# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 853f68b1-9a5a-5559-a268-1cacdcaf2cfb
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-27
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 27.12.2022 603 2022 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2022-44_2022-12-27.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2022 44

Urteil vom 27. Dezember 2022

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Johannes Frölicher, Yann Hofmann
Gerichtsschreiber: Mischa Poffet 

Parteien A.________ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Stephan Fröhlich

gegen

AMT FÜR DEN ARBEITSMARKT, Vorinstanz

Gegenstand Handel und Gastgewerbe – Sonntagsarbeit, Betriebe in Fremdenverkehrs-
gebieten

Beschwerde vom 8. März 2022 gegen den Einspracheentscheid vom 
4. Februar 2022

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Die A.________ AG (Beschwerdeführerin) betreibt ein Detailhandelsgeschäft (B.________-
Laden Murten) sowie einen Tankstellenshop (C.________ Murten) an der D.________ in Murten. 
Letzterer ist ganzjährig auch sonntags geöffnet.

B. Am 31. Januar 2020 ersuchte die Beschwerdeführerin das Amt für den Arbeitsmarkt (Vorin-
stanz) um Bewilligung der Sonntagsarbeit in ihrem Laden in Murten während der Tourismussaison, 
d.h. an sämtlichen Sonntagen vom 1. April bis 31. Oktober – jährlich wiederkehrend – jeweils von 
09.00 bis 17.00 Uhr.

C. Mit Entscheid vom 14. April 2020 wies das Arbeitsinspektorat das Gesuch mit der Begründung 
ab, der Laden liege ausserhalb des Fremdenverkehrsgebiets und biete keine spezifisch auf die 
Bedürfnisse von Touristen zugeschnittenes Warensortiment an. Gleichzeitig wurde der Beschwerde-
führerin die Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonn- und Feiertagen untersagt.

Diesen Entscheid focht die Beschwerdeführerin mit Einsprache vom 15. Mai 2020 bei der Vorinstanz 
an mit der Begründung, die Filiale an der D.________ liege im Fremdenverkehrsgebiet und ihr Ange-
bot diene den spezifischen Bedürfnissen der Touristen.

Mit Einspracheentscheid vom 4. Februar 2022 bestätigte die Vorinstanz den Entscheid des Arbeits-
inspektorats.

D. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt die Beschwerdeführerin am 8. März 2022 
Beschwerde an das Kantonsgericht. Sie beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolge, der 
angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und ihr Gesuch vom 31. Januar 2020 sei gutzu-
heissen bzw. es sei festzustellen, dass sie ohne behördliche Bewilligung ihre Filiale in Murten an 
der D.________ jeweils an Sonntagen zwischen dem 1. April und 31. Oktober von 09.00 bis 
17.00 Uhr offen halten und Arbeitnehmer beschäftigen dürfe. Eventualiter sei die Angelegenheit an 
die Vorinstanz zurückzuweisen.

In ihren Bemerkungen vom 16. Mai 2022 hält die Vorinstanz an ihrem Einspracheentscheid fest und 
beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

E. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 108 Abs. 2 des kantonalen 
Gesetzes vom 6. Oktober 2010 über die Beschäftigung und den Arbeitsmarkt [BAMG; SGF 866.1.1] 
i.V.m. Art. 114 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRG; SGF 150.1]). Dass die Beschwerdeführerin am 31. Januar 2020 formell um Bewilligung 

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statt um Feststellung ersuchte, obwohl vorliegend bewilligungsfreie Sonntagsarbeit (vgl. E. 3.1) strei-
tig ist, schadet ihr nicht, zumal die Vorinstanz im angefochtenen Einspracheentscheid nicht eine 
Bewilligung verweigerte, sondern in Ziff. 2 des Dispositivs feststellte, der streitbetroffene Laden liege 
ausserhalb des "definierten Fremdenverkehrsgebiets". Weiter ist ein aktuelles Interesse zu bejahen, 
da das Gesuch eine "jährlich wiederkehrende" sonntägliche Beschäftigung von Arbeitnehmern zum 
Gegenstand hatte. Die Beschwerdefrist wurde eingehalten und der Kostenvorschuss fristgerecht 
bezahlt (Art. 79 Abs. 1 und Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist vorliegend 
ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3.

3.1. Art. 18 des Bundesgesetzes vom 13. März 1964 über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und 
Handel (ArG; SR 822.11) statuiert für die dem Gesetz unterstellten Betriebe das Verbot der Sonn-
tagsarbeit. Ausnahmen sind möglich, aber grundsätzlich bewilligungsbedürftig (Art. 19 Abs. 1 ArG). 
Abgesehen davon können nach Art. 27 Abs. 1 ArG bestimmte Gruppen von Betrieben oder Arbeit-
nehmern durch Verordnung ganz oder teilweise von gewissen gesetzlichen Arbeits- und Ruhezeit-
vorschriften ausgenommen und entsprechenden Sonderbestimmungen unterstellt werden, soweit 
dies mit Rücksicht auf ihre besonderen Verhältnisse notwendig ist. Solche Sonderbestimmungen 
können gemäss Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG insbesondere für Betriebe erlassen werden, die den Bedürf-
nissen des Fremdenverkehrs dienen ("les entreprises qui satisfont aux besoins du tourisme").

Die Verordnung 2 vom 10. Mai 2000 zum Arbeitsgesetz (ArGV 2; SR 822.112) regelt die Sonderbe-
stimmungen (Art. 3 ff. ArGV 2) sowie die unterstellten Betriebsarten und Arbeitnehmer (Art. 15 ff. 
ArGV 2). Zu diesen Sonderbestimmungen zählt unter anderem die bewilligungsfreie (ganze oder 
teilweise) Sonntagsarbeit nach Art. 4 Abs. 2 ArGV 2. Diese Bestimmung gilt gemäss Art. 25 Abs. 1 
ArGV 2 namentlich für Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten (dazu E. 3.2), soweit sie der Befriedi-
gung spezifischer Bedürfnisse der Touristen dienen (E. 3.3), wobei dieses Regime auf die Saison 
beschränkt ist (E. 3.4).

3.2. Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 umschreibt den Begriff Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten 
("entreprises situées en région touristique") als Betriebe in Kur-, Sport-, Ausflugs- und Erholungsor-
ten, in denen der Fremdenverkehr von wesentlicher Bedeutung ist und erheblichen saisonmässigen 
Schwankungen unterliegt. Entscheidend ist damit die Lage des Betriebs in einem bestimmten Ort 
("station"), der sich durch drei Merkmale auszeichnet (vgl. zum Ganzen BGE 140 II 46 [Migros 
Murten] E. 2.2.1; Urteile BGer 2C_44/2013 vom 12. Februar 2014 [Outlet Landquart] E. 5.3.3; 
2A.578/2000 vom 24. August 2001 [Migros Ouchy]; 2A.612/1999 vom 30. Juni 2000 [Coop 
Saignelégier]; für die kantonale Rechtsprechung siehe zuletzt Urteile KG FR 603 2021 88 und 603 
2021 99 [Estavayer-le-Lac] vom 27. Juni 2022 E. 3.1):

 Es handelt sich um einen Ort, an dem ein Angebot an Kuren, Sportaktivitäten oder Erho-
lungsaufenthalten besteht oder der ein Ausflugsziel darstellt.

 Der Fremdenverkehr ist von wesentlicher Bedeutung.

 Der Fremdenverkehr unterliegt erheblichen saisonmässigen Schwankungen.

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Der Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
nicht derart eng zu verstehen, dass er sich einzig auf isolierte Tourismussiedlungen in abgelegenen 
Gebieten bezöge, sondern zeichnet sich primär durch das touristische Angebot aus. Das Vorliegen 
eines solchen Ortes darf jedoch nicht allzu leicht bejaht werden. Das Beherbergungsangebot (Hotel-
lerie und Parahotellerie), das Vorhandensein von Sport- und Erholungseinrichtungen sowie weitere 
objektive Kriterien spielen eine entscheidende Rolle. Daraus folgt, dass der Ortsbegriff des Art. 25 
Abs. 2 ArGV 2 durch die Lage und die Konzentration des touristischen Angebots und der touristi-
schen Infrastruktur gekennzeichnet und begrenzt wird. Nicht massgeblich ist, ob es sich um eine 
ganze Ortschaft oder Stadt oder um einen Stadtteil handelt. Ebenso wenig deckt sich der Ortsbegriff 
notwendigerweise mit dem Gebiet einer bestimmten politischen Gemeinde. Es ist – zumindest theo-
retisch – nicht ausgeschlossen, dass es sich um ein mehrere Ortschaften umfassendes Gebiet 
handeln kann (z.B. ein Skigebiet). Entscheidend ist in jedem Fall, dass der Ortsbegriff des Art. 25 
Abs. 2 ArGV 2 durch das touristische Angebot und die touristischen Anlagen örtlich klar begrenzt 
und damit auf die lokale Ebene ausgerichtet bleibt (vgl. zum Ganzen BGE 140 II 46 E. 2.2.1 und 
E. 5.1; Urteil BGer 2C_44/2013 vom 12. Februar 2014 E. 5.3.3 f.).

