# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ccf60f9e-549e-5256-86cd-1cf333747ec6
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2005-06-16
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 16.06.2005 BB.2005.34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2005-34_2005-06-16.pdf

## Full Text

Entscheid vom 16. Juni 2005 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Tito Ponti,  
Gerichtsschreiber Hanspeter Lukács  

   
 
Parteien 

  
A.______, vertreten durch Rechtsanwälte Maurice 
Harari und Matteo Pedrazzini, Genève, 
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

SCHWEIZERISCHE BUNDESANWALTSCHAFT, 
Bern, 
 

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Beschwerde gegen Amtshandlung des Bundesan-
walts (Art. 105bis Abs. 2 BStP) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BB.2005.34 
 
 
 

 

 

- 2 - 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 
 
- die Staatsanwaltschaft des Kantons Tessin mit Verfügung vom 22. März 2005 die 

Strafuntersuchung gegen A.______ wegen Widerhandlung gegen das Kriegsmate-
rialgesetz an die Schweizerische Bundesanwaltschaft abtrat, welche am 29. März 
2005 diesbezüglich ihre Zuständigkeit erklärte; 

 
- die Schweizerische Bundesanwaltschaft (nachfolgend „Bundesanwaltschaft“) im 

eröffneten Ermittlungsverfahren gegen A.______ mit Schreiben an dessen Verteidi-
ger vom 19. April 2005 mitteilte, dass bei der Verfahrensübernahme von der Staats-
anwaltschaft des Kantons Tessin die Frage der Verfahrenssprache diskutiert wor-
den sei, die zuständige Abteilung der Bundesanwaltschaft über keinen Staatsanwalt 
verfüge, der den Fall in italienischer Sprache führen könnte, die künftigen Ermittlun-
gen sich jedoch voraussichtlich nicht mehr auf das italienische Sprachgebiet bezie-
hen würden, für eine Übersetzung der wichtigsten Verfahrensakten in die italieni-
sche Sprache gesorgt und bei der Befragung des Beschuldigten ein Übersetzer bei-
gezogen werde, deshalb die Verfahrenssprache in dieser Angelegenheit mit formel-
ler Begründung der Zuständigkeit des Bundes deutsch sei; 

 
- der Verteidiger mit Eingabe an die Bundesanwaltschaft vom 26. April 2005 bean-

tragte, das Verfahren an die Staatsanwaltschaft des Kantons Tessin zu delegieren, 
damit dieses in italienischer Sprache geführt werden könne; 

 
- die Bundesanwaltschaft dem Verteidiger mit Schreiben vom 29. April 2005 mitteilte, 

dass von einer Delegation an die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Tessin ab-
gesehen und das Ermittlungsverfahren in deutscher Sprache fortgesetzt werde; 

 
- A.______ durch seine Verteidiger gegen diese Verfügung mit (italienischsprachiger) 

Eingabe an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts vom 6. Mai 2005 Be-
schwerde führen liess und beantragte, das Verfahren sei in italienischer Sprache zu 
führen und die Bundesanwaltschaft sei anzuweisen, sich entsprechend zu organi-
sieren, eventuell sei die Sache an die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Tes-
sin zu delegieren;  

 
- die Verteidiger mit Verfügung vom 10. Mai 2005 aufgefordert wurden, bis 20. Mai 

2005 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- zu leisten und innert gleicher Frist eine 
schriftliche Vollmacht einzureichen, unter der Androhung, dass bei Säumnis auf die 
Beschwerde nicht eingetreten werde; 

 
- der verlangte Kostenvorschuss innert Frist beim Bundesstrafgericht einging, die 

verlangte Vollmacht jedoch nach wie vor ausstehend ist; 
 
 

- 3 - 

- auf die Beschwerde demnach androhungsgemäss nicht einzutreten ist; 
 
- A.______ dementsprechend die Kosten des Verfahrens zu tragen hat, die Gerichts-

gebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen und diese mit dem Kostenvorschuss zu verrech-
nen ist (Art. 156 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 245 BStP; Art. 3 Reglement vom 11. Februar 
2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht); 

 

- 4 - 

 
und erkennt: 
 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt und 

mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 
 
 

Bellinzona, 20. Juni 2005 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Maurice Harari, Rechtsanwalt Matteo Pedrazzini, Genève  
- Schweizerische Bundesanwaltschaft, Bern  
 
 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.