# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68cd10d5-be1b-565b-a07c-15de275f6a15
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-14
**Language:** de
**Title:** Forstrecht. Verweigerung der Bewilligung für die Durchführung eines Orientierungslaufes.
**Docket/Reference:** BRGE IV Nr. 0251/2023
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/2024-6.pdf

## Full Text

BRGE IV Nr. 0251/2023 vom 14. Dezember 2023 in BEZ 2024 Nr. 6 

Angefochten  war  die  Verweigerung  der  Bewilligung  für  die  Durchführung 
eines für den 7. April 2024 geplanten Orientierungslaufes. Erwartet wurden rund 
900  Teilnehmende  und  die  Dauer  der  Waldbenutzung  wurde  auf  rund  acht 
Stunden  geschätzt.  Der  Lauf  sollte  auf  ca.  40  verschiedenen  Strecken  und 
zeitlich  gestaffelt  stattfinden,  weshalb  rund  250  Teilnehmende  gleichzeitig  im 
Wald unterwegs sein sollten. Die vom Lauf beanspruchte Fläche betrug 3,5 km2. 

Aus den Erwägungen: 

2.2 Den Erwägungen des angefochtenen Entscheids ist zu entnehmen, dass 
im April Rehgeissen hochträchtig und kurz vor dem Setzen der Jungtiere seien. 
Aber nicht nur die Rehe, sondern praktisch alle Wildtiere befänden sich dann in 
einer  schwierigen  und  störungsanfälligen  Zeit  (Jungenaufzucht).  Die  Brut-  und 
Setzzeit  werde  im  Hundegesetz  vom  1. April  bis  Ende  Juli  definiert  und 
korrespondiere  mit  der  Leinenpflicht  für  Hunde  im  Wald.  Der  Gemeinde  sei 
bekannt, dass die Brut- und Setzzeit gemäss Waldverordnung vom 15. April bis 
am  15. Juni  dauere.  Die  Natur  lasse  sich  jedoch  nicht  auf  ein  Datum  in  der 
Waldverordnung terminieren. Es sei ein allgemein bekanntes Phänomen, dass 
der Frühling in den letzten Jahren stets relativ früh begonnen habe. (…) Es sei 
eine  erhebliche  Störung  der  Wildtiere  zu  befürchten,  auch  wenn  der  Anlass 
gestaffelt durchgeführt werde.  

Sodann  verweist  die  Vorinstanz  auf  die  Stellungnahme  des  kantonalen 
Forstdienstes. Diese Fachstelle bringt u.a. vor, der Orientierungslauf sei Anfangs 
April  äusserst 
fragwürdig  und  eher  abzulehnen  respektive  zeitlich  zu 
verschieben. Flankierende Massnahmen im Sinne von Auflagen seien bei einem 
Anlass  in  dieser  Grösse  meist  schwierig,  da  ausreichende  Wildruhezonen  so 
gross  wären,  dass  kein  attraktiver  OL  mehr  stattfinden  könne.  Fehlten  diese 
Ruhezonen, steige der Stress der Wildtiere und damit die Schäden im Wald. (…) 

Interessen 

in  welcher  Hinsicht  die 

2.3 Der Rekurrent macht zusammengefasst geltend, die Vorinstanz habe es 
unterlassen,  eine  umfassende  Interessenabwägung  vorzunehmen.  Es  werde 
nicht dargelegt, inwiefern die vom Rekurrenten vorgeschlagenen Massnahmen 
für  eine 
nicht  wirksam  seien  oder 
Verweigerung  der  Bewilligung  überwiegend  seien  und  nicht  mittels  Auflagen 
sichergestellt  werden könnten.  Die Vorinstanz  verkenne die  Tragweite  und  die 
Bedeutung  von  § 11  Abs. 1  lit. e  Hundegesetz.  Zu  beachten  sei  lediglich  die 
Sperrzeit  vom  15. April  bis  15. Juni.  Die  vom  1. April  bis  zum  31. Juli  geltende 
Leinenpflicht  für  Hunde  stelle  keine  genügende  gesetzliche  Grundlage  für  die 
Verweigerung der Veranstaltung dar. Hinsichtlich der Art und Intensität ergebe 
sich,  dass  die  Wildtiere  aufgrund  der  Durchführung  des  Orientierungslaufs 
möglicherweise  einer  minimalen  Störung  ausgesetzt  seien.  (…)  Da  die 
Veranstaltung ausserhalb der Sperrzeit gemäss der Waldverordnung stattfinden 
solle, habe für den Grossteil der Wildtiere und Vögel die Brut- und Setzzeit noch 
nicht begonnen, sie würden also nicht in einer sensiblen Phase gestört. Die mit 
der  Veranstaltung  verbundenen  Störungen  hätten  daher  keine  erheblichen 
Auswirkungen auf Flora und Fauna.  

 
 
- 2-  

Gemäss den Festsetzungen des kantonalen Waldentwicklungsplans handle 
es  sich  beim  D.-Berg  um  ein  geeignetes  Gebiet  für  die  Durchführung  eines 
Orientierungslaufes,  da  dieser  einerseits  der  Holznutzung  diene  und 
grösstenteils häufig begangen sei und somit primär der Erholungsnutzung diene. 
(…) 

2.7.1  Gemäss  § 5  Abs. 1  Satz 1  des  Kantonalen  Waldgesetzes  sind 
Veranstaltungen,  die  zu  einer  erheblichen  Beanspruchung  des  Waldes  führen 
können, bewilligungspflichtig.  

§ 1 Abs. 1 KWaV 

geregelt.  Nach 

Der  Regierungsrat  hat  in  der  Kantonalen  Waldverordnung  (KWaV)  die 
sind  Veranstaltungen 
Einzelheiten 
bewilligungspflichtig,  bei  denen a)  in erheblichem  Masse technische  Hilfsmittel 
wie  Licht-  oder  Verstärkeranlagen  verwendet  werden  oder  b)  voraussichtlich 
mehr  als  500  Personen  teilnehmen.  Die  Bewilligung  kann  verweigert  oder  mit 
Bedingungen  und  Auflagen  versehen  werden,  wenn  die  Walderhaltung  oder 
andere  öffentliche  Interessen  wie  der  Schutz  des  Wildes,  insbesondere  in  der 
Zeit  zwischen  15. April  und  15. Juni,  oder  der  Naturschutz  dies  verlangen 
(Abs. 2). (…) 

2.7.3  Die  streitgegenständliche  Veranstaltung  soll  wie  erwähnt  am 
7. April 2024  stattfinden  und  fällt  damit  nicht  in  den  in  der  KWaV  genannten 
besonderen  Zeitraum  zum  Schutz  des  Wildes.  Insofern  können  höhere 
Anforderungen  an  die  Begründung  einer  Bewilligungsverweigerung  gestellt 
werden.  

Der  vorinstanzliche  Verweis  auf  § 11  Abs. 1  lit. e  des  Hundegesetzes, 
wonach Hunde im Wald und am Waldrand vom 1. April bis 31. Juli anzuleinen 
sind,  taugt  dabei  nicht  als  Begründung:  Dieser  Vorschrift  liegt  die  Überlegung 
zugrunde,  dass  während  der  Brut-  und  Setzzeit  im  Frühling  und  Sommer  frei 
laufende  Hunde  am  Waldrand  und  im  Wald  eine  Störungsquelle  und  eine 
wirkliche  Gefahr  darstellen  für  Bodenbrüter  und  Wildtiere,  deren  Jungtiere 
schutzlos  am  Boden  verharren  (ABl 2018-04-20,  Erläuterungen  zu  § 41).  Der 
hohen Zahl der jährlichen Hunderisse soll Einhalt geboten werden (vgl. ABl 2018-
04-20,  Erläuterungen  zu  § 21).  Durch  den  natürlichen  Jagdtrieb  der  Hunde 
stellen diese für Wildtiere eine gefährliche und völlig andersgeartete Störung dar, 
als ein Mensch, der an einem Orientierungslauf teilnimmt. Zwar würden sich die 
teilweise  abseits  der  Waldwege 
Teilnehmenden  des  Orientierungslaufs 
bewegen.  Ein  Aufscheuchen  des  Wildes 
ist  dabei  klarerweise  nicht 
auszuschliessen. Der Rekurrent weist allerdings zu Recht darauf hin, dass – im 
Unterschied  zu  freilaufenden  Hunden  –  nicht  die  Witterung  von  Wildtieren 
aufgenommen wird, den Tieren nicht nachgesetzt wird und diese offensichtlich 
nicht gerissen werden. Insofern ist nachvollziehbar, schreibt der Gesetzgeber für 
freilaufende Hunde im Wald eine länger dauernde Einschränkung und damit eine 
restriktivere Regelung vor, als für Veranstaltungen im Wald. Die unterschiedlich 
langen Zeiträume sind mithin sachlich begründbar. Die Vorinstanz argumentiert 
daher  sachfremd,  wenn  sie  dem  geplanten  Orientierungslauf  die  Bewilligung 
verweigern  will,  weil  das  Hundegesetz am betreffenden  Tag  eine Leinenpflicht 
für  Hunde  vorsieht.  Die  ab  1. April  geltende  Leinenpflicht  kann  für  den 
vorliegenden Fall – nur, aber immerhin – aussagen, dass zumindest für gewisse 

 
 
- 3-  

Tierarten,  die  von  Hunden  gestört  werden  können,  die  Brut-  und  Setzzeit  am 
geplanten Veranstaltungstag bereits begonnen hat oder diese Arten dann erhöht 
schutzbedürftig sind. (…) 

2.7.4  Wie  erwähnt,  können  Bewilligungen  für  Veranstaltungen  aber  auch 
ausserhalb des Zeitfensters vom 15. April bis 15. Juni verweigert werden, wenn 
die Walderhaltung oder andere öffentliche Interessen wie der Schutz des Wildes 
oder  der  Naturschutz  dies  verlangen  (§ 1  Abs. 2  KWaV).  Richtig  und  an  sich 
unbestritten  ist,  dass  der  geplante  Orientierungslauf  eine  gewisse  Störung  der 
Wildtiere nach sich zöge. Fraglich und zu beurteilen ist jedoch, ob diese Störung 
aufgrund  des  vorgesehenen  Zeitpunkts  übermässig  ausfällt  oder  gar  generell 
übermässig  ist.  Schliesslich  ist  zu  prüfen,  ob  dem  Schutz  der  Wildtiere  mit 
Auflagen ausreichend Rechnung getragen werden könnte.  

Hierfür  ist  näher  auf das  vorgesehene  Laufgebiet einzugehen.  Es handelt 
sich  vorwiegend  um  einen  typischen  Waldmeister-Buchenwald.  Laut  dem 
Waldentwicklungsplan  Kanton  Zürich  2010,  besondere  Ziele  ([…]  fortan 
Waldentwicklungsplan),  wird  der  überwiegende  Teil  des  Laufgebiets  zur 
Holzproduktion genutzt. Die südöstliche Hälfte des Laufgebiets wird zudem als 
häufig begangener Wald qualifiziert. Am steilen Osthang des M.-Bergs liegt ein 
Waldstandort  von  naturkundlicher  Bedeutung.  Auch  ist  es  ein  Gebiet  zur 
schliesslich 
Eibenförderung. 
kleinere 
Eichenförderungsgebiete 
Naturschutzgebiete zumindest teilweise im betroffenen Perimeter: (…)  

Vereinzelte 
dar. 

Waldflächen 

Ausserdem 

stellen 

liegen 

sechs 

schutzbedürftig.  Ebenfalls  überzeugt  die 

Die  Vorinstanz  hat  in  Anwendung  von  § 5  Abs. 2  des  kantonalen 
Waldgesetzes  vor 
ihrem  Entscheid  über  die  Bewilligungserteilung  den 
kantonalen Forstdienst angehört. (…) Die eingeholten Stellungnahmen leuchten 
insofern ein, als sich nicht nur die Rehgeissen, sondern praktisch alle Wildtiere 
im Frühling in einer störungsanfälligen Zeit befinden. Auch wenn bei einzelnen 
Tierarten die Brut- oder Setzzeit erst im Mai oder Juni beginnt, wie der Rekurrent 
bei den Rehgeissen geltend macht, sind sie im April dennoch bereits hochträchtig 
und  damit 
vorinstanzliche 
Argumentation,  wonach  sich  die  Natur  –  gerade  vor  dem  Hintergrund  des 
Klimawandels  – nicht auf  ein  Datum  in der Waldverordnung  terminieren  lasse. 
Ins  Gewicht  fällt  zudem  der  Umstand,  dass  die  Veranstaltung  mit  ca. 900 
Teilnehmenden ein erhebliches Ausmass erreicht und sich der Anlass über acht 
Stunden  hinzieht.  Obwohl  jeweils  ein  gestaffelter  Start  erfolgt,  wären  gemäss 
rekurrentischer  Darstellung 250 Teilnehmende  gleichzeitig  im  Wald  unterwegs. 
Dies kann auf einer 3,5 km2 grossen Fläche durchaus zu einer Störung der Fauna 
führen. Die Störung dürfte beim Orientierungslauf nicht primär in Form von Lärm 
erfolgen, sondern vielmehr durch die physische Anwesenheit vieler sich schnell 
fortbewegenden  Menschen 
die 
Bewilligungsbehörde  diese  Umstände  als  überwiegend  gewichtet  und  die 
privaten und öffentlichen Interessen am konkreten Orientierungslauf unterordnet, 
ist diese Beurteilung ganz grundsätzlich als zumindest vertretbar einzustufen: Die 
Bedeutung  des  Grossanlasses  kann  zwar  in  Bezug  auf  den  Jugendsport,  den 
Breitensport und den Spitzensport als gewichtig anerkannt werden. Gleichzeitig 
wird  aber  vom  Rekurrenten  nicht  dargelegt,  weshalb  der  Anlass  zwingend  am 
geplanten  Datum  durchzuführen  ist.  Das  naturschützerische  Interesse  an  der 

der  Wege.  Wenn 

abseits 

auch 

 
 
- 4-  

Erhaltung der Lebensgrundlagen der Tierarten im Wald wiegt hingegen schwer. 
Der  vorinstanzliche  Ermessensentscheid  ist  damit  zumindest  im  Grundsatz  zu 
schützen. (…) 

2.7.5  Fraglich 

ist  allerdings,  ob  der  angefochtene  Entscheid  einer 

Verhältnismässigkeitsprüfung standhält. (…) 

Es ergibt sich aus dem Waldentwicklungsplan, dass sowohl der Start-, als 
auch der Zielpunkt an einem förderungswürdigen Waldrand geplant ist. Gemäss 
dem  Waldentwicklungsplan  weisen  diese  Waldränder  einen  aufgelockerten, 
fliessenden  Übergang  von  Wiese  zu  Strauch-  und  Waldbereich  auf  und  sind 
daher  arten-  und  strukturreich.  Es  ist  mit  Blick  auf  das  Schutzbedürfnis  der 
Wildtiere plausibel, dass derartige Waldränder besonders störungsanfällig sind. 
Folglich  ist  nachvollziehbar,  dass  der  kantonale  Forstdienst  diese  Gebiete  im 
Frühling frei von störenden Veranstaltungen halten will. Werden der Start- und 
der Zielpunkt aber in ausreichendem Abstand zum Waldrand gesetzt – entweder 
weiter  in  den  Wald  oder  weiter  ausserhalb  –,  kann  die  lokale  Störung  ohne 
weiteres vermieden werden.  

Der  kantonale  Forstdienst  thematisiert  ferner  die  Ostflanke  des  D.-Bergs. 
Diese befinde sich in der Vorrangfunktion biologische Vielfalt, wovon ein grosser 
Teil mit einem Eichenfördergebiet belegt sei. Auf den Eichen lebe eine besonders 
hohe  Anzahl  Arten,  meist  auch  eher  seltenere  Arten,  die  meist  besonders 
sensibel auf Störungen reagierten. Wie erwähnt, liegt am steilen Osthang des D.-
Bergs ein Waldstandort von naturkundlicher Bedeutung (WNB) mit dem Namen 
«M.-Berg».  Ein  Teil  davon  stellt  zugleich  ein  Eibenförderungsgebiet  dar.  Ein 
Einfluss der Veranstaltung auf die Eiben wird nicht geltend gemacht und ist auch 
nicht ersichtlich. Dies im Gegensatz zu den Eichenförderungsgebieten, welche 
laut Waldentwicklungsplan wertvolle Lebensräume für viele Lebewesen bringen. 
Zwei derartige Gebiete liegen gemäss dem Waldentwicklungsplan im nördlichen 
Teil  des  D.-Bergs  (…).  Diese  Standorte  könnten  auflageweise  ohne  Weiteres 
ausgeschieden und als Sperrgebiete bezeichnet werden. (…) Was schliesslich 
die  Naturschutzobjekte  anbelangt,  sind  diese  weitgehend  bereits  auf  der  OL-
Karte des Veranstalters als Sperrgebiete bezeichnet. Soweit dies nicht der Fall 
ist,  aber  als  notwendig  erachtet  wird,  können  weitere  Sperrgebiete  noch 
bezeichnet werden. (…) 

Wie  bereits  ausgeführt  wurde,  stellt  die  Vorinstanz  die  Eignung  der 
auflageweise  bezeichneten  Sperrgebiete 
in  Frage.  Eine  permanente 
Überwachung  der  einzelnen  Sperrgebiete  scheidet  mangels  Praktikabilität 
tatsächlich  aus.  Der  Rekurrent  legt  allerdings  plausibel  dar,  dass  den 
Teilnehmenden nach der Wettkampfordnung von Swiss Orienteering bei einem 
Betreten  eines  Sperrgebietes  die  Disqualifikation  droht.  Zudem  können  die 
Laufbahnen  so  festgesetzt  werden,  dass  für  die  Läuferinnen  und  Läufer  kein 
Anlass bzw. kein Vorteil besteht, die Sperrgebiete zu überqueren. (…)  

Schliesslich ist klar, dass mit derartigen Auflagen keine absolute Sicherheit 
gewährleistet  werden  kann.  Es  besteht  ein  Restrisiko,  dass  vereinzelt  Tiere 
gestört oder Sperrgebiete betreten werden. Dieses Risiko besteht aber ohnehin 
immer,  zumal  das  gesamte  Waldareal  am  D.-Berg  jederzeit  der  Allgemeinheit 

 
 
- 5-  

die 

südliche  Hälfte 

zugänglich ist (vgl. Art. 14 Abs. 1 des eidgenössischen Waldgesetzes oder auch 
Art. 699 Abs. 1 des Zivilgesetzbuches). (…) Im vorliegenden Fall kommt hinzu, 
dass 
im 
Waldentwicklungsplan  als  «häufig  begangener  Wald»  qualifiziert  wurde.  Vor 
diesem  Hintergrund  wäre  es  unverhältnismässig,  vom  Rekurrenten  absolute 
Sicherheit  in Bezug  auf  die  Sperrgebiete  zu  verlangen,  obwohl  eine  solche  im 
Alltag nicht besteht. 

betroffenen  Waldareals 

hier 

des 

2.7.6  (…)  Die  pauschale  Verweigerung  der  Bewilligung  ist  nach  dem 
Gesagten  nicht  verhältnismässig.  In  Gutheissung  des  Rekurses  ist  der 
angefochtene  Beschluss  aufzuheben  und  der  Gemeinderat  B.  einzuladen,  die 
nachgesuchte  Bewilligung  für  die  Durchführung  eines  Orientierungslaufs  am 
7. April 2024 unter den erforderlichen Auflagen (zu den Sperrgebieten, zum Start- 
und Zielbereich und zu den Laufbahnen) zu erteilen.