# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1fab1a5-d636-5da8-8226-9ace8bb2c55d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 23.11.2023 720 23 68 / 266 (720 2023 68 / 266)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-68---266_2023-11-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 23. November 2023 (720 23 68 / 266) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Markus Schmid, 
Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Die 1978 geborene A.____ meldete sich am 25. September 2018 bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) unter Hinweis auf eine Diskushernie zum Leistungsbezug an. 
Die IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die erwerblichen, haus-
hälterischen und gesundheitlichen Verhältnisse ab. Im Rahmen von beruflichen Massnahmen 
wurde A.____ zur B.____-Therapeutin umgeschult, da ihr ihre angestammte Tätigkeit als Den-
talassistentin nur noch teilweise zumutbar war. Gestützt auf die medizinischen Unterlagen und 
die Haushaltabklärung ermittelte die IV-Stelle anhand der gemischten Berechnungsmethode 

 

 
 
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einen IV-Grad von 13 % bis 31. Dezember 2023 und von 21,35 % ab 1. Januar 2023. Mit einer 
an A.____ adressierten Verfügung vom 26. Januar 2023 bzw. mit gleichlautender und an den 
Rechtsvertreter von A.____, Advokat Markus Schmid, adressierten Verfügung vom 10. Februar 
2023 lehnte die IV-Stelle dementsprechend das Leistungsbegehren ab.  
 
B.  Gegen diese Verfügungen erhob A.____, vertreten durch Advokat Markus Schmid, mit 
Schreiben vom 28. Februar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, die angefochtenen Verfügun-
gen seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr mit Wirkung ab Mai 2019 
eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur ergänzenden Sachver-
haltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 12. April 2023 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei 
abzuweisen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. In Bezug auf die Einhaltung der Beschwerdefrist ist darauf 
hinzuweisen, dass die IV-Stelle ihre fälschlicherweise an die Beschwerdeführerin adressierte Ver-
fügung vom 26. Januar 2023 am 10. Februar 2023 nunmehr korrekterweise an den Rechtsver-
treter der Beschwerdeführerin gesendet hat. Damit ist die Beschwerde vom 28. Februar 2023 
frist- und im Übrigen auch formgerecht erhoben worden, weshalb darauf einzutreten ist. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 1. Ja-
nuar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegt der Eintritt der Invalidität und Beginn des 
Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 gültigen Best-
immungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 
[KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch ab 1. April 
2019 in Frage und die angefochtene Verfügung datiert vom 10. Februar 2023. Demnach bleiben 
die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig 

 

 
 
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gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiederge-
geben, zitiert und angewendet.  
 
1.3 Vorweg ist festzuhalten, dass die Verfügung vom 26. Januar 2023 durch die gleichlau-
tende Verfügung vom 10. Februar 2023 ersetzt wurde, sodass lediglich die spätere Verfügung 
vom 10. Februar 2023 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. 
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle einen Rentenanspruch der Be-
schwerdeführerin ab 1. Mai 2019 zu Recht verneint hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] 
vom 6. Oktober 2000) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % 
invalid (Art. 8 ATSG) sind. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität 
wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu min-
destens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, 
wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid 
ist.  
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 
7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich-
tigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 
überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 

 

 
 
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(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die 
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der In-
validität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Dies ist die spezifische Methode der 
Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich; BGE 141 V 15 E. 3.2). 
 
3.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der 
unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit 
im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(Art. 28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (BGE 141 V 15 
E. 3.2 mit Hinweisen).  
 
4. Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1). 
Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im 
Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch er-
werbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im 
Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso 
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen 
Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück-
sichtigen (BGE 144 I 28 E. 2.3, 125 V 146 E. 2c). Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 26. Januar 2023) ent-
wickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-
) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
4.1 Vorliegend ist nunmehr unbestritten, dass die Versicherte bis Ende 2022 bei guter Ge-
sundheit in einem Pensum von 60 % gearbeitet hätte und ab 1. Januar 2023 in einem 100%-
Pensum arbeiten würde. Umstritten ist, ob die IV-Stelle zu Recht davon ausgeht, dass die Versi-
cherte unter Berücksichtigung der Mithilfe der Familienmitglieder in ihrer Haushalttätigkeit bis 
Ende 2022 nicht eingeschränkt war. 
 
4.2 Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe 
des Art. 69 Abs. 2 IVV; vgl. auch Rz. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und 
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genü-
gende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil des 
Bundesgerichts vom 14. Dezember 2022, 8C_258/2022, E. 3.2.3 mit Hinweis). Hinsichtlich des 

 

 
 
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Beweiswerts der entsprechenden Berichterstattung ist wesentlich, dass sie durch eine qualifi-
zierte Person erfolgt, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den 
medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat (Urteil 
des Bundesgerichts vom 23. September 2022, 8C_230/2022, E. 6.2.1 mit Hinweis). Weiter sind 
die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der 
Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet 
und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstim-
mung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (Urteile des Bundesgerichts vom 
14. Dezember 2022, 8C_258/2022, E. 3.2.3 und vom 16. Juni 2021, 9C_80/2021, E. 3.2 mit Hin-
weisen).  
 
4.3 Vorliegend sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche die Feststellungen der Abklä-
rungsperson in Frage stellen würden. So wird die Qualifikation der Abklärungsperson zu Recht 
nicht in Frage gestellt und die Abklärung wurde vor Ort und in Anwesenheit der beiden Töchter 
(Jahrgang 2006 und 2009) durchgeführt. Der Bericht über die Haushaltabklärung zeigt auf, dass 
ein Grossteil der Haushalttätigkeiten schon vor Eintritt der gesundheitlichen Einschränkungen 
durch den Ehemann und die Kinder erledigt wurde. In der aktuellen Situation, d.h. seit Eintritt der 
gesundheitlichen Probleme, seien die von der Beschwerdeführerin nicht mehr ausübbaren Tätig-
keiten vom Ehemann und den Kindern übernommen worden. Gemäss Angaben im Haushaltbe-
richt geht der Ehemann einer 60%-Tätigkeit nach. Zusätzlich ist darauf hinzuweisen, dass die 
Kinder zum Abklärungszeitpunkt bereits rund 13, 16 und 18 Jahre alt waren und damit durchaus 
in der Lage waren bzw. sind, Tätigkeiten im Haushalt zu übernehmen, wie dies im Übrigen auch 
durchaus früher bereits der Fall war. Wie die Vorinstanz diesbezüglich zu Recht ausführt, sind 
der versicherten Person im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten, 
die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädi-
gung zu erwarten hätte. Die Abklärungsperson ist damit nachvollziehbar davon ausgegangen, 
dass die Beschwerdeführerin in der Haushalttätigkeit unter Berücksichtigung der Mithilfe der Fa-
milienmitglieder nicht eingeschränkt ist. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass der Abklä-
rungsbericht vom 24. März 2022 datiert und daraus hervorgeht, dass die anfallenden Haushalt-
tätigkeiten auch tatsächlich von der gesamten Familie erledigt werden. Es sind keine Gründe 
ersichtlich, weshalb dies nicht zumindest bis Ende 2022 weiterhin so gehandhabt werden könnte. 
Da ab 1. Januar 2023 die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit in einem 100%-Pensum ar-
beiten würde, ist ab diesem Zeitpunkt die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs mas-
sgebend, womit auch eine allfällige Einschränkung im Haushalt nicht mehr zu prüfen ist.  
 
Damit kann auf die vorliegende Haushaltabklärung abgestellt werden. Die Vorinstanz ist folglich 
zu Recht davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin im Haushaltbereich - unter Berück-
sichtigung der Mithilfe der Familienmitglieder - bis Ende 2022 nicht eingeschränkt war.  
 
5.1 Des Weiteren ist für die Ermittlung des Invaliditätsgrades massgebend, ob und gegebe-
nenfalls in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 

 

 
 
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5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
5.5 So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2019, 9C_609/2018, 
E. 3.2.2).  
 
5.6 Zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen – so auch der Berichte von RAD-Ärztinnen und -Ärzte – wird der 
Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser Personen zum Versicherungsträger 
alleine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 
351 E. 3b/ee). Diesen Berichten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im 

 

 
 
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Verfahren nach Art. 44 ATSG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung) eingeholten Gut-
achten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu 
berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen be-
stehen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.7, Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 
2014, 8C 385/2014, E. 4.2.2). 
 
5.7 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 
506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 
und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 
2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
7. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen im Wesentlichen folgende ärztli-
chen Berichte vor: 
 
7.1 Aus dem Austrittsbericht der C.____-Klinik vom 16. April 2018 ergibt sich folgende Diag-
nose: Paramediane Diskushernie LWK 4/5 links mit sehr grossem Sequester und massiver Ein-
engung des Spinalkanals. Klinisch habe sich damals ein ausgeprägtes lumboradikuläres 
Schmerz-und Ausfallsyndrom L4/L5 links mit Plegie der Fusshebung gezeigt. Operativ sei am 
10. April 2018 eine interlaminäre Fenestration LWK 4/5 links und mikrochirchurgische Seques-
terektomie vorgenommen worden. Dem Austrittsbericht ist zu entnehmen, dass aufgrund der da-
maligen Ausfallerscheinungen der operative Eingriff notfallmässig habe durchgeführt werden 
müssen. Weiter ergibt sich, dass der operative Eingriff komplikationslos durchgeführt worden sei. 
Die radikuläre Schmerzsymptomatik habe mit der Operation beseitigt werden können. Bei Austritt 
habe nur noch eine minimale lumbale Schmerzsymptomatik bestanden. Der Beschwerdeführerin 

 

 
 
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wurde empfohlen, das Heben und Tragen von schweren Gegenständen sowie auch Extrembe-
wegungen der Wirbelsäule für 6-8 Wochen postoperativ zu vermeiden. 
 
7.2 Mit Arztbericht vom 6. Dezember 2019 führt Dr. D.____, Chiropraktiker SCI, aus, dass 
die Beschwerdeführerin weder lange sitzen noch stehen könne. Es bestehe eine Teilparese des 
Fusshebers links (progredient je nach Belastung) und eine massive Druckdolenz an der LWS. 
Aktuell habe sich die Arbeitsfähigkeit deutlich verschlechtert mit einer Fussgelenksverletzung 
links als Folge der Instabilität und Teilparese links. Diese sei progredient je nach Belastung. Kli-
nisch liege eine Nervenverletzung vor, die ein invalidisierendes Ausmass erreicht habe. Langes 
Stehen und Treppensteigen würden die Symptomatik verschlechtern. In Bezug auf die Tätigkeit 
einer Dentalassistentin führt Dr. D.____ aus, diese Tätigkeit sei wegen der gebeugten Haltung 
für die Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar. Für eine angepasste Tätigkeit wird ein zumut-
bares Pensum von 2-3 Stunden festgehalten, wobei das Profil einer angepassten Tätigkeit nicht 
näher ausgeführt wird. 
 
7.3 In einem weiteren Bericht vom 17. Dezember 2021 hält Dr. D.____ fest, es bestehe ein 
Status nach grosser Diskushernie-Operation, postoperativ mit fortbestehender Symptomatik. Seit 
dem letzten Bericht sei keine wesentliche Veränderung feststellbar. Er führt aus, die Beschwer-
deführerin sei zu 70 % arbeitsunfähig. Die letzte Untersuchung habe am 16. Dezember 2021 
stattgefunden. 
 
7.4 Gemäss Arztbericht von Dr. D.____ vom 3. Mai 2022 sei die Beschwerdeführerin seit 
5. März 2022 zu 100 % arbeitsunfähig. Es wird auf einen Sturz hingewiesen und auf eine Fuss-
heberparese links. Ausserdem verschlechtere sich der Gesundheitszustand trotz der Therapie. 
 
7.5 Dr. med. E.____, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Regionaler 
Ärztlicher Dienst (RAD), hält in ihrer Beurteilung vom 7. Juli 2022 fest, dass in einer rückenadap-
tierten Verweistätigkeit, wie sie die Tätigkeit einer B.____-Therapeutin darstelle, keine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Auf die Atteste von Dr. D.____ könne nicht abgestellt werden, 
da diese nicht mit objektivierbaren Befunden begründet seien. 
 
7.6 Dr. E.____ nimmt im Rahmen des Einwandverfahrens am 17. November 2022 nochmals 
Stellung. Sie hält fest, dass postoperativ ein komplikationsloser Verlauf zu registrieren sei. Eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer rückenadaptierten Tätigkeit spätestens drei Monate 
nach der Operation könne nicht mehr begründet werden. Dr. D.____ erhebe keine objektivierba-
ren Befunde, sondern stelle einzig Arbeitsunfähigkeits-Atteste aus. Für eine neurologisch-ortho-
pädische Begutachtung bestehe keine Veranlassung. Es bleibe unverständlich, dass die Be-
schwerdeführerin trotz einer geltend gemachten Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes 
und aufgrund eines erlittenen Sturzes sich nicht wieder beim Wirbelsäulen-Operateur gemeldet 
und sich diesbezüglich in fachärztliche Abklärung und Behandlung begeben habe. Vor diesem 
Hintergrund würden Zweifel an den vorgebrachten sogenannten neuen Beschwerden bestehen. 
 

 

 
 
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7.7 Mit ihrer Vernehmlassung vom 12. April 2023 reicht die IV-Stelle eine weitere Stellung-
nahme vom 8. März 2023 von Dr. E.____ zu den Akten. Die Beurteilung von Dr. E.____ entspricht 
inhaltlich im Wesentlichen ihrer Stellungnahme vom 17. November 2022. 
 
8. Die IV-Stelle stützt sich in ihrer Verfügung im Wesentlichen auf die Stellungnahmen von 
Dr. E.____, wonach die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig sei.  
 
8.1 Im Dezember 2019 hält Dr. D.____ fest, es bestehe eine Teilparese links sowie eine 
massive Druckdolenz an der LWS. Er führt dies auf eine Nervenverletzung zurück. Nachdem die 
Beschwerdeführerin eine Umschulung zur B.____-Therapeutin absolviert hat, verweist 
Dr. D.____ im Dezember 2021 auf eine fortbestehende Symptomatik und hält eine 70%ige Ar-
beitsunfähigkeit fest. Es habe keine wesentliche Veränderung seit dem letzten Bericht gegeben. 
Im Rahmen der Haushaltabklärungen im März 2022 beschreibt die Beschwerdeführerin sehr kon-
kret und detailliert, welche Einschränkungen für sie auch im Rahmen der umgeschulten Tätigkeit 
bestehen. So führt sie aus, sie sei am 5. März 2022 gestürzt, das linke Bein mache ihr seit Mo-
naten zu schaffen. Die Muskeln seien verhärtet oder eingeklemmt, so dass das Bein immer wie-
der einschlafe und sie dann keinen Halt mehr habe. Bisher sei es zum Glück nicht zu weiteren 
Stürzen gekommen. Der Sturz habe ihre Rückenbeschwerden noch verstärkt. Der Rücken bereite 
ihr seit gut sechs Monaten wieder verstärkt Probleme. Aufgrund der Schmerzen könne sie kaum 
schlafen. Sie könne auch kaum Klientel behandeln und habe somit keinen wirklichen Verdienst. 
Sie empfange maximal vier Klienten pro Woche und dies auch nur für jeweils 30 Minuten. Eine 
Therapiestunde von 60 Minuten könne sie aufgrund der Beschwerden gar nicht anbieten. In sei-
nem Bericht vom 3. Mai 2022 erhöht Dr. D.____ die bisher angeführte Arbeitsunfähigkeit von 
70 % auf 100 %.  
 
8.2 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, es würden keine objektivierbaren Befunde vor-
liegen, weshalb die Beschwerdeführerin als zu 100 % arbeitsfähig betrachtet werden könne. Die 
IV-Stelle beruft sich im Wesentlichen auf den Austrittsbericht der C.____-Klinik vom April 2018. 
Auch wenn sich die Klinik in diesem Bericht – wie die Vorinstanz zu Recht festhält – positiv über 
den Verlauf nach der Operation äussert, ist doch anzumerken, dass dieser Bericht nur wenige 
Tage nach der Operation erstellt wurde und über den weiteren Verlauf wenig bekannt ist. Die 
Berichte von Dr. D.____ sind zwar sehr kurz gehalten und legen im Wesentlichen lediglich dar, 
dass die Rückenbeschwerden seit der Operation im April 2018 weiterhin bestehen. Auffällig ist 
aber, dass Dr. D.____ nach der Operation während längerer Zeit von einer 70%igen Arbeitsun-
fähigkeit ausging, diese aber im Mai 2022 auf 100 % erhöht hat. Dies deckt sich mit den Aussagen 
der Beschwerdeführerin anlässlich der Haushaltabklärung, wo sie auf einen Sturz im März 2022 
verwies. Seit der Operation im April 2018 ist zu viel Zeit verstrichen, als dass man nun immer 
noch von einem komplikationslosen postoperativen Verlauf ausgehen könnte, so wie dies die IV-
Stelle vorbringt. Seit dem Bericht der C.____-Klinik liegen keine unabhängigen ärztlichen Berichte 
vor, die eine Verbesserung des Gesundheitszustandes bestätigen würden. Es ist dabei darauf 
hinzuweisen, dass auch der RAD selber medizinische Abklärungen hätte vornehmen können 
bzw. die Beschwerdeführerin für eine Untersuchung hätte aufbieten können. Solche Abklärungen 
wurden nicht vorgenommen. Stattdessen beruft sich die IV-Stelle im Verfügungszeitpunkt im Feb-
ruar 2023 auf den Austrittsbericht der C.____-Klinik vom April 2018. Dies obwohl die Arztberichte 

 

 
 
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von Dr. D.____ und auch die Äusserungen der Beschwerdeführerin darauf hinweisen, dass der 
postoperative Verlauf sich eben doch nicht unproblematisch gestaltete und möglicherweise im 
Frühjahr 2022 aufgrund eines Sturzes eine weitere Verschlechterung eingetreten sein könnte. 
Zudem hat es die IV-Stelle selbst immerhin als nötig erachtet, der Beschwerdeführerin wegen 
ihrer gesundheitlichen Probleme eine Umschulung zu ermöglichen.  
 
8.3 Gestützt auf diese Ausführungen ergeben sich zumindest geringe Zweifel an der Ein-
schätzung von Dr. E.____, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Damit ist die IV-Stelle 
der ihr obliegenden Untersuchungspflicht nicht rechtsgenüglich nachgekommen. Demzufolge ist 
die vorliegende Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als dass die Angelegenheit zur Vor-
nahme weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, wobei es unter den vorlie-
genden Umständen angezeigt erscheint, ein verwaltungsexternes Gutachten in Auftrag zu geben. 
Zudem wird die IV-Stelle abzuklären haben, ob die Tätigkeit als B.____-Therapeutin eine geeig-
nete Tätigkeit ist, oder ob eine andere Tätigkeit als angepasste Tätigkeit in Frage kommt. 
 
9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht 
die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende 
Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-
gend ist die IV-Stelle unterliegende Partei. Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- werden somit 
ihr auferlegt, und der geleistete Kostenvorschuss ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.  
 
9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteientschädigung 
zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Versicherten hat in seiner Hono-
rarnote vom 4. Mai 2023 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 10,7 
Stunden geltend gemacht, welcher sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Dieser Aufwand ist zum in Sozialversicherungsprozessen 
für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu ent-
schädigen. Nicht zu beanstanden sind ferner die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen 
im Umfang von insgesamt Fr. 69.60. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 2'955.95 (10,7 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 69.60 zuzüglich 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 

 

 
 
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10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vor-
aussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
10.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung – wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 645 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bundesge-
richts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 
7. November 2014, 8C_692/2014, E. 2).  
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 10. Februar 2023 aufgehoben, die An-
gelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurück-
gewiesen wird.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 2'955.95 (inklusive Auslagen und 7,7 % Mehrwert-
steuer) auszurichten.  

 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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