# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0443d43d-18a6-5ce5-92ac-bf512bc98256
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2008 C-6954/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6954-2007_2008-05-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6954/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  M a i  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, Richter Johannes Frölicher, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gabi Kink, 
Sonnengut 4, 5620 Bremgarten AG,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Rentenrevision, Verfügung vom 14. September 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6954/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Eidgenössische  Invalidenversicherung,  IV-Stelle  für  Versi-
cherte  im Ausland (IVSTA), nach Durchführung einer Rentenrevision 
mit Verfügung vom 14. September 2007 die X._______ (Beschwerde-
führer) bis anhin gewährte ganze Rente mit Wirkung ab 1. November 
2007 auf eine Viertelsrente herabgesetzt hat, 

dass  der  Beschwerdeführer,  vertreten  durch  Rechtsanwältin  Gabi 
Kink, diesen Entscheid mit Beschwerde vom 1. November 2007 beim 
Bundesverwaltungsgericht  angefochten und beantragt  hat,  die  Verfü-
gung vom 14. September  2007 sei  aufzuheben,  ihm seien weiterhin 
Leistungen der Invalidenversicherung samt Zusatz- und Kinderrente im 
bisherigen Umfang auszurichten, eventualiter sei die Sache zur weite-
ren Abklärung (Einholung eines psychiatrischen, evt. polydisziplinären 
psychiatrisch-neurologischen Gutachtens) an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen,  und  ihm  sei  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege zu bewilligen,

dass  die  Vorinstanz  –  gestützt  auf  die  Stellungnahme  von  Dr. 
O._______,  ärztlicher  Dienst  der  IVSTA, vom 7. Februar  2008 – mit 
Vernehmlassung vom 13. Februar 2008 beantragt hat, die Beschwerde 
sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und die 
Sache sei im Sinn der erwähnten Stellungnahmen an die Verwaltung 
zurückzuweisen, 

dass  Dr.  O._______  in  seiner  Stellungnahme  vom  7.  Februar  2008 
sinngemäss  ausgeführt  hat,  der  Beschwerdeführer  sei  durch  Dr. 
M._______,  und  wenn  dies  nicht  möglich  sei,  durch  das  ZMVB 
B._______ begutachten zu lassen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  mit  Replik  vom 31.  März  2008  mit 
dem  Antrag  der  Vorinstanz  grundsätzlich  einverstanden  erklärt  und 
insbesondere darauf hingewiesen hat, falls nicht bereits der Psychiater 
zum Schluss käme, es sei keine Besserung der Beschwerden einge-
treten, sei ein psychiatrisch-neurologisches Gutachten zu erstellen, 

dass mit Verfügung vom 17. April  2008 der Spruchkörper bekanntge-
geben worden und kein Ausstandsbegehren eingegangen ist, 

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C-6954/2007

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 
1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung  (IVG,  SR 831.20)  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach 
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  somit  zur  Beurteilung  der  Be-
schwerde zuständig ist,

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, der sich 
das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 14. September 2007 auf einer 
mangelhaften Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht,

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen, und die Sache zur Neu-
beurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art.  61  Abs.  1 
VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen 
fachärztlichen  (psychiatrischen und allenfalls  neurologischen)  Begut-
achtungen durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass  dem obsiegenden  Beschwerdeführer  zu  Lasten  der  Vorinstanz 
eine Parteientschädigung für  die ihm erwachsenen notwendigen und 
verhältnismässig hohen Kosten zuzusprechen ist (Art. 64 VwVG in Ver-
bindung mit Art. 7 ff des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]), 

dass die  Rechtsvertreterin  des Beschwerdeführers  keine Kostennote 
eingereicht hat,

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dass im vorliegenden  Verfahren  aufgrund  der  Akten  ein  Anwaltsauf-
wand von 11 Stunden als angemessen erscheint, der zu einem Stun-
denansatz von Fr. 220.-- (exkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen ist, 

dass daher die Parteientschädigung auf Fr. 2'500.-- (inkl. Fr. 80.-- Aus-
lagen) festzusetzen ist, die von der Vorinstanz zu leisten ist,

dass darauf hingewiesen wird, dass die Mehrwertsteuer nur für Dienst-
leistungen geschuldet  ist,  die  im Inland gegen Entgelt  erbracht  wer-
den, nicht jedoch im vorliegenden Fall, in dem die Beschwerdeführerin 
Wohnsitz im Ausland hat, und die Dienstleistung des Rechtsvertreters 
daher ins Ausland exportiert  wird (Art. 5 Bst. b des Bundesgesetzes 
vom 2. September 1999 über die  Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuerge-
setz,  MWSTG,  SR 641.20]  in  Verbindung  mit  Art.  14  Abs. 3  Bst.  c 
MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE, vgl. auch SVR 2003, IV Nr. 32 
E. 6.4 in fine), 

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege damit gegenstands-
los geworden ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung 
vom 14. September 2007 wird aufgehoben. 

2.
Die Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die 
erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen Begutachtungen im Sinn der 
Erwägungen durchführen zu lassen und neu zu verfügen. 

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- 
(inkl. Auslagen) zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

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5.
Das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege wird als gegenstandslos abgeschrieben.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der 
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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