# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3bbbd9fa-0d09-5162-8b6e-5e180da6be10
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2011 A-8386/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-8386-2010_2011-12-01.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung I
A­8386/2010

U r t e i l   v om   1 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Lorenz Kneubühler (Vorsitz),
Richter André Moser, Richterin Marianne Ryter Sauvant, 
Gerichtsschreiber Bernhard Keller.

Parteien 1. Gemeinde Zermatt, Kirchplatz, 3920 Zermatt, 

2. Schweizer Alpen­Club SAC, Monbijoustrasse 61, 
Postfach, 3000 Bern 23, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Bütler, 
Gloriastrasse 66, Postfach 860, 8044 Zürich,

3. Swiss Helicopter Association (SHA), 
Untere Heslibachstrasse 44b, 8700 Küsnacht ZH,

4. Air Zermatt AG, Heliport, 3942 Raron, 
1, 3 und 4 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Philipp Perren, 
Nobel & Hug, Dufourstrasse 29, Postfach 1372, 8032 Zürich 
und Rechtsanwalt Philipp do Canto, Bahnhofstrasse 43, 
8702 Zollikon, 

5. Schweizerische Gletscherpiloten­Vereinigung SGPV, 
c/o Präsident Jean­Louis (Hans) Fuchs, Seestrasse 34, 
6052 Hergiswil NW, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Philip Bärtschi,
Anwaltskanzlei Bärtschi, Haldenstrasse 23, 6006 Luzern,
Beschwerdeführende, 

gegen

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, 
Energie und Kommunikation UVEK, Bundeshaus Nord, 
3003 Bern, 
Vorinstanz. 

Gegenstand Gebirgslandeplätze in der Region Wallis Südost.

A­8386/2010

Seite 3

Sachverhalt:

A. 
Am 18. Oktober 2000 verabschiedete der Bundesrat den Konzeptteil des 
Sachplans  Infrastruktur  der  Zivilluftfahrt  (SIL).  In  dessen  Teil  III  B6a  zu 
den Gebirgslandeplätzen (GLP) wurde als Handlungsbedarf festgehalten, 
dass  sich  bei  verschiedenen  Gebirgslandeplätzen  die  Frage  stellt,  wie 
bestehende  Konflikte  mit  Naturschutz­  und  Erholungsgebieten  sowie 
Wildlebensräumen gelöst werden und wie dabei der Aufgabe nachgelebt 
werden  könne,  bei  der  Bezeichnung  der  Gebirgslandeplätze  die 
gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezonen auszuscheiden. Das Bundesamt 
für  Zivilluftfahrt  (BAZL)  erhielt  den  Auftrag,  das  Netz  der 
Gebirgslandeplätze generell zu überprüfen. Durch gezielte Massnahmen 
solle die  vom Flugbetrieb ausgehende Beeinträchtigung der Schutzziele 
verhindert werden. Wo sich Konflikte durch eine restriktive Nutzung nicht 
beseitigen  liessen,  sollten  bestehende Gebirgslandeplätze  durch  besser 
geeignete  Stellen  ersetzt  werden.  Generell  zu  überprüfen  sei  auch  die 
Grundsatzfrage,  ob  und  in  welchem  Ausmass  das  Heliskiing 
weiterbetrieben werden solle. 

B. 
Der  Bundesrat  hat  in  der  Folge  am  27. Juni  2007  eine  Anpassung  des 
SIL Teil III B6a mit Festlegungen zum Verfahren für die Bezeichnung der 
Gebirgslandeplätze  beschlossen.  Die  Federführung  für  diesen 
Überprüfungsauftrag  lag  beim  BAZL,  das  den  Auftrag  in  enger 
Zusammenarbeit mit  dem  damaligen  Bundesamt  für  Umwelt, Wald  und 
Landschaft  (BUWAL)  bearbeitete.  In  die  Arbeiten  einzubeziehen  waren 
neben den weiteren betroffenen Verwaltungseinheiten auch die Kantone 
und die interessierten Kreise aus Luftfahrt, Tourismus und Umweltschutz. 

C. 
Mit  Beschluss  vom  17. September  2010  verabschiedete  der  Bundesrat 
den  SIL  –  Teil  III  C  Gebirgslandeplätze  (GLP),  1. Serie  Region  Wallis 
Südost. Dieser  enthielt  neben  einem Objektblatt mit  generellen  Inhalten 
zu  den Gebirgslandeplätzen  in  dieser Region  auch  für  jeden  der  sechs 
Gebirgslandeplätze Aeschhorn, Alphubel, Monte Rosa, Theodulgletscher, 
Trift  und  Unterrothorn  ein  Objektblatt  mit  den  spezifischen  Inhalten. 
Gestützt  auf  diesen  Beschluss  bezeichnete  das  Eidgenössische 
Departement  für Umwelt,  Verkehr,  Energie  und Kommunikation  (UVEK) 
die Gebirgslandeplätze  in  der Region Wallis Südost mit Verfügung  vom 
2. November  2010.  Die  Nutzung  der  GLP  Aeschhorn,  Alphubel  und 

A­8386/2010

Seite 4

Monte  Rosa  wurde  neu  auf  die  Periode  vom  1. Oktober  bis  30. Juni 
beschränkt, diejenige des neu bezeichneten GLP Trift auf den Zeitraum 
vom  1. Dezember  bis  30. April.  Als  Kompensation  zur  Schaffung  des 
neuen  GLP  Trift  sollte  der  GLP  Unterrothorn  aufgehoben  werden,  falls 
nicht  –  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  –  ein  GLP  in  der  Region  Aletsch­
Susten aufgehoben werden könne. 

D. 
Gegen diese Verfügung des UVEK (Vorinstanz) gingen vier Beschwerden 
beim Bundesverwaltungsgericht ein.

D.a 
Die  Gemeinde  Zermatt  (Beschwerdeführerin  1)  beantragt  mit  Eingabe 
vom  6. Dezember  2010  die  ersatzlose  Streichung  des  Vorbehaltes 
betreffend den GLP Unterrothorn, als Eventualantrag die Streichung der 
zeitlichen Nutzungseinschränkungen und subeventuell die Aufhebung der 
Resolutivbedingung  und  Zurückweisung  an  die  Vorinstanz  zur 
Festsetzung milderer Massnahmen. Sie rügt im Wesentlichen, es bestehe 
weder ein Recht der Vorinstanz, die Bezeichnung des GLP Trift mit der 
Aufhebung eines anderen zu kompensieren, da die Höchstzahl der GLP 
nicht  erreicht  werde,  noch  ein  Bedürfnis  hierzu.  Auch  für  eine 
Kompensation  in  einem  anderen  Raum  bestehe  keine 
Gesetzesgrundlage. Beim GLP Unterrothorn gäbe es keine Konflikte und 
im Übrigen wäre dessen Aufhebung auch unverhältnismässig und der bei 
der  Bezeichnung  angebrachte  Vorbehalt  genüge  dem 
Bestimmtheitsgebot  von  Verwaltungsakten  nicht.  Zudem  habe  die 
Vorinstanz  das  rechtliche  Gehör  der  öffentlichen  Hand  und  der 
interessierten  Kreise  verletzt  und  gegen  die  Gemeindeautonomie 
verstossen.

D.b 
Ebenfalls  mit  Eingabe  vom  6. Dezember  2010  erhebt  der  Schweizer 
Alpen­Club SAC (Beschwerdeführer 2) Beschwerde. Er beantragt  in der 
Sache die Aufhebung der gesamten Verfügung und die Rückweisung an 
die  Vorinstanz  mit  Weisungen,  wie  die  Interessenabwägung 
vorzunehmen sei, insbesondere bezüglich der verfassungsmässigen und 
gesetzlichen Vorgaben zu Raumplanung, Natur­ und Heimatschutz sowie 
Umweltschutz.  Die  Weisungen  sollten  zudem  eine  angemessene 
Umsetzung der konzeptionellen Ziele und Vorgaben des SIL hinsichtlich 
des  Umweltschutzes  und  der  räumlichen  Abstimmung  umfassen  sowie 
Vorgaben  zur  Kontrolle  der  Einhaltung  der  Flugbeschränkungen 

A­8386/2010

Seite 5

enthalten. In einem weiteren Antrag ersucht der Beschwerdeführer 2 um 
gerichtliche Weisungen an die Vorinstanz zum Erlass von Ruhezonen in 
der  Region  Wallis  Südost  und  in  allen  nachfolgenden  Regionen.  Als 
Eventualantrag  beantragt  der  Beschwerdeführer  2  die  vollumfängliche 
Aufhebung  des  GLP  Trift,  subeventualiter  die  Aufhebung  des  GLP 
Unterrothorn,  sollte  der  GLP  Trift  nicht  aufgehoben  werden.  Mit  einem 
weiteren  Eventualantrag  wird  für  die  GLP  Aeschhorn  und  Alphubel  die 
Beschränkung  der  Flugperioden  auf  den  Zeitraum  1.  Dezember  bis  30. 
April  verlangt  sowie  eine  Einschränkung  der  Nutzung  des  GLP  Monte 
Rosa  auf  Ausbildungs­  und  Rettungsflüge.  Im  Rahmen  weiterer 
Hauptbegehren beantragt der Beschwerdeführer 2 ferner, die Festlegung 
der  GLP  seien  zu  sistieren  bis  zur  Bereinigung  des  Konzeptes 
Landschaftsruhezonen  und  dem  Inkrafttreten  der  Verordnung  über  die 
Landungen  und  Starts  mit  Luftfahrzeugen  ausserhalb  von  Flugplätzen. 
Schliesslich sei der SIL vorfrageweise und soweit die Gebirgslandeplätze 
betreffend  auf  seine  Vereinbarkeit mit  dem Bundesrecht  zu  überprüfen. 
Der  Beschwerdeführer  bringt  zur  Begründung  vor,  die  wirtschaftlichen 
und  fliegerischen  Interessen  seien  in  einer  einseitigen 
Interessenabwägung  bevorzugt  worden.  Die  angefochtene  Verfügung 
verstosse  gegen  das  Raumplanungsrecht,  das  Natur­  und 
Heimatschutzrecht, die Jagdgesetzgebung sowie das Umweltschutzrecht.

D.c 
Am 16. Dezember 2010 erheben auch die Swiss Helicopter Association 
(Beschwerdeführerin  3)  und  die Air  Zermatt AG  (Beschwerdeführerin  4) 
beim  Bundesverwaltungsgericht  eine  gemeinsame  Beschwerde  gegen 
die  Verfügung  der  Vorinstanz  mit  denselben  Hauptanträgen  wie  die 
Beschwerdeführerin 1 und mit weitgehend identischer Begründung.

D.d 
Schliesslich  erhebt  am  16.  Dezember  2010  die  Schweizerische 
Gletscherpiloten­Vereinigung  (Beschwerdeführerin  5)  eine  weitere 
Beschwerde  in  dieser  Sache.  Sie  beantragt  in  der  Hauptsache  die 
Streichung  der  Resolutivbedingung  bei  der  Bezeichnung  des  GLP 
Unterrothorn.  Ferner  beantragt  sie  eine  Abänderung  der  zeitlichen 
Einschränkung  betreffend  Nutzung  der  GLP  Aeschhorn,  Alphubel  und 
Monte  Rosa,  wonach  diese  Einschränkung  nicht  für  Flächenflugzeuge 
gelten  solle.  Als  Eventualantrag  verlangt  die  Beschwerdeführerin  5  die 
Aufhebung  der  Resolutivbedingung  betreffend  den  GLP  Trift  und  der 
zeitlichen  Einschränkungen  der  anderen  drei  GLP mit  Rückweisung  an 
die  Vorinstanz  zur  neuen  Behandlung  und  Anordnung  einer  milderen 

A­8386/2010

Seite 6

Massnahme  zusammen  mit  der  gerichtlichen  Feststellung,  dass  es 
unzulässig sei, als Kompensation  für die Neubezeichnung des GLP Trift 
andere  GLP  für  Flächenflugzeuge  aufzuheben  oder  deren  Nutzung 
zeitlich einzuschränken. Sie macht sodann die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs geltend, indem die Vorinstanz eigene Vorschläge umgesetzt und 
dabei  die  Anträge  der  Interessengruppen  ungehört  gelassen  habe. 
Zudem sei verschiedentlich kein Protokoll geführt,  in anderen Fällen sei 
das  Protokoll  erst  verspätet  zugestellt  worden  und  inhaltlich  teilweise 
fehlerhaft  gewesen,  indem die  tatsächlich  gemachten Äusserungen  z.T. 
falsch  wiedergegeben  worden  und  auch  nicht  zur  Ansicht  zugestellt 
worden  seien.  Die  Beschwerdeführerin  5  rügt  weiter,  es  bestehe  kein 
Kompensationsrecht, weder innerhalb der Region noch in einem anderen 
Raum. Es gäbe auch kein Kompensationsbedürfnis. Die Vorinstanz habe 
gegen  das  Gleichbehandlungsgebot  und  das  Willkürverbot  verstossen. 
Die  Anordnung  genüge  dem  Bestimmtheitsgebot  und  damit  dem 
Legalitätsprinzip nicht. Zudem sei die angedrohte Aufhebung eines GLP 
unverhältnismässig.

E. 
Nach  Durchführung  eines  Schriftenwechsels  zu  dem  von  den 
Beschwerdeführenden  1,  3,  4  und  5  beantragten  Entzug  der 
aufschiebenden  Wirkung,  soweit  den  GLP  Trift  betreffend,  weist  das 
Bundesverwaltungsgericht mit  Zwischenverfügung  vom 13. Januar  2011 
das entsprechende Gesuch ab.

F. 
Die  Vorinstanz  beantragt  in  ihrer  Vernehmlassung  zur  Sache  vom 
16. Februar 2011 die Abweisung der Beschwerden. 

F.a 
In  Bezug  auf  die  Beschwerde  der  Beschwerdeführerin  2  bestreitet  die 
Vorinstanz,  dass  die  konzeptionellen  Ziele  und Vorgaben  des  SIL  nicht 
eingehalten  seien.  Die  Anforderungen  von  Raumplanungs­,  Natur­  und 
Heimatschutz­  sowie  Jagdrecht  seien  eingehalten.  Die  Vorinstanz 
verweist  insofern  auf  den  Prüfbericht  des  Bundesamts  für 
Raumentwicklung  (ARE).  Dieser  halte  insbesondere  fest,  dass  die 
wesentlichen  Auswirkungen  auf  Raum  und  Umwelt  ermittelt  und  die 
Vereinbarkeit  mit  der  relevanten  Gesetzgebung  geprüft  worden  seien. 
Dass  der Beschwerdeführer  2  nicht mit  allen Anträgen  durchgedrungen 
sei, stelle keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, da die Interessen 
ermittelt und beurteilt worden seien. So seien im Rahmen des SIL – Teil 

A­8386/2010

Seite 7

III  C  GLP,  1.  Serie  Region  Wallis  Südost  insbesondere  zeitliche 
Nutzungsbeschränkungen  erlassen,  An­,  Abflugrouten  und 
Überflughöhen  festgelegt  sowie Wildruhezonen  eingerichtet  und  bei  der 
Bezeichnung  der GLP  unverändert  übernommen worden.  Endlich  seien 
Wildruhezonen  ausgeschieden  sowie  Landschaftsruhezonen,  deren 
Bezeichnung  im  Perimeter  eines GLP  widersprüchlich  seien,  gesondert 
ausgearbeitet und im Januar 2011 verabschiedet und präsentiert worden. 
Die  mit  den  Eventualbegehren  beantragten  Aufhebungen  und  weiteren 
zeitlichen  Einschränkungen  würden  das  ausgewogene  regionale 
Gesamtpaket  aus  dem  Gleichgewicht  bringen.  Es  gebe  auch  keinen 
Grund für eine Sistierung der Festlegung der GLP.

F.b 
Zum  Hauptbegehren  der  übrigen  Beschwerdeführenden,  die 
Resolutivbedingung  bei  der  Bezeichnung  des  GLP  Unterrothorn  zu 
streichen,  hält  die  Vorinstanz  fest,  diese  stehe  im  Einklang  mit  dem 
Konzeptteil  des  SIL  und  stelle  das  Gleichgewicht  zwischen  intensiver 
touristischer  Nutzung  und  den  Anliegen  des  Natur­  und 
Landschaftsschutzes  regional  oder  überregional  sicher.  Die  Bedingung 
sei  wegen  der  Neubezeichnung  des  GLP  Trift  erforderlich.  Es  bestehe 
kein Anspruch auf 48 GLP. Dass die Beschwerdeführenden 1, 3, 4 und 5 
mit  ihren  Anträgen  teilweise  nicht  durchgedrungen  seien,  stelle  weder 
eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  noch  der  Gemeindeautonomie 
dar.  Die  Beschwerdeführenden  seien  im  Verfahren  zur  Festlegung  der 
GLP  einbezogen  worden.  Die  Resolutivbedingung  sei  klar,  der  GLP 
Unterrothorn  werde  mit  der  angefochtenen  Verfügung  nicht  definitiv 
festgelegt. 

Dem  zweiten  Hauptbegehren  der  Beschwerdeführerin  5,  wonach  die 
zeitlichen Einschränkungen auf den GLP Aeschhorn, Alphubel und Monte 
Rosa  für  Flächenflugzeuge  nicht  gelten  sollen,  hält  die  Vorinstanz 
entgegen, diese sei  für die Verminderung der Konflikte mit dem sanften 
Tourismus  im  Sommer  erlassen  worden.  Die  Einschränkung  während 
dreier  Monate  sei  insgesamt  verhältnismässig,  zumal  der  GLP 
Theodulgletscher  ganzjährig  zur Verfügung  stehe.  Schliesslich  lehnt  die 
Vorinstanz auch die Eventualbegehren der Beschwerdeführenden 1, 3, 4 
und 5 als unbegründet ab.

G. 
Am 18. Februar 2011 reichen die Beschwerdeführenden Stellungnahmen 
zu den Beschwerden der jeweils anderen Beschwerdeführenden ein.

A­8386/2010

Seite 8

G.a Die  Beschwerdeführenden  1,  3  und  4  ergänzen  ihren  Hauptantrag 
dahingehend,  die  Einschränkung,  wonach  der  GLP  Trift  ausschliesslich 
für Heliskifahrer zur Verfügung stehe, sei ersatzlos zu streichen. Ebenso 
sei die flugtechnische Vorgabe zum Anflug der GLP Aeschhorn, Alphubel, 
Monte Rosa, Theodul, Trift und Unterrothorn, wonach bis 1.5 km vor dem 
GLP  eine  minimale  Flughöhe  von  2000  (bzw.  1500)  Fuss  über  Grund 
einzuhalten  ist,  ersatzlos  zu  streichen.  Sie  bestreiten  die  formelle 
Zulässigkeit  gewisser  Rechtsbegehren  des  Beschwerdeführers  2  und 
dessen Legitimation zur Beschwerde. Im Übrigen wird die Abweisung der 
Beschwerde  des  Beschwerdeführers  2  beantragt  und  seine 
Ausführungen werden bestritten. 

G.b  Der  Beschwerdeführer  2  hält  an  seinen  Anträgen  fest,  lehnt  die 
Anträge  der  übrigen  Beschwerdeführenden  vollumfänglich  ab  und 
bestreitet  seinerseits  deren  Ausführungen.  Weiter  macht  der 
Beschwerdeführer  2  geltend,  die  inzwischen  ausgeschiedenen  vier 
Landschaftsruhezonen  seien  zahlenmässig  aber  auch  inhaltlich 
ungenügend.

G.c  Die  Beschwerdeführerin  5  schliesslich  hält  ebenfalls  an  ihren 
Anträgen fest und beantragt zusätzlich die ersatzlose Streichung jeglicher 
Art  von  flugtechnischen Vorgaben  zum Anflug  auf  die  in  der Verfügung 
betroffenen  Gebirgslandeplätze,  wonach  minimale  Höhen  beim  Anflug 
einzuhalten seien. Die Anträge des Beschwerdeführers 2 lehnt sie ab und 
bestreitet dessen Ausführungen. 

H. 
Mit  Verfügung  vom  24. Februar  2011  ersucht  das 
Bundesverwaltungsgericht  das  Bundesamt  für  Umwelt  (BAFU)  als 
Fachbehörde  um  eine  Stellungnahme  zu  den  umweltrechtlichen 
Vorbringen  und  Belangen  im  Zusammenhang  mit  der  angefochtenen 
Verfügung. Dieses  reicht seine Stellungnahme am 4. April 2011 ein und 
hält  fest,  mit  der  angefochtenen  Verfügung  werde  gegenüber  der 
bisherigen  Situation  eine  Verbesserung  im  Sinne  der  grösstmöglichen 
Schonung  des BLN­Objekts  erreicht  und Konflikte mit  den Schutzzielen 
des Jagdgesetzes würden gelöst. 

I. 
Gestützt auf Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdeführenden 2 und 5 
verlangt das Bundesverwaltungsgericht die Edition der übrigen Akten des 
vorinstanzlichen  Verfahrens,  namentlich  aus  dem  Anhörungs­  und  dem 

A­8386/2010

Seite 9

Ämterkonsultationsverfahren  für  den  SIL  sowie  eine  Studie  zu  den 
Nutzungskonflikten. Die Vorinstanz hat diese in der Folge eingereicht und 
erklärt, es existierten keine weiteren Dokumente.

J. 
Am 30. Mai 2011 reicht der Beschwerdeführer 2 seine Bemerkungen zu 
den  Stellungnahmen  der  übrigen  Verfahrensbeteiligten  ein.  Vorweg 
macht er geltend, die Vorinstanz habe noch immer nicht sämtliche Akten 
eingereicht,  bezeichnet  diverse  Dokumente  und  hält  an  seinem 
diesbezüglichen  Akteneinsichtsgesuch  fest.  Materiell  kritisiert  er 
verschiedene  Punkte  in  den  Stellungnahmen  der  Vorinstanz  sowie  des 
BAFU  und  rügt  insbesondere  eine  ungenügende  Berücksichtigung  der 
Anträge  der  Eidgenössischen  Natur­  und  Heimatschutzkommission 
(ENHK). 

K. 
Die Beschwerdeführerin  5  hält  in  ihren Bemerkungen  vom 8. Juni  2011 
an  ihren  Rechtsbegehren  fest  und  bestreitet  die  Vorbringen  der 
Vorinstanz  und  des  Beschwerdeführers  2.  Die 
Kompensationsmassnahmen  für  die  Bezeichnung  des  GLP  Trift  seien 
übermässig,  hätten  keine Grundlage, weder  im Luftfahrt  noch  im Natur­ 
und  Heimatschutzrecht  und  seien  rechtsungleich,  da  die 
Flächenflugzeuge  den  GLP  Trift  nicht  nutzen  könnten.  Die  Vorinstanz 
habe  den  gewichtigen  öffentlichen  Interessen  an  der  Sicherheit  und  an 
der Ausbildung in der Aviatik nicht genügend Rechnung getragen. Ferner 
rügt sie, dass die Vorinstanz nur wenige Dokumente  in  ihrem Verfahren 
erstellt  und  dem  Gericht  eingereicht  habe,  was  auf  Verfahrensmängel 
hinweise. 

L. 
Die Beschwerdeführenden 1, 3 und 4 beantragen in  ihren Bemerkungen 
vom 8. Juni 2011 als neuen Eventualantrag die ersatzlose Streichung der 
zeitlichen  Einschränkungen  für  die  Benutzung  der  GLP  Aeschhorn, 
Alphubel, Monte Rosa und Trift. Sie betonen, die erstmalige Festsetzung 
von  48  GLP  in  den  1970er  Jahren  sei  das  Ergebnis  einer 
Interessenabwägung  unter  Einbezug  der  Natur­,  Heimat­  und 
Umweltschutzinteressen  gewesen  und  bestreiten  die  Ausführungen  des 
Beschwerdeführers  2. Ferner weisen  sie darauf  hin,  im SIL­Prozess  sei 
die  Streichung  des  GLP  Unterrothorn  kein  Thema  gewesen  und  es 
bestehe auch kein Grund für eine Kompensation. Schliesslich rügen sie, 

A­8386/2010

Seite 10

die  Akten  der  Vorinstanz  bestünden  primär  aus  Eingaben  und 
Stellungnahmen der Umweltschutzkreise, was deren Übergewicht belege. 

M. 
Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die sich in den 
Akten  befindlichen  Schriftstücke  wird  –  sofern  entscheidrelevant  –  im 
Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  gemäss  Art. 31  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR  173.32) 
Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021). 

1.1. Das  UVEK  ist  eine  Behörde  im  Sinn  von  Art. 33  Bst. d  VGG  und 
daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Als Verfügungen 
gelten gemäss Art. 5 VwVG Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die 
sich  auf  öffentliches  Recht  des  Bundes  stützen  und  die  Begründung, 
Änderung,  Aufhebung  von  Rechten  und  Pflichten,  Feststellungen  zu 
deren  Bestehen  oder  Nichtbestehen  zum  Gegenstand  haben  oder  mit 
denen  entsprechende  Begehren  abgelehnt  oder  auf  diese  nicht 
eingetreten wird. Die angefochtene Verfügung stützt sich auf Art. 8 Abs. 3 
des  Bundesgesetzes  vom  21. Dezember  1948  über  die  Luftfahrt  (LFG, 
SR  748.0),  also  öffentliches  Recht  des  Bundes.  Die  Anordnung  weist 
allerdings  die  Besonderheit  auf,  dass  sie  zwar  einen  konkreten 
Sachverhalt  regelt,  sich  aber  an  einen  grösseren,  individuell  nicht 
bestimmten  Personenkreis  richtet.  Ihr  eignet  generell­konkreter 
Charakter.  Es  handelt  sich  somit  um  eine  Allgemeinverfügung  (zum 
Begriff  vgl.  BGE  134  II  272  E. 3.2;  BVGE  2008/18  E.  1).  Auch  die 
Allgemeinverfügung  ist  Anfechtungsobjekt  einer 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde  (ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX 
UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6.  Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 
2010,  Rz. 925;  ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER, 
Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.14; 
vgl. auch Art. 6 LFG).

A­8386/2010

Seite 11

1.2. Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 
Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen  oder  keine  Möglichkeit  zur 
Teilnahme  erhalten  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder 
Änderung hat. Bei Allgemeinverfügungen wird bei den Adressaten nach 
Spezial­  und  Normaladressaten  unterschieden.  Spezialadressaten  sind 
dabei  jene,  an  die  sich  die  Anordnung  richtet  und  die  wegen  ihrer 
örtlichen  Nähe  davon  in  stärkerem Mass  betroffen  sind  als  die  übrigen 
Adressaten.  Ihnen  kommt  die  Beschwerdebefugnis  unmittelbar  zu, 
während  die  Normaladressaten  und  Dritten  nur  dann  legitimiert  sind, 
wenn ein genügend enger Bezug zur Streitsache besteht (BVGE 2008/18 
E. 2.1 m.w.H.). 

1.2.1. Die Beschwerdeführerin 1 ist eine der formellen Adressatinnen der 
Verfügung.  Als  Gemeinwesen  muss  sie,  um  beschwerdeberechtigt  zu 
sein, entweder in eigenen hoheitlichen Interessen berührt oder aber vom 
angefochtenen  Entscheid  gleich  oder  ähnlich  wie  ein  Privater  betroffen 
sein (Art. 48 VwVG; BGE 134 II 45 E. 2.2.1).

Eine  Betroffenheit  von  Gemeinden  in  ihren  eigenen  hoheitlichen 
Interessen  wird  von  der  Rechtsprechung  bejaht,  wenn  sie  als 
Gebietskorporation öffentliche Anliegen wie den Schutz der Einwohner zu 
vertreten  haben  und  insofern  durch  Einwirkungen,  welche  von  Bauten 
und  Anlagen  ausgehen,  in  hoheitlichen  Befugnissen  betroffen  werden 
(BGE  136  I  265  E. 1.4;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A­6594/2010  vom  29. April  2011  E. 1.2).  So  ist  eine  Gemeinde 
beschwerdebefugt  in  Verfahren  betreffend  die  Festsetzung  einer 
Kiesgrube auf ihrem Gemeindegebiet im kantonalen Richtplan (BGE 136 
I 265 E. 1.4), den Schutz ihrer Einwohner vor Fluglärm (BVGE 2008/18 E. 
2.4)  oder  Strassenlärm  (A­6594/2010  vom  29.  April  2011  E.  1.2),  den 
Ortsbild­  und  Landschaftsschutz  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A­55/2008 vom 6. Juni 2008 E. 2) oder gar betreffend die Umwandlung 
einer bedienten  in eine unbediente Bahnstation  (VPB 43/1979 Nr. 47 S. 
225  f.;  VPB  44/1980  Nr.  60  S.  247).  Der  vorliegende  Entscheid  betrifft 
wesentliche  Fragen  der  Raumordnung,  des  Lärmschutzes  sowie 
touristische und damit ökonomische Interessen der Gemeinde, die für sie 
von  grosser  Bedeutung  sind.  Die  Beschwerdeführerin  ist  daher  in 
spezifischen  eigenen  öffentlichen  Sachanliegen  betroffen  und  zur 
Beschwerde  befugt  (vgl.  ausserdem  auch  Art.  12  Abs.  1  Bst.  a  des 
Bundesgesetzes  vom  1. Juli  1966  über  den  Natur­  und  Heimatschutz 
[NHG, SR 451] zur Legitimation der Gemeinden zur Beschwerde gegen 

A­8386/2010

Seite 12

Verfügungen  von  Bundesbehörden  im  Bereich  des  Natur­  und 
Heimatschutzes).

Die  Beschwerdeführerin  1  wäre  aber  auch  aufgrund  ihrer  Betroffenheit 
gleich  einem  Privaten  beschwerdebefugt:  Gemäss  Art. 664  Abs. 2  des 
Zivilgesetzbuches  vom  10. Dezember  1907  (ZGB,  SR  210)  besteht  an 
den öffentlichen Gewässern sowie an dem der Kultur nicht fähigen Lande 
wie  Felsen  und  Schutthalden,  Firnen  und  Gletschern,  und  den  daraus 
entspringenden Quellen unter Vorbehalt anderweitigen Nachweises kein 
Privateigentum.  Art. 163  Abs. 3  des  Einführungsgesetzes  zum 
Schweizerischen Zivilgesetzbuch des Kantons Wallis vom 24. März 1998 
(Systematische  Gesetzessammlung  des  Kantons  Wallis  NR.  211.1) 
bestimmt, dass diese Gebiete in das öffentliche Eigentum der Gemeinden 
fallen.  Die  Beschwerdeführerin  1  ist  somit  auch  als  betroffene 
Grundeigentümerin legitimiert.

1.2.2. Die Beschwerdeführenden 1, 3 und 4 bezweifeln die Legitimation 
des  Beschwerdeführers  2.  Es  sei  fraglich,  ob  dieser  eine 
beschwerdeberechtigte  Umweltschutz­Organisation  sei;  zudem  verfolge 
er  keine  rein  ideellen  Zwecke,  sondern  übe  vielfältige  wirtschaftliche 
Tätigkeiten  aus.  Ein  Beschwerderecht  nach  Art. 55  USG  würde 
voraussetzen,  dass  eine  UVP­pflichtige  Anlage  Streitgegenstand  wäre, 
was  für  GLP  nicht  zutreffe.  Selbst  wenn  die  Legitimation  nach  Art. 12 
NHG  zu  bejahen  wäre,  sei  diese  auf  Interessen  des  Natur­  und 
Heimatschutzes beschränkt. 

Gemäss  Art. 48  Abs. 2  VwVG  sind  neben  dem  in  Abs.  1  dieser 
Bestimmung  genannten  Personenkreis  auch  Personen,  Organisationen 
und  Behörden  beschwerdebefugt,  denen  ein  anderes  Bundesgesetz 
dieses  Recht  einräumt  (dazu  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O., 
Rz. 2.84 ff.).  Der  Beschwerdeführer  2  beruft  sich  auf  Art. 12  NHG  und 
Art. 55  des  Umweltschutzgesetzes  vom  7. Oktober  1983  (USG,  SR 
814.01). Er ist in Ziff. 7 des Anhangs der Verordnung vom 27. Juni 1990 
über  die  Bezeichnung  der  im  Bereich  des  Umweltschutzes  sowie  des 
Natur­  und  Heimatschutzes  beschwerdeberechtigten  Organisationen 
(VBO,  SR  814.076)  zudem  ausdrücklich  aufgeführt.  Dieser  Auflistung 
kommt zwar bloss deklaratorische Bedeutung zu (vgl. BGE 115 Ib 472 E. 
1d/cc),  dennoch  stellt  die  neuere  bundesgerichtliche  Rechtsprechung 
regelmässig ohne weitere Erörterung auf diese abschliessende Liste ab 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_382/2010 vom 13. April 2011 E. 1.2 
und 1C_474/2008 vom 6. November 2008 E. 3.2). Der Beschwerdeführer 

A­8386/2010

Seite 13

2  erfüllt  die  in  Art.  12  NHG  aufgeführten  Anforderungen  aber  auch 
materiell:  Er  setzt  sich  gemäss Art.  2  seiner Statuten  für  die Förderung 
des Bergsports  und  für  eine nachhaltige Entwicklung und Erhaltung der 
Bergwelt  ein.  Das  Anbieten  und  Durchführen  entgeltlicher  Kurse  und 
Touren  sowie  der  Betrieb  von  Berghütten  ändern  daran  nichts,  stehen 
doch wirtschaftliche Tätigkeiten, die der Erreichung der  ideellen Zwecke 
dienen,  der  Beschwerdelegitimation  gemäss  der  ausdrücklichen 
Regelung  von  Art. 12  Abs. 1  Bst. b  Ziff. 2  NHG  nicht  entgegen.  Der 
Beschwerdeführer  2  ist  damit  grundsätzlich  zur  Beschwerdeführung  im 
Umfang der Spezialgesetzgebung legitimiert. 

1.2.3. Die Beschwerdeführerin 3  ist ein Branchenverband der Halter von 
Helikoptern  für  den  gewerbsmässigen  Einsatz  in  der  Rechtsform  des 
Vereins  gemäss  Art. 60  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom 
10. Dezember  1907  (ZGB, SR 210). Soweit  eine Vereinigung oder  eine 
Organisation  keine  Verbandsbeschwerde  im  Sinne  von  Art. 48  Abs. 2 
VwVG erhebt oder erheben kann, ist sie nach konstanter Rechtsprechung 
zur  sogenannten  egoistischen  Verbandsbeschwerde  zuzulassen,  wenn 
der  Verband  als  juristische  Person  konstituiert  ist,  die  Wahrung  der  in 
Frage stehenden Interessen zu seinen statutarischen Aufgaben gehört, er 
ein  Interesse  der  Mehrheit  oder  mindestens  einer  Grosszahl  seiner 
Mitglieder vertritt und diese selber zur Beschwerde berechtigt wären (vgl. 
BGE 131 I 198 E. 2.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­755/2011 
vom  24.  Mai  2011  E. 2.3  mit  Hinweisen;  ISABELLE  HÄNER,  in: 
Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das 
Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich  2008  Rz. 28  zu  Art. 48;  MOSER/ 
BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 2.82).  Als  juristische  Person  ist  die 
Beschwerdeführerin  3  partei­  und  prozessfähig.  Aus  den  Statuten  geht 
hervor,  dass  sie  die  Wahrung,  Unterstützung  und  Förderung  der 
gemeinsamen  Interessen  der  schweizerischen  Helikopterunternehmen 
bezweckt  und  diese  namentlich  gegenüber  Behörden  vertritt  (Art.  3  der 
Statuten).  Die  Beschwerdeführerin  3  macht  wirtschaftliche  sowie 
ausbildungs­ und sicherheitsbezogene Interessen der Mitglieder geltend, 
die durch die Einschränkungen und die drohende Schliessung eines GLP 
betroffen seien. Zum Erfordernis der grossen Zahl betroffener Mitglieder 
führt  sie  aus,  alle  Mitglieder  seien  berechtigt,  Landungen  auf  GLP 
durchzuführen und für mehr als die Hälfte der Mitglieder seien die GLP in 
der  Region Wallis  Südost  in  weniger  als  30  Flugminuten  zu  erreichen. 
Überdies  hätten  10  von  27  Mitgliedern  entweder  ihren  Sitz  oder  eine 
Basis  im  Wallis  oder  in  den  Berner  oder  Tessiner  Alpen.  Die  von  der 
Beschwerdeführerin  3  eingereichte  Mitgliederliste  vom  29. November 

A­8386/2010

Seite 14

2010  weist  27  ordentliche  Mitglieder,  d.h.  Helikopterunternehmen  auf, 
davon haben 13 ihren Sitz in der Westschweiz, Innerschweiz bzw. in den 
Kantonen Bern, Tessin oder Wallis. Die Betroffenheit einer grossen Zahl 
der Mitglieder sowie der enge Zusammenhang des Verbandszwecks mit 
dem Streitgegenstand erscheinen daher als gegeben. Überdies hat sich 
die  Beschwerdeführerin  am  vorinstanzlichen  Verfahren  beteiligt,  soweit 
ihr dies zugestanden worden war, weshalb ihre Legitimation ebenfalls zu 
bejahen ist.

1.2.4.  Die  Beschwerdeführerin  4  hat  ihren  Sitz  in  Visp  und  fliegt 
regelmässig ab dem Heliport Zermatt zu den strittigen GLP. Sie ist daher 
von  der  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein  hinreichendes 
Interesse  an  der  Änderung  der  Verfügung.  Sie  hat  sich  zudem  am 
vorinstanzlichen  Verfahren  beteiligt,  soweit  ihr  diese  Gelegenheit 
eingeräumt  worden  war,  und  ihren  Anträgen  ist  nicht  vollumfänglich 
entsprochen worden. Sie  ist demnach gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur 
Beschwerde legitimiert.

1.2.5.  Auch  die  Beschwerdeführerin  5  ist  ein  Branchenverband.  Als 
Verein  hat  sie  ebenfalls  Rechtspersönlichkeit.  Aus  den  Statuten  ergibt 
sich, dass sie sich u.a. für die Erhaltung der Gebirgslandeplätze einsetzt. 
Als  Aktivmitglied  wird  nur  aufgenommen,  wer  im  Besitz  des 
Pilotenbrevets ist und die Gletscherfliegerei in der Schweiz aktiv betreibt. 
Die überwiegende Zahl der Mitglieder, wenn nicht gar alle,  fliegen somit 
regelmässig  diejenigen  GLP  an,  auf  denen  Flächenflugzeuge  landen 
können, auch diejenigen in der Region Wallis Südost. Die Grosszahl der 
Mitglieder  ist  damit  durch  die  angefochtene  Verfügung  direkt  betroffen 
und  könnte  selbst  Beschwerde  führen.  Die  sog.  egoistische 
Verbandsbeschwerde  steht  daher  auch  ihrem Branchenverband  zu. Die 
Beschwerdeführerin  5  hat  sich  überdies  ebenfalls  am  vorinstanzlichen 
Verfahren  beteiligt  und  sich  gegen  Einschränkungen  bei  den  strittigen 
GLP  eingesetzt,  weshalb  die  erforderliche Beschwer  gegeben  ist.  Nicht 
legitimiert  wäre  die  Beschwerdeführerin  5  zur  Anfechtung  reiner 
Helikopter­Landeplätze  wie  den  GLP  Trift.  Sie  hat  diesbezüglich  aber 
auch  keine  Rechtsbegehren  gestellt.  Auch  die  Legitimation  der 
Beschwerdeführerin 5 ist daher zu bejahen.

1.3. Die angefochtene Verfügung trägt das Datum des 2. November 2010 
und  wurde  den  Beschwerdeführenden  1  und  2  gemäss  Ziff. 8  des 
Entscheiddispositivs  schriftlich  als  Einschreibesendung  mit  Rückschein 
eröffnet. Weder aus den Vernehmlassungsbeilagen der Vorinstanz noch 

A­8386/2010

Seite 15

aus  den  Vorakten  geht  hervor,  wann  die  Verfügungen  versandt  oder 
zugestellt  worden  sind,  insbesondere  sind  dem 
Bundesverwaltungsgericht  keine  Rückscheine  eingereicht  worden.  Die 
Zustellung,  wofür  die  eröffnende  Behörde  beweispflichtig  ist,  lässt  sich 
somit  nicht  eruieren.  Die  Vorinstanz  bestätigt  jedoch  die Rechtzeitigkeit 
der  Beschwerden  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  16. Februar  2011.  Die 
Beschwerdeführenden  1  und  2  erklären  zudem  übereinstimmend,  sie 
hätten  diese  am  5. November  2010  erhalten,  was  dem  zu  erwartenden 
Lauf  der  Dinge  entspricht.  Die  beiden  Beschwerden  wurden  am 
6. Dezember  2010  der  Post  übergeben,  einem  Montag.  Unter 
Berücksichtigung  der  Regelung  in  Art. 20  Abs. 3  VwVG  betreffend 
Fristablauf  an  einem  Samstag  oder  Sonntag  wäre  die  Beschwerdefrist 
von  30  Tagen  gemäss  Art. 50  VwVG  selbst  dann  gewahrt,  wenn  die 
Zustellung bereits am 4. November 2010 erfolgt wäre. 

Im Übrigen ist den Beschwerdeführenden 3 bis 5 die Verfügung gemäss 
Eröffnungsformel  nicht  schriftlich  eröffnet  worden.  Für  sie  ist  daher  die 
Publikation im Bundesblatt vom 16. November 2010 massgebend (Art. 36 
VwVG). Sie haben ihre Beschwerden am 16. Dezember 2010 fristgerecht 
eingereicht,  so  dass  auf  ihre Beschwerden  ohnehin  einzutreten  ist.  Alle 
Beschwerden sind zudem formgerecht erhoben worden (Art. 52 VwVG).

1.4.  Im Rahmen der Eintretensvoraussetzungen  ist weiter  zu prüfen, ob 
die von den Beschwerdeführenden 1, 3, 4 und 5 in ihren Stellungnahmen 
vom  18. Februar  2011  und  in  der  Stellungnahme  der 
Beschwerdeführenden  1,  3  und  4  vom  8. Juni  2011  geänderten  bzw. 
ergänzten  Beschwerdeanträge  vom  Bundesverwaltungsgericht  zu 
berücksichtigen  sind.  Sämtliche  Haupt­  und  Eventualbegehren  sind  vor 
Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  vorzubringen,  nach  Ablauf  der 
Beschwerdefrist  können  sie  höchstens  präzisiert,  eingeengt  oder 
fallengelassen, nicht aber erweitert werden (BGE 136 II 165 E. 4 und 5, 
133  II  30  E.  2.2;  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_287/2010  vom  28. April 
2011  E. 1.4.2;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­1985/2006  vom 
14. Februar  2008  E.  4;  vgl.  auch  MOSER/  BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O., 
Rz. 2.215  und  2.218;  FRANK  SEETHALER/FABIA  BOCHSLER,  in: 
Praxiskommentar  VwVG,  Waldmann/  Weissenberger  [Hrsg.],  Zürich 
2009, Art. 52 N 54).

1.4.1. Die Beschwerdeführenden 1, 3 und 4 beantragen in ihren Eingaben 
vom 18. Februar 2011, die Einschränkung der Nutzung des GLP Trift als 
Aufnahmeplatz  für  Heliskifahrer  aufzuheben  und  die  Streichung  der 

A­8386/2010

Seite 16

Vorgabe, bis 1,5  km vor den sechs GLP eine minimale Höhe von 2000 
bzw.  1500  Fuss  über  Grund  einzuhalten.  In  ihrem  Hauptantrag  in  den 
Beschwerden  vom  6. bzw.  16. Dezember  2010  verlangen  sie 
demgegenüber keine Änderungen der Verfügung  in Bezug auf den GLP 
Trift,  während  im  Eventualantrag  einzig  die  zeitliche  Einschränkung 
angefochten wird.  Innerhalb der Rechtsmittelfrist haben sie daher weder 
die  Art  der  Nutzung  des  GLP  Trift  noch  die  Vorgaben  zum  Anflug  der 
GLP angefochten. Die  neuen Anträge  können daher  nicht  als  zulässige 
Präzisierung  eingestuft  werden.  Sie  erscheinen  vielmehr  als  neue 
Rechtsbegehren  und  gehen  als  solche  in  unzulässiger Weise  über  den 
Streitgegenstand hinaus, wie er mit den Beschwerden festgelegt worden 
ist; daher ist auf sie nicht einzutreten. 

1.4.2.  Am  8. Juni  2011  stellten  die  Beschwerdeführer  1,  3  und  4  den 
Eventualantrag,  die  zeitlichen  Einschränkungen  für  die  Benutzung  der 
GLP Aeschhorn, Alphubel, Monte Rosa und Trift ersatzlos zu streichen. 
In  ihren  ursprünglichen  Beschwerden  war  dies  eventualiter  nur  für  den 
Fall  verlangt  worden,  dass  die  Resolutivbedingung  beim  GLP 
Unterrothorn  aufrechterhalten  wird.  Die  Aufhebung  der 
Resolutivbedingung bei der Bezeichnung des GLP Unterrothorn stellte in 
den  Beschwerden  den  Hauptantrag  dar,  an  dem  die 
Beschwerdeführenden 1, 3 und 4 festhalten. Ein Eventualantrag wird für 
den Fall eingereicht, dass die Beschwerdeinstanz dem Hauptantrag nicht 
folgen sollte (SEETHALER/BOCHSLER a.a.O., Art. 52 N 52). Demnach setzt 
die  Beurteilung  des  Eventualbegehrens  durch  das 
Bundesverwaltungsgericht  voraus,  dass  es  zuvor  den  Hauptantrag 
ablehnt, also die verfügte Resolutivbedingung  für den GLP Unterrothorn 
schützt.  Es  ist  daher  zwischen  den  beiden  Fassungen  der 
Eventualanträge kein inhaltlicher Unterschied auszumachen, so dass sich 
die Frage der Zulässigkeit einer allfälligen Änderung nicht stellt. 

1.4.3.  Die  Beschwerdeführerin  5  beantragt  am  18. Februar  2011 
ergänzend  die  ersatzlose  Streichung  jeglicher  Art  von  flugtechnischen 
Vorgaben  zum  Anflug  auf  die  von  der  Verfügung  betroffenen  GLP, 
wonach  minimale  Höhen  beim  Anflug  einzuhalten  seien.  Aus  der 
Begründung  geht  hervor,  dass  dieser  Antrag  sich  nur  auf 
Flächenflugzeuge  bezieht.  In  ihrer  Beschwerde  hatte  sie  als 
Hauptbegehren  die  Aufhebung  der  Resolutivbedingung  bei  der 
Bezeichnung  des  GLP  Unterrothorn  sowie  eine  Änderung  verlangt, 
wonach  die  zeitlichen  Einschränkung  bei  der  Benutzung  der  GLP 
Aeschhorn, Alphubel  und Monte Rosa  nicht  für  Flächenflugzeuge  gelte, 

A­8386/2010

Seite 17

sowie  eventualiter  die  Rückweisung  dieser  beiden  Punkte  an  die 
Vorinstanz  zu  neuer  Entscheidung.  Zur  Art,  wie  die  GLP  anzufliegen 
seien, hat sie sich innerhalb der Rechtsmittelfrist nicht geäussert und dies 
damit  nicht  rechtzeitig  zum  Streitgegenstand  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht gemacht, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 
Es besteht im Übrigen auch kein Hinweis darauf, dass der Wortlaut oder 
der Gehalt der Verfügung für die Parteien erst durch die Vernehmlassung 
der  Vorinstanz  in  seiner  Tragweite  erkennbar  geworden  und  die 
Ausweitung  des  Streitgegenstands  aus  diesem  Grund  ausnahmsweise 
zulässig wäre. 

1.5.  Soweit  der  Beschwerdeführer  2  beantragt,  das 
Bundesverwaltungsgericht  solle  der  Vorinstanz  verbindliche  Weisungen 
für  die  Festlegung  der  GLP  in  anderen  Regionen  erteilen  oder  den 
Sachplan  Infrastruktur  der  Luftfahrt  generell  auf  seine  Vereinbarkeit mit 
dem Bundesrecht prüfen, stellt er Anträge, die über den Streitgegenstand 
hinausgehen und auf die demzufolge nicht einzutreten ist. 

Denn mit  der  angefochtenen Verfügung  vom 2. November  2011 hat  die 
Vorinstanz  über  die  Gebirgslandeplätze  in  der  Region  Wallis  Südost 
entschieden,  nicht  aber  über  andere  Regionen.  Einziges 
Anfechtungsobjekt im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht bildet der 
vorinstanzliche  Entscheid,  der  den  möglichen  Umfang  des 
Streitgegenstandes  begrenzt.  Gegenstand  des  Beschwerdeverfahrens 
kann nur sein, was bereits Thema des erstinstanzlichen Verfahrens war; 
die Rechtsmittelinstanz soll nicht Fragen beurteilen müssen, über welche 
die  Vorinstanz  nicht  entschieden  hat,  da  sonst  in  deren  funktionelle 
Zuständigkeit  eingegriffen  würde  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A­1813/2009  vom  21. September  2011 
E. 5.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.7, 2.208 und 2.213).

1.6. Im Übrigen ist auf die vier Beschwerden einzutreten. 

2. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  überprüft  den  angefochtenen  Entscheid 
mit  voller Kognition  auf Verletzungen  von Bundesrecht  –  einschliesslich 
der  unrichtigen  oder  unvollständigen Feststellung  des Sachverhalts  und 
Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens  –  sowie  auf 
Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Nach der Rechtsprechung hat aber 
auch  eine  Rechtsmittelbehörde,  der  volle  Kognition  zusteht,  einen 
Entscheidungsspielraum  der  Vorinstanz  zu  respektieren.  Das 

A­8386/2010

Seite 18

Bundesverwaltungsgericht  übt  daher  bei  der  Angemessenheitskontrolle 
Zurückhaltung  und  greift  in  Gewichtungsfragen  nicht  leichthin  in  den 
Spielraum  der  Vorinstanz  ein,  wenn  sich  diese  durch  besonderen 
Sachverstand  auszeichnet  und  wenn  sie  über  einen  gewissen 
Handlungsspielraum  verfügen  muss.  Es  hat  eine  unangemessene 
Entscheidung  zu  korrigieren,  muss  aber  der  Vorinstanz  die Wahl  unter 
mehreren  sachgerechten  Lösungen  überlassen.  Wenn  es  um  die 
Beurteilung technischer oder wirtschaftlicher Spezialfragen geht, in denen 
die  Vorinstanz  über  ein  besonderes  Fachwissen  verfügt,  kann  sich  das 
Bundesverwaltungsgericht eine gewisse Zurückhaltung auferlegen, ohne 
damit seine Kognition in unzulässiger Weise zu beschränken (BGE 135 II 
296 E. 4.4.3, 133 II 35 E. 3, 130 II 449 E. 4.1, mit Hinweisen; 129 II 331 
E. 3.2; BVGE 2010/19 E. 4.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 460 
f. und 473 f., mit Hinweisen). In diesen Fällen hat es primär zu klären, ob 
alle  berührten  Interessen  ermittelt  und  beurteilt  sowie  ob  die möglichen 
Auswirkungen bei der Entscheidfindung berücksichtigt wurden.

3. 
Alle  Beschwerdeführenden  rügen  eine  Verletzung  des  rechtlichen 
Gehörs.  Der  Gehörsanspruch  ist  nach  feststehender  Rechtsprechung 
formeller  Natur,  mit  der  Folge,  dass  seine  Verletzung  ungeachtet  der 
Erfolgsaussichten der Beschwerde grundsätzlich zur Aufhebung des mit 
dem Verfahrensmangel behafteten Entscheids  führt  (vgl. BGE 135 I 279 
E. 2.6.1, 135 I 187 E. 2.2; BVGE 2009/61 E. 4.1.3, 2009/36 E. 7.3  je mit 
Hinweisen  auf  die  Lehre).  Es  rechtfertigt  sich  daher,  die  gerügten 
Verfahrensmängel  als  erstes  zu  prüfen,  zumal  sich  im  Falle  ihrer 
Feststellung  eine  weitere  materielle  Prüfung  im  Rechtsmittelverfahren 
unter Umständen erübrigen kann (vgl. BGE 124 I 49 E. 1 und Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts A­5549/2009 vom 24. Februar 2010 E. 3.1). 

3.1. Die  Beschwerdeführer  halten  der  Vorinstanz  vor,  sie  seien  zu  der 
letztlich beschlossenen Festlegung der GLP nicht angehört worden, ihren 
Anträgen  sei  nicht  entsprochen  worden  und  zudem  sei  die  Verfügung 
nicht  genügend  begründet.  Gemäss  Rechtsprechung  kommt  dem 
Gehörsanspruch  nach  Art. 29 ff.  VwVG  bei  Allgemeinverfügungen  im 
Unterschied  zu  normalen  Verfügungen  nicht  dieselbe  Tragweite  zu, 
insbesondere  findet  in der Regel keine vorgängige Anhörung statt. Eine 
Ausnahme  gilt  immerhin  für  die  besonders  Betroffenen,  die  sog. 
Spezialadressaten; sie müssen Gelegenheit erhalten, sich zum Inhalt der 
geplanten Anordnung  zu  äussern  (BGE  119  Ia  141 E.  5c.cc; Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts A­1899/2006 vom 11. Februar 2010 E. 6.1.2). 

A­8386/2010

Seite 19

Gemäss Art. 8 Abs. 3 LFG bezeichnet das UVEK die Gebirgslandeplätze 
im  Einverständnis  mit  dem  Departement  für  Verteidigung, 
Bevölkerungsschutz  und  Sport  (VBS)  und  den  zuständigen  kantonalen 
Behörden.  Weiter  schreibt  Art. 54  Abs. 2  der  Verordnung  vom 
23. November  1994  über  die  Infrastruktur  der  Luftfahrt  (VIL,  SR 
748.131.1)  lediglich vor, dass die ENHK, der Beschwerdeführer 2 sowie 
die interessierten Kurvereine anzuhören sind. Alle Beschwerdeführenden 
konnten sich vor dem Erlass der Verfügung zur Sache äussern und  ihre 
Sicht  der  Dinge  darlegen.  Es  liegt  damit  weder  eine  Verletzung  der 
Anhörungsrechte  der  Beschwerdeführenden  vor,  die  sich  aus  dem 
Anspruch auf  rechtliches Gehör ergeben, noch derjenigen, die  in Art. 54 
VIL festgelegt sind. 

3.2.  Aus  dem  in  Art. 29  Abs. 2  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101) 
verankerten  Grundrecht  auf  rechtliches  Gehör  und  dessen 
Konkretisierung  für das Bundesverwaltungsverfahren  in Art. 29 ff. VwVG 
ergibt sich  im Weiteren das Recht  resp. die Pflicht, dass die verfügende 
Behörde von den Äusserungen der Parteien Kenntnis nimmt, sich damit 
auseinandersetzt  (Art. 32 VwVG)  und  ihre Verfügung begründet  (Art. 35 
Abs. 1  VwVG). Welchen  Anforderungen  eine  Begründung  im  Einzelnen 
zu  genügen  hat,  definiert  Art. 35  Abs. 1  VwVG  nicht  näher.  Die 
Anforderungen  sind  unter  Berücksichtigung  aller  Umstände  des 
Einzelfalls  sowie  der  Interessen  der  Betroffenen  festzulegen.  Die 
Begründung  eines  Entscheids  muss  jedenfalls  so  abgefasst  sein,  dass 
ihn  die  Betroffenen  gegebenenfalls  sachgerecht  anfechten  können  (vgl. 
statt  vieler BGE 129  I 232 E. 3.2; FELIX UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK, 
in:  Praxiskommentar  VwVG,  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Zürich 
2009,  Art. 35  N 17  f.;  LORENZ  KNEUBÜHLER,  in:  Auer/Müller/Schindler 
[Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG],  Zürich  2008,  Rz. 6  zu  Art. 35).  Die  Behörde  kann  zur 
Begründung  auch  auf  ein  weiteres,  den  Parteien  bekanntes  bzw. 
öffentlich zugängliches Dokument verweisen (KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 8 
zu Art. 35). 

