# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce7892bb-7825-5065-b9b1-9ab2301d02e6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2021 C-411/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-411-2019_2021-08-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-411/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richterin Caroline Bissegger,  

Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Thailand), 

Zustelladresse: c/o B._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Alters- und Hinterlassenenversicherung,  

freiwillige Versicherung;  

(Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2018). 

 

 

 

C-411/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1957 geborene, verheiratete, in (…), Thailand, lebende 

Schweizer Staatsbürger A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Be-

schwerdeführer) meldete sich mit Erklärung vom 2. Oktober 2017 zum Bei-

tritt in die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV; nachfolgend: freiwillige Versicherung) an und wurde mit Wirkung 

ab 1. Oktober 2016 aufgenommen (vgl. Akten der Vorinstanz gemäss Ak-

tenverzeichnis vom 4. März 2019 [nachfolgend: SAK-act.] 10; 16). 

B.  

B.a Am 21. Dezember 2017 reichte der Versicherte das ausgefüllte Formu-

lar «Einkommens- und Vermögenserklärung zur Berechnung der Beiträge 

2016» mit verschiedenen Belegen bei der Schweizerischen Ausgleichs-

kasse (nachfolgend: SAK oder Vorinstanz) ein (SAK-act. 19).  

B.b Mit Schreiben vom 3. November 2017 teilte die SAK dem Versicherten 

mit, dass er seit dem 17. Februar 2017 wieder der obligatorischen AHV/IV 

unterstellt sei, weshalb die Mitgliedschaft bei der freiwilligen Versicherung 

AHV/IV am 28. Februar 2018 ende. Er werde die Einkommens- und Ver-

mögenserklärung für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 28. Februar 2017 am 

Ende des Jahres erhalten (SAK-act. 17; vgl. auch SAK-act. 18).  

B.c Mit Schreiben vom 5. Dezember 2017 wurde der Versicherte von der 

SAK aufgefordert, die Einkommens- und Vermögenserklärung 2017 innert 

60 Tagen vollständig ausgefüllt, datiert und unterschrieben, zusammen mit 

allen nötigen Beilagen zurückzusenden (SAK-act. 27).  

B.d Mit Schreiben vom 13. März 2018 (vorab per E-Mail) drohte die SAK 

dem Versicherten mittels Mahnung eine amtliche Verfügung an, sofern die-

ser nicht innerhalb von 30 Tagen das ausgefüllte Formular «Einkommens- 

und Vermögenserklärung zur Berechnung der Beiträge 2017» inklusive al-

ler notwendigen Beilagen für die Festsetzung der AHV/IV-Beiträge einrei-

chen sollte (SAK-act. 21).  

B.e Mit E-Mail vom 14. März 2018 führte der Versicherte aus, die Beitrags-

verfügung am 16. Februar 2018 beglichen zu haben. Ebenfalls habe die 

SAK am 3. November 2017 bestätigt, dass er seit dem 17. Februar 2017 

wieder der obligatorischen AHV/IV unterstellt sei. Daran habe sich bisher 

nichts geändert, weshalb sich eine Einkommens- und Vermögenserklärung 

für 2017 erübrige (SAK-act. 22). Mit E-Mail vom 22. März 2018 bat die SAK 

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den Versicherten erneut, ihr alle Dokumente für die Periode vom 1. Januar 

2017 bis zum 28. Februar 2017 bis Ende Mai 2018 zurückzusenden, um 

eine amtliche Verfügung zu vermeiden (SAK-act. 23). Mit E- Mail vom 

23. März 2018 teilte der Versicherte der SAK mit, er habe vom 1. Januar 

2017 bis 15. Februar 2017 keine Arbeitstätigkeit ausgeübt, weshalb er 

keine Dokumente zum Versand habe (SAK-act. 24).  

B.f Mit amtlicher Beitragsverfügung vom 28. Juni 2018, ausgehend von ei-

nem massgebenden Einkommen von Fr. 32'800.–, setzte die SAK die Bei-

träge an die freiwillige Versicherung für das Jahr 2017 auf Fr. 3'214.40 fest, 

zuzüglich Fr. 160.70 (Verwaltungskostenbeitrag von 5 %), insgesamt somit 

auf Fr. 3'375.10 (SAK-act. 25).  

B.g Mit Schreiben vom 5. Juli 2018 wies der Versicherte erneut darauf hin, 

dass er zwischen Januar und Februar 2017 keine Erwerbstätigkeit ausge-

übt und somit kein Einkommen erzielt habe, weshalb auch kein Beitrags-

anspruch von Fr. 3'375.– habe entstehen können (SAK-act. 26). Mit E-Mail 

vom 23. Juli 2018 bestätigte die SAK den Eingang der Eingabe des Versi-

cherten vom 5. Juli 2018 und wies diesen darauf hin, dass dieser gemäss 

Rückseite der Verfügung die Möglichkeit habe, eine Einsprache mittels 

Brief zusammen mit den nötigen Belegen einzureichen, damit die AHV/IV-

Beiträge neu berechnet werden (SAK-act. 27). Mit E-Mail vom 24. Juli 2018 

stellte der Versicherte der SAK in Aussicht, ein Schreiben mit den Belegen 

baldmöglichst einzureichen (SAK-act. 28).  

B.h Mit Schreiben vom 28. Juli 2018 erhob der Versicherte Einsprache ge-

gen die Beitragsverfügung der SAK vom 28. Juni 2018 und reichte das 

ausgefüllte Formular «Einkommens- und Vermögenserklärung 2017» bei 

der SAK ein. Zur Begründung führte er erneut aus, dass aufgrund des feh-

lenden Einkommens kein freiwilliger Beitragsanspruch an die AHV/AVS 

entstehen könne (SAK-act. 30).  

B.i Die SAK mahnte den Versicherten mit Schreiben vom 28. August 2018 

sowie vom 28. Oktober 2018 und forderte ihn jeweils zur Begleichung der 

Beiträge an die freiwillige AHV/IV betreffend das Jahr 2017 auf (SAK-

act. 31 und 33).  

B.j Die Einsprache des Versicherten vom 28. Juli 2018 wies die SAK mit 

Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2018 ab (SAK-act. 34). Zur Be-

gründung führte sie insbesondere aus, der Versicherte habe die Einkom-

mens- und Vermögenserklärung nicht vollständig ausgefüllt. Insbesondere 

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Seite 4 

sei die Vermögenssektion vollkommen ausgelassen worden. Die Einspra-

che würde es nicht ermöglichen, die amtliche Taxation 2017 aufzuheben, 

weshalb sie als unbegründet abgewiesen werde.  

C.  

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 14. Januar 2019 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung 

des angefochtenen Einspracheentscheids. Zur Begründung führte er im 

Wesentlichen aus, die Einschätzung eines fiktiven Einkommens durch die 

Vorinstanz – trotz mehrmaliger Mitteilung eines vertragslosen Zustandes 

zu Beginn 2017 und fehlender Anhaltspunkte (z.B. Lohnabrechnungen, 

Bank-Zahlungen) für eine Erwerbstätigkeit – sei willkürlich und beruhe we-

der auf nachvollziehbaren noch logischen Elementen. Sodann sei die Vo-

rinstanz von einer Zeitspanne vom 1. Januar 2017 bis 28. Februar 2017 für 

die Veranlagung ausgegangen, während seinerseits stets auf die massge-

bliche Periode vom 1. Januar 2017 bis 15. Februar 2017 Bezug genommen 

worden sei. Die Bemessung der Veranlagung sei bereits aus diesem Grund 

falsch. Es fehlten überdies bei der Einschätzung jegliche Anhaltspunkte  

oder Dokumente, welche die Veranlagung begründen oder untermauern 

würden. Auch die Vermögensermittlung sei fragwürdig, da im Jahr 2016 

kein Vermögen deklariert und soweit nachvollziehbar auch nicht in die Ver-

anlagung einbezogen worden sei, womit unklar sei, weshalb im Jahr 2017 

auf einmal Vermögenswerte angenommen würden (Akten im Beschwerde-

verfahren [nachfolgend: BVGer-act.] 1). 

D.  

Mit Vernehmlassung vom 3. März 2019 schloss die Vorinstanz auf Abwei-

sung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Einspracheent-

scheids vom 21. Dezember 2018 (BVGer-act. 5).  

E.  

Nachdem der Beschwerdeführer von der ihm eingeräumten Gelegenheit 

zur Einreichung einer Replik innert Frist keinen Gebrauch gemacht hatte, 

schloss die Instruktionsrichterin den Schriftwechsel, vorbehältlich weiterer 

Instruktionsmassnahmen, am 11. Juni 2019 ab (BVGer-act. 4). 

F.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 85bis Abs. 1 AHVG [SR 831.10] sowie Art. 31, 

32 und 33 Bst. d VGG). Der Beschwerdeführer ist als Adressat des ange-

fochtenen Einspracheentscheids vom 21. Dezember 2018 durch diesen 

besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-

bung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Beschwerde legiti-

miert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG [SR 830.1]). Auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten 

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 

1.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die 

im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwend-

bar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor-

sieht.  

1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG findet das VwVG keine Anwendung auf 

das Verfahren in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das ATSG an-

wendbar ist.  

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet der 

Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2018, mit welchem die Vorinstanz 

den am 28. Juni 2018 verfügten Beitrag für das Jahr 2017 in Höhe von 

Fr. 3'899.90 bestätigt hat. 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes sowie die Unange-

messenheit des Entscheides (Art. 49 VwVG). 

3.2 Der Beschwerdeführer ist schweizerischer Staatsangehöriger und hat 

seinen Wohnsitz in Thailand. Zwischen der Schweiz und Thailand besteht 

kein Sozialversicherungsabkommen. Die Festsetzung der Beiträge an die 

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freiwillige Versicherung richtet sich demnach ausschliesslich nach schwei-

zerischem Recht. 

3.3 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses des streitigen Entscheides (hier: 21. Dezember 2018) eingetrete-

nen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 m.H.).  

3.4 In materieller Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mas-

sgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestan-

des Geltung hatten (BGE 130 V 445 E. 1.2.1). Daher ist vorliegend auf die 

im strittigen Beitragszeitraum (Kalenderjahr 2017) geltende Rechtslage ab-

zustellen (vgl. Urteil des BVGer C-7025/2015 vom 16. August 2017 E. 3 mit 

Hinweisen).  

4.  

4.1 Schweizer Bürger sowie Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Eu-

ropäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Freihandelsassoziation, 

die nicht in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft oder der 

Europäischen Freihandelsassoziation leben, können der freiwilligen Versi-

cherung beitreten, falls sie unmittelbar vorher während mindestens fünf 

aufeinander folgenden Jahren obligatorisch versichert waren (Art. 2 Abs. 1 

AHVG). 

4.2 Der Bundesrat erlässt ergänzende Vorschriften über die freiwillige Ver-

sicherung; er bestimmt insbesondere die Frist und die Modalitäten des Bei-

tritts, des Rücktritts und des Ausschlusses. Ferner regelt er die Festset-

zung und Erhebung der Beiträge sowie die Gewährung von Leistungen 

(Art. 2 Abs. 6 Satz 1 und 2 AHVG). Der Bundesrat hat in Wahrnehmung 

dieser Kompetenz die der Verordnung über die freiwillige Alters-, Hinterlas-

senen- und Invalidenversicherung (VFV; SR 831.111) als entsprechende 

Ausführungsverordnung erlassen. Soweit die VFV keine abweichenden 

Bestimmungen enthält, finden die einschlägigen Bestimmungen der Ver-

ordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversi-

cherung (AHVV; SR 831.101) und der Verordnung vom 17. Januar 1961 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) Anwendung (Art. 25 

VFV). 

4.3 Zur Bemessung der Beiträge unterscheidet das Gesetz zwischen er-

werbstätigen und nichterwerbstätigen Versicherten. Während die Beiträge 

Erwerbstätiger in Prozenten des Einkommens aus unselbständiger und 

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selbständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt werden (Art. 4 Abs. 1 AHVG), 

zahlen Nichterwerbstätige einen Beitrag nach ihren sozialen Verhältnissen 

(Art. 10 Abs. 1 AHVG), konkret nach Vermögen und allfälligen Rentenein-

kommen (Art. 28 AHVV). Nur geringfügig oder nicht dauernd voll erwerbs-

tätige Personen gelten als nichterwerbstätig, wenn ihr Beitrag als Erwerbs-

tätiger nicht den Mindestbeitrag (Art. 10 Abs. 1 AHVG) oder nicht die Hälfte 

des Beitrags für Nichterwerbstätige (Art. 28bis Abs. 1 AHVV) erreichen 

würde. 

4.4 Die Beiträge der erwerbstätigten Versicherten an die freiwillige Versi-

cherung belaufen sich auf 9,8 Prozent des massgebenden Einkommens. 

Die Versicherten müssen mindestens den Mindestbetrag von 914 Franken 

im Jahr entrichten (Art. 13b Abs. 1 VFV). Nichterwerbstätige freiwillig Ver-

sicherte bezahlen für die AHV/IV einen Beitrag auf der Grundlage ihres 

Vermögens und ihres Renteneinkommens. Der Beitrag liegt zwischen 

Fr. 914.– und Fr. 22'850.– im Jahr. Dabei wird das Vermögen und das mit 

20 multiplizierte jährliche Renteneinkommen in Franken zum Vermögen 

addiert (Art. 13b Abs. 2 Satz 1 und 2 VFV; vgl. auch Art. 28 Abs. 2 AHVV).  

4.5 Gemäss Art. 18a Abs. 1 VFV belaufen sich die Verwaltungskostenbei-

träge auf den in der Verordnung vom 19. Oktober 2011 über den Höchst-

ansatz der Verwaltungskostenbeiträge in der AHV festgesetzten Maxi-

malansatz (Verordnung Verwaltungskostenbeiträge [SR 831.143.41]). Der 

Verwaltungskostenbeitrag ist gleichzeitig mit den Beiträgen zu erheben 

(Art. 18a Abs. 2 VFV). Die von den Ausgleichskassen nach Art. 69 Abs. 1 

AHVG zu erhebenden Verwaltungskostenbeiträge dürfen 5 Prozent der 

Beitragssumme, die ein Arbeitgeber, eine selbstständig erwerbende Per-

son, eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer eines nicht beitragspflich-

tigen Arbeitgebers oder eine nichterwerbstätige Person zu entrichten hat, 

nicht übersteigen (Art. 1 Verordnung Verwaltungskostenbeiträge). 

4.6 Die Versicherten sind gehalten, der Auslandsvertretung, der Aus-

gleichskasse und der IV-Stelle für Versicherte im Ausland alle zur Durch-

führung der freiwilligen Versicherung benötigten Angaben zu machen und 

auf Verlangen deren Richtigkeit zu belegen (Art. 5 VFV). Sie haben der 

Ausgleichskasse innert 30 Tagen nach Ablauf des Beitragsjahres die für 

die Beitragsfestsetzung erforderlichen Angaben zu liefern (Art. 14b Abs. 1 

Bst. c VFV). Nach der Wegleitung zur freiwilligen Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenversicherung (WFV, gültig ab 1. Januar 2008, Stand: 1. Ja-

nuar 2017, Rz. 4036-4038 und 4041-4042 WFV) sind Einkommen und Ver-

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mögen der Versicherten von der Ausgleichskasse anhand aller ihr zur Ver-

fügung stehenden Unterlagen zu ermitteln. Die Angaben der Versicherten 

sind auf dem Formular «Erklärung über Einkommen und Vermögen» zu 

machen. Die Ausgleichskasse hat diese Formulare spätestens Anfang De-

zember des Beitragsjahres zu versenden. Die Versicherten haben diese 

innert 30 Tagen seit Ablauf des Beitragsjahres ausgefüllt an die Ausgleichs-

kasse zurückzuschicken. Unselbstständigerwerbende haben zu diesem 

Zweck, wenn immer möglich, Lohnausweise ihrer Arbeitgeber oder Steu-

erveranlagungen vorzulegen (Rz. 4039 WFV). Nichterwerbstätige Bei-

tragspflichtige haben ihr Renteneinkommen und/oder Vermögen durch ge-

eignete Unterlagen (z.B. Steuerrechnungen) zu belegen (Rz. 4041 WFV). 

Die Ausgleichskasse prüft die Richtigkeit der von den Versicherten ge-

machten Angaben. Sofern ihr die Angaben nicht glaubhaft erscheinen, 

kann sie weitere Unterlagen einverlangen und nötigenfalls eine amtliche 

Einschätzung vornehmen (Rz. 4043 WFV). 

4.7 Macht die versicherte Person die nötigen Angaben zur Beitragsfestset-

zung nicht fristgemäss, so ist sie innert zweier Monate schriftlich unter An-

setzung einer Nachfrist von 30 Tagen zu mahnen (Art. 17 Abs. 1 VFV; 

Rz. 3014, 4044 WFV). Werden die entsprechenden Angaben bzw. Unter-

lagen auch innert der Nachfrist nicht eingereicht, sind zwei Verfahren zu 

unterscheiden (Rz. 4045 WFV): Hat die versicherte Person bereits Bei-

träge in der freiwilligen Versicherung entrichtet, sind die geschuldeten Bei-

träge durch Veranlagungsverfügung festzusetzen (Art. 17 Abs. 1 VFV). Hat 

die versicherte Person noch keine Beiträge in der freiwilligen Versicherung 

entrichtet, so führt die Ausgleichskasse das Verfahren betreffend den Aus-

schluss aus der Versicherung durch (Art. 17 Abs. 1 VFV i.V.m. Art. 2 Abs. 3 

AHVG und Art. 13 VFV; Rz. 3015 WFV). Der Ausgleichskasse muss bei 

der Beitragsermittlung von Amtes wegen ein gewisser Beurteilungsspiel-

raum zugestanden werden, besonders wenn sie – namentlich für eine Ver-

anlagung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 VFV – im Ausland operiert, wo sie 

über eine beschränkte Abklärungsbefugnis verfügt. Dabei ist zu berück-

sichtigen, dass die Beitragsermittlung von Amtes wegen indirekt auch das 

Ziel verfolgt, die Versicherten zu motivieren, ihren Pflichten nachzukom-

men, weshalb eine entsprechende Beitragsbemessung streng und ein-

schneidend sein darf; eine schematische Erhöhung um jeweils 30 % wurde 

dabei als zulässig erachtet (vgl. BGE 113 V 81 E. 5b).  

4.8 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz be-

herrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen 

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für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-

verhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Be-

schwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversi-

cherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die 

Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdi-

gen (BGE 138 V 218 E. 6 m. H. auf 126 V 353 E. 5b und 125 V 193 E. 2). 

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Be-

weisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversiche-

rungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusam-

mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungs-

prozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur inso-

fern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener 

Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte 

ableiten wollte (BGE 138 V 218 E. 6). Die Folgen der Beweislosigkeit eines 

Sachumstandes trägt folglich die beweisbelastete Partei (FRITZ GYGI, Bun-

desverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 208). 

4.9 Es obliegt somit grundsätzlich der Vorinstanz, den Beweis der Tatsache 

sowie des Zeitpunktes der Zustellung einer Verwaltungsverfügung zu er-

bringen (BGE 136 V 295 E. 5.9; 124 V 400 E. 2a; 103 V 63 E. 2a). Gleiches 

gilt für die Zustellung einer Mahnung, da es auch hier grundsätzlich die 

Vorinstanz ist, die Rechte daraus ableiten will. Der Beweis kann praktisch 

vor allem mit einem förmlichen Zustellnachweis erbracht werden (vgl. Urteil 

des BGer 9C_348/2009 vom 27. Oktober 2009 E. 2.1) und wird in der Re-

gel durch postalischen Versand der Verfügung gegen Empfangsbestäti-

gung erbracht (vgl. Urteil des BGer 9C_753/2007 vom 29. August 2008 

E. 3 mit Hinweisen). Da die verfügende Behörde die materielle Beweislast 

hinsichtlich der Zustellung sowie ihres Zeitpunktes trägt, ist im Zweifel 

grundsätzlich auf die Darstellung des Empfängers abzustellen (BGE 124 V 

400 E. 2a). 

5.  

Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob die 

Vorinstanz die Beiträge des Beschwerdeführers für das Jahr 2017 zu Recht 

mittels amtlicher Veranlagung festgelegt hat. 

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5.1 Die Festsetzung der Beiträge aufgrund einer amtlichen Veranlagung 

infolge ungenügender Angabe seitens des Versicherten setzt eine rechts-

konforme Durchführung des Mahnverfahrens gemäss Art. 17 Abs. 1 VFV 

voraus (vgl. E. 4.7 hiervor).  

5.2 Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, seiner Mitwirkungs-

pflicht nachgekommen zu sein. Er rügt, die Einschätzung eines fiktiven Ein-

kommens durch die Vorinstanz sei willkürlich, da er diese mehrmals auf 

seinen vertragslosen Zustand zu Beginn 2017 hingewiesen habe. Überdies 

fehlten auch Anhaltspunkte (z.B. Lohnabrechnungen, Bankzahlungen) für 

eine Erwerbstätigkeit. Sodann sei die Vorinstanz von einer Zeitspanne vom 

1. Januar 2018 bis 28. Februar 2018 für die Veranlagung ausgegangen, 

während seinerseits stets auf die massgebliche Periode vom 1. Januar 

2018 bis 15. Februar 2018 Bezug genommen worden sei (vgl. BVGer-

act. 1). 

5.3 Die Vorinstanz weist in ihrer Vernehmlassung darauf hin, den Be-

schwerdeführer um die Einreichung der verlangten Dokumente gebeten 

und hierfür gemahnt zu haben. Der Beschwerdeführer habe mitgeteilt, 

dass er keine Arbeitstätigkeit für die betreffende Periode ausgeübt habe 

und ihr aus diesem Grund keine Dokumente sende. Eine ordentliche Ver-

anlagung der AHV/IV-Beiträge für einen Nichterwerbstätigen ohne Vermö-

gensinformationen sei auf dieser Grundlage nicht möglich. Auch habe der 

Beschwerdeführer im Einspracheverfahren die erneut zugesandte Einkom-

mens- und Vermögenserklärung nicht vollständig ausgefüllt. Insbesondere 

sei die Vermögenssektion vollkommen ausgelassen worden. Die Einspra-

che habe es deshalb nicht ermöglicht, die amtliche Taxation 2017 aufzuhe-

ben (BVGer-act. 5).  

5.4 Vorliegend ist unbestritten, dass die SAK mit Datum vom 5. Dezember 

2017 dem Beschwerdeführer den Fragebogen zur Erklärung des Einkom-

mens und Vermögens für das Beitragsjahr 2017 zukommen liess. Darin 

wurde der Beschwerdeführer insbesondere darauf hingewiesen, dass die 

Erklärung vollständig auszufüllen und alle Angaben zu belegen seien, wo-

bei das Nichteinhalten dieser Vorgaben die amtliche Verfügung oder den 

Ausschluss aus der freiwilligen Versicherung zur Folge habe (SAK-act. 27). 

Mit nicht eingeschrieben sowie vorab per E-Mail versandtem Mahnschrei-

ben vom 13. März 2018 teilte die SAK dem Beschwerdeführer mit, dass die 

Einkommens- und Vermögenserklärung inklusive aller notwendigen Beila-

gen für die Festsetzung der AHV/IV-Beiträge noch nicht eingegangen 

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Seite 11 

seien, und setzte ihm eine Nachfrist von 30 Tagen, unter gleichzeitiger An-

drohung der amtlichen Veranlagung im Unterlassungsfall (SAK-act. 21 und 

22, S. 2).  

Mit E-Mail vom 14. März 2018 erklärte der Beschwerdeführer, die SAK 

habe eine Einkommens- und Vermögenserklärung für 2016 erhalten, deren 

Empfang am 12. Januar 2018 bestätigt worden sei. Ebenfalls habe er die 

entsprechende Beitragsverfügung am 16. Februar 2018 beglichen. Die 

SAK habe am 3. November 2017 bestätigt, dass er seit dem 17. Februar 

2017 wieder der obligatorischen AHV/IV unterstellt sei. Daran habe sich 

bisher nichts geändert, weshalb sich eine Einkommens- und Vermögens-

erklärung für 2017 erübrige (SAK-act. 22, S. 1). 

Mit E-Mail vom 22. März 2018 bat die SAK den Beschwerdeführer erneut, 

ihr bis Ende Mai 2018 alle Dokumente für die Periode vom 1. Januar 2017 

bis 28. Februar 2017 zurückzusenden (SAK-act. 23).  

Mit E-Mail vom 23. März 2018 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er vom 

1. Januar 2017 bis zum 15. Februar 2017 keine Arbeitstätigkeit ausgeübt 

und deshalb auch keine Dokumente zum Versand habe (SAK-act. 24).  

Am 28. Juni 2018 verfügte die Vorinstanz die amtliche Veranlagung des 

Beschwerdeführers (SAK-act. 25).  

5.5  

5.5.1 Aus dem dargelegten Sachverhalt geht hervor, dass der Beschwer-

deführer die Vorinstanz in diversen E-Mails und Schreiben darauf aufmerk-

sam gemacht hatte, dass er im vorliegend massgeblichen Zeitraum vom 

1. Januar 2017 bis zum 15. Februar 2017 keiner Erwerbstätigkeit nachging 

und mithin weder über ein entsprechendes Einkommen noch über Vermö-

gen verfüge, weshalb er keine Dokumente einreichen könne (vgl. SAK-

act. 22; 24; vgl. auch 26; 30). Unter diesen Umständen wäre die Vorinstanz 

gehalten gewesen, dem Beschwerdeführer unmissverständlich und klar 

mitzuteilen, dass er für diese Periode auch als Nichterwerbstätiger zur Be-

zahlung entsprechender Beiträge und zur Einreichung der entsprechenden 

Belege – auch über das geltend gemachte Nichtvorhandensein von Ver-

mögen (z.B. durch Steuerrechnungen oder Kontoauszüge) – verpflichtet ist 

(vgl. dazu E. 4.4 und 4.6 hiervor).  

5.5.2 Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer mit der Mahnung vom 

13. März 2018 für den Fall des ungenutzten Fristablaufs denn auch ledig-

lich die Erstellung einer «amtlichen Verfügung» angedroht (SAK-act. 21). 

C-411/2019 

Seite 12 

Unter Berücksichtigung eines im Sozialversicherungsrecht allgemein gel-

tenden Grundsatzes, wonach schwere Rechtsnachteile – wozu auch eine 

amtliche Veranlagung zählen kann – als Folge pflichtwidrigen Verhaltens 

nur dann Platz greifen dürfen, wenn die versicherte Person vorgängig aus-

drücklich und unmissverständlich auf diese Rechtsfolge hingewiesen 

wurde (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts C 7/03 vom 

31. August 2004 E. 5.3.2 mit weiteren Hinweisen), ist der knappe und als 

solches nicht ohne Weiteres verständliche Hinweis der Vorinstanz es 

werde eine «amtliche Verfügung erstellt» als ungenügend zu betrachten 

(vgl. Urteile des BVGer C-1030/2019 vom 15. September 2020 E.4.3; 

C-4953/2017 vom 27. März 2019 E. 3.4.2). 

5.6 Schliesslich ist festzustellen, dass die hier zur Diskussion stehenden 

aktenkundige Mahnung vom 13. März 2018, die Beitragsverfügung vom 

28. Juni 2018 sowie der Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2018 

dem Beschwerdeführer in Thailand direkt mit der Post und nicht unter Ein-

haltung des diplomatischen oder konsularischen Weges zugestellt wurden 

(vgl. SAK-act. 21; 25; 34). Ebenfalls sind den Akten keine Hinweise zu ent-

nehmen, dass der Beschwerdeführer von der Vorinstanz vorgängig aufge-

fordert worden wäre, ein Zustelldomizil in der Schweiz zu bezeichnen.  

5.6.1 In Ermangelung einer anders lautenden staatsvertraglichen Bestim-

mung zwischen der Schweiz und Thailand oder eines anderweitigen Ein-

verständnisses des betroffenen Staates hätte die Zustellung daher auf dem 

diplomatischen oder konsularischen Weg erfolgen müssen, da es sich hier 

nicht bloss um Mitteilungen rein informativen Inhalts – welche keine 

Rechtswirkungen nach sich ziehen und deshalb direkt per Post zugestellt 

werden dürfen – gehandelt hat (vgl. dazu 136 V 295 E. 5.1 S. 305; 124 V 

47 E. 3a; vgl. auch Urteile des BVGer C-5332/2020 vom 7. Mai 2021 E. 4.2, 

C-5745/2007 vom 18. Februar 2009 E. 4.5 und C-4121/2008 vom 3. März 

2009). Ein anderes Vorgehen verstösst gegen Völkerrecht (BGE 136 V 295 

E. 5.1 und 124 V 47 E. 3b, je mit Hinweisen; siehe auch die Verfügung des 

EVG [heute: BGer] K 18/04 vom 18. Juli 2006 E. 1.2 sowie das Urteil des 

BVGer C-2887/2011 vom 17. Oktober 2012 E. 3.2, je mit Hinweisen).  

5.6.2 Aus dem Prinzip von Treu und Glauben nach Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 

BV folgt der Grundsatz, dass den Rechtsuchenden aus einer mangelhaften 

Eröffnung kein Nachteil erwachsen darf (vgl. Art. 38 VwVG und Art. 49 

Abs. 3 letzter Satz ATSG). Aus der gesetzlichen Regelung von Art. 38 

VwVG bzw. Art. 49 Abs. 3 letzter Satz ATSG hat das Eidgenössische Ver-

C-411/2019 

Seite 13 

sicherungsgericht geschlossen, dass jedoch nicht jede mangelhafte Eröff-

nung schlechthin nichtig ist. Es ist nach den konkreten Umständen des 

Einzelfalles zu prüfen, ob die betroffene Partei durch den gerügten Eröff-

nungsmangel tatsächlich irregeführt bzw. benachteiligt worden ist. Richt-

schnur für die Beurteilung dieser Frage ist der auch im prozessualen Be-

reich geltende Grundsatz von Treu und Glauben, an welchem die Berufung 

auf Formmängel in jedem Fall ihre Grenze findet (BGE 106 V 93 E.2a mit 

Hinweisen auf BGE 98 V 277 E.1; LORENZ KNEUBÜHLER/RAMONA PEDRETTI, 

in: VwVG-Kommentar, Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], 2. Aufl. 2019, Art. 38 

Rz. 16 m.w.H.). Nichtigkeit im Sinne einer absoluten Unwirksamkeit der 

Verfügung wird rechtsprechungsgemäss nur in Ausnahmefällen angenom-

men, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer wiegt, wenn er 

offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die 

Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefähr-

det wird; fehlt einer Verfügung jegliche Rechtsverbindlichkeit in diesem 

Sinne, ist dies durch jede Behörde, die mit der Sache befasst ist, jederzeit 

und von Amtes wegen zu beachten (BGE 139 II 243 E. 11.2 S. 260; Urteil 

des BGer 2C_712/2018 vom 21. März 2019 E. 3.1).  

5.6.3 Ob die mangelhafte Eröffnung der Mahnungen – vor dem Hintergrund 

des hier zu beachtenden Grundsatzes von Treu und Glauben – für sich 

allein die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides zur Folge 

hätte, kann vorliegend offenbleiben, da der Einspracheentscheid bereits 

aus den vorstehend (E. 5.5 hiervor) dargelegten Gründen aufzuheben ist.  

5.7 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Vorinstanz das Mahn-

verfahren nach Art. 17 Abs. 1 VFV als Voraussetzung für die amtliche Ver-

anlagung nicht korrekt durchgeführt hat. Daran vermag auch die im Rah-

men des Einspracheverfahrens seitens der Vorinstanz an den Beschwer-

deführer mit E-Mail vom 23. Juli 2018 ergangene Aufforderung zur Einrei-

chung der nötigen Belege nichts zu ändern (SAK-act. 27). Denn die Ver-

waltung hat den rechtserheblichen Sachverhalt vor Verfügungserlass ab-

zuklären und darf diese Aufgabe nicht ins Einspracheverfahren verlegen. 

Dazu gehört auch die Durchführung des Mahnverfahrens nach Art. 17 

Abs. 1 VFV (vgl. BGE 132 V 368 E. 4.1 und 6.2; UELI KIESER, ATSG-Kom-

mentar, 4. Aufl. 2020, Art. 42 Rz. 42 ff. und 46 f.). 

5.8 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beitragsverfügung vom 

28. Juni 2018 zu Unrecht mittels amtlicher Veranlagung erfolgt ist und de-

ren Bestätigung im Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2018 nicht 

C-411/2019 

Seite 14 

rechtens ist. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen, als der ange-

fochtene Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2018 aufzuheben und 

die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, damit sie das vorstehend 

dargelegte Mahnverfahren in rechtsgenüglicher Weise durchführe. Hierbei 

sind die noch ausstehenden Akten respektive Angaben konkret zu bezeich-

nen und im genannten Mahnverfahren einzuholen. Sollten die für die Be-

rechnung der Beiträge notwendigen Dokumente auch nach korrekter 

Durchführung dieses Verfahrens nicht vorliegen, wird sie die Beitragsver-

fügung erneut mittels amtlicher Veranlagung zu verfügen haben.  

6.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

6.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG in 

der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung), so dass keine Ver-

fahrenskosten zu erheben sind.  

6.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Da dem obsie-

genden Beschwerdeführer, welcher nicht anwaltlich vertreten war, keine 

verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, ist ihm keine Parteient-

schädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Die unterliegende SAK hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

 

Für das Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.  

  

C-411/2019 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen, als der angefochtene Ein-

spracheentscheid vom 21. Dezember 2018 aufgehoben und die Sache an 

die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese ein rechtskonformes Ver-

waltungsverfahren durchführe und anschliessend neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Viktoria Helfenstein Rahel Schöb 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

  

C-411/2019 

Seite 16 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

Versand: