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**Case Identifier:** 8a789335-c743-5af4-a4fc-d74ddff55ab5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.06.2019 200 2019 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-118_2019-06-24.pdf

## Full Text

200 19 118 IV
SCP/BRM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Juni 2019

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Januar 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/19/118, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1959 geborene A.________ meldete sich – nachdem ihr im Jahre 2007 
wegen einer Krebserkrankung Leistungen für Hilfsmittel (Perücken) zuge-
sprochen worden waren (Akten der IV-Stelle Bern, IVB [act. II] 5) – am 9. 
November 2015 für berufliche Integration/Rente bei der IVB an (act. II 11). 
In einem Begleitschreiben gab sie unter anderem an, dass sie sich von der 
– wegen einer erneuten Brustkrebserkrankung – im September 2015 
durchgeführten Operation nur schwer erhole, dauermüde, schnell erschöpft 
und nicht mehr belastbar sei (act. II 12). Die IVB holte erwerbliche (act. II 
15, 17) und medizinische (act. II 16, 18, 24, 28, 31, 33) Unterlagen ein. Seit 
dem 26. Oktober 2015 arbeitete die Versicherte wiederum in ihrer ange-
stammten Tätigkeit mit einem reduzierten Pensum (act. II 17 S. 4). Gemäss 
Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. 
C.________, Facharzt für Arbeitsmedizin, sei unter adäquater fachpsychia-
trischer/psychologischer Betreuung eine Steigerung des Arbeitspensums 
auf das Ursprungspensum (90%) innerhalb eines halben Jahres zu erwar-
ten (vgl. Bericht vom 30. August 2016; act. II 35).

Zwischenzeitlich wurde das Arbeitspensum der Versicherten mittels Ände-
rungskündigung vom 17. Mai 2017 mit Wirkung ab 1. Oktober 2017 auf 
50% herabgesetzt (act. II 44).

Mit Vorbescheid vom 19. September 2016 stellte die IVB der Versicherten 
die Ablehnung des Leistungsbegehrens mangels eines invalidisierenden 
Gesundheitsschadens in Aussicht (act. II 36). Der dagegen von der Versi-
cherten, unterstützt durch die D.________, erhobene Einwand vom 17. Ok-
tober 2017 (act. II 38) veranlasste die IVB, mit dem Verfügungserlass 
sechs Monate zuzuwarten (act. II 39), bis antragsgemäss ein ärztlicher 
Bericht bezüglich der ambulant-psychiatrischen Therapie vorlag; dieser 
ging am 22. Mai 2017 bei der IVB ein (act. II 41). Nach Erhalt weiterer Ver-
laufsberichte (act. II 42, 49) konsultierte die IVB erneut den RAD, welcher 
am 18. August 2017 (act. II 51) und nach empfohlenem Einholen weiterer 

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medizinischer Berichte (act. II 53, 58) nochmals am 21. November 2017 
Stellung nahm (act. II 61). 

Mit – denjenigen vom 19. September 2016 annullierenden und ersetzenden 
– Vorbescheid vom 20. Dezember 2017 stellte die IVB der Versicherten 
(wiederum) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (act. II 62). 
Auf Einwand der mit der Wahrung der Interessen der Versicherten beauf-
tragten Rechtsanwältin B.________ vom 29. Januar 2018 hin (act. II 64) 
empfahl der RAD-Arzt, Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine In-
nere Medizin, eine psychiatrische Begutachtung, ergänzt durch eine inter-
nistisch-onkologische Begutachtung bezüglich der körperlichen Einschrän-
kungen und der fraglichen Fatigue (act. II  68). Die in der Folge damit be-
auftragte F.________ (MEDAS) (act. II 78) erstattete ihr bidisziplinäres 
Gutachten am 17. September 2018 (act. II 85.1-85.3).

B.

Gegen den darauf erlassenen Vorbescheid vom 27. September 2018 (act. 
II 86) erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin B.________, 
am 24. Oktober 2018 Einwand, in welcher sie das Gutachten als mangel-
haft rügte und beantragte, es sei eine rechtsgenügliche medizinische Ab-
klärung durchzuführen. Nachdem die IVB die MEDAS zu den Vorbringen 
der Versicherten hatte Stellung nehmen lassen (act. II 90) und sich die 
Versicherte ihrerseits hierzu geäussert hatte (act. II 92), verfügte die IVB 
am 14. Januar 2019 entsprechend dem Vorbescheid (act. II 93).

C.

Hiergegen liess die Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 13. Februar 2019 Beschwerde erheben mit den Anträgen, 
die Verfügung vom 14. Januar 2019 sei aufzuheben und die Beschwerde-
gegnerin sei anzuweisen, den Gesundheitszustand der Beschwerdeführe-
rin rechtsgenüglich feststellen zu lassen und auf dieser Basis deren Leis-
tungsanspruch erneut zu prüfen. Zur Begründung wird im Wesentlichen 

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geltend gemacht, dass die Ursache der medizinisch hinlänglich dokumen-
tierten Müdigkeit und Erschöpfbarkeit – auch im Gutachten der MEDAS – 
nicht genügend untersucht und insofern der medizinische Sachverhalt nicht 
hinreichend abgeklärt sei. Auf das Gutachten könne deshalb nicht abge-
stellt werden.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 18. März 2019 beantragt die IVB die kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. Januar 2019 (act. II 
93). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der IV, wobei 

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insbesondere der Frage nachzugehen ist, ob der medizinische Sachverhalt 
rechtsgenüglich abgeklärt ist. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditäts-
grades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi-
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall 
anhand von Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zu-
mindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 
V 281 E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen 
(BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

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2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.3.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353). Eine von anderen mit der versicherten Person befassten 
Ärzten abweichende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht 
in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, 
sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine ei-
genständige Beurteilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich 
abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsver-
fahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 
S. 110).

3.

3.1 In Bezug auf den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit lässt 
sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.1.1 Dr. med. G.________, Chefarzt Onkologiezentrum, Spital 
H.________, hielt in seinem Bericht vom 24. November 2015 als Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Mammakarzinom rechts 
(Diagnose 10. September 2015) sowie einen Status nach Mammakarzinom 
links (Diagnose 19. Juni 2007) fest; ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit nannte er eine Arthroskopie rechts (2009) sowie ein Melanom lumbal 
links (2004). Am 30. September 2015 sei eine axiläre Sentinellymphknoten-
Dissektion, eine Skin-sparing-Mastektomie und eine submuskuläre Expan-
dereinlage durchgeführt worden. Die gegenwärtige Behandlung bestehe in 
einer adjuvanten endokrinen Therapie sowie einem ambulanten onkologi-
schen Rehabilitationsprogramm. Er bescheinigte eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit vom 28. September bis am 25. Oktober 2015 und ab 26. Okto-
ber 2015 bis auf weiteres eine solche von 50% (des bisherigen 90%-

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Pensums). In der bisherigen Tätigkeit sei die Patientin in körperlicher Hin-
sicht vermindert leistungsfähig bzw. belastbar und leide unter rascher Er-
müdbarkeit. Psychisch bestünden eine deutlich verminderte Belastbarkeit 
sowie eine Anpassungsstörung bei erneuter Karzinomdiagnose. Zurzeit sei 
nicht abschätzbar, ob die Patientin ihr Pensum werde steigern können oder 
sogar eine Reduktion notwendig werde (act. II 16).

3.1.2 In ihrem Bericht vom 11. Januar 2016 verwies die Hausärztin der 
Versicherten, Dr. med. I.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medi-
zin, auf die fachärztlichen Angaben der behandelnden Gynäkologin sowie 
der Onkologie des Spitals H.________ (act. II 24).

3.1.3 Im Verlaufsbericht vom 21. Februar 2016 attestierte Dr. med. 
G.________ bei unveränderter Diagnose einen gleichen Gesundheitszu-
stand wie im vorangegangenen Bericht vom 24. November 2015. Die ge-
sundheitlich begründete Arbeitsunfähigkeit betrage seit 4. Januar 2016 
50% (act. II 28). 

3.1.4 Die behandelnde Dr. med. J.________, Fachärztin für Gynäkologie 
und Geburtshilfe, bestätigte im Bericht vom Mai 2016 die bekannte Diagno-
se und nannte als ärztlichen Befund eine gute Wundheilung, eine körperli-
che Einschränkung, eine Fatigue sowie eine verminderte Leistungsfähig-
keit. Eine Erhöhung des Arbeitspensums auf 60% erachte sie als zumutbar 
(act. II 31). 

3.1.5 Im Verlaufsbericht vom 28. Juli 2016 bescheinigte die Hausärztin 
einen stationären Gesundheitszustand. Somatisch sei die Patientin aktuell 
ohne Befund, leide aber unter einer depressiven Verstimmung. Durch die 
rasche Ermüdung seien Leistung und Konzentration vermindert. Die bishe-
rige Erwerbstätigkeit sei maximal vier bis fünf Stunden täglich zumutbar 
(act. II 33). 

3.1.6 Gemäss Besprechung mit dem RAD-Arzt Dr. med. C.________ vom 
30. August 2016 stünden aus versicherungsmedizinischer Sicht knapp ein 
Jahr nach Diagnose und Therapiebeginn psychische Probleme (depressive 
Verstimmung, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen) im Vordergrund; diese 
seien am ehesten im Rahmen einer reaktiven Anpassungsstörung zu se-
hen. Die langfristig attestiert Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten 

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Tätigkeit könne nicht nachvollzogen werden; unter adäquater fachpsychia-
trischer/psychologischer Betreuung sei innerhalb des nächsten halben Jah-
res eine Steigerung auf das Ursprungspensum (90%) zu erwarten (act. II 
35).

3.1.7 Im Verlaufsbericht vom 11. Juli 2017 bescheinigte Dr. med. 
I.________ einen stationären Gesundheitszustand bei veränderter Diagno-
sestellung. Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten ein Fatigue-Syndrom 
nach zweifacher Krebserkrankung und ein Schlafapnoe-Syndrom. Derzeit 
werde die Patientin durch die psychiatrischen Dienste K.________ betreut 
und mit einer CPAP-Maske behandelt. In psychiatrischer Hinsicht sei die 
Prognose unklar; bei konsequentem Einsatz der Maske sei die Prognose 
bezüglich der Schlafapnoe gut. Die Ermüdung/Erschöpfung führe bei der 
Arbeit zu Konzentrationsproblemen. Die aktuelle Tätigkeit sei täglich vier 
Stunden zumutbar (act. II 49).

3.1.8 Nach Ablauf der von ihm empfohlenen Wartezeit (vgl. act. II 51 S. 6) 
verwies der RAD-Arzt Dr. med. C.________ im November 2017 auf die 
erfolgreiche, aber noch zu optimierende Behandlung der Schlafapnoe und 
erachtete die Versicherte medizinisch theoretisch ab 15. September 2017 
in der zuletzt ausgeübten, als leidensangepasst zu beurteilenden Tätigkeit 
mit einem Pensum von 70% und (spätestens) ab 1. Januar 2018 mit einem 
Pensum von 90% für arbeitsfähig (act. II 61 S. 3).

3.1.9 Im auf Empfehlung des RAD-Arztes Dr. med. E.________ (vgl. act. 
II 68 S. 7 f.) eingeholten bidisziplinären Gutachten wurden weder in onko-
logischer noch in psychiatrischer Hinsicht Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit gestellt; als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit wurden die Brustkrebserkrankungen in den Jahren 2007 und 
2015 sowie eine Neurasthenie erwähnt. Aus onkologischer Sicht seien bei-
de Mammakarzinome lege artis behandelt worden, dasjenige 2017 (recte: 
2015) nur operativ, nicht dagegen chemo- oder radiotherapeutisch. Die 
antihormonelle Behandlung des ersten Mammakarzinoms habe die Arbeits-
fähigkeit nicht eingeschränkt, sodass nicht plausibel sei, weshalb die glei-
che Therapie nun eine wesentliche Beeinträchtigung begründen sollte. On-
kologisch könne keine Ursache für die von der Explorandin geklagte Er-
schöpfung gefunden werden und es bestehe keine wesentliche Einschrän-

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kung der Arbeitsfähigkeit. Psychopathologische Befunde hätten nicht erho-
ben werden können; rein deskriptiv handle es sich bei der angegebenen 
Fatigue aus psychiatrischer Sicht um eine Neurasthenie, die keine Ein-
schränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit begründe. Die Explorandin 
weise gute berufliche Ressourcen auf; wesentliche Belastungsfaktoren 
könnten nicht gefunden werden (act. II 85.1 S. 7). Der im Einwand vom 
24. Oktober 2018 (act. II 87) angebrachten Kritik, das Gutachten nehme 
keine Stellung zur Leistungseinschätzung der behandelnden Ärzte und 
setze sich auch nicht mit der vom behandelnden Psychiater diagnostizier-
ten krebsbedingten Fatigue-Erkrankung (Cancer-Related-Fatigue) ausein-
ander, hielt die MEDAS auf entsprechende Rückfrage der IVB (act. II 89) 
im Schreiben vom 19. Januar 2019 entgegen, dass keine medizinische 
Ursache – bezogen auf die Disziplinen Onkologie und Psychiatrie – vorlie-
ge, die das subjektive Gefühl der Müdigkeit erklären könnte, weshalb auch 
kein Anlass für weitere Abklärungen bestehe. Die Mutmassung des behan-
delnden Psychiaters bezüglich Cancer-Related-Fatigue sei in diesem Fall 
ohne medizinische Grundlage (act. II 90).

3.2

3.2.1 Festzuhalten ist zunächst, dass das psychiatrische Teilgutachten 
die nach der geltenden höchstrichterlichen Rechtsprechung an eine Exper-
tise gestellten Anforderungen erfüllt. Es ist für die streitigen Belange um-
fassend, beruht auf einlässlichen gutachterlichen Untersuchungen und 
wurde in Kenntnis der Vorakten sowie in Berücksichtigung der geklagten 
Beschwerden abgegeben. Es überzeugt auch inhaltlich, indem es in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen – in Über-
einstimmung mit denjenigen in den Vorakten – nachvollziehbar begründet 
sind (vgl. E. 2.3 hiervor). Die mit Bezug auf den Begutachtungszeitpunkt 
allseitige Schlüssigkeit dieses Teilgutachtens wird auch von der Beschwer-
deführerin nicht bestritten.

3.2.2 Im onkologischen Teilgutachten wird ausgehend davon, dass die im 
Jahre 2007 durchgeführte Krebsbehandlung weit invasiver als 2015 war, 
indem nebst dem operativen Eingriff – wie er auch bei der erneuten Er-
krankung 2015 vorgenommen wurde – damals zusätzlich eine chemo- bzw. 

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radiotherapeutische Behandlung erfolgte, die damals zu keinen Leistungs-
einschränkungen geführt hat, ausgeschlossen, dass die aktuell bloss adju-
vante endokrine Therapie mit Aromasin, welches auch zwischen 2010 und 
2012 verabreicht wurde, zu Leistungseinschränkungen im Sinne einer Er-
müdbarkeit führe. Diese Schlussfolgerung überzeugt aus verschiedenen 
Gründen nicht: Zunächst ist in den vorliegenden medizinischen Akten nicht 
dokumentiert, in welchem gesundheitlichen Zustand sich die Beschwerde-
führerin während der Dauer der Hormontherapie (2007-2012; act. II 16 S. 
3) befand. Es lässt sich damit nicht beurteilen, ob, und wenn ja, über wel-
chen Zeitraum die Beschwerdeführerin damals durch die medikamentöse 
Behandlung allenfalls in ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt 
war. Immerhin hat die Beschwerdeführerin in der von ihr verfassten Kran-
kengeschichte eine chronische, steigende Müdigkeit und eine deutlich ver-
minderte Belastbarkeit im Beruf nach der ersten Krebsbehandlung erwähnt 
(act. II 12 S. 3 f.). Hinzuweisen ist sodann darauf, dass die Beschwerdefüh-
rerin offenbar zufolge Nebenwirkungen der seinerzeit installierten medika-
mentösen Behandlung ihr Arbeitspensum im Jahre 2008 auf 90% und im 
Jahre 2011 auf 80% reduziert hat, dieses dann aber aus finanziellen Grün-
den im Mai 2013 wieder auf 90% aufstocken musste (act. II 12 S. 3 f.). Die 
vom onkologischen Gutachter getroffene anderslautende Schlussfolgerung 
lässt sich auf keine objektivierten Informationen stützen und basiert mithin 
lediglich auf einer Vermutung. Schliesslich lässt der onkologische Gutach-
ter völlig unberücksichtigt, dass bei Einnahme des Medikamentes Aromasin 
gemäss Produktebeschreibung nebst Gliederschmerzen bei mehr als einer 
von 10 Patientinnen als Nebenfolge auch Müdigkeit auftritt, was einer sehr 
häufigen Nebenwirkung entspricht (vgl. <compendium.ch>). Es fällt denn 
auch auf, dass sich der Gutachter gar nicht zur chronischen Müdigkeit äus-
sert.

Soweit der Gutachter einen Zusammenhang der geklagten Müdigkeit mit 
der durchgemachten Krebserkrankung ausschliesst und als im Vordergrund 
stehende Ursache aus onkologischer Sicht das Schlafapnoe-Syndrom im 
Zusammenhang mit der Adipositas per magna sieht, ist dies nicht mit dem 
erforderlichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. 
Dies deshalb, weil die vom Onkologen getroffene Schlussfolgerung in kei-
ner Weise näher begründet wird und sich deshalb vorerst nur als Verdacht 

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präsentiert. Ob dieser Verdacht begründet ist, insbesondere wie sich die 
Adipositas auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit auswirkt, welche Wech-
selwirkungen allenfalls zwischen der installierten Hormontherapie, der Adi-
positas und dem Schlafapnoe-Syndrom bestehen, muss vorgängig mittels 
weiterer fachärztlicher Beurteilung aus pneumologischer, internistischer 
und gegebenenfalls endokrinologischer (Zusammenhang der Adipositas 
und der Hormontherapie) Sicht geklärt werden. 

Nach dem Gesagten erweist sich das bidisziplinäre, psychiatrisch-onkolo-
gische Gutachten zur Beurteilung der vorliegend umstrittenen Leistungsan-
sprüche als ungenügend, weshalb von einem nicht hinreichend geklärten 
medizinischen Sachverhalt auszugehen ist. Die angefochtene Verfügung ist 
deshalb aufzuheben und die Akten sind antragsgemäss zur Veranlassung 
einer interdisziplinären Begutachtung unter Beteiligung der Fachgebiete 
Allgemeine-Innere Medizin, (allenfalls) Endokrinologie, Onkologie und 
Pneumologie an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Rahmen der 
anschliessenden Anspruchsprüfung wird zu berücksichtigen sein, dass bei 
einer allfälligen Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes 
auch in diesem Fachgebiet eine Verlaufsbegutachtung zu erfolgen hätte. 

In diesem Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen.

3.3 Im Rahmen der Neubeurteilung nach erfolgter ergänzender medizi-
nischer Abklärung wird die IVB zudem noch Folgendes zu beachten haben: 
Die Beschwerdeführerin hat sich im September 2015 unter Hinweis auf 
eine seit diesem Zeitpunkt bestehenden Arbeitsunfähigkeit (act. II 11 S. 4 
Ziff. 4.3) zum Leistungsbezug angemeldet, sodass eine allfällige Rente 
frühestens im September 2016 zu laufen beginnen könnte (hypothetischer 
Rentenbeginn; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Das schwere obstruktive Schlafap-
noe-Syndrom wurde – soweit aus den zur Verfügung stehenden Akten er-
sichtlich – erstmals im zweiten Quartal 2017 festgestellt und bei gegebener 
Indikation im Mai 2017 eine CPAP-Therapie mit Atemmaske begonnen. Die 
von den behandelnden Ärzten in diesem Zusammenhang attestierte Ar-
beitsunfähigkeit von 50% ab 1. März 2017 (vgl. act. II 49 S. 3) für die zu-
letzt ausgeübte Tätigkeit erachtete der RAD-Arzt Dr. med. C.________ 
noch in seinem Bericht vom 18. August 2017 als nachvollziehbar im Sinne 
einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, überwiegend wahrscheinlich im 

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Rahmen der neuen somatischen Diagnose (act. II 51 S. 6); nach erfolgreich 
begonnener, aber noch zu optimierender CPAP-Therapie hielt der gleiche 
RAD-Arzt erst ab Mitte September 2017 eine höhere Arbeitsfähigkeit wie-
der für möglich (act. II 61 S. 2 f.). Unter diesen Umständen wird die Be-
schwerdegegnerin auch zu prüfen haben, ob ein allenfalls bloss vorüber-
gehender Rentenanspruch entstanden ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsa-
che und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). 

Mit – angemessener – Kostennote vom 1. Mai 2019 macht Rechtsanwältin 
B.________ ein Honorar von Fr. 1‘960.-- (7.84 Stunden à Fr. 250.--), zu-
züglich Auslagen von Fr. 5.30 und Mehrwertsteuer (7.7 % auf Fr. 1‘965.30), 
total Fr. 2‘116.65, geltend. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerde-
führerin dementsprechend eine Parteientschädigung in dieser Höhe zu 
bezahlen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/19/118, Seite 14

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
14. Januar 2019 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegne-
rin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme weiterer Abklärungen 
im Sinne der Erwägungen – über die Leistungsansprüche neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird der Beschwerde-
führerin nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten 
in Höhe von Fr. 2‘116.65 (inkl. Auslagen und MWSt.) zu ersetzen. 

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Kostennote)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.