# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a16e6b95-b9c3-506c-92b4-ae75d6be77a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-04-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.04.2014 A-759/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-759-2014_2014-04-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-759/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  A p r i l  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter André Moser (Vorsitz), 

Richter Maurizio Greppi, Richter Jürg Steiger,    

Gerichtsschreiber Lars Birgelen. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

vertreten durch Advokat Christof Enderle, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Schweizerische Bundesbahnen SBB,  

Personenverkehr Human Resources Operating,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Lohnwirksamkeit der Personalbeurteilung. 

 

 

A-759/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Bereich Personenver-

kehr Human Resources Operating (nachfolgend: Vorinstanz), mit einer 

mit "Lohnwirksamkeit der Personalbeurteilung 2012" betitelten Verfügung 

vom 22. Januar 2014 gegenüber A._______ festgestellt haben, die Per-

sonalbeurteilung mit dem Gesamtwert "C" sei für die Festsetzung seines 

Lohnes ab 1. Mai 2013 massgebend und sein Lohn werde ab diesem Da-

tum auf dem Zielwert "C" bei (…) Funktionsjahren berechnet, 

dass die SBB, Bereich Human Resources, Personalpolitik, Sozialpartner-

schaft und Arbeitsrecht, eine dagegen gerichtete Beschwerde von 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) – entgegen der Rechtsmit-

telbelehrung in der angefochtenen Verfügung – mit Schreiben vom 

12. Februar 2014 zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht 

weitergeleitet haben, 

dass der neu anwaltlich vertretene Beschwerdeführer beim Bundesver-

waltungsgericht vor Ablauf der Rechtsmittelfrist mit Eingabe vom 

21. Februar 2014 eine ergänzende Beschwerdebegründung eingereicht 

hat, 

dass er darin um Aufhebung der Verfügung vom 22. Januar 2014 und 

Anweisung an die Vorinstanz ersucht, ihn im Rahmen der Gesamtbeurtei-

lung der Personalbeurteilung 2012 mit einem "B" zu bewerten, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 

27. Februar 2014 das Verfahren vorerst auf die Frage der sachlichen Zu-

ständigkeit für die Beurteilung der eingereichten Beschwerde beschränkt 

hat, 

dass die SBB, Bereich Human Resources, Personalpolitik, Sozialpartner-

schaft und Arbeitsrecht, mit Stellungnahme vom 11. März 2014 die sachli-

che Zuständigkeit sowohl des Bundesverwaltungsgerichtes als auch der 

Leitung Konzernrecht der SBB verneinen und diejenige des Bundesrates 

direkt einer Klärung durch den Bundesrat überlassen wollen, 

dass der Beschwerdeführer mit Stellungnahme vom 11. April 2014 das 

Bundesverwaltungsgericht als für die Beurteilung seiner Beschwerde zu-

ständig erachtet und bei gegenteiliger Auffassung zumindest um Über-

weisung der Angelegenheit an die zuständige Behörde ersucht, 

 

A-759/2014 

Seite 3 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt (Art. 37 VGG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht seine Zuständigkeit von Amtes we-

gen prüft (Art. 7 Abs. 1 VwVG), 

dass die Bestimmungen über das Dienstverhältnis des Bundespersonals 

auch auf das Personal der SBB Anwendung finden (Art. 15 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes vom 20. März 1998 über die Schweizerischen Bundes-

bahnen [SBBG, SR 742.31] und Art. 2 Abs. 1 Bst. d des Bundespersonal-

gesetzes vom 24. März 2000 [BPG, SR 172.220.1]), 

dass am 1. Juli 2013 die Änderungen vom 14. Dezember 2012 des BPG 

in Kraft getreten sind (vgl. AS 2013 1493), 

dass gemäss dem revidierten Art. 36 Abs. 1 BPG Verfügungen des Ar-

beitgebers nun grundsätzlich direkt beim Bundesverwaltungsgericht an-

zufechten sind, 

dass jedoch gemäss Art. 36a BPG in Streitigkeiten über leistungsabhän-

gige Lohnanteile die Beschwerde an eine richterliche Instanz nur zulässig 

ist, soweit sie die Gleichstellung der Geschlechter betrifft, 

dass somit Streitigkeiten über leistungsmässige Lohnbestandteile, die et-

wa aufgrund einer Leistungsbeurteilung festgelegt worden sind, unter 

dem vorerwähnten Vorbehalt einer Überprüfung durch das Bundesverwal-

tungsgericht nicht zugänglich sind (vgl. auch Art. 32 Abs. 1 Bst. c VGG; 

MARTIN SCHEYLI, in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], 

Praxiskommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009 [nachfolgend: Praxis-

kommentar VwVG], N. 15 zu Art. 72; siehe auch PETER HELBLING, in: 

Wolfgang Portmann/Felix Uhlmann [Hrsg.], Handkommentar Bundesper-

sonalgesetz [BPG], Bern 2013 [nachfolgend: Handkommentar BPG], 

Art. 36a N. 10), 

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Seite 4 

dass die Beurteilung der Leistung und des für die Arbeit relevanten Ver-

haltens durch den Arbeitgeber im Resultat zu einem Werturteil führt, wel-

ches nicht als Verfügung ergeht, 

dass dieses Werturteil vielmehr die sachverhaltliche Grundlage bildet für 

den Entscheid über die zu treffenden Personalmassnahmen wie bspw. 

über einige von der Leistung abhängige Lohnanteile, welche allenfalls 

den Erlass einer Verfügung erfordern (vgl. zum Ganzen: HELBLING, Hand-

kommentar BPG, Art. 4 N. 64 sowie Art. 36a N. 8), 

dass die Vorinstanz – wie vom Beschwerdeführer verlangt (vgl. angefoch-

tene Verfügung, Ziff. 2) – eine Verfügung betreffend die Auswirkungen der 

Personalbeurteilung 2012 auf seinen Lohn erlassen hat, 

dass sie ihm im Ergebnis gestützt auf die Personalbeurteilung 2012 mit 

der Gesamtbewertung "C" keine Lohnerhöhung bzw. keinen individuellen 

Lohnanstieg für das Jahr 2013 zugesprochen hat (vgl. auch angefochtene 

Verfügung, Ziff. 3), 

dass der Beschwerdeführer mit seinem Antrag, die angefochtene Verfü-

gung sei aufzuheben und die Vorinstanz zu verpflichten, ihm im Rahmen 

der Gesamtbeurteilung der Personalbeurteilung 2012 mit einem "B" zu 

bewerten, (zumindest indirekt) die Ausrichtung eines einmaligen Leis-

tungsanteils gemäss Ziff. 95 GAV SBB 2011 durch die Vorinstanz verfolgt, 

dass somit ein leistungsabhängiger Lohnanteil in Frage steht, der sich ei-

ner Beurteilung durch das Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich ent-

zieht, 

dass daran – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – der der 

Vorinstanz in Ziff. 95 Abs. 1 GAV SBB 2011 eingeräumte Ermessensspiel-

raum nichts ändert, zumal der Beschwerdeführer selber geltend macht, 

der HR-Berater der SBB habe ihm gegenüber anlässlich des Zweitge-

sprächs vom 25. April 2013 bei einer Gesamtbewertung mit "B" seinen 

Anspruch auf einen einmaligen Leistungsanteil bestätigt (vgl. Beschwer-

deergänzung vom 21. Februar 2014, Ziff. 4), und sich ein solcher An-

spruch bei Lohnwirksamkeit der Personalbeurteilung auch aus Ziff. 95 

Abs. 2 GAV SBB 2011 ergibt, 

dass der Beschwerdeführer auch keine Ungleichbehandlung der Ge-

schlechter rügt, 

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Seite 5 

dass – falls sich das Bundesverwaltungsgericht als unzuständig erachtet 

– es die Sache ohne Verzug und in der Regel formlos der zuständigen 

Behörde zu überweisen hat (Art. 8 Abs. 1 VwVG), 

dass es indes eine formelle Verfügung (Nichteintretensentscheid) über 

seine Unzuständigkeit zu erlassen hat, sofern aufgrund des Inhalts der 

Beschwerdeschrift bzw. in Würdigung der gesamten Umstände von der 

Behauptung der Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichtes im Sinne 

von Art. 9 Abs. 2 VwVG durch die beschwerdeführende Partei auszuge-

hen ist (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessie-

ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 3.10; 

Urteil des BVGer A-36/2013 vom 7. August 2013 E. 3.1.2 mit Hinweisen), 

dass – da der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 11. April 

2014 die sachliche Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichtes be-

hauptet – auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, um ihm gegebenen-

falls die Möglichkeit zu eröffnen, seinen Standpunkt auf dem Rechtsmit-

telweg durchzusetzen, 

dass überdies – falls und sobald der Nichteintretensentscheid in Rechts-

kraft erwächst – eine Überweisung an die zuständige Behörde gemäss 

Art. 8 Abs. 1 VwVG vorzunehmen ist (zum Ganzen: THOMAS FLÜCKIGER, 

Praxiskommentar VwVG, N. 9 zu Art. 9), 

dass die SBB und ihre Sozialpartner mit der Inkraftsetzung der Revision 

des BPG per 1. Juli 2013 ohne entsprechende Anpassung von Ziff. 195 

GAV SBB 2011 die interne Beschwerdeinstanz der SBB (vgl. noch 

aArt. 35 Abs. 1 BPG [AS 2001 894]) aufgehoben haben (vgl. Auszug aus 

dem Protokoll der GAV-Koordinationsgruppe vom 17. Mai 2013) und für 

ab diesem Datum erlassene Verfügungen über keine interne Rechtsmit-

telbehörde mehr verfügen, 

dass somit die Leitung Konzernrecht der SBB ebenfalls nicht zuständig 

ist, 

dass gemäss Art. 72 Bst. b VwVG der Bundesrat Beschwerden gegen 

erstinstanzliche Verfügungen über leistungsabhängige Lohnanteile des 

Bundespersonals beurteilt, 

dass die Beschwerde an den Bundesrat – soweit es sich um ein Sachge-

biet im Sinne von Art. 72 VwVG handelt – namentlich gegen Verfügungen 

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Seite 6 

letzter Instanzen autonomer Anstalten und Betriebe des Bundes zulässig 

ist (Art. 73 Bst. b VwVG), 

dass die SBB zwar heute formell nicht mehr eine Anstalt sind, sondern 

eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft (Art. 2 Abs. 1 SBBG), jedoch 

im vorliegenden Zusammenhang dennoch zu den autonomen Anstalten 

zu zählen sind (vgl. MARINO LEBER, in: Christoph Auer/Markus Mül-

ler/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, N. 4 zu Art. 73), 

dass demnach für das Personal der SBB ebenfalls der Beschwerdeweg 

gemäss Art. 36a BPG i.V.m. Art. 72 Bst. b VwVG zu gelten hat (MARTIN 

SCHEYLI, Praxiskommentar VwVG, N. 3 Fn. 5 zu Art. 73), 

dass somit – nachdem in dieser Angelegenheit weder eine interne Be-

schwerdeinstanz noch das Bundesverwaltungsgericht angerufen werden 

können – der Bundesrat subsidiär für die Behandlung der Beschwerde 

des Beschwerdeführers zuständig ist (Art. 74 VwVG e contrario), 

dass daher nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils die Be-

schwerde unter Beilage der Akten an das mit der Instruktion der Be-

schwerde für den sachlich zuständigen Bundesrat betraute Bundesamt 

für Justiz (BJ) zu überweisen ist (Art. 75 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 8 

der Organisationsverordnung vom 17. November 1999 für das Eidgenös-

sische Justiz- und Polizeidepartement [OV-EJPD, SR 172.213.1]), 

dass der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfah-

rens vor dem Bundesverwaltungsgericht als unterliegende Partei grund-

sätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hätte (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass gemäss Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

(VGKE, SR 173.320.2) die Verfahrenskosten einer Partei jedoch ganz 

oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache es als 

unverhältnismässig erscheinen lassen, sie ihr aufzuerlegen, 

dass dem Beschwerdeführer in Anwendung dieser Bestimmung keine 

Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (vgl. auch Art. 34 Abs. 2 BPG), 

dass ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario). 

  

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Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Beschwerde wird unter Beilage der Akten nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils an das Bundesamt für Justiz (BJ), Direktionsbe-

reich Öffentliches Recht, überwiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Justiz (BJ), Direktionsbereich Öffentliches Recht, 

Bundesrain 20, 3003 Bern (Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

André Moser Lars Birgelen 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffent-

lich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht ange-

fochten werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit 

geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei 

der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. 

Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Bei einer nicht vermögensrechtlichen 

Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichstel-

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lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die Be-

schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 

30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, 

Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 

100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-

mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-

zulegen (Art. 42 BGG). 

 

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