# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9970b90-03fc-5156-ac51-797850420545
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.08.2018 200 2018 237
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-237_2018-08-24.pdf

## Full Text

200 18 237 IV
FUR/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. August 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
gesetzlich vertreten durch seine Eltern B.________ und C.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. D.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 2006 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
wurde im Oktober 2015 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegeg-
nerin) zum Bezug von Hilflosenentschädigung für Minderjährige angemel-
det (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 5). Gestützt auf einen Abklärungs-
bericht Hilflosenentschädigung für minderjährige Versicherte vom 11. Mai 
2016 (AB 29 S. 2 ff.) sprach die IVB mit Verfügung vom 5. Juli 2016 
(AB 32) ab 9. Oktober 2014 bis 30. September 2017 eine Hilflosenentschä-
digung mittleren Grades zu, den Anspruch auf einen Intensivpflegezu-
schlag wies sie ab. In Gutheissung einer hiergegen erhobenen Beschwerde 
(AB 42 S. 3) hob das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Verfügung 
mit Urteil vom 7. Dezember 2016, IV/2016/790 (AB 63), auf und wies die 
Sache zur weiteren Abklärung, insbesondere medizinischen Erhebungen, 
an die IVB zurück. In der Folge nahm die IVB entsprechende Abklärungen 
vor (AB 88 –90 S. 2 ff., AB 92) und liess wiederum einen Abklärungsbericht 
Hilflosenentschädigung für Minderjährige vom 17. August 2017 (AB 93 
S. 2 ff.) erstellen. Nachdem die IVB den Abklärungsbericht dem Regionalen 
Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vorgelegt hatte (AB 95), stellte sie 
mit Vorbescheid vom 11. September 2017 ab 9. Oktober 2014 zunächst die 
Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit und 
ab 1. Juni 2015 bis 1. September 2019 eine solche wegen leichter Hilflo-
sigkeit in Aussicht (AB 96). Damit zeigte sich der Versicherte mit Einwand 
vom 30. November 2017 nicht einverstanden (AB 103). Nach Einholung 
einer Stellungnahme des Bereichs Abklärungen vom 6. Februar 2018 
(AB 105 S. 2 ff.) verfügte die IVB am 20. Februar 2018 dem Vorbescheid 
entsprechend (AB 109).

B.

Mit Eingabe vom 23. März 2018 erhob der Versicherte, gesetzlich vertreten 
durch seine Eltern, diese wiederum vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
D.________, Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung vom 20. Februar 

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2018 sei teilweise aufzuheben, es sei ihm auch ab dem 1. Juni 2016 (recte: 
wohl 2015) eine mittlere Hilflosenentschädigung zuzusprechen und es sei 
ihm ein Intensivpflegezuschlag für mindestens vier Stunden Mehraufwand 
pro Tag zuzusprechen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2018 schliesst die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 20. Februar 2018 
(AB 109). Der Beschwerdeführer beantragt – neben der Zusprache eines 
Intensivpflegezuschlags, der einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung 

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voraussetzt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Februar 
2014, 9C_666/2013, E. 8.2; vgl. ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bun-
desgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 506, Rz. 
48) – die Ausrichtung einer mittleren Hilflosenentschädigung „auch ab dem 
1. Juni 2016“ (recte: wohl 2015; vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren), 
womit er die im Zeitraum von 9. Oktober 2014 bis 31. Mai 2015 erfolgte 
(abgestufte) Zusprache der Entschädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit 
(AB 109 S. 1) nicht beanstandet. In anfechtungs- und streitgegenständli-
cher Hinsicht liegt jedoch ein Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine 
abgestufte und/oder befristete Hilflosenentschädigung zugesprochen wird. 
Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, 
wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne einge-
schränkt, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der richterli-
chen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 V 413). Folglich ist vorlie-
gend nicht nur die vom Beschwerdeführer beschwerdeweise beanstande-
ten Bezugszeit, sondern der gesamte Leistungszeitraum zu beurteilen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 
ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, haben Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 IVG). Als hilflos gilt eine Per-
son, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Le-
bensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa-
chung bedarf (Art. 9 ATSG). Zu unterscheiden ist zwischen schwerer, 
mittelschwerer und leichter Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 IVG). Massgebend 
für die Höhe der Hilflosenentschädigung ist das Ausmass der persönlichen 
Hilflosigkeit (Art. 42ter Abs. 1 Satz 1 IVG).

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2.2 Die Hilflosigkeit gilt als schwer, wenn die versicherte Person 
vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Le-
bensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter 
angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen 
Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

2.3 Die Hilflosigkeit gilt als mittelschwer, wenn die versicherte Person 
trotz der Abgabe von Hilfsmitteln

a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in er-
heblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies 
einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder

c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf le-
benspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist 
(Art. 37 Abs. 2 IVV).

Nach der Rechtsprechung ist im Rahmen von lit. a dieser Bestimmung 
Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebensverrichtungen vor-
ausgesetzt (BGE 121 V 88 E. 3b S. 90).

2.4 Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der 
Abgabe von Hilfsmitteln

a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;
c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders auf-

wändigen Pflege bedarf;
d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren kör-

perlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher 
Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann;
oder

e. dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV 
angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 IVV).

2.5 Nach der herrschenden Praxis (BGE 133 V 450 E. 7.2 S. 463) sind 
die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen relevant: 

- Ankleiden, Auskleiden; 
- Aufstehen, Absitzen, Abliegen; 
- Essen; 
- Körperpflege; 

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- Verrichtung der Notdurft; 
- Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.

Bei Lebensverrichtungen, welche mehrere Teilfunktionen umfassen, ist 
nach der Rechtsprechung nicht verlangt, dass die versicherte Person bei 
der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ist bloss 
erforderlich, dass sie bei einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erhebli-
cher Weise auf direkte oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist 
(BGE 121 V 88 E. 3c S. 91).

2.6 Die Hilflosenentschädigung für Minderjährige, die zusätzlich eine 
intensive Betreuung brauchen, wird um einen Intensivpflegezuschlag er-
höht; dieser Zuschlag wird nicht gewährt bei einem Aufenthalt in einem 
Heim. Der monatliche Intensivpflegezuschlag beträgt bei einem invali-
ditätsbedingten Betreuungsaufwand von mindestens acht Stunden pro Tag 
60 %, bei einem solchen von mindestens sechs Stunden pro Tag 40 % und 
bei einem solchen von mindestens vier Stunden pro Tag 20 % des Höchst-
betrages der Altersrente nach Art. 34 Abs. 3 und 5 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG; SR 831.10). Der Zuschlag berechnet sich pro Tag. Der Bundesrat 
regelt im Übrigen die Einzelheiten (Art. 42ter Abs. 3 IVG).

Gemäss Art. 39 IVV liegt eine intensive Betreuung im Sinne von Art. 42ter 
Abs. 3 IVG bei Minderjährigen vor, wenn diese im Tagesdurchschnitt infol-
ge Beeinträchtigung der Gesundheit zusätzliche Betreuung von mindestens 
vier Stunden benötigen (Abs. 1). Anrechenbar als Betreuung ist der Mehr-
bedarf an Behandlungs- und Grundpflege im Vergleich zu nicht behinderten 
Minderjährigen gleichen Alters. Nicht anrechenbar ist der Zeitaufwand für 
ärztlich verordnete medizinische Massnahmen, welche durch medizinische 
Hilfspersonen vorgenommen werden, sowie für pädagogisch-
therapeutische Massnahmen (Abs. 2). Bedarf eine minderjährige Person 
infolge Beeinträchtigung der Gesundheit zusätzlich einer dauernden Über-
wachung, so kann diese als Betreuung von zwei Stunden angerechnet 
werden. Eine besonders intensive behinderungsbedingte Überwachung ist 
als Betreuung von vier Stunden anrechenbar (Abs. 3).

2.7 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 

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Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Auch jede andere formell rechtskräftig zuge-
sprochene Dauerleistung wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin er-
höht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu Grunde liegende 
Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat (Art. 17 Abs. 2 ATSG).

Die bei der Revision von Renten entwickelten Grundsätze gelten bei der 
Anpassung von Dauerleistungen im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG analog 
(vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 17 N. 68). An-
lass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 
S. 349). Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind diese für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen ana-
log anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand und zur Hilfsbedürftigkeit des Beschwer-
deführers lässt sich den in Nachachtung des VGE IV/2016/790 (AB 63) 
eingeholten sowie den eingereichten Berichten des Beschwerdeführers im 
Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Verlaufsbericht vom 14. März 2017 (AB 88) nannte Dr. med. 
E.________, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und 
-psychotherapie, als nicht altersentsprechende Einschränkung, welche die 
Hilfs- bzw. Überwachungsbedürftigkeit begründe, eine autistische Wahr-

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nehmung, Asperger-Syndrom (S. 1). Seit dem Kleinkindalter sei der Patient 
beim An-/Auskleiden auf Hilfe von Drittpersonen angewiesen. Die Kleider 
müssten vorbereitet werden und es sei eine Überprüfung nötig, ob er sich 
anziehe. Der tägliche Zeitaufwand betrage 15 min. Beim Aufste-
hen/Absitzen/Abliegen benötige er keine Hilfe. Ebenfalls seit dem Klein-
kindalter sei der Patient beim Essen auf Hilfe angewiesen, welche 
120 min./Tag betrage. Er benötige Hilfe beim Verschneiden von Fleisch, es 
müsse geschöpft und intensiv kontrolliert werden (S. 2). Bei der Körper-
pflege müsse ihm immer geholfen werden. Er benötige Begleitung beim 
Zähneputzen, Fingernägelschneiden und Duschen. Der zeitliche Aufwand 
belaufe sich auf 30 min./Tag. Bei der Verrichtung der Notdurft sei er meis-
tens auf Hilfe angewiesen. Es sei jeweils eine Nachkontrolle nötig, die 
5 min./Tag ausmache. Für die Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kon-
takte sei seit Schulbeginn eine Hilfestellung nötig. Er könne nicht selbstän-
dig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln reisen. Den Schulweg könne er bei 
schlechter Witterung nicht selbständig bestreiten und benötige Hilfe im Um-
fang von 4 x 15 min. täglich, bei guter Witterung betrage diese 5 min./Tag. 
Die Unterstützung bei gesellschaftlichen Kontakten sei nötig und betrage 
30 min./Tag (S. 4). Zu Hause müsse er überwacht werden. Mit dem Velo 
könne er den Schulweg allein bestreiten, zu Fuss brauche er ständig Be-
gleitung. Beim Schwimmen sei immer die Heilpädagogin anwesend. Ohne 
persönliche Überwachung gefährde sich der Patient selber wie auch ande-
re (S. 4).

3.1.2 Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und 
Kinder- und Jugendmedizin, führte im Verlaufsbericht vom 10. April 2017 
(AB 89) aus, beim An-/Auskleiden bestehe seit der Geburt eine gleichblei-
bende Hilfsbedürftigkeit. Der Patient müsse beraten und angeleitet werden, 
welche Kleidung zu tragen sei. Der Aufwand betrage 45 min./Tag. Beim 
Aufstehen/Absitzen/Abliegen müsse ebenfalls seit Geburt geholfen werden. 
Der Patient habe kein Zeitgefühl und brauche die Anwesenheit eines El-
ternteils beim Einschlafen. Der zeitliche Aufwand mache 75 min./Tag aus. 
Essen könne er selber, brauche aber immer Hilfe bei der Menge und beim 
Zerkleinern der Mahlzeit im Umfang von 30 min./Tag. Der Patient könne die 
Körperpflege selber vornehmen, benötige aber jemanden der ihm sage, 
was er machen müsse. Beim Duschen und Waschen brauche er immer 

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Hilfestellung. Der Aufwand mache 45 min./Tag aus. Bei der Verrichtung der 
Notdurft (Stuhlgang) müsse immer durch Anwesenheit geholfen werden, 
was 15 min./Tag ausmache. Der Patient könne nicht alleine Zug und Bus 
fahren und er benötige Hilfe beim Einspuren mit dem Velo in den Verkehr. 
Zu Hause könne er nicht alleine sein. Zu Hause, in der Schule und im Hal-
lenbad werde der Patient überwacht, auf dem Schulweg mit dem Velo zum 
Teil. Ohne persönliche Überwachung gefährde sich der Patient selber, an-
dere Personen gefährde er nicht (AB 90 S. 3).

3.1.3 Am 19. April 2017 hielt Dr. med. G.________, Facharzt für Kinder- 
und Jugendmedizin und Kinder- und Jugendpsychiatrie und 
-psychotherapie, fest, der Patient habe Mühe sich selber zu steuern. Seine 
Exekutivfunktionen seien durch die Autismus-Spektrum-Störung und das 
ADHS beeinflusst. Zudem habe er Mühe mit der Impulskontrolle und der 
Konzentration (AB 90 S. 2). Im Vergleich zu einem Nichtbehinderten glei-
chen Alters sei der Patient beim An-/Auskleiden, Essen, Körperpflege, Ver-
richten der Notdurft, Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte re-
gelmässig und dauernd auf Hilfe von Drittpersonen angewiesen. Beim Auf-
stehen/Absitzen/Abliegen benötige er keine Hilfe (S. 3).

3.1.4 Die Ergotherapeutin berichtete am 31. Mai 2017, der Versicherte 
habe Schwierigkeiten Prioritäten zu setzen. Oft bringe er eine Aktivität nicht 
zu Ende, weil ihn eine andere Aktion gefangen nehme. Zeitliche Abläufe 
könne er schlecht abschätzen. Er sei sehr angespannt, schwatze sehr viel 
und sehr laut. Er sei unruhig, d.h. er wandere herum, gehe aus dem Zim-
mer, öffne die Fenster usw. Wenn er ruhig sei, könne er gut zuhören. Herr-
schende Regeln müssten immer wieder besprochen werden. Der Versi-
cherte mache sehr gut mit, wenn er interessiert und motiviert sei. Sobald 
der Versicherte das Interesse verliere, lasse er sich ablenken und fange an, 
eine Eigendynamik zu entwickeln (AB 92 S. 2). Er könne sich sehr viel bes-
ser an Abmachungen halten. Er akzeptiere begründete Vorgaben und helfe 
mit, akzeptable Lösungen zu finden. Die Planung von Aktivitäten sei einfa-
cher geworden. Er könne Vorbehalte besser akzeptieren (AB 92 S. 3).

3.1.5 Im Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung für minderjährige Ver-
sicherte vom 17. August 2017 (AB 93 S. 2 ff.) wurde festgehalten, der Ver-
sicherte bedürfe tagsüber einer dauernden Behandlungspflege. Er gehe 

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wöchentlich in die Ergotherapie; Arztbesuche bei der Kinderärztin fänden 
nach Bedarf statt (S. 4). Einer persönlichen Überwachung bedürfe der Ver-
sicherte nicht (S. 5). Er sei schon im 2015 mit dem Trottinett in die Schule 
gefahren, später unbestrittenermassen mit dem Velo. Eine persönliche 
Überwachung könne folglich gar nicht durchgeführt werden, da er alleine 
unterwegs sei. Zudem sei er anlässlich eines Telefongesprächs vom 
21. September 2016 offensichtlich alleine ohne erwachsene Person zu 
Hause gewesen. Eine persönliche Überwachung könne und werde nicht 
durchgeführt (S. 8). Beim An/Auskleiden werde die Hilfeleistung mit dem 
nötigen Zeitaufwand bis September 2016 berücksichtigt (26.5 min./Tag bis 
zum 10. Geburtstag), da zu diesem Zeitpunkt erstmals offensichtlich ge-
worden sei, dass sich der Versicherte in der Schule ohne Hilfe korrekt um-
ziehen könne. Bei der witterungsbedingten Kleiderwahl benötige er auch 
tagsüber Unterstützung mit einem durchschnittlichen Zeitaufwand von 
12.5 min/Tag. Ab dem 10. Lebensjahr seien keine Kontrollen mehr notwen-
dig (S. 10). Im Bereich Aufstehen/Absitzen/Abliegen sei er gemäss den 
psychiatrischen Beurteilungen nicht auf Hilfe angewiesen (S. 11). Beim 
Essen werde bis April 2017 die Hilfe mit einem durchschnittlichen Zeitauf-
wand von 29 min./Tag berücksichtigt. Das Verschneiden von Fleisch stelle 
keine alltägliche Hilfe dar. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht sei 
es zumutbar, bspw. die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen. 
Im Bereich Körperpflege sei er auf regelmässige und erhebliche Hilfe an-
gewiesen. Das Schneiden der Fingernägel könne jedoch nicht berücksich-
tigt werden, da es sich nicht um eine tägliche Verrichtung handle. Der zeit-
liche Aufwand betrage bis 7. September 2016 11.57 min./Tag, danach 
16.57 min./Tag und ab dem 10. Lebensjahr benötige er keine regelmässi-
gen Kontrollen mehr (S. 14). Für die Verrichtung der Notdurft sei der Versi-
cherte nicht auf regelmässige (tägliche) Hilfe angewiesen. Hinsichtlich des 
Bereichs Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte bewältige der 
Versicherte den Weg in die Schule mit dem Trottinett, später unbestritte-
nermassen teilweise mit dem Velo. Er könne ihn auch zu Fuss überwinden 
(S. 17). Dass dies für ihn mühsam sei, könne nicht berücksichtigt werden. 
Was die Pflege gesellschaftlicher Kontakte anbelange, sei der Versicherte 
in der Klasse integriert, habe einen guten Freund und zwei bis drei weitere 
Kinder mit denen er gut auskomme. Die Hilfe werde bis im Februar 2015 
berücksichtigt. Ein Zeitaufwand könne in diesem Bereich für den Intensiv-

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pflegezuschlag nicht berücksichtigt werden. Eine regelmässige (tägliche) 
erhebliche Hilfe sei ab März 2015 nicht ausgewiesen (S. 18). Der Versi-
cherte bedürfe einer Begleitung bei Arzt-/Therapiebesuchen. Der behinde-
rungsbedingte Mehraufwand belaufe sich auf 4.6 min./Tag. Der totale 
Mehraufwand pro Tag zufolge intensiver Betreuung betrage aktuell 34 min. 
(S.19). Der Versicherte sei seit September 2009 in zwei und seit Septem-
ber 2012 in vier der sechs alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig 
und erheblich auf Hilfe angewiesen und benötige Behandlungspflege in 
Form von Therapie. Das Gesuch sei am 9. Oktober 2015 eingegangen, 
weshalb Leistungen ab dem 9. Oktober 2014 ausgerichtet werden könnten. 
Im Bereich Fortbewegung/Pflege der gesellschaftlichen Kontakte bestehe 
eine regelmässige und erhebliche Hilfe bis im Februar 2015. Im März 2015 
sei der Versicherte noch in drei alltäglichen Lebensverrichtungen regel-
mässig und erheblich auf Hilfe angewiesen gewesen. Ab Juni 2015 beste-
he nach der dreimonatigen Wartefrist noch Anspruch auf eine Hilflosenent-
schädigung leichten Grades. Ab Mai 2017 bestehe beim Essen keine re-
gelmässige und erhebliche Hilfe mehr. Er sei seither in zwei der sechs all-
täglichen Lebensverrichtungen regelmässig und erheblich auf Hilfe ange-
wiesen. Es bestehe weiterhin Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung 
leichten Grades. Die Mindestanforderungen für einen Intensivpflegezu-
schlag von 4 Std./Tag seien zu keinem Zeitpunkt erfüllt gewesen (S. 20).

3.1.6 Die RAD-Ärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Kinder-, Ju-
gendpsychiatrie und -psychotherapie, legte im Bericht vom 30. August 
2017 (AB 95) dar, dass die im Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung 
für Minderjährige vom 17. August 2017 gemachten Ausführungen nachvoll-
ziehbar seien.

3.1.7 Der I.________, Kanton Bern, führte im Bericht vom 24. Oktober 
2017 (AB 103 S. 12 f.) aus, wenn der Versicherte gestresst von der Schule 
komme, wirke sich das auf die Situation am Mittagstisch aus. Er sei laut 
und sein Frust oder Stress bekämen seine jüngeren Geschwister oder sei-
ne Mutter zu spüren. Er schreie sie an oder schlage um sich. Jemand müs-
se immer schauen was er mache und wo er sei. Für die Hausaufgaben 
brauche er viel Zeit, er könne diese nicht machen, wenn seine Geschwister 
um ihn herum seien. Er brauche dabei Ruhe und immer wieder Pausen (AB 

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103 S. 12). Wenn der Versicherte eine „1 zu 1 Betreuung“ habe, gehe es 
ihm gut. Möchten die Geschwister mitmachen, habe er grosse Mühe. Er 
benötige klare Anweisungen bspw. für das Erledigen der Hausaufgaben. 
Änderungen im Ablauf würfen ihn aus der Bahn. Er sei schnell abgelenkt 
(AB 103 S. 13).

3.1.8 Im Zwischenbericht der Schule J.________ vom 22. November 
2017 (AB 103 S. 14 f.) erläuterte die schulische Heilpädagogin, der Versi-
cherte suche Kontakt zu seinen Mitschüler/innen und habe drei Kollegen in 
der Klasse. Er habe nach wie vor Mühe soziale Alltagssituationen in der 
Schule richtig zu interpretieren und adäquat zu bewältigen. In letzter Zeit 
sei es aus diesem Grund immer wieder zu Schwierigkeiten im Schulalltag 
gekommen. Er verbringe momentan die „grosse Pause“ nicht mehr mit den 
anderen Schüler/innen draussen, sondern in einem Raum mit einem einzi-
gen Mitschüler. In strukturierten Unterrichtssettings arbeite er gut mit und 
störe den Unterricht nicht. Schwieriger seien für ihn zum einen offenere 
Unterrichtssituationen. Darin brauche er Begleitung und meist auch struktu-
relle Anpassungen. Für den Versicherten seien angepasste Rahmenbedin-
gungen formuliert worden (bspw. Lernkontrollen in einem Einzelraum mit 
einer Begleitperson), so dass der durch die Einschränkungen vorhandene 
Nachteil habe ausgeglichen werden können (AB 103 S. 14). Er arbeite an 
den gleichen Inhalten wie seine Klassenkameraden und erfülle die gleichen 
Lernziele (AB 103 S. 15).

3.1.9 Am 6. Februar 2018 nahm der Bereich Abklärungen Stellung und 
führte unter anderem aus, erneut würden viele Beispiele aufgezeigt, wo 
keine persönliche Überwachung durchgeführt werde. Erwähnenswert sei, 
dass der Versicherte Telefonanrufe entgegennehme oder die Türe öffne 
und nicht behalten könne, wer an der Türe sei (AB 105 S. 2). Insgesamt 
könne er nicht dauernd überwacht werden, weil er auf dem Schulweg allei-
ne unterwegs sei und in der Schule Pausen alleine oder mit einem Mitschü-
ler im Zimmer verbringe. Hinsichtlich der Bereiche Aufstehen/Absitzen/Ab-
liegen, Essen und Toilettengang lägen keine neuen Erkenntnisse vor, die 
etwas zu ändern vermöchten. Während des Abklärungsgesprächs, das 
teilweise mit dem Versicherten durchgeführt worden sei, sei keineswegs 
der Eindruck entstanden, dass er nicht kommunizieren könne. Ein Schul-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 13

wechsel in eine Tagesklinik, HPS oder eine Institution sei bisher nicht not-
wendig gewesen. Bezüglich des Intensivpflegezuschlags werde offensicht-
lich übersehen, dass für die Fortbewegung/Pflege der gesellschaftlichen 
Kontakte kein Zeitaufwand berücksichtigt werden könne. Es handle sich 
dabei weder um Grund- noch um Behandlungspflege. Ausschliesslich diese 
Pflege könne für den Intensivpflegezuschlag berücksichtigt werden. Insge-
samt werde trotz der erneuten Einwände am Ergebnis des Berichts vom 
17. August 2017 festgehalten. Sehr speziell mute an, dass der Versicherte 
gemäss den Ausführungen der Rechtsvertreterin einen so hohen Betreu-
ungsaufwand habe, andererseits über einen Wochenplatz nachgedacht 
werde, der Versicherte ein Karatetraining besuche, wo er die Regeln des 
Sports erlernen, die Anweisungen des Trainers befolgen, seine Kraft dosie-
ren, interaktiv trainieren und die Bewegungsabläufe kontrollieren müsse 
(AB 105 S. 4).

3.1.10 Im Zusatzbericht der Schule J.________ vom 8. Februar 2018 
(AB 111 S. 5 f.) führte die schulische Heilpädagogin aus, der Versicherte 
könne die Schule im aktuellen Schuljahr nur dank einer intensiven Beglei-
tung und vielen Anpassungen besuchen (Einzelsetting, Entlastungslektion, 
persönliche Begleitung an einem Schulvormittag). Die Unterstützung um-
fasse einerseits ein Coaching während des Unterrichts sowie beim Notie-
ren und Einpacken der Hausaufgaben und andererseits auch eine Beglei-
tung in Übergangssituationen (Wechseln der Räume, Pausensituationen, 
speziellen Schulanlässen, Garderobe; AB 111 S. 5). Am … und … gehe er 
um 11:30 Uhr nach Hause, damit er ruhig ankomme. Ansonsten begleiteten 
ihn die Eltern auf dem Schulweg entweder bis ins Klassenzimmer oder er 
komme zwar eigenständig, aber später in den Unterricht und verlasse die-
sen ca. zehn Minuten vor Schulschluss. Dadurch könnten die grossen 
Menschenansammlungen vermieden werden, welche häufig zu Konflikten 
führten und der Versicherte fremdaggressiv werde. Aus diesem Grund ver-
bringe er aktuell auch die „grossen Pausen“ mit einem Mitschüler in einem 
Gruppenraum. Allgemein könne festgehalten werden, dass er häufig frem-
daggressiv reagiere, wenn er ohne Begleitperson in Überforderungssituati-
onen gerate (AB 111 S. 6).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 14

3.1.11 Der Schulinspektor berichtete am 28. Februar 2018, der Versicherte 
spüre und finde oft nicht das richtige Verhalten und ecke so insbesondere 
bei den Klassenkameradinnen und Kameraden an. Die Integration des 
Versicherten sei äusserst herausfordernd und verlange von allen Beteilig-
ten sehr viel ab. Nur dank der ausgewiesenen Qualität der Betreuungsper-
sonen und einem grossen Engagement seiner Eltern sei es bis jetzt gelun-
gen, die Integration in der Regelschule zu ermöglichen. Die Lehrpersonen 
müssten stets aufmerksam sein, rasch reagieren und häufig nach kreativen 
und speziellen Lösungen suchen. Auf dem Schulweg werde er momentan 
vom Vater begleitet, weil es sonst zu Schwierigkeiten unter den Kindern 
führe. Die „grosse Pause“ verbringe er aktuell alleine in einem Klassen-
zimmer. Einzig dank dem riesigen Betreuungsaufwand habe er bis jetzt im 
Schulbetrieb einer Volksschule mitgenommen werden können (AB 111 
S. 3).

3.2 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63). Diese Rechtsprechung ist auf Abklärungs-
berichte für Ansprüche auf Hilflosenentschädigung, Intensivpflegezuschlag, 
Hilfsmittel oder Assistenzbeitrag analog anwendbar. Bei der Erarbeitung 
der Grundlagen für die Bemessung der Leistung ist eine enge, sich ergän-
zende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich 
(BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 15

3.3 Der Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 17. August 
2017 (AB 93 S. 2 ff.) erfüllt die von der Rechtsprechung an den Beweiswert 
eines solchen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor). Ins-
besondere wurde der Bericht durch eine qualifizierte Person verfasst, wel-
che Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der sich aus 
der medizinischen Diagnose ergebenden Beeinträchtigungen und Behinde-
rungen hat. Die Ausführungen und Schlussfolgerungen im Bericht werden 
nachvollziehbar begründet und überzeugen. Demnach ist der Abklärungs-
bericht voll beweiskräftig und es besteht – wie nachfolgend zu zeigen sein 
wird – kein Anlass, in das Ermessen der Abklärungsperson einzugreifen.

3.3.1 Die Einschätzung, dass der Beschwerdeführer keiner dauernden 
persönlichen Überwachung bedarf, ist nachvollziehbar und überzeugt (vgl. 
Abklärungsbericht vom 17. August 2017 [AB 93 S. 5 ff. Ziff. 4]). Den Auf-
führungen des Beschwerdeführers, wonach er nie alleine sei und nie unbe-
aufsichtigt gelassen werden könne, kann nicht gefolgt werden (vgl. Be-
schwerde S. 9 ff. Rz. 18, 23, 29, 58). Die Abklärungsperson weist zutref-
fend darauf hin, dass der Beschwerdeführer gemäss der Aktennotiz vom 
19. Februar 2015 schon damals den Schulweg mit dem Trottinett (AB 51 
S. 6) und später (gemäss Aktennotiz vom 23. Februar 2016) mit dem Velo 
alleine zurücklegte (AB 51 S. 1). Am 14. März 2017 bestätigte Dr. med. 
E.________, dass es dem Beschwerdeführer – ausser bei schlechter Witte-
rung – möglich ist, den Schulweg alleine mit dem Fahrrad zu bewältigen 
(AB 88 S. 3 f.). Sodann geht aus einer Aktennotiz der Abklärungsperson 
vom 21. September 2016 über ein gleichentags geführtes Telefongespräch 
mit dem Beschwerdeführer hervor, dass dieser nicht in Gegenwart einer 
erwachsenen Person war (AB 45). Zudem verbringt er in der Schule die 
„grossen Pausen“ entweder alleine oder mit einem Kameraden in einem 
Zimmer (AB 103 S. 14, AB 111 S. 3 und 6), was überdies bei tatsächlicher 
Selbst- oder Fremdgefährdung nicht möglich wäre. Unter diesen Umstän-
den ist mit der Abklärungsperson davon auszugehen, dass eine dauernde 
persönliche Überwachung nicht durchgeführt wird und deren Bedarf auch 
nicht ausgewiesen ist, zumal die Ergotherapeutin feststellte, der Beschwer-
deführer halte sich besser an Abmachungen (AB 92 S. 3) und die Eltern 
berichteten, zur Umsetzung von Anweisungen werde auf drei gezählt, was 
gut funktioniere (AB 103 S. 18). An der Einschätzung vermögen auch die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 16

Berichte der Schule J.________ und des Schulinspektors nichts zu ändern. 
Aus diesen Akten ergibt sich zwar, dass dem Beschwerdeführer im schuli-
schen Umfeld ein besonderer gesundheitsbedingter Betreuungsbedarf zu-
kommt. So werden etwa einzelne Lektionen im Einzelsetting durchgeführt, 
Hausaufgaben angepasst, oder es wird ihm die Möglichkeit eingeräumt, 
auch ohne Begleitung alleine im Gang oder in einem separaten Raum zu 
arbeiten (AB 111 S. 5 f.). Die Betreuung in der Schule – auch wenn zufolge 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung geleistet – dient damit jedoch in 
erster Linie der bestmöglichen schulischen Förderung des Beschwerdefüh-
rers. Im Vordergrund steht die günstige Beeinflussung des Verhaltens so-
wie der anlagemässig gegebenen Möglichkeiten. Dies ergibt sich ohne 
Weiteres und eindeutig aus den Berichten der Schule J.________ (AB 103 
S. 14 f., AB 111 S. 5 f.) sowie des Schulinspektors (AB 111 S. 3). Aufgrund 
dieser pädagogisch-therapeutischen Natur der Betreuung ist der Unterstüt-
zungsbedarf während des Unterrichts nicht Ausdruck einer Hilflosigkeit, 
sondern Teil der eingliederungswirksamen Massnahmen im Sinne einer 
beschränkten Sonderbeschulung, welche nicht als dauernde persönliche 
Überwachung angerechnet werden kann. Die Beschwerdegegnerin ist so-
mit zu Recht davon ausgegangen, dass keine leistungsbegründende dau-
ernde und persönliche Überwachung besteht.

3.3.2 Die Abklärungsperson bejahte im Bereich der Lebensverrichtung 
„An-/Auskleiden“ eine regelmässige erhebliche Dritthilfe (AB 93 S. 9 f. 
Ziff. 5.1). Sie begründet dies damit, dass bis September 2016 eine Hilfe für 
das korrekte Umziehen und danach eine solche für die witterungsbedingte 
Kleiderwahl notwendig ist (AB 93 S. 10). Entgegen dem Vorbringen des 
Beschwerdeführers handelt es sich hinsichtlich dem selbständigen Anzie-
hen nicht um eine willkürliche Annahme ohne jegliche Grundlage (vgl. Be-
schwerde S. 11 Rz. 33), berichtete doch die Heilpädagogin im September 
2016, im Turnen könne sich der Beschwerdeführer alleine korrekt umzie-
hen (AB 48 S. 1), sodass nicht mehr von einer Notwendigkeit erheblicher 
Dritthilfe ausgegangen werden kann.

3.3.3 Zum Bereich „Aufstehen/Absitzen/Abliegen“ hat die Abklärungsper-
son schlüssig ausgeführt, weshalb keine Hilflosigkeit besteht (AB 93 
S. 11 f.). Der Beschwerdeführer kann die Transfers selbständig machen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 17

Anhaltspunkte für eine körperliche Beeinträchtigung liegen nicht vor und 
werden auch nicht geltend gemacht (vgl. Beschwerde S. 12 Rz. 35). In den 
eingeholten medizinischen Berichten negieren die Dres. med. E.________ 
und G.________ eine Hilfsbedürftigkeit in diesem Bereich (AB 88 S. 2, 
AB 90 S. 3). Das Erfordernis der Anwesenheit einer Drittperson beim Ein-
schlafen (vgl. Beschwerde S. 12 Rz. 36 ff.) ist nur unter dem Gesichtspunkt 
der persönlichen Überwachung von Bedeutung, nicht aber im Rahmen der 
Teilfunktion „Abliegen“ und hat deshalb hier unberücksichtigt zu bleiben 
(vgl. auch Rz. 8017 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversi-
cherungen [BSV] über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversiche-
rung [KSIH], Fassung gültig ab 1. Januar 2015 [abrufbar unter 
www.bsv.admin.ch]).

3.3.4 Was die Lebensverrichtung „Essen“ anbelangt, hat die Abklärungs-
person eine Dritthilfe bis April 2017 ohne Mehraufwand anerkannt (AB 93 
S. 12 f. Ziff. 5.3). An diesem Ergebnis vermögen auch die Vorbringen des 
Beschwerdeführers nichts zu ändern. Im August 2016 wurde in der Selbst-
deklaration für den Assistenzbeitrag angegeben, dass der Beschwerdefüh-
rer beim Essen/Trinken fast alles selbst erledige aber punktuell Hilfe 
benötige. Namentlich wurde erwähnt, er brauche Hilfe beim Zerkleinern der 
Nahrung (Schneiden) und beim Brotstreichen (AB 35 S. 7). Im April 2017 
hielten die Dres. med. F.________ und G.________ nunmehr fest, dass 
der Beschwerdeführer selber essen könne, jedoch die Menge nicht ein-
schätzen und nicht alles Schneiden könne (AB 89 S. 2, AB 90 S. 5). Ist die 
versicherte Person nur zum Zerschneiden harter Speisen auf direkte Dritt-
hilfe angewiesen, liegt keine Hilflosigkeit vor, da solche Speisen nicht täg-
lich gegessen werden und deswegen die versicherte Person nicht regel-
mässig und nicht erheblich auf Dritthilfe angewiesen ist (vgl. Entscheid des 
BGer vom 8. April 2010, 8C_30/2010, E. 6.2). Die Instruktion über Mass 
und Menge wie auch die Aufforderung an den Tisch zu kommen (vgl. Be-
schwerde S. 13 Rz. 39, 41), können nicht als erhebliche Hilfen angesehen 
werden, handelt es doch um selbstverständliche Aufgaben der Betreuung. 
Eine willkürliche Einschätzung der Abklärungsperson liegt nicht vor.

3.3.5 Betreffend die Lebensverrichtung „Körperpflege“ hat als erstellt zu 
gelten, dass der Beschwerdeführer regelmässig und in erheblichem Mass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 18

auf Dritthilfe angewiesen ist (AB 93  S. 13 f. Ziff. 5.4). Dies ist denn auch zu 
Recht unbestritten (vgl. Beschwerde S. 13 f. Rz. 43). Dasselbe trifft auf den 
berücksichtigten zeitlichen Aufwand zu, welcher der Angabe der Mutter des 
Beschwerdeführers entspricht (AB 93 S. 13 f. Ziff. 5.4). 

3.3.6 In Bezug auf den Bereich „Verrichten der Notdurft“, hat die Ab-
klärungsperson nachvollziehbar dargelegt, dass keine regelmässige erheb-
liche Hilfe notwendig ist (AB 93 S. 14 f. Ziff. 5.5). Sie stützte sich dabei 
massgeblich auf die Aussagen der Mutter des Beschwerdeführers während 
der Abklärung vor Ort, wonach sich der Beschwerdeführer bei normalem 
Stuhlgang selber reinigt. Dies ist nicht zu beanstanden, zumal denn auch 
beschwerdeweise bestätigt wird, dass der Beschwerdeführer die Notdurft 
selber verrichten kann (vgl. Beschwerde S. 14 Rz. 44). Es erübrigt sich 
deshalb, auf die weiteren beschwerdeführerischen Ausführungen (Anwei-
sung zu Spülen und Licht zu löschen, Stuhlgang geht nicht die Toilette run-
ter) einzugehen.

3.3.7 Schliesslich hat in Bezug auf die Lebensverrichtung „Fortbewe-
gung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte“ die Abklärungsperson nachvoll-
ziehbar und überzeugend aufgezeigt, dass ab März 2015 eine regelmässi-
ge und erhebliche Hilfe nicht (mehr) ausgewiesen ist (AB 93 S. 15 ff. 
Ziff. 5.3). Die dagegen vorgebrachte Kritik verfängt nicht. Die Abklärungs-
person hat zu Recht unter Verweis auf die „Aktennotiz runder Tisch“ vom 
19. Februar 2015 (AB 51 S. 6) festgehalten, dass der Beschwerdeführer 
den Schulweg mit dem Trottinett bzw. mit dem Velo selbst bewältigen kann. 
Anzumerken ist, dass es ihm auch möglich ist, den Schulweg, welcher das 
Überqueren einer Hauptstrasse bedingt (AB 93 S. 17), zu Fuss zurückzule-
gen (AB 35 S. 9). Dass er dabei rennt, kann nicht berücksichtigt, denn eine 
blosse Erschwerung bei der Vornahme von Lebensverrichtungen begrün-
det grundsätzlich keine Hilflosigkeit (vgl. Entscheid des BGer vom 8. Janu-
ar 2013, 9C_633/2012, E. 3.4). Ebenfalls nicht berücksichtigt werden kann, 
dass der Beschwerdeführer gemäss den medizinischen Berichten nicht 
fähig ist, die öffentlichen Verkehrsmittel alleine zu benutzen (AB 88 S. 3, 
AB 89 S. 3), denn er ist nicht täglich auf eine entsprechende Nutzung an-
gewiesen. Rechtsprechungsgemäss liegt eine Hilfsbedürftigkeit nur dann 
vor, wenn die Hilfe täglich oder eventuell (nicht voraussehbar) täglich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 19

benötigt wird (vgl. Entscheid des BGer vom 13. Januar 2017, 
9C_562/2016, E. 5.3). Hinsichtlich der „Pflege gesellschaftlicher Kontakte“ 
geht aus dem heilpädagogischen Zwischenbericht vom 3. März 2015 her-
vor, dass der Beschwerdeführer in der Klasse integriert ist und einen guten 
Freund und zwei bis drei weitere Kinder hat, mit denen er gut auskommt 
(AB 51 S. 3). Dies wird auch im späteren Zwischenbericht vom 22. Novem-
ber 2017 bestätigt (AB 103 S. 14). Der Beschwerdeführer ist auch in der 
Lage zu Hause Telefonanrufe entgegen zu nehmen und Auskunft zu geben 
(AB 45). In diesem Zusammenhang ist auf die Ausführungen des Bereichs 
Abklärungen vom 8. Februar 2018 zu verweisen, wonach das Abklärungs-
gespräch mit der Mutter und teilweise dem Beschwerdeführer durchgeführt 
sowie mit Letzterem auch ein Telefongespräch geführt worden ist und da-
bei keineswegs der Eindruck entstand, dass er nicht kommunizieren kann 
(AB 105 S. 4). 

3.4 Nach dem Dargelegten sind – entgegen den Vorbringen in der Be-
schwerde – klar feststellbare Fehleinschätzungen in keiner Weise auszu-
machen. Zusammenfassend ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszu-
gehen, dass der Beschwerdeführer seit September 2012 in vier („An-
/Auskleiden“, „Essen“, „Körperpflege“ und „Fortbewegung/Pflege gesell-
schaftlicher Kontakte“), ab März 2015 in drei („An-/Auskleiden“, „Essen“, 
„Körperpflege) und ab Mai 2017 noch in zwei (An-/Auskleiden“ und „Kör-
perpflege“) der sechs alltäglichen Lebensverrichtungen auf regelmässige 
erhebliche Dritthilfe angewiesen war bzw. ist. Die Mindestanforderungen für 
einen Intensivpflegezuschlag von vier Stunden/Tag (vgl. E. 2.6 hiervor) 
werden somit nicht erreicht (AB 93 S. 19 f.).

3.5 Macht eine versicherte Person ihren Anspruch auf eine Hilflosen-
entschädigung, auf medizinische Massnahmen oder auf Hilfsmittel mehr als 
zwölf Monate nach dessen Entstehung geltend, so wird die Leistung in Ab-
weichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG nur für die zwölf Monate nachgezahlt, 
die der Geltendmachung vorangehen (Art. 48 Abs. 1 IVG).

Das Gesuch um Hilflosenentschädigung ist bei der Beschwerdegegnerin im 
Oktober 2015 eingegangen (AB 5). Es liegt damit eine verspätete Anmel-
dung vor, weshalb ab Oktober 2014 Anspruch auf eine Hilflosenentschädi-
gung mittleren Grades (vgl. E. 2.3 hiervor) und, unter Berücksichtigung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 20

Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a IVV, ab Juni 2015 noch ein solcher leich-
ten Grades (vgl. E. 2.4 hiervor) besteht. Der Wegfall der Hilfsbedürftigkeit in 
der Lebensverrichtung „Essen“ per Mai 2017 hat keinen Einfluss auf die 
Höhe der Hilflosenentschädigung, da bei Hilfsbedürftigkeit in zwei Lebens-
verrichtungen weiterhin ein Anspruch wegen leichter Hilflosigkeit besteht 
(vgl. E. 2.4 hiervor). Die angefochtene Verfügung vom 20. Februar 2018 
(AB 109) erweist sich demnach als rechtens. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, dem unterliegenden Beschwerdeführer 
auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie werden dem in gleicher Höhe geleis-
teten Kostenvorschuss entnommen. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2018, IV/18/237, Seite 21

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. D.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.