# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a64c9fc-1122-5840-87ce-15e02f570e30
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.01.2018 720 17 105 / 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-105---29_2018-01-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Januar 2018 (720 17 105 / 29) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Beweiswürdigung von Stellungnahmen des Regionalen ärztlichen Dienstes 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 
 

Beigeladene C.____ AG 
 

  
 
 

Betreff IV-Rente / Drittauszahlung  
 
 
 
 
A. Der 1967 geborene A.____ arbeitete zuletzt als Automechaniker bei der B.____ AG in 
X.____. Am 14. April 2008 meldete er sich unter Hinweis auf eine Schultererkrankung zum Leis-

 
 
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tungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Nachdem berufliche Abklä-
rungen im C.____ gescheitert waren, beauftragte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) das 
Zentrum für die Medizinische Begutachtung (ZMB) mit der Begutachtung des Versicherten. Ge-
stützt auf die Empfehlungen von Dr. med. E.____, FMH Arbeitsmedizin und FMH Allgemeine 
Innere Medizin, Regionaler ärztlicher Dienst (RAD), nahm die IV-Stelle weitere medizinische 
Abklärungen vor. Mit Vorbescheid vom 9. Oktober 2012 teilte sie dem Versicherten mit, dass 
sie beabsichtige, ihm vom 1. November 2007 bis 31. März 2008 eine ganze Rente, vom 1. April 
2008 bis 31. Juli 2008 eine Dreiviertelsrente und vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 eine ganze 
Invalidenrente zuzusprechen. Für die Zeit nach dem 1. Juli 2012 bestehe kein Rentenanspruch. 
Infolge der vom Versicherten gegen diesen Vorbescheid erhobenen Einwände klärte die IV-
Stelle den medizinischen Sachverhalt erneut ab. Dabei beauftragte sie das Spital F.____ mit 
einer rheumatologischen Begutachtung. Gestützt auf das Gutachten vom 28. August 2015/11. 
Dezember 2015 und der Stellungnahme von Dr. E.____ vom 20. Juni 2016 sprach sie dem 
Versicherten mit Verfügung vom 27. Februar 2017 die im Vorbescheid vom 9. Oktober 2012 
vorgesehenen befristeten, abgestuften Invalidenrenten zu.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Roman Felix, 
am 29. März 2017 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er 
beantragte, es sei die Verfügung vom 27. Februar 2017 insoweit aufzuheben, als ihm für den 
Zeitraum vom 1. April 2008 bis 31. Juli 2008 lediglich eine Dreiviertelsrente und für den Zeit-
raum ab 1. Juli 2012 keine Rente zugesprochen worden sei. Die IV-Stelle sei sodann zu ver-
pflichten, ihm ab 1. November 2007 eine unbefristete ganze Invalidenrente auszurichten. Weiter 
sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, soweit sie eine Drittauszahlung an die C._____ 
AG in Höhe von Fr. 25'203.-- vorsehe. Dabei sei die IV-Stelle zu verurteilen, ihm den gesamten 
Nachzahlungsbetrag von Fr. 79'020.-- inkl. Zinsen zu bezahlen; alles unter o/e-Kostenfolge. In 
der Begründung wurde im Wesentlichen eine ungenügende medizinische Abklärung geltend 
gemacht. Zudem gehe die IV-Stelle zu Unrecht von einem Eingliederungspotenzial und einer 
Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit aus. Ausserdem sei die Höhe der Drittauszahlung von 
Fr. 25‘203.-- nicht nachvollziehbar.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 15. Mai 2017 schloss die IV-Stelle mit Verweis auf den 
RAD-Bericht vom 4. April 2017 und die Stellungnahme der zuständigen Ausgleichskasse Han-
del Schweiz vom 5. Mai 2017 auf Abweisung der Beschwerde.   
 
D. Mit Replik vom 18. Juli 2017 hielt der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter an sei-
nen Anträgen und Ausführungen fest.  
 
E. Die IV-Stelle verwies in ihrer Duplik vom 21. August 2017 auf die RAD-Stellungnahme 
vom 7. August 2017 und beantragte weiterhin die Abweisung der Beschwerde.  
 
F. Das Kantonsgericht lud mit Verfügung vom 31. August 2017 die C.____ AG zum vor-
liegenden Verfahren bei. Dabei gab es ihr Gelegenheit, sich zur strittigen Drittauszahlung zu 
äussern. Die Beigeladene führte in ihrer Eingabe vom 30. Oktober 2017 aus, dass die Höhe der 
Drittauszahlung von Fr. 25'203.-- rechtens sei. 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde vom 29. März 2017 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Vorliegend ist zu prüfen, ob der Versicherte ab 1. November 2007 Anspruch auf eine 
ganze Invalidenrente hat. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung vom 27. Februar 2017 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet recht-
sprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 
E. 1.2). 
 
2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als 
Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsge-
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu be-
rücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht ein Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die ver-
sicherte Person zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, 
auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu 
mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Ausgangspunkt der Ermittlung eines Rentenanspruchs bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-

 
 
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fähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2).  
 
3.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195). Darüber hinaus 
bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumut-
barkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsar-
beit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persön-
lichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet wer-
den können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: 
Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der So-zialversicherung, St. Gal-
len 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
3.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Widersprechen sich medizinische Berichte, darf das Gericht den Prozess nicht erledi-
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 
V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.5 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-

 
 
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kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
3.6 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die Inva-
lidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ist mit jenem externer medizinischer Sachver-
ständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztli-
ches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232) genügen und die Arztperson über die notwen-
digen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1 S. 219). Auf das Ergebnis von 
RAD-Berichten kann demgemäss nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an 
ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 
E. 4.4 S. 469 f. und E. 4.7 S. 471).   
 
4.1 Aus den Akten geht hervor, dass beim Versicherten aufgrund der seit 2006 bestehen-
den linksseitigen Schulterbeschwerden am 25. Juni 2007 eine arthroskopische Akriomoplastik 
durchgeführt wurde (Operationsbericht von Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 25. Juni 2006). Nach langwierigem postoperati-
vem Verlauf zeichnete sich im November 2007 eine deutliche Besserung ab. Dr. G.____ erach-
tete eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ab 1. Januar 2008 als möglich. Der Umfang der Arbeitsfähig-
keit könne danach schrittweise gesteigert werden (vgl. Bericht von Dr. G.____ vom 19. Novem-
ber 2007). In der Folge wurde der Versicherte schrittweise am Arbeitsplatz integriert. Die Auf-
nahme einer vollen Arbeitstätigkeit war jedoch infolge Auftretens erneuter, starker Schmerzen 
nicht möglich (vgl. Berichte von Dr. med. H.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 
29. April 2008, von Dr. med. I.____, FMH Chirurgie, vom 9. Mai 2008 und von Dr. G.____ vom 
26. Juni 2008). Der Hausarzt, Dr. H.____, attestierte dem Versicherten jedoch eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Verweistätigkeit. Vom 18. August 2008 bis 
26. September 2008 fand im D.____ eine berufliche Abklärung statt. Gemäss Bericht der 
D.____ vom 10. Oktober 2008 könne der Versicherte seine angestammte Tätigkeit als Autome-
chaniker nicht mehr ausführen. Dagegen sei es ihm zumutbar, leichte Arbeiten, welche nicht 
monoton repetitiv und selten bis nie über der Horizontalen zu verrichten seien, ganztags auszu-
üben. Am 14. November 2008 und 18. September 2009 berichtete Dr. med. J.____, FMH 
Rheumatologie, über persistierende Schulterschmerzen, welche nicht genügend objektiviert 
werden könnten. Es folgten ab 24. August 2009 erneut berufliche Abklärungen im D.____, wel-
che jedoch schmerzbedingt am 16. Oktober 2009 abgebrochen werden mussten. Im Ab-
schlussbericht der beruflichen Massnahmen vom 16. November 2009 wurde festgehalten, dass 
der Versicherte aufgrund der Schulterschmerzen selbst leichteste Arbeiten nicht habe durchfüh-
ren können. Die neurologische Untersuchung durch Dr. med. K.____, FMH Neurologie, ergab 
keine wesentlichen Auffälligkeiten (vgl. Bericht vom 12. November 2009). Dr. med. L.____, 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte in 
seinem Gutachten vom 25. Februar 2010 einen chronifizierten Schmerzzustand im Bereich der 
linken Schulter ventral ohne sicheres pathologisches Substrat. Anlässlich der Untersuchung 
habe er eine muskuläre Atrophie am linken nicht dominanten Schultergürtel feststellen können. 
Zudem bestehe ein Verdacht auf eine Bizepssehnentendinose im Sulcus und auf eine Instabili-
tät der Bizepssehne oder eine SLAP-Läsion im Ansatzgebiet der Bizepssehne. Aufgrund dieses 
Leidens könne der Versicherte seinen linken Arm praktisch für keine Tätigkeiten mehr einset-

 
 
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zen, welche Heben, Haltefunktionen, Tragen, Stemmen, kraftvolles Drehen, Klopfen, Halten 
und Drehen mit Kraft sowie Überkopfarbeiten erforderten. Den Beruf des Automechanikers 
könne er nicht mehr ausüben. Arbeiten, die unter völliger Schonung des linken Armes und der 
linken Hand durchgeführt werden könnten, seien ihm dagegen zumutbar. Dabei könne er leich-
tere Tätigkeiten auf Tischhöhe auch mit der linken Hand ohne repetitive Bewegung des gesam-
ten Armes ausführen.  
 
4.2 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens beauftragte die IV-Stelle das ZMB mit der Be-
gutachtung des Versicherten. Im polydisziplinären Gutachten vom 28. Oktober 2010 mit den 
Disziplinen Allgemeinmedizin, Orthopädie und Psychiatrie hielten die ZMB-Experten als Diag-
nosen einen chronifizierten Schmerzzustand an der linken Schulter bei Status nach Arthrosko-
pie und athroskopischer subacromialer Dekompression fest. Zudem stellten sie als Verdachts-
diagnosen ein subacromiales Impingement und eine Instabilität der langen Bizepssehne oder 
eine SLAP-Läsion im Ansatzgebiet der Bizepssehne. Eine psychische Erkrankung von invalidi-
sierendem Ausmass liege nicht vor. Aufgrund der somatischen Beeinträchtigungen bestehe seit 
2007 in der angestammten Tätigkeit als Automechaniker keine Arbeitsfähigkeit mehr. In einer 
dem Schulterleiden angepassten Tätigkeit ohne repetitive Arbeiten über Augenhöhe, Heben 
von schweren Lasten mit dem linken Arm oder Aussenrotationsbewegungen im linken Arm sei 
der Versicherte zu 100 % arbeitsfähig. Die Gutachter empfahlen jedoch die Durchführung  
einer Arthroskopie, um den intraartikulären Verlauf der Bizepssehne beurteilen zu können. Da-
bei könne geprüft werden, ob eine SLAP-Läsion vorliege (vgl. auch ergänzende Stellungnahme 
des ZMB vom 13. Januar 2011). 
 
4.3 In der Folge beauftragte die IV-Stelle Dr. G.____ mit einer Verlaufsarthroskopie, wel-
che am 7. April 2011 stattfand. Dr. G.____ stellte eine Tendinose der langen Bizepssehne fest. 
Er führte daher gleichentags eine subacromiale Dekompression und eine Bizepstenodese durch 
(vgl. Operationsbericht vom 7. April 2011).  
 
4.4 Am 27. März 2012 berichtete Dr. med. M.____, FMH Anästhesie, über den Gesund-
heitszustand des Versicherten. Es sei auffallend, dass der Versicherte sämtliche Bewegungen 
mit dem linken Arm vermeide, welche die Anspannung des Bizepses benötigten. Das linke 
Schultergelenk könne schmerzfrei bewegt werden. Lediglich am Ansatz der kurzen Bizepsseh-
ne könne ein massiver Druckschmerz ausgelöst werden. Zudem finde sich im medialen Teil des 
Bizepsmuskels eine eindeutige, druckschmerzhafte Myogelose. Während in psychischer Hin-
sicht keine Beeinträchtigungen festzustellen seien, sei der Versicherte aufgrund der Schmerzen 
im linken proximalen Oberarm körperlich stark eingeschränkt. In einer reinen Bürotätigkeit be-
stehe vorerst eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Diese könne dann später "eine Vollzeitstelle" wer-
den.  
 
4.5 Dr. med. N.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte am 12. April 
2012 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, welche seit mehr als 5 Jahre bestehe. 
Aufgrund der zeitweisen Konzentrationsstörungen, des Gedankenkreisens und der Schlafstö-
rungen sei die Leistungsfähigkeit des Versicherten etwas herabgesetzt. Die Arbeitsfähigkeit 
könne sie nicht beurteilen, da sich diese aus den Schulterbeschwerden ergebe.  

 
 
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4.6 Nach Einsicht in die medizinischen Akten kam der RAD-Arzt Dr. E.____ am 27. August 
2012 zum Schluss, dass der Versicherte aufgrund der therapieresistenten Schmerzen im Be-
reich des linken kurzen Bizepssehnenansatzes in seiner angestammten Tätigkeit als Autome-
chaniker seit dem 16. Dezember 2006 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Demgegenüber habe in 
einer leidensangepassten Verweistätigkeit ab Januar 2008 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit be-
standen. Gemäss dem orthopädischen Gutachten von Dr. L.____ vom 25. Februar 2010 und 
dem ZMB-Gutachten vom 28. Oktober 2010 sei davon auszugehen, dass ab 29. April 2008 eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Infolge der Arthroskopie vom 7. April 2011 sei der 
Versicherte vom 6. April 2011 bis 19. Januar 2012 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Ab dem 
20. Januar 2012 sei es dem Versicherten gestützt auf die Beurteilung von Dr. M.____ vom 
27. März 2012 zumutbar gewesen, einer leidensangepassten Arbeit zunächst im Umfang von 
50 % und dann ab 27. März 2012 von 100 % nachzugehen. 
 
4.7 Am 18. März 2014 berichtete Dr. H.____, dass der Versicherte im Jahr 2013 wegen 
Nierenzysten und im November 2012 wegen Gallensteinen operiert wurde. Als Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielt er ein chronisches Schulterimpingementsyndrom 
rechts und eine Anpassungsstörung mit intermittierender leichter depressiver Episode fest. 
Funktionell sei der Versicherte einhändig, weil er nur die rechte Hand mit vollständiger Kraft 
einsetzen könne. Die anhaltend leicht bedrückte Stimmungslage, die Schlafstörungen, die ver-
minderte Auffassungsgabe und Anpassungsfähigkeit beeinflussten nun auch die Arbeitsfähig-
keit in psychischer Hinsicht. Aufgrund der funktionellen Einhändigkeit und der Anpassungsstö-
rung könne in einer "der Ausbildung des Versicherten entsprechenden Verweistätigkeit" keine 
zumutbare Arbeitsfähigkeit erreicht werden.  
 
4.8 Gemäss neurologischem Konsilium von Dr. med. O.____, FMH Neurologie, vom 
17. Juni 2014 sei eine leichte Atrophie im Bereich des Musculus deltoideus objektivierbar. Die 
Minderbeweglichkeit könne aber auch inaktivitätsbedingt sein. Hinweise auf eine Nervenschä-
digung oder eine Armplexusläsion beständen nicht. Eine neurogene oder muskuläre Affektion 
scheine nicht vorzuliegen. Aus neurologischer Sicht drängten sich keine weiteren Abklärungen 
auf.  
 
4.9  Gestützt auf die Stellungnahme von Dr. E.____ vom 5. Mai 2014 beauftragte die IV-
Stelle das Spital F.____ mit einem rheumatologischen Gutachten. Die begutachtende Ärzte-
schaft diagnostizierte in ihrem Gutachten vom 28. August 2015/11. Dezember 2015 mit Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit ein Schulter-Arm-Syndrom mit chronischer Schmerzstörung bei thera-
pierefraktärer Omalgie und Brachialgie. Die Beweglichkeit der linken Schulter sei eingeschränkt. 
Das geklagte Ausmass könne jedoch mit den klinisch erhobenen Untersuchungsbefunden nicht 
ausreichend erklärt werden. Der Armumfang sei beidseits gleich, allenfalls bestehe eine leichte 
Atrophie der Muskulatur am linken Arm. Beeinträchtigungen beständen beim Heben schwerer 
Lasten über 5 kg, bei Überkopftätigkeiten, bei welchen beide Arme benötigt würden, bei ge-
bückten Arbeiten und bei leichten, sich wiederholenden Tätigkeiten mit der linken Hand, 
z.B. Büroarbeiten. Für leichte und mittelschwere einarmige Tätigkeiten und Arbeiten, bei wel-

