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**Case Identifier:** 048dae38-7ef5-58ff-adbe-622781565759
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.07.2021 200 2021 139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-139_2021-07-15.pdf

## Full Text

200 21 139 IV
ACT/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Juli 2021

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Januar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2021, IV/21/139, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im August 2006 unter Hinweis auf eine Depression, einen 
Cluster-Kopfschmerz, einen Tinnitus und ein Burn-Out bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV 
[act. II] 2). In der Folge tätigte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) erwerbliche und medizinische Abklärungen und verneinte mit 
unangefochten gebliebener Verfügung vom 20. März 2007 (act. II 19) einen 
Anspruch auf IV-Leistungen.

Im Mai 2018 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an 
und gab als gesundheitliche Beeinträchtigungen Depressionen, eine Sozi-
alphobie, eine bipolare Störung, eine Skoliose, Cluster-Kopfschmerzen, 
eine Migräne, einen Tinnitus und einen Morbus Scheuermann an 
(act. II 29). Im Rahmen der erneut durchgeführten erwerblichen und medi-
zinischen Erhebungen gab die IVB eine polydisziplinäre Begutachtung 
durch die C.________ GmbH (MEDAS) in Auftrag (Expertise vom 5. Sep-
tember 2019; act. II 82.1-8; Stellungnahme vom 20. Oktober 2020; 
act. II 94). Mit Vorbescheid vom 4. November 2020 (act. II 95) stellte die 
IVB mangels einer revisionsrechtlich relevanten Veränderung die Vernei-
nung des Anspruchs auf Leistungen der IV in Aussicht. Nach erhobenem 
Einwand (act. II 103) verneinte sie mit Verfügung vom 13. Januar 2021 
(act. II 104) entsprechend dem Vorbescheid einen Leistungsanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 10. Februar 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch 
die B.________, Beschwerde. Er beantragte, die Verfügung vom 13. Janu-
ar 2021 sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen.

Mit Beschwerdeantwort vom 24. März 2021 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. 
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. Januar 2021 
(act. II 104). Streitig und zu prüfen ist allein der Rentenanspruch (Be-
schwerde S. 1 Ziff. I Rechtsbegehren). Soweit in der umfassenden Verfü-
gung vom 13. Januar 2021 (act. II 104) weitere Ansprüche verneint worden 
sind, ist die Verfügung mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Bei Neuanmeldungen gilt dies analog.

2.3.1 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 

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der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 
117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom Mai 2018 (act. II 29) 
eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell geprüft, womit die 
Eintretensfrage vom Gericht nicht zu beurteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). Indes ist zu prüfen, ob eine für den Leistungsanspruch relevante 
Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, wobei der 
Sachverhalt im Zeitpunkt der leistungsablehnenden Verfügung vom 
20. März 2007 (act. II 19) mit demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügung vom 13. Januar 2021 (act. II 104) zu vergleichen ist (vgl. 
E. 2.3.3 hiervor).

3.2 Der Verfügung vom 20. März 2007 (act. II 19) lagen im Wesentli-
chen die folgenden medizinischen Berichte zu Grunde:

3.2.1 Im provisorischen Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 
20. Juli 2005 (act. II 14 S. 13 f.) über die Hospitalisation vom 23. Juni bis 
21. Juli 2005 wurden als Diagnosen chronifizierte clusterartige Kopf-
schmerzen, ein beginnender Morbus Scheuermann der kaudalen BWS, 
eine Gastritis und eine mittelschwere depressive Störung genannt.

3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Ophthalmologie, führte am 
18. Januar 2006 aus, ophthalmologisch liege ein Normalbefund vor. Ein 
Zusammenhang mit den chronischen clusterartigen Kopfschmerzen sei 
nicht zu finden (act. II 14 S. 18).

3.2.3 Am 20. Januar 2006 diagnostizierte Dr. med. F.________, Facharzt 
für Otorhinolaryngologie, den Verdacht auf Cluster-Kopfschmerz links 
(act. II 14 S. 15 f.). Aufgrund der anamnestischen Angaben und der durch-
geführten Untersuchungen sei nicht an eine rhinosinugene Ursache der 
Beschwerden zu denken; differentialdiagnostisch sei in erster Linie an ei-
nen Cluster-Kopfschmerz links zu denken (act. II 14 S. 16).

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3.2.4 Im Bericht von Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 15. Oktober 2006 (act. II 14 S. 5-14) zu Handen des 
Taggeldversicherers wurde ausgeführt, in diagnostischer Hinsicht sei es 
gerechtfertigt, von einer unreifen, abhängigen Persönlichkeitsstörung 
gemäss ICD-10 F60.7 zu reden. Es bestünden sicher auch narzisstische 
Anteile und misstrauische Züge, welche das Bild dieser Persönlichkeitss-
törung verstärkten. Im Rahmen dieser auffälligen Persönlichkeitsstruktur 
neige der Beschwerdeführer vor allem bei Anforderungen zu einer depres-
siven Überforderung, wobei diese Symptomatik am ehesten als langan-
dauernde Depression interpretiert werden könne gemäss ICD-10 F43.21. 
Der Schweregrad einer mittelgradigen depressiven Episode werde nicht 
erreicht (S. 11). Aus vertrauenspsychiatrischer Sicht müsse erwähnt wer-
den, dass die bis zum aktuellen Zeitpunkt bestätigte 100 %-ige Arbeitsun-
fähigkeit aus medizinisch-psychiatrischer Sicht nicht gerechtfertigt sei. Es 
sei eine Schadenminderung zumutbar und eine Arbeitsaufnahme könne 
verlangt werden (S. 12).

3.2.5 Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, nannte im Bericht vom 15. Oktober 2006 (act. II 10) als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein ausgeprägtes depressives Zu-
standsbild mit Suizidgedanken, eine Borderlinestörung, einen Cannabis-
konsum, starke Kopfschmerzen und andere somatische Schmerzsyndrome 
im Bereich der HWS (S. 1).

3.2.6 Im Bericht vom 21. November 2006 (act. II 14 S. 1-4) diagnostizierte 
Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine psychiatrische Störung (Persönlichkeitss-
törung, depressive Störung) und chronifizierte clusterartige Kopfschmerzen 
(S. 1). Es lägen funktionelle Einschränkungen im Arbeitsbereich durch die 
Depression und chronischen Kopfschmerzen mit fehlender Konzentrations-
fähigkeit vor. Auch bei der Alltagsbewältigung sei der Beschwerdeführer 
vor allem wegen der Kopfschmerzen eingeschränkt (S. 2). Der internisti-
sche Status sei normal (S. 3). 

3.2.7 Im Bericht vom 29. Dezember 2006 (act. II 17) vermerkte Dr. med. 
J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, als Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein depressives Zustandsbild seit 

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Mai 2005 (DD; ICD-10 F34.1, F43.21), den Verdacht auf eine unreife, ab-
hängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7) bzw. DD eine Persönlich-
keitsstörung vom Borderline-Typus (ICD-10 F60.31) und chronifizierte clus-
terartige Kopfschmerzen (S. 1). Funktionell einschränkend seien praktisch 
täglich auftretende, breit abgeklärte, auf Tryptane offenbar ansprechende 
Kopfschmerzen und ein depressives Zustandsbild mit Antriebsstörungen 
und Konzentrationsmangel. Während der Kopfweh-Attacken sei der Be-
schwerdeführer zu keinerlei Leistung im Stand. In den depressiven Phasen 
sei eine Leistung möglich, deren Ausmass aber sehr schwankend sein 
dürfte. Der Beschwerdeführer konsumiere Cannabis (S. 2).

3.3 Bei Erlass der – zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung bilden-
den – angefochtenen Verfügung vom 13. Januar 2021 (act. II 104; BGE 
131 V 242 E. 2.1 S. 243) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im 
Wesentlichen wie folgt:

3.3.1 Im Bericht der Psychiatrischen Dienste K.________ AG vom 8. Au-
gust 2018 (act. II 47 S. 3-9) wurden eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ohne psychotische Symptome 
(ICD-10 F33.10) bei Verdacht auf bipolare Störung, eine kombinierte Per-
sönlichkeitsstörung mit ängstlich-vermeidenden und narzisstischen Anteilen 
(ICD-10 F61.0), eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung mit 
Hyperaktivität (ICD-10 F90.0), eine Opiatabhängigkeit im Rahmen der 
chronischen Schmerzen, gegenwärtig unter Methadonsubstitution (ICD-10 
F11.22; 2010), diagnostiziert (S. 6). Die Behandlung erfolge seit 2013 und 
es bestehe ab diesem Zeitpunkt bis auf weiteres eine 100 %-ige Arbeitsun-
fähigkeit (S. 3). Der Beschwerdeführer leide seit 2005 unter intermittierend 
länger andauernden depressiven Phasen, während derer Leere, Hoff-
nungs- und Antriebslosigkeit sowie Schlafstörungen seinen Alltag dominier-
ten und auf dem Boden von ausgeprägten sozialen Ängsten zu Beeinträch-
tigungen in der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistung sowie erhebli-
chen Einschränkungen im Nachgehen von alltäglichen Aktivitäten und Ten-
denz zur sozialen Isolation führten (S. 5). Aufgrund chronischer Rücken-
schmerzen im Rahmen der Skoliose und Clusterkopfschmerzen habe sich 
eine Opiatabhängigkeit entwickelt, welche seit 2010 unter Methadon substi-

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tuiert sei. Die Depression begünstige die Chronifizierung der Schmerzen 
durch eine Verstärkung der Schmerzwahrnehmung und Schonhaltung.

3.3.2 Im Gutachten der MEDAS vom 5. September 2019 (act. II 82.1) 
wurden (in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung) folgende Diagnosen 
gestellt (S. 6): 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

• Abhängigkeitssyndrom von multiplen Substanzen (ICD-10 F19.25)
• Soziale Phobie (ICD-10 F40.1; Status nach Störung mit sozialer Ängstlichkeit des 

Kindesalters [ICD-10 F93.2])
• Sonstige bipolare affektive Störung (ICD-10 F31.8; drogeninduziert?) 
• Leichte neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunk-

tionen) multifaktorieller Genese

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

• Chronisches Wirbelsäulensyndrom bei einem Rundrücken und einer rechtskonve-
xen BWS-Skoliose bei bekanntem Morbus Scheuermann

• Fehlhaltung der Wirbelsäule mit einer muskulären Dysbalance
• Knick-Spreizfuss
• Übergewicht
• Medikamentöse Polypharmakologie (Neuroleptika, Opiate) mit Opiatabhängigkeit 

(Methadon)
• Bisher nicht bekannter Diabetes mellitus, wahrscheinlich Typ 2
• Kardiovaskuläre Risikofaktoren: Adipositas Grad 1, Nikotinabusus, Diabetes melli-

tus, labiler Bluthochdruck, Bewegungsmangel
• Rezidivierende Atemnotattacken DD Panikattacken, möglicherweise auch chroni-

sche Bronchitis, ZB bei Nikotinabusus
• Hinweise für Fettleber, ausgeprägte Hypertriglyceridämie – beginnende nichtalko-

holische Steatohepatitis (NASH) nicht auszuschliessen
• Vitamin-D-Mangel
• Latente Hypothyreose
• Mässige Leukozytose und Thrombozytose ohne sicher pathologische Bedeutung

Insgesamt werde die Fallhistorie weit vorrangig von psychiatrischen 
Störungen beherrscht (schwierige Aufwuchsbedingungen, Abhängigkeits-
syndrom, affektive Störungen, ADS). Neurologische (früher schwere Clus-
ter-Kopfschmerzen), internistische und orthopädische Gesundheitsstörun-
gen hätten immer im Hintergrund gestanden (S. 4). Aus psychiatrischer 
Sicht scheine sich der Beschwerdeführer in den letzten Jahren trotz Kind-
heitstraumen und langfristiger Folgen in Form von Drogenabhängigkeit in 
seiner Persönlichkeit und psychischer Vulnerabilität eher stabilisiert zu ha-
ben. Unter den Voraussetzungen einer Abstinenz wären aufgrund der gu-
ten Ressourcen eine berufliche Ausbildung und eine berufliche Tätigkeit 
zumutbar. Dennoch bestehe gegenwärtig wegen der psychischen Störun-

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gen und der Polytoxikomanie allenfalls Voraussetzungen für die Tätigkeit 
an einem geschützten Arbeitsplatz, um eine Tagesstrukturierung und eine 
bessere Stabilisierung zu erreichen, möglicherwiese auf diesem Weg 
später auch eine Abstinenz. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers 
könne er planen, es fehle jedoch fast vollständig eine Tagesstruktur. Die 
Flexibilität und die Umstellungsfähigkeit seien reduziert, die Ausdauer sei 
gut. Zweifel an seinen fachlichen Kompetenzen bestünden nicht. Seine 
Entscheidkompetenz erscheine gegenwärtig eingeschränkt. Die Selbstbe-
hauptungsfähigkeit und die Kontaktfähigkeit zu Dritten seien gut, es 
bestünden einzelne regelmässige soziale Kontakte. Der Beschwerdeführer 
(S. 6) sei auch bei der Besorgung des Haushaltes durchaus autark. Die 
Wege- und Verkehrsfähigkeit seien nicht massgeblich reduziert, allenfalls 
durch die phobischen Ängste vor Menschenmassen. Es müssten Leis-
tungs- und Zeitdruck vermieden werden. In neuropsychologischer Hinsicht 
bearbeite der Beschwerdeführer konzentrativ anspruchsvollere Aufgaben 
etwas langsamer als Gleichaltrige. Aus orthopädischer Sicht sei er in der 
Lage, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Ge-
wichten bis zu 20 kg, in temperierten Räumen, im Wechseln zwischen Ge-
hen, Stehen und Sitzen zu verrichten. Vermieden werden sollten Tätigkei-
ten mit Heben und Tragen von Gewichten über 20 kg ausserhalb des Kör-
perlotes, ständige Überstreckungen der Halswirbelsäule und Tätigkeiten 
über Schulter- und Kopfhöhe. Er sollte keiner Kälte-, Nässe- und Zugluftex-
position ausgesetzt werden. Internistischerseits bestehe allenfalls eine 
leichtgradige vorübergehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bis zu 
einer befriedigenden Einstellung des Diabetes mellitus. Dieser Prozess 
dürfte innerhalb weniger Wochen durchzuführen sein. Wechselbelastende 
Tätigkeiten seien zu bevorzugen, mit der Möglichkeit für regelmässige 
Pausen für Blutzuckerkontrollen und eventuell für die Nahrungsaufnahme. 
Übermässiger Zeitdruck und Arbeitsstress seien zu vermeiden. Aus neuro-
logischer Sicht sollten wegen der Migränedisposition Arbeitstätigkeiten in 
reizdichter Umgebung, so auch hochstimulierte augenbelastende Arbeiten, 
vermieden werden (S. 7). Die Bewertung der Arbeitsfähigkeit werde aus-
schliesslich durch die psychiatrische, teilweise neuropsychologische Ge-
sundheitsstörung bestimmt. Aus psychiatrischer Sicht ergebe sich gegen-
wärtig eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit an einem geschützten 

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Arbeitsplatz (Arbeitsfähigkeit 50 %, Leistung 50 %, Präsenzzeit 8.5 Stun-
den). Dies gelte auch retrospektiv ca. seit 2009 (S. 8).

In der Stellungnahme der MEDAS vom 20. Oktober 2020 (act. II 94) wurde 
ausgeführt, es sei keine Veränderung der objektiven somatischen Befunde 
im Vergleich zur Situation im Zeitpunkt der Verfügung vom 20. März 2007 
eingetreten. Weder aus internistischer, neurologischer noch orthopädischer 
Sicht könnten somatische Einschränkungen definiert werden. Dies gelte 
retrospektiv über die angefragte Zeit ab 2007 und für die Antragstellung im 
Jahr 2018 (S. 2). Wie aus dem Verlauf und den Berichten diverser Psychia-
ter und Kliniken hervorgehe, liege ein äusserst instabiler Zustand vor, der 
eine unmittelbare Rückführung in die Arbeitswelt nicht als realistisch er-
scheinen lasse. Die polyvalente Suchtproblematik bestehe nahezu unver-
ändert weiter, der Beschwerdeführer habe sich sozial zurückgezogen 
(S. 4). Die scheinbare Stabilisierung, welche der Beschwerdeführer berich-
te, scheine dem Rückzugsverhalten geschuldet zu sein. Dabei handle es 
sich jedoch objektiv um keine echte Stabilisierung, sondern um eine massi-
ve Verhaltensauffälligkeit (S. 5). Die Situation seit der Verfügung vom 
20. März 2007 sei nicht wesentlich verändert, wenn die Vorgeschichte so-
wie der berufliche und persönliche Werdegang berücksichtigt würden. Dies 
gehe zum Teil aus der Aktenlage hervor, allerdings hätten zum Zeitpunkt 
der damaligen Behandlung noch Unklarheiten in der ersten Zeit der Thera-
pie in Bezug auf die diagnostische Zuordnung und Ätiologie bestanden, die 
sich später immer mehr herauskristallisierten (S. 6). Die Beschwerden hät-
ten jedoch bereits damals bestanden, auch wenn sie noch nicht gezielt und 
systematisch psychiatrisch hätten zugeordnet werden können. Es sei da-
von auszugehen, dass der Beschwerdeführer bereits retrospektiv seit der 
Verfügung vom 20. März 2007 aber auch schon zuvor und bis heute über 
das gleiche Mass an Partizipationsmöglichkeiten verfüge. Auch damals sei 
aus aktueller Sicht die Arbeitsfähigkeit auf psychiatrischem Gebiet auf das 
heutige Mass reduziert gewesen (S. 7).

3.3.3 In der Stellungnahme der Psychiatrischen Dienste K.________ vom 
15. Dezember 2020 (act. II 103 S. 2 f.) führten die Behandler aus, das psy-
chische Zustandsbild habe sich seit 2009 verschlechtert und deutlich chro-
nifiziert. Der psychiatrische Behandlungsbedarf habe sich nach 2009 we-

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sentlich intensiviert. Es liege eine langjährige komplexe und stark chronifi-
zierte psychische Erkrankung mit signifikantem Gesundheitsschaden vor, 
welche die Einschränkung der Alltagsfunktionen und die Arbeitsunfähigkeit 
hauptsächlich verursachten. Die Methadonsubstitution sei als wesentlicher 
Bestandteil der gegenwärtig erreichten Stabilität anzusehen. Wenn der 
Beschwerdeführer eine Opiatabstinenz erreichen würde, sei eine relevante 
Steigerung der Arbeitsfähigkeit höchstens unter den absolut besten Um-
ständen möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich (S. 2).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

3.5 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 4. September 2019 
(act. II 82.1-6; samt Stellungnahme vom 20. Oktober 2020; act. II 94), be-
stehend aus einer interdisziplinären Beurteilung, einem neurologischen, 
allgemein-internistischen, psychiatrischen, neuropsychologischen sowie 
einem orthopädischen Teilgutachten, erfüllt in diagnostischer sowie be-
fundmässiger Hinsicht die von der Rechtsprechung an den Beweiswert 
einer Expertise gestellten Anforderungen und erbringt insoweit vollen Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2021, IV/21/139, Seite 13

weis (vgl. E. 3.4 hiervor). Insbesondere basiert die Beurteilung auf umfas-
senden Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und 
wurde in Kenntnis und nach Auseinandersetzung mit den Vorakten erstat-
tet. Sie leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Folglich ist auf das ME-
DAS-Gutachten inkl. deren ergänzende Stellungnahme abzustellen.

Die MEDAS-Experten führten nachvollziehbar aus, die Fallhistorie werde 
weit vorrangig von psychischen Störungen (schwierige Aufwuchsbedingun-
gen, Abhängigkeitssyndrom, affektive Störungen, ADS) beherrscht und die 
neurologischen (früher schwere Clusterkopfschmerzen), internistischen und 
orthopädischen Gesundheitsstörungen seien immer im Hintergrund ge-
standen (act. II 82.1 S. 4) bzw. es sei keine Veränderung der objektiven 
somatischen Befunde im Vergleich zur Situation im Zeitpunkt der Verfü-
gung vom 20. März 2007 eingetreten; weder aus internistischer, neurologi-
scher noch orthopädischer Sicht könnten somatische Einschränkungen 
definiert werden, was retrospektiv ab 2007 bzw. 2018 gelte (act. II 94 S. 2 
Ziff. 1). Dies korreliert mit den medizinischen Abklärungen im Rahmen der 
Verfügung vom 20. März 2007 (act. II 19), welche keine erheblichen soma-
tischen Gesundheitsstörungen offenbarten, sondern überwiegend psychi-
sche Beschwerden (vgl. act. II 14 S. 1, 11-13, 16, act. II 17). Im Anschluss 
an die Verfügung vom 20. März 2007 (act. II 19) sind keine Behandlungen 
von somatischen Beschwerden ausgewiesen und anlässlich der MEDAS-
Begutachtung konnten keine über das bisherige Mass hinausgehenden 
relevanten somatischen Beschwerden festgestellt werden (vgl. act. II 82.1 
S. 5 f., act. II 82.2 S. 10-13, act. II 82.3 S. 17, 19 f., act. II 82.6 S. 12 f.). 
Sodann legte der psychiatrische Gutachter ebenfalls nachvollziehbar und 
überzeugend dar, dass die polyvalente Suchtproblematik nahezu unverän-
dert weiterbestehe (act. II 94 S. 4) und die Situation seit der Verfügung vom 
20. März 2007 nicht wesentlich verändert sei, wenn die Vorgeschichte so-
wie der berufliche und persönliche Werdegang des Beschwerdeführers 
berücksichtigt werde; es sei somit davon auszugehen, dass der Beschwer-
deführer bereits retrospektiv seit der Verfügung vom 20. März 2007 aber 
auch schon zuvor und bis aktuell über das gleiche Mass an Partizipations-
möglichkeiten verfügte. Auch damals sei aus aktueller Sicht die Arbeits-
fähigkeit auf psychiatrischen Gebiet auf das heutige Mass reduziert gewe-

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sen (act. II 94 S. 6 f.). Unerheblich ist dabei, dass zum Zeitpunkt der dama-
ligen Behandlung noch Unklarheiten in Bezug auf die diagnostische Zuord-
nung und Ätiologie bestanden haben (act. II 94 S. 6). Entscheidend ist, wie 
vom psychiatrischen Gutachter explizit festgehalten, dass die Beschwerden 
bereits damals bestanden haben, auch wenn sie noch nicht gezielt und 
systematisch haben zugeordnet werden können (act. II 94 S. 7).

An der gutachterlichen Einschätzung vermögen die vom Beschwerdeführer 
eingeholten Stellungnahmen der Psychiatrischen Dienste K.________ vom 
15. Dezember 2020 (act. II 103 S. 2 f) und 5. Februar 2021 (Akten des Be-
schwerdeführers [act. I] 2) nichts zu ändern. Diesen Berichten lässt sich 
kein Hinweis entnehmen, dass sich der medizinische Sachverhalt seit 2007 
wesentlich verändert hätte, insbesondere bedeutet die von den Behandlern 
darin erwähnte Chronifizierung (act. II 103 S. 2 und act. I 2 f. S. 4 Ziff. 3) 
nur (aber immerhin), dass der Zustand längere Zeit andauert, wobei sich 
allein dadurch keine Änderung ergibt; die Behandler geben denn auch nicht 
an, worin die Verschlechterung gegenüber 2007 bestehen sollte. Sie be-
schränkten sich, insbesondere in der Stellungnahme vom 5. Februar 2021 
(act. I 2), darauf, die Beschwerden in diagnostischer sowie arbeits- und 
leistungsmässiger Hinsicht anders einzuordnen bzw. einzuschätzen als die 
MEDAS-Gutachter. Diese ebenfalls beschwerdeweise geltend gemachten 
Diskrepanzen (Beschwerde S. 2 Ziff. 3) stellen jedoch eine revisions- und 
neuanmeldungsrechtlich nicht massgebende andere Würdigung eines im 
wesentlichen gleichen Sachverhalts dar (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 
V 9 E. 2.3 S. 11; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1). Ausserdem kommt 
es invalidenversicherungsrechtlich grundsätzlich nicht auf die Diagnose, 
sondern einzig darauf an, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die 
Arbeitsfähigkeit hat, wobei in erster Linie der lege artis erhobene psychopa-
thologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik sowie die damit 
verbundenen Funktionseinschränkungen massgebend sind (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 28. Juni 2018, 9C_273/2018, E. 4.2). Weder 
eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestier-
te Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung 
des geltend gemachten Leidens genügt, um auf einen veränderten Ge-
sundheitszustand zu schliessen. Notwendig ist vielmehr eine veränderte 
Befundlage (Entscheid des BGer vom 27. Mai 2021, 8C_121/2021, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2021, IV/21/139, Seite 15

E. 4.2.2). Die beiden Stellungnahmen der Psychiatrischen Dienste 
K.________ belegen keine anhand konkreter Gesichtspunkte in der Krank-
heitsentwicklung und im Verlauf hinreichend untermauerte tatsächliche 
Änderung und sprechen damit nicht gegen die überzeugend begründete 
Beurteilung bzw. Folgerung der Gutachter, dass keine Veränderung einge-
treten ist.

Demnach ist eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands seit 
2007 nicht erstellt; dies sowohl in psychiatrischer (act. II 94 S. 6 Ziff 5 f.) als 
auch in somatischer Hinsicht, welche Störungen – wegen des Vorranges 
der psychischen Störungen (act. II 82.1-4) – immer im Hintergrund standen 
und sich deshalb sachlogisch nicht wesentlich verändert haben können.

3.6 Des Weiteren stellt auch die mittlerweile geänderte Rechtsprechung 
zu den primären Abhängigkeitssyndromen (BGE 145 V 215), wonach auch 
bei einer Suchterkrankung die Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 zu prü-
fen sind, keinen Neuanmeldungs- bzw. Revisionsgrund dar. Eine Wieder-
erwägung oder die Verwaltung zu einer Wiedererwägung zu verpflichten 
bleiben dem Verwaltungsgericht verwehrt (vgl. Entscheid des BGer vom 
7. Juni 2021, 9C_132/2020, E. 5.3 und 6 [zur Publikation vorgesehen]).

3.7 Schliesslich ist auch keine revisionsrechtlich relevante Änderung 
der erwerblichen Seite erkennbar; ein erwerblicher Revisionsgrund wird 
denn auch nicht geltend gemacht. 

3.8 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 13. Ja-
nuar 2021 (act. II 104) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

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Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem geleisteten Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe entnommen. 

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.