# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa8dbf64-339d-5eb2-97e8-e446f9d82537
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.10.2025 100 2025 287
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2025-287_2025-10-09.pdf

## Full Text

100.2025.287U
HER/CSA/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 9. Oktober 2025

Verwaltungsrichterin Herzog
Gerichtsschreiberin Cotting

A.________
zzt. Regionalgefängnis Moutier, Rue du Château 30b, 2740 Moutier
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern
Migrationsdienst, Ostermundigenstrasse 99B, 3006 Bern

und

Kantonales Zwangsmassnahmengericht
Hodlerstrasse 7, 3011 Bern

betreffend Anordnung der Vorbereitungshaft (Entscheid des kantonalen 
Zwangsmassnahmengerichts vom 9. September 2025; KZM 25 1860)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.10.2025, Nr. 100.2025.287U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

Der algerische Staatsangehörige A.________ ersuchte am 19. Januar 2020 
in der Schweiz um Asyl. Abklärungen des Staatssekretariates für Migration 
(SEM) ergaben, dass er zuvor bereits in Slowenien und weiteren europäi-
schen Ländern ein Asylgesuch gestellt hatte. Mit Entscheid vom 18. Februar 
2020 trat das SEM gestützt auf die Dublin III-Verordnung auf das Asylgesuch 
von A.________ nicht ein und wies ihn nach Slowenien weg.

In der Folge scheiterte die zwangsweise Rückführung nach Slowenien auf-
grund der Corona-Pandemie und die Überstellungsfrist lief ab. 

Im Juli 2021 stellte A.________ bei der Einwohnergemeinde (EG) Bern, Ein-
wohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), ein Gesuch um Ertei-
lung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zwecks Vorbereitung der Eheschlies-
sung mit einer Schweizer Bürgerin. Die EG Bern schrieb dieses Gesuchs-
verfahren am 8. November 2021 mangels weiterer Mitwirkung formlos als 
gegenstandslos geworden ab.

Am 2. Mai 2023 wurde A.________ von der Kantonspolizei Bern angehalten 
und es wurde eine Personenkontrolle durchgeführt. Es stellte sich heraus, 
dass A.________ sich ohne Aufenthaltstitel oder Visum hier aufhielt. Er 
sagte aus, dass er Anfang Januar 2020 in die Schweiz eingereist sei.

Mit Verfügung vom 3. Mai 2023 wies die EG Bern (EMF) A.________ aus 
dem Schengen-Raum sowie aus der Europäischen Union (EU) weg. Eine 
dagegen erhobene Beschwerde wies die Sicherheitsdirektion des Kantons 
Bern (SID) mit rechtskräftigem Entscheid vom 19. September 2023 ab.

Am 14. Mai 2024 identifizierten die algerischen Behörden A.________ als 
algerischen Staatsangehörigen.

Mit Verfügung vom 29. Dezember 2024 auferlegte die EG Bern (EMF) 
A.________ eine wöchentliche Meldepflicht. Dieser Meldepflicht ist 
A.________ offenbar nicht nachgekommen.

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Am 3. September 2025 wurde A.________ von der Polizei angehalten und 
zwecks Verbüssung von Ersatzfreiheitsstrafen in den Strafvollzug versetzt. 

Mit Verfügung vom 5. September 2025 ordnete die EG Bern gegen 
A.________ Ausschaffungshaft für die Dauer von drei Monaten ab dem Zeit-
punkt seiner Entlassung aus dem Strafvollzug (6.9.2025) an. Gleichentags 
ersuchte sie das kantonale Zwangsmassnahmengericht (ZMG), die Recht-
mässigkeit und Angemessenheit der Ausschaffungshaft zu überprüfen.

B.

Nach mündlicher Verhandlung bestätigte das ZMG mit Entscheid vom 
9. September 2025 Haft bis zum 5. Dezember 2025, ersetzte indes die Aus-
schaffungshaft durch Vorbereitungshaft.

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 19. September 2025 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Ent-
scheid sei aufzuheben und er sei unverzüglich aus der Haft zu entlassen. 
Gleichzeitig ersuchte er um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege unter 
Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt.

Das ZMG beantragt mit Vernehmlassung vom 23. September 2025 die Ab-
weisung der Beschwerde.

Die EG Bern beantragt mit Stellungnahme vom 26. September 2025 eben-
falls die Abweisung der Beschwerde und orientiert, dass die Zuständigkeit 
zwischenzeitlich (aufgrund des hängigen Asylverfahrens) auf das Amt für 
Bevölkerungsdienste des Kantons Bern (ABEV), Migrationsdienst (MIDI) 
übergegangen sei. Gleichzeitig hat sie die ausländerrechtlichen Akten 
betreffend A.________ eingereicht.

Auf Ersuchen der Instruktionsrichterin hat das SEM mit Schreiben vom 
30. September 2025 über den Stand des Asylverfahrens von A.________ 

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orientiert. Zudem wurden die ihn betreffenden Strafakten des Regionalge-
richts Bern-Mittelland (PEN 24 845) auszugsweise zu den Akten des vorlie-
genden Verfahrens erkannt.

Der Beschwerdeführer hat am 6. Oktober 2025 repliziert und hält an seinen 
Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 31 Abs. 2 des Einführungsgesetzes vom 9. Dezem-
ber 2019 zum Ausländer- und Integrationsgesetz sowie zum Asylgesetz [EG 
AIG und AsylG; BSG 122.20]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzli-
chen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid be-
sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und 
Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG und Art. 31 Abs. 3 
Bst. a EG AIG und AsylG). Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten.

1.2 Der vorliegende Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit 
(Art. 57 Abs. 2 Bst. e des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

2.1 Wurde ein erstinstanzlicher (nicht notwendigerweise auch rechtskräf-
tiger) Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet, kann die zuständige 
Behörde zur Sicherstellung des Vollzugs die ausländische Person in Aus-
schaffungshaft nehmen, wenn die Voraussetzungen von Art. 76 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; 
SR 142.20) erfüllt sind. Dabei muss einer der in Art. 76 Abs. 1 AIG genann-
ten Haftgründe bestehen und der Vollzug der Wegweisung mit dem nötigen 
Nachdruck verfolgt werden (Beschleunigungsgebot; Art. 76 Abs. 4 AIG). Die 
Administrativhaft hat insgesamt den sich aus dem Verhältnismässigkeitsprin-
zip ergebenden Erfordernissen zu genügen (Art. 36 Abs. 3 der Bundesver-
fassung [BV; SR 101]; Art. 28 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Bern [KV; 
BSG 101.1]); es dürfen keine Haftbeendigungsgründe vorliegen (Art. 80 
Abs. 6 AIG) und es ist die maximal zulässige Haftdauer zu beachten (Art. 79 
AIG).

2.2 Gegenstand des Haftprüfungsverfahrens bildet regelmässig bloss die 
Rechtmässigkeit der Haft. Das Haftgericht hat sich grundsätzlich nur zu ver-
gewissern, ob (überhaupt) ein Weg- oder Ausweisungsentscheid vorliegt; 
dessen Rechtmässigkeit bildet nicht Verfahrensgegenstand. Diesbezügliche 
Einwände sind im Asyl-, Bewilligungs- oder Wegweisungsverfahren durch 
die jeweils zuständigen Behörden zu prüfen, nicht durch das Haftgericht (vgl. 
BGE 130 II 377 E. 1, 130 II 56 E. 2 am Ende; BGer 2C_1063/2019 vom 
17.1.2020 E. 2.3.1). Nur wenn der Wegweisungsentscheid offensichtlich un-
zulässig, d.h. geradezu willkürlich bzw. nichtig erscheint, darf bzw. muss die 
Haftgenehmigung verweigert werden, da der Vollzug einer in diesem Sinn 
rechtswidrigen Anordnung nicht mit einer ausländerrechtlichen Zwangs-
massnahme sichergestellt werden kann (BGE 128 II 193 E. 2.2.2 mit Hinwei-
sen; BVR 2016 S. 529 E. 4.2; VGE 2025/220 vom 30.7.2025 E. 3.2, 2025/59 
vom 27.3.2025 E. 2.2.1).

2.3 Der Beschwerdeführer machte bereits vorinstanzlich geltend, der 
Wegweisungsentscheid der EG Bern vom 3. Mai 2023 sei nichtig (vgl. hierzu 
und zum Folgenden angefochtener Entscheid S. 3). Nach Ablauf der Über-
stellungsfrist nach Slowenien (vgl. vorne Bst. A) sei die Zuständigkeit für die 

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Prüfung des Asylgesuchs (im nationalen Verfahren) auf die Schweiz überge-
gangen. Diese habe das Asylverfahren jedoch entgegen Art. 35a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) nicht wiederaufgenommen. 
Sein Rechtsvertreter habe mit Schreiben vom 9. September 2025 das SEM 
ersucht, die entsprechenden Schritte in die Wege zu leiten. Gleichzeitig 
machte er vor der Vorinstanz geltend, dass er mit Urteil der Strafabteilung 
des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 19. August 2025 für den Zeitraum 
Oktober 2024 bis Mai 2025 vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das AIG 
(illegaler Aufenthalt) freigesprochen wurde, was zutrifft (vgl. Dispositiv des 
Urteils vom 19.8.2025 in den edierten Strafakten, Register HV [act. 11A]). 
Aufgrund dieser Ausführungen zweifelte das Zwangsmassnahmengericht an 
der Rechtmässigkeit der Wegweisungsverfügung der EG Bern vom 3. Mai 
2023 und prüfte daher die Rechtmässigkeit und Angemessenheit der Haft 
unter dem Titel der Vorbereitungshaft (angefochtener Entscheid S. 4 f.). – 
Die Auffassung der Vorinstanz ist im Ergebnis nicht zu beanstanden: Das 
Asylverfahren des Beschwerdeführers wurde entgegen Art. 35a AsylG nach 
Ablauf der Überstellungfrist nach Slowenien nicht wiederaufgenommen (ob-
wohl das SEM im Jahr 2023 selbst davon ausgegangen war, dass die Zu-
ständigkeit auf die Schweiz übergegangen ist [vgl. E-Mail vom 26.5.2023, in 
Akten EG Bern pag. 217]). Daher wurde bisher noch nie materiell über den 
Asylantrag des Beschwerdeführers entschieden und es scheint klar, dass 
dieser im Mai 2023 nicht hätte weggewiesen werden dürfen.

3.

3.1 Um die Durchführung eines Wegweisungsverfahrens sicherzustellen 
kann die zuständige kantonale Behörde gemäss Art. 75 Abs. 1 AIG eine aus-
ländische Person, die keine Kurzaufenthalts-, Aufenthalts- oder Niederlas-
sungsbewilligung besitzt, während der Vorbereitung des Entscheids über die 
Aufenthaltsberechtigung für höchstens sechs Monate in Haft nehmen (sog. 
Vorbereitungshaft), wenn ein Haftgrund nach Art. 75 Abs. 1 Bst. a-i AIG vor-
liegt und die Haft verhältnismässig ist (vorne E. 2.1). Die Vorbereitungshaft 
dient der Sicherstellung der Durchführung eines Wegweisungsverfahrens. 
Grundsätzlich geht es dabei um Zweierlei: Erstens soll gewährleistet werden, 
dass es überhaupt zu einem Entscheid über die Wegweisung kommen kann. 

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Zweitens soll aber auch der Vollzug gesichert werden. Daraus ergibt sich, 
dass die Haft nicht angeordnet wird, wenn die Ausschaffung der oder des 
Betroffenen rechtlich oder tatsächlich gar nicht möglich oder zulässig ist. Die 
Rechtmässigkeit der Vorbereitungshaft hängt demnach auch davon ab, dass 
der Vollzug der zu sichernden Entfernungsmassnahme rechtlich und 
tatsächlich zulässig und möglich ist (BGE 127 II 168 E. 2b; vgl. auch Thomas 
Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in Uebersax et al. 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 3. Aufl. 2022, N. 12.65 f.; vgl. auch Janine Sert, in 
Handkommentar AIG, 2. Aufl. 2024, Art. 75 N. 3). 

3.2 Wie es sich mit der Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs im 
Einzelnen verhält, bildet Gegenstand einer nach pflichtgemässem Ermessen 
vorzunehmenden Prognose. Massgebend ist, ob die Ausschaffung mit hin-
reichender Wahrscheinlichkeit innert absehbarer Zeit möglich sein wird oder 
nicht. Die Haft ist, weil unverhältnismässig, dann unzulässig, wenn triftige 
Gründe für die Undurchführbarkeit des Vollzugs sprechen oder praktisch 
feststeht, dass er sich innert vernünftiger Frist kaum wird realisieren lassen. 
Dies ist in der Regel bloss der Fall, wenn die Ausschaffung auch bei gesi-
cherter Kenntnis der Identität oder der Nationalität Betroffener bzw. trotz de-
ren Mitwirkens bei der Papierbeschaffung mit grosser Wahrscheinlichkeit als 
ausgeschlossen erscheint. Zu denken ist etwa an eine länger dauernde 
Transportunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen oder an eine ausdrück-
liche oder zumindest klar erkennbare und konsequent gehandhabte Weige-
rung eines Staates, gewisse Staatsangehörige zurückzunehmen. Nur falls 
keine oder bloss eine höchst unwahrscheinliche, rein theoretische Möglich-
keit besteht, die Wegweisung zu vollziehen, ist die Haft aufzuheben, nicht 
indessen bei einer ernsthaften, wenn auch allenfalls (noch) geringen Aus-
sicht hierauf (BGE 130 II 56 E. 4.1.3, 127 II 168 E. 2c je mit weiteren Hinwei-
sen).

3.3 Die Vorinstanz bejahte das Vorliegen eines Haftgrundes gestützt auf 
Art. 75 Abs. 1 Bst. h AIG (Verurteilung wegen eines Verbrechens) und 
Art. 75 Abs. 1 Bst. b (Missachtung einer Ein- bzw. Ausgrenzung; vgl. ange-
fochtener Entscheid S. 4). – Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen 
dieser Haftgründe zu Recht nicht. Er wurde am 13. Juli 2020 und am 15. Ok-
tober 2020 u.a. wegen Diebstahls (gemäss der Strafandrohung ein Verbre-

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chen) sowie wegen mehrfacher Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung 
am 15. Juli 2020 und 13. Oktober 2022 strafrechtlich verurteilt (vgl. Strafre-
gisterauszug vom 4.9.2025, in unpag. Haftakten). Ob auch der Haftgrund 
nach Art. 75 Abs. 1 Bst. f erfüllt ist (vgl. Stellungnahme der EG Bern S. 2, 
act. 6), kann folglich offenbleiben. Sodann ist die «Untertauchensgefahr» im 
Rahmen der Vorbereitungshaft nicht von Bedeutung; Art. 75 AIG nennt diese 
auch nicht als Haftgrund (vgl. Thomas Hugi Yar, a.a.O., N. 12.67; a.M. offen-
bar Beschwerde S. 6). Der Beschwerdeführer macht aber geltend, dass die 
Wegweisung nicht vorhersehbar sei und daher der Haftzweck nicht erfüllt 
sei. Im Übrigen sei die Anordnung der Haft nicht verhältnismässig (Be-
schwerde S. 6).

3.4 Das SEM legt in seiner Stellungnahme vom 30. September 2025 
(act. 9) dar, dass das Asylverfahren des Beschwerdeführers aktuell noch in 
Prüfung sei und prioritär behandelt werde. Mit einem Entscheid könne noch 
im Oktober 2025, spätestens November 2025 gerechnet werden: Die Befra-
gung des Beschwerdeführers solle noch im Oktober 2025 durchgeführt wer-
den, woraufhin voraussichtlich innert acht Arbeitstagen entschieden werden 
könne. Aus diesen Ausführungen ist zu schliessen, dass innert nützlicher 
Frist über den Asylantrag des Beschwerdeführers entschieden wird. Eine 
rechtliche oder tatsächliche Unmöglichkeit einer allfälligen Wegweisung ist 
ferner weder ersichtlich noch vorgebracht. Weder sind gesundheitliche Pro-
bleme des Beschwerdeführers bekannt oder von ihm geltend gemacht, noch 
ist die aktuelle geopolitische Situation derart, dass eine Rückführung nach 
Algerien fast gänzlich ausgeschlossen wäre (vgl. vorne E. 3.2); die Identifi-
kation des Beschwerdeführers durch die algerischen Behörden hat im Mai 
2024 ebenfalls bereits stattgefunden, wobei das Interview mit der algeri-
schen Delegation noch durchzuführen ist (vgl. Antrag der EMF zur Haftüber-
prüfung und Beilage 10, in unpag. Haftakten). – Soweit der Beschwerdefüh-
rer davon ausgeht, dass die Wegweisung nicht innert sechs Monaten vollzo-
gen werden könne (vgl. Beschwerde S. 6, Replik S. 1), ist ihm Folgendes 
entgegenzuhalten: Hinsichtlich der hier in Frage stehenden Vorbereitungs-
haft ist nicht erforderlich, dass der Vollzug der Wegweisung binnen dieser 
Frist erfolgt. Sollte das Asylverfahren während der Dauer der Vorbereitungs-
haft negativ abgeschlossen und die Wegweisung verfügt werden, könnte die

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Vorbereitungshaft (nach entsprechender Anordnung) in eine Ausschaffungs-
haft umgewandelt werden (vgl. Chatton/Merz, in Nguyen/Amarelle, Code an-
noté de droit des migrations, Vol. II: Loi sur les étrangers [LEtr], 2017, Art. 75 
N. 7 S. 756 f.; Thomas Hugi Yar, a.a.O., N. 12.96).

3.5 Nach dem Ausgeführten liegt ein Haftgrund vor und ist die Vorberei-
tungshaft rechtmässig, da aus heutiger Sicht innert nützlicher Frist über den 
Asylantrag des Beschwerdeführers entschieden und davon ausgegangen 
werden kann, dass sich die allfällige Wegweisung rechtlich und tatsächlich 
realisieren lässt (vgl. vorne E. 3.2). 

4.

4.1 Die Zulässigkeit ausländerrechtlicher Haft setzt ferner deren Verhält-
nismässigkeit voraus (Art. 36 Abs. 3 BV und Art. 28 Abs. 3 KV; vorne E. 2.1) 
und es darf kein Haftbeendigungsgrund vorliegen (Art. 80 Abs. 6 AIG). Bei 
einer ausländischen Person, die wie hier einen der Gründe für die Anordnung 
von Vorbereitungshaft gesetzt hat (welche alle auf konkreten und gesetzlich 
klar umschriebenen Handlungen beruhen), ist regelmässig davon auszuge-
hen, dass die Inhaftierung verhältnismässig ist, zumal die Vorbereitungshaft 
nach Art. 75 Abs. 1 AIG auf maximal sechs Monate beschränkt bleibt (vgl. 
VGE 2015/122 vom 24.4.2015 E. 5.1, 2012/312 vom 12.9.2012, E. 3.3; vgl. 
auch Thomas Hugi Yar, a.a.O., N. 12.67). 

4.2 Der Beschwerdeführer wendet in dieser Hinsicht ein, die Inhaftierung 
sei nicht verhältnismässig, weil mildere Masnahmen zur Verfügung stehen 
würden (vgl. Beschwerde S. 6). Dem kann nicht gefolgt werden: Er hat näm-
lich gegen sogenannt «mildere Massnahmen» bereits verstossen. Insbeson-
dere hat er unbestrittenermassen wiederholt gegen eine Ein- bzw. Ausgren-
zung verstossen (vgl. vorne E. 3.3) und auch der im Dezember 2024 aufer-
legten Meldepflicht kam er nicht nach. Sein Einwand, dass er die Anordnung 
der Meldepflicht nicht richtig verstanden habe, und dachte, es handle sich 
um eine einmalige Meldepflicht, erscheint nicht glaubhaft. Die EG Bern legt 
in ihrer Stellungnahme dar, dass ihm ein Merkblatt ausgehändigt worden sei, 
welchem klar zu entnehmen sei, dass es sich um eine wöchentliche Melde-

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pflicht handle (act. 6 S. 2). Dies erscheint aufgrund des sich in den Akten 
befindenden und vom Beschwerdeführer am 29. Dezember 2024 unterzeich-
neten «Informationsblatt zur Verpflichtung nach Art. 64e AIG» schlüssig (Ak-
ten EG Bern pag. 151 f.). Mit der EG Bern und dem ZMG (Vernehmlassung 
S. 1) muss zudem als treuwidrig gelten, wenn der Beschwerdeführer vor-
bringt, ihm sei die Verfügung nicht in arabischer Sprache erklärt worden (vgl. 
Beschwerde S. 6, Replik S. 1 f.). So deponierte er in anderen Einvernahmen, 
die in deutscher Sprache stattfanden, selbst, er benötige keine Übersetzung 
(vgl. beispielhaft Protokoll vom 2.5.2023 sowie vom 3.9.2025, Beilage 5 
bzw. 13 zur Haftanordnung in unpag. Haftakten), und unterzeichnete die 
Verfügung vom 29. Dezember 2024 schliesslich unter dem vorgedruckten 
Satz «A.________ bestätigt, die vorliegende Verfügung in einer ih[m] ver-
ständlichen Sprache eröffnet erhalten, verstanden, zur Kenntnis genommen 
und eine Abschrift des vorliegenden Dokuments erhalten zu haben» (Akten 
EG Bern pag. 147 ff., 150).

4.3 Haftbeendigungsgründe stehen im Übrigen nicht zur Diskussion; ins-
besondere sind keine Gründe erkennbar, weshalb die Ausschaffung gege-
benenfalls rechtlich oder tatsächlich nicht durchführbar sein soll (vgl. vorne 
E. 3.2 und 3.4). Der Entscheid des ZMG hält somit der Rechtskontrolle stand.

5.

5.1 Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde abzuweisen und die vom 
kantonalen Zwangsmassnahmengericht angeordnete Vorbereitungshaft bis 
zum 5. Dezember 2025 zu bestätigen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Be-
schwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig und hat seine Parteikosten sel-
ber zu tragen (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat indes um unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt 
ersucht (vorne Bst. C). 

5.2.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 

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VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den glei-
chen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein 
Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhält-
nisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG).

5.2.2 Aufgrund der Akten ist von der Prozessbedürftigkeit des Beschwer-
deführers auszugehen. Die Beschwerde kann zudem nicht als von vornher-
ein aussichtslos bezeichnet werden. Die Verhältnisse rechtfertigen schliess-
lich den Beizug einer Rechtsvertreterin oder eines Rechtsvertreters. Das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege ist daher gutzuheissen und dem Be-
schwerdeführer ist für das verwaltungsgerichtliche Verfahren sein Rechts-
vertreter als amtlicher Anwalt beizuordnen.

5.3 Die Verfahrenskosten sind demnach unter Vorbehalt der Nachzah-
lungspflicht des Beschwerdeführers vorläufig vom Kanton Bern zu tragen 
(Art. 113 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO). Für den Entscheid über das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sind keine Kosten zu erheben 
(Art. 112 Abs. 1 VRPG).

5.4 Mit Blick auf den in der Sache gebotenen Zeitaufwand, die Bedeutung 
der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses gibt die Kostennote des 
Rechtsvertreters (act. 12B) zu keinen Bemerkungen Anlass, ausgenommen 
zu den Auslagen: Es wird auf die effektiv ausgewiesenen Kosten und nicht 
auf den Pauschalbetrag in der Höhe von 3 % abgestellt. Der tarifmässige 
Parteikostenersatz ist demgemäss auf Fr. 1'216.80, zuzüglich Auslagen in 
der Höhe von Fr. 16.40 und Fr. 99.90 MWSt, insgesamt Fr. 1'333.10, festzu-
setzen (vgl. Art. 41 Abs. 3 i.V.m. Art. 42a Abs. 3 des Kantonalen Anwaltsge-
setzes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]). Da die Kostennote auf ei-
nem Stundenansatz von Fr. 200.-- beruht, entspricht die amtliche Entschä-
digung dem tarifmässigen Parteikostenersatz und ist gestützt auf Art. 112 
Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 KAG und Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 
2010 über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; 
BSG 168.711) ebenfalls auf Fr. 1'333.10 festzusetzen. Der Beschwerdefüh-
rer ist gegenüber dem Kanton zur Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu 
in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO). 
Eine Nachzahlungspflicht gegenüber seinem Rechtsvertreter besteht nicht 

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angesichts dessen, dass Parteikostenersatz und amtliche Entschädigung 
gleich hoch sind.

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen und die vom kantonalen Zwangsmass-
nahmengericht angeordnete Vorbereitungshaft bis zum 5. Dezember 
2025 wird bestätigt. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 800.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers.

4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird dem Beschwerdefüh-
rer Rechtsanwalt …, als amtlicher Anwalt beigeordnet. Der tarifmässige 
Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren auf Fr. 1'333.10 (inkl. Ausla-
gen und MWSt) festgesetzt. Rechtsanwalt … wird aus der Gerichtskasse 
eine Entschädigung von Fr. 1'333.10 (inkl. Auslagen und MWSt) vergütet. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers ge-
genüber dem Kanton Bern.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern (mit Eingabe des 

Beschwerdeführers vom 6.10.2025 inkl. Vollmacht und Honorarnote)
- Kantonales Zwangsmassnahmengericht (mit Eingabe des 

Beschwerdeführers vom 6.10.2025 inkl. Vollmacht und Honorarnote)
- Staatssekretariat für Migration 

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und mitzuteilen:
- Regionalgefängnis Moutier
- Einwohnergemeinde Bern

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.