# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bfafa4a-f719-50ba-a201-e6f66008d304
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.04.2024 A-4658/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4658-2022_2024-04-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-4658/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  A p r i l  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 

Richter Alexander Misic,    

Gerichtsschreiber Ivan Gunjic. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Kommunikation BAKOM, 

Abteilung Radio Monitoring und Anlagen, 

Marktaufsicht und Recht, 

Zukunftstrasse 44, 

Postfach 256, 2501 Biel/Bienne, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichtkonformität von Fernmeldeanlagen. 

 

 

 

A-4658/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 10. Mai 2022 eröffnete das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) 

anlässlich einer Zollmeldung ein Verfahren zur Prüfung des Funkgeräts der 

Marke AnyTone (Typ AT-778UV II), das A._______ aus dem Ausland in die 

Schweiz eingeführt hatte. Die Prüfung ergab, dass das Funkgerät in tech-

nischer Hinsicht nicht den geltenden Vorschriften entspricht. 

B.  

Das BAKOM eröffnete A._______ am 5. Juli 2022 das Ergebnis der Prü-

fung. A._______ äusserte sich dazu mit drei Schreiben, alle datiert auf den 

7. Juli 2022 (Eingang am 11. und 14. Juli sowie am 8. August 2022). Das 

BAKOM beantwortete die Schreiben am 2. und 26. August 2022. 

C.  

Am 15. September 2022 erliess das BAKOM (nachfolgend: Vorinstanz) 

eine Verfügung mit dem folgenden Dispositiv: 

1. Es wird festgestellt, dass die kontrollierte Fernmeldeanlage (…) den gel-

tenden Vorschriften nicht entspricht. 

2. A._______ wird verwarnt und ausdrücklich auf die Bussenandrohung bei 

weiteren Verstössen gegen die anwendbaren Vorschriften hingewiesen 

(Art. 52 und 53 FMG). 

3. Folgende Massnahmen werden gegenüber A._______ ausgesprochen: 

- Die Fernmeldeanlage (…) darf weder auf dem Markt bereitgestellt (im-

portiert) noch betrieben werden. 

- Das direkt vom Zoll zugestellte Muster wird eingezogen und anschlies-

send vernichtet. 

Das Nichtbefolgen der Massnahmen der vorliegenden Verfügung stellt eine 

Widerhandlung gegen Art. 53 FMG dar. (…) 

5. A._______ werden die Verfahrenskosten im Gesamtbetrag von 

CHF 1'050.00, reduziert auf CHF 210.00 auferlegt. (…) 

D.  

Gegen diese Verfügung erhob A._______ (nachfolgend: Beschwerdefüh-

rer) mit Schreiben vom 7. Juli 2022 (Postaufgabe am 6. Oktober 2022) 

A-4658/2022 

Seite 3 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Am 14. Oktober 2022 

reichte er die folgende Begründung nach: 

«Mit viel Verständnis für das BAKOM kann ich die Busse als ‘‘Verwaltungsauf-

wand’’ akzeptieren. Die Verwarnung hingegen kann ich nicht verstehen. Kein 

Mensch, nicht mal das BAKOM selber, konnte zum Zeitpunkt der Bestellung 

wissen, dass das Gerät nicht den Vorschriften entspricht. Diese Informationen 

waren nirgends ersichtlich - andere Geräte des gleichen Herstellers entspre-

chen den Vorschriften - das Gerät war auch nicht auf der Liste der ‘‘Nicht kon-

formen Geräte’’ des BAKOM. Auf die Verwarnung ist deshalb zu verzichten.» 

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 30. November 2022 hält die Vorinstanz voll-

umfänglich an ihrer Verfügung fest.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung 

nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 

(VwVG, SR 172.021), die von einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d 

des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) 

erlassen wurde. Da keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, ist das 

Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (vgl. 

Art. 31 VGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG 

nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG hat die Beschwerdeschrift die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des 

Beschwerdeführers oder des Vertreters zu enthalten. 

1.2.1 Die Anforderungen an die Formulierung von Rechtsbegehren sind 

besonders bei Laienbeschwerden nicht allzu hoch anzusetzen. Es muss 

aber zumindest klar und deutlich hervorgehen, was die beschwerdefüh-

rende Person verlangt und in welchen Punkten sie die Verfügung bean-

standet (Urteile des BVGer B-5337/2022 vom 12. April 2023 E. 1.3.1; B-

2477/2021 vom 12. Juli 2021 E. 1.3.2). Die Anforderungen an die Begrün-

dung sind ebenfalls nicht allzu hoch anzusetzen. Es muss aber aus der 

Beschwerdeschrift hervorgehen, in welchen Punkten und weshalb der 

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Seite 4 

angefochtene Entscheid beanstandet wird und welche tatsächlichen oder 

rechtlichen Erwägungen inwiefern unrichtig oder nicht stichhaltig sein sol-

len (vgl. BGE 131 II 470 E. 1.3; Urteile des BVGer A-691/2012 vom 6. De-

zember 2012 E. 2.3; B-1050/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 1.2). 

1.2.2 Der Beschwerdeführer schreibt ausdrücklich, dass er die «Busse als 

Verwaltungsaufwand» akzeptiere. Er behauptet auch nicht, dass das Funk-

gerät den geltenden Vorschriften entspreche. Damit beanstandet er weder 

die – aus einer Spruchgebühr sowie den Kosten für die Prüfung des Funk-

geräts bestehenden – Verfahrenskosten noch die im Zusammenhang mit 

der Feststellung der Nichtkonformität getroffenen Vollzugsmassnahmen. 

Der Beschwerdeführer beantragt lediglich, auf die «Verwarnung» sei zu 

verzichten, weil zum Zeitpunkt der Bestellung des Funkgeräts nicht ersicht-

lich gewesen sei, dass dieses den Vorschriften widerspreche. Wie die Vo-

rinstanz in ihrer Vernehmlassung zu Recht angenommen hat, beanstandet 

er damit ausschliesslich die in der Dispositivziffer 2 der angefochtenen Ver-

fügung ausgesprochene Verwarnung und Bussenandrohung. 

1.3 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 Bst. a-c VwVG befugt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur 

Teilnahme erhalten hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders 

berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 

Änderung hat. 

1.3.1 Die Vorinstanz bringt vor, dass es sich bei der Dispositivziffer 2 nicht 

um eine disziplinarische Massnahme, sondern lediglich um eine Andro-

hung handle, dass bei einer weiteren Verfügung betreffend Nichtkonformi-

tät von Anlagen gegen den Verfügungsadressaten zusätzlich zum Verwal-

tungsverfahren die Eröffnung eines Strafverfahrens geprüft wird. Es stellt 

sich damit die Frage, ob der Beschwerdeführer ein schutzwürdiges Inte-

resse an der Aufhebung bzw. Änderung der Dispositivziffer 2 hat. 

1.3.2 Gemäss Art. 52 und 53 des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 

(FMG, SR 784.10) kann mit Busse bestraft werden, wer gegen Bestimmun-

gen des Fernmelderechts oder gegen eine aufgrund einer solchen Bestim-

mung getroffene Verfügung verstösst. Es handelt sich hierbei um Normen 

mit Strafcharakter (vgl. E. 4.2 unten). Die angefochtene Dispositivziffer 2 

hat somit den Charakter einer Verwarnung, die dem Beschwerdeführer un-

ter Strafandrohung nahelegt, in Zukunft ein bestimmtes Verhalten zu un-

terlassen. In der Vernehmlassung weist die Vorinstanz auf ihre Praxis hin, 

zugunsten zu verwarnender Verfügungsadressaten zunächst 

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Seite 5 

anzunehmen, dass sich diese der Rechtsverletzung nicht bewusst seien. 

Nach einer ausgesprochenen Verwarnung könne sie dies aber nicht mehr 

annehmen. Die Verwarnung belastet den Beschwerdeführer insoweit stär-

ker als die von Gesetzes wegen geltenden Vorschriften (Urteile des BVGer 

B-8248/2008 vom 4. Juni 2009 E. 4.2; B-7734/2008 vom 30. März 2009 

E. 1.5). Der Beschwerdeführer ist zudem Inhaber eines Fähigkeitszeugnis-

ses für den Amateurfunk (vgl. E. 5.1 unten). Die Vorinstanz kann ihm die-

ses Zeugnis entziehen oder ihm Auflagen dazu machen, wenn sie Rechts-

verletzungen feststellt (Art. 58 Abs. 2 Bst. e FMG). Zwar prüft die Vorin-

stanz derzeit keine solche Massnahmen. Die Verwarnung kann aber in ei-

nem allfälligen späteren Administrativverfahren berücksichtigt werden und 

bildet damit einen Bezugspunkt für mögliche künftige Rechtsnachteile. 

1.3.3 Obwohl die Verwarnung noch keiner eigentlichen Sanktion gleich-

kommt, bewirkt sie nach dem Gesagten gleichwohl einen Eingriff in die 

rechtlich geschützten Interessen des Beschwerdeführers (vgl. BGE 119 Ib 

412 E. 1a; 103 Ia 426 E. 1b). Der Beschwerdeführer ist damit als Adressat 

der angefochtenen Verfügung durch diese beschwert und zur Beschwerde 

legitimiert. 

1.4 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 

Art. 52 VwVG) ist demzufolge einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Er-

messensausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Es 

wendet das Recht von Amtes wegen an und ist nicht an die Begründung 

der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

2.2 Den Sachverhalt stellt das Bundesverwaltungsgericht von Amtes we-

gen fest (Art. 12 VwVG). Ihm obliegt die Aufgabe, die vorinstanzliche Sach-

verhaltsermittlung auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen (vgl. BVGE 

2014/36 E. 1.5). Dieser Untersuchungspflicht stehen gesetzliche und aus 

Treu und Glauben abgeleitete Mitwirkungspflichten der Parteien gegen-

über (vgl. Art. 13 Abs. 1 VwVG und Art. 5 Abs. 3 BV). Wirft die beschwer-

deführende Partei der verfügenden Behörde vor, dass diese den Sachver-

halt falsch oder unvollständig festgestellt habe, oder will sie neue 

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Tatsachen einführen, ist es an der beschwerdeführenden Partei, vor dem 

Bundesverwaltungsgericht den zutreffenden bzw. vollständigen Sachver-

halt zu schildern. Im Lichte ihrer Mitwirkungspflichten darf von der be-

schwerdeführenden Partei erwartet werden, dass sie ihre Vorbringen sub-

stanziiert, damit das Bundesverwaltungsgericht darüber Beweis abnehmen 

kann (Urteil des BVGer A-2595/2020 vom 19. Dezember 2022 E. 2.2; vgl. 

Urteil des BGer 2C_177/2018 vom 22. August 2019 E. 3.3 m.w.H.). 

3.  

Der Beschwerdeführer macht geltend, auf die ausgesprochene Verwar-

nung und Bussenandrohung sei zu verzichten, weil er zum Zeitpunkt der 

Einfuhr des beanstandeten Funkgeräts nicht habe erkennen können, dass 

dieses den geltenden Vorschriften widerspreche. Er weist insbesondere 

darauf hin, dass das Funkgerät nicht auf der von der Vorinstanz geführten 

Liste der «nicht konformen Geräte» publiziert gewesen sei. Andere Geräte 

des gleichen Herstellers hätten zudem den Vorschriften entsprochen. 

4.  

4.1 Die Vorinstanz wacht als Aufsichtsbehörde darüber, dass das interna-

tionale Fernmelderecht, das Fernmeldegesetz sowie die damit zusammen-

hängenden Ausführungsvorschriften und Konzessionen eingehalten wer-

den (Art. 58 Abs. 1 FMG). Dabei kontrolliert sie, ob sog. «Fernmeldeanla-

gen» – das heisst Geräte, Leitungen oder Einrichtungen, die zur fernmel-

detechnischen Übertragung von Informationen bestimmt sind oder benutzt 

werden (Art. 3 Bst. d FMG) – den Vorschriften über das Importieren, das 

Anbieten, das Bereitstellen auf dem Markt, die Inbetriebnahme, das Erstel-

len oder das Betreiben von Fernmeldeanlagen entsprechen (Art. 33 Abs. 1 

FMG und Art. 36 Abs. 1 der Verordnung vom 25. November 2015 über 

Fernmeldeanlagen [FAV, SR 784.101.2]). Entspricht eine Fernmeldeanlage 

den Vorschriften nicht, so trifft die Vorinstanz die nötigen Massnahmen 

(Art. 33 Abs. 3 FMG und Art. 39 Abs. 1 FAV; vgl. auch Art. 58 Abs. 2 Bst. a 

FMG). Ferner verfolgt und beurteilt sie Widerhandlungen gegen die 

Art. 52–54 FMG nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 22. März 

1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR, SR 313.0; Art. 55 FMG i.V.m. 

Art. 1 der Verordnung des UVEK über die Delegation der Strafbefugnisse 

bei Widerhandlungen gegen das Fernmeldegesetz vom 18. November 

2020 [SR 784.105.11]). 

4.2 Die vom Beschwerdeführer beanstandete Verwarnung und Bussenan-

drohung stützen sich auf Art. 52 und 53 FMG. Diese Normen sind Teil der 

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Seite 7 

Strafbestimmungen des 9. Kapitels des FMG, die nach den Vorschriften 

des VStrR verfolgt und beurteilt werden (Art. 55 Abs. 1 FMG). Art. 52 FMG 

enthält einen Katalog von Übertretungstatbeständen, die bei Vorsätzlich-

keit mit Busse bis zu Fr. 100'000 (Abs. 1) und bei Fahrlässigkeit mit Busse 

bis zu Fr. 50'000 (Abs. 2) geahndet werden. Gemäss Art. 53 FMG werden 

andere vorsätzliche oder fahrlässige Verstösse gegen nationale oder inter-

nationale Bestimmungen des Fernmelderechts oder gegen eine aufgrund 

einer solchen Bestimmung getroffene und mit einem Hinweis auf die Straf-

drohung dieses Artikels versehene Verfügung werden mit Ordnungsbusse 

bis zu Fr. 5000 bestraft.  

4.3 Ausdrücklich unter Strafe gestellt ist insbesondere auch die vorsätzli-

che oder fahrlässige Inbetriebnahme nicht konformer Fernmeldeanlagen 

(Art. 52 Abs. 1 Bst. d FMG). Unter der «Inbetriebnahme» ist die erstmalige 

Verwendung eines Produkts durch Endbenutzerinnen und Endbenutzer zu 

verstehen (Art. 3 Bst. e des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 über die 

technischen Handelshemmnisse [THG, SR 946.51]; zur Anwendbarkeit 

des THG vgl. Art. 2 THG; Botschaft vom 10. Juni 1996 zum revidierten 

Fernmeldegesetz, BBl 1996 III 1405, 1437; Urteile des BVGer A-6758/2011 

vom 16. Mai 2013 E. 4; A-5761/2011 vom 22. Mai 2013 E. 4 m.w.H.). Das 

materielle Gegenstück zur Strafandrohung in Art. 52 Abs. 1 Bst. d FMG 

bildet die Rechtsverpflichtung in Art. 32 FMG, wonach eine Fernmeldean-

lage – sofern der Bundesrat keine Ausnahme vorsieht – nur erstellt und 

betrieben werden darf, wenn sie zum Zeitpunkt ihres erstmaligen Bereit-

stellens auf dem Markt, Erstellens oder Inbetriebnehmens den dafür gel-

tenden Vorschriften entsprach und in diesem Zustand erhalten wurde (vgl. 

auch Art. 32 Abs. 1 FAV). Indem der Gesetzgeber die Erfüllung von Pro-

duktevorschriften als Voraussetzung der Inbetriebnahme verlangt, dehnt er 

ihre Verbindlichkeit über den Moment des Inverkehrbringens hinaus (Bot-

schaft vom 15. Februar 1995 zu einem Bundesgesetz über die technischen 

Handelshemmnisse, BBl 1995 II 521, 572). Aus dem Gesagten folgt, dass 

grundsätzlich auch diejenige Person, die eine Fernmeldeanlage in Betrieb 

nimmt, im Rahmen ihrer Sorgfaltspflichten verwaltungsstrafrechtlich dafür 

belangt werden kann, wenn die Anlage bei der Inbetriebnahme nicht den 

einschlägigen Vorschriften entspricht. 

5.  

5.1 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer im Vorverfah-

ren angegeben hat, er beabsichtige, das nicht konforme Funkgerät, bei 

dem es sich unbestrittenermassen um eine Fernmeldeanlage im Sinne des 

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Seite 8 

FMG handelt, nach dessen Modifikation in Betrieb nehmen zu wollen. Zum 

Zeitpunkt der Einfuhr des Funkgeräts war er Inhaber eines Einsteigeraus-

weises für den Amateurfunk, der ihn zum Betrieb von im Handel erhältli-

chen Funkanlagen und Anpassungen daran berechtigte, die nicht den Sen-

derteil betreffen (vgl. Art. 47 Abs. 4 der Verordnung vom 18. November 

2020 über die Nutzung des Funkfrequenzspektrums [VNF, SR 784.102.1]). 

Gemäss dem Prüfbericht überschritt das beanstandete Funkgerät aber die 

zulässigen Grenzwerte des Frequenzspektrums, insbesondere diejenigen 

für die Störleistung auf den Oberwellen – das heisst, der Senderteil der 

Funkanlage verursachte unerwünschte Emissionen im Störbereich. Wie 

die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat und der Beschwerdeführer vor 

dem Bundesverwaltungsgericht auch nicht bestreitet, war er demnach 

schon aufgrund seines beschränkten Fähigkeitsausweises nicht berech-

tigt, das Funkgerät so zu verändern, dass es den technischen Vorschriften 

entspricht. 

5.2 Mit der Erklärung, das nichtkonforme Funkgerät in Betrieb nehmen zu 

wollen, hat der Beschwerdeführer somit – unabhängig davon, ob er das 

Funkgerät mit der Einfuhr in die Schweiz für den Eigengebrauch auch auf 

dem Markt bereitgestellt bzw. importiert hat, wie es die Vorinstanz annimmt 

– gegenüber der Vorinstanz eine Handlungsabsicht kundgetan, die im Hin-

blick auf Art. 52 und 53 FMG relevant ist. Die Vorinstanz durfte ihn deshalb 

unter Hinweis auf diese Bestimmungen verwarnen und ihm eine Busse an-

drohen. Welchen Sorgfaltspflichten der Beschwerdeführer im Einzelnen 

unterlag, kann hier offenbleiben. Die Vorinstanz hat ihn lediglich verwarnt 

und keine eigentliche Sanktion ausgesprochen. 

5.3 Mit Blick auf die Rügen des Beschwerdeführers bleibt festzuhalten, 

dass es sich bei der Vorinstanz nicht um eine Zertifizierungsstelle handelt, 

die Genehmigungen für die Marktbereitstellung oder die Verwendung von 

Fernmeldeanlagen erteilt. Vielmehr hat sie als Überwachungsbehörde die 

Aufgabe, zu kontrollieren, ob Fernmeldeanlagen den technischen Vor-

schriften entsprechen und im Falle einer festgestellten Nichtkonformität die 

erforderlichen Massnahmen zu verfügen (Urteil des BVGer A-5761/2011 

vom 22. Mai 2013 E. 4.3). Die von der Vorinstanz veröffentlichte Liste der 

«nicht konformen Geräte», die ohnehin nicht abschliessend ist, kann den 

Beschwerdeführer damit nicht von den einschlägigen Sorgfaltspflichten bei 

der Inbetriebnahme entbinden. Seinen pauschalen Einwand, andere Ge-

räte des gleichen Herstellers hätten den Vorschriften entsprochen, sub-

stantiiert er im Übrigen nicht. 

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Seite 9 

6.  

Zusammenfassend geht der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, er 

habe zum Zeitpunkt der Einfuhr des Funkgeräts nicht erkennen können, 

dass dieses den geltenden Vorschriften widerspreche, fehl. Die Vorinstanz 

hat die Verwarnung und Bussenandrohung zu Recht ausgesprochen. 

7.  

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als un-

terliegend. Er hat die Verfahrenskosten von Fr. 800.- zu tragen (Art. 63 

Abs. 1 VwVG; Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet.  

7.2 Angesichts seines Unterliegens steht dem Beschwerdeführer keine 

Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 VGKE). Die Vor-

instanz hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 

VGKE). 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maurizio Greppi Ivan Gunjic 

 

 

  

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Seite 11 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-4658/2022 

Seite 12 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)