# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c55f6424-abfe-5385-9c73-b6f7a2032ca7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 19.06.2024 ZK2 2023 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2023-14_2024-06-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 19. Juni 2024
ZK2 2023 14 und 19

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichterin Bettina Krienbühl und Kantonsrichter Josef Reichlin,
Gerichtsschreiber Claude Brüesch.

In Sachen A.________,
Gesuchsgegnerin, Berufungsführerin und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Fürsprecher B.________,

gegen

C.________,
Gesuchsteller, Berufungsgegner und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

betreffend vorsorgliche Massnahmen (im Scheidungsverfahren)
(Berufungen gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirk Höfe vom 
28. Februar 2023, ZES 2022 22);-

hat die 2. Zivilkammer,

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nachdem sich ergeben: 

A. Die Parteien heirateten am ________. Ihrer Ehe entsprossen die Kinder 
F.________ und G.________ (Vi-KB 1).

B. Am 7. Oktober 2020 verfügte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe 
was folgt:

[…]

4.1 Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den 
Unterhalt von F.________ für Juni 2019 bis und mit Juli 2021 
CHF 7’176.- pro Monat zu bezahlen, wovon CHF 1’955.- als Be-
treuungsunterhalt, und ab August 2021 CHF 6’751.- pro Monat, 
wovon CHF 1’030.- als Betreuungsunterhalt.

Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der 
Gesuchsgegner diese für F.________ tatsächlich beziehen kann.

4.2 Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den 
Unterhalt von G.________ für Juni 2019 bis und mit Juli 2021 
CHF 6’994.- pro Monat zu bezahlen, wovon CHF 1’955.- als 
Betreuungsunterhalt, und ab August 2021 CHF 4’699.- pro Monat, 
wovon CHF 1’030.- als Betreuungsunterhalt.

Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der 
Gesuchsgegner diese für G.________ tatsächlich beziehen kann.

[…]

5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an ihren 
persönlichen Unterhalt von Juni 2019 bis und mit Juli 2021 
CHF 10’669.- pro Monat und ab August 2021 CHF 12’104.- pro 
Monat zu bezahlen.

[…]

Die von C.________ dagegen erhobene Berufung hiess die 2. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts mit Beschluss ZK2 2020 67 vom 27. Juli 2021 teilweise 
gut, hob die Dispositiv-Ziffern 4.1, 4.2 und 5 der Verfügung der Einzelrichterin 
am Bezirksgericht Höfe vom 7. Oktober 2020 auf und ersetzte sie wie folgt:

4.1 Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den 
Unterhalt von F.________ für Juni 2019 bis und mit Juli 2021 
CHF 5’683.- pro Monat zu bezahlen, wovon CHF 1’955.- als Be-

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treuungsunterhalt, und ab August 2021 CHF 5’316.- pro Monat, 
wovon CHF 1’180.- als Betreuungsunterhalt.

Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der 
Gesuchsgegner diese für F.________ tatsächlich beziehen kann.

4.2 Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den 
Unterhalt von G.________ für Juni 2019 bis und mit Juli 2021 
CHF 6’664.- pro Monat zu bezahlen, wovon CHF 1’955.- als 
Betreuungsunterhalt, und ab August 2021 CHF 4’310.- pro Monat, 
wovon CHF 1’180.- als Betreuungsunterhalt.

Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der 
Gesuchsgegner diese für G.________ tatsächlich beziehen kann.

[…]

5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an ihren 
persönlichen Unterhalt von Juni 2019 bis und mit Juli 2021 
CHF 9’192.- pro Monat und ab August 2021 CHF 10’652.- pro Mo-
nat zu bezahlen.

C. Am 16. Juni 2021 machte C.________ beim Bezirksgericht Höfe die 
Ehescheidung rechtshängig, die unter der Verfahrensnummer ZEO 2021 41 
pendent ist.

D. Mit Eingabe vom 6. Januar 2022 ersuchte C.________ (nachfolgend: 
Gesuchsteller) um Erlass vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren 
mit folgenden Rechtsbegehren:

1. In Abänderung des Beschlusses des Kantonsgerichts Schwyz vom 
27. Juli 2021 (ZK 2020 67, Dispositiv Ziff. 1) sei der Gesuchsteller 
ab Antragsstellung zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin folgende 
Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

Kinderunterhalt für F.________: monatlich Fr. 1’870.00
Kinderunterhalt für G.________: monatlich Fr. 1’650.00
Für die Gesuchsgegnerin persönlich: monatlich Fr. 3’940.00

Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der Gesuch-
steller diese für G.________ und F.________ beziehen kann, dies 
für die weitere Dauer des Verfahrens.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Gesuchsgegnerin zzgl. MWST.

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Am 28. Februar 2023 verfügte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe was 
folgt:

1. In Gutheissung des Abänderungsgesuches werden die vom Ge-
suchsteller zu leistenden Unterhaltsbeiträge gemäss den Disposi-
tiv-Ziffern 4.1, 4.2 und 5 der Verfügung der Einzelrichterin am Be-
zirksgericht Höfe vom 7. Oktober 2020, ersetzt durch Ziffer 1 des 
Beschlusses des Kantonsgerichts Schwyz vom 27. Juli 2021 
(ZK2 2020 67), mit Wirkung ab 6. Januar 2022 wie folgt neu fest-
gesetzt:

a) Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an 
den Unterhalt von F.________ vom 6. Januar 2022 bis am 
15. Oktober 2022 CHF 4’005.00 pro Monat zu bezahlen, 
wovon CHF 1’318.00 als Betreuungsunterhalt, und ab 16. Ok-
tober 2022 CHF 3’892.00 pro Monat, wovon CHF 1’234.00 als 
Betreuungsunterhalt, zahlbar jeweils auf den ersten eines je-
den Monats.

Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der 
Gesuchsteller diese für F.________ tatsächlich beziehen 
kann.

b) Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an 
den Unterhalt von G.________ vom 6. Januar 2022 bis am 
15. Oktober 2022 CHF 3’634.00 pro Monat zu bezahlen, wo-
von CHF 1’318.00 als Betreuungsunterhalt, und ab 16. Okto-
ber 2022 CHF 3’522.00 pro Monat, wovon CHF 1’235.00 als 
Betreuungsunterhalt, zahlbar jeweils auf den ersten eines je-
den Monats.

Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der 
Gesuchsteller diese für F.________ [recte: G.________] 
tatsächlich beziehen kann.

c) Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an 
ihren persönlichen Unterhalt vom 6. Januar 2022 bis am 
15. Oktober 2022 CHF 1’963.00 pro Monat und ab 16. Okto-
ber 2022 CHF 2’075.00 pro Monat zu bezahlen, zahlbar je-
weils auf den ersten eines jeden Monats.

2. […]

3. Die Gerichtskosten von CHF 3’000.00 werden der Gesuchsgegne-
rin auferlegt.

4. Die Gesuchsgegnerin hat dem Gesuchsteller eine Parteientschä-
digung von CHF 4’500.00 zu bezahlen.

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E. a) Dagegen erhob die Gesuchsgegnerin mit Eingabe vom 7. März 2023 
fristgerecht Berufung mit folgenden Rechtsbegehren (ZK2 2023 14: 
KG-act. 1):

1. In Gutheissung der Berufung sei die Verfügung vom 28. Februar 
2023 des Bezirksgerichts Höfe mit der Geschäftsnummer ZES 
2022 22 betreffend vorsorgliche Massnahmen aufzuheben und es 
sei das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen vom 6. Januar 2022 
des Berufungsbeklagten vollumfänglich abzuweisen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich gesetzli-
che Mehrwertsteuer à zurzeit 7.7 Prozent) aller Instanzen zu Las-
ten des Berufungsbeklagten.

In prozessualer Hinsicht beantragte die Gesuchsgegnerin, es seien die Akten 

des rechtshängigen Scheidungsverfahrens mit der Geschäftsnummer 

ZEO 2021 41 zu den amtlichen Akten dieses Verfahrens herbeizuziehen.

Mit Berufungsantwort vom 26. März 2023 trug der Gesuchsteller auf Abwei-

sung der Berufung an, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

Gesuchsgegnerin (ZK2 2023 14: KG-act. 9).

Am 13. April 2023 stellte die Gesuchsgegnerin den Beweisantrag, von den 

Steuerbehörden des Kantons Schwyz seien die Veranlagungsverfügungen der 

H.________ GmbH betreffend Staats- und Gemeindesteuern sowie Direkte 

Bundessteuer der Jahre 2020 bis und mit 2022 mit den dazugehörenden 

Dossiers für die Dauer des Ehescheidungsprozesses zu den amtlichen Akten 

dieses Verfahrens zu schlagen (ZK2 2023 14: KG-act. 11). 

b) Am 15. März 2023 erhob auch der Gesuchsteller gegen die Verfügung 

der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 28. Februar 2023 Berufung mit 

folgenden Rechtsbegehren (ZK2 2023 19: KG-act. 1):

1. [Ziff. 1 erster Absatz wird nicht angefochten.] Ziff. 1.a Urteilsdispo-
sitiv (Kindesunterhalt F.________) sei aufzuheben;

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stattdessen sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Beru-
fungsbeklagten an den Unterhalt von F.________

vom 6. Januar 2022 bis 15. Oktober 2022 CHF 1889 Bar-
unterhalt und CHF 2342 Betreuungsunterhalt,

vom 16. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022 CHF 1861 Bar-
unterhalt und CHF 2175 Betreuungsunterhalt,

ab 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 CHF 2241 Bar-
unterhalt und CHF 2175 Betreuungsunterhalt,

ab 1. Januar 2024 für die weitere Dauer der Trennung 
CHF 2410 Barunterhalt und CHF 2175 Betreuungsunterhalt

zu bezahlen.

2. Ziff. 1.b Urteilsdispositiv (Kindesunterhalt G.________) sei aufzu-
heben;

stattdessen sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Beru-
fungsbeklagten an den Unterhalt von G.________

vom 6. Januar 2022 bis 15. Oktober 2022 CHF 1664 Barun-
terhalt,

vom 16. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022 CHF 1636 Bar-
unterhalt,

ab 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 CHF 2016 Barunter-
halt

ab 1. Januar 2024 für die weitere Dauer der Trennung 
CHF 2185 Barunterhalt

zu bezahlen.

3. Ziff. 1.c Urteilsdispositiv (persönlicher Unterhalt der Gesuch-
stellerin (recte: Gesuchsgegnerin) sei aufzuheben;

stattdessen sei der Berufungskläger zu ehelichem Unterhalt ge-
genüber der Berufungsbeklagten von monatlich CHF 629 vom 
6. Januar 2022 bis 15. Oktober 2022, von CHF 743 vom 16. Okto-
ber bis 31. Dezember 2022 und von CHF 1503 ab 1. Januar 2023 
bis 31. Dezember 2023 sowie CHF 1841 ab 1. Januar 2024 für die 
weitere Dauer der Trennung zu verpflichten.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beru-
fungsbeklagten, zzgl. MwSt.

Mit Berufungsantwort vom 30. März 2023 stellte die Gesuchsgegnerin folgen-
de Gegenrechtsbegehren (ZK2 2023 19: KG-act. 8):

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Sämtliche Anträge des Berufungsklägers seien abzuweisen; unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Die Berufungsbeklagte hält an der eigenen Berufung im Verfahren 
mit der Geschäfts-Nr. ZK2 2023 14 fest und stellt die dortigen Be-
rufungsanträge im vorliegende Verfahren anschlussberufungswei-
se:

1. In Gutheissung der Berufung sei die Verfügung vom 28. Februar 
2023 des Bezirksgerichts Höfe mit der Geschäftsnummer 
ZES 2022 22 betreffend vorsorgliche Massnahmen aufzuheben 
und es sei das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen vom 6. Ja-
nuar 2022 des Berufungsbeklagten vollumfänglich abzuweisen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich gesetzli-
che Mehrwertsteuer à zurzeit 7.7 Prozent) aller Instanzen zu 
Lasten des Berufungsbeklagten.

In prozessualer Hinsicht beantragte die Gesuchsgegnerin:

3. Es seien die Akten des rechtshängigen Scheidungsverfahrens mit 
der Geschäftsnummer ZEO 2021 41 (Ehescheidungsverfahren) 
und des Verfahrens vorsorgliche Massnahmen im Ehescheidungs-
verfahren (Geschäfts-Nr. ZES 2022 22) zu den amtlichen Akten 
dieses Verfahrens herbeizuziehen.

4. Die beiden Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht Schwyz, 
nämlich die Berufung der Berufungsbeklagten, der Ehegattin, mit 
der Geschäfts-Nr. ZK2 2023 14 und die Berufung des Berufungs-
klägers, des Ehegatten, mit der Geschäfts-Nr. ZK2 2023 19, seien 
zu vereinigen.

5. Der Berufungskläger sei richterlich anzuweisen,

- die Geschäftsabschlüsse der H.________ GmbH der Jahre 
2020, 2021 und 2022, und

- die Steuerverfügungen der H.________ GmbH der Jahre 2020, 
2021 und 2022 und

- die persönlichen Steuerverfügungen der Jahre 2020, 2021 und 
2022

- mit den dazugehörenden Steuererklärungen mit allen Beilagen,

- die weiteren Suchbemühungen zwecks neuer Mandate und 
neuer Anstellung und damit verbundene Korrespondenz ab 
dem 1. Januar 2019 bis heute

zu edieren.

Kantonsgericht Schwyz 8

c) Nachdem die Parteien in der Folge weitere Eingaben machten (ZK2 

2023 14: KG-act. 13 und 15 = ZK2 2023 19: KG-act. 10 und 12), änderte der 

Gesuchsteller am 4. September 2023 seine Berufungsbegehren wie folgt (ZK2 

2023 14: KG-act. 17; ZK2 2023 19: KG-act. 14): 

1. [Ziff. 1 erster Absatz wird nicht angefochten.] Ziff. 1.a Urteilsdispo-
sitiv (Kindesunterhalt F.________) sei aufzuheben;

stattdessen sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Beru-
fungsbeklagten an den Unterhalt von F.________

vom 6. Januar 2022 bis 15. Oktober 2022 CHF 1889 Bar-
unterhalt und CHF 2342 Betreuungsunterhalt,

vom 16. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022 CHF 1861 Bar-
unterhalt und CHF 275 Betreuungsunterhalt,

ab 1. Januar 2023 bis 31. Oktober 2023 CHF 2241 Barunterhalt 
und CHF 275 Betreuungsunterhalt,

ab 1. November 2023 für die weitere Dauer der Trennung 
CHF 1’680.00 Barunterhalt

zu bezahlen.

2. Ziff. 1.b Urteilsdispositiv (Kindesunterhalt G.________) sei aufzu-
heben;

stattdessen sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Beru-
fungsbeklagten an den Unterhalt von G.________

vom 6. Januar 2022 bis 15. Oktober 2022 CHF 1664 Barun-
terhalt,

vom 16. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022 CHF 1636 Bar-
unterhalt,

ab 1. Januar 2023 bis 31. Oktober 2023 CHF 2016 Barunterhalt

ab 1. November 2023 für die weitere Dauer der Trennung 
CHF 1’455 Barunterhalt

zu bezahlen.

3. Ziff. 1.c Urteilsdispositiv (persönlicher Unterhalt der Gesuch-
stellerin [recte: Gesuchsgegnerin]) sei aufzuheben;

stattdessen sei der Berufungskläger zu ehelichem Unterhalt ge-
genüber der Berufungsbeklagten von monatlich CHF 629 vom 
6. Januar 2022 bis 15. Oktober 2022, von CHF 743 vom 16. Okto-
ber 2022 bis 31. Oktober 2023 und von CHF 600 ab 1. November 
2023 für die weitere Dauer der Trennung zu verpflichten.

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4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ge-
suchstellerin [recte: Gesuchsgegnerin].

Mit Stellungnahme vom 18. September 2023 beantragte die Gesuchsgegnerin 

die Abweisung der Berufungsänderung und hielt an ihren Berufungsbegehren 

und ihrem Beweisantrag fest (ZK2 2023 14: KG-act. 19 = ZK2 2023 19: 

KG-act. 16). Nach einer weiteren Eingabe des Gesuchstellers vom 12. Okto-

ber 2023 (ZK2 2023 14: KG-act. 20 = ZK2 2023 19: KG-act. 17) vereinigte die 

Prozessleitung mit Verfügung vom 25. Oktober 2023 die Berufungsverfahren 

ZK2 2023 14 und ZK2 2023 19, ordnete die Weiterführung der Berufungsver-

fahren im Dossier ZK2 2023 14 an und erliess verschiedene 

Editionen (ZK2 2023 14: KG-act. 21; ZK2 2023 19: KG-act. 18), worauf Frau 

I.________, die neue Lebenspartnerin des Gesuchstellers, und die Parteien 

weitere Eingaben und Dokumente einreichten (ZK2 2023 14: KG-act. 22, 23, 

24, 26, 27, 29, 31, 34, 36 und 38);-

in Erwägung:

1. a) Für vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren sind die Be-

stimmungen über die Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft 

sinngemäss anwendbar (Art. 276 Abs. 1 i.V.m. 271 ff. ZPO und Art. 172 ff. 

ZGB), was auch für die Abänderung von Eheschutzmassnahmen zu gelten 

hat. Die vom Eheschutzgericht angeordneten Massnahmen dauern weiter 

(Art. 276 Abs. 2 Satz 1 ZPO) und fallen grundsätzlich mit Rechtskraft des Ent-

scheides in der Hauptsache von Gesetzes wegen dahin (Art. 268 Abs. 2 

ZPO). 

Kantonsgericht Schwyz 10

b) Ändern sich die Verhältnisse, so passt das Scheidungsgericht auf Be-

gehren eines Ehegatten die Eheschutzmassnahmen an oder hebt sie auf, 

wenn ihr Grund wegfiel (Art. 276 Abs. 2 ZPO und Art. 179 Abs. 1 ZGB).

Eine Abänderung von Eheschutzmassnahmen setzt voraus, dass seit der 

Rechtskraft des Urteils eine wesentliche und dauerhafte Veränderung eintrat. 

Ein Abänderungsgrund liegt ebenso vor, wenn die tatsächlichen Feststellun-

gen, die dem Massnahmenentscheid zugrunde lagen, sich nachträglich als 

unrichtig erweisen oder nicht wie vorhergesehen verwirklichen oder dass sich 

der ursprüngliche Entscheid als nicht gerechtfertigt erweist, weil dem Mass-

nahmengericht wesentliche Tatsachen nicht bekannt waren (BGE 147 III 617 

E. 3.1; BGer, Urteil 5A_276/2021 vom 29. September 2021 E. 4.1). 

Grundsätzlich müssen die Veränderung und mit ihr die Kriterien der Wesent-

lichkeit und der Dauerhaftigkeit im Zeitpunkt der Rechtshängigkeit des Abän-

derungsverfahrens eingetreten sein (BGE 137 III 604 E. 4.1.1 = Pra 101, 

2012, Nr. 62; BGer, Urteil 5A_874/2019 vom 22. Juni 2020 E. 3.2; Staub, Die 

Abänderung familienrechtlicher Entscheide, 2022, N 229). Diese Vorgabe gilt 

namentlich dann, wenn die auf Abänderung klagende Partei mit der Anhän-

gigmachung des Abänderungsverfahrens eine vorsorgliche Massnahme für 

die Dauer des Abänderungsverfahrens beantragt (BGer, Urteil 5A_874/2019 

vom 22. Juni 2020 E. 3.2). Lagen zum Zeitpunkt der Rechtshängigkeit noch 

keine veränderten Verhältnisse vor, verändern sich diese aber während des 

Verfahrens, stellt dies in der Regel ein zu berücksichtigendes Novum dar 

(Staub, a.a.O., N 231). Spätestens im Zeitpunkt des Abänderungsentscheids 

müssen die Abänderungsvoraussetzungen erfüllt sein (BGer, Urteile 

5A_874/2019 vom 22. Juni 2020 E. 3.2 und 5A_428/2014 vom 22. Juli 2014 

E. 6.2; Staub, a.a.O., N 231). Veränderten sich die Verhältnisse per Rechts-

hängigkeit noch nicht, steht aber fest oder bestehen konkrete Anhaltspunkte 

dafür, dass sich die Verhältnisse künftig, d.h. erst nach dem Abänderungsent-

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scheid verändern werden, sind auch diese künftigen Veränderungen zu 

berücksichtigen. Rein hypothetische und unsichere zukünftige Tatsachen bil-

den dagegen keinen Abänderungsgrund (BGer, Urteil 5A_874/2019 vom 

22. Juni 2020 E. 3.2; Staub, a.a.O., N 232). 

Eine Anpassung ist ausgeschlossen, wenn die veränderte Sachlage in 

rechtsmissbräuchlicher Weise durch den die Anpassung verlangenden Ehe-

gatten herbeigeführt wurde, so z.B. durch grundlose Aufgabe der Erwerbs-

tätigkeit (BGE 143 III 233 S. 237 E. 3.4; Fankhauser, in: Oberham-

mer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar, Schweizerische Zivilprozessord-

nung, 3. A. 2021, Art. 179 ZPO N 3 m.H.). Dasselbe gilt bei absichtlichem 

Verschweigen relevanter Tatsachen (Fankhauser, a.a.O., Art. 179 ZGB N 3; 

Hausheer/Reusser/Geiser, in: Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar, Schwei-

zerisches Zivilgesetzbuch, Das Familienrecht, Das Eherecht, Die Wirkungen 

der Ehe im Allgemeinen, Art. 159–180 ZGB, 2. A. 1999, Art. 179 ZGB N 8a). 

Für eine Abänderung kommen mit Bezug auf den Unterhalt sämtliche Um-

stände in Betracht, die für dessen Berechnung von Bedeutung sind, insbe-

sondere Änderungen in der Erwerbstätigkeit oder der Wohnsituation eines 

Ehegatten, so etwa wenn eine Anstellung gefunden oder beendet wird oder, 

wenn einer der Ehegatten einen neuen Wohnpartner findet (BGer, Urteil 

5A_120/2021 vom 11. Februar 2022 E. 5.3.1). 

Ist die Voraussetzung der wesentlichen und dauerhaften Veränderung erfüllt, 

setzt das Gericht den Unterhaltsbeitrag in pflichtgemässer Ausübung seines 

Ermessens neu fest. Hierzu sind auch die übrigen Berechnungselemente, die 

dem abzuändernden Entscheid zugrunde lagen, auf den neuesten Stand zu 

bringen, und zwar unabhängig davon, ob diese sich derart veränderten, dass 

sie ihrerseits Grund für die Abänderung des Unterhaltsbeitrags setzen könn-

ten (BGer, Urteil 5A_120/2021 vom 11. Februar 2022 E. 5.3.1 m.H. auf 

BGE 138 III 289 E. 11.1.1 [zu Art. 129 ZGB]; BGer, Urteile 5A_276/2021 vom 

Kantonsgericht Schwyz 12

29. September 2021 E. 4.1 und 5A_1018/2015 vom 8. Juli 2016 E. 4). Sodann 

sind die dem ersten Unterhaltsurteil zu Grunde liegenden Verhältnisse (je Ein-

kommen und Bedarf) den aktualisierten Verhältnissen gegenüberzustellen. 

Aufgrund dieser Gegenüberstellung gilt es schliesslich zu beurteilen, ob eine 

hinreichend bedeutende Veränderung der Verhältnisse gegeben ist, um eine 

Neuverteilung der Unterhaltslasten zu rechtfertigen (BGer, Urteil 5A_120/2021 

vom 11. Februar 2022 E. 5.3.1).

c) Strittig im vorliegenden Berufungsverfahren ist zum einen der Kinderun-

terhalt. Diesbezüglich gilt der Untersuchungs- und Offizialgrundsatz nach 

Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO. Ehegatten- und Kindesunterhaltsbeiträge bilden 

aus der Sicht der finanziellen Leistungsfähigkeit des Schuldners ein Ganzes, 

so dass sich die Untersuchungsmaxime ebenso auf die Tatsachengrundlage 

für die Bestimmung des Ehegattenunterhalts auswirkt (BGer, Urteil 

5A_141/2014 vom 28. April 2014 E. 3.4). Gestützt auf die 

Untersuchungsmaxime ist das Gericht verpflichtet, den Sachverhalt von 

Amtes wegen zu erforschen bzw. alle Elemente in Betracht zu ziehen, die 

entscheidwesentlich sind (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO; BGer, Urteil 

5A_485/2012 vom 11. September 2012 E. 5; Mazan/Steck, in: Spüh-

ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess-

ordnung, 3. A. 2017, Art. 296 ZPO N 12 m.H. auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 

[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, 

Art. 296 ZPO N 11). Die Bestimmung von Art. 296 ZPO gilt ebenfalls vor der 

kantonalen Rechtsmittelinstanz 

(BGE 137 III 617 E. 4.5.2 S. 620). Aber auch bei Geltung der unbeschränkten 

Untersuchungsmaxime bleibt das Sammeln des Prozessstoffes in erster Linie 

Sache der Parteien. Diese sind nach dem Grundsatz von Treu und Glauben 

zur Mitwirkung verpflichtet, weil sie den Prozessstoff am besten kennen. Da-

her sind die Parteien ebenso wenig davon entbunden, eigene Beweisanträge 

Kantonsgericht Schwyz 13

zu stellen und Beweismittel einzureichen (Mazan/Steck, a.a.O., Art. 296 ZPO 

N 12 f. m.H. auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Gemäss dem für 

den Kinderunterhalt geltenden Offizialgrundsatz entscheidet das Gericht ohne 

Bindung an die Parteianträge. Hinsichtlich des Ehegattenunterhalts ist das 

Gericht indessen an die Parteianträge gebunden, weshalb es nicht befugt ist, 

einem Ehegatten von Amtes wegen mehr an Unterhalt zuzusprechen als er 

verlangt (BGE 149 III 172 E. 3.4.1).

d) Im Eheschutzverfahren und im entsprechenden Abänderungsverfahren 

genügt es, die behaupteten Tatsachen glaubhaft zu machen (BGE 138 III 97 

E. 3.4.2; BGer, Urteile 5A_530/2022 vom 11. November 2022 E. 2.2 und 

5A_928/2016 vom 22. Juni 2017 E. 3.2).

e) Bei Verfahren mit Geltung der unbeschränkten Untersuchungsmaxime 

nach Art. 296 Abs. 1 ZPO können die Parteien im Berufungsverfahren neue 

Tatsachen und Beweismittel bis zur Urteilsberatung auch dann vorbringen, 

wenn die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht gegeben sind 

(BGE 148 III 270 E. 6.4, 147 III 301 E. 2.2 und 144 III 349 E. 4.2.1 S. 352 = 

Pra 2019 Nr. 88; BGer, Urteil 5A_1032/2019 vom 9. Juni 2020 E. 4.2).

2. Im Beschluss ZK2 2020 67 vom 27. Juli 2021 rechnete die 2. Zivilkam-

mer des Kantonsgerichts dem Gesuchsteller ein Einkommen von gerundet 

Fr. 34’385.00 pro Monat an, das dieser als selbständig Erwerbender mit der 

H.________ GmbH erwirtschaftete (Vi-KB 1, E. 2d S. 13).

Die Vorinstanz setzte im Abänderungsentscheid vom 28. Februar 2023 das 

monatliche Nettoeinkommen des Gesuchstellers ab 1. Januar 2022 auf ge-

rundet Fr. 16’059.00 (inkl. Bonus und ½ Spesenpauschale resp. Fr. 350.00, 

zuzüglich Kinderzulagen von je Fr. 300.00) fest, das dieser als Managing 

Consultants seit 1. Januar 2022 bei der J.________ AG erzielt habe 

Kantonsgericht Schwyz 14

(angef. Verfügung, E. 2.1 S. 13, E. 2.2 S. 16 und E. 3.2 S. 20 f.). Zur Begrün-

dung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, dem Gesuchsteller könne 

kein höheres, hypothetisches Einkommen angerechnet werden, weil es ihm 

derzeit nicht möglich sei, das auf der Basis seiner selbständigen Tätigkeit ge-

nerierte Einkommen zu erwirtschaften, da er trotz intensiver Anstrengungen 

ab November 2021 keine neuen Mandate für die H.________ GmbH habe 

abschliessen können und nicht zu erwarten sei, dass sich daran in den ersten 

Monaten des Jahres 2022 zugunsten des Gesuchstellers etwas verändert 

hätte. Ausserdem werde bei einer Festanstellung das offensive Akquirieren 

oder Bewerben von der Arbeitgeberin kaum gern gesehen, da die J.________ 

AG und die H.________ GmbH sich um die gleichen Mandate bemühen dürf-

ten. Ebenso wenig sei davon auszugehen, dass sich die unselbständige 

Vollzeitarbeitsstelle bei der J.________ AG mit einem selbständigen Bera-

tungsmandat vereinbaren lasse. Dem Gesuchsteller könne im Wissen um das 

Ende des Vertragsverhältnisses mit der K.________ per 31. Dezember 2021 

nicht zum Vorwurf gereichen, den Anstellungsvertrag mit der J.________ AG 

unterzeichnet zu haben, zumal die vereinbarte Gesamtvergütung eher hoch 

zu sein scheine (angef. Verfügung, E. 2.2-2.4 S. 14-17). Ob der Gesuchsteller 

seiner gemäss kantonsgerichtlichem Beschluss vom 27. Juli 2021 bestehen-

den Unterhaltspflicht tatsächlich nicht nachgekommen sei und bis März 2022 

Unterhaltsausstände von ca. Fr. 250’000.00 angefallen seien und wie hoch 

das Einkommen des Gesuchstellers bis und mit Dezember 2021 gewesen sei, 

sei für die Beurteilung des Abänderungsantrags nicht von Belang, weil der 

genannte Entscheid des Kantonsgerichts unangefochten geblieben und bis 

Ende 2021 Gültigkeit habe, da der Gesuchsteller erst per "1." Januar 2022 die 

Abänderung des Unterhaltsentscheids verlange (angef. Verfügung, E. 2.5 

S. 17 f.). Der Gesuchsteller habe anfangs 2022 davon ausgehen dürfen, dass 

sich sein Einkommen auf ungewisse Zeit und somit dauerhaft im Sinne von 

Art. 179 ZGB um rund 50 % und somit erheblich reduziert habe. Er habe sein 

Abänderungsbegehren somit nicht zu früh eingereicht. Im Weiteren führte die 

Kantonsgericht Schwyz 15

Vorinstanz aus, weshalb es dem Gesuchsteller nicht zumutbar sei, (einseitig) 

sein Vermögen anzuzehren, um die gemäss Eheschutzentscheid geschulde-

ten Unterhaltsbeiträge zu decken (angef. Verfügung, E. 2.6 S. 18 f.). Es gebe 

keinen Hinweis darauf, dass die Organe der J.________ AG mit dem Gesuch-

steller zum Nachteil der Gesuchsgegnerin und der gemeinsamen Kinder pak-

tiere (angef. Verfügung, E. 2.7 S. 19 f.).

2.1 a) Der Gesuchsteller rügt mit Berufungseingabe vom 15. März 2023, das 

von der Vorinstanz ihm ab 1. Januar 2022 angerechnete tatsächliche Netto-

einkommen von Fr. 16’059.00 sei zu hoch. Ihm sei im Jahr 2022 kein Bonus 

ausbezahlt worden, weshalb sein Nettolohn Fr. 12’765.00 betragen habe, was 

durch den entsprechenden Lohnausweis für das Jahr 2022 belegt werde. 

Auch in der Zielvereinbarung werde festgehalten, die Auszahlung des varia-

blen Gehaltsanteils erfolge mit der Gehaltszahlung im März 2023 

(ZK2 2023 19: KG-act. 1, S. 5-7 N 13-22). Die Gesuchsgegnerin äussert sich 

nicht dazu (ZK2 2023 19: KG-act. 8, S. 37 N 7.8).

Am 20./21. Dezember 2021 schloss der Gesuchsteller mit der J.________ AG 

einen Anstellungsvertrag ab mit Stellenantritt per 1. Januar 2022 (Vi-KB 28). 

Gemäss Lohnausweis 2022 der J.________ AG vom 17. Februar 2023 betrug 

der Nettolohn des Gesuchstellers Fr. 148’989.00 (ZK2 2023 19: KG-act. 1/2). 

Unbestritten ist die Hälfte der dem Gesuchsteller ausbezahlten Pauschalspe-

sen von Fr. 8’400.00 (ZK2 2023 19: KG-act. 1/2), mithin Fr. 4’200.00, zum 

Einkommen hinzuzurechnen, sodass daraus ein fixer Lohn von insgesamt 

Fr. 153’189.00 resp. ein solcher von Fr. 12’765.75 pro Monat resultiert. Dass 

dem Gesuchsteller im Jahr 2022 kein Bonus ausbezahlt wurde, ergibt sich 

ebenfalls aus der Zielvereinbarung vom 20./21. Dezember 2021, worin die 

Parteien vereinbarten, dass bei Erreichung der definierten Ziele ein variabler 

Gehaltsanteil mit der Gehaltszahlung im März 2023 vergütet werde 

(Vi-KB 28; ZK2 2023 19: KG-act. 1/3). Dieser Bonusanteil wird beim Einkom-

Kantonsgericht Schwyz 16

men für das Jahr 2023 zu berücksichtigen sein, zumal nach dem Anstellungs-

reglement der J.________ AG vom 1. Januar 2021 beim Austritt (Ende der 

Kündigungsfrist im betreffenden Geschäftsjahr) dem Mitarbeiter keine erfolgs-

abhängige, variable Vergütung für das laufende Jahr zusteht (ZK2 2023 19: 

KG-act. 1/4, S. 7 N 5.2). Daher erzielte der Gesuchsteller im Jahre 2022 ein 

tatsächliches Nettoeinkommen von Fr. 12’765.75 pro Monat.

b) Für das Jahr 2023 macht der Gesuchsteller mit Berufungseingabe vom 

15. März 2023 geltend, er habe lediglich Anspruch auf 9/12 des Bonus 

bzw. Fr. 35’346.00 (Fr. 54’800.00 x 0.86 x 9/12), sodass sein Nettoeinkommen 

2023 Fr. 176’730.00 ([Fr. 164’400.00 + Fr. 41’100.00] x 0.86) bzw. monatlich 

Fr. 15’077.00 (inkl. Spesenpauschale von Fr. 350.00) betrage (ZK2 2023 19: 

KG-act. 1, S. 7 f. N 23-29). Am 25. April 2023 bringt der Gesuchsteller neu 

vor, seine Arbeitgeberin habe den individuellen Bonus um 10 % gekürzt und 

ihm im April 2023 lediglich eine Bonuszahlung von Fr. 31’811.00 ausgerichtet, 

was monatlich Fr. 2’651.00 entsprächen. Daher betrage sein Bruttoeinkom-

men für das Jahr 2023 Fr. 173’195.00 ([Fr. 164’400.00 fix + Fr. 36’990.00 

Bonus] x 0.86) und somit Fr. 14’432.00 netto pro Monat, zuzüglich der Pau-

schale von Fr. 350.00, mithin insgesamt Fr. 14’782.00 (ZK2 2023 19: 

KG-act. 10). Die Gesuchsgegnerin macht mit Eingabe vom 8. Mai 2023 keine 

substanziierten Ausführungen dazu, sondern bringt nur pauschal vor, es sei 

nicht einsichtig, weshalb sich der Gesuchsteller mit einem Einkommen von 

Fr. 14’432.00 pro Monat begnüge (ZK2 2023 19: KG-act. 12, S. 5 N 5.1).

Nach der Zielvereinbarung vom 20./21. Dezember 2021 und dem Anstellungs-

reglement vom 1. Dezember 2021 wird bei der Berechnung des individuellen, 

variablen Lohnanteils die dreimonatige Probezeit nicht einbezogen (Vi-KB 28; 

ZK2 2023 19: KG-act. 1/2 und 1/4, S. 7 N 5.2). Ausserdem richtete die 

J.________ AG gemäss der Lohnabrechnung per 30. April 2023 dem Ge-

suchsteller einen variablen Lohnanteil von tatsächlich Fr. 36’990.00 brutto aus 

Kantonsgericht Schwyz 17

(ZK2 2023 19: KG-act. 10/1). Dabei machte die J.________ AG offenbar aber 

von der in der Zielvereinbarung vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch, wegen 

des mässigen Geschäftsganges den individuellen Bonus des Gesuchstellers 

um 10 % zu kürzen (ZK2 2023 19: KG-act. 10). Zudem ist dem Umstand 

Rechnung zu tragen, dass der Gesuchsteller per 1. August 2023 eine neue 

Arbeitsstelle antrat (vgl. E. 2.1c nachfolgend). Daher erzielte der Gesuchstel-

ler unter Berücksichtigung der unbestrittenen Abzüge für Sozialversiche-

rungsbeiträge von gerundet 14 % (vgl. angef. Verfügung, E. 2.1 S. 13) und der 

monatlichen Spesenpauschale von Fr. 350.00 vom 1. Januar 2023 bis 

31. Juli 2023 ein monatliches Nettoeinkommen von effektiv Fr. 16’676.50 

([Fr. 13’700.00 x 7 + Fr. 36’990.00] x 0.86 x 1/7 + Fr. 350.00).

c) Am 4. September 2023 bringt der Gesuchsteller neu vor, er und die 

J.________ AG seien übereingekommen, das Arbeitsverhältnis per 

31. Juli 2023 aufzulösen. Per 1. August 2023 habe er bei der L.________ AG 

eine neue Arbeitsstelle gefunden. Er erhalte Fr. 120.00 brutto pro effektive 

(dem Kunden verrechnete) Arbeitsstunde. Bei Annahme von acht Stunden pro 

Tag und 230 Tagen pro Jahr resultiere daraus ein Bruttolohn von jährlich 

Fr. 220’800.00 resp. monatlich Fr. 18’400.00, nach Abzug der Sozialversiche-

rungsbeiträge von 14 % ein Betrag von Fr. 15’824.00 netto pro Monat, was 

höher sei als bei der J.________ AG (ZK2 2023 19: KG-act. 14, S. 3 N 2 f.). 

Die Gesuchsgegnerin äussert sich nicht zur Höhe dieses Einkommens, son-

dern führt nur aus, es stehe nicht fest, weshalb das Arbeitsverhältnis zur 

J.________ AG aufgelöst worden und wie es zum Abschluss des neuen 

Arbeitsverhältnisses gekommen sei. Der Gesuchsteller schaffe es immer wie-

der, sofort eine neue Anstellung zu finden, wobei er immer weniger verdiene 

(ZK2 2023 19: KG-act. 16, S. 5-8 N 5.1-5.11).

Die Annahme des Gesuchstellers, dem Kunden effektiv acht Arbeitsstunden 

pro Tag zu verrechnen und an 230 Tagen pro Jahr zu arbeiten, ist unbestritten 

Kantonsgericht Schwyz 18

und nachvollziehbar, zumal gemäss Arbeitsvertrag vom 21./25. Juli 2023 eine 

wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden angestrebt wird (ZK2 2023 19: 

KG-act. 14/2, S. 1 Ziff. 6). Da gemäss dem erwähnten Arbeitsvertrag der Brut-

tostundenlohn Fr. 120.00 beträgt und kein Bonus ausbezahlt wird 

(ZK2 2023 19: KG-act. 14/2, S. 1 Ziff. 8 f.), ist davon auszugehen, dass der 

Gesuchsteller bei der L.________ AG ein tatsächliches Nettoeinkommen von 

monatlich Fr. 15’824.00 erwirtschaftet. Dieses Einkommen ist vergleichbar mit 

demjenigen, das der Gesuchsteller bei der J.________ AG erzielt hätte. Dort 

betrug sein monatlicher Grundlohn Fr. 13’700.00 brutto und sein um 10 % 

gekürzter Bruttobonus hätte ohne Abzug der Probezeit Fr. 49’320.00 betragen 

(Fr. 54’800.00 x 0.9; Vi-KB 28; ZK2 2023 19: KG-act. 1/3), was ein Nettoein-

kommen von Fr. 15’666.60 pro Monat ergibt ([Fr. 13’700.00 x 12 + 

Fr. 49’320.00] x 0.86 + Fr. 350.00). Der Stellenwechsel des Gesuchstellers 

von der J.________ AG zur L.________ AG hatte somit keine relevante Ein-

kommensänderung zur Folge.

d) Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass der Gesuchsteller ein 

monatliches Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit von effektiv 

Fr. 12’765.75 (2022) resp. Fr. 16’676.50 (1. Januar 2023 bis 31. Juli 2023) 

erzielte und seit 1. August 2023 ein solches von Fr. 15’824.00 erwirtschaftet.

2.2 a) Die Gesuchsgegnerin bringt mit Berufungsschrift vom 7. März 2023 

vor, der Gesuchsteller habe nachweislich erst ab November 2021 (ernsthafte) 

Bemühungen angestellt, neue Mandate für die H.________ GmbH oder neue 

unselbständige Anstellungen zu suchen, obwohl der Vertrag mit der 

K.________ Ende Dezember 2021 auslaufen würde, was er bereits viel länger 

gewusst habe. Der Gesuchsteller hätte auch während der rechtshängigen 

Verfahren weitere Suchbemühungen anstellen und seine Suchbemühungen 

nach neuen Mandaten für die H.________ GmbH und diesbezügliche Absa-

gen ab dem 1. Januar 2021 bis heute offenbaren müssen. Die Vorinstanz 

Kantonsgericht Schwyz 19

habe aus einer einzigen E-Mail einer Personalvermittlerin willkürlich abgelei-

tet, der Lohn des Gesuchstellers bei der J.________ AG sei überdurchschnitt-

lich hoch. Es sei notorisch, dass Mitarbeiter mit den Fachkenntnissen wie des 

Gesuchstellers bei M.________ in Zürich monatlich Fr. 30’000.00 verdienen 

würden. Dem Gesuchsteller sei es möglich und zumutbar, das mit Eheschut-

zentscheid des Kantonsgerichts vom 27. Juli 2021 festgestellte Einkommen 

von Fr. 34’385.00 pro Monat zu erzielen. Er habe die Veränderung 

bzw. Reduktion seines Einkommens prozessoptimierend und rechtsmiss-

bräuchlich herbeigeführt. Ihm sei nicht das tatsächlich erzielte Einkommen, 

sondern ein hypothetisches in der Höhe von mindestens Fr. 34’385.00 pro 

Monat anzurechnen (ZK2 2023 14: KG-act. 1, S. 7-15 N 6.1-6.6).

Der Gesuchsteller entgegnet, er habe sich bereits vor November 2021 re-

sp. schon während des ganzen Jahres 2021 und noch im Jahre 2022 intensiv, 

aber erfolglos um ein neues Mandat auf dem Markt für N.________ bemüht, 

weshalb es ihm nicht möglich gewesen sei, weiter selbständig erwerbstätig zu 

sein. Die Suche nach Mandaten während eines bestehenden Arbeitsverhält-

nisses, die der Arbeitgeber bearbeiten könnte, verletze die Treuepflicht des 

Arbeitnehmers und gelte als konkurrenzierende Tätigkeit. Das einzige Stellen-

angebot sei dasjenige der J.________ AG gewesen, weshalb er es ange-

nommen habe. Es treffe nicht zu, dass die J.________ AG und die 

H.________ GmbH nicht um die gleichen Mandate bemüht seien und sich 

nicht konkurrenzieren würden (ZK2 2023 14: KG-act. 9, S. 3-12 N 10-26). Ihm 

sei kein hypothetisches Einkommen anzurechnen (ZK2 2023 14: KG-act. 9, 

S. 2 N 7).

aa) Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge ist vom tatsächlich erzielten 

Einkommen des unterhaltsberechtigten – wie auch unterhaltsverpflichteten – 

Ehegatten auszugehen. Soweit dieses Einkommen nicht ausreicht, um den 

ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann ein hypothetisches Einkommen 

Kantonsgericht Schwyz 20

angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und möglich ist 

(BGE 143 III 233 E. 3.2 und 137 III 118 E. 2.3; BGer, Urteil 5A_107/2023 vom 

30. August 2023 E. 3.5.1). Zu den Beurteilungskriterien gehören insbesondere 

die berufliche Qualifikation, das Alter und der Gesundheitszustand des 

betreffenden Ehegatten sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt (BGE 137 III 

102 E. 4.2.2.2 S. 108 = Pra 101 Nr. 27; BGer, Urteil 5A_534/2021 vom 

5. September 2022 E. 4.3.1).

bb) Das Mandat der H.________ GmbH mit dem K.________ lief Ende De-

zember 2021 aus (Vi-KB 3). Mit Schreiben vom 29. November 2021 teilte der 

K.________ dem Gesuchsteller mit, wie bereits telefonisch vorbesprochen, 

laufe der Dienstleistungsvertrag per Ende 2021 aus und werde nicht weiterge-

führt (Vi-KB 6.1). Anhaltspunkte für eine frühere telefonische Unterredung lie-

gen nicht vor und auch die Gesuchsgegnerin behauptet dies nicht substanzi-

iert. Bis zu diesem Zeitpunkt ist dem Gesuchsteller folglich ein monatliches 

Einkommen von Fr. 34’385.00 anzurechnen.

cc) Von der Vorinstanz ausführlich dargelegt ist, dass der Gesuchsteller ab 

Ende Oktober 2021 ausreichende Suchbemühungen für neue Mandate der 

H.________ GmbH anstellte (vgl. angef. Verfügung, E. 2.2 S. 14 f. m.H. auf 

Vi-KB 7-19). Im November 2021 bewarb sich der Gesuchsteller ausserdem 

auf sechs Stellenangebote, erhielt aber immer eine Absage (Vi-KB 20-25). Am 

20./21. Dezember 2021 schloss der Gesuchsteller mit der J.________ AG 

einen Anstellungsvertrag ab mit Stellenantritt per 1. Januar 2022 (Vi-KB 28). 

Der Gesuchsteller listet im Berufungsverfahren die bereits in seiner Eingabe 

vom 25. Mai 2022 erwähnten Suchbemühungen auf, wo er festhielt, wann er 

welche Person welcher Firma kontaktiert habe, darunter auch Anfragen ab 

Mitte Juli 2021 bis Ende Oktober 2021 (ZK2 2023 14: KG-act. 9, S. 5-8; 

Vi-act. A/III, S. 7-16 N 31). Für diese Periode vermag er mit den von ihm ein-

gereichten E-Mails und SMS-Auszügen aber ohne Weiterungen keine Such-

Kantonsgericht Schwyz 21

bemühungen glaubhaft zu machen, weil nur eine SMS vom 16. Juli 2021 im 

Recht liegt (vgl. Vi-KB 14 zu Vi-act. A/III). Der Gesuchsteller legte mit Eingabe 

vom 25. Mai 2022 seine Suchbemühungen von Januar 2022 bis Mai 2022 dar 

(ZK2 2023 14: KG-act. 9, S. 7 f.; Vi-act. A/III, S. 10 f. und S. 15 f. N 31) und 

reichte rund zehn Anfragen und Absagen der Monate Januar, Februar, April 

und Mai 2022 ein (Vi-KB 14 zu Vi-act. A/III).

Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass der Gesuchsteller von Ende 

Oktober 2021 bis Mai 2022 für die H.________ GmbH neue Mandate suchte, 

aber keine fand und bereits am 20./21. Dezember 2021 mit der J.________ 

AG einen Anstellungsvertrag abschloss, um im Zeitpunkt vom 1. Januar 2022 

auf jeden Fall wieder über ein Einkommen zu verfügen. Es geht nicht an, vom 

Gesuchsteller zu verlangen, dass er mit dem Abschluss einer Festanstellung 

hätte zuwarten müssen und erst im Mai 2022 (vier Monate nach erfolgter Ein-

kommensreduktion infolge Nichtweiterführung des Dienstleistungsvertrags 

durch den K.________) ein Abänderungsgesuch zu stellen, weil er sonst, wie 

sich im Nachhinein herausstellte, zumindest in den ersten vier Monaten des 

Jahres 2022 kein Erwerbseinkommen erzielt hätte. Überdies wäre der Ge-

suchsteller Gefahr gelaufen, dass ihm in den ersten vier Monaten des Jahres 

2022 immer noch das Einkommen angerechnet worden wäre, das er gestützt 

auf seine selbständige Tätigkeit erwirtschaftete, also monatlich Fr. 34’385.00. 

Zudem kommen Abänderungsgesuchen nur in Ausnahmefällen eine weiter-

gehende Rückwirkung zu als ab Einreichung des entsprechenden Gesuchs, 

so z.B. bei unbekanntem Aufenthalt oder Landesabwesenheit der unterhalts-

pflichtigen Person, bei schwerer Krankheit der unterhaltsberechtigten Person 

oder treuwidrigem Verhalten einer der Parteien (BGer, Urteil 5A_263/2020 

vom 6. Juli 2020 E. 3.3.3).

Daher ist – entgegen dem Vorbringen der Gesuchsgegnerin (vgl. ZK2 2023 

14: KG-act. 1, S. 24) – die Dauerhaftigkeit der mit der Aufnahme einer un-

Kantonsgericht Schwyz 22

selbständigen Erwerbstätigkeit verbundenen Einkommensreduktion im Sinne 

von Art. 179 ZGB zu bejahen, auch wenn diese bei Einreichung der Abände-

rungsklage vom 6. Januar 2022 erst seit fünf Tagen bestand und als "dauer-

haft" im Sinne der Abänderungsvoraussetzungen im Einzelfall eine mehr als 

vier 

Monate dauernde Arbeitslosigkeit gilt (BGE 143 III 617 E. 5.2; gemäss 

Maier/Vetterli, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKommentar Scheidung, Band I, 

4. A. 2022, Art. 179 ZGB N 3a m.H. auf KGer SG, FamPra.ch 2003, 647, 649 

f., wonach eine Veränderung bereits dann als "dauerhaft" erscheint, wenn 

ungewiss sei, wie lange sie anhalte, weil man von einem Ehegatten nicht er-

warten dürfe, dass er etwa die Folgen eines Stellenverlusts während gerau-

mer Zeit allein trage). Dies gilt jedenfalls für den vorliegenden Fall, in dem nur 

die Verhältnisse bis zum Ende des Ehescheidungsverfahrens, das der Ge-

suchsteller mit Einreichung der Klage vom 14. Juni 2021 rechtshängig mach-

te, zu regeln sind.

Zufolge der zu bejahenden Dauerhaftigkeit ist zu schliessen, dass der Ge-

suchsteller nach Mai 2022 bis zum Ende des vorinstanzlichen Abänderungs-

verfahrens keine weiteren Mandate für die H.________ GmbH suchen muss-

te. Somit ist nicht entscheidend, ob es die Arbeitgeberin des Gesuchstellers, 

die J.________ AG (bis 31. Juli 2023) resp. die L.________ AG (ab 1. August 

2023), nicht gern sähe, dass er während des Arbeitsverhältnisses neue Man-

date für die H.________ GmbH akquiriert oder nicht und ob es sich dabei um 

die gleichen Mandate handelt. Daran vermag auch der Einwand der Gesuchs-

gegnerin nichts zu ändern, wonach im Verhältnis zu minderjährigen Kindern 

besonders hohe Anforderungen an die Ausnützung der Erwerbskraft zu stellen 

seien (KG-act. 1, S. 13 N a; vgl. auch BGer, Urteil 5A_463/2022 vom 

22. Mai 2023 E. 6.6.1 m.H.). Denn vorliegend ist nach der erfolglosen Suche 

nach neuen Mandaten von Ende Oktober 2021 bis Mai 2022 davon auszuge-

Kantonsgericht Schwyz 23

hen, dass der Gesuchsteller dauerhaft i.S.v. Art. 179 ZGB keine neuen Man-

date mehr für die H.________ GmbH finden konnte.

Unter diesen Umständen kann dem Gesuchsteller nicht vorgeworfen werden, 

die veränderte Sachlage durch grundlose Aufgabe seiner selbständigen Er-

werbstätigkeit und Aufnahme einer unselbständigen Anstellung in rechtsmiss-

bräuchlicher Weise herbeigeführt zu haben. Daran vermag der Umstand 

nichts zu ändern, wonach der Gesuchsteller bei der J.________ AG keine 

profitablen Mandate akquirieren konnte (ZK2 2023 14: KG-act. 17, S. 3 N 2), 

weil dies – entgegen dem Vorbringen der Gesuchsgegnerin (KG-act. 19, S. 7 

N 5.8) – gerade nicht dafür, sondern dagegenspricht, dass er mit Erfolg wei-

terhin für die H.________ GmbH direkt Mandate hätte akquirieren können, 

zumal die J.________ AG auf ähnlichem Gebiet tätig ist wie die H.________ 

GmbH.

dd) Wie erwähnt, bewarb sich der Gesuchsteller im November 2021 auf 

sechs Stellenangebote, erhielt aber immer eine Absage. Am 20./21. Dezem-

ber 2021 schloss er mit der J.________ AG einen Anstellungsvertrag ab mit 

Stellenantritt per 1. Januar 2022 (vgl. E. 2.1a vorne). Dort erzielte der Ge-

suchsteller ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 12’765.75 im Jahre 2022 

und ein solches von Fr. 16’676.50 vom 1. Januar 2023 bis 31. Juli 2023 

(vgl. E. 2.1a und b vorne). Seit 1. August 2023 ist der Gesuchsteller bei der 

L.________ AG angestellt, bei der er ein Nettoeinkommen von monatlich 

Fr. 15’824.00 erwirtschaftet (vgl. E. 2.1c vorne).

O.________, Senior Consultant bei der P.________ AG, führte in ihrer E-Mail 

an den Gesuchsteller Mitte November 2021 aus, bei seiner Bewerbung sei ihr 

der Lohn aufgefallen. Sie habe tolle Consultingstellen, die auf seinen Werde-

gang sehr gut passen könnten. Sie habe aber keine Stellen mit einem Jahres-

lohn ab Fr. 200’000.00. Auf die Rückmeldung des Gesuchstellers, dass er 

Kantonsgericht Schwyz 24

beim Lohn zwar etwas entgegenkommen könnte, er aber immer noch ziemlich 

über einem solchen von Fr. 200’000.00 wäre und eine Zusicherung in Bezug 

auf die Salärentwicklung benötigen würde, antwortete Frau O.________, sein 

Lebenslauf sei super, sie sehe seine tollen Erfahrungen und sein Wissen etc. 

Doch die Stellen, die sie im Consultingbereich von ihren Kunden erhalten ha-

be, die Leute mit seinen Erfahrungen und seiner Ausbildung suchen würden, 

würden niemals in diesem Lohnrange sein. Die meisten Leute mit ähnlichem 

Lebenslauf und Können sowie vergleichbaren Erfahrungen habe sie meistens 

mit einem Jahreslohn im Bereich zwischen Fr. 140’000.00 und Fr. 160’000.00 

vermitteln können (Vi-KB 22). Die Gesuchsgegnerin setzt sich mit diesen de-

taillierten Ausführungen nicht substanziiert auseinander, sondern behauptet 

nur pauschal, der Gesuchsteller würde bei M.________ in Zürich 

Fr. 30’000.00 pro Monat verdienen. Ausserdem hielt Q.________, Managing 

Partner bei der J.________ AG, in seinem an den Gesuchsteller adressierten 

Schreiben am 29. April 2022 zum im Anstellungsvertrag vom 20./21. Dezem-

ber 2021 aufgeführten Lohnangebot fest, dieses sei für die 

Position als Managing Consultant im obersten Bereich des entsprechenden 

Lohnbandes der J.________ AG (Vi-KB 17 zu Vi-act. A/III). Aufgrund dieser, 

wenn auch nur zwei im Recht liegenden Auffassungen von Personen, die den 

Markt für IT-Personal kennen, erscheint glaubhaft, dass unter Berücksichti-

gung des Ausbildungsgrades und des Alters des Gesuchstellers sowie der 

objektiven Marktsituation das vom Gesuchsteller bei der J.________ AG und 

der L.________ AG erzielte Einkommen eher im oberen Lohnbereich liegt und 

ihm bei unselbständiger Erwerbstätigkeit kein höheres Einkommen angerech-

net werden kann. 

Dass die Gesuchsgegnerin bestreitet, dass das persönliche Verhältnis zwi-

schen dem Gesuchsteller und R.________, Managing Partner bei der 

J.________ AG, für das Abänderungsverfahren ohne Bedeutung sei 

(ZK2 2023 14: KG-act. 1, S. 29 f. N 6.11; vgl. ZK2 2023 14: 

Kantonsgericht Schwyz 25

KG-act. 9, S. 17 N 49 f.), vermag nichts daran zu ändern, weil dem Gesuch-

steller nicht vorgeworfen werden kann, seine selbständige Erwerbstätigkeit 

grundlos aufgegeben und rechtsmissbräuchlicher Weise eine unselbständige 

Anstellung aufgenommen zu haben (vgl. E. 2.2a/cc vorne). Auch erscheint 

durchaus glaubhaft, dass das vom Gesuchsteller bei der J.________ AG und 

der L.________ AG erzielte Einkommen eher im oberen Lohnbereich liegt und 

ihm somit kein höheres Einkommen angerechnet werden kann 

(vgl. vorangehender Absatz). Somit ist auch nicht von einer bewusst geplan-

ten Verringerung des Einkommens durch den Gesuchsteller auszugehen.

b) aa) Die Gesuchsgegnerin macht weiter geltend, der Gesuchsteller habe 

die H.________ GmbH bis heute weder in Liquidation gesetzt noch liquidiert, 

sondern habe weiterhin deren Geschäftsführung inne. Der Gesuchsteller be-

halte seine Gesellschaft, um seine Darlehensschuld bei dieser abzubauen. 

Daraus sei zu schliessen, dass der Gesuchsteller mit der H.________ GmbH 

auch künftig viel Geld werde verdienen können, um das Darlehen mit eigenem 

Einkommen verrechnen zu können. Es lägen keine Beweise vor, ob die 

H.________ GmbH tatsächlich nicht mehr operativ tätig sei. Sobald der Ge-

suchsteller geschieden sein werde, werde er weiterhin Mandate über seine 

Gesellschaft annehmen. Es sei möglich, dass der Gesuchsteller abends und 

am Wochenende für die H.________ GmbH tätig sei und zusätzlichen Umsatz 

generiere. Auch sei zu beachten, dass der Gesuchsteller seine Anwaltskosten 

über die H.________ GmbH bezahlt habe (ZK2 2023 14: KG-act. 1, S. 24-26 

N 6.10b-d).

Der Gesuchsteller wendet ein, die H.________ GmbH sei nicht mehr operativ 

tätig und erziele keinen Umsatz. Heute arbeite er weder abends noch über 

das Wochenende für die H.________ GmbH. Aus der H.________ GmbH 

könne er kein Einkommen (Lohn oder Dividende) beziehen, um die Kontokor-

rentschuld zurückzuzahlen. Es werde bestritten, dass er seine Anwaltskosten 

Kantonsgericht Schwyz 26

über seine Gesellschaft beglichen haben soll (ZK2 2023 14: 

KG-act. 9, S. 15-17 N 41a und 47 f.).

bb) Gemäss dem von der Gesuchsgegnerin mit Berufungsschrift vom 

7. März 2023 eingereichten und gleichentags datierten Handelsregisterauszug 

des Kantons Schwyz ist die H.________ GmbH weder liquidiert noch im 

Liquidationsstadium (ZK2 2023 14: KG-act. 1/2). Diese Gesellschaft weist für 

das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz (Dienstleistungsertrag) von Fr. 0.00, 

aber gleichzeitig einen Personalaufwand von über Fr. 18’000.00 und einen 

Betriebsaufwand von insgesamt ca. Fr. 44’200.00 (ohne Abschreibungen und 

Steuern) aus. Letzterer umfasst vor allem einen Raumaufwand von 

Fr. 10’440.00, einen Verwaltungsaufwand von Fr. 23’076.90, einen Fahrzeug-

aufwand von Fr. 5’601.90 und einen Werbeaufwand von Fr. 6’065.13 

(ZK2 2023 14: KG-act. 29/1). Der Gesuchsteller erklärt nicht, weshalb diese 

Aufwände im Jahre 2022 anfielen, obwohl keine Geschäftstätigkeit mehr vor-

gelegen sein soll (ZK2 2023 14: KG-act. 24 und 29). Dabei ist überdies zu 

beachten, dass der Betriebsaufwand derselben Gesellschaft (ohne Abschrei-

bungen und Steuern) im Jahr 2021 mit rund Fr. 48’335.00 nur ca. Fr. 4’000.00 

höher war als im Jahr 2022, obwohl ein Umsatz von über Fr. 560’000.00 er-

zielt wurde (ZK2 2023 14: KG-act. 29/1). Es erscheint somit fraglich, ob der 

Gesuchsteller mit der H.________ GmbH wirklich keine Geschäfte mehr ab-

wickelte, auch wenn kein Umsatz ausgewiesen wird (ZK2 2023 14: 

KG-act. 29/1, S. 3; vgl. dazu E. 5f und g hinten). Allerdings ist davon auszu-

gehen, dass der Gesuchsteller ab 1. Januar 2022 für die J.________ AG zu 

einem Arbeitspensum von 100 % arbeitstätig war (ZK2 2023 19; KG-act. 1/3). 

Die Thematik der Rückzahlung der Darlehensschuld des Gesuchstellers ge-

genüber der H.________ GmbH ist unter dem Punkt des hypothetischen Ein-

kommens zu prüfen (vgl. E. 2.2c nachfolgend). Dass der Gesuchsteller seine 

Anwaltskosten über die H.________ GmbH bezahlt haben soll, ist weder sub-

Kantonsgericht Schwyz 27

stanziiert noch belegt. Zudem ist nicht ersichtlich, wie sich dies auf das 

tatsächlich erzielte Einkommen des Gesuchstellers ausgewirkt haben soll.

c) Die Gesuchsgegnerin bringt zudem vor, die Vorinstanz habe ausser 

Acht gelassen, dass der Gesuchsteller im Jahr 2021 nebst seinem Einkom-

men bei der H.________ GmbH ein Darlehen von Fr. 157’164.04 erwirkt und 

sachfremde Zahlungen seiner Gesellschaft an seine neue Lebenspartnerin 

(I.________) in der Höhe von Fr. 62’056.63 getätigt habe, was die Steuer-

behörden des Kantons Schwyz voraussichtlich nicht akzeptieren würden. We-

gen der Entnahme aller liquiden Mittel habe die H.________ GmbH dem Ge-

suchsteller ab dem 1. Januar 2022 keinen guten Lohn mehr ausbezahlen 

können. Die Steuerbehörden hätten bereits in den Vorjahren angekündigt, 

dass der Gesuchsteller nicht mehr weitere Darlehen beziehen dürfe. Sie hät-

ten ihm angedroht, dass er entweder sein Einkommen erhöhen müsse oder 

diese Auszahlungen als Dividendenzahlungen mit entsprechender Verrech-

nungssteuer hochgerechnet werden müssten. Wären diese Geldflüsse nicht 

erfolgt, sondern in der Gesellschaft geblieben, hätte sich der Gesuchsteller 

noch lange Zeit den guten Lohn auszahlen und dabei neue Aufträge akquirie-

ren können. Daraus sei auf ein hypothetisches Einkommen des Gesuchstel-

lers von Fr. 34’385.00 pro Monat zu schliessen. Die Vorinstanz habe die von 

der 

Gesuchsgegnerin offerierte Edition zahlreicher Unterlagen durch den Gesuch-

steller nicht abgenommen und auch dadurch ihr rechtliches Gehör verweigert. 

Daher werde (erneut) beantragt, dass der Gesuchsteller die Geschäftsab-

schlüsse der H.________ GmbH der Jahre 2019 bis 2022, die kompletten 

Kontoauszüge aller Bankkonten der H.________ GmbH ab dem 1. Juni 2019, 

die Steuererklärungen der H.________ GmbH der Jahre 2019 bis 2022, die 

definitiven und provisorischen Veranlagungsverfügungen "Direkte Bundes-

steuer" sowie "Staats- und Gemeindesteuern" der Jahre 2019 bis 2021 der 

Steuerbehörden betreffend die H.________ GmbH sowie die Unterlagen be-

Kantonsgericht Schwyz 28

treffend den Deal mit den Steuerbehörden bezüglich der zu hohen Darlehen 

bei der Gesellschaft zu edieren habe (ZK2 2023 14: KG-act. 1, S. 15-18 N 6.7; 

KG-act. 11, S. 4-6 N 3.3-4.8 und S. 9 f. N 4.12). Auch nach Erlass der Editi-

onsverfügung vom 25. Oktober 2023 und Einreichung zahlreicher Unterlagen 

durch die Parteien (ZK2 2023 14: KG-act. 21, 22/1-3, 23/1-2, 24/1-13 und 

29/1) beantragt die Gesuchsgegnerin mit Eingaben vom 23. November 2023 

und 18. Dezember 2023 weiterhin die Edition der Veranlagungsverfügungen 

der Staats- und Gemeindesteuern sowie der direkten Bundessteuer der Jahre 

2020 bis 2022 mit den dazugehörenden Dossiers betreffend die H.________ 

GmbH von den Steuerbehörden (ZK2 2023 14: KG-act. 27, S. 2 f.; KG-act. 31, 

S. 2 und S. 5 N 4.4).

Der Gesuchsteller wendet ein, die Gesuchsgegnerin verkenne, dass während 

des ehelichen Zusammenlebens bis zur Trennung und nicht nach der Tren-

nung seine Kontokorrentschuld gegenüber der H.________ GmbH auf 

1.6 Millionen Franken angehäuft worden sei. Seit der Trennung habe er seine 

Kontokorrentschuld in Grenzen halten können. Daraus vermöge die Gesuchs-

gegnerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten (ZK2 2023 14: KG-act. 9, S. 13 

N 31; vgl. auch KG-act. 9, S. 15 N 41b). Die Steuerverwaltung rechne ihm 

jedes Jahr rückwirkend seit 2019 zusätzlich zu seinem bestehenden Einkom-

men einen Betrag von über Fr. 100’000.00 als weiteres Einkommen aus ver-

deckter Gewinnausschüttung an (ZK2 2023 14: KG-act. 9, S. 15-17 N 41b). 

Dass er Frau I.________ ein Darlehen von Fr. 62’056.63 zukommen lassen 

habe, werde bestritten und sei überdies irrelevant für das Abänderungsverfah-

ren. Die von der Gesuchsgegnerin zur Edition verlangten Unterlagen habe er 

weitgehend eingereicht (ZK2 2023 14: KG-act. 9, S. 13 f. N 32 f.).

aa) Das Aktivum "C.________" der H.________ GmbH betrug 

Fr. 1’146’910.00 (per Ende 2014), Fr. 1’281’870.00 (per Ende 2015), 

Fr. 1’558’634.00 (per Ende 2016), Fr. 1’616’640.00 (per Ende 2017), 

Kantonsgericht Schwyz 29

Fr. 1’518’416.84 (per Ende 2018), Fr. 1’705’755.96 (per Ende 2019), 

Fr. 1’585’755.96 (per Ende 2020) bzw. Fr. 1’870’698.19 (per Ende 2021; 

Vi-KB 1, E. 3b S. 14; Vi-KB 3 zu Vi-act. A/III; ZK2 2023 14: KG-act. 29/1). 

Ferner verwendete der Gesuchsteller bis und mit 2017 Dividendenauszahlun-

gen zur Tilgung seiner Kontokorrentschuld gegenüber der H.________ GmbH 

(Fr. 300’000.00 im Jahre 2015, Fr. 100’000.00 im Jahre 2016 und 

Fr. 200’000.00 im Jahre 2017). In den Jahren 2018 und 2019 wurden keine 

Tilgungen der Kontokorrentschuld vorgenommen (Vi-KB 1, E. 3b S. 14). Die 

H.________ GmbH weist in der Bilanz 2020 ein Aktivum "Darlehen-

Rückzahlung" von Fr. 157’164.04 aus. Ende 2021 belief sich der Saldo auf 

Fr. 284’942.19 (Vi-act. A/IV, S. 9 und 21; Vi-KB 3 zu Vi-act. A/III; Vi-act. D3.1; 

vgl. auch Vi-act. D3.8, S. 13). Die Parteien leben seit dem 26. Mai 2019 ge-

trennt (Vi-KB 1, S. 2 lit. A). Somit trifft zu, dass der Gesuchsteller den Gross-

teil der Kontokorrentschuld während des ehelichen Zusammenlebens bis zur 

Trennung anhäufte und für den Bedarf der Familie verwendete, wovon auch 

die Gesuchsgegnerin ausgeht (ZK2 2023 14: KG-act. 1, S. 20). Indessen ist 

zu beachten, dass nach der Trennung der Parteien im Mai 2019 der Gesuch-

steller im Jahre 2020 rund Fr. 37’164.00 (Fr. 1’585’755.96 + Fr. 157’164.05 ./. 

Fr. 1’705’755.96) und im Folgejahr 2021 weitere ca. Fr. 127’778.00 

(Fr. 284’942.19 ./. Fr. 157’164.04) von der H.________ GmbH bezog. Es ist 

nicht bekannt, wofür der Gesuchsteller dieses Geld verwendete. Ob die Steu-

erverwaltung dem Gesuchsteller jedes Jahr rückwirkend seit 2019 zusätzlich 

zu seinem bestehenden Einkommen einen Betrag von über Fr. 100’000.00 als 

weiteres Einkommen aus verdeckter Gewinnausschüttung anrechnet und 

deswegen ein zusätzlicher Steuerbetrag in dessen Bedarf aufzunehmen ist, 

wird noch zu prüfen sein (vgl. E. 5i/bb hinten). 

bb) Die Gesuchsgegnerin trug im vorinstanzlichen Verfahren vor, dass der 

Gesuchsteller seiner neuen Lebenspartnerin im Jahre 2021 per Saldo 

Fr. 62’056.63 zukommen liess (ZK2 2023 14: KG-act. 1, S. 16 f. mit Verweis 

Kantonsgericht Schwyz 30

auf Duplik vom 7. Juli 2022, S. 19 ff. Bst. E), wobei am 11. Juni 2021 eine 

Zahlung von Fr. 33’006.09 und am 28. September 2021 eine solche von 

Fr. 21’880.42 über das Firmenkonto erfolgten (Vi-BB 14A). Der Gesuchsteller 

bestreitet dies nicht substanziiert (ZK2 2023 14: KG-act. 9, S. 13 N 32). Am 

16. April 2021 schlossen die H.________ GmbH und I.________ einen 

Arbeitsvertrag auf unbestimmte Zeit, nach welchem Letztere ihre Stelle als 

Assistenz und administrative Unterstützung am 3. Mai 2021 antrat und dabei 

bei einem Arbeitspensum von 100 % einen monatlichen Bruttolohn von 

Fr. 4’000.00 erzielte (ZK2 2023 14: KG-act. 22/1). Gemäss Anmeldeformular 

für quellensteuerpflichtige Arbeitnehmende vom 10. Dezember 2021 arbeitete 

I.________ vom 3. Mai 2021 bis 31. Dezember 2021 für die H.________ 

GmbH, wofür eine Quellensteuer von insgesamt Fr. 1’384.00 brutto fällig wur-

de (ZK2 2023 14: KG-act. 22/2). Daraufhin registrierte die Steuerverwaltung 

des Kantons Schwyz I.________ als quellensteuerpflichtig und gelangte mit 

Schreiben vom 15. März 2023 an sie mit dem Hinweis, dass die Informationen 

über ihren Arbeitgeber ab 1. Januar 2022 benötigt würden. Am 16. März 2023 

unterrichtete I.________ die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz darüber, 

dass sie seit dem 1. Januar 2022 nicht mehr arbeite und auf Stellensuche sei. 

Sie sei Schülerin/Studentin und werde von C.________ privat unterstützt 

(ZK2 2023 14: KG-act. 22/3). Wie die Gesuchsgegnerin zutreffend darauf hin-

weist (ZK2 2023 14: KG-act. 27, S. 6 N 5.2), lässt sich mit dem erwähnten 

Arbeitsvertrag lediglich ein Teil der Zahlungen an I.________ erklären. Auch 

wenn der Gesuchsteller bis Ende 2021 noch verpflichtet war, der Gesuchs-

gegnerin die gemäss Beschluss ZK2 2020 67 vom 27. Juli 2021 gestützt auf 

ein Monatseinkommen von Fr. 34’385.00 gesprochenen Kinder- und Ehegat-

tenunterhaltszahlungen zu leisten (vgl. S. 2 f. Bst. B vorne) und über seine 

über die Unterhaltsverpflichtungen hinausgehenden Einnahmen grundsätzlich 

frei verfügen konnte, ist gleichwohl zu beachten, dass nach dem Gesagten der 

Gesuchsteller über die H.________ GmbH Gelder in der Höhe von 

Kantonsgericht Schwyz 31

ca. Fr. 25’000.00 seiner neuen Lebenspartnerin ohne Gegenleistung zukom-

men liess.

cc) Die Gesuchsgegnerin bringt vor, der Gesuchsteller habe sein gegenüber 

der H.________ GmbH geschuldetes Kontokorrent von Fr. 1’451’316.91 re-

sp. Fr. 1’870’698.19 auf Fr. 636’316.91 reduzieren können, wobei nicht nach-

vollziehbar sei, wie dies geschehen sei bzw. was die Gesellschaft mit diesen 

Geldern gemacht habe. Die Dividendenauszahlungen seien in den Steuerer-

klärungen des Gesuchstellers 2021 und 2022 nicht aufgeführt. Der Gesuch-

steller habe sich über die H.________ GmbH mutmasslich eine Dividende von 

über Fr. 815’000.00 auszahlen lassen, die ihm als Einkommen anzurechnen 

sei. Die Gesuchsgegnerin sei mit ihrem Stammanteil nicht mit einer solchen 

Dividende bedient worden (ZK2 2023 14: KG-act. 27, S. 7-10 N 6.4 f. 6.8-6.11; 

KG-act. 31, S. 5.4b). Mit dem Transaktionsdetail vom 28. März 2022 werde 

bewiesen, dass sich der Gesuchsteller im Jahr 2020 eine Dividende von 

Fr. 80’000.00 habe auszahlen lassen. Davon habe er im Jahr 2020 

Fr. 52’000.00 ausbezahlt erhalten und am 28. März 2022 sei die Rückerstat-

tung von Fr. 28’000.00 auf seinem Privatkonto gutgeschrieben worden 

(ZK2 2023 14: KG-act. 34). 

Der Gesuchsteller hält diesen Vorbringen entgegen, die Kontokorrentschulden 

beider Parteien gegenüber der H.________ GmbH seien durch die Aufrech-

nung des Steueramts abgebaut worden, indem die Steuerverwaltung Ein-

kommen aus "indirekter" Gewinnausschüttung angerechnet habe. In der 

privaten Steuererklärung sei keine Dividende aufgeführt worden, aber die 

Steuerverwaltung habe in der Steuerveranlagung eine Dividende angerechnet 

und darauf basierend die Steuern erhoben (ZK2 2023 14: KG-act. 29, S. 1 

unten und S. 2 oben). Richtig sei zwar, dass die H.________ GmbH im 

Geschäftsjahr 2020 eine Dividende "ausgeschüttet" habe, indem diese be-

schlossen und alsdann mit der Kontokorrentschuld der beiden Gesellschafter 

Kantonsgericht Schwyz 32

(der Parteien) verrechnet worden sei. Es sei aber keine Dividende von 

Fr. 80’000.00 ausbezahlt worden und somit kein Geld geflossen. Auch sei die 

zurückerstattete Verrechnungssteuer von 35 % bzw. Fr. 19’278.30 sofort wie-

der in die Gesellschaft eingeschossen worden. Ebenso seien in den Jahren 

2021, 2022 und 2023 keine Dividenden ausbezahlt worden (ZK2 2023 14: 

KG-act. 36).

aaa) Am 31. Dezember 2021 betrug das Eigenkapital der H.________ GmbH 

Fr. 1’587’878.15 (Stammkapital von Fr. 20’000.00 + Gewinnvortrag von 

Fr. 1’473’320.28 + Jahresgewinn von Fr. 94’557.87; ZK2 2023 14: Jahres-

rechnung 2021 = KG-act. 29/1, S. 2). Die Steuerverwaltung hielt in der Veran-

lagungsverfügung 2021 vom 13. Dezember 2022 fest, höchstens zulässig sei 

ein Darlehen von Fr. 1’055’777.00, weshalb der Darlehensstand per 31. De-

zember 2021 von Fr. 1’870’698.00 im Betrag von Fr. 814’921.00 übersetzt 

(simuliertes Darlehen) und in diesem Betrag vom Gewinnvortrag von 

Fr. 1’825’878.00 abzuziehen sei, woraus ein steuerbares Kapital von 

Fr. 1’030’000.00 resultiere. Da im Vorjahr bereits Fr. 607’000.00 aufgerechnet 

worden seien, seien nun gerundet weitere Fr. 208’000.00 aufzurechnen, so-

dass der steuerbare Reingewinn auf Fr. 321’300.00 festzusetzen sei 

(ZK2 2023 14: KG-act. 24/3; vgl. auch E-Mail der Steuerverwaltung Schwyz 

vom 11. Mai 2023, ZK2 2023 14: KG-act. 17/14). Daraus ist zu schliessen, 

dass sich der Gesuchsteller in den Jahren 2015 bis 2021 offenbar über die 

H.________ GmbH mutmassliche Dividenden von über Fr. 815’000.00 aus-

zahlen liess, welchen Betrag die Steuerverwaltung gemäss Veranlagungsver-

fügung 2021 vom 13. Dezember 2022 als simuliertes Darlehen qualifizierte. 

Zur im Veranlagungsprotokoll 2021 aufgeführten Dividende 2020 von 

Fr.  80’000.00 (ZK2 2023 14: KG-act. 24/3) passt die im Privatkonto des Ge-

suchstellers am 28. März 2022 verbuchte Gutschrift des Amts für Finanzen 

von Fr. 28’000.00, weil diese Summe dem Verrechnungssteuerbetrag von 

35 % der Dividende von Fr. 80’000.00 entspricht (Vi-act. D3.6 und KB 14 zu 

Kantonsgericht Schwyz 33

Vi-act. A/III, S. 2). Der Gesuchsteller erklärt dazu, die zurückerstattete Ver-

rechnungssteuer von 35 % bzw. Fr. 19’278.30 sofort wieder in die Gesell-

schaft eingeschossen zu haben, was er mit den eingereichten Belegen glaub-

haft machen kann (KB 14 zu Vi-act. A/III, S. 3; ZK2 2023 14: KG-act. 36, S. 1; 

KG-act. 24/6.2, S. 3; KG-act. 36/1; hierzu vgl. auch E. 2.2c/ee hinten). Beim 

Gesuchsteller kann kein Einkommen aus Dividendenausschüttung von 

Fr. 80’000.00 angenommen werden, zumal seine Erklärung grundsätzlich 

glaubhaft erscheint, wonach die Forderung auf die Dividende durch Verrech-

nung der Schuld mit der Gesellschaft getilgt worden sei (ZK2 2023 14: 

KG-act. 36, S. 1; hierzu vgl. auch E. 2.2c/ee hinten), weil die Steuerverwaltung 

Zahlungen der H.________ GmbH an den Gesuchsteller im Betrag von 

Fr. 815’000.00 als simulierte Darlehen bzw. mutmassliche Dividenden qualifi-

zierte und aus den Kontoauszügen des Gesuchstellers insbesondere für das 

Jahr 2020 keine Dividendenauszahlungen ersichtlich sind.

Vom Gewinnvortrag inkl. Jahreserfolg anfangs 2022 von Fr. 1’567’878.15 ver-

blieb nach Reduktion des Kontokorrents von Fr. 815’000.00 und des Jahres-

verlusts von Fr. 65’944.07 ein Betrag von Fr. 686’933.18. Nach Auszahlung 

einer Dividende von Fr. 318’158.46 wurde ein Gewinnvortrag von 

Fr. 368’774.72 auf das Jahr 2023 übertragen (ZK2 2023 14: ZK2 2023 14: 

KG-act. 29/1, S. 5). Aus dem Umstand, dass ein Gewinnvortrag aus dem Jahr 

2021 in der Höhe von Fr. 752’878.00 in das Jahr 2022 übernommen wurde 

(ZK2 2023 14: KG-act. 24/1, S. 3 oben und 29/1, S. 2), kann entgegen dem 

Vorbringen der Gesuchsgegnerin (ZK2 2023 14: KG-act. 27, S. 5 N 4.5 und 

S. 7 N 6.3 f.) aber nicht ohne Weiteres geschlossen werden, der Gesuchstel-

ler hätte sich ebenso im Jahr 2022 das bisherige hohe Einkommen (von 

Fr. 34’385.00) ausbezahlen können, auch wenn er keinen einzigen Auftrag 

mehr hätte ausführen können. Denn der besagte Gewinnvortrag entstand im 

Verlauf der Jahre 2015 bis 2021 und somit ebenso grösstenteils vor der 

Trennung am 26. Mai 2019 (vgl. E. 2.2c/aa vorne). Das Gleiche gilt für den 

Kantonsgericht Schwyz 34

von der Steuerverwaltung Schwyz der H.________ GmbH aus simuliertem 

Darlehen in der Höhe von Fr. 208’000.00 angerechneten Reingewinn 

(ZK2 2023 14: KG-act. 24/3, S. 3). Allein der Gewinn in der Höhe von 

Fr. 94’557.00 betrifft das Jahr 2021 (vgl. auch vorangehender Absatz). Daher 

kann dem Gesuchsteller neben dem ihm im Jahr 2021 ausbezahlten Netto-

lohn von Fr. 202’045.00 (ZK2 2023 14: KG-act. 24/4, S. 10) und dem von der 

H.________ GmbH erzielten Reingewinn von Fr. 94’557.00 nicht zusätzlich 

das gesamte simulierte Darlehen von Fr. 208’000.00 als Einkommen ange-

rechnet werden, auch wenn die Steuerverwaltung Schwyz den steuerbaren 

Reingewinn auf Fr. 321’300.00 festsetzte. 

bbb) In den vom Gesuchsteller vorinstanzlich eingereichten Bilanzen der 

H.________ GmbH per 31. Dezember 2020 und 2021 wurde nur der Gesuch-

steller, nicht auch die Gesuchsgegnerin als Kontokorrentschuldner aufgeführt 

(Vi-KB 3 zu Vi-act. A/III und Vi-act. D3.1; vgl. auch ZK2 2023 14: KG-act. 31, 

S. 8). Gemäss der mit Eingabe des Gesuchstellers vom 11. Dezember 2023 

eingereichten Jahresrechnung der H.________ GmbH 2021 hatte die Gesell-

schaft per 31. Dezember 2021 Kontokorrentforderungen gegenüber dem Ge-

suchsteller von Fr. 1’259’186.46 und gegenüber der Gesuchsgegnerin von 

Fr. 611’511.73, insgesamt Fr. 1’870’698.19. Per 31. Dezember 2022 waren es 

Fr. 23’274.49 (Gesuchsteller) bzw. Fr. 613’042.42 (Gesuchsgegnerin), total 

Fr. 636’316.91 (ZK2 2023 14: KG-act. 29/1, S. 1 und 4; per 31. Dezember 

2021 vgl. auch KG-act. 24/4, Formular 7). Daraus wäre zu folgern, dass der 

Gesuchsteller allein seine Kontokorrentschuld gegenüber der H.________ 

GmbH im Jahre 2022 von Fr. 1’259’186.46 auf Fr. 23’274.49 abbaute. Indes-

sen bestreitet die Gesuchsgegnerin, bei der H.________ GmbH jemals über 

ein Kontokorrent Darlehen bezogen zu haben (ZK2 2023 14: KG-act. 31, 

S. 7b) und der Gesuchsteller vermag nicht glaubhaft zu machen, dass die Ge-

suchsgegnerin von der H.________ GmbH Gelder in der Höhe von 

Fr. 613’042.42 erhielt, zumal entsprechende Buchungsbelege nicht ersichtlich 

Kantonsgericht Schwyz 35

sind. Überdies wies der Gesuchsteller in der Steuererklärung 2022 per 

31. Dezember 2022 Schulden gegenüber "KK H.________ GmbH" in der 

Höhe von Fr. 636’317.00 aus (ZK2 2023 14: KG-act. 24/5, S. 11), woraus zu 

schliessen wäre, dass einzig der Gesuchsteller Schuldner der Kontokorrent-

schuld gegenüber der H.________ GmbH ist. Insoweit widersprechen sich die 

Jahresrechnung der H.________ GmbH 2022 und die Steuererklärung 2022 

des Gesuchstellers. Nachvollziehbar ist dagegen, dass der im Jahr 2022 er-

folgte Kapitalabbau der H.________ GmbH von Fr. 880’944.97 

(Fr. 1’567’878.15 per 31. Dezember 2021 ./. Fr. 686’933.18 per 31. Dezember 

2022) vor allem mit dem im Jahre 2022 erzielten Verlustvortrag von 

Fr. 65’044.07 und dem Umstand zu erklären ist, dass die Steuerverwaltung 

den Betrag von Fr. 815’000.00 als simuliertes Darlehen qualifizierte 

(vgl. E. 2c/cc Abs. 3 vorne).

ccc) Nicht einzig der Gesuchsteller verfügte am 21. März 2022 über 

19 Stammanteile an der H.________ GmbH im Betrag von je Fr. 1’000.00, 

insgesamt Fr. 19’000.00, sondern auch die Gesuchsgegnerin war an der Ge-

sellschaft beteiligt und hatte einen Stammanteil von Fr. 1’000.00 (Vi-BB A). 

Letztere bringt vor, sie sei seit der Trennung nie mit einem Geschäftsbericht 

bedient worden, geschweige denn habe sie an einer Gewinnausschüttung 

teilhaben können (ZK2 2023 14: KG-act. 31, S. 7-9 N b). Weder behauptet der 

Gesuchsteller noch belegt er, der Gesuchsgegnerin ihren Anteil der von der 

H.________ GmbH im Jahre 2022 "ausgeschütteten" Dividende in der Höhe 

von Fr. 318’158.46 überwiesen und ihr eine Bescheinigung für die Steuerer-

klärung zukommen lassen zu haben. Der Gesuchsteller erklärt dies damit, 

dass die Kontokorrentschulden gegenüber der H.________ GmbH durch Auf-

rechnungen des Steueramts abgebaut worden seien, indem die Steuerverwal-

tung Einkommen aus indirekter Gewinnausschüttung angerechnet habe 

(ZK2 2023 14: KG-act. 29, S. 2 oben). Seit 2020 habe er keine Dividenden 

mehr ausbezahlt erhalten (ZK2 2023 14: KG-act. 36). Weder in der vom Ge-

Kantonsgericht Schwyz 36

suchsteller mit Eingabe vom 8. November 2023 eingereichten eigenen Steu-

ererklärung 2022 (ZK2 2023 14: KG-act. 24/5) noch aus den im Recht liegen-

den Kontoauszügen des Gesuchstellers ist Einkommen aus Dividendenaus-

zahlungen ersichtlich. Dem Gesuchsteller ist daher kein Einkommen aus ver-

deckten Gewinnausschüttungen (vgl. auch Wegleitung 2023 zur Steuerer-

klärung für Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und ausländische 

Personengesamtheiten, zu Ziffer 2.1.5) anzurechnen.

ddd) Sodann verfügte die H.________ GmbH per 31. Dezember 2021 über 

flüssige Mittel von Fr. 28.00. Ein Jahr später waren es Fr. 113’395.15 

(ZK2 2023 14: KG-act. 29/1). Der Grund dürfte darin zu erblicken sein, dass 

der Gesuchsteller der H.________ GmbH am 18. Oktober 2022 einen Betrag 

von Fr. 118’894.65 überwies (vgl. E. 2.2c/dd/bbb hinten). Entgegen dem Vor-

bringen der Gesuchsgegnerin (vgl. ZK2 2023 14: KG-act. 31, S. 11 N 5.4a) 

kann allein deshalb nicht geschlossen werden, die H.________ GmbH könne 

dem Gesuchsteller weiterhin den hohen Lohn bezahlen.

dd) Die Gesuchsgegnerin "traut" verschiedenen vom Gesuchsteller mit Ein-

gabe vom 8. November 2023 eingereichten Bankauszügen der H.________ 

GmbH nicht (ZK2 2023 14: KG-act. 27, S. 10-12 N 6.15-6.22; KG-act. 31, S. 9 

f. N c und d):

aaa) Der Gesuchsteller erklärt mit Eingabe vom 8. November 2023, dass es 

sich bei der ersten Buchung im Jahr 2022 um die letzte Überweisung des 

ausgelaufenen Vertrags mit der K.________ vom 2021 gehandelt habe. Der 

Zahlungseingang sei im Jahresabschluss 2022 transitorisch abgegrenzt wor-

den (ZK2 2023 14: KG-act. 24, S. 1). Dies ist gestützt auf die entsprechende 

Buchung (vgl. ZK2 2023 14: KG-act. 24/6.2, S. 1) nachvollziehbar, zumal der 

Gesuchsteller denn auch nur bis Ende 2021 für den K.________ arbeitete 

(vgl. E. 2.2a/bb vorne).

Kantonsgericht Schwyz 37

bbb) Im Zusammenhang mit der Gutschrift in der Höhe von Fr. 118’894.65 

vom 18. Oktober 2022 (ZK2 2023 14: KG-act. 24, S. 2 oben und 

KG-act. 24/6.2, S. 6 und KG-act. 24/8) hält die Gesuchsgegnerin dem Ge-

suchsteller vor, über die H.________ GmbH ein Motorfahrzeug der Marke 

"Maserati" gekauft zu haben (ZK2 2023 14: KG-act. 27, S. 11 N 6.21 f.; 

KG-act. 31, S. 10 N d). Der Gesuchsteller führt dazu in den Eingaben vom 

8. November 2023 und 11. Dezember 2023 aus, diese Gelder würden aus 

dem Hausverkauf stammen, bei dem jeder Ehegatte rund Fr. 774’662.00 er-

halten habe. Nach der Überweisung der Fr. 118’894.65 an die H.________ 

GmbH habe die Gesellschaft den Maserati, ein Occasionsfahrzeug, am 5. Ja-

nuar 2023 zum Preis von Fr. 111’800.00 gekauft. Mit dem Restbetrag seien 

Rechnungen bezahlt worden. Mit Kaufvertrag vom 14. Juni 2023 habe der 

Gesuchsteller den Maserati von der H.________ GmbH abgekauft. Er sei be-

ruflich auf ein Fahrzeug angewiesen und habe das alte Fahrzeug der Marke 

"Audi" ersetzen müssen. Auf diese Weise werde die Abschreibung des Autos 

durch die Gesellschaft getragen (ZK2 2023 14: KG-act. 29, S. 2 zu Ziffer 6.18 

und 6.21 ff.).

Die H.________ GmbH überwies der S.________ AG am 5. Januar 2023 

Fr. 111’800.00 (ZK2 2023 14: KG-act. 24/6.2, S. 8). Sodann liegt ein Kaufver-

trag vom 14. Juni 2023 im Recht, gemäss dem der Gesuchsteller den Masera-

ti von der H.________ GmbH zum Preis von Fr. 80’000.00 kaufte 

(ZK2 2023 14: KG-act. 24/8). Ein solches Vorgehen mag erstaunen, auch 

wenn der Gesuchsteller, wie die Gesuchsgegnerin, für den am 5. Oktober 

2022 erfolgten Verkauf der Liegenschaft T.________ Fr. 774’662.50 erhielt 

(Vi-act. D7.43). Indessen ist nicht ersichtlich, warum deswegen dem Gesuch-

steller ein zusätzliches Einkommen angerechnet werden soll, zumal auch die 

Gesuchsgegnerin ihr Vermögen anzehrt, ohne offenzulegen, inwiefern sie 

dieses zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts benötigt.

Kantonsgericht Schwyz 38

ccc) Sodann wies die Gesuchsgegnerin in der Eingabe vom 23. November 

2023 auf folgende Überweisungen auf das Konto der H.________ GmbH hin: 

I.________ Fr. 7’944.51 per 4. Februar 2022, Amt für Finanzen Fr. 12’539.70 

per 31. Oktober 2022 und C.________ Fr. 31’306.35 per 3. April 2022 

(ZK2 2023 14: KG-act. 27, S. 11 N 6.17, 6.19 und 6.20; KG-act. 24/6.2, S. 2, 

7 und 10). Dem Gesuchsteller zufolge soll es sich bei der Überweisung vom 

Konto der H.________ GmbH an I.________ von Fr. 7’944.51 um eine 

Rücküberweisung handeln und nichts mit dem Geschäft zu tun haben 

(ZK2 2023 14: KG-act. 24, S. 1 unten). Dies Überweisung ergibt sich aus dem 

entsprechenden Bankauszug der U.________ (Bank I) (ZK2 2023 14: 

KG-act. 24/6.2, S. 1 unten und S. 2 oben). Zu den beiden anderen Zahlungen 

äusserte sich der Gesuchsteller dagegen nicht (vgl. ZK2 2023 14: KG-act. 29).

ee) Zusammenfassend ergibt sich einstweilen Folgendes:

Der Gesuchsteller häufte den Grossteil der Kontokorrentschuld gegenüber der 

H.________ GmbH von 1.6 Millionen Franken während des ehelichen Zu-

sammenlebens bis zur Trennung der Parteien auf und verwendete diese für 

den Bedarf der Familie. Nach der Trennung der Parteien im Mai 2019 bezog 

der Gesuchsteller von der H.________ GmbH im Jahre 2020 rund 

Fr. 37’164.00 und im Folgejahr 2021 weitere ca. Fr. 127’778.00, wobei nicht 

geklärt ist, wofür er dieses Geld verwendete (vgl. E. 2.2c/aa vorne). Sodann 

bezog er im Jahr 2021 rund Fr. 25’000.00 von der H.________ GmbH zuguns-

ten seiner neuen Lebenspartnerin (vgl. E. 2.2c/bb vorne). Offen ist auch, wes-

halb der Gesuchsteller am 28. März 2022 nicht den gesamten vom Amt für 

Finanzen zurückerstatteten Verrechnungssteuerbetrag von Fr. 28’000.00, 

sondern nur Fr. 19’278.30 der H.________ GmbH überwies (vgl. E. 2c/cc/aaa 

vorne). Trotzdem ist nicht ersichtlich, weshalb dem Gesuchsteller wegen die-

sen Vermögensveränderungen ab 1. Januar 2022 zusätzliches Einkommen 

angerechnet werden soll, da sie in den Jahren 2020 und 2021 erfolgten oder 

Kantonsgericht Schwyz 39

die Dividende 2020 betreffen, der Gesuchsteller ab 1. Januar 2022 in einem 

Vollzeitpensum für die J.________ AG tätig war und mit der H.________ 

GmbH keinen Umsatz mehr erzielte, auch wenn ein Betriebsaufwand von 

Fr 48’335.00 ausgewiesen wird. Eine andere Frage ist, ob der Gesuchsteller 

wegen diesen Bezügen zu verpflichten ist, der Gesuchsgegnerin ab Januar 

2022 weiterhin für eine gewisse Zeit Unterhaltszahlungen in der Höhe des 

Differenzbetrags zwischen dem Unterhalt gemäss Eheschutzentscheid 

(Fr. 20’508.00) und dem von der Vorinstanz mit Verfügung vom 28. Februar 

2023 festgesetzten Unterhalt (Fr. 9’489.00) von Fr. 11’019.00 aus seinem 

Vermögen zu leisten, wie die Gesuchsgegnerin eventualiter geltend macht 

(vgl. E. 2.2d/bb/aaa hinten).

Der aus dem Jahr 2021 in das Jahr 2022 übernommene Gewinnvortrag der 

H.________ GmbH von Fr. 752’878.00 und der von der Steuerverwaltung 

Schwyz dieser Gesellschaft aus simuliertem Darlehen in der Höhe von 

Fr. 208’000.00 angerechnete Reingewinn entstanden nicht allein im Jahr 

2021, sondern in den Jahren 2015 bis 2021 und somit teilweise auch vor der 

Trennung am 26. Mai 2019. Daher kann dem Gesuchsteller neben dem ihm 

im Jahr 2021 ausbezahlten Nettolohn von Fr. 202’045.00 und dem von der 

H.________ GmbH erzielten Reingewinn von Fr. 94’557.00 nicht zusätzlich 

das gesamte simulierte Darlehen von Fr. 208’000.00 als Einkommen ange-

rechnet werden, auch wenn die Steuerverwaltung Schwyz den steuerbaren 

Reingewinn 2021 auf Fr. 321’300.00 festsetzte. Ausserdem betreffen diese 

Umstände die Problematik der Kontokorrentschulden (simulierte Darlehen), 

wovon ein Grossteil während des ehelichen Zusammenlebens angehäuft wur-

de. Bezüglich des nach der Trennung generierten Teils (Fr. 37’164.00 und 

Fr. 127’778.00) kann auf das im vorangehenden Absatz Gesagte verwiesen 

werden.

Kantonsgericht Schwyz 40

Die H.________ GmbH hatte per 31. Dezember 2022 Kontokorrentforderun-

gen gegenüber den Gesellschaftern von Fr. 636’316.91. Es liegen sich wider-

sprechende Unterlagen im Recht, welche der Parteien in welcher Höhe da-

mals Schuldner dieser Forderungen der Gesellschaft war. Dagegen ist nach-

vollziehbar, dass der im Jahr 2022 erfolgte Kapitalabbau der H.________ 

GmbH von Fr. 880’944.97 vor allem mit dem im Jahre 2022 erzielten Verlust-

vortrag von Fr. 65’044.07 und dem Umstand zu erklären ist, dass die Steuer-

verwaltung den Betrag von Fr. 815’000.00 als simuliertes Darlehen qualifizier-

te. Dem Gesuchsteller ist aus der von der H.________ GmbH im Jahre 2022 

"ausgeschütteten" Dividende in der Höhe von Fr. 318’158.46 kein zusätzliches 

Einkommen anzurechnen, weil es sich dabei um von der Steuerverwaltung 

angerechnetes Einkommen aus indirekter Gewinnausschüttung handelt 

(vgl. E. 2.2c/cc/ccc vorne). 

Sodann verfügte – wie schon gesagt – die H.________ GmbH per 31. De-

zember 2021 über flüssige Mittel von Fr. 28.00 und im Folgejahr über 

Fr. 113’395.15 (vgl. E. 2.2c/cc/ddd vorne), die alsdann grösstenteils anfangs 

Januar 2023 zum Kauf eines Maseratis verwendet wurden. Daraus und auf-

grund der im Juni 2023 erfolgten Weiterveräusserung zum Preis von 

Fr. 80’000.00 an den Gesuchsteller kann aber nicht ohne Weiteres auf ein 

höheres Einkommen des Gesuchstellers geschlossen werden 

(vgl. E. 2.2c/cc/aaa und 2.2c/dd/bbb vorne). Gleiches gilt für die Zahlung des 

Gesuchstellers von Fr. 31’093.35 per 3. April 2022 und diejenige des Amts für 

Finanzen von Fr. 12’539.70 per 31. Oktober 2022 auf das Konto der 

H.________ GmbH verhält (vgl. E. 2.2c/dd/ccc vorne), zumal die Gesellschaft 

für das Jahr 2022 einen Verlust von Fr. 65’944.97 ausweist (ZK2 2023 14: 

KG-act. 29/1).

d) Die Gesuchsgegnerin bringt eventualiter für den Fall, dass der Gesuch-

steller (ab 1. Januar 2022) nur noch ein monatliches Erwerbseinkommen von 

Kantonsgericht Schwyz 41

Fr. 15’709.00 erzielen könnte, vor, er könnte mit dem zusätzlich erhältlich ge-

machten Darlehen von Fr. 157’164.04 und den Zahlungen an seine neue 

Lebenspartnerin von Fr. 62’056.63 den Differenzbetrag zwischen dem Unter-

halt gemäss Eheschutzentscheid (Fr. 20’508.00) und dem von der Vorinstanz 

mit Verfügung vom 28. Februar 2023 festgesetzten Unterhalt (Fr. 9’489.00) 

von Fr. 11’019.00 pro Monat noch während 19 Monaten bezahlen. Die Vor-

instanz habe nicht beachtet, dass der Gesuchsteller mit den aus dem Verkauf 

der Eigentumswohnung zugegangenen Mitteln von Fr. 774’662.50 den er-

wähnten Differenzbetrag auch noch während 70 Monaten bezahlen könne 

(KG-act. 1, S. 19 N 6.8). Dem Gesuchsteller sei es möglich und zumutbar, die 

Unterhaltsbeiträge gemäss Eheschutzentscheid mit seinem Vermögen zu til-

gen, weil er im Jahre 2021 ein erneutes Darlehen von Fr. 157’164.04 bezogen 

und der H.________ GmbH alle liquiden Mittel entnommen habe, um später 

keinen Unterhalt mehr leisten zu müssen (KG-act. 1, S. 20-23 N 6.9). Diesen 

Vorbringen hält der Gesuchsteller entgegen, dass es ihm nicht zumutbar sei, 

sein Vermögen anzuzehren, um den mit Eheschutzentscheid auf 

Fr. 20’278.00 festgesetzten monatlichen Kinder- und Ehegattenunterhalt wei-

terhin leisten zu können (hierzu vgl. ZK2 2023 14: KG-act. 9, S. 14-16 N 34-

41).

aa) Der Unterhalt ist grundsätzlich aus dem laufenden Einkommen zu de-

cken. Ob und in welchem Umfang es ausnahmsweise als zumutbar erscheint, 

Vermögen für den laufenden Unterhalt einzusetzen, wenn die Mittel für die 

Deckung des Unterhalts sonst nicht ausreichen, ist anhand sämtlicher Um-

stände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen. Dazu gehören die Bedeutung 

des anzugreifenden Vermögens, die Funktion und Zusammensetzung dessel-

ben sowie das Ausmass des Vermögensverzehrs sowohl hinsichtlich des Um-

fangs als auch der Dauer, aber auch das Verhalten, das zur Herabsetzung der 

Eigenversorgungskapazität führte. So kann etwa einem Unterhaltsschuldner, 

der wegen Vermögensdelikten seine gut bezahlte Stelle verlor und damit die 

Kantonsgericht Schwyz 42

Unmöglichkeit, im bisherigen Rahmen an den Unterhalt seiner Familie beizu-

tragen, durch eigenes Verschulden herbeiführte, ein Vermögensverzehr selbst 

dann zugemutet werden, wenn die relevanten Kriterien an sich nicht erfüllt 

sind. Mit Blick auf den Grundsatz der Gleichbehandlung der Ehegatten ist es 

aber unzulässig, von einem Ehegatten zu verlangen, sein Vermögen anzugrei-

fen, wenn dies nicht auch vom anderen verlangt wird, es sei denn, der andere 

habe kein Vermögen (BGE 147 III 393 E. 6.1.1 und 6.1.2). Klassischerweise 

gilt ein Vermögensverzehr als zumutbar, wenn die Eheleute ihre (gegebenen-

falls grosszügige) Lebenshaltung ganz oder teilweise aus ihrem Vermögen 

finanzierten. Es gibt keinen vorbehaltlosen Anspruch auf Beibehaltung des 

zuletzt gemeinsam gelebten Standards und dieser kann gegebenenfalls her-

abgesetzt werden. Besteht eine eigentliche Mankosituation und geht es dar-

um, das betreibungsrechtliche Existenzminimum (Grundbedarf) zu decken, 

kann auf das Vermögen gegriffen werden, selbst wenn die Ersparnisse nicht 

besonders bedeutend sind. Abhängig von der Höhe des Vermögens, kann 

dieses zur Deckung des familienrechtlichen Existenzminimums oder aber des 

über das familienrechtliche Existenzminimum hinausgehenden gebührenden 

Unterhalts herangezogen werden. Auch sind die Grösse des Vermögens und 

die Höhe des zugemuteten Vermögensverzehrs in das Verhältnis zur (voraus-

sichtlichen) Dauer des letzteren zu setzen. Je kürzer die Dauer des zugemute-

ten Vermögensverzehrs, desto höher kann der monatlich dem Vermögen zu 

entnehmende Beitrag sein (BGE 147 III 393 E. 6.1.5 bis 6.1.7).

bb) aaa) Insoweit die Gesuchsgegnerin sich auf das vom Gesuchsteller zu-

sätzlich erhältlich gemachte Darlehen von Fr. 157’164.04 und die Zahlungen 

an seine neue Lebenspartnerin von Fr. 62’056.63 beruft, um den Differenzbe-

trag noch während 19 Monaten bezahlen zu können, ist in Erinnerung zu ru-

fen, dass der Gesuchsteller von der H.________ GmbH rund Fr. 37’164.00 

(2020) und ca. Fr. 127’778.00 (2021) bezog und nicht bekannt ist, wofür er 

dieses Geld verwendete, und im Jahr 2021 rund Fr. 25’000.00 zugunsten sei-

Kantonsgericht Schwyz 43

ner neuen Lebenspartnerin abzog. Das Gleiche gilt für den Umstand, dass der 

Gesuchsteller nicht den gesamten vom Amt für Finanzen zurückerstatteten 

Verrechnungssteuerbetrag von Fr. 28’000.00, sondern nur Fr. 19’278.30 der 

H.________ GmbH überwies (vgl. E. 2.2c/ee vorne). Dem Gesuchsteller ist 

folglich zuzumuten, die Hälfte dieser bezogenen Gelder resp. rund 

Fr. 99’330.00 (1/2 x [Fr. 37’164.00 + Fr. 127’778.00 + Fr. 25’000.00 + 

Fr. 8’721.70]) im Sinne eines Vermögensverzehrs zur Bestreitung seiner Un-

terhaltsverpflichtungen zu verwenden, sodass ihm während weiteren rund 

neun Monaten (Fr. 99’330.00 : Differenzbetrag von Fr. 11’019.00), also vom 

1. Januar 2022 bis 30. September 2022, ebenfalls ein Einkommen von 

Fr. 34’385.00 pro Monat anstatt nur ein solches von Fr. 12’765.75 (vgl. E. 2.1d 

vorne) anzurechnen ist.

bbb) Aus allen übrigen in E. 2.2c/ee aufgeführten Umständen kann seitens 

des Gesuchstellers nicht auf einen Vermögensverzehr zugunsten der Ge-

suchsgegnerin geschlossen werden.

cc) Der Gesuchsteller verfügte wie die Gesuchsgegnerin nach dem Verkauf 

der Familienliegenschaft am 5. Oktober 2022 über ein Vermögen von 

Fr. 774’662.50 (vgl. E. 2.2c/dd/bbb vorne; ZK2 2023 14: KG-act. 17, S. 3 N 4, 

17/3 und 19, S. 9 N 5.16). Ausserdem nahm das Amt für Finanzen des Kan-

tons Schwyz am 2. Dezember 2022 eine Rückerstattung der Grundstücksge-

winnsteuer im Betrag von Fr. 15’825.00 an den Gesuchsteller vor 

(ZK2 2023 14: ZK2 2023 14: KG-act. 17, S. 3 N 4, 17/4 und 19, S. 8-10 

N 5.13-5.17). Per 31. Dezember 2022 belief sich das liquide Vermögen des 

Gesuchstellers auf rund Fr. 627’000.00 und er hatte Schulden (gegenüber der 

H.________ GmbH) von ca. Fr. 636’000.00 (ZK2 2023 14: KG-act. 24/5, S. 6, 

9 und 11). Mit Eingabe vom 8. November 2023 wies er darauf hin, sein liqui-

des Vermögen betrage aktuell nur mehr Fr. 383’000.00, weil er die Auslagen 

der H.________ GmbH wie Steuern, die Unterhaltsbeiträge an die Gesuchs-

Kantonsgericht Schwyz 44

gegnerin sowie die Tilgung der Schulden und der Prozesskosten aus seinem 

Vermögen bezahlen müsse (ZK2 2023 14: KG-act. 24, S. 2 N 7; 

KG-act. 24/7). Die Gesuchsgegnerin ihrerseits verfügte per 31. Dezember 

2022 über ein Reinvermögen von Fr. 507’720.00 (ZK2 2023 14: KG-act. 23/1, 

S. 6 und KG-act. 23/2). Unter den genannten Umständen ist dem Gesuchstel-

ler nicht zuzumuten, aus seinem Vermögen der Gesuchsgegnerin (weitere) 

monatliche Differenzbeträge von Fr. 11’019.00 zu bezahlen.

3. Die Vorinstanz rechnete der Gesuchsgegnerin ein hypothetisches 

Monatseinkommen von Fr. 2’240.00 (inkl. Mieteinnahmen aus St. Petersburg, 

Russland) an (angef. Verfügung, E. 3.2 S. 21).

a) aa) Der Gesuchsteller bringt mit Eingabe vom 4. September 2023 vor, 

die Gesuchsgegnerin könne mit den Fr. 774’662.50, die ihr mit dem Verkauf 

der Familienliegenschaft vom 5. Oktober 2022 zugekommen seien 

(vgl. E. 2.2d/cc vorne), bei einem Zins von 3 % einen jährlichen Vermögenser-

trag von mindestens Fr. 23’000.00 erzielen, was ca. Fr. 1’900.00 pro Monat 

entsprächen. Hinzuzuzählen sei das von der Vorinstanz der Gesuchsgegnerin 

angerechnete Einkommen von Fr. 2’240.00 pro Monat, sodass deren Ein-

kommen auf monatlich Fr. 4’140.00 festzusetzen sei (ZK2 2023 14: 

KG-act. 17, S. 3 f. N 4-6). Die Gesuchsgegnerin bestreitet, ein Einkommen 

aus Vermögensertrag zu erzielen. Die aus dem Verkauf der Liegenschaft er-

haltenen Gelder würden schnell abnehmen und lägen auf einem Bankkonto. 

Falls das gesamte Geld noch vorhanden wäre, vermöchte sie damit lediglich 

ein monatliches Einkommen von rund Fr. 645.00 zu generieren, weil bei einer 

mündelsicheren Anlage bloss eine Verzinsung von 1.02 % möglich sei. Zudem 

könne sie wegen der Betreuung der beiden Töchter kein eigenes Einkommen 

erwirtschaften. Darüber hinaus unterschlage der Gesuchsteller sein eigenes 

Einkommen, das er mit den ebenfalls erhaltenen Fr. 774’662.50 bekommen 

habe (ZK2 2023 14: KG-act. 19, S. 8 f. N 5.13-5.16).

Kantonsgericht Schwyz 45

bb) Mit dem Verkauf der Familienliegenschaft vom 5. Oktober 2022 erhielten 

beide Parteien je Fr. 774’662.50. Per 31. Dezember 2022 belief sich das liqui-

de Vermögen des Gesuchstellers auf rund Fr. 627’000.00 und er hatte Schul-

den (gegenüber der H.________ GmbH) von ca. Fr. 636’000.00. Am 8. No-

vember 2023 hatte der Gesuchsteller ein liquides Vermögen von 

Fr. 383’000.00. Die Gesuchsgegnerin ihrerseits verfügte per 31. Dezember 

2022 noch über ein Reinvermögen von Fr. 507’720.00 (vgl. E. 2.2d/cc vorne). 

Weil die Vermögen der Parteien offensichtlich stetig schwinden, wenn auch 

nicht deckungsgleich, rechtfertigt es sich vorliegend nicht, der Gesuchsgegne-

rin oder dem Gesuchsteller noch einen Vermögensertrag anzurechnen.

b) aa) Der Gesuchsteller rügt erstmals mit Eingabe vom 8. November 2023 

die Höhe des von der Vorinstanz der Gesuchsgegnerin angerechneten Er-

werbseinkommens. Ihr sei bei einem Arbeitspensum von 50 % zumindest ein 

Nettoeinkommen von Fr. 3’000.00 pro Monat anzurechnen, zumal sie 

während der Ehe bei ihrer letzten Anstellung als administrative Mitarbeiterin 

bei der V.________ AG ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 7’385.00 

(2007) bzw. Fr. 6’043.00 (2008) erzielt habe (ZK2 2023 14: KG-act. 24, S. 2 

unten und S. 3 oben). Die Gesuchsgegnerin äusserte sich nicht dazu 

(vgl. ZK2 2023 14: KG-act. 27, S. 6 ff. N 6).

bb) Keine Partei stellte im vorinstanzlichen Verfahren die Höhe des Ein-

kommens der Gesuchsgegnerin in Frage, weshalb die Vorinstanz dieses nicht 

prüfte, sondern diesbezüglich auf die Ausführungen in der Verfügung vom 

7. Oktober 2020 verwies (angef. Verfügung, E. 3.2 S. 21). Dieses Einkommen 

war bereits im Berufungsverfahren ZK2 2020 67 betreffend Eheschutz unbe-

stritten und folglich nicht zu überprüfen (Vi-KB 1, E. 4d/cc S. 22). Der Gesuch-

steller nimmt im Rahmen seines Vorbringens weder Bezug auf die Verfügung 

der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 7. Oktober 2020 

(ZES 2019 329) noch legt er dar, inwiefern die Einzelrichterin das hypotheti-

Kantonsgericht Schwyz 46

sche Einkommen der Gesuchsgegnerin falsch hergeleitet haben und dieses 

nicht mehr gelten soll. Somit fehlt es der Berufung an einer – auch in den der 

Untersuchungs- und Offizialmaxime unterstehenden Verfahren erforderlichen 

(BGer, Urteil 5A_127/2018 vom 28. Februar 2019 E. 3) – hinreichenden Be-

gründung (vgl. BGer, Urteil 5A_410/2021 vom 17. Mai 2022 E. 4.1; Spühler, 

in: Spühler/Tenchio/Infanger, a.a.O., Art. 311 ZPO N 15; Reetz/Theiler, in: 

Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., Art. 311 ZPO N 36 und 38). 

Auf das Vorbringen des Gesuchstellers zum Einkommen der 

Gesuchsgegnerin ist daher nicht einzutreten (vgl. BGer, Urteil 5A_350/2019 

vom 26. Oktober 2020 E. 4.1; Spühler, a.a.O., Art. 311 ZPO N 18; 

Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 311 ZPO N 38), sodass es beim hypothetischen 

Monatseinkommen von Fr. 2’240.00 sein Bewenden hat.

4. Die von der Vorinstanz F.________ und G.________ angerechneten 

und dem Gesuchsteller ausbezahlten Einkommen (aus Kinderzulagen) von je 

Fr. 300.00 pro Monat (angef. Verfügung, E. 3.2 S. 21) sind unbestritten. Aller-

dings ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass der Gesuchsteller seit dem 

1. August 2023 bei der L.________ AG arbeitet (vgl. E. 2.1c vorne), die im 

Kanton Zürich domiziliert ist (vgl. ZK2 2023 19: KG-act. 14/2). Im Kanton 

Zürich betragen die Kinderzulagen bis zum Ende des Monats, in dem das 

Kind das 12. Altersjahr vollendet (12. Geburtstag), monatlich Fr. 200.00 und 

danach Fr. 250.00 (www.zh.ch/soziales). F.________ wurde am ________ 

und G.________ wurde am ________ geboren, weshalb ihnen für das vorlie-

gende vorsorgliche Massnahmenverfahren ab 1. August 2023 nur mehr Ein-

kommen aus Kinderzulagen von monatlich Fr. 250.00 (F.________) re-

sp. Fr. 200.00 (G.________) anzurechnen sind.

5. Die Vorinstanz setzte den monatlichen Bedarf wie folgt fest (angef. Ver-

fügung, E. 3.3 S. 21): Für den Gesuchsteller Fr. 4’494.00, für die Gesuchs-

gegnerin Fr. 4’876.00 (01.01.2022-15.10.2022) und Fr. 4’709.00 

http://www.zh.ch/soziales

Kantonsgericht Schwyz 47

(ab 16.10.2022), für F.________ Fr. 2’005.00 (01.01.2022-15.10.2022) und 

Fr. 1’921.00 (ab 16.10.2022) sowie für G.________ Fr. 1’634.00 

(01.01.2022-15.10.2022) und Fr. 1’550.00 (ab 16.10.2022). Beim Bedarf des 

Gesuchstellers berücksichtigte die Vorinstanz, dass sich dessen Lebenspart-

nerin, I.________, an den Wohn- und Versicherungskosten sowie an den Kos-

ten betreffend TV/Mobile/Internet/Serafe zu beteiligen habe 

(angef. Verfügung, E. 3.3 S. 21-23).

a) Der Gesuchsteller legt dar, er könne vom Zusammenleben mit 

I.________ in finanzieller Hinsicht nicht profitieren und daraus keinen wirt-

schaftlichen Nutzen ziehen, zumal sie zufolge fehlender zweijähriger Arbeits-

tätigkeit in der Schweiz auch keine Arbeitslosengelder erhältlich machen kön-

ne. Daher könne er von seiner arbeitslosen und mittellosen Freundin keinen 

Beitrag an die Wohn-, Kommunikations- und Versicherungskosten verlangen 

und es seien diese Kosten vollumfänglich in seinen Bedarf aufzunehmen 

(ZK2 2023 19: KG-act. 1, S. 9 f. N 35-38). Die Gesuchsgegnerin wendet ein, 

weil der Gesuchsteller mit seiner Freundin zusammenwohne, müsse sich die-

se an den Wohnkosten zur Hälfte finanziell beteiligen, weil der Gesuchsteller 

keine familiäre Pflicht treffe, für seine neue Lebenspartnerin aufzukommen. 

Sie könne sich vom Sozialamt unterstützen lassen oder die Schweiz wieder 

verlassen, zumal sie im Ausland sehr viel Geld verdient habe (ZK2 2023 19: 

KG-act. 8, S. 38 N 7.10-7.15).

aa) Erfolgt keine finanzielle Unterstützung oder sind entsprechende Leistun-

gen des neuen Partners nicht nachweisbar, kann immerhin eine sog. 

(einfache) Wohn- und Lebensgemeinschaft vorliegen, die Einsparungen in 

den Lebenshaltungskosten mit sich bringt (BGE 138 III 97 E. 2.3.2). Die Vor-

gehensweise bei der Festsetzung des Existenzminimums des Unterhalts-

schuldners knüpft nicht an dessen Zivilstand, sondern an seine tatsächlichen 

Lebensverhältnisse (BGE 144 III 502 E. 6.6). Entscheidend ist dabei nicht die 

Kantonsgericht Schwyz 48

Dauer der Partnerschaft, sondern der wirtschaftliche Vorteil, der daraus gezo-

gen wird (BGE 138 III 97 E. 2.3.2). Weil zwischen Konkubinatspartnern keine 

gesetzliche Unterhaltspflicht besteht, darf sich der Unterhaltsverpflichtete in 

seiner Bedarfsrechnung nicht anrechnen, was er für seine neue Partnerin be-

zahlt (z.B. Krankenkassenprämien; BGer, Urteil 5A_882/2014 vom 2. Juli 

2015 E. 2.3.4; Spycher/Maier, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des 

Unterhaltsrechts, 3. A. 2023, N 10.77). In Anlehnung an die betreibungsrecht-

lichen Richtlinien tragen die Partner die gemeinschaftlichen Kosten (Grundbe-

trag, Miete usw.) anteilsmässig, selbst wenn die tatsächliche Beteiligung ge-

ringer sein sollte. Diese Kostenersparnis ist im Bedarf des unterhaltsberechtig-

ten wie im Übrigen auch des unterhaltspflichtigen Ehegatten zu berücksichti-

gen (BGE 138 III 97 E. 2.3.2; BGer, Urteil 5A_882/2014 vom 2. Juli 2015 

E. 2.3.3). Lebt der Unterhaltsschuldner mit einer Partnerin oder einem Partner 

im gemeinsamen Haushalt, ist der hälftige Grundbetrag für ein Ehepaar zu 

berücksichtigen (BGE 144 III 502 E. 6.6). Auch die anfallenden Wohnkosten 

sind (nach Ausscheidung der Anteile der Kinder) zwischen den Partnern hälf-

tig zu teilen (BGer, Urteil 5A_168/2023 vom 14. März 2023 E. 5.3). Nicht von 

Belang ist, ob die im gleichen Haushalt wohnende Lebenspartnerin arbeitet 

bzw. ob sie objektiv einer Erwerbsarbeit nachgehen könnte, und ebenso 

wenig ist von Belang, ob und in welchem Umfang sie sich an den Kosten des 

Haushalts tatsächlich beteiligt (BGE 144 III 502 E. 6.6). Auch bei Bestehen 

einer Unterhaltspflicht der neuen Partnerschaft wie z.B. für Betreuungsunter-

halt des Kindes aus der neuen Beziehung darf die Anrechnung nicht im Rah-

men des eigenen Bedarfs des Unterhaltsschuldners erfolgen, sondern der 

Bedarf ist für jeden Beteiligten separat zu berechnen (Spycher/Maier, a.a.O., 

N 10.78). Mit dem Betreuungsunterhalt soll die Differenz zwischen dem eige-

nen Einkommen und den anfallenden Lebenshaltungskosten abgegolten wer-

den, die einem Elternteil dadurch entsteht, dass er aufgrund einer persönli-

chen Betreuung des Kindes davon abgehalten wird, durch Arbeitserwerb für 

seinen Lebensunterhalt aufzukommen (BGE 148 III 353 E. 7.3.2).

Kantonsgericht Schwyz 49

bb) Die Lebenspartnerin des Gesuchstellers und Mutter des gemeinsamen, 

am ________ geborenen Sohnes W.________ (ZK2 2023 14: KG-act. 20/1-

20/3), ist nicht mehr arbeitstätig (vgl. E. 2.2c/bb vorne). Gestützt auf das 

Schulstufenmodell des Bundesgerichts ist ihr vor Beginn der obligatorischen 

Schulpflicht von Sohn W.________ auch nicht zuzumuten, einer Erwerbstätig-

keit (von 50 %) nachzugehen (BGE 147 III 308 E. 5.2). Daher hat der Ge-

suchsteller die Kosten von W.________ und dessen Kostenanteile an den 

gemeinschaftlichen Kosten wie die Miete im Rahmen des Bar- und Betreu-

ungsunterhalts zu übernehmen, wogegen I.________ ihre Kosten(anteile) 

selber tragen muss.

b) Entgegen dem Vorbringen des Gesuchstellers (ZK2 2023 14: 

KG-act. 17, S. 4 N 8) ist nicht der Grundbetrag für einen alleinerziehenden 

Schuldner in der Höhe von Fr. 1’350.00, sondern der hälftige Grundbetrag für 

ein Konkubinat (Fr. 850.00; vgl. Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- 

und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtli-

chen Existenzminimums vom 1. Juli 2009, Ziff. I [nachfolgend: Richtlinien]; 

BGE 147 III 265 E. 7.2) in seinen Bedarf aufzunehmen. Die andere Hälfte die-

ses Grundbetrags hat I.________ selber zu tragen, weil sie und der Gesuch-

steller im gleichen Haushalt zusammenwohnen und nicht von Belang ist, ob 

sie arbeitet, objektiv einer Erwerbsarbeit nachgehen könnte oder sich an den 

Kosten des Haushalts tatsächlich beteiligt (vgl. E. 5a/aa vorne). Die übrigen 

monatlichen Grundbeträge von Fr. 1’350.00 für die Gesuchsgegnerin, 

Fr. 600.00 für F.________, Fr. 400.00 für G.________ und Fr. 400.00 für 

W.________ sind unbestritten (ZK2 2023 14: KG-act. 17, S. 4 f. N 9; 

KG-act. 19, S. 11 N 5.25). Letzterer ist ab 1. November 2023 in die Bedarfs-

rechnung aufzunehmen, da er am ________ geboren wurde.

c) Die Vorinstanz führte aus, die Wohnungsmietkosten des Gesuchstellers 

und seiner Lebenspartnerin beliefen sich auf Fr. 2’980.00 pro Monat. 

Kantonsgericht Schwyz 50

I.________ habe sich an diesen Kosten zu beteiligen. Es sei davon auszuge-

hen, dass die Kinder F.________ und G.________ mittelfristig den Gesuch-

steller wieder besuchen und dort übernachten würden. Es sei angemessen, 

den Wohnkostenanteil des Gesuchstellers auf Fr. 2’000.00 festzusetzen und 

in dessen Bedarf aufzunehmen. Die Lebenspartnerin des Gesuchstellers habe 

für die restlichen Wohnkosten von gerundet Fr. 1’000.00 aufzukommen 

(angef. Verfügung, E. 3.3 S. 22).

aa) Der Gesuchsteller bringt vor, er müsse noch weitere Nebenkosten von 

Fr. 70.00 pro Monat tragen, weshalb sich der monatliche Mietzins nicht nur auf 

Fr. 2’980.00, sondern auf Fr. 3’050.00 belaufe (ZK2 2023 19: KG-act. 1, S. 10 

N 39), was die Gesuchsgegnerin bestreitet (ZK2 2023 19: KG-act. 8, S. 38 

N 7.15). Ausserdem macht sie im Berufungsverfahren ZK2 2023 14 geltend, 

die in den monatlichen Wohnungsmietkosten von Fr. 2’980.00 enthaltenen 

effektiven Nebenkosten von Fr. 400.00 seien nicht liquid, weshalb nur 

Fr. 2’560.00 berücksichtigt werden könnten. Diese seien bis zur Geburt von 

W.________ je hälftig auf den Gesuchsteller und I.________ (je Fr. 1’280.00) 

aufzuteilen. Nach der Geburt von deren Sohn W.________ seien die Mietkos-

ten auf den Gesuchsteller und I.________ (je Fr. 900.00) sowie auf 

W.________ (Fr. 660.00) aufzuteilen (ZK2 2023 14: KG-act. 19, S. 11 f. 

N 5.26 f.). Der Gesuchsteller hält dafür, die monatlichen Wohnkosten hätten 

sich auf Fr. 3’160.00 (inkl. Nebenkosten von Fr. 600.00) erhöht. I.________ 

müsse sich an den Wohnkosten nicht beteiligen, da sie bis zum Eintritt des 

Sohnes W.________ ins schulpflichtige Alter nicht arbeiten müsse. Die ge-

samten Wohnkosten von Fr. 3’100.00 resp. Fr. 3’160.00 (nach erfolgter Miet-

zinserhöhung) seien in den Bedarf des Gesuchstellers aufzunehmen 

(ZK2 2023 14: KG-act. 17, S. 5 f. N 11; KG-act. 24, S.