# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54b87c29-c190-5099-8a7f-ab204a67de73
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.12.2014 725 14 148 (725 2014 148)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-148_2014-12-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  4. Dezember 2014 (725 14 148) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Kürzung der Geldleistungen aus der Unfallversicherung; Beteiligung an einer Schlägerei 

bejaht; massgeblich ist, ob das Verhalten des Versicherten objektiv betrachtet und für 

den Versicherten erkennbar die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung einschliesst. 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Kan-

tonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1982 geborene A.____ ist seit dem 1. April 2011 bei der B.____ AG als Leiter Lager 
und Logistik angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (SUVA) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Am frühen Mor-
gen des 26. Oktobers 2013 kam es zwischen A.____ und C.____ in D.____ zu tätlichen Ausei-
nandersetzungen. Dabei erlitt der Versicherte eine distale Radiusfraktur links, ein Tuberculum 

 

 
 
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majus-Abriss des rechten Humerus, eine Fraktur des Processus styloideus ulnae, eine Distorsi-
on am oberen rechten Sprunggelenk, ein Hämatom am linken Knie sowie eine Contusio capitis. 
Es folgten mehrere operative Eingriffe. Nach Vornahme der notwendigen Abklärungen über den 
Tatverlauf erliess die SUVA am 3. Dezember 2013 eine Verfügung, mit welcher sie die Taggeld-
leistungen infolge verbaler Provokation um 50% kürzte. Die dagegen erhobene Einsprache wies 
die SUVA mit Entscheid vom 3. April 2014 ab. In den Erwägungen wurde ausgeführt, dass die 
Frage nach einer starken Provokation offen gelassen werden könne, da bereits der Tatbestand 
der Beteiligung an Raufereien oder Schlägereien erfüllt sei. Überdies seien sowohl der natürli-
che wie auch der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten des Versicherten 
und dem erlittenen Schaden gegeben. 
 
B. Gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 3. April 2014 erhob A.____, vertreten 
durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 21. Mai 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Beschwerdegegne-
rin sei in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids anzuweisen, ihm die ungekürz-
ten Geldleistungen auszurichten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Durchführung ei-
ner Parteiverhandlung mit Befragung des Beschwerdeführers zu den beiden Vorfällen des 
26. Oktober 2013 beantragt; alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentli-
chen ausgeführt, dass sich der Beschwerdeführer weder an einer Rauferei bzw. Schlägerei be-
teiligt noch den Täter stark provoziert habe. Eine Rauferei bzw. Schlägerei setze nach allge-
meiner Vorstellung voraus, dass mehrere Personen aktiv beteiligt seien. Der Vorfall an der 
E.____ vom 26. Oktober 2013 könne nicht als Schlägerei bezeichnet werden. Vielmehr habe es 
sich um einen einseitigen, brutalen Angriff gehandelt. Der Beschwerdeführer sei dem Angreifer 
auch nicht nachgegangen, wie dies im angefochtenen Entscheid behauptet werde. Die angebli-
che frühere Provokation des Beschwerdeführers vor dem Nachtclub F.____ könne nicht als 
starke Provokation im Sinne des Gesetzes angesehen werden. Im Übrigen sei sie für die an-
schliessend an der E.____ erlittenen Verletzungen nicht kausal gewesen, da der Vorfall vor 
dem Nachtclub zu diesem Zeitpunkt längst abgeschlossen gewesen sei.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 7. Juli 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei-
sung der Beschwerde. Sowohl vor dem Nachtclub als auch anschliessend an der E.____ habe 
sich der Beschwerdeführer durch verbale Äusserungen und Provokationen am tätlichen Ge-
schehen beteiligt.  
 
D. Mit Schreiben vom 9. Juli 2014 zog das Kantonsgericht die den Beschwerdeführer als 
Anzeigesteller betreffenden Strafakten bei. Den Parteien wurden Auszüge der Strafakten, na-
mentlich die Requisition vom 26. Oktober 2013 sowie die Protokolle der polizeilichen Einver-
nahmen des Beschwerdeführers (vom 26. Februar 2014), des beschuldigten C.____ (vom 
16. April 2014) und von dessen Ehefrau (ebenfalls vom 16. April 2014) zur Kenntnisnahme zu-
gestellt. 
 
E. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung wurde der Beschwerdeführer zum umstritte-
nen Geschehen befragt. Die Parteien hielten an ihren Anträgen und Begründungen fest. Im 
Sinne eines Novums brachte der Vertreter der Beschwerdegegnerin vor, dass gegen C.____ 

 

 
 
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zwischenzeitlich ein Strafbefehl ergangen, jedoch noch nicht in Rechtskraft erwachsen sei. Die 
Strafe sei wegen eines Notwehrexzesses herabgesetzt worden. Auf die weiteren Ausführungen 
der Parteien wird – soweit erforderlich – im Rahmen der Erwägungen einzugehen sein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in G.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht eingegangene Beschwerde ist somit einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Taggeldleistungen des Be-
schwerdeführers zu Recht um 50% kürzte.  
 
3.1 Gemäss Art. 39 UVG kann der Bundesrat aussergewöhnliche Gefahren und Wagnisse 
bezeichnen, die in der Versicherung der Nichtberufsunfälle zur Verweigerung sämtlicher Leis-
tungen oder zur Kürzung der Geldleistungen führen. Von dieser Kompetenzdelegation machte 
der Bundesrat in Art. 49 und 50 der Verordnung zur Unfallversicherung (UVV) vom 
20. Dezember 1982 Gebrauch. Gemäss Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV werden die Geldleistungen 
mindestens um die Hälfte gekürzt für Nichtberufsunfälle, die sich bei Beteiligung an Raufereien 
und Schlägereien ereignen, es sei denn, die versicherte Person sei als Unbeteiligte oder bei 
Hilfeleistung für einen Wehrlosen durch die Streitenden verletzt worden. Als Raufereien und 
Schlägereien gelten gewaltsame Auseinandersetzungen gefolgt von Schlägen, oder ein Durch-
einander von sich raufenden Menschen (vgl. ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung, Murer/Stauffer [Hrsg.], Zürich/Basel/Genf 2003, S. 223). 
 
3.2 Eine Leistungskürzung nach Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV setzt voraus, dass zwischen dem 
als Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei zu qualifizierenden Verhalten und dem Unfall 
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Die Beurteilung der Adäquanz im 
Besonderen hat retrospektiv zu erfolgen. Es ist zu fragen, ob und inwiefern die objektiv unter 
Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV fallende Handlung als eine wesentliche Ursache des Unfalles erscheint. 
Dies ist dann zu bejahen, wenn die spezifischen Gefahren des allenfalls zu sanktionierenden 
Verhaltens des Versicherten sich beim Unfallereignis konkret ausgewirkt haben und nach der 

 

 
 
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allgemeinen Lebenserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge geeignet sind, einen Un-
fall von der Art des eingetretenen herbeizuführen. Dabei ist auch ein gewisser zeitlicher Konnex 
notwendig (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2006 Nr. 13 S. 46, E. 1.2; Urteil 
des Bundesgerichts vom 22. März 2013, 8C_932/2012, E. 2.2 mit Hinweisen; siehe auch 
BGE 134 V 320 E. 4.5.1.2).  
 
4.1 Wie allgemein im Sozialversicherungsrecht üblich, ist der die Leistungskürzung begrün-
dende Sachverhalt im Rahmen der Untersuchungsmaxime aufgrund einer Beweiswürdigung 
abzuklären. Gemäss Art. 61 lit. c ATSG gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung, d.h. der 
Sachverhalt ist ohne Bindung an förmliche Beweisregeln frei sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Ge-
richt dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind (vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, 
S. 134 f.). Das Gericht hat im Sozialversicherungsrecht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 
nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mögli-
chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 
E. 2, je mit Hinweisen). Kann der massgebliche Sachverhalt trotz Ausschöpfung dieses Rah-
mens nicht im Ausmass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eruiert werden, liegt Beweislo-
sigkeit vor. Diesfalls ist nach der im Sozialversicherungsrecht geltenden allgemeinen Beweis-
lastregel zu entscheiden, wonach zu Ungunsten derjenigen Partei geurteilt werden muss, die 
aus der unbewiesen gebliebenen Tatsache Rechte ableitet. Wo es – wie vorliegend – um eine 
Leistungskürzung geht, hat demgemäss der Unfallversicherer die Folgen einer solchen Beweis-
losigkeit zu tragen (vgl. BGE 105 V 216 E. 2c mit Hinweisen; ALFRED MAURER, Schweizerisches 
Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 262 ff., 266). 
 
4.2 Desgleichen gelten im strafrechtlichen Verfahren der Untersuchungsgrundsatz und die 
freie Beweiswürdigung (vgl. Art. 6 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung [StPO] vom 5. Oktober 2007). Das Gericht hat danach frei von gesetzlichen Beweisre-
geln und nur nach seiner persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung der vor-
liegenden Beweise darüber zu entscheiden, ob es eine Tatsache für bewiesen hält oder nicht 
(vgl. BGE 115 IV 268 f. E. 1 mit Hinweisen). Aus der in Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 und Art. 6 Ziff. 2 der Konven-
tion zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 
verankerten Unschuldsvermutung wird die Rechtsregel "in dubio pro reo" abgeleitet. Als Be-
weislastregel besagt der Grundsatz, dass es Sache der strafrechtlichen Behörden ist, die 
Schuld des Angeklagten zu beweisen, und dass dieser nicht seine Unschuld nachweisen muss 
(BGE 127 I 40 E. 2a; NIKLAUS RUCKSTUHL/VOLKER DITTMANN/JÖRG ARNOLD, Strafprozessrecht, 
Zürich/Basel/Genf 2011, Rz. 185). In der Funktion als Beweiswürdigungsregel bedeutet der 
Grundsatz, dass sich das Strafgericht nicht von einem für den Angeklagten ungünstigen Sach-
verhalt überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unter-
drückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat (vgl. BGE 138 V 82 
E. 7 mit Hinweisen).  

 

 
 
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4.3 Das Sozialversicherungsrecht kennt den im Strafrecht geltenden Beweisgrundsatz "in 
dubio pro reo" nicht. Darauf beruhende strafgerichtliche Urteile sind für die Sozialversiche-
rungsgerichte denn auch nicht verbindlich (BGE 134 V 322 E. 4.5.3 mit Hinweisen). Die sozial-
versicherungsrechtlichen Behörden und Gerichte haben den Sachverhalt vielmehr nach sozial-
versicherungsrechtlichen Grundsätzen selbstständig zu ermitteln.  
 
5.1 Gemäss Aussagen des Beschwerdeführers gegenüber der Polizei im Polizeirapport vom 
7. November 2013 und der Einvernahme vom 26. Februar 2014 habe er am 26. Oktober 2013 
vor dem Nachtclub F.____ in der Strasse H.____ eine Zigarette geraucht, als C.____ auf ihn zu 
kam und ihn begrüsste. Der Beschwerdeführer habe – aufgrund früherer Konflikte im Zusam-
menhang mit dem Restaurant von C.____ – nicht mit ihm sprechen wollen und ihm gesagt, er 
solle ihn nicht grüssen und weitergehen. C.____ sei zunächst von ihm abgerückt, dann jedoch 
wieder auf ihn zugekommen und habe seine Stirn an diejenige des Beschwerdeführers ge-
drückt. Es sei zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen, im Rahmen derer der Be-
schwerdeführer C.____ unwirsch aufgefordert habe, sich zu entfernen, worauf dieser ihm einen 
Faustschlag an die rechte Seite des Kopfes versetzt und ihn, als er zu Boden fiel, zwei- oder 
dreimal mit dem Fuss getreten habe. Der Beschwerdeführer sei aufgestanden, habe gegrinst 
und C.____ gesagt, dass er „wie ein Mädchen“ schlage. Die Männer seien anschliessend von 
den Türstehern des Nachtclubs getrennt worden. C.____ habe dem Beschwerdeführer beim 
Weggehen gesagt, dass dies „Blutrache“ geben würde. Der Beschwerdeführer habe schliess-
lich wieder in den Nachtclub gewollt, wo man ihm wegen des Zwischenfalls jedoch den Zutritt 
verweigert habe. Er sei dann zu Fuss Richtung E.____ gegangen, wo er C.____ erblickt habe. 
Dieser sei zusammen mit seiner Ehefrau Richtung I.____strasse zu seinem Fahrzeug gegan-
gen. Anstatt durch die J.____strasse weiterzugehen sei er ihnen gefolgt. C.____ und seine 
Ehefrau seien im Begriff gewesen, in ihr Fahrzeug zu steigen. Um sie einzuholen, habe er An-
lauf genommen, der rechte Fuss habe ihn jedoch geschmerzt, so dass er dem Paar aus etwa 
20 bis 30 Metern Entfernung zugerufen habe, was mit „Blutrache“ gemeint sei. C.____ habe 
daraufhin seine Ehefrau angewiesen, die Polizei zu rufen, sei aus dem Fahrzeug gestiegen, auf 
den Beschwerdeführer zugestürmt und habe ihn mit einem Fusstritt an den Brustkorb zu Fall 
gebracht. Anschliessend habe er ihn mehrfach getreten, als er am Boden lag und ihn erheblich 
verletzt. Als es ihm gelungen sei, aufzustehen, habe ihn C.____ mit einem Tritt gegen den Rü-
cken erneut zu Fall gebracht. Es habe unzählige Fusstritte gegeben. Die Polizei sei erschienen 
und habe den Zwischenfall beendet. Sie hätten ihn anschliessend in die Notaufnahme des Spi-
tals D.____ gebracht. 
 
5.2 Die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers wird von C.____ und seiner Ehe-
frau bestritten. So verneinte der beschuldigte C.____ anlässlich der polizeilichen Befragung 
vom 16. April 2014, seine Stirn vor dem Nachtclub an diejenige des Beschwerdeführers ge-
drückt zu haben. Auch habe er ihn nicht geschlagen, sondern der Beschwerdeführer sei beim 
Ansetzen zu einem Kopfstoss gestolpert und zu Boden gefallen. Er habe ihm dann einen Tritt 
ans Gesäss versetzt. Er habe ihm nicht mit „Blutrache“ gedroht. Seine Ehefrau sei aufgewühlt 
gewesen, weshalb sie sich auf den Heimweg machten. Kurz bevor sie ihr Fahrzeug erreicht 
hätten, hätten sie überrascht gesehen, wie der Beschwerdeführer rennend auf sie zu gekom-

 

 
 
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men sei. Er habe seiner Ehefrau gesagt, sie solle ins Auto steigen, die Türen schliessen und die 
Polizei rufen. Er habe keine körperliche Auseinandersetzung gewollt. Also habe er den angrei-
fenden Beschwerdeführer bloss weggezogen oder weggestossen und sei so gut ausgewichen 
wie möglich. Er habe ihn nie geschlagen. Nach zwei Minuten sei die Polizei am Ort angekom-
men.  
 
Die Ehefrau des Beschuldigten bestätigte im Wesentlichen die Angaben ihres Ehemannes. Er-
gänzend gab sie an, der Beschwerdeführer habe an der E.____ gerufen, dass er „sie holen“ 
komme. Es sei klar gewesen, dass er sie habe angreifen wollen. Sie habe sich bedroht gefühlt 
und die Polizei gerufen. Der Beschwerdeführer sei auf sie zugelaufen und habe ihren Ehemann 
geschlagen. Es habe ein Gerangel gegeben. Ihr Ehemann habe sich gewehrt und den Be-
schwerdeführer dabei weggestossen und vereinzelt geschlagen.  
 
5.3 Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung machte der Beschwerdeführer ergänzend 
folgende Angaben: Er habe C.____ bei der E.____ auf sich aufmerksam gemacht, weil er die im 
Raum stehende „Blutrache“ habe klären wollen. Für ihn sei der Streit mit dem Faustschlag vor 
dem Nachtclub F.____ erledigt gewesen. Er habe sich nicht noch die ganze Nacht Sorgen ma-
chen wollen, wie die Drohung der „Blutrache“ zu verstehen sei. Er habe gehofft, dass C.____ 
sich im Beisein seiner Ehefrau auf ein schlichtendes Gespräch einlassen würde. Er habe an 
diesem Abend schon relativ viel Alkohol getrunken und sich nicht mehr überlegen können, ob 
es nicht besser sei, nach Hause zu gehen. Im Nachhinein hätte er die Polizei rufen und die 
Drohung melden sollen, anstatt eine Konfrontation zu suchen. Während der polizeilichen Ermitt-
lungen, um Ostern 2014, habe er anonym ein an ihn adressiertes Couvert erhalten. Darin habe 
sich ein Bild von einer Patronenhülse, in die sein Name eingraviert war, befunden. Er habe den 
Vorfall bei der ermittelnden Kriminalpolizei gemeldet, aber nichts mehr gehört.  
 
6. Bei der Beurteilung der vorliegend strittigen Fragen ging die Beschwerdegegnerin im 
angefochtenen Einspracheentscheid und in der angefochtenen Verfügung – zu Gunsten des 
Beschwerdeführers – von dessen Sachverhaltsdarstellung aus. Dies ist nicht zu beanstanden. 
Der Beschwerdeführer hat seit Beginn des Verfahrens und auch anlässlich der heutigen Partei-
befragung im Wesentlichen widerspruchsfreie Angaben gemacht, die auch die erlittenen Verlet-
zungen zu erklären vermögen. Die Darstellung des Beschwerdeführers ist grundsätzlich mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit als zutreffend anzusehen und folglich im vorliegenden Ver-
fahren massgeblich. Ohnehin ändert sich am Ergebnis nichts, wenn auf die Sachverhaltsdar-
stellung von C.____ oder derjenigen seiner Ehefrau abgestellt würde. Die Einholung aktualisier-
ter Strafakten im Hinblick auf nunmehr den ergangenen Strafbefehl erübrigt sich aus diesem 
Grund sowie auch in Berücksichtigung der fehlenden Verbindlichkeit strafrechtlicher Urteile für 
das Sozialversicherungsgericht (vgl. E. 4.3 hiervor).  
 
7. Ausgehend von dem hier massgeblichen Sachverhalt ist somit zu prüfen, ob die Be-
schwerdegegnerin die Geldleistungen aus dem versicherten Unfall vom 26. Oktober 2013 ge-
stützt auf Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu Recht kürzte und in diesem Zusammenhang, ob sich der 
Beschwerdeführer an einer Schlägerei oder Rauferei beteiligt hat.  
 

 

 
 
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7.1 Gestützt auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zum Tathergang bejahte die Be-
schwerdegegnerin die Beteiligung an einer Schlägerei, eventualiter auch das Vorliegen einer 
starken Provokation. Der Beschwerdeführer habe sich sowohl vor dem Nachtclub wie auch an 
der E.____ am Geschehen relevant beteiligt. In der ersten Phase vor dem Nachtclub F.____ 
erfolgte die Beteiligung verbal mit der Äusserung, C.____ schlage „wie ein Mädchen“, wodurch 
dieser in seiner Männlichkeit herabgesetzt worden sei. Damit sei die Schlägerei jedoch nicht 
beendet gewesen, da dem Beschwerdeführer habe bewusst sein müssen, dass er auf dem kurz 
nach C.____ angetretenen Heimweg nochmals auf Letzteren treffen könnte und dass dieser 
weiterhin auf Rache sinnen würde. Mit dem Zuruf an C.____ bei der I.____strasse sei der Be-
schwerdeführer folglich in der Gefahrenzone verblieben, anstatt sich daraus zu entfernen. Zu-
dem habe er mit der an C.____ gerichteten Frage an die Geschehnisse vor dem Nachtclub an-
geknüpft und diese wieder aktuell werden lassen. Mit seinem Verhalten habe der Beschwerde-
führer der tätlichen Auseinandersetzung nicht bloss Vorschub geleistet, sondern eine solche 
geradezu provoziert. Aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers stehe neben der Beteili-
gung an einer Schlägerei auch eine starke Provokation im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. b UVV im 
Raum. 
 
7.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass es sich bei beiden Vorfällen um einsei-
tige Angriffe von C.____ gehandelt habe. Er habe C.____ vor dem Nachtclub nicht im Sinne 
des Gesetzes provoziert. Ein zeitlicher Konnex seines Verhaltens vor dem Nachtclub zum zwei-
ten Vorfall an der E.____ bestehe nicht. Das Zurufen in dieser zweiten Phase könne ebenfalls 
nicht als Beteiligung am Geschehen gewertet werden. Es sei ihm um einen Klärungsversuch 
gegangen. Damit sei keine objektiv erkennbare Gefahr begründet worden. Der Beschwerdefüh-
rer habe jedenfalls nicht mit einer derart gewalttätigen Reaktion von C.____ rechnen müssen. 
 
7.3 Der Tatbestand der Beteiligung an Raufereien oder Schlägereien im Sinne von Art. 49 
Abs. 2 lit. a UVV ist grundsätzlich verschuldensunabhängig konzipiert und weiter gefasst als der 
Straftatbestand der Beteiligung an einem Raufhandel gemäss Art. 133 des Schweizerischen 
Strafgesetzbuches (StGB) vom 21. Dezember 1937. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung genügt es, dass das zu sanktionierende Verhalten objektiv gesehen die Gefahr 
einschliesst, in Tätlichkeiten überzugehen oder solche nach sich zu ziehen, und die versicherte 
Person dies erkannt hat oder erkennen musste. Der Tatbestand des Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV ist 
daher nicht nur bei der Teilnahme an einer eigentlichen tätlichen Auseinandersetzung gegeben. 
Es ist auch nicht notwendig, dass der Versicherte selbst tätlich geworden ist. Es genügt, wenn 
sich jemand auf einen allenfalls vorausgehenden Wortwechsel eingelassen hat, der –
gesamthaft betrachtet – das Risiko in sich schliesst, dass es zu Tätlichkeiten kommen könnte 
(BGE 107 V 235 E. 2a, 99 V 11 E. 1, je mit Hinweisen; SVR 2006 Nr. 13 S. 46, E. 1.1 mit zahl-
reichen Hinweisen, vgl. auch: BGE 134 V 320 E. 4.5.1.2). Unerheblich ist zudem, aus welchen 
Motiven sich die versicherte Person beteiligt hat, wer mit dem Wortwechsel oder den Tätlichkei-
ten begonnen hat und welche Wendung die Ereignisse in der Folge genommen haben. Ent-
scheidend ist allein, ob die versicherte Person die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung 
erkannt hat oder erkennen musste (zum Ganzen auch: SVR 2006 Nr. 13 S. 46, E. 1.1; Urteil 
des Bundesgerichts vom 22. März 2013, 8C_932/2012, E. 2.2; je mit zahlreichen Hinweisen). 
Als Unbeteiligter im Sinne der Ausnahme in Art. 49 Abs. 2 lit. a Teilsatz 2 UVV gilt folglich nur, 

 

 
 
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wer die Raufenden oder Schlagenden weder durch Worte noch durch Taten unterstützt 
(ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Die Leistungskürzung oder –verneinung gemäss Art. 37-39 UVG, 
Freiburg 1993, S. 265).  
 
7.4 Vorab ist die Frage zu beantworten, ob es sich bei den Ereignissen am 26. Oktober 
2013 – wie die Beschwerdegegnerin annimmt – um ein einzelnes Geschehen oder um zwei 
abgeschlossene Vorfälle gehandelt hat. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann die 
Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zeitlich 
nicht als beendet gelten, solange nicht alle Beteiligten klar erkennbar mit dem verbal oder 
handgreiflich ausgefochtenen Streit aufgehört haben und nicht mit einer Fortsetzung bei nächs-
ter Gelegenheit gerechnet werden muss (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Mai 2010, 
8C_997/2009, E. 4.3; SVR 2006 Nr. 13 S. 46, E. 1.3; je mit Hinweisen). Dies ist vorliegend mit 
Bezug auf den ersten Vorfall vor dem Nachtclub F.____ zu bejahen. Zwar stehen beide Vorfälle 
in einem relativ engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang. Nach dem Erscheinen der 
Türsteher haben sich der Beschwerdeführer und C.____ jedoch getrennt. Während sich C.____ 
mit seiner Ehefrau sogleich auf den Heimweg machte, versuchte der Beschwerdeführer zu-
nächst, wieder in den Nachtclub zu gelangen. Keiner der Streitenden musste vor dem Gesche-
hen flüchten. Damit haben beide Streitenden erkennbar mit der Auseinandersetzung aufgehört. 
Es musste auch nicht mit einer Fortsetzung bei nächster Gelegenheit gerechnet werden. Das 
Verhalten der Streitenden in diesem Zeitpunkt lässt vielmehr den Schluss zu – wie ihn der Be-
schwerdeführer auch gezogen hat – dass der Streit erledigt war. Nach dem Ausgeführten han-
delte es sich bei den Geschehnissen vor dem Nachtclub und an der E.____ um zwei abge-
schlossene Vorfälle, die grundsätzlich getrennt zu beurteilen sind.  
 
7.5 Der erste Vorfall vor dem Nachtclub ist dabei von untergeordneter Bedeutung. Der Be-
schwerdeführer selbst führte in seiner Beschwerde vom 21. Mai 2014 aus, bei diesem Vorfall 
keine Verletzungen erlitten zu haben. Demgegenüber gab der Beschwerdeführer heute an, be-
reits zu diesem Zeitpunkt am Fuss verletzt worden zu sein. Dies ist aufgrund der Akten jedoch 
nicht erstellt. Fest steht, dass der Beschwerdeführer nach dem Vorfall vor dem Nachtclub den 
Heimweg nach G.____ zu Fuss antrat und die Schmerzen nach eigenen Angaben erst verspürt 
habe, als er C.____ beim Einsteigen in sein Fahrzeug habe aufhalten wollen und zu diesem 
Zweck auf ihn zugelaufen sei. Es ist folglich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
anlässlich des ersten Vorfalls zumindest keine erheblichen Verletzungen erlitten hat. Vielmehr 
sind die Verletzungen des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die 
zweite tätliche Auseinandersetzung an der E.____ zurückzuführen. Zu diesem Zeitpunkt ist 
auch eine medizinische Behandlung notwendig geworden.   
 
7.6 Streitig und zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer sich im Rahmen des zweiten Vor-
falls an der E.____ an einer Schlägerei oder Rauferei beteiligt hat. Ausgehend von dem vorste-
hend geschilderten massgeblichen Sachverhalt (vgl. E. 5.1 und 5.3 sowie E. 6 hiervor) steht 
fest, dass der Beschwerdeführer seinen Heimweg aufgab und in die I.____strasse ging, als er 
C.____ und seine Ehefrau erblickte. Fest steht ebenfalls, dass er C.____ zurief, als dieser im 
Begriff war, in sein Fahrzeug zu steigen. Vor dem Zuruf rannte der Beschwerdeführer zumin-
dest ein kurzes Stück auf das vorangehende Paar zu. Im Lichte der strengen Rechtsprechung 

 

 
 
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des Bundesgerichts (vgl. E. 7.3 hiervor) ist in diesem Verhalten eine Beteiligung im Sinne von 
Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu sehen, denn es schloss unter objektiver Betrachtungsweise und für 
den Beschwerdeführer erkennbar die – dann auch verwirklichte –Gefahr ein, in Tätlichkeiten 
überzugehen oder solche nach sich zu ziehen. Dass C.____ sich durch das Hinzurennen und 
Zurufen angegriffen fühlen könnte, hätte dem Beschwerdeführer aufgrund der Ereignisse vor 
dem Nachtclub F.____ bewusst gewesen sein müssen. Mit Sicherheit gewusst haben musste 
der Beschwerdeführer jedoch – wie auch die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt –  
aufgrund der vorangegangenen Ereignisse insbesondere auch, dass C.____ bereit war, an die-
sem Abend mit heftiger, unangebrachter Gewalt zu reagieren. Dennoch hat der Beschwerde-
führer beim Erblicken von C.____ und seiner Ehefrau seine Route geändert, um ihnen zu folgen 
und sie zu konfrontieren. Das Verhalten des Beschwerdeführers erscheint damit als eine we-
sentliche Ursache des Unfalles. Nicht entscheidend ist nach ständiger Rechtsprechung des 
Bundesgerichts, dass der Beschwerdeführer die – verständlicherweise beängstigende –
Drohung der „Blutrache“ aus der Welt schaffen wollte. Unerheblich ist ferner – entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers – auch, dass die Gewalttätigkeiten augenscheinlich einsei-
tig von C.____ ausgegangen sind. Massgeblich ist vielmehr einzig, dass objektiv betrachtet das 
Risiko einer tätlichen Auseinandersetzung bestand und diese für den Beschwerdeführer er-
kennbar war. Das Eingehen dieses Risikos genügt bereits, um den Tatbestand der Beteiligung 
an einer Schlägerei oder Rauferei zu erfüllen. Da ausserdem der Kausalzusammenhang zwi-
schen dem Verhalten des Beschwerdeführers und den am 26. Oktober 2013 zugezogenen Ver-
letzungen zu bejahen ist, sind die Voraussetzungen für eine Anwendung von Art. 49 Abs. 2 lit. a 
UVV gegeben. Eine Prüfung des Tatbestands der starken Provokation (Art. 49 Abs. 2 lit. b 
UVV) erübrigt sich damit. Die Kürzung der Taggeldleistungen im Umfang von 50% durch die 
Beschwerdegegnerin ist zu Recht erfolgt. Die Beschwerde ist nach dem Ausgeführten abzuwei-
sen.  
 
8.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. 
 
8.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wettzu-
schlagen. 
 
 
  

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
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