# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6e4fa98-fca4-5882-aafc-ce7319345523
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-01-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.01.2011 E-6783/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6783-2010_2011-01-20.pdf

## Full Text

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung V
E-6783/2010

Urteil vom 20. Januar 2011

Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi (Vorsitz),
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli, 
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

Parteien A._______, geboren am (…),
Türkei,   
vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, 
(…),
Beschwerdeführer, 

Gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 18. August 
2010 / N _______.

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Sachverhalt:

A. 
Der Beschwerdeführer verliess gemäss eigenen Angaben seinen 
Hei�matstaat am 5. April 2010 und reiste am 7. April 2010 in die Schweiz 
ein, wo er gleichentags ein Asylgesuch einreichte. Nach der 
Kurz�be�fra�gung im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
Kreuz�lingen vom 15. April 2010 wurde er für die Dauer des Verfahrens 
dem Kanton B._______ zugeteilt. Am 22. Juli 2010 fand eine direkte 
Anhörung durch das BFM statt.

B. 
Der Beschwerdeführer brachte zur Begründung seines Asylgesuchs im 
Wesentlichen vor, er sei kurdischer Ethnie und stamme aus dem Dorf 
C._______, Provinz D._______. Er habe seit zwei Jahren gelegentlich 
Kon�takt zu einem Kommandanten einer Gruppe der PKK-Guerilla 
gehabt. Am 1. März 2010 sei er dieser Guerilla-Gruppe beigetreten und 
mit dieser  in die Berge gegangen. Da die Lebensbedingungen der 
Gueril�la schwerer gewesen seien als er sich vorgestellt habe, sei er 
nach zwei Wochen, am 15. März 2010, aus deren Camp zu einer in 
einem nahegelegenen Dorf wohnhaften Verwandten geflohen. Von dort 
habe er seinen Bruder kontaktiert, welcher seine Ausreise organisiert und 
bezahlt habe. Am 18. März 2010 sei er nach Istanbul gegangen, von wo 
aus er am 5. April 2010 in Begleitung eines Schleppers mit einem von 
diesem beschafften Reisepass per Flugzeug nach Italien und von dort per 
Zug in die Schweiz gereist sei. Er befürchte im Falle der Rückkehr in die 
Türkei einerseits von den Guerilla aufgrund seiner Flucht wegen Verrats 
bestraft zu werden, und werde andererseits von den staatlichen 
Sicherheitskräften gesucht. Um allfälligen Repressalien durch die 
Sicherheitskräfte zu entgehen, habe seine Familie den Dorfvor�ste�her 
über seinen Beitritt zu den Guerilla in Kenntnis gesetzt. Dieser habe in 
der Folge die Behörden darüber informiert. Am 3. März 2010 hätten die 
Behörden bei seiner Familie eine Hausdurchsuchung durch�geführt und 
alle seine Dokumente beschlagnahmt.  

C. 
Mit Verfügung vom 18. August 2010 stellte das BFM fest, der 
Beschwer�deführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, wies ein 
Asyl�gesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug an. Zur Begründung führte das Bundesamt aus, die 
Vor�bringen des Beschwerdeführers vermöchten den Anforderungen von 

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Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) an die 
Glaubhaftigkeit nicht zu genügen. So sei die angeblich vom Schlepper 
beschaffte Identitätskarte am 1. März 2010 – mithin vor der angebli�chen 
Hausdurchsuchung sowie vor dem Entschluss zur Flucht – aus�ge�stellt 
worden. Zudem habe er divergierende Aussagen zur Anzahl der 
beschlagnahmten Dokumente sowie zur Dauer der ihm drohenden 
Haftstrafe und dem Datum der Ankunft in Istan�bul gemacht. Seine 
Aus�führungen zu seinem Beitritt zu den Guerilla seien oberflächlich, 
inkongruent und realitätsfern ausgefallen. Insbesondere würden sei�ne 
Schilderungen des Gesprächs mit dem Guerilla-Komman�danten sowie 
der Lebensbedingungen der Guerilla vage und undifferenziert wirken und 
seien daher als unglaubhaft zu bewerten. Im Weiteren würden sich aus 
den Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass dem 
Be�schwerdeführer im Falle der Rückkehr in den Heimatstaat mit 
beach�tlicher Wahrscheinlichkeit eine gemäss Art. 3 der Konvention vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 
Grund�frei�heiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung 
drohe. Zudem wür�den weder die allgemeine Situation in der Türkei noch 
andere Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
sprechen, zumal der Beschwerdeführer jung und gesund sei und über 
eine gute Ausbildung sowie ein familiäres Beziehungsnetz verfüge.

D. 
Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 20. September 2010 
bean�tragte der Beschwerdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen 
Ver�fügung sowie die Rückweisung der Sache an das Bundesamt zur 
vollständigen und richtigen Erhebung des Sachverhalts und zur 
Neubeurteilung. Falls keine Kassation erfolge, sei eine angemessene 
Beweismittelfrist einzuräumen, eine ergänzende Befragung 
durchzu�füh�ren sowie eine Botschaftsabklärung in Auftrag zu geben. 
Even�tua�liter sie die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm das 
Asyl zu gewähren, subeventualiter die Unzumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs festzustellen. In prozessualer Hinsicht ersuchte 
der Beschwerde�führer um Mitteilung des Spruchgremiums, welches am 
Entscheid des Gerichts mitwirke. Auf die Begründung wird – soweit 
entscheidwe�sent�lich – in den Erwägungen eingegangen. 

E. 
Mit Zwischenverfügung vom 4. Oktober 2010 teilte der zuständige 
Ins�truktionsrichter dem Beschwerdeführer das zuständige 

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Spruchgre�mium mit, und forderte ihn zur Bezahlung eines 
Kostenvorschusses auf.

F. 
Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 19. Oktober 2010 ersuchte der 
Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechts�pfle�ge, 
eventualiter um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor�schus�ses 
und beantragte ferner, es sei sein in der Schweiz wohnhafter Bruder 
E._______ einzuvernehmen, eventualiter eine Frist zur Einreichung einer 
schriftlichen Stellungnahme einzuräumen. Zur Stützung seiner 
Vorbringen reichte der Beschwerdeführer eine Fürsorgebestätigung des 
Amts (…) B._______ vom 8. Oktober 2010, ein Schuldiplom sowie eine 
Bestätigung der Anmeldung an der Universität, jeweils in Kopie inklusive 
Übersetzung, zwei Fotos sowie einen im Internet publizierten Artikel 
inklusive Übersetzung, einen Aus�zug aus dem Eintrag in 
de.wikipedia.org zum Stichwort „Hêzên Parastina Gel“ sowie eine Kopie 
des Ausländerausweises seines Bruders ein.

G. 
Mit Zwischenverfügung vom 26. Oktober 2010 wies der 
Instruk�tions�richter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) unter Hinweis auf 
die Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und räumte dem 
Beschwer�deführer eine Nachfrist von drei Tagen zur Bezahlung des 
verlangten Kostenvorschusses ein.

Der Kostenvorschuss wurde innert Frist einbezahlt.

H. 
Mit Eingabe vom 8. November 2010 reichte der Beschwerdeführer eine 
Stellungnahme zu den Erwägungen in der Zwischenverfügung vom 
26. Oktober 2010 ein und ersuchte um Wiedererwägung derselben 
hin�sichtlich der gestellten Beweisanträge. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

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1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das Bun�des�amt für Migration 
(BFM) gehört zu den Be�hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine 
Vorinstanz des Bundes�verwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet 
betref�fende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das 
Bun�des�verwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beur�tei�lung 
der vorlie�gen�den Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich 
endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichts�geset�zes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

1.2. Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der 
Be�schwer�deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz 
teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise Ände�rung; er ist daher zur Einreichung der 
Beschwerde legitimiert (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 
37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 
einzutreten.

2. 
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in 
einzelrichter�li�cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 
Richters bezie�hungs�weise einer zweiten Richterin entschieden 
(Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nächste�hend aufgezeigt, handelt es sich 
vorliegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durch�füh�rung des Schriftenwechsels 
verzichtet.

4.  
4.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen 
grund�sätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person 
aner�kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 

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zu einer be�stimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat, sol�chen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder 
Freiheit sowie Mass�nahmen, die einen unerträglichen psychischen 
Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

4.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft 
nach�wei�sen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft 
gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender 
Wahr�schein�lichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere 
Vorbringen, die in wesentli�chen Punkten zu wenig begründet oder in 
sich wider�sprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder 
massgeblich auf gefälschte oder ver�fälschte Beweismittel abgestützt 
werden (Art. 7 AsylG).

5.  
5.1. Nach Prüfung der Aktenlage und der Vorbringen des 
Beschwer�de�führers gelangt das Gericht zum Schluss, dass die 
Einschätzung der Vorinstanz zu bestätigen ist.

Es ist in Übereinstimmung mit dem Bundesamt festzustellen, dass die Ausführungen des 
Beschwerdeführers bezüglich seines angeblichen zweiwöchigen Aufenthaltes bei einer Gruppe der PKK-
Guerilla und der Flucht aus deren Lager als unsubstanziiert und realitätsfremd zu erachten sind. 
Insbesondere erscheint die Darstellung des Beschwerdeführers, er habe die Guerilla wegen deren 
unerwartet harten Lebensumständen ver�lassen, und sein Beitritt zu diesen sei ein seiner Jugend 
zuzuschrei�bender Fehler gewesen, nicht nachvollziehbar, zumal er nach eigenen Angaben vorgängig 
Kontakt zum Anführer dieser Guerilla-Gruppe sowie einem weiteren Mitglied derselben, F._______, hatte 
und ihm die im Falle der Flucht drohende gravierende Bestrafung durch die PKK wegen Verrats bekannt 
war. Eine derart leichtfertige Entscheidung ist zudem auch mit dem nicht mehr jugendlichen Alter des 
Beschwerdeführers sowie seiner Darstellung auf Beschwerdeebene, er habe seit Jahren in einem der PKK 
nahestehenden Umfeld gelebt und sich mit den Ideen des kurdischen Widerstands auseinandergesetzt, 
nicht zu vereinbaren. 

Die Ausführungen des Beschwerdeführers in seiner Beschwerdeschrift vom 20. September 2010 und den 
ergänzenden Eingaben vom 19. Okto�ber 2010 und 8. November 2010 sowie die von ihm eingereichten 
Be�weismittel vermögen diese Einschätzung nicht umzustossen. Insbe�son�dere ist die Rüge, die von 
der Vorinstanz vorgehaltenen Unge�reimt�heiten in sei�nen Aussagen zu verschiedenen Punkten 
(Ausstellungs�datum der ein�gereichten Identitätskarte, Dauer der drohenden Strafe, Anzahl der 
ein�gezogenen Dokumente, Datum der Ankunft in Istanbul, Abschluss der Ausbildung) erwiesen sich bei 
sorgfältigem Aktenstudium als unhaltbar, und es könne aus der erstellten Glaubhaftigkeit seiner 

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dies�bezüglichen Ausführungen auf seine generelle Glaubwürdigkeit geschlos�sen werden, nicht 
stichhaltig. Die vom Bundesamt beanstandeten Wider�sprüche betreffen nur nebensächliche Punkte der 
Asylvorbringen des Beschwer�de�führers. Selbst wenn dieser die diesbezügliche Argumen�tation der 
Vor�instanz allenfalls zu entkräften vermöchte, wäre dieser Um�stand nicht ge�eignet, die oben 
dargelegte offenkundige Unglaubhaftigkeit der wesent�lichen Elemente seiner Asylvorbringen 
umzustossen. Das Vor�bringen des Beschwerdeführers auf Beschwerdeebene, er habe seinen mit einer 
Auf�enthaltsbewilligung in der Schweiz lebenden Bruder E._______ bei Hilfs�diensten für die PKK 
unterstützt, muss im Übrigen als nachge�schoben und damit unglaubhaft erachtet werden, hat er doch im 
vor�instanzlichen Verfahren keinen solchen Sachverhalt geltend gemacht. Schliesslich haben auch die 
vom Beschwerdeführer zu den Akten gegebenen Beweis�mittel keinen direkten Bezug zu den nach seiner 
Dar�stellung verfol�gungs�relevanten Umständen und sind daher nicht geeignet, deren Glaubhaftig�keit 
dar�zu�tun. Namentlich vermag der eingereichte Internetartikel betref�fend die Be�erdigung des PKK-
Aktivisten F._______ weder zu belegen, dass der Be�schwer�deführer diese Person gekannt hat, noch 
dass er zusammen mit ihm bei den Guerillas war. Im Weiteren kann angesichts der geschilderten klaren 
Unglaubhaftigkeitselemente in antizi�pierter Beweiswürdigung fest�gestellt werden, dass die vom 
Beschwerde�führer geforderten ergänzen�den Sach�verhaltsabklärungen bei der Beur�teilung des 
vorliegenden Ver�fahrens zu keinem anderen Entscheid führen wür�den. Demzufolge sind die 
ent�sprechenden Beweisanträge des Beschwer�deführers (ergänzende Anhö�rung, Botschaftsabklärung, 
Befra�gung seines in der Schweiz wohn�haften Bruders, Einräumung einer Frist zu Einrei�chung weiterer 
Beweis�mittel) abzuweisen, weshalb kein Anlass besteht, widererwägungsweise auf die 
Instruktionsverfügung vom 26. Oktober 2010 zurückzukommen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, nachzuweisen oder 
glaubhaft darzutun, dass er in seiner Heimat ernsthafte Nachteile erlitten hat oder solche bei der Aus�reise 
zu befürchten hatte, beziehungsweise im Fall der Rückkehr in die Türkei befürchten müsste. Es erübrigt 
sich, auf weitere Ausführungen in der Beschwerde einzugehen, da diese am Ergebnis nichts zu ändern 
ver�mögen. Somit hat die Vorinstanz zu Recht die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint 
und sein Asylgesuch abgewiesen.

6.  
6.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2. Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine 
auslän�derrecht�li�che Aufenthaltsbewilligung noch über einen 
Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach 
zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und 
Mitteilungen der Schwei�ze�rischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2001 Nr. 21). 

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7. 
7.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheits�ver�hältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf�nahme 
von Aus�ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bun�des�gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]).

Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt ge�mäss ständiger Praxis des 
Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vor�gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei 
der Flücht�lingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und 
andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi 
Yar/Geiser, Auslän�der�recht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148).

7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche 
Verpflich�tung�en der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 
des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge�zwungen werden, in dem ihr Leib, 
ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr 
läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 
Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 
(BV, SR 101), Art. 3 des Über�ein�kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 
grau�same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 
Art. 3 der Konvention vom 4. No�vem�ber 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder ernie�dri�gender Strafe oder 
Behandlung unterworfen werden.

7.3. Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 
Beschwerde�führer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb�liche 
Gefährdung nach�zuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements im vorliegenden Ver�fahren keine Anwendung finden. Eine 
Rückkehr des Beschwerdeführers in die Türkei ist demnach unter dem 
Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

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Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde�füh�rers noch aus den Akten 
Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus�schaffung in den Heimatstaat/Herkunftsstaat dort mit 
beacht�licher Wahr�scheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder 
Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte 
(EGMR) sowie jener des UN-Anti-Fol�terausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr 
("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder 
unmenschliche Be�handlung drohen würde (vgl. EGMR, [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 
28. Feb�ruar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinwei�sen). Auch die 
allgemeine Menschen�rechts�situation in der Türkei lässt den Wegweisungsvollzug zum heu�tigen 
Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der 
Weg�wei�sung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim�mungen zulässig.

7.4. 
7.4.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder 
Herkunfts�staat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, 
allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. 
Wird eine kon�krete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von 
Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. 
Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer 
vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).

7.4.2. Angesichts der heutigen Lage in der Türkei kann nicht von einer 
Situation allgemeiner Gewalt oder von kriegerischen oder 
bürger�kriegs�ähnlichen Verhältnissen gesprochen werden, welche für 
den Be�schwer�deführer eine konkrete Gefährdung darstellen würden. 
In den Akten fin�den sich auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür, 
dass er  aus indivi�duellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder 
gesundheit�licher Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten 
würde. Der soweit aktenkun�dig gesunde Beschwerdeführer verfügt über 
eine gute Schuldbildung sowie über ein tragfähiges soziales 
Beziehungsnetz in seinem Heimat�staat, welches ihm die Reintegration 
erleichtern wird.

Nach dem Gesagten erweist sich Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar.

7.5. Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der 
zu�stän�digen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr 
not�wen�digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), 
weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

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8. 
Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu 
be�stä�tigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, 
zumut�bar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine 
Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 
AuG).

9. 
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die 
Beschwer�de ist nach dem Gesagten abzuweisen.

10. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 
Be�schwer�deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), auf 
insge�samt Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesver�wal�tungs�gericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem in 
dieser Höhe ein�bezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer 
auf�erlegt. Sie werden mit dem in gleicher Höhe einbezahlten 
Kostenvor�schuss verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die 
zustän�dige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

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