# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9eb8eb44-0e28-55f0-86cb-8ecd8387c835
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-24
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 24.08.2015 101 2014 311
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2014-311_2015-08-24.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2014 311

Urteil vom 24. August 2015

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Hubert Bugnon
Richter: Roland Henninger, Dina Beti
Gerichtsschreiberin: Gina Gutzwiller

Parteien A.________, Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin, vertreten 
durch Fürsprecher Kurt Gaensli

gegen

B.________, Gesuchsteller und Berufungsbeklagter, vertreten 
durch Rechtsanwalt Christian Gerber

Gegenstand Vorsorgliche Massnahmen im Eheschutzverfahren (Obhut, Kinder- 
und Ehegattenunterhaltsbeiträge)

Berufung vom 18. Dezember 2014 gegen den Entscheid des 
Gerichtspräsidenten des Sensebezirks vom 1. Dezember 2014

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Sachverhalt

Erstinstanzliches Verfahren

A. Die Parteien heirateten am 10. Juni 2005 vor dem Zivilstandsamt in C.________. Aus ihrer 
Ehe gingen die Kinder D.________, geboren im Jahre 2006, und E.________, geboren im Jahre 
2009, hervor.

Am 1. Oktober 2014 verliess A.________ zusammen mit den Kindern die eheliche Liegenschaft.

B. Daraufhin stellte B.________ am 2. Oktober 2014 ein Gesuch um Erlass superprovisorischer 
Massnahmen, mit welchem er beantragte, es sei ihm die Obhut über die beiden gemeinsamen 
Kinder zuzuteilen und A.________ sei unter Strafandrohung anzuweisen, die Kinder ins eheliche 
Domizil zurückzubringen, wobei ihr zu verbieten sei, sie von dort zu entfernen. Mit gleicher 
Eingabe stellte B.________ zudem ein Eheschutzgesuch, mit welchem er namentlich verlangte, es 
sei ihm die Obhut über die beiden gemeinsamen Kinder zuzuteilen und A.________ sei zur 
Leistung von Beiträgen an den Unterhalt sowohl der Kinder als auch von B.________ zu 
verurteilen.

Mit dringlicher Verfügung vom 3. Oktober 2014 teilte der Gerichtspräsident des Sensebezirks 
(nachfolgend: der Gerichtspräsident) superprovisorisch die Obhut über die Kinder B.________ zu, 
wies A.________ an, die Kinder ins eheliche Domizil zurückzubringen und verbot ihr, die Kinder 
von dort zu entfernen. Zudem erteilte er dem Jugendamt Freiburg den dringlichen Auftrag, den 
Aufenthalt der Kinder zu eruieren, zu prüfen, ob das Kindeswohl gefährdet sei, und Meldung zu 
erstatten, falls die vorstehende Regelung der Obhut geändert und/oder zusätzliche Massnahmen 
dringlich angeordnet werden müssten.

A.________ beantragte mit Stellungnahme vom 5. Oktober 2014 unter anderem, dass das 
Eheschutzgesuch vom 2. Oktober 2014 abgewiesen werde, die Kinder unter die alternierende 
Obhut der Parteien gestellt werden sowie B.________ verpflichtet werde, ihr Kinder-
unterhaltsbeiträge von je CHF 620.- sowie einen noch zu beziffernden Ehegattenunterhaltsbeitrag 
zu bezahlen. Mit gleicher Eingabe stellte A.________ zudem ihrerseits ein Gesuch um Erlass 
superprovisorischer Massnahmen, mit welchem sie namentlich die Zuweisung der Obhut über die 
Kinder an sie selbst beantragte. Zudem verlangte sie, es sei die Einwohnergemeinde F.________ 
zum Vollzug der einwohnerpolizeilichen Anmeldung der beiden Kinder anzuweisen und die 
Primarschule F.________ anzuweisen, den beiden Kindern den Schulbesuch ab 13. Oktober 2014 
zu ermöglichen.

Ihr Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen wies der Gerichtspräsident mit Entscheid 
vom 6. Oktober 2014 ab.

C. Am 10. Oktober 2014 ersuchte B.________ um Vollstreckung der dringlichen Verfügung vom 
3. Oktober 2014.

Der Gerichtspräsident hiess dieses Gesuch mit Entscheid vom 28. Oktober 2014 teilweise gut, 
indem er A.________ die Anordnung einer Ordnungsbusse in der Höhe von CHF 200.- für jeden 
Tag der Nichterfüllung der dringlichen Verfügung vom 3. Oktober 2014 androhte.

Auf die gegen diesen Entscheid von A.________ am 26. November 2014 erhobene Beschwerde 
trat der hiesige Hof mit Urteil vom 6. Januar 2015 nicht ein (101 2014 289 + 290).

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D. Mit Entscheid vom 1. Dezember 2014 erliess der Gerichtspräsident vorsorgliche 
Massnahmen im Eheschutzverfahren und wies insbesondere die eheliche Liegenschaft 
B.________ zu, teilte ihm die Obhut über die gemeinsamen Kinder zu, gewährte A.________ ein 
Besuchsrecht, verpflichtete sie zur Bezahlung eines Unterhaltsbeitrags für die Kinder von je 
CHF 450.- und ordnete eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB an, welcher die Aufgabe zukomme, 
den persönlichen Verkehr zwischen A.________ und den Kindern zu organisieren.

Das Friedensgericht des Sensebezirks ernannte daraufhin mit Entscheid vom 17. Dezember 2014 
G.________ zur Beiständin der beiden Kinder.

E. Am 16. Dezember 2014 stellte B.________ erneut ein Gesuch um Vollstreckung der 
dringlichen Verfügung vom 3. Oktober 2014.

Der Gerichtspräsident hiess dieses Gesuch mit Entscheid vom 16. Januar 2015 gut, indem er 
A.________ zur Bezahlung einer Ordnungsbusse von CHF 6‘800.- für die Zeit vom 29. Oktober bis 
1. Dezember 2014 verpflichtete und ihr eine Ordnungsbusse in der Höhe von CHF 5‘000.- 
androhte, sollte sie die beiden Kinder nicht bis zum 31. Januar 2015 in die Obhut von B.________ 
geben.

F. Am 2. Februar 2015 stellte B.________ abermals ein Gesuch um Vollstreckung der 
dringlichen Verfügung vom 3. Oktober 2014.

Der Gerichtspräsident hiess dieses Gesuch mit Entscheid vom 12. Februar 2015 wiederum gut, 
indem er A.________ zur Bezahlung einer Ordnungsbusse von CHF 5‘000.- verpflichtete und das 
Jugendamt Freiburg anwies, nötigenfalls mit Hilfe der Polizei die beiden Kinder bei A.________ 
oder in der Schule bzw. im Kindergarten abzuholen und in die Obhut von B.________ zu geben.

G. Mit Gesuch vom 17. Februar 2015 beantragte A.________ ihrerseits superprovisorisch und 
provisorisch die Aufhebung der vorsorglichen Massnahmen vom 1. Dezember 2014. Am 10. März 
2015 stellte sie zudem ein Gesuch um Einstellung der Vollstreckung des Entscheids vom 
1. Dezember 2014.

Der Gerichtspräsident wies den superprovisorischen Antrag von A.________ mit Entscheid vom 
19. Februar 2015 ab. Das Gesuch um Aufhebung der vorsorglichen Massnahmen sowie um 
Einstellung der Vollstreckung wies er mit Entscheid vom 8. April 2015 ebenfalls ab.

Berufungsverfahren

A. A.________ erhob am 18. Dezember 2014 gegen den Entscheid des Gerichtspräsidenten 
vom 1. Dezember 2014 betreffend vorsorgliche Massnahmen im Eheschutzverfahren Berufung mit 
folgenden Rechtsbegehren:

„1. Vorliegender Berufung sei die aufschiebende Wirkung gemäss Art. 315 Abs. 5 ZPO zuzuerkennen.

2. Ziff. 2 (inklusive aller Unterziffern mit Ausnahme von Ziff. 2.1 und Ziff. 2.6), sowie Ziff. 3 - Ziff. 6 des 
Entscheides vom 1. Dezember 2014 seien aufzuheben (Dossiernummer 10 2014 574, 578/mpo).

3. Die Obhut über die gemeinsamen Kinder

- D.________ geb. im Jahre 2006
- E.________ geb. im Jahre 2009

sei für die Dauer des Eheschutzverfahrens der Berufungsklägerin zuzuteilen.

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4. Das Kontaktrecht zu Gunsten des Berufungsbeklagten sei im Sinne der Erwägungen gerichtlich zu 
bestimmen.

5. Der Berufungsbeklagte sei zu verurteilen, zu Gunsten der Kinder D.________ und E.________ 
monatlich im Voraus zu bezahlende Alimente von je CHF 675.- zuzüglich Kinderzulage zu leisten.

6. Der Berufungsbeklagte sei ebenfalls zu verurteilen, zu Gunsten der Klägerin monatlich im Voraus zu 
bezahlende Alimente von CHF 600.- zu bezahlen.

7. Der Beginn der Alimentspflicht gemäss Ziff. 4 und 5 sei auf den 1. Februar 2015 zu bestimmen.

8. Der Berufungsbeklagte sei zu verurteilen, der Berufungsklägerin für dieses Berufungsverfahren einen 
Parteikostenvorschuss im Betrag von CHF 4‘000.- zuzüglich 8% MWST, ausmachend total CHF 
4‘320.- innert 10 Tagen ab richterlichem Entscheid zu bezahlen.

unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

B. Das Gesuch der Berufungsklägerin um aufschiebende Wirkung wies der Präsident des 
hiesigen Hofes mit Urteil vom 24. Dezember 2014 ab.

C. Mit Eingabe vom 13. Januar 2015 reichte die Berufungsklägerin weitere Beweismittel ein und 
beantragte, es seien allenfalls fünf als Zeugen benannte Personen gerichtlich zu befragen.

Der Berufungsbeklagte beantragte mit Stellungnahme vom 22. Januar 2015, sowohl die Berufung 
als auch das Gesuch um Prozesskostenvorschuss seien unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
abzuweisen. Mit Eingabe vom 2. Februar 2015 stellte er zudem den Beweisantrag, es seien die 
monatlichen Auszüge sämtlicher Konti der Berufungsklägerin seit dem 28. März 2013 bis heute bei 
dieser zu edieren.

Mit Eingabe vom 13. Februar 2015 schloss die Berufungsklägerin unter Kostenfolge auf 
Abweisung des Beweisantrages des Berufungsbeklagten vom 2. Februar 2015 und stellte 
ihrerseits den vorsorglichen Antrag, es sei den Kindern Rechtsanwältin Susanne Meier als 
Kinderanwältin beizustellen.

Der Gerichtspräsident übermittelte dem hiesigen Hof am 17. Februar 2015 zudem zwei Schreiben 
von D.________ an Frau H.________ vom Jugendamt Freiburg sowie an das Gericht, gemäss 
welchen sie bei der Berufungsklägerin bleiben und eine Kinderanwältin haben wolle. Ebenfalls 
liess er dem hiesigen Hof den Erkundigungsbericht des Jugendamtes Freiburg vom 26. Januar 
2015 zukommen, mit welchem letzteres die Zuteilung der Obhut über die beiden Kinder der 
Parteien an den Berufungsbeklagten vorschlägt.

Der Berufungsbeklagte schloss mit Eingabe vom 25. Februar 2015 unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge auf Abweisung des vorsorglichen Antrages auf Einsetzung einer 
Kinderanwältin und erklärte sich mit den im Erkundigungsbericht vom 26. Januar 2015 
vorgeschlagenen Massnahmen einverstanden.

D. Mit Urteil vom 4. März 2015 wies die Instruktionsrichterin das Gesuch um Anordnung einer 
Kindesvertretung ab.

E. Der Gerichtspräsident übermittelte dem hiesigen Hof am 12. März 2015 eine E-Mail des 
Jugendamtes Freiburg, gemäss welcher die Rückplatzierung der Kinder zum Berufungsbeklagten 
am 10. März 2015 stattgefunden habe.

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Die Berufungsklägerin nahm mit Eingabe vom 11. März 2015 zum Erkundigungsbericht des 
Jugendamtes Freiburg Stellung und hielt an sämtlichen ihrer bisherigen Rechtsbegehren fest.

Mit Schreiben vom 23. April 2015 übermittelte die Berufungsklägerin dem hiesigen Hof die Kopie 
ihrer Eingabe an den Gerichtspräsidenten vom 22. April 2015, mit welchem sie letzteren um 
Erkennung diverser Beweismittel zu den Akten bittet.

F. Mit Schreiben vom 28. Mai 2015 beauftragte die Instruktionsrichterin das Jugendamt 
Freiburg mit der Erstellung eines ergänzenden Erkundigungsberichtes. Am 26. Juni 2015 reichte 
das Jugendamt Freiburg seinen Bericht ein, mit welchem es vorschlägt, die Obhut über die beiden 
Kinder dem Vater anzuvertrauen, die Eltern zur Mediation aufzufordern und die Kinder in der 
Trennungssituation durch eine Psychologin begleiten zu lassen.

Der ergänzende Erkundigungsbericht wurde den Parteien am 29. Juni 2015 zur Kenntnis 
zugestellt, zu welchem die Berufungsklägerin mit Eingabe vom 13. Juli 2015 Stellung nahm, indem 
sie auf Übertragung der Obhut an sich selbst schloss und die Ernennung einer Kinderanwältin 
sowie die Anhörung der Kinder durch den Richter beantragte. Der Berufungsbeklagte verzichtete 
mit Eingabe vom selben Datum auf eine Stellungnahme.

G. Am 28. Juli 2015 übermittelte das Friedensgericht des Sensebezirks dem hiesigen Hof 
zuständigkeitshalber eine Gefährdungsmeldung von Dr. med. J.________ betreffend die 
provisorische Kinderzuteilung.

Den Parteien wurde Gelegenheit gegeben, sich dazu zu äussern. Die Berufungsklägerin nahm mit 
Eingabe vom 14. August 2015 zur Mitteilung des Friedensgerichts des Sensebezirks Stellung und 
beantragte erneut sowohl die Ernennung einer Kinderanwältin sowie die Anhörung der Kinder 
durch den Richter. Der Berufungsbeklagte äusserte sich mit Eingabe vom 17. August 2015 zur 
Gefährdungsmeldung.

Am 21. August 2015 wurde die Gefährdungsmeldung zuständigkeitshalber dem Gerichts-
präsidenten weitergeleitet.

Erwägungen

1. a) Gemäss Art. 308 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 ZPO sind erstinstanzliche Entscheide über 
vorsorgliche Massnahmen mit Berufung anfechtbar, sofern der Streitwert der zuletzt 
aufrechterhaltenen Rechtsbegehren in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens 
CHF 10'000.- beträgt. Der Streitwert wird durch die Rechtsbegehren bestimmt. Als Wert 
wiederkehrender Leistungen gilt der Kapitalwert und bei ungewisser oder unbestimmter Dauer gilt 
als Kapitalwert der zwanzigfache Betrag der einjährigen Leistung (Art. 91 Abs. 1 und Art. 92 ZPO).

Die Berufungsklägerin verlangte vor erster Instanz einen Unterhaltsbeitrag von je CHF 620.- 
monatlich für die beiden Kinder sowie einen Unterhaltsbeitrag von mindestens CHF 400.- für sich 
selbst. Strittig war mithin ein Gesamtbetrag von total CHF 14‘880.- pro Jahr. Der Streitwert von 
CHF 10‘000.- ist mithin längstens erreicht. Im Übrigen ist auch der Streitwert nach Art. 51 und 
74 BGG in Anbetracht der unbestimmten Dauer, für welche die Unterhaltsbeiträge geschuldet sind, 
erreicht, sodass gegen das vorliegende Urteil die Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht 
offen steht.

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b) Gegen einen wie vorliegend im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid 
(Art. 276 Abs. 1 i.V.m. Art. 271 Bst. a ZPO) beträgt die Frist zur Einreichung der Berufung zehn 
Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO).

Der angefochtene Entscheid wurde der Berufungsklägerin am 2. Dezember 2014 im Dispositiv und 
am 8. Dezember 2014 vollständig begründet zugestellt. Die am 18. Dezember 2014 eingereichte 
Berufung erfolgte somit fristgerecht.

c) Die Berufung ist schriftlich bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen und muss eine 
Begründung enthalten (Art. 311 Abs. 1 ZPO).

Das Rechtsbegehren Ziff. 2 wird, was die Aufhebung von Ziff. 2.3, 3 und 4 des angefochtenen 
Entscheids anbelangt, in keiner Weise begründet, weshalb darauf diesbezüglich nicht eingetreten 
werden kann (BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Ansonsten ist die Berufungsschrift begründet, weshalb 
auf die restlichen Rechtsbegehren einzutreten ist.

d) Das Gericht tritt auf eine Klage oder auf ein Gesuch ein, sofern die 
Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 59 Abs. 1 ZPO). Prozessvoraussetzung ist insbesondere 
die sachliche und örtliche Zuständigkeit des Gerichts (Art. 59 Abs. 2 Bst. b ZPO).

aa) Die Berufungsklägerin beantragt die Aufhebung von Ziff. 2.4 des angefochtenen 
Entscheids (Rechtsbegehren Ziff. 2). Sie führt hierzu aus, sie opponiere grundsätzlich nicht gegen 
die Errichtung einer Beistandschaft, es sei dazu jedoch die Wohnsitzgemeinde der Kinder, nämlich 
I.________, für zuständig zu erklären (Berufung Art. 11 S. 14).

Der Gerichtspräsident hat richtigerweise lediglich über das Prinzip der Errichtung einer 
Beistandschaft entschieden. Zur Ernennung des Beistandes ist die Kindesschutzbehörde 
zuständig (Art. 308 Abs. 1 ZGB). Allfällige fehlende Zuständigkeit hat die Berufungsklägerin somit 
mit der Ernennungsurkunde des Beistands oder der Beiständin anzufechten.

Mangels Zuständigkeit kann auf die Berufung in diesem Punkt nicht eingetreten werden.

bb) Die Berufungsklägerin beantragt weiter, der Berufungsbeklagte sei dazu zu 
verpflichten, ihr einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 600.- zu bezahlen (Rechtsbegehren 
Ziff. 6).

Im erstinstanzlichen Verfahren schloss die Berufungsklägerin in ihrer Stellungnahme zum 
Eheschutzgesuch auf Bezahlung eines Unterhaltsbeitrages an sie selbst durch den 
Berufungsbeklagten, jedoch ohne diesen zu beziffern. Im angefochtenen Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Eheschutzverfahren wurde darüber mangels Antrag nicht 
entschieden. Da der Endentscheid betreffend Eheschutzmassnahmen noch nicht gefällt wurde, ist 
vorliegend weiterhin der Gerichtspräsident für die Behandlung des Antrags auf Bezahlung eines 
Unterhaltsbeitrags zuständig und nicht etwa der hiesige Hof.

Mangels Zuständigkeit kann auf die Berufung daher auch in diesem Punkt nicht eingetreten 
werden.

e) Für provisorische Massnahmen ist das summarische Verfahren anwendbar (Art. 248 
Bst. d ZPO), wobei das Gericht den Sachverhalt im Verfahren betreffend Eheschutzmassnahmen 
von Amtes wegen feststellt (Art. 272 ZPO). Die Parteien sind indes verpflichtet, am Verfahren 
mitzuwirken (BK ZPO-SPYCHER, Art. 296 N 7).

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f) Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten gelten die Untersuchungs- 
und Offizialmaxime (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO).

g) Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

h) aa) Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur noch 
berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

Nach Art. 316 Abs. 3 ZPO entscheidet die Berufungsinstanz zudem frei, ob sie Beweise abnehmen 
will; so kann sie anordnen, dass bereits vor der ersten Instanz erhobene Beweise vor ihr erneut 
erhoben werden; sie kann vor der Vorinstanz beantragte, aber nicht erhobene Beweise erheben 
oder beschliessen, weitere Beweise zu erheben. Diese Bestimmung räumt dem Berufungskläger 
jedoch kein Recht auf Wiedereröffnung des Beweisverfahrens und auf Erhebung von Beweisen 
ein. Das Recht auf Beweis wie auch das Recht auf Gegenbeweis ergeben sich aus Art. 8 ZGB 
oder in gewissen Fällen aus Art. 29 Abs. 2 BV. Diese Bestimmungen schliessen eine antizipierte 
Beweiswürdigung nicht aus. Die Berufungsinstanz kann folglich von beantragten 
Beweiserhebungen absehen, wenn das beantragte Beweismittel den erwarteten Beweis nicht zu 
erbringen vermöchte oder wenn es nicht geeignet wäre, das Ergebnis der bereits erhobenen 
Beweise zu ändern (BGE 138 III 374 E. 4.3.1 und 4.3.2).

bb) Die Berufungsklägerin beantragt mit Eingabe vom 13. Januar 2015, es seien 
allenfalls diverse Personen als Zeugen zu befragen.

Der Berufungsbeklagte seinerseits beantragt mit Eingabe vom 2. Februar 2015, es seien der 
Entscheid des Gerichtspräsidenten vom 12. Februar 2015 sowie der Erkundigungsbericht des 
Jugendamtes vom 26. Januar 2015 zu den Akten zu erkennen. Beide Dokumente wurden bereits 
von Amtes wegen beigezogen, weshalb dieser Antrag gegenstandslos geworden ist. Weiter 
beantragt der Berufungsbeklagte, es seien die monatlichen Auszüge sämtlicher Konti der 
Berufungsklägerin seit dem 28. März 2013 bis heute bei dieser zu edieren.

Mit Eingabe vom 11. März 2015 beantragte die Berufungsklägerin wiederum, es seien die Beilagen 
zum Superprovisorium Gesuch gemäss Art. 268 ZPO zu den Akten zu erkennen. In ihrer 
Stellungnahme vom 13. Juli 2015 beantragt sie die Anhörung der Kinder durch den Richter.

cc) Der Gerichtspräsident hat mehrere Beweise erhoben. Er hat die Parteieingaben zu 
den Akten genommen und die Parteien einvernommen. Diese Beweise wurden überzeugend 
gewürdigt (angefochtener Entscheid E. 4.2). Dieses Beweisergebnis vermöchten die von den 
Parteien anbegehrten Beweiserhebungen nicht zu ändern (vgl. dazu E. 3b hiernach), so dass die 
Beweisanträge abzuweisen sind.

Dies insbesondere auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das Jugendamt mit dem 
Verfassen eines Erkundigungsberichts beauftragt wurde, welcher ausführlich und nachvollziehbar 
ausgefallen ist und zu welchem die Parteien Stellung nehmen konnten, und dass das Jugendamt 
in einem zweiten Erkundigungsbericht zudem über die aktuelle Wohnsituation der Kinder beim 
Vater Auskunft gegeben hat. Nachdem das Jugendamt für beide Erkundigungsberichte mit den 
Kindern ein Gespräch geführt hat, erweist sich deshalb namentlich eine erneute Anhörung der 
Kinder, diesmal durch einen Richter des hiesigen Hofes, als unnötig.

dd) Der von der Berufungsklägerin erhobene Vorwurf, die Berichterstattung des 
Jugendamtes sei sehr einseitig erfolgt, ist überdies unbegründet. Gerade der erste 

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Erkundigungsbericht hat die Aussagen beider Elternteile sehr ausführlich wiedergegeben und die 
Wohnsituation bei beiden Parteien geprüft. Wo der zweite Bericht Lücken aufweist, wurde er durch 
die Aussagen der Beiständin der Kinder gegenüber dem Friedensgericht des Sensebezirks 
präzisiert und ergänzt. Die Beweiskraft der beiden Berichte ist damit unvermindert.

Die Berufungsklägerin beanstandet des Weiteren, dass das Friedensgericht des Sensebezirks in 
Bezug auf die Gefährdungsmeldung von Dr. J.________ vom 23. Juli 2015 seine Abklärungen 
darauf beschränkt habe, mit der Beiständin der Kinder zu sprechen, welche die Kinder zuletzt am 
2. Juni 2015 gesehen habe. Hierzu gilt es festzuhalten, dass die Beiständin mitteilte, E.________ 
habe sich seit jeher in der Wachstumskurve in der 10-25 Perzentile befunden, weshalb es sich 
vorliegend also nicht um einen drastischen Gewichtsverlust des Kindes handelt. Die Situation mit 
dem Planschbecken konnte die Beiständin auch schon im Juni beurteilen, und was die Schläge 
anbelangt, wird auf die nachfolgenden Ausführungen verwiesen (vgl. Ziff. 2d). Die Beweiskraft der 
Telefonnotiz des Friedensgerichts vom 28. Juli 2015 wird dadurch nicht vermindert.

i) Das Gericht prüft die Anordnung der Vertretung des Kindes, wenn ein Elternteil eine 
Vertretung beantragt (Art. 299 Abs. 2 Bst. b ZPO).

In ihren Stellungnahmen vom 13. Juli 2015 und vom 14. August 2015 beantragt die 
Berufungsklägerin erneut die Anordnung einer Kindesvertretung. Ihr erstes diesbezügliches 
Gesuch vom 13. Februar 2015 wurde mit Urteil vom 4. März 2015 abgewiesen.

Die Gründe, welche zur Abweisung des ersten Gesuches geführt haben, haben in der 
Zwischenzeit nicht an Relevanz verloren. Der hiesige Hof erhebt sie daher zu seiner eigenen 
Begründung, womit der Antrag der Berufungsklägerin abzuweisen ist.

k) Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung 
durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden. Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung 
nötigen Informationen in den Akten, weshalb auf eine Verhandlung verzichtet wird.

2. a) Die Berufungsklägerin beantragt zunächst die vorsorgliche Zuteilung der Obhut über die 
gemeinsamen Kinder an sich selbst im Rahmen des vor dem Gerichtspräsidenten hängigen 
Eheschutzverfahrens.

b) Der Gerichtspräsident hat hierzu insbesondere erwogen, der Berufungsbeklagte sei 
besser in der Lage, die Kinder persönlich zu betreuen, da er sich seine Arbeit als Selbständiger 
mehr oder weniger frei einteilen könne. Zudem sei davon auszugehen, dass der 
Berufungsbeklagte in K.________ über ein Beziehungsnetz verfüge, welches es ihm ermögliche, 
die Kinder durch andere Bezugspersonen betreuen zu lassen. Umgekehrt sei nicht anzunehmen, 
dass sich die Berufungsklägerin in F.________ oder näherer Umgebung bereits ein 
Beziehungsnetz aufgebaut habe. Beim Berufungsbeklagten seien die Kinder zudem in ihrer 
bisherigen Umgebung. Ausserdem sei davon auszugehen, dass der Berufungsbeklagte die 
persönlichen Kontakte der Kinder zur Berufungsklägerin fördern werde, wogegen es fraglich sei, 
ob dies umgekehrt auch der Fall wäre. Seit dem Auszug der Berufungsklägerin aus der ehelichen 
Liegenschaft hätten schliesslich keine persönlichen Kontakte zwischen den Kindern und dem 
Berufungsbeklagten stattgefunden (angefochtener Entscheid E. 4.2 S. 12).

c) Das Eheschutzgericht trifft nach den Bestimmungen über die Wirkungen des 
Kindesverhältnisses die nötigen Massnahmen, wenn die Ehegatten minderjährige Kinder haben 
(Art. 176 Abs. 3 ZGB). Für die Zuteilung der Obhut an einen Elternteil gelten grundsätzlich die 
gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Nach der Rechtsprechung hat das Wohl des Kindes 
Vorrang vor allen anderen Überlegungen, insbesondere vor den Wünschen der Eltern. Vorab muss 

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die Erziehungsfähigkeit der Eltern geklärt werden. Ist diese bei beiden Elternteilen gegeben, sind 
vor allem Kleinkinder und grundschulpflichtige Kinder demjenigen Elternteil zuzuteilen, der die 
Möglichkeit hat und dazu bereit ist, sie persönlich zu betreuen. Erfüllen beide Elternteile diese 
Voraussetzung ungefähr in gleicher Weise, kann die Stabilität der örtlichen und familiären 
Verhältnisse ausschlaggebend sein. Schliesslich ist – je nach Alter der Kinder – ihrem eindeutigen 
Wunsch Rechnung zu tragen. Diesen Kriterien lassen sich die weiteren Gesichtspunkte zuordnen, 
namentlich die Bereitschaft eines Elternteils, mit dem anderen in Kinderbelangen 
zusammenzuarbeiten oder die Forderung, dass eine Zuteilung der Obhut von einer persönlichen 
Bindung und echter Zuneigung getragen sein sollte (BGE 136 I 178 E. 5.3; 129 III 250 E. 3.4.2).

d) Die Rüge der Berufungsklägerin, wonach der Gerichtspräsident hauptsächlich auf die 
Parteiaussagen des Berufungsbeklagten abgestellt habe (Berufung Art. 2), ist unbegründet. 
Vielmehr wurden im angefochtenen Entscheid die Aussagen sämtlicher Verfahrensbeteiligten sehr 
ausführlich wiedergegeben (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.2). Gemäss der Berufungsklägerin 
hätte zudem vor einem Entscheid der Bericht des Jugendamtes abgewartet werden sollen 
(Berufung Art. 4). Die Berufungsklägerin scheint hier zu verkennen, dass es sich beim 
angefochtenen Entscheid um einen solchen betreffend vorsorgliche Massnahmen im 
Eheschutzverfahren handelt. Gerade in Konstellationen, wo noch ein Erkundigungsbericht 
abgewartet werden muss, drängen sich nämlich vorsorgliche Massnahmen auf, da sich unter 
solchen Umständen selbst ein summarisches Verfahren in die Länge ziehen kann (vgl. KG FR, 
Urteil 101 2012-214 vom 30. Oktober 2012, in FZR 2012 S. 371). Das Vorgehen des 
Gerichtspräsidenten ist deshalb nicht zu beanstanden.

Weiter macht die Berufungsklägerin geltend, der Berufungsbeklagte habe ihren Auszug mit den 
Kindern in Kauf genommen, toleriert und sogar gefördert, wodurch er konkludent einem 
Wohnortswechsel der Kinder zugestimmt habe. Dadurch sei kein Gerichtsentscheid gemäss 
Art. 301a Abs. 2 Bst. b ZGB notwendig (Berufung Art. 8 S. 7 f.). Die genannte Regelung hat nun 
aber gerade den Zweck, zu verhindern, dass der nicht wegziehende Elternteil vor ein fait accompli 
gestellt werde (Botschaft zu einer Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Elterliche 
Sorge] vom 16. November 2011, BBl 2011 9077, 9107). Es kann eindeutig nicht von einer 
konkludenten Zustimmung des Berufungsbeklagten ausgegangen werden, wenn er einen Tag 
nach dem Auszug der Berufungsklägerin bereits ein Gesuch um Erlass superprovisorischer 
Massnahmen stellte, mit welchem er die Rückführung der Kinder ins eheliche Domizil bezweckte. 
Auch diese Rüge ist somit unbegründet.

Die Berufungsklägerin beanstandet zudem die Begründung des Gerichtspräsidenten, der 
superprovisorische Entscheid habe zugunsten des Berufungsbeklagten ausgefällt werden müssen, 
da die Berufungsklägerin nicht allein über den Aufenthaltswechsel der Kinder hätte bestimmen 
dürfen. Diese als selbstverständlich präsentierte Konsequenz ergebe sich weder aus dem 
Buchstaben des Gesetzes, noch sei eine solche je vom Gesetzgeber gewollt gewesen (Berufung 
Art. 8 S. 8 in fine). Der Gerichtspräsident hat sich in seinem Entscheid vom 3. Oktober 2014, mit 
welchem dem Berufungsbeklagten superprovisorisch die Obhut über die gemeinsamen Kinder 
zugeteilt und die Berufungsklägerin dazu aufgefordert wurde, die Kinder zurück ins eheliche 
Domizil zu bringen, auf Art. 301a ZGB gestützt. Art. 301a Abs. 2 Bst. b ZGB untersagt es einem 
Elternteil, wie bereits ausgeführt, ohne Zustimmung des anderen Elternteils den Aufenthaltsort der 
Kinder zu wechseln, wenn dies erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge 
und des persönlichen Verkehrs des anderen Elternteils hat. Konsequenterweise muss es gestützt 
darauf mittels Erlass dringlicher Massnahmen möglich sein, die Kinder zurück an ihren bisherigen 
Aufenthaltsort zu bringen, wenn die Zustimmung fehlt. Indem in einem solchen Fall zusätzlich die 
Obhut superprovisorisch dem am bisherigen Domizil verbleibenden Elternteil zugewiesen wird, 

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folgt lediglich das Recht den Tatsachen; die Obhut superprovisorisch dem weggezogenen 
Elternteil zuzusprechen, wäre diesfalls widersinnig. Auch diese Rüge geht daher fehl. Von einem 
Vetorecht des Berufungsbeklagten (Berufung Art. 8 S. 9) kann überdies nicht die Rede sein, liegt 
es doch im Interesse der Kinder, nicht aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen und an einen Ort 
verbracht zu werden, von dem aus sie ihren Vater nicht mehr regelmässig und eigenständig 
besuchen gehen können.

Soweit die Berufungsklägerin behauptet, der Berufungsbeklagte habe ein „gewisses 
Temperament“, und dies mit Aussagen der Kinder zu belegen versucht (Berufung Art. 9), ist darauf 
hinzuweisen, dass sich aus den Akten keine Hinweise auf ein aufbrausendes Wesen des 
Berufungsbeklagten ergeben. Gemäss Aussagen der Kinder seien beide Eltern gleich streng bzw. 
nett (act. 46 S. 2 und 4). Vielmehr sei gemäss Aussagen der Mediatorin die Berufungsklägerin 
„deutlich impulsiver“; das Jugendamt beschreibt deren Verhalten gar als destruktiv, bedingungslos 
egoistisch und affektgetrieben (Bericht des Jugendamts vom 26. Januar 2015 S. 25 und 27). Auch 
konnte das Jugendamt keinen jähzornigen Charakter beim Berufungsbeklagten feststellen (Bericht 
des Jugendamts vom 26. Januar 2015 S. 26). D.________s Lehrpersonen haben ebenfalls keine 
Auffälligkeiten feststellen können und beschreiben die Zusammenarbeit mit dem Vater als 
konstruktiv und förderlich. Es sei namentlich spürbar, dass D.________ Unterstützung bei den 
Hausaufgaben erhalte (Bericht des Jugendamts vom 26. Juni 2015 S. 3). Zwar hat D.________ im 
Gespräch mit dem Jugendamt am 2. Juni 2015 erklärt, sie werde vom Vater geschlagen, woraufhin 
der Berufungsbeklagte zugab, in gewissen Situationen an die Grenzen geraten zu sein (Bericht 
des Jugendamts vom 26. Juni 2015 S. 3). Auf die Frage, wo und wie sie vom Vater geschlagen 
werde, konnte D.________ jedoch keine genauen Angaben machen. Gemäss der Beiständin der 
Kinder, welche das Gespräch vom 2. Juni 2015 führte, habe D.________ auf den Mund und 
sämtliche anderen Körperteile gezeigt. Eine solch unpräzise Aussage sei für ein Kind, welches 
angeblich geschlagen werde, sehr untypisch. D.________ habe schon mehrere Male der 
Psychologin erzählt, dass sie von ihrem Vater geschlagen werde, jedoch – wie sich herausstellte – 
immer nur dann, wenn sie von der Mutter zur Psychologin gebracht wurde. Die Berufungsklägerin 
habe mit den Kindern bereits mehrmals Dr. J.________, welcher die Gefährdungsmeldung 
verfasste, aufgesucht, und zwar immer dann, wenn die Kinder mehrere Tage bei ihr gewesen 
seien. Gemäss der Beiständin der Kinder, welche jene im Juni 2015 zuletzt gesehen hat, sind die 
Kinder in der Obhut des Berufungsbeklagten nicht unmittelbar gefährdet. Letzterer habe ihr 
gegenüber bereits eingeräumt, dass es vorgekommen sei, dass er den Kindern einen Klaps auf 
den Hintern oder die Hände gegeben habe. Er habe sie auch schon an den Haaren gezogen. Es 
sei aber dabei geblieben. Zudem sei sie selbst einmal dabei gewesen, als der Berufungsbeklagte 
D.________ einen Klaps auf den Hintern gegeben habe, wobei dies aber nur ein leichter Klaps 
gewesen sei. Auslöser sei gewesen, dass D.________ den Berufungsbeklagten angefurzt habe. 
Der Berufungsbeklagte halte sich nun daran, dass Gewalt in der Erziehung keinen Platz habe. Sie 
habe nicht den Eindruck, dass die Kinder vom Berufungsbeklagten geschlagen würden. Auch die 
Lehrerinnen in K.________ hätten nichts derartiges festgestellt und auch die Psychologin habe 
nicht den Eindruck, die Kinder würden vom Vater geschlagen. Die Anschuldigungen der 
Berufungsklägerin seien mehr ein Zeichen für deren Verzweiflung, welche versuche, die Kinder 
zurück zu bekommen. Sie habe den Eindruck, dass sich D.________ der Mutter gegenüber sehr 
verpflichtet fühle und entsprechend manipulierbar sei (Telefonnotiz des Friedensgerichts des 
Sensebezirks vom 28. Juli 2015).

Angesichts der äusserst konfliktgeladenen Trennungssituation, der Instabilität, welche die Kinder 
während der vergangenen Monate erleben mussten, und insbesondere auch ihres 
Loyalitätskonfliktes, sowie unter Berücksichtigung der Einschätzung der Situation durch die 

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Beiständin der Kinder, die Lehrpersonen sowie die Psychologin ist deshalb davon auszugehen, 
dass der durch die Berufungsklägerin erhobene Vorwurf der Gewalt unbegründet ist.

e) aa) Der Gerichtspräsident hat zu recht darauf verzichtet, im Stadium der vorsorglichen 
Massnahmen den genauen Arbeitsaufwand des Berufungsbeklagten zu eruieren. Wie der 
Gerichtspräsident zutreffend festgehalten hat, ist davon auszugehen, dass sich der 
Berufungsbeklagte seine Arbeitszeit als Selbständiger frei einteilen kann, wodurch er die 
persönliche Betreuung der Kinder gewährleisten kann. Dies bestätigen übrigens auch die 
Aussagen der Kinder, gemäss welchen der Vater „halt immer da“ sei bzw. er weniger arbeite 
(act. 46 S. 2 und 4), sowie die Aussagen der Lehrpersonen der Kinder, gemäss welchen 
hauptsächliche Ansprechperson der Vater gewesen sei (Bericht des Jugendamts vom 26. Januar 
2015 S. 21 f.). Eine detaillierte Analyse der Situation ist im jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig, da 
der Berufungsbeklagte bis anhin offensichtlich dazu in der Lage war, die persönliche Betreuung 
der Kinder wahrzunehmen.

Auch die Berufungsklägerin, welche per Ende März 2015 ihre Arbeitstätigkeit ganz aufgegeben 
hat, könnte die persönliche Betreuung der Kinder nun in grösserem Umfang selbst gewährleisten 
(vgl. Beilage 2 zur Stellungnahme vom 11. März 2015 zum Bericht des Jugendamtes). Es ist aber 
darauf hinzuweisen, dass die bundesgerichtliche Rechtsprechung, auf welche sich die 
Berufungsklägerin beruft und gemäss welcher ihr aufgrund des Alters ihrer Kinder keine 
Arbeitstätigkeit zugemutet werden könne, ihr vorliegend nicht zum Vorteil gereicht. Besagte 
Rechtsprechung betrifft den obhutsberechtigten Elternteil, welcher vorliegend momentan der 
Berufungsbeklagte ist. Schliesslich existiert kein absolutes Recht der Mutter auf Obhutszuteilung.

Nichtsdestotrotz wird festgestellt, dass zum heutigen Zeitpunkt beide Parteien die persönliche 
Betreuung der Kinder gewährleisten können.

bb) Gemäss Aussagen der Kinder anlässlich ihrer Anhörung durch das Jugendamt vom 
5. November 2014 würden diese am liebsten gleich viel Zeit mit beiden Elternteilen verbringen 
(act. 46 S. 3 f.). Nur wenn sie sich wirklich entscheiden müsste, bei einem der beiden etwas mehr 
Zeit verbringen zu müssen, würde D.________ sich für die Mutter entscheiden (act. 46 S. 3). 
Sowohl D.________ als auch E.________ haben beide Eltern gleichermassen gerne und fühlen 
sich bei beiden wohl (act. 46 S. 2 und 4). Obschon sie sich in der Schule bzw. im Kindergarten in 
I.________ gut integriert haben und insbesondere D.________ dort grosse Fortschritte gemacht 
zu haben scheint, haben die beiden Kinder ihr soziales Umfeld in K.________. Insbesondere 
E.________ gab zu verstehen, er würde lieber wieder in K.________ zur Schule gehen, da dort all 
seine Freunde seien (act. 46 S. 3). Auch D.________ hat ihre Freunde in K.________, mit 
welchen sie beabsichtigte, den Kontakt zu halten. Zudem befinden sich die Tiere, insbesondere 
D.________s Pferd, um das sie sich bisher kümmerte und welches sie vermisst, auf dem Hof in 
K.________ (act. 46 S. 1).

Seit der Rückkehr der Kinder nach K.________ hat das Jugendamt festgestellt, dass die Kinder 
gerne dort leben, sich aber auch in I.________ wohl fühlen. Alle Lehrpersonen sind der Ansicht, es 
scheine den Kindern gut zu gehen (Bericht des Jugendamts vom 26. Juni 2015 S. 3). D.________ 
wurde sehr gut in der Klasse aufgenommen; es gefällt ihr in der Schule in K.________ relativ gut. 
Sie ist lediglich traurig, dass ihre Lehrerin für den heilpädagogischen Stützunterricht im nächsten 
Schuljahr nicht mehr arbeiten wird (Bericht des Jugendamts vom 26. Juni 2015 S. 1). Auch 
E.________ wurde von seinen Mitschülern gut aufgenommen, welche sich über seine Rückkehr 
freuten. Die Kinder verbringen ihre Freizeit mit Freunden und haben regelmässig Kontakt zu ihrer 
Mutter (Bericht des Jugendamts vom 26. Juni 2015 S. 2).

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Am 2. Juni 2015 hat sich D.________ gegenüber dem Jugendamt neu dahingehend geäussert, 
dass sie lieber bei ihrer Mutter leben möchte. Das Jugendamt hält dazu fest, es könne nicht 
beurteilen, inwiefern D.________ mit ihren Aussagen der Mutter gefallen wolle. Es habe den 
Eindruck, D.________ stehe sehr unter Druck (Bericht des Jugendamts vom 26. Juni 2015 S. 3). 
D.________s Aussage muss daher zumindest zum jetzigen Zeitpunkt relativiert werden.

Dem Gesagten zufolge scheinen die Kinder somit grundsätzlich keinem Elternteil den absoluten 
Vorzug zu geben.

cc) Es ist jedoch festzuhalten, dass das kompromisslose und impulsive Verhalten der 
Berufungsklägerin nicht dem Kindeswohl entspricht. Durch den plötzlichen Wegzug nach 
I.________ hat sie die Kinder nicht nur aus deren gewohntem Umfeld gerissen, sondern ihnen 
auch den Vater als Bezugsperson entzogen. Zum Jahreswechsel entschied die Berufungsklägerin, 
dass sie mit den Kindern doch nicht wie geplant nach F.________ ziehen, sondern in I.________ 
bleiben wolle. Zudem gab sie ihre Arbeitsstelle auf, zwar um sich besser um die Kinder kümmern 
zu können, doch wohl im Wissen, dass die Obhut gar nicht ihr zugeteilt worden war und diese 
einseitige Entscheidung im Hinblick auf die finanziellen Verhältnisse der Parteien nicht tragbar war. 
Dadurch haben die Kinder auch nach dem Wegzug weiterhin Instabilität erlebt. Dass die 
Berufungsklägerin ein allfälliges Besuchsrecht des Berufungsbeklagten respektieren und mit ihm 
zusammen arbeiten wolle, ist zudem schlichtweg nicht glaubwürdig angesichts der Tatsache, dass 
sie sich dem Vollzug der dringlichen Verfügung vom 3. Oktober 2014 bzw. des angefochtenen 
Entscheids vehement widersetzte. Sie gesteht selbst ein, die Kinder hätten den 
Berufungsbeklagten nicht besucht – mit anderen Worten, sie habe das Besuchsrecht des 
Berufungsbeklagten unterbunden –, weil sie das Kindeswohl beim Berufungsbeklagten als stark 
gefährdet ansehe (Berufung Art. 9 S. 11 und Art. 11 S. 13). Warum sie diese Sichtweise bei einer 
Neuzuteilung der Obhut ändern würde, legt sie nicht dar. In diesem Zusammenhang ist darauf 
hinzuweisen, dass die Mediatorin den Eindruck gewann, der Berufungsklägerin gehe es bei der 
Frage der Obhutszuteilung zu einem grossen Teil auch ums Geld (Bericht des Jugendamts vom 
26. Januar 2015  S. 25). Auch das Jugendamt weist darauf hin, die Berufungsklägerin vergesse 
oft, die Interessen der Kinder in den Vordergrund zu setzen (Bericht des Jugendamts vom 26. Juni 
2015 S. 3). So kommt es denn auch zum Schluss, die Obhut über die gemeinsamen Kinder der 
Parteien solle dem Berufungsbeklagten anvertraut werden (Bericht des Jugendamts vom 26. 
Januar 2015 S. 30; Bericht des Jugendamts vom 26. Juni 2015 S. 4). Dieser Schlussfolgerung ist 
angesichts der obigen Ausführungen beizupflichten.

Der Entscheid des Gerichtspräsidenten, mit welchem er dem Berufungsbeklagten vorsorglich die 
Obhut über die gemeinsamen Kinder der Parteien zuteilt, ist daher nicht zu beanstanden. Die 
Berufung ist damit in diesem Punkt abzuweisen.

3. a) Die Berufungsklägerin beantragt die Verurteilung des Berufungsbeklagten zur 
Bezahlung von monatlichen Unterhaltsbeiträgen an die Kinder von je CHF 675.- zuzüglich 
Kinderzulagen.

b) Der nicht obhutsberechtigte Elternteil leistet seinen Teil an den Unterhalt des Kindes 
grundsätzlich durch Geldzahlung (Art. 276 Abs. 2 und 285 Abs. 1 ZGB). Bei Aufrechterhaltung der 
Obhutszuteilung an den Berufungsbeklagten besteht somit keine Pflicht desselben, der 
Berufungsklägerin einen Unterhaltsbeitrag für die beiden Kinder zu bezahlen.

Die Berufung wird in diesem Punkt ebenfalls abgewiesen.

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4. a) Die Berufungsklägerin beanstandet weiter die Aufforderung durch den Gerichts-
präsidenten zur Wiederaufnahme der Mediation. Sollte der Mediationsentscheid bestätigt werden, 
so beantragt sie, es sei der Berufungsbeklagte dazu zu verurteilen, sämtliche Kosten, die dadurch 
entstehen, zu übernehmen (Berufung Art. 14).

b) Der Gerichtspräsident hat hierzu festgehalten, es ergebe sich aus den Akten und den 
Aussagen der Parteien, dass sich diese momentan nicht über die Kinderbelange unterhalten 
können und ihre diesbezüglichen Ansichten festgefahren sind. Es sei notorisch, dass ein 
Entscheid nicht unbedingt zur Entspannung der Situation führe. Da die Kinder noch jung seien und 
sich die Parteien die nächsten Jahre über sie verständigen können sollten, sei es vorliegend 
angebracht, die Parteien zur Wiederaufnahme der Mediation aufzufordern. Sollten sie dieser 
Aufforderung nachkommen, könne das Eheschutzverfahren für die Dauer der Mediation in 
Anwendung von Art. 214 Abs. 3 ZPO sistiert werden (angefochtener Entscheid E. 6 S. 15).

c) Sind in einem eherechtlichen Verfahren Anordnungen über Kinder zu treffen, so kann 
das Gericht die Parteien zu einem Mediationsversuch auffordern (Art. 297 Abs. 2 ZPO). Eine 
eigentliche Pflicht zur Teilnahme an einer Mediation sieht der Gesetzgeber nur im Rahmen von 
Verfahren bei internationalen Kindesentführungen vor. Kommt eine Partei der nachdrücklichen 
Empfehlung nicht nach, dürfen ihr daraus folglich keine rechtlichen Nachteile erwachsen (BSK 
ZPO-SPYCHER, Art. 297 N 13).

Die Kosten der Mediation tragen die Parteien (Art. 218 Abs. 1 ZPO). In kindesrechtlichen 
Angelegenheiten nicht vermögensrechtlicher Art haben die Parteien Anspruch auf eine 
unentgeltliche Mediation, wenn ihnen die erforderlichen Mittel fehlen und das Gericht die 
Durchführung einer Mediation empfiehlt (Art. 218 Abs. 2 ZPO).

d) Bei der Aufforderung zur Mediation nach Art. 297 ZPO handelt es sich, wie der 
Gerichtspräsident richtig ausgeführt hat, lediglich um eine Empfehlung mit Nachdruck (vgl. 
angefochtener Entscheid E. 6 S. 15). Die Berufungsklägerin kann zur Wiederaufnahme der 
Mediation nicht verpflichtet werden, und es erwachsen ihr keine Nachteile aus einer Missachtung 
der Aufforderung. Unter Berücksichtigung der konfliktbeladenen Situation der Parteien und der 
Tatsache, dass einerseits eine Mediation in der Vergangenheit bereits einmal Erfolg erzielte und 
andererseits die Berufungsklägerin im vorinstanzlichen Verfahren noch selbst die Fortführung der 
Mediation wünschte, ist der Entscheid des Gerichtspräsidenten diesbezüglich nicht zu 
beanstanden.

Obwohl die Berufungsklägerin zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr gewillt scheint, die Mediation 
wieder aufzunehmen, scheint ein weiterer Mediationsversuch im Interesse des Kindeswohls 
zwingend geboten. Zu diesem Schluss kommt denn auch das Jugendamt in seinem ergänzenden 
Bericht (Bericht des Jugendamts vom 26. Juni 2015 S. 4). Den Parteien steht zudem die 
Möglichkeit offen, die unentgeltliche Mediation zu verlangen, sofern keine vermögensrechtlichen 
Aspekte zum Gegenstand der Mediation gemacht werden (Art. 218 Abs. 2 ZPO).

Die Berufung wird deshalb auch in diesem Punkt abgewiesen.

5. a) Schliesslich rügt die Berufungsklägerin die Vorbehaltung der Kosten im angefochtenen 
Entscheid, führt dazu aber gleichzeitig aus, soweit dies zulässig sei, bestünden dagegen keine 
Einwände (Berufung Art. 15).

b) Gemäss Art. 104 Abs. 3 ZPO kann über die Prozesskosten vorsorglicher Massnahmen 
zusammen mit der Hauptsache entschieden werden. Das Vorgehen des Gerichtspräsidenten ist 
damit zulässig.

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Soweit auf den Antrag der Berufungsklägerin überhaupt eingetreten werden kann, ist die Berufung 
somit auch in diesem Punkt abzuweisen.

6. a) Die Berufungsklägerin beantragt, der Berufungsbeklagte sei zu verurteilen, ihr für das 
Berufungsverfahren einen Parteikostenvorschuss im Betrag von CHF 4‘000.- zuzüglich 8% MWSt, 
ausmachend total CHF 4‘320.-, innert 10 Tagen ab richterlichem Entscheid zu bezahlen.

b) Bereits der Gerichtspräsident hat den Berufungsbeklagten zur Bezahlung eines 
Prozesskostenvorschusses verurteilt. Dies mit der Begründung, die Berufungsklägerin sei gestützt 
auf die Gegenüberstellung ihres Einkommens von CHF 4‘420.- und ihrer notwendigen Auslagen 
von CHF 3‘503.10 zuzüglich der zu leistenden monatlichen Unterhaltsbeiträge von insgesamt 
CHF 900.- sowie unter Berücksichtigung ihrer Vermögensverhältnisse (Bankkonto mit Saldo 
CHF 9‘618.- per 31. Dezember 2013 und Konto Säule 3a mit Saldo von CHF 8‘745.10 per 
25. August 2014) nicht dazu in der Lage, ihre Prozesskosten ohne Beschränkung ihres 
notwendigen Lebensunterhalts zu leisten (angefochtener Entscheid E. 5).

Der Berufungsbeklagte hingegen sei aufgrund seiner Vermögensverhältnisse dazu in der Lage, 
der Berufungsklägerin einen Prozesskostenvorschuss von CHF 4‘500.- zu leisten. Er verfüge über 
ein durchschnittliches Jahreseinkommen von CHF 55‘000.- und sei Eigentümer der 
landwirtschaftlichen Liegenschaft in K.________ mit einem Steuerwert von CHF 432‘376.-. Das 
komplette Betriebsvermögen habe per 31. Dezember 2013 CHF 716‘300.70, das Fremdkapital 
CHF 647‘472.- und das Eigenkapital CHF 68‘828.70 betragen. Zudem verfüge der 
Berufungsbeklagte über Bauland, welches zum Teil verkauft sei und zum Teil verkauft werden 
solle. Er vermiete seit dem 8. November 2014 auch eine Wohnung der Liegenschaft zu 
CHF 1‘000.- pro Monat (angefochtener Entscheid E. 5).

c) Die Leistung eines Prozesskostenvorschusses durch einen Ehegatten zu Gunsten des 
anderen Ehegatten setzt grundsätzlich – wie die insoweit subsidiäre unentgeltliche Rechtspflege – 
voraus, dass die gesuchstellende Person mittellos ist und ihre Rechtsbegehren nicht als 
aussichtslos erscheinen (BGer, Urteil 5D_135/2010 vom 9. Februar 2011, E. 3.1).

d) Die Berufungsklägerin ist zurzeit ohne Einkommen, da sie ihre Arbeitsstelle per Ende 
März 2015 gekündigt hat. Ihre Rechtsbegehren erscheinen nicht als aussichtslos.

Da jedoch davon auszugehen ist, dass die Berufungsklägerin dem Berufungsbeklagten die 
Unterhaltsbeiträge für die beiden Kinder seit dem 10. März 2015 infolge Aufgabe ihrer 
Erwerbstätigkeit nicht überwiesen hat, erhöhen sich dessen Auslagen. Bei einem 
durchschnittlichen monatlichen Einkommen von CHF 5‘583.35 ([55‘000 / 12] + 1‘000), dem Bedarf 
der beiden Kinder von rund CHF 3‘420.- (1‘690 [D.________] + 1‘730 [E.________]; vgl. 
durchschnittlicher Unterhaltsbedarf per 1. Januar 2015 gemäss Zürcher Tabellen) sowie eigenen 
Auslagen von geschätzt rund CHF 2‘161.70 (1‘350 [Grundbedarf] + 270 [Erweiterung Grundbedarf 
um 20%] + 350 [Wohnkosten pauschal] + 191.70 [Krankenkasse verbilligt]) ist der 
Berufungsbeklagte offensichtlich nicht in der Lage, der Berufungsklägerin den verlangten 
Prozesskostenvorschuss zu leisten.

Der Antrag ist deshalb abzuweisen.

7. Die Berufungsklägerin ist mit ihren Anträgen vollumfänglich unterlegen. Es sind ihr deshalb 
die Prozesskosten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

a) Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 2‘200.- festgelegt (Art. 96 ZPO i.V.m. 
Art. 19 JR) und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1‘200.- verrechnet.

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b) In Anbetracht der Art, der Schwierigkeit und des Umfangs des Verfahrens sowie der 
notwendigen Arbeit von Rechtsanwalt Christian Gerber (insbesondere Verfassen der 16-seitigen 
Berufungsantwort und Kenntnisnahme von Beweisanträgen sowie der 30- und 4-seitigen Berichte 
des Jugendamts), des Interesses und der wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien wird die 
Parteientschädigung für den Berufungsbeklagten global auf CHF 3‘500.- zuzüglich CHF 280.- 
MWSt (8% von CHF 3‘500.-) festgesetzt (Art. 95 Abs. 3 und 96 ZPO i.V.m. Art. 63 Abs. 2 und 64 
Abs. 1 Bst. e JR).

(Dispositiv auf nachfolgender Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

Der Entscheid des Gerichtspräsidenten des Sensebezirks vom 1. Dezember 2014 wird 
vollumfänglich bestätigt.

II. Der Antrag von A.________ vom 13. Juli 2015 und 14. August 2015 auf Anordnung einer 
Kindesvertretung wird abgewiesen.

III. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden A.________ auferlegt:

a) Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 2‘200.- festgelegt und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss von CHF 1‘200.- verrechnet.

b) Die Parteientschädigung für B.________ wird global auf CHF 3‘500.- (inkl. Auslagen) 
festgelegt, zuzüglich CHF 280.- MWSt.

IV. Der Antrag von A.________ auf Verurteilung von B.________ zur Leistung eines Prozess-
kostenvorschusses wird abgewiesen.

V. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 24. August 2015/ggu

Präsident Gerichtsschreiberin