# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7feb11d4-0535-5238-a30d-b8bacf8c9ca8
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2V-17-12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_002_O2V-17-12_nodate.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer A1___ und A2___  

 
vertreten durch: B___  
 

 
 
Vorinstanz Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden ,  

Gutenberg-Zentrum, 9102 Herisau 
 

 
Gegenstand Staats- und Gemeindesteuern 2014 
 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
2. Abteilung 
 

Urteil vom 6. Februar 2018  
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler 
Oberrichter R. Krapf, B. Dick, S. Plachel, Dr. M. Winiger 
Obergerichtsschreiberin M. Epprecht 
 
 

Verfahren Nr. O2V 17 12 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 
 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) der Beschwerdeführer: 

 1. Die angefochtenen Einsprache-Entscheide seien aufzuheben und für das Steuerjahr 

2014 seien die steuerbaren Faktoren wie folgt festzulegen: 

 

  Staats- und Gemeindesteuern 2014 

  Steuerbares Einkommen CHF  197'500 

  Satzbestimmendes Einkommen CHF  217'800 

  Steuerbares Vermögen (unverändert wie Veranlagung) CHF 8'236'000 

  Satzbestimmendes Vermögen (unverändert wie Veranlagung) CHF 9'307'000 

 

 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

 

b) der Vorinstanz: 

 1. Die Beschwerde sei abzuweisen. 

 2. Unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer. 

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. A1___ und A2___ wurden am 26. Oktober 2016 für die Staats- und Gemeindesteuern 2014 

mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 203‘300 zum Satz von Fr. 223‘600 und mit 

einem steuerbaren Vermögen von Fr. 8‘236‘000 zum Satz von Fr. 9‘307‘000 veranlagt.1  

 

B. Gegen die Veranlagung liessen A1___ und A2___ am 8. November 2016 bei der 

kantonalen Steuerverwaltung Einsprache erheben. Diese richtete sich gegen die 

Aufrechnung der Sitzungsgelder im Betrag von Fr. 5‘760, da es sich hierbei um einen 

Auslagenersatz handle.2 Mit Schreiben vom 16. März 2017 forderte die Steuerverwaltung 

weitere Unterlagen an.3 Am 27. April 2017 liessen A1___ und A2___ Stellung nehmen und 

ergänzende Unterlagen einreichen bzw. Angaben machen.4 Mit Einspracheentscheid vom 

23. Mai 2017 wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab.5  

 

                                                
1  Act. 2.4 
2  Act. 2.6 
3  Act. 2.7 
4  Act. 2.8 
5  Act. 2.1 

Seite 3 

C. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von A1___ und A2___ am 21. Juni 

2017 erhobene Beschwerde an das Obergericht Appenzell Ausserrhoden. Im Wesentlichen 

bringen sie vor, dass bei Hinzurechnung der Sitzungsgelder zum Einkommen auch die im 

Zusammenhang mit der Verwaltungsratstätigkeit entstandenen Berufsaufwendungen zum 

Abzug zuzulassen seien. In den vorangegangen Jahren seien die Sitzungsgelder auch 

nicht zum Einkommen hinzugerechnet worden. Die erwachsenen Kosten seien im 

Schreiben vom 27. April 2017 der Art nach beschrieben worden. Eine 

Verwaltungsratstätigkeit sei mit einer Behördentätigkeit vergleichbar, weshalb eine 

steuerliche Gleichbehandlung in Bezug auf den Abzug von Berufskosten gelten müsse.6  

 

D. Mit Vernehmlassung vom 14. August 2017 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung 

der Beschwerde. Sie stellt sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass eine steuerliche 

Gleichbehandlung der Verwaltungsratstätigkeit mit einer Behördentätigkeit nicht gefordert 

werden könne, da die Staatssteuerkommission nur für ausserberufliche öffentliche 

Tätigkeiten eine Weisung über deren Besteuerung erlassen habe. Im Übrigen seien die 

Berufsauslagen im Zusammenhang mit der Verwaltungsratstätigkeit nicht nachgewiesen.7 

 

E. Mit Replik vom 1. September 2017 hielten A1___ und A2___ an ihren Anträgen fest, 

während die Steuerverwaltung ihrerseits unter Festhaltung an ihren Anträgen am 

25. September 2017 duplizierte.8 

 

F. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den Akten sowie die Vorbringen der 

Parteien in den Rechtschriften wird, soweit für die Beurteilung entscheidrelevant, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

Erwägungen 

 

1. Formelles 

 

Die Erfüllung der Prozessvoraussetzungen ist von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Beschwerdeführer haben mit Vollmacht vom 12. Juni 2017 die B___ beauftragt, gegen den 

Einspracheentscheid der Vorinstanz betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2014 

                                                
6  Act. 1 
7  Act. 6 
8  Act. 9 und act. 12 

Seite 4 

Beschwerde beim Obergericht zu erheben.9 Die B___ ist als handlungsfähige juristische 

Person grundsätzlich befugt, die Beschwerdeführer in Steuersachen vor Obergericht zu 

vertreten.10 Der im vorliegenden Verfahren für die B___ handelnde C___ ist als Präsident 

mit Einzelunterschrift im Handelsregister eingetragen. Da auch die übrigen 

Prozessvoraussetzungen (Zuständigkeit sowie Form- und Fristerfordernisse) erfüllt sind, ist 

auf die Beschwerde einzutreten.11 

 

 

2. Materielles 

 

Strittig ist im Wesentlichen die Abzugsfähigkeit von Auslagen, welche die 

Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Verwaltungsratstätigkeit des Ehemannes 

geltend machen. 

 

 2.1 

Die Beschwerdeführer bringen zunächst vor, dass die Vorinstanz in den vorangegangenen 

Jahren die Sitzungsgelder, welche in den Bescheinigungen bzw. Lohnausweisen 

ausgewiesen seien, auch nicht zum Einkommen gerechnet habe.  

 

Gemäss Art. 20 StG sind alle Einkünfte aus privatrechtlichem oder öffentlich-rechtlichem 

Arbeitsverhältnis mit Einschluss der Nebeneinkünfte wie Entschädigungen für 

Sonderleistungen, Provisionen, Zulagen, Dienstalters- und Jubiläumsgeschenke, 

Gratifikationen, Trinkgelder, Tantiemen, geldwerte Vorteile aus Mitarbeiterbeteiligungen 

und andere geldwerte Vorteile steuerbar.12  

 

In obenerwähnter (kantonaler) Bestimmung geht es um die Einkünfte aus unselbständiger 

Erwerbstätigkeit. Als solche Tätigkeit gilt gemäss ständiger Rechtsprechung des 

Bundesgerichts auch die Verwaltungsratstätigkeit.13 Somit sind Verwaltungsratshonorare 

und Sitzungsgelder als Einkünfte steuerbar.14 

                                                
9  Act. 2.3 
10  Art. 3 Abs. 1 lit. d des Gesetzes vom 11. April 2005 über die Ausübung des Anwaltsberufes 

(Anwaltsgesetz, bGS 145.52) i.V.m. Art. 54 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 
10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) 

11  Art. 188 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 (StG, bGS 621.11) i.V.m. Art. 28 Justizgesetz vom 
13. September 2010 (JG, bGS 145.31) 

12  Vgl. auch Art. 17 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG, 
SR 642.11) und Art. 7 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der 
direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG, SR 642.14) 

13  RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N. 14 und N. 18 zu 
Art. 17 DBG 

14  RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 36 zu Art. 17 DBG; Wegleitung zur Steuererklärung 2014 
Kantonale Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden, S. 9 <https://www.ar.ch/fileadmin/user_upload/ 

Seite 5 

 

Die vorliegend interessierenden Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt Fr. 5‘760 sind im 

Lohnausweis der F___ Bank AG, im Lohnausweis des D___ und in der Bescheinigung der 

E___ AG ausgewiesen.15 Sie sind den Beschwerdeführern als steuerbares Einkommen 

anzurechnen. Dass die Sitzungsgelder allenfalls früher – wie die Beschwerdeführer 

vorbringen – nicht angerechnet worden waren, hindert die Vorinstanz nicht daran, die 

Aufrechnung im Rahmen einer neuen Veranlagung erneut zu prüfen.16 

 

 2.2 

Die Beschwerdeführer fordern sodann die steuerliche Gleichbehandlung der in 

Nebenbeschäftigung ausgeübten Verwaltungsratstätigkeit mit der nebenamtlichen 

Behördentätigkeit in Bezug auf die Berufsauslagen. Diese Tätigkeiten seien in den 

wesentlichen Strukturen und Elementen – bezüglich Vorbereitung, Aktenstudium und 

Vornahme von Analysen und Abklärungen, die Beanspruchung von eigener Infrastruktur 

sowie auch Fahr- und andere Spesen – vergleichbar. Es sei daher unverhältnismässig und 

rechtsungleich, wenn für eine Verwaltungsratstätigkeit ein detaillierter Nachweis der 

Kostenauslagen eingefordert bzw. dessen Darstellung der Berufskosten zurückgewiesen 

werde, währenddem einem nebenamtlichen Behördenmitglied ohne besonderen Nachweis 

Berufsauslagen pauschaliert zugebilligt werden. Die Vorinstanz setze sich mit diesen 

Argumenten nicht auseinander und verletze mit ihrer Feststellung, wonach eine 

Verwaltungsratstätigkeit keine Behördentätigkeit darstelle, mangels Begründung das 

rechtliche Gehör. 

 

Die Staatssteuerkommission von Appenzell Ausserrhoden kann nach Art. 151 Abs. 1 StG 

Weisungen über den Vollzug des Steuergesetzes erlassen. Gemäss Art. 19 Abs. 2 StV17 

kann die Staatssteuerkommission für ausserberufliche öffentliche Tätigkeiten und andere 

unselbständige Nebenerwerbstätigkeiten Gewinnungskostenpauschalen festlegen.  

 

Die Staatssteuerkommission hat von dieser Kompetenz Gebrauch gemacht und die 

Weisung über die Besteuerung von Entschädigungen an nebenamtliche Mitglieder von 

Legislativ-, Exekutiv-, Judikativ- und Verwaltungsbehörden, Schulbehörden des Kantons 

und der Gemeinden sowie der staatlich anerkannten Kirchen vom 27. November 2012 

erlassen.18 Die Staatssteuerkommission und deren Weisungsbefugnis beruht auf einer 

                                                                                                                                                       
Departement_Finanzen/Steuerverwaltung/Bibliothek/2014/Formulare/Wegleitung.pdf> (besucht am 
30. April 2018)  

15  Act. 7.6, act. 7.7 und act. 7.10 
16  RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 59 zu Vorbemerkungen zu Art. 109-121 DBG; vgl. auch 

Urteil des Bundesgerichts 2A.581/2005 vom 1. Februar 2006 E. 3 
17  Verordnung vom 8. August 2000 zum Steuergesetz (Steuerverordnung, StV, bGS 621.111)    
18  https://www.ar.ch/verwaltung/departement-finanzen/steuerverwaltung/gesetze-und-weisungen/ 

Seite 6 

gesetzlichen Grundlage und ist auch auf Verordnungsstufe legitimiert. Die Weisung bezieht 

sich indessen ausschliesslich auf ausserberufliche öffentliche Tätigkeiten, nicht jedoch auf 

andere unselbständige Nebenerwerbstätigkeiten. Vergleichbare Regelungen für 

nebenamtliche Behördentätigkeiten haben auch andere Kantone getroffen.19 Nach der 

Rechtsprechung kann der Begriff der Behörde eng gefasst werden und es ist nicht zu 

beanstanden, dass der zusätzliche Abzug nur für Tätigkeiten bei Behörden gewährt wird, 

welche unmittelbar hoheitliche Befugnisse ausüben.20 Eine öffentliche nebenamtliche 

Tätigkeit ist daher nicht vergleichbar mit anderen (privatrechtlich) unselbständigen 

Nebenerwerbstätigkeiten. Somit geht die von den Beschwerdeführern geforderte 

Gleichbehandlung mangels Vergleichbarkeit fehl.21 Es liegt zudem auch keine Verletzung 

des rechtlichen Gehörs vor. Aus dem Einspracheentscheid geht die Ansicht der 

Steuerverwaltung, wonach die Staatssteuerkommission nur für ausserberufliche öffentliche 

Tätigkeiten Gewinnungskostenpauschalen festgelegt habe, vorliegend aber keine solche 

Entschädigung für nebenamtliche Behördentätigkeit – sondern Einkünfte aus 

Verwaltungsratstätigkeit sowie Sitzungsgelder – in Frage stehe, weshalb die diesbezügliche 

Regelung nicht in Frage komme, deutlich hervor. Damit hat sich die Steuerverwaltung mit 

dem Standpunkt der Beschwerdeführer auseinandergesetzt und in die 

Entscheidbegründung einfliessen lassen.22 Die Begründungspflicht bzw. Art. 29 Abs. 2 BV23 

ist demnach nicht verletzt. 

 

 2.3 

Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, die Begründung der Vorinstanz, dass trotz 

Einforderung keine Aufstellung der tatsächlichen Berufskosten nachgereicht worden sei 

und somit kein Abzug der effektiven Berufsauslagen berücksichtigt werden könne, 

missachte den Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Die dargelegten Aufwendungen liessen 

sich nicht über Auslagenbelege bescheinigen, es müsse aber möglich sein, die 

Aufwendungen in der Art und Höhe glaubhaft darstellen zu können. Ziehe die Vorinstanz 

diese Darstellung in Zweifel, hätte sie allenfalls eine Konkretisierung und Quantifizierung 

bezüglich der einzelnen Kostenarten verlangen können. Die Vorinstanz hätte bei nicht 

nachgewiesenen Berufsauslagen diese im pflichtgemässen Ermessen festsetzen müssen. 

Indem sie keine Berufsauslagen angenommen habe, habe sie nicht nur einen falschen 

Ermessensentscheid getroffen, sondern ihre Ermessensausübung entspreche einer 

missbräuchlichen und damit willkürlichen Rechtsanwendung. Die Berufsaufwendungen 

seien für die einzelnen Aufwandarten konkretisierbar und beständen in Höhe von total 

                                                
19  Vgl. St. Galler Steuerbuch StB 39 Nr. 4; Zürcher Steuerbuch ZStB-Nummer 17.3 
20  Urteil des Bundesgerichts 2A.581/2005 vom 1. Februar 2006 E. 3 mit Hinweis 
21  RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 99f zu Vorbemerkungen zu Art. 109-121 DBG 
22  BGE 143 III 65 E. 5.2; BGE 133 III 235 E. 5.2 
23  Bundesverfassung vom 18. April 1999 der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) 

Seite 7 

Fr. 8‘000: Anteil Büromiete Fr. 3‘300, Anteilige Nebenkosten für Elektrisch/Wasser Fr. 500, 

Aufwendungen für EDV und Telekommunikation, mtl. pauschal Fr. 200 und damit Fr. 2‘400, 

Fahrspesen zu den Sitzungen in St. Gallen Fr. 500, Allgemeine Repräsentationsauslagen 

Fr. 1‘800. Somit entständen im Rahmen der Verwaltungsratstätigkeit mindestens 

Berufsauslagen in der Höhe der vereinnahmten Sitzungsgelder von Fr. 5'760.  

 

 2.3.1 

Art. 9 StHG regelt abschliessend – und inhaltlich weitgehend übereinstimmend mit Art. 26 

Abs. 1 DBG – die zulässigen Abzüge vom Einkommen, und die Kantone sind verpflichtet, 

diese Abzüge ohne Abweichung oder Einschränkung auf kantonaler Ebene zu 

übernehmen. Dies gilt namentlich für die zur Erzielung der Einkünfte notwendigen 

Aufwendungen (Gewinnungskosten oder organische Abzüge), die nach Art. 9 Abs. 1 StHG 

bzw. Art. 26 Abs. 1 DBG generell abziehbar sind.24 

 

Bei unselbständiger Erwerbstätigkeit werden nach Art. 29 Abs. 1 StG als Berufskosten 

unter anderem abgezogen die notwendigen Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und 

Arbeitsstätte (lit. a) sowie die übrigen für die Ausübung des Berufes erforderlichen Kosten 

(lit. c).25 Nach Art. 19 Abs. 1 StV werden bei unselbständigen Nebenerwerbstätigkeiten die 

notwendigen Berufskosten nach den für die direkte Bundessteuer massgebenden 

Pauschalansätzen abgezogen. Für die direkte Bundessteuer regelt die 

Berufskostenverordnung Näheres.26  

 

Gewinnungskosten sind von den Lebenshaltungskosten abzugrenzen. Mischausgaben sind 

in einen Gewinnungskosten- und einen privaten Anteil aufzuteilen, sei es anhand sachlich 

vorgegebener Abgrenzungskriterien, sei es anhand einer Schätzung.27 Der Beweis für 

steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen, zu denen auch das Anfallen von 

Berufskosten gehört, obliegt der steuerpflichtigen Person. Diese hat die steuermindernde 

Tatsache nicht zur zu behaupten, sondern auch zu belegen.28 

 

 2.3.2 

Dem von den Beschwerdeführern geltend gemachten Aufwand für ein Arbeitszimmer samt 

anteiligen Nebenkosten ist entgegenzuhalten, dass die Anforderungen an die 

                                                
24  Urteile des Bundesgerichts 2C_540/2015, 2C_541/2015, 2C_542/2015, 2C_543/2015 vom 25. No-

vember 2016 E. 1.2 mit Hinweisen 
25  in der bis Ende 2014 geltenden Fassung; vgl. auch Art. 26 Abs. 1 DBG und Art. 9 Abs. 1 StHG 
26  Verordnung des Eidgenössischen Finanzdepartements vom 10. Februar 1993 über den Abzug von 

Berufskosten der unselbständigen Erwerbstätigkeit bei der direkten Bundessteuer (Berufskosten-
verordnung, SR 642.118.1) 

27  RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 9f zu Art. 25 DBG 
28  BGE 140 II 248 E. 3.5 mit Hinweis; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 77 zu Art. 123 DBG 

Seite 8 

Abzugsfähigkeit von Kosten für ein privates Arbeitszimmer besonders streng sind. Bloss 

gelegentliche berufliche Arbeiten in der Privatwohnung verursachen keine Mehrkosten und 

geben daher keinen Anspruch auf einen Abzug.29 Eine gemischte Nutzung wäre 

grundsätzlich zwar denkbar, jedoch fehlen vorliegend Ausführungen des 

Beschwerdeführers zum Umfang der beruflichen Arbeiten in der Privatwohnung. Angesichts 

der geltend gemachten 10 Sitzungen pro Jahr und den hierfür erforderlichen Vorarbeiten ist 

davon auszugehen, dass das Ausmass der Tätigkeit insgesamt zu gering ist, als dass ein 

Anspruch auf einen Abzug bestehen könnte.  

 

Die Aufwendungen für EDV und Telekommunikation sind Auslagen für Gegenstände, über 

die ein normaler Haushalt sowie verfügt und daher nicht abzugsfähig.30 Ebenfalls nicht 

abzugsfähig sind die geltend gemachten allgemeinen Repräsentationsauslagen, da diese 

von den Beschwerdeführern lediglich behauptet, jedoch nicht nachgewiesen wurden.31 Im 

Übrigen werden gemäss Praxis der Steuerverwaltung bei Vergütungen für 

Verwaltungsratsmandate keine pauschalen Berufskosten gewährt. 

 

Der Beschwerdeführer hat als Fahrspesen insgesamt 10 Fahrten zu Sitzungen in St. Gallen 

geltend gemacht plus Fahrspesen zu allgemeinen repräsentativen Veranstaltungen. 

Letztere wurden vom Beschwerdeführer lediglich behauptet, jedoch nicht belegt, weshalb 

diese Fahrspesen nicht abzugsfähig sind. Abzugsfähig sind jedoch die Fahrten zu den 

Sitzungen, wobei deren Anzahl aufgrund der belegten Anzahl Mandate als ausgewiesen 

erscheint. Gemäss Art. 5 Abs. 2 Berufskostenverordnung sind bei Benützung privater 

Fahrzeuge als notwendige Kosten die Auslagen abziehbar, die bei Benützung der 

öffentlichen Verkehrsmittel anfallen würden. Der Beschwerdeführer hat mehrere Mandate 

inne und die Sitzungen finden irgendwo in St. Gallen statt, weshalb nebst den Kosten für 

die Appenzeller Bahnen allenfalls auch noch Kosten für die Verkehrsbetriebe St. Gallen 

anfallen könnten. Der Einfachheit halber ist somit von Fahrtkosten von Fr. 112 (10 Fahrten 

Teufen - St. Gallen und zurück, 10 x 2 x 8km x Fr. 0.70) auszugehen, welche als 

Berufskosten zum Abzug zuzulassen sind.  

 

  

                                                
29  RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 34 zu Art. 26 DBG 
30  RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 31 zu Art. 26 DBG 
31  BGE 140 II 248 E. 3.5 

Seite 9 

 2.4 

Zusammenfassend ist demnach die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als im 

Zusammenhang mit der Verwaltungsratstätigkeit des Beschwerdeführers Fr. 112 

Fahrtkosten als Berufskosten zum Abzug zuzulassen sind. Die Vorinstanz hat unter 

Berücksichtigung oben erwähnter Berufskosten eine neue Veranlagungsverfügung 

betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2014 zu erlassen. Im Übrigen wird die 

Beschwerde abgewiesen. 

 

 

3. Kosten und Entschädigung 

 3.1 

Im Rechtsmittelverfahren ist gebühren- und kostenpflichtig, wer ganz oder teilweise 

unterliegt oder auf dessen Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 19 

Abs. 3 VRPG32). Die Beschwerdeführer sind weitestgehend – mit Ausnahme der 

Fahrtkosten – unterlegen, weshalb sie ausgangsgemäss die Entscheidgebühr zu bezahlen 

haben. 

  

 Das Obergericht erhebt für seine Urteile in Verwaltungssachen Gebühren bis Fr. 5’000.33 

Nach Art. 20 VRPG sind innerhalb des Gebührenrahmens die Gebühren nach dem Zeit und 

Arbeitsaufwand, der Bedeutung des Geschäfts sowie nach dem Interesse und der 

wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Gebührenpflichtigen zu bemessen. In 

Berücksichtigung dieser Umstände erscheint vorliegend eine Entscheidgebühr von Fr. 800 

als angemessen. Der bei den Beschwerdeführern erhobene Kostenvorschuss für das 

vorliegende Verfahren von Fr. 800 ist daran anzurechnen. 

 

 3.2 

 Der obsiegenden Vorinstanz wird keine Entschädigung zugesprochen (Art. 53 Abs. 3 i.V.m. 

Art. 24 Abs. 3 lit. a VRPG). 

 

 

 

  

                                                
32  Gesetz vom 9. September 2002 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1) 
33  Art. 4a des Gesetzes vom 25. April 1982 über die Gebühren in Verwaltungssachen (GGV, bGS 233.2) 

Seite 10 

Demnach erkennt das Obergericht:  

 
 
1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde von A1___ und A2___ wird der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 23. Mai 2017 aufgehoben. Die Kantonale Steuerverwaltung wird 
angewiesen, unter Berücksichtigung nachfolgender Ziffer 2 eine neue 
Veranlagungsverfügung betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2014 zu erlassen. Im 
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 
 
2. Zum Abzug zuzulassen sind als Berufskosten: 
 
 Fr. 112.-- Fahrtkosten (10 Fahrten Teufen - St. Gallen und zurück, 10 x 2 x 8km x Fr. 0.70)  
 
 
3. Den Beschwerdeführern wird eine Entscheidgebühr von Fr. 800.-- auferlegt. Der 

Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird angerechnet.  
 
 
4. Entschädigungen werden keine zugesprochen.  
 
 
5. Rechtsmittel:   
 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde 
richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist 
beim Schweizerischen Bundesgericht, Avenue du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, 
schriftlich einzureichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid 
sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen 
(Art. 42 BGG). Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 
BGG). 

 
 
6. Zustellung an die Beschwerdeführer über deren Vertretung und die Vorinstanz. 
 
 
 
Im Namen der 2. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtsvizepräsident:  

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Die Gerichtsschreiberin:   

 

 

lic. iur. Monika Epprecht 

 
 
 
 
 
 
versandt am: 07.05.18