# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 456f2668-e696-58ef-b450-2254b11291d5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.09.2009 D-5543/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5543-2009_2009-09-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5543/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, geboren [...],
Côte d'Ivoire,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 21. August 2009 / [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5543/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der gemäss eigenen Angaben minderjährige, aus [...] stammende 
Beschwerdeführer Côte d'Ivoire am 20. Dezember 2008 verliess und 
nach Marseille flog, von wo er am 25. März 2009 mit  dem Zug über 
Paris illegal in die Schweiz einreiste und am gleichen Tag in Vallorbe 
um Asyl nachsuchte, 

dass er am 30. März 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
Vallorbe summarisch befragt und am 17. Juli 2009 direkt angehört wur-
de, 

dass der Beizug einer Vertrauensperson nicht erforderlich war, weil der 
Beschwerdeführer  nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt  der  Direkt-
anhörung bereits volljährig war, 

dass  er  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte,  sein  Vater,  seine Stiefmutter  und seine Schwester  seien im 
Jahre 2003 in ihrem Haus in [...] von Rebellen ermordet worden, weil 
sein  Vater  Präsident  einer  Jugend-Vereinigung  des  "Front  Populaire 
Ivorien" (FPI) gewesen sei,

dass  er  habe fliehen können und eineinhalb  Jahre  in  einem Flücht-
lingszentrum in Abidjan gelebt habe, bevor er von einem Freund aufge-
nommen worden sei, 

dass sein Gastgeber mit  zwei  Freunden im November 2008 ein Ge-
schäft überfallen und den Inhaber umgebracht habe, 

dass zwei der Täter von der Polizei umgebracht worden seien und der 
dritte  Täter  von  Angehörigen  des  getöteten  Ladeninhabers  und  von 
Quartierbewohnern, 

dass die Angehörigen des ermordeten Ladenbesitzers nach dem Be-
schwerdeführer gesucht hätten, weil sie ihn als Wohnpartner der Täter 
für ein Bandenmitglied gehalten hätten,

dass er  sich bei  seiner  Arbeitgeberin,  einer Geschäftsfrau,  versteckt 
und  mit  ihrer  Hilfe  im  Dezember  2008  Abidjan  verlassen  habe  und 
nach Frankreich geflogen sei, 

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dass  er  bis  im  März  2009  in  Marseillle  bei  einem  Freund  der  Ge-
schäftsfrau habe wohnen können,  nach deren Unfalltod  jedoch Mar-
seille habe verlassen müssen und mithilfe eines Schweizers nach Val-
lorbe gelangt sei, 

dass  die  Eltern  des  getöteten  Ladeninhabers  und  Jugendliche  aus 
dem Quartier nach ihm suchen und ihn umbringen würden, falls sie ihn 
erwischten, 

dass er sich weder an die Polizei noch an die UNO-Soldaten gewandt 
habe, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  21.  August  2009  – eröffnet  am 
28. August 2009  –  einen Nichteintretensentscheid in Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) fällte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. September 2009 ge-
gen diese Verfügung Beschwerde erhob und sinngemäss beantragte, 
es sei ihm Asyl zu gewähren und von einem Wegweisungsvollzug nach 
Côte d'Ivoire sei abzusehen, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 7. September 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist,  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – unter nachfolgend aufgeführter Einschränkung – einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit der Be-
schwerdeführer beantragt, es sei ihm Asyl zu gewähren,

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts 
[BVGE] 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt, 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass das Bundesverwaltungsgericht über offensichtlich unbegründete 
Beschwerden  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung ei-
nes  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  ent-
scheidet (Art. 111 Bst. e AsylG) und die vorliegende Beschwerde, wie 
nachfolgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf ei-
nen  Schriftenwechsel  verzichtet  wird  und  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a AsylG),

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im EVZ Vallorbe  bzw. in den 48 Stunden nach der 
diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein 
Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass das BFM in seiner Verfügung ausführlich und sorgfältig ausführte, 
weshalb keine entschuldbaren Gründe für das Nichtbeibringen der er-
forderlichen Identitätspapiere vorlägen, 

dass  es  namentlich  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers,  er  habe 
ausser einem Schülerausweis nie andere Identitätspapiere besessen, 
als unglaubhaft  bezeichnete, weil  er sich jahrelang in Abidjan aufge-
halten habe, wo während des Krieges häufig Personenkontrollen vor-
genommen worden seien, 

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dass die Vorinstanz auch die Angaben zu den Ausreiseumständen und 
-kosten zu Recht  als  unglaubhaft  bezeichnete  (Reise  mit  einem ge-
fälschten  ivorischen  Pass,  den  ihm  die  Geschäftsfrau  in  Frankreich 
wieder abgenommen habe [A13 S. 3 f.]; Finanzierung der Reisekosten 
mit eigenen Ersparnissen in der Höhe von Francs CFA 500'000.-- bei 
einem Monatslohn von Francs CFA 25'000.-- sowie Deckung des Fehl-
betrags durch die Geschäftsfrau [A5 S. 3, 7]); 

dass das BFM ferner die Angaben des Beschwerdeführers, in seiner 
Heimat über keine einzige Bezugsperson zu verfügen, welche ihm bei 
der  Beschaffung  von  Identitätspapieren  behilflich  sein  könnte,  zu 
Recht als unglaubhaft bezeichnete (seine Mutter sei verstorben, als er 
klein gewesen sei [A5 S. 3, A13 S.5]; der Vater, die Schwester und die 
Stiefmutter,  bei  denen er aufgewachsen sei,  seien 2003 umgebracht 
worden [A5 S. 3 und 5,  A13 S.5]; die Verwandten seiner Stiefmutter 
habe er nach dem Krieg aus den Augen verloren [A5 S. 4]); mit  der 
Geschäftsfrau, bei der er gearbeitet und zuletzt auch gewohnt habe, 
sei seine letzte  Bezugsperson Anfang 2009 verstorben [A5 S. 5, 7]),

dass die Angaben des Beschwerdeführers zum angeblichen Tötungs-
delikt an seinem Vater, dessen Frau und Tochter und zu seiner Flucht 
aus dem Haus im Jahre 2003 unglaubhaft  sind (mehrere bewaffnete 
Personen  sollen  die  drei  Familienangehörigen  umgebracht  haben, 
während der damals angeblich 14-Jährige, der in einem andern Zim-
mer zehn Meter vom Tatort im Hauptgebäude entfernt geschlafen ha-
ben will, habe fliehen können [A13 S.5 f.]), 

dass die Beschwerde keine Erklärungen zu der fehlenden Papierbe-
schaffung enthält, 

dass daher vollumfänglich auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwä-
gungen zu verweisen ist, 

dass deshalb mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, der Beschwer-
deführer  habe ein gültiges  Reisepapier  mit  sich  geführt,  das er  den 
Asylbehörden  bewusst  vorenthält,  und  demnach  für  das  Nichteinrei-
chen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  innerhalb  der  Frist  von 
48 Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuchs  keine  entschuldbaren 
Gründe vorliegen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-

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tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

dass  die  Beschwerde  keinerlei  Ausführungen  zur  Begründung  des 
Asylgesuchs enthält und in keiner Weise dargetan wird, inwiefern die 
Erwägungen des BFM unzutreffend sein sollen,

dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten als zu-
treffend erweisen,

dass  der  Staat  seine  Schutzpflicht  tatsächlich  nicht  wahrnehmen 
konnte, weil es der Beschwerdeführer unterliess, sich wegen der be-
fürchteten Übergriffe  durch die Familie  des getöteten Ladeninhabers 
an die Polizei zu wenden, 

dass die Angaben des Beschwerdeführers zum Tod von zwei der drei 
Männer, die das Tötungsdelikt am Ladeninhaber begangen haben sol-
len, in der Tat widersprüchlich ausgefallen sind (sie seien von der Poli-
zei direkt am Tatort  umgebracht worden [A5 S. 5] bzw. zunächst ver-
haftet und erst später umgebracht worden [A13 S. 7]), 

dass der Beschwerdeführer zudem nicht in der Lage war, die geltend 
gemachten befürchteten Verfolgungshandlungen Dritter zu substanzi-
ieren (es  sollen  gegen ihn  Untersuchungen  eingeleitet  worden sein, 
ohne Präzisierung von wem und welcher Art [A13 S. 7]; Unfähigkeit an-
zugeben, ob er von der Polizei gesucht werde [A13 S. 8]),

dass  weiter  nicht  einsichtig  ist,  weshalb  der  Beschwerdeführer  sich 
ausgerechnet bei seiner Arbeitgeberin versteckt haben soll, da er doch 
damit rechnen musste, von den potentiellen Rächern dort gesucht zu 
werden (A13 S. 7), 

dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten mithin 
als zutreffend erweisen,

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers offensichtlich ausgeschlossen werden kann und auch 
keine  zusätzliche  Abklärungen  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG notwendig sind,

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dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder  glaubhaft  zu machen, weshalb 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und 
keine  Anhaltspunkte  für  eine  in  Côte  d'Ivoire  drohende  menschen-
rechtswidrige Behandlung des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 3 
der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, 

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Bezug auf die gegenwärtige  allgemeine Menschenrechtslage 
in Côte d'Ivoire auf die vom Bundesverwaltungsgericht vorgenommene 
Lageeinschätzung im Urteil vom 28. Januar 2008 (D-4477/2006 E. 8.2 
und 8.3) verwiesen werden kann, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  in diesem Urteil  feststellte,  dass 
im Rahmen des Abkommens von Ougadougou vom März 2007, wel-
ches  – im Unterschied zu früheren Übereinkommen – die wichtigsten 
politischen Akteure in der Regierung vereint, die politische Lage deut-
lich stabilisiert werden konnte und sich die allgemeine Sicherheits- und 
Menschenrechtslage  positiv  entwickelt  hat,  weshalb  in  Côte  d'Ivoire 
keine Kriegs- oder Bürgerkriegssituation und auch keine Situation all-
gemeiner Gewalt herrsche, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Rückkehr von jungen, gesun-
den Männern nach Abidjan im zitierten Urteil als grundsätzlich zumut-
bar erachtete, wenn sie bereits vor ihrer  Ausreise dort  gelebt  haben 
oder dort über ein familiäres Beziehungsnetz verfügen, 

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  aus  [...]  im 
Zentrum des Landes stammt und vor seiner Ausreise während ca. fünf 
Jahren in Abidjan gelebt hat, 

dass aufgrund der unglaubhaften Angaben des Beschwerdeführers zu 
seinen familiären Verhältnissen ferner davon auszugehen ist, dass er 
im Heimatland über ein intaktes familiäres Beziehungsnetz verfügt, 

dass der Beschwerdeführer jung sowie den Akten zufolge gesund ist,

dass er  in  seinem Heimatstaat  nach eigenen Angaben sieben Jahre 
lang zur Schule ging sowie während vier Jahren in einem Geschäft für 
Elektro- und Haushaltgeräte als Hilfskraft  angestellt  war, weshalb es 
ihm möglich sein wird, sich im Falle der Rückkehr eine wirtschaftliche 
Existenzgrundlage aufzubauen, 

dass  der  Beschwerdeführer,  stellt  man  auf  seine  eigenen  Angaben 
zum  Alter  ab,  im  aktuellen  Zeitpunkt  im  vorliegenden  Verfahren  die 

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Volljährigkeit erreicht hat und nicht mehr als Minderjähriger zu betrach-
ten ist, 

dass sich daher die Frage des Kindeswohls im Rahmen der Prüfung 
der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nicht stellt, 

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde keine konkreten Weg-
weisungsvollzugshindernisse geltend macht, sondern lediglich angibt, 
angesichts seiner aktuellen Situation sei eine Rückkehr in die Heimat 
nicht besser für ihn,

dass  diese  unsubstanziierten  Ausführungen  offensichtlich  nichts  an 
der Schlussfolgerung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu 
ändern vermögen, 

dass nach dem Gesagten weder die allgemeine Lage in Côte d'Ivoire 
noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 

Kurier; in Kopie)
- [die zuständige kantonale Behörde] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand: 

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