# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a007dd4-36a4-5e07-bba9-c5246476e5f3
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-01
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 01.02.2021 S 2020 171
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-171_2021-02-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 1. Februar 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________, 

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung
(örtliche Zuständigkeit und Leistungen)

S 2020 171

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Urteil S 2020 171

A. Der 1993 geborene A.________ wurde erstmals am 20. Mai 2000 durch seine 
gesetzlichen Vertreter unter Hinweis auf einen leichten Entwicklungsrückstand bei der 
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (IV-act. 1 S. 1–5). Die IV-Stelle 
sprach dem Versicherten am 25. Juli 2000 Sonderschulmassnahmen vom 24. Februar 
2000 bis 31. Juli 2001 zu (IV-act. 1 S. 16). Am 23. Mai 2002 erfolgte eine weitere 
Anmeldung (IV-act. 1 S. 18–22). Die Verwaltung sprach in der Folge medizinische 
Massnahmen vom 22. Februar 2002 bis 31. Juli 2004 für die Behandlung des 
Geburtsgebrechens Nr. 404 zu (IV-act. 1 S. 38). Verfügungsweise verlängerte sie die 
medizinischen Massnahmen bis 31. Juli 2006 (IV-act. 4).

Am 20. April 2020 meldete sich A.________ nun zum Bezug von Leistungen 
(Integration/Rente) bei der Invalidenversicherung an (IV-act. 5). Nach medizinischen und 
erwerblichen Erhebungen stellte die Verwaltung am 5. Oktober 2020 die Abweisung eines 
Leistungsanspruchs in Aussicht (IV-act. 17). Schliesslich verfügte sie am 18. November 
2020 wie vorbeschieden (IV-act. 18).

B. Beschwerdeweise liess A.________ beantragen, es sei die örtliche 
Unzuständigkeit der IV-Stelle Zug festzustellen und das Invalidenversicherungsverfahren 
sei zuständigkeitshalber an die IV-Stelle C.________ zu überweisen. Eventualiter sei die 
angefochtene Verfügung der IV-Stelle Zug vom 18. November 2020 aufzuheben und es 
seien Invalidenleistungen zuzusprechen, vorab berufliche Eingliederungsmassnahmen. 
Subeventualiter sei die Sache zur Prüfung der Ansprüche, insbesondere auf berufliche 
Eingliederung, an die IV-Stelle Zug zurückzuweisen (act. 1).

C. Der mit Verfügung vom 30. Dezember 2020 verlangte Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– wurde fristgerecht bezahlt (act. 3).

D. Die IV-Stelle wurde vorab zur Stellungnahme bezüglich örtlicher Zuständigkeit 
eingeladen (act. 4). Sie legte dar, weshalb sie von einem massgeblichen Wohnsitz in 
D.________ und nicht von einem ausserkantonalen habe ausgehen dürfen. Letztendlich 
werde der Entscheid über die örtliche Zuständigkeit dem Gericht überlassen (act. 5).

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Urteil S 2020 171

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
18. November 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 29. Dezember 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 3 des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [EG AHVIVG; BGS 841.1]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 
– Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige 
Verfügung am 18. November 2020; diese ging frühestens am Folgetag beim 
Beschwerdeführer ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 29. Dezember 2020 der Post übergeben und ging tags darauf beim 
Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige 
Beschwerdefrist wurde somit unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG – 
Fristenstillstand vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar – gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. 

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Urteil S 2020 171

Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Zuständig ist in der Regel die IV-Stelle, in deren Kantonsgebiet der Versicherte im 
Zeitpunkt der Anmeldung seinen Wohnsitz hat. Der Bundesrat ordnet die Zuständigkeit in 
Sonderfällen (Art. 55 Abs. 1 IVG). Der Bundesrat kann Vorschriften über die Erledigung 
von Streitigkeiten bezüglich der örtlichen Zuständigkeit erlassen und dabei von Art. 35 
ATSG abweichen (Art. 55 Abs. 2 IVG). Nach Art. 40 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ist zur Entgegennahme und Prüfung der 
Anmeldungen diejenige IV-Stelle zuständig, in deren Tätigkeitsgebiet die Versicherten 
ihren Wohnsitz haben. Gemäss Art. 40 Abs. 3 IVV bleibt die einmal begründete 
Zuständigkeit der IV-Stelle unter Vorbehalt der (hier nicht interessierenden) Absätze 2bis–
2quater im Verlaufe des Verfahrens erhalten. Die Revisionsverfahren werden von jener IV-
Stelle durchgeführt, die bei Eingang des Revisionsgesuches oder bei der Wiederaufnahme 
des Verfahrens von Amtes wegen nach Art. 40 für den Fall zuständig ist (Art. 88 Abs. 1 
IVV). Aus der zwingenden Natur der Zuständigkeitsvorschriften folgt, dass die Prorogation, 
d.h. Abmachungen zwischen den Parteien und Behörden über die Zuständigkeit 
grundsätzlich ausgeschlossen sind. Dies gilt auch für die sogenannte Einlassung (vgl. Urs 
Müller, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, 2010, N. 831; Ueli Kieser, 
ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 35 N 14).

Die durch eine örtlich unzuständige Behörde erlassene Verfügung ist nicht nichtig, 
sondern lediglich anfechtbar (BGE 143 V 66 E. 4.2; BGer 8C_819/2018 vom 22. März 
2019 E. 4.3). Nach ständiger Rechtsprechung prüft das Gericht von Amtes wegen die 
formellen Gültigkeitserfordernisse des Verfahrens, insbesondere auch die Frage, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf die Sache eingetreten ist. Dies gilt auch für die 
Sachurteilsvoraussetzung der Zuständigkeit. Hat die Vorinstanz übersehen, dass es an 
einer Prozessvoraussetzung fehlte, und hat sie gleichwohl entschieden, ist dies im 
Rechtsmittelverfahren von Amtes wegen zu berücksichtigen mit der Folge, dass der 
angefochtene Entscheid aufzuheben ist (BGE 132 V 93 E. 1.2).

3.2 Im Sozialversicherungsrecht richtet sich der Wohnsitz einer Person nach den Art. 
23–26 ZGB (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 13 Abs. 1 ATSG).

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Urteil S 2020 171

Der zivilrechtliche Wohnsitz einer Person befindet sich an dem Ort, wo sie sich mit der 
Absicht dauernden Verbleibens aufhält (Art. 23 Abs. 1 ZGB) und den sie sich zum 
Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen gemacht hat. Für die Begründung des Wohnsitzes 
müssen somit zwei Merkmale erfüllt sein: ein objektives äusseres, der Aufenthalt, sowie 
ein subjektives inneres, die Absicht dauernden Verbleibens, wobei dieses letztgenannte 
Element aufgrund von erkennbaren Umständen objektiv bestimmt werden muss. Nach der 
Rechtsprechung kommt es somit nicht auf den inneren Willen, sondern darauf an, auf 
welche Absicht die erkennbaren Umstände objektiv schliessen lassen. Massgebend ist der 
Ort, wo sich der Mittelpunkt der Lebensbeziehungen befindet (Art. 23 Abs. 1 ZGB; zum 
Ganzen BGE 133 V 309 E. 3.1; BGer 9C_1056/2010 vom 21. März 2011 E. 4). Es handelt 
sich dabei im Normalfall um den Wohnort, d.h. wo die betreffende Person schläft, die 
Freizeit verbringt, ihre persönlichen Effekten aufbewahrt und sie üblicherweise über einen 
Telefonanschluss sowie eine Postadresse verfügt. Die nach aussen erkennbare Absicht 
muss auf einen dauernden – im Sinne eines "bis auf Weiteres-Aufenthalts" – ausgerichtet 
sein. Allerdings schliesst die Absicht, einen Ort später wieder zu verlassen, eine 
Wohnsitznahme nicht aus (BGer 9C_600/2017 vom 9. August 2018 E. 2.2).

