# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ef7df61-9963-5bd7-a910-9c17e37f65fb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.12.2017 LC170027
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC170027_2017-12-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LC170027-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzoberrichterin lic. iur. 

N. Kaiser Job sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Götschi 

Beschluss und Urteil vom 27. Dezember 2017 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beklagte und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____,  

Kläger und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Ehescheidung  

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes (5. Abteilung) des Bezirksge-

richtes Zürich vom 20. Dezember 2016; Proz. FE140608 

- 2 - 

Rechtsbegehren des Klägers: 
(act. 1, 53, 69 und 120, sinngemäss) 

1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden. 

2.1 Es sei den Parteien die gemeinsame elterliche Sorge über die 
gemeinsame Tochter C._____, geb. tt.mm.2006, zu belassen. 

2.2 Es sei die Obhut für C._____ bei der Beklagten zu belassen. 

2.3 a) Es sei die mit Urteil vom 14. August 2013 des Bezirksgerichts 
Zürich (Geschäfts-Nr. EE120226-L) bestätigte bzw. weiterge-
führte Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 
Abs. 2 ZGB weiterzuführen. Die Aufgaben und Kompetenzen 
der Besuchsbeiständin seien entsprechend der Klagebegrün-
dung auszugestalten.  

 b) Es sei überdies eine Erziehungsbeistandschaft im Sinne von 
Art. 308 Abs. 1 ZGB anzuordnen. Die Aufgaben und Kompe-
tenzen der Erziehungsbeiständin seien entsprechend der Kla-
gebegründung auszugestalten.  

 c) Die Beklagte sei seitens des Gerichts als Kindesschutzbehörde 
im Sinne von Art. 273 Abs. 2 ZGB zu ermahnen und ihr die 
Bedeutung und Wichtigkeit der Kontaktwiederanbahnung zwi-
schen C._____ und dem Kläger sowie die diesbezügliche Auf-
gabe der Beklagten gemäss Art. 274 Abs. 1 ZGB zu erläutern. 

2.4 Der Kläger sei für berechtigt zu erklären, die Tochter C._____ 
vorerst zweimal pro Monat im Rahmen eines begleiteten Be-
suchsrechts zu besuchen. Sobald der Kontakt zwischen dem 
Kläger und der Tochter C._____ wieder angebahnt ist, sei der 
Kläger für berechtigt zu erklären, die Tochter C._____ jedes 
zweite Wochenende während eines Tages und nach vollstän-
diger Normalisierung der Beziehung zwischen der Tochter 
C._____ und dem Kläger jedes zweite Wochenende jeweils 
von Freitagabend, 19.00 Uhr, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, 
sowie in Jahren mit gerader Jahreszahl von Karfreitag, 9.00 
Uhr, bis Ostermontag, 19.00 Uhr, sowie am 25. Dezember und 
in Jahren mit ungerader Jahreszahl von Pfingstsamstag, 9.00 
Uhr, bis Pfingstmontag, 19.00 Uhr, sowie am 26. Dezember zu 
besuchen oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Ferner sei der 
Kläger für berechtigt zu erklären, seine Tochter C._____ wäh-
rend drei Schulferien pro Kalenderjahr zu sich oder mit sich auf 
Besuch zu nehmen. 

2.5 Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten ab Rechtskraft 
des Scheidungsurteils und längstens bis zum Eintritt der Voll-
jährigkeit von C._____, monatliche Beiträge an den Unterhalt 
und Erziehung von C._____ von CHF 1'000.–, zzgl. allfällige 

- 3 - 

Kinderzulagen, zu bezahlen, sofern und solange C._____ in 
der Schweiz wohnhaft ist. 

 Von einer Festsetzung des Unterhaltsbeitrags über den Eintritt 
der Volljährigkeit von C._____ hinaus sei abzusehen. 

 Art. 277 Abs. 2 ZGB sei vorzubehalten. 
 Für den Fall, dass C._____ mit oder ohne Zustimmung des 

Klägers aus der Schweiz wegzieht bzw. C._____ nicht mehr in 
der Schweiz wohnhaft ist, seien die monatlichen Unterhaltsbei-
träge ab dem Zeitpunkt, da C._____ die Schweiz verlassen 
hat, auf monatlich CHF 500.– herabzusetzen, ebenfalls längs-
tens bis zum Eintritt der Volljährigkeit von C._____. 

3. Es sei die Pensionskasse des Klägers nach Rechtskraft des 
Scheidungsurteils anzuweisen, vom Freizügigkeitskonto des 
Klägers die Hälfte seines während der Ehe geäufneten Freizü-
gigkeitsguthabens auf ein von der Beklagten noch zu bezeich-
nendes Freizügigkeitskonto zu übertragen. 

 Für den Fall, dass die Ehe erst nach dem 31. Dezember 2016 
geschieden wird, sei die Pensionskasse des Klägers anzuwei-
sen, vom Freizügigkeitskonto des Klägers die Hälfte seines 
während der Ehe bis am 29. Juli 2014 geäufneten Freizügig-
keitsguthabens auf ein von der Beklagten noch zu bezeichnen-
des Freizügigkeitskonto zu übertragen. 

4. Es sei vorzumerken, dass die Parteien güterrechtlich ausei-
nandergesetzt sind. 

5. Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten angemessene 
nacheheliche Beiträge an ihren persönlichen Unterhalt zu be-
zahlen,  

 - höchstens aber monatlich CHF 1'580.00 ab Rechtskraft des 
Scheidungsurteils bis (und mit) längstens März 2016, 

 - ab April 2016 monatlich CHF 0.00, d.h. es sei festzustellen, 
dass der Kläger der Beklagten ab April 2016 keinen nach-
ehelichen Unterhalt mehr schuldet. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.-Zusatz) zu-
lasten der Beklagten. 

- 4 - 

Rechtsbegehren der Beklagten: 
(act. 63, sinngemäss; act. 76 S. 2) 

1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden. 

2. Das Kind C._____, geboren am tt.mm.2006, sei unter die allei-
nige elterliche Sorge der Beklagten zu stellen. 

3. a) Das Besuchsrecht sei entsprechend dem klägerischem Kon-
zept festzulegen und der Kläger in einer ersten Phase für be-
rechtigt zu erklären, das Kind C._____ monatlich in einem be-
gleiteten Besuchstreff zu besuchen. 

 b) Es sei festzustellen, welcher Elternteil die Kosten des begleite-
ten Besuchsrechts zu tragen hat und diese dem Kläger aufzu-
erlegen. 

 c) Kann das Besuchsrecht nicht installiert werden, seien halbjähr-
liche Erinnerungskontakte von einer Stunde in Beisein der Bei-
ständin durchzuführen. 

4. a) Es sei die Besuchsbeistandschaft mit den bisherigen Kompe-
tenzen der Beiständin weiterzuführen. 

 b) Eventualiter – soweit eine Erziehungsbeistandschaft errichtet 
wird – sei diese mit folgenden Aufgaben zu versehen: 

  - die Eltern bei der Betreuung und Erziehung von C._____ zu 
unterstützen; 

  - die notwendigen Massnahmen (Therapien etc.) zu installie-
ren und deren Finanzierung zu beantragen bzw. sicherzustel-
len; 

  - bei Bedarf mit den involvierten Fachpersonen (Lehrperso-
nen, Schulsozialarbeiterin, Ärzte, Therapeuten) Kontakt zu 
pflegen und wenn nötig eine vermittelnde und koordinierende 
Rolle zu übernehmen. 

5.  Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten monatliche Kin-
desunterhaltsbeiträge von CHF 1'500.– und ab April 2019 von 
CHF 1'800.– zzgl. Kinderzulage zu zahlen, zahlbar jeweils im 
Voraus auf den Ersten eines jeden Monats, erstmals ab 
Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Abschluss einer 
angemessenen Ausbildung, auch über die Mündigkeit des Kin-
des hinaus, zahlbar an die Beklagte, solange das Kind in ihrem 
Haushalt lebt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger be-
zeichnet. 

6.  Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten nachehelichen 
Unterhalt im Sinne von Art. 125 ZGB wie folgt zu zahlen, zahl-

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bar monatlich zum Voraus jeweils auf den 1. eines jeden Mo-
nats: 

  - bis März 2016     CHF 3'100.– 

  - ab April 2016 bis März 2019  CHF 2'850.– 
  - ab April 2019 bis März 2022  CHF 2'550.– 
7.  Die Unterhaltsbeiträge seien gerichtsüblich zu indexieren. 

8.  Die während der Ehe geäufneten Guthaben der beruflichen 
Vorsorge seien nach Gesetz zu teilen. 

9.  Es sei vorzumerken, dass die Parteien güterrechtlich ausei-
nandergesetzt sind. 

10.  Die Anträge des Klägers seien abzuweisen, soweit sie jenen 
der Beklagten entgegen stehen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers. 
 
 

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 5. Abteilung, Einzelgericht 
vom 20. Dezember 2016: 

(act. 145 S. 61 ff.) 

1. Die Ehe der Parteien wird gestützt auf Art. 114 ZGB geschieden. 
 

2. Die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2006, wird unter der gemeinsamen 
elterlichen Sorge der Parteien belassen. 
 

3. Die Obhut für die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2006, wird der Be-
klagten zugeteilt. 
 

4. Der Kläger ist berechtigt, die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2006, 
vorerst einmal pro Monat im Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts auf 
eigene Kosten zu besuchen. Bei positivem Verlauf der Kontakte ist das be-
gleitete Besuchsrecht auf zwei begleitete Besuche pro Monat auszudehnen. 
 
Sobald der Kontakt zwischen dem Kläger und der Tochter wieder angebahnt 
ist, ist der Kläger berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung 
für die Tochter auf eigene Kosten an jedem zweiten Wochenende während 
eines Tages (Samstag oder Sonntag) von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr zu über-
nehmen. 
 
Nach vollständiger Normalisierung der Beziehung zwischen dem Kläger und 
der Tochter ist der Kläger berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverant-
wortung für die Tochter auf eigene Kosten wie folgt zu übernehmen: 
 

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− an jedem zweiten Wochenende von Freitag, 19.00 Uhr, bis Sonntag, 
19.00 Uhr; 

− in Jahren mit gerader Jahreszahl von Karfreitag, 9.00 Uhr, bis Oster-
montag, 19.00 Uhr, und am 25. Dezember; 

− in Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingstsamstag, 9.00 Uhr, bis 
Pfingstmontag, 19.00 Uhr, und am 26. Dezember.  
 

Das auf jeweils die Feiertagsregelung folgende Wochenende verbringt die 
Tochter bei der Beklagten, womit die abwechselnde Wochenendregelung 
von neuem beginnt. 
 
Ausserdem ist der Kläger nach vollständiger Normalisierung der Beziehung 
zur Tochter berechtigt und verpflichtet, die Tochter während der Schulferien 
für die Dauer von drei Wochen pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit 
sich in die Ferien zu nehmen. 
Die Parteien sprechen sich über die Aufteilung der Ferien mindestens drei 
Monate im Voraus ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Kläger 
in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Auf-
teilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Beklagten. 
 

5. a) Es wird für die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2006, eine Beistand-
schaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB errichtet. Der Beiständin bzw. dem 
Beistand werden die folgenden Aufgaben übertragen: 
 
− die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat zu unterstützen, 
− die weitere Pflege, Erziehung und Ausbildung von C._____ zu überwa-

chen, 
− Förderung der Kommunikationsfähigkeit der Eltern in Bezug auf die 

Kinderbelange z.B. durch Moderation von gemeinsamen Gesprächen 
mit den Eltern, 

− Vermittlung zwischen den Eltern bei Streitigkeiten die Tochter betref-
fend, 

− in Zusammenarbeit mit den Beteiligten schulische, therapeutisch 
und/oder medizinisch indizierte Massnahmen in die Wege zu leiten und 
zu begleiten, 

− zu überprüfen, dass C._____ in einer kindsgerechten Wohnform woh-
nen kann 

− falls notwendig, weitere Abklärungen zur Gewährleistung des Kinds-
wohls zu veranlassen und die Finanzierung sicherzustellen, 

− Antrag zu stellen, falls weitergehende Aufgaben umschrieben werden 
müssen oder die Massnahme veränderten Verhältnissen anzupassen 
ist. 
 

b) Die mit Urteil vom 14. August 2013 des Bezirksgerichts Zürich (Geschäfts-
Nr. EE120226) bestätigte Beistandschaft für die Tochter C._____, geboren 
am tt.mm.2006, im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB wird weitergeführt. Der 
Beiständin bzw. dem Beistand werden die folgenden Aufgaben übertragen: 

 

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− das Kind durch geeignete Massnahmen darin zu unterstützten, den seit 
Ende Mai 2012 unterbrochenen Kontakt zum Vater wieder aufzubauen, 

− ein begleitetes Besuchsrecht des Vaters für die Tochter C._____ von 
vorerst einem Besuch pro Monat gemäss Ziffer 2 vorstehend zu etab-
lieren, 

− die Besuchskontakte bei positivem Verlauf der vorangegangenen Be-
suche auf zwei begleitete Besuche pro Monat auszudehnen,  

− in Absprache mit den Parteien die Besuchsmodalitäten (insbesondere 
Zeitpunkt, Ort und Begleitperson) sowie den zeitlichen Rahmen der 
einzelnen Besuche festzulegen und die begleiteten Besuche zu organi-
sieren, 

− gemeinsam mit den Eltern darauf hinzuarbeiten, dass die begleiteten 
Besuche in unbegleitete Besuche gemäss Ziffer 2 vorstehend überführt 
werden können, 

− eine Therapie für C._____ mit psychoedukativen Elterngesprächen (mit 
dem Fokus Unterstützung der Tochter bei der Wiederanknüpfung der 
Kontakte zum Vater) zu organisieren, sobald eine solche von den in-
volvierten Fachpersonen als sinnvoll erachtet wird. 
 

6. Die Erziehungsgutschrift für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden al-
lein der Beklagten angerechnet. Es ist Sache Parteien, die betroffenen Aus-
gleichskassen zu informieren. 
 

7. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten an den Unterhalt und die Erzie-
hung der Tochter C._____, geboren am tt.mm.2006, folgende Kinderunter-
haltsbeiträge, zuzüglich Familien-, Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, zu 
bezahlen: 
 
− CHF 1'200.–   ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis März 

2022; 
 

− CHF 1'500.–   ab April 2022 bis zur Volljährigkeit.  
 

