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**Case Identifier:** 30b2e96e-1913-5837-b7d4-960f4fe1704d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.11.2016 810 16 139 (810 16 140)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-139_2016-11-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 23. November 2016 (810 16 138 / 810 16 139 / 810 16 140) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Kostenauflage 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer 
 
 

 gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Kostenauflage  

(Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
22. April 2016) 

 
 
 
 
A. Am 8. Februar 2014 wandte sich A.____, die Tochter von D.____ (geboren 1940) und 
E.____ (geboren 1943), nachdem sie von einem geplanten Altersheimeintritt von E.____ erfah-
ren hatte, mit einer Gefährdungsmeldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
C.____ (KESB) und beantragte die Prüfung einer Beistandschaft für ihre Eltern. Zuvor wurden 

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D.____ und E.____ auf freiwilliger Basis in finanziellen und administrativen Belangen von ihrem 
Schwager, F.____, betreut. In der Gefährdungsmeldung führte A.____ unter anderem aus, ihre 
Beziehung zu den Eltern sei seit über 20 Jahren teilweise stark belastet. 
 
B. Mit Entscheid vom 26. März 2014 errichtete die KESB mit dem Einverständnis des 
Ehepaars eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung. Zum Beistand ernannt 
wurde G.____, den das Ehepaar aufgrund seiner früheren Tätigkeit für die Gemeinde H.____ 
bereits kannte. 
 
C. Am 14. Mai 2014 teilte G.____ der KESB mit, dass er die Beistandschaft des Ehepaars 
aufgrund grosser Differenzen mit A.____ einem Berufsbeistand übergeben wolle, insbesondere 
für die administrativen Belange der Familie aber weiterhin besorgt sei. Am 17. Mai 2014 gelang-
te A.____ ihrerseits an die KESB und stellte in Aussicht, sie wolle zukünftig als vollumfassende 
Beiständin für ihren Vater tätig sein. Die KESB teilte den Beteiligten am 22. Mai 2014 mit, dass 
der bisherige Beistand im Amt bleibe, bis die KESB einen anderen geeigneten Beistand für das 
Ehepaar gefunden habe. 
 
D. Am 28. Juli 2014 errichtete D.____ mittels öffentlicher Beurkundung eine Vollmacht 
und einen Vorsorgeauftrag. Darin erteilte D.____ seiner Tochter A.____ (bzw. für den Fall, dass 
sie das Mandat nicht annehme, deren Ehemann B.____) eine unbeschränkte Vollmacht, ihn in 
seinen sämtlichen Angelegenheiten jeder Art rechtlich zu vertreten. Für den Fall, dass der Voll-
machtgeber die für ihn vorgenommenen Handlungen in ihrer Tragweite nur noch eingeschränkt 
zu beurteilen vermöge, wurde die Bevollmächtigte verpflichtet, der zweiten Tochter von D.____ 
sowie den Schwestern von D.____ jederzeit und je einzeln umfassende Einsicht in sämtliche 
Unterlagen zu gewähren. Gleichentags wurde die Urteilsfähigkeit von D.____ in Bezug auf die-
ses Geschäft von Prof. Dr. I.____, Leiter der Klinik J.____, bestätigt. 
 
E. Mit Eingabe vom 31. Juli 2014 beantragte D.____, vertreten durch Anna Rüegg, Advo-
katin, bei der KESB unter anderem, es sei die Beistandschaft von D.____ per sofort aufzuhe-
ben. Am 15. Oktober 2014 beantragte D.____, es sei seine Tochter, A.____, vorsorglich per 
sofort als seine Beiständin im Sinne einer Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung 
und mit Vertretungsrecht bei medizinischen Massnahmen ad interim bis zum rechtskräftigen 
Entscheid der KESB einzusetzen. Überdies sei sein jetziger Beistand vorsorglich per sofort von 
seinem Amt zu entbinden. 
 
F. Am 19. Dezember 2014 erhob D.____, weiterhin vertreten durch Anna Rüegg, beim 
Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde 
wegen Rechtsverweigerung resp. Rechtsverzögerung. Diese Beschwerde wies das Kantonsge-
richt mit Urteil vom 4. März 2015 ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren Nr. 810 14 392). 
 
G. Nachdem G.____ sein Mandat mit Schreiben vom 1. April 2015 per sofort niedergelegt 
hatte, entliess ihn die KESB mit superprovisorischem Entscheid vom 10. April 2015 (rektifiziert 
am 12. April 2015) per 31. März 2015 aus dem Amt und setzte K.____, Advokat, rückwirkend 
per 1. April 2015 als Beistand von D.____ ein. 

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H. Am 24. April 2015 entschied die KESB, dass über D.____ bereits eine Beistandschaft 
nach Art. 394 und Art. 395 ZGB bestehe und diese Beistandschaft weitergeführt werde. Sodann 
beschloss die KESB, dass D.____ in Erweiterung der bestehenden Beistandschaft gestützt auf 
Art. 395 Abs. 3 ZGB der Zugriff auf die aufgeführten Vermögens- und Einkommenswerte entzo-
gen bleibe. Ergänzend stellte die KESB der Klarheit halber fest, dass D.____ bzgl. eines Privat-
kontos vollumfänglich Zugriff habe und dass die Grundbuchsperren betreffend die Parzellen 
Nr. 680 (X.____gasse 15) und 2460 (Y.____weg 9/9a) in H.____ gestützt auf Art. 395 Abs. 4 
ZGB aufrechterhalten würden. Des Weiteren entschied die KESB, rückwirkend per 1. April 2015 
Rechtsanwalt K.____ in Erweiterung der bestehenden Beistandschaft als Beistand für D.____ 
zu bestätigen. Sie setzte seinen Stundenansatz auf Fr. 150.-- fest. 
 
I. Dagegen liess D.____, nach wie vor vertreten durch Anna Rüegg, am 7. Mai 2015 
beim Kantonsgericht Beschwerde erheben mit dem Hauptantrag, die Beistandschaft sei definitiv 
aufzuheben eventuell unter gleichzeitiger Genehmigung des Vorsorgeauftrags vom 28. Juli 
2014. Das Kantonsgericht hiess die Beschwerde mit Urteil vom 9. September 2015 gut und hob 
den angefochtenen Entscheid auf (Verfahren Nr. 810 15 129). Das Gericht erwog zusammen-
fassend, dass die Beistandschaft mit G.____ als Beistand im Einverständnis mit dem Ehepaar 
D.____/E.____ zu Recht errichtet worden sei und der spätere Beistandswechsel ebenfalls nicht 
zu beanstanden sei (E. 2.4). Erst im Laufe des Beschwerdeverfahrens habe A.____ die vor-
handenen offenen Fragen zu klären und ihre Geeignetheit für die Betreuung ihres Vaters nach-
zuweisen vermocht. Die Unterstützung bzw. die Betreuung D.____s durch die Familie erscheine 
nunmehr als genügend und es rechtfertige sich unter dem Gesichtspunkt der Subsidiarität, die 
bestehende Beistandschaft per Urteilsdatum aufzuheben (E. 3.4). 
 
J. Die KESB schloss das Verfahren betreffend Erwachsenenschutzmassnahme für 
D.____ am 22. April 2016 mit vier separaten Entscheiden ab, wovon drei die Kostenregelung 
betrafen. Sie setzte in dieser Hinsicht zunächst die Verfahrenskosten auf gesamthaft 
Fr. 2'200.-- fest und auferlegte sie D.____. In einem weiteren Entscheid genehmigte die KESB 
den Schlussbericht von K.____ und entliess diesen aus dem Amt. Seine Entschädigung wurde 
auf Fr. 22'436.05 festgelegt, wovon D.____ Fr. 15'146.30 auferlegt wurden. Der Prüfungsauf-
wand der externen Treuhandfirma von Fr. 1'300.30 sowie die Entscheidgebühr von 
Fr. 450.-- wurden ebenfalls auf ihn überwälzt. Im dritten Entscheid genehmigte die KESB den 
Schlussbericht von G.____ und entliess ihn definitiv aus dem Amt. Seine Entschädigung wurde 
auf Fr. 4'448.90 festgesetzt und einschliesslich der Spesen von Fr. 146.50 D.____ auferlegt. 
Dazu kamen die Kosten für die externe Wirtschaftsprüfung von Fr. 230.85 sowie die Entscheid-
gebühr von Fr. 200.--, die ebenfalls zu seinen Lasten gingen. 
 
K. Gegen die drei Kostenentscheide der KESB vom 22. April 2016 haben A.____ und 
B.____ mit Eingabe vom 16. Mai 2016 beim Kantonsgericht Beschwerde erhoben. Sinngemäss 
beantragen sie, dass der Entscheid betreffend die Kostenauflage (Verfahren Nr. 810 16 138), 
die Genehmigung des Schlussberichts von K.____ (Verfahren Nr. 810 16 139) und die Geneh-
migung des Schlussberichts von G.____ (Verfahren Nr. 810 16 140) aufzuheben und D.____ 
keine der nach dem 31. Juli 2014 entstandenen Kosten aufzuerlegen seien. Zur Begründung 

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bringen sie zusammengefasst vor, die besagten Kosten seien durch das Fehlverhalten der 
KESB entstanden und deshalb von dieser zu tragen. 
 
L. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 17. Juni 2016, auf die Be-
schwerden sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge nicht einzutreten, eventualiter seien sie 
abzuweisen. Sie bringt im Wesentlichen vor, die Kostentragungspflicht betreffe D.____ und 
nicht die Beschwerdeführer, die nicht als dessen Vertreter handelten. Die Beschwerdeführer 
seien zur Erhebung der Beschwerde in eigenem Namen nicht legitimiert, weshalb auf ihre Be-
schwerde nicht eingetreten werden könne. In der Sache sei die Beschwerde im Weiteren unbe-
gründet, schliesslich habe das Kantonsgericht in zwei früheren Urteilen die Rechtmässigkeit 
ihres Handelns bestätigt. Die Kostenerhebung und -verlegung entspreche den gesetzlichen 
Vorgaben. 
 
M. Mit Eingabe vom 18. Juni 2016 reichen die Beschwerdeführer eine auf sie lautende 
und am 16. Juni 2016 von D.____ unterzeichnete Vollmacht ein und erklären, dessen Interes-
sen im vorliegenden Verfahren wahrzunehmen. 
 
N. Mit Präsidialverfügung vom 7. Juli 2016 wurden die Verfahren Nr. 810 16 138, 810 16 
139 und 810 16 140 vereinigt und der Kammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide einer Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde 
beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung 
von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis Art. 450e 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 
 
2. Nach § 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 wendet das Gericht das Recht von Amtes wegen an. Es 
prüft insbesondere, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind. Diese umschreiben die Er-
fordernisse, die erfüllt sein müssen, damit ein Begehren im Verfahren vor dem Kantonsgericht 
materiell behandelt werden kann. Eine dieser Sachentscheidvoraussetzungen ist die Be-
schwerdebefugnis. Sie umschreibt die Berechtigung eines Rechtssubjekts, ein bestimmtes 
Rechtsmittel zu ergreifen (RENE RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURN-
HERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Aufl., Basel 2014, Rz. 1092 ff.). 
 
3. Nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB sind zunächst Personen zur Beschwerde befugt, die 
am Verfahren beteiligt sind. Am Verfahren beteiligt sind in erster Linie die von der Anordnung 
einer Erwachsenenschutzbehörde direkt betroffenen Personen, mithin die schutzbefohlenen, 

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hilfsbedürftigen Personen, die durch den Entscheid unmittelbar berührt sind und ein schutzwür-
diges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung haben (DANIEL STECK, in: Honsell/Vogt/
Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 5. Aufl., Basel 2014, 
Art. 450 ZGB Rz. 29; Urteil des BGer 5A_979/2013 vom 28. März 2014 E. 6). Von den ange-
fochtenen Entscheiden direkt betroffen ist vorliegend einzig D.____. Die Beschwerdeführer ha-
ben die Beschwerden in eigenem Namen und ohne Hinweis auf ein Vertretungsverhältnis erho-
ben. Sie sind von den angefochtenen Entscheiden nicht direkt betroffen. 
 
4.1 Dritte sind üblicherweise nicht befugt, zugunsten eines Verfügungsadressaten zu inter-
venieren und Verfügungen anzufechten, welche diese Person belasten. In der Regel ist jedes 
Rechtssubjekt gehalten, seine eigenen Interessen selber wahrzunehmen. Im Privatrecht wie 
auch im öffentlichen Recht - zu welchem das Erwachsenenschutzrecht materiell gehört - wird 
von nicht direkt am Verfahren beteiligten Drittpersonen, die den Rechtsweg einschlagen wollen, 
regelmässig ein besonderes eigenes Berührtsein verlangt. Auch im Erwachsenenschutzrecht 
kann die urteilsfähige schutzbedürftige Person ihre Interessen mit einer Beschwerde grundsätz-
lich selber wahren. Das Zivilgesetzbuch lässt in diesem Bereich jedoch als spezialgesetzliche 
Regelung die Beschwerde von Dritten ohne direkte Verfahrensbeteiligung unter besonderen 
Voraussetzungen zu. 
 
4.2 Zur Beschwerde zugelassen sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB die der betroffenen 
Person nahestehenden Personen, sofern diese Drittbeschwerdeführer die Wahrung von Inte-
ressen des Schutzbedürftigen geltend machen (vgl. BGE 137 III 67 E. 3.4.1). Es handelt sich 
dabei nach Lehre und Rechtsprechung um Personen, welche die betroffene Person zufolge 
Verwandtschaft oder Freundschaft oder wegen ihrer Funktion oder beruflichen Tätigkeit (Arzt, 
Sozialhelfer, Priester oder Pfarrer etc.) gut kennen und kraft ihrer Eigenschaften sowie kraft 
ihrer Beziehungen zu dieser als geeignet erscheinen, deren Interessen zu wahren. Eine 
Rechtsbeziehung ist nicht erforderlich. Entscheidend ist vielmehr die faktische Verbundenheit 
(STECK, a.a.O., Art. 450 ZGB Rz. 32 ff.; BGE 137 III 67 E. 3.4.1). Das Wort "Nahestehen" meint 
eine auf unmittelbarer Kenntnis der Persönlichkeit des Betroffenen, von diesem bejahte und von 
Verantwortung für dessen Ergehen geprägte Beziehung, die den Dritten geeignet erscheinen 
lässt, Interessen des Betroffenen wahrzunehmen. Diese Beziehung bzw. die Anforderungen 
daran, die unmittelbare Kenntnis der Persönlichkeit des Betroffenen, die Bejahung durch den 
Betroffenen und die Verantwortung für das Ergehen des Betroffenen, müssen in der Beschwer-
debegründung glaubhaft gemacht werden (Urteil des BGer 5A_663/2013 vom 5. November 
2013 E. 3.2; PATRICK FASSBIND, in: Jolanta Kren Kostkiewicz et al. [Hrsg.], Orell Füssli Kom-
mentar zum Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Zürich 2011, Art. 450 Rz. 3, CYRIL HEGNAUER, Zum Begriff 
der nahestehenden Person im Sinne von Art. 397d ZGB, ZVW 1984, S. 27 f.). Die Beschwerde-
führer behaupten in der Beschwerdebegründung nicht, im Sinne D.____ zu handeln und mit der 
Beschwerde dessen Interessen wahren zu wollen. Soweit sie dies mit ihrer Eingabe vom 
18. Juni 2016 nachholen, so geschieht dies deutlich nach Ablauf der Beschwerdefrist und damit 
verspätet. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 
Abs. 3 ZGB). Die Beschwerdefrist beträgt dreissig Tage seit Mitteilung des Entscheids. Diese 
Frist gilt auch für beschwerdeberechtigte Personen, denen der Entscheid nicht mitgeteilt wurde 

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(Art. 450b Abs. 1 ZGB). Eine Ergänzung der Beschwerdebegründung nach Ablauf der Be-
schwerdefrist ist nicht zulässig. 
 
4.3 Nehmen nahestehende Personen eigene Interessen wahr, werden sie wie gewöhnliche 
Drittpersonen behandelt (FASSBIND, a.a.O., Art. 450 Rz. 2). Drittpersonen sind zur Beschwerde 
befugt, wenn sie ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des an-
gefochtenen Entscheids haben (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB). Ein bloss tatsächliches Interesse 
genügt nicht. Die Geltendmachung dieses eigenen (wirtschaftlichen oder ideellen) rechtlich ge-
schützten Interesses ist nur zulässig, wenn es mit der fraglichen Massnahme direkt zusammen-
hängt bzw. mit der Massnahme geschützt werden soll und deshalb von der Erwachsenen-
schutzbehörde hätte berücksichtigt werden müssen (Urteil des BGer 5A_979/2013 vom 
28. März 2014 E. 4.2; STECK, a.a.O., Art. 450 Rz. 38). Die Beschwerdeführer beanstanden zu-
nächst allgemein die Verfahrensführung durch die Vorinstanz und die Handlungen der Beistän-
de. Inwiefern die Beschwerdeführer - zumindest zum heutigen Verfahrenszeitpunkt - über ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Beurteilung von nicht direkt mit den angefochtenen Ver-
fügungen zusammenhängenden Verfahrenshandlungen der Vorinstanz verfügen sollten, er-
schliesst sich nicht (vgl. auch unten E. 5.1). Soweit Handlungen oder Unterlassungen der Bei-
stände betroffen sind, so wären diese ohnehin zuerst bei der Erwachsenenschutzbehörde zu 
beanstanden gewesen (Art. 419 ZGB). In erster Linie rügen die Beschwerdeführer aber die 
Auferlegung von Kosten durch die Vorinstanz. Sie werden durch die angefochtenen Verfügun-
gen nicht selber zur Zahlung verpflichtet und sind somit in wirtschaftlichen Eigeninteressen nicht 
unmittelbar betroffen. Da D.____ in günstigen finanziellen Verhältnissen lebt, besteht keine Ge-
fahr, dass die Beschwerdeführerin allenfalls im Rahmen der Verwandtenunterstützungspflicht 
(Art. 328 ZGB) für die Kosten wird aufkommen müssen. Kein rechtlich geschütztes Interesse 
vermitteln erbrechtliche Interessen, denn vor dem Erbfall handelt es sich bloss um Anwartschaf-
ten ohne selbständige rechtliche Bedeutung (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, 
BBl 2006 7001, S. 7059). Da die Beschwerdeführer kein rechtlich geschütztes Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Entscheide haben, ist ihnen die Legitimation zur 
Erhebung der Beschwerden abzusprechen. Auf ihre Beschwerden kann folglich nicht eingetre-
ten werden. 
 
5. Selbst wenn auf die Beschwerden hätte eingetreten werden können, wäre ihnen kein 
Erfolg beschieden gewesen. 
 
5.1 Die Beschwerdeführer rekapitulieren in der Beschwerdebegründung hauptsächlich das 
Vorgefallene aus ihrer Sicht und kritisieren in teilweise unsachlich gehaltenen Darlegungen, 
dass die Vorinstanz die für D.____ errichtete Beistandschaft nicht spätestens Ende Juli 2014 
aufgehoben hat. Sinngemäss machen die Beschwerdeführer geltend, die nach diesem Datum 
erlassenen Erwachsenenschutzmassnahmen und Handlungen der Beistände seien unrecht-
mässig gewesen. Sämtliche Auslagen, die danach durch die Aktivitäten der KESB und der Bei-
stände entstanden seien, erachteten sie als null und nichtig. Zunächst ist den Beschwerdefüh-
rern hierzu vorzuhalten, dass sie die heute bemängelten Erwachsenenschutzmassnahmen zu-
vor nie mit einem Rechtsmittel angefochten resp. bei der Vorinstanz keine formellen Anträge 

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auf Aufhebung dieser Massnahmen gestellt haben. Sodann haben sie soweit ersichtlich auch 
kein förmliches Einschreiten der Erwachsenenschutzbehörde gegen Handlungen oder Unter-
lassungen der beiden Beistände nach Art. 419 ZGB verlangt. Wer einen Entscheid der KESB 
nicht anficht, kann dies nicht nach Beendigung der Massnahme im Rahmen des verfahrensab-
schliessenden Kostenentscheids nachholen. Wie die Beschwerdeführer selber zutreffend aus-
führen, hat das Kantonsgericht in dieser Sache ohnehin bereits ein rechtskräftiges Urteil gefällt. 
In seinem Urteil vom 9. September 2015 kam das Gericht zu einem anderen Schluss als die 
heutigen Beschwerdeführer und hielt fest, dass die Beistandschaft rechtmässig errichtet worden 
sei und bis zum Urteilsdatum zu Recht bestanden habe. D.____, der in dieser Hinsicht unbe-
stritten urteilsfähig und rechtskundig vertreten war, hat diesen Entscheid des Kantonsgerichts 
damals nicht angefochten und somit akzeptiert, wie er im Übrigen auch betreffend die vorlie-
gend im Streit liegenden Verfügungen - bei anwaltlicher Vertretung vor der Vorinstanz - kein 
Rechtsmittel ergriffen hat. Es besteht kein Raum, um die Rechtmässigkeit der Erwachsenen-
schutzmassnahme nachträglich noch einmal in Frage stellen zu können. 
 
5.2 Weiter wehren sich die Beschwerdeführer dagegen, dass D.____ Kosten für die Er-
wachsenenschutzmassnahme auferlegt wurden. Auch mit diesem Anliegen dringen sie indes 
nicht durch. Für amtliche Verrichtungen und Verfügungen, wie sie im Zivilgesetzbuch vorgese-
hen sind, werden gemäss § 158 Abs. 1 EG ZGB Aufwandgebühren erhoben. Die Gebühr ist 
das Entgelt für einen Geschäftsakt und alle damit notwendig zusammenhängenden Tätigkeiten 
wie Abklärungen, Beratungen, Verhandlungen, Ausfertigung des Aktes sowie die notwendigen 
Mitteilungen (§ 2 Abs. 1 EG ZGB). Sie geht in erwachsenenschutzrechtlichen Verfahren zu Las-
ten derjenigen Person, welche die Amtshandlung veranlasste (vgl. § 6 Abs. 1 der Verordnung 
über die Gebühren zum Zivilrecht [GebV] vom 8. Januar 1991). Damit gemeint ist die schutzbe-
dürftige Person, im vorliegenden Fall D.____. Die Vorinstanz durfte diesem somit Gebühren für 
ihre Amtshandlungen auferlegen. Was die Höhe der verlangten Gebühren betrifft, so ist zu be-
merken, dass die Vorinstanz im Laufe des Verfahrens (ohne die vier Entscheide vom 22. April 
2016) insgesamt neun materielle Entscheide getroffen hat. Für acht dieser Entscheide hat 
sie - trotz teilweise beträchtlichem Aufwand - jeweils eine Gebühr nach dem tiefsten vom Ge-
bührentarif vorgesehenen Ansatz von Fr. 200.-- erhoben (§ 17 lit. a Ziff. 1 GebV und § 17 lit. c 
Ziff. 2 GebV; der Gebührenrahmen liegt zwischen Fr. 200.-- und Fr. 1'850.-- resp. Fr. 2'450.--). 
Die Gebühr für den Entscheid über die Beistandseinsetzung wurde mit Fr. 600.-- nur wenig über 
dem Minimalansatz von Fr. 450.-- veranschlagt (bei einem Maximum von Fr. 5'350.--, vgl. § 17 
lit. a Ziff. 3 GebV). Gesamthaft sind die von der Vorinstanz auferlegten Gebühren nach dem 
Gesagten nicht zu beanstanden. 
 
5.3 Die Beschwerdeführer bestreiten des Weiteren die Kostentragungspflicht D.____s für 
die im Rahmen der Prüfung und Genehmigung der jeweiligen Schlussrechnungen der Beistän-
de entstandenen Kosten sowie die zugesprochenen Mandatsträgerentschädigungen. Auch dies 
zu Unrecht. Gemäss Art. 404 Abs. 1 ZGB haben Beistände Anspruch auf eine angemessene 
Entschädigung und auf Ersatz der notwendigen Spesen aus dem Vermögen der betroffenen 
Person. Da die Massnahmen des Erwachsenenschutzes dem Schutz und dem Wohl der be-
troffenen Person dienen, ist es nach dem Verursacherprinzip gerechtfertigt, dass in erster Linie 
die verbeiständete Person aus ihrem Vermögen für die Entschädigung und die Spesen des Bei-

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standes aufkommen muss (RUTH E. REUSSER, in: Basler Kommentar zum Schweizerischen Zi-
vilgesetzbuch, a.a.O., Art. 404 ZGB Rz. 28; FASSBIND, a.a.O., Art. 404 ZGB Rz. 1). Die Erwach-
senenschutzbehörde legt die Höhe der Entschädigung fest. Sie berücksichtigt dabei insbeson-
dere den Umfang und die Komplexität der dem Beistand oder der Beiständin übertragenen Auf-
gaben (Art. 404 Abs. 2 ZGB). Die kantonale Gebührenverordnung sieht für die berufsmässige 
Mandatsführung eine Entschädigung nach Aufwand vor. Diese beträgt gemäss § 18 Abs. 2 lit. a 
GebV Fr. 95.-- pro Stunde, wobei die Erwachsenenschutzbehörde diesen Ansatz angemessen 
erhöhen oder reduzieren kann, wenn die Entschädigung für die Amtsführung, die notwendiger-
weise zu leisten war, oder wegen der Komplexität der wahrgenommenen Aufgaben als eindeu-
tig zu niedrig oder zu hoch zu qualifizieren ist (§ 18 Abs. 4 GebV). Die Vorinstanz legte den 
Stundenansatz für die Mandatstätigkeit von G.____ auf Fr. 35.-- fest, für diejenige von K.____ 
stellte sie D.____ Fr. 95.-- in Rechnung, was im Einklang mit der gesetzlichen Regelung ist. 
Aufgrund des ausgewiesenen Stundenaufwands wurden dem Vermögen D.____s Mandatsent-
schädigungen und Spesenersatz in der Gesamthöhe von Fr. 4'448.90 (G.____) und 
Fr. 15'146.30 (K.____) belastet. Insbesondere der letztgenannte Betrag erscheint für eine Man-
datsträgerentschädigung als aussergewöhnlich hoch. Eine nähere Betrachtung zeigt allerdings, 
dass sie sich im vorliegenden Fall als sachlich begründet und angemessen erweist, zumal die 
Vorinstanz aus Billigkeitsgründen nur einen Teil der Gesamtentschädigung von Fr. 22'436.05 
auf D.____ überwälzte. Der Anspruch auf angemessene Entschädigung nach Art. 404 Abs. 1 
ZGB bedeutet, dass die Entschädigung die gesamten Umstände des Einzelfalles zu berücksich-
tigen hat. Wesentliche Kriterien sind die Art und Komplexität der geleisteten Tätigkeit, die wirt-
schaftliche Lage der verbeiständeten Person, der konkrete Aufwand im Einzelfall und die be-
sonderen beruflichen Fähigkeiten, welche die Aufgabe erfordert (REUSSER, a.a.O., Art. 404 ZGB 
Rz. 18, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Den Akten lässt sich entnehmen, dass die Bei-
stände im vorliegenden Verfahren bei ihrem Amtsantritt auf eine unübersichtliche finanzielle 
Situation stiessen und bereits die Erstellung eines Antrittsinventars erhebliche Mühe und Auf-
wand verursachte, nicht zuletzt da ihnen die dafür benötigten Informationen vorenthalten wur-
den. Der vorliegend weit überdurchschnittliche Aufwand für die Mandatsführung hängt nicht 
unwesentlich damit zusammen, dass sich die Familie und speziell die Beschwerdeführerin einer 
konstruktiven Zusammenarbeit mit den Beiständen beharrlich widersetzte. So leitete die Be-
schwerdeführerin etwa unter Missachtung der Verfügungen der KESB und ohne Rücksprache 
mit dem Beistand eigenmächtig den Verkauf der Wohnliegenschaft und den Umzug D.____s in 
die Wege. Weiter wurden nicht alle für die Aufgabenerfüllung benötigten Postsendungen an den 
Beistand weitergeleitet, was ebenfalls zusätzlichen Aufwand verursachte. Die ständigen Inter-
ventionen der Beschwerdeführerin erschwerten die Arbeit der Mandatsträger und führten letzt-
lich zur sofortigen Demission des ersten Beistands, was einen mit weiteren Kosten verbunde-
nen Beistandswechsel erforderlich machte. Dass neu ein rechtskundiger Fachmann mit einem 
entsprechend höheren Entschädigungsansatz eingesetzt wurde, ist nach dieser Vorgeschichte 
ohne Weiteres nachvollziehbar. Dessen Mandat gestaltete sich arbeitsintensiv und juristisch 
anspruchsvoll. So waren neben der aufwändigen Ordnung der Finanzen unter anderem ein Lie-
genschaftsverkauf abzuwickeln, die Rückübertragung von unzulässigerweise an die Ehefrau 
ausbezahlten Versicherungsleistungen zu veranlassen oder der an die Ehefrau auszubezah-
lende monatliche Unterhaltsbeitrag neu zu berechnen. Angesichts der Komplexität des jeweili-

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gen Mandats erweisen sich die an die Mandatsträger ausbezahlten Spesen und Entschädigun-
gen als gesetzeskonform. 
 
6. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten 
umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie-
genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem 
Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- den Beschwer-
deführern aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu ver-
rechnen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen.  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden den Be-

schwerdeführern in solidarischer Verbindung auferlegt und mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber