# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f77e41d-b47d-5e6e-9a25-a37833245cf7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.04.2014 200 2013 975
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-975_2014-04-07.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 27. Juni 2014 abgewiesen (8C_373/2014).

200 13 975 UV
KOJ/BOC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. April 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Fürsprecherin B.________
Beschwerdeführer

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG
Postfach, 8010 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2013 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der Allianz Suisse Versi-
cherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Allianz bzw. Beschwerde-
gegnerin) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufs-
krankheiten versichert, als er am … April 2005 einen Motorradunfall erlitt, 
bei welchem er sich ein Polytrauma, insbesondere mit Verletzungen beider 
Handgelenke, des linken Knies und des rechten Unterschenkels, zuzog 
(Akten der Allianz, Antwortbeilage [AB] 2 f., 9). Der Versicherte verbrachte 
in der Folge knapp drei Monate in Spitalpflege und anschliessend rund fünf 
Monate in einer Rehabilitationsklinik (AB 10, 29, 60, 63). Die Allianz er-
brachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen.

Ab Anfang Juli 2006 nahm der Versicherte seine Tätigkeit im … in einem 
20 %-Pensum wieder auf (AB 79, 94) und weitere Pensumssteigerungen 
folgten. Ab dem 15. Januar 2010 arbeitete der Versicherte in einem 80 %-
Pensum (AB 140) und per 1. September 2010 nahm er einen Stellenwech-
sel von der Privatwirtschaft zum Bund vor (AB 145, 175). 

B.

Zur Klärung der weiteren Leistungspflicht liess die Allianz den Versicherten 
durch das Begutachtungsinstitut C.________ begutachten (Expertise vom 
29. Juli 2011 [AB 185]). Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs und Ein-
holung einer ergänzenden Stellungnahme des Begutachtungsinstituts 
C.________ verfügte die Allianz am 30. Januar 2013 den Fallabschluss per 
30. September 2011 unter Einstellung der Taggeldleistungen sowie der 
Heilbehandlung und verneinte einen Rentenanspruch; gleichzeitig sprach 
sie dem Versicherten bei einem Integritätsschaden von 30 % und einem 
Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes im Jahr 2005 von 
Fr. 106‘800.-- eine Integritätsentschädigung von Fr. 32‘040.-- zu (AB 187, 
194, 195, 197, 228). Nachdem die Allianz im Einspracheverfahren eine 

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weitere Stellungnahme des Begutachtungsinstituts C.________ eingeholt 
hatte, wies sie die Einsprache mit Entscheid vom 3. Oktober 2013 ab (AB 
238, 241). 

C.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecherin 
B.________, am 5. November 2013 Beschwerde und stellte die folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 3. Okto-
ber 2013 sei aufzuheben.

2. Es sei dem Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober 2011 eine UVG-
Rente basierend auf einem IV-Grad von 37 % auszurichten.

3. Es sei dem Beschwerdeführer eine höhere Integritätsentschädi-
gung auszurichten.

4. Eventualiter
Die unfallbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Be-
schwerdeführers und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
und die körperliche und/oder geistige Integrität seien durch das ur-
teilende Gericht bei unabhängigen, neutralen und fachkompeten-
ten Gutachtern weiter abzuklären.

5. Es seien dem Beschwerdeführer während des Abklärungsverfah-
rens rückwirkend ab dem 1. Oktober 2011 Taggelder basierend 
auf einer Arbeitsunfähigkeit von 20 % auszurichten.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Dezember 2013 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und reichte eine Er-
klärung von Dr. med. D.________, Facharzt für Neurologie FMH, vom 
9. Dezember 2013 ein. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2013 
(AB 241). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung der obligatori-
schen Unfallversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 

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Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2).

2.2.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 138 V 
248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

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2.3 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). 

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Er-
werbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Be-
einträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur 
vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.3.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Für die Berücksichtigung einer beruflichen Weiterentwicklung 

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müssen praxisgemäss konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die 
versicherte Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höhe-
res Einkommen tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre. Sodann genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Per-
son nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, durch 
konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung 
von Prüfungen usw. kundgetan worden sein. Bei der Prüfung der mutmass-
lichen beruflichen Entwicklung können unter Umständen aus einer beson-
deren beruflichen Qualifizierung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die 
hypothetische Entwicklung gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des 
Gesundheitsschadens gekommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist eine 
solche Annahme unter anderem dann zulässig, wenn die angestammte 
Tätigkeit weitergeführt werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen 
Invalidenkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres 
abgeleitet werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine ver-
gleichbare Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (SVR 
2010 UV Nr. 13 S. 52 E. 4.1).

2.3.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 
110 E. 4.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Er-
werbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhält-
nisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Ar-
beitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht stützte die Beschwerdegegnerin ihren 
Entscheid auf das interdisziplinäre Gutachten des Begutachtungsinstituts 
C.________ vom 29. Juli 2013 (AB 185) mit Beurteilungen im orthopä-
disch-traumatologischen sowie neurologischen Fachgebiet. Darin wurden 
die folgenden Diagnosen aufgeführt (AB 185 S. 33):

Status nach Motorradunfall mit Polytrauma mit multiplen Frakturen an allen vier 
Extremitäten am … April 2005 mit/bei:

M25.53 Chronische Handgelenksschmerzen rechts mit/bei:

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 Mässiggradige radikarpale Arthrose (M19.13)
 Status nach offener Reposition und Osteosynthese einer reversed Barton-

Fraktur sowie einer mehrfragmentären Processus styloideus-Fraktur des dista-
len Radius am 13. April 2005 und Status nach OSME mit palmarer Kapsuloly-
se und Handgelenksdenervation am 8. Mai 2007 (Z98.8/Z47.0)

 Handschuhförmige Schwellungsneigung der Hand mit ebenfalls handschuh-
förmig ausgebreiteter leichter Hyposensibilität

M25.53 Chronisch intermittierende Handgelenks- und Mittelhandschmerzen links 
mit/bei:
 Beginnende radial betonte radiokarpale Arthrose (M19.13)
 Status nach offener Reposition und Osteosynthese von Frakturen am MC V 

und am Radiusstyloid sowie Refixation des skapholunären Bandes bei Ruptur 
am 7. April 2005 und Status nach OSME, Tenolyse des Brachioradialis, Exten-
sor digitorum communis V und Extensor digiti quinti sowie Kapsulolyse MP V 
am 8. Mai 2007 (Z98.8/Z47.0)

 Leichte handschuhförmige Schwellungsneigung der ganzen Hand

M79.66 Chronisch intermittierende Unterschenkel- und Rückfussschmerzen rechts
 Arrosion der Fibula im distalen Tibiofibulargelenk durch eine überlange 

Schraube bei nach wie vor in situ liegendem Osteosynthesematerial
 Status nach Weichteil-Débridement und Osteosynthese einer zweitgradig offe-

nen distalen Unterschenkelfraktur am 7. April 2005 (Z98.8)
 Geringgradiges Extensionsdefizit im OSG
 Leichte sensible Neuropathie im Versorgungsgebiet des N. suralis (G60.8)

M25.55 Chronisch intermittierende Knieschmerzen links
 Aktuell bis auf ein leichtes Flexionsdefizit weitgehend unauffälliger klinischer 

Befund
 Status nach Arthroskopie mit Aufstösselung einer posterolateralen Impressi-

onsfraktur des Tibiakopfs am 13. April 2005 (Z98.8)

M19.17 Mässiggradige Interphalangealarthrose Grosszehe links
 Status nach mehrfragmentärer intraartikulärer Fraktur der Endphalanx (T93.2)

M54.2 Anamnestisch intermittierendes zervikovertebrales Schmerzsyndrom
 Aktuell unauffälliger klinischer Befund

Unfallfremd:

M75.4 Ananmnestisch subakromiales Impingement Schulter rechts
 Aktuell weitgehend unauffälliger klinischer Befund

Die Experten hielten fest (AB 185 S. 34), die vom Beschwerdeführer ange-
gebenen Beschwerden an verschiedenen Lokalisationen des Körpers 

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könnten qualitativ grösstenteils mit den objektivierbaren Strukturalteratio-
nen in Übereinstimmung gebracht werden, wobei das verbal geltend ge-
machte quantitative Beschwerdeausmass und die damit verbundenen Ein-
schränkungen zeitweise etwas verdeutlicht wirkten. 

Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als … führten die Gut-
achter aus (AB 185 S. 36), bei dieser Tätigkeit habe es sich gemäss den 
Aussagen des Beschwerdeführers um eine Arbeit gehandelt, die fast aus-
schliesslich am Computer auszuführen sei. Obwohl damit wohl von einer 
körperlich leichten Tätigkeit gesprochen werden könne, könnte die konstan-
te Belastung der Handgelenke aufgrund der vorliegenden, auf der rechten 
Seite doch schon mittelgradig ausgeprägten Radiokarpalarthrose zu einer 
nicht zumutbaren Schmerzprovokation führen. Eine ganz exakte Quantifi-
zierung der Arbeitsfähigkeit sei aber nur bei detaillierter Kenntnis des indi-
viduellen Arbeitsplatzes möglich und hänge vor allem davon ab, wie hoch 
der Anteil an Tätigkeiten sei, die abseits der Tastatur durchgeführt werden 
könnten. 

Aufgrund der bereits mehr als sechs Jahre dauernden Latenz seit dem Un-
fall vom … April 2005 sei nicht mit einer wesentlichen Verbesserung der 
Situation an beiden Handgelenken zu rechnen. Viel eher sei eine Progredi-
enz der degenerativen Veränderungen mit dem Risiko einer Beschwerde-
zunahme anzunehmen. 

Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit hielten 
die Experten fest (AB 185 S. 36), in einer körperlich leichten Tätigkeit, die 
keine monotonen Bewegungen des Handgelenks verlange, sei damit zu 
rechnen, dass keine relevanten Einschränkungen bestünden. Die seit 2010 
ausgeübte Tätigkeit im E.________, wo der Beschwerdeführer als … für 
die … verantwortlich sei, scheine sehr gut an seine Einschränkungen an-
gepasst zu sein. Es handle sich dabei offenbar um eine Arbeit, bei der er 
neben der eigenen Arbeit am Computer regelmässig auch in anderen Be-
reichen zum Einsatz komme. So sei er für die Planung von Personaleinsät-
zen, die Planung und Koordination von Projekten und für die Rekrutierung 
von neuem Personal verantwortlich. Diese Tätigkeit werde derzeit in einem 
Pensum von 80 % an vier Tagen wöchentlich durchgeführt, wohingegen 
der Beschwerdeführer den Freitag jeweils für die Durchführung von thera-

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peutischen Massnahmen einsetze. Aus orthopädischer Sicht bestehe für 
eine derartige Tätigkeit eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte 
Arbeitszeit (richtig: Arbeitsfähigkeit), indem der Beschwerdeführer auch am 
bisher arbeitsfreien Freitag seinen gewohnten beruflichen Aktivitäten nach-
gehen könnte. 

Zur Frage des medizinischen Endzustandes berichteten die Experten (AB 
185 S. 37), mit der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung der Unfallfolgen 
könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit noch eine namhafte Verbes-
serung des Gesundheitszustandes erreicht werden. Am rechten Unter-
schenkel sei die Schraube ganz distal zu lang und habe zu einer Arrosion 
des distalen Tibiofibulargelenks geführt, was wahrscheinlich der Grund für 
die Schmerzen bei forcierter Extension des OSG sei. Zumindest diese 
Schraube sollte somit entfernt werden, was problemlos in Lokalanästhesie 
möglich wäre und auch, im Gegensatz zu einer vollständigen Entfernung 
der Implantate, die etwas beeinträchtigten Weichteile am Unterschenkel 
nur marginal kompromittieren dürfte. 

3.2 In der ergänzenden Stellungnahme vom 11. März 2012 hielten die 
Gutachter des Begutachtungsinstituts C.________ fest (AB 197), zur Er-
gänzung der Unterlagen seien zusätzlich Röntgenbilder in Auftrag gegeben 
worden, die am 20. Juli 2011 im Röntgeninstitut … angefertigt worden sei-
en. Grundsätzlich seien dabei vom beurteilenden Radiologen und vom or-
thopädischen Gutachter identische Befunde erhoben worden, wenngleich 
dies teilweise in etwas anderen Worten formuliert worden sei. Von orthopä-
discher Seite her seien zusätzlich noch gewisse Ergänzungen gemacht 
worden, die für den Radiologen nicht unbedingt von grosser Bedeutung 
sein mögen, die jedoch eine klinische Relevanz hätten. Dazu gehöre die 
Stabilität des Unterschenkels, wozu sich der Radiologe nicht explizit 
geäussert habe, was aber sicher nicht heisse, dass er von einer persistie-
renden Instabilität ausgegangen sei, da er eine solche zweifelsohne explizit 
erwähnt hätte. Der orthopädische Gutachter stehe mit seiner Beurteilung 
einer stabilen Situation, entgegen der Meinung des Rechtsvertreters, aber 
keineswegs alleine da, wozu auf den Bericht des Spitals F.________ vom 
13. August 2007 verwiesen sei. Darin werde unter der Rubrik „Röntgenbe-
fund“ festgehalten, die Unterschenkelfrakturen seien „insgesamt verheilt 

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und konsolidiert“, was nichts anderes heisse, als dass auch für die Kolle-
gen im Spital F.________ bereits vier Jahre vor der Begutachtung stabile 
Verhältnisse vorgelegen hätten. Wenn daran ernsthafte Zweifel bestanden 
hätten, wäre sicher schon damals eine CT-Untersuchung angefertigt wor-
den, für die ihres Erachtens auch anlässlich der Begutachtung aber keine 
Notwendigkeit bestanden habe.

Der Radiologe habe auch zur Länge der einzelnen Schrauben keine Stel-
lung bezogen, da es sich wiederum um einen Faktor handle, der vor allem 
Ärzte interessiere, die aus einem operativen Fachgebiet kämen. Der or-
thopädische Gutachter stehe dennoch vollumfänglich zu seiner Aussage, 
dass die distalste Schraube etwas überlang sei und dadurch ins distale 
tibio-fibulare Gelenk hineinrage mit einer sichtbaren ossären Arrosion des 
Malleolus lateralis von intraartikulär her, wie sie bei etwas anderer Projekti-
on in den Aufnahmen vom 3. April 2009 noch besser erkennbar sei. Dass 
unter diesen Umständen ungeachtet anderer Faktoren die Entfernung die-
ses einzelnen Implantats zumindest in Erwägung gezogen werden könne, 
verstehe sich von selbst. Ob der Beschwerdeführer diesen Eingriff vorneh-
men lasse wolle, sei selbstverständlich ausschliesslich seiner eigenen Ent-
scheidung überlassen, da das Ziel im Wesentlichen eine Schmerzreduktion 
wäre, ohne dass daraus aber ein relevanter Einfluss auf die Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit, wie sie im Gutachten formuliert worden sei, zu erwarten 
sei.

Weiter könne sich der orthopädische Gutachter sehr gut der Meinung der 
früher behandelnden Ärzte anschliessen, dass mit Rücksicht auf die kom-
promittierten Weichteilverhältnisse nur bei zwingender Indikation sämtliche 
Implantate entfernt werden sollten, und er habe sich mit Sicherheit zu die-
sem Thema auch nie in anderer Weise geäussert.

Bezüglich Arbeitsfähigkeit wurde sodann ausgeführt, soweit der Rechtsver-
treter des Beschwerdeführers von einer Einschränkung ausgehe, müsste 
aufgrund medizinischer Faktoren dargelegt werden können, warum der 
Beschwerdeführer von Montag bis Donnerstag vollzeitlich als … für … tätig 
sein könne, wohingegen am Freitag keinerlei berufliche Tätigkeit möglich 
sein solle. Gemäss den gegenüber den Gutachtern gemachten Angaben 
sei dies im Wesentlichen dadurch bedingt, dass seine Stelle vorderhand 

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nur in einem Umfang von 80 % festgelegt worden sei, mit vier vollen Ar-
beitstagen. Der Beschwerdeführer verweise aber auch darauf, dass eine 
spätere Steigerung auf 100 % schon von Anfang an ein Thema gewesen 
sei, und wenn er dies selbst als unrealistisch angesehen hätte, wäre dies 
vom Beschwerdeführer gegenüber den Gutachtern sicher erwähnt worden, 
was aber nicht der Fall gewesen sei. Im Weiteren habe der Beschwerde-
führer auch berichtet, sich im Sinne eines hierarchischen Aufstiegs gar um 
die Stelle als … bewerben zu wollen, was wohl als klares Zeichen in Bezug 
auf die berufliche Leistungsfähigkeit angesehen werden könne, wie sie von 
ihm selbst gesehen werde. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände 
sollte es dem Beschwerdeführer rein aufgrund der medizinischen (gesund-
heitlichen) Ausgangslage möglich sein, auch an fünf Tagen in der Woche 
eine volle Arbeitsleistung zu erbringen, weshalb im Gutachten die Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit für die derzeit ausgeübte Tätigkeit mit 100 % festge-
legt worden sei.

3.3 Am 7. Mai 2013 berichtete Prof. Dr. med. G.________ auf Anfrage 
der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers (Beilage zu AB 233), die 
Aussage, wonach die distale Schraube am rechten Unterschenkel überlang 
sei, ins distale tibiofibuläre Gelenk hineinrage und zu einer Arrosion der 
Fibula mit Schädigung der Knorpelfläche geführt habe, könne nicht nach-
vollzogen werden. Es fehlten diesbezüglich die entsprechenden beweis-
führenden Aufnahmen. In den konventionellen Bildern liege das Osteo-
synthesematerial absolut regelrecht. Erwähnenswert sei, dass der Be-
schwerdeführer im distalen Tibiofibulargelenk überhaupt keine Schmerzen 
habe, sondern gerade auf der gegenüberliegenden Seite im Bereich des 
medialen Malleolus, also da, wo die Platte liege. Die Schmerzen am rech-
ten Unterschenkel seien mit absoluter Sicherheit nicht auf diese Schraube 
zurückzuführen. Eine alleinige Entfernung dieser Schraube mache über-
haupt keinen Sinn, da der Beschwerdeführer nicht im lateralen Gelenk im 
Bereich der tibiofibularen Schraube Schmerzen habe. Eine alleinige Entfer-
nung dieser Schraube bringe keine Besserung. Hingegen sei nicht auszu-
schliessen, dass bei einer kompletten Entfernung des Osteosynthesemate-
rials der Beschwerdeführer eine Beschwerdebesserung erfahre. Bekannt-
lich störe das Material bei gewissen Patienten etwas in diesem Bereich, wo 
es nur durch die Haut bedeckt werde und teilweise auch zu einer gewissen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 14

Wetterfühligkeit führe. Eine Entfernung des Materials habe keine Auswir-
kungen auf die vorbestehenden Schädigungen, da das Material gerade 
unmittelbar unter der Haut liege. 

3.4 In einer weiteren Stellungnahme vom 1. Juli 2013 führte der or-
thopädische Gutachter des Begutachtungsinstituts C.________ Dr. med. 
H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, aus (AB 238), obwohl ihm mittlerweile das 
Röntgendossier natürlich nicht mehr vorliege, stehe er nach wie vor zu sei-
ner damaligen Aussage einer Überlänge der distalsten Plattenschraube am 
rechten Unterschenkel, die er nach detailliertem Studium der zur Verfügung 
stehenden Bilddokumente nach bestem Wissen gemacht habe. Wenn Prof. 
G.________ diesbezüglich anderer Meinung sei, dann sei ihm dies selbst-
verständlich unbenommen, doch sei ihm bei seiner Beurteilung möglicher-
weise nicht das gleiche Bildmaterial zur Verfügung gestanden. Ein Einfluss 
auf die versicherungsmedizinische Beurteilung in Bezug auf die Arbeits-
fähigkeit oder die bestehende Integritätseinbusse entstehe durch das Os-
teosynthesematerial ohnehin nicht, liege es nun in situ oder werde es künf-
tig entfernt.

4.

4.1 Das Vorliegen eines Unfalls, die ursprüngliche Leistungspflicht der 
Beklagten wie auch der Zeitpunkt des Fallabschlusses (BGE 137 V 199 
E. 2.1 S. 201) per 30. September 2011 (vgl. AB 228) sind zu Recht unbe-
stritten. 

4.2 Die Beschwerdegegnerin stützt ihren Entscheid namentlich auf das 
Gutachten des Begutachtungsinstituts C.________ vom 29. Juli 2011 (AB 
185). Dasselbe hat mit Blick auf die einschlägige Rechtsprechung (vgl. E. 
2.4 hiervor) vollen Beweiswert. Denn es ist für die streitigen Belange um-
fassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklag-
ten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vorakten abgegeben; zudem 
ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der 
medizinischen Situation einleuchtend und enthält begründete 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 15

Schlussfolgerungen. Den diversen vom Beschwerdeführer erhobenen Rü-
gen (Beschwerde S. 27 ff.) kann nicht gefolgt werden:

4.2.1 In formaler Hinsicht wird beanstandet, dass das Hauptgutachten, 
wie ein Vergleich der Unterschriften bestätige, nicht vom Neurologen 
Dr. med. D.________ selbst unterzeichnet worden sei, weshalb das Gut-
achten einem Beweisverwertungsverbot unterliege (Beschwerde S. 27). Mit 
Erklärung vom 9. Dezember 2013 (zuvorderst in den Antwortbeilagen) 
bestätigte Dr. med. D.________ jedoch, dass er das Gutachten selber vi-
siert hat, so dass der entsprechende Einwand nicht zu hören ist. Weiter 
wird bemängelt, dass die Anamneseerhebung und der Aktenauszug durch 
die Nichtmedizinerin lic. phil. I.________ vorgenommen worden seien (Be-
schwerde S. 27 f.). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass es die Regel ist, 
dass bei bi- oder polydisziplinären Gutachten nicht jeder Arzt die ganze 
Anamnese erstellt. Auch ist evident, dass im Aktenauszug nicht sämtliche 
Einzelheiten aufgeführt werden können. Entgegen der beschwerdeführeri-
schen Ausführungen (Beschwerde S. 28) ist der Hinweis auf eine Stufen- 
und Spaltbildung im Bereich der Fossa lunata sowohl im Aktenauszug (AB 
185 S. 10 oben) als auch in der kritischen Falldarstellung nach Akten (AB 
185 S. 28 Mitte) erwähnt. Dass Dr. med. H.________ diesen CT-Befund 
(vgl. AB 105) im Zusammenhang mit der chirurgisch-
orthopädisch/manualmedizinischen Untersuchung (AB 185 S. 31) nicht 
noch einmal explizit erwähnt, ist somit nicht von erheblicher Bedeutung und 
lässt insbesondere auch nicht den Schluss zu, Dr. med. H.________ (bzw. 
beide Gutachter) habe (bzw. hätten) sich nicht mit den Vorakten auseinan-
dergesetzt. Auch aus dem Umstand, dass Dr. med. H.________ wiederholt 
unter Verweis auf den Bericht des Spitals F.________ vom 13. August 
2007 (AB 117) von einer verheilten und konsolidierten Unterschenkelfrak-
tur, dies im Widerspruch zu den Befunden der Bildgebungen vom 17. April 
2007 (AB 102) und 3. April 2009 (AB 133), berichte (Beschwerde S. 29), 
kann nicht auf eine fehlende Auseinandersetzung mit den Vorakten ge-
schlossen werden. Denn in der ergänzenden Stellungnahme vom 11. März 
2012 (AB 197) hat sich Dr. med. H.________ zur Stabilität des rechten 
Unterschenkels nochmals überzeugend und schlüssig geäussert, insbe-
sondere wurde auch ausgeführt, weshalb keine CT-Untersuchung des 
rechten Unterschenkels notwendig ist. Der Beschwerdeführer legt nicht dar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 16

(vgl. Beschwerde S. 29 f.), inwiefern eine solche CT-Untersuchung ent-
scheidrelevante Aufschlüsse ergeben könnte, und solches ist auch nicht 
ersichtlich.

4.2.2 Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, im Gutachten des 
Begutachtungsinstituts C.________ finde sich keine schlüssige und nach-
vollziehbare Begründung der attestierten vollen Arbeitsfähigkeit (Be-
schwerde S. 28 unten und S. 30 f.). Der Beschwerdeführer schilderte seine 
aktuelle Tätigkeit beim Bund im Rahmen der Begutachtung dahingehend 
(AB 185 S. 18), dass er dort eine …position inne habe, die Personaleinsät-
ze plane, für die Planung und Koordination von Projekten zuständig sei und 
neue Mitarbeiter rekrutiere. Das Gute an dieser Arbeit sei, dass er nicht 
den ganzen Tag vor dem Computer sitzen müsse. Aus dieser Umschrei-
bung ergibt sich, dass der Beschwerdeführer bei dieser Tätigkeit nicht nur 
fast ausschliesslich Computerarbeit verrichten muss, wie dies bei seiner 
angestammten Tätigkeit als … der Fall gewesen war und was gemäss den 
Gutachtern des Begutachtungsinstituts C.________ aufgrund der konstan-
ten Belastung der Handgelenke zu einer nicht zumutbaren Schmerzprovo-
kation führen könne (AB 185 S. 36 oben). Soweit in der Beschwerde hin-
sichtlich der aktuellen Tätigkeit vorgebracht wird, die Planung von Perso-
naleinsätzen, die Planung und Koordination von Projekten sowie die Per-
sonalrekrutierung erfolge auch am Computer oder handschriftlich, was ge-
nauso eine Handgelenksbelastung bedeute (Beschwerde S. 31), ist mit der 
Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen (Beschwerdeantwort S. 14), dass 
aufgrund der Mischung zwischen Tastaturarbeit und handschriftlicher 
Tätigkeit nicht eine monotone, sondern eine wechselnde und damit lei-
densangepasste Belastung der Handgelenke gegeben ist. Diese Wechsel-
belastung ergibt sich auch aus der mit Eingabe vom 11. November 2011 
eingereichten Stellenbeschreibung beim Bund, auf welcher der Beschwer-
deführer aufgeschlüsselt hat, in welcher Form – am Computer, handschrift-
lich und / oder mündlich – die ihm obliegenden Aufgaben zu erledigen sind 
(Beilage zu AB 194). Wäre aufgrund der zu grossen Belastung der Hand-
gelenke tatsächlich nur von einer 80 %-igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
auszugehen, wäre es ohnehin angezeigt, das 80%-Pensum nicht an vier, 
sondern an fünf Tagen pro Woche mit jeweils einer kürzeren Arbeitszeit pro 
Tag zu absolvieren. Folglich ist es schlüssig und überzeugend, wenn die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 17

Gutachter des Begutachtungsinstituts C.________ zum Schluss gelangen, 
der Beschwerdeführer könnte auch am bisher arbeitsfreien Freitag seinen 
gewohnten beruflichen Aktivitäten nachgehen, womit sie die jeweils am 
Freitag durchgeführten Therapien jedenfalls im Umfang von einem ganzen 
Arbeitstag offensichtlich nicht als zwingend erachten (AB 185 S. 36 unten). 
Sodann ist festzuhalten, dass die Einschätzung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit eine zentrale Aufgabe des ärztlichen Gutachters ist; diese wurde 
hier korrekt vorgenommen. Die Einschätzung des Beschwerdeführers sel-
ber, der von einer 70 %-igen Leistung ausgeht (AB 185 S. 17 oben), ist 
nicht massgebend. 

Auch die im Zusammenhang mit der Anstellung beim Bund erfolgten Beur-
teilungen durch Dr. med. J.________, Facharzt für Arbeitsmedizin FMH 
und Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 4. Februar und 3. Juni 2010 
(Beilage zu AB 171 und Beilage 5 zu AB 231) vermögen das Gutachten 
des Begutachtungsinstituts C.________ nicht in Zweifel zu ziehen. Zwar 
wurde dort festgehalten, der vorgesehene Beschäftigungsgrad von 80 % 
sei der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers angepasst bzw. 
die Arbeitsfähigkeit betrage 80 %; es sei fraglich, ob eine Steigerung auf 
100 % möglich sei. Da diese Beurteilungen jedoch vor Erreichen des medi-
zinischen Endzustandes per 30. September 2011 erfolgt sind, kann darauf 
nicht abgestellt werden. Daran ändert nichts, dass die Beurteilung der me-
dizinischen Tauglichkeit vom 3. Juni 2010 von Dr. med. J.________ im 
Zusammenhang mit der Anpassung des Arbeitsvertrages aufgrund der Be-
förderung zum … per 1. Januar 2013 für weiterhin gültig erklärt wurde (Be-
schwerdebeilage [BB] 11), da diese Erklärung nicht auf einer aktuellen me-
dizinischen Abklärung basierte und der Beschwerdeführer insbesondere 
nicht erneut von Dr. med. J.________ untersucht wurde.

Schliesslich verweist der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der 
Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit auf eine Stellungnahme 
seiner Vorgesetzten vom 16. Juli 2012 (AB 219), in welcher der Beschwer-
deführer als sehr positiver und optimistischer Mensch beschrieben wird, der 
alles unternehme, um seine Arbeit stets pflichtbewusst zu erledigen und 
niemandem zur Last zu fallen, auch wenn es ihm gesundheitlich schlecht 
gehe. Im Wesentlichen wird darin auch ausgeführt, dass der Beschwerde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 18

führer sein aktuelles Pensum (von 80 %) oft nur unter starken Schmerzen 
absolvieren könne und anhand seiner Mimik und Gestik davon auszugehen 
sei, dass ihn der Arbeitsalltag sehr viel Kraft kosten müsse. 

Dazu ist vorab festzuhalten, dass die Festsetzung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit der versicherten Person in erster Linie Aufgabe der involvier-
ten Ärzte ist (vgl. E. 2.4 hiervor). Bei Stellungnahmen des Arbeitgebers zur 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person verhält es sich 
gemäss Rechtsprechung ähnlich wie mit Bezug auf die Ergebnisse 
leistungsorientierter beruflicher Abklärungen, welchen nicht jegliche 
Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abgesprochen 
werden darf. Steht eine medizinische Einschätzung der Leistungsfähigkeit 
in offensichtlicher und erheblicher Diskrepanz zu einer Leistung, wie sie 
während einer ausführlichen beruflichen Abklärung bei einwandfreiem 
Arbeitsverhalten/-einsatz des Versicherten effektiv realisiert und gemäss 
Einschätzung der Berufsfachleute objektiv realisierbar ist, vermag dies 
ernsthafte Zweifel an den ärztlichen Annahmen zu begründen und ist das 
Einholen einer klärenden medizinischen Stellungnahme grundsätzlich 
unabdingbar (SVR 2013 IV Nr. 6 S. 15 E. 2.3.2; Entscheide des 
Bundesgerichts [BGer] vom 20. November 2013, 8C_142/2013, E. 3.5, und 
vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2). Vorliegend besteht zwar eine 
gewisse Diskrepanz zwischen den Einschätzungen der Gutachter des Be-
gutachtungsinstituts C.________ und der Vorgesetzten des Beschwerde-
führers hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit, doch ist diese nicht derart offen-
sichtlich und erheblich, um ernsthafte Zweifel am Gutachten des Begutach-
tungsinstituts C.________ wecken zu können. Die Einholung einer ergän-
zenden Stellungnahme ist demnach nicht erforderlich.

4.2.3 Weiter bezeichnet der Beschwerdeführer die Ausführungen der 
Gutachter, wonach die Schilderung der Beschwerden phasenweise nicht 
mit den Aktivitäten im Alltagsleben übereinstimme, weil der Beschwerde-
führer die Orthese während der Arbeit nicht (immer) trage und dazu noch 
einen Sportwagen fahre (AB 185 S. 34), als sachfremd und tendenziös 
(Beschwerde S. 31 unten). Solches ist jedoch nicht ersichtlich. Dass die 
Gutachter eine Ruhigstellung mittels Orthese als sachgerecht einschätzen, 
leuchtet ein; selbst wenn dies im Gegensatz zu einer Empfehlung eines 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 19

behandelnden Arztes stehen würde, schmälert dies den Beweiswert des 
Gutachtens nicht.

4.2.4 Auch die vom Beschwerdeführer bei Prof. Dr. med. G.________ 
eingeholte Stellungnahme vom 7. Mai 2013 (Beilage zu AB 233) vermag 
die Angaben des Gutachters Dr. med. H.________ nicht in Zweifel zu zie-
hen. Dessen Stellungnahme vom 1. Juli 2013 überzeugt (AB 238). Sodann 
standen Prof. Dr. med. G.________ offensichtlich auch nicht alle Akten zur 
Verfügung; entgegen seiner Annahme ist der Umstand einer teilweisen 
Überlänge von Plattenschrauben am rechten Unterschenkel des Be-
schwerdeführers aktenmässig belegt (vgl. Radiologiebericht der Klinik 
K.________ vom 29. Oktober 2007 [AB 120]).

4.2.5 Bezüglich der beschwerdeführerischen Vorbringen zu einer allfälli-
gen Plexusläsion (Beschwerde S. 33) und den fehlenden weiteren Ab-
klärungen betreffend Nackenbeschwerden kann vollumfänglich auf die zu-
treffenden Ausführungen in der Beschwerdeantwort, S. 15 und S. 9, ver-
wiesen werden.

4.2.6 Beschwerdeweise werden unter dem Titel „fehlerhafte Beweiswür-
digung“ weitere Ausführungen mit bereits vorgebrachten Argumenten ge-
macht (Beschwerde S. 32 f.), die im Ergebnis wiederum darauf abzielen, 
den Beweiswert des Gutachtens des Begutachtungsinstituts C.________ in 
Zweifel zu ziehen. Dabei wird unter anderem erneut auf die eigene Ein-
schätzung des Beschwerdeführers der Arbeitsfähigkeit hingewiesen (AB 
185 S. 17), auf welche es wie bereits erwähnt (vgl. E. 4.2.2 hiervor) jedoch 
nicht ankommt. Eine fehlerhafte Beweiswürdigung ist demnach nicht aus-
zumachen.

4.3 Mit Blick auf das vorstehend Dargelegte ergibt sich, dass die Be-
schwerdegegnerin dem Untersuchungsgrundsatz durch die Begutachtung 
und die im Nachhinein eingeholten Stellungnahmen der Gutachter (AB 197, 
238), durch welche die damaligen Feststellungen bestätigt werden, Genüge 
getan hat.

4.4 Als fehlerhafte Rechtsanwendung rügt der Beschwerdeführer so-
dann (Beschwerde S. 34), die Beschwerdegegnerin habe bei der Beweis-
würdigung dem Umstand, dass es sich beim Gutachten des Begutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 20

tungsinstituts C.________ als massgebender Entscheidungsgrundlage um 
ein nach altem Verfahrensstand eingeholtes Gutachten handle, nicht genü-
gend Rechnung getragen. In dieser speziellen Übergangssituation lasse 
sich die beweisrechtliche Situation der versicherten Person mit derjenigen 
bei versicherungsinternen medizinischen Entscheidungsgrundlagen 
vergleichen (dazu BGE 135 V 465 E. 4 S. 467). In solchen Fällen genügten 
schon relativ geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen, um eine (neue) Begutachtung anzuordnen (BGE 
139 V 99 E. 2.3.2 S. 103; SVR 2013 IV Nr. 6 S. 14 E. 1.4). Wie bereits vor-
stehend ausgeführt, ist das Gutachten des Begutachtungsinstituts 
C.________ vom 29. Juli 2011 (AB 185) voll beweiskräftig und all die be-
schwerdeweise vorgebrachten Einwände vermögen keine (relativ) geringen 
Zweifel an der Nachvollziehbarkeit und Schlüssigkeit der Expertise zu be-
gründen, so dass vollumfänglich auf das Gutachten abzustellen ist.

4.5 Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensver-
gleich ist nicht zu beanstanden (AB 241 S. 15 ff.). Bei der Bestimmung des 
Valideneinkommens hat sie berücksichtigt, dass der im Jahr 2005 bei der 
L.________ als … in einem Vollzeitpensum tätige Beschwerdeführer (AB 2) 
am Montag vor dem Unfall mit der Weiterbildung zum … begonnen hatte 
(AB 30 S. 2). Unter Beizug des Lohnbuches 2012 von Philipp Mühlhaus 
(Orell Füssli) ermittelte die Beschwerdegegnerin als Lohn eines … im Jahr 
2011 einen Betrag von Fr. 101‘244.--. Da der Beschwerdeführer nach dem 
Unfall die angestammte Tätigkeit weiterführen konnte und ab Oktober 2008 
bei der L.________ zum … befördert wurde (AB 135), hat die Beschwerde-
gegnerin zudem zu Recht diese besondere berufliche Qualifizierung im 
Invaliditätsfall (vgl. E. 2.3.1 hiervor) berücksichtigt. Davon, dass der Be-
schwerdeführer auch im Gesundheitsfall den ebenfalls nach dem Unfall 
erfolgten Stellenwechsel im Jahr 2010 von der Privatwirtschaft zum Bund 
(AB 145, 175) vorgenommen hätte, kann jedoch nicht ohne Weiteres aus-
gegangen werden (vgl. Beschwerdeantwort S. 17), geschweige denn von 
einer Entlöhnung gemäss Lohnskala des Bundes als … in der Lohnklasse 
28 im Betrag von Fr. 179‘070.-- (2011) bzw. Fr. 181‘182.-- (2012; vgl. Be-
schwerde S. 22, 26 und 36). Gemäss dem zutreffenden Vorgehen der Be-
schwerdegegnerin ist für die Bestimmung des Valideneinkommens dem-
nach der bei der L.________ ab Oktober 2008 in der Funktion als … erziel-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 21

te Lohn heranzuziehen; entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers 
(Beschwerde S. 36) wurde nicht auf die Zahlen des Lohnbuches 2012 ab-
gestellt. Ab Oktober 2008 betrug dieser Verdienst pro Jahr Fr. 121‘550.-- 
(AB 135); mit der im angefochtenen Entscheid korrekt vorgenommenen 
Indexierung auf den allfälligen Rentenbeginn am 1. Oktober 2011 resultiert 
ein Valideneinkommen von Fr. 126‘223.70 (AB 241 S. 16). Selbst wenn der 
ab dem 1. April 2009 erzielte Verdienst von Fr. 124‘865.-- (vgl. Schreiben 
der L.________ vom 20. März 2009 [Beilage 2 zu AB 231]) – mit Indexie-
rung auf das Jahr 2011 Fr. 127‘248.-- (vgl. Beschwerdeantwort S. 17) – 
herangezogen würde, führte dies zu keinem anderen Endergebnis, wie die 
Ausführungen zum Invalideneinkommen nachstehend zeigen.

Bezüglich Invalideneinkommen kann auf das tatsächlich in der aktuellen 
Tätigkeit beim Bund erzielte Einkommen abgestellt werden. Denn es ist 
davon auszugehen, dass bei dieser Anstellung besonders stabile Arbeits-
verhältnisse vorliegen und es sich dabei nicht um Soziallohn handelt (vgl. 
E. 2.3.2 hiervor). Entsprechend der gemäss Gutachten des Begutachtungs-
instituts C.________ vom 29. Juli 2011 attestierten vollen Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit in dieser Tätigkeit (AB 185 S. 36) ist auf den Lohn für ein 
100 %-Pensum abzustellen. Diesbezüglich hat die Beschwerdegegnerin 
auf die Zahlen gemäss Arbeitsvertrag vom 27. Mai 2010 (AB 175) inklusive 
Indexierung auf das Jahr 2011 abgestellt (AB 241 S. 17), was einen Betrag 
von Fr. 131‘480.30 ergibt. Gemäss Arbeitsvertrag vom 7. November 2011 
(BB 14) betreffend Anpassung des Beschäftigungsgrades auf 80 % betrug 
der Verdienst ab 1. November 2011 bei einem 100 %-Pensum 
Fr. 135‘785.15. Ob auf den einen oder den anderen Betrag abzustellen ist, 
kann letztlich offen bleiben, da beide das Valideneinkommen klar überstei-
gen. Auch die per 1. Januar 2013 erfolgte Lohnerhöhung im Zuge der Be-
förderung zum … (Jahreseinkommen bei einem 100 %-Pensum: 
Fr. 142‘166.05 [Beilage 3 zu AB 231]) ist somit nicht weiter von Belang. In 
jedem Fall resultiert keine unfallbedingte Erwerbseinbusse. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 22

5.

Es bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschä-
digung zu prüfen.

5.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Ent-
schädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die 
Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 (UVV; SR 832.202) Gebrauch 
gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als 
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindes-
tens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 
geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. 
Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht absch-
liessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozentual 
gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht aufgeführte 
Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der Schwere 
vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 116 V 156 
E. 3a S. 157). 

In diesem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundes-
rätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form era-
rbeitet (vgl. Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der SUVA). Diese 
Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die 
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem 
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c S. 32).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 23

Art. 36 Abs. 3 UVV bestimmt, dass die Integritätsentschädigung nach der 
gesamten Beeinträchtigung festgesetzt wird, wenn mehrere körperliche, 
geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Un-
fällen zusammenfallen. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach 
dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet. 
Diese Regelung ist auch in Bezug auf aus mehreren Unfällen hervorge-
gangene Gesundheitsschäden verfassungs- und gesetzeskonform (Ent-
scheid des BGer vom 2. Mai 2011, 8C_812/2010, E. 6.3 und 6.5).

Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der Schwere 
des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizinischen Be-
fund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsschaden für alle 
Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen (BGE 124 V 29 
E. 3c S. 35).

5.2 Zur Integritätseinbusse hielten die Gutachter des Begutachtungsin-
stituts C.________ fest (AB 185 S. 38), in Anlehnung an die SUVA-Tabelle 
5 gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG und Art. 36 Abs. 2 Anhang 3 UVV sei der 
unfallbedingte Integritätsschaden aufgrund der Handgelenksproblematik 
rechts mit 20 % zu veranschlagen. Es bestehe bereits jetzt eine mässig-
gradige Arthrose, die sich aufgrund der doch ausgedehnten intraartikulären 
Beteiligung der ursprünglichen Frakturen weiter verstärken dürfte, so dass 
die Entwicklung einer schweren Arthrose mit der Notwendigkeit weiterer 
therapeutischer Massnahmen zu befürchten sei. Entsprechend scheine hier 
ein Ansatz im mittleren Bereich der Rubrik „Arthrose schwer“ gerechtfertigt. 
Betreffend das linke Handgelenk lägen derzeit erst beginnende degenerati-
ve Veränderungen im äusseren radialen Anteil vor, doch sei aufgrund der 
zusätzlich stattgehabten skapholunären Bandruptur zuletzt ebenfalls die 
Entwicklung einer zumindest mässiggradigen Arthrose zu befürchten. Dafür 
werde ein Integritätsschaden von 5 – 10 % vorgesehen, wobei in Anbe-
tracht des Befalls beider Handgelenke, der die Funktionalität im Alltag zu-
sätzlich beeinträchtige, der obere Wert von 10 % gewählt werde. Am linken 
Kniegelenk sei aufgrund des bisherigen Verlaufs eher nicht mit der Ent-
wicklung relevanter Spätfolgen zu rechnen, so dass hier auch künftig kein 
Integritätsschaden zu erwarten sei. Nach Entfernung der störenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 24

Schraube ganz distal dürfte auch von Seiten der Unterschenkelfraktur 
rechts keine wesentliche Funktionseinschränkung mehr persistieren und für 
die posttraumatische Arthrose im Interphalangealgelenk der linken Gross-
zehe sei gemäss SUVA-Tabellen keine Integritätseinbusse vorgesehen. 
Zusammenfassend ergebe sich somit eine Integritätseinbusse von 30 %.

5.3 Der Beschwerdeführer beantragt die Ausrichtung einer höheren 
Integritätsentschädigung, ohne diese jedoch genauer zu beziffern.

Aus der von den Gutachtern des Begutachtungsinstituts C.________ ge-
machten Feststellung, wonach nach der Entfernung der störenden Schrau-
be ganz distal auch von Seiten der Unterschenkelfraktur rechts keine we-
sentliche Funktionseinschränkung mehr persistieren dürfte, leitet der Be-
schwerdeführer ab, dass ohne die entsprechende Entfernung eine wesent-
liche Funktionseinschränkung bestehe (Beschwerde S. 37). Dem ist entge-
genzuhalten, dass in den Stellungnahmen des Begutachtungsinstituts 
C.________ vom 11. März 2012 (AB 197) und 1. Juli 2013 (AB 238) fest-
gehalten wurde, dass die Entfernung dieser Schraube im Wesentlichen 
eine Schmerzreduktion zum Ziel habe, ohne dass daraus aber ein relevan-
ter Einfluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit zu erwarten sei bzw. 
dass durch das Osteosynthesematerial ohnehin kein Einfluss auf die versi-
cherungsmedizinische Beurteilung in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit oder 
die bestehende Integritätseinbusse entstehe, liege es nun in situ oder wer-
de es künftig entfernt. Mit Blick auf diese überzeugenden und schlüssigen 
Ausführungen ist demnach die Verneinung eines Integritätsschadens im 
Zusammenhang mit der Unterschenkelfraktur rechts nicht zu beanstanden.

Zu der vom Beschwerdeführer weiter angesprochenen ebenfalls im rechten 
Unterschenkel bestehenden sensiblen Neuropathie im Versorgungsgebiet 
des Nervus suralis (Beschwerde S. 37) ist festzuhalten, dass die Gutachter 
des Begutachtungsinstituts C.________ diese lediglich als leicht eingestuft 
und ausgeführt haben, dass Verletzungen von rein sensiblen Nerven in 
aller Regel nicht zu anhaltenden, die Arbeitsfähigkeit oder das Allgemein-
befinden relevant einschränkenden Beeinträchtigungen führten. Zudem 
bestehe die Möglichkeit, durch eine Neurographie den Ort der Schädigung 
nachzuweisen und mittels Neurolyse eine Besserung zu erzielen (AB 185 
S. 32 f.). Auch mit Blick auf diese überzeugenden und schlüssigen Aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 25

führungen ist nicht zu beanstanden, dass diesbezüglich keine Integritäts-
entschädigung zugesprochen wurde.

Hinsichtlich der bereits mit Bildgebung vom 24. Mai 2005 festgestellten, 
beginnenden medialen Gonarthrose mit Gelenkspaltverschmälerung am 
linken Knie (vgl. Beschwerde S. 37; AB 185 S. 4) ist mit der Beschwerde-
gegnerin davon auszugehen (Beschwerdeantwort S. 18), dass ein solcher 
Befund nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufgrund einer Bettlä-
gerigkeit von eineinhalb Monaten seit dem Unfall entstehen kann, weshalb 
dieser als unfallfremd einzustufen ist.

Wie die Beschwerdegegnerin sodann zutreffend ausgeführt hat (Be-
schwerdeantwort S. 19), besteht gemäss der SUVA-Tabelle 5, Integritäts-
schaden bei Arthrosen (abrufbar unter www.suva.ch), bei einer Interphalan-
gealarthrose an der Grosszehe links kein Integritätsschaden.

5.4 Nach dem Ausgeführten ist auch hinsichtlich der Integritätseinbusse 
auf die voll beweiskräftigen Ausführungen der Gutachter des Begutach-
tungsinstituts C.________ abzustellen und die auf 30 % festgelegte Inte-
gritätseinbusse ist nicht zu beanstanden. Auch in betraglicher Hinsicht gibt 
die auf Fr. 32‘040.-- festgesetzte Integritätsentschädigung keinen Anlass 
zur Beanstandung.

5.5 Der Sachverhalt ist hinreichend abgeklärt, auf weitere Beweiserhe-
bungen ist in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) 
zu verzichten. Damit sind auch keine Taggelder rückwirkend ab Oktober 
2011 auszurichten.

6.

Mit Blick auf das Dargelegte ist im Zusammenhang mit dem Unfall vom … 
April 2005 die Vornahme des Fallabschlusses per 30. September 2011 
unter Einstellung der Taggeldleistungen sowie der Heilbehandlung, die 
Verneinung eines Rentenanspruchs und die Zusprache einer Integritäts-
entschädigung von Fr. 32‘040.-- bei einem Integritätsschaden von 30 % 
nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2014, UV/13/975, Seite 26

7.

7.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecherin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.