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**Case Identifier:** 4cfc2907-7c1c-5669-90b1-7604cd3c1dda
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-04-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 25.04.2005 R 2004 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2004-80_2005-04-25.pdf

## Full Text

R 04 80 / 81

4. Kammer 

URTEIL
vom 25. April 2005

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Ortsplanungsrevision

1. a) Am 8. Dezember 2001 verabschiedeten die Delegierten des 

Gemeindeverbandes Surselva (GVS) eine Änderung des am 1. Mai 1993 

beschlossenen und am 16. Mai 1997 bereits einmal revidierten Regionalen 

Richtplans Nr. 2.540 „Konzept Golfanlagen“. Die verabschiedeten 

Richtplanunterlagen umfassten den Richtplantext (Erläuterungen und 

Objektblatt) sowie die Richtplankarten 2.540 (Standortkonzept) und 2.541-43 

(Kartenausschnitte 1:20'000 bzw. 1:15'000). Ferner enthielten sie eine 

Absichtserklärung über die Erstellung eines Zusammenarbeitskonzepts 

innerhalb der Golfregion Surselva zwischen der Region und den 

Golfplatz/Projektträgerschaften Golfplatz Sedrun AG, Brigels Golf AG, 

Förderverein Golf- und Freizeitanlage Dachli/Armsch und Förderverein 

Sagogn/Schluein. Im Mai/Juni 2002 kam eine formelle Vereinbarung zwischen 

den erwähnten Trägerschaften zustande mit dem Ziel der Schaffung einer 

wirtschaftlich funktionierenden Golfregion. Ende September/anfangs Oktober 

2003 unterzeichneten die vier Trägerschaften einen Gesellschaftsvertrag. Der 

Zweck der Gesellschaft ist „die Förderung, die Schaffung und die 

Vermarktung der Golfregion Surselva in Brigels, Obersaxen, Sagogn/ 

Schluein und Sedrun“.

b) Nach Orientierung der Bevölkerung und Durchführung des in Art. 37 KRG 

vorgesehenen Auflageverfahrens verabschiedeten die Stimmberechtigten der 

Gemeinde Sagogn und Schluein am 11. April 2003 resp. 16. April 2003 eine 

Teilrevision der Ortsplanung. Gegenstand der Revisionsvorlage bildet die 

projektbezogene Nutzungsplanung für die Erstellung einer neuen Golfanlage 

im Gebiet „Plaun“. Die Nutzungsplanung setzt sich zusammen aus:

- Änderung Baugesetz

- Zonenplan 1:5’000

- Genereller Gestaltungsplan 1:5’000

- Genereller Erschliessungsplan 1:5’000

c) Aufgrund von regierungsrätlichen Auflagen zum Regionalen Richtplan wurden 

zur Komplettierung der Genehmigungsunterlagen von dem durch den GVS 

eingesetzten Golfrat (mit Einsitz von zwei Vertretern der 

Umweltschutzorganisationen) noch zwei Studien in Auftrag gegeben: so 

bezüglich „Landwirtschaft, Natur und Landschaft“ an die Agrofutura Frick 

(Agrofutura), sowie bezüglich der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Golfplätze 

bzw. der Golfregion Surselva an Brugger, Hanser & Partner (BHP), Zürich. 

Der Bericht Agrofutura datiert vom Juli 2003, jener des BHP vom August 2003.

d) Die öffentlichen Bekanntgaben der beiden 

Gemeindeversammlungsbeschlüsse erfolgten am 2. Oktober 2003 bzw. am 

9. Oktober 2003. Mit aufgelegt wurden auch der das Vorhaben „Golfplatz 

Sagogn/Schluein“ betreffende Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) vom 

Oktober 2003 und der Technische Bericht (mit Auszügen der 

Machbarkeitsstudie vom Mai 2001 sowie Ergänzungen des 

Golfplatzarchitekten). Innert Frist reichten u.a. die im Rubrum aufgeführten 

Rekurrenten bei der Regierung Beschwerde ein. Sie machten im 

Wesentlichen geltend, die strittige Planung weise schwerwiegende 

verfahrens- und materiellrechtliche Mängel auf und dürfe daher nicht 

genehmigt werden.

e) Nach Einholung eines (im Ergebnis positiven) Beurteilungsberichts des 

kantonalen Amtes für Natur und Umwelt (kantonale Umweltfachstelle/ANU) 

für die Umweltverträglichkeit des Vorhabens Golfplatz Sagogn/Schluein 

genehmigte die Regierung des Kantons Graubünden nach einer breiten 

Interessenabwägung mit Beschluss vom 10. August 2004 (RB Nr. 1128) die 

projektbezogene Nutzungsplanung im Sinne der Erwägungen mit Auflagen 

und Vorbehalten (Ziff. 1 lit. a – c). Ferner stellte sie fest, dass das Projekt 

gemäss dieser Planung unter den in Ziff. 2 lit. .a – s aufgeführten zusätzlichen 

Auflagen umweltverträglich errichtet und betrieben werden könne. Daher wies 

sie denn auch die Beschwerde der Umweltschutzorganisationen WWF, Pro 

Natura und SL ab, ebenso jene des Schweizer Vogelschutzes (SV). Dasselbe 

Schicksal – jedoch mit separatem Beschluss (RB. Nr. 1130) – ereilte auch die 

… eingereichte Planungsbeschwerde.

2. Dagegen liessen am 2. September 2004 mit separaten Eingaben … (R 04 80; 

Rekurrent 1) einerseits sowie die im Rubrum aufgeführten Organisationen (R 

04 81; Rekurrenten 2) anderseits beim Verwaltungsgericht frist- und 

formgerecht Rekurs erheben mit den übereinstimmenden Anträgen, der 

Genehmigungsbeschluss der Regierung sei aufzuheben und der 

projektbezogenen Nutzungsplanung zur Realisierung der Golfanlage 

Sagogn/Schluein inklusive UVB sei die Genehmigung zu verweigern. 

Eventualiter seien Nutzungsplanung und UVB zur Überarbeitung im Sinne der 

Erwägungen zurückzuweisen. Rekurrent 1 beantragte darüber hinaus 

subeventualiter noch, mit der Genehmigung der Planung sei bis zum 

Nachweis der Verfügbarkeit über das benötigte Land zuzuwarten. Zur 

Begründung ihrer Anträge vertieften sie die bereits im Beschwerdeverfahren 

vor der Regierung geltend gemachten Verfahrensmängel sowohl im 

Richtplan- als auch im Nutzungsplan-, als auch im Genehmigungsverfahren 

(so u.a. die Verletzung von Mitwirkungsrechten, einen fehlenden 

Augenschein, Interessenskonflikte bei den beteiligten beiden 

Gemeindepräsidenten, fehlende Priorisierung/Etappierung in der Surselva, 

mangelnde Entscheidreife, nicht stufengerechte Planung), welche letztlich 

eine gesetzeskonforme Interessenabwägung verunmöglichen würden. In 

tatbeständlicher Hinsicht wurde geltend gemacht, dass im UVB die 

Auswirkungen der Golfanlage auf die Interessen der Land- und Alpwirtschaft 

unzureichend ermittelt worden seien, zumal es an einer tauglichen 

Landwirtschaftsplanung fehle. Dem Kulturlandschutz sei generell viel zu 

wenig Gewicht beigemessen worden. Es fehle aber auch an einem 

hinreichenden Nachweis der Wirtschaftlichkeit der Anlage. Aus der Sicht des 

Natur- und Heimatschutzes wurde sodann u.a. gerügt, dass zum Schutz des 

Flachmoors von nationaler Bedeutung Nr. 1458 „Quadras“ keine ökologisch 

ausreichenden Pufferzonen ausgeschieden worden seien. Zu wenig abgeklärt 

worden seien auch die Auswirkungen der Golfanlage auf die einheimische 

Flora und Fauna, zumal im Projektperimeter oder im Nahbereich desselben 

sowohl Vorkommen geschützter Pflanzenarten (z.B. Orchideen) als auch vom 

Aussterben bedrohter oder doch stark gefährdeter Vogelarten nachgewiesen 

seien; es fehle diesbezüglich auch an den erforderlichen Kartierungen. Das 

Golfprojekt halte sich ferner auch nicht an die vom BUWAL empfohlene 

Dreidrittels-Regel. Ein Manko bestehe insbesondere bei den Pufferflächen 

und den Naturflächen. Damit fehle es dem Vorhaben an der 

Umweltverträglichkeit und eine Genehmigung sei bereits aus dieser Sicht 

nicht möglich. Gegen eine Genehmigung spreche auch die fehlende 

Verfügbarkeit des erforderlichen Landes.

3. a) Die Regierung beantragte in ihrer Vernehmlassung unter Verweis auf ihre 

Erwägungen im angefochtenen Genehmigungsentscheid die Abweisung der 

Rekurse. Weil es sich bei der Gegenstand der angefochtenen 

Nutzungsplanung bildenden Anlage um ein UVP-pflichtiges Bauvorhaben 

handle, habe sie sich mit den Umweltauswirkungen des Projektes 

naturgemäss in besonderem Masse auseinandergesetzt und im Rahmen 

einer eigenständigen Gewichtung und Gegenüberstellung der verschiedenen 

Anliegen auch eine breite Interessenabwägung vorgenommen. Sie habe 

einen Grundsatzentscheid gefällt und all diejenigen Abklärungen, welche für 

die grundsätzliche Gesamtinteressenabwägung für und wider die geplante 

Golfanlage nicht als entscheidend angeschaut werden könnten, ins 

nachgelagerte Baubewilligungsverfahren verwiesen. Die betreffe 

insbesondere den Nachweis der betriebswirtschaftlichen Nachhaltigkeit der 

Anlage an sich und im Zusammenhang mit den übrigen in der Surselva 

geplanten Anlagen. Zwar werde mit diesem Vorgehen theoretisch in Kauf 

genommen, dass letztlich eventuell nicht der unter allen Gesichtspunkten am 

besten geeignetste Platz realisiert werde. Doch erscheine der Verzicht auf 

eine „behördliche“ Etappierung zugunsten einer „natürlichen“ Etappierung 

insgesamt betrachtet als akzeptabel.

b) Die Gemeinden Sagogn und Schluein sowie der Förderverein Golfplatz 

Sagogn/Schluein setzten sich in ihrer Vernehmlassung mit den vorgebrachten 

Rügen detailliert auseinander und gelangten analog der Vorinstanz zum 

Schluss, dass der angefochtene Plangenehmigungsbeschluss an keinen 

relevanten Verfahrensmängeln leide, auf einer umfassenden 

Interessensabwägung basiere und daher denn auch zu bestätigen sei.

4. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2004 vereinigte der Instruktionsrichter gestützt 

auf Art. 32 VGG die beiden Rekursverfahren R 04 80 und R 04 81; zudem 

gewährte er den Rekursen die aufschiebende Wirkung.

5. Am 12. November 2004 führte eine Delegation der IV. Kammer des 

Verwaltungsgerichts einen Augenschein durch, an welchem Rekurrent 1, 

jeweils ein Vertreter der Rekurrenten 2 mit ihrem Rechtsvertreter, der Jurist 

für Raumplanung beim DIV zusammen mit einem Vertreter des ANU, 

Vertreter der Rekursgegnerinnen 2 mit ihrem Rechtsanwalt, die beigeladene 

Planerin sowie ein ortsansässiger Landwirt teilnahmen. Nach einem gerafften 

Überblick über das Golfprojekt durch die Planerin im Schulhaus Schluein 

wurde allen Anwesenden an verschiedenen Standorten (Standort 1: 

Crusch/Flachmoor Quadras; Standort 2: Nähe altes Schützenhaus; Standort 

3: Hügel im Projektperimeter) Gelegenheit erteilt, sich anhand der 

Örtlichkeiten auch noch mündlich ausführlich zu allen aufgeworfenen Fragen 

zu äussern. Seitens der Rekurrenten verschiedene Akten (u.a. diverse 

Kartenausschnitte „Plaun“/Sagogn mit Brutrevieren verschiedener 

Vogelarten, Broschüren SVS) eingereicht.

6. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels erhielten die Parteien die 

Gelegenheit, sich zum Protokoll des Augenscheines und den Akteneinlagen 

zu äussern und die von ihnen eingenommenen Rechtsstandpunkte zu 

ergänzen und zu vertiefen.

7. In einer ergänzenden Eingabe vom 27. Januar 2005 nahmen die Rekurrenten 

1 und 2 noch zu den von den Rekursgegnerinnen 2 im Rahmen der Duplik 

neu eingereichten Unterlagen Stellung.

Auf die Ausführungen der Parteien am Augenschein und die weiteren 

Darlegungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die Rekurslegitimation der Rekurrenten 2 ist zu Recht unbestritten geblieben. 

Rekurrent 1 seinerseits hat lediglich den Genehmigungsentscheid, nicht aber 

den für ihn negativen Beschwerdeentscheid, angefochten. Angesichts des 

Verfahrensausganges braucht darauf jedoch nicht weiter eingegangen 

werden. Auf die beiden Rekurse ist daher einzutreten.  

2. Der Förderverein Golfplatz Sagogn – Schluein plant die Erstellung und den 

Betrieb einer 18 Loch-Golfplatzanlage mit Driving Range im Gebiet Plaun (auf 

Gebiet der Gemeinden Sagogn und Schluein). Die Anlage selbst erstreckt 

sich über eine Fläche von rund 56 ha. Das Clubhaus und die 

Parkierungsanlage (ca. 100 Abstellplätze) sind am westlichen Siedlungsrand 

von Sagogn in einer Bauzone (Gewerbezone) vorgesehen. Unbestritten ist, 

dass Golfplatzanlagen dieser Grössenordnung bereits aufgrund ihrer 

Auswirkungen auf Raum, Umwelt und Erschliessung der Planungspflicht 

(Richt- und Nutzungsplanung) unterliegen. Die raumplanerische 

Voraussetzung der Richtplanung wurde für das streitige Projekt mit dem von 

der Regierung am 19. November 2002 (RB Nr. 1621) genehmigten 

Regionalen Richtplan Surselva „Konzept Golfanlagen“ geschaffen. Der 

geplante Golfplatz bildet dabei Bestandteil des regionalen Golfkonzeptes, 

welches den Bau von drei neuen 18-Loch-Golfplätzen vorsieht. Das Vorhaben 

ist (wie auch die beiden anderen) mit dem Koordinationsstand „Festsetzung“ 

enthalten, wobei die regierungsrätliche Genehmigung sowohl des Konzeptes 

als auch der einzelnen Standortfestlegungen unter dem generellen Vorbehalt 

der Ergebnisse einer UVP erfolgte. Der vorgesehene Standort stimmt 

konzeptionell mit den Zielsetzungen der kantonalen Raumordnung (vgl. RIP 

GR 2000, Kap. 4.4 „Spezielle Freizeitanlagen und -nutzungen“; Bezeichnung 

als Tourismusraum) überein. Mit der streitigen projektbezogenen 

Nutzungsplanung haben die Standortgemeinden nun auf Stufe Grundordnung 

mit aufeinander abgestimmten Nutzungsplänen (Zonenplan, Genereller 

Gestaltungsplan, Genereller Erschliessungsplan) die planerischen 

Voraussetzungen geschaffen, um in einer nachfolgenden Verfahrensphase 

nach Massgabe eines noch auszuarbeitenden konkreten Bauprojektes das 

erforderliche Baubewilligungsverfahren sowie das Bewilligungsverfahren 

nach Spezialgesetzgebung durchführen zu können.

3. a) Anfechtungsobjekt bildet die von der Regierung mit Beschluss Nr. 1128 vom 

10./11. August 2004 mit diversen Bedingungen und Auflagen genehmigte 

Teilrevision auf Gebiet der Gemeinden Sagogn und Schluein. Die 

Besonderheit dieser Teilrevision der Ortsplanung Golfplatzbereich 

(bestehend aus einer Änderung des Baugesetzes, dem Zonenplan 1:5'000, 

dem Generellen Gestaltungsplan und dem Generellen Erschliessungsplan 

1:5’000) liegt im Wesentlichen darin, dass es sich um eine projektbezogene 

Nutzungsplanung handelt. Im erwähnten Entscheid hat die Regierung die von 

den Rekurrenten 2 - 6 erhobenen Beschwerden abgewiesen und die Planung 

genehmigt. Mit separatem Beschluss (Nr. 1130) hat sie gleichentags auch die 

Beschwerde des heutigen Rekurrenten 1 abgewiesen. Gegen den 

Genehmigungs- und Beschwerdeentscheid kann gestützt auf Art. 61 Abs. 2 

KRG Rekurs an das Verwaltungsgericht erhoben werden. Praxisgemäss 

erstreckt sich die Überprüfungsbefugnis des Verwaltungsgerichtes im 

Rekursverfahren auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder 

Missbrauch des Ermessens sowie unrichtige oder unvollständige Feststellung 

des Sachverhaltes. Das Verwaltungsgericht überprüft somit den Sachverhalt 

und die Rechtsfragen frei. Dagegen beurteilt es nicht, ob der angefochtene 

Entscheid zweckmässig oder angemessen sei. Amtete die Regierung nicht 

nur als Genehmigungs-, sondern - wie vorliegend - auch als erste 

Beschwerdeinstanz und ist das Verwaltungsgericht somit zweite kantonale 

Rechtsmittelbehörde, gilt auch in Ortsplanungssachen die Kognition nach Art. 

53 lit. a VGG (PVG 1999 Nr. 44, 1997 Nr. 49, 1996 Nr. 42).

b) Ausgehend von der im eidgenössischen Raumplanungsgesetz (RPG) 

statuierten allgemeinen Planungspflicht (Art. 2 RPG) liegt die Kompetenz zur 

Festlegung der Nutzungsordnungen bei den Kantonen. Der Kanton 

Graubünden hat diese Aufgabe den Gemeinden übertragen (Art. 4 Abs. 1 

KRG), welchen u.a. bei der Ausscheidung von Zonen und der Festlegung der 

massgeblichen Zonenbestimmungen ein erheblicher Ermessens- und 

Beurteilungsspielraum zugestanden wird. Das Festsetzungsverfahren wird 

durch eine umfassende Interessenabwägung und durch demokratische 

Mitwirkungsrechte (vgl. Art. 37 Abs. 2 KRG) geprägt. Während die 

Interessenabwägung der Konkretisierung des Planungsermessens und der 

Wahl des optimalen Standorts (BGE 117 Ia 363) dient, sichern die 

Mitwirkungsrechte die demokratische Abstützung des Planungsentscheides. 

Sie stellen sicher, dass die Bevölkerung über die Ziele und den Ablauf der 

Planung orientiert wird (Art. 4 Abs. 1 RPG) und in angemessener Weise an 

der Entscheidfindung teilhaben kann (Art. 4 Abs. 2 RPG). Das Bundesrecht 

verlangt ferner, dass die Nutzungspläne durch eine kantonale Behörde zu 

genehmigen sind (Art. 26 Abs. 1 RPG; Art. 37 Abs. 3 KRG); dabei sind die 

Bestimmungen über die Verfahrenskoordination sinngemäss anwendbar (Art. 

25a Abs. 4 RPG; Schmid Gian, Projektbezogene Nutzungsplanung im Gebiet 

ausserhalb der Bauzonen, Dissertation, Zürich 2001, S. 57 f. mit weiteren 

Hinweisen). Die Raumpläne (z.B. die Sachpläne und Konzepte des Bundes, 

Art. 13 RPG; die Richtpläne der Kantone und Regionen, Art. 6 RPG; die 

kommunalen Nutzungspläne, Art. 14 ff. RPG, die Sondernutzungspläne) 

stellen zusammen mit der Baubewilligung, der Ausnahmebewilligung für 

Bauten ausserhalb der Bauzonen und weiteren raumrelevanten Grundlagen 

(u.a. Handlungsbeiträge der öffentlichen Hand; Normen des Baupolizeirechts, 

des Landschaftsschutzes, der Erschliessung und Ausstattung) in ihrer 

Gesamtheit ein System zur Bewältigung räumlicher Aufgaben dar. Jedes 

Instrument hat einen eigenen Anwendungsbereich, welcher sich wiederum 

aus dem Anwendungsbereich der übrigen Instrumente ergibt. Lehre und 

Rechtsprechung bezeichnen das Zusammenspiel der erwähnten Instrumente 

als „planerischen Stufenbau“. Werden die Instrumente in eine Reihe gestellt, 

zeigt sich vereinfacht „ein gleitend sich änderndes Verhältnis von Gemein- 

und Individualbezug“. Je stärker ein Instrument die Raumordnung zu 

beeinflussen vermag, desto höher sind die rechtsstaatlichen Anforderungen 

an das Verfahren. Der planerische Stufenbau sichert damit nicht nur die 

sachadäquate Bewältigung räumlicher Aufgaben, sondern auch die 

Einhaltung der demokratischen Rechte und des Gewaltenteilungsprinzips. 

Dabei erfolgt die Einordnung bedingt durch die offene Normierung nicht nach 

starren Kriterien, sondern nach der Typik der zu lösenden Aufgabe. Der 

Umstand, dass das RPG die Zuordnung einer Aufgabe nicht schematisch 

vornimmt, besagt aber nicht, dass die Instrumente untereinander gleichwertig 

sind. Vielmehr gehen Lehre und Rechtsprechung vom Grundsatz des 

Vorrangs der Planung aus, ohne diese aber zu verabsolutieren (vgl. zum 

Ganzen: Schmid, a.a.O., S. 64 ff. mit weiteren Hinweisen). Eine eigentliche 

Wahlmöglichkeit zwischen den Instrumenten besteht zwar nicht, doch steht 

den Behörden bei der Bestimmung des massgeblichen Instrumentes ein 

gewisser Ermessensspielraum offen. So ist es möglich, dass der Entscheid 

zugunsten eines bestimmten Instrumentes ausfällt, obschon bei einer 

anderen Gewichtung der Interessen auch die Wahl eines anderen 

Instrumentes denkbar gewesen wäre (BGE 115 Ib 313). Eine 

Rechtsverletzung liegt daher erst dann vor, wenn der Entscheid betreffend die 

Wahl des (raumplanerischen) Instrumentes nicht mehr sachlich begründbar 

ist (Schmid, a.a.O., S. 69). Unter dieser Optik sind im Folgenden die 

verschiedenen von den Rekurrenten gegen den ausführlich begründeten 

Genehmigungsentscheid vorgebrachten formellen und materiellen Rügen zu 

prüfen.

Formelle Einwände

4. a) Verzicht auf Augenschein im Beschwerdeverfahren

In formeller Hinsicht beklagen sich die Rekurrenten darüber, dass die 

Vorinstanz in der Sache selbst entschieden habe, ohne den von ihnen 

beantragten Augenschein durchzuführen. An ihrem Antrag haben sie auch 

nach dem vom Verwaltungsgericht am 12. November 2004 durchgeführten 

Augenschein festgehalten. 

Mit ihrem Einwand machen sie sinngemäss eine Verletzung ihres Anspruchs 

auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und der für das 

Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz massgeblichen kantonalrechtlichen 

Verfahrensvorschriften (Art. 4 ff. VVG) geltend. Ihrem Einwand ist jedoch kein 

Erfolg beschieden. Weder aus den erwähnten kantonalrechtlichen 

Bestimmungen noch aus der bundesrechtlichen Mindestgarantie von Art. 29 

Abs. 2 BV ergibt sich eine Pflicht der Behörde, auf Antrag einer Partei in jedem 

Fall einen Augenschein durchzuführen. Vielmehr ist eine Behörde befugt, 

einen Beweisantrag abzulehnen, wenn sie in willkürfreier Würdigung der 

bereits erhobenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche 

Sachverhalt sei genügend abgeklärt und die weitere Beweisführung werde 

ihre Überzeugung nicht mehr ändern (vgl. BGE 124 I 241 E. 2; 122 V 157 E. 

1d; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505). Insbesondere ist es einer urteilenden Behörde 

nicht verwehrt, auf einen Augenschein zu verzichten, wenn aufgrund der 

gesamten Umstände feststeht, dass dieser am Ergebnis nichts zu ändern 

vermöchte (BGE 112 Ia 198 E. 2b). Vorliegend ist die Vorinstanz angesichts 

der ihr zur Verfügung stehenden, umfangreichen Projekt- und 

Genehmigungsunterlagen (u.a. diverse Berichte, Planunterlagen, 

Fotodokumentationen, der verwaltungsinterne Stellungnahmen und 

Beurteilungsbericht, etc.) zum Schluss gelangt, dass sich der 

rechtserhebliche Sachverhalt mit hinreichender Klarheit aus den Akten ergebe 

und dass der beantragte Augenschein daran nichts zu ändern vermöchte. 

Diese Beurteilung erscheint durchaus vertretbar und der Verzicht auf die 

Durchführung eines Augenscheins im Beschwerdeverfahren lässt sich nicht 

beanstanden.

Selbst wenn jedoch darin eine Verletzung des Anspruchs auf rechtlichen 

Gehörs erblickt werden müsste, vermöchten sie daraus nichts zu Gunsten 

ihrer Begehren ableiten. Das Verwaltungsgericht kann nämlich den 

angefochtenen Entscheid in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei 

überprüfen (PVG 1999 Nr. 44; zu den Voraussetzungen der Zulässigkeit einer 

ausnahmsweisen Heilung im Rechtsmittelverfahren: BGE 126 I 72 Erw. 2, 116 

Ia 95 Erw. 2) und den Rekurrenten ist aus dem Verzicht auf Durchführung 

eines Augenscheins im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren auch kein 

rechtlich relevanter Nachteil entstanden. Dies umso weniger, als im 

vorliegenden Rekursverfahren ein Augenschein durchgeführt wurde und 

ihnen umfassend die Möglichkeit geboten wurde, sich zu allen Fragen sowohl 

schriftlich aus auch mündlich umfassend zu äussern. Ein allfälliger Mangel 

dürfte daher, nicht zuletzt auch aus prozessökonomischen Überlegungen, als 

nachträglich geheilt erachtet werden.

b) Interessenkollissionen der beteiligten Gemeindepräsidenten

Die Rekurrenten kritisieren, dass der das Golfplatzprojekt vorantreibende 

Präsident des Golfplatz-Fördervereins zugleich Gemeindepräsident von 

Schluein, und der Vizepräsident des Vereins zugleich Gemeindepräsident von 

Sagogn sei. In dieser Konstellation offenbare sich eine Interessenkollision, 

welche grösser kaum sein könne. Denn als Vorstandsmitglied des 

Fördervereins müsse man darauf hinwirken, dass die erforderlichen 

Bewilligungen erteilt würden; wohingegen man als Gemeindepräsident 

verpflichtet sei, sämtliche auf dem Spiel stehende Interessen 

unvoreingenommen gegeneinander abzuwägen, was bei dieser Konstellation 

weder möglich noch rechtlich zulässig sei. 

Mit ihrem Einwand der Interessenkollision machen die Rekurrenten 

sinngemäss eine Verletzung von kommunalen und/oder kantonalen 

Ausstandsregeln (im Sinne von Art. 23 Abs. 1 des kantonalen 

Gemeindegesetzes [GG] sowie den analogen Bestimmungen in den 

kommunalen Verfassungen [vgl. Art. 13 GV Sagogn]) geltend. Gemäss den 

erwähnten Bestimmungen hat ein Mitglied einer Gemeindebehörde oder der 

Gemeindeversammlung bei Verhandlungen und Abstimmungen über eine 

Angelegenheit in Ausstand zu treten, wenn es selbst oder einer seiner 

Verwandten bis zu einem bestimmten Grad daran ein unmittelbares und 

persönliches Interesse hat. Vorliegend können sie daraus jedoch nichts zu 

Gunsten ihrer Begehren ableiten. Abgesehen davon, dass sich aus der 

Funktion der beiden Gemeindepräsidenten als leitende Funktionäre des 

Fördervereins noch kein unmittelbares und persönliches Interesse im Sinne 

der erwähnten Bestimmungen ableiten lässt, erweist sich der rekurrentische 

Einwand aber auch aus einer anderen Überlegung als unbegründet. Wie das 

Verwaltungsgericht nämlich in einem ähnlich gelagerten Fall (VGU U 04 123) 

erkannt hat, finden bei der Beschlussfassung über den Erlass oder die 

Abänderung kommunaler Bauordnungen oder Zonenpläne an 

Gemeindeversammlungen die Ausstandsvorschriften von Art. 23 GG (bzw. 

jene des kommunalen Rechts), gar keine Anwendung, weil es sich um ein 

Gesetzgebungsverfahren handelt, in welchem die Ausübung des Stimmrechts 

gewährleistet sein muss. In jenem Entscheid hat es ausgeführt:

„Die Gesetzgebung in Gemeindeangelegenheiten obliegt in Gemeinden ohne 
Gemeinderat gemäss Art. 9 lit. b GG unentziehbar der 
Gemeindeversammlung oder der Urnenabstimmung. Aus diesen 
Bestimmungen erhellt, dass der kantonale Gesetzgeber einem 
demokratischen kommunalen Gesetzgebungsverfahren grosse Bedeutung 
beimisst. Der Entscheid über kommunale Erlasse, bei denen öfters eine 
gewisse Anzahl Stimmbürger ein mehr oder weniger starkes persönliches 
Interesse am Verhandlungsgegenstand aufweist, ist vom kantonalen 
Gesetzgeber demnach bewusst in den Zuständigkeitsbereich der 
Gemeindeversammlung bzw. der Urnenabstimmung gelegt worden. Dass die 
betroffenen Eigentümer ihr Stimmrecht hier uneingeschränkt ausüben 
können, entspricht dem Sinn dieser demokratischen Einrichtung. Das muss 
besonders im Bereich der Ortsplanung Geltung haben. Sonst müssten beim 
Erlass von Bauvorschriften oder Plänen der Grundordnung, welche vielen 
Eigentümern Vor- und Nachteile bringen, diese konsequenterweise alle in den 
Ausstand treten. In kleineren Gemeinden, in denen das Eigentum in der Regel 
breit gestreut ist, würde jedoch mit einer derart weitgehenden 
Ausstandsbestimmung die Funktionsfähigkeit der Versammlungsdemokratie 
in Frage gestellt, weil so grosse Teile der Stimmbürgerschaft von der 
Mitwirkung ausgeschlossen wären.“ 
Im Lichte der geschilderten Praxis erweist sich daher der von den Rekurrenten 

erhobene Einwand der unzulässigen Interessenkollision der beiden 

Behördenvertreter so oder anders als nicht entscheidrelevant.

c) Verfahrensmängel bei der Genehmigung des RRIP

Die Rekurrenten stellen sich auf den Standpunkt, dass die projektbezogene 

Nutzungsplanung nicht genehmigt werden dürfe, weil bereits der regionale 

Richtplan, auf welchem die streitige Planung basiere, ohne die 

vorgeschriebene Interessenabwägung durch die Regierung zustande 

gekommen sei. Sie verlangen daher im vorliegenden Verfahren die 

vorfrageweise Überprüfung des regionalen Richtplans mit dem 

übergeordneten Recht. 

Praxisgemäss können im Rechtsschutzverfahren, das betroffenen 

Grundeigentümern u.a. gegenüber die nachfolgenden Nutzungspläne zur 

Verfügung steht, auch Anweisungen des Richtplanes überprüft werden, 

sofern und soweit geltend gemacht wird, diese verletzten verfassungsmässige 

Rechte der Betroffenen (BGE 107 Ia 77 ff.). Hält man sich nun den vom RPG 

vorgegebenen planerischen Stufenbau „Richtplanung - Nutzungsplanung - 

Baubewilligungsverfahren“ (vgl. dazu BGE 115 Ia148 ff.), die jeweiligen 

Zuständigkeiten und den mit Planungsaufgaben betrauten Behörden bei der 

Erfüllung ihrer Aufgaben zustehenden Ermessensspielraum vor Augen (vgl. 

Art. 2 Abs. 3 RPG) erhellt jedoch, dass der rekurrentische Einwand ins Leere 

zielt. Abgesehen davon, dass weder der (vom Bundesrat genehmigte) 

Kantonale Richtplan, noch der Regionale Richtplan (Planungsträger: 

Gemeindeverband) mit Blick auf die nachfolgende Planungsphase, nämlich 

die Ausarbeitung und Inhalt der das Grundeigentum direkt beschränkenden 

Nutzungspläne, irgendwelche erhebliche Vorwirkungen ausüben, ist nicht 

ersichtlich, inwiefern die Rekurrenten in ihren verfassungsmässigen Rechten 

verletzt worden sein könnten. Im Lichte der planungsrechtlichten Ordnung und 

Zuständigkeiten war die Regierung jedenfalls nicht gehalten, die tangierten 

Interessen eigenständig zu erheben. Ihre Aufgabe bestand vielmehr darin, 

nachzuprüfen, ob der regionale Planungsträger stufengerecht und umfassend 

die Interessen erhoben und abgewogen hat. Die Überprüfung und 

Interessenabwägung hat die Regierung in der Folge pflichtgemäss 

vorgenommen. In Respektierung des der Region zustehenden 

Ermessensspielraumes (Art. 2 Abs. 3 RPG) hat sie den Regionalen Richtplan 

„Konzept Golfanlagen“ im Sinne der Erwägungen und mit verschiedenen 

Auflagen für die Folgeverfahren (Abklärungen hinsichtlich der 

Finanzierbarkeit, der betriebswirtschaftlichen Nachhaltigkeit, der Regelung 

der Rückbauthematik, der Auswirkungen auf die Land- und Alpwirtschaft) 

sowie u.a. unter dem generellen Vorbehalt der Ergebnisse der erforderlichen 

UVP genehmigt. Davon, dass die Regierung im Zusammenhang mit der 

Genehmigung des regionalen Richtplans keine genügende, stufengerechte 

Interessenabwägung vorgenommen habe, kann keine Rede sein. 

d) Fehlende Prüfung von Alternativstandorten

Unzutreffend ist der Einwand, es seien keine besseren Standorte in der 

Region gesucht worden. Notorisch ist, dass in der Region Surselva seit den 

frühen 90er Jahren verschiedene Standorte für Golfprojekte diskutiert, näher 

geprüft und zum Teil auch wieder verworfen wurden (so z.B. ein Projekt auf 

Gemeindegebiet Laax). Das Ergebnis der intensiven Diskussionen und 

umfangreichen Abklärungen (u.a. zu den Standortfragen) innerhalb der 

Region fand bereits 1993 Eingang in das Bestandteil des Regionalen 

Richtplanes bildende regionale Konzept Golfanlagen, mit den seither erfolgen 

Änderungen (so 1997 und 2001). Die Weichen für den im vorliegenden 

strittigen Standort wurden bereits in dem vom Bundesrat am 19. September 

2003 genehmigten Richtplan Graubünden 2000 „gestellt“, indem dort im 

Kapitel 4.4 „spezielle Freizeitanlagen und -nutzungen“ (S. 87 ff.) die 

generellen Leitüberlegungen (Zielsetzungen, Grundsätze) und 

Verantwortungsbereiche für spezielle Freizeitanlagen (so u.a. Golfanlagen) 

festgelegt wurden. Spezielle Freizeitanlagen zeichnen sich durch einen 

grössere Flächenbedarf und grössere räumliche Auswirkungen aus. Eine 

solche spezielle Freizeitanlage (Golf) ist in der Bestandteil des RIP 2000 

bildenden thematischen Karte Tourismus im Gebiet Sagogn/ Schluein (als 

Tourismusraum/städtischer Raum ausgeschieden) bezeichnet worden. Die 

konzeptionelle Koordination und Festsetzung dieses Standortes (wie auch der 

weiteren im Bündner Oberland vorgesehenen) Golfanlagen erfolgte (u.a. 

unter Vorbehalt der Ergebnisse der UVP) in dem von der Regierung am 

19./20. November 2002 genehmigten Regionalen Richtplan Nr. 2540 (neues 

Konzept Golfanlagen). Der Einwand der fehlenden Prüfung von 

Alternativstandorten geht offenkundig fehl. Festzuhalten bleibt, dass mit dem 

innerhalb der Tourismusregion Flims-Laax (vgl. RIP 2000, Thematische Karte 

Tourismus) gelegenen Standort angesichts der diversen rechtlichen und 

tatsächlichen Vorgaben an eine attraktive, nachhaltig betreibbare Golfanlage 

in der Gruob wohl ein Optimum gefunden wurde. Der Standort befindet sich 

in unmittelbarer Nähe der grössten touristischen Destination der Surselva 

(Flims-Laax-Falera) und die geplante Anlage wird als einzige alle Vorgaben 

erfüllen, die es erlauben, dass inskünftig wettkampfmässig auf höchstem 

Niveau Golf gespielt werden kann. Kein anderer Standort, weder in der 

Surselva noch in der Gruob, ist auch nur annähernd in der Lage, die an eine 

solche Anlage gestellten Anforderungen zu erfüllen. Auch seitens der 

Rekurrenten, welche von den Planungsträgern aller Stufen bereits frühzeitig 

in die Planungen einbezogen wurden, konnte denn auch kein anderer, 

vergleichbarer Alternativstandort bezeichnet werden und ein solcher ist für 

das Gericht auch nicht ersichtlich. 

e) Etappierungs- und Priorisierungsproblematik

Die Rekurrenten bringen unter Hinweis auf die BUWAL-Empfehlung Golf 

(Empfehlung 1) vor, der regionale Richtplan „Konzept Golfanlagen“ verstosse 

gegen Art. 1 und 3 RPG, weil trotz nicht nachgewiesener Rentabilität von einer 

(behördlichen) Etappierung und Priorisierung abgesehen worden sei. Damit 

werde letztlich eine sachgerechte Interessenabwägung verunmöglicht. 

Wie es sich damit verhält, kann letztlich offen bleiben. Abgesehen davon, dass 

die BUWAL-Empfehlungen für das Gericht nicht verbindlich sind, und dass 

von einer (behördlichen) Etappierung der einzelnen in der Golfregion Surselva 

geplanten Golfplätze bereits im Genehmigungsbeschluss zum Regionalen 

Richtplan „Konzept Golfanlagen“ (vg. RB Nr. 1621 vom 19. November 2002, 

S. 5 ff.) unter bestimmten Bedingungen (Nachweis der Finanzierbarkeit der 

Errichtung sowie der betriebswirtschaftlichen Nachhaltigkeit jedes einzelnen 

Golfplatzes; Einbezug der Rückbauthematik und Sicherstellung finanzieller 

Rückstellungen) abgesehen worden ist, kommt der von den Rekurrenten 

aufgeworfenen Frage aktuell keine entscheidrelevante Bedeutung mehr zu. In 

den anderen drei Standortgemeinden der Surselva sind nämlich die 

Golfanlagen z.T. bereits erstellt (Sedrun) worden, resp. ist die Baubewilligung 

bereits erteilt und der Spatenstich erfolgt (Brigels, 7. Mai 2005). Die 

projektbezogene Nutzungsplanung Obersaxen/Dachli/Armsch wiederum hat 

die Regierung mit Beschluss vom 26. April 2005 genehmigt. Nachdem die 

Umweltschutzorganisationen diesbezüglich von vornherein auf einen 

Weiterzug verzichtet haben, und dem Vorhaben auch sonst keine Opposition 

erwachsen ist, ist der Genehmigungsbeschluss zwischenzeitlich denn auch 

unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

Selbst wenn im Übrigen die konkrete Umsetzung der vier in der Golfregion 

Surselva geplanten Anlagen noch nicht derart weit fortgeschritten wäre, liesse 

sich der vorinstanzliche Verzicht auf Anordnung einer (behördlichen) 

Etappierung und Priorisierung zugunsten einer „natürlichen“ Etappierung 

ohne weiteres vertreten. Anstelle langer Wiederholungen kann hierzu auf die 

zutreffenden, von der Regierung im erwähnten RB Nr. 1621 (vom 19./20. 

November 2002, S. 5 ff.) zum Regionalen Richtplan gemachten Ausführungen 

sowie auf die im angefochtenen Genehmigungsentscheid (vgl. S. 6/7) unter 

Hinweis auf den im Auftrag des Gemeindeverbandes Surselva erarbeiteten 

Fachbericht Wirtschaftlichkeit“ der Hanser und Partner AG vom 4. August 

2003 vorgebrachten Überlegungen verwiesen werden. Danach ist im Falle der 

Golfregion Surselva auf eine Etappierung verzichtet worden, weil die im 

Bericht geforderte intensive Zusammenarbeit (u.a. Schaffung gemeinsamer 

Angebote, gemeinsame Vermarktung der Angebote, enge Zusammenarbeit 

mit anderen regionalen Tourismusanbietern, Erschliessung kostenseitiger 

Synergiepotentiale) mit der Vereinbarung von Mai/Juni 2002 und mit dem 

Gesellschaftsvertrag Golfregion Surselva vom Herbst 2003 samt 

zugehörigem Strategiepapier geschaffen worden ist. Hinzu kommt, dass im 

Rahmen des jeweiligen Nutzungsplan-Genehmigungsverfahrens die 

Rechtmässigkeit (insbesondere die Umweltverträglichkeit) jeder einzelnen 

Anlage überprüft und festgestellt wurde. 

Soweit die Rekurrenten in diesem Zusammenhang noch verlangen, dass 

lediglich derjenige Golfplatz erstellt werden dürfe, welcher die geringsten 

Auswirkungen auf die Natur und Umwelt habe, vermögen sie daraus nichts zu 

Gunsten ihrer Begehren ableiten. Abgesehen davon, dass - wie eben erwähnt 

- bei drei der vier geplanten Anlagen bereits rechtskräftig feststeht, dass ihnen 

keine umweltrechtlichen oder sonstigen Ausschlussgründe entgegenstehen, 

bilden allfällige negative Auswirkungen eines Projektes nur ein Element in der 

erforderlichen Gesamtinteressenabwägung. Gleichrangig sind die weiteren in 

Art. 1 und 3 RPG aufgeführten Planungsziele und -grundsätze, was im 

Rahmen der Gesamtinteressenabwägung zu beachten sein wird (vgl. 

Tschannen, Kommentar RPG, Art. 3, N 15 ff.). Dabei wird zu beachten sein, 

dass angesichts der grossen strukturellen Probleme in der Surselva dem 

wirtschaftlichen Interesse an der Realisierung der Anlage(n) eine grosse 

Bedeutung zukommt. Hinzu kommt, dass im vorliegenden Verfahren lediglich 

die von der Vorinstanz hinsichtlich der streitigen Nutzungsplanung 

vorgenommene Prüfung der Umweltauswirkungen einer Anlage, nämlich 

jener in Sagogn/Schluein, sowie die aufgrund der Erkenntnisse 

vorgenommene vorinstanzliche Gesamtinteressenabwägung zu überprüfen 

sind.

f) Nachweis der Finanzierbarkeit

Die Rekurrenten erachten es als unzulässig, wenn die Regierung im 

angefochtenen Nutzungsplan-Genehmigungsbeschluss (Ziff. 1 lit. a) den 

Nachweis der längerfristigen betriebswirtschaftlichen Nachhaltigkeit 

(Finanzierbarkeit) des Golfplatzes erneut auf ein nachfolgendes Verfahren, 

das Baubewilligungsverfahren, verschoben hat, statt den Nachweis bereits als 

Voraussetzung für die Genehmigung der Nutzungsplanung zu verlangen. Ein 

solches Vorgehen sei nicht stufengerecht und verhindere zudem eine regional 

oder überregional koordinierte Anwendung der Planungsgrundsätze. Aus 

ihrem Einwand vermögen die Rekurrenten jedoch nichts zugunsten ihrer 

Begehren ableiten. Dies auf folgenden Überlegungen: 

Gemäss Art. 14 Abs.1 RPG ordnen die Nutzungspläne die zulässige Nutzung 

des Bodens, wobei sich diese wiederum an den Anordnungen im Richtplan 

auszurichten hat. Das nachgelagerte Baubewilligungsverfahren dient 

wiederum der Feststellung, dass dem Bauvorhaben kein baupolizeiliches 

Hindernis entgegensteht, es insbesondere den im Nutzungsplan 

ausgedrückten räumlichen Ordnungsvorstellungen (BGE 116 Ib 53, 113 lb 

374), sowie allen übrigen planerischen wie auch den baupolizeilichen 

Vorschriften entspricht (so bereits BGE 103 lb 209, 108 la 5). Vorliegend 

angefochten ist nun nicht eine allgemeine Nutzungsplanung (mit den darin 

aufzunehmenden grundsätzlichen räumlichen Ordnungsvorstellungen), 

sondern eine das Gebiet zweier Gemeinden tangierende, bereits sehr viele 

individuelle und konkrete Elemente aufweisende, projektbezogene 

Nutzungsplanung. In dieser sind die konkrete Nutzung des Bodens bzw. die 

räumlichen Ordnungsvorstellungen bereits sehr detailliert festgelegt worden. 

Der relativ hohe Detaillierungsgrad der Planung und die damit 

einhergehenden vertieft erfolgten Abklärungen lassen es nun durchaus zu, 

dass die abschliessende Beantwortung von Fragen (wie z.B. jene der 

betriebswirtschaftlichen Nachhaltigkeit) ins Baubewilligungsverfahren 

verlagert wird. Gerade in Fällen wie dem vorliegenden, wo das Thema der 

Wirtschaftlichkeit von vier Golfplätzen auf Stufe Regionaler Richtplan 

bearbeitet worden ist und wo hinsichtlich der Machbarkeit der einzelnen 

Anlagen dann vom GVS parallel zum Nutzungsplanverfahren weitere 

vertiefte, grundsätzliche Abklärungen getroffen worden sind (vgl. den 

erwähnten Bericht BHP mit den darin gezogenen und von der Region 

umgesetzten Schlüssen), erscheint es zweckmässig und sachgerecht, den 

Nachweis der Finanzierbarkeit der konkreten Anlage erst im 

Baubewilligungsverfahren beibringen zu lassen. Von einem nicht 

stufengerechten Vorgehen könnte dann gesprochen werden, wenn 

allgemeine raumwirksame und/oder umweltrelevante Fragen und 

Sachverhaltsabklärungen (z.B. der Einfluss des Projektes auf Natur und 

Umwelt [vgl. BGE 120 lb 214 Erw. 6; URP/DEP 1997 S. 149], auf die 

Erschliessung, auf die Landschaft) ins Baubewilligungsverfahren verlagert 

worden wären. Solches ist vorliegend – wie nachstehend noch aufzuzeigen 

ist - jedoch nicht der Fall. Die Verlagerung der Erbringung des konkreten 

Nachweises der Finanzierbarkeit der Anlage ins Baubewilligungsverfahren 

erweist sich angesichts der bereits getätigten, umfangreichen Abklärungen 

und der daraus resultierenden zahlreichen und sehr fundierten Unterlagen 

aber auch unter der Optik des Verhältnismässigkeitsprinzips als richtig. Dies 

umso mehr, als im Rahmen der Baubewilligung die in der angefochtenen 

Nutzungsplanung festgelegte Golfanlage nur soweit zum Bau freigegeben 

werden darf, als deren Betrieb als finanziell abgesichert eingestuft werden 

kann. Sodann ist der erforderliche Nachweis im Rahmen eines BAB-

Zustimmungsverfahrens zu erbringen, in welchem Betroffene wiederum die 

Möglichkeit haben, allfällige Bedenken und Einwände einzubringen. Auch aus 

dieser Sicht betrachtet erweist sich das vorinstanzliche Vorgehen als richtig 

und stufengerecht. Im Übrigen ist auch keine gesetzliche Bestimmung 

ersichtlich, welche – wenn wie vorliegend genügende 

Sachverhaltsabklärungen getroffen worden sind - die Verlagerung dieser (und 

vergleichbarer) Fragen ins Baubewilligungsverfahren verbieten würde (vgl. 

oben Ziff. 3 in fine). Der Einwand der fehlenden Stufengerechtigkeit erweist 

sich damit als unbegründet.

g) Nachweis der Verfügbarkeit des Bodens

Die Rekurrenten bemängeln in diesem Zusammenhang auch die ihres 

Erachtens für eine Genehmigung unzureichenden Abklärungen hinsichtlich 

der Verfügbarkeit des für den Golfplatz benötigten Landes. Dies sei umso 

problematischer, als bereits jetzt feststehen würde, dass Rekurrent 1 und 

seine Verwandten der Trägerschaft ihr Land für diesen Zweck nicht zur 

Verfügung stellen würden. Die Regierung handle in dieser Frage 

inkonsequent, wenn sie das Genehmigungsverfahren bezüglich des 

westlichen Teils des Beizugsgebiets gerade mit dem Argument der noch 

laufenden Verhandlungen zwischen Förderverein und Bewirtschaftern sistiert 

habe. Auch dieser Einwand geht im Ergebnis fehl.

Wie sich bereits dem Plan „Golfplatzprojekt/Stand Landerwerb September 

2004“ entnehmen lässt, sind sehr weitgehende Abklärungen hinsichtlich der 

Verfügbarkeit des Bodens getroffen worden. Die konkrete (vertragliche) 

Sicherung des für den Golfplatz erforderlichen Bodens ist bereits sehr weit 

gediehen, weshalb hinsichtlich der Realisierbarkeit des Projekts keine 

grundsätzlichen Bedenken mehr bestehen. Dies umso weniger, als am 

Augenschein die Rekursgegner anhand des bei den Akten liegenden Plans 

und der Golfplatzprojektunterlagen nachvollziehbar darlegen konnten, dass 

der Bau und der Betrieb der geplanten 18 Loch-Golfanlage durch den 

Umstand, dass Rekurrent 1 und seine Verwandten ihr Land der Trägerschaft 

für diesen Zweck nicht zur Verfügung stellen wollen, nicht gefährdet ist, zumal 

im Rahmen des GGP auch noch kleinräumig Ergänzungen möglich sind. Die 

Vorinstanz hat im Übrigen erkannt, dass nur ein kleiner Teil der betroffenen 

Grundeigentümer (noch) nicht Hand zu einer Lösung geboten Unter der Optik 

des Verhältnismässigkeitsprinzipes betrachtet war es aber geradezu geboten, 

die Planung unter diesem Aspekt trotzdem zu genehmigen. Es wäre jedenfalls 

angesichts der Grösse des Projektperimeters (rund 56 ha) und der bereits 

äusserst weit fortgeschrittenen Sicherung des Landes völlig 

unverhältnismässig, wenn sie verlangt hätte, dass die Trägerschaft bereits auf 

Stufe Nutzungsplanung den Nachweis über die Sicherung der Verfügbarkeit 

sämtlicher Grundstücke zu erbringen habe.

Unter dem Aspekt der fehlenden Verfügbarkeit des für den Golfplatz 

erforderlichen Landes hat lediglich der rekurrentische Einwand etwas für sich, 

dass die Vorinstanz in dieser Frage inkonsequent handle, weil sie das 

Genehmigungsverfahren im Bereich der Bahnen 4 – 7 sistiert habe. Im Lichte 

des oben Ausgeführten hätte sich jedenfalls auch die Genehmigung der 

Planung in diesem Bereich durchaus vertreten lassen. Nachdem die zur 

Diskussion stehende Sistierung für diesen Bereich jedoch auf ausdrücklichen 

Wunsch und nach Absprache mit den betroffenen Gemeinden sowie der 

Golfträgerschaft erfolgte und auch nichts ersichtlich ist, was aus 

planungsrechtlicher Sicht einer Sistierung entgegenstehen würde, kann von 

weiteren Ausführungen hierzu abgesehen werden.

h) Verletzung der Mitwirkungsrechte

Die Rekurrenten machen hinsichtlich der streitigen Nutzungsplanung eine 

Verletzung ihrer im RPG verankerten Mitwirkungsrechte geltend. Die Berichte 

der Agrofutura (Golfregion Surselva, Auswirkungen auf die Bereiche 

Landwirtschaft / Natur und Landschaft) vom Juli 2003 und der Bericht der 

Hanser und Partner AG vom 4. August 2003 (BHP) hätten nämlich den 

Berechtigten weder im Zeitpunkt der kommunalen Beschlussfassung im April 

2003, noch im Zeitpunkt der öffentlichen Auflage der Beschlüsse (Oktober 

2003) zur Verfügung gestanden. Die Gemeindeversammlungsbeschlüsse 

seien daher in Unkenntnis wesentlicher Entscheidgrundlagen zu zwei 

wesentlichen Bereichen (Auswirkungen auf die örtliche und ausserörtliche 

Landwirtschaft sowie der Wirtschaftlichkeit der Anlage) gefällt worden seien. 

Darin sei ein schwerer Verfahrensfehler zu erblicken.

Gemäss Art. 4 RPG unterrichten die mit Planaufgaben betrauten Behörden 

die Bevölkerung über Ziele und Ablauf der Planung nach diesem Gesetz (Abs. 

1). Sie sorgen dafür, dass die Bevölkerung bei Planungen in geeigneter Weise 

mitwirken kann (Abs. 2). In Konkretisierung der bundesrechtlich 

vorgesehenen Mitwirkungsrechte sieht Art. 37 Abs. 2 KRG vor, dass der 

Gemeindevorstand die Stimmberechtigten vor der Abstimmung angemessen 

orientiert und den Interessierten ermöglicht, Wünsche und Anträge 

einzureichen. Im Lichte dieser den Rahmen des Anspruchs auf Mitwirkung 

umschreibenden Bestimmungen erweist sich der rekurrentische Einwand als 

unzutreffend. Gemäss den Vorgaben im regierungsrätlichen Bericht zum 

Regionalen Richtplan Golfanlagen sind von dem durch den 

Gemeindeverband Surselva eingesetzten Golfrat (mit Einsitz von zwei 

Vertretern der Rekurrenten 2 - 6) im Einvernehmen mit denselben zur 

Komplettierung der Unterlagen noch zwei Studien in Auftrag gegeben und 

nach Vorliegen derselben ins Genehmigungsverfahren einbezogen worden, 

was zur umfassenderen Beurteilung zweifellos richtig und geradezu geboten 

war. Bei den beiden Berichten handelte es sich jedoch nicht um Unterlagen, 

die zur Ortsplanungsrevision gehörten, und bereits daher zum Zeitpunkt der 

Abstimmung den Stimmberechtigten auch nicht vorgelegt haben mussten. Im 

Übrigen kommt es in der Praxis regelmässig vor, dass im 

Genehmigungsverfahren (wie auch im nachfolgenden Rechtsmittelverfahren) 

noch ergänzende Berichte und Stellungnahmen eingeholt werden, welche 

zum Zeitpunkt der Beschlussfassung vor der Gemeinde noch nicht vorhanden 

waren. Der Vorwurf einer Verletzung der vom RPG garantierten 

Mitwirkungsrechte der Stimmberechtigten zielt aus dieser Sicht betrachtet ins 

Leere. Unbestritten ist, dass die Rekurrenten 2 - 6  angesichts ihrer 

Einsitznahme im Golfrat umgehend mit den beiden Berichten bedient worden 

sind und zudem Gelegenheit erhalten haben, dazu Stellung zu nehmen. Ohne 

Belang ist, dass sie diesen Einwand erstmals im vorliegenden Verfahren 

vorgebracht haben, da sie als zum Rekurs Legitimierte grundsätzlich alle 

Rügen anbringen dürfen, die für ihre Position Vorteile erwarten lassen und 

den Streitgegenstand betreffen (vgl. PVG 2003 Nr. 34 Erw. 2d).

i) Unzureichende Sachverhaltsabklärungen

aa) Land- und Alpwirtschaft / fehlende landwirtschaftliche Planung

Die Rekurrenten machen geltend, dass der Sachverhalt hinsichtlich der 

Auswirkungen des Golfplatzes auf die Alp- und Landwirtschaft unzureichend 

abgeklärt worden sei. Ihres Erachtens hätte eine landwirtschaftliche Planung 

erarbeitet werden müssen, welche konkrete Aussagen hinsichtlich der 

direkten und indirekten Auswirkungen auf die lokale/regionale Landwirtschaft 

mit und ohne Golfplatz enthalte. Ihnen kann nicht gefolgt werden. Zu diesem 

Thema sind (vgl. die Ausgangslage im UVB, Stand 2001, S. 41 ff.; 

Technischer Bericht, S. 18 ff.; Bericht der Agrofutura Frick) auf breiter Ebene 

ergänzende Unterlagen (vgl. z.B. die Übersicht der Betriebe in den 

Standortgemeinden - aktualisierte Version Herbst 2004, oder die Übersicht 

Landwirtschaftsbetriebe Sagogn, Schluein und Valendas mit 

Projektauswirkungen 2003/2004) erarbeitet und Stellungnahmen 

(Beurteilungsbericht des Amtes für Natur und Umwelt vom 31. März 2004, 

beinhaltend u.a. auch die Stellungnahmen des LBBZ Plantahof sowie des 

Amtes für Landwirtschaft, Strukturverbesserung und Vermessung) eingeholt 

worden, welche insgesamt betrachtet die Auswirkungen des Golfplatzes auf 

die bestehenden Landwirtschaftsbetriebe und deren 

Entwicklungsmöglichkeiten mit oder ohne Golfplatz mit der für ein 

Nutzungsplangenehmigungsverfahren erforderlichen Tiefe hinreichend 

beurteilen lassen (zum Materiellen, nachstehend 19. ff.). Von einer 

ungenügenden Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zufolge 

Verzichts auf Erarbeitung einer landwirtschaftlichen Planung im Sinne der 

rekurrentischen Vorbringen kann daher keine Rede sein. Dies umso weniger, 

als die Landwirtschaft aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung 

und dem damit verbundenen Strukturwandel generell im Rückgang begriffen 

ist und dass andere (Voll- und Neben-)Erwerbsmöglichkeiten resp. alternative 

Beschäftigungsmöglichkeiten (z.B. im Tourismus) in den Vordergrund 

getreten sind. Diese Entwicklung zeigt sich eindrücklich auch in der 

Landwirtschaft von Sagogn und Schluein (so z.B. anhand der unabhängig 

vom Golfplatz bereits erfolgten und/oder anstehenden Betriebsschliessungen 

bzw. -umstellungen). Diese Entwicklung lässt sich letztlich auch mit einer 

landwirtschaftlichen Planung nicht aufhalten. 

bb) Vegetation und Avifauna

Auch soweit die Rekurrenten in tatbeständlicher Hinsicht ungenügende 

Abklärungen hinsichtlich Vegetation und Avifauna rügen, vermögen sie 

daraus nichts zu Gunsten ihrer Begehren ableiten. Abgesehen von einer 

detaillierten Umschreibung des Ist-Zustandes, des Zustandes mit Projekt und 

einer Beurteilung (vgl. UVB, Kapitel 5.5 Biosphäre, S. 19 – 37) enthält der 

UVB in Anhang 6 eine relativ detaillierte Vegetationskartierung; zutreffend ist, 

dass hinsichtlich der Fauna im allgemeinen und der Avifauna im besonderen 

von einer Kartierungen abgesehen wurde. Im vorliegenden Rekursverfahren 

wurden nun am Augenschein seitens der Rekurrenten verschiedene 

Detailkartierungen im Massstab 1:5’000 (so z.B. Brutreviere des 

Braunkehlchens 2001 und 2002, des Neuntöters 1999, 2000, 2001 und 2002) 

sowie weitere Unterlagen zu den Akten gegeben und auf Standorte 

geschützter Orchideenarten im Bereich des Projektperimeters hingewiesen. 

Im Nachgang an den Augenschein erhielten die die Parteien Gelegenheit, sich 

dazu zu äussern (zum Materiellen, nachstehend 16 f.). Ein allfälliger Mangel 

in der Abklärung erweist sich damit als nicht entscheidend 

  

j) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die von den Rekurrenten geltend 

gemachten formellen Einwände keinen Anlass geben, den vorinstanzlichen 

Entscheid aufzuheben. Zu prüfen sind mithin die materiellrechtlichen Rügen.

Beurteilung Nutzungsplanung Golfanlage 

5. Nutzungsplanung als Voraussetzung für Golfanlagen

Dass Golfanlagen dieser Grössenordnung wegen ihrer Auswirkungen auf 

Raum und Umwelt eine Nutzungsplanung voraussetzen, wobei dies auch im 

Rahmen einer projektbezogenen Nutzungsplanung erfolgen kann, ist 

unbestritten (vgl. Ziff. 2 lit. a vorstehend). Bereits ausgeführt wurde sodann, 

dass kein Widerspruch zwischen der vorliegend angefochtenen, 

projektbezogenen Nutzungsplanung einerseits und den Festlegungen im 

KRIP resp. im Regionalen Richtplan besteht und dass die diesbezügliche 

Kritik der Rekurrenten unzutreffend ist. 

6. Rechtmässigkeit der Nutzungsplanung

Der für den geplanten Golfplatz beanspruchte Projektperimeter befindet sich 

grossräumig betrachtet zwischen den Kulturlandschaften „Platta Pussenta“ im 

Norden und der Naturlandschaft der „Ruinaulta“ im Süden. Er beschlägt rund 

72 ha Land, wovon im Zuge der streitigen Nutzungsplanung ca. 56 ha der 

eigentlichen Golfplatzzone zugeschieden wurden. Gemäss geltendem 

Zonenplan gehören die im Projektperimeter befindlichen landwirtschaftlichen 

Nutzflächen der Landwirtschaftszone, zum Teil überlagert mit einer 

Landschaftsschutzzone, an. Im Zentrum des Gebiets befindet sich ein 

Flachmoor von nationaler Bedeutung (Objekt Nr. 1458, „Quadras“), für 

welches bis anhin planerisch noch keine Schutzmassnahmen getroffen 

worden waren. Die Ebene südlich Sagogn ist im kantonalen Natur- und 

Landschaftsschutzinventar (Objekt L 236, „Plaun Sagogn“) enthalten; sie liegt 

am Rand des geschützten BLN-Objekts “Ruinaulta“ (Objekt Nr. 1902) und des 

erwähnten Moorgebietes “Quadras“. Gemäss ISOS-Inventar ist der 

Dorfbereich Sagogn als Objekt von nationaler Bedeutung eingestuft. 56 ha 

der innerhalb der Projektperimeter liegenden Landwirtschaftsflächen sind im 

Kantonalen Richtplan als Fruchtfolgeflächen ausgeschieden. Keine dieser 

Vorgaben steht der für die Projektrealisierung erforderlichen 

Nutzungsplanung entgegen. Soweit es sich dabei um kommunales Recht 

handelt, sind Änderungen im Rahmen der Nutzungsplanung möglich, weil es 

sich um Recht auf gleicher Ebene handelt. Soweit die erwähnten 

Festlegungen übergeordnetes Recht beinhalten, ist – wie nachstehend noch 

näher auszuführen sein wird - kein Konflikt auszumachen, welcher der Anlage 

entgegenstehen würde. Abgesehen von den im Richtplan vorgesehenen 

Fruchtfolgeflächen – welche zwar grösstenteils im Bereich der 

ausgeschiedenen Golfplatzzone liegen, der Anlage jedoch, sofern sich die 

Rückbauproblematik angemessen lösen lässt, nicht entgegenstehen – 

befindet sich die Anlageteile ausserhalb der vom Bundesrecht festgelegten 

Schutzbereiche (so u.a. Moor von nationaler Bedeutung „Quadras“, das BLN-

Objekt “Ruinaulta“; Brutreviere von geschützten Vogel- oder Pflanzenarten). 

Andere relevante Normen auf Stufe Bundesrecht und kantonalem Recht, 

welche der streitigen projektbezogenen Nutzungsplanung Golf dem 

Grundsatz nach entgegenstehen würden, sind keine ersichtlich und werden 

auch keine geltend gemacht. 

7. Verhältnismässigkeit der Nutzungsplanung

Praxisgemäss vermag der Umstand, dass keine Normen des positiven Rechts 

entgegenstehen, die angefochtene Planungsmassnahme noch nicht zu 

rechtfertigen. Verlangt ist vielmehr, dass sie sich unter Berücksichtigung der 

im positiven Recht normierten Ziele und Grundsätze (z.B. die Umschreibung 

in Art. 1 und 3 RPG), als in einem überwiegenden öffentlichen Interesse 

stehend erweist und unter allen betroffenen Aspekten (so u.a. der 

Landwirtschaft, des Natur- und Landschaftsschutzes, des Bodenschutzes) 

verhältnismässig ist. Erheblich sind u.a. Bestrebungen, die natürlichen 

Lebensgrundlagen zu schützen, die räumlichen Voraussetzungen für die 

Wirtschaft zu schaffen, das wirtschaftliche Leben in den einzelnen 

Landesteilen zu fördern, eine ausreichende Versorgungsbasis zu sichern, der 

Landwirtschaft genügende Flächen geeigneten Kulturlandes zu erhalten, 

Anlagen in die Landschaft einzuordnen, naturnahe Landschaften und 

Lebensräume zu erhalten, regionale Bedürfnisse zu berücksichtigen und 

störende Ungleichheiten abzubauen und leicht erreichbare Freizeitanlagen zu 

schaffen (Art. 1 Abs. 2 lit. a - d, Art. 3 Abs. 2 lit. a, b und d, Abs.  4 lit. a RPG). 

Diesen Grundsätzen kommt für sich allein jedoch keine absolute Bedeutung 

zu. Es sind vielmehr Zielvorstellungen, Wertungshilfen und 

Entscheidungskriterien, die bei der Schaffung und Revision von 

Nutzungsplänen zu beachten sind und eine umfassende Berücksichtigung 

und Abwägung verlangen. Bei der Durchführung einer Planung sind alle 

Interessen, seien es öffentliche oder private, zu beachten; 

Planungsmassnahmen sind nur dann verfassungskonform, wenn neben den 

Planungsgrundsätzen auch die konkreten, für den einzelnen Fall 

massgebenden Gesichtspunkte bei der Interessenabwägung berücksichtigt 

werden (vgl. BGE 117 la 307 Erw. 4b mit weiteren Hinweisen). Damit ist 

gesagt, dass entgegen der von den Rekurrenten vertretenen Auffassung, im 

Rahmen der vorliegend erforderlichen Gesamtabwägung grundsätzlich kein 

Vorrang zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes oder der 

Landwirtschaft besteht.

8. Wirtschaftliches Interesse an der Golfanlage

Unbestritten ist, dass eine Golfanlage, wie die zur Diskussion stehende von 

grosser wirtschaftlicher Bedeutung für die Region Surselva ist. Das regionale 

Interesse an der Schaffung von neuen Impulsen für den Sommertourismus 

bildete denn auch Anlass für die Überarbeitung des Regionalen Richtplans, 

welcher als generelle Zielsetzung daher denn auch die Schaffung einer 

Golfregion „Surselva“ mit gemeinsamer Vermarktung und Vernetzung der 

unterschiedlichen Anbieter zur Förderung der Sommersaison und zur 

besseren Auslastung der vorhandenen Betten und Infrastrukturen enthält. 

Dieser Zielsetzung liegt letztlich die Erkenntnis zugrunde, dass in der Surselva 

- wie praktisch fast im ganzen Kanton Graubünden nur der Tourismus noch 

eine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive bietet. Die Industrie spielt 

traditionell überhaupt keine Rolle (kantonsweit gibt es lediglich einige wenige 

Standorte im Churer Rheintal und im Vorderprättigau) und das Gewerbe ist 

nur insoweit existenzfähig, als von Seiten des Tourismus Impulse erfolgen. 

Lediglich die Landwirtschaft stellt noch einen wichtigen, wirtschaftlichen 

Faktor dar; doch ist auch ihre Bedeutung abnehmend. Notorisch ist, dass die 

Zahl der Beschäftigten, die in diesem Sektor überhaupt noch ein gesichertes 

Auskommen finden, angesichts der wirtschaftlichen und strukturellen 

Probleme (mit Betriebsaufgaben und/oder Betriebsumstellungen) seit Jahren 

stark rückläufig ist. Entsprechend bildet denn auch der Tourismus den 

Hauptpfeiler der Wirtschaft im Kanton Graubünden im Allgemeinen und in der 

Surselva im Speziellen, wobei das Hauptgewicht wiederum im 

Wintertourismus liegt. Das öffentliche Interesse an einem gut 

funktionierenden und florierenden Tourismus ist unbestrittenermassen ein 

äusserst gewichtiges. Auch der Tourismus ist einem steten Wandel 

unterworfen und die Ansprüche der Gäste und der Benützer von touristischen 

Infrastrukturanlagen sind im Vergleich zu früher stark gestiegen. Die 

Angebote anderer (nationaler und internationaler) Destinationen werden 

ständig angepasst und erweitert, um konkurrenzfähig zu bleiben. Erfolgreich 

kann nur jene Destination sein, welche eine attraktive, breitgefächerte Palette 

an Angeboten (bestehend z.B. aus diversen Sport-, Erholungs- und 

Wellnessmöglichkeiten, Kulturangebot, etc.) vorzuweisen hat. 

In der Surselva sind die Beschäftigungsmöglichkeiten ausserhalb des 

Tourismus sehr gering; der Region sind in den letzten 10 bis 15 Jahren in allen 

Sektoren bereits mehr als 1000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Die 

zunehmende Verschärfung der wirtschaftlichen Lage in der Surselva hat 

daher dazugeführt, dass sich die touristischen Leistungsträger um eine 

Verbesserung des Angebots bemühen, weil ansonsten vor allem im Sommer 

Infrastrukturen brach liegen. Immer mehr Hotels und Restaurants, aber auch 

Bergbahnen, haben den Sommerbetrieb ganz oder teilweise einstellen 

müssen, was wiederum dringend erforderliche (Voll- und Teilzeits-

)Arbeitsplätze in Frage stellt. Um diesem Trend entgegen zu wirken, sind in 

der Surselva auf verschiedenen Ebenen Bestrebungen erfolgt, mit welchen 

die Attraktivität der Region verbessert werden soll (Projekte Ruinaulta und 

Park Adula;  Schaffung der Golfregion Surselva). Diesen Bestrebungen 

gemeinsam ist, dass die heutigen Gäste übers Jahr über behalten und neue 

angeworben werden sollen, um die Wertschöpfung auch ausserhalb der 

Wintersaison verbessern zu können. Das breitere Tourismusangebot 

entspricht unbestrittenermassen einem grossen Benützerbedürfnis und hat 

zweifellos auch nachhaltige Auswirkungen auf die Region. Während mit 

beiden erstgenannten Projekten der sanfte Tourismus angekurbelt werden 

soll, verspricht sich die Region mit den verschiedenen Golfstandorten in der 

Golfregion ein besseres, abwechslungsreicheres und attraktiveres Angebot 

für die zahlreichen golfspielenden Gäste. Zentrales Element der Golfregion ist 

die vorgesehene Anlage am vorgesehenen Standort im Gebiet „Plaun“. Dieser 

Standort ist - wie der Augenschein bestätigt hat - angesichts der 

terrassenartigen Geländekammern, der eine lange jährliche Spielzeit 

garantierenden Höhenlage und Exposition des Geländes, der vorhandenen 

und für eine attraktive 18-Loch-Anlage erforderlichen Landflächen 

hervorragend geeignet, um die von der Region angestrebten Ziele nachhaltig 

zu erreichen. Dies umso mehr, als  damit auch der oben umschriebenen 

gesteigerten Nachfrage nach attraktiven touristischen Angeboten Rechnung 

getragen werden kann, und sich die erforderlichen Eingriffe in die Natur und 

die Landschaft am besten minimieren lassen. 

Der attraktive Standort wird zweifellos auch ein Garant dafür, dass die 

Golfanlage mittel- und langfristig erfolgreich betrieben werden kann, was 

wiederum unweigerlich direkt oder indirekt positive Auswirkungen auf die 

regionale Wirtschaft haben wird. Zu denken ist dabei an das Generieren von 

zusätzlichen Umsätzen in Hotels, Restaurants (gemäss BHP, S 75, bei vollem 

Betrieb aller vier Anlagen: Fr. 8,2 Mio. bis 12,1 Mio. p.a.), an die Sicherung 

von bestehenden Arbeitsplätzen sowie die Schaffung von neuen 

Arbeitsplätzen beim tourismusabhängigen Gewerbe und 

Dienstleistungsbereich (BHP, a.a.O.: 50 – 74 Vollzeitstellen), an das 

Festhalten bzw. das Verlängern der Sommersaisonöffnungszeiten, an 

zusätzliche Einkommenseffekte (BHP, a.a.O., in der Grössenordnung von ca. 

Fr. 2,8 – 4 Mio. p.a.), aber auch an die damit verbundenen zusätzlichen 

Steuererträge für den Kanton und die Gemeinden. Ebenso können damit 

wiederum Wertschöpfung und lnvestitionsmöglichkeiten generiert werden; 

wobei die Kompensationsmöglichkeit von Arbeitsplätzen im Golfbereich für 

die Region umso bedeutsamer ist, als bereits ohne die Golfplatzanlagen 

immer weniger Menschen in der Landwirtschaft ein gesichertes Auskommen 

finden werden, weil durch den grossen wirtschaftlichen Druck eine 

Fortsetzung des Strukturwandels mit Betriebsaufgaben und einem (Flächen-

)Wachstum der verbleibenden, überlebensfähigen Betriebe ohne Schaffung 

von zusätzlichen Arbeitsplätzen absehbar ist. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das wirtschaftliche Interesse an der 

Verwirklichung des Golfplatzprojekts Sagogn-Schluein sehr hoch ist. Die 

streitige Nutzungsplanung ist geeignet, mit planerischen Mitteln den 

Bedürfnissen der regionalen Bevölkerung und der Wirtschaft unter 

Berücksichtigung möglichst geringer nachteiliger Auswirkungen (Art. 1 Abs. 1 

RPG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 4 lit. a und c RPG) zu entsprechen und 

damit deren Existenz in einer ohnehin äusserst strukturschwachen 

Randregion nachhaltig abzusichern.

Umweltverträglichkeit der Golfanlage

9. Umweltverträglichkeitsprüfung und -bericht

a) Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen zu den Erfordernissen und 

inhaltlichen Vorgaben einer formellen UVP (Art. 9 USG), zum massgeblichen 

Verfahren (Art. 37 KRG) und den Zuständigkeiten für die Prüfung und 

Beurteilung der Unterlagen und die Umweltverträglichkeit der Golfanlage 

zutreffend dargelegt (vgl. S. 8 ff. des angefochtenen Entscheides). Darauf 

kann verwiesen werden.

b) Wie bereits dargelegt, beschlägt der Projektperimeter eine Fläche von 

insgesamt rund 72 ha, wovon ca. 56 ha der Golfplatzzone zugeschieden 

worden sind. Ein Teil der Ausgleichsflächen (16 ha), welche unter die 

Bestimmungen des im Entwurf vorliegenden Betriebs- und Pflegereglements 

fallen, liegen ausserhalb der Golfplatzzone. Der Flächenbedarf für die 

Intensivflächen (Greens, Tees, Bunker, Fairways und Baubereiche) 20.3 ha, 

für die Semiroughs (Intensivflächen) und Roughs (Pufferflächen) 19.3 ha 

sowie für Naturflächen innerhalb der Golfplatzzone 16.1 ha. Da die 

Semiroughs gemäss BUWAL („Empfehlungen Golf: Raumplanung - 

Landschaft - Umwelt“ [1995]) den Intensivflächen zuzurechnen sind, kann die 

in der Empfehlung 4 enthaltene „Dreidrittels-Regel“ nicht ganz eingehalten 

werden. Unbestritten ist, dass sowohl bei den Pufferflächen (Roughs) als auch 

bei den Naturflächen, selbst wenn die im GGP festgelegten zusätzlichen 5 ha 

„Vertragsflächen“ im Erweiterungsgebiet dazugezählt werden, ein Manko 

besteht.

Das Golfplatzprojekt umfasst gemäss UVB und Technischem Bericht folgende 

Bestandteile:

- 18 Spielbahnen mit jeweils vier Abschlagpunkten;
- Driving Range mit überdecktem Abschlag; 
- Putting- und Chipping Green;
- Bewässerungsanlage mit Wasserbezug ab Reservoirüberlauf der 

Gemeinde Sagogn;
- Entwässerungen für die Greens und Tees, Drainage vernässter Bereiche 

in den Hauptspielbereichen;
- Revitalisierung von bestehenden und Errichtung von neuen 

Kleingewässern;
- Terrainveränderungen im Umfang von rund 50‘000 m3 auf einer Fläche von 

ca. 14 ha innerhalb der intensiv genutzten Flächen; Zufuhr von rund 10‘000 
m3 Erd- und Sandmaterial; 

- Erschliessung der Spielbahnen mit befahrbaren Wegen; 
- Clubhaus mit 100 Parkplätzen; 
- Umnutzung Ökonomiegebäude und Einbau eines WC bei Teich 1; 
- WC-Anlage mit Wetterunterstand im Osten der Golfanlage.

Zur Gewährleistung eines möglichst umweltschonenden Golfplatzunterhalts 

ist ein Betriebs- und Pflegereglement für den Golfplatz Sagogn/Schluein 

ausgearbeitet worden, welches von beiden Standortgemeinden erlassen 

werden soll. Im UVB werden sodann verschiedene Umweltschutz-, Ersatz- 

und Ausgleichsmassnahmen vorgeschlagen (Kap. 7), bzw. sind bereits im 

Projekt enthalten (Kap. 8). Verschiedene Massnahmen sind bereits im 

Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP, 1:3’000) konkretisiert worden; die 

wichtigsten lauten: 

- die Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen; 
- die Schaffung eines Wildkorridors entlang des Flachmoors Quadras;
- die Revitalisierung von bestehenden und Errichtung von neuen 

Kleingewässern.
Weitergehende Umweltschutzmassnahmen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. d 

USG sind demgegenüber laut UVB nicht erforderlich.

Im Anhang 10 enthält der UVB sodann einen Kurzbericht zum Thema 

Rückführung eines Golfgeländes in landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Im 

Wesentlichen ergibt sich, dass bei einer Stilllegung des Golfplatzes die 

beanspruchten landwirtschaftlichen Nutzflächen grösstenteils 

wiederhergestellt Werden können. Die Übungsanlagen beim Clubhaus, das 

Clubhaus selbst, die Gewässer, die Hochstammobstbäume und neuen 

Hecken sowie die Ruderalflächen würden erhalten bleiben. 

Wie sich dem von der Vorinstanz eingeholten Beurteilungsbericht (datiert vom 

30. März 2004) unschwer entnehmen lässt, ist der UVB von den zuständigen 

kantonalen Amtsstellen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens 

umfassend geprüft worden. Mit Ausnahme der Darstellung der 

wirtschaftlichen Machbarkeit des Golfplatzvorhabens (Bau und Betrieb) resp. 

der Landverfügbarkeit wurde ihm denn auch Vollständigkeit attestiert. 

Vorbehalte wurden bezüglich der Bewertung der Projektauswirkungen auf die 

Landwirtschaft und die Natur gemacht, und es wurde darin zudem auf die 

mittelfristige betriebswirtschaftliche Schwächung der verbleibenden 

Landwirtschaftsbetriebe hingewiesen. Ein weiterer Vorbehalt betraf die 

vorgesehene Anordnung der Bahnen 1 und 9, welche zu eng mit den in 

diesem Bereich vorkommenden Gehölzen verzahnt seien. Um das Flachmoor 

von nationaler Bedeutung „Quadras“ vor projektbedingten, negativen 

Auswirkungen zu schützen, wurde verlangt, dass die Abschläge der Bahnen 

1 und 9 sowie die Fairways dieser beiden Bahnen angepasst werden, dass 

der Freihaltekorridor für das Flachmoor bis zur Kantonsstrasse verlängert 

werde und in diesem Korridor nur der „Fuss- und Golfweg genehmigt werde. 

Die Spielbahnen 1 und 9 seien entsprechend zu verkürzen oder zu verlagern. 

Unter diesen Vorbehalten sei der UVB betreffend das Golfplatzprojekt mit 

Rückbaukonzept als integrierendem Bestandteil in zustimmendem Sinne zur 

Kenntnis zu nehmen. 

Im angefochtenen Genehmigungsentscheid hat sich die Vorinstanz mit dem 

Beurteilungsbericht und den darin gemachten Vorbehalten eingehend 

auseinandergesetzt. Sie hat zudem die Berichte der Agrofutura und der BHP, 

welche detaillierte Aussagen zu den Projektauswirkungen auf die 

Landwirtschaft enthalten, einbezogen und gewürdigt. Aufgrund einer breiten 

Interessenabwägung hat sie festgestellt, dass das Golfplatzprojekt gemäss 

der streitigen projektbezogenen Nutzungsplanung umweltverträglich errichtet 

und betrieben werden könne. Die meisten im Beurteilungsbericht enthaltenen 

Vorbehalte, Bedingungen und Auflagen haben im Genehmigungsentscheid 

Eingang gefunden; lediglich der dort beantragten Verlängerung des 

Freihaltekorridors für das Flachmoor bis zur Kantonsstrasse ist sie aus 

nachstehend noch näher zu umschreibenden, nachvollziehbaren 

Überlegungen nicht gefolgt.

Im Lichte des Dargelegten ist im Sinne eines Zwischenergebnisses 

festzuhalten, dass der von der Vorinstanz vorgenommenen UVP der vom 

USG verlangte Bericht zugrunde liegt, welcher denn auch im Wesentlichen 

alle zur Prüfung des Vorhabens nach den Vorschriften über den Schutz der 

Umwelt erforderlichen rechtlich relevanten Angaben (vgl. Art. 9 Abs. 2 lit. a - 

d USG) enthält. Die weiteren umfangreichen Unterlagen (u.a. UVB, 

Technischer Bericht, Beurteilungsbericht zum UVB) lassen eine sachgerechte 

und umfassende Beurteilung des Vorhabens und Prüfung auf 

Übereinstimmung mit den massgebenden Vorschriften zu. Vorliegend hat die 

Vorinstanz denn auch die erforderliche Prüfung umfassend und mit einer 

eigenständigen Interessenabwägung (vgl. S. 31 des angefochtenen 

Entscheides) vorgenommen. Dass mit Blick auf die Machbarkeit der 

Golfanlage und die Verfügbarkeit des Bodens im Zeitpunkt des 

Genehmigungsentscheides noch keine gesicherten abschliessenden 

Angaben vorlagen, ist in diesem Zusammenhang nicht entscheidend, weil 

diese die Frage der Umweltverträglichkeit der Anlage - wenn überhaupt - nur 

indirekt beschlagen. Die Gewichtung der anerkanntermassen vorhandenen 

negativen Auswirkungen des Projekts auf die örtliche Landwirtschaft und auf 

die Natur wiederum ist eine Frage der Interessenabwägung. Eine Beurteilung 

der Umweltverträglichkeit der Anlage war jedenfalls aufgrund der 

vorhandenen Unterlagen und Informationen durchaus möglich. Allfällige 

kleinere Mängel bei der Beschreibung des Ausgangszustandes (so bezüglich 

Vorkommen geschützter Vogel- und Pflanzenarten) und die von den 

Rekurrenten verstärkt ins Feld geführte Pufferzonenproblematik, lassen eine 

Beurteilung aller auf dem Spiele stehenden Interessen durch das 

Verwaltungsgericht im vorliegenden Verfahren jedenfalls so oder anders zu; 

dies umso mehr, als sich die Parteien dazu im vorliegenden Verfahren im 

Rahmen eines gerichtlichen Augenscheines sowie eines zweiten 

Schriftenwechsels umfassend äussern konnten.

10. Landschafts- und Ortsbildschutz

a) Die Rekurrenten verlangen gestützt auf Art. 17 a NHG und Art. 25 Abs. 1 lit. 

e NHV die Einholung eines Gutachtens durch die Eidgenössische Natur- und 

Heimatschutzkommission. Sie begründen ihren Antrag im Wesentlichen mit 

der Überlegung, dass die Golfanlage ein Objekt beeinträchtigen könne, 

welches in einem Inventar des Bundes nach Art. 5 NHG aufgeführt oder 

anderweitig von besonderer Bedeutung sei. Als solche nennen sie 

ausdrücklich das BLN-Objekt „Ruinaulta“, das Moorgebiet von nationaler 

Bedeutung „Quadras“ sowie das im ISOS-Inventar aufgeführte Ortsbild von 

Sagogn. Von der Einholung eines Gutachtens bei der ENHK kann jedoch 

bereits deshalb abgesehen werden, weil die Erstellung der streitigen 

Golfanlage auch keine Bundesaufgabe darstellt, weshalb eine Begutachtung 

im Sinne von Art. 7 NHG entfällt und weil - wie nachstehend noch darzulegen 

sein wird - keine erheblichen Beeinträchtigungen der aufgeführten Objekte 

vorliegt. 

 b) Das BLN-Objekt „Ruinaulta“ liegt offensichtlich ausserhalb der 

ausgeschiedenen Golfplatzzone. Es wird durch diese weder direkt noch 

indirekt negativ tangiert, sondern ist angesichts seiner Schutzwürdigkeit einer 

Landschaftsschutzzone zugewiesen worden. Weder in ihren Eingaben noch 

am Augenschein vermochten die Rekurrenten aufzuzeigen, worin allfällige 

relevante Beeinträchtigungen bestehen könnten und es sind für das urteilende 

Gericht auch keine ersichtlich.

c) Hinsichtlich der Beeinträchtigungen des Ortsbildes von Sagogn bringen die 

Rekurrenten vor, es gehe nicht an, dass zwecks Projektrealisierung im 

östlichen Bereich des Projektgebietes ein landschaftlich wertvoller Bereich 

aufgehoben werden solle. Daran vermöge weder Umstand, dass als Ersatz 

dazu der östlich und südlich des Projektgebiets gelegene Teil (sowie das BLN-

Gebiet „Ruinaulta“) ersatzweise neu der Landschaftsschutzzone zugewiesen 

worden seien, noch dass damit die Gesamtfläche an Landschaftsschutzzonen 

erhalten werden könne, nichts zu ändern. Die geplante Anlage bringe einen 

erheblichen Eingriff in die touristisch bedeutsame Landschaft und des 

äusseren Ortsbildes von Sagogn mit sich, welcher durch kein höher 

stehendes Interesse gerechtfertigt sei. Die Vorinstanz ist ihnen insoweit 

gefolgt, als sie im angefochtenen Entscheid zum Schluss gelangte, dass die 

geplante Anlage einen erheblichen Eingriff ins Landschaftsbild (vgl. S. 23 des 

angefochtenen Entscheides) mit sich bringe. Dieser Einschätzung zielt zu 

weit. Das Landschaftsbild im Projektperimeter ist nämlich bereits heute durch 

einige wenige bestehende Bauten und Anlagen, insbesondere aber durch die 

Folgen einer äusserst intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung 

(Fettwiesen, Maisäcker) geprägt. Auch wenn sich das Erscheinungsbild der 

Landschaft mit der Realisierung der Golfanlage verändern wird, bedeutet dies 

noch nicht, dass von einem erheblichen (negativen) Eingriff ins Orts- und 

Landschaftsbild gesprochen werden muss. Vorliegend bereits deshalb nicht, 

weil z.B. im östlichen, dem Siedlungsbereich von Sagogn vorgelagerten 

Bereich der mit der streitigen Planung einhergehende Verlust an 

(kommunaler) Landschaftsschutzzone angesichts der nunmehr 

vorgesehenen Zonenausscheidung wettgemacht wird. Mit der streitigen 

Teilrevision ist der Schutz des äusseren Ortsbildes stark verbessert worden, 

indem die unmittelbar an den Siedlungsbereich anschliessende und am 

besten einsehbare Ebene mit einem der Landschaftsschutzzone 

zugeschiedenen, ausgedehnten Gürtel unter Schutz gestellt worden ist. Das 

bisher mit einer Landschaftsschutzzone belastete, gegen den Rhein hin 

abfallende Gelände, das nunmehr im Zonenplan als Golfplatzzone bezeichnet 

und in dem gemäss GGP im Wesentlichen die Spielbahnen 11 – 17 sowie ein 

„Teich/Nassstandort“ erstellt werden sollen, ist demgegenüber - wie der 

Augenschein gezeigt hat - kaum einsehbar. Vom Golfplatz selbst sind in 

jenem Bereich im Übrigen keine relevanten Beeinträchtigungen auf Lage und 

Qualität des Orts- und Landschaftsbildes zu erwarten. Dies deshalb, weil sich 

die Anlageteile in einer tiefergelagerten und vom Dorf weit entfernten 

Geländekammer befinden, und weil zudem im einsehbaren Nahbereich weder 

Hochbauten noch andere baulichen Veränderungen zulässig sind.

Demgegenüber ist der westlich an das Siedlungsgebiet Sagogn angrenzende 

Teil der Golfplatzzone (Bereich der Driving Range, der Parkierungsanlage und 

des Clubhauses) unbestrittenermassen besser einsehbar. Aufgrund der 

geplanten Golfplatznutzung sind jedoch auch in diesem Bereich keine 

rechtlich relevanten Beeinträchtigungen des Orts- und/oder 

Landschaftsbildes zu erwarten, weil die Infrastrukturanlagen nicht im offenen 

Land, sondern in der direkt unterhalb der Kantonsstrasse gelegenen, 

bestehenden Bauzone (Gewerbezone) realisiert werden sollen. Der fragliche, 

tiefer als die Siedlung gelegene Bereich war im Übrigen bereits bis anhin 

keiner Schutzzone zugeschieden. 

Angesichts der mit der streitigen Planung getroffenen Massnahmen 

(Überlagerung des Nahbereichs der Kirche sowie des ausgedehnten östlichen 

Teils der Ebene von Sagogn mit einer Landschaftsschutzzone; Verbot von 

landwirtschaftlichen Hochbauten), der für die Infrastrukturen getroffenen 

Standortwahl und auch aufgrund des am Augenschein gewonnenen 

Eindrucks ist das Gericht zur Überzeugung gelangt, dass weder das Ortsbild 

von Sagogn noch das Landschaftsbild im umschriebenen Bereich durch den 

geplanten Golfplatz erheblich beeinträchtigt werden. Dies umso weniger, als 

sich die  Landschaft in keinem naturbelassenen Zustand präsentiert und eine 

gut gestaltete Anlage für den Durchschnittsbetrachter durchaus auch eine 

Bereicherung darstellen kann.

Der rekurrentische Einwand, dass es sich um einen bedeutsamen 

Landschaftsabschnitt (im Sinne einer Einstufung als regionales 

Landschaftsschutzgebiet gemäss Regionalem Richtplan) handle, vermag am 

eben umschriebenen Ergebnis ebenso wenig etwas zu ändern wie die übrigen 

rekurrentischen Vorbringen.

 d) Auch das im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung 

enthaltene Flachmoor „Quadras“ wird aus der Sicht des Landschafts- und 

Ortsbildschutzes unter Berücksichtigung der ausgeschiedenen Pufferzone 

sowie den übrigen flankierenden Massnahmen weder durch den Bau noch 

durch den Betrieb des Golfplatzes erheblich beeinträchtigt. Mit der streitigen 

Planung sind die erforderlichen planerischen Vorkehren und Massnahmen 

getroffen worden, welche den erforderlichen Schutz auch aus dieser Sicht 

gewährleisten (vgl. nachstehend 12. f.). 

11. Naturschutz

a) Nach Art. 18 NHG ist dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten 

durch die Erhaltung genügend grosser Lebensräume (Biotope) und andere 

geeignete Massnahmen entgegenzuwirken. Besonders zu schützen sind 

Uferbereiche, Riedgebiete und Moore, seltene Waldgesellschaften, Hecken, 

Feldgehölze, Trockenrasen und weitere Standorte, die eine ausgleichende 

Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige 

Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen. Lässt sich eine 

Beeinträchtigung schutzwürdiger Lebensräume durch technische Eingriffe 

unter Abwägung aller Interessen nicht vermeiden, so hat der Verursacher für 

besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem Schutz, für 

Wiederherstellung oder ansonst für angemessenen Ersatz zu sorgen. Art. 18a 

und b NHG enthalten einen verbindlichen Auftrag zum Schutz wertvoller 

Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt. Bezüglich der Ausscheidung von 

Biotopen von regionaler und lokaler Bedeutung steht den Kantonen ein 

erheblicher Beurteilungsspielraum zu, denn Biotope sind - anders als der 

Wald oder Moore von nationaler Bedeutung - nicht bereits aufgrund des 

Bundesrechts geschützt (vgl. die Nachweise in BGE 116 lb 209 ff. Erw. 5). 

Der Bund und - soweit Biotope von regionaler oder lokaler Bedeutung in Frage 

stehen - die Kantone haben deshalb im Einzelfall unter Abwägung aller auf 

dem Spiele stehenden Interessen die nach Art. 18 NHG zu schützenden 

Lebensräume zuerst besonders zu bezeichnen. Die Kantone sind hierauf 

nach der erwähnten gesetzlichen Regelung und im Rahmen einer 

umfassenden Interessenabwägung verpflichtet, die zur Erreichung des 

Schutzzwecks geeigneten Massnahmen anzuordnen. Der Auftrag zum 

Schutz von Naturgebieten gemäss Art. 18 ff. NHG bezweckt, die 

Lebensgrundlage für Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, deren Überleben 

bedroht ist. Es sind um so strengere Schutzmassnahmen anzuordnen, je 

seltener und bedeutender die an einem Ort vorkommende Tier- und 

Pflanzenwelt ist. Daneben bedarf auch der Berücksichtigung, dass Biotope in 

einer durch Zivilisation und Technik intensiv genutzten Landschaft eine 

wichtige Ausgleichsfunktion erfüllen (vgl. auch BGE 114 lb 272 f. Erw. 4). 

Wenn eine Beeinträchtigung schutzwürdiger Lebensräume wegen 

überwiegender entgegenstehender Interessen unvermeidlich ist, muss der 

Verursacher für besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem Schutz, für 

die Wiederherstellung oder ansonst für angemessenen Ersatz sorgen (Art. 18 

Abs. 1ter NHG). Der bundesrechtliche Auftrag zum Schutz der Biotope ist 

innerhalb des vom RPG vorgezeichneten Planungsprozesses zu erfüllen, 

wobei es den Kantonen überlassen bleibt, mit welchen Instrumenten sie ihm 

nachkommen ( BGE 116 Ib 215 f.). 

b) Gemäss UVB handelt es sich beim Projektgebiet um eine stark ausgeräumte 

Landschaft, welche im Bereich der landwirtschaftlich intensiv genutzten 

Grünflächen nur wenige natürliche oder naturnahe Lebensraumstrukturen 

aufweist. Ökologisch wertvolle Lebensräume befinden sich danach an den 

südlichen Randbereichen des Projektareals. Von besonderer Bedeutung ist 

dabei das unterhalb der Kantonsstrasse gelegene Flachmoor „Quadras“ im 

Bereich der Gemeindegrenzen Sagogn/Schluein. Im Projektareal finden sich 

- abgesehen von den dominierenden Fettwiesen und Maisäckern - als weitere 

Naturobjekte einige kleinere Feldgehölze, ein zeitweise ausgetrockneter 

Tümpel (Flachmoor), ein kanalisierter Bach, Brachflächen sowie einige im 

kantonalen Naturschutzinventar aufgeführte Trockenwiesen und 

Halbtrockenrasen (vgl. UVB, Anhang 9.1, Aktuelle Nutzung im 

Bearbeitungsgebiet, Situation 1:6000). Der UVB enthält ferner die Aussage, 

dass sich die Landschaft durch den projektierten Golfplatz ökologisch nur 

aufwerten lasse. Die Rekurrenten erachten die umschriebene Ausgangslage 

und deren Beurteilung als unqualifiziert und durch Fakten widerlegbar. Aus 

Sicht des Naturschutzes erblicken sie problematische Bereiche insbesondere 

hinsichtlich einer von der Anlage ausgehenden Gefährdung des Flachmoors 

von nationaler Bedeutung, einer drohenden Intensivierung der 

Bewirtschaftung, der Beeinträchtigung auf geschützte Vogel- und 

Pflanzenarten. Ferner machen sie weitere Mängel im UVB im Bereich 

Ökologie geltend.

c) Dass im Projektgebiet ein ökologisches Aufwertungspotential enthalten ist, 

wird auch von den Rekurrenten nicht in Abrede gestellt. Sie halten jedoch 

dagegen, dieses lasse sich mit der Realisierung eines Golfplatzes nur minimal 

ausschöpfen; die Naturwerte, welche durch den Golfplatz zerstört würden, 

seien wesentlich grösser als der dadurch erreichte Gewinn. Der Augenschein 

habe deutlich gezeigt, dass sich weite, offene Wiesen mit Hügeln, Terrassen 

und Rainen, Hecken und Feldgehölzen sowie sehr mageren, trockenen und 

feuchten Lebensräumen abwechseln würden. Die Charakterisierung als 

ausgeräumte und landwirtschaftlich intensiv bewirtschaftet Landschaft werde 

der Realität nicht gerecht. Ihnen kann im Ergebnis nicht gefolgt werden. Im 

Rahmen des UVB sind die naturkundlich interessanten Elemente (wie z.B. 

Einzelbäume, Findlinge, Fliessgewässer, Böschungen, Bestockungen, 

Flachmoore und Trockenwiesen) erhoben und planerisch dargestellt worden 

sind (vgl. UVB; Anhang 6, Naturelemente, Situation 1:10'000). Ein Blick in den 

Plan zeigt augenfällig auf, dass sich die naturkundlich interessanten Elemente 

vorwiegend in den Randbereichen sowie im Bereich des Flachmoors Quadras 

befinden. Diese Elemente sind vom Golfplatzarchitekten bei der Projektierung 

der Golfanlage angemessen berücksichtigt worden (vgl. UVB, Anhang 6, 

Natur- und Golfelemente, Situation 1:8'500) und werden durch den Bau und 

den Betrieb der Anlage nicht beeinträchtigt. 

d) Unbehelflich ist auch der Einwand, dass sich auf einem Grossteil der intensiv 

genutzten Landwirtschaftsflächen noch viele Arten der Fromentalwiesen (wie 

Margerite, Wiesensalbei, Labkraut, Flockenblume, Spitzwegerich etc.), oder 

bei der Fauna zahlreiche typische Kulturlandvogelarten (wie z.B. Feldlerche, 

Wachtel, Braunkehlchen und Neuntöter) finden liessen. Diese Arten finden 

sich denn allesamt im erwähnten UVB (vgl. s. 31). Für den Weiterbestand der 

Vogelpopulationen kommt es jedoch nicht bloss auf das Vorhandensein 

solcher lagetypischen Pflanzenarten an, entscheidend ist vielmehr die Anzahl 

der Schnitte (Mähnutzung), welche sich viel unmittelbarer und nachhaltiger 

auf den Bruterfolg der Tiere auswirken.

e) Die Rekurrenten bringen in diesem Zusammenhang noch vor, dass langfristig 

eine sachgerechte Pflege der extensivierten Flächen über die Jahre hinweg 

nicht gewährleistet werden könne, wodurch deren Wert für Flora und Insekten 

meist stark nachlasse. Mit einem Vernetzungsprojekt gemäss ÖQV könne auf 

alle Fälle ein wesentlich grösserer Effekt als mit einem Golfplatz erzielt 

werden. Dieser Einwand ist unbehelflich. Wie die Rekursgegner 2 zu Recht 

ausgeführt haben, ist die Pflege der extensivierten Flächen im 

Betriebsreglement klar geregelt und für die Betreiber der Golfanlage 

verbindlich. Im Gegensatz dazu hängt Erfolg eines Vernetzungskonzepts 

vollumfänglich von der Bereitschaft und der Teilnahme der Bewirtschafter (auf 

freiwilliger Basis, mit zeitlich beschränkter Dauer) ab. 

12. Moorschutz / Flachmoor „Quadras“ Kernbereich

a) Im angefochtenen Entscheid hat die Regierung das Flachmoor von nationaler 

Bedeutung (Objekt Nr. 1458, „Quadras“) als durch die Golfanlage nicht 

gefährdet erachtet und – entgegen dem Antrag der kantonalen Fachstelle – 

von der Ausweitung des Schutzkorridors bis hin zur Kantonsstrasse 

abgesehen. Die Rekurrenten machen geltend, dass die im Bereich des 

Flachmoors ausgeschiedenen Pufferzonen zu klein dimensioniert seien, weil 

sie sich nur auf die aktuelle landwirtschaftliche Nutzung und nicht auf die 

Nutzung als Golfplatz beziehen würden. Sie beantragen in diesem 

Zusammenhang die Einholung einer Expertise. Von der Einholung der 

beantragten Expertise kann indes abgesehen werden, weil sich der 

rechtserhebliche Sachverhalt mit hinreichender Klarheit aus den Akten ergibt 

und aus einer Expertise keine neuen rechtserheblichen Erkenntnisse zu 

erwarten sind.

b) Gemäss Art. 23a NHG i.V. mit Art. 18a NHG bezeichnet der Bundesrat die 

Moore von nationaler Bedeutung. Die Kantone ordnen deren Schutz und 

Unterhalt und treffen rechtzeitig zweckmässige Massnahmen. Gestützt darauf 

hat der Bundesrat die Flachmoorverordnung erlassen, welche in ihrem 

Anhang 1 die Flachmoore von nationaler Bedeutung aufzählt. Nach Art. 3 Abs. 

1 Flachmoorverordnung legen die Kantone den genauen Grenzverlauf der 

Objekte fest und scheiden ökologisch ausreichende Pufferzonen aus. 

Gemäss Art. 4 der Verordnung müssen die Objekte ungeschmälert erhalten 

bleiben. Die Kantone treffen nach Art. 5 Abs. 1 der Verordnung die geeigneten 

Schutz- und Unterhaltsmassnahmen. Insbesondere sorgen sie dafür, dass 

Pläne und Vorschriften, welche die zulässige Nutzung des Boden im Sinne 

des RPG regeln, mit dieser Verordnung übereinstimmen (Art. 5 Abs. 2 lit. a 

Flachmoorverordnung).

Im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung (Anhang 1) ist 

das unterhalb der Kantonsstrasse, im Bereich der Gemeindegrenzen 

Sagogn/Schluein gelegene und wie ein Schlauch ins Golfgebiet 

hineinragende Moor als Objekt Nr. 1458, „Quadras“ aufgeführt. Unbestritten 

ist, dass das Flachmoor (Kernbereich) bereits von Bundesrechtswegen 

absoluten Schutz geniesst und deshalb einer einzelfallweisen 

Interessenabwägung zwischen dem verfassungsrechtlich festgelegten 

Veränderungsverbot (Art. 78 Abs. 5 BV) und den Nutzungsinteressen nicht 

zugänglich ist (BGE 127 II 184 Erw. 5b aa). Unbestritten ist auch, dass der 

bundesrechtlich geschützte Kernbereich des Flachmoors im Rahmen der 

vorliegenden Teilrevision in den Plänen ungeschmälert wiedergegeben 

worden ist. Dieser Kernbereich wurde in der streitigen Planung (basierend auf 

der Detailkartierung 1999) um eine zwischen rund 8 und 25 m breite, 

ungedüngte Pufferzone (nachstehend 13.) erweitert und der gesamte Bereich 

einer Naturschutzzone zugeschieden. Angesichts der parallel dazu in beiden 

Gemeinden erlassenen Baugesetzesbestimmungen (vgl. z.B. Art. 63a BG 

Sagogn) sind in der Naturschutzzone Bauten und Anlagen aller Art, 

Terrainveränderungen, Entwässerungen, Rodungen, Düngungen, 

Materialablagerungen und andere störende Eingriffe oder Nutzungen 

untersagt (Abs. 2). Die Baubehörde hat die notwendigen Massnahmen zum 

Schutz, zur Pflege und zur Kennzeichnung der geschützten Gebiete zu treffen 

und sie kann insbesondere auch Zutrittsverbote erlassen (Abs. 3). Mit diesen 

Vorkehren kann der in der Flachmoorverordnung vorgesehene Schutz des 

Moores vor erheblichen negativen Beeinträchtigungen zweifellos 

gewährleistet werden, dies selbst dann wenn sich - wie am Augenschein 

geltend gemacht - einmal ein Ball dorthin verirren sollte. Zur Minimierung von 

Beeinträchtigungen des Kernbereiches des Flachmoors durch den Golfsport 

ist im übrigen - abgesehen von den erwähnten Vorkehren - im GGP im Bereich 

der Spielbahnen 1 und 9 flankierend die Neubepflanzung von Gehölzen 

vorgesehen worden. Eine direkte mit dem Golfsport verbundene Belastung 

des Flachmoors wird angesichts der getroffenen Vorkehren insgesamt 

betrachtet - sofern eine solche überhaupt vorliegen sollte - vernachlässigbar 

gering sein. Dies umso mehr, als ein Golfabschlag resp. ein Fairway geringere 

Auswirkungen auf das Moor (und seine Bewohner) mit sich bringen werden 

als die aktuelle, bis an den Kernbereich heranreichende, intensive 

landwirtschaftliche Nutzung. Allfällige Auswirkungen des Publikumsverkehrs 

lassen sich (abgesehen von der vorgesehenen Bepflanzung mit Gehölzen) 

durch Absperrungen und dergleichen ohne weiteres in vertretbaren Grenzen 

halten.  

13. Pufferzonenproblematik, Flachmoor „Quadras“

a) Fraglich kann vorliegend lediglich sein, ob die Pufferzone um den Kernbereich 

des Flachmoors im Rahmen der streitigen Planung genügend gross 

dimensioniert worden ist, um den Schutz des Flachmoors zu gewährleisten. 

Verneinendenfalls wäre der im vorinstanzlichen Entscheid vorgesehene 

Verzicht auf die gänzliche Freihaltung eines Korridors zwischen Flachmoor 

und Kantonsstrasse näher zu prüfen. Das Bundesrecht schweigt sich darüber 

aus, was unter „ökologisch ausreichenden Pufferzonen“ zu verstehen ist. In 

der naturwissenschaftlichen Literatur werden hauptsächlich hydrologische 

Pufferzonen, Nährstoffpufferzonen sowie Pufferzonen gegen weitere 

Belastungen unterschieden. Im Vordergrund steht der Schutz gegen 

Nährstoffeintrag, wofür das BUWAL einen besonderen Schlüssel 

herausgegeben hat (BGE vom 24. September 1996 in URP  1996, S. 815, 

Erw. 7b). Die Ausgestaltung der Pufferzonen hat sich nach den örtlichen 

Gegebenheiten und den konkreten Schutzbedürfnissen zu richten; wobei in 

der Pufferzone auch Bauten zulässig sind sofern sie das Schutzziel nicht 

beeinträchtigen. Der Pufferbereich braucht keiner Naturschutzzone 

zugewiesen werden, sondern dürfte gar in den Bereich einer Bauzone zu 

liegen kommen, sofern im GGP oder auf andere Weise ein entsprechender 

Freihaltebereich sichergestellt wird (BGE vom 8. März 2000 i.S. XY. gegen 

Stadt Uster). Unzulässig wäre es jedoch, wenn gegenüber Mooren von 

nationaler Bedeutung gänzlich auf die Ausscheidung von Pufferzonen 

verzichten würde (BGE 124 II 24 f. Erw. 2b). 

b) Mit der vorliegenden Planung wurde das Flachmoor (Kernbereich) 

unbestrittenermassen zusätzlich um einen zwischen ca. 8 und 25 m breiten 

Puffer (wobei ca. 15 m im Bereich gegen die Kantonsstrasse hin) erweitert 

und der derart erweiterte Perimeter gesamthaft einer Naturschutzzone 

zugeschieden. Die Rekurrenten bringen vor, dass lediglich eine auf die 

heutige landwirtschaftliche Nutzung bezogene Nährstoffpufferzone bestehe, 

jedoch im Hinblick auf die künftige Golfplatznutzung keine auf den 

Pufferzonenschlüssel des BUWAL gestützten Abklärungen für eine allfällig 

notwendig werdende Neudefinition der Nährstoffpufferzone vorgenommen 

worden sei. Ebenfalls seien keine Abklärungen im Hinblick auf eine durch den 

Publikumsverkehr notwendig werdenden Störungspufferzone getätigt 

worden, was klarerweise Bundesrecht widerspreche. Unter Berufung auf den 

Beurteilungsbericht des ANU fordern sie daher, dass der Freihaltekorridor für 

das Flachmoor bis zur Kantonsstrasse verlängert werde und in diesem 

Bereich nur ein “Fuss- und Golfweg“ toleriert werde.

Den Planungsbehörden steht mangels einer Regelung im übergeordneten 

Recht bei der Ausgestaltung einer „ökologisch ausreichenden Pufferzone“ 

gegenüber einem Flachmoor ein erheblicher Ermessens- und 

Beurteilungsspielraum zu. Dies gilt ebenso bei der Beantwortung der Frage, 

nach welcher Methode eine Pufferzone ausgeschieden werden soll und 

welche Schutzmassnahmen im Einzelnen zu ergreifen sind. Richtschnur für 

die konkrete Ausgestaltung muss sein, dass sie sich nach den örtlichen 

Gegebenheiten und den konkreten Schutzbedürfnissen richtet. Der von den 

Rekurrenten zitierte BUWAL-Schlüssel kann dabei ein wertvolles Hilfsmittel 

sein und soll von den Planungsbehörden zur Erzielung einer sachgerechten 

Lösung beigezogen werden. Doch ist anzufügen, dass im Rahmen des 

erwähnten Ermessens- und Beurteilungsspielraumes auch von diesem 

Schlüssel abweichende Lösungen denkbar sind. Für die Gerichte ist der 

Schlüssel so oder anders nicht verbindlich. Nachdem vorliegend gegenüber 

dem (in den Plänen unbestrittenermassen korrekt abgegrenzten) Flachmoor 

von nationaler Bedeutung „Quadras“ ein ca. 8 bis 25 m breiter Pufferbereich 

ausgeschieden worden ist und mithin kein Fall eines gänzlichen Verzichts auf 

eine Pufferzone vorliegt, bleibt zu prüfen, ob die Abgrenzung im Lichte des 

erwähnten Ermessens- und Beurteilungsspielraumes offensichtlich falsch 

vorgenommen worden ist. Dies ist nicht der Fall. 

c) Hält man sich vor Augen, dass im Zuge der Golfplatzrealisierung keine 

baulichen oder anderen Massnahmen getroffen werden, welche den Wasser- 

bzw. Grundwasserzufluss zum Flachmoor in irgendeiner Form negativ 

beeinflussen könnten und berücksichtigt man die oben umschriebenen 

Massnahmen und Vorkehren, erscheint die getroffene Abgrenzung des 

Puffers aus hydrologischer Sicht als unbedenklich. Dies umso mehr, als sich 

weder dem angefochtenen Entscheid noch dem Beurteilungsbericht der 

kantonalen Fachstelle diesbezüglich irgendetwas Negatives entnehmen lässt 

(vgl. BGE 127 II 195 Erw. 5c), und auch die Rekurrenten nichts vorbringen, 

was geeignet wäre, die getroffene Abgrenzung unter diesem Aspekt in Frage 

zu stellen. 

d) Zum selben Ergebnis führt letztlich auch die Beurteilung unter dem Aspekt 

des so genannten Nährstoffpuffers. Wie der Augenschein gezeigt hat, wird 

derzeit im Rahmen der intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung des 

umliegenden Landes bis unmittelbar an den Kernbereich des Flachmoors (mit 

organischen und anorganischen Mitteln) gedüngt. Mit der nunmehr 

vorgenommenen Ausscheidung einer (über den Kernbereich 

hinausgehenden) Naturschutzzone und der restriktiven Umschreibung der 

zulässigen Nutzungen innerhalb derselben, wie auch der Situierung der in der 

Golfzone gelegenen Abschläge und Fairways der Bahnen 1 und 9 sowie der 

weiteren vorgesehenen flankierenden Massnahmen hinsichtlich Gestaltung, 

Pflege und Unterhalt ist hinreichend sichergestellt, dass die Nährstoffbilanz 

beim Flachmoor weder durch den Bau noch den Betrieb des Golfplatzes 

nachhaltig negativ beeinträchtigt wird; im Vergleich zu heute wird sie sogar 

entscheidend verbessert. Die getroffene Abgrenzung erweist sich auch mit 

Blick auf die von den Rekurrenten mehrfach erwähnten BUWAL-Schlüssel, 

wo mit Bezug auf die ausreichende Breite einer Nährstoffpufferzone von 

mindestens 6 - 10 m, idealerweise über 20 m die Rede ist, als rechtens. Der 

in den Plänen vorgesehene Puffer (zwischen rund 8 und 25 m) liegt nämlich 

offenkundig auch innerhalb dieses Rahmens. Abgesehen vom Bereich zweier 

kleinerer Ausstülpungen im Norden, bei welchen jedoch die Neubepflanzung 

mit Gehölzen (mit Niederhaltung) vorgesehen ist, beträgt der Abstand der 

Spielbahnen zum Flachmoors in der Regel sogar noch einiges mehr als 25 m, 

weshalb der Schutzbedürfnis des Flachmoors auch unter dem Aspekt des 

Nährstoffpuffers hinreichend Rechnung getragen worden ist.

e) Zu prüfen bleibt damit noch die Abgrenzung der Pufferzone mit Blick auf 

allfällig „weitere Belastungen“. Solche erblicken die Rekurrenten 

insbesondere in der zu erwartenden, gegenüber heute stark zunehmenden, 

regelmässigen und über den ganzen Tag verteilten Frequentierung der 

moornahen Gebiete durch Golfspiele und Besucher auf dem Fuss- und 

Golfwegnetz und die davon ausgehenden Auswirkungen auf die Brutstätten 

und Nahrungsstätten für Grauammer, Braunkehlchen, Rohrammer und 

Neuntöter. Sie werfen den Planungsbehörden in diesem Zusammenhang vor, 

diesbezüglich keine Abklärungen getätigt zu haben. Auch aus diesen 

Einwänden vermögen sie jedoch nichts zu Gunsten ihrer Begehren ableiten. 

Um dem Schutzbedürfnis des Flachmoors Rechnung zu tragen, ist der ganze 

Bereich östlich der Naturschutzzone in Richtung Sagogn als “Naturwiese und 

ökologische Ausgleichsfläche“ ausgeschieden und mit einem Hochbauverbot 

überlagert worden. Diese Ausscheidung stellt generell, aber auch selbst für 

die im oberen Bereich des Flachmoores brütenden und Nahrung suchenden 

Vogelarten gegenüber heute eine entscheidende Verbesserung dar, weil ein 

erfolgreiches Brüten in diesem Bereich bereits bis anhin wegen der intensiven 

landwirtschaftlichen Bewirtschaftung unwahrscheinlich war. Sodann ist im 

Bereich westlich des Flachmoors zwischen dem Kernbereich und der 

Spielbahn 1 ist die Neubepflanzung mit einem Gehölz (Niederhaltung 3 - 4 m) 

vorgesehen. Diese im Pufferbereich vorgesehene Bepflanzung führt 

einerseits optisch zu einer klaren Trennung zwischen Spielbahn und 

Flachmoor und hindert anderseits Golfer, wie auch Besucher sowohl am 

Betreten der Pufferzone als auch des Kernbereichs des Flachmoors. In 

Richtung Norden, gegen  die Kantonsstrasse sodann beträgt der Puffer 

zwischen Flachmoor und des mit einem Hochbauverbot überlagerten 

Bereiches „Golfanlage-Intensivnutzung“ rund 15 m. Zusammen mit der auch 

in diesem Bereich vorgesehenen Neubepflanzung mit einem Gehölz und den 

weiteren, im angefochtenen Entscheid erwähnten flankierenden 

Massnahmen (z.B. Absperrungen, Zutrittsverbot) kann den von den 

Rekurrenten geltend gemachten negativen Beeinträchtigungen des 

Flachmoors und seiner Bewohner durch den Golfbetrieb und allfälligem 

Publikumsverkehr angemessen begegnet werden, auch wenn nicht 

ausgeschlossen werden kann, dass die eine oder andere Vogelart in ruhigere 

Bereiche inner- und ausserhalb des Golfplatzbereiches ausweichen wird. Im 

Übrigen weisen selbst die Golfelemente im Nahbereich der Naturschutzzone 

einen angemessenen Abstand zum Kernbereich des Flachmoors auf. Die 

Situation für die Fauna und Flora im fraglichen Gebiet wird aber nicht nur 

durch die im östlichen Bereich vorgenommene Ausscheidung der 

„Naturwiesen und ökologische Ausgleichsflächen“ und der damit 

einhergehenden nur noch extensiven landwirtschaftlichen Nutzung 

entscheidend verbessert, sondern insbesondere auch wegen der von der 

Vorinstanz angeordneten Verlegung des vom Bereich der Spielbahn 18 bis 

zum Rhein hinunterführende Fuss- und Wanderwegs (Bereich M3 gemäss 

landschaftspflegerischem Begleitplan 1:3'000; Anordnung in Ziff. 2 lit. h des 

angefochtenen Entscheides). Dieser Wanderweg durchquerte bis anhin den 

Kernbereich des Flachmoors und stellte damit eine erhebliche 

Beeinträchtigung dar, welche nun dauerhaft wegfällt. Dadurch wird 

zusammen mit dem geschilderten Puffer und den Naturwiesen im Osten ein 

zusammenhängender, grossflächiger „Ruhebereich“ für die 

Vögel/Bodenbrüter geschaffen, mit welchem selbst die verbleibenden, noch 

von der Golfanlage (bzw. dem Betrieb derselben) ausgehenden 

Beeinträchtigungen mehr als kompensiert werden können. Dies umso mehr, 

als sich der Einflussbereich der Anlage im Wesentlichen „nur“ auf den 

obersten Teil des Flachmoors beschränkt, der insbesondere für die Vögel von 

geringerer Bedeutung ist als der umfangreichere, sich gegen Osten hin 

ausdehnende untere Teil. Insgesamt betrachtet erweist sich der 

ausgeschiedene Puffer jedenfalls auch unter dem Aspekt „weiterer 

Belastungen“ den örtlichen Verhältnissen und dem Schutzbedürfnis des 

Flachmoors und seiner Bewohner angemessen abgegrenzt, weshalb die mit 

den örtlichen Verh