherungen und an die obligatorische Kranken- 
und Unfallversicherung sowie die notwendigen Berufsauslagen, ist abzuziehen. 
Vom Nettoeinkommen in Abzug zu bringen sind sodann auch allfällige Fami