# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fedb14a-4730-5b28-9e14-5adb2904fa77
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.12.2018 UV 2015/54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-54_2018-12-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/54

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 17.12.2018

Entscheiddatum: 17.12.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 17.12.2018
Art. 18 ff. UVG. Art. 24 UVG. Beweiswürdigung Gerichtsgutachten. 
Einkommensvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 17. Dezember 2018, UV 2015/54).Beim Bundesgericht 
angefochten.

Entscheid vom 17. Dezember 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Miriam Lendfers (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber 

und Versicherungsrichterin Marie Löhrer;

Gerichtsschreiberin Katja Meili          

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/54           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., K & B Rechtsanwälte, 

Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,

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gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bundesgasse 35, 

Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecherin Barbara Künzi-Egli, Thunstrasse 84,

Postfach 31, 3074 Muri b. Bern,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente; Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei der B.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) als Customer Engineer 

tätig und dadurch bei der Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 

(nachfolgend: Mobiliar) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 6. Januar 

2013 bei einem Ausritt vom Pferd stürzte (UV-act. 1). Die behandelnden Ärzte des 

Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG), wo der Versicherte vom 6. bis 16. 

Januar 2013 hospitalisiert war, diagnostizierten mit Austrittsbericht vom 21. Januar 

2013 eine Atlasfraktur des vorderen Bogens, Processus transversus-Frakturen 

HWK6/7, ein Thoraxtrauma rechts sowie eine Commotio cerebri (UV-act. 13). Dr. med. 

C.___, Facharzt Innere Medizin FMH, attestierte dem Versicherten vom 6. Januar bis 7. 

April 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, vom 8. April bis 30. Juni 2013 eine solche 

von 70%, vom 1. Juli bis 31. August 2013 von 60%, vom 1. September bis 14. Oktober 

2013 von 50% und ab 15. Oktober 2013 von 70% (UV-act. 20). Ein MRT des rechten 

Schultergelenks am 18. Juni 2013 hatte einen Status nach höhergradiger 

Traumatisierung des AC-Gelenks und einen residuellen Reizzustand der Bursa 

subacromialis ergeben (UV-act. 18). Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie, hatte am 5. September 2013 eine leichte organische kognitive Störung 

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(ICD-10: F06.7G) sowie eine organische dissoziative Störung (ICD-10: F06.5V) 

diagnostiziert (UV-act. 21, vgl. UV-act. 39).

A.b  Vom 13. November bis 11. Dezember 2013 befand sich der Versicherte stationär 

in der Rehaklinik Bellikon. Im Austrittsbericht vom 11. Dezember 2013 hielten die 

behandelnden Ärzte als Diagnosen eine traumatische Hirnverletzung (ICD-10: F07.8), 

ein Thoraxtrauma rechts mit Pneumothorax rechtsseitig, eine Rippenserienfraktur, eine 

Atlasfraktur des vorderen Bogens, Processus transversus-Frakturen HWK6/7, ein 

radikuläres Reizsyndrom C6 links, eine AC-Arthritis posttraumatisch rechts sowie eine 

Bursitis subacromialis fest. Gestützt auf neuropsychologische Untersuchungen vom 

26. November und 3. Dezember 2013 (IV-act. I/11-12 ff.) liege eine leichte kognitive 

Leistungsminderung infolge einer neuropsychologischen Funktionsstörung vor, die 

Folge einer primär hirnorganischen Schädigung sei. In seiner angestammten Tätigkeit 

sei der Versicherte ab 16. Dezember 2013 zu 70% arbeitsunfähig, eine adaptierte 

Tätigkeit sei halbtags zumutbar (UV-act. 35). Dr. E.___, Klinik für Neuroradiologie, 

Universitätsspital Zürich, hatte am 19. November 2013 ein MRI des Schädels erstellt 

und beurteilt, es bestehe eine leichte temporale Atrophie beidseits. Die vereinzelten 

Hämosiderin-Ablagerungen temporal und frontal rechts seien möglicherweise 

posttraumatisch bedingt (UV-act. 36).

A.c  Die IV-Stelle übernahm die Kosten für ein Aufbautraining vom 5. Mai bis 31. 

August 2014 im F.___ und entrichtete Taggelder (UV-act. 82). Das Training wurde bis 

zum 31. Dezember 2014 verlängert (Mitteilung vom 30. September 2014; UV-act. 127). 

Mit Schlussbericht vom 5. Januar 2015 hielten die Verantwortlichen des F.___ fest, der 

Versicherte erreiche die Mindestanforderung an die Leistungsfähigkeit nicht; diese sei 

nicht verwertbar (UV-act. 228).

A.d  Im Auftrag der Mobiliar (vgl. UV-act. 115) wurde der Versicherte im November 

2014 durch Ärzte der IB-Bern polydisziplinär (orthopädisch, neurologisch, 

neuropsychologisch) abgeklärt. Im Gutachten vom 28. November 2014 nannten diese 

als Diagnosen mit überwiegend wahrscheinlichem Bezug zum Unfall vom 6. Januar 

2013 ein Schädelhirn-Trauma mit Contusio cerebri sowie ein chronisch 

intermittierendes leichtgradiges zerviko-brachiales Beschwerdesyndrom rechts (UV-

act. 160). Das Ausmass der Leistungsminderung bezifferten sie mit 10% sowohl in der 

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angestammten, als auch einer adaptierten Tätigkeit. Für die minimale bis leichte 

Störung der kognitiven Funktionen sei ein Integritätsschaden von 10% vorgesehen 

(UV-act. 158). 

A.e  Mit Schreiben vom 20. Januar 2015 stellte die Mobiliar fest, das Arbeitsverhältnis 

mit der Arbeitgeberin sei per 31. Januar 2015 aufgelöst worden. Ohne Präjudiz und 

Anerkennung einer Rechtspflicht sei sie bereit, für die Periode vom 1. bis 31. Januar 

2015 das Taggeld auf der Basis einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit zu übernehmen. 

Gestützt auf das Gutachten der IB-Bern würden ab 1. Februar 2015 Taggelder 

basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 10% ausgerichtet (UV-act. 211). Mit 

Verfügung vom 30. März 2015 stellte die Mobiliar die Taggeldzahlungen und die 

Vergütung der Heilungskosten per 28. Februar 2015 ein. Sie sprach dem Versicherten 

mit Wirkung ab 1. März 2015 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 10% 

sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 10% 

zu (UV-act. 240).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 30. März 2015 erhob der Versicherte am 29. April 2015 

Einsprache (UV-act. 257).

B.b  Mit Entscheid vom 10. Juli 2015 wies die Mobiliar die Einsprache ab (UV-act. 258).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 10. Juli 2015 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 10. September 2015. Der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) beantragte darin dessen Aufhebung. Es sei ihm eine 

Integritätsentschädigung von mindestens 35% und rückwirkend ab 1. März 2015 eine 

Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 70% auszurichten. Weiter sei ein 

gerichtliches multidisziplinäres (orthopädisches, neurologisches, neuropsychologisches 

und psychiatrisches) Gutachten zu erstellen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Er machte geltend, auf das Gutachten des IB-Bern könne nicht abgestellt werden, 

insbesondere, weil keine psychiatrische Untersuchung erfolgt sei. Da konkrete 

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Hinweise vorhanden seien, welche gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens 

sprächen, müsse ein Obergutachten angeordnet werden (act. G1).

C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. November 2015 beantragte die Mobiliar 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde; unter 

Kostenfolge. Sie brachte vor, zur Abklärung der gesundheitlichen Einschränkungen 

gebe das interdisziplinäre Gutachten des IB-Bern umfassend Auskunft, es sei ihm 

voller Beweiswert anzuerkennen und der Antrag auf ein Zweitgutachten abzulehnen. Es 

sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer selbst die Einholung eines 

psychiatrischen Gutachtens abgelehnt habe bzw. im Rahmen des Gutachtens des IB-

Bern ausdrücklich keines gewünscht habe (act. G5).

C.c Mit Replik vom 3. Dezember 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest. Er führte aus, der behandelnde Psychiater Dr. D.___ habe ihm seit 15. Juni 2015 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert. Nach Behandlung der aktuellen Störung 

erwarte er eine Restarbeitsfähigkeit von ca. 40 bis maximal 50% aufgrund 

psychiatrischer und neuropsychiatrischer Störungen (vgl. Bericht vom 25. September 

2015; act. G7.2). Dass der Beschwerdeführer die Einholung eines psychiatrischen 

Gutachtens abgelehnt habe, lasse sich damit erklären, dass er die Verletzungen 

bagatellisiert und eine geradezu phobische Abwehr von relevanten Krankheits- und 

Behandlungskonzepten gezeigt habe (act. G7).

C.d In ihrer Duplik vom 21. Dezember 2015 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Antrag fest. Sie brachte vor, der Bericht von Dr. D.___ könne für das vorliegende 

Verfahren nicht relevant sein, da die Behandlung nicht durch ihn, sondern delegiert an 

eine Psychologin erfolge. Aus den Akten ergäben sich keine Anhaltspunkte, die für eine 

unfallbedingte psychische Störung sprächen und demzufolge nach einer vertieften 

Abklärung rufen würden (act. G9).

C.e Mit Eingabe vom 7. April 2016 brachte der Beschwerdeführer vor, die Kollektiv-

Krankenversicherung seiner ehemaligen Arbeitgeberin habe eine unabhängige 

versicherungsmedizinisch-arbeitsprognostische sowie neuropsychologische 

Beurteilung bei Dres. G.___ und H.___ veranlasst (vgl. act. G11.1). Diese hätten ihm 

eine Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert. Sie seien aufgrund des Schädel-Hirntraumas 

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von einer leichten bis mittelschweren Störung ausgegangen. Dafür sei ein 

Integritätsschaden von 35% vorgesehen. Auf das Gutachten des IB-Bern könne 

definitiv nicht mehr abgestellt werden (act. G11). In ihrer Stellungnahme vom 26. April 

2016 machte die Beschwerdegegnerin Einwände gegen die Beurteilung von Dres. 

G.___ und H.___ geltend und hielt fest, diese vermöge den Beweiswert des Gutachtens 

des IB-Berns nicht zu erschüttern (act. G13).

C.f  Am 16. Mai 2017 reichte die Beschwerdegegnerin die Verfügung der IV-Stelle vom 

16. März 2017, mit der diese das Rentengesuch bei einem Invaliditätsgrad von 10% 

abgewiesen hatte (vgl. act. G15.1), ein (act. G15). Das Versicherungsgericht St. Gallen 

informierte die Parteien am 22. Juni 2017 über den Beizug der IV-Akten und räumte 

ihnen eine Frist zur Akteneinsicht und Stellungnahme ein (act. G17).

C.g Im Juli und August 2016 war der Beschwerdeführer im Auftrag der IV-Stelle (vgl. 

IV-act. I/102) durch Ärzte der PMEDA polydisziplinär (internistisch, neurologisch, 

orthopädisch, psychiatrisch, neuropsychologisch) abgeklärt worden. In ihrem 

Gutachten vom 21. Oktober 2016 hatten diese beurteilt, eine die Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten sowie jedweder vergleichbaren Tätigkeit mindernde 

Gesundheitsstörung sei anhand der objektiven Befunde nicht ausreichend 

wahrscheinlich und aktenkundig bislang strittig gewesen bzw. erheblich divergierend 

eingeschätzt worden (IV-act. I/104-64). Die von der PMEDA in Auftrag gegebene MR-

Untersuchung des Schädels hatte am 9. April 2016 ein strukturell unauffälliges Gehirn 

gezeigt (IV-act. I/104-71).

C.h In seiner Eingabe vom 6. Juli 2017 änderte der Beschwerdeführer seine 

Rechtsbegehren dahingehend, als er rückwirkend ab 1. März 2015 eine Rente 

basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% beantragte. Ansonsten hielt 

er an seinen Anträgen fest. Er reichte das Gutachten von Dr. med. I.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychiatrie FMH, vom 20. Juni 2017 ein und führte aus, dieser komme 

zum Schluss, dass nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe (act. G20).

C.i   Die Beschwerdegegnerin brachte am 10. Juli 2017 vor, die früher festgestellten 

vereinzelten Hämosiderinablagerungen hätten im MRI der PMEDA nicht mehr 

nachgewiesen werden können. Es sei von einer neuen und erheblichen Tatsache 

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auszugehen, welche die Grundlage des Einspracheentscheids verändere. Damit sei die 

Beschwerde abzuweisen, dem Beschwerdeführer in Abänderung des 

Einspracheentscheids vom 10. Juli 2015 jedoch eine Rente zu verweigern. Der 

Einspracheentscheid sei aus diesem Blickwinkel ex officio zu überprüfen und aufgrund 

der Erkenntnisse des Gutachtens der PMEDA zu beurteilen (act. G21). In ihrer 

Stellungnahme vom 2. August 2017 hielt die Beschwerdegegnerin zudem fest, das 

Gutachten von Dr. I.___ vermöge die Schlüsse der Gutachter des IB-Bern und der 

PMEDA nicht zu erschüttern (act. G23).

C.j   Mit Stellungnahme vom 14. September 2017 machte der Beschwerdeführer erneut 

geltend, auf das PMEDA-Gutachten könne nicht abgestellt werden. Auch Dr. I.___ 

würdige dieses kritisch (act. G26, vgl. Bericht vom 10. August 2017; act. G26.2). In 

ihrer Eingabe vom 29. September 2017 hielt die Beschwerdegegnerin fest, die beiden 

in Bezug auf die Schlussfolgerungen übereinstimmenden Gutachten seien 

beweiskräftig. Gestützt darauf sei die Beschwerde abzuweisen (act. G28).

C.k Die PMEDA-Gutachter hatten sich am 12. Juli 2017 zu den neu eingegangenen 

Akten und den Ergänzungsfragen (vgl. IV-act. I/121, IV-act. II/1) der IV-Stelle geäussert. 

Sie hatten befunden, für die Änderung der gutachterlichen Bewertung ergebe sich 

vorerst keine Notwendigkeit. Gerne nähmen sie nochmals nach Eingang der 

vollständigen echtzeitlichen Behandlungsdokumentation von Dr. D.___ Stellung (IV-act. 

II/9). Die IV-Stelle hatte am 10. August 2017 ihre Verfügung vom 16. März 2017 

widerrufen und weitere Abklärungen angekündigt (IV-act. II/12). Nach Beizug weiterer 

Akten von Dr. D.___ (IV-act. II/18, III/9) äusserte sich die PMEDA nach Eingang 

derselben am 21. November 2017 und 12. Januar 2018 dazu (vgl. IV-act. III/7, III/16). 

Die IV-Stelle stellte dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 17. Januar 2018 bei 

einem Invaliditätsgrad von 0% erneut die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht 

(IV-act. III/20).

C.l   Die Beschwerdegegnerin hatte am 27. November 2017 eine Stellungnahme zu den 

ergänzten IV-Akten eingereicht (act. G34).

C.m Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (vgl. act. G38; die Parteien erhoben 

keine Einwände gegen die in Aussicht gestellte Begutachtung, vgl. act. G41) 

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beauftragte das Versicherungsgericht die asim Begutachtung, Universitätsspital Basel, 

mit einer polydisziplinären (internistisch, neuropsychologisch, neurologisch, 

psychiatrisch) Begutachtung (act. G46). Der Beschwerdeführer wurde im April 2018 

durch Ärzte des asim untersucht. Im Gerichtsgutachten vom 6. September 2018 

führten die Experten als unfallkausale Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

einen Status nach mittelschwerer traumatischer Hirnverletzung sowie ein organisches 

Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10: F07.2) mit neuropsychologisch 

persistierender leichter bis mittelschwerer Störung bei bildgebend nachgewiesenen 

posttraumatischen Scherverletzungen temporal und frontal rechts auf. Für die bisherige 

Tätigkeit bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfall. In einer 

angepassten Tätigkeit hielten sie eine Leistungsfähigkeit von 50% (halbtags) ab Datum 

des Fallabschlusses per 28. Februar 2015 für möglich. Den Integritätsschaden 

schätzten sie auf 25% (act. G48).

C.n Die Beschwerdegegnerin reichte am 28. September 2018 eine Stellungnahme zum 

Gutachten ein und vertrat den Standpunkt, bei diesem handle es sich lediglich um eine 

andere Würdigung des gleichen medizinischen Sachverhalts. Es sei nicht darauf 

abzustellen (act. G50). Der Beschwerdeführer hielt das Gerichtsgutachten mit Eingabe 

vom 1. Oktober 2018 für beweiskräftig und beantragte neu die Zusprache einer 

Integritätsentschädigung von mindestens 25% sowie einer Rente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 85% rückwirkend ab 1. März 2015; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G51). Am 16. und 22. Oktober 2018 liess sich die 

Beschwerdegegnerin erneut vernehmen (act. G55, G57). Der Beschwerdeführer reichte 

am 24. Oktober 2018 eine Kostennote ein (act. G59) und äusserte sich am 29. Oktober 

2018 zu den Eingaben der Beschwerdegegnerin (act. G61).

C.o Das asim reichte am 26. November 2018 die Rechnung für das erstellte Gutachten 

im Gesamtbetrag von Fr. 22'647.95 ein (act. G63), wovon die Parteien am 27. 

November 2018 in Kenntnis gesetzt wurden (act. G64).

Erwägungen

1.   

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Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2013 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung gegenüber der 

Beschwerdegegnerin. Mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2015 bzw. der diesem 

zugrundeliegenden Verfügung vom 30. März 2015 stellte die Beschwerdegegnerin die 

Taggeldzahlungen und die Vergütung der Heilbehandlung per 28. Februar 2015 ein 

(UV-act. 240, 258). Die Einstellung an sich sowie der Zeitpunkt des Fallabschlusses 

(vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) blieben unangefochten und sind aktenmässig ausgewiesen, 

so dass vorliegend nicht näher darauf einzugehen ist. 

2.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so 

hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte 

Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder 

geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit 

dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 

Abs. 1 UVG). Eine Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 24 Abs. 2 UVG mit der 

Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung 

der ärztlichen Behandlung gewährt.

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2.2  Der Unfallversicherer ist nur für Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die 

natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen 

(vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE 

HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren 

strukturellen Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich 

aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher 

Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 

291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen).

2.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 52 

ff. zu Art. 43). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a). Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nicht ohne zwingende Gründe 

von den Einschätzungen des medizinischen Experten ab. Ein Grund zum Abweichen 

kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom 

Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu anderen 

Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann gerechtfertigt sein, 

wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als 

triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, 

sei es, dass es die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, 

dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 

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Schlussfolgerungen zieht (BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.6; BGE 125 V 351 E. 3a und 3b/

aa mit Hinweis; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, 

N 55 zu Art. 43).

3.   

Zu prüfen ist vorab, ob das Gerichtsgutachten vom 6. September 2018 eine 

rechtsgenügliche Beurteilung der unfallkausalen Beschwerden und der Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers erlaubt. Die Beschwerdegegnerin spricht dem Gutachten die 

Beweiskraft ab (act. G50, G55, G57).

3.1  Die Experten des asim führten als unfallkausale Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit einen Status nach mittelschwerer traumatischer Hirnverletzung und ein 

organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10: F07.2) mit 

neuropsychologisch persistierender leichter bis mittelschwerer Störung bei bildgebend 

nachgewiesenen posttraumatischen Scherverletzungen temporal und frontal rechts auf. 

Für die bisherige Tätigkeit bestehe seit dem Unfall eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 

In einer angepassten Tätigkeit hielten sie eine Leistungsfähigkeit von 50% (halbtags) ab 

Datum des Fallabschlusses per 28. Februar 2015 für möglich. Den Integritätsschaden 

schätzten sie auf 25% (act. G48).

3.2  Insbesondere umstritten ist, ob beim Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des 

Fallabschlusses Beschwerden bzw. Beeinträchtigungen aufgrund einer unfallkausalen 

organischen Schädigung des Gehirns vorlagen.

3.2.1      Die Beschwerdegegnerin bringt vor, die neurologische Teilgutachterin Dr. 

med. J.___, Fachärztin für Neurologie, verweise bei ihrer Diagnose auf ein "Polyblessé-

CT" vom 6. Januar 2013, welches eine minimale linksfrontal lokalisierte Hyperdensität 

zeige, am ehesten einer kleinen Subarachnoidalblutung (SAB) entsprechend, ansonsten 

aber keine höhergradigen traumatischen Verletzungen intrakraniell aufweise. Das 

"Polyblessé-CT" werde zwar in den Berichten des KSSG aufgeführt, eine derartige 

Feststellung darin jedoch nicht gemacht. Im CT vom 19. November 2013 finde sich die 

SAB sodann unbestritten nicht mehr (act. G50). Entgegen der Vorbringen der 

Beschwerdegegnerin hielt Dr. med. K.___, Institut für Radiologie KSSG, welcher das 

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"Polyblessé-CT" am 6. Januar 2013 durchführte, als Befund unter anderem eine 

diskrete hyperdense lineäre Läsion links frontal, fraglich einer sehr kleinen SAB 

entsprechend, fest (UV-act. 38). Wie Dr. J.___ nachvollziehbar ausführte, stand im 

initialen Heilungsverlauf die knöcherne Verletzung im Bereich der HWS im Vordergrund 

und der Kopfverletzung wurde vorerst wenig Beachtung geschenkt (vgl. neurologisches 

Teilgutachten, S. 17; act. G48). Im Austrittsbericht des KSSG vom 21. Januar 2013 

wurde der - damals allenfalls noch als wenig relevant erachtete - den Kopf betreffende 

Befund des "Polyblessé-CT" nicht erwähnt. Die behandelnden Ärzte hielten jedoch als 

Diagnose eine Commotio cerebri fest und berichteten über einen initialen Glasgow 

Coma Scale (GCS) Wert von 12 bzw. bei Sedation von 11 (UV-act. 13). Dies ist gemäss 

Dr. J.___ als mittelschwere Hirnverletzung zu klassifizieren. Sie hielt weiter fest, im 

initialen CCT hätten sich keine Hinweise für axonale Scherverletzungen gefunden, 

wobei die computertomographische Bildgebung in der Diagnostik von diffusen 

axonalen Scherverletzungen regelmässig an ihre Grenzen komme. Für diese 

Fragestellung sei die kernspintomographische Bildgebung aussagekräftiger (vgl. 

neurologisches Teilgutachten, S. 17; act. G48). Die Beschwerdegegnerin stellt diese 

nachvollziehbare Aussage in Frage, ohne dies jedoch zu begründen (vgl. act. G50). 

Eine laut Dr. J.___ aussagekräftigere kernspintomographische Untersuchung wurde 

erstmals am 19. November 2013 durchgeführt. Diese brachte neben einer leichten 

temporalen Atrophie beidseits vereinzelte Hämosiderin-Ablagerungen temporal und 

frontal rechts zur Darstellung. Der ausführende Dr. med. E.___ beurteilte, letztere seien 

möglicherweise posttraumatisch bedingt (UV-act. 36). Dass die initial festgestellte 

minimale SAB nicht mehr nachweisbar war, ist gemäss Dr. J.___ nicht ungewöhnlich, 

sondern spricht für eine Blutungsresorption (neurologisches Teilgutachten, S. 17; act. 

G48). Es ist zwar korrekt, dass Dr. E.___ die Hämosiderin-Ablagerungen nur für 

möglicherweise posttraumatisch bedingt hielt. Jedoch lässt sich seiner Beurteilung 

nicht entnehmen, ob er Kenntnis der Vorakten und damit insbesondere der initial 

festgestellten SAB hatte. Im Bericht über das MRI vom 8. Mai 2018 findet sich 

ebenfalls die Feststellung, die bekannten Hämosiderin-Ablagerungen seien 

möglicherweise posttraumatisch bedingt (vgl. act. G48). Diese Einschätzung stützte 

sich aber wohl ausschliesslich auf die aktenkundige Beurteilung von Dr. E.___. Die kurz 

nach dem Unfall bereits festgestellte Schädigung des Gehirns und die im MRI vom 19. 

November 2013 sowie vom 8. Mai 2018 (vgl. act. G48) vorhandenen Läsionen 

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sprechen für eine unfallkausale organische Schädigung des Gehirns. Auch die 

behandelnden Ärzte der Rehaklinik Bellikon hatten in ihrem Austrittsbericht vom 11. 

Dezember 2013 eine traumatische Hirnverletzung festgehalten (UV-act. 35). Dr. phil. 

Z.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, KSSG, hatte am 7. Januar 2014 

ausgeführt, aus neuropsychologischer Sicht bestätige sich die Diagnose einer 

organischen Funktionsstörung (ICD-10: F07.8; UV-act. 49). Sie ging mithin ebenfalls 

von einer organisch nachweisbaren Schädigung aus.

3.2.2      Weiter zweifelt die Beschwerdegegnerin an der Einschätzung von Dr. J.___, 

wonach der Beschwerdeführer beim Unfall eine Contusio cerebri erlitten haben soll 

(act. G50; neurologisches Teilgutachten, S. 23; act. G48). Gemäss Anhang zur 

Stellungnahme der PMEDA vom 12. Juli 2017 liegt bei einem leichtgradigen 

Schädelhirntrauma ein Bewusstseinsverlust von bis zu 30 Minuten, eine Amnesie von 

weniger als einem Tag oder ein GCS-Wert von 13 bis 15 vor. Angesichts dieser 

Kriterien seien Unschärfen in der Bestimmung der einander zudem überlappenden 

Variablen plausibel und stets zu erwarten (IV-act. II/9). Dr. J.___ führte aus, eine 

Commotio cerebri sei mit einer leichten traumatischen Hirnverletzung vergleichbar. Bei 

einem dokumentierten GCS-Wert von 12 und nachgewiesenen persistierenden 

strukturellen Läsionen sei die von den erstbehandelnden Ärzten des KSSG gestellte 

Diagnose einer Commotio cerebri nicht korrekt (neurologisches Teilgutachten, S. 23; 

act. G48). Neben dem GCS-Wert sprechen auch die (gemäss Austrittsbericht des 

KSSG zwar fragliche; vgl. UV-act. 15) Bewusstlosigkeit nach dem Unfall sowie die 

retrograde Amnesie von rund 30 Sekunden und anterograde Amnesie von ca. sieben 

Stunden (vgl. IV-act. I/11-9) für eine mittelschwere traumatische Hirnverletzung, von 

welcher Dr. J.___ ausging. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch die Gutachter 

des IB-Bern von einer Contusio cerebri mit bildgebend nachgewiesenen leichten 

kleinen Hämosiderinablagerungen und initial sehr kleiner SAB ausgingen (UV-act. 160). 

Auch Dr. C.___ ging von einer Contusio cerebri aus (vgl. UV-act. 71).

3.2.3      Die PMEDA Gutachter hatten festgehalten, traumatische zerebrale Läsionen 

hätten ihr klinisches Störungsmaximum regelhaft im Verletzungszeitpunkt und zeigten 

danach im weiteren Verlauf eine Besserung. Der aktenkundige Ablauf einer 

"diagnostischen Augmentation" (aus einer Commotio cerebri werde eine Contusio 

cerebri; es träten vermeintliche kognitive Defekte hinzu) laufe der Biologie zerebraler 

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Verletzungen also zunächst einmal zuwider (IV-act. I/104-63). Diese Ausführungen sind 

insofern nicht stichhaltig, als wie soeben erwähnt, initial nicht von einer Commotio 

cerebri, sondern einer mittelschweren traumatischen Hirnverletzung (Contusio cerebri) 

auszugehen ist. Zudem brachte Dr. D.___ überzeugend vor, alle psychiatrischen und 

auch manche neuropsychologischen Unfallfolgen könnten sich erst Wochen bis 

Monate nach dem schädigenden Ereignis zeigen. Dies insbesondere deshalb, weil ein 

Patient in der ersten Zeit in der Regel krankgeschrieben und entpflichtet sei. Die den 

Beschwerdeführer stark störenden Leistungsmängel seien ihm erst aufgefallen in dem 

Versuch, seine Arbeit wieder aufzunehmen, also als er mit erhöhten 

Leistungsanforderungen konfrontiert gewesen sei (IV-act. I/120-4). Die PMEDA 

Gutachter bezeichneten die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

übernommene Argumentation von Dr. D.___ in ihrer Stellungnahme vom 12. Juli 2017 

als abwegig, ohne dies jedoch zu begründen (IV-act. II/9-4).

3.2.4      Insgesamt ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer 

unfallkausalen, im Zeitpunkt des Fallabschlusses persistierenden, organischen 

Schädigung des Gehirns auszugehen. Ausführungen zu den von der 

Beschwerdegegnerin aufgeworfenen Fragen der Adäquanzprüfung bei organisch nicht 

hinreichend nachweisbaren Unfallfolgen erübrigen sich (vgl. act. G55).

3.3  Die Beschwerdegegnerin bringt Vorbehalte gegen die Diagnose eines organischen 

Psychosyndroms vor. Die Gutachter hätten sich zudem nicht ausreichend mit 

abweichenden früheren Beurteilungen auseinandergesetzt (act. G50). Die 

psychiatrische Teilgutachterin des asim, Dr. med. L.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie, führte aus, bei der Diagnose eines organischen Psychosyndroms nach 

Schädelhirntrauma sollte das Trauma meist schwer genug gewesen sein und zu einer 

Bewusstlosigkeit geführt haben. Es sei möglich, dass objektive Nachweise einer 

Gehirnschädigung fehlen könnten. Als typische Symptome gälten unter anderem 

unangenehme Empfindungen wie Schmerz oder Schwindel, ein allgemeines 

Krankheitsgefühl sowie eine ausgeprägte Erschöpfung und Geräuschempfindlichkeit. 

Damit einhergehend seien affektive Veränderungen wie emotionale Labilität, Angst und 

Depressionssymptome. Oft würden zudem subjektiv Schwierigkeiten bei der 

Konzentrations- und Gedächtnisleistung beklagt. Dies häufig ohne dass eindeutige 

Beeinträchtigungen in einer neuropsychologischen Testung nachweisbar seien. 

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Daneben könnten Schlafstörungen und eine ausgeprägte Beschäftigung mit den 

genannten Symptomen bis hin zu hypochondrischen Ideen auftreten. Aus 

gutachterlicher Sicht seien beim Beschwerdeführer die Diagnosekriterien für ein 

mittelgradiges organisches Psychosyndrom erfüllt. Im Folgenden setzte sie sich kurz 

mit den Vorberichten von Dr. D.___, Dres. G.___ und H.___ sowie Dr. I.___ auseinander 

und begründete die abweichende Diagnose überzeugend (psychiatrisches 

Teilgutachten, S. 15, act. G48).

3.4  Dr. J.___ führte bezüglich des Gutachtens des IB-Bern aus, vergleichbar mit der 

aktuellen neurologischen Einschätzung hätten sich auch damals keine fokal-

neurologischen Defizite, jedoch leichte neuropsychologische Defizite im verbalen 

Gedächtnis gezeigt. In diese Beurteilung seien weder die erhöhte Erschöpfbarkeit/

Ermüdbarkeit, noch die aktuell postulierten leichten Zeichen der frontalen Enthemmung 

einbezogen worden (neurologisches Teilgutachten, S. 21 f.; act. G48). Wie die 

Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, erwähnten die Gutachter des IB-Bern die 

Erschöpfungszustände und die Nichtbelastbarkeit im Alltag (UV-act. 162 ff.). Sie 

berücksichtigten diese jedoch insofern nicht, als sie diese im Gegensatz zu Dr. J.___ 

für weder objektiviert noch nachvollziehbar hielten (UV-act. 160/2). Die abweichende 

Einschätzung von Dr. J.___, insbesondere bezüglich der Arbeitsfähigkeit, ist damit 

plausibel.

3.5  Die Beschwerdegegnerin erachtet die vom asim attestierte Arbeitsfähigkeit von 0% 

in der angestammten und 50% in einer adaptierten Tätigkeit für nicht nachvollziehbar 

(act. G50). Diese stark von den Vorgutachten abweichende Einschätzung (vgl. UV-act. 

188, IV-act. I/104) begründeten die Gerichtsgutachter mit der hohen Anforderung an 

Stressresistenz, der Abrufbarkeit der Leistung bei Bedarf, dem Zeitdruck, der 

Verantwortung und auch den Führungsaufgaben bei der angestammten Tätigkeit. Eine 

adaptierte Tätigkeit sei aufgrund der leichten bis mittelschweren neuropsychologischen 

Störung und der psychiatrischerseits objektivierten Verhaltensauffälligkeiten im Sinne 

eines hirnorganischen Psychosyndroms maximal zu 50% möglich. Die Reduktion 

begründe sich durch die Arbeitsverlangsamung und die Notwendigkeit eines 

strukturierten Vorgehens. Zu den Vorgutachten führten sie aus, diese hätten formal die 

Testergebnisse der neuropsychologischen Testung als Massstab genommen, ohne 

jedoch die klinisch/anamnestische Einordung in das zugrundeliegende, für die 

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Umsetzung der Arbeitsfähigkeit massgebliche, hirnorganische Psychosyndrom nach 

SHT vorzunehmen. Dabei seien insbesondere die Faktoren der störungsbedingt 

deutlich eingeschränkten Steuerungsfähigkeit und der intrinsischen 

Motivationsfähigkeit unberücksichtigt geblieben (Hauptgutachten, S. 11 f., 15, act. 

G48). Vor diesem Hintergrund ist eine im Vergleich zu den Vorgutachten 

zurückhaltendere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar. Zudem ist darauf 

hinzuweisen, dass für die Bezifferung des Invaliditätsgrades das trotz der 

unfallbedingten Beeinträchtigungen zumutbare Einkommen in einer adaptierten, nicht 

der angestammten, Tätigkeit ausschlaggebend ist. Die 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit stimmt mit den Beurteilungen der behandelnden Ärzte der 

Rehaklinik Bellikon, von Dr. D.___ (prognostisch nach Behandlungsabschluss) sowie 

der Dres. G.___ und H.___ überein (vgl. UV-act. 35, act. G7.2, G11.1).

3.6  Bei der Würdigung des Gerichtsgutachtens vom 6. September 2018 fällt weiter ins 

Gewicht, dass es auf eigenständigen gründlichen Abklärungen beruht und für die 

streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und 

diskutiert. Insbesondere haben sich die Gerichtsgutachter ausführlich und schlüssig 

mit der abweichenden Beurteilung der Gutachter des IB-Bern und der PMEDA 

auseinandergesetzt. Die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden wurden 

berücksichtigt und nachvollziehbar gewürdigt. Die von den Gerichtsgutachtern 

vorgenommene Arbeitsfähigkeitsschätzung leuchtet in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. 

Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht 

berücksichtigt worden wären. Aus medizinischer Sicht ist deshalb davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als Customer Engineer seit 

dem 6. Januar 2013 über keine Arbeitsfähigkeit mehr verfügt. Für leidensangepasste 

Tätigkeiten besteht eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem Fallabschluss vom 28. 

Februar 2015 (Hauptgutachten, S. 11, 15, act. G48). Aus rechtlicher Sicht bestehen 

keine Gründe, von der Leistungsfähigkeitsbeurteilung im Gerichtsgutachten 

abzuweichen.

4.   

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 50% in einer adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

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4.1  Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im 

Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 E. 4.1). 

Die Beschwerdegegnerin macht geltend, als Valideneinkommen könne nicht der im 

Zeitpunkt des Unfalles aussergewöhnlich hohe Verdienst genommen werden, da dem 

Beschwerdeführer wegen des abgelehnten Einsatzes bei der Arbeitgeberin in anderen 

Funktionen, wie auch aufgrund der Umstrukturierung, mithin aus unfall- bzw. 

invaliditätsfremden Gründen, gekündigt worden sei (act. G57, UV-act. 240, 258). Der 

Beschwerdeführer ist hingegen der Ansicht, ohne das Unfallereignis hätte er seine 

Stelle nicht verloren (act. G61). Den Akten ist zu entnehmen, dass sich die 

Arbeitgeberin des Beschwerdeführers aufgrund von dessen Abwesenheit intern 

umorganisieren musste (UV-act. 122). Mit E-Mail vom 30. September 2014 teilte die 

Arbeitgeberin der IV-Stelle mit, ein Einsatz in seiner ursprünglichen Tätigkeit zu 50% 

sei nicht möglich, Büroarbeiten als Alternative seien nicht vorhanden. Einzig in Betracht 

zu ziehen wäre ein Einsatz als normaler Feldtechniker mit Piketteinsätzen. Dies würde 

die Erlernung neuer Bereiche und Offenheit für Veränderungen voraussetzen (UV-act. 

124). Wie sich aus dem Gutachten der asim ergibt, ist der Beschwerdeführer in seiner 

angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig. Auch die alternativ angebotene 

Tätigkeit als Feldtechniker entspricht nicht den Adaptationskriterien, insbesondere 

handelt es sich nicht um eine Routine- und Bereitstellungstätigkeit ohne höhere 

kognitive Anforderungen (vgl. Hauptgutachten, S. 11, 15; act. G48). Dem 

Beschwerdeführer kann folglich kein Vorwurf gemacht werden, sollte er sich, wie von 

der Beschwerdegegnerin vorgebracht, geweigert haben, die alternativ angebotene 

Tätigkeit zu übernehmen. Er hat damit seine Schadenminderungspflicht (vgl. Art. 21 

Abs. 4 ATSG) nicht verletzt. Die Akten weisen - wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 

geltend macht (vgl. UV-act. 240) - darauf hin, dass das Verhalten des 

Beschwerdeführers gegenüber der Arbeitgeberin möglicherweise teilweise nicht 

optimal war (UV-act. 95). Zudem hatte die ursprüngliche Abteilung des 

Beschwerdeführers offenbar eine veraltete Arbeitsweise, weshalb das Portfolio 

angepasst werden musste. Dies bedingte nach Angaben des Vorgesetzten eine 

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speditivere Arbeitsweise, eine rasche Auffassungs- und Umstellfähigkeit, ein 

Integrieren neuer Arbeitsabläufe und allgemein höhere Anforderungen (UV-act. 95). Es 

liegen jedoch keine Hinweise darauf vor, dass der Beschwerdeführer diesen 

Anforderungen ohne die Unfallfolgen nicht gewachsen gewesen wäre. 

Ausschlaggebend für die per 31. Januar 2015 erfolgte Kündigung des 

Arbeitsverhältnisses war damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die 

gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers. Da folglich davon auszugehen ist, 

dass der Beschwerdeführer im Validenfall noch bei seiner langjährigen Arbeitgeberin 

tätig wäre, ist vom zuletzt erzielten Verdienst auszugehen. Da dieser schwankend war, 

rechtfertigt es sich vorliegend, dafür einen längeren Zeitraum heranzuziehen. 

Angemessen erscheint, den Durchschnitt der letzten fünf Jahre, mithin von 2008 bis 

2012, als massgeblich zu betrachten. Die jährlichen Löhne beliefen sich auf Fr. 

155'674.--, Fr. 150'235.--, 156'546.--, 156'788 und Fr. 167'449.-- (vgl. IV-act. I/10). 

Angepasst an die branchenspezifische (Information und Kommunikation bzw. 

Informatik [bis 2010; Kategorie J-K]) Nominallohnentwicklung bis 2015 bei den 

Männern (+1.9%, +1.1%, +1.8%, +0.3%, + 1.2%, + 1.0%, + 0.0%) resultiert für den 

massgeblichen Zeitpunkt 2015 ein Jahreseinkommen von Fr. 164'232.-- ([167'376.-- + 

158'516.-- + 163'378.-- + 160'737.-- + 171'153.--] / 5).

4.2  Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, das Invalideneinkommen sei 

aufgrund der LSE nach dem tiefsten Kompetenzniveau (Hilfsarbeiter) festzulegen (act. 

G51). Die Beschwerdegegnerin lehnt diese Berechnungsweise ab und schlägt die 

Festlegung anhand der LSE 2012, TA1, privater Sektor, Kategorie 4, 

Informationstechnologie und Informatikdienst, vor (act. G57). Die asim-Gutachter 

führten bezüglich einer angepassten Tätigkeit aus, es müsse sich um eine gut 

strukturierte Routinetätigkeit, ohne hohe Anforderungen an die Flexibilität, mit 

selbständiger Arbeitserledigung und ohne Teamdruck handeln. Es sollte auf eine 

arbeitsbegleitende Fremdstrukturierung ohne erhöhten Zeit- und Leistungsdruck 

geachtet werden. Möglich erschienen Tätigkeiten idealerweise im langjährigen 

Berufsumfeld des bisherigen Arbeitsgebiets. Der Beschwerdeführer wäre von den 

Anforderungen einer Einarbeitung in tätigkeitsfremden Tätigkeiten überfordert 

(Hauptgutachten, S. 11, 15, act. G48).  Es rechtfertigt sich daher das 

Invalideneinkommen gestützt auf die LSE (vgl. BGE 139 V 592 E. 2.3, 129 V 475 E. 

4.2.1) zu ermitteln, und zwar anhand des Durchschnitts des im Bereich 

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Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen in der Privatwirtschaft von 

Männern des Kompetenzniveaus 2 erzielten Lohnes. Der Beschwerdeführer hat bei 

seiner langjährigen Tätigkeit im Informatikbereich breite Kenntnisse erworben und ist in 

der Lage, diese mindestens noch teilweise umzusetzen. Das Berufsfeld der Informatik 

beinhaltet zahlreiche unterschiedliche Tätigkeitsbereiche, so dass es überwiegend 

wahrscheinlich erscheint, dass dem Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt genügend Stellen entsprechend den Anforderungen des 

Kompetenzniveaus 2 (praktische Tätigkeiten wie Datenverarbeitung und 

Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten) offenstehen. Der 

massgebliche Lohn belief sich im Jahr 2014 auf Fr. 6'581.-- pro Monat (LSE 2014, 

Bundesamt für Statistik, Tabelle TA1). Daraus ergibt sich ein Jahreseinkommen von 

78'972.--. Aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 

Stunden (2014, total) und bei einer branchenspezifischen Nominallohnentwicklung bis 

2015 von +0.0% ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 82'328.--, bzw. bei einem 

zumutbaren Arbeitspensum von 50% ein solches von Fr. 41'164.--.

4.3  Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, es sei ein Tabellenlohnabzug von 15% 

gerechtfertigt (act. G51). Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass 

gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 

(Hilfsarbeiter)Tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind 

und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird 

dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale 

einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Den 

qualitativen Einschränkungen des Beschwerdeführers wurden mit der Wahl des 

Kompetenzniveaus 2 bereits ausreichend Rechnung getragen. Zusätzlich ist allerdings 

von der Notwendigkeit einer gewissen erhöhten Rücksichtnahme seitens des 

Arbeitgebers auszugehen. Eine solche dürfte sich tendenziell lohnsenkend auswirken. 

Zu berücksichtigen ist zudem, dass der Beschwerdeführer nur noch als 

Teilzeitbeschäftigter tätig sein kann. Er ist im Vergleich zu voll leistungsfähigen 

Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt und muss mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen (vgl. zum Ganzen PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, 

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in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 

139 ff.). Es rechtfertigt sich damit, den Tabellenlohnabzug auf 5% festzusetzen. 

Folglich reduziert sich das massgebliche Invalideneinkommen auf Fr. 39'106.--.

4.4  Ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

und unter Berücksichtigung eines 5%igen Tabellenlohnabzugs resultiert bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 164'232.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 39'106.-- 

ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von rund 76%.

5.   

Weiter ist der Integritätsschaden des Beschwerdeführers zu beurteilen.

5.1  Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

5.2  Bezüglich der Höhe der Integritätsentschädigung bringt die Beschwerdegegnerin 

lediglich vor, wenn man den Schlussfolgerungen des asim nicht folge, entbehre diese 

jeglicher Grundlage (act. G50). Nachdem das Gutachten wie ausgeführt als 

beweiskräftig zu erachten und insbesondere die gestellten Diagnosen schlüssig sind, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/23

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vermag das Argument der Beschwerdegegnerin die Beurteilung der 

Integritätsentschädigung nicht in Zweifel zu ziehen. Die asim-Gutachter stützten sich 

auf die Suva-Tabelle 8 "Integritätsschaden bei psychischen Folgen von 

Hirnverletzungen" (abrufbar unter https://www.suva.ch/de-CH/material/

Dokumentationen/tabelle-08-integritaetsschaden-bei-psychischen-folgen-von-

hirnverletzungen/, zuletzt abgerufen am 12. Dezember 2018) und befanden, im Hinblick 

auf das Ausmass an kognitiven und psychischen Beschwerden liege der 

Beschwerdeführer an der Grenze zwischen leichter und leichter bis mittelschwerer 

Hirnfunktionsstörung (Hauptgutachten, S. 16, act. G48). Für erstere sieht die Suva-

Tabelle einen Integritätsschaden von 20%, für letztere einen solchen von 35% vor. Ein 

Integritätsschaden von 25% ist damit plausibel.

6.   

6.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 10. Juli 2015 gutzuheissen und dem Beschwerdeführer mit 

Wirkung ab 1. März 2015 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 

76% sowie eine Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von 25% 

zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Leistung ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.3  In Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Juni 2013, 8C_71/2013, E. 2.2.3) hat die Beschwerdegegnerin 

die für das Gerichtsgutachten angefallenen Kosten von Fr. 22'647.95 zu tragen (act. 

G63).

6.4  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. 

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Praxisgemäss wird in durchschnittlich aufwändigen unfallversicherungsrechtlichen 

Streitigkeiten ein Honorar von Fr. 3'500.-- bis 4'500.-- zugesprochen. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte mit der Kostennote vom 24. Oktober 

2018 ein Honorar von Fr. 11'787.35.-- für einen Arbeitsaufwand von 42 Stunden à Fr. 

250.-- plus Barauslagen und Mehrwertsteuer geltend, ohne den Aufwand detailliert 

darzulegen (act. G59.1). Der hier zu beurteilende Fall ist wegen der umfangreichen 

Akten, des Gerichtsgutachtens und der Eingaben der Gegenpartei überdurchschnittlich 

aufwändig. Hingegen erscheinen die geltend gemachten 42 Arbeitsstunden als zu 

hoch. Im Vergleich mit anderen überdurchschnittlich aufwändigen Fällen erscheint eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 7'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid vom 10. 

Juli 2015 aufgehoben.

2.   

Der Beschwerdeführer hat ab 1. März 2015 Anspruch auf eine Invalidenrente basierend 

auf einem Invaliditätsgrad von 76%. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Leistung 

wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.   

Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Integritätsentschädigung bei einem 

Integritätsschaden von 25%. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Leistung wird die 

Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

4.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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5.   

Die Beschwerdegegnerin hat die für das Gerichtsgutachten angefallenen Kosten von 

Fr. 22'647.95 zu bezahlen.

6.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

7‘000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.12.2018
	Art. 18 ff. UVG. Art. 24 UVG. Beweiswürdigung Gerichtsgutachten. Einkommensvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Dezember 2018, UV 2015/54).Beim Bundesgericht angefochten.

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		2025-07-19T05:21:52+0200
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