# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36c55d67-70b8-58b5-8b0b-ed905d1b9b81
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-06-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.06.2014 C-2698/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2698-2013_2014-06-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2698/2013 

 

 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 .  J u n i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti, Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, 

Gerichtsschreiberin Sonja Andrea Fünfkirchen. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______, (wohnhaft im Vatikanstaat), 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Bär, LL.M., 

Schärer Rechtsanwälte,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Freiwillige Versicherung AHV/IV (Aufnahmegesuch);  

Einspracheentscheid der SAK vom 12. April 2013. 

 

 

C-2698/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der im Jahr 1991 geborene L. A._______ (im Folgenden: 

Beschwerdeführer) ist Schweizer Bürger. Währenddessen sich seine 

Eltern von August 2000 bis Ende März 2011 im europäischen Ausland 

aufhielten und dort ihren Lebensunterhalt bestritten, besuchte der damals 

15-Jährige ab 3. September 2006 die Ecole D._______ in Z._______ in 

der Schweiz, wo er im Internat untergebracht war (Vorakten der 

Vorinstanz [act. SAK]/6; Beschwerdeakten [B-act.] 10, Beilage 2). Nach 

Abschluss der rund vierjährigen Schulausbildung reiste der mittlerweile 

volljährige Beschwerdeführer am 30. Juni 2010 zu seinen in Frankreich 

lebenden Eltern, wo er sich bis Ende Oktober 2010 aufhielt. Während der 

Monate Juli bis Oktober 2010 war der Beschwerdeführer weder in der 

Schweiz versichert noch wurden Versicherungsbeiträge in die AHV/IV 

einbezahlt (B-act. 16). In der Folge kehrte der Beschwerdeführer in die 

Schweiz zurück und absolvierte ab 1. November 2010 bis zum 29. August 

2011 den Militärdienst (Rekrutenschule, Unteroffiziersschule sowie einen 

Teil der Offiziersausbildung; act. SAK/7, S. 13-28). Von September bis 

Oktober 2011 war er bei der Firma F._______ & Partner und von 

November bis Ende Dezember 2011 bei der Firma G._______ 

Schreinerei AG tätig (act. SAK/7, S. 9-12). Während seiner gesamten 

militärischen Ausbildung in der Schweiz sowie in der Zeit vom 15. bis 16. 

Juni 2010, in der er Leistungen der Erwerbsausfallversicherung [EOG] 

bezog, sowie in der Zeit seiner Erwerbstätigkeit [September – Dezember 

2011] wurden Beitrage an die AHV/IV/EO entrichtet. Im Anschluss daran 

besuchte er vom 9. Januar 2012 bis 5. April 2012 die Offiziersschule (act. 

SAK/7, S. 5-8; vgl. auch Auszug aus dem individuellen Konto vom  

27. Januar 2014, B-act. 16). Gemäss eigenen Angaben hatte der Be-

schwerdeführer – als “Auslandschweizer“ – bis 31. März 2011 seinen 

Wohnsitz bei seinen Eltern in Frankreich (act. SAK/7, S. 4). Mit der Rück-

kehr seiner Eltern in die Schweiz wohnte der Beschwerdeführer ab  

28. März 2011 in der Eigentumswohnung der Familie in Y._______ (act. 

SAK/7, S. 1). Am 31. Oktober 2012 meldete er sich bei der Einwohner-

kontrolle Y._______ ab, um am 1. November 2012 den Dienst als päpst-

licher Schweizergardist im Vatikan anzutreten (act. SAK/1, S. 3; B-act. 10, 

Beilage 11). 

A.b Mit Aufnahmegesuch vom 6. November 2012 beantragte der 

Beschwerdeführer den Beitritt zur freiwilligen Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenversicherung [im Folgenden: freiwillige Versicherung], welches 

C-2698/2013 

Seite 3 

am  18. Januar 2013 bei der Schweizerischen Ausgleichskasse [nach-

folgend: SAK oder Vorinstanz] eingetroffen ist (act. SAK/1). 

A.c Mit Verfügung vom 7. Februar 2013 wies die SAK das Beitrags-

gesuch ab (act. SAK/5). Sie begründete dies damit, dass der Be-

schwerdeführer unmittelbar vor dem Ausscheiden aus der obligatorischen 

Versicherung nicht während mindestens 5 Jahren ununterbrochen der 

schweizerischen AHV/IV angeschlossen gewesen sei. Gemäss Auskunft 

der Einwohnerkontrolle Y._______ und Z._______ sei der Beschwerde-

führer am 3. September 2006 aus Deutschland zugezogen und per  

30. Juni 2010 nach Frankreich ausgereist. Seit dem 30. Juni 2010 sei er 

nicht mehr in der Schweiz wohnhaft gewesen. 

A.d Mit Schreiben vom 26. Februar 2013 (act. SAK/6) und ergänzender 

Begründung vom 4. März 2013 (act. SAK/7, S. 1) erhob der Beschwerde-

führer Einsprache gegen diese Verfügung und beantragte deren Auf-

hebung und die Annahme seines Beitrittsgesuchs zur freiwilligen Ver-

sicherung. Als Nachweis der geleisteten AHV-Beiträge legte er für die Zeit 

vom 15. Juni bis 16. Juni 2010 sowie für die Zeit vom 1. November 2010 

bis 5. April 2012 diverse Bestätigungen (Erwerbsausfallentschädigung der 

Ausgleichskasse des Kantons S._______ sowie Lohnzettel der Firma 

G._______ Schreinerei AG) bei (act. SAK/7, Beilage 5-29; vgl. Bst. A.a). 

A.e Mit Einspracheentscheid vom 12. April 2013 wies die SAK die Ein-

sprache ab (act. SAK/10). Sie begründete dies gleich wie in der Ver-

fügung (vgl. Bst. A.c). Präzisierend führte sie aus, dass von Juli 2010 bis 

Oktober 2010 eine Versicherungslücke aufgrund folgender Datenangaben 

festgestellt worden sei: 

– obligatorische AHV: Wohnsitz in Z._______ vom 3. September 
2006 bis 30. Juni 2010 (Ausreise: Frankreich) 

– obligatorische AHV: Wohnsitz Y._______ vom 28. März 2011 bis 
31. Oktober 2012 (Wegzug: Vatikanstaat) 

– obligatorische AHV-Beiträge: für die Monate Juni 2010 und 
November 2010 bis April 2012 (Einsprachebeilagen) 

B.  

B.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Beschwerdeführer, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Bär, LL.M., mit Schreiben 

vom 13. Mai 2013 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (B-act. 

1). Er beantragte – unter Kosten- und Entschädigungsfolgen – die Auf-

C-2698/2013 

Seite 4 

hebung des Einspracheentscheids vom 12. April 2013 beziehungsweise 

der Verfügung vom 7. Februar 2013 und die Aufnahme in die freiwillige 

Versicherung. Er begründete seine Beschwerde damit, dass er seinen 

Wohnsitz in der Schweiz auch in der Zeit von Juli 2010 bis März 2011 

beibehalten habe und daher für die Zeit von Juli 2010 bis Oktober 2010 – 

entgegen der Ansicht der Vorinstanz – keine Versicherungslücke bestehe. 

Er sei lediglich ferienhalber zu seinen Eltern nach Frankreich gefahren, 

um alleine und zusammen mit seiner Familie Sommerferien-Reisen zu 

unternehmen und sich in sportlicher Hinsicht auf den Militärdienst vorzu-

bereiten. Zudem rügte er, dass die Vorinstanz aufgrund ihres pflichtwidri-

gen Verhaltens bzw. ihrer Verweigerung des Beitritts [des Beschwerde-

führers] zur freiwilligen Versicherung ihren Ermessensspielraum über-

schritten habe. Sie habe die rechtsrelevanten Normen [Art. 1a Abs. 1 Bst. 

a und b AHVG bzw. Art. 2 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VFV] unrichtig 

angewendet und damit gegen den Grundsatz der Rechtsgleichheit, der 

Verhältnismässigkeit und des Willkürverbots verstossen (B-act. 1) 

B.b Mit Vernehmlassung vom 18. Juni 2013 beantragte die SAK die Ab-

weisung der Beschwerde (B-act 5). Sie begründete diesen Antrag im 

Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer unmittelbar vor dem 

Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung [5. April 2012] nicht 

während mindestens fünf aufeinanderfolgenden Jahren versichert ge-

wesen sei. Ergänzend führte sie an, dass sie im Einspracheentscheid 

vom 12. April 2013 lediglich eine Versicherungslücke von Juli bis Oktober 

2010 festgestellt und die Einsprache bereits aus diesem Grund abge-

wiesen habe. Richtigerweise sei jedoch von der zivilrechtlichen Definition 

des Wohnsitzes gemäss Art. 23 ff. ZGB auszugehen, wie auch der Be-

schwerdeführer beschwerdeweise ausgeführt habe. Gestützt auf Art. 23 

Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ZGB sei die SAK zum Ergeb-

nis gekommen, dass der Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers 

während seines gesamten Aufenthaltes in der Schweiz (während seiner 

Minderjährigkeit und Ausbildung) offensichtlich in Frankreich – am Wohn-

sitz seiner Eltern – gewesen sei, weshalb er in der Schweiz keinen Wohn-

sitz im Sinne des Zivilrechts gehabt habe. Demnach sei er in der mass-

gebenden 5-jährigen Periode von Mai 2007 bis April 2012, infolge der 

[von der SAK neu festgestellten] Versicherungslücke von Mai 2007 bis 

Oktober 2010, nicht ununterbrochen AHV-versichert gewesen. Die Vor-

würfe der rechtsungleichen Rechtsanwendung, Unverhältnismässigkeit 

und Willkür seien – angesichts der Anwendung der klaren gesetzlichen 

Bestimmungen – nicht zu hören. 

C-2698/2013 

Seite 5 

B.c Mit verfahrensleitender Verfügung vom 16. August 2013 (B-act. 8) 

wurde das Fristerstreckungsgesuch des Beschwerdeführers vom  

14. August 2013 (B-act. 7) gutgeheissen, die Frist zur Einreichung einer 

Replik bis zum 13. September 2013 erstreckt und das Beschwerde-

dossier inklusive Vorakten zur gewünschten Einsichtnahme an den 

Parteivertreter gesandt. 

B.d Mit Replik vom 13. September 2013 (B-act. 10) hielt der Beschwerde-

führer an seinen Anträgen fest und reichte diverse Beweismittel ein (B-

act. 10, Beilagen 1-13). Er führte aus, dass die Vorinstanz in der Ver-

nehmlassung eine Versicherungslücke für einen wesentlich längeren Zeit-

raum von Mai 2007 bis Oktober 2010 vorgebracht habe. Entgegen dem 

neuen (unzutreffenden) Standpunkt der Vorinstanz habe der Beschwerde-

führer sowohl vor Erreichen der Volljährigkeit (September 2009) als auch 

nach Erreichen seiner Volljährigkeit seinen Wohnsitz nach dem im vor-

liegenden Verfahren massgeblichen Wohnsitzbegriff in der Schweiz ge-

habt, weshalb für den Zeitraum von Mai 2007 bis September 2009 keine 

Versicherungslücke bestehe. Für die Zeit zwischen Juni und Oktober 

2010 sei wesentlich, dass die im Umbau befindliche Eigentumswohnung 

in Y._______, die von seinen Eltern im März 2010 reserviert und im Juni 

2010 erworben worden sei (B-act. 10, Beilage 9, 10), noch nicht 

bezugsfertig gewesen sei. Darum sei der Beschwerdeführer “zur 

Überbrückung“ des Zeitraums bis zur Bezugsbereitschaft von Juli bis 

Oktober 2010 zu seinen Eltern nach Frankreich gereist, „also bloss 

vorübergehend und aus Verlegenheit und nicht im Sinne von geplanten 

Ferien“. Auch sei spätestens im Sommer 2010 klar und bekannt 

gewesen, dass der Vater des Beschwerdeführers – gestützt auf den 

Arbeitsvertrag vom 20. August 2010 (B-act 10, Beilage 8) – ab 1. April 

2011 eine Anstellung an der Ecole D._______ in Z._______ haben 

werde.  

B.e Mit ergänzender Eingabe vom 18. September 2013 (B-act. 12) 

reichte der Parteivertreter eine Kopie des Dienstbüchleins seines 

Mandanten ein.  

B.f In der Duplik vom 14. Oktober 2013 (B-act. 14) verwies die Vorinstanz 

auf ihre ausführliche Stellungnahme vom 18. Juni 2013. Zudem äusserte 

sie sich dahingehend, dass der Beschwerdeführer weder neue Tatsachen 

angeführt noch Belege beigefügt habe, weshalb sie an ihrem Antrag, die 

Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu 

bestätigen, festhalte. 

C-2698/2013 

Seite 6 

B.g  Mit Zwischenverfügung vom 21. Oktober 2013 wurde dem 

Beschwerdeführer ein Doppel der Duplik der Vorinstanz vom 14. Oktober 

2013 zur Kenntnis gebracht und der Schriftenwechsel geschlossen (B-

act. 15). 

C.  

Am 20. Januar 2014 forderte das Bundesverwaltungsgericht die 

Vorinstanz auf, einen aktuellen Auszug aus dem individuellen Konto 

(nachfolgend: IK) des Beschwerdeführers nachzureichen. Am 27. Januar 

2014 reichte die Vorinstanz per Telefax den verlangten Auszug ein (B-act. 

16). 

D.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien und auf die eingereichten Akten wird, 

soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85
bis

 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Ver-

fügungen der SAK. Da keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG 

besteht, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der 

vorliegenden Be-schwerde zuständig.  

1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. d
bis

 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das 

VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das 

Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozi-

alversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 

Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil ge-

regelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das 

AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.  

1.3 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Einsprache-

entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-

hebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG be-

C-2698/2013 

Seite 7 

schwerdelegitimiert ist. Die Parteiinteressen werden durch den bevoll-

mächtigten Rechtsanwalt lic. iur. Christian Bär, LL.M., vertreten (B-act 1, 

Beilage 1). 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 

ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.  

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist Schweizer Staatsbürger und arbeitet seit  

1. November 2012 als päpstlicher Schweizergardist im Vatikanstaat (B-

act. 10, Beilage 11, act. SAK/1). Zwischen dem Vatikanstaat und der 

Schweiz besteht kein Sozialversicherungsabkommen (vgl. Liste der Sozi-

alversicherungsabkommen, abrufbar unter <http://www.bsv.admin.ch/ 

themen/internationales/02094/index.html?lang=de>, besucht am 21. 

Januar 2014). Auch findet das mit der EU abgeschlossene Abkommen 

auf den Vatikanstaat keine Anwendung (vgl. Wegleitung über die Ver-

sicherungspflicht in der AHV/IV (WVP, gültig ab 1. Januar 2013, S. 174). 

Daher richtet sich das Gesuch um Beitritt in die freiwillige Versicherung in 

materiell- und verfahrensrechtlicher Hinsicht nach Schweizer Recht.  

2.2 Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

gebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-

standes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Bereiche der 

Sozialversicherung bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den 

im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes (hier: 

Einspracheentscheid vom 12. April 2013) eingetretenen Sachverhalt ab-

stellen (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen), sind die Bestimmungen 

des AHVG, der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVV, SR 831.101) sowie der Verordnung 

vom 26. Mai 1961 über die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung (VFV, SR 831.111) anwendbar, wie sie zum damaligen 

Zeitpunkt Geltung hatten und in der Folge zitiert werden. 

2.3 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-

verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-

brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die 

Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).  

2.4 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-

http://www.bsv.admin.ch/%20themen/internationales/02094/index.html?lang=de
http://www.bsv.admin.ch/%20themen/internationales/02094/index.html?lang=de

C-2698/2013 

Seite 8 

gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-

heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-

gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 

GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 212).  

2.5 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser 

Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein 

Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 

125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen).  

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Be-

weisführungslast begriffsnotwendig aus. Im sozialversicherungsrecht-

lichen Verfahren tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast 

nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten 

jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 

wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs-

grundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 

3.  

Zunächst sind die für die Beurteilung der Streitsache massgebenden 

Rechtsgrundlagen darzulegen. 

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AHVG können Schweizer Bürger und Staatsan-

gehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder der 

Europäischen Freihandelsassoziation, die nicht in einem Mitgliedstaat der 

Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Freihandelsassozia-

tion leben, der freiwilligen Versicherung beitreten, falls sie unmittelbar 

vorher während mindestens fünf aufeinander folgenden Jahren obligato-

risch versichert waren.  

3.2 Art. 7 Abs. 1 VFV hält fest, dass der freiwilligen Versicherung 

Personen beitreten können, welche die Versicherungsvoraussetzungen 

nach Art. 2 Abs. 1 AHVG erfüllen, einschliesslich jener, die für einen Teil 

ihres Einkommens der obligatorischen Versicherung unterstellt sind. Da 

C-2698/2013 

Seite 9 

eine Beitragszahlung nicht erforderlich ist, können auch Minderjährige der 

freiwilligen Versicherung beitreten (UELI KIESER, Alters- und Hinter-

lassenenversicherung [nachfolgend: AHV], in: ULRICH MEYER (Hrsg.), 

Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 

2. Aufl. 2007, S. 1223 Rz. 71). 

3.3 Art. 8 Abs. 1 VFV sieht vor, dass die Beitrittserklärung schriftlich bei 

der Ausgleichskasse oder subsidiär bei der zuständigen Auslandsver-

tretung innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens aus 

der obligatorischen Versicherung eingereicht werden muss. Nach Ablauf 

dieser Frist ist ein Beitritt zur freiwilligen Versicherung nicht mehr möglich. 

Gemäss Abs. 2 von Art. 8 VFV beginnt die Versicherung mit dem Aus-

scheiden aus der obligatorischen Versicherung. 

3.4 Obligatorisch versichert nach Art. 1a Abs. 1 AHVG sind unter ande-

rem natürliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (Bst. a), natürliche 

Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Bst. b) 

sowie Schweizer Bürger, die im Ausland im Dienste der Eidgenossen-

schaft (Bst. c, Ziff. 1), im Dienste der internationalen Organisationen, mit 

denen der Bundesrat ein Sitzabkommen abgeschlossen hat und die als 

Arbeitgeber im Sinne von Artikel 12 gelten (Bst. c, Ziff. 2), sowie im 

Dienste privater, vom Bund namhaft subventionierter Hilfsorganisationen 

tätig sind (Bst. c, Ziff. 3). Die Versicherung weiterführen können u.a. 

Personen, die für einen Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz im Ausland 

tätig sind und von ihm entlöhnt werden und nicht erwerbstätige 

Studierende, die ihren Wohnsitz in der Schweiz aufgeben, um im Ausland 

einer Ausbildung nachzugehen, bis zum 31. Dezember des Jahres, in 

welchem sie das 30. Altersjahr vollenden (Abs. 3 Bst. a-b). Der Ver-

sicherung beitreten können u.a. Personen mit Wohnsitz in der Schweiz, 

die auf Grund einer zwischenstaatlichen Vereinbarung nicht versichert 

sind (Abs. 4 Bst. a). Nicht versichert sind u.a. ausländische Staatsange-

hörige, die Privilegien und Immunitäten gemäss den Regeln des Völker-

rechts geniessen, und deren nicht erwerbstätige Familienangehörige (Art. 

1a Abs. 2 Bst. a AHVG und Art. 1b Bst. AHVV). 

Die Versicherteneigenschaft, wie sie in Art. 1a AHVG umschrieben ist, ist 

persönlich zu erfüllen. Es ist somit für jede Person einzeln zu beurteilen, 

ob die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Dieser Grundsatz 

der persönlichen Versicherteneigenschaft gilt auch für minderjährige 

Kinder (UELI KIESER, AHV, a.a.O., S. 1209 Rz. 39).  

C-2698/2013 

Seite 10 

3.5 Der Begriff des Wohnsitzes bestimmt sich aufgrund Art. 13 Abs. 1 

ATSG nach den Art. 23 bis 26 des Zivilgesetzbuches (ZGB, SR 210). 

Ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat eine Person an dem Ort, an dem sie 

während längerer Zeit lebt, selbst wenn diese Zeit zum Vornherein be-

fristet ist (Abs. 2). 

3.5.1 Der Wohnsitz einer Person befindet sich an dem Orte, wo sie sich 

mit der Absicht des dauernden Verbleibens aufhält; der Aufenthalt zum 

Zweck der Ausbildung oder die Unterbringung einer Person in einer 

Erziehungs- oder Pflegeeinrichtung, einem Spital oder einer Strafanstalt 

begründet für sich allein keinen Wohnsitz (Art. 23 Abs. 1 ZGB). Niemand 

kann an mehreren Orten zugleich seinen Wohnsitz haben (Abs. 2). Die 

geschäftliche Niederlassung wird von dieser Bestimmung nicht betroffen 

(Abs. 3). 

Es müssen somit zwei Kriterien kumulativ erfüllt sein: objektiv physischer 

Aufenthalt und subjektiv Absicht dauernden Verbleibens. Da der Wohnsitz 

nicht nur für die betroffene Person, sondern auch für Drittpersonen und 

das Gemeinwesen von Bedeutung ist, ist die innere Absicht des dauern-

den Verbleibs nur insoweit von Bedeutung, als sie nach aussen erkenn-

bar geworden ist. Massgebend ist daher der Ort, wo sich der Mittelpunkt 

der Lebensbeziehungen befindet (DANIEL STAEHELIN, in: Basler Kommen-

tar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl. 2006, N. 5 zu Art. 23 ZGB). Nicht 

massgebend ist, ob sie eine fremdenpolizeiliche Niederlassungs- oder 

Aufenthaltsbewilligung besitzt (BGE 133 V 309 E. 3.1, 125 V 76 E. 2a mit 

Hinweisen).  

3.5.2 Der einmal begründete Wohnsitz einer Person bleibt bestehen bis 

zum Erwerbe eines neuen Wohnsitzes (Art. 24 Abs. 1 ZGB). Ist ein früher 

begründeter Wohnsitz nicht nachweisbar oder ist ein im Ausland be-

gründeter Wohnsitz aufgegeben und in der Schweiz kein neuer begründet 

worden, so gilt der Aufenthaltsort als Wohnsitz (Abs. 2).  

3.5.3 Gemäss Art. 25 ZGB ist der Wohnsitz Minderjähriger wie folgt ge-

regelt: Als Wohnsitz des Kindes unter elterlicher Sorge gilt der Wohnsitz 

der Eltern oder, wenn die Eltern keinen gemeinsamen Wohnsitz haben, 

der Wohnsitz des Elternteils, unter dessen Obhut das Kind steht; in den 

übrigen Fällen gilt sein Aufenthaltsort als Wohnsitz (Abs. 1). Bevor-

mundete Kinder haben ihren Wohnsitz am Sitz der Kindesschutzbehörde 

(Abs. 2). 

C-2698/2013 

Seite 11 

3.6 Eine Konkretisierung zu Art. 2 Abs. 1 AHVG findet sich in der Weg-

leitung zur freiwilligen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

([WFV], gültig ab 1. Januar 2008, Stand: 1. Januar 2013, Randziffer [Rz.] 

2001 f.) des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Personen, die 

der freiwilligen Versicherung beitreten wollen, haben die folgenden vier 

Voraussetzungen kumulativ zu erfüllen:  

– die schweizerische Staatsbürgerschaft oder diejenige eines Mit-
gliedstaats der EU oder der EFTA besitzen;  

– nicht in einem Staat der EU oder der EFTA wohnen;  

– nicht gemäss Art. 1a des Bundesgesetzes über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVG) versichert sein;  

– unmittelbar vor dem Ausscheiden aus der obligatorischen Ver-
sicherung während mindestens fünf aufeinanderfolgender Jahre 
versichert gewesen sein. 

3.7 Das Erfordernis des fünfjährigen vorbestandenen Versicherungsver-

hältnisses ist wie folgt definiert (vgl. WFV, Rz. 2008): Die Voraussetzung 

der fünfjährigen vorgängigen Versicherung ist erfüllt, wenn die Person in 

der AHV/IV nach Massgabe von Art. 1a Abs. 1 Bst. a–c, Art. 1a Abs. 3 

und 4, Art. 2 AHVG, auf Grund des Abkommens mit der EU oder der 

EFTA, eines Sozialversicherungsabkommens oder eines Sitzabkommens 

während fünf vollen aufeinanderfolgenden Jahren versichert war. Ein Jahr 

gilt als voll, wenn die Person während mindestens 11 Monaten und einem 

Tag versichert war. Vorgängig in einem EU- bzw. EFTA-Staat zurückge-

legte Versicherungszeiten werden an die vorbestandene Versicherungs-

dauer von fünf Jahren nicht angerechnet (vgl. Ziff. 1 von Anhang VI 

[Schweiz] zur VO 1408/71 in der Fassung des Freizügigkeitsabkommens, 

SR 0.142.112.681). 

Es ist nicht erforderlich, dass die Person in den betreffenden Jahren bei-

tragspflichtig war. War sie in der fraglichen Zeit wegen ihres Alters (Art. 3 

Abs. 2 Bst. a und d AHVG) oder auf Grund der von ihrer Ehefrau oder 

ihrem Ehemann bezahlten Beiträge (Art. 3 Abs. 3 Bst. a und b AHVG) von 

der Beitragspflicht befreit, zählen die Wohnsitzjahre in der Schweiz als 

Versicherungsjahre (WFV, Rz. 2009). 

3.8 Gemäss Art. 3 AHVG sind die Versicherten beitragspflichtig, solange 

sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt die 

Beitragspflicht am 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und 

dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und 

C-2698/2013 

Seite 12 

Männer das 65. Altersjahr vollendet haben (Abs. 1). Von der Beitrags-

pflicht sind befreit (Abs. 2): a. die erwerbstätigen Kinder bis zum 31. 

Dezember des Jahres, in welchem sie das 17. Altersjahr zurückgelegt 

haben; d. mitarbeitende Familienmitglieder, die keinen Barlohn beziehen, 

bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie das 20. Altersjahr voll-

endet haben. 

3.9 Nichterwerbstätige bezahlen nach Art. 10 AHVG einen Beitrag nach 

ihren sozialen Verhältnissen. Der Mindestbeitrag beträgt 392 Franken, 

der Höchstbeitrag entspricht dem 50-fachen Mindestbeitrag. Erwerbs-

tätige, die im Kalenderjahr, gegebenenfalls mit Einschluss des Arbeit-

geberbeitrages, weniger als 392 Franken, entrichten, gelten als Nicht-

erwerbstätige. Der Bundesrat kann den Grenzbetrag nach den sozialen 

Verhältnissen des Versicherten erhöhen, wenn dieser nicht dauernd voll 

erwerbstätig ist (Abs. 1). Den Mindestbeitrag bezahlen: a. nichterwerbs-

tätige Studierende bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie das 

25. Altersjahr vollenden; b. Nichterwerbstätige, die ein Mindestein-

kommen oder andere Leistungen der öffentlichen Sozialhilfe erhalten; c. 

Nichterwerbstätige, die von Drittpersonen finanziell unterstützt werden 

(Abs. 2). 

3.10 Verwaltungsweisungen des BSV sind keine eigenen Rechtsregeln, 

sondern stellen nur eine Konkretisierung und Umschreibung der gesetz-

lichen und verordnungsmässigen Bestimmungen dar. Es handelt sich 

hierbei um Vorgaben an die Vollzugsorgane der Versicherung über die Art 

und Weise, wie diese ihre Befugnisse auszuüben haben. Als solche 

stellen Verwaltungsweisungen den Standpunkt der Verwaltung über die 

Anwendung der Rechtsregeln dar und dienen im Rahmen der fachlichen 

Aufsicht des BSV (vgl. Art. 72 AHVG in Verbindung mit Art. 176 AHVV) 

einer einheitlichen Rechtsanwendung, um eine Gleichbehandlung der 

Versicherten, aber auch die verwaltungsmässige Praktikabilität zu ge-

währleisten. Deshalb richten sich solche Ausführungsvorschriften recht-

sprechungsgemäss nur an die Durchführungsstellen; für das Sozialver-

sicherungsgericht sind sie nicht verbindlich. Dies heisst indessen nicht, 

dass Verwaltungsweisungen für das Sozialversicherungsgericht unbe-

achtlich sind. Vielmehr soll das Gericht sie berücksichtigen, soweit sie 

eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der an-

wendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht 

also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn 

diese eine überzeugende Konkretisierung der gesetzlichen und ver-

ordnungsmässigen Leistungsvoraussetzungen darstellen. Insofern wird 

C-2698/2013 

Seite 13 

dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechts-

gleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen 

(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heute: Bundes-

gericht] H 49/05 vom 1. Dezember 2005 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 130 

V 172 E. 4.3.1 und weiteren Hinweisen). 

4.  

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den Beschwerdeführer zu 

Recht nicht in die freiwillige Versicherung aufgenommen hat. 

4.1 Unbestritten und gestützt auf Art. 2 Abs. 1 AHVG (vgl. E. 3.1) in Ver-

bindung mit Art. 1a Abs. 1 AHVG ausschlaggebend ist (vgl. E. 3.4 ff.), 

dass der Beschwerdeführer im Besitz der schweizerischen Staatsbürger-

schaft ist, seit 1. November 2012 für den Vatikanstaat Dienst als Päpst-

licher Schweizergardist leistet (B-act. 10, Beilage 11) und daher nicht in 

einem Staat der EU oder der EFTA wohnt (vgl. auch Bst. A.a mit Hinweis 

zur Abmeldung aus Y._______ am 31. Oktober 2012). Am 5. April 2012 

wurden letztmalig Beiträge an die AHV/IV geleistet, sodass er nach 

diesem Zeitpunkt nicht mehr bei der AHV/IV versichert ist (act. SAK/7, S. 

5; vgl. Bst. A.a). Am 6. November 2012 hat er sein Beitrittsgesuch zur frei-

willigen Versicherung eingereicht. 

4.2 Umstritten und vorliegend entscheidend ist die Bedeutung von Art. 2 

Abs. 1 AHVG. Allerdings lässt dessen Wortlaut keinen Spielraum für eine 

davon abweichende Auslegung zu (vgl. Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts C-4859/2007 vom 30. Januar 2008 E. 2.3): 

Dass die betroffene Person unmittelbar vorher während mindestens fünf 

aufeinander folgenden Jahren obligatorisch versichert sein muss, kann 

nicht anders verstanden werden, als dass vorgängig eine 

ununterbrochene Versicherungsmindestdauer von 5 Jahren vorliegen 

muss. So sprechen der französische Gesetzestext ausdrücklich von 

Personen "qui cessent d’être soumis à l’assurance obligatoire après une 

période d’assurance ininterrompue d’au moins cinq ans" und der 

italienische ausdrücklich von einem "periodo ininterrotto di almeno cinque 

anni". Ausserdem sprach der Bundesrat in seiner Botschaft zur Änderung 

des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

(Revision der freiwilligen Versicherung) vom 28. April 1999 (vgl. BBl 1999 

5019) und in seiner Botschaft zur Genehmigung der sektoriellen Ab-

kommen zwischen der Schweiz und der EG vom 23. Juni 1999 (vgl. BBl 

1999 6339 ff.) ausdrücklich von einer (mindestens) fünfjährigen un-

unterbrochenen Vorversicherungszeit. Diese Interpretation von Art. 2 Abs. 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=H+49%2F05&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-V-163%3Ade&number_of_ranks=0#page172
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=H+49%2F05&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-V-163%3Ade&number_of_ranks=0#page172

C-2698/2013 

Seite 14 

1 AHVG entspricht im Übrigen der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

(vgl. für viele BVGE 2009/47 E. 4.1 und 5.3.2). 

4.3 Zu prüfen ist somit, ob der Beschwerdeführer, der die Schweiz per  

31. Oktober 2012 verliess und weder nach dem 5. April 2012 noch nach 

dem 31. Oktober 2012 eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz ausübte, vom  

1. Mai 2007 bis 30. April 2012 ununterbrochen der schweizerischen 

AHV/IV angehörte.  

Für den massgebenden 5-jährigen Versicherungszeitraum (1. Mai 2007 

bis 30. April 2012) ist die persönliche Versicherungseigenschaft des Be-

schwerdeführers festzustellen. Die in Art. 1a Abs. 1 AHVG genannten 

Voraussetzungen (vgl. E. 3.4) sind alternativ zu verstehen (vgl. EVGE 

1949 29; UELI KIESER, Rechtsprechung zur AHV, Art. 1a AHVG, Rz. 3), 

wie dies richtigerweise der Beschwerdeführer festgestellt hatte. Demzu-

folge ist eine Person solange obligatorisch in der AHV/IV versichert, als 

sie in der Schweiz Wohnsitz hat und/oder eine Erwerbstätigkeit ausübt 

(Bst. a und b). Es bleibt die Frage des zivilrechtlichen Wohnsitzes ge-

mäss Art. 23 ff. ZGB zu klären (vgl. E. 3.5 ff.).  

4.3.1 Der Beschwerdeführer vertritt den Standpunkt, dass er sowohl vor 

Eintritt seiner Volljährigkeit als auch mit Erreichen der Volljährigkeit 

seinen Wohnsitz auf Dauer in der Schweiz gehabt habe. Der 

Beschwerdeführer habe sich (im Jahr 2006) bewusst gegen den Aus-

landseinsatz seiner Eltern und für ein Leben in der Schweiz entschieden. 

Da es sich in Z._______ um ein internationales Internat handle, hätten 

auch die Schweizer Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Soli-

darität mit ihren ausländischen Kollegen an den Wochenenden nicht nach 

Hause reisen dürfen. Lediglich vier Mal pro Jahr (Allerheiligen, Weih-

nachten, Ostern, Sommerferien) sei es gestattet worden, die Ecole 

D._______ zu verlassen. Die wenige Zeit ausserhalb der Schule habe der 

Beschwerdeführer bei Internatsfreunden in der Schweiz, bei seinen 

Grosseltern in der Schweiz oder mit seinen Eltern in deren Ferienhaus im 

Tessin verbracht. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe er auch 

nach seiner Schulzeit in Z._______ sowie in der Zeit vom 30. Juni bis 31. 

Oktober 2010 seinen Wohnsitz stets in der Schweiz gehabt (B-act. 10, S. 

6).  

4.3.2 Dem entgegnete die Vorinstanz vernehmlassungsweise mit Aus-

zügen aus dem Schriftverkehr des Beschwerdeführers (B-act. 5): Der Be-

schwerdeführer selbst habe in seiner Einsprache vom 26. Februar 2013 

C-2698/2013 

Seite 15 

angegeben, es sei zutreffend, dass er vom 3. September 2006 bis  

30. Juni 2010 in Z._______ (in einem Internat) “wohnhaft“ gewesen und 

anschliessend nach Frankreich zu seinen Eltern ausgereist sei (act. 

SAK/6). Ab 1. November 2010 habe er “als Auslandschweizer“ freiwillig 

den Schweizer Militärdienst geleistet, währenddessen seine Eltern und 

seine “Papiere weitere fünf Monate in Frankreich stationiert“ gewesen 

seien. Er habe damals nicht gewusst, dass er und seine Familie noch vor 

April 2011 in die Schweiz zurückziehen würden (act. SAK/6). Die 

Vorinstanz kam zum Schluss, dass der alleinige Aufenthalt (ohne 

Erwerbstätigkeit) in der Schweiz ab Mündigkeit, zum Sonderzweck der 

Ausbildung, gemäss Art. 23 Abs. 1 ZGB ebenfalls keinen Wohnsitz be-

gründe. Der Lebensmittelpunkt der Interessen habe sich während des 

Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Schweiz ganz offensichtlich am 

Wohnort seiner Eltern im Ausland befunden, wohin er im Juli bis Ende 

Oktober 2010 ferienhalber zurückgekehrt sei. Aus dem Umzug seiner 

Eltern im April 2011 in die Schweiz auf einen befristeten Ferienaufenthalt 

in Frankreich zu schliessen, gehe an den Tatsachen vorbei, da der Be-

schwerdeführer zu diesem Zeitpunkt gar nicht gewusst habe, dass seine 

Eltern in die Schweiz zurückkehren würden. Demzufolge sei der Lebens-

mittelpunkt des Beschwerdeführers während seines ganzen Aufenthaltes 

in der Schweiz, während seiner Minderjährigkeit und Ausbildung 

offensichtlich in Frankreich bei seiner Familie gewesen, weshalb er in der 

Schweiz keinen Wohnsitz im Sinne des Zivilrechts begründet habe.  

4.3.3 Der Beschwerdeführer legte replikweise dar, es sei unbestritten und 

belegt worden, dass für den Zeitraum vom 3. September 2006 bis  

30. Juni 2010 eine Wohnsitzbescheinigung der Einwohnergemeinde 

Z._______ und für den Zeitraum vom 28. März 2011 bis  

31. Oktober 2012 eine Wohnsitzbescheinigung der Einwohnergemeinde 

Y._______ vorliege (B-act. 10, S. 9; vgl. zu deren Beweiskraft aber 

E. 4.3.4). Er führte an, dass er lediglich ferienhalber von Juli bis Ende 

Oktober 2010 sich in Frankreich bei seinen Eltern aufgehalten habe, da 

die von seinen Eltern erworbene Eigentumswohnung in Y._______ auf-

grund von Renovationsarbeiten noch nicht bezugsbereit gewesen sei. 

Dem beiliegenden Arbeitsvertrag von E. A._______ (Vater des Be-

schwerdeführers) sei zu entnehmen, dass dessen Auslandseinsatz als 

Leiter „Finanzen und Verwaltung“ bei E._______ Group in Frankreich für 

die Zeit vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2010 begrenzt worden sei 

(B-act. 10, Beilage 1). Im Hinblick auf die Beendigung des zuvor 

erwähnten befristeten Auslandseinsatzes habe sich sein Vater am 12. 

April 2010 an der Ecole D._______ als Leiter Finanzen & Administration 

C-2698/2013 

Seite 16 

sowie Mitglied der Geschäftsleitung beworben (B-act. 10, S. 7), wo auch 

der Beschwerdeführer bis 30. Juni 2010 seinen “Wohnsitz“ gehabt habe. 

Dem Arbeitsvertrag vom 20. August 2010 (B-act. 10, Beilage 8) sei zu 

entnehmen, dass sein Vater die beworbene Stelle erhalten habe, die An-

stellung unbefristet sei und der Stellenantritt am 1. April 2011 an der 

Ecole D._______ in Z._______ zu erfolgen habe. Im Rahmen des 

geplanten Umzugs in die Schweiz hätten seine Eltern am 26. März 2010 

eine Reservationsvereinbarung für eine Eigentumswohnung in Y._______ 

(B-act. 10, Beilage 9) unterzeichnet und mit Kaufvertrag vom 14. Juni 

2010 (B-act. 10, Beilage 10) die fragliche Wohnung erworben, womit die 

Wohnsitznahme in der Schweiz spätestens ab Frühjahr 2011 erwiesen 

sei. 

4.3.4 Aus den Akten sind folgende Angaben über den Aufenthalt des Be-

schwerdeführers im massgebenden Versicherungszeitraum zu ent-

nehmen: Die Vorinstanz hält in ihrer Verfügung vom 7. Februar 2013 

(SAK/5) fest, dass gemäss Auskunft der Einwohnerkontrolle Z._______ 

und Y._______ der Beschwerdeführer am 3. September 2006 aus 

Deutschland zugezogen und per 30. Juni 2010 nach Frankreich ausge-

reist sei. Seit dem 30. Juni 2010 sei er nicht mehr in der Schweiz wohn-

haft gewesen (act. SAK/5). Die [mündliche] Auskunfteinholung der Vor-

instanz bei der Einwohnergemeinde in Z._______ sowie in Y._______ 

(vgl. SAK 2 und 4; Bst. A.c) stellt nur insoweit ein zulässiges Beweismittel 

dar, als damit bloss Nebenpunkte, namentlich Indizien oder 

Hilfstatsachen, festgestellt werden, indessen Auskünfte zu wesentlichen 

Punkten des rechtserheblichen Sachverhalts nur gestützt auf eine schrift-

liche Anfrage und in schriftlicher Form zulässig und beweistauglich sind 

(vgl. BGE 119 V 208 E. 4b, BGE 117 V 282 E. 4c; vgl. heute Art. 43 Abs. 

1 ATSG, dazu KIESER,  ATSG, Rz. 41f. zu Art. 43). Anzumerken ist in 

diesem Zusammenhang, dass die Vorinstanz es versäumt hat, den aus-

ländischen Wohnsitz selbständig abzuklären (vgl. BGE 110 V 66 ff.; vgl. 

auch KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialver-

sicherungsrecht, 3. Aufl., Rz. 5 zu Art. 2 AHVG) beziehungsweise hin-

reichend zu prüfen (vgl. E. 3.5 mit Hinweis zum zivilrechtlichen Begriff des 

Wohnsitzes und dem Ort des gewöhnlichen Aufenthalts). Anhaltspunkt 

dafür, dass der Beschwerdeführer tatsächlich vor dem 3. September 2006 

in Deutschland bei seinen Eltern gelebt hat, bietet der Arbeitsvertrag 

seines Vaters vom 18. Dezember 2007. Der Arbeitsvertrag, ausgestellt 

von E._______ Group Deutschland, ist an E. A._______ “im Hause / AF-

3, 222027“ adressiert und hält fest, dass Letztgenannter für den Zeitraum 

der “Versetzung [nach Frankreich zu E._______ France S.A.; vom 1. 

C-2698/2013 

Seite 17 

Januar 2008 bis 31. Dezember 2010] von der Erbringung der Arbeits-

leistung gegenüber der E._______ AG freigestellt“ werde. Es sei 

vorgesehen, dass die Ehepartnerin, U. A._______-B._______, sowie die 

drei Kinder (I., L., C. A._______) spätestens im Juli 2008 ins Einsatzland 

nachziehen könnten (B-act. 10, Beilage 1, S. 2). Der Schulbestätigung 

der Ecole D._______ vom 12. September 2013 ist zu entnehmen, dass 

der mittlerweile in CH-[…] Y._______, X._______gasse 18, wohnende 

Beschwerdeführer in der Zeit vom 3. September 2006 bis 30. Juni 2010 

als Schüler in der Internatsschule in Z._______ untergebracht worden sei 

und den Unterricht an der Schule besucht habe (B-act. 10, Beilage 2). 

Eine (Ab-) Meldebestätigung aus Deutschland für September 2006 [oder 

aus Frankreich] oder allfällige schriftliche Bestätigungen der An- und 

Abmeldungen der Einwohnerkontrollbehörden in Z._______ und 

Y._______, die eine Wohnsitznahme in der Schweiz seitens der 

zuständigen Behörden bekräftigen könnten, liegen den Beschwerde- 

und/oder Vorakten nicht bei. In der Beitrittserklärung zur freiwilligen 

Versicherung vom 6. November 2012 gab der Beschwerdeführer an, dass 

er in den letzten 5 Jahren seinen “Wohnsitz“ in CH-[…] Z._______, in F-

[…] W._______, V._______, sowie in CH-[…] Y._______ gehabt habe 

(act. SAK/1, S. 2). Die Einwohnerkontrolle in Y._______ bestätigte am 21. 

September 2012 seinen Wegzug am 31. Oktober 2012 aus CH-[…] 

Y._______, X._______gasse 18, nach I-[…] Città del Vaticano, 

R._______ (act. SAK/1 S. 3). 

4.3.5 Aufgrund des Dargelegten ist davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer bis zur Einreise in die Schweiz im September 2006 bei 

seinen Eltern in Deutschland wohnte, was auch vom Beschwerdeführer 

nicht bestritten wird. Im Jahr 2008 verlegten seine Eltern den gemein-

samen Wohnsitz nach Frankreich (vgl. E. 4.3.3; vgl. auch Art. 162 ZGB 

mit Hinweis zur ehelichen Wohnung). Der Beschwerdeführer war mit Be-

ginn der Schulausbildung an der Ecole D._______ in Z._______ 15 Jahre 

respektive im Mai 2007 15 ½ Jahre alt und somit minderjährig. Kinder 

stehen, solange sie unmündig sind, unter elterlicher Sorge (Art. 296 Abs. 

1 ZGB in der bis 31. Dezember 2012 geltenden Fassung). Wenngleich 

der Beschwerdeführer bereits während seines Aufenthalts in Z._______ 

die subjektive Absicht des dauernden Verbleibens unter Umständen 

gehabt hatte, konnte er allein aufgrund seines Kindesalters keinen 

eigenen Wohnsitz in der Schweiz begründen (vgl. E. 3.5.3 mit Hinweis zu 

Art. 25 Abs. 1 ZGB). Der Beschwerdeführer selbst bestätigte, dass der 

Wohnsitz seiner sorgeberechtigten Eltern von August 2000 bis 31. März 

2011 im "europäischen Ausland" war (act. SAK/6), weshalb der 1991 

C-2698/2013 

Seite 18 

geborene Beschwerdeführer dort seinen zivilrechtlichen Wohnsitz 

(mindestens) bis zu seiner Volljährigkeit (September 2009) gehabt hatte. 

Mangels Wohnsitzbegründung in der Schweiz erfüllt der 

Beschwerdeführer – entgegen seiner Auffassung – nicht die Kriterien an 

einen zivilrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz vor Erreichen der Voll-

jährigkeit.  

4.3.6 Nachfolgend ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer nach Eintritt 

seiner Volljährigkeit einen neuen Wohnsitz, diesmal in der Schweiz, be-

gründet hat. Wie zu zeigen sein wird, ist von keiner Wohnsitzbegründung 

in der Schweiz auszugehen, weil der Beschwerdeführer von seinen unter-

stützungspflichtigen Eltern zum Sonderzweck der (befristeten) Schulaus-

bildung im Internat in Z._______ untergebracht worden war (vgl. E. 3.5.1 

mit Hinweis zu Art. 23 ZGB, zweiter Halbsatz) und nach dem 30. Juni 

2010 wieder an seinen Wohnsitz in Frankreich zu seinen Eltern zurück-

gekehrt ist (act. SAK/6; vgl. auch E. 4.3.2). In Ergänzung zu Art. 23 Abs. 1 

ZGB präzisierte das Bundesamt für Sozialversicherung in der WVP, dass 

insbesondere Personen, die sich ausschliesslich zu Besuchs-, Kur-, 

Ferien-, Studien- oder sonstigen Aufenthaltszwecken in der Schweiz 

aufhalten, ohne eine Erwerbstätigkeit auszuüben, keinen Wohnsitz be-

gründen (WVP, gültig ab 1. Januar 2013, Rz. 1027). Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird im zweiten Halbsatz von Art. 23 

Abs. 1 ZGB eine widerlegbare Vermutung angestellt, wonach der Aufent-

halt am Studienort oder in einer Anstalt nicht bedeutet, dass auch der 

Lebensmittelpunkt an den fraglichen Ort verlegt worden ist. Der zweite 

Halbsatz von Art. 23 Abs. 1 ZGB umschreibt somit im Ergebnis negativ, 

was Art. 23 Abs. 1 ZGB (erster Halbsatz) zum Wohnsitz in grundsätzlicher 

Hinsicht positiv festhält. Die Vermutung kann umgestossen werden, wenn 

eine Person freiwillig in eine Anstalt eintritt und sich dort mit der Absicht 

dauernden Verbleibens aufhält (BGE 137 II 122 E. 3.6 [S. 127] zur Frage 

des gewöhnlichen Aufenthalts zu Sonderzwecken). Dies trifft insbe-

sondere bei urteilsfähigen volljährigen Personen zu, die freiwillig in ein 

Alters- und Pflegeheim eintreten, um dort den Lebensabend zu ver-

bringen, also die Absicht haben, sich dort dauernd aufzuhalten (BBl 2006 

7001, S. 7096). Unter dieser Voraussetzung kann die Begründung eines 

Wohnsitzes am Anstaltsort bejaht werden (BGE 134 V 236 E. 2.1 (S. 239 

f.); BGE 133 V 309 E. 3.1 (S. 312 f.); je mit Hinweisen). 

4.3.7 Der Beschwerdeführer besuchte mit Erreichen seiner Volljährigkeit 

weiterhin “freiwillig“ die Schule in Z._______. Dies konnte jedoch nur mit 

der Absicht geschehen, die begonnene Schulausbildung abzuschliessen 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2014&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-236%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page236
http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2014&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-V-309%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page309

C-2698/2013 

Seite 19 

(vgl. E. 4.3.6 zum Sonderzweck der Ausbildung). Das Argument des Be-

schwerdeführers, er habe höchstens vier Mal im Jahr während der Schul-

ferien seine Eltern am Aufenthaltsort in Frankreich oder am Ferienort in 

Tessin besucht oder habe sich in der wenigen verbleibenden Freizeit bei 

seinen Grosseltern oder Internatsfreunden in der Schweiz aufgehalten, 

ändert nichts an der Tatsache, dass der tatsächliche Zweck seines 

Aufenthalts in erster Linie die Schulausbildung war und er als nichter-

werbstätiger Volljähriger von seinen Eltern wirtschaftlich unterstützt 

werden musste. Somit war der Beschwerdeführer auch mit Erreichen der 

Volljährigkeit (wirtschaftlich) nicht in der Lage, von sich aus seinen 

Lebensmittelpunkt auf Dauer in die Schweiz zu verlegen. Gerade weil das 

Erziehungskonzept der Ecole D._______ restriktive Aufenthalts- und 

Ausgangsregeln für ihre Auszubildenden vorsieht, hatte der Be-

schwerdeführer keine andere Wahl, als sich während der gesamten 

Ausbildung den Vorgaben der Schule unterzuordnen. Darum lassen die 

kurzfristigen Besuche bei seinen Grosseltern oder Internatsfreunden in 

der Schweiz auch keine Rückschlüsse zu, dass der Beschwerdeführer 

zum damaligen Zeitpunkt seinen Lebensmittelpunkt "freiwillig" und auf 

Dauer in die Schweiz verlegt hatte. Zudem vermag die [nachträgliche] 

Vorlage des beurkundeten Kaufvertrags seiner Eltern vom 14. Juni 2010 

betreffend die Eigentumswohnung in Y._______ keine Wohnsitz-

begründung des Beschwerdeführers im Juni respektive ab Juli 2010 in 

der Schweiz nachzuweisen, zumal die Wohnung wegen angeblicher 

Renovationsarbeiten nicht bezugsbereit gewesen sei. Der Kaufvertrag ist 

– im Zusammenhang mit der Anstellung des Vaters an der Ecole 

D._______ in Z._______ ab 1. April 2011 – lediglich ein Indiz dafür, dass 

die Familie A._______ ab Ende März 2011 ihren Auslandswohnsitz in die 

Schweiz zu verlegen beabsichtigte, was in der Folge auch geschehen ist. 

Dies mag aus der Sicht des Beschwerdeführers zwar "formaljuristisch" 

erscheinen, doch gilt nach Art. 24 Abs. 1 ZGB der Grundsatz der Einheit 

des Wohnsitzes (vgl. E. 3.5.2).  

4.4 Damit ist im Zwischenergebnis und unter Gesamtwürdigung der vor-

liegenden Tatsachen rechtsgenüglich festgestellt, dass der Beschwerde-

führer ab Mai 2007 während seiner Minderjährigkeit und gesamten Schul-

ausbildung seinen Aufenthalt in Z._______ hatte, jedoch sein zivil-

rechtlicher Wohnsitz in Deutschland und ab 2008 in Frankreich am 

Wohnsitz seiner Eltern war (vgl. E. 4.3.5 ff.). Demzufolge kann ihm auch 

keine Versicherungszeit gemäss Art. 1a Abs. 1 Bst. a AHVG für die Zeit 

von Mai 2007 bis Juni 2010 angerechnet werden. An diesem Ergebnis 

würde sich auch dann nichts ändern, wenn bereits mit Erreichen der 

C-2698/2013 

Seite 20 

Volljährigkeit des Beschwerdeführers eine Wohnsitzbegründung in der 

Schweiz festgestellt werden könnte, und woraus 32 Monate beziehungs-

weise maximal 38 Monate an anrechenbarer Versicherungszeit bis zum 

Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung (5. April 2012) oder 

bis zu seiner Ausreise aus der Schweiz (31. Oktober 2012) resultieren 

würden. Unumstösslich ist, dass der Beschwerdeführer in jedem Fall die 

persönliche Versicherungseigenschaft nach Art. 2 Abs. 1 AHVG in 

Verbindung mit Art. 1a Abs. 1 AHVG nicht erfüllt. 

4.5 Nachfolgend bleibt in einem zweiten Schritt zu prüfen, ob der 

Beschwerdeführer im massgebenden Zeitraum zwischen 1. Mai 2007 und 

30. April 2012 gemäss Art. 1a Abs. 1 Bst. b AHVG erwerbstätig war (vgl. 

E. 3.4, 3.7) und gestützt hierauf obligatorisch AHV-versichert war.  

Erwerbseinkommen in der Schweiz erzielt, wer hier in unselbstständiger 

oder in selbstständiger Stellung (z.B. als Inhaberin bzw. Inhaber einer 

Einzelfirma oder als Teilhaberin bzw. Teilhaber einer Personengesell-

schaft) in Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft oder in freien 

Berufen tätig ist (WVP, gültig ab 1. Januar 2013, Rz. 1035; ZAK 1981 S. 

517). 

4.6 Aus den vorinstanzlichen Vorakten und dem Auszug aus dem indivi-

duellen Konto (nachfolgend: IK) geht hervor, dass der Beschwerdeführer 

während seiner Rekrutierung in U._______ vom 15. bis 16. Juni 2010 und 

während seiner Militärausbildung vom 1. November 2010 bis 29. August 

2011 in T._______ (act. SAK/7, S. 13-29; B-act. 12, 16) sowie vom 9. 

Januar 2012 bis einschliesslich 5. April 2012 (act. SAK/7, S. 5-8; B-act. 

12, 16) für insgesamt 392 Tage eine Erwerbsausfallentschädigung ge-

mäss dem Erwerbsersatzgesetz (EOG, SR 834.1) von insgesamt brutto 

Fr. 42‘723.-, abzüglich der Beiträge an die AHV/IV, erhalten hatte. Festzu-

halten ist, dass von Juni bis Oktober 2010 (mit Ausnahme vom 15. und 

16. Juni 2010) keine Beiträge an die AHV/IV/EO geleistet wurden und für 

diese Zeit weder ein Aufenthalt noch eine Wohnsitzbegründung in der 

Schweiz nachgewiesen werden konnte (vgl. E. 2.5 zur "Nichtnach-

weislichkeit" einer Tatsache), weshalb bereits bzw. auch darin eine Ver-

sicherungslücke innerhalb der massgebenden 5-jährigen Versicherungs-

zeit zu erblicken ist, wie bereits von der Vorinstanz festgestellt wurde (vgl. 

Bst. A.e, B.b). Von September bis Oktober 2011 erzielte der Be-

schwerdeführer bei der Firma F._______ und Partner ein Erwerbsein-

kommen von brutto Fr. 1‘100.- und von November bis Dezember 2011 

verdiente er bei der Schreinerei G._______ brutto Fr. 4‘632.20 abzüglich 

C-2698/2013 

Seite 21 

der Beiträge an die AHV/IV/EO (act. SAK/7, S. 9-12, B-act. 16). Gemäss 

den erwähnten Lohnabrechnungen wurden für 4 Monate (122 Tage) AHV-

Beiträge entrichtet. Aus den vorinstanzlichen Akten ist im Weiteren zu ent-

nehmen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2010 für 63 Tage (mit Unter-

brechung), im Jahr 2011 für 363 Tage und im Jahr 2012 für 88 Tage 

obligatorisch versichert war. Für jeden Monat, in dem der Beschwerde-

führer versichert war, ist ihm ein Beitragsmonat als Versicherungszeit 

anzurechnen, weshalb ihm für das Jahr 2010 3 Beitragsmonate, für das 

Jahr 2011 12 Beitragsmonate und für das Jahr 2012 4 Beitragsmonate 

gutzuschreiben sind. Insgesamt resultiert im Zeitraum vom 1. November 

2010 bis 5. April 2012 eine Gesamtversicherungsdauer von 19 Beitrags-

monaten. Nicht nachvollziehbar ist, weshalb im IK-Auszug auch der Mai 

2012 als weiterer Beitragsmonat angerechnet wurde, was aber an dieser 

Stelle nicht weiter zu prüfen ist.  Damit ist (rechtlich) erstellt, dass der Be-

schwerdeführer weder die Voraussetzung der fünfjährigen vorgängigen 

Versicherung nach Massgabe von Art. 1a Abs. 1 Bst. a AHVG (vgl. E. 4.4) 

noch nach Art. 1a Abs. 1 Bst. b AHVG erfüllt. 

5.  

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 

mangels Versicherungsnachweises gemäss Art. 1a Abs. 1 Bst. a und/oder 

Art. 1a Abs. 1 Bst. b AHVG in der Zeit vom 1. Mai 2007 bis 30. April 2012 

nicht durchgehend obligatorisch versichert war. Folglich gehörte er 

unmittelbar vor dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung 

nicht während mindestens fünf vollen aufeinanderfolgenden Jahren der 

schweizerischen AHV/IV an (vgl. E. 3.1 zu Art. 2 Abs. 1 AHVG; vgl. auch 

E. 4.4., 4.6 mit weiteren Hinweisen). Im Übrigen war der Schweizer 

Bürger im Sinne von Art. 1a Abs. 1 Bst. c AHVG in der massgebenden 

Versicherungszeit auch nicht im Dienste der Eidgenossenschaft, im 

Dienste einer internationalen Organisation oder im Dienste privater, vom 

Bund namhaft subventionierter Hilfsorganisationen im Ausland tätig, 

sodass er als obligatorisch versichert zu betrachten wäre. 

Ebenso ausgeschlossen und damit nicht zu prüfen war die Weiterführung 

der obligatorischen Versicherung nach Massgabe von Art. 1a Abs. 3 Bst. 

a-c und Abs. 4 Bst. a AHVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 AHVG (vgl. E. 

3.4). Obwohl die Vorinstanz lediglich eine Versicherungslücke von vier 

Monaten (Juli – Oktober 2010) festgestellt und die Versicherteneigen-

schaft des Beschwerdeführers nicht hinreichend geprüft hatte (vgl. 

E. 4.3.4 mit Hinweis zur Abklärung des ausländischen Wohnsitzes), sind 

im Ergebnis ebenfalls die Voraussetzungen der vorgängigen 5-jährigen 

C-2698/2013 

Seite 22 

Versicherungspflicht nach Art. 2 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 1a 

Abs. 1 Bst. a, b AHVG nicht erfüllt. Mit Blick auf das Gesagte sind weder 

die Rüge der unrichtigen Rechtsanwendung, der Ermessens-

überschreitung noch die Rüge der Willkür haltbar, weshalb der Be-

schwerdeführer nicht durchdringt und die Beschwerde unbegründet ist. 

Die vorinstanzliche Verfügung vom 7. Februar 2013 sowie der 

Einspracheentscheid vom 12. April 2013 sind im Sinne der zuvor 

angeführten Erwägungen zu bestätigen. Unter diesen Umständen ist die 

Beschwerde abzuweisen. 

6.  

6.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85
bis

 Abs. 2 AHVG), 

so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 

6.2 Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Partei-

entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigung 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario). 

Der obsiegenden Vorinstanz steht nach Art. 7 Abs. 3 VGKE keine Partei-

entschädigung zu. 

 

  

C-2698/2013 

Seite 23 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Auszug aus dem 

individuellen Konto vom 27. Januar 2014 in Kopie) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherung (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Sonja Andrea Fünfkirchen 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffent-

lich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

Versand: