# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** acd41e6a-f282-5cc1-8106-83417aeefaef
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP ARGVP 1988 2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_ARGVP-1988-2006_nodate.pdf

## Full Text

B. Entscheide der Steuerrekurskommission 2005, 2006

men, erst kurz nach 14 Uhr wieder am Arbeitsplatz zu erscheinen. Das 
erlaubte ihm, über die Mittagszeit, auch bei Benützung der SGA, eine 
knappe Stunde im Kreise der Familie zu verbringen. Das heisst, dass selbst 
nach der largeren Praxis des Kantons Zürich die geltend gemachten Kosten 
für das Privatfahrzeug vermieden werden könnten. Schliesslich ist -  wenn 
auch nur als obiter dictum -  nicht zu übersehen, dass aus Gründen des 
Umweltschutzes keine Veranlassung besteht, die Benützung von Privat­
fahrzeugen steuerreohtlich zu begünstigen. Das ist denn auch der Grund, 
weshalb die Steuerrekurskommission in diesen Fällen dem Ruf familien­
freundlicher Ausgestaltung des Steuerrechts nicht zu folgen vermag.

Sind die Kosten für die mittäglichen Heimfahrten mit dem Privatfahr­
zeug nicht Gewinnungskosten, muss folgerichtig der Abzug für die aus­
wärtige Verpflegung zugestanden werden (vgl. auch StRK 8.9.1980, 
Nr. 263; StRK 22.10.1982, Nr. 309).

StRK 15.3.1985 (Nr. 344)

2006

Naturallohnbesteuerung im Konkubinatsfall. Der Leistungsgeber kann 
keinen Gewinnungskostenabzug im Sinne von Art. 25 StG geltend 
machen.

Die Auffassung der Steuerverwaltung, wonach für die Haushaltsführung 
ein Naturallohn in die Steuerberechnung einzustellen ist, wird von der 
Rekurrentin grundsätzlich nicht bestritten. Sie hält in ihrem Rekursschrei­
ben lediglich dafür, das sei nur dann gerecht, wenn Herr [] dieselbe 
Summe als Gewinnungskosten abrechnen könne, da er ja um mindestens 
diesen Betrag weniger verdienen könnte, wenn er diese Haushaltsarbeiten 
selber ausführen müsste. Hier befindet sich nun freilich die Rekurrentin in 
einem Irrtum. Entschädigungen für die Haushaltsbesorgung, beispiels­
weise auch Löhne für Hausangestellte u.dgl.m ., zählen nach ständiger 
Praxis auch der Steuerrekurskommission zu den sog. Lebenshaltungsko­
sten und sind nicht Gewinnungskosten beim Leistungsgeber, hier Herrn []. 
Da nicht bestritten ist, dass die Rekurrentin Herrn [] unentgeltlich den 
Haushalt besorgt, ist grundsätzlich die Aufrechnung eines Naturallohnes 
durchaus gerechtfertigt.

StRK 8.7.1983 (Nr. 331)

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