# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9df47ee-df22-5a7e-8664-0b150fc2d27f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.04.2012 SB120050
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120050_2012-04-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB120050-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, Ersatzoberrichterin lic.iur.  

C. Brenn und Ersatzoberrichter lic.iur. P. Ernst sowie die Gerichts-

schreiberin lic.iur. C. Grieder 

 

 

Urteil vom 11. April 2012 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,  
vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr,  

Anklägerin und I. Berufungsklägerin (Rückzug) sowie Anschlussberufungsklägerin  

 

gegen 

 

A._____,  
Beschuldigter und II. Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____  

 

betreffend  

sexuelle Handlungen mit Kindern 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht,  
vom 30. August 2011 (GG110030) 

 

-   2   - 

Anklage: 
 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 17. Mai 2011  

(Urk. 24) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

Das Gericht erkennt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 4 StGB 

− der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 7 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag 

durch Haft erstanden ist. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf  

2 Jahre festgesetzt.  

4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf   

Fr. 2'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'260.00   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 2'500.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 854.00   Auslagen Untersuchung. 
 

5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt, aber abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine 

Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

6. (Mitteilungen) 

7. (Rechtsmittel) 

-   3   - 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (schriftlich; Urk. 57) 

1. Der Beschuldigte sei vollumfänglich freizusprechen. 

2. Die Kosten des Verfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen, und  

der Beschuldigte sei angemessen zu entschädigen. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich; Urk. 54) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte und Prozessuales 

1.1. Mit dem eingangs im Dispositiv zitierten Urteil vom 30. August 2011 wurde 
der Beschuldigte A._____ vom Einzelgericht in Strafsachen am Bezirksgericht 

Dietikon der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind schuldig ge-

sprochen und mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 7 Monaten Freiheitsstrafe  

bestraft. Nachdem der erstinstanzliche Entscheid nach dem 1. Januar 2011  

ergangen ist, gelten – trotz Einleitung der Strafuntersuchung unter altem Recht – 

vorliegend die neuen Bestimmungen der schweizerischen Strafprozessordnung 

(Art. 448 und 454 Abs. 1 StPO) sowie des Gesetzes über die Gerichts- und  

Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess (GOG).  

1.2. Gegen das dem Beschuldigten mündlich eröffnete und im Dispositiv überge-
bene Urteil (Prot. I S. 4) meldete der Verteidiger am 9. September 2011 frist-

gerecht Berufung an (Urk. 32). Die Staatsanwaltschaft erhob ihrerseits am  

5. September 2011 Berufung (Urk. 31), welche sie jedoch am 16. Januar 2012 

-   4   - 

wieder zurückzog (Urk. 37), wovon heute Vormerk zu nehmen ist. Nach Zustel-

lung des begründeten Urteils am 18. Januar 2012 (Urk. 34/1) liess der Beschul-

digte am 7. Februar 2012 fristgerecht die Berufungserklärung einreichen und  

einen Freispruch beantragen (Urk. 39). Mit Verfügung vom 15. Februar 2012  

wurde der Staatsanwaltschaft die Berufungserklärung des Beschuldigten zuge-

stellt unter Hinweis auf die Möglichkeit einer Anschlussberufung oder eines Nicht-

eintretensantrags (Urk. 41). Mit Eingabe vom 20. Februar 2012 erhob die  

Anklagebehörde mit Bezug auf die Strafhöhe Anschlussberufung (Urk. 43),  

welche der Verteidigung am 24. Februar 2012 zugestellt wurde (Urk. 45) und  

welche die Staatsanwaltschaft am 10. April 2012 wieder zurückzog (Urk. 54),  

wovon heute ebenfalls Vormerk zu nehmen ist. Am 12. März 2012 schliesslich 

reichte die Verteidigung fristgerecht das einverlangte sog. Datenerfassungsblatt 

sowie die notwendigen Unterlagen zu den finanziellen Verhältnissen des  

Beschuldigten ein (Urk. 49-51).  

1.3. Nachdem der Beschuldigte einen Freispruch beantragt, ist das vorinstanzli-
che Urteil in keinem Punkt im Sinne von Art. 404 Abs. 1 StPO in Rechtskraft  

erwachsen.  

2. Sachverhalt 

2.1. Das vorliegende Verfahren nahm seinen Anfang, als die Schulbehörden von 
B._____ Strafanzeige erhoben, als sie Kenntnis davon erhielten, dass die 

14jährige Schülerin, C._____, welche offenbar mit verschiedenen gesundheitli-

chen Problemen zu kämpfen hatte, einen 20-30jährigen Freund habe (Urk. 1). Bei 

einer ersten Befragung der Geschädigten ergab sich, dass sie mit dem damals 

24jährigen Beschuldigten eine Liebesbeziehung pflegte und verschiedenen sexu-

elle Handlungen in gegenseitigem Einverständnis geschehen seien, wobei sie 

dem Beschuldigten anfangs stets erklärt habe, bereits (über) 16 Jahre alt zu sein 

(Urk. 3 S. 6, Urk. 5/4 S. 15). Anlässlich seiner ersten Befragung führte auch der 

Beschuldigte aus, die Geschädigte habe ihm anfangs gesagt, sie sei 17 Jahre alt; 

er wisse erst seit ca. Juni/Juli 2010, dass sie den Jahrgang 1995 habe, weil er da 

ihre ID gesehen habe (Urk. 4/2 S. 13). Er habe ehrlicherweise von Anfang an 

Zweifel an ihrer Altersangabe gehabt und sie deshalb danach gefragt. In einer 

-   5   - 

SBB-Kontrolle im April 2010 habe sie den Jahrgang 1994 angegeben, weshalb er 

sie erneut nach ihrem Alter gefragt habe (Urk. 4/2 S. 5f.; Urk. 4/4 S. 4). Sie sei 

aber ausgewichen und habe bei dieser Frage jeweils angefangen zu weinen. Er 

habe sich dann nie einen Ausweis von ihr zeigen lassen bis im Juni/Juli 2010 und 

auch nie die Mutter der Geschädigten, welche er mehrfach getroffen habe, nach 

deren Alter gefragt (Urk. 4/4 S. 5f., S. 20). Der Beschuldigte räumte von Anfang 

an ein, sexuelle Kontakte zur Geschädigten gehabt zu haben. Schliesslich aner-

kannte er die ihm in Ziff. 1. – 5. gemachten Vorwürfe vollumfänglich, wobei er gel-

tend machte, er habe das Alter der Geschädigten nicht gekannt (Urk. 4/4 S. 19, 

Urk. 27 S.1, Urk. 28 S. 3). Der äussere Ablauf der sexuellen Handlungen in dieser 

ersten Phase ist damit rechtsgenügend erstellt. Was die von der Anklagebehörde 

aufgeführten weiteren Umstände, nämlich weshalb der Beschuldigte an der 

Alterangabe der Geschädigten hätte zweifeln müssen, betrifft (Urk. 24 S. 3-6), 

wird darauf – soweit nötig – bei der rechtlichen Würdigung eingegangen werden.  

2.2. Bestritten hat der Beschuldigte stets die Vorwürfe in Ziff. 6 der Anklage. Er 
hat stets geltend gemacht, nach Kenntnis des wahren Alters der Geschädigten 

nur noch freundschaftlich mit ihr verkehrt zu haben. Dabei gab er allerdings zuerst 

mehrmals unumwunden zu, es sei auch danach weiterhin zu Zungenküssen und 

gewissen Berührungen am Körper gekommen, weil er solche für erlaubt gehalten 

habe (Urk. 4/2 S. 14 ff., Urk. 4/4 S. 17 ff.), nur um später auch diese Handlungen 

– mit wenig überzeugend wirkenden Aussagen – zu bestreiten (Urk. 4/8 S. 8f., 

Urk. 4/12 S. 3). Unter Hinweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz, 

auf welche zu verweisen ist (Urk. 36 S. 5 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO), ist diesbe-

züglich von offenkundigen Schutzbehauptungen des Beschuldigten und von  

einem erstellten Sachverhalt auszugehen.  

Bestritten sind indes auch die weiteren in Ziff. 6 eingeklagten sexuellen Handlun-

gen mit der Geschädigten nach Bekanntwerden ihres wahren Alters. Von Anfang 

an bestritten hatte der Beschuldigte sodann, dass es zwischen ihm und der  

Geschädigten jemals zu Analverkehr gekommen sei. Diesbezüglich stützt sich die 

Vorinstanz auf die Aussagen der – noch unter alter Strafprozessordnung – als 

Zeugin einvernommenen Geschädigten (Urk. 6/4 S. 3; vgl. auch Urk. 5/4). 

-   6   - 

2.2.1. Zutreffend hält die Vorinstanz fest, dass die Geschädigte den Beschuldig-
ten anlässlich ihrer Befragungen offensichtlich immer noch gern hatte (Urk. 5/4  

S. 13 und S. 55), dass sie selbst keine Strafanzeige gegen ihn erheben und ihn 

nicht bestraft sehen wollte (a.a.O. S. 52 und 54), dass sie ihn nach wie vor ver-

misste (Urk. 6/4 S. 7) und dass sie keinerlei Forderungen gegen ihn stellt  

(Urk. 14/19 S. 3). Sie betonte auch immer wieder, dass sie alles freiwillig mitge-

macht habe, und versuchte so, den Beschuldigten möglichst zu entlasten. Grün-

de, weshalb sie ihn bewusst falsch anschuldigen würde, sind daher keine ersicht-

lich. Anderseits ist nicht zu übersehen, dass die Geschädigte erstelltermassen 

mehrfach gelogen hat: Nicht nur log sie den Beschuldigten betreffend ihres Alter 

an, sie log auch gegenüber ihrer Mutter (Urk. 5/4 S. 14), sie log, was ihre eigenen 

sexuellen Erfahrungen betraf, als sie zunächst angab, der Beschuldigte sei ihr 

erster Sexualpartner gewesen (Urk. 5/4 S. 38), um später einräumen zu müssen, 

bereits mit 12 Jahren erste sexuelle Erfahrungen gemacht zu haben (Urk. 6/4  

S. 12). Schliesslich log sie auch in Bezug auf die konkreten Vorfälle, als sie  

zunächst schilderte, der Beschuldigte habe im Hotel ein Kondom benützt, um so-

gleich einzugestehen, der Beschuldigte, nicht sie, habe diesbezüglich die Wahr-

heit gesagt; sie habe ein Verhütungspflaster gehabt (Urk. 6/4 S. 12). All  

diese Lügen sprechen nicht eben für die Glaubwürdigkeit der Geschädigten.  

Anderseits betrafen diese stets Themen, mit welchen sich die Geschädigte  

irgendwie selbst – oder den Beschuldigten – in ein besseres Licht rücken wollte. 

Lügen, mit welchen sie andere Personen zu Unrecht hätte belasten wollen, sind 

nicht auszumachen. Trotzdem sind ihre Aussagen mit Vorsicht zu würdigen.  

2.2.2. Was die Frage betrifft, ob es nach Bekanntwerden ihres Alters auch zum 
eingeklagten Oralsex sowie Einführen eines Fingers in die Scheide der Geschä-

digten gekommen ist, geht die Vorinstanz zu Recht von den Aussagen der  

Geschädigten aus. Diese hat diese Vorfälle spontan und lebensnah und konstant 

geschildert. Insbesondere ihre Darstellung, wonach der Beschuldigte zunächst 

keinen Oralsex mehr mit ihr haben wollte, auf ihr Drängen hin aber dann doch 

einwilligte (Urk. 5/4 S. 30), wirkt lebensnah und angesichts der weiterhin  

bestehenden Liebe zwischen den beiden (Urk. 5/4 S. 36) auch plausibel. Sie  

erinnerte sich auch noch konkret an die Nebenumstände des ersten Mals  

-   7   - 

Oralverkehr nach den Ferien des Beschuldigten (Urk. 6/4 S. 22 ff.). Insgesamt 

bestehen hier keine Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen der Geschädig-

ten, die dem Beschuldigten mit Sicherheit nicht schaden wollte. Anderseits ist  

offensichtlich, weshalb der Beschuldigte sämtliche sexuellen Handlungen in 

Kenntnis des wahren Alters der Geschädigte in Abrede stellt.  

Der Sachverhalt von Ziff. 6 ist insoweit somit erstellt. 

2.2.3. Hingegen erweist sich der Anklagevorwurf, der Beschuldigte habe mit der 
Geschädigten ca. im August 2010 Analverkehr gehabt, als zu wenig bewiesen. 

Die Geschädigte hatte zwar stets behauptet, mit dem Beschuldigten auch mehr-

fach Analsex gehabt zu haben, und verstand darunter auch das Richtige (Urk. 5/4 

S. 52, Urk. 6/4 S. 10). Die Staatsanwaltschaft verzichtete indes bereits betreffend 

Ziff. 2 auf Anklageerhebung in diesem Punkt (Urk. 4/15). Warum der Beschuldigte 

gerade dies konsequent in Abrede stellte (u.a. Urk. 4/4 S. 16), mag zwar allenfalls 

an seiner religiösen Erziehung liegen (Urk. 5/4 S. 54, Urk. 4/8 S. 9 oben), denn für 

viele Muslime ist diese Form von Sexualität verboten. Letztlich sind die Aussagen 

der Geschädigten hier jedoch zu wenig aussagekräftig. So hatte sie in der ersten 

Befragung noch explizit ausgeführt, nach dem Bekanntwerden ihres Alters sei es 

nicht mehr zu Geschlechtsverkehr oder Analverkehr zwischen ihr und dem  

Beschuldigten gekommen, denn sie habe nicht gewollt, dass er Probleme  

bekomme (Urk. 5/4 S. 30f.). Anlässlich der Zeugeneinvernahme vom  

16. Dezember 2010 hielt sie dann zwar fest, es sei auch zu Analverkehr gekom-

men, relativierte dies jedoch sogleich und sagte, es sei danach noch einmal  

geschehen, wenn sie sich richtig erinnere (Urk. 6/4 S. 27). Auch danach schilderte 

sie zwar den Oralverkehr (und den Finger in der Scheide) von sich aus, den  

Analverkehr aber erst auf Frage hin und wiederum mit dem Zusatz, so wie sie es 

in Erinnerung habe (Urk. 6/4 S. 31). Besondere Begleitumstände dazu nannte sie 

nicht. Diese dürftigen Aussagen genügen nicht, um den Sachverhalt in diesem 

Sinne zu erstellen. Letztlich ist es aber – im Lichte sämtlicher Vorfälle – ohnehin 

ohne massgebliche Bedeutung, ob es in dieser Liebesbeziehung auch zu  

Analverkehr gekommen ist oder nicht.  

-   8   - 

Der Sachverhalt bezüglich Analverkehr im August 2010 ist nicht erstellt. Damit ist 

der Beschuldigte im Anklagepunkt Ziff. 6 Absatz 5 freizusprechen.  

3. Rechtliche Würdigung 

3.1. Unbestritten ist, dass der Beschuldigte das gesetzliche Schutzalter von  
16 Jahren zur Tatzeit kannte. Dies hat er mehrfach eingeräumt (Urk. 4/2  

S. 16 oben, Urk. 4/4 S. 19f.). Weiter unbestritten und unzweifelhaft ist, dass die 

eingeklagten Handlungen sexueller Natur im Sinne von Art. 187 StGB waren  

(vgl. dazu auch Urk. 4/6). Davon ist im Folgenden auszugehen. 

3.2. Bezüglich der unter Ziff. 1.-5. eingeklagten sexuellen Vorfälle wusste der  
Beschuldigte erstelltermassen noch nicht, dass die Geschädigte unter 16 Jahre 

alt war. Hingegen wird ihm vorgeworfen, er hätte seinen Irrtum in Bezug auf ihr  

Alter bei pflichtgemässer Vorsicht vermeiden können. Ihm wird m.a.W. ein fahr-

lässiger Verstoss gegen Art. 187 StGB im Sinne von dessen Ziff. 4 vorgeworfen. 

Auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz dazu kann vorab verwiesen 

werden (Urk. 36 S. 8f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Anklage erwähnt verschiedene 

Umstände, aufgrund derer der Beschuldigte sich vor der Vornahme sexueller 

Handlungen von der Geschädigten hätte einen Ausweis zeigen lassen resp.  

deren Mutter nach dem Alter hätte fragen müssen (Urk. 24 S. 5f.). Dies hat der 

Beschuldigte unbestrittenermassen nicht getan.  

Dass der Beschuldigte bereits von Anfang an effektiv Zweifel an der Altersangabe 

der Geschädigten hatte, hat er bereits in der ersten Befragung eingeräumt  

(Urk. 4/2 S. 6), und später erneut bestätigt (Urk. 4/4 S. 20). Anlässlich der Beru-

fungsverhandlung stritt der Beschuldigte dagegen ab, von Anfang an Zweifel  

gehabt zu haben. Auf seine anderslautenden früheren Aussagen angesprochen, 

gab der Beschuldigte zu Protokoll, er sei verzweifelt gewesen, da er zum ersten 

Mal verhaftet worden sei. Er habe aus diesem Grund vielleicht die Zeiten  

verwechselt bzw. habe C._____ auf seine Fragen nach ihrem Alter geweint, er 

habe jedoch nicht gewusst wieso (Urk. 54 S. 4 f.). Diese Bestreitungen vermögen 

nicht zu überzeugen und sind als Schutzbehauptungen zu qualifizieren. Allein der 

Vorfall im April 2010 – mithin vor Aufnahme jeglicher Zärtlichkeiten – mit der Bil-

-   9   - 

letkontrolle der SBB zeigt, dass der Beschuldigte alarmiert sein musste und es 

auch war: Die Geschädigte, welche ihm zuvor gesagt hatte, sie sei 17 Jahre alt, 

gab dort den Jahrgang 1994 an (Urk. 4/2 S. 6, Urk. 4/4 S. 4, Urk. 6/4 S. 18). Er 

wusste also bereits ab diesem frühen Zeitpunkt, dass die Geschädigte bezüglich 

ihres Alters nicht ehrlich war. Dass er die Befürchtung hatte, die Geschädigte 

könnte noch unter dem gesetzlichen Schutzalter sein, zeigt sich auch darin, dass 

er sie tatsächlich mehrfach nach einem Ausweis fragte, sie ein Nachhaken aber 

mit Ausflüchten und Tränen jeweils abzuwenden vermochte, sodass der Beschul-

digte weitere Anstrengungen in dieser Hinsicht unterliess (Urk. 4/4 S. 5 ff.). Der  

Beschuldigte hätte sich aber auch die Frage stellen müssen, weshalb das Erkun-

digen nach dem Alter die Geschädigte derart aufregte, dass sie jeweils zu weinen 

begann (Urk. 56 S. 5). Bereits angesichts dieser Umstände – die weiteren in der 

Anklageschrift genannten sind deshalb nicht weiter relevant – wäre es die Pflicht 

des damals 24jährigen Beschuldigten gewesen, sich bezüglich des Alters der  

Geschädigten zu vergewissern, bevor er sexuelle Handlungen mit ihr vornahm. 

Dies tat er nicht, obwohl es ihm ein Leichtes gewesen wäre, z.B. die Mutter der 

Geschädigten, die er kennenlernte und mehrmals antraf (Urk. 4/2 S. 9, Urk. 4/4  

S. 5 ff.), nach dem genauen Geburtsdatum ihrer Tochter zu fragen, so etwa unter 

dem Vorwand, sie mit einem Geschenk überraschen zu wollen o.ä.. Der Beschul-

digte unternahm indes nichts und entschloss sich vielmehr dazu, den Beteuerun-

gen seiner Freundin zu glauben (Urk. 27 S. 3). Dies mag menschlich zwar nach-

vollziehbar sein, entlastet ihn jedoch nicht von seinen erhöhten Sorgfaltspflichten 

als erwachsener Mann gegenüber einem sich in der Nähe des Schutzalters  

befindlichen Mädchen (vgl. auch Bundesgerichtsentscheid 6B_214/2007 vom 

13.11.2007 Erw. 3.4.2. a.E.; Urk. 13/7 S. 4 ff.). Der vorliegende Fall ist denn auch 

– entgegen der Verteidigung – nicht mit dem in BGE 119 IV 138 S. 143 ff.  

vergleichbar (Urk. 28 S. 7 ff.), zumal der Altersunterschied zwischen den beiden 

hier immerhin 10 Jahre beträgt und die Geschädigte die Frage nach ihrem Alter 

keineswegs stets deutlich und gleichbleibend beantwortete. Der Beschuldigte  

hätte seinen Irrtum bezüglich des Alters der Geschädigten somit bei pflichtge-

mässer Sorgfalt vermeiden können. Er hat dadurch Art. 187 Ziff. 1 in Verbindung 

mit Ziff. 4 StGB mehrfach erfüllt und ist demgemäss schuldig zu sprechen.  

-   10   - 

3.3. Bezüglich Ziff. 6 ist erstellt, dass der Beschuldigte in diesem Zeitpunkt  
wusste, dass die Geschädigte erst 14 Jahre alt war, weil er ihre ID gesehen hatte. 

Mit der Vorinstanz ist somit festzuhalten, dass die rechtliche Würdigung dieses 

Anklagepunktes als mehrfache sexuelle Handlungen mit einem Kind im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 StGB zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass gibt (Urk. 36 S. 8). 

Sofern der Verteidiger anlässlich der Berufungsverhandlung einen Verbotsirrtum 

hinsichtlich der nach Kenntnisnahme des wahren Alters der Geschädigten durch 

den Beschuldigten begangenen Delikte geltend machen will (Urk. 57 S. 7 unten), 

ist dem zu entgegnen, dass es für den Beschuldigten ein Leichtes gewesen wäre, 

sich übers Internet zu diesem Thema schlau zu machen, was er ja sogar getan 

haben will (wenn auch erst zu einem späteren Zeitpunkt, vgl. Urk. 57 S. 3).  

Folglich wäre ein allfälliger Verbotsirrtum ohne weiteres vermeidbar gewesen und 

ist deshalb zu verneinen. 

4. Sanktion 

4.1. Strafrahmen 

Die Vorinstanz hat die massgeblichen theoretischen Strafzumessungsgründe  

sowie den Strafrahmen für Widerhandlungen gegen Art. 187 Ziff. 1 StGB  

zutreffend wiedergegeben (Urk. 36 S. 10). Allerdings ist dazu festzuhalten, dass 

nach neuerer Bundesgerichtspraxis die mehrfache Tatbegehung nicht zwingend 

zu einer Erweiterung des Strafrahmens führt. Die tat- und täterangemessene  

Strafe ist vielmehr grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens festzu-

legen. Der ordentliche Rahmen ist nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche 

Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkre-

ten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint (BGE 136 IV 55 E. 5.8). Solche ausser-

gewöhnlichen Umstände liegen nicht vor, weshalb vom ordentlichen Strafrahmen 

auszugehen ist.  

4.2. Tatkomponenten 

4.2.1. Ausgangspunkt für die Strafzumessung ist stets die objektive Tatschwere 
der schwersten Tat. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, wenn sie dabei von den vor-

-   11   - 

sätzlich begangenen Handlungen gemäss Ziff. 6 der Anklage ausging. Allerdings 

unterliess sie es in der Folge, sowohl das Verschulden des Beschuldigten in Wor-

ten zu qualifizieren als auch eine Einsatzstrafe für diesen schwersten Tatkomplex 

festzulegen (Urk. 36 S. 11f.). Dies ist nachzuholen (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.8).  

Bezüglich der objektiven Tatschwere der nach Bekanntwerden des wahren Alters 

der Geschädigten begangenen sexuellen Handlungen ist neu zu beachten, dass 

sich der eingeklagte Analverkehr nicht erstellen liess. Demgegenüber ist der in 

dieser Phase mehrfach vollzogene Oralverkehr kaum weniger schwerwiegend, 

handelt es sich dabei doch – nebst eigentlichem Geschlechtsverkehr – um die 

gravierendsten sexuellen Handlungen im Rahmen des Tatbestands. Stark zu 

Gunsten des Beschuldigten zu werten ist indes, dass die Initiative dazu immer 

wieder auch von der – sexuell nicht mehr unerfahrenen – Geschädigten ausging, 

sie vom Beschuldigten somit weder bedrängt, überredet oder ausgenutzt wurde, 

weshalb sie sich auch nicht dem Gefühl ausgeliefert sah, ihr sexuelles Selbstbe-

stimmungsrecht sei verletzt worden (Urk. 6/4 S. 27). Ebenso strafrelativierend 

wirkt sich aus, dass die Beschuldigte mit über 14 Jahren zwar in strafrechtlicher 

Hinsicht noch ein Kind, aber nicht mehr allzu weit vom Schutzalter, das in  

manchen Nachbarländern bei 14 Jahren liegt, entfernt war. Nicht nachvollziehbar 

ist hingegen, wenn die Vorinstanz davon ausging, der Altersunterschied der  

beiden, welcher immerhin 10 Jahre beträgt, sei nicht sehr gross gewesen (Urk. 36 

S. 11).  

4.2.2. In subjektiver Hinsicht ist von erheblicher Bedeutung, dass aufgrund der 
gesamten Aktenlage kein Zweifel besteht, dass die beiden eine echte Liebes-

beziehung pflegten (Urk. 5/4 S. 14). Der Beschuldigte sorgte sich (trotz bereits 

laufendem Verfahren) um die im Spital weilende Geschädigte (Urk. 5/4 S. 36, vgl. 

Aussage der Mutter der Geschädigten in Urk. 7/1 S. 8), er weinte vor Enttäu-

schung darüber, dass sie ihn angelogen hatte (Urk. 4/4 S. 11, Urk. 4/2 S. 13,  

Urk. 5/4 S. 29), und meinte dennoch, er wolle trotzdem mit ihr zusammen bleiben, 

weil er sie liebe (Urk. 6/4 S. 22). Dies ergibt nicht das Bild eines rücksichtslosen 

Erwachsenen, der seine sexuellen Gelüste an einem unschuldigen Kind auslebt 

und damit aus niedriger Gesinnung handelt. Wesentlich ist auch, dass es nicht 

-   12   - 

erst zu sexuellen Handlungen kam, als er Beschuldigte bereits wusste, dass die 

Geschädigte unter 16 Jahre alt war, sondern dass diese Beziehung danach  

einfach noch ca. 1-2 Monate weitergeführt wurde. Der Beschuldigte suchte somit 

nicht gezielt von Anfang an nach unmündigen Kindern im Sinne einer pädophilen 

Neigung. 

4.2.3. Die objektive Tatschwere wird durch die subjektiven Elemente massiv  
reduziert. Insgesamt ist das Verschulden des Beschuldigten für diesen Tat-

komplex als noch eher leicht zu qualifizieren. Dies insbesondere, wenn man sich 

gewärtigt, dass unter den Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern auch 

solche mit Kleinkindern fallen oder solche, bei denen es dem Täter einzig um die 

Ausbeutung seines Opfers zwecks egoistischer Triebbefriedigung geht, was die 

ungestörte sexuelle Entwicklung eines Kindes massiv beeinträchtigen würde. So 

ein Fall ist vorliegend nicht gegeben. Demgemäss erweist sich eine Einsatzstrafe 

im Bereich von 6 Monaten Freiheitsstrafe resp. 180 Tagen Geldstrafe als ange-

messen.  

4.2.4. Hinzu kommen die weiteren Taten gemäss Anklageziffern 1. – 5 über einen 
Zeitraum von rund 2 Monaten. Hier ist zu beachten, dass darunter auch in objekti-

ver Hinsicht schwerwiegende Taten wie ungeschützter Geschlechtsverkehr fallen. 

Im Weiteren sind die gleichen Kriterien wie die in Ziff. 4.2.1-4.2.3 genannten mas-

sgeblich. In subjektiver Hinsicht fällt ins Gewicht, dass der Beschuldigte nicht 

(eventual-)vorsätzlich, sondern lediglich fahrlässig gehandelt hat. Dabei ist nicht 

von grober Fahrlässigkeit auszugehen, denn die Geschädigte hat ihrerseits  

einiges dafür getan, dass der Beschuldigte bezüglich ihres Alters nicht weiter 

nachhakte, indem sie ihn mit Tränen und Vorwürfen fehlenden Vertrauens davon 

abhielt (Urk. 4/4 S. 5f., Urk. 27 S. 3). Insgesamt ist eine Erhöhung der Einsatz-

strafe von rund 2 Monaten angemessen. 

  

-   13   - 

4.3. Täterkomponenten 

Schliesslich sind auch die tatunabhängigen Faktoren zu beachten, wobei die Vo-

rinstanz die persönlichen und finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten nicht 

weiter ausführte (Urk. 36 S. 12). Dies ist nachzuholen. Der Beschuldigte kam mit 

12 Jahren in die Schweiz und lebt hier mit seinen Eltern und einem Bruder in  

D._____ (Niederlassung C). Das Verhältnis zu seiner Familie ist gut. Eine Berufs-

lehre absolvierte er nicht; die Handelsschule musste er abbrechen, weil er keine 

Praktikumsstelle fand und kein Stipendium erhielt. Zur Zeit ist er arbeitslos resp. 

absolviert vom RAV organisierte Kurse, wofür er mit Fr. 2'000.— netto im Monat 

entschädigt wird. Im Januar 2012 hat er einen Zwischenverdienst im Betrag von 

Fr. 1'800.-- erzielt, als er für eine Umzugsfirma gearbeitet hat. Für Kost und Logis 

muss er zuhause ca. Fr. 1'000.— abgeben, andere Unterstützungspflichten hat 

der Beschuldigte nicht. Er hat weder Schulden noch Vermögen. Für Kranken-

kasse bezahlt er Fr. 240.— im Monat, die Steuern betragen das absolute  

Minimum (Urk. 4/2 S. 1, Urk. 4/13 S 2f., Urk. 27 S. 4f., Urk. 51, Urk. 56 S. 1 f.). 

Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft. Neu hat sich an der Berufungsverhandlung 

ergeben, dass er eine Ausbildungsstelle im Logistikbereich machen möchte,  

wofür er aber drei bis fünf Jahre Berufserfahrung braucht.  

Aus dem Werdegang und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten  

lassen sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten.  

Leicht strafmindernd wirkt sich das von Anfang an abgelegte Teilgeständnis  

bezüglich der sexuellen Handlungen aus. Zu Recht hat die Vorinstanz zudem 

merklich strafmindernd berücksichtigt, dass sich der Beschuldigte konsequent an 

das ihm auferlegte Kontaktverbot mit der Geschädigten hielt, obwohl er nach wie 

vor Gefühle für diese hatte und sie ihn mehrfach zu kontaktieren versuchte 

(Urk. 4/8 S. 10, Urk. 4/12 S. 11, Urk. 6/4 S. 7). Klar strafmindernd kann sodann 

berücksichtigt werden, dass sich der Beschuldigte während der gesamten Straf-

untersuchung – gemäss Aktennotiz der Staatsanwaltschaft (Urk. 4/15) – äusserst 

anständig und stets korrekt verhalten habe. Straferhöhungsgründe sind hingegen 

nicht ersichtlich.  

-   14   - 

4.3.1. Insgesamt führen die nicht unerheblichen Strafminderungsgründe zu einer 
deutlichen Reduktion der aufgrund der Tatkomponenten festgesetzten Strafe von 

rund 8 Monaten resp. 240 Tagessätzen .  

4.4. Fazit / Strafart 

4.4.1. In Würdigung aller für die Strafzumessung massgebenden Kriterien erweist 
sich somit eine Strafe im Bereich von 6 Monaten Freiheitsstrafe resp. 180 Ta-

gessätzen Geldstrafe als angemessen.  

4.4.2. Bei dieser Strafhöhe, mithin im Bereich der leichten bis mittleren Kriminali-
tät, stellt sich die Wahl der Strafart. Die Vorinstanz hat diese Frage – kurz – damit 

begründet, dass in casu aus spezialpräventiven Überlegungen eine Freiheits-

strafe notwendig sei, um dem nicht geständigen Beschuldigten die Schwere der 

Tat genügend vor Augen zu führen (Urk. 36 S. 13). Dies überzeugt indes nicht. 

Gemäss Bundesgerichtspraxis ist vielmehr Folgendes zu beachten:   
 
„Wichtigste Kriterien für die Wahl der Sanktion bilden ihre Zweckmässigkeit, ihre Auswirkungen 
auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz. Nach dem Prinzip der Ver-
hältnismässigkeit soll bei alternativ zur Verfügung stehenden Sanktionen im Regelfall diejenige 
gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. die ihn 
am wenigsten hart trifft. Im Vordergrund steht daher bei Strafen von sechs Monaten bis zu einem 
Jahr die Geldstrafe, als gegenüber der Freiheitsstrafe mildere Sanktion (BGE 134 IV 97 E. 4.2.2; 
134 IV 82 E. 4.1). Die Geldstrafe fällt auch für einkommensschwache Täter, d.h. für solche mit 
sehr geringem, gar unter dem Existenzminimum liegendem Einkommen in Betracht (BGE 134 IV 
97 E. 5.2.3 und 5.2.4). Die Wahl der Sanktion muss im Einzelfall nachvollziehbar sein und im Urteil 
begründet werden (Art. 50 StGB). Der blosse Verweis auf die Schwere des Verschuldens und die 
Vorstrafen genügt den Begründungsanforderungen nicht (Urteil des Bundesgerichts 6B_721/2009 
vom 18.2.2010 E. 4.2).“ 

Insgesamt kann vorliegend nicht gesagt werden, der nicht vorbestrafte Beschul-

digte sei derart uneinsichtig, dass er einer Freiheitsstrafe bedürfe, um nicht mehr 

zu delinquieren. Davon geht die Vorinstanz bei der Frage des Strafvollzugs denn 

auch nicht aus. Wie oben dargelegt, hat sich der Beschuldigte im Verfahren  

vielmehr sehr kooperativ verhalten, weshalb ohne weiteres davon ausgegangen 

werden kann, es werde seine Wirkung zeigen. Es kann daher nicht gesagt  

werden, einzig eine Freiheitsstrafe sei zweckmässig, weshalb die mildere  

Sanktion der Geldstrafe gewählt werden muss. Der Beschuldigte ist daher mit  

einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu bestrafen, wovon 1 Tagessatz als durch 

Haft abgegolten gilt.  

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=6B_218%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-IV-97%3Ade&number_of_ranks=0#page97
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=6B_218%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-IV-82%3Ade&number_of_ranks=0#page82
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=6B_218%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-IV-97%3Ade&number_of_ranks=0#page97
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=6B_218%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-IV-97%3Ade&number_of_ranks=0#page97

-   15   - 

4.4.3. Damit verbleibt die Frage nach dem relevanten Tagessatz. Aufgrund der 
oben dargelegten, derzeit eher prekären finanziellen Verhältnisse des anderseits 

noch jungen und voll erwerbsfähigen Beschuldigten ist der Tagessatz auf  

Fr. 30.— festzusetzen.  

5. Strafvollzug 

Zur Frage des Strafvollzugs kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 36 S. 14f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die  

Aussprechung einer unbedingten Freiheitsstrafe ist bereits aufgrund des Verbotes 

der reformatio in peius ausgeschlossen.  

Die heute auszufällende Geldstrafe von 180 Tagessätzen Geldstrafe ist demnach 

vollständig aufzuschieben, wobei die Probezeit wie bereits vor Vorinstanz auf 

zwei Jahre festzusetzen ist (Art. 44 Abs. 1 StGB). 

6. Kosten 

6.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die vorinstanzliche Kostenregelung 
(dort Dispositiv Ziffern 4 und 5) vollumfänglich zu bestätigen. Dass die Vorinstanz 

eine (leicht höhere) Freiheitsstrafe statt der heute angeordneten Geldstrafe aus-

gefällt hat, hatte keinen Einfluss auf die dort entstandenen Kosten.  

6.2. Hingegen ist im Berufungsverfahren davon auszugehen, dass der Beschul-
digte insofern obsiegt, als die Strafe leicht reduziert und auch keine Freiheitsstrafe 

ausgefällt wurde. Dagegen unterliegt der Beschuldigte mit seinem Antrag auf 

Freispruch, was deutlich mehr ins Gewicht fällt. Dennoch ist dem teilweisen  

Obsiegen des Beschuldigten dadurch angemessen Rechnung zu tragen, dass 

ihm die Kosten des Berufungsverfahrens nur zu 2/3 aufzuerlegen und im Übrigen 

auf die Gerichtskasse zu nehmen sind.  

6.3. Wie bereits vor Vorinstanz sind die Kosten der amtlichen Verteidigung dem 
derzeit arbeitslosen Beschuldigten nicht aufzuerlegen, sondern auf die Gerichts-

kasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 

im Umfang von 2/3 der Kosten vorbehalten bleibt. 

-   16   - 

Es wird beschlossen: 

1. Vom Rückzug der (selbständigen) Berufung und der Anschlussberufung der 

Staatsanwaltschaft wird Vormerk genommen.  

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

3. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 4 StGB 

− der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 StGB. 

 Vom Vorwurf der sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 

Ziff. 1 StGB gemäss Anklageziffer 6 Absatz 5 wird der Beschuldigte freige-

sprochen.  

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 

Fr. 30.--, wovon ein Tagessatz als durch Haft geleistet gilt.  

-   17   - 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei 

Jahre festgesetzt.  

4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.--  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

 
6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 2/3 auferlegt und zu 1/3 

auf die Gerichtskasse genommen.  

7. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht im Umfang von 2/3 der 
Kosten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  

Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils 
 

-   18   - 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 11. April 2012 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic.iur. C. Grieder 
 
 
 
 
 
 

	Urteil vom 11. April 2012
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	Das Gericht erkennt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 4 StGB
	 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 7 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag durch Haft erstanden ist.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf  2 Jahre festgesetzt.
	4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf
	5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, aber abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 ...
	6. (Mitteilungen)
	7. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei vollumfänglich freizusprechen.
	2. Die Kosten des Verfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen, und  der Beschuldigte sei angemessen zu entschädigen.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte und Prozessuales
	1.1. Mit dem eingangs im Dispositiv zitierten Urteil vom 30. August 2011 wurde der Beschuldigte A._____ vom Einzelgericht in Strafsachen am Bezirksgericht Dietikon der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind schuldig gesprochen und mit einer b...
	1.2. Gegen das dem Beschuldigten mündlich eröffnete und im Dispositiv übergebene Urteil (Prot. I S. 4) meldete der Verteidiger am 9. September 2011 fristgerecht Berufung an (Urk. 32). Die Staatsanwaltschaft erhob ihrerseits am  5. September 2011 Beru...
	1.3. Nachdem der Beschuldigte einen Freispruch beantragt, ist das vorinstanzliche Urteil in keinem Punkt im Sinne von Art. 404 Abs. 1 StPO in Rechtskraft  erwachsen.
	2. Sachverhalt
	2.1. Das vorliegende Verfahren nahm seinen Anfang, als die Schulbehörden von B._____ Strafanzeige erhoben, als sie Kenntnis davon erhielten, dass die 14jährige Schülerin, C._____, welche offenbar mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen...
	2.2. Bestritten hat der Beschuldigte stets die Vorwürfe in Ziff. 6 der Anklage. Er hat stets geltend gemacht, nach Kenntnis des wahren Alters der Geschädigten nur noch freundschaftlich mit ihr verkehrt zu haben. Dabei gab er allerdings zuerst mehrmals...
	Bestritten sind indes auch die weiteren in Ziff. 6 eingeklagten sexuellen Handlungen mit der Geschädigten nach Bekanntwerden ihres wahren Alters. Von Anfang an bestritten hatte der Beschuldigte sodann, dass es zwischen ihm und der  Geschädigten jemals...
	2.2.1. Zutreffend hält die Vorinstanz fest, dass die Geschädigte den Beschuldigten anlässlich ihrer Befragungen offensichtlich immer noch gern hatte (Urk. 5/4  S. 13 und S. 55), dass sie selbst keine Strafanzeige gegen ihn erheben und ihn nicht bestra...
	2.2.2. Was die Frage betrifft, ob es nach Bekanntwerden ihres Alters auch zum eingeklagten Oralsex sowie Einführen eines Fingers in die Scheide der Geschädigten gekommen ist, geht die Vorinstanz zu Recht von den Aussagen der  Geschädigten aus. Diese h...
	Der Sachverhalt von Ziff. 6 ist insoweit somit erstellt.
	2.2.3. Hingegen erweist sich der Anklagevorwurf, der Beschuldigte habe mit der Geschädigten ca. im August 2010 Analverkehr gehabt, als zu wenig bewiesen. Die Geschädigte hatte zwar stets behauptet, mit dem Beschuldigten auch mehrfach Analsex gehabt zu...
	Der Sachverhalt bezüglich Analverkehr im August 2010 ist nicht erstellt. Damit ist der Beschuldigte im Anklagepunkt Ziff. 6 Absatz 5 freizusprechen.
	3. Rechtliche Würdigung
	3.1. Unbestritten ist, dass der Beschuldigte das gesetzliche Schutzalter von  16 Jahren zur Tatzeit kannte. Dies hat er mehrfach eingeräumt (Urk. 4/2  S. 16 oben, Urk. 4/4 S. 19f.). Weiter unbestritten und unzweifelhaft ist, dass die eingeklagten Hand...
	3.2. Bezüglich der unter Ziff. 1.-5. eingeklagten sexuellen Vorfälle wusste der  Beschuldigte erstelltermassen noch nicht, dass die Geschädigte unter 16 Jahre alt war. Hingegen wird ihm vorgeworfen, er hätte seinen Irrtum in Bezug auf ihr  Alter bei p...
	Dass der Beschuldigte bereits von Anfang an effektiv Zweifel an der Altersangabe der Geschädigten hatte, hat er bereits in der ersten Befragung eingeräumt  (Urk. 4/2 S. 6), und später erneut bestätigt (Urk. 4/4 S. 20). Anlässlich der Berufungsverhandl...
	3.3. Bezüglich Ziff. 6 ist erstellt, dass der Beschuldigte in diesem Zeitpunkt  wusste, dass die Geschädigte erst 14 Jahre alt war, weil er ihre ID gesehen hatte. Mit der Vorinstanz ist somit festzuhalten, dass die rechtliche Würdigung dieses Anklagep...
	4. Sanktion
	4.1. Strafrahmen
	4.2. Tatkomponenten
	4.2.1. Ausgangspunkt für die Strafzumessung ist stets die objektive Tatschwere der schwersten Tat. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, wenn sie dabei von den vorsätzlich begangenen Handlungen gemäss Ziff. 6 der Anklage ausging. Allerdings unterliess sie e...
	Bezüglich der objektiven Tatschwere der nach Bekanntwerden des wahren Alters der Geschädigten begangenen sexuellen Handlungen ist neu zu beachten, dass sich der eingeklagte Analverkehr nicht erstellen liess. Demgegenüber ist der in dieser Phase mehrfa...
	4.2.2. In subjektiver Hinsicht ist von erheblicher Bedeutung, dass aufgrund der gesamten Aktenlage kein Zweifel besteht, dass die beiden eine echte Liebesbeziehung pflegten (Urk. 5/4 S. 14). Der Beschuldigte sorgte sich (trotz bereits laufendem Verfa...
	4.2.3. Die objektive Tatschwere wird durch die subjektiven Elemente massiv  reduziert. Insgesamt ist das Verschulden des Beschuldigten für diesen Tatkomplex als noch eher leicht zu qualifizieren. Dies insbesondere, wenn man sich gewärtigt, dass unter...
	4.2.4. Hinzu kommen die weiteren Taten gemäss Anklageziffern 1. – 5 über einen Zeitraum von rund 2 Monaten. Hier ist zu beachten, dass darunter auch in objektiver Hinsicht schwerwiegende Taten wie ungeschützter Geschlechtsverkehr fallen. Im Weiteren s...
	4.3. Täterkomponenten
	4.3.1. Insgesamt führen die nicht unerheblichen Strafminderungsgründe zu einer deutlichen Reduktion der aufgrund der Tatkomponenten festgesetzten Strafe von rund 8 Monaten resp. 240 Tagessätzen .
	4.4. Fazit / Strafart
	4.4.1. In Würdigung aller für die Strafzumessung massgebenden Kriterien erweist sich somit eine Strafe im Bereich von 6 Monaten Freiheitsstrafe resp. 180 Tagessätzen Geldstrafe als angemessen.
	4.4.2. Bei dieser Strafhöhe, mithin im Bereich der leichten bis mittleren Kriminalität, stellt sich die Wahl der Strafart. Die Vorinstanz hat diese Frage – kurz – damit begründet, dass in casu aus spezialpräventiven Überlegungen eine Freiheitsstrafe ...
	4.4.3. Damit verbleibt die Frage nach dem relevanten Tagessatz. Aufgrund der oben dargelegten, derzeit eher prekären finanziellen Verhältnisse des anderseits noch jungen und voll erwerbsfähigen Beschuldigten ist der Tagessatz auf  Fr. 30.— festzusetzen.
	5. Strafvollzug
	6. Kosten
	6.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die vorinstanzliche Kostenregelung (dort Dispositiv Ziffern 4 und 5) vollumfänglich zu bestätigen. Dass die Vorinstanz eine (leicht höhere) Freiheitsstrafe statt der heute angeordneten Geldstrafe ausgefällt h...
	6.2. Hingegen ist im Berufungsverfahren davon auszugehen, dass der Beschuldigte insofern obsiegt, als die Strafe leicht reduziert und auch keine Freiheitsstrafe ausgefällt wurde. Dagegen unterliegt der Beschuldigte mit seinem Antrag auf Freispruch, wa...
	6.3. Wie bereits vor Vorinstanz sind die Kosten der amtlichen Verteidigung dem derzeit arbeitslosen Beschuldigten nicht aufzuerlegen, sondern auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 2/3 ...

	Es wird beschlossen:
	1. Vom Rückzug der (selbständigen) Berufung und der Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft wird Vormerk genommen.
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	3. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 4 StGB
	 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.--, wovon ein Tagessatz als durch Haft geleistet gilt.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.
	4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 2/3 auferlegt und zu 1/3 auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht im Umfang von 2/3 der Kosten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.