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**Case Identifier:** 21167316-1ecf-5dba-b601-cf722710a579
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 05.03.2025 810 2024 170 (810 24 170)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2024-170_2025-03-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 5. März 2025 (810 24 170) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Härtefallbewilligung  

 

 
 
Besetzung Präsident Pascal Leumann, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Daniel Ivanov, Kantonsrichterin Ana Dettwiler,  
Gerichtsschreiber Martin Michel 
 

Beteiligte A.____, c/o B.____ Beschwerdeführer,  
vertreten durch Guido Ehrler, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Vorinstanz 
 
 

  
Betreff Aufenthaltsbewilligung (Härtefall) und Wegweisung aus der Schweiz 

(RRB Nr. 893 vom 25. Juni 2024) 
 
 
 
 
A. Der brasilianische Staatsangehörige A.____ (geb. 24. Februar 2002) wuchs bei seiner 
Mutter in Brasilien auf und schloss dort die Grundschule ab. Im Juli 2019 reiste er visumsfrei in 
die Schweiz ein. Hintergrund dieser Einreise war nach eigenen Angaben, dass in der Schweiz 
lebende Verwandte bzw. Bekannte ihm mitgeteilt hätten, er könne in der Schweiz eine 
Ausbildung absolvieren. A.____ verblieb nach Ablauf des bewilligungsfrei möglichen Aufent-

 

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halts (90 Tage) ohne Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz und lebte fortan bei C.____ (der 
Schwester des neuen Partners seiner Mutter) und deren Ehemann B.____ in D.____. 
 
B. Am 27. Juni 2023 ersuchte A.____, vertreten durch die Anlaufstelle für Sans-Papiers, 
beim Amt für Migration und Bürgerrecht Basel-Landschaft (AFMB; seit 1. Januar 2025: Amt für 
Migration, Integration und Bürgerrecht [AMIB]) um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus 
humanitären Gründen (Härtefall) zur beruflichen Grundbildung. Weiter beantragte er, es sei ihm 
im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu gestatten, den Entscheid über das Gesuch in der 
Schweiz abzuwarten, und es sei ihm vorsorglich die Arbeitsaufnahme in seinem Lehrbetrieb zu 
bewilligen. 
 
C. Mit Verfügung vom 21. November 2023 wies das AFMB das Gesuch von A.____ um 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen eines schwerwiegenden persönlichen 
Härtefalls ab und wies ihn per 6. Dezember 2023 aus der Schweiz weg. Zugleich entzog das 
AFMB einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid die aufschiebende Wirkung. 
 
D. Die von A.____, nunmehr vertreten durch Guido Ehrler, Advokat in Basel, dagegen 
erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) 
mit Beschluss (RRB) Nr. 893 vom 25. Juni 2024 ab. Zugleich verfügte der Regierungsrat, dass 
A.____ die Schweiz spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des vorliegenden Beschlusses zu 
verlassen habe. 
 
E. Dagegen erhebt A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Guido Ehrler, am 8. Juli 
2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Ver-
waltungsrecht (Kantonsgericht), mit den Rechtsbegehren, der RRB Nr. 893 vom 25. Juni 2024 
sei aufzuheben, das AFMB sei anzuweisen, ihm eine Härtefallbewilligung zu erteilen bzw. sein 
Härtefallgesuch dem Staatssekretariat für Migration (SEM) zur Zustimmung zu unterbreiten, der 
Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es sei ihm mit prozessleitender 
Verfügung per 1. August 2024 für die Dauer des vorliegenden Beschwerdeverfahrens vorläufig 
der Lehrstellenantritt – vorbehältlich der Zustimmung der Lehraufsicht – zu erlauben. 
Eventualiter sei ihm zu erlauben, das vom Regierungsrat mit prozessleitender Verfügung vom 
17. Januar 2024 erlaubte bezahlte Praktikum für die Dauer des Beschwerdeverfahrens fort-
zusetzen. 
 
F. Mit Präsidialverfügung vom 29. Juli 2024 wies das Kantonsgericht die Anträge zur 
vorsorglichen Bewilligung eines vorläufigen Lehrstellenantritts per 1. August 2024 sowie zur 
Bewilligung eines Praktikums für die Dauer des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ab. 
 
G. Im Rahmen der Beschwerdebegründung beantragte der Beschwerdeführer, es sei ihm 
wiedererwägungsweise per 1. Oktober 2024 für die Dauer des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens vorläufig der Lehrstellenantritt – vorbehältlich der Zustimmung der Lehraufsicht – zu erlau-
ben. Eventualiter sei ihm zu erlauben, das vom Regierungsrat mit prozessleitender Verfügung 
vom 17. Januar 2024 erlaubte bezahlte Praktikum für die Dauer des Beschwerdeverfahrens 
fortzusetzen. 

