# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 168620aa-9d66-567b-954e-df765ac0edff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.04.2010 D-2047/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2047-2010_2010-04-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2047/2010/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer; 
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut.

A._______, geboren _______,
B._______, geboren _______,
C._______, geboren _______, und 
D._______, geboren _______,
alle von Eritrea,
vertreten durch Klausfranz Rüst-Hehli, 
Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not, 
_______,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Familienzusammenführung; 
Verfügung des BFM vom 11. März 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2047/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  welcher  vom  BFM  mit  Verfügung  vom 
12. Februar  2009  als  Flüchtling  vorläufig  aufgenommen  wurde,  mit 
Eingabe an das BFM vom 3. April 2009 für seine zurzeit im Sudan be-
findliche Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder ein Gesuch um 
Familienzusammenführung stellte,

dass  das  BFM  dieses  Gesuch  mit  Verfügung  vom 7.  Mai  2009  ab-
lehnte,  das  Bundesverwaltungsgericht  die  dagegen  erhobene  Be-
schwerde vom 2. Juni 2009 jedoch mit  Urteil  vom 10. Juli  2009 gut-
hiess und die Sache zur Neubeurteilung an das BFM zurückwies,

dass für den Inhalt des ersten Beschwerdeverfahrens auf die Akten zu 
verweisen ist,

dass  das  BFM  die  schweizerische  Vertretung  in  Khartoum  mit 
Schreiben  vom  23.  Juli  2009  beauftragte,  die  Beschwerdeführerin 
persönlich  zu  befragen,  worauf  am  11.  Oktober  2009  eine  ent-
sprechende Befragung stattfand,

dass  die  Beschwerdeführerin  dabei  im  Wesentlichen  vorbrachte,  sie 
habe ihr Heimatland Eritrea verlassen, weil sie nach der Ausreise des 
Beschwerdeführers  von  den  Behörden  vorübergehend  inhaftiert  und 
nach ihrer Freilassung aufgefordert worden sei, innert einer Frist eine 
grosse Geldsumme beizubringen,

dass sie mit den Kindern in den Sudan geflohen sei, wo sie als Flücht-
linge anerkannt seien,

dass sie einem Flüchtlingslager zugewiesen worden seien, jedoch bei 
ihren Cousins in Khartoum lebten,

dass sie zwar vom Ehemann finanziell unterstützt werde, jedoch keine 
eigene Wohnung habe und die Kinder  keinen Zugang zu einer  Aus-
bildung hätten und im Sudan ihre Zeit verschwendeten,

dass sie daher zum Beschwerdeführer in die Schweiz kommen wolle,

dass das BFM mit Verfügung vom 11. März 2010 (eröffnet am 15. März 
2010)  die  Asylgesuche  der  Familienangehörigen  des  Beschwerde-
führers ablehnte und ihnen die Einreise in die Schweiz verweigerte,

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dass das BFM zur Begründung seiner Verfügung im Wesentlichen aus-
führte, die Familienangehörigen des Beschwerdeführers befänden sich 
als Flüchtlinge im Sudan,

dass  zwar  die  Situation  für  eritreische  Flüchtlinge  im  Sudan  sicher 
nicht einfach sei, jedoch vorliegend keine konkreten Anhaltspunkte für 
die  Annahme  bestünden,  ein  weiterer  Verbleib  im  Sudan  sei  nicht 
zumutbar oder nicht möglich,

dass  das  Risiko  einer  Deportation  für  als  Flüchtlinge  anerkannte 
Eritreer sehr gering sei,

dass die Familienangehörigen des Beschwerdeführers nach dem Ge-
sagten  nicht  auf  den  (subsidiären)  Schutz  der  Schweiz  angewiesen 
seien,

dass die  zeitliche Voraussetzung (Dreijahresfrist)  für  einen Familien-
nachzug  gestützt  auf  Art.  85  Abs.  7  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20) nicht erfüllt sei, weshalb die Einreise in die Schweiz auch 
aus diesem Grund zu verweigern sei,

dass die  Beschwerdeführenden diese Verfügung mit  Beschwerde an 
das Bundesverwaltungsgericht vom 29. März 2010 (Poststempel) an-
fechten und dabei beantragen liessen, diese sei aufzuheben und die 
Vorinstanz  sei  anzuweisen,  den  Familienangehörigen  des  Be-
schwerdeführers  die  Einreise  in  die  Schweiz  zu  bewilligen,  sie  als 
Flüchtlinge anzuerkennen und ihnen Asyl zu gewähren,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersucht wurde,

dass  ausserdem Akteneinsicht  in  spezifische  Beweismittel  des  BFM 
beantragt wurde,

dass der Beschwerde mehrere Beweismittel beilagen (E-Mail-Verkehr 
zwischen dem BFM und der Schweizerischen Vertretung in Khartoum 
sowie zwischen dem BFM und dem EDA, eine Interpellationsantwort 
des Bundesrates vom 18. November 2009,  ein Internetausdruck von 

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wikipedia.org  zu  Omar  Al-Bashir,  ein  Internetausdruck  von 
unhcr.org/refworld  zu  Sudan,  ein  Bericht  von  Freedom  House  zu 
Sudan, eine Auskunft der SFH-Länderanalyse vom Februar 2010 zur 
Deportation von eritreischen Flüchtlingen und Asylsuchenden aus dem 
Sudan,  eine  Dokumentation  vom  Refugee  Documentation  Centre 
(Ireland)  zu  Sudan  vom  Dezember  2009,  ein  Artikel  von 
sudantribune.com  vom  März  2010,  ein  Internetausdruck  von 
hdr.undp.org, ein Auszug aus dem Buch "Väter" von Jean Le Camus 
sowie  ein  Artikel  aus  der  Zeitschrift  "Psychologie  heute"  vom März 
2010),

dass auf den Inhalt der Beschwerde – soweit entscheidwesentlich – in 
den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,

dass  der  Instruktionsrichter  die  Gesuche  um Gewährung  der  unent-
geltlichen  Rechtspflege  und  Kostenvorschussverzicht  mit  Zwischen-
verfügung vom 8. April  2010 abwies  und  den Beschwerdeführenden 
eine Frist zur Leistung des Kostenvorschusses setzte,

dass gleichzeitig der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden aufge-
fordert  wurde,  innert  Frist  eine  Beschwerdeverbesserung  (eigenhän-
dige Unterzeichnung der Beschwerde) nachzureichen,

dass auf das Akteneinsichtsgesuch nicht eingetreten wurde,

dass  der  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführenden  mit  Faxeingabe 
vom 12. April 2010 ergänzende Ausführungen machte, 

dass  mit  Eingabe  vom 14. April  2010 die  verlangte  Beschwerdever-
besserung eingereicht wurde,

dass der Kostenvorschuss am 16. April 2010 einbezahlt wurde,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des 
Asylrechts entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes 

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vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der Beschwerde legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von vorläufig auf-
genommenen  Personen  und  vorläufig  aufgenommenen  Flüchtlingen 
frühestens  drei  Jahre  nach  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme 
nachgezogen und in diese eingeschlossen werden, wenn sie mit die-
sen zusammenwohnen, eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist 
und  die  Familie  nicht  auf  Sozialhilfe  angewiesen  ist  (Art.  85  Abs. 7 
AuG),

dass  sich  das  Verfahren  betreffend  die  Vereinigung  von Familienan-
gehörigen im Sinne von Art. 85 Abs. 7 AuG gemäss Art. 24 der Ver-
ordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Auswei-
sung von ausländischen Personen (VVWA, SR 142.281) nach  Art. 74 

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der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und 
Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) richtet,

dass gemäss Art. 74 Abs. 5 VZAE beim Entscheid über die Gewährung 
des Familiennachzugs der besonderen Situation von vorläufig aufge-
nommenen Flüchtlingen Rechnung zu tragen ist, weshalb für Familien-
angehörige  von  vorläufig  aufgenommenen  Flüchtlingen  Art.  37  der 
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 
1, SR 142.311) sinngemäss gelte,

dass  gemäss Art.  37  AsylV  1  der  Einbezug in  die  Flüchtlingseigen-
schaft eines Ehegatten, einer eingetragenen Partnerin oder eines ein-
getragenen Partners oder eines Elternteils nach Art. 51 Abs. 1 AsylG 
erst erfolgt, wenn in Anwendung von Art. 5 AsylV 1 (wonach bei Asyl-
gesuchen von Ehepaaren, eingetragenen Partnerinnen oder Partnern 
oder  Familien  jede  urteilsfähige  asylsuchende  Person  Anspruch  auf 
Prüfung ihrer eigenen Asylvorbringen hat) festgestellt wurde, dass die 
einzubeziehende Person die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  selbständig 
nach Art. 3 AsylG erfüllt,

dass  nach  dem  Gesagten  der  Prüfung  eines  allfälligen  derivativen 
Anspruchs  auf  Anerkennung  als  Flüchtling  stets  die  Prüfung  der 
originären  Flüchtlingseigenschaft  –  das  heisst  einer  persönlichen 
Gefährdung nach Art. 3 AsylG – vorauszugehen hat  (vgl. dazu auch 
BVGE 2007/19),

dass  sich  die  Personen,  auf  welche  sich  Familiennachzugsgesuche 
beziehen, im Ausland aufhalten, weshalb ausserdem Art. 20 AsylG zu 
beachten ist,

dass gemäss Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG die Einreise in die Schweiz zu 
bewilligen  ist,  wenn  eine  unmittelbare  Gefahr  für  Leib,  Leben  oder 
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG glaubhaft gemacht 
wird oder wenn es den Familienangehörigen nicht zuzumuten ist,  für 
die Dauer der Sachverhaltsabklärung im Wohnsitz- oder Aufenthalts-
staat zu bleiben oder in einen Drittstaat auszureisen,

dass die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 20 Abs. 2 und 3 
i.V.m. Art. 3 AsylG grundsätzlich restriktiv zu handhaben ist  und den 
Behörden ein weiter Ermessensspielraum zukommt,

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dass neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG 
namentlich  die  Beziehungsnähe  zur  Schweiz,  die  Möglichkeit  der 
Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu 
anderen Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbar-
keit  zur  anderweitigen Schutzsuche sowie die  voraussichtlichen Ein-
gliederungs-  und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen 
sind  (vgl.  dazu  die  nach  wie  vor  gültigen  und  zutreffenden  Aus-
führungen  in  den  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweize-
rischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15, Nr. 20 und Nr. 21 
sowie EMARK 2005 Nr. 19),

dass schliesslich auf  Art. 52 Abs. 2 AsylG zu verweisen ist,  wonach 
einer  Person,  die  sich  im  Ausland  befindet,  das  Asyl  verweigert 
werden  kann,  wenn  es  ihr  zugemutet  werden  kann,  sich  in  einem 
anderen Staat um Aufnahme zu bemühen,

dass im vorliegenden Fall  zunächst auf die in der Beschwerde erho-
benen formellen Rügen einzugehen ist,

dass  gerügt  wird,  das  BFM habe keine konkreten Abklärungen zum 
Kindeswohl  vorgenommen  und  allgemein  die  Situation  der  Be-
schwerdeführerin  und  der  beiden  Kinder  im  Sudan  zu  wenig  ein-
gehend abgeklärt,

dass  indessen  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  ihrer  Befragung 
durch  die  Schweizerische  Vertretung  in  Khartoum  ausreichend  Ge-
legenheit  hatte,  ihre  Situation  im  Sudan  respektive  diejenige  ihrer 
Kinder darzulegen und auch entsprechende Ausführungen machte,

dass die beiden Kinder im Zeitpunkt dieser Befragung 7- respektive 4-
jährig  waren und eine Befragung auch der Kinder  unter  diesen Um-
ständen  nicht  angezeigt  war,  zumal  die  Beschwerdeführerin  bei  der 
Schilderung  ihrer  Situation  offensichtlich  bereits  die  Interessenlage 
ihrer Kinder mitberücksichtigt hatte (vgl. Z15 S. 4),

dass  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  aufgrund  der  Aktenlage  aus-
reichend erstellt  erscheint,  weshalb die Auffassung der  Beschwerde-
führenden,  es  hätten  weitere  Abklärungen  getätigt  werden  müssen, 
unbegründet ist,

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dass  seitens  der  Beschwerdeführenden  ausserdem gerügt  wird,  der 
angefochtene  Entscheid  verletzte  die  Begründungspflicht,  weil  darin 
nicht auf die spezifischen Bedürfnisse der Kinder eingegangen werde,

dass  die  Pflicht  der  Behörden,  ihre  Verfügungen zu begründen,  aus 
Art.  29  Abs.  2  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidge-
nossenschaft  vom 18. April  1999 (BV, SR 101) sowie Art. 35 Abs. 1 
VwVG folgt,

dass  die  verfügende  Behörde  mit  Blick  auf  die  ihr  obliegenden  Be-
gründungspflicht die Überlegungen zu nennen hat, von denen sie sich 
leiten liess und auf die sich ihr Entscheid stützt,

dass die angefochtene Verfügung in rechtsgenüglicher Weise darüber 
Auskunft gibt, aus welchen Gründen das BFM die Einreise verweigert 
und die sinngemässen Asylgesuche aus dem Ausland abgelehnt hat,

dass sich das BFM dabei im Übrigen mit  der Lage der Beschwerde-
führenden im Sudan  (und damit  implizit  auch derjenigen der  beiden 
Kinder) auseinandergesetzt hat,

dass es den Beschwerdeführenden schliesslich offensichtlich möglich 
war, die vorinstanzliche Verfügung sachgerecht anzufechten,

dass demzufolge keine Verletzung der Begründungspflicht festgestellt 
werden kann,

dass in materieller Hinsicht die Auffassung des BFM, wonach die Asyl-
gesuche abzulehnen und die Einreise zu verweigern sei, zu bestätigen 
ist,

dass  die  Voraussetzungen  für  eine  Bewilligung  der  Einreise  in  die 
Schweiz  gestützt  auf  Art.  20  Abs. 2  und  3  AsylG  nicht  erfüllt  sind, 
zumal der Sachverhalt – wie erwähnt – ausreichend erstellt ist und den 
Beschwerdeführenden im Sudan aufgrund der  Aktenlage ausserdem 
keine unmittelbare, asylrelevante Gefährdung droht,

dass  zwar  mit  Blick  auf  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  be-
treffend den Grund ihrer Ausreise aus dem Heimatland (vgl. Z15 S. 5) 
nicht auszuschliessen ist, sie und die Kinder wären bei einer Rückkehr 
nach Eritrea einer asylrelevanten Verfolgung ausgesetzt,

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dass  die  mit  dem  Familienzusammenführungsgesuch  implizit  ge-
stellten Asylgesuche der Familienangehörigen des Beschwerdeführers 
jedoch gestützt auf Art. 52 Abs. 2 AsylG abzulehnen sind, da es der 
Ehefrau und den beiden Kindern zuzumuten ist, weiterhin den Schutz 
des Sudan zu beanspruchen,

dass  die  Beschwerdeführerin  und die  beiden Kinder  zwar  über  eine 
besondere  Beziehungsnähe  zur  Schweiz  verfügen,  da  ihr  Ehemann 
und Vater hier als Flüchtling vorläufig aufgenommen ist, 

dass sie jedoch andererseits den Akten zufolge bereits im Sudan als 
Flüchtlinge anerkannt sind (vgl. die bei den Akten liegende Kopie des 
sudanesischen  Flüchtlingsausweises  und  der  "temporary  card"  des 
UNHCR)  und  seit  über  einem  Jahr  ohne  ernsthafte  Probleme  dort 
leben,

dass sie somit nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen sind,

dass  die  sudanesischen  Behörden  zwar  tatsächlich  –  wie  in  der 
Beschwerde  geltend  gemacht  wird  –  teilweise  eritreische  Asyl-
suchende sowie Flüchtlinge nach Eritrea deportieren, diese Rückfüh-
rungen indessen nicht  flächendeckend erfolgen und im vorliegenden 
Fall keine konkreten Hinweise auf eine drohende Deportation der Be-
schwerdeführerin und ihrer Kinder bestehen,

dass insbesondere die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Anhörung 
keine entsprechenden Befürchtungen äusserte,

dass  die  Gefahr  einer  Deportation  der  Beschwerdeführerin  und  der 
beiden Kinder nach Eritrea daher im vorliegenden Fall als sehr gering 
einzuschätzen ist,

dass die Beschwerdeführenden im Sudan einem Flüchtlingscamp zu-
gewiesen worden waren, es jedoch den Akten zufolge vorzogen, sich 
nach Khartoum zu den Cousins der Beschwerdeführerin zu begeben, 
welche ebenfalls als Flüchtlinge im Sudan leben (vgl. Z15 S. 3 und 4),

dass die Beschwerdeführenden somit im Sudan nicht auf sich alleine 
gestellt sind,

dass die Beschwerdeführerin ausserdem vom Beschwerdeführer finan-
ziell unterstützt wird,

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dass sie und die beiden Kindern an keinen aktenkundigen gesundheit-
lichen Problemen leiden (vgl. Z15 S. 7),

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung überdies keine 
Sicherheitsbedenken bezüglich ihres Aufenthalts  im Sudan äusserte, 
weshalb die entsprechenden Ausführungen des Rechtsvertreters  auf 
Beschwerdeebene,  namentlich   das  Vorbringen,  die  Beschwerdefüh-
rerin  scheue jeden Gang aus dem Haus und fürchte  sich vor Über-
griffen  (vgl.  die  Beschwerdeergänzung  vom 12.  April  2010),  als  un-
glaubhaft zu erachten sind,

dass  sich  die  Beschwerdeführenden  im  Sudan  nach  dem Gesagten 
nicht in einer existenziellen Notlage befinden, weshalb es ihnen insge-
samt zuzumuten ist,  weiterhin dort  zu leben und den ihnen dort  ge-
währten Schutz als Flüchtlinge zu beanspruchen,

dass  die  durchaus  verständlichen  Vorbringen,  wonach  die  Be-
schwerdeführerin  lieber beim Ehemann in der Schweiz leben würde, 
die Kinder unter der Trennung vom Vater leiden und im Sudan keine 
Ausbildung erhalten würden, an der vorgenannten Einschätzung nichts 
zu ändern vermögen,

dass  die  sinngemässen Asylgesuche  aus dem Ausland daher  abzu-
lehnen sind,

dass  schliesslich  die  in  Art.  85  Abs.  7  AuG  statuierte,  minimale 
Wartefrist  von  drei  Jahren  vorliegend  nicht  erfüllt  ist,  weshalb  ein 
Familiennachzug gestützt auf diese Bestimmung ebenfalls abzulehnen 
ist,

dass nach dem Gesagten weder die Voraussetzungen für eine Asyl-
gewährung noch für eine Einreisebewilligung nach Art. 20 AsylG oder 
eine Familienvereinigung gestützt auf Art. 85 Abs. 7 AuG erfüllt sind,

dass die weiteren Ausführungen auf Beschwerdeebene sowie die ein-
gereichten Beweismittel an dieser Einschätzung nichts zu ändern ver-
mögen, weshalb darauf nicht mehr näher einzugehen ist,

dass die Vorinstanz demnach das Gesuch der Beschwerdeführenden 
zu Recht  abgewiesen hat und die Beschwerde demzufolge ebenfalls 
abzuweisen ist,

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG) und mit  dem am 16. April  2010 in  gleicher  Höhe ge-
leisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt  und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- den _______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut

Versand:

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