# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 499a2e7f-b9c2-5da6-81fa-7e62d8f3f66f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.07.2013 UV 2013/10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-10_2013-07-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/10

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 29.07.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 29.07.2013
Art. 4 ATSG, Art. 9 Abs. 2 UVV: Einfügen einer Wolldecke in die Sitzfalte eines 
Autositzes mit einem Handkantenschlag. Verneinung eines Unfalls sowie 
eines unfallähnlichen Ereignisses (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 29. Juli 2013, UV 2013/10). Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_696/2013.

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Miriam Lendfers und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Della Batliner

Entscheid vom 29. Juli 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Leo R. Gehrer, SwissLegal asg.advocati, 

Kreuzackerstrasse 9, 9000 St. Gallen,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Litigation Hauptbranchen, Postfach, 

8085 Zürich Versicherung,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ war aufgrund seiner Anstellung bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft 

AG (nachfolgend: Zürich) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er 

gemäss Bagatellunfall-Meldungen UVG vom 27. März und 4. April 2012 am 5. Februar 

2012 mit der rechten Hand die Hundedecke auf den hinteren Autositzen "glatt" 

streichen wollte. Dabei habe es in seinem rechten Arm/Handgelenk geknallt und es sei 

schnell angeschwollen (act. 3.1/Z1, Z5). Dr. med. B.___, Orthopädie, vermerkte im 

ärztlichen Zeugnis UVG vom 18. April 2012 eine Erstbehandlung am 6. Februar 2012 

und diagnostizierte eine Partialruptur der FCR-Sehne des Handgelenks rechts bei 

Status nach Trapezektomie und Epping-Plastik 08/2011 (act. 3.2/Zm1).

A.b  Gestützt auf die Bagatellunfall-Meldungen sowie die Hergangsschilderung im 

Fragebogen vom 25. April 2012 (act. G 3.1/Z5) teilte die Zürich dem Versicherten mit 

Schreiben vom 2. Mai 2012 mit, dass es sich beim Ereignis vom 5. Februar 2012 weder 

um einen Unfall noch um eine unfallähnliche Körperschädigung bzw. ein unfallähnliches 

Ereignis handle. Die Voraussetzungen für eine Leistungspflicht der Zürich seien nicht 

erfüllt (act. G 3.1/Z7). Auf Ersuchen des Rechtsvertreters des Versicherten, Rechts­

anwalt lic. iur. L. Gehrer, St. Gallen, vom 31. Mai 2012 (act. G 3.1/Z9) erliess die Zürich 

am 9. Juli 2012 eine entsprechende formelle Verfügung (act. G 3.1/Z14).

B.

Die gegen diese Verfügung von Rechtsanwalt Gehrer für den Versicherten erhobene 

Einsprache vom 10. September 2012 (act. G 3.1/Z15) samt ergänzender 

Einsprachebegründung vom 23. Oktober 2012 (act. G 3.1/Z17) wurde mit 

Einspracheentscheid vom 9. Januar 2013 abgelehnt (act. G 3.1/Z19).

C.  

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C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Gehrer für den 

Versicherten am 8. Februar 2013 Beschwerde mit dem Antrag, der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 9. Januar 2013 und die ihm 

zugrunde liegende Verfügung vom 9. Juli 2012 seien aufzuheben und es sei die 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 5. 

Februar 2012 festzustellen. Eventualiter seien der angefochtene Einspracheentscheid 

und die ihm zugrundeliegende Verfügung aufzuheben und es sei die Sache zur 

Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 13. März 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c  Mit Replik vom 7. Mai 2013 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 

gestellten Rechtsbegehren fest und bestätigte seinen Standpunkt (act. G 5). Die 

Beschwerdegegnerin hielt in der Duplik vom 10. Juni 2013 ihrerseits an ihrem Antrag 

und ihren Ausführungen fest (act. G 7).

C.d  Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt 

der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin als Trägerin der obligatorischen 

Unfallversicherung für die Folgen des Ereignisses vom 5. Februar 2012 

leistungspflichtig ist. Die Beschwerdegegnerin hat den Unfallbegriff (Art. 4 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]) sowie die Rechtsprechung zum Unfallbegriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit 

des äusseren Faktors (BGE 134 V 72, 130 V 117) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt für 

den Begriff der unfallähnlichen Körperschädigungen (Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 der 

Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Darauf ist zu verweisen. 

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Das bei einem Unfall im Sinn von Art. 4 ATSG vorausgesetzte Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors ist bei den unfallähnlichen 

Körperschädigungen - wie im Einspracheentscheid festgehalten - nicht erforderlich. 

Hingegen ist zusätzlich zum Vorliegen einer der in Art. 9 Abs. 2 UVV abschliessend (vgl. 

BGE 116 V 140 E. 4a, 116 V 147 E. 2b, je mit Hinweisen; A. Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 202) aufgezählten Körperschädigungen 

ein äusserer Faktor bzw. ein unfallähnliches Ereignis erforderlich (BGE 129 V 466; 

Urteile des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches 

Versicherungsgericht, EVG] vom 3. Juli 2009, 8C_346/2009, E. 3, und vom 9. Juni 

2008, 8C_532/2007, E. 5.1; vgl. P. Fleischanderl, Unfallähnliche Körperschädigungen - 

aktuelle Rechtslage, SZS 2009 S. 151; A. Rumo-Jungo/A. Holzer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 80 f.).

2.   

2.1 Das für die Bejahung eines Unfalls vorausgesetzte Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors kann auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen (RKUV 1999 

Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; A. Maurer, a.a.O., S. 176 f.). In 

einem solchen Fall ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in der 

Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 

gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat, was beispielsweise dann zutrifft, wenn 

die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einen Gegenstand anstösst oder 

wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt 

oder auszuführen versucht (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 f. E. 4.1; A. Rumo-Jungo/A. 

Holzer, a.a.O., S. 40 mit Hinweisen). Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt, wird 

mithin nicht vorausgesetzt. Es gilt jedoch festzuhalten, dass der Nachweis eines Unfalls 

bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken, insofern strengen 

Anforderungen unterliegt, als die unmittelbare Ursache der Schädigung unter 

besonders sinnfälligen Umständen gesetzt werden muss; denn ein Unfallereignis 

manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, während 

bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine krankheitsbedingte Ursache 

besteht (RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4d).

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2.2 Gemäss Bagatellunfall-Meldungen vom 27. März und 4. April 2012 wollte der 

Beschwerdeführer am 5. Februar 2012 mit der rechten Hand die Hundedecke auf den 

hinteren Autositzen "glatt" streichen. Dabei knallte es in seinem rechten Arm/

Handgelenk und es zeigte sich schnell eine Schwellung (act. 3.1/Z1, Z5). In dem von 

der Beschwerdegegnerin zugestellten Fragebogen zum Ereignishergang vom 5. 

Februar 2012 schilderte der Beschwerdeführer, er habe mit der rechten Hand bzw. 

dem flachen Handrücken die Hundedecke auf den hinteren Autositzen in den Sitzfalt 

einschlagen wollen. Dabei habe es in seinem rechten Arm/Handgelenk geknallt und es 

sei schnell angeschwollen bzw. ein Bluterguss entstanden. Die Frage, ob sich im 

Bewegungsablauf etwas Ungewöhnliches zugetragen habe (Frage 2), verneinte der 

Beschwerdeführer von seiner Seite aus gesehen. Es sei ein Handschlag mit der 

Handkante gewesen. Beim Aufschlagen habe es gewaltig geknallt, was ihm wie ein 

Sehnenriss vorgekommen sei. Plötzlich sei ein Schmerz aufgetreten (act. G 3.1/Z5). In 

der Einsprache vom 10. September 2012 (act. G 3.1/Z15) bzw. ergänzenden 

Einsprachebegründung vom 23. Oktober 2012 (act. G 3.1/Z17) und mithin nach der am 

9. Juli 2012 durch die Beschwerdegegnerin verfügten Ablehnung der Leistungspflicht 

aus der obligatorischen Unfallversicherung, erklärte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers, dass der Beschwerdeführer die Decke in den Falt der hinteren 

Sitzbank d.h. in deren Einbuchtung bzw. Ritze habe hinein schlagen wollen. Es sei also 

nicht um ein Flachdrücken oder - wie der Beschwerdeführer in der Unfallmeldung 

missverständlich ausgedrückt habe - um ein "Glattstreichen" der Hundedecke 

gegangen, sondern um deren mit Kraft und Dynamik ausgeführtes Hineinschlagen bzw. 

-pressen in die Einbuchtung zwischen den zwei hinteren Sitzelementen, die auch Platz 

für den metallenen Haken des Sicherheitsgurts biete. Der Beschwerdeführer habe mit 

dem flachen Handrücken an den besagten Haken des Sicherheitsgurts angeschlagen, 

wobei es in seiner Hand gewaltig geknallt habe. Die Ereignisschilderung in der 

Beschwerde vom 8. Februar 2013 (act. G 1) entspricht schliesslich derjenigen in der 

Einsprache.

2.3 Damit beurteilt werden kann, ob das Ereignis vom 5. Februar 2012 einen Unfall im 

Rechtssinn darstellt, ist vorweg zu klären, wie sich das Geschehen mit dem im 

Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

(vgl. dazu Th. Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 

451 f.) ereignet hat. Unstreitig ist - auch unter Hinweis auf das vom Rechtsvertreter des 

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Beschwerdeführers angeführte Urteil des Bundesgerichts vom 8. Januar 2013, 

9C_776/2012, E. 5.2 -, dass mit einem Anschlagen an einem harten Gegenstand ein 

ungewöhnlicher äusserer Faktor auf den Körper einwirkt und das in der Einsprache 

bzw. Beschwerde beschriebene Ereignis damit einen Unfalltatbestand im Sinn von Art. 

4 ATSG darstellt. Die Beschwerdegegnerin bestreitet jedoch ein solches 

Unfallgeschehen und lehnt zunächst deshalb eine Leistungspflicht ab. Bei sich 

widersprechenden Angaben der versicherten Person über den Unfallhergang kann 

praxisgemäss auf die Beweismaxime abgestellt werden, wonach die sogenannten 

spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger 

sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 

Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn 

die versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, 

die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, in der Regel grösseres Gewicht zu als jenen 

nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 47 E. 2a mit 

Hinweisen). Bauen spätere Aussagen auf früheren Aussagen auf bzw. zeichnen sich 

erstere einzig durch einen höheren Detaillierungsgrad aus, kann auch ein im 

Nachhinein dargelegter Sachverhalt als ausgewiesen gelten bzw. berücksichtigt 

werden. Die verschiedenen Aussagen müssen jedoch in sich kongruent und 

miteinander vereinbar sein. Wird dagegen zu einem späteren Zeitpunkt ein neuer, mit 

der bisherigen Schilderung nicht vereinbarer Sachverhalt hinzugefügt, ist dessen 

überwiegend wahrscheinliches Geschehen als zweifelhaft bzw. lediglich als möglich zu 

betrachten.

2.4 Die Sachverhaltsschilderungen des Beschwerdeführers in den Bagatellunfall-

Meldungen sowie im Fragebogen enthalten teilweise vollständig übereinstimmende 

Sachverhaltselemente wie das Hantieren mit einer Hundedecke auf den hinteren 

Autositzen mit der rechten Hand sowie das Geschehen eines Knalls im rechten Arm/

Handgelenk. Demgegenüber geht seine Darstellung im Fragebogen, er habe die 

Hundedecke mit der rechten Hand bzw. dem flachen Handrücken in den Falt der 

hinteren Autositze einschlagen wollen, über den Vorgang des blossen glatt Streichens 

einer Wolldecke hinaus. Ergänzend wird die Sitzfalte erwähnt, in welche eine Wolldecke 

unbestreitbar nicht durch blosses glatt Streichen eingefügt werden kann, sondern - 

ohne vorerst auf die dabei anzuwendende Kraft einzugehen - mit einer separaten 

Handbewegung eingeführt werden muss. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

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stellt jedoch in der ergänzenden Einsprachebegründung vom 23. Oktober 2012 (act. G 

3.1/Z17) zutreffenderweise fest, dass die Bagatellunfall-Meldungen sowie die 

Erläuterungen im Fragebogen im Grundsatz als Einheit zu betrachten sind und 

insgesamt die "Aussagen der ersten Stunde" darstellen. Ausserdem können die beiden 

Ereignisschilderungen an sich nicht als widersprüchliche Angaben bezeichnet werden, 

was eine Mitberücksichtigung der Darstellung im Fragebogen rechtfertigt. Erstmals in 

der Einsprache vom 10. September 2012 (act. G 3.1/Z15) und damit in Kenntnis der 

Leistungsablehnung wurde nun aber vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein 

vollständiges Unfallereignis mit einem programmwidrigen Bewegungsablauf, nämlich 

dem Anschlagen am harten Gegenstand des metallenen Hakens des Sicherheitsgurts, 

formuliert. Dieses neue Sachverhaltselement kann nicht mehr nur als ergänzende 

Aussage mit einem höheren Detaillierungsgrad qualifiziert werden, sondern ist als 

abweichende, widersprüchliche Angabe zu werten. Die Antwort des 

Beschwerdeführers auf die Frage 2 im Fragebogen, d.h. der verneinende Satz "Von 

meiner Seite nicht." bezieht sich erkennbar auf die Frage, ob sich etwas 

Ungewöhnliches zugetragen habe und nicht auf den allgemeinen Bewegungsablauf 

des Einschiebens einer Wolldecke in die Sitzfalte. Auch der Begriff "Aufschlagen" 

beinhaltet nicht ohne weiteres die umfassende Unfallschilderung mit der zusätzlichen 

Komponente  "an einem Gegenstand", sondern kann ebenso als Beschreibung des 

blossen Auftreffens der Handkante betrachtet werden. Gerade im Sinne dieser 

Möglichkeit fügte der Beschwerdeführer an, es sei ein Handschlag mit der Handkante 

gewesen. Die Formulierung "knallen" macht das fragliche Unfallereignis ebenfalls nicht 

wahrscheinlicher. Sie bezieht sich offensichtlich auf das Reissen der Sehne und nicht 

auf das "Aufschlagen". Nachdem der neue Sachverhalt - wie gesagt - erstmals im 

Nachgang an die Leistungsablehnung erfolgte, kann angesichts der vorgängigen 

Erwägungen nicht ausgeschlossen werden, dass dessen Darstellung von 

versicherungsrechtlichen oder anderen Überlegungen beeinflusst ist, was ihn wenig 

glaubwürdig macht. Es liegt viel eher nahe, dass ein solch wesentliches 

Sachverhaltselement - wie das Anschlagen am metallenen Haken des Sicherheitsgurts 

- nicht vergessen geht und bereits in den anfänglichen Ereignisschilderungen, aber 

sicher auf konkrete Nachfrage hin, angeführt wird.

2.5 Die Beschwerdegegnerin hat die tatsächlichen Verhältnisse mittels Fragebogen 

detailliert erhoben. Damit hat sich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ihre 

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Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts erfüllt (vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a). Der Unfallversicherer ist 

nicht gehalten, die versicherte Person im Nachgang zu umfassenden Erhebungen zur 

weiteren Substantiierung des gemeldeten Geschehnisses aufzufordern (vgl. die Urteile 

des EVG vom 26. Februar 2004, U 64/02, E. 2.2.3, sowie vom 27. Juni 2002, U 148/01, 

E. 2b). Auch mit Blick auf das vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers angeführte 

Bundesgerichtsurteil vom 8. Januar 2013 (9C_776/2012) waren von Seiten der 

Beschwerdegegnerin keine weiteren Untersuchungspflichten angezeigt. Das 

Bundesgericht stellte im fraglichen Urteil fest, dass die versicherte Person vom 

Unfallversicherer nie präzise danach gefragt worden sei, ob sie gestossen worden oder 

gestolpert sei. Dies obwohl der Unfallversicherer für die Erfüllung des Unfallbegriffs bei 

zahnschädigenden Vorfällen ein zusätzliches, den programmgemässen 

Bewegungsablauf beinträchtigendes "Störelement", wie ein Stürzen, Stolpern etc., 

gefordert habe, ein solches jedoch bezüglich der früheren Angabe der versicherten 

Person - dem Anschlagen des Kopfes an der Orientierungstafel - verneint habe. Das 

Bundesgericht sah insofern die spätere Unfallschilderung des Stolperns nicht im 

Widerspruch zur früheren Angabe des blossen Anschlagens stehend. Die vorliegende 

Ausgangslage ist jedoch damit nicht vergleichbar. So wurden von Seiten der 

Beschwerdegegnerin keine entsprechenden Kombinationen von einzelnen 

Bewegungsabläufen (Stolpern - Anschlagen) für die Erfüllung des Unfallbegriffs 

gefordert, sondern einzig die Glaubhaftmachung des Unfallereignisses an sich, nämlich 

das Anschlagen an einem Gegenstand. Die Beschwerdegegnerin hat nach einer 

Ungewöhnlichkeit gefragt und der Beschwerdeführer hätte darauf - wie gesagt - 

erwartungsgemäss das Anschlagen der Hand an einem Haken des Sicherheitsgurts 

erwähnen müssen.

2.6 Ob ein äusserer Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich 

zog, ist schliesslich ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit. Die 

aufgetretene Gesundheitsschädigung als solche, die hinzugetreten ist, ist kein 

ungewöhnlicher äusserer (schädigender) Faktor. Hier ist von der Wirkung des Vorgangs 

zu sprechen, auf die es bei der Beurteilung der Aussergewöhnlichkeit des äusseren 

Faktors gerade nicht ankommt (vgl. A. Rumo-Jungo/A. Holzer, a.a.O. S. 31; BGE 129 V 

404 E. 2.1 und 469 E. 4.2.1, 122 V 232 f. E. 1 = Pra 86 415 E. 1, 121 V 38 E. 1a).

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2.7 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Unfallmerkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors im Sinne einer unkoordinierten Bewegung unter diesen Umständen 

nicht nachgewiesen ist. Das Ereignis vom 5. Februar 2012 kann daher nicht als Unfall 

im Rechtssinne anerkannt werden.

3.   

3.1 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin infolge eines unfallähnlichen 

Geschehens im Sinn der im angefochtenen Einsprachenentscheid korrekt dargelegten 

Praxis, d.h. eines Geschehens, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial 

innewohnt bzw. das mit einer plötzlich erhöhten Krafteinwirkung auf den menschlichen 

Körper verbunden ist (BGE 129 V 467 E. 2.2), leistungspflichtig ist.

3.2 Wie in Erwägung 2.4 dargelegt, ist auch bei dieser Beurteilung von den 

Sachverhaltsschilderungen in den Bagatellunfall-Meldungen sowie im Fragebogen 

auszugehen. Die Beschwerdegegnerin stellt sich zutreffenderweise auf den 

Standpunkt, dass das normale Glattstreichen, aber auch ein kontrollierter bzw. 

geführter Handkantenschlag, keine Tätigkeiten mit gesteigerter Gefahrenlage, sondern 

lediglich solche, das Erfordernis des äusseren Faktors nicht erfüllende, alltägliche 

Lebensverrichtungen darstellen. Die Intensität eines schädigenden äusseren Faktors 

wird erst durch einen davon unterscheidbaren, zur Unkontrollierbarkeit der Verrichtung 

führenden, äusseren Moment, d.h. mit einer heftigen und/oder belastenden Bewegung, 

erreicht. Das Einführen einer Hundedecke in den Spalt eines Autositzes mit einem 

Handkantenschlag ist zwar naturgemäss mit einem gewissen Kraftaufwand und - 

bewegungsmässig - mit einem entsprechenden Ruck bzw. gewissen Aufprall infolge 

des, einen Widerstand bietenden Autositzes verbunden. Mit Blick auf die Kasuistik (vgl. 

Urteile des EVG vom 21. März 2006, U 222/05, E. 6, vom 28. Mai 2004, U 266/03, E. 

4.2, und vom 8. Oktober 2003, U 126/02, E. 3; Bundesgerichtsurteil vom 23. Oktober 

2009, 8C_319/2009, E. 3.4) kann jedoch bei weitem nicht von einer gesteigerten 

Gefahrenlage im Sinn eines unfallähnlichen Ereignisses ausgegangen werden. Dies 

zumal die Handkante gemäss Sachdarstellung in Fragebogen und 

Bagatellunfallmeldungen auf dem gepolsterten Autositz auftraf. Gerade die Hände sind 

zudem auf die Verrichtung unzähliger Bewegungen im täglichen Leben ausgerichtet, für 

welche es eine Spannweite des Üblichen gibt. Inwiefern die Hand durch den 

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Handkantenschlag übermässig beansprucht wurde, ist aufgrund der vorliegenden 

Ereignisschilderungen nicht ersichtlich. Eine übermässige Beanspruchung kann auch 

nicht bejaht werden, wenn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers allgemein und 

letztlich nicht messbar geltend macht, die Handbewegung sei mit Kraft und Dynamik 

erfolgt. Kommt - wie im konkreten Fall anzunehmen ist - eine Bewegung einer 

physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung gleich, ist ein 

äusserer Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial zu verneinen.

3.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen des Art. 9 Abs. 2 

UVV nicht erfüllt sind. Die Beschwerdegegnerin hat damit auch das Vorliegen einer 

unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV zu Recht verneint, 

womit die Frage, ob die von Dr. B.___ im ärztlichen Zeugnis vom 18. April 2012 (act. G 

3.2/Zm1) diagnostizierte Partialruptur der FCR-Sehne des Handgelenks rechts eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne der abschliessenden Aufzählung in Art. 9 

Abs. 2 UVV darstellt, offen gelassen werden kann.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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