# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e994bd0a-8cc8-5c79-9ad2-2b6aace087e3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 03.02.2023 810 22 275
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-275_2023-02-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 3. Februar 2023 (810 22 275) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Rechtspflege 
 
 
Rechtsfolge der nicht rechtzeitigen Bezahlung des Kostenvorschusses / Vereinheitli-
chung der Praxis (Abt. Verfassungs- und Verwaltungsrecht) 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber Stefan Suter 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Dr. Roland Müller, 
Rechtsanwalt 
 

  
  
Betreff Erteilung einer Weisung (Entscheid der Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde B.____ vom 10. November 2022) 
 
 
 
A. A.____ und C.____ sind die nicht miteinander verheirateten Eltern der am XX.XX.2022 
geborenen Tochter D.____. Die Kindsmutter brach den Kontakt zum Kindsvater schon während 
der Schwangerschaft ab und verweigerte diesem nach der Geburt weitgehend den Zugang zum 
Kind. Nachdem A.____ auch nicht zu vom Kindsvater veranlassten Beratungsgesprächen bei 
der Familienberatung erschienen war, eröffnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

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(KESB) B.____ ein Kindesschutzverfahren. Mit Entscheid vom 10. November 2022 wies die 
KESB beide Elternteile förmlich an, zur Klärung der Kinderbelange, insbesondere der Ausübung 
des Besuchsrechts betreffend D.____, die Familien- und Jugendberatung E.____ in Anspruch 
zu nehmen. 
 
B. Mit Eingabe vom 8. Dezember 2022 erhob A.____ dagegen Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit 
dem sinngemässen Rechtsbegehren um Aufhebung der Weisung. "Aus psychiatrisch-
psychotherapeutischer Sicht" sei ihr die Teilnahme an gemeinsamen Beratungsgesprächen 
nicht möglich. 
 
C. Das Kantonsgericht forderte die Beschwerdeführerin am 12. Dezember 2022 zur Leis-
tung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 1'200.-- auf, zog die vorinstanzlichen Akten 
bei und lud die Vorinstanz sowie C.____ zur Einreichung von Vernehmlassungen ein. 
 
D. Die KESB B.____ stellte in der Vernehmlassung vom 22. Dezember 2022 Antrag auf 
kostenfälliges Nichteintreten, eventualiter auf Abweisung der Beschwerde. 
 
E. C.____, vertreten durch Dr. Roland Müller, Rechtsanwalt, beantragte in seiner Vernehm-
lassung vom 29. Dezember 2022, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
sei. Dies habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen. 
 
F. Nachdem der einverlangte Kostenvorschuss innert der gesetzten Frist nicht eingegan-
gen war, setzte das Kantonsgericht der Beschwerdeführerin mit eingeschrieben versandtem 
Schreiben vom 10. Januar 2023 eine unerstreckbare Nachfrist zur Leistung des Kostenvor-
schusses bis 24. Januar 2023, verbunden mit der Androhung, dass das Beschwerdeverfahren 
bei nicht rechtzeitiger Bezahlung als gegenstandslos abgeschrieben würde. Dieses Schreiben 
wurde der Beschwerdeführerin am 18. Januar 2023 am Postschalter zugestellt. 
 
G. Der Kostenvorschuss ging auch innert der gesetzten Nachfrist nicht ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Angefochten ist der Entscheid einer Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde betreffend 
eine kindesschutzrechtliche Anordnung. Dagegen ist die Beschwerde beim Kantonsgericht zu-
lässig (Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB] vom 10. Dezember 1907 
i.V.m. § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches [EG ZGB] vom 
16. November 2006). Das Gericht wendet das Recht von Amtes wegen an. Es prüft insbeson-
dere, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind (§ 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). 
 
2.1 Die Eintretensvoraussetzungen (auch Prozess- oder Sachurteilsvoraussetzungen ge-
nannt) umschreiben die Erfordernisse, die zum Zeitpunkt der Urteilsfällung erfüllt sein müssen, 

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damit ein Begehren im Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht materiell behandelt wer-
den kann. Sie sind zwingender Natur. Fehlt eine derartige Vorbedingung, kann kein Entscheid 
in der Sache ergehen und das Kantonsgericht tritt nicht auf die Eingabe ein (vgl. statt vieler: 
Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 
16. März 2022 [810 21 184] E. 1.2). Grundsätzlich sind Prozessvoraussetzungen Teil des Ver-
fahrensrechts, sie finden sich teilweise aber auch im materiellen Recht. Anders als andere Ver-
fahrensgesetze (vgl. z.B. Art. 59 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO] vom 19. De-
zember 2008) enthält die Verwaltungsprozessordnung keine (beispielhafte) Aufzählung der 
Prozessvoraussetzungen. Das Gesetz schweigt sich darüber aus, was es unter Eintretensvo-
raussetzungen genau versteht. Einzig für den Fall, dass Begehren, Unterschrift oder Begrün-
dung fehlen, sieht es zumindest indirekt die Nichteintretensfolge vor, indem es eine entspre-
chende vorgängige Androhung ausdrücklich vorschreibt (vgl. § 5 Abs. 3 VPO). Ansonsten ist es 
der Gerichtspraxis überlassen, mittels Auslegung und unter Rückgriff auf allgemeine Rechts-
prinzipien die massgeblichen Sachurteilsvoraussetzungen herauszuarbeiten. 
 
2.2 Allgemein kann zwischen objektiven und subjektiven Prozessvoraussetzungen unter-
schieden werden. Die objektiven Voraussetzungen sind nicht an die rechtsuchende Person ge-
bunden. Dazu gehört etwa die sachliche, örtliche und funktionelle Zuständigkeit des Gerichts 
(KGE VV vom 14. August 2019 [810 19 52] E. 1.1). Dieses hat auch von Amtes wegen zu prü-
fen, ob ein zulässiges Beschwerdeobjekt vorliegt (KGE VV vom 12. Januar 2022 [810 21 274] 
E. 1.2), ob es sich bei der den anfechtbaren Entscheid erlassenden Instanz um eine zulässige 
Vorinstanz handelt (KGE VV vom 3. Januar 2022 [810 21 333] E. 1.2) und ob die Eintretensvo-
raussetzungen bei dieser Vorinstanz gegeben waren (KGE VV vom 11. August 2017 [810 17 
35] E. 2). Ebenso stellt das Fehlen einer bereits abgeurteilten Sache (res iudicata) eine objekti-
ve Eintretensvoraussetzung dar (KGE VV vom 10. Februar 2021 [810 20 255] E. 4). Sodann 
muss die Rechtsmitteleingabe innerhalb der Beschwerdefrist eingereicht worden sein (KGE VV 
vom 25. Mai 2021 [810 20 245] E. 1.5; BLKGE 2011 Nr. 61) und die Formvorschriften einhalten, 
sie muss also schriftlich und unterschrieben vorliegen sowie zulässige Rechtsbegehren und 
eine Begründung enthalten (BLKGE 2008 Nr. 40 E. 1.2). 
 
2.3 Die subjektiven Prozessvoraussetzungen sind dagegen personenbezogen. Sie umfas-
sen namentlich die Partei- und Prozessfähigkeit der Beschwerde erhebenden Person (KGE VV 
vom 3. Dezember 2019 [810 19 60] E. 2 f.), gegebenenfalls die Parteivertretungsbefugnis der 
diese vertretenden Person (KGE VV vom 31. Oktober 2019 [810 19 197] E. 2) sowie die Be-
schwerdelegitimation (KGE VV vom 1. Juli 2020 [810 20 109] E. 2). 
 
2.4 Zu den klassischen Eintretensvoraussetzungen zählt nach der Prozessrechtslehre auch 
das Erfüllen der Kostenvorschusspflicht (REGINA KIENER/BERNHARD RÜTSCHE/MATHIAS KUHN, 
Öffentliches Verfahrensrecht, 3. Aufl., Zürich 2021, Rz. 1652; RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/
CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 4. Aufl., 
Basel 2021, Rz. 428; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren 
und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 697; vgl. für den Zivilpro-
zess: ADRIAN STAEHELIN/DANIEL STAEHELIN/PASCAL GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 3. Aufl., Zü-
rich 2019, § 11 Rz. 5d). 

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3.1 Fehlt es an einer Sachurteilsvoraussetzung, so erledigt die Rechtsmittelinstanz das Ver-
fahren wie erwähnt durch Nichteintretensentscheid. § 20 Abs. 5 VPO ordnet demgegenüber an, 
dass im Falle eines nicht binnen der ursprünglichen Frist geleisteten Kostenvorschusses eine 
kurze Nachfrist zu setzen ist, verbunden mit der Androhung, nach unbenütztem Fristablauf das 
Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben. Dieser offene Widerspruch hinsichtlich der 
Säumnisfolgen hat dazu geführt, dass die betreffenden Verfahren zumeist mittels Abschrei-
bungsverfügung erledigt wurden, über die Jahre aber verschiedentlich auch Nichteintretensent-
scheide ergingen (vgl. z.B. KGE VV vom 29. März 2006 [810 06 22]; KGE VV vom 10. April 
2002 [810 2002 83]). Das vorliegende Verfahren bietet Gelegenheit, um die Praxis zu den 
Rechtsfolgen der nicht rechtzeitigen Bezahlung des Kostenvorschusses zu vereinheitlichen. 
 
3.2 Mangelt es an einer Sachurteilungsvoraussetzung schon bei der Beschwerdeeinrei-
chung und immer noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung, dann wird nicht auf das Rechtsmittel ein-
getreten. Fällt eine ursprünglich vorhandene Sachurteilungsvoraussetzung hingegen im Verlau-
fe des Verfahrens dahin, wird das Verfahren infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben 
(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 696; RHINOW ET AL., a.a.O., Rz. 1038a; BGE 137 I 23 
E. 1.3.1). Nichtbezahlung des Kostenvorschusses bedeutet nicht Gegenstandslosigkeit und ist 
deswegen kein Abschreibungsgrund (vgl. RHINOW ET AL., a.a.O., Rz. 962). Unterbleibt eine 
rechtzeitige Bezahlung des Kostenvorschusses, so fällt keine ursprünglich gegebene Sachur-
teilsvoraussetzung dahin. Vielmehr war diese gar nie vorhanden. In diesem Fall hat die 
Rechtsmittelinstanz bei einem Vorgehen lege artis einen Nichteintretensentscheid zu fällen 
(KIENER/RÜTSCHE/KUHN, a.a.O., Rz. 1652). 
 
3.3 Warum die Verwaltungsprozessordnung nichtsdestotrotz als Säumnisfolge eine Ab-
schreibung des Verfahrens vorsieht, erschliesst sich aus den Materialien nicht. In der Landrats-
vorlage 91/124 vom 4. Juni 1991 betreffend Erlass eines Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung wird betreffend § 20 VPO in erster Linie der beabsichtigte Wechsel 
vom System der Kostenlosigkeit zum System der Kostenpflichtigkeit der Verfahren vor Verwal-
tungsgericht thematisiert. Zum Thema Kostenvorschuss finden sich keine Erläuterungen. Uner-
giebig sind in dieser Hinsicht auch der Bericht der landrätlichen Justiz- und Polizeikommission 
vom 31. August 1992 und die Protokolle der parlamentarischen Beratungen. Der heutige Ab-
satz 5 wurde unkommentiert und offenbar ohne vertiefte Betrachtung vom abzulösenden alten 
Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege vom 22. Juni 1959 (GS 21.470) übernommen. Dieses 
sah in § 20 Abs. 3 vor, dass der Gerichtspräsident einem Beschwerdeführer bei trölerischer 
Beschwerdeführung eine Sicherheitsleistung bis zur Höhe des durch die aufschiebende Wir-
kung möglichen Schadens auferlegen konnte. Diese Anordnung war mit der Androhung der 
Abschreibung im Unterlassungsfall zu versehen. Das Konzept der Abschreibung scheint vom 
Gesetz betreffend die Gerichts- und Prozessordnung vom 20. Februar 1905 (GS 15.218), der 
späteren kantonalen Zivilprozessordnung, übernommen worden zu sein. Dort wurde in § 100 für 
den Fall der Nichtleistung des Kostenvorschusses der Rückzug des Rechtsmittels fingiert. Bei 
einem Rückzug wird das Verfahren gegenstandslos und ist die Verfahrensabschreibung auch 
das folgerichtige Resultat (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1146). Die Rückzugsfiktion 
wurde allerdings nicht in die Verwaltungsprozessordnung überführt, so dass heute bei versäum-
tem Kostenvorschuss Rechtsgrund (fehlende Sachurteilsvoraussetzung) und Rechtsfolge (Ab-

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schreibung) rechtslogisch inkongruent ausgestaltet sind. In diesem Sinn ist von einem rechts-
technischen Versehen des Gesetzgebers auszugehen. 
 
3.4 Das Gericht darf im Anwendungsfall vom Wortlaut des Gesetzes abweichen, wenn sich 
Fehler in den Gesetzestext eingeschlichen haben und sich der wahre Wille des Gesetzgebers 
klar erweisen lässt. Eine korrigierende Interpretation contra verba legis ist gerechtfertigt und 
angezeigt, wenn der wahre gesetzgeberische Wille respektiert wird und die Auslegung zu ei-
nem überzeugenderen Resultat führt (vgl. ERNST A. KRAMER, Juristische Methodenlehre, 
3. Aufl., Bern 2010, S. 142; ARTHUR MEIER-HAYOZ, in: Becker [Hrsg.], Berner Kommentar zum 
schweizerischen Zivilrecht, Einleitungsband, Bern 1962, Art. 1 ZGB Rz. 130). Wie vorstehend 
aufgezeigt wurde, sieht der Gesetzeswortlaut bezüglich Leistung des Kostenvorschusses eine 
widersprüchliche, rechtstechnisch falsche Säumnisfolge vor. Der Wille des Gesetzgebers geht 
klarerweise dahin, dass das Verfahren bei nicht fristgerecht geleistetem Kostenvorschuss ohne 
Sachurteil beendet wird. Dieser Wille wird respektiert, wenn das Verfahren in einem solchen 
Fall mittels Nichteintreten erledigt wird. Ein entsprechendes korrigierendes Eingreifen im Rah-
men der Auslegung drängt sich auf, zumal das Vorgehen keine Auswirkungen für die Parteien 
zeitigt und auch die Rechtssicherheit dadurch nicht tangiert wird. Ob Abschreibung oder Nicht-
eintreten, in beiden Fällen handelt sich um einen negativen Prozessentscheid, der das Verfah-
ren beendet, die angefochtene Verfügung formell rechtskräftig werden lässt und die Kosten-
pflicht der säumigen Person begründet. 
 
3.5 Die dargelegte bessere Rechtserkenntnis rechtfertigt eine Vereinheitlichung der Praxis 
der Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts dahingehend, dass bei 
einer Missachtung der Kostenvorschusspflicht auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 
 
4. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass auf die Beschwerde vom 8. Dezember 
2022 zufolge Nichtbezahlung des Kostenvorschusses nicht einzutreten ist. Dass im Schreiben 
vom 10. Januar 2023 für diese Eventualität eine Abschreibung des Verfahrens angedroht wur-
de, steht dem Vorgehen nicht entgegen, da wie erwähnt die gleichen Rechtsfolgen eintreten 
und damit für die Beschwerdeführerin kein (zusätzlicher) Nachteil einhergeht. 
 
5.1 Auf die Erhebung von Verfahrenskosten ist gestützt auf § 4 Abs. 2 der Verordnung über 
die Gebühren der Gerichte (GebT) vom 15. November 2010 zu verzichten. 
 
5.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Wer den Kostenvorschuss nicht leistet, gilt als unterlie-
gend. Dementsprechend ist der anwaltlich vertretene Beschwerdegegner spiegelbildlich als 
obsiegende Partei zu betrachten. Ihm ist antragsgemäss eine Parteientschädigung zuzuspre-
chen. Für die Klienteninstruktion, das Aktenstudium und die Ausfertigung der Vernehmlassung 
erscheint im vorliegenden Fall ermessenweise eine pauschale Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 400.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) gerechtfertigt, im Übrigen sind die Parteikosten 
wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
   
 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
   
 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner eine Parteient-

schädigung in der Höhe von Fr. 400.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) 
zu bezahlen. 

   
 4. Je eine Kopie der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 22. Dezember 

2022 sowie der Vernehmlassung (inkl. Beilagen) des Beschwerdegeg-
ners vom 29. Dezember 2022 geht an die übrigen Verfahrensbeteiligten 
zur Kenntnisnahme. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber