# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 041b6646-b07e-50ff-b4e8-dbd9bd36b988
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-16
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Handelsgericht 16.10.2025 HSU.2025.43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_009_HSU-2025-43_2025-10-16.pdf

## Full Text

Handelsgericht 

2. Kammer 

 

HSU.2025.43 / as / mv  
  

 

 

Entscheid vom 16. Oktober 2025 
 
 

Besetzung  Oberrichter Vetter, Präsident  

Gerichtsschreiber Schneuwly 

 

 
   

Gesuchstellerin   C._____ AG, ______________ 

 

  
   

Gesuchsgegne-

rin  

 D._____ AG, ______________ 

 

  
 

Gegenstand  Summarisches Verfahren betreffend superprovisorische Eintragung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Der Präsident entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Gesuchstellerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in V._____. Sie be-

zweckt im Wesentlichen […] (Gesuchsbeilage [GB] 1). 

 

2. 

Die Gesuchsgegnerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in W._____. Sie 

hat insbesondere […] zum Zweck. 

 

Die Gesuchsgegnerin ist Alleineigentümerin des Grdst.-Nr. 9875 GB F. (E-

GRID: CH150674791632). 

 
3. 

Mit Gesuch vom 17. September 2025 (persönlich überbracht: 17. Septem-

ber 2025) stellte die Gesuchstellerin die folgenden Rechtsbegehren: 

  

 - 3 - 

 

 

4. 

Am 18. September 2025 erliess der Präsident folgende Verfügung: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. 

Das Grundbuchamt A. hat die Vormerkung der vorläufigen Eintragung des 

Bauhandwerkerpfandrechts am 18. September 2025 mit der Nr. 1234 ins 

Tagebuch aufgenommen. 

 

6. 

6.1. 

Die Gesuchsgegnerin hat innert Frist keine Gesuchsantwort erstattet. Der 

Präsident setzte der Gesuchsgegnerin daher mit Verfügung vom 6. Okto-

ber 2025 eine letzte, nicht erstreckbare Frist von 7 Tagen für die Erstattung 

einer schriftlichen Antwort an. 

 

1. 

In Gutheissung des Gesuchs um Erlass superprovisorischer Massnah-

men vom 17. September 2025 wird der Gesuchstellerin die Vormerkung 

einer vorläufigen Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts ge-

mäss Art. 837/839 i.V.m. Art. 961 ZGB auf dem Grdst.-Nr. 2357 GB Frick 

(E-GRID: CH150674791632) der Gesuchsgegnerin superprovisorisch für 

eine Pfandsumme von Fr. 102'695.00 zuzüglich Zins zu 5 % ab dem 

17. September 2025 bewilligt. 

 

2. 

Das Grundbuchamt Laufenburg wird angewiesen, die Vormerkung ge-

mäss vorstehender Dispositiv-Ziff. 1 sofort einzutragen. 

 

3. 

Die Gesuchstellerin hat mit beiliegendem Einzahlungsschein bis zum 

2. Oktober 2025 einen Gerichtskostenvorschuss von Fr. 1'525.00 zu leis-

ten. 

 

4. 

Zustellung des Doppels des Gesuchs (inkl. Beilagen) vom 17. September 

2025 an die Gesuchsgegnerin zur Erstattung einer schriftlichen Antwort 

bis zum 2. Oktober 2025. 

 

5. 

Fristerstreckungen werden grundsätzlich nicht gewährt. Ausnahmsweise 

ist eine Fristerstreckung beim Vorliegen zureichender Gründe möglich (Art. 

144 Abs. 2 ZPO). Als solche gelten die Zustimmung der Gegenpartei oder 

von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussbare Hinderungs-

gründe. 

 

6. 

Die Gesuchsgegnerin wird darauf hingewiesen, dass die Vormerkung im 

Grundbuch gelöscht wird, wenn sie für die angemeldeten Forderungen 

hinreichende Sicherheiten leistet.  

 

7. 

Der Stillstand der Fristen gemäss Art. 145 Abs. 1 ZPO gilt nicht (Art. 145 

Abs. 2 lit. b ZPO). 

 

 - 4 - 

 

 

6.2. 

Die Gesuchsgegnerin hat auch innert der Nachfrist keine Gesuchsantwort 

eingereicht. 

 

 
   

Der Präsident zieht in Erwägung: 

 

1. Zuständigkeit 

Der Einzelrichter am Handelsgericht ist örtlich, sachlich und funktionell zur 

Beurteilung der im summarischen Verfahren zu behandelnden Streitigkeit 

zuständig (vgl. dazu E. 4 der Verfügung vom 18. September 2025). 

 

2. Versäumte Gesuchsantwort 

Die Gesuchsgegnerin ist mit der Erstattung einer Gesuchsantwort innert 

der ihr angesetzten Frist und Nachfrist säumig geblieben. Die Säumnisfol-

gen wurden der Gesuchsgegnerin in der Verfügung vom 6. Oktober 2025 

angedroht. Das Gericht erlässt damit entweder einen Endentscheid, sofern 

die Angelegenheit spruchreif ist, oder es lädt zur Hauptverhandlung vor 

(Art. 219 i.V.m. Art. 223 Abs. 2 ZPO).  

 

Die im Gesuch vorgebrachten Tatsachenbehauptungen sind vorliegend un-

bestritten geblieben. Zugestanden sind damit die Tatsachen, nicht aber die 

klägerischen Rechtsbegehren. Bei erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit 

einer nicht streitigen Tatsache, d.h. bei fehlender Spruchreife, kann das 

Gericht nach Art. 153 Abs. 2 ZPO von Amtes wegen Beweis erheben. 

 

Ist die Angelegenheit hingegen spruchreif, trifft das Gericht direkt einen En-

dentscheid. Hierzu muss das Gesuch soweit geklärt sein, dass darauf man-

gels Prozessvoraussetzungen nicht eingetreten oder es durch Sachurteil 

erledigt werden kann. Dies setzt voraus, dass die Vorbringen des Gesuch-

stellers nicht unklar, widersprüchlich, unbestimmt oder offensichtlich unvoll-

ständig sind, weil das Gericht gegebenenfalls seine Fragepflicht ausüben 

muss.1 

 

3. Allgemeine Voraussetzungen der vorläufigen Eintragung 

3.1. 

Die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts setzt im Wesentlichen 

die Forderung eines Bauhandwerkers oder Unternehmers für die Leistung 

von Arbeit und allenfalls von Material zugunsten des zu belastenden 

Grundstücks sowie die Wahrung der viermonatigen Eintragungsfrist voraus 

(Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 und 839 Abs. 2 ZGB). 

 

 
1  SK ZPO I-LEUENBERGER, 4. Aufl. 2025, Art. 223 N. 5 und 7; BSK ZPO-WILLISEGGER, 4. Aufl. 2025, 

Art. 223 N. 18 ff. 

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3.2. 

Die Eintragungsvoraussetzungen sind im Verfahren betreffend die vorläu-

fige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts lediglich glaubhaft zu 

machen. An diese Glaubhaftmachung werden zudem weniger strenge An-

forderungen gestellt, als es diesem Beweismass für vorsorgliche Massnah-

men (Art. 261 ff. ZPO) sonst entspricht.2 Die vorläufige Eintragung darf nur 

verweigert werden, wenn der Bestand des Pfandrechts ausgeschlossen 

oder höchst unwahrscheinlich erscheint. Im Zweifelsfall, bei unklarer Be-

weis- oder Rechtslage, ist die vorläufige Eintragung zu bewilligen und die 

Entscheidung dem Gericht im ordentlichen Verfahren zu überlassen.3 

Letztlich läuft es darauf hinaus, dass der gesuchstellende Unternehmer nur 

die blosse Möglichkeit eines Anspruchs auf ein Bauhandwerkerpfandrecht 

nachzuweisen hat.4 

 

4. Pfandsumme und Eintragungsfrist 

4.1. 

Der Präsident hat sich bereits in seiner Verfügung vom 18. September 

2025 mit den Behauptungen der Gesuchstellerin auseinandergesetzt und 

es für glaubhaft erachtet, dass es sich bei den geltend gemachten Forde-

rungen um Entschädigungen für Handwerker- oder Unternehmerleistungen 

i.S.v. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB handelt, ein Teil der Forderungen noch 

nicht beglichen ist sowie die gesetzliche Eintragungsfrist noch nicht abge-

laufen ist.  

 

4.2. 

Der Tatsachenvortrag der Gesuchstellerin blieb von der Gesuchsgegnerin 

unbestritten und gilt daher als wahr. Deshalb sind die Voraussetzungen für 

die vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts auf dem 

Grdst.-Nr. 9875 GB F. (E-GRID: CH150674791632) in Höhe von 

Fr. 102'695.00 zuzüglich Verzugszins von 5 % ab dem 17. September 

2025 erfüllt und ist die mit Verfügung des Präsidenten vom 18. September 

2025 superprovisorisch angeordnete vorläufige Vormerkung des Bauhand-

werkerpfandrechts in diesem Umfang vorsorglich zu bestätigen. 

 

5. Prosequierung 

5.1. 

Ist eine Klage auf definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts 

noch nicht rechtshängig, ist der gesuchstellenden Partei nach Art. 263 ZPO 

eine Frist zur Einreichung der Klage mit der Androhung anzusetzen, dass 

 
2  BGE 137 III 563 E. 3.3; 86 I 265 E. 3; vgl. auch SCHUMACHER/REY, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 

4. Aufl. 2022, N. 1533 ff.; BSK ZGB II-THURNHERR, 7. Aufl. 2023, Art. 839/840 N. 37 je m.w.N. 
3  BGE 86 I 265 E. 3, 102 Ia 81 E. 2b.bb; BGer 5A_395/2020 vom 16. März 2021 E. 2, 5A_32/2020 

vom 8. April 2020 E. 3, 5A_426/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 3.4; SCHUMACHER/REY (Fn. 2), 
N. 1533. 

4  SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1535; VETTER/CARBONARA, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 2023, 
N. 51 f. 

 - 6 - 

 

 

die Vormerkung der vorläufigen Eintragung im Grundbuch bei ungenutztem 

Ablauf der Frist ohne weiteres und ersatzlos gelöscht werde.5 Die Prose-

quierungsfrist beträgt nach handelsgerichtlicher Praxis bei Fällen der vor-

liegenden Grösse rund drei Monate. Der Fristenstillstand gemäss Art. 145 

Abs. 1 ZPO ist bei der Prosequierungsfrist nach Art. 263 ZPO i.V.m. 

Art. 961 Abs. 3 ZGB ausgeschlossen.6  

 

5.2. 

Vorliegend ist noch kein ordentliches Verfahren rechtshängig. Der Gesuch-

stellerin ist daher Frist zur Anhebung der Klage im ordentlichen Verfahren 

anzusetzen und für den Säumnisfall das ersatzlose Dahinfallen der vor-

sorglichen Eintragungen anzudrohen. Eine Löschung des provisorisch ein-

getragenen Bauhandwerkerpfandrechts seitens des Handelsgerichts 

würde aber nur auf entsprechendes Gesuch hin erfolgen. Die Prosequie-

rungsfrist beträgt nach handelsgerichtlicher Praxis rund drei Monate. 

 

5.3. 

Der Gesuchstellerin ist daher Frist bis 16. Januar 2026 anzusetzen, um 

beim zuständigen Gericht Klage im ordentlichen Verfahren auf definitive 

Bestellung des Bauhandwerkerpfandrechts anzuheben. Es gilt kein Still-

stand der Fristen. 

 

6. Prozesskosten 

Die Prozesskosten bestehen vorliegend einzig aus den Gerichtskosten und 

werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 95 Abs. 1 und Art. 106 

Abs. 1 ZPO). Ausgangsgemäss sind sie von der Gesuchsgegnerin zu tra-

gen. 

 

6.1. 

Unter Berücksichtigung des verursachten Aufwands sowie des Umfangs 

der Streitigkeit werden die Gerichtskosten auf Fr. 2'000.00 festgesetzt (§ 8 

GebührD; SAR 662.110). Dementsprechend wird der Gesuchstellerin der 

von ihr geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'525.00 zurücker-

stattet und die Gerichtskosten sind von der Gesuchsgegnerin nachzufor-

dern (Art. 111 Abs. 1 ZPO). 

 

6.2. 

Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet, da sich die Gesuchstellerin 

im vorliegenden Verfahren nicht anwaltlich vertreten liess und sie auch 

keine Umtriebsentschädigung geltend macht bzw. nachweist.7 

 

 
5  SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1663 ff. 
6  BGE 143 III 554 E. 2.5.2 m.w.N.; vgl. auch SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1670. 
7  Vgl. SK ZPO I-JENNY, 4. Aufl. 2025, Art. 106 N. 9 m.w.N. 

 - 7 - 

 

 

6.3. 

Eine abweichende Verlegung der Prozesskosten im allenfalls vor Handels-

gericht stattfindenden Hauptprozess im ordentlichen Verfahren oder auf-

grund separater Verfügung im vorliegenden Verfahren bleibt vorbehalten. 

 

 
   

Der Präsident erkennt: 

 

1. 

In Gutheissung des Gesuchs vom 17. September 2025 wird die mit Ver-

fügung vom 18. September 2025 zugunsten der Gesuchstellerin auf dem 

Grdst.-Nr. 9875 GB F. (E-GRID: CH150674791632) der Gesuchsgegnerin 

superprovisorisch für eine Pfandsumme von Fr. 102'695.00 zuzüglich 

Zins zu 5 % ab dem 17. September 2025 angeordnete Vormerkung vor-

sorglich bestätigt. 

 

2. 

Das Grundbuchamt A. wird angewiesen, die Vormerkung gemäss Disposi-

tiv-Ziff. 1 aufrechtzuerhalten. 

 

3. 

3.1. 

Die Gesuchstellerin hat bis zum 16. Januar 2026 beim zuständigen Ge-

richt im ordentlichen Verfahren Klage auf definitive Eintragung des Bau-

handwerkerpfandrechts anzuheben. 

 

3.2. 

Im Säumnisfall fällt die in der vorstehenden Dispositiv-Ziff. 1 angeordnete 

vorsorgliche Massnahme dahin, wobei die Vormerkung im Grundbuch nur 

auf entsprechendes Gesuch hin gelöscht wird. 

 

3.3. 

Es gilt kein Stillstand der Fristen. 

 

4. 

4.1. 

Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 2'000.00 sind von der 

Gesuchsgegnerin zu tragen. Der von der Gesuchstellerin geleistete Kos-

tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'525.00 wird dieser zurückerstattet und 

die Gerichtskosten sind von der Gesuchsgegnerin nachzufordern. 

 

4.2. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

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4.3. 

Eine abweichende Verlegung der Prozesskosten mittels separater Verfü-

gung oder im ordentlichen Verfahren bleibt vorbehalten, falls dieses vor 

dem Handelsgericht stattfindet. 

 

 
   

Zustellung an: 

− die Gesuchstellerin (mit Abrechnung) 

− die Gesuchsgegnerin (mit Einzahlungsschein) 

 

Zustellung an: 

− das Grundbuchamt A. (nach Ablauf der Rechtsmittelfrist) 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., 

Art 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröff-

nung der vollständigen Ausfertigung des Entscheids an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweize-

rischen Bundesgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte elekt-

ronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 

darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige 

Rechte (Art. 98 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als 

Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 
   

Aarau, 16. Oktober 2025 

 

Handelsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Vetter  Schneuwly