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**Case Identifier:** 9fcbade6-f310-549c-a1b7-6e637e58019d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.04.2022 200 2021 190
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-190_2022-04-13.pdf

## Full Text

200 21 190 UV
WIS/REL/IZM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. April 2022

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Bischof

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

SWICA Versicherungen AG 
Rechtsdienst UVG, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 4. Februar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2022, UV/21/190, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1995 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihre Arbeitgeberin bei der SWICA Versicherungen AG (SWICA 
bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert, als sie gemäss Unfallmeldung vom 16. Mai 
2017 (Antwortbeilagen der SWICA [AB] 1) am 17. April 2017 eine Treppe 
hinunterstürzte und sich dabei das linke Handgelenk verletzte. Die SWICA 
anerkannte nach Einsicht in die medizinischen Akten ihre Leistungspflicht 
(AB 3) für die Folgen dieses Ereignisses. Am 11. Juli 2017 liess die Versi-
cherte durch ihren Arbeitgeber einen Rückfall per 9. Juni 2017 melden 
(AB 9). Einen weiteren Rückfall liess die Versicherte am 14. März 2019 
melden, nachdem sie am 12. März 2019 ihr linkes Handgelenk an der Kas-
se angeschlagen habe (AB 16). Am 16. Mai 2019 wurde ein Ganglion am 
linken Handgelenk operativ entfernt (AB 23). Nach Beizug verschiedener 
Arztberichte und einer Beurteilung ihres beratenden Experten für Handchir-
urgie vom 31. Juli 2019 (AB 30) lehnte die SWICA am 12. August 2019 ihre 
Leistungspflicht formlos ab (AB 31), worauf die Versicherte neue medizini-
sche Berichte zu den Akten reichte (AB 39, AB 40 und AB 42). Mit Verfü-
gung vom 11. März 2020 (AB 43) lehnte die SWICA ihre Leistungspflicht im 
Zusammenhang mit dem geltend gemachten Rückfall vom 12. März 2019 
mit der Begründung ab, die aktuellen Beschwerden seien nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 17. April 2017 zurück 
zu führen. Die dagegen erhobene Einsprache der Versicherten vom 
14. April 2020 (AB 45) wies die SWICA – nach Einholen einer erneuten 
Stellungnahme des beratenden Experten (AB 51) sowie einer Stellung-
nahme der Versicherten (AB 54) – mit Entscheid vom 4. Februar 2021 ab, 
wobei sie einer dagegen gerichteten Beschwerde die aufschiebende Wir-
kung entzog (AB 57).

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte – vertreten durch Fürsprecherin und Nota-
rin B.________ – am 8. März 2021 Beschwerde. Sie beantragt, der Ein-
spracheentscheid vom 4. Februar 2021 sei aufzuheben, die Beschwerde-
gegnerin sei zu verpflichten, ihr die bereits entstandenen Behandlungskos-
ten und zukünftigen Auslagen aus dem Rückfall von den Unfällen aus den 
Jahren 2017 und 2019 zu leisten, eventualiter sei ein unabhängiges ge-
richtliches Gutachten anzuordnen, der Beschwerde die aufschiebende Wir-
kung zuzuerkennen sowie ihr für das vorliegende Verfahren die unentgeltli-
che Rechtsvertretung zu bewilligen. Am 23. März 2021 liess sie das Formu-
lar "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" einreichen.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. April 2021 schliesst die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 4. Februar 
2021 (AB 57). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwer-
degegnerin im Zusammenhang mit den als Rückfall resp. Spätfolgen zum 
Ereignis vom 17. April 2017 geltend gemachten Beschwerden.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181).

2.1.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

2.1.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 

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Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.1.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2).

2.2 Die Versicherungsleistungen werden grundsätzlich auch für Rück-
fälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 Teilsatz 1 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Bei 
einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeint-
lich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicher-
weise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht 
man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organi-
sche oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearte-
ten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1 S. 254, 118 V 293 
E. 2c S. 296).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
im Sinne von Art. 11 UVV des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen 
den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versi-
cherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Dabei kann der Unfallversiche-
rer nicht auf der Anerkennung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall 
oder einem früheren Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV Nr. 
15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfolgen 
obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausa-
lzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit 
dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegen-

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den Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand 
zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeits-
beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Beweislo-
sigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (SVR 
2016 UV Nr. 18 S. 57 E. 2.2.2; Entscheid des BGer vom 19. Dezember 
2016, 8C_61/2016, E. 3.2).

2.3 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 140 V 193 E. 3.2 
S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin am 17. April 2017 
einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat und danach unfallkausale Be-
schwerden an der linken Hand aufgetreten sind. Die Beschwerdegegnerin 
hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht (AB 3 und 
AB 5).

Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob es sich bei den von der Beschwer-
deführerin seit der Unfallmeldung vom 14. März 2019 geltend gemachten 
Beschwerden am linken Handgelenk um einen Rückfall oder eine Spätfolge 
bezüglich des Unfalles vom 17. April 2017 im Sinne von Art. 11 UVV han-
delt (vgl. E. 2.2 hiervor) und dabei insbesondere, ob die geklagten Be-
schwerden in einem anspruchsbegründenden natürlichen Kausalzusam-
menhang zum besagten Unfall stehen. Die massgeblichen medizinischen 
Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild:

3.1.1 Im "Arztzeugnis UVG" vom 29. Mai 2017 (AB 6) diagnostizierte 
med. pract. C.________, Praktischer Arzt, des Zentrums D.________ eine 

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schwere Handgelenksdistorsion links (Ziff. 5) und attestierte eine 100 %ige 
Arbeitsunfähigkeit vom 18. April 2017 bis zum 24. April 2017 (Ziff. 8).

3.1.2 Im Bericht vom 1. Mai 2019 (AB 28) stellte Dr. med. E.________, 
Facharzt für Handchirurgie und für Chirurgie, die Diagnose eines Ganglions 
radiokarpal dorsal am Handgelenk links. Der klinische Verdacht habe sich 
sonografisch bestätigt. Ob ein direkter Zusammenhang mit dem Trauma 
von vor zwei Jahren bestehe, sei sehr fraglich und könne nicht konklusiv 
beurteilt werden. Da der Befund die Beschwerdeführerin einschränke und 
sie eine Behandlung wünsche, sei eine ambulante Exzision des Befundes 
besprochen worden.

3.1.3 In der Aktenbeurteilung vom 31. Juli 2019 (AB 30) nannte Dr. med. 
F.________, Facharzt für Handchirurgie und für Chirurgie, die Diagnosen 
eines Status nach Kontusion/Distorsion Handgelenk links (Sturz vom 
Skateboard am 17. April 2017), eines asymptomatischen radio-palmaren 
Handgelenks-Ganglions links, eines symptomatischen dorsalen Handge-
lenks-Ganglions über SL-Band und Synovitis des IV-Strecksehnenfaches 
sowie einen Status nach Exzision eines dorsalen Handgelenks-Ganglions 
und Synoviektomie des 4. Strecksehnenfaches am 16. Mai 2019 (S. 5). 
Das durch Dr. med. E.________ am 16. Mai 2019 operierte dorsale Hand-
gelenks-Ganglion dürfte nicht im kausalen Zusammenhang stehen mit dem 
zwei Jahre früheren Unfallereignis (S. 6 Ziff. 4), ebenso wenig die Syno-
viektomie im 4. Strecksehnenfach. Sowohl dorsal als auch palmar gelege-
ne Ganglien im Bereich der Handwurzel oder des Radiokarpal-Gelenks 
seien gewöhnlich krankhafter Natur, könnten aber gelegentlich auch als 
Folge von Kontusionen ebenfalls in Erscheinung treten, nur müsse dann 
ein zeitlicher Zusammenhang nachgewiesen werden können. Ein solcher 
Zusammenhang sei beim dorsalen Ganglion ohne adäquates Trauma nicht 
ersichtlich. Im MRI vom 17. April 2019 – und damit 36 Tage nach dem an-
geblichen erneuten Trauma – sei (noch) kein dorsales Ganglion zu erken-
nen gewesen. Hingegen sei die Vergrösserung des palmaren Ganglions 
offensichtlich. Des Weiteren seien am palmaren Pol des Os lunatum struk-
turelle Veränderungen im Sinne von Strukturauslösung/Zyste erkennbar 
und (diese) liessen auf einen langen vorbestehenden krankhaften Prozess 
schliessen (S. 7). Die Folgen des Unfallereignisses vom 17. April 2017 sei-

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en mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Ende Juni 2017 vollständig abgeheilt 
gewesen, die ärztliche Behandlung sei am 26. Juni 2017 abgeschlossen 
worden (Ziff. 5). Das dorsale Handgelenksganglion sei operativ entfernt 
worden. Trotzdem bestünden bei solchen Operationen Restrisiken eines 
Rezidivs, welche – wie das Ganglion selber – nicht im Zusammenhang mit 
den Unfallereignissen stünden. Auch die im Operationsbericht beschriebe-
ne Synovialitis im 4. Strecksehnenfach stehe nicht im Zusammenhang mit 
dem Unfallereignis von vor 2 Jahren, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit 
im Zusammenhang mit den berufsbedingten chronischen Belastungen. Der 
Unfall vom 17. April 20217 sei nicht einzige Ursache der festgestellten ge-
sundheitlichen Störung (Ziff. 6.1). Das Unfallereignis sei eine bloss mögli-
che, nicht aber eine überwiegend wahrscheinliche Mitursache (Ziff. 6.3). 
Das geltend gemachte Ereignis vom 12. März 2019 – wie auch immer in 
den Akten dargestellt mit Rückfallmeldung und Arbeitsunfähigkeit – be-
gründe nicht plausibel die Entstehung eines dorsalen Handgelenks-
Ganglions mit Synovialitis im Strecksehnenbereich (S. 8 Ziff. 6.4). Die Fol-
gen des Unfallereignisses vom 17. April 2017 könnten medizinisch nach-
vollziehbar per Ende Juni 2017 als abgeheilt betrachtet werden und der 
Status quo sine falle mit dem Status quo ante zusammen (Ziff. 6.5).

3.1.4 Prof. Dr. med. G.________, Fachärztin für Handchirurgie und für 
Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, diagnostizierte in 
ihrem Bericht vom 11. November 2019 (AB 39 S. 4) eine Handgelenks-
Distorsion links im April 2017 und Handgelenks-Kontusion im März 2019 
mit Verletzung der dorsalen Kapsel, differentialdiagnostisch eine Irritation 
des Nervus interosseus posterior, sowie einen Status nach Resektion eines 
dorsalen Handgelenksganglions im Mai 2019. Die Schmerzen seien am 
ehesten im Sinne einer Reizung der etwas straffen und vernarbten Ge-
lenkskapsel, zum einen posttraumatisch, zum anderen postoperativ zu in-
terpretieren, weshalb dringendst Ergotherapie empfohlen werde (S. 5). Im 
Bericht vom 12. Februar 2020 (AB 42 S. 3 ff.) wiederholte Prof. Dr. med. 
G.________ die Diagnosen.

3.1.5 Med. pract. C.________ hielt in seinem mit "Ärztliche Wider-
spruchsbegründung" betitelten Schreiben vom 14. April 2020 (AB 45 S. 4) 
fest, dass Prof. Dr. med. G.________ in ihren Befundungen zwei unter-

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schiedliche Beurteilungen abgegeben habe, weshalb unklar sei, ob eine 
traumatische Ursache in Betracht komme. Es stehe ja nun eindeutig fest, 
dass die Handgelenksbeschwerden vor den Unfällen nie bestanden hätten. 
Selbst wenn die Ganglien vorher vorhanden gewesen sein sollten, sei die 
Schmerzsymptomatik erst nach den Unfällen aufgetreten und zwar "plötz-
lich und unerwartet" nach der Definition zum Beispiel der SUVA. In den 
erstellten MRI zeige sich ja auch eine Grössenzunahme des Ganglions, in 
der Deduktion sei der letzte Unfall mit an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit die Ursache dafür.

3.1.6 Nach Eingang der medizinischen Akten der behandelnden Ärzte 
holte die Beschwerdegegnerin eine weitere Beurteilung der medizinischen 
Situation durch Dr. med. F.________ ein. Im Bericht vom 26. Mai 2020 
(AB 51) fasste dieser die vorliegenden Unterlagen zusammen und kam zu 
folgenden Schlussfolgerungen: Medizinisch sei davon auszugehen, dass 
die Beschwerdeführerin während der knapp zwei Jahre bis zum geltend 
gemachten Rückfall beschwerdefrei gelebt habe und somit von einer an-
dauernden Ausheilung der damalig erlittenen Kontusion/Distorsion ausge-
gangen werden könne (S. 3). Brückensymptome seien nicht aktenkundig. 
Bereits im MRI vom 17. Mai 2017 seien zwei kleine Zysten dorsal im Be-
reich des SL-Ligaments, eine grosse Zyste am Os capitatum mit palmarer 
Lage und Verbindung zum Nachgelenk sowie eine kleine Zyste im Bereich 
des Os lunatum, welche palmar liegt, festzustellen, weshalb davon ausge-
gangen werden könne, dass diese Pathologien in den beiden verstrichenen 
Jahren bis zum Rückfalldatum vom 12. März 2019 ebenfalls asymptoma-
tisch geblieben seien. Im MRI vom 24. April 2019 fänden sich neben einer 
Vermehrung der Gelenksflüssigkeit nach wie vor die zwei kleinen, in ihrer 
Lokalisation und Grösse weitgehend unveränderten Zysten im Bereich des 
SL-Ligamentes und auch die grosse Zyste im Os capitatum und eine kleine 
Zyste im OS lunatum (S. 4). Festgestellt worden sei hingegen eine Grös-
senprogredienz eines palmar gelegenen Ganglions. Im Zeitpunkt der Un-
tersuchung am 5. November 2019 durch Prof. Dr. med. G.________ könne 
davon ausgegangen werden, dass die Beschwerden eher nicht allein auf 
die Region des SL-Ligaments bezogen werden können. Diese Annahme 
werde unterstützt durch die Feststellung, dass die Operation am 16. Mai 
2019 keine Schmerzbefreiung gebracht habe – was sie aber hätte müssen, 

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wenn das Ganglion (oder die zwei Ganglien) zuvor schmerzhafte Ursache 
gewesen wäre(n) – und die Pathologien anderweitig erklärt werden müss-
ten (S. 5). Das Argument einer allfällig bleibenden Verschlimmerung eines 
Vorzustandes falle ebenfalls weg, da die Beschwerden initial ausgeheilt 
seien und die zwei Zysten im SL-Ligament an Grösse und Lokalisation über 
zwei Jahre unverändert geblieben seien. Nicht nur die Beschwerdezunah-
me, sondern auch die genauen medizinischen Ursachen der vorliegenden 
Beschwerden seien nicht durch das ursprüngliche Unfallereignis vom 
17. April 2018 erklärbar (S. 6). Schon gar nicht, wenn keine nachweisba-
ren/objektivierbaren Strukturläsionen vorlägen. Das inkohärent dargestellte 
Rückfallgeschehen vom 12. März 2019 sei medizinisch ebenso wenig als 
alleinige Ursache der neu aufgetretenen Beschwerden nachvollziehbar. 
Zysten und Ganglien seien Krankheitsgeschehen und verursachten auch 
erhebliche Beschwerden. Dazu passe die Beschreibung im MRI mit Flüs-
sigkeitsansammlungen an verschiedenen Stellen von ulnar nach karpal bis 
zum Daumensattelgelenk, somit in drei verschiedenen Gelenken/-
Regionen, was für ein Trauma eher ungewöhnlich sei. Auch könnten chro-
nische Überlastungen nicht selten bei jungen Menschen – vornehmlich, 
wenn ungewohnt und/oder konstitutionell bedingt – zu erheblichen länger-
dauernden Beschwerden mit synovialen Entzündungen führen bis hin zum 
"overuse syndrome".

3.1.7 Im Schreiben vom 11. Juni 2020 (AB 54 Beilage 2) hielt med. pract. 
C.________ fest, dass es bekannt sei, dass nach einer Primärschädigung 
eines Gelenks oder von Weichteilstrukturen ein neues sogar leichtes Er-
eignis zu einem stärkeren Auslösen von Erkrankungssymptomen oder Ver-
schlechterung der noch vorhandenen führen könne. Die Historie der Pro-
bleme der Beschwerdeführerin sei sehr komplex. Die Unfälle an sich seien 
nicht anzweifelbar.

3.1.8 Prof. Dr. med. G.________ nahm im Schreiben vom 23. Juni 2020 
(AB 54 Beilage 1) Stellung zur Beurteilung von Dr. med. F.________. Sie 
hielt fest, dass das Rückfallgeschehen vom 12. März 2019, in den Unterla-
gen als inkohärent dargestellt, der Tatsache entsprechen möge. Nichts 
desto trotz leide die Beschwerdeführerin an dorsalen Handgelenksbe-
schwerden. Inwiefern die in den MRIs zur Darstellung gekommenen Patho-

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logien als Krankheit oder Berufserkrankung im Sinne der Überlastung in-
terpretiert würden oder durch wiederholte Traumata aktiviert worden seien, 
könne sie weder aufgrund der Unterlagen noch aufgrund der inkohärenten 
Anamnese in den verschiedenen Berichten beurteilen. Aufgrund der Coro-
na-Pandemie seien weder Ergotherapie noch weitere Untersuchungen er-
folgt, weshalb sie nicht darauf eingehen könne, ob es sich nun um ein 
Krankheitsgeschehen oder aber um eine traumatisierte Erkrankung handle, 
welche durch die repetitiven Belastungen und Extremstellung der Handge-
lenke verschlimmert worden seien. Tatsache bleibe, dass bei der Be-
schwerdeführerin Ergotherapie, entlastende Massnahmen und Infiltrationen 
am Nervus interossus posterior zum Teil als Diagnostikum oder aber auch 
als therapeutische Massnahme durchgeführt werden sollten.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). Der Be-
weiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend 
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

3.3 Vorliegend erfüllt der Aktenbericht von Dr. med. F.________ vom 
31. Juli 2019 (AB 30) zusammen mit der Ergänzung vom 26. Mai 2020 

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(AB 51) die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweis-
wert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 
hiervor) und überzeugt. 

3.3.1 Dass der Facharzt keine eigene Untersuchung durchgeführt hat, 
schadet nicht. Denn die Voraussetzungen für einen rechtsgenüglichen Ak-
tenbericht sind vorliegend erfüllt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3), zumal 
es sich um eine Kausalitätsbeurteilung bei feststehendem Sachverhalt 
handelt und Dr. med. F.________ die zeitnahen MRI-Dokumente zur Ver-
fügung standen. Darüber hinaus sind Anamnese und Verlauf ausführlich in 
den Akten dokumentiert. Dr. med. F.________ hat sich in seiner ärztlichen 
Beurteilung in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den ge-
sundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinanderge-
setzt. Dabei hat er unter Bezugnahme auf die Anamnese, die unklaren und 
widersprüchlichen Umstände zum Auslöser der erneuten Beschwerden, die 
klinischen Befunde, die Bildgebung und die von der Beschwerdeführerin 
geklagten Beschwerden einleuchtend und nachvollziehbar begründet, dass 
die Folgen des Unfallereignisses vom 17. April 2017 mit hoher Wahrschein-
lichkeit bis Ende Juni 2017 vollständig abgeheilt waren und dass dieser 
Unfall nur eine mögliche, nicht aber eine überwiegend wahrscheinliche Mit-
ursache der noch bestehenden Beschwerden ist. Insbesondre zu überzeu-
gen vermag die Ausführung von Dr. med. F.________, wonach sowohl 
dorsal wie auch palmar gelegene Ganglien im Bereich der Handwurzel und 
des Radiocarpal-Gelenks gewöhnlich krankhafter Natur sind und nur gele-
gentlich auch als Folge von Kontusionen in Erscheinung treten, wobei dies-
falls jedoch ein zeitlicher Zusammenhang nachgewiesen sein muss (S. 6 
Ziff. 4). Ein entsprechender Zusammenhang ist beim dorsalen Ganglion, 
das am 16. Mai 2019 entfernt wurde (AB 23), mangels eines adäquaten 
Traumas nicht gegeben, wobei das Unfallereignis vom 17. April 2017 nicht 
in Frage kommen kann, da die danach aufgetretenen Beschwerden – wie 
soeben festgestellt – bereits wenige Monate danach vollständig abgeheilt 
waren. Zudem war im MRI vom 17. April 2019 noch kein dorsales Ganglion 
zu erkennen, sondern vielmehr die Vergrösserung des palmaren Ganglions 
sowie strukturelle Veränderungen im Sinne von Strukurauslösung/Zyste am 
palmaren Pol des Os lunatum (AB 24), welche gemäss der Beurteilung von 
Dr. med. F.________ auf einen langen vorbestehenden krankhaften Pro-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2022, UV/21/190, Seite 13

zess schliessen lassen (AB 30 S. 6 f.). Zusammenfassend hat Dr. med. 
F.________ festgehalten, dass keine nachweisbaren bzw. objektivierbaren 
Strukturläsionen vorliegen und das inkohärent dargestellte Rückfallgesche-
hen vom 12. März 2019 medizinisch ebenso wenig als Ursache der neu 
aufgetretenen Beschwerden nachvollziehbar sei (S. 6 Ziff. 10). Zysten und 
Ganglien sind Krankheitsgeschehen, wozu auch die Beschreibung im MRI 
mit Flüssigkeitsansammlungen an verschiedenen Stellen von ulnar nach 
karpal bis zum Daumensattelgelenk – somit an in drei verschiedenen Ge-
lenken bzw. Gelenksregionen – passt. Nach dem Gesagten erfüllt die Beur-
teilung die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. 
E. 3.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353), so dass darauf abzustellen ist.

3.3.2 Daran vermögen auch die Vorbringen in der Beschwerde vom 
8. März 2021 sowie in der Eingabe vom 30. Juni 2020 (AB 54) und insbe-
sondere die Berichte des behandelnden Hausarztes med. pract. 
C.________ vom 11. Juni 2020 (S. 8) und der Handchirurgin Prof. Dr. med. 
G.________ vom 23. Juni 2020 (S. 4) nichts zu ändern. Letztere hat zwar 
in ihrem Bericht vom 11. November 2019 (AB 39 S. 4) die Handgelenksbe-
schwerden als zum einen posttraumatisch, zum anderen postoperativ be-
dingt interpretiert (S. 5). Im Schreiben vom 23. Juni 2020 (AB 54 Beilage 1) 
relativierte sie diese Aussage jedoch, indem sie ausführte, dass sie die 
Frage, ob die in den MRIs zur Darstellung gekommenen Pathologien als 
Krankheit oder Berufserkrankung im Sinne der Überlastung interpretiert 
werden oder durch wiederholte Traumata aktiviert worden sind, weder auf-
grund der Unterlagen noch aufgrund der inkohärenten Anamnese in ver-
schiedenen Berichten zu beurteilen vermöge. 

Hinsichtlich der beiden Schreiben von med. pract. C.________ (AB 45 S. 4 
und AB 54 Beilage 2) gilt es zu berücksichtigen, dass der behandelnde 
Hausarzt als Praktischer Arzt nicht über einen zur Beurteilung von hand-
chirurgischen Beschwerden und der damit einhergehenden Fragen bezüg-
lich der Kausalität notwendigen Facharzttitel verfügt (vgl. statt vieler: Ent-
scheid des BGer vom 22. März 2010, 8C_83/2010, E. 3.2.3, wonach die 
fachliche Qualifikation der Ärzte hinsichtlich des Beweiswertes ihrer Aussa-
ge von erheblicher Bedeutung ist). So zieht er zur Begründung seines Ein-

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wandes "off topic" ein Beispiel einer Meniskusruptur nach einem leichten 
zweiten Trauma bei (AB 54 Beilage 2), was sich zur Klärung der Kausa-
litätsfrage zwischen dem Unfall vom 14. April 2017 und den im Jahr 2019 
weiterhin bei der Beschwerdeführerin bestehenden Handgelenksbe-
schwerden als untauglich erweist. Soweit er zudem argumentiert, dass die-
se Beschwerden vor den Unfällen nie bestanden hätten, handelt es sich 
dabei um einen beweisrechtlich nicht zulässigen "post hoc, ergo propter 
hoc"-Schluss (im Sinne von "nach dem Unfall, also wegen des Unfalls"), 
welcher für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädi-
gung nicht massgebend ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2016 UV 
Nr. 24 S. 78 E. 7.2).

3.3.3 Wenn in der Beschwerde schliesslich vorgebracht wird, Dr. med. 
F.________ könne nicht vollständig ausschliessen, dass die weiterhin be-
stehenden Beschwerden nicht doch eine Folge eines Traumas sein könn-
ten (Beschwerde vom 8. März 2020 S. 5 Ziff. 6), wird dabei verkannt, dass 
es sich bei der Frage, ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 
gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 
um eine Tatfrage handelt (vgl. E. 2.1.2 hiervor). Hierüber hat die Verwal-
tung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden. Die blosse Mög-
lichkeit eines Zusammenhanges genügt für die Begründung eines Leis-
tungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

3.4 Nach dem Dargelegten ist ein natürlicher Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall vom 17. April 2017 und den geklagten Beschwerden 
am linken Handgelenk nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Damit 
besteht keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. Der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 4. Februar 2021 (AB 57) erweist sich somit als 
rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde vom 8. März 2021 ist 
abzuweisen.

3.5 Mit Erlass dieses Urteils wird das Gesuch um Wiederherstellung der 
aufschiebenden Wirkung gegenstandslos (Beschwerde vom 8. März 2020, 
Rechtsbegehren Ziff. 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2022, UV/21/190, Seite 15

4.

Die Beschwerdeführerin beantragt schliesslich die Bewilligung der unent-
geltlichen Rechtspflege, unter Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ 
als amtliche Anwältin (vgl. Beschwerde vom 8. März 2021, Rechtsbegehren 
Ziff. 4 und S. 6 Ziff. 8).

4.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

4.2 Die prozessuale Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist auf-
grund der eingereichten Unterlagen (Beschwerdebeilage 8 ff. und Eingabe 
vom 23. März 2021) erstellt. Die Beschwerde ist sodann nicht als von vorn-
herein aussichtslos zu qualifizieren und die Notwendigkeit einer Rechtsver-
beiständung ist zu bejahen. Demnach ist für das vorliegende Verfahren 
antragsgemäss die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin zu bewilligen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 
1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 61 fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

5.3 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-

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tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.–.

Der mit Kostennote vom 27. April 2021 geltend gemachte Zeitaufwand von 
8 Stunden und 5 Minuten ist angemessen. Der tarifmässige Parteikosten-
ersatz ist in diesem Verfahren auf Fr. 2'246.80 (Fr. 250.– x 8 Stunden und 5 
Minuten, zuzüglich Auslagen von Fr. 65.30 und die Mehrwertsteuer 
[MWST] von Fr. 160.65) festzusetzen. Das Honorar der amtlichen Anwältin 
ist auf Fr. 1'616.65 (Fr. 200.– x 8 Stunden und 5 Minuten), zuzüglich Ausla-
gen von Fr. 65.30 und MWST von Fr. 129.50 (7.7 % auf Fr. 1'681.95), total 
mithin Fr. 1'811.45, festzulegen und nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Urteils aus der Gerichtskasse zu vergüten. Vorbehalten bleibt die Nachzah-
lungspflicht der Beschwerdeführerin nach Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; 
SR 272).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der 
Beschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

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3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin wird gutgeheissen.

4. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz der amtlichen Anwältin wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2'246.80 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwältin B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1'811.45 
bestimmte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst UVG
- Bundesamt für Gesundheit
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.