# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dcf3e153-bf60-5cf8-a223-9c5482b542ac
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 06.05.2022 SB210654
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210654_2022-05-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB210654-O/U/as 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Stiefel, Präsident, Ersatzoberrichterinnen lic. iur. 

Laufer und Dr. Borla sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. Leuthard 

 

Urteil vom 6. Mai 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend gewerbsmässigen Diebstahl etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf, II. Abteilung, vom 
30. August 2021 (DG210003) 
 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur-Unterland vom 22. Januar 

2021 (Urk. 17) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 43 S. 47 ff.) 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 

i.V.m. Art. 139 Ziff. 2 StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 StGB; 

- der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB; 

- des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.  

2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, 

wovon bis und mit heute 2 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

4. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 3 (B._____) im Umfang von Fr. 521.10 zuzüglich 5% Zins ab 

13. Januar 2020 anerkannt hat. 

5. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 4 (Politische Gemeinde C._____) im Umfang von Fr. 621.32 

inkl. Mehrwertsteuer und zuzüglich 5% Zins seit 8. Juni 2021 anerkannt hat. 

Im Mehrbetrag wird die Zivilforderung der Privatklägerin 4 auf den Zivilweg 

verwiesen. 

6. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 5 (D._____ AG) im Umfang von Fr. 650.– zuzüglich 5% Zins 

seit 11. Mai 2021 anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird die Zivilforderung der 

Privatklägerin 5 auf den Zivilweg verwiesen. 

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7. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 6 (E._____ AG (Schweiz)) im Umfang von Fr. 350.– anerkannt 

hat. Im Mehrbetrag wird die Zivilforderung der Privatklägerin 6 auf den 

Zivilweg verwiesen. 

8. Die Zivilforderungen der Privatklägerinnen 2 (F._____ AG), 7 (G._____ AG) 

und 8 (H._____ AG) werden auf den Zivilweg verwiesen. 

9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 11. 

Dezember 2020 beschlagnahmten Gegenstände: 

− Schraubenzieher 8mm "1", (unbek. Marke) Grösse 5, gelb/schwarz, 

(Asservat-Nr. A013'865'435); 

− Schraubenzieher 10mm "2", (unbek. Marke) Grösse 6, gelb/schwarz, 

(Asservat-Nr. A013'865'446); 

− Schraubenzieher 10mm "3", PB 100/6, 1.6x10x180mm, (Asservat-

Nr. A013'865'457); 

− Schraubenzieher 5.5mm "4", SKG 124/3, 5.5x120mm, (Asservat-

Nr. A013'865'468); 

− Schraubenzieher, 3.5mm, rot, (Asservat-Nr. A013'865'479); 

− Schraubenzieher, Kreuz, schwarz, (Asservat-Nr. A013'865'480); 

− Schraubenzieher, Kreuz, rot, (Asservat-Nr. A013'865'491); 

− Schraubenzieher, BIT Einsatz, schwarz/rot, (Asservat-

Nr. A013'865'504); 

− Schraubenzieher, BIT Box, Komplet, Marke FACOM (Asservat-

Nr. A013'865'515); 

− 22er Nuss mit Verlängerung für Rasche, Marke "JET" "10", (Asservat-

Nr. A013'865'526); 

− Seitenschneider, Marke Jet, rot/schwarz, (Asservat-Nr. A013'865'537); 

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− Wasserpumpenzange/Polygripzange "12" rote Kunststoffgriffteile, 

(Asservat-Nr. A013'865'548); 

− Bohrer, Grösse 9mm (Asservat-Nr. A013'865'560); 

− Bohrer 6mm (Asservat-Nr. A013'865'571); 

− Bohrer 4.5mm (Asservat-Nr. A013'865'582); 

− Akkubohrer Marke Bosch (Asservat-Nr. A013'865'593); 

− Klappmesser (Asservat-Nr. A013'865'606); 

− Mundschutz, schwarz/weiss (Asservat-Nr. A013'865'617); 

− Taschenlampe, Marke Kryolights, schwarz (Asservat-

Nr. A013'865'628); 

− Taschenlampe "Continental" (Asservat-Nr. A013'865'639); 

− Rundzylinder (Doppelzylinder) Aussenteil "22" (Flachwerkzeug Spur) 

(Asservat-Nr. A013'865'640); 

− Rundzylinder (Doppelzylinder) Aussenteil "23" (Flachwerkzeug Spur) 

(Asservat-Nr. A013'865'651); 

− 1 Paar Arbeitshandschuhe, Marke Showa, grau/schwarz (Asservat-

Nr. A013'865'720); 

− 1 Taschenlampe, schwarz, Nordride (Asservat-Nr. A013'865'731); 

werden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils definitiv eingezogen und 

der Lagerbehörde zur Vernichtung resp. ihr gutscheinenden Verwendung 

überlassen. 

10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 11. 

Dezember 2020 beschlagnahmten Schuhe (Marke Weissenstein, Asservat-

Nr. A013'865'684) und der Rucksack (schwarz, Asservat-Nr. A013'865'662) 

werden dem Beschuldigten A._____ nach telefonischer Voranmeldung und 

nach Vorweisen eines Personalausweises innert einer Frist von drei 

Monaten nach Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen 

herausgegeben. Nach Ablauf dieser Frist werden die Gegenstände der 

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Lagerbehörde zur Vernichtung oder ihr gutscheinenden Verwendung 

überlassen. 

11. Die gemäss Kurz- und Spurenberichten des FOR vom 

− 25. Februar 2020 (G-Nr. 77397649); 

− 18. Juni 2020 (G-Nr. 78030918); 

− 22. Juni 2020 (G-Nr. 78036370); 

− 22. Juni 2020 (G-Nr. 78036278); 

− 15. Juli 2020 (G-Nr. 78030918); 

− 27. August 2020 (G-Nr. 78030918); 

aufgelisteten Sicherstellungen, Asservate, Spuren und Spurenträger können 

nach rechtskräftiger Erledigung dieses Verfahrens vernichtet werden. 

12. Die Entschädigung von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ für die amtliche 

Verteidigung des Beschuldigten wird auf Fr. 15'405.10 festgesetzt, nämlich 

Fr. 7'405.10 für das Vorverfahren (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) und 

pauschal Fr. 8'000.– für das gerichtliche Verfahren (inkl. Aufwand, 

Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'200.00  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'000.00   Gebühr für das Vorverfahren 
Fr. 1'540.00   Auslagen Polizei 
Fr. -141.65   Anrechnung Kaution/Sicherstellung/Depositum 
Fr. 15'405.10   amtliche Verteidigung  
Fr. 24'0003.45  Total 
 

14. Die Kosten und Gebühren des Vorverfahrens und des gerichtlichen 

Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Vorbehalten bleibt die Verpflichtung des Beschuldigten, dem Kanton diese 

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Entschädigungen zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen 

Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO und Art. 426 Abs. 4 StPO). 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 55 S. 1) 

 1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf I._____ AG (Dossier 16) 

freizusprechen. Eventualiter sei er betreffend I._____ AG mit einer 

Zusatzstrafe zum Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen v. 22. August 

2017 von einer Freiheitsstrafe von 1 Monat unbedingt zu bestrafen. 

 2. Der Beschuldigte sei hinsichtlich der Dossiers 1-14 mit einer 

teilbedingten Strafe betreffend gewerbsmässige Einbruchdiebstähle 

von nicht mehr als 17 Monaten Freiheitsstrafe zu betrafen, wobei der 

zu vollziehende Strafanteil als auch der bedingte Strafanteil mit 8.5 

Monaten festzulegen seien. Es sei eine angemessene Probezeit 

anzuordnen. 

 3. Der Antrag betreffend Herausgabe Akkuschrauber, Marke Bosch 

(Asservaten-Nr. A013'865'593) sei als zurückgezogen vorzumerken 

bzw. das vorinstanzliche Urteil sei in diesem Punkt zu bestätigen. 

 4. Kosten und Entschädigung zu Lasten des Staates. 

b) Der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland: 

(schriftlich, Urk. 48) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

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Erwägungen: 

I. Verfahrensgang und Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

Mit Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 30. August 2021 wurde der 

Beschuldigte im Sinne des eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositivs schuldig 

gesprochen und bestraft (Urk. 43 S. 47). Gegen das ihm am 1. September 2021 

schriftlich eröffnete Urteil liess der Beschuldigte gleichentags Berufung anmelden 

(Urk. 38/5; Urk. 39). Das begründete Urteil wurde der Verteidigung am 

23. Dezember 2021 zugestellt (Urk. 42/1). Mit Eingabe vom 12. Januar 2022 

reichte diese innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO die 

Berufungserklärung ein (Urk. 45). Mit Eingabe vom 27. Januar 2022 beantragte 

die Staatsanwaltschaft die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und ersuchte 

um Dispensation von der Teilnahme an der Berufungsverhandlung, was bewilligt 

wurde (Urk. 48). Am 17. März 2022 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 

6. Mai 2022 vorgeladen (Urk. 51).  

2. Umfang der Berufung 

Der Beschuldigte beschränkte die Berufung mit der Berufungserklärung auf die 

Bemessung der Strafe und die Nichtgewährung des (teil-) bedingten Strafvollzugs 

(Dispositivziffern 2 und 3). Der ursprünglich gestellte Antrag auf Herausgabe des 

Akkubohrers der Marke Bosch wurde an der Berufungsverhandlung 

zurückgezogen (Urk. 55 S. 1). Die Privatklägerschaft und die Staatsanwaltschaft 

haben weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben. Das Urteil des 

Bezirksgerichts Dielsdorf vom 30. August 2021 ist daher hinsichtlich der 

Dispositivziffern 1 (Schuldpunkt), 4 bis 8 (Zivilpunkt), 9 (Einziehung), 10 

(Herausgabe von beschlagnahmten Gegenständen), 11 (Anordnung der 

Vernichtung von Sicherstellungen, Asservaten, Spuren und Spurenträgern) sowie 

12 bis 14 (Kostendispositiv) in Rechtskraft erwachsen, was vorab festzustellen ist. 

Die Beschränkung der Berufung ist verbindlich (Art. 399 Abs. 4 StPO). Der 

Gegenstand der Berufung wird damit definitiv festgelegt. Nach Ablauf der 

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Rechtsmittelfrist kann der Umfang der Anfechtung nicht mehr ausgedehnt werden 

(BSK StPO-Eugster, 2. Auf. 2014, Art. 399 StPO N 6). Der Antrag des 

Beschuldigten, er sei vom Vorwurf I._____ AG (Dossier 16) gemäss dem 

Grundsatz von "ne bis in idem" freizusprechen (Urk. 55 S. 1 ff.), ist damit nicht zu 

hören, ist doch der Schuldpunkt nicht mehr Gegenstand des 

Berufungsverfahrens, sondern, wie soeben erwähnt, in Rechtskraft erwachsen. 

Folgerichtig sind auch die in Bezug auf den Tatvorwurf I._____ AG eventualiter 

gestellten Beweisanträge des Beschuldigten (a.a.O.) abzuweisen. 

II. Sanktion 

1. Ausgangslage 

Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer unbedingten Freiheitsstrafe 

von 30 Monaten (Urk. 43 S. 47). Nachdem einzig der Beschuldigte Berufung 

gegen das vorinstanzliche Urteil erhoben hat, fällt aufgrund des 

Verschlechterungsverbotes eine strengere Bestrafung ausser Betracht (Art. 391 

Abs. 2 StPO). 

2. Strafrahmen und Strafzumessungsregeln 

Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Strafzumessung umfassend und zutreffend 

dargelegt. Auf die diesbezüglichen Erwägungen kann vorab verwiesen werden 

(Urk. 43 S. 22 ff.). Soweit die Verteidigung vorbringt, die Einbruchdiebstähle aus 

dem Jahr 2020 (Dossiers 1-14) seien als Gesamtheit zu betrachten und das 

Verschulden sei hinsichtlich aller drei Tatbestände in einem 

Gesamtzusammenhang zu berücksichtigen (Urk. 55 S. 7), ist festzuhalten, dass 

ein solches Vorgehen vom Bundesgericht bereits im Jahre 2018 explizit 

ausgeschlossen wurde (BGE 144 IV 217 E. 3.5.3. f., u.a. bestätigt in den Urteilen 

des Bundesgerichts 6B_998/2019 vom 20. November 2020, E. 4.2.2. ff. und 

6B_496/2020 vom 11. Januar 2021  E. 3.4.2.). Als schwerstes Delikt ist 

gewerbsmässiger Diebstahl mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe 

nicht unter 90 Tagessätzen bedroht (Art. 139 Ziff. 2 StGB). Mit der Vorinstanz 

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(Urk. 43 S. 23) sind keine ausserordentlichen Umstände gegeben, die ein 

Verlassen des ordentlichen Strafrahmens als angezeigt erscheinen liessen. 

3. Sanktionsart 

3.1. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen 

für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe 

der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das 

Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei 

ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 

StGB). Die Bildung einer Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips ist 

nur möglich, wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen 

Normverstoss gleichartige Strafen ausfällt (sog. konkrete Methode). Dass die 

anzuwendenden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen androhen, 

genügt nicht (BGE 144 IV 313 E. 1.1.1; BGE 144 IV 217 E. 2.2; BGE 142 IV 265 

E. 2.3.2; BGE 138 IV 120 E. 5.2; je mit Hinweisen). Am Vorrang der Geldstrafe 

hat der Gesetzgeber im Rahmen der erneuten Revision des Sanktionenrechts 

festgehalten (BGE 144 IV 217 E. 3.6 mit Hinweisen). Gemäss Art. 41 Abs. 1 StGB 

kann das Gericht statt auf eine Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe erkennen, wenn 

(lit. a.) eine solche geboten erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer 

Verbrechen oder Vergehen abzuhalten oder (lit. b) eine Geldstrafe voraussichtlich 

nicht vollzogen werden kann. Es hat die Wahl der Freiheitsstrafe näher zu 

begründen (Art. 41 Abs. 2 StGB). 

3.2. Die Vorinstanz hat für alle zu beurteilenden Delikte Freiheitsstrafen 

ausgefällt. Für den gewerbsmässigen Diebstahl kommt bereits angesichts der 

Höhe der ausgesprochenen Strafe keine Geldstrafe mehr in Frage. Dass die 

Vorinstanz auch für die weiteren Delikte Freiheitsstrafen ausgefällt hat, ist 

angesichts der strafrechtlichen Vorbelastung des Beschuldigten nicht zu 

beanstanden und wurde auch von der Verteidigung nicht in Frage gestellt (vgl. 

Urk. 31 S. 1; Urk. 55 S. 1). Der Beschuldigte war im Zeitpunkt der vorliegend zu 

beurteilenden Delikte bereits mehrfach einschlägig vorbestraft. Er wurde mit Urteil 

des Obergerichts des Kantons Luzern vom 15. Juni 2010 wegen mehrfachen 

gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen 

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Hausfriedensbruchs, mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer 

Datenverarbeitungsanlage sowie Entwendung eines Motofahrzeugs zum 

Gebrauch zu einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren verurteilt. Weiter wurde er mit 

Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 2017 wegen mehrfachen 

gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen 

Hausfriedensbruchs und weiterer Delikte mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten 

bestraft. Dem Beschuldigten wurde die bedingte Entlassung aus dem Vollzug 

dieser Freiheitsstrafe verweigert und er hatte bis zum Vollzugsende am 

24. November 2018 im Strafvollzug zu verbleiben (Verfügung des Departements 

des Innern des Kantons Solothurn vom 14. September 2018 in Beizugsakten des 

Amtsgerichts Olten-Gösgen; Urk. 33/1). Nur wenige Monate nach der Entlassung 

aus dem Vollzug begann der Beschuldigte wieder einschlägig zu delinquieren. Mit 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 27. August 2019 wurde er 

deshalb wegen mehrfachen Diebstahls, mehrfachen versuchten Diebstahls, 

mehrfachen Hausfriedensbruchs und mehrfacher Sachbeschädigung mit einer 

unbedingten Freiheitsstrafe von 6 Monaten bestraft. Die vorliegend zu 

beurteilenden Delikte beging er nur wenige Monate nach dieser Verurteilung. Der 

Beschuldigte liess sich durch die bisher gegen ihn verhängten unbedingten 

Freiheitsstrafen somit nicht von weiterer Delinquenz abhalten, sondern wurde 

innert kürzester Zeit wieder einschlägig rückfällig. Unter diesen Umständen 

besteht keine Veranlassung, einzelne der heute zu beurteilenden Straftaten mit 

einer Geldstrafe zu sanktionieren. Angesichts der Hartnäckigkeit der Delinquenz 

des Beschuldigten und der Tatsache, dass die bisher gegen ihn verhängten 

Sanktionen die ihnen zugedachte präventive Wirkung verfehlten, kann nicht 

davon ausgegangen werden, dass eine Geldstrafe, selbst wenn sie unbedingt 

ausgesprochen würde, die angestrebte Wirkung zu erreichen vermag. 

4. Teilweise retrospektive Konkurrenz 

4.1. Wie bereits dargelegt, wurde der Beschuldigte mit Urteil des Amtsgerichts 

Olten-Gösgen vom 22. August 2017 u.a. wegen Einbruchdiebstählen zu einer 

Freiheitsstrafe von 42 Monaten verurteilt (Urk. 44). Die dem Beschuldigten in 

Dossier 16 vorgeworfenen Delikte wurden Ende August 2014 und damit vor 

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diesem Urteil begangen. Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter 

begangen hat, bevor er wegen einer andern Tat verurteilt worden ist, so bestimmt 

es die Zusatzstrafe in der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als 

wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 49 

Abs. 2 StGB). Ist über Straftaten zu befinden, welche teils vor und teils nach einer 

früheren Verurteilung begangen wurden, ist von einer teilweisen retrospektiven 

Konkurrenz auszugehen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind die 

Delikte vor dem Ersturteil und die Delikte nach dem Ersturteil bei der teilweisen 

retrospektiven Konkurrenz getrennt und selbständig zu behandeln. Zuerst sind die 

Straftaten zu sanktionieren, die vor dem rechtskräftigen früheren Urteil begangen 

wurden. Kommt die gleiche Strafart wie im Ersturteil in Betracht, hat das Gericht 

in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB eine Zusatzstrafe auszufällen. Das 

Ermessen des Gerichts beschränkt sich dabei auf die von ihm vorzunehmende 

Asperation zwischen rechtskräftiger Grundstrafe und der für die noch nicht 

beurteilten Taten auszusprechenden Strafe (BGE 142 IV 265 E. 2.4.2). In einem 

zweiten Schritt ist die Strafe für die Straftaten nach dem Ersturteil festzusetzen. 

Schliesslich sind die ermittelten Strafen zusammenzuzählen, was die zu 

verhängende Strafe ergibt (BGE 145 IV 1 E. 1; MATHYS, Leitfaden 

Strafzumessung, 2. Aufl. 2019, N 550 ff.). 

4.2. Das Amtsgericht Olten-Gösgen sprach im Urteil vom 22. August 2017 für 

sämtliche zu beurteilenden Delikte Freiheitsstrafen aus. Angesichts des 

Umstands, dass der Beschuldigte im Tatzeitpunkt einschlägig vorbestraft und 

gegen ihn bereits eine mehrjährige Freiheitsstrafe ausgesprochen worden war, 

hätte das Gericht aus spezialpräventiven Gründen für die Delikte gemäss Dossier 

16 ebenfalls auf eine Freiheitsstrafe erkannt, wenn es sämtliche Straftaten 

gleichzeitig beurteilt hätte. Damit ist für die Delikte gemäss Dossier 16 eine 

Zusatzstrafe zum Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen auszufällen. Nachfolgend 

sind daher zwei Strafen in Bezug auf die zu beurteilenden Straftaten zu bilden, die 

eine für die Delikte gemäss Dossier 16, bei denen retrospektive Konkurrenz zum 

Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen besteht, und die andere für die Delikte, 

welche nach diesem Urteil verübt wurden. Die ermittelten Strafen sind in der 

Folge zu addieren. 

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5. Einbruchdiebstahl vor dem 22. August 2017 

5.1. Der Einbruchdiebstahl gemäss Dossier 16 gehört zeitlich zur 

Einbruchsserie, welche mit Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 

2017 abgeurteilt wurde. In Bezug auf die Tatumstände unterscheidet sich dieses 

Delikt indes nicht von den im Jahr 2020 begangenen Delikten. Der Beschuldigte 

brach in eine Geschäftsliegenschaft ein, wobei er die Türe zum Gebäude mit 

einem Flachwerkzeug und Körpergewalt aufbrach. Ein besonders raffiniertes 

Tatvorgehen liegt damit nicht vor. Der Beschuldigte ging indes planmässig und 

gezielt vor, was sich bereits darin zeigt, dass er Werkzeug zur Begehung des 

Einbruchs mitführte. Sein Vorhaben, Geld oder Wertgegenstände zu erbeuten, 

verfolgte er konsequent und hartnäckig. Im Innern des Gebäudes wuchtete er 

einen Aktenschrank mittels Flachwerkzeug auf, um diesen ebenfalls nach 

Wertsachen durchsuchen zu können. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann dem 

Beschuldigten in Bezug auf Dossier 16 der Diebstahl einer Tissot Armbanduhr 

nachgewiesen werden. Ob auch Bargeld gestohlen wurde und in welcher Höhe, 

kann im Nachhinein nicht mehr rechtsgenügend erstellt werden (vgl. dazu die 

Vorinstanz, Urk. 43 S. 8, 15 und 17). Insofern ist von einer sehr geringen 

Deliktsbeute auszugehen. Diesem Umstand kommt im Rahmen der 

Strafzumessung indes keine überragende Bedeutung zu, zumal dem tatsächlich 

erzielten Deliktsbetrag bei Einbruchdiebstählen immer etwas Zufälliges anhaftet. 

Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich. Andere als finanzielle und damit 

egoistische Beweggründe sind nicht ersichtlichen. Insgesamt ist von einem sehr 

leichten Tatverschulden und einer hypothetischen Einsatzstrafe von rund 30 

Tagen auszugehen. Die Sachbeschädigungen waren Mittel zum Zweck des 

Diebstahls. Der vom Beschuldigten angerichtete Sachschaden ging nicht über 

das Nötige hinaus, um den Diebstahl zu ermöglichen und erreichte rund Fr. 500.–, 

was ebenfalls sehr gering ist. In subjektiver Hinsicht ist von vorsätzlichem und 

egoistischem Handeln auszugehen. In Anwendung des Asperationsprinzips sowie 

aufgrund der engen Verknüpfung der Sachbeschädigungen mit dem Diebstahl 

rechtfertigt es sich, die Einsatzstrafe aufgrund der verursachten 

Sachbeschädigungen um 5 Tage zu erhöhen. Der Hausfriedensbruch war für den 

Beschuldigten unverzichtbares Mittel zur Verübung des Diebstahls. 

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Verschuldensmindernd wirkt sich aus, dass sich die Tat des Beschuldigten nicht 

gegen private Wohnräume, sondern gegen eine Geschäftsliegenschaft richtete. 

Der Beschuldigte handelte auch hier direktvorsätzlich und egoistisch. Die für den 

gewerbsmässigen Diebstahl und die Sachbeschädigung festgelegte 

hypothetische Gesamtstrafe ist um weitere 5 Tage zu erhöhen. 

5.2. In Bezug auf das Vorleben und die persönliche Verhältnisse des 

Beschuldigten kann auf unten stehende Erwägungen verwiesen werden 

(Ziff. II.6.4.1.). Daraus ergeben sich keine strafzumessungsrelevanten Umstände. 

Straferhöhend ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte im Zeitpunkt der 

Tatbegehung bereits einschlägig vorbestraft war. Strafmindernd ist sein 

Geständnis zu veranschlagen. Zu berücksichtigen ist diesbezüglich indes, dass 

die beim Einbruchdiebstahl gestohlene Armbanduhr, welche aufgrund ihrer 

Gravur dem beim Einbruch geschädigten Unternehmen zugeordnet werden 

konnte, anlässlich der Hausdurchsuchung am Wohnort des Beschuldigte 

sichergestellt wurde (Urk. D16/3 S. 3; Urk. 15/3 S. 11), die Beweislage mithin 

erdrückend war. Insgesamt wirken sich die Täterkomponenten straferhöhend aus. 

Als angemessen erweist sich eine Freiheitsstrafe von 50 Tagen. 

5.3. Wie bereits dargelegt, ist für die Delikte gemäss Dossier 16 eine 

Zusatzstrafe zur mit Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 2017 

ausgesprochenen Freiheitsstrafe auszufällen. In Anwendung des 

Asperationsprinzips erweist sich für die neu zu beurteilenden Delikte sowie die 

bereits mit diesem Urteil abgeurteilten Straftaten eine hypothetische Gesamtstrafe 

von 43 Monaten Freiheitstrafe als angemessen. Davon sind die bereits mit Urteil 

vom 22. August 2017 ausgesprochenen 42 Monaten Freiheitsstrafe abzuziehen. 

Damit ist der Beschuldigte für die Delikte gemäss Dossier 16 mit einer 

Freiheitsstrafe von einem Monat zu bestrafen. Dies als Zusatzstrafe zum Urteil 

des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 2017. 

  

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6. Einbruchdiebstähle nach dem 22. August 2017 

6.1. Tatkomponente gewerbsmässiger Diebstahl 

6.1.1. Vorab ist festzuhalten, dass die Gewerbsmässigkeit des Diebstahls nicht 

angefochten wurde und damit im Berufungsverfahren nicht mehr Thema sein 

kann. Die Argumentation der Verteidigung, in "Phase 1" könne eine 

Gewerbsmässigkeit gemäss bundesgerichtlichen Vorgaben noch nicht als erfüllt 

angesehen werden (Urk. 55 S. 7 ff.), ist damit nicht zu hören. Wie nachfolgend 

aufzuzeigen ist, handelt es sich entgegen der Ansicht der Verteidigung auch in 

einer Gesamtbetrachtung nicht um einen Grenzfall der Annahme einer 

gewerbsmässigen Delinquenz (Urk. 55 S. 7). 

6.1.2. Bei der objektiven Tatschwere des gewerbsmässigen Diebstahls ist 

anzumerken, dass es im Zeitraum Mitte Januar bis Mitte Juni 2020, mithin 

innerhalb von 5 Monaten, zu 14 Vorfällen gekommen ist, wobei die Deliktsserie 

erst durch behördliche Intervention, namentlich durch die Verhaftung des 

Beschuldigten, beendet wurde. Teilweise brach der Beschuldigte an einem 

Wochenende oder innerhalb weniger Tage in mehrere Geschäftsliegenschaften 

ein. Die Anzahl der Deliktsbegehungen zeugt von einer nicht unerheblichen 

kriminellen Energie und Rücksichtslosigkeit gegenüber fremdem Eigentum. 

Letztlich kam der Beschuldigte nur bei sechs Einbrüchen zum Ziel. Mit der 

Vorinstanz ist nicht als erstellt zu erachten, dass in Dossier 3 Bargeld in der Höhe 

von Fr. 50.– entwendet wurde (Urk. 43 S. 15 und 17). Demgegenüber ist bei 

Dossier 12 – entgegen der Vor-    instanz (Urk. 43 S. 15) – nicht von einem 

versuchten Diebstahl auszugehen, zumal der Beschuldigte anerkannt hat, einen 

Sack mit CBD-Hanf entwendet zu haben (Urk. 15/4 S. 4 f.). Dass dieser der 

Geschädigten in der Folge retourniert werden konnte, ändert entgegen der 

Verteidigung (Urk. 31 S. 7) nichts daran. Somit blieb es bei insgesamt acht Fällen 

beim Versuch. Die versuchten Diebstähle gehen im gewerbsmässigen Delikt auf 

und wirken sich nicht wesentlich strafmindernd aus, zumal die versuchte 

Tatbegehung nicht auf eigenes Verhalten des Beschuldigen, sondern auf äussere 

Einflüsse bzw. Zufall zurückzuführen war. Der Beschuldigte gab in Bezug auf 

Dossier 14 an, er sei bei der Tatausführung gestört worden, weshalb er geflüchtet 

- 15 - 

sei (Urk. 15/1 S. 2). In den übrigen Fällen fand er gemäss eigenen Angaben keine 

Wertsachen vor bzw. flüchtete, als er eine Alarmanlage entdeckte (Urk. 15/4 S. 3 

ff.; Urk. 15/6 S. 4; Urk. 15/8 S. 8). Unter diesen Umständen kann entgegen der 

Ansicht der Verteidigung keine Rede davon sein, dass der Beschuldigte freiwillig 

von seinem Vorhaben abgelassen hätte (Urk. 31 S. 11 und Urk. 55 S. 8). Gemäss 

Aussagen des Beschuldigten war es sein vorrangiges Ziel, Bargeld zu erbeuten 

(vgl. u.a. Urk. 15/5 S. 2 und 4; Urk. 15/6 S. 2 und 4; Urk. 15/7 S. 2 f.; Urk. 15/8 

S. 3 und 4). Dass sich sein Fokus auf Bargeld und nicht auf sperrige 

Gegenstände oder Wertsachen richtete, welche erst zu Geld gemacht werden 

müssen, spricht für taktisches Verhalten. Entgegen der Verteidigung (Urk. 31 

S. 11) ist deshalb nicht ersichtlich, inwiefern der Umstand, dass sich sein Wille 

nicht auf "komplizierte Geräte" richtete, strafmindernd zu berücksichtigen wäre. 

Die Vorinstanz ging von einem Deliktsbetrag von insgesamt Fr. 19'189.90 aus 

(Urk. 43 S. 17), wobei dieser unter Einbezug des Diebstahls des CBD-Hanfs 

gemäss Dossier 12 etwas höher liegt. Innerhalb des Tatbestands des 

gewerbsmässigen Diebstahls handelt es sich um einen nicht sehr hohen 

Deliktsbetrag. Die Vorinstanz hat jedoch zutreffend darauf hingewiesen, dass die 

Höhe der Deliktssumme letztlich eine zufällige Komponente aufweist, da sie von 

den für den Beschuldigten auffindbaren Wertgegenständen abhängig war (Urk. 43 

S. 25). In der Regel dringt ein Einbrecher mit der Absicht in ein Objekt ein, 

grösstmögliche Beute zu erzielen. Das Vorliegen einer nicht sehr hohen 

Deliktssumme vermag die objektive Tatschwere somit nicht wesentlich zu 

mindern. Zu berücksichtigen ist zudem, dass der Deliktsbetrag innert fünf 

Monaten erhältlich gemacht werden konnte, was ein deliktisches Einkommen von 

umgerechnet rund Fr. 3'800.– pro Monat ergibt. In Bezug auf die Art und Weise 

des Tatvorgehens hat die Vorinstanz zutreffend festgehalten, dass der 

Beschuldigte trotz eines gewissen spontanen und unorganisierten Elements nicht 

einfach planlos irgendwelche Objekte zur Verübung der Einbruchdiebstähle 

auswählte. Vielmehr ging er aufgrund seiner Erfahrung routiniert und planmässig 

nach einem gefestigtem Muster vor, indem er gezielt in vermeintlich leerstehende, 

ungeschützte Industrie- und Gewerbebauten in abgelegenen Teilorten oder 

Ortsrandlagen eingebrochen ist. Es handelte sich dabei um Objekte, die 

- 16 - 

unbewacht und nicht alarmgesichert erschienen (Urk. 43 S. 26). Vor Vorinstanz 

führte der Beschuldigte diesbezüglich aus, wenn er kein Geld mehr gehabt habe, 

sei er spontan losgefahren. Er sei bevorzugt in ein Industriegebiet gefahren und 

habe sein Auto parkiert. Dann sei er zu Fuss losgegangen, um ein Fenster oder 

eine Türe aufzubrechen. Dabei habe er darauf geachtet, dass niemand da und 

keine Alarmanlage vorhanden war (Urk. 35 S. 16; vgl. auch Urk. 15/1 S. 1 f.; 

Urk. 15/3 S. 1 ff.). Der Vorinstanz ist darin zu folgen, dass die Tatausführung mit 

einigem Aufwand und Tatkraft erfolgte, namentlich indem der Beschuldigte Türen 

und Fenster aufwuchtete, Scheiben einschlug und Schlosszylinder abbrach 

(Urk. 43 S. 26). Bei seinen Einbruchstouren führte der Beschuldigte einen 

Rucksack voller Werkzeuge mit sich (Urk. 35 S. 16; vgl. auch Urk. 1 S. 3; Urk. 4 

S. 4). Je nach Einbruchsobjekt und überwindbaren Hindernis brachte er 

unterschiedliche Werkzeuge zum Einsatz (Urk. 15/1 S. 2 und 4; Urk. 15/3 S. 4 ff.), 

worin seine Sachkunde und Erfahrung zum Ausdruck kommt. Weiter benutzte der 

Beschuldigte Handschuhe, um keine Spuren zu hinterlassen (Urk. 15/3 S. 7). Mit 

der Vorinstanz zeugt das Vorgehen des Beschuldigten damit von einer nicht 

unerheblichen kriminellen Energie (Urk. 43 S. 26). Dies zeigt sich auch darin, 

dass der Beschuldigte sein Vorhaben nach einem ersten erfolglosen Versuch 

nicht aufgab, sondern hartnäckig blieb. Gelang es ihm nicht, eine Türe 

aufzubrechen, versuchte er durch Einschlagen des Fensters in ein Gebäude zu 

gelangen (vgl. dazu auch Urk. 15/1 S. 2; Urk. 15/8 S. 2). Insgesamt ist das 

Tatverschulden im Rahmen des qualifizierten Diebstahls als noch leicht zu 

bezeichnen. Die von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 20 Monaten 

erweist sich als angemessen. 

6.1.3. Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz. Seinen Taten lagen 

finanzielle und damit egoistische Motive zugrunde. In der ersten polizeilichen 

Einvernahme kurz nach seiner Verhaftung gab der Beschuldigte an, dass seine 

Lebensumstände finanziell und arbeitstechnisch chaotisch seien. Er habe 

Betreibungen und Mietrückstände. Bis Ende 2019 sei er beim Sozialamt 

angemeldet gewesen, danach habe er sich selbständig gemacht. Er habe 2 ½ 

Monate arbeiten können, dann sei Corona gekommen. Beim Sozialamt sei 

niemand erreichbar gewesen. Seine Rücklagen hätten nicht lange gereicht. Sein 

- 17 - 

Leben sei ihm entglitten und er sei von allen Seiten unter Druck gestanden 

(Urk. 15/1 S. 4 f. und 7; vgl. dazu auch Urk. 15/2 S. 9; Urk. 15/10 S. 36 f.; Urk. 31 

S. 11 f.; Urk. 35 S. 10). Dass sich der Beschuldigte im Deliktszeitpunkt in einer 

schwierigen persönlichen und finanziellen Lage befunden hat, ist nicht in Frage zu 

stellen. Von einer eigentlichen wirtschaftlichen Notlage im Sinne von Art. 18 Abs. 

1 StGB und Art. 48 lit. a Ziff. 2 StGB kann entgegen der Argumentation der 

Verteidigung (Urk. 55 S. 8 und S. 15) indes nicht ausgegangen werden. Es ist 

nicht ersichtlich, inwiefern es dem Beschuldigten nicht möglich gewesen sein soll, 

seinen Lebensunterhalt mit legalen Mitteln zu bestreiten. Dass er die mit 

staatlicher Unterstützung verbundenen Mitwirkungspflichten anstrengend findet 

(Urk. 15/10 S. 36 f.; Urk. 35 S. 9 f.), kann nachvollzogen werden, vermag ihn 

jedoch nicht zu entlasten. Gemäss den Aussagen des Beschuldigten war er bis 

Ende 2019 beim Sozialamt angemeldet (Prot. II S. 8). Die ersten Diebstähle 

beging er bereits ab dem 10. Januar 2020. Vor diesem Hintergrund erscheint er 

sich nicht wirklich darum bemüht zu haben, auf andere Weise als mit 

Vermögensdelikten für seinen Lebensunterhalt aufzukommen. Die ersten fünf 

Einbruchdiebstähle beging er zudem, bevor sich die Corona-Pandemie ab dem 

16. März 2020 (1. Lockdown) auf das alltägliche Leben auszuwirken begann. 

Zumindest insoweit erweist sich seine Berufung auf die schwierige 

Lebenssituation infolge Corona als Schutzbehauptung. Soweit der Beschuldigte 

vor Vorinstanz vorbringen liess, er habe an erheblichen gesundheitlichen 

Problemen, unter anderem auch an Kniebeschwerden, gelitten und auch aus 

diesem Grund nicht arbeiten können (Urk. 31 S. 12), ist anzumerken, dass ihn 

dies zumindest nicht davon abhielt, die für die Einbruchdiebstähle erforderliche 

körperliche Anstrengung zu leisten. Immerhin ist zu Gunsten des Beschuldigten 

davon auszugehen, dass er mit seinen Einkünften aus den Diebstählen kaum ein 

luxuriöses Leben führten konnte. Insgesamt ist die subjektive Tatkomponente 

neutral zu gewichten. Es bleibt damit bei der Einsatzstrafe von 20 Monaten. 

6.2. Tatkomponente mehrfache Sachbeschädigung 

In Bezug auf die objektive Tatschwere ist zu bemerken, dass der Beschuldigte 

sich nicht nur darauf beschränkte, den für den Zutritt zu den Liegenschaften 

- 18 - 

erforderlichen Sachschaden anzurichten, sondern teilweise auch im Innern der 

Räumlichkeiten Schäden anrichtete. Dies und der Umstand, dass sich der 

Beschuldigte den Zutritt in die Liegenschaften auf verschiedene Art und Weise zu 

verschaffen suchte, wenn ihm dies auf Anhieb nicht gelang, offenbart eine 

beträchtliche kriminelle Energie und erhebliche Rücksichtslosigkeit gegenüber 

fremdem Eigentum. Dafür spricht mit der Vorinstanz auch das Mitführen von 

Werkzeugen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein (Urk. 43 S. 28). 

Entgegen der Argumentation der Verteidigung (Urk. 55 S. 10) stellt es keine 

unzulässige Doppelverwertung dar, wenn die Vorinstanz die Vorgehensweise des 

Beschuldigten bei den Sachbeschädigungen als professionell würdigt. Ein 

professionelles Vorgehen bei den Sachbeschädigungen geht denn auch nicht im 

Tatbestandsmerkmal der Gewerbsmässigkeit des Diebstahls auf. Insgesamt 

betrug der verursachte Sachschaden rund Fr. 18'000.–, was fast den Wert der 

gestohlenen Vermögenswerte erreicht und auch bei schweizerischen 

Verhältnissen bestimmt nicht mehr als moderat (vgl. Urk. 55 S. 10 f.) bezeichnet 

werden kann. In den Dossiers 1, 2, 4, 5 und 6 betrug der Sachschaden unter 

Fr. 500.– und in den Dossiers 3, 7, 8, 9, 13 und 14 zwischen Fr. 600.– und 

Fr. 1'800.– (in Dossier 9 ist gestützt auf die von der Privatklägerin eingereichte 

Aufstellung von einem Sachschaden von Fr. 1'436.90 auszugehen; Urk. D9/11). 

In Dossier 10/11 betrug der Sachschaden über Fr. 5'000.–. Das subjektive 

Verschulden relativiert das objektive nicht. Der Beschuldigte handelte 

direktvorsätzlich und egoistisch, wobei die Sachbeschädigungen für ihn 

unverzichtbare Mittel zum Zwecke der Diebstähle waren. Isoliert betrachtet wäre 

eine Einsatzstrafe von je ca. 10 Tagen Freiheitsstrafe für die Tatbegehung 

gemäss den Dossiers 1, 2, 4, 5 und 6, eine solche von je ca. 15 Tagen 

Freiheitsstrafe für diejenigen gemäss den Dossiers 3, 7, 8, 9, 13 und 14 und eine 

solche von 20 Tagen Freiheitsstrafe für diejenige gemäss Dossier 10/11 

angemessen. Sämtliche dieser Sachbeschädigungen stehen in sehr engem 

örtlichen, zeitlichen und sachlichen Konnex zum gewerbsmässigen Diebstahl. Es 

erscheint vor diesem Hintergrund in Anwendung des Asperationsprinzips 

gerechtfertigt, die für den gewerbsmässigen Diebstahl festgesetzte Einsatzstrafe 

im Ergebnis um moderate 3 Monate auf 23 Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen. 

- 19 - 

6.3. Tatkomponente mehrfacher Hausfriedensbruch 

Was die objektive Tatschwere anbelangt, ist festzustellen, dass der Beschuldigte 

die 14 Vorfälle auf identische Weise beging. Der Beschuldigte drang nachts in 

Geschäftsliegenschaften ein und durchsuchte diese nach Wertgegenständen. Mit 

diesem Vorgehen konnte der Beschuldigte das Risiko, auf Menschen zu treffen, 

reduzieren, was für professionell handelnde, allein an Wertgegenständen 

interessierte Einbrecher typisch ist. Gleichzeitig verhinderte der Beschuldigte 

damit aber auch, dass die Privatsphäre und das Sicherheitsgefühl der 

Geschädigten im gleichen Mass tangiert wurde, wie es bei einem Einbruch in eine 

Wohnung der Fall gewesen wäre. Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, 

dass Bewohner nach einem Wohnungseinbruch regelmässig in ihrem 

Sicherheitsgefühl beeinträchtigt sind, was sich bei Gewerbeobjekten in der Regel 

mehr auf den Ärger über den Einbruch und die damit verbundenen 

Unannehmlichkeiten beschränken dürfte (Urk. 43 S. 29). Gemäss den Angaben 

des Beschuldigten sei er auch aus Respekt vor Privaträumen nie in solche 

eingebrochen. Das sei eine Schwelle, die er nie habe überschreiten wollen. 

Privatpersonen seien allenfalls nicht versichert und in einem Haus oder einer 

Wohnung herrsche ein gewisse Privatsphäre, die er nicht habe überschreiten 

wollen (Urk. 15/3 S. 2). Er habe niemanden treffen und niemandem Angst 

machen wollen (Urk. 35 S. 16). Das subjektive Verschulden relativiert das 

objektive nicht. Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich und egoistisch, auch 

wenn er die Delikte insofern nicht zum "Selbstzweck" beging, sondern weil die 

Hausfriedensbrüche für ihn unverzichtbare Mittel zur Verübung der Diebstähle 

waren. Angesichts des sehr leichten Tatverschuldens erweist sich für die 

einzelnen Hausfriedensbrüche eine Einsatzstrafe von je 10 Tagen als 

angemessen. Entgegen den Ausführungen der Verteidigung sind die 

Hausfriedensbrüche nicht durch den qualifizierten Tatbestand der 

Gewerbsmässigkeit abgedeckt (Urk. 55 S. 11). Der Tatbestand des 

Hausfriedensbruchs schützt denn auch das Hausrecht, und damit ein anderes 

Rechtsgut, als der Tatbestand des gewerbsmässigen Diebstahls, welcher das 

Vermögen schützt. Da die Hausfriedensbrüche aber in sehr engem örtlichen, 

zeitlichen und sachlichen Konnex zum gewerbsmässigen Diebstahl stehen, ist die 

- 20 - 

für den gewerbsmässigen Diebstahl und die Sachbeschädigung festgelegte 

hypothetische Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips wiederum 

bloss moderat um 2 Monate auf 25 Monate zu erhöhen. 

  

- 21 - 

6.4. Täterkomponente 

6.4.1. Aus den Akten und den Befragungen des Beschuldigten ergibt sich 

Folgendes zu seinen persönlichen Verhältnissen: Der Beschuldigte ist im Jahr 

1968 in J._____ AG geboren und zusammen mit zwei Geschwistern in Koblenz 

aufgewachsen. Im Jahr 1975 liessen sich seine Eltern scheiden. Vor Vorinstanz 

gab der Beschuldigte an, dass er danach lieber bei seinem Vater gelebt hätte. 

Das Gericht habe aber anders entschieden. Als der Beschuldigte 14 Jahre alt 

war, kam er wegen familiärer und schulischer Probleme in ein Schulinternat im 

Kanton Aargau, welches er bis Schulende besuchte. Die Zeit im Internat erlebte 

er seinen Aussagen zufolge "ganz entspannt". Er habe gute Erinnerungen daran. 

Nach der Schule schloss der Beschuldigte eine zweijährige Lehre als 

Autoservicemann ab, wobei er nie auf diesem Beruf arbeitete, da der Beruf 

unmittelbar nach seinem Abschluss abgeschafft worden sei und er keinen 

Führerschein gehabt habe. Nach der Lehre absolvierte er die Rekrutenschule. 

Gemäss Angaben des Beschuldigten habe danach seine deliktische Karriere 

begonnen. Er habe nach der Rekrutenschule keine Arbeit und kein Zuhause 

gehabt, und nicht gewusst, was er mit seinem Leben anfangen solle. Im 

Strafvollzug begann der Beschuldigte eine Lehre als Koch, welche er nach 

1 ½ Jahren wieder abbrach. Anschliessend hielt er sich mit diversen 

Gelegenheitsjobs über Wasser, wobei er während einiger Jahre auch ein 

Restaurant führte. Weiter verdiente der Beschuldigte Geld mit Computern. 

Diesbezüglich gab er an, er habe sich während vieler Jahre kontinuierlich Wissen 

angeeignet, um defekte Computer reparieren zu können, wodurch er mit der Zeit 

Kunden habe gewinnen können. Seit Anfang 2022 arbeitet der Beschuldigte in 

einem Integrationsprojekt der Sozialhilfe. Da er gesundheitlich angeschlagen ist, 

konnte er sein vertragliches Arbeitspensum von 100% seit März 2022 nicht mehr 

erfüllen. Gemäss seinen Angaben vor Vorinstanz erhält er vom Sozialamt 

Fr. 1'802.– pro Monat ausbezahlt. Davon müsse er die Miete bezahlen und den 

Lebensunterhalt bestreiten. Die Krankenkasse werde vom Sozialamt bezahlt. 

Zudem erhalte er vom Sozialamt für Integrationszulagen und ein Entgelt für 

Spesen von insgesamt knapp Fr. 400.– pro Monat. Weitere Einnahmen hat der 

Beschuldigte nicht. Aktuell gibt der Beschuldigte an, er habe eine neue Stelle als 

- 22 - 

Kameramann und in der Regie bei der Firma K._____, …, in Aussicht. Der 

Stellenantritt hänge aber vom vorliegenden Strafverfahren ab. In den Jahren 2016 

und 2019 erlitt der Beschuldigte einen Herzinfarkt und steht deshalb in ärztlicher 

Behandlung. Im Sommer 2021 meldete sich der Beschuldigte bei der IV an. Das 

Verfahren ist noch pendent. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme 

vom 11. Dezember 2020 gab der Beschuldigte an, viele Schulden zu haben. Zu 

deren Höhe könne er nichts genaueres sagen. Er müsse sich einmal mit der 

Schuldenberatung der Gemeinde darum kümmern. Im Zeitpunkt der 

vorinstanzlichen Verhandlung am 26. August 2021 war er dieses Thema seinen 

Angaben zufolge noch nicht angegangen. Auch rund 8 Monate später gab der 

Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung an, keinen Überblick über 

seine Schulden zu haben. Der Beschuldigte ist nicht verheiratet und hat keine 

Kinder (Urk. 15/2 S. 1 ff.; Urk. 15/10 S. 36 ff.; Urk. 35 S. 1 ff.; 33/1-3; Urk. 49/1-/2, 

Prot. II S. 5 ff., Urk. 53/1-6 und Urk. 56 /7-10). Aus der Biographie und den 

persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ergeben sich keine 

strafzumessungsrelevanten Faktoren. Zwar liegen keine einfachen persönlichen 

und wirtschaftlichen Lebensumstände vor, zumal der Beschuldigte beruflich nie 

richtig Fuss fassen konnte. Der Vorinstanz ist indes darin zu folgen, dass diese 

Situation nicht nur auf äussere Einflüsse zurückzuführen ist, sondern auch mit 

dem Verhalten des Beschuldigten zu tun hat. Es kann diesbezüglich auf die 

zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 43 S. 33 f.). 

6.4.2. Der Beschuldigte ist bereits mehrfach einschlägig vorbestraft (Urk. 44). 

Diesbezüglich kann auf obenstehende Erwägungen verwiesen werden 

(Ziff. II.3.2.). Während die erste Verurteilung im Jahr 2010 erging und im 

Tatzeitpunkt schon einige Jahre zurücklag, stammt die letzte Verurteilung vom 

27. August 2019. Dass der Beschuldigte nur wenige Monate nach dieser 

Verurteilung zur nächsten Einbruchsserie schritt, zeugt von erheblicher 

Unbelehrbarkeit und Uneinsichtigkeit. Dies zeigt sich auch darin, dass ihn selbst 

der Vollzug von mehrjährigen Freiheitsstrafen nicht von weiterer Delinquenz 

abhalten konnte. Mit der Vorinstanz sind die einschlägigen Vorstrafen des 

Beschuldigten erheblich straferhöhend zu berücksichtigen. 

- 23 - 

6.4.3. Die Vorinstanz hat in Bezug auf das Nachtatverhalten zutreffend 

ausgeführt, dass sich der Beschuldigte von Anfang an geständig gezeigt hat 

(Urk. 43 S. 35 f.). Zu berücksichtigen ist dabei, dass er beim letzten (versuchten) 

Einbruchdiebstahl von einer Drittperson beobachtet wurde und anschliessend 

verhaftet werden konnte (Urk. 1 S. 2 f.). Anlässlich der in der Folge 

durchgeführten Hausdurchsuchung wurden diverse Gegenstände sichergestellt, 

welche früheren Einbrüchen zugeordnet werden konnten. Am 29. Juni 2020 

wurde nochmals eine Hausdurchsuchung durchgeführt, bei welcher weiteres 

Deliktsgut sichergestellt wurde (Urk. 2 S. 3; Urk. 6/3 S. 5 ff.; Urk. 7/4; Urk. 7/8). 

Der Beschuldigte war damit mit einer erdrückenden Beweislage konfrontiert. Dies 

ändert jedoch nichts daran, dass sein Geständnis erheblich zur Vereinfachung 

und Verkürzung des Strafverfahrens beitrug. Positiv zu vermerken ist zudem, 

dass sich der Beschuldigte im Verfahren stets kooperativ verhielt, wobei er sich 

mit seinen Aussagen teilweise auch selbst belastete. Dies etwa, indem er 

Auskunft über das konkrete Vorgehen bei der Verübung der Einbruchsdiebstähle 

bzw. über die Verwendung der einzelnen von ihm mitgeführten Werkzeuge gab. 

Zudem hat der Beschuldigte auch einige von der Privatklägerschaft geltend 

gemachten Zivilansprüche anerkannt. Vor Vorinstanz führte der Beschuldigte aus, 

dass ihm leid tue, was er angerichtet habe und dass es so weit gekommen sei 

(Prot. I S. 14). Vor dem Hintergrund einiger seiner Aussagen ist indes fraglich, ob 

er hinsichtlich des Unrechts seines Taten tatsächlich einsichtig und reuig ist. Die 

Verantwortung für seine Straffälligkeit scheint der Beschuldigte zumindest 

teilweise dem aus seiner Sicht unkooperativen Verhalten der Sozialbehörden 

zuzuschieben (vgl. dazu auch die Vorinstanz, Urk. 43 S. 35). So führte er 

anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 11. Dezember 2020 

aus, es sei "scheisse" gelaufen. Das Sozialamt habe wieder geklemmt. Sie hätten 

immer wieder alles in die Länge gezogen, hätten ihn weggeschickt und diverse 

Unterlagen von ihm verlangt (Urk. 15/10 S. 36). Insgesamt ist das 

Nachtatverhalten im Umfang von 1/5 leicht strafmindernd zu berücksichtigen. 

6.4.4. Anhaltspunkte für eine erhöhte Strafempfindlichkeit sind mit der Vorinstanz 

(Urk. 43 S. 36) nicht ersichtlich. Soweit die Verteidigung vor Vorinstanz geltend 

machte, es sei strafreduzierend zu berücksichtigen, dass sich der Beschuldigte 

- 24 - 

vor einigen Jahren im Strafvollzug gemäss Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen 

vom 22. August 2017 wohlverhalten habe (Urk. 31 S. 13), kann ihr nicht gefolgt 

werden. Es ist nicht ersichtlich, welchen Zusammenhang die vorgebrachten 

Umstände mit dem vorliegenden Verfahren haben. Abgesehen davon ist ein 

korrektes Verhalten im Strafvollzug vorauszusetzen. Dieses wird einem 

Beschuldigten in erster Linie bei der Frage nach der bedingten Entlassung aus 

dem Strafvollzug zugutegehalten. Im Rahmen der Strafzumessung kann es 

hingegen nicht als besondere Reue und Einsicht interpretiert und berücksichtigt 

werden (Urteil des Bundesgerichts 6B_27/2020 vom 20. April 2020 E. 3.3.2 mit 

Hinweisen). 

6.5. Fazit 

In Würdigung sämtlicher Strafzumessungsgründe erweist sich für die 

Einbruchdiebstähle im Jahr 2020 eine Freiheitsstrafe von 30 Monaten als 

angemessen. 

7. Gesamtfazit 

Nach Massgabe der vorstehenden Erwägungen zur bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung sind die vorstehend genannten 30 Monate Freiheitsstrafe und 

die Zusatzstrafe von 1 Monat Freiheitsstrafe zum Urteil des Amtsgerichts Olten-

Gösgen vom 22. August 2017 zu addieren (vgl. vorne Ziff. II.4.). Damit würde eine 

Strafe von 31 Monaten als teilweise Zusatzstrafe zum erwähnten Urteil 

resultieren. Unter Berücksichtigung sämtlicher strafzumessungsrelevanter 

Faktoren erweist die von der Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 30 

Monaten in ihrer Höhe deshalb als angemessen. Eine Erhöhung des Strafmasses 

kommt bereits aufgrund des Verschlechterungsverbots nicht in Frage. Es bleibt 

damit bei der vorinstanzlichen Freiheitsstrafe von 30 Monaten, wobei diese als 

teilweise Zusatzstrafe zum Urteil vom 22. August 2017 auszusprechen ist. Der 

Anrechnung der erstandenen Haft von 2 Tagen an die Strafe steht nichts 

entgegen (Art. 51 StGB). 

- 25 - 

8. Vollzug 

8.1. Bei einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten sind die objektiven 

Voraussetzungen für die Gewährung des teilbedingten Vollzugs erfüllt (Art. 43 

Abs. 1 StGB). In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte 

mit Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 2017 zu einer 

Freiheitsstrafe von 42 Monaten verurteilt wurde (Urk. 44). Der Aufschub der 

Freiheitsstrafe ist daher nur zulässig, wenn besonders günstige Umstände 

vorliegen (Art. 42 Abs. 2 SGB). 

8.2. Wie bereits erwähnt, ist der Beschuldigte mehrfach einschlägig vorbestraft 

(Urk. 44). Er weist bereits drei Verurteilungen wegen Einbruchdiebstählen auf, 

wobei er stets mit unbedingten Freiheitsstrafen bestraft wurde. In den Jahren 

2010 und 2017 wurden Freiheitsstrafen von 4 ½ bzw. 3 ½ Jahren gegen ihn 

ausgesprochen. Der Beschuldigte hat sich weder durch die bisherigen 

strafrechtlichen Verurteilungen noch durch die mehrjährigen Freiheitsentzüge 

beeindrucken lassen, sondern jeweils innert kürzester Zeit wieder in gleicher Art 

und Weise delinquiert. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See-Oberland 

vom 27. August 2019 abgeurteilten Delikte beging er lediglich wenige Monate 

nach der Entlassung aus dem Vollzug der Freiheitsstrafe gemäss Urteil des 

Amtsgerichts  

Olten-Gösgen vom 22. August 2017, welche Ende November 2018 erfolgte. Die 

vorliegend zu beurteilenden Straftaten beging der Beschuldigte nur wenige 

Monate, nachdem er mit dem erwähnten Strafbefehl vom 27. August 2019 zu 

einer unbedingten Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt wurde. Vor diesem 

Hintergrund ist nicht ersichtlich, wie die Verteidigung geltend machen kann, der 

Beschuldigte habe sich nach dem Strafvollzug bis zur heute abzuurteilenden 

Deliktsserie einwandfrei verhalten (Urk. 31 S. 15). Das Verhalten des 

Beschuldigten zeugt von erheblicher Unbelehrbarkeit und Uneinsichtigkeit. 

Negativ zu werten ist auch, dass der Beschuldigte im Verfahren nur bedingt 

Verantwortung für seine Delinquenz übernommen hat (Ziff. II.6.4.3.). Auch um 

seine Schulden hat er sich bisher nicht gekümmert. Aktuell erhält der 

Beschuldigte Leistungen vom Sozialamt und arbeitet in einem Integrationsprojekt 

- 26 - 

der Sozialhilfe, wobei er aufgrund seiner gesundheitlichen Situation viele Fehltage 

hat. Im Sommer 2021 erfolgte aufgrund gesundheitlicher Probleme eine 

Anmeldung bei der IV. Der IV-Entscheid ist noch ausstehend. Insofern scheint 

sich seine Situation zumindest in finanzieller Hinsicht verbessert zu haben, was 

positiv zu vermerken ist. Allein deshalb kann jedoch nicht von einer längerfristigen 

Stabilisierung seiner Lebensverhältnisse und besonders günstigen Umständen 

ausgegangen werden, zumal der Beschuldigte bereits früher staatliche 

Unterstützungsleistungen bezog, ohne dass ihn dies längerfristig von weiterer 

Delinquenz abgehalten hätte. Auch dass der Beschuldigte gemäss eigenen 

Angaben eine neue Stelle als Kameramann bzw. Regisseur in Aussicht haben 

soll, vermag an dieser Einschätzung nicht zu ändern. Mit der Vorinstanz ist die 

Freiheitsstrafe deshalb zu vollziehen.  

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt 

im Berufungsverfahren mit seinen Anträgen vollumfänglich, weshalb ihm die Ko-

sten des Berufungsverfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, 

aufzuerlegen sind. Aufgrund der dargelegten misslichen finanziellen Situation des 

Beschuldigten, die sich in absehbarer Zeit nicht entscheidend verbessern dürfte, 

sind ihm die Kosten jedoch zu erlassen (Art. 425 StPO). Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung sind definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

2. Vor dem Hintergrund, dass die Berufung des Beschuldigten auf die 

Strafzumessung beschränkt war, erscheint es angemessen, die amtliche 

Verteidigung des Beschuldigten für das Berufungsverfahren mit pauschal 

Fr. 10'000.– inklusive Mehrwertsteuer zu entschädigen (§ 18 Abs. 1 AnwGebV in 

Verbindung mit § 17 Abs. 1 lit. b AnwGebV). 

- 27 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 

30. August 2021 hinsichtlich der Dispositivziffern 1 (Schuldpunkt), 4 bis 8 

(Zivilpunkt), 9 (Einziehung), 10 (Herausgabe von beschlagnahmten 

Gegenständen), 11 (Anordnung der Vernichtung von Sicherstellungen, 

Asservaten, Spuren und Spurenträgern) sowie 12 bis 14 (Kostendispositiv) 

in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, 

wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind, teilweise als Zusatzstrafe zu der 

mit Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 2017 ausgefällten 

Strafe. 

2. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 10'000.–   amtliche Verteidigung (pauschal) 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, aber 

abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden definitiv auf 

die Gerichtskasse genommen. 

5. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 
− die Privatklägerschaft  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

- 28 - 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste. 

6. Rechtsmittel: 

 Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 
 

- 29 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 6. Mai 2022 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Stiefel 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Leuthard 
 

 

	Urteil vom 6. Mai 2022
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 43 S. 47 ff.)
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	- des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 139 Ziff. 2 StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 StGB;
	- der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB;
	- des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.
	2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 2 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 3 (B._____) im Umfang von Fr. 521.10 zuzüglich 5% Zins ab 13. Januar 2020 anerkannt hat.
	5. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 4 (Politische Gemeinde C._____) im Umfang von Fr. 621.32 inkl. Mehrwertsteuer und zuzüglich 5% Zins seit 8. Juni 2021 anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird die Zivi...
	6. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 5 (D._____ AG) im Umfang von Fr. 650.– zuzüglich 5% Zins seit 11. Mai 2021 anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird die Zivilforderung der Privatklägerin 5 auf den Ziv...
	7. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 6 (E._____ AG (Schweiz)) im Umfang von Fr. 350.– anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird die Zivilforderung der Privatklägerin 6 auf den Zivilweg verwiesen.
	8. Die Zivilforderungen der Privatklägerinnen 2 (F._____ AG), 7 (G._____ AG) und 8 (H._____ AG) werden auf den Zivilweg verwiesen.
	9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 11. Dezember 2020 beschlagnahmten Gegenstände:
	 Schraubenzieher 8mm "1", (unbek. Marke) Grösse 5, gelb/schwarz, (Asservat-Nr. A013'865'435);
	 Schraubenzieher 10mm "2", (unbek. Marke) Grösse 6, gelb/schwarz, (Asservat-Nr. A013'865'446);
	 Schraubenzieher 10mm "3", PB 100/6, 1.6x10x180mm, (Asservat-Nr. A013'865'457);
	 Schraubenzieher 5.5mm "4", SKG 124/3, 5.5x120mm, (Asservat-Nr. A013'865'468);
	 Schraubenzieher, 3.5mm, rot, (Asservat-Nr. A013'865'479);
	 Schraubenzieher, Kreuz, schwarz, (Asservat-Nr. A013'865'480);
	 Schraubenzieher, Kreuz, rot, (Asservat-Nr. A013'865'491);
	 Schraubenzieher, BIT Einsatz, schwarz/rot, (Asservat-Nr. A013'865'504);
	 Schraubenzieher, BIT Box, Komplet, Marke FACOM (Asservat-Nr. A013'865'515);
	 22er Nuss mit Verlängerung für Rasche, Marke "JET" "10", (Asservat-Nr. A013'865'526);
	 Seitenschneider, Marke Jet, rot/schwarz, (Asservat-Nr. A013'865'537);
	 Wasserpumpenzange/Polygripzange "12" rote Kunststoffgriffteile, (Asservat-Nr. A013'865'548);
	 Bohrer, Grösse 9mm (Asservat-Nr. A013'865'560);
	 Bohrer 6mm (Asservat-Nr. A013'865'571);
	 Bohrer 4.5mm (Asservat-Nr. A013'865'582);
	 Akkubohrer Marke Bosch (Asservat-Nr. A013'865'593);
	 Klappmesser (Asservat-Nr. A013'865'606);
	 Mundschutz, schwarz/weiss (Asservat-Nr. A013'865'617);
	 Taschenlampe, Marke Kryolights, schwarz (Asservat-Nr. A013'865'628);
	 Taschenlampe "Continental" (Asservat-Nr. A013'865'639);
	 Rundzylinder (Doppelzylinder) Aussenteil "22" (Flachwerkzeug Spur) (Asservat-Nr. A013'865'640);
	 Rundzylinder (Doppelzylinder) Aussenteil "23" (Flachwerkzeug Spur) (Asservat-Nr. A013'865'651);
	 1 Paar Arbeitshandschuhe, Marke Showa, grau/schwarz (Asservat-Nr. A013'865'720);
	 1 Taschenlampe, schwarz, Nordride (Asservat-Nr. A013'865'731);
	werden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils definitiv eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung resp. ihr gutscheinenden Verwendung überlassen.

	10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 11. Dezember 2020 beschlagnahmten Schuhe (Marke Weissenstein, Asservat-Nr. A013'865'684) und der Rucksack (schwarz, Asservat-Nr. A013'865'662) werden dem Beschuldigten A._____ nach ...
	11. Die gemäss Kurz- und Spurenberichten des FOR vom
	 25. Februar 2020 (G-Nr. 77397649);
	 18. Juni 2020 (G-Nr. 78030918);
	 22. Juni 2020 (G-Nr. 78036370);
	 22. Juni 2020 (G-Nr. 78036278);
	 15. Juli 2020 (G-Nr. 78030918);
	 27. August 2020 (G-Nr. 78030918);

	aufgelisteten Sicherstellungen, Asservate, Spuren und Spurenträger können nach rechtskräftiger Erledigung dieses Verfahrens vernichtet werden.
	12. Die Entschädigung von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten wird auf Fr. 15'405.10 festgesetzt, nämlich Fr. 7'405.10 für das Vorverfahren (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) und pauschal Fr. 8'000.– für d...
	13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	14. Die Kosten und Gebühren des Vorverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt die Verpflichtung des Beschu...
	Berufungsanträge:
	__________________________________
	Erwägungen:
	I. Verfahrensgang und Prozessuales
	1. Verfahrensgang
	Mit Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 30. August 2021 wurde der Beschuldigte im Sinne des eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositivs schuldig gesprochen und bestraft (Urk. 43 S. 47). Gegen das ihm am 1. September 2021 schriftlich eröffnete Urt...

	2. Umfang der Berufung
	Der Beschuldigte beschränkte die Berufung mit der Berufungserklärung auf die Bemessung der Strafe und die Nichtgewährung des (teil-) bedingten Strafvollzugs (Dispositivziffern 2 und 3). Der ursprünglich gestellte Antrag auf Herausgabe des Akkubohrers ...
	Die Beschränkung der Berufung ist verbindlich (Art. 399 Abs. 4 StPO). Der Gegenstand der Berufung wird damit definitiv festgelegt. Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist kann der Umfang der Anfechtung nicht mehr ausgedehnt werden (BSK StPO-Eugster, 2. Auf....

	II. Sanktion
	1. Ausgangslage
	2. Strafrahmen und Strafzumessungsregeln
	Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Strafzumessung umfassend und zutreffend dargelegt. Auf die diesbezüglichen Erwägungen kann vorab verwiesen werden (Urk. 43 S. 22 ff.). Soweit die Verteidigung vorbringt, die Einbruchdiebstähle aus dem Jahr 2020 (D...

	3. Sanktionsart
	3.1. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedr...
	3.2. Die Vorinstanz hat für alle zu beurteilenden Delikte Freiheitsstrafen ausgefällt. Für den gewerbsmässigen Diebstahl kommt bereits angesichts der Höhe der ausgesprochenen Strafe keine Geldstrafe mehr in Frage. Dass die Vorinstanz auch für die weit...

	4. Teilweise retrospektive Konkurrenz
	4.1. Wie bereits dargelegt, wurde der Beschuldigte mit Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 2017 u.a. wegen Einbruchdiebstählen zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten verurteilt (Urk. 44). Die dem Beschuldigten in Dossier 16 vorgeworfe...
	4.2. Das Amtsgericht Olten-Gösgen sprach im Urteil vom 22. August 2017 für sämtliche zu beurteilenden Delikte Freiheitsstrafen aus. Angesichts des Umstands, dass der Beschuldigte im Tatzeitpunkt einschlägig vorbestraft und gegen ihn bereits eine mehrj...

	5. Einbruchdiebstahl vor dem 22. August 2017
	5.1. Der Einbruchdiebstahl gemäss Dossier 16 gehört zeitlich zur Einbruchsserie, welche mit Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 2017 abgeurteilt wurde. In Bezug auf die Tatumstände unterscheidet sich dieses Delikt indes nicht von den i...
	5.2. In Bezug auf das Vorleben und die persönliche Verhältnisse des Beschuldigten kann auf unten stehende Erwägungen verwiesen werden (Ziff. II.6.4.1.). Daraus ergeben sich keine strafzumessungsrelevanten Umstände. Straferhöhend ist zu berücksichtigen...
	5.3. Wie bereits dargelegt, ist für die Delikte gemäss Dossier 16 eine Zusatzstrafe zur mit Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 2017 ausgesprochenen Freiheitsstrafe auszufällen. In Anwendung des Asperationsprinzips erweist sich für die...

	6. Einbruchdiebstähle nach dem 22. August 2017
	6.1. Tatkomponente gewerbsmässiger Diebstahl
	6.1.1. Vorab ist festzuhalten, dass die Gewerbsmässigkeit des Diebstahls nicht angefochten wurde und damit im Berufungsverfahren nicht mehr Thema sein kann. Die Argumentation der Verteidigung, in "Phase 1" könne eine Gewerbsmässigkeit gemäss bundesger...
	6.1.2. Bei der objektiven Tatschwere des gewerbsmässigen Diebstahls ist anzumerken, dass es im Zeitraum Mitte Januar bis Mitte Juni 2020, mithin innerhalb von 5 Monaten, zu 14 Vorfällen gekommen ist, wobei die Deliktsserie erst durch behördliche Inter...
	6.1.3. Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz. Seinen Taten lagen finanzielle und damit egoistische Motive zugrunde. In der ersten polizeilichen Einvernahme kurz nach seiner Verhaftung gab der Beschuldigte an, dass seine Lebensumstände finanzi...
	6.2. Tatkomponente mehrfache Sachbeschädigung
	6.3. Tatkomponente mehrfacher Hausfriedensbruch
	6.4. Täterkomponente
	6.4.1. Aus den Akten und den Befragungen des Beschuldigten ergibt sich Folgendes zu seinen persönlichen Verhältnissen: Der Beschuldigte ist im Jahr 1968 in J._____ AG geboren und zusammen mit zwei Geschwistern in Koblenz aufgewachsen. Im Jahr 1975 lie...
	6.4.2. Der Beschuldigte ist bereits mehrfach einschlägig vorbestraft (Urk. 44). Diesbezüglich kann auf obenstehende Erwägungen verwiesen werden (Ziff. II.3.2.). Während die erste Verurteilung im Jahr 2010 erging und im Tatzeitpunkt schon einige Jahre ...
	6.4.3. Die Vorinstanz hat in Bezug auf das Nachtatverhalten zutreffend ausgeführt, dass sich der Beschuldigte von Anfang an geständig gezeigt hat (Urk. 43 S. 35 f.). Zu berücksichtigen ist dabei, dass er beim letzten (versuchten) Einbruchdiebstahl von...
	6.4.4. Anhaltspunkte für eine erhöhte Strafempfindlichkeit sind mit der Vorinstanz (Urk. 43 S. 36) nicht ersichtlich. Soweit die Verteidigung vor Vorinstanz geltend machte, es sei strafreduzierend zu berücksichtigen, dass sich der Beschuldigte vor ein...
	6.5. Fazit

	7. Gesamtfazit
	8. Vollzug
	8.1. Bei einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten sind die objektiven Voraussetzungen für die Gewährung des teilbedingten Vollzugs erfüllt (Art. 43 Abs. 1 StGB). In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte mit Urteil des Amtsgeri...
	8.2. Wie bereits erwähnt, ist der Beschuldigte mehrfach einschlägig vorbestraft (Urk. 44). Er weist bereits drei Verurteilungen wegen Einbruchdiebstählen auf, wobei er stets mit unbedingten Freiheitsstrafen bestraft wurde. In den Jahren 2010 und 2017 ...

	III. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 30. August 2021 hinsichtlich der Dispositivziffern 1 (Schuldpunkt), 4 bis 8 (Zivilpunkt), 9 (Einziehung), 10 (Herausgabe von beschlagnahmten Gegenständen), 11 (Anordnung der Ve...
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind, teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 22. August 2017 ausgefällten Strafe.
	2. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, aber abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen.
	5. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Privatklägerschaft
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste.

	6. Rechtsmittel: