# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb35e2d0-dc83-5c7c-9363-5be0a9cfd1b0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.04.2022 720 21 211/76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-211-76_2022-04-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom 7. April 2022 (720 21 211 / 76) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Verwaltungsgutachten beweiskräftig und Entscheid der Ablehnung einer Rente bei ermit-

telter 80%iger Arbeitsfähigkeit und Nichterfüllen des Wartejahres bei durchschnittlich 

mindestens 40%iger Arbeitsunfähigkeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht zu beanstan-

den. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber i.V. Egzon Rexhaj 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Elisabeth Maier, Advo-
katin, Hauptstrasse 104, Postfach, 4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff IV-Rente  

 

 

 

A. Die 1977 geborene A.____ erlitt im April 1996 einen Reitunfall, worauf die zuständige 

Unfallversicherung zunächst Leistungen erbrachte. Diese wurden per 1. Oktober 2001 einge-

stellt. Mit Gesuch vom Februar 2001 meldete sich A.____ unter Hinweis auf den Reitunfall ein 

erstes Mal zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Nach 

 
 
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Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse sprach die IV-Stelle Basel-

Landschaft (IV-Stelle) der Versicherten ab 1. November 2000 in Anwendung der allgemeinen 

Methode des Einkommensvergleichs eine halbe Rente, basierend auf einem IV-Grad von 52 %, 

und ab 1. März 2002 in Anwendung der gemischten Methode bei einem Erwerbsanteil von 80 % 

und einem Haushaltsanteil von 20 % eine Viertelsrente, basierend auf einem IV-Grad von 40 % 

zu. Im September 2009 wurde die Viertelsrente revisionsweise bestätigt. Nach einem Umzug in 

den Kanton X.____ erfolgte erneut eine Rentenrevision, welche nach Einholung eines Gutach-

tens bei der MEDAS Oberaargau AG (Medas) mit Verfügung vom 26. Oktober 2016 endete und 

die Einstellung der Invalidenrente zur Folge hatte. Die Renteneinstellung wurde vom Kantons-

gericht X.____ mit Urteil vom 17. Mai 2017 bestätigt. Die inzwischen wieder im Kanton Basel-

land wohnhafte Versicherte meldete sich am 24. Oktober 2018 unter Hinweis auf eine gesund-

heitliche Verschlechterung erneut zum Leistungsbezug an. Zunächst wurde der Versicherten 

mit Vorbescheid vom 14. Januar 2019 ein Nichteintreten auf das Gesuch wegen unveränderten 

Gesundheitszustandes in Aussicht gestellt. Nach erhobenem Einwand gab die IV-Stelle im 

Rahmen der Rentenprüfung zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ein bidisziplinäres psychiat-

risch-rheumatologisches Gutachten in Auftrag. Darin kamen die Gutachter zum Schluss, dass 

lediglich eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Diese sei psychisch begründet und bestehe 

seit Jahren. Mit Verfügung vom 1. Juni 2021 lehnte die IV-Stelle in der Folge den Anspruch auf 

eine Rente mit der Begründung ab, dass die Arbeitsunfähigkeit seit Jahren nie höher als 20 % 

gewesen und somit das Wartejahr nicht erfüllt sei. 

 

B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch die Rechtsanwältin Elisabeth Maier, am 2. 

Juli 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozial-

versicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, die angefochtene Verfügung vom 1. Juni 

2021 sei aufzuheben, und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen; unter o/e-

Kostenfolge. 

 

C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 16. August 2021 auf Abweisung der 

Beschwerde. 

 

D. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 14. Oktober 2021 und Duplik 

vom 8. November 2021) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 

vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-

rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 

Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-

keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 

über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-

teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 

Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-

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handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Be-

schwerde der Versicherten vom 2. Juli 2021 ist demnach einzutreten. 

 

1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-

rung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfü-

gung erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen 

Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 

129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Ver-

ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der 

bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 

23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wie-

dergegeben, zitiert und angewendet. 

 

2.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die IV-Stelle das 

Gesuch der Versicherten, wonach sie aufgrund einer gesundheitlichen Verschlechterung An-

spruch auf eine Invalidenrente hätte, zu Recht abgewiesen hat. 

 

2.2 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-

fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-

gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 

eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 

gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 

 

2.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 

wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 

(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-

gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-

stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 

berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 

Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 

 

2.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 

eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-

destens 40 % invalid ist. 

 

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2.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 

anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der IV-Grad aufgrund eines Einkommensver-

gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-

gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-

ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkom-

mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-

werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer-

den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der IV-Grad bestimmen (allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 

 

2.6 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach 

Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 eine 

neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung 

erfüllt sind. Danach ist glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten 

Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die 

Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 

von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat-

sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach 

Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 133 V 108 E. 5, 117 V 198 E. 3a). Stellt sie fest, dass 

der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfah-

ren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die 

festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu beja-

hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungs-

pflicht auch dem Gericht (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2003, I 285/02, E. 4.1; BGE 

117 V 198 E. 3a und 109 V 108 E. 2b). 

 

3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-

teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 

Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 

und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-

ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 

E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 

die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 

zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-

nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutba-

rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 

Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-

alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 

 

3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-

prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-

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deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-

tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-

statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 

Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-

geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 

des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-

den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-

weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 

 

3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-

menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 

auch BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-

holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-

tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-

örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 

Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-

pertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Berichten versicherungsin-

terner medizinischer Fachpersonen und (Akten-)Berichten von Sachverständigen, die nicht im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt werden, erkennt die Rechtsprechung ebenfalls Be-

weiswert zu. Es ist allerdings zu betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft 

wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger 

in Auftrag gegebenen Gutachten zukommt (BGE 135 V 469 ff. mit Hinweis). In Bezug auf Be-

richte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht schliesslich der Erfahrungstatsache 

Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung 

in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 

E. 3b/cc). 

 

4. Vorliegend ist unbestritten, dass das Leistungsgesuch vom 24. Oktober 2018 als Neu-

anmeldung im Sinne von Art. 87 Abs. 3 IVV zu qualifizieren ist. Die IV-Stelle ist zunächst von 

einem unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen und in einem ersten Vorbescheid auf 

das erneute Leistungsbegehren nicht eingetreten. Erst nach Einreichung weiterer Berichte der 

behandelnden Ärzte wurde festgestellt, dass es Hinweise auf eine psychiatrische Verschlechte-

rung gebe. Die IV-Stelle ist somit zu Recht davon ausgegangen, dass eine medizinische Ver-

schlechterung zumindest glaubhaft erscheint. Sie ist dementsprechend auf die Neuanmeldung 

eingetreten und hat den Rentenanspruch in materieller Hinsicht geprüft. 

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5. Die IV-Stelle stützt ihren Entscheid im Wesentlichen auf das psychiatrisch-

rheumatologische Gutachten von Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere 

Medizin, und Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 4. Dezember 2019.  

 

5.1 Dr. C.____ diagnostizierte in seinem psychiatrischen Teilgutachten eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, sowie eine chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren. Beide Diagnosen hätten Einfluss auf die Arbeitsfähig-

keit. Die Versicherte habe ihm erzählt, dass sie seit dem Reitunfall 1996 nicht mehr reiten kön-

ne und ihr Hobby habe aufgeben müssen. Sie habe nach wie vor Mühe zu akzeptieren, dass 

sie ihre Karriere als Springreiterin habe aufgeben müssen. Sie leide zudem andauernd unter 

Schmerzen, die sich trotz zahlreicher Behandlungsversuche nicht wesentlich gebessert hätten. 

Das Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeugung könnten 

durch die somatischen Befunde nicht hinreichend objektiviert werden, sodass eine psychische 

Überlagerung angenommen werden müsse. Sie ziehe sich sozial zurück, leide unter depressi-

ven Verstimmungen, sei freudlos und habe kaum Zukunftsperspektiven. Ferner leide sie auch 

unter den finanziellen Einschränkungen. Alle diese Belastungen würden dazu führen, dass sie 

sich durch die Beschwerden mehr eingeschränkt fühle, als dass es den somatischen Befunden 

entspreche. Seit Jahren sei die Versicherte chronisch leichtgradig depressiv. Die Depression 

sei als rezidivierend zu bezeichnen. Sie sei nie längere Zeit psychiatrisch oder antidepressiv 

behandelt worden. Dr. C.____ führte weiter aus, dass er sich der vom behandelnden Psychiater 

gestellten Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Epi-

sode, und der Einschätzung, wonach eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe, nicht anschlies-

sen könne. Zur Begründung legte er dar, dass gemäss behandelndem Psychiater bei der Versi-

cherten keine Motivation für eine psychotherapeutische Behandlung bestehe. Ferner seien in 

seinem Bericht vom 11. März 2019 keine psychopathologischen Befunde erwähnt worden. Die 

Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode sei nicht näher begründet worden. Bei sei-

ner Untersuchung habe er jedenfalls keine Hinweise für eine solche feststellen können. So be-

finde sich die Versicherte weder in psychiatrischer Behandlung noch werde sie antidepressiv 

behandelt. Sie stehe am Morgen regelmässig auf und arbeite in einem 50 % Pensum, welches 

sie gut leisten könne. Ausserdem habe sie eine stabile Beziehung zu ihrem Partner sowie gute 

Beziehungen zu ihrem Sohn und ihren Familienangehörigen. Zwar lebe sie aufgrund ihrer Be-

schwerden sozial zurückgezogen, dennoch sei sie zu einigen Aktivitäten in der Lage. Folglich 

bestehe keine ausgeprägte depressive Hemmung. Letztlich könne aufgrund eines leichten Ver-

laufes einer depressiven Störung nur eine geringgradige Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit 

attestiert werden. Darüber hinaus könne die Diagnose einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung nicht gestellt werden, da die Versicherte nicht unter derart ausgeprägten 

Schmerzen leide, die praktisch jede Tätigkeit verunmöglichen würden. Es handle sich um eine 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Es sei davon auszu-

gehen, dass die Arbeitsfähigkeit seit Jahren um 20 % vermindert sei. Dies gelte weiterhin. 

 

5.2 Dr. B.____ hielt in seinem rheumatologischen Teilgutachten lediglich Diagnosen ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest, nämlich die folgenden: ein chronisches thorakalbetontes 

Panvertebral-Syndrom bei leichter Wirbelsäulen-Fehlform (leicht thorakal linkskonvexe Skolio-

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se), altersentsprechende degenerative Veränderungen, myofasziale Befunde nach einem Sta-

tus nach Sturz vom Pferd am 7. April 1996 mit Distorsion der Hals- und Brustwirbelsäule, eine 

leichte Eisenmangelsituation und einen Status nach Pyelonephritis rechts im April 1999. Die 

Halswirbelsäule sei frei beweglich mit Angabe von jeweils Endphasenschmerz. Ferner würden 

sich dort beidseitig Druckdolenzen und leichte Verspannungen finden; rechtsseitig betont im 

Sinne eines myotendinotischen Befundes. Eine radikuläre Problematik bestehe nicht. Ausser-

dem seien Kraft, Sensibilität und Reflexe der oberen sowie unteren Extremitäten als normal zu 

bezeichnen und keine Muskelatrophien auszumachen. In den Bereichen der Supraspinatus-

sehnen seien deutliche Verspannungen auszumachen. Die Brustwirbelsäule sei allseits zu ei-

nem Drittel eingeschränkt mit Endphasenschmerz. Hier finde man einerseits muskuläre Befun-

de im Sinne von Druckdolenzen über den Dornfortsätzen der Brustwirbelsäule, andererseits 

aber auch am medialen Skapularand beidseitig. Auch hier würden sich also myotendinotische 

Befunde zeigen. Die Lendenwirbelsäule sei frei beweglich, jedoch wiederum unter Angabe von 

Endphasenschmerz. Betreffend die Fibromyalgiepunkte seien formal zehn Punkte positiv, wobei 

das Bild nach seiner Auffassung nicht einer Fibromyalgie entspreche, sondern im Rahmen der 

vertebralen Symptomatik zu verorten sei. Der Gelenkstatus zeige unauffällige Verhältnisse be-

züglich Hände, Handgelenke, Ellbogen, Schultern, Hüfte, Knie, sowie des oberen Sprungge-

lenks bei Spreizfüssen und eines Hallux valgus (rechts betont) beidseitig. Hinsichtlich des bild-

gebenden Materials hielt er fest, dass sich auf dem Röntgenbild der Lendenwirbelsäule vom 

3. Juli 2015 beginnende altersentsprechende degenerative Veränderungen darstellen würden. 

Auch das Röntgenbild der Brustwirbelsäule vom 8. November 2016 zeige keine über das Al-

tersausmass hinausgehenden degenerativen Veränderungen. Dieses werde vom Radiologen 

sogar als unauffällig bezeichnet. Das MRI der ganzen Wirbelsäule vom 19. Dezember 2016 

zeige keine ossären oder ligamentären Verletzungen. Eine breitbasige Bandscheibenprotusion 

zwischen Wirbelkörper TH12 und L1 sei als im Rahmen der Altersnorm zu bezeichnen. Es fän-

den sich keine spinalen oder neuroforaminalen Wurzelaffektionen. Das Röntgenbild der Hals-

wirbelsäule und des Dens axis vom 5. November 2018 weise eine regelrechte Lage des Dens 

axis zwischen der Massa lateralis des Atlas auf. Es finde sich kein Nachweis einer atlanto-

axialen Arthrose. Zusammengefasst könnten die diversen radiologischen Abklärungen die sub-

jektiv beklagten Beschwerden nicht erklären. Unfallfolgen seien in den ganzen Abklärungen 

nicht sichtbar. Im Vordergrund bestünden zu diesem Zeitpunkt vor allem myotendinotische Be-

funde (vor allem zervikal rechtsseitig, dann thorakal, aber auch lumbal). Es bestehe insgesamt 

eine chronifizierte, seit vielen Jahren bestehende Schmerzsituation, welche sich trotz breiter 

Ausschöpfung sämtlicher therapeutischer Massnahmen nicht substanziell gebessert habe. 

Dementsprechend könne auch von Seiten des Fachgebietes der Rheumatologie kein Behand-

lungsvorschlag formuliert werden. Die Beschwerden würden jedenfalls bezüglich einer Bürotä-

tigkeit sowie für leichte bis gelegentlich mittelschwere, rückenschonende Tätigkeiten keine Ar-

beitsunfähigkeit begründen können.  

 

5.3 In der Konsensbeurteilung kamen die beiden Gutachter zum Schluss, dass interdiszip-

linär in der bisherigen Tätigkeit, wie auch in einer leidensangepassten Tätigkeit, eine Arbeitsfä-

higkeit von 80 % bestehe. 

 

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5.4 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-

geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobach-

tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-

örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 

Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-

pertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das fragliche Gutachten ist – wie dies 

vom Bundesgericht verlangt wird – für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen 

Untersuchungen, berücksichtigt alle geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis aller relevanten 

Vorakten abgegeben worden. Ebenso leuchtet es in der Darlegung der medizinischen Zusam-

menhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein, setzt sich mit den übrigen ärzt-

lichen Einschätzungen auseinander und ist letztlich auch in seinen Schlussfolgerungen über-

zeugend. Dr. C.____ begründet im psychiatrischen Teilgutachten letztendlich schlüssig, wes-

halb von einer leichtgradigen Depression auszugehen ist. So führt er an, dass die Beschwerde-

führerin sich weder während längerer Zeit hat intensiv psychiatrisch oder antidepressiv behan-

deln lassen, noch sei jemals eine stationäre psychiatrische Behandlung erfolgt. Zum Zeitpunkt 

der Untersuchung sei sie nur in einer sehr lockeren ambulanten Behandlung gestanden und 

habe zudem keine Motivation für eine psychotherapeutische Behandlung gehabt. All dies seien 

Hinweise dafür, dass die Versicherte eben nicht an einer mittelgradigen oder schweren Depres-

sion leidet. Mit der Diagnose der leichtgradigen depressiven Episode sei der vermehrten 

Müdigkeit, der Lustlosigkeit und dem sozialen Rückzug genügend Rechnung getragen worden. 

Nichts Anderes lässt sich hinsichtlich des rheumatologischen Teilgutachtens von Dr. B.____ 

sagen. Auch er begründet letztendlich schlüssig, weshalb die somatischen Beschwerden nicht 

derart schwer wiegen, sodass die Tätigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht mehr 

möglich wäre. Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. B.____ und C.____ ergibt dem Gesagten 

entsprechend ein insgesamt schlüssiges und kongruentes Bild betreffend die gesundheitliche 

Verfassung der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht darauf abgestellt. 

 

6.1 Die Beschwerdeführerin wendet zunächst ein, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb 

die rheumatologische Diagnose, welche im Gutachten der Medas noch mit Einfluss auf die Ar-

beitsfähigkeit gewesen sei, trotz unveränderter Befunde nun plötzlich ohne Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit sein soll. Dr. B.____ setze sich mit den von der Medas festgestellten, zu 

voller Arbeitsunfähigkeit führenden Schmerzschüben in keiner Weise auseinander. Es ist der 

Beschwerdeführerin zwar dahingehend zuzustimmen, dass Dr. B.____ die unveränderte Diag-

nose im Gegensatz zum Gutachten der Medas als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beur-

teilt. In seiner Zumutbarkeitsbeurteilung räumt er aber implizit einen Einfluss auf die Arbeitsfä-

higkeit ein, indem er nur rückenschonende, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten als zumutbar 

erachtet. Entscheidend ist letztlich die zutreffende Zumutbarkeitsbeurteilung und diesbezüglich 

entspricht die Einschätzung von Dr. B.____ derjenigen der Medas. Dass Dr. B.____ seine Di-

agnose als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnet, ist insofern unerheblich. Hinsicht-

lich der Schmerzschübe stimmt es zwar, dass Dr. B.____ diese in seinem Gutachten nicht dis-

kutiert, jedoch muss hier angemerkt werden, dass im Gutachten der Medas lediglich die Rede 

von gelegentlichen, kurzzeitigen, vollständigen Arbeitsabsenzen ist, welche Folge der 

Schmerzschübe sein könnten (vgl. rheumatologisches Teilgutachten der Medas vom 21. De-

zember 2015, Seite 26), ist. Ferner wurde von der Medas im Endergebnis keine Arbeitsunfähig-

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keit attestiert. Im Gegenteil ging der rheumatologische Gutachter der Medas sogar davon aus, 

dass aus rheumatologischer Sicht eine vollschichtige Tätigkeit im KV-Bereich denkbar sei (vgl. 

rheumatologisches Teilgutachten der Medas vom 21. Dezember 2015, Seite 26). Dementspre-

chend vermögen die Einwände gegen das rheumatologische Gutachten nicht zu überzeugen. 

 

6.2 Die Beschwerdeführerin bringt auch Einwände gegen das psychiatrische Teilgutachten 

vor. Diesbezüglich verweist sie auf den Bericht von med. prakt. D.____, FMH Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom 30. September 2020. Darin hält er zunächst fest, dass Dr. C.____ die Di-

agnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren zwar 

bejahe, es aber versäume, die Diagnose im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit zu erörtern. Auch 

die Definition der Diagnose bestätige Dr. C.____ dahingehend, dass der Schmerz in klinisch 

bedeutsamer Weise Leiden und Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wich-

tigen Funktionsbereichen verursache. In der weiteren Beurteilung aber lasse er die Beeinträch-

tigungen in beruflichen oder anderen Funktionsbereichen schlicht aus, so als gebe es die Diag-

nose gar nicht. Es ist festzustellen, dass Dr. C.____ die Diagnose einer chronischen Schmerz-

störung mit somatischen und psychischen Faktoren durchaus in seine Beurteilung der Arbeits-

fähigkeit einfliessen lässt. Ab Seite 40 des psychiatrischen Teilgutachtens vom 3. Dezember 

2019 hält er fest, dass die Leistungsfähigkeit aufgrund der depressiven Verstimmung und der 

Schmerzstörung geringgradig beeinträchtigt sei. In der Stellungnahme vom 24. November 2020 

erläutert er das nochmals schlüssig. So sei zwar von einer psychischen Überlagerung der be-

klagten somatischen Beschwerden auszugehen, die aber aufgrund der Umstände, dass sie 

trotz geklagter somatischer Beschwerden in einem 50 % Pensum arbeite, eine gute Beziehung 

zu ihrem Sohn, ihrem Partner und ihren Familienangehörigen habe, leichtere Arbeiten im Haus-

halt machen könne, problemlos Autofahren könne, nicht zu einer wesentlichen Beeinträchtigung 

der Arbeitsfähigkeit führe. Insofern vermögen auch diese Einwände nicht zu überzeugen. 

 

6.3 Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin, dass Dr. C.____ die relevanten Persönlich-

keitsaspekte (maskierend) nicht genügend miteinbezogen habe, indem er das Ausmass des 

depressiven Leidens unterschätze. Sie erfülle die Kriterien für eine mittelgradige depressive 

Episode. Dr. C.____ habe seine eigenen Diagnosen, erhobenen Symptome und Hinweise auf 

Persönlichkeitsaspekte bei der Befunderhebung und der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus-

geblendet. Bezüglich des Einwands, dass maskierende Persönlichkeitsaspekte vorliegen wür-

den, welche nicht genügend gewürdigt worden wären, muss entgegengehalten werden, dass es 

sich bei dieser Art von Beschwerden um Z-codierte Diagnosen handelt, welche nicht Erkran-

kungen im eigentlichen Sinne sind und nicht unter den Begriff der invaliditätsrechtlich erhebli-

chen Gesundheitsbeeinträchtigungen fallen; sie stellen grundsätzlich keine invalidisierenden 

Gesundheitsschäden dar (Urteil vom Bundesgericht vom 12. November 2019 9C_542/2019 

E. 3.2). Das Fehlen einer Persönlichkeitsstörung (in Abgrenzung zu maskierenden Persönlich-

keitszügen) wird von der Beschwerdeführerin sodann nicht bestritten (vgl. Beschwerde vom 

2. Juli 2021, Ziff. 8.1). 

 

6.4 Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, dass die Beschwerdegegnerin es 

versäumt habe, einen Einkommensvergleich durchzuführen. Da die Beschwerdeführerin aber 

gemäss Gutachten von Dr. B.____ und Dr. C.____ in einer leidensangepassten Tätigkeit 80 % 

http://www.bl.ch/kantonsgericht

 
 
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arbeitsfähig ist, vermag sie die in Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG für einen Rentenanspruch erforderli-

che Voraussetzung des Wartejahres bei durchschnittlich mindestens 40 % Arbeitsunfähigkeit 

nicht zu erfüllen. Auf die Vornahme eines Einkommensvergleichs kann unter diesen Umständen 

verzichtet werden. 

 

7. Ausgehend von einer demnach nicht zu beanstandenden Arbeitsfähigkeit von 80 % 

kann eine invalidisierende Wirkung weder aus psychiatrischer noch aus rheumatologischer 

Sicht begründet werden. Zudem ist das Wartejahr nicht erfüllt. Der vorinstanzliche Entscheid 

der IV-Stelle ist damit nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis abzuwei-

sen. 

 

8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwer-

deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 

dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfah-

rensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge-

legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand ent-

standen ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen 

Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrens-

kosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend 

ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen 

sind. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

  

http://www.bl.ch/kantonsgericht

 
 
Seite 11  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 

in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

 

 

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