 
 
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chen lediglich eine vorübergehende Zuhilfenahme der linken Hand ohne Heben schwerer Las-
ten nötig sei, bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit.  
 
4.10 Dr. E.____ hielt nach Prüfung des rheumatologischen Gutachtens des Spitals F.____ 
in seiner Stellungnahme vom 20. Juni 2016 im Wesentlichen an seinen Zumutbarkeitsbeurtei-
lungen vom 27. August 2012 und 14. April 2016 fest. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens 
setzte er sich in seiner Stellungnahme vom 4. April 2017 sodann mit dem Austrittsbericht des 
Spitals P.____ vom 15. April 2015 auseinander. Darin wurden als Diagnosen eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, eine mittelgradige depressive 
Episode, chronische Kopfschmerzen und ein Vitamin-D-Mangel festgehalten. Dr. E.____ stellte 
sich auf den Standpunkt, dass die diagnostizierte mittelgradige depressive Episode nicht be-
gründet worden sei, weshalb sie nicht als gesichert gelten könne. Zudem sei bei tatsächlichem 
Vorliegen einer mittelgradigen depressiven Störung davon auszugehen, dass die Gutachter des 
Spitals F.____ psychische Beeinträchtigungen erwähnt hätten, was aber nicht der Fall gewesen 
sei. Dazu komme, dass die von den behandelnden Ärzten des Spitals P.____ diagnostizierte 
mittelgradige depressive Episode ohne psychische Komorbiditäten gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung nicht zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen könne. Die chroni-
sche Schmerzstörung könne nicht sehr ausgeprägt sein, nehme der Versicherte gegen die 
Schmerzen doch nur Dafalgan ein. Da es dem Versicherten zudem möglich sei, seinen linken 
Arm intermittierend kurzzeitig zu Hilfe zu nehmen, könne nicht von einer funktionellen Einarmig-
keit gesprochen werden. Weitere Abklärungen erübrigten sich. Denn die Schmerzen seien 
rheumatologisch abgeklärt worden, eine neurologische Begutachtung bringe keine neuen Er-
kenntnisse und für eine psychische Untersuchung bestehe keine Indikation.   
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 25. Februar 2017 auf das 
Gutachten des Spitals F.____ vom 28. August 2015/11. Dezember 2015 und die Stellungnah-
men von Dr. E.____. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Versicherte seine angestammte 
Tätigkeit als Automechaniker nicht mehr ausüben kann. In Bezug auf eine Verweistätigkeit stell-
te sie sich auf den Standpunkt, dass der Versicherte gestützt auf den Bericht von Dr. G.____ 
vom 19. November 2007 ab 1. Januar 2008 in einer seinem Leiden angepassten Tätigkeit zu 
50 % arbeitsfähig gewesen sei. Gemäss Arztbericht von Dr. med. H.____ vom 29.  April 2008 
habe sich dann die zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ab 29. April 2008 auf 
100 % erhöht. Für die Zeit vom 6. April 2011 bis 19. Januar 2012 habe aufgrund der Schulter-
arthroskopie keine Arbeits- und Erwerbsfähigkeit bestanden. Ab 20. Januar 2012 sei dem Ver-
sicherten gemäss telefonischer Rückfrage bei Dr. M.____ wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 
in einer Verweistätigkeit zumutbar gewesen (vgl. auch RAD-Bericht vom 7. Februar 2012). Ge-
stützt auf den Bericht von Dr. M.____ vom 23. März 2012 und das Gutachten des Spitals 
F.____ vom 28. August 2015/11. Dezember 2015 sei davon auszugehen, dass der Versicherte 
seit 27. März 2012 in einer leidensangepassten Arbeit zu 100 % arbeitsfähig sei.   
 
5.2.1 Diese vorinstanzliche Würdigung des medizinischen Sachverhaltes vermag nicht zu 
überzeugen. Wie der Versicherte in seiner Beschwerde zutreffend geltend macht, zeigt der in 
den Akten dokumentierte Krankheitsverlauf, dass der RAD-Arzt Dr. E.____ seinem psychischen 
Gesundheitszustand zu wenig Rechnung trug. Gemäss Bericht von Dr. N.____ vom 12. April 

 
 
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2012 begab sich der Versicherte am 17. November 2011 erstmals in psychiatrische Behand-
lung. Die Psychiaterin diagnostizierte damals eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, 
welche die Leistungsfähigkeit etwas herabsetze. Zur Behandlung der Konzentrationsstörungen 
und des Gedankenkreisens verschrieb sie ihm Antidepressiva (Cymbalta). Im weiteren Verlauf 
wurden immer wieder psychische, jedoch wenig ausgeprägte Störungen erwähnt. So beobach-
tete der Hausarzt Dr. H.____ anlässlich seiner Untersuchung vom 18. März 2014 beim Versi-
cherten eine leicht bedrückte Stimmungslage, eine leicht gehemmte Psychomotorik, eine mäs-
sige Anhedonie und anhaltende Schlafstörungen, was die Auffassungsgabe und die Anpas-
sungsfähigkeit beeinträchtige (vgl. Bericht vom 18. März 2014). Auch Dr. O.____ stellte in sei-
nem neurologischen Konsilium vom 17. Juni 2014 fest, dass beim Versicherten psychisch leich-
te Beeinträchtigungen beständen. Selbst Dr. E.____ verneinte nicht das Bestehen von psychi-
schen Störungen, bestätigte er doch in seinem RAD-Bericht vom 5. Mai 2014, dass beim Versi-
cherten eine wenig ausgeprägte Anpassungsstörung mit intermittierender leichter depressiver 
Episode vorliege (vgl. auch Bericht vom 7. August 2017). Dieser im Wesentlichen übereinstim-
mend beschriebene psychische Gesundheitszustand erfährt mit Austrittsbericht des Spitals 
P.____ vom 15. April 2015 eine Veränderung, indem die behandelnden Ärzte neu eine mittel-
gradige depressive Episode diagnostizieren. Nebst den in den Vorberichten erwähnten psychi-
schen Symptomen führten sie erstmals eine depressive Stimmung mit Insuffizienz- und Verar-
mungsgefühl und schambesetztem sozialem Rückzug sowie eine Beeinträchtigung der Vitalge-
fühle auf. Zudem schwitze er nachts häufig und viel. Zum ersten Mal wurde auch die Fortfüh-
rung der Psychotherapie mit allfälliger Unterstützung einer kognitiven Verhaltenstherapie emp-
fohlen. Aufgrund der Diagnosestellung und der psychischen Befunderhebung bestehen gewich-
tige Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des psychischen Zustandes des Versicherten. Ob 
dadurch gegebenenfalls die Arbeitsfähigkeit des Versicherten beeinflusst wird, lässt sich auf-
grund der vorliegenden Aktenlage aber nicht beurteilen.  
 
5.2.2 Daran ändert auch der Bericht von Dr. E.____ vom 4. April 2017 nichts. Darin stellte er 
sich auf den Standpunkt, dass die begutachtenden Ärzte des Spitals F.____ anlässlich der Un-
tersuchung im Juni 2015 psychische Einschränkungen erwähnt hätten, sollte eine mittelgradige 
depressive Episode vorgelegen haben. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Als Erstes 
ist darauf hinzuweisen, dass sich im Gutachten des Spitals F.____ vom 28. August/11. Dezem-
ber 2015 durchaus Hinweise auf eine psychische Erkrankung finden lassen. So wurde in der 
Systemanamnese aufgeführt, dass der Versicherte unter Ein- und Schlafstörungen aufgrund 
kreisender Gedanken leide. Weiter empfahlen die Begutachter – übereinstimmend mit der Ärz-
teschaft des Spitals P.____ – ebenfalls die Fortsetzung der ambulanten Psychotherapie. Diese 
Ausführungen lassen darauf schliessen, dass zum Zeitpunkt der Begutachtung im Spital F.____ 
psychische Beeinträchtigungen bestanden. Dass diese nicht in die gutachterliche Beurteilung 
einflossen, ist vielmehr auf die Auftragserteilung der IV-Stelle zurückzuführen, beauftragte diese 
das Spital F.____ ausschliesslich mit einer rheumatologischen Begutachtung (vgl. Auftrag der 
IV-Stelle vom 20. Mai 2015).  
 
5.2.3 Weiter verneinte Dr. E.____ die Notwendigkeit einer psychiatrischen Untersuchung 
unter anderem mit der Begründung, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung leichte 
und mittelgradige depressive Störungen keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen 

 
 
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vermögen. Nun ist zu beachten, dass das Bundesgericht seit den Beurteilungen von Dr. E.____ 
vom 4. April 2017 und 7. August 2017 seine Praxis zur Beurteilung des Anspruchs auf eine In-
validenrente bei psychischen Leiden mit den beiden Urteilen BGE 143 V 418 und 143 V 409 
vom 30. November 2017  geändert hat. Die für somatoforme Schmerzstörungen entwickelte 
Rechtsprechung, wonach in einem strukturierten Beweisverfahren anhand von Indikatoren die 
tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Person zu ermitteln ist, findet künf-
tig auf sämtliche psychischen Erkrankungen Anwendung. Für leichte bis mittelschwere Depres-
sionen im Speziellen bedeutet dies, dass dem bisherigen Kriterium der "Therapieresistenz" als 
Voraussetzung für eine Invalidenrente nicht mehr die gleiche Bedeutung zukommt. Diese neue 
Praxis findet auf alle laufenden Verfahren Anwendung. Aus diesem Grund und der Tatsache, 
dass den Akten immer wieder Hinweise auf eine psychische Erkrankung zu entnehmen sind 
und der Versicherte seit der Behandlung bei Dr. Erhard in den Jahren 2011/2012 nie mehr von 
einer psychiatrischen Fachperson untersucht wurde, drängt sich eine psychiatrische Begutach-
tung auf.  
 
5.3 Ferner zeigen sich bei näherer Betrachtung der in der Verfügung vom 27. Februar 
2017 vorgenommenen Rentenabstufungen Unklarheiten und Widersprüche, was den Zeitraum 
seit Beginn des Wartejahres (= November 2006) bis zur Begutachtung im Spital F.____l im Jahr 
2015 anbelangt. Die IV-Stelle stützte sich dabei auf die Beurteilungen von Dr. E.____ vom 
7. Februar 2012, 27. August 2012 und vom 14. April 2016. Mit Verweis auf den Bericht von 
Dr. G.____ vom 19. November 2007 ging der RAD-Arzt davon aus, dass der Versicherte ab 
1. Januar 2008 in einer Verweistätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei. Dabei übersieht er, dass 
Dr. G.____ eine 50%ige Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit nur als möglich betrachtete. Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt jedoch nicht, um auf die Zumutbarkeitsbeur-
teilung von Dr. G.____ abstellen zu können (vgl. THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversi-
cherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 74 Rz. 25 mit Verweis auf § 68 Rz. 43). Weiter ist der 
RAD-Arzt der Auffassung, dass aufgrund der diagnostischen Arthroskopie vom 7. April 2011 nur 
bis 19. Januar 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt werden könne. Ab 20. Januar 
2012 sei es dem Versicherten zuzumuten gewesen, eine leidensangepasste Tätigkeit zu 50 % 
auszuführen. Dabei stützte er sich auf das mit Dr. M.____ geführte Telefonat vom 20. Januar 
2012, welches im RAD-Bericht vom 7. Februar 2012 wiedergegeben wird. Es fällt auf, dass 
Dr. M.____ damals den Umfang der Arbeitsfähigkeit für leichte leidensangepasste Arbeiten 
nicht bestimmte. Er bestätigte nur, dass eine Arbeitsfähigkeit gegeben sei. Erst einige Wochen 
später am 27. März 2012 attestierte er, dass der Versicherte eine reine Bürotätigkeit zunächst 
im Umfang von 50 % ausführen könne. Später "könnte" das Pensum auf 100 % gesteigert wer-
den. Diese Zumutbarkeitsbeurteilung beruhte auf einer Konsultation vom 23. März 2012, also 
mehr als 2 Monate nach dem Telefonat mit Dr. E.____. Damit steht fest, dass ab 20. Januar 
2012 noch keine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit im Umfang von 50 % 
vorlag. Eine solche bestand gemäss den Angaben von Dr. M.____ erst ab 23. März 2012. Vor 
diesem Hintergrund ist die von Dr. E.____ angenommene Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auf 
100 % ab 27. März 2012 unwahrscheinlich, hätte der Versicherte seine 50%ige Arbeitsfähigkeit 
innert 4 Tagen (23. bis 27. März 2012) auf eine 100%ige steigern müssen. Zudem ist die von 
Dr. M.____ in Aussicht gestellte Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu vage formuliert, um darauf 
abstellen zu können. Es ist vielmehr anzunehmen, dass zuverlässige Aussagen über den Um-

 
 
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fang der Arbeitsfähigkeit vom weiteren Krankheitsverlauf abhängig waren. Aufgrund dieser Aus-
führungen ist festzustellen, dass sich die den Rentenabstufungen gemäss Verfügung vom 
27. Februar 2017 zugrunde liegenden Arbeitsfähigkeiten nicht durchwegs mit den ärztlichen 
Beurteilungen decken, weshalb sie einer Neubeurteilung bedürfen.  
 
5.4 Aus dem Gesagten folgt, dass die vorhandene Aktenlage keine abschliessende Beur-
teilung des Rentenanspruchs des Versicherten zulässt. Die Abklärungsergebnisse aus dem 
Verwaltungsverfahren sind mit andern Worten nicht ausreichend beweiskräftig. Der medizini-
sche Sachverhalt bedarf vielmehr weiterer Abklärungen und die den Rentenabstufungen zu-
grunde liegenden Arbeitsunfähigkeiten sind neu zu beurteilen. Demzufolge ist die angefochtene 
Verfügung vom 27. Februar 2017 aufzuheben. Die IV-Stelle, an welche die Angelegenheit zu-
rückzuweisen ist, hat den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten aus 
psychiatrischer Sicht gutachterlich abklären zu lassen und die Rentenabstufungen im Sinne der 
Erwägungen einer Überprüfung zu unterziehen. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzlichen 
Abklärungen wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch des Versicherten neu 
zu befinden haben. Die Beschwerde ist demgemäss gutzuheissen. 
 
6. Aufgrund dieses Ergebnisses kann die strittige Frage betreffend Höhe des Verrech-
nungsanspruchs der beigeladenen C.____ AG als Krankenversicherer des Versicherten nicht 
beurteilt werden, bedarf es hierfür der Kenntnis des Rentenanspruchs. Immerhin ist festzustel-
len, dass der Versicherte den Anspruch der C.____ AG auf Auszahlung der Rentennachzah-
lung vom 1. April 2013 bis 31. August 2013 in zeitlicher Hinsicht nicht bestreitet.  
 
7.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Beim 
Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den 
Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung 
auf und weist es die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Be-
schwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei 
(BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der 
unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei 
grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu be-
achten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht inte-
ressierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, 
dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden.  
 
7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Versicherten machte in 
seiner Kostennote vom 6. Dezember 2017 einen Aufwand von 11,95 Stunden geltend, welcher 

 
 
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sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. 
Dieser Aufwand ist zum in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur An-
wendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden 
sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 107.80. Dem Versicher-
ten ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘342.90 (11,95 Stunden 
à Fr. 250.-- + Fr. 107.80 inkl. 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 
1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifüh-
ren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisver-
fahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Ak-
tenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
8.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung - wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde 
beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bun-
desgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 
 

 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
27. Februar 2017 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren 
Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in Höhe von Fr. 3'342.90 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.