# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0dd52e4-89a0-53ef-add7-b342a394199d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PA250016-O2
**Docket/Reference:** PA250016-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PA250016-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PA250016-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin Dr. S. Scheiwiller

Beschluss und Urteil vom 15. September 2025

A._____, 

Beschwerdeführerin,

in Sachen

sowie

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, 

Verfahrensbeteiligte,

betreffend

fürsorgerische Unterbringung und Zwangsmedikation

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes (10. Abteilung) des 

Bezirksgerichtes Zürich vom 19. August 2025 (FF250158)

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Erwägungen:

1.

1.1 Die 35-jährige Beschwerdeführerin befindet sich aktuell stationär in der 

Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (nachfolgend: PUK). Sie wurde am 7. 

August 2025 durch Dr. med. B._____ per fürsorgerischer Unterbringung in die 

PUK eingewiesen (act. 8/6). 

1.2 Im Rahmen dieser fürsorgerischen Unterbringung ordnete die PUK am 

8. August 2025 medizinische Massnahmen ohne die Zustimmung der Beschwer-

deführerin an (act. 8/9). Gegen die fürsorgerische Unterbringung sowie Zwangs-

medikation erhob die Beschwerdeführerin beim Einzelgericht des Bezirksgerich-

tes Zürich (nachfolgend: Vorinstanz) Beschwerde (act. 8/1). 

1.3. Mit Verfügung vom 14. August 2025 setzte die Vorinstanz der PUK Frist zur 

Stellungnahme und zur Einreichung der wesentlichen Akten an. Gleichzeitig 

wurde zur Anhörung/Hauptverhandlung auf den 19. August 2025 vorgeladen, die 

Erstattung eines psychiatrischen Gutachtens über die Beschwerdeführerin in Auf-

trag gegeben und Dr. med. C._____ als Gutachter bestellt (act. 8/3).

1.4. Am 19. August 2025 fand die vorinstanzliche Anhörung/Hauptverhandlung 

statt, an welcher die Beschwerdeführerin befragt wurde, Dr. med. C._____ das 

Gutachten erstattete und die Vertreterin der PUK, Assistenzärztin D._____, Stel-

lung nahm (Prot. Vi. S. 8 ff.). Mit Urteil vom selben Datum wies die Vor-instanz die 

Beschwerde betreffend die fürsorgerische Unterbringung und Zwangsmedikation 

ab (vgl. act. 3 [Aktenexemplar] = 8/13; nachfolgend: act. 3). 

1.5 Mit Eingabe vom 26. August 2025 reichte die Beschwerdeführerin Be-

schwerde gegen das vorinstanzliche Urteil bei der Kammer ein. Dabei beantragte 

sie die Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung und Zwangsmedikation 

bzw. eventualiter die Anordnung einer milderen Massnahme, namentlich eine am-

bulante Behandlung oder Begleitung ohne Zwangsmedikation. Darüber hinaus 

beantragte die Beschwerdeführerin, es sei ihr ausreichend Zeit zur ergänzenden 

schriftlichen Begründung einzuräumen und eine Fristerstreckung um mindestens 

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14 Tage zu gewähren. Schliesslich beantragte sie die Bewilligung der unentgeltli-

chen Rechtspflege (act. 2 S. 1 f.). Das Fristerstreckungsgesuch wies die Kammer 

mit Verfügung vom 28. August 2025 ab, unter dem Hinweis, dass die Beschwer-

defrist noch bis am 29. August 2025 laufe (act. 5; Zustellung vorab per IncaMail 

vgl. act. 6). Mit Eingabe vom 28. August 2025 ergänzte die Beschwerdeführerin 

ihre Beschwerde (act. 7).

1.6 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 8/1-15). Vom Einholen 

einer Stellungnahme bzw. Vernehmlassungen kann abgesehen werden. Das Ver-

fahren ist spruchreif.

2.

Prozessuales

2.1 Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung gemäss Art. 426 ff. ZGB und der medizinischen Behandlung ohne Zustim-

mung im Sinne von Art. 434 ZGB ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher 

Zuständigkeit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen 

Zuständigkeit des Obergerichtes vor (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 4 ZGB i.V.m. § 62 

Abs. 1, § 64 EG KESR/ZH und § 30 GOG/ZH). Gemäss § 40 EG KESR richtet 

sich das Verfahren vor beiden gerichtlichen Beschwerdeinstanzen primär nach 

den Bestimmungen des ZGB und des EG KESR (Abs. 1). Enthalten diese Ge-

setze keine Bestimmungen, gelten die Bestimmungen des GOG (Abs. 2) und sub-

sidiär die Bestimmungen der ZPO sinngemäss (Abs. 3). 

2.2 Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von Am-

tes wegen (Art. 446 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob die 

Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die Be-

schwerdeinstanz über volle Kognition. Es geht damit nicht bloss um die Rechts-

kontrolle des vorinstanzlichen Entscheides. Vielmehr hat die zweite Beschwer-

deinstanz selbstständig zu prüfen, ob die Voraussetzungen für Massnahmen nach 

den Art. 426 ff. ZGB erfüllt sind.

2.3 Bei einem Entscheid auf dem Gebiet der fürsorgerischen Unterbringung be-

trägt die Beschwerdefrist zehn Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b 

Abs. 2 ZGB). Die Beschwerde hat schriftlich zu erfolgen, wobei eine Begründung 

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nicht vorausgesetzt wird (Art. 450e Abs. 1 ZGB). Vorliegend erhob die Beschwer-

deführerin fristgerecht Beschwerde bei der Kammer (vgl. act. 8/14), wobei auch 

die ergänzende Eingabe vom 28. August 2025 innert Frist eintraf (vgl. act. 7). Die 

rechtzeitig erhobene Beschwerde genügt sodann den Formerfordernissen.

2.4

2.4.1 In prozessualer Hinsicht ist auf den Antrag der Beschwerdeführerin auf die 

Einholung eines unabhängigen psychiatrischen Zweitgutachtens einzugehen. Ge-

mäss Beschwerdeführerin sei das im vorinstanzlichen Verfahren berücksichtigte 

Gutachten einseitig und würde ihre eigene Wahrnehmung sowie alternative Ein-

schätzungen nicht berücksichtigen (act. 2 S. 1). 

2.4.2 Nach Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen gestützt auf 

ein Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden. Das in Beach-

tung von Art. 450e Abs. 3 ZGB einzuholende Gutachten hat es der Beschwerdein-

stanz zu ermöglichen, die sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden Rechtsfragen 

zu beantworten. Das Gutachten hat sich insbesondere über den Gesundheitszu-

stand der betroffenen Person, aber auch darüber zu äussern, wie sich allfällige 

gesundheitliche Störungen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefähr-

dung oder einer Verwahrlosung auswirken können und ob sich daraus ein Hand-

lungsbedarf ergibt. Im Weiteren hat die begutachtende Person Antwort darauf zu 

geben, ob aufgrund des festgestellten Handlungsbedarfs eine stationäre Behand-

lung bzw. Betreuung unerlässlich ist. Dabei ist auch darüber Auskunft zu geben, 

ob die betroffene Person über glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht 

verfügt und ob ein geeigneter Behandlungsplan sowie eine geeignete Einrichtung 

vorhanden sind (BGE 143 III 189 E. 3.3).

2.4.3 Die Vorinstanz legte ihren Entscheid dem vom gerichtlich bestellten Gutach-

ter Dr. med. C._____ anlässlich der Anhörung/Hauptverhandlung vom 19. August 

2025 mündlich erstatteten Gutachten zugrunde (vgl. Prot. Vi. S. 22 ff.). Dieses 

Gutachten entspricht den vorstehend aufgeführten Voraussetzungen. So äusserte 

sich der Gutachter zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, wobei er in 

Übereinstimmung mit den Ärzten der PUK insbesondere von einer schizoaffekti-

ven Störung ausgeht. Weiter erklärte er, dass eine Weiterführung der Behandlung 

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im stationären Rahmen aufgrund des psychotischen Erlebens und Selbstgefähr-

dungsaspekten dringend nötig sei, wobei die PUK mit ihrer Akutstation in dieser 

Situation eine geeignete Einrichtung sei. Der Gutachter äusserte sich ausserdem 

zur fehlenden Krankheitseinsicht der Beschwerdeführerin sowie zur Eignung des 

Behandlungsplans. Schliesslich ging der Gutachter namentlich auf die Frage ein, 

ob die persönliche Fürsorge nicht durch eine mildere Massnahmen als Alternative 

zur Medikation erbracht werden könnte, wobei er diese Frage verneinte (Prot. Vi. 

S. 22 ff.). Das Gutachten ermöglicht somit vom Inhalt, aber auch vom Detailgrad 

her die Beantwortung der sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden Fragen. Es 

liegen auch keine Anhaltspunkte vor, welche an der Unabhängigkeit oder fachli-

chen Qualifikation des Gutachters zweifeln lassen. Der Antrag der Beschwerde-

führerin betreffend Zweitgutachten ist somit abzuweisen. 

2.5 Weiter beantragt die Beschwerdeführerin eine Anhörung beim Obergericht 

(act. 2 S. 2). Bei Beschwerden gegen Entscheide betreffend fürsorgerische Unter-

bringung führt das Obergericht in aller Regel keine Anhörung gemäss Art. 450e 

Abs. 4 ZGB durch (vgl. § 69 EG KESR/ZH; OGer ZH PA240011 vom 24. April 

2024 E. I.3). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, weshalb davon abzuwei-

chen wäre, zumal die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz bereits umfangreich 

angehört wurde (vgl. Prot. Vi. S. 8 ff.).

2.6 Schliesslich beantragt die Beschwerdeführerin die Edition sämtlicher Akten 

und Medikamentenlisten der PUK (act. 2 S. 2). In dieser Hinsicht ist festzuhalten, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 14. August 2025 die PUK zur Einreichung 

der wesentlichen Akten aufgefordert hat (act. 8/3 Disp.-Ziff. 3), wobei sie in der 

Folge eine Stellungnahme der PUK vom 15. August 2025 (act. 8/5), die ärztliche 

Einweisung vom 7. August 2025 (act. 8/6), den Eintrittsbericht vom 7. August 

2025 (act. 8/7), den Behandlungsplan vom 8. August 2025 (act. 8/8), die Verfü-

gung betreffend medizinische Behandlung ohne Zustimmung vom 8. August 2025 

(act. 8/9), einen Verlaufsbericht vom 18. August 2025 (act. 8/10), Austrittsberichte 

vom 13. November 2024 und 21. Juli 2025 (act. 8/11/1-2) sowie eine EKG-Auf-

nahme vom 24. Oktober 2024 (act. 8/12) erhielt. Diese Akten erweisen sich für die 

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Beurteilung der vorliegenden Fragen – wie sich nachstehend noch zeigen wird 

(vgl. E. 3-4) – als zureichend. Die Einholung weiterer Akten erübrigt sich.

3.

Fürsorgerische Unterbringung

3.1 Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger 

Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrich-

tung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht 

anderweitig erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei sind auch die Belastung 

und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen. Die betroffene 

Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unterbrin-

gung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB). Eine fürsorgerische 

Unterbringung verlangt somit (1) einen materiellen Einweisungsgrund, d.h. einen 

Schwächezustand, (2) eine besondere Schutzbedürftigkeit, die eine nur in einer 

Einrichtung erbringbare Behandlung und Betreuung erforderlich macht, (3) die 

Verhältnismässigkeit der Massnahme sowie (4) das Vorhandensein einer geeig-

neten Einrichtung (BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 7; 

BGE 140 III 101 [= Pra 104 (2015) Nr. 2] E. 6.2.3).

3.2 Schwächezustand

3.2.1 Erste Voraussetzung der fürsorgerischen Unterbringung ist das Vorliegen ei-

nes Schwächezustands. Die möglichen Schwächezustände werden in Art. 426 

Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt, nämlich psychische Störung, geistige Be-

hinderung oder schwere Verwahrlosung. Zu den psychischen Störungen sind 

auch Suchtkrankheiten zu zählen, unabhängig davon, ob es sich um eine 

Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit handelt (Art. 426 Abs. 1 ZGB; 

BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 12 und N 16). Damit von ei-

ner psychischen Störung im Sinne der genannten Bestimmung gesprochen wer-

den kann, muss zum einen ein entsprechendes Krankheitsbild (Syndrom) vorlie-

gen und muss dieses zum anderen erhebliche Auswirkungen auf das soziale 

Funktionieren des Patienten haben (BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., 

Art. 426 N 15).

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3.2.2 Die Ärzte der PUK diagnostizierten bei der Beschwerdeführern eine schi-

zoaffektive Störung (ICD-10: F25.9) sowie psychische und Verhaltensstörungen 

durch schädlichen Gebrauch von Alkohol (ICD-10: F10.1), Kokain (ICD-10: 

F14.1), Cannabinoide (ICD-10: F12.1) sowie anderen Stimulanzien, namentlich 

Ecstasy (ICD-10: F15.1; act. 8/5 S. 1; act. 8/7 S. 3; act. 8/8 S. 1). 

3.2.3 Auch der von der Vorinstanz bestellte Gutachter bestätigte anlässlich der 

Anhörung/Hauptverhandlung vom 19. August 2025, dass die Beschwerdeführerin 

an einer schizoaffektiven Störung leide, wobei diese gerade akut schizomanisch 

exazerbiert sei (Prot. Vi. S. 22). 

3.2.4 In den Akten finden sich die Austrittsberichte zweier früherer Aufenthalte der 

Beschwerdeführerin in der PUK. Ein Bericht datiert vom 7. November 2024 und 

bezieht sich auf die stationäre Behandlung vom 19. Oktober 2024 bis am 7. No-

vember 2024. Die Einweisung erfolgte freiwillig zur Krisenintervention bei Affektla-

bilität vor dem Hintergrund einer vordiagnostizierten schizoaffektiven Störung 

(Psychiatrisches Zentrum Appenzell Ausserrhoden) sowie exazerbiertem Sub-

stanzkonsum. Der zweite Austrittsbericht datiert vom 10. Februar 2025 und be-

zieht sich auf die stationäre Behandlung vom 10. Januar 2025 bis 10. Februar 

2025. Diese Einweisung erfolgte wiederum freiwillig auf Selbstzuweisung zur af-

fektiven Stabilisierung bei aktiven Suizidgedanken und Suizidplänen am 4. Januar 

2025 vor dem Hintergrund einer depressiven Episode nach Trennung bei bekann-

ter schizoaffektiver Störung sowie Substanzabhängigkeiten mit Kokain und Alko-

hol. Beide Austrittsberichte führen als Behandlungsdiagnose die (vordiagnosti-

zierte) schizoaffektive Störung (ICD 10: F25.9) sowie psychische und Verhaltens-

störungen durch schädlichen Gebrauch von Alkohol (ICD-10: F10.1), Kokain 

(ICD-10: F14.1) und Cannabinoide (ICD-10: F12.1) auf (act. 8/11/1-2). Der Aus-

trittsbericht vom 10. Februar 2025 (vgl. act. 8/11/2) enthält zusätzlich die Dia-

gnose betreffend schädlichen Gebrauchs von anderen Stimulanzien, namentlich 

Ecstasy (ICD-10: F15.1).

3.2.5 Sowohl die schizoaffektive Störung als auch die psychischen und Verhal-

tensstörungen infolge schädlichen Gebrauchs von Alkohol, Kokain, Cannabinoide 

sowie andere Stimulanzien fallen unter die ICD-10 Klassifikation der Weltgesund-

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heitsorganisation (WHO) und stellen eine psychische Störung im Sinne von 

Art. 426 Abs. 1 ZGB dar. Sie hat im Fall der Beschwerdeführerin denn auch er-

hebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren, wie die Vorfälle vor ihrer 

Einweisung zeigen. Die Beschwerdeführerin ist am Eintrittstag von der Polizei um 

2:00 Uhr morgens aus dem Zürichsee geholt worden. Gleichentags um 18:00 Uhr 

ist die Beschwerdeführerin erneut von der Polizei aufgegriffen worden, nachdem 

sie nackt auf der Strasse auf Autos eingeschlagen hat. Nachdem die Beschwer-

deführerin in die PUK eingewiesen worden ist, hat sie sich teilweise vorbeiredend, 

sprunghaft, leicht inadäquat und distanzgemindert sowie zerfahren gezeigt. Über-

dies berichtete sie, im Zürichsee drei Leichen gefunden, eine Friedenstaube und 

Sternschnuppen gesehen zu haben. Sie sei in ein Paralleluniversum eingetaucht 

und in der Unendlichkeit gewesen. Ausserdem höre sie Stimmen und es würden 

sie Leute bedrohen (act. 8/7 S. 1; act. 8/9 S. 1).

3.2.6 Gestützt auf die übereinstimmenden Einschätzungen der Fachpersonen ist 

bei der Beschwerdeführerin vom Vorliegen einer psychischen Störung in Form ei-

ner schizoaffektiven Störung auszugehen. Ob bzw. in welchem Umfang zusätzlich 

eine Suchterkrankung vorliegt, kann an dieser Stelle offen gelassen werden, 

nachdem die schizoaffektive Störung bereits einen Schwächezustand im Sinne 

des Gesetzes zu begründen vermag. 

3.3 Schutzbedürfnis und Verhältnismässigkeit

3.3.1 Weiter wird für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung voraus-

gesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person nötig ist 

(vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen Worten muss die betroffene Person eines 

besonderen Schutzes bedürfen, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung er-

bracht werden kann; die Unterbringung muss die persönliche Fürsorge für die be-

troffene Person sicherstellen. Diese umfasst einerseits therapeutische Massnah-

men und andererseits jede Form von Betreuung, deren eine Person für ein men-

schenwürdiges Dasein bedarf. Darunter fallen so elementare Bedürfnisse wie Es-

sen, Körperpflege, Kleidung usw. Dem Schutz der Umgebung kommt nur, aber 

immerhin, eine subsidiäre Bedeutung zu (vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ET-

ZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 8 ff. und N 41 ff.).

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3.3.2 Zudem muss die Massnahme verhältnismässig sein. Das angestrebte Ziel 

muss voraussichtlich erreicht werden können (Geeignetheit der Massnahme). Die 

Massnahme soll in erster Linie der Wiedererlangung der Selbstständigkeit und der 

Eigenverantwortung dienen. Ist eine Besserung des Zustandes ausgeschlossen, 

muss die Massnahme die notwendige persönliche Betreuung ermöglichen, um 

der betroffenen Person ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Ferner darf 

keine weniger einschneidende, jedoch genügend Schutz bietende Massnahme 

zur Verfügung stehen (Erforderlichkeit der Massnahme). Mit anderen Worten darf 

die Betreuung oder Behandlung der betroffenen Person nicht anders, namentlich 

mit leichteren Massnahmen, als durch die fürsorgerische Unterbringung erfolgen 

können (vgl. zum BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.). 

3.3.3 Der Gutachter und die Ärzte der PUK bejahten ein Schutzbedürfnis der Be-

schwerdeführerin:

Der Gutachter führte im Rahmen der vorinstanzlichen Anhörung/Hauptverhand-

lung aus, es bestehe zwar keine Suizidgefahr, die Beschwerdeführerin sei aber 

als klar selbstgefährdet anzusehen. Ausdruck davon sei die Seeüberquerung, 

welche sie alleine mitten in der Nacht vorgenommen habe. Sie sei nicht krank-

heitseinsichtig und würde die Medikamente bei einer Entlassung mit Sicherheit 

absetzen. Eine Weiterführung der Behandlung im stationären Rahmen sei auf-

grund des psychotischen Erlebens und Selbstgefährdungsaspekten dringend nö-

tig (Prot. Vi. S. 22 ff.). 

Die Ärzte der PUK hielten fest, aufgrund der psychopathologischen Befunde, der 

fehlenden Krankheits- und Behandlungseinsicht sowie der krankheitsbedingten 

Selbst- und Fremdgefährdung bestehe eine klare Behandlungsbedürftigkeit der 

Beschwerdeführerin. Es sei nicht zu erwarten, dass sich die Krankheit ohne Medi-

kation verbessere. Da die Beschwerdeführerin vollkommen krankheits- und be-

handlungsuneinsichtig sei, sei eine ambulante Behandlung derzeit nicht zielfüh-

rend (act. 8/5 S. 2; act. 8/9 S. 2). Anlässlich der vorinstanzlichen Anhörung/Haupt-

verhandlung führte die Vertreterin der PUK aus, die Beschwerdeführerin sei nicht 

suizidal. Die Selbstgefährdung bestehe aber potentiell darin, dass bei der Abset-

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zung der Medikation erneut psychotische Symptomatiken auftreten und dies zum 

erneuten Eintritt in die psychiatrische Klinik führen würde (Prot. Vi. S. 28 f.). 

3.3.4 Die Beschwerdeführerin wurde –wie vorstehend dargelegt (E. 3.2.4) – be-

reits im Oktober/November 2024 und Januar/Februar 2025 aufgrund ihrer psychi-

schen Erkrankungen in die PUK eingewiesen. Beide Male wurde sie nach mehr-

wöchigem Aufenthalt entlassen, wobei neben der weiteren Einnahme von Medika-

menten jeweils eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Nachbehand-

lung vorgesehen war (act. 8/11/1-2). 

3.3.5 Den Verlaufsberichten der PUK ist zu entnehmen, dass die Beschwerdefüh-

rerin am Eintrittstag (8. August 2025), nachdem sie einen Mitarbeiter gebissen 

und sich stark gegen das Personal gewehrt hatte, aufgrund von Fremdgefährdung 

isoliert wurde (act. 8/10 S. 19). Am 11. August 2025 wurde die Beschwerdeführe-

rin in eine offene Isolation und am 13. August 2025 in ein Patientenzimmer verlegt 

(act. 8/10 S. 9 und S. 3). Ein Aggressionsereignis folgte nicht mehr. Die Be-

schwerdeführerin wurde bis zum Ende der Dokumentation (18. August 2025) je-

doch wiederholt als motorisch unruhig und ihre Äusserungen als sprunghaft und 

schwer nachvollziehbar beschrieben. Zudem protestierte sie regelmässig gegen 

die Einnahme der Medikamente (act. 8/10 S. 1 ff.).

3.3.6 Die Beschwerdeführerin selbst äusserte anlässlich der vorinstanzlichen An-

hörung/Hauptverhandlung nicht mehr in der PUK sein zu wollen. Zu den Umstän-

den, welche zum Eintritt in die PUK führten, machte sie grösstenteils wirre und 

wahnhafte Ausführungen (Prot. Vi. S. 8 ff.). In der Beschwerde stellt sie sich auf 

den Standpunkt, dass momentan keine ernsthafte Eigen- oder Fremdgefährdung 

bestehe (vgl. act. 7 S. 1). 

3.3.7 Gestützt auf die vorstehenden Entscheidgrundlagen lässt sich folgern, dass 

die Behandlung der Beschwerdeführerin derzeit nur im Rahmen einer fürsorgeri-

schen Unterbringung möglich ist, weil ihr – wie die Fachpersonen übereinstim-

mend darlegen – im aktuellen Zustand jegliche Krankheitseinsicht und Behand-

lungsbereitschaft fehlt. So ist bei sofortiger Entlassung aus der PUK damit zu 

rechnen, dass die Beschwerdeführerin ihre Medikamente absetzt und in einem 

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psychotischen Zustand erneut selbstgefährdende Handlungen ausübt, wobei eine 

weitere Hospitalisierung droht. Hinweise, welche die gegenteiligen Behauptungen 

der Beschwerdeführerin in der Beschwerde ansatzweise stützen und die Ein-

schätzung der behandelnden Ärzte und des Gutachters in Frage stellen würden, 

sind den Akten nicht zu entnehmen. Entsprechend ist in Übereinstimmung mit der 

Vorinstanz (vgl. act. 3 E. II.3.5) sowie unter Berücksichtigung der schlüssigen 

Ausführungen der Fachleute die besondere Schutzbedürftigkeit bzw. die damit 

einhergehende Notwendigkeit des Freiheitsentzuges aufgrund der psychischen 

Erkrankung zu bejahen. 

3.3.8 In Bezug auf die Verhältnismässigkeit ist festzuhalten, dass die PUK ge-

mäss dem Gutachter für die Unterbringung der Beschwerdeführerin geeignet ist. 

Auch der Behandlungsplan, welcher namentlich eine medikamentöse und psycho-

therapeutische Behandlung vorsieht (vgl. act. 8/8), ist laut Gutachter geeignet. 

Gemäss dem Gutachter gebe es keine andere sinnvollere therapeutische Mass-

nahme als eine suffiziente Medikation, welche als einzige die psychotische Sym-

ptomatik positiv zu beeinflussen vermöge. Mit einer konsequenten Medikation 

könne davon ausgegangen werden, dass die Psychose zurückgedrängt werden 

könne und die Selbstgefährdungsaspekte in absehbarer Zeit von ca. 3 Wochen 

auch hinfällig würden (Prot. Vi. S. 22 ff.). Für die Eignung der derzeitigen Unter-

bringung spricht auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin, nachdem sie in 

den ersten Tagen aufgrund von aggressivem Verhalten geschlossen isoliert wer-

den musste, unterdessen in ein offenes Setting verlegt werden konnte, wobei es 

zu keiner weiteren Fremdgefährdung gekommen ist (vgl. E. 3.3.5). Eine Verbes-

serung bzw. Stabilisierung des Zustands der Beschwerdeführerin konnte entspre-

chend erreicht werden. Angesichts dessen ist die fürsorgerische Unterbringung – 

wie die Vorinstanz zutreffend erwog (vgl. act. 3 E. II.3.6) – geeignet, dem Schutz-

bedürfnis zu begegnen. 

3.3.9 Eine weniger einschneidende, jedoch genügend Schutz bietende Mass-

nahme, namentlich eine ambulante Behandlung, – so wie es die Beschwerdefüh-

rerin verlangt (act. 2; act. 7) – erscheint angesichts der fehlenden Krankheitsein-

sicht und der Gefahr der Absetzung der Medikation bei sofortiger Entlassung aus 

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der Klinik nicht erfolgversprechend. Diese Einschätzung wird durch den Umstand 

verstärkt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Erkrankung im 

Verlauf des letzten Jahres bereits zweimal in der PUK hospitalisiert war (vgl. 

E. 3.3.4). Trotz ambulanter Nachbehandlung konnte eine weitere Einweisung 

nicht verhindert werden. Vor diesem Hintergrund ist eine voreilige Entlassung aus 

dem stationären Setting zu vermeiden. Die fürsorgerische Unterbringung erweist 

sich unter derzeitigen Umständen vielmehr als erforderlich. Der Vorinstanz ist ent-

sprechend darin beizupflichten, dass die Vorteile, die eine fürsorgerische Unter-

bringung der Beschwerdeführerin mit sich bringen, derzeit den Nachteilen der da-

mit verbundenen, vorübergehenden Freiheitsbeschränkung deutlich überwiegen 

(vgl. act. 3 E. II.3.6). Nach dem Gesagten ist die Verhältnismässigkeit der fürsor-

gerischen Unterbringung vorliegend zu bejahen.

3.4 Eignung der Einrichtung

3.4.1 Schliesslich ist die Geeignetheit der Einrichtung zu prüfen. Es muss sich um 

eine Institution handeln, die mit den ihr zur Verfügung stehenden organisatori-

schen und personellen Mitteln in der Lage ist, die wesentlichen Bedürfnisse der 

eingewiesenen Person bezüglich Behandlung und Betreuung zu befriedigen (vgl. 

BGer 5A_257/2015 vom 23. April 2015 E. 3.1 m.w.H.).

3.4.2 Die PUK ist eine psychiatrische Klinik, welche auf die Behandlung von psy-

chischen Störungen wie diejenigen der Beschwerdeführerin spezialisiert ist und 

vom Gutachter als zur Behandlung der Beschwerdeführerin geeignet erachtet 

wurde (Prot. Vi. S. 23). Die PUK ist demnach zum gegenwärtigen Zeitpunkt die 

geeignete Einrichtung, um die notwendige Betreuung und Behandlung der Be-

schwerdeführerin sicherzustellen.

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3.5 Fazit

Nach dem Gesagten sind in Übereinstimmung mit der Vorinstanz die Vorausset-

zungen für die fürsorgerische Unterbringung im Sinne von Art. 426 ZGB erfüllt, 

weshalb die Beschwerde diesbezüglich unbegründet und daher abzuweisen ist.

4.

Zwangsmedikation

4.1 Eine Zwangsbehandlung ist gestützt auf die gesetzliche Systematik der 

Art. 426 ff. ZGB nur zulässig, wenn sich die Beschwerdeführerin aufgrund einer 

fürsorgerischen Unterbringung in einer Klinik befindet und die Behandlung im Zu-

sammenhang mit einer psychischen Störung erfolgt, wobei nicht von Bedeutung 

ist, ob es sich um eine behördliche oder um eine ärztliche Einweisung handelt 

(BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 434/435 N 3 und 13). Die 

zwangsweise Behandlung einer psychischen Störung ist durch die Chefärztin 

oder den Chefarzt der involvierten Abteilung im Behandlungsplan schriftlich anzu-

ordnen und der betroffenen Person mit Rechtsmittelbelehrung mitzuteilen 

(Art. 434 Abs. 1 Ingress und Ziff. 2 ZGB). Weiter ist vorausgesetzt, dass eine Ge-

fährdungssituation vorliegt. Aus dem Gesetzeswortlaut geht hervor, dass es sich 

hierbei sowohl um eine Selbst- als auch um eine Drittgefährdung handeln kann 

(Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Die betroffene Person muss ausserdem bezüglich 

ihrer Behandlungsbedürftigkeit urteilsunfähig sein (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). 

Überdies muss die vorgesehene Massnahme verhältnismässig sein. Es darf keine 

angemessene Massnahme zur Verfügung stehen, die weniger einschneidend ist 

(Art. 434 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB).

4.2 Die medikamentöse Zwangsbehandlung stellt einen schweren Eingriff in die 

persönliche Freiheit im Sinne der körperlichen und geistigen Integrität nach 

Art. 10 Abs. 2 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK dar und betrifft auch die menschliche 

Würde (Art. 7 BV) zentral (BGE 127 I 6 E. 5; BGE 130 I 16 E. 3). Der Eingriff ver-

langt deshalb nebst der erforderlichen gesetzlichen Grundlage, die mit Art. 434 

ZGB gegeben ist, eine umfassende Interessenabwägung, wobei auch die Erfor-

dernisse von Art. 36 BV zu beachten sind. Zu berücksichtigen sind dabei die öf-

fentlichen Interessen, die Notwendigkeit der Behandlung, die Auswirkungen einer 

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Nichtbehandlung, die Prüfung von Alternativen sowie die Beurteilung der Selbst-

gefährdung und der Fremdgefährdung (BGer 5A_38/2011 vom 2. Februar 2011 

E. 3.1 m.w.H.).

4.3 Fürsorgerische Unterbringung aufgrund einer psychischen Störung und Vor-

liegen eines Behandlungsplans sowie einer schriftlichen Anordnung der Zwangs-

medikation durch die Chefärztin bzw. den Chefarzt

4.3.1 Die Voraussetzung der bestehenden fürsorgerischen Unterbringung auf-

grund einer psychischen Störung ist vorliegend gegeben (vgl. vorstehende E. 3).

4.3.2 Am 8. August 2025 erstellte die behandelnde Ärztin der PUK einen schriftli-

chen  Behandlungsplan,  welchem  die  Beschwerdeführerin  nicht  zustimmte  (vgl. 

act. 8/8 S. 4). Daraufhin verfügten der Chefarzt, der Oberarzt und die behandelnde 

Ärztin  gleichentags  schriftlich  eine  medizinische  Behandlung  ohne  Zustimmung. 

Darin  ist  eine  antipsychotische  Therapie  mit  Risperidon  (bis  8 mg/Tag)  und/oder 

Olanzapin  (bis  30 mg/Tag)  vorgesehen;  bedarfsadaptiert  auch  Lorazepam  (bis 

7.5 mg/Tag) oder Diazepam (bis 40 mg/Tag). Für den Fall der Verweigerung der 

oralen Medikation wurde sodann eine Medikation mit Haloperidol (bis 20 mg/Tag), 

eventuell zusätzlich mit Diazepam (bis 10 mg/Tag) angeordnet. Bei wiederholt not-

wendigem Spritzen der Medikation und Scheitern der oralen Einnahme ist ein De-

pot mit Paliperidon (bis 150 mg/28 Tage), zweimalig im Abstand von sieben Tagen, 

vorgesehen. Zudem ist die Durchführung der erforderlichen Blutentnahme, gege-

benenfalls unter kurzem Festhalten, vorgesehen (act. 8/9).

4.3.3  Sowohl  ein  schriftlicher  Behandlungsplan  gemäss  Art.  433  ZGB  (act. 8/8 

i.V.m. act. 8/5) als auch eine rechtsgültige schriftliche Anordnung eines Chefarztes 

im Sinne von Art. 434 Abs. 1 ZGB (act. 8/9) liegen vor. Die Anordnung enthält zu-

dem eine Rechtsmittelbelehrung (act. 8/9 S. 4). Die formellen Voraussetzungen der 

Zwangsmedikation sind somit erfüllt.

4.4. Urteilsunfähigkeit in Bezug auf die Behandlungsbedürftigkeit

4.4.1 Urteilsfähigkeit in Bezug auf die eigene Behandlungsbedürftigkeit ist dann 

gegeben, wenn diese wenigstens in den Grundzügen erfasst wird (ROSCH, Die 

- 15 -

fürsorgerische Unterbringung im revidierten Kindes- und Erwachsenenschutz-

recht, AJP 2011, S. 505 ff.). Sie liegt dagegen nicht vor, wenn der betroffenen 

Person (z.B. aufgrund einer Demenzerkrankung) die kognitive Fähigkeit fehlt, die 

Notwendigkeit einer Behandlung zu erkennen, oder sie aufgrund ihrer Krankheit in 

ihrer Wahrnehmungsfähigkeit beeinträchtigt (z.B. in Fällen von Schizophrenie 

oder Manie) und in ihrer Entschlussfähigkeit gelähmt ist (z.B. bei Suchterkrankun-

gen), sodass sie ihre Situation nicht vernunftgemäss einschätzen kann und sich 

daher einer Behandlung widersetzt (CHK ZGB-BREITSCHMID/PFANNKUCHEN-HEEB, 

4. Aufl. 2023, Art. 434 N 4).

4.4.2 Der Gutachter führte anlässlich der Anhörung/Hauptverhandlung vom 

19. August 2025 aus, die Beschwerdeführerin sei bei aktuell völlig fehlender 

Krankheitseinsicht derzeit nicht urteilsfähig (Prot. Vi. S. 25). Die Ärzte der PUK 

hielten fest, die Erkenntnisfähigkeit sei aufgrund der psychiatrischen Erkrankung 

eingeschränkt, so dass die Beschwerdeführerin bezüglich der Behandlung nicht 

urteilsfähig sei (act. 8/9 S. 2). Auch die Vertreterin der PUK verneinte anlässlich 

der vorinstanzlichen Anhörung/Hauptverhandlung die Krankheitseinsicht bzw. Be-

handlungsbereitschaft seitens der Beschwerdeführerin (Prot. Vi. S. 28). Die Vorin-

stanz schloss sich – auch aufgrund des selbst gewonnen Eindrucks von der Be-

schwerdeführerin – dieser Beurteilung an und verneinte die Urteilsfähigkeit bezüg-

lich der Behandlungsbedürftigkeit (act. 3 E. III.5).

4.4.3 Aus den Akten ergeben sich genügende und überzeugende Hinweise, wel-

che die vorstehenden Einschätzungen stützen: Das Auftreten sowie die Ausfüh-

rungen der Beschwerdeführerin gegenüber den behandelnden Ärzten der PUK 

sowie anlässlich der vorinstanzlichen Anhörung/Hauptverhandlung sind deutlich 

durch die krankheitsbedingten Symptome (Wahnvorstellungen, Bedrohungserle-

ben, Gedankenausbreitung) geprägt. Eine Krankheits- oder Behandlungseinsicht 

liegt dabei nicht vor (Prot. Vi. S. 8 ff.; act. 8/7; act. 8/9; act. 8/10). Vielmehr er-

klärte die Beschwerdeführerin gegenüber der Vorinstanz, aktuell in Balance zu 

sein und dass ein Aufenthalt in einem Kloster und in einem Tempel ihr mehr brin-

gen würde als die Medikation (Prot. Vi. S. 17 und 21). Auch in der Beschwerde 

führt die Beschwerdeführerin explizit aus, es bestehe keine Notwendigkeit einer 

- 16 -

medizinischen Behandlung (act. 7). Eine vernunftgemässe Einschätzung ihrer Si-

tuation erscheint der Beschwerdeführerin derzeit nicht möglich. Die Urteilsunfä-

higkeit ist entsprechend zu bejahen.

4.5 Gefährdungssituation bei Nichtbehandlung

4.5.1 Voraussetzung für eine medizinische Massnahme ohne Zustimmung ist wei-

ter eine ohne Behandlung drohende ernsthafte Selbst- oder Drittgefährdung 

(Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Bei der Selbstgefährdung muss der betroffenen Per-

son ohne die Behandlung ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden drohen, wobei 

dieser auch somatischer Art sein kann. Ernsthaft bedeutet, dass er zu einer lan-

gen Beeinträchtigung wichtiger körperlicher oder psychischer Funktionen führt, es 

braucht sich allerdings nicht um einen bleibenden oder irreversiblen Gesundheits-

schaden zu handeln. (BSK ZGB-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 434/435 

N 19 ff.).

4.5.2. Der Gutachter führte anlässlich der Anhörung/Hauptverhandlung vom 

19. August 2025 aus, die Beschwerdeführerin neige in psychotischen Phasen zu 

selbstgefährdenden Handlungsimpulsen, wie etwa zur nächtlichen Seeüberque-

rung im Alleingang. Bei Nichtbehandlung drohe eine Chronifizierung der Sympto-

matik und aufgrund von häufigen psychotischen Phasen eine deutliche Kompro-

mittierung der Behandelbarkeit (Prot. Vi. S. 22 ff.). 

4.5.3 Auch die Ärzte der PUK gehen bei ausbleibender medikamentöser Behand-

lung von einer akuten Selbstgefährdung aus. Aus psychiatrischer Sicht sei nicht 

zu erwarten, dass sich die psychische Erkrankung spontan bessere oder gar zu-

rückbilde. Es bestehe eine dringende Behandlungsbedürftigkeit zur Abwendung 

einer zunehmenden Chronifizierung des psychotischen Zustandes mit potentieller 

Fremdgefährdung (act. 8/9 S. 2; act. 8/5 S. 2; Prot. Vi. S. 28 f.).

4.5.4 Aus den übereinstimmenden und nachvollziehbaren Ausführungen der 

Fachpersonen geht zweifellos hervor, dass bei ausbleibender medizinischer Be-

handlung eine Selbstgefährdung im Sinne des Gesetzes droht. Mit der Vorinstanz 

ist daher das Vorliegen der Voraussetzung zu bejahen.

- 17 -

4.6 Verhältnismässigkeit

4.6.1 Die vorgesehene Massnahme muss verhältnismässig sein. Es darf keine 

angemessene Massnahme zur Verfügung stehen, die weniger einschneidend ist 

(Art. 434 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). 

4.6.2 Der Gutachter führte anlässlich der vorinstanzlichen Anhörung/Hauptver-

handlung aus, es gebe keine andere sinnvollere therapeutische Massnahme als 

eine suffiziente Medikation, welche als einzige die psychotische Symptomatik po-

sitiv zu beeinflussen vermöge. Die Beschwerdeführerin sei aufgrund der Psy-

chose bzw. selbstgefährdenden Handlungsimpulse nicht entlassungsfähig und die 

Zwangsmedikation alternativlos. Mit einer konsequenten Medikation könne die 

Psychose zurückgedrängt und könnten die Selbstgefährdungsaspekte in abseh-

barer Zeit von ca. 3 Wochen hinfällig werden (Prot. Vi. S. 26). 

4.6.3 Die Ärzte der PUK halten ebenfalls fest, dass eine dringende Behandlungs-

bedürftigkeit besteht, wobei aufgrund der fehlenden Krankheits- bzw. Behand-

lungseinsicht eine Zwangsbehandlung indiziert sei. Alle weniger einschneidenden 

Massnahmen seien ausgeschöpft worden, so dass keine andere Massnahme ge-

genwärtig zur Verfügung stehe (act. 8/9 S. 2 f.; vgl. auch 8/5 S. 2). 

4.6.4 Die Beschwerdeführerin erachtet die Zwangsmedikation demgegenüber als 

unverhältnismässig und sei "auszuschleichen", da keine unmittelbare und zwin-

gende medizinische Notwendigkeit bestehe, weniger einschneidende therapeuti-

sche Mittel zur Verfügung stünden und die Abwägung zwischen Risiko und Nut-

zen der Behandlung nicht nachvollziehbar erfolgt sei. Die Gefahr einer Chronifi-

zierung sei spekulativ und könne nicht als alleinige Begründung für so einen 

schweren Grundrechtseingriff dienen. Im Sinne einer milderen Massnahme sei sie 

(eventualiter) auf eine nicht akutpsychiatrische Station zu versetzen oder ambu-

lant zu behandeln zwecks gradueller Absetzung der Medikamente oder Beglei-

tung ohne Zwangsmedikation (act. 2; act. 7). 

4.6.5 Die Ausführungen der Fachpersonen zur Eignung und Notwendigkeit der vor-

gesehenen  medizinischen  Zwangsbehandlung  sind  schlüssig  und  überzeugend, 

- 18 -

wobei  entgegen  der  Auffassung  der  Beschwerdeführerin  Nutzen  und  Risiko  der 

Massnahme genügend berücksichtigt wurden. Gestützt auf die Ausführungen der 

Ärzte  der  PUK  und  des  Gutachters  ist  davon  auszugehen,  dass  zur  Abwehr  der 

aktuellen  Gefährdungssituation  eine  Zwangsbehandlung  im  erwähnten  Umfang 

dringend notwendig ist. Mildere Massnahmen bestehen gemäss der Einschätzung 

der involvierten Fachpersonen derzeit nicht. Die Erfolgsaussichten einer ambulan-

ten Behandlung erscheinen auch deshalb limitiert, weil sich die Beschwerdeführerin 

bis  zur  Einweisung  in  die  PUK  bereits  in  einer  solchen  befunden  hatte  (Prot.  Vi. 

S. 17 f.; vgl. act. 8/11/1-2), wobei eine erneute Einweisung nicht verhindert werden 

konnte. Schliesslich erscheinen auch die erwarteten Nebenwirkungen der medika-

mentösen  Zwangsbehandlung  (u.a.  Gewichtszunahme,  sedierende  Wirkung)  mit 

Blick auf die Schwere der Erkrankung und die der Beschwerdeführerin bei Nichtbe-

handlung drohende Selbstgefährdung als vertretbar. Mit dem Gutachter und den 

Ärzten der PUK erscheint es sodann ausgeschlossen, dass die Beschwerdeführe-

rin ohne die Medikation zu Krankheitseinsicht und Behandlungsbereitschaft gelan-

gen wird. Die Verbesserung und Stabilisierung des Zustandes der Beschwerdefüh-

rerin  erscheint  zurzeit  einzig  durch  eine  medikamentöse  Zwangsbehandlung  er-

reichbar. 

4.6.6 Anzufügen ist, dass die Zwangsmedikation – entgegen der Ansicht der Be-

schwerdeführerin (act. 2 S. 1) – nicht einzig mit der Gefahr der Chronifizierung des 

psychotischen  Zustands  begründet  wird.  Vielmehr  steht  bei  der  Anordnung  der 

Zwangsmedikation  die  drohende  Selbstgefährdung  bei  Nichtbehandlung  im  Vor-

dergrund, welche wie bereits ausgeführt, fraglos vorliegt (vgl. E. 4.5). Im Übrigen 

erscheint eine Chronifizierung der Erkrankung aufgrund der bereits länger andau-

ernden  psychischen  Erkrankung,  welche  wiederholt  eine  Einweisung  in  die  PUK 

zur Folge hatte, nicht rein spekulativ. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist die 

Verhältnismässigkeit der Zwangsbehandlung zu bejahen. 

4.7 Fazit

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen für die von der PUK ange-

ordnete medikamentöse Zwangsbehandlung gemäss der schriftlichen Anordnung 

- 19 -

vom 8. August 2025 erfüllt sind, weshalb die Beschwerde auch in Bezug auf die 

Zwangsmedikation abzuweisen ist.

5.

Kosten- und Entschädigungsfolgen

5.1 Ausgangsgemäss wird die Beschwerdeführerin für das Rechtsmittelverfah-

ren grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Umständehalber ist indes 

auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten.

5.2 Da keine Kosten erhoben werden, wird das Gesuch der Beschwerdeführerin 

um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gegenstandslos. Eine Partei-

entschädigung ist der Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens 

nicht zuzusprechen.

Es wird beschlossen:

1.

Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen 

Prozessführung für das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos ge-

worden abgeschrieben. 

2.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachstehendem 

Urteil.

1.

2.

3.

4.

Es wird erkannt:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an die verfahrensbeteiligte 

Klinik sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

- 20 -

5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen  von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

Dr. S. Scheiwiller

versandt am: