# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5e98945-ef93-5cd1-9253-18a12ab987d0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 08.12.2011 I/1-2011/49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2011-49_2011-12-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2011/49

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 08.12.2011

Entscheiddatum: 08.12.2011

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 08.12.2011
Art. 14 Abs. 3 und Art. 15 Abs. 1 StG (sGS 811.1). Der Steuerpflichtige ist 
selbständig erwerbender Schreiner-Monteur mit Wohnsitz im Kanton St. 
Gallen und einer Einzelfirma, die im Kanton Schwyz im Handelsregister 
eingetragen ist. Da im Kanton Schwyz keine ständigen Anlagen bzw. 
Einrichtungen vorhanden waren, hat die Veranlagungsbehörde den 
zivilrechtlichen Firmensitz zu Recht als fiktiv betrachtet und das Einkommen 
aus selbständiger Tätigkeit zu Recht im Kanton St. Gallen besteuert 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 8. Dezember 2011, I/
1-2011/49).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiberin Louise Blanc Gähwiler

A und B X-Y, Rekurrenten,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Staats- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2007; Steuerausscheidung)

Sachverhalt:

A.- A und B X-Y wohnen in C. A X-Y ist als selbständiger Schreiner tätig und Inhaber 

zweier Einzelunternehmen. Das Einzelunternehmen "X Montagen und Innenausbau" 

bezweckt Schreinermontagen von Küchen, Türen, Schränken und Fenstern sowie den 

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Handel mit Waren aller Art. Das Unternehmen mit Sitz in D SZ wurde am 9. April 2008 

im Handelsregister eingetragen. Weiter gehört A X-Y das Einzelunternehmen "X 

International Management" an der F-Strasse in C, welches seit dem 17. Dezember 

2001 im Handelsregister eingetragen ist und Unternehmensberatung, insbesondere 

Vermittlung von Finanzanlagen sowie Handel mit Waren aller Art bezweckt. B X-Y ist 

als SBB-Reiseberaterin angestellt und ausserdem Eigentümerin eines Geschäftshauses 

an der F-Strasse in C.

B.- A und B X-Y deklarierten für die Steuerperiode 2007 ein steuerbares Einkommen 

von Fr. 120'647.-- sowie ein steuerbares Vermögen von Fr. 125'663.--. Die 

Veranlagungsbehörde erkannte dabei einen Mietaufwand für einen "Bürositzplatz" in D 

SZ von Fr. 1'200.-- bei den Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit des 

Ehemannes nicht an. Zur Begründung führte sie an, der gemietete Bürositzplatz in D 

SZ genüge für die Begründung eines sekundären Steuerdomizils nicht, da die Angaben 

im Mietvertrag eindeutig auf eine Briefkastenfirma hinweisen würden. Deshalb finde 

keine Steuerausscheidung mit D SZ statt. A und B X-Y wurden am 21. April 2009 mit 

einem steuerbaren Einkommen von Fr. 121'800.-- und mit einem steuerbaren 

Vermögen von Fr. 147'000.-- veranlagt. Das kantonale Steueramt wies die gegen diese 

Veranlagung erhobene Einsprache mit Entscheid vom 9. Februar 2011 ab.

C.- Gegen den Einsprache-Entscheid erhoben A und B X-Y mit Eingabe vom 7. März 

2011 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, die Einkünfte aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit seien mittels Steuerausscheidung im Kanton Schwyz zu 

besteuern.

Mit Vernehmlassung vom 2. Mai 2011 beantragte die Vorinstanz, der Rekurs sei 

abzuweisen. Zur vorinstanzlichen Vernehmlassung nahmen die Rekurrenten mit 

Eingabe vom 26. Mai 2011 Stellung.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung der Anträge wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

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1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 7. März 2011 ist rechtzeitig eingereicht 

worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist 

einzutreten.

2.- Im Rekurs ist umstritten, ob der zivilrechtliche Sitz der Einzelfirma des Rekurrenten 

im Kanton Schwyz steuerrechtlich anzuerkennen ist und damit für das Jahr 2007 alle 

oder ein Teil der Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit nicht im Kanton St. Gallen, 

wo die Rekurrenten wohnen, sondern im Kanton Schwyz steuerbar sind.

a) Die Vorinstanz führt im Einsprache-Entscheid im Wesentlichen aus, der Geschäftsort 

in D SZ entspreche nicht den tatsächlichen Verhältnissen und erscheine eher als 

künstlich geschaffen. Der Rekurrent habe als selbständiger Schreiner hauptsächlich für 

zwei Auftraggeber gearbeitet und für diese insgesamt neun Rechnungen ausgestellt. 

Praktisch alle Rechnungen seien auf die Adressen "X International" oder "X A" in C 

ausgestellt. Auch die Mehrwertsteueranmeldung beziehungsweise die entsprechende 

Rechnung laute auf "A X, Innenausbau und Montagen, C". Zudem sei auf einem Foto 

ein Büroarbeitsplatz in D ersichtlich, welcher über ein Laptop und ein Handy verfüge. 

Die Rechnung der Swisscom laute auf "X International Management, F-Strasse, C". 

Schliesslich handle es sich bei der Liegenschaft E in D um ein Einfamilienhaus, welches 

R gehöre, und die Miete für den Bürositzplatz betrage Fr. 1'200.-- im Jahr.

Im Rekurs wird geltend gemacht, den Mietraum in D brauche A X-Y für die Erledigung 

seiner administrativen Arbeiten. Der Grund für den dortigen Geschäftssitz sei, dass er 

in jener Umgebung die meisten Aufträge erhalte beziehungsweise erledige. Nach 

Abschluss des Mietvertrages seien sämtliche Rechnungsadressen den neuen 

Gegebenheiten angepasst worden. Da der ursprüngliche Name (X International oder X 

A) des Einzelunternehmens "X Montagen und Innenausbau" vom Handelsregisteramt 

nicht akzeptiert worden sei, habe der Eintrag erst per 9. April 2008 vorgenommen 

werden können. Die Mehrwertsteuer werde zudem erst seit Oktober 2007 abgerechnet, 

die Anmeldung sei aber bereits im Januar 2007 erfolgt, weshalb die Adresse nicht 

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rechtzeitig geändert worden sei. Das Büro in D sei mit einem Computer inklusive 

entsprechende Peripheriegeräte (z.B. Drucker, externe Festplatte) ausgestattet. Die 

Telefonate würden mittels Handy erledigt.

Die Vorinstanz hält in der Vernehmlassung vom 2. Mai 2011 fest, die am Bürositzplatz 

in D vorhandenen Geräte, wie Laptop, Handy und allenfalls ein Drucker seien derart 

mobil, dass diese ohne weiteres transportiert werden könnten und von überall damit 

gearbeitet werden könne. Es könne daher nicht von festen Anlagen und Einrichtungen 

gesprochen werden. Das Einsatzgebiet des Rekurrenten umfasse neben dem Kanton 

Schwyz insbesondere auch den Kanton Zürich. Der Domizilwechsel sei für das 

Geschäft deshalb gar nicht nötig gewesen. Die sehr bescheidene Bürotätigkeit von 

etwa 15 Debitorenrechnungen lasse sich zudem ebenfalls von überall aus erledigen. 

Schliesslich liessen auch die Punkte im Mietvertrag auf ein Briefkastendomizil in D 

schliessen, weshalb die Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit am 

Hauptsteuerdomizil in C zu erfassen seien.

In der dazu eingereichten Stellungnahme vom 26. Mai 2011 halten die Rekurrenten 

fest, da sie den Raum in D lediglich gemietet hätten, sei es nicht in ihrem Interesse, 

dort Einrichtungen zu verbauen. Zudem könne auch ein Computer mit einem 

Towergehäuse problemlos transportiert und eingerichtet werden. Im gemieteten Büro 

würden zudem Pläne der verschiedenen Baustellen, Materiallisten und anderes 

Papiermaterial lagern. Ein weiterer Grund für das externe Büro bestehe darin, dass der 

Rekurrent dadurch Beruf und Familienleben ganz klar trennen könne. Er könne im Büro 

konzentrierter arbeiten und habe dadurch eine enorm höhere Produktivität, als wenn 

ihn die Kinder zu Hause unnötig beschäftigen. D als Standort habe er deshalb gewählt, 

weil die meisten Aufträge aus jener Umgebung kämen.

b) aa) Gemäss Art. 13 Abs. 1 StG sind natürliche Personen aufgrund persönlicher 

Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder 

Aufenthalt im Kanton haben. Die Steuerpflicht endet nach Art. 19 Abs. 2 StG unter 

anderem mit dem Wegfall der im Kanton steuerbaren Werte. Die Steuerausscheidung 

erfolgt im Verhältnis zu anderen Kantonen nach den Grundsätzen des Bundesrechts 

über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 16 Abs. 1 StG). Zu 

beachten ist insbesondere die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Verbot der 

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Doppelbesteuerung gemäss Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, abgekürzt: BV). Gemäss Art. 15 Abs. 1 

StG ist die Steuerpflicht bei persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt, erstreckt sich 

aber nicht auf Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke ausserhalb des 

Kantons.

Die Rekurrenten haben Wohnsitz in C SG, weshalb sie aufgrund persönlicher 

Zugehörigkeit im Kanton St. Gallen unbeschränkt steuerpflichtig sind (vgl. Art. 3 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 

Gemeinden [SR 642.14, abgekürzt: StHG]). Daneben ist der Rekurrent Inhaber einer 

Einzelunternehmung in D SZ. Damit fragt sich, inwieweit die Einkünfte aus dieser 

selbständigen Erwerbstätigkeit mittels Steuerausscheidung im Kanton Schwyz zu 

besteuern sind.

bb) Gemäss Art. 14 Abs. 3 StG gilt als Betriebsstätte eine feste Geschäftseinrichtung, 

in der die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens oder ein freier Beruf ganz oder 

teilweise ausgeübt wird. Nach Art. 7 der Steuerverordnung (sGS 811.11) sind 

Betriebsstätten insbesondere Zweigniederlassungen, Fabrikationsstätten, Werkstätten, 

Verkaufsstellen, ständige Vertretungen, Bergwerke und andere Stätten der Ausbeutung 

von Bodenschätzen sowie Bau- und Montagestellen von wenigstens zwölf Monaten 

Dauer. Die Umschreibung entspricht im Ergebnis jener der massgebenden 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Doppelbesteuerungsverbot. Danach setzt 

eine Betriebsstätte eine ständige körperliche Anlage voraus, die Teil des 

ausserkantonalen Unternehmens bildet und in der dieses eine qualitativ und quantitativ 

erhebliche Tätigkeit entfaltet (vgl. BGE 134 I 303 E. 2.2 mit Hinweisen). Damit eine 

Tätigkeit qualitativ und quantitativ erheblich ist, muss sie einerseits zum eigentlichen 

Geschäftsbetrieb gehören, wobei hierzu in erster Linie sämtliche der Produktion und 

dem Kundenkontakt dienenden Tätigkeiten zählen. Es darf sich jedoch vor dem 

Hintergrund der Gesamttätigkeit des Unternehmens nicht nur um eine unwesentliche, 

bloss untergeordnete oder nebensächliche Funktion handeln, soll doch eine 

unerträgliche Zersplitterung der Steuerpflicht vermieden werden (vgl. BGE 110 Ia 190 

E. 3; BGE 2P.249/2006 vom 29. Januar 2007 E. 3.2., VerwGE vom 19. Oktober 2006, 

in: SGE 2006 Nr. 22 E. 3b und www.gerichte.sg.ch).

http://www.gerichte.sg.ch

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cc) Der Sitz des Einzelunternehmens muss nicht mit dem Wohnsitz von dessen Inhaber 

übereinstimmen (vgl. Meier-Hayoz/Forstmoser, Schweizerisches Gesellschaftsrecht, 

10. Aufl. 2007, S. 757). Befindet sich der Wohnsitz des Selbständigerwerbenden in 

einem anderen Kanton als der Geschäftsort, steht die Besteuerung des Unternehmens 

dem Kanton zu, in welchem sich der Geschäftsort befindet. Der 

Selbständigerwerbende wird m.a.W. am Geschäftsort aufgrund wirtschaftlicher 

Zugehörigkeit beschränkt steuerpflichtig (Art. 4 Abs. 1 StHG). Inhaber von Einzelfirmen 

unterliegen deshalb der beschränkten Steuerpflicht in demjenigen Kanton, in welchem 

sich der zivilrechtliche Sitz der Einzelfirma befindet. Falls der Ort der wirklichen Leitung 

der Gesellschaft jedoch nicht mit dem formellen zivilrechtlichen Sitz übereinstimmt, 

besteht die Anknüpfung für die beschränkte Steuerpflicht am Ort der wirklichen Leitung 

respektive am Ort, wo sich feste Anlagen und Einrichtungen befinden (vgl. Bauer-

Balmelli/Nyffenegger, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 

2. Aufl. 2002, N 3 zu Art. 4 StHG; Duss/Greter/von Ah, Die Besteuerung Selbständig-

erwerbender, Zürich 2004, S. 116).

Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit, das in einer 

Geschäftsniederlassung mit ständigen Einrichtungen erzielt wird, und das dieser 

Tätigkeit dienende Vermögen sind nach der Rechtsprechung am Geschäftsort zu 

versteuern. Eine Niederlassung ausserhalb des Wohnsitzkantons kann allerdings nicht 

schon aufgrund einer bloss formalen Erklärung (z.B. Handelsregistereintrag, 

Briefkasten oder Postfach) angenommen werden. Vielmehr muss sich die dortige 

Tätigkeit in ständigen körperlichen Anlagen und Einrichtungen entfalten, welche aber 

nicht im Eigentum des Inhabers zu stehen haben. Eine Geschäftsniederlassung wird 

verneint, wenn sie den wirklichen Verhältnissen nicht entspricht und als künstlich 

geschaffen erscheint. Dann sind Berufseinkommen und Erwerbsvermögen am 

Hauptsteuerdomizil steuerbar. Wird ein solches Spezialdomizil geltend gemacht, so 

fordert die Praxis weiter, dass sich die Erwerbstätigkeit hauptsächlich am Geschäftsort 

abspielt. Bei Tätigkeiten, die ihrer Natur nach nicht überwiegend von an sich 

vorhandenen ständigen Anlagen und Einrichtungen aus erbracht werden, sondern 

dezentral bei diversen Kunden beziehungsweise Abnehmern, kann es nicht darauf 

ankommen, wo diese wohnhaft sind. Es genügt, dass die übrigen Tätigkeiten (z.B. 

Vorbereitungs- sowie administrative Arbeiten) vorwiegend am Geschäftsort ausgeübt 

werden (vgl. BGE 2C_726/2010 vom 25. Mai 2011 E. 2.2. mit weiteren Hinweisen).

https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReference=CH%2F642.14%2F4%2F1

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c) Das Einzelunternehmen "X Montagen und Innenausbau" hat gemäss Handelsregister 

seit 9. April 2008 seinen Sitz in D; seine Geschäftsadresse lautet "E, 0000 D". Der 

Rekurrent schloss bereits am 1. Juni 2007 mit dem dort wohnenden R einen 

Mietvertrag über eine "Bürositzplatzmitbenützung" an besagter Adresse ab. Gemäss 

Mietvertrag bestimmt der Vermieter unter anderem die zeitliche Benutzung des 

Bürositzplatzes. Zudem sei dessen Briefkasten für den Mieter zur Mitbenützung 

bestimmt, wobei der Vermieter dem Mieter die Post zusende, könne dieser die Post vor 

Ort nicht abholen. Zudem muss der Rekurrent seinem Vermieter adressierte und 

frankierte Couverts für die Zustellung der Post zur Verfügung stellen (act. 7/II/04). Der 

Rekurrent reichte zwei Fotos ein, worauf insbesondere ein Laptop, ein Handy, ein 

Briefumschlag und Post-it-Haftzettel ersichtlich sind (act. 7/II/05).

aa) Als erstes erscheint es fraglich, ob für das Jahr 2007 bereits eine beschränkte 

Steuerpflicht im Kanton Schwyz bestehen kann, da zu jenem Zeitpunkt das 

Einzelunternehmen noch gar nicht im Handelsregister eingetragen war. Die Frage kann 

jedoch offen bleiben, da der Rekurrent geltend macht, bereits im Jahr 2007 als Inhaber 

der Einzelfirma tätig gewesen zu sein, und ein Eintrag im Handelsregister zur Aufnahme 

der Tätigkeit nicht erforderlich ist.

bb) Die Regelung im Mietvertrag vom 1. Juni 2007, wonach insbesondere der Vermieter 

die zeitliche Benutzung des Bürositzplatzes bestimmt, ist unüblich (act. 2/2). Typisches 

Merkmal bei der Miete ist vielmehr, dass der Vermieter dem Mieter die vermietete 

Sache während der Dauer des Mietverhältnisses im ungestörten Gebrauch zu belassen 

hat (vgl. R. Weber, in: Basler Kommentar zum Obligationenrecht, Band I, 4. Aufl. 2011, 

Art. 253 N 3). Vorliegend ist der Rekurrent dagegen auf den Vermieter angewiesen, um 

seinen Bürositzplatz zu benutzen. Aber auch die Einrichtung des Bürositzplatzes lässt 

darauf schliessen, dass dieser vom Rekurrenten kaum in nennenswertem Umfang 

genutzt wird. Die abgebildeten Geräte lassen sich ohnehin nicht eindeutig dem 

Rekurrenten zuordnen und sind zudem keine ortsfesten Anlagen. Schliesslich verfügt 

das Büro nicht über einen Festnetzanschluss für den Rekurrenten, was doch für eine 

gewisse Dauerhaftigkeit sprechen würde. Die Auftragsentgegennahme per Mobiltelefon 

ist hingegen überall möglich.

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cc) Als Beweis ihrer Geschäftstätigkeit in D reichten die Rekurrenten diverse 

Rechnungen ein. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Feststellung der Vorinstanz, 

wonach beinahe sämtliche Rechnungen auf die Adressen "X International" oder "X A" 

in C ausgestellt seien (act. 2/1 S. 3 oben), aus den Akten nicht ersichtlich ist. Gleiches 

gilt für die Ausführungen der Vorinstanz, wonach die Rechnung der Swisscom auf die X 

International Management lautet. Eine Rechnung des Swisscom befindet sich nicht in 

den Akten, und die vom Rekurrenten eingereichten Rechnungen lauten alle auf 

"Montagen + Innenausbau, X International Management, E, 0000 D". Auffallend ist 

dabei, dass fünf Rechnungen vor dem 1. Juni 2007, also vor Abschluss des 

Mietvertrages datieren (act. 2/5-9). Sodann wurden die Rechnungen nicht unter der 

Firma einer der beiden Einzelunternehmungen des Rekurrenten ausgestellt, sondern 

unter einer Bezeichnung, die Elemente der Firmen beider Einzelunternehmen aufweist. 

Die "X International Management", die in ähnlicher Form auf den Rechnungen 

aufgeführt ist, hat ihren Sitz an der F-Strasse in C. Bei dieser Adresse handelt es sich 

um das im Eigentum der Rekurrentin stehende Geschäftshaus (act. 7/I/08). Aus den 

eingereichten Rechnungen lässt sich somit nichts zugunsten einer Betriebsstätte in D 

SZ herleiten.

dd) Die Rekurrenten bringen ausserdem vor, das Einzelunternehmen erhalte die 

meisten Aufträge aus der Umgebung des Firmensitzes beziehungsweise die meisten 

Aufträge würden dort erledigt. Den eingereichten Rechnungen ist zu entnehmen, dass 

der Rekurrent vorwiegend im Kanton Zürich, vereinzelt im Kanton Schwyz, aber auch 

im Kanton St. Gallen tätig ist (act. 2/5-17). Zutreffend ist, dass die Hauptauftraggeber 

ihren Sitz in G und H und damit im Kanton Schwyz haben. Da die Arbeiten eines 

selbständigen Schreiners üblicherweise jedoch weder am Sitz der Auftraggeber noch 

am Geschäftsort der Einzelfirma ausgeführt werden, ist der Umstand, dass die 

Hauptauftraggeber ihren Sitz im Kanton Schwyz haben, nicht ausschlaggebend.

ee) Weiter brachten die Rekurrenten vor, sie hätten beim Verkehrsamt Schwyz die 

Verkehrssteuern für das Geschäftsauto bezahlt. Richtig ist, dass die Rekurrenten ein 

Fahrzeug mit dem Kennzeichen SZ 12345 im Kanton Schwyz eingelöst haben 

(act. 2/27). Es wurde jedoch lediglich eine Fahrzeugeinlösung für die Periode vom 

21. Juli 2008 bis 31. Dezember 2008 belegt (act. 2/27). Die Prämienabrechnung für die 

Motorwagenversicherung der "Zurich Versicherung" betrifft dieselbe Periode (act. 

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2/31). Aufgrund der Benutzung eines Fahrzeugs mit Schwyzer Kennzeichen kann für 

die Steuerperiode 2007 daher ebenfalls nichts zugunsten der Rekurrenten hergeleitet 

werden.

ff) Schliesslich stellte die Rekurrentin der Einzelfirma "X Montagen + Innenausbau" 

diverse Büroarbeiten in Rechnung. Als Absenderadresse erscheint dabei diejenige ihres 

Geschäftshauses beziehungsweise der Einzelfirma "X International Management" in C 

(act. 2/35). Obwohl sämtliche Pläne und Unterlagen angeblich in D lagern, war es der 

Rekurrentin möglich, das Führen der Buchhaltung, Rechnungskontrollen und -

begleichungen, Mehrwertsteuerabrechnungen, Korrespondenzen etc. von C aus zu 

erledigen.

Aufgrund der dargelegten Umstände entspricht der Firmensitz des Einzelunternehmens 

des Rekurrenten in D im Kanton Schwyz in keiner Weise den wirklichen Verhältnissen. 

Das Einkommen des Rekurrenten aus seiner Tätigkeit als selbständiger Schreiner ist 

somit nicht am Firmensitz in D zu besteuern, sondern in C. Die für den Bürositzplatz 

bezahlte Miete in Höhe von Fr. 1'200.-- kann daher mangels geschäftsmässiger 

Begründetheit (Art. 40 Abs. 1 StG) nicht in Abzug gebracht werden. Die angefochtene 

Steuerveranlagung von A und B X-Y mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 121'800.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 147'000.-- ist folglich korrekt. 

Daher ist der Rekurs abzuweisen.

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten von den 

Rekurrenten zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 800.-- ist 

angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Die Rekurrenten bezahlen die amtlichen Kosten von Fr. 800.-- unter

       Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 800.--.

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