# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf6d5e76-2826-5907-ac0a-60fb13f5ca44
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.06.2015 RT150063
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT150063_2015-06-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT150063-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Leitende  

Gerichtsschreiberin lic. iur. E. Ferreño 

 

Urteil vom 16. Juni 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  

Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Zentrale Inkassostelle der Gerichte 

 

betreffend Rechtsöffnung   
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 2. März 2015 (EB140526-I) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Der Gesuchsteller und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) stellte 

vor Vorinstanz mit Eingabe vom 25. November 2014 das Begehren, es sei ihm in 

der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Dübendorf, Zahlungsbefehl vom 22. 

Oktober 2014, definitive Rechtsöffnung für Fr. 100.– und für die Betreibungskos-

ten zu erteilen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Ge-

suchsgegnerin und Beschwerdeführerin (fortan Gesuchsgegnerin; Urk. 1 und 2). 

Nach Eingang des vom Gesuchsteller geleisteten Kostenvorschusses (Urk. 6 

S. 1) wurde der Gesuchsgegnerin mit Verfügung vom 23. Januar 2015 Frist ange-

setzt, um schriftlich zum Rechtsöffnungsgesuch des Gesuchstellers Stellung zu 

nehmen (Urk. 9). Die Gesuchsgegnerin liess sich innert Frist nicht vernehmen, 

worauf die Vorinstanz mit unbegründetem Urteil vom 2. März 2015 dem Gesuch-

steller definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes 

Dübendorf, Zahlungsbefehl vom 22. Oktober 2014, für Fr. 100.– und für die Be-

treibungskosten sowie für Kosten und Entschädigung gemäss den Dispositivzif-

fern 2 bis 4 dieses Urteils erteilte (Urk. 12 Dispositivziffer 1). Innert Frist ersuchte 

die Gesuchsgegnerin mit Eingabe vom 18. März 2015 um Begründung des Urteils 

(Urk. 14), worauf die Vorinstanz das begründete Urteil (Urk. 15 = Urk. 18) am 25. 

März 2015 versandte (Urk. 16). 

2. Dagegen erhob die Gesuchsgegnerin mit Eingabe vom 9. April 2015 

Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es sei das Urteil vom 2. März 2015 

aufzuheben und das Rechtsöffnungsbegehren abzuweisen (Urk. 17). 

3. a) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind im Beschwerdeverfahren neue 

Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen. 

Das Novenverbot ist umfassend (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasen-

böhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 

2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, N 3 f. zu Art. 326 ZPO). Die von der Ge-

suchsgegnerin erstmals im Beschwerdeverfahren eingereichten Beilagen 

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(Urk. 20/1-2) sind im Sinne von Art. 326 ZPO als verspätet zu betrachten und da-

her nicht zu beachten. 

b) Gemäss Art. 81 Abs. 1 SchKG hat der Betriebene durch Urkun-

den zu beweisen, dass die Schuld seit Erlass des Entscheids getilgt oder gestun-

det worden ist. Die Vorinstanz beurteilte den Beschluss des Obergerichts des 

Kantons Zürich vom 8. Mai 2014 (Urk. 3) als rechtskräftigen und vollstreckbaren 

gerichtlichen Entscheid im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG und damit als gültigen 

definitiven Rechtsöffnungstitel (Urk. 18 S. 3). Die Gesuchsgegnerin liess sich im 

erstinstanzlichen Rechtsöffnungsverfahren nicht vernehmen, weshalb die Vorin-

stanz zu Recht davon ausging, dass die Schuld über Fr. 100.– (hälftige Kosten-

auflage) nicht getilgt sei (Urk. 18 S. 3). Im Beschwerdeverfahren setzt sich die 

Gesuchsgegnerin mit keinem Wort mit den Erwägungen des angefochtenen Ent-

scheids inhaltlich auseinander. 

c) Die Gesuchsgegnerin ersucht im Beschwerdeverfahren, den 

Rechtsöffnungstitel, d.h. den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich 

vom 8. Mai 2014, anfechten zu können. Dieser sei fehlerhaft und habe schädliche 

Nachwirkungen (Urk. 17 S. 2), da das Gericht unter Verletzung ihres Anspruches 

auf rechtliches Gehör den Beschluss vom 8. Mai 2014 erlassen habe (Urk. 17 

S. 1). Die Gesuchsgegnerin ist darauf hinzuweisen, dass im Rechtsöffnungsver-

fahren einzig darüber entschieden wird, ob die durch den Rechtsvorschlag ge-

hemmte Betreibung weitergeführt werden darf oder nicht. Insbesondere kann die 

sachliche Richtigkeit des der Rechtsöffnung zugrunde liegenden Entscheids nicht 

mehr überprüft werden. Die Beschwerdeinstanz darf daher den Beschluss des 

Obergerichts des Kantons Zürich vom 8. Mai 2014 (Urk. 3) nicht nochmals selber 

überprüfen.  

d) Vor diesem Hintergrund erweist sich die Beschwerde als unbe-

gründet. Es ist daher davon abzusehen, eine Beschwerdeantwort des Gesuch-

stellers oder eine Stellungnahme der Vorinstanz einzuholen (Art. 322 ZPO, 

Art. 324 ZPO). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

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4. a) Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss der unterliegenden 

Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Sie sind gestützt auf 

Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 150.– festzusetzen. 

b) Mangels wesentlicher Umtriebe ist dem Gesuchsteller für das Be-

schwerdeverfahren keine Entschädigung zuzusprechen.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchsgegnerin auf-

erlegt. 

4. Dem Gesuchsteller wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschä-

digung zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage 

eines Doppels von Urk. 17, sowie an das Bezirksgericht Uster, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 100.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.  

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Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

Zürich, 16. Juni 2015 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Leitende Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. E. Ferreño 
versandt am: 
se 

	Urteil vom 16. Juni 2015
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.
	4. Dem Gesuchsteller wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 17, sowie an das Bezirksgericht Uster, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...