# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1c2fd0c-9c78-51c6-8c3c-28217ee7a75e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 28.04.2022 SK1 2020 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2020-17_2022-04-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 28. April 2022

Referenz SK1 20 17/18/19

Instanz I. Strafkammer

Besetzung Moses, Vorsitzender
Michael Dürst und Richter
Gustin, Aktuar

Parteien A._____
Beschuldigter 1
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andrea-Franco Stöhr
Crappun 8, 7503 Samedan

B._____
Beschuldigter 2
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto Bühler
Fryberg Augustin Schmid Partner, Quaderstrasse 8, 7000 Chur 

C._____
Beschuldigter 3
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti
Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur 

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

Gegenstand Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Maloja vom 14.08.2019, mitgeteilt am 
13.03.2020 (Proz. Nr. 515-2019-11)

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Mitteilung 07. Juli 2023

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Sachverhalt

A. In zwei Urteilen vom 14. August 2019 erklärte das Regionalgericht Maloja 
die deutschen Staatsbürger A._____ und B._____ gestützt auf denselben Ankla-
gesachverhalt des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB für schuldig (Verfah-
rensnummern 515-2019-11 und 515-2019-12). Das Urteilsdispositiv hinsichtlich 
A._____ lautete dabei wie folgt:

1. A._____ ist schuldig des Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB.

2. Dafür wird A._____ mit einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten bestraft.

3. Die erstandene Polizei- und Untersuchungshaft von 153 Tagen sowie 
der vorzeitig angetretene Strafvollzug sind an die Freiheitsstrafe anzu-
rechnen.

4. Die mit Verfügung vom 22. März 2019 beschlagnahmten Mobiltelefone 
LG weiss und Nokia werden eingezogen und vernichtet.

5. Die Kosten des Verfahrens von CHF 8'929.45 (Untersuchungsgebühr 
der Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 2'025.-, Auslagen der 
Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 2'904.45, Gerichtsgebühr 
von CHF 4'000.-) gehen zu Lasten von A._____.

Die angefallenen Haftkosten von CHF 38'260.- sind vom Kanton 
Graubünden zu tragen.

6. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 20'633.20, inkl. Spe-
sen und MwSt., gehen – unter Vorbehalt der Rückerstattungspflicht 
der Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO – zu Lasten des Kan-
tons Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt.

7. [Rechtsmittelbelehrung]

8. [Mitteilungen]

Das Urteilsdispositiv hinsichtlich B._____ lautete dabei wie folgt:

1. B._____ ist schuldig des Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB.

2. Dafür wird B._____, unter Anrechnung der erstandenen Untersu-
chungshaft von 19 Tagen, mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten 
bestraft. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird unter Ansetzung einer 
Probezeit von drei Jahren aufgeschoben.

Zudem wird B._____ mit einer Busse von CHF 1'800.- bestraft. Die Er-
satzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 18 Tage und tritt an die Stelle 
der Busse, wenn er diese schuldhaft nicht bezahlt.

3. Die von der Staatsanwaltschaft Graubünden am 22. März 2019 verfüg-
te Beschlagnahme des Mobiltelefons iPhone 5 wird aufgehoben und 
dieses B._____ ausgehändigt.

4. Die Kosten des Verfahrens von CHF 7'284.- (Untersuchungsgebühr 
der Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 1'650.-, Auslagen der 
Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 1'634.-, Gerichtsgebühr von 
CHF 4'000.-) gehen zu Lasten von B._____. Daran wird das von ihm 
geleistete Depositum von CHF 1'000.- angerechnet. Zuzüglich der 
Busse von CHF 1'800.- hat er somit CHF 8'084.- zu bezahlen.

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Die angefallenen Haftkosten von CHF 3'420.- sind vom Kanton 
Graubünden zu tragen.

5. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 7'681.25, inkl. Spesen 
und MwSt., gehen – unter Vorbehalt der Rückerstattungspflicht der 
Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO – zu Lasten des Kantons 
Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt.

6. [Rechtsmittelbelehrung]

7. [Mitteilungen]

B. Mit Urteil vom gleichen Tag sprach das Regionalgericht Maloja den deut-
schen Staatsbürger C._____ im gleichen Sachverhaltskomplex vom Vorwurf des 
Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB frei (Verfahrensnummern 515-2019-13). 
Das Urteilsdispositiv lautete dabei wie folgt:

1. C._____ wird vom Vorwurf des Betruges im Sinne von Art. 146 StGB 
freigesprochen.

2. Die von der Staatsanwaltschaft Graubünden am 22. März 2019 verfüg-
te Beschlagnahme der Mobiltelefone Samsung Galaxy wird aufgeho-
ben und diese C._____ ausgehändigt.

3. Die Kosten des Verfahrens von CHF 7'536.50 (Untersuchungsgebühr 
der Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 1750.-, Auslagen der 
Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 1786.50, Gerichtsgebühr 
von CHF 4'000.-) gehen im Umfang von CHF 3'536.50 zu Lasten des 
Kantons Graubünden und im Umfang von CHF 4'000.-zu Lasten des 
Regionalgerichts Maloja.

Die angefallenen Haftkosten von CHF 10'260.- sind vom Kanton 
Graubünden zu tragen.

4. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 7'629.55, inkl. MwSt. 
und Spesen, werden dem Kanton Graubünden auferlegt.

5. C._____ wird gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO eine Genugtuung 
von CHF 11'400.- zugesprochen.

6. [Rechtsmittelbelehrung]

7. [Mitteilungen]

C. Nach fristgerechten Berufungsanmeldungen und Mitteilung der drei be-
gründeten Urteile am 13. März 2020 erhoben A._____ (nachfolgend: Beschuldig-
ter 1) am 6. April 2020 und B._____ (nachfolgend: Beschuldigter 2) am 30. März 
2020 gegen ihre Urteile Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden. Gegen 
das Urteil betreffend C._____ (nachfolgend: Beschuldigter 3) erhob die Staatsan-
waltschaft Graubünden mit Erklärung vom 31. März 2020 ebenfalls Berufung. 

D. Der Beschuldigte 1 beantragte in der Berufungserklärung unter anderem 
die Aufhebung der Dispositivziffern 1 – 6 des vorinstanzlichen Urteils und einen 
Freispruch. Neben drei Verfahrensanträgen, welche im Verlauf des Verfahrens 
gutgeheissen wurden, stellte er auch den Beweisantrag, dass er, D._____, 

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E._____, und F._____ zu befragen seien. Abschliessend stellt er den Antrag um 
unverzügliche Haftentlassung.

Der Beschuldigte 2 beantragte in der Berufungserklärung unter anderem die Auf-
hebung der Dispositivziffern 1, 2 und 4 (mit Ausnahme des Abs. 2) des vorinstanz-
lichen Urteils und einen Freispruch von jeglichem Vorwurf. Beweisanträge stellte 
er keine. 

Die Staatsanwaltschaft beantragte betreffend den Beschuldigten 3 die Aufhebung 
der Ziffern 1 – 5 des vorinstanzlichen Urteils sowie einen Schuldspruch hinsichtlich 
des Vorwurfs des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB.

E. Mit Verfügung vom 27. April 2020 wies der Vorsitzende der I. Strafkammer 
des Kantonsgerichts von Graubünden den Haftentlassungsantrag des Beschuldig-
ten 1 im separaten Verfahren SK1 20 24 ab und ordnete gleichzeitig Sicherheits-
haft bis zum 28. Mai 2020 an. Die Sicherheitshaft ist in der Folge nicht mehr ver-
längert worden.

F. Mit Verfügung vom 11. Januar 2022 setzte der Vorsitzende der I. Straf-
kammer des Kantonsgerichts die Berufungsverhandlung auf den 26. April 2022 
fest und bestimmte, dass die Beschuldigten und die Staatsanwaltschaft persönlich 
zu erscheinen hätten. 

G. Mit Verfügung vom 10. März 2022 wies der Vorsitzende den Beweisantrag 
um Einvernahme von D._____, E._____ und F._____ mangels Begründung ab. 
Zudem verwies er darauf, dass die Einvernahme der beschuldigten Person von 
Amtes wegen erfolge. 

H. Mit Eingabe vom 11. April 2022 stellte der Beschuldigte 1 abermals den 
Beweisantrag um Einvernahme von E._____. Das Schreiben enthielt auch eine 
Begründung seines Antrags. Der Vorsitzende der I. Strafkammer informierte den 
Beschuldigten 1 daraufhin, dass ein bereits abgelehnter Beweisantrag nicht an-
fechtbar sei, dieser jedoch an der Hauptverhandlung erneut gestellt werden kön-
ne.

I. Mit Gesuch vom 23. April 2022 stellte Rechtsanwalt Marc Breitenmoser, 
amtlicher Verteidiger des Beschuldigten 2, den Antrag um Wechsel der amtlichen 
Verteidigung. Begründend führte er aus, dass er aufgrund einer unvorhergesehen, 
dringenden Familienangelegenheit nicht an der Hauptverhandlung teilnehmen 
könne und deswegen um einen Wechsel der amtlichen Verteidigung ersuche. Mit 
Verfügung vom 25. April 2022 hiess der vorsitzende Richter das Gesuch gut, ent-

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liess Rechtsanwalt Breitenmoser als amtlichen Verteidiger des Beschuldigten 2 
und setzte neu Rechtsanwalt Gian Reto Bühler in dieser Funktion ein.

J. Die Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgericht von Graubünden fand 
am 26. April 2022 in Anwesenheit der Staatsanwaltschaft, des Beschuldigten 2 
und des Beschuldigten 3 statt. Der Beschuldigte 1 war nicht anwesend, seine 
Rechtsvertretung jedoch schon.

Der Beschuldigte 2 und die Staatsanwaltschaft hielten an ihren Anträgen in der 
Berufungserklärung fest. Der Beschuldigte 1 beantragte anlässlich der Berufungs-
verhandlung neben dem bereits in der Berufungserklärung formulierten Freispruch 
auch eine Entschädigung im Umfang von CHF 213'000.00 für die bereits erstan-
dene Haft. Der Beschuldigte 3 beantragte, es sei die Berufung der Staatsanwalt-
schaft abzuweisen.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Verfahrensvereinigung und weitere formelle Voraussetzungen

1.1.1. Gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO werden Straftaten gemeinsam verfolgt 
und beurteilt, wenn Mittäterschaft oder Teilnahme vorliegt. Die Staatsanwaltschaft 
und die Gerichte können aus sachlichen Gründen Strafverfahren trennen oder 
vereinen (Art. 30 StPO). Angesichts desselben Anklagesachverhalts werden die 
Berufungsverfahren SK1 20 17, SK1 20 18 und SK1 20 19 formell vereinigt und 
mit vorliegendem Urteil behandelt und abgeschlossen.

1.1.2. Die Berufungsverhandlung fand in Abwesenheit des Beschuldigten 1 statt, 
obwohl er dazu vorgeladen war. Anwesend war jedoch sein amtlicher Verteidiger. 
Wie aus dem Sachverhalt ersichtlich wird, hat in seinem Verfahren lediglich der 
Beschuldigte 1 die Berufung erklärt. Da er durch seinen amtlichen Verteidiger ver-
treten war, wurde die Verhandlung unabhängig von seinem Erscheinen durchge-
führt, zumal eine Berufung lediglich dann als zurückgezogen gilt, wenn eine Partei, 
welche die Berufung erklärt hat und der Verhandlung unentschuldigt fernbleibt, 
sich nicht vertreten lässt (vgl. Art. 407 Abs. 1 lit. a StPO e contrario).

1.1.3. Die übrigen formellen Voraussetzungen geben weiter zu keinen Bemerkun-
gen Anlass, womit auf die Berufungen einzutreten und ein neues Urteil zu fällen ist 
(Art. 408 StPO).

1.2. Beweisantrag

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1.2.1. Anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung stellte der Beschuldigte 1 
den Beweisantrag, es sei Herr E._____, Kundenberater der Geschädigten bei der 
G._____ AG in H._____, als Zeuge einzuvernehmen. In seinem Plädoyer führte er 
dazu im Wesentlichen aus, dass die Vorinstanz vorgebracht habe, dass nicht 
nachgewiesen sei, dass das Warnschreiben der G._____ an die Geschädigte die-
ser auch tatsächlich zugestellt worden sei. Um zu ermitteln, was der Geschädigten 
tatsächlich mitgeteilt worden sei, sei der Kundenberater der Geschädigten zu be-
fragen. Das Gericht wies den Beweisantrag anlässlich der Berufungsverhandlung 
ab.

1.2.2. Beweisanträge können nur abgelehnt werden, wenn damit die Beweiserhe-
bung über Tatsachen verlangt wird, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde 
bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind (Art. 139 Abs. 2 StPO; 
Art. 318 Abs. 2 StPO; vgl. zum Ganzen KGer GR SK2 2014 67 v. 22.6.2015 
E. 3b).

Entgegen der Vorinstanz sieht es das Gericht als erwiesen an, dass die Geschä-
digte das erwähnte Schreiben der G._____ vom 25. Mai 2018 erhalten hat. In den 
Verfahrensakten befinden sich verschiedene Bankbelege der G._____, obwohl 
durch die Staatsanwaltschaft keine Aktenedition bei der Bank dokumentiert ist. 
Jedoch hat die Geschädigte anlässlich der Einvernahme vom 15. Juni 2018 zu 
Protokoll gegeben, dass sie Bankbelege der G._____ dabeihabe. Dementspre-
chend ist davon auszugehen, dass die sich in den Akten befindlichen Belege der 
G._____ durch die Geschädigte eingereicht worden sind. Dies gilt auch für das 
Schreiben der G._____ vom 25. Mai 2018. Die Geschädigte muss das Schreiben 
damit zwangsläufig auch erhalten habe. Das Gericht geht dementsprechend da-
von aus, dass die Geschädigte von ihrer Bank hinsichtlich einem Enkeltrickbetrug 
gewarnt worden ist. Eine weitere Beweiserhebung diesbezüglich ist damit nicht 
notwendig, womit der Beweisantrag abzuweisen ist.

2. Anklagevorwurf und Berufungsumfang

2.1. Vorliegend wirft die Staatsanwaltschaft den drei Beschuldigten eine ge-
meinschaftliche Begehung eines Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB vor. 
Der Anklagesachverhalt lautet dabei wie folgt (vgl. StA act. 1.15): 

Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB
In der Zeit vom 20. März 2018 bis anfangs April 2018 meldete sich ein ge-
wisser I._____ mit hochdeutschem Dialekt telefonisch bei der 84-jährigen 
F._____ an der Via J._____ in H._____ und gab sich als Oberkommissar 
des Bundeskriminalamtes K._____ aus. Er forderte F._____ auf, ihre Wert-
schriften so rasch als möglich zu verkaufen und in Gold umzutauschen, da 

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ihre Guthaben bei der Bank nicht mehr sicher seien. Aufgrund dieser Anru-
fe war F._____ sehr verunsichert. Sie entschied sich schliesslich aber 
trotzdem, den Anweisungen des angeblichen Oberkommissars zu folgen. 
Sie wechselte das vorgängig bei der G._____ in H._____ bezogene Geld 
aus dem Wertschriftenverkauf bei der Firma L._____ in 20 Goldbarren zu je 
250 Gramm Gold im Wert von mindestens CHF 200'000.00. Bis zum 14. 
Juni 2018 rief I._____ F._____ mindestens zwei bis dreimal täglich an, um 
sich nach dem Gold zu erkundigen. Am 14. Juni 2018 zwischen 16:00 Uhr 
und 17:00 Uhr rief I._____ F._____ erneut an und teilte ihr mit, dass das 
Gold wahrscheinlich gefälscht sei. Es werde daher im Verlaufe des Abends 
vom 14. Juni 2018 jemand bei ihr an der Via J._____ in H._____ vorbei-
kommen und das Gold für eine fachmännische Analyse abholen. Als Co-
dewort für die Übergabe verabredeten sie das Wort "Winterabend". Um 
18:30 Uhr klingelte A._____, welcher zusammen mit C._____ und B._____ 
von M._____ aus im Personenwagen N._____, Kontrollschilder O._____ 
von B._____ nach H._____ gefahren war, an der Türe von F._____. Nach-
dem A._____ das Codewort genannt hatte, übergab F._____, aufgrund der 
zahlreichen Telefonaten mit I._____ und eines gefälschten Schreibens des 
Bundeskriminalamtes K._____ vom 25. April 2018 immer noch im Glauben, 
dass das Gold zwecks Analyse im Auftrag des deutschen Bundeskriminal-
amtes K._____ mitgenommen werde, A._____ die fünf Kilogramm Gold im 
Wert von mindestens CHF 200'000.00. Während der Übergabe warteten 
C._____ und B._____ im oder in der Nähe des Fahrzeuges.

F._____ wurde durch Vorspiegelung von falschen Tatsachen absichtlich 
arglistig irregeführt, da die Täterschaft ein ganzes Lügengebäude erstellt 
hatte. Der angebliche Oberkommissar I._____, der offensichtlich ein Teil 
der noch nicht vollständig ermittelten Betrügerbande ist, erschlich sich 
durch seine zahlreichen Telefonanrufe das Vertrauen der Geschädigten, 
indem er ihr mitteilte, dass Betrüger hinter ihrem Vermögen her seien. Zur 
Verstärkung des Vertrauensverhältnisses erhielt F._____ bereits am 25. 
April 2018 ein gefälschtes Schreiben des Bundeskriminalamtes K._____, in 
welchem ihr mitgeteilt wurde, dass gegen einen gewissen P._____ wegen 
Vermögensdelikten ermittelt werde. Aufgrund der raffiniert aufeinander ab-
gestimmten Lügen ist es nicht ersichtlich, inwiefern die zum Tatzeitpunkt 
84-jährige F._____ die Angaben in zumutbarer Weise hätte überprüfen 
können. Durch das so geschaffene Lügengebäude, wozu auch die Verein-
barung eines gemeinsamen Passwortes für die Goldübergabe gehört hatte, 
befand sich die Geschädigte in einem Irrtum, wodurch sie zu einem Verhal-
ten bestimmt wurde, die zu einer Vermögensschädigung führte. Dadurch 
sollten Drittpersonen unrechtmässig bereichert werden.

Die drei Beschuldigten nahmen im Rahmen dieses Lügengebäudes und 
der Umsetzung des deliktischen Planes die folgenden massgebenden Rol-
len ein:

A._____ stand bereits Wochen vor der Tat und am Tag der Goldübergabe 
am 14. Juni 2018 in ständigem telefonischem Kontakt mit den bis anhin 
nicht ermittelten Hintermännern des Betruges, die ihm die notwendigen In-
struktionen dafür gaben. A._____ wirkte somit in massgebender Weise am 
Betrug mit. Er wusste bereits vor der Tatausführung über den anstehenden 
Betrug Bescheid und entschloss sich, an der gemeinsamen Verwirklichung 
des deliktischen Vorhabens zum Nachteil von F._____ teilzunehmen. Für 
die Mithilfe am Betrug sollte er nach der Ablieferung des Goldes in H._____ 
zwischen EUR 10'000.00 und EUR 15'000.00 erhalten.

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C._____ war für den Schutz von A._____ und des Goldes verantwortlich, 
falls B._____ mit dem Gold verschwinden sollte. Zudem sollte er von 
A._____ eine Belohnung erhalten, wenn er ihn nach H._____ begleiten 
würde.  Damit sollte C._____ ebenfalls einen massgebenden Beitrag an 
der Tat leisten. Da er sowohl A._____ und das Gold beschützen sollte, 
wusste er bereits vor der Tatausführung über den anstehenden Betrug Be-
scheid und entschloss sich, an der gemeinsamen Verwirklichung des delik-
tischen Vorhabens zum Nachteil von F._____ teilzunehmen. Zumindest 
musste er aber in Kauf nehmen, an einem Betrug zum Nachteil von 
F._____ beteiligt zu sein.

B._____ stellte sein Fahrzeug zur Tatausübung zur Verfügung und fuhr zu-
sammen mit A._____ und C._____ von Q._____ aus in die Schweiz. Da-
durch leistete er einen kausalen Beitrag an die Tat. Indem B._____ sein 
Fahrzeug zur Verfügung stellte, er Aussicht auf eine Belohnung hatte sowie 
aufgrund seines Wissens über die deliktische Vergangenheit von A._____ 
und eines geplanten Vorgehens in der Schweiz nahm er zumindest in Kauf, 
an einem Betrug beteiligt zu sein. Er wusste, mit wem er sich einlässt und 
auch, dass die Grenze des Legalen wohl überschritten wird. Trotzdem ent-
schloss er sich, an der gemeinsamen Verwirklichung des deliktischen Vor-
habens zum Nachteil von F._____ teilzunehmen.

2.2. Die Vorinstanz ist der rechtlichen Würdigung der Staatsanwaltschaft hin-
sichtlich den Beschuldigten 1 und 2 gefolgt und hat sie gemäss Art. 146 Abs. 1 
StGB schuldig gesprochen. Den Beschuldigten 3 dagegen sprach sie von jegli-
chem Vorwurf frei. Der Beschuldigte 1 und die Staatsanwaltschaft haben die ent-
sprechenden vorinstanzlichen Urteile vollumfänglich angefochten; der Beschuldig-
te 2 hingegen nur teilweise. Dementsprechend stehen die vorinstanzlichen Urteile 
betreffend die Beschuldigten 1 und 3 im vorliegenden Berufungsverfahren vollum-
fänglich zur Disposition. Hinsichtlich des Urteils betreffend den Beschuldigten 2 
(Proz. Nr. 515-2019-12) ist festzuhalten, dass Dispositivziffer 3 (Aufgehobene Be-
schlagnahme iPhone 5) in Rechtskraft erwachsen ist.

3. Vorbringen der Parteien

3.1. Die Staatsanwaltschaft beschränkte sich anlässlich der Berufungsverhand-
lung mehrheitlich auf den Fall des Beschuldigten 3, zumal sie einzig diesbezüglich 
selber Berufung erhoben hatte. Zum Beschuldigten 3 brachte sie dabei vor, dass 
es nicht glaubhaft sei, dass er nichts von einem Betrug gewusst habe. So habe er 
in den ersten Einvernahmen von einem Ferienaufenthalt gesprochen, nur um 
später vorzubringen, man habe einen unbekannten Auftrag gehabt. Seine Er-
klärung, dies sei ein spontaner Entscheid gewesen, überzeuge nicht, zumal er am 
Folgetag bereits wieder habe arbeiten müssen. Im Weiteren sei nicht klar, weshalb 
der Beschuldigte 3 nicht nach dem Grund der Reise gefragt habe und wieso der 
Beschuldigte 1 ihm Geld für den Trip angeboten habe (act. H.1, S. 4 f. [SK1 20 
19]). Die Mittäter hätten ihn zudem in verschiedener Hinsicht belastet. So habe der 

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Beschuldigte 2 ausgesagt, dass der Beschuldigte 3 offenbar an mehreren krimi-
nellen Sachen beteiligt sei. Sie hätten solche Transporte auch schon öfters ge-
macht. Aus Sicht des Beschuldigten 2 sei der Beschuldigte 3 zudem vertieft ein-
geweiht gewesen. So habe dieser mit dem Beschuldigten 1 diskutiert, wer der un-
bekannte Anrufer sei. Der Beschuldige 1 habe zudem angegeben, dass der Be-
schuldigte 3 dabei gewesen sei, um ihn und das Paket vor dem Beschuldigten 2 
zu schützen. Später habe er angegeben, dass die Polizei diese Aussage falsch 
verstanden habe, was wiederum selbst falsch sein müsse. Zudem habe der Be-
schuldigte 1 selbst angegeben, dass er den Beschuldigten 3 einen Tag vor der 
Abreise informiert habe, dass er in der Schweiz ein Paket abholen müsse 
(act. H.1, S. 6 f. [SK1 20 19]). Als weitere Indizien bringt die Staatsanwaltschaft 
vor, dass der Beschuldigte 3 seit eineinhalb Monaten bei dem Beschuldigten 1 
gewohnt habe und dass es auf den Mobiltelefonen der beiden übereinstimmende 
Rufnummern gegeben habe, namentlich die Nummer von R._____. Aus dem Ge-
sagte folge, dass der Beschuldigte 3 habe wissen müssen, dass er Teil dieser Be-
trugsmasche war. Sein Job sei dabei gewesen, den Beschuldigten 1 und die Beu-
te zu beschützen. Damit habe er in Kauf genommen, für deliktische Zwecke ge-
braucht zu werden (act. H.1, S. 7 f. [SK1 20 19]). In rechtlicher Hinsicht brachte 
die Staatsanwaltschaft vor, dass der Beschuldigte 3 als Mittäter zu qualifizieren 
sei, weil er mit seiner Schutzaufgabe einen massgebenden Beitrag an der Tat ge-
leistet habe. Zumindest sei sein Verhalt jedoch als Gehilfenschaft im Sinne von 
Art. 25 StGB zu werten (act. H.1, S.12 f. [SK1 20 19]).

3.2. Anlässlich der Berufungsverhandlung bestritt der Beschuldigte 1 vorab die 
Verwertbarkeit der Aussagen der Geschädigten. Aussagen von Zeugen seien nur 
nach erfolgter Konfrontation zum Nachteil eines Beschuldigten verwertbar. 
Gemäss der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts seien gar die an der 
ersten Einvernahme gemachten Aussagen gemäss Art. 147 Abs. 4 StPO unver-
wertbar, wenn diese nicht im Rahmen der Konfrontation ausdrücklich wiederholt 
würden. Vorliegend sei die Geschädigte am 15. Juni 2019 einvernommen worden. 
Der Beschuldigte oder sein Rechtsvertreter hätten dabei keine Möglichkeit zur 
Teilnahme gehabt. Auf eine Wiederholung sei von der Staatsanwaltschaft und der 
Vorinstanz verzichtet worden. Der Anspruch des Beschuldigten gemäss Art. 147 
Abs. 4 StPO auf Konfrontation sei demnach verletzt und die Aussagen der Ge-
schädigten unverwertbar, zumal ein entsprechender Beweisantrag auch vor der 
Berufungsverhandlung gestellt worden sei. Als Beweis bleibe deshalb lediglich 
seine Aussage übrig. Er habe jedoch einzig ausgesagt, dass er eine Tüte bei der 
Geschädigten abgeholt habe. Unter diesen Umständen lasse sich der ihm zur Last 

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gelegte Sachverhalt nicht rechtsgenügend belegen, weshalb der Beschuldigte von 
Schuld und Strafe freizusprechen sei (act. H.2, N 7 ff. [SK1 20 17]).

Im Rahmen einer Eventualbegründung – sofern das Gericht wider Erwarten die 
Aussage der Geschädigten als verwertbar erachte – bestritt der Beschuldigte 1 
mehrere weitere Punkte des Anklagesachverhalts und der rechtlichen Würdigung 
der Vorinstanz. In der Hauptsache brachte er dabei vor, dass er nicht als Mittäter 
gehandelt habe, sowie dass keine arglistige Täuschung und kein Irrtum vorliegen 
würden.

Betreffend die Mittäterschaft gab er an, dass sich der Vorsatz auf alle objektiven 
Tatbestandselemente und einen gemeinsamen Tatentschluss beziehen müsse. 
Dies sei in seinem Fall nicht erfüllt. Er habe keine Kenntnisse vom Tatplan gehabt; 
er habe nicht gewusst, dass die Geschädigte davon ausgegangen sei, dass er 
Polizist sei. Entgegen der Vorinstanz gebe es keinerlei konkrete Hinweise, dass er 
die objektiven Tatbestandsmerkmale zumindest in Umrissen gekannt habe. Selbst 
wenn, könne man daraus nicht auch den Schluss ziehen, dass er den Tatplan ge-
kannt habe. Er habe weder den Namen der Geschädigten gekannt, noch habe er 
gewusst, welche Rolle sie einnahm. Entsprechend könne sein Tatbeitrag höchs-
tens als Gehilfenschaft qualifiziert werden (act. H.2, N 18 ff. [SK1 20 17]).

Hinsichtlich der Betrugsvoraussetzung der Arglist brachte der Beschuldigte 1 vor, 
dass die Vorinstanz ohne Prüfung der Glaubwürdigkeit und Glaubhaftigkeit auf die 
Aussage der Geschädigten abgestellt habe, was willkürlich sei. Das Verhalten von 
I._____ sei schliesslich dermassen absurd gewesen, dass sich eine kritische Per-
son keinesfalls davon hätte täuschen lassen. Ein einziger Anruf bei der Polizei 
hätte ergeben, dass I._____ nicht die Wahrheit sagte. Insofern sei entgegen der 
Vorinstanz nicht von einem Lügengebäude auszugehen (act. H.2, N 33 ff. [SK1 20 
17]). Einfache Lügen wiederum seien nicht arglistig. Entgegen der Vorinstanz sei 
nicht belegt, dass ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen der Geschädig-
ten und I._____ bestanden hätte. Die Geschädigte habe zwar ausgesagt, dass sie 
mehrfach von I._____ kontaktiert worden sei. Dass eine emotionale Bindung vor-
handen gewesen sei, ergebe sich jedoch mit keinem Wort (act. H.2, N 44 ff. [SK1 
20 17]). Arglist scheide schliesslich auch aus, wenn das Opfer die grundlegends-
ten Vorsichtsmassnahmen nicht beachte. Vorliegend habe die Geschädigte nicht 
nur die elementarsten Vorsichtsmassnahmen ausser Acht gelassen, sondern so-
gar aktiv Warnungen in den Wind geschlagen. Gemäss ihrer eigenen Aussage 
habe das Vorgehen von I._____ bei ihr Zweifel geweckt. Dazu komme, dass die 
Geschädigte weder eine Telefonnummer noch eine Visitenkarte oder ähnliches 
erhalten hatte. Trotzdem habe sie bei mehreren Gelegenheiten Geld und 

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Schmuck in hohem Wert übergeben, obwohl ihr das Ganze schon merkwürdig 
vorgekommen sei. Dazu komme, dass die G._____ sie mit Schreiben vom 25. Mai 
2018 vor einem Trickbetrug gewarnt hatte. In diesem Brief stehe, dass sie mehre-
re Male und intensiv darauf hingewiesen worden sei, dass es sich möglicherweise 
um einen Trickbetrug handeln könne. Die Vorinstanz habe die Opfermitverantwor-
tung verneint, weil die Geschädigte nicht ausgesagt habe, dass sie von der Bank 
gewarnt worden sei, was den Grundsatz in dubio pro reo verletzte. Gewiss beur-
teile sich die anzuwendende Sorgfalt nach der individuellen Situation der Geschä-
digten. Diese sei zwar 84-jährig, ansonsten seien jedoch keine Faktoren wie De-
menz aktenkundig. Folglich sei davon auszugehen, dass die Geschädigte geistig 
fit und nicht schutzbedürftig sei. Insgesamt könne deshalb nicht von einem arglis-
tigen Verhalten die Rede sei (act. H.2, N 38 ff. [SK1 20 17]).

Auch das Vorliegen eines Irrtums bestritt der Beschuldigte 1. Dies namentlich 
deshalb, weil die Geschädigte Zweifel an der Rechtmässigkeit der Goldübergabe 
geäussert hatte. Wer jedoch zweifle, könne nicht irren. Deshalb sei auch dieses 
Tatbestandsmerkmal nicht gegeben und er vom Vorwurf des Betrugs freizuspre-
chen (act. H.2, N 69 ff. [SK1 20 17]).

Für den Fall, dass kein Freispruch erfolgen sollte, äusserte sich der Beschuldigte 
auch zur Strafzumessung. Zu berücksichtigen sei dabei, dass er den Deliktsbetrag 
nicht gekannt und lediglich EUR 10'000.00 bis 15'000.00 bekommen habe. Auch 
habe er keine Kenntnis vom Tatvorgehen gehabt, weshalb nicht von einer skrupel-
losen Vorgehensweise gesprochen werden könne. In die eigentlichen Betrugs-
handlungen sei er nicht involviert gewesen, was strafmindernd zu berücksichtigen 
sei. Zu beachten sei auch die Opfermitverantwortung; die Geschädigte habe be-
sonders leichtsinnig gehandelt. Eine Gesamtstrafe von höchstens 8 Monaten sei 
angemessen (act. H.2, N 72 ff. [SK1 20 17]).

3.3. Auch der Beschuldigte 2 bestritt anlässlich der Berufungsverhandlung meh-
rere Feststellungen der Vorinstanz. Namentlich bestritt er, dass er in massgeben-
der Weise am Betrug mitgewirkt habe und demzufolge nicht als Mittäter qualifiziert 
werden könne. Dies ergebe sich nicht nur aus seinen eigenen Aussagen, sondern 
auch aus den Aussagen der Mitbeschuldigten. Er habe – was auch die Beschul-
digten 1 und 3 bestätigt hätten – lediglich als Fahrer fungiert und nur gewusst, 
dass er ein Paket von A nach B bringen müsse, wobei er nicht gewusst habe, 
dass es sich um deliktisches Gut gehandelt habe (vgl. act. H.2, N 5 [SK1 20 18]). 
Bereits an seiner ersten Einvernahme habe er ausgesagt, dass er davon ausge-
gangen sei, dass es sich um einen Geldbetrag von unter EUR 10'000.00 handle. 
Dass er dafür eine Entschädigung von EUR 1'000.00 erhalten hätte, könne man 

13 / 51

ihm zudem nicht zur Last legen, weil er – hätte er von der hohen Deliktsumme 
gewusst – kaum mit diesem Betrag zufrieden gewesen wäre (vgl. act. H.2, N 6 
[SK1 20 18]). Vor diesem Hintergrund könne festgehalten werden, dass er nichts 
getan habe, was ihm in strafrechtlicher Hinsicht zur Last gelegt werden könne. 
Weder bei der Entschliessung und Planung noch bei der Ausführung des Delikts 
habe er vorsätzlich und in massgebender Weise mitgewirkt, so dass er als Haupt-
beteiligter anzusehen wäre. Vielmehr habe er zu keinem Zeitpunkt den eigentli-
chen Zweck der Reise gekannt, weshalb es bereits an einem gemeinsamen Ta-
tentschluss fehle. In Wirklichkeit sei seine Gutmütigkeit und Gutgläubigkeit ausge-
nutzt worden. Entgegen der Vorinstanz habe er den Beschuldigten 1 erst kurz vor 
der Reise kennengelernt, weshalb er auch keine Kenntnis über die deliktische 
Vergangenheit desselben gehabt habe. Selbst wenn, könne daraus nicht ge-
schlossen werden, dass ein Fahrdienst per se mit dem geplanten Delikt zusam-
menhänge. Somit stehe fest, dass Mittäterschaft auszuschliessen sei. Im Übrigen 
müsse auch eine Gehilfenschaft negiert werden, da er weder gewusst noch damit 
habe rechnen müssen, eine ohnehin nicht gewollte Straftat zu unterstützen. Er 
habe in keiner Art und Weise Kenntnisse vom Vorsatz der Täter gehabt (vgl. 
act. H.2, N 7 [SK1 20 18]). Mit der unrichtigen vorinstanzlichen Beweiswürdigung 
sei die Beweiswürdigungsregel von in dubio pro reo verletzt worden. Gemäss die-
sem Grundsatz sei er im Ergebnis vom Vorwurf des Betrugs freizusprechen (vgl. 
act. H.2, N 8 [SK1 20 18]). 

3.4. Auch der Beschuldigte 3 bestritt den Anklagesachverhalt und die rechtliche 
Würdigung der Staatsanwaltschaft in verschiedener Weise. Vorab brachte er vor, 
dass vorliegend einzig ein Betrug angeklagt sei. Wenn aber bereits der Beschul-
digte 1 als Haupttäter nur als Gehilfe verurteilt werden könne, dann sei die Beru-
fung per se abzuweisen, da eine Gehilfenschaft nicht angeklagt worden sei (vgl. 
act. H.2, Ziff. II.1 [SK1 20 19]). Die Ausführungen in der Anklageschrift zu seinem 
Tatbeitrag seien schliesslich vollumfänglich bestritten. So sei bereits der Vorwurf 
falsch, dass er das Gold bzw. die Person hätte schützen müssen, wenn der Be-
schuldigte 2 mit dem Gold geflohen wäre, da keiner der Beteiligten überhaupt von 
dem Gold gewusst habe. Die Staatsanwaltschaft stütze sich dabei zudem einzig 
auf die Aussage des Beschuldigten 1, welche – wie die Vorinstanz zu Recht vor-
gebracht habe – fragwürdig sei. Wichtig sei zudem die Tatsache, dass weder er 
noch der Beschuldigte 2 gewusst hätten, dass eine deliktische Tätigkeit verübt 
werden sollte, obwohl beide nachgefragt hatten. Ansonsten sei auf die richtige 
Feststellung der Vorinstanz hinzuweisen, wonach der Betrug beendet gewesen 
sei, nachdem der Beschuldigte 1 das Gold in den Händen gehalten habe, womit er 
auch keine Schutzfunktion mehr habe übernehmen können. Die Voraussetzungen 

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einer Mittäterschaft seien nicht gegeben, da er keinen wesentlichen Tatbeitrag 
geleistet habe. Er habe aber keine Funktion gehabt und wenn er eine solche wie 
in der Anklageschrift beschrieben gehabt hätte, dann sei seine Arbeit erst nach 
der Vollendung des Betrugs angefallen (vgl. act. H.2, Ziff. II.2.1 [SK1 20 19]). 
Schliesslich sei zu erwähnen, dass er für die Begleitung kein Geld versprochen 
erhalten habe und die eine allfällige Überbrückung des damaligen finanziellen 
Engpasses nicht mit dem Delikt im Zusammenhang gestanden habe. Im Übrigen 
sei noch einmal darauf verwiesen, dass er vom Betrug keine Kenntnis gehabt ha-
be, mit diesem nicht in Verbindung gestanden habe sowie keinen Tatbeitrag ge-
leistet habe, weshalb es auch logisch sei, dass er hierfür keine Entschädigung 
erhalten habe (vgl. act. H.2, Ziff. II.2.2 [SK1 20 19]).

4. Sachverhaltsfeststellung

4.1. Verwertbarkeit der Zeugenaussage von F._____ vom 15. Juni 2018

4.1.1. Wie dargelegt, bringt der Beschuldigte vor, dass die Einvernahme der Ge-
schädigten vom 15. Juni 2018 nicht zu seinen Lasten verwertbar sei, da er nie mit 
den Aussagen konfrontiert worden sei. Er rügt namentlich eine Verletzung von 
Art. 147 StPO. Vorliegend ist die Geschädigte am 15. Juni 2018 und damit am Tag 
der Verhaftung der drei Beschuldigten das erste und einzige Mal befragt worden. 
Die Beschuldigten oder ihre Rechtsvertreter konnten an dieser Einvernahme nicht 
teilnehmen.

4.1.2. Die Bestimmung von Art. 147 Abs. 1 StPO entspricht dem Konfrontations-
recht gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK. Nach den Verfahrensgarantien von Art. 29 
Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 i.V.m. Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK hat 
die beschuldigte Person als Teilgehalt des Rechts auf ein faires Verfahren An-
spruch darauf, den Belastungszeugen Fragen zu stellen. Von hier nicht zutreffen-
den Ausnahmen, in denen eine Konfrontation aus objektiven, von den Strafverfol-
gungsbehörden nicht zu vertretenden Gründen nicht möglich war, ist eine belas-
tende (Zeugen-)Aussage grundsätzlich nur verwertbar, wenn die beschuldigte 
Person wenigstens einmal während des Verfahrens angemessen und hinreichend 
Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belas-
tungszeugen zu stellen (BGE 133 I 33 E. 3.1; 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 3.1, je 
m.H.; BGer 6B_173/2022 v. 27.4.2022 E. 1.3.1). Damit die Verteidigungsrechte 
gewahrt sind und die beschuldigte Person ihr Fragerecht wirksam ausüben kann, 
muss diese in die Lage versetzt werden, die persönliche Glaubwürdigkeit des 
Zeugen sowie die Glaubhaftigkeit seiner Aussage zu prüfen und den Beweiswert 
der Aussagen in kontradiktorischer Weise auf die Probe und infrage stellen zu 

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können (vgl. BGE 133 I 33 E. 3.1; 132 I 127 E. 2; 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 
E. 3.1 und E. 4.2; BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.3.4; 6B_415/2021 v. 
11.10.2021 E. 2.3.5; 6B_383/2019 v. 8.11.2019 E. 8.1.2, nicht publ. in BGE 145 IV 
470). Dies setzt in aller Regel voraus, dass sich der Einvernommene in Anwesen-
heit des Beschuldigten (nochmals) zur Sache äussert (BGE 140 IV 172 E. 1.5; 
BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.3.4; 6B_415/2021 v. 11.10.2021 E. 2.3.5; 
6B_1003/2020 v. 21.4.2021 E. 2.2; 6B_886/2017 v. 26.3.2018 E. 2.3.2). Soweit 
der Konfrontationsanspruch zur Diskussion steht, gilt dies unabhängig von der 
Regelung in Art. 147 Abs. 1 StPO auch in Bezug auf die in der Voruntersuchung 
gegenüber der Polizei gemachten Aussagen (vgl. BGE 125 I 127 E. 6a; 
6B_415/2021 v. 11.10.2021 E. 2.3.5). Dass die Strafprozessordnung ein Teilnah-
merecht der Parteien nur bei Beweiserhebungen nach eröffneter Untersuchung, 
nicht aber auch für das polizeiliche Ermittlungsverfahren vorsieht (vgl. Art. 147 
Abs. 1 StPO), berührt den Konfrontationsanspruch nicht (vgl. BGer 6B_369/2013 
v. 31.10.2013 E. 2.3.2). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann auf 
den Anspruch auf Konfrontation verzichtet werden. Der Beschuldigte kann den 
Behörden grundsätzlich nicht vorwerfen, gewisse Zeugen zwecks Konfrontation 
nicht vorgeladen zu haben, wenn er es unterlässt, rechtzeitig und formgerecht 
entsprechende Anträge zu stellen. Die beschuldigte Person verwirkt ihr Recht auf 
Konfrontation nicht dadurch, dass sie es erst im Berufungsverfahren geltend 
macht (BGer 6B_1394/2020 v. 13.12.2021 E. 1.2.2 m.H.). Zumal sich der Be-
schuldigte erstmals in zweiter Instanz auf eine fehlende Konfrontation berufen 
darf, ist es den erstinstanzlichen Gerichten verwehrt, vom Ausbleiben eines ent-
sprechenden Antrags auf einen Verzicht auf Konfrontation zu schliessen.

4.1.3. Wie dargelegt, rügt der Beschuldigte eine Verletzung des Konfrontations-
rechts. Dies brachte er anlässlich der Berufungsverhandlung das erste Mal im Ver-
fahren vor. Vor der Vorinstanz hatte er beziehungsweise sein Rechtsvertreter 
noch selbst Bezug auf die Einvernahme der Geschädigten genommen und dabei 
weder die Aussagefähigkeit der Geschädigten, ihre Aussage selbst oder den be-
schriebenen Ablauf infrage gestellt (vgl. RG act. 11 [515-2019-11]). Der Umstand, 
dass der Sachverhalt wie von ihr beschrieben stattgefunden hat, ist durch ihn oder 
die anderen Mitbeschuldigten demzufolge nie ernsthaft in Zweifel gezogen wor-
den. Die Vorbringen der Verteidigung bezogen sich durchgehend einzig auf die 
Tatbestandsmerkmale von Art. 146 StGB und die Tatbeteiligung des Beschuldig-
ten 1, zumal er von Beginn weg angab, nicht mehr zu wissen, als dass er bei der 
Geschädigten Geld abholen sollte. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist gemäss 
konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts kein Selbstzweck. Aufgrund des 
Gesagten ist nicht ersichtlich, was sich der Beschuldigte 1 von einer erneuten Be-

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fragung der Geschädigten erhoffen könnte, zumal er selbst die Abläufe des Be-
trugs gar nicht gekannt haben will. 

Vorliegend stellt sich zudem die Frage, weshalb er den Beweisantrag um Einver-
nahme der Geschädigten nur in der Berufungserklärung stellte, wenn er sein 
Recht auf Konfrontation tatsächlich ausüben wollte. Der Vorsitzende hat den in der 
Berufungserklärung gestellte Beweisantrag aufgrund einer fehlenden Begründung 
abgelehnt. Gemäss Art. 331 Abs. 3 StPO i.V.m. Art. 405 Abs. 1 StPO können ab-
gelehnte Beweisanträge an der Hauptverhandlung erneut gestellt werden. Hätte 
der Beschuldigte 1 der Geschädigten Ergänzungsfragen stellen wollen, hätte er 
folglich deren Befragung an der Berufungsverhandlung wiederholen müssen (vgl. 
in Bezug auf das Konfrontationsrecht ausdrücklich BGer 6B_1367/2019 v. 
17.04.2020 E. 4.5 m.H.). Dies hat er wie dargelegt nicht getan, obwohl er vor der 
Berufungsverhandlung durch den Vorsitzenden zweimal ausdrücklich darauf hin-
gewiesen worden ist (vgl. act. D.11, D.13). Es ist daher von einem Verzicht auf 
das Teilnahme- und Konfrontationsrecht im Sinne der vorgenannten Rechtspre-
chung auszugehen. Die Einvernahme der Geschädigten vom 15. Juni 2018 ist 
demnach verwertbar und in die Beweiswürdigung einzubeziehen.

4.2. Grundlagen zur Beweiswürdigung

Das Gericht würdigt Beweismittel gemäss Art. 10 Abs. 2 StPO frei nach seiner aus 
dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung. Jede Person gilt bis zu ihrer 
rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig (vgl. Art. 10 Abs. 1 StPO). Bestehen 
unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der 
angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günsti-
geren Sachlage aus (vgl. Art. 10 Abs. 3 StPO). Als Beweislastregel folgt aus der 
derart statuierten Unschuldsvermutung, dass es nicht Sache der beschuldigten 
Person ist, ihre Unschuld zu beweisen, sondern dass die Strafbehörden verpflich-
tet sind, den Nachweis der Schuld zu führen (vgl. Wolfgang Wohlers, in: Do-
natsch/Lieber/Summer/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Straf-
prozessordnung [StPO], 3. Aufl., Zürich 2020, N 6 zu Art. 10 StPO). An diesen 
Nachweis sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr als eine blosse 
Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft. Nach der aus 
Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK und Art. 10 Abs. 3 StPO fliessenden Be-
weiswürdigungsregel in dubio pro reo darf sich der Strafrichter jedoch nicht von 
der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt er-
klären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel an den tatsächlichen Vorausset-
zungen für eine verurteilende Erkenntnis bestehen (vgl. BGE 124 IV 86 E. 2.a). 
Bloss theoretische und abstrakte Zweifel sind indessen nicht massgebend, weil 

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solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. 
Es muss sich vielmehr um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel han-
deln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen 
(vgl. BGE 120 Ia 31 E. 2).

Steht Aussage gegen Aussage, ist anhand sämtlicher Umstände, die sich aus den 
Akten ergeben (BGer 6B_738/2018 v. 27.3.2019 E. 1.3.1; 6B_653/2016 v. 
19.1.2017 E. 3.2), zu untersuchen, welche Sachdarstellung überzeugend ist, wo-
bei es vorwiegend auf den inneren Gehalt der Aussagen ankommt, verbunden mit 
der Art und Weise, wie die Angaben erfolgen. Bei der Beweiswürdigung von Aus-
sagen ist nicht die Form, sondern der Gesamteindruck, das heisst die Art und 
Weise der Bekundung sowie die Überzeugungskraft der Beweismittel im Einzelfall 
entscheidend, wobei nicht in erster Linie die Glaubwürdigkeit des Aussagenden, 
sondern vielmehr die Glaubhaftigkeit seiner konkreten Aussage im Vordergrund 
steht. Für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit ist eine konkrete Aussage durch me-
thodische Analyse ihres Inhalts (Vorhandensein von Realitätskriterien, Fehlen von 
Fantasiesignalen) darauf zu überprüfen, ob die auf ein bestimmtes Geschehen 
bezogenen Angaben auf ein tatsächliches Erleben der befragten Person zurück-
gehen (BGE 147 IV 534 E. 2.3.3; 133 I 33 E. 4.3; 129 I 49 E. 5). Der allgemeinen 
Glaubwürdigkeit im Sinne einer dauerhaften personalen Eigenschaft kommt bei 
der Würdigung von Aussagen kaum mehr relevante Bedeutung zu (BGE 147 IV 
534 E. 2.3.3). Die prozessuale Stellung der aussagenden Person sowie ihre per-
sönlichen Beziehungen und Bindungen (Verwandtschaft, Freundschaft, Feind-
schaft) zu den übrigen Prozessbeteiligten sind als Kriterien zur sachgerechten 
Würdigung der Aussagen jedoch nicht auszublenden. Vielmehr kann basierend 
darauf beurteilt werden, ob und gegebenenfalls in welchem Masse die aussagen-
de Person am Ausgang des Verfahrens interessiert ist (Andreas Donatsch, in: Do-
natsch/Lieber/Summers/ Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Straf-
prozessordnung StPO, 3. Aufl., Zürich 2020, N 19 zu Art. 177 StPO).

4.3. Ausgangslage, strittiger Sachverhalt und vorhandene Beweismittel

4.3.1. Vorliegend unbestritten und als erstellt anzusehen ist, dass die drei Be-
schuldigten in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2018 mit einem Personenwagen 
des Typs N._____ mit deutschen Kennzeichen (O._____) am Grenzübergang 
S._____ von der Schweiz nach T._____ ausreisen wollten und dabei vom 
Grenzwachkorps angehalten und kontrolliert worden sind. Erstellt ist weiter, dass 
im Kofferraum des Fahrzeugs unter der seitlichen Kofferraumverschalung eine 
Stofftasche gefunden worden ist, in welcher sich wiederum ein Couvert mit der 
Adresse von F._____ (Geschädigte) befand. Im Couvert fanden die Grenzbeam-

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ten 20 Goldbarren zu je 250 Gramm (vgl. zum Ganzen StA act. 11.1, 11.2). Alle 
drei Beschuldigten bestätigen zudem, dass sie am 13. Juni 2018 auf Initiative des 
Beschuldigten 1 in M._____ mit dem Ziel H._____ abgefahren sind, um in 
H._____ etwas zu erledigen, beziehungsweise um dort ein Paket abzuholen. Un-
bestritten ist, dass die drei Beschuldigten am 14. Juni 2018 um etwa 4 Uhr mor-
gens im Hotel U._____ ein Dreierzimmer gebucht und dort bis am späten Vormit-
tag des gleichen Tages geschlafen haben. Bestätigt wird schliesslich auch, dass 
man am Abend des 14. Juni 2018 zu einer Adresse in H._____ gefahren ist, dort 
der Beschuldigte 1 aus dem Fahrzeug ausgestiegen und 5 Minuten später wieder 
zurückgekommen ist. Bestritten werden an der vorliegenden Berufungsverhand-
lung durch alle drei Beschuldigten, dass sie Kenntnisse über das Deliktsgut und 
dessen deliktischer Herkunft gehabt haben und in massgeblicher Weise am Be-
trug beteiligt gewesen sind. Namentlich dies ist im Folgenden zu prüfen.

4.3.2. Die Staatsanwaltschaft stützt sich in ihrer Anklage auf diverse Beweismittel. 
Neben der Aussage der Geschädigten liegen mehrere Aussagen der drei Be-
schuldigten vor. Zudem wurden die bei der Verhaftung vorgefundenen Mobiltele-
fone der Beschuldigten sichergestellt und durchsucht. Gefunden wurden dabei 
unter anderem Gesprächsprotokolle, in welchen mit verschiedenen Personen über 
die Fahrt nach H._____ und dessen eigentlichem Zweck die Rede war. Gefunden 
wurde zudem ein Foto eines Polizeirapports betreffend eines Falso-Polizia-
Betrugs, bei welchem mutmasslich R._____ und V._____ als Täter beschuldigt 
wurden. Eine Videodatei beinhaltete zudem Aufnahmen eines vertraulichen An-
waltsgesprächs, das sich auf diese Falso-Polizia-Tat bezog (vgl. act. I.1 [SK1 20 
17]). Neben diesen Beweismitteln liegen zudem namentlich diverse Bankbelege 
der G._____ – unter anderem ein Schreiben, in welchem die Geschädigte vor ei-
nem Enkeltrickbetrug gewarnt wurde – und ein mutmasslich gefälschtes Schreiben 
des Bundeskriminalamts in den Akten. Gestützt auf diese Beweismittel ist abzu-
klären, inwieweit der Anklagesachverhalt als gegeben zu erachten ist.

4.4. Aussage der Geschädigten

Hinsichtlich der eigentlichen Tathintergründe streiten die Beschuldigten jegliche 
Kenntnisse ab. Namentlich geben sie an, dass ihnen nicht bekannt sei, aus wel-
chen Quellen das im Auto gefundene Gold stamme. Die Geschädigte gab diesbe-
züglich im Rahmen ihrer Befragung am 15. Juni 2018 zu Protokoll, dass sich in 
der Zeit vom 20. März 2018 bis anfangs April 2018 ein Herr I._____, Oberkommis-
sar des Bundeskriminalamts K._____ bei ihr gemeldet und sie gewarnt habe, dass 
eine Bande hinter ihrem Geld her sei. Sie solle ihre Wertschriften deshalb so rasch 
als möglich verkaufen und zu Gold machen; bei ihrer Bank – der G._____ – befin-

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de sich auch ein Komplize der Bande. Die Geschädigte gab an, das Ganze sei ihr 
zwar merkwürdig vorgekommen, nach einiger Zeit habe sie die Anweisungen des 
Oberkommissars aber befolgt. Sie sei zur G._____ gegangen, wo man sie etwas 
komisch angesehen habe, und nicht verstanden habe, wieso sie alles verkaufen 
und in Gold umtauschen wolle. Sie habe etwas über CHF 200'000.00 in Gold um-
wandeln lassen. Der Herr I._____ habe sie in der Zwischenzeit zwei bis drei Mal 
pro Tag angerufen und sich nach ihr erkundigt. Er habe sehr gut reden können 
und habe aufgrund seiner Ausdrücke den Anschein erweckt, tatsächlich Polizist zu 
sein. Am Tag der Goldlieferung sei sie etwas nervös gewesen. Herr I._____ habe 
aber angegeben, dass sie sich keine Sorgen machen müsse, da das Haus über-
wacht werde. Am 14. Juni 2018 habe er sie abermals angerufen, und mitgeteilt, 
dass das Gold gefälscht sein müsse. Man müsse dieses fachmännisch überprüfen 
lassen. Er habe ihr mitgeteilt, dass im Laufe des Abends vom 14. Juni 2018 je-
mand bei ihr vorsprechen und das Gold zur Analyse mitnehmen würde. Das Co-
dewort für die Übergabe sei "Winterabend" gewesen. Um etwa 18:30 Uhr sei ein 
junger Mann vor der Tür gestanden, habe das Codewort gesagt und das Gold mit-
genommen. Am Abend um etwa 21 Uhr habe Herr I._____ wie üblich noch einmal 
angerufen, um ihr gute Nacht zu wünschen. Er habe sich erkundigt, ob die Überg-
abe gut gelaufen sei. Die Geschädigte gab schliesslich weiter an, bereits vorher 
zweimal etwas an die Polizei übergeben zu haben. Beide Male habe sie Herr 
I._____ vor einer Straftat gewarnt. Nach einer Übergabe habe sie eine Quittung 
der übergebenen Sachen verlangt, woraufhin sie eine solche vom BKA erhalten 
habe (vgl. StA act. 12.4, Fragen 1-18 und StA act. 11.17).

4.5. Aussagen der Beschuldigten

4.5.1. Der Beschuldigte 1 ist durch die Polizei oder die Staatsanwaltschaft insge-
samt siebenmal einvernommen worden (vgl. StA act. 12.2, StA act. 12.8 [Haftein-
vernahme], StA act. 12.11, StA act. 12.12, StA act. 12.15, StA act. 12.16 [Konfron-
teinvernahme], StA act. 12.17). Zudem erfolgte eine weitere Einvernahme durch 
das Regionalgericht (RG act. 6 [Proz. Nr. 515-2019-11]). An der Berufungsver-
handlung am Kantonsgericht ist er trotz Vorladung nicht erschienen, weshalb er 
nicht befragt werden konnte.

Anlässlich seiner ersten Befragung am Tag der Verhaftung gab der Beschuldigte 1 
an, nichts über das im Auto gefundene Gold zu wissen. Er sei lediglich in H._____ 
in den Ferien gewesen (vgl. StA act. 12.2). Anlässlich der Hafteinvernahme einen 
Tag später äusserte er sich erstmals ausführlich zu den Gründen seines Aufent-
halts in H._____. Er gab an, dass er vor etwa zwei bis drei Wochen von einem 
W._____ oder X._____ in M._____ angesprochen worden sei, um ein Paket in der 

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Schweiz abzuholen. Dafür solle er EUR 10'000.00 bis 15'000.00 erhalten, dürfe 
aber nicht in das Paket schauen. Daraufhin habe er ein kleines Nokia-Handy er-
halten, auf welchem er später täglich von einer Person aus K._____ kontaktiert 
worden sei. Die Nummer sei bis am Donnerstag immer anonym gewesen, er wis-
se nicht, wer ihn angerufen habe. Um 18 Uhr sei man dann aus M._____ losge-
fahren und um etwa 4 Uhr morgens in H._____ angekommen. Die Person habe 
wieder angerufen und gesagt, dass man in ein Hotel gehen solle. Man habe dann 
im Hotel U._____ übernachtet. An Nachmittag sei der nächste Anruf eingegangen, 
mit der Anweisung, dass die Frau erst um 16 Uhr zu Hause sei. Um 16:30 Uhr 
habe man ihm dann die Adresse mitgeteilt. Man sei dann an die Via J._____ ge-
fahren; der Beschuldigte 2 sei gefahren. Er sei dann dort ausgestiegen und habe 
vor der Türe gewartet, bis die Frau rausgekommen sei. Er sei dabei während der 
ganzen Zeit am Telefon gewesen. Die Person am Telefon habe dann das Pass-
wort "Winterabend" gesagt, welches er der inzwischen heruntergelaufenen Frau 
mitgeteilt habe. Diese habe ihm daraufhin den Plastiksack gegeben. Er habe nicht 
gewusst, was drin sei. Er sei zurück zum Fahrzeug und habe die Tüte in einem 
Kunststoffsack versteckt. Der Anrufer habe ihm gesagt, dass er noch in H._____ 
bleiben solle, bis er wieder anrufe. Danach habe er praktisch jede Stunde angeru-
fen. Sie seien danach ins Restaurant etwas essen gegangen, woraufhin man ihm 
mitgeteilt habe, dass man von H._____ losfahren solle. Sie hätten sich verfahren 
und seien schliesslich an der Grenze in S._____ gelandet. Das Paket hätte er ei-
gentlich in der Schweiz abgeben müssen (vgl. StA act. 12.8, Frage 1). Auf Nach-
frage bestritt er, dass er etwas von dem Gold wusste. Er gab aber an, dass er 
schon in Q._____ gewusst habe, dass er etwas abholen müsse. Zudem gab er auf 
die Frage, ob er I._____ kenne, an, dass es sich beim Anrufer um Herrn I._____ 
gehandelt habe (StA act. 12.8, Fragen 10, 11, 12). Diesen geschilderten Ablauf 
bestätigte der Beschuldigte 1 anlässlich verschiedener weiterer Befragungen. Im 
Rahmen der dritten Einvernahme gab er zudem an, dass er den Beschuldigten 2 
vorher nicht gekannt habe, ihn aber über R._____ kennengelernt habe. Dieser 
habe ihm den Beschuldigten 2 als Fahrer vermittelt, da er einen Führerschein und 
einen Volvo besessen habe. Er habe dem Beschuldigten 2 EUR 1'000.00 geboten, 
damit dieser die Fahrt mache, und ihm gesagt, dass man ein Paket von A nach B 
bringen müsse und er nicht so viele Fragen stellen solle, da er selbst nicht viel 
wisse (vgl. StA act. 12.11, Fragen 2-4). Zum Beschuldigten 3 gab er an, dass die-
ser mitgekommen sei, um ihn und das Paket zu schützen, falls der Beschuldigte 2 
mitbekommen würde, was konkret ablaufe (vgl. StA act. 12.11, Frage 11). Diese 
Aussage vom 28. Juni 2018 hinsichtlich dem Beschuldigten 3 bestritt er in späte-
ren Einvernahmen (vgl. StA act. 12.15, Frage 19; StA act. 12.16, Fragen 4, 5). 
Gleich blieb jedoch die Aussage, dass weder der Beschuldigte 2 noch der Be-

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schuldigte 3 gewusst hätten, dass es sich beim Paket um deliktisches Gut gehan-
delt habe (vgl. StA act. 12.11, Frage 11). In Bezug auf sich selbst gab der Be-
schuldigte 1 an, dass er geahnt habe, dass sich im Paket Gold oder Geld befinden 
würde. Als er das Paket übernommen habe, habe er aufgrund des Gewichts dann 
angenommen, dass es sich um Gold handle (StA act. 12.11, Frage 8). Als Hinter-
männer vermutete der Beschuldigte 1 die Y._____ Grossmafia. Er könne aber 
keine Angaben machen, da es um sein Leben und das Leben seiner Schwester 
gehe. Er habe schon einige Videos von Personen gesehen, die solche Fahrten 
gemacht hätten, denen die Arme oder Beine fehlen würden (StA act. 12.11, Fra-
gen 26, 27). An zwei weiteren Einvernahmen bestätigte der Beschuldigte 1 
schliesslich auf Nachfrage ausdrücklich, dass er als Mittäter am Betrug zum Nach-
teil der Geschädigten beteiligt gewesen sei. Dabei wurde ihm anlässlich der ersten 
der beiden Einvernahmen der ganze Betrugssachverhalt vorgelesen (vgl. StA 
act. 12.15, Frage 1; StA act. 12.7. Frage 1). An der Hauptverhandlung vor dem 
Regionalgericht Maloja bestritt er den vorgeworfenen Sachverhalt jedoch wieder 
(vgl. RG act. 6, Frage 4.1 [Proz. Nr. 515-2019-11]). 

4.5.2. Der Beschuldigte 2 ist durch die Polizei oder die Staatsanwaltschaft viermal 
einvernommen worden (vgl. StA act. 12.1, StA act. 12.6 [Hafteinvernahme], StA 
act. 12.9, StA act. 12.13). Zudem erfolgten Einvernahmen durch das Regionalge-
richt (RG act. 4 [Proz. Nr. 515-2019-12]) und das Kantonsgericht (act. H.4).

Der Beschuldigte 2 gab ab der ersten und zweiten Einvernahme am 15. und 
16. Juni 2018 an, dass er den Beschuldigten 1 erst seit ein bis zwei Tagen kenne. 
Davor habe er von ihm bereits gehört, nämlich, dass dieser kriminelle Sachen im 
Zusammenhang mit Geld am Laufen habe. Der Kontakt zum Beschuldigten 1 sei 
ihm von R._____, einem guten Freund von ihm, vermittelt worden. Dieser habe 
ihm gesagt, dass der Beschuldigte 1 und 3 etwas vorhätten und er EUR 500.00 
verdienen könne. Der Beschuldigte 3 stamme aus demselben Stadtteil wie er; er 
kenne ihn seit der Jugendzeit. Auch von ihm habe er gehört, dass dieser an meh-
reren kriminellen Sachen beteiligt sein solle. Am 13. Juni 2018 habe er die beiden 
anderen um 15 Uhr in einem Café in AA._____ getroffen. Die beiden hätten ihm 
angeboten, ihn auf einen Wellnesstrip in die Schweiz einzuladen; zusätzlich würde 
er EUR 500.00 erhalten. Der Beschuldigte 1 habe angegeben, dass er eine Bar-
geldsumme von unter EUR 10'000.00 abholen und jemandem in der Schweiz 
übergeben müsse. Es sei nichts Kriminelles. Man habe dies schon öfters gemacht. 
Jemand habe dem Beschuldigten 1 dann telefonisch mitgeteilt, wo man das Paket 
abholen müsse, und zwar in H._____. Um etwa 19 Uhr sei man zuerst in eine 
Wohnung zu jemandem gefahren, wo die beiden anderen etwas abgeholt hätten; 

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etwas später sei man gestartet. Sie seien über die A3 durch Österreich gefahren. 
Die beiden anderen hätten auf einen Anruf gewartet. Wer der Anrufer gewesen 
sei, wisse er nicht, angeblich sei es jemand aus der Türkei gewesen. Um etwa 4 
Uhr morgens sei man in H._____ eingetroffen. Der Anrufer habe dem Beschuldig-
ten 1 dann mitgeteilt, dass man in ein Hotel gehen solle, weshalb sie dann ins Ho-
tel U._____ gegangen seien. Am Nachmittag habe der Anrufer schliesslich eine 
Adresse angegeben, zu welcher man dann gefahren sei. Der Beschuldigte 3 habe 
diese dann in sein Handy eingegeben. Ihm wiederum sei gesagt worden, er solle 
sein Fahrzeug etwas weiter wegstellen und dort warten. Der Beschuldigte 1 und 
der Beschuldigte 3 seien dann ausgestiegen und zur Adresse gegangen. Er habe 
etwa fünf Minuten gewartet, dann seien die beiden zurückgekommen. Der Be-
schuldigte 1 habe ein Paket in den Händen gehalten. Er habe gedacht, dass es 
sich um Bargeld handeln müsse. Man habe dann auf die nächsten Anweisungen 
gewartet. Nach einem weiteren Telefonat habe es geheissen, dass man auf je-
manden warten müsse, welcher das Paket abhole. Man sei dann dem Anrufer 
entgegengefahren; die beiden anderen Beschuldigten hätten den Weg vorgege-
ben. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit sei man am Grenzposten gewesen und 
kontrolliert worden. Er habe nichts über den Inhalt des Pakets gewusst. Dass es 
sich um Gold handle, habe er erst an der Grenze erfahren (vgl. StA act. 12.1, Fra-
gen 4-16; StA act. 12.6, Frage 1). In den weiteren Einvernahmen blieb der Be-
schuldigte 2 grundsätzlich bei diesem Ablauf. Er gab jedoch an, dass er für die 
Fahrt EUR 1'000.00 bekommen sollte (vgl. StA act. 12.13, Frage 2). Hinsichtlich 
der Hintergründe gab er an, dass ihm R._____ angegeben habe, dass der Be-
schuldigte 1 und seine Schwester V._____ etwas vorhätten und er etwas verdie-
nen könne. Beide würden in engerem Kontakt mit dem Anrufer stehen und hätten 
solche Übergabesachen schon öfters gemacht (StA act. 12.6, Frage 11). V._____ 
sei in M._____ auch kurz ins Auto gekommen und habe dem Beschuldigten 1 et-
was, wahrscheinlich Geld, übergeben. Sie habe in die Runde gesagt, dass es in 
die Schweiz gehe, 800 km, und habe ihn angekuckt und gefragt, ob er fahre. Wei-
ter habe sie gesagt, dass "er" gleich anrufen werde (vgl. StA act. 12.9, Frage 2). 
Die beiden anderen Beschuldigten hätten auf der Fahrt schliesslich diskutiert, wer 
der unbekannte Anrufer sein könne. Der Beschuldigte 1 habe geglaubt, es sei der-
jenige, der Beschuldigte 3 habe gesagt, es sei dessen Bruder. Er habe daraus 
geschlossen, dass es gefährliche Typen seien (StA act. 12.9, Frage 3). 

In allen Einvernahmen gab der Beschuldigte 2 an, nichts über die Umstände der 
Tat und den kriminellen Hintergrund gewusst zu haben. Jedoch gab er zu, dass er 
hätte wissen müssen, dass da etwas faul sei, er aber aufgrund seiner Leichtsin-

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nigkeit und seiner finanziellen Sorgen trotzdem eingewilligt habe (bspw. StA 
act. 12.9, Frage 24).

4.5.3. Der Beschuldigte 3 ist durch die Polizei oder die Staatsanwaltschaft fünfmal 
einvernommen worden (vgl. StA act. 12.3, StA act. 12.7 [Hafteinvernahme], StA 
act. 12.10, StA act. 12.14, StA act. 12.16 [Konfronteinvernahme]). Zudem erfolgte 
eine weitere Einvernahme durch das Kantonsgericht (act. H.5).

Anlässlich der ersten beiden Einvernahmen gab der Beschuldigte 3 pauschal an, 
nichts über das gefundene Gold zu wissen. Sie seien lediglich für ein, zwei Tage 
Urlaub in die Schweiz gefahren. Man habe in einem Hotel übernachtet, etwas ge-
gessen, Fotos gemacht und sich die Berge und die Ortschaften angeschaut. Der 
Beschuldigte 1 habe jeweils Anrufe entgegengenommen, aber den Anrufer habe 
er nicht gekannt. Weiteres wisse er nicht. Er kenne den Beschuldigten 1 seit etwa 
eineinhalb Jahren, den Beschuldigten 2 seit ein paar Monaten. Beide seien 
Freunde (vgl. StA act. 12.3 und StA act. 12.7). In den weiteren Einvernahmen 
blieb er grundsätzlich bei seinen Aussagen, gab aber etwas detaillierter an, wes-
halb er die Reise mitgemacht hatte. So habe er mitbekommen, dass die Beschul-
digten 1 und 2 in die Schweiz nach H._____ fahren würden, um etwas zu erledi-
gen. Er habe gefragt, ob er mitfahren dürfe. Die beiden anderen hätten nichts da-
gegen gehabt. Der Beschuldigte 2 sei gefahren, der Beschuldigte 1 habe während 
der Fahrt immer wieder Telefonanrufe erhalten. Worum es gegangen sei, habe er 
nicht mitbekommen, er habe viel geschlafen oder Musik gehört. Über den Zweck 
der Fahrt habe er auch nicht viel gewusst, einzig, dass der Beschuldigte 1 etwas 
erledigen musste (vgl. StA act. 12.10, Fragen 5-12). In seinen weiteren Aussagen 
bestätigte er im Wesentlichen die Reiseangaben (Fahrroute, Zeiten, Hotelüber-
nachtung) der Beschuldigten 1 und 2 (vgl. StA act. 12.10, Fragen 14 ff.). Der Be-
schuldigte 1 habe die Fahrt- und Hotelkosten übernommen (vgl. StA act. 12.10, 
Frage 17). Betreffend die Übergabe des Pakets sagte er aus, dass er und der Be-
schuldigte 1 aus dem Auto gestiegen seien. Letzterer sei weggegangen und habe 
gesagt, er komme gleich wieder. Er selbst sei ausgestiegen, um zu urinieren. Der 
Beschuldigte 2 habe im Auto gewartet. Der Beschuldigte 1 sei dann rasch wieder 
zurückgekommen. Er könne nicht sagen, ob er etwas getragen habe, er habe 
nicht darauf geachtet. Sie seien dann eingestiegen und wieder losgefahren (StA 
act. 12.10, Frage 20). Betreffend Bezahlung gab er an, dass der Beschuldigte 1 
ihm während der Reise gesagt habe, dass er ihm freiwillig etwas geben würde. 
Vor der Reise habe er jedoch nichts angeboten (StA act. 12.10, Frage 29; StA 
act. 12.14, Frage 23). Im Weiteren blieb der Beschuldigte 3 durchgehend bei sei-
ner Aussage, dass er nichts gewusst habe. Er habe den Beschuldigten 1 aus-

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drücklich gefragt, ob die Reise etwas mit Drogen zu tun habe. Dies sei verneint 
worden (StA act. 12.10, Frage 31; StA act. 12.14, Frage 10 f.)

4.6. Übrige relevante Beweismittel

Wie dargelegt, sind vorliegend weitere relevante Beweismittel vorhanden:

Zum einen wird aus den Bankunterlagen der G._____ ersichtlich, dass die Ge-
schädigte am 29. Mai 2018 Fondsanteile im Umfang von über CHF 200'000.00 
verkauft und am 30. Mai 2018 CHF 209'727.65 an den L._____ überwiesen hat 
(vgl. StA act. 13). Aus der Proformarechnung des L._____ vom 22. Mai 2018 ist 
erkennbar, dass die Geschädigte für den genannten Betrag 20 Goldbarren à 250 
Gramm gekauft hat. Später – wohl aufgrund des mittlerweile höheren Goldpreises 
– musste die Geschädigte CHF 1'032.35 an die L._____ AG nachzahlen (vgl. StA 
act. 11.21). In den Unterlagen der G._____ findet sich zudem ein Schreiben, in 
welchem die Geschädigte ausdrücklich vor einem Enkeltrickbetrug gewarnt wird 
(StA act. 11.13).

Weiter findet sich in den Akten ein mutmasslich gefälschtes Schreiben des deut-
schen Bundeskriminalamts, unterzeichnet von einem Oberstaatsanwalt. In diesem 
Schreiben ist die Rede von einem gewerbsmässigen Bandenbetrug und versuch-
tem Totschlag. Der Geschädigten wird für ihre Kooperation gedankt und es wird 
festgestellt, was bisher (grösserer Geldbetrag und Schmuck) von einem Einsatz-
beamten sichergestellt worden ist (StA act. 11.17). 

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung hat die Staatsanwaltschaft zu-
dem den Nachtragsbericht der Kantonspolizei Graubünden betreffend die Auswer-
tung der sichergestellten Mobiltelefone der Beschuldigten eingereicht. Daraus wird 
namentlich ersichtlich, dass der Beschuldigte 1 regelmässig mit R._____ und 
V._____ in Kontakt stand. Zudem beschuldigt ihn ein "Z._____" in einem Chatver-
lauf, dass er mit seiner Schwester V._____ Enkeltrickbetrug mache und "Omas 
abziehe". Auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten 2 fanden sich ein Chatverlauf 
und Audionachrichten mit einer "AB._____", welche zu diesem Zeitpunkt mut-
masslich die Freundin des Beschuldigten 2 war. Dabei gab der Beschuldigte 2 an, 
dass "R._____" viel Geld abholen wolle, es gehe um weit mehr als EUR 
10'000.00. Die Freundin wies ihn darauf hin, dass er sich auch strafbar mache, 
wenn er nur das Geld transportiere. Auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten 3 
fanden sich schliesslich zwei relevanten Dateien. Einerseits ein Foto eines Polizei-
rapports betreffend eines Falso-Polizia-Betruges, bei welchem R._____ und 
V._____ als Täter beschuldigt wurden. Andererseits beinhaltete eine Videodatei 

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Aufnahmen eines vertraulichen Anwaltsgesprächs, das sich auf diese Falso-
Polizia-Tat bezog (vgl. zum Ganzen RG act. 7 [515-2019-11]; act. I.1 und I.2 [SK1 
20 17]).

4.7. Gesamtbeurteilung

Vorliegend sind die Aussagen der Geschädigten als sehr glaubhaft anzusehen, 
zumal die Unterlagen der G._____ und der L._____ AG, und das gefälschte 
Schreiben des BKA ihre Aussagen vollumfänglich stützten. Der von ihr erwähnte 
Polizist I._____ war zudem auch dem Beschuldigten 1 bekannt. Dieser gab an, 
dass der unbekannte Anrufer auf seinem Mobiltelefon I._____ sei (vgl. StA 
act. 12.8, Frage 12; StA act. 12.15, Frage 6). Dass es sich bei I._____ nicht um 
einen realen Polizisten handelt, ist angesichts der Gesamtumstände offensichtlich 
und wird von keiner Seite bestritten. Insofern sind die von I._____ gegenüber der 
Geschädigten erwähnten Ermittlungen als frei erfunden anzusehen. Schliesslich 
stützen verschiedene weitere Indizien den Falso-Polizia Sachverhalt. Einerseits 
fand sich auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten 3 der erwähnte Polizeirapport, 
in welchem mutmasslich R._____ und V._____ beschuldigt wurden, eine Falso-
Polizia-Tat begangen zu haben. Namentlich aufgrund der Aussagen des Beschul-
digten 2 ist davon auszugehen, dass beide auch bei der vorliegenden Tat zumin-
dest Mitwisser oder sogar Mittäter/Gehilfen waren. Auch die Vorwürfe des unbe-
kannten "Z._____" stützen den Verdacht, dass der Beschuldigte 1 und mutmass-
lich seine Schwester an mehreren ähnlichen Betrugsfällen beteiligt waren. Als 
Zwischenfazit kann deshalb festgehalten werden, dass auf die Aussage der Ge-
schädigten vollumfänglich abgestellt werden kann. Insofern ist der Anklagesach-
verhalt hinsichtlich des Falso-Polizia-Sachverhalts als erstellt anzusehen.

Strittig sind vorliegend namentlich die Rollen und das Tatwissen der drei Beschul-
digten. Angesichts der oben erwähnten Beweismittel sind ihre Aussagen in ver-
schiedener Hinsicht in Zweifel zu ziehen:

Hinsichtlich des Beschuldigten 1 ist ohne weiteres davon auszugehen, dass er der 
Kopf der Reisegruppe war. Er gab die Anweisungen; er hat sämtliche Fahr- und 
Hotelspesen übernommen. Dies wird von allen drei Beschuldigen so bestätigt be-
ziehungsweise so dargestellt. Insofern ist auch unbestritten, dass er – und nur er – 
in Kontakt mit den Hintermännern stand, von welchen er laufend Anweisungen 
erhalten haben soll. Anlässlich der Berufungsverhandlung bestritt der Beschuldigte 
1 beziehungsweise sein Rechtsvertreter, dass er sich der Illegalität seines Verhal-
tens bewusst gewesen sei. Er habe lediglich eine Tüte abgeholt, ohne zu wissen, 
was darin sei. Dies erscheint vorliegend jedoch höchst unglaubhaft. Bereits auf-

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grund der vom Beschuldigten 1 anlässlich verschiedener Einvernahmen beschrie-
benen Tatumstände – beispielsweise die Telefonate mit unbekannter Nummer von 
einer unbekannten Person oder die hohe Entschädigung von mehr als 
EUR 10'000.00 für einen einfachen Transportauftrag – musste dem Beschuldigten 
1 klar gewesen sein, dass es sich um einen Auftrag mit kriminellem Hintergrund 
handeln würde. Vorliegend ist davon auszugehen, dass er weit genauer über die 
Hintergründe des Deliktsguts informiert war. Wie das auf dem Mobiltelefon des 
Beschuldigten 3 gefundene Foto eines Polizeirapports zeigt, war seine Schwester, 
V._____, in anderen ähnlichen Falso-Polizia-Taten tatverdächtig. Gemäss dem 
Beschuldigten 2 stand der Beschuldigte 1 während der Fahrt ständig in Kontakt 
mit seiner Schwester. Der Beschuldigte 2 vermutete unter anderem deshalb, dass 
die Schwester ebenfalls an der Tat beteiligt war (vgl. StA act.12.6, Frage 1; 
StA act.12.9, Frage 1). Angesichts dessen und angesichts der Nachrichten des 
unbekannten "Z._____" sieht es das Gericht als erwiesen an, dass der Beschul-
digte über die Hintergründe der Tat informiert war. Dies hat der Beschuldigte 1 
implizit auch bestätigt. Anlässlich der Einvernahme vom 6. August 2018 gab er zu, 
dass er als Mittäter am Betrug zum Nachteil der Geschädigten beteiligt gewesen 
sei.

Der Beschuldigten 3 bestritt in seinen Einvernahmen durchgehend, dass er den 
wahren Zweck der Reise kannte oder mitbekommen habe, dass der Beschuldigte 
1 ein Paket abgeholt habe. Diese Aussagen sind höchst unglaubhaft. Aufgrund 
der gefundenen Dateien auf seinem Mobiltelefon ist vielmehr mit an Sicherheit 
grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er die Hintergründe 
ziemlich gut kannte oder zumindest vermutete. Seine Aussage, dass auch andere 
Personen, namentlich der Beschuldigte 1, Zugang zu seinem Mobiltelefon gehabt 
hätten, ist als reine Schutzbehauptung zu werten. Selbst wenn es so war, er-
scheint es sehr unwahrscheinlich, dass der Beschuldigte 1 solch belastende Da-
teien auf einem fremden Mobiltelefon abgespeichert hätte. Zu bedenken ist 
schliesslich, dass der Beschuldigte 3 zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Wo-
chen beim Beschuldigten 1 wohnhaft war. Dass er in dieser Zeit nichts von den 
Vorgängen rund um den Beschuldigten 1 mitbekommen haben will, ist angesichts 
der Umstände kaum glaubhaft. Dies gilt auch für seine Aussage, dass er während 
der Reise nichts – auch nicht den Inhalt der Telefongespräche des Beschuldigten 
1– mitbekommen haben will. Diese Darstellung steht im Übrigen auch in Wider-
spruch zu den Aussagen des Beschuldigten 2. Gemäss diesem hatte der Be-
schuldigte 3 eine durchaus grössere Rolle inne. So hat er beispielsweise jeweils 
mitgeteilt, wo der Beschuldigte 2 durchfahren solle, und war offensichtlich auch an 
den Nachverhandlungen des Beschuldigten 2 zu seiner Vergütung beteiligt (vgl. 

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StA act. 12.13, Frage 10; auch erwähnt durch den Beschuldigten 1, StA 
act. 12.11, Fragen 4, 5). Gemäss dem Beschuldigten 2 hat der Beschuldigte 3 zu-
dem mit dem Beschuldigten 1 gemutmasst, wer sich hinter dem unbekannten An-
rufer verbergen solle. Alleine dies zeigt, dass er offensichtlich weit mehr wusste, 
als er selbst angibt. Hinsichtlich seiner Rolle ist schliesslich auf die dritte Einver-
nahme des Beschuldigten 1 abzustellen. Dort gab dieser selbst an, dass er den 
Beschuldigten 3 mitgenommen habe, um ihn vor dem Beschuldigten 2 zu schüt-
zen, falls dieser mit dem Deliktsgut abhauen wolle (StA act. 12.11 Frage 11). Dies 
erscheint glaubhaft, zumal kein Grund ersichtlich ist, weshalb der Beschuldigte 1 
diesbezüglich eine Falschaussage getätigt haben soll, und der Beschuldigte 1 den 
Beschuldigten 2 erst seit ein paar Tagen kannte (vgl. dazu ausführlich E. 5.5).

Hinsichtlich des Beschuldigten 2 ist festzuhalten, dass dieser bereits in seiner ers-
ten Einvernahme relativ ausführlich beschrieb, wie es zu der ganzen Reise kam. 
Aus seinen Aussagen und den Aussagen der übrigen Beteiligten ist klar, dass sich 
seine Tatbeteiligung grundsätzlich auf den Fahrdienst beschränkte. Seine Aussa-
gen sind zu grossen Teilen als glaubhaft einzustufen, zumal sie sich gerade auch 
mit den ersten Aussagen des Beschuldigten 1 decken und mit weiteren externen 
Indizien (Tatwissen/Tatbeteiligung R._____ und V._____) übereinstimmen. Einzig 
hinsichtlich seines eigenen Tatwissens ist ebenfalls davon auszugehen, dass er 
seine eigene Beteiligung kleiner dargestellt hat, als sie tatsächlich war. So zeigen 
die Nachrichten an seine Freundin, dass ihm – entgegen seinen Aussagen – klar 
war, dass vorliegend ein grosser Geldbetrag von über EUR 10'000.00 abgeholt 
werden sollte, und dass dieser aus einer Straftat stammte. Dies deckt sich auch 
mit seiner eigenen Aussage, wonach er wusste, dass der Beschuldigte 1 und der 
Beschuldigte 3 verschiedene kriminellen Sachen am Laufen hatten. Dabei war ihm 
sogar bekannt, dass sich die mutmasslichen kriminellen Handlungen des Be-
schuldigten 1 auf Gelddelikte bezogen. Unter Berücksichtigung dieser Umstände 
und der Tatsache, dass der Beschuldigte 2 verschiedene Gespräche zwischen 
dem Beschuldigten 1 und 3 sowie seine Telefonate mit dem unbekannten Anrufer 
mitbekommen haben muss, ist kaum davon auszugehen, dass er die weiteren 
Umstände nicht kannte. Seine Angaben, dass er sich mehrfach habe bestätigen 
lassen, dass es sich nicht um etwas strafrechtlich Relevantes handle, erscheint 
gerade angesichts seiner Nachrichten an seine Freundin als höchst unglaubhaft. 
Da er davon ausgehen musste, dass es sich vorliegend um kriminelle Machen-
schaften handelte, ist zudem davon auszugehen, dass er den wahren Zweck der 
Reise und den Hintergrund des Deliktsguts nachgefragt hatte und darüber zumin-
dest in groben Zügen Bescheid wusste.

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Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Anklagesachverhalt als erstellt anzu-
sehen ist. Namentlich die Aussagen der Geschädigten, des Beschuldigten 1, des 
Beschuldigten 2 und die verschiedenen Chatprotokolle zeigen, dass allen drei Be-
schuldigten zumindest bekannt war, dass es sich vorliegend um einen Betrug ge-
handelt hat.

5. Rechtliche Würdigung

5.1. Einschlägige Tatbestände

5.1.1. Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der 
Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch 
Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in 
einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, 
wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt. Der Tatbe-
stand des Betrugs zeichnet sich als "Beziehungsdelikt" dadurch aus, dass der 
Täter das Opfer durch motivierende, kommunikative Einwirkung dazu veranlasst, 
sich selbst durch die Vornahme einer Vermögensverfügung zugunsten des Täters 
oder eines Dritten zu schädigen. Angriffsmittel des Betrugs ist die arglistige, d.h. 
die mit einer gewissen Raffinesse oder Durchtriebenheit vorgenommene Täu-
schung (BGE 135 IV 76 E. 5.1 f.; BGer 6B_150/2017 v. 11.1.2018 E. 3.3, nicht 
publ. in: BGE 144 IV 52; je mit Hinweisen). Arglist ist nach ständiger Rechtspre-
chung gegeben, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich be-
sonderer Machenschaften oder Kniffe bedient. Bei einfachen falschen Angaben ist 
das Merkmal erfüllt, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe 
möglich oder nicht zumutbar ist, sowie dann, wenn der Täter den Getäuschten von 
der möglichen Überprüfung abhält oder nach den Umständen voraussieht, dass 
dieser die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensver-
hältnisses unterlassen werde (BGE 142 IV 153 E. 2.2.2; 135 IV 76 E. 5.2; 119 IV 
28 E. 3e). Mit dem Tatbestandsmerkmal der Arglist verleiht das Gesetz dem Ge-
sichtspunkt der Opfermitverantwortung wesentliche Bedeutung. Arglist scheidet 
aus, wenn der Getäuschte den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit 
hätte vermeiden können. Dabei sind die jeweilige Lage und die Schutzbedürftigkeit 
des Betroffenen im Einzelfall entscheidend. Rücksicht zu nehmen ist namentlich 
auf geistesschwache, unerfahrene oder aufgrund von Alter oder Krankheit beein-
trächtigte Opfer oder auf solche, die sich in einem Abhängigkeits- oder Unterord-
nungsverhältnis oder in einer Notlage befinden und deshalb kaum imstande sind, 
dem Täter zu misstrauen. Auf der anderen Seite sind besondere Fachkenntnis 
und Geschäftserfahrung des Opfers in Rechnung zu stellen, wie sie etwa im Rah-
men von Kreditvergaben Banken beigemessen wird. Auch unter dem Gesichts-

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punkt der Opfermitverantwortung erfordert die Erfüllung des Tatbestands indes 
nicht, dass das Täuschungsopfer die grösstmögliche Sorgfalt walten lässt und alle 
erdenklichen Vorkehren trifft. Arglist scheidet lediglich aus, wenn es die grundle-
gendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet. Entsprechend entfällt der straf-
rechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrlässigkeit des Getäuschten, sondern nur bei 
Leichtfertigkeit, welche das betrügerische Verhalten des Täters in den Hintergrund 
treten lässt. Die zum Ausschluss der Strafbarkeit des Täuschenden führende Op-
fermitverantwortung kann aber nur in Ausnahmefällen bejaht werden, denn mit 
einer engen Auslegung des Betrugstatbestands würde die sozialadäquate Ge-
schäftsausübung und damit der Regelfall des Geschäftsalltags betrugsrechtlich 
nicht geschützt. Selbst ein erhebliches Mass an Naivität des Geschädigten hat 
nicht zwingend zur Folge, dass der Täter straflos bleibt. Anwendungsfälle nicht 
arglistiger Täuschungen betreffen in der bisherigen Rechtsprechung insbesondere 
Banken und sonst im Geldanlagengeschäft berufsmässig tätige Personen als po-
tenzielle Opfer (vgl. BGE 142 IV 153 E. 2.2.2; 135 IV 76 E. 5.2 f.; BGer 
6B_480/2018 v. 13.9.2019 E. 1.1.1; 6B_977/2018 v. 27.12.2018 E. 1.1; 
6B_1323/2017 v. 16.3.2018 E. 1.1; 6B_150/2017 v. 11.1.2018 E. 3.3, nicht publi-
ziert in: BGE 144 IV 52; je mit Hinweisen). Der Tatbestand des Betrugs setzt des 
Weiteren eine irrtumsbedingte Vermögensverfügung des Getäuschten voraus, 
wodurch dieser sich selbst bzw. das seiner tatsächlichen Verfügung unterliegende 
Vermögen eines Dritten unmittelbar schädigt (BGE 133 IV 171 E. 4.3). Zwischen 
Täuschung, Irrtum und Vermögensdisposition muss ein Motivationszusammen-
hang bestehen (BGE 128 IV 255 E. 2e/aa; 126 IV 113 E. 3a). Der Getäuschte 
muss durch den Irrtum zu einer Vermögensverfügung veranlasst werden. Damit 
wird ein ursächliches Bindeglied zwischen Irrtum und Vermögensverfügung her-
gestellt. Vermögensverfügung ist grundsätzlich jedes Handeln oder Unterlassen, 
das eine Vermögensverminderung unmittelbar herbeiführt. Unmittelbarkeit bedeu-
tet, dass das irrtumsbedingte Verhalten des Getäuschten zu der Vermögensmin-
derung führt, ohne dass dafür noch zusätzliche deliktische Zwischenhandlungen 
des Täters erforderlich sind (BGer 6B_1033/2021 v. 12.1.2022 E. 2.1). Ein Ver-
mögensschaden liegt vor, wenn das Vermögen des Täuschungsopfers nach Vor-
nahme der irrtumsbedingten Vermögensverfügung in seinem Gesamtwert – durch 
Verringerung der Aktiven oder Vermehrung der Passiven – tatsächlich vermindert 
ist (BGer 6B_1081/2019 v. 15.5.2020 E. 1.2.3).

Der subjektive Tatbestand von Art. 146 Abs. 2 StGB verlangt Vorsatz und Handeln 
in unrechtmässiger Bereicherungsabsicht. Der Vorsatz muss sich auf die Verwirk-
lichung sämtlicher objektiver Tatbestandsmerkmale richten. Eventualvorsatz 
genügt (BGer 6B_341/2019 v. 21.2.2020 E. 1.3.2).

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5.1.2. Vorliegend stellt sich die Frage, ob die Beschuldigten eine vermeintliche Tat 
in Mittäterschaft oder lediglich als Gehilfen im Sinne von Art. 25 StGB begangen 
haben. Bereits vorab sei darauf verwiesen, dass das Gericht lediglich an den An-
klagesachverhalt gebunden ist, nicht jedoch an die rechtliche Würdigung der 
Staatsanwaltschaft. Insofern steht es dem Gericht offen, einen Beschuldigten le-
diglich als Gehilfen zu qualifizieren, auch wenn die Staatsanwaltschaft eine Mit-
täterschaft angeklagt hat (vgl. BGer 6B_155/2021 v. 18.3.2022 E. 1.2).

Nach der Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder 
Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit anderen 
Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es 
darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falls und dem 
Tatplan für die Ausführung des Delikts so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht 
oder fällt. Das blosse Wollen der Tat, der subjektive Wille allein genügt zur Be-
gründung von Mittäterschaft jedoch nicht. Daraus folgt aber nicht, dass Mittäter 
nur ist, wer an der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen 
vermag. Tatbestandsmässige Ausführungshandlungen sind keine notwendige 
Voraussetzung für die Annahme von Mittäterschaft (vgl. BGE 143 IV 361 E. 4.10; 
135 IV 152 E. 2.3.1; 120 IV 265 E. 2c/aa; BGer 6B_1437/2020 v. 22.9.2021 E. 
1.2.2; 6B_338/2020 v. 3.2.2021 E. 3.2.4; je m.H.). Mittäterschaft setzt unter ande-
rem einen gemeinsamen Tatentschluss voraus, wobei dieser nicht ausdrücklich 
bekundet werden muss; es genügt, wenn er konkludent zum Ausdruck kommt. 
Dabei ist nicht erforderlich, dass der Mittäter bei der Entschlussfassung mitwirkt, 
sondern es reicht aus, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen 
macht (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 120 IV 265 E. 2c/aa; je m.H.).

Reicht der Tatbeitrag nicht für eine Mittäterschaft aus, ist zu prüfen, ob sich ein 
Beschuldigter als Gehilfe strafbar gemacht hat. Der Gehilfenschaft im Sinne von 
Art. 25 StGB macht sich schuldig, wer die Haupttat dergestalt fördert, dass die 
Unterstützung tatsächlich zur Straftat beiträgt, ihre praktischen Erfolgschancen 
erhöht und sich in diesem Sinne als kausal erweist (BGE 129 IV 124 E. 3.2.; 121 
IV 109 E. 3.). Gefordert ist in diesem Zusammenhang mithin, dass die Hilfeleis-
tung die verübte Haupttat tatsächlich fördert bzw. deren Ausführung erleichtert. 
Der Haupttäter muss aus dem Tatbeitrag mithin einen konkreten praktischen Nut-
zen ziehen, ansonsten es an einer kausalen Förderung der Haupttat fehlt. Dabei 
kommt als Beihilfehandlung sowohl ein physischer als auch ein psychischer Bei-
trag in Frage. Während die physische Gehilfenschaft ein konkretes Tun des Gehil-
fen beinhaltet, ist bei der psychischen Beihilfe lediglich gefordert, dass der Hilfe-
leistende den Täter in dessen bereits gefassten Entschluss bestärkt, dies etwa 

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durch aktive und motivierende Zustimmung, bestärkendes Lob oder aktive Anfeue-
rung. Die blosse innere Billigung der Straftat, welche die Straftat nicht kausal för-
dert, stellt indessen keine psychische Gehilfenschaft dar. Stets ist der Tatbeitrag 
der Beihilfe indes von untergeordneter Natur, so dass – in Abgrenzung zur Mit-
täterschaft – insbesondere nicht erforderlich ist, dass die Haupttat mit diesem Bei-
trag steht oder fällt. In subjektiver Hinsicht muss sich der Gehilfe die wesentlichen 
objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale der vom Haupttäter zu bege-
henden Straftat zumindest in ihren Grundzügen vorstellen, wobei er aber weder 
diesen noch die Tat in ihren Einzelheiten zu kennen braucht (BGE 121 IV 109 
E. 3). Kenntnis vom Vorsatz des Haupttäters hat der Gehilfe dann, wenn dieser 
nach seiner Vorstellung bereits einen konkreten Tatentschluss gefasst hat (BGE 
117 IV 186 E. 3.). Zudem muss der Gehilfe den Haupttäter auch tatsächlich unter-
stützen wollen und dabei zumindest in Kauf nehmen, dass er mit seinem Verhal-
ten eine bestimmt geartete Straftat fördert (BGer 6B_859/2014 v. 24.3.2015 
E. 1.2.3 in fine). Dabei genügt es, dass er erkennt, dass er eine strafbare Hand-
lung unterstützt, deren grobe Umrisse ihm bekannt sind.

5.2. Haupttat

Bevor auf die Tatbeteiligung der Beschuldigten einzugehen ist, ist vorliegend zu 
prüfen, ob eine objektiv und subjektiv rechtswidrige Haupttat vorliegt.

5.2.1. Täuschung und kausal verursachter Irrtum

Wie dargelegt, äussert sich der Betrugstatbestand dadurch, dass die geschädigte 
Person durch den oder die Täter über Tatsachen getäuscht wird und dadurch in 
einen Irrtum versetzt wird. Vorliegend hat die Täterschaft die Geschädigte in um-
fassender Weise darüber getäuscht, dass eine Bande hinter ihrem Geld her sei 
und sie deshalb verschiedene Vorsichtsmassnahmen treffen müsse. Nachdem die 
Beschuldigte deshalb grosse Teile ihres Vermögens in Gold getauscht hatte, ga-
ben die Täter weiter an, dass dieses vermutungsweise gefälscht sei und deshalb 
geprüft werden müsse. Die Täuschungshandlungen erfolgen dabei im Sinne einer 
Falso-Polizia-Tat. So gab sich ein Mann telefonisch als I._____ vom Bundeskrimi-
nalamt K._____ in Q._____ aus. Durch die Verwendung gezielt ausgewählter Be-
griffe, die Erfindung von verschiedenen Ermittlungen und das gefälschte Schrei-
ben des Bundeskriminalamts wurde die Geschädigte gezielt darin getäuscht, dass 
es sich bei I._____ um einen echten Polizisten handelte. Durch diese Täu-
schungshandlungen ist die Geschädigte in den Irrtum versetzt worden, dass ei-
nerseits jemand ihr Geld stehlen wollte und andererseits das getauschte Gold 
möglicherweise gefälscht sei. Aufgrund dieses durch die Täuschungshandlungen 

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verursachten Irrtums erklärte sie sich bereit, das Gold der Täterschaft – gemäss 
Ansicht der Geschädigten der Polizei – zur Überprüfung zu überlassen. Nichts 
daran zu ändern vermag, dass die Geschädigte gewisse Vorgänge zwischenzeit-
lich merkwürdig fand, zumal diese Zweifel nichts daran änderten, dass sie den 
Geschichten von Herrn I._____ trotzdem Glauben schenkte. Die Merkmale der 
Täuschung und des Irrtums sind gegeben.

5.2.3. Arglistige Bestärkung des Irrtums

Betrug im Sinne von Art. 146 StGB ist nur erfüllt, wenn die Täterschaft die ge-
schädigte Person arglistig in die Irre geführt hat. Vorliegend bestreitet namentlich 
der Beschuldigte 1, dass Arglist gegeben sei, da kein Lügengebäude vorliege und 
die Geschädigte leichtsinnig gehandelt habe. Dieser Ansicht ist nicht zu folgen. 
Die Täterschaft bediente sich vorliegend nicht nur einfacher Lügen, sondern 
stimmte einzelne Lügen so aufeinander ab, dass die Geschädigte von einer um-
fassenden Bedrohungslage ausgehen musste. Einerseits vermittelte der Ober-
kommissar I._____ aufgrund seiner Ausdrucksweise und seiner Überzeugungs-
kraft das glaubhafte Bild eines realen Polizisten. Andererseits erfand dieser Ge-
fahrensituationen, wonach die Geschädigte und namentlich ihr Vermögen in Ge-
fahr und deshalb in Sicherheit zu bringen sei. Um die erfundenen Geschichten zu 
stützen, traf die Täterschaft verschiedene Vorkehrungen. So wurde der Geschä-
digten ein gefälschtes Schreiben des Bundeskriminalamts zugestellt, ihr am Tele-
fon eine gefälschte Tonaufnahme von zwei angeblichen Bandenmitgliedern vorge-
spielt, und Bezug auf eine reale Einbruchsserie in Herrenberg (D) genommen. Im 
Weiteren baute I._____ – auch wenn dies der Beschuldigte 1 bestreitet – ein Ver-
trauensverhältnis zu der Geschädigten auf, indem er sie – meist jeden Tag (vgl. 
StA act.12.4, Fragen 3 und 8) – mehrmals anrief und sich dabei nach ihrem Wohl-
befinden erkundigte. Unter anderem aufgrund dieses Vertrauensverhältnisses 
konnte er die Geschädigte davon abhalten, jemandem anderen von den Telefona-
ten zu erzählen. Dabei brachte er ein, dass es sich hier um eine grössere Ge-
schichte handeln würde, bei der auch die Interpol beteiligt sei. Deshalb müsse das 
Ganze geheim bleiben (StA act. 12.4, Frage 8). 

Der Beschuldigte 1 bringt vor, die Geschädigte habe leichtsinnig gehandelt, was 
eine Arglist aufgrund der Opfermitverantwortung ausschliesse. Er verweist dazu 
namentlich auf das Schreiben der G._____ vom 25. Mai 2018, in welchem diese 
die Geschädigte vor einem Enkeltrickbetrug warnte. Zudem seien die Lügen ein-
fach zu überprüfen gewesen – ein einfacher Anruf bei der Polizei hätte dazu 
genügt. Der Beschuldigte 1 übersieht in seiner Argumentation, dass betreffend die 
Opfermitverantwortung bei betagten Personen eine mögliche altersbedingte Unter-

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legenheit zu berücksichtigen ist. Namentlich sind die konkrete Schutzbedürftigkeit 
sowie die konkrete Lage der Betroffenen in die Beurteilung einzubeziehen, soweit 
der Täter diese kennt und auch ausnützt (vgl. BGer 6P.172/2000 v. 14.5.2001 
E. 8; BGer 6B_264/2012 v. 19.4.2013 E. 1.1 m.H.). Vorliegend wussten die Täter, 
dass es sich bei der Geschädigten um eine ältere Person handeln musste. Vermu-
tungsgemäss war ihnen – spätestens im Verlauf der Telefonate – auch bekannt, 
dass die Geschädigte verwitwet war. Aufgrund bereits vorangehender Übergaben 
in Q._____ war ihnen zudem bekannt, dass die Beschuldigte I._____ vertraute, 
sich einfach ängstigen liess und ansonsten offensichtlich keine andere Vertrau-
ensperson hatte. Dieses Wissen nutzten die Täter aus, namentlich, indem sie 
durch mehrmalige tägliche Telefonanrufe zu der Geschädigten ein Vertrauensver-
hältnis aufbauten. Nichts an der Arglist zu ändern vermögen dabei die offenbar 
mündlich und schriftlich erfolgten Warnungen ihrer Bank. Einerseits hatte I._____ 
der Geschädigten ausdrücklich mitgeteilt, dass jemand bei der Bank ebenfalls in 
die kriminellen Machenschaften verwickelt sei. Dies hielt die Geschädigte davon 
ab, die Warnungen der Bank als real anzusehen. Andererseits beschränkten sich 
die Warnungen der Bank auf einen "Enkeltrickbetrug", was vorliegend ja gerade 
nicht der modus operandi war. Wenn die Geschädigte verschiedentlich gewisse 
Zweifel äusserte, bediente sich die Täterschaft anderer Machenschaften, um sie 
zu überzeugen. So stellten sie ihr das gefälschte Schreiben des Bundeskriminal-
amts erst zu, nachdem sie von Herrn I._____ eine Quittung verlangt hatte (StA 
act. 12.4, Frage 9). 

Zusammenfassend ist das Tatbestandsmerkmal der Arglist als erfüllt anzusehen. 
Die Täterschaft bediente sich mehrfacher und raffiniert aufeinander abgestimmter 
Lügen und täuschte die Geschädigte mit Hilfe der Errichtung eines eigentlichen 
Lügengebäudes. Zudem bediente sich die Täterschaft besonderer Machenschaf-
ten, um die Lügen zu schützen. Bei der Geschädigten handelte es sich um eine 
verwitwete 84-jährige alleinstehende Dame. Dies wussten die Täter auszunutzen 
und schafften es, ein besonderes Vertrauensverhältnis zu ihr aufzubauen. 

5.2.4. Kausal verursachte Vermögensdisposition und unmittelbarer Vermögens-
schaden

Weiter wird voraussetzt, dass die Geschädigte aufgrund des durch die Täuschung 
verursachten Irrtums eine freiwillige Vermögensdisposition getätigt und sich dabei 
unmittelbar in ihrem Vermögen geschädigt hat. Vorliegend ist unbestritten, dass 
die Geschädigte dem Beschuldigten 1 am 14. Juni 2018 ein Couvert mit 5 Kilo-
gramm Gold übergeben hat. Diese Übergabe erfolgte dabei aufgrund der Anwei-
sungen von I._____. Die Täuschung ist demzufolge als kausal für die Vermögens-

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disposition anzusehen. Mit der Goldübergabe erfuhr die Geschädigte zudem un-
mittelbar eine Vermögensschädigung, da sie über das Gold nicht mehr verfügen 
konnte und die Täterschaft ihr dieses auch nicht zurückerstatten wollte. Nach der 
Übergabe war ihr Vermögen demzufolge über CHF 200'000.00 kleiner. Vorliegend 
wurde das Gold zwar später sichergestellt und zurückgegeben. Das Tatbestands-
merkmal des Vermögensschadens ist gemäss Rechtsprechung jedoch bereits er-
füllt, wenn es nur vorübergehend eintritt. Das Delikt war in diesem Zeitpunkt somit 
bereits vollendet.

5.2.5. Motivationszusammenhang / Kausalzusammenhang

Das Bundesgericht setzt schliesslich einen Motivationszusammenhang zwischen 
der arglistigen Täuschung, dem Irrtum und der Vermögensdisposition voraus. Wie 
bereits mehrfach angedeutet, erfolgte die Vermögensdisposition aufgrund des 
durch die Täuschung verursachten Irrtums. Ein Motivationszusammenhang bezie-
hungsweise ein Kausalzusammenhang zwischen den Tatbestandsmerkmalen ist 
ohne Weiteres gegeben.

5.2.6. Subjektiver Tatbestand

In subjektiver Hinsicht ist vorab festzuhalten, dass die mutmasslichen Hintermän-
ner der Tat nicht ermittelt worden sind und von ihnen demzufolge auch keine Aus-
sagen zu ihren Absichten vorliegen. Aufgrund des modus operandi und den Ta-
tumständen ist aber ohne weiteres davon auszugehen, dass die Hintermänner die 
Tat mit direktem Vorsatz geplant und ausgeführt haben. Dies einzig mit dem Ziel, 
sich selbst zu bereichern. Die Bereicherungsabsicht war zudem unrechtmässig, 
zumal die Täter keinen klagbaren Anspruch hatten und ihnen dies auch bekannt 
sein musste. Inwieweit die Beschuldigten den subjektiven Tatbestand erfüllen, ist 
erst später zu prüfen.

5.2.7. Fazit

Zusammenfassend ist vorliegend der objektive und subjektive Tatbestand von 
Art. 146 StGB erfüllt. Rechtfertigungsgründe sind hinsichtlich der Haupttäter weder 
ersichtlich noch angesichts der vorliegenden Tatumstände denkbar. Im Folgenden 
ist zu beurteilen, inwieweit die Beschuldigten an der Tat beteiligt waren.

5.3. Tatbeteiligung des Beschuldigten 1

Die Vorinstanz ging hinsichtlich des Beschuldigten 1 davon aus, dass dieser als 
Mittäter zu qualifizieren sei. Anlässlich der Berufungsverhandlung bestritt der Be-

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schuldigte 1 diese Qualifikation und brachte vor, dass er aufgrund seiner Tatbetei-
ligung und seinem Tatwissen lediglich als Gehilfe zu betrachten sei. Vorliegend ist 
dem Beschuldigten 1 zuzustimmen. Zwar hat gerade der Beschuldigte 1 einen 
erheblichen und kausalen Tatbeitrag geleistet, indem er die Abholung und den 
Transport der Beute übernommen hat. Jedoch ist ihm keine eigentliche Tatherr-
schaft zuzusprechen, zumal er gemäss den Aussagen sämtlicher Beschuldigten 
jeweils auf telefonische Anleitung gehandelt hat. Gerade die Tatsachen, dass er 
die Höhe und Art der Beute nicht gekannt und auch die Adresse der Geschädigten 
erst relativ spät mitgeteilt bekommen hat, zeigt, dass er das Geschehen hinsicht-
lich seiner eigenen Tathandlungen nicht beherrscht hat, sondern lediglich auf An-
weisung gehandelt hat. Seine Handlungen kommen einer Mittäterschaft zwar na-
he, zumal er die erste Ansprechperson der Hintermänner war und auf ihre direkten 
Anweisungen handelte. Aufgrund fehlender Tatherrschaft ist der Tatbeitrag des 
Beschuldigten 1 jedoch lediglich als Gehilfenschaft im Sinne von Art. 25 StGB zu 
werten. Dies jedoch in klarer Weise: Mit seinen Handlungen hat er die Haupttat 
stark gefördert, indem dank ihm die Vermögensdisposition der Geschädigten 
überhaupt erst möglich wurde. Lediglich aufgrund seines Tatbeitrags (und des 
Tatbeitrags der übrigen Beschuldigten) wären die Haupttäter in den Besitz des 
Goldes gelangt, wobei nicht von Belang ist, dass auch jemand anderes seinen 
Auftrag hätte durchführen können. Hinsichtlich den weiteren Tatbestandsmerkma-
len (namentlich die Täuschungshandlungen) lässt sich jedoch keine direkte Ver-
bindung zum Beschuldigten 1 nachweisen.

In subjektiver Hinsicht gilt das Folgende: Auch wenn nicht nachweisbar ist, dass 
der Beschuldigte 1 sämtliche konkreten Täuschungshandlungen kannte, ist auf-
grund mehrerer Indizien davon auszugehen, dass er zumindest den modus ope-
randi kannte. Namentlich ist davon auszugehen, dass es ihm bekannt war, dass 
es sich um einen Enkeltrick- oder einen Falso-Polizia-Betrug handeln musste; 
nichts anderes lässt sich aus der Verbindung zu seiner Schwester, dem gefunde-
nen Polizeirapport, seinem versprochenen Beuteanteil, den Gesprächen mit dem 
Beschuldigten 3 und den Nachrichten von "Z._____" schliessen. Als Gehilfe muss 
ihm die Haupttat dabei nicht in jeden Einzelheiten bekannt gewesen sein. Es 
reicht, wenn er sich die wesentlichen objektiven und subjektiven Tatbestands-
merkmale der Haupttäter in den Grundzügen vorgestellt hat. Dies ist vorliegend 
ohne Zweifel erfüllt. Hinsichtlich seiner eigenen Unterstützungshandlungen ist ihm 
zudem direkter Vorsatz anzurechnen. Er wollte sich direkt an der Tat beteiligen 
und sich dabei selbst an einem Teil der Beute bereichern.

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Zusammenfassend ist der Beschuldigte 1 der Gehilfenschaft zum Betrug gemäss 
Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB schuldig zu sprechen.

5.4. Tatbeteiligung des Beschuldigten 2

Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten 2 ebenfalls wegen Betrugs gemäss 
Art. 146 StGB. In der vorliegenden Berufung brachte der Beschuldigte 2 bezie-
hungsweise sein Rechtsvertreter vor, dass er gar keine Kenntnisse über die 
Haupttat gehabt habe und davon ausgegangen sei, dass er bei einer legalen Sa-
che dabei sei. Wie in der Beweiswürdigung bereits dargelegt, ist dieser Einschät-
zung des Beschuldigten 2 nicht zuzustimmen. 

In objektiver Hinsicht ist vorab festzuhalten, dass der Beschuldigte 2 mit seinen 
Fahrdiensten und dem Zurverfügungstellen seines Fahrzeugs die Haupttat in kau-
saler Weise gefördert hat, da ohne seinen Tatbeitrag die Beute nicht in H._____ 
hätte abgeholt werden können. Unerheblich ist dabei, dass jemand anderes diese 
Dienste ebenfalls hätte leisten können.

In subjektiver Hinsicht geht das Kantonsgericht schliesslich davon aus, dass der 
Beschuldigte 2 von allen Beschuldigten zwar am wenigsten Kenntnisse über den 
eigentlichen Betrugsablauf hatte. Wie dargelegt, war aber auch ihm bekannt, dass 
er sich auf eine kriminelle Aktion eingelassen hatte, bei welcher es um weit mehr 
als EUR 10'000.00 gehen sollte. Gemäss seiner eigenen Aussage war ihm zudem 
bewusst, dass der Beschuldigte 1 an kriminelle Aktivitäten im Zusammenhang mit 
Geld beteiligt war, und dass hinter der Tat gewisse Hintermänner steckten. Dies 
hatte er aus den Gesprächen zwischen dem Beschuldigten 1 und 3 mitbekommen. 
Bereits aufgrund dieser Informationen und aufgrund der Kenntnisse über ihren 
eigenen Abholauftrag musste ihm zumindest bewusst sein, dass ein Betrug hinter 
der Sache steckte und die Geschädigte unrechtmässig zu einer Vermögensdispo-
sition gebracht worden war. Die gegenteiligen Beteuerungen seinerseits sind als 
reine Schutzbehauptungen zu werten und nicht glaubhaft. Er selbst gab anlässlich 
einer Einvernahme an, dass er leichtsinnig gehandelt habe und hätte wissen müs-
sen, dass er sich strafbar machen würde.

Rekapitulierend hat der Beschuldigte 2 mit seinem Fahrdienst und dem Zurverfü-
gungstellen seines Fahrzeugs einen nicht unerheblichen Tatbeitrag geleistet. Die-
sen Tatbeitrag erbrachte er mit mindestens einer starken Vermutung, dass eine 
kriminelle Handlung beziehungsweise ein Betrug hinter der Sache steckte. Da er 
den Tatbeitrag trotz dieser Vermutung leistete, ist ihm insofern ein eventualvor-

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sätzliches Verhalten vorzuwerfen. Aufgrund dessen ist der Beschuldigte 2 gemäss 
Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB schuldig zu sprechen.

5.5. Tatbeteiligung des Beschuldigten 3

Der Beschuldigte 3 ist von der Vorinstanz freigesprochen worden. Dies im We-
sentlichen mit der Begründung, dass er keinen relevanten Tatbeitrag geleistet ha-
be. Gegen dieses Urteil erhob die Staatsanwaltschaft wie bereits dargelegt Beru-
fung.

Vorliegend ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Beschuldigte 3 
nicht als Mittäter zu qualifizieren ist. Dafür war sein Tatbeitrag zu gering, zumal er 
nicht an der Vermögensdisposition und/oder der Vermögensschädigung direkt be-
teiligt war. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz ist vorliegend jedoch davon aus-
zugehen, dass der Beschuldigte 3 tatsächlich zum Schutze des Beschuldigten 1 
an der Reise teilnahm. Diese Aussage des Beschuldigten 1 anlässlich der zweiten 
Einvernahme erscheint glaubhaft – warum sonst, wenn es nicht die Wahrheit wä-
re, hätte der Beschuldigte 1 dies behaupten sollen. Zudem ist aufgrund des auf 
dem Mobiltelefon des Beschuldigten 3 gefundenen erwähnten Foto des Polizei-
rapports und der Videoaufnahme ohne weiteres davon auszugehen, dass er ziem-
lich genau wusste, an was für einer Tat er sich vorliegend beteiligte. Darauf lassen 
im Übrigen auch die mehrfach erwähnten Aussagen des Beschuldigten 2 schlies-
sen. Wenn er aber wusste, was konkret ablief, erscheint es sehr unglaubhaft, dass 
er einfach so mitgefahren wäre; wie sich später zeigte, bestand ein nicht unbe-
achtliches Risiko, erwischt zu werden. Vielmehr ist vorliegend davon auszugehen, 
dass der Beschuldigte 3 einzig deshalb mitgegangen ist, weil auch er einen Tat-
beitrag – nämlich den Schutz des Beschuldigten 1 beziehungsweise der Beute vor 
dem Beschuldigten 2 – leistete. Diesbezüglich ist schliesslich der Argumentation 
der Staatsanwaltschaft zu folgen, wonach das Delikt mit der Goldübergabe noch 
nicht beendet, sondern lediglich vollendet war, da die drei Beschuldigten die Beute 
noch nicht bei den Auftraggebern abgeliefert hatten und diese noch nicht berei-
chert waren. Erst mit der Ablieferung der Beute bei den Hintermännern wäre die 
Tat vollendet gewesen. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte der Beschuldigte 3 damit 
seinen Tatbeitrag leisten, was er auch tat, nämlich indem er das Gold bis zur 
Übergabe schützte. Insofern hat er mit seinem Tatbeitrag die Haupttat in kausaler 
Weise gefördert.

Wie bereits mehrfach dargelegt, ist in subjektiver Hinsicht davon auszugehen, 
dass der Beschuldigte 3 ohne Weiteres wusste, was die groben Hintergründe der 
Tat waren. Angesichts des auf seinem Mobiltelefon gefundenen Polizeirapports 

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und der gemäss dem Beschuldigten 2 stattgefundenen Diskussion zwischen den 
Beschuldigten 1 und 3 über den unbekannten Anrufer ist davon auszugehen, dass 
er über ähnliches Wissen verfügte wie der Beschuldigte 1. Demzufolge lässt sich 
nicht nachweisen, dass er den konkreten Betrugsablauf kannte. Jedoch ist aus 
erwähnten Gründen davon auszugehen, dass er den modus operandi (Falso-
Polizia) kannte. Hinsichtlich seines eigenen Tatbeitrags ist ihm direkter Vorsatz 
anzurechnen. Die kriminellen Hintergründe waren ihm bekannt, trotzdem hat er die 
entsprechenden Taten mit seinem Beitrag willentlich unterstützt. Insgesamt ist die 
Tathandlung und das Tatwissen nicht als genügend anzusehen, um den Beschul-
digten 3 als Mittäter zu verurteilen. Auch wenn sein Eingreifen schlussendlich nicht 
notwendig war, hat er mit seinem Tatbeitrag das Verbrechen doch gefördert, in-
dem hat er alleine schon mit seiner Anwesenheit die Beute vor dem Beschuldigten 
2 schützte. 

Zusammenfassend ist der Beschuldigte 3 ebenfalls gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB 
in Verbindung mit Art. 25 StGB schuldig zu sprechen.

6. Strafzumessung

6.1. Strafrahmen, Sanktionsarten, Grundsätze der Strafzumessung

6.2.1. Vorliegend ist die Begehung eines Betrugs im Sinne von Art. 146 StGB in 
Verbin