# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 88c0dc7e-53fb-5af9-a5b8-d19fda32fdad
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.05.2024 200 2023 851
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-851_2024-05-24.pdf

## Full Text

200 23 851 IV
JAP/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Mai 2024

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. November 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2024, IV/23/851, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1998 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
zuletzt tätig als …, meldete sich im März 2021 unter Hinweis auf „mehrere 
Unfälle und Verletzungen zum Teil am gleichen Knie“ bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV 
[act. II] 17). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) edierte die 
Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva; act. II 29.2) 
und führte medizinische sowie erwerbliche Abklärungen durch. Im Rahmen 
von Frühinterventionsmassnahmen gewährte sie einen Vorkurs … (act. II 
49, 72 S. 4) und sprach berufliche Massnahmen in Form einer Umschulung 
zum … zu (act. II 65), welche per 31. Oktober 2022 abgebrochen wurde 
(act. II 87 S. 1, 90). Nachdem der Versicherte am 3. Februar 2023 einen 
temporären Einsatz zu 100% bei der C.________ AG angetreten hatte (act. 
II 100; Akten der IV [act. IIA] 120.18 S. 2), schloss die IVB mit Mitteilung 
vom 11. Mai 2023 (act. II 102) die beruflichen Massnahmen ab, tätigte er-
neut medizinische sowie erwerbliche Abklärungen und legte das Dossier 
dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vor (act. IIA 124). 
Mit Verfügung vom 6. November 2023 (act. IIA 127) verneinte sie bei einem 
Invaliditätsgrad von 16% – wie mit Vorbescheid vom 20. September 2023 
(act. IIA 126) in Aussicht gestellt – einen Rentenanspruch. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 30. November 2023 
Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 
und die Sache zur ergänzenden medizinischen Abklärung und Neubeurtei-
lung des Rentenanspruchs an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Am 18. Januar 2024 notifizierte Rechtsanwalt B.________ seine Mandatie-
rung durch den Beschwerdeführer.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2024, IV/23/851, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2024 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 6. November 
2023 (act. IIA 127). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des 
ATSG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung [IVV; SR 831.201]) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher 
Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen 
– grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 148 V 162 E.  3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213). Zwar hat sich der Beschwerdeführer im März 2021 (act. II 17) und 
damit vor Inkrafttreten der WEIV bei der Beschwerdegegnerin zum Leis-
tungsbezug angemeldet, indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der 
potentiellen Entstehung eines Rentenanspruchs – unter Berücksichtigung 
des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (attestierte Arbeitsun-
fähigkeit ab August 2020; act. IIA 124 S. 5 Ziff. 2), der Karenzfrist gemäss 
Art. 29 Abs. 1 IVG (Anmeldung vom März 2021; act. II 17) und des Tag-
geldanspruchs ab 1. September 2021 bis 31. Oktober 2022 (act. II 69, 90; 
act. IIA 120.15; vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG) – nach dem 1. Januar 2022 
(vgl. E. 4.3 hiernach), weshalb die diesbezüglichen Bestimmungen des 
IVG, des ATSG und der IVV in der ab dem 1. Januar 2022 gültigen Fas-
sung Anwendung finden (Rz. 9100 des Kreisschreibens über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwal-
tungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 
S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

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wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss 
Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen 
Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 
50 bis 69% entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b 
Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70% besteht Anspruch auf eine 
ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 
und 49% gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b 
Abs. 4 IVG.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-
dung des 18. Altersjahres folgt. Der Rentenanspruch entsteht nicht, solan-
ge die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen 
kann (Art. 29 Abs. 2 IVG).

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin bei 
Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. November 2023 (act. IIA 127) 
auf die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. D.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vom 12. September 2023 (act. IIA 124 S. 4), worin dieser mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit die folgenden Diagnosen stellte:

- Erstes Distorsionstrauma linkes Knie mit Meniskusläsion
• Status nach Meniskusnaht (8. Oktober 2015)

- Zweites Distorsionstrauma linkes Kniegelenk (8. August 2020) mit 
Ruptur VKB und des medialen Meniskus
• Status nach VKB-Plastik und Meniskusnaht (13. August 2020). 

Nach einem ersten Distorsionstrauma des linken Kniegelenks (8. Oktober 
2015) sei eine Meniskusnaht durchgeführt worden. Nach einem erneuten 
Distorsionstrauma (8. August 2020) habe die bildgebende Untersuchung 
(11. August 2020; act. II 29.64) eine Läsion des VKB und des Meniskus 
gezeigt. Der Verlauf nach der VKB-Rekonstruktion und erneuten Menis-
kusnaht (13. August 2020) sei etwas verzögert gewesen, aber komplikati-
onslos. Bei der Arbeitsaufnahme habe der Versicherte nach Arbeiten in 
tiefer Hocke einen einschiessenden Schmerz verspürt. Die bildgebende 
Untersuchung (15. April 2021; vgl. act. II 52 S. 2) habe keine neue Läsion, 
aber ein noch sichtbares Knochenödem tibial dorsomedial sowie eine 
Chondropathie gezeigt. Bis August 2021 seien persistierende, belastungs-
abhängige Beschwerden vorhanden gewesen. In der Folge habe sich die 
Situation stabilisiert (S. 4). Die Ausübung der angestammten Tätigkeit sei 
dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Ab dem 15. März 2021 könne er 
leidensangepasste Tätigkeiten wieder ausüben. Zumutbar seien körperlich 
leichte bis ausnahmsweise mittelschwere Tätigkeiten in wechselbelasten-
der Position mit einer Gewichtsbelastung von maximal 10-15 kg ganztags 
über 8.5 Stunden ohne weitere Leistungsminderung. Zu vermeiden seien 
vorwiegendes Stehen und Gehen, Zwangshaltungen, Arbeiten in gebückter 
Haltung, repetitives Hocken und Knien, Gehen auf unebenem Gelände, 
längeres Abwärtsgehen, Springen, Steigen auf Leitern und Gerüste, häufi-
ges Treppensteigen sowie Kälte-, Nässe- und Zugluftexposition (S. 5). 

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3.2

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, 
sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 
Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf 
Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV 
Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.3 Die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. D.________ vom 
12. September 2023 (act. IIA 124 S. 4 f.) erfüllt die von der Rechtsprechung 
gestellten Anforderungen an einen medizinischen Bericht (vgl. E. 3.2 hier-
vor) und ist beweiskräftig. Nicht zu beanstanden ist, dass der RAD-Arzt 
keine klinische Exploration des Beschwerdeführers durchführte, lagen ihm 
doch die vollständigen Akten mit insbesondere den bildgebenden (act. II 52 
S. 2, 37 S. 11, 29.64) und intraoperativen (act. II 12 S. 3 f., 29.60 S. 1 ff., 
37 S. 40 f., 37 S. 8 f., 43 S. 6 f.) Befunden vor, so dass er sich ein gesamt-
haft lückenloses Bild verschaffen konnte (vgl. E. 3.2.3 hiervor). Dr. med. 
D.________ hat nachvollziehbar dargelegt, dass aufgrund der funktionellen 
Einschränkungen des linken Kniegelenks die angestammte Tätigkeit als … 

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nicht mehr zumutbar, eine leidensadaptierte Tätigkeit hingegen ganztags 
ohne Leistungseinschränkung möglich ist (act. IIA 124 S. 5). Das differen-
ziert formulierte Zumutbarkeitsprofil, welches mit demjenigen der Suva-
Kreisärztin, Dr. med. E.________, Fachärztin für Chirurgie, vom 16. Juli 
2021 (act. II 56 S. 2) korreliert und die Einschätzungen des behandelnden 
Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, berücksichtigt (act. IIA 121 S. 3 f. Ziff. 2.7 
und 3.4, Akten des Beschwerdeführers [act. I] 6 f.), überzeugt. In den Akten 
finden sich keine divergierenden Arztberichte, welche auch nur geringe 
Zweifel an der schlüssigen Beurteilung des RAD-Arztes zu begründen ver-
möchten. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt (Beschwerde S. 2), es 
seien einzig die Unfallfolgen vom 13. August 2020 (richtigerweise vom 8. 
August 2020) berücksichtigt worden und weitere gesundheitliche Ein-
schränkungen, die rentenrelevant seien, seien ausgeblendet worden, kann 
ihm nicht gefolgt werden:

Dem RAD-Arzt lagen sämtliche medizinischen Akten vor. Folglich hatte er 
Kenntnis darüber, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der Geburtsge-
brechen Ziff. 342 und 355 gemäss Anhang der Verordnung vom 9. Dezem-
ber 1985 über Geburtsgebrechen (GgV; SR 831.232.21 [in Kraft gestanden 
bis 31. Dezember 2021, abgelöst durch die Verordnung des Eidgenössi-
schen Departements des Innern {EDI} vom 3. November 2021 über Ge-
burtsgebrechen {GgV-EDI; SR 831.232.211}, in Kraft seit 1. Januar 2022]) 
medizinische Massnahmen zugesprochen worden waren (act. II 4, 13). 
Zudem war ihm bekannt, dass das Iriskolobom rechts, welches weder be-
handelt noch therapiert werden musste (act. II 8 S. 2 Ziff. 4), nicht als Ge-
burtsgebrechen anerkannt worden war (act. II 10). Die Beschwerdegegne-
rin hat zutreffend darauf hingewiesen, dass sich die Geburtsgebrechen 
nicht einschränkend in der angestammten Beschäftigung ausgewirkt haben 
und folglich auch keine Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit zu be-
wirken vermögen (Beschwerdeantwort S. 2 lit. C Ziff. 4). Gleich verhält es 
sich mit dem Iriskolobom rechts und dem – gemäss den Angaben des Be-
schwerdeführers (Beschwerde S. 2) – seit dem zweiten Lebensjahr beste-
henden Tinnitus. Diesbezüglich erscheint im Übrigen widersprüchlich, wenn 
der Beschwerdeführer nunmehr eine funktionelle Einschränkung aus dem 
Tinnitus geltend machen will, sich jedoch unterstützt durch die Beschwer-

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degegnerin zum … umschulen lassen wollte (act. II 26 S. 3, 50 S. 2 ff., 65). 
Aus den Akten ergeben sich – entgegen der Behauptung des Beschwerde-
führers (Beschwerde S. 2) – keine Anhaltspunkte dafür, dass die Umschu-
lung aus medizinischen Gründen scheiterte. Nachdem der Beschwerdefüh-
rer eine Modulprüfung nicht bestanden hatte (act. II 87 S. 2), entschloss er 
sich das Studium nicht fortzusetzen (act. II 87 S. 1). Zur Begründung gab er 
an, er habe sich die Umschulung anders vorgestellt und wolle keine Verzö-
gerung der Umschulung in Kauf nehmen (IV-Protokoll S. 5 [in den Ge-
richtsakten]). Die übrigen geltend gemachten Unfälle und Beschwerden an 
den Händen vermögen ebenfalls nichts an der schlüssigen RAD-
Beurteilung zu ändern. Nachdem sich der Beschwerdeführer am 2. Juli 
2015 (act. II 37 S. 40) bei einer Kontusion der rechten Hand gegen eine 
Glasscheibe mehrere Schnittverletzungen zugezogen hatte und operativ 
behandelt worden war, wurde im Verlaufsbericht vom 12. Januar 2016 (act. 
II 37 S. 30) festgehalten, dass er wieder beschwerdefrei sei, die volle Mobi-
lität der rechten Hand zurückerlangt habe, weiterhin auf dem … zu 100% 
arbeite und durch seine Verletzungen nicht beeinträchtigt sei. Auch nach 
einem Betonplattenunfall am 17. August 2017 mit Quetschverletzung Dig. 
IV/V rechts und mehrfragmentärer Fraktur Grundphalanx Dig. IV/V doku-
mentierten die behandelnden Ärzte einen peri- sowie postoperativ kompli-
kationslosen Verlauf (act. II 43 S. 6 und 8). Am 1. November 2017 (act. II 
43 S. 5) gaben sie zudem an, die Hand könne nach voller Heilung wieder 
voll eingesetzt werden. Folglich wirken sich die beiden Unfälle der rechten 
Hand ebenfalls nicht mehr einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit aus. 
Gleiches hat in Bezug auf den geltend gemachten Arbeitsunfall im Januar 
2016 (Beschwerde S. 2; act. I 4) mit Schnittverletzungen an der linken 
Hand, welche im Rahmen eines ambulanten Eingriffs genäht werden muss-
ten, zu gelten. Sodann beklagte der Beschwerdeführer im März 2023 
Schmerzen an beiden Handrücken, welche mittlerweile so stark seien, dass 
er nicht mehr arbeiten könne. Der behandelnde Dr. med. G.________, 
Facharzt für Handchirurgie und Chirurgie, stellte in der Untersuchung vom 
28. März 2023 (act. IIA 117 S. 3) eine intakte Durchblutung, Motorik und 
Sensibilität fest und notierte einzig eine Druckdolenz bei den indurierten 
Vorwölbungen. Am 5. April 2023 (act. IIA 117 S. 4) hielt er fest, ausser der 
Carpe bossu beidseits, welche beachtlich gross sei, bestünden keine Auf-
fälligkeiten. Das Schmerzempfinden sei aktuell minim. Er attestierte ab dem 

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10. April 2023 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit und resümierte, wahrschein-
lich wäre es sinnvoll, eine Zweitausbildung ins Auge zu fassen, sollten nach 
Wiederaufnahme der Arbeit die Beschwerden rezidivieren (act. IIA 117 S. 
4). Damit machte er klar, dass den Beschwerden durch entsprechende 
Adaption im Rahmen angepasster Verrichtungen begegnet werden kann. 
Die Schmerzen an den Händen wurden sodann weder im Hausarztbericht 
der H.________ vom 12. Juli 2023 (act. IIA 115) noch im neusten IV-
Bericht des behandelnden Orthopäden Dr. med. F.________ vom 18. Au-
gust 2023 (act. IIA 121 S. 2 ff.) als einschränkend erwähnt. Schliesslich 
vermögen die rein subjektiven Angaben des Beschwerdeführers, wonach 
während den beiden temporären Arbeitseinsätzen bei der C.________ AG 
und der I.________ AG (act. IIA 120.18 S. 2; IV-Protokoll S. 10) selbst bei 
leichteren Arbeiten starke Schmerzen, Gefühlslosigkeit in den Armen und 
Händen und allgemeine Schmerzen durch Fehlhaltungen, Abnützungser-
scheinungen etc. aufgetreten seien (Beschwerde S. 2), nichts an der Über-
zeugungskraft der RAD-Beurteilung zu ändern. Die Frage nach den noch 
zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen ist rechtsprechungsgemäss 
nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in ers-
ter Linie durch die medizinischen Fachpersonen und nicht gestützt auf die 
subjektiven Angaben des Beschwerdeführers zu beantworten, abgesehen 
davon, sind die geltend gemachten Beschwerden im Rahmen von insge-
samt nicht mehr zumutbaren Tätigkeiten und entsprechend übermässiger 
Belastung aufgetreten.

3.4 Nach dem Dargelegten erweist sich der medizinische Sachverhalt 
als rechtsgenüglich abgeklärt. Weitere Sachverhaltserhebungen – wie vom 
Beschwerdeführer beantragt (Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren I, Ziff. 2, 
S. 2) – erübrigen sich in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. hierzu BGE 
144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; 
SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Gestützt auf die beweiskräftige Beurtei-
lung von Dr. med. D.________ vom 12. September 2023 (act. IIA 124 S. 4 
f.) steht fest, dass in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeits-
fähigkeit besteht. Auf dieser Grundlage ist nachfolgend die Invaliditätsbe-
messung vorzunehmen.

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4.

4.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens.

4.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. 

4.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Der Beschwerdeführer ist 
seit August 2020 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (act. IIA 124 S. 5 
Ziff. 2). Vorliegend massgebend ist zudem die Anmeldung zum Rentenbe-
zug im März 2021 (act. II 17), war doch der Rentenanspruch bei den frühe-
ren Anmeldungen als Minderjähriger (act. II 11 und 14.1 S. 13 ff.) nicht zu 
prüfen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer während 
der von der Beschwerdegegnerin unterstützten und von ihm abgebroche-
nen Ausbildungen zum … ab dem 1. September 2021 bis 31. Oktober 2022 
Taggelder bezog (act. II 65, 69, 90; act. IIA 120.15), mithin während dieser 
Zeit ein allfälliger Rentenanspruch nicht entstehen konnte. In Anwendung 
von Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 f. IVG (vgl. E. 2.3 hiervor) fällt der 
frühestmögliche Rentenbeginn somit auf November 2022. Folglich ist auf 
diesen Zeitpunkt hin ein Einkommensvergleich vorzunehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2024, IV/23/851, Seite 12

4.3.1 Der Beschwerdeführer arbeitete zuletzt bei der J.________ AG als 
… (act. II 30). Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten, dass der 
Beschwerdeführer im Gesundheitsfalle weiterhin dort tätig wäre, wurde das 
Arbeitsverhältnis doch durch Aufhebungsvertrag per 31. August 2021 auf-
gelöst (act. II 107.10 S. 3), wobei offensichtlich gesundheitliche Aspekte 
den Ausschlag gaben. Gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeitgebe-
rin vom 29. Juni und 10. Juli 2023 (act. IIA 120.12 S. 1 f.) hätte der Be-
schwerdeführer im Jahr 2022 ein Jahreseinkommen in der Höhe von 
Fr. 72'125.-- erzielt und Zulagen von Fr. 6'843.90 erhalten. Daraus resultiert 
ein Valideneinkommen von Fr. 78'969.--, was vom Beschwerdeführer zu 
Recht nicht bestritten wird.

4.3.2 Da der Beschwerdeführer keine ihm grundsätzlich zumutbare Er-
werbstätigkeit aufgenommen hat (die nach Verfügungserlass ab 8. Januar 
2024 bei der K.________ zu 100% als … aufgenommene Tätigkeit [vgl. IV-
Protokoll S. 10] ist hier unbeachtlich, da ausserhalb des Überprüfungszeit-
raums liegend [vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213]), ist das von ihm nicht 
gerügte Invalideneinkommen anhand statistischer Werte zu ermitteln. Die 
Beschwerdegegnerin stellte denn auch zu Recht auf die vom Bundesamt 
für Statistik (BFS) herausgegebenen Tabellen der Schweizerischen Lohn-
strukturerhebung (LSE) und dabei praxisgemäss auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Männer, Total, Kompetenzniveau 1 
(Fr. 5'261.--), ab. Daraus resultiert indexiert auf das Jahr 2022 (gemäss 
Tabelle T1.1.20, Nominallohnindex, Männer, 2021 - 2023, Total, Basis 
2020: 100; 2022: 100.3) und angepasst an die betriebsübliche Wochenar-
beitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, 2022, Total) ein Betrag von Fr. 66'012.55 
(Fr. 5'261.-- x 12 / 40 x 41.7 / 100 x 100.3). Mithin beläuft sich das Invali-
deneinkommen auf Fr. 66'012.55. 

4.3.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 78'969.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 66'012.55 resultiert ein Invaliditätsgrad von 16%, 
womit kein Rentenanspruch besteht (vgl. E. 2.3 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2024, IV/23/851, Seite 13

5.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 6. November 2023 
(act. IIA 127) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwer-
de abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.