# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6a5df2b-4709-5f70-b08b-3076a8013511
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.08.2018 UV 2016/65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-65_2018-08-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/65

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.12.2020

Entscheiddatum: 22.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 22.08.2018
Art. 10, Art. 19 Abs. 1 UVG. Einstellung der Heilbehandlungsleistungen. Der 
(definitive) Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann 
und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 
abgeschlossen sind. Auf das eingeholte polydisziplinäre Gutachten ist 
abzustellen. Der Sturz von der Leiter ist aufgrund der Fallhöhe und des 
Aufpralls als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren 
Unfällen einzustufen. Die nach der Schleudertrauma-Praxis erforderlichen 
Kriterien sind vorliegend erfüllt (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 22. August 2018, UV 2016/65). Betreffend 
Rentenanspruch aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_632/2018.

Entscheid vom 22. August 2018

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Jakob          

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/65          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller,

Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Sabine Baumann Wey,

Vetsch Rechtsanwälte AG, Ledergasse 11, 6004 Luzern,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a 

A.___ war als Maler bei der B.___ GmbH angestellt und dadurch bei der Suva gegen 

die Folgen von Unfällen versichert, als er am 3. Oktober 2007 beim Streichen der 

Firstbalken einer Dachwohnung von einer dreiteiligen ausziehbaren Kombi-/Stehleiter 

auf den Boden stürzte. Der Versicherte verlor nach seinen Angaben beim Aufprall das 

Bewusstsein. Ein im gleichen Gebäude tätiger Monteur kam dem Versicherten zu Hilfe 

(vgl. UV-act. 8, 11, 43, 61, 90-6 f./36/40 f./55 f./61 f./64/69, 112-2, 163-6, 228, 252-3 

ff., 342-2, act. G 1.1, 1.2, 1.3).

A.b  Dr. med. C.___, praktizierender Arzt, welcher den Versicherten als 

erstbehandelnder Arzt untersuchte, erhob als Befund noch am Unfalltag eine 5 cm 

lange tiefe Rissquetschwunde an der linken Augenbraue sowie eine Druckdolenz linker 

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Thorax (UV-act. 8). Nach der Erstbehandlung wurde der Versicherte ins Spital D.___ 

überführt, wo er bis am 5. Oktober 2007 hospitalisiert war. Im Austrittsbericht 

diagnostizierten Dr. med. E.___ und Dr. med. F.___, Klinik für Chirurgie und Orthopädie, 

ein Schädelhirntrauma (Commotio cerebri), eine Thoraxprellung linksseitig und eine 

supraorbitale Rissquetschwunde links. Es bestand eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 

dem Unfall (UV-act. 11, vgl. auch UV-act. 2 f., 13, 17).

A.c  Im Arztbericht vom 29. November 2007 (UV-act. 25) hielt Dr. med. G.___, Facharzt 

für Radiologie, basierend auf einem aktuellen MRI des Schädels einen diskreten, 

präzentral links kortikomedullär lokalisierten Blutungsrest fest, der durchaus vereinbar 

sei mit einer posttraumatischen Läsion, nicht sehr zahlreiche, unspezifische 

Herdläsionen im periventrikulären Marklager beidseits, welche in erster Linie im Sinne 

vaskulärer Demyelinisierungen zu interpretieren seien, eine chronische Sinusitis 

maxillaris rechts mit deutlichem Volumenverlust des Sinus sowie eine geringfügige 

Schleimhautreaktion ethmoidal. Nach dem Klinikaustritt wurde der Versicherte von Dr. 

med. H.___, Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, betreut. Im 

Arztbericht vom 15. Dezember 2007 (UV-act. 20) berichtete Dr. H.___, dass die Bursitis 

präpatellaris und die Schmerzen im Thoraxbereich (Rippenkontusion) relativ rasch 

gebessert hätten, die Kopfschmerzen dagegen hartnäckig seien. Im Weiteren erwähnte 

sie, dass der Versicherte über die typischen Post-Commotio-Beschwerden wie 

Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit, Schwindel bei rascher Kopfbewegung etc. 

klage. Im Arztbericht vom 8. Januar 2008 (UV-act. 24) führte sie aus, dass der 

Versicherte seit dem Unfall immer über schwere Kopfschmerzen mit Übelkeit bis zum 

Erbrechen und über Lärm- und Lichtempfindlichkeit klage, und zweimal sei es zu einem 

Sturz wegen Schwindels gekommen. Im Weiteren stellte sie eine depressive 

Verstimmung fest. In den folgenden Monaten wurde bei einer Besserung des 

Gesundheitszustandes eine Teilarbeitsfähigkeit in wechselnder Höhe bescheinigt, 

wobei der Beschwerdeführer diese wegen Arbeitslosigkeit nicht verwerten konnte (vgl. 

UV-act. 20, 22, 24, 28 f., 33, 35 f., 42).

A.d  Auf Zuweisung der Suva erfolgte am 3. März 2008 in der Klinik Valens eine 

neurologische Beurteilung. Im Bericht vom 12. März 2008 (UV-act. 43) diagnostizierte 

Dr. med. I.___, Facharzt für Neurologie FMH, ein leichtes bis mittelschweres 

Schädelhirntrauma mit bildmorphologischem Nachweis einer substantiellen 

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Hirnschädigung im Sinne von kleinen biparietalen Läsionen (mit Hämosiderinnachweis 

in den FFE-Wichtungen) sowie klinisch: Konzentrationsminderung, 

Aufmerksamkeitsstörung, leichte Unsicherheiten bei den erschwerten Gangprüfungen, 

Ängstlichkeit und Dekonditionierung. Es gebe keine Hinweise auf Simulation oder 

Aggravation. Die Arbeitsunfähigkeit wurde mit 100% für die angestammte Tätigkeit und 

mit 50% für eine leidensangepasste Tätigkeit eingeschätzt. Ab dem 1. Mai 2008 wurde 

der Versicherte stationär in der Klinik Valens behandelt und eine berufliche Erprobung 

(EVAL) durchgeführt. Am 9. Juni 2008 berichtete Dr. J.___, Klinik Valens, über 

erhebliche psychisch bedingte Einschränkungen und bejahte die natürliche Kausalität 

der Beschwerden zum Unfallereignis vom 3. Oktober 2007 (UV-act. 56). Im 

Austrittsbericht vom 17. Juni 2008 diagnostizierten Dr. J.___ und Dr. I.___ erneut ein 

leichtes bis mittelschweres Schädelhirntrauma bei gleichbleibenden klinischen 

Befunden wie am 12. März 2008, erhoben zudem den Verdacht auf ein hirnorganisches 

Psychosyndrom mit Hinweisen für deutliche Inkonsistenzen im Sinne einer 

Fehlverarbeitung mit depressiver Komponente sowie ein cervico-cephales 

Schmerzsyndrom (UV-act. 63). Vom 28. Juli bis 9. Dezember 2008 war der Versicherte 

in tagesklinischer Behandlung im Psychiatriezentrum K.___. Im Austrittsbericht vom 19. 

Dezember 2008 erhoben lic. phil. L.___ und Dr. med. M.___ den Verdacht auf ein 

organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma, denn verschiedene Symptome 

wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpftheit, Reizbarkeit, Störungen der 

Konzentration, des geistigen Leistungsvermögens, des Gedächtnisses und eine 

verminderte Belastungsfähigkeit bei Stress sowie bei emotionalen Reizen sprächen 

dafür. Im Weiteren hätten beim Versicherten Depressivität und Ängste beobachtet 

werden können (UV-act. 84). In den Arztberichten vom 2./3. März 2009 nannte Dr. 

H.___ als Diagnosen ein Schädelhirntrauma und ein Psychosyndrom nach 

Schädelhirntrauma und als aktuelle Symptome insbesondere chronifizierte Kopf- und 

Nackenschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen und Leistungsminderungen 

sowie Angstsymptome. Sie ging von einer medizinisch begründeten 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres aus (UV-act. 87).

A.e  In der Stellungnahme vom 28. Mai 2009 erklärte Kreisarzt Dr. med. N.___, dass mit 

Wahrscheinlichkeit noch objektivierbare strukturell fassbare Unfallfolgen vorliegen 

würden (UV-act. 92). Im Arztbericht vom 17. September 2009 erklärt Dr. med. O.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, dass sich das Krankheitsbild 

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während der ganzen Behandlung (Juni 2008 bis Februar 2009) nicht verändert habe 

(Nackenschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen, reduzierte Belastbarkeit 

unter Stress, reduziertes geistiges Leistungsvermögen des Gedächtnisses, depressive 

und Angstsymptomatik). Es handle sich um eine längerfristige dysfunktionale 

Krankheits-/Symptomverarbeitung. Da der Versicherte über sehr geringe Ressourcen 

verfüge, sei die Behandlung medikamentös orientiert gewesen (UV-act. 126). Im 

Bericht des versicherungspsychiatrischen Dienstes der Suva Chur vom 12. März 2010 

über die psychiatrische Untersuchung vom 27. Oktober 2009 (UV-act. 163) 

diagnostizierte med. prakt. P.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein 

organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10: F07.2) oder allenfalls 

bei fehlender ausgewiesener Bewusstlosigkeit eine sonstige organische 

Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder 

Funktionsstörung des Gehirns (ICD-10: F07.8). Die Ärztin ging von einer ungünstigen 

Prognose aus und wies darauf hin, dass die Ausdrucksmöglichkeiten des Versicherten 

auf Deutsch sehr eingeschränkt seien und die sprachlichen Schwierigkeiten die 

optimale Durchführung sämtlicher Therapien erschweren würden. Die bisherigen 

Behandlungen seien subjektiv wie objektiv grösstenteils erfolglos geblieben. Trotz 

dauerhafter und hochdosierter Antidepressiva-Medikamentation sei keine 

Verbesserung der depressiven Entwicklung zu verzeichnen (UV-act. 163-11). Im einer 

neurologischen Beurteilung vom 26. Mai 2010 (UV-act. 168) erklärte Dr. med. Q.___, 

Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie FMH, von der Abteilung 

Versicherungsmedizin der Suva, dass es in der Bildgebung - sowohl in den beiden 

initial durchgeführten CT als auch im MRI nach sechs Wochen - keinen Hinweis auf 

eine auf den Unfall zurückzuführende strukturelle Läsion gebe. Im Bericht vom 8. 

September 2010 (UV-act. 176) ergänzte Dr. Q.___, dass die einzelnen Läsionen in den 

SWI-Sequenzen ihres Erachtens wahrscheinlich ein Relikt einer kleineren Blutung 

seien, welche jedoch nur möglicherweise auf den Unfall vom 3. Oktober 2007 

zurückgehe.

A.f  Am 15. November 2010 beauftragte die Suva das Universitätsspital Zürich 

(nachfolgend: USZ) mit der Erstellung eines interdisziplinären Gutachtens (UV-act. 186).

A.g  Im Arztbericht vom 27. Januar 2011 (UV-act. 200) erklärt Dr. H.___, dass der 

Versicherte seit dem Klinikaustritt im Juni 2008 stets das gleiche Bild zeige. Er klage 

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über massive, ständig vorhandene Kopfschmerzen, welche manchmal in den Nacken 

und die BWS ausstrahlen würden. Er könne nicht schlafen und toleriere weder starkes 

Sonnenlicht noch Lärm. In den letzten beiden Jahren zeige sich ein massiver sozialer 

Rückzug. Die psychiatrische Behandlung bei Dr. O.___ sei deshalb wieder eingeleitet 

worden. Weiterhin wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (vgl. UV-act. 

210, 262, 306, 334).

A.h  Im Zeitraum vom 30. Oktober bis 22. November 2012 wurde der Versicherte auf 

privatrechtlicher Basis (Haftpflichtversicherer) observiert. Am 29. August 2013 stellte 

das Kantonsgericht St. Gallen der Suva das Material der Observation des Versicherten 

zur Verfügung. Dieses umfasste gemäss Schreiben des Kantonsgerichts St. Gallen 

einen Ermittlungs- und Observationsbericht vom 24./29. November 2012 und eine CD-

ROM der Observation vom 8. bis 21. November 2012 (UV-act. 320). Vorliegend 

eingereicht wurden davon ein achtseitiger Ermittlungs- und Observationsbericht vom 

24. November 2012, ein dreizehnseitiger chronologischer Observationsbericht sowie 58 

Observationsbilder (vgl. UV-act. 321).

A.i   Am 30. Dezember 2013 lag das Gesamtgutachten des USZ (UV-act. 342) 

bestehend aus einer neurologischen (UV-act. 342-20 f.), einer neuropsychologischen 

(UV-act. 338), einer neurootologischen (UV-act. 339), einer otologischen (UV-act. 341), 

einer neuroradiologischen (UV-act. 236-2 ff.), und einer psychiatrischen (UV-act. 337) 

Begutachtung vor. In Bezug auf die angestammte Tätigkeit als Maler wie auch 

hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit wurde von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit 

ausgegangen (100%ige AUF neuropsychologisch, 80%ige AUF psychiatrisch, 40%ige 

AUF neurologisch; UV-act. 342-40).

A.j   Die Suva beauftragte am 9. April 2014 ihren versicherungsmedizinischen Dienst 

mit der Würdigung der Unterlagen und des interdisziplinären Gutachtens des USZ. In 

der neurologischen Beurteilung vom 21. Juli 2014 (UV-act. 362) erklärte Dr. Q.___, dass 

klinisch allenfalls als Ausgangsdiagnose eine leichte traumatische Hirnverletzung 

(Commotio cerebri) ohne strukturelle Hirnverletzung bestanden habe. Mit Verweis auf 

statistische Werte ging sie vom Erreichen des Endzustands aus organischer Sicht 

spätestens im Sommer 2008 aus.

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A.k  In der Verfügung vom 25. Januar 2016 (UV-act. 408) teilte die Suva dem 

Versicherten die Einstellung ihrer Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 3. Oktober 

2007 rückwirkend per 1. Dezember 2013 mit. Zur Begründung wurde angeführt, dass 

die Abklärungen ergeben hätten, dass die heute noch geklagten Beschwerden 

organisch nicht hinreichend nachweisbar seien. Die Adäquanzprüfung nach der 

Psycho-Praxis habe gezeigt, dass die massgebenden Prüfungskriterien nicht erfüllt 

seien. Mangels Vorliegens adäquater Unfallfolgen bestehe kein Anspruch auf weitere 

Geldleistungen der Suva in Form einer Invalidenrente und/oder einer 

Integritätsentschädigung.

A.l   Im Arztzeugnis vom 24. Februar 2016 (UV-act. 413-8) diagnostizierte Dr. O.___ ein 

organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma und eine mittelgradige 

depressive Episode mit somatischem Syndrom. Die Psychiaterin ging von einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit aus.

B.   

B.a  Mit Einsprache vom 25. Februar 2016 (UV-act. 413) beantragte der 

Beschwerdeführer, die Verfügung vom 25. Januar 2016 sei aufzuheben und über den 

30. November 2013 hinaus seien die gesetzlichen Leistungen (Taggelder, Rente, 

Integritätsentschädigung, Heilungskosten) zu gewähren. Zur Begründung wurde 

angeführt, dass auf das von der Suva in Auftrag gegebene Gutachten des USZ 

abzustellen sei, welches bereits aus neuropsychologischer Sicht von einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit ausgehe.

B.b  Die Einsprache wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 14. Juli 2016 ab (UV-

act. 423). Begründet wurde dies damit, dass abgesehen von abgeheilten 

Rissquetschwunden keine objektivierbaren Unfallfolgen im Sinne struktureller 

Veränderungen hätten gefunden werden können. Im Weiteren wurde angezweifelt, ob 

die Voraussetzungen für ein Schädelhirntrauma erfüllt seien, denn es bestünden 

diesbezüglich widersprüchliche Aussagen. Würde man trotzdem von einem 

Schädelhirntrauma ausgehen, müsste dieses mit grosser Wahrscheinlichkeit als leicht 

eingestuft werden. Leichte Hirnerschütterungen würden jedoch für die analoge 

Anwendung der Schleudertrauma-Praxis nicht ausreichen. Im Weiteren wurde 

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ausgeführt, dass es sich aufgrund der Sturzhöhe höchstens um einen mittelschweren 

Unfall im mittleren Bereich handle, weshalb die Adäquanz nicht allein anhand des 

Unfalls, sondern aufgrund einer Gesamtwürdigung weiterer unfallbezogener Umstände 

zu erfolgen habe. Vorliegend sei keines der Kriterien erfüllt, weshalb der adäquate 

Kausalzusammenhang der Beschwerden zum Unfallereignis vom 3. Oktober 2007 zu 

verneinen sei.

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Juli 2016 erhob Rechtsanwalt lic. iur. 

Daniel Ehrenzeller, Teufen, für den Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit 

Eingabe vom 14. September 2016 Beschwerde mit den Anträgen (act. G 1): 1. Der 

Einspracheentscheid vom 14. Juli 2016 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer 

seien auch über den 30. November 2013 hinaus die gesetzlichen Leistungen 

(Taggelder, Rente, Integritätsentschädigung, Heilungskosten etc.) zu gewähren. 2. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Im 

Weiteren wurde die unentgeltliche Verbeiständung beantragt. Mit Schreiben vom 7. 

Oktober 2016 reichte der Beschwerdeführer die Unterlagen zum Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege ein (act. G 4).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2017 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Sabine Baumann Wey, 

Luzern, die Abweisung der Beschwerde vom 14. September 2016 (act. G 9).

C.c In der Replik vom 21. März 2017 (act. G 14) hielt der Beschwerdeführer 

unverändert an den Rechtsbegehren gemäss Beschwerde fest.

C.d In der Duplik vom 8. Mai 2017 hielt die Rechtsvertreterin am Antrag auf Abweisung 

der Beschwerde fest (act. G 16).

Erwägungen

1.   

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1.1  Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die vom 

Beschwerdeführer über den 30. November 2013 hinaus geklagten und behandelten 

Beschwerden Leistungen aus der Unfallversicherung zu erbringen hat.

1.2  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, nachdem es um einen 2007 erlittenen 

Unfall geht, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Vorweg ist zu klären, ob das von der Beschwerdegegnerin in die Akten aufgenommene 

Observationsmaterial (UV-act. 321) das vorliegende Verfahren und insbesondere die 

Arztberichte und das USZ-Gutachten beeinflusst und falls ja, welche Konsequenzen 

dies hat.

2.1  Im Urteil Vukota-Bojic gegen Schweiz, Urteil no. 61838/10, vom 18. Oktober 2016 

erkannte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in einer 

unfallversicherungsrechtlichen Streitigkeit im Zusammenhang mit einer durchgeführten 

Observation auf eine Verletzung von Art. 8 (Recht auf Achtung des Privat- und 

Familienlebens) der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 

(EMRK; SR 0.101) durch die Schweiz, da im schweizerischen Recht eine hinreichend 

präzise rechtliche Grundlage für die Foto- und Videoüberwachung von versicherten 

Personen fehle (vgl. Rz. 67 des EGMR-Entscheids). Gemäss Art. 13 Abs. 1 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede 

Person Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie 

ihres Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs. Einschränkungen von Grundrechten 

bedürfen einer gesetzlichen Grundlage. Schwerwiegende Einschränkungen müssen im 

Gesetz selbst vorgesehen sein. Ausgenommen sind lediglich Fälle ernster, 

unmittelbarer und nicht anders abwendbarer Gefahr (Art. 36 Abs. 1 BV). 

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Einschränkungen von Grundrechten müssen zudem durch ein öffentliches Interesse 

oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt (Art. 36 Abs. 2 BV) und 

sie müssen verhältnismässig sein (Art. 36 Abs. 3 BV). Der Kerngehalt der Grundrechte 

ist unantastbar (Art. 36 Abs. 4 BV).

2.2  Der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin stützen sich in ihren 

Rechtsschriften insbesondere auf das Gutachten des USZ vom 30. Dezember 2013 

(UV-act. 342) und den Arztbericht von Dr. Q.___ vom 21. Juli 2014 (UV-act. 362) ab. 

Festzustellen ist, dass es keine Anhaltspunkte gibt, dass das Gutachten des USZ 

sowie die Teilgutachten in Kenntnis des Observationsmaterials erstellt oder dadurch 

beeinflusst worden sind, waren doch sämtliche Teilgutachten bereits erstellt, als die 

Beschwerdegegnerin das Observationsmaterial erhielt. Hinsichtlich des Berichts von 

Dr. Q.___ kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieser in Kenntnis des 

Observationsmaterials erstellt wurde, denn die Auftragsvergabe erfolgte erst nachdem 

die Suva das Observationsmaterial erhalten hatte. Die Prüfung des Berichts zeigt 

jedoch, dass die enthaltenen Aussagen und Folgerungen nicht bzw. zumindest nicht 

offensichtlich auf dem Observationsmaterial beruhen. Folglich können sowohl das 

Gutachten des USZ als auch der Bericht von Dr. Q.___ verwendet werden. Deshalb 

erübrigt es sich auch, wie vom Beschwerdeführer verlangt, das gesamte 

Observationsmaterial von der Beschwerdegegnerin einzuverlangen (vgl. act. G 1-6, G 

9-4).

3.   

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (BGE 134 V 109, 117 V 359, 115 V 133; SVR 2000 UV 

Nr. 14 S. 45; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).

3.2 

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3.2.1      Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 

oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 

117 V 369 E. 3a, 115 V 405 E. 3, 115 V 134 E. 3, 112 V 32 E. 1a). Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 115 V 134 E. 3, 115 

V 405 E. 3, 113 V 311 E. 3a und 113 V 322 E. 2a).

3.2.2      Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich 

eine strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar 

und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig 

sind. Eine manuelle ärztliche Untersuchung der versicherten Person fördert klinische, 

nicht aber objektivierbare organisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage. Würde auf 

Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein 

organisches Substrat namhaft gemacht. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen 

organisch-strukturellen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die 

erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden und 

die dabei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind 

(BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 

E. 5.4 [U 479/05]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2).

3.2.3      Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, 

dass bei Schleudertraumen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen der 

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HWS sowie Schädelhirntraumen (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 17. August 2004, U 243/03; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 E. 3; 

BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde 

noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art, aber auch 

zahlreiche weitere Beschwerden auftreten können. Der Umstand, dass die für ein 

Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung typischen Beschwerden nicht mit 

entsprechenden bildgebenden Untersuchungsmethoden objektivierbar sind, 

rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen 

(BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit 

und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach 

eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 

359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e).

3.3  Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 115 V 135 E. 4a, 115 V 405 E. 4a, 113 V 312 E. 

3b, 113 V 323 E. 2b, 112 V 33 E. 1b, 109 V 152 E. 3a, 107 V 176 E. 4b). Die Frage nach 

dem adäquaten Kausalzusammenhang ist eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den 

von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 

123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die 

adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 

V 102 E. 5b/bb, 117 V 364; SVR 2000 Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen 

organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung 

durchzuführen. Auszugehen ist vom augenfälligen Geschehensablauf und es sind je 

nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 117 V 359 E. 6, 117 V 

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369 E. 4, 115 V 133 E. 6). Hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma 

bzw. keine schleudertraumaähnliche Verletzung und kein Schädelhirntrauma erlitten, 

gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben 

die Abklärungen indessen das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung oder eines 

Schädelhirntraumas, muss geprüft werden, ob zum typischen Beschwerdebild einer 

solchen Verletzung gehörende Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im 

Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies 

zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für 

Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend. Dabei 

werden die Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft. 

Andernfalls, d.h. bei Schleudertraumen (BGE 117 V 359 E. 6a) und äquivalenten 

Verletzungen der HWS (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67, E. 2, U 183/93) sowie 

Schädelhirntraumen (BGE 117 V 369 E. 4b) wird auf eine Differenzierung zwischen 

physischen und psychischen Komponenten verzichtet und es erfolgt die Beurteilung 

der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 

präzisierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten 

Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS und Schädelhirntraumen setzt 

voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und 

zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327 

E. 3b).

3.4  Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben 

ist, die versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen 

behaupteten Wegfall der Kausalität die Unfallversicherung (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

326; Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54 f.). Selbstverständlich greift die vorgenannte 

Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im Beschwerdefall - das 

Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es 

sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6, 117 V 264 E. 3b; 

RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; Urteil des 

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Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., S. 55).

3.5  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351, E. 3a). 

Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Expertinnen und Experten angewiesen (RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., S. 55). Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

4.   

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden 

natürlich kausal mit dem Unfallereignis vom 3. Oktober 2007 zusammenhängen (vgl. 

dazu Erwägung 3.2).

4.1  Zuerst ist die Situation unmittelbar nach dem Unfall zu beurteilen.

4.1.1      Der Beschwerdeführer erlitt beim Sturz von der Leiter eine 5 cm lange tiefe 

Rissquetschwunde an der linken Augenbraue, eine Rissquetschwunde am 

Nasenrücken sowie Kontusionen am Thorax und am Unterschenkel rechts (vgl. UV-act. 

8). Die den Beschwerdeführer nach dem Klinikaustritt behandelnde Ärztin Dr. H.___ 

berichtete über festgestellte typische Post-Commotio-Beschwerden wie 

Lichtempfindlichkeit, Lärm-empfindlichkeit, Schwindel bei rascher Kopfbewegung, 

schwere Kopfschmerzen mit Übelkeit bis zum Erbrechen sowie über eine depressive 

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Verstimmung (UV-act. 20, 24). Am 12. März 2008 gingen die Ärzte der Klinik Valens von 

einem leichten bis mittelschweren Schädelhirntrauma aus. Festgestellt wurden 

Konzentrationsminderung, Aufmerksamkeitsstörung, Unsicherheiten bei erschwerter 

Gangprüfung, Schwindel, Ängstlichkeit und Dekonditionierung (UV-act. 43). Am 17. 

Juni 2008 bestätigten die Ärzte der Klinik Valens die vormals gestellten Diagnosen und 

äusserten zudem den Verdacht auf ein hirnorganisches Psychosyndrom mit Hinweisen 

für Inkonsistenzen im Sinne einer Fehlverarbeitung mit depressiver Komponente sowie 

ein cervico-cephales Schmerzsyndrom (UV-act. 63). Im Bericht des 

Psychiatriezentrums K.___ vom 12. Dezember 2008 wurde ebenfalls der Verdacht auf 

ein organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma geäussert. Ebenfalls erhoben 

wurden verschiedene Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpftheit, 

Reizbarkeit, Störungen der Konzentration, des geistigen Leistungsvermögens, des 

Gedächtnisses und eine verminderte Belastungsfähigkeit bei Stress sowie 

Depressivität und Ängste (UV-act. 84). Am 17. September 2009 erklärte die 

Psychiaterin Dr. O.___, dass sich das Krankheitsbild in den letzten Monaten nicht 

verändert habe und der Beschwerdeführer über sehr geringe Ressourcen verfüge (UV-

act. 126). Am 12. Oktober 2010 erklärte der versicherungspsychiatrische Dienst der 

Suva Chur, dass trotz dauerhafter und hochdosierter Antidepressiva-Medikamentation 

keine Verbesserung der depressiven Entwicklung zu verzeichnen sei (UV-act. 163). Im 

neurologischen Bericht vom 26. Mai 2010 (UV-act. 168) erklärte Dr. Q.___, dass es in 

der Bildgebung keinen Hinweis auf eine auf den Unfall zurückzuführende strukturelle 

Läsion gebe, und im Bericht vom 8. September 2010 (UV-act. 176), dass die einzelnen 

Läsionen in den SWI-Sequenzen ihres Erachtens wahrscheinlich ein Relikt einer 

kleineren Blutung seien, die jedoch nur möglicherweise auf den Unfall vom 3. Oktober 

2007 zurückzuführen sei.

4.1.2      Festzuhalten ist, dass Beschwerdeführer unbestrittenermassen beim Sturz von 

der Leiter körperliche Verletzungen erlitten hat. In den Arztberichten wurde zudem 

bereits kurz nach dem Unfall und auch danach über das Vorliegen der typischen 

Schleudertrauma-Beschwerden berichtet. Selbst die psychischen Beeinträchtigungen 

traten innert weniger Wochen auf. Die Kausalität der Beschwerden zum Unfallereignis 

wurde nie in Frage gestellt und die Beschwerdegegnerin erbrachte entsprechende 

Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Auch in den nachfolgenden Jahren war der 

Beschwerdeführer stets in ärztlicher Behandlung. Die Ärzte erhoben dabei 

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gleichbleibende Befunde und führten die Beschwerden wiederholt auf den Unfall vom 

3. Oktober 2007 zurück. Folglich ist davon auszugehen, dass die nach dem Unfall 

aufgetretenen gesundheitlichen Beschwerden natürlich kausal zum Unfall vom 3. 

Oktober 2007 sind.

4.2  Nachfolgend ist die natürliche Kausalität bezogen auf den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung per 1. Dezember 2013 zu prüfen. Diesbezügliche Erkenntnisse 

sind insbesondere vom interdisziplinären Gutachten des USZ vom 30. Dezember 2013 

(UV-act. 342) zu erwarten.

4.2.1      Im neurologischen Untersuchungsbefund (UV-act. 342-20 f.) stellte PD Dr. 

med. R.___, Klinik für Neurologie, USZ, nur wenige Auffälligkeiten fest. So sei der 

Normalgang des Beschwerdeführers sehr langsam und der Blind- und Strichgang 

leicht unsicher. Der Finger-Nase-Versuch beidseits sei leicht hypermetrisch, jedoch 

ohne Intentionstremor. Die Taktile und Thermhypästhesie sowie die Hypalgesie der 

gesamten linken Körperhälfte seien paramedial begrenzt.

4.2.2      Im neuropsychologischen Teilgutachten vom 17. Februar 2011 (UV-act. 338, 

342-22 ff.) erklärten Dr. phil. S.___ und Prof. Dr. phil. T.___, Abteilung für 

Neuropsychologie, Klinik für Neurologie, USZ, dass die Untersuchung schwere 

kognitive Minderleistungen in allen geprüften Domänen ergeben habe. Dominierend 

seien eine deutliche Antriebsminderung, eine generelle Verlangsamung sowie eine 

rasche Ermüdbarkeit mit geringer mentaler Belastbarkeit. Zudem gebe es Anzeichen 

einer depressiven Verstimmung. Ätiologisch seien die kognitiven Auffälligkeiten nicht 

eindeutig zuordenbar. Die aktuell annähernd globalen und schwergradigen kognitiven 

Beeinträchtigungen seien durch die singuläre Läsion nicht hinreichend erklärbar. Als 

weitaus plausibler wurde der leistungsmindernde Einfluss der 

Kopfschmerzsymptomatik erachtet. Da eine deutliche Progredienz der kognitiven 

Beeinträchtigungen bestehe, komme ätiologisch auch ein psychiatrisches Störungsbild 

als leistungsmindernder Faktor in Frage. Zur Arbeitsfähigkeit erklärten sie, sofern die 

aktuell festgestellten kognitiven Beeinträchtigungen überdauernd und nicht durch 

therapeutische Massnahmen verbesserbar seien, bestehe aus rein 

neuropsychologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.

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4.2.3      Im neuroradiologischen Teilgutachten vom 23. Juli 2011 (UV-act. 236-2 ff., 

340, 342-30 ff.) erklärte Prof. Dr. med. U.___, FMH Radiologie und Neuroradiologie, 

dass die CT-Untersuchung vom 3. Oktober 2007 das Vorliegen einer extrakraniellen 

Weichteilverletzung in Form einer Rissquetschwunde über der Orbita links zeige. 

Verletzungen des knöchernen Schädels hätten nicht festgestellt werden können. Der 

intrakranielle Befund sei unauffällig ohne Blutung, Ödem oder Kontusionszeichen. 

Hirnkontusionen und Schwellungen (Ödem) könnten definitiv ausgeschlossen werden. 

Wegen des Fehlens einer Blutung in den CT-Bildern nach dem Sturz (3. und 8. Oktober 

2007), des ungewöhnlichen Ortes für eine posttraumatische Läsion und der intakten 

subkortikalen Fasern schloss Dr. U.___ einen Zusammenhang der Mikroblutungen mit 

dem Trauma vom 3. Oktober 2007 aus. Die an drei Stellen festgestellten Gliosen seien 

unspezifisch und stünden, da diese die Altersnorm nicht überschritten, in keinem 

Zusammenhang mit dem Trauma.

4.2.4      Im psychiatrischen Teilgutachten vom 21. August 2012 (UV-act. 337, 342-27 

ff.) diagnostizierte Dr. med. V.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom, 

differenzialdiagnostisch: reaktiv nach Arbeitsunfall, organisches Psychosyndrom nach 

Schädelhirntrauma. Der Psychiater erklärte, es liege ein relativ typischer Verlauf einer 

depressiven Entwicklung nach einem Unfallereignis vor, wie er überdurchschnittlich 

häufig bei Migranten vorkomme. Da seit Anfang 2010 die Situation in psychischer 

Hinsicht gleichbleibend sei, müsse von einer bereits eingetretenen Chronifizierung 

ausgegangen werden. Die gestellten Diagnosen seien mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 3. Oktober 2007 zurückzuführen, da es weder 

anamnestische noch aktenkundige Hinweise gebe, dass vor dem Unfall psychische 

Störungen vorgelegen hätten. Im Weiteren führte der Psychiater aus, der Versicherte 

vermittle das Bild eines wenig differenzierten immigrierten Arbeiters, welcher kaum in 

der Lage sei, selbstreflektive Überlegungen zu tätigen, und offenbar auch nicht über 

die Ressourcen verfüge, den gesundheitlichen Einschränkungen aktiv mit 

entsprechenden Coping-Strategien zu begegnen, was die Persistenz der körperlichen, 

neuropsychologischen Einschränkungen miterkläre. Hingegen lägen keine auffälligen 

Persönlichkeitsmerkmale im Sinne einer akzentuierten Persönlichkeitsstörung oder gar 

einer Persönlichkeitspathologie vor. Es fänden sich auch keine eindeutigen 

psychosozialen Belastungen, welche unfallfremd das psychische Geschehen 

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massgeblich beeinflussen würden. Selbst bei einer weiteren psychiatrischen 

Behandlung rechnete Dr. V.___ nicht mit einer namhaften Besserung der psychischen 

Situation.

4.2.5      Im neurootologischen Teilgutachten vom 14. Januar 2013 (UV-act. 339, 

342-24 ff.) diagnostizierten Dr. med. W.___ und Dr. med. X.___, interdisziplinäres 

Zentrum für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, Klinik für Neurologie, USZ, 

insbesondere einen episodischen lageabhängigen Schwindel nach Sturz vom 3. 

Oktober 2007, eine mittelschwere bis schwere Schallleitungsstörung links seit Sturz 

vom 3. Oktober 2007 und den Verdacht auf Medikamentenübergebrauchs-

Kopfschmerz. Ein Zusammenhang mit dem Unfall vom 3. Oktober 2007 müsse 

aufgrund der zeitlichen Koinzidenz angenommen werden. Differenzialdiagnostisch 

komme eine traumatisch bedingte Unterbrechung der Gehörknöchelkette links in 

Frage. Für die Schwindelbeschwerden hätten klinisch und apparativ keine 

Anhaltspunkte für ein peripher vestibuläres Defizit gefunden werden können. Dies 

spreche für eine vestibuläre Genese, möglicherweise im Rahmen einer 

Dekonditionierung. Ein Zusammenhang zwischen den Kopfschmerzen und dem 

episodisch auftretenden Schwindel wurde aufgrund des lageabhängigen Auftretens als 

unwahrscheinlich eingestuft.

4.2.6      Im otologischen Teilgutachten vom 23. April 2013 (UV-act. 341, 342-27) 

erklärte Prof. Dr. med. Y.___, Klinik für Ohren-, Nasen- und Gesichtschirurgie, USZ, 

dass die linksseitige, vorwiegend schallleitungsbedingte Schwerhörigkeit mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 3. Oktober 2007 

zurückzuführen sei.

4.2.7      Im Hauptgutachten vom 30. Dezember 2013 wurden zusammenfasend 

folgende Diagnosen gestellt: Status nach Kopfanprall mit möglichem 

Schädelhirntrauma vom 3. Oktober 2007, anlässlich eines Sturzes von einer Leiter, 

Graduierung des möglichen Schädelhirntraumas nicht sicher, am ehesten leichtgradig, 

supraorbitale Rissquetschwunde links, Thoraxprellung linksseitig, residuelle 

Beschwerden: Kopfschmerz bei Analgetika-Übergebrauch, domänenübergreifend 

schwere kognitive Minderleistungen, im Verlauf progredient, am ehesten 

schmerzbedingt und im Rahmen der psychiatrischen Störung, episodischer 

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lageabhängiger Schwindel ohne Anhalt für eine zerebelläre Ursache, peripher-

vestibuläre Unterfunktion oder eine Perilymphfistel, mittelschwere bis schwere 

Schallleitungsschwerhörigkeit in der Luftleitung links, DD: bei traumatisch bedingter 

Unterbrechung der Gehörknöchelkette links, mittelgradige depressive Episode mit 

somatischem Syndrom, DD: reaktiv nach Arbeitsunfall, organisches Psychosyndrom 

nach Schädelhirntrauma. Hinweise auf mögliche Aggravationstendenz bezüglich 

kognitiver Minderleistungen ergeben sich aus der neuropsychologischen und 

neurologischen, jedoch nicht aus der psychologischen Untersuchung.

4.2.8      Hinsichtlich der am Gutachten angebrachten Kritik ist festzustellen, dass das 

polydisziplinäre Gutachten des USZ vom 30. Dezember 2013 insgesamt und auch 

hinsichtlich der Teilgutachten nachvollziehbar und schlüssig in Bezug auf die 

erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen ist. Es gibt daher keinen Grund nicht auf 

dieses Gutachten abzustellen. Der Einwand der Beschwerdegegnerin, dass keine 

abschliessende Konsensberatung stattgefunden habe (vgl. UV-act. 362, act. G 9-4, 

16-2), ist unbehelflich, da sich aus den Teilgutachten keine Widersprüche ergeben, die 

von den Gutachtern gemeinsam hätten geklärt werden müssen. Zudem ist auch nicht 

ersichtlich, dass das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein von unfallbedingten 

strukturellen Hirnläsionen an den Befunden und den Arbeitsfähigkeitsschätzungen in 

den Teilgutachten etwas geändert hätte. Anzumerken ist, dass, wenn die 

Beschwerdegegnerin als Auftraggeberin des USZ-Gutachtens dieses als 

mängelbehaftet bzw. als unvollständig erachtet, sie die Möglichkeit gehabt hätte, vor 

Verfügungserlass die Situation zu bereinigen, indem sie bspw. die Begutachtungsstelle 

zur einer ergänzenden Stellungnahme bzw. zu Erläuterungen aufgefordert hätte.

4.2.9      Hinsichtlich unfallkausaler somatischer Restfolgen ist festzustellen, dass die 

umfassend durchgeführten radiologischen bzw. apparativen Abklärungen, aber auch 

die klinisch- und apparativ-neurologischen Untersuchungen keine durch den Unfall 

vom 3. Oktober 2007 bedingten organisch-strukturellen Befunde zeigten ausser den 

inzwischen verheilten Rissquetschwunden im Gesicht sowie einer allfälligen 

traumatisch bedingten Unterbrechung der Gehörknöchelkette links. Hinsichtlich der 

anfänglich angenommenen Hirnschädigung im Sinne von kleinen biparietalen Läsionen 

ergaben die weiteren bzw. vertieften bildgebenden Untersuchungen, dass die 

Mikroblutungen nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 3. Oktober 2007 

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zurückgeführt werden können. Eine traumatische Ursache steht daher mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht im Vordergrund. Hinsichtlich 

der psychischen Beschwerden wurde erklärt, dass diese mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Unfallereignis stehen würden.

4.2.10    Festzuhalten ist, dass im Gutachten des USZ vom 30. Dezember 2013 über 

eine weitestgehend unveränderte bzw. in gesundheitlicher Hinsicht stagnierende 

Situation bei gleichbleibenden Beschwerden - mit Ausnahme der weitestgehend 

geheilten körperlichen Verletzungen (Rissquetschwunden) - berichtet wird. 

Infolgedessen ist auch bezogen auf den Leistungseinstellungszeitpunkt (1. Dezember 

2013) davon auszugehen, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

persistierenden gesundheitlichen Leiden bzw. der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit und 

dem Unfall vom 3. Oktober 2007 gegeben sind.

5.   

Nachfolgend ist zu klären, ob die Adäquanzprüfung nach der sog. Schleudertraum-

Praxis oder nach der Psycho-Praxis zu erfolgen hat (vgl. Erwägung 3.3).

5.1  Bei einem Schädelhirntrauma ist die Einteilung nach dem Schweregrad (1. Grad/

leicht, 2. Grad/mässig bzw. mittelschwer, 3. Grad/schwer) von besonderer Bedeutung. 

Abhängig davon werden die psychischen Leiden im Rahmen der Adäquanzprüfung 

miteinbezogen (sog. Schleudertrauma-Praxis) oder ausgeschlossen (Psycho-Praxis). 

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigt sich bei einem 

Schädelhirntrauma die analoge Anwendung der Schleudertrauma-Praxis nur, wenn die 

erlittene Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen Commotio und 

Contusio cerebri liegt. Leichte Hirnerschütterungen hingegen reichen hierfür nicht aus 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. August 2014, 8C_358/2014, E. 2.4.1, vgl. auch 

Urteile des EVG vom 6. Mai 2003, U 6/03, und 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1). Die 

Schwere eines Schädelhirntraumas wird häufig nach dem Punktwert in der Glasgow-

Coma-Skala (GCS) eingeteilt. Von einem Schädelhirntrauma 1. Grades 

("Gehirnerschütterung", Commotio cerebri) ist auszugehen bei einem GCS-Score von 

13-15 Punkten oder bei einer sofort einsetzenden Bewusstlosigkeit, jedoch nicht länger 

als Sekunden bis Minuten anhaltend. Eine dauerhafte Schädigung der Hirnstrukturen 

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ist nicht nachweisbar. Zu den Symptomen zählen: nach Erwachen Benommenheit und 

motorische Verlangsamung, (meist kurze) retrograde Amnesie, kongrade Amnesie, 

kurze anterograde Amnesie möglich. Häufige Begleitsymptome sind Übelkeit, 

Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen. Ein Schädelhirntrauma 2. 

Grades ("Gehirnprellung", Contusio cerebri) liegt bei einem GCS-Score von 9-12 

Punkten oder bei einer länger anhaltenden Bewusstlosigkeit vor. Die Symptome 

entsprechen denjenigen des 1. Grades, allerdings dauert die primäre Bewusstlosigkeit 

länger an. Anzumerken ist, dass die Klassifizierungen, wie leichtes, moderates oder 

schweres Schädelhirntrauma oder eine Gradeinteilung heute wenig klinische Relevanz 

haben, denn der klinische Zustand des oft polytraumatisierten Verletzten wird mit dem 

Anführen der gesamten Verletzungsfolgen beschrieben (vgl. ROCHE LEXIKON 

MEDIZIN, "Schädelhirntrauma", abrufbar unter: www.gesundheit.de/ lexika/medizin-

lexikon/schaedel-hirn-trauma, abgerufen am 23.05.2018; PSCHYREMBEL, Klinisches 

Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 240 „Bewusstlosigkeit", Bewusstseinsstörung“, 

S. 673 „Glasgow Coma Scala“ und S. 1599 "Schädelhirntrauma"; Urteil des EVG vom 

13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.2).

5.2  Festzustellen ist, dass es keine Zeugen für den Unfall und auch nicht für eine 

Bewusstlosigkeit des Beschwerdeführers gibt. Im Bericht des Spitals D.___ vom 28. 

November 2007 (UV-act. 11) wird erwähnt: "Fremdanamnestisch initial keine 

Bewusstlosigkeit." jedoch ohne anzugeben, von wem diese Aussage stammt. Hinzu 

kommt, dass die Erstversorgung durch Dr. C.___ erfolgte und erst danach der 

Transport ins Spital D.___ stattfand. Die Aussagekraft des Berichts des Spital D.___ ist 

daher hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Bewusstlosigkeit gering, zumal auch keine 

weiteren Abklärungen wie die Erhebung des GCS-Sore durchgeführt wurden. Die erste 

umfangreiche medizinische Abklärung mit Befragung des Beschwerdeführers zum 

Unfallereignis fand in der Klinik Valens statt. Im Klinikbericht vom 12. März 2008 (UV-

act. 43) wird eine Bewusstlosigkeit nach dem Sturz erwähnt. Anzumerken ist, dass sich 

die Befragung des fremdsprachigen Beschwerdeführers wiederholt als schwierig 

erwies, da er sich nur wenig differenziert auf Deutsch ausdrücken konnte. So ist in der 

Suva-Telefonnotiz vom 4. Dezember 2007 festgehalten, dass der Beschwerdeführer die 

Fragen bezüglich Befinden/Beschwerden kaum verstanden habe (UV-act. 16, vgl. dazu 

auch UV-act. 139 ff., 163). Da auch in der Unfallmeldung Detailangaben fehlen (vgl. UV-

act. 228), gewinnen diejenigen Berichte an Bedeutung, welche basierend auf 

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ausführlichen Befragungen und möglichst mit Beizug eines Dolmetschers durchgeführt 

worden sind. Bei dieser Ausgangslage kann bezüglich des Bewusstseinsverlusts nicht 

auf den Bericht des Spitals D.___ (bzw. die Berichte, die sich auf diese Aussage im 

Bericht des Spitals D.___ beziehen) abgestellt werden, sondern es ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

eine Bewusstlosigkeit von unbekannter Dauer beim Sturz mit Kopfaufprall erlitten hat. 

Der Bewusstseinsverlust und die anschliessende Amnesie erklären auch, weshalb der 

Beschwerdeführer nicht selbst die ärztliche Hilfe organisierte, sondern ein Monteur, 

welcher im gleichen Haus arbeitete und den gestürzten Beschwerdeführer verletzt am 

Unfallort vorfand (vgl. UV-act. 90-6 f.). Da auch das Vorliegen typischer 

Schädelhirntrauma-Symptome (vgl. bspw. UV-act. 20, 24) von Beginn weg 

ärztlicherseits bestätigt wurde, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer beim 

Unfall ein Schädelhirntrauma mit Bewusstseinsverlust erlitten hat. Bei dieser 

Ausgangslage sind die diesbezüglichen Beweisanträge des Beschwerdeführers 

(Befragung des Ersthelfers und der Beizug des Berichts der Ambulanz) hinfällig (vgl. 

act. G 1-3, G 14-3 f.).

5.3  Hinsichtlich der Schwere des Schädelhirntraumas gibt es unterschiedliche 

ärztliche Einschätzungen. Die Ärzte, welche von einem (möglichen) leichten 

Schädelhirntrauma ausgehen, begründen dies insbesondere damit, dass gemäss dem 

Austrittsbericht des Spitals D.___ vom 28. November 2007 keine Bewusstlosigkeit 

vorgelegen habe und/oder keine traumatischen Hirnverletzungen nachweisbar seien. 

Diejenigen Ärzte, welche ein leichtes bis mittelschweres Schädelhirntrauma 

diagnostizierten, gehen teilweise von einer Bewusstlosigkeit, einer Amnesie und/oder 

von einem Hirnverletzungsverdacht aus (vgl. UV-act. 43, 63, 163-10). In Anbetracht 

dessen und des zuvor Gesagten (Verständigungsproblematik und anzunehmende 

Bewusstlosigkeit) ist es am wahrscheinlichsten, dass der Beschwerdeführer nicht nur 

ein leichtes, sondern ein leichtes bis mittelschweres Schädelhirntrauma erlitten hat. 

Anzumerken ist, dass die Ärzte die typischen Schädelhirntrauma-Symptome von 

Beginn an feststellten und in ihren Berichten vermerkten. Dass derartige Symptome so 

lange feststellbar sind, spricht gleichfalls für ein erlittenes Schädelhirntrauma, das im 

Schweregrad zumindest leicht über dem 1. Grad bzw. zwischen dem 1. und 2. Grad 

liegt.

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5.4  Hinsichtlich der psychischen Leiden des Beschwerdeführers ist festzustellen, dass 

bereits wenige Monate nach dem Unfall auf die psychische Problematik und die 

diesbezügliche Behandlungsbedürftigkeit hingewiesen wurde (vgl. UV-act. 24, 43, 58, 

59). Nach entsprechenden fachärztlichen Abklärungen unterzog sich der 

Beschwerdeführer einer psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlung 

(UV-act. 84, 87, 163). Die Psychiater gingen stets davon aus, dass die psychischen 

Leiden eine Folge des Unfalls vom 3. Oktober 2007 seien (vgl. UV-act. 56, 337-24). Im 

Weiteren gingen sie davon aus, dass die psychischen Beschwerden nicht isoliert, 

sondern im Zusammenhang mit den weiteren Leiden stünden (buntes Beschwerdebild, 

Wechselwirkungen). So wurde bspw. erklärt, dass bezüglich der Minderung der 

Leistungsfähigkeit eine Differenzierung hinsichtlich der Ursachen (somatische und 

psychische Leiden) schwierig sei (vgl. UV-act. 59, vgl. auch UV-act. 84, 87) oder dass 

neuropsychologische Defizite nach dem erlittenen Schädelhirntrauma ihrerseits die 

depressive Entwicklung gefördert hatten (UV-act. 337-23). Zur Frage der Dominanz der 

psychischen Leiden im Vergleich zu den weiteren Beschwerden ist gestützt auf die 

gestellten Diagnosen und die differenzierten Arbeits¬fähigkeitsschätzungen im 

Gutachten bzw. in den Teilgutachten des USZ festzustellen, dass die psychischen 

Leiden zwar erheblich sind, jedoch nicht im dominierenden Ausmass.

5.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Grad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer beim Unfall vom 

3. Oktober 2007 ein leichtes bis mittelschweres Schädelhirntrauma erlitten hat. Die 

psychischen Beschwerden sind im Vergleich zu den weiteren Beschwerden jedoch 

nicht dominierend. Gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. Erwägung 

3.3) erscheint es angebracht, die Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis 

vorzunehmen.

6.   

6.1  Die Adäquanz ist nach Abschluss des normalen, unfallbedingt erforderlichen 

Heilungsprozesses zu prüfen, und nicht solange von einer Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung noch immer eine namhafte Besserung erwartet werden kann 

(Fallabschluss gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG; Urteil des EVG vom 11. Februar 2004, U 

246/03; BGE 134 V 112 ff. E. 3 und 4). Sind die Voraussetzungen für den Fallabschluss 

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erfüllt, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger 

Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 

abzuschliessen (Art. 19 Abs. 1 UVG). Der Abschluss des Falls durch den 

Unfallversicherer bedingt lediglich, dass von weiteren medizinischen Massnahmen 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann, nicht 

aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2.). Für die Annahme 

einer Weiterdauer der Behandlungskostenübernahme genügt es nicht, dass eine 

Therapie lediglich eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für eine 

namhafte Besserung nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht (ALFRED MAURER, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 274). Von einer 

namhaften Besserung des Gesundheitszustands kann auch dann nicht gesprochen 

werden, wenn eine therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nur die sich aus einem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für 

eine begrenzte Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388).

6.2  Aus dem Gutachten des USZ vom 30. Dezember 2013 (UV-act. 342) ist ersichtlich, 

dass die körperlichen Verletzungen (Rissquetschwunden) als geheilt zu betrachten 

sind. Hinsichtlich der weiteren Beschwerden wie Kopfschmerzen, kognitive 

Minderleistung, Schwindel, Schwerhörigkeit und psychische Leiden/Depression (vgl. 

UV-act. 342-36 f.) werden im Gutachten teilweise Behandlungsmassnahmen genannt 

wie die Reduktion des Schmerzmittelkonsums und die Behandlung der linksseitigen 

Schwerhörigkeit. Hinsichtlich der Depression wird jedoch von einer Chronifizierung 

ausgegangen und trotz andauernder Behandlung nicht mehr mit einer namhaften 

Besserung gerechnet (UV-act. 337-26). Auch hinsichtlich der kognitiven Minderleistung 

- mitverursacht durch die chronischen Schmerzen - wurden keine 

Behandlungsmassnahmen genannt, welche eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustandes bewirken könnten. In Anbetracht des Gesagten ist trotz der 

Aussage im Gutachten des USZ zum Integritätsschaden (UV-act. 342-41): "Da kein 

Endzustand erreicht ist, kann dazu noch keine Stellung genommen werden.", davon 

auszugehen, dass zwar durch weitere Behandlungen in einzelnen Bereichen 

gesundheitliche Verbesserungen erzielt werden können, diese jedoch insgesamt nicht 

derart ins Gewicht fallen, dass im Sinne der Rechtsprechung noch von einer namhaften 

Besserung der Arbeits-/Erwerbsfähigkeit ausgegangen werden könnte. Auch aus den 

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weiteren eingereichten Arztberichten ergeben sich keine Erkenntnisse, dass als Folge 

von weiteren ärztlichen Behandlungen noch mit einer namhaften Verbesserung der 

Situation (nach dem 1. Dezember 2013) gerechnet werden könnte.

6.3  Der Fallabschluss, wie er von der Beschwerdegegnerin per 1. Dezember 2013 

vorgenommen wurde, ist daher nicht zu beanstanden. Folglich ist auch die Einstellung 

der vorübergehenden Leistungen wie Heilungskosten und Taggelder auf den 1. 

Dezember 2013 korrekt.

7.   

7.1  Die Adäquanzprüfung bedingt, den Unfall vom 3. Oktober 2007 nach der Schwere 

zu qualifizieren. Die Schwere eines Unfalles bestimmt sich nach dem objektiv 

erfassbaren Unfallereignis und nicht nach den Kriterien, welche bei der Beurteilung der 

Adäquanz bei mittelschweren Unfällen Beachtung finden. Zu prüfen ist im Rahmen 

einer objektivierten Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer 

oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere 

Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. 

Massgebend sind der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei 

entwickelnden Kräften, nicht jedoch Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die 

nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können. Derartigen dem 

eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den 

Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt etwa für die - ein eigenes Kriterium 

bildenden - Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzieht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. März 2011, 8C_584/2010, E. 4.2.2).

7.2  Im Urteil vom 21. November 2014, 8C_496/2014, E. 4.2.3, hielt das Bundesgericht 

fest, praxisgemäss würden Stürze aus einer Höhe zwischen etwa zwei (vgl. Urteil vom 

14. Februar 2002, U 410/00, E. 2c) und etwa vier Metern (vgl. Urteil vom 8. Juni 2009, 

8C_316/2009) in die Tiefe noch als im engeren Sinne mittelschwere Unfälle qualifiziert 

(vgl. auch Urteile vom 9. September 2008, 8C_584/2007, E. 4.1, vom 4. September 

2003, U 3/03, E. 3.4, und vom 2. Februar 2007, U 41/06, E. 9); lande die versicherte 

Person auf den Füssen, so sei selbst bei einer Sturzhöhe von fünf Metern nicht ein 

Unfall im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen anzunehmen (vgl. Urteil vom 27. 

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Februar 2008, U 11/07, E. 4.2.2). In seinem Entscheid vom 9. Juli 2014, 8C_202/2014, 

E. 4.1, führte das Bundesgericht aus, es habe Stürze aus einer Höhe von einigen 

Metern regelmässig dem eigentlich mittleren Bereich zugeordnet (vgl. Urteile vom 4. 

März 2013, 8C_811/2012, E. 7.2, vom 13. September 2010, 8C_742/2009, E. 5.1, vom 

21. April 2010, 8C_855/2009, E. 8.2, vom 28. Juli 2009, 8C_115/2009, E. 6.2, vom 9. 

September 2008, 8C_584/2007, E .1, vom 30. Mai 2008, 8C_396/2007, E. 3.3, und vom 

12. April 2007, U 239/06, E. 4.3.2). Nicht dazugezählt habe es namentlich den Sturz 

von einem Baugerüst über 5,4 bis 8 Meter (Urteil vom 16. Dezember 2005, U 392/05, E. 

2.1), den Sturz vom obersten Balkon im dritten Stock eines sich im Bau befindlichen 

Mehrfamilienhauses aus einer Höhe von etwa sieben bis acht Metern (Urteil vom 8. 

Oktober 2004, U 168/04, E. 5.2), den Sturz über sechs bis acht Meter beim 

Fensterreinigen im ersten Stock (Urteil vom 8. Februar 2000, U 167/99 E. 3b) oder den 

Sturz aus einer Höhe von fünf Metern auf einen Asphaltboden (RKUV 1998 Nr. U 307 S. 

448, U 169/97 E. 3b). Diese Fälle seien jeweils als mittelschweres Ereignis im 

Grenzbereich zu den schweren Unfällen qualifiziert worden. Den schweren Unfällen 

zugeordnet habe es den Absturz eines Kranführers mit einem an der Decke eines 

Bahntunnels montierten Kran über wenigstens acht Meter (Urteil vom 23. Dezember 

1997, U 83/97, E. 2c, zitiert in: RKUV 1998 Nr. U 307 S. 448, U 169/97 E. 3a) sowie 

einen Gleitschirmabsturz (BGE 120 V 352 E. 5b/cc). Im Entscheid vom 12. August 2005 

(U 191/2004, E. 5.1) hatte das Bundesgericht ferner erläutert, als schwerer Unfall 

gewichtet worden sei der Sturz von einer Leiter aus einer Höhe von vier bis fünf Metern 

auf den Gehsteig mit verschiedenen gravierenden Knochenbrüchen. Einem 

mittelschweren Ereignis an der Grenze zu den schweren Fällen habe es den Sturz aus 

einer Höhe von fünf Metern auf den Boden zugeordnet, bei dem sich der Versicherte 

eine Radiustrümmerfraktur rechts mit Abriss des Griffelfortsatzes der Elle, eine 

Ellenbogenschleimbeutelentzündung sowie eine Rissquetschwunde über dem rechten 

Auge zugezogen habe. Als Ereignis im mittleren Bereich habe es einen Unfall 

betrachtet, bei dem der Versicherte aus einer Höhe von zweieinhalb bis drei Metern 

von einer Leiter gestürzt sei und diverse Prellungen erlitten habe. Ausserdem sei ein 

Sturz von einer Leiter aus vier bis fünf Metern Höhe als mittelschwer qualifiziert 

worden, der zu einer Schnittwunde am Kinn mit Schleimhautbeteiligung, einer 

Radiusköpfchenfraktur, multiplen Zahnverletzungen und einer Ellbogenluxation mit 

dauerhaft verminderter Belastbarkeit des Ellenbogens geführt habe. Dieselbe 

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Einstufung habe der Sturz von einer Leiter aus einer Höhe von ca. zwei Metern auf den 

rechten Ellenbogen, der eine proximale Radius- und Ulnatrümmerfraktur zur Folge 

gehabt habe, erfahren. Ausserdem seien auch der Sturz rückwärts aus einer Höhe von 

ca. dreieinhalb Metern auf das Gesäss mit Deckplattenimpressionsfraktur sowie der 

Sturz aus drei bis vier Metern Höhe vom Heuboden in das Futtertenn mit 

Lendenwirbelkörper-Kompressionsfraktur als mittelschwer qualifiziert worden.

7.3  Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer auf einer professionellen dreiteiligen, 

ausziehbaren Kombi-/Stehleiter stand und die Firstbalken in einem Raum malte, als die 

Leiter zusammenbrach bzw. der ausziehbare Leiterteil abbrach (vgl. G 1.1, 1.2), der 

Beschwerdeführer zu Boden stürzte und sich dabei insbesondere am Vorderkopf 

verletzte. Umstritten ist, wie vorliegend die relevante Fallhöhe zu ermitteln ist und 

wieviel diese beträgt bzw. auf welcher Ausgangshöhe sich der Beschwerdeführer beim 

Sturz befunden hat. Die Bandbreite geht von drei bis hin zu fünf Metern. In Anbetracht 

der vorstehenden Kasuistik liegt der vorliegende Fall exakt in der Grauzone zwischen 

mittelschweren Unfällen im mittleren Bereich und solchen im Grenzbereich zu den 

schweren Unfällen. Ausschlaggebend ist daher der Unfallhergang, für welchen es wie 

bereits erwähnt keine Zeugen gibt.

7.4  Aus dem eingereichten Situationsbild des Raumes, in welchem der 

Beschwerdeführer verunfallte (vgl. Bild act. G 1.3), ist ersichtlich, dass ausgehend von 

einer Höhe der abgebildeten Türe von rund 2,1 bis 2,2 Metern die zu streichenden 

Balken sich auf einer Höhe von 4,7 bis 4,9 Metern befanden (vgl. Bild act. G 1.3). Beim 

Streichen der Balken dürfte der Beschwerdeführer die Leiter so platziert haben, dass er 

von einem Standort aus möglichst einen grossen Teil des Balkens streichen konnte. Im 

Weiteren ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Tritte/Sprossen in 

obersten Bereich der Leiter benutzte. Folglich befand sich der Kopf des 

Beschwerdeführers beim Malen knapp unterhalb der Balken und damit auf einer Höhe 

von maximal 4,5 bis 4,7 Metern. Die in act. G 1.2 dargestellte Leiter lässt ein Arbeiten in 

dieser Höhe zu, was aber nicht ungefährlich ist. Daher ist auch verständlich, dass der 

Beschwerdeführer den Arbeitgeber gebeten hat, für das Streichen der Firstbalken ein 

Rollgerüst anstelle der Leiter zur Verfügung zu stellen (vgl. act. G 14-3 f.). Dass die 

Halterungen des ausziehbaren Leiternteils (ab)brachen (vgl. Bild act. G 1.1), als der 

Beschwerdeführer auf den obersten Sprossen/Tritten des ausziehbaren Leiternteils 

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arbeitete (vgl. Bild act. G 1.2), ist am wahrscheinlichsten, da die wirkenden Kräfte auf 

die Halterungen dann am grössten sind. Bei einem Sturz mit Kopfaufprall bemisst sich 

die relevante Fallhöhe aus der Differenz zwischen der Position des Kopfes vor dem 

Sturz und dem Boden (vgl. dazu G 14-2). Demzufolge ist vorliegend von einer Fallhöhe 

von maximal 4,7 Metern auszugehen. Der Argumentation der Beschwerdegegnerin, 

dass nur von einer relevanten Fallhöhe von 3 Metern ausgegangen werden müsse, 

kann daher nicht gefolgt werden. Zudem ging die Beschwerdegegnerin in der Duplik 

selbst davon aus, dass die Raumhöhe bzw. die Höhe der Firstbalken etwa 5 Meter 

betrug (vgl. act. G 9-3, 16-1; vgl. auch G 1-3, G 14-2 f.). Die diesbezüglichen 

Beweisanträge des Beschwerdeführers (Befragung eines Zeugen, Augenschein am 

Unfallort) erübrigen sich bei dieser Ausgangslage. Erschwerende Faktoren beim 

Sturzereignis sind vorliegend der unerwartete und unkontrollierte Sturz kopfüber auf 

das Gesicht sowie der harte Fussboden (vgl. Bild act. G 1.3). Unfallfolgenmindernde 

Faktoren sind vorliegend nicht ersichtlich. Im Vergleich mit der zuvor genannten 

Kasuistik ist der Unfall am zutreffendsten in der Kategorie mittelschwerer Unfall im 

Grenzbereich zu den schweren Unfällen einzustufen.

8.   

8.1  Der adäquate Kausalzusammenhang bei einem mittelschweren Unfall im mittleren 

Bereich ist zu bejahen, falls ein einzelnes der nach der Rechtsprechung 

einzubeziehenden Kriterien (vgl. dazu BGE 134 V 130 E. 10.3; RUMO-JUNGO/

HOLZER, a.a.O., S. 73 ff.) besonders ausgeprägt vorhanden ist oder mindestens drei 

der massgeblichen Kriterien erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 

2010, 8C_897/2009, E. 4.5; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 65). Handelt es sich 

wie vorliegend um einen Unfall, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich 

zählt, genügt bereits die Erfüllung eines einzigen Kriteriums. Diese Würdigung des 

Unfalls zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs. Die in die Adäquanzprüfung miteinzubeziehenden 

Kriterien nach der Schleudertrauma-Praxis sind (vgl. BGE 134 V 109, E. 10.3): 

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt spezifische, 

belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, 

welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und 

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erhebliche Komplikationen sowie erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen.

8.2  Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen 

Eindrücklichkeit des Unfalls sowie das Kriterium der Schwere und besonderen Art der 

erlittenen Verletzung sind vorliegend nicht erfüllt, denn der Beschwerdeführer hat sich 

nebst den schleudertraumatypischen keine weiteren erheblichen Verletzungen 

zugezogen. Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung 

ist ebenfalls nicht erfüllt, denn die Behandlung bewegte sich im Rahmen des Üblichen 

und umfasste auch nicht spezifische, belastende ärztliche Behandlungen. Das 

Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung ist gleichfalls nicht erfüllt.

8.3  Das Kriterium der Dauerbeschwerden bezieht sich auf die Zeit zwischen dem 

Unfall und dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG. Während der ganzen Zeit litt 

der Beschwerdeführer ohne Unterbruch glaubhaft an Kopfschmerzen, Schwindel, 

Schwerhörigkeit, schweren kognitiven Minderleistungen, genereller Verlangsamung, 

rascher Ermüdbarkeit und war im Alltag zudem beeinträchtigt durch die Auswirkungen 

der mittelgradigen Depression (vgl. Erwägungen 4.2, insbesondere 4.2.2, 4.2.4. 4.2.6). 

Folglich ist das Kriterium der erheblichen Beschwerden, wenn auch nicht im 

ausgeprägten Mass, erfüllt.

8.4  Das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen ist 

(knapp) als erfüllt zu betrachten, denn der Zustand des Beschwerdeführers hatte sich 

chronifiziert und trotz mehrjähriger ärztlicher Behandlung konnte nicht verhindert 

werden, dass die Beschwerden zunahmen und der Beschwerdeführer sich immer mehr 

zurückzog. Erhebliche Komplikationen sind dagegen nicht zu erkennen, jedoch 

bestanden bereits ab dem Unfall vielseitige Beschwerden (buntes Beschwerdebild), 

welche nicht isoliert betrachtet werden können, da sie sich gegenseitig beeinflussen 

(Wechselwirkungen, Verstärkungstendenzen).

8.5  Das Kriterium des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit bemisst sich nach 

der Erheblichkeit der Arbeitsunfähigkeit und den diesbezüglich unternommenen 

Anstrengungen. Solche Anstrengungen der versicherten Person können sich 

insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher 

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Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der persönliche Einsatz im Rahmen 

von medizinischen Therapiemassnahmen zu berücksichtigen. Nur wer in der Zeit bis 

zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist 

und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen. 

Vorliegend stellt sich insbesondere die Frage, was von einer Person wie dem 

Beschwerdeführer erwartet werden kann, bei einer ärztlich attestierten vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten seit mehreren Jahren. In all den Jahren seit dem 

Unfall hat sich der Beschwerdeführer stets den ärztlich empfohlenen Behandlungen, 

wozu die Behandlung mit Psychopharmaka gehörte, unterzogen. Einzig bekannt ist, 

dass er hinsichtlich der linksseitigen Schwerhörigkeit bisher Behandlungsmassnahmen 

ablehnte, wobei aus den Akten nicht ersichtlich ist, ob dies überhaupt einen Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit hätte. Im Weiteren ist festzustellen, dass es sich beim 

Beschwerdeführer um einen geschätzten und arbeitssamen Mitarbeiter und Maler 

gehandelt hatte (vgl. UV-act. 60). Auch bezüglich der im Rahmen des stationären 

Aufenthaltes in der Klinik Valens durchgeführten beruflichen Erprobung (EVAL) wurde 

dem Beschwerdeführer bescheinigt, dass er kooperiert habe, pünktlich gewesen sei 

und die gestellten Aufgaben/Arbeiten glaubwürdig probiert habe, jedoch nicht die 

erhofften Leistungen/Leistungssteigerungen erzielt werden konnten (UV-act. 56). Bei 

einer gänzlich arbeitsunfähigen Person dürfen die Erwartungen an die Eigeninitiative 

und die getätigten Anstrengungen nicht hoch angesetzt werden. Deshalb ist 

anzuerkennen, dass der Beschwerdeführer das ihm Zumutbare unternommen hat, 

weshalb das Kriterium als erfüllt zu betrachten ist.

8.6  Zusammenfassend ist festzuhalten, da mehr als eines der erforderlichen 

Adäquanzkriterien erfüllt ist, dem Unfall vom 3. Oktober 2007 adäquanzrechtlich 

massgebende Bedeutung für die andauernden gesundheitlichen Beschwerden 

zukommt.

9.   

Bei dieser Ausgangslage ist der Anspruch auf eine Rente und eine 

Integritätsentschädigung bezogen auf den Fallabschlusszeitpunkt (1. Dezember 2013) 

zu prüfen.

9.1 

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9.1.1      Ist eine versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 

8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Grad 

der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das 

die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage 

der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung 

und die Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und 

zumutbaren Tätigkeiten.

9.1.2      Vorerst ist der Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers zu beurteilen. Im 

Gesamtgutachten des USZ vom 30. Dezember 2013 wird von einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit wie auch für jegliche andere Tätigkeit 

ausgegangen. Diese Einschätzung basiert auf einer Arbeitsunfähigkeit aus 

neuropsychologischer Sicht von 100%, aus psychiatrischer Sicht von 80% und aus 

neurologischer Sicht von 40% (UV-act. 342-40). Im neuropsychologischen Gutachten 

wird zur Arbeitsfähigkeitsschätzung ausgeführt, wenn die aktuell festgestellten 

kognitiven Beeinträchtigungen überdauern würden und nicht durch therapeutische 

Massnahmen (z.B. Schmerztherapie, Psychotherapie) verbesserbar seien, so bestehe 

aus rein neuropsychologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 342-24, 

vgl. auch Erwägung 4.2.2). Im psychiatrischen Gutachten wird festgestellt, dass 

maximal mit einer Leistung von 20% gerechnet werden könne. Es sei eine 

Chronifizierung eingetreten. Eine Besserung wird für wenig wahrscheinlich gehalten, 

jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen (UV-act. 337-27 f., 342-29, vgl. auch Erwägung 

4.2.4). Aus neurologischer Sicht wurde rein aufgrund der chronischen Kopfschmerzen 

von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen (UV-act. 342-40).

9.1.3      Da in psychiatrischer Sicht nicht mit einer wesentlichen Verbesserung des 

Gesundheitszustandes zu rechnen ist, kann auch nicht mit einer Verbesserung der 

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kognitiven Beeinträchtigungen gerechnet werden, so dass vorliegend von einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist.

9.1.4      Bezüglich des Beweiswertes des USZ-Gutachtens kann vorliegend auf die 

Erwägung 4.2.8 verwiesen werden. Auch ergeben sich aus den nach dem Gutachten 

des USZ erstellten Arztberichten wie dem neurologischen Bericht von Dr Q.___ vom 21. 

Juli 2014 (UV-act. 362) keine neuen Erkenntnisse hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit.

9.1.5      Es ist damit von einer Arbeitsunfähigkeit von 100% für sämtliche Tätigkeiten 

auszugehen. Infolgedessen beträgt der Invaliditätsgrad gleichfalls 100%.

9.1.6      Anzumerken ist, dass es der Beschwerdegegnerin bei Zweifeln am 

Fortbestand der Arbeitsunfähigkeit freisteht, neue rechtskonforme Abklärungen zu 

veranlassen.

9.2 

9.2.1      Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde 

erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. 

Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach 

der Schwere des Integritätsschadens. Art. 36 Abs. 1 UVV bestimmt, dass ein 

Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen 

Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, 

geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig 

oder stark beeinträchtigt wird (vgl. auch BGE 124 V 209). Voraussehbare 

Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. 

Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser 

Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Art. 36 Abs. 4 UVV). Eine voraussehbare 

Verschlimmerung liegt vor, wenn im Zeitpunkt der Festsetzung der 

Integritätsentschädigung eine Verschlimmerung als wahrscheinlich prognostiziert und 

damit auch geschätzt werden kann. Die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des 

Integritätsschadens genügt hingegen nicht. Diese Prognose im Sinn einer 

fallbezogenen medizinischen Beurteilung über die voraussichtliche künftige 

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Entwicklung der Gesundheitsbeeinträchtigung ist, wie die Beurteilung der einzelnen 

Integritätsschäden an sich, eine Tatfrage, die der Arzt bzw. die Ärztin zu beurteilen hat 

(Urteile des Bundesgerichts vom 14. Januar 2013, 8C_244/2012, E. 4.2 mit weiteren 

Hinweisen, und vom 6. September 2010, 8C_32/2010, E. 2.6.2 mit Hinweisen).

9.2.2      Bezüglich der Integritätsentschädigung ist festzustellen, dass die 

Angelegenheit noch nicht spruchreif ist. Zwar wurde in einem Teilgutachten zur 

Integritätsentschädigung Stellung bezogen (vgl. UV-act. 339-9: Aus neuro-otologischer 

Sicht bestehe aufgrund der Schallleitungsschwerhörigkeit ein Integritätsschaden 

gemäss UVG [Suva Tabelle 12.2] von 5%), jedoch wurde im Gesamtgutachten des USZ 

vom 30. Dezember 2013 in Bezug auf den Integritätsschaden erklärt: "Da kein 

Endzustand erreicht ist, kann dazu noch keine Stellung bezogen werden." (UV-act. 

342-41).

9.2.3      Da die Beurteilung einer einzelnen Integritätseinbusse den ärztlichen 

Sachverständigen obliegt, ist es dem Gericht nicht möglich, die Beurteilung aufgrund 

der aktenkundigen Diagnosen selbst vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

6. März 2012, 8C_659/2011, E. 3.3). Folglich ist die Angelegenheit zur Festlegung des 

Integritätsschadens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den 

Integritätsschaden des Beschwerdeführers unter Beizug von Sachverständigen 

ermittelt und anschliessend diesbezüglich neu verfügt.

10. 

10.1       Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 14. Juli 2016 aufgehoben und dem 

Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 2013 eine unbefristete Invalidenrente 

entsprechend einem 100%igen Invaliditätsgrad zugesprochen wird, unter gleichzeitiger 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Zur 

Festsetzung und Ausrichtung der Rente ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Zur Festsetzung der Integritätsentschädigung ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Integritätsschaden ermittelt und 

anschliessend neu verfügt.

10.2       Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 34/35

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10.3       Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘000.- bis Fr. 12‘000.-. 

In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4‘000.- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

angemessen.

10.4       Bei diesem Verfahrensausgang ist das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege hinfällig (act. G 1, G 4)

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 14. Juli 2016 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer wird mit Wirkung ab 1. Dezember 2013 eine 

unbefristete Invalidenrente entsprechend einem 100%igen Invaliditätsgrad 

zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.   

Zur Ermittlung des Integritätsschadens und anschliessender Neuverfügung der 

Integritätsentschädigung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 35/35

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Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4‘000.- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.08.2018
	Art. 10, Art. 19 Abs. 1 UVG. Einstellung der Heilbehandlungsleistungen. Der (definitive) Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Auf das eingeholte polydisziplinäre Gutachten ist abzustellen. Der Sturz von der Leiter ist aufgrund der Fallhöhe und des Aufpralls als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen einzustufen. Die nach der Schleudertrauma-Praxis erforderlichen Kriterien sind vorliegend erfüllt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. August 2018, UV 2016/65). Betreffend Rentenanspruch aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_632/2018.

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