Nur – aber immerhin – Indizien für die Beurteilung der Wohnsitzfrage sind die Anmeldung 
und Hinterlegung der Schriften, die Ausübung der politischen Rechte, die Bezahlung der 
Steuern, fremdenpolizeiliche Bewilligungen sowie die Gründe, die zur Wahl eines 
bestimmten Wohnsitzes veranlassen (BGer 9C_1056/2010 vom 21. März 2011 E. 4; vgl. 
auch BGE 141 V 530 E. 5.2).

Hat eine Person dauerhafte Beziehungen zu mehreren Orten, so befindet sich ihr 
Wohnsitz an dem Ort, zu dem sie die engsten Beziehungen unterhält, den sie zum 
Mittelpunkt ihres Daseins, ihrer persönlichen Beziehungen, ihrer geistigen und materiellen 
Interessen, ihres Lebens und allgemein auch ihrer beruflichen Tätigkeit machen wollte 
(ZAK 1990 S. 247 E. 3a).

Der einmal begründete Wohnsitz einer Person bleibt bestehen bis zum Erwerb eines 
neuen Wohnsitzes (Art. 24 Abs. 1 ZGB).

4. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle Zug örtlich zuständig war für den Erlass 
der angefochtenen Verfügung.

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Urteil S 2020 171

4.1 Der Beschwerdeführer bringt hierzu vor, die zuständige Behörde prüfe ihre 
Zuständigkeit von Amtes wegen. Er halte sich seit Längerem, jedenfalls schon vor April 
2020, als die Anmeldung bei der Invalidenversicherung erfolgt sei, spätestens seit Anfang 
2020 erkennbar mit der Absicht dauernden Verbleibens im Kanton C.________ auf und 
habe hier seinen Lebensmittelpunkt. Er habe von Dezember 2013 bis November 2019 
rund sechs Jahre lang eine Arbeitsstelle in E.________ inne gehabt und in dieser Zeit 
auch dort geschlafen. Dann habe er kurz eine Wohnung in F.________ gehabt und nun 
lebe er schliesslich in G.________ in einer Wohngemeinschaft. Er habe eine nähere 
Freundschaft mit einer weiblichen Mitarbeiterin am Arbeitsplatz in E.________ gehabt. Er 
habe sich mit einer jungen Arbeitskollegin angefreundet. Sein Freundeskreis befinde sich 
in G.________ und Umgebung. Soweit er in den Ausgang gehe, dann dort. In D.________ 
bzw. im Kanton Zug habe er keine Freunde oder Bekannte. Wo die Schriften hinterlegt 
seien (D.________), sei nicht massgebend. Er habe die Bedeutung der Hinterlegung der 
Schriften falsch beurteilt, als er sich bei der IV-Stelle Zug im April 2020 neu angemeldet 
habe. Der unterzeichnende Rechtsanwalt vertrete ihn erst seit dem 14. Dezember 2020, 
weshalb der Einwand der örtlichen Unzuständigkeit erstmals mit Schreiben vom 
18. Dezember 2020 samt Wiedererwägungsgesuch geltend gemacht worden sei (act. 1 
Ziff. 2.2 f.).

4.2 Die IV-Stelle legt dar, der Versicherte habe in der Anmeldung vom 20. April 2020 
als gesetzlichen Wohnsitz ausdrücklich D.________ angegeben. Dieser Wohnsitz stimme 
mit den Angaben in vergangenen IV-Verfahren überein. Zudem sei der Beschwerdeführer 
nach wie vor in D.________ angemeldet. Die IV-Stelle habe sich auf diese Angaben zu 
verlassen und könne nicht bei jeder Anmeldung ohne offensichtliche, abweichende 
Hinweise den Lebensmittelpunkt einer versicherten Person abklären. Schliesslich mute es 
seltsam an, wenn erst nach einer erfolgten ablehnenden Verfügung der Einwand der 
örtlichen Zuständigkeit erhoben werde, zumal sich ja der Beschwerdeführer selber bei der 
IV-Stelle Zug angemeldet habe und der geltend gemachte Lebensmittelpunkt bereits im 
Anmeldungszeitpunkt nicht mehr in D.________ gelegen haben solle. Jedenfalls liege 
keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, weshalb die Verwaltung keinen Grund gesehen 
habe, auf die Verfügung zurückzukommen. Letztlich bleibe es dem Gericht überlassen, die 
örtliche Zuständigkeit der IV-Stelle Zug zu verneinen und eine Überweisung an die IV-
Stelle C.________ zu veranlassen (act. 5).

4.3 Den Akten ist zu entnehmen – und ist im Übrigen unbestritten –, dass sich der 
Beschwerdeführer selbst am 20. April 2020 bei der IV-Stelle Zug angemeldet und das 

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Formular ausgefüllt hat. Als gesetzlichen Wohnsitz gab er dabei die H.________ in 
D.________ an (IV-act. 5). Wie die IV-Stelle hierzu zutreffend bemerkt, bestanden 
aufgrund der nach wie vor selben Adresse, wie in der Anmeldung vom 20. Mai 2000 (IV-
act. 1S. 1–5) und vom 23. Mai 2002 (IV-act. 1 S. 18–22), und der eingereichten Belege 
keinerlei gegenteilige Hinweise, welche auf eine anderweitige Wohnsitznahme hätte 
schliessen lassen. Es mag zwar korrekt sein, dass die Behörde ihre Zuständigkeit von 
Amtes wegen zu prüfen hat. Bei diesbezüglich fehlenden Hinweisen kann indessen nicht 
bei jeder (Neu-)Anmeldung eine Nachforschung verlangt werden, insbesondere wenn die 
versicherte Person das Formular selbst ausgefüllt hat. Es erstaunt daher auch, dass der 
Beschwerdeführer im Anmeldeformular die Adresse seiner Eltern in D.________ aufführte 
(IV-act. 5), am 27. Mai 2020 aber die per 1. Mai 2020 erfolgte Adressänderung mit neuer 
Anschrift in G.________ mitteilte (IV-act. 13), obschon er nach eigenen Angaben bereits 
vor April 2020 im Kanton C.________ gewohnt und seinen Lebensmittelpunkt dort gehabt 
habe. Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer Umstände vor, welche sich weder aus den 
Akten ergeben noch von ihm näher belegt werden. Ob er an seinem Arbeitsort in 
E.________ geschlafen und eine Beziehung mit einer Mitarbeiterin unterhalten hat, war für 
die IV-Stelle anfänglich in keiner Weise erkennbar oder zu erahnen. Ebenso wenig wo er 
sich in der Freizeit aufhält. Der Verwaltung kann angesichts dessen nicht der Vorwurf 
gemacht werden, sie hätte ihre Zuständigkeit genauer abklären müssen. Die notwendigen 
Informationen sind gerade auch unter Berücksichtigung der Mitwirkungspflicht vom 
Versicherten zu liefern. Letztlich darf durchaus davon ausgegangen werden, dass die 
Angaben im Anmeldeformular den Tatsachen entsprechen.

4.4 Ungeachtet dessen bestehen einige wenige – im Zusammenhang mit den 
Ausführungen in der Beschwerdeschrift gewichtige – Anhaltspunkte, welche eine 
Wohnsitznahme vor der Anmeldung im Kanton C.________ nahelegen. Im 
neuropsychologischen Untersuchungsbericht des Spitals I.________ vom 28. Februar 
2020, welcher bei der IV-Stelle am 5. Mai 2020 einging, ist als Adresse die J.________ in 
F.________ angegeben. Der Anamnese ist bezüglich sozialer Situation zu entnehmen, der 
Versicherte sei ledig, alleinstehend und haben einen guten Kontakt zu den Eltern. Unter 
Wohnsituation steht, er wohne alleine in einer Einzimmerwohnung in G.________. Anfang 
Mai ziehe er in eine Wohngemeinschaft mit einer anderen Person. Regelmässiger Kontakt 
bestehe zur Familie und zu Kollegen. Ein bis zwei Mal pro Woche gehe er mit Kollegen in 
eine Bar (IV-act. 10). Daraus ist zu ersehen, dass der Beschwerdeführer vor seiner 
Anmeldung bei der IV-Stelle Zug im April 2020 offenbar im Kanton C.________ gewohnt 
und sich auch der Lebensmittelpunkt dort befunden hat. Doch kann auch diesfalls der 

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Verwaltung kein Vorwurf gemacht werden. Wird in der Anmeldung ein gesetzlicher 
Wohnsitz angegeben – wie vorliegend die Adresse in D.________ –, ist die IV-Stelle nicht 
gehalten, sämtliche eingehenden Dokumente zu durchforsten, um etwas Abweichendes 
zu finden. Insgesamt ist aber dennoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer vor seiner Anmeldung bei der IV-Stelle Zug am 
20. April 2020 einen neuen Wohnsitz im Kanton C.________ begründet hat, weshalb die 
IV-Stelle Zug für die Neuanmeldung nicht zuständig gewesen ist. Die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich demnach als begründet und ist 
gutzuheissen. Die Verfügung vom 18. November 2020 ist aufzuheben und die Sache zur 
Durchführung des (Neu-)Anmeldungsverfahrens an die zuständige IV-Stelle C.________ 
zu überweisen.

5.
5.1 Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.– bis Fr. 1'000.– festgelegt. 
Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 
Schwierigkeit des Prozesses bemessen.

Das Bundesgericht hat allerdings auch erkannt, dass in Anwendung des 
Verursacherprinzips jedoch unnötige Kosten bezahlen muss, wer sie verursacht hat; 
dementsprechend kann keine Parteientschädigung beanspruchen, wer zwar im Prozess 
obsiegt, sich aber den Vorwurf gefallen lassen muss, er habe es wegen Verletzung der 
Mitwirkungspflicht selber zu verantworten, dass ein unnötiger Prozess geführt worden ist 
(EVG U 342/04 vom 18. März 2005 E. 5.2).

5.2 Der Beschwerdeführer muss sich vorliegend den Vorwurf gefallen lassen, dass er 
das Anmeldeformular vom 20. April 2020 tatsachenwidrig ausgefüllt hat. Er gab als 
gesetzlichen Wohnsitz D.________ an, obschon er bereits seit längerem einen neuen 
Wohnsitz im Kanton C.________ begründet hat. Eine Richtigstellung seinerseits vor 
Erlass der angefochtenen Verfügung erfolgte nicht. Unbehelflich ist hierzu sein Einwand, 
er habe die Bedeutung der Hinterlegung der Schriften falsch beurteilt. Damit vermag er 
sich nicht zu exkulpieren. Da – wie vorstehend dargelegt – der IV-Stelle kein Vorwurf 

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gemacht werden kann und der Beschwerdeführer falsche Angaben gemacht hat, hat er 
einen Entscheid durch eine unzuständige Behörde erwirkt. Hätte er von vornherein das 
Formular den Tatsachen entsprechend ausgefüllt, wäre es nicht zum vorliegenden 
Verfahren gekommen, weshalb er die Kosten unnötig verursacht hat. Grundsätzlich wären 
ihm die Gerichtskosten für das Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren aufzuerlegen. 
Darauf wird aufgrund besonderer Umstände indessen verzichtet (§ 25 Abs. 1 VRG). Der 
von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird ihm zurückerstattet. Aus dem 
gleichen obgenannten Grund ist ihm trotz des Obsiegens keine Parteientschädigung 
zuzusprechen.  

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Zug vom 18. November 2020 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle 
C.________ zur Durchführung des Neunanmeldeverfahrens überwiesen wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer geleistete 
Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.– wird zurückerstattet.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 1. Februar 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am