# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d11e84b5-b2ce-5755-8bd9-735dbf61ebd1
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.09.2014 BE.2014.12
**Docket/Reference:** BE.2014.12
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BE-2014-12_2014-09-04

## Full Text

Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).;;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).;;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).;;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).

Beschluss vom 4. September 2014 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Roy Garré und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG, 

 

Gesuchstellerin 

 

 gegen 

   

A., vertreten durch Rechtsanwalt Sandro G. Tobler 

 

Gesuchsgegner 

 

 

Gegenstand  Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BE.2014.12 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend "ESTV") gegen die     

B. AG, die C. AG sowie gegen A. und gegen D. wegen des Verdachts der 

versuchten und vollendeten Steuerhinterziehung, des Steuerbetrugs und 

weiterer Steuerwiderhandlungen eine besondere Untersuchung im Sinne 

der Art. 190 ff. des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die di-

rekte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) führt; 

 

- sie gleichzeitig gegen unbekannte Täterschaft wegen des Verdachts der 

Hinterziehung von Verrechnungssteuern gemäss Art. 61 lit. a des Bundes-

gesetzes vom 13. Oktober 1965 über die Verrechnungssteuer (Verrech-

nungssteuergesetz, VStG; SR 642.21) ein Verwaltungsstrafverfahren führt; 

 

- im Rahmen dieser Untersuchungen am 25. Juni 2014 eine Hausdurchsu-

chung an der […], der offiziellen Wohnadresse von A. und einem Archiv der 

B. AG, stattfand (act. 1.2); 

 

- die ESTV hierbei verschiedene Unterlagen sicherstellte (act. 1.1) und A. in 

der Folge gegen deren Durchsuchung Einsprache erhob (act. 1.3);  

 

- die ESTV am 11. August 2014 der Beschwerdekammer des Bundesstraf-

gerichts das entsprechende Gesuch um Entsiegelung unterbreitete (act. 1); 

 

- A. diesbezüglich mit Eingabe vom 22. August 2014 erklärte, er sei mit dem 

Gesuch einverstanden (act. 3). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- sich das Verfahren wegen des Verdachts schwerer Steuerwiderhandlungen 

gegenüber dem Täter, dem Gehilfen und dem Anstifter gemäss Art. 191 

Abs. 1 DBG nach den Artikeln 19 – 50 VStrR richtet; 

 

- bei der Verfolgung von Widerhandlungen gegen das Verrechnungssteuer-

recht das VStrR Anwendung findet und die ESTV die verfolgende und urtei-

lende Verwaltungsbehörde ist (Art. 67 Abs. 1 VStG); 

 

- die Beschwerdekammer über die Zulässigkeit der Durchsuchung von Pa-

pieren zu entscheiden hat (Art. 50 Abs. 3 VStrR); 

- 3 - 

 

 

 

- der Gesuchsgegner im Rahmen seiner Eingabe vom 22. August 2014 

(act. 3) seine Einsprache gegen die Durchsuchung der sichergestellten Un-

terlagen sinngemäss zurückzog; 

 

- das vorliegende Verfahren daher zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt 

abzuschreiben ist (vgl. hierzu zuletzt den Beschluss des Bundesstrafge-

richts BE.2014.6 vom 22. Juli 2014; siehe auch den Entscheid des Bun-

desstrafgerichts BE.2010.18 vom 6. Oktober 2010); 

 

- unter den vorliegenden Umständen keine Gerichtskosten zu erheben sind 

(vgl. Art. 66 Abs. 2 BGG analog; vgl. hierzu TPF 2011 25 E. 3); 

 

 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben. 

 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben.  

 

 

Bellinzona, 5. September 2014 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Eidgenössische Steuerverwaltung 

- Rechtsanwalt Sandro G. Tobler  

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).