# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e0caecf-747f-51cf-9750-3752dcb7a495
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2008 E-6144/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6144-2008_2008-09-30.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6144/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni; 
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren (...),
Irak,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. September 2008  
N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6144/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 20. Juli 2008 verliess und am 11. August 2008 in die Schweiz 
einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  A._______  vom  1.  September  2008  und  der  direkten 
Bundesanhörung  vom  15.  September  2008  zur  Begründung  seines 
Gesuches im Wesentlichen geltend machte, er sei kurdischer Ethnie, 
Sunnite und stamme aus B._______,

dass  er  seit  2003  in  der  irakischen  Armee gedient  habe,  zuletzt  im 
Rang (...), und immer mit den Amerikanern zusammen gewesen sei,

dass sein  Bruder, welcher  ebenfalls  in  der  Armee gedient  habe,  am 
(...) 2007 bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen sei,

dass  er  am  (...)  2008  Drohbriefe  von  Terroristen  der  C._______ 
erhalten habe, in welchen ihm mit dem Tode gedroht worden sei, falls 
er weiterhin mit den Amerikanern zusammenarbeite,

dass er im (...) 2008 auch telefonisch bedroht worden sei,

dass er sich in der Folge in D._______ aufgehalten und am (...) 2008 
nach B._______ zurückgekehrt sei,

dass er  sich schliesslich auf  Anraten seiner Eltern zur Ausreise ent-
schlossen habe,

dass die italienischen Behörden am 4. September 2008 gestützt  auf 
das  Abkommen  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
und der Italienischen Republik über die Rückübernahme von Personen 
mit  unbefugtem  Aufenthalt  vom  10.  September  1998  (SR 
0.142.114.549)  einer  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers 
zustimmten,

dass das BFM auf  das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit  glei-
chentags eröffneter Verfügung vom 18. September 2008 gestützt auf 
Art.  34  Abs.  2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31)  nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

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dass das Bundesamt zur Begründung im Wesentlichen anführte, Ita-
lien sei vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeichnet worden und 
die  italienischen  Behörden  hätten  einer  Rückübernahme  des  Be-
schwerdeführers zugestimmt,

dass in der Schweiz keine nahen Angehörigen des Beschwerdeführers 
oder Personen leben würden, zu denen er eine enge Beziehung habe,

dass  der  Inhalt  der  vom Beschwerdeführer  eingereichten  Drohbriefe 
nicht mit seinen Aussagen übereinstimme und die Briefe als verfälscht 
zu erachten seien,

dass seine Aussagen nicht den Eindruck von tatsächlich erlebten Ge-
schehnissen vermitteln würden, 

dass der Beschwerdeführer somit nicht offensichtlich die Flüchtlingsei-
genschaft erfülle,

dass keine Hinweise darauf bestehen würden, in Italien bestehe kein 
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  25. September 2008 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erhob und beantragt, es sei auf sein Asylgesuch einzutreten und ihm 
während  des  Verfahrens  der  Verbleib  in  der  Schweiz  zu  bewilligen, 
eventualiter  sei  die Unzulässigkeit  und Unzumutbarkeit  des Wegwei-
sungsvollzugs festzustellen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung im Wesentlichen ausführ-
te, eine Rückschiebung in den Irak würde eine Verletzung von Art. 33 
des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (FK, SR 0.142.30)  sowie von Art. 3  der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darstellen,

dass  er von der italienischen Polizei daran gehindert  worden sei, ein 
Asylgesuch einzureichen,

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dass er in Italien ohne staatliche Unterstützung auf der Strasse gelebt 
habe, weshalb die Rückweisung dorthin nicht zumutbar sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 26. September 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüfte, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich vol-
le Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht einge-
treten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  sicheren  Drittstaat  nach 
Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich 
vorher aufgehalten haben, 

dass Art. 34 Abs. 3 AsylG vorsieht, dass dieser Nichteintretenstatbe-
stand keine Anwendung findet, wenn Personen, zu denen die asylsu-
chende Person enge Beziehungen hat,  oder nahe Angehörige in der 
Schweiz leben (Bst. a), wenn die asylsuchende Person offensichtlich 
die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Bst. b), oder wenn 
Hinweise darauf bestehen, dass im Drittstaat kein effektiver Schutz vor 
Rückschiebung nach Ar. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Bst. c), 

dass  Italien  (und  ebenso  alle  anderen  EU-  und  EFTA- Staaten)  am 
14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeichnet 
worden ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  deshalb  nach  Italien,  dessen  Behörden 
am 4. September  2008 gegenüber der  Schweiz die Rückübernahme 
zugesichert haben, zurückkehren kann

dass keiner  der  in  Art. 34 Abs. 3 AsylG genannten Gründe vorliegt, 
welcher die Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG im vorliegen-
den Fall ausschliessen würde,

dass es für die Anwendung von Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG ausreicht, 
wenn  die  asylsuchende  Person  Hinweise  dafür  liefert,  dass  ihr  im 

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Drittstaat  eine  Verletzung  des  Non-Refoulement-Gebots  droht  (vgl. 
BBl 2002 S. 6885), 

dass  jedoch  der  blosse  Hinweis  auf  früher  bereits  erfolgte  -  bezie-
hungsweise auf  die  abstrakte  Möglichkeit  einer  zukünftigen  -  Verlet-
zungen  des  Non-Refoulement-Gebots  durch  den  entsprechenden 
Drittstaat  nicht  ausreicht,  sondern der Asylsuchende konkrete,  seine 
Per-son betreffende Hinweise geltend machen muss,

dass weder das vom Beschwerdeführer behauptete Fehlverhalten von 
italienischen Polizisten noch der mit dem Ausschnitt eines Berichts von 
amnesty international (ai) untermauerte Hinweis auf Mängel im italie-
nischen Asylverfahren auf eine konkret drohende Verletzung des Non-
Refoulement-Gebots schliessen lassen,

dass somit keine den vorgenannten Anforderungen genügenden Hin-
weise  vorliegen,  dem  Beschwerdeführer  drohe  bei  einer  Rückkehr 
nach Italien eine Verletzung des Non-Refoulement-Gebots,

dass in der Schweiz keine nahen Angehörigen des Beschwerdeführers 
oder andere Personen, zu denen er eine enge Beziehung hätte, leben, 

dass  bei  Anwendung  des  neuen  Nichteintretens-Tatbestandes  von 
Art. 34 Abs. 2 AsylG (sicherer Drittstaat) und im Unterschied zu Abs. 1 
der gleichen Bestimmung (safe country im Sinne eines verfolgungssi-
cheren Herkunftslandes)  nicht  zu prüfen ist,  ob  Hinweise auf  Verfol-
gung  vorliegen,  sondern  lediglich  die  Ausnahmeklausel  von  Art.  34 
Abs. 3 Bst. b AsylG zu beachten ist, wonach von einer Wegweisung in 
den Drittstaat  dann abgesehen wird,  wenn die asylsuchende Person 
offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft erfüllt,

dass somit nicht dargelegt werden muss, dass der Beschwerdeführer 
die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  erfüllt,  sondern  bereits 
die  Feststellung  genügt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  jedenfalls 
nicht offensichtlich zutage tritt,

dass  die  Vorinstanz  angesichts  der  Ungereimtheiten  in  den  Asylvor-
bringen  und  der  begründeten  Zweifel  an  der  Echtheit  der  vom  Be-
schwerdeführer  als  Beweismittel  eingereichten  Drohschreiben  der 
C._______ das offensichtliche Bestehen der Flüchtlingseigenschaft zu 
Recht verneint hat,

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dass die Beschwerde in  der Eintretensfrage keine zureichenden An-
haltspunkte  für  eine  gegenüber  den  vorinstanzlichen  Erkenntnissen 
abweichende Betrachtungsweise enthält und sich die dortigen Ausfüh-
rungen im Wesentlichen auf  die Geltendmachung vollzugshindernder 
Umstände beschränken, 

dass  zudem festzustellen  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  sich  nach 
eigenen Angaben in D._______ nicht gefährdet fühlte (A11 S. 6) und 
erst  einige  Monate  nach dem Zeitpunkt  der  angeblichen Drohungen 
durch Terroristen sein Heimatland verliess, woraus zu schliessen ist, 
dass  er  nicht  von  einer  landesweiten,  flüchtlingsrechtlich  relevanten 
Gefährdung ausging,

dass das BFM nach dem Gesagten in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 
Bst.  a  AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein 
Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001 
Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetz-
lichen Bestimmungen steht  und demnach vom Bundesamt zu Recht 
angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK), 

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dass es vorliegend einzig um den Vollzug der Wegweisung nach Italien 
geht, nicht aber um einen solchen in das Heimatland des Beschwerde-
führers, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  (insbesondere  auch 
Art. 3  EMRK) zulässig  ist,  da  der  Beschwerdeführer  in  Italien offen-
sichtlich  nicht  an  Leib,  Leben  oder  Freiheit  gefährdet  ist  oder  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  zu  befürchten  hat  und  er  dort 
zudem - wie bereits oben erkannt - Schutz vor Rückschiebung im Sin-
ne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,

dass weder die in Italien herrschende allgemeine Lage noch sonstige 
Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges des Be-
schwerdeführers nach Italien sprechen, 

dass eine Feststellung der Unzumutbarkeit die begründete Annahme 
einer konkreten und ernsthaften Gefährdung, mithin einer eigentlichen 
Notlage bedarf, 

dass eine solche durch den Beschwerdeführer nicht schlüssig darge-
tan wird und das blosse Geltendmachen eines gegenüber der Schweiz 
tieferen Sozial- und Betreuungsstandards für Schutzsuchende in Itali-
en  nicht  zur  Feststellung  der  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvoll-
zuges in dieses Land führen kann, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Italien 
schliesslich  möglich  ist,  da  keine  konkreten  Vollzugshindernisse  er-
sichtlich sind (Art. 83 Abs. 2 AuG) und die italienischen Behörden die 
Rückübernahme zugesichert haben, 

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  angeordnete  Vollzug 
der Wegweisung als rechtmässig zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der Frage der 

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Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  abzuweisen  ist,  da  die  Be-
schwerdebegehren nach dem Gesagten als zum Vornherein aussichts-
los zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.− werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  A._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, A._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- das E._______ des Kantons F._______, (...) (per Telefax; in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Nicholas Swain

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