# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8af5cfcd-1c60-5165-b21e-d37dada8aa88
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.04.2014 200 2014 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-113_2014-04-11.pdf

## Full Text

200 14 113 IV
MAW/RUM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. April 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 19. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. April 2014, IV/14/113, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer), gelernter …, meldete sich am 3. November 2008 bei der IV-Stelle Bern 
(fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin) unter Angabe diverser Beschwer-
den (insbesondere wegen eingebüsster Feinmotorik der Hände) zum Leis-
tungsbezug an (Dossier der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). Die IVB holte 
nebst weiteren Unterlagen namentlich ein polydisziplinäres Gutachten der 
C.________ (MEDAS) vom 8. September 2009 und ein neurochirurgisches 
Gutachten von Dr. med. D.________, Fachärztin für Neurochirurgie FMH, 
vom 26. Juli 2011 ein (AB 27 u. 82). Nachdem die IVB mit Verfügung vom 
15. November 2011 zunächst einen Rentenanspruch verneint hatte 
(AB 91), hiess das Verwaltungsgericht eine vom Versicherten dagegen 
erhobene Beschwerde (AB 92) mit Urteil vom 3. Juli 2012 gut, hob die an-
gefochtene Verfügung auf und sprach ihm bei einem Invaliditätsgrad von 
42 % ab 1. Oktober 2007 eine Viertelsrente zu (VGE IV/2011/1207 
[AB 99]). Dieses Urteil trat unangefochten in Rechtskraft.

B.

Mit Schreiben vom 3. September 2012 verlangte der Versicherte Auskunft 
über den Stand der (noch laufenden; vgl. AB 99/17 E. 3.5) Abklärungen be-
züglich der beruflichen Massnahmen (AB 102). In der Folge liess die IVB in 
der Abklärungsstelle E.________ ab 14. Januar 2013 eine berufliche Grun-
dabklärung mit vorgesehener Steigerung des Arbeitspensums von 50 % 
über 80 % auf 100 % durchführen, welche jedoch infolge ärztlich attestier-
ter Arbeitsunfähigkeit von 50 % vorzeitig per 20. März 2013 abgebrochen 
wurde (AB 117, 124).

Nach Einholung verschiedener Arztberichte wurde der Versicherte zur Re-
ferenzerarbeitung vom 3. September bis 3. November 2013 in der Ab-
klärungsstelle F.________ aufgeboten (AB 134). Nachdem der Hausarzt 
den Abbruch dieser Massnahme als indiziert betrachtet (AB 135) und der 

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Versicherte ab 11. September 2013 nicht mehr daran teilgenommen hatte, 
forderte ihn die IVB am 18. September 2013 zur Schadenminderung und 
weiteren Teilnahme auf (AB 139). Da der Versicherte auch in der Folge 
nicht mehr zur Massnahme erschien, stellte ihm die IVB mit Vorbescheid 
vom 9. Oktober 2013 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht 
(AB 143). Dagegen liess der Versicherte am 13. November 2013 Einwand 
erheben (AB 145). Nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen (RAD) vom 17. Dezember 2013 (AB 147) 
wies die IVB das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 19. Dezember 
2013, wie angekündigt, ab (AB 149).

C.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 3. Februar 2014 Beschwerde erheben und beantragen:

Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 15. November 2011 sei aufzu-
heben und die Sache zur weiteren Abklärung des rechtserheblichen 
Sachverhalts im Sinne der nachstehenden Ausführungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen und gestützt darauf sei über den 
Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu zu verfügen.

In der Begründung wird im Wesentlichen eine unvollständige Feststellung 
bzw. unrichtige Würdigung des rechtserheblichen Sachverhalts bezüglich 
des Vorwurfs der Verletzung der Schadenminderungspflicht gerügt.

Mit Eingabe vom 13. Februar 2014 reichte der Beschwerdeführer verschie-
dene Arztberichte zu den Akten ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. März 2014 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 19. Dezember 2013 (AB 149). 
Umstritten ist der Anspruch auf berufliche Massnahmen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnah-
men, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder 
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, 
zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und soweit die Voraussetzungen für 
den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.3 Die Versicherten und ihre Arbeitgeber haben beim Vollzug der Sozi-
alversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Wer Versicherungsleis-
tungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Ab-
klärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen 
erforderlich sind (Art. 28 Abs. 1 und 2 ATSG).

Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwen-
dig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterzie-
hen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).

Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen be-
anspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer 
Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten 
verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. 
Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfol-
gen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen 
(Art. 43 Abs. 3 ATSG).

2.4 Um den Leistungsanspruch beurteilen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). Der Beweiswert eines ärztlichen Be-
richts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-
zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 
S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das So-
zialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhän-
gig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen Folgendes 
zu entnehmen:

3.1.1 Im neurochirurgischen Gutachten vom 26. Juli 2011 führte Dr. med. 
D.________, Fachärztin für Neurochirurgie FMH, als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches zervikales und zerviko-
brachiales Schmerzsyndrom rechts sowie ein chronisches lumbales und 
lumboischialgieformes Schmerzsyndrom rechts auf. Aus neurochirurgischer 
Sicht sei bei der im Gutachten beschriebenen Gesamtbefundlage die Ar-
beitsfähigkeit als qualitativ und quantitativ eingeschränkt zu beurteilen. Die 
bisherige Tätigkeit als …, eine vorzugsweise sitzende, mit Haltungs- und 

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Positionsmonotonien der Halswirbelsäule (HWS), des Schultergürtels, der 
Arme und der Lendenwirbelsäule (LWS) verbundene Tätigkeit, sei nicht 
mehr zumutbar. Dagegen seien körperlich leichte bis selten mittelschwere 
und konsequent wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitlichen Rah-
men von 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche ohne verminderte 
Leistungsfähigkeit zumutbar (AB 82/25 ff.).

3.1.2 Im Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen (RAD) 
vom 22. April 2013 hielt med. pract. G.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, fest, bei Status nach einem akuten Herzinfarkt am 
23. Februar 2012 sowie perkutaner transluminaler Koronarangioplastie mit 
komplikationslosem Verlauf hätten die fachärztlichen Verlaufsuntersuchun-
gen eine altersentsprechende Leistungsfähigkeit in der Ergometrie erge-
ben. Die Leistung sei ohne Auftreten von subjektiven Beschwerden bzw. ei-
ner Ischämiereaktion im EKG erreicht worden (klinisch und elektrisch nega-
tiv). Grundsätzlich könne weiterhin auf das von der neurochirurgischen Gut-
achterin definierte Zumutbarkeitsprofil abgestellt werden, zumal seitens des 
Bewegungsapparates körperlich schwere und mehrheitlich mittelschwere 
Tätigkeiten ausdrücklich ausgeschlossen seien, womit eine körperliche 
Überbeanspruchung ausgeschlossen sei. Aus kardiologischer Sicht sei das 
Zumutbarkeitsprofil in qualitativer Hinsicht um folgende Merkmale zu er-
gänzen: Keine hohe Verantwortung, keine Arbeiten unter Zeitdruck und kei-
ne Schichtarbeiten mit Nachtdienst (AB 126/9).

3.1.3 Im Bericht vom 10. September 2013 gab der Hausarzt Dr. med. 
H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, an, der Be-
schwerdeführer, den er notfallmässig gesehen habe, leide unter starken 
Schmerzen im Bereich beider oberen Extremitäten, vor allem im Bereich 
der rechten Hand und des rechten Unterarms, die auch etwas teigig ge-
schwollen seien. Diese Probleme bestünden seit längerer Zeit, weshalb im 
August bei einem Rheumatologen eine weitere Abklärung vorgesehen sei. 
Die erwähnten Schmerzen seien erneut durch die Arbeit in der Abklärungs-
stelle F.________ ausgelöst worden. Aus ärztlicher Sicht sei ein Abbruch 
dieses Arbeitsversuches indiziert. Dies gelte ab sofort bis die rheumatologi-
sche Abklärung und allenfalls Therapie durchgeführt werden könne. Bei 

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Besserung der Beschwerden könne erneut ein Versuch durchgeführt wer-
den (AB 135/2).

Im Bericht vom 20. September 2013 hielt der Hausarzt fest, dass die IV den 
Beschwerdeführer zur Wiederaufnahme der Arbeit in der Abklärungsstelle 
F.________ aufgefordert habe, erstaune ihn, habe er doch den Beschwer-
deführer bis auf weiteres arbeitsunfähig geschrieben. Bei der Arbeit seien 
bereits am dritten Tag wieder starke Schmerzen und Schwellungen im Be-
reich beider Hände, vor allem rechts, aufgetreten. Eine diesbezügliche Un-
tersuchung durch die Ärzte der IV sei jedoch wider Erwarten nicht erfolgt. 
Wie erwähnt, werde eine rheumatologische Abklärung durchgeführt. Bis auf 
weiteres mache ein weiterer Arbeitsversuch keinen Sinn (AB 141).

3.1.4 Im Bericht vom 17. Dezember 2013 hielt die RAD-Ärztin med. pract. 
G.________ fest, nach Einsicht in den Bericht der Abklärungsstelle 
F.________ vom 7. November 2013 sowie nach telefonischer Rücksprache 
mit dem Leiter der Abklärungsstelle F.________ hätten die dort ausgeführ-
ten Arbeiten bzw. Aufgaben vollständig dem Zumutbarkeitsprofil entspro-
chen. Mit den vorliegenden medizinischen Unterlagen könnten die während 
der Abklärung geklagten Beschwerden nicht erklärt werden. Die neurochir-
urgische Gutachterin habe in ihrem Bericht vom Juli 2011 festgehalten, 
dass keine manifesten motorischen Ausfallserscheinungen, auch betref-
fend Hand und Fingerkraft, und keine mit genügender Sicherheit einem 
Dermatom oder peripheren Nerven zuordenbaren sensiblen Ausfallser-
scheinungen bei im Übrigen flüssiger Diadochokinese bestünden. Aufgrund 
dessen habe das im RAD-Bericht vom 22. April 2013 formulierte Zumutbar-
keitsprofil weiterhin Gültigkeit, denn es lägen keine neuen objektiven medi-
zinischen Befunde vor, welche zu einer Korrektur des bestehenden Zumut-
barkeitsprofils Anlass geben würden (AB 148/3 f.).

3.1.5 Im Bericht vom 7. Oktober 2013 hielt Dr. med. I.________, Facharzt 
für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, nebst den bekann-
ten Diagnosen chronische handbetonte Polyarthralgien unklarer Ätiologie 
fest. Obwohl anamnestisch auch entzündliche Schmerzkomponenten 
bestünden, fänden sich in der klinischen Untersuchung und der Laborana-
lyse kein Hinweis auf ein entzündlich-rheumatisches Geschehen. Auch 
konventionell radiologisch zeige sich nebst leichtgradigen degenerativen 

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Veränderungen ein unauffälliger Befund. Käme es zu einem eindeutigen 
Ansprechen auf die geplante Steroidtherapie, würde dies für eine Entzün-
dungsproblematik sprechen und wären dann weiterführende Abklärungen 
bzw. immunmodulierende Therapien zu diskutieren (AB 150/16).

Im Verlaufsbericht vom 5. November 2013 hielt Dr. med. I.________ fest, 
nach nun durchgeführter systemischer Glukokortikoid-Therapie mit subjek-
tiv gutem Ansprechen könne ein entzündliches Geschehen im weitesten 
Sinne postuliert werden. Trotzdem werde zum jetzigen Zeitpunkt auf den 
Beginn einer steroidsparenden Basistherapie verzichtet, da eindeutige Ob-
jektiva einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung fehlten. Es sei dem 
Beschwerdeführer empfohlen worden, die systemische Steroid-Therapie zu 
reduzieren und in einigen Tagen gänzlich zu sistieren. Der weitere Verlauf 
müsse abgewartet werden. Je nach dem werde ergänzend eine Arthroso-
nographie der betroffenen Fingergelenke durchgeführt, um eine allfällige 
Synovitis zu detektieren und eine steroidsparende Basistherapie argumen-
tativ zu unterstützen (AB 150/19).

Im Verlaufsbericht vom 3. Februar 2014 hielt Dr. med. I.________ fest, die 
erneute systemische Steroidstoss-Therapie habe leider zu keiner eindeuti-
gen Regredienz der Beschwerden geführt. Es sei deshalb eine weiter-
führende Untersuchung mittels MRI der HWS und – da gleichzeitig über 
Beschwerden am rechten Bein geklagt werde, die im Kontext mit den klini-
schen Befunden auch im Rahmen eines lumboradikulären Syndroms inter-
pretiert werden könnten – der LWS veranlasst worden. Es zeigten sich so-
wohl im Bereich der HWS wie auch im Bereich der LWS Veränderungen, 
welche die Beschwerden hinreichend erklärten. Es bleibe indes die Frage 
offen, ob das Ausmass der geltend gemachten Beschwerden rein somati-
scher Natur sei. Inkonsistente klinische Befunde müssten insbesondere im 
Sinne einer nicht rein dermatombezogenen Hyposensibilität an Arm und 
Bein rechts konstatiert werden, was auf eine zusätzlich überlagerte Pro-
blematik hindeuten könnte. Nichtsdestotrotz sollten weitere therapeutische 
Optionen insbesondere bezüglich der neuroforaminalen Stenosen auf Höhe 
der HWS evaluiert werden, zumal die therapeutischen Optionen, sicherlich 
auch im Sinne der IV, nach Möglichkeit ausgeschöpft werden sollten 
(AB 151/4 f.).

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3.2 Vor diesem Hintergrund ist Folgendes festzuhalten:

3.2.1 Im unangefochten gebliebenen VGE IV/2011/1207 vom 3. Juli 2012 
hielt das Verwaltungsgericht unter Verweis auf das neurochirurgische Gut-
achten von Dr. med. D.________ vom 26. Juli 2011 (AB 82), dem volle 
Beweiskraft zukomme, u.a. fest, es sei erstellt, dass der Beschwerdeführer 
in der erlernten Tätigkeit als … nicht mehr arbeiten könne (AB 99/13 ff. 
E. 3.2). Davon ist weiterhin auszugehen (vgl. AB 126/9), weshalb denn 
auch unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich Anspruch 
auf berufliche Massnahmen hat.

3.2.2 Die Beschwerdegegnerin hat das Begehren auf berufliche Mass-
nahmen indessen abgewiesen, weil der Beschwerdeführer an der zumutba-
ren Massnahme in der Abklärungsstelle F.________ nicht mehr teilge-
nommen habe. Zur Begründung wurde mit Hinweis auf die Angaben der 
RAD-Ärztin vom 17. Dezember 2013 festgehalten, die vom Beschwerde-
führer während der beruflichen Abklärung auszuführenden Arbeiten hätten 
dem von Dr. med. D.________ im Juli 2011 definierten und vom RAD im 
Bericht vom 22. April 2013 bestätigten (AB 126/9) Zumutbarkeitsprofil ent-
sprochen. Die während der Abklärung geklagten Beschwerden könnten mit 
den vorliegenden medizinischen Unterlagen nicht erklärt werden. Es lägen 
keine neuen objektivierbaren Befunde vor, welche zur Korrektur des beste-
henden Zumutbarkeitsprofils Anlass geben würden (AB 149).

An diesem Standpunkt hielt die Beschwerdegegnerin auch in der Be-
schwerdeantwort vom 6. März 2014 fest, ohne jedoch die vom Beschwer-
deführer zuvor mit Beschwerde vom 3. Februar 2014 und Eingabe vom 
13. Februar 2014 eingereichten, vom Instruktionsrichter am 4. bzw. 14. Fe-
bruar 2014 zugestellten Arztberichte zu berücksichtigen bzw. dem RAD zur 
Stellungnahme zu unterbreiten.

3.2.3 Eine Stellungnahme von medizinischen Sachverständigen ist jedoch 
unumgänglich, weil das der angefochtenen Verfügung zugrunde liegende 
Zumutbarkeitsprofil die vom Beschwerdeführer und vom behandelnden Arzt 
Dr. med. I.________ beschriebene Schwellung der rechten Hand bei ge-
wissen Arbeiten nicht berücksichtigt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. April 2014, IV/14/113, Seite 11

Dabei hilft es nicht, dass die RAD-Ärztin in ihrem Bericht vom 17. Dezem-
ber 2013 ausgeführt hat, der Beschwerdeführer sei angewiesen worden, 
sich beim Auftreten von medizinischen Problemen während der Abklärung 
sofort zu melden, er habe sich jedoch erst immer nach Abschluss der Ar-
beiten gemeldet. Denn damit ist weder bewiesen noch widerlegt, dass die 
geklagten Schwellungen tatsächlich aufgetreten und auf die Arbeiten in der 
Abklärungsstelle F.________ zurückzuführen sind bzw. dass sie verun-
möglichen, diese Arbeiten auszuführen. 

Zu dieser Frage äussern sich auch die durch den Beschwerdeführer im 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht eingereichten neusten Arztberichte 
von Dr. med. I.________ nicht (vgl. AB 150/16-20, 151/4 f.). Es wird denn 
auch nicht restlos klar, ob der behandelnde Arzt die Schwellung tatsächlich 
festgestellt oder ob er lediglich die Aussage des Beschwerdeführers wie-
dergeben hat. Ein medizinischer Grund für eine (allfällige) Schwellung 
konnte Dr. med. I.________ nicht angeben. Ausserdem verwies er in sei-
nem letzten Bericht auf „inkonsistente klinische Befunde“ und in diesem 
Zusammenhang auf eine mögliche zusätzlich überlagerte Problematik 
(AB 151/5).

3.2.4 Wegen der mangelhaften medizinischen Abklärung im Verwaltungs-
verfahren namentlich im Zusammenhang mit den erst nach der Begutach-
tung durch Dr. med. D.________ (Juli 2011) aufgetretenen Schwellungen 
der Hände kann nicht abschliessend entschieden werden, ob der Be-
schwerdeführer seine Mitwirkungspflicht unentschuldbar verletzt hat. 

Die Verfügung ist deshalb in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und 
die Akten sind an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese 
entsprechende Abklärungen anordnet, wobei – im Hinblick auf die von Dr. 
med. I.________ erwähnte mögliche überlagerte Problematik – allenfalls 
auch der Bedarf nach einer (ergänzenden) psychiatrischen Untersuchung 
und Beurteilung zu prüfen ist. Weiter ist denkbar, dass der Beschwerdefüh-
rer unter (fach)ärztlicher Aufsicht von ihm als belastend bezeichnete Arbei-
ten ausführt und dass in Berücksichtigung der Ergebnisse gegebenenfalls 
ein neues Zumutbarkeitsprofil festgelegt wird.

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Im Hinblick auf die angeordnete Abklärung ist der Beschwerdeführer so-
dann ausdrücklich auf seine Mitwirkungspflicht hinzuweisen, ist doch nicht 
zu übersehen, dass er während der Abklärung in der Abklärungsstelle 
E.________ die ihn interessierenden EDV-Arbeiten gesundheitlich pro-
blemlos meisterte, jedoch über gesundheitliche Probleme zu klagen anfing, 
als er Arbeiten erledigten sollte, die ihn sichtlich weniger interessierten 
(AB 124/4). Damit übereinstimmend wurde auch im Bericht über die Ab-
klärung in der Abklärungsstelle F.________ vom 7. November 2013 eine 
gedämpfte Eigeninitiative und Motivation festgehalten.

5.

5.1 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten, ge-
richtlich bestimmt auf Fr. 700.--, sind entsprechend dem Ausgang des Ver-
fahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. zur Kostenpflicht der 
IV-Stelle Bern: BVR 2009 S. 186 ff. E. 4). Der vom Beschwerdeführer ge-
leistete Kostenvorschuss von Fr. 700.-- ist nach Rechtskraft des Urteils zu-
rückzuerstatten.

5.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf Ersatz seiner 
Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Der von Rechtsanwalt B.________ mit 
Honorarnote vom 24. März 2014 geltend gemachte Aufwand von total 
Fr. 2'567.40 (inkl. Auslagen und MWSt.) ist dem vorliegenden Verfahren 
angemessen und nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat dem 
Beschwerdeführer diese Parteikosten zu ersetzen.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 19. Dezember 2013 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'567.40 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt einge-

reichten Akten)
- IV-Stelle Bern (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.