# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c1b9ef5-530e-539c-9ca2-4a43f188c368
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.07.2023 710 2022 36 / 171 (710 22 36 / 171)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-2022-36---171_2023-07-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. Juli 2023 (710 22 36 / 171) 
____________________________________________________________________ 

 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung 

 

Organhaftung nach Art. 52 AHVG. Länderübergreifender Sachverhalt gemäss FZA. Sozial-

versicherungsunterstellung nach internationalen Sozialversicherungsabkommen CH-EU.  

 

Bei Personen, die in einem Staat arbeiten, in dem sich auch der Sitz des Arbeitgebers be-

findet, und die weniger als 25% grenzüberschreitende Telearbeit ihrer Arbeitszeit in ihrem 

Wohnstaat leisten, bleibt die Zuständigkeit für die Sozialversicherungen im Staat des Ar-

beitgebersitzes erhalten.  

 

Ergänzende Abklärungen im Hinblick auf die AHV-Beitragspflicht eines allenfalls gleich-

zeitig in mehreren Mitgliedstaaten erwerbstätigen Arbeitnehmers. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Bin-
ningen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Schadenersatz  

 
 
 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. Die A.____ GmbH (GmbH) war seit 1. Juni 2004 als beitragspflichtige Arbeitgeberin bei 
der Ausgleichskasse Basel-Landschaft (Kasse) angeschlossen. Seit deren Eintragung im Han-
delsregister figurierte B.____ zunächst als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunter-
schrift und seit dem 16. November 2015 nur noch als Gesellschafter mit Einzelunterschrift dieser 
Gesellschaft. Nachdem die GmbH mit Wirkung vom 1. September 2015 ihr Domizil eingebüsst 
hatte, erfolgte nach ihrer Löschung am 5. Januar 2016 ein erster Rechnungsruf.  
 
B. Am 12. April 2016 erhielt die Kasse Kenntnis, dass die GmbH in den Jahren 2010 bis 
2015 offenbar keinerlei Beiträge für ihren in Frankreich wohnhaften Angestellten C.____ abge-
rechnet hatte. Die Kasse konnte die von C.____ eingereichten Lohnunterlagen in der Folge zwar 
verarbeiten, die resultierenden Lohnbeiträge wegen der Einbüssung des Domizils der GmbH aber 
nicht mehr im ordentlichen Verfahren einvernahmen. Nachdem die GmbH am 19. Oktober 2016 
im Handelsregister infolge Domizilaufgabe gelöscht worden war, sah sich die Kasse in der Folge 
veranlasst, die für C.____ ausstehenden Lohnbeiträge mittels einer Schadenersatzverfügung gel-
tend zu machen. 
 
C. Mit Verfügung vom 6. April 2017 forderte die Kasse von B.____ deshalb Schadenersatz 
für ausstehende Lohnbeiträge betreffend C.____ für die Zeit ab Oktober 2010 bis Dezember 2015 
in der Höhe von Fr. 27‘131.80. Eine dagegen erhobene Einsprache hiess sie nach ergänzenden 
Abklärungen mit Einspracheentscheid vom 14. Mai 2018 teilweise gut und reduzierte den Scha-
denersatzbetrag auf Fr. 21‘721.15 mit der Begründung, dass die tatsächlichen Zahlungseingänge 
gestützt auf die Bankauszüge von C.____ als Lohnbasis herangezogen worden seien. 
 
D. Hiergegen erhob B.____ am 13. Juni 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kan-
tons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte 
sinngemäss, der angefochtene Entscheid der Kasse sei aufzuheben. Zur Begründung machte er 
im Wesentlichen geltend, dass die GmbH ihren Sitz bei der D.____ AG (AG) gehabt habe, für 
welche deren Geschäftsführer und Gesellschafter E.____ verantwortlich gewesen sei. Aber auch 
für die Geschäftsführung der GmbH sei E.____ verantwortlich gewesen. Die Rolle des Beschwer-
deführers habe sich auf die Entwicklung der Produkte, deren Bewirtschaftung und die Kunden-
beziehung beschränkt. C.____ sei mit der Entwicklung einer Internetseite und mit diversen Tätig-
keiten betreffend die Informatik für die GmbH beschäftigt gewesen. Daneben habe C.____ aber 
auch noch die Unternehmung F.____ geführt, über welche er auch die Informatikdienstleistungen 
für die GmbH erbracht habe. C.____ sei daher für seine eigene Unternehmung selbst verantwort-
lich und kein Arbeitnehmer gewesen. Im Jahr 2013 habe C.____ ausserdem in Frankreich die 
Unternehmung G.____ gegründet. Die entsprechenden Abrechnungen für die Bemühungen von 
C.____ seien über E.____ bzw. über die AG erfolgt. C.____ seinerseits habe seine Sozialversi-
cherungsbeiträge selbständig abgerechnet. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 24. Juli 
2018 auf Abweisung der Beschwerde.  
 
E. Mit Urteil vom 25. Oktober 2018 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde in dem Sinne 
gut, als der angefochtene Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Basel-Landschaft vom 
14. Mai 2018 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägun-
gen und zur Neuverfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde. Dabei hielt das Gericht fest, 

 
 
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dass die Haftung des Beschwerdeführers auf der Grundlage der schweizerischen Rechtsordnung 
grundsätzlich zu bejahen wäre. Indessen sei zu berücksichtigen, dass der Streitsache ein länder-
übergreifender Sachverhalt zu Grunde liege, der auf der Grundlage von Art. 8 und 15 des Ab-
kommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und 
der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedern andererseits über die Freizügigkeit (FZA) 
in Verbindung mit Art. 3 Abschnitt A Ziffer 3 und 4 des Anhangs II zum FZA zu beurteilen sei. Es 
gelte deshalb vorab zu klären, ob der in Frankreich wohnhafte C.____ in seiner Eigenschaft als 
Arbeitnehmer überhaupt unter die nach schweizerischem Recht zu bestimmende Abgabepflicht 
von Sozialversicherungsbeiträgen falle, andernfalls er nicht dem schweizerischen AHVG unter-
stehen würde und der Kasse letztlich kein Schaden entstanden wäre. In Nachachtung dieser 
Fragestellung wies das Kantonsgericht die Kasse deshalb an abzuklären, wie es sich hinsichtlich 
einer unselbständigen Erwerbstätigkeit von C.____ in Frankreich verhalten habe. Erst danach sei 
über die Unterstellung unter das schweizerische AHVG zu entscheiden und entsprechend erneut 
zu verfügen.  
 
F. Nachdem die Kasse in der Folge die entsprechenden Abklärungen getätigt hatte, erliess 
sie am 29. Januar 2020 unmittelbar einen neuen Einspracheentscheid, mit welchem sie ihren 
vorangehenden Einspracheentscheid vom 14. Mai 2018 ersetzte. Darin hielt sie fest, dass in teil-
weiser Gutheissung der Einsprache die ursprüngliche Schadenersatzverfügung vom 6. April 2017 
teilweise aufgehoben und der Schadenersatzbetrag auf Fr. 21'721.15 festgesetzt werde. Als Be-
gründung hielt sie im Wesentlichen fest, dass die seit Erlass des kantonsgerichtlichen Urteils vom 
25. Oktober 2018 mittlerweile ergangenen Abklärungen ergeben hätten, dass C.____ in Frank-
reich als schweizerischer Grenzgänger gemeldet gewesen sei, im Übrigen aber kein weiteres 
unselbständiges Arbeitsverhältnis bekannt sei. Es müsse deshalb davon ausgegangen werden, 
dass C.____ der nach schweizerischer Sozialversicherung massgebenden Beitragspflicht unter-
liege. Jedoch sei daran zu erinnern, dass die ursprüngliche Schadenersatzsumme auf Grund der 
ursprünglichen Abklärungen im damaligen Einspracheverfahren auf Fr. 21'721.15 reduziert wor-
den sei. Damit sei die Einsprache teilweise gutzuheissen und die Schadenersatzsumme auf Fr. 
21'721.15 festzulegen. 
 
G. Hiergegen erhob B.____ am 28. Februar 2020 erneut Beschwerde beim Kantonsgericht 
und beantragte sinngemäss, der angefochtene Entscheid der Kasse sei aufzuheben. Mit Ver-
nehmlassung vom 26. Mai 2020 schloss die Kasse auf Abweisung der Beschwerde.  
Mit Urteil vom 26. November 2020 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde aus formellen Grün-
den gut und wies die Angelegenheit zur Neuverfügung an die Vorinstanz zurück. 
 
H. Mit Schadenersatzverfügung vom 29. Oktober 2021 forderte die Kasse von B.____ in 
Nachachtung des kantonsgerichtlichen Urteils vom 26. November 2020 Schadenersatz für aus-
stehende Lohnbeiträge betreffend C.____ für die Zeit ab Oktober 2010 bis Dezember 2015 in der 
Höhe von Fr. 21‘721.15. Eine hiergegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid 
vom 16. Dezember 2021 ab. 
 
I. Hiergegen erhob B.____ am 20. Januar 2022 erneut Beschwerde beim Kantonsgericht. 
Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 15. Februar 2022 unter Hinweis auf die Erwägungen 

 
 
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in ihrem Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2021 auf Abweisung der Beschwerde. Der Be-
schwerdeführer reichte am 21. März 2022 eine weitere Stellungnahme vom 10. März 2022 ein. 
Die Kasse verzichtete mit Eingabe vom 28. März 2022 auf zusätzliche Ausführungen. Nachdem 
der Fall dem Gericht zur Beurteilung überwiesen worden war, gelangte das Kantonsgericht an-
lässlich der Urteilsberatung vom 15. Dezember 2022 zum Schluss, dass der Fall auszustellen 
und den Parteien zwecks Gewährung des rechtlichen Gehörs Gelegenheit zur Stellungnahme zu 
unterbreiten sei. Zur Begründung hielt es fest, dass an der im Urteil des Kantonsgerichts vom 
25. Oktober 2018 dargelegten Auffassung nicht weiter festgehalten werden könne, wonach in 
Bezug auf die von C.____ gegenüber der A.____ GmbH erbrachten Tätigkeit entscheidend sei, 
wo sich der wirtschaftliche Mittelpunkt befinde, der dessen Tätigkeit erwerblichen Charakter ver-
liehen habe. Vielmehr sei davon auszugehen, dass unselbständig tätige Staatsangehörige der 
EU oder der Schweiz, die nur – aber immerhin – im Umfang von mindestens 25% ihrer Arbeitszeit 
in einem EU-Staat gearbeitet haben, gemäss den massgebenden internationalen Bestimmungen 
nicht der schweizerischen AHV unterstellt seien. Da keine Hinweise in den Akten bestünden, 
wonach C.____ physisch am Sitz in der Schweiz je eine Tätigkeit erbracht habe, sei davon aus-
zugehen, dass er seine unselbständige Tätigkeit für die GmbH zumindest mehrheitlich in Frank-
reich ausgeübt habe und deshalb eine Beitragspflicht der GmbH gegenüber der Kasse entfalle. 
 
J. Mit Stellungnahme vom 11. Januar 2023 hielt der Beschwerdeführer fest, dass C.____ 
nie in der Eigenschaft als Grenzgänger für die GmbH tätig gewesen sei. Namentlich das Domizil 
von C.____ 180 Kilometer entfernt in Frankreich würde die Eigenschaft als Grenzgänger aus-
schliessen. Damit unterstehe C.____ den Vorschriften der französischen Sozialversicherung. Die 
Kasse reichte mit Stellungnahme vom 15. Februar 2023 neu erhaltene Unterlagen von C.____ 
ein, wonach schweizerische Sozialversicherungsbeiträge vom Lohn abgezogen worden seien, 
welche der Kasse entrichtet hätten werden müssen. C.____ habe ausserdem bestätigt, weniger 
als 25% zu Hause in Frankreich gearbeitet zu haben. Mithin sei überwiegend wahrscheinlich da-
von auszugehen, dass sich der Arbeitsort von C.____ in H.____ (BL) befunden habe. Seine So-
zialversicherungsunterstellung habe somit nach schweizerischem Recht zu erfolgen.  
 
K. Mit Stellungnahme vom 15. März 2023 bestritt der Beschwerdeführer den von C.____ 
gegenüber der Kasse geltend gemachten Sachverhalt. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 
5. April 2023 wurde die Angelegenheit erneut dem Gericht zur Beurteilung überwiesen und es 
wurde die Eröffnung des entsprechenden Urteils im Zirkularverfahren in Aussicht gestellt. 
 
Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwä-
gungen einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechtes (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger Beschwerde erhoben werden. Jeder Kanton bestellt ein Versicherungsgericht als 
einzige Instanz zur Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherung 

 
 
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(Art. 57 ATSG). Laut § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Kantonsgericht als einzige ge-
richtliche Instanz des Kantons zur Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG sachlich zuständig. 
 
1.2 Nach Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG für Beschwer-
den betreffend Schadenersatzansprüche der Ausgleichskassen das Versicherungsgericht desje-
nigen Kantons zuständig, in dem der Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat, beziehungsweise die als 
Arbeitgeberin auftretende juristische Person ihr statutarisches Domizil hat, ungeachtet des jewei-
ligen Wohnsitzes der in Anspruch genommenen Organe. Bevor sie mangels Domizils von Amtes 
wegen aus dem Handelsregister gelöscht worden war, hatte die GmbH ihren Sitz im Kanton Ba-
sel-Landschaft. Damit ist auch die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen. Auf die 
im Übrigen form- und fristgerecht erhobene Beschwerde ist somit einzutreten. 
 
2. Bereits in seinem Urteil vom 25. Oktober 2018 hatte das Kantonsgericht entschieden, 
dass die Haftung des Beschwerdeführers auf der Grundlage der schweizerischen Rechtsordnung 
gemäss Art. 52 AHVG grundsätzlich zu bejahen wäre. Darauf ist weiterhin zu verweisen. Wie das 
Kantonsgericht ebenfalls bereits festgehalten hat, ist indessen zu berücksichtigen, dass der vor-
liegenden Streitsache ein länderübergreifender Sachverhalt zu Grunde liegt, der auf der Grund-
lage von Art. 8 und 15 des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eid-
genossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedern anderer-
seits über die Freizügigkeit (FZA) in Verbindung mit Art. 3 Abschnitt A Ziffer 3 und 4 des Anhangs 
II zum FZA zu beurteilen ist. Mithin gilt es zu klären, ob der in Frankreich wohnhafte Arbeitnehmer 
überhaupt unter die nach schweizerischem Recht zu bestimmende Abgabepflicht von Sozialver-
sicherungsbeiträgen gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG fällt.  
 
2.1 Seit dem Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens zwischen der Schweiz und der Eu-
ropäischen Gemeinschaft im Jahr 2002 regeln EU-Verordnungen die Koordination der Systeme 
der sozialen Sicherheit. Am 1. April 2012 traten neue Bestimmungen zwischen der EU und der 
Schweiz in Kraft, wonach die zuvor gültigen Verordnungen (EWG) Nr. 1408/71 (AS 2004 121) 
und Nr. 574/72 (AS 2005 3909) durch die Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) 
und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11) ersetzt worden sind (nachfolgend VO). Auf den hier zu 
beurteilenden grenzüberschreitenden Sachverhalt sind diese Verordnungen in persönlicher und 
sachlicher Hinsicht ohne weiteres anwendbar (BGE 144 V 210). In Bezug auf die zeitliche Geltung 
hat eine differenzierte Betrachtungsweise Platz zu greifen. Generell ist zu beachten, dass vorbe-
hältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 
massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestands Geltung hatten (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Anders verhält es sich indes mit ver-
fahrensrechtlichen Neuerungen. Diese sind mangels gegenteiliger Übergangsbestimmungen mit 
dem Tag des Inkrafttretens sofort und in vollem Umfang anwendbar (BGE 132 V 215 E. 3.1.2 mit 
Hinweis). Es sind demnach jene Bestimmungen anwendbar, welche für den jeweils strittigen Be-
urteilungszeitraum Geltung hatten (BGE 130 V 329 E. 2.3). Mit Blick auf die vorliegend umstrit-
tene Beitragszeit für C.____ zwischen Oktober 2010 bis Dezember 2015 resultiert deshalb, dass 

 
 
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hinsichtlich des bis 31. März 2012 eingetretenen Sachverhalts namentlich die Bestimmungen der 
VO Nr. 1408/71 und Nr. 572/72 Anwendung finden. Mit Blick auf die ab 1. April 2012 bis Ende 
2014 zu beurteilende Beitragspflicht erweisen sich sodann die VO Nr. 883/2004 und Nr. 987/2009 
als relevant; ab 1. Januar 2015 bis Ende 2015 sind schliesslich überdies die auf den 1. Januar 
2015 in Kraft getretenen Änderungen gemäss Verordnung (EU) Nr. 465/2012 (AS 2015 345) zu 
beachten.  
 
2.2.1 Die für die Periode zwischen Oktober 2010 bis März 2012 massgebliche Rechtslage ge-
mäss VO Nr. 1408/71 und Nr. 574/72 stellt sich wie folgt dar: Die Art. 13-17a VO Nr. 1408/71 
entscheiden als Kollisionsnormen über die anzuwendenden Rechtsvorschriften. Während Art. 13 
gemäss dessen Titel allgemeine Regelungen beinhaltet, sehen die Art. 14-17a des Titels II der 
VO Nr. 1408/71 diverse Sonderregelungen vor. Als Grundregel bestimmt Art. 13 Abs. 1 VO Nr. 
1408/71, dass Personen, für die diese Verordnung gilt, den Rechtsvorschriften nur eines Mitglied-
staats unterliegen (BGE 143 V 402 E. 6.3.2; BGE 139 V 216 E. 2.3 mit Hinweisen; BGE 133 V 
137 E. 6.1; BGE 132 V 53 E. 6.5; Urteil 9C_409/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 5.1, in: SVR 
2017 AHV Nr. 8 S. 19). Grundsätzlich ist demnach sowohl auf unselbständig Beschäftigte als 
auch auf selbständig tätige Personen die sogenannte „lex loci laboris“ anwendbar. Demnach un-
terstehen Personen grundsätzlich dem Sozialversicherungsrecht desjenigen Staats, auf dessen 
Territorium sie ihre Erwerbstätigkeit ausüben. Diese Anknüpfung gilt unabhängig vom Wohnort 
(Art. 13 Abs. 2 Bst. a und b VO Nr. 1408/71 [Beschäftigungsland-, Tätigkeitsland-, oder Er-
werbsortprinzip]; BGE 132 V 53 E. 4.1).  
 
Art. 14 bis 17 VO Nr. 1408/71 sehen jedoch abweichende Zuständigkeitsregeln insbesondere für 
jene Personen vor, die gewöhnlich in zwei oder mehr Mitgliedstaaten nach Art. 14 Abs. 2, Art. 
14a Abs. 2 oder Art. 14c VO Nr. 1408/71 erwerbstätig sind (SVR 2006 KV Nr. 33 S. 123). Von 
besonderem Interesse sind hier zwei Fallkonstellationen, für welche das Wohnortprinzip gilt: Ei-
nerseits unterliegt eine Person den Rechtsvorschriften jenes Mitgliedstaats, in dessen Gebiet sie 
wohnt, wenn sie eine abhängige Tätigkeit zum Teil im Gebiet ihres Wohnsitzstaates ausübt oder 
wenn sie für mehrere Unternehmen oder mehrere Arbeitgeber abhängig tätig ist, die ihren Sitz 
oder Wohnsitz im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten haben (Art. 14 Abs. 2 lit. b Bst. i VO Nr. 
1408/71). Andererseits unterliegt gemäss Art. 14a Abs. 2 Satz 1 VO Nr. 1408/71 eine Person, die 
eine selbständige Tätigkeit gewöhnlich im Gebiet von zwei oder mehr Mitgliedstaaten ausübt, 
ebenfalls den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dessen Gebiet sie wohnt, wenn sie ihre 
Tätigkeit zum Teil im Gebiet dieses Mitgliedstaats ausübt. Für beide Ausnahmefälle gilt, dass die 
betroffene Person für die Anwendung der nach dieser Norm bestimmten Rechtsvorschriften so 
behandelt wird, als ob sie ihre gesamten Erwerbstätigkeiten im Gebiet des betreffenden Wohn-
mitgliedstaats ausüben würde (Art. 14d Abs. 1 VO Nr. 1408/71; Urteile 9C_409/2016 vom 21. 
Dezember 2016 E. 7.2.1, in: SVR 2017 AHV Nr. 8 S. 19, und 9C_560/2015 vom 15. April 2016 
E. 3.2.2 am Ende). 
 
2.2.2 Titel II der im vorliegenden Fall für die Periode zwischen April 2012 bis Ende 2014 an-
wendbaren VO Nr. 883/2004 (vgl. oben, Erwägung 5.2 zuvor) enthält ebenfalls allgemeine Kolli-
sionsregeln zur Bestimmung der anzuwendenden Rechtsvorschriften. Wie bereits Art. 13 Abs. 1 
VO Nr. 1408/71 (vgl. Erwägung 5.3.1 zuvor) legt Art. 11 Abs. 1 VO Nr. 883/2004 zunächst den 

 
 
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kollisionsrechtlichen Grundsatz der Einheitlichkeit der anwendbaren Rechtsvorschriften in dem 
Sinne fest, wonach für die betroffene Person die Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaats mas-
sgebend sind. Unverändert gelten auch unter der Herrschaft der VO Nr. 883/ 2004 bei Arbeitneh-
menden und selbständig Erwerbenden sodann grundsätzlich weiterhin die Rechtsvorschriften je-
nes Mitgliedstaats, in dem sie ihre Tätigkeit ausüben (Erwerbsortprinzip; Art. 11 Abs. 3 Bst. a VO 
Nr. 883/2004; BGE 143 V 52 E. 6.2.1; BGE 140 V 98 E. 6.3; Urteil 8C_273/2015 vom 12. August 
2015 E. 3.2; vgl. E. 5.2.1 hiervor).  
 
Ausnahmsweise unterliegt demgegenüber auch eine Person, die gewöhnlich in zwei oder mehr 
Mitgliedstaaten eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausübt, weiterhin den Rechtsvorschriften 
des Wohnmitgliedstaats, wenn sie dort – neu – einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt (Art. 
13 Abs. 2 Bst. a VO Nr. 883/2004; BGE 144 V 210). Diese Bestimmung bezieht sich namentlich 
auf Personen, die gleichzeitig oder abwechselnd eine oder mehrere gesonderte selbständige Tä-
tigkeiten in zwei oder mehr Mitgliedstaaten ausüben, und zwar unabhängig von der Eigenart ihrer 
Tätigkeiten (Art. 14 Abs. 6 VO Nr. 987/2009). Die Ausübung eines wesentlichen Teils der selb-
ständigen Erwerbstätigkeit in einem Mitgliedstaat bedeutet, dass die betreffende Person dort ei-
nen quantitativ erheblichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt, was aber nicht notwendigerweise der 
grösste Teil ihrer Tätigkeit darstellen muss. Als Orientierungskriterien werden der Umsatz, die 
Arbeitszeit, die Anzahl der erbrachten Dienstleistungen sowie das Einkommen herangezogen. 
Wird im Rahmen einer Gesamtbetrachtung der genannten Kriterien ein Anteil von weniger als 25 
% erreicht, so ist dies ein Anzeichen dafür, dass ein wesentlicher Teil der Tätigkeit nicht in dem 
entsprechenden Mitgliedstaat ausgeübt wird (Art. 14 Abs. 8 Bst. b VO Nr. 987/2009). Auch dies-
falls gilt, dass die betroffenen Personen für die Zwecke der nach diesen Bestimmungen ermittel-
ten Rechtsvorschriften so behandelt werden, als ob sie ihre gesamte selbständige Erwerbstätig-
keit in ihrem Wohnsitzstaat ausüben und dort ihre gesamten Einkünfte erzielen würden (Art. 13 
Abs. 5 VO Nr. 883/2004). Art. 13 Abs. 1 lit. a VO Nr. 883/2004 legt sodann auch eine Ausnahme 
im Sinne des Wohnortsprinzips für abhängig Beschäftigte fest. Demnach unterliegt eine unselb-
ständig tätige Person ebenfalls den Rechtsvorschriften nur ihres Wohnsitzstaates, wenn sie dort 
– ebenfalls neu – einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt. Übt sie hingegen in ihrem Wohn-
mitgliedstaat keinen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit aus, unterliegt sie primär den Rechtsvor-
schriften des Mitgliedstaats, in dem ihr Arbeitgeber seinen Sitz oder Wohnsitz hat (lit. b derselben 
Bestimmung).  
 
Ergänzend ist in diesem Zusammenhang auf die in Kapitel II Art. 6 Abs. 1 Bst. a bis c VO 
Nr. 987/2009 festgelegten "Vorschriften über die Zusammenarbeit und den Datenaustausch" hin-
zuweisen, in welchen die vorläufige Anwendung der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats ge-
regelt wird. Besteht danach zwischen den Trägern oder Behörden zweier oder mehrerer Mitglied-
staaten eine Meinungsverschiedenheit darüber, welche Rechtsvorschriften anzuwenden sind, so 
unterliegt die betreffende Person vorläufig den Rechtsvorschriften eines dieser Mitgliedstaaten, 
sofern in der VO Nr. 987/2009 nichts anderes bestimmt ist, wobei die Rangfolge wie folgt festge-
legt wird: a) den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem die Person ihrer Beschäftigung 
oder selbständigen Erwerbstätigkeit tatsächlich nachgeht, wenn die Beschäftigung oder selbstän-
dige Erwerbstätigkeit nur in einem Mitgliedstaat ausgeübt wird; b) den Rechtsvorschriften des 
Wohnmitgliedstaats, in dem die Person einen Teil ihrer Erwerbstätigkeit(en) ausübt oder in dem 

 
 
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sie nicht beschäftigt ist oder eine selbständige Tätigkeit ausübt; c) den Rechtsvorschriften des 
Mitgliedstaats, deren Anwendung zuerst beantragt wurde, wenn die Person einer Erwerbstätigkeit 
oder mehreren Erwerbstätigkeiten in zwei oder mehreren Mitgliedstaaten nachgeht. 
 
2.2.3 Was schliesslich die ab Januar 2015 bis Ende 2015 fragliche Beitragsperiode (oben, Er-
wägung 5.2) betrifft, enthalten die auf den 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Änderungen gemäss 
VO (EU) Nr. 465/2012 in Art. 1 Ziffer 6 eine zusätzliche Ausnahme im Sinne des Wohnortprinzips. 
Ergänzend sieht Art. 13 Abs. 1 Ziffer lit. a Bst. iv VO Nr. 883/2004 vor, dass eine Person selbst 
dann den Rechtsvorschriften ihres Wohnsitzstaates unterliegt, wenn sie im Wohnsitzmitgliedstaat 
keinen wesentlichen Teil ihrer (selbständigen oder unselbständigen) Tätigkeit ausübt. Vorausset-
zung ist diesfalls, dass sie hierbei bei zwei oder mehr Unternehmen oder Arbeitgebern beschäftigt 
ist, von denen mindestens zwei ihren Sitz oder Wohnsitz in verschiedenen Mitgliedstaaten aus-
serhalb des Wohnmitgliedstaats haben.  
 
2.3 Dies soweit die komplexe internationale Rechtslage, wie sie im vorliegenden Fall weiterhin 
zu beachten ist (vgl. auch die Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) über 
die Versicherungspflicht in der AHV/IV [WVP], Rz. 2013 und 2014, in den seit 1. Januar 2010 
geltenden Fassungen). Auch diesen Bestimmungen zufolge hängt die Versicherungsunterstel-
lung von Personen, die in mehreren Staaten arbeiten, davon ab, ob sie unselbständig oder selb-
ständig erwerbstätig sind. Dabei wird die Frage des Beitragsstatuts (Arbeitnehmende oder selb-
ständig Erwerbende) aufgrund des nationalen Rechts jenes Staates bestimmt, in welchem die 
jeweilige Erwerbstätigkeit ausgeübt worden ist. Insoweit gilt das Erwerbsortsprinzip, wie es als 
Grundsatz auch in den dargelegten internationalen Abkommen jeweils im Vordergrund steht.  
 
3. Für die Annahme dieses Grundsatzes genügt es, dass die massgebende Erwerbstätigkeit 
in der Schweiz vollzogen wird. In diesem Zusammenhang kann nunmehr jedoch nicht an der im 
Urteil des Kantonsgerichts vom 26. November 2020 dargelegten Erwägung festgehalten werden, 
dass in Bezug auf die von C.____ gegenüber der GmbH erbrachte Tätigkeit der Jahre 2010 bis 
2015 entscheidend sei, wo sich der Mittelpunkt des wirtschaftlichen Sachverhalts befindet, der 
seiner Tätigkeit einen erwerblichen Charakter verliehen hat. Hintergrund bildet der Umstand, dass 
unter der Geltung der in den soeben zitierten Bestimmungen statuierten «lex loci laboris» (oben, 
Erwägungen 2.1 – 2.3) kein Raum für eine solche wirtschaftliche Betrachtungsweise verbleibt. 
Soweit sich das Kantonsgericht in Erwägung 5.3 seines Urteils vom 25. Oktober 2018 auf BGE 
119 V 65 abgestützt hat, ist denn auch festzustellen, dass dieses Urteil zeitlich lange vor den 
massgebenden Bestimmungen des im Jahr 2002 zwischen der Schweiz und der Europäischen 
Gemeinschaft abgeschlossenen Freizügigkeitsabkommens ergangen ist und inhaltlich ein vorlie-
gend nicht relevantes Abkommen zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland 
betroffen hat. Insofern waren unselbständig tätige Staatsangehörige der EU oder der Schweiz, 
die im Umfang von mindestens 25% ihrer Arbeitszeit in einem EU-Staat arbeiten, gemäss den 
massgebenden internationalen Bestimmungen (oben, Erwägung 2.1 ff.) der schweizerischen 
AHV schon bisher nicht unterstellt. Diese Schlussfolgerung resultiert auch weiterhin nicht zuletzt 
aus dem Umkehrschluss der während der Corona-Pandemie vereinbarten flexiblen Auslegung 
der zitierten Bestimmungen, wonach eine Person weiterhin als in der Schweiz als erwerbstätig 

 
 
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betrachtet wurde, obschon sie ihre Tätigkeit physisch nicht in der Schweiz, sondern pandemie-
bedingt nur zu Hause im Homeoffice ausüben musste (Mitteilung des Bundesamtes für Sozial-
versicherungen BSV vom 20. Juni 2022, abrufbar unter: https://www.bsv.admin.ch / bsv / de / 
home / sozialversicherungen / int / grundlagen-und-abkommen/int-corona.html). In Anbetracht 
dieser geradezu umwälzenden Entwicklungen rund um das Homeoffice während der Covid-19-
Krise haben die Schweiz und Frankreich am 29. Juni 2022 beschlossen, die entsprechende Ver-
einbarung vom 13. Mai 2020 bis Ende Oktober 2022 zu verlängern. Auf dieser Basis haben beide 
Staaten mittlerweile am 22. Dezember 2022 schliesslich der Einführung einer für grenzüber-
schreitende Arbeitnehmende geltenden vorläufigen Vereinbarung über Telearbeit zugestimmt, 
wonach in Nachachtung der oben erwähnten Grundsätze Telearbeit, welche sich auf 40% statt 
nur auf 25% der Arbeitszeit beschränkt, weder Auswirkungen auf den Grenzgängerstatus noch 
auf die damit verbundenen Einkommenssteuerregelungen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit 
im Wohnsitzstaat der jeweiligen Arbeitnehmenden hat. In diesem Zuge wurde ebenfalls eine Ver-
einbarung zwischen Frankreich und der Schweiz getroffen, wonach die Besteuerung im Staat der 
Betriebsstätte des Arbeitsgebers verbleibt, solange die im Wohnsitzstaat ausgeübte Telearbeit 
nicht mehr als 40% der Arbeitszeit des betroffenen Arbeitnehmers ausmacht (Mitteilung des BSV 
vom 22. Dezember 2022, abrufbar unter: https://www.admin.ch / gov / de / start / dokumentation 
/ medienmitteilungen.msg-id-92381.html). In Nachachtung dieser Grundsätze verbleibt bei Per-
sonen, die in einem Staat arbeiten, in dem sich auch der Sitz des Arbeitgebers befindet, und die 
weniger als 50% grenzüberschreitende Telearbeit ihrer Arbeitszeit in ihrem Wohnstaat leisten, 
schliesslich auch die Zuständigkeit für die Sozialversicherungen im Staat des Arbeitgebersitzes 
erhalten. Dieser Grenzwert darf dabei durchaus in einem Monat oder wöchentlich auch über-
schritten werden, wenn sich dies auf das Jahr hinaus wieder ausgleicht. Vorausgesetzt ist dies-
falls aber, dass der Wechsel zwischen Arbeit im Wohnsitzstaat und der Arbeit vor Ort am Be-
triebsort des Arbeitgebers mit einer gewissen Regelmässigkeit erfolgt (Mitteilungen an die AHVG-
Ausgleichskassen und EL-Durchführungsstellen des BSV, Nr. 470, vom 20. Juni 2023).  
 
4. Mit Blick auf die hier strittigen Verhältnisse ist in Bezug auf die von C.____ gegenüber der 
GmbH erbrachten Tätigkeit in den Jahren 2010 bis 2015 entgegen Erwägung 5.3 im Urteil des 
Kantonsgerichts vom 26. November 2020 für eine Unterstellung unter die schweizerische AHV 
demnach nicht entscheidend, wo sich der Mittelpunkt des wirtschaftlichen Sachverhalts befindet, 
der seiner Tätigkeit erwerblichen Charakter in der Schweiz verliehen hat (BGE 119 V 65 E. 3b), 
sondern vielmehr, ob C.____ als französischer Staatsangehöriger in unselbständiger Stellung in 
den strittigen Beitragsperioden mehr als 25% seiner Arbeitszeit in Frankreich gearbeitet hat. Ob 
und insbesondere in welchem Umfang er seine Tätigkeit zufolge physisch allenfalls in der 
Schweiz ausgeführt hat, spielt mithin sehr wohl eine Rolle: Einzig unter der Voraussetzung, dass 
sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mehr als 75% der Arbeitszeit von C.____ in der 
Schweiz zugetragen hat, ist von einer sozialversicherungsrechtlichen Unterstellung unter die 
schweizerische Alters- und Hinterlassenenverordnung auszugehen. 
 
4.1 Der Beschwerdeführer bringt in diesem Zusammenhang erneut vor, dass C.____ in Frank-
reich die Unternehmung F.____ geführt habe, über welche er auch die von ihm zu Gunsten der 
GmbH erbrachten Informatikdienstleistungen abgerechnet habe. C.____ sei für seine eigene Un-

 
 
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ternehmung selbst verantwortlich und nicht Arbeitnehmer der GmbH gewesen. Der Beschwerde-
führer stellt sich damit weiterhin auf den Standpunkt, dass C.____ der AHV-rechtlichen Versiche-
rungspflicht in der Schweiz nicht unterstellt gewesen sei und die GmbH gegenüber der Kasse 
deshalb weder einer Beitrags- noch einer Schadenersatzpflicht unterliegen könne. Wie das Kan-
tonsgericht bereits im Rahmen seines vorangehenden Urteils vom 25. Oktober 2018 festgehalten 
hat, ist in der fraglichen Periode von einer unselbständigen Tätigkeit von C.____ im Zusammen-
hang mit seiner Tätigkeit bei der GmbH auszugehen. Darauf ist zu verweisen (a.a.O., E. 5.5). 
Hierfür sprechen die Lohnabrechnungen der GmbH, welche im Zeitraum von Oktober 2010 bis 
Dezember 2015 in den Akten liegen (Akt 57-119 der Kasse) und welchen basierend auf einem 
monatlichen Brutto-Lohn von Fr. 2‘675.— entsprechende Abzüge der schweizerischen Sozialver-
sicherungsbeiträge zu entnehmen sind. Daran vermag nichts zu ändern, dass der Beschwerde-
führer den eigenen Aussagen zufolge selbst offenbar nie irgendwelche Lohnabrechnungen aus-
gestellt hat (Akt 179 der Kasse). Hintergrund bildet die Tatsache, dass er als formelles Organ 
verpflichtet gewesen wäre, die Geschäftstätigkeit der GmbH gesamthaft zu überwachen und in 
diesem Zusammenhang insbesondere auch zu klären, wer für die sozialversicherungsrechtliche 
Unterstellung von C.____ zuständig gewesen wäre. Für das AHV-Statut von C.____ als unselb-
ständiger Arbeitnehmer spricht sodann die Aussage des ehemaligen Geschäftsführers und Ge-
sellschafters E.____, wonach der Lohn von C.____ beim zuständigen Quellensteueramt ange-
meldet sowie auch bezahlt und dies dem Beschwerdeführer auch mitgeteilt worden sei, so dass 
der Versicherte mangels Bestätigung einer selbständigen Tätigkeit als Angestellter der GmbH 
abzurechnen sei (Akt 166 zur Vernehmlassung der Kasse). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, 
dass der Kasse auf Anfrage von den französischen Behörden (Régime Social des Indépendants, 
RSI) am 12. September 2017 mitgeteilt worden war, dass C.____ zwischen Januar 2001 bis Au-
gust 2002 in der Eigenschaft als Inhaber einer Einzelfirma und selbständig erwerbstätige Person 
einer elsässischen Sozialversicherungseinrichtung angeschlossen war, aktuell jedoch keine 
Kenntnis betreffend eine Wiederaufnahme seiner selbständigen Erwerbstätigkeit bestehe (Akt 
185 der Kasse). Mit Blick auf diese Aktenlage ist die Kasse in Bezug auf die hier fragliche Tätigkeit 
von C.____ bei der GmbH zu Recht von einer unselbständigen Tätigkeit ausgegangen.  
 
4.2 Nachdem die Kasse in Nachachtung des kantonsgerichtlichen Urteils vom 25. Oktober 
2018 abgeklärt hatte, wie es sich hinsichtlich einer allfälligen, zusätzlichen unselbständigen Er-
werbstätigkeit von C.____ in Frankreich verhält, bestanden in den Akten bisher allerdings weder 
Hinweise noch allfällige Indizien, dass C.____ seine für die GmbH erbrachte Tätigkeit physisch 
je am Sitz seiner Arbeitgeberin bzw. in der Schweiz verrichtet hätte. Unter den Parteien ist bisher 
vielmehr unbestritten geblieben, dass er zumindest in der hier fraglichen Beitragsperiode über 
keine Grenzgängerbewilligung verfügt und seine Arbeit somit offenbar stets von seinem rund 180 
Kilometer weit entfernten Wohnsitz aus in Frankreich getätigt hat. Gestützt auf die bisherige Ak-
tenlage war bisher demnach davon auszugehen, dass C.____ seine unselbständige Tätigkeit für 
die GmbH ausschliesslich oder zumindest doch mehrheitlich physisch in Frankreich ausgeübt hat 
und dem Gesagten zufolge eine Unterstellung unter die schweizerische AHV demnach entfallen 
würde und der Kasse mit Blick auf die bereits einvernahmten Lohn-Beiträge zu Lasten der GmbH 
letztlich kein Schaden im Sinne von Art. 52 AHVG entstanden wäre. 
 

 
 
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4.3 In ihrer Stellungnahme vom 15. Februar 2023 vertritt die Kasse nunmehr aber unter Vor-
lage des Arbeitsvertrages von C.____, dessen neuerlicher Stellungnahme vom 15. Februar 2023 
sowie der monatlichen Lohnabrechnungen der Jahre 2010 bis und mit 2016 die Auffassung, dass 
C.____ weniger als 25% von zu Hause aus in Frankreich – mithin mehr als 75% in der Schweiz 
gearbeitet habe und damit der schweizerischen Sozialversicherung unterstellt gewesen sei. Was 
zunächst die Lohnabrechnungen betrifft, entsprechen diese den bereits eingereichten Akten zur 
Vernehmlassung der Kasse (a.a.O., Beilage 3a). Daraus alleine lässt sich zwar entnehmen, dass 
C.____ für die GmbH in unselbständiger Stellung tätig gewesen war, indessen nicht, wo er seine 
Arbeit verrichtet hat. Soweit die Kasse damit argumentiert, dass eine Unterstellung unter die 
schweizerische AHV alleine schon deshalb resultiere, weil anzunehmen sei, dass eine mit der 
Buchhaltung der GmbH vertraute Geschäftsführung die Sozialversicherungsbeiträge nur dann 
abziehe, wenn sie auch tatsächlich geschuldet seien, kann ihr nicht gefolgt werden. Einerseits 
vermag der Abzug von sozialversicherungsrechtlich nach Schweizer AHV-Statut geschuldeten 
Beiträgen nichts über den Arbeitsort auszusagen und obliegt es damit auch nicht dem Arbeitge-
ber, hierüber mittels gerechtfertigten oder allenfalls auch zu Unrecht erfolgten Abzügen eine ent-
sprechende Unterstellung zu präjudizieren. Andererseits kann gerade nicht gesagt werden, ein 
Arbeitgeber würde die Beiträge nur dann abziehen, wenn sie auch tatsächlich geschuldet seien. 
Dies gilt gerade auch im vorliegenden Fall, in welchem die gemäss Lohnabrechnung in Abzug 
gebrachten Lohnbeiträge der Kasse eben gerade nicht überwiesen worden sind. Schliesslich ist 
nicht von der Hand zu weisen, dass der Versicherte ein nicht unmassgebliches Interesse daran 
hatte, in der Schweiz in den Genuss beispielsweise von arbeitslosenversicherungsrechtlichen 
Leistungen zu gelangen (Akt 23 der Kasse). Die erwähnten Lohnabrechnungen alleine können 
den Anforderungen an eine objektive Abklärung des Sachverhalts von Amtes wegen deshalb 
nicht genügen (Urteil des Kantonsgerichts vom 25. Oktober 2018, E. 5.6.2). Überhaupt fällt in 
diesem Zusammenhang auf, dass diese Lohnabrechnungen (Beilagen 4.1 ff. zur Stellungnahme 
der Kasse vom 15. Februar 2023) während einer Periode von sechs Jahren stets dasselbe Brutto-
Gehalt im Umfang von Fr. 2'675.— ausweisen. Mit Blick auf die arbeitsvertragliche Lohnverpflich-
tung gemäss Arbeitsvertrag vom 1. Oktober 2010 über EUR 1'850.— (Beilage 1 zur Stellung-
nahme der Kasse vom 15. Februar 2023) vermag dies schon deshalb nicht zu überzeugen, weil 
das in Schweizer Franken ausgerichtete Monatssalär in den Jahren 2010 bis 2016 trotz teils mas-
siven Verfalls des Euro-Frankenkurses während dieser Periode um rund 40% (abrufbar unter: 
www.finanzen.ch/devisen/eurokurs) stets gleich hoch ausgefallen ist. Mit Blick auf seine Behaup-
tung in seiner neuerlichen Stellungnahme gegenüber der Kasse vom 15. Februar 2023 (Beilage 
2 zur Stellungnahme der Kasse vom 15. Februar 2023), wonach C.____ im Umfang von mindes-
tens 75% seiner Arbeitszeit in der Schweiz gearbeitet habe, ist es ausserdem wenig glaubwürdig, 
in all den Jahren für die von ihm behaupteten Reisen und Arbeitstreffen mit Kunden keinerlei 
Entgelt des Arbeitgebers in Form von zusätzlichen Wegspesen erhalten zu haben. Auch hier gilt 
dies umso mehr, weil C.____ seinen Aussagen zufolge diese Fahrten offenbar als Eigentümer 
eines von ihm geleasten Fahrzeugs auf sich genommen habe (a.a.O.). Die resultierenden Fahr-
spesen im Umfang einer behaupteten Tätigkeit von mindestens 75% der Arbeitszeit in der 
Schweiz erweisen sich bei einer Distanz von 180 Kilometern zwischen Wohn- und Arbeitsort je-
denfalls als derart hoch, dass ein fehlendes Entgelt hierfür – unbesehen der alleine schon für den 
Arbeitsweg erforderlichen zeitlichen Inanspruchnahme – als wenig realistisch erscheint. Nicht zu-

 
 
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letzt ist die Stellungnahme von C.____ vom 15. Februar 2023 auch in formaler Hinsicht fragwür-
dig. Während er an der einen Stelle bestätigt, von zu Hause gearbeitet und dort Telearbeit ge-
leistet zu haben, verneint er diese Aussage eine Zeile weiter. Die Antwort von C.____ auf die ihm 
von der Kasse unterbreitete Fragestellung ist mithin unklar. Dies gilt umso mehr, als diese miss-
verständliche Antwort offenbar auf einer brieflichen Anfrage der Kasse vom 22. Dezember 2022 
beruht, welche die Kasse dem Gericht nicht eingereicht hat.  
 
4.4 Allerdings kann aufgrund der seitens der Kasse während des Beschwerdeverfahrens neu-
erlich einverlangten und eingereichten Stellungnahme vom 15. Februar 2023 auch nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten, dass C.____ weniger als 25% seiner Arbeitszeit 
in Frankreich erbracht hätte. Dies gilt namentlich aufgrund der von ihm neu behaupteten Arbeit-
sorte und Arbeitsbesuche gegenüber Kunden in der Schweiz, welche seitens des Beschwerde-
führers allerdings dezidiert in Abrede gestellt werden. Mithin lässt sich mit der im Sozialversiche-
rungsrecht erforderlichen Beweismaxime noch immer nicht abschliessend feststellen, ob C.____ 
unter das schweizerische AHV-Statut fällt. Dies führt in Gutheissung der Beschwerde zur erneu-
ten Rückweisung der Angelegenheit zwecks ergänzender Abklärungen des massgebenden 
Sachverhalts. Die Kasse wird namentlich anhand objektivierbarer Umstände detailliert zu klären 
haben, ob und in welchem Umfang C.____ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in der fragli-
chen Periode der Jahre 2010 bis 2016 seine Arbeit tatsächlich in der Schweiz verrichtet hat. 
Danach wird sie erneut über die Unterstellung unter das schweizerische AHVG zu entscheiden 
und entsprechend neu zu verfügen haben. Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis gutzuheissen 
und im Sinne der Erwägungen noch einmal zur weiteren Abklärung und zur Neuverfügung an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
 
5. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten ist zu verzichten. Von der Ausrichtung einer 
Parteientschädigung an den Beschwerdeführer ist mangels anwaltlicher Vertretung ebenfalls ab-
zusehen. 
 

6. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es 
sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 

 
 
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93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bun-
desgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbe-
halt. 
  

 
 
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Demgemäss wird   e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Basel-Landschaft vom 16. 
Dezember 2021 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklä-
rung im Sinne der Erwägungen und zur Neuverfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.