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zahlbar, und zwar monatlich im 
Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.  
 

8. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten nachehelichen Unterhalt von 
CHF 2'000.– pro Monat ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis März 2022 
zu bezahlen.  
 
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zahlbar, und zwar monatlich im 
Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. 
 

9. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 7 und 8 vorstehend 
basiert auf folgenden Grundlagen:  
 
− Erwerbseinkommen klagende Partei (inkl. 13. Monatslohn, zuzüglich 

Familien-, Kinder- und/oder Ausbildungszulagen): CHF 7'650.– netto; 

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− Hypothetisches Erwerbseinkommen beklagte Partei (inkl. 13. Monats-

lohn sowie Mietertrag Wohnung St. Petersburg, zuzüglich Familien-, 
Kinder- und/oder Ausbildungszulagen): CHF 2'200.– netto (50 %-
Pensum bis März 2022); 
 

− Vermögen klagende Partei: CHF 0.-; 
 

− Vermögen beklagte Partei: CHF 0.-. 
 

10. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 7 und 8 sowie der Betrag des zur 
Reduktion bzw. Erhöhung berechtigten Netto-Erwerbseinkommens gemäss 
Ziffer 9 basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bun-
desamtes für Statistik, Stand Ende November 2016 von 100.1 Punkten (Ba-
sis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar eines 
jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2018, dem Stand des Indexes per 
Ende November des Vorjahres anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach 
folgender Formel: 
 

Neuer Unterhaltsbeitrag  = alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index 
alter Index 

 
Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr 
Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unter-
haltsbeiträge gemäss Ziffer 7 und 8 nur proportional zur tatsächlichen Ein-
kommenssteigerung angepasst. 

 
Fällt der Index unter den Stand von Ende November 2016, berechtigt dies 
nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge. 

 
11. Die Vorsorgeeinrichtung D._____, … [Adresse], wird angewiesen, mit 

Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Vorsorgekonto des Klägers (Vertrag-
Nr. …, Vers.-Nr. …) CHF 48'080.– auf ein von der Beklagten noch zu be-
zeichnendes Freizügigkeitskonto zu überweisen. 
 

12. Es wird festgestellt, dass die Parteien in güterrechtlicher Hinsicht vollständig 
auseinandergesetzt sind. 
 

13. Die Entscheidgebühr wird auf CHF 5'800.– festgesetzt.  
 

14. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, der Anteil des Klä-
gers wird jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Der Kläger wird auf die Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen. 
 

15. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  
 

- 9 - 

16. (Mitteilungen) 
 
17. (Rechtsmittel) 
 
 

Berufungsanträge: 

der Beklagten und Berufungsklägerin (act. 143 S. 2 f.): 
 
1. In Gutheissung der Berufung seien die 
 
 - Ziffer 2 (elterliche Sorge), 
 - Ziffer 4 (Besuchs- und Ferienrecht sowie Feiertagsregelung), 
 - Ziffer 5 lit. a Abs. 1, 3, 4, 5 und 7 sowie 
 - Ziffer 5 lit. b Abs. 1 bis 6 (Beistandschaft) 
 

des Dispositivs des Urteils vom 20. Dezember 2016 des Bezirksgerichtes 
Zürich, 5. Abteilung - Einzelgericht, mit der Geschäfts-Nr. FE140606 aufzu-
heben und unter Beachtung der Anträge der Berufungsklägerin (Mutter) wie 
folgt abzuändern: 

 
1. Unter Aufhebung von Ziffer 2 sei das Kind C._____, geb. am 

tt.mm.2006, unter die alleinige elterliche Sorge der Berufungsklägerin 
(Mutter) zu stellen. 

 
2. Unter Aufhebung von Ziffer 5 lit. a und der Aufhebung von Ziffer 5 lit. b, 

sei nur noch eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB wie 
folgt zu errichten, wobei der Beiständin bzw. dem Beistand die folgen-
den Aufgaben zu übertragen seien: 

 
  - Die Mutter in ihrer Sorge mit Rat und Tat zu unterstützen, 

- die weitere Pflege, Erziehung und Ausbildung von C._____ zu 
überwachen, 

- zu überprüfen, dass C._____ in einer kindsgerechten Wohnform 
wohnen kann, 

- halbjährliche Erinnerungskontakte mit der Beiständin und 
C._____ betreffend Besuchs- und Ferienrecht sowie Feiertagsre-
gelung des Berufungsbeklagter (Vater) durchzuführen, 

- Antrag zu stellen, falls weitergehende Aufgaben umschrieben 
werden müssen oder die Massnahme veränderten Verhältnissen 
anzupassen ist, 

 
2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (plus gesetzliche Mehrwert-

steuern von zurzeit 8 Prozent) beider Instanzen zu Lasten des Berufungsbe-
klagten. 

 

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Erwägungen: 

I.  

1. Die Parteien sind russische Staatsangehörige. Sie lernten sich 2004 in der 

Schweiz kennen und lebten ab August 2005 in der Schweiz zusammen. Am  

tt.mm.2006 kam ihre gemeinsame Tochter C._____ zur Welt. Sie heirateten am 

tt. Juni 2006. Seit Ende Mai 2012 leben sie getrennt.  

2. Im Juni 2012 leitete die Beklagte und Berufungsklägerin (nachfolgend Be-

klagte) beim Bezirksgericht Zürich ein Eheschutzverfahren ein. Ungefähr zur glei-

chen Zeit hatte der Kläger und Berufungsbeklagte (nachfolgend Kläger) in Russ-

land ein Scheidungsverfahren eingeleitet. Im Eheschutzverfahren vor Bezirksge-

richt Zürich ergingen verschiedentlich vorsorgliche Massnahmen. Diese standen 

mindestens teilweise mit dem seit der Trennung erfolgten Kontaktabbruch zwi-

schen C._____ und dem Kläger im Zusammenhang. Mittels verschiedener Mass-

nahmen (Besuchsbeistandschaft, begleitetes Besuchsrecht, psychoedukative 

Therapie mit Elterngesprächen etc.) wurde seitens des Gerichts versucht, den 

Kontakt zwischen C._____ und ihrem Vater wieder aufzubauen und ein Besuchs-

recht zu installieren, was aufgrund des Widerstands des Kindes jedoch scheiterte.  

Am 10. April 2013 wurde die damals 7-jährige C._____ von der zuständigen Ehe-

schutzrichterin und einer Psychologin angehört (act. 129/64). Am 14. August 2013 

erging der eheschutzrichterliche Endentscheid. Gemäss diesem Entscheid wurde 

C._____ unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien belassen, und die 

Obhut blieb in Bestätigung der früher erlassenen vorsorglichen Massnahmen wei-

terhin bei der Beklagten. Die bereits im September 2012 ebenfalls im Rahmen 

vorsorglicher Massnahmen errichtete Besuchsbeistandschaft wurde weitergeführt, 

und der Kläger wurde weiterhin für berechtigt erklärt, C._____ im Rahmen eines 

begleiteten Besuchsrechts zu besuchen. Für die detaillierten Regelungen und die 

- 11 - 

weiteren eheschutzrichterlichen Anordnungen kann auf den erwähnten Entscheid 

verwiesen werden (act. 129/77). 

3. Mit Eingabe vom 28. Juli 2014 reichte der Kläger beim Einzelgericht des Be-

zirksgerichts Zürich die Scheidungsklage ein. In der Folge wurde ein doppelter 

Schriftenwechsel durchgeführt, und C._____ wurde am 14. März 2016 vom 

Scheidungsgericht angehört. Zu Besuchskontakten zwischen C._____ und dem 

Kläger war es nach wie vor nicht gekommen. Nachdem sowohl gerichtliche als 

auch aussergerichtliche Vergleichsbemühungen betreffend die strittig gebliebenen 

Kinderbelange und den ebenfalls strittigen Unterhalt scheiterten, erliess das 

Scheidungsgericht am 20. Dezember 2016 das eingangs im Dispositiv wiederge-

gebene Urteil. Dieses wurde den Parteien zunächst unbegründet eröffnet 

(act. 127) und in der Folge auf Ersuchen der Beklagten begründet (act. 136 = 

act. 145). Die begründete Ausfertigung wurde den Parteien am 19. Juni 2017 zu-

gestellt (act. 137-138). Weitere Einzelheiten des vorinstanzlichen Verfahrens er-

geben sich aus den umfangreichen Prozessakten und den Erwägungen im be-

gründeten Urteil. 

4. Mit Eingabe vom 21. August 2017 liess die Beklagte gegen das Urteil vom 

20. Dezember 2016 Berufung erheben (act. 143).  

5. Die Berufung bezieht sich auf die elterliche Sorge (Ziff. 2), das Besuchsrecht 

(Ziff. 4) und die angeordnete Erziehungs- und Besuchsbeistandschaft (Ziff. 5 lit. a 

und b). Im Weiteren sind die Kosten- und Entschädigungsfolgen (Ziff. 14 und 15) 

angefochten.  

Die Beklagte verlangt berufungsweise die alleinige Zuteilung der elterlichen Sorge 

und das Absehen von jeglichem Besuchsrecht für den Kläger. Betreffend die Er-

ziehungs- und Besuchsbeistandschaft wendet sie sich vor allem gegen Letztere. 

Die Erziehungsbeistandschaft beanstandet sie insofern, als sich diese und die 

damit verbundenen Aufgaben der Beiständin auch auf den Kläger erstrecken. An-

stelle des Besuchsrechts beantragt sie die Durchführung von halbjährlichen Erin-

nerungskontakten der Beiständin mit C._____. Schliesslich verlangt sie, dass die 

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Kosten beider Instanzen dem Kläger auferlegt werden und dieser sie auch für 

beide Instanzen zu entschädigen habe.  

Die übrigen Teile des vorinstanzlichen Urteils hat die Beklagte demgegenüber 

nicht angefochten.  

6. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Das Verfahren ist spruchreif 

(s. dazu auch Ziff. II./2.7. und 4.6.). Eine Berufungsantwort ist nicht einzuholen 

(Art. 312 Abs. 1 ZPO). Auf das Gesuch der Beklagten um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung ist nachfolgend unter Ziff. III./2. ein-

zugehen. 

II. 

1. Allgemeines 

1.1. Nach Eingang der Berufung prüft die Rechtsmittelinstanz von Amtes we-

gen die Rechtsmittelvoraussetzungen.  

Die Berufung erging unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss 

Art. 45 Abs. 1 lit. b ZPO innert gesetzlicher Frist.  

1.2. Die Berufung führende Partei hat sich mit der Begründung des erstinstanz-

lichen Entscheides auseinanderzusetzen. In der Berufung ist aufzuzeigen, inwie-

fern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Die Begründung 

muss hinreichend genau und eindeutig sein, was voraussetzt, dass im Einzelnen 

die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet werden, die angefochten werden 

und die Aktenstücke genannt werden, auf denen die Kritik beruht. Blosse Hinwei-

se auf die Vorakten und pauschale Kritik am ergangenen Entscheid sowie Wie-

derholungen des bereits Vorgebrachten genügen nicht. Soweit Rügen konkret 

vorgebracht worden sind, wendet die Berufungsinstanz das Recht von Amtes we-

gen an (Art. 57 ZPO). Die Berufungsinstanz überprüft den angefochtenen Ent-

scheid sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht frei. Sie verfügt über 

volle Kognition (Art. 310 ZPO) und ist weder an die Argumente der Parteien noch 

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an die Begründung des vorinstanzlichen Entscheides gebunden (vgl. BGE 133 II 

249 E. 1.4.1. und 130 III 136 E. 1.4.). Sie kann sich aber darauf beschränken, die 

Beanstandungen zu beurteilen, welche die Parteien in ihren schriftlichen Begrün-

dungen gegen das erstinstanzliche Urteil erheben (BGer, 5A_635/2015, Urteil 

vom 21. Juni 2016, E. 5 m.H.; ZK ZPO-REETZ/THEILER, 3. A., Zürich 2016, 

Art. 310 N 5 f.; BGE 138 III 374 E. 4.3.1; ZR 110 [2011] Nr. 80, S. 246).  

Im Bereich der Kinderbelange gelten der uneingeschränkte Untersuchungsgrund-

satz und die Offizialmaxime (Art. 296 ZPO). Dies bedeutet, dass das Gericht alle 

Tatsachen, die für die Anordnungen über die Kinder von Bedeutung sind, von Am-

tes wegen zu ermitteln hat, wobei es die ihm bedeutsam erscheinenden Gege-

benheiten frei würdigt (BGE 128 III 411 ff., E. 3.2.1). Das Gericht ist sodann nicht 

an die Parteianträge gebunden. Es kann Entscheide auch ohne entsprechende 

Anträge treffen (BGE 130 III 102 E. 6.2). Gleichwohl bleibt es aber auch im Ver-

fahren mit Untersuchungsmaxime grundsätzlich Sache der Parteien, das Tatsäch-

liche des Streites vorzutragen und die Beweismittel zu nennen (DIKE ZPO-

DOLGE, 2. A., St. Gallen 2017, Art. 277 N 6 und 8; BGer, 5A_485/2012, Urteil vom 

11. September 2012, E. 5; 5A_776/2012, Urteil vom 13. März 2013, E. 6.3.2; 

5A_808/2012, Urteil vom 29. August 2013, E. 4.3.2). Die Untersuchungsmaxime 

entbindet die Berufung führende Partei auch nicht von der zuvor dargestellten 

Begründungspflicht im Rechtsmittelverfahren (OGer ZH, NQ110031, Urteil vom 9. 

August 2011, E. 2.2.1 = ZR 110 [2011] Nr. 80). 

1.3. Soweit die Beklagte in ihrer Berufung für ihre Sachdarstellung allgemein 

den rechtsgenügenden Beweis offeriert oder sich gar die Anrufung weiterer Be-

weismittel zu einem späteren Zeitpunkt ausdrücklich vorbehält (act. 143 S. 14), 

vermag sie deshalb den Anforderungen an die Begründung nicht zu genügen. 

Gleiches gilt, wenn sie pauschal auf ihre Rechtsschriften und Parteidarstellungen 

im Eheschutz verweist (act. 143 S. 16 und 19) oder sich mehrmals auf nicht näher 

bezeichnete amtliche Akten beruft (act. 143 S. 16, 23, 24 und 26).  

1.4. Die Beklagte hat ihrer Berufung u.a. ein Schreiben der 11-jährigen Tochter 

C._____ an das Obergericht beigelegt. Unter Verweis auf dieses Schreiben führt 

sie in der Berufungsschrift aus, kaum habe die Tochter vom vorinstanzlichen Ur-

- 14 - 

teil erfahren, habe diese interveniert und gewünscht, dass das Urteil abgeändert 

werden müsse. Sie, die Beklagte, erkläre die Berufung somit nicht nur für sich 

selber, sondern auch für die Tochter C._____ (act. 143 S. 15). 

Haben die Eheleute gemeinsame Kinder, hat das Gericht im Scheidungsurteil die 

Kinderbelange nach den Bestimmungen über das Kindesverhältnis zu regeln 

(Art. 133 ZGB). Parteien des Scheidungsverfahrens sind gleichwohl nur die El-

tern, und entsprechend können grundsätzlich auch nur sie ein Rechtsmittel gegen 

das Scheidungsurteil einlegen. Eine Ausnahme besteht für die nach Art. 299 ZPO 

bestellte Kindesvertretung, die betreffend Kinderbelange und Kindesschutzmass-

nahmen nicht nur Anträge stellen, sondern auch Rechtsmittel ergreifen kann 

(Art. 300 ZPO). Darüber hinaus kann das urteilsfähige Kind die erstinstanzliche 

Verweigerung seiner Anhörung und die Ablehnung seines Antrags auf Anordnung 

einer Vertretung nach Art. 299 ZPO mit Beschwerde anfechten (Art. 298 Abs. 3 

ZPO; Art. 299 Abs. 3 ZPO).  

Wie die Beklagte an anderer Stelle korrekt festhält, ist die Tochter C._____ im 

Verfahren rechtlich selber nicht vertreten (act. 143 S. 14). Berufung kann die Be-

klagte daher nur im eigenen Namen, nicht aber auch im Namen von C._____ er-

klären. Ebensowenig stellt das Schreiben der 11-jährigen C._____ (act. 144/2) ei-

ne wirksame Rechtsmittelerklärung dar. Immerhin ist unter der hier geltenden Un-

tersuchungsmaxime auf das betreffende Schreiben, soweit erforderlich, im Rah-

men der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.  

2. Elterliche Sorge 

2.1. Die Vorinstanz beliess C._____ unter der gemeinsamen elterlichen Sorge 

der Parteien. Dabei ging sie zunächst von den gesetzlichen Regelungen der 

Art. 296 Abs. 2 und Art. 298 ZGB aus und referierte sodann die neuere Praxis des 

Bundesgerichts zur Alleinzuteilung der elterlichen Sorge an einen Elternteil 

(act. 144/1 S. 10-12). In der Folge gab sie ausführlich die Parteistandpunkte wie-

der (S. 12-20) und prüfte anschliessend, ob es zur Wahrung des Wohls von 

C._____ nötig sei, die alleinige elterliche Sorge auf einen Elternteil zu übertragen, 

was sie nach eingehender Würdigung verneinte (S. 20-24).  

- 15 - 

2.2. Die Beklagte rügt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt falsch und willkür-

lich gewürdigt und hierauf unrichtig Recht angewandt (act. 143 S. 14 f.). Sie ist 

zusammengefasst der Ansicht, die geteilte elterliche Sorge schade im vorliegen-

den Fall dem Kindeswohl. In den amtlichen Akten beständen zudem ausreichen-

de Beweise, um dem Kläger in Anwendung von Art. 311 ZGB die elterliche Sorge 

zu entziehen und bis auf weiteres auch in Zukunft zu verweigern (act. 143 S. 14-

23). 

2.3. Das Scheidungsgericht überträgt einem Elternteil die alleinige elterliche 

Sorge, wenn dies zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist (Art. 298 Abs. 1 ZGB). 

Unbestritten ist, dass die Alleinzuteilung des Sorgerechts angezeigt ist, wenn die 

in Art. 311 ZGB umschriebenen Voraussetzungen für einen Entzug der elterlichen 

Sorge vorliegen. Wie in der Lehre zu Recht ausgeführt wird, wäre es nicht sinn-

voll, nach der Scheidung die gemeinsame elterliche Sorge zu belassen, wenn 

diese einem Elternteil gestützt auf Art. 311 ZGB umgehend wieder entzogen wer-

den müsste. Da der Entzug der elterlichen Sorge der schwerste Eingriff in die El-

ternautonomie darstellt und dem Verlust eines elementaren Persönlichkeitsrechts 

gleichkommt, ist er nur zulässig, wenn andere Kindesschutzmassnahmen erfolg-

los geblieben sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen (FamKomm 

Scheidung I-BÜCHLER/CLAUSEN, 3. A., Bern 2017, Art. 298 N 16, m.H.). Darüber 

hinaus ist anerkannt, dass die Alleinzuteilung der elterlichen Sorge auch aus an-

deren Gründen geboten sein kann, namentlich im Fall eines schwerwiegenden el-

terlichen Dauerkonflikts oder bei anhaltender Kommunikationsunfähigkeit der El-

tern, sofern sich der Mangel negativ auf das Kindeswohl auswirkt und von einer 

Alleinzuteilung des Sorgerechts eine Verbesserung erwartet werden kann 

(BGE 141 III 471, 478 E. 4.6). Auf all dies wurde bereits im angefochtenen Ent-

scheid hingewiesen (act. 144/1 S. 11). 

- 16 - 

2.4.  

2.4.1. Die Beklagte behauptet, sie und der Kläger ständen bis heute in einem 

Dauerkonflikt um das Kind. Dieser wirke sich auch auf das Kind aus, was verhin-

dert werden müsse. Der bis heute andauernde Dauerkonflikt zwischen den Par-

teien habe einen Ausnahmefall geschaffen, der die Zuteilung einer gemeinsamen 

elterlichen Sorge ausschliesse (act. 143 S. 20 ff.).  

2.4.2. Die Vorinstanz erwog, es sei unbestritten, dass der Kläger seit nunmehr 

über vier Jahren keinen Kontakt mehr zu C._____ gehabt habe. Dieser Umstand 

alleine könne jedoch nicht dazu führen, dass dem Kläger "im Sinne einer ultima 

ratio" die elterliche Sorge durch die Alleinzuteilung an die Beklagte entzogen wer-

de. Solches erscheine nicht verhältnismässig; der Entfremdung sei vielmehr durch 

eine mildere Kindesschutzmassnahme, konkret durch eine Beistandschaft, entge-

genzuwirken. Es sei sodann eine Tatsache, dass die Parteien die elterliche Sorge 

über C._____ nach wie vor gemeinsam ausüben würden und diese auch während 

der über vierjährigen Trennungszeit inne gehabt hätten. Die Beklagte habe - trotz 

der vorgeworfenen Entfremdung - nicht substantiiert vorbringen können, in wel-

cher Hinsicht das Kindeswohl aufgrund der bisherigen gemeinsamen elterlichen 

Sorge beeinträchtigt sei bzw. bei einer Belassung der gemeinsamen elterlichen 

Sorge in Zukunft belastet sein würde. Der Kläger habe sich bislang stets koopera-

tiv gezeigt, was auch die verschiedenen Berichte, bspw. der Beiständin und des 

Psychologen, bestätigt hätten. Daneben hätten die Berichte den Beklagten auch 

als verständnisvollen Vater dargestellt. Die Vorinstanz verwies auf weitere Um-

stände, aus welchen sie auf den Willen des Klägers schloss, in Belangen 

C._____s zu kooperieren. Hinsichtlich der Schulpläne, so die Vorinstanz, würden 

die Parteien gar die gleiche Meinung vertreten. Die Sorge der Beklagten, die Bei-

ständin müsste im Falle der Belassung der gemeinsamen elterlichen Sorge stän-

dig Schiedsrichterin spielen, erscheine nicht gerechtfertigt. Es sei nicht aktenkun-

dig, dass die Parteien in Entscheidungsbelangen überhaupt aneinander geraten 

würden, geschweige denn regelmässig. Von einem schwerwiegenden elterlichen 

Dauerkonflikt, der sich auf die Kinderbelange als Ganzes beziehe, könne keine 

Rede sein (act. 145 S. 20 f.). 

- 17 - 

2.4.3. Die Beklagte legt auch in der Berufung nicht näher dar, weshalb entgegen 

der vorinstanzlichen Einschätzung von einem erheblichen und chronifizierten el-

terlichen Konflikt zwischen ihr und dem Kläger auszugehen ist. Dies ist auch nicht 

ersichtlich. Wie die Vorinstanz zu Recht hervorhob, haben die Parteien seit der 

über fünf Jahre zurückliegenden Trennung die gemeinsame elterliche Sorge inne, 

ohne dass es seither zu aktenkundigen schwerwiegenden elterlichen Konflikten 

gekommen wäre.  

Von den beteiligten Fachleuten wird der Kläger als kooperativer und verständnis-

voller Vater beschrieben. In seinem Therapiebericht hielt der Kinderpsychologe 

Dr. E._____ fest, dass der Kläger die Therapieziele unterstütze und sich besorgt 

um das Wohlergehen seiner Tochter gezeigt habe, indem er sich regelmässig bei 

ihm, dem Therapeuten, erkundigt habe, wie es C._____ gehe; er sei auch auf alle 

Vorschläge eingestiegen, um die Beziehungsaufnahme zu seiner Tochter zu er-

leichtern (act. 16 S. 2). Auch die Beiständin unterstrich, dass der Kläger trotz sei-

ner Enttäuschung mit viel Verständnis reagiert habe, als die Tochter ihn bei einer 

vom Therapeuten und der Beiständin geplanten Begegnung in der Schule nicht 

sehen wollte (act. 15 S. 2). Ein ähnliches Bild ergibt sich bereits aus dem Abklä-

rungsbericht des Sozialzentrums F._____ vom 21. November 2012, worin der 

Kläger als ruhig, überlegt, strukturiert und auf das Wohl des Kindes bedacht be-

schrieben wurde (act. 129/46).  

Der Wille und die grundsätzliche Fähigkeit, in Kinderbelangen zu kooperieren, 

sind beim Kläger offensichtlich vorhanden. Dazu passen auch seine geäusserten 

Vorstellungen zum gemeinsamen Sorgerecht, wonach er gerne alle Entscheide 

mit der Beklagten zusammen treffen und sich mit ihr absprechen möchte, wie sie 

es bis zur Trennung gemacht hätten (Prot. I S. 22). In den schulischen Belangen 

stimmen die Parteien ohnehin überein, möchten doch beide, dass die als intelli-

gent und begabt beschriebene Tochter C._____ dereinst das Gymnasium be-

sucht. Auch bei der Bestimmung des Aufenthaltsorts von C._____ bestehen of-

fenkundig keine Differenzen. Beide Parteien sehen die Zukunft von C._____ in 

der Schweiz, und die Beklagte hat jegliche Umzugspläne nach Russland ent-

schieden von sich gewiesen (act. 76 S. 4). Die Parteien sind sich grundsätzlich 

- 18 - 

auch darüber einig, dass C._____, die, seit sie vier Jahre alt ist, Eiskunstlauf und 

zahlreiche weitere Hobbies betreibt, sportlich und musikalisch weiterhin gefördert 

werden soll. Bereits im Eheschutzverfahren liess der Kläger ausführen, er wün-

sche sich selbstverständlich, dass seine Tochter diejenigen Freizeitaktivitäten 

ausübe, welche sie möchte (Prot. EE120226-L S. 30), und im Scheidungsverfah-

ren erklärte er, er sei sehr froh, dass sie grosse Fortschritte im Sport mache 

(Prot. I S. 22). Die im Schreiben von C._____ an die Kammer geäusserte Be-

fürchtung, der Kläger werde ihr im Falle des gemeinsamen Sorgerechts extra das 

verbieten, was sie unbedingt möchte und was ihr wichtig sei (act. 144/2 S. 4), er-

weist sich als offensichtlich unbegründet. Dass der Kläger in Anbetracht der zahl-

reichen Hobbies von C._____ (Eiskunstlauf, Klavier, Ballett, Gesang, Russisch, 

Spanischtanz, Volleyball; Prot. I S. 27) mitunter auch Bedenken äussert, ob 

C._____ genügend Zeit finde, um zur Ruhe zu kommen und sich mit Freundinnen 

zu treffen, ändert daran nichts, deckt sich doch diese Einschätzung mit derjenigen 

zahlreicher Fachpersonen, welche das ausgelastete Freizeitprogramm von 

C._____ ebenfalls nicht unkritisch beurteilen. Gerade die Haltung des Klägers 

zeigt im Übrigen, dass er besonnen und überlegt agieren kann. Es ist deshalb 

auch nicht anzunehmen, dass die Beiständin oder eine andere Instanz ständig als 

Schiedsrichterin der Eltern amten müsste, wie die Beklagte vor Vorinstanz geltend 

machte. Wie gesehen, haben die Parteien seit langem das gemeinsame Sorge-

recht inne, ohne dass es je zu grösseren Konflikten gekommen wäre.  

Unmassgeblich ist auch, dass der Kläger einen geringeren Unterhalt als von der 

Beklagten beantragt bezahlen wollte und einen monatlichen Betrag von Fr. 200.– 

für die Freizeitaktivitäten und Hobbies von C._____ als angemessen erachtet. Es 

liegt in der Natur eines kontradiktorisch ausgestalteten familienrechtlichen Verfah-

rens, dass Parteien sich widersprechende Anträge zur Sache stellen. Dies allein 

ist kein Grund für die Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge (s. BGer, 

5A_412/2015, Urteil vom 26. November 2015, E. 7.2; OGer ZH, LC160046, Urteil 

vom 11. Januar 2017, E. 5.). Der Standpunkt des Klägers ist zudem nicht etwa 

Ausdruck einer generellen Ablehnung der sportlichen und anderweitigen Aktivitä-

ten von C._____, sondern liegt in erster Linie in den knappen finanziellen Verhält-

nissen begründet, wie die Vorinstanz zutreffend erkannte. Auch unter diesem As-

- 19 - 

pekt kann mitnichten von einem erheblichen, geschweige denn chronifizierten El-

ternkonflikt gesprochen werden. Und schon gar nicht ist ersichtlich, dass er sich 

bei objektiver Betrachtung negativ auf das Kindeswohl auswirken würde.  

2.5.  

2.5.1. Ihren Antrag auf Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge begründet die 

Beklagte denn auch vor allem mit physischer und psychischer Gewalt des Klägers 

während des Zusammenlebens und der daraus resultierenden Kontaktverweige-

rung durch die Tochter. Die traumatisierenden Erlebnisse seien gemäss Art. 311 

Abs. 1 Ziff. 1 ZGB zwingend zu beachten, selbst wenn C._____ nicht persönlich, 

sondern nur ihre Mutter betroffen gewesen sei. Tatsache sei allerdings, dass auch 

C._____ Opfer von Tätlichkeiten des Klägers gewesen sei. Es existiere ein Straf-

urteil gegen den Kläger, weil er sein Kind regelmässig mit Schlägen vom 30. März 

bis ca. 17. Mai 2012 traktiert habe. Die Beziehung der Tochter sei sehr belastet, 

und die Eskalationen der Gewalt würden bis heute nachwirken. Das Verhalten 

des Klägers habe dazu geführt, dass C._____ ihren Vater nicht mehr sehen wolle. 

Es handle sich um sachlich nachvollziehbare Gründe, welche von der Rechtspfle-

ge zu beachten seien. Die Rechtspflege verursache mit ihrem Urteil vor erster In-

stanz bei C._____ eine "Dauerfolter", welche die alten Narben nie heilen lasse. Es 

habe keine Dämonisierung des Klägers durch die Beklagte stattgefunden, viel-

mehr habe der Kläger diese Dämonen selber hervorgerufen. Im vorliegenden Fall 

könne keinesfalls nur von einer Entfremdung gesprochen werden. Die Vorinstanz 

verkenne, dass die fehlende Kontaktnahme nicht Ursache, sondern Resultat der 

vielen vorausgegangenen Ereignisse sei. Auch wenn Intensität und Dauer der 

Gewalteinwirkungen nicht liquide in den amtlichen Akten bewiesen werden könne, 

so sei die Gewalteinwirkung per se dennoch fundiert. Jeder fachkundige Jurist in 

der Rechtspflege wisse, dass bei häuslicher Gewalt auf ein einziges Strafurteil 

häufig viele unbestrafte Vorfälle kommen könnten, die sich ebenfalls ereignet hät-

ten. Sie, die Beklagte, und C._____ hätten langjährig gelitten, und die Wunden 

seien bis heute nicht geheilt. Umso mehr hätte die Kinderanhörung von C._____ 

dahingehend gewürdigt werden müssen, dass sie vom Kläger nichts mehr wissen 

wolle (act. 143 S. 17 - 23). 

- 20 - 

2.5.2. Von häuslicher Gewalt Betroffene können dem hinter der gemeinsamen el-

terlichen Sorge stehenden Leitbild einer partnerschaftlichen und ausgewogenen 

Elternschaft häufig nicht gerecht werden, da in solchen Konstellationen nicht sel-

ten ein erhebliches Machtgefälle zwischen den Partnern besteht, welches vom 

gewaltausübenden Elternteil ausgenutzt wird. Es liegt dann ein Fall qualifizierter 

Kooperationsunfähigkeit resp. Kommunikationsunfähigkeit vor, der die Zuteilung 

der Alleinsorge erforderlich macht (FamKomm Scheidung I-BÜCHLER/CLAUSEN, 

a.a.O., Art. 298 N 32, m.H.). Aber auch hier gilt, dass sich der Konflikt tatsächlich 

negativ auf das Kindeswohl auswirkt und die Alleinzuteilung der elterlichen Sorge 

diesen überhaupt beheben oder mildern kann (FamKomm Scheidung I-BÜCHLER/ 

CLAUSEN, a.a.O., Art. 298 N 26). Es ist deshalb, nicht zuletzt mit Blick auf den wei-

ten Begriff der häuslichen Gewalt, die ganz verschiedene Erscheinungsformen 

kennt (s. BÜCHLER/MICHEL, Besuchsrecht und häusliche Gewalt, FamPra.ch 2011, 

525 f.), auch in solchen Fällen eine Beurteilung des konkreten Einzelfalls notwen-

dig. Und es versteht sich von selbst, dass der schwerwiegende Vorwurf der häus-

lichen Gewalt sorgfältig zu prüfen ist.  

2.5.3. In der Berufung nimmt die Beklagte mehrmals Bezug auf einen Vorfall im 

Jahre 2010, als sie durch die Schläge des Klägers eine Gehirnerschütterung erlit-

ten habe und ihr halbes Gesicht blau geworden sei (act. 143 S. 19; act. 63 S. 4 f.). 

Insbesondere dieser Vorfall sei für die Tochter prägend gewesen.  

Bereits die Vorinstanz wies mit Recht daraufhin, dass die Beweiskraft des erst 

zwei Jahre nach diesem – vom Kläger bestrittenen – Vorfall ausgestellten Arzt-

zeugnisses gering sei (act. 145 S. 22). Das Arztzeugnis, welches vom 5. Juni 

2012 datiert (act. 64/1), erwähnt keineswegs, dass es sich um häusliche Gewalt 

handelte, und es belegt auch nicht, dass C._____ den Vorfall mitbekommen ha-

ben soll, wie die Beklagte geltend macht. Mit Rapport vom 28. Mai 2012 verzeigte 

die Stadtpolizei Zürich den Kläger zwar wegen häuslicher Gewalt, begangen ge-

genüber der Beklagten (act. 71/1), und es kam auch zu einem Gewaltschutzver-

fahren vor dem Zwangsmassnahmengericht des Bezirksgerichts Zürich. Die poli-

zeiliche Verzeigung erfolgte jedoch gerade nicht wegen Körperverletzung oder 

auch nur Tätlichkeiten, sondern weil der Kläger der Beklagten anlässlich einer 

- 21 - 

verbalen Auseinandersetzung vom gleichen Tag gedroht haben soll, er werde sie 

lieber umbringen, als ihr auch nur einen Rappen Unterhalt zahlen zu müssen 

(act. 71/1 S. 1). An der Strafanzeige betreffend die – vom Kläger abermals bestrit-

tene – Drohung hielt die anwaltlich vertretene Beklagte in der Folge dann aber 

nicht einmal fest, weshalb das diesbezügliche Strafverfahren zunächst sistiert und 

danach eingestellt wurde (act. 71/1; act. 71/2).  

Der Vorinstanz ist deshalb darin beizupflichten, wenn sie im Ergebnis an der ge-

schilderten häuslichen Gewalt gegenüber der Beklagten zweifelte, und zwar nicht 

zuletzt deshalb, weil die Belege und Vorkommnisse ab Ende Mai 2012 datieren, 

demjenigen Zeitpunkt also, als der Kläger in Russland eine Scheidungsklage ein-

gereicht und sich die Parteien getrennt hatten. Schon im Eheschutzverfahren hat-

te der Kläger vorgebracht, die Anschuldigungen der Beklagten seien eine Reakti-

on auf seine am 27. Mai 2012 erfolgte Mitteilung, er sei in Russland gewesen, um 

dort das Scheidungsverfahren einzuleiten (act. 129/10 S. 3). Selbst wenn berück-

sichtigt wird, dass der Kläger zugab, die Beklagte einmal tätlich angegangen zu 

haben, allerdings ohne sie zu verletzen, kann von bis heute nachwirkenden Eska-

lationen der Gewalt, wie die Beklagte geltend macht, nicht gesprochen werden.  

2.5.4. Richtig ist, dass der Kläger mit Strafbefehl des Stadtrichters von Zürich am 

27. November 2012 wegen wiederholter Tätlichkeiten gegen C._____ durch re-

gelmässige Schläge mit der offenen Hand auf Po-Bereich oder Hände in der Zeit 

von ca. 30. März 2012 bis ca. 17. Mai 2012 mit einer Busse von Fr. 300.– bestraft 

wurde (act. 64/2). Dabei ist klar, dass Tätlichkeiten – zumal wiederholte – einer 

erziehungsberechtigten Person inakzeptabel und keinesfalls gerechtfertigt sind. 

Jedoch fällt auch hier auf, dass die durch den Strafbefehl erstellten Tätlichkeiten 

weder die Intensität noch das zeitliche Ausmass erreichen, wie es die Beklagte in 

der Berufung darzustellen versucht.  

Vor Vorinstanz behauptete die Beklagte, der Kläger habe C._____ am 30. März 

2012, als eine Freundin der Beklagten zu Besuch geweilt habe, so heftig geschla-

gen, dass sich die Stelle im Nierenbereich später dunkelrot verfärbt habe (act. 63 

S. 5), und auch C._____ schreibt in ihrem Brief an die Kammer, dass der Kläger 

sie "vor einer Bekannten in den Rücken, wo Niere sind, gehaut" habe (act. 144/2 

- 22 - 

S. 3). Dass ausgerechnet dieser – im Vergleich zu den Schlägen mit der offenen 

Hand auf Po-Bereich oder Hände – deutlich massivere Vorfall im Strafbefehl des 

Stadtrichteramtes Zürich vom 27. November 2012 nicht aufgeführt wird, spricht al-

lerdings dafür, dass er sich nicht oder zumindest nicht wie geschildert zugetragen 

hat. Bezeichnenderweise ist auch kein Arztzeugnis und auch keine Strafanzeige 

vorhanden, und das, obwohl sich C._____ damals wegen des angeblich unange-

messenen Verhaltens des Klägers bereits in regelmässiger psychologischer Be-

treuung befand (act. 129/12 S. 6). Strafentscheide anderer Behörden finden sich 

in den Akten ebenfalls nicht. Dass weder ein Arztzeugnis noch eine Strafanzeige 

vorhanden sind, wirft im Übrigen auch deshalb Fragen auf, weil sich die Beklagte 

in der Berufung als Mutter, welche "die eigene Tochter natürlich vor dem eigenen 

Vater auch zukünftig" schütze, darstellen lässt (act. 143 S. 20).  

Der Kläger wies in diesem Zusammenhang zu Recht daraufhin, dass den Kinder-

gartenlehrpersonen hätte auffallen und eine Gefährdungsmeldung an die Kindes-

schutzbehörde hätte ergehen müssen, wenn C._____ von angeblichen Gewalttä-

tigkeiten derart traumatisiert gewesen wäre, wie die Beklagte behaupte (act. 69 

S. 9). Dieser berechtigte Einwand lässt sich nicht mit dem blossen Hinweis in der 

Berufung entkräften, er gehe am Thema vorbei, da gerade hochintelligente Kinder 

sich zu helfen wüssten und wüssten, wie man solche Ereignisse vor Dritten ver-

berge (act. 143 S. 20). Gegenüber ihrer Kindergartenlehrperson, Frau G._____, 

äusserte sich nämlich C._____ durchaus über ihren Vater und erzählte dieser so-

gar, dass er zu stark schimpfe und sie zweimal geschlagen habe (act. 129/46 

S. 4). Gleichwohl sah sich auch die Kindergartenlehrerin nicht veranlasst, eine 

Strafanzeige oder auch nur eine Gefährdungsmeldung an die Kindesschutzbe-

hörde zu machen. Von der Psychologin, welche C._____ ab Anfang 2012 regel-

mässig für Gespräche sah, ist ebenfalls nicht bekannt, dass sie Derartiges unter-

nommen hätte.  

Vor diesem Hintergrund geht auch das Argument der Beklagten fehl, jeder fach-

kundige Jurist in der Rechtspflege wisse, dass bei häuslicher Gewalt auf ein ein-

ziges Strafurteil viele unbestrafte Vorfälle, die sich ebenfalls ereignet hätten, 

kommen könnten (act. 143 S. 21). Dies mag in manchen Fällen zutreffen, hier 

- 23 - 

fehlen aber hinreichende Belege, dass dem so war. Selbst die Beklagte räumt ein, 

dass Intensität und Dauer der Gewalteinwirkungen in den amtlichen Akten nicht 

liquide bewiesen werden könnten.  

Unter diesen Umständen ist auch die Schilderung von C._____ in ihren Schreiben 

an die Kammer sowie an den Rechtsvertreter der Beklagten, der Kläger habe sie 

"mit einem Gürtel, mit Metall" geschlagen (act. 144/2 S. 3; act. 122 S. 1), mit ent-

sprechender Vorsicht zu würdigen. Nicht einmal die Beklagte berichtet von einem 

derartigen Vorfall. Auffallend ist zudem, dass C._____ bei ihrer ausführlichen An-

hörung im Eheschutzverfahren, welche durch eine erfahrene Psychologin im Bei-

sein einer gleichermassen erfahrenen Richterin durchgeführt wurde, noch nichts 

dergleichen erwähnt hatte, obschon die Ereignisse damals weitaus näher lagen, 

als dies heute der Fall ist. Dies erinnert an das in Strafverfahren bekannte Phä-

nomen der Aggravation und weckt Zweifel am erlebnisbegründeten Hintergrund 

ihrer Schilderung. Gerade unter Berücksichtigung dessen, dass C._____ den Va-

ter nach Einschätzung von Fachpersonen vollkommen abgespalten hat und ihn 

als ausnahmslos böse, als Monster oder als Teufel bezeichnet, während sie die 

Mutter als ausschliesslich gut wahrnimmt (s. act. 129/64 S. 10), liegt der Verdacht 

nahe, dass diejenigen Tätlichkeiten, welche der Kläger erstelltermassen verübte, 

in der Erinnerung von C._____ - bewusst oder unbewusst - zunehmend zu massi-

veren Übergriffen ausgestaltet wurden. Dabei erscheint es zwar nicht grundsätz-

lich ausgeschlossen, dass die psychoedukative Therapie, welche C._____ ab Ok-

tober 2013 beim Psychologen Dr. E._____ besuchte, dem Kind bislang verdräng-

te Erlebnisse wieder bewusst machte. Wie die Beklagte aber an anderer Stelle 

festhält und auch bemängelt, war die (behauptete) Gewalt des Klägers in der The-

rapie bei Dr. E._____ gar kein Thema (act. 143 S. 20 und 21). 

2.5.5. In den Akten wird verschiedentlich die symbiotische Beziehung zwischen 

der Beklagten und C._____ hervorgehoben. Bereits im Abklärungsbericht des So-

zialzentrums F._____ wurde beschrieben, dass C._____ im Austausch mit der 

Mutter auf diese fixiert war und den Blickkontakt zur Mutter suchte, bevor sie den 

abklärenden Sozialarbeiterinnen etwas sagen wollte. Allgemein sei der Eindruck 

entstanden, dass C._____ gesagt habe, was ihre Mutter hören wollte und nicht 

- 24 - 

unbedingt, wie es wirklich sei (act. 129/46 S. 4). In der Kinderanhörung im Ehe-

schutzverfahren hielten Psychologin und Richterin fest, dass die exklusive und 

symbiotisch anmutende Beziehung zwischen Mutter und Tochter keinen Raum für 

den Vater lasse und dass das eigene Bild von C._____, wie sie sein sollte, und ih-

re Annahme, was andere von ihr erwarten, ganz offensichtlich von der eigenen 

Innenwelt abweiche (act. 129/64 S. 11). Auch der Psychologe und Therapeut Dr. 

E._____ wies in seinem Abschlussbericht auf die seines Erachtens symbiotische 

Beziehung zwischen der Beklagten und C._____ hin und stellte ausserdem fest, 

dass die Beklagte sehr hohe Erwartungen an C._____ habe und ihre Tochter ihr 

Lebensinhalt sei (act. 6 S. 2). Die symbiotische Beziehung kommt auch im Brief 

von C._____ an die Kammer zum Ausdruck, wenn sie erklärt, dass ihre Mutter 

das Wichtigste für sie sei und sie für ihre Mutter, oder noch deutlicher, wenn sie 

den Rechtsvertreter der Beklagten als "unser Rechtsanwalt Herr X._____" be-

zeichnet, der ihnen sehr helfe und dem sie, C._____, sehr dankbar sei. Auffällig 

ist weiter, wenn C._____ schreibt, "er (gemeint: der Kläger) hat uns ausgenutzt" 

(act. 144/2). Genau so hatte sich die Beklagte gegenüber Dr. E._____ geäussert 

und dazu vorgebracht, C._____ wolle den Vater nicht sehen, da dieser (..) sie und 

ihre Tochter nur ausgenützt habe (act. 16 S. 2; Hervorhebung nicht im Original). 

Der Vorwurf des Ausnützens ist typisch für die Bewertung aus der Paarperspekti-

ve und dürfte von daher persönlichen Enttäuschungen der Beklagten über den 

Kläger entspringen. Jedenfalls ist nicht nachvollziehbar, inwiefern der Kläger die 

minderjährige C._____ "nur ausgenutzt" haben soll. Dr. E._____ hielt deshalb mit 

Fug fest, dass die Haltung des Kindes, welches versuche, den Vater aus seinem 

Leben zu streichen, nicht unabhängig von der Haltung der Mutter sei, die gegen-

über dem Kläger ja die gleiche Haltung zeige (act. 16 S. 3). Aufhorchen lässt 

schliesslich die Aussage von C._____ in ihrem Schreiben an die Kammer, dass 

sie und ihre Mutter um jeden Preis zusammenhalten werden (act. 144/2 S. 4; 

Hervorhebung nicht im Original). Mit der Vorinstanz ist deshalb davon auszuge-

hen, dass C._____ unter dem Einfluss der Beklagten steht. Dies zeigt sich über-

deutlich darin, dass sich C._____ bei ihrer Kinderanhörung im Scheidungsprozess 

mit den Worten "Bitte, geben Sie meiner Mutter das alleinige elterliche Sorge-

recht" an die Richterin wandte (act. 100 S. 5 f.). Wie die Vorinstanz überzeugend 

- 25 - 

erwog, ist trotz der hohen Intelligenz von C._____ auszuschliessen, dass ein da-

mals knapp 10-jähriges (bzw. damals gerade 10 Jahre alt gewordenes) Mädchen 

einen derart juristisch-technischen Ausdruck von sich aus kennt und ihm bewusst 

ist, dass bei einer Scheidung eine solche Zuteilung überhaupt möglich ist.  

Der Einfluss der Beklagten lässt sich sodann an verschiedenen Formulierungen 

im Schreiben von C._____ an die Kammer ablesen. Der Brief beginnt nach der 

Anrede mit den Worten  

"Ich nenne den Herrn B._____ <er>, weil ich ihn nicht als Vater wahrnehmen 

kann. Er ist ein Betrüger, Ausnutzer und Egoist. Er hat den Begriff <Vater> nicht 

verdient, weil er sich nicht um seine einzige Tochter gekümmert und mich und 

meine Mutter geschlagen hatte" (act. 144/2 S. 1).  

Die Sätze wirken gestelzt und die gewählten Phrasen kaum altersadäquat. Die 

Bezeichnung des Klägers als Betrüger, Ausnutzer und Egoist scheint erneut der 

Optik einer enttäuschten Ex-Partnerin zu entstammen, nicht aber derjenigen eines 

Kindes, welches im Zeitpunkt der Trennung der Eltern gerade einmal sechs Jahre 

alt war. Gleiches gilt für die Äusserung von C._____ in ihrem Schreiben an den 

Rechtsvertreter der Beklagten "Ich will nur, dass er (gemeint: der Kläger) aus 

meinem Leben verschwindet" (act. 122 S. 2). Auch die teils eingenommene litera-

rische Distanz innerhalb der Ich-Erzählperspektive ("Ich kann den Schmerz noch 

fühlen und das Weinen von mir hören") will nicht recht zur Ausdrucksweise eines 

11-jährigen Mädchens passen, dessen Wortschatz noch zu Beginn der 4. Klasse 

von seiner Lehrerin im Hinblick auf sein Ziel, das Gymnasium zu besuchen, als 

klein eingeschätzt worden war und welches im Schulfach Deutsch zwar gute, 

nicht aber überdurchschnittliche Leistungen erbringt (s. act. 92 und 93).  

Darüber hinaus deutet einiges daraufhin, dass die Erinnerungen von C._____ an 

Vorfälle, welche sie als Beweis für die Bosheit und Schlechtigkeit ihres Vaters an-

führt, aus verinnerlichten Erzählungen ihrer Mutter stammen. So fällt zunächst 

auch hier auf, dass C._____s Aussagen über den Kläger in der Kinderanhörung 

im Eheschutzverfahren noch in einer pauschalen Negativität allgemeiner Natur 

blieben und sie kaum konkrete eigene Erlebnisse dazu schilderte (act. 129/64 

- 26 - 

S. 10). Mit zunehmendem Zeitablauf trug C._____ demgegenüber immer mehr 

Vorfälle und Erlebnisse vor, und zwar vornehmlich solche, die auch in den 

Rechtsschriften der Beklagten selbst vorkommen. Auf Erzählungen der Beklagten 

lässt insbesondere die Verwendung bestimmter Ausdrücke durch C._____ 

schliessen, so etwa die Gehirnerschütterung der Mutter oder der behauptete 

Schlag in den Rücken, wo die Nieren seien. Gemäss Darstellung der Beklagten 

soll C._____ bei diesen Vorfällen vier bzw. sechs Jahre alt gewesen sein. Im Alter 

von vier Jahren hätte C._____ allenfalls die Symptome einer Gehirnerschütterung 

wie Übelkeit und Kopfschmerzen wahrnehmen können, hingegen ist nicht anzu-

nehmen, dass sie damals den Begriff Gehirnerschütterung und dessen Bedeu-

tung überhaupt kannte. Das gleiche gilt betreffend den angeblichen Schlag in den 

Nierenbereich. Auch hier ist kaum denkbar, dass ein Kindergartenkind weiss, wo 

sich die Nieren – ein für Kinder ohnehin eher unbekanntes Organ – befinden. 

Ähnliche Überlegungen treffen auf den geschilderten Vorfall am Katzensee zu, als 

die damals 3 ½-jährige C._____ in den See gefallen und nass geworden sei und 

der Kläger ihr die Schuld daran gegeben habe, obschon sie noch gar nicht habe 

schwimmen können. Soweit Kinder im Alter von 3 ½ Jahren überhaupt konkrete 

Erlebnisse erinnern – das autobiografische Gedächtnis beginnt im Alter von drei 

bis vier Jahren – sind diese in aller Regel nicht mit geographischen (Orts-)Namen 

verknüpft. Und auch die von C._____ beschriebene Weigerung des "egoistisch" 

agierenden Klägers, ihr ein Brot mit Butter zu bestreichen, bis sie sich auf Rus-

sisch korrekt ausgedrückt habe, deutet daraufhin, dass nachträgliche Erzählun-

gen und Bewertungen ihre Erinnerung massgeblich formten. Denn in Anbetracht 

ihrer sprachlichen Fehler muss C._____, deren Muttersprache im Übrigen Rus-

sisch ist, damals noch relativ klein gewesen sein.  

2.5.6. Alles in allem ist eine Beeinflussung von C._____ durch die Beklagte un-

übersehbar. Diese Feststellung steht nicht im Widerspruch zur Aussage der Bei-

ständin aus dem Jahre 2014, es sei schwer einzuschätzen, inwieweit die Kinds-

mutter C._____ beeinflusse (act. 15 S. 3). Der Einfluss der Beklagten ist gerade 

im Verlaufe des mehrjährigen Scheidungsverfahrens erst deutlich geworden. Der 

Vorinstanz ist deshalb darin beizupflichten, wenn sie festhielt, dass die Beklagte 

- 27 - 

zum Wohle C._____s die Probleme in der Paarebene von denjenigen Fragestel-

lungen zu trennen habe, die das Kind beträfen.  

2.5.7. Die ersichtliche Einflussnahme der Beklagten ändert allerdings nichts da-

ran, dass die Äusserungen von C._____ und ihre hartnäckige Ablehnung des 

Klägers gleichwohl eine psychische Realität darstellen, die als solche anzuerken-

nen ist (s. dazu DETTENBORN/WALTER, Familienrechtspsychologie, 2. A., München/ 

Basel 2015, S. 100). Die Nichtbeachtung des induzierten Kindeswillens unter-

scheidet sich nicht vom Ignorieren des Kindeswillens überhaupt. Massgebend 

bleibt daher auch in solchen Fällen das Kindeswohl. Dabei ist an die gesetzliche 

Ausgangslage zu erinnern, wonach das Scheidungsgericht einem Elternteil die al-

leinige elterliche Sorge dann überträgt, wenn dies zur Wahrung des Kindeswohls 

nötig ist. Entgegen der Beklagten (act. 143 S. 19) findet insoweit gerade keine 

freie richterliche Prüfung statt (BGE 141 III 472, 478, E. 4.7).  

Die 11-jährige C._____ macht zwar geltend, sie akzeptiere das gemeinsame Sor-

gerecht nicht, und sie sei nicht damit einverstanden, dass er wichtige Sachen für 

sie ebenfalls entscheiden könne und sich um sie kümmern dürfe (act. 144/2 S. 4; 

act. 100 S. 5). Ihre Meinung beruht aber wie gesehen auf einem stark verzerrten 

Bild des Klägers ("Ein Teufel ist er. Nur Schlechtes will er für mich und das weiss 

ich sehr klar"; act. 122 S. 1). Nebst den vorstehenden Ausführungen zeigt sich 

dies auch etwa darin, dass sie bei der vorinstanzlichen Anhörung überzeugt war, 

der Kläger bezahle "keinen Rappen Unterhalt" (act. 100 S. 6), obwohl er das er-

wiesenermassen in nicht unerheblichem Umfang tut. Zudem verkennt C._____, 

wie dies auch bei der Beklagten der Fall zu sein scheint, dass der Kläger seit der 

über fünf Jahre zurückliegenden Trennung Mitinhaber der elterlichen Sorge ist, 

ohne dass er sein Recht zum Schlechten von C._____ ausgeübt hätte. Ohnehin 

ist zu bedenken, dass nur ein kleiner Teil der tagtäglich für ein Kind zu treffenden 

Entscheidungen überhaupt unter das Sorgerecht fällt. Der Kindeswille ist durch 

die relativ abstrakte Frage, wem das elterliche Sorgerecht zusteht, weit weniger 

betroffen, als dies bei den sehr konkreten Fragen der Obhut und des persönlichen 

Verkehrs der Fall ist. Wie dargelegt, ist gerade mit Blick auf die vergangenen Jah-

re nicht ersichtlich, dass sich die gemeinsame elterliche Sorge der Parteien tat-

- 28 - 

sächlich negativ auf das Kindeswohl von C._____ auswirkt und dass durch die Al-

leinzuteilung der elterlichen Sorge überhaupt eine Verbesserung zu erwarten ist 

(s. dazu Ziff. 2.4. vorstehend). Im Übrigen wäre der Kläger selbst im Falle der Al-

leinzuteilung der elterlichen Sorge an die Beklagte über wichtige Ereignisse zu in-

formieren und vor wichtigen Entscheidungen gar anzuhören (Art. 275a Abs. 1 

ZGB).  

2.6. Auch der fehlende Kontakt zwischen C._____ und dem Kläger steht der 

gemeinsamen elterlichen Sorge nicht entgegen. Das Bundesgericht hat zwar er-

wogen, dass die gemeinsame elterliche Sorge nebst einem Mindestmass an 

Übereinstimmung zwischen den Elternteilen in Bezug auf die Kinderbelange einen 

informationellen und einen gewissen physischen Zugang des anderen Elternteils 

zum Kind voraussetze (BGE 142 III 197). Allerdings steht der Kläger im Kontakt 

mit der Beiständin, welcher er immer wieder Briefe für C._____ übergibt, und er 

steht auch im Austausch mit weiteren Personen aus dem Umfeld von C._____, so 

beispielsweise mit den Lehrpersonen von C._____ oder mit Bekannten, von de-

nen er etwas über C._____ erfährt (Prot. I S. 20 f.; act. 82/1; act. 90). Die vorlie-

gende Konstellation lässt sich deshalb nicht mit dem vom Bundesgericht beurteil-

ten Fall vergleichen, wo die nicht miteinander verheirateten Eltern gar nie zu-

sammengewohnt hatten und nicht ersichtlich war, wie der Vater, ein abgewiese-

ner Asylbewerber, der von der Nothilfe in einer Notschlafstelle lebte, die gemein-

same elterliche Sorge im Interesse des Kindes, welches sich nicht einmal an ihn 

erinnerte, hätte ausüben können.  

2.7. Anlass für eine Kinderanhörung im Berufungsverfahren besteht nicht. Nach 

der Praxis der Kammer ist solches dann angezeigt, wenn die Erstinstanz ohne zu-

reichende Gründe von einer Anhörung absah oder wenn geänderte Verhältnisse 

eine erneute Befragung des Kindes erforderlich machen. Beides trifft hier nicht zu. 

C._____ wurde sowohl im Eheschutzverfahren als auch vor Vorinstanz ausführ-

lich und fachgerecht angehört. Ihre Schreiben an den Rechtsvertreter der Beklag-

ten und an die Kammer geben zusätzlich Aufschluss über ihren Willen und ihre 

Meinung zu den Kinderbelangen. Neue Erkenntnisse, die sich nicht bereits aus 

den vorhandenen Akten ergeben, sind keine zu erwarten. Die Beklagte macht 

- 29 - 

auch nicht etwa geltend, dass sich die Verhältnisse seit Erlass des erstinstanzli-

chen Entscheides massgeblich geändert hätten und sich aus diesem Grunde eine 

erneute Anhörung aufdrängen würde. Dies ist – jedenfalls mit Blick auf die Frage 

der gemeinsamen elterlichen Sorge – auch nicht ersichtlich. Der Antrag der Be-

klagten, C._____ im Berufungsverfahren richterlich anzuhören, ist daher abzuwei-

sen.  

Soweit die Beklagte im Weiteren pauschal rügt, dass C._____ vor Vorinstanz ei-

niges mehr zu Protokoll gegeben habe und habe geben wollen, sich aber die Pro-

tokollführung zu Gunsten des Klägers extra kurz gehalten habe (act. 143 S.14), 

zeigt sie nicht auf, welche Aussagen von C._____ nicht aufgeschrieben wurden 

und inwiefern der vorinstanzliche Entscheid hätte anders ausfallen müssen, wenn 

die Kinderanhörung ausführlicher protokolliert gewesen wäre. Insoweit ist auf die 

Berufung nicht einzutreten.  

2.8. Die Vorinstanz hat infolgedessen zutreffend gefolgert, dass beim Kläger 

kein Grund für die Entziehung der elterlichen Sorge nach Art. 311 Abs. 1 Ziff. 1 

und 2 ZGB vorliegt und auch kein zureichender Grund für die Alleinzuteilung der 

elterlichen Sorge an die Beklagte im Sinne Art. 298 ZGB besteht. An dieser Beur-

teilung ändern insbesondere auch die weiteren von C._____ und/oder der Beklag-

ten geschilderten Vorfälle aus der Zeit vor der Trennung nichts. Selbst wenn man 

unterstellt, dass sie sich so wie beschrieben zugetragen haben (Skifahren im Ne-

bel, Aufschürfen des Rückens im Schwimmbad etc.), weisen sie keinesfalls die In-

tensität auf, um dem Kläger gestützt darauf die elterliche Sorge zu entziehen oder 

auch nur die gemeinsame elterliche Sorge zu verweigern. Und auch die Beistän-

din hat, im Wissen um die anhaltende Kontaktverweigerung und die familiären 

Verhältnisse, festgehalten, dass im Hinblick auf die weitere Entwicklung von 

C._____ ein gesunder Kontakt zu ihrem Vater wünschenswert sei (act. 91). 

2.9. Damit ist der vorinstanzliche Entscheid, C._____ unter der gemeinsamen 

elterlichen Sorge der Parteien zu belassen, dem Gesagten nach zu bestätigen. 

- 30 - 

3. Besuchs- und Ferienrecht sowie Feiertagsregelung 

3.1. Mit Bezug auf das Besuchsrecht ordnete die Vorinstanz in einer ersten 

Phase ein begleitetes Besuchsrecht von zunächst einem Besuch pro Monat und 

bei positivem Verlauf von zwei Besuchen pro Monat an. Sobald der Kontakt zwi-

schen dem Kläger und der Tochter wieder angebahnt sei, sei der Kläger berech-

tigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung für die Tochter an jedem zwei-

ten Wochenende während eines Tages (Samstag oder Sonntag) zu übernehmen. 

Für die Zeit nach der vollständigen Normalisierung der Beziehung zwischen dem 

Kläger und der Tochter sah die Vorinstanz ein gerichtsübliches Besuchsrecht, 

Feiertags- und Ferienbesuchsrecht vor.  

3.2. Die Beklagte rügt, die Vorinstanz beschreibe einen Weg eines Besuchs-

rechts, der eventuell erstrebenswert sein möge, im vorliegenden Fall aber unmög-

lich gangbar sei. Im vorliegenden Fall sei es völlig sinnlos, ein Besuchs- und Feri-

enrecht sowie eine Feiertagsregelung vorzukehren, solange C._____ dies kon-

stant verweigere. Dass es zurzeit unmöglich sei, ein Besuchsrecht zwischen dem 

Kläger und C._____ in die Wege zu leiten, habe auch die Beiständin festgestellt. 

Insofern sehe die Vorinstanz völlig widersprüchlich und willkürlich ein absurdes 

und das Kindeswohl schädigendes Besuchsrecht vor, das gänzlich aufzuheben 

sei (act. 143 S. 23).  

3.3. Bei ihrer Kritik am angefochtenen Entscheid unterschlägt die Beklagte, 

dass sie das von der Vorinstanz festgelegte Besuchsrecht selbst so beantragt 

hatte (act. 63 S. 9). In Anbetracht der in Kinderbelangen geltenden Offizialmaxime 

ist es ihr rechtlich zwar nicht verwehrt, im Rechtsmittelverfahren darauf zurückzu-

kommen und eine andere Regelung zu beantragen. Dennoch bleibt die Frage, 

weshalb sie denn, um es mit ihren eigenen Worten auszudrücken, vor Vorinstanz 

ein derart absurdes und das Kindeswohl schädigendes Besuchsrecht überhaupt 

beantragte.  

3.4. Bei der Regelung des Besuchsrechts erwog die Vorinstanz, dass keine Be-

lege vorliegen würden, die gegen die beantragte Besuchs- und Ferienregelung 

sprechen würden. Im Gegenteil würden regelmässig stattfindende Besuche von 

- 31 - 

den involvierten Fachpersonen befürwortet (act. 145 S. 25). Dem ist uneinge-

schränkt zuzustimmen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern das angeordnete Be-

suchsrecht das (objektiv verstandene) Kindeswohl schädigen sollte. Mit der ge-

troffenen abgestuften Regelung, die mit einem begleiteten minimalen Besuchs-

recht beginnt und über mehrere Stufen in ein gerichtsübliches Besuchsrecht über-

führt werden soll, wobei eine Ausweitung des Besuchsrechts stets an den positi-

ven Verlauf der vorhergehenden Besuchskontakte geknüpft ist, trug die Vorin-

stanz den vorstehenden Verhältnissen umsichtig und wohlerwogen Rechnung. 

Dabei versteht es sich von selbst, dass das Besuchsrecht gegen den erklärten 

Willen von C._____ nicht vollstreckt werden wird, wie dies schon im Eheschutz- 

und im Scheidungsverfahren der Fall war. Gleichwohl ist es mit Blick auf die Ent-

wicklung von C._____ nicht angezeigt, im heutigen Zeitpunkt auf die Anordnung 

jeglichen Besuchsrechts zu verzichten. Wie die Vorinstanz im Zusammenhang mit 

der elterlichen Sorge ausführte, ist es nicht ausgeschlossen, dass C._____ im 

Laufe ihrer Jugend und Pubertät Zusammenhänge und Vorkommnisse differen-

zierter betrachtet und sich eigene, unbeeinflusste Gedanken und Meinungen 

macht. Das Besuchs-, Feiertags- und Ferienbesuchsrecht im vorinstanzlichen Ur-

teil ist deshalb nicht zu bestanden.  

3.5. Bei dieser Sachlage sind die von der Beklagten anstelle des Besuchs-

rechts beantragten halbjährlichen Erinnerungskontakte der Beiständin mit 

C._____ nicht anzuordnen. 

4. Erziehungs- und Besuchsbeistandschaft 

4.1. In Ziff. 5 lit. a und b ordnete die Vorinstanz eine Erziehungsbeistandschaft 

im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB sowie die Weiterführung der mit Eheschutzur-

teil vom 14. August 2013 bestätigten Besuchsbeistandschaft im Sinne von 

Art. 308 Abs. 2 ZGB an. An den Aufgaben der Besuchsbeiständin änderte die  

Vorinstanz nichts.  

4.2. Ausgehend von ihrem Antrag, auf jegliches Besuchsrecht zu verzichten, 

wendet sich die Beklagte vor allem gegen die Besuchsbeistandschaft. 

- 32 - 

4.3. Nachdem die vorinstanzliche Besuchsregelung zu bestätigen ist, besteht 

kein Anlass, von der bereits seit einigen Jahren bestehenden Besuchsbeistand-

schaft abzusehen. Die der Beiständin übertragenen Aufgaben, die alle im Zu-

sammenhang mit der Unterstützung des Kindes beim Wiederaufbau des unter-

brochenen Kontakts zum Vater und mit der Umsetzung des abgestuften Besuchs-

rechts stehen, dienen letztlich dem Kindeswohl und erweisen sich nach wie vor 

als sinnvoll und angemessen.  

4.4. Die von der Vorinstanz neu angeordnete Erziehungsbeistandschaft nach 

Art. 308 Abs. 1 ZGB sieht folgende Aufgaben der Beiständin vor:  

- die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat zu unterstützen, 
- die weitere Pflege, Erziehung und Ausbildung von C._____ zu überwachen, 
- Förderung der Kommunikationsfähigkeit der Eltern in Bezug auf die Kinder-

belange z.B. durch Moderation von gemeinsamen Gesprächen mit den El-
tern, 

- Vermittlung zwischen den Eltern bei Streitigkeiten die Tochter betreffend, 
- in Zusammenarbeit mit den Beteiligten schulische, therapeutisch und/oder 

medizinisch indizierte Massnahmen in die Wege zu leiten und zu begleiten, 
- zu überprüfen, dass C._____ in einer kindsgerechten Wohnform wohnen 
kann 
- falls notwendig, weitere Abklärungen zur Gewährleistung des Kindswohls zu 

veranlassen und die Finanzierung sicherzustellen, 
- Antrag zu stellen, falls weitergehende Aufgaben umschrieben werden müs-

sen oder die Massnahme veränderten Verhältnissen anzupassen ist. 

Die Vorinstanz begründete dies damit, dass mit der Unterstützung eines Erzie-

hungsbeistandes die Kommunikation zwischen den Parteien verbessert werden 

solle, was gerade im Hinblick auf die Ausübung des Besuchsrechts und der ge-

meinsamen elterlichen Sorge indiziert sei. Nach Eingang einer anonymen Dritt-

meldung und den nicht optimalen Rückmeldungen von der Schule sei es aller-

dings notwendig, dass insbesondere auch das Wohnumfeld C._____s überprüft 

und ihre weitere Pflege, Erziehung und Ausbildung von Fachpersonen überwacht 

werde (act. 145 S. 27 f.). Gemäss der anonymen Drittmeldung sei C._____ oft al-

leine und warte manchmal zu Hause vor verschlossener Tür, die Wohnverhältnis-

se seien in schlechtem Zustand und die Wohnung voller Schimmel. Ausserdem 

sei es oft sehr laut und nicht klar, ob C._____ von ihrer Mutter geschlagen werde 

(act. 91).  

- 33 - 

Die Beklagte beanstandet die Erziehungsbeistandschaft im Wesentlichen vor dem 

Hintergrund des angefochtenen Besuchsrechts. Sie ist der Ansicht, dass nicht die 

Eltern, sondern lediglich sie selbst in ihrer Sorge um C._____ mit Rat und Tat zu 

unterstützen sei. Die Förderung der Kommunikationsfähigkeit sei ohne Besuchs-

recht kein Ziel mehr und folglich nicht notwendig. Eine Vermittlung zwischen den 

Eltern bei Streitigkeiten betreffend die Tochter sei ebenfalls nicht notwendig. Wei-

ter ist sie der Ansicht, dass schulische, therapeutische und/oder medizinisch indi-

zierte Massnahmen weder in die Wege zu leiten noch zu begleiten seien. Eben-

sowenig seien weitere Abklärungen zur Gewährleistung des Kindeswohls zu ver-

anlassen noch die Finanzierung dieser Massnahmen sicherzustellen (act. 143  

S. 25). Die übrigen Aufgaben der Erziehungsbeiständin beanstandet sie nicht.  

Vor dem Hintergrund der Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids betreffend 

Sorge- und Besuchsrecht ist die angeordnete Erziehungsbeistandschaft mit den 

von der Vorinstanz vorgesehenen Aufgaben der Beiständin ebenfalls zu bestäti-

gen. Auch zeigt die Beklagte nicht auf, und dies ist auch nicht ersichtlich, dass 

diesfalls die Förderung der Kommunikationsfähigkeit und die Vermittlung bei all-

fälligen Streitigkeiten zwischen den Eltern nicht zweckmässig und angemessen 

wäre.  

Die weiteren von der Beklagten beanstandeten Aufgaben erweisen sich nicht nur 

mit Blick auf das gemeinsame Sorgerecht und die Besuchsregelung, sondern ge-

rade auch in Anbetracht der anonymen Gefährdungsmeldung und der Rückmel-

dungen von der Schule aus Gründen des Kindeswohls als angezeigt (s. dazu 

auch act. 91). 

4.5. Demzufolge ist die Berufung auch in diesem Punkt abzuweisen und der 

Entscheid der Vorinstanz zu bestätigen. 

4.6. Wie gesehen, stellt sich die Beklagte nicht grundsätzlich gegen eine Erzie-

hungsbeistandschaft. Namentlich hat sie akzeptiert, dass im Rahmen einer Erzie-

hungsbeistandschaft die weitere Pflege, Erziehung und Ausbildung von C._____ 

überwacht und ausserdem überprüft werden soll, dass C._____ in einer kindge-

- 34 - 

rechten Wohnform wohnen kann. Die entsprechenden Regelungen hat sie jeden-

falls nicht angefochten. 

Ausgehend davon und mit Blick auf die vollumfängliche Bestätigung des vor-

instanzlichen Entscheides erweist sich der von der Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde der Berufungsinstanz empfohlene Beizug ihrer Akten (s. act. 140; 

act. 147) nicht als notwendig.  

III. 

1. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.1. Unter Hinweis auf die Gerichtspraxis zur abweichenden Kostentragung in 

Verfahren mit strittigen Kinderbelangen auferlegte die Vorinstanz den Parteien die 

Kosten je zur Hälfte, unter Wettschlagung der Parteikosten, wobei sie den Anteil 

des Klägers zufolge der ihm gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen 

auf die Gerichtskasse nahm (act. 145 S. 60). Das prozessuale Armenrechtsge-

such der Beklagten hatte sie demgegenüber mit Verfügung vom 30. August 2016 

abgewiesen (act. 140), welchen Entscheid die Beklagte nicht anfocht. Auch im 

Eheschutzverfahren war ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechts-

vertretung abgewiesen worden. 

1.2. Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Berufung gesamthaft ab-

zuweisen und der vorinstanzliche Entscheid zu bestätigen. Anlass, die Kosten 

abweichend zu verlegen, wie dies die Beklagte berufungsweise verlangt, besteht 

demzufolge nicht. Die Zusprechung einer Entschädigung an die Beklagte fällt bei 

dieser Sachlage ebenfalls ausser Betracht. 

2. Gesuch der Beklagten um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 
Rechtsvertretung 

2.1. Die Beklagte hat für das Berufungsverfahren ein Gesuch um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung gestellt (act. 143 S. 3 ff.). 

- 35 - 

2.2. Für die Voraussetzungen der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

und Rechtsvertretung kann vorab auf die gesetzliche Regelung (Art. 117 ff. ZPO) 

und die dazugehörige Lehre und Rechtsprechung verwiesen werden, die hier 

nicht noch einmal referiert zu werden braucht (s. act. 140 S. 3). In Erinnerung zu 

rufen ist einzig, dass die gesuchstellende Partei zur umfassenden Mitwirkung ver-

pflichtet ist (Art. 119 Abs. 2 ZPO). Kommt sie dieser Pflicht bzw. Obliegenheit 

nicht nach, ist das Gesuch abzuweisen (KUKO ZPO-JENT-SORENSEN, 2. A., Basel 

2014, Art. 119 N 10, m.H.). 

2.3.  

2.3.1. Die Beklagte beziffert ihre monatlichen Ausgaben für sich und die Tochter 

C._____ mit Fr. 5'315.80 (act. 143 S. 11) und ihre monatlichen Einnahmen mit 

Fr. 3'400.– bzw. mit maximal Fr. 3'825.– (act. 143 S. 5 und 13). Diese Angaben 

sind durch die vor Vorinstanz eingereichten Akten mehrheitlich belegt und damit 

glaubhaft gemacht, auch wenn anzumerken ist, dass die Beklagte in der Berufung 

keine aktuellen Belege einreicht, sondern ausschliesslich auf früher ins Recht ge-

legte Belege verweist (s. act. 143 S. 6, 9-13). So oder anders ist davon auszuge-

hen, dass ihre monatlichen Ausgaben für sich und die Tochter C._____ die ihr zur 

Verfügung stehenden Einkünfte zur Zeit übersteigen. Ihre Mittellosigkeit ist inso-

weit glaubhaft gemacht, ohne dass im Einzelnen auf sämtliche Bedarfspositionen 

und die Höhe ihres Einkommens im Detail eingegangen zu werden braucht. Das 

der Beklagten von der Vorinstanz bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge an-

gerechnete hypothetische Erwerbseinkommen von Fr. 2'200.– spielt hier keine 

Rolle, weil gemäss dem Effektivitätsgrundsatz auf die tatsächlichen Verhältnisse 

abzustellen ist. 

2.3.2. Bereits im Eheschutzverfahren und auch vor Vorinstanz war hingegen zent-

rales Thema, ob die Beklagte über Vermögen verfügt, auf das sie zwecks Pro-

zessfinanzierung zugreifen könnte. In diesem Zusammenhang beschäftigten sich 

sowohl das Eheschutz- als auch das Scheidungsgericht mit den beiden Eigen-

tumswohnungen der Beklagten in St. Petersburg.  

- 36 - 

2.3.3. Die Beklagte verschweigt ihre zwei Eigentumswohnungen in St. Petersburg 

in ihrem Armenrechtsgesuch für das Berufungsverfahren nicht. Sie ist jedoch der 

Ansicht, dass die Immobilien, die sich zudem nicht an guter Lage befänden, aktu-

ell unverkäuflich seien und die Aufnahme von Hypotheken generell, aber auch 

mangels Tragbarkeit, ebenfalls nicht möglich sei. Stelle man ihre aktuellen Schul-

den dem Wert der Immobilie in Russland gegenüber, sei sie, die Beklagte, klar 

überschuldet. Aus der Immobilie lasse sich heute kein Geld gewinnen, und diese 

könne weder verkauft noch vermietet werden (act. 143 S. 4-10). 

Mit ihren Ausführungen nimmt die Beklagte im Wesentlichen nur auf eine der 

beiden Wohnungen Bezug, nämlich auf die in ihrem Alleineigentum stehende 

3-Zimmer-Wohnung an der … [Adresse] (s. act. 140 S. 5). Gemäss Darstellung 

der Beklagten wird diese Wohnung von einer Freundin der Familie namens 

H._____ bewohnt, welche keinen Mietzins bezahlen müsse und sich dafür um die 

pflegebedürftige Mutter der Beklagten kümmere (act. 143 S. 5). Bei der anderen 

Wohnung handelt es sich ebenfalls um eine 3-Zimmer-Wohnung. Diese wird von 

der Mutter der Beklagten bewohnt und befindet sich an der …-Strasse. Gemäss 

Grundbuchauszug gehört diese Wohnung zu 2/3 der Beklagten und zu 1/3 der 

Mutter der Beklagten.  

Indem die Beklagte ihrer Mutter die Wohnung an der …-Strasse unentgeltlich 

überlässt, leistet sie eine Form der Verwandtenunterstützung, deren Erbringung 

im Rahmen des zivilprozessualen Notbedarfs nicht zu beanstanden und von da-

her zu berücksichtigen ist. Diese Wohnung ist der Beklagten daher weder ein-

kommens- noch vermögensmässig anzurechnen.  

Anders stellt sich die Situation mit Bezug auf ihre Wohnung an der …-Strasse dar. 

Bereits die Vorinstanz hielt in ihrer Verfügung vom 30. August 2016 fest, dass der 

eingereichte Beleg betreffend die behauptete Überlassung der Wohnung wenig 

überzeuge, und dass, selbst wenn man von der Überlassung der Wohnung aus-

gehe, nicht nachvollziehbar erscheine, weshalb die Betreuerin, welche die Mutter 

pflegen und hüten solle, nicht ein Zimmer in der 3-Zimmer-Wohnung der Mutter 

beziehen könne (act. 140 S. 6). Die Beklagte hält dem in ihrem Armenrechtsge-

such für das Berufungsverfahren nichts entgegen. Zwar ist sie prozessual nicht 

- 37 - 

gehalten, sich mit der Begründung der Verfügung vom 30. August 2016 ausei-

nanderzusetzen und aufzuzeigen, inwiefern diese unrichtig ist, ist doch hier nicht 

die Verweigerung durch die Vorinstanz zu überprüfen. Trotzdem fällt auf, dass die 

Beklagte in ihrem Gesuch für das Berufungsverfahren nicht einmal vorbringt, die 

Freundin der Familie könne nicht zu ihrer Mutter in die andere Wohnung ziehen. 

Offensichtlich gibt es auch aus ihrer Sicht keine triftigen Gründe, die dagegen 

sprechen. 

Dass die Wohnung nicht vermietet werden kann, hat die Beklagte weder glaubhaft 

gemacht noch belegt. Zu Recht hat der Kläger vor Vorinstanz vorgebracht, dass 

auch die Vermietung an Feriengäste eine naheliegende Möglichkeit wäre. St. Pe-

tersburg ist gerade bei ausländischen Reisenden eine beliebte Feriendestination. 

Über moderne Buchungsplattformen könnte die Vermietung auch für die in der 

Schweiz wohnhafte Beklagte bewerkstelligt werden.  

Ihre weitere Behauptung, wonach die Wohnung unverkäuflich sei und nicht mit ei-

ner Hypothek belastet werden könne, hat die Beklagte ebenfalls in keiner Weise 

glaubhaft gemacht. Wie schon die Vorinstanz erwog, genügt die Einreichung von 

drei – überdies wenig aussagekräftigen und mittlerweile älteren – Zeitungsartikeln 

nicht. Die Beklagte behauptet nicht einmal, dass sie erfolglos versucht habe, die 

Wohnung zu verkaufen oder eine Hypothek aufzunehmen. Zum aktuellen Ver-

kehrswert der Wohnung wie auch zum Wohnungszustand äussert sich die Be-

klagte ebenfalls nicht. Belege dazu legt sie keine vor. Bei dieser Sachlage ist nicht 

glaubhaft gemacht, dass ihre Schulden, wie von ihr behauptet, den Wert der Im-

mobilie übersteigen.  

Die Vorinstanz machte die Beklagte darauf aufmerksam, dass es nicht Aufgabe 

des Gerichts sei, ihr die Mitwirkungspflicht abzunehmen und selber Nachfor-

schungen beispielsweise durch Anfragen bei Botschaften anzustellen. Die Vor-

instanz erwog ausserdem, dass es an der Beklagten gewesen wäre, ein aktuelles 

Gutachten oder eine Auskunft über den Verkehrswert oder den Mietwert der be-

treffenden Wohnung einzureichen. Dies gelte umso mehr, als nur ein Jahr zuvor 

gerade der Vermögenswert dieser Wohnung und ein möglicher Rückgriff darauf 

zur Finanzierung des vorliegenden Scheidungsprozesses entscheidrelevant ge-

- 38 - 

wesen sei, weshalb die Beklagte damit habe rechnen müssen, dass diese The-

matik wiederum aufgeworfen werde (act. 140 S. 7). 

Unbekümmert um diese tatsächlichen und rechtlichen Erwägungen hat die Be-

klagte ihrem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 

Rechtsvertretung für das Berufungsverfahren keinen einzigen Beleg beigelegt. 

Neue Tatsachen bringt sie ebenfalls nicht vor, sondern sie begnügt sich stattdes-

sen, ihre Ausführungen, welche sie der Vorinstanz zur Begründung ihres Armen-

rechtsgesuchs vortrug, in ihrer Berufungsschrift praktisch wörtlich zu wiederholen. 

Damit ist sie ihrer Mitwirkungspflicht für das Berufungsverfahren nicht ansatzwei-

se nachgekommen. Dieser Mitwirkungspflicht kann sich die anwaltlich vertretene 

Beklagte nicht dadurch entziehen, dass sie von der Kammer eine Anfrage bei der 

Schweizerischen Botschaft in Moskau betreffend Immobilien in Russland, Hypo-

theken und zur aktuellen Marktlage verlangt oder um Ansetzung einer angemes-

senen Nachfrist zur Einreichung weiterer Beweisdokumente ersucht.  

2.4. Ist die Beklagte ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, ist ihr Ge-

such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung für 

das Berufungsverfahren abzuweisen. 

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen im Berufungsverfahren 

3.1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von 

§§ 5 und 12 Abs. 1 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 2'000.– festzusetzen.  

3.2. Die Beklagte unterliegt mit ihrer Berufung und wird daher grundsätzlich 

kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106 Abs. 1 und 2 ZPO). Ein Abweichen 

von den Verteilungsgrundsätzen ist mit Blick auf das sorgfältig begründete Urteil 

der Vorinstanz vorliegend nicht angezeigt. Mangels relevanten Aufwands ist dem 

Kläger keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

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Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 5. Abteilung, 

Einzelgericht, vom 20. Dezember 2016 mit Bezug auf die Dispositiv-Ziffern 

1, 3, 5 lit. a Alinea 2, 6 und 8 sowie die Dispositiv-Ziffern 6-13 nicht ange-

fochten worden sind. 

2. Das Gesuch der Beklagten um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

und Rechtsvertretung wird abgewiesen.  

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann, und 

die Dispositiv-Ziffern 2, 4, 5 lit. a Alinea 1, 3-5 und 7 und die Dispositiv-Ziffer 

5 lit. b des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 5. Abteilung, Einzelgericht, 

vom 20. Dezember 2016 werden bestätigt. 

2. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Dispositiv-Ziffern 14-15) wird bestä-

tigt. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt. 

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beru-

fungsbeklagten auferlegt. 

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Kläger unter Beilage von 

Doppeln der Berufungsschrift und Beilagen (act. 143, 144/1-2), sowie an die 

Vorinstanz, die Beiständin, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Zü-

rich, mit Formular an das Zivilstandsamt Zürich und an das Personenmelde-

amt der Stadt Zürich, das Migrationsamt des Kantons Zürich, an die Pensi-

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onskasse D._____, … [Adresse] (im Auszug gemäss Dispositiv-Ziffern 1 und 

11 des vorinstanzlichen Entscheides), und an die Obergerichtskasse, je ge-

gen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
 Der Vorsitzende: 

 
 
 

 lic. iur. P. Diggelmann 

 Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
 lic. iur. A. Götschi 

 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 27. Dezember 2017
	Rechtsbegehren des Klägers: (act. 1, 53, 69 und 120, sinngemäss)
	Rechtsbegehren der Beklagten: (act. 63, sinngemäss; act. 76 S. 2)
	Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 5. Abteilung, Einzelgericht vom 20. Dezember 2016:
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	1. Allgemeines
	1.1. Nach Eingang der Berufung prüft die Rechtsmittelinstanz von Amtes wegen die Rechtsmittelvoraussetzungen.
	1.2. Die Berufung führende Partei hat sich mit der Begründung des erstinstanzlichen Entscheides auseinanderzusetzen. In der Berufung ist aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Die Begründung muss hinreichend ge...
	1.3. Soweit die Beklagte in ihrer Berufung für ihre Sachdarstellung allgemein den rechtsgenügenden Beweis offeriert oder sich gar die Anrufung weiterer Beweismittel zu einem späteren Zeitpunkt ausdrücklich vorbehält (act. 143 S. 14), vermag sie deshal...
	1.4. Die Beklagte hat ihrer Berufung u.a. ein Schreiben der 11-jährigen Tochter C._____ an das Obergericht beigelegt. Unter Verweis auf dieses Schreiben führt sie in der Berufungsschrift aus, kaum habe die Tochter vom vorinstanzlichen Urteil erfahren,...
	Haben die Eheleute gemeinsame Kinder, hat das Gericht im Scheidungsurteil die Kinderbelange nach den Bestimmungen über das Kindesverhältnis zu regeln (Art. 133 ZGB). Parteien des Scheidungsverfahrens sind gleichwohl nur die Eltern, und entsprechend kö...
	Wie die Beklagte an anderer Stelle korrekt festhält, ist die Tochter C._____ im Verfahren rechtlich selber nicht vertreten (act. 143 S. 14). Berufung kann die Beklagte daher nur im eigenen Namen, nicht aber auch im Namen von C._____ erklären. Ebensowe...

	2. Elterliche Sorge
	2.1. Die Vorinstanz beliess C._____ unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien. Dabei ging sie zunächst von den gesetzlichen Regelungen der Art. 296 Abs. 2 und Art. 298 ZGB aus und referierte sodann die neuere Praxis des Bundesgerichts zur A...
	2.2. Die Beklagte rügt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt falsch und willkürlich gewürdigt und hierauf unrichtig Recht angewandt (act. 143 S. 14 f.). Sie ist zusammengefasst der Ansicht, die geteilte elterliche Sorge schade im vorliegenden Fall dem ...
	2.3. Das Scheidungsgericht überträgt einem Elternteil die alleinige elterliche Sorge, wenn dies zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist (Art. 298 Abs. 1 ZGB). Unbestritten ist, dass die Alleinzuteilung des Sorgerechts angezeigt ist, wenn die in Art. 311...
	2.4.
	2.4.1. Die Beklagte behauptet, sie und der Kläger ständen bis heute in einem Dauerkonflikt um das Kind. Dieser wirke sich auch auf das Kind aus, was verhindert werden müsse. Der bis heute andauernde Dauerkonflikt zwischen den Parteien habe einen Ausna...
	2.4.2. Die Vorinstanz erwog, es sei unbestritten, dass der Kläger seit nunmehr über vier Jahren keinen Kontakt mehr zu C._____ gehabt habe. Dieser Umstand alleine könne jedoch nicht dazu führen, dass dem Kläger "im Sinne einer ultima ratio" die elterl...
	2.4.3. Die Beklagte legt auch in der Berufung nicht näher dar, weshalb entgegen der vorinstanzlichen Einschätzung von einem erheblichen und chronifizierten elterlichen Konflikt zwischen ihr und dem Kläger auszugehen ist. Dies ist auch nicht ersichtlic...
	Von den beteiligten Fachleuten wird der Kläger als kooperativer und verständnisvoller Vater beschrieben. In seinem Therapiebericht hielt der Kinderpsychologe Dr. E._____ fest, dass der Kläger die Therapieziele unterstütze und sich besorgt um das Wohle...
	Der Wille und die grundsätzliche Fähigkeit, in Kinderbelangen zu kooperieren, sind beim Kläger offensichtlich vorhanden. Dazu passen auch seine geäusserten Vorstellungen zum gemeinsamen Sorgerecht, wonach er gerne alle Entscheide mit der Beklagten zus...
	Unmassgeblich ist auch, dass der Kläger einen geringeren Unterhalt als von der Beklagten beantragt bezahlen wollte und einen monatlichen Betrag von Fr. 200.– für die Freizeitaktivitäten und Hobbies von C._____ als angemessen erachtet. Es liegt in der ...
	2.5.
	2.5.1. Ihren Antrag auf Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge begründet die Beklagte denn auch vor allem mit physischer und psychischer Gewalt des Klägers während des Zusammenlebens und der daraus resultierenden Kontaktverweigerung durch die Toch...
	2.5.2. Von häuslicher Gewalt Betroffene können dem hinter der gemeinsamen elterlichen Sorge stehenden Leitbild einer partnerschaftlichen und ausgewogenen Elternschaft häufig nicht gerecht werden, da in solchen Konstellationen nicht selten ein erheblic...
	2.5.3. In der Berufung nimmt die Beklagte mehrmals Bezug auf einen Vorfall im Jahre 2010, als sie durch die Schläge des Klägers eine Gehirnerschütterung erlitten habe und ihr halbes Gesicht blau geworden sei (act. 143 S. 19; act. 63 S. 4 f.). Insbeson...
	2.5.4. Richtig ist, dass der Kläger mit Strafbefehl des Stadtrichters von Zürich am 27. November 2012 wegen wiederholter Tätlichkeiten gegen C._____ durch regelmässige Schläge mit der offenen Hand auf Po-Bereich oder Hände in der Zeit von ca. 30. März...
	2.5.5. In den Akten wird verschiedentlich die symbiotische Beziehung zwischen der Beklagten und C._____ hervorgehoben. Bereits im Abklärungsbericht des Sozialzentrums F._____ wurde beschrieben, dass C._____ im Austausch mit der Mutter auf diese fixier...
	2.5.6. Alles in allem ist eine Beeinflussung von C._____ durch die Beklagte unübersehbar. Diese Feststellung steht nicht im Widerspruch zur Aussage der Beiständin aus dem Jahre 2014, es sei schwer einzuschätzen, inwieweit die Kindsmutter C._____ beein...
	2.5.7. Die ersichtliche Einflussnahme der Beklagten ändert allerdings nichts daran, dass die Äusserungen von C._____ und ihre hartnäckige Ablehnung des Klägers gleichwohl eine psychische Realität darstellen, die als solche anzuerkennen ist (s. dazu De...
	2.6. Auch der fehlende Kontakt zwischen C._____ und dem Kläger steht der gemeinsamen elterlichen Sorge nicht entgegen. Das Bundesgericht hat zwar erwogen, dass die gemeinsame elterliche Sorge nebst einem Mindestmass an Übereinstimmung zwischen den Elt...
	2.7. Anlass für eine Kinderanhörung im Berufungsverfahren besteht nicht. Nach der Praxis der Kammer ist solches dann angezeigt, wenn die Erstinstanz ohne zureichende Gründe von einer Anhörung absah oder wenn geänderte Verhältnisse eine erneute Befragu...
	Soweit die Beklagte im Weiteren pauschal rügt, dass C._____ vor Vorinstanz einiges mehr zu Protokoll gegeben habe und habe geben wollen, sich aber die Protokollführung zu Gunsten des Klägers extra kurz gehalten habe (act. 143 S.14), zeigt sie nicht au...
	2.8. Die Vorinstanz hat infolgedessen zutreffend gefolgert, dass beim Kläger kein Grund für die Entziehung der elterlichen Sorge nach Art. 311 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 ZGB vorliegt und auch kein zureichender Grund für die Alleinzuteilung der elterlichen S...
	2.9. Damit ist der vorinstanzliche Entscheid, C._____ unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien zu belassen, dem Gesagten nach zu bestätigen.

	3. Besuchs- und Ferienrecht sowie Feiertagsregelung
	3.1. Mit Bezug auf das Besuchsrecht ordnete die Vorinstanz in einer ersten Phase ein begleitetes Besuchsrecht von zunächst einem Besuch pro Monat und bei positivem Verlauf von zwei Besuchen pro Monat an. Sobald der Kontakt zwischen dem Kläger und der ...
	3.2. Die Beklagte rügt, die Vorinstanz beschreibe einen Weg eines Besuchsrechts, der eventuell erstrebenswert sein möge, im vorliegenden Fall aber unmöglich gangbar sei. Im vorliegenden Fall sei es völlig sinnlos, ein Besuchs- und Ferienrecht sowie ei...
	3.3. Bei ihrer Kritik am angefochtenen Entscheid unterschlägt die Beklagte, dass sie das von der Vorinstanz festgelegte Besuchsrecht selbst so beantragt hatte (act. 63 S. 9). In Anbetracht der in Kinderbelangen geltenden Offizialmaxime ist es ihr rech...
	3.4. Bei der Regelung des Besuchsrechts erwog die Vorinstanz, dass keine Belege vorliegen würden, die gegen die beantragte Besuchs- und Ferienregelung sprechen würden. Im Gegenteil würden regelmässig stattfindende Besuche von den involvierten Fachpers...
	3.5. Bei dieser Sachlage sind die von der Beklagten anstelle des Besuchsrechts beantragten halbjährlichen Erinnerungskontakte der Beiständin mit C._____ nicht anzuordnen.

	4. Erziehungs- und Besuchsbeistandschaft
	4.1. In Ziff. 5 lit. a und b ordnete die Vorinstanz eine Erziehungsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB sowie die Weiterführung der mit Eheschutzurteil vom 14. August 2013 bestätigten Besuchsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB a...
	4.2. Ausgehend von ihrem Antrag, auf jegliches Besuchsrecht zu verzichten, wendet sich die Beklagte vor allem gegen die Besuchsbeistandschaft.
	4.3. Nachdem die vorinstanzliche Besuchsregelung zu bestätigen ist, besteht kein Anlass, von der bereits seit einigen Jahren bestehenden Besuchsbeistandschaft abzusehen. Die der Beiständin übertragenen Aufgaben, die alle im Zusammenhang mit der Unters...
	4.4. Die von der Vorinstanz neu angeordnete Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB sieht folgende Aufgaben der Beiständin vor:
	4.5. Demzufolge ist die Berufung auch in diesem Punkt abzuweisen und der Entscheid der Vorinstanz zu bestätigen.
	4.6. Wie gesehen, stellt sich die Beklagte nicht grundsätzlich gegen eine Erziehungsbeistandschaft. Namentlich hat sie akzeptiert, dass im Rahmen einer Erziehungsbeistandschaft die weitere Pflege, Erziehung und Ausbildung von C._____ überwacht und aus...
	Ausgehend davon und mit Blick auf die vollumfängliche Bestätigung des vor-instanzlichen Entscheides erweist sich der von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Berufungsinstanz empfohlene Beizug ihrer Akten (s. act. 140; act. 147) nicht als notw...

	III.
	1. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1.1. Unter Hinweis auf die Gerichtspraxis zur abweichenden Kostentragung in Verfahren mit strittigen Kinderbelangen auferlegte die Vorinstanz den Parteien die Kosten je zur Hälfte, unter Wettschlagung der Parteikosten, wobei sie den Anteil des Klägers...
	1.2. Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Berufung gesamthaft abzuweisen und der vorinstanzliche Entscheid zu bestätigen. Anlass, die Kosten abweichend zu verlegen, wie dies die Beklagte berufungsweise verlangt, besteht demzufolge nicht. Die Zus...

	2. Gesuch der Beklagten um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung
	2.1. Die Beklagte hat für das Berufungsverfahren ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung gestellt (act. 143 S. 3 ff.).
	2.2. Für die Voraussetzungen der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung kann vorab auf die gesetzliche Regelung (Art. 117 ff. ZPO) und die dazugehörige Lehre und Rechtsprechung verwiesen werden, die hier nicht noch einmal refe...
	2.3.
	2.3.1. Die Beklagte beziffert ihre monatlichen Ausgaben für sich und die Tochter C._____ mit Fr. 5'315.80 (act. 143 S. 11) und ihre monatlichen Einnahmen mit Fr. 3'400.– bzw. mit maximal Fr. 3'825.– (act. 143 S. 5 und 13). Diese Angaben sind durch die...
	2.3.2. Bereits im Eheschutzverfahren und auch vor Vorinstanz war hingegen zentrales Thema, ob die Beklagte über Vermögen verfügt, auf das sie zwecks Prozessfinanzierung zugreifen könnte. In diesem Zusammenhang beschäftigten sich sowohl das Eheschutz- ...
	2.3.3. Die Beklagte verschweigt ihre zwei Eigentumswohnungen in St. Petersburg in ihrem Armenrechtsgesuch für das Berufungsverfahren nicht. Sie ist jedoch der Ansicht, dass die Immobilien, die sich zudem nicht an guter Lage befänden, aktuell unverkäuf...
	Mit ihren Ausführungen nimmt die Beklagte im Wesentlichen nur auf eine der beiden Wohnungen Bezug, nämlich auf die in ihrem Alleineigentum stehende 3-Zimmer-Wohnung an der … [Adresse] (s. act. 140 S. 5). Gemäss Darstellung der Beklagten wird diese Woh...
	Indem die Beklagte ihrer Mutter die Wohnung an der …-Strasse unentgeltlich überlässt, leistet sie eine Form der Verwandtenunterstützung, deren Erbringung im Rahmen des zivilprozessualen Notbedarfs nicht zu beanstanden und von daher zu berücksichtigen ...
	Anders stellt sich die Situation mit Bezug auf ihre Wohnung an der …-Strasse dar. Bereits die Vorinstanz hielt in ihrer Verfügung vom 30. August 2016 fest, dass der eingereichte Beleg betreffend die behauptete Überlassung der Wohnung wenig überzeuge, ...
	Dass die Wohnung nicht vermietet werden kann, hat die Beklagte weder glaubhaft gemacht noch belegt. Zu Recht hat der Kläger vor Vorinstanz vorgebracht, dass auch die Vermietung an Feriengäste eine naheliegende Möglichkeit wäre. St. Petersburg ist gera...
	Ihre weitere Behauptung, wonach die Wohnung unverkäuflich sei und nicht mit einer Hypothek belastet werden könne, hat die Beklagte ebenfalls in keiner Weise glaubhaft gemacht. Wie schon die Vorinstanz erwog, genügt die Einreichung von drei – überdies ...
	Die Vorinstanz machte die Beklagte darauf aufmerksam, dass es nicht Aufgabe des Gerichts sei, ihr die Mitwirkungspflicht abzunehmen und selber Nachforschungen beispielsweise durch Anfragen bei Botschaften anzustellen. Die Vor-instanz erwog ausserdem, ...
	Unbekümmert um diese tatsächlichen und rechtlichen Erwägungen hat die Beklagte ihrem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung für das Berufungsverfahren keinen einzigen Beleg beigelegt. Neue Tatsachen bringt sie ebenfa...
	2.4. Ist die Beklagte ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, ist ihr Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung für das Berufungsverfahren abzuweisen.

	3. Kosten- und Entschädigungsfolgen im Berufungsverfahren
	3.1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von §§ 5 und 12 Abs. 1 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 2'000.– festzusetzen.
	3.2. Die Beklagte unterliegt mit ihrer Berufung und wird daher grundsätzlich kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106 Abs. 1 und 2 ZPO). Ein Abweichen von den Verteilungsgrundsätzen ist mit Blick auf das sorgfältig begründete Urteil der Vorinstan...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 5. Abteilung, Einzelgericht, vom 20. Dezember 2016 mit Be