 

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H.  Mit Präsidialverfügung vom 12. September 2024 trat das Kantonsgericht auf das 
Wiedererwägungsgesuch nicht ein. 
 
I. Mit Vernehmlassung vom 9. Oktober 2024 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
J. Am 14. Oktober 2024 reichte der Beschwerdeführer eine Replik ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Beschwerde gegeben. 
Die weiteren formellen Voraussetzungen sind ebenfalls erfüllt, sodass auf die Beschwerde 
eingetreten werden kann. 
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt 
werden. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantons-
gericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 
Abs. 1 lit. c VPO e contrario). Der Fall wird gemäss § 1 Abs. 4 VPO im Zirkulationsverfahren 
entschieden. 
 
2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung 
("Härtefallbewilligung" zur beruflichen Grundbildung sowie aufgrund eines schwerwiegenden 
persönlichen Härtefalls) und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz zu 
Recht erfolgten. 
 
3.1 Der Beschwerdeführer ersuchte am 27. Juni 2023 beim AFMB um Anerkennung als 
schwerwiegender persönlicher Härtefall gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes 
über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (AIG) vom 16. Dezember 2005 
i.V.m. Art. 30a der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 
24. Oktober 2007. 
 
3.2 Gemäss Art. 30a Abs. 1 VZAE (in der bis am 31. Mai 2024 geltenden Fassung) kann 
Personen mit rechtswidrigem Aufenthalt zur Ermöglichung einer beruflichen Grundbildung für 
die Dauer der Grundbildung in Abweichung von den allgemeinen Zulassungsvorschriften eine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller die 
obligatorische Schule während mindestens fünf Jahren ununterbrochen in der Schweiz besucht 

 

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hat – wobei die Teilnahme an Brückenangeboten ohne Erwerbstätigkeit an die obligatorische 
Schulzeit angerechnet wird – und danach innerhalb von zwölf Monaten ein Gesuch eingereicht 
hat (lit. a); ein Gesuch des Arbeitgebers nach Art. 18 lit. b AIG vorliegt (lit. b); die Lohn- und 
Arbeitsbedingungen nach Art. 22 AIG eingehalten sind (lit. c); die Gesuchstellerin oder der 
Gesuchsteller die Integrationskriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG erfüllt (lit. d) und sie oder er 
ihre Identität offenlegt (lit. f). Hierbei handelt es sich nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung um eine Ermessensbewilligung im Rahmen von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG. Es besteht auch 
bei Erfüllen sämtlicher Voraussetzungen von Art. 30a VZAE (berufliche Grundbildung) – obwohl 
diese enger umschrieben sind als jene von Art. 31 VZAE (allgemeiner Härtefall) – kein An-
spruch darauf, dass die zuständige kantonale Behörde die entsprechende Bewilligung in Aus-
sicht stellt und das SEM um Zustimmung zu dieser ersucht; ein solcher Anspruch kann weder 
aus dem Willkürverbot, dem Rechtsgleichheitsgebot noch dem Verhältnismässigkeitsprinzip 
abgeleitet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_5/2022 vom 17. August 2022 E. 2 und 5.1 
mit Hinweisen). 
 
3.3 Per 1. Juni 2024 trat eine geänderte Fassung vom Art. 30a VZAE in Kraft (vgl. Amtliche 
Sammlung [AS] 2024 206). Seither wird unter lit. a nur noch verlangt, dass die Gesuchstellerin 
oder der Gesuchsteller die obligatorische Schule während mindestens zwei Jahren ununterbro-
chen in der Schweiz besucht hat – wobei die Teilnahme an Brückenangeboten ohne Erwerbs-
tätigkeit weiterhin an die obligatorische Schulzeit angerechnet wird – und danach innerhalb von 
zwei Jahren ein Gesuch eingereicht hat. 
 
3.4 Vorab zu prüfen ist, welche Fassung von Art. 30a VZAE im vorliegenden Verfahren zur 
Anwendung gelangt. Der Verordnungsgeber hat zur am 1. Juni 2024 in Kraft getretenen 
Änderung der VZAE in den Schlussbestimmungen (Art. 91 ff. VZAE) keine eigene Übergangs-
bestimmung erlassen. Daher ist zur Bestimmung des anwendbaren materiellen Rechts in ana-
loger Anwendung auf die übergangsrechtliche Regelung von Art. 126 Abs. 1 AIG abzustellen 
(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts F-2855/2022 vom 6. September 2024 E. 4.3 mit 
Hinweisen). Gemäss Art. 126 Abs. 1 AIG bleibt auf Gesuche, die vor dem Inkrafttreten dieses 
Gesetzes eingereicht worden sind, das bisherige Recht anwendbar. Auf das am 27. Juni 2023 
eingereichte Härtefallgesuch gelangt somit die bis am 31. Mai 2024 gültige Fassung von 
Art. 30a Abs. 1 lit. a VZAE zur Anwendung, welche einen obligatorischen Schulbesuch in der 
Schweiz von mindestens fünf Jahren verlangt. 
 
4.1 Das AFMB begründete die Ablehnung des Härtefallgesuchs zusammengefasst damit, 
dass der Beschwerdeführer die Voraussetzungen von Art. 30a Abs. 1 lit. a VZAE nicht erfülle, 
weil er in der Schweiz die obligatorische Schule nie besucht habe, sondern lediglich seit drei 
Jahren das Zentrum für Brückenangebote BL (ZBA). Beim Beschwerdeführer handle es sich um 
einen gesunden jungen Mann, der im Juli 2019 als Tourist in die Schweiz eingereist sei und die 
vorherigen 17 Jahre bei der Mutter in Brasilien gelebt habe. Auch seine gesamte Verwandt-
schaft lebe im Heimatland; lediglich sein "Onkel" und seine "Tante" lebten in der Schweiz. Letz-
tere mache zwar geltend, für den Beschwerdeführer eine "Ersatzmutter" zu sein, aufgrund der 
erst rund vierjährigen Anwesenheit könne nicht von einer derartigen Intensität ausgegangen 
werden, die derjenigen einer Mutter-Kind-Beziehung mit der leiblichen Mutter gleichkomme. Bei 

 

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Brasilien handle es sich sodann um einen sicheren Herkunftsstaat und der Beschwerdeführer 
bringe gute Voraussetzungen mit, um sich in seinem Heimatland wiedereinzugliedern. Der Be-
schwerdeführer erfülle zwar die Integrationskriterien, sei sozial integriert, habe Brückenange-
bote wahrgenommen, Deutschkenntnisse erworben, eine Lehrstelle in Aussicht und die öffentli-
che Hand nie belastet. Der Beschwerdeführer sei jedoch nicht im jüngeren Kindesalter abhän-
gig von seinen Eltern in die Schweiz eingereist, sondern selbstbestimmt als Jugendlicher, weni-
ge Monate vor Erreichen der Volljährigkeit. Die Einreise sei alleine mit der Absicht erfolgt, hier 
eine Ausbildung zu absolvieren, um danach in der Schweiz erwerbstätig zu sein. Es handle sich 
bei ihm somit nicht um ein Kind, welches aufgrund der illegalen Einreise der Eltern "unverschul-
det" nicht im Besitz von Papieren sei. Der Beschwerdeführer sei aus rein ökonomischen Grün-
den in die Schweiz eingereist, was nicht genüge, um einen Härtefall anzunehmen. In Fällen wie 
demjenigen des Beschwerdeführers eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, würde bedeuten, 
dass in der Schweiz wohnhafte Personen junge Angehörige aus wirtschaftlich weniger gut 
gestellten Drittstaaten einreisen lassen und ihnen den Aufenthalt in der Schweiz finanzieren 
könnten. Sie alle würden in der Schweiz unter diesen Umständen mit einer Härtefallbewilligung 
belohnt, sofern sie sich hier während ihres illegalen Aufenthalts genügend integrierten, sprich 
Deutschkurse und eine weiterführende Schule besuchten sowie eine Lehrstelle in Aussicht 
hätten. Für motivierte ausländische Jugendliche wäre es leicht, diese Bedingungen zu erfüllen, 
sofern sie in der Schweiz auf ein familiäres Netz zurückgreifen könnten, das ihnen eine Unter-
kunft biete und ihren Aufenthalt finanziere. Mit einer derart extensiven Auslegung würde das 
Ausländergesetz faktisch ausgehebelt und es entstünde ein enormer Anreiz für die Förderung 
illegaler Migration aus Drittstaaten. Die Einreise jugendlicher Familienangehöriger kurz vor 
Erreichen der Volljährigkeit, damit diese hier einer Erwerbstätigkeit nachgehen könnten, ent-
spreche nicht dem Zweck von Art. 30a VZAE, weder in der aktuell geltenden noch in der ab 
1. Juni 2024 geltenden Fassung. Auch mit dieser Neuerung liege in Konstellationen wie 
derjenigen des Beschwerdeführers kein Härtefall vor, da dieser letztlich vorsätzlich in die 
Schweiz gekommen sei, um unter Umgehung der Zulassungsvorschriften eine Aufenthaltsbe-
willigung zu Erwerbszwecken zu erhalten. Auch wenn die privaten Motive des Beschwerde-
führers – eine bessere wirtschaftliche Zukunft in der Schweiz – nachvollziehbar seien, so wür-
den sie doch klar weniger stark wiegen als das öffentliche Interesse der Schweiz an der 
Einhaltung der ausländerrechtlichen Zulassungsvorschriften und der Verhinderung von illegaler 
Migration, weshalb sich die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung auch als verhältnismässig 
erweise. Der Regierungsrat bestätigte diesen Entscheid des AFMB im angefochtenen Ent-
scheid vollumfänglich. 
 
4.2.1 Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde dagegen vor, er sei in der Favela 
E.____ bei der Stadt F.____ aufgewachsen. Sein Vater sei im Gefängnis gewesen und kurz 
nach seiner Freilassung gestorben, als er zwei Jahre alt gewesen sei. Die Mutter sei arbeitslos 
gewesen und habe versucht, den Lebensunterhalt als Strassenverkäuferin zu sichern. Er habe 
ab dem Alter von acht Jahren zum Familieneinkommen beitragen müssen, um nicht zu verhun-
gern. Er habe morgens die Schule besucht und ab dem Alter von 14 Jahren eine feste Stelle in 
einem Laden gefunden, sodass er nicht mehr als Strassenverkäufer habe arbeiten müssen. 
Seine Familie habe befürchtet, er würde in die Kriminalität abgleiten. Er sei im Juli 2019 in die 
Schweiz zu seiner hier lebenden "Tante" (der Schwester des neuen Partners seiner Mutter) und 

 

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deren Ehemann eingereist. Seit Oktober 2020 besuche er das ZBA, wo er wegen seiner guten 
Leistungen per August 2022 nach zwei Jahren in das schulische Profil habe übertreten können. 
Dort sei er mit Abgängern der Schweizer Sekundarschule in einer Klasse unterrichtet worden, 
nachdem er das TELC-Zertifikat B1 bestanden habe. Er habe bereits im letzten Jahr des Inte-
grativen Angebots ein Lehrstellenangebot von der G.____ erhalten. Da eine Bewilligung gefehlt 
habe, habe er das Brückenangebot bis August 2023 verlängert. Am 26. Juni 2023 habe er dann 
beim AFMB ein Gesuch um Erteilung einer Härtefallbewilligung eingereicht. Das Härtefallge-
such habe das AFMB am 21. November 2023 abgewiesen und seine sofortige Ausreise per 
6. Dezember 2023 angeordnet. Im anschliessenden Beschwerdeverfahren habe der Regie-
rungsrat ihm den prozeduralen Aufenthalt bewilligt und ihm gestattet, für die Dauer des Be-
schwerdeverfahrens einen Praktikumsplatz bei der G.____ anzutreten. Die Beschwerde habe 
der Regierungsrat mit Beschluss vom 25. Juni 2024 abgewiesen. 
 
4.2.2 Der Beschwerdeführer rügt weiter, der Regierungsrat – wie auch das AFMB – würden 
den Sinn der Revision von Art. 30a VZAE in sein Gegenteil verkehren. Aus den Materialien 
ergebe sich eindeutig, dass der Zugang von Jugendlichen ohne Aufenthaltsbewilligung zur 
beruflichen Grundbildung durch die Verkürzung der Dauer des Schulbesuchs erleichtert werden 
solle. Jugendliche, die sich seit mehr als fünf Jahren in der Schweiz befänden, zwei Jahre die 
Schulen besucht hätten und über eine Lehrstelle verfügten, seien deshalb Härtefälle. Er erfülle 
diese Voraussetzungen. Die von der Vorinstanz angeführte Rechtsprechung sei auf Erwach-
sene zugeschnitten und sei auf seinen Fall nicht anwendbar, da er als Kind eingereist sei. Die 
Vorinstanz verkenne sodann, dass nach dem Willen des Parlaments bei Jugendlichen das 
Recht auf Bildung und die Bekämpfung des Fachkräftemangels dem Interesse der restriktiven 
Einwanderungskontrolle vorgehe. Er sei als minderjährige Person in die Schweiz eingereist und 
nach Art. 11 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 
1999 hätten Kinder und Jugendliche Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und 
Förderung ihrer Entwicklung. Gemäss Art. 28 des Übereinkommens über die Rechte des Kin-
des (KRK) vom 20. November 1989 seien die Vertragsstaaten sodann verpflichtet, das Recht 
des Kindes auf Bildung anzuerkennen und Massnahmen zur Verwirklichung dieses Rechts zu 
treffen. Da der Zugang zur Bildung diskriminierungsfrei ausgestaltet sein müsse, lasse sich 
daraus eine Verpflichtung der Schweiz ableiten, jugendlichen Sans-Papiers den Zugang zu 
weiterführenden Ausbildungsmöglichkeiten nach Abschluss der Grundschule gleich wie ande-
ren Jugendlichen zu ermöglichen. Auch im heutigen Zeitpunkt seiner Volljährigkeit habe sich 
daran nichts geändert. Die sich verändernde Rechtslage bilde sich sodann bereits in der Praxis 
ab, da in anderen Kantonen und auch im Kanton Basel-Landschaft bei vergleichbaren Fällen 
Härtefallbewilligungen erteilt worden seien. Es stehe zudem fest, dass er sich in Brasilien in 
sehr schweren ökonomischen Verhältnissen würde zurechtfinden müssen, weil sein Stiefvater 
und seine Mutter nicht in der Lage seien, ihn zu unterstützen. 
 
4.3 Soweit der Beschwerdeführer aus der Revision von Art. 30a VZAE etwas zu seinen 
Gunsten ableiten will, blendet er zu Unrecht aus, dass er – im Gegensatz etwa zu minderjäh-
rigen Sans-Papiers – bewusst und eigenverantwortlich mit seinem illegalen Aufenthalt das Kri-
terium der Einhaltung der Rechtsordnung systematisch und dauerhaft verletzt hat. 
 

 

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4.4 Weiter ist dem Beschwerdeführer zur vorgebrachten Verletzung des Rechtsgleich-
heitsgebots durch die Vorinstanzen entgegenzuhalten, dass die von ihm angeführten Fälle teils 
andere Kantone betreffen und darüber hinaus mit seinem Fall nicht vergleichbar sind, da diese 
jeweils Personen mit anderen Voraussetzungen betrafen (z.B. Personen in hängigen Asylver-
fahren, Personen mit anderen familiären Verhältnissen oder von Vollzugshindernissen betrof-
fene Personen). Das mit Eingabe vom 14. Oktober 2024 eingereichte Urteil des Bundesverwal-
tungsgerichts F-2855/2022 vom 6. September 2024 betrifft sodann einen Fall aus dem Kanton 
Basel-Stadt, in welchem der Kanton – im Gegensatz zum Fall des Beschwerdeführers – das 
Härtefallgesuch dem SEM zur Zustimmung unterbreitet und der betroffenen Person darüber 
hinaus bereits erlaubt hatte, eine Lehrstelle anzutreten. Hinweise auf eine rechtsungleiche 
kantonale Praxis betreffend Ausübung des Ermessens durch das AFMB und die Vorinstanz 
sind im Übrigen nicht ersichtlich, weshalb sich die entsprechende Rüge als unbegründet 
erweist. 
 
4.5 Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer aus den von ihm ange-
rufenen Kindesschutzbestimmungen wie Art. 11 BV und Art. 28 KRK. Der Beschwerdeführer 
mag zwar kurz vor seiner Volljährigkeit eingereist sein. Er stellte sein Gesuch um Erteilung 
einer Härtefallbewilligung allerdings erst im Alter von 21 Jahren, weshalb er nicht in den persön-
lichen Geltungsbereich der Kindesschutzbestimmungen fällt, zumal er nicht geltend macht, sei-
ne Rechte seien vor Erlangen der Volljährigkeit verletzt worden. 
 
4.6 Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf Art. 8 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950. Um daraus einen An-
spruch auf Bewilligungserteilung ableiten zu können, bedürfte es nach der Rechtsprechung be-
sonders vertiefter, über eine normale Integration hinausgehender Bindungen gesellschaftlicher 
oder beruflicher Natur bzw. vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausser-
häuslichen Bereich; in der Regel genügen hierfür eine lange Anwesenheit und die damit ver-
bundenen Beziehungen noch nicht; erforderlich ist eine eigentliche Verwurzelung in die hiesi-
gen Verhältnisse (BGE 130 II 281 E. 3.2). Eine Verletzung des Rechts auf Achtung des Privat-
lebens kann die behördlich angeordnete Beendigung des Aufenthalts im Land dann darstellen, 
wenn sich eine Person rechtmässig während zehn Jahren hier aufgehalten hat, weil nach dieser 
Zeitspanne regelmässig eine gute Integration vorausgesetzt werden kann (vgl. BGE 144 I 266 
E. 3.8 und 3.9). Diese Voraussetzungen sind beim Beschwerdeführer offensichtlich nicht gege-
ben. 
 
5.1 Zu prüfen bleibt, ob ein Härtefall vorliegt. Bei der Härtefallbewilligung handelt es sich 
um eine Ausnahmebestimmung. Die ausländische Person muss sich in einer persönlichen Not-
lage befinden; ihre Lebens- und Daseinsbedingungen müssen gemessen am durchschnittlichen 
Schicksal von Ausländerinnen und Ausländern in gesteigertem Mass infrage gestellt sein bzw. 
die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung muss einen schweren Nachteil zur Folge haben. 
Die Anerkennung eines persönlichen Härtefalls setzt jedoch nicht voraus, dass die Anwesenheit 
in der Schweiz der einzige mögliche Ausweg aus der Notlage darstellt. Umgekehrt begründet 
allein die Tatsache, dass die ausländische Person sich seit längerer Zeit in der Schweiz aufhält, 
hier sozial und beruflich gut integriert ist und ihr Verhalten zu keinen Klagen Anlass gegeben 

 

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hat, für sich allein keinen schwerwiegenden persönlichen Härtefall. Die Beziehung der Gesuch-
stellenden zur Schweiz muss darüber hinaus vielmehr so eng sein, dass man von ihnen nicht 
verlangen kann, in einem anderen Land – insbesondere im Heimatland – zu leben (vgl. 
BGE 130 II 39 = Die Praxis [Pra] 93 [2004] Nr. 140). Art. 30a VZAE führt in einem Kriterienkata-
log die besonders wichtigen Punkte auf, die bei der Beurteilung der Frage, ob ein schwerwie-
gender persönlicher Härtefall in der Unterkategorie zur Ermöglichung einer beruflichen Grund-
bildung vorliegt, zu berücksichtigen sind.  
 
5.2 Gemäss Art. 30a Abs. 1 lit. b und c VZAE muss ein Gesuch des Arbeitgebers nach 
Art. 18 lit. b AIG vorliegen und die Lohn- und Arbeitsbedingungen nach Art. 22 AIG müssen ein-
gehalten werden. Der Beschwerdeführer hat ein Lehrstellenangebot zu einer Lehre als Logisti-
ker bei der G.____ erhalten, weshalb – wie das AFMB zutreffend ausgeführt hat – davon aus-
gegangen werden kann, dass die Lohn- und Arbeitsbedingungen nach Art. 22 AIG eingehalten 
werden. Die Kriterien von Art. 30a Abs. 1 lit. b und c VZAE sind daher erfüllt.  
 
5.3 Nach Art. 30a Abs. 1 lit. f VZAE muss der Gesuchsteller seine Identität offenlegen. Mit 
der Einreichung seines Härtefallgesuchs am 26. Juni 2023 hat der Beschwerdeführer nunmehr 
seine Identität offengelegt, womit das Kriterium von Art. 30a Abs. 1 lit. f VZAE erfüllt ist. 
 
5.4 Weiter hat der Gesuchsteller die Integrationskriterien nach Artikel 58a Absatz 1 AIG zu 
erfüllen. In Bezug auf die Integration ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer diverse 
Sprachkurse besucht hat und am 13. Januar 2022 beim ZBA ein Sprachzertifikat (TELC 
Deutsch B1) mit dem Prädikat "gut" erhalten hat. Die sprachliche Integration ist damit gegeben. 
Weiter befinden sich diverse Referenzschreiben bei den Akten. Diese stammen von Klas-
senlehrpersonen des ZBA, der G.____, der Schwester des neuen Partners seiner Mutter und 
deren Ehemann, von in der Schweiz lebenden Freunden und Bekannten, der Schweizer Freun-
din des Beschwerdeführers sowie deren Mutter. Aus dem Referenzschreiben des ZBA ergibt 
sich, dass der Beschwerdeführer im Unterricht motiviert mitarbeitet und seine Aufgaben pünkt-
lich und pflichtbewusst erledigt. Sein Zeugnisdurchschnitt lag bei 4.7 und dem Beschwerde-
führer wird attestiert, dass er das Klassenklima positiv beeinflusst, gut integriert ist und aktiv am 
Unterricht teilnimmt. Weiter führen die Lehrpersonen aus, dass der Beschwerdeführer nach den 
drei Schuljahren am ZBA bereit für eine berufliche Ausbildung sei. Aus den weiteren Referenz-
schreiben ergibt sich, dass es dem Beschwerdeführer gelungen ist, sich hier einen Freundes-
kreis aufzubauen und sich hier sozial zu integrieren. Der Beschwerdeführer wird als höflich, 
hilfsbereit, engagiert und zuverlässig beschrieben. Daher ist beim Beschwerdeführer von einer 
guten sozialen Integration auszugehen und es ist nicht zu bestreiten, dass der Beschwerdefüh-
rer – mit Ausnahme des mehrjährigen illegalen Aufenthalts – die Integrationskriterien nach Art. 
58a Abs. 1 AIG (Art. 30a Abs. 1 lit. d VZAE) erfüllt, was zu seinen Gunsten zu werten ist. Einen 
Härtefall vermag dies für sich genommen jedoch nicht begründen. 
 
5.5 Umstritten ist, ob der Beschwerdeführer das Kriterium von Art. 30a Abs. 1 lit. a VZAE 
erfüllt (vgl. dazu vorne E. 3.2 bis 3.4). Während der Beschwerdeführer das Kriterium mit dem 
dreijährigen Besuch des Brückenangebots als erfüllt erachtet, vertreten die Vorinstanzen die 
Auffassung, das Kriterium sei nicht erfüllt. Aus dem klaren Wortlaut von Art. 30a Abs. 1 lit. a 

 

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VZAE ergibt sich, dass Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller in der Schweiz eine obligatori-
sche Schule besucht haben müssen. Brückenangebote können nach dem Wortlaut lediglich an 
die obligatorische Schulzeit angerechnet werden. Aus den Akten ergibt sich, dass der Be-
schwerdeführer in der Schweiz nie eine obligatorische Schule besucht hat, sondern erst nach 
Abschluss der Schulbildung und kurz vor Erreichen der Volljährigkeit mit dem Ziel der Aufnah-
me einer Erwerbstätigkeit in die Schweiz gekommen ist. Damit erfüllt der Beschwerdeführer die 
Voraussetzung des Besuchs einer obligatorischen Schule in der Schweiz nicht. Mit dem Krite-
rium des Besuchs der obligatorischen Schule in der Schweiz zielt die Bestimmung auf die 
Legalisierung von in der Schweiz eingeschulten Minderjährigen ab, denen der illegale Aufent-
halt aufgrund ihrer Abhängigkeit von den in der Schweiz anwesenden Eltern nicht persönlich 
vorgeworfen werden kann. Diesbezüglich stellt sich die Situation beim Beschwerdeführer grund-
legend anders dar, da er selbstbestimmt kurz vor Erreichen der Volljährigkeit – in Umgehung 
der Zulassungsvorschriften – in die Schweiz eingereist und in der Folge – in Missachtung der 
schweizerischen Rechtsordnung – das Land nicht wieder verlassen hat. Sodann hat der Be-
schwerdeführer sich erst im Alter von 18 Jahren – und damit als Erwachsener – beim ZBA an-
gemeldet und in der Folge während zwei Jahren zunächst das max. zweijährige "Integrative 
Profil" des Brückenangebots und anschliessend das "Schulische Profil" (Leistungsniveau A+) 
des Brückenangebots besucht. Eine Anrechnung dieses Brückenangebots an eine in der 
Schweiz besuchte obligatorische Schule fällt mangels eines Besuchs einer obligatorischen 
Schule in der Schweiz ausser Betracht. Das Kriterium von Art. 30a Abs. 1 lit. a VZAE ist damit 
beim Beschwerdeführer nicht erfüllt. 
 
6.1 Weiter sind im Rahmen der Gesamtbeurteilung, ob ein schwerwiegender persönlicher 
Härtefall gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG vorliegt, die weiteren in Art. 31 VZAE genannten Krite-
rien – die Familienverhältnisse (lit. c), die finanziellen Verhältnisse (lit. d), die Dauer der Anwe-
senheit (lit. e), der Gesundheitszustand (lit. f) und die Möglichkeiten der Wiedereingliederung 
(lit. g) – zu berücksichtigen. 
 
6.2 Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer aus seinen Familien-
verhältnissen. Er ist ledig und alle nahen Verwandten, insbesondere seine Mutter, leben weiter-
hin in Brasilien. In der Schweiz lebt einzig die Schwester des neuen Partners seiner Mutter und 
deren Ehemann, bei denen er aktuell lebt. Auch der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-
rers spricht nicht für die Annahme eines Härtefalls, da es sich beim Beschwerdeführer um einen 
gesunden jungen Mann handelt, der keine gesundheitlichen Probleme geltend macht. 
 
6.3 Zur Dauer der Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz ist festzuhalten, 
dass er im Juli 2019 17½-jährig als Tourist in die Schweiz eingereist ist. Nach Ablauf des vi-
sumsbefreiten legalen Aufenthalts von 90 Tagen verliess der Beschwerdeführer die Schweiz 
nicht und hielt sich fortan während 3 Jahren und 8 Monaten bis zur Einreichung des Härtefall-
gesuchs am 26. Juni 2023 illegal in der Schweiz auf. Der behördlich geduldete Aufenthalt des 
Beschwerdeführers umfasst lediglich die Zeitspanne des Verfahrens um Erteilung einer Härte-
fallbewilligung (rund 1 Jahr und 8 Monate), wobei diese Dauer im Wesentlichen durch das Er-
greifen von Rechtsmitteln verlängert wurde. Damit liegt beim Beschwerdeführer keine so lange 
Aufenthaltsdauer vor, dass sie das Vorliegen eines Härtefalls begründen könnte. 

 

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6.4 In Bezug auf die finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers ist aktenmässig er-
stellt, dass der Beschwerdeführer bei der Schwester des neuen Partners seiner Mutter und de-
ren Ehemann kostenfrei leben kann und von ihnen finanziell unterstützt wird. 
 
6.5 In Bezug auf die Möglichkeit der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat ist zu berück-
sichtigen, dass der Beschwerdeführer in Brasilien die gesamte obligatorische Schule besucht 
hat. Im Alter von 17 ½ Jahren gelangte er in die Schweiz, weil er in der Schweiz bessere wirt-
schaftliche Möglichkeiten sah. Der Beschwerdeführer hat damit die gesamten für die vorliegen-
de Beurteilung massgebenden, prägenden Jahre seiner Kindheit, Jugend und beginnenden 
Adoleszenz in seiner Heimat verbracht, weshalb von einer dortigen Verwurzelung auszugehen 
ist. Soweit die geltend gemachten ökonomischen Schwierigkeiten in Brasilien in die Prüfung des 
schwerwiegenden persönlichen Härtefalls miteinzubeziehen sind, ist festzuhalten, dass dem 
Beschwerdeführer die in der Schweiz im Rahmen des Brückenangebots erworbenen Kenntnis-
se und Fähigkeiten bei der beruflichen Wiedereingliederung in Brasilien von Nutzen sein kön-
nen. Dem Beschwerdeführer, der während 17 Jahren in Brasilien gelebt hat und dort sprachlich 
integriert ist, wird es möglich sein, sich in Brasilien wieder einzugliedern und dort auch wirt-
schaftlich Fuss zu fassen. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern innert der in der Schweiz 
verbrachten kurzen Zeit eine derart enge Bindung an die Schweiz hätte stattfinden können, 
dass das Leben anderswo, insbesondere im Heimatland, für den Beschwerdeführer nicht mehr 
möglich sein sollte. 
 
7. In der Gesamtwürdigung aller Umstände ist damit nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanzen beim Beschwerdeführer das Vorliegen eines schwerwiegenden Härtefalls verneint 
haben. Nach dem Gesagten erscheint auch die Wegweisung des Beschwerdeführers verhält-
nismässig im Sinn von Art. 96 AIG und Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 AIG sind nicht 
ersichtlich, da der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers möglich und zumutbar ist. 
Dem Beschwerdeführer ist es zuzumuten, die Schweiz zu verlassen und in seinen Heimatstaat 
Brasilien zurückzukehren. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege. Nach § 22 VPO wie auch nach dem verfassungsrechtlichen 
Mindestanspruch (Art. 29 Abs. 3 BV) ist für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
erforderlich, dass das Rechtsmittel nicht als aussichtslos erscheint. Als aussichtslos sind 
Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen 
gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren un-
gefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine 
Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu 
einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rech-
nung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet. 
In Anbetracht der ausführlichen zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen und der vorgebrach-
ten Rügen erweist sich die Beschwerde an das Kantonsgericht als aussichtslos. Das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege ist daher abzuweisen und die Verfahrenskosten in der Höhe 

 

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von Fr. 1'200.-- sind bei diesem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 20 
Abs. 3 VPO). Die Parteikosten werden dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wettge-
schlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
 

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  
   
 2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltli-

chen Rechtspflege wird abgewiesen.  
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

 
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 8. April 2025 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahrens-
nummer 2D_6/2025) erhoben.