# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 079c71ef-8191-5913-a17d-76b6c2564a40
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.04.2024 PQ240021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ240021_2024-04-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ240021-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw S. Ursprung

Beschluss vom 17. April 2024

in Sachen

1. A._____, 
2. B._____, 
Beschwerdeführer

betreffend Beschwerde gegen den Beschluss-Nr. 2023-A1-1099 

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Horgen vom 29. Februar 
2024, i.S. C._____, geb. tt.02.1999; VO.2023.53 (Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde Bezirk Horgen)

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Erwägungen:

1.

1.1 A._____ (Beschwerdeführer 1) und B._____ (Beschwerdeführerin 2) sind die 

Eltern von C._____, geb. tt. Februar 1999 (Verfahrensbeteiligter). Mit Beschluss 

der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Horgen (KESB) vom 

12. September 2017 wurde für den Verfahrensbeteiligten eine Vertretungsbei-

standschaft mit Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 

Abs. 1 ZGB errichtet. Als Beistandsperson wurde die Beschwerdeführerin 2 er-

nannt (KESB act. 72). 

1.2 Mit Beschluss der KESB vom 10. Oktober 2023 wurde die Beschwerdefüh-

rerin 2 aus dem Amt als Beistandsperson entlassen und eine neue Beistandsper-

son (D._____, Gemeindeverwaltung E._____ Soziales) ernannt (BR act. 2). Hier-

gegen erhoben die (damals anwaltlich vertretenen) Beschwerdeführer mit Ein-

gabe vom 17. November 2023 Beschwerde beim Bezirksrat Horgen (Vorinstanz; 

BR act. 1). Nach Einholung einer Vernehmlassung der KESB vom 30. November 

2023 (BR act. 5) und einer Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 21. De-

zember 2023 (BR act. 10) wies die Vorinstanz die Beschwerde mit Urteil vom 

29. Februar 2024 ab (act. 8 Dispositiv-Ziffer I). Die Entscheidgebühr setzte die 

Vorinstanz auf Fr. 1'500.– fest und auferlegte diese den Beschwerdeführern (Dis-

positiv-Ziffer II). Parteientschädigungen sprach sie keine zu (Dispositiv-Ziffer III). 

1.3 Mit Eingabe vom 30. März 2024 (Postaufgabe: 2. April 2024; Eingang: 3. 

April 2024) erhoben die Beschwerdeführer bei der Kammer Beschwerde gegen 

das Urteil der Vorinstanz vom 29. Februar 2024 (act. 2). Die Akten der Vorinstanz 

(act. 7/1-12, zitiert als "BR act.") und der KESB (act. 7/6/1-226 und act. 10/227-

237, zitiert als "KESB act.") wurden beigezogen.

2.

2.1 Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen richtet 

sich nach den Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) und 

des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR, 

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LS 232.3). Enthalten diese Gesetze keine Regelung, gelten für die Verfahren vor 

den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen die Bestimmungen des Gerichtsorganisa-

tionsgesetzes (GOG, LS 211.1) sowie subsidiär und sinngemäss die Bestimmun-

gen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; Art. 450f ZGB und § 40 EG 

KESR). Beschwerden gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom 

Bezirksrat und in zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (Art. 450f ZGB i.V.m. 

§§ 40 und 63 f. EG KESR und § 50 GOG). 

2.2 Das Urteil der Vorinstanz vom 29. Februar 2024 ist mit Beschwerde im 

Sinne von Art. 450 ZGB anfechtbar. Die Beschwerde wurde rechtzeitig erhoben 

(Art. 450b Abs. 1 ZGB; vgl. BR act. 12/1+2). Als der betroffenen Person naheste-

hende Personen und Parteien im vorinstanzlichen Verfahren sind die Beschwer-

deführer zur Beschwerde an die Kammer legitimiert (Art. 450 Abs. 2 ZGB).

2.3 Die Beschwerde ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 

ZGB). Gerügt werden kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung) 

eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-

erheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides (Art. 450a 

Abs. 1 ZGB). Von der Beschwerde führenden Partei ist darzulegen und aufzuzei-

gen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Sie muss 

sich sachbezogen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheides 

auseinandersetzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch ange-

wendet bzw. den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Dies gilt auch im 

Bereich der Untersuchungsmaxime (Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG KESR; 

BGE 141 III 569 E. 2.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Die Beschwerdeinstanz darf 

sich primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (BSK 

ZGB I-DROESE, Art. 450a N 5). Bei juristischen Laien genügt eine Formulierung, 

aus der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie entschieden werden soll. Als 

Begründung reicht aus, wenn zum Ausdruck kommt, an welchen Mängeln der an-

gefochtene Entscheid leidet bzw. weshalb der vorinstanzliche Entscheid in den 

angefochtenen Punkten unrichtig sein soll. Sind auch diese Voraussetzungen 

nicht erfüllt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

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3.

3.1 Die Vorinstanz gibt die rechtlichen Grundlagen für die Ernennung sowie die 

Entlassung einer Beistandsperson (Art. 400 ff. ZGB; Art. 423 ZGB) wieder und 

setzt sich mit den persönlichen und fachlichen Voraussetzungen auseinander, die 

eine Beistandsperson erfüllen muss (act. 8 S. 11 ff.). Zu diesen Voraussetzungen, 

so die Vorinstanz weiter, gehöre auch das Vorhandensein eines Rollenverständ-

nisses. Der Beistandsperson müsse klar sein, dass sie in ihrer Rolle als Beistän-

din oder Beistand die Interessen der verbeiständeten Person ungeschmälert zu 

wahren habe und andere Interessen, insbesondere eigene private Interessen, 

zweitrangig seien. Vorliegend hätten die Beschwerdeführer aus dem Vermögen 

des Verfahrensbeteiligten, welches vornehmlich aus einer dem Verfahrensbetei-

ligten zugesprochenen Entschädigung stamme und der Deckung seines monatli-

chen Lebensbedarfs diene, eine Liegenschaft in F._____ gekauft (s. dazu KESB 

act. 72). Dies markiere bereits für sich ein fehlendes Rollenverständnis der Be-

schwerdeführerin 2. Der Kauf stehe nicht nur im Widerspruch zum Verwendungs-

zweck der Gelder, sondern auch zu den Interessen des Verfahrensbeteiligten. 

Auch wenn dies vor dem Hintergrund, dass sich die Beschwerdeführer hinge-

bungsvoll um den Verfahrensbeteiligten kümmerten, für diese schwer verständlich 

sein möge, wäre es bei vorhandenem Rollenverständnis nicht zur Vermögens-

schädigung gekommen bzw. wäre diese sofort rückgängig gemacht worden 

(act. 8 S. 14). Aber nicht nur die Angelegenheiten rund um die Liegenschaft, son-

dern auch die generellen Schwierigkeiten im Hinblick auf die korrekte Vermögens-

verwaltung sowie die Äusserungen der Beschwerdeführer, wonach der Aufwand, 

die notwendigen Unterlagen einzureichen, "riesig" sei, man sie nur "plagen" 

würde usw., zeigten neben dem fehlenden Rollenverständnis auch das Bestehen 

einer Überforderung für dieses Mandat (act. 8 S. 14 f. m.H.a. KESB act. 164, 184 

und 203). Nichts zu ändern vermöge, dass gemäss den Vorbringen der Be-

schwerdeführer bereits bei der Ernennung der Beschwerdeführerin 2 zur Bei-

standsperson deren Eignung in Frage gestellt worden sei. Im Hinblick auf das 

Verhältnismässigkeitsprinzip habe es sich damals angeboten, der Beschwerde-

führerin 2 versuchsweise die Mandatsführung zu überlassen. Es sei dann aber 

der Beschwerdeführerin trotz des intensiven Austauschs mit der KESB nicht ge-

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lungen, sich das nötige Rollenverständnis sowie die nötigen Kenntnisse anzueig-

nen. Stattdessen sei es erneut zu einer Vermögensschädigung gekommen, indem 

das zwischenzeitlich auf den Verfahrensbeteiligten übertragene Eigentum an der 

Liegenschaft wieder an den Beschwerdeführer 1 rückübertragen worden sei 

(act. 8 S. 15 m.H.a. KESB act. 123 und 194). Vor diesem Hintergrund sei daher 

zu befürchten, dass die Eigentumsfrage von der Beschwerdeführerin 2 auch zu-

künftig nicht korrekt abgewickelt werde, weshalb von einer erneuten Übertragung 

dieser Aufgabe auf sie abzusehen sei (act. 8 S. 15). lm Ergebnis sei festzuhalten, 

dass, solange es an einem Rollenverständnis sowie den nötigen Kenntnissen sei-

tens der Beschwerdeführerin 2 bzw. der Beschwerdeführer fehle, weitere Vermö-

gensschädigungen nicht ausgeschlossen werden könnten. So gebe es bereits 

neue Bestrebungen der Beschwerdeführer, ein Ersatzobjekt für die Liegenschaft 

in F._____ zu erwerben (act. 8 S. 16 m.H.a. act. 10 Rz. 5). Unter diesen Umstän-

den sei zur Gewährleistung einer korrekten Mandatsführung die Beistandschaft 

fortan durch einen Berufsbeistand auszuüben (act. 8 S. 16).

3.2 Die Beschwerdeführer führen in ihrer Beschwerdeschrift diverse Punkte an, 

bei denen es allgemein um Missverständnisse, Probleme und Unklarheiten im 

Umgang mit der KESB geht, die aber mit den Entscheidgründen des vorinstanzli-

chen Urteils in keinem Zusammenhang stehen: Sie rügen eine "Informationsver-

zögerung", da sie vor etwa einem Monat von ihrer Rechtsvertreterin einen USB-

Stick mit allen relevanten Korrespondenzen erhalten hätten, aber in der kurzen 

Zeit kaum die Möglichkeit gehabt hätten, sich angemessen mit den Inhalten ver-

traut zu machen. Weiter habe es "Missverständnisse bezüglich der Schule in 

G._____" gegeben, da ihnen fälschlicherweise mitgeteilt worden sei, dass keine 

Schüler über 15 Jahren aufgenommen würden. Falsch seien auch "Vorwürfe ge-

gen A._____"; er (der Beschwerdeführer 1) bestreite jegliche Anschuldigungen, 

jemanden bedroht zu haben. Auf dem erwähnten USB-Stick hätten sie im Weite-

ren Hinweise auf Probleme seitens der KESB mit ihrer Familie gefunden, ohne 

dass konkrete Gründe genannt würden ("Unklare Problemstellungen mit der 

KESB"). Sodann hätten sie (die Beschwerdeführer) es versäumt, den erforderli-

chen Jahresbericht fristgerecht einzureichen; es habe sich aber ergeben, dass 

dieser nicht mehr benötigt werde, was in der Korrespondenz anders dargestellt 

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worden sei ("Jahresbericht"). Schliesslich hätten sich bestehende Unklarheiten im 

Zusammenhang mit "Ergänzungsleistungen und [dem] Eigentum in F._____" erst 

durch die Korrespondenz zwischen der KESB und der SVA E._____ geklärt (act. 

2 S. 1 f.). 

Mit all diesen Ausführungen nehmen die Beschwerdeführer keinen konkreten Be-

zug zum vorinstanzlichen Entscheid. Es ist nicht erkennbar, welche Erwägungen 

der Vorinstanz unrichtig sein sollen.

3.3 Die Beschwerdeführer ersuchen alsdann um die Gewährung einer Frist von 

sechs Monaten, "um die Angelegenheit des Wohnungsverkaufs in F._____ zu re-

geln und die daraus resultierenden finanziellen Mittel C._____ zur Verfügung zu 

stellen respektive ihm das fehlende Vermögen auf sein Konto zu überweisen", 

wobei Fr. 22'000.– bereits überwiesen worden seien (act. 2 S. 2). 

Es ist anerkennend zur Kenntnis zu nehmen, dass die Beschwerdeführer dem 

Verfahrensbeteiligten das für den Hauskauf in F._____ verwendete Geld erstatten 

wollen. Die Pflicht zur Rückerstattung bildete allerdings nicht Gegenstand des vor-

instanzlichen Urteils, in dem es nur um den Wechsel der Beistandsperson ging, 

und kann entsprechend auch nicht Gegenstand des hiesigen Beschwerdeverfah-

rens sein. 

3.4 Die Beschwerdeführer regen zudem an, dass eines ihrer anderen Kinder – 

der Sohn H._____ oder die Tochter I._____ – als Beistandsperson einzusetzen 

sei (act. 2 S. 2). 

Die KESB hat die Beschwerdeführerin 2 als Beistandsperson entlassen und neu 

D._____ als Beiständin ernannt. Vor Vorinstanz verlangten die Beschwerdeführer 

eine Aufhebung des Beschlusses der KESB, was zur Folge hätte, dass die Be-

schwerdeführerin weiterhin Beiständin von C._____ wäre. Wenn die Beschwerde-

führer nun vor Obergericht beantragen, es sei eines ihrer Kinder als Beistandsper-

son einzusetzen, so handelt es sich um einen neuen Antrag, der bei der KESB zu 

stellen und von dieser zu behandeln wäre. Das Obergericht ist nicht zuständig, 

hierüber als erste Instanz zu befinden. 

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3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführer nicht 

mit den Entscheidgründen des vorinstanzlichen Urteils auseinandersetzen und 

keine Anträge stellen, die sich auf den Gegenstand des vorinstanzlichen Verfah-

rens beziehen. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten.

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss den Be-

schwerdeführern 1 und 2 je zur Hälfte in solidarischer Haftung aufzuerlegen 

(Art. 106 Abs. 1 und 3 ZPO). Die Entscheidgebühr ist auf Fr. 500.– festzusetzen. 

Es wird beschlossen:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die Entscheidgebühr für das obergerichtliche Verfahren wird auf Fr. 500.– 

festgesetzt und den Beschwerdeführern 1 und 2 je zur Hälfte in solidarischer 

Haftung auferlegt.

3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde Bezirk Horgen sowie an den Bezirksrat Horgen, je gegen 

Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die beigezogenen 

Akten an den Bezirksrat zurück.

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

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Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw S. Ursprung

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