# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f69f1a7c-4628-5f39-8a2b-bf5a257a8af3
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-05
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 05.12.2022 S 2021 61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-61_2022-12-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: MLaw Miriam Habegger-Schneider

U R T E I L  vom 5. Dezember 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________ GmbH
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des 
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug

Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Kurzarbeitsentschädigung)

S 2021 61

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Urteil S 2021 61

A. Am 19. Januar 2021 reichte die A.________ GmbH beim Amt für Wirtschaft und 
Arbeit des Kantons Zug (nachfolgend: AWA) eine Voranmeldung von Kurzarbeit für den 
Gesamtbetrieb – alle Verkaufsstellen – ab 1. November 2020 bis 28. Februar 2020 (recte: 
2021) ein (AWA-act. 2). Zur Begründung der Kurzarbeit verwies sie auf die Auswirkungen 
der behördlichen Massnahmen infolge der Covid-19-Pandemie. Alle Verkaufsläden seien 
von Amtes wegen geschlossen worden, einer bereits im November. Den Arbeitsausfall 
bezifferte sie mit 100 % (AWA-act. 2).

Mit Verfügung vom 22. Januar 2021 teilte das AWA der A.________ GmbH mit, die 
Voranmeldung sei geprüft worden und es werde gegen die Auszahlung von 
Kurzarbeitsentschädigung teilweise Einspruch erhoben. Sofern die übrigen 
Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien, könne die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug 
(nachfolgend: Arbeitslosenkasse) in der Zeit vom 22. Januar bis 21. April 2021 
Kurzarbeitsentschädigung ausrichten. Das AWA begründete den teilweisen Einspruch im 
Wesentlichen damit, dass ein Bezug von Kurzarbeitsentschädigung für die Zeit vom 
1. November 2020 bis 8. Februar 2009 (recte: 21. Januar 2021) infolge verspäteter 
Voranmeldung nicht bewilligt werden könne (AWA-act. 2). Gegen diese Verfügung erhob 
die A.________ GmbH am 26. Januar 2021 Einsprache (AWA-act. 4), welche vom AWA 
mit Einspracheentscheid vom 23. März 2021 teilweise gutgeheissen wurde. Neu wurde 
eine Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung für die Zeit vom 18. Januar bis 17. Juli 
2021 bewilligt, da aufgrund der Änderungen der Covid-19- Gesetzgebung vom 19. März 
2021 eine rückwirkende Bewilligung von Kurzarbeit auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens 
von behördlichen Massnahmen, welche ab dem 18. Dezember 2020 beschlossen worden 
waren, zulässig sei (AWA-act. 6).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 26. April 2021 beantragte die 
A.________ GmbH sinngemäss eine Aufhebung des Einspracheentscheids, soweit er den 
Zeitraum vom 1. November 2020 bis 17. Januar 2021 betrifft und eine Bewilligung der 
Kurzarbeit für diesen Zeitraum.

C. Das AWA schloss mit Vernehmlassung vom 19. Mai 2021 auf Abweisung der 
Beschwerde.

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Urteil S 2021 61

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden. Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen 
Amtsstelle ist – in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG – das Versicherungsgericht 
desselben Kantons zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 
837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die 
Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in 
Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz; VRG; BGS 162.1]).

1.2 Der angefochtene Einspracheentscheid wurden vom AWA erlassen, weshalb das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerden 
örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
23. März 2021 (act. 1) wurde am 28. April 2021 (Poststempel) der Post übergeben und gilt 
folglich – unter Berücksichtigung des Fristenstillstands vor und nach Ostern (Art. 38 Abs. 4 
lit. a ATSG) – als rechtzeitig erhoben. Die Beschwerdeführerin ist durch die teilweise 
Nichtbewilligung von Kurzarbeit direkt betroffen und somit zur Beschwerde legitimiert. 
Letztere entspricht schliesslich den formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. 
Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
23. März 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

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Urteil S 2021 61

2.2 Im Zusammenhang mit Massnahmen wegen des Coronavirus (Covid-19) erliess 
der Bundesrat verschiedene Verordnungen, die innert kurzer Zeit mehrere Änderungen 
erfuhren. Das Verfahren zum Erlass von Gesetzes- und Verordnungsrecht war auf 
Bundesebene durch die ausserordentliche Lage im Zusammenhang mit der Covid-19-
Pandemie einer besonderen Dynamik unterworfen. Die Dringlichkeit der Massnahmen 
brachte es mit sich, dass in hoher Kadenz Notverordnungen erlassen, aufgehoben und 
ersetzt wurden, ohne dass eine in allen Teilen handwerklich ausgereifte, wohl durchdachte 
Rechtsetzung im Fokus stehen konnte. Mit dem Bundesgesetz über die gesetzlichen 
Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie 
vom 25. September 2020 (Covid-19-Gesetz; SR 818.102) erhielt der Bundesrat besondere 
Befugnisse zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie und zur Bewältigung der 
Auswirkungen der getroffenen Massnahmen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Behörden. 
So kann der Bundesrat nach Art. 17 Abs. 1 lit. d Covid-19-Gesetz vom AVIG abweichende 
Bestimmungen über den Ablauf des Verfahrens zur Voranmeldung von Kurzarbeit und zur 
Ausrichtung der Kurzarbeitsentschädigung sowie die Form von deren Auszahlung 
erlassen (vgl. dazu BGE 148 V 144 E. 4). Es wurden in der Folge aber auch einige dieser 
Aspekte direkt im Gesetz geregelt (nachfolgend E. 3.3).

3.
3.1 Gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. b und d AVIG haben Arbeitnehmer, deren normale 
Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, Anspruch auf 
Kurzarbeitsentschädigung, wenn der Arbeitsausfall anrechenbar sowie voraussichtlich 
vorübergehend ist und erwartet werden darf, dass durch Kurzarbeit die Arbeitsplätze 
erhalten werden können. Ein Arbeitsausfall ist unter anderem anrechenbar, wenn er auf 
wirtschaftliche Gründe zurückzuführen und unvermeidbar ist (Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG). 
Nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall, der durch Umstände bedingt ist, die zum 
normalen Betriebsrisiko des Arbeitgebers gehören (Art. 33 Abs. 1 lit. a 2. Satzteil AVIG).

Der Sinn und Zweck der Kurzarbeitsentschädigung besteht nicht in der Existenzsicherung 
des Betriebs bzw. der Deckung von Umsatz- oder Betriebseinbussen, sondern im Erhalt 
von Arbeitsplätzen durch die Verhinderung von kurzfristig aufgrund des Arbeitsrückgangs 
ausgesprochenen Kündigungen (BGE 147 V 359 E. 4.6.3 mit Hinweisen).

3.2 Beabsichtigt ein Arbeitgeber, für seine Arbeitnehmer Kurzarbeitsentschädigung 
geltend zu machen, so muss er dies der kantonalen Amtsstelle mindestens zehn Tage vor 
Beginn der Kurzarbeit schriftlich voranmelden. Der Bundesrat kann für Ausnahmefälle 

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Urteil S 2021 61

kürzere Voranmeldefristen vorsehen. Die Voranmeldung ist zu erneuern, wenn die 
Kurzarbeit länger als drei Monate dauert (Art. 36 Abs. 1 AVIG). Die Frist zur 
Voranmeldung von Kurzarbeit ist eine Verwirkungsfrist. Bei verspäteter Meldung ohne 
entschuldbaren Grund ist der Arbeitsausfall erst dann anrechenbar, wenn die für die 
Meldung notwendige Anmeldefrist abgelaufen ist (Art. 58 Abs. 4 AVIV).

3.3 Im Rahmen der am 19. März 2021 von der Bundesversammlung beschlossenen 
Änderungen des Covid-19-Gesetzes wurde unter anderem Art. 17b Covid-19-Gesetz 
eingefügt. Gemäss Art. 17b Abs. 1 Covid-19-Gesetz ist in Abweichung von Art. 36 Abs. 1 
AVIG keine Voranmeldefrist für Kurzarbeit einzuhalten. Sodann ist die Voranmeldung zu 
erneuern, wenn die Kurzarbeit länger als sechs Monate dauert. Gemäss der vorliegend 
massgebenden Fassung vom März 2021 war für die rückwirkende Anpassung einer 
bestehenden Voranmeldung ein entsprechendes Gesuch bis zum 30. April 2021 bei der 
kantonalen Amtsstelle einzureichen (Art. 17b Abs. 1 Covid-19-Gesetz; Stand 20. März 
2021; [in Kraft bis zum 31. Dezember 2021] vgl. auch AS 2021 153 S. 8). Weiter wurde 
Betrieben, die aufgrund der seit dem 18. Dezember 2020 beschlossenen behördlichen 
Massnahmen von Kurzarbeit betroffen waren, der Beginn der Kurzarbeit in Abweichung 
von Art. 36 Abs. 1 AVIG auf Gesuch hin neu rückwirkend auf das Inkrafttreten der 
entsprechenden Massnahme bewilligt. Ein entsprechendes Gesuch war ebenfalls bis zum 
30. April 2021 bei der kantonalen Amtsstelle einzureichen (Art. 17b Abs. 2 Covid-19-
Gesetz, Stand 20. März 2021 [in Kraft bis zum 31. Dezember 2021]; vgl. auch AS 2021 
153 S. 8).

Die Gesetzesänderung vom 19. März 2021 wurde für dringlich erklärt und am 20. März 
2021 rückwirkend auf den 1. September 2020 in Kraft gesetzt (AS 2021 153 S. 9).

3.4 Die Weisungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) "Sonderregelungen 
aufgrund der Pandemie" wurden während der ganzen Pandemie laufend angepasst, so 
auch in Folge der Gesetzesänderung vom 19. März 2021. Gemäss Weisung Nr. 06/2021 
vom 19. März 2021 waren zwischen dem 20. März 2021 und dem 31. Dezember 2021 
keine Voranmeldefristen mehr zu beachten. Die Bewilligung der Kurzarbeit konnte 
demzufolge ab dem Tag des Eingangs der Voranmeldung ausgestellt werden. 
Rückwirkend ab dem 1. September 2020 (Beginn der bewilligten Kurzarbeit) konnte die 
Voranmeldefrist für bereits erteilte Bewilligungen aufgehoben und die Bewilligung auf das 
Datum der Voranmeldung zurückverschoben werden. Diese Anpassungen durften jedoch 
nur auf schriftliches Gesuch des Betriebs an die kantonale Amtsstelle bis 30. April 2021 

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erfolgen. Eine tatsächlich rückwirkende Erteilung einer Bewilligung war gemäss 
Weisungen hingegen nur für Betriebe möglich, die von den ab 18. Dezember 2020 
beschlossenen Massnahmen betroffen waren (vgl. Weisung Nr. 2021/06 vom 20. Januar 
2021 S. 12). Diese konnten bei der kantonalen Amtsstelle ein Gesuch stellen, um ab dem 
Inkrafttreten der entsprechenden Massnahme Kurzarbeitsentschädigung zu erhalten, 
unabhängig vom Einreichungsdatum der Voranmeldung. Eine rückwirkende Bewilligung 
auf das Schliessungsdatum für Betriebe, die von kantonalen Massnahmen betroffen 
waren, welche vor dem 18. Dezember 2020 beschlossen worden waren, schloss das seco 
hingegen explizit aus. Allerdings konnten auch hier bestehende Bewilligungen auf Gesuch 
hin, ab dem Voranmeldedatum bewilligt und / oder auf sechs Monate verlängert werden 
(vgl. Weisung Nr. 2021/06 vom 20. Januar 2021 S. 14).

3.5 Bei den vom SECO aufgrund der Pandemie erlassenen Sonderregelungen 
handelt es sich um Verwaltungsweisungen, welche sich grundsätzlich nur an die 
Durchführungsstellen richten und für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich sind. 
Das Gericht berücksichtigt indessen diese Weisungen insbesondere dann und weicht nicht 
ohne triftigen Grund davon ab, wenn sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht 
werdende Auslegung der anwendbaren rechtlichen Bestimmungen zulassen und eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben enthalten. Dadurch trägt es dem 
Bestreben der Verwaltung Rechnung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche 
Gesetzesanwendung zu gewährleisten (BGE 148 V 102 E. 4.2; 140 V 543 E. 3.2.2.1, je 
mit Hinweisen).

3.6 Gestützt auf Art. 6 Abs. 2 lit. a und b des Epidemiengesetzes hat der Bundesrat 
am 19. Juni 2020 die Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur 
Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Verordnung besondere Lage; SR 
818.101.26) erlassen. Am 18. Dezember 2020 beschloss er, die geltenden Massnahmen 
zur Eindämmung der Epidemie zu verschärfen und ein Verbot von Restaurations-, Bar- 
und Clubbetrieben sowie von Diskotheken und Tanzlokalen anzuordnen (Art. 5a Abs. 1 
Covid-19-Verordnung besondere Lage, in Kraft ab 22. Dezember 2020; AS 2020 5813). 
Am 13. Januar 2021 wurde per 18. Januar 2021 eine weitere Verschärfung der 
Massnahmen beschlossen, neu waren nun auch Einkaufsläden sowie Märkte im Freien für 
das Publikum geschlossen. Zulässig war allein das Abholen bestellter Ware vor Ort (Art. 
5e Abs. 1 Covid-19-Verordnung besondere Lage, Stand 18. Januar 2021; AS 2021 7).

4.

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4.1 Die Beschwerdeführerin gelangte am 19. Januar 2021 mit einer Voranmeldung zur 
Kurzarbeit für den Gesamten Betrieb, ab 1. November 2020 bis 28. Februar 2021, an den 
Beschwerdegegner, welcher daraufhin einen Leistungsbezug vor dem 22. Januar 2021 
vorerst ablehnte (Verfügung vom 22. Januar 2021; AWA-act. 2). Im angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 23. März 2021 stimmte er dann einem Bezug von 
Kurzarbeitsentschädigung ab dem 18. Januar 2021 bis 17. Juli 2021 zu. Damit schenkte er 
insbesondere den Gesetzesänderungen vom 19. März 2021 Nachachtung, in dem er auf 
die Einhaltung einer Voranmeldefrist gänzlich verzichtete und die Bewilligung von 
Kurzarbeit auf sechs Monate ausdehnte (vgl. vorne E. 3.4), was nicht beanstandet wird.

Streitig und zu beurteilen ist hingegen, ob die Beschwerdeführerin bereits vor dem 
18. Januar 2021 Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung hat.

4.2 Vorliegend hatte die Beschwerdeführerin aktenkundig bereits im Zeitraum vom 
23. März 2020 bis 22. Juni 2020 - infolge Covid-19-bedingter behördlicher 
Ladenschliessung (sog. Lockdown) - für den gesamten Betrieb Kurzarbeitsentschädigung 
bezogen (vgl. Verfügung AWA vom 24. März 2020, AWA-act. 1). In der entsprechenden 
Verfügung wurde sie darauf aufmerksam gemacht, dass für eine Fortführung der 
Entschädigung ein erneutes Gesuch gestellt werden müsste. Ein solches ist nicht 
aktenkundig und wird auch nicht behauptet.

Die Beschwerdeführerin schrieb in ihrer Einsprache vom 26. Januar 2021 denn auch, dass 
sie sofort nach Beendigung des "Shutdowns" im Juni 2020 die Arbeit wieder 
aufgenommen habe. Die Verkäufe hätten bis Ende Oktober auch recht vielversprechend 
ausgesehen, dann sei es wieder zu Schliessungen gekommen (AWA-act. 4). In der 
Beschwerde führt sie aus, am 1. November 2020 sei ihr Pop-up Store in Genf aufgrund 
von kantonalen Massnahmen wegen Corona geschlossen worden, weshalb die für diesen 
Laden vorgesehenen Mitarbeiter nicht mehr hätten weiter arbeiten können. Ein anderer 
Einsatzort sei nicht möglich gewesen. Ähnliches geht auch aus der bei den Akten 
liegenden Voranmeldung Kurzarbeit vom 26. Januar 2021 für die Betriebsabteilung 
"Verkauf Shop – Geneva B.________" hervor (AWA-act. 3). Gestützt auf diese Tatsache 
ersucht die Beschwerdeführerin nun um Gewährung einer rückwirkenden Bewilligung von 
Kurzarbeit bereits ab dem 1. November 2020.

4.3 Obwohl die Beschwerdeführerin die Möglichkeit bzw. das Prozedere zur 
Anmeldung von Kurzarbeit bereits kannte, hatte sie es trotz Schliessung des Pop-up 

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Stores in Genf im November 2020 unterlassen, für die dortigen Mitarbeiter umgehend 
Kurzarbeit anzumelden. Davon, dass dies später rückwirkend möglich sein würde, konnte 
sie damals nicht ausgehen, denn grundsätzlich ist die Voranmeldefrist eine 
Verwirkungsfrist und eine rückwirkende Gewährung von Kurzarbeit nicht möglich (vgl. E. 
3.2).

Aufgrund der Aktenlage steht fest und ist unbestritten, dass die erneute Voranmeldung 
von Kurzarbeit erst am 19. Januar 2021 beim Beschwerdegegner eingereicht wurde 
(AWA-act. 2). Der Beschwerdegegner hat die Bewilligung von Kurzarbeit folglich zu Recht 
nach dem rückwirkend ab 1. September 2020 gültig gewesenen Art. 17b Abs. 1 und 2 
Covid-19-Gesetz beurteilt, und sie ab Inkrafttreten der Schliessung von 
Verkaufsgeschäften per 18. Januar 2021 bewilligt (vgl. vorne E. 3.3 und 3.6). 

Denn eine rückwirkende Bewilligung von Kurzarbeit bereits ab dem 1. November 2020 
sieht auch Art. 17b Abs. 2 Covid-19-Gesetz nicht vor. Danach sind (ausnahmsweise) 
rückwirkende Bewilligungen von Kurzarbeit den Betrieben zu gewähren, welche von den 
ab 18. Dezember 2020 beschlossenen Massnahmen betroffen waren und die 
Voranmeldung für diesen Zeitpunkt nicht rechtzeitig erneuerten. Damit sollte verhindert 
werden, dass die Voranmeldefrist dazu führt, dass der Anspruch auf 
Kurzarbeitsentschädigung nicht ab Beginn der (erneut bundesweit geltenden) 
behördlichen Massnahmen entstand (vgl. BGE 148 V 102 E. 4.4 mit Hinweis). Aus den 
Weisungen des seco geht jedoch – wie auch aus der Bestimmung selbst - klar hervor, 
dass vor dem 18. Dezember 2020 von einzelnen Kantonen beschlossene Massnahmen 
nicht zu einer rückwirkenden Bewilligung von Kurzarbeit führen (Weisung Nr. 2021/06 vom 
20. Januar 2021 S. 14; vgl. vorne E. 3.4). Für eine rückwirkende Bewilligung von 
Kurzarbeit ab dem 1. November 2020, wie sie die Beschwerdeführerin beantragt, besteht 
demnach keine gesetzliche Grundlage. Die Voranmeldung für Kurzarbeit vom 19. Januar 
2021 erfolgte für eine Bewilligung von Kurzarbeit ab dem 1. November auch unter den 
Sonderregeln des Covid-19-Gesetzes verspätet. Folglich kann die Beschwerdeführerin 
aus der von ihr geltend gemachten Schliessung des Pop-up Stores durch die Genfer 
Behörden per 1. November 2020 nichts zu ihren Gunsten ableiten.

5. Nach dem Gesagten ist die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung vom 
18. Januar 2021 bis zum 17. Juli 2021 zu bewilligen, sofern die übrigen 
Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

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Der Einspracheentscheid vom 23. März 2021 (AWA-act. 6) erweist sich somit als rechtens, 
folglich ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.

6. Das Verfahren ist nach Art. 61 lit. fbis ATSG kostenlos und der vollumfänglich 
unterliegenden Beschwerdeführerin ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
den Beschwerdegegner, an die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, 
Rechtsdienst, Zug sowie an das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Bern.

Zug, 5. Dezember 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am