# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5113511-7ebc-5f17-a84e-3cd557cf5185
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.06.2015 100 2014 316
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-316_2015-06-05.pdf

## Full Text

100.2014.316U
HER/SCA/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Juni 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichterin Herzog
Gerichtsschreiberin Schnyder Niedermann

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Berner Fachhochschule
Departement Architektur, Holz und Bau, Pestalozzistrasse 20, 
Postfach 1058, 3401 Burgdorf
Beschwerdegegnerin

und

Rekurskommission der Berner Fachhochschule
p.A. Dino Degiorgi, Schwanengasse 9, Postfach 5064, 3001 Bern

betreffend Ausschluss vom Studium; Prüfungsnote Modul Bauphysik und 
Energietechnik (Entscheid der Rekurskommission der Berner Fachhochschule vom 1. 
Oktober 2014)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ begann im August 2011 das Studium zum Bachelor of Science in 
Holztechnik an der Berner Fachhochschule (BFH), Departement Architektur, Holz und 
Bau (AHB; früher: Departement Architektur, Bau und Holz). Gemäss Studienplan 
musste er im vierten Semester (Frühjahrsemester 2013) unter anderem das 
Pflichtmodul BBH0404 (Kurse «Bauphysik 2» und «Energietechnik») absolvieren und 
mit schriftlicher Modulprüfung abschliessen. Ende des Frühjahrsemesters 2013 trat 
A.________ erstmals zur schriftlichen Modulprüfung an, welche er nicht bestand. An 
den Wiederholungsprüfungen im September 2013 und im Februar 2014 scheiterte er 
aufgrund ungenügender Prüfungsleistungen erneut. Mit Zeugnis bzw. «Transcript of 
Records» vom 18. Februar 2014 hielt die BFH, Departement AHB, unter anderem das 
ungenügende Ergebnis der zweiten Wiederholungsprüfung vom 10. Februar 2014 im 
Modul BBH0404 fest («Fx» = «nicht bestanden; Verbesserungen erforderlich») und 
versah das Dokument mit einer Rechtsmittelbelehrung. Aus dem selben Zeugnis geht 
weiter hervor, dass im fünften Semester (Herbstsemester 2013) unter anderem die 
Projektarbeit BBH0802 ebenfalls als ungenügend bewertet wurde («F» = «nicht 
bestanden; erhebliche Verbesserungen erforderlich»).

Am 25. Februar 2014 verfügte die BFH, Departement AHB, die Exmatrikulation von 
A.________, da er aufgrund seiner ungenügenden Leistungen im Modul BBH0404 und 
der ausgeschöpften Wiederholungsmöglichkeiten das Studium nicht fortsetzen könne.

B.

Die von A.________ am 27. März 2014 gegen die Exmatrikulation der 
Rechtsmittelbelehrung entsprechend erhobene «Einsprache» wies die 
Rekurskommission der Berner Fachhochschule (nachfolgend Rekurskommission) mit 
Entscheid vom 1. Oktober 2014 ab, soweit sie darauf eintrat (Ziff. 1 des Dispositivs; 
Ziff. 2 und 3 betreffen die Kostenfolgen).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 3

C.

Dagegen hat A.________, wie bereits vor der Vorinstanz anwaltlich vertreten, am 
3. November 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er stellt in der Sache die 
folgenden Anträge:

«1. In Gutheissung der Beschwerde sei der Entscheid der Rekurskommission vom 
1.10.2014 in Ziffern 1 bis 3 aufzuheben.

2. Es sei die Exmatrikulation des Beschwerdeführers vom 25.2.2014 aufzuheben.

3. Die Prüfung im Modul Bauphysik und Energietechnik vom 10.2.2014 sei aus dem 
Studiengang des Beschwerdeführers zu streichen.

4. Dem Beschwerdeführer sei die Möglichkeit zu gewähren, die Prüfung zum Modul 
Bauphysik und Energietechnik (BBH0404) erneut zu absolvieren.»

Die BFH, Departement AHB, beantragt mit Beschwerdeantwort vom 19. November 
2014 die Abweisung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellt die 
Rekurskommission mit Beschwerdevernehmlassung vom 2. Dezember 2014. Mit 
Eingabe vom 28. März 2015 hat A.________ persönlich zur Sache Stellung 
genommen. Das Schreiben wurde den übrigen Verfahrensbeteiligten zugestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 60 
Abs. 3 des Gesetzes vom 19 Juni 2003 über die Berner Fachhochschule [FaG; BSG 
435.411]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist 
durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist unter Vorbehalt von E. 1.2 und E. 2 
hiernach einzutreten. 

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt neben der Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids auch die Aufhebung der Exmatrikulationsverfügung vom 25. Februar 2014 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 4

und die «Streichung» der Prüfung im Modul BBH0404 vom 10. Februar 2014. Damit 
verkennt er, dass seiner Beschwerde an die Rekurskommission voller Devolutiveffekt 
zugekommen und der vorinstanzliche Entscheid an die Stelle der ursprünglichen Ver-
fügungen getreten ist. Anfechtungsobjekt vor dem Verwaltungsgericht kann deshalb 
ausschliesslich der Entscheid der Rekurskommission sein (vgl. 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 60 N. 7). 
Soweit die Aufhebung von Verfügungen beantragt wird, ist auf die Beschwerde nicht 
einzutreten (BVR 2010 S. 411 E. 1.4).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG und Art. 60 Abs. 4 FaG).

2.

Zum Gegenstand des Verfahrens ist Folgendes festzuhalten:

2.1 Gemäss dem angefochtenen Entscheid richtete sich die «Einsprache» des 
Beschwerdeführers vom 27. März 2014 gegen «drei verschiedene Verfügungen des 
Departements Architektur, Holz und Bau». Angefochten sei «erstens das 
Prüfungsergebnis im Modul BBH0404, zweitens die Notengebung in der Projektarbeit 
und drittens die Exmatrikulation». Weiter wird festgestellt, dass es sich beim 
Prüfungsergebnis im Modul BBH0404 und bei der Benotung der Projektarbeit um 
Kompetenznachweise im Sinn des Rahmenreglements vom 7. Juli 2005 für 
Kompetenznachweise an der Berner Fachhochschule (KNR) handle, gegen welche 
zunächst Einsprache bei der Departementsleitung und anschliessend Beschwerde bei 
der Rekurskommission der BFH erhoben werden könne. Gegen die Ex-
matrikulationsverfügung stehe dagegen die Beschwerde an die Rekurskommission der 
BFH offen. Nach deren ständigen Praxis könnten Verfügungen über den Ausschluss 
aus dem Studium immer direkt bei ihr angefochten werden, auch wenn die 
Beschwerdebegründung die Beurteilung eines Kompetenznachweises betreffe, gegen 
welchen nicht vorgängig Einsprache erhoben worden sei. Die Einsprache sei in diesem 
Fall ein prozeduraler Leerlauf, denn die Schule könne sich im Rahmen des Schriften-
wechsels im Beschwerdeverfahren zum fraglichen Kompetenznachweis äussern und 
eine falsche Bewertung in Anwendung von Art. 71 Abs. 1 VRPG wenn nötig 
korrigieren. Die Rekurskommission erachtete sich folglich als zur Beurteilung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 5

Rechtsbegehren des Beschwerdeführers zuständig (angefochtener Entscheid E. 1.4). 
Sie trat jedoch auf die Beschwerde insoweit nicht ein, als sich diese gegen die 
Bewertung der im fünften Semester verfassten Projektarbeit richtete, da die 
Exmatrikulation ausschliesslich auf den ungenügenden Leistungen im vierten 
Semester (namentlich im Modul BBH0404) beruhe. Materiell prüfte die Rekurs-
kommission die Frage, «ob die Schule den Beschwerdeführer ein erneutes Mal zur 
Prüfung im Modul BBH0404 zuzulassen hat oder ob die Beurteilung seiner Leistungen 
anlässlich der zweiten Wiederholungsprüfung am 10. Februar 2014 rechtlich korrekt 
und der Studienausschluss demnach begründet war» (angefochtener Entscheid 
E. 5.2 f.).

2.2 Soweit die Rekurskommission auf die Beschwerde nicht eingetreten ist 
(Bewertung der im fünften Semester verfassten Projektarbeit), setzt sich der 
Beschwerdeführer nicht substantiiert mit dem angefochtenen Entscheid auseinander. 
Zwar rügt er (wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren) eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs, weil die Benotung der Projektarbeit unhaltbar und er «zu diesem 
Punkt im Beschwerdeverfahren überhaupt nie angehört worden [sei]» 
(Verwaltungsgerichtsbeschwerde S. 6). Prozessthema ist hier jedoch einzig die Frage, 
ob die Vorinstanz auf die Beschwerde insoweit zu Recht nicht eigetreten ist bzw. 
keinen Sachentscheid gefällt hat (vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 51 
N. 14). Dazu äussert sich der Beschwerdeführer mit keinem Wort. – An die 
Begründung einer Beschwerde werden praxisgemäss keine hohen Anforderungen ge-
stellt. Es reicht aus, wenn aus dem Rechtsmittel ersichtlich ist, inwiefern und weshalb 
der angefochtene Entscheid beanstandet wird, wobei die Begründung zwar nicht 
zuzutreffen braucht, aber insofern sachbezogen sein muss, als sie sich wenigstens in 
minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzt und sinngemäss 
darauf schliessen lässt, inwiefern dieser unrichtig sein soll (BVR 2006 S. 470 E. 2.4; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 32 N. 15 mit Hinweisen). Dies ist hier mit 
Bezug auf das vorinstanzliche Nichteintreten nicht der Fall, weshalb die Beschwerde in 
diesem Punkt den Anforderungen an eine rechtsgenügliche Begründung nicht genügt; 
was der (anwaltlich vertretene) Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der 
Bewertung der Projektarbeit vorbringt, steht in keinem rechtserheblichen 
Zusammenhang mit dem Streitgegenstand. Auf die Beschwerde ist daher insoweit 
nicht einzutreten (vgl. auch hinten E. 4.8).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 6

2.3 Weiter ist Folgendes festzuhalten: Die Exmatrikulation vom 25. Februar 2014 
(Beilage 7 zur Stellungnahme BFH vom 23.4.2014 [bei den unpag. Vorakten]) stellt 
unstreitig eine anfechtbare Verfügung dar, gegen welche die Beschwerde an die 
Rekurskommission offen steht (Art. 25b FaG i.V.m. Art. 43 des Statuts der Berner 
Fachhochschule vom 30. Juni 2011 [Fachhochschulstatut, FaSt; BSG 436.811.1] und 
Art. 60 Abs. 1 und 2 FaG). Der Beschwerdeführer hat die Verfügung am 27. März 2014 
fristgerecht angefochten. Ob damit ohne weiteres auch die Kompetenznachweise 
gemäss Zeugnis vom 18. Februar 2014 (Beilage 6 zur Stellungnahme BFH vom 
23.4.2014 [bei den unpag. Vorakten]) zum Gegenstand des Beschwerdeverfahrens 
gegen die Exmatrikulation gemacht worden sind (wovon die Rekurskommission 
ausgegangen ist, E. 2.1 hiervor), liegt dagegen nicht auf der Hand. Zwar handelt es 
sich jedenfalls beim ungenügenden Ergebnis der zweiten und letzten 
Wiederholungsprüfung im Modul BBH0404 um eine anfechtbare Verfügung, da hier mit 
der ungenügenden Benotung Rechtswirkungen verknüpft sind (vgl. hinten E. 3; zur 
Verfügungsqualität von Modulnoten einlässlich BVR 2013 S. 301, insb. E. 2.1, 
namentlich in Fällen, in welchen – wie hier – die Verfügungsqualität von Einzelnoten 
nicht durch eine formell-gesetzliche Grundlage festgelegt wird; vgl. auch BVR 2013 
S. 311 E. 4.1). Dies bedeutet aber, dass das Prüfungsergebnis fristgerecht, d.h. innert 
30 Tagen, angefochten werden muss (vgl. Art. 24 des Studien- und 
Prüfungsreglements vom 29. November 2005 über die Studiengänge zum Erwerb des 
Bachelor-Diploms am Departement für Architektur, Bau und Holz [SPR HSB] i.V.m. 
Art. 14 Abs. 1 und Art. 26 Abs. 2 und 3 KNR), ansonsten die Bewertung in Rechtskraft 
erwächst (BVR 2013 S. 311 E. 5.2 betreffend Erfahrungsnoten; VGE 2014/99 vom 
13.10.2014, E. 2.3). Das Zeugnis, in welchem das Ergebnis der zweiten 
Wiederholungsprüfung im Modul BBH0404 ausgewiesen wird, datiert vom 18. Februar 
2014 (Beilage 6 zur Stellungnahme BFH vom 23.4.2014 [bei den unpag. Vorakten]). 
Der Beschwerdeführer hat das Prüfungsergebnis jedoch erst im Rahmen seiner 
Eingabe an die Rekurskommission vom 27. März 2014 beanstandet, womit sich die 
Frage stellt, ob diese Anfechtung rechtzeitig erfolgt ist. Denn eine Praxis, nach der im 
Rahmen der Anfechtung der Exmatrikulation ein ungenügender Kompetenznachweis 
zur Überprüfung gebracht werden kann, setzt voraus, dass dieser bzw. die darin 
liegende Verfügung noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist. Das Ergebnis der 
Modulprüfung BBH0404 kann demzufolge nur dann Streitgegenstand dieses 
Verfahrens bilden, wenn es rechtzeitig angefochten worden ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 7

2.4 Rechtsmittelfristen beginnen am Tag nach der förmlichen Bekanntgabe des 
Verwaltungsakts (sog. Eröffnung) zu laufen (vgl. Art. 41 Abs. 1 VRPG). Die Zustellung 
bzw. Eröffnung erfolgt grundsätzlich auf dem Postweg, soweit das Gesetz nicht andere 
Arten der Bekanntgabe vorsieht (Art. 44 Abs. 1 VRPG; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 44 N. 1). – Anhand der Akten ist nicht hinreichend nachvollziehbar, wann 
und in welcher Form das Zeugnis (Bezeichnung BFH: «Transcript of Records» bzw. 
«ToR») vom 18. Februar 2014 dem Beschwerdeführer eröffnet worden ist. Die 
Studierenden können ihre Noten nach der Sitzung der Prüfungskommission offenbar 
«jederzeit online abrufen» (Beschwerdeantwort BFH [act. 9], S. 2). Mit Bezug auf die 
Kompetenznachweise des fünften Semesters führt die BFH in ihrer vorinstanzlichen 
Stellungnahme aus, «die Möglichkeit für die Einsicht in die Ergebnisse der 
Modulprüfungen (Zeugnisse/ToR) wurde A.________ offiziell am 18.2.2014 per Email 
vom Abteilungssekretariat bekannt gegeben. Da A.________ sich nicht informiert hat, 
wurde ihm die Note der Projektarbeit anlässlich des Gesprächs vom 25. Februar 2014 
mitgeteilt» (Stellungnahme BFH vom 23.4.2014, S. 6 [bei den unpag. Vorakten]). 
Aufgrund dieser Äusserungen liegt nahe, dass das Ergebnis der zweiten 
Wiederholungsprüfung im Modul BBH0404 dem Beschwerdeführer erst im Rahmen 
des Gesprächs vom 25. Februar 2014 formgültig eröffnet wurde (vgl. auch das 
Protokoll der Promotionskonferenz vom 17.2.2014, S. 3 unten [Beilage 5 zur Stellung-
nahme BFH vom 23.4.2014; bei den unpag. Vorakten], wo unter «Kommunikation an 
Studierende» festgehalten wird, dass B.________, Leiter Abteilung Bachelor Holz 
[Kürzel: …] den Beschwerdeführer zum Gespräch aufbietet). In diesem Fall wäre die 
Anfechtung des Prüfungsergebnisses rechtzeitig erfolgt. Ob dem tatsächlich so ist, 
kann indes dahingestellt bleiben. Auch wenn von der rechtzeitigen Anfechtung nicht 
nur der Exmatrikulation, sondern auch der Bewertung der Modulprüfung BBH0404 
auszugehen wäre, so ist die Exmatrikulation, wie sich aus den nachfolgenden 
Erwägungen ergibt, rechtens.

3.

Wer die Bedingungen für das Weiterstudium an der BFH oder den Erhalt des Bachelor- 
oder Masterdiploms nicht mehr erfüllen kann, wird von Amtes wegen exmatrikuliert 
(Art. 25b FHG i.V.m. Art. 43 Abs. 3 Bst. c und d FaSt). Beim Modul BBH0404 handelt 
es sich um ein Pflichtmodul, das mit vier Kreditpunkten bewertet ist (Art. 5 Abs. 1 Bst. a 
und Art. 6 Abs. 1 Bst. f KNR; Modul- und Kursbeschreibung Modulgruppe 0400 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 8

Technik und Physik [Beilage 3 zur vorinstanzlichen Beschwerdeantwort vom 
23.4.2014]). Die für das Bachelor-Diplom erforderlichen Kreditpunkte (vgl. Art. 16 
Abs. 1 KNR) können bei Pflichtmodulen nicht durch einen anderen Kompetenz-
nachweis erworben werden, weshalb nach erfolgloser Ausschöpfung der zwei 
Wiederholungsmöglichkeiten (Art. 13 Abs. 1 KNR) das Studium nicht fortgesetzt 
werden kann (vgl. auch Art. 19 SPR HSB). Wenn sich das ungenügende Ergebnis der 
zweiten Wiederholungsprüfung im Modul BBH0404 als rechtsgültig erweist, wären die 
Voraussetzungen für die Exmatrikulation ohne weiteres erfüllt, was nicht bestritten 
wird. 

4.

Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei wegen ärztlich diagnostizierter schwerer 
psychischer Erkrankung am 10. Februar 2014 nicht in der Lage gewesen, die Prüfung 
zu absolvieren bzw. zu bestehen. Die Prüfung dürfe daher «niemals zum Nennwert 
genommen und gewertet werden»; sie sei «zu behandeln, wie wenn sie nicht absolviert 
worden wäre», weshalb ihm «zwingend eine Gelegenheit zur Wiederholung der 
Prüfung im Modul BBH0404 eingeräumt werden [müsse]» 
(Verwaltungsgerichtsbeschwerde S. 7 f.). Nicht bestritten wird, dass die 
Prüfungsbewertung der tatsächlichen Prüfungsleistung entspricht.

4.1 Der Beschwerdeführer stützt sich auf ein Arztzeugnis von 
Dr. med. C.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Aarau, 
vom 25. März 2014 (Beschwerdebeilage [BB] 5). Der Psychiater hält fest, dass er den 
Beschwerdeführer am 15. März 2014 in seiner Praxis untersucht habe. Unter den 
anamnestischen Angaben führt er aus, der Beschwerdeführer habe schon im achten 
Schuljahr und im Militärdienst unter psychischen Problemen gelitten (depressive 
Symptome leichteren Ausmasses). Im Herbst 2013 habe er mit seiner damaligen 
Freundin eine gemeinsame Wohnung bezogen, was ihn überfordert habe. In der Folge 
habe er sich sozial immer mehr zurückgezogen, die Vorlesungen nicht mehr 
regelmässig besucht, sich demotiviert und antriebslos gefühlt. Daneben habe er sich 
«wesentlich schlechter auf seine Arbeit konzentrieren [können]». Obwohl er gemerkt 
habe, dass er sich verändert hatte, habe er keine Fremdhilfe annehmen wollen; sein 
Stolz habe dies nicht zugelassen. Der Facharzt stellt beim Beschwerdeführer einen 
verzerrten Realitätsbezug mit Selbstüberschätzung, Lustlosigkeit, Antriebsschwäche, 

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Konzentrationsstörungen, Hoffnungslosigkeit, eine ausgeprägte Aggressionshemmung 
und diffuse Traurigkeit fest. Er diagnostiziert eine therapiebedürftige mittelschwere 
neurotische Depression seit ca. vier Monaten. Aus psychiatrischer Sicht sei der 
Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen, sich adäquat auf sein Studium zu 
konzentrieren. – Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren hat der Beschwerdeführer ein 
weiteres Zeugnis von Dr. med. C.________ eingereicht, in welchem dieser auch auf 
den angefochtenen Entscheid Bezug nimmt (Zeugnis vom 1.11.2014, BB 6). Dr. med. 
C.________ hält unter anderem fest, die neurotische Störung, die zur Depression 
geführt habe, sei schon vor Jahren aufgetreten und habe sich negativ auf den Verlauf 
des Studiums ausgewirkt. Die Symptomatik der Störung habe sich im vergangenen 
Halbjahr teilweise zurückgebildet. Im fraglichen Zeitraum sei der Beschwerdeführer 
jedoch infolge verzerrten Realitätsbezugs und Selbstüberschätzung nicht in der Lage 
gewesen, seine Fähigkeiten und Defizite richtig einzuschätzen. Er habe nie unter 
seiner neurotischen Fehlentwicklung gelitten, sondern lediglich unter den damit 
verbundenen Konsequenzen, welche die Umwelt darauf gezeigt habe.

4.2 Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, sie habe seinen Anspruch auf 
rechtliches Gehör verletzt, indem sie sich mit der «klaren medizinisch belegten 
Unfähigkeit […], die Prüfung vom 10.2.2014 zu bestehen» nicht auseinandergesetzt 
habe. – Die aus dem formellen Anspruch auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 21 ff. VRPG; 
Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]) fliessende Begründungspflicht verpflichtet die 
Behörde, die Vorbringen der in ihrer Rechtsstellung Betroffenen effektiv zu prüfen und 
beim Entscheid zu berücksichtigen (statt vieler BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1, 2012 S. 109 
E. 2.3.3, beide mit Hinweisen). Die Rekurskommission hat sich mit den 
gesundheitlichen Vorbringen des Beschwerdeführers, namentlich mit dem im 
vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Arztzeugnis vom 25. März 2014, sehr wohl 
auseinandergesetzt (insb. E. 5.3.1, 5.3.3 f. und 5.3.6 des angefochtenen Entscheids; 
vgl. auch die von Dr. med. C.________ mit Zeugnis vom 1.11.2014 geübte Kritik, 
welche explizit auf die vorinstanzliche Würdigung seines Zeugnisses vom 25.3.2014 
Bezug nimmt [BB 6]); sie hat diese jedoch nicht im Sinn des Beschwerdeführers 
gewürdigt. Darin liegt keine (formelle) Verletzung des rechtlichen Gehörs, sondern 
allenfalls eine fehlerhafte rechtliche Würdigung, was Gegenstand der materiellen 
Beurteilung bildet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 10

4.3 Gesundheitliche Beeinträchtigungen der zu prüfenden Person, die ihre 
Leistungsfähigkeit während der Prüfung erheblich vermindern und damit eine 
Prüfungsunfähigkeit bewirken, stellen regelmässig einen zwingenden Grund dar, der 
die betroffene Person dazu berechtigt, die Prüfung folgenlos – d.h. ohne Anrechnung 
an die Wiederholungsmöglichkeit – abzubrechen oder zu verschieben (vgl. Art. 22 
KNR; ferner BVR 2010 S. 104 E. 4.1.1 [betreffend Bachelorstudium in 
Rechtswissenschaft], 2007 S. 433 E. 3.2.5 [betreffend Lehrabschlussprüfung]; Herbert 
Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2. Aufl. 2003, S. 452; zum deutschen Recht vgl. 
Niehues/Fischer, Prüfungsrecht, 5. Aufl. 2010, N. 249 ff.). Die betroffene Person hat 
die krankheitsbedingte Prüfungsunfähigkeit unverzüglich unter Vorlage eines ärztlichen 
Attests geltend zu machen und die Prüfung abzubrechen bzw. gar nicht erst 
anzutreten. Wer sich dagegen in Kenntnis einer bestehenden gesundheitlichen 
Beeinträchtigung einer Prüfung unterzieht oder diese fortsetzt, nimmt das Risiko eines 
Misserfolgs bewusst in Kauf und kann sich im Nachhinein nicht auf Prüfungsunfähigkeit 
berufen; vielmehr gilt in solchen Fällen die (ungenügende) Prüfung als nicht bestanden 
(BVR 2010 S. 104 E. 4.1.1 mit Hinweisen, 2007 S. 433 E. 3.2.5; Herbert Plotke, a.a.O., 
S. 452; Johannes F. Fulda, Rechtsschutz im Prüfungswesen der Bundeshochschulen, 
in ZBl 1983 S. 145 ff., 155; Felix Baumann, Die Rekurskommission der Universität 
Freiburg: Organisation, Verfahren und ausgewählte Fragen, in FZR 2001 S. 235 ff., 
269; zum deutschen Recht: Niehues/Fischer, a.a.O., N. 265 ff.; Zimmerling/Brehm, 
Prüfungsrecht, 3. Aufl. 2007, N. 516 ff.). 

4.4 Die nachträgliche Geltendmachung der Prüfungsunfähigkeit bzw. die 
nachträgliche Aufhebung von Prüfungsresultaten wegen gesundheitlicher 
Beeinträchtigung kommt ausnahmsweise dann in Frage, wenn die betroffene Person 
aus objektiver Sicht und unverschuldet nicht in der Lage gewesen ist, ihren 
Verhinderungsgrund in eigenverantwortlicher Willensausübung unverzüglich geltend zu 
machen (in der deutschen Literatur auch als «unerkannte Prüfungsunfähigkeit» 
bezeichnet; vgl. Niehues/Fischer, a.a.O., N. 288; Zimmerling/Brehm, a.a.O., N. 505). 
Dies ist namentlich anzunehmen, wenn Betroffenen zu gegebener Zeit die Fähigkeit 
fehlte, ihre gesundheitliche Situation genügend zu überblicken, um einen Entscheid 
über den Antritt oder die Weiterführung einer Prüfung zu treffen, oder bei einem zwar 
vorhandenen Bewusstsein über die gesundheitlichen Probleme entsprechend ihrer 
Einsicht zu handeln (BVR 2010 S. 104 E. 4.1.2 mit Hinweisen). Auch in diesen Fällen 
muss sich die Prüfungskandidatin bzw. der Prüfungskandidat jedoch im frühest 
möglichen Zeitpunkt, in dem von ihr bzw. ihm eine entsprechende Erklärung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 11

zumutbarerweise erwartet werden darf, unverzüglich auf die Prüfungsunfähigkeit 
berufen. Die Unverzüglichkeit des Rücktritts ist in diesen Fällen daran zu messen, ab 
welchem Zeitpunkt sie oder er die krankhafte Verminderung ihrer bzw. seiner körperli-
chen oder geistigen Leistungsfähigkeit erkannt hat oder bei der generell zu er-
wartenden Sorgfalt hätte erkennen müssen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob 
Betroffene in der Lage sind, ihren Zustand medizinisch als eine bestimmte Krankheit zu 
diagnostizieren oder rechtlich als Prüfungsunfähigkeit zu würdigen, sondern ob ihnen 
die gesundheitlichen Beschwerden in den wesentlichen Merkmalen bewusst sind und 
sie deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit erfassen (BVR 2010 S. 104 E. 1.4.2 
mit Hinweisen; Niehues/Fischer, a.a.O., N. 288; Zimmerling/Brehm, a.a.O., N. 506).

4.5 Der Beschwerdeführer war bei der Untersuchung durch Dr. med. C.________ 
am 15. März 2014 in der Lage, die Symptome und das zeitliche Auftreten seiner 
Erkrankung – namentlich im Zusammenhang mit der Überforderungssituation ab 
Herbst 2013 – zu schildern. Er gab an, er habe sich antriebslos und demotiviert gefühlt 
und habe sich wesentlich schlechter auf seine Arbeit konzentrieren können. Er habe 
gemerkt, dass er sich verändert habe, jedoch aus Stolz keine Fremdhilfe in Anspruch 
genommen (vorne E. 4.1). Daraus ist zu folgern, dass er sich seiner eingeschränkten 
Leistungsfähigkeit bereits Wochen vor dem Prüfungsantritt bewusst war, wobei es 
keine Rolle spielt, ob er diesem Umstand einen Krankheitswert beigemessen hat. 
Entscheidend ist nach der hiervor dargelegten Rechtsprechung und Literatur einzig, 
dass er sich nicht voll leistungsfähig fühlte, sich jedoch aus bestimmten Gründen 
trotzdem entschied, zur Prüfung im Februar 2014 anzutreten. Diesen Schluss legen im 
Übrigen seine Ausführungen im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nahe: In der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde (S. 7 unten) gibt er an, er sei absolut nicht in der Lage 
gewesen, eine Prüfung zu bestehen; trotzdem sei er aus «Angst vor der 
Exmatrikulation» zum Examen angetreten. In der Eingabe vom 28. März 2015 (act. 9) 
hält er sodann fest, er habe bereits Wochen vor der Prüfung jegliche Motivation 
verloren und seine innere Blockade sei von Tag zu Tag grösser geworden. In dieser 
Situation sei er ständig krank gewesen und habe unter diversen Infektionen gelitten, 
weshalb er auch Hilfe bei seinem Hausarzt gesucht habe. Er habe aber weder 
erkennen noch kommunizieren können, was mit ihm «schief lief», sondern den 
Entschluss gefasst «Augen zu und durch». Vor diesem Hintergrund erscheint die 
Einschätzung von Dr. med. C.________ im Zeugnis vom 1. November 2014, wonach 
der Beschwerdeführer nie unter seinen neurotischen Fehlentwicklungen gelitten habe, 
als nicht schlüssig. Der Beschwerdeführer hat nach eigenen Angaben sehr wohl 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 12

festgestellt, dass etwas nicht in Ordnung war bzw. «schief lief» und er insbesondere in 
seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt war, auch wenn er es womöglich nicht genau 
benennen oder als krankheitsbedingt einordnen konnte. Daran ändert auch nichts, 
dass der Beschwerdeführer, wie von Dr. med. C.________ im Zeugnis vom 25. März 
2014 beschrieben, unter verzerrtem Realitätsbezug mit Selbstüberschätzung gelitten 
haben soll. Denn anhand der Darlegungen und Erklärungen des Beschwerdeführers 
wirkte sich dieser Befund jedenfalls nicht derart aus, dass er nicht in der Lage gewesen 
wäre, seine Leistungsdefizite und das damit verbundene Prüfungsrisiko zu erfassen. 
Wer eigenen Angaben zufolge trotz festgestellter Konzentrationsschwierigkeiten, 
Antriebslosigkeit und Demotivation aus «Angst vor der Exmatrikulation» oder mit der 
Haltung «Augen zu und durch» zur Prüfung antritt, ist sich der erhöhten Gefahr des 
Scheiterns und der Gründe dafür bewusst, ansonsten er sich diese Überlegungen nicht 
machen würde.

4.6 Dazu kommt, dass praxisgemäss ein strenger Massstab anzulegen ist bei der 
Frage, ob die behauptete Prüfungsunfähigkeit der betroffenen Person tatsächlich 
entgehen konnte (Zimmerling/Brehm, a.a.O., N. 506). Dass eine rechtlich relevante 
Prüfungsunfähigkeit (wie angeblich hier) erst nach Bekanntgabe des 
Prüfungsergebnisses «entdeckt» wird, ist mit Blick auf die von der Praxis entwickelten 
Voraussetzungen, insbesondere zur Unverzüglichkeit der Rücktrittserklärung (vorne 
E. 4.3 f.), nahezu ausgeschlossen (vgl. auch Niehues/Fischer, a.a.O., N. 289). Zwar 
hat die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses den Beschwerdeführer offenbar auf-
gerüttelt und schliesslich veranlasst, sich bei einer Fachperson Hilfe zu holen. Aus 
dieser späten Einsicht lässt sich indes nicht schliessen, dass er sich zuvor in verzerrter 
Wahrnehmung seiner Situation gesund und voll leistungsfähig gefühlt hatte. Dies war – 
wie in E. 4.5 hiervor dargelegt – nicht so. Der Beschwerdeführer kann sich demnach 
mangels rechtzeitigen Verzichts auf die Wiederholungsprüfung nicht auf 
Prüfungsunfähigkeit berufen.

4.7 Im Übrigen entsteht eine rechtlich relevante Prüfungsunfähigkeit typischerweise 
durch ein akutes und unvermitteltes Auftreten einer Erkrankung, die das 
Leistungsvermögen während der Prüfung erheblich vermindert und dadurch die 
Feststellung der «wahren Kenntnisse und Fähigkeiten» der betroffenen Person am 
Prüfungstag erheblich beeinträchtigt oder verunmöglicht (vgl. Niehues/Fischer, a.a.O., 
N. 257 f.). Das vom Beschwerdeführer und Dr. med. C.________ beschriebene 
Krankheitsbild, welches für die Prüfungsunfähigkeit verantwortlich sein soll, persistierte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 13

über mehrere Monate und hatte namentlich zur Folge, dass der Beschwerdeführer 
gemäss eigenen Angaben insgesamt «dreimal unvorbereitet, d.h. ohne zu lernen und 
ohne Unterlagen» zur Prüfung angetreten ist (Eingabe vom 28.3.2015 [act. 9]). Vor 
diesem Hintergrund hält die Vorinstanz in der Vernehmlassung zu Recht fest, die 
geltend gemachten Beeinträchtigungen hätten nicht primär «nur» zu einer allfälligen 
Prüfungsunfähigkeit geführt, sondern den Beschwerdeführer (jedenfalls ab Herbst 
2013) am ordnungsgemässen Studium schlechthin gehindert (act. 4; vgl. auch das 
Arztzeugnis von Dr. med. C.________ vom 1.11.2014 [BB 6]). Es kann daher nicht 
gesagt werden, die «wahren Kenntnisse und Fähigkeiten» des Beschwerdeführers 
hätten wegen Erkrankung im Prüfungszeitpunkt nicht richtig festgestellt werden 
können. Eher ist davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer die an der 
Prüfungssession vom Februar 2014 geprüften Kenntnisse und Fähigkeiten gar nie 
aneignen konnte. In der Literatur findet sich in Bezug auf Dauererkrankungen denn 
auch die Feststellung, dass in solchen Fällen die Aussagekraft des 
Prüfungsergebnisses nicht verfälscht, sondern vielmehr bekräftigt wird, indem die 
durch die Prüfung abgebildete Leistung dem aufgrund einer chronischen Erkrankung 
verminderten Leistungsvermögen entspricht (vgl. Niehues/Fischer, a.a.O., N. 258). Ob 
sich der Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund überhaupt auf eine rechtlich 
relevante Prüfungsunfähigkeit berufen kann, kann jedoch mit Blick auf die 
vorangehenden Erwägungen dahingestellt bleiben.

4.8 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass es aus der Optik der Rechtskontrolle nicht 
zu beanstanden ist, die zweite Wiederholungsprüfung im Modul BBH0404 vom 
10. Februar 2014 als gültigen Prüfungsversuch zu werten. Die Exmatrikulation erfolgte 
somit zu Recht (vorne E. 3). Daraus ergibt sich im Übrigen, dass an der Beurteilung 
bzw. Überprüfung der im fünften Semester verfassten Projektarbeit kein 
schutzwürdiges Interesse mehr besteht, weshalb auch aus diesem Grund auf die 
Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist (vgl. vorne E. 2.2).

5.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind nicht zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 14

6.

Gemäss Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 
(BGG; SR 173.110) ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
unzulässig gegen Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen und anderen 
Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung 
und der Berufsausübung. Diese Ausschlussbestimmung zielt auf Prüfungsergebnisse 
im eigentlichen Sinn sowie auf Entscheide ab, die auf einer Bewertung der 
intellektuellen oder physischen Fähigkeit einer Kandidatin oder eines Kandidaten 
beruhen, nicht aber auf andere Entscheide im Zusammenhang mit Prüfungen wie 
insbesondere solche organisatorischer Natur (BGE 138 II 42 E. 1.1). Art. 83 Bst. t BGG 
findet auch Anwendung auf Entscheide über den Ausschluss vom Studium, sofern 
diese auf einer Fähigkeitsbewertung im vorgenannten Sinn beruhen (vgl. etwa 
BGer 2D_6/2013 vom 19.6.2013, E. 1.1; BVR 2014 S. 535 [VGE 2014/57 vom 
1.9.2014], nicht publ. E. 7). Nach diesen Grundsätzen ist die Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten gegen das vorliegende Urteil ausgeschlossen; 
hinzuweisen ist daher auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG; 
vgl. auch BGer 2D_10/2010 vom 31.1.2011, E. 1). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.06.2015, Nr. 100.2014.316U, Seite 15

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Beschwerdegegnerin
- der Rekurskommission der Berner Fachhochschule

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 
113 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.