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**Case Identifier:** 81e8337a-5d5b-5ba3-a975-a4bb2f58be8c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.06.2010 IV 2008/466
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-466_2010-06-02.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/466

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 14.07.2020

Entscheiddatum: 02.06.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2010
Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG. Invaliditätsbemessung durch einen 
Einkommensvergleich. Beweiswert eines medizinischen Gutachtens. 
Zumutbarkeit der Ausübung einer Hilfsarbeit, wenn ein Berufsmann wegen 
fortgeschrittenen Alters nicht mehr umgeschult werden kann (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2010, IV 
2008/466).

Abteilungspräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber

Ralph Jöhl

Entscheid vom 2. Juni 2010

in Sachen

N.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

IV-Leistungen

Sachverhalt:

A.   

N.___ (Jg. 1946) meldete sich am 29. Januar 2008 zum Bezug von IV-Leistungen an. Im 

Anmeldeformular gab er u.a. an, er habe den Beruf eines Automechanikers erlernt. Seit 

November 1986 sei er bei der A.___ AG in diesem Beruf tätig. Die A.___ AG teilte der 

IV-Stelle am 11. Februar 2008 mit, der aktuelle Lohn des Versicherten als 

Automechaniker betrage Fr. 5'065.- (x13). 2006 habe der Versicherte Fr. 69'935.- 

verdient, 2007 Fr 68'845.-. Dr. med. B.___ berichtete der IV-Stelle am 19. März 2008, 

der Versicherte leide an einer chronisch aktivierten Fingerpolyarthrose insbesondere 

der MCP-Gelenke II, III und IV bds., an beidseitiger Rhizarthrose und an leichten 

Überdehnarthrosen. Als Automechaniker sei der Versicherte seit dem 22. Juni 2006 zu 

100% arbeitsunfähig. Aufgrund der fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen an 

den Fingergelenken mit stets entzündlicher Komponente und chronischer Aktivierung 

sei auch jede andere manuelle Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Eine erfolgreiche 

Operation würde lediglich die Schmerzen lindern. Die Funktion könnte dadurch nicht 

gross verbessert werden. Auch nach einer Operation könnte also nicht mehr an eine 

manuelle, insbesondere handwerkliche Tätigkeit gedacht werden. Eine andere Tätigkeit 

sei undenkbar. Dr. med. C.___ vom RAD hielt am 4. April 2008 fest, in bezug auf die 

Arbeit als Automechaniker sei eine Arbeitsunfähigkeit von 100% nachvollziehbar. Die 

Art einer adaptierten Erwerbstätigkeit und das Ausmass der Arbeitsfähigkeit in einer 

solchen Tätigkeit seien durch ein rheumatologisches Gutachten zu klären.

B.   

Der Rheumatologe Dr. med. D.___ berichtete der IV-Stelle in seinem Gutachten vom 

27. Juni 2008, er habe folgende Diagnosen erhoben: symptomatische 

Fingerpolyarthrose, Symptomausweitung mit Tendenz zu einem chronischen diffusen 

generalisierten Schmerzsyndrom (Fingerpolyarthrose mit fortgeschrittenen Arthrosen 

MCP III rechtsbetont > MCP II, MCP IV rechts, Rhizarthrosen bds. und beginnende 

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Heberden->Bouchardarthrosen), diffuses panvertebrales Schmerzsyndrom mit 

lumbospondylogener Komponente links (thorakale Hyperkyphose, Skoliose, 

anamnestisch Meralgia paraesthetica nocturna links) sowie – ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit - chronische Metatarsalgien und chronisches Schmerzsyndrom 

Schulter links ohne fassbares adäquates organisches Substrat (DD: initiale AC-

Gelenksarthrose links), Kolonpolypektomie 10/04, anamnestisch Amaurosis fugax links 

2002, Adipositas (BMI 31), multiple Verrucae seniles und Varicosis. In seiner 

Beurteilung führte der rheumatologische Gutachter aus, der auffälligste Befund bei der 

körperlichen Untersuchung seien aufgetriebene und deformierte MCP-Gelenke III > II 

bds. mit leichter Begleitsynovitis gewesen. Der Versicherte habe jedoch Polyarthralgien 

in sämtlichen Finger- und Zehengelenken, in den Handgelenken bds. und im AC-

Gelenk links angegeben. Ausserdem sei ein diffuses panvertebrales Schmerzsyndrom 

mit linksseitiger lumbospondylogener Komponente bei anamnestisch Meralgia 

paraesthetica nocturna links und Wirbelsäulenfehlstatik im Sinne einer thorakalen 

Hyperkyphose und einer leichten Skoliose festzustellen gewesen. In den angefertigten 

konventionellen Röntgenaufnahmen der Hände und der Füsse bds. dp seien 

fortgeschrittene Fingerpolyarthrosen der MCP III rechtsbetont > MCP II bds., MCP IV 

rechts, Rhizarthrosen bds. sowie beginnende Heberden- und Bouchardarthrosen bds. 

dargestellt gewesen. Die konventionellen Röntgenaufnahmen der Füsse bds. dp und 

der linken Schulter ap hätten keine Pathologie von klinischer Relevanz gezeigt. Eine 

serologische Entzündungsaktivität sei nicht fassbar gewesen. Auch die erneut 

bestimmten immunologischen Parameter seien negativ gewesen. Bereits die früheren 

Laboruntersuchungen hätten eine Hämochromatose bzw. anderweitige 

Stoffwechselerkrankungen ausgeschlossen. Das Ausmass der vom Versicherten 

geschilderten Polyarthralgien und panvertebralen Druckdolenzen korreliere nicht mit 

den objektivierbaren klinischen und radiologischen Befunden. Es gebe deutliche 

Zeichen eines nicht-organischen Krankheitsverhaltens. Der ausgesprochen tiefe PACT-

Score deute auf eine Selbstlimitierung der körperlichen Leistungsbereitschaft hin und 

sei aus somatischer Sicht nicht nachvollziehbar. Aufgrund der symptomatischen 

Fingerpolyarthrose könne der Versicherte dauerhaft keine kraftanfordernden manuellen 

Tätigkeiten mehr ausführen. Dazu gehöre auch die Arbeit als Automechaniker, weshalb 

im bisherigen Beruf tatsächlich eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bestehe. In körperlich 

leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten ohne kraftanfordernde oder monoton 

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repetitive manuelle Arbeiten ohne Heben und Tragen von Gewichten über 15 kg könne 

hingegen keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Solche Tätigkeiten könne der 

Versicherte in einem zeitlich uneingeschränkten Rahmen ausüben. Als 

Verweistätigkeiten kämen Überwachungs- oder Betreuungsfunktionen in Betracht. 

Auch nach einem handchirurgischen Eingriff mit Einsatz von MCP-Arthroseplastiken 

könnte der Versicherte keine schweren manuellen Tätigkeiten mehr ausführen. 

Aufgrund der Symptomausweitung und der festgestellten Chronifizierungstendenzen 

seien berufliche Massnahmen wenig erfolgversprechend. Die vollständige 

Arbeitsunfähigkeit im Beruf als Automechaniker bestehe seit Ende Dezember 2006.

C.   

Mit einem Vorbescheid vom 23. Juli 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass 

sie beabsichtige, sein Leistungsbegehren abzuweisen. Es sei ihm zumutbar, einer 

körperlich leichten Erwerbstätigkeit nachzugehen, weshalb der Invaliditätsgrad nur 

23% betrage. Der Versicherte liess am 5. September 2008 einwenden, sein 

Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Er leide unter einer schweren akuten 

Arthrose mit starken Schmerzen in beiden Händen. Vor einem definitiven Entscheid 

seien weitere Abklärungen vorzunehmen. Dr. med. C.___ vom RAD hielt am 3. Oktober 

2008 fest, das rheumatologische Gutachten sei in sich widerspruchsfrei und die 

medizinischen Schlussfolgerungen seien nachvollziehbar. Weitere Abklärungen seien 

nicht notwendig. Mit einer Verfügung vom 7. Oktober 2008 wies die IV-Stelle das 

Leistungsbegehren ab.

D.   

Der Versicherte erhob am 7. November 2008 Beschwerde gegen diese Verfügung. Sein 

Rechtsvertreter beantragte die Gewährung der gesetzlichen Leistungen, insbesondere 

die Ausrichtung einer Invalidenrente. Zur Begründung führte er aus, die IV-Stelle habe 

sich ausdrücklich auf das rheumatologische Gutachten abgestützt. Die Einschätzungen 

des Hausarztes und der konsiliarisch beigezogenen Fachärzte seien nicht gewürdigt 

worden. Dem Gutachten sei ohne kritische Prüfung implizit der volle Beweiswert 

zuerkannt worden. Damit habe die IV-Stelle den Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

verletzt. Dies könne aber ausser Acht gelassen werden, da die korrekte 

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Beweiswürdigung ergebe, dass eine vollständige Erwerbsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit sehr unwahrscheinlich sei und dass weitere Abklärungen 

notwendig seien. Dr. med. C.___ vom RAD habe aktenwidrig festgehalten, dass der 

Gutachter die Berichte des Hausarztes, der Rheumatologin und des Handchirurgen 

gewürdigt habe. Der Gutachter habe sich nämlich gar nicht mit den entsprechenden 

Einschätzungen auseinandergesetzt. Zudem hätten dem Gutachter verschiedene 

Berichte gar nicht vorgelegen. Deshalb sei das Gutachten beweisuntauglich. 

Ausserdem fehle im Gutachten ein Lokalbefund der Hände, was zum Schluss zwinge, 

dass der Gutachter die Hände gar nicht klinisch untersucht habe. Der Gutachter habe 

die Beweglichkeit der Finger, die Möglichkeit des Faustschlusses, die Feinmotorik und 

die Sensibilität in den Händen nicht überprüft. Gerade diese Parameter seien aber 

entscheidend, um die funktionellen Auswirkungen der Polyarthritis feststellen zu 

können. Der Gutachter habe auch keine EFL durchgeführt. Er hätte prüfen müssen, ob 

der Versicherte kleine Gegenstände greifen, eine Tastatur bedienen oder 

feinmotorische Tätigkeiten ausführen könne. Er hätte auch prüfen müssen, welche 

Gewichte der Versicherte noch heben könne und ob der Versicherte dabei je nach 

Form und Grösse des Gegenstandes eingeschränkt sei. Der Grip-Test habe einen 

Druck von 0,0 bar ergeben, womit das Halten eines 15 kg schweren Gegenstandes 

ausgeschlossen sei. Der Gutachter habe die früheren Röntgenbilder nicht beigezogen. 

Deshalb habe er dem Fortschreiten der Erkrankung nicht Rechnung tragen können. 

Weil das Gutachten nicht beweistauglich sei, müsse auf den aktuellen Bericht des 

Hausarztes abgestellt werden, laut dem in einer optimalen, leidensangepassten 

Tätigkeit nur eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestehe. Es sei zu berücksichtigen, dass 

der Versicherte 2006 Fr. 69'935.- verdient habe, obwohl der Dezember- und der 13. 

Monatslohn wegen Arbeitsunfähigkeit reduziert gewesen seien. Ausserdem sei ein 

Leidensabzug von 20% zuzugestehen (Alter, Fremdsprachigkeit, diverse 

Beschwerden). In bezug auf die Leistungsfähigkeit der linken Schulter habe der 

Gutachter angesichts der unauffälligen Röntgenbefunde ein organisches Substrat 

verneint. Dabei habe er nicht beachtet, dass allfällige Verletzungen von Sehnenbändern 

und anderen Strukturen auf einem Röntgenbild nicht sichtbar seien. Die 

Schulterproblematik wirke sich auf die Arbeitsfähigkeit aus. Auch die 

Wirbelsäulenfehlstatik sei vom Gutachter verharmlost worden. Ebenfalls nicht beachtet 

habe der Gutachter die klinisch nachgewiesene Polyarthritis in den Füssen, die eine 

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Arbeitsfähigkeit von mehr als 50% als unrealistisch erscheinen lasse. Es gebe im 

Anforderungsniveau 4 gar keine Überwachungs- und Betreuungstätigkeiten. Zudem 

wären auch mit derartigen Tätigkeiten gewisse feinmotorische Arbeiten verbunden. Es 

sei nicht nachvollziehbar, dass Dr. med. C.___ die offensichtlichen Mängel des 

rheumatologischen Gutachtens nicht erkannt habe. Gemäss einem mit der 

Beschwerde eingereichten Bericht vom 29. August 2008 hatte Dr. med. B.___ 

angegeben, die Grenze der Belastbarkeit sei bei 5-10 kg anzusetzen. Körperlich leichte 

Tätigkeiten erforderten in aller Regel eine gewisse manuelle Geschicklichkeit. Die 

entsprechenden feinmotorischen Fähigkeiten seien aber angesichts der 

Fingerarthrosen und der aufgeschwollenen Hände nicht mehr vorhanden. Unter idealen 

Bedingungen betrage das Leistungspensum bei vollzeitiger Beschäftigung nur 50%.

E.  

Dr. med. C.___ hielt in einer internen Stellungnahme vom 2. Februar 2009 fest, die 

medizinische Dokumentation des aktuellen Zustandsbildes sei ausreichend gewesen. 

Der Rechtsvertreter des Versicherten habe subjektive Schilderungen mit objektiven 

Feststellungen vermischt. Da die angegebenen diffusen Schmerzen am ganzen 

Bewegungsapparat in diesem Ausmass nicht durch objektiv erhobene Befunde erklärt 

werden könnten, sei bei der Würdigung der Schilderung von lokalen Druckdolenzen 

eine gewisse Zurückhaltung angebracht. Der Rechtsvertreter des Versicherten sei der 

einzige, der immer von einer Polyarthritis spreche. Diese Diagnose sei zwar 

differentialdiagnostisch in Betracht gezogen, aber nie bestätigt worden. Das gelte 

insbesondere für die Füsse. Nur der Rechtsvertreter des Versicherten postuliere dort 

polyarthritische Symptome. Das Resultat des PACT-Tests (10 Punkte) entspreche einer 

mittelschwer pflegebedürftigen, bettlägerigen Person. Im Grip-Test habe der 

Versicherte 0,0 bar erzielt, d.h. in der rechten Hand sei keine Kraft mehr vorhanden 

gewesen. Das entspreche nicht dem vom Gutachter beschriebenen "normalen 

Händedruck". Dabei habe es sich um eine Plausibilisierung des Grip-Tests in einer 

Testsituation gehandelt, die nicht als solche erkennbar gewesen sei. Bei einem Grip-

Test von 0,0 bar könnte der Versicherte mit der entsprechenden Hand absolut keine 

Kraft ausüben. Es sei sehr wohl ein Lokalbefund der Hände erhoben worden. Die 

früheren Röntgenaufnahmen hätten dem Gutachter zwar tatsächlich nicht zur 

Verfügung gestanden, aber der Gutachter habe über die Befundberichte anhand dieser 

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früheren Röntgenaufnahmen verfügt. Ausserdem habe er eigene Röntgenaufnahmen 

erstellt. Es sei darum gegangen, den aktuellen Zustand zu erheben. Verläufe seien zwar 

medizinisch interessant, aber für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von 

untergeordneter Bedeutung. Die fortgeschrittene Polyarthrose an den Fingern sei 

radiologisch dokumentiert. Die Füsse und die linke Schulter hätten unauffällige ossäre 

Verhältnisse gezeigt. Auf konventionellen Röntgenaufnahmen seien keine Weichteile 

erkennbar. Dazu seien MRI-Aufnahmen da. Deren Erstellung setze aber eine 

entsprechende Indikation voraus. Die linke Schulter sei in bezug auf Beweglichkeit und 

Stabilität klinisch unauffällig gewesen. Eine MRI-Untersuchung hätte keine weitere 

Klarheit gebracht. Eine EFL hätte angesichts der ausgesprochenen Selbstlimitierung 

des Versicherten kein verwertbares Resultat geliefert.

F.  

Die IV-Stelle beantragte am 23. Februar 2009 die Abweisung der Beschwerde. Sie 

führte aus, die freie Beweiswürdigung müsse es erlauben, dem einen Beweismittel eine 

höhere Beweiskraft beizumessen als dem anderen. Es liege auf der Hand, dass ein 

neutrales fachärztliches Gutachten ein höheres Gewicht haben müsse als eine 

Beurteilung durch einen behandelnden Arzt. Inhaltlich überzeuge das Gutachten, wie 

die Stellungnahme von Dr. med. C.___ zeige. Der Rechtsvertreter des Versicherten 

habe nicht zu erklären vermocht, weshalb die Einschätzung des behandelnden Arztes 

jene Anforderungen erfülle, deren Verletzung dem Gutachter vorgeworfen werde. Der 

behandelnde Arzt habe im Übrigen auch keine EFL durchgeführt. Die im Gutachten 

definierten Einschränkungen grenzten weder das Spektrum der möglichen Tätigkeiten 

übermässig sein noch sei eine überproportionale Lohneinbusse zu erwarten. Die 

breiten technischen Kenntnisse und die gute feinmotorische Erfahrung hätten für den 

Versicherten in einer adaptierten Tätigkeit überdurchschnittliche Lohnerwartungen zur 

Folge. Deshalb bestehe kein Bedarf nach einem sogenannten Leidensabzug.

G.   

Der Rechtsvertreter des Versicherten führte am 16. März 2009 aus, die Arbeit als 

Automechaniker sei nicht mehr möglich, interne Umplatzierungsmöglichkeiten seien 

geprüft und verneint worden. Der Bericht von Dr. med. D.___ erfülle die von der 

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bundesgerichtlichen Rechtsprechung ausformulierten Anforderungen an ein 

überzeugendes Gutachten nicht einmal im Ansatz. Dem Bericht des Hausarztes dürfe 

nicht ohne Begründung die Glaubwürdigkeit abgesprochen werden. Dem 63-jährigen 

Versicherten sei es selbst auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht möglich, sich in 

eine neue Tätigkeit einzuarbeiten. Die technischen Kenntnisse und die feinmotorischen 

Fähigkeiten nützten nichts, wenn die Hände nicht mehr feinmotorisch eingesetzt 

werden könnten. Da auch in einer angepassten Tätigkeit nur ein Teilpensum möglich 

sei, müsse ein "Teilzeitabzug" berücksichtigt werden.

H.   

Die IV-Stelle verzichtete am 24. März 2009 auf eine Stellungnahme zur Replik.

Erwägungen:

1.  

Gemäss Art. 16 ATSG ist das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt 

der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen). Die Ermittlung des Validen- und des zumutbaren 

Invalideneinkommens setzt die vorgängige Definition der Validen- und der 

Invalidenkarriere voraus. Im vorliegenden Fall lässt sich die Validenkarriere leicht 

bestimmen: Ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung hätte der Beschwerdeführer die 

Stelle als Automechaniker bei A.___ AG bis zu seiner Pensionierung behalten. Das 

Valideneinkommen bemisst sich also nach dem Lohn, den der Beschwerdeführer als 

Automechaniker bei der A.___ erzielt hätte, wenn er nicht erkrankt wäre. Als 

Automechaniker ist der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig. Würde man diese 

Erwerbstätigkeit als Invalidenkarriere betrachten, resultierte ein Invaliditätsgrad von 

100%, d.h. der Beschwerdeführer hätte einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. 

In einer solchen Situation kommt grundsätzlich die IV-spezifische 

Schadenminderungspflicht in der Form der beruflichen Eingliederungspflicht 

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(sogenannter Grundsatz der "Eingliederung vor Rente", vgl. Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 2.A., Vorbemerkungen N. 47) zur Anwendung. Das bedeutet, dass noch 

keine Invalidenrente zugesprochen werden kann. Stattdessen wird versucht, durch eine 

Umschulung oder durch eine andere berufliche Eingliederungsmassnahme eine neue 

Invalidenkarriere zu schaffen, in welcher die versicherte Person die ihr verbliebene 

Arbeitsfähigkeit besser als im früheren Beruf verwerten kann. Das gegenüber dem im 

früheren Beruf noch erzielbaren Einkommen höhere zumutbare Invalideneinkommen in 

der neuen Invalidenkarriere hat dann zur Folge, dass die behinderungsbedingte 

Erwerbseinbusse entsprechend tiefer ausfällt, im Idealfall sogar weniger als 40% (Art. 

28 Abs. 2 IVG) ausmacht. Ziel der beruflichen Eingliederung ist es also, durch eine 

behinderungsadaptierte neue Invalidenkarriere die Entstehung einer 

rentenbegründenden Invalidität zu verhindern bzw. die Invalidität – und damit den 

Rentenanspruch – so tief wie möglich zu halten. Beim Beschwerdeführer ist eine 

derartige berufliche Eingliederung unterblieben. Die angefochtene Verfügung enthält 

keine ausdrückliche Begründung für diese Unterlassung. Indirekt kann die Begründung 

aber daraus abgeleitet werden, dass die Beschwerdegegnerin das zumutbare 

Invalideneinkommen anhand der Durchschnittslöhne von Hilfsarbeitern ermittelt hat. 

Damit ist nämlich nur eine Begründung möglich: Aufgrund des Alters des 

Beschwerdeführers ist keine wirksame berufliche Eingliederung mehr möglich 

gewesen, weil nach dem Abschluss dieser Eingliederung keine oder nur noch eine sehr 

kurze erwerbliche Aktivität im neuen Beruf möglich gewesen wäre. Das bedeutet, dass 

die Eingliederungsmassnahme unverhältnismässig gewesen wäre. Sie hätte ihr Ziel, die 

Erwerbsfähigkeit soweit als möglich zu erhalten, gar nicht erfüllen können. Diese 

Begründung ist stichhaltig. Daraus folgt, dass sich die Invalidenkarriere des 

Beschwerdeführers nicht nach einem durch eine berufliche Eingliederung zu 

erlernenden Beruf richten kann. Grundsätzlich müsste es deshalb beim 

Automechaniker als Invalidenkarriere bleiben. Nun ist die Beschwerdegegnerin aber 

von einer anderen Invalidenkarriere, nämlich von einer behinderungsadaptierten 

Hilfsarbeit ausgegangen. Damit hat die Beschwerdegegnerin sowohl die Klippe der 

fehlenden beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten als auch die Klippe einer drohenden 

vollständigen Invalidität des Beschwerdeführers umschifft. In einer adaptierten 

Hilfsarbeit ist der Beschwerdeführer nämlich – zumindest nach den Angaben des 

rheumatologischen Gutachters – noch zu 100% arbeitsfähig. Mit der Annahme einer 

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Invalidenkarriere als Hilfsarbeiter hat die Beschwerdegegnerin sinngemäss unterstellt, 

dass es dem Beschwerdeführer zumutbar sei, für die letzten Jahre bis zur 

altersbedingten Pensionierung noch als Hilfsarbeiter tätig zu sein. Die 

Beschwerdegegnerin hat also die Auffassung vertreten, dass der Erfüllung der IV-

spezifischen Schadenminderungspflicht mittels der Ausübung einer Hilfsarbeit mehr 

Gewicht beizumessen sei als dem finanziellen und sozialen "Abstieg", der mit der 

Ausübung einer unqualifizierten und schlechter entlöhnten Hilfsarbeit verbunden wäre. 

Hätte sich der Beschwerdeführer einer beruflichen Eingliederungsmassnahme 

unterzogen, so hätte er sich in einer sehr ähnlichen Situation befunden. Er wäre 

nämlich während längerer Zeit wieder ein Auszubildender und anschliessend ein 

Berufsanfänger gewesen. Sowohl in bezug auf den sozialen Status als auch in bezug 

auf den Lohn hätte der Beschwerdeführer also eine Einbusse in Kauf nehmen müssen. 

Unter diesen Umständen lässt sich ein Beharren auf einer Invalidenkarriere als 

Automechaniker und damit die Anrufung der Solidarität der Versichertengemeinschaft 

in der Form der Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente vor dem Interesse dieser 

Versichertengemeinschaft, nur absolut notwendige Versicherungsleistungen 

auszurichten, nicht rechtfertigen. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer 

also zu Recht zugemutet, bis zur altersbedingten Pensionierung einer 

behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Invalidenkarriere, an der 

das zumutbare Invalideneinkommen des Beschwerdeführers zu bemessen sein wird, 

ist also diejenige eines Hilfsarbeiters.

2.  

2.1  Der Beschwerdeführer geht davon aus, dass es im Anforderungsniveau 4, d.h. auf 

dem Arbeitsmarkt für Hilfsarbeiten, gar keine Stellen gebe, an denen nicht entweder 

grobmotorisch und unter Einsatz der Körperkraft oder feinmotorisch gearbeitet werden 

müsse. Wenn das zutreffen würde, wäre die Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers mangels eines adaptierten Arbeitsplatzes wohl nicht verwertbar, so 

dass von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit und damit von einer Invalidität von 

100% auszugehen wäre. Tatsächlich existieren aber erfahrungsgemäss 

Hilfsarbeitsplätze, an denen weder ein grobmotorischer Einsatz der Arme und Hände 

notwendig ist noch dauernd feinmotorisch gearbeitet werden muss. Stattdessen sind 

beispielsweise bei Kontroll- oder Überwachungsarbeiten Eigenschaften wie 

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Zuverlässigkeit, Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit usw. 

gefordert. Die gelegentlich notwendigen manuellen Arbeiten sind in aller Regel leicht 

und von kurzer Dauer; sie stellen zudem keine Anforderungen an die Feinmotorik. Das 

bedeutet, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit trotz der Hand- und 

Fingerbeschwerden auf dem (ausgeglichenen) Markt für Hilfsarbeiten verwerten kann.

2.2  Zu prüfen bleibt, wie hoch die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 

adaptierten Hilfsarbeit ist. Die Beschwerdegegnerin hat sich zur Beantwortung dieser 

Frage auf das rheumatologische Gutachten von Dr. med. D.___ vom 27. Juni 2008 

gestützt, in welchem eine Arbeitsfähigkeit von 100% angegeben worden ist. Der 

Beschwerdeführer will diesem Gutachten den Beweiswert absprechen, da es eine 

Reihe von ernsthaften Mängeln aufweise; an seiner Stelle sei auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung den behandelnden Arztes Dr. med. B.___ (50%) 

abzustellen. Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht darauf hingewiesen, dass der 

Bericht von Dr. med. B.___ die Anforderungen, die der Beschwerdeführer an ein 

medizinisches Gutachten stellen will, erst recht nicht erfüllen kann. Hinzu kommt, dass 

Dr. med. B.___ – anders als Dr. med. D.___ – seine Einschätzung nicht als 

unabhängiger Sachverständiger abgegeben hat, da er zum Beschwerdeführer in einem 

Auftrags- und Therapieverhältnis gestanden hat und immer noch steht. Seine Angaben 

sind beweisrechtlich betrachtet diejenigen einer Auskunftsperson mit medizinischen 

Fachkenntnissen. Diese beweisrechtliche Qualifikation bedeutet zwar nicht, dass die 

Angaben behandelnder Ärzte zum vornherein als untauglich zur Beweisführung zu 

qualifizieren wären. Die Angaben behandelnder Ärzte können durchaus einen 

erheblichen Beweiswert aufweisen. Dies setzt allerdings voraus, dass die natürliche 

Vermutung für eine Voreingenommenheit zugunsten des Patienten/Versicherten 

widerlegt ist, d.h. dass die Angaben des behandelnden Arztes in bezug auf die 

Objektivität der Abklärung und der Berichterstattung das Niveau erreichen, das bei 

einem Gutachten eines unabhängigen medizinischen Sachverständigen vorausgesetzt 

wird. Die Angaben von Dr. med. B.___ erreichen das erforderliche Mass an 

Unabhängigkeit eindeutig nicht. Zudem fehlt eine einlässliche Begründung der 

angegebenen Arbeitsfähigkeit von lediglich 50%. Diese Angaben vermögen deshalb 

das Gutachten von Dr. med. D.___ nicht zu widerlegen. Sie sind auch nicht geeignet, 

die Überzeugungskraft dieses Gutachtens herabzusetzen.

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2.3  Der Beschwerdeführer betrachtet das Gutachten von Dr. med. D.___ als so 

mangelhaft, dass es keine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung enthalten könne. 

Er rügt zunächst das Unterlassen einer MRI-Abklärung und einer EFL. Er geht als 

davon aus, dass eine rheumatologische Abklärung seines Gesundheitszustandes die 

Anwendung dieser beiden Untersuchungsmethoden zwingend erfordere. Dr. med. 

C.___ vom RAD hat überzeugend dargelegt, dass die Röntgenaufnahmen genügten, 

wenn keine Indikation für eine nur durch eine MRI-Abklärung nachweis- und 

beurteilbare Schädigung bestehe. Im vorliegenden Fall habe keine derartige Indikation 

bestanden, so dass die Röntgenaufnahmen ausgereicht hätten. In bezug auf die 

behauptete Notwendigkeit einer EFL ist erfahrungsgemäss davon auszugehen, dass 

Personen, die bei der klinischen Untersuchung aggravieren, auch die EFL nur dazu 

nützen, ihre Beschwerden und damit die Einschränkungen in den einzelnen 

Funktionstests zu verdeutlichen oder zu übertreiben, so dass das Resultat der EFL 

keinen ausreichenden Beweiswert entfalten kann. Das trifft auch auf den vorliegenden 

Fall zu, so dass das Gutachten von Dr. med. D.___ auch ohne MRI-Abklärung und EFL 

auf einer ausreichenden Abklärung beruht. Der Beschwerdeführer hat weiter behauptet, 

es fehle ein Lokalbefund und damit eine klinische Untersuchung der Hände/Finger. Dr. 

med. D.___ hat eine derartige Untersuchung vorgenommen, wie sich seinem Gutachten 

ohne weiteres entnehmen lässt, auch wenn in der Ziffer 2.1 des Gutachtens nur der 

Titel "peripherer Gelenkstatus" und nicht wie vom Beschwerdeführer offenbar erwartet 

"Hand- und Fingerstatus" oder ähnliches erscheint. Das groteske Ergebnis des Grip-

Tests (überhaupt keine Kraft mehr, obwohl zuvor beim Händedruck erkennbar Kraft 

angewendet worden war) und des PACT-Tests (bettlägerig und mittelschwer 

pflegebedürftig) haben eindeutig eine Aggravationstendenz aufgezeigt. Damit dürfte die 

klinische Untersuchung bis zu einem gewissen Grad kompromittiert worden sein, 

wobei aber zu beachten ist, dass Dr. med. D.___ als erfahrener Gutachter durchaus in 

der Lage gewesen ist, zwischen den übertriebenen und den objektiv bestehenden 

Einschränkungen zu unterscheiden, zumal ihm ja die entsprechenden Röntgenbefunde 

zur Verfügung gestanden haben. Hinweise darauf, dass die angegebenen Schulter-, 

Rücken- und Fussbeschwerden ein die Arbeitsfähigkeit in einer entsprechend 

adaptierten Hilfsarbeit beeinträchtigendes Mass aufweisen würden, sind weder bei der 

bildgebenden noch bei der klinischen Untersuchung aufgetaucht. Auch hier ist zu 

beachten, dass der Beschwerdeführer aggraviert hat.

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2.4  Dr. med. D.___ hat zwar nicht lückenlos über alle existierenden medizinischen 

Vorakten verfügt, aber damit ist er in seiner Diagnosestellung und in seiner Bewertung 

der Arbeitsfähigkeit nicht behindert gewesen, denn massgebend war für ihn der 

aktuelle Zustand des Beschwerdeführers. Dazu hat er, wie Dr. med. C.___ vom RAD 

überzeugend dargelegt hat, keine vollständige Dokumentation des Krankheitsverlaufs 

benötigt. Dass sich Dr. med. D.___ in seinem Gutachten nicht mit abweichenden 

Einschätzungen anderer Ärzte auseinandergesetzt hat, ist entgegen der Auffassung 

des Beschwerdeführers kein Mangel des Gutachtens, denn der Auftrag an Dr. med. 

D.___ hat routinemässig keine solche Fragestellung enthalten. Die Abwägung der 

Überzeugungskraft voneinander abweichender medizinischer Meinungsäusserungen ist 

nämlich die Aufgabe desjenigen, der die Beweislage zu würdigen hat. Da das 

Gutachten von Dr. med. D.___ weder einen formellen noch einen materiellen Mangel 

aufweist, da es sämtliche an ein Gutachten zu stellenden Anforderungen erfüllt, da es 

stichhaltig begründet ist und da die abweichenden medizinischen Einschätzungen nicht 

zu überzeugen vermögen, ist die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem 

Arbeitsfähigkeitsgrad in einer adaptierten Hilfsarbeit von 100% ausgegangen.

3.  

Die A.___ AG hat in ihrem Bericht vom 11. Februar 2008 widersprüchliche Angaben 

zum Lohn des Beschwerdeführers gemacht. In dieser Situation ist davon auszugehen, 

dass der bis Oktober 2006 ausgerichtete Monatslohn von Fr. 5'255.- der Leistung des 

Beschwerdeführers als gesunder Automechaniker entspricht. Das ergibt einen 

Jahreslohn (x13) von Fr. 68'315.-. Da der Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit 

mehr nachgeht, ist das zumutbare Invalideneinkommen praxisgemäss anhand der 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik zu ermitteln. Gemäss der Tabelle 

TA1 im Anhang zur Lohnstrukturerhebung 2006 belief sich der Zentralwert der 

Hilfsarbeiterlöhne aller Branchen (der Beschwerdeführer könnte nicht nur in der 

Autobranche, sondern in praktisch jeder Branche eingesetzt werden) auf Fr. 4'732.-. 

Dabei handelt es sich aber um einen auf der Grundlage einer Wochenarbeitszeit von 40 

Std. ermittelten Wert, der praxisgemäss auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im 

Jahr 2006 von 41,6 Std. umzurechnen ist. Es resultiert ein Wert von Fr. 4921.28 bzw. 

ein Jahreslohn von Fr. 59'055.-. Da grobmotorische und belastende Hilfsarbeiten 

einerseits und die Feinmotorik fordernde leichte Hilfsarbeiten andererseits nicht 

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nachweislich generell besser bezahlt werden als behinderungsadaptierte Hilfsarbeiten, 

besteht keine Veranlassung, von einem unter dem (aufgerechneten) allgemeinen 

Zentralwert von behinderungsadaptierten Hilfsarbeiten auszugehen und den Betrag 

von Fr. 59'055.- entsprechend zu kürzen. Der Beschwerdeführer ist in der Lage, 

vollzeitlich zu arbeiten, so dass auch kein Teilzeitnachteil besteht. Die 

Fremdsprachigkeit ist kein Problem, einerseits weil der Beschwerdeführer schon lange 

in der Schweiz wohnt und deshalb die deutsche Sprache zumindest gut versteht und 

andererseits weil Personen, die Hilfsarbeitskräfte leiten, in aller Regel ausreichend 

Italienisch sprechen, um den betrieblichen Kommunikationsbedarf zu decken. Der 

Beschwerdeführer weist eine grosse Erfahrung im Umgang mit Technik auf, so dass er 

bei der Bedienung der an einem adaptierten Arbeitsplatz zum Einsatz gelangenden 

technischen Einrichtungen keine Probleme hätte. Seine Konkurrenznachteile 

gegenüber gesunden Konkurrenten für eine adaptierte Arbeitsstelle bestehen also nur 

in einer reduzierten Flexibilität, da er nicht (z.B. bei Krankheits- oder Ferienabsenz 

eines anderen Mitarbeiters) an einem nicht-adaptierten Arbeitsplatz eingesetzt werden 

kann, und in einem Dienstaltersverlust. Diese Konkurrenznachteile sind nicht 

besonders ausgeprägt, so dass der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

zusätzliche Abzug von 10% im Ergebnis als angemessen qualifiziert werden kann. Das 

zumutbare Invalideneinkommen des Beschwerdeführers beläuft sich demnach auf 

Fr. 53'150.-. Die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 15'165.- entspricht 

einem Invaliditätsgrad von 22%. Da erst ab 40% ein Rentenanspruch besteht (Art. 28 

Abs. 2 IVG), hat die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren des 

Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen.

4.  

Die angefochtene Verfügung ist rechtmässig, weshalb die dagegen gerichtete 

Beschwerde abgewiesen werden muss. Der vollumfänglich unterliegende 

Beschwerdeführer hat für die Gerichtskosten aufzukommen. Diese bemessen sich 

nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1  IVG). Da das vorliegende Verfahren 

einen durchschnittlichen Aufwand verursacht hat, ist die Gerichtsgebühr praxisgemäss 

auf Fr. 600.- festzusetzen. Sie ist durch den vom Beschwerdeführer in gleicher Höhe 

geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Das Begehren um die Zusprache einer 

Parteientschädigung ist abzuweisen.

bis

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Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen; diese 

Gebühr ist durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2010
	Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG. Invaliditätsbemessung durch einen Einkommensvergleich. Beweiswert eines medizinischen Gutachtens. Zumutbarkeit der Ausübung einer Hilfsarbeit, wenn ein Berufsmann wegen fortgeschrittenen Alters nicht mehr umgeschult werden kann (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2010, IV 2008/466).

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