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**Case Identifier:** 1ab7ede7-3bed-53c4-b472-c8cdf8b23b9d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.06.2021 200 2021 268
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-268_2021-06-10.pdf

## Full Text

200 21 268 IV
JAP/ISD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Juni 2021

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Februar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2021, IV/21/268, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene und als … tätige A.________ (Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im November 2011 unter Hinweis auf eine 
Psoriasis Arthritis bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbei-
lage [AB] 2). Mit Verfügung vom 25. Juni 2013 (AB 51) beschied die IVB 
das Gesuch hinsichtlich eines Rentenanspruchs abschlägig. Nach einer 
Neuanmeldung im August 2017 (AB 60) tätigte sie erwerbliche und medizi-
nische Abklärungen, namentlich veranlasste sie eine psychiatrisch-
rheumatologische Begutachtung (AB 104.3 bzw. 103.2 [Interdisziplinäre 
Beurteilung], 103.1, 104.1, 104.2 bzw. 103.3) und verneinte mit Verfügung 
vom 22. März 2018 (AB 114) einen Rentenanspruch erneut. 

Im Januar 2020 meldete sich der Versicherte abermals zum Leistungsbe-
zug an und machte eine massive Verschlechterung seines allgemeinen 
Gesundheitszustandes geltend (AB 148). Die IVB sprach ihm Eingliede-
rungsmassnahmen zu (vgl. AB 151, 161, 179), welche sie mit Schreiben 
vom 30. Dezember 2020 (AB 191) abschloss, und holte unter anderem ein 
polydisziplinäres medizinisches Gutachten vom 19. November 2020 
(AB 186.1 [Konsensbeurteilung], 186.2-186.7) ein. Gestützt darauf sowie 
nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (vgl. AB 192, 196, 199 f.) wies 
die IVB das Leistungsbegehren bezüglich einer Invalidenrente mit Verfü-
gung vom 26. Februar 2021 (AB 201) ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch C.________ von der 
B.________ AG, mit Eingabe vom 14. April 2021 Beschwerde und bean-
tragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die 
Zusprache einer Invalidenrente; eventualiter die Rückweisung der Sache 
an die Verwaltung zur Vornahme weiterer Abklärungen. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 17. Mai 2021 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. Februar 2021 
(AB 201). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und in diesem 
Zusammenhang insbesondere, ob seit der Verfügung vom 22. März 2018 
(AB 114) ein medizinischer oder erwerblicher Revisionsgrund eingetreten 
ist. 

Soweit die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung ein im 
Einwand vom 16. Februar 2021 (AB 199) sinngemäss gestelltes Wiederer-

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wägungsgesuch thematisiert, ist Folgendes festzuhalten: Die Verfügung 
vom 22. März 2018 (AB 114) erwuchs unangefochten in Rechtskraft. In der 
angefochtenen Verfügung vom 26. Februar 2021 (AB 201) brachte die Be-
schwerdegegnerin sodann eindeutig zum Ausdruck, dass sie keine Wie-
dererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG vorzunehmen gedenke. 
Wie die Beschwerdegegnerin weiter zutreffend festhielt (Beschwerdeant-
wort S. 3 Ziff. 11), wies sie im Dispositiv einzig das Leistungsbegehren be-
züglich des Rentenanspruchs im Zusammenhang mit der Neuanmeldung 
ab. Die materiellen Wiedererwägungsgründe prüfte sie demgegenüber 
nicht und trat mithin im Ergebnis auf das gestellte Wiedererwägungsgesuch 
nicht ein (vgl. THOMAS FLÜCKIGER, in: FRÉSARD-FELLAY/KLETT/LEUZINGER 
[Hrsg.], Basler Kommentar zum Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts, 2019, Art. 53 N. 92; UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 
2020, Art. 53 N. 85 ff.). Dieser Entscheid lag in ihrem Ermessen und ist 
einer gerichtlichen Überprüfung nicht zugänglich (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52; 
SVR 2018 IV Nr. 33 S. 107 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 29 E. 3.3). Schliesslich 
ist zu beachten, dass in der Beschwerde weder hinsichtlich der Frage der 
Wiedererwägung noch derjenigen des Rentenanspruchs in zeitlicher bzw. 
masslicher Hinsicht ein (klares) Rechtsbegehren gestellt wurde. Soweit der 
Beschwerdeführer in der Beschwerdebegründung geltend macht, die Ver-
fügung vom 22. März 2018 (AB 114) sei zweifellos unrichtig, weshalb sie 
wiedererwägungsweise aufzuheben und ihm die IV-Leistungen auszurich-
ten seien (Beschwerde S. 10 Ziff. 4), ist auch bezüglich dieses sinngemäs-
sen Antrags auf Wiedererwägung auf die Beschwerde insoweit nicht einzu-
treten.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die 
Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs des 
Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenver-
sicherung [IVV; SR 831.201]). Wurde eine Rente wegen eines zu geringen 
Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, 
wenn die Voraussetzung nach Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. 
auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351).

2.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 

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hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.3.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV 
Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1). Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann 
eine revisionsrechtlich relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine 
weggefallene Diagnose eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn 
diese veränderten Umstände den Rentenanspruch berühren (BGE 141 V 9 
E. 5.2 S. 12; SVR 2020 IV Nr. 25 S. 84 E. 3). Unerheblich unter revisions-
rechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unterschiedliche 
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 
144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 11; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 
E. 2.2.1).

2.3.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Januar 
2020 (AB 148) eingetreten und hat in der angefochtenen Verfügung vom 

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26. Februar 2021 (AB 201) materiell über den Rentenanspruch befunden. 
Die Eintretensfrage (vgl. E. 2.3.1 hiervor) ist damit nicht streitig und folglich 
vom Gericht nicht zu prüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

Indes ist zu prüfen, ob eine für den Leistungsanspruch potentiell relevante 
Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse mit Auswirkung auf den Invali-
ditätsgrad eingetreten ist. Hierfür ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der ren-
tenablehnenden Verfügung vom 22. März 2018 (AB 114) mit demjenigen, 
wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 26. Februar 
2021 (AB 201) entwickelt hat, zu vergleichen (vgl. E. 2.3.4 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 22. März 2018 (AB 114) basierte in medizini-
scher Hinsicht auf den bidisziplinären Expertisen der Dres. med. 
D.________, Facharzt für Rheumatologie, und E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. Januar 2018 (AB 104.3 bzw. 
103.2 [Interdisziplinäre Beurteilung]; psychiatrisches Teilgutachten vom 
23. Januar 2018 [AB 103.1]; rheumatologisches Teilgutachten vom 20. De-
zember 2017 [AB 104.1] samt Nachtrag vom 8. Januar 2018 [AB 104.2 
bzw. 103.3]).

3.2.1 Dr. med. E.________ stellte im psychiatrischen Teilgutachten vom 
23. Januar 2018 keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
(AB 103.1/7 lit. g). Aus psychiatrischer Sicht beurteilte er die Arbeitsfähig-
keit als nicht eingeschränkt (AB 103.1/14 Ziff. IV/1). Im Rahmen der inter-
disziplinären Beurteilung vom 23. Januar 2018 (AB 103.2 bzw. 104.3) hiel-
ten die Gutachter gestützt auf das psychiatrische Teilgutachten fest, aus 
psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit 
nie eingeschränkt gewesen. Es könne daher vollumfänglich auf den soma-
tisch-rheumatologischen Standpunkt abgestellt werden. 

3.2.2 Dr. med. D.________ diagnostizierte im rheumatologischen Teilgut-
achten vom 20. Dezember 2017 (AB 104.1) eine periphere, seronegative, 
CCP-Ak-negative Polyarthritis, eine progrediente Polyarthrose und eine 
Arthritis urica mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt er ein myo-faszio-kutanes 
Schmerzsyndrom der Arme linksbetont ohne ersichtliche organische Patho-
logie, Hohl-Spreizfüsse, eine chronische Anämie bei hypogonadotropem 

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Hypogonadismus sowie einen Status nach operativer Korrektur einer Na-
senseptumpathologie 2017 fest (AB 104.1/25 f. Ziff. 6). In der angestamm-
ten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer noch knapp 40 % arbeitsfähig. 
Schon wegen der Hüftprothese sei ihm das Heben von 25 bis 50 kg-
Säcken nicht mehr möglich. Schwere Handarbeiten wie etwa Revisionsar-
beiten seien ebenfalls nicht mehr möglich. Dies dürfte aus Sicht der Arbeit-
geberin des Beschwerdeführers einer vollen Arbeitsunfähigkeit entspre-
chen. Eine sehr leichte, wechselnd belastende Tätigkeit sei dem Be-
schwerdeführer zu 100 % zumutbar, sofern man die extrasomatisch be-
dingten Armschmerzen nicht einrechne (AB 104.1/28 Ziff. 8).

Im Nachtrag zum Gutachten vom 8. Januar 2018 (AB 103.3 bzw. 104.2) 
hielt Dr. med. D.________ im Hinblick auf nachträglich eingegangene Arzt-
berichte fest, grundsätzlich sei eine diagnostische Neubeurteilung nicht 
notwendig, jedoch würden die anamnestischen Angaben eine Akzentver-
schiebung bedingen. Das aktuelle Leiden habe nicht im August 2007, son-
dern bereits circa 1993 seinen Anfang gehabt, so dass nach dem über 20-
jährigen Verlauf die Diagnose von sekundären Arthrosen für diverse Ge-
lenke wahrscheinlicher werde. Allerdings spielten für die Kniearthrose auch 
die Meniskektomie und die Umlagerungsosteotomie eine Rolle sowie für 
die Fussarthrosen die statischen Veränderungen. Auch die Coxarthrose 
könnte sehr wohl primär sein. Die Wirkung der Biologikatherapie habe er 
wahrscheinlich zu pessimistisch beurteilt. Insgesamt habe die im Gutachten 
aufgeführte Diagnoseliste unverändert Gültigkeit und die kleinen erwähnten 
Differenzen seien versicherungsrechtlich kaum von Bedeutung. 

3.2.3 Im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung vom 23. Januar 2018 
(AB 104.3 bzw. 103.3) hielten die Gutachter zur somatisch-rheumatolo-
gischen Beurteilung fest, der Beschwerdeführer leide seit mehreren Jahren 
an einer vielfältigen Gelenkspathologie. Es bestehe ein entzündlich-
rheumatisches Geschehen, das bisher auf eine intensive Behandlung nicht 
angesprochen habe. Daneben bestünden eine progrediente Polyarthrose 
und eine Hyperuricämie mit Gelenksmanifestationen. Der Beschwerdefüh-
rer könne deswegen seinen angestammten, zum Teil sehr schweren Beruf 
nicht mehr ausüben, wobei auch eine Hüftprothese eine Rolle spiele. Eine 

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sehr leichte, wechselnd belastende Tätigkeit sei ihm aber trotzdem zumut-
bar.

3.3 In der angefochtenen Verfügung vom 26. Februar 2021 (AB 201) 
stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht auf das in-
terdisziplinäre versicherungsmedizinische Gutachten der F.________ AG 
(nachfolgend: Medas) vom 19. November 2020 (AB 186.1 [Konsensbeurtei-
lung], 186.2-186.7 [Teilgutachten und medizinische Unterlagen]). Im Gut-
achten wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
chronische periphere Spondylarthritis im Sinne einer Psoriasisarthritis sine 
Psoriasis […], eine Hyperurikämie mit Verdacht auf Gichtarthropathie […] 
und ein chronisches lumbospondylogenes und fazettogenes Schmerzsyn-
drom […] festgehalten. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit nannten die Gutachter ein chronisches multilokuläres Schmerz-
syndrom, Adipositas durch übermässige Kalorienzufuhr: Adipositas Grad II 
WHO bei Patienten von 18 Jahren und älter (ICD-10 E66.01), eine kombi-
nierte Fettstoffwechselstörung, aktuell medikamentös eingestellt (ICD-10 
E78.2), einen Diabetes mellitus Typ II mit nicht näher bezeichneten Kom-
plikationen, nicht als entgleist bezeichnet, aktuell medikamentös eingestellt 
(ICD-10 F11.80), eine arterielle Hypertonie, aktuell medikamentös behan-
delt, nicht näher bezeichnet: Ohne Angabe einer hypertensiven Krise (ICD-
10 I10.90), eine hypertensive Herzkrankheit ohne (kongestive) Herzinsuffi-
zienz und ohne Angabe einer hypertensiven Krise (ICD-10 I11.90), eine 
linksatriale Dilatation (ICD-10 I51), Atherosklerose der Aorta aszendens 
(ICD-10 I70.0), eine Dyspnoe (ICD-10 R06.0), eine aktenanamnestische 
Ferritin-Erhöhung (unklare Ätiologie, aktuell erhöht), eine aktenanamnes-
tisch unklare normochrome normozytäre Anämie, aktuell keine Anämie 
(ICD-10 D64.9), eine aktenanamnestische Hyperurikämie, aktuell medika-
mentös behandelt (ICD-10 E79.0), ein aktenanamnestischer Vitamin-D-
Mangel, aktuell unter Substitution normwertig (ICD-10 E56.9), ein akte-
nanamnestisches Hämorrhoidalleiden, aktuell beschwerdefrei (ICD-10 
K64.9) und eine aktenanamnestische Hymenopterengiftallergie (ICD-10 
Z91.0; AB 186.1/11 ff. Ziff. 4.2).

In internistischer, kardiologischer, psychiatrischer und neurologischer Hin-
sicht bestehe keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit und 

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dementsprechend eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (AB 186.1/9 f. und 14 
Ziff. 4.3). Gestützt auf die rheumatologische Beurteilung sei die bisherige 
Tätigkeit als … in einem … spätestens seit 2017 nicht mehr zumutbar 
(AB 186.1/10 und 15 Ziff. 4.7). In einer angepassten, wechselbelastenden, 
körperlich leichten und nur selten mittelschweren Tätigkeit – entsprechend 
den rheumatologischen Anforderungen an einen potentiellen Arbeitsplatz – 
bestehe aus interdisziplinärer Sicht gestützt auf das rheumatologische Teil-
gutachten spätestens seit 2017 eine Arbeitsfähigkeit während vier Stunden 
täglich ohne zusätzliche Leistungsminderung (vgl. AB 186.1/15 f. Ziff. 4.8). 

In revisionsrechtlicher Hinsicht hielten die Gutachter fest, interdisziplinär 
betrachtet habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach 
Absetzung der Cimzia-Medikation vorübergehend verschlechtert. Aktuell 
bestehe wieder ein vergleichbarer Zustand wie vor Absetzung der Cimzia-
Behandlung im Jahr 2019. Der Hauptunterschied zur gutachterlichen Beur-
teilung vom 20. Dezember 2017 sei, dass die damals rheumatologisch 
attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer sehr leichten wechselbelasten-
den Tätigkeit nicht nachvollzogen werden könne, weil bei den vorliegenden 
multiplen objektivierbaren, pathologischen somatischen Befunden am Be-
wegungsapparat eine ganztägige Arbeitsfähigkeit auch in einer adaptierten 
Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht kaum vorstellbar sei. Unter Berück-
sichtigung der aktuellen Befunde und der bisherigen Entwicklung wäre 
grundsätzlich auch im Dezember 2017 lediglich eine eingeschränkte 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit anzunehmen gewesen 
(AB 186.1/17). 

3.4 Das Medas-Gutachten vom 19. November 2020 (AB 168.1) erfüllt 
die Anforderungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert einer versicherungsexternen medizinischen Expertise (vgl. dazu 
BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b 
bb S. 353; SVR 2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2). 
Die gutachterlichen Ausführungen und Feststellungen beruhen auf einge-
hender, fachärztlicher Abklärung und sind in Kenntnis der Vorakten sowie 
unter Berücksichtigung der geklagten Einschränkungen getroffen worden. 
Gestützt darauf haben die medizinischen Sachverständigen die medizini-
schen Zusammenhänge einleuchtend und die daraus gezogenen Schluss-

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folgerungen grundsätzlich nachvollziehbar und überzeugend begründet 
dargelegt (vgl. jedoch E. 3.5.1 am Ende hiernach). Das Medas-Gutachten 
äussert sich zudem zur vorliegend strittigen Frage nach der revisionsbe-
gründenden Veränderung des medizinischen Sachverhaltes im Vergleich 
zum rheumatologisch-psychiatrischen Vorgutachten (AB 186.1/17; vgl. da-
zu SVR 2018 IV Nr. 13 S. 40 f. E. 4.2 und 4.2.1 f.). Die Beschwerdegegne-
rin hat damit zu Recht auf das Gutachten abgestellt, was denn auch zwi-
schen den Parteien unbestritten ist (Beschwerde S. 8 Ziff. III lit. C Ziff. 3.1; 
Beschwerdeantwort S. 2 lit. C Ziff. 7). Vor diesem Hintergrund ist der medi-
zinische Sachverhalt hinreichend abgeklärt, weshalb in antizipierter Be-
weiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 
157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) auf weitere Beweisvor-
kehrungen zu verzichten ist.

3.5

3.5.1 Gemäss dem rheumatologischen Teilgutachten vom 23. Oktober 
2020 (AB 186.5), respektive der interdisziplinären Beurteilung des Medas-
Gutachtens vom 19. November 2020 (AB 186.1), ist die Arbeitsfähigkeit in 
der angestammten Tätigkeit als … – in diesbezüglicher Übereinstimmung 
mit dem rheumatologischen Vorgutachten vom 20. Dezember 2017 (vgl. 
AB 104.1/28 Ziff. 8 und 8.1) – spätestens seit Dezember 2017 aufgehoben. 
Hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 
Tätigkeit geht das Medas-Gutachten gestützt auf das rheumatologische 
Teilgutachten vom 23. Oktober 2020 (AB 186.5) von einer ebenfalls spätes-
tens seit 2017 bestehenden Einschränkung um 50 % aus (AB 186.1/10 f. 
und 15 f. Ziff. 4.8). Dabei hielten die medizinischen Sachverständigen aus-
drücklich fest, dass die vom rheumatologischen Vorgutachter attestierte 
Arbeitsfähigkeit von 100 % medizinisch nicht nachvollzogen werden könne 
und – abgesehen von einer lediglich vorübergehenden Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes im Zusammenhang mit der Absetzung der 
Cimzia-Medikation im Jahr 2019 – der Hauptunterschied zum rheumatolo-
gischen Vorgutachten vom 20. Dezember 2017 (AB 104.1/28 Ziff. 8.2) 
demnach darin bestehe, dass bereits im Dezember 2017 lediglich von einer 
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen gewesen wäre (vgl. 
AB 186.1/17). Die gutachterlichen Ausführungen zur Veränderung der me-

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dizinischen Sachlage im massgeblichen Vergleichszeitraum erschöpfen 
sich demnach in einer unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel praxis-
gemäss unerheblichen unterschiedlichen Beurteilung eines im Wesentli-
chen gleich geblieben Sachverhaltes (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Demnach ver-
mag die nunmehr tiefer ausgefallene gutachterliche Einschätzung der me-
dizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit ohne eine damit korrelie-
rende, ausgewiesene Verschlechterung der objektivierbaren medizinischen 
Befunde keinen hinreichenden medizinischen Revisionsgrund darzustellen. 
Ungeachtet dessen bleibt festzustellen, dass die aus rheumatologischer 
Sicht, entsprechend dem zum Zeitpunkt der Begutachtung tatsächlich aus-
geübten Arbeitspensum attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % 
(AB 186.5/103 ff.) nicht zu überzeugen vermöchte, war doch der Be-
schwerdeführer anlässlich der BEWO-Abklärung in der Lage – bei jeweils 
selbst beanspruchten Arbeitsunterbrüchen von täglich jeweils fünf bzw. 
zehn bis zwanzig Minuten (AB 135/3 und 10) – ein Vollzeitpensum zu ver-
richten. Schliesslich wies Dr. med. D.________ auch darauf hin, dass zwi-
schen der subjektiv empfundenen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und 
der Freizeitgestaltung eine gewisse Diskrepanz bestehe (AB 104.1/27 und 
32).

3.5.2 Sodann führt es – anders als vom Beschwerdeführer unter Bezug-
nahme auf die gutachterliche Diagnostik (vgl. AB 186.1/11 ff. Ziff. 4.2) ver-
treten (Beschwerde S. 4 ff. lit. C Ziff. 1.3 f.) – zu keinem anderen Schluss, 
dass im Medas-Gutachten vom 19. November 2020 (AB 186.1) verschie-
dene neu hinzugekommene Diagnosen festgehalten wurden. Denn eine 
weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich rele-
vante Gesundheitsverschlechterung, wenn diese veränderten Umstände 
den Rentenanspruch berühren (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Dies ist indessen vor-
liegend nicht der Fall, zumal die Gutachter in den Fachdisziplinen Innere 
Medizin, Kardiologie, Psychiatrie und Neurologie die Diagnosen nicht den-
jenigen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuordneten (AB 186.1/9 f. und 
14 Ziff. 4.3), womit sie offensichtlich auch keinen Einfluss auf den Renten-
anspruch haben können, und sich aus der rheumatologischen Beurteilung 
dem Voranstehenden (vgl. E. 3.5.1 hiervor) zufolge ebenfalls keine mass-
gebliche Veränderung des medizinischen Sachverhalts ableiten lässt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2021, IV/21/268, Seite 13

3.5.3 Soweit der Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf verschiedene 
Berichte der behandelnden Ärzte eine Verschlechterung des Gesundheits-
zustandes geltend macht (Beschwerde S. 6 und 8 f. lit. C Ziff. 1.9 und 3.5), 
ist dem nicht zu folgen. So betraf die im Austrittsbericht der 
G.________ AG vom 27. Dezember 2019 (AB 147/4) attestierte (vollstän-
dige) Arbeitsunfähigkeit lediglich die Dauer der stationären Behandlung 
zwischen dem 2. und dem 20. Dezember 2019; eine weitergehende Ar-
beitsunfähigkeit wurde nicht genannt. Damit lag keine wenigstens drei Mo-
nate dauernde Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Sinne von 
Art. 88a Abs. 2 IVV vor. Im Hinblick auf die gutachterlich beschriebene zwi-
schenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach vorüber-
gehenden Absetzung der Medikation mit Cimzia zwischen März und August 
2019 (vgl. AB 186.1/17, 186.5/100 Ziff. 6.1 Ziff. 1 14. Lemma, 186.5/101 
Ziff. 7.1) ist zwar die erforderliche Mindestdauer von drei Monaten 
grundsätzlich erreicht. Indessen schlug sich diese Verschlechterung nicht 
(zusätzlich) auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nieder, 
da letztere gemäss dem Medas-Gutachten retrospektiv seit Dezember 
2017 durchgehend und gleichbleibend um 50 % reduziert war 
(AB 186.1/17, vgl. auch AB 186.5/105 Ziff. 8.2.4 f.). Schliesslich ist auch in 
den vom Beschwerdeführer referenzierten Berichten der behandelnden 
Ärzte, Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
für Medizinische Onkologie, vom 15. Februar 2021 (Beschwerdebeilage 
[BB] 2) und Dr. med. I.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
vom 17. Februar 2021 (BB 3) keine objektivierbare, dauerhafte Verschlech-
terung des Gesundheitszustandes zu entnehmen. So bestätigten doch die 
beiden Behandelnden die gutachterlichen Schlussfolgerungen bezüglich 
der Arbeitsfähigkeit und Dr. med. I.________ hielt die im rheumatologi-
schen Vorgutachten attestierte Arbeitsfähigkeit – gleich den Medas-
Sachverständigen (vgl. AB 186.1/15 Ziff. 4.6, 186.5/103 Ziff. 7.3.3) – für 
nicht nachvollziehbar, was im vorliegenden Kontext jedoch nicht zur An-
nahme einer revisionsrechtlich relevanten Veränderung des Gesundheits-
zustandes zu genügen vermag (vgl. E. 3.5.1 hiervor). Hinsichtlich der von 
Dr. med. I.________ in allgemeiner Weise postulierten dauerhaften Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes legte die Ärztin zudem nicht 
substantiiert respektive mittels objektivierbarer Befunde unterlegt dar, ob 
und inwieweit sich diese auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt haben soll.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2021, IV/21/268, Seite 14

3.6 Zusammenfassend ist im vorliegend massgebenden Betrachtungs-
zeitraum (vgl. dazu E. 2.3.4 und 3.1 hiervor) keine massgebliche Verände-
rung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
respektive den Invaliditätsgrad im Sinne eines medizinischen Revisions-
grundes erstellt. 

4.

4.1 Weiter ist zu prüfen, ob im Vergleichszeitraum ein erwerblicher Re-
visionsgrund (vgl. E. 2.3.3 hiervor) vorliegt. Diesbezüglich macht der Be-
schwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass er im Rahmen der Ver-
gleichsverfügung vom 22. März 2018 (AB 114) ohne Anstellung gewesen 
sei, weshalb das Invalideneinkommen anhand der Tabellenlöhne der 
schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelt worden sei. Seit 
dem 1. Dezember 2020 sei er nunmehr bei der J.________ angestellt, wo-
mit eine wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse in erwerbli-
cher Hinsicht eingetreten sei (Beschwerde S. 7 Ziff. III lit. C Ziff. 2).

4.2 Zwar trifft es zu, dass unter anderem auch die (Wieder-)Aufnahme 
einer Erwerbstätigkeit einen materiellen Revisionsgrund im Sinne von 
Art. 17 Abs. 1 ATSG darstellen kann (vgl. Rz. 5005 des vom Bundesamt für 
Sozialversicherungen [BSV] herausgegebenen Kreisschreibens über die 
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]). Der Um-
stand, dass das Invalideneinkommen in der unangefochten gebliebenen 
Verfügung vom 22. März 2018 (AB 114) anhand der LSE-Tabellenlöhne 
(Bundesamt für Statistik [BfS], Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschafts-
zweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, 
TA1_tirage_skill_level, 2014, Total, Männer, Kompetenzniveau 1) bemes-
sen wurde und der Beschwerdeführer – nach einem Arbeitsversuch 
(AB 161, 179) – seit Dezember 2020 nunmehr in einer Festanstellung mit 
einem Beschäftigungsgrad von 50 % bei der J.________ arbeitet (Be-
schwerde S. 7 Ziff. III lit. C Ziff. 2; AB 187/1, 189/2 f.; IV-Protokoll [in den 
Gerichtsakten] S. 17 [Einträge vom 24. November und vom 28. Dezember 
2020]), ist vorliegend jedoch nicht geeignet, den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Denn das im Rahmen dieser Anstellung erzielte Erwerbseinkom-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2021, IV/21/268, Seite 15

men könnte von vornherein nicht als Invalideneinkommen herangezogen 
werden, da der Beschwerdeführer mit dem wahrgenommenen 50 %-
Pensum die gemäss der – mangels Vorliegens eines medizinischen Revi-
sionsgrundes – massgebenden Referenzverfügung vom 22. März 2018 
(AB 114) zumutbare 100%ige Arbeitsfähigkeit nicht ausschöpft. Schliess-
lich könnte der Beschwerdeführer selbst unter der Annahme, dass die Ar-
beitgeberin ihm ein Vollzeitpensum anbieten würde, daraus nichts zu sei-
nen Gunsten ableiten. Denn diesfalls würde er ein Jahreseinkommen von 
Fr. 65'000.-- erzielen (Fr. 5'000.-- x 13 [inkl. 13. Monatslohn], vgl. AB 189). 
Demgegenüber betrüge das auf den – unter Berücksichtigung der erneuten 
Anmeldung zum Leistungsbezug im Januar 2020 (AB 148) und der zwi-
schen dem 1. Juni und dem 30. November 2020 bezogenen IV-Taggelder 
(AB 163, 182) – frühestmöglichen Rentenbeginn am 1. Dezember 2020 
(vgl. Art. 29 Abs. 1 f. IVG) aufindexierte Invalideneinkommen gemäss der 
Verfügung vom 22. März 2018 (AB 114) Fr. 61'941.-- (Fr. 60'621.-- [vgl. 
AB 114/1] / 101.0 x 103.2 [BfS, Nominallohn, Männer, 2016-2020, T1.1.15, 
Total, Indizes 2017 bzw. 2020]). Damit wäre das aktuelle Erwerbseinkom-
men in einer hypothetischen Vollzeitbeschäftigung gar höher als das lohn-
statistische Invalideneinkommen, weshalb auch in dieser Hinsicht keine für 
den Rentenanspruch relevante Änderung des IV-Grades resultieren würde. 
Das Vorliegen eines erwerblichen Revisionsgrundes ist daher zu vernei-
nen.

5.

Nach dem Dargelegten ist die mit Verfügung vom 26. Februar 2021 
(AB 201) erfolgte Verneinung eines Revisionsgrundes seit der ursprüngli-
chen Verfügung vom 22. März 2018 (AB 114) nicht zu beanstanden. Die 
Beschwerde ist unbegründet und abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2021, IV/21/268, Seite 16

kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Be-
zahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen.

6.2 Ausgangsgemäss besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.