# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d965bd0c-26c3-515c-8cb8-455fe6fa6dc7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.06.2024 100 2024 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-116_2024-06-03.pdf

## Full Text

100.2024.116U
DAM/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Juni 2024

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Cotting

1. A.________
2. B.________

gesetzlich vertreten durch seine Mutter (Beschwerdeführerin 1)
beide wohnhaft …
beide vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung bzw. Verweigerung einer Aufenthaltsbewilli-
gung und Wegweisung (Entscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons 
Bern vom 14. März 2024; 2022.SIDGS.175)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.06.2024, Nr. 100.2024.116U, 
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Prozessgeschichte:

A.

Der tschechische Staatsangehörige C.________ (Jg. 1992) reiste im Früh-
jahr 2016 in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung 
EU/EFTA als Arbeitnehmer. Am 31. August 2018 heiratete er A.________ 
(ledig …, Jg. 1985), Staatsbürgerin des Königreichs Marokko. Sie erlangte 
im Rahmen des Familiennachzugs eine von ihm abgeleitete Aufenthaltsbe-
willigung EU/EFTA. Im Juli 2021 reiste zudem ihr Sohn B.________ 
(Jg. 2015) aus einer früheren Beziehung in die Schweiz ein. Er besitzt wie 
seine Mutter die marokkanische Staatsangehörigkeit und besucht hier die 
Primarschule. Sein Aufenthalt wurde bisher nicht bewilligt. Mit Verfügung 
vom 7. Februar 2022 stellte das Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons 
Bern (ABEV), Migrationsdienst (MIDI), fest, dass die Aufenthaltsbewilligung 
EU/EFTA von C.________ erloschen ist und nicht verlängert wird; für den 
Fall seiner Anwesenheit in der Schweiz wies es ihn zudem unter Ansetzung 
einer Ausreisefrist weg. Die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA von 
A.________ wurde ebenfalls nicht verlängert und B.________ wurde keine 
solche Bewilligung erteilt. Das ABEV (MIDI) wies A.________ und ihren 
Sohn sodann aus der Schweiz weg und setzte ihnen eine Ausreisefrist.

B.

Gegen diese Verfügung führten C.________ und A.________ sowie 
B.________ am 8. März 2022 Beschwerde bei der Sicherheitsdirektion des 
Kantons Bern (SID). Während Hängigkeit dieses Verfahren wies das ABEV 
(MIDI) am 28. September 2022 ein Gesuch von C.________ um Erteilung 
einer (neuen) Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ab und wies ihn unter Anset-
zung einer Ausreisefrist weg. Diese Verfügung blieb unangefochten und 
C.________ kehrte nach Tschechien zurück. Gegen Ende 2022 trennte sich 
das Ehepaar; am 25. September 2023 wurde die Ehe geschieden. Mit Ent-
scheid vom 14. März 2024 wies die SID die Beschwerde ab und setzte 
A.________ sowie B.________ eine neue Ausreisefrist auf den 21. April 
2024.

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C.

Dagegen haben A.________ und B.________ am 15. April 2024 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der Entscheid der SID 
sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung von A.________ sei zu ver-
längern bzw. B.________ sei eine solche Bewilligung zu erteilen. Die SID 
schliesst mit Vernehmlassung vom 26. April 2024 auf Abweisung der Be-
schwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände-
rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist ein-
zutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Nach dem Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Auslän-
derinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrati-
onsgesetz, AIG; SR 142.20) besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Ertei-
lung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, die um 

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eine Bewilligung ersuchende Person oder ihre in der Schweiz lebenden An-
gehörigen könnten sich auf eine besondere Norm des Bundesrechts (ein-
schliesslich Bundesverfassungsrecht) oder eines Staatsvertrags berufen 
(BGE 135 II 1 E. 1.1, 133 I 185 E. 2.3). Andernfalls entscheidet die zustän-
dige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilligungsertei-
lung oder -verlängerung (vgl. Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AIG). Das 
AIG unterscheidet demnach zwischen Bewilligungen, auf deren Erteilung ein 
Rechtsanspruch besteht (sog. Anspruchsbewilligung), und Bewilligungen, 
über welche die Behörde ermessensgeprägt entscheidet (sog. Ermessens-
bewilligung; BVR 2020 S. 443 E. 4.1 mit Hinweisen).

2.2 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin nach dem 
Freizügigkeitsabkommen (FZA; SR 0.142.112.681) kein Anwesenheitsrecht 
mehr in der Schweiz hat: Sie verfügt als Staatsbürgerin des Königreichs 
Marokko weder über einen (originären) Aufenthaltsanspruch nach Art. 4 ff. 
FZA noch kann sie als Drittstaatsangehörige nach der Trennung und 
Scheidung von ihrem aus einem EU-Vertragsstaat stammenden Ehemann 
einen (abgeleiteten bzw. derivativen) Anspruch auf Anwesenheit im Rahmen 
des Familiennachzugs gemäss Art. 7 Bst. d i.V.m. Art. 3 Anhang I FZA 
geltend machen (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2). Da ihr Exmann in der 
Schweiz nicht mehr anwesenheitsberechtigt ist (und dies auch im Zeitpunkt 
der Trennung bereits nicht mehr war; vorne Bst. B), kann sich die 
Beschwerdeführerin auch nicht mit Erfolg auf Art. 2 FZA i.V.m. Art. 50 AIG 
(nachehelicher Härtefall) berufen (angefochtener Entscheid E. 3.3; BGE 144 
II 1 E. 4.7). Der noch minderjährige Beschwerdeführer teilt das 
ausländerrechtliche Schicksal seiner Mutter. Ein eigenständiger Anspruch 
für die Bewilligung seines Aufenthalts ist nicht ersichtlich. Die 
Beschwerdeführenden machen denn auch keine Anspruchsbewilligung 
geltend. Sie sind vielmehr der Auffassung, es sei ein schwerwiegender 
persönlicher Härtefall gegeben und der Aufenthalt in der Schweiz sei ihnen 
deshalb ermessensweise zu erlauben (Beschwerde S. 4).

2.3 Nicht näher einzugehen ist auf den Hinweis der Beschwerdeführerin, 
sie wolle die Ehe mit einem neuen Partner (Schweizer Bürger, Jg. 1978) 
eingehen, den sie seit rund eineinhalb Jahren kenne und mit dem sie verlobt 
sei (Beschwerde S. 6). Die Frage, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf 

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Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der 
Eheschliessung hat (Art. 8 und 12 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention [EMRK; SR 0.101] bzw. Art. 13 und 14 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]; BGE 139 I 37 E. 3.5 und 4.1; BVR 2015 
S. 309 E. 4.4), bildet im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht 
Streitgegenstand (vgl. dazu VGE 2022/346 vom 28.3.2024 E. 1.2; ferner 
Vernehmlassung SID S. 1). Eine solche Bewilligung ist auch nicht beantragt 
(vorne Bst. C). Abgesehen davon ist eine Kurzaufenthaltsbewilligung nur zu 
erteilen, wenn mit dem Eheschluss bzw. mit dem Erhalt der hierfür 
zivilrechtlich erforderlichen Papiere und Bestätigungen in absehbarer Zeit 
gerechnet werden kann (vgl. etwa BGer 2C_7/2023 vom 26.1.2024 E. 3; 
VGE 2022/346 vom 28.3.2024 E. 2.4, je mit weiteren Hinweisen). Die 
Beschwerdeführerin hat zwar den Mietvertrag für eine gemeinsame 
Wohnung per 1. Mai 2024 ins Recht gelegt (Beschwerde S. 6; 
Beschwerdebeilage 4, act. 1C). Daraus ergeben sich jedoch noch keine 
Anhaltspunkte für eine bevorstehende Heirat.

2.4 Ausgehend von Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG kann von den Zulassungs-
voraussetzungen (Art. 18-29 AIG) abgewichen werden, um schwerwiegen-
den persönlichen Härtefällen oder wichtigen öffentlichen Interessen Rech-
nung zu tragen. Bei der Beurteilung sind insbesondere die Integration an-
hand der Kriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG, die Familienverhältnisse, die 
finanziellen Verhältnisse, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, der Ge-
sundheitszustand und die Möglichkeiten für eine Wiedereingliederung im 
Herkunftsstaat zu berücksichtigen (Art. 31 Abs. 1 Bst. a-g der Verordnung 
vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
[VZAE; SR 142.201]). Ein Härtefall im Sinn von Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG liegt 
nach der Rechtsprechung vor, wenn sich die betreffende ausländische Per-
son in einer persönlichen Notlage befindet bzw. ihre Lebens- und Existenz-
bedingungen, gemessen am durchschnittlichen Schicksal von ausländi-
schen Personen in einer vergleichbaren Situation, in gesteigertem Mass in 
Frage gestellt sind und die Verweigerung einer Ausnahme für sie schwere 
Nachteile zur Folge hätte. Die Ausländerbehörden dürfen diese Vorausset-
zungen zur Anerkennung eines Härtefalls grundsätzlich streng handhaben 
(vgl. BVR 2020 S. 443 E. 4.5, 2016 S. 369 E. 3.3, u.a. mit Hinweis auf 

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BGE 137 II 1 E. 4.1, 130 II 39 E. 3 [Pra 93/2004 Nr. 140]). Der Bewilligungs-
behörde kommt in der Frage, ob ein Härtefall vorliegt, grundsätzlich ein gros-
ser Ermessensspielraum zu. Sie hat diesen Spielraum pflichtgemäss auszu-
füllen, d.h. im Rahmen von Verfassung und Gesetz nach sachlichen 
Grundsätzen. Namentlich sind die gesetzlichen Vorgaben und die dort ange-
legten öffentlichen Interessen, das Gebot der rechtsgleichen Behandlung, 
die Verhältnismässigkeit und das Willkürverbot zu beachten (BVR 2020 
S. 443 E. 4.4 mit weiteren Hinweisen).

2.5 Die SID anerkennt, dass die Beschwerdeführerin erwerbstätig ist und 
keine wirtschaftliche Unterstützung der Sozialhilfe in Anspruch nimmt. Zu-
dem ist sie weder im Straf- noch im Betreibungsregister verzeichnet und 
sprachlich sehr gut integriert. Namentlich mit Blick auf die noch nicht lange 
Anwesenheit in der Schweiz seit Ende August 2018 sei ein schwerwiegender 
persönlicher Härtefall indes nicht gegeben. In sozialer Hinsicht sei die Wie-
dereingliederung in Marokko nicht in Frage gestellt. Was die berufliche Tätig-
keit angeht, sei die Rückkehr zwar nicht ganz leicht, aber möglich. Der min-
derjährige Beschwerdeführer befinde sich erst seit Juli 2021 und damit noch 
nicht einmal drei Jahre in der Schweiz und sei mit seinen neun Jahren noch 
in einem anpassungsfähigen Alter. Es sei ihm zumutbar, mit seiner Mutter 
nach Marokko umzuziehen, zumal er mit den Verhältnissen in seinem Hei-
matland vertraut sei (angefochtener Entscheid E. 3.4).

2.6 Die Beschwerdeführenden vermögen diese überzeugenden Erwä-
gungen mit ihren Vorbringen nicht zu entkräften (Beschwerde S. 5 f.): Insbe-
sondere kann nicht gesagt werden, die Beschwerdeführerin pflege nach ei-
ner Aufenthaltsdauer von weniger als sechs Jahren so intensive Beziehun-
gen zur Schweiz, dass die strittige Entfernungsmassnahme einen schwer-
wiegenden persönlichen Härtefall begründe. Wohl mag sie sich hier ein Um-
feld geschaffen haben, das für ihre persönliche und berufliche Entwicklung 
von Vorteil ist. Ein Härtefall ist damit aber nicht dargetan, zumal die Anwe-
senheit seit rund zwei Jahren bloss auf der aufschiebenden Wirkung der er-
griffenen Rechtsmittel im ausländerrechtlichen Verfahren beruht. Die Inte-
grationskriterien von Art. 58a Abs. 1 AIG bilden sodann nur einen, wenn 
auch wichtigen Aspekt bei der Beurteilung des Härtefalls (vorne E. 2.4). Der 
Vorinstanz kann auch nicht vorgeworfen werden, der Erwerbstätigkeit der 

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Beschwerdeführerin in der Schweiz zu geringes Gewicht beigemessen, 
gleichzeitig und im Widerspruch dazu jedoch auf ein anspruchsvolles wirt-
schaftliches Fortkommen im Heimatland geschlossen zu haben. Als «Mitar-
beiterin Weiterverarbeitung» in einem Betrieb für gedruckte und digitale 
Kommunikationslösungen bzw. – jedenfalls zeitweise – als Buffet- und Ser-
viceangestellte in einem Restaurant arbeitet sie zwar in Branchen, die ten-
denziell von Personalmangel betroffen sind (vgl. Akten SID pag. 85 ff.; Akten 
MIDI 4C pag. 112). Für den schweizerischen Arbeitsmarkt sind diese Tätig-
keiten aber nicht unentbehrlich. Zudem ist es in erster Linie Sache der Aus-
länderbehörden und nicht des Verwaltungsgerichts, arbeitsmarktliche Inter-
essen zu benennen und zu gewichten (vgl. VGE 2020/81 vom 25.8.2020 
E. 3.3 [bestätigt durch BGer 2C_812/2020 vom 23.2.2021], 2018/163 vom 
26.2.2019 E. 7.4). Der blosse Umstand, dass die Lebensumstände und die 
Wirtschaftslage in der Schweiz besser sind als im Heimatland, genügt nicht, 
um einen Härtefall zu bejahen. Weshalb schliesslich der Verbleib in der 
Schweiz für den minderjährigen Beschwerdeführer «als einzige Option mit 
dem Kindeswohl vereinbar» sein soll (Beschwerde S. 7), ist nicht erkennbar. 
Die Einschulung und der Aufbau eines Freundeskreises bedeuten nicht, 
dass die Wiedereingliederung im Heimatland für ihn ein ernsthaftes Problem 
sein oder gar das Kindeswohl gefährdet sein könnte. Aus dem 
Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes 
(Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107) folgt nichts Gegenteiliges 
(Beschwerde S. 6).

2.7 Insgesamt kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, ihren 
grossen Ermessensspielraum rechtsfehlerhaft ausgeübt zu haben (vorne 
E. 2.4). Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist 
abzuweisen. Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in Zwei-
erbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Orga-
nisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Das Gericht verzichtet ausnahmsweise darauf, den Beschwer-
deführenden eine neue Ausreisefrist zu setzen (Art. 64d Abs. 1 AIG). Wie es 
sich mit der Ausreise verhält, hat vielmehr die Ausländerbehörde unter 
Berücksichtigung der angestrebten Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorberei-
tung der Eheschliessung zu prüfen (vorne E. 2.3).

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3.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführenden kos-
tenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG), wobei die Beschwerdeführerin für den 
Kostenanteil ihres minderjährigen Sohnes aufzukommen hat. Ersatzfähige 
Parteikosten sind nicht angefallen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- entnom-
men. Der Restbetrag von Fr. 1'000.-- wird den Beschwerdeführenden 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Staatssekretariat für Migration
- Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern, Migrationsdienst

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 
113 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; 
SR 173.110) geführt werden.