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**Case Identifier:** 1aecb9f8-2f91-573b-86a3-3f5dbf57b6bc
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.02.2018 725 16 341 / 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-341---40_2018-02-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 1. Februar 2018 (725 16 341 / 40) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Beweisrechtliche Würdigung des medizinischen Sachverhalts; Anwendung von DAP-

Löhnen oder LSE-Tabellenlöhnen; leidensbedingter Abzug bei Männern, die Teilzeit ar-

beiten 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara 
Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Natalie Matiaska, Advo-
katin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Dr. Sabine Baumann Wey, Rechtsanwältin, 
Vetsch Rechtsanwälte AG, Ledergasse 11, 6004 Luzern 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____ war seit dem 15. April 1991 als Vorarbeiter bei der B.____ AG tätig und über 
seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherung Suva obligatorisch gegen die 
Folgen von Unfällen versichert, als er am 18. November 2013 bei der Arbeit ausrutschte. Um 

 

 
 
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einen Sturz zu vermeiden, hielt er sich mit der linken Hand an einem Gerüst fest und zog sich 
dabei Verletzungen an der linken Schulter zu. Der gleichentags aufgesuchte Arzt diagnostizierte 
eine Rotatorenmanschettenruptur. Die weiteren Abklärungen zeigten Rupturen der Subscapula-
ris-, der Supraspinatus- und der langen Bizepssehne der linken, dominanten Schulter. Am 
21. Februar 2014 wurden diese Verletzungen im Spital C.____ operativ saniert. Vom 2. Juli bis 
22. August 2014 weilte der Versicherte in der Rehaklinik D.____. Nachdem eine Reruptur der 
Supraspinatussehne festgestellt worden war, wurde die linke Schulter am 27. Januar 2015 er-
neut operiert, wobei eine Supraspinatusrefixation und eine Subscapularisrekonstruktion durch-
geführt wurden. Bei vorbestehender degenerativer Veränderung der Rotatorenmanschette kam 
es in der Folge zu einer richtungsgebenden Verschlechterung des Vorzustands. Bei einer Be-
schwerdepersistenz konnte der Versicherte die Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit 
nicht mehr erreichen und das Arbeitsverhältnis mit der B.____ AG wurde nach der Durchfüh-
rung von Arbeitsversuchen im gegenseitigen Einverständnis per 31. Dezember 2015 aufgeho-
ben. 
 
Mit Verfügung vom 29. April 2016 entschied die Suva, A.____ für die Folgen des Unfallereignis-
ses vom 18. November 2013 ab dem 1. Juni 2016 eine Invalidenrente basierend auf einem IV-
Grad von 26 % sowie eine Integritätsentschädigung im Betrag von Fr. 18‘900.-- basierend auf 
einem Integritätsschaden von 15 % auszurichten. In der Begründung wurde gestützt auf die 
Beurteilung des Kreisarztes festgehalten, dass die angestammte Tätigkeit auf dem Bau in An-
betracht der Unfallfolgen nicht mehr ausgeübt werden könne. Aufgrund der Einschränkungen im 
linken Arm seien noch leichte Arbeiten bis zur Schulterhöhe ganztägig zumutbar. Im Falle eines 
repetitiven Einsatzes des linken Armes seien diese leichten Tätigkeiten auch körpernah auszu-
führen. Es spreche zwar nichts gegen das Erklimmen weniger Leitersprossen, das berufsmäs-
sige Klettern auf Leitern und Gerüsten sei jedoch aus Sicherheitsgründen nicht zumutbar. Auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt könne der Versicherte gestützt auf die interne Dokumentation 
von Arbeitsplätzen (DAP) in einer angepassten Tätigkeit ein durchschnittliches Erwerbsein-
kommen von Fr. 60‘242.-- erzielen. In der angestammten Tätigkeit würde er in einem Vollpen-
sum Fr. 81‘250.-- verdienen. Mit Einspracheentscheid vom 6. September 2016 wies die Suva 
die dagegen von A.____ am 31. Mai 2016 erhobene Einsprache ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin E.____, Rechtsschutzversi-
cherung F.___ AG, mit Eingabe vom 7. Oktober 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Luzern, 
3. Abteilung, und beantragte in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids, es sei 
ihm eine Rente gestützt auf einen IV-Grad von mindestens 26 % zuzusprechen, eventualiter 
seien weitere Sachverhaltsabklärungen durchzuführen; unter o/e-Kostenfolge. Mit Schreiben 
vom 10. Oktober 2016 wurde die Beschwerde vom Kantonsgericht Luzern zuständigkeitshalber 
dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), 
überwiesen. Nachdem die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom Kantonsgericht dazu 
aufgefordert worden war dazulegen, dass sie den Beschwerdeführer vor dem Kantonsgericht 
vertreten dürfe, teilte Advokatin Natalie Matiaska mit Eingabe vom 11. November 2016 mit, 
dass sie mit der Wahrung der Interessen des Beschwerdeführers beauftragt worden sei. Sie 
teilte ausserdem mit, dass der Beschwerdeführer an der von Rechtsanwältin E.____ eingereich-
ten Beschwerde vollumfänglich festhalte. Zudem ersuchte sie um Einräumung einer Nachfrist. 

 

 
 
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Mit Verfügung des instruierenden Präsidenten der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kan-
tonsgerichts vom 24. November 2016 wurde festgehalten, dass die für die Rechtsschutzversi-
cherung F.____ AG handelnde Vertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin E.____, 
nicht berechtigt sei, den Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren zu vertreten. Daher wur-
de die Beschwerde vom 7. Oktober 2016 aus dem Recht gewiesen. Dem Beschwerdeführer 
wurde eine Nachfrist eingeräumt, um selbst eine Beschwerde einzureichen. Gleichzeitig wurde 
ihm angedroht, dass bei Nichteinhaltung der Nachfrist auf sein Beschwerdebegehren nicht ein-
getreten werde. 
 
Innerhalb dieser Nachfrist reichte der Beschwerdeführer, vertreten durch Advokatin Natalie Ma-
tiaska, am 20. Dezember 2016 ein begründetes Beschwerdebegehren sein. Darin liess er die 
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids sowie die Ausrichtung einer mindestens 
26 %-igen Invalidenrente beantragen. Eventualiter wurde beantragt, es sei die Angelegenheit 
zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter 
o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht liess er die Einholung eines externen medizi-
nischen Gutachtens beantragen. In der Begründung wurde zusammenfassend gerügt, dass den 
Untersuchungsberichten des Kreisarztes Dr. med. G.____, Facharzt Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 27. Oktober 2015 und vom 31. März 2016 
kein rechtsgenüglicher Beweiswert zukomme, weshalb die Resterwerbsfähigkeit ungenügend 
ermittelt worden sei. Ausserdem sei das Valideneinkommen zu tief und das Invalideneinkom-
men zu hoch festgesetzt worden. 
 
C. Mit Eingabe vom 6. Februar 2017 teilte der Beschwerdeführer mit, dass die IV-Stelle 
Basel-Landschaft (IV-Stelle) der asim Begutachtungen, Universitätsspital Basel, am 1. Februar 
2017 einen Gutachtensauftrag in den Fachrichtungen Hämatologie und Orthopädie erteilt habe. 
Er stellte den Antrag, sich der IV-Stelle anzuschliessen und die asim zu beauftragen, weitere 
Fragen im Zusammenhang mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren zu beantworten. 
 
D. Mit Beschwerdeantwort vom 6. März 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin, vertre-
ten durch Rechtsanwältin Dr. Sabine Baumann Wey, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten 
sei, eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen. 
 
E. Mit Verfügung der instruierenden Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungsrecht 
des Kantonsgerichts wurde der Beweisantrag des Beschwerdeführers, es seien der asim Fra-
gen zu unterbreiten, im Rahmen des Instruktionsverfahrens abgewiesen. Gleichzeitig wurde die 
Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels angeordnet. 
 
F. Mit Replik vom 13. April 2017 beantragte der Beschwerdeführer die Sistierung des Ver-
fahrens bis zum Vorliegen des Gutachtens der asim. In Bezug auf die Eintretensfrage führte er 
aus, dass auf die Beschwerde einzutreten sei, da diese rechtzeitig beim örtlich unzuständigen 
Gericht erhoben worden sei. 
 
G. Mit Duplik vom 20. April 2017 hielt die Beschwerdegegnerin an den bereits gestellten 
Anträgen fest. In materieller Hinsicht wurde ausgeführt, dass aus unfallversicherungsrechtlicher 

 

 
 
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Hinsicht kein Anlass zu weiteren Abklärungen bestehe. Die beantragte Sistierung werde daher 
abgelehnt. 
 
H. Mit Verfügung der instruierenden Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungsrecht 
des Kantonsgerichts vom 27. April 2017 wurde das Verfahren bis zum Vorliegen des asim-
Gutachtens sistiert. 
 
I. Mit Eingabe vom 21. August 2017 reichte der Beschwerdeführer das in der Zwischen-
zeit erstellte bidisziplinäre orthopädisch-hämatologische Gutachten der asim vom 21. August 
2017 ein und beantragte gestützt darauf die Ausrichtung einer Rente basierend auf einem IV-
Grad von 55 %. Er führte aus, dass gestützt auf die Beurteilung von Prof. Dr. med. H.____, Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, von einer 30 %-igen Ein-
schränkung in einer leichten, schulteradaptierten Tätigkeit auszugehen sei. Für den Einkom-
mensvergleich sei entsprechend dem IV-Vorbescheid auf die LSE 2012, Privater Sektor Total, 
Kompetenzniveau 1 abzustellen und es sei bei einer noch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit von 
70 % von einem Einkommen von Fr. 46‘308.-- auszugehen. Aufgrund des doch eingeschränk-
ten Anforderungsprofils und des Umstands, dass der linke dominante Arm nur noch sehr einge-
schränkt eingesetzt werden könne, erscheine ein leidensbedingter Abzug von 20 % angemes-
sen. Somit betrage das Invalideneinkommen Fr. 37‘046.--. Setze man die beiden Einkommen 
ins Verhältnis, ergebe sich ein IV-Grad von 55 %. 
 
J. Mit Verfügung vom 22. August 2017 wurde die Sistierung aufgehoben und der Be-
schwerdegegnerin die Möglichkeit eingeräumt, sich zur Eingabe des Beschwerdeführers und zu 
den Auswirkungen des asim-Gutachtens auf die vorliegende Streitigkeit zu äussern. 
 
K. Mit Eingabe vom 13. Oktober 2017 hielt die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die 
Stellungnahme von Dr. G.____ vom 6. September 2017 und ihre bisherigen Eingaben an den 
bereits gestellten Anträgen fest. Der Beurteilung von Prof. H.____ sprach sie den Beweiswert 
ab. 
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die Akten wird – soweit für die Beurteilung not-
wendig – in den Erwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in L.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 

 

 
 
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Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
2.1 Die Beschwerdegegnerin vertritt die Auffassung, dass die Beschwerde zu spät erhoben 
worden sei, weshalb nicht darauf einzutreten sei. 
 
2.2 Nach Art. 60 Abs. 1 ATSG ist eine Beschwerde gegen einen Einspracheentscheid ei-
nes Unfallversicherers innert 30 Tagen seit dessen Eröffnung (beim kantonalen Versicherungs-
gericht) einzureichen. Abs. 2 hält sodann fest, dass die Art. 38-41 ATSG sinngemäss anwend-
bar sind. Gemäss Art. 39 Abs. 2 ATSG gilt die Frist gewahrt, wenn die Partei rechtzeitig an ei-
nen unzuständigen Versicherungsträger gelangt. Die analoge Anwendung dieser Bestimmung 
im kantonalen Gerichtsverfahren hat zur Folge, dass rechtzeitig erhobene Beschwerden, die 
beim unzuständigen kantonalen Gericht eingereicht wurden, als rechtzeitig erhoben gelten. 
 
2.3 Der angefochtene Einspracheentscheid wurde dem Beschwerdeführer am 7. Septem-
ber 2016 zugestellt. Der letzte Tag der Rechtsmittelfrist war somit der 7. Oktober 2016. Da der 
Beschwerdeführer am 7. Oktober 2016, damals noch vertreten durch seine Rechtsschutzversi-
cherung, die Beschwerde der Post zuhanden des Kantonsgerichts Luzern übergab, erhob er 
seine Beschwerde rechtzeitig. Dass er dies bei einem unzuständigen Gericht tat, spielt – wie in 
vorstehender Erwägung dargelegt – keine Rolle. Der Beschwerdeführer tat damit seinen Willen, 
gegen den Einspracheentscheid vom 6. September 2016 ein Rechtsmittel einzulegen, rechtzei-
tig bei einer kantonalen Gerichtsbehörde kund. 
 
2.4 Dass diese Beschwerde schliesslich aufgrund einer unzulässigen Vertretung vom Kan-
tonsgericht nicht zugelassen wurde, vermag daran nichts zu ändern. Denn wird eine Beschwer-
de aus dem Recht gewiesen, weil keine zulässige Parteivertretung vorliegt, wird das Verfahren 
nicht unmittelbar durch einen Nichteintretensentscheid abgeschrieben. Vielmehr ist der Be-
schwerde führenden Person eine Nachfrist anzusetzen, um entweder die Beschwerde selber 
einzureichen oder aber um sich durch eine Person, die zur Parteivertretung befugt ist, vertreten 
zu lassen. Dieses Vorgehen erfolgt in analoger Anwendung von § 5 Abs. 3 VPO, wonach die 
präsidierende Person eine unvollständige Rechtsschrift zur Verbesserung zurückweist, eine 
Nachfrist ansetzt und sie mit der Androhung verbindet, nach unbenütztem Fristablauf auf die 
Eingabe nicht einzutreten. Da die Beschwerde innerhalb der vom Kantonsgericht gewährten 
Nachfrist erhoben wurde und alle Formerfordernisse erfüllt, ist auf die Beschwerde vom 20. De-
zember 2016 einzutreten. 
 
3. Mit Verfügung vom 29. April 2016 sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde-
führer für die verbleibenden Beeinträchtigungen aus dem Unfallereignis vom 18. November 
2013 mit Wirkung ab 1. Juni 2016 eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu. Die 
vom Beschwerdeführer hiergegen erhobene Einsprache richtete sich ausschliesslich gegen die 
Festsetzung der Invalidenrente. Darüber hinaus enthielt die Eingabe keine Anhaltspunkte, dass 

 

 
 
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der Beschwerdeführer zusätzlich auch die Höhe der Integritätsentschädigung, wie sie in der 
Verfügung festgesetzt worden war, anfechten wollte. Die Beschwerdegegnerin sah somit – zu 
Recht – keine Veranlassung, diese im Rahmen des Einspracheentscheids von Amtes wegen in 
die Beurteilung einzubeziehen. Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Rüge-
prinzip im Einspracheverfahren und zur Frage der Teilrechtskraft von nicht angefochtenen Ver-
fügungsbestandteilen (BGE 119 V 347 E. 1c) durfte sie sich in Ziffer 1 der Erwägungen des 
Entscheids vielmehr auf den Hinweis beschränken, dass die Verfügung vom 29. April 2016 be-
züglich der darin festgesetzten Integritätsentschädigung mangels Anfechtung in (Teil-) 
Rechtskraft erwachsen ist. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet 
somit einzig die Höhe der dem Beschwerdeführer zustehenden Invalidenrente der Unfallversi-
cherung.  
 
4.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehört auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut 
der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden jedoch Versiche-
rungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 
2015 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfol-
gend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird.  
 
4.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un-
fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) 
und ein adäquater (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusammenhang besteht. Ist die 
versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch 
auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die 
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 
Diese wiederum entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden 
ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).  
 
4.3 Im Zusammenhang mit der Beurteilung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers 
ist als erstes zu prüfen, in welchem Ausmass dieser unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss 
der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der 
körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch 
die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).  
 
4.4 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte ist die rechtsanwendende Behörde regel-
mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 

 

 
 
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stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. 
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 
Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
 
4.5 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 121 V 47 E. 2a, 
115 V 142 E. 8b, je mit Hinweisen). 
 
4.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Dennoch erachtet 
es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 
vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 
die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in 
BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 f. E. 4.4 und 
4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezi-
alärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solan-
ge nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Bezüglich der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte 
versicherungsinterner Fachpersonen wird vom Bundesgericht der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 

 

 
 
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sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
4.7 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
5.1 Zwischen den Parteien ist der medizinische Sachverhalt in Bezug auf die unfallbeding-
te Ursache der persistierenden Schulterschmerzen nicht umstritten. Dr. G.____ hält in seiner 
Stellungnahme vom 6. September 2017 fest, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen sei, dass in der Zwischenzeit eine mässige Omarthrose an der linken Schulter ein-
getreten sei. Weiter bejaht er das Vorliegen einer Teilkausalität der Omarthrose zum Ereignis 
vom 18. November 2013. Sodann sind sich die Parteien darüber einig, dass dem Beschwerde-
führer die angestammte Tätigkeit auf dem Bau nicht mehr zugemutet werden kann. Uneinigkeit 
besteht jedoch bezüglich der Höhe des Pensums in einer dem Schulterleiden angepassten Tä-
tigkeit. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer vertritt gestützt auf die Beurteilung von Prof. H.____ vom 
25. Juli 2017 die Auffassung, dass er für eine leichte, adaptierte, die Schulter nicht belastende 
Tätigkeit, ohne Gewichtsbelastungen sowie ohne die Notwendigkeit von Vorhaltearbeiten und 
ohne über die Horizontale arbeiten zu müssen, nur noch zu 70 % arbeitsfähig sei. 
 
5.3 Dieser Einschätzung von Prof. H.____ liegt ein von der IV-Stelle in Auftrag gegebenes 
bidisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Orthopädie und Hämatologie vom 25. Juli 2017 
zugrunde. Darin kommen Prof. H.____ und PD Dr. med. I.____, Fachärztin für Innere Medizin 
und Hämatologie und Onkologie, aus bidisziplinärer Sicht zu den folgenden Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: 1. Primäre Immunothrombozytopenie und 2. persistie-
render Schulterschmerz links (ICD 10: M19.21) bei mässiger Omarthrose bei kleiner ossärer 
Ausziehung an dem caudalen Glenoid, Status nach Hyperabduktions- und Aussenrotations-
trauma vom 18. November 2013 Schulter links bei vorbestehender degenerativer Veränderung 
der Rotatorenmanschette links akut auf chronische Verschlechterung mit kompletter Subsca-
pularissehnenruptur, transtendinöse inkomplette Supraspinatussehnenruptur, Teilruptur der 
langen Bizepssehne, Bone bruise am Tuberculum majus posttraumatisch; Status nach Schul-
ter-Arthroskopie links mit Rotatorenmanschetten-Refixation und Bizeps-Tendonese am 21. Feb-
ruar 2014; Status nach offener Supraspinatus-Refixation bei Reruptur, Subscapularissehnen-
Rekonstruktion mit Pectoralis major-Split und Teres major-Transfer am 27. Januar 2015; 
Reruptur der Supraspinatussehne am 9. Dezember 2015. 
 
In Bezug auf die Ausübung einer Arbeitstätigkeit gelangen Prof. H.____ und Dr. I.____ zum 
Schluss, dass aufgrund der Immunothrombozytopenie mit einem Blutungsrisiko bei Verletzun-

 

 
 
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gen keine körperlich belastenden Tätigkeiten mit Unfallgefahr mehr zumutbar seien. Darunter 
falle auch die angestammte Tätigkeit. Aufgrund der Therapie würden Konzentrationsstörungen, 
Leistungsintoleranz und allgemeine Müdigkeit auftreten, wodurch die Leistungsfähigkeit einge-
schränkt sei. Die chronische Fatigue werde glaubhaft beschrieben und sei ein bekanntes Phä-
nomen im Rahmen der Immunothrombozytopenie. Auch die seit Jahren durchgeführte Steroid-
Dauertherapie habe Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Sie führe zu einem Abbau der Muskel-
masse, wodurch die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werde und es bestehe eine 
erhöhte Infektneigung und ein pathologischer Glukose-Stoffwechsel. Die Wundheilung sei ge-
stört und das Osteoporose-Risiko sei erheblich erhöht. Dem 57-jährigen Exploranden müsse 
übereinstimmend mit den hämatologischen Berichten eine reduzierte Arbeitsfähigkeit auch in 
angepassten Tätigkeiten attestiert werden. In orthopädischer Hinsicht würden Schulterschmer-
zen links mit schmerzhafter Beweglichkeit und eine Hyposensibilität im Bereich des Oberarms 
beklagt. Beim Exploranden habe sich aufgrund der veränderten Gelenkkonfiguration mit Hume-
ruskopfhochstand bereits eine radiologisch nachweisbare Omarthrose entwickelt, die ausreiche, 
um die Beschwerdesymptomatik zu erklären. 
 
In Bezug auf die funktionellen Auswirkungen der objektivierten Befunde/Diagnosen halten 
Prof. H.____ und Dr. I.____ fest, dass aufgrund der Immunothrombozytopenie körperlich belas-
tenden Tätigkeiten mit Unfallrisiko kontraindiziert seien. Aufgrund der Schulterproblematik sei 
es nicht mehr zumutbar, schulterbelastende Tätigkeiten links durchzuführen. Dies beinhalte alle 
Gewichtsbelastungen über 2 kg, Arbeiten über der Horizontalen und körperferne Tätigkeiten. 
Die anamnestisch, klinisch und radiologisch erhobenen Befunde seien konsistent. Es bestehe 
kein Anhalt für eine Aggravation. Übereinstimmend mit den orthopädischen und kreisärztlichen 
Vorbeurteilungen bestehe seit Unfalldatum für die angestammte Tätigkeit als Maurer keine Ar-
beitsfähigkeit mehr. Für schwere und mittelschwere körperliche Arbeiten sei der Explorand zu 
100 % arbeitsunfähig. Für leichte adaptierte, die Schulter nicht belastende Tätigkeiten ohne 
Gewichtsbelastungen, ohne die Notwendigkeit Vorhaltearbeiten zu leisten und ohne über die 
Horizontale arbeiten zu müssen, sei der Explorand zu 50 % arbeitsfähig. In Bezug auf das zeit-
liche Präsenz- und qualitative Leistungsvermögen halten die Gutachter fest, dass die Reduktion 
der Arbeitsfähigkeit aufgrund der hämatologischen Beurteilung erfolge. Im orthopädischen Teil-
gutachten stellt Prof. H.____ fest, dass für leichte Tätigkeiten eine 30 %-ige Einschränkung be-
stehe. Die Reduktion der Arbeitsfähigkeit finde ihre Begründung in der Vermeidung der Exazer-
bation der Beschwerden. 
 
5.4 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid gestützt auf die 
Beurteilung von Dr. G.____ davon aus, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der Einschrän-
kungen im linken Arm leichte Arbeiten bis zur Schulterhöhe ganztags zumutbar seien. Im Falle 
des repetitiven Einsatzes des linken Armes seien diese leichten Tätigkeiten auch körpernah 
auszuführen. Es spreche zwar nichts gegen das Erklimmen weniger Leitersprossen, das be-
rufsmässige Klettern auf Leitern und Gerüsten sei jedoch aus Sicherheitsgründen nicht mehr 
zumutbar. An dieser Auffassung hielt sie auch nach Einsicht in das asim-Gutachten vom 25. Juli 
2017 mit Eingabe vom 13. Oktober 2017 – unter Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. G.____ 
vom 6. September 2017 – fest. Dr. G.____ führt darin aus, dass er die von Prof. H.____ in der 
Höhe von 30 % bescheinigte Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht 

 

 
 
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nachvollziehen könne. Aus seiner Sicht sei diese Einschränkung spekulativ. Rein medizinisch 
spreche nichts gegen eine vollzeitliche Tätigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Er habe 
in seiner letzten Beurteilung festgehalten, dass dem Versicherten mit dem linken Arm leichte 
Arbeiten bis zur Schulterhöhe zumutbar seien. Im Falle eines repetitiven Einsatzes des linken 
Armes seien diese leichten Tätigkeiten nur körpernah auszuführen. Zeitliche Einschränkungen 
habe er nicht ausmachen können, diese würden sich auch nicht mit medizinischen Befunden 
erklären lassen. Er sei in beiden Untersuchungen zu etwa gleichlautenden Zumutbarkeitsbeur-
teilungen gekommen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass ohne neue Ereignisse/Operationen bei 
einem vorher stabilen Zustand und Verlauf sich eine derartige Verschlechterung der Zumutbar-
keit ergeben haben solle. Im Zweifelsfall sei dies durch eine Evaluation der Leistungsfähigkeit 
(EFL) zu testen, was aus seiner Sicht aber nicht nötig sei. Die Zumutbarkeit, wie er sie anläss-
lich der Untersuchung vom 31. März 2016 beurteilt habe, gelte daher weiterhin. Zudem führte 
die Beschwerdegegnerin in der Eingabe vom 13. Oktober 2017 aus, dass sich die Ausführun-
gen von Prof. H.____ bezüglich der Gewichtsbelastungen als widersprüchlich erweisen würden. 
An einer Stelle führe er aus, dass sämtliche Gewichtsbelastungen über 2 kg nicht mehr zumut-
bar seien und nur wenige Zeilen weiter postuliere er, dass eine adaptierte Tätigkeit Tätigkeiten 
ohne jegliche Gewichtsbelastungen beinhalte. Eine medizinisch nachvollziehbare Begründung 
unter Bezugnahme auf die erhobenen Befunde suche man vergebens. Prof. H.____ habe wohl 
ohne jegliche Überprüfung auf die rein subjektiven Angaben des Beschwerdeführers abgestellt. 
 
5.5.1 Die Würdigung des asim-Gutachtens vom 25. Juli 2017 zeigt klar, dass die 30 %-ige 
Arbeitsunfähigkeit, die von Prof. H.____ festgestellt wurde, alleine auf den Schulterbefund zu-
rückzuführen ist. Prof. H.____ beurteilte in seinem orthopädischen Teilgutachten einzig unfall-
bedingte Beschwerden und zeigte die diesbezüglichen funktionellen Auswirkungen auf. Die Er-
gebnisse, zu denen Prof. H.____ gelangte, beruhen auf einer persönlichen Untersuchung des 
Beschwerdeführers und auf einem sorgfältigen Studium der vorhandenen medizinischen Akten, 
darunter auch der Beurteilungen von Dr. G.____. Die Ausführungen von Prof. H.____ erweisen 
sich sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der dar-
aus gezogenen Schlussfolgerungen als überzeugend. 
 
5.5.2 Wenn die Beschwerdegegnerin dagegen einwendet, die Ausführungen von Prof. 
H.____ seien in Bezug auf die von ihm definierten Gewichtsbelastungen widersprüchlich, kann 
ihr nicht gefolgt werden. Aus der Beurteilung von Prof. H.____ geht klar hervor, dass der Be-
schwerdeführer keine schulterbelastenden Tätigkeiten mehr ausführen kann. In Anbetracht des 
Umstands, dass sogar leichteste Tätigkeiten noch das Heben von Gewichten bis 5 kg umfassen 
können, kann eine Tragelimite von bis zu 2 kg ohne weiteres unter den Begriff „ohne Gewichts-
belastungen“ subsumiert werden. Ein wesentlicher Widerspruch, der die Beweistauglichkeit der 
Beurteilung von Prof. H.____ in Frage stellen würde, ist somit nicht zu erkennen. 
 
5.5.3 Dr. G.____ stellt sodann die Beurteilung von Prof. H.____, dass der Beschwerdeführer 
eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % in einer leichten, adaptierten, die linke Schulter nicht belas-
tenden Tätigkeit aufweise, in Frage und erachtet diese als rein spekulativ. Prof. H.____ legte 
dar, dass eine Reduktion notwendig sei, um eine Exazerbation der Beschwerden zu vermeiden. 
Dem Beschwerdeführer wurde durchgehend ein belastungsabhängiger Schmerz attestiert (so 

 

 
 
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zuletzt von Dr. med. J.____, Facharzt für Anästhesie FMH, und Leitender Arzt der Abteilung 
Schmerztherapie des Spitals C.____, im Bericht vom 20. April 2016). Es erscheint demnach als 
nachvollziehbar, dass nur durch eine Ruhigstellung des Armes ein Kraftverlust und Schmerzen 
vermieden werden können und sich dieser Umstand im Leistungsprofil im Sinne einer zeitlichen 
Reduktion niederschlagen muss. Für eine Omarthrose sind Schmerzen, die unter Bewegung 
auftreten, eine Bewegungseinschränkung im Bereich des Schultergelenks sowie Nachtschmer-
zen charakteristisch. Dr. G.____ führt hierzu nichts aus, was die Beurteilung von Prof. H.____, 
der ja eine Ausweitung des Befundes feststellte, in Zweifel ziehen würde. Alleine sein Hinweis, 
dass dessen Einschätzung spekulativ erscheine, reicht nicht aus, um begründete Zweifel an der 
Beurteilung von Prof. H.____ zu wecken. Dabei wird auch von Dr. G.____ nicht in Frage ge-
stellt, dass die Omarthrose bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vorlag. 
 
5.5.4 Konkrete Indizien, die gegen den Beweiswert der Beurteilung von Prof. H.____ spre-
chen würden, liegen nicht vor. Sie überzeugt damit im Lichte der in Erwägung 4.6 hiervor darge-
legten Beweisgrundsätze, weshalb darauf abgestellt werden kann. 
 
5.6 Nach dem Gesagten erlauben die vorhandenen Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des medizinischen Sachverhaltes. Es besteht demnach kein Grund, weitere (fach-) ärztli-
che Abklärungen vornehmen zu lassen oder eine EFL anzuordnen. Der Anspruch auf rechtli-
ches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht 
der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen An-
spruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsa-
che erheblich sind. Gelangt die rechtsanwendende Behörde bei pflichtgemässer Beweiswürdi-
gung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten 
Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes 
Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach 
konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 124 V 90 E. 4b). 
 
5.7 Somit kann im Sinne eines Zwischenergebnisses festgehalten werden, dass dem Be-
schwerdeführer die angestammte Tätigkeit auf dem Bau nicht mehr zugemutet werden kann. In 
einer leichten, adaptierten, die Schulter nicht belastenden Tätigkeit, ohne Gewichtsbelastungen 
und ohne die Notwendigkeit von Vorhaltearbeiten sowie ohne die Notwendigkeit, über die Hori-
zontale arbeiten zu müssen, ist der Beschwerdeführer jedoch noch zu 70 % arbeitsfähig. 
 
6.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermit-
telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invali-
ditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 29 E. 1).  
 

 

 
 
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6.2.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der 
Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Ge-
sundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 E. 4.1). Ausnahmen von diesem 
Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 58 
E. 3.1; vgl. auch BGE 135 V 297 E. 5.1). Ein zuletzt bezogener (hoher) Verdienst ist nur dann 
als Valideneinkommen heranzuzuziehen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, 
dass er weiterhin erzielt worden wäre. Vorliegend arbeitete der Beschwerdeführer vom 15. April 
1991 bis 31. Dezember 2015 als Vorarbeiter bei der B.____ AG. Es ist davon auszugehen, 
dass er diese Tätigkeit bei der genannten Arbeitgeberin weiterhin ausüben würde, wenn er kei-
nen Unfall erlitten hätte. Das Valideneinkommen ist deshalb auf der Basis des Lohnes zu ermit-
teln, den der Beschwerdeführer zuletzt bei der B.____ AG erzielte. 
 
6.2.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte im angefochtenen Einspracheentscheid gestützt 
auf die bei den Akten liegenden Lohnangaben und -auskünfte der B.____ AG für das Jahr 2016 
– das Jahr des Rentenbeginns – ein Valideneinkommen von Fr. 81'250.--. Dieses setzte sich 
aus 13 Monatslöhnen à Fr. 6'250.-- zusammen. Der Beschwerdeführer erachtet dieses Ein-
kommen als zu tief, da aktenkundig sei, dass er jedes Jahr eine Lohnerhöhung ausbezahlt er-
halten habe. Dies ergebe sich auch aus dem Auszug aus dem individuellen Konto. 
 
6.2.3 Der Auffassung des Beschwerdeführers kann in Anbetracht der bei den Akten liegen-
den Auskünfte der B.____ AG nicht gefolgt werden. Die ehemalige Arbeitgeberin des Be-
schwerdeführers gab gegenüber der Beschwerdegegnerin am 21. Januar 2016 auf deren For-
mular „Mutmassliche Lohnentwicklung 2016“ (Suva act. 189) an, dass der Monatslohn ohne 
den erlittenen Unfall von 2014 bis 2016 jeweils Fr. 6'250.-- betragen hätte. Auf telefonische 
Nachfrage hin gab der Geschäftsführer der B.____ AG sodann am 8. Februar 2016 zur Aus-
kunft, dass sich der mutmassliche Lohn für das Jahr 2016 im Vergleich zum Jahre 2015 nicht 
verändert habe. Es habe im Betrieb für das Jahr 2016 allgemein keine Lohnerhöhungen gege-
ben (Suva act. 193). Weshalb diese Erklärungen der Arbeitgeberin nicht verlässlich sein sollten 
und davon abgewichen werden müsste, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Die Beschwerde-
gegnerin ging deshalb bei der Berechnung der Rente zu Recht von einem massgebenden Vali-
denlohn des Beschwerdeführers im Jahr 2016 von Fr. 81'250.-- aus. 
 
6.3.1 Übt die versicherte Person – wie vorliegend der Beschwerdeführer – im Zeitpunkt des 
Rentenbeginns keine Erwerbstätigkeit mehr aus, so können für die Festsetzung des (hypotheti-
schen) Invalideneinkommens nach der Rechtsprechung entweder die Tabellenlöhne der 
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BGE 126 V 75 
E. 3b mit Hinweisen) oder die Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) 
der Suva (129 V 472 E. 4.2.1) herangezogen werden. Die Beschwerdegegnerin ermittelte das 
Invalideneinkommen des Beschwerdeführers anhand ihrer DAP und gelangte auf diese Weise 
zu einem zumutbaren Jahresgehalt von Fr. 60'242.--. Dieses Ergebnis wird vom Beschwerde-
führer in seiner Beschwerde beanstandet.  

 

 
 
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6.3.2 Die Ermittlung des Invalideneinkommens anhand der DAP bezweckt, der Anforderung 
der Rechtsprechung, möglichst konkrete Verdienstmöglichkeiten aufzuzeigen, optimal zu ent-
sprechen. So berücksichtigt die DAP tatsächlich vorhandene, konkrete Arbeitsplätze und er-
möglicht eine differenzierte Zuweisung von zumutbaren Tätigkeiten unter Beachtung der behin-
derungsbedingten Einschränkungen, der weiteren persönlichen und beruflichen Umstände so-
wie der regionalen Aspekte (BGE 139 V 592 E. 6.1). Dazu werden in der DAP neben allgemei-
nen Angaben und Verdienstmöglichkeiten insbesondere auch die physischen Anforderungen an 
die Stelleninhabenden festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert 
auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (Urteil des Bundesge-
richts vom 29. November 2017, 8C_378/2017, E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). Sodann sind die 
auf den DAP-Blättern ausgewiesenen Löhne nicht statistische Durchschnittswerte, sondern 
werden effektiv ausbezahlt. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung setzt das Abstellen 
auf DAP-Lohnangaben aber voraus, dass sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf 
mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze stützt. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die 
Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten 
Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem 
jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit wird auch die Überprü-
fung des Auswahlermessens hinreichend ermöglicht, und zwar in dem Sinn, dass die Kenntnis 
der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gesamtzahl behinderungsbedingt in 
Frage kommender Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich 
des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne 
hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall diesen 
Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abge-
stellt werden. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskon-
formität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an die Suva zu-
rückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf 
die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 592 E. 6). Ein Wechsel zur Bemessung des Invalidenein-
kommens nach der LSE-Methode ist allerdings erst möglich, wenn sich ein von der Suva ur-
sprünglich verwendetes DAP-Profil im kantonalen Gerichtsverfahren als unbrauchbar heraus-
stellt und die Suva nach Aufforderung des Gerichts nicht in der Lage ist, ein anderes, verwend-
bares Profil beizubringen (Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2017, 8C_182/2017, E. 3.3). 
 
6.3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Berechnung des Invalideneinkommens 
auf Lohnangaben aus ihrer DAP, wobei sie insgesamt fünf DAP-Blätter für das Jahr 2016 auf-
legte und ein Invalideneinkommen von Fr. 60‘242.-- ermittelte. Eine nähere Betrachtung der fünf 
aufgelegten DAP-Blätter zeigt, dass es sich bei vier von fünf Blättern um Tätigkeiten handelt, 
die klar nicht der Zumutbarkeitsbeurteilung von Prof. H.____ entsprechen, weil sie keine Arbeit 
im Teilzeitpensum von 70 % ermöglichen (DAP-Nr. 9712, 3647, 9471 und 10941 [Teilzeitpen-
sum ab 80 %]). Zur Bemessung des Invalideneinkommens kann somit nicht auf die von der Be-
schwerdegegnerin aufgelegten DAP-Blätter abgestellt werden. 
 
6.3.4 Das Kantonsgericht räumte der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 22. August 
2017 die Möglichkeit ein, sich zu den Auswirkungen der Beurteilung von Prof. H.____ auf die 

 

 
 
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vorliegende Streitigkeit sowie zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 21. August 2017, worin 
dieser einen Einkommensvergleich auf der Basis der LSE vorgenommen hatte, zu äussern. Es 
wäre der Beschwerdegegnerin damit offen gestanden, neue DAP-Profile beizubringen. In der 
Folge verzichtete die Beschwerdegegnerin implizit auf eine erneute Stellungnahme zum Ein-
kommensvergleich. Aus diesem Grund ist das Kantonsgericht nicht an den Ermessensent-
scheid der Beschwerdegegnerin gebunden, und es steht ihm gemäss höchstrichterlicher Recht-
sprechung offen, das Invalideneinkommen nach der LSE-Methode zu bemessen.  
 
6.4.1 Die Beschwerdegegnerin schloss den Fall per Ende Mai 2016 ab. Der Rentenanspruch 
entstand am 1. Juni 2016. Dem Einkommensvergleich sind demnach die in diesem Zeitpunkt 
gegebenen Einkommensverhältnisse zu Grunde zu legen. Aus diesem Grund kann nicht auf die 
Berechnung des Beschwerdeführers in seiner Eingabe vom 21. August 2017 abgestellt werden, 
weil die IV, auf deren Berechnungen sich der Beschwerdeführer bezieht, im Vorbescheid vom 
2. Mai 2016 von den LSE-Tabellen 2012 ausging. Zur Ermittlung des Invalideneinkommens ist 
stattdessen auf die LSE-Tabellenlöhne 2014 abzustellen. Unbestrittenermassen ist die Tabelle 
TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Männer, heranzuziehen und demzufolge von einem monatli-
chen Einkommen von Fr. 5‘312.-- auszugehen. Nach Anpassung an die wöchentliche Arbeits-
zeit von 41,7 Stunden und Berücksichtigung der Teuerung (0,3 % für das Jahr 2015, 0,7 % für 
das Jahr 2016) ergibt sich ein monatliches Einkommen von Fr. 5‘593.-- bzw. ein Jahresein-
kommen von Fr. 67‘119.--. 
 
6.4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass aufgrund des sehr eingeschränkten Anfor-
derungsprofils und in Anbetracht des Umstands, dass der linke dominante Arm nur noch sehr 
eingeschränkt eingesetzt werden könne, ein leidensbedingter Abzug von 20 % vorzunehmen 
sei. 
 
6.4.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswer-
ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache 
Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass 
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäf-
tigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 142 V 178 E. 1.3; 124 V 321 
E. 3b/aa) und die versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfä-
higkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerbli-
chem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 75 E. 5b/aa). Der Abzug soll aber nicht automatisch 
erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 
gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 
5.2; 126 V 75 E. 5b/bb-cc). Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, körperlich schwere Ar-
beit zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer weiteren Verminderung des hypothetischen 
Invalidenlohns, da der Tabellenlohn gemäss der LSE-Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, bereits 
eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. etwa Urteil des Bundes-
gerichts vom 7. August 2017, 8C_381/2017, E. 4.2.2). 
 
6.4.4 Indes sind im hier zu beurteilenden Fall die Voraussetzungen für einen derartigen Ab-
zug insofern erfüllt, als der Beschwerdeführer selbst bei leichtesten Arbeiten insbesondere 

 

 
 
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durch die Vorgabe, keine Vorhaltearbeiten zu leisten sowie Tätigkeiten über der Horizontalen zu 
vermeiden, eingeschränkt und sein erwerbliches Leistungsvermögen entsprechend beschränkt 
ist, so dass er sich mit einem geringeren Lohn zu begnügen haben wird als voll leistungsfähige 
und entsprechend einsetzbare Arbeitnehmer (vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.3). Die Gewäh-
rung eines Abzugs vom Tabellenlohn in der Höhe von 5 % erscheint unter diesem Blickwinkel 
als angemessen. 
 
Kein Abzug zu erfolgen hat gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung jedoch aufgrund des 
Beschäftigungsgrads des Beschwerdeführers. Zwar ist grundsätzlich ein Abzug vom Tabellen-
lohn vorzunehmen, wenn ein Versicherter seine Arbeitsfähigkeit nicht vollschichtig umsetzen 
kann, weil Teilzeitarbeit bei Männern statistisch gesehen vergleichsweise weniger gut entlöhnt 
wird als eine Vollzeittätigkeit (Urteile des Bundesgerichts vom 15. September 2016, 
8C_482/2016, E. 5.4.3 und vom 15. November 2010, 9C_721/2010, E. 4.2.2, in: SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109). Allerdings muss dies stets mit Blick auf den konkreten Beschäftigungsgrad (vor-
liegend 70 %) und die jeweils aktuellen Werte beurteilt werden. Laut der im Zeitpunkt des Ein-
spracheentscheids im September 2016 aktuellsten vom Bundesamt für Statistik publizierten 
Tabelle „Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und 
Geschlecht, Privater und öffentlicher Sektor (Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaf-
ten, Kirchen) zusammen, Schweiz 2012“, rechtfertigt ein Beschäftigungsgrad von 70 % bei 
Männern auf der untersten Stufe der beruflichen Stellung (ohne Kaderfunktion) keinen zusätzli-
chen Tabellenlohnabzug. Denn auf dieser Ebene besteht bei Männern zwischen dem Durch-
schnittslohn bei einem Teilzeitpensum von 50-74 % proportional bezogen auf ein 100 %-
Pensum (Fr. 6‘080.--) und dem Durchschnittslohn bei einem Vollzeitpensum (Fr. 6‘085.--) kein 
wesentlicher Unterschied (Fr. 5.--, vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts vom 19. Januar 2017, 
8C_549/2016, E. 6, vom 6. Januar 2015, 8C_516/2014, E. 10.2, und vom 21. Dezember 2016, 
8C_622/2016, E. 5.3.2). Damit ist kein 5 %-iger Abzug für den Beschäftigungsgrad des Be-
schwerdeführers (Teilzeit 70 %) vorzunehmen.  
 
6.4.5 Es rechtfertigt sich somit, aufgrund des eingeschränkten Leistungsprofils der dominan-
ten, linken Schulter einen leidensbedingten Abzug von 5 % zu machen, weshalb von einem 
Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 44‘634.-- (Fr. 67‘119.-- x 0.95 [leidensbedingter Ab-
zug] x 0.7 [Pensum]) auszugehen ist. 
 
6.5 Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 81‘250.-- und des Invali-
deneinkommens von Fr. 44‘634.-- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 45 %. Damit ist die Be-
schwerde gutzuheissen und der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. September 2016 ist 
aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer ab dem 1. Juni 2016 eine IV-
Rente in der Höhe von 45 % auszurichten. 
 
7. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Beschwerdeführer als obsiegende Partei ist demnach eine 
Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der in der Honorarnote 
vom 21. Dezember 2017 für das vorliegende Verfahren geltend gemachte Aufwand von 15.5 
Stunden erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als an-

 

 
 
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gemessen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen 
in der Höhe von Fr. 412.--. Dem Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 4‘630.-- (15.5 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 412.-- zuzüglich 8 % 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
6. September 2016 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der 
Beschwerdeführer ab dem 1. Juni 2016 Anspruch auf eine Rente ge-
stützt auf einen Invaliditätsgrad von 45 % hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 4‘630.-- (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
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