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**Case Identifier:** 1a65e0f3-a491-5f32-a720-238a3174a3be
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-31
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 31.08.2017 725 17 231 / 232
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-231---232_2017-08-31.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  31. August 2017 (725 17 231 / 232) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Markus Mattle, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Sympany Versicherungen AG, Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Die 1973 geborene A.____ arbeitet seit dem 1. April 2010 als Pflegehilfeassistentin bei 
B.____ und war in dieser Eigenschaft bei der Sympany Versicherungen AG (Sympany) gegen 
die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert als sie am 10. Juli 2012 im Bade-
zimmer ausrutschte und sich dabei am rechten Fuss, am linken Handgelenk und am Kopf ver-
letzte. Nach Eingang der Unfallmeldung vom 19. Juli 2012 übernahm die Sympany die Behand-
lungskosten im Zusammenhang mit dem erwähnten Unfallereignis.  
 

 

 
 
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Am 15. August 2013 meldete A.____ bzw. ihre Arbeitgeberin einen Rückfall zum Unfall vom 10. 
Juli 2012 unter Angabe von Schmerzen am linken Handgelenk. Nach Einholung diverser medi-
zinischer Unterlagen verneinte die Sympany mit Schreiben vom 10. April 2014 eine Leistungs-
pflicht. Mit Schreiben vom 5. Mai 2014 verlangte A.____ eine anfechtbare Verfügung. Am 18. 
November 2014 verfügte die Sympany, dass die Ausrichtung von Versicherungsleistungen aus 
der obligatorischen Unfallversicherung abgelehnt werde. Mit Schreiben vom 24. November 
2014 widerrief die Sympany aufgrund einer Einsprache der Krankenversicherung von A.____ 
ihre Verfügung vom 18. November 2014 und bestätigte, dass sie Leistungen für den Unfall vom 
10. Juli 2012 erbringen könne. Am 18. Februar 2015 ersuchte das C.____-Spital um Kostengut-
sprache für eine am 19. Februar 2015 vorgesehene Operation. In der Folge konsultierte die 
Sympany ihren Vertrauensarzt und lehnte gestützt auf dessen Angaben die Ausrichtung von 
Leistungen für den Unfall vom 10. Juli 2012 ab. Zur Begründung wurde ausgeführt, die geklag-
ten Beschwerden würden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit 
dem erwähnten Unfall stehen. 
 
Die dagegen erhobene Einsprache wies die Sympany mit Entscheid vom 16. August 2016 ab. 
 
B. Mit Schreiben vom 30. August 2016 erhob A.____ beim Sozialversicherungsgericht Ba-
sel-Stadt Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 16. August 2016. Sie beantragte, 
es sei festzustellen, dass die Sympany nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen habe, dass keine natürliche Kausalität zwischen dem Unfallereig-
nis und den Beschwerden am linken Handgelenk bestehe. Weiter sei festzustellen, dass die 
Beschwerdegegnerin nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nach-
weisen könne, dass zum Zeitpunkt der Operation am 19. Februar 2015 der Zustand vor dem 
Unfall erreicht worden sei. Ausserdem wurde sinngemäss beantragt, der Einspracheentscheid 
sei aufzuheben und die Sympany zu verurteilen, die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus-
zurichten.  
 
C.  In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. November 2016 schloss die Sympany auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
D. Mit Replik vom 10. Dezember 2016 bzw. Duplik vom 16. Januar 2017 hielten die Partei-
en an ihren jeweiligen Rechtsbegehren fest.  
 
E. Das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt gelangte mit Urteilsentwurf vom 25. April 
2017 zum Schluss, die Beschwerde sei abzuweisen.  
 
F. Mit Verfügung vom 28. Juni 2017 stellte das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt 
fest, dass es zur Behandlung der Angelegenheit nicht zuständig sei. Es wurde ausgeführt, dass 
die Parteien ein Urteil des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt anerkennen könnten, sofern 
das Urteil nicht an das Schweizerische Bundesgericht weitergezogen werde. Den Parteien wur-
de eine Frist gesetzt, innert welcher sie den Urteilsentwurf anerkennen könnten. Sollte der Ent-
wurf nicht anerkannt werden, würden die Akten an das zuständige Versicherungsgericht des 
Kantons Basel-Landschaft weiter geleitet.  

 

 
 
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Nachdem die Sympany mit Schreiben vom 20. Juli 2017 den Urteilsentwurf akzeptiert hatte, 
lehnte A.____ diesen mit Schreiben vom 23. Juli 2017 ab und bat um Überweisung der Akten 
an das Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft.  
 
G. Mit Verfügung vom 26. Juli 2017 liess das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt die 
Akten dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt), zukommen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 
Nach Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des 
Einspracheentscheides einzureichen. Gelangt die Partei rechtzeitig an eine unzuständige Be-
hörde, so gilt die Beschwerdefrist gemäss Art. 60 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 39 Abs. 2 
ATSG als gewahrt. Vorliegend hat die Versicherte ihre Beschwerde gegen den Einspracheent-
scheid vom 16. August 2016 am 30. August 2016 und somit innert der dreissigtägigen Be-
schwerdefrist erhoben; allerdings ist sie mit ihrer Eingabe innert Frist nicht an das örtlich und 
sachlich zuständige Kantonsgericht, sondern an das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt 
gelangt, welches die Akten dem Kantonsgericht überwiesen hat. Nach dem Gesagten ist die 
Beschwerde damit rechtzeitig erhoben worden. Die Frage, ob auf die Feststellungsbegehren 
der Beschwerdeführerin eingetreten werden kann, kann vorliegend offen gelassen werden, da 
sie auch ein Leistungsbegehren gestellt hat. Da die Beschwerde auch alle weiteren formellen 
Kriterien erfüllt, ist darauf einzutreten.  
 
2. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehören auch die 
Bestimmungen von Art. 10 Abs. 1 lit. a UVG sowie von Art. 24 Abs. 2 UVG. Laut der Über-
gangsbestimmung von Art. 118 Abs. 1 UVG werden jedoch Versicherungsleistungen für Ereig-
nisse, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und 

 

 
 
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für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht 
gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige 
Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
3. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die von der Beschwerdeführerin geltend ge-
machten Beschwerden, welche zur Operation vom 19. Februar 2015 geführt haben, in einem 
ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 10. Juli 2012 stehen und ob die Be-
schwerdeführerin diesbezüglich Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversi-
cherung hat. 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Dabei hat 
der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs.1 Satz 1 UVG). Ist die 
versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 
80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Anspruch auf eine Invalidenren-
te (Art. 18 Abs. 1 UVG) hat die versicherte Person, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 
10 % invalid ist. Zudem besteht gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene 
Integritätsentschädigung, wenn durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Integrität bewirkt worden ist. 
 
3.2 Für alle diese Leistungen hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung aufzu-
kommen, dass zwischen den geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versi-
cherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Ursachen im 
Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 
der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungs-
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschrei-
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis im Sinne einer Teilursache zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 337 E. 1 mit weiteren Hinweisen). 
3.3 Nach Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 
1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 
und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar. Bei einem Rückfall han-
delt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu 

 

 
 
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ärztlicher Behandlung kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden 
im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem 
anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit be-
grifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwer-
den und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürli-
cher und ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. In diesem Zusammenhang gilt es 
klarzustellen, dass der Unfallversicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rückfall nicht auf 
der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet werden 
kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. 
  
3.4 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein na-
türlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, über welche die rechtsanwendende 
Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung zu befinden hat. Dabei hat sie ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen 
(vgl. dazu BGE 115 V 142 E. 8b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste gewürdigt wird (vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a und 208 E. 6b). 
 
Bei Vorliegen eines Rückfalles oder von Spätfolgen ist das Vorliegen eines natürlichen Kausal-
zusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall ebenfalls mit dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Ab-
stand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto 
strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten 
Person aus. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversi-
cherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen 
dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 7. Juli 2010, 8C_113/2010, E. 2.3 mit Hinweis). 
 
4.1 Der Sozialversicherungsprozess wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 
lit. c ATSG). Das Sozialversicherungsgericht hat danach von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt 
nicht uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien (BGE 122 V 
158 E. 1a; 121 V 210 E. 6c je mit Hinweisen). Im Übrigen schliesst der Untersuchungsgrund-
satz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversiche-
rungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall 
der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten der Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will (ULRICH MEYER-BLASER, Die Rechtspflege in der 
Sozialversicherung, in: Basler Juristische Mitteilungen [BJM] 1989, S. 32). Diese Beweisregel 
greift Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
auf dem Weg der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwie-

 

 
 
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gende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b; 
ULRICH MEYER-BLASER, a.a.O., S. 32). 
 
4.2 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hin-
weisen). Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinwei-
sen). Widersprechen sich medizinische Berichte, darf das Gericht den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 
eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 
352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c je mit Hinwei-
sen).  
 
5. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und der Frage der 
Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 10. Juli 2012 und den geklagten Beschwerden lie-
gen im Wesentlichen folgende medizinischen Unterlagen vor: 
5.1 Mit Arztzeugnis UVG vom 27. August 2013 hält die behandelnde Ärztin Dr. med D.____, 
FMH Allg. Chirurgie, Spez. Handchirurgie, als Diagnose eine SL-Band-Läsion Handgelenk 
rechts (recte links) bei Status nach Sturz am 10. Juli 2012 fest. Leider sei bei der Untersuchung 
in G.____ am 11. Juli 2012 die Läsion des SL-Bandes übersehen worden. 
 
5.2 Dr. D.____ gelangt mit Schreiben vom 25. August 2013 an PD Dr. med. E.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Handchirurgie, mit der Bitte um eine Zweitmeinung. Die Patientin 

 

 
 
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sei am 10. Juli 2012 gestürzt und auf die linke Hand gefallen. Am 11. Juli 2012 sei ein Rönt-
genbild angefertigt worden, welches zwar keine Radiusfraktur zeige, aber eine klare Verletzung 
des SL-Bandes mit einem eindeutigen pathologischen SL-Winkel und eine rotatorische Fehlstel-
lung des Os scaphoideum. Ihres Erachtens müsse dieser Unfall die Ursache dieser Läsion sein. 
Ein CT des linken Handgelenks vom 25. Juni 2013 bestätige die radiocarpale Arthrose.  
 
5.3  PD Dr. E.____ führt in seiner Beurteilung vom 23. Oktober 2013 aus, aufgrund der 
Anamnese, der radiologischen Dokumente vom 11. Juli 2012, vom 25. Juni 2013 und der heuti-
gen Röntgenbildern sowie des klinischen Befundes sei anzunehmen, dass sich die Patientin vor 
über 10 Jahren eine Handgelenksdistorsion mit skapholunärer Bandruptur zugezogen habe. In 
der Folge sei es zu einer skapholunären Dissoziation mit karpalem Kollaps gekommen. Über 
die Jahre habe sich eine Radiokarpalarthrose ausgebildet. Diese müsse schon vor vielen Jah-
ren zu einer sekundären Ganglionbildung geführt haben. Dieses Ganglion sei operativ entfernt 
worden. Auf den Röntgenbildern vom 11. Juli 2012 sei zwar eine Fraktur ausgeschlossen, die 
Diagnose einer Radiokarpalarthrose sei jedoch nicht gestellt oder nicht erwähnt worden. Die 
Situation im Bereiche des linken Handgelenkes sei bereits identisch zum heutigen Zustand. Die 
ursächliche Verletzung, welche zu dieser sekundären Radiokarpalarthrose geführt habe, liege 
wesentlich weiter zurück.  
 
5.4 Dr. med. F.____, FMH Innere Medizin und Zertifizierter Medizinischer Gutachter SIM, 
Konsiliararzt der Sympany, hält mit Stellungnahme vom 9. April 2014 fest, es würden degenera-
tive Veränderungen vorliegen, welche nicht Folge des Sturzes im Jahre 2012 seien. Durch den 
Sturz sei es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes gekommen. Der 
Status quo sine sei spätestens 1 Jahr nach dem Ereignis erreicht worden.  
 
5.5 Im Operationsbericht vom 23. Februar 2015 führt Dr. D.____ zur Indikation der Operati-
on aus, die Patientin habe sich bei einem Sturz am 10. Juli 2012 eine SL-Bandruptur zugezo-
gen. Im Verlauf habe sich eine sekundäre Radiocarpalarthrose bei typischem SLAC-Wrist ent-
wickelt.  
 
5.6 Mit versicherungsmedizinischer Stellungnahme vom 26. Juli 2016 hält Dr. F.____ fest, 
bereits am 11. Juli 2012 sei eine Arthrose im Handgelenk nachgewiesen worden. Deswegen sei 
die Annahme von Dr. D.____ eine SL-Bandläsion auf den 10. Juli 2012 zu datieren, nicht kor-
rekt, insbesondere da ein indirekter Hinweis mit der skapholunären Dissoziation bereits mit 
Röntgenbildern aus G.____ zeitnah zum Ereignis habe bewiesen werden können. Hier liege ein 
Vorzustand vor, welcher zwar durch das Ereignis vom 10. Juli 2012 symptomatisch geworden 
sei, doch lasse sich eine richtungsweisende Verschlechterung nicht geltend machen. Es könne 
maximal eine vorübergehende Verschlimmerung anerkannt werden. Spätestens 1 Jahr nach 
dem Ereignis könne der Status quo sine festgesetzt werden. Auf die Beurteilung von Dr. D.____ 
könne nicht abgestellt werden, denn sie gehe von einer SL-Bandruptur mit Entwicklung einer 
sekundären Radiokarpalarthrose bei typischem SLAC-Wrist aus. Dies müsse jedoch verneint 
werden, da bereits ein Tag nach dem Ereignis eine Arthrose nachgewiesen sei.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts vollumfänglich auf die Stellungnahmen ihres Konsiliararztes, Dr. F.____, sowie auf den 

 

 
 
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Bericht von PD Dr. E.____ vom 23. Oktober 2013. Sie ging demzufolge davon aus, dass die 
Beschwerden, welche zur Operation vom 19. Februar 2015 führten, nicht überwiegend wahr-
scheinlich kausal zum Unfallereignis vom 10. Juli 2012 seien. Diese vorinstanzliche Beweis-
würdigung ist nicht zu beanstanden. Zwar hat Dr. F.____ seine Beurteilung lediglich gestützt auf 
die Akten und ohne persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin vorgenommen. Nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist jedoch eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein reines 
Aktengutachten nicht an sich als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen Aktengutachten kann 
voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen 
nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht. 
Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach 
und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer 
Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinderung verschieden be-
wertet werden. In diesen Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der 
verschiedenen Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine be-
stimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 
8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). Eine solche Konstellation liegt hier vor. Der Konsiliararzt 
der Sympany hatte gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten hauptsächlich zu beurtei-
len, ob die von der Versicherten geklagten Beschwerden bzw. die dadurch notwendige Operati-
on am linken Handgelenk mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausal-
zusammenhang zum Unfall vom 10. Juli 2012 stehen. Bei dieser Fragestellung kann eine aus-
schliesslich gestützt auf die Akten erstellte Beurteilung durchaus Klärung bringen. Der Kreisarzt 
hat vorliegend denn auch alle vorhandenen Arztberichte berücksichtigt und gewürdigt, so dass 
ein vollständiges Bild über den Verlauf vorliegt.  
 
Zudem kann auch auf die mit Dr. F.____ übereinstimmende Beurteilung von PD Dr. E.____ 
abgestellt werden, welcher seine Beurteilung nicht nur gestützt auf alle vorliegenden Arztberich-
te und bildgebenden Dokumente, sondern auch auf eine persönliche Untersuchung der Patien-
tin abgegeben hat. PD Dr. E.____ hat in seinem Bericht vom 23. Oktober 2013 nachvollziehbar 
und plausibel dargelegt, dass sich die Beschwerdeführerin vor über 10 Jahren eine Handge-
lenksdistorsion mit skapholunärer Bandruptur zugezogen haben müsse. In der Folge sei es zu 
einer skapholunären Dissoziation mit karpalem Kollaps gekommen. Über die Jahre habe sich 
eine Radiokarpalarthrose ausgebildet. Vor gut einem Jahr, am 11. (recte 10.) Juli 2012 habe 
sich die Patientin erneut eine Handgelenksdistorsion links zugezogen. Die Situation im Bereiche 
des linken Handgelenks sei damals, im Juli 2012 identisch zum heutigen Zustand, also im Ok-
tober 2013. Die ursächliche Verletzung, welche zu dieser sekundären Radiokarpalarthrose ge-
führt habe, liege wesentlich weiter zurück. An der Plausibilität dieser Einschätzung, welcher sich 
Dr. F.____ angeschlossen hat, ändern auch die Ausführungen von Dr. D.____ nichts. Als Indi-
kation zur Operation im Februar 2015 gibt sie zwar den Sturz im Juli 2012 an. Im Verlauf habe 
sich eine sekundäre Radiocarpalarthrose entwickelt. Da aber gemäss PD Dr. E.____ bereits im 
Juli 2012 eine Radiocarpalarthrose bestand, kann sich diese nicht durch das Ereignis im Juli 
2012 entwickelt haben. Zu den Ausführungen von PD Dr. E.____, den Dr. D.____ selbst um 
eine Zweitmeinung gebeten hatte, hat Dr. D.____ nicht Stellung genommen. Die Sympany durf-
te somit auf die überzeugenden Berichte von PD Dr. E.____ und Dr. F.____ abstellen. 
 

 

 
 
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6.2 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Beurteilung 
des medizinischen Sachverhaltes in Frage zu stellen. Sie beruft sich in ihrer Beschwerde im 
Wesentlichen auf die Berichte der behandelnden Ärztin Dr. D.____, auf welche gemäss obigen 
Erwägungen nicht abgestellt werden kann. Ihre Argumentation läuft im Ergebnis auf die Beweis-
formel "post hoc ergo propter hoc" hinaus, wonach eine gesundheitliche Schädigung bereits 
deshalb als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. BGE 
119 V 341 f. E. 2b/bb). Eine solche Beweiswürdigung erweist sich im unfallversicherungsrechtli-
chen Bereich aber nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung als unzureichend (vgl. etwa Urteil 
des Bundesgerichts vom 22. Juni 2010, 8C_309/2010).  
 
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Sympany die Kausalität zwischen dem Unfaller-
eignis vom 10. Juli 2012 und der zur Operation vom 19. Februar 2015 führenden Gesundheits-
schädigung zu Recht verneint hat, weshalb die vorliegende Beschwerde abzuweisen ist.  
 
8. Art. 61 lit . a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind entsprechend dem Verfahrensaus-
gang wettzuschlagen. 
 
  

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht