# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d10c400c-747e-539a-9dc7-da9b4ba5dd9d
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-17
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 17.05.2016 604 2015 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_010_604-2015-49_2016-05-17.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

604 2015 49
604 2015 50

Urteil vom 17. Mai 2016

Steuergerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Sugnaux
Richter: Christian Pfammatter, Hugo Casanova
Gerichtsschreiberin: Elisabeth Rime Rappo

Parteien A.________ und B.________, Beschwerdeführer

gegen

KANTONALE STEUERVERWALTUNG, Vorinstanz  

Gegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen; 
Ermessensveranlagung, Nichteintretensentscheid

Beschwerde vom 18. Mai 2015 gegen den Einspracheentscheid vom 
8. April 2015; direkte Bundessteuer und Kantonssteuer 2011

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. B.________ (der Steuerpflichtige und Beschwerdeführer) ist Inhaber einer Einzelfirma, 
Gesellschafter einer Kollektivgesellschaft und einer GmbH sowie Miteigentümer verschiedener 
Liegenschaften.

In der Steuererklärung, welche er zusammen mit seiner Ehegattin am 3. Oktober 2012 für die 
Steuerperiode 2011 einreichte, wies der Steuerpflichtige insbesondere ein Einkommen aus selbst-
ständiger Haupterwerbstätigkeit im Betrag von CHF 16'468.-, andere Erwerbseinkommen (Kol-
lektivgesellschaft) im Betrag von CHF 34'729.- sowie Mietzinseinnahmen in der Höhe von 
CHF 92'615.- aus. Unter Berücksichtigung der übrigen Elemente ergaben sich ein deklariertes rei-
nes Einkommen von CHF 72'234.- und ein steuerbares Einkommen von CHF 64'834.-.

Im Rahmen des Veranlagungsverfahrens wurde der Steuerpflichtige mit Schreiben vom 9. Januar 
2013 darauf aufmerksam gemacht, dass die Entwicklung seines Vermögens zwischen dem 
1. Januar und dem 31. Dezember 2011 aufgrund der deklarierten Einkommen und üblicherweise 
nötigen Ausgaben für den Lebensunterhalt nicht möglich scheine. Gemäss der beigelegten Be-
rechnung belaufe sich der Fehlbetrag auf CHF 45'175.-. Abschliessend wurde er um Mitteilung 
gebeten, woher die noch fehlenden flüssigen Mittel stammten. Dieses Schreiben blieb unbeant-
wortet. Nach erneuter Aufforderung und Androhung einer Ermessensveranlagung (Schreiben der 
Kantonalen Steuerverwaltung vom 11. Februar 2013) reichte der Steuerpflichtige vereinzelte Do-
kumente ein. Daraufhin teilte ihm die Veranlagungsbehörde am 11. März 2013 mit, ihre Anfrage 
sei leider nicht genügend beantwortet worden. Damit die im Antwortschreiben erwähnten Positio-
nen in der Vermögensentwicklung berücksichtigt werden könnten, seien weitere (näher umschrie-
bene und innert der gesetzten Frist einzureichende) Auskünfte sowie Unterlagen unerlässlich. Die-
ses Schreiben blieb wiederum unbeantwortet.

In der Folge wurde der Steuerpflichtige (zusammen mit seiner Ehegattin) am 22. April 2013 nach 
Ermessen veranlagt. Dabei setzte die Kantonale Steuerverwaltung das steuerbare Einkommen auf 
CHF 110'383.- (Kantonssteuer; satzbestimmend CHF 121'434.-) bzw. CHF 125'406.- (direkte Bun-
dessteuer) fest. Die Differenz zur Deklaration ergibt sich im Wesentlichen daraus, dass unter Code 
3.410 (sonstiges Einkommen) ein Betrag von CHF 46'000.- (Manko laut Berechnung der Vermö-
gensentwicklung und des Existenzminimums) aufgerechnet wurde.

B. Am 10. Mai 2013 erhob der Beschwerdeführer gegen diese Veranlagung Einsprache mit 
folgendem Wortlaut:

"Die Aufrechnung von CHF 46'000.00 ist Willkür und nicht akzeptal. Den Fehlbetrag von Total CHF 182'165.00 
wurde Ihnen bereits plausibel erklärt. Ich halte nochmals fest, dass alle aufgeführten Beträge in BAR erfolgt sind 
und z.Teil wieder in die Umbauten (und ebenfalls in BAR) finanziert wurden. Eine so hohe Steuer kann ich nicht 
zahlen und wüsste nicht, woher die finanziellen Mittel zu organisieren. Ich bitte Sie höflich um einen Einsprache-
termin, damit diese entsprechend erklärt werden kann."

Obwohl diese Einsprache die gesetzlichen Anforderungen offensichtlich nicht erfüllte, gewährte die 
Kantonale Steuerverwaltung im Rahmen des Einspracheverfahrens dem Steuerpflichtigen am 
22. Mai 2013 einen Besprechungstermin. In diesem Rahmen sowie mit Übermittlungsnotiz einer 
Treuhandfirma vom 4. Juni 2013 reichte der Steuerpflichtige noch verschiedene Unterlagen ein.

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Mit Entscheid vom 8. April 2015 trat die Kantonale Steuerverwaltung auf die Einsprache sowohl 
bezüglich der Kantonssteuer als auch der direkten Bundessteuer nicht ein. Zur Begründung legte 
sie dar, die Einsprache genüge den besonderen gesetzlichen Anforderungen bei einer Er-
messensveranlagung nicht und der Steuerpflichtige habe es trotz entsprechenden Aufforderungen 
sowohl im Veranlagungs- als auch im Einspracheverfahren versäumt, die erforderlichen Beweis-
mittel einzureichen. Insbesondere hätten die zuletzt unterbreiteten Unterlagen (aus den näher dar-
gelegten Gründen) entweder ohnehin keinen Einfluss auf die streitige Berechnung der Vermö-
gensentwicklung oder sie seien zu wenig beweiskräftig. Im Übrigen hätten im zur Diskussion ste-
henden Steuerjahr mehrere kommerzielle Transaktionen zwischen den Steuerpflichtigen als natür-
liche Personen und verschiedenen Drittpersonen sowie Gesellschaften stattgefunden, ohne dass 
darüber eine Buchhaltung geführt oder Abrechnungen erstellt worden seien. Insbesondere seien 
die realisierten Kapitalgewinne nicht deklariert worden. Schliesslich bleibe der gegenwärtige Ak-
tenstand sehr lückenhaft und es lägen keine nachvollziehbaren Angaben vor, welche eine offen-
sichtliche Unrichtigkeit der eröffneten Ermessensveranlagung begründen und belegen könnten.

C. Mit Eingabe vom 18. Mai 2015 (Datum des Poststempels) reichten die Steuerpflichtigen beim 
Kantonsgericht gegen den Einspracheentscheid Beschwerde ein mit dem Antrag, die vorgenom-
mene Aufrechnung von CHF 46'000.- zu streichen. Zur Begründung bringen sie vor:

"Es ist klar und unüblich, dass viele Beträge in BAR bezahlt wurden. Alle Beträge sind vollumfänglich (und nicht 
zum Teil) in Umbauten reinvestiert worden!

Zu den einzelnen Positionen:

1. Diese Transaktion ist für die Vermögensentwicklung wichtig. Das Geld ist wohl an die Familie von A.________ 
und B.________  bezahlt worden!
Es muss aber darüber diskutiert werden, dass die CHF 10'000.00 in die C.________ GmbH hätte einfliessen 
sollen und dann als Kontokorrentbezug durch die Gesellschafter (Familie von A.________ und B.________).
Das Darlehen müsste dann als private Darlehensschuld bei den Gesellschaftern und bei der Firma als Konto-
korrentguthaben deklariert werden!
Wichtig ist zu wissen, dass jegliche Beträge immer wieder investiert (insbesondere in die Liegenschaft und Res-
taurants in D.________) wurden.

3. Die Familie von A.________ und B.________ hat damals die Liegenschaft in E.________ gekauft inclusive das 
Inventar des Restaurants. Uns ist nicht bewusst und auch nicht nötig, dass dies über einen Kapitalgewinn 
abzurechnen wäre! Denn in der Kaufsumme ist auch das Inventar. Wiederum ist dieses Geld für Investitionen 
getätigt worden.

4. Der gewährte Kredit der F.________ GmbH, G.________ ist anfangs 2012 zurückbezahlt worden und hat 
deshalb einen Einfluss auf die Berechnung der Vermögensentwicklung!

5. Die Quittungen über Zahlungen für den Verkauf Restaurant in D.________ beträgt CHF 90'000.00! Wobei die 
letzte Zahlung von CHF 20'000.00 am 24.01.2012 erfolgte! Es muss darüber diskutiert werden, dass die CHF 
90'000.00 in die C.________ GmbH hätte einfliessen sollen und dann als Kontokorrentbezug durch die 
Gesellschafter (Familie von A.________ und B.________).
Das Darlehen müsste dann als private Darlehensschuld bei den Gesellschaftern und bei der Firma als Konto-
korrentguthaben deklariert werden!

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Wichtig ist zu wissen, dass jegliche Beträge immer wieder investiert (insbesondere in die Liegenschaft und Res-
taurants in D.________) wurden.

Ich / Wir sind der Meinung, dass unsere eingereichten Belege sowie die Gespräche die ich führen durfte, nicht mit 
der entsprechenden Aufmerksamkeit beachtet wurden."

Der mit Verfügung vom 3. Juni 2015 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 800.- wurde fristge-
mäss bezahlt.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 30. Juni bzw. 2. Juli 2015 schliesst die Kantonale Steuerverwal-
tung auf Abweisung. Sie hält an ihrem Standpunkt fest und legt diesen nochmals ausführlich dar.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.

Obwohl ihnen die Möglichkeit zur Einreichung von Gegenbemerkungen eingeräumt wurde, liessen 
sich die Beschwerdeführer nicht mehr vernehmen.

Erwägungen

I. Beschwerdefrist

1. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 8. April 2015 wurde den Beschwerdeführern 
gemäss ihren eigenen Angaben am 16. April 2015 eröffnet. Dieser Zustellungszeitpunkt wird von 
der Vorinstanz nicht bestritten und es ist auch angesichts Beweislastregelung, welche bezüglich 
der Eröffnung von Entscheiden gilt, darauf abzustellen. Unter diesen Umständen sowie unter Be-
rücksichtigung des Fristenlaufs am Wochenende wurde die Beschwerde vom 18. Mai 2015 somit 
rechtzeitig eingereicht.

II. Direkte Bundessteuern (604 2015 49)

2. Der vorliegend angefochtene Entscheid betreffend die direkte Bundessteuer ist ein gestützt 
auf Art. 132 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer 
(DBG; SR 642.11) ergangener Nichteintretensentscheid. Gegenstand des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens kann daher einzig die Frage sein, ob die Vorinstanz die Einsprache zu 
Recht oder zu Unrecht als unzulässig betrachtet hat (vgl. Urteil BGer 2C_357/2013 vom 
7. November 2013 E. 5.4). Soweit sich die Beschwerdeführer nicht damit auseinandersetzen, 
sondern weitgehend materielle Erwägungen zur Veranlagung machen, kann daher auf die 
Beschwerde nicht eingetreten werden.

3 a) Gemäss Art. 123 Abs. 1 DBG stellen die Veranlagungsbehörden zusammen mit dem 
Steuerpflichtigen die für eine vollständige und richtige Besteuerung massgebenden tatsächlichen 
und rechtlichen Verhältnisse fest. Zu diesem Zweck auferlegt das Gesetz dem Steuerpflichtigen 
verschiedene Verfahrenspflichten. Einzureichen sind nebst der korrekt ausgefüllten 
Steuererklärung samt den vorgeschriebenen Beilagen (Art. 124 DBG) insbesondere auch die 
Lohnausweise über alle Einkünfte aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit, Ausweise über Bezüge 
als Mitglied der Verwaltung oder eines anderen Organs einer juristischen Person, Verzeichnisse 

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über sämtliche Wertschriften, Forderungen und Schulden sowie allenfalls die unterzeichneten 
Jahresrechnungen (Bilanzen, Erfolgsrechnung) der Steuerperiode oder, wenn eine kaufmännische 
Buchhaltung fehlt, Aufstellungen über Aktiven und Passiven, Einnahmen und Ausgaben sowie 
Privatentnahmen und Privateinlagen (Art. 125 DBG). Zudem muss der Steuerpflichtige auch sonst 
alles tun (Erteilung von Auskünften, Aufbewahrung und Vorlegung von Belegen usw.), um eine 
vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen (Mitwirkungspflichten gemäss Art. 126 
DBG).

b) Hat der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht erfüllt oder können 
die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, so nimmt 
die Veranlagungsbehörde die Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen vor. Sie kann dabei 
Erfahrungszahlen, Vermögensentwicklung und Lebensaufwand des Steuerpflichtigen 
berücksichtigen (Art. 130 Abs. 2 DBG). Eine Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen kann 
der Steuerpflichtige nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten. Die Einsprache ist zu 
begründen und muss allfällige Beweismittel nennen (Art. 132 Abs. 3 DBG).

c) Das in Art. 132 Abs. 3 DBG vorgesehene Erfordernis der Begründung des Rechtsmittels 
gegen eine Ermessensveranlagung stellt eine Prozessvoraussetzung dar, bei deren Fehlen auf die 
Einsprache (grundsätzlich ohne Ansetzung einer Nachfrist) nicht eingetreten wird (BGE 123 II 
552 / Pra 1998, 807; Urteil BGer vom 29. März 2005, in StE 2005 B 95.1 Nr. 5). Gemäss der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist auch die Pflicht zur Nennung der allfälligen Beweismittel 
keine blosse Ordnungsvorschrift, sondern Gültigkeitsvoraussetzung der Einsprache (Urteil BGer 
vom 4. Juli 2005 E. 6, in StR 2005, 973). Das heisst, dass sich der Steuerpflichtige in der 
Begründung der Einsprache mit den einzelnen Elementen des angefochtenen Entscheides bzw. 
der streitigen Veranlagung auseinandersetzen und insbesondere substanziiert darlegen muss, 
inwiefern einzelne Elemente auf unhaltbaren Grundlagen oder Schätzungen beruhen sollen. Dabei 
hat er die entsprechenden Beweismittel zu nennen und grundsätzlich die versäumten 
Mitwirkungspflichten nachzuholen. Einzig in speziellen Situationen, wo beispielsweise mangels 
verfügbarer Informationen von dritter Seite das Nachreichen des fehlenden Dokumentes (z.B. der 
vollständigen Steuererklärung) nicht möglich ist, müssen, je nach den Umständen, ausreichend 
substanziierte Vorbringen bereits genügen. Hingegen reicht es keinesfalls aus, die Einschätzung 
bloss in pauschaler Weise zu bestreiten oder lediglich einzelne Positionen der Einschätzung als zu 
hoch zu bezeichnen (vgl. Urteile BGer 2C_579/2008 vom 29. April 2009 E. 2 sowie 2C_323/2009 
vom 9. Juni 2009 E. 3).

Der Unrichtigkeitsnachweis ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung umfassend zu 
führen und kann nicht nur einzelne Positionen der Ermessensveranlagung betreffen. 
Dementsprechend muss der Steuerpflichtige - soweit möglich - die bisher versäumten 
Mitwirkungshandlungen auch genügend vollständig nachholen. Zumindest muss er mit der 
Einsprache eine umfassende, substanziierte Sachverhaltsdarstellung samt Beweismittelangebot 
abgeben. Vorbehalten bleiben nur, aber immerhin, die nachträgliche Einreichung noch nicht 
greifbarer Unterlagen und bereits angebotener Beweismittel sowie die Behebung nicht besonders 
gravierender Formmängel (z.B. fehlende Unterschrift), wozu allenfalls eine Nachfrist anzusetzen ist 
(vgl. etwa Urteile BGer vom 2. Juli 2008, in StE 2009 B 95.1 Nr. 13; 2C_837/2014 vom 23. Februar 
2015 E. 3 mit weiteren Hinweisen).

d) Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer im Einspracheverfahren - entgegen der 
gesetzlichen Vorschrift und trotz der fairerweise noch erfolgten unmissverständlichen 

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Aufforderung - die nötigen Unterlagen und Beweismittel nicht oder zumindest nicht vollständig 
eingereicht. Die bis anhin versäumten Verfahrenspflichten wurden also nicht bzw. ungenügend 
nachgeholt.

Angesichts dieser offensichtlichen Lückenhaftigkeit der Unterlagen konnte die Vorinstanz ohne 
Weiteres davon ausgehen, dass die zu beurteilende Einsprache den formellen Anforderungen 
gemäss der vorne umschriebenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht genügte. Dies gilt 
umso mehr, als der Beschwerdeführer auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht 
nachvollziehbar und überzeugend darzutun vermochte, inwiefern die Würdigung der bloss 
vereinzelten Dokumente im angefochenen Entscheid unhaltbar sein soll. Darüber hinaus ist mit der 
Vorinstanz davon auszugehen, dass es an umfassenden und beweiskräftigen Unterlagen über die 
gesamten geschäftlichen Transaktionen und finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführer sowie 
seiner Betriebe fehlte. Ebenso wenig wurden Unterlagen dazu erbracht (oder zumindest 
rechtsgenügend angeboten), dass die vorgenommen Berechnung des notwendigen 
Lebensaufwandes und der Vermögensentwicklung sowie der entsprechend fehlenden Mittel 
offensichtlich unrichtig sein könnte. Vielmehr mehr haben sich die Beschwerdeführer mit einigen 
vagen und nicht beweismässig untermauerten Behauptungen begnügt, mit denen sie ihrer 
Begründungspflicht nicht nachgekommen sind.

Demzufolge erweist sich die Beschwerde als unbegründet, soweit darauf einzutreten ist.

4.  Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten den Beschwerdeführern 
aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG; Art. 131 Abs. 1 VRG). Die Höhe der Verfahrenskosten wird 
durch das kantonale Recht bestimmt (vgl. für die direkten Bundessteuern Art. 144 Abs. 5 DBG). 
Das heisst, dass insbesondere der Tarif vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und 
Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ) zur Anwendung gelangt (vgl. Art 146 f. des 
Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.]).

Im vorliegenden Fall erscheint es angemessen, die Gerichtsgebühr auf CHF 400.- festzusetzen.

III. Kantonssteuern (604 2015 50)

5. Der angefochtene Entscheid betreffend die Kantonssteuern ist ein gestützt auf Art. 176 
Abs. 3 des Gesetzes vom 6. Juni 2000 über die direkten Kantonssteuern (DStG; SGF 631.1) 
ergangener Nichteintretensentscheid. Gegenstand des vorliegenden Rekursverfahrens kann daher 
ebenfalls einzig die Frage sein, ob die Vorinstanz die Einsprache zu Recht oder zu Unrecht als 
unzulässig betrachtet hat. Soweit sich die Beschwerdeführer nicht damit auseinandersetzen, 
sondern weitgehend materielle Erwägungen zur streitigen Veranlagung machen, kann daher auf 
ihren Rekurs nicht eingetreten werden.

6. a) Gemäss Art. 154 Abs. 1 DStG stellt die Kantonale Steuerverwaltung zusammen mit der 
steuerpflichtigen Person die für eine vollständige und richtige Besteuerung massgebenden 
tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse fest. Zu diesem Zweck auferlegt das Gesetz dem 
Steuerpflichtigen verschiedene Verfahrenspflichten. Einzureichen sind nebst der korrekt 
ausgefüllten Steuererklärung samt den vorgeschriebenen Beilagen (Art. 157 DStG) insbesondere 
auch die Lohnausweise über alle Einkünfte aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit, Ausweise über 
Bezüge als Mitglied der Verwaltung oder eines anderen Organs einer juristischen Person, 
Verzeichnisse über sämtliche Wertschriften, Forderungen und Schulden sowie allenfalls die 
unterzeichneten Jahresrechnungen (Bilanzen, Erfolgsrechnung) der Steuerperiode oder, wenn 

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eine kaufmännische Buchhaltung fehlt, Aufstellungen über Aktiven und Passiven, Einnahmen und 
Ausgaben sowie Privatentnahmen und Privateinlagen (Art. 158 DStG). Zudem muss der 
Steuerpflichtige auch sonst alles tun (Erteilung von Auskünften, Aufbewahrung und Vorlegung von 
Belegen, usw.), um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen (Mit-
wirkungspflichten gemäss Art. 159 Abs. 1 und 2 DStG; Art. 42 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 
StHG).

b) Hat die steuerpflichtige Person trotz Mahnung ihre Verfahrenspflichten nicht erfüllt oder 
können die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, 
so nimmt die Veranlagungsbehörde die Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen vor. Sie 
kann dabei Erfahrungszahlen, Vermögensentwicklung und Lebensaufwand des Steuerpflichtigen 
berücksichtigen (Art. 164 Abs. 2 DStG; vgl. auch Art. 46 Abs. 3 StHG). Eine Veranlagung nach 
pflichtgemässem Ermessen kann die steuerpflichtige Person nur wegen offensichtlicher 
Unrichtigkeit anfechten. Die Einsprache ist zu begründen und muss allfällige Beweismittel nennen 
(Art. 176 Abs. 3 DStG; Art. 48 Abs. 2 StHG).

c) Die vorne in Erwägung 3c erwähnten Grundsätze bezüglich der formellen Anforderungen 
an die Begründung einer Einsprache gegen eine Ermessensveranlagung sowie die Angabe der 
Beweismittel (Art. 176 Abs. 3 DStG; Art. 48 Abs. 2 StHG) gelten an sich auch unter dem 
(harmonisierten) kantonalen Recht (vgl. dazu insbesondere ZWEIFEL in Zweifel / Athanas, 
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/1 [StHG], 2. Aufl. 2002, Art. 48 N. 41 ff.). 
Demzufolge ist auch bei Beurteilung des Rekurses betreffend die Kantonssteuern davon 
auszugehen, dass die Vorinstanz zu Recht auf die Einsprache nicht eingetreten ist. Aus den 
gleichen, in Erwägung 3d aufgeführten Gründen ist daher auch der Rekurs betreffend die 
Kantonssteuern abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

7. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten den Beschwerdeführern 
aufzuerlegen (Art. 131 Abs. 1 VRG). Dabei gelangt der Tarif vom 17. Dezember 1991 der 
Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz zur Anwendung (vgl. Art 146 f. 
VRG).

Im vorliegenden Fall erscheint es angemessen, die Gerichtsgebühr auf CHF 400.- festzusetzen.

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Der Steuergerichtshof erkennt: 

I. Direkte Bundessteuern (604 2015 49)

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Dementsprechend wird der angefochtene Einspracheentscheid bestätigt.

2. Die Kosten (Gebühr: CHF 400.-) werden den Beschwerdeführern auferlegt und mit dem 
geleisteten Vorschuss verrechnet.

II. Kantonssteuer (604 2015 50)

3. Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Dementsprechend wird der angefochtene Einspracheentscheid bestätigt.

4. Die Kosten (Gebühr: CHF 400.-) werden den Beschwerdeführern auferlegt und mit dem 
geleisteten Vorschuss verrechnet.

III. Zustellung.

Der vorliegende Entscheid kann sowohl bezüglich der veranlagten direkten Bundessteuern als 
auch der Kantonssteuern gemäss Art. 146 DBG bzw. 73 StHG und 82 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) innert 30 Tagen seit Eröffnung mit einer 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Lausanne, angefoch-
ten werden.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 17. Mai 2016/hca

Präsident Gerichtsschreiberin