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**Case Identifier:** 64b12077-98b6-5330-812a-e716c4008bad
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.11.2018 200 2018 228
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-228_2018-11-02.pdf

## Full Text

200 18 228 IV
FUE/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. November 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, IV/18/228, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
gelernte ..., zuletzt ab 1. Mai 2017 im B.________ in einem 60%-Pensum 
angestellt und daneben zu 10% bis 20% als selbständigerwerbende ... er-
werbstätig gewesen, meldete sich am 15. September 2016 unter Hinweis 
auf zahlreiche, zum Teil unfallbedingte Beschwerden bei der Invalidenver-
sicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 1, 4 S. 2, 24 S. 
1, 46, 53 S. 2). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) erwerbliche und medizinische Erhebungen durch. Dabei holte sie 
insbesondere eine medizinische Beurteilung des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; act. II 43) und einen Abklärungsbericht Haus-
halt/Selbständigerwerbende (act. II 53) ein. Gestützt auf die getätigten Er-
hebungen stellte die IVB mit Vorbescheid vom 6. Dezember 2017 (act. II 
56) bei einem in Anwendung der gemischten Methode (80% Erwerb, 20% 
Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 33% die Abweisung 
des Rentenbegehrens in Aussicht. Damit zeigte sich die Versicherte nicht 
einverstanden (act. II 57, 59). Nach Rücksprache mit dem RAD (act. II 62) 
verfügte die IVB am 28. Februar 2018 (act. II 67) wie im Vorbescheid an-
gekündigt und verneinte einen Rentenanspruch.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 19. März 2018 Beschwerde und bean-
tragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die 
Zusprache einer Invalidenrente. Ferner reichte sie am 22. März 2018 weite-
re Unterlagen ins Recht.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2018 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 6. Juni 2018 gingen eine Stellungnahme der Beschwerdeführerin, am 
18. Juni 2018 eine Ergänzung der Beschwerdegegnerin zur Beschwerde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, IV/18/228, Seite 3

antwort und am 4. Juli sowie 10. Oktober 2018 weitere Stellungnahmen der 
Beschwerdeführerin beim Gericht ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 28. Februar 2018 
(act. II 67). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerde-
führerin.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad von 
mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig 
sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet wer-
den kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die Bemes-

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sung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in 
welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; BGE 142 
V 290 E. 4 S. 293).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
IV-Grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 
142 V 290 E. 4 S. 293, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben:

3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 26. Oktober 2016 (act. II 31) mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches zervikovertebrales 
Syndrom mit beginnenden degenerativen Veränderungen der unteren Hals-
wirbelsäule (HWS) ohne Neurokompression und eine sensible radikuläre 

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Symptomatik C5 beidseits. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte 
er eine Hüft-Totalprothese (TP) beidseits, einen Status nach Hysterektomie 
sowie Mammaknoten „unter Kontrolle“ auf (S. 2 Ziff. 1.1). Ferner attestierte 
er für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ... ab dem 3. Oktober 2016 eine 
50%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 4 Ziff. 1.6). Die Beweglichkeit der HWS sei 
eingeschränkt in Rotation und Seitneigung (S. 3 Ziff. 1.4). Die Beschwerde-
führerin könne keine Lasten heben. Deshalb könne sie die Patienten nicht 
lagern und nur eingeschränkt bei der Körperpflege helfen. Geistige und 
psychische Einschränkungen bestünden nicht (S. 4 Ziff. 1.7). 

3.1.2 Prof. Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht 
vom 3. August 2016 (act. II 37 S. 2) einen Status nach Hüft-TP-
Implantation links vom 9. September 2004 und nach Hüft-TP-Implantation 
rechts vom 14. Februar 2002 bei Luxationsperthes Hüften beidseits. Der 
Verlauf sei was die Hüften anbetreffe gut. Die Beschwerdeführerin sei trotz 
zweier Fahrradunfälle und anderer Begebenheiten schmerz- und be-
schwerdefrei. Das Gangbild sei hinkfrei und flüssig. Die Bewegungsprüfung 
sei schmerzfrei. Die durchgeführte bildgebende Untersuchung habe eine 
unveränderte Lage der Implantate im Vergleich zu einer Voraufnahme vor 
vier Jahren gezeigt. Zeichen für eine Implantatlockerung bestünden nicht. 
Aktive Massnahmen seien keine angezeigt.

3.1.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
für Rheumatologie, diagnostizierte im Bericht zur rheumatologischen Ver-
laufskontrolle vom 5. September 2016 (act. II 36 S. 3 f.) einen Verdacht auf 
ein symptomatisches Karpaltunnelsyndrom beidseits, eine Tenosynovitis 
stenosans Dig. III Hand rechts, einen Status nach subacromialem Im-
pingement Schulter rechts, ein chronisches zervikovertebrales Syndrom, 
einen Status nach Hüft-TP beidseits und eine Anstrengungsdyspnoe unkla-
rer Ätiologie. Die Beschwerdeführerin habe die vorgeschlagene probatori-
sche systemische Steroidtherapie bisher nicht eingenommen. Da die Be-
schwerden (Parästhesien und Sensibilitätsstörungen an der Hand rechts 
Dig. I – III ohne motorische Ausfälle) momentan aber ein tolerables Aus-
mass angenommen hätten, seien weder zusätzliche Abklärungen noch 
Therapien dringend indiziert (S. 3). 

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3.1.4 Die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Aktenbe-
richt vom 14. Februar 2017 (act. II 43) als Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit ein Luxationsperthes Hüften beidseits mit Status nach 
Hüft-TEP rechts und links fest. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
führte sie einen Status nach stenosierender Tendovaginitis Dig. III rechts, 
ein chronisches zervikovertebrales Syndrom und eine sensible radikuläre 
Symptomatik C5 beidseits auf. Funktionelle Einschränkungen würden nicht 
beschrieben. In der angestammten Tätigkeit als ... sei eine 60%-ige Ar-
beitsfähigkeit bis auf weiteres gegeben. Gestützt werde diese Tatsache 
durch die durchwegs positiven Untersuchungsergebnisse. In einer ange-
passten wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden Tätigkeit, ohne Heben 
und Tragen von mittelschweren und schweren Lasten, ohne Zwangshal-
tungen wie Bücken, Knien oder Kauern, ohne Umwelteinflüsse wie Zugluft, 
Kälte oder Nässe, ohne absturzgefährdetes Arbeiten und Steigen auf 
Gerüsten, Leitern und Dächern und ohne ständiges Begehen von Treppen 
bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsminderung (S. 5 f.).

3.1.5 Dr. med. E.________ wiederholte im Bericht vom 19. Juni 2017 
(act. II 50 S. 4 f.) die zuvor (vgl. act. II 36 S. 3 f.) gestellten Diagnosen. Neu 
diagnostizierte er einen Verdacht auf eine rheumatoide Arthritis (S. 4). Die 
Beschwerdeführerin berichte über ein rasches und gutes Ansprechen auf 
die (nunmehr durchgeführte) systemische Steroidtherapie. Nach dem ge-
planten Stopp der Therapie seien wieder Beschwerden an den Finger- und 
Handgelenken beider Hände aufgetreten. Der Leidensdruck sei entspre-
chend hoch, zumal die aktuell eingenommenen Medikamente (Wobenzym, 
Vitamin A Präparat, Weihrauchextrakt) nicht genügend gut wirkten. Die 
Beschwerdeführerin möchte sich entsprechend auch eine immunsuppres-
sive Basistherapie überlegen (S. 5).

3.1.6 Dr. med. C.________ gab im Verlaufsbericht vom 18. August 2017 
(act. II 50 S. 1 ff.) an, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 
habe sich verschlechtert. Neu bestehe ein Verdacht auf eine rheumatoide 
Arthritis. Sie leide an intermittierenden Handschmerzen und an vermehrten 
Hüftschmerzen mit Verhärtung der Muskulatur (S. 2 Ziff. 2 f.). Ab 3. Okto-

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ber 2016 attestierte der Hausarzt ein 50%-ige und ab 1. Mai 2017 eine 
40%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3 Ziff. 7). 

Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nahm Dr. med. C.________ am 
16. Januar 2018 (act. II 59 S. 3) nochmals Stellung. Die Situation habe sich 
insofern verschlechtert, als die Hüftbeschwerden zugenommen hätten. Zu-
dem seien neu bei der Arbeit im B.________ Schulter- und Nackenschmer-
zen aufgetreten, so dass die Beschwerdeführerin am Abend schmerzge-
plagt sei. Die Beschwerdeführerin habe die Tendenz, die Beschwerden zu 
untertreiben, weshalb diese bislang deutlich unterschätzt worden seien. 
Zudem sei sie mit der unklaren Situation mit Knoten (bisher gutartig, aber 
rezidivierend auftretend) in der Mamma im Ungewissen. Die Sorge, dass 
sich ein Tumor entwickeln könnte, sei gross. Auch dies versuche sie „runter 
zu spielen“, weshalb sie als immer aufgestellt angeschaut werde, auch 
wenn es ihr körperlich und psychisch schlecht gehe.  

3.1.7 Am 9. Februar 2018 nahm der RAD-Arzt Dr. med. G.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, zu den von der Beschwerdeführerin erhobenen Einwänden Stel-
lung (act. II 62). Aufgabe des RAD sei es, die objektiven Befunde zu prüfen 
und nach versicherungsmedizinischen Kriterien zu beurteilen. Dies sei im 
Rahmen der RAD-Beurteilung vom 14. Februar 2017 (act. II 43) lege artis 
erfolgt, wobei die Äusserungen der behandelnden Ärzte sehr wohl berück-
sichtigt worden seien (act. II 62 S. 3). Was die Operationsfolgen anbelange 
(Hüft-TP beidseits), so sei bis anhin von einem guten Verlauf die Rede. 
Auch radiologisch lägen einwandfreie Verhältnisse vor. Dass die Implantate 
für nennenswerte Schmerzen verantwortlich seien, sei sehr unwahrschein-
lich. Bezüglich der geltend gemachten Leiden aus dem rheumatischen 
Formenkreis führte der RAD-Arzt aus, die zur Verfügung stehenden Rönt-
genbilder zeigten keine Zeichen von Gelenksdestruktionen, wie sie in fort-
geschrittenen Stadien rheumatischer Erkrankungen beobachtet werden 
könnten (S. 5). Dr. med. C.________ beschreibe im Bericht vom 16. Januar 
2018 (act. II 59 S. 3) eine Schmerzproblematik (Hüfte) ohne objektive Be-
legung. Das chronische Zervikovertebralsyndrom sei bekannt und auf alter-
stypische degenerative Veränderungen der HWS ohne Neurokompression 
zurückzuführen. Dies sei bei Erstellung des Zumutbarkeitsprofils berück-

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sichtigt worden (S. 7). Arthrotische Veränderungen seien insgesamt wenige 
ausgewiesen. Die degenerativen Veränderungen der HWS und die bildge-
benden Untersuchungen vom linken Fuss und rechten Kniegelenk seien 
altersentsprechend (S. 7). Zusammenfassend kam der RAD-Arzt zum 
Schluss, es seien keine neuen, objektivierbaren medizinischen Elemente 
ausgewiesen, die die RAD-Beurteilung vom 14. Februar 2017 infrage stell-
ten. Am bestehenden Zumutbarkeitsprofil könne damit festgehalten wer-
den. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht nötig (S. 15).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
in medizinischer Hinsicht massgeblich auf den Aktenbericht der RAD-Ärztin 
Dr. med. F.________ vom 14. Februar 2017 (act. II 43) gestützt.

Die RAD-Ärztin hat in diesem Bericht gestützt auf die medizinischen Vorak-
ten nachvollziehbar dargelegt, dass die Beschwerdeführerin (mit Auswir-

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kung auf die Arbeitsfähigkeit) an einem Luxationsperthes Hüften beidseits 
bei Status nach Hüft-TEP rechts und links leidet und dass ihr die ange-
stammte Tätigkeit als ... zu 60% zumutbar ist. Ferner hat sie schlüssig be-
gründet, dass in einer angepassten wechselbelastenden, vorwiegend sit-
zenden Tätigkeit (ohne Heben und Tragen von mittelschweren und schwe-
ren Lasten, ohne Zwangshaltungen wie Bücken, Knien oder Kauern, ohne 
Umwelteinflüsse wie Zugluft, Kälte oder Nässe, ohne absturzgefährdetes 
Arbeiten und Steigen auf Gerüsten, Leitern und Dächern, ohne ständiges 
Begehen von Treppen) eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsmin-
derung besteht (act. II 43 S. 5). Es ist unbestritten, dass die Beurteilung 
durch die RAD-Ärztin nicht auf eigenen Untersuchungen beruht. Sie be-
schränkte sich auf eine Zusammenfassung und Würdigung der medizini-
schen Aktenlage sowie auf eine anschliessende Beurteilung der medizini-
schen Situation sowie der Arbeitsfähigkeit, was vorliegend – entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 1) – nicht zu bean-
standen ist. Wenn es – wie hier – im Wesentlichen um einen feststehenden 
medizinischen Sachverhalt geht, bei dem die direkte ärztliche Befassung 
mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt, ist eine Aktenbeurtei-
lung grundsätzlich ausreichend (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
2. November 2016, 9C_159/2016, E. 3.4). Dr. med. F.________ als 
Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
verfügt über die hier gefragten fachlichen Qualifikationen und hat auf eine 
bezüglich Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status vollständige Ak-
tenlage abgestellt; sie konnte sich ein klares Bild der Untersuchungsbefun-
de machen (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 
Hinzu kommt, dass die Einschätzung der RAD-Ärztin nicht nur für sich al-
lein nachvollziehbar und überzeugend ist, sondern sie wurde im weiteren 
Verlauf durch den RAD-Arzt Dr. med. G.________ unter Berücksichtigung 
der einwandweise vorgebrachten Berichte und Ausführungen bestätigt (act. 
II 62). Der Aktenbericht vom 14. Februar 2017 erfüllt somit die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb dar-
auf abzustellen ist. 

3.4 Am Beweiswert des Berichts der RAD-Ärztin ändert nichts, dass 
Dr. med. C.________ in den Berichten vom 26. Oktober 2016 und 18. Au-

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gust 2017 ab dem 3. Oktober 2016 in der angestammten Tätigkeit eine 
50%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hat (act. II 31 S. 4 und 50 S. 3). Denn 
eine nachvollziehbare Begründung der attestierten Arbeitsunfähigkeit fehlt 
in diesen Berichten. Zudem ist der Bericht vom 18. August 2017 in sich 
widersprüchlich, wenn Dr. med. C.________ einerseits eine Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes postulierte und andererseits ab 1. Mai 
2017 eine Arbeitsunfähigkeit von nurmehr 40% attestierte (act. II 50 S. 1, 
S. 3). Soweit der Hausarzt in den Berichten vom 18. August 2017 (act. II 
50) und 16. Januar 2018 (act. II 59 S. 3) geltend machte, dass sich der 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verschlechtert habe, findet 
dies keinen Rückhalt in den vorliegenden medizinischen Akten. Bezüglich 
der erwähnten Zunahme der Hüftbeschwerden ist dem RAD-Arzt Dr. med. 
G.________ beizupflichten, dass diese nicht durch entsprechende klinische 
oder bildgebende Befunde untermauert worden sind. Ferner legte der RAD-
Arzt schlüssig dar, dass ausgehend vom geschilderten guten Verlauf und 
den bildgebend einwandfreien Verhältnissen sehr unwahrscheinlich sei, 
dass die Hüft-Implantate für nennenswerte Schmerzen verantwortlich seien 
(act. II 62 S. 5, S. 7). Dies steht wiederum in Einklang mit den von Prof. Dr. 
med. D.________ erhobenen Befunden. Dieser beschrieb im Bericht vom 
3. August 2016 ein hinkfreies und flüssiges Gangbild sowie eine schmerz-
freie Bewegungsprüfung (act. II 37 S. 2). 

Hinsichtlich der von Dr. med. C.________ angeführten (neu aufgetretenen) 
intermittierenden Handschmerzen (act. II 50 S. 2) ist ebenfalls keine mass-
gebende Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen. Es 
wurde zwar aufgrund bestehender Beschwerden an den Finger- und Hand-
gelenken eine (zeitlich beschränkte) systemische Steroidtherapie durchge-
führt (act. II 50 S. 4 f.). Diesbezüglich wurde vom behandelnden Rheumato-
logen jedoch keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Da die Therapie gut verlau-
fen war, wurde die Durchführung einer immunsuppressiven Basismedikati-
ons-Therapie empfohlen (act. II 50 S. 4 f.). Damit ist von einer Therapier-
barkeit der Beschwerden auszugehen. Darüber hinaus hat der RAD-Arzt 
Dr. med. G.________ bezüglich der Leiden aus dem rheumatischen For-
menkreis dargelegt, dass die bildgebenden Untersuchungen keine Zeichen 
von Gelenksdestruktionen zeigten, wie sie in fortgeschrittenen Stadien 
rheumatischer Erkrankungen beobachtet würden (act. II 62 S. 5). 

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Zum Einwand der Beschwerdeführerin, ihre psychische Verfassung sei 
nicht berücksichtigt worden (act. II 59 S. 1), ist festzustellen, dass sich in 
den Akten keine Hinweise auf einen massgebenden psychischen Gesund-
heitsschaden finden. Auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren wurden 
keine entsprechenden Berichte eingereicht. Ferner kann davon ausgegan-
gen werden, dass der Hausarzt, falls er einen psychologischen resp. 
psychiatrischen Behandlungsbedarf bei der Beschwerdeführerin festgestellt 
hätte, eine entsprechende Therapie initiiert resp. zumindest angeregt hätte. 
Schliesslich hat er im Bericht vom 26. Oktober 2016 das Vorliegen von 
psychischen Einschränkungen explizit verneint (act. II 31 S. 4 Ziff. 1.7).

Die vorbescheidweise eingereichten Stellungnahmen der Therapeutinnen 
der Beschwerdeführerin (Stellungnahmen von H.________, Naturheilthera-
peutin, vom 16. Dezember 2017 [act. II 59 S. 6], von Dr. I.________, Praxis 
J.________, vom 6. Januar 2018 [act. II 59 S. 5], von K.________, Physio-
therapeutin, vom 8. Januar 2018 [act. II 59 S. 4]) vermögen ebenfalls keine 
Zweifel an der Beurteilung der RAD-Ärztin zu wecken. Zum einen handelt 
es sich dabei nicht um (fach)ärztliche Einschätzungen (vgl. Entscheid des 
BGer vom 6. Oktober 2014, 9C_139/2014, E. 5.2). Zum anderen äussern 
sich die besagten Therapeutinnen nicht zur Arbeitsfähigkeit, sondern ge-
langen lediglich zum Schluss, dass eine medizinische Abklärung notwendig 
sei.

Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass es der Beschwerdeführerin 
offen steht, sollte sich die gesundheitliche Situation – wie in der Eingabe 
vom 3. Juli 2018 (in den Gerichtsakten) geltend gemacht – seit dem vorlie-
gend massgebenden Verfügungszeitpunkt Ende Februar 2018 verschlech-
tert haben, dies im Rahmen einer Neuanmeldung geltend zu machen.

3.5 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass der Beschwerdeführerin die 
angestammte Tätigkeit als ... resp. Mitarbeiterin in einem ... zu 60% und 
eine angepasste Tätigkeit zu 100% ohne Leistungsminderung zumutbar 
sind. Ob der Beschwerdeführerin aus medizinisch-theoretischer Sicht ne-
ben der angestammten Tätigkeit bei einem Pensum von 60% die Weiter-
führung ihrer selbständigen Tätigkeit als ... zum bisherigen Pensum von 
10% bis 20% nach wie vor zumutbar ist, geht aus den vorliegenden Akten 
und insbesondere aus dem Bericht der RAD-Ärztin nicht ohne weiteres 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, IV/18/228, Seite 13

hervor. Diese Frage muss jedoch nicht abschliessend beurteilt werden, da 
selbst wenn diese (zu Gunsten der Beschwerdeführerin) nicht berücksich-
tigt wird, ein rentenausschliessender IV-Grad resultiert (vgl. E. 6.3 bis 6.5 
hiernach).

Der Sachverhalt ist somit hinreichend erstellt, weshalb – entgegen der Auf-
fassung der Beschwerdeführerin – kein Anlass für weitere Beweiserhebun-
gen besteht.

4.

Was den Status betrifft (Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten 
Person im Gesundheitsfall), wurde die Beschwerdeführerin im Abklärungs-
bericht Haushalt/Selbständigerwerbende vom 17. November 2017 (act. II 
53) zu 80% als Erwerbstätige und zu 20% als Hausfrau eingestuft (S. 3 
Ziff. 5). Diese Einschätzung ist mit Blick auf die gesamten Umstände, ins-
besondere das seit Juni 2011 ausgeübte 60%-ige Pensum im ...bereich 
sowie die daneben ausgeübte selbständige Erwerbstätigkeit als ... im Um-
fang von ca. 20% (act. II 1 S. 6 Ziff. 5.4), nicht zu beanstanden und wird 
auch nicht bestritten. Damit findet für die Invaliditätsbemessung die ge-
mischte Methode Anwendung (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.

Im Folgenden sind die Einschränkungen im Bereich Haushalt zu prüfen und 
der IV-Grad in diesem Bereich zu ermitteln (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, IV/18/228, Seite 14

schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63). 

5.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Selbständigerwerbende vom 
17. November 2017 (act. II 53) erfüllt die Anforderungen der Rechtspre-
chung gemäss E. 5.1 hiervor und überzeugt. Die Feststellungen der fach-
kundigen Abklärungsperson basieren auf eigenen, vor Ort und in Anwe-
senheit der Beschwerdeführerin durchgeführten Erhebungen (S. 1). Ferner 
wurden die von der RAD-Ärztin Dr. med. F.________ festgestellten ge-
sundheitsbedingten Einschränkungen resp. das entsprechende Zumutbar-
keitsprofil berücksichtigt (S. 2 Ziff. 1.3). Der Abklärungsbericht ist zudem 
hinsichtlich der Gewichtung der Tätigkeitsbereiche ausreichend detailliert 
und den Einschränkungen sowie den Angaben der Beschwerdeführerin 
wurde angemessen Rechnung getragen. Damit besteht kein Anlass, in das 
Ermessen der Verwaltung einzugreifen. Insbesondere ist nichts dagegen 
einzuwenden, dass bei den Einschränkungen im Haushalt die Unterstüt-
zung des Lebenspartners berücksichtigt worden ist (S. 4 ff. Ziff. 7). Folglich 
ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Bereich Haushalt 
zu 18.4% eingeschränkt ist (S. 4 ff. Ziff. 7), was – ausgehend von einem 
Status 20% Haushalt – einem gewichteten IV-Grad von 3.68% (18.4% x 
0.20 [Status]) entspricht.

6.

6.1 Sodann ist zu prüfen, wie es sich mit der Invalidität im Erwerbsbe-
reich verhält. Dabei ist der IV-Grad nach der allgemeinen Methode des 
Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

6.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, IV/18/228, Seite 15

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

6.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – ku-
mulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu-
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 
S. 296).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu 
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst 
bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leis-
tungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 
benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 
Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 
Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 
472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöh-
ne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 
Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-
zug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, IV/18/228, Seite 16

6.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300; 129 V 222). Unter Berücksichtigung des Wartejahres und der An-
meldung im September 2016 (act. II 1) ist der frühest mögliche Rentenbe-
ginn hier in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf das 
Jahr 2017 festzusetzen. Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensver-
gleich durchzuführen.

6.3

6.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen einerseits ge-
stützt auf das Einkommen, welches die Beschwerdeführerin bei ihrer ehe-
maligen Arbeitgeberin, der L.________, im Rahmen eines 60%-igen Pen-
sums erzielt hat, und andererseits gestützt auf das durchschnittliche Ein-
kommen (Jahre 2009 bis 2013) der Beschwerdeführerin aus ihrer – im Um-
fang eines ca. 20%-igen Pensums ausgeübten – selbständigen Erwerbs-
tätigkeit als ... ermittelt (act. II 53 S. 3 Ziff. 4). Dies ist nicht zu beanstanden 
und wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht bestritten.

Ausgehend von dem im Jahr 2015 als Mitarbeiterin ... erzielten Einkommen 
von Fr. 55‘390.-- (act. II 18 S. 3; vgl. auch act. II 53 S. 3 Ziff. 4) und auf das 
massgebende Jahr 2017 aufgerechnet ergibt dies ein Einkommen von 
Fr. 55‘879.70 (Fr. 55‘390.-- : 101.8 x 102.7 [Bundesamt für Statistik {BFS}, 
Nominallohnindex Frauen 2011 – 2017, Tabelle T1.2.10, lit. Q]). Zudem 
resultiert ausgehend vom durchschnittlichen Einkommen aus der selbstän-
digen Erwerbstätigkeit von Fr. 9‘100.-- (Jahre 2009 bis 2013; act. II 18 S. 3; 
vgl. auch act. II 53 S. 3 Ziff. 4) und auf das Jahr 2017 aufgerechnet ein Ein-
kommen von Fr. 9‘207.60 (Fr. 9‘100.-- : 101.5 x 102.7 [BFS, Nominal-
lohnindex Frauen 2011 – 2017, Tabelle T1.2.10, lit. Q]). Dies ergibt ein Va-
lideneinkommen von Total Fr. 65‘087.30 (Fr. 55‘879.70 + Fr. 9‘207.60). 

6.3.2 Seit Mai 2017 arbeitet die Beschwerdeführerin als ... im B.________ 
zu einem Pensum von 60% und erzielt dabei ein Einkommen von 
Fr. 46‘252.-- (Fr. 3‘854.35 x 12; act. II 53 S. 2 Ziff. 2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, IV/18/228, Seite 17

Da die Beschwerdeführerin in dieser Tätigkeiten ihre Restarbeitsfähigkeit 
von 60% in der angestammten Tätigkeit (vgl. E. 3.5 hiervor) ausschöpft 
(vgl. E. 6.1.2 hiervor) und zudem das effektiv erzielte Einkommen höher ist 
als das von der Verwaltung gestützt auf die Tabellenlöhne ermittelte Ein-
kommen in einer angepassten Tätigkeit von Fr. 41‘593.-- (Fr. 4‘300.-- [LSE 
2014, TA1, Total Frauen, Kompetenzniveau 1] : 40 x 41.7 [BFS, Betriebs-
übliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total] x 12 : 103.6 
x 105.4 [BFS, Nominallohnindex Frauen 2011 – 2017, Tabelle T1.2.10, 
Total] x 0.8 [Status] x 0.95 [leidensbedingter Abzug; act. II 53 S. 8 Ziff. 8]), 
ist – entgegen dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin – das Invalidenein-
kommen gestützt auf das effektiv erzielte Einkommen zu ermitteln. Ob da-
bei das weiterhin erzielte Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit 
(act. II 53 S. 2 Ziff. 2) zusätzlich zu berücksichtigen ist, muss vorliegend 
nicht abschliessend geklärt werden, da selbst ohne Anrechnung des Ein-
kommens aus der selbständigen Erwerbstätigkeit ein rentenausschliessen-
der IV-Grad resultiert (vgl. E. 6.5 hiernach).

Damit ist das Invalideneinkommen auf mindestens Fr. 46‘252.-- festzule-
gen.

6.3.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 65‘087.30 und einem Invali-
deneinkommen von mindestens Fr. 46‘252.-- resultiert ein IV-Grad im Be-
reich der Erwerbstätigkeit von maximal 28.94% resp. gewichtet 23.15% 
(28.94% x 0.8 [Status]).

6.4 Auch mit Blick auf Art. 27bis Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201), in Kraft seit Januar 
2018, ändert sich nichts am Ergebnis (vgl. E. 6.5 hiernach). Das Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, wird auf ein Vollpen-
sum hochgerechnet. Dabei erfolgt keine Indexierung auf das Jahr 2018, da 
die entsprechenden statistischen Zahlen noch nicht erhältlich sind. 

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 81‘359.10 (Fr. 65‘087.30 [vgl. 
E. 6.3.1 hiervor] : 80 x 100) und einem Invalideneinkommen von mindes-
tens Fr. 46‘252.-- (vgl. E. 6.3.2 hiervor) resultiert ab dem 1. Januar 2018 ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, IV/18/228, Seite 18

IV-Grad im Bereich der Erwerbstätigkeit von maximal 43.15% resp. gewich-
tet 34.52% (43.15% x 0.8 [Status]).

6.5 Nach dem in den E. 5.2, 6.3.3 und 6.4 hiervor Dargelegten beträgt 
der gewichtete IV-Grad im Bereich Haushalt 3.68% und im erwerblichen 
Bereich höchstens 23.15% resp. ab 1. Januar 2018 höchstens 34.52%, 
sodass ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet maximal 27% (zur Run-
dung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) resp. ab 1. Januar 2018 von 
gerundet maximal 38% resultiert. Es besteht folglich kein Anspruch auf eine 
IV-Rente (vgl. E. 2.2 hiervor).  

Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung im Ergebnis nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

7.2 Die Beschwerdeführerin hat kein Anspruch auf eine Parteientschä-
digung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, IV/18/228, Seite 19

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern (samt Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 

8. Oktober 2018)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.