# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61205987-df3e-51de-99ec-4cfadc779f7e
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-05
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 05.06.2024 BEK 2024 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2024-44_2024-06-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Verfügung vom 5. Juni 2024
BEK 2024 44-46

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________,
Privatklägerin und Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, 6431 Schwyz,
Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin B.________, 

sowie

1. C.________,
2. D.________, c/o Kantonspolizei, Bahnhofstrasse 7, 6430 Schwyz,
3. E.________,
Beschuldigte und Beschwerdegegner,

betreffend Nichtanhandnahme Strafverfahren
(Beschwerde gegen die drei Verfügungen der Staatsanwaltschaft vom 16. Fe-
bruar 2024, SU 2023 7282-7284);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. A.________ verzeigte ihren getrennt von ihr lebenden Ehemann 
C.________ und die Nanny E.________, ihr am 5. Juli 2023 den Kontakt zu 
ihren Kindern blockiert zu haben. Die Nanny habe ihr dabei den Fuss verletzt. 
Ausserdem beschuldigte sie den herbeigerufenen Polizeibeamten 
D.________, ihr vor den Kindern das Handy gewaltsam aus der Hand geris-
sen und Videos darauf zu löschen versucht zu haben (U-act. 8.0.001). Mit drei 
separaten Verfügungen vom 16. Februar 2024 nahm die Staatsanwaltschaft 
gegen den Ehemann keine Strafuntersuchung anhand und stellte die Strafver-
fahren gegen den Polizeibeamten betreffend Amtsmissbrauch und Tätlichkei-
ten sowie gegen die Nanny betreffend Tätlichkeiten ein. Gegen diese 
Verfügungen beschwert sich A.________ mit bei der Post am 4. März 2024 
aufgegebenen Eingabe rechtzeitig beim Kantonsgericht. Sie verbesserte die 
Beschwerde innert laufender Rechtsmittelfrist trotz entsprechender Aufforde-
rung mit angedrohtem Nichteintreten (je KG-act. 2) nicht. Die Staatsanwalt-
schaft überwies die Akten (je KG-act. 3).

2. Die Beschwerdeführerin stellt soweit nachvollziehbar infrage, ob die 
Staatsanwaltschaft die Videos angeschaut habe, worauf ersichtlich sei, dass 
die Beschuldigten sie vor den Kindern zu deren Instrumentalisierung verleum-
det bzw. erniedrigt hätten. Die Begründung der Beschwerde ist offensichtlich 
nicht hinreichend, da sie sich weder mit den tatsächlichen noch rechtlichen 
Gründen der angefochtenen Verfügungen auseinandersetzt (Art. 385 StPO). 
Deshalb ist nach Art. 388 Abs. 2 lit. b StPO auf das Rechtsmittel präsidial 
nicht einzutreten (§ 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG). Auf das Erfordernis der 
hinreichenden Auseinandersetzung mit den Begründungen von angefochte-
nen Verfügungen ist die Beschwerdeführerin schon wiederholt hingewiesen 
worden (etwa BEK 2023 43 vom 4. Mai 2023 m.w.H.). Ebenso wurde ihr 
mehrfach aufgezeigt, dass es ihr auch als juristische Laiin zumutbar ist (etwa 
BEK 2023 130 vom 14. November 2023 m.w.H.), sich mit den Begründungen 

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angefochtener Verfügungen auseinanderzusetzen, d.h. mithin vorliegend etwa 
konkret darzulegen, inwiefern die physischen Einwirkungen auf sie entgegen 
den angefochtenen Verfügungen ein strafbares Ausmass erreichten und sie 
keinen Anlass der kurzzeitigen Wegnahme des Handys gab. Angeblich ehr-
verletzende bzw. sie erniedrigende Äusserungen, deren konkrete Inhalte 
ebenfalls nicht dargetan sind, sind nicht Gegenstand der angefochtenen Ver-
fügungen. Schliesslich bleibt die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, 
dass die Staatsanwaltschaft die in einem anderen Strafverfahren eingereich-
ten Aufzeichnungen zu den Akten nahm (U-act. 19.1.016 f. und 19.2.016 f.). 

3. Zusammenfassend ist nach Art. 388 Abs. 2 lit. b StPO auf die den glei-
chen Vorfall betreffende und die drei angefochtenen Verfügungen in einer 
Eingabe erfassende Beschwerde in einer Verfügung (Art. 30 StPO) präsidial 
nicht einzutreten (§ 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG). Die unterliegende Be-
schwerdeführerin wird kostenpflichtig. Ihr Ersuchen um unentgeltliche Rechts-
pflege ist aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen 
(vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO, Art. 136 StPO);-

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verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Straf-
sachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die 
Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.

5. Zufertigung an die Beschwerdeführerin (1/R), die Staatsanwaltschaft 
(je 1/A an die 2. Abteilung und an die Amtsleitung/zentraler Dienst) und 
die Beschwerdegegner (je 1/R) sowie nach definitiver Erledigung an die 
2. Abteilung der Staatsanwaltschaft (1/R mit den Akten) und die 
Kantonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 5. Juni 2024  kau