# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5457d9c1-55dc-550b-94a7-44455d8cb547
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 26.03.2025 110 2021 177
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-177_2025-03-26.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/177

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 26. März 2025

in der Beschwerdesache zwischen

Frau C.________
Beschwerdeführerin

und

Herrn D.________
Beschwerdegegner 1

Frau E.________
Beschwerdegegnerin 2

Herrn F.________
Beschwerdegegner 3

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt G.________

Herrn H.________
Beschwerdegegner 4

I.________
Beschwerdegegnerin 5

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Köniz, Bauinspektorat, Landorfstrasse 1, 
3098 Köniz

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Köniz vom 31. August 
2021 (Geschäftsnummern 18420-P1n und 18862; Feldabtreppung, Parkplatz, Terrainverlauf,
Betonmauer mit Geräteunterstand, Gartensitzplatz mit Pergola)

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I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführerin ist Eigentümerin der Liegenschaft Köniz Grundbuchblatt Nr. 
M.________ (N.________strasse 1.________). Diese kann u. a. von der N.________strasse her 
über einen öffentlichen Fussweg auf den Parzellen Nrn. P.________, R.________, Q.________ 
und Nr. A.________ erreicht werden. Die Liegenschaft Köniz Grundbuchblatt Nr. P.________ 
(N.________strasse 2.________) ist im Eigentum der Beschwerdegegnerschaft 1-3, der Be-
schwerdegegner 4 ist Eigentümer der Liegenschaft Köniz Grundbuchblatt Nr. Q.________ und die 
Beschwerdegegnerin 5 ist Eigentümerin der Liegenschaft Köniz Grundbuchblatt Nr. R.________. 
Die vierte Liegenschaft ist vom vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht direkt betroffen. Die Pa-
rzellen Nrn. P.________ und R.________ befinden sich in einer Dorfzone, die Parzelle Nr. 
Q.________ befindet sich (im vorliegend relevanten Bereich) in einer Grünzone. Zudem lagen die 
drei Parzellen bis zur letzten Ortsplanungsrevision (Volksabstimmung vom 23. September 2018) 
im Ortsbildschutzgebiet. Seit diese am 1. September 2021 (teilweise) in Kraft getreten ist, befinden 
sich die drei Parzellen nicht mehr im Ortsbildschutzgebiet. Die Beschwerdegegnerschaft 1-3 er-
hielt am 26. Oktober 2011 eine Bewilligung für die Sanierung und den Ausbau des bestehenden 
Wohnhauses. Am 24. November 2012 meldete der Beschwerdegegner 1 die bewilligungskon-
forme Vollendung der Bauarbeiten.

2. Am 21. Juli 2016 teilte die Beschwerdeführerin dem Bauinspektorat der Gemeinde Köniz 
mit, die Beschwerdegegnerschaft 1-3 habe in der vorangehenden Woche baubewilligungspflich-
tige Terrainveränderungen vorgenommen, die ersten zehn Meter des zum öffentlichen Fussweg 
gehörenden Treppenweges auf den Parzellen Nrn. R.________ und Q.________ abgebrochen 
und durch eine äusserst steile Treppe mit aufeinander geschichteten Felsblöcken ersetzt. Zudem 
habe die Beschwerdegegnerschaft 1-3 im Frühling 2016 auf der Parzelle Nr. R.________ einen 
Autoabstellplatz gebaut. Sie habe dazu die Böschung auf der Nordwestseite abgetragen, zurück-
versetzt und mit Felsblöcken stabilisiert. Das flache Terrain sei verbreitert und zwei Spuren mit 
Betonsteinen verfestigt worden. Der neue Autoabstellplatz tangiere den öffentlichen Fussweg. 
Das Bauinspektorat führte am 27. Juli 2016 einen Augenschein durch und stellte den Bau ein. Am 
28. Juli 2016 erliess es eine Baueinstellungsverfügung und gab der Beschwerdegegnerschaft 1-3 
Gelegenheit, bis 2. September 2016 ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. Zudem verfügte 
es Sofortmassnahmen zur Absicherung gegen Unfälle. Am 2. September 2016 ging ein Bauge-
such ein, das den Abbruch und die Neugestaltung des Fussweges auf einer Strecke von circa 
10 m, den Rückbau des Autoabstellplatzes auf Parzelle Nr. R.________ sowie die Erweiterung 
eines Sitzplatzes vorsah. Das Bauinspektorat schickte dieses Gesuch mit Schreiben vom 21. Sep-
tember 2016 zur Verbesserung und Ergänzung zurück. Das verbesserte Baugesuch ging am 
21. Oktober 2016 ein. Das Bauinspektorat teilte den Nachbarinnen und Nachbarn den Eingang 
des Gesuches mit Schreiben vom 7. November 2016 mit und machte sie auf die Einsprachemög-
lichkeit aufmerksam. Am 1. Dezember 2016 wandte sich die Beschwerdeführerin mit einer weite-
ren Eingabe an die Gemeinde und teilte mit, die Beschwerdegegnerschaft 1-3 habe ohne Bewilli-
gung neben der zerstörten Treppe im südwestlichen Bereich der Parzelle Nr. P.________ zwei 
Betonstützmauern gebaut. Zudem habe sie 2015 einige Meter vor dem Sitzplatz des Oberge-
schosses in der Böschung einen Aushub von etwa vier mal vier Meter ausgeführt, die drei Bö-
schungsseiten, die höher als 1.2 m seien, befestigt und ein Metallgerüst für ein Nebengebäude 
errichtet. Auch hier liege ein Verstoss gegen die Baubewilligungspflicht vor. Zudem erhob die Be-
schwerdeführerin am 6. Dezember 2016 Einsprache gegen das Baugesuch. Mit Entscheid vom 
6. Dezember 2017 erteilte die Gemeinde die Baubewilligung.

3. Gegen diesen Bauentscheid erhob die Beschwerdeführerin am 15. Januar 2018 Be-
schwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE; heute Bau- und 

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Verkehrsdirektion des Kantons Bern [BVD]).1 Sie beantragte, die Baubewilligung sei aufzuheben, 
soweit sie nicht bereits wegen Nichtzuständigkeit der Gemeinde von Amtes wegen aufgehoben 
werde, und es sei die Wiederherstellung des rechtmässigen ursprünglichen Zustandes zu verfü-
gen. Bezüglich der zwei ohne Baubewilligung erstellten Betonstützmauern sei die Wiederherstel-
lung des rechtmässigen ursprünglichen Zustandes zu verfügen. Eventuell sei bezüglich «Abbruch 
Fussweg auf einer Strecke von ca. 10 m und Neugestaltung desselben» ein ordentliches Baube-
willigungsverfahren durchzuführen. Subeventuell sei die Baubewilligung aufzuheben und es sei 
der Bauabschlag zu erteilen. In Gutheissung der Beschwerde hob die BVE mit Entscheid vom 
8. Mai 2018 den Bauentscheid der Gemeinde Köniz vom 6. Dezember 2017 auf und wies die Sa-
che zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen zurück an die Gemeinde.

4. Am 22. Juni 2018 verfügte das Bauinspektorat Köniz bezüglich der Stützmauer mit dahin-
terliegendem Blockwurf sowie dem Aushub mit drei befestigen Böschungsseiten im Hang die Wie-
derherstellung des rechtmässigen Zustands und wies auf die Möglichkeit eines nachträglichen 
Baugesuchs hin. Zudem nahm es mit Schreiben vom 22. Juni 2018 das Baugesuchsverfahren (Nr. 
18'420) wieder auf und gab der Beschwerdegegnerschaft Gelegenheit, den Treppenverlauf zu 
überprüfen und gegebenenfalls eine Projektänderung einzureichen. Zudem beteiligte es die Grun-
deigentümerschaft der Parzellen Köniz Grundbuchblatt Nr. Q.________ und Nr. R.________ am 
Verfahren und gab ihnen Gelegenheit, Stellung zu nehmen. Am 12. Juli 2018 reichte die Be-
schwerdegegnerschaft zwei Baugesuche ein, einerseits für das Erstellen einer Aussentreppe, das 
Aufheben eines Parklatzes mit Rasengittersteinen und das Wiederherstellen des alten Terrainver-
laufs (Baugesuch Nr. 18420-P1n), andererseits für die Neugestaltung der Stützmauer mit einem 
integrierten Unterstand für Gartenmaterial und die Neugestaltung des Gartensitzplatzes mit Per-
gola (Baugesuch Nr. 18'862). Das Bauinspektorat veranlasste eine Publikation der beiden Bau-
gesuche im Anzeiger Region Bern. Die Beschwerdeführerin erhob gegen beide Bauvorhaben am 
3. September 2018 bzw. 21. September 2018 Einsprache. Mit Schreiben vom 26. Juni 2019 teilte 
das Bauinspektorat Köniz den Parteien mit, dass es die beiden Baubewilligungsverfahren verei-
nige. Mit Entscheid vom 31. August 2021 erteilte die Gemeinde Köniz der Beschwerdegegner-
schaft 1-3 die Baubewilligung für die Anpassung der bestehenden Feldabtreppung, die Aufhebung 
des Parkplatzes auf der Parzelle R.________ und die Wiederehrstellung des Terrainverlaufs 
(18420-P1n) sowie für die Erstellung der Betonmauer mit Geräteunterstand und die Erstellung des 
Gartensitzplatzes mit Pergola (18862). Zudem verpflichtete sie die Beschwerdegegnerschaft 1-3, 
für die ohne Baubewilligung erstellten Bauteile Treppe (Blocksteinstufen), Autoabstellplatz und L-
förmige Stützmauer mit dahinter liegendem Blockwurf auf den Parzellen P.________, Q.________ 
und B.________ (richtig: R.________) den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen.

5. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 8. Oktober 2021 Beschwerde bei der BVD ein. 
Sie stellt folgende Rechtsbegehren:

«1. Der Entscheid Baubewilligung und Wiederherstellung der Gemeinde Köniz vom 31. August 2021 sei 
aufzuheben, soweit er nicht die Baubewilligung für das Aufheben des Parkplatzes auf Parzelle R.________ 
mit Rückbau und der verfügten Wiederherstellung des rechtmässigen ursprünglichen Zustandes betrifft.

2. Mit Ausnahme der Baubewilligung für das Aufheben des Parkplatzes auf Parzelle R.________ mit 
Rückbau sei für sämtliche Bauvorhaben der Bauabschlag zu erteilen und es sei die Wiederherstellung des 
rechtmässigen ursprünglichen Zustands zu verfügen.

1 Verfahren RA Nr. 110/2018/11

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Eventuell:
3. Der angefochtene Entscheid sei zu kassieren und die Baugesuche mit den Geschäftsnummern 
18420-P1n und 18862 seien zur Behebung der Mängel zurückzuweisen und Publikation sowie öffentliche 
Auflage seien anschliessend zu wiederholen.»

Sie macht insbesondere geltend, die Beschwerdegegnerschaft habe mehrmals ohne Baubewilli-
gung gebaut, die Baugesuche würden offenkundige Mängel aufweisen, die Bekanntmachungen 
seine fehlerhaft gewesen, die Gemeinde habe das Verfahren ungebührlich verzögert, ihr rechtli-
ches Gehör sei mehrfach verletzt worden, der angefochtene Entscheid sei keine Baubewilligung 
für das tatsächlich Gebaute und der rechtmässige ursprüngliche Zustand werde damit nicht wie-
derhergestellt. 

6. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet,2 führte den Schriftenwech-
sel durch und holte die Vorakten ein. In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. November 2021 bean-
tragt die Beschwerdegegnerschaft 1-3 die Abweisung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf 
eingetreten werden könne. In ihrer Beschwerdevernehmlassung vom 11. November 2021 bean-
tragt die Gemeinde Köniz ebenfalls die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten 
werden könne. Sie räumte ein, dass sie der Beschwerdeführerin den Protokollauszug der zweiten 
Beurteilung durch die Bau- und Planungskommission (BPK) nicht zugestellt habe. Der Beschwer-
degegner 4 und die Beschwerdegegnerin 5 verzichteten stillschweigend auf die Einreichung von 
Beschwerdeantworten. Das Rechtsamt zog die Archivakten des Beschwerdeverfahrens RA 
Nr. 110/2018/11 bei und gab der Beschwerdeführerin Gelegenheit, ihre Beschwerde aufgrund der 
Kenntnisnahme des BPK-Protokolls zu ergänzen. Von dieser Möglichkeit machte die Beschwer-
deführerin mit Eingabe vom 10. Januar 2022 Gebrauch. Zudem machte sie von ihrem Replikrecht 
Gebrauch. Mit Eingabe vom 19. August 2022 nahm die Beschwerdeführerin zudem Stellung zur 
Kostennote des Rechtsanwalts der Beschwerdegegnerschaft 1-3. 

7. Auf die Rechtsschriften und die Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Bauentscheid, der (teilweise) im Rahmen eines Wiederherstellungsver-
fahrens im Sinn von Art. 46 Abs. 2 BauG3 ergangen ist, sowie die damit verbundene Wiederher-
stellungsverfügung. Dieser Entscheid kann mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden 
(Art. 40 Abs. 1 und Art. 49 Abs. 1 BauG). Die BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zu-
ständig. Die Beschwerdeführerin hat sich als Eigentümerin von Nachbarparzellen zulässigerweise 
als Anzeigerin am baupolizeilichen Verfahren und als Einsprecherin am Baubewilligungsverfahren 
beteiligt (Art. 40 Abs. 2 und Art. 46 Abs. 2 Bst a i.V.m. Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG), ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung oder Änderung (Art. 65 Abs. 1 VRPG4). Die Beschwerde ist innert der Rechtsmittelfrist 

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

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eingereicht worden (Art. 40 Abs. 1 und Art. 49 Abs. 1 BauG). Die Bestimmungen über die Form 
sind eingehalten (Art. 32 Abs. 2 VRPG).

b) Die Beschwerdeführerin weist in ihrer Replik drauf hin, dass die Anwaltskanzlei, die die In-
teressen der Beschwerdegegnerschaft 1 – 3 vertrete und somit auch jene der Gemeinde und ge-
gen den Ortsbild- und Landschaftsschutz, habe im Widerspruch dazu mit einem gutbezahlten 
Mandat auch schon für sie gearbeitet und gerade gegenteilige Interessen vertreten: gegen die 
Gemeinde und für den Landschaftsschutz und die Walderhaltung. Die Beschwerdeantwort sei 
folglich in der vorliegenden Sache unglaubwürdig. Die Anwaltskanzlei stelle mit ihrem Verhalten 
überdies ihre Vertrauenswürdigkeit in Frage. Es ist unklar, was die Beschwerdeführerin damit rü-
gen will. Sollte sie damit ein disziplinarisches Fehlverhalten des Rechtsvertreters der Beschwer-
degegnerschaft 1-3 geltend machen wollen, wäre nicht die BVD, sondern die Anwaltsaufsichts-
behörde zuständig (vgl. Art. 12 Bst. b KAG5). Sollte sie damit rügen wollen, der Rechtsvertreter 
der Beschwerdegegnerschaft 1-3 befinde sich ihr gegenüber in einem Interessenkonflikt, weshalb 
er die Beschwerdegegnerschaft 1-3 nicht vertreten dürfe, gilt Folgendes: Verletzt eine Anwältin 
oder ein Anwalt die Berufsregeln nach Art. 12 BGFA6, sind die Folgen nicht auf das Disziplinar-
recht beschränkt. Vielmehr kann ihr oder ihm die Befugnis zur Prozessvertretung im Einzelfall 
untersagt werden. Für ein derartiges Vertretungsverbot ist die mit der Sache befasste Verwal-
tungs- oder Verwaltungsjustizbehörde, vorliegend also die BVD, zuständig.7 Die umfassende 
Treue- und Unabhängigkeitspflicht verbietet den Anwältinnen und Anwälten insbesondere die 
Doppelvertretung. Sie dürfen nicht in ein und derselben Streitsache Parteien mit gegenläufigen 
Interessen vertreten, weil sie sich in diesem Fall weder für die eine noch für die andere Partei voll 
einsetzen können. Eine unzulässige Doppelvertretung muss nicht zwingend das gleiche formelle 
Verfahren oder allfällige mit diesem direkt zusammenhängende Nebenverfahren betreffen. Es 
genügt, wenn zwischen zwei Verfahren ein Sachzusammenhang besteht. Dabei ist grundsätzlich 
unerheblich, ob das erste, den gleichen Sachzusammenhang betreffende Verfahren bereits be-
endet oder noch hängig ist, zumal die anwaltliche Treuepflicht in zeitlicher Hinsicht unbeschränkt 
gilt. In persönlicher Hinsicht ist das Verbot von Doppelvertretungen nicht auf Verfahren begrenzt, 
zwischen denen ein Sachzusammenhang besteht, sondern erfasst überhaupt jede Form von sich 
widersprechenden Interessen.8 Allein der Umstand, dass der Rechtsvertreter der Beschwerde-
gegnerschaft 1-3 vor gut 20 Jahren in einer anderen Streitsache für die Beschwerdeführerin tätig 
war, führt zu keinem Interessenkonflikt im Sinne von Art. 12 Bst. c BGFA. Zwischen den beiden 
Verfahren besteht kein sachlicher Zusammenhang. Auch hinsichtlich der beteiligten Parteien sind 
die Voraussetzungen für eine Doppelvertretung nicht gegeben. Der Rechtsvertreter der Beschwer-
degegnerschaft 1–3 ist gehörig bevollmächtig und damit ohne Weiteres zu deren Vertretung be-
fugt.

c) Das Beschwerdeverfahren ist auf den Streitgegenstand begrenzt. Diesen bezeichnen die 
Parteien mit ihren Anträgen innerhalb des Rahmens, den der angefochtene Akt, das sogenannte 
Anfechtungsobjekt, vorgibt. Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens 
nicht erweitern, sondern nur einschränken.9 Anfechtungsobjekt ist der Entscheid der Vorinstanz 
vom 31. August 2021. Soweit er die Baubewilligung für die Aufhebung des Parkplatzes auf Par-
zelle Nr. R.________ und den damit verbundenen Rückbau betrifft, wurde er nicht angefochten 
und ist damit in Rechtskraft erwachsen. Die Baueinstellungsverfügungen vom 28. Juli 2016 und 
vom 24. Juli 2020 sind in Rechtskraft erwachsen und bilden nicht Streitgegenstand. Soweit die 

5 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11)
6 Bundesgesetz vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA; 
SR 935.61).
7 Vgl. Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 15 N. 31; BVR 2015 S. 581 E. 3.1
8 BGer 2C_865/2022 vom 12. Dezember 2023 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen; VGE 2020/144 vom 16. August 2021 E. 
2.2 mit weiteren Hinweisen
9 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 ff.

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Beschwerdeführerin bemängelt, die Vorinstanz habe in diesem Rahmen keine Wiederherstel-
lungsverfügungen erlassen, weshalb ein Verstoss gegen Art. 46 Abs. 2 BauG vorliege, kann nicht 
auf die Beschwerde eigetreten werden. Auch die Anzeige zuhanden der Baupolizeibehörde Köniz 
gegen die Beschwerdegegnerschaft 1-3 betreffend Weiterbauen am Bauvorhaben Gartensitzplatz 
mit Pergola trotz Baustopp und laufendem Baubewilligungsverfahren liegt ausserhalb des Streit-
gegenstands. Insoweit kann nicht auf die Beschwerde eingetreten werden.

d) Die Beschwerdeführerin macht geltend, es liege ein mehrfach erfüllter Straftatbestand nach 
Art. 50 BauG vor, weshalb gegen die Bauherrschaft Strafanzeige zu erstatten sei. Darauf habe 
die Gemeinde bisher aus unerfindlichen Gründen verzichtet. Bei Art. 50 ff. BauG handelt es sich 
um kantonales Verwaltungsstrafrecht im Sinn von Art. 335 Abs. 2 StGB10. Vorgesehen ist unter 
anderem, dass Kanton und Gemeinden im Strafverfahren Parteirechte ausüben und auch hin-
sichtlich des Strafmasses appellieren können (vgl. Art. 52 Abs. 3 BauG). Hingegen statuiert das 
Baugesetz keine ausdrückliche Anzeigepflicht der Baupolizeibehörde. Im Interesse einer wirksa-
men und nachhaltigen Durchsetzung des öffentlichen Rechts sollten diese jedoch zumindest grö-
bere oder wiederholte Verstösse gegen die baurechtliche Ordnung zur Anzeige bringen.11 Die 
Frage, ob die Vorinstanz im vorliegenden Fall zu Recht darauf verzichtet hat, ist aufsichtsrechtli-
cher Natur. Mangels Aufsichtsfunktion über die kommunalen Baupolizeibehörden (vgl. Art. 45 
Abs. 1 BauG) ist die BVD in dieser Hinsicht nicht zuständig. Zudem steht der Beschwerdeführerin 
ein Anzeigerecht an die Strafverfolgungsbehörde zu (Art. 301 Abs. 1 StPO12); davon hat sie 
gemäss Vorakten auch Gebrauch gemacht.13 Insofern ist nicht erkennbar, welches schutzwürdige 
Interesse sie an dieser Rüge hat (vgl. Art. 50 Abs. 2 VRPG). Folglich kann insoweit nicht auf die 
Beschwerde eingetreten werden.

e) Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihre Einsprachen vom 3. und 21. September 2018 
seien jahrelang liegengeblieben. Die Vorinstanz habe drei Jahre für den Erlass der nun angefoch-
tenen Verfügung gebraucht. Es liege folglich ganz offensichtlich eine Rechtsverzögerung vor. Von 
einer Rechtsverzögerung wird namentlich dann gesprochen, wenn die zum Handeln verpflichtete 
Behörde ein Verfahren ungebührlich verschleppt und damit gegen das sogenannte Beschleuni-
gungsgebot verstösst.14 Das Verzögern einer Verfügung gilt als Verfügung, weshalb dagegen Be-
schwerde geführt werden kann (Art. 49 Abs. 2 i.V.m. Art. 60 Abs. 1 Bst. a VRPG). Allerdings hat 
die Vorinstanz die beiden Einsprachen der Beschwerdeführerin behandelt und über die (teilweise 
nachträglichen) Baugesuche sowie über die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ent-
schieden. Da das Baubewilligungs- und Wiederherstellungsverfahren vor der ersten Instanz ab-
schlossen worden ist, hat die Beschwerdeführerin kein aktuelles Rechtsschutzinteresse an der 
Behandlung der Rüge, es liege eine ungebührliche Verzögerung des Verfahrens vor. Insoweit 
kann nicht auf die Beschwerde eingetreten werden.

f) Die Beschwerdeführerin muss darlegen, inwiefern und weshalb sie den angefochtenen Ent-
scheid der Vorinstanz beanstandet. Sie kann eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts, Rechtsverletzungen oder die Unangemessenheit geltend machen (Art. 66 VRPG). 
Auf die Beschwerde ist nur einzutreten, soweit die Beschwerdeführerin entsprechend begründete 
Rügen gegen den Entscheid der Gemeinde vorbringt. Anfechtbar ist grundsätzlich nur das Dispo-
sitiv (die Verfügungsformel) einer Verfügung. Nur dieses wird rechtswirksam und entfaltet Bin-
dungswirkung für die am Verfahren Beteiligten. Andere Verfügungsbestandteile wie die Darstel-

10 Schweizerisches Strafgesetzbuch vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 311.0)
11 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 50 N. 3
12 Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0)
13 Vgl. Vorakten «Baugesuch 18'420, Beschwerdeakten RA Nr. 195/2016/4», Register 5 (Staatsanwaltschaft; Strafver-
fahren)
14 Markus Müller, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 96

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lung des Sachverhalts oder die Erwägungen können hingegen nicht angefochten werden.15 Die 
Beschwerdeführerin bemängelt unter anderem die Darstellung des Sachverhalts im angefochte-
nen Entscheid. Sie macht insbesondere geltend, aus der langen und trotzdem unvollständigen 
Liste sei auf den ersten Blick nicht ersichtlich, worum es in der Sache gehe. Ob und wenn ja 
inwieweit sie damit eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts rügen will, ist ungewiss. Die Beschwerdeführerin bemängelt weiter einen Wirrwarr bei den 
Baupublikationen. Es ist unklar, was sie damit rügen will. Die beiden Baugesuche wurden unbe-
stritten publiziert. Aufgrund einer Rückmeldung der Beschwerdeführerin wurde zudem die Veröf-
fentlichung des einen Gesuchs mit entsprechend angepasstem Wortlaut wiederholt. Die Be-
schwerdeführerin konnte ihre Rechte im vorinstanzlichen Verfahren wahrnehmen. Mangels hin-
reichend substantiierter Rügen ist auf die Beschwerde in diesen Punkten nicht einzutreten.

2. Parteistellung

a) In ihrer Replik bemängelt die Beschwerdeführerin, dass im vorliegenden Verfahren nicht nur 
die Beschwerdegegnerschaft 1-3, sondern auch der Beschwerdegegner 4 und die Beschwerde-
gegnerin 5 als Partei am Verfahren beteiligt wurden. Die BVD habe jedoch nicht differenziert. Das 
Baugesuch mit der Geschäftsnummer 18 862 (Betonmauer mit Geräteunterstand und Gartensitz-
platz) betreffe nur die Parzelle der Beschwerdegegnerschaft 1-3. Dieses bunte Gemisch von Ei-
genparzelle und Fremdparzellen, mit den neuen, zusätzlichen Beschwerdegegnern 4 und 5, von 
verschiedenen Bauvorhaben, von Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, von Bauvor-
haben neu und nachträglichem Baugesuch würden zeigen, wie absurd das Vorgehen der Ge-
meinde in der Sache des vielfältigen und mehrfachen Bauens ohne Baubewilligung der Beschwer-
degegnerschaft 1-3 sei. Im sechsten Jahr nach der skrupellosen Zerstörung der Naturtreppe durch 
ihre Parzellennachbarn habe sie es als Einzelperson nun bereits mit sechs Gegnern zu tun. 

b) Im Verwaltungsverfahren gilt als Partei, wer von der zu erlassenden Verfügung besonders 
berührt und in schutzwürdigen Interessen betroffen ist und am Verfahren teilnimmt oder daran 
beteiligt wird (Art. 12 Abs. 1 VRPG). Im Beschwerdeverfahren ist u.a. Partei, wer bereits vor der 
Vorinstanz Parteirechte ausübte und dies weiterhin tun will (sog. formelle Beschwer; Art. 12 Abs. 2 
Bst. a VRPG). Verwaltungsverfahren werden entweder auf Gesuch hin oder von Amtes wegen 
eröffnet (Art 16 Abs. 1 VRPG). Hauptparteien sind dementsprechend die Gesuchstellerin oder der 
Gesuchsteller, allfällige Gesuchsgegnerinnen und Gesuchsgegner sowie allgemein alle Personen, 
die hinreichend in ihren schutzwürdigen Interessen betroffen sind.16 Wer die Stellung einer not-
wendigen Partei hat, weil die Rechtsbeziehung zum Gemeinwesen geregelt werden muss, ist 
zwingend als Partei zu beteiligen und kann sich dem Verfahren nicht entziehen. Notwendige Par-
tei ist in der Regel die Privatperson, die ein Verfahren mit ihrem Gesuch auslöst (z. B. Baugesuch) 
oder die von der Behörde ins Recht gefasst wird. Letzteres gilt insbesondere auch für Personen, 
gegen die eine Anordnung nötigenfalls vollstreckt werden muss (z. B. Grundeigentümerschaft und 
Störer bei polizeiwidrigen Verhältnissen).17 

c) Die Beschwerdegegnerinnen und Beschwerdegegner 1-5 waren im vorinstanzlichen Ver-
fahren als Partei beteiligt, einerseits, weil sie ein (teilweise nachträgliches) Baugesuch gestellt 
hatten, andererseits, weil sie als Verhaltens- bzw. Zustandsstörerinnen und -störer zwingende 
Partei im Wiederherstellungsverfahren waren. Das Vorgehen der Vorinstanz ist daher nicht zu 
beanstanden, sondern entspricht den gesetzlichen Vorgaben. Da die Beschwerdeführerin die 

15 Vgl. Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 10; Markus Müller, in Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 8
16 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 12 N. 3
17 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 12 N. 4; BVR 2015 S. 581 E. 3.1

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Baubewilligung und die Wiederherstellungsverfügung der Vorinstanz bei der BVD angefochten 
hat, müssen die Beschwerdegegnerinnen und Beschwerdegegner 1-5 als notwendige Partei zwin-
gend am Beschwerdeverfahren beteiligt werden. Inwieweit eine Differenzierung hinsichtlich der 
Parteistellung der Beschwerdegegnerschaft 1-5 erforderlich sein soll, ist weder dargetan noch 
ersichtlich. Die Rüge der Beschwerdeführerin ist unbegründet.

3. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführerin rügt die mehrfache Verletzung ihres rechtlichen Gehörs. Zum einen 
macht sie eine Verletzung der Begründungspflicht geltend. Sie bemängelt im Wesentlichen, die 
Vorinstanz gehe mit keinem Wort auf die in den Einsprachen ausführlich gerügten Mängel der 
zwei Baugesuche ein, sage nichts zur Abänderung/Überklebung von Originaldokumenten 
während des Auflageverfahrens und zur zweifachen Publikation betreffend Parzelle P.________ 
mit unterschiedlichen Bezeichnungen. Zudem behandle die Vorinstanz ihre Einsprache bezüglich 
der Vorgeschichte nicht, vermische beim Bauvorhaben «Betonmauer mit Geräteunterstand» zwei 
verschiedene Tatbestände miteinander und weise ihre Rüge ohne jegliche Begründung ab, gehe 
nicht auf ihre ausführliche Begründung ein, warum der rechtmässige ursprüngliche Zustand mit 
den beiden Baugesuchen nicht wiederhergestellt werde, und behandle ihr Rechtsbegehren auf 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nicht. Zum anderen macht die Beschwerdeführe-
rin geltend, Berichte der BPK seien ihr nicht zur Stellungahme vorgelegt worden.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt insbesondere, dass die Behörde die Vorbrin-
gen der Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die 
Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG; bezüglich Einspra-
chen: Art. 36 Abs. 2 Bst. c BewD18). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen 
die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen ge-
nannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. 
Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie 
sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.19 Der Anspruch auf rechtli-
ches Gehör umfasst auch das Recht der Parteien, von jedem eingereichten Aktenstück bzw. jeder 
Stellungnahme von Parteien und Behörden Kenntnis zu nehmen und sich dazu äussern zu kön-
nen. Das gilt unabhängig davon, ob diese neue Tatsachen oder Argumente enthalten und ob sie 
die Entscheidbehörde tatsächlich zu beeinflussen vermögen. Die Beteiligten sind deshalb über 
jede Eingabe zu informieren, damit sie Gelegenheit haben, sich dazu zu äussern, wenn sie dies 
als notwendig erachten. Daher sind den Parteien im Baubewilligungsverfahren sämtliche Amts- 
und Fachberichte sowie die Stellungnahmen der Gegenpartei zuzustellen.20 Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör ist ein formeller Anspruch; die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt deshalb 
grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Eine Gehörsverletzung kann aber 
dann geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe Kognition hat wie die Vorinstanz und 
der beschwerdeführenden Person aus der Heilung kein Nachteil erwächst. Eine Heilung kommt in 
erster Linie bei nicht besonders schwerwiegenden Gehörsverletzungen in Frage. Nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung ist aber auch bei schwerwiegenden Gehörsverletzungen eine 
Heilung nicht ausgeschlossen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leer-
lauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen 

18 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
19 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7
20 BGE 138 I 484 E. 2.1, 133 I 100 E. 4.3 ff.; BVR 2009 S. 328 ff. E. 2.4; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum 
Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 38-39 N 9b; Urs Eymann, Das rechtliche Gehör im erst-
instanzlichen Baubewilligungsverfahren, in KPG-Bulletin 2006 S. 47 ff.

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Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären.21 Die Heilung 
des rechtlichen Gehörs ist allenfalls bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen.22

c) Die Beschwerdeführerin rügt in verschiedener Hinsicht eine Verletzung der Begründungs-
pflicht durch die Vorinstanz. Sie übersieht dabei, dass die Behörde sich nicht mit allen Parteistand-
punkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen 
muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die 
aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende grundsätzliche Pflicht der Behörde, ihren Ent-
scheid zu begründen, bedeutet somit nicht, dass sie sich mit jeder tatbeständlichen Behauptung 
und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Sie hat auch nicht die Pflicht, sämtliche 
Argumente zu würdigen. Die Vorinstanz hat den angefochtenen Entscheid eingehend begründet 
und sich in vorbildlicher Weise mit allen wesentlichen Einwänden der Beschwerdeführerin ausein-
andergesetzt. Insbesondere hat sie zu allen 13 Einsprachepunkten eingehend Stellung bezogen 
und ausgeführt, aus welchen Gründen sie diese als unbegründet erachtete bzw. weshalb sie zu 
einem anderen Ergebnis kam als die Beschwerdeführerin. Wie die umfangreiche Beschwerde 
zeigt, war es der Beschwerdeführerin denn auch möglich, den vorinstanzlichen Entscheid sach-
gerecht anzufechten. Ob die Begründung zutrifft, ist im Übrigen keine Frage des rechtlichen 
Gehörs, sondern der materiellen Prüfung. Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich somit als 
unbegründet.

d) Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz zitiere mehrfach aus Berichten der BPK, die ihr 
nicht zur Stellungnahme vorgelegt worden seien. Die Vorinstanz teilt in ihrer Beschwerdevernehm-
lassung mit, der Protokollauszug der ersten Beurteilung der BPK vom 18. Oktober 2019 sei der 
Beschwerdeführerin zugestellt worden. In Ziffer 8.35 des angefochtenen Entscheids sei ein fal-
sches Datum aufgeführt. Richtig müsste dort «am 18.10.2019» stehen. Die Vorinstanz räumt je-
doch ein, dass sie der Beschwerdeführerin den Protokollauszug der zweiten Beurteilung der BPK 
vom 14. Januar 2021 nicht zugestellt hat. Damit hat sie das rechtliche Gehör der Beschwerdefüh-
rerin unbestritten verletzt. Die Gehörsverletzung wiegt jedoch nicht besonders schwer, übernahm 
doch die Vorinstanz den wesentlichen Inhalt der Beurteilung der BPK vom 14. Januar 2021 wort-
wörtlich in den angefochtenen Entscheid. Die Beschwerdeführerin hätte somit bereits in ihrer Be-
schwerde inhaltlich darauf eingehen können. Da die BVD über dieselbe Kognition wie die Ge-
meinde verfügt und sich die Beschwerdeführerin im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zum Do-
kument äussern konnte, kann die Gehörsverletzung geheilt werden.

e) Eine Gehörsverletzung kann einen besonderen Umstand im Sinn von Art. 108 Abs. 1 und 3 
VRPG für ein Abweichen vom Unterliegerprinzip darstellen, wenn sie für die Betroffenen mit einem 
erheblichen Mehraufwand verbunden war.23 Die geheilte Gehörsverletzung betrifft ein Dokument, 
das der Beschwerdeführerin vor Erlass der Verfugung nicht zugestellt wurde. Massgebend für die 
Kostenfrage ist, ob der Beschwerdeführerin durch die Gehörsverletzung ein nennenswerter Mehr-
aufwand entstanden ist. Ein solcher ist nicht erkennbar. Die Beschwerdeführerin erfuhr bereits mit 
der angefochtenen Verfügung der Existenz und dem wesentlichen Inhalt des Dokuments. Sie 
konnte im Rahmen des Beschwerdeverfahrens dazu Stellung nehmen. Dieser Aufwand wäre auch 
ohne Gehörsverletzung angefallen, zumal es als höchst unwahrscheinlich erscheint, dass die Be-
schwerdeführerin auf eine Beschwerde an die BVD verzichtet hätte, wenn sie sich zu diesem 
Dokument bereits vor der Vorinstanz hätte äussern können. Unter diesen Umständen ist die 
Gehörsverletzung im Kostenpunkt nicht zu berücksichtigen.

21 BGE 142 II 218 E. 2.8.1; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 9 bis 11
22 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 21 und 39
23 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 21; BVR 2004 S. 133 E. 3.1

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4. Mängel des Baugesuchs und des vorinstanzlichen Verfahrens

a) Die Beschwerdeführerin beantragt, der angefochtene Entscheid sei zu kassieren und die 
Baugesuche mit den Geschäftsnummern 18420-P1n und 18862 seien zur Behebung der Mängel 
zurückzuweisen und Publikation sowie öffentliche Auflage seien anschliessend zu wiederholen. 
Sie macht insbesondere geltend, das Baugesuch weise offenkundige Mängel auf und sei zur Ver-
besserung zurückzuweisen. Nach der Mängelbehebung seien Publikation und öffentliche Auflage 
zu wiederholen. Der widerrechtliche Bau der Betonstützmauer als Bestandteil der geplanten Aus-
sentreppe (Stützmauer anstelle der abgetragenen Böschung sowie Fundament für Geländer) sei 
im Baugesuch Treppe nicht enthalten. Für den illegal abgebauten Treppenweg und die illegal 
abgebaute Böschung im Bereich dieses Weges sei ein nachträgliches Abbruchgesuch einzurei-
chen. Die Bauvorhaben würden in den Baugesuchen und Baupublikationen unterschiedlich um-
schrieben. Zudem sei die Umschreibung des Bauvorhabens in Mitteilung und Publikation nicht 
klar und aussagekräftig, wie sie das sein sollte, und es fehlten entscheidrelevante Informationen 
zum Baugesuch. Der tatsächliche Hintergrund des Bauvorhabens werde verschleiert, was nicht 
zulässig sei. Das Bauvorhaben «Anpassen der bestehenden Feldabtreppung» hätte nicht publi-
ziert werden dürfen, da ein Gesuch um nachträgliche Baubewilligung nur für das tatsächlich Ge-
baute eingereicht werden könne. 

b) Wie bereits in Erwägung 3 ausgeführt, hat sich die Vorinstanz mit allen Rügen, die die Be-
schwerdeführerin in ihren Einsprachen erhoben hatte, auseinandergesetzt und dargelegt, warum 
sie die Auffassung der Beschwerdeführerin nicht teilt bzw. warum sie die Einsprachen der Be-
schwerdeführerin als unbegründet erachtet. Mit ihren weitschweifigen Ausführungen in der Be-
schwerdeschrift wiederholt die Beschwerdeführerin grösstenteils, was sie bereits im vorinstanzli-
chen Verfahren vorgebracht hat. Sie hält im Wesentlichen an ihrem Standpunkt fest, ohne nach-
vollziehbar darzutun, wieso sie der ausführlichen Stellungahme der Vorinstanz zu ihren Einspra-
chen nicht folgen kann bzw. in welcher Hinsicht sie diese inhaltlich beanstandet. Die Vorinstanz 
hat sich ausführlich mit den zahlreichen Einwänden der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt. 
Ihre Ausführungen sind einleuchtend. Die Vorinstanz legt mit überzeugender Begründung dar, 
warum die Einsprachen der Beschwerdeführerin unbegründet sind. Es kann daher weitgehend auf 
die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, die sich im Wesentlichen als 
zutreffend erweisen. Ergänzend sei Folgendes angemerkt:

c) Was die gerügten offensichtlichen Mängel der Baugesuche betrifft, verweist die Beschwer-
deführerin einzig auf Art. 11 Abs. 1 Bst. d BewD. Danach sind im Baugesuch die Hauptdimensio-
nen der Bauten und Anlagen, ihre Konstruktionsart, die wichtigsten Baumaterialien, Art und Farbe 
der Fassaden und der Bedachung zu bezeichnen. Es trifft zu, dass im Baugesuch für das Erstellen 
einer Aussentreppe Angaben zur Materialisierung fehlen. Allerdings hat die Beschwerdegegner-
schaft dies in ihrer Stellungnahme zur Einsprache vom 5. September 2018 nachgeliefert. Wie die 
Vorinstanz im Übrigen zutreffend ausgeführt hat, enthalten die Baugesuche und die damit einge-
reichten Unterlagen die zur Beurteilung der Bauvorhaben nötigen Angaben. Insbesondere lässt 
sich den Plänen entnehmen, dass ein Teil der L-förmigen Betonstützmauer Gegenstand des Bau-
gesuchs «Anpassung der bestehenden Feldabtreppung» (Baugesuch 18420 bzw. 18429-P1n) 
und der andere Teil Gegenstand des Baugesuchs «Betonmauer mit Geräteunterstand» (Bauge-
such 18862) bildet. Es trifft zwar zu, dass die Baugesuchsunterlagen nicht höchsten Ansprüchen 
zu genügen vermögen. Das wird aber von der Baugesetzgebung auch nicht verlangt. Die Form-
vorschriften von Art. 10 ff. BewD haben keinen blossen Selbstzweck. Das Baugesuch hat das 
Bauvorhaben lediglich in allen für die Beurteilung wesentlichen Punkt zu beschreiben und in Plä-
nen darzustellen. Bei unbedeutenden Vorhaben oder in besonderen Fällen kann die Baubewilli-
gungsbehörde Erleichterungen gewähren und auf einzelne Projektpläne oder Unterlagen verzich-

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ten.24 Es dürfen somit keine überspannten Anforderungen an die Baugesuchsunterlagen gestellt 
werden. Das gilt insbesondere in einem nachträglichen Baubewilligungsverfahren, ist doch dort 
gegebenenfalls zu prüfen, ob das Bauvorhaben wenigstens teilweise bewilligt werden kann.

d) Was die Bekanntmachung betrifft, verlangt die Baugesetzgebung lediglich eine allgemeine 
Umschreibung des Bauvorhabens (Art. 26 Abs. 3 Abs. b BewD). Diese muss zwar aussagekräftig 
sein, es dürfen aber keine überspannten Anforderungen gestellt werden.25 Es wird auch nicht ver-
langt, dass die Umschreibung des Bauvorhabens in der Veröffentlichung oder der Mitteilung an 
die Nachbarschaft identisch ist mit den Angaben, die die Bauherrschaft in der Rubrik «Umschrei-
bung des Bauvorhabens und der vorgesehenen Nutzung» macht. Vielmehr kommt es regelmässig 
vor, dass die Baubewilligungsbehörde für die Bekanntmachung eine davon abweichende Um-
schreibung wählt, die ihrer Auffassung nach aussagekräftiger ist. Es trifft zwar zu, dass für die 
Umschreibung des Bauvorhabens betreffend die Änderung des bestehenden Treppenwegs so-
wohl in der Mitteilung nach Art. 27 BewD im ersten Verfahren als auch in den beiden Veröffentli-
chungen nach Art. 26 BewD im zweiten Verfahren jeweils unterschiedliche Begriffe verwendet 
wurden, was nicht ideal war. Es sind jedoch keine Anhaltspunkte vorhanden, dass potenzielle 
Einsprecherinnen und Einsprechen deshalb davon abgehalten worden wären, Einsprache zu er-
heben. Unabhängig von der gewählten Umschreibung war aufgrund der Ortsangabe erkennbar, 
dass das Bauvorhaben den bestehenden öffentlichen Treppenweg auf dem Grundstück der Be-
schwerdegegnerschafft betraf. Alle Varianten der Umschreibung entsprachen den Anforderungen 
von Art. 26 Abs. 3 Abs. b BewD. Zudem war der Beschwerdeführerin als Anzeigerin bestens be-
kannt, um welche Sache es dabei ging und was der Hintergrund des Bauvorhabens war. Sie kann 
deshalb aus dem bemängelten «Wirrwarr» nichts zu ihren Gunsten ableiten.

e) Es trifft zu, dass die Beschwerdegegnerschaft 1-3 betreffend Feldabtreppung und Beton-
mauer mit Geräteunterstand kein Baugesuch für das tatsächlich Gebaute eingereicht hat. Sie hat 
aber mit ihrem Baugesuch Vorschläge zur Herstellung eines rechtmässigen Zustands gemacht. 
Das ist in Fällen wie dem vorliegenden, wo der rechtmässige Zustand nicht mit der blossen Be-
seitigung des ohne Bewilligung Gebauten hergestellt werden kann, zulässig, muss doch im 
nachträglichen Baubewilligungsverfahren geprüft werden, ob und inwieweit das ohne Baubewilli-
gung ausgeführte Bauvorhaben bewilligt werden kann. Gegebenenfalls ist eine teilweise Bewilli-
gung zu prüfen. Unter Umständen ist sogar Gelegenheit zu geben, ein zweitens, reduziertes 
nachträgliches Baugesuch zu stellen.26 Soweit die Beschwerdeführerin meint, es müsse zwingend 
ein Gesuch für das tatsächlich Gebaute eingereicht werden und andere Gesuche dürften nicht 
publiziert werden, kann ihr daher nicht gefolgt werden.

f) Es trifft zu, dass bei einem Abbruch und Neubau ohne Bewilligung im nachträglichen Bau-
bewilligungsverfahren zu prüfen ist, ob der Abbruch bewilligungsfähig ist. Ist nur für den Neubau 
ein nachträgliches Baugesuch eingereicht worden, ist von Amtes wegen zu prüfen, ob der Abbruch 
bewilligt werden kann.27 Die Vorinstanz war sich dessen bewusst, führte sie doch unter Hinweis 
auf die (bewilligten) Pläne aus, die für die Realisierung des Bauvorhabens nötigen Abbruche seien 
Teil der Baubewilligung. Die Baugesuche für die Anpassung der bestehenden Feldabtreppung 
und für das Erstellen der Betonmauer mit Geräteunterstand umfasse daher implizit auch den damit 
verbundenen Abbruch. 

24 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 
34/34a N. 4 f. und 16
25 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-35c 
N. 8a
26 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 14
27 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 14

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g) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder das Baugesuch noch die Bekanntmachung 
oder das vorinstanzliche Verfahren offensichtliche Mängel aufweisen. Es wurden keine wesentli-
chen Verfahrensgrundsätze derart verletzt, dass die richtige Beurteilung unmöglich oder wesent-
lich erschwert würde (vgl. Art. 40 Abs. 1 VRPG). Der Antrag, der angefochtene Entscheid sei zu 
kassieren und die Baugesuche mit den Geschäftsnummern 18420-P1n und 18862 seien zur Be-
hebung der Mängel und zur Wiederholung der Bekanntmachung zurückzuweisen, ist daher als 
unbegründet abzuweisen.

5. Nachträgliches Baubewilligungs- und Wiederherstellungsverfahren

a) Die Beschwerdeführerin bemängelt das vorinstanzliche (nachträgliche) Baubewilligungs- 
und Wiederherstellungsverfahren. Sie macht insbesondere geltend, nach Art. 46 BauG könne nur 
für das tatsächlich ohne Baubewilligung Gebaute ein Gesuch um nachträgliche Baubewilligung 
eingereicht werden. Im nachträglichen Baubewilligungsverfahren sei zu prüfen, ob der vorerst for-
mell rechtswidrige Zustand im Nachhinein bewilligt werden könne, ansonsten die Wiederherstel-
lung des rechtmässigen Zustandes zu erfolgen habe. Ein Wunschkonzert der fehlbaren Bauherr-
schaft habe der Gesetzgeber in Art. 45 ff. BauG sicher nicht gewollt. Die Beschwerdegegnerschaft 
1-3 habe betreffend Treppe und Betonmauerwinkel kein nachträgliches Baugesuch für das 
tatsächlich Gebaute eingereicht, sondern ein neues Baugesuch für ein anderes Bauvorhaben. 
Damit werde der rechtmässige ursprüngliche Zustand nicht wiederhergestellt. Die Vorinstanz 
handle widerrechtlich, wenn sie im Anschluss an die Baueinstellungsverfügungen keine Wieder-
herstellungsverfügungen erlasse und der Beschwerdegegnerschaft 1-3 Gelegenheit gebe, mehr-
fach neue Vorschläge für die Wiederherstellung einzureichen. Nach Art. 46 Abs. 2 BauG solle 
unmittelbar nach der Baueinstellungsverfügung eine Wiederherstellungsverfügung erlassen wer-
den mit der Möglichkeit, für das ohne Baubewilligung tatsächlich Gebaute ein Gesuch um 
nachträgliche Baubewilligung einzureichen. Es sei nicht im Sinne des Gesetzes, den Bösgläubi-
gen, die ohne Abbruchbewilligung Bauten, Anlagen und Einrichtungen abbrechen, zusätzlich unter 
Schädigung und ohne verfahrensrechtlichen Rechtsschutz Dritter und ohne Baubewilligung eine 
nicht baubewilligungsfähige Baute erstellen würden, mehrere Möglichkeiten zu geben, Vorschläge 
einzureichen, um so ihr illegales Tun vielleicht doch noch legalisieren zu können. Aus diesem 
Grund sei der angefochtene Entscheid aufzuheben.

b) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung 
ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet, 
setzt die Baupolizeibehörde der jeweiligen Grundeigentümerschaft eine angemessene Frist zur 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 
Abs. 1 und 2 BauG). Die Wiederherstellungsverfügung wird aufgeschoben, wenn die oder der 
Pflichtige innert 30 Tagen seit ihrer Eröffnung ein Gesuch um nachträgliche Baubewilligung ein-
reicht (Art. 46 Abs. 2 Bst b BauG). Im nachträglichen Baubewilligungsverfahren ist gegebenenfalls 
zu prüfen, ob das Bauvorhaben wenigstens teilweise bewilligt werden kann (Art. 46 Abs. 2 Bst. c 
BauG). Bei vollständiger oder teilweiser Bewilligung des Bauvorhabens fällt die Wiederherstel-
lungsverfügung im entsprechenden Umfang dahin (Art. 46 Abs. 2 Bst. d BauG). Im Fall des Bau-
abschlags entscheidet die Baubewilligungsbehörde zugleich darüber, ob und inwieweit der recht-
mässige Zustand wiederherzustellen ist; sie setzt dafür gegebenenfalls eine neue Frist (Art. 46 
Abs. 2 Bst. e BauG). 

c) Soweit die Beschwerdeführerin bemängelt, die Vorinstanz habe widerrechtlich noch keine 
Wiederherstellungsverfügung nach Art. 46 Abs. 2 BauG erlassen, kann ihr nicht gefolgt werden. 
Wie im Entscheid BVE 110/2018/11 vom 8. Mai 2018 ausgeführt, trifft es zwar zu, dass die Vorin-
stanz in Abweichung vom gesetzlich vorgesehenen Verfahrensablauf vorgegangen ist und der 
Beschwerdegegnerschaft 1-3 im Rahmen des rechtlichen Gehörs Gelegenheit zur Einreichung 
eines nachträglichen Baugesuchs eingeräumt hat. Dieses Vorgehen spielt jedoch im Ergebnis 

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keine entscheidende Rolle, können es die Verhältnisse doch in bestimmten Einzelfällen rechtfer-
tigen, vom in Art. 46 Abs. 2 BauG vorgesehenen Verfahren abzuweichen.28 Im Übrigen ist es in 
zahlreichen Gemeinden Praxis, den Adressatinnen und Adressaten einer Wiederherstellungsver-
fügung vorgängig Gelegenheit zur Einreichung eines Baugesuchs einzuräumen. Da die Beschwer-
degegnerschaft 1-3 von der Möglichkeit, (nachträgliche) Baugesuche einzureichen, Gebrauch 
machte, waren diese zuerst zu behandeln. Das hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 
denn auch richtigerweise getan. Zudem hat sie der Beschwerdegegnerschaft 1-3 in Ziffer 2 des 
angefochtenen Entscheids Frist zu Herstellung des rechtmässigen Zustands gesetzt und in Ziffer 
3 die Ersatzvornahme angedroht. Es trifft somit nicht zu, dass die Vorinstanz noch keine Wieder-
herstellungsverfügung nach Art. 46 Abs. 2 BauG erlassen hat. 

d) Es trifft zu, dass die Beschwerdegegnerschaft 1-3 betreffend Treppe und Betonmauerwinkel 
kein nachträgliches Baugesuch für das tatsächlich Gebaute, sondern ein Baugesuch für ein an-
deres Bauvorhaben eingereicht hat. Erachtet es eine Bauherrschaft als möglich, ein ohne Bewilli-
gung erstelltes und nachträglich nicht bewilligungsfähiges Bauvorhaben durch einen nur teilwei-
sen Abbruch und allfällige weiteren Änderungen als materiell baurechtskonform umzugestalten, 
kann sie gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein neues, entsprechend geändertes Bau-
gesuch einreichen.29 Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist es auch zulässig, dass die 
Behörde der zur Wiederherstellung verpflichteten Person Gelegenheit gibt, selbst Vorschläge über 
die anzuordnenden Massnahmen einzureichen.30 Ihr steht grundsätzlich das Recht auf ein 
nachträgliches Baubewilligungsverfahren zu. Gegebenenfalls hat sie sogar Anspruch auf Einrei-
chung eines abgeänderten Baugesuchs, sofern Aussicht besteht, dass der baurechtswidrige Zu-
stand durch Änderungen materiell baurechtskonform gestaltet werden kann, wenn also das neue 
Projekt ernsthafte Aussichten auf eine Bewilligung hat.31 Die Bauherrschaft hat im Rahmen des 
nachträglichen Baugesuchs- und Wiederherstellungsverfahren somit die Möglichkeit, ihre Vorstel-
lungen über die allfällig anzuordnenden Wiederherstellungsmassnahmen einzubringen. Ebenso 
ist ihr unter Umständen Gelegenheit zu geben, eine Projektänderung einzureichen, wenn dadurch 
der baurechtswidrige Zustand behoben werden kann.32 Sofern die Aussicht besteht, dass der 
baurechtswidrige Zustand durch Änderungen materiell baurechtskonform gestaltet werden kann, 
steht es der Bauherrschaft somit offen, im Rahmen des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens 
ein entsprechend abgeändertes Baugesuch einzureichen oder einen Eventualantrag zu stellen. 
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, ein nachträgliches Baugesuch könne nur für das 
tatsächlich ohne Baubewilligung Gebaute eingereicht werden, kann ihr deshalb nicht gefolgt wer-
den. Sie hat auch keinen Anspruch darauf, dass der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wird. 
Verlangt wird einzig die Herstellung eines rechtmässigen Zustands. Dabei kann es sich auch um 
einen neuen bewilligungsfähigen Zustand handeln. Die Beschwerde erweist sich daher insoweit 
als unbegründet.

6. Baubewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens

a) Die Beschwerdeführerin bestreitet die Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens in ihrer Be-
schwerde hauptsächlich mit formellen Argumenten. In ihrer Stellungahme vom 10. Januar 2022, 
die sich unter anderem mit dem Protokoll der BPK vom 14. Januar 2021 befasst, macht sie im 
Wesentlichen geltend, das Bauvorhaben verletze die Bestimmungen des Ortsbild- und Land-
schaftsschutzes. Sie macht insbesondere geltend, eine Beurteilung von Schutz und Gestaltung 

28 BVR 1996 S. 243 E. 2 c
29 Vgl. BGE 108 Ia 216 E. 4c
30 Vgl. BGE 108 Ia 216 E. 4d
31 Vgl. Bger 1A.234/2006 vom 8. Mai 2007 E. 4.1
32 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 
N. 14

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von Ortsbild und Landschaft habe sich zuallererst mit dem Ist-Zustand vor dem Bauen auseinan-
derzusetzen. 

b) Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sind befugt, ihren Boden in den gesetzlichen 
Schranken für die Erstellung von Bauten und Anlagen zu nutzen. In diesem Rahmen sind sie von 
der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV33) geschützt. Dementsprechend hält Art. 2 BauG fest, dass die 
Baubewilligung für Vorhaben, die der gesetzlichen Ordnung entsprechen, erteilt werden muss.34 
Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und Stras-
senbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die «ästhetische Ge-
neralklausel» im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine Beeinträchtigung 
liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der er-
heblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen, die über die kantonalen 
Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften müssen, um selbständige Bedeutung zu 
erlangen, konkreter gefasst sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie dürfen Letztere 
nicht bloss allgemein anders formulieren.35 Seit (teilweisem) Inkrafttreten der Ortsplanungsrevi-
sion befinden sich die Bauparzellen nicht mehr im Ortsbildschutzgebiet. Massgebend ist deshalb 
die allgemeine Bestimmung zur Gestaltung von Bauten und Anlagen von Art. 6 BauR36. Danach 
sind Bauten und Anlagen so zu gestalten, dass zusammen mit ihrer Umgebung sowie den prä-
genden Elementen und Merkmalen des Orts- und Landschaftsbildes eine gute Gesamtwirkung 
entsteht. Diese Bestimmungen gehen weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihnen kommt daher selbstän-
dige Bedeutung zu. Der Begriff «gute Gesamtwirkung» stellt einen unbestimmten kommunalen 
Gesetzesbegriff dar, bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen Beurtei-
lungsspielraum haben. Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten Gesamtwirkung nicht 
unverhältnismässig hohe Ansprüche gestellt werden. Die gute Gesamtwirkung ist weder an gerin-
gen noch an besonders hohen architektonischen Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durch-
schnittlichen örtlichen Gegebenheiten, dass das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden 
darf und sich eine neue Baute oder Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen 
der Umgebung zu orientieren hat.37 Gestützt auf Vorschriften des allgemeinen Ortsbild- und Land-
schaftsschutzes dürfen in der Regel Art oder Mass der nach der Zonenordnung zulässigen Nut-
zung nicht eingeschränkt werden38.

c) Die Vorinstanz hat das Bauvorhaben der BPK unterbreitet. Dabei handelt es sich um eine 
örtliche Fachstelle im Sinn von Art. 22 Abs. 2 BewD, die mit ausgewiesenen Fachleuten in Sachen 
Bauästhetik besetzt ist.39 Am 18. Oktober 2018 beurteilte sie das Baugesuch «Anpassung der 
bestehenden Feldabtreppung, Aufheben des Parkplatzes und Wiederherstellen Terrainverlauf» 
(Nr. 18420-P1n). Sie kam zum Schluss, dass die geplanten baulichen Massnahmen sich bezüglich 
Stellung, Volumen und Gestaltung ins Ortsbild einfügen würden und dass sich zusammen mit 
ihrem näheren und weiteren Umfeld eine gute Gesamtwirkung ergebe. Die BPK unterstützte das 
Projekt vollumfänglich und beantragte, die Baubewilligung sei zu erteilen. Am 14. Januar 2021 
beurteilte die BPK beide Bauvorhaben, wobei die Fragestellung lautete, ob die Verkürzung des 
Treppenweges und die Neuerstellung der Treppe samt Metallgeländer und den mit der Neuerstel-
lung verbundenen Terrainveränderungen mit ihrem näheren und weiteren Umfeld eine gute Ge-

33 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101)
34 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 2 N. 1
35 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 N. 4 
und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen
36 Baureglement der Gemeinde Köniz vom 23. September 2018 (BauR)
37 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 
N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3, BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1
38 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 
N. 15 mit Hinweisen
39 Vgl. zur Zusammensetzung <www.koeniz.ch>, Rubriken «Politik, Behördenverzeichnis und Behördenregister, Kom-
missionen Gemeinderat (ständige), Bau- und Planungskommission»

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samtwirkung abgebe. Die BPK kann zum Schluss, dass sich das Vorhaben zwar auf das Ortsbild, 
das Landschaftsbild und das Gesamtbild auswirke, dies aber in einem Mass, welches aus ihrer 
Sicht keine Verletzungen der Bestimmungen des Ortsbild- und Landschaftsschutzes darstellten. 
Das Bauvorhaben 18862 (Betonmauer mit Geräteunterstand, Gartensitzplatz mit Pergola) sehe 
vor der Betonstützmauer einen neuen Geräteunterstand vor. Dieser füge sich mit der Übernahme 
der Materialisierung (Holzschalung liegend, wie Brüstung Laubengang) sehr gut an das beste-
hende Gebäude an. Die BPK vermöge hier keine störende Farb- und Materialwahl zu erkennen 
und erachte den zurückhaltend in Erscheinung tretenden Anbau als verträglich und als architek-
tonisch gute Lösung. Das Vorhaben wirke sich nur unbedeutend auf das Gesamtbild aus und sei 
verträglich. Der Gartensitzplatz mit Pergola sei unproblematisch und ortsbildverträglich. Dasselbe 
gelte für die neue Treppe, den Handlauf und die Terrainveränderungen. Der neue Treppenlauf 
erscheine nicht überaus wuchtig und füge sich bestmöglich in den bestehenden Terrainverlauf 
ein. Dass mit einem Neubau einer Aussentreppe geringfügige Terrainanpassungen und Stütz-
mauern nötig seien, werde unter Berücksichtigung der Zweckbestimmung der Baute und der Si-
cherheit als normal und nicht als dermassen störend erachtet, dass es Auswirkungen aufs Orts- 
und Landschaftsbild haben könnte. Die BPK empfahl der Vorinstanz daher, die Einsprache be-
züglich Gesamt-, Orts- und Landschaftsbild abzuweisen.

d) Die Beurteilung der fachkundigen BPK ist aufgrund der Fotos und der Pläne nachvollziehbar 
und überzeugend. Anders als die Beschwerdeführerin meint, ist das Bauvorhaben nicht am ur-
sprünglichen Zustand zu messen, sondern es ist zu prüfen, ob sich die (geplanten) baulichen 
Veränderungen so ins Orts- und Landschaftsbild einordnen, dass eine gute Gesamtwirkung ent-
steht. Zu berücksichtigen ist zudem, dass der Vorinstanz aufgrund der Gemeindeautonomie bei 
der Auslegung und Anwendung ihrer Ästhetiknormen ein gewisser Beurteilungsspielraum zusteht. 
Soweit sie diese Normen rechtlich vertretbar auslegt, darf eine Rechtsmittelinstanz sie nicht an-
ders auslegen.40 Aus diesen Gründen hat die BVD keinen Anlass, von der Beurteilung der Vorin-
stanz, die Bauvorhaben seien orts- und landschaftsbildverträglich, abzuweichen. Wie bereits im 
Entscheid RA Nr. 110/2018/11 ausgeführt, ist es grundsätzlich zulässig, öffentliche Fusswege um-
zugestalten oder zu verlegen, soweit die einschlägigen Normen beachte werden. Ebenso darf die 
Beschwerdegegnerschaft die Umgebungsgestaltung verändern. Die Beschwerdeführerin hat kei-
nen Anspruch darauf, dass der öffentliche Fussweg und die Umgebung des Gebäudes der Be-
schwerdegegnerschaft 1-3 unverändert bleiben. Die Vorinstanz ist somit zu Recht zum Ergebnis 
gelangt, dass die Bauvorhaben bewilligt werden können.

7. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands

a) Die Beschwerdeführerin bestreitet die Wiederherstellungsverfügung in ihrer Beschwerde 
hauptsächlich mit formellen Argumenten. Diese sind, wie bereits ausgeführt, unbegründet, hat 
doch die Beschwerdeführerin keinen Anspruch darauf, dass der ursprüngliche Zustand wieder-
hergestellt wird. 

b) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung 
ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet, 
so setzt die Baupolizeibehörde eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG41). Die Wiederherstel-
lungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und darf den Ver-
trauensgrundsatz nicht verletzen. Eine Wiederherstellungsmassnahme ist verhältnismässig, wenn 
sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des recht-

40 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 N. 5
41 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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mässigen Zustands nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen 
Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.42 Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts gilt es als unver-
hältnismässig, eine an sich bewilligungsfähige Baute oder Anlage bloss wegen Fehlens der Bau-
bewilligung beseitigen zu lassen (sog. formelle Rechtswidrigkeit). In Fällen, in denen kein 
nachträgliches Baugesuch gestellt wird, hat die Rechtsmittelbehörde deshalb summarisch zu prü-
fen, ob das Vorhaben bewilligt werden könnte (sog. materielle Rechtswidrigkeit).43

c) Mit der Baubewilligung hat die Vorinstanz den rechtmässigen Zustand definiert. Soweit es 
sich bei den Baugesuchen nicht um nachträgliche Gesuche handelt, hat sie der Beschwerdegeg-
nerschaft 1-3 zu Recht eine Frist gesetzt, innert der sie entweder den neu bewilligten oder aber 
den vorher bestehenden Zustand herzustellen hat. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Da 
die Frist zur Herstellung des rechtmässigen Zustands, die unter Berücksichtigung der Umstände 
angemessen erscheint, in der Zwischenzeit abgelaufen ist, wird sie neu festgesetzt auf Ende Sep-
tember 2025. 

8. Kosten

a) Soweit auf die Beschwerde eingetreten werden kann, ist sie abzuweisen. Bei diesem Aus-
gang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdeführerin. Sie hat deshalb die Verfahrenskosten zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von CHF 2000.– 
(Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV44).

b) Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerschaft 1-3 die 
Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Soweit sie die Kostennote des Rechtsvertreters 
der Beschwerdegegnerschaft kritisiert, ist Folgendes festzuhalten: Nach Art. 11 Abs. 1 PKV45 be-
trägt das Honorar in verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren CHF 400.– bis CHF 11 800.– 
pro Instanz. Innerhalb des Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der 
Sache gebotenen Zeitaufwand sowie der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 
Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG46). Der Anwalt der Beschwerdegegnerschaft 1-3 gewichtet die Be-
deutung der Streitsache, die rechtlichen Schwierigkeiten und den Aufwand als durchschnittlich 
bzw. leicht unterdurchschnittlich. Das geltend gemachte Honorar entspricht einem Ausschöp-
fungsgrad von 40 Prozent und erscheint angesichts der konkreten Umstände als angemessen. 
Die Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerschaft gibt daher zu keinen Bemer-
kungen Anlass. Die Beschwerdeführerin hat somit der Beschwerdegegnerschaft 1-3 die Partei-
kosten von CHF 5467.15 zu ersetzen. 

Der Beschwerdegegner 4 und die Beschwerdegegnerin 5 sind nicht berufsmässig vertreten. Sie 
haben daher keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 104 Abs. 1 und 2 VRPG).

42 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 9; 
BVR 2013 S. 85 E. 5.1
43 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 15a
44 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)
45 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 
168.811)
46 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11)

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Frist zur 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gemäss Ziffer 2 des Dispositivs der Baube-
willigung und Wiederherstellungsverfügung der Gemeinde Köniz vom 31. August 2021 wird 
neu angesetzt auf den 30. September 2025. Im Übrigen wird die Baubewilligung und Wie-
derherstellungsverfügung der Gemeinde Köniz vom 31. August 2021 bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 2000.– werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung auf-
erlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft er-
wachsen ist. 

3. Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerschaft 1-3 die Parteikosten im Betrag 
von CHF 5467.15 (inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

IV. Eröffnung

- Frau C.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt G.________, eingeschrieben
- Herrn H.________, eingeschrieben
- I.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Köniz, Bauinspektorat, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in sechs Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.