Liegt der Betrieb in einem Kur-, Sport-, Ausflugs- oder Erholungsort nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2, ist 
weiter zu klären, ob der Fremdenverkehr dort von wesentlicher Bedeutung ist und erheblichen 
saisonmässigen Schwankungen unterliegt. Dabei können tourismuswirtschaftliche Zahlen berück-
sichtigt werden, soweit sie Aufschlüsse über den nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 massgeblichen Ort 
zulassen. Diese statistischen Daten können sich namentlich auf das Beherbergungsangebot und die 
Übernachtungen sowie den Anteil des Tourismus an der Gesamtbeschäftigung beziehen. Das 
Bundesgericht hat es abgelehnt, die "wesentliche Bedeutung" des Fremdenverkehrs von starren 
quantitativen Schwellenwerten abhängig zu machen. Vielmehr ist auch die Umschreibung des Orts-
begriffs im konkreten Fall zu berücksichtigen (vgl. BGE 140 II 46 E. 5.1; Urteil BGer 2C_44/2013 
vom 12. Februar 2014 E. 5.3.5).

3.3. Nebst der Lage in einem Fremdenverkehrsgebiet ist weiter zu prüfen, ob der Betrieb der 
Befriedigung spezifischer Bedürfnisse der Touristen ("répondant aux besoins spécifiques de 
touristes") im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 dient. Darunter fallen jene Betriebe, die tatsächlich 
den Bedürfnissen des Fremdenverkehrs dienen. Diese Betriebe sind regelmässig in besonderer 
Weise von saisonmässigen Schwankungen im Tourismus betroffen. Nicht dazu zählen jene Betrie-
be, die in erster Linie oder gar ausschliesslich die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung 
befriedigen (Urteil BGer 2A.578/2000 vom 24. August 2001 E. 5c mit Hinweis). Dabei können die 
spezifischen Bedürfnisse der Touristen nicht derart weit gefasst werden, dass das blosse Einkaufs-
erlebnis ("Einkaufstourismus") darunterfällt, ansonsten das Kriterium weitgehend leerlaufen würde 
(vgl. BGE 126 II 106 E. 5a). Dagegen wäre es verfehlt, die touristischen Bedürfnisse auf diejenigen 
Bedürfnisse beschränken zu wollen, die allein den Touristen eigen sind, wie Souvenirartikel oder 
Reiseführer. Vielmehr zählen nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis auch Grundbedürfnisse 
des Menschen dazu, wie z.B. der Bedarf an Lebensmitteln oder Hygieneprodukten (BGE 140 II 46 
E. 2.3; 126 II 106 E. 4; Urteile BGer 2A.578/2000 vom 24. August 2001 E. 5; 2A.612/1999 vom 
30. Juni 2000 E. 5a).

Zur Abklärung, ob das Kriterium erfüllt ist, können neben dem Anteil der Touristen an der Kundschaft 
des betreffenden Betriebes auch Indizien wie namentlich die Umsatzentwicklung, der Gesamtein-
druck des angebotenen Sortiments und der übrige Marktauftritt angemessen Beachtung finden (vgl. 
Urteile BGer 2A.578/2000 vom 24. August 2001 E. 6; 2A.612/1999 vom 30. Juni 2000 E. 5b). Weiter 
gilt es in diesem Rahmen zu prüfen, inwiefern die Bedürfnisse der Touristen anderweitig abgedeckt 
werden (BGE 140 II 46 E. 5.2), was auch von den jeweiligen Tourismusformen abhängt. So hat das 

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Bundesgericht etwa berücksichtigt, dass in den Franches-Montagnes (Jura) der Camping-Touris-
mus eine wichtige Rolle spielt und daher bei einer Anreise am Wochenende ein Bedarf besteht, 
Güter des täglichen Gebrauchs vor Ort einzukaufen (Urteil BGer 2A.612/1999 vom 30. Juni 2000 
E. 5b).

3.4. Schliesslich lässt Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 Abweichungen vom Verbot der Sonntagsarbeit nur 
während der Saison zu. Dieses Kriterium dient der zeitlichen Eingrenzung und knüpft daran an, dass 
der Tourismus in Fremdenverkehrsgebieten erheblichen saisonmässigen Schwankungen unterliegt 
(Art. 25 Abs. 2 ArGV 2). In diesen Gebieten weist der Zustrom an Touristen mit anderen Worten 
saisonale Spitzen auf, während derer sich eine Abweichung vom Verbot der Sonntagsarbeit recht-
fertigt. Dabei schränkt der Wortlaut von Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 die Sonderbestimmungen nicht auf 
eine einzige Saison pro Jahr ein. Fremdenverkehrsgebiete können denn auch mehrere zeitlich klar 
begrenzte Saisonspitzen pro Jahr verzeichnen (z.B. Sommer- und Wintersaison). In jedem Fall ist 
aber darauf zu achten, dass das gesetzliche Kriterium der Saisonalität nicht dadurch unterlaufen 
wird, dass die zeitlichen Grenzen der (Hoch-)Saison übermässig weit gezogen werden (Urteil BGer 
2C_44/2013 vom 12. Februar 2014 E. 5.5).

3.5. Generell gilt, dass Ausnahmen vom Verbot der Sonntags- bzw. Feiertagsarbeit restriktiv 
auszulegen sind, auch wenn sich die Erwartungen und das Verhalten der Konsumenten seit Erlass 
der diesbezüglichen Bestimmungen verändert haben sollten. Eine zu weite Auslegung durch das 
Gericht würde den in Art. 18 ArG explizit statuierten Grundsatz des Verbots der Sonntagsarbeit 
seiner Substanz entleeren (vgl. BGE 145 II 360 E. 3.4; 140 II 46 E. 2.4).

4.

Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass Murten grundsätzlich den Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 
ArGV 2 erfüllt (vgl. angefochtener Entscheid S. 6 mit Hinweis auf Urteil KG FR 603 2015 13 vom 
17. August 2015). Streitig und zu prüfen ist hingegen, wie der Ort räumlich zu definieren ist und ob 
der Laden an der D.________ noch im Fremdenverkehrsgebiet liegt.

4.1. Die Vorinstanz hält diesbezüglich fest, es obliege dem kantonalen Arbeitsinspektorat den 
"touristischen Perimeter" und dessen Grenzen festzulegen. Dieser entspreche nicht automatisch 
dem Gemeindegebiet, sondern sei von diesem unabhängig. In seinem Urteil vom 17. August 2015 
habe das Kantonsgericht zwar erkannt, dass die E.________-Filiale an der F.________ in der 
"Tourismuszone" liege, es habe diese Zone indes nicht klar definiert. Entsprechend habe die Vorin-
stanz diese Begrenzung gemäss beigelegtem Plan selbst vorgenommen, wobei sich der Bereich am 
Seeufer vom Strandbad Murten bis zum Strandbad Muntelier erstrecke und in seiner südlichen 
Ausdehnung an die Bahnlinie grenze. Die Vorinstanz schloss sodann, dass der Laden an der 
D.________ nicht im von ihr festgesetzten Gebiet liege (auf nachstehender Darstellung blau einge-
zeichnet), weshalb eine Ausnahme vom Bewilligungserfordernis für Sonntagsarbeit ausser Betracht 
falle.

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Die Beschwerdeführerin gesteht zu, dass der touristische Perimeter wohl nicht automatisch dem 
Gemeindegebiet entspreche. Nichtsdestotrotz habe die Vorinstanz bei dessen Festlegung den loka-
len Gegebenheiten nur ungenügend Rechnung getragen. So befänden sich die im von der Vorin-
stanz zitierten Urteil des Kantonsgericht 603 2015 13 vom 17. August 2015 erwähnten Camping-
plätze teils weniger weit von der Filiale der Beschwerdeführerin als von der E.________-Filiale an 
der F.________ entfernt. Erstere liege zudem ebenfalls an einer touristischen Hauptverkehrsachse. 
Weiter habe die Vorinstanz mit dem Bois Dominque ("Bodemünzi"), dem Naherholungsgebiet 
Grengspitz und dem Schlachtdenkmal diverse Sehenswürdigkeiten ausser Acht gelassen, die sich 
in unmittelbarer Nähe des Ladens bzw. ebenfalls ausserhalb des vorinstanzlich definierten Perime-
ters befänden.

In ihren Bemerkungen macht die Vorinstanz im Wesentlichen geltend, im Sommer würden die meis-
ten kulturellen und sportlichen Aktivitäten am Seeufer stattfinden; die Beschwerdeführerin habe 
indes keine Aktivitäten genannt, die in der Nähe ihres Ladens stattfänden. Was den Bois Domingue 
anbelangt, sei unbestritten, dass die Aussicht schön sei, jedoch vermöge diese den Perimeter nicht 
zu vergrössern. Beim Schlachtdenkmal handle es sich zwar um einen historischen Ort, aber nicht 
um ein eigentliches touristisches Angebot im Sinne eines Museums, weshalb dieser ebenfalls nicht 
berücksichtigt werden könne.

4.2. Die Vorinstanz äussert sich im angefochtenen Entscheid nicht dazu, von welchen objektiven 
Kriterien sie sich bei der räumlichen Begrenzung des Ortsbegriffs nach Art. 25 ArGV 2 hat leiten 
lassen. Sie fasst lediglich kurz zusammen, von wo bis wo sich der Perimeter erstrecke. Wohl 
verweist sie auch auf das Urteil des Kantonsgerichts 603 2015 13 vom 17. August 2015, doch fällt 
bei dessen Lektüre auf, dass die "zone touristique" (E. 4c) von Murten gerade nicht räumlich 
begrenzt wurde. Dem zitierten Urteil kann über die Feststellung hinaus, dass sich die 

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E.________-Filiale an der F.________ aufgrund ihrer unmittelbarer Nähe zur Altstadt zweifelsfrei im 
Fremdenverkehrsgebiet befinde, nichts zu dessen konkreter Ausdehnung entnommen werden.

Damit ist indes noch nicht gesagt, dass der Schluss der Vorinstanz, der Laden der Beschwerdefüh-
rerin liege ausserhalb des Fremdenverkehrsgebiets, gegen Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 verstösst.

4.2.1. Mit Blick auf die restriktive Auslegung (vgl. E. 3.2 und 3.5) vermag offensichtlich nicht die 
gesamte Murtenseeregion den Ortsbegriff nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 zu erfüllen. Ebenfalls erscheint 
das gesamte Gemeindegebiet Murten als zu weiträumig, was auch die Beschwerdeführerin zugibt, 
hat sich dieses doch durch diverse Gemeindefusionen über das Gebiet der ursprünglichen Ortschaft 
Murten hinaus erheblich vergrössert. Die Vorinstanz hat sich somit stattdessen richtigerweise am 
Zentrum des touristischen Angebots und der touristischen Infrastruktur orientiert (vgl. E. 3.2).

4.2.2. Die Hauptattraktionen des Fremdenverkehrsgebiets Murten sind unzweifelhaft die Altstadt 
mit ihrer Ringmauer und das Seeufer. In der südlichen Ausdehnung leuchtet ein, das Bahnhofareal 
miteinzubeziehen, reisen doch gerade Tagestouristen gerne mit dem öffentlichen Verkehr an und 
sind in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs auch Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. Als westli-
che Begrenzung des Fremdenverkehrsgebiets hat die Vorinstanz das Hallen-, Schwimm- und 
Strandbad Murten ausgemacht, im Osten das Strandbad Muntelier. Da sich der Ortsbegriff nach 
Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 nicht zwangsläufig mit dem Gebiet einer politischen Gemeinde zu decken 
braucht (vorne E. 3.2), ist nichts daran auszusetzen, dass die Vorinstanz das Strandbad Muntelier –
 welches im Gemeindegebiet von Muntelier liegt – in das Fremdenverkehrsgebiet von Murten 
miteinbezogen hat.

4.2.3. Was den Standort des Ladens an der D.________ anbelangt, liegt dieser mit einer Gehdis-
tanz von rund 17 Minuten und einer Entfernung von rund 1 km (Schwimmbad Murten) nicht in unmit-
telbarer Nähe des Murtensees. Noch grösser ist die Entfernung zur Altstadt von Murten mit rund 
1.7 km bzw. 22 Gehminuten. Gleichzeitig liegt das Gebiet am äussersten südlichen Ende einer 
Industrie- und Gewerbezone und in unmittelbarer Nähe zur Hauptstrasse. Von einem touristischen 
Angebot in unmittelbarer Nähe des Ladens kann somit keine Rede sein. Dass gewisse Sehenswür-
digkeiten wie das Schlachtdenkmal und der Bois Domingue oder das Naherholungsgebiet Greng-
spitz ausserhalb des von der Vorinstanz festgestellten Fremdenverkehrsgebiets liegen, vermag 
daran nichts zu ändern, zumal diese ohnehin nicht in nächster Nähe des Ladens der Beschwerde-
führerin liegen (das Gleiche gilt mit Bezug auf die Gehdistanz zum Bahnhof, die immerhin rund 
16 Minuten beträgt). Müsste bei der Feststellung des Ortsbegriffs nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 jede 
einzelne Sehenswürdigkeit einer Region ausserhalb des Zentrums des touristischen Angebots 
berücksichtigt werden, würde das Verbot der Sonntagsarbeit (Art. 18 ArG) und der Grundsatz der 
restriktiven Handhabung von Ausnahmen desselben ausgehöhlt. Auch der Umstand, dass der 
Laden an der Hauptstrasse Avenches-Murten liegt (eine "Hauptverkehrsachse" gemäss der 
Beschwerdeführerin), lässt den Standort nicht Teil des Tourismusortes Murten werden: Ein solcher 
funktionaler Ansatz widerspricht der ursprünglichen Stossrichtung des Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG und 
den konkretisierenden Kriterien auf Verordnungsstufe, wonach der Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 
ArGV 2 durch das touristische Angebot und die touristischen Anlagen örtlich klar begrenzt und damit 
auf die lokale Ebene ausgerichtet ist (vgl. Urteil BGer 2C_44/2013 vom 12. Februar 2014 E. 6.2 f.).

4.3. Nach dem Gesagten ist der Schluss der Vorinstanz, dass der Laden der Beschwerdeführerin 
nicht im Fremdenverkehrsgebiet von Murten liegt, im Ergebnis nicht zu beanstanden. Bereits 
deshalb ist die Beschwerde abzuweisen.

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5.

Eine Ausnahme vom Sonntagsarbeitsverbot würde sodann auch am Kriterium der Befriedigung der 
Bedürfnisse des Fremdenverkehrs scheitern (Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ArGV 2). 
Soweit die Beschwerdeführerin nämlich geltend macht, es sei unbestritten, dass das Angebot der 
Beschwerdeführerin "weitgehend" der Befriedigung spezifischer Bedürfnisse von Touristen diene 
und die Voraussetzung von Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 erfüllt sei, kann ihr nicht gefolgt werden:

Auf S. 8 des Einspracheentscheids wird festgehalten, dass der Laden der Beschwerdeführerin 
Rasenmäher, Töpfe und Waren aus dem Bereich Bau und Hobby anbiete, welche nicht mehr "dem 
Sortiment für Touristen" entsprächen. Zudem hielt die Vorinstanz – nachdem sie feststellte, dass der 
Laden ausserhalb des Fremdenverkehrsgebiets liegt – auf S. 7 fest, dass sie die "weiteren Kriterien" 
dennoch prüfe. Daraus folgt ohne Weiteres, dass die Vorinstanz auch die zweite, vorne unter E. 3.3 
erläuterte Voraussetzung im Sinne einer Eventualbegründung geprüft und verneint hat. 

5.1. Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Einsprache vom 15. Mai 2020 geltend, Murten sei 
vom Tages- und Ausflugstourismus geprägt. Aufenthalte auf Campingplätzen und in Ferienwohnun-
gen würden eine wichtige Rolle spielen. Das Sortiment ihrer Filiale beinhalte namentlich Lebensmit-
tel und Getränke, die auf die Bedürfnisse der Tages- und Ausflugstouristen ausgerichtet seien 
(Snacks, Salzgebäcke, Früchte, lokale Spezialitäten), eine grosszügige Auswahl an Outdoor-
Artikeln (Fahrradzubehör, Wander-/Trekkingutensilien, Badematerial), Hygieneprodukte (Sonnen-
creme, Pflaster) sowie klassische Souvenirs für Touristen (Edelweiss-Kleidungsstücke, regionales 
Weinangebot).

Bezüglich der Voraussetzung der spezifischen Bedürfnisse der Touristen hält die Vorinstanz im 
angefochtenen Einspracheentscheid fest, dass sich das Produktesortiment auf gängige Lebensmit-
tel wie Früchte und Frischgemüse, Alkohol und Grillgerichte, Holzkohle oder Gas, Hygiene- und 
Sonnenschutzprodukte, Reinigungsmittel, Insektenschutzmittel und Kioskartikel zu beschränken 
habe. Das Angebot für die Touristen in Murten sollte demjenigen entsprechen, das für die Coop-
Filiale in Saignelégier in den Franches-Montagnes definiert wurde (vgl. Urteil BGer 2A.612/1999 
vom 30. Juni 2000). Schweizer Touristen würden Campingplätze und Bed-and-Breakfast-Betriebe 
bevorzugen und sich bei ihrer Ankunft am Wochenende mit Grundnahrungsmitteln und Getränken 
eindecken. Es handle sich nicht um internationale Kundschaft, die sich für typisch schweizerische 
Produkte wie Schokolade, Uhren und Messer interessiere. Weiter bezieht sich die Vorinstanz auf 
das Urteil des Kantonsgerichts vom 17. August 2015 und stellt fest, dass es im streitbetroffenen 
Laden einerseits vergleichbare Produkte wie in der E.________-Filiale an der F.________ gebe, die 
als touristischen Bedürfnissen dienend anerkannt seien, darüber hinaus jedoch auch "Rasenmäher, 
Werkzeuge, Töpfe" und "Do-It und Bastelmaterial" angeboten würden. Diese Produkte entsprächen 
nicht mehr dem Sortiment für Touristen. Sodann stellt die Vorinstanz fest, dass sich im Fremdenver-
kehrsgebiet bereits die G.________-Filiale an der H.________, die E.________- und I.________-
Filiale sowie die J.________ AG an der F.________ und die Bäckereien in der Altstadt befänden. 
Sie verweist zudem auf den Tankstellenshop, den die Beschwerdeführerin ebenfalls an der 
D.________ betreibt.

5.2. Wie gesehen sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung einerseits der Anteil der 
Touristen an der Kundschaft des betreffenden Betriebs, andererseits die Umsatzentwicklung, der 
Gesamteindruck des angebotenen Sortiments und der übrige Marktauftritt angemessen zu berück-
sichtigen (vgl. E. 3.3). Ebenfalls ist zu prüfen, ob die Bedürfnisse der Touristen nicht anderweitig 
abgedeckt werden können. Die Vorinstanz hat sich auf die letzten drei Kriterien (Gesamteindruck, 

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Marktauftritt, Ausweichangebote) beschränkt. Daran ist nichts auszusetzen, zumal die Beschwerde-
führerin nicht behauptet über Zahlen zu verfügen, die als Indizien für das Vorliegen eines spezifi-
schen touristischen Bedarfs herangezogen werden könnten.

Zwischen den Parteien ist zunächst unbestritten, dass die B.________-Filiale an der D.________ 
teilweise die gleichen Produktsparten anbietet wie die E.________-Filiale an der F.________ in 
Murten (vgl. BGE 140 II 46 und Urteil KG FR 603 2015 13 vom 17. August 2015) bzw. die Coop-
Filiale in Saignelégier (vgl. Urteil BGer 2A.612/1999 vom 30. Juni 2000), womit sie – auch, aber nicht 
ausschliesslich – touristische Bedürfnisse abdeckt. Es ist jedoch festzustellen, dass der Laden der 
Beschwerdeführerin darüber hinaus auch Outdoor- und Sportartikel verkauft. Nebst diesen Waren 
bietet das streitbetroffene Geschäft sodann Arbeits- und Freizeitbekleidung, diverses Heimbauma-
terial, Gartengeräte und -utensilien sowie Produkte für die Haltung von Haus- und Nutztieren an (vgl. 
Beilagen 2 und 4 der Einsprache).

