# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de0993f7-63e2-550c-87f3-94e8c4fd257e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.11.2025 E-7614/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7614-2025_2025-11-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

   
 Abteilung V 

E-7614/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas,   

Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Guinea,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 29. August 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7614/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 2. Juni 2024 in der Schweiz um Asyl nach-

suchte und nach Abschluss des Dublin-Zuständigkeitsverfahrens am 

13. März 2025 zu seinen Asylgründen angehört wurde,  

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im We-

sentlichen vorbrachte, nach dem Tod seiner Eltern hätten die Geschwister 

seines verstorbenen Vaters Anspruch auf sein Erbe (landwirtschaftliche 

Felder) erhoben und ihn deswegen unter Druck gesetzt,  

dass während seiner Landarbeit im Jahr 2021 seine eigenen Felder und 

auch solche von benachbarten Landwirten abgebrannt seien und man ihn 

für den Brand verantwortlich gemacht habe, 

dass er vermute, dass hinter dieser Anschuldigung die Geschwister seines 

Vaters stecken könnten,  

dass er, weil er finanziell nicht für den Schaden habe aufkommen können, 

ins Gefängnis gesteckt worden sei und ihm von dort aus nach kurzer Zeit 

die Flucht gelungen sei, wobei er sich nach seiner Ausreise aus Guinea 

zunächst kurz in Mali, danach für sieben Monate in Algerien und bis im Jahr 

2024 in Tunesien aufgehalten habe und schliesslich mit dem Boot nach 

Italien gelangt und später weiter in die Schweiz gereist sei,  

dass er bei seiner Rückkehr befürchte, inhaftiert zu werden und er nach 

seiner Entlassung aus dem Gefängnis auch für den Schaden der abge-

brannten Felder aufkommen müsse,  

dass das SEM mit Verfügung vom 29. August 2025 – eröffnet am 2. Sep-

tember 2025 – die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers im Rah-

men des erweiterten Verfahrens verneinte, sein Asylgesuch vom 2. Juni 

2024 ablehnte und seine Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 

anordnete,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Oktober 2025 gegen diese 

Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und bean-

tragte, der Entscheid vom 29. August 2025 sei aufzuheben, es sei die 

Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren, eventuali-

ter sei der Vollzug der Wegweisung als unzulässig und unzumutbar zu er-

achten und er sei in der Schweiz vorläufig aufzunehmen,   

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Seite 3 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung ersuchte,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung mit 

Zwischenverfügung vom 23. Oktober 2025 durch die Instruktionsrichterin 

abgewiesen und der Beschwerdeführer aufgefordert wurde, bis zum 7. No-

vember 2025 einen Kostenvorschuss von Fr. 1’000.– zu leisten,  

dass der Kostenvorschuss am 3. November 2025 einbezahlt wurde,  

 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem der 

Kostenvorschuss fristgerecht bezahlt wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

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Seite 4 

dass gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich 

Asyl gewährt, wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat 

oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, 

Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder we-

gen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 

sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu wer-

den (Art. 3 Abs. 1 AsylG),  

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, des 

Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen 

psychischen Druck bewirken, gelten (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

dass, wer um Asyl nachsucht, die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder 

zumindest glaubhaft machen muss und diese glaubhaft gemacht ist, wenn 

die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für 

gegeben hält; unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

dass das SEM die vom Beschwerdeführer dargelegten Fluchtgründe für 

nicht asylrelevant im Sinne von Art. 3 AsylG befand und dazu erwog, die 

Versetzung des Beschwerdeführers in Untersuchungshaft wegen des Ver-

dachts auf Brandstiftung würde – selbst wenn die Anschuldigungen sich 

als falsch erwiesen hätten – legitime Massnahmen seitens des Staates 

darstellen und es sei auch nicht ersichtlich, dass ihnen ein flüchtlingsrecht-

liches Motiv zu Grunde liege,  

dass der Beschwerdeführer sich mit der Flucht aus dem Gefängnis dem 

Strafverfahren entzogen und damit verhindert habe, dass seine Version 

der Ereignisse durch die Justiz geprüft werde, zumal Guinea grundsätzlich 

über einen funktionierenden Justizapparat verfüge,  

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmittelschrift hauptsächlich dar-

legt, das SEM habe zu wenig Fragen zu seinen Fluchtvorbringen gestellt, 

die heimatliche Justiz sei – wie auch Amnesty International in einem Bericht 

erwähne – sodann korrupt und in den Gefängnissen herrschten unmensch-

liche Haftbedingungen, worunter er selber gelitten habe,  

dass der Vorwurf, dem Beschwerdeführer seien keine vertieften Fragen zu 

seinen eigentlichen Fluchtgründen gestellt worden, nicht verfängt, da er im 

Rahmen der vertieften Befragung vom 13. März 2025 einlässlich seine 

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Seite 5 

Gründe für das Verlassen seines Heimatlandes schildern konnte und ihm 

das SEM dazu auch hinreichend Fragen gestellt hat (vgl. SEM act. 37/19 

F96 ff.),  

dass daher nicht von einer mangelnden Erhebung des rechtsrelevanten 

Sachverhaltes (vgl. Art. 12 VwVG) und damit auch nicht von einer Verlet-

zung des rechtlichen Gehörs gesprochen werden kann,  

dass sodann – in Übereinstimmung mit dem SEM – die vom Beschwerde-

führer genannten Fluchtvorbringen als nicht relevant im Sinne von Art. 3 

des AsylG zu erachten sind, da seine Inhaftierung im Jahr 2021 aus straf-

rechtlichen Gründen erfolgte und dieser Massnahme kein erkennbares Mo-

tiv im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG zu Grunde lag,   

dass es dem Beschwerdeführer zuzumuten ist, sich gegen die ihm gegen-

über erhobenen Beschuldigungen zu wehren, zumal auch das Gericht da-

von ausgeht, dass grundsätzlich ein funktionierender Justizapparat im Hei-

matstaat des Beschwerdeführers existiert (vgl. z. B. Urteil des BVGer D-

7541/2024 vom 23. Januar 2025 E. 6.3 m.w.H.),   

dass an dieser Einschätzung der pauschale Hinweis in der Beschwerde 

auf einen Bericht von Amnesty International betreffend die allgemeine Lage 

in Guinea sowie auch die damit verbundene Behauptung des Beschwer-

deführers, in den heimatlichen Gefängnissen herrschten unmenschliche 

Haftbedingungen, nichts ändert, da massgeblich der konkrete Einzelfall ist,   

dass der Beschwerdeführer – entgegen seinen Angaben in der Rechtsmit-

telschrift – im vorinstanzlichen Verfahren nicht geltend machte, während 

seiner Zeit im Gefängnis unmenschlich behandelt worden zu sein, sondern 

reine Mutmassungen darüber äusserte, was ihm im Falle einer Verlegung 

in ein grösseres Gefängnis für Bedingungen erwarten könnten (vgl. SEM 

act. 37/19 F96, F151, F157),   

dass aufgrund der offensichtlich fehlenden Asylrelevanz darauf verzichtet 

werden kann, die Vorbringen des Beschwerdeführers einer vertieften 

Glaubhaftigkeitsprüfung zu unterziehen,  

dass das SEM somit zu Recht die Flüchtlingseigenschaft des Beschwer-

deführers verneint und dessen Asylgesuch abgelehnt hat,  

dass der Beschwerdeführer weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen 

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Seite 6 

verfügt (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die Wegweisung durch 

das SEM gestützt auf Art. 44 AsylG zu Recht angeordnet wurde,  

dass der Vollzug der Wegweisung im Sinne von Art. 83 Abs. 3 AIG als zu-

lässig zu bezeichnen ist, da keine völkerrechtlichen Verpflichtungen der 

Schweiz einer Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ent-

gegenstehen,   

dass diesbezüglich festzuhalten ist, dass das flüchtlingsrechtliche Rück-

schiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 

über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG 

auf den Beschwerdeführer nicht anwendbar sind, da er die Flüchtlingsei-

genschaft nicht erfüllt,  

dass weder die allgemeinen verfassungs- und völkerrechtlichen Bestim-

mungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]; Art. 3 EMRK) noch die 

allgemeine Menschenrechtslage im Heimatland des Beschwerdeführers 

den Vollzug als unzulässig erscheinen lassen,   

dass – einhergehend mit dem SEM – der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG zu erachten ist, da aktuell in 

Guinea weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht (vgl. 

etwa Urteil des BVGer D-6735/2025 vom 3. November 2025 E. 8.4.2 

m.w.H.),    

dass auch in individueller Hinsicht gemäss Aktenlage keine Gründe ersicht-

lich sind, weshalb der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers 

unzumutbar wäre und hierzu auf die zutreffenden Erwägungen des SEM in 

der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. SEM-act. 44/8 

Ziff. III),  

dass es dem Beschwerdeführer möglich sein sollte, sich bei seiner Rück-

kehr nach Guinea wieder in sein gewohntes Umfeld zu begeben und sich 

erneut als Landwirt oder als (…) zu betätigen (vgl. SEM act. 37/19 F18) 

und es ihm im Übrigen freisteht, sich mit seiner derzeit in Senegal wohn-

haften Partnerin und dem gemeinsamen Kind (vgl. SEM act. 37/19 F66 f., 

F73) wieder im Heimatland niederzulassen,  

dass sich der Vollzug der Wegweisung demnach als zumutbar erweist,  

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dass es schliesslich dem Beschwerdeführer obliegt, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG),  

dass die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung demzufolge zu Recht als 

zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat und damit die Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1–4 AIG),  

dass die angefochtene Verfügung somit Bundesrecht nicht verletzt, den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von insgesamt 

Fr. 1000.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 

sind,  

dass der in selber Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten zu verwenden ist.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der in selber Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Claudia Jorns Morgenegg 

 

 

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