# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27c4ff41-4136-5cd1-90a9-4b5ee4585e68
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.09.2025 ZR1 2025 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-106_2025-09-02.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Entscheid vom 2. September 2025
mitgeteilt am 8. September 2025

Referenz ZR1 25 106

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Brun und Michael Dürst
Hugentobler, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. ärztliche Einweisung vom 20. August 2025

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Sachverhalt

A. A._____ trat am 14. August 2025 freiwillig in die Klinik A._____ (nachfolgend: 
Klinik A._____) zu einer stationären Behandlung ein, nachdem sie am Vortrag 
ausgetreten war. In der Folge wurde ein Rückbehalt ausgesprochen und A._____ 
auf die geschlossene Station verlegt.

B. Am 20. August 2025 wurde A._____ von Dr. med. C._____, für maximal 
sechs Wochen fürsorgerisch in der Klinik A._____ untergebracht.

C. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 20. August 
2025 (Poststempel) Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden.

D. Am 21. August 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer des Obergerichts die Klinik A._____ um einen kurzen Bericht zum 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, zur Art der Behandlung und 
insbesondere darüber, inwiefern die Voraussetzungen für eine fürsorgerische 
Unterbringung aus ärztlicher Sicht gegeben seien. Die Klinik A._____ reichte den 
angeforderten Bericht mitsamt den wesentlichen Klinikakten über die 
Beschwerdeführerin am 22. August 2025 beim Obergericht ein.

E. Mit prozessleitender Verfügung vom 26. August 2025 beauftragte der 
Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer B._____, mit der Erstellung eines 
Gutachtens über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sowie über die 
Notwendigkeit der fürsorgerischen Unterbringung. Das Gutachten ging innert Frist 
am 29. August 2025 beim Obergericht ein.

F. Am 2. September 2025 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 28. August 2025 vorgeladen worden war. Die Beschwerdeführerin 
nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach 
durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv der 
Beschwerdeführerin sowie der Klinik A._____ am darauffolgenden Tag zugestellt.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die fürsorgerische 
Unterbringung vom 20. August 2025 (vgl. act. 01, Art. 426 ff. ZGB). Das Obergericht 
ist hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB 
i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB und Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) und folglich 
zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerde wurde 
am 20. August 2025 der Post übergeben (Poststempel). Die Beschwerde muss 
schriftlich, nicht aber begründet eingereicht werden (Art. 450 Abs. 3 ZGB und 

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Art.  450e Abs. 1 ZGB). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 
III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 48 ff.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Vorliegend erstattete B._____ ein Kurzgutachten über 
die Beschwerdeführerin. Dieses basiert auf einer persönlichen Untersuchung der 
Beschwerdeführerin am 27. August 2025, fremdanamnestischen telefonischen 
Angaben der Oberpsychologin D._____, Klinik A._____, vom 28. August 2025 und 
fremdanamnestischen telefonischen Angaben von E._____, der Vertretung der 
Beiständin, vom 28. August 2025. Damit ist dem Erfordernis eines aktuellen 
Sachverständigengutachtens Genüge getan.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 

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faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das 
Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, 
a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung 
vom 2. September 2025 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3.1. Neben der gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB für die Anordnung der Unterbringung 
grundsätzlich zuständigen Erwachsenenschutzbehörde können die Kantone 
gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB Ärztinnen und Ärzte bezeichnen, welche eine 
fürsorgerische Unterbringung anordnen dürfen. Die Höchstdauer von sechs 
Wochen darf dabei nicht überschritten werden. Der einweisende Arzt hat die 
betroffene Person persönlich zu untersuchen, anzuhören und ihr anschliessend den 
Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben 
auszuhändigen (Art. 430 ZGB). Dies bedeutet, dass die Untersuchung dem 
Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 429/430 N. 20 ff.). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine 
klinische Untersuchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der 
betroffenen Person eine Meinung bilden (vgl. GUILLOD, in: Büchler et al. [Hrsg.], 
FamKomm Erwachsenenschutz, 2013, Art. 430 N. 4). Vorliegend hat Dr. med. 
F._____, Klinik A._____, die Beschwerdeführerin nach der persönlichen 
Untersuchung vom 20. August 2025 aufgrund psychischer Störung für die Dauer 
von maximal sechs Wochen fürsorgerisch untergebracht (act. 01.1).

3.2. Zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung für eine Höchstdauer 
von sechs Wochen ist jeder im Kanton Graubünden zur selbständigen 
Berufsausübung zugelassene Arzt mit einem Facharzttitel der Psychiatrie und 
Psychotherapie befugt (Art. 429 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 
EGzZGB). Dr. med. F._____ war als Facharzt der Psychiatrie und Psychotherapie 
demnach zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung befugt. Die ärztliche 
Untersuchung fand am 20. August 2025 statt. Zudem enthält die Verfügung vom 20. 
August 2025 (act. 01.1) die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen 
Minimalangaben. In formeller Hinsicht ist die fürsorgerische Unterbringung der 
Beschwerdeführerin folglich nicht zu beanstanden.

4.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung in 
materieller Hinsicht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer 
psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer 
verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und 

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der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die 
betroffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine 
Person der persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der 
betroffenen Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu 
auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 
7001 [zit.: Botschaft], S. 7062). Für die Anordnung einer fürsorgerischen 
Unterbringung allein wegen Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB grundsätzlich 
keine genügende gesetzliche Grundlage. Mit anderen Worten darf eine 
Fremdgefährdung für sich alleine nie ausschlaggebend für eine fürsorgerische 
Unterbringung sein (BGE 145 III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

4.2. Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine 
der drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, 
geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine 
sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder 
Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_288/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen 
sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 
Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu 
rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer 
Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die 
freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck 
der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann 
(Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 
auch tauglich ist (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

4.3.1. Zu klären ist demnach zunächst, ob die Beschwerdeführerin an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 

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entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.).

4.3.2. Dr. med. F._____ hat die Beschwerdeführerin gemäss Verfügung vom 
20. August 2025 aufgrund einer psychischen Störung fürsorgerisch untergebracht. 
Im Bericht der Klinik A._____ vom 22. August 2025 wird aufgeführt, dass die 
Beschwerdeführerin im Jahr 2025 bereits zum vierten Mal in der Klinik A._____ 
hospitalisiert ist. Die Beschwerdeführerin sei am 14. August 2025, einen Tag nach 
der Entlassung aus der vorgängigen Hospitalisation, via Spital B._____ freiwillig in 
die Klinik A._____ eingetreten. In der Verfügung vom 20. August 2025 wird 
aufgeführt, dass die Beschwerdeführerin wortkarg und teils gereizt sei. Zudem 
würde ein ausgeprägtes Wahnkonstrukt bestehen. Im Bericht der Klinik A._____ 
wird aufgeführt, dass eine paranoide Schizophrenie (F20.0) vorliege. Die 
wahnhaften Symptome würden dabei insbesondere Verfolgungs- und 
Vergiftungsideen, wie auch Fremdbeeinflussungserleben, umfassen. Hinzu kämen 
Gedankenentzug und Gedankenausbreitung. Die Beschwerdeführerin berichte 
wiederholt von Gasgeruch in ihrer Wohnung und davon, dass ihre Wohnung von 
Ungeziefer befallen sei. Bei längerer Dauer von Gesprächen würden diese meist in 
Agitation und ausgeprägter Dysphorie enden. Zudem sei die Beschwerdeführerin 
im Affekt vorwiegend niedergeschlagen oder dysphorisch mit parathymen Anteilen. 
Die Gutachterin hält in ihrem Gutachten vom 29. August 2025 ebenfalls fest, dass 
bei der Beschwerdeführerin eine paranoide Schizophrenie (F20.0) vorliege. Die 
psychische Erkrankung äussere sich unter anderem durch einen anamnestisch 
systematisierten Wahn mit ausgeprägten Vergiftungssorgen, optischen 
Halluzinationen bedrohlichen Inhaltes in Form von Blut auf dem Boden, Schmutz im 
Zimmer, verschmutztes Wasser und Rauch, welcher aus dem Wasser aufsteige 
(act. 07). Hinzu kämen immer wieder aggressive Durchbrüche, sowohl physisch als 
auch verbal, Selbstgefährdung aufgrund eines Selbstfürsorgedefizites und fehlende 
Krankheits- wie auch Behandlungseinsicht. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 
2. September 2025 führte die Beschwerdeführerin aus, dass sie bestohlen worden 
sei, dass der ganze Kanton Graubünden gegen sie sei und dass bei der 
Beistandschaft nur Diebe arbeiten würden. Ausserdem sei ihr Hund ausgetauscht 
worden. Dabei handle es sich um einen kleinen blauschwarzen Mini-Pitbull. Auch 
habe man die Geschäfte der Beschwerdeführerin kaputt gemacht. Zudem wolle sie 
von der Polizei CHF 1'600.00, da ihr unzulässigerweise der Führerausweis 
entzogen worden sei. Ähnliche Aussagen führte die Beschwerdeführerin auch 
anlässlich der Exploration mit der Gutachterin auf. Die Diagnose der Gutachterin ist 
für das Obergericht angesichts der Äusserungen in der mündlichen 

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Hauptverhandlung schlüssig. Ebenso ist die von der Gutachterin beschriebene 
psychotische Symptomatik für das Gericht deutlich erkennbar. Da es sich dabei im 
eine psychische Erkrankung im medizinischen Sinne handelt, kann daraus bei der 
Beschwerdeführerin auf einen Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB 
geschlossen werden.

4.4.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 
festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

4.4.2. Im Bericht der Klinik A._____ vom 22. August 2025 wird aufgeführt, dass bei 
der Beschwerdeführerin weder eine Krankheits- noch eine Behandlungseinsicht 
bestehe. Sie sei aufgrund ihrer gegenwärtigen psychischen Verfassung nicht in der 
Lage, die Konsequenzen und die Tragweite ihrer Entscheidungen und Handlungen 
einzusehen oder persönliche Fürsorge zu tragen. Aus Sicht der Klinik A._____ gebe 
es derzeit keine weniger einschneidenden Massnahmen als die stationäre 
Behandlung in der Psychiatrie (act. 04). Der Beschwerdeentscheid hat sich nach 
Vorgabe von Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB bei psychischen 
Störungen auf ein Sachverständigengutachten abzustützen. Die Gutachterin 
bestätigt die Notwendigkeit einer stationären Behandlung. Sie sei unerlässlich, um 
eine integrierte psychiatrische Behandlung mit Psychopharmaka-, Psycho- und 
Soziotherapie zu installieren (act. 07, Frage 6). Zudem verfüge die 
Beschwerdeführerin weder über eine Krankheitseinsicht noch einen 

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Behandlungswillen, daraus resultiere, dass die Kooperationsfähigkeit und –
bereitschaft, gegenüber Ärzten und anderen Beistandspersonen als niedrig bis nicht 
vorhanden einzustufen sei (act. 07, Frage 5). Die Beschwerdeführerin äusserte sich 
anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung mehrfach dahingehend, dass sie 
weder krank sei noch einer Behandlung bedürfe. Die Beurteilungen der Klinik 
A._____ und der Gutachterin sind für das Obergericht nachvollziehbar, weshalb von 
einer notwendigen Behandlung der festgestellten psychischen Störung, 
idealerweise im Rahmen eines stationären Aufenthalts, ausgegangen werden 
muss.

4.4.3. Erforderlich ist dafür jedoch eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung von 
einem gewissen Ausmass. Die Klinik A._____ hielt in ihrem Bericht vom 22. August 
2025 fest, die Beschwerdeführerin sei in der gegenwärtigen Verfassung nebst der 
fehlenden Einsicht in die Tragweite ihrer Entscheidungen und Handlungen auch 
nicht fähig, die persönliche Fürsorge zu tragen. Zudem bestünden 
Verwahrlosungstendenzen (act. 04.2). E._____, die vertretende Beiständin der 
Beschwerdeführerin, führte auf, dass die Berufsbeistandschaft Landquart bereits 
zweimal einen Antrag bei der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden 
gestellt habe, um die Wohnfähigkeit der Beschwerdeführerin zu prüfen, wobei es 
aber nie zu einem Entscheid gekommen sei, die Beschwerdeführerin an eine 
Institution anzubinden. Die Beschwerdeführerin sei mit der selbständigen 
Wohnungssuche überfordert, ihre letzte Wohnung habe sie verloren, weil sie andere 
Mieter belästigt und angefangen habe, die Hausverwaltung mit Telefonaten zu 
terrorisieren. Bei einer Entlassung aus der Klinik A._____ sei die 
Beschwerdeführerin demzufolge auf die Notschlafstelle angewiesen (act. 07, 
Seite 4). Die Gutachterin stellte zudem fest, dass ein Selbstversorgungsdefizit 
vorliege, welches sich auf viele Bereiche des täglichen Lebens, wie zum Beispiel 
die Erledigung finanzieller und administrativer Belange, Hygiene, Ernährung, 
Bekleidung, Haushaltsführung, Gefahrenerkennung und selbständige Organisation 
von Hilfe und Unterstützung wie auch die zuverlässige Einnahme von 
Medikamenten auswirke. Es sei davon auszugehen, dass sich die Chronifizierung 
der Symptomatik bei ausbleibender ärztlicher Behandlung weiter verstärke und 
dadurch zu einer weiteren Verschlechterung des Krankheitsbildes führe (act. 07, 
Fragen 3 und 4). Somit gehen sowohl die Gutachterin als auch die Klinik A._____ 
von einer akuten und konkreten Selbstgefährdung aus.

4.4.4. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand der 
Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Hauptverhandlung vom 2. September 2025 konnte sich die Beschwerdeinstanz 

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ein eigenes Bild der Beschwerdeführerin machen. Die Beschwerdeführerin wirkte 
zu Beginn der Verhandlung gefasst. Sie betonte mehrfach, dass sie wieder in ihren 
Heimatkanton O.1._____ zurückkehren wolle. In Graubünden sei sie nur ausgenutzt 
worden. Sie sei betrogen worden, man habe ihr Buchhaltungsgeschäft kaputt 
gemacht, ihr rechtswidrig den Führerausweis entzogen. Es werde stets versucht, 
sie als gestört hinzustellen. Sie habe versucht, sich an die Polizei zu wenden, da 
sie Hilfe gebraucht habe, aber niemand habe ihr geholfen. In den Wohnungen, in 
denen sie gelebt habe, sei es nicht aushaltbar gewesen. Es sei sehr schmutzig 
gewesen und sie sei allergisch gegen Schmutz und Ungeziefer. Zudem sei sie ein 
Opfer der Axtattacke, welche im Jahr 2017 in O.2._____ passiert sei. Die 
Beschwerdeführerin wurde im Laufe der Verhandlung immer wieder lauter und 
emotional. Oft unterbrach sie den Vorsitzenden und schweifte ab. Sie führte aus, 
dass bei der Berufsbeistandschaft Diebe angestellt seien. Auch in der Klinik 
A._____ sei alles sehr dubios. Sie wolle keine Medikamente mehr zu sich nehmen, 
die vertrage sie nicht gut. Auf Fragen, wie es in der Klinik A._____ für sie sei, 
schweifte die Beschwerdeführerin jeweils ab und erwähnte immer wieder, dass ihr 
Hund gestohlen worden sei. Die Beschwerdeführerin beteuerte zudem immer 
wieder, nicht schizophren zu sein und auch sonst nicht krank, sie sei bloss ein wenig 
niedergeschlagen. Das sei aber auch verständlich, wenn man bedenke, dass ihre 
beiden Geschäfte zerstört worden seien, indem die Passwörter ihres Laptops, ihres 
Computers und ihres Natels gestohlen worden seien.

Angesichts der Ausführungen der Beschwerdeführerin anlässlich der mündlichen 
Hauptverhandlung erscheinen die Beurteilungen der Klinik A._____ und 
insbesondere der Gutachterin nachvollziehbar, wonach derzeit eine akute und 
konkrete Selbstgefährdung der Beschwerdeführerin in Form eines 
Selbstversorgungsdefizits besteht, wenn die stationäre Behandlung in der Klinik 
unterbleibt. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin derzeit nicht über eine 
Wohnung verfügt und die Einnahme von Medikamenten mangels Krankheits- und 
Behandlungseinsicht strikt ablehnt.

5. Schliesslich ist eine mildere Massnahme als die fürsorgerische 
Unterbringung für das Gericht zum Zeitpunkt des Entscheids nicht ersichtlich. Die 
Gutachterin erkannte bei der Beschwerdeführerin das Vorliegen des Dilemmas der 
"Drehtürpsychiatrie". Dies beschreibt das Phänomen, dass psychisch schwer 
erkrankte Personen wiederholt und kurzzeitig in psychiatrische Kliniken 
eingewiesen und dann wieder entlassen werden, nur um nach kurzer Zeit erneut 
aufgenommen werden zu müssen, da sich ihr Zustand wieder verschlechtert. 
Angesichts der insgesamt acht stationären Aufenthalte seit 2024 sei eine 

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fürsorgerische Unterbringung, welche den vorliegenden Kreislauf der 
"Drehtürpsychiatrie" unterbreche, unerlässlich (act. 07). Dementsprechend sind die 
Ausführungen der Gutachterin nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin 
engmaschig betreut werden muss, damit eine integrierte psychiatrische Behandlung 
mit Psychopharmaka-, Psycho- und Soziotherapie installiert werden kann. 
Insbesondere scheint die regelmässige Einnahme von Medikamenten zur 
Symptomreduktion unerlässlich, um einer Chronifizierung der Erkrankung entgegen 
zu wirken (act. 07 Antworten auf Fragen 6 und 8). Ein wiederholter Unterbruch der 
Behandlung durch Aus- und Wiedereintritte scheint diesem Prozess nicht förderlich.

6. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt schliesslich 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Der Begriff der Einrichtung ist 
weit auszulegen. Gemeint ist jede organisatorische Einheit, in der einer Person 
ohne oder gegen ihren Willen persönliche Fürsorge unter spürbarer Einschränkung 
der Bewegungsfreiheit erbracht werden kann (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., 
Art. 426 N. 35). Sie muss die wesentlichen Schutzbedürfnisse der eingewiesenen 
Person abdecken. Es kann nicht verlangt werden, dass eine geradezu ideale Anstalt 
zur Verfügung steht. Das Obergericht teilt die Auffassung der Gutachterin (act. 07, 
Frage 7), wonach die Klinik A._____ gemessen an der Behandlungs- und 
Betreuungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin geeignet ist, um der aktuellen 
Behandlungs- und Betreuungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin gerecht zu 
werden.

7. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Voraussetzungen für 
eine fürsorgerische Unterbringung vorliegend erfüllt sind. Die Beschwerde ist daher 
abzuweisen.

8. Da die Beschwerdeführerin vollumfänglich unterlegen ist, wären ihr die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es ist jedoch zu vermuten, dass die Beschwerdeführerin nicht 
über die erforderlichen finanziellen Mittel zur Kostentragung verfügt, da sie lediglich 
eine IV-Rente erhält. Unter Berücksichtigung der finanziellen Verhältnisse der 
Beschwerdeführerin rechtfertigt es sich vorliegend, im Sinne von 
Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 
Daher verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 
CHF 4'562.50 (CHF 1'500.00 Gerichtskosten, CHF 3'062.50 Gutachterkosten) beim 
Kanton Graubünden.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 4'562.50 (CHF 1'500.00 
Gerichtskosten, CHF 3'062.50 Gutachterkosten) gehen zu Lasten des 
Kantons Graubünden.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]