# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ae55aa9-6623-59d5-848e-cec1d588a9bf
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.12.2010 UV 2009/122
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-122_2010-12-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/122

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 21.12.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 21.12.2010
Art. 6 UVG: Bejahung natürlich kausaler Unfallrestfolgen nach 
Patellaquerfraktur; Verneinung der adäquaten Kausalität hinsichtlich einer 
psychischen Komponente; konstitutionelle Prädisposition Art. 18 Abs. 1 
UVG: schlüssige kreisärztliche Beurteilung betreffend zumutbare Tätigkeit 
Art. 24 Abs. 1 UVG: Integritätsentschädigung bei mässiger Arthrose 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. 
Dezember 2010, UV 2009/122).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 21. Dezember 2010

in Sachen

J.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   J.___, seit 1. Februar 2003 Bezügerin einer halben Rente der 

Invalidenversicherung (IV) bei einem Invaliditätsgrad von 50% (Suva-act. 7) und zuletzt 

als Maschinenstickerin bzw. Näherin tätig, war seit dem 1. Dezember 2006 arbeitslos 

und damit über die Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen Unfallfolgen 

versichert, als sie am 30. Dezember 2007 eine Kellertreppe hinunterstürzte (Suva-act. 

1). Sie erlitt dabei eine Patellaquerfraktur rechts, die am 3. Januar 2008 im Spital 

Altstätten mit einer offenen Reposition und einer Zuggurtungsosteosynthese versorgt 

wurde (Suva-act. 3, 4). Die Suva erbrachte Taggeldleistungen und kam für die 

Heilungskosten auf.

A.b   Mit Schreiben vom 15. Mai 2008 teilte die Suva der Versicherten gestützt auf die 

bis dahin vorgenommenen medizinischen Abklärungen (Suva-act. 9, 11, 17, 18) mit, 

dass per 19. Mai 2008 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Die 

Taggeldleistungen würden deshalb per vorgenanntem Datum eingestellt. Die Kosten 

der noch notwendigen Heilbehandlungen würden weiterhin übernommen (Suva-act. 

19).

A.c   Am 31. Juli 2008 erlitt die Versicherte eine Schambeinastfraktur und am 29. 

Oktober 2008 wurde bei ihr wegen einer Femurkopfnekrose im linken Hüftgelenk eine 

Totalprothese implantiert (Suva-act. 30, 49).

A.d   Am 27. April 2009 erfolgte im Spital Altstätten die Metallentfernung im rechten 

Knie (Suva-act. 28), worauf der Versicherten erneut Taggelder ausgerichtet wurden 

(Suva-act. 32). In der Folge klagte sie über beständige Schmerzen im rechten Knie 

(Suva-act. 31).

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A.e   Nach Bestätigung einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit durch Suva-Kreisarzt Prof. Dr. 

med. A.___, FMH Orthopädische Chirurgie (Suva-act. 40), teilte die Suva dem 

Rechtsvertreter der Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. D. Ehrenzeller, Teufen, die 

Einstellung der Taggeldleistungen ab 1. Juli 2009 mit. Die Kosten der noch 

notwendigen Heilbehandlungen würden weiterhin übernommen (Suva-act. 41).

A.f    Mit Verfügung vom 13. August 2009 teilte die Suva dem Rechtsanwalt Ehrenzeller 

gestützt auf die Ergebnisse der am 11. August 2009 durch Prof. A.___ erfolgten 

kreisärztlichen Abschlussuntersuchung (Suva-act. 49) und Beurteilung des 

Integritätsschadens (Suva-act. 50) mit, dass eine ärztliche Behandlung nicht mehr 

notwendig sei und diese daher als abgeschlossen betrachtet werde. Für die 

verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 30. Dezember 2007 werde der 

Versicherten eine Integritätsentschädigung von Fr. 5'340.-- basierend auf einem 

massgebenden Jahresverdienst von Fr. 106'800.-- und einem Integritätsschaden von 

5% ausgerichtet (Suva-act. 52).

B.       

Die gegen diese Verfügung am 14. August 2009 erhobene (Suva-act. 53) und am 24. 

September 2009 ergänzte Einsprache (Suva-act. 56) wies die Suva nach Einholung 

einer weiteren Stellungnahme bei Prof. A.___ vom 9. Oktober 2009 (Suva-act. 60) sowie 

nach Einreichung weiterer ärztlicher Berichte durch den Rechtsvertreter (Suva-act. 61) 

mit Einspracheentscheid vom 18. November 2009 ab (Suva-act. 67). Den Akten liegt 

sodann ein Untersuchungsbericht von Dr. med. B.___, Orthopädie, vom 28. Oktober 

2009 bei (Suva-act. 63).

C.       

C.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 18. November 2009 richtet sich die von 

Rechtsanwalt Ehrenzeller für die Versicherte erhobene Beschwerde vom 21. Dezember 

2009. Der Rechtsvertreter beantragt, der Einspracheentscheid vom 18. November 2009 

sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin auch über den 1. Juli 2009 hinaus ein 

halbes Taggeld auszurichten. Eventualiter sei ab dem 1. Juli 2009 eine 50%-ige UVG-

Rente zuzusprechen. Die zugesprochene Integritätsentschädigung von 5% sei auf 

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mindestens 10% zu erhöhen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der 

Beschwerdeführerin sei für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche 

Prozessführung unter Einsetzung des Unterzeichnenden als Rechtsvertreter zu 

gewähren.

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2010 beantragte der Rechtsvertreter 

der Beschwerdegegnerin, Rechtsanwalt lic. iur. R. Bachmann, Luzern, Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

C.c   Mit Schreiben vom 25. Januar 2010 zog der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung zurück.

C.d   Mit Replik vom 15. April 2010 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an 

seinen Anträgen fest. Mit Duplik vom 4. Mai 2010 bekräftigte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin seinerseits sein Rechtsbegehren.

C.e   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den medizinischen Berichten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    In formeller Hinsicht ist zu entscheiden, ob auf die Beschwerde hinsichtlich des 

Antrags auf einen halben Taggeldanspruch über den 1. Juli 2009 hinaus und 

eventualiter auf Zusprechung einer 50%-igen Invalidenrente ab dem 1. Juli 2009 

eingetreten werden kann. Unbestritten ist, dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

die Höhe des Anspruchs der Beschwerdeführerin auf eine Integritätsentschädigung 

streitig und zu prüfen ist. - Der Entscheid in der Sache ist ebenso wie das Verfahren 

grundsätzlich auf den Streitgegenstand begrenzt. Streitgegenstand im vorliegenden 

Verfahren ist das Rechtsverhältnis, welches - im Rahmen des durch den 

vorinstanzlichen Entscheid bestimmten Anfechtungsgegenstandes - den aufgrund der 

Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Anfechtungsgegenstand bildet (BGE 117 

V 295 E. 2a). Mit Bezug auf den Anfechtungsgegenstand ist festzuhalten, dass im 

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verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse 

zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde 

vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung (oder auch eines 

Einspracheentscheids) - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den 

beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an 

einem Anfechtungsgegenstand, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 

110 V 51; ZAK 84, 166; RKUV 1991 Nr. U 120 S. 85).

1.2    Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 18. November 2009 (Suva-act. 67). Diesem liegt die 

Verfügung vom 13. August 2009 zu Grunde (Suva-act. 52). Die Beschwerdegegnerin 

hielt verfügungsweise fest, die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 11. August 

2009 habe ergeben, dass eine ärztliche Behandlung nicht mehr notwendig sei. Die 

Behandlung werde daher als abgeschlossen betrachtet. Für die verbliebene 

Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 30. Dezember 2007 werde eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5% ausgerichtet. 

Dieser Verfügungswortlaut enthält grundsätzlich weder eine konkrete Feststellung bzw. 

Begründung, dass bzw. weshalb die Taggeldleistungen per 1. Juli 2009 eingestellt 

werden, noch die Aussage, die Beschwerdeführerin habe keinen Anspruch auf eine 

Invalidenrente. Verfügungen sind jedoch nach ihrem tatsächlichen rechtlichen Gehalt 

und nicht nach ihrem (zuweilen nicht sehr zutreffend verfassten) Wortlaut zu verstehen. 

Zu prüfen ist deshalb, welche Rechtsfolge die entscheidende Instanz in Wirklichkeit 

anordnen wollte (BGE 120 V 497 E. 1). Mit der Aussage betreffend 

Heilbehandlungsabschluss bzw. der Verneinung eines Anspruchs auf weitere 

Heilbehandlung der Unfallfolgen (vgl. dazu Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) wird grundsätzlich auch zur Frage der Dauer der 

vorübergehenden Taggeldleistungen Stellung bezogen (vgl. dazu BGE 133 V 65 E. 6.7 

und Art. 19 Abs. 1 UVG). Im Anschluss an die vorübergehenden Taggeldleistungen 

entsteht sodann - bei Erfüllung der konkreten Anspruchsvoraussetzungen - der 

Anspruch auf eine Invalidenrente als Dauerleistung (Art. 19 Abs. 1 UVG). Damit lässt 

sich der Schluss ziehen, dass die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 13. 

August 2009 den vorliegenden Schadenfall bezüglich aller gesetzlichen 

Versicherungsleistungen des Unfallversicherungsrechts abschliessen wollte. Diese 

Schlussfolgerung ist auch insofern gerechtfertigt, als bei der Beschwerdegegnerin die 

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Rechtskenntnis darüber vorauszusetzen ist, dass sie im Einspracheverfahren bzw. 

Einspracheentscheid nicht über Rechtsfragen entscheiden kann, die nicht auch Inhalt 

der Verfügung gebildet haben. In diesem Sinn hat sie auf die umfassende 

Antragstellung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin in der Einsprache vom 14. 

August 2009 hin keinen (teilweisen) Nichteintretensentscheid gefällt. Vielmehr hat sie 

festgehalten, dass von einer weiteren Behandlung der abgeheilten Unfallfolgen keine 

namhafte Besserung mehr zu erwarten gewesen sei, weshalb die Taggeldleistungen 

per 1. Juli 2009 einzustellen gewesen seien. Die unfallbedingte Beeinträchtigung von 

Seiten einer beginnenden Patellararthrose beeinträchtige die Erwerbsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin sodann nicht, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente der 

Beschwerdegegnerin bestehe. Zusammenfassend ist demzufolge festzuhalten, dass 

Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens neben der Frage der Höhe 

des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung auch die Frage des Anspruchs auf 

weitergehende Taggeldleistungen und gegebenenfalls des Anspruchs auf eine 

Invalidenrente bildet.

2.        

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 Abs. 1 UVG). Ist 

die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 

ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die 

versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 

körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Inte­

gritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Der Unfallversicherer ist demnach nur für 

Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die natürlich- und adäquat-kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181; Rumo-Jungo, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich 2003, S. 42 ff.). Aufgabe der Ärztin oder des 

Arztes ist es, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem 

Gericht obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten 

(PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als 

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rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit 

Hinweis; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

3.        

3.1    Streitig ist zunächst, welche Gesundheitsschäden der Beschwerdeführerin 

unfallkausal und damit in die Beurteilung der Frage, welche konkreten 

Unfallversicherungsleistungen der Beschwerdeführerin zustehen, mit einzubeziehen 

sind.

3.2     

3.2.1           Unbestritten und mit medizinischen Akten belegt ist, dass bei der 

Beschwerdeführerin infolge ihrer Verletzung des rechten Knies bzw. der 

Patellaquerfraktur rechts vom 30. Dezember 2007 gewisse organische Restfolgen 

bestehen. Von Seiten der Beschwerdeführerin wird insbesondere eine 

Funktionseinschränkung, ein Schmerzempfinden, nicht zuletzt durch ein 

"Reibephänomen", sowie eine - gegenüber der linken, nicht verletzten Seite - 

vergrösserte rechte Kniescheibe geklagt (Suva-act. 49; Beschwerde).

3.2.2           Eine erste MRI-Untersuchung des rechten Knies im Stephanshorn 

Radiologie Zentrum vom 18. März 2008 zeigte leichtgradig chondropathisch veränderte 

Gelenkknorpel im femoro-tibialen Gelenk, wobei im Untersuchungsbericht auch 

festgehalten wurde, dass der retropatelläre Knorpel aufgrund der Metallartefakte nicht 

habe beurteilt werden können (Suva-act. 11, 21). Nach der Metallentfernung vom 27. 

April 2009 (Suva-act. 28) sprach Dr. med. C.___, Arzt für Allgemeine Medizin, im 

Zwischenbericht vom 19. Mai 2009 infolge des Hinweises der Beschwerdeführerin auf 

eine Unebenheit der Patella-Vorderfläche rechts im Vergleich mit links 

vermutungsweise von einer Kallusbildung (Suva-act. 30). Eine Röntgenuntersuchung im 

Spital Altstätten zeigte laut Bericht vom 12. Juni 2009 ausgeprägte Osteophyten 

sowohl am kranialen als auch am kaudalen Patellapol. Diese wurden als Zeichen einer 

Retropatellararthrose gesehen. Hinsichtlich Kausalität wurde festgehalten, dass die 

Beschwerdeführerin wegen des Unfalls, aber auch wegen ihres Übergewichts (BMI 

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39.86 [Suva-act. 49]) an der Retropatellararthrose leide. Die klinischen Befunde zeigten 

sich im Wesentlichen unauffällig. Erhoben wurde insbesondere eine freie Beweglichkeit 

bei guter Kraft (Suva-act. 36). Normale Befunde wurden sodann auch von Dr. med. 

D.___, Arzt für Allgemeinmedizin, im Bericht vom 15. Juni 2009 festgehalten (Suva-act. 

38.1). Eine weitere MRI-Untersuchung des rechten Knies im Stephanshorn Radiologie 

Zentrum vom 19. Juni 2009 zeigte gegenüber derjenigen im März 2008 eine ca. 5mm x 

5mm grosse corticale/subcorticale zystoide Strukturalteration retropatellär an der 

medialen Patellafacette mit gleichzeitig auch deutlicher medial betonter Chondropathia 

patellae (Grad II bis III) sowie eine stationäre leichtgradige Chondropathie femoral 

betont im medialen Kompartiment (Suva-act. 37). Gestützt auf seine 

Abschlussuntersuchung vom 11. August 2009 führte Kreisarzt Dr. A.___ im 

gleichentags erstellten Untersuchungsbericht aus, dass die objektive Funktion des 

rechten Kniegelenks nach der Patellafraktur und inzwischen durchgeführter 

Metallentfernung gut und in hohem Masse vergleichbar mit der linken Seite sei. Auch 

links werde retropatellär eine Schmerzhaftigkeit angegeben. Die Vergrösserung der 

rechtsseitigen Patella nach Fraktur hänge mit der geringfügigen Verknöcherung des 

Ansatzes des Ligamentum patellae am unteren Patellapol zusammen, eine häufig zu 

findende Belanglosigkeit, die nicht als Osteophyt angesprochen werden dürfe, wie das 

wohl versehentlich anlässlich der Kontrolle im Juni 2008 (recte: Juni 2009) im Spital 

Altstätten erfolgt sei. Bei konventionell radiologisch wie kernspintomographisch im Juni 

(2009) nachgewiesener stufenfreier Konsolidation der Patella mit allerdings einer 

Aufhellungszone könne diesbezüglich von einem guten Resultat gesprochen werden. 

Nicht zu übersehen sei, dass die Beschwerdeführerin auf dem Röntgenbild vom Juni 

2009 einen Osteophyten am medialen Gelenkspalt aufweise, der als eigenständiges 

krankhaftes Accessoire einer Gonarthrose im Initialstadium anzusehen sei. Dass 

residuelle Beschwerden seitens des rechten Knies im Bereich der retropatellaren 

Gleitfläche auftreten würden, sei auch bei minuziös reponierten Patellafrakturen nicht 

unüblich. So komme es in der Regel auch zu Knorpelkontusionen (Suva-act. 49). In der 

Beurteilung des Integritätsschadens vom 11. August 2009 hielt Prof. A.___ fest, dass 

bei der Beschwerdeführerin eine an sich günstige Situation im Hinblick auf die 

Kniegelenksfunktion bestehe. Allerdings sei subjektiv eine gewisse 

Beschwerdehaftigkeit vorhanden, die nur zum Teil Ausdruck eines tatsächlichen 

posttraumatischen Gelenkschadens, zum Teil aber irrelevant für die Kniefunktion sei 

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(so zum Beispiel die exostosenartige Verknöcherung im Ligamentum patellae am 

unteren Patellapol). Bei normalem Bewegungsumfang, ergussfreiem Kniegelenk und 

praktisch seitengleicher Bemuskelung der Oberschenkel (soweit das bei der 

vorliegenden Adipositas überprüft werden könne) bestehe nur ein leichter 

posttraumatischer Knorpelschaden, der sich allerdings über längere Zeit in eine leichte, 

allenfalls mässige Retropatellararthrose auswachsen könne. Zurzeit liege noch keine 

mässige Arthrose vor, die eine Gelenkspaltverschmälerung beinhalte und mit 

Osteophyten und Zystenbildungen einhergehen müsste (Suva-act. 50). In seiner 

Stellungnahme vom 9. Oktober 2009 schrieb Prof. A.___ sodann, dass die in 

anatomisch perfekter Stellung konsolidierte Patellafraktur, ohne retropatellare 

Stufenbildung, im Sinn der modernen Frakturbehandlung zu einer Restitutio ad 

integrum geführt habe. Entgegenkommenderweise sei schon bei der im MRT 

nachweisbaren Knorpelaufweichung eine eventuell nach vielen Jahren entstehende 

retropatellare Arthrose antizipiert worden. Rein aus unfallmechanischen Gründen hätte 

diese nicht auftreten müssen. Vorliegend sei eine Chrondromalazie Grad II bis III 

nachgewiesen, die ohne längere Diskussion als unfallkausal angesehen werden könne. 

Zweifelsohne moderiere das Übergewicht die weitere Entwicklung der momentan 

dezent pathologischen Verhältnisse am rechten Kniegelenk im Sinn der Akzeleration 

(Suva-act. 60).

3.2.3           Als Pathologien des rechten Knies wurden somit in den obgenannten 

medizinischen Akten Osteophyten, eine Chondropathia patellae Grad II bis III, eine 

Retropatellararthrose sowie eine Gonarthrose festgehalten. Letztere stellt 

unbestrittenermassen ein von der Patellaquerfraktur unabhängiges und damit 

unfallfremdes bzw. degeneratives Geschehen dar. Bei den übrigen 

Gesundheitsstörungen handelt es sich sodann um drei Pathologien, die grundsätzlich 

zusammen einen degenerativen Prozess des Kniegelenks darzustellen vermögen, der 

bei Heilung ohne anatomisch exakte Reposition (Stufen im Gelenk) traumatisch bedingt 

sein kann (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 

Bern 2005, S. 579 ff.).

3.2.4           Laut medizinischen Akten ist zwar davon auszugehen, dass die 

Patellaquerfraktur der Beschwerdeführerin stufenfrei konsolidiert ist (Suva-act. 36, 49). 

Dennoch zeigten sich laut Berichten vom 12. bzw. 22. Juni 2009 über die 

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Röntgenuntersuchung im Spital Altstätten und die MRI-Untersuchung im Stephanshorn 

Radiologie Zentrum ausgeprägte Osteophyten, welche als Zeichen einer (teilweise) 

unfallkausalen Retropatellararthrose gesehen wurden, sowie eine deutlich medial 

betonte Chondropathia patellae Grad II bis III (Suva-act. 36, 37). Ob bei diesem 

bildgebend objektivierten Zustand von einem nur leichten posttraumatischen 

Knorpelschaden und einer geringfügigen Verknöcherung in Form einer häufig zu 

findenden Belanglosigkeit, die nicht als Osteophyt angesprochen werden könne bzw. 

einem diesbezüglichen Versehen des Spitals Altstätten sowie einem Entgegenkommen 

in Bezug auf die im MRT nachweisbare Knorpelaufweichung gesprochen werden kann, 

scheint fraglich. Ebenso scheint fraglich, ob bei dieser Ausgangslage eine leichte, 

allenfalls mässige Retropatellararthrose erst als mögliche Prognose zu formulieren ist 

und entsprechend eine diskrete posttraumatische Chondropathie der Patella nur im 

Sinn einer Präarthrose diagnostiziert werden kann. Wie es sich damit genau verhält, 

kann indessen offen bleiben. Denn immerhin führt auch Prof. A.___ aus, dass residuelle 

Beschwerden auch bei minuziös reponierten Patellafrakturen nicht unüblich seien; es 

komme in der Regel auch zu Knorpelkontusionen und vorliegend sei eine 

Chondromalazie Grad II bis III nachgewiesen, die ohne längere Diskussion als 

unfallkausal angesehen werden könne. Mithin kann ohne weiteres auf die Ergebnisse 

der bildgebenden Untersuchungen, d.h. der Röntgenuntersuchung des Spitals 

Altstätten vom Juni 2009 (Suva-act. 36) sowie der MRI-Untersuchung des 

Stephanshorn Radiologie Zentrums vom 19. Juni 2009 abgestellt werden (Suva-act. 

37), deren teilweise Unfallkausalität auch von Prof. A.___ anerkannt wird. Dies 

entspricht auch dem Ergebnis der Untersuchung von Dr. B.___ im Oktober 2009. Laut 

Untersuchungsbericht vom 28. Oktober 2009 zeigte seine Röntgenuntersuchung eine 

mässige Arthrose der Patella und zwar Unregelmässigkeiten eher medial mit kleineren 

Osteophyten sowie eine mässige Verschmälerung des Gelenkspalts der Patella. Als 

Diagnose wurde eine Chondropathia patellae posttraumatisch Knie rechts gestellt 

(Suva-act. 63).

3.3    Im Rahmen seiner Eingaben macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

sodann eine Unfallkausalität der zunehmenden Beschwerden im linken Knie geltend. 

Durch die Benützung von Gehhilfen wegen des rechten Knies während 14 Monaten sei 

eine einseitige Überbelastung entstanden. Fraglich sei auch eine Unfallkausalität der 

zunehmenden Beschwerden in beiden Füssen und der LWS-Beschwerden.

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3.3.1           Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin spricht in der Beschwerde von 

einer erheblichen und in Richtung einer chronischen Schmerzhaftigkeit verstärkten 

Gonarthrose links und geht damit von einem Vorzustand im linken Knie aus. Wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen, lassen sich jedoch den Akten keinerlei Hinweise 

auf die geltend gemachte, indirekte Unfallkausalität (Fehlbelastung/Überbelastung 

wegen der unfallbedingten Verletzung des rechten Knies) entnehmen. 

Kniebeschwerden links wurden von beschwerdeführender Seite erstmals in der 

Einspracheergänzung vom 24. September 2009 angeführt (Suva-act. 56). Insbesondere 

anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 11. August 2009 wurden von der 

Beschwerdeführerin keine solchen beklagt (Suva-act. 49). Auffallend ist ausserdem, 

dass das linke Knie offensichtlich nicht Bestandteil der Untersuchung in der Orthopädie 

am Rosenberg im Oktober 2009 gewesen ist bzw. vom untersuchenden Arzt, Dr. B.___, 

in keiner Weise erwähnt wurde (Suva-act. 63). Ein bildgebendes 

Untersuchungsergebnis betreffend das linke Knie ist schliesslich nicht aktenkundig. 

Bekannt ist indessen, dass der Beschwerdeführerin am 29. Oktober 2008 wegen einer 

Coxarthrose/Femurkopfnekrose links eine Hüfttotalprothese implantiert worden ist 

(Suva-act. 12, 30, 49). Prof. A.___ führt dazu in seiner Stellungnahme vom 9. Oktober 

2009 nachvollziehbar aus, es sei bekannt, dass Hüftgelenkprobleme nicht immer als 

Symptome im engeren Hüftbereich auftreten würden, sondern sich als Knieschmerzen 

manifestierten. Insofern wäre abzuklären, ob die linksseitige Hüfttotalprothese 

einwandfrei funktioniere und die Knieschmerzen nicht eher ihren Ursprung aus einer 

Hüftproblematik hätten. Dazu sei grundsätzlich auf den in orthopädisch-

wissenschaftlichen Kreisen seit langem bekannten Zusammenhang zwischen 

Übergewicht und Gonarthrose sowie deren Verlaufsbeschleunigung durch das 

Übergewicht hinzuweisen. Im konkreten Fall liege der BMI 39.86 exzessiv über dem in 

der Literatur als erheblichen Risikofaktor angegebenen BMI von 29. Somit stehe ausser 

Frage, dass bei der heute 51-jährigen, stark übergewichtigen Beschwerdeführerin die 

diversen Gelenkleiden mit medizinisch praktischer Sicherheit durch die Adipositas in 

ihrer Nosologie determiniert würden. Die Beschwerden im linken Kniegelenk seien im 

Lichte dieser Erkenntnisse eine Bestätigung eines Ursache-Wirkungs-Prinzips in der 

Medizin (Suva-act. 60; vgl. dazu auch Debrunner, a.a.O., S. 579 f.). Der Einwand des 

Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, deren Arbeitsfähigkeit sei durch den starken 

Körperbau während 32 Jahren nicht beeinträchtigt gewesen, vermag die kreisärztlichen 

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Ausführungen nicht in Frage zu stellen. Eine chronische Degeneration ist ein laufender 

Prozess, der unmerklich schleichend, aber auch unvermittelt und schlagartig, 

kompliziert werden kann. Die meisten Arthrosen manifestieren sich nach dem 

fünfzigsten oder sechzigsten Altersjahr und werden im höheren Alter häufiger. Gerade 

Hüft-, Knie- und Fussgelenke sind häufig von Arthrose betroffen (Debrunner, a.a.O., S. 

585, 878). Im Übrigen hat auch Dr. C.___ in seinem Bericht vom 19. März 2008 auf den 

möglichen Zusammenhang zwischen Knie- und Hüftbeschwerden hingewiesen, indem 

er äusserte, es sei schwierig zu entscheiden, ob die Behinderung am rechten Knie 

mehr durch das rechte Knie in Folge der Fraktur oder durch die vorhandene 

ausgeprägte Coxarthrose links bedingt sei (Suva-act. 12). Auch wenn die Kausalität 

zwischen einer unfallbedingten Fehlbelastung sowie einem nicht direkt traumatisch 

tangierten Körperteil allgemein nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden kann (vgl. 

dazu Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 5. Juni 2003 i/S B. [U38/01] und 

vom 25. November 2002 i/S H. [U 380/00]), kann angesichts der vorangehend 

angeführten, zumindest ebenso wahrscheinlichen Kausalitäten, eine Verschlimmerung 

der offensichtlich vorbestehenden Gonarthrose durch die geltend gemachte 

Überbelastung in keiner Weise als überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen gelten. 

Insbesondere ist eine Abgrenzung derselben von den weiteren vorgebrachten 

Komponenten (Adipositas, Hüftproblemaktik) nicht möglich. Beizufügen ist nicht zuletzt 

der Umstand, dass die Beschwerdeführerin nicht nur an den Knien, sondern eben auch 

an der Hüfte sowie an beiden Füssen Arthrosen aufweist. Dies lässt allgemein auf 

solche bei der Beschwerdeführerin wirkende, unfallunabhängige, arthrotische 

Vorgänge schliessen.

3.3.2           Ebenfalls nicht leistungspflichtig ist die Beschwerdegegnerin in Bezug auf 

die Beschwerden in beiden Füssen. Die Beschwerdeführerin weist hier eine Lisfranc­

arthrose auf. Ein Bezug zur Knieproblematik rechts wird von ärztlicher Seite nicht 

hergestellt (Suva-act. 61). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin selbst 

beschränkt sich in seiner Argumentation auf den blossen Hinweis auf die arthrotischen 

Befunde bzw. die zunehmenden Beschwerden in beiden Füssen. Allein dieser Umstand 

vermag jedoch noch keinen Ansatzpunkt im Hinblick auf eine indirekte Unfallkausalität 

darzustellen. Die Beschwerdeführerin wurde wegen ihrer Fussbeschwerden am 28. 

September 2009 bzw. rund zwei Jahre nach dem Unfallereignis vom 2007 von Dr. 

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B.___ untersucht. Ein von einem Trauma unabhängiger, rein degenerativer Prozess ist 

innerhalb des vorgenannten Zeitraums ohne weiteres denkbar (vgl. dazu Debrunner, 

a.a.O., S. 585). Zumindest drängt sich die Annahme einer Teilkausalität zum Unfall in 

keiner Weise auf. Der rein zeitliche Aspekt, d.h. die Tatsache, dass Beschwerden nach 

einem Unfall aufgetreten sind, reicht schliesslich nach konstanter bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung für die Begründung der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einer 

Unfallkausalität nicht aus, da er allein keine wissenschaftlich genügende 

Erklärungskraft besitzt. Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des 

Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie 

nach diesem auftrat (Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 

1989, S. 460 N 1205; BGE 119 V 340 E. 2b/bb).

3.3.3           Schliesslich liegen auch hinsichtlich der geltend gemachten, zunehmenden 

LWS-Beschwerden massgebende Hinweise vor, welche eine indirekte Unfallkausalität 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausschliessen oder eine 

solche gegenüber einer unfallfremden Ursache zumindest nicht als wahrscheinlicher 

gelten lassen. Die Beschwerdeführerin litt bereits vor dem Unfall unter chronischen 

Dorsalgien und Lumbalgien bei pathologischer Kyphosierung des thoracolumbalen 

Übergangs (Suva-act. 38.1, 49). Dr. D.___ sieht sodann einen Kausalzusammenhang 

zwischen dem verkürzten Bein und der Zunahme der lumboischialgieformen 

Schmerzen (Suva-act. 38.1).

3.4    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass als organische Restfolgen des Unfalls 

vom 30. Dezember 2007 einzig Gesundheitsstörungen im Kniegelenk rechts 

nachgewiesen sind.

3.5    Die Invalidenversicherung richtet der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. 

Februar 2003 aufgrund unfallfremder, vorbestehender psychischer Beeinträchtigungen 

basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50% eine halbe Invalidenrente aus (Suva-act. 

9). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht geltend, die psychische 

Komorbidität von erheblicher Schwere beeinflusse die Überwindung von Schmerzen. 

Eine durch das Unfallgeschehen vom 30. Dezember 2007 natürlich-kausale 

Verschlimmerung des psychischen Vorzustands wird von ihm in Form einer unter die 

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Kategorie der psychischen Leiden fallenden somatoformen Schmerzstörung oder 

Schmerzverarbeitungsstörung (AHI 2000 S. 159 E. 4b mit Hinweisen) gesehen. Zu 

prüfen bleibt somit, ob die Beschwerdegegnerin für eine psychische 

Gesundheitsschädigung leistungspflichtig ist.

3.5.1           Medizinische Akten mit Aussagen hinsichtlich der Frage des tatsächlichen 

Vorliegens einer somatoformen Schmerzstörung oder Schmerzverarbeitungsstörung 

bei der Beschwerdeführerin oder ihrer natürlichen Kausalität zum Unfallereignis vom 

30. Dezember 2007 liegen keine vor. Nachdem aber - wie nachfolgend zu zeigen sein 

wird - das Bestehen des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den geltend 

gemachten psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin und dem Unfall vom 

30. Dezember 2007 zu verneinen ist, kann die Frage des tatsächlichen Vorliegens der 

fraglichen psychischen Komponenten offen bleiben.

3.5.2           Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem 

Unfall und psychischen Beeinträchtigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem 

Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende 

Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn dieser objektiv eine gewisse Schwere 

aufweist oder ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das 

Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - 

eine Einteilung in leichte, mittelschwere und schwere Unfälle vorgenommen wird. Bei 

leichten Unfällen, wie z.B. einem geringfügigen Anschlagen des Kopfs oder Übertreten 

des Fusses, kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und 

nachfolgenden Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil 

aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden darf, dass ein 

solcher Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen 

Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischer Gesundheitsstörung in der 

Regel zu bejahen. Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 

Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht, nicht allein aufgrund des Unfalls schlüssig 

beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar 

mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon 

erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtige Kriterien sind zu 

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nennen: Besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich 

lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, ein schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die Dauer der 

physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 135 ff.; BGE 117 V 369 ff.). Je nach 

den konkreten Umständen kann für die Bejahung der Adäquanz das Vorliegen eines 

einzigen Kriteriums genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. 

Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so 

müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden und diesfalls in 

gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein (vgl. BGE 115 V 140 f. E. 6c/aa). Die 

einzelnen Zusatzkriterien sind sodann nur im Zusammenhang mit den unfallkausalen 

somatischen Gesundheitsschäden zu beurteilen. Die psychischen Beschwerden 

können, wo es um die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

Unfall und psychisch bedingter Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit geht, keine 

Berücksichtigung finden (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c). Sollten also somatische 

Beschwerden aufgrund psychischer Probleme intensiver empfunden werden, so 

können im vorliegenden Fall dennoch nur die organisch objektivierten 

Kniegelenksprobleme rechts berücksichtigt werden. - Laut Unfallmeldung und 

Arztberichten fiel die Beschwerdeführerin am 30. Dezember 2007 eine Kellertreppe 

hinunter und zog sich dabei eine Patellaquerfraktur rechts zu. Ein solcher Unfall ist 

aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs, der Praxis des EVG folgend, 

klarerweise den mittelschweren Unfällen zuzuordnen (vgl. zur Kasuistik Alexandra 

Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, 2003, S. 57 ff.).

3.5.3           Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls vom 30. Dezember 2007 sind nicht gegeben. In der 

Unfallmeldung der Arbeitslosenkasse vom 3. Januar 2008 wird ein Sturz ohne weitere 

Besonderheiten festgehalten. Solche werden auch vom Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin in den Rechtsschriften nicht geltend gemacht. Was die beim Unfall 

erlittene Verletzung anbelangt, ist zu sagen, dass zwar mit Bezug auf das rechte Knie 

sicher keine leichte, aber auch keine ausgesprochen schwere Verletzung vorlag. 

Gewisse somatische Unfallrestfolgen sind in Form einer Retropatellararthrose rechts 

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nachgewiesen, doch kann auch diese nicht als schwer bezeichnet werden. 

Insbesondere können ihre Auswirkungen nicht als gravierend gelten (vgl. dazu 

nachfolgende Erwägung 5). Eine Knieverletzung kann schliesslich nicht als 

erfahrungsgemäss geeignet bezeichnet werden, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen. Die Knieverletzung traf konkret jedoch eine versicherte Person mit 

vorbestandener psychischer Komorbidität bzw. Prädisposition, womit sie als 

Verletzung besonderer Art zu qualifizieren ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

11. Juni 2008 [8C_785/2007] i/S J., E. 4.4). Der Beschwerdeführerin wird seit dem 

1. Februar 2003 wegen einer psychischen Problematik eine halbe Invalidenrente der 

Invalidenversicherung ausgerichtet. Konkret geht jedoch aus den Akten in keiner Weise 

hervor, inwiefern und in welchem Ausmass diese als besondere Prädisposition 

einzustufen wäre. Auch von Seiten des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers wird 

in keiner Weise substantiiert, inwiefern die (alleinige) Massgeblichkeit einer 

Prädisposition zu erklären sei. Gemäss Erwägungen 3.5.3 und 5 kommt im Übrigen 

dem bei der Beschwerdeführerin objektivierbaren Schmerzumfang und der damit 

zusammenhängenden Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit nicht ein Ausmass zu, 

welches von einer unabhängigen, psychisch bedingten somatoformen 

Schmerzstörung, basierend auf einer Prädisposition ausgehen liesse. Das Kriterium der 

besonderen Art der erlittenen Verletzung ist damit zwar als erfüllt anzusehen, jedoch 

nicht in besonders ausgeprägtem Mass. Die versicherte Person hat solange Anspruch 

auf die zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen, als von ihrer 

Fortsetzung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann 

(Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). Im Nachgang zum Unfall vom 30. Dezember 2007 

erfolgte am 3. Januar 2008 die Behebung der unmittelbaren Unfallfolgen - der 

Patellaquerfraktur rechts - mit einem operativen Eingriff bzw. einer 

Zuggurtungsosteosynthese der Patella rechts (Suva-act. 4). Am 27. April 2009 schloss 

sich die Entfernung des Osteosynthesematerials an (Suva-act. 28). Nachfolgend befand 

sich die Beschwerdeführerin unter Kontrolle ihres Hausarztes und es wurden 

verschiedene Abklärungen durchgeführt. Eigentliche Heilbehandlungen wurden jedoch 

keine mehr vorgenommen. Sowohl der untersuchende Arzt im Spital Altstätten, Dr. 

med. E.___, Oberarzt Orthopädie, als auch Dr. D.___ hielten in ihren Berichten vom 12. 

und 15. Juni 2009 durchwegs normale Befunde fest (Suva-act. 36, 38.1). Letzterer wies 

zwar darauf hin, dass bei progredientem Verlauf ein Teilprothesen-Gelenkersatz zu 

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erwarten sei, äusserte sich damit aber nur prognostisch. Dr. B.___ sprach sodann in 

seinem Bericht vom 28. Oktober 2009 von grenzwertigen Veränderungen, bei welchen 

er nichts unternehmen würde. Der operative Behandlungsversuch führe wahrscheinlich 

zu keiner Besserung der Beschwerden. Die Beschwerdeführerin habe die Muskulatur 

noch nicht vollständig rehabilitiert, so dass noch mit einer Verbesserung der 

subjektiven Beschwerden bei Verbesserung der Muskulatur zu rechnen sei. Er glaube 

nicht, dass eine traumatische Verschlechterung eintrete, sondern dass es sich hier um 

einen langsam sich verschlechternden, eher wechselnden Prozess handle, der durch 

operative Eingriffe in seinem Verlauf eher negativ beeinflusst werde. Zusammenfassend 

solle man also bei der Patella nichts unternehmen (Suva-act. 63). Insgesamt ist damit 

davon auszugehen, dass die Heilbehandlung rund eindreiviertel Jahre nach dem Unfall 

abgeschlossen war. Diese Zeitspanne kann zwar nicht ohne weiteres als kurz 

bezeichnet werden. Die geforderte Schwere der ungewöhnlich langen Dauer ist damit 

aber trotz allem noch nicht erreicht. Die operativen Eingriffe verliefen an sich 

komplikationslos, so dass auch nicht von einem schwierigen Heilungsverlauf oder 

erheblichen Komplikationen gesprochen werden kann. Das Zusatzkriterium 

Dauerschmerzen ist ebenfalls nicht im geforderten Mass nachgewiesen. Anlässlich der 

kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 11. August 2009 gab die 

Beschwerdeführerin Prof. A.___ als aktuelle, auf das rechte Kniegelenk bezogene 

Beschwerden, eine gegenüber der nicht verletzten, linken Seite grössere Kniescheibe, 

eine Beeinträchtigung beim Treppensteigen, indem sie sich am Handlauf festhalten 

müsse, Schwellungszustände im Kniegelenk sowie eine Hyposensibilität im 

Narbenbereich an (Suva-act. 49). Dr. E.___ hatte im Untersuchungsbericht vom 12. Juni 

2009 ebenfalls "nur" Schmerzen beim Treppen heruntersteigen vermerkt (Suva-act. 

36). Laut ärztlichem Zwischenbericht von Dr. D.___ vom 29. Juni 2009 hat die 

Beschwerdeführerin im ganzen Kniebereich rechts Schmerzen. Konkret wird ein Gefühl 

einer Stabilitätsstörung mit begleitenden, plötzlich einschiessenden starken Schmerzen 

angeführt (Suva-act. 42). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin spricht in seinen 

Rechtsschriften von chronischen Schmerzen im rechten Knie. - Regelmässig, in 

konkreten Situationen auftretende Schmerzen können damit nicht ausgeschlossen 

werden. Deren Gleichsetzung mit verbleibenden körperlichen Dauerschmerzen kann 

jedoch nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit angenommen 

werden. So bilden denn auch abgrenzbare Schmerzen in Form von sogenannten 

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Anlaufschmerzen oder nach Anstrengungen, und nicht eigentliche Dauerschmerzen, 

ein typisches Symptom bei Arthrose (Debrunner, a.a.O., S. 586). Entsprechend steht 

auch in den Rechtsschriften des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vor allem die 

Aussage im Vordergrund, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Schmerzen 

keine sitzende Tätigkeit ausüben könne. Das Stillhalten des Knies führe zum Ansteigen 

der Schmerzen. Letztlich vermögen auch die von Prof. A.___ erhobenen Befunde keine 

Dauerschmerzen zu belegen. Laut Bericht über die kreisärztliche 

Abschlussuntersuchung zeigte sich die Umgebung der längseingestellten vertikalen 

Narbe am rechten Kniegelenk hyposensibel und nur ein kräftiger Anpressdruck löste 

rechts retropatelläre Schmerzen aus (Suva-act. 49). In der Replik vom 15. April 2010 

macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin sodann geltend, es habe eine 

ärztliche Fehlbehandlung stattgefunden, indem die bei der Zuggurtungsosteosynthese 

eingesetzten Drähte locker gewesen seien. Sie habe mehrmals bei den Ärzten in 

Altstätten reklamiert und sich über das immer geschwollene und schmerzhafte Knie 

beschwert. - Tatsächlich hat die MRI-Untersuchung vom 18. März 2008 verschiedene 

somatische Befunde ergeben. Die Beurteilung im gleichentags erstellten 

Untersuchungsbericht, die Frakturlinie sei noch als vermehrte Sklerosierung 

abgrenzbar und das Femoro-Patellargelenk sei wegen der (Metall-)Artefakten (vgl. 

Suva-act. 21) nicht beurteilbar, beinhaltet indessen in keiner Weise einen Hinweis auf 

eine Fehlbehandlung, sondern weist lediglich auf die sich zum damaligen Zeitpunkt 

praktisch noch schwer gestaltende Beurteilung retropatellär hin. Bei den erhobenen 

Befunden eines leichtgradig chondropathisch veränderten Gelenkknorpels im femoro-

tibialen Gelenk sowie den Veränderungen der Hinterhörner der Menisken handelt es 

sich sodann um unfallfremde, degenerativ bedingte Veränderungen (Suva-act. 11). Mit 

dem Hinweis des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin auf das von Dr. C.___ bei 

seiner Untersuchung im März 2008 festgestellte auffallende Geräusch retropatellär 

rechts (Suva-act. 12) sind zwar gewisse Beschwerden dargetan, doch können diese in 

keiner Weise mit einer Fehlbehandlung in Zusammenhang gebracht werden. Dr. med. 

F.___, Orthopädie, hielt in seinem Bericht vom 21. April 2008 fest, dass die 

Metalldrähte proximal ein wenig vorstehen würden und stören könnten. Allerdings 

warne er davor, das Metall frühzeitig zu entfernen. Gerade bei der erheblichen 

Adipositas der Beschwerdeführerin sei mit einer Refrakturgefahr zu rechnen (Suva-act. 

17). Die Metallentfernung erfolgte sodann tatsächlich wegen Irritation der Drähte bzw. 

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einer scheinbaren Auslockerung am 27. April 2009 im Spital Altstätten, wobei sich aber 

der peri- und postoperative Verlauf unauffällig gestaltete (Suva-act. 25, 28, 49). Dr. 

E.___ hielt schliesslich in seinem Untersuchungsbericht vom 12. Juni 2009 fest, dass 

das Material bereits ein halbes Jahr nach der ersten Operation hätte entfernt werden 

sollen, was leider nicht geschehen sei (Suva-act. 36). - Die alleinige Irritation durch 

Operationsmetall ist in der Medizin ein bekanntes Phänomen und kann in keiner Weise 

einer Fehlbehandlung gleichgesetzt werden. Die Metallentfernung wurde 

möglicherweise erst spät vorgenommen; der störende Faktor wurde dadurch jedoch 

beseitigt. Selbst Dr. E.___ hielt letztlich fest, dass die Metallentfernung "dann jedoch" 

problemlos verlaufen sei. Die Beschwerdeführerin leidet unbestrittenermassen unter 

gewissen Unfallrestfolgen im rechten Kniegelenk. Dass diese jedoch durch die ärztliche 

Behandlung verursacht oder verschlechtert worden wären, lässt sich aus den Akten 

nicht entnehmen. Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hätte, ist mithin nicht ersichtlich. Ob Grad und Dauer der physisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit als weiteres Kriterium erfüllt ist, kann offen bleiben. Von 

sieben massgebenden Kriterien wären damit ohnehin nur zwei in nicht ausgeprägter 

Form erfüllt (vgl. dazu auch nachfolgende Erwägung 5). Abschliessend ist damit davon 

auszugehen, dass der erlittene Unfall nicht geeignet war, psychische Beschwerden 

adäquat-kausal zu bewirken.

4.        

4.1    Aufgrund der Bejahung unfallkausaler Restfolgen im Bereich des rechten 

Kniegelenks stellt sich die Frage, welche konkreten unfallversicherungsrechtlichen 

Leistungen der Beschwerdeführerin zustehen.

4.2    Streitig ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin berechtigt war, über einen 

möglichen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab 1. Juli 2009 zu entscheiden 

und damit davon auszugehen, dass von weiteren ärztlichen Behandlungen keine 

namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustands im rechten Knie mehr 

zu erwarten sei. - Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht ein Rentenanspruch, wenn von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann (Art. 10 Abs. 

1 UVG; siehe auch Erw. 3.5.3) und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

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Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Entsprechend erlischt der Anspruch auf das 

Taggeld unter anderem mit dem Beginn einer Rente. Das Erreichen des medizinischen 

Endzustands bildet demgemäss die Voraussetzung für die Prüfung der Rentenfrage 

und der Integritätsentschädigung. Gemäss Art. 24 Abs. 2 UVG wird eine 

Integritätsentschädigung mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt. - 

Konkret geht die Beschwerdegegnerin davon aus, der medizinische Endzustand sei per 

30. Juni 2009 erreicht gewesen, wohingegen der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin geltend macht, ein endgültiger medizinischer Endzustand sei bis 

zum heutigen Zeitpunkt nicht erreicht. Die Frage nach weiteren Heilbehandlungen, die 

einen Erfolg bringen könnten, sei noch offen. Entsprechend den Ausführungen in 

Erwägung 3.5.3 lässt sich jedoch dieser Standpunkt nicht stützen und es kann 

vorliegend ein medizinischer Endzustand für die unfallkausale Gesundheitsschädigung 

am rechten Kniegelenk per 30. Juni 2009 als erreicht betrachtet werden. Andauernde 

Schmerzen ändern daran nichts. Sie geben der versicherten Person keinen Anspruch, 

die Fortsetzung der Therapie zu verlangen (Rumo-Jungo, a.a.O., S. 145). Im Folgenden 

gilt es somit die Höhe des Invalidenrenten- und Integritätsentschädigungsanspruchs 

der Beschwerdeführerin zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin legte die rechtlichen 

Voraussetzungen für die Ausrichtung der entsprechenden Versicherungsleistungen im 

angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend dar (Erwägung 1); darauf kann 

verwiesen werden.

5.        

5.1    In Bezug auf die Rentenfrage ist zunächst zu prüfen, inwiefern der 

Beschwerdeführerin eine an ihre Knieproblematik (vgl. Erwägung 3.2) adaptierte 

Tätigkeit zumutbar ist.

5.2    Laut Beurteilung von Prof. A.___ im Bericht über die kreisärztliche 

Abschlussuntersuchung vom 11. August 2009 sind für die Beschwerdeführerin alle 

Tätigkeiten zumutbar, die im Sitzen ausgeübt werden können, wobei das rechte Bein 

wechselnd positioniert werden sollte im Sinn der Streckung oder Beugung. Die 

Limitierung für das Heben von Lasten und das Zurücklegen von Wegstrecken werde 

nicht durch die Suva-versicherten Unfallfolgen limitiert, sondern sei Konsequenz aus 

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weiteren zum Teil erheblichen gesundheitlichen Störungen, wie die Diagnoseliste 

ergebe (Suva-act. 49). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bestreitet diese 

Zumutbarkeitsbeurteilung mit der Begründung, die chronischen Schmerzen im rechten 

Knie seien für sich allein - respektive unter Zurechnung der Schmerzverstärkung im 

linken Knie - Grund genug, um eine sitzende Tätigkeit nicht ausüben zu können. Den 

Beschwerden könne nicht mit gelegentlichem Bewegen des Knies begegnet werden. 

Aus den gleichen Gründen sei aber auch Stehen und Gehen nicht möglich. - Diesen 

Einwänden ist entgegenzuhalten, dass in die Zumutbarkeitsbeurteilung lediglich die 

unfallkausalen Gesundheitsschäden einzubeziehen sind und solche nur im rechten, 

nicht aber im linken Knie der Beschwerdeführerin vorliegen. Wie bereits ausgeführt (vgl. 

Erw. 3.2) ist diesbezüglich auf die radiologisch objektivierten Unfallrestfolgen 

abzustellen. Die im Ergebnis auf übereinstimmenden Befunden gemachte 

Zumutbarkeitsbeurteilung von Prof. A.___ vermag auch angesichts der nachfolgenden 

Überlegungen zu überzeugen. Die konkreten Diagnosen bilden zweifelsohne einen 

wichtigen, jedoch nicht den einzigen Bestandteil einer Zumutbarkeitsbeurteilung. Zu 

berücksichtigen sind vor allem auch die klinisch erhobenen Befunde sowie die im 

Einzelfall bestehende Schmerzsituation. Im konkreten Fall liegen keine Anhaltspunkte 

für einen Dauerschmerz vor (vgl. Erw. 3.5.3). Teilweise in den Akten vermerkt sind aber 

situationsbezogene Schmerzen, die mit der Zumutbarkeitsbeurteilung von Prof. A.___ 

durchaus übereinstimmen. Die von ihm durchgeführte Beweglichkeitsprüfung hat 

sodann einen normalen Beweglichkeitsumfang ergeben (Suva-act. 49; vgl. dazu 

Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 260. Aufl., S. 1273). Auch die Untersuchung bei 

Dr. B.___ im Oktober 2009 ergab keine Befunde, die gegen die von Prof. A.___ als 

zumutbar erachtete Tätigkeit sprechen würden (Suva-act. 63).

5.3    Aus der Zumutbarkeitsbeurteilung von Prof. A.___ darf sodann ohne weiteres 

gefolgert werden, dass der Beschwerdeführerin im darin umschriebenen Rahmen ein 

ganztägiger Einsatz mit voller Leistung zumutbar ist. Gesundheitlichen Störungen kann 

nicht nur mit einem eingeschränkten Arbeitsfähigkeitsgrad, sondern - wie von Prof. 

A.___ getätigt - auch mit einer angepassten Tätigkeit Rechnung getragen werden. Auch 

wenn der Kreisarzt den Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% hinsichtlich der konkret 

zumutbaren Tätigkeit nicht ausdrücklich erwähnt, geht insgesamt aus seinen Angaben 

doch unmissverständlich hervor, dass er eine Einschränkung im Pensum nicht für 

notwendig erachtet. Angesichts der aktenmässig belegten Schmerzsituation im rechten 

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Kniegelenk der Beschwerdeführerin sowie dessen Bewegungsumfangs erscheint ein 

Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% in einer adaptierten Tätigkeit realisierbar.

5.4    Die Beschwerdeführerin ist seit dem 1. Dezember 2006 arbeitslos, arbeitete davor 

jedoch während 32 Jahren als Maschinenstickerin bzw. Näherin. Diese angestammte 

Tätigkeit entspricht erfahrungsgemäss der von Prof. A.___ für die Beschwerdeführerin 

als zumutbar erachteten Tätigkeit. Insofern erübrigt sich im vorliegenden Fall die 

Durchführung eines Einkommensvergleichs. Die dabei massgebenden 

Vergleichsgrössen Validen- und Invalideneinkommen sind identisch und vermögen 

damit keinen Anspruch auf eine Invalidenrente zu begründen.

6.        

6.1    Umstritten ist schliesslich die von der Beschwerdegegnerin auf 5% festgesetzte 

Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen 

Einspracheentscheid (Erwägung 1) auch die rechtlichen Voraussetzungen der 

Ausrichtung von Integritätsentschädigungen zutreffend dar; darauf kann ebenfalls 

verwiesen werden. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt die 

Neufestsetzung der Integritätsentschädigung auf mindestens 10%. Der Vollständigkeit 

halber ist zu wiederholen, dass auch in Bezug auf die Integritätsentschädigung lediglich 

die unfallkausalen Gesundheitsschäden bei der Bemessung berücksichtigt werden 

können. Allfällige Gesundheitsschäden im Bereich des linken Knies ergäben damit 

keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

6.2    Der Wert des im vorliegenden Fall festgesetzten Integritätsschadens von 5% 

basiert auf der medizinischen Beurteilung von Prof. A.___ vom 11. August 2009. Grund­

lage für seine Einschätzung bildet die Suva-Feinrastertabelle 5 bei Arthrosen, wonach 

für eine mässige Femoropatellar-Arthrose eine Integritätseinbusse von 5 bis 10% 

vorgesehen ist. Der Kreisarzt erwog zwar, dass in Folge der Patellaquerfraktur ein 

leichter posttraumatischer Knorpelschaden bei normalem Bewegungsumfang, 

ergussfreiem Kniegelenk und praktisch seitengleicher Bemuskelung der Oberschenkel 

bestehe. Im Sinn von Art. 36 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; 

SR 832.202), wonach voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens 

berücksichtigt werden, hielt er jedoch im Weiteren fest, dass sich der leichte 

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posttraumatische Knorpelschaden über längere Zeit in eine leichte, allenfalls mässige 

Retropatellararthrose auswachsen könne. Seine Einschätzung greife der Entwicklung 

voraus, da zur Zeit noch keine mässige Arthrose vorliege, die eine 

Gelenkspaltverschmälerung beinhalte und mit Osteophyten und Zystenbildungen 

einhergehen müsste (Suva-act. 50). Wie in Erwägung 3.2 ausgeführt, ist der 

Integritätsschaden, den Prof. A.___ seiner Integritätsschadensschätzung zu Grunde 

legte, möglicherweise weiter fortgeschritten, als von ihm angenommen. Mehr als eine 

leichte oder mässige Retropatellararthrose liegt indessen - wie gezeigt - sicher nicht 

vor. Eine solche aber vermag den Rahmen der von ihm für eine mässige 

Femoropatellar-Arthrose gemäss Suva-Tabelle 5 vorgesehenen Integritätseinbusse von 

5 % nicht zu sprengen. Nachdem eine Verschlimmerung des Zustands über eine 

mässige Femoropatellar-Arthrose hinaus den medizinischen Akten nicht zu entnehmen 

ist und sich im konkreten Fall die Arthrosesymptome - Belastungs- und Dauerschmerz, 

Bewegungseinschränkungen - nicht ausgeprägt zeigen, besteht kein Grund, von der 

kreisärztlichen Beurteilung des Integritätsschadens abzuweichen. Die von der 

Beschwerdegegnerin festgelegte Integritätseinbusse von 5% ist damit nicht zu 

beanstanden.

7.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.12.2010
	Art. 6 UVG: Bejahung natürlich kausaler Unfallrestfolgen nach Patellaquerfraktur; Verneinung der adäquaten Kausalität hinsichtlich einer psychischen Komponente; konstitutionelle Prädisposition Art. 18 Abs. 1 UVG: schlüssige kreisärztliche Beurteilung betreffend zumutbare Tätigkeit Art. 24 Abs. 1 UVG: Integritätsentschädigung bei mässiger Arthrose (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Dezember 2010, UV 2009/122).

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