# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 56656276-5e3a-58ab-a731-144734142e3a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 27.05.2008 R 2007 115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2007-115_2008-05-27.pdf

## Full Text

R 07 115
4. Kammer 

URTEIL
vom 27. Mai 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Ortsplanungsrevision (GEP, Fuss- und Spazierweg)

1. a) Am 26. November 2006 nahm die Stimmbevölkerung der Stadt Chur die 

Totalrevision der Stadtplanung (mit Generellem Erschliessungsplan [GEP] im 

Massstab 1: 5'000) an. Im Planungs- und Mitwirkungsbericht zur Totalrevision 

vom Dezember 2006 wurde festgehalten, dass das Netz und die Anlagen des 

Langsamverkehrs (Fuss-/Spazier-/Fahrradwege) ausgebaut sowie sicher und 

attraktiv gestaltet würden. Radial verlaufende Fuss- und Radwege führten aus 

den Wohnquartieren in die Innenstadt, in die Naherholungsgebiete und 

Regionen. Tangential angelegte Fuss- und Radwege verknüpften die Wohn- 

mit den Arbeitsgebieten und mit den Sport- und Freizeiteinrichtungen. Dem 

öffentlichem Verkehr sowie dem Langsamverkehr kämen für die 

Erschliessung des Stadtzentrums hohe Priorität zu. In der Folge genehmigte 

die Regierung das Baugesetz der Stadt mit Korrekturen und einem Vorbehalt. 

Der Stadtrat wurde zudem noch angewiesen, den wesentlichen Inhalt des 

Genehmigungsbeschlusses öffentlich bekannt zu geben, und zwar in den 

gleichen Publikationsorganen wie die Bekanntgabe der Urnenabstimmung 

vom 26. November 2006. 

b) Gegen den weisungsgemäss publizierten Genehmigungsbeschluss erhoben 

u.a. sowohl die … (Miteigentümer Parz. 163 und 10'197) als auch … 

(Alleineigentümer Parz. 6221 und 7515) am 8. Januar 2007 gemeinsam 

Planungsbeschwerde mit den Begehren um Aufhebung der am 26. November 

2006 beschlossenen Totalrevision des GEP in Bezug auf den sie 

tangierenden neuen Fuss- und Spazierweg zwischen 

Kantenstrasse/Weisstorkelgasse und Kreuzfeldweg (Wegabschnitt 

„Weisstorkel/Kreuzfeld“) und somit um Genehmigung einer für sie weniger 

einschneidenden Linienführung (Routenwahl).  

c) In ihrer Vernehmlassung zuhanden der Regierung liess die Stadt Chur am 5. 

März 2007 die Abweisung der Planungsbeschwerde beantragen, da die 

gewählte Linienführung die beste Wegverbindung für das nördliche Gebiet 

„Masans/Rückenbrecher“ stadteinwärts darstelle, was künftig besonders auch 

für die Benutzer des südlichen Kindergartens „Strela“ von grossem Vorteil 

wäre (keine Motorfahrzeuge; geringes Gelände-/Weggefälle).  

d) Im Zuge eines zweiten Schriftenwechsels wurde den Beteiligten von der 

Regierung die Möglichkeit geboten, sich zur geplanten Linienführung sowie 

allenfalls denkbaren Wegalternativen noch zu äussern, wovon die … mit 

Replik vom 19. April 2007 sowie die Stadt Chur mit Duplik vom 24. Mai 2007 

Gebrauch machten. 

e) Mit Regierungsentscheid vom 22./29. Oktober 2007 wurde die von der … & 

… erhobene Planungsbeschwerde (Korrektur Linienführung im Wegabschnitt 

„Weisstorkel/Kreuzfeld“) im Wesentlichen mit der Begründung abgewiesen, 

dass im Planungs- und Mitwirkungsbericht zur Totalrevision vom Dezember 

2006 nicht sämtliche Festlegungen hätten kommentiert werden müssen. Das 

öffentliche Interesse an der neu geplanten Wegverbindung 

Weisstorkel/Kreuzfeld ohne nennenswerte Höhenunterschiede und ohne 

gefährlichen Strassenverkehr entlang der viel frequentierten Masanserstrasse 

(Nordeinfahrt ab/für Autobahn) überwiege die privaten Interessen der 

Beschwerdeführer am unberührten Erhalt ihrer mehrheitlich schon mit 

Wohnblöcken (MFH) überbauten Grundstücke (namentlich Parz. 163, 6221, 

10'197, 6167) mitten im betreffenden Teilgebiet. Natürlich könnten die 

Benutzer des Kindergartens „Strela“ als Alternative entweder über 

Masanserstrasse/Furka- und Strelaweg (untere Ausweichvariante) oder sonst 

über Carmennaweg/Kreuzgasse sowie Mundaunweg (hangseitige/obere 

Wegvariante) ebenfalls das Ziel erreichen; die neu geplante 

Fusswegverbindung Weisstorkel/Kreuzfeld wäre aber eben bedeutend 

kürzer, einfacher und ungefährlicher für alle Fussgänger. Aus diesem Grunde 

habe sie die im GEP 1:5000 vom 26. November 2006 enthaltene Fuss-

/Spazierwegfestlegung in jenem Teilabschnitt auch genehmigt.

2. Dagegen erhoben die … und … gemeinsam am 28. November 2007 frist- und 

formgerecht Beschwerde beim kantonalen Verwaltungsgericht (Verfahren R 

07 115) mit den Begehren um kostenfällige Aufhebung des angefochtenen 

Regierungsentscheids (Ziff. 1/2) und Nichtgenehmigung der am 26. 

November 2006 beschlossenen Totalrevision des GEP bezüglich des neuen 

Fuss-/Spazierwegs zwischen Kantenstrasse/Weisstorkel und Kreuzfeldweg 

(Abänderung Streckenführung). Zur Begründung brachten sie zur 

Hauptsache vor, dass die untere Wegalternative bei einer Verbreiterung der 

bestehenden Masanserstrasse (zur Erstellung eines Trottoirs [mit/ohne] 

Velostreifen) hangseits um ca. 2 Meter sehr wohl eine realisierbare und 

allseits zumutbare Lösung darstellen würde, um die geplante Fuss-

/Spazierwegverbindung bis zum Kindergarten Strela (stadteinwärts) trotzdem 

vernünftig ohne unnötigen und absolut unverhältnismässigen Eingriff in ihr 

Privateigentum erstellen zu können.

3. In ihrer Vernehmlassung beantragte die Regierung - vertreten durch das dafür 

zuständige Departement für Volkswirtschaft und Soziales (DVS) und unter 

Hinweis auf die bereits im angefochtenen Genehmigungsentscheid vom 

22./29. Oktober 2007 enthaltene Begründung sowie mangels neuer 

Erkenntnisse seither - die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.

4. Mit Stellungnahme vom 25. Januar 2008 beantragte die Stadt Chur 

(Erstinstanz) ebenfalls noch die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung kann auf ihre erste Stellungnahme vom März 2007 sowie die 

raumplanerischen und gesetzlichen Vorgaben (Stadtentwicklungskonzept 

2003; Anhang Planungs-/Mitwirkungskonzept 2006; Umsetzung 

Stadtverkehrsgesetz 1989 [RB 661] betreffend Schaffung menschen- und 

umweltfreundlicher Wegverbindungen [Prinzip der „Durchlässigkeit“ 

ausgesprochener Wohnquartiere] und auf die Zusammenfassung (S. 10; Ziff. 

14) zur Linienführung im GEP betreffs tangierter Grundstücke verwiesen 

werden.

5. Am 27. Mai 2008 führte eine Delegation der 4. Kammer des 

Verwaltungsgerichts noch einen Augenschein vor Ort durch, wobei von Seiten 

der Beschwerdeführer … sowie … (für …) in Begleitung ihres gemeinsamen 

Rechtsanwalts anwesend waren. Die Regierung war durch einen Vertreter 

des Amtes für Raumentwicklung (ARE) und die Stadt durch ihren Stadtplaner 

sowie ihren Rechtsanwalt vertreten. Allen Beteiligten wurde anlässlich der 

Begehung im Gelände an drei verschiedenen Standorten (1: Auf unbenannter 

Teerstrasse Höhe MFH Parz. 10'197 und 6167; 2: Unten auf/entlang stark 

befahrener Masanserstrasse; 3: Oben Kreuzung/Einmündung 

Weisstorkelgasse in Carmennaweg) noch die Gelegenheit geboten, sich 

abermals zur geplanten und genehmigten Linienführung gemäss GEP 

(Wegabschnitt „Weisstorkel/Kreuzfeld“) bzw.   zu den Vor- und Nachteilen 

allfälliger Alternativvarianten (mit unterer Streckenführung handseitig entlang 

Masanserstrasse und oberer Wegverbindung via Carmennaweg) zu äussern, 

wovon die Parteien im Zuge des 40-minütigen Rundgangs sachdienlich 

Gebrauch machten.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Zunächst ist festzuhalten, dass dem Verwaltungsgericht bei der Überprüfung 

von Nutzungsplänen aufgrund von Art. 33 des Bundesgesetzes über die 

Raumplanung (RPG) eine uneingeschränkte Kognitionsbefugnis zusteht. Das 

Verwaltungsgericht hat mithin nicht nur zu prüfen, ob die den Plan 

festsetzende Behörde das ihr zustehende Planungsermessen überschritten 

oder missbraucht, also eine Rechtsverletzung begangen hat. Zu prüfen ist  

vielmehr ebenso, ob das Planungsermessen richtig und zweckmässig 

ausgeübt worden ist. Die mit voller Kognition betraute Behörde hat 

einzuschreiten, wenn sich die angefochtene Planfestsetzung als 

unzweckmässig oder unangemessen erweist. Diese Prüfung setzt eine 

bestmögliche Abwägung der schutzwürdigen öffentlichen und privaten 

Interessen voraus und verlangt die Beantwortung der Frage, ob bei der 

umstrittenen Planung in Beachtung des Verhältnismässigkeitsprinzips im 

Rahmen des Planungszweckes jene Anordnungen getroffen wurden, die in 

ihrer gesamten Auswirkung alle Betroffenen am wenigsten belasten. Diese 

gegenüber der früheren Regelung erweiterte Kognitionsbefugnis bedeutet 

nun jedoch nicht, dass das Verwaltungsgericht als Rechtsmittelinstanz die 

Stellung einer oberen Planungsbehörde einnimmt. So kann es bei zwei oder 

mehreren Varianten, die vor der Zweckmässigkeitsprüfung standhalten, die 

gemeindliche Lösung nicht einfach aufheben und eine andere der 

zweckmässigen Lösungen an die Stelle einer angemessenen kommunalen 

Planfestsetzung setzen. Insofern hat das Verwaltungsgericht die 

Entscheidungsfreiheit, die den Planungsträgern zusteht, zu respektieren 

(VGU R 07 65 und 72; PVG 1993 Nr. 43).

b) Das Bundesgericht hat dazu festgehalten, dass es mit den 

Rechtsschutzerfordernissen von Art. 33 RPG vereinbar sei, wenn die 

Beschwerdebehörde zwar die angefochtene Nutzungsplanung voll überprüfe, 

sich aber nach Massgabe ihrer Rolle, die sie als Rechtsmittelinstanz im 

betreffenden Sachzusammenhang sachlich und institutionell erfüllt, bei der 

Überprüfung zurückhalte (vgl. BGE 114 Ia 247). Dies gilt sachlich 

insbesondere dort, wo es um lokale Anliegen geht, bei deren Wahrnehmung 

Sachnähe, Ortskenntnis und örtliche Demokratie von Bedeutung sein sollen. 

Die Rechtsmittelinstanz hat aber soweit einzugreifen, als dass die 

übergeordneten vom Kanton zu sichernden Interessen einen angemessenen 

Platz erhalten. Sie hat sich zudem auf ihre Kontrollfunktion zu beschränken, 

d.h. sie darf nichts Neues schöpfen, sondern sie hat die kommunalen 

Planungen an einem Sollzustand zu messen. Fehlt es an dem dazu 

erforderlichen Massstab, so kann die Natur der Sache einer Nachprüfung 

entgegenstehen. Hier nicht einzugreifen, verstösst nicht gegen den Auftrag, 

voll zu prüfen (vgl. BGE 114 Ia 248; VGU R 07 65 und 72). Bei der 

umstrittenen Nutzungsplanung (GEP) geht es offensichtlich nicht um 

übergeordnete Interessen, sondern um rein lokale Anliegen. Die 

aufgeworfenen Fragen sind deshalb mit der umschriebenen Zurückhaltung zu 

prüfen.

2. In formeller Hinsicht werfen die Beschwerdeführer der Stadt vor, dass sie die 

möglichen Wegverbindungsvarianten und die Bedürfnisfrage im fraglichen 

Streckenabschnitt (Weisstorkel/Kreuzfeld) viel zuwenig bzw. absolut 

ungenügend abgeklärt und dadurch ihr rechtliches Gehör verletzt hätten. 

Dieser Ansicht kann sich das Gericht nicht anschliessen. Was die 

Bedürfnisfrage angeht, so ist aktenkundig bereits durch das Vorhandensein 

des Kinderartens Strela (vgl. Einzugsgebiet laut Übersichtsplan 1:12'500 vom 

21.02.2002) samt umliegender Schulareale sowie deren räumlich enger 

Verknüpfung mit dem bestehenden Wohngebiet zwischen Loë- und 

Masanserstrasse hinreichend erstellt, dass ein echtes Bedürfnis für eine 

möglichst direkte und ungefährliche Wegverbindung von Norden (Gebiet 

Masans/Rückenbrecher) radial in Richtung Süden (Gebiet Strela) besteht und 

damit sachlich ausgewiesen ist. Was den Vorwurf der ungenügenden 

Informations- und Abklärungspflicht der städtischen Planungsbehörden 

betrifft, so gilt es zuerst auf das Stadtentwicklungskonzept von April 2003 

(Leitbild öffentlicher Verkehr und Langsamverkehr; S. 26) und die dort 

generell formulierten Ziele (grob skizzierter Ausbau der Anlagen für 

Langsamverkehr; feinmaschiges Wegnetz für/in die Innenstadt; S. 27) 

hinzuweisen. Dieses Grobkonzept wurde allen Stadteinwohnern und folglich 

auch den Beschwerdeführern zugestellt. In der Informationsbroschüre zur 

Volksabstimmung vom 26.11.2006 betreffend Totalrevision der Stadtplanung, 

Paket 2, wurde der Generelle Erschliessungsplan (GEP) mit entsprechender 

Legende und Farbgebung auf Seite 20/21 abgedruckt, und schon dort eine 

punktierte Linie als künftig geplanter Fuss-/Spazierweg im Streckenabschnitt 

„Weisstorkel/Kreuzgasse“ entlang der Grundstücke der Beschwerdeführer 

eingezeichnet. Im Übrigen geht auch aus der früheren Korrespondenz 

zwischen der Stadt und den Beschwerdeführern eindeutig hervor (vgl. dazu 

Schreiben vom 14.02.2002 des Schuldirektors der Stadt an Hochbauamt samt 

Besprechungen vom August 2002 betreffend Fussweg Strela-Kreuzfeld-

Weisstorkel mit Direktbetroffenen; Einräumung einer plangemäss 

festgelegten Wegdienstbarkeit der Beschwerdeführer im Gegenzug für 

Aufzonierung der Bauparz. 10'197; ferner Vertragsentwurf vom 22.11.2005 

betreffend besagter Fusswegverbindung/Linienführung), dass die 

Beschwerdeführer bereits seit längerem über die geplante Rechtseinräumung 

zu Lasten ihrer Grundstücke Bescheid wussten und deshalb von der 

Vorinstanz auch keineswegs durch den demokratisch einwandfrei 

angenommenen GEP vom 26.11.2006 völlig überrumpelt oder vorher falsch 

bzw. ungenügend informiert worden wären. Keine gegenteiligen Angaben 

waren zudem auch dem Planungs- und Mitwirkungsbericht zur Totalrevision 

vom Dezember 2006 zu entnehmen, worin die angefochtene Linienführung im 

Anhang ebenfalls nochmals als geplante Direktverbindung eingezeichnet 

worden war (vgl. Anhang/Beilagen zum GEP Änderungen und Ergänzungen; 

definitiver GEP im Massstab 1:5000 vom 07.12.2006). Das Gericht vermag 

der Argumentation der Beschwerdeführer zudem auch insofern nicht zu 

folgen, als von ihnen hartnäckig behauptet wurde, die Beschwerdegegner 

(Stadt/Regierung) hätten sich niemals ernsthaft mit möglichen 

Wegalternativen auseinandergesetzt. Wie der Duplik der Stadt vom 

24.05.2007 (S. 2; Ziff. 3 in fine) zuhanden der Plangenehmigungsbehörde und 

erstinstanzlichen Beschwerdeinstanz (Regierung) als auch noch dem 

angefochtenen Regierungsentscheid vom 22./29.10.2007 selbst (S. 8/9) mit 

aller Klarheit entnommen werden kann, prüften beide Vorinstanzen dort schon 

einlässlich die möglichen Alternativen im Westen (Fussweg entlang 

Masanserstrasse) und im Osten (Ausweichroute Carmennaweg), ohne dabei 

in ihrer Güterabwägung jedoch zum Schluss zu gelangen, ein Abweichen von 

der besten Nord-Südvariante liesse sich rechtfertigen.

3. a) In materieller Hinsicht bleibt damit einzig noch zu klären, ob das gewählte 

Wegtrassee (Nord-Süd Fussgängerverbindung ab Einmündung der 

Kantenstrasse in Weisstorkelgasse in südlicher Richtung über die Parz. 7515 

sowie den Grenzbereich der Parz. 163/6221, 10’197/6167 und 4610/4819 bis 

zum Kreuzfeldweg und von dort weiter geradeaus bis zum Furka- und 

Strelaweg) in allen Teilen auch dem gesetzlichen Planungsgrundsatz der 

Verhältnismässigkeit (Art. 3 RPG) entspricht; dies unter Berücksichtigung und 

Würdigung des von den Planungsbehörden dafür jeweils benötigten 

Ermessensspielraums zur Erfüllung ihrer raumwirksamen Aufgaben 

(Planungspflicht nach Art. 2 RPG). Kernfrage bildet hier demnach, ob die zwei 

Vorinstanzen (Stadt/Regierung) zu Recht und tatsächlich willkürfrei die 

skizzierte Nord-Süd-Gehdirektverbindung (Weisstorkel/Kreuzweg) als den 

kürzesten, einfachsten und ungefährlichsten Fussgänger- und Spazierweg für 

alle potentiellen Benutzer qualifiziert haben. Wie der Augenschein vom 

27.05.2008 dazu klarerweise bestätigte, können die alternativ 

vorgeschlagenen Wegrouten im Westen (entlang Masanserstrasse) und im 

Osten (via Carmennaweg) aber qualitativ und quantitativ der behördlich 

favorisierten Direktverbindung (auf Nord-Süd-Achse auf mittlerer 

Quartierhöhe zwischen den bereits bestehenden Hauptverkehrsadern Loë-

/Masanserstrasse ohne eigenen motorisierten Durchgangs-/Pendlerverkehr, 

ohne nennenswerte Niveau-/Terrainunterschiede, ohne Mehrdistanzen bzw. 

grössere Umwege) nicht gleichgestellt bzw. als einander ebenbürtig 

bezeichnet werden. Die Vorteile einer direkten Wegverbindung für die 

schwächsten Verkehrsteilnehmer (wie Kindergärtner; Fussgänger/-Innen mit 

Kinderwagen; ältere Leute mit Geh- oder Atemproblemen usw.) überwiegen 

die privaten Interessen am uneingeschränkten Erhalt der bisherigen Ruhe und 

Ordnung samt Lärmfreiheit entlang der Grenzbereiche der hier involvierten 

Grundstücke (Parz. 163/6221; Parz. 10’197/6167) der Beschwerdeführer 

deshalb auch bei weitem. Dem kann umso mehr zugestimmt werden, als die 

bereits erstellten Wohnhäuser auf den Parz. 6085 (gegenüber östlich 

unüberbauter Wieslandparz. 7515) und auf Parz. 6221 (gegenüber 

Wohnblock auf Parz. 163) je für sich schon über grosszügige Vorgärten mit 

entsprechend grossem Abstand zur Wegvariante verfügen und die 

fortgesetzte Linienführung sodann weiter hinter dem Wohnblock auf Parz. 

10'197 durchgezogen wurde, wobei das oberhalb (östlich) davon gelegene 

Mehrfamilienhaus auf Parz. 6167 kaum mehr beeinträchtigt wird, da entlang 

des dortigen Hangfusses ohne weiteres ein sehr „lärmarmer“ Gehweg mit 

relativ geringen baulichen Eingriffen erstellt werden kann. Die starke 

Hangneigung im Schnittbereich der Parz. 10'197 und 6167 bzw. die erhöhte 

Geländelage des MFH (Parz. 6167) lassen eine unzumutbare Belästigung der 

dort wohnhaften Mieter in ihrer Privatsphäre wegen Lärm-/Sichtimmissionen 

mit geeigneten Mitteln denn auch mit wenig Aufwand vermeiden. Von einer 

inakzeptablen und willkürlichen Routenwahl durch die Vorinstanzen kann 

daher keine Rede sein.

b) Was die von den Beschwerdeführern abermals anlässlich der Begehung vom 

27.05.2008 vorgebrachten Wegalternative im Westen betrifft, gilt es dazu 

vorab klarzustellen, dass die von ihnen dazu angeführte Landabtretung (vgl. 

Baubescheid Nr. 265/2000 Ziff. 3.2) nur den Landerwerb für einen 

projektierten Radstreifen (hangseits) entlang der Masanserstrasse in einer 

Breite von ca. 2 Metern betraf, über ein allfälliges Trottoir oder einen abseits 

jener Hauptverkehrsader („Ein-/Ausfahrt Autobahn A13“) dereinst geplanten 

Fuss- und Spazierweg darin aber nichts verfügt wurde. Deshalb erweist sich 

die Berufung der Beschwerdeführer auf jenen Baubescheid schon im Ansatz 

als verfehlt und für ihren Standpunkt als unerheblich. Hinzu kommt, dass die 

Erstellung einer neuer Gehweganlage entlang der Masanserstrasse 

(hangseitig) offenkundig mit äusserst hohen Kosten verbunden wäre, da in 

diesem Fall – nebst dem Abbruch einer 3-4 Meter hohen Stützmauer entlang 

der jetzigen Masanserstrasse – auch noch die Anschlüsse bzw. 

Strasseneinfahrten zum Furkaweg und der noch weiter südlich gelegenen 

Weinbergstrasse komplett neu geregelt werden müssten, was wohl nur mit 

teuren Kunstbauten möglich wäre. Soweit eine Überquerung der nachweislich 

sehr stark frequentierten Masanserstrasse und eine Benutzung des talwärts 

bereits bestehenden Trottoirs samt Velostreifens vorgeschlagen wurde, 

bestätigte der Augenschein (an jenem Werktag [Diensttag 27.05.2008, 

morgens um 08.50 Uhr]) nochmals eindrücklich, dass das verkehrstechnische 

Gefahrenpotential für eine regelmässige Überquerung jenes 

Hauptsverkehrsstrangs durch Kleinkinder (Kindergärtner Strela) und ältere 

Fussgänger als hoch bezeichnet werden muss und daher mit einer 

verantwortungsvollen Raumentwicklung für die schwächsten 

Verkehrsteilnehmer absolut unvereinbar wäre. Nichts anderes muss auch in 

Bezug auf die obere Ausweichvariante (steile und enge Weisstorkelgasse 

hinauf bis zur Fortsetzung auf Carmennaweg) gesagt werden, da dies einen 

erheblichen Umweg für alle Nutzer jener Weganlage bedeuten würde und 

dem formulierten Ziel einer vernünftigen Quartierdurchlässigkeit in Richtung 

Innenstadt für ein breites Fussgängerpublikum diametral widersprechen 

würde (dito: Urteil vom 26.01.2006 E. 3 [1P.567/2005]). Am gewählten 

Wegtrassee in mittlerer Quartierhöhe gilt es umso mehr festzuhalten, als die 

Planungsbehörde laut gesetzlicher Spezialbestimmungen zur 

Förderung/Schaffung von fussgängerfreundlichen Spazierwegen im 

städtischen Siedlungsgebiet sogar dazu verpflichtet war, dieser 

übergeordneten Aufgabe nun zum Durchbruch zu verhelfen (Art. 2 Gesetz für 

einen menschen- und umweltfreundlichen Stadtverkehr v. 1989 [RB 661]; Art. 

2 Bundesgesetz über Fuss- und Wanderwege 1985 [FWG; SR 704]; Art. 7, 

83 und 86 Baugesetz der Stadt 2006 [RB 611]). Daraus folgt, dass es sowohl 

am Vorgehen der Vorinstanzen als auch der bemängelten Linienführung 

„Weisstorkel-Kreuzweg“ nichts auszusetzen gibt, da die beiden 

Ausweichvarianten (unten wie oben) nicht nur nicht gleichwertig, sondern 

eindeutig weniger geeignet sind.

4. a) Der angefochtene Regierungsentscheid vom 22./29.10.2007 erweist sich 

demzufolge in jeder Beziehung als rechtens und verhältnismässig, was zu 

seiner Bestätigung und zur Abweisung der Beschwerde führt.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

73 Abs. 1 VRG (BR 370.100) solidarisch den Beschwerdeführern 

aufzuerlegen. Eine aussergerichtliche Entschädigung an die zwei 

Vorinstanzen (Beschwerdegegner) entfällt hingegen laut Art. 78 Abs. 2 VRG, 

da sie jeweils in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegten.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 295.--

zusammen Fr. 2'795.--

gehen solidarisch je zur Hälfte zulasten der … sowie … und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.