# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b6bf902-a202-500b-bd8a-3fae19d0d1b2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 20.06.2018 I 2017 111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-111_2018-06-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 111

Entscheid vom 20. Juni 2018 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Klägerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. K.________,

gegen

1. B.________,

2. C.________,

3. D.________, vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. L._______,

4. E.________,
Beklagte,

Gegenstand Berufliche Vorsorge (leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung)

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Sachverhalt:

A. A.________, geboren am ________ 1972, geschieden und Mutter von zwei 
erwachsenen Kindern (Jahrgänge 1991 und 1992), meldete sich im August 2010 
erstmals bei der IV-Stelle Luzern zum Leistungsbezug an. Als Grund gab sie 
Dauerschwindel und Schwindelattacken an. Mit Verfügung vom 17. August 2011 
wies die IV-Stelle Luzern das Leistungsbegehren ab (IV-act. 25). 

B. Am 26. September 2012 schloss A.________ mit der F.________ AG, bei 
der sie seit 2002 im 80%-Pensum angestellt war, eine Aufhebungsvereinbarung 
ab, mit welcher das Arbeitsverhältnis per 31. Dezember 2012 aufgelöst wurde 
(Kläg-act. 2). Ab Oktober 2012 absolvierte A.________ eine Weiterbildung zur 
Pflegehelferin SRK (Schweizerisches Rotes Kreuz) (Klage S. 3 unten f.)

Am 1. Februar 2013 trat A.________ eine neue Stelle als Pflegemitarbeiterin im 
80%-Pensum bei der G.________ AG an. Über die G.________ AG war 
A.________ bei der D.________ (nachfolgend: Beklagte Ziff. 3) berufsvorsorge-
versichert. Am 23. April 2014 kündigte A.________ das Arbeitsverhältnis auf den 
31. Juli 2014 (Kläg-act. 3). Am 5. Juli 2014 vertrat sich A.________ den rechten 
Fuss, wodurch sie ein OSG-Distorsionstrauma erlitt und in der Folge bis 19. Juli 
2014 arbeitsunfähig blieb (IV-act. 31-15/40).

Ab 1. August 2014 arbeitete A.________ als Pflegehelferin SRK im 80%-Pen-
sum im H.________ (Altersheim). Über H.________ (Altersheim) war 
A.________ bei der B.________, (nachfolgend: Beklagte Ziff. 1), berufsvorsorge-
versichert. Infolge krankheitsbedingter Absenzen von A.________ (IV-act. 31-
17ff./40) kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis am 3. September 2014 
während der Probezeit auf den 14. September 2014. 

Am 5. September 2014 meldete sich A.________ beim Regionalen Arbeitsver-
mittlungszentrum in Emmen zum Leistungsbezug an. Für diese Zeit war 
A.________ bei der E.________ in Zürich (nachfolgend: Beklagte Ziff. 4) berufs-
vorsorgeversichert (Kläg-act. 7-9). 

Vom 15. November 2014 bis 15. Mai 2015 war A.________ befristet als Mithilfe 
Betreuung im 80%-Pensum bei der Stiftung I.________ angestellt. Über die 
I.________ war A.________ bei der C.________ (nachfolgend: Beklagte Ziff. 2) 
berufsvorsorgeversichert (Kläg-act. 10). 

C. Am 27. Mai 2015 (Datum Postaufgabe) meldete sich A.________ erneut 
bei der IV-Stelle Luzern zum Leistungsbezug an. Als Grund gab sie an, seit Ja-
nuar 2015 in ärztlicher Behandlung zu stehen wegen Schwindel und Schwin-
delanfällen (IV-act. 26-5/6). Mit Vorbescheid vom 2. Juli 2015 bzw. mit Verfügung 

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vom 7. September 2015 trat die IV-Stelle Luzern auf das neue Leistungsbegeh-
ren nicht ein (IV-act. 40-1/2). Die dagegen von A.________ erhobene Beschwer-
de (IV-act. 49-2ff./23) hiess das Kantonsgericht Luzern mit Urteil vom 9. März 
2016 gut, indem es die Verfügung vom 7. September 2015 aufhob und die IV-
Stelle Luzern anwies, auf die Neuanmeldung von A.________ einzutreten (IV-
act. 65 = Kläg-act. 11).

Am 21. Oktober 2016 erfolgten eine psychiatrische Untersuchung beim Regiona-
len Ärztlichen Dienst (RAD) Zentralschweiz (IV-act. 81) sowie am 14. Februar 
2017 eine Haushaltsabklärung durch den Abklärungsdienst der IV-Stelle Luzern 
(IV-act. 85). Die Abklärungen ergaben für A.________ eine vollständige Er-
werbsunfähigkeit. Mit Vorbescheid vom 14. März 2017 stellte die IV-Stelle Luzern 
A.________ die Ausrichtung einer ganzen Rente ab 19. Januar 2016 (Ablauf der 
einjährigen Wartefrist) in Aussicht (IV-act. 86). Mit Einwand vom 11. April 2017 
machte die Beklagte Ziff. 2 geltend, dass sie mit dem Beginndatum der einjähri-
gen Wartezeit (19.1.2015) nicht einverstanden sei (Kläg-act. 14). Der Eintritt der 
berufsvorsorgerechtlichen Arbeitsunfähigkeit sei auf den 22. August 2014 festzu-
setzen, wobei weder der sachliche noch der zeitliche Konnex bis zum Eintritt der 
Invalidität per 19. Januar 2015 unterbrochen worden seien. 

D. Mit Verfügung vom 22. Juni 2017 wurde A.________ eine ganze Invaliden-
rente ab 1. Januar 2016 zugesprochen (IV-act. 92; vgl. auch Verfügung vom 
24.7.2017, IV-act. 97). Gegen die Rentenverfügung der IV-Stelle Luzern erhob 
die Beklagte Ziff. 3 am 3. August 2017 vorsorglich Einwand (IV-act. 99), den sie 
allerdings am 10. August 2017 wieder zurückzog (IV-act. 103).

E. Mit je separatem Schreiben vom 2. August 2017 ersuchte der Rechtsvertre-
ter von A.________ die Beklagten Ziff. 1 bis Ziff. 4, ihr eine BVG-Invalidenrente 
auszurichten (Kläg-act. 19). Mit Schreiben vom 10. August 2017, vom 29. August 
2017, vom 21. November 2017 sowie vom 28. November 2017 verneinten die 
angeschriebenen BVG-Einrichtungen ihre Leistungspflicht (Kläg-act. 20-23). 

F. Am 12. Dezember 2017 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz Klage gegen die Beklagten Ziff. 1 bis Ziff. 4 einreichen mit den 
folgenden Anträgen: 

1.1 Die B.________ habe der Klägerin ab dem 1. Januar 2016 eine ganze BVG-
Invalidenrente zzgl. 5% Zins ab Datum der Klageanhebung zu bezahlen. 

1.2 Eventualiter habe die C.________ der Klägerin ab dem 1. Januar 2016 eine 
ganze BVG-Invalidenrente zzgl. 5% Zins ab Datum der Klageanhebung zu 
bezahlen. 

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1.3 Subeventualiter habe die D.________ der Klägerin ab dem 1. Januar 2016 
eine ganze BVG-Invalidenrente zzgl. 5% Zins ab Datum der Klageanhebung 
zu bezahlen. 

1.4 Subsubeventualiter habe die E.________ der Klägerin ab dem 1. Januar 
2016 eine ganze BVG-Invalidenrente zzgl. 5% Zins ab Datum der Klagean-
hebung zu bezahlen. 

2. Der Klägerin sei das Replikrecht einzuräumen und es sei gestützt auf Art. 6 
Ziff. 1 EMRK sowie Art. 29 f. BV eine öffentliche Gerichtsverhandlung durch-
zuführen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWSt) zulasten der unterlie-
genden Beklagten. 

G. Mit Klageantwort vom 9. Januar 2018 beantragt die Beklagte Ziff. 4 die Ab-
weisung der Klage, soweit sie sich gegen die Beklagte Ziff. 4 richte, unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen zulasten der unterliegenden Partei. Mit Kla-
geantwort vom 25. Januar 2018 beantragt die Beklagte Ziff. 2 die Abweisung der 
Klage, soweit sie sich gegen die Beklagte Ziff. 2 richte, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zulasten der Klägerin. Mit Klageantwort vom 7. Februar 2018 
beantragt die Beklagte Ziff. 1 die Abweisung der Klage, soweit sie sich gegen die 
Beklagte Ziff. 1 richte, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Mit Klageantwort 
vom 19. Februar 2018 lässt die Beklagte Ziff. 3 die Abweisung der Klage gegen 
die Beklagte Ziff. 3 beantragen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulas-
ten der Klägerin. 

H. Mit Replik vom 27. Februar 2018 hält die Klägerin an ihren Klagebegehren 
fest. Gleichzeitig zieht sie den Antrag auf eine öffentliche Gerichtsverhandlung 
zurück. 

Die Duplik der Beklagten Ziff. 4 erfolgt am 15. März 2018, diejenige der Beklag-
ten Ziff. 2 am 20. März 2018, diejenige der Beklagten Ziff. 3 am 16. April 2018 
und diejenige der Beklagten Ziff. 1 am 20. April 2018.

Am 25. April 2018 reicht die Klägerin eine Triplik ein. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Auseinandersetzungen zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und 
Anspruchsberechtigten sind im Klageverfahren nach Art. 73 des Bundesgesetzes 
über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; 
SR 831.40) vom 25. Juni 1982 auszutragen. Die Kantone haben ein einfaches, 
rasches und in der Regel kostenloses Verfahren vorzusehen; der Richter stellt 
den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 73 Abs. 2 BVG). Gerichtsstand ist 

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der schweizerische Sitz oder Wohnsitz des Beklagten oder der Ort des Betriebes, 
bei dem der Versicherte angestellt wurde (Abs. 3).

1.1.2  Die Klage nach Art. 73 BVG bedingt die Darlegung sämtlicher 
rechtserheblicher Tatsachen und Beweismittel zu sämtlichen 
anspruchsbegründenden Vor-aussetzungen. Zwar gilt auch im Rahmen der 
beruflichen Vorsorge der Untersuchungsgrundsatz (Art. 73 Abs. 2 BVG); dieser 
wird aber durch die Mitwirkungspflichten der Parteien beschränkt (BGE 125 V 
193 Erw. 2). Dazu gehört in erster Linie die Substantiierungspflicht, die besagt, 
dass die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den 
Rechtsschriften enthalten sein müssen. Die Bestreitungslast darf nicht zu einer 
Umkehr der Behauptungs- und Beweislast führen. Zudem sind an den 
Untersuchungsgrundsatz geringere Anforderungen zu stellen, wenn die Parteien 
anwaltlich vertreten sind (Bundesgerichtsurteil 9C_140/2012 vom 12.4.2012 Erw. 
3.2.2.1 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch 9C_597/2008 vom 3.12.2008 
Erw. 2.1.2; 9C_1027/2008 vom 10.8.2009, je mit Hinweisen).

1.1.3  Gemäss § 4 Abs. 1 der Kantonalen Vollzugsverordnung zum Bundesge-
setz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (VVzBVG; 
SRSZ 363.111) vom 27. September 1983 beurteilt im Kanton Schwyz das Ver-
waltungsgericht als einzige kantonale Instanz Streitigkeiten zwischen Vorsorge-
einrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten gemäss Art. 73 BVG. 
Das Verfahren richtet sich nach den Vorschriften über die verwaltungsrechtliche 
Klage gemäss den §§ 67 bis 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; 
SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974. In der Regel wird nur ein Schriftenwechsel 
durchgeführt (vgl. § 67 Abs. 1 lit. e VRP i.V.m. § 4 Abs. 2 VVzBVG).

1.1.4  Soweit es im Klageverfahren um öffentlich-rechtliche Verhältnisse geht, 
handelt es sich um eine Form der ursprünglichen Verwaltungsgerichtsbarkeit, 
da weder den Vorsorgeeinrichtungen noch den in Art. 73 Abs. 1 lit. a-d BVG 
genannten Einrichtungen Verfügungskompetenz zukommt. Die fehlende Verfü-
gungsbefugnis führt dazu, dass weder das kantonale Gericht noch das Bundes-
gericht die Sache an die Vorsorgeeinrichtung zur Aktenergänzung zurückweisen 
kann. Hingegen ist es zulässig, ein Urteil über den Streitpunkt als solchen zu 
fällen und die Vorsorgeeinrichtung die sich daraus ergebenden Folgen erledigen 
zu lassen (z.B. die Leistung zu berechnen; Ulrich Meyer/Laurence Uttinger in: 
Schneider/Geiser/Gächter, Handkommentar zum BVG und FZG, Bern 2010, 
Art. 73 N 79 mit Verweis auf BGE 129 V 450 Erw. 3 und BGE 115 V 239 Erw. 2).

1.2 In Bezug auf die örtliche Zuständigkeit verweist die Klägerin in ihrer Klage 
zutreffend auf die bundesgerichtliche Praxis, wonach sich bei Streitigkeiten über 
die Abgrenzung der Leistungspflicht mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gestützt auf 

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Art. 23 BVG ein einheitlicher Gerichtsstand aufdrängt (Hans-Ulrich Stauffer, Die 
berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2013, S. 286 mit Hinweis auf SVR 2012 BVG Nr. 34 
[9C_41/2012]; passive subjektive Klagehäufung). Im vorliegenden Fall hat die 
(primär eingeklagte) Beklagte Ziff. 1 ihren Sitz im Kanton Schwyz. Die örtliche 
(und sachliche) Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz zur 
Beurteilung der vorliegenden Klage ist insoweit gegeben (Art. 73 Abs. 3 BVG). In 
Bezug auf die übrigen Vorsorgeeinrichtungen, die ihren Sitz nicht im Kanton 
Schwyz haben, liegt ein Anwendungsfall der passiven subjektiven Klagehäufung 
vor, womit das Verwaltungsgericht Schwyz insgesamt für die Klagebeurteilung 
zuständig ist, was unbestritten ist.

2. Mit rechtskräftiger Verfügung vom 22. Juni 2017 sprach die IV-Stelle 
Luzern der Klägerin rückwirkend ab 1. Januar 2016 eine ganze Invalidenrente zu 
(Kläg-act. 7). In der Begründung hielt die IV fest, die versicherungsmedizinische 
Würdigung der Akten (inkl. psychiatrische Untersuchung vom 21.10.2016 sowie 
Stellungnahme RAD) habe ergeben, dass ab 19. Januar 2015 (= Beginn der 
einjährigen Wartefrist) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Es wird von 
keiner Partei (jedenfalls nicht substantiiert) bestritten, dass die Klägerin 
spätestens seit 19. Januar 2015 dauerhaft arbeitsunfähig bzw. invalid ist. 
Hingegen ist strittig, in welchem Zeitpunkt bei der Klägerin die zur Invalidität 
führende Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist, woran letztlich die Leistungspflicht 
einer der beklagten Berufsvorsorgeeinrichtungen anknüpft. 

2.1.1  In der Klage wird die Zuständigkeit bzw. Leistungspflicht der Beklagten 
Ziff. 1 im Wesentlichen damit begründet, dass die Klägerin am 22. August 2014 
infolge Schwindel, Übelkeit und Erbrechen − dieselben Beschwerden wie sie im 
RAD-Gutachten aufgeführt würden (Kläg-act. 17 S. 5 u. 9) − erkrankt sei und 
dass die Klägerin seit dem 22. August 2014 nie wieder mindestens drei Monate 
lang eine 80%ige Erwerbstätigkeit ausgeübt habe. Im Umkehrschluss zum 
Bundesgerichtsurteil 9C_536/2012 vom 28. Dezember 2012 Erw. 3.2.2 sowie 
Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 
831.201) vom 17. Januar 1961 sei daher die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache 
zur Invalidität geführt habe, in einem Zeitpunkt eingetreten, als die Klägerin bei 
der Beklagten Ziff. 1 versichert gewesen sei (Klage S. 11 unten f.). 

2.1.2  Eventualiter sei die Beklagte Ziff. 2 zuständig. Seit ihrer Hospitalisation 
vom 19. Januar 2015 bis 21. Januar 2015 wegen Schwindels und Übelkeit sei die 
Klägerin voll arbeitsunfähig. In der Folge sei sie invalid geworden. Die IV habe 
auf diesen Zeitpunkt abgestellt, gestützt auf die gesamten medizinischen Akten 
sowie die Beurteilung des RAD nach Durchführung einer psychiatrischen 
Untersuchung. Seit Mitte September 2014 bis 19. Januar 2015 würden 

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Arbeitsunfähigkeiten fehlen. Die ALV habe die Klägerin als arbeits- und somit 
vermittlungsfähig beurteilt. Zudem habe die Klägerin vom 15. November 2014 bis 
18. Januar 2015 bei der I.________ volle Arbeit und Leistung erbracht. Während 
rund vier Monaten habe somit eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
bestanden (Klage S. 12 f. Ziff. 4.2).

2.1.3  Subeventualiter sei die Beklagte Ziff. 3 zuständig, weil ab dem 13. Mai 
2014 die krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeiten bei der Klägerin zunahmen, 
sodass eine volle, länger als 3 Monate dauernde ununterbrochene 
Arbeitsfähigkeit nicht mehr erreicht worden sei. Vielmehr sei eine etappenweise 
Erkrankung erfolgt, die letztlich in der Invalidität mündete. Aufgrund der Kürze 
der späteren Anstellungen und der unterbliebenen Überprüfung der Arbeits- und 
Vermittlungsfähigkeit durch die ALV sei somit subeventualiter anzunehmen, dass 
die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit zu einem Zeitpunkt eingetreten sei, als die 
Klägerin bei der Beklagten Ziff. 3 berufsvorsorgeversichert war (Klage S. 13 f. 
Ziff. 4.3).

2.1.4  Subsubeventualiter sei die Beklagte Ziff. 4 zuständig, bei der die Klägerin 
vom 15. September 2014 bis 14. November 2014 als Bezügerin von ALV-
Leistungen versichert gewesen sei. Vermittlungsfähigkeit im Sinne der 
Arbeitslosenversicherung schliesse eine Arbeitsunfähigkeit nicht aus. Damit 
keine Lücke in der Versicherungsdeckung bestehe, wäre davon auszugehen, 
dass die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit zu diesem Zeitpunkt eingetreten sei 
(Klage S. 14 Ziff. 4.4). 

2.2.1  Die Beklagte Ziff. 1, bei der die Klägerin für das Arbeitsverhältnis mit dem 
H.________(Altersheim) vom 1. August 2014 bis 14. September 2014 
berufsvorsorgeversichert war, macht im Wesentlichen geltend, die Beklagte Ziff. 
2 stehe in der Leistungspflicht. Da die Beklagte Ziff. 2 die Verfügung der IV-Stelle 
Luzern vom 22. Juni 2017 nicht angefochten habe, obschon sie hierzu berechtigt 
gewesen sei, müsse sie sich den IV-rechtlichen Beginn der Wartezeit nach Art. 
28 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 
831.20) vom 19. Juni 1959 am 19. Januar 2015 als im Sinne von Art. 23 lit. a 
BVG massgebender Zeitpunkt entgegen halten lassen. Sofern das Gericht die 
Beklagte Ziff. 2 wider Erwarten nicht als zuständig erachte, sei dennoch nicht die 
Beklagte Ziff. 1 zuständig. Die Klägerin sei nach der Zeit, für welche sie bei der 
Beklagten Ziff. 1 versichert gewesen sei, über vier Monate vollständig 
arbeitsfähig gewesen (i.c. die vier Monate vor dem 19.1.2015), weshalb der 
zeitliche Zusammenhang zwischen der während der Versicherungszeit bei der 
Beklagten Ziff. 1 aufgetretenen Arbeitsunfähigkeit und der im Januar 2016 

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entstandenen Invalidität unterbrochen worden sei (Klageantwort Beklagte Ziff. 1 
S. 5ff.; vgl. auch Duplik vom 20.4.2018). 

2.2.2  Die Beklagte Ziff. 2, bei der die Klägerin für das Arbeitsverhältnis mit der 
I.________ vom 15. November 2014 bis 15. Mai 2015 berufsvorsorgeversichert 
war, macht im Wesentlichen geltend, gestützt auf die echtzeitlichen ärztlichen 
Befunde stehe fest, dass die Klägerin bereits am 22. August 2014 eine 
Arbeitsunfähigkeit von über 20% aufwies, welche sich auf das Arbeitsverhältnis 
sinnfällig ausgewirkt habe. Nach der Hospitalisation vom 22. bis 27. August 2014 
habe der damalige Arbeitgeber der Klägerin die Arbeitsstelle aus 
gesundheitlichen Gründen gekündigt, weshalb nach Auffassung der Beklagten 
Ziff. 2 erwiesen sei, dass ab dem 22. August 2014 eine Einbusse an 
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf bestanden habe, weshalb 
in diesem Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 23 lit. a BVG 
eingetreten sei (Klageantwort Beklagte Ziff. 2 S. 3f. Ziff. 7-9). Der zeitliche und 
der sachliche Zusammenhang zwischen dieser im August 2014 eingetretenen 
Arbeitsunfähigkeit und der später eingetretenen Invalidität sei während der 
Versicherungszeit bei der Beklagten Ziff. 2 nicht unterbrochen worden, da keine 
länger als drei Monate dauernde Arbeitsfähigkeit der Klägerin bestanden habe 
(Klageantwort S. 6ff.). 

2.2.3  Die Beklagte Ziff. 3, bei der die Klägerin für das Arbeitsverhältnis vom 
1. Februar 2013 bis 31. Juli 2014 mit der G.________ AG 
berufsvorsorgeversichert war, macht im Wesentlichen geltend, ausweislich der 
Akten sei die Klägerin seit dem 19. Januar 2015 erheblich und dauerhaft in ihrer 
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Diesbezüglich stimme man mit den 
Feststellungen der IV-Stelle Luzern überein (Klageantwort Beklagte Ziff. 3 S. 7 
Ziff. 3). Der Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit liege 
damit zeitlich deutlich ausserhalb der Versicherungszeit bei der Beklagten Ziff. 3. 
Die gegen Ende der Versicherungszeit eingetretenen, vereinzelten 
krankheitsbedingten Arbeitsplatzabwesenheiten der Klägerin von jeweils wenigen 
Tagen würden nicht ausreichen zur Begründung einer dauerhaften 
Arbeitsunfähigkeit (Klageantwort Beklagte Ziff. 3 S. 8; vgl. auch Duplik vom 
16.4.2018 S. 3).

2.2.4  Die Beklagte Ziff. 4, bei der die Klägerin infolge des ALV-Taggeldbezugs 
vom 15. September 2014 bis 14. November 2014 berufsvorsorgeversichert war, 
macht im Wesentlichen geltend, die IV-Verfügung vom 22. Juni 2017 sei für sie in 
Bezug auf den Rentenanspruch, den Rentenbeginn und die Rentenhöhe nicht 
bindend, da die Beklagte Ziff. 4 nicht in das Verfahren einbezogen gewesen sei 

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(Klageantwort der Beklagten Ziff. 4 S. 3 Ziff. 4.4 a). Ob der Beginn der 
massgebenden Arbeitsunfähigkeit mit dem Beginn der Wartezeit gemäss IVG am 
19. Januar 2015 zusammenfalle, hänge damit zusammen, ob zwischen den 
Arbeitsunfähigkeiten, die am 22. August 2014, am 10. Dezember 2014 und am 
19. Januar 2015 begonnen hätten, ein hinreichender zeitlicher Zusammenhang 
bestehe. Aus Sicht der Beklagten Ziff. 4 erscheine die Annahme der IV, wonach 
die Wartezeit am 19. Januar 2015 begonnen habe, nicht offensichtlich unrichtig 
oder  willkürlich. Während der Versicherungszeit bei der Beklagten Ziff. 4 habe 
gemäss den IV-Akten keine Arbeitsunfähigkeit begonnen (Klageantwort S. 4 
Ziff. 4.4 c; vgl. auch Duplik vom 15.3.2018 S. 2 f.). 

3.1 Anspruch auf Invalidenleistungen haben gemäss Art. 23 BVG Personen, 
die im Sinne der IV zu mindestens 40 Prozent invalid sind und bei Eintritt der 
Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren 
(lit. a).

Art. 24 Abs. 1 BVG regelt die Höhe der Rente. Der Versicherte hat Anspruch auf:
a. eine volle Invalidenrente, wenn er im Sinne der IV zu mindestens 70 

Prozent invalid ist;
b. eine Dreiviertelsrente, wenn er zu mindestens 60 Prozent invalid ist;
c. eine halbe Rente, wenn er mindestens zur Hälfte invalid ist;
d. eine Viertelsrente, wenn er mindestens zu 40 Prozent invalid ist.

3.2.1  Gemäss Art. 26 Abs. 1 BVG gelten für den Beginn des Anspruchs auf    
Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des IVG 
(Art. 29 IVG). Der Eintritt des vorsorgerechtlichen Versicherungsfalles fällt somit 
in der Regel mit dem Beginn der einjährigen Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1 lit. b 
IVG zusammen (BGE 118 V 239 Erw. 3c; vgl. auch BGE 132 V 74 Erw. 3.2.2). Im 
Bestreitungsfalle greift allenfalls eine auf offensichtliche Unrichtigkeit der 
Festsetzung der IV-Stelle eingeschränkte Überprüfungsbefugnis des 
Berufsvorsorgegerichts Platz (BGE 134 V 20 Erw. 3.1.2; BGE 130 V 270 Erw. 3.1 
und 3.2).

3.2.2  Wird ein Entscheid der IV der betreffenden Vorsorgeeinrichtung nicht 
eröffnet, ist diese nicht daran gebunden. Die Eröffnung und damit die Gewährung 
des rechtlichen Gehörs entspricht der rechtsstaatlichen Minimalanforderung. Mit 
Art. 49 Abs. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 besteht die 
Pflicht, die IV-Verfügung auch Vorsorgeeinrichtungen zu eröffnen (H.-U. Stauffer, 
a.a.O., S. 60 mit Verweis u.a. auf BGE 129 V 74 Erw. 4.1 und BGE 129 V 157 
Erw. 3).

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Versäumt eine IV-Stelle den Einbezug einer präsumtiv leistungspflichtigen 
Vorsorgeeinrichtung in das IV-Verfahren, ist die invalidenversicherungsrechtliche 
Festsetzung des Invaliditätsgrades für die Vorsorgeeinrichtung nicht verbindlich 
(H.-U. Stauffer, a.a.O., S. 60 mit Verweis auf BGE 132 V 1 Erw. 3; BGE 132 V 74 
Erw. 3.2.2 u.w.H.). Ist die Verfügung der Vorsorgeeinrichtung nicht eröffnet 
worden, erlangt diese jedoch Kenntnis von der Verfügung, kann ihr dies nicht 
angerechnet werden. Die Vorsorgeeinrichtung ist nicht an die IV-Verfügung 
gebunden und kann den Anspruch auf eine Invalidenrente der beruflichen 
Vorsorge frei beurteilen (H.-U. Stauffer, a.a.O., S. 60 mit Verweis auf SVR 2012 
BVG Nr. 30). Stützt sich die Vorsorgeeinrichtung jedoch auf die IV-Verfügung, die 
ihr nicht eröffnet wurde, stellt sich das Problem des Nichteinbezugs nicht mehr 
(H.-U. Stauffer, a.a.O., S. 60 mit Verweis auf SZS 2010 S. 277 [9C_469/2009]). 
In diesem Fall muss sich die versicherte Person die Verbindlichkeit der 
Feststellungen der Invalidenversicherung selbst dann entgegenhalten lassen, 
wenn die Vorsorge-einrichtung im IV-Verfahren nicht beteiligt war; auch hier 
bleibt die offensicht-liche Unhaltbarkeit der Invaliditätsbemessung durch die IV-
Stelle vorbehalten (Bundesgerichtsurteil 9C_693/2009 vom 10.9.2010 Erw. 5.1; 
BGE 138 V 125 Erw. 3.3; BGE 133 V 67 Erw. 4.3.2).

3.3 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) beruflichen 
Vorsorge setzt weiter einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang 
zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einschliesslich der 
Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestandenen Arbeitsunfähigkeit und 
der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität voraus (BGE 130 V 270 
Erw. 4.1 i.f.). Der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, 
muss von der Art her im Wesentlichen derselbe sein, der der Erwerbsunfähigkeit 
zu Grunde liegt. Die gesundheitliche Beeinträchtigung muss sich auf das 
Arbeitsverhältnis ausgewirkt haben. Es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung 
treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, etwa 
durch einen Abfall an Leistungen mit entsprechender Feststellung oder durch 
gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle (H.-
U. Stauffer, a.a.O., S. 72 oben mit Verweis auf Urteil EVG B 86/01 vom 
27.7.2003).

3.4.1  Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass 
die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur 
Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig war. Für 
die Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs wird die Wiedererlangung der 
Arbeitsfähigkeit zu 100% oder − in Anlehnung an die Rechtsprechung zu Art. 23 
lit. a BVG − zumindest zu 80% gefordert. Dies ist so zu verstehen, dass eine 

11

Arbeitsunfähigkeit von 20% oder mehr am zeitlichen Zusammenhang nichts 
ändert. Umgekehrt folgt daraus, dass eine Arbeitsunfähigkeit unter 20%, somit 
eine Arbeitsfähigkeit über 80%, den zeitlichen Konnex zwischen ursprünglicher 
Arbeitsunfähigkeit und späterer Invalidität unterbricht, wenn die Einsatzfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit mindestens drei Monate andauert (vgl. zur 
Publikation vorgesehenes Bundesgerichtsurteil 9C_147/2017 vom 20.2.2018 
Erw. 4.4).

3.4.2  Bei der Prüfung des engen zeitlichen Zusammenhanges sind die 
gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich 
die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den 
Arzt sowie die Beweggründe, welche die versicherte Person zur 
Wiederaufnahme 
oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die 
Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in 
der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa die 
Tatsache, dass eine Versicherte über längere Zeit hinweg als voll 
vermittlungsfähige Stellensuchende Taggelder der Arbeitslosenversicherung 
bezieht. Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung 
beigemessen werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. Mit Bezug auf die 
Dauer der den zeitlichen Konnex unterbrechenden Arbeitsfähigkeit kann die 
Regel von Art. 88a Abs. 1 IVV als Richtschnur gelten. Bestand während 
mindestens drei Monaten wieder volle Arbeitsfähigkeit und erschien gestützt 
darauf eine dauerhafte Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit als objektiv 
wahrscheinlich, stellt dies ein gewichtiges Indiz für eine Unterbrechung des 
zeitlichen Zusammenhangs dar. Allerdings darf diese Frist nicht schematisch 
(analog) angewendet werden (BGE 123 V 262 Erw. 1c, 120 V 112 Erw. 2c/aa-bb 
mit Hinweisen). Ist eine allenfalls auch länger als drei Monate dauernde Tätigkeit 
als Eingliederungsversuch zu werten oder beruhte sie massgeblich auf sozialen 
Erwägungen des Arbeitgebers und war eine dauerhafte Wiedereingliederung 
unwahrscheinlich, ist eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhanges zu 
verneinen (BGE 134 V 20 Erw. 3.2.1 mit Hinweisen; zum Ganzen: 
Bundesgerichtsurteil 9C_767/2011 vom 4.5.2011 Erw. 4.3 [SZS 2012 S. 448; H.-
U. Stauffer, a.a.O., S. 73).

4. In Bezug auf die Frage nach dem Zeitpunkt des Eintritts des 
invalidisierenden Gesundheitsschadens bei der Klägerin lässt sich den 
vorliegenden Akten unter anderem folgendes entnehmen:

4.1 Erstmals meldete sich die Klägerin am 17. August 2010 (Eingangsdatum 
IV-Stelle Luzern) zum IV-Leistungsbezug an. In der Anmeldung machte sie 

12

geltend, an Dauerschwindel und Schwindelattacken zu leiden (IV-act. 6-7/11). 
Dazu reichte sie mehrere Arztberichte ein (vgl. Bericht der Klinik N.________ 
vom 4.6.2010 [IV-act. 12-12/27]; Bericht Luzerner Kantonsspital vom 19.7.2010 
[IV-act. 12-7/27]). Der damalige Hausarzt hielt im Bericht vom 30. August 2010 
zuhanden der IV-Stelle als Diagnose einen therapieresistenten invalidisierenden 
Schwindel unklarer Ursache, bestehend seit 7. April 2010 fest (IV-act. 12-3/27). 
Ab Januar 2011 nahm die Klägerin ihre Arbeit beim bisherigen Arbeitgeber 
wieder auf (80%-Pensum), sodass die IV-Stelle Luzern das Leistungsbegehren 
mit Verfügung vom 17. August 2011 abwies (IV-act. 25-1/2).

4.2 Im Sprechstundenbericht vom 14. Mai 2014 hielt M.________ (Facharzt 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates) von 
der Klinik N.________ für die Klägerin die folgenden Diagnosen fest: Tendinitis 
der langen Peronealsehne Fuss rechts, Adipositas permagna, Knick-/Senkfuss 
beidseits. Die Klägerin sei für ein MRT angemeldet worden (IV-act. 31-9/40). 
Gemäss undatiertem Bericht der Klinik N.________ "MRT OSG rechts ohne KM" 
fand sich kein Nachweis akut traumatischer Veränderungen (IV-act. 31-11/40). 
Gemäss dem Bericht von M.________ vom 20. Juni 2014 fand am 17. Juni 2014 
eine Infiltration inframalleolar OSG rechts mit Bupivacaine und Amica statt (IV-
act. 31-13/40).

Am 30. Juni 2014 erfolgte in der Klinik N.________ ein MRT Schädel mit 
Kontrastmittel bei Fragestellung nach Diplopie unklarer Ätiologie, Schwindel 
unklarer Ätiologie, DD Tumor, MS (IV-act. 31-14/40). MR-morphologisch fand 
sich kein Korrelat für den bestehenden Schwindel und Diplopie, 
bildmorphologisch gemäss 
Barkhof Kriterien kein Anhalt für bestehende MS. Solitäre unspezifische Läsion 
temporopolar rechts, welche aber die bestehenden Symptome nicht erkläre. 

4.3 Am 5. Juli 2014 vertrat sich Klägerin den rechten Fuss, worauf sie sich in 
die Notfallbehandlung ins Luzerner Kantonsspital begab, wo ein OSG-Distor-
sionstrauma rechts diagnostiziert wurde. Die Klägerin war deswegen vom 5. bis 
19. Juli 2014 100% arbeitsunfähig (IV-act. 31-15f./40). 

4.4 Vom 22. bis 27. August 2014 war die Klägerin im Spital O.________ 
hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 27. August 2014 wurden die folgenden 
Diagnosen festgehalten (Kläg-act. 24 = IV-act. 31-21/40):

1. Neuritis vestibularis rechts i.R. viraler Infektion (08/2014)
- DD Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel

2. Hypokaliämie m/b
- 22.08.14: Kalium 3 mmol/L, orale Substitution

3. Art. Hypertonie

13

4. Adipositas Grad III
- 24.08.2014: BMI 41 Kg/m2 KöF 

Die Patientin berichte, dass sie seit drei Tagen Drehschwindel habe. (…). Heute 
Abend sei ihr wieder schwindlig gewesen und sie habe erbrechen müssen. (…). 
Bei persistierendem Schwindel sei probatorisch Betahistin sowie Prednison 
gegeben worden, worunter sich die Beschwerden leicht regredient zeigten. Nach 
Lagerungsmanöver nach Semont zeigte sich eine kurzzeitige Besserung der 
Symptomatik, worauf die Patientin darauf hingewiesen wurde, dies 
versuchsweise mehrmals täglich durchzuführen. (…).

4.5 Im Bericht zum MRT Schädel mit Kontrastmittel am 8. September 2014 in 
der Klinik N.________ ergab sich im Vergleich zum Untersuch vom 30. Juni 2014 
(vorn Erw. 4.2) nach wie vor ein normales Zentralnervensystem (IV-act. 31-
24/40).

4.6 Am 26. September 2014 befand sich die Klägerin für ein CT Abdomen mit 
KM mit Rekonstruktion (bei Fragestellung nach unklarem Infekt [CRP und BSR 
erhöht], Leberwerte erhöht, alkalischer Phosphatase erhöht, 
Eiweisselektrophorese Entzündung) in der Klinik N.________. Der Untersuch 
ergab keinen Nachweis eines Infektfokus in abdomine (IV-act. 31-30/40).

4.7 Vom 19. bis 21. Januar 2015 war die Klägerin im Spital O.________ 
hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 21. Januar 2015 wurden die folgenden 
Diagnosen festgehalten (Kläg-act. 25 = IV-act. 31-32ff./40):

1. V.a. postinfektiöse Neuritis vestibularis i.R. Dig 2
2. St.n. Mononukleose 12/2014
3. Arterielle Hypertonie
4. Adipositas Grad III

- 24.08.2014: BMI 41 Kg/m2 KöF 

Unter Beurteilung / Therapie / Verlauf wurde folgendes vermerkt:

Selbstzuweisung bei Schwindel und Übelkeit. Frau (…) berichtete, dass die Sym-
ptome plötzlich nach dem Abendessen aufgetreten wären. Keine kardiopulmonalen 
Beschwerden. Aufgrund ähnlicher Symptome wäre sie bereits vor 5 Monaten hos-
pitalisiert gewesen und hätte die physiotherapeutische Behandlung vor kurzem ab-
geschlossen. Weiter hätte sie vor einem Monat das Pfeiffersche Drüsenfieber ge-
habt. 

(…).

Frau (…) wurde zur symptomatischen Therapie stationär aufgenommen. Unter Be-
tahistin konnte sie bald eine deutliche Besserung verzeichnen. Auf eigenen 
Wunsch wurde mit einem ambulanten Physiotherapierezept am 21.01.2015 nach 
Hause entlassen. 

Prozedere

14

- physiotherapeutische Schwindelbehandlung
- Wiedervorstellung bei Wiederauftreten der Symptomatik

4.8.1  Im Zwischenbericht Absenzenmanagement vom 25. Februar 2015 der 
P.________ AG zuhanden der Q.________ als zuständige 
Krankentaggeldversicherung der Klägerin wurde u.a. festgehalten, dass die 
Klägerin seit dem 19. Januar 2015 ohne Unterbruch zu 100% arbeitsunfähig sei. 
Die Arbeitsunfähigkeit sei auf ausgeprägte Schwindelgefühle mit teilweisem 
Erbrechen zurückzuführen. Trotz diversen fachärztlichen Abklärungen sei bisher 
noch keine Diagnosestellung erfolgt (Kläg-act. 9 S. 1). Im Zwischenbericht wurde 
auch festgehalten, dass die Klägerin im August 2014 schon einmal die gleichen 
Beschwerden gehabt habe. Damals sei Physiotherapie gemacht worden. Nach 
ca. zwei Monaten seien die Beschwerden nicht mehr vorhanden gewesen. 
Diesmal seien die Beschwerden ausgeprägter (Kläg-act. 9 S. 3). 

4.8.2  Am 23. März 2015 reichte der Hausarzt der Klägerin, Dr.med. J.________ 
(FMH Allgemeinmedizin) der Q.________ ein Arztzeugnis ein, worin er als 
Diagnose akuter Schwindel mit Hospitalisation festhielt (IV-act. 31-36/40). Die 
Klägerin sei vom 20. Januar 2015 bis auf weiteres 100% arbeitsunfähig. 

4.8.3  Am 18. Mai 2015 reichte Dr.med. J.________ der R.________ 
Lebensversicherungsgesellschaft ein ärztliches Zeugnis über die 
Arbeitsunfähigkeit der Klägerin ein (IV-act. 31-3/ff./40). Darin hielt er fest, dass 
die Klägerin an Drehschwindel unklarer Ätiologie ("unkl. Ae") leide, DD Neuronitis 
vestibularis. Die Symptome seien erstmals am 19. August 2014 aufgetaucht. 
Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit bezifferte Dr.med. J.________ wie folgt: 
100% vom 22. August 2014 bis 17. September 2014, 100% vom 10. bis 14. 
Dezember 2014 und 100% vom 20. Januar 2015 bis auf weiteres (IV-act. 31-
39/40).

4.9 In der IV-Anmeldung vom 27. Mai 2015 gab die Klägerin an, seit 19. Januar 
2015 100% arbeitsunfähig zu sein. Sie befinde sich seit Januar 2015 in ärztlicher 
Behandlung wegen Schwindel und Schwindelanfällen (IV-act. 26-3ff./6).

4.10 Am 3. August 2015 wurde die Klägerin im interdisziplinären Zentrum für 
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen des Universitätsspitals Zürich 
untersucht. Im Bericht vom 3. August 2015 wurde in Bezug auf den Schwindel 
die folgende Hauptdiagnose gestellt (IV-act. 39-3/8)

1. Chronischer Drehschwindel unklarer Ursache seit 01/2015
- anamnestisch: im Januar (1 Monat nach Mononukleose Infektion) beim 

Aufstehen plötzlich Drehschwindel mit Nausea/Vomitus, Druck im Kopf und 
Tinnitus rechts, über 2 Tage anhaltend. Folgend ähnliche Episoden 

15

lageeabhängig auslösbar, zusätzlich progredienter Dauerdrehschwindel mit 
Aggravation beim Gehen, bei bewegter Umgebung, im Dunkeln und beim Blick 
nach unten

- 06/2015: Vd. a. benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel Typ II, bei 
Canalolithiasis des rechten posterioren Bogenganges (im Dix-Hallpike-Manöver 
Angabe von starkem Schwindel re>li beim Aufrichten, kein 
Lagerungsnystagmus auslösbar)

- vestibuläre Batterie vom 29.07.2015: knapp pathologische binokulärer 
Zyklorotation nach links und Verschiebung der subjektiven visuellen Vertikalen 
nach links, ansonsten unauffälliger Befund

- aktuell: weiterhin anhaltender Drehschwindel mit Nausea, klinisch keine 
Hinweise auf eine periphere oder zentrale Vestibulopathie, kein Hinweis auf 
einen benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel 

2. St. n. Drehschwindelepisode 08/2014
- Nausea und Vomitus über 4 Tage (Hospitalisation im Spital O.________, 

Patientin war an den Rollstuhl gebunden)
- am ehesten Neuritis vestibularis im Rahmen einer viralen Infektion, DD BPPLS
- cMRI 06+09/2014: unspezifische temporopolare Läsion rechts, ansonsten 

Normalbefund
- Schwindel leichte Besserung unter Betahistin und Prednison; über Wochen mit 

Physiotherapie regredient

3. St. n. Drehschwindelepisode 2010
- im Anschluss an eine Infektion mit H1N1
- über 3 Tage mit Nausea / Vomitus und folgendem Schwankschwindel mit Zug 

nach rechts, zusätzlich über 1 Jahr persistierende Doppelbilder
- cMRI, LP und Duplex der Carotiden (2010 im KSL): keine erklärende Ursache 

der Symptome 
- Besserung mit Physiotherapie

Weitere Untersuchungen im Schwindelzentrum erfolgten am 12. Oktober 2015 
(IV-act. 58-9/10), am 11. Januar 2016 (IV-act. 60-1/3) und am 23. März 2016 (IV-
act. 68-1/3).

4.11  Vom 9. Mai 2016 bis 10. Juni 2016 befand sich die Klägerin zur 
Rehabilitation in der Klinik S.________ (IV-act. 76-1/5). Als Hauptdiagnose 
wurde festgehalten: chronischer, wahrscheinlich somatoformer Schwindel mit 
rezidivierender Diplopie. Der Schwindel blieb bis zum Austritt weiterhin 
vorhanden (IV-act. 76-3/5).

4.12  Am 21. Oktober 2016 wurde die Klägerin von der RAD-Ärztin T.________ 
(Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie) psychiatrisch untersucht. Im 
Bericht vom 2. November 2016 hielt die RAD-Ärztin die folgenden Diagnosen mit 
lang anhaltender / dauerhafter Einschränkung in der angestammten Tätigkeit als 
Pflegehelferin fest (IV-act. 81-8/15 unten): 

Komplexe Traumafolgestörung ICD-10: F43.8

16

Dissoziative Störungen, dissoziative Amnesie, dissoziative Bewegungsstörung 
ICD-10: F44.7

Chronischer Drehschwindel mit Nausea, sekundär somatoform überlagert

Weiter wird unter anderem ausgeführt, die Versicherte sei erstmals im Alter von 
20 Jahren in ambulanter psychotherapeutischer Behandlung gewesen wegen 
sexuellen Missbrauchs im Kindes- und Jugendalter durch ihren Stiefvater (IV-act. 
81-9/15). Nachdem es mit 20 Jahren zu einem erneuten sexuellen Übergriff 
durch den Stiefvater gekommen war, sei es bei der Versicherten zur 
posttraumatischen Belastungsstörung gekommen. Diese Traumafolgen hätten 
wohl auch dazu geführt, dass der Ehemann der Versicherten sie 1999 zwei Tage 
vor Weihnachten, für die Versicherte völlig unerwartet, mit beiden Kindern 
(Jahrgänge 1991 und 1992) verlassen habe. Nach der Trennung vom Ehemann 
habe die Versicherte dann von 2001 bis 2012 als Produktionsmitarbeiterin in 
einem 100%-Pensum gearbeitet. Erstmals im Jahr 2010 sei es im 
Zusammenhang mit einer Virusinfektion zu einer Schwindelsymptomatik 
gekommen. Man sei nach aufwändigen neurologischen Abklärungen von einer 
Entzündung des Nervus vestibularis ausgegangen. Die Symptomatik, die 
einherging mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, sei unter entsprechender 
krankengymnastischer Übung und Gleichgewichtstraining im Verlauf eines 
Jahres vollständig rückläufig gewesen und die Versicherte habe nach sechs 
Monaten Arbeitsunfähigkeit wieder in die angestammte Tätigkeit zurückkehren 
können (IV-act. 81-9/15 Mitte). 

Die Versicherte habe dann den Wunsch gehabt, sich beruflich noch einmal zu 
verändern, sie habe Kurse als Pflegehelferin belegt und in zwei 
Altenpflegeheimen und zum Schluss in einem auf sechs Monaten befristeten 
Arbeitsverhältnis in einem Pflegeheim für Schwerbehinderte gearbeitet. 

Die Versicherte sei dann erneut aufwändig neurologisch abgeklärt worden. Eine 
organische Ursache für diese neurologische Symptomatik habe nicht gefunden 
werden können. Da beim erstmaligen Auftreten des Schwindels eine Entzündung 
des Gleichgewichtsorganes angenommen worden sei, für die jetzige 
neurologische Symptomatik jedoch keine organische Ursache mehr habe 
gefunden werden können, sei man von einer Somatisierungsstörung 
ausgegangen. Beim erstmaligen Auftreten der neurologischen Symptomatik mit 
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Übelkeit habe man eine organische 
Ursache angenommen, die Schwindelsymptomatik habe sich auch 
typischerweise im Verlauf von mehreren Monaten gebessert, bis die Versicherte 
wieder beschwerdefrei gewesen sei. Mittlerweile seien der Schwindel und die 
Übelkeit, die mit Gleichgewichtsstörungen einhergehen, chronifiziert (IV-act. 81-
9/15). 

17

Auch im Jahr 2015 sei es zunächst zu einem akuten Auftreten einer typischen 
neurologischen Symptomatik gekommen, die jedoch trotz intensiver 
Therapiemassnahmen keine Tendenz zur Rückbildung mehr gezeigt habe. Es 
werde jetzt von einer sekundären Somatisierung ausgegangen, da für die 
Schwindelsymptomatik zunächst eine organische Ursache angenommen worden 
sei. Der Verlauf der Erkrankung und die fehlende Rückbildung würden jedoch 
jetzt für eine somatoforme Störung sprechen. (IV-act. 81-10/15). 

In Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit hielt die RAD-Ärztin fest, dass bei der 
Versicherten für die letzte Tätigkeit als Pflegehelferin seit Januar 2015 eine AUF 
von 100% bestehe (IV-act. 81-13/15 oben). 

Im Abklärungsbericht Haushalt der IV-Stelle Luzern vom 16. Februar 2017 wurde 
der Klägerin im Haushalt eine gesundheitlich bedingte Einschränkung von 7.15% 
attestiert. Im Bericht wurde zudem festgehalten, dass die Klägerin im 
Gesundheitsfall einer Tätigkeit im 100%-Pensum nachgehen würde. Die beiden 
80%-Stellen habe sie nur angenommen, weil sie keine Tätigkeit mit 100% 
gefunden habe (IV-act. 8513/13).

5.1.1  Für die Klägerin sind in der hier relevanten Zeit vom August 2014 bis 
Januar 2015 die folgenden Zeiträume von Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen: 

100% AUF vom 22. − 31. August 2014 gemäss ärztlichem Zeugnis des Spitals 
O.________ (Kläg-act. 24 letzte Seite); der Hausarzt Dr.med. J.________ 
verlängerte mit Arztzeugnis vom 18. Mai 2015 den Zeitraum vom 22. August 
2014 − 17. Sep-tember 2014 (IV-act. 31-39/40);

100% AUF vom 10. − 14. Dezember 2014 (IV-act. 31-39/40);

100% AUF ab 19. Januar 2015 ohne Unterbrechung. 

Gemäss dem Austrittsbericht des Spitals O.________ lag die Ursache für die 
Arbeitsunfähigkeit im August/September 2014 in einer diagnostizierten Neuritis 
vestibularis (vgl. Kläg-act. 24). Es ist ebenfalls erstellt, dass diese 
Drehschwindel-episode, respektive die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit, 
der Grund dafür war, dass die damalige Anstellung im H.________(Altersheim) 
bereits nach zweiwöchiger Probezeit wieder aufgelöst wurde.

Die Ursache der Arbeitsunfähigkeit vom 10. bis 14. Dezember 2014 lässt sich 
anhand der vorliegenden Akten nicht restlos klären. Dem Bericht des Spitals 
O.________ ist indes zu entnehmen, dass die Klägerin im Dezember 2014 an 
einer Mononukleose-Infektion (Pfeiffersches Drüsenfieber) erkrankt war (vgl. 
Kläg-act 25; vgl. auch Bericht des USZ vom 23.3.2016, IV-act. 71-16/24). Eine 
andere Ursache wird von keiner Partei geltend gemacht. Mit überwiegender 

18

Wahrscheinlichkeit ist deshalb davon auszugehen, dass die Mononukleose-
Infektion zur Arbeitsunfähigkeit im Dezember 2014 geführt hat. Daran ändert 
auch der Bericht der RAD-Ärztin T.________ vom 2. November 2016 nichts, 
nach welchem es bei der Klägerin Anfang Dezember 2014 zu verstärktem 
Auftreten der Schwindelanfälle und der Übelkeit gekommen sei. T.________ hält 
in diesem Bericht denn auch fest, dass die Klägerin (erst) seit Januar 2015 ohne 
Unterbrechung 100% arbeitsunfähig sei (IV-act. 81-4/15 Arbeitsanamnese). 

5.1.2  Im Umkehrschluss zu diesen Ausführungen muss gelten, dass die Klägerin 
vom 18. September 2014 bis 9. Dezember 2014 und vom 15. Dezember 2014 bis 
18. Januar 2015 vollständig arbeitsfähig war. Gegenteiliges wird von keiner 
Partei geltend gemacht (jedenfalls nicht substantiiert).

5.2 Bei dieser Ausgangslage ergibt sich folgendes Bild: Die RAD-Ärztin 
T.________ und die IV-Stelle Luzern gehen davon aus, dass der Eintritt der 
Arbeitsunfähigkeit, die zur Invalidität geführt hat, im Januar 2015 erfolgt ist. Auch 
die Fachpersonen des Schwindelzentrums des USZ gehen von einem 
chronischen, am ehesten sekundär somatoformen Drehschwindel seit Januar 
2015 aus (vgl. vorn Erw. 4.9, Diagnose). Schliesslich ging auch die Klägerin 
selber in der IV-Anmel-dung vom 27. Mai 2015 davon aus, dass sie erst infolge 
des im Januar 2015 erneut aufgetretenen Drehschwindels vollständig und 
dauerhaft arbeitsunfähig wurde. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die zur 
Invalidität führende Arbeitsunfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im 
Januar 2015 eingetreten ist. 

5.3.1  Es ist anhand der Akten zwar erstellt, dass die Klägerin seit langem an 
Drehschwindelattacken litt und aufgrund einer Schwindelepisode im August/  
September 2014 deswegen hospitalisiert wurde und (kurzzeitig) vollständig 
arbeitsunfähig war (vom 22.8.2014 − 31.8.2014 bzw. nachträglich verlängert bis 
17.9.2014). Jedoch ist zu berücksichtigen, dass die Klägerin vom 18. September 
2014 bis 18. Januar 2015 (mit Ausnahme einer kurzen Arbeitsunfähigkeit vom 
10. bis 14. Dezember 2014, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 
die Mononukleose-Infektion zurückzuführen ist, die in keinem Zusammenhang 
zur hier relevanten Drehschwindelerkrankung steht) vollständig arbeitsfähig war. 
Hierfür sprechen im Sinne von Indizien auch folgende Umstände: Die Klägerin 
meldete sich am 5. September 2014 zur Arbeitsvermittlung an (Kläg-act. 7). Beim 
Erstgespräch mit der RAV-Personalberaterin am 23. Oktober 2014 gab die 
Klägerin an, wieder eine 80%-Stelle als Pflegehelferin zu suchen. Beim letzten 
Arbeitgeber sei die Kündigung aufgrund ihrer Krankheitsausfälle noch während 
der Probezeit erfolgt, sie sei aber wieder voll arbeitsfähig. Die RAV-
Personalberaterin beurteilte die Arbeitsbemühungen der Klägerin quantitativ und 

19

qualitativ als genügend (Kläg-act. 8). Bereits am 15. November 2014 nahm die 
Klägerin eine neue Arbeit als Pflegehelferin bei der I.________ auf, welche 
aufgrund der längeren Arbeitsunfähigkeit beim letzten Arbeitgeber einstweilen 
befristet wurde (Kläg-act. 9 S. 2). Im Zwischenbericht Absenzmanagement vom 
25. Februar 2015 wurde festgehalten, dass der Klägerin die Arbeit gut gefalle 
und sie sich im Team und am Arbeitsplatz wohl fühle (Kläg-act. 9 S. 2). 

In Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum zeitlichen 
Zusammenhang zwischen den ursprünglich aufgetretenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen und der späteren Invalidität (vorn Erw. 3.4.2) kann im Falle 
der Klägerin jedenfalls nicht gesagt werden, für die Zeit ab September 2014 sei 
eine dauerhafte Wiedereingliederung unwahrscheinlich gewesen. Vielmehr ist in 
Bezug auf den Schwindelanfall im August 2014 von einer Erholung der Klägerin 
bis zum Anfall im Januar 2015 auszugehen, so dass bei ihr aus der Optik dieser 
gesundheitlichen Beeinträchtigung in einem Zeitraum von mehr als drei Monaten 
eine volle Arbeitsfähigkeit (bzw. eine solche von mindestens 80 %) vorlag. So 
war es ihr möglich, sich nach der Kündigung per 14. September 2014 umgehend 
beim RAV anzumelden, Stellenbemühungen zu tätigen und relativ rasch eine 
neue Stelle zu finden und diese anzutreten. In dieser neuen Stelle arbeitete sie 
bis Mitte Januar 2015 (mit kurzem Unterbruch vom 10. - 14.12.2014 wegen der 
Mononukleose-Infektion), ehe Mitte Januar 2015 heftige Schwindelanfälle 
einsetzten, welche ihr seither eine Erwerbstätigkeit verunmöglichen. Auch ist zu 
berücksichtigen, dass die Klägerin sich in der IV-Anmeldung vom 27. Mai 2015 
ebenfalls erst ab Januar 2015 als vollständig arbeitsunfähig beurteilte, woraus im 
Umkehrschluss zu folgern ist, dass sie sich bis dahin als arbeitsfähig betrachtete. 
Mithin war die Klägerin zwischen der Drehschwindel-Erkrankung im August 2014 
und der Erkrankung im Januar 2015 mehr als drei Monate zu mindestens 80% 
arbeitsfähig, was gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung den 
zeitlichen Konnex zwischen ursprünglicher Arbeitsunfähigkeit und späterer 
Invalidität unterbricht (Bundesgerichtsurteil 9C_147/2017 vom 20.2.2018 Erw. 
4.4). 

5.3.2  Die Einwände der Beklagten Ziff. 2 zum nach ihrer Auffassung nicht 
unterbrochenen zeitlichen Zusammenhang sind unbehelflich (vgl. insb. 
Klageantwort der Beklagten Ziff. 2 S. 7 Ziff. 19 und 20). Dass die 
Vermittlungsfähigkeit einer stellensuchenden Person nicht mit deren 
Arbeitsfähigkeit gleichzusetzen ist, ändert im vorliegenden Fall nichts daran, dass 
für die Klägerin in der Zeit vom 18. September 2014 bis 18. Januar 2015, mit 
Ausnahme einer kurzen Arbeitsunfähigkeit vom 10. bis 14. Dezember 2014, 
überwiegend wahrscheinlich von einer Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit 

20

auszugehen ist (gegenteilige Arztberichte oder ärztliche Atteste sind nicht 
aktenkundig) und dass bis zum Eintritt der erneuten Schwindelanfälle im Januar 
2015 eine dauerhafte Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit als objektiv 
wahrscheinlich erschien. Für die Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs 
ist es hingegen nicht erforderlich, dass die Klägerin während drei Monaten 
lückenlos einer Erwerbstätigkeit nachging.

Ob zwischen den gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die zur 
Arbeitsunfähigkeit im August / September 2014 und ab Januar 2015 geführt 
haben, ein sachlicher Zusammenhang besteht, kann deshalb hier offen bleiben.

5.4 Dem Gesagten nach ist davon auszugehen, dass bei der Klägerin die 
invalidisierende Arbeitsunfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im 
Januar 2015 eingetreten ist. Der Eintritt fällt damit in die Zeit, als die Klägerin bei 
der Beklagten Ziff. 2 berufsvorsorgeversichert war. 

5.5 Die Beklagte Ziff. 2 war in das IV-rechtliche Verfahren einbezogen, welches 
mit Zusprache einer ganzen Invalidenrente an die Klägerin abgeschlossen wurde 
(vgl. IV-Verfügung vom 22.6.2016; die IV-Verfügung wurde der Beklagten Ziff. 2 
zur Kenntnisnahme zugestellt; IV-act. 97 und 98). Mithin besteht für die Beklagte 
Ziff. 2 eine Bindungswirkung an den Entscheid der IV-Stelle Luzern (vgl. vorn 
Erw. 3.2.1 und 3.2.2). Diese hat der Klägerin mit Verfügung vom 22. Juni 2017 
bei einem ermittelten IV-Grad von 100% eine ganze Invalidenrente für die Zeit ab 
1. Januar 2016 zugesprochen (IV-act. 91-1/2 und 92-4/8). Die Klägerin hat damit 
für die Zeit ab 1. Januar 2016 Anspruch auf eine volle BVG-Invalidenrente 
(Art. 24 Abs. 1 lit. a BVG und Art. 26 Abs. 1 BVG). In diesem Sinne ist die Klage 
gutzuheissen.

Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt sich die Prüfung einer Bindungswirkung 
der IV-Verfügung für die übrigen Beklagten.

5.6 Die Klägerin fordert einen Verzugszins von 5% ab Datum der 
Klageanhebung. 

Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung ist eine Verzugszinspflicht bei BVG-
Invalidenrenten erst ab Klageeinleitung gegeben (und zwar zu 5%, vgl. H.-U. 
Stauffer, a.a.O., S. 86 mit Verweis auf BGE 119 V 133 Erw. 4 = Praxis 83, 67 
sowie auf Art. 105 Abs. 1 OR; Bundesgerichtsurteil 9C_254/2009 vom 26.5.2009 
Erw. 2.3.2 mit Verweis auf BGE 119 V 131 Erw. 4c ), sofern nicht durch den 
Anschlussvertrag oder die Reglemente der Vorsorgeeinrichtung eine 
anderslautende Regelung getroffen wurde (Urteil des Eidg. 
Versicherungsgerichts vom 31.12.1993 i.S. X [SVR 1994 BVG Nr. 2 Erw. 3b/aa]). 

21

Letzteres wird vorliegend weder von der Klägerin noch von der Beklagten Ziff. 2 
geltend gemacht. Die  Verzugszinspflicht der Beklagten Ziff. 2 ab Zeitpunkt der 
Klageanhebung (12.12.2017) ist damit gegeben. Auch in diesem Sinne ist die 
Klage gutzuheissen.

6.1 Das Klageverfahren nach Art. 73 BVG hat in der Regel kostenlos zu sein 
(vorstehend Erw. 1.1.1). Gründe, welche von diesem Grundsatz abzuweichen 
berechtigen könnten (mutwillige und leichtsinnige Prozessführung; vgl. BGE 124 
V 285), sind nicht ersichtlich und werden zu Recht von keiner Partei geltend 
gemacht.

6.2 Der beanwalteten Klägerin ist zu Lasten der Beklagten Ziff. 2 eine 
Parteientschädigung zuzusprechen, welche in Beachtung des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte vom 27. Januar 1975 (SRSZ 280.411), der 
ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 
14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie in § 2 die 
Bemessungskriterien erwähnt, auf Fr. 2'800.-- (inkl. MwSt und Barauslagen) 
festgelegt wird.

Die Beklagten Ziff. 1, Ziff. 3 (anwaltlich vertreten) und Ziff. 4, welche im vor-
liegenden Fall als Vorsorgeversicherungen auftreten und damit eine öffentlich-
rechtliche Aufgabe wahrnehmen, haben unbesehen des Verfahrensausganges 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Bundesgerichtsurteil 
9C_867/2014 vom 11.8.2015 Erw. 5; vgl. auch Urteil EVG B 132/04 vom 
18.5.2005 Erw. 4 mit Verweis auf BGE 128 V 124 Erw. 5a).

22

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Klage wird die Beklagte Ziff. 2 verpflichtet, der Klägerin 
ab dem 1. Januar 2016 eine ganze BVG-Invalidenrente zuzüglich 5% Zins 
(auf ausstehenden und fälligen Rentenbeträgen) ab dem 12. Dezember 
2017 zu bezahlen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Der beanwalteten Klägerin wird zu Lasten der Beklagten Ziff. 2 eine Partei-
entschädigung von Fr. 2'800.—zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Klägerin (2/R)
- die Beklagte Ziff. 1 (R)
- die Beklagte Ziff. 2 (R)
- die Rechtsvertreterin der Beklagten Ziff. 3 (2/R)
- die Beklagte Ziff. 4 (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Aufsicht für berufliche 

Vorsorge, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 20. Juni 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

23

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 29. Juni 2018