# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e78152c7-bb34-5c28-9b3b-775735e51e20
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-02-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.02.2014 D-591/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-591-2014_2014-02-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-591/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  7 .  F e b r u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas; 

Gerichtsschreiberin Sarah Ferreyra. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), Pakistan, 

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 27. Januar 2014 / N (…). 

 

 

D-591/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 14. Januar 2014 im Transitbereich des 

Flughafens Zürich um Asyl nachsuchte, 

dass das BFM der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 14. Januar 

2014 die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigerte und ihr für die 

Dauer von maximal 60 Tagen den Transitbereich des Flughafens Zürich 

als Aufenthaltsort zuwies, 

dass ein Abgleich mit dem zentralen Visa-Informationssystem (CS-VIS) 

ergab, dass der Beschwerdeführerin von den zuständigen italienischen 

Behörden ein vom 4. Mai 2013 bis am 2. Juli 2013 und von den zuständi-

gen deutschen Behörden ein vom 24. Dezember 2013 bis am 13. Januar 

2014 gültiges Schengen-Visum ausgestellt worden war, 

dass das BFM am 15. Januar 2014 die Personalien der Beschwerdefüh-

rerin erhob und sie summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für 

das Verlassen des Heimatlandes befragte, 

dass der Beschwerdeführerin aufgrund der dabei gemachten Angaben 

und der Schengen-Visa anlässlich der Befragung im Hinblick auf eine all-

fällige Zuständigkeit Italiens, Deutschlands, Österreichs oder Tschechiens 

für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens das rechtli-

che Gehör gewährt wurde, 

dass das BFM am 15. Januar 2014 die deutschen Behörden um Über-

nahme der Beschwerdeführerin ersuchte, 

dass am 16. Januar 2014 die deutschen Behörden der Wiederaufnahme 

der Beschwerdeführerin zustimmten, 

dass das BFM mit Verfügung vom 27. Januar 2014 – eröffnet am 

28. Januar 2014 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgeset-

zes vom 26. Juni 1998 in der Fassung vom 16. Dezember 2005 (AsylG, 

SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus dem 

Transitbereich des Flughafens Zürich nach Deutschland anordnete und 

die Beschwerdeführerin aufforderte, den Transitbereich des Flughafens 

Zürich spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

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gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die 

Beschwerdeführerin verfügte, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 4. Februar 2014 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei beantragte, es sei die Verfügung des BFM aufzuheben, die Flücht-

lingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren, ferner sei festzu-

stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und 

unmöglich sei und es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen,  

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) und den 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie eventualiter 

die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung bzw. die sofortige 

Aussetzung des Wegweisungsvollzugs beantragte, 

dass sie weiter beantragte, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzu-

weisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Her-

kunftsstaats sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen 

und bei bereits erfolgter Datenweitergabe sei sie darüber in einer separa-

ten Verfügung zu informieren, 

dass mit der Beschwerde vier Überweisungsformulare betreffend medizi-

nischer Behandlungen, eine Kopie eines Schreibens vom Council of Ex-

Muslims of Britain vom 22. Januar 2014 und dessen Bericht "Political and 

legal status of apostates in islam", mehrere Berichte aus dem Internet zur 

Asylpolitik in Deutschland und der UNHCR-Bericht "Improving asylum 

procedures: comparative analysis and recommendations for law and 

practice" vom März 2010 eingereicht wurden, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. Februar 2014 (per Fax) beim Bun-

desverwaltungsgericht eintrafen, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

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SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Än-

derung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 32-35 AsylG in der Fassung vom 16. Dezember 2005; 

Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG in der Fassung vom 14. Dezember 2012), die 

Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die 

Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 

nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen), 

dass die Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der 

Gewährung von Asyl demgegenüber nicht Gegenstand des angefochte-

nen Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden 

Verfahrens bilden, weshalb auf die entsprechenden Beschwerdeanträge 

nicht einzutreten ist,  

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dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG in der Fassung vom 16. Dezember 2005, 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG in der Fassung vom 14. Dezember 2012), 

dass die Verordnung EG Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 

zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglied-

staates, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrages zuständig ist 

(Dublin-II-VO) durch die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Krite-

rien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prü-

fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(Dublin-III-VO), abgelöst worden ist, welche ab dem 1. Januar 2014 in al-

len Staaten der Europäischen Union anwendbar ist,  

dass im Notenaustausch vom 14. August 2013 zwischen der Schweiz und 

der Europäischen Union betreffend die Übernahme der Dublin-III-VO 

(Weiterentwicklung des Dublin/Eurodac-Besitzstands) der Bundesrat der 

Europäischen Union mitteilte, dass die Schweiz den Inhalt dieses 

Rechtsakts akzeptiere und in ihre innerstaatliche Rechtsordnung umset-

zen werde, und mit Bundesratsbeschluss vom 18. Dezember 2013 fest-

gehalten wurde, die Dublin-III-VO werde ab dem 1. Januar 2014 vor-

läufig angewendet, mit Ausnahme von Art. 18 Abs. 2, Art. 27 Abs. 3 und 

Art. 28 Dublin-III-VO,  

dass gestützt auf das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 

2004 (DAA, SR 0.142.392.68) folglich in der Schweiz ab dem 1. Januar 

2014 die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, soweit gemäss Art. 49 

Abs. 2 Dublin-III-VO nicht die Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats 

nach den Kriterien der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 die Anwendung der 

Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 vorbe-

halten bleibt, 

dass die Beschwerdeführerin am 14. Januar 2014 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, weshalb vorliegend die Dublin-III-VO zu Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem ein-

zigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

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(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im 

Kapitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in 

den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentli-

che Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000; 

nachfolgend EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Re-

geln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt 

werden kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-

stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzuneh-

men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO), 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen ge-

stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach 

den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zu-

ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sogenanntes Selbst-

eintrittsrecht), 

dass ein Abgleich mit dem CS-VIS ergab, dass die Beschwerdeführerin 

ein von den deutschen Behörden ausgestelltes Visum gültig vom 

24. Dezember 2013 bis am 13. Januar 2014 besitzt und sie sich gemäss 

ihren Aussagen anlässlich ihrer Befragung zur Person dort aufgehalten 

hat, 

dass das BFM die deutschen Behörden am 15. Januar 2014 um Aufnah-

me der Beschwerdeführerin ersuchte, 

dass die deutschen Behörden dem Gesuch um Übernahme gemäss 

Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO am 16. Januar 2014 zustimmten, 

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dass die Beschwerdeführerin weder im Rahmen des vorinstanzlichen 

Verfahrens noch in ihrer Beschwerde bestreitet, ein von den deutschen 

Behörden ausgestelltes Visum erhalten und sich dort aufgehalten zu ha-

ben und auch die Zuständigkeit Deutschlands nicht bestreitet, 

dass demzufolge das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht 

Deutschland als für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig er-

achtet hat, 

dass die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend macht, die Bedin-

gungen in Deutschland seien schlecht, das Asylverfahren sei nicht fair, es 

herrsche dort Rassismus und Xenophobie und es gäbe keine professio-

nelle psychologische Hilfe, 

dass es jedoch keine wesentliche Gründe für die Annahme gibt, das Asyl-

verfahren und die Aufnahmebedingungen für Antragstellerinnen in 

Deutschland würden systemische Schwachstellen aufweisen, die eine 

Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne 

des Artikels 4 der EU–Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass Deutschland Signatarstaat der Konvention vom 4. November 1950 

zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 

SR 0.101), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatz-

protokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und seinen 

diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, Deutschland anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des 

internationalen Schutzes (sogenannte Verfahrensrichtlinie) sowie 

2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-

nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sogenann-

te Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

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dass die Beschwerdeführerin kein konkretes und ernsthaftes Risiko dar-

getan hat, die deutschen Behörden würden sich weigern sie aufzuneh-

men und ihren Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der 

Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Deutschland werde in ihrem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und sie zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem ihr Leib, ihr 

Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG ge-

fährdet ist oder in dem ihn Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden,  

dass auch keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, inwiefern Deutschland ihr 

dauerhaft die ihr gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Le-

bensbedingungen vorenthalten würde, und sie sich bei einer vorüberge-

henden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an die deutschen Behör-

den wenden und die ihr zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem 

Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass die Beschwerdeführerin ferner geltend macht, die entwickelte post-

traumatische Belastungsstörung stehe einer Überstellung nach Deutsch-

land entgegen,  

dass im vorliegenden Fall sich aufgrund der Akten nicht jene ganz aus-

sergewöhnlichen Umstände ausmachen lassen, die gestützt auf die Pra-

xis des Europäischen Gerichthofs für Menschenrechte (EGMR) zu Art. 3 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrech-

te und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) zur Feststellung der Unzuläs-

sigkeit des Wegweisungsvollzugs aus gesundheitlichen Gründen führen 

würden (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die Praxis des EGMR), 

dass zudem Deutschland über eine ausreichende medizinische Infra-

struktur verfügt, 

dass die Mitgliedstaaten den Antragstellern die erforderliche medizinische 

Versorgung, die zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforder-

liche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Störungen 

umfasst, zugänglich machen müssen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie), 

und den Antragstellern mit besonderen Bedürfnissen die erforderliche 

medizinische oder sonstige Hilfe (einschliesslich erforderlichenfalls einer 

geeigneten psychologischen Betreuung) zu gewähren haben (Art. 19 

Abs. 2 Aufnahmerichtlinie),  

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dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten 

Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Be-

stimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerde-

führenden Rechnung tragen und die deutschen Behörden vorgängig in 

geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände infor-

mieren werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO),  

dass dem BFM zu diesem Zweck Kopien der im Beschwerdeverfahren 

eingereichten ärztlichen Befunde zuzustellen sind, 

dass es nach den Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Er-

messensklauseln von 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhal-

ten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-

räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch 

BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d 

AsylG in der Fassung vom 16. Dezember 2005 auf das Asylgesuch der 

Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist und – weil die 

Beschwerdeführerin nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Nie-

derlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Über-

stellung nach Deutschland angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1 der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu prü-

fen sind, da das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraus-

setzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d 

AsylG in der Fassung vom 16. Dezember ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10 

S. 645),  

dass das BFM in diesem Sinne den Vollzug der Wegweisung nach 

Deutschland zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat,  

dass das BFM gemäss Aktenlage bisher keine Daten an die heimatlichen 

Behörden weitergeleitet hat, weshalb der Eventualantrag, es sei die Be-

schwerdeführerin darüber in einer separaten Verfügung zu informieren, 

abzuweisen ist, 

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt oder den 

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rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG),  

dass die Beschwerde daher abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten 

ist,  

dass die Anträge auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen und Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung durch das Bundesverwaltungsgericht, wel-

che nur für die Dauer des Beschwerdeverfahrens Wirkung entfalten kön-

nen, und das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache gegen-

standslos geworden sind, 

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

und Rechtsverbeiständung gemäss Art. 110a Abs. 2 AsylG i. V. m. Art. 65 

Abs. 1 und 2 VwVG – ungeachtet der Bedürftigkeit der Beschwerdeführe-

rin – abzuweisen sind, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden 

Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind und damit die 

kumulativen Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

und 5 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 

2.  

Der Antrag, es sei über vom BFM an die heimatlichen Behörden weiterge-

leitete Daten in einer separaten Verfügung zu informieren, wird abgewie-

sen. 

3.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Contessina Theis Sarah Ferreyra 

 

 

Versand: