# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 20a52f4f-87f1-50ce-a19f-3e8216eeafb1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.09.2025 B-4173/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4173-2024_2025-09-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-4173/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Pascal Richard, Richter Pietro Angeli-Busi,    

Gerichtsschreiberin Daniela Steffen. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

vertreten durch Dr. iur. Livio Bundi, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Bildung,  

Forschung und Innovation SBFI,  

Vorinstanz,  

 

Kommission für Qualitätssicherung, 

c/o Organisation der Arbeitswelt Medizinischer Masseure,  

Erstinstanz.   

 

 
 

Gegenstand 
 Berufsprüfung für Medizinische Masseurin 2022. 

 

B-4173/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) legte im Herbst 2022 im 

Rahmen der Berufsprüfung Medizinischer Masseur / Medizinische Mas-

seurin der Organisation der Arbeitswelt Medizinischer Masseure (OdA MM) 

den Prüfungsteil C zum zweiten Mal ab.  

B.  

Mit Verfügung vom 3. November 2022 entschied die Kommission für Qua-

litätssicherung der Organisation der Arbeitswelt Medizinischer Masseure 

(nachfolgend auch: QSK, Prüfungskommission oder Erstinstanz), dass die 

Beschwerdeführerin die Berufsprüfung Medizinischer Masseur / Medizini-

sche Masseurin 2022 nicht bestanden habe. Ihre Prüfungsleistungen wur-

den wie folgt bewertet:  

Prüfungsteil  Note 

A Fakten und Anwendungswissen  

schriftlich 

 4 

B Massage und physikalische Therapieformen  

praktisch 

 4.1 

C Fallbericht, Präsentation und Fachgespräch 

C1 Fallbericht  

C2 Fachgespräch 

schriftlich vorgängig eingereicht + mündlich 

 

2.5  

4.5 

3.7 

 

 

 

Gesamtnote   4.0 

 

Wegen der ungenügenden Note 3.7 im Prüfungsteil C qualifizierte die Qua-

litätssicherungskommission die Berufsprüfung als nicht bestanden. 

C.  

C.a Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 30. Novem-

ber 2022 Beschwerde beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und 

Innovation SBFI (nachfolgend: Vorinstanz) und verlangte dabei eine neue 

und seriöse Beurteilung ihres Fallberichts gemäss der Prüfungsordnung. 

Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, dass die 

B-4173/2024 

Seite 3 

Begründungen der Prüfungsexperten nicht den Vorgaben des Beurtei-

lungsformulars entsprächen. 

C.b Mit Stellungnahme vom 24. Februar 2023 beantragte die Prüfungs-

kommission die Abweisung der Beschwerde. Zudem reichte sie eine neue 

Beurteilung des Fallberichts, einschliesslich einer Begründung, ein.  

C.c Mit Replik vom 27. März 2023 hielt die Beschwerdeführerin an ihrer 

Beschwerde fest. Sie beantragte, die Prüfungsverfügung vom 3. Novem-

ber 2022 sei aufzuheben, ihr Fallbericht (Positionsnote C1) sei mit der Note 

4.5, mindestens jedoch mit der Note 3.5, zu bewerten und demzufolge sei 

die Berufsprüfung Medizinische Masseurin/Medizinischer Masseur als be-

standen zu erklären und ihr der eidgenössische Fachausweis zu erteilen. 

In ihrer Begründung verwies sie auf die Beurteilung ihres Fallberichts durch 

eine Person, die über jahrelange einschlägige Berufserfahrung verfüge 

und früher selber als Experte bei der Korrektur von Berufsprüfungen tätig 

gewesen sei. Gestützt auf die Bewertungskriterien, nämlich die Anleitung 

zum Prüfungsteil C der eidgenössischen Berufsprüfung zum medizini-

schen Masseur / zur medizinischen Masseurin, habe diese Person eine 

eigene Korrektur ihrer Berufsprüfung vorgenommen. Daraus gingen über-

zeugende Anhaltspunkte dafür hervor, dass ihre Prüfungsleistungen offen-

sichtlich unterbewertet worden seien und das Ergebnis der Korrekturen 

materiell nicht mehr vertretbar sei. 

C.d Mit Duplik vom 18. Juli 2023 hielt die Qualitätssicherungskommission 

an ihren Anträgen fest und nahm zu den in der Replik vorgebrachten Argu-

menten im Einzelnen Stellung. 

C.e Die Beschwerdeführerin nahm dazu mit Triplik vom 18. August 2023 

Stellung und legte ein als Sachverständigengutachten betiteltes Dokument 

gleichen Datums ins Recht. 

C.f Mit Entscheid vom 30. Mai 2024 wies die Vorinstanz die Beschwerde 

ab. Sie erwog, dass eine willkürliche Bewertung ausgeschlossen werden 

könne und die Benotung nachvollziehbar begründet worden sei. 

D.  

Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 1. Juli 2024 Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht und beantragt, der vorinstanzliche Entscheid 

sei vollumfänglich aufzuheben. Weiter beantragt sie, ihr Fallbericht (Positi-

onsnote C1) sei mit der Note 4.5, mindestens jedoch mit der Note 3.5, zu 

bewerten und demzufolge die Berufsprüfung Medizinische 

B-4173/2024 

Seite 4 

Masseurin/Medizinischer Masseur als bestanden zu erklären und ihr der 

eidgenössische Fachausweis zu erteilen.  

Zur Begründung macht sie geltend, ihr Fallbericht sei unterbewertet wor-

den. Bei der Note 2.5 handle es sich um eine sehr schlechte Leistung, was 

auch erhöhte Anforderungen an die Begründung der Prüfungsexperten zur 

Folge haben müsse. Die Erstinstanz sei diesem Erfordernis weder im Rah-

men der ursprünglichen Korrektur noch mit ihrer Eingabe vom 24. Februar 

2023 nachgekommen. Erst als sie selber mit Replik vom 27. März 2023 

eine detaillierte Stellungnahme eines Fachexperten eingereicht habe, habe 

die Erstinstanz weitere Argumente und Behauptungen nachgeschoben. 

Die Vorinstanz beschränke sich im angefochtenen Beschwerdeentscheid 

darauf, die von der Erstinstanz vorgebrachten Argumente zu wiederholen 

und als nachvollziehbar zu erklären. Die Vorinstanz habe die Stellung-

nahme eines Fachexperten, die sie ins Recht gelegt habe, zu Unrecht als 

reines Parteigutachten qualifiziert. Die Vorinstanz habe ihre Kognition un-

genügend wahrgenommen und die Begründungspflicht verletzt. Des Wei-

teren lägen bei den einzelnen Beurteilungskriterien willkürliche Bewertun-

gen ihrer Leistungen vor. 

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 12. November 2024 schliesst die Vorinstanz 

auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie unter anderem 

aus, die Experten hätten zwar eine nachvollziehbare Begründung für ihre 

Bewertung zu liefern, es wäre jedoch unverhältnismässig, von ihnen zu 

verlangen, jede Beanstandung ausführlich zu entkräften. Es sei ausrei-

chend, wenn aus den Stellungnahmen der Prüfungskommission hervor-

gehe, dass die Experten bemüht gewesen seien, die Position der Be-

schwerdeführerin zu verstehen und eine sachgerechte Bewertung vorzu-

nehmen. Im vorliegenden Fall habe für die Vorinstanz keine Erforderlichkeit 

zum Eingreifen bestanden, da die Beurteilung der Prüfungskommission 

nicht als fehlerhaft oder völlig unangemessen erschienen sei. 

F.  

Die Qualitätssicherungskommission beantragt mit Vernehmlassung vom 

12. November 2024, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Zur 

Begründung führt sie unter anderem aus, dass sie in allen Schriftenwech-

seln fundiert aufgezeigt habe, anhand welcher Kriterien die Arbeit beurteilt 

worden sei. Den Vorwurf der Willkür weise sie zurück.  

B-4173/2024 

Seite 5 

G.  

In ihrer Replik vom 9. Januar 2025 hält die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen fest. 

H.  

Die Vorinstanz duplizierte mit Eingabe vom 12. Februar 2025. 

I.  

Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 28. Februar 2025 eine 

Triplik ein. 

J.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten-

stücke wird – soweit entscheidwesentlich – in den nachfolgenden Erwä-

gungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Der Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 30. Mai 2024 stellt eine Ver-

fügung im Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar. Das Bundesverwaltungsge-

richt ist für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache zuständig (Art. 31 

und Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsge-

richt vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG; SR 173.32]; 

Art. 61 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vom 13. De-

zember 2002 [Berufsbildungsgesetz, BBG, SR 412.10]). 

Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, 

ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung besonders berührt und hat 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 48 

Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG).  

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Bundesver-

waltungsgerichts gilt grundsätzlich nur das Prüfungsergebnis selbst, das 

heisst der Entscheid über das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung, 

als Streitgegenstand. Einzelne Fachnoten stellen demgegenüber in der 

Regel nur Begründungselemente dar, die nicht selbständig angefochten 

werden können. Dies ist nur ausnahmsweise möglich, nämlich dann, wenn 

an die Höhe der einzelnen Noten bestimmte Rechtsfolgen geknüpft sind, 

B-4173/2024 

Seite 6 

zum Beispiel die Möglichkeit, bestimmte zusätzliche Kurse oder Weiterbil-

dungen zu absolvieren oder besondere Qualifikationen zu erwerben (etwa 

Zulassung zum Doktorat), oder wenn sich die Noten später als Erfahrungs-

noten in weiteren Prüfungen auswirken (BGE 136 I 229 E. 2.6; BVGE 

2009/10 E. 6.2.1 m.H. und BVGE 2007/6 E. 1.2; Urteile des BVGer 

B-4383/2016 vom 18. September 2018 E. 1 und B-2880/2018 vom 

19. März 2020 E. 1). 

Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin nebst den Beschwerde-

begehren, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und es sei die 

Berufsprüfung Medizinische Masseurin/Medizinischer Masseur als bestan-

den zu erklären und ihr der eidgenössische Fachausweis zu erteilen, auch 

ein Begehren auf Erhöhung der Note des Fallberichts gestellt. Dass an die 

Höhe dieser Note bestimmte Rechtsfolgen geknüpft wären, abgesehen 

von der Frage des Bestehens oder Nichtbestehens der Prüfung insgesamt, 

hat die Beschwerdeführerin nicht behauptet. Soweit das Begehren bezüg-

lich der Notenkorrektur als selbständiges Rechtsbegehren formuliert ist, ist 

somit nicht darauf einzutreten. 

Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be-

schwerdeschrift sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der 

Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die 

übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind auch erfüllt (Art. 44 ff. VwVG). 

Auf die Beschwerde ist daher im dargelegten Umfang einzutreten. 

2.  

2.1 Die höhere Berufsbildung dient auf der Tertiärstufe der Vermittlung und 

dem Erwerb der Qualifikationen, die für die Ausübung einer anspruchs- 

oder einer verantwortungsvolleren Berufstätigkeit erforderlich sind (Art. 26 

Abs. 1 BBG). Sie wird erworben durch eine eidgenössische Berufsprüfung 

oder eine eidgenössische höhere Fachprüfung (Art. 27 Bst. a BBG) sowie 

durch eine eidgenössisch anerkannte Ausbildung an einer höheren Fach-

schule (Art. 27 Bst. b BBG). Die eidgenössischen Berufsprüfungen und die 

eidgenössischen höheren Fachprüfungen setzen eine einschlägige beruf-

liche Praxis und einschlägiges Fachwissen voraus (Art. 28 Abs. 1 BBG). 

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt regeln die Zulassungsbe-

dingungen, Lerninhalte, Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel. Diese 

Vorschriften unterliegen der Genehmigung durch das SBFI (Art. 28 Abs. 2 

B-4173/2024 

Seite 7 

BBG). 

2.2 Gestützt auf die Delegation in Art. 28 Abs. 2 BBG hat die Organisation 

Medizinischer Masseure OdA MM die Prüfungsordnung über die Berufs-

prüfung Medizinische Masseurin / Medizinischer Masseur erlassen, welche 

mit der Genehmigung des ehemaligen Bundesamtes für Berufsbildung und 

Technologie BBT (heute Staatssekretariat für Bildung, Forschung und In-

novation SBFI) vom 19. Juni 2009 in Kraft getreten ist (nachfolgend: Prü-

fungsordnung). Die hier anwendbare Version der Prüfungsordnung datiert 

vom 12. August 2019 und wurde gleichentags von der Vorinstanz geneh-

migt. 

2.2.1 Die Berufsprüfung Medizinische Masseurin / Medizinischer Masseur 

bezweckt die personellen und fachlichen Kompetenzen beziehungsweise 

die Voraussetzungen zu überprüfen, die befähigen, den Beruf eines medi-

zinischen Masseurs auszuüben (vgl. Ziff. 1.1 der Prüfungsordnung). 

2.2.2 Alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Fachausweiserteilung wer-

den der Kommission für Qualitätssicherung übertragen, die sich aus mini-

mal fünf und maximal sieben Mitgliedern zusammensetzt und durch den 

Vorstand der OdA MM für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt wird 

(Ziff. 2.11 der Prüfungsordnung).  

Zu den Aufgaben der Qualitätssicherungskommission zählen das Bestim-

men des Prüfungsprogramms, die Bereitstellung der Prüfungsaufgaben 

und die Durchführung der Prüfung, das Festlegen der Inhalte der Module 

und der Anforderungen der Modulprüfungen, die Überprüfung der Modul-

abschlüsse, die Beurteilung der Abschlussprüfung und der Entscheid über 

die Erteilung des Fachausweises sowie die Behandlung von Anträgen und 

Beschwerden (Ziff. 2.21 Bst. d/e/h/i/j und Ziff. 4.51 der Prüfungsordnung). 

Mindestens zwei Expertinnen oder Experten beurteilen die schriftlichen 

und praktischen Prüfungsarbeiten und legen gemeinsam die Note fest (Ziff. 

4.42 der Prüfungsordnung). Die Kommission für Qualitätssicherung be-

schliesst im Anschluss an die Prüfung an einer Sitzung über das Bestehen 

der Prüfung (vgl. Ziff. 4.51 der Prüfungsordnung). 

2.2.3 Die Abschlussprüfung umfasst die folgenden Prüfungsteile (Ziff. 5.1 

der Prüfungsordnung):  

B-4173/2024 

Seite 8 

 Prüfungsteil Art der Prüfung Maximale 

Dauer 

Ge-

wich-

tung 

A Fakten- und Anwen-

dungswissen 

schriftlich 3 Std. 1 

B Massage und physikali-

sche Therapieformen.  

(…) 

praktisch:  

(…) 

ca. 4.0 Std. 2 

C Fallbericht, Präsentation 

und Fachgespräch 

Schriftlich: vor-

gängig einge-

reicht + mündlich 

ca. 1.0 Std. 1 

 

Die detaillierten Bestimmungen über die Prüfungsanforderungen sind in 

der Wegleitung zur Prüfungsordnung aufgeführt (Ziff. 5.21 der Prüfungs-

ordnung). Im Prüfungsteil C wird der Fallbericht (C1) zu 40% und das Fach-

gespräch (C2) zu 60% gewichtet (vgl. "Wegleitung zur Prüfungsordnung 

über die Berufsprüfung für Medizinische Masseurin /Medizinischer Mas-

seur mit eidgenössischem Fachausweis" vom März 2022, Seite 37; nach-

folgend: Wegleitung). 

2.2.4 Die Beurteilung der Abschlussprüfung resp. der einzelnen Prüfungs-

teile erfolgt mit Notenwerten (Ziff. 6.1 der Prüfungsordnung). Die Positions-

noten werden mit ganzen oder halben Noten bewertet (Ziff. 6.21 der Prü-

fungsordnung). Die Note eines Prüfungsteils ist das gewichtete Mittel der 

entsprechenden Positionsnoten. Sie wird auf eine Dezimalstelle gerundet. 

(Ziff. 6.22 der Prüfungsordnung). Die Gesamtnote der Abschlussprüfung ist 

das gewichtete Mittel aus den Noten der einzelnen Prüfungsteile. Sie wird 

auf eine Dezimalstelle gerundet (Ziff. 6.23 der Prüfungsordnung). Die Prü-

fung ist bestanden, wenn jeder Prüfungsteil mit mindestens der Note 4.0 

bewertet wurde (Ziff. 6.41 der Prüfungsordnung).  

2.2.5 Wer die Prüfung bestanden hat, erhält den eidgenössischen Fach-

ausweis und ist berechtigt, den geschützten Titel "Medizinischer Masseur 

mit eidgenössischem Fachausweis" zu führen (Ziff. 6.43 i.V.m. Art. 43 

Abs. 1 BBG und Ziff. 7.12 Prüfungsordnung). Wer die Prüfung nicht be-

standen hat, kann die Prüfung zweimal wiederholen (Ziff. 6.51 der Prü-

fungsordnung). Wiederholungsprüfungen beziehen sich nur auf 

B-4173/2024 

Seite 9 

Prüfungsteile, in denen eine ungenügende Leistung erbracht wurde (Ziff. 

6.52 Prüfungsordnung). 

3.  

Die Beschwerdeführerin erzielte gemäss Notenausweis vom 3. November 

2022 beim Prüfungsteil C die Note 3.7. Diese Note setzt sich aus der ge-

wichteten Note 2.5 für den Fallbericht (C1) und der gewichteten Note 4.5 

für das Fachgespräch (C2) zusammen (vgl. E. 2.2.3 f.). Im Beurteilungsdo-

kument vom 12. September/10. Oktober 2022 dokumentierten die Prü-

fungsexperten "Erreichte Notentotale" für die einzelnen Bewertungskrite-

rien in Höhe von 18. Die Neubeurteilung durch die QSK vom 24. Februar 

2023 ergab demgegenüber ein Notentotal von 19. Um im Prüfungsteil C 

eine genügende Note zu erhalten, hätte die Beschwerdeführerin für den 

Fallbericht (C1) zumindest die Note 3.5 benötigt. Angefochten ist im vorlie-

genden Fall einzig die Bewertung des Fallberichts (C1).  

4.  

Mit der Verwaltungsbeschwerde können die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die un-

richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-

haltes sowie die Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung gerügt 

werden (Art. 49 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht 

entscheidet insofern grundsätzlich mit voller Kognition (Art. 49 VwVG).  

Indessen haben Prüfungen oftmals Spezialgebiete zum Gegenstand, in 

denen die Rechtsmittelbehörde über keine genügenden eigenen Fach-

kenntnisse verfügt, die mit denjenigen der Prüfungskommission vergleich-

bar wären. Zudem sind der Rechtsmittelbehörde meistens nicht alle 

massgebenden Faktoren der Bewertung bekannt und es ist ihr nicht immer 

möglich, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen 

einer beschwerdeführenden Person sowie der Leistungen der übrigen 

Kandidierenden zu machen. Eine freie und umfassende Überprüfung der 

Examensbewertung würde die Gefahr von Ungerechtigkeiten und Un-

gleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen und es ist auch 

nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz, die Bewertung der Prüfungsleistun-

gen einer beschwerdeführenden Person gewissermassen zu wiederholen. 

Gemäss ständiger Rechtsprechung auferlegt sich das Bundesverwaltungs-

gericht daher bei der Überprüfung der Bewertung von Prüfungsleistungen 

eine gewisse Zurückhaltung. Es hat erst einzuschreiten, wenn sich die Prü-

fungsbehörde von sachfremden oder offensichtlich unhaltbaren 

B-4173/2024 

Seite 10 

Erwägungen leiten liess, so dass deren Entscheid unter rechtsstaatlichen 

Gesichtspunkten als nicht mehr vertretbar erscheint. Die Beurteilung muss 

mit anderen Worten offensichtlich unhaltbar sein oder auf einer krassen 

Fehleinschätzung beruhen (BGE 136 I 229 E. 5.4.1; Urteile des BGer 

2D_8/2023 vom 8. März 2024 E. 6.1; 2D_13/2021 vom 11. März 2022 

E. 3.2.1; 2D_24/2021 vom 5. November 2021 E. 3.6.1). Das Bundesver-

waltungsgericht weicht nicht ohne Not von der Beurteilung durch die Ex-

perten der Prüfungskommission ab, jedenfalls solange diese im Rahmen 

der Vernehmlassung Stellung zu den Rügen des Beschwerdeführers ge-

nommen haben und ihre Auffassung, insbesondere soweit sie von derjeni-

gen des Beschwerdeführers abweicht, nachvollziehbar und einleuchtend 

ist (BVGE 2010/21 E. 5.1; 2010/11 E. 4.1; 2010/10 E. 4.1 und 2008/14 

E. 3.1 und 3.3; Urteile des BVGer B-573/2024 vom 1. Oktober 2024 E. 4.2; 

B-4436/2022 vom 23. April 2024 E. 3; B-4431/2023 vom 4. März 2024 

E. 2.1; B-1181/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 3, je m.w.H.; kritisch dazu 

PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechtsschutz bei Prüfungsfällen: Aktuelle Ent-

wicklungen, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht 

[ZBl] 112/2011, S. 555 ff.).  

Sind dagegen die Auslegung oder Anwendung von Rechtsvorschriften 

streitig oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, hat das 

Bundesverwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen mit freier Kogni-

tion zu prüfen, andernfalls es eine formelle Rechtsverweigerung begehen 

würde (BVGE 2010/11 E. 4.2; 2010/10 E. 4.1 und 2008/14 E. 3.3, je 

m.w.H.). 

5.  

In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine ungenügende Wahr-

nehmung der Kognition durch die Vorinstanz und eine Verletzung der Be-

gründungspflicht. Der angefochtene Entscheid sei daher bereits aus for-

mellen Gründen aufzuheben. Die Vorinstanz habe sich im Beschwerdeent-

scheid darauf beschränkt, die von der Prüfungskommission vorgebrachten 

Argumente zu wiederholen und als nachvollziehbar zu deklarieren. Die Vor- 

instanz habe eine Expertise, die sie eingereicht habe, zu Unrecht als reines 

Parteigutachten qualifiziert. Die Aussage der Vorinstanz, dass der Verfas-

ser dieser Expertise einen milderen Massstab verwendet haben könnte, 

sei unzutreffend, da er teilweise die Noten der Prüfungskommission bestä-

tigt habe. Die Vorinstanz verkenne, dass eine pauschale Abwertung eines 

Parteigutachtens nicht zulässig sei. Sofern Privatgutachten schlüssig er-

schienen und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestünden, könne 

ihnen durchaus ein gleicher Beweiswert wie gerichtlichen Gutachten 

B-4173/2024 

Seite 11 

beigemessen werden. Die Vorbringen des Gutachters deuteten darauf hin, 

dass die Prüfungsexperten der Erstinstanz auf ihre Aufgabe schlecht vor-

bereitet gewesen seien und die Prüfungsleistung der Beschwerdeführerin 

offensichtlich unterbewertet worden sei. Die eingereichte Stellungnahme 

des unabhängigen Fachexperten weiche in der Bewertung ihrer Examen-

leistungen diametral von der Bewertung der Prüfungsexperten der Erstin-

stanz ab, sodass nicht mehr behauptet werden könne, dass sie keine sub-

stantiierten und überzeugenden Anhaltspunkte für die offensichtliche Un-

terbewertung des Fallberichts geliefert habe. 

Die Vorinstanz führt aus, dass auf die durch die Beschwerdeführerin hin-

zugezogene Person nicht abgestellt werden könne, weil die notwendige 

Sachkompetenz und die erforderliche Unabhängigkeit – im Gegensatz zum 

beurteilenden Mitglied der QSK – aufgrund der Anonymität nicht bewiesen 

werden könnten. Die Beurteilung der Leistung der Beschwerdeführerin 

durch diese Person nach einem allenfalls anderen – eventuell milderen – 

Massstab würde jene Kandidaten und Kandidatinnen benachteiligen, die 

den Rechtsmittelweg nicht beschritten hätten. Den in der Expertise enthal-

tenen Ausführungen komme daher kein höherer Beweiswert zu als den Be-

hauptungen der Beschwerdeführerin. Die eingereichte Expertise sei aber 

sehr wohl berücksichtigt worden und dementsprechend im Entscheid auch 

gewürdigt worden. 

5.1 Für die Vorinstanz gilt wie für das Bundesverwaltungsgericht, dass die 

Rechtsmittelinstanz grundsätzlich mit voller Kognition entscheidet (Art. 49 

VwVG). Wie bereits dargelegt, auferlegt sich die Rechtsmittelinstanz indes-

sen bei der Überprüfung der Bewertung von Prüfungsleistungen eine ge-

wisse Zurückhaltung (vgl. hiervor E. 4). Weil es nicht Aufgabe einer Be-

schwerdebehörde sein kann, die Prüfung gewissermassen zu wiederholen, 

müssen an den Beweis der behaupteten Unangemessenheit der Bewer-

tung gewisse Anforderungen gestellt werden. Ausserdem richtet sich ge-

mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts die Beweislast 

auch im öffentlichen Recht nach der Beweislastregel von Art. 8 ZGB, sofern 

das massgebende Recht keine spezifische Beweisregel enthält (anstatt 

vieler: Urteile des BVGer B-3253/2024 vom 12. Mai 2025 E. 5.2 und 

B-1343/2024 vom 14. April 2025 E. 2.2). Auf die Rüge der Unangemessen-

heit der Bewertung von Prüfungsleistungen hat die Rechtsmittelbehörde 

somit nur dann detailliert einzugehen, wenn die beschwerdeführende Par-

tei selbst substantiierte und überzeugende Anhaltspunkte und die Beweis-

mittel dafür liefert, dass das Ergebnis materiell nicht vertretbar ist, dass 

eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt oder die Prüfungsleistungen 

B-4173/2024 

Seite 12 

offensichtlich unterbewertet wurden (vgl. Urteil des BGer 2D_6/2013 vom 

19. Juni 2013 E. 3.2; BVGE 2010/21 E. 5.1 m.w.H.; 2010/11 E. 4.3; 

2010/10 E. 4.1). Die Behauptung allein, die eigene Lösung sei richtig und 

die Auffassung der Prüfungskommission oder eine vorgegebene Musterlö-

sung sei falsch oder unvollständig, wird dieser Anforderung nicht gerecht 

(vgl. Urteil des BVGer B-2229/2011 vom 13. Februar 2012 E. 6.1). 

Soweit die Vorinstanz ihre Kognition in dieser Weise wahrgenommen hat, 

ist das daher nicht zu beanstanden. Dabei hat die Vorinstanz zu prüfen, ob 

die Experten der Prüfungskommission im Rahmen der Vernehmlassung 

der Prüfungskommission Stellung zu den Rügen des Beschwerdeführers 

genommen haben und ob die Auffassung der Experten – soweit sie von 

denjenigen des Beschwerdeführers abwich – auch nachvollziehbar und 

einleuchtend sei (Urteile des BVGer B-1216/2023 vom 6. November 2024 

E. 5.2.1; B-2880/2018 vom 19. März 2020 E. 5.8.2). 

5.2 Die Beschwerdeführerin hat zwei Stellungnahmen ins Recht gelegt, die 

durch eine Person verfasst worden sein sollen, die früher als Experte Be-

rufsprüfungen korrigiert haben soll. Um wen es sich konkret handelt, hat 

sie nicht offengelegt. Folglich ist es dem Gericht nicht möglich, Indizien, die 

für oder gegen die Zuverlässigkeit dieser Stellungnahmen sprechen, zu 

identifizieren. Bereits aus diesem Grund kommt den in den eingereichten 

Stellungnahmen enthaltenen Ausführungen kein höherer Beweiswert zu 

als den Behauptungen der Beschwerdeführerin selbst (vgl. BVGE 2010/10 

E. 5.3; Urteile des BVGer B-6114/2020 vom 27. Mai 2021 E. 5.4; 

B-2880/2018 vom 19. März 2020 E. 5.8.5). Im Übrigen haben die Exami-

natoren in Anwendung des ihnen zustehenden und pflichtgemäss auszu-

übenden Ermessens zu beurteilen, inwiefern die Ausführungen der Kandi-

daten korrekt sind bzw. ob sie vollumfänglich richtig, teilweise richtig, voll-

ständig oder unvollständig sind. Auch aus Rechtsgleichheitsgründen kann 

daher deren Bewertung nicht ohne weiteres durch die Einschätzung eines 

Dritten ersetzt werden (vgl. Urteil des BVGer B-1015/2010 vom 20. Sep-

tember 2010 E. 4.4). Aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass 

die Vorinstanz die in den betreffenden Stellungnahmen aufgeführten Argu-

mente im Sinne von Parteivorbringen in ihrem Entscheid behandelt und 

berücksichtigt hat. Die Vorinstanz hat ihre Kognition daher nicht in unzu-

lässiger Weise eingeschränkt. Die Rüge der pauschalen Abwertung eines 

Parteigutachtens ist unbegründet.  

B-4173/2024 

Seite 13 

Inwiefern die durch die Beschwerdeführerin ins Recht gelegten Stellung-

nahmen schlüssig sind, wie sie selbst behauptet, ist eine materielle Frage 

(s. hiernach E. 6).  

5.3 Im angefochtenen Entscheid hat sich die Vorinstanz inhaltlich mit den 

Rügen der Beschwerdeführerin und den Antworten der Prüfungskommis-

sion auseinandergesetzt. Zu den einzelnen Kapiteln des Fallberichts hat 

sie kurz erklärt, aus welchen Gründen sie die Auffassung der Prüfungs-

kommission als nachvollziehbar betrachtete. Wenn die Beschwerdeführe-

rin diese Begründung als unbefriedigend erachtet, so liegt dies offensicht-

lich daran, dass die Auffassung der Vorinstanz nicht ihrer eigenen ent-

spricht. Damit liegt diesbezüglich keine Verletzung der Begründungspflicht 

vor. Ob die Vorinstanz zu Recht zum Schluss kam, dass die Begründungen 

der Qualitätssicherungskommission nachvollziehbar sind, ist demgegen-

über eine materielle Frage, auf die noch einzugehen sein wird (hiernach 

E. 6). 

6.  

In materieller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine offensichtliche Un-

terbewertung ihres Fallberichts, der mit der Note 2.5 benotet wurde.  

6.1 Wie oben ausgeführt, auferlegt sich die Rechtsmittelinstanz eine ge-

wisse Zurückhaltung bei der Bewertung von Prüfungsleistungen und 

weicht nicht ohne Not von der Beurteilung durch die Prüfungsexperten ab, 

nicht zuletzt solange sie im Rahmen der Vernehmlassung der Prüfungs-

kommission Stellung zu den Rügen der beschwerdeführenden Person ge-

nommen haben und ihre Auffassung, insbesondere soweit sie von derjeni-

gen der beschwerdeführenden Person abweicht, nachvollziehbar und ein-

leuchtend ist (vgl. E. 4 hievor). 

In Bezug auf die relative Gewichtung der verschiedenen Aufgaben, der 

Überlegungen oder Berechnungen, die zusammen die korrekte und voll-

ständige Antwort auf eine bestimmte Prüfungsfrage darstellen, kommt den 

Experten ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu. Dies gilt insbesondere 

auch bei der Beurteilung der Frage, wie viele Punkte für eine konkrete ab-

weichende oder nur teilweise richtige Antwort erteilt werden. Das Ermes-

sen der Experten ist lediglich dann eingeschränkt, wenn die Prüfungsor-

gane ein verbindliches Bewertungsraster vorgegeben haben, in dem die 

genaue Punkteverteilung für einzelne Teilantworten klar definiert ist. In ei-

nem solchen Fall hat jeder einzelne Kandidat entsprechend dem Grund-

satz der Gleichbehandlung den Anspruch darauf, dass er diejenigen 

B-4173/2024 

Seite 14 

Punkte erhält, die ihm gemäss Bewertungsraster für eine richtige Teilleis-

tung zustehen (vgl. BVGE 2008/14 E. 4.3.2 m.H.; Urteile des BVGer 

B-4436/2022 vom 23. April 2024 E. 5.1.2; B-2356/2023 vom 15. Dezember 

2023 E. 2.3; B-505/2022 vom 1. Februar 2023 E. 2.3; B-1181/2022 vom 

27. Dezember 2022 E. 6.1.2 und B-2880/2018 vom 19. März 2020 E. 8.1).  

6.2 Die Prüfungsexperten und auch die Qualitätssicherungskommission 

beurteilten den Fallbericht anhand eines Beurteilungsdokuments, welches 

sieben Beurteilungskriterien auflistet: "Gesamteindruck, Struktur, Rele-

vanz", "Einleitung", "Befunderhebung und Interpretation", "Massnahmen-

konzept", "Behandlungsprotokoll", "Evaluation" sowie "Konsequenzen und 

Schlusswort". Währenddem sechs der Beurteilungskriterien sich direkt auf 

die sechs Kapitel des Fallberichts beziehen, ist das Beurteilungskriterium 

"Gesamteindruck, Struktur, Relevanz" kapitelübergreifend. Im Beurtei-

lungsdokument ist für jedes Beurteilungskriterium eine Note zu erteilen. 

Das "Notentotal" ist die Summe der Noten aus den sieben Beurteilungskri-

terien.  

6.3 Beim Beurteilungskriterium "Gesamteindruck, Struktur, Relevanz" er-

teilte die Qualitätssicherungskommission die Note 3 (Bewertung vom 

24. März 2023). Als Begründung führte sie aus, dass eine Kapitelüber-

schrift im Fallbericht der Beschwerdeführerin nicht den formellen Vorgaben 

entspreche. Zudem seien die Vorgaben bezüglich des Zitierens nicht ein-

gehalten worden. Im Übrigen seien die formellen Vorgaben grösstenteils 

erfüllt. Die Bepunktung dieses Beurteilungskriteriums berücksichtige aller-

dings neben den formellen Vorgaben auch den Gesamteindruck der Arbeit, 

deren Strukturaufbau und ob die relevanten Themen von den Kandidaten 

erarbeitet worden seien. Die Fallarbeit der Beschwerdeführerin wirke 

selbstverfasst, allerdings sei sie ohne Struktur und tiefgründigere Gedan-

ken. Alle Themen seien oberflächlich und verallgemeinert. In Bezug auf die 

Struktur würden Absätze und Themen vermischt. Das mache es etwas um-

ständlich im Verständnis. Die Darstellung in gewissen Tabellen sei unüber-

sichtlich, das heisst, zusammenhängende Texte in verschiedenen Spalten 

seien nicht auf derselben Höhe. Orthographie, Satzbildung und Recht-

schreibung entsprächen nicht dem tertiären Niveau: der Fallbericht weise 

Schreibfehler, grammatikalische Defizite und falsch verwendete Wörter 

auf. Im vorinstanzlichen Verfahren (Duplik) vertrat die Qualitätssicherungs-

kommission auch einmal die Auffassung, dass ab dem Kapitel 5.1 eine Än-

derung des Schreibstils ersichtlich sei, was darauf hindeute, dass der Text 

nicht von der Beschwerdeführerin verfasst worden sei. 

B-4173/2024 

Seite 15 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass ihr Fallbericht die formellen 

Vorgaben grösstenteils erfülle, nämlich 10 von 11 Vorgaben. In der Bewer-

tung sei dies aber nicht angemessen berücksichtigt worden sei. Die Quali-

tätssicherungskommission habe nur die Diskrepanzen erläutert. Dies lasse 

darauf schliessen, dass die positiven Aspekte nicht in die Bewertung ein-

geflossen seien. Die Qualitätssicherungskommission kritisiere, dass Ortho-

graphie und Satzbildung nicht dem tertiären Niveau entsprächen und di-

verse Fehler enthalten seien, ohne dies nachvollziehbar zu begründen. Im 

Übrigen entspreche das Format des Titels von Kapitel 5.1 durchaus der 

offiziell zur Verfügung gestellten Vorlage. Es sei daher treuwidrig, einen 

Abzug gestützt auf einen Formatfehler in der offiziellen Vorlage vorzuneh-

men. Ausserdem sei der Verdacht des Plagierens, den die Erstinstanz ge-

äussert habe, in die ungenügende Bewertung der Prüfungsleistung einge-

flossen. Auf eine willkürliche Bewertung weise auch der Umstand hin, dass 

die neue Korrektur durch das QSK-Mitglied bei den Beurteilungskriterien 

"Gesamteindruck, Struktur, Relevanz" sowie "Einleitung" zu einer um einen 

Notenpunkt tieferen Note geführt habe. Dies entspreche einer reformatio 

in peius. Beim Beurteilungskriterium "Gesamteindruck, Struktur, Relevanz" 

sei eine Korrektur der Note auf mindestens die Note 5 vorzunehmen.  

Die Vorinstanz führt aus, dass der Plagiatsvorwurf für sich allein juristisch 

irrelevant sei, wenn er nicht substantiiert und nachweisbar sei. Solange 

kein eindeutiger Beweis dafür vorliege, könne dieser Verdacht nicht als zu-

sätzliche Begründung für die Notengebung herangezogen werden. Ent-

scheidend sei die ursprünglich dokumentierte Begründung der Benotung. 

Alle Aspekte, die zur Notenfindung beigetragen hätten, müssten klar und 

detailliert dargestellt sein. Werde der Verdacht des Plagiats erst später in 

der Duplik erwähnt, sei dieser Aspekt nicht Teil der ursprünglichen Ent-

scheidfindung und somit irrelevant für die spätere Bewertung durch die Vor- 

instanz. Im vorliegenden Fall habe der nachträglich geäusserte Plagiats-

verdacht bei der ursprünglichen Notenfindung keine Rolle gespielt und sei 

daher auch für die Vorinstanz nicht von Bedeutung gewesen. Mit der neuen 

Korrektur durch die Qualitätssicherungskommission habe sich nichts an 

der Notenverfügung geändert. Es sei lediglich die Begründung des negati-

ven Prüfungsentscheides geändert worden, was im Rechtsmittelverfahren 

grundsätzlich zulässig sei, soweit sich die Änderung auf sachliche Argu-

mente stütze.  

6.3.1 Das Verbot der reformatio in peius besagt, dass im Verfahren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht die angefochtene Verfügung zuungunsten einer 

Partei nur geändert werden darf, soweit diese Bundesrecht verletzt oder 

B-4173/2024 

Seite 16 

auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des Sachverhaltes 

beruht oder im Fall der Änderung zugunsten einer Gegenpartei (Art. 62 

Abs. 1 und 2 VwVG), und nur, nachdem der Beschwerdeführer über die 

Absicht einer derartigen reformatio in peius in Kenntnis gesetzt wurde, da-

mit er die Gelegenheit zur Gegenäusserung und zu einem allfälligen Be-

schwerderückzug erhalten hat (vgl. Art. 62 Abs. 3 VwVG). Ob eine refor-

matio in peius vorliegt, beurteilt sich alleine aufgrund des Dispositivs des 

vorinstanzlichen Entscheids. Auf dessen Begründung kommt es dagegen 

nicht an (Urteil des BGer 2C_985/2020 vom 5. November 2021 E. 3.2; vgl. 

THOMAS HÄBERLI, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar Ver-

waltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, N. 10 zu Art. 62 VwVG).  

Wie bereits dargelegt, gilt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesge-

richts und des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich nur das Prüfungs-

ergebnis selbst, das heisst der Entscheid über das Bestehen oder Nicht-

bestehen der Prüfung, als Streitgegenstand. Einzelne Fachnoten stellen 

demgegenüber in der Regel nur Begründungselemente dar, die nicht selb-

ständig angefochten werden können (vgl. E. 1). Was für Fachnoten gilt, gilt 

natürlich auch für die Anzahl der in einem Prüfungsteil erreichten Punkte 

beziehungsweise der "Noten" für die einzelnen Kriterien, anhand derer die 

Note für einen Prüfungsteil ermittelt wird. Diese haben daher keinen Dis-

positivcharakter.  

Wenn die Prüfungskommission im Kontext der Nachkontrolle durch ihre 

Experten zum Schluss kommt, richtigerweise sei die Leistung der Be-

schwerdeführerin unter einzelnen Beurteilungskriterien sogar niedriger zu 

bewerten als anlässlich der ursprünglichen Bewertung, so handelt es sich 

daher nicht um eine reformatio in peius und die Frage, ob die Vorausset-

zungen dafür gegeben seien, stellt sich nicht. 

6.3.2 Die formellen Vorgaben, die beim Verfassen des Fallberichts im 

Herbst 2022 zu berücksichtigen waren, sind in der "Anleitung zum Prü-

fungsteil C 'Fallbericht und Fachgespräch' der eidgenössischen Berufsprü-

fung zum medizinischen Masseur / zur medizinischen Masseurin" der QSK 

vom Februar 2021 (nachfolgend: Anleitung) aufgelistet. Diese Anleitung lag 

der Beschwerdeführerin beim Verfassen des Fallberichts vor, was unbe-

stritten ist. Der Fallbericht der Beschwerdeführerin entspricht unzweifelhaft 

nicht vollumfänglich den formellen Vorgaben. Gemäss Anleitung sind etwa 

Zitate in einer bestimmten Art aufzuführen. Im vorliegenden Fall enthält der 

Text des Fallberichts allerdings überhaupt keine Zitate und Quellenver-

weise. Einzig die Literaturliste am Ende des Fallberichts deutet darauf hin, 

B-4173/2024 

Seite 17 

dass gewisse Quellen herangezogen worden sein sollen. Es ist daher 

nachvollziehbar, dass die Qualitätssicherungskommission bezüglich Zitate 

einen Abzug vorgenommen hat. In der Literaturliste sind vier eher unspe-

zifische Internetseiten, ein populärwissenschaftliches Buch, nicht näher 

bezeichnete "Skripte" einer Fachschule und ein Lehrbuch über Massage 

aufgelistet. Mit Blick auf diese quantitativ und qualitativ eher limitierte Aus-

wahl an Quellen ist es nachvollziehbar, dass die Qualitätssicherungskom-

mission hinsichtlich des Gesamteindrucks ausführte, alle Themen seien 

sehr oberflächlich und verallgemeinert abgehandelt worden. Des Weiteren 

enthält der Fallbericht zahlreiche Syntax- und Orthographiefehler, zum Bei-

spiel "Die Gewebeverschieblichkeit wurde besser, was hat mir ermöglicht 

mit tieferen Strukturen arbeiten zu beginnen, stärkere Reize zu setzen, 

wodurch Hyperämie und Stoffwechsel beeinflusst wurden, und als Ergeb-

nis Schmerz- und Muskelhypertonus Linderung." oder "Mit der LDT wäre 

es möglich gegen Steifheit in der Digi manus IV-V der rechten Extremitäten 

wirken.". Es ist daher nachvollziehbar, dass die Qualitätssicherungskom-

mission bezüglich der Sprache einen Punkteabzug vorgenommen hat. 

Nachvollziehbar ist auch die Beanstandung einer unübersichtlichen Dar-

stellung in gewissen Tabellen und der diesbezügliche Abzug, weil das Ver-

ständnis dadurch erschwert wird. Der erst im Verlauf des vorinstanzlichen 

Verfahrens geäusserte Verdacht der Qualitätssicherungskommission, die 

Arbeit sei teilweise nicht selbstverfasst beziehungsweise es sei teilweise 

ChatGPT zu Hilfe genommen worden, ist angesichts der auffallenden 

Wechselhaftigkeit des sprachlichen Niveaus verständlich. Diese Frage 

kann indessen offenbleiben, da die Qualitätssicherungskommission den 

Punkt nicht aus diesem Grund abgezogen hat.  

6.3.3 Die beanstandeten Mängel (Fehlen von Quellennachweisen, Syntax- 

und Orthographiefehler, unzureichende Übersichtlichkeit in Tabellen) be-

treffen Aspekte, denen im Rahmen einer schriftlichen Abschlussarbeit auf 

der Tertiärstufe durchaus eine Bedeutung zugemessen werden kann. Bei 

der Frage, wie einzelne Aspekte einer Prüfungsaufgabe gewichtet werden, 

kommt den Prüfungsexperten praxisgemäss Ermessen zu (vgl. E. 6.1). Die 

Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen die Begründungen der Qua-

litätssicherungskommission hingegen nicht in dem Masse zu entkräften, 

dass im Sinne der dargelegten Rechtsprechung festzustellen wäre, es lä-

gen offensichtliche Bewertungsfehler vor bzw. es seien in der Prüfung ein-

deutig zu hohe Erwartungen an die Kandidaten gestellt worden (vgl. 

E. 5.1). Indem sie im Wesentlichen behauptet, die formellen Vorgaben 

grösstenteils eingehalten zu haben, hält sie den festgestellten Mängeln in 

den übrigen beurteilten Bereichen nichts Konkretes entgegen. Aus den 

B-4173/2024 

Seite 18 

Stellungnahmen, die sie ins Recht gelegt hat, lässt sich auch nichts Wei-

terführendes entnehmen. Insbesondere zeigen diese Stellungnahmen 

nicht schlüssig auf, dass die verlangte Note 5, oder höher, angebracht 

wäre. Die Erteilung einer ungenügenden Note beim Beurteilungskriterium 

"Gesamteindruck, Struktur, Relevanz" erscheint vielmehr nachvollziehbar. 

Unter Berücksichtigung des Ermessensspielraums, der der Qualitätssiche-

rungskommission zukommt, ist die Note 3 nicht zu beanstanden. 

6.4 Beim Beurteilungskriterium "Einleitung" erteilte die Qualitätssiche-

rungskommission die Note 2. Zur Begründung legte sie dar, dass es sich 

beim behandelten Patienten um einen guten alten Freund der Beschwer-

deführerin mit derselben Herkunft gehandelt habe und das Krankheitsbild 

somit nicht direkt gewählt worden sei. Diese Person habe sich zur Verfü-

gung gestellt und sichergestellt, dass neun Behandlungen hätten gemacht 

werden können. Die Patientengeschichte sei nicht erläutert worden. Eine 

Vorstellung des Themas sei nicht erfolgt. Der Aufbau der Arbeit sei nicht 

erläutert worden. Im Vorwort fehle die Patientengeschichte im Zusammen-

hang mit der Frage, wie es zum betreffenden Krankheitsbild kommen 

könne. Zudem seien nur einige Ursachen genannt worden bei der Themen-

vorstellung. Es gebe keine Erläuterungen über Struktur und Ablauf der Pro-

zessarbeit. In Bezug auf die theoretische Auseinandersetzung seien meh-

rere Themen erwähnt worden, allerdings habe eine theoretische, spezifi-

sche Auseinandersetzung nicht stattgefunden. Zudem fehlten jegliche Er-

läuterungen zu den Themen Physik, Chemie, Biochemie, Zytologie, Histo-

logie, Bewegungsapparat, Ergonomie der Bewegung, Anatomie des Bewe-

gungsapparates, Physiologie des Bewegungsapparates, Pathologie des 

Bewegungsapparates, Herz und Gefässsystem, endokrines System, Ner-

vensystem und Pharmakologie.  

Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, es spreche nichts dagegen, 

dass der für die Behandlung ausgewählte Patient nicht auch behandelt 

werden dürfe. Aufgrund der "Corona Zeit" habe sie sich zu Recht abgesi-

chert, um die neun vorgesehenen Behandlungen durchführen zu können. 

In den Vorgaben zum Fallbericht stehe nirgends, dass das Ziel der Arbeit, 

der Aufbau der Arbeit, die Struktur und der Ablauf der Prozessarbeit doku-

mentiert werden müssten. Dementsprechend dürfe man das auch nicht be-

werten. Eine Patientengeschichte werde im Vorwort ebenfalls nicht ver-

langt und gehöre in den subjektiven Befund. In der Mustervorlage zum Fall-

bericht stehe im Untertitel betreffend die theoretische Auseinandersetzung 

ein "etc.". Es sei allerdings nicht ersichtlich, was unter diesem "etc." hätte 

geschrieben werden müssen. Zudem fehle eine Differenzierung, was 

B-4173/2024 

Seite 19 

genau in Bezug auf die theoretische Auseinandersetzung nicht stattgefun-

den haben soll. Die Expertin der QSK habe ein ganzes Schulungspro-

gramm ohne einen Bezug zum gewählten Thema der Oberarmschmerzen 

aufgeführt. Die Note 2 heisse schwach und sehr viele Fehler. Die Expertin 

der QSK habe viel zu wenige Fehler erläutert und keine Begründung ab-

gegeben, die eine solche Note rechtfertigen würde. Das Geschriebene 

weise keine Fehler auf. Zwar hätte noch mehr Vertiefung mit Hilfe von Res-

sourcen wie Internet oder Bücher zur vorgefundenen Pathologie erwartet 

werden können, und es fehlten auch Ausführungen zur Epidemiologie. Für 

das Kapitel "Einleitung" sei die Note 4-5 gerechtfertigt. 

6.4.1 Gemäss Anleitung zum Prüfungsteil C beinhaltet das Kapitel 1 fol-

gende Inhalte:  

1. Einleitung 

1.1 Vorwort (Begründen Sie die Wahl dieses klinischen Falles) 

1.2 Theoretische Auseinandersetzung zum klinischen Fall (Pathophysiologie, 

Ätiologie, Epidemiologie etc.) 

6.4.2 Aus dem Vorwort der Beschwerdeführerin geht nicht hervor, aus wel-

chen fachlichen Überlegungen sie den betreffenden klinischen Fall (Ober-

armschmerzen) ausgewählt hat, um ihn im Rahmen eines Fallberichts zu 

präsentieren. Es wird einzig beschrieben, dass sie die zu behandelnde Per-

son bereits gekannt habe. Die Kritik der Qualitätssicherungskommission, 

es fehle an einer (fachlich motivierten) Begründung für die Auswahl des 

klinischen Falles, ist daher nachvollziehbar.  

Im Unterkapitel "Theoretische Auseinandersetzung zum klinischen Fall" 

beschreibt die Beschwerdeführerin verschiedene Gründe, die zu Oberarm-

schmerzen führen können. Dieser Inhalt liesse sich inhaltlich der Ätiologie 

zuordnen. Zur Pathophysiologie und zur Epidemiologie enthält der Fallbe-

richt keine Angaben und erst recht keine theoretische Auseinandersetzung. 

Ebenso wenig enthält er eine theoretische Auseinandersetzung zu weite-

ren Fachgebieten. Aufgrund des Titels des Unterkapitels 1.2 musste die 

Beschwerdeführerin jedoch wissen, dass die theoretische Auseinanderset-

zung zumindest die Fachgebiete Pathophysiologie, Ätiologie und Epidemi-

ologie hätte umfassen müssen. Da im vorliegenden Fallbericht die im Ka-

pitel "Einleitung" vorgesehenen Inhalte entweder gänzlich fehlen (Patho-

physiologie, Epidemiologie, andere Fachgebiete) oder bloss oberflächlich 

abgefasst wurden (Ätiologie) sind die inhaltlichen Lücken offensichtlich. Die 

B-4173/2024 

Seite 20 

Begründung der Qualitätssicherungskommission, dass im Kapitel 1.2 eine 

theoretische Auseinandersetzung fehle, ist daher nachvollziehbar.  

6.4.3 In Anbetracht dieser inhaltlichen Lücken im Kapitel "Einleitung" ist die 

Erteilung der ungenügenden Note 2 nicht zu beanstanden.  

6.5 Die Qualitätssicherungskommission bewertete das Kapitel "Befunder-

hebung und Interpretation" mit der Note 3. Zur Begründung führte sie aus, 

dass hinsichtlich der Vorsichtsmassnahmen die Einnahme von Schmerz-

mitteln nicht beachtet worden sei. Kontraindikationen seien ausgeschlos-

sen worden, ohne zu erwähnen welche. Bei der Schmerzanamnese sei die 

Feststellung nicht korrekt, dass keine Entzündung vorliege. Zur Geschichte 

und zum klinischen Verlauf sei nicht geschrieben worden, wann die Prob-

lematik im Bereich der LWS begonnen habe. Ein Tumor der Gallenblase 

sei ohne ärztliche Untersuchung ausgeschlossen worden. Es seien keine 

Zusammenhänge zu Arthrose, Gelenkfehlstellungen und Überbelastung 

Rotatorenmanschette gemacht worden. Gedanken zu einer Kompression 

Plexus Brachialis, Kompression der Gefässe, "Dystress", Überbelastung 

seien nicht detailliert erläutert worden. Bei der Funktionsprüfung seien 

keine messbaren Werte für eine saubere Kontrolle der objektiven Verlaufs-

zeichen verwendet worden. Beim Body-Chart gebe es keine Legende für 

die verwendeten Bezeichnungen und es seien keine "BGM-Zonen" einge-

zeichnet. Ebenfalls nicht eingezeichnet seien: "Protraktion RE in Sagittal-

ebene", "Latflex / Rotation RE Kopf", "Muskulatur vom Arm in der Seiten-

ansicht" sowie Ausstrahlungen und Ödeme. 

Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, im Kapitel 3.1 ihres Fallbe-

richts sei vermerkt, dass der Patient keine Medikamente mehr einnehme. 

Demnach sei seine Schmerzwahrnehmung während der Therapiezeit nicht 

unterdrückt gewesen. Folglich hätten die Medikamente nicht berücksichtigt 

werden müssen. Im Übrigen seien die Vorsichtsmassnahmen korrekt do-

kumentiert worden. Kontraindikationen müssten im Befund zum Patienten 

nicht erwähnt werden, wenn keine vorhanden seien. Allgemeine Kontrain-

dikationen, die nicht auf den Patienten bezogen seien, könne man unter 

Kapitel 3.1 dokumentieren. Die Bemerkung im Fallbericht, es liege keine 

Entzündung vor, weil ohne Nachtschmerz, könne gelten gelassen werden, 

weil Entzündungen in der Nacht Schmerzen meldeten. Es sei bloss eine 

Hypothese und keine Diagnose. Der Patient habe während der Anamnese 

keine Organbeschwerden erwähnt, sodass man einen Tumor der Gallen-

blase ausschliessen könne. Sie habe ihm empfohlen, eine Kontrolle beim 

Arzt in Anspruch zu nehmen, was eine gute Beratung sei. Die 

B-4173/2024 

Seite 21 

beanstandeten Zusammenhänge zu Arthrose, Gelenkfehlstellungen, Über-

belastung etc. gehörten unter die Differentialdiagnostik und lägen im Kom-

petenzbereich eines Orthopäden und nicht eines medizinischen Masseurs. 

Das Gleiche betreffe auch Nerven- und Gefässkompressionen. Kompres-

sionen von Nerven und Gefässen müssten schnellstmöglich abgeklärt wer-

den. Es gebe keine Fehler im subjektiven Befund zu primären Beschwer-

den, zum aktuellen Zustand, zu sekundären Beschwerden, zum allgemei-

nen Zustand und zum sozialen Umfeld, da zu diesen Themen keine Be-

gründungen vorhanden seien. Zur objektiven Anamnese habe die Be-

schwerdeführerin durchaus Messungen gemacht mit +/++/+++. Es seien 

Zeichen, die in der Schule gelernt würden. Goniometer sei bei der OdA MM 

dagegen nur ein Wahlfach, sodass die Benutzung dieses Instruments nicht 

verlangt werden könne. Die Wegleitung der Erstinstanz vom 28. Oktober 

2020 führe eine Tabelle mit Beispielen für Messungen auf, in der ebenfalls 

Klassifikationen wie +++ aufgeführt seien. Dies zeige, dass die von der Be-

schwerdeführerin angewendeten Markierungen den offiziell anerkannten 

Standards der Prüfungskommission entsprächen. Es habe keine Hinweise 

gegeben, dass die Kennzeichnungen +/++/+++ nicht mehr akzeptiert wür-

den oder durch alternative Verfahren ersetzt werden müssten. Die Inspek-

tion und Palpation wiesen keine Fehler auf. Im Body-Chart müsse nur das 

Wesentliche eingezeichnet werden, da es sonst nicht mehr übersichtlich 

sei. Die BGM habe sie nur miteinbezogen, um Gewebeverklebungen zu 

lösen und nicht zur Organregulation, sodass die BGM-Zonen im Body-

Chart nicht eingezeichnet werden müssten. Die Kopfbewegungen müssten 

nicht eingezeichnet werden, weil diese bei der Funktionsprüfung dokumen-

tiert seien. Was mit Ausstrahlungen gemeint sei, sei nicht ersichtlich. Der 

Patient habe laut objektivem Befund keine Ödeme, sodass man auch 

nichts einzeichnen könne. Die Arbeitshypothesen wiesen keine Fehler auf. 

Das Kapitel verdiene die Note 5. 

6.5.1 Das Kapitel 2 enthält gemäss Anleitung folgende Inhalte:  

2. Befunderhebung und Interpretation 

2.1 Anamnese und Beschreibung der klinischen Symptome (Standarddoku-

ment OdA MM) 

2.2 Interpretation der Symptome, Formulierung der Hypothesen vor der klini-

schen Untersuchung 

2.3 Klinische Untersuchung, Inspektion, Palpation und klinische Tests (Stan-

darddokument OdA MM) 

2.4 Arbeitshypothese nach der klinischen Untersuchung 

B-4173/2024 

Seite 22 

6.5.2 Im Kapitel 2.1 des Fallberichts wird in einer Tabelle unter dem Begriff 

"Medikamente" festgehalten, dass der Patient zwei Schmerzmittel an-

wende. Da im Kapitel "2 Befunderhebung und Interpretation" die Medika-

mente sonst nicht mehr erwähnt werden, wird der Leser bei der Lektüre 

dieses Kapitels davon ausgehen, dass die Schmerzmedikation wie be-

schrieben stattgefunden hat. Erst im Kapitel "3 Massnahmenkonzept" wird 

erwähnt, dass der Patient nach der ersten Behandlung keine Medikamente 

mehr einnehme. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Qualitätssi-

cherungskommission im Kapitel 2 eine unzureichende Beachtung der Me-

dikamente moniert hat. Die Kontraindikationen hat die Beschwerdeführerin 

im Kapitel 2 äusserst kurz abgehandelt ("KI – keine"). Die betreffende Be-

merkung der Qualitätssicherungskommission ist daher nachvollziehbar. Im 

Kapitel "2 Befunderhebung und Interpretation" hat die Beschwerdeführerin 

notiert, dass der Patient keine Nachtschmerzen habe, sodass der Entzün-

dungsfaktor ausgeschlossen werden könne. Dass die Qualitätssicherungs-

kommission diese Begründung nicht als schlüssig erachtet, ist nachvoll-

ziehbar. Was die Beschwerdeführerin zur Differentialdiagnostik vorbringt, 

ist ohne irgendeinen Nachweis, sodass nicht näher darauf einzugehen ist. 

Ob die Anwendung messbarer Werte nur im Rahmen eines Wahlfaches 

erlernt werden kann, wie die Beschwerdeführerin behauptet, ist unerheb-

lich, denn die eidgenössische Berufsprüfung ist keine Schulprüfung und 

der Inhalt allfällig besuchter Vorbereitungskurse bindet die Prüfungsexper-

ten in ihrer Bewertung nicht (vgl. Urteile des BVGer B-4393/2022 vom 

4. Juni 2024 E. 4.4; B-3564/2013 vom 7. August 2014 E. 5.1; B-241/2013 

vom 22. April 2013 E. 4.6 m.w.H.). Die Beschwerdeführerin hat jedenfalls 

nicht widerlegt, dass es auch messbare Werte geben würde, die eine Kon-

trolle der objektiven Verlaufszeichen erlauben würden. Ihr Hinweis auf die 

Wegleitung 2020 verfängt auch nicht, da für die Prüfung im Herbst 2022 

die Wegleitung vom März 2022 einschlägig ist – und nicht jene aus dem 

Jahr 2020. Daher ist es nicht zu beanstanden, dass die Qualitätssiche-

rungskommission für das Fehlen messbarer Werte einen Punkteabzug vor-

genommen hat. Schliesslich geht aus dem Fallbericht hervor, dass die 

Body-Charts in der Seitenansicht nicht ausgefüllt worden sind und eine Le-

gende nicht vorhanden ist. Es ist daher nachvollziehbar, dass diese Mängel 

durch die Qualitätssicherungskommission beanstandet worden sind.  

6.5.3 Indem die Beschwerdeführerin hauptsächlich behauptet, die eigene 

Lösung sei richtig und die Auffassung der Prüfungskommission sei falsch, 

kommt sie ihrer Substantiierungslast nicht nach (vgl. hiervor E. 5.1). Ange-

sichts der diversen Unzulänglichkeiten, auf die die Qualitätssicherungs-

kommission hingewiesen hat, ist die Bewertung des Kapitels 

B-4173/2024 

Seite 23 

"2 Befunderhebung und Interpretation" mit der ungenügenden Note 3 nicht 

zu beanstanden.  

6.6 Das Kapitel "3 Massnahmenkonzept" beurteilte die Qualitätssiche-

rungskommission mit der Note 4. Diese Note ist nicht umstritten.  

6.7 Die Qualitätssicherungskommission bewertete das Kapitel "4 Behand-

lungsprotokoll" mit der Note 3. Zur Begründung legte sie dar, dass die In-

formationen zum Behandlungsort sehr grossflächig seien. Die Griffwahl 

und der Behandlungsort würden nicht erläutert. Es würden sehr viele ei-

gene Abkürzungen verwendet – was das Verständnis erschwere –, ohne 

eine Legende der Abkürzungen anzugeben.  

Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, es sei im Prüfungsdokument 

nicht erwähnt, dass die Griffwahl beschrieben werden müsse. Es fehle da-

mit an klar definierten Prüfungskriterien. Zudem sei die Bezeichnung "Be-

handlungsort" in den Prüfungsunterlagen unklar, weil der Prüfungskandidat 

nicht wissen könne, ob damit eine geographische Angabe gemeint sei. Die 

behandelten Körperregionen seien im Fallbericht beschrieben worden. 

Schliesslich müssten Fachleute und Experten mit Abkürzungen umgehen 

können. Für dieses Kapitel sei eine Note 5 gerechtfertigt. 

6.7.1 Das Kapitel 4 besteht laut Anleitung aus den folgenden Inhalten:  

4. Behandlungsprotokoll  

4.1 Listen Sie die einzelnen Behandlungsdaten in einem Kurzprotokoll auf (…) 

(siehe Standarddokument …) 

4.2 Detaillierte Beschreibung der ersten, fünften und letzten Behandlung (…) 

(siehe Standarddokument …) 

6.7.2 Es ist Sache der Prüfungsexperten zu beurteilen, welche Details ge-

nau zu einer fachgerecht ausgeführten detaillierten Beschreibung einer Be-

handlung gehören. Nur weil in der Anleitung nicht alle Details ausdrücklich 

aufgeführt sind, belegt dies noch nicht, dass sie für eine fachgerechte Be-

schreibung nicht erforderlich wären und die Prüfungsexperten offensicht-

lich zu hohe Anforderungen gestellt hatten, wenn sie Erläuterungen zur 

Griffwahl erwarteten und deren Fehlen beanstandeten. Des Weiteren be-

streitet die Beschwerdeführerin nicht, dass ihre Angaben zum Behand-

lungsort grossflächig beziehungsweise nicht genügend präzis waren. Die 

von der Qualitätssicherungskommission monierten Mängel sind insofern 

begründet und nachvollziehbar. Aktenkundig und unbestritten ist, dass im 

Fallbericht viele Abkürzungen verwendet werden und ein 

B-4173/2024 

Seite 24 

Abkürzungsverzeichnis nicht vorhanden ist. Dass ein Text mit vielen Abkür-

zungen und ohne Abkürzungsverzeichnis weniger gut verständlich ist, ist 

nachvollziehbar. Es ist somit nachvollziehbar, dass die Prüfungsexperten 

das Fehlen eines Abkürzungsverzeichnisses in einer schriftlichen Ab-

schlussarbeit als Mangel betrachteten und dafür einen entsprechenden Ab-

zug vorgenommen haben. 

6.7.3 Angesichts der vorhandenen Unzulänglichkeiten ist die Bewertung 

des Kapitels "4 Behandlungsprotokoll" mit der ungenügenden Note 3 nicht 

zu beanstanden.  

6.8 Beim Beurteilungskriterium "4 Evaluation" erteilte die Qualitätssiche-

rungskommission die Note 2. Zur Begründung führte sie aus, dass der Fall-

bericht keine Erläuterungen zum Verbesserungspotential sowie zur Frage, 

was man anders hätte machen können, enthalte. Die eigene Handlung 

werde nicht hinterfragt. Es fehlten Gedanken zur Optimierung der eigenen 

Prozesssteuerung. Es werde nicht definiert, in welcher Beziehung die Be-

schwerdeführerin und der Patient gestanden seien, welche Punkte es in 

der Kommunikation zu bewältigen gegeben habe, wie die Zusammenarbeit 

mit dem Patienten gewesen sei, inwiefern der Kontakt zu diesem Patienten 

die eigene Entwicklung beeinflusst habe und wie der Patient auf Beratung 

und Kommunikationsformen reagiert habe. Eine Evaluation der interdiszip-

linären Zusammenarbeit in Bezug auf den konkreten Fall sei nicht vorge-

nommen werden. Auch die Evaluation anderer Therapiemöglichkeiten 

weise bestimmte Mängel auf. Bei der BGM werde etwa keine Begründung 

zur Zonenwahl gegeben und es werde ausser Acht gelassen, dass BGM 

eine reflektorische Methode sei. Ferner sei die Wahl der Kernensorte nicht 

begründet worden. Ausserdem sei die Wirkung von Moor nicht nur durch 

Wärme und Kälte, sondern auch durch dessen Inhaltsstoffe zu erläutern 

gewesen. 

Die Beschwerdeführerin führt aus, dass in der Vorlage für den Fallbericht 

im Titel "Ziele des Patienten" stehen sollte und nicht "Ziele des Therapeu-

ten", mithin die Aufgabenstellung völlig unklar sei. Sie habe die Ziele des 

Patienten dokumentiert und evaluiert, was erreicht oder nicht erreicht wor-

den sei. Die Erwartungen der Expertin betreffend Verbesserungspotential 

seien begründet, allerdings im Titel nirgends erwähnt und dürften daher 

auch nicht bewertet werden. Im Unterkapitel zur Evaluation der Prozess-

steuerung mit Hilfe der Befund- und Behandlungsdokumentation habe sie 

alles klar dokumentiert, was im Titel verlangt gewesen sei. Bei der Bewer-

tung der Beziehungsebene habe sie aus ihrer therapeutischen, 

B-4173/2024 

Seite 25 

empathischen Wahrnehmung die Therapie mit ihrem Patienten evaluiert. 

In diesem Unterkapitel hätte klarer definiert werden müssen, was die Prü-

fungskommission hier vom Prüfungskandidaten verlange. Es handle sich 

um subjektive Angaben, die sehr schwierig zu bewerten seien. Da sie wäh-

rend der Therapiezeit des Patienten keinen interdisziplinären Austausch 

gehabt habe, müsse sie diesen auch nicht dokumentieren. Bei den übrigen 

Begründungen der QSK zur interdisziplinären Zusammenarbeit könne man 

nicht darauf abstellen, da es subjektive und spekulative Hypothesen seien. 

Da der Patient keine Organbeschwerden gehabt habe, habe es keinen 

Grund gegeben, die Methode BGM für einen reflektorischen Zweck zu be-

nutzen. Schliesslich seien die Inhaltsstoffe der "Chriesisäckli" und der 

Moorpackungