# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3978542c-cf16-5555-99e8-ce32b9bec511
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 26.04.2022 II 2022 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-9_2022-04-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 9

Entscheid vom 26. April 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Vermittlungsfähigkeit)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1995; Slowenien, verheiratet) trat im September 2019 
nach Einreise in die Schweiz eine Stelle als Coiffeuse an, welche ihr per Ende 
Oktober 2020 aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt wurde (Vi-act. 14). Am 31. 
Oktober 2020 stellte sie Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. November 
2020 (Vi-act. 1), nachdem sie bereits am 2. Oktober 2020 zur Arbeitsvermittlung 
für eine Vollzeitstelle angemeldet wurde (Vi-act. 2). 

B. Mit Verfügung vom 4. Januar 2021 wurde A.________ für die Dauer von 5 
Tagen wegen fehlenden Arbeitsbemühungen während der Kündigungsfrist in der 
Anspruchsberechtigung eingestellt (Vi-act. 3) und ebenfalls mit Verfügung vom 4. 
Januar 2021 für 8 Tage wegen fehlender persönlicher Arbeitsbemühungen im 
November 2020 (Vi-act. 4). Am 22. Januar 2021 erfolgte eine Einstellung für die 
Dauer von 15 Tagen wegen zweitmals fehlenden persönlichen Arbeitsbemühun-
gen (im Dezember 2020) und am 24. September 2021 für 22 Tage wegen dritt-
mals fehlenden persönlichen Arbeitsbemühungen (im August 2021; Vi-act. 4-6). 
In dieser letzten Verfügung wurde A.________ darauf hingewiesen, dass bei er-
neut fehlenden oder ungenügenden persönlichen Arbeitsbemühungen die Ver-
mittlungsfähigkeit überprüft werden müsse (Vi-act. 6).

C. Am 4. Oktober 2021 ging beim RAV der Nachweis von zwei persönlichen 
Arbeitsbemühungen im September 2021 ein (Vi-act. 7). Mit Schreiben vom 6. Ok-
tober 2021 informierte das Amt für Arbeit A.________, sie habe für September 
2021 neuerlich ungenügende persönliche Arbeitsbemühungen nachgewiesen; 
eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung sei noch nicht erfolgt, da ihr Dos-
sier gesamthaft geprüft werde. Es wurde ihr eine Frist bis 20. Oktober 2021 an-
gesetzt, um hierzu Stellung nehmen zu können. Für den Unterlassungsfall wurde 
ihr angekündigt, das Amt werde davon ausgehen, sie gelte als nicht vermittlungs-
fähig und sie verzichte auf weitere Ansprüche der Arbeitslosenkasse (Vi-act. 8). 

D. Innert Frist nahm A.________ keine Stellung, worauf das Amt für Arbeit am 
25. Oktober 2021 verfügte, A.________ gelte ab dem 1. September 2021 als 
vermittlungsunfähig; der Entschädigungsantrag werde ab diesem Zeitpunkt bis 
auf weiteres abgewiesen (Vi-act. 9). Eine am 26. November 2021 hiergegen er-
hobene Einsprache (Vi-act. 10) wies das Amt für Arbeit mit Entscheid Nr. 374/21 
am 4. Januar 2022 ab (Vi-act. 12).

E. A.________ reicht am 3. Februar 2022 beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde ein mit dem Rechtsbegehren:

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Unsere Einsprache gegen die Verfügung vom 25.10.2021 sei gutzuheissen und die 
Verfügung vom 25.10.2021 abzuweisen. Es sei nicht mehr an der Vermittlungsun-
fähigkeit ab dem 01.09.2021 festzuhalten und ich sei wieder als vermittlungsfähig 
anzusehen.

F. Mit Vernehmlassung vom 23. Februar 2022 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz der Beschwerde-
führerin die Vermittlungsfähigkeit ab 1. September 2021 und bis auf weiteres zu 
Recht abgesprochen hat. 

1.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. f des Bundesgesetzes über die obligatorische Ar-
beitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversiche-
rungsgesetz, AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 hat die versicherte Person An-
spruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn sie unter anderem vermittlungs-
fähig ist. Diese Voraussetzung erfüllt die arbeitslose Person nach Art. 15 Abs. 
1 AVIG, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit 
anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur Vermitt-
lungsfähigkeit gehören demnach nicht nur die Arbeitsfähigkeit und die Arbeitsbe-
rechtigung im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Ar-
beitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen während der üblichen 
Arbeitszeit einzusetzen (sog. Vermittlungsbereitschaft, vgl. BGE 146 V 210 Erw. 
3.1 mit Hinweis).

1.2 Ein wesentliches Merkmal der Vermittlungsbereitschaft ist die Willigkeit zur 
Annahme einer Dauerstelle als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin. Entscheidend 
ist dabei, ob jemand bereit ist, im Rahmen von Arbeitsbemühungen, Stellenzu-
weisungen, Zuweisungen in Programme zur vorübergehenden Beschäftigung 
(PvB) usw., eine zumutbare Stelle anzunehmen und die Weisungen der Organe 
der Arbeitslosenversicherung zu befolgen (Botschaft vom 28.2.2001 zu einem 
revidierten Arbeitslosenversicherungsgesetz, BBl 2001 2245 ff., 2280). Dazu 
genügt die Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft 
nicht. Vielmehr ist die versicherte Person mit Blick auf Art. 17 Abs. 1 AVIG gehal-
ten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene 
zumutbare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren 
Stelle umzusehen (SBVR - Soziale Sicherheit, Nussbaumer, 3. Aufl. 2016, S. 
2348 Rz. 270; vgl. SVR 2020 ALV Nr. 5 S. 15, 8C_56/2019 Erw. 2.1). Ob dies 
der Fall ist, beurteilt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse, wie sie bis zum 

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Erlass des Einspracheentscheids bestanden haben. Die Vermittlungsfähigkeit als 
Anspruchsvoraussetzung schliesst graduelle Abstufungen aus (vgl. BGE 146 V 
210 Erw. 3.2; 143 V 168 Erw. 2).

1.3.1 Nach der Rechtsprechung können fortdauernd ungenügende Bemühungen 
um eine neue Stelle ein wesentlicher Hinweis darauf sein, dass die versicherte 
Person während einer bestimmten Zeitspanne überhaupt nicht gewillt war, ihre 
Arbeitskraft anzubieten, was einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung 
ausschliessen würde (Urteil BGer 8C_966/2012 vom 16.4.2013 Erw. 2.2; BGE 
112 V 218 Erw. 1b; Urteil EVGer C 87/05 vom 29.11.2005 Erw. 3.2; ARV 
1996/97 Nr. 19 S. 98, Nr. 8 S. 31 Erw. 3 mit Hinweisen). So kann dauernd quali-
tativ und teilweise auch quantitativ ungenügende Arbeitssuche zur Annahme der 
Vermittlungsunfähigkeit führen (BGE 123 V 214 Erw. 3).

1.3.2 Dürftige Bemühungen um eine neue Arbeit sind allerdings in der Regel nur 
Ausdruck unzureichender Erfüllung der gesetzlichen Schadenminderungspflicht 
und nicht die Folge davon, dass die versicherte Person in der fraglichen Zeit eine 
neue Anstellung gar nicht finden wollte. Für die Annahme fehlender Vermitt-
lungsbereitschaft aufgrund ungenügender Stellensuche bedarf es besonders 
qualifizierter Umstände (AVIG-Praxis ALE B326). Solche sind etwa gegeben, 
wenn sich die versicherte Person trotz Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG über längere Zeit hinweg nicht um ein neues 
Arbeitsverhältnis bemühte. Lag indes der verfügten Einstellung in der An-
spruchsberechtigung nur die Annahme eines leichten Verschuldens zu Grunde, 
rechtfertigt sich die Verneinung der Anspruchsberechtigung wegen fehlender 
Vermittlungsfähigkeit nicht. Es widerspricht dem Verhältnismässigkeitsprinzip, 
wenn einstellungswürdiges Verhalten zunächst mit der leichtesten Massnahme 
geahndet und dann dieses gleiche Verhalten zum Anlass genommen wird, direkt 
auf die schwerste Sanktion, die Aberkennung der Vermittlungsfähigkeit, zu 
schliessen (Urteil BGer 8C_966/2012 vom 16.4.2013 Erw. 2.2 mit weiteren Hin-
weisen). Können immerhin gewisse Anstrengungen der versicherten Person 
festgestellt werden, so kann grundsätzlich nicht fehlende Vermittlungsbereit-
schaft erkannt werden, es sei denn, dass trotz des äusseren Scheins nachweis-
lich keine Absicht zur Wiederaufnahme einer Arbeitnehmertätigkeit bestanden 
hat (Urteil EVGer C 65/00 vom 10.11.2000 Erw. 3b). 

1.3.3 Auch qualitativ ungenügende Bemühungen um eine neue Arbeitsstelle wie 
etwa die Beschränkung der Arbeitssuche im bisherigen Berufsbereich rechtferti-
gen grundsätzlich nicht den Schluss auf fehlende Vermittlungsbereitschaft. Eine 
Ausnahme ergibt sich etwa dort, wo eine versicherte Person ihre Bemühungen 

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um Arbeit weiterhin auf ihr bisheriges berufliches Tätigkeitsgebiet oder auf ein 
räumlich sehr enges Gebiet richtet, obwohl hier keine Anstellungschancen be-
stehen, und die versicherte Person wegen ihrer einseitigen Arbeitssuche schon 
mehrfach in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist. Wiederholte 
Nichtbefolgung der Weisungen der Durchführungsorgane, fortdauernd ungenü-
gende Arbeitsbemühungen und wiederholte Ablehnung von zumutbarer Arbeit 
und Verweigerung an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, lassen eben-
falls auf fehlende Vermittlungsbereitschaft schliessen. Namentlich ist bereits bei 
der zweiten Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit oder der 
zweiten Nichtteilnahme an einer zumutbaren arbeitsmarktlichen Massnahme die 
Vermittlungsfähigkeit abzusprechen (Urteil BGer 8C_931/2011 vom 24.7.2012 
Erw. 2). 

1.4 Die Frage der Vermittlungsfähigkeit ist prospektiv (BGE 120 V 385 Erw. 2) 
und aufgrund einer gesamthaften Würdigung der für die Anstellungschancen im 
Einzelfall wesentlichen, objektiven und subjektiven Faktoren zu beurteilen. Aus-
ser dem Umfang des für die versicherte Person in Betracht fallenden Arbeits-
marktes ist auch die Art der gesuchten zumutbaren Arbeit von Bedeutung (Urteil 
BGer 8C_382/2010 vom 1.7.2010 Erw. 2.2).

Die einmal verneinte Vermittlungsbereitschaft ist erst wieder zu bejahen, wenn 
das gesamte Verhalten der betroffenen Person sich insgesamt geändert und 
nicht bereits dann, wenn sie sich zur Teilnahme an einer einzelnen Massnahme 
bereit erklärt hat (VGE II 2019 35 vom 17.6.2019 Erw. 1.5; Nussbaumer, a.a.O., 
Rz. 270 - 273).

1.5 Auch im Rahmen des arbeitslosenversicherungsrechtlichen Verfahrens ist 
nach dem im Sozialversicherungsverfahren allgemein geltenden Untersuchungs-
grundsatz und auf Grund freier Beweiswürdigung derjenige Sachverhalt zu ermit-
teln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirk-
lichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b mit Hinweisen; Urteil BGer C 
102/06 vom 30.1.2007 Erw. 4.2.2; Urteil EVGer C 165/06 vom 14.11.2006 Erw. 
2.2.3). Dabei ist auf denjenigen Sachverhalt abzustellen, der zur Zeit des Erlas-
ses des angefochtenen Verwaltungsentscheides, d.h. grundsätzlich des Einspra-
cheentscheides, gegeben war (Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 61 Rz. 54; vgl. 
BGE 130 V 445 Erw. 1.2 mit Hinweisen).

2.1 Vorliegend ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin mehrmals wegen un-
genügender persönlicher Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung ein-
gestellt werden musste (vgl. Ingress Bst. B). In der (vierten) Einstellungsverfü-
gung vom 24. September 2021 wegen Ungenügen im August 2021 wurde sie 

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ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei erneut fehlenden oder ungenügenden 
persönlichen Arbeitsbemühungen die Vermittlungsfähigkeit überprüft werden 
müsse (Vi-act. 6). Diese Überprüfung erfolgte, nachdem die Beschwerdeführerin 
für September 2021 keinen genügenden resp. einen Nachweis über zwei Stel-
lenbewerbungen eingereicht hatte (Vi-act. 8). Am 25. Oktober 2021 schliesslich 
verfügte die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin sei nicht vermittlungsfähig. Sie 
verwies dabei auf die vier Einstellungsverfügungen (mit gesamthaft 50 Einstellta-
gen) und die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin im September dennoch 
keinen genügenden Nachweis zu erbringen vermochte (Vi-act. 9).

2.2 In der Einsprache vom 26. November 2021 erläuterte der Treuhänder der 
Beschwerdeführerin, sie habe sich nichts zu Schulden kommen lassen. Vielmehr 
habe sie ihm ihre Arbeitsbemühungen für den Monat September 2021 zugestellt. 
Er seinerseits habe indes anfangs Monat hospitalisiert werden müssen, was die 
Arbeitsorganisation im Geschäft beeinträchtigt habe. Unter anderem sei die Mel-
dung für die Beschwerdeführerin unterblieben, wofür er sich entschuldigen möch-
te. Keinesfalls sei die Beschwerdeführerin vermittlungsunfähig. Dies habe sie un-
ter anderem durch ihren Zwischenverdienst von 50-60% im B.________ sowie 
durch den Einsatz bei C.________ gezeigt. Sie sei immer einer Arbeit nachge-
gangen. Im Monat Oktober habe sie für den Nachweis die Unterstützung bei 
C.________ erhalten, so dass er wieder ordnungsgemäss eingereicht worden 
sei. Sie sei insgesamt sehr engagiert und motiviert, was sich auch darin zeige, 
dass sie Deutschkurse besuche. Die Mängel seien der Gesamtsituation geschul-
det (Hospitalisation Treuhänder, Verständnisprobleme wegen mangelhafter 
Deutschkenntnisse), keinesfalls aber einer Vermittlungsunfähigkeit (Vi-act. 10). 

2.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid bestätigt die Vorinstanz die Ver-
mittlungsunfähigkeit der Beschwerdeführerin. Das Verhalten des Treuhänders 
müsse ihr angerechnet werden, sie bleibe auch bei Delegation von Aufgaben an 
diesen verantwortlich für die Pflichterfüllung. Für den Monat Oktober 2021 sei sie 
ihrer Pflicht, wie vom Treuhänder beschrieben, wieder nachgekommen. Aber be-
reits im November 2021 seien die persönlichen Arbeitsbemühungen wieder un-
genügend und zwar nicht quantitativ, sondern qualitativ, habe sie sich doch auf 
mehrere Stellen beworben, für welche sie schlicht nicht qualifiziert sei. Zudem 
habe sie den RAV-Beratungstermin vom 30. November 2021 unentschuldigt 
nicht wahrgenommen. Sie könne daher keine Verhaltensänderung nachweisen, 
so dass ihr erneut die Vermittlungsfähigkeit attestiert werden könnte. An deren 
Aberkennung sei weiterhin festzuhalten, bis sie all ihren Pflichten, namentlich der 
qualitativ und quantitativ genügenden Arbeitsbemühungen und der Wahrneh-
mung der Beratungstermine wieder nachkomme (Vi-act. 12).

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2.4 Vor Verwaltungsgericht bestreitet die Beschwerdeführerin nicht, dass der 
Nachweis ihrer Arbeitsbemühungen für den Monat September 2021 ungenügend 
gewesen sei; dies sei jedoch der Hospitalisation des Treuhänders geschuldet 
und kein Zeichen ihrer Vermittlungsunfähigkeit. Im Oktober 2021 sei sie ihren 
Pflichten erwiesenermassen nachgekommen. Dass die Stellenbemühungen im 
November 2021 qualitativ ungenügend gewesen seien, bestreitet die Beschwer-
deführerin. Um die Erfolgschancen ihrer Bewerbungen zu erhöhen, sei sie ange-
halten worden, sich nicht nur auf Stellen zu bewerben, deren Anforderungen sie 
zu 100% erfülle, sondern auch auf weitere Stellenangebote. Daher könne ihr 
nicht vorgeworfen werden, sich auf nicht erreichbare Stellen beworben zu haben. 
Schliesslich bestreitet sie, einem Beratungsgespräch vom 30. November 2021 
ferngeblieben zu sein. Sie sei dazu nie aufgefordert worden. Im Gegenteil habe 
sie sich bei ihrer RAV-Beraterin explizit erkundigt, wie denn die Situation sei, ob 
sie keine Beratungsgespräche mehr habe. Es sei ihr mitgeteilt worden, dass die 
Beratungsgespräche eingestellt würden, solange das Einspracheverfahren ge-
gen die verfügte Vermittlungsunfähigkeit laufe; sie würde zu gegebener Zeit wie-
der zu seinem Gespräch aufgefordert. Sie weise die Anschuldigung, den Termin 
nicht wahrgenommen zu haben, daher von sich.

2.5 Die Vorinstanz verweist vernehmlassend auf die Akten. Was die Bestrei-
tung der Nichtbefolgung des Beratungstermins anbelangt, so ergebe sich aus 
dem Beratungsprotokoll vom 6. Dezember 2021, dass sie angegeben habe, un-
sicher gewesen zu sein, ob sie nun ans Gespräch vom 30. November 2021 
kommen müsse, da ihr die Vermittlungsfähigkeit aberkannt worden sei. 

3.1 Mit der Aberkennung der Vermittlungsfähigkeit hat die Vorinstanz der Be-
schwerdeführerin die schwerst mögliche Sanktion auferlegt. Dies zu Unrecht. 
Aufgrund der vorliegenden Akten bestehen keine erhärteten Anhaltspunkte, dass 
die Beschwerdeführerin unwillig oder unfähig wäre, eine Erwerbstätigkeit zu su-
chen und aufzunehmen. Rechtsprechungsgemäss erfordert die Aberkennung der 
Vermittlungsfähigkeit aber, dass besonders qualifizierte Umstände nur den 
Schluss zulassen, die versicherte Person wolle in der fraglichen Zeit gar keine 
neue Anstellung finden. Dürftige Bemühungen sind fraglos Ausdruck unzurei-
chender Erfüllung der Schadenminderungspflicht; gefordert ist aber nicht bloss 
eine Pflichtverletzung, sondern qualifizierte Hinweise dafür, dass die versicherte 
Person gar keine Anstellung anstrebt, sei es, weil sie nicht Willens ist, oder weil 
sie hierzu unfähig ist (vgl. oben Erw. 1.3). Aufgrund der gegebenen Gesam-
tumstände kann dieser Schluss vorliegend indes nicht gezogen werden.

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3.2 Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin der deutschen 
Sprache wenig mächtig ist. Die Protokolle der RAV-Gespräche sind geprägt von 
Kommunikationsproblemen. Ein Teil der Pflichtverletzungen resultiert aus diesem 
Mangel (vgl. Vi-act. 15, 16). Anderseits zeigt sich die Beschwerdeführerin be-
strebt, diesen Mangel zu beheben. So absolvierte sie Deutschkurse und besuch-
te diese auch nach dem Kursbesuch bei C.________ freiwillig weiter. Allein 
schon dies ist ein Hinweis, dass die Beschwerdeführerin gewillt ist, ihre Chancen 
auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

3.3 Von einer andauernden, fortgesetzten Missachtung der Pflicht zum Nach-
weis genügender Arbeitsbemühungen kann nicht gesprochen werden. Unbestrit-
tenermassen lagen bis September 2021 vier ungenügende Nachweise vor. Die 
erste Pflichtverletzung betraf die Zeit während der Kündigungsfrist, die nächsten 
zwei die ersten zwei Monate der Arbeitslosigkeit, wobei jene für November 2020 
zu spät eingereicht wurde und für Dezember 2020 keine (vgl. Vi-act. 4, 5, 16). 
Danach hat es mit den Nachweisen geklappt. Die nächste Pflichtverletzung folgte 
im August 2021. Diesbezüglich ergibt sich aus den RAV-Protokollen, dass die 
Beschwerdeführerin ab August einen Zwischenverdienst sowie einen Kurs bei 
C.________ und einen Deutschkurs antreten konnte. Im Beratungsgespräch im 
August war ihr Treuhänder anwesend, aber keine Übersetzerin, was die Kom-
munikation erschwerte. Im September wird protokolliert, sie habe nicht gewusst, 
dass sie weiterhin den Nachweis persönlicher Arbeitsbemühungen erbringen 
müsse, weshalb dieser für August ausgeblieben sei und bisher (Gespräch fand 
am 24.9.2021 statt) auch für September. Der Treuhänder sei hospitalisiert und 
könne sie nicht unterstützen. Hierauf regt die RAV-Beraterin an, Unterstützung 
beim C.________-Personal anzunehmen (Vi-act. 16). Für Ende September 2021 
hat sie dann zwei Stellenbewerbungen nachgewiesen und - mit C.________-
Unterstützung - auch den Nachweis Oktober 2021 eingereicht. 

Damit ist die Beschwerdeführerin ihren Pflichten klarerweise nicht nachgekom-
men. Die Pflichtverletzungen sind auch nicht entschuldbar. Dass die Beschwer-
deführerin damit geradezu aufzeigt, gar keine neue Stelle finden zu wollen, ist 
aber nicht ausgewiesen. Natürlich hätte sie nicht einfach annehmen dürfen, die 
Tatsache, dass sie ab August mit dem Zwischenverdienst (von 40-60%), dem 
Kursbesuch bei C.________ sowie dem Deutschkurs zeitlich ausgefüllt sei, ent-
binde sie vom Nachweis der Stellensuche. Die Pflichtverletzung ist insoweit nicht 
entschuldbar. Anderseits waren die Pflichten - gemäss Protokoll - auch nicht In-
halt der Besprechung im August 2021, wo mangels Übersetzerin ohnehin Kom-
munikationsschwierigkeiten bestanden. Sobald ihr die Pflichtverletzung am 24. 
September 2021 aufgezeigt wurden, hat sie den Nachweis wieder erbracht (Vi-

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act. 7 und 16). Zum einen ist die Pflichtverletzung der Monate August und Sep-
tember 2021 damit dem gleichen Missverständnis zuzuordnen und zum andern 
erging die Sanktionierung für den Monat August mit der Androhung, bei weiteren 
Pflichtverletzungen die Vermittlungsfähigkeit zu prüfen, erst am 24. September 
2021 und war der Beschwerdeführerin damit bis Ende September 2021 gar nicht 
bekannt. Nach dem Beratungsgespräch vom 24. September 2021 ist sie ihrer 
Pflicht nachweislich wieder nachgekommen. Insofern kann nicht von einer fortge-
setzten Pflichtwidrigkeit gesprochen werden. 

Die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin einen Zwischenverdienst aufnahm, 
das Programm bei C.________ startete, Deutschkurse besuchte und nach 
Klärung ihres Missverständnisses auch wieder Bewerbungen nachwies, ist eher 
ein Indiz für ihren Willen, Arbeit zu finden. Die neuerliche (d.h. nicht fortgesetzte) 
Pflichtverletzung kommt keinen qualifizierten Umständen gleich, welche auf Ver-
mittlungsunfähigkeit schliessen lassen müssen.

3.4 Was das nicht besuchte Beratungsgespräch vom 30. November 2021 an-
belangt, so ist der Nichtbesuch unbestritten. Fest steht, dass der Termin im Pro-
tokoll vom 22. Oktober 2021 als nächster Termin aufgeführt ist (Vi-act. 16). In 
den Akten liegt auch eine schriftliche Einladung vom 22. Oktober 2021 zum Bera-
tungsgespräch vom 30. November 2021 (Vi-act. 17), wobei unklar ist, ob dieses 
Schreiben der Beschwerdeführerin abgegeben wurde oder nicht. 

Die Aberkennung der Vermittlungsfähigkeit erfolgte am 25. Oktober 2021, d.h. 
nach dem Beratungsgespräch vom 22. Oktober 2021. Am 29. November 2021 in-
formierte die Vorinstanz die RAV-Beraterin, dass die Beschwerdeführerin Ein-
sprache erhoben habe, sie aber weiterhin zu Terminen einzuladen sei. Am 30. 
November 2021 meldete die Beraterin der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin 
sei zum Termin nicht erschienen, der Termin sei noch gesetzt gewesen, nicht 
neu geschickt. Der Übersetzerin (Kollegin) habe sie am Telefon erklärt gehabt, 
dass sie die Möglichkeit habe, weiterhin mitzumachen, um zu zeigen, dass sie 
die Vermittlungsfähigkeit behalten möchte (nebst der Einsprache) (Vi-act. 18). 

In der Verfügung vom 25. Oktober 2021 (Aberkennung der Vermittlungsfähigkeit) 
wurde unter "Wichtiger Hinweis" ausgeführt: "Wird diese Verfügung angefochten, 
sind bis zum Entscheid weiterhin die Kontrollvorschriften (Gesprächstermine mit 
RAV, Arbeitsbemühungen, usw.) zu erfüllen. Sollten Sie wieder Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung erheben wollen, ist eine Anmeldung beim RAV erforder-
lich. Ein fortwährender Anspruch kann frühestens ab dem Zeitpunkt der Wieder-
anmeldung und nach Wegfall des anspruchsverhindernden Sachverhalts gege-
ben werden" (Vi-act. 9). 

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Namentlich aufgrund des letztgenannten Hinweises in der angefochtenen Verfü-
gung hätte der Beschwerdeführerin klar sein müssen, dass sie den bereits ge-
setzten Termin hätte wahrnehmen müssen. Vor dem Hintergrund dieser Pflicht ist 
aber auch nicht verständlich, dass die RAV-Beraterin der Übersetzerin mitteilte, 
sie habe "die Möglichkeit", den Termin trotz Aberkennung der Vermittlungsfähig-
keit wahrzunehmen. Denn es handelte sich klarerweise um eine Pflicht, nicht ei-
ne Möglichkeit. 

Anderseits bestätigen die Akten die Darstellung der Beschwerdeführerin nicht, 
wonach sie nie zum Termin aufgefordert worden sei, ihr im Gegenteil erklärt wor-
den sei, die Beratungsgespräche seien während des Einspracheverfahrens ein-
gestellt. So wurde der Termin gemäss Protokoll bereits im Oktober (vor der Aber-
kennung der Vermittlungsfähigkeit) vereinbart. Und gemäss Ausführung der 
RAV-Beraterin wurde der Übersetzerin zwar nicht die Pflicht zum Gespräch 
bestätigt, aber die Möglichkeit, den Termin wahrzunehmen aufzeigt und geraten, 
diesen wahrzunehmen, um zu beweisen, dass sie vermittlungsfähig sei. Mithin 
stellt die Darstellung der Beschwerdeführerin eine blosse Schutzbehauptung dar. 
Immerhin aber war die Situation nicht restlos klar bzw. widersprüchlich (Termin 
als Pflicht oder Möglichkeit), so dass aus dem Nichtbesuch nicht geschlossen 
werden kann, die Beschwerdeführerin sei unwillig oder unfähig, Arbeit zu finden.

3.5 Gegen die Vermittlungsunfähigkeit spricht schliesslich die Tatsache, dass 
im Oktober der Nachweis persönlicher Arbeitsbemühungen keinen Grund für Be-
anstandungen bot und auch für November ein Nachweis von 12 Stellenbewer-
bungen eingereicht wurde. Gemäss Vorinstanz enthält dieser jedoch mehrere 
ungeeignete Bewerbungen, weshalb der Nachweis letztlich zu wenig qualitativ 
genügende Stellenbewerbungen enthielt. Dies ändert indes nichts daran, dass 
sich die Beschwerdeführerin nachweislich auch auf geeignete Stellen bewarb, 
was gegen die Annahme spricht, sie sei nicht vermittlungsfähig.

3.6 Zusammenfassend liegen damit in einer Gesamtbetrachtung keine qualifi-
zierten Umstände vor, welche den Schluss fordern würden, die Beschwerdefüh-
rerin sei geradezu unwillig oder unfähig, eine neue Arbeitsstelle zu finden und 
anzutreten (vgl. etwa auch VGE II 2019 35 vom 17.6.2019; VGE II 2018 63 vom 
19.9.2018; VGE II 2014 38 vom 16.10.2014; oben Erw. 1.3).

Hingegen sind die erwiesenermassen dürftigen resp. mangelhaften Bemühungen 
um eine neue Arbeit und der ggf. pflichtwidrige Nichtbesuch des Beratungster-
mins Ausdruck unzureichender Erfüllung der gesetzlichen Schadenminderungs-
pflicht.

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4. Damit erweist sich die Beschwerde insoweit begründet, als die Vorinstanz 
der Beschwerdeführerin aufgrund der nachgewiesenen Pflichtverletzungen zu 
Unrecht die härteste Sanktion auferlegte und ihr die Vermittlungsfähigkeit ab 
September 2021 absprach. Die Beschwerde ist damit gutzuheissen und der Ein-
spracheentscheid vom 4. Januar 2022 ersatzlos aufzuheben.

Es wird Sache der Vorinstanz sein zu prüfen und entscheiden, ob und wie die 
Beschwerdeführerin allenfalls für den ungenügenden Nachweis persönlicher Ar-
beitsbemühungen im September und November 2021 (betreffend qualitativ un-
genügender Stellenbewerbungen vgl. insbesondere VGE II 2021 20 vom 
19.5.2021; VGE II 2021 58 vom 9.7.2021; VGE II 2018 20 vom 22.3.2018) und 
den Nichtbesuch des Beratungsgesprächs vom 30. November 2021 zu sanktio-
nieren ist. Es ist dies nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.

5. Das Verfahren ist kostenlos; Anspruch auf eine Parteientschädigung be-
steht keiner (Art. 61 lit. fbis und g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Einspracheentscheid vom 
4. Januar 2022 sowie die Verfügung vom 25. Oktober 2021 aufgehoben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 26. April 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 5. Mai 2022