# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea7a3146-7a46-5246-8766-6a99af0792f9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.11.2025 200 2024 369
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-369_2025-11-20.pdf

## Full Text

UV 200 2024 369 
MAK/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. November 2025

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Frey, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. jur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG  
Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 18. April 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2025, UV 200 2024 369

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Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) ist 
bei der C.________ angestellt und dadurch bei der Groupe Mutuel Versi-
cherungen GMA AG (Groupe Mutuel bzw. Beschwerdegegnerin; bis 31. 
Dezember 2021 noch D.________ obligatorisch gegen die Folgen von Un-
fällen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 22. 
Juli 2020 sei die Versicherte am 11. Juli 2020 auf dem Fahrrad von einem 
Auto angefahren worden und gestürzt. Dabei habe sie sich Schürfungen 
am Gesicht, an der Stirn und an der Wange rechts zugezogen (Akten der 
Groupe Mutuel [act. II] 1). Die Groupe Mutuel erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen (Taggeld und Heilkosten; vgl. act. II 2-4, 9) und tätigte Ab-
klärungen in medizinischer Hinsicht. Anlässlich eines Telefonats vom 
15. November 2022 (act. II 115) berichtete die Versicherte über Probleme 
und Schmerzen im linken Ellbogen. Die Groupe Mutuel legte die Akten ih-
rem beratenden Arzt vor. Gestützt auf dessen Stellungnahme vom 9. Fe-
bruar 2023 (act. II 126) verneinte sie mit formlosem Schreiben vom 28. 
März 2023 (act. II 128) ihre Leistungspflicht für die Beschwerden betreffend 
den linken Ellbogen mit der Begründung, diese stünden nicht mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit in einem kausalen Zusammenhang mit dem 
Unfallereignis vom 11. Juli 2020. Hiermit zeigte sich die Versicherte nicht 
einverstanden (act. II 129, 134 f., 137). Nach erneuter Stellungnahme 
durch den beratenden Arzt vom 11. Juli 2023 (act. II 138) verfügte die 
Groupe Mutuel am 14. Dezember 2023 (act. II 141) wie zuvor angekündigt. 
Die dagegen erhobene Einsprache (act. II 147) wies sie nach weiteren Stel-
lungnahmen des beratenden Arztes vom 15. Februar 2024 (act. II 149) und 
vom 19. März 2024 (act. II 152) mit Einspracheentscheid vom 18. April 
2024 (act. II 153) ab.

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte, wie bereits im Einspracheverfahren ver-
treten durch Rechtsanwältin Dr. jur. B.________, mit Eingabe vom 17. Mai 
2024 Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid vom 18. April 2024 sei aufzuheben und es 
seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen nach UVG 
für das Ereignis vom 11. Juli 2020 und insbesondere die Ellbogenver-
letzung links zu erbringen.

2. Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 18. April 2024 aufzuhe-
ben und es sei nach Einholung eines verwaltungsexternen orthopädi-
schen Gutachtens erneut über den Leistungsanspruch der Beschwer-
deführerin zu befinden.

- unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin -

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 26. August 
2024 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 18. April 
2024 (act. II 153). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen 
der obligatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereig-
nis vom 11. Juli 2020 (act. II 1) in Bezug auf die von der Beschwerdeführe-
rin geltend gemachten Beschwerden am linken Ellbogen (vgl. act. II 128, 
Beschwerde S. 4 Ziff. 1.3).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Fehlt eines 
dieser Elemente, ist das Ereignis nicht als Unfall zu qualifizieren, sondern 
die durch das Ereignis verursachte Gesundheitsbeeinträchtigung gegebe-
nenfalls als Krankheit (Art. 3 Abs. 1 ATSG; BGE 150 V 229 E. 3 S. 230).

2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt (u.a.) voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden 
(Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 148 V 356 E. 3 S. 358).

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2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; SVR 2023 UV 
Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheit-
lichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, 
8C_537/2009 E. 5.1).

2.2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 148 V 356 E. 3 S. 358, 129 V 177 E. 3.2 S. 181).

2.3 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsan-
sprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen 
(Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_824/2018 vom 26. März 2019 
E. 3.2). Insbesondere ist der Beweis des natürlichen Kausalzusammen-
hangs bzw. dessen Wegfallens in erster Linie mit den Angaben medizini-
scher Fachpersonen zu führen (Urteil des BGer 8C_167/2018 vom 28. Fe-
bruar 2019 E. 4.2).

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3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass die Be-
schwerdeführerin am 11. Juli 2020 (act. II 1) einen Unfall im Rechtssinne 
erlitten hat (vgl. E. 2.1 hiervor) und danach diverse unfallkausale Be-
schwerden aufgetreten sind. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch ent-
sprechende Versicherungsleistungen erbracht (vgl. act. II 2-4, 9). Umstrit-
ten ist hingegen, ob die am 2. Mai 2023 mittels chirurgischen Eingriffes 
(act. II 131) behandelten Beschwerden am linken Ellbogen (vgl. auch 
act. II 115) in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten 
Kausalzusammenhang mit diesem Unfall stehen. Den medizinischen Akten 
lässt sich hierzu im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Bericht des Spitals E.________ vom 11. Juli 2020 (act. II 5/3 ff.) 
wurden die folgenden Diagnosen festgehalten:

- Schädelkontusion mit Rissquetschwunde supraorbital rechts
- 4EKN

- Scaphoidfraktur links
- Kontusionen an

- Ellbogen links
- Handgelenk rechts
- OSG, Dig 1 Fuss links

- Status nach TH8/9-Verletzungen
- evtl. nach Schlittelunfall
- CT BWS: degenerative Veränderungen mit Diskusprolaps Th8/9, DD 

traumatisch

Die Patientin berichte, sie sei mit dem Fahrrad zum Einkaufen gefahren. 
Bei einer Kreuzung sei ihr ein Auto in die Seite gefahren, worauf sie vom 
Fahrrad gefallen sei. Sie habe Schmerzen am linken Ellbogen, an beiden 
Handgelenken, am Fussgelenk links, sowie an der Grosszehe rechts.

3.1.2 Im Bericht des Spitals E.________ vom 11. Juli 2020 (act. II 5/1 f.; 
vgl. auch act. II 6) wurde ausgeführt, bildgebend zeige sich bezüglich des 
linken Ellbogens eine regelrechte Artikulation und ein positives Fatpad-sign 
als Zeichen für einen Gelenkserguss. Es bestehe der Verdacht auf eine 
undislozierte Radiushalsfraktur. 

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3.1.3 Am 17. Juli 2020 wurde im Spital E.________ die Scaphoidfraktur 
links mittels CRIF ("Closed Reduction and Internal Fixation") operativ ver-
sorgt (act. II 8).

Im Verlaufsbericht derselben Klinik vom 18. Mai 2021 (act. II 51) wurde 
ausgeführt, die radiologische Untersuchung des Ellbogens vom 14. Mai 
2021 habe normale ossäre Strukturen des Gelenks ohne Nachweis einer 
Fraktur und normale Artikulationen gezeigt.

3.1.4 Dem Bericht von Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 8. De-
zember 2022 (act. II 119) ist die Diagnose "Verdacht auf freien Gelenks-
körper Ellbogen links bei Status nach Scaphoidfraktur links vom 11. Juli 
2020" zu entnehmen. Die Versicherte berichte, sie habe seit dem Unfall 
Blockierungsphänomene im Bereich des linken Ellbogens mit stark ein-
schiessenden Schmerzen. Eine Abklärung sei bis jetzt noch nicht erfolgt. In 
Verbindung mit dem Trauma lasse sich durchaus auch eine zusätzliche 
Traumatisierung im Bereich des Knorpels vom Ellbogen vermuten.

Am 19. Dezember 2022 (act. II 123) berichtete Dr. med. F.________, das 
durchgeführte MRT (vgl. act. II 120) habe keinen pathologischen Befund 
gezeigt. Es bestehe kein Anhalt für die Einklemmungsphänomene der Ver-
sicherten. Ein strukturelles Korrelat habe sich nicht finden lassen. Im Janu-
ar 2024 werde eine intraartikuläre Infiltration mit einem Lokalanästhetikum 
durchgeführt.

3.1.5 Der die Beschwerdegegnerin beratende Arzt Dr. med. G.________ 
führte in der Beurteilung vom 9. Februar 2023 (act. II 126) aus, im Rahmen 
der Primärabklärung sei radiologisch eine undislozierte Radiushalsfraktur 
links vermutet worden. Die Aktenlage zeige, dass diese vermutete Läsion 
nicht habe bestätigt werden können. Insbesondere zeige die MRT-
Untersuchung vom 15. Dezember 2022, dass keine Frakturierung stattge-
funden habe. Mit über zwei Jahren Verzögerung mache die Versicherte 
eine Ellbogenproblematik geltend, welche bisher in keinen der handchirur-
gischen Akten ersichtlich gewesen sei. Eine anhand der beschriebenen 
Blockaden vermutete Gelenkpathologie sei nicht nachgewiesen worden. 
Dagegen habe eine Bursitis olecrani, also eine akute Reizung der Schleim-

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beutel, nachgewiesen werden können (vgl. dazu act. II 120). Diese Patho-
logie könne allerhöchstens mit der Wahrscheinlichkeit "möglich" mit dem 
Unfallereignis in Zusammenhang gebracht werden. Das Vorliegen einer 
unabhängigen Erkrankung sei somit überwiegend wahrscheinlich.

3.1.6 Aus dem Operationsbericht von Dr. med. F.________ vom 2. Mai 
2023 (act. II 131) geht hervor, dass bei diagnostiziertem "Verdacht auf freie 
Gelenkskörper Ellbogen links bei Status nach Scaphoidfraktur links vom 
11. Juli 2020" eine Ellbogenarthroskopie mit Debridement der posteroradia-
len Plica und Stabilitätstestung durchgeführt wurde.

Im an die Beschwerdeführerin adressierten Schreiben vom 2. Juni 2023 
(act. II 137 Beilage 3) gab Dr. med. F.________ an, bei der Versicherten 
seien seit dem Unfall vom Juli 2020 unverändert Blockierungsphänomene 
und Schmerzen in Verbindung mit dem linken Ellbogen aufgetreten. Eine 
Abklärung sei Ende 2022 erfolgt. Beim Versagen der konservativen Mass-
nahmen sei eine operative Sanierung mit einer Ellbogenarthroskopie, einer 
Stabilitätstestung und einer Resektion der deutlichen Vernarbung/hyper-
trophen Plica posteroradial durchgeführt worden. Seiner Meinung nach 
seien die Beschwerden überwiegend unfallkausal.

3.1.7 Die dipl. Ergotherapeutin H.________ hielt in der an die Be-
schwerdeführerin adressierten E-Mail vom 7. Juni 2023 (act. II 137 Beilage 
2) fest, sie könne bestätigen, dass sowohl in der Therapie wie auch in den 
Handsprechstunden der Ellbogen (Schmerzen und Blockaden in Drehbe-
wegung) Thema gewesen sei. Es sei ein abwartendes Procedere bestimmt 
worden, um zu sehen, ob die Beschwerden über die Zeit nicht "besser" 
würden.

3.1.8 Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
führte im Bericht vom 13. Juni 2023 (act. II 135) aus, er habe die Versicher-
te am 15. Juli 2020 erstmals in seiner Sprechstunde gesehen. In den dar-
auffolgenden zahlreichen Konsultationen sei es initial um starke Schmer-
zen im Bereich der Grosszehe links mit unauffälligem MRT gegangen. Am 
22. September 2022 habe er "Ellbogen ordentlich" notiert, eine Untersu-
chung des Ellbogens habe er aber gemäss seinen Einträgen im Verlauf 
keine gemacht. Es sei sehr stark auf die hartnäckigen postcommotionellen 

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Beschwerden und den ebenso äusserst ungünstigen Verlauf der Osteosyn-
these der Scaphoidfraktur mit iatrogener Knorpelläsion fokussiert worden. 
Ab dem 3. Juni 2022, nach der Fadenentfernung bei Status nach Schrau-
benentfernung der Scaphoidfraktur, habe er die Versicherte mehrere Mona-
te nicht mehr in der Praxis gesehen. Am 12. Mai 2023 habe er sie einmalig 
zur Fadenentfernung nach arthroskopischer Operation gesehen.

3.1.9 In der Stellungnahme vom 11. Juli 2023 (act. II 138) hielt Dr. med. 
G.________ fest, zeitnah sei eine Strukturschädigung des linken Ellbogens 
im Rahmen des Unfallereignisses, welche die ab Anfang Winter 2022 ärzt-
lich dokumentierten Ellbogenbeschwerden erklären würden, weiterhin nicht 
objektiv ausgewiesen. Folglich könne auch keine natürliche Kausalität zum 
Unfallereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden.

In einer weiteren Stellungnahme vom 19. März 2024 (act. II 152) führte der 
beratende Arzt aus, eine konstante Brückensymptomatologie – nach der 
Entlassung aus der Erstbehandlung bis zur Erstdokumentation der Ellbo-
genbeschwerden (vgl. dazu act. II 149) – lasse sich nicht mit der erforderli-
chen Wahrscheinlichkeit belegen. Der intraoperative Befund könnte even-
tuell mit dem Unfallereignis drei Jahre zuvor in Verbindung stehen, was 
jedoch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen sei.

3.1.10 Dr. med. F.________ gab im Bericht vom 6. Mai 2024 (act. II 157) 
an, er bleibe bei seiner initialen Beurteilung. Nach langem Verlauf einer 
konservativen Therapie sei zum Schluss eine operative Versorgung mit 
einer Ellbogenarthroskopie durchgeführt worden, welche eine stark verdick-
te Plica gezeigt habe. Solche Schleimhautverdickungen könnten spontan 
oder wie bei der Versicherten unfallkausal als Zeichen einer Rei-
zung/Entzündung im Rahmen einer Distorsion auftreten. Die Energie, wel-
che zu einer Scaphoidfraktur führe, sowie der Traumamechanismus liessen 
sich sehr gut in Verbindung mit zusätzlichen Ellbogenproblemen bringen.

3.1.11 In dem im Beschwerdeverfahren zusätzlich von der Beschwerde-
gegnerin eingeholten Bericht vom 28. Mai 2024 (act. II 158) hielt Dr. med. 
G.________ fest, die von Dr. med. F.________ monierte Kausalität basiere 
auf anamnestischen Angaben der Versicherten im Sinne der Argumentati-

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on "post hoc ergo procter hoc". Die Argumentation beruhe auf persönlichen 
Mutmassungen ohne wissenschaftliche Grundlage.

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Zudem kann insbeson-
dere (auch) die Kausalität im Rahmen eines Aktengutachtens erörtert wer-
den (Urteil des BGer 8C_383/2011 vom 9. November 2011 E. 4.2).

3.2.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte – zu 
welchen auch beratende Ärzte eines Versicherungsträgers zählen (Urteil 
des BGer 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht pu-

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bl. in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107) – kommt Be-
weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-
det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-
verlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 
3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2).

Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versi-
cherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbeson-
dere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behan-
delnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit 
der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen 
nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, 
so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung 
(BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. 
Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen 
oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit 
dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst 
(BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 
S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des BGer 8C_434/2023, 
8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, 
aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.3 Streitig ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den mit 
dem Eingriff vom 2. Mai 2023 (act. II 131) behandelten Beschwerden im 
linken Ellbogen und dem Unfall vom 11. Juli 2020. Insoweit ist darauf 
hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin zu keinem Zeitpunkt eine 
diesbezügliche Leistungspflicht anerkannt oder gar Leistungen erbracht 
hat, zumal diese Beschwerden gemäss telefonischer Aussage der 
Beschwerdeführerin am 15. November 2022 (act. II 115) bis zu jenem 

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Zeitpunkt nie behandelt worden sind. Standen demnach diese 
Beschwerden bei der Leistungsanerkennung gar nie zur Diskussion, gilt 
nicht die Beweislastverteilung bezüglich Wegfalls der Unfallkausalität (BGE 
150 V 188 E. 4.2 S. 192, 146 V 51 E. 5.1 S. 56), sondern liegt es in den 
Schranken des Untersuchungsgrundsatzes grundsätzlich an der 
Beschwerdeführerin, den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
11. Juli 2020 und den nämlichen Beschwerden zu beweisen (vgl. E. 2.2.1 
vorne; Urteil des BGer 8C_855/2018 vom 14. März 2019 E. 3.1). 

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte den angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 18. April 2024 (act. II 153) auf die versicherungsmedizi-
nischen Beurteilungen von Dr. med. G.________ vom 9. Februar 2023 
(act. II 126), 11. Juli 2023 (act. II 138), 15. Februar 2024 (act. II 149) und 
19. März 2024 (act. II 152). Diese erfüllen die Voraussetzungen der Recht-
sprechung an medizinische Berichte (vgl. E. 3.2.2 hiervor) und erbringen 
vollen Beweis. Dessen Schlussfolgerung, dass zwischen den mit dem Ein-
griff vom 2. Mai 2023 behandelten Beschwerden im linken Ellbogen und 
dem Unfall vom 11. Juli 2020 nur möglicherweise, jedoch nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429; 
SVR 2022 UV Nr. 41 S. 163 E. 3.3) ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht, leuchtet ein und ist mit Blick auf die Aktenlage ohne weiteres 
nachvollziehbar.

3.5 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, dringt nicht durch. 
Sie beruft sich in medizinischer Hinsicht auf die Berichte des behandelnden 
Arztes Dr. med. F.________, welcher eine direkte Kausalität postuliert, 
wofür insbesondere die seit dem Unfall vom 11. Juli 2020 unverändert auf-
getretenen Blockierungsphänomene und Schmerzen in Verbindung mit der 
Scaphoidfraktur sprächen. Dessen Berichte vom 2. Juni 2023 (act. II 137 
Beilage 3) und vom 6. Mai 2024 (act. II 157) vermögen jedoch keine auch 
nur geringen Zweifel am Beweiswert der Berichte von Dr. med. 
G.________ vom 9. Februar 2023 (act. II 126), 11. Juli 2023 (act. II 138), 
15. Februar 2024 (act. II 149) und 19. März 2024 (act. II 152) zu wecken 
(vgl. E. 3.2.3 hiervor). 

3.5.1 Im Rahmen der Erstbehandlung vom 11. Juli 2020 im Spital 
E.________ wurde zwar eine Kontusion des linken Ellbogens diagnostiziert 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2025, UV 200 2024 369

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(act. II 5) und gleichentags wurde bildgebend ein positives Fatpadsign als 
Zeichen für einen Gelenkserguss festgestellt (act. II 5 f.). Diesbezügliche 
Behandlungen sind jedoch nicht dokumentiert, zumal sich der zunächst 
geäusserte Verdacht einer undislozierten Radiushalsfraktur nicht bestätigte 
(act. II 51). Dies deckt sich mit der überzeugenden Darlegung von Dr. med. 
G.________, wonach Kontusionen nach allgemeiner Erfahrung nach zwei 
bis vier Wochen folgenlos ausheilen (act. II 149). Die Beschwerdeführerin 
gab gegenüber der Beschwerdegegnerin am 15. November 2022 
(act. II 115) denn auch an, die Beschwerden am Ellbogen seien bislang nie 
behandelt worden und die diesbezügliche Erstkonsultation finde am 1. De-
zember 2022 statt. 

3.5.2 Nebst der fehlenden Behandlungsbedürftigkeit finden sich in den 
Akten auch keine Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin über seit 
dem Unfall vom 11. Juli 2020 unverändert aufgetretene 
Ellbogenbeschwerden geklagt hätte. Die Beschwerdegegnerin erkundigte 
sich regelmässig telefonisch bei der Beschwerdeführerin nach deren aktu-
ellem Befinden. In keinem der Gespräche vom 16. August 2021 (act. II 62), 
vom 10. November 2021 (act. II 69) und vom 22. August 2022 (act. II 108) 
erwähnte die Beschwerdeführerin eine Ellbogenproblematik. Erst anlässlich 
des Telefonats vom 15. November 2022 (act. II 115) wies sie darauf hin, 
dass ihr linker Ellbogen aktuell etwas Probleme und Schmerzen bereite. 

3.5.3 Dr. med. I.________ gab im – auf Wunsch der Beschwerdeführe-
rin erstellten – Bericht vom 13. Juni 2023 ("Stellungnahme zu[r] Ablehnung 
Versicherungsleistungen Ellenbogen links vom 28. März 2023" [act. II 135]) 
an, in den zahlreichen Konsultationen sei es initial um starke Schmerzen im 
Bereich der Grosszehe links mit unauffälligem MRT gegangen. Am 
22. September 2022 habe er "Ellbogen ordentlich" notiert. Die Datierung 
dieses Eintrags erscheint fraglich, da der Arzt festhielt, die Beschwerdefüh-
rerin ab dem 3. Juni 2022 mehrere Monate nicht mehr in der Sprechstunde 
und am 12. Mai 2023 einmalig zur Fadenentfernung nach arthroskopischer 
Operation gesehen zu haben. In Anbetracht der durchwegs chronologi-
schen Auflistung der einzelnen Behandlungsschritte, scheint der Eintrag 
betreffend Ellbogen wohl eher vom 22. September 2020 zu stammen, was 
sich mit der hiervor erwähnten Einschätzung von Dr. G.________ bezüglich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2025, UV 200 2024 369

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der Abheilung von Kontusionen innert weniger Wochen decken würde. Wie 
es sich damit verhält, kann jedoch offen bleiben, da die Aussagen von 
Dr. med. I.________ eine nach dem Unfallereignis vom 11. Juli 2020 daue-
rhaft vorhandene Ellbogenproblematik jedenfalls nicht bestätigen, zumal 
offenbar auch keine Veranlassung bestand, eine Untersuchung des Ellbo-
gens vorzunehmen. Nichts anderes ergibt sich aus dessen Bericht vom 
30. Juli 2021 (act. II 60), in welchem – abgesehen von der Wiedergabe der 
ursprünglichen Diagnoseliste mit u.a. Kontusion am linken Ellbogen – keine 
Hinweise auf Beschwerden am Ellbogen zu finden sind.

3.5.4 Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die anhaltenden Proble-
me am linken Ellbogen seien auch bei der Handtherapie immer wieder an-
gesprochen worden (Beschwerde S. 3 Ziff. 1.2), was durch die dipl. Ergo-
therapeutin H.________ bestätigt werde (vgl. dazu act. II 137 Beilage 2), 
findet in den echtzeitlichen Akten keine Stütze. Dem entsprechenden Ver-
laufsprotokoll ist lediglich ein einziger Eintrag zu entnehmen, der sich zu-
mindest am Rande mit dem linken Ellbogen befasst. Im Eintrag vom 
22. Oktober 2020 – der im Übrigen nicht von dipl. Ergotherapeutin 
H.________, sondern von einer anderen Ergotherapeutin stammt – wurde 
festgehalten, die Beschwerdeführerin habe Schmerzen bei kraftvoller Pro-
nation/Supination ulnarseitig im Handgelenk und ein Springen/Schnap-
pen/Blockieren angegeben; dies mache manchmal dann auch proximal (auf 
Höhe PRUG [Articulatio radioulnaris proximalis]) Schmerzen. Der Schmerz 
könne nicht provoziert werden, jedoch habe die Beschwerdeführerin bei 
manueller Mobilisation der Handwurzel oder des DRUG (Articulatio radioul-
naris distalis) Schmerzen. Gemäss diesem Eintrag berichtete die Be-
schwerdeführerin demnach über gelegentlich auftretende Schmerzen im 
Bereich des Ellbogens, die sich anlässlich der Therapiestunde jedoch nicht 
provozieren liessen. Von dauerhaft auftretenden Schmerzen sprach sie 
demgegenüber nicht. Die Einträge vom 27. Oktober 2020 betreffend Blo-
ckierung im Gelenk und vom 3. November 2020 bezüglich "Schmerzen nur 
noch bei Gegenstand in der Hand kombiniert mit Drehbewegung" beziehen 
sich – anders als von der Beschwerdeführerin dargestellt (Beschwerde S. 7 
Ziff. 2.5) – nicht auf den Ellbogen, sondern auf das Handgelenk bzw. auf 
das Karpometakarpalgelenk (CMC; Daumensattelgelenk). Die von der Be-
schwerdeführerin gegenüber Dr. med. F.________ erwähnten Blockie-

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rungsphänomene im linken Ellbogen mit stark einschiessenden Schmerzen 
(act. II 119) finden im Verlaufsprotokoll keine Erwähnung. Dr. med. 
F.________ fand diesbezüglich denn auch keinen pathologischen Befund 
und kein strukturelles Korrelat (act. II 123).

3.5.5 Nach dem Dargelegten ist nicht erstellt, dass die 
Ellbogenbeschwerden, welche mittels Eingriffes vom 2. Mai 2023 
(act. II 131) behandelt wurden, seit dem Unfall vom 11. Juli 2020 
unverändert aufgetreten sind. Diese Aussage von Dr. med. F.________ in 
den Berichten vom 2. Juni 2023 (act. II 137 Beilage 3) und vom 6. Mai 2024 
(act. II 157) lässt sich echtzeitlich nicht belegen und beruht einzig auf den 
anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin, worauf Dr. med. 
G.________ zu Recht hinwies (act. II 158). Hinzu kommt, dass Dr. med. 
F.________ im Bericht vom 6. Mai 2024 (act. II 157) ausführte, Schleim-
hautverdickungen, wie sie bei der Beschwerdeführerin chirurgisch ange-
gangen worden seien, könnten spontan und damit unabhängig von einem 
Unfallgeschehen auftreten. Ein spontanes Auftreten schloss er sodann je-
doch ohne Begründung implizit aus. Die von ihm vertretene These, wonach 
die beim Unfall erlittene Energie, welche zu einer Scaphoidfraktur geführt 
habe, sowie der Traumamechanismus liessen sich sehr gut mit zusätzli-
chen Ellbogenproblemen in Verbindung bringen, überzeugt schon deshalb 
nicht, weil der behandelnde Arzt nicht aufzeigt, wie dieser Traumamecha-
nismus ausgesehen haben soll. Er räumt denn auch ein, dass es keine 
wissenschaftlichen Daten über den konkreten Entstehungsmechanismus 
der Schleimhautproliferation gibt. Schlussendlich bleiben seine Ausführun-
gen zur Kausalität reine Spekulation, zumal er aktenwidrig davon auszuge-
hen scheint, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall eine Distorsion des 
Ellbogens erlitten hat. Hierfür gibt es keinen Anhaltspunkt. In der Erstbe-
handlung im Spital E.________ am 11. Juli 2020 wurde einzig eine Kontu-
sion am linken Ellbogen festgestellt (act. II 5); von einer Distorsion war da-
mals wie auch im weiteren Verlauf nie die Rede.

3.6 Es bestehen damit keine auch nur geringen Zweifel an den Berich-
ten von Dr. med. G.________ vom 9. Februar 2023 (act. II 126), 11. Juli 
2023 (act. II 138), 15. Februar 2024 (act. II 149) und 19. März 2024 
(act. II 152). Gestützt darauf ist ein (natürlicher) Kausalzusammenhang 

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zwischen den am 15. November 2022 (act. II 115) gemeldeten Ellbogenbe-
schwerden links und dem Unfall vom 11. Juli 2020 – an dessen Nachweis 
in Anbetracht des erheblichen zeitlichen Abstands zwischen dem Unfall 
und dem Auftreten der Beschwerden im Herbst 2022 strenge Anforderun-
gen zu stellen sind (vgl. Urteil des BGer U 60/07 vom 17. Januar 2008 E. 2) 
– zwar möglich, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt (vgl. E. 
2.2.2 hiervor). Der medizinische Sachverhalt ist damit rechtsgenüglich ab-
geklärt. Auf weitere medizinische Abklärungen, namentlich eine orthopädi-
sche Begutachtung (Beschwerde S. 2), ist in antizipierter Beweiswürdigung 
(vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; in BGE 151 III 28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils des BGer 
9C_298/2024 vom 14. August 2024; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4) zu verzichten.

4.

Nach dem Dargelegten verneinte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungs-
pflicht für die geltend gemachten Beschwerden im linken Ellbogen zu 
Recht. Damit ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 18. April 2024 
(act. II 153) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. jur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.