5.3. Mit der sonntäglichen Einkaufsmöglichkeit an der F.________ in den Filialen von I.________, 
J.________ und E.________ sowie der G.________-Filiale an der H.________ – von den übrigen 
Einkaufsmöglichkeiten wie Bäckereien, Bahnhofsgeschäften und Tankstellenshops einmal abgese-
hen – wird der vorhandene touristische Bedarf in Murten sonntags bereits zur Genüge abgedeckt. 
Den Besuchern des Tourismusortes Murten steht mit diesen Geschäften eine breite Palette an 
Produkten zur Auswahl, wie sie auf dem Campingplatz oder Festivalgelände, beim Baden, Biken, 
Wandern oder Wassersport oder auch nur bei einem einfachen Tagesausflug mit Picknick nachge-
fragt werden. Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass der streitbetroffene Laden im Fremden-
verkehrsgebiet zu liegen käme, müsste bei der Beurteilung der Befriedigung touristischer Bedürfnis-
se auch dessen genaue Lage berücksichtigt werden: So befinden sich die vorerwähnten Geschäfte 
deutlich zentraler im Tourismusort Murten und insbesondere auch näher an dessen Hauptattraktio-
nen, d.h. der Altstadt und dem Seeufer. Die Bedürfnisse des Fremdenverkehrs werden damit bereits 
hinreichend abgedeckt.

Auch aus ihrem breiteren Warensortiment kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten 
ableiten: Bei der Anschaffung von Bade-, Fahrrad-, Outdoor- oder Trekkingausrüstung handelt es 
sich entgegen ihrer Auffassung nicht um ein spezifisches touristisches Bedürfnis – jedenfalls nicht 
um ein derart akutes, dass es eine Ausnahme vom gesetzlich verankerten Sonntagsarbeitsverbot 
rechtfertigen würde. Das mit den entsprechenden Aktivitäten verbundene Material wird nämlich übli-
cherweise vor der Aktivität angeschafft und nicht während des Ausflugs bzw. während den Ferien. 
Überhaupt kein Zusammenhang mit dem lokalen Tourismus ist mit Bezug auf die übrigen Produkt-
sparten auszumachen, welche den Laden der Beschwerdeführerin charakterisieren und wie sie 
unter E. 5.1 aufgelistet sind (Bau und Hobby, Garten, Tierhaltung). Damit kann ein wesentlicher Teil 
des Sortiments weder den Produkten, die auf die Befriedigung von Grundbedürfnissen zugeschnit-
ten sind (Lebensmittel, Getränke, Hygieneprodukte etc.), noch den Produkten, welche allein den 
Touristen eigenen Bedürfnissen dienen (Reiseführer, Souvenirartikel etc.), zugerechnet werden.

Demzufolge ist festzustellen, dass der Laden der Beschwerdeführerin nicht spezifischen touristi-
schen Bedürfnissen im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 dient. Dieser Schluss drängt sich umso 
mehr auf, als nach dem Gesagten Ausnahmen vom gesetzlichen Verbot der Sonntagsarbeit nur 
restriktiv anzunehmen sind (vgl. E. 3.5). Schliesslich sind auch der Grundsatz der Wettbewerbsneu-
tralität und das Gleichbehandlungsgebot (vgl. BGE 142 I 162 E. 3.7) vorliegend nicht tangiert, da die 
Beschwerdeführerin mit dem streitbetroffenen Laden und dessen Produkteangebot ein anderes 
Kundensegment anspricht als ihre Konkurrentinnen.

Kantonsgericht KG
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6.

Zusammenfassend hat die Vorinstanz damit zu Recht festgestellt, dass das Ausnahmeregime von 
Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG i.V.m. Art. 4 und 25 ArGV 2 auf den B.________-Laden an der D.________ 
in Murten keine Anwendung findet. Die Beschwerde ist abzuweisen und der angefochtene Einspra-
cheentscheid ist zu bestätigen.

7.

Die Gerichtskosten, die auf CHF 2'500.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrech-
nen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfah-
renskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [Tarif VJ; SGF 150.12]). Eine Parteient-
schädigung ist nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 2'500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 27. Dezember 2022/mpo

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: