# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7c4a78d-4bc0-5bed-847b-4566d8326d95
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.06.2020 E-3016/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3016-2020_2020-06-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3016/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  J u n i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; 

Gerichtsschreiberin Patricia Petermann Loewe. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kolumbien, 

(…), 

Beschwerdeführerin, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; Verfügung des SEM 

vom 15. Mai 2020. 

 

 

 

E-3016/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin, geboren in Cali (Departamento Valle del Cauca), 

ist gemäss eigenen Angaben am (…) 2020 von Bogotá nach Amsterdam 

geflogen; tags darauf sei sie in die Schweiz eingereist, wo sie am 18. Feb-

ruar 2020 ein Asylgesuch einreichte. Am 25. Februar 2020 wurden ihre 

Personalien vom SEM aufgenommen. 

B.  

Gemäss einem Bericht vom 23. April 2020 wurde die Beschwerdeführerin 

am 20. April 2020 mit einem Harnleiterschienenassoziierten Harnwegsin-

fekt und einer Ureterolithiasis (Harnstein im Harnleiter) notfallmässig im 

Universitätsspital Basel (Urologie) hospitalisiert. Nach erfolgreicher Be-

handlung wurde sie am 24. April 2020 entlassen. 

C.  

Anlässlich der Anhörung vom 6. Mai 2020 brachte sie vor, sie habe zwei 

Söhne mit den Namen B._______ (geboren am […]), welcher bei seinem 

Vater in Bogotá lebe, und C._______ (geboren am […]), der sich bei ihrer 

Mutter aufhalte. 

Im Jahr 2012 habe sie eine erste Drohung der FARC («Fuerzas Armadas 

Revolucionarias de Colombia») erhalten, weil der Vater ihres erstgebore-

nen Sohnes als Polizist auch im Departamento D._______, ihrem damali-

gen Wohnsitz, tätig gewesen sei (SEM-Akte Nr. 1062374-17 F48 

und 76 ff.). Er habe für GAULA («Grupos de acción unificada por la libertad 

personal») gearbeitet (SEM-Akte 17 F101 f., welche als Eliteeinheit Kid-

napping-Opfer befreit [Anmerkung des Gerichts]). Sie sei damals aufgefor-

dert worden, den Ort zu verlassen, weil sie im Verdacht gestanden habe, 

eine Informantin zu sein (SEM-Akte 17 F80). Ausserdem habe sie als In-

fluencerin versucht, junge Mädchen von Drogen und Prostitution abzuhal-

ten (SEM-Akte 17 F85). Sie (die Beschwerdeführerin) sei zwar nicht auf 

allen grossen sozialen Netzwerken aktiv gewesen, aber sie habe als Model 

an Events und Veranstaltungen teilgenommen. Ihre Fotos mit bekannten 

Persönlichkeiten und Mitteilungen auf Instagram, wo sie ungefähr 900 bis 

950 Anhänger gehabt habe, habe junge Mädchen motiviert (SEM-Akte 17 

F89 ff.). Nach der Drohung im Jahr 2012 sei sie nach Bogotá umgezogen, 

wo sie bis Dezember 2019 beim Vater ihres erstgeborenen Sohnes gelebt 

habe (SEM-Akte 17 F13 ff., 80 und 98 f.). Dort habe sie ihren Namen ins 

Opferregister eintragen lassen (SEM-Akte 17 F82). 

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Seite 3 

Im Dezember 2019 sei sie mit ihrem jüngeren Sohn in die Gemeinde 

E._______ (Departamento D._______) zu ihrer Familie zurückgekehrt 

(SEM-Akte 17 F13 und 72). Am (…) 2020 gegen 11 Uhr habe sie im Haus 

ihrer Mutter einen anonymen Anruf – vermutungsweise von in der Region 

verbliebenen Anhängern der FARC – erhalten. Sie sei aufgefordert worden, 

am nächsten Tag zu einem bestimmten Treffpunkt zu erscheinen. Dies 

habe sie in einen derart grossen Schrecken versetzt, dass sie sich ent-

schieden habe, das Land zu verlassen (SEM-Akte 17 F42 ff.). Eine An-

zeige bei den Behörden habe sie nicht erstatten wollen, weil dies bedeutet 

hätte, das eigene Todesurteil zu unterschreiben (SEM-Akte 17 F67 ff.). 

An der Anhörung legte sie folgende Beweismittel zu den Akten (SEM-

Akte 17 F40): ein Formular «Declaración para la solicitud de inscripción en 

el registro único de víctimas» der Unidad para las Víctimas aus dem Jahr 

2012; eine Kursbestätigung als «emprendimiento innovador» von «El Ser-

vicio Nacional de Aprendizaje SENA»; ein Diplom der Institution F._______ 

als Pflegehelferin; verschiedene Fotos ihrer Arbeit als Influencerin; Fotos 

des Vaters ihres erstgeborenen Sohnes und eines brennenden Autos 

(SEM-Akte 17 F119) sowie zwei Fotos von Mitteilungen der FARC. 

D.  

Am 14. Mai 2020 reichte Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin eine 

Stellungnahme zum Entscheidentwurf des SEM vom 13. Mai 2020 bei der 

Vorinstanz ein. 

E.  

Mit Asylentscheid vom 15. Mai 2020 lehnte das SEM das Asylgesuch der 

Beschwerdeführerin ab, wies sie aus der Schweiz weg und ordnete den 

Vollzug der Wegweisung an. 

Zur Begründung seines Entscheides führte es aus, die Schilderungen be-

treffend die Drohung von Seiten der FARC seien, trotz einer Vielzahl an 

Vertiefungsfragen und der Aufforderung ausführlich und detailliert zu be-

richten, über die ganze Anhörung hinweg äusserst knapp, vage und ober-

flächlich ausgefallen, weshalb erhebliche Zweifel daran bestehen würden, 

dass die Beschwerdeführerin die geltend gemachten Probleme tatsächlich 

selbst in dieser Form erlebt habe. 

Ungeachtet der Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen handle es 

sich vorliegend um eine Verfolgung durch Dritte. Das SEM gehe in Einklang 

mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts davon aus, dass 

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Seite 4 

Kolumbien grundsätzlich über eine funktionierende und zugängliche 

Schutzinfrastruktur verfüge (vgl. Urteile des BVGer D-1122/2007 vom 

4. Mai 2010 und E-7676/2015 vom 29. Januar 2016), welche die Aktivitäten 

der Guerillas im Rahmen ihrer Möglichkeiten bekämpfe. Diese Einschät-

zung werde durch die Aussage der Beschwerdeführerin bestätigt, dass ihre 

Anzeige respektive Aussage im Zusammenhang mit der Bedrohung aus 

dem Jahr 2012 von der Staatsanwaltschaft in Botgotá entgegengenommen 

und sie ins «Registro Unicos de Víctimas» eingetragen worden sei (SEM-

Akte 17 F82). Weil das Schutzsystem bereits in der Vergangenheit für die 

Beschwerdeführerin zugänglich gewesen sei, sei seine Inanspruchnahme 

– trotz des mangelnden Vertrauens – auch aktuell möglich und zumutbar, 

zumal sie bis Dezember 2019 gemeinsam mit einem Mitglied der GAULA 

in einem Haushalt gelebt habe und folglich davon auszugehen sei, der Zu-

gang zu den Behörden sei dadurch einfacher. Es bestehe demzufolge kein 

Anlass zur Annahme, der kolumbianische Staat sei seiner Schutzpflicht 

nicht nachgekommen. 

Darüber hinaus seien die geltend gemachten Nachteile als lokal respektive 

regional beschränkte Verfolgungsmassnahmen zu qualifizieren, da die Be-

drohung durch Personen aus der Heimatregion der Beschwerdeführerin 

erfolgt sei. Bestätigend hierfür sei, dass sie nach dem Vorfall im Jahr 2012 

sieben Jahre ohne Probleme in Bogotá verbracht habe. Obschon sie an-

gegeben habe, aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit auch in der Öffentlich-

keit gestanden zu haben, lasse sich anhand ihrer Aussagen und eigenen 

Recherchen im Internet betreffend ihren Bekanntheitsgrad feststellen, dass 

es sich bei ihr nicht um eine Berühmtheit respektive landesweit bekannte 

Persönlichkeit handle. Folglich sei nicht davon auszugehen, dass die an-

geblichen Verfolger sie an einem beliebigen Ort in Kolumbien ausfindig ma-

chen könnten, weshalb sie nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen 

sei. 

In der Stellungnahme vom 14. Mai 2020 sei vorgebracht worden, das Er-

lebte belaste die Beschwerdeführerin psychisch. Sie sei ein Vorbild für 

junge Frauen gewesen, damit diese nicht in von der FARC kontrollierte il-

legale Geschäfte einsteigen würden, weshalb sie für die FARC eine grosse 

Gefahr darstelle. Mit dieser Einschätzung seien indes keine neuen Tatsa-

chen oder Beweismittel vorgelegt worden, welche eine Änderung des 

Standpunktes des SEM rechtfertigen würden. 

Zusammenfassend seien die Vorbringen nicht im Sinne von Art. 3 AsylG 

asylrelevant. 

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Seite 5 

Sie sei verpflichtet, das Staatsgebiet der Schweiz sowie den Schengen-

Raum bis zum 31. Juli 2020 zu verlassen (Ausreisefrist gemäss Art. 45 

Abs. 2bis AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 9 Abs. 3 Verordnung über Massnah-

men im Asylbereich im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19-

Verordnung Asyl vom 1. April 2020 [SR 142.318]). Der zuständige Kanton 

wurde mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragt. 

F.  

In der Laienbeschwerde vom 10. Juni 2020 wurde beantragt, nach Aufhe-

bung der Verfügung sei die Beschwerdeführerin als Flüchtling unter Asyl-

gewährung anzuerkennen. Eventaliter sei ein Vollzugshindernis anzuneh-

men und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Subeventualiter sei die Sa-

che zwecks Neubeurteilung der Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrens-

rechtlicher Hinsicht sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und ihr einen 

amtlichen Rechtsbeistand zu bestellen. 

Sie brachte zur Begründung vor, es stimme, dass ihre Aussagen nicht de-

tailliert gewesen seien, indes seien diese zwar in sich stimmig und würden 

keine Widersprüche aufweisen. Sie sei an der Anhörung sehr nervös ge-

wesen und habe sich kaum konzentrieren können. Einen Tag zuvor sei sie 

beim Arzt gewesen, um einen Katheter nach einer Nierensteinoperation 

entfernen zu lassen. Ausserdem habe sie ihren (damaligen) Rechtsvertre-

ter erst am gleichen Tag kennengelernt und habe so nicht gut vorbereitet 

werden können. Abgesehen davon stehe sie aufgrund der Drohung vom 

(…) 2020 immer noch unter Schock, weshalb es ihr schwerfalle, sich an 

jedes Detail zu erinnern. 

Hinsichtlich der von der Vorinstanz angenommenen Schutzwillig- und 

Schutzfähigkeit von Kolumbien sei anzumerken, dass sich die Lage seit 

Jahren verschlechtert habe. Die Zivilbevölkerung sei aufgrund der vom 

Staat vernachlässigten Autorität stets der allgemeinen Gewalt ausgesetzt. 

In gewissen Gebieten, darunter auch das Departamento Nanriño, sei dar-

über hinaus der Konflikt mit der FARC auch nach Unterzeichnung des Frie-

densvertrags weiterhin präsent und der Staat abwesend. Folglich sei die-

sem nicht zu vertrauen und eine Anzeigeerstattung würde ihre Gefahren-

lage nur erhöhen. Die brutale Vorgehensweise der FARC sei allgemein be-

kannt; sie werde insbesondere gegenüber denjenigen angewandt, welche 

nicht die gleichen Interessen wie die FARC vertreten würden. Indem sich 

die Beschwerdeführerin aktiv dafür eingesetzt habe, junge Mädchen von 

den kriminellen Geschäften – wie Prostitution oder Drogen – der FARC und 

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Seite 6 

ähnlichen Gruppen fernzuhalten (z.B. ihr Engagement für die Organisation 

G._______, vgl. Beilage 3), habe sie sich einer grossen Gefahr ausgesetzt. 

Personen mit ähnlichen Aktivitäten seien von der FARC bereits getötet wor-

den (vgl. Beilage 4). Darüber hinaus werde sie von der FARC auch als 

Informantin des Staates angesehen, weil der Vater ihres erstgeborenen 

Kindes – H._______ – im Rahmen des Friedensprozesses ein hochrangi-

ges ehemaliges FARC-Mitglied beschützt habe. 

Ausserdem erklärte sie, sie habe nie in einer anderen Region als 

D._______ oder Bogotá gelebt; nur in der Gegend von D._______ sei sie 

sozial vernetzt. Als Frau alleine zu leben, sei in Kolumbien sehr gefährlich. 

Ferner könne sie ihrer Tätigkeit als Model nicht nachgehen, weil sie sich 

dann überall in der Öffentlichkeit zeigen müsste. Schliesslich sei sie ge-

sundheitlich angeschlagen und habe dadurch weder die Kraft noch Mög-

lichkeiten, eine neue Arbeit zu finden. 

Der Eingabe lag unter anderem ein Auszug aus Twitter von I._______, ein 

Auszug eines Arbeitsprotokolls von H._______ sowie ein Foto von Män-

nern in Uniform (mit Waffen) und eine Bestätigung der «Inspección de Po-

licía» der Gemeinde E._______ mit Datum vom (…) 2020, dass die Be-

schwerdeführerin wegen ihrer Tätigkeit und des Berufs des Vaters ihres 

Sohnes («patrullero de la Policía Nacional de Colombia», Streifenpolizist) 

Drohungen erhalten und sie keine Möglichkeit habe, bei der «Fiscalía Ge-

neral de la Nación» (kolumbianische Staatsanwaltschaft) eine Anzeige zu 

erstatten, aus Angst vor Massnahmen gegen ihre Angehörigen. 

G.  

In den Akten der Vorinstanz befanden sich weitere Dokumente, u.a. der 

Reisepass der Beschwerdeführerin, ihre Identitätskarte, ihr Führerschein, 

eine Karte der «Registraduría Nacional del Estado Civil», eine Kopie der 

Schweizer Identitätskarte und eine Einladung vom (…) 2020 von 

J._______ (geboren am […] und wohnhaft in […]), sein Land zu besuchen. 

H.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

11. Juni 2020 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 1 AsylG). 

I.  

Am 12. Juni 2020 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Eingang 

der Beschwerde. 

 

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Seite 7 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 10 COVID-19-Verordnung Asyl; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 

VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf 

Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwech-

sels verzichtet. 

4.  

Auf den Rückweisungsantrag ist im konkreten Fall nicht einzugehen, da 

dieser in der Beschwerdeschrift nicht weiter begründet wurde und keine 

offensichtlichen entsprechenden Mängel erkennbar sind. 

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Seite 8 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

6.  

6.1 Hinsichtlich des Vorfalls aus dem Jahr 2012 gilt festzuhalten, dass eine 

Verfolgungssituation in der Regel aktuell sein muss, um gemäss Art. 3 

AsylG als asylrelevant zu gelten. Dies bedeutet, dass zwischen dem Ereig-

nis und der Flucht ein zeitlicher Kausalzusammenhang bestehen muss. 

Dabei wird anerkannt, dass es plausible objektive und subjektive Gründe 

gibt, die eine zeitlich verzögerte Ausreise erklärbar machen (vgl. BVGE 

2011/50 E. 3.1.2. m.w.H.; 2010/57 E. 2.4 und 3.2 m.w.H. und 2009/51 

E. 4.2.5 m.w.H.). 

Nachdem die Beschwerdeführerin im Jahr 2012 nach Bogotá umgesiedelt 

war, wo sie bis Ende 2019 lebte, hat sie keine Drohungen von Guerillas 

mehr erhalten. Sie liess sich indes, wie die Bestätigung «Unidad para las 

Víctimas» zeigt, im gleichen Jahr als Opfer im dafür vorgesehenen Regis-

ter eintragen. Ein Kausalzusammenhang in zeitlicher und sachlicher Hin-

sicht zwischen diesem Ereignis aus dem Jahr 2012 und ihrer Ausreise aus 

Kolumbien im (…) 2020 ist daher zu verneinen. 

6.2 Im Dezember 2019 sei sie mit ihrem jüngeren Sohn in ihre Heimatre-

gion zurückgekehrt. Dort sei sie im (…) 2020, wie auch im Schreiben der 

der «Inspección de Policía» der Gemeinde E._______ vom (…) 2020 zu 

lesen ist, telefonisch von subversiven Gruppen bedroht worden. Ob dieses 

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Seite 9 

geschilderte Ereignis der Wahrheit entspricht, was vom SEM bezweifelt 

wurde, kann offenbleiben. 

6.2.1 Eine Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure kann grundsätzlich 

flüchtlingsrelevant sein, wenn es der betroffenen Person nicht möglich ist, 

davor im Heimatstaat adäquaten Schutz zu finden. Nach der sogenannten 

Schutztheorie ist nichtstaatliche Verfolgung nur dann asylrelevant, wenn 

der Staat unfähig oder nicht willens ist, Schutz vor besagter Verfolgung zu 

bieten. Es ist dabei vom Staat nicht eine faktische Garantie für langfristigen 

individuellen Schutz der von nichtstaatlicher Verfolgung bedrohten Perso-

nen zu verlangen, weil es keinem Staat gelingen kann, die absolute Sicher-

heit seiner Bürgerinnen und Bürger jederzeit und überall zu garantieren. 

Erforderlich ist aber, dass eine funktionierende und effiziente Schutzinfra-

struktur zur Verfügung steht, wobei in erster Linie an polizeiliche Aufgaben 

wahrnehmende Organe wie an ein Rechts- und Justizsystem zu denken 

ist, welches eine effektive Strafverfolgung ermöglicht. Ob das bestehende 

Schutzsystem als in diesem Sinne effizient erachtet werden kann, hängt 

letztlich auch davon ab, ob der Schutz die von Verfolgung betroffene Per-

son tatsächlich erreicht (vgl. BVGE 2011/51 E. 7.3 m.w.H.). Die Inan-

spruchnahme dieses Schutzsystems muss der betroffenen Person dem-

nach objektiv zugänglich und individuell zumutbar sein, was jeweils im 

Rahmen einer Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung des länderspezifi-

schen Kontexts zu beurteilen ist. 

6.2.2 Die Beschwerdeführerin hat die Bedrohungen vom (…) 2020 den Be-

hörden nicht gemeldet, weil dies gemäss ihren Aussagen ihr Todesurteil 

bedeutet hätte (SEM-Akte 17 F67 f.). Diese Erklärung ist nicht einleuch-

tend und vermag nicht zu überzeugen, zumal es bereits im Jahr 2012 für 

sie möglich und zumutbar gewesen war, nach der ersten mutmasslichen 

Drohung durch die FARC diesbezüglich bei der Staatsanwaltschaft in Bo-

gotá auszusagen (SEM-Akte 17 F82). Den Akten ist nicht zu entnehmen, 

dass ein solcher Akt ihrerseits negative Konsequenzen nach sich gezogen 

hätte. Indem sie hinsichtlich der Drohungen im Jahr 2020 nichts unternom-

men hat, konnten die Behörden ihr auch keinen Schutz zugestehen. Folg-

lich kann nicht gesagt werden, dass diese Behelligungen von Kolumbien 

aufgrund fehlender Schutzbereitschaft tatenlos hingenommen worden wä-

ren. An dieser Einschätzung vermag auch die Bestätigung der «Inspección 

de Policía» der Gemeinde E._______ vom (…) 2020 nichts zu ändern, zu-

mal dieser, da keine Anzeige erstattet worden sei, die diesbezügliche 

Sachlage nicht bekannt sein dürfte. 

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Seite 10 

6.3 Letztlich ist auch die Einschätzung des SEM zu bestätigen, auf die 

vorab verwiesen werden kann, dass eine interne Fluchtalternative besteht. 

Folglich ist nicht davon auszugehen ist, dass die Guerillas die Beschwer-

deführerin in ganz Kolumbien suchen würden. So hat sie (die Beschwer-

deführerin) schon früher sieben Jahr ohne Probleme in Bogotá verbracht. 

Auch Cali, wo sie geboren wurde, könnte eine Option sein, wie sie selber 

anlässlich der Anhörung aussagte (SEM-Akte 17 F111 f.). 

6.4 Zusammenfassend geht das Bundesverwaltungsgericht wie das SEM 

davon aus, dass keine asylrelevante Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG 

vorliegt. Der Beschwerdeführerin steht bei einer Rückkehr ferner nach Be-

darf einer innerstaatliche Schutzalternative auf dem Staatsgebiet von Ko-

lumbien zur Verfügung, was einen notwendigen Schutz eines Drittstaates 

ausschliesst. Das SEM hat daher das Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführerin verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (Art. 32 AsylV1). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

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Seite 11 

8.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es der 

Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-

fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 

AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Ver-

fahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführerin in 

den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmäs-

sig. 

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführerin 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung 

ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste die Beschwerdeführerin eine konkrete Gefahr («real risk») nach-

weisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§ 124 ff. m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Hei-

matstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 

unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegwei-

sung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmun-

gen zulässig. 

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Seite 12 

8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.1 In Kolumbien fand über fünfzig Jahre ein bewaffneter Konflikt zwi-

schen den kolumbianischen Streitkräften, den Guerillas und paramilitäri-

schen Gruppen statt. Im November 2016 wurde der aktuelle Friedensver-

trag zwischen dem kolumbianischen Staat und der FARC geschlossen, der 

später von beiden Kammern des Kongresses gutgeheissen wurde. Nicht 

vergessen bleibt, dass allen Parteien während des Konflikts schwere Men-

schenrechtsverletzungen vorgeworfen wurden; bei den meisten Opfern 

handelt es sich um Zivilpersonen. Auch wenn im September 2019 ein Teil 

der FARC die Wiederbewaffnung ankündigte, sind gemessen an der allge-

meinen Lage in Kolumbien von heute jedoch keine generellen Vollzugshin-

dernisse im Sinne der Unzumutbarkeit erkennbar. 

8.3.2 Auch aus individueller Sicht bleibt ein Vollzug der Wegweisung der 

Beschwerdeführerin zumutbar. Sie verfügt in ihrer Heimatregion 

D._______ und in Bogotá, wo sie sieben Jahre lebte, über ein familiäres 

und soziales Netz. Sie hat – neben ihrer Erfahrung als Influencerin – eine 

Ausbildung im Pflegebereich. Auch aus medizinischer Sicht ist den Akten 

klein Vollzugshindernis zu entnehmen. Folglich ist nicht davon auszuge-

hen, dass sie bei einer Rückkehr nach Kolumbien in eine existenzbedro-

hende Situation geraten wird. Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug 

der Wegweisung auch als zumutbar. 

8.4 Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

E-3016/2020 

Seite 13 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Mit der Beschwerde wurde die Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung, ein Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und 

eine Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung beantragt. Aufgrund der 

vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Begehren als aussichtslos 

zu gelten haben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzun-

gen nicht gegeben, weshalb dem Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozesshilfe (Art. 65 Abs. 1 VwVG) nicht stattzugeben ist. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwer-

deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 750.– festzuset-

zen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

10.3 Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung (Art. 102m 

AsylG) ist mangels Erfüllens der Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 

VwVG ebenfalls abzuweisen. Der Antrag auf Verzicht auf Erhebung eines 

Kostenvorschusses ist mit vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden. 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-3016/2020 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Patricia Petermann Loewe 

 

 

Versand: