# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f84384a2-c770-56fd-bfbf-51ceb42e41a9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.12.2012 IV 2009/359
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-359_2012-12-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/359

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 29.10.2019

Entscheiddatum: 14.12.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 14.12.2012
Art. 28 IVG. Würdigung Gutachten. MEDAS-Gutachten beweiskräftig. 
Anspruch auf halbe Invalidenrente bestätigt (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Dezember 2011, IV 
2009/359).

Entscheid Versicherungsgericht, 14.12.2012

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 14. Dezember 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jürg Dommer, Technikumstrasse 1a, Postfach, 

9470 Buchs,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.       

A.a   A.___ meldete sich am 11. September 2007 zum Bezug von IV-Leistungen an (act. 

G 3.1/1). Auf Grund einer schweren Legionellen-Pneumonie beidseits, die sie während 

ihrer Hausdiensttätigkeit im Altersheim Wieden erlitten hatte, einer diagnostizierten 

Depression nach Ehetrennung sowie einem Status nach mittelschwerer 

Niereninsuffizienz war sie vom 29. Mai bis 1. Juni 2006 im Spital E.___, vom 1. bis 9. 

Juni 2006 im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) und danach nochmals bis 14. Juni 2006 

im Spital E.___ hospitalisiert (act. G 3.1/14-18f., act. G 3.1/14-24ff., act. G 3.1/12-1). 

Vom 28. August bis 23. September 2006 fand im Rehabilitationszentrum F.___, eine 

weitere Hospitalisation statt (act. G 3.1/14-37).

A.b   Auf Grund einer traumatischen Labrumläsion der rechten Schulter am 10. Mai 

2007 führte Dr. med. B.___, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH/KNMG, am 4. 

Juni 2007 bei der Versicherten eine Schulterarthroskopie, ein Labrumdébridement 

sowie eine Refixation durch (act. G 3.1/ 17-3f.).

A.c   Vom 3. Juli bis 28. August 2007 wurde die Versicherte im Interdisziplinären 

Zentrum für Schlafmedizin und am 29. August 2007 in der Schlafsprechstunde des 

KSSG untersucht. Als Diagnosen erhoben die Spezialisten eine Hypersomnie, erhöhte 

Tages-müdigkeit mit PLMS (Periodische Beinbewegungen im Schlaf) und leichtem 

Restless Legs-Syndrom, bei Status nach Legionellen-Pneumonie mit initial 

mittelschwerer Niereninsuffizienz und Status nach Eisenmangelanämie und Vitamin 

B12-Mangel, aktuell substituiert (act. G 3.1/14-9-14 und 28).

A.d   Mit Bericht vom 24. September 2007 diagnostizierte PD Dr. med. C.___, Facharzt 

FMH Neurologie, ein schweres postinfektiöses psychophysisches 

Erschöpfungssyndrom, einen Verdacht auf Periodic-leg-movement-in-sleep Syndrom, 

Eisenmangel sowie Vitamin B12-Mangel (act. G 3.1/14-36). Am 6. November 2007 hielt 

Dr. B.___ fest, dass der Versicherten die bisherige Tätigkeit als Alterspflegerin mit 

fehlendem Einsatzbereich der rechten oberen Extremität nicht möglich sei. Ein Jahr 

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nach der Operation sollte ihr eine Tätigkeit aus Sicht der Schulterproblematik jedoch 

wieder zumutbar sein (act. G 3.1/17-5f.). Gemäss Bericht vom 13. November 2007 von 

Dr. med. D.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik G.___, wo sich die 

Versicherte vom 15. Oktober bis 8. November 2007 stationär aufgehalten hatte, 

bestand aus psychiatrischer Sicht bei der Versicherten keine Verminderung der 

Leistungsfähigkeit (act. G 3.1/22-8). Demgegenüber befand PD Dr. med. H.___, Klinik 

für Neurologie des KSSG, im Bericht vom 17. Januar 2008, dass bei der Versicherten 

eine schwere Depression mit Müdigkeit und Schlafneigung tagsüber im Vordergrund 

stehe. Seines Erachtens sei das depressive Syndrom das zentrale Problem und müsse 

intensiver angegangen werden (act. G 3.1/30-7f.).

A.e   Im Bericht des Psychiatrie-Zentrums I.___ (nachfolgend: Psychiatrie-Zentrum) 

vom 6. Mai 2008 wurde eine Neurasthenie (ICD-10: F48.0) sowie ein Status nach 

mittelgradiger Depression (ICD-10: F32.1) diagnostiziert (act. G 3.1/32).

A.f    Am 1./3. und 9. September 2008 fand eine interdisziplinäre Begutachtung durch 

die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Ostschweiz, insbesondere durch den 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie J.___ und Dr. med. K.___, Fachärztin für 

Orthopädie, statt. Im MEDAS-Gutachten vom 12. November 2008 hielten die Gutachter 

Dr. med. L.___, Innere Medizin FMH, sowie Dr. med. M.___, Chefarzt MEDAS 

Ostschweiz, Allgemeine Medizin FMH, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, polydisziplinär "eine mindestens 50%ige" Arbeitsunfähigkeit für 

adaptierte Tätigkeiten seit 26. Mai 2006 (abgesehen von Phasen voller 

Arbeitsunfähigkeit wegen Pneumonie 2006 und Schulteroperation rechts im Juni 2007) 

fest (act. G 3.1/46, 3.1/47, 3.1/48).

A.g   Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend die Erwerbstätigkeit gab die 

Versicherte am 24. November 2008 an, zur Zeit während acht Stunden pro Woche bzw. 

maximal zwei Stunden pro Tag erwerbstätig zu sein. Ohne Behinderung würde sie eine 

100%-Erwerbstätigkeit ausüben (act. G 3.1/52). Mit Stellungnahme vom 8. Januar 2009 

befand die RAD-Ärztin Dr. med. N.___ die Ausführungen der MEDAS-Gutachter als 

nachvollziehbar (act. G 3.1/53).

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A.h   Mit Vorbescheid vom 16. Februar 2009 stellte die IV-Stelle der Versicherten ab 

1. Mai 2007 einen Anspruch auf eine ganze Rente und ab 1. März 2008 einen solchen 

auf eine halbe Rente in Aussicht (act. G 3.1/58). Die Versicherte liess dagegen durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. J. Dommer, Buchs, am 17. März 2009 Einwand erheben (act. 

G 3.1/61).

A.i     Mit Stellungnahme vom 5. März 2009 äusserte sich der Hausarzt der 

Versicherten, Dr. med. O.___, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, zum MEDAS-

Gutachten. Er hielt fest, dass die Versicherte gemäss seiner Einschätzung sowie 

derjenigen der behandelnden Fachärzte und des Arbeitgebers grosse Mühe habe 

(Konzentration und Arbeitsleistung), eine zusammenhängende Zeitspanne von mehr als 

zwei Stunden zu erreichen. Ein zusammenhängendes Teilpensum von 50% (ca. vier 

Stunden) sei nicht realisierbar. Ebenso habe er Bedenken, ob die Versicherte 

überhaupt die hypothetische Arbeitsleistung erzielen könne (act. G 3.1/62). Im Bericht 

vom 26. Mai 2009 beantwortete das Psychiatrie-Zentrum die Frage nach der Prognose 

zur Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 50% lediglich damit, dass es der Versicherten 

zurzeit möglich sei, bei einem anderen Arbeitgeber als dem Altersheim Wieden viermal 

zwei Stunden pro Woche zu arbeiten. Da Anfang 2009 auch noch ein Pensionär des 

Altersheims an Legionellen erkrankt sei, sei es ihr unmöglich, ihre Tätigkeit dort wieder 

aufzunehmen (act. G 3.1/75).

A.j     Am 3. September 2009 verfügte die IV-Stelle im Sinn des Vorbescheids (act. 

G 3.1/78, G 3.1/81).

B.       

B.a   Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 8. Oktober 2009 mit den 

Anträgen, der Beschwerdeführerin sei ab 1. März 2008 eine ganze Invalidenrente 

zuzusprechen. Eventualiter sei die Streitsache zur weiteren Abklärung und 

anschliessender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zudem 

sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung unter Beizug eines 

unentgeltlichen Rechtsbeistands in der Person des unterzeichnenden Rechtsanwalts 

zu gewähren; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Rechtsvertreter begründete 

dies im Wesentlichen damit, dass vom MEDAS-Gutachten nicht auf eine 50%ige 

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Arbeitsfähigkeit geschlossen werden könne. Vielmehr liessen die Berichte des 

Hausarztes, des Psychiatrie-Zentrums sowie die Feststellungen des früheren 

Arbeitgebers auf eine geringere Arbeitsfähigkeit schliessen. Zudem sei auch die 

Berechnung des massgebenden Invalideneinkommens zu rügen. So sei von einem das 

Valideneinkommen beträchtlich übersteigenden Tabellenlohn ausgegangen worden, 

welcher ausserdem viel zu wenig gekürzt worden sei (act. G 1).

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 30. November 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung machte sie 

geltend, dass sowohl den Ausführungen des Hausarztes als auch denjenigen des 

Psychiatrie-Zentrums auf Grund des Vertrauensverhältnisses zur Beschwerdeführerin 

kein grösseres Gewicht als denjenigen der MEDAS-Gutachter zukomme. Ausserdem 

stehe ein höherer als der gewährte Leidensabzug ausser Frage, da die 

Beschwerdeführerin leichte Arbeiten zu 100% ausführen könne und die mit 50% 

veranschlagten Einschränkungen aus psychiatrischer Sicht bereits in der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt worden seien (act. G 3).

B.c   Mit Präsidialverfügung vom 3. Dezember 2009 wurde dem Gesuch der 

Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Befreiung von 

den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) 

entsprochen (act. G 5).

B.d   Die Beschwerdeführerin hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet (act. G 6).

Erwägungen:

1.        

Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin auch für die Zeit ab 

1. März 2008 weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.

2.      

2.1    Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

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über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2    Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.3    Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachperson ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des streitigen Leistungsanspruchs gestatten. Diese Untersuchungspflicht dauert so 

lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 

Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den 

Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und 

inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 400 E. 4.1) zur Überzeugung, ein 

bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 360 E. 5b mit 

Hinweisen) und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden 

Ergebnis nichts mehr ändern, so ist ein Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise 

zulässig und bedeutet keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (SVR 

2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen).

3.        

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3.1    Zu klären ist vorweg die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erlaubt.

3.2    Für die Bemessung des Invaliditätsgrads hat sich die Beschwerdegegnerin auf 

das MEDAS-Gutachten vom 12. November 2008 (act. G 3.1/46) abgestützt und eine 

Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 50% berücksichtigt.

3.3    Gemäss dem MEDAS-Gutachten wurden bei der Beschwerdeführerin als arbeits-

fähigkeitsrelevante Diagnosen eine Neurasthenie bei Status nach einer Legionellen-

Pneumonie im Mai 2006, ein Status nach anamnestisch mittelgradig depressiver 

Episode im Herbst 2005 sowie eine endgradig schmerzhafte Bewegungseinschränkung 

beider Schultergelenke bei Status nach arthroskopischem Débridement der rechten 

Schulter am 4. Juni 2007 festgestellt (act. G 3.1/46-18f.). Diese Diagnosen decken sich 

grundsätzlich mit denjenigen der behandelnden Ärzte (vgl. act. G 3.1/32-1, G 3.1/75, 

G 3.1/30-3 und 7, G 3.1/17-3). Gestützt darauf besteht nach Auffassung der MEDAS-

Gutachter für Tätigkeiten mit leichter Belastungsstufe sowie in leichten Sortierarbeiten 

ohne Überkopfarbeit, ohne die Notwendigkeit des schweren Hebens, maximal 

gelegentlich bis 5kg, von Vorteil ohne Zeitdruck (Fliessbandtätigkeit) und ohne 24-

Stunden-Schichtwechsel eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine Tätigkeit als 

Verkäuferin sei in entsprechendem Ausmass unter Beachtung der qualitativen 

Einschränkungen zu evaluieren (act. G 3.1/46-22). Während die Gutachterin Dr. K.___ 

aus orthopädischer Sicht von einer vollen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 

und von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ausging, sah 

der Psychiater J.___ die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie einer adaptierten 

Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht zu 50% eingeschränkt. Polydisziplinär wurde von 

einer "mindestens" 50%igen Arbeitsunfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten ausgegangen 

(act. G 3.1/46-22).

3.4    Wie der psychiatrische Gutachter festhielt, konnte er anlässlich seiner 

Untersuchung weder eine affektive Störung noch eine Angststörung diagnostizieren. 

Auf Grund der interdisziplinären Besprechung sowie der Aktenlage könne das geklagte 

Beschwerdebild kaum genügend somatisch erklärt werden. Zudem zeigten das 

Zustandsbild wie auch der MMPI-2-Test vom 1. September 2008 Hinweise dafür, dass 

es sich um eine psychosomatische Erkrankung im Sinn einer Neurose handle und am 

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ehesten im Sinn einer Neurasthenie beurteilt werden könne. Auch im Bericht des 

Psychiatrie-Zentrums werde die Diagnose erfasst und könne bestätigt werden. Da es 

sich um eine somatoforme neurotische Störung handle, sei die Erkrankung nicht per se 

IV-relevant. Bei Diskussion der Foerster-Kriterien zeige sich auch, dass zwar keine 

chronische körperliche Begleiterkrankung und kein mehrjähriger chronischer 

Krankheitsverlauf bestehe. Zudem sei ebenfalls kein sozialer Rückzug in allen Belangen 

des Lebens erfolgt. Auf Grund der Vorgeschichte sei jedoch unweigerlich ein zum Teil 

verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf 

anzunehmen, der aus seiner Sicht die Arbeitsfähigkeit auch IV-relevant einschränke. 

Berufliche Massnahmen seien kaum durchführbar. Eine Psychotherapie wäre wenig 

sinnvoll, weil sie die Verdrängungs- und Abwehrmechanismen eher weiter verstärken 

und deshalb auch die Somatisierung zunehmen würde. Auf Grund der Neurasthenie 

und der Annahme, dass ein bereits teilweise verfestigter, therapeutisch nicht mehr 

beeinflussbarer innerseelischer Verlauf bestehe, erachte er die Versicherte seit Juli 

2006 in der bisherigen wie auch in einer adaptierten Tätigkeit zu 50% in der 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (act. G 3.1/48-6). Dieselbe Einschätzung in Bezug auf 

die Höhe der Arbeitsfähigkeit hatte bereits die ehemalige Hausärztin der 

Beschwerdeführerin, Dr. med. P.___, in ihrem Bericht vom 27. September 2007 

festgehalten. Sie hatte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in Teilzeit als realisierbar erachtet 

und festgehalten, dass die Beschwerdeführerin eine lange, tägliche Erholungszeit 

benötigen würde, weswegen eine ganztägige Arbeit kaum möglich sei. Mit 

Stellungnahme vom 8. Januar 2009 bezeichnete die RAD-Ärztin Dr. N.___ die 

gutachterlichen Ausführungen schliesslich als umfassend, kohärent und 

widerspruchsfrei. Zudem seien die Schlussfolgerungen in einem formal ersichtlichen 

Konsens gezogen worden und nachvollziehbar (act. G 3.1/53).

3.5    Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin sieht im psychiatrischen 

Teilgutachten einen Mangel darin, dass ihm lediglich ein eineinviertelstündiges 

Explorationsgespräch zu Grunde liege. Wie das Bundesgericht mehrmals festhielt, 

kann es für den Aussagegehalt eines Arztberichts im Allgemeinen nicht auf die Dauer 

der Untersuchung ankommen. Massgeblich sei vielmehr, ob der Bericht inhaltlich 

vollständig und im Ergebnis schlüssig sei (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG, seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 17. November 2006, I 719/05, E. 3, vgl. auch Urteile vom 14. 

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November 2007, I 1094/06, E. 3.1.1, vom 19. September 2006, I 192/06, E. 3 und vom 

9. August 2006, I 391/06, E. 3.2.2). Dass sich das psychiatrische Gutachten vorliegend 

im Gegensatz zu den Berichten des Hausarztes und des Psychiatrie-Zentrums, welche 

auf häufigere Behandlungskontakte abstellen, einzig auf ein ca. eineinviertelstündiges 

Untersuchungsgespräch stützt (vgl. act. G 3.1/48-1), vermag somit den Beweiswert 

des Gutachtens nicht zu schmälern. Zudem stützte sich der begutachtende Psychiater 

J.___ nicht nur auf seine eigenen Untersuchungen, sondern auch auf den am 1. 

September 2008 durchgeführten MMPI-2-Test (act. G 3.1/48-4) sowie die vorhandenen 

Vorakten (vgl. act. G 3.1/48-1). Daraus hat er auf Grund seiner Ausführungen genügend 

Erkenntnisse für eine schlüssige und nachvollziehbare Beurteilung gewonnen.

3.6    Weiter bemängelt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, dass der 50%igen 

Arbeitsunfähigkeit gemäss MEDAS-Gutachten deshalb nicht gefolgt werden könne, 

weil sowohl die Berichte des Hausarztes Dr. O.___ vom 5. März 2009, des Psychiatrie-

Zentrums vom 8. Mai 2008 und 26. Mai 2009, als auch die Feststellungen der früheren 

Arbeitgeberin auf eine geringere Arbeitsfähigkeit schliessen liessen (act. G 1 S. 3).

3.6.1           Der Hausarzt Dr. O.___ führte im Schreiben vom 5. März 2009 aus, dass die 

Beschwerdeführerin auf Grund seiner Einschätzung grosse Mühe habe (Konzentration 

und Arbeitsleistung), eine zusammenhängende Zeitspanne von mehr als zwei Stunden 

zu erreichen. Ein zusammenhängendes Teilpensum von 50% (ca. vier Stunden) sei 

daher nicht realisierbar. Ebenso habe er Bedenken, dass die Beschwerdeführerin 

überhaupt die hypothetische Arbeitsleistung erzielen könne. Bereits leichte 

Gewohnheits-/ Alltagsarbeiten brächten die Beschwerdeführerin an ihre 

Leistungsgrenzen. Zudem wäre der Haushalt ohne Angehörigenhilfe nicht bewältigbar. 

Da die Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt jedoch keinerlei Chancen habe, ein 

Teilpensum von 50% mit einem Splitting der Arbeitszeit zu finden, sei die hypothetisch 

eruierte zumutbare Arbeitsfähigkeit somit mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht 

erreichbar (act. G 3.1/62). Die vom Hausarzt vorgebrachten Bedenken, ob der 

Beschwerdeführerin überhaupt eine Arbeitsleistung zugemutet werden könne, 

überzeugen nicht, zumal die Beschwerdeführerin seit Dezember 2007 einer Arbeit im 

Rahmen von ca. 20% nachging, welche ihr nach eigener Darstellung gefallen und sie 

auch nicht überfordert hat (act. G 47-2). Ob die Beschwerdeführerin auf dem realen 

Arbeitsmarkt eine adaptierte Tätigkeit von beispielsweise 2 x 2 Stunden pro Tag bzw. 

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50% findet, ist sodann keine medizinische Frage. Die Beurteilung von Dr. O.___ ist 

daher nicht geeignet, Zweifel an der Beurteilung durch die MEDAS zu wecken (vgl. 

nachfolgend E. 3.7).

3.6.2           Das Psychiatrie-Zentrum ging in den Berichten vom 8. Mai 2008 und 26. 

Mai 2009 davon aus, dass die Beschwerdeführerin mit einer Arbeit von Montag bis 

Donnerstag während je zwei Stunden völlig ausgelastet sei. Dies sei für sie schon 

schwer zu meistern, da sie massiv unter der Erschöpfung, Muskelschmerzen, 

Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen leide (act. G 3.1/32-5, G 3.1/75). 

Indessen wird nicht erklärt, warum die Beschwerdeführerin dasselbe Tagespensum 

nicht auch am Freitag erbringen könnte. Zudem handelte es sich bei der Arbeit als 

Blumenpflegerin im Altersheim auch nicht um eine adaptierte Tätigkeit im Sinn des 

MEDAS-Gutachtens (vgl. act. G 3.1/46-22), weshalb eine angepasste, d.h. körperlich 

weniger anstrengende Tätigkeit in höherem Ausmass zumutbar sein sollte. Die 

Argumentation, dass die Beschwerdeführerin bei ihrer jetzigen Arbeitgeberin lediglich 

ein Acht-Stunden-Pensum ausüben könne und es schwierig sein dürfte, eine Stelle mit 

einem über den Tag verteilten 50%-Pensum zu finden, reicht zur Begründung eines 

geringeren Arbeitsfähigkeitsgrades nicht aus. Schliesslich darf vorliegend zudem 

sowohl hinsichtlich des Hausarztes als auch der behandelnden Psychiatrie-Ärzte der 

Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass diese auf Grund ihrer 

auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen dürften (unveröffentlichte Urteile B. vom 11. Juni 1997, B. vom 22. Februar 

1994 und P. vom 22. Oktober 1984; Plädoyer 6/94 S. 67; MEYER-BLASER, Die 

Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: BJM 1989 S. 31). Auch die Berichte des 

Psychiatrie-Zentrums wecken keine erheblichen Zweifel an der Schlüssigkeit des 

MEDAS-Gutachtens. Im Übrigen ist auf Grund der vorliegenden Akten - entgegen die 

Vorbringen des Rechtsvertreters - nicht ersichtlich, inwiefern Feststellungen der 

ehemaligen Arbeitgeberin die Gutachtensergebnisse bezüglich der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit in Frage stellen würden.

3.7    Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, dass die 

Gutachter es unterlassen hätten, die Höhe der Arbeitsfähigkeit klar zu beziffern. Zudem 

hätten sie festlegen müssen, wie die Beschwerdeführerin den Arbeitseinsatz zu 

vollbringen habe, insbesondere, ob es ihr möglich und zumutbar sei, einen längeren 

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Arbeitseinsatz ohne Unterbruch zu leisten, oder ob der einzelne Arbeitseinsatz - wie 

vom Hausarzt und vom Psychiatrie-Zentrum festgehalten - längstens zwei Stunden 

dauern könne. Entgegen die Argumentation des Rechtsvertreters ist mit der Angabe 

einer "maximalen Arbeitsfähigkeit von 50%" bzw. einer "mindestens 50%igen 

Arbeitsunfähigkeit" die Höhe der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit genügend klar 

beziffert, auch wenn es sich hierbei offenbar um Grenzwerte handelt. Ebenfalls 

unerheblich für die Berechnung des Invaliditätsgrads ist die Frage, in welcher zeitlichen 

Aufteilung die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit noch erwerblich 

umzusetzen vermag. Es kann davon ausgegangen werden, dass die 

Restarbeitsfähigkeit von 50% unabhängig von allfälligen Unterbrüchen verwertet 

werden kann. Es ist deshalb lediglich die Höhe der Arbeitsfähigkeit insgesamt 

massgebend. Zur Erläuterung kann auf die Referenzlage für diese Verwertung, den 

hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwiesen werden (vgl. Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Nach der Rechtsprechung handelt es sich dabei um einen theoretischen und 

abstrakten Begriff, der dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von 

demjenigen der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst 

einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der 

Nachfrage nach Stellen; andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner 

Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält und zwar sowohl 

bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie 

auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt 

sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche 

Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu 

erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b). Daraus 

folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide 

Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern 

einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, 

wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen 

würden (AHI 1998 S. 291). Für die Beschwerdeführerin stehen - trotz ihrer 

gesundheitlichen Einschränkungen und unabhängig davon, ob sie zwei Stunden am 

Morgen und zwei am Nachmittag oder längere Perioden aneinander arbeiten kann - auf 

diesem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend leichte Hilfs-, Kontroll- 

und Überwachungstätigkeiten offen, sodass nicht von realitätsfremden und in diesem 

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Sinn unmöglichen oder unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten ausgegangen wird. 

Demzufolge erübrigen sich weitere Abklärungen zur Aufteilung der Restarbeitsfähigkeit.

4.      

Zusammenfassend vermögen die weiteren ärztlichen Berichte und 

Arbeitsfähigkeitseinschätzungen der behandelnden Ärzte an der Beweistauglichkeit 

des MEDAS-Gutachtens nichts zu ändern. Folglich durfte die Beschwerdegegnerin 

darauf abstützen und von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster 

Tätigkeit ausgehen.

5.        

5.1    Damit ist im Folgenden der Invaliditätsgrad auf der Basis einer Arbeitsfähigkeit 

von 50% für leichte, leidensadaptierte Tätigkeiten zu bemessen.

5.2    Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass beim Invalideneinkommen zu 

Unrecht vom Tabellenlohn nach LSE ausgegangen worden sei, weil dieser das 

Valideneinkommen übersteige. Da es ihr unmöglich gewesen sei, an einer anderen 

Arbeitsstelle ein höheres Einkommen als im Altersheim zu erzielen, dürfe das 

Invalideneinkommen maximal dem Valideneinkommen entsprechen. Da vorliegend 

jedoch - wie nachfolgende Ausführungen zeigen werden - selbst bei Vornahme eines 

Prozentvergleichs unter Berücksichtigung eines zusätzlichen Abzugs vom Tabellenlohn 

kein Invaliditätsgrad von mindestens 60% resultiert, kann die Frage einer 

Parallelisierung der Einkommen auf Grund des unterdurchschnittlichen 

Valideneinkommens offen bleiben.

5.3    Während die Beschwerdegegnerin einen Abzug vom Invalideneinkommen von 

10% anerkannte, macht die Beschwerdeführerin den maximalen Abzug von 25% 

geltend.

5.3.1           Mit dem oftmals als "Leidensabzug" bezeichnete Abzug sollen jene 

Nachteile ausgeglichen werden, die der versicherten Person - neben der 

Arbeitsunfähigkeit - auf dem Arbeitsmarkt eine zusätzliche Lohneinbusse verursachen. 

In BGE 126 V 75 hat das Bundesgericht festgestellt, dass die Frage, ob und in 

https://swisslex.westlaw.com/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx126xVx75_82&AnchorTarget=BGEx126xVx75

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welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen 

und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, 

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Auf-enthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) 

abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Schliesslich ist der Abzug auf 

höchstens 25% zu begrenzen. Bei der Über-prüfung des gesamthaft vorzunehmenden 

Abzugs darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund 

an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten 

abstützen können, die seine abweichende Ermessensausübung als nahe liegender 

erscheinen lassen.

5.3.2           Vorliegend ist der Beschwerdeführerin die Ausführung leichter Tätigkeiten 

ohne Überkopfarbeiten, ohne Heben schwerer Gewichte (maximal gelegentlich bis 

5kg), ohne Zeitdruck und Schichtarbeit, aus orthopädischer Sicht zu 100% zumutbar. 

Der aus psychischer Sicht beschränkten Einsatzfähigkeit wurde durch die Reduzierung 

der Arbeitsfähigkeit auf 50% Rechnung getragen. Die Beschwerdegegnerin hat die 

leidensbedingten Einschränkungen mit einem Abzug von 10% gewürdigt. Weitere 

Gesichtspunkte sind nicht ersichtlich, die einen zusätzlichen Abzug vom Tabellenlohn 

rechtfertigen würden. Somit resultiert unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 

10% bei einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit ein Invaliditätsgrad von 55% ([1 - {0.5 x 

0.9}] x 100) und damit ein Anspruch auf eine halbe Rente.

6.      

Hinsichtlich des Rentenbeginns ist auf Grund der plausiblen Stellungnahme von RAD-

Ärztin Dr. med. N.___ vom 8. Januar 2009 davon auszugehen, dass die 

Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit ab 26. Mai 2006 im Wechsel zwischen 

50% und 100% und seit Mai 2007 zu 100% besteht. Für adaptierte Tätigkeiten sei die 

Beschwerdeführerin seit dem 26. Mai 2006 zu 50% arbeitsunfähig, ausser während 

den Phasen der vollen Arbeitsunfähigkeit wegen Pneumonie und Schulteroperation 

rechts (act. G 3.1/53). Damit legte die Beschwerdegegnerin den Beginn der Invalidität 

mit Anspruch auf eine ganze Rente unter Berücksichtigung des Wartejahres zu Recht 

auf den 1. Mai 2007 fest. Nachdem die Beschwerdeführerin im Dezember 2007 bei 

ihrer früheren Arbeitgeberin wieder zu arbeiten begann (vgl. act. G 3.1/46-21) und auch 

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die Gutachterin Dr. K.___ nachvollziehbar von einer Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit ab Dezember 2007 ausging, besteht ab 1. März 2008, d.h. drei Monate nach 

Eintritt der Verbesserung des Gesundheitszustands (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV), Anspruch 

auf eine halbe Invalidenrente.

7.        

7.1    Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 8. Oktober 2009 abzuweisen.

7.2    Der Beschwerdeführerin wurde die unentgeltliche Prozessführung am 

3. Dezember 2009 bewilligt (act. G 5). Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse der 

Beschwerdeführerin es gestatten, kann sie jedoch zur Nachzahlung der 

Gerichtskosten, der Auslagen für die Vertretung und der vom Staat entschädigten 

Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPO/SG i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG 

i.V.m. Art. 404 ZPO/CH).

7.3    Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der 

unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu 

befreien.

7.4    Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die 

Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin aufzukommen. Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- 

bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtete auf das 

Einreichen einer Kostennote. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale Parteientschädigung von 

Fr. 3'000.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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Somit hat der Staat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin pauschal (BGE 125 V 

201) mit Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.     Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.     Die Beschwerdeführerin wird im Sinn der Erwägungen von der Bezahlung der 

Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

3.     Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Fr. 2'400.-- 

(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.12.2012
	Art. 28 IVG. Würdigung Gutachten. MEDAS-Gutachten beweiskräftig. Anspruch auf halbe Invalidenrente bestätigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Dezember 2011, IV 2009/359).

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		2025-07-19T11:06:44+0200
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