Die Begründung in der Verfügung der Vorinstanz ist mit rund einer Seite 
äusserst  kurz  ausgefallen  (Ziff. 2  der  Erwägungen).  Ihr  ist  im 
Wesentlichen zu entnehmen, dass die GLP  in der Region Wallis Südost 
einen  wichtigen  Teil  des  bestehenden  GLP­Netzes  der  Schweiz  seien, 
die  Ausbildung  und  Erhaltung  der  Fähigkeit  der  Piloten  im  nationalen 
Interesse lägen und regionale Interessen wirtschaftlicher Art an den GLP 

A­8386/2010

Seite 20

bestünden.  Grundlage  bildete  das  im  Konzeptteil  des  SIL  verlangte 
Koordinationsprotokoll  zur  räumlichen  Abstimmung  und  das  regionale 
oder  kantonale  Tourismuskonzept.  Weiter  wird  auf  den 
Bundesratsbeschluss  vom  17. September  2010,  also  den  "Sachplan 
Infrastruktur  der  Luftfahrt  (SIL)  Teil  IIIC  Gebirgslandeplätze  1.  Serie 
Region Wallis Südost" hingewiesen. In diesem Dokument sind in knapper 
Form  u.a.  die  Interessen  und  Konflikte  bei  der  Nutzung  der 
interessierenden  GLP  aufgeführt  sowie  die  Massnahmen,  die  diese 
Konflikte  aus  Sicht  der  Vorinstanz  hinreichend  mindern  sollen.  Die  so 
zusammengesetzte  Begründung  nennt  die  wichtigsten  Gründe  der 
Vorinstanz. Jedenfalls ermöglichte sie es den Beschwerdeführenden, die 
allesamt  am  vorinstanzlichen  Verfahren  beteiligt  und  mit  der  zu 
beurteilenden  Problematik  bestens  vertraut  waren,  den  Entscheid 
sachbezogen  anfechten  zu  können.  Auch wenn,  namentlich  im Hinblick 
auf  eine  gerichtliche  Überprüfung  der  vorinstanzlichen  Verfügung,  eine 
umfassendere  Begründung,  insbesondere  eine  ausführlichere 
Auseinandersetzung  mit  den  verschiedenen,  einander 
gegenüberstehenden  konkreten  Interessen  und  deren  Abwägung 
wünschbar gewesen wäre, kann unter formellen Aspekten jedenfalls nicht 
davon gesprochen werden, die Vorinstanz hätte  ihre Begründungspflicht 
verletzt. Eine andere Frage ist freilich, ob die Begründung unter materiell­
rechtlichen Gesichtspunkten genügt und zutreffend ist; dies wird noch zu 
prüfen sein. Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs stellt  folglich auch 
der  Umstand  dar,  dass  den  Anträgen  der  verschiedenen 
Beschwerdeführer  oder  der  Einigung,  die  unter  einem  Teil  der 
Verfahrensbeteiligten  erzielt  worden  ist,  nicht  oder  nur  teilweise 
entsprochen  worden  ist  –  dabei  handelt  es  sich  ebenfalls  um  eine 
materiell­rechtliche Frage. Im SIL Wallis Südost findet sich denn auch die 
Aussage,  dass  die  GLP  durch  den  Kanton  und  die  betroffenen 
Gemeinden  teilweise  mit  den  übrigen  touristischen  Interessen 
abgestimmt  seien  und  im  angehängten  Erläuterungsbericht  sind  die 
verschiedenen Anträge sowie deren Berücksichtigung ausgewiesen. Der 
Vorinstanz  war  also  durchaus  bekannt,  dass  es  noch  weitergehende 
touristische Interessen gibt, denen sie jedoch nicht entsprechen konnte. 

3.3.  Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  das 
rechtliche  Gehör  der  Beschwerdeführenden  nicht  verletzt  hat,  weder 
deren  Anhörungsrechte  noch  die  Begründungspflicht.  Die  Rügen 
betreffend das rechtliche Gehör erweisen sich damit als unbegründet. 

A­8386/2010

Seite 21

4. 
Die Beschwerdeführerin 1 rügt eine Verletzung ihrer Gemeindeautonomie 
durch  die  Vorinstanz.  Art. 50  Abs. 1  BV  gewährleistet  die 
Gemeindeautonomie  nach  Massgabe  des  kantonalen  Rechts.  Eine 
Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht 
diesen  nicht  abschliessend  ordnet,  sondern  ihn  ganz  oder  teilweise  der 
Gemeinde  zur  Regelung  überlässt  und  ihr  dabei  eine  relativ  erhebliche 
Entscheidungsfreiheit  einräumt  (statt  vieler:  BGE  129  I  291  E.  2.1  mit 
weiteren  Hinweisen).  Gemäss  Art. 87  BV  ist  unter  anderem  die 
Gesetzgebung  über  die  Luftfahrt  Sache  des  Bundes.  Von  dieser 
Kompetenz  hat  der  Bundesgesetzgeber  mit  dem  LFG  und  den 
dazugehörigen  Verordnungen  umfassend  Gebrauch  gemacht,  so  dass 
den  Kantonen  und  damit  erst  recht  den  Gemeinden  im  Bereich  der 
Luftfahrt  keine  Autonomie  zukommt.  Das  nach  Art. 8  Abs. 3  LFG 
erforderliche  Einverständnis  der  kantonalen  Behörden  bei  der 
Bezeichnung  der  Gebirgslandeplätze  begründet  keine  Autonomie,  noch 
vermag  das  Grundeigentum  im  zivilrechtlichen  Sinn  daran  etwas  zu 
ändern,  da  über  Eigentum  nur  in  den  Schranken  der  Rechtsordnung 
verfügt  werden  darf,  wozu  auch  dessen  Nutzung  zählt  (Art. 641  Abs. 1 
des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom  10. Dezember  1907  [ZGB, 
SR  210].  Vgl.  hierzu  WOLFGANG  WIEGAND,  in:  Honsell/  Vogt/Geiser 
[Hrsg.],  Basler  Kommentar  zum  Zivilgesetzbuch,  Bd.  II,  3. Aufl.  Basel 
2007,  Art. 641  N 31 ff.).  Das  Recht,  auf  einem  im  Gebirge  liegenden 
Grundstück  zu  landen,  wird  auch  für  dessen  Eigentümerin  durch  Art. 8 
Abs. 3  LFG  eingeschränkt.  Die  Rüge,  die  Gemeindeautonomie  der 
Beschwerdeführerin 1 sei verletzt, ist daher unbegründet.

5. 
Die Beschwerdeführenden 1, 3, 4 und 5 bringen vor, die Kompensation 
für  die  Neubezeichnung  des  GLP  Trift  durch  die  Aufhebung  eines 
anderen  GLP  sei  widerrechtlich.  Dies  gelte  insbesondere  für  den 
Vorbehalt, wonach der GLP Unterrothorn nur bezeichnet werde, wenn in 
der  Region  Aletsch­Susten  ein  GLP  aufgehoben  werde,  sowie  für  die 
zeitlichen  Einschränkungen  bei  anderen  GLP.  Der  Beschwerdeführer  2 
seinerseits hält die angeordneten Einschränkungen  für ungenügend und 
beantragt eventuell entweder den Verzicht auf die Bezeichnung des GLP 
Trift oder die Aufhebung des GLP Unterrothorn. 

Aus  dem  Luftfahrtrecht  ergeben  sich  nur  wenige  Anforderungen  an  die 
Bezeichnung von Gebirgslandeplätzen.  Immerhin  ist deren Zahl gemäss 
Art. 8  Abs. 4  LFG  zu  beschränken,  und  es  sind  Ruhezonen 

A­8386/2010

Seite 22

auszuscheiden. Weiter kann das BAZL für Aussenlandungen im Gebirge 
gemäss  Art. 8  Abs. 7  LFG  Flugräume  oder  Flugwege  vorschreiben. 
Art. 54  Abs. 3  VIL  sieht  vor,  dass  höchstens  48  Gebirgslandeplätze 
bezeichnet  werden.  Diese  Zahl  ist  unstreitig  nicht  erreicht,  weshalb  es 
grundsätzlich möglich  und  rechtmässig  ist,  weitere GLP,  beispielsweise 
den  GLP  Trift  zu  bezeichnen.  Aus  dem  Wortlaut  der  genannten 
Verordnungsbestimmung geht  jedoch auch hervor, dass die Zahl von 48 
GLP nicht ausgeschöpft werden muss, also weniger als 48 GLP ebenfalls 
rechtskonform  sind.  Eine  Verletzung  des  Luftfahrtrechts  durch  die 
vorinstanzlich angeordnete Kompensation ist damit nicht ersichtlich.

Aus  dem  SIL  ergibt  sich,  dass  die  Kompensation  nicht  mit 
luftfahrtrechtlichen Gründen begründet wird. Es wird vielmehr bezweckt, 
das  Gleichgewicht  zwischen  der  intensiven  touristischen  Nutzung  und 
den Anliegen des Natur­  und Landschaftsschutzes  sicherzustellen. Dies 
ergibt sich auch aus der Bestimmung von Art. 54 Abs. 3 VIL, wonach vor 
der Bezeichnung von GLP neben anderen die ENHK anzuhören ist. Es ist 
daher  zu  prüfen,  ob  das  einschlägige  Recht,  insbesondere  das  NHG 
richtig  angewandt  worden  ist,  d.h.  eine  Einschränkung  der  GLP  und 
deren  Nutzungszeiten  erfordert  und  ob  diesem  Anliegen  hinreichend 
Rechnung getragen worden ist. 

6. 
Bereits  von  Verfassungs  wegen  hat  der  Bund  bei  der  Erfüllung  seiner 
Aufgaben Rücksicht auf die Anliegen des Natur­ und Heimatschutzes zu 
nehmen  und  namentlich  Landschaften  und Naturdenkmäler  zu  schonen 
(Art. 78  Abs. 2  BV).  Art. 2  Abs. 1  Bst. b  NHG  erklärt  insbesondere  "die 
Erteilung von Konzessionen und Bewilligungen, wie zum Bau und Betrieb 
von  Verkehrsanlagen"  zu  einer  Bundesaufgabe.  Die  Lehre  bejaht  eine 
Bundesaufgabe,  wenn  in  einem  Sachbereich  eine  umfassende 
Bundeskompetenz  besteht  (NINA  DAJCAR,  Natur­  und  Heimatschutz­
Inventare des Bundes, Zürich 2011, S. 42 mit weiteren Hinweisen).

In  seinen  Entscheiden  zum  Raumplanungsrecht  hat  das  Bundesgericht 
als  Bauten  und  Anlagen  jene  künstlich  geschaffenen  und  auf  Dauer 
angelegten  Einrichtungen  eingestuft,  die  in  fester  Beziehung  zum 
Erdboden  stehen  und  geeignet  sind,  die  Vorstellung  über  die 
Nutzungsordnung zu beeinflussen, sei es, dass sie den Raum äusserlich 
erheblich  verändern,  die  Erschliessung  belasten  oder  die  Umwelt 
beeinträchtigen  (BGE  123  II  256  E. 3  und  120  Ib  379  E. 3c  mit 
Hinweisen).  Die  bundesgerichtliche  Praxis  hat  selbst  geringfügige 

A­8386/2010

Seite 23

Einrichtungen  wie  etwa  leicht  demontierbare  Scheinwerfer  als  Anlage 
eingestuft,  wenn  sie  zeitweise  erhebliche  Auswirkungen  auf  den  Raum 
haben (BGE 123 II 256 E. 3 am Ende). Auch wenn für die Nutzung eines 
bestimmten Areals als Landestelle  für Helikopter oder Flächenflugzeuge 
weder Bauarbeiten noch andere Terrainveränderungen erforderlich sind, 
führt  dessen  Bezeichnung  als  Gebirgslandeplatz  doch  zu  einer  neuen, 
regelmässigen  raum­ und umweltrelevanten Nutzung und  ist hinsichtlich 
ihrer möglichen Auswirkungen auf Naturdenkmäler im Sinne des NHG mit 
einer Baute oder Anlage vergleichbar. Ein Gebirgslandeplatz ist daher als 
Verkehrsanlage  im Sinne von Art. 2 Abs. 1 Bst. b NHG einzustufen. Die 
Bezeichnung  von  Gebirgslandeplätzen  kommt  im  Übrigen  einer 
Bewilligung für eine Verkehrsanlage gleich, da ohne diese eine Landung 
im Gebirge – vorbehältlich gewisser Ausnahmen – nicht zulässig ist (vgl. 
Art. 8  Abs. 3  LFG),  zudem  besteht  im  Bereich  der  Luftfahrt  eine 
umfassende Bundeskompetenz (Art. 87 BV; vgl. auch E. 4). Somit ist eine 
Bundesaufgabe im Sinn von Art. 2 Abs. 1 Bst. b NHG gegeben, bei deren 
Erfüllung  insbesondere  den  Pflichten  nach  Art. 3,  6  und  7  NHG 
nachzukommen ist.

6.1.  Gemäss  Art. 3  Abs. 1  NHG  sorgen  Bund  und  Kantone  bei  der 
Erfüllung der Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Landschafts­ 
und  Ortsbild,  geschichtliche  Stätten  sowie  Natur­  und  Kulturdenkmäler 
geschont werden und, wo das allgemeine  Interesse an  ihnen überwiegt, 
ungeschmälert erhalten bleiben. Art. 3 Abs. 2 Bst. b NHG sieht vor, dass 
diese Pflicht zu erfüllen ist, indem etwa Konzessionen und Bewilligungen 
nur unter Bedingungen oder Auflagen erteilt oder aber verweigert werden. 
Im  Hochgebirge  stehen  insbesondere  die  Schonung  des 
Landschaftsbildes  oder  von  Naturdenkmälern  im  Vordergrund.  Diese 
Anliegen  können  somit  die  Aufhebung  oder  Einschränkungen  bei  der 
Nutzung  eines  Gebirgslandeplatzes  rechtfertigen.  Wie  die  Vorinstanz 
zutreffend  festgestellt  hat,  liegt  in  der Region Wallis  Südost  das Objekt 
Nr. 1707 Dent Blanche – Matterhorn – Monte Rosa des Bundesinventars 
der  Landschaften  und  Naturdenkmäler  von  nationaler  Bedeutung  (BLN 
Objekt;  Anhang  zur  Verordnung  über  das  Bundesinventar  der 
Landschaften  und  Naturdenkmäler  [VBLN,  SR  451.11]),  mithin  ein 
Inventar  des  Bundes  im  Sinne  von  Art. 5  NHG.  Insbesondere  der  GLP 
Monte Rosa sowie alle Anflugwege zu diesem GLP liegen innerhalb des 
BLN­Objekts 1707. Zudem liegt der GLP Unterrothorn an dessen Grenze. 
Seine Bedeutung wird im Objektblatt wie folgt umschrieben: "Grossartige, 
teilweise stark vergletscherte Hochgebirgslandschaft von internationalem 
Ruf.  Gute  Aufschlüsse  zum  Bau  der  Penninischen  Alpen  und  ihrer 

A­8386/2010

Seite 24

Gesteinsarten.  Moränenstadien  als  Zeugen  der  eiszeitlichen 
Landschaftsentwicklung.  Typische  hochalpine  Flora  und  Fauna, 
urwüchsige und gut erhaltene Lärchen­ und Arvenwälder. Teilweise noch 
intakte,  traditionelle  Alpwirtschaft.  Bemerkenswerte  Weiler  Zmutt  und 
Stafel bei Zermatt. Bekanntes Hochtourengebiet (Haute Route)".

6.2. Durch die Aufnahme eines Objekts von nationaler Bedeutung  in ein 
Inventar des Bundes im Sinne von Art. 5 NHG wird dargetan, dass es in 
besonderem Mass  die  ungeschmälerte  Erhaltung,  jedenfalls  aber  unter 
Einbezug  von  Wiederherstellungs­  oder  angemessenen 
Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient (Art. 6 Abs. 1 
NHG).  In  Art.  6  Abs.  2  NHG  wird  diese  klar  erhöhte  Schutzwürdigkeit 
inventarisierter  Objekte  nochmals  verstärkt,  indem  gemäss  dieser 
Bestimmung ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne 
der  Inventare  bei  Erfüllung  einer  Bundesaufgabe  nur  in  Erwägung 
gezogen  werden  darf,  wenn  ihr  bestimmte  gleich­  oder  höherwertige 
Interessen  von  ebenfalls  nationaler  Bedeutung  entgegenstehen  (BGE 
127  II  273 E.  4c).  Der  Begriff  der  ungeschmälerten  Erhaltung  ist  so  zu 
verstehen,  dass  der  im  Inventar  angestrebte  Schutz  vollumfänglich  zur 
Geltung gelangen und allfälligen Bedrohungen begegnet werden soll. Die 
Aufnahme  eines  Objektes  in  ein  Verzeichnis  bedeutet  anderseits  nicht, 
dass sich am bestehenden Zustand überhaupt nichts mehr ändern darf. 
Der  Zustand  des  Objektes  soll  aber  gesamthaft  betrachtet  unter  dem 
Gesichtspunkt  des  Natur­  und  Heimatschutzes  nicht  verschlechtert 
werden.  Allfällige  geringfügige  Nachteile  einer  Veränderung  müssen 
durch anderweitige Vorteile mindestens ausgeglichen werden  (Botschaft 
des  Bundesrates  vom  12.  November  1965  zum  Entwurf  eines 
Bundesgesetzes über den Natur­ und Heimatschutz  [BBl 1965  III 89, S. 
103]). Ungeschmälerte Erhaltung verdient in besonderem Mass das, was 
die Objekte so einzigartig oder typisch macht (Urteil des Bundesgerichts 
1A.122/2004  vom  30.  Mai  2005  E. 2.6;  BGE  115  Ib  131  E.  5ha).  Zur 
Beurteilung der Problematik  der ungeschmälerten Erhaltung eines BLN­
Objekts  ist  von  der  jeweiligen  Umschreibung  des  Schutzgehalts 
auszugehen,  d.h.  die  möglichen  Beeinträchtigungen  sind  an  den 
verschiedenen  Schutzzielen  zu  messen,  die  in  den  gesondert 
veröffentlichten  Beschreibungen  zu  den  Gebieten  des  Inventars 
dargestellt werden  (Urteil des Bundesgerichts 1A.185/2006 vom 5. März 
2007 E. 6.3 mit Hinweisen; BGE 127 II 273 E. 4c mit Hinweisen; vgl. auch 
Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­438/2009  vom  8. März  2011 
E. 19.5.2 und A­7810/2010 vom 15. Juli 2011 E. 4.2.1). Es müssen somit 
alle  bedeutsamen  Interessen  ermittelt,  beurteilt,  gewichtet  und  im 

A­8386/2010

Seite 25

Entscheid  möglichst  umfassend  berücksichtigt  werden  (JÖRG 
LEIMBACHER, in: Kommentar NHG, Zürich 1997, Rz. 22 f. zu Art. 6 NHG).

6.3.  Die  Gebirgslandeplätze  wurden  in  den  Jahren  1962  bis  1973 
bezeichnet,  während  das  Gebiet  Dent  Blanche  –  Matterhorn  –  Monte 
Rosa 1983 ins BLN aufgenommen und 1998 angepasst worden ist. Dass 
die  Gebirgsfliegerei  vorbestehend  ist,  ändert  nichts  daran,  dass  sie 
geeignet  ist,  namentlich  das  in  den  Festlegungen  zur  Region  Wallis 
Südost im SIL aufgeführte Schutzziel "Ruhe und stille Erholung" bzw. den 
allgemeinen  Grundsatz,  wonach  vermeidbarer  Lärm  von  den  Objekten 
fernzuhalten  ist  (Ziff.  6.2.14  der  Erläuterungen  zum  BLN),  zu 
beeinträchtigen.  Ferner  gelten  die  Sport­,  Touristik­  und  Privatfliegerei 
ebenso wie Lärm als wichtige mögliche Formen der Gefährdung  für  ein 
BLN­Objekt  (Ziff.  5.1  Erläuterungen). Werden Sachpläne  als  besondere 
raumplanerische  Massnahmen  des  Bundes  im  Sinne  von  Art. 13  des 
Raumplanungsgesetzes  vom  22. Juni  1979  (RPG,  SR  700)  –  wie  der 
Sachplan  Infrastruktur  der  Luftfahrt  SIL  einer  ist  –  überarbeitet  oder 
verabschiedet,  so  sind  darin  auch  die  inventarrelevanten 
Schutzmassnahmen  aufzunehmen,  da  kein  systematischer  Vollzug  des 
NHG  und  seiner  Inventare  stattfindet  (DAJCAR,  a.a.O.,  S. 179).  In 
Gebieten  wie  dem  hier  zu  beurteilenden,  in  denen  auch  keine 
anderweitige  Planungs­  oder  gar  Bautätigkeit  zu  erwarten  ist,  bildet  die 
Überarbeitung  dieses  Sachplanes  mithin  die  einzige  Möglichkeit  zum 
Vollzug des NHG und zu einer Verbesserung der Situation im Sinne des 
Schutzzwecks des BLN­Objekts. Erklärtes Ziel der Überarbeitung des SIL 
und  der  neuen  Festlegung  der  GLP  ist  es  denn  auch  richtigerweise, 
bestehende Konflikte zu entschärfen und eine Verbesserung zu erzielen. 

Die Vorinstanz hat die Konflikte mit den Schutzzielen des BLN­Objektes 
1707  erkannt,  gleichzeitig  für  die  GLP  ein  nationales  Interesse  an  der 
Nutzung zu Ausbildungszwecken ausgemacht,  namentlich von aktuellen 
und  künftigen  Rettungspiloten.  Insbesondere  am  GLP  Monte  Rosa 
besteht offenbar ein solches Interesse, da es sich um den einzigen GLP 
in  über  4000  Metern  Höhe  handelt  und  die  Ausbildung  vielfältige 
Trainingssituationen  umfassen  muss,  d.h.  verschiedene  topografische 
und  meteorologische  Situationen.  Für  das  Bundesverwaltungsgericht 
besteht  kein  Anlass,  von  dieser  prima  vista  einleuchtenden  und  von 
keiner  Partei  grundsätzlich  in  Frage  gestellten  Einschätzung  der 
zuständigen Fachbehörde abzuweichen. Dieses nationale Interesse kann 
ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung eines BLN­Objektes 
im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG rechtfertigen, sofern es sich als gleich­ 

A­8386/2010

Seite 26

oder höherwertig erweist. An der touristischen Nutzung hat die Vorinstanz 
demgegenüber  nur  ein  regionales  Interesse  festgestellt.  Diese 
Einschätzung  ist  ebenso  wenig  zu  beanstanden.  Auch  wenn  der 
Tourismus  insgesamt  von  gesamtschweizerischem  Interesse  ist, 
erhebliche  wirtschaftliche  Bedeutung  hat  und  entsprechend  vom  Bund 
unterstützt  wird,  besteht  nicht  an  jeder  touristischen  Einrichtung  ein 
nationales  Interesse.  Die  Nutzung  der  GLP  der  Region  Wallis  Südost, 
insbesondere  jene  des  GLP  Monte  Rosa,  für  Heliskiing  und  andere 
touristische Landungen mag für die Fremdenverkehrsregion Zermatt von 
Wichtigkeit  sein;  aus  gesamtschweizerischer  Sicht  stellen  die 
touristischen Anliegen einer einzelnen Destination aber keine  Interessen 
von nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG dar. Ist das für 
ein  Abweichen  von  der  ungeschmälerten  Erhaltung  vorgebrachte 
Interesse  nicht  von  nationaler  Bedeutung,  ist  ein  Eingriff  indessen 
unzulässig,  und  es  darf  von  der  Entscheidbehörde  keine 
Interessenabwägung  mehr  durchgeführt  werden,  denn  in  diesen  Fällen 
hat der Gesetzgeber bereits zu Gunsten der ungeschmälerten Erhaltung 
des Schutzobjekts entschieden (BGE 127 II 273 E. 4c). 

6.4. Bei  Objekten,  die  in  einem  Bundesinventar  aufgenommen  sind,  ist 
nicht nur der Eingriffsspielraum enger, sondern auch eine Begutachtung 
durch die ENHK obligatorisch, wenn die Erfüllung einer Bundesaufgabe 
nach  Art. 2  NHG  in  Frage  steht.  In  ihrem  Gutachten  zuhanden  der 
Entscheidbehörde  gibt  die  ENHK  an,  ob  das  Objekt  ungeschmälert  zu 
erhalten  oder  wie  es  zu  schonen  ist  (Art. 7  Abs. 2  NHG).  Mit  der 
obligatorischen Begutachtung wird gewährleistet, dass ein unabhängiges 
Fachorgan bei der Beurteilung eines Projekts auf die Anliegen des Natur­ 
und Heimatschutzes speziell achtet und dass die zuständigen  Instanzen 
diesbezüglich  über  zuverlässige  Unterlagen  verfügen  (LEIMBACHER, 
a.a.O.,  N. 13  zu  Art. 7  NHG;  BGE  127  II  273  E. 4b;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A­7810/2010  vom  15. Juli  2011,  E. 4.2.2). 
Nach  der  Rechtsprechung  kommt  einem Gutachten  der  ENHK  grosses 
Gewicht  zu.  Vom  Ergebnis  der  Begutachtung  darf  nur  aus  triftigen 
Gründen  abgewichen werden,  auch wenn  der  entscheidenden  Behörde 
eine  freie  Beweiswürdigung  zusteht.  Dies  trifft  namentlich  auch  für  die 
dem  Gutachten  zugrunde  liegenden  tatsächlichen  Feststellungen  zu 
(BGE 136 II 214 E. 5 mit zahlreichen Hinweisen).

Da  es  sich  bei  der  Bezeichnung  bzw.  Überprüfung  der  GLP  um  eine 
Bundesaufgabe handelt (vgl. oben E. 6.1), ist gemäss Art. 7 Abs. 2 NHG 
ein  Gutachten  der  ENHK  zwingend  erforderlich,  soweit  ein  Standort 

A­8386/2010

Seite 27

innerhalb eines Inventarobjektes oder so nahe an dessen Grenzen liegt, 
dass er sich darauf auswirken kann. Daran vermag die Bestimmung von 
Art.  54  VIL  nichts  zu  ändern,  die  für  die  Bezeichnung  von 
Gebirgslandeplätzen bloss das Einholen einer Stellungnahme der ENHK 
verlangt,  denn  eine  Bestimmung  auf  Verordnungsstufe  vermag  eine 
gesetzliche Anforderung nicht aufzuheben oder zu ändern (BGE 136 I 29 
E. 3.3). Bei der Bezeichnung bzw. Überprüfung eines GLP ist somit statt 
einer blossen Stellungnahme ein Gutachten einzuholen, während es  für 
GLP  ausserhalb  von  BLN­Objekten  genügen  dürfte,  die  ENHK  nach 
Art. 54  VIL  anzuhören.  Die  der  Vorinstanz  im  vorliegenden  Verfahren 
eingereichte  Stellungnahme  der  ENHK  vermag  ein  Gutachten  nicht  zu 
ersetzen, da sie einerseits relativ kurz ausgefallen ist, anderseits nicht die 
Aufgabe,  Ziel  und  Zweck  des  Schutzes  konkretisiert.  Gerade  bei 
grossflächigen  BLN­Objekten  mit  nicht  präzise  definierten  individuellen 
Schutzzielen ist dies jedoch ein Hauptzweck der Begutachtung (DAJCAR, 
a.a.O., S. 87). Dies trifft auch auf das hier relevante BLN­Objekt 1707 zu, 
das  einerseits  fast  27'000  Hektaren  gross  ist,  anderseits  sehr 
unterschiedliche bedeutsame Eigenschaften aufweist, die jedoch nicht an 
jeder Stelle anzutreffen bzw. gleich ausgeprägt sind. Eine Konkretisierung 
und Präzisierung der Schutzziele für die in Frage stehenden Stellen durch 
die dafür zuständige Fachstelle ist daher erforderlich. 

6.5.  Mangels  Gutachten  der  ENHK  erweisen  sich  die 
Entscheidgrundlagen  der  Vorinstanz  und  die  darauf  beruhende 
Interessenabwägung  in  einem  wichtigen  Punkt  als  unvollständig.  Es  ist 
daher nicht möglich, die Einhaltung des Schonungsgebots gemäss Art. 6 
NHG zu prüfen, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben ist. 

Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht 
in  der  Sache  selbst  oder  weist  diese  ausnahmsweise mit  verbindlichen 
Weisungen an die Vorinstanz zurück. Wie die Vorinstanz betont, handelt 
es  sich  bei  den  GLP  um  ein  Netzwerk  und  die  in  der  Verfügung 
getroffenen  Anordnungen  betreffend  die  GLP  Region  Wallis  Südost 
stellen ein aufeinander abgestimmtes Paket dar. Eine Änderung an einem 
GLP wirkt sich damit auch auf die Nutzung der übrigen GLP aus, so dass 
bei  deren  Neufestsetzung  einerseits  alle  Aspekte  erneut  zu  beurteilen 
und  gegeneinander  abzuwägen  sind,  anderseits  mehrere  sachgerechte 
Lösungen denkbar sind. Aus dieser Abwägung wird sich ergeben, welche 
Kompensations­  und  Schutzmassnahmen,  beispielsweise  zeitliche  oder 
nutzungsbezogene  Einschränkungen,  erforderlich,  aber  auch  genügend 
sind.  Ohne  grösseren  Aufwand  und  besondere  Fachkenntnisse  im 

A­8386/2010

Seite 28

Bereich des Natur­ und Heimatschutzes, aber auch aviatischer Art,  lässt 
sich somit die Entscheidreife in der Sache nicht herbeiführen, weshalb es 
nicht  zweckmässig  erscheint,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht 
hierüber – nach Einholen eines Gutachtens der ENHK – als erste Instanz 
entscheidet  (PHILIPPE  WEISSENBERGER,  in:  Praxiskommentar  VwVG, 
Waldmann/Weissenberger  (Hrsg.),  Zürich  2009,  Art. 61  N 10 f.).  Dazu 
kommt, dass auch die gestützt auf Art. 62b Abs. 4 des Regierungs­ und 
Verwaltungsorganisationsgesetzes  vom  21. März  1997  (RVOG)  vom 
Bundesverwaltungsgericht  eingeholte  Stellungnahme  des  BAFU  vom 
4. April 2011, ebenfalls eine Fachbehörde im Bereich des NHG (vgl. Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A­7872/2010  vom  17. Oktober  2011, 
E. 8.3.5.2  am Ende),  sich  nicht  näher  zu  den Schutzzielen  äussert  und 
dies, soweit aktenkundig, auch zuvor nicht getan hat. Die Angelegenheit 
ist  unter  diesem  Umständen  zu  neuer  Beurteilung  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen. 

6.6.  In  der  Sache  ist  festzuhalten,  dass  sich  die  ENHK  bereits  in  ihrer 
Stellungnahme  vom  20. Juli  2009  kritisch  zum  GLP  Monte  Rosa 
geäussert hat, anderseits eine Aufhebung des GLP Unterrothorn nicht als 
geeignete Ausgleichsmassnahme für das BLN­Objekt 1707 einstuft. Wie 
bereits  weiter  oben  erwähnt,  misst  die  Rechtsprechung  den  Gutachten 
der  ENHK  grosses  Gewicht  bei,  und  von  ihnen  darf  nur  aus  triftigen 
Gründen  abgewichen werden,  auch wenn  der  entscheidenden  Behörde 
eine  freie  Beweiswürdigung  zusteht.  Die  ENHK  soll  mit  Blick  auf  die 
Schutzziele  namentlich  darlegen,  ob  Ausmass  und  Gewicht  der 
Beeinträchtigung minimiert werden können, sie kann und soll zudem die 
nötigen  Auflagen  vorschlagen  (BGE  136  II  214  E. 5;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A­7810/2010  vom  15. Juli  2011  E. 4.2.2; 
LEIMBACHER,  a.a.O., N. 15 ff.  zu Art. 7). Das  von  der Vorinstanz  bei  der 
ENHK einzuholende Gutachten wird  sich daher  insbesondere  zum GLP 
Monte Rosa zu äussern haben.

6.7. Unter dem Gesichtspunkt des Natur­ und Heimatschutzes leuchtet im 
Übrigen eine überregionale Kompensation, d.h. die Aufhebung eines GLP 
in  einer  anderen  Region  zur  Verbesserung  der  Situation  nicht  ohne 
weiteres ein. Auch wenn das Gesetz die Ausscheidung von Ruhezonen 
vorsieht (Art. 8 Abs. 4 2. Halbsatz LFG), was e contrario für eine gewisse 
Konzentration fliegerischer und anderer (massen­)touristischer Aktivitäten 
sprechen könnte, ist ein unmittelbarer Nutzen für Landschaft, Fauna oder 
Umwelt  in der Region Wallis Südost durch die Aufhebung eines GLP  in 
einer anderen Region jenseits der Rhone nicht leicht zu erkennen, zumal 

A­8386/2010

Seite 29

sich  das  BLN­Objekt  1707  nicht  bis  in  die  Region  Aletsch­Susten 
erstreckt,  also  auch  dieses  durch  eine  solche  Massnahme  keine 
Aufwertung erfährt. Die Beibehaltung bzw. Bezeichnung eines GLP unter 
der  Bedingung,  dass  anderswo  einer  aufgehoben wird,  erscheint  daher 
im vorliegenden Fall kaum als geeignete Massnahme, um eine Tätigkeit, 
die  womöglich  zu  einer  übermässigen  Beeinträchtigung  führt  und  nicht 
mehr  mit  den  Anliegen  des  Natur­,  Heimat­  oder  Umweltschutzes 
vereinbar ist, auf ein erträgliches Mass zu senken. 

7. 
7.1. 
Der  Beschwerdeführer  2  beantragt  nicht  nur  die  Aufhebung  der 
angefochtenen  Verfügung,  sondern  zusätzliche  Weisungen  an  die 
Vorinstanz.  Hinsichtlich  der  Festlegung  von  Ruhezonen  im  Sinne  von 
Art. 8  Abs. 4  LFG  ist  festzustellen,  dass  solche  in  der  Zwischenzeit 
definiert  worden  sind.  Zudem  schliesst  die  angefochtene  Verfügung  die 
Überarbeitung des SIL nicht ab, sondern stellt  lediglich einen Teil davon 
dar.  Bei  einem  landesweiten,  komplexen  Sachplan  wie  dem  SIL  kann 
nicht erwartet werden, dass er in einem einzigen Akt verabschiedet wird. 
Eine  Etappierung  ist  aus  Ressourcengründen  notwendig  und  nicht  zu 
beanstanden,  sofern  dadurch  eine  gesamtheitliche  Betrachtung 
zusammengehöriger  Themen  oder  Gebiete  nicht  erschwert  wird.  Dabei 
steht  den  zuständigen  Behörden  ein  grosses  Ermessen  zu,  was  in 
welchem  Zeitpunkt  und  in  welcher  Reihenfolge  bearbeitet  wird.  Der 
Vorinstanz  ist  im  Übrigen  dahingehend  zuzustimmen,  dass  eine 
Landschaftsruhezone nicht in den Perimeter eines GLP fallen kann, diese 
sich  also  gegenseitig  ausschliessen.  Demgegenüber  sind  die 
Wildruhezonen  berücksichtigt  und  insbesondere  mit  Vorgaben  zu  der 
Mindestflughöhe geschützt worden. 

Als weitere Weisung verlangt der Beschwerdeführer 2 eine Kontrolle der 
Flugbewegungen. Die hier streitigen Gebirgslandeplätze verfügen weder 
über eine Infrastruktur noch über einen Flugplatzbetreiber noch über ein 
Betriebsreglement.  Die  einschlägigen  Regelungen,  namentlich  über 
zulässige  Nutzungsarten  und  –zeiten  sowie  Anflugrouten  und  –höhen, 
sind  vielmehr  im  Objektblatt  festgelegt  und  sowohl  als 
Allgemeinverfügung  als  auch  durch  die  im  SIL  vorgeschriebene 
Eintragung  im  Luftfahrthandbuch  (Aeronautical  Information  Publication 
[AIP],  vgl.  Art. 1  der  Verordnung  des  UVEK  vom  4. Mai  1981  über  die 
Verkehrsregeln  für  Luftfahrzeuge  [VVR,  SR  748.112.11])  für  jedermann 
verbindlich.  Die  Kontrolle  der  Einhaltung  der  Luftverkehrsregeln  erfolgt 

A­8386/2010

Seite 30

nach  den  Bestimmungen  der  Verordnung  vom  23. März  2005  über  die 
Wahrung  der  Lufthoheit  (VWL,  SR  748.111.1)  und  durch  die  dort 
festgelegten  Organe.  Weitergehende  Kontrollen  sind  nicht  vorgesehen, 
weshalb kein Raum für entsprechende Weisungen besteht.

Abgesehen von den ungenügenden Abklärungen zum BLN­Objekt 1707 
ist zudem keine Verletzung des Raumplanungsrechts ersichtlich, weshalb 
kein  Anlass  zu  weiteren  diesbezüglichen  Weisungen  besteht.  Ebenso 
wenig ist ein Sistierungsgrund für das Verfahren zur Festsetzung der GLP 
ersichtlich,  da  der  mögliche  Erlass  einer  neuen  Verordnung  für  sich 
alleine  keinen  Anlass  für  eine  Aussetzung  des  Verfahrens  darstellt. 
Schliesslich  ist  festzuhalten,  dass  das  Luftfahrtrecht  auf  Gesetzesstufe 
Gebirgslandeplätze  ausdrücklich  vorsieht,  die  für  beliebige  Nutzungen, 
beispielsweise  rein  touristische,  offen  stehen.  Diese  sind  weder  per  se 
bundesrechtswidrig  noch  ist  die  Neubezeichnung  eines  GLP  von 
vornherein ausgeschlossen.

7.2.  Der  Beschwerdeführer  5  rügt  ferner,  die  Vorinstanz  habe  den 
Unterschieden  zwischen  den  Flächenflugzeugen  und  den  Helikoptern 
nicht  genügend  Rechnung  getragen  und  damit  den  Anspruch  auf 
rechtsgleiche Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) verletzt. So könne der GLP 
Trift  nur  mit  Helikoptern  angeflogen  werden,  während  von  der 
Kompensation  auch  die  Flächenflugzeuge  betroffen  seien.  Sie  würden 
also  eingeschränkt,  ohne  einen  Vorteil  zu  haben.  Aus  dem 
Erläuterungsbericht  zum  SIL  geht  hervor,  dass  die  Vorinstanz  eine 
Ausnahme  von  den  zeitlichen  Beschränkungen  für  Flächenflugzeuge 
abgelehnt  hat,  mit  den  Argumenten,  sie  wolle  die  Flächenfliegerei 
gegenüber der Helikopterfliegerei nicht bevorzugen und weil erstere nicht 
im öffentlichen Interesse stehe. 

Nach dem allgemeinen Grundsatz der Rechtsgleichheit im Sinn von Art. 8 
Abs. 1  BV  (bzw.  dem  aus  der  Wirtschaftsfreiheit  fliessenden 
Gleichbehandlungsgebot der Konkurrenten [Art. 94 BV]) ist Gleiches nach 
Massgabe  seiner  Gleichheit  gleich,  Ungleiches  nach  Massgabe  seiner 
Ungleichheit  ungleich  zu  behandeln.  Das  Rechtsgleichheitsgebot  ist 
verletzt, wenn rechtliche Unterscheidungen getroffen werden,  für die ein 
vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, 
oder  Unterscheidungen  unterlassen  werden,  die  sich  auf  Grund  der 
Verhältnisse aufdrängen (vgl. BGE 129 I 346 E. 6, BGE 130 V 18 E. 5.2; 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­300/2010  vom  8. April  2011 
E. 8.2.5  am  Ende;  vgl.  auch  ULRICH  HÄFELIN/WALTER  HALLER/HELEN 

A­8386/2010

Seite 31

KELLER,  Schweizerisches  Bundesstaatsrecht,  7. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 
2008,  Rz. 752  f.;  JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER,  Grundrechte  in 
der Schweiz, 4. Aufl., Bern 2008, S. 653 ff.).

Soweit  die  angefochtene  Verfügung  die  Flächenfliegerei  durch  die 
Schaffung  eines  nur  für  Helikopter  nutzbaren  GLP  verbunden  mit 
zeitlichen  Einschränkungen  für  andere  GLP  ungleich  behandelt, 
begründet  die Vorinstanz  dies mit  dem  fehlenden  öffentlichen  Interesse 
an ersterer, da diese nicht  (mehr) der Bergrettung diene. Sie bringt also 
einen  sachlichen  und  nachvollziehbaren  Grund  vor.  Da  die  zeitlichen 
Einschränkungen  zudem  Nutzungskonflikte  lösen  sollen  und  die 
Flächenflugzeuge  ebenfalls  Motorenlärm  verursachen  und  einen 
Landeplatz  weniger  steil  anfliegen  können,  somit  eine  längere  Strecke 
tiefer fliegen müssen, erweist sich ein generelles Landeverbot für gewisse 
Zeitperioden, das auch für Flächenflugzeuge gilt – mithin der Verzicht auf 
eine  Differenzierung  –  als  sachlich  gerechtfertigt.  Die  Vorinstanz  hat 
somit das Rechtsgleichheitsgebot nicht verletzt, weshalb die betreffende 
Rüge unbegründet ist.

8. 
Da  die  Angelegenheit  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  und  von 
dieser eine neue Verfügung über die GLP in der Region Wallis Südost zu 
erlassen sein wird, deren genauer Inhalt noch nicht feststeht, erübrigt sich 
eine  Prüfung  der  übrigen  Vorbringen  und  Anträge  der 
Beschwerdeführenden.  Ebenso  erübrigt  sich  der Beizug weiterer  Akten, 
weshalb  die  noch  offenen  Beweisanträge  abzuweisen  sind.  Den 
Beschwerdeführenden  ist  jedoch  beizupflichten,  dass  die  Vorinstanz 
erstaunlich wenige Akten eingereicht und anscheinend auch erstellt hat in 
einem,  wie  sie  in  der  Vernehmlassung  vom  16. Februar  2011  ausführt, 
mehrjährigen  umfangreichen  raumplanerischen  Prozess.  Auch  die 
Abwägung  der  verschiedenen  Interessen  ist  nicht  in  allen  Punkten 
nachvollziehbar  und  ist  bei  der  erneuten  Festlegung  der  GLP  Wallis 
Südost zu verbessern.

9. 
Die  Verfahrenskosten  werden  werden  in  der  Regel  der  unterliegenden 
Partei  auferlegt  (Art. 63 Abs. 1 VwVG).  Keine Verfahrenskosten werden 
Vorinstanzen  oder  beschwerdeführenden  und  unterliegenden 
Bundesbehörden  auferlegt;  anderen  als  Bundesbehörden,  die 
Beschwerde führen und unterliegen, werden Verfahrenskosten auferlegt, 
soweit  sich  der  Streit  um  vermögensrechtliche  Interessen  von 

A­8386/2010

Seite 32

Körperschaften  oder  autonomen Anstalten  dreht  (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 
Demnach  sind  weder  der  Vorinstanz  noch  der  eigene  hoheitliche 
Interessen  verfolgenden  Beschwerdeführerin  1  Verfahrenskosten 
aufzuerlegen. Das  für  die Kostenverlegung massgebende Ausmass des 
Unterliegens  hängt  von  den  in  der  konkreten  Beschwerde  gestellten 
Rechtsbegehren  ab.  Abzustellen  ist  auf  das materiell  wirklich  Gewollte. 
Wird  beispielsweise  primär  eine  Rückweisung  und  eventualiter  die 
Erteilung  einer  Bewilligung  oder  die  Aufhebung  einer  Verpflichtung 
verlangt, so führt eine Rückweisung trotz formell vollständigen Obsiegens 
unter Kostengesichtspunkten  lediglich  zu  einem hälftigen Obsiegen  und 
zur  entsprechenden  Kostenauflage,  ist  die  Angelegenheit  in  der 
Hauptsache  doch  nach  wie  vor  unentschieden. 
(MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 4.43). Weiter  ist  zu  beachten, 
dass  im  Kostenpunkt  trotz  entgegengesetzter  Begehren  keine 
beschwerdeführende  Partei  als  Gegenpartei  der  anderen 
Beschwerdeführenden  einzustufen  ist,  liegt  doch  eine 
Allgemeinverfügung  im  Streit  und  nicht  eine  individuell­konkrete 
Verfügung,  die  einer  einzelnen  Partei  einen  Vorteil  verschafft..  Die 
sachlich  gebotene  Verfahrensvereinigung  der  vier  Beschwerden  ist 
insofern  unbeachtlich.  Keine  Verfahrenskosten  werden  Vorinstanzen 
auferlegt  (Art. 63  Abs. 2  VwVG).  Angesichts  der  Schwierigkeit  der  zu 
beurteilenden Rechtsfragen  und  der  aufwändigen  Verfahrensinstruktion, 
einschliesslich  eines Zwischenentscheids  über  ein Massnahmengesuch, 
werden  die  Verfahrenskosten  auf  insgesamt  Fr. 12'000.—  festgesetzt. 
Dabei  entfallen  auf  jede  der  vier  Beschwerden  Fr. 3'000.—.  Diese  sind 
wie folgt zu verlegen:

9.1.  Die  Beschwerdeführenden  3  und  4  verlangten  die  ersatzlose 
Streichung  der Resolutivbedingung  für  den GLP Unterrothorn,  eventuell 
die  ersatzlose  Streichung  der  zeitlichen  Einschränkungen  für  die 
Benützung  der  GLP  Aeschhorn,  Alphubel,  Monte  Rosa  und  Trift, 
subeventuell  die  Aufhebung  der  Resolutivbedingung  und  eine 
Rückweisung  an  die  Vorinstanz  zu  neuer  Behandlung  und  Anordnung 
einer milderen Massnahme. Materiell war somit die Nutzungsmöglichkeit 
für 6 GLP und der Verzicht auf eine nur bedingte Bezeichnung eines GLP 
sowie  auf  Kompensationsmassnahmen  gewollt,  was  auch  die 
Eventualstandpunkte  verdeutlichen.  Mit  der  Rückweisung  wird  die 
Vorinstanz die bloss bedingte Bezeichnung eines GLP nochmals vertieft 
zu  prüfen  und  gegebenenfalls  zu  begründen  haben,  wenn  sie  daran 
festhält. Der Ausgang ist insofern offen. Hingegen wird es auch weiterhin 
aus  natur­  und  heimatschutzrechtlichen  Gründen  bei  den  GLP 

A­8386/2010

Seite 33

Einschränkungen  oder  weniger  Landeplätze  geben.  Zu  beachten  ist 
ferner, dass auf gewisse Begehren nicht eingetreten werden konnte und 
dass die Beschwerdeführenden 3 und 4 mit ihrem Antrag auf Entzug der 
aufschiebenden  Wirkung  unterlegen  sind.  Insgesamt  kann  damit 
höchstens  von  einem Obsiegen  im Umfang  von  etwa  einem Drittel  der 
Beschwerdeführenden  3  und  4  gesprochen  werden.  Die 
Beschwerdeführenden 3 und 4 haben  für  ihre gemeinsame Beschwerde 
gemeinsam  Fr.  2'000.—  zu  tragen.  Die  Verfahrenskosten  sind mit  dem 
geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. 

9.2.  Der  Beschwerdeführer  2  verlangte  mit  seiner  Beschwerde  im 
Wesentlichen  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und 
Rückweisung  der  Angelegenheit  an  die  Vorinstanz,  verbunden  mit 
Weisungen zur angemessenen Berücksichtigung u.a. der Vorgaben aus 
Raumplanung,  Natur­  und Heimatschutz  sowie  Umweltschutz,  eventuell 
die  Aufhebung  des  GLP  Trift,  subeventuell  die  Aufhebung  des  GLP 
Unterrothorn, eine Sistierung der Festlegung der Gebirgslandeplätze und 
eine  Überprüfung  der  Rechtmässigkeit  des  SIL.  Die  Rückweisung  ist 
wegen ungenügender Abklärung der natur­ und heimatschutzrechtlichen 
Anforderungen,  insbesondere  für  den  GLP  Monte  Rosa  erfolgt.  Auf 
einzelne  Begehren  des  Beschwerdeführers  2  war  nicht  einzutreten. 
Angesichts  des  Verfahrensausgangs  und  der  oben  genannten 
Grundsätze  obsiegt  der  Beschwerdeführer  2  zu  zwei  Dritteln.  Das 
einschlägige  Recht  kennt  keine  Kostenbefreiung  für  Beschwerdeführer, 
die  eine  ideelle  Verbandsbeschwerde  erheben,  vielmehr  hält  Art. 12f 
NHG  (ebenso  wie  Art. 55e  USG)  ausdrücklich  fest,  dass  einer 
unterliegenden  Organisation  für  Verfahren  vor  Bundesbehörden  die 
Kosten aufzuerlegen sind. Dem Beschwerdeführer 2 sind somit entgegen 
seinem  Antrag  Verfahrenskosten  im  Umfang  seines  Unterliegens  zu 
einem  Drittel,  d.h.  von  Fr. 1'000.—  aufzuerlegen.  Sie  werden  mit  dem 
geleisteten  Kostenvorschuss  verrechnet  und  die  Differenz  wird  dem 
Beschwerdeführer 2 nach Eintritt der Rechtskraft zurückerstattet.

9.3.  Die  Beschwerdeführerin  5  beantragte  die  Aufhebung  der 
Resolutivbedingung  für  den  GLP  Unterrothorn  und  die  Aufhebung  der 
zeitlichen  Einschränkungen  für  die  Flächenflugzeuge,  eventuell  die 
Aufhebung  der  Resolutivbedingung  und  der  zeitlichen  Einschränkungen 
und  Rückweisung  an  die  Vorinstanz  zu  neuer  Behandlung  und 
Anordnung  einer milderen Massnahme. Auch  die Beschwerdeführerin  5 
hatte  überdies  den  Entzug  der  aufschiebenden  Wirkung  von 
Drittbeschwerden  verlangt,  die  sich  gegen  den  GLP  Trift  richteten. 

A­8386/2010

Seite 34

Aufgrund der Ähnlichkeit dieser Beschwerde in wesentlichen Punkten mit 
denjenigen der Beschwerdeführenden   3  und 4 wird  zum Ausmass des 
Obsiegens  und  Unterliegens  auf  E.  9.1  verwiesen.  Auch  der 
Beschwerdeführerin  sind  zwei  Drittel  der  Kosten  des  sie  betreffenden 
Verfahrens  aufzuerlegen,  also  Fr. 2'000.—,  die  mit  dem  geleisteten 
Vorschuss zu verrechnen sind.

10. 
Der  ganz  oder  teilweise  obsiegenden Partei  ist  von  Amtes wegen  oder 
auf  Begehren  eine  Entschädigung  für  ihr  erwachsene  notwendige  und 
verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. 
Art. 7  ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).  Bei  nur  teilweisem  Obsiegen  ist  die  Entschädigung 
entsprechend  zu  kürzen  (Art. 7  Abs. 2  VGKE).  Keinen  Anspruch  auf 
Parteientschädigung haben Bundesbehörden sowie, in der Regel, andere 
Behörden, die als Partei auftreten (Art. 7 Abs. 3 VKGE). Die Praxis macht 
von  dieser  Regel  eine  Ausnahme  bei  kleineren  und  mittleren 
Gemeinwesen,  die  über  keinen  Rechtsdienst  verfügen  und  daher  auf 
einen Anwalt angewiesen sind  (vgl. BGE 125  I 182 E. 7 mit Hinweisen; 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6594/2010  vom  29. April  2011 
E. 11).  Die  Beschwerdeführerin  1  gehört  zu  diesen,  weshalb  sich  der 
Zuspruch einer Parteientschädigung rechtfertigt. Die Parteientschädigung 
umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der 
Partei. Mangels Gegenpartei  ist  die Schweizerische Eidgenossenschaft, 
in  deren  Namen  die  Vorinstanz  verfügt  hat,  zur  Bezahlung  der 
Parteientschädigung  verpflichtet  (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Gemäss Art. 14 
Abs. 2  VGKE  setzt  das  Gericht  die  Parteientschädigung  auf  Grund  der 
Kostennote fest. Wird keine Kostennote eingereicht, so setzt das Gericht 
die Entschädigung auf Grund der Akten fest.

10.1.  Gemäss  den  Ausführungen  in  E. 9.1  obsiegen  die 
Beschwerdeführenden  3  und  4  rund  zu  einem  Drittel,  ebenso  die 
Beschwerdeführerin  1,  die  dieselben  Rechtsbegehren  gestellt  hat.  Ihr 
Vertreter  hat  keine  Kostennote  eingereicht.  Bei  der  Festsetzung  der 
Parteientschädigung ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin 
1  zunächst  alleine  Beschwerde  erhoben,  im  weiteren  Verfahren  aber 
gemeinsam  mit  den  Beschwerdeführerinnen  3  und  4  gehandelt  hat. 
Dieser für die einzelne Partei verminderte Aufwand ist bei der Festlegung 
der  Parteientschädigungen  für  die  Beschwerdeführerin  1  einerseits  und 
die  Beschwerdeführerinnen  3  und  4  anderseits  zu  berücksichtigen.  Die 

A­8386/2010

Seite 35

Vorinstanz  hat  der  Beschwerdefüherin  1  daher  eine  gekürzte  
Parteientschädigung  von  Fr. 2'000.—  auszurichten,  ebenso  den 
Beschwerdeführerinnen  3  und  4  eine  gemeinsame Parteientschädigung 
von Fr. 2'000.— inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer. 

10.2. Auch der Vertreter des Beschwerdeführers 2 hat keine Kostennote 
eingereicht. Aufgrund seines Obsiegens zu zwei Dritteln (E. 9.2) hat  ihm 
die  Vorinstanz  eine  Parteientschädigung  in  der  Höhe  von  Fr. 6'000.— 
inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer zu bezahlen.

10.3.  Der  Vertreter  der  Beschwerdeführerin  5  hat  eine  Kostennote 
eingereicht, die einen Gesamtaufwand von Fr. 12'148.95 ausweist. Dieser 
Aufwand erscheint im Vergleich zu anderen, ähnlich gelagerten Fällen als 
hoch,  zumal  die  mit  Abstand  grössten  Kosten  nicht  etwa  für  die 
Ausarbeitung  der  Beschwerde  im  Dezember  2010,  sondern  für  den 
Zeitraum  zwischen  Februar  und  Juni  2011  ausgewiesen  werden.  Unter 
Würdigung  aller Umstände  erachtet  das Bundesverwaltungsgericht  eine 
im Ausmass des Unterliegens (E. 9.3) gekürzte Parteientschädigung von 
Fr. 3'000.—  inkl.  Auslagen  und  Mehrwertsteuer  als  angemessen.  Die 
Vorinstanz  ist  folglich  zu  verpflichten,  der  Beschwerdeführerin  5  eine 
Parteientschädigung von Fr. 3'000.— auszurichten. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerden  werden  im  Sinne  der  Erwägungen  teilweise 
gutgeheissen, soweit auf sie einzutreten ist.

2. 
Die  Verfügung  der  Vorinstanz  betreffend  Gebirgslandeplätze  in  der 
Region Wallis Südost  vom 2. November  2011 wird  aufgehoben  und  die 
Angelegenheit  an die Vorinstanz  zur Ergänzung des Sachverhaltes  und 
neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen zurückgewiesen.

3. 
Von  den  Verfahrenskosten,  bestimmt  auf  Fr. 12'000.—,  werden 
Fr. 1'000.—  dem  Beschwerdeführer  2,  Fr.  2'000.—  gemeinsam  den 
Beschwerdeführerinnen  3  und  4  sowie  Fr. 2'000.—  der 
Beschwerdeführerin  5  auferlegt.  Sie  werden  mit  den  geleisteten 
Vorschüssen  verrechnet. Der Beschwerdeführerin  1  ist  nach Eintritt  der 

A­8386/2010

Seite 36

Rechtskraft dieses Urteils der Kostenvorschuss von Fr. 2'000.— und dem 
Beschwerdeführer  2  sind  Fr. 1'000.—  zurückzuerstatten.  Hierzu  haben 
die  Beschwerdeführenden  1  und  2  dem  Bundesverwaltungsgericht  ihre 
Post­ oder Bankverbindung anzugeben. 

4. 
Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin 1 nach Eintritt der Rechtskraft 
dieses  Urteils  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 2'000.—,  dem 
Beschwerdeführer  2  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 6'000.—,  den 
Beschwerdeführerinnen  3  und  4  eine  gemeinsam  Parteientschädigung 
von Fr. 2'000.— und der Beschwerdeführerin 5 eine Parteientschädigung 
von  Fr. 3'000.—  zu  entrichten.  Alle  Beträge  verstehen  sich  inklusive 
Auslagen und Mehrwertsteuer.

5. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref­Nr. 33­05­GLP Wallis Südost; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Lorenz Kneubühler Bernhard Keller

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Frist  steht  still  vom  18. Dezember  bis  und  mit  dem  2. Januar  (Art. 46 

A­8386/2010

Seite 37

Abs. 1  Bst. c  BGG).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren 
Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: