# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b241add1-9c92-513d-8ab6-e8f38429b88f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 21.03.2025 SV2 2024 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-43_2025-03-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 21. März 2025
mitgeteilt am 

Referenz SV2 24 43

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Pedretti
Maurer, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
AHV-Ausgleichskasse 
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Schadenersatz nach AHVG

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Sachverhalt

A. A._____, wohnhaft in B._____, war seit dem 19. April 2013 als Gesellschafter 
und Geschäftsführer der C._____ GmbH mit Einzelunterschrift tätig. Die 
Gesellschaft C._____ GmbH war vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 der 
AHV-Ausgleichskasse des Kantons Graubünden (nachfolgend: AHV-Ausgleichs-
kasse) angeschlossen. Mit Entscheid vom 4. Januar 2023 eröffnete der Konkurs-
richter des Regionalgerichts D._____ den Konkurs über die C._____ GmbH, mit 
Konkursentscheid vom 16. Mai 2023 wurde das Konkursverfahren mangels Aktiven 
eingestellt.

B. Weil die offenen Forderungen der AHV-Ausgleichskasse gegenüber der 
C._____ GmbH aufgrund des Konkurses nicht mehr beglichen werden konnten, 
erliess die AHV-Ausgleichskasse am 21. Juli 2023 eine Schadenersatzverfügung 
über CHF 39'601.75 für entgangene Sozialversicherungsbeiträge des Jahres 2021 
sowie für Verwaltungskosten samt Verzugszinsen, Mahngebühren und 
Betreibungskosten.

C. Die dagegen erhobene Einsprache vom 21. August 2023 wies die AHV-
Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 4. April 2024 mit der Begründung 
ab, dass der AHV-Ausgleichskasse aufgrund grobfahrlässiger Missachtung von 
Vorschriften durch die Nichtbezahlung von paritätischen Sozialversicherungs-
beiträgen ein Schaden von CHF 39'601.75 entstanden sei, den A._____ als verant-
wortliches Organ der C._____ GmbH zu ersetzen habe.

D. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 
8. Mai 2024 beim früheren Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (heute 
Obergericht des Kantons Graubünden) Beschwerde und beantragte, der 
angefochtene Entscheid vom 4. April 2024 sei aufzuheben und die Einsprache 
gegen die Verfügung vom 21. Juli 2024 (recte: 2023) sei gutzuheissen. Eventualiter 
sei die Angelegenheit zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
In formeller Hinsicht beantragte er die aufschiebende Wirkung. Mit separater 
Eingabe wurde gleichentags das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtsverbeiständung gestellt. Der Beschwerdeführer machte im Wesentlichen 
geltend, die Vorinstanz übersehe, dass er die finanziellen Schwierigkeiten im Jahr 
2019 grundsätzlich im Griff gehabt und die Schulden kontinuierlich abgebaut habe. 
Die Covid-19-Pandemie habe ihm dabei einen Strich durch die Rechnung gemacht 
und zusätzliche finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Aus der Tatsache, dass er die 
finanziellen Schwierigkeiten vor der Pandemie und den Betriebsschliessungen 
praktisch überwunden gehabt habe, habe er daran geglaubt, dass er bei 

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Verbesserung der Situation im Jahr 2021 das Überleben des Betriebs ermöglichen 
und die Beitragsschulden innert nützlicher Frist begleichen könne. Die Vorinstanz 
habe es in ihrem Entscheid unterlassen, sich eingehend mit der Frage auseinander-
zusetzen, ob die Covid-19-Pandemie und die daraus resultierenden Betriebs-
schliessungen als besonderer Liquiditätsengpass im Sinne der Rechtsprechung zu 
qualifizieren sei. Sie lasse ausser Acht, dass er im Jahr 2021 aus zureichenden 
Gründen habe darauf vertrauen dürfen, dass sich die Covid-19-bedingte Situation 
nach den Betriebsschliessungen wieder verbessern würde, was nach der 
Aufhebung der Massnahmen im Sommer 2021 grundsätzlich auch der Fall gewesen 
sei. Nicht voraussehbar sei aber für ihn gewesen, dass auch die Kurzarbeits-
entschädigungen nicht eintreibbar gewesen seien und sich die Situation nicht im 
erhofften Masse verbessert habe. Darüber hinaus bestritt der Beschwerdeführer ein 
Verschulden; ihm könne kein grobfahrlässiges und schon gar nicht ein absichtliches 
Handeln vorgeworfen werden.

E. Mit Vernehmlassung vom 22. Mai 2024 beantragte die AHV-Ausgleichskasse 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Beschwerdeabweisung, wobei sie zur 
Begründung auf die Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
4. April 2024 verwies. Sie hielt ergänzend fest, durch die Passivität des 
Beschwerdeführers und die Weiterführung der Gesellschaft ohne finanzielle Basis 
und ohne realistische Sanierungskonzepte im Jahr 2021 seien laufend Schulden 
gegenüber der Beschwerdegegnerin entstanden, die voraussehbarerweise nicht 
mehr hätten gedeckt werden können. Als die C._____ GmbH die fälligen 
Lohnbeiträge 2021 nicht bezahlt habe, habe der Beschwerdeführer offensichtlich 
nicht aus ernsthaften und objektiven Gründen annehmen können, die Beitrags-
schulden innert nützlicher Frist bezahlen zu können. Der angesprochene 
Rechtfertigungsgrund im Sinne der Rechtsprechung falle deshalb weg.

F. Mit Schreiben vom 23. Mai 2024 nahm die Vorsitzende Stellung zum Antrag 
auf aufschiebende Wirkung.

G. In seiner Eingabe vom 19. Juni 2024 verzichtete der Beschwerdeführer auf 
die Erstattung einer Replik und liess die Honorarnote einreichen.

H. Nach Einsicht in die beschwerdegegnerischen Akten nahm der 
Beschwerdeführer am 1. Juli 2024 Stellung zur Vernehmlassung vom 22. Mai 2024 
und wiederholte im Wesentlichen den bisherigen Standpunkt.

I. Die Beschwerdegegnerin liess sich nicht weiter vernehmen.

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Erwägungen

1.1. Die zu beurteilende Beschwerde richtet sich gegen den in Anwendung von 
Art. 52 AHVG ergangenen Einspracheentscheid vom 4. April 2024, mit welchem die 
Beschwerdegegnerin die Einsprache des Beschwerdeführers vom 21. August 2023 
abwies (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [SVA-act.] betreffend den 
Beschwerdeführer II.8). Gegen solche sozialversicherungsrechtlichen Einsprache-
entscheide kann Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben 
werden (Art. 56 Abs. 1 ATSG [SR 830.1] i.V.m. Art. 57 ATSG). Für die Beurteilung 
dieser Beschwerde ist in Abweichung zu Art. 58 Abs. 1 ATSG das kantonale 
Versicherungsgericht örtlich zuständig, in welchem die Arbeitgeberin ihren 
Wohnsitz hat bzw. bis zum Konkurs hatte (Art. 52 Abs. 5 AHVG; KIESER, in: 
Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 
4. Aufl. 2020, Art. 52 Rz. 143). Da die C._____ GmbH in E._____ und damit im 
Kanton Graubünden domiziliert ist (vgl. Auszug aus dem Handelsregisteramt des 
Kantons Graubünden, Stand 1. März 2023 [SVA-act. II.2]), ist für die Beurteilung 
der vorliegenden Streitigkeit demnach das Versicherungsgericht des Kantons 
Graubünden, d.h. das Obergericht des Kantons Graubünden zuständig (Art. 49 
Abs. 2 lit. a VRG [BR 370.100]).

1.2. Das Obergericht des Kantons Graubünden ist per 1. Januar 2025 aus der 
Zusammenführung des Kantonsgerichts und des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden hervorgegangen. Verfahren, die am 1. Januar 2025 beim damaligen 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hängig waren, wurden gemäss 
Art. 122 Abs. 5 GOG (BR 173.00) dem Obergericht des Kantons Graubünden 
übertragen. Die vorliegende Beschwerde wurde mit Eingabe vom 8. Mai 2024 beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hängig gemacht und am 1. Januar 
2025 gestützt auf Art. 122 Abs. 5 GOG dem Obergericht des Kantons Graubünden 
übertragen. Das angerufene Obergericht ist für die Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde somit örtlich und sachlich zuständig. Als formeller und materieller 
Adressat ist der Beschwerdeführer vom angefochtenen Einspracheentscheid 
überdies unmittelbar berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
gerichtlicher Überprüfung (vgl. Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde ist damit – vorbehältlich nachfolgender Erwägung 1.3 – 
einzutreten (Art. 60 f. ATSG).

1.3. Bei Erhebung einer Einsprache wird das Verwaltungsverfahren erst durch 
den Einspracheentscheid abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfügung 
ersetzt. Für eine spätere richterliche Beurteilung sind denn auch grundsätzlich die 
tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des strittigen Einsprache-

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entscheids massgebend (vgl. BGE 142 V 337 E. 3.2.1 in fine, 140 V 70 E. 4.2, 132 
V 368 E. 6.1). Da der Einspracheentscheid vom 4. April 2024 an die Stelle der 
vorgängig erlassenen Schadenersatzverfügung vom 21. Juli 2023 getreten ist, hat 
jene jede rechtliche Bedeutung verloren (vgl. BGE 132 V 368 E. 6.1, 131 V 407 
E. 2.1.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_66/2016 vom 10. August 2016 
E. 1.2, 9C_386/2013 vom 20. September 2013 E. 4). Auf das Begehren um 
Gutheissung der Einsprache gegen die Schadenersatzverfügung vom 21. Juli 2023 
kann deshalb nicht eingetreten werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_648/2020 vom 21. Januar 2021 E. 1.2).

2.1. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob der Beschwerdeführer für den aus den 
Beitragsausständen der C._____ GmbH entstandenen Schaden von insgesamt 
CHF 39'601.75 haftbar gemacht werden kann. Es geht also um die Arbeitgeber-
haftung gemäss Art. 52 AHVG. Arbeitgeber ist nach Art. 11 ATSG, wer Arbeit-
nehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Laut Art. 12 AHVG ist Arbeitgeber, wer 
obligatorisch versicherten Personen Arbeitsentgelte nach Art. 5 Abs. 2 AHVG 
(Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit) ausrichtet. Dass die C._____ 
GmbH vorliegend als Arbeitgeberin tätig war, blieb unbestritten.

2.2. Die massgebende Vorschrift von Art. 52 AHVG, in der seit dem 1. Januar 
2020 geltenden Fassung, lautet wie folgt:

1 Fügt ein Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige 
Missachtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu, so 
hat er diesen zu ersetzen.

2 Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften 
subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der 
Geschäftsführung oder Liquidation befassten Personen. Sind mehrere 
Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den 
ganzen Schaden solidarisch.

3 Der Schadenersatzanspruch verjährt nach den Bestimmungen des 
Obligationenrechts über die unerlaubten Handlungen.

4 Die zuständige Ausgleichskasse macht den Schadenersatz durch 
Erlass einer Verfügung geltend.

5 In Abweichung von Artikel 58 Absatz 1 ATSG ist für die Beschwerde 
das Versicherungsgericht des Kantons zuständig, in welchem der 
Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat.

6 Die Haftung nach Artikel 78 ATSG ist ausgeschlossen.

Unbestritten sind die Organstellung des Beschwerdeführers als Gesellschafter und 
Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der C._____ GmbH im fraglichen Zeitraum 
des Jahres 2021 (vgl. Auszug aus dem Handelsregisteramt des Kantons 
Graubünden, Stand 1. März 2023 [SVA-act. II.2]) und die (teilweise) 

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ausgebliebenen Zahlungen der erhobenen Sozialversicherungsbeiträge; ebenso 
die Höhe der Lohnbeiträge. Bestritten werden hingegen die Haftbarkeit bzw. das 
Verschulden des Beschwerdeführers für den geltend gemachten Schaden von 
CHF 39'601.75 (vgl. Einsprache vom 19. August 2023 [SVA-act. II.6]).

3.1. Vorab ist eine allfällige Verjährung der Schadenersatzforderung zu prüfen. 
Seit dem 1. Januar 2020 gilt eine drei- statt der zuvor zweijährigen relativen 
Verjährungsfrist gemäss Art. 52 Abs. 3 AHVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 OR (vgl. 
Botschaft vom 29. November 2013 zur Änderung des Obligationenrechts 
[Verjährungsrecht] BBl 2014 275). Demnach verjährt die Schadenersatzforderung, 
wenn sie nicht innert drei Jahren seit Kenntnis des Schadens und der Person des 
Ersatzpflichtigen durch Erlass einer Schadenersatzverfügung geltend gemacht 
wird; auf jeden Fall aber mit Ablauf von zehn Jahren seit dem Tag, an dem das 
schädigende Verhalten erfolgte oder aufhörte (vgl. Art. 60 Abs. 1 OR; vgl. BBl 2014 
275). Massgebend für den Beginn dieser Frist ist der Zeitpunkt, ab welchem die 
Ausgleichskasse unter Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen 
muss, dass die tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr erlauben, die Beiträge 
einzufordern, wohl aber eine Schadenersatzpflicht begründen können (vgl. 
BGE 128 V 10 E. 5a m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 13. März 
2024 E. 3.2.2). Grundlage für die Höhe des Schadens bildet die ausstehende 
Beitragsforderung, womit die Schadenskenntnis erst angenommen werden kann, 
sobald die Ausgleichskasse in der Lage ist, die voraussichtliche Höhe des infolge 
der unbezahlt gebliebenen Beiträge zu erwartenden Verlusts abzuschätzen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 9C_275/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.2.2 m.w.H.). 
Praxisgemäss kann die Schadenskenntnis üblicherweise angenommen werden mit 
der Zustellung des definitiven Pfändungsverlustscheins, der Auflage des 
Kollokationsplans sowie der Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 13. März 2024 E. 3.2.2, 
9C_275/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.2.2, 9C_260/2021 vom 6. Dezember 2021 
E. 4.1.2 m.w.H.). Für den Beginn der absoluten Verjährungsfrist ist nicht mehr der 
Eintritt des Schadens massgeblich, sondern der Tag, an dem das schädigende 
Verhalten erfolgte oder aufhörte (vgl. Art. 60 Abs. 1 OR; BBl 2014 251).

3.2. Der Konkurs über die C._____ GmbH wurde am 4. Januar 2023 eröffnet 
(SVA-act. I.134 betreffend die C._____ GmbH). Vorliegend stellte das Betreibungs- 
und Konkursamt der Region D._____ mehrere Verlustscheine zu Gunsten der 
Beschwerdegegnerin über ausstehende Lohnbeiträge zuzüglich Zinsen und Kosten 
für das Jahr 2021 aus: am 5. April 2022 über CHF 10'577.55 (SVA-act. I.109-111), 
am 18. November 2022 über CHF 12'243.40 (SVA-act. I.126-129) und am 

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31. Januar 2023 über CHF 2'604.70 (SVA-act. I.138). Die Beschwerdegegnerin 
erhielt damit frühestens mit dem Erhalt der Verlustscheine vom 5. April 2022 
Kenntnis eines Schadens (vgl. BGE 108 V 50 E. 5). Weitere Verlustscheine folgten 
am 16. November 2022 und am 31. Januar 2023. Letzteres, nachdem am 4. Januar 
2023 der Konkurs über die C._____ GmbH vom SchKG Einzelrichter des 
Regionalgerichts D._____ eröffnet worden war; der Konkurs wurde am 16. Mai 2023 
mangels Aktiven eingestellt (SVA-act. I.142). Die Schadenersatzverfügung vom 
21. Juli 2023 betreffend ausstehende Beitragsforderungen der 
AHV/IV/EO/ALV/FAK sowie Verwaltungskosten über CHF 39'601.75 (vgl. SVA-act. 
II.3) erfolgte somit innerhalb der dreijährigen Verjährungsfrist, mithin ist auch die 
absolute Verjährungsfrist von zehn Jahren eingehalten.

4.1. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, von dem von ihnen ausgerichteten 
Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit die Arbeitnehmerbeiträge in 
Abzug zu bringen, mit der Ausgleichskasse abzurechnen sowie die erforderlichen 
Angaben zu machen, und die Beiträge zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag 
periodisch der Ausgleichskasse zu entrichten (Art. 14 Abs. 1 und Art. 51 AHVG; 
Art. 34, 35 und 36 AHVV [SR 831.101]). Die Missachtung dieser Pflichten verletzt 
Vorschriften der Versicherung im Sinne von Art. 52 AHVG. Art. 52 Abs. 1 AHVG 
sieht eine Verschuldenshaftung nach öffentlichem Recht vor. Damit eine 
Schadenersatzpflicht entstehen kann, müssen alle Haftungsvoraussetzungen 
gegeben sein, d.h. es muss ein Schaden eingetreten sein, der auf ein 
widerrechtliches und schuldhaftes Verhalten des verantwortlichen Organs zurück-
zuführen ist. Zudem muss zwischen dem Verhalten der belangten Person und dem 
eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang gegeben sein. 
Nachstehend sind somit die spezifischen Haftungsvoraussetzungen gemäss Art. 52 
AHVG zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin trägt grundsätzlich die Beweislast (Art. 8 
ZGB).

4.2.1. Die Beschwerdegegnerin macht einen Schaden von CHF 39'601.75 für 
entgangene Sozialversicherungsbeiträge des Jahres 2021 geltend. Der Schaden 
nach Art. 52 AHVG besteht darin, dass der Beschwerdegegnerin ein ihr gesetzlich 
geschuldeter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, 
dessen die Kasse verlustig geht (vgl. NUSSBAUMER, Die Ausgleichskasse als Partei 
im Schadenersatzprozess nach Art. 52 AHVG, in: ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). 
Der Schaden gemäss Art. 52 AHVG umfasst in erster Linie die geschuldeten 
paritätischen AHV/IV/EO/ALV- und FAK-Beiträge sowie Verwaltungskosten. Hinzu 
kommen unbezahlt gebliebene Mahngebühren, Verzugszinsen und 
Betreibungskosten (vgl. REICHMUTH, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner 

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Organe nach Art. 52 AHVG, 2008, Rz. 329 ff.; vgl. FORSTER, in: Steiger-
Sackmann/Mosimann [Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, 2014, Rz. 11.6; vgl. 
NEDI, Die Haftung der GmbH als Arbeitgeberin nach Art. 52 AHVG und Art. 52 BVG, 
S. 145). In zeitlicher Hinsicht ist die Haftung beschränkt. Der Beitragsausstand, für 
den das Organ haftbar gemacht wird, muss im Zeitpunkt seines effektiven Austritts 
aufgelaufen sein bzw. müssen die Beitragsforderungen bis dahin fällig sein (vgl. 
FREY, in: Frey/Mosimann/Bollinger [Hrsg.], AHVG-/IVG-Kommentar, 2018, Art. 52 
AHVG N. 7; KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 17 ff. und 86 ff.). Der Schaden entsteht nicht 
schon mit der Fälligkeit der Beiträge, sondern erst in dem Zeitpunkt, in dem 
anzunehmen ist, dass die geschuldeten Beiträge aus rechtlichen oder tatsächlichen 
Gründen nicht mehr erhoben werden können, sei es durch Beitragsverwirkung, sei 
es durch Zahlungsunfähigkeit der Arbeitgeberin. Zahlungsunfähigkeit wird bejaht, 
wenn der Konkurs eröffnet oder ein definitiver Verlustschein ausgestellt wurde (vgl. 
BGE 141 V 487 E. 2.2, 136 V 268 E. 2.2 und 2.6, 129 V 193 E. 2.2; vgl. KIESER, 
a.a.O., Art. 52 Rz. 18).

4.2.2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat die Ausgleichskasse die 
Schadenersatzforderung soweit zu substanziieren, dass sie überprüft werden kann. 
Dabei hat die Ausgleichskasse den eingeklagten Forderungsbetrag zeitlich und 
masslich zu spezifizieren, d.h. gestützt auf eine Beitragsübersicht darzulegen, wie 
sich der eingeklagte Betrag zusammensetzt. Andererseits hat sie den eingeklagten 
Forderungsbetrag oder Teile davon zu belegen, also durch Einreichung von 
Lohnabrechnungen, Nachzahlungs- oder Veranlagungsverfügungen die in der 
Beitragsübersicht enthaltenen Zahlungsvorgänge zu beweisen. Nach 
bundesgerichtlicher Praxis bestehen höhere Anforderungen an die Substanziierung 
des Schadens, wenn dessen Umfang masslich mit konkreten, nicht ohne weiteres 
widerlegbaren Einwendungen bestritten wird oder sich auf Grund der Akten 
greifbare Anhaltspunkte für Unrichtigkeiten ergeben (vgl. Urteile des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 301/00 vom 13. Februar 2002 E. 2c zur 
Pflicht der Ausgleichskassen, die Schadenersatzforderung zu substanziieren, und 
H 438/00 vom 13. Februar 2002 E. 3c; vgl. Urteile des Bundesgerichts 
9C_325/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 7.1.1, 9C_901/2008 vom 8. Juli 2009 
E. 4.1, 9C_314/2008 vom 25. August 2008 E. 3.2; GRONER, Art. 52 – Praxis und 
Zweck der Arbeitgeberhaftung, in: SZW 2006, S. 85 m.H.a. die Urteile des 
Bundesgerichts H 34/04 vom 15. September 2004 E. 5.2.1 und H 173/03 vom 
4. Dezember 2003). Die vorliegende Schadenersatzforderung geht zurück auf die 
Veranlagungsverfügung für das Jahr 2021 vom 23. Juni 2023 gemäss Art. 38 Abs. 1 
AHVV, wonach die Ausgleichskasse die geschuldeten Beiträge durch eine 
Veranlagungsverfügung festzusetzen hat, wenn innert Frist die Arbeitgeber- oder 

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Arbeitnehmerbeiträge nicht bezahlt werden (vgl. SVA-act. I.150). Der 
Veranlagungsverfügung kann die (unbestrittene) massgebliche beitragspflichtige 
Lohnsumme von CHF 397'276.50 entnommen werden. Aus den Akten geht nicht 
hervor, dass diese Veranlagungsverfügung angefochten worden wäre, so dass von 
deren Rechtskraft auszugehen ist.

4.2.3. Gegen die am 23. April 2021 (SVA-act. I.24), 11. Mai 2021 (SVA-act. I.23), 
14. Juni 2021 (SVA-act. I.30), 13. August 2021 (SVA-act. I.41), 13. Oktober 2021 
(SVA-act. I.63), 15. November 2021 (SVA-act. I.84), 14. Dezember 2021 (SVA-act. 
I.85) und 24. Januar 2022 (SVA-act. I.90) ergangenen Zahlungsbefehle für die 
ausstehenden Beiträge wurde gemäss vorliegenden Akten kein Rechtsvorschlag 
erhoben, was letztlich in die Pfändungsverlustscheine vom 5. April 2022 (SVA-act. 
I.109-111), 16. November 2022 (SVA-act. I.126-129) und 31. Januar 2023 (SVA-
act. I.138) mündete. Diese wiederum bildeten die Grundlage für den Schaden, wie 
er laut Beitragsübersicht der C._____ GmbH in Liquidation vom 12. Juli 2023 in der 
Höhe von CHF 39'601.75 mitgeteilt und am 21. Juli 2023 mit Schadenersatz-
verfügung eingefordert wurde (SVA-act. II.3), bestätigt mit dem Einsprache-
entscheid vom 4. April 2024 (SVA-act. II.8). In masslicher Hinsicht bestreitet der 
Beschwerdeführer die Schadenersatzforderung nicht substanziiert. Angesichts der 
vorliegenden Pfändungsverlustscheine und dem Konkurs der C._____ GmbH, der 
mangels Aktiven im Mai 2023 eingestellt worden ist, ist erstellt, dass die 
ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge und Mahngebühren, Verzugszinsen 
und Betreibungs-/Verfahrensspesen (vgl. SVA-act. II.3 S. 4) nicht mehr im 
ordentlichen Verfahren eingebracht werden können. Die Beschwerdegegnerin hat 
folglich einen Schaden in der Höhe von CHF 39'601.75 erlitten, womit die 
Haftungsvoraussetzung des Schadens erfüllt ist.

4.3.1. Eine weitere Haftungsvoraussetzung für die Schadenersatzforderung ist die 
Widerrechtlichkeit bzw. Pflichtverletzung. Es bedarf einer doppelten Prüfung: Zum 
einen stellt sich die Frage, ob Vorschriften der AHV verletzt wurden; zum anderen 
ist zu beantworten, ob die entsprechende Verletzung dem Arbeitgeber bzw. dem 
Organ entgegenzuhalten ist (Verletzung der Organpflicht; vgl. dazu KIESER, a.a.O., 
Art. 52 Rz. 39 f.). Unter die "Missachtung von Vorschriften" fallen im Sinne von 
Art. 52 Abs. 1 AHVG zunächst alle Bestimmungen des AHVG und seiner 
Vollzugserlasse, so insbesondere jene über die Beitragspflicht, die Bemessung der 
Beiträge vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, den Bezug der 
Arbeitnehmerbeiträge, die Abrechnungs- und die Zahlungspflicht sowie die 
Rentenauszahlung durch den Arbeitgeber (Vorschriften im engeren Sinne). 
Anwendbar sind Art. 14 Abs. 1 AHVG und Art. 51 AHVG, wonach die Beiträge vom 

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Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit bei jeder Lohnzahlung in Abzug 
zu bringen und vom Arbeitgeber zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag periodisch 
zu entrichten sind. Weiter zu beachten sind Art. 34 ff. AHVV über den Beitrags-
bezug. Erhält die Ausgleichskasse Kenntnis davon, dass ein Beitragspflichtiger 
keine Beiträge oder zu niedrige Beiträge bezahlt hat, verlangt sie die Nachzahlung 
der geschuldeten Beiträge und setzt diese nötigenfalls durch Verfügung fest (Art. 39 
AHVV). Bei Nichtbezahlung innert Frist sind Verzugszinsen geschuldet (vgl. 
Art. 41bis Abs. 1 AHVV). Weiter kann nach der Rechtsprechung auch Widerrecht-
lichkeit vorliegen, wenn keine AHV-Vorschrift verletzt wurde. Nämlich dann, wenn 
die nach den objektiven Umständen und den persönlichen Verhältnissen gebotene 
Pflicht (Sorgfaltsgebot), dafür zu sorgen, dass keine Zahlungsunfähigkeit eintritt, 
vorsätzlich oder grobfahrlässig missachtet wird (Vorschriften im weiteren Sinne; vgl. 
ZAK 1985 S. 581 f.). Letzteres kann etwa dann der Fall sein, wenn es um die 
Beiträge aus einer noch nicht abgeschlossenen Zahlungsperiode oder um die 
Entrichtung von zwar bereits fälligen aber noch nicht verfallenen Beiträgen geht (vgl. 
ZAK 1985 S. 582).

4.3.2. Vorliegend wurden unbestrittenermassen die fälligen und verfallenen 
Lohnbeiträge für das Jahr 2021 nur teilweise bezahlt, was die in Art. 14 AHVG und 
Art. 34 AHVV vorgeschriebene Zahlungspflicht für die Beiträge verletzt. Die 
C._____ GmbH als Arbeitgeberin hat sich somit widerrechtlich verhalten.

4.3.3. Es ist weiter zu prüfen, ob die Verletzung durch die Arbeitgeberin auch eine 
Pflichtverletzung ihres Organs in der Person des Beschwerdeführers darstellt. 
Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär 
die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation 
befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden 
verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 
AHVG). Die Subsidiarität der Haftung der Organe bedeutet, dass sich die 
Ausgleichskasse zuerst an den Arbeitgeber zu halten hat, bevor seine Organe 
belangt werden dürfen. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers können 
die Organe auch dann direkt belangt werden, wenn die juristische Person 
weiterbesteht (BGE 113 V 256 E. 3c).

4.3.4. Bei der Arbeitgeberin C._____ GmbH handelt es sich um eine Gesellschaft 
mit beschränkter Haftung gemäss Art. 772 ff. OR. Die Gesellschaft mit beschränkter 
Haftung (GmbH) weist grundsätzlich eine dreiteilige Organisation auf: Von 
Gesetzes wegen sind als Organe die Gesellschafterversammlung (Art. 804 ff. OR), 
die Geschäftsführung und Vertretung (durch alle Gesellschafter [sog. 
Selbstorganschaft] bzw. durch einzelne Gesellschafter oder durch Dritte [sog. 

11 / 22

Drittorganschaft], Art. 809 ff. OR) sowie die Revisionsstelle (Art. 818 OR) 
vorgesehen. Grundsätzlich sieht das Gesetz in Art. 809 Abs. 1 OR die 
Selbstorganschaft vor, d.h. die Geschäftsführung und Vertretung erfolgt durch alle 
Gesellschafter. Allerdings begründet die Stellung als blosser Gesellschafter 
rechtsprechungsgemäss für sich allein noch keine Kontroll- und Überwachungs-
pflichten. Abweichende statutarische Regelungen vorbehalten, besteht für einen 
blossen Gesellschafter einer GmbH keine Pflicht zur Kontrolle und Überwachung 
der Geschäftsführung. Folgerichtig sieht Art. 827 OR bezüglich der auf 
Pflichtverletzungen beruhenden Verantwortlichkeit nur für bei der Gesellschafts-
gründung beteiligte und mit der Geschäftsführung und der Kontrolle betraute 
Personen sowie die Liquidatoren eine Normierung vor. Formell eingesetzte 
Geschäftsführer der GmbH haften für den zufolge nicht bezahlter 
Sozialversicherungsbeiträge entstandenen Schaden nach den gleichen 
Grundsätzen wie Organe einer Aktiengesellschaft (Art. 827 OR i.V.m. Art. 754 OR; 
vgl. BGE 126 V 237 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 9C_461/2009 vom 
31. Dezember 2010 E. 5.3). Formelle Organe haften – bei Vorliegen der übrigen 
Voraussetzungen – wegen der gesetzlichen Definition ihrer Pflichten unabhängig 
von ihrer tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf die Willensbildung der 
Gesellschaft, unabhängig auch von der Zeichnungsberechtigung und dem Grund 
der Mandatsübernahme (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 13. März 
2024 E. 4.3.1; vgl. REICHMUTH, a.a.O., Rz. 212).

4.3.5. Unbestritten und aus den Akten ersichtlich ist, dass die Beschwerdegegnerin 
den Schaden aufgrund der Pfändungsverlustscheine und des Konkurses, welcher 
im Mai 2023 mangels Aktiven eingestellt wurde, nicht mehr bei der C._____ GmbH 
einfordern konnte und deshalb den Schaden gegenüber der subsidiär haftenden 
Organperson geltend machte. Der Beschwerdeführer war seit dem 19. April 2013 
bis über die Konkurseinstellung mangels Aktiven hinaus im Handelsregister als 
Gesellschafter und Geschäftsführer eingetragen. Der geltend gemachte Schaden 
betrifft die Ausstände für das Jahr 2021 und demnach den Zeitraum, während 
welchem der Beschwerdeführer in dieser Funktion bei der C._____ GmbH tätig war. 
Die Gesellschafterversammlung sowie die Geschäftsführer sind formelle Organe, 
welche in das Handelsregister eingetragen werden müssen. Als Geschäftsführer ist 
er unter anderem zuständig für die Oberleitung der Gesellschaft und die Erteilung 
der nötigen Weisungen (Art. 810 Abs. 2 Ziff. 1 OR), für die Ausgestaltung des 
Rechnungswesens und der Finanzkontrolle sowie der Finanzplanung (Art. 810 
Abs. 2 Ziff. 3 OR) und für die Aufsicht über die Personen, denen Teile der 
Geschäftsführung übertragen sind, namentlich im Hinblick auf die Befolgung von 
Gesetzen, Statuten, Reglemente und Weisungen (Art. 810 Abs. 2 Ziff. 4 OR). Zu 

12 / 22

letzterem Punkt gehört auch die Aufsicht über die Einhaltung der Bestimmungen 
betreffend Abzug, Ablieferung und Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge. 
Gemäss Art. 812 OR hat der Geschäftsführer seine Aufgaben mit aller Sorgfalt zu 
erfüllen und die Interessen der Gesellschaft in guten Treuen zu wahren. Angesichts 
der Beitragsausstände im Jahr 2021 hat der Beschwerdeführer als deren Organ 
demnach die Pflicht zur gesetzmässigen Abrechnung und Beitragszahlung 
missachtet, womit die Haftungsvoraussetzung der Widerrechtlichkeit bzw. Pflicht-
verletzung zu bejahen ist.

4.4.1. Was die Haftungsvoraussetzung des Verschuldens anbelangt, statuiert 
Art. 52 Abs. 1 AHVG eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Sowohl 
den Arbeitgeber wie auch das allfällige Arbeitgeberorgan muss ein Verschulden 
treffen; verlangt wird somit ein doppeltes oder zweistufiges Verschulden (vgl. 
REICHMUTH, a.a.O., Rz. 535; vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 40; BGE 136 V 268 
E. 3). Art. 52 Abs. 1 AHVG setzt für die Haftbarkeit des Arbeitgebers voraus, dass 
die Missachtung von Vorschriften in absichtlicher oder grobfahrlässiger Weise 
erfolgt ist. Die Abrechnungs- und Beitragspflichten treffen subsidiär zur juristischen 
Person die natürlichen Personen, die eine Organstellung innehaben (BGE 114 V 
219 E. 3c). Es ist abzuwägen, ob und inwieweit eine Handlung der Unternehmung 
einem Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb der 
Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft handelt, hängt demnach 
entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der 
juristischen Person übertragen wurden (vgl. NEDI, a.a.O, S. 146 ff.).

4.4.2. Nach Erwägung 4.3.4 ist bei Organen einer Gesellschaft mit beschränkter 
Haftung nach den Grundsätzen der Organe der Aktiengesellschaft aufgrund der 
obligationenrechtlichen Sorgfalts- und Überwachungspflichten zu entscheiden, ob 
ein Verhalten eines Organs als widerrechtlich und schuldhaft im Sinne von Art. 52 
AHVG anzusehen ist. Ist dies zu bejahen, so haften formell eingesetzte 
Geschäftsführer einer GmbH der Ausgleichskasse für den durch dieses Verhalten 
verursachten Schaden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_95/2023 vom 
9. November 2023 E. 4.1.2). Das Ausmass der Sorgfaltspflicht ist nach den 
Verhältnissen im Einzelfall zu beurteilen (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 43 ff.). Das 
Mass der zu verlangenden Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, 
die in den kaufmännischen Belangen jener Arbeitskategorie, welcher der Betroffene 
angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Die Differenzierung des 
Sorgfaltsmassstabs richtet sich nach der Organisation und Rechtsform des 
Arbeitgebers, sie ist nicht abhängig von der Branche der Gesellschaft oder der 
Berufsgattung des Organs (vgl. dazu BGE 108 V 199 E. 3a; FREY, in: 

13 / 22

Frey/Mosimann/Bollinger, a.a.O., Art. 52 AHVG Rz. 4 und 14 f.; vgl. FORSTER, 
a.a.O., Rz. 11.22 f.).

4.4.3. Vom Verwaltungsratspräsidenten einer AG oder wie vorliegend dem 
Geschäftsführer einer GmbH, der einziges ausführendes Organ einer Gesellschaft 
ist, ist ein höheres Mass an Sorgfalt zu verlangen als vom Organ eines 
Grossunternehmens, dessen Kontrollmöglichkeiten eingeschränkt sind. Es ist nicht 
jede Verletzung der öffentlich-rechtlichen Aufgaben einer Arbeitgeberin ohne 
Weiteres als qualifiziertes Verschulden ihrer Organe zu werten; vielmehr wird ein 
Normverstoss von einer gewissen Schwere verlangt. Der Verwaltungsrat bzw. 
Geschäftsführer kann sich seiner Überwachungspflicht im Sinne von Art. 716a OR 
durch eine Delegation seiner Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnisse an 
Dritte nicht entledigen. Auch wenn er sich auf die Überprüfung der Tätigkeit der 
Geschäftsleitung und des Geschäftsganges beschränken darf, wird diesbezüglich 
verlangt, dass er sich laufend über den Geschäftsgang informiert, Rapporte verlangt 
und sie sorgfältig studiert, nötigenfalls ergänzende Auskünfte beizieht, Irrtümer 
abzuklären versucht und bei Unregelmässigkeiten eingreift. Massgebend sind dabei 
die gesetzlich nicht übertragbaren Pflichten des Verwaltungsrates (vgl. FREY, in: 
Frey/Mosimann/Bollinger, a.a.O., Art. 52 AHVG Rz. 15; vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 
Rz. 41 ff. m.w.H.; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_95/2023 vom 9. November 
2023 E. 4.1.2).

4.4.4. Als Kriterien der Beurteilung des Verschuldens werden u.a. die Organisation 
und Aufgabendelegierung innerhalb des Arbeitgebers, die Passivität des 
Arbeitgebers und seiner Organe, die Dauer der Beitragsausstände sowie die 
Unternehmensgrösse berücksichtigt (vgl. NEDI, a.a.O., S. 148). Strengere 
Anforderungen an die Überwachungs- und Kontrollpflichten gelten bei 
Kleinunternehmen. Es wird vom zuständigen Organ erwartet, über sämtliche 
Belange der Gesellschaft inklusive des Beitragswesens im Bilde zu sein, selbst 
wenn die Befugnisse delegiert wurden (vgl. NEDI, a.a.O., S. 149). Wenn eine 
Gesellschaft bei objektiver Betrachtung durch einfache und leicht überschaubare 
Betriebsverhältnisse (wenige Angestellte, einfache Verwaltungsstruktur) 
gekennzeichnet ist, so ist ein strenger Sorgfaltsmassstab anzulegen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_763/2018 vom 16. Juli 2019 E. 4.1.1). Die Ausgleichskasse, 
welche feststellt, dass sie einen durch Missachtung von Vorschriften entstandenen 
Schaden erlitten hat, darf rechtsprechungsgemäss davon ausgehen, dass die 
Vorschriften absichtlich oder mindestens grobfahrlässig verletzt wurden, sofern 
keine Rechtfertigungs- oder Exkulpationsgründe gegeben sind (vgl. BGE 121 V 243 
E. 4b, 108 V 183 E. 1b; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_779/2023 vom 20. März 

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2024 E. 5.4, 9C_599/2017 vom 26. Juni 2018 E. 4.2.1 ff.; vgl. FREY, in: 
Frey/Mosimann/Bollinger, a.a.O., Art. 52 AHVG Rz. 12; vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., 
S. 1077 f. m.H.a. BGE 108 V 186 E. 1b). Der Begriff der Grobfahrlässigkeit im Sinne 
von Art. 52 AHVG ist gleich zu verstehen wie im übrigen Haftpflicht- und 
Versicherungsrecht. Grobfahrlässig handelt, wer eine elementare Vorsichts-
massnahme missachtet bzw. ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen 
in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten 
müssen. Die Verschuldensfrage wird primär nach den Umständen beurteilt, die zum 
Zahlungsrückstand geführt haben (vgl. BGE 124 V 255 E. 3b); dabei stellt der 
Normverstoss von einer gewissen Schwere eine grobe Fahrlässigkeit im Sinne von 
Art. 52 AHVG dar (vgl. zum Ganzen: KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 41 ff. m.w.H.). 
Solches Verhalten ist den verantwortlichen Organen grundsätzlich als qualifiziertes 
Verschulden zuzurechnen, was die volle Schadenersatzpflicht nach sich zieht, 
sofern ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen der schuldhaften Verletzung 
von Vorschriften und dem Schadenseintritt besteht und die Ausgleichskasse kein 
Mitverschulden trifft. Der Grund für diese Praxis liegt in der besonderen Natur der 
AHV-Beiträge, hinsichtlich welcher der Arbeitgeber die Funktion eines Vollzugs-
organs ausübt (Art. 51 AHVG; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 
13. März 2024 E. 4.3.1). Daraus resultiert eine besondere Pflicht, für die 
ordnungsgemässe Bezahlung der Beiträge zu sorgen (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 
Rz. 48 ff.).

4.4.5. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei der C._____ GmbH um eine 
Gesellschaft mit einfacher, überschaubarer Verwaltungsstruktur. Sie verfügte über 
ein Gesellschaftskapital von CHF 20'000.00, beschäftigte im betreffenden Zeitraum 
17 versicherte Mitarbeitende (inklusive den Beschwerdeführer) bei einer Lohn-
summe von CHF 397'276.50 (vgl. SVA-act. I.9, 94, 148-150; SVA-act. II.3 S. 4). Als 
formelles Organ war der Beschwerdeführer als alleiniger Gesellschafter und 
Geschäftsführer mit Einzelunterschrift tätig. Damit traf den Beschwerdeführer eine 
sehr hohe Sorgfaltspflicht. In seiner Funktion war er dafür verantwortlich, dass die 
Gesellschaft als Arbeitgeberin ihrer Beitragspflicht gegenüber der 
Beschwerdegegnerin nachkommt. Durch die Missachtung der Beitragspflicht kann 
rechtsprechungsgemäss davon ausgegangen werden, dass die Vorschriften 
zumindest grobfahrlässig verletzt wurden. Es musste dem Beschwerdeführer 
bewusst sein, dass er sich im Rahmen seiner Sorgfalts- und Aufsichtspflichten für 
das Beitragswesen interessieren und engagieren musste, so dass nicht Löhne 
ausbezahlt worden wären, deren Sozialversicherungsbeiträge nicht gedeckt waren. 
Umso mehr, als die C._____ GmbH bereits seit längerem Zahlungsschwierigkeiten 
hatte und gemäss Akten nebst diversen Betreibungen der Eidgenössischen und 

15 / 22

kantonalen Steuerverwaltungen auch Betreibungen durch die HOTELA AHV-
Ausgleichskasse, Montreux, aus den Jahren 2019 bis 2021 aufwies (vgl. 
Pfändungsurkunde vom 16. Dezember 2021 [SVA-act. I.75]). Bereits im Bericht 
über die Arbeitgeberkontrolle/Schlusskontrolle betreffend die Kontrollperiode vom 
1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2020 vom 5. Oktober 2021 wurden bezüglich das 
Beurteilungskriterium "Unternehmensspezifische Kriterien" Zahlungsschwierig-
keiten genannt und diese als eher problematisch beurteilt (vgl. SVA-act. I.68 S. 2). 
So führte der Beschwerdeführer aus, dass er "die finanziellen Schwierigkeiten im 
Jahr 2019 grundsätzlich im Griff hatte und die Schulden kontinuierlich abgebaut 
hatte" (vgl. Beschwerdeschrift [act. A.1 S. 4]). Indem der Beschwerdeführer seine 
Sorgfaltspflicht missachtete, hat er ausser Acht gelassen, "was jedem verständigen 
Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte 
einleuchten müssen". Bei pflichtgemässer Ausübung seiner Sorgfalts- und 
Überwachungspflichten als Geschäftsführer der C._____ GmbH hätte der 
Beschwerdeführer, der die finanziellen Schwierigkeiten kannte, in denen sich die 
Gesellschaft offensichtlich seit längerem befand, mit erhöhter Aufmerksamkeit für 
die Begleichung der ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge der Mitarbeitenden 
sorgen bzw. die diesbezüglichen erforderlichen Massnahmen ergreifen müssen. 
Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer seine Beitragspflicht wie auch seine 
Pflicht, für die Zahlungsfähigkeit der C._____ GmbH zu sorgen, zumindest 
grobfahrlässig verletzt.

4.5.1. Es gilt schliesslich noch zu prüfen, ob allenfalls Rechtfertigungs- oder 
Exkulpationsgründe gegeben sind. Der Beschwerdeführer begründet die 
Beschwerde insbesondere damit, dass die Vorinstanz im Einspracheentscheid die 
Covid-19-Pandemie nicht berücksichtigt resp. unterlassen habe, sich eingehend mit 
der Frage auseinanderzusetzen, ob die Covid-19-Pandemie und die daraus 
resultierenden Betriebsschliessungen als besonderer Liquiditätsengpass im Sinne 
der Rechtsprechung zu qualifizieren sei.

4.5.2. Grundsätzlich ist unerheblich, dass die Beiträge in Ermangelung finanzieller 
Mittel nicht bezahlt worden sind, denn für die Beurteilung der Haftbarkeit des 
Beschwerdeführers kommt es nicht darauf an, dass die Gesellschaft nicht über 
ausreichende materielle Mittel verfügte. Entscheidend ist vielmehr, ob sie infolge 
Verschuldens des Beschwerdeführers nicht in der Lage war, ihrer Zahlungspflicht 
gegenüber der Ausgleichskasse nachzukommen (vgl. BGE 109 V 86 E. 5 f.). Nach 
der Rechtsprechung ist es allerdings denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in 
vorsätzlicher Missachtung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen 
Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn besondere 

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Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht 
schuldhaft erscheinen lassen. So kann es sein, dass es einem Arbeitgeber, der sich 
in schwieriger finanzieller Lage befindet, durch das Nichtbezahlen der Beiträge 
gelingt, die Existenz seines Unternehmens zu retten. Ein solches Vorgehen führt 
allerdings nur dann nicht zu einer Haftung gemäss Art. 52 AHVG, wenn der 
Arbeitgeber zunächst für das Überleben des Unternehmens wesentliche andere 
Forderungen (insbesondere der Arbeitnehmer und Lieferanten) befriedigt, 
gleichzeitig aber auf Grund der objektiven Umstände und einer seriösen Beurteilung 
der Lage annehmen darf, die geschuldeten Beiträge innert nützlicher Frist 
nachzahlen zu können (BGE 108 V 183 E. 2, bestätigt in BGE 121 V 243, 132 III 
523 E. 4.6; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_779/2023 vom 20. März 2024 
E. 5.3.1, 9C_32/2024 vom 5. März 2024 E. 4.4.3, 9C_321/2022 vom 29. März 2023 
E. 5.3.1). Rechtfertigungs- oder Exkulpationsgründe sind dann nicht gegeben, wenn 
angesichts der Höhe der bestehenden Verbindlichkeiten und der eingegangenen 
Risiken von der vorübergehenden Nichtbezahlung der Forderungen objektiv keine 
für die Rettung der Firma ausschlaggebende Wirkung erwartet werden kann, was 
zu verneinen ist, wenn im Vergleich zum sonstigen finanziellen Rahmen oder 
Engagement der Firma nicht sehr hohe Beitragsausstände zu verzeichnen sind. Der 
finanzielle Engpass darf dabei nur vorübergehender Natur sein, gemeint sind 
Monate und nicht Jahre (Urteil des Bundesgerichts 9C_321/2022 vom 29. März 
2023 E. 5.3.1 m.w.H.).

4.5.3. Aktenkundig sind unzählige finanzielle Ausstände resp. Betreibungen, die 
zum Teil bereits auf das Jahr 2019 – und damit vor die Massnahmen gegen die 
Bekämpfung der Corona-Pandemie ab Mitte März 2020 – zurückgehen (vgl. 
Pfändungsurkunde vom 16. Dezember 2021 [SVA-act. I.75]. Die Beitragsausstände 
der C._____ GmbH – alleine bezogen auf diejenigen gegenüber der Beschwerde-
gegnerin – belaufen sich auf CHF 39'601.75 für das Jahr 2021. Bereits für die ersten 
Lohnbeiträge des Januars 2021 und fortan mussten Betreibungen eingeleitet 
werden (SVA-act. I.18, 21, 25, 35, 52, 67, 74, 81). Weiter bestand beim zuständigen 
Betreibungsamt für die Pfändungsgruppe 20150045 laufend bis 10. November 
2022, eine Restforderung über CHF 235'672.30 (vgl. Pfändungsvollzug vom 
20. Januar 2022 [SVA-act. I.101]; Pfändungsurkunde vom 24. Februar 2022 (SVA-
act. I.100 zur Pfändung 20220043). Damit ist offenkundig, dass es sich hierbei nicht 
um einen zeitlich befristeten Engpass von wenigen Monaten, sondern um einen 
langfristigen Engpass handelte. Seine Behauptung in der Beschwerde, dass er die 
finanziellen Schwierigkeiten im Jahr 2019 grundsätzlich im Griff gehabt und die 
Schulden kontinuierlich abgebaut habe, ist nicht nachvollziehbar. Die ausstehenden 
Beiträge wurden ausserdem nicht innert nützlicher Frist nachbezahlt. Damit können 

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weder die schwierige finanzielle Lage bzw. die Covid-19-Pandemie noch die 
ausstehenden Entschädigungen für Kurzarbeit, die gemäss eigenen Angaben nicht 
einmal beantragt wurden ("Im Weiteren sei gar kein Schaden entstanden. Denn die 
Sozialversicherung schulde aus zwei Jahren Kurzarbeit nach einem 
Bundesgerichtsentscheid noch Ferien- und Feiertagsentschädigungen. Leider habe 
auch sein Buchhalter vor den Anträgen kapitulieren müssen, weil die Anträge fast 
unmöglich korrekt auszufüllen gewesen seien. Das Geld jedoch, welches der 
C._____ GmbH zugestanden hätte, sei somit bei der Sozialversicherung 
geblieben"; vgl. Beschwerde vom 8. Mai 2024 [act. A.1 S. 3]), als 
Rechtfertigungsgrund herangezogen werden. Durch die Passivität resp. das 
Zuwarten des Beschwerdeführers entstanden fortlaufend weitere Schulden bei der 
Beschwerdegegnerin, die voraussehbarerweise nicht mehr gedeckt werden 
konnten. Der Beschwerdeführer durfte, da bei der C._____ GmbH bereits in den 
vorangegangenen Jahren finanzielle Engpässe bestanden hatten, die zu 
Betreibungen in grosser Höhe und Verlustscheinen geführt hatten, nicht aus 
ernsthaften und objektiven Gründen annehmen, die Beitragsschulden innert 
nützlicher Frist bezahlen zu können. Indem trotzdem Löhne ausbezahlt wurden, 
obwohl die darauf geschuldeten Beiträge nicht bezahlt werden konnten, hat der 
Beschwerdeführer seine Pflicht in Bezug auf das Beitragswesen grobfahrlässig 
missachtet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 13. März 2024 
E. 4.3.1). Es sind weder Umstände dargetan worden, welche sein Verhalten als 
berechtigt oder entschuldbar erscheinen liessen, noch ergeben sich hierfür 
irgendwelche Anhaltspunkte aus den Akten (vgl. BGE 108 V 199 E. 3b). 
Pandemiebedingte Betriebsschliessungen, angeblich nicht eintreibbare 
Kurzarbeitsentschädigungen oder das frustrane Vertrauen, dass sich die Covid-19-
bedingte Situation nach den Betriebsschliessungen im Jahr 2021 wieder verbessern 
würde, sind keine Rechtfertigungsgründe und weitere sind nicht erstellt. Vielmehr 
hätte der Beschwerdeführer bei jeder Lohnzahlung die darauf geschuldeten 
Beiträge leisten müssen. Damit ist auch die Haftungsvoraussetzung des 
Verschuldens zu bejahen.

4.6. Zwischen dem bei der Beschwerdegegnerin eingetretenen Schaden und 
dem pflichtwidrigen Verhalten der Arbeitgeberin muss sodann ein adäquater 
Kausalzusammenhang bestehen (vgl. BGE 119 V 401 E. 4a; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 13. März 2024 E. 4.3.1, 9C_321/2022 vom 
29. März 2023 E. 6.2, 9C_599/2017 vom 26. Juni 2018 E. 4.3.1.1). Ein Ergebnis hat 
dann als adäquate Ursache eines Schadens zu gelten, wenn es nach dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach allgemeiner Lebenserfahrung an sich 
geeignet ist, einen Erfolg in der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt 

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des Erfolgs durch das Ereignis also allgemein als begünstigt erscheint (vgl. 
BGE 125 V 456 E. 5a). Die Verletzung der Beitragspflicht bzw. Zahlungspflicht 
durch den Beschwerdeführer ist nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 
der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet, der Ausgleichskasse den entstandenen 
Schaden herbeizuführen. Hätte der Beschwerdeführer die Löhne nur insoweit 
ausbezahlt, als die darauf geschuldeten Abgaben bei Fälligkeit hätten beglichen 
werden können, wäre der Schaden nicht eingetreten bzw. geringer ausgefallen. Der 
adäquate Kausalzusammenhang ist folglich gegeben. Es würde daran fehlen, wenn 
auch ein pflichtgemässes Verhalten den Schaden nicht hätte verhindern können 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_599/2017 vom 26. Juni 2018 E. 4.3.1.1, 
9C_27/2017 vom 8. August 2017 E. 4.6 m.w.H.) oder wenn der Ausgleichskasse 
eine grobe Pflichtverletzung wie die Missachtung elementarer Vorschriften der 
Beitragsveranlagung und des Beitragsbezugs vorzuwerfen wäre, was für die 
Entstehung oder Verschlimmerung des Schadens adäquat kausal wäre. In diesem 
Fall kann der Schadenersatz ermessensweise herabgesetzt werden (vgl. NEDI, 
a.a.O., S. 151). Letzteres kann indes vorliegend ohne Weiterungen verneint 
werden, da den Akten keine entsprechenden Anhaltspunkte zu entnehmen sind.

4.7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sämtliche Haftungs-
voraussetzungen gemäss Art. 52 AHVG gegenüber dem Beschwerdeführer erfüllt 
sind. Die Beschwerdegegnerin hat demnach den Beschwerdeführer zu Recht 
verpflichtet, Ersatz für den entstandenen Schaden in der Höhe von CHF 39'601.75 
zu leisten. Folglich ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 4. April 2024 zu 
bestätigen, was zur Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, führt.

5.1. In Anwendung der geänderten Praxis des früheren Verwaltungsgerichts und 
heutigen Obergerichts des Kantons Graubünden (vgl. Urteil des Verwaltungs-
gerichts des Kantons Graubünden S 21 48 vom 8. Februar 2022 E. 4.1. ff. und 
S 21 49 vom 8. Februar 2022 E. 3.1. ff.) richtet sich die Kostenpflicht und der 
Kostenrahmen von versicherungsgerichtlichen Verfahren gemäss Art. 61 ATSG, die 
nicht als Leistungsstreitigkeiten im Sinne von Art. 61 lit. fbis ATSG gelten, wie 
insbesondere Beitragsstreitigkeiten, grundsätzlich nach dem kantonalen Recht und 
somit nach den allgemeinen Kostenverlegungsgrundsätzen für Rechtsmittel- und 
Klageverfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubündens (Art. 72 ff. VRG). 
Die Staatsgebühr beträgt in der Regel höchstens CHF 20'000.00 und richtet sich 
nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse und 
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen. Vorliegend ist die 
Staatsgebühr in Anwendung von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 1'000.00 festzusetzen 
(Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 61 ATSG). Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind 

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die Gerichtskosten grundsätzlich durch den unterliegenden Beschwerdeführer zu 
tragen (Art. 73 Abs. 1 VGR). Zu prüfen bleibt damit, ob das Gesuch des 
Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege gutzuheissen ist (vgl. act. F.1).

5.2. Nach Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderlichen 
Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren 
nicht aussichtslos erscheint. Als bedürftig gilt eine Person, wenn sie unter 
Berücksichtigung ihrer gesamten wirtschaftlichen Situation die Kosten eines 
Prozesses nicht aufzubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die 
Deckung des eigenen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Familie 
erforderlich sind (vgl. BGE 144 III 531 E. 4.1 und 141 III 369 E. 4.1). Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, 
bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren 
und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein 
Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren 
ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. 
Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei 
vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll 
einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht 
deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 140 V 521 E. 9.1, 139 III 
475 E. 2.2, 138 III 217 E. 2.2.4 m.H.). Die beschwerdeführende Person hat 
ausserdem, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, Anspruch auf unentgeltlichen 
Rechtsbeistand (vgl. Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 76 Abs. 3 VRG), sofern die 
Verbeiständung durch einen Anwalt oder eine Anwältin zur Wahrung ihrer Rechte 
notwendig oder doch geboten ist (vgl. BGE 135 I 1 E. 7.1; Urteil des Bundesgerichts 
8C_374/2022 vom 5. Dezember 2022 E. 6.1). Die Bewilligung der unentgeltlichen 
Rechtspflege befreit von allen behördlichen (inkl. gerichtlichen) Kosten und 
Gebühren. Die Vorschriften über die Erstattung (Art. 77 VRG) bleiben ausdrücklich 
vorbehalten. Die Entschädigung richtet sich nach der Anwaltsgesetzgebung (Art. 76 
Abs. 3 VRG). Vorliegend erscheint der Rechtsstreit weder offensichtlich mutwillig 
noch von vornherein aussichtslos. Auch ist die Vertretung durch einen Anwalt 
notwendig oder doch zumindest sachlich geboten, zumal es sich beim 
Beschwerdeführer um einen juristischen Laien handelt.

5.3. Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ergibt sich ohne Weiteres aus den 
eingereichten Unterlagen. Der Beschwerdeführer ist verheiratet und Vater von zwei 
minderjährigen Kindern (im Zeitpunkt des Einspracheentscheides 7-jährig und 3-
jährig). Über Vermögen verfügt er nicht, das Konto bei der F._____ wurde im Jahr 
2022 saldiert (vgl. Pfändungsprotokoll vom 24. November 2024 [act. F.9] und 

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Steuererklärung 2022 [act. F.7]). Das im Jahr 2023 ausgewiesene Konto der 
Ehefrau bei der G._____ wies per 14. Dezember 2023 einen Minussaldo von 
CHF 73.78 auf (URP-act. 11). Der Beschwerdeführer erzielt aktuell keinen Lohn 
(vgl. Pfändungsprotokoll Betreibungs- und Konkursamt der Region D._____ vom 
28. November 2024 [act. F.9]), seine Ehefrau einen monatlichen Nettolohn von 
CHF 3'500.00 (vgl. Pfändungsprotokoll vom 28. November 2024 [act. F.9]). Im Jahr 
2023 erzielte der Beschwerdeführer noch einen monatlichen Lohn von 
CHF 3'194.30 (vgl. Arbeitsvertrag der H._____ GmbH vom 1. Januar 2023 [URP-
act. 2]) und seine Ehefrau einen solchen von monatlich CHF 5'099.30 (vgl. 
Lohnabrechnungen August bis Oktober 2023 der H._____ GmbH [URP-act. 1]). Die 
Mietkosten für die gemeinsame Wohnung belaufen sich auf CHF 2'200.00 (vgl. 
URP-act. 3); die Krankenkassenkosten für die Eheleute auf CHF 418.85 und 389.25 
sowie für die beiden Kinder auf je CHF 109.45 (vgl. URP-act. 4 bis 7). Zudem ergibt 
sich aus den Unterlagen eine monatliche Lohnpfändung beim Beschwerdeführer 
von CHF 1'000.00 (vgl. Anzeige betreffend Lohnpfändung des Betreibungs- und 
Konkursamts der Region D._____ vom 11. September 2023 [URP-act. 8]). Die 
aktuellen Betreibungen gegen den Beschwerdeführer mündeten durchwegs in 
Verlustscheine nach Art. 115 SchKG bzw. Art. 149 SchKG (vgl. Pfändungsprotokoll 
vom 28. November 2024 [act. F.9]). Demnach belaufen sich die Verluste aus den 
Forderungen im Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 24. Februar 2025 von total 
CHF 116'377.25 per 24. Februar 2025 auf CHF 37'517.85 (vgl. Schuldner-
Information des Betreibungs- und Konkursamts der Region D._____ vom 
24. Februar 2025 [act. F.9]). Weiter wurden die Kredite bei der I._____ Bank und 
der J._____ GmbH in der Zwischenzeit getilgt (vgl. Schreiben Rechtsanwalt Just 
vom 7. März 2025 [act. F.9]; vgl. Tilgungspläne I._____ Bank und J._____ GmbH 
[URP-act. 9 und 10]). Da die Voraussetzungen für die Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege somit gegeben sind, kann dem Gesuch entsprochen 
werden. Demzufolge gehen die Gerichtskosten von CHF 1'000.00 (zzgl. 
Kanzleiausgaben) vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse. Dem Beschwerdeführer 
ist zudem für das vorliegende Beschwerdeverfahren in der Person von 
Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu 
bewilligen.

5.4. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat dem Gericht mit Schreiben 
vom 19. Juni 2024 seine Honorarnote eingereicht. Darin macht er einen Aufwand 
von 6.05 Stunden à CHF 280.00 (CHF 1'694.00) zzgl. Barauslagen in der Höhe von 
CHF 50.80 und 8.1 % MWST (CHF 141.30), total CHF 1'886.10, geltend. Dieser 
Aufwand erscheint vertretbar, zumal der Rechtsvertreter im Einspracheverfahren 
noch nicht beteiligt war. Im Rahmen der zu bewilligenden unentgeltlichen Vertretung 

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beträgt der Honoraransatz für den berechtigten Aufwand gemäss Art. 5 Abs. 1 
Honorarverordnung (HV; BR 310.250) CHF 200.00 pro Stunde. Praxisgemäss sind 
zudem Barauslagen von 3 % der Honorarsumme zuzusprechen (vgl. Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 23 66 vom 1. Oktober 2024 
E. 5.2.1). Die Entschädigung beläuft sich somit auf korrigierte CHF 1'347.25 (6.05 
Stunden à CHF 200.00 [CHF 1'210.00] zzgl. Barauslagen von 3 % [CHF 36.30] und 
8.1 % MWST [CHF 100.95]). In diesem Umfang ist der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers (vorläufig) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

5.5. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 1'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 476.00

Total CHF 1'476.00

gehen zulasten von A._____.

3. Kostenverteilung:

3.a) In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 76 VRG) werden die 
Kosten von CHF 1'476.00 zulasten von A._____ von der Gerichtskasse 
übernommen.

3.b) A._____ wird in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just ein 
unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Dieser wird durch die Gerichtskasse 
mit CHF 1'347.25 (inkl. Spesen und MWST) entschädigt.

3.c) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 
gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlassene und die 
Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG).

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]