# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b2e80b27-8aa3-5c8a-b6f4-34949f697f59
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 05.03.2015 725 2014 304 / 50 (725 14 304 / 50)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2014-304---50_2015-03-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 5. März 2015 (725 14 304 / 50) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rentenrevision, Nachweis eines Revisionsgrundes im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG 

durch den Unfallversicherungsträger nicht erbracht 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter 

Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin i.V. Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Kathrin Bichsel, Advo-
katin, Blumenrain 3, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 
8010 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen (Schaden-Nr. 1988 6621290) 
 
 
 
A. Die 1961 geborene A.____ arbeitete seit 1. März 1987 als IPS-Schwester im Spital 
B.____ in Basel. In dieser Eigenschaft war sie bei der Elvia Schweizerische Versicherungsge-
sellschaft ([Elvia] bzw. ab 28 November 2002 Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft [Alli-
anz]) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 
15. Dezember 1988 fiel ihr bei der Arbeit das Gehäuse des Röntgenapparates auf den Kopf, 
wobei sie sich eine Stauchung der HWS und der BWS zuzog. Die Elvia anerkannte ihre Leis-

 
 
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tungspflicht und erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen. Bereits 10 Tage nach dem 
Unfall nahm A.____ ihre Arbeit wieder zu 100% auf. Die medizinische Behandlung wurde im 
Frühjahr 1989 abgeschlossen. Im Mai 1990 wurde der Elvia ein Rückfall gemeldet. In diesem 
Zusammenhang wurde die Diagnose einer Neurasthenie sowie einer Erschöpfungsdepression 
gestellt. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete A.____ bei der C.___ als Kundenberaterin. Im November 
1990 meldete sie sich zudem bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbe-
zug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sprach die IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) der Versicherten mit Verfügung vom 29. Oktober 1993 ab 1. 
August 1990 eine halbe Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 53% und ab 1. März 1991 
eine ganze Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 73% zu. Darauf folgend sprach die 
Elvia A.____ mit Verfügung vom 21. September 1995 eine Komplementärrente im Umfang von 
monatlich Fr. 3‘253.- sowie eine Integritätsentschädigung von 40% zu. Diese Verfügung ist in 
Rechtskraft erwachsen.  
 
B. Im Rahmen eines Revisionsverfahrens, welches die IV-Stelle von Amtes wegen einlei-
tete, wurde das zunächst von der IV-Stelle eingeholte Gutachten samt ergänzender Stellung-
nahme vom Regionalen Ärztlichen Dienst beider Basel (RAD) nicht als geeignete Entscheid-
grundlage befunden. In der Folge beauftragte die IV-Stelle die D.____ mit einer stationären Ab-
klärung. Nachdem der RAD auch das Gutachten der D.___ beanstandet hatte, holte die IV-
Stelle ein weiteres psychiatrisches Gutachten ein. Die gegen die gestützt darauf ergangene 
Verfügung geführte Beschwerde hiess das Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) mit Urteil vom 10. Mai 2012 gut. Es ent-
schied, dass bei im Wesentlichen gleich gebliebener Diagnose und Symptomatik, keine wesent-
liche Veränderung des Gesundheitszustandes erstellt sei. Hinsichtlich des Gutachtens der 
D.____ befand das Gericht, dass dieses umfassend und schlüssig sei und von weiteren Abklä-
rungen keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten seien. Entsprechend sei die Einholung 
eines weiteren Gutachtens nicht geboten.  
 
C. Im Mai 2013 leitete auch die Allianz ein Revisionsverfahren ein. Gestützt auf das von 
der IV-Stelle eingeholte Gutachten der D.____, stellte sie mit Verfügung vom 30. August 2013 
die Leistungen rückwirkend auf den 30. Juni 2013 ein. Zur Begründung führte sie an, dass die 
leistungszusprechende Verfügung vom 21. September 1995 insofern zweifellos unrichtig sei, 
als der versicherte Verdienst falsch berechnet worden sei, mit der Folge, dass zu hohe Renten-
leistungen ausbezahlt worden seien. Demzufolge sei ein Wiedererwägungsgrund gegeben. 
Überdies sei auch ein Revisionsgrund gegeben, da bezüglich der unfallkausalen Beschwerden 
eine Besserung des Gesundheitszustandes eingetreten sei. Es sei der Status quo sine einge-
treten, so dass die aktuellen Beschwerden nicht mehr natürlich kausal auf das Unfallereignis 
zurückzuführen seien. Dessen ungeachtet fehle es zweifellos an der Adäquanz des aktuellen 
Beschwerdebildes. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Allianz mit Ein-
spracheentscheid vom 1. September 2014 ab. Dabei führte sie im Wesentlichen aus, dass zwar 
kein Wiedererwägungsgrund vorliege, da der versicherte Verdienst zum damaligen Zeitpunkt 
vergleichsweise festgelegt worden sei. Indessen liege aber ein Revisionsgrund vor, da sich der 
Gesundheitszustand der Versicherten seit der Rentenzusprache erheblich verschlechtert habe. 
Demnach könne der Rentenanspruch umfassend neu überprüft werden. Die Frage nach dem 

 
 
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natürlichen Kausalzusammenhang könne offen bleiben, da das Kriterium der Adäquanz zweifel-
los zu verneinen sei. Dies weil der Unfall grundsätzlich als leichter Bagatellunfall zu qualifizieren 
sei. Selbst wenn von einem mittelschweren Unfall auszugehen wäre, ergebe die Adäquanzprü-
fung nach BGE 115 V 133, dass keines der erforderlichen Kriterien erfüllt sei.  
 
D. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokatin Kathrin Bichsel, am 
2. Oktober 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte sie, in Aufhebung des an-
gefochtenen Einspracheentscheids vom 1. September 2014 seien ihr weiterhin ab 1. Juli 2013 
die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventualiter sei festzustellen, dass die Versiche-
rungsleistungen erst per 1. Oktober 2013 eingestellt werden könnten; alles unter o/e-
Kostenfolge. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass das Unfallereignis sehr 
eindrücklich und äusserst traumatisierend gewesen sei, weshalb von einem mittelschweren 
Unfall auszugehen sei. Die Frage könne indessen offen bleiben, da sich ihr Gesundheitszu-
stand nicht wesentlich verschlechtert habe. Vielmehr ergebe sich anhand eines Vergleichs zwi-
schen den ärztlichen Beurteilungen im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache und den 
aktuellen ärztlichen Beurteilungen, dass keine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades er-
stellt sei. Entsprechend sei eine Revision der Rente nicht zulässig.  
 
E. Mit Vernehmlassung vom 22. Dezember 2014 beantragte die Allianz die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in Liestal, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 2. Oktober 2014 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versiche-
rungsleistungen zu Recht mit Einspracheentscheid vom 1. September 2014 rückwirkend per 
Ende Juni 2013 eingestellt hat. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Er-
lass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 1. September 2014 entwickelt hat. Dieser 

 
 
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Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbe-
fugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Nach der Legaldefinition von 
Art. 4 ATSG gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines un-
gewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 
körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Ist die versicherte Person 
infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenren-
te (Art. 18 Abs. 1 UVG).  
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG).  
 
3.3 Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80 Prozent des versicherten Verdienstes; 
bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG). Hat der versicherte An-
spruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (IV) oder auf eine Rente der Alters- und Hin-
terlassenenversicherung (AHV) so wird ihm gemäss Art. 20 Abs. 2 UVG eine Komplementärren-
te gewährt; diese entspricht der Differenz zwischen 90 Prozent des versicherten Verdienstes 
und der Rente der IV oder der AHV, höchstens aber dem für Voll- oder Teilinvalidität vorgese-
henen Betrag (Satz 1). Die Komplementärrente wird beim erstmaligen Zusammentreffen der 
erwähnten Renten festgesetzt und lediglich späteren Änderungen der für Familienangehörige 
bestimmten Teile der Rente der IV oder AHV angepasst (Satz 2). Nach Abs. 3 desselben Arti-
kels erlässt der Bundesrat nähere Vorschriften, namentlich über die Berechnung der Komple-
mentärrenten in Sonderfällen, von welcher Rechtsetzungskompetenz er in Art. 31 ff. UVV Ge-
brauch gemacht hat.  
 
3.4 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – 
voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausalzu-
sammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 

 
 
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Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, zu deren Beantwortung die rechtsanwenden-
de Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – auf ärztliche Erkenntnisse ange-
wiesen sind. Für den Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt der im Sozial-
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 
125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu-
sammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen 
Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge-
richt zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 
 
3.5 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist darauf hinzuweisen, dass der Sozialversicherungs-
prozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist. Danach haben der Sozialversicherer und 
das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 
Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Kor-
relat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je 
mit weiteren Hinweisen). Wegen der Massgeblichkeit des Untersuchungsgrundsatzes entfällt im 
Sozialversicherungsrecht eine Beweisführungslast. Immerhin tragen die Parteien im Sozialver-
sicherungsverfahren eine dahingehende Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten will (BGE 121 V 208 E. 6a, 115 V 133 E. 8a). 
 
4.1 Wie eingangs erwähnt, hat die Allianz die mit Verfügung vom 21. September 1995 in-
folge eines Rückfalles, in erster Linie aufgrund psychischer Gesundheitsbeeinträchtigungen, 
zugesprochene Komplementärrente im Rahmen eines von Amtes wegen eingeleiteten Revisi-
onsverfahrens mit Verfügung vom 30. August 2013 unter Verweis auf einen Wiedererwägungs- 
bzw. Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 bzw. Art. 17 Abs. 1 ATSG aufgehoben. Im 
angefochtenen Einspracheentscheid vom 1. September 2014 hat sie erwogen, dass zwar kein 
Wiedererwägungsgrund gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG vorliege, da die ursprüngliche Verfügung 
nicht zweifellos unrichtig gewesen sei, wohl aber ein Revisionsgrund im Sinne von 
Art. 17 ATSG gegeben sei. 
 
4.2. Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG ist die Verwaltung befugt auf formell rechtskräftige Ver-
fügungen oder Einspracheentscheide zurückzukommen, wenn die ursprüngliche Leistungszu-
sprechung zweifellos unrichtig war und ihrer Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die 
Frage nach der zweifellosen Unrichtigkeit als Voraussetzung für die Wiedererwägung ist ge-
mäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach der Sach- und Rechtslage zu beur-

 
 
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teilen, die zum Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestand (vgl. BGE 125 V 389 
E. 3 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die wiedererwä-
gungsweise Aufhebung einer Invalidenrente nur bei Unvertretbarkeit der ursprünglichen Ren-
tenzusprache erfolgen. Voraussetzung bildet, dass nur ein einziger Schluss – derjenige auf die 
Unrichtigkeit der Verfügung - möglich ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_181/2010 vom 
12. August 2010 E. 3 und 8C_512/2008 vom 14. Januar 2009 E. 6.1 mit Hinweisen). Das Erfor-
dernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn die gesetzeswidrige Leis-
tungszusprechung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde oder 
wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. 
 
4.3 Dass ein Zurückkommen auf den damals vergleichsweise festgelegten versicherten 
Verdienst vorliegend mangels zweifelloser Unrichtigkeit desselben ausser Betracht fällt, hat die 
Beschwerdegegnerin, unter Hinweis auf die massgebende Rechtsprechung, eingehend darge-
legt. Darauf kann verwiesen und entsprechend auf eine weitere Auseinandersetzung mit den 
Vorbringen der Parteien zu diesem Punkt verzichtet werden (vgl. den Einspracheentscheid vom 
1. September 2014, S. 4).  
 
5. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist einzig, ob die erforderlichen Voraussetzungen 
für eine revisionsweise Überprüfung bzw. Aufhebung der Rente im Sinne von Art. 17 ATSG 
erfüllt sind. 
 
5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszu-
standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich 
die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen).  
 
5.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf ei-
ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von 
revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfol-
gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv 
nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens 
(vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Urteil des Bundesgerichts vom 
29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 

 
 
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(BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend sprach die Allianz der 
Versicherten mit Verfügung vom 21. September 1995 eine Komplementärrente auf der Basis 
eines vergleichsweise vereinbarten Invaliditätsgrades von 75% ab 1. September 1995 zu. Im 
Rahmen des vorliegend strittigen, im Mai 2013 von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsver-
fahrens zog die Allianz die Akten der IV-Stelle, namentlich das anlässlich deren Revisionsver-
fahren eingeholte Gutachten der D.____, bei und überprüfte daraufhin insbesondere die er-
werblichen Verhältnisse der Versicherten. Gestützt auf die Ergebnisse zu denen die Gutachter 
gelangt waren, stellte die Allianz mit Verfügung vom 30. August 2013 die Leistungen rückwir-
kend per Ende Juni 2013 ein. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis 
zum Erlass des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheides vom 1. September 2014 al-
lenfalls eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionswei-
se Aufhebung der bis anhin ausgerichteten Komplementärrente rechtfertigt, bildet im Lichte der 
vorstehenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung demnach die Situation, wie sie gemäss 
Verfügung vom 21. September 1995 bestand. 
 
5.4. Bei der Rentenanpassung infolge Änderungen des Gesundheitszustandes sind dieje-
nigen Änderungen massgebend, welche die versicherte Gesundheitsschädigung betreffen. Ver-
langt wird eine Veränderung des auf die gleiche medizinische Ursache zurückzuführenden Ge-
sundheitsschadens (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009 
Art. 17 Rz. 17). Vor dem Hintergrund der gemachten Ausführungen (vgl. E. 3.4 hiervor), wonach 
die Leistungspflicht des Unfallversicherers unter anderem voraussetzt, dass zwischen dem 
schädigenden Ereignis und der gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht, kann im unfallversicherungsrechtlichen Revisionsverfahren entsprechend – anders als 
im Rahmen von Revisionen der Invalidenversicherung – eine Revision nur zulässig sein, wenn 
in Bezug auf die unfallkausalen Gesundheitsschäden eine tatsächliche Veränderung der ge-
sundheitlichen Verhältnisse im Sinne einer Besserung oder Verschlechterung eingetreten ist 
(vgl. hierzu auch Urteil des EVG vom 5. Juni 2003, U 38/01, E. 5.2 ff.).  
 
6.  Im Folgenden ist demnach zu prüfen, ob die erforderlichen Voraussetzungen im Sinne 
einer massgeblichen Veränderung der unfallkausalen Gesundheitsbeeinträchtigungen seit der 
am 21. September 1995 erfolgten Rentenzusprache vorliegen, so dass eine revisionsweise 
Aufhebung der Rente gemäss Art. 17 ATSG zulässig war. 
 
6.1.1 Aus der medizinischen Aktenlage lässt sich entnehmen, dass sich die Allianz im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 21. September 1995 zur Beurteilung des Ge-
sundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten massgeblich auf das neurologi-
sche Gutachten von Dr. med. E.____, FMH Neurologie, vom 3. Dezember 1994 sowie auf die 
psychiatrische Beurteilung von PD Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
21. September 1994 stützte. Die Gutachter stellten darin mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
die Diagnose einer Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10: F40.01), welche von rezidivieren-
den, teils schweren depressiven Episoden (ICD-10: F33.2) unterlagert sei. Aus psychiatrischer 
Sicht wurde hierzu festgehalten, dass der seelische Gesundheitszustand der Versicherten prak-
tisch ausschliesslich durch den Unfall vom 15. Dezember 1988 beeinflusst worden sei und die 
auf den Unfall folgenden Angstzustände, das phobische Vermeidungsverhalten sowie die sich 

 
 
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entwickelten Depressionen kausal auf dieses Ereignis zurückzuführen seien. In Bezug auf die 
organisch-pathologischen Befunde hielt Dr. E.____ fest, dass diese fünf bis sechs Jahre nach 
dem Unfall nur noch sehr spärlich auszumachen seien. Es bestehe nur noch ein leichtes Cervi-
calsyndrom bei einem Status nach HWS-Distorsion. Überdies bestünden leichte Hirnleistungs-
störungen mit vermehrter Ermüdbarkeit. Insgesamt sei bezüglich dieser Reststörungen von ei-
ner Integritätseinbusse von circa 20% auszugehen. Bezüglich der psychopathologischen Symp-
tomatik sei den im psychiatrischen Gutachten gemachten Ausführungen von Dr. F.____ zufolge 
von einer Arbeitsfähigkeit von 75% in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen. In der 
angestammten Tätigkeit als Krankenschwester bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100%.  
 
6.1.2 Gestützt auf die Ergebnisse dieser medizinischen Berichte sprach die Allianz der Be-
schwerdeführerin mit Verfügung vom 21. September 1995 auf der Basis eines vergleichsweise 
vereinbarten Invaliditätsgrades von 75% eine Komplementärrente im Umfang von monatlich 
Fr. 3‘253.- zu. 
 
6.2 Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Revisionsverfahren zog die Allianz zur Ab-
klärung des massgeblichen medizinischen Sachverhalts und der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit das durch die IV-Stelle in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten der D.____ bei. Darin 
diagnostizierten die Gutachter bei der Versicherten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
Neurasthenie (ICD 10: F48.0). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie unter 
anderem einen Status nach chronischem cervikovertebralem Syndrom nach Halswirbelsäulen-
kontusion am 15. Dezember 1988. In ihrem Bericht führten die Gutachter aus, dass die Neuras-
thenie durch den Unfall am 15. Dezember 1988 und den daraus resultierenden Stress deutlich 
sichtbar geworden sei. Es sei jedoch anzunehmen, dass die Prädisposition zur Entwicklung der 
Neurasthenie bereits vorher bestand. Bezüglich der durch Dr. F.____ bzw. Dr. E.____ im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenzusprache gestellten Diagnose der Panikstörung mit Agora-
phobie (ICD-10: F40.01), welche von rezidivierenden, teils schweren depressiven Episoden 
(ICD-10: F33.2) unterlagert ist, hielten die Gutachter fest, dass sie diese nicht bestätigen könn-
ten. Die depressiven Symptome seien bei der Patientin nicht anhaltend und schwer genug, um 
die Kriterien einer depressiven Störung zu erfüllen. Die Angstsymptomatik und das Vermei-
dungsverhalten seien vielmehr im Rahmen der Neurasthenie und nicht als eigenständige affek-
tive Störung zu sehen. Hingegen erachteten die Gutachter, die in früheren medizinischen Be-
richten gestellten Diagnosen der Erschöpfungsdepression sowie der ausgeprägten depressiven 
Neurose mit angstneurotischen Momenten und Somatisierungstendenzen, welche massgebli-
che Grundlage für die Zusprechung der ganzen Rente durch die IV-Stelle mit Verfügung vom 
29. Oktober 1993 bildeten, als zutreffend (vgl. hierzu das Urteil des Kantonsgerichts 720 11 393 
/ 127 vom 10. Mai 2012, E. 4.2). Die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pfle-
gefachfrau bestehe weiterhin. Die Arbeit als Beraterin, welche sie auch in geschütztem Rahmen 
ausführen könnte, sei für 2-3 Stunden pro Woche vorstellbar.  
 
7.1 Die Allianz stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der 
Frage, ob seit der Zusprache der Komplementärrente mit Verfügung vom 21. September 1995 
eine anspruchserhebliche Änderung in den gesundheitlichen Verhältnissen eingetreten ist, voll-
umfänglich auf das Gutachten der D.____. Anhand dieser Grundlage und eines Vergleichs zwi-

 
 
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schen der aktuellen Beurteilung und der Beurteilung im Zeitpunkt der Rentenzusprache hat sie 
insbesondere gestützt auf die unterschiedliche Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
erwogen, dass sich daraus eine in unfallversicherungsrechtlicher Hinsicht wesentliche Verände-
rung des Gesundheitszustandes ergebe. So sei dem Gutachten der D.____ zu entnehmen, 
dass die Arbeit als Beraterin für 2-3 Stunden pro Woche zumutbar sei. Dies entspreche einer 
Arbeitsfähigkeit von 5%. Im Vergleich zur gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit von 25% im 
Jahre 1995 habe sich die Arbeitsfähigkeit um mindestens 20% verändert, womit eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes erstellt sei und ein Revisionsgrund gemäss 
Art. 17 ATSG vorliege. Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, 
dass sich ihr Gesundheitszustand nicht verändert habe. Die verbleibende zumutbare Arbeitsfä-
higkeit sei im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache nie definitiv festgelegt worden, 
weshalb die von der Allianz behauptete Reduktion der Arbeitsfähigkeit von 25% auf 5% nicht 
belegt sei. Divergierende Diagnosen allein bei unveränderter Arbeitsunfähigkeit würden aber 
noch keinen Revisionsgrund darstellen. Insgesamt sei es der Allianz demnach nicht gelungen, 
einen solchen nachzuweisen. 
 
7.2 Den Ausführungen der Beschwerdegegnerin, wonach gestützt auf das Gutachten der 
D.____ eine Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten sei und damit ein Revisions-
grund vorliege, der eine allseitige Prüfung des Rentenanspruchs pro futuro ermögliche, kann 
nicht beigepflichtet werden. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 4.4 hiervor), kann im unfallversiche-
rungsrechtlichen Revisionsverfahren eine Revision nur zulässig sein, wenn in Bezug auf die 
unfallkausalen Gesundheitsschäden eine Veränderung eingetreten ist. Für das Vorliegen eines 
entsprechenden Revisionsgrundes ist der Versicherungsträger beweispflichtig. Er muss eine 
wesentliche Veränderung des Unfallschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachweisen. Wie die Beschwerdeführerin in grundsätzlicher Hinsicht richtig er-
kannte, ist der Beschwerdegegnerin dieser Beweis im vorliegenden Verfahren jedoch misslun-
gen. Die Beschwerdegegnerin verkennt in diesem Zusammenhang, dass irgendeine Verände-
rung in den gesundheitlichen Verhältnissen im Bereich der Unfallversicherung noch kein taugli-
cher Revisionsgrund darstellen kann, sondern diese Veränderung sich auf die unfallkausalen 
Gesundheitsschäden beziehen muss. Insgesamt macht sie gestützt auf ein Gutachten, welches 
für die IV-Stelle erstellt wurde, eine Veränderung des Gesundheitszustandes geltend. Sie stützt 
sich damit auf eine medizinische Beurteilung, die sich nicht spezifisch auf die unfallkausalen 
Unfallschäden beschränkt, sondern sämtliche gesundheitlichen Beeinträchtigungen, somit auch 
die unfallfremden, berücksichtigt. Überdies macht sie zur Begründung der Einstellung der Leis-
tungspflicht keine Verringerung des Unfallschadens im Sinne eines nachträglichen Wegfallens 
der natürlichen Kausalität geltend. Mit anderen Worten legt die Beschwerdegegnerin anhand 
der vorliegenden medizinischen Beurteilungen nicht dar, inwiefern im massgebenden Zeitraum 
der Rentenzusprache Gesundheitsbeeinträchtigungen bestanden haben, die einerseits kausal 
auf das Ereignis vom 15. Dezember 1988 zurückzuführen sind und andererseits im Vergleich 
zur im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache erfolgten Beurteilung im Zeitpunkt des 
Einspracheentscheides vom 1. September 2014 in anspruchserheblicher Weise weggefallen 
sind. Hingegen beurteilt sie die natürliche Kausalität bzw. insbesondere die adäquate Kausalität 
aus heutiger Sicht mit freiem Ermessen. So hält sie unter Hinweis auf mehrere medizinische 
Berichte fest, dass sich die psychiatrischen Experten im damaligen Zeitpunkt über die Frage 

 
 
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nach dem natürlichen Kausalzusammenhang der psychischen Beschwerden uneins gewesen 
seien, diese Frage indessen aber letztlich offen bleiben könne, da es zweifellos an der Adä-
quanz fehle (vgl. den Einspracheentscheid vom 1. September 2014, S. 11). Nach umfassender 
Überprüfung kommt sie diesbezüglich zum Schluss, dass dieses Kriterium hinsichtlich der psy-
chischen Beschwerden nie erfüllt gewesen sei. Im Ergebnis nimmt die Beschwerdegegnerin 
dadurch materiell eine Wiedererwägung vor, ohne dass die Voraussetzungen der zweifellosen 
Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung vorliegen würden, noch dass diese diesbezüglich 
überhaupt vorgebracht werden.  
 
7.3 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhalten, dass 
es der Beschwerdegegnerin nicht gelungen ist, das Vorliegen eines Revisionsgrundes im Sinne 
einer wesentlichen Veränderung der unfallkausalen Gesundheitsbeeinträchtigungen nachzu-
weisen, womit eine erneute Beurteilung des Rentenanspruchs unzulässig ist. Die Frage nach 
der Unfallkausalität braucht mithin nicht weiter überprüft zu werden. Demzufolge ist der ange-
fochtene Einspracheentscheid vom 1. September 2014 in Gutheissung der Beschwerde aufzu-
heben, mit der Folge, dass die bisherigen Rentenleistungen weiterhin an die Beschwerdeführe-
rin auszurichten sind.  
 
8.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-
entschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der 
Beschwerdeführerin machte in ihrer Honorarnote vom 6. August 2014 für das vorliegende Ver-
fahren einen Zeitaufwand von 13.83 Stunden geltend, was sich umfangmässig in Anbetracht 
der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen 
sind zum in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur An-
wendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden 
sind sodann grundsätzlich die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen. Jedoch beträgt der 
Auslagenersatz für Massenkopien gemäss § 15 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte vom 17. November 2003 lediglich Fr. 0.50, weshalb die Auslagenentschädigung 
entsprechend zu kürzen ist. Der Beschwerdeführerin ist eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 3'848.80 (13.83 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 285.10 [154 Kopien à Fr. 0.50 
sowie Fr. 26.80 für Porti und Fr. 1.60 für Telefonie] zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 1. September 2014 wird aufgehoben. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG hat der Beschwer-
deführerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘848.80 (inkl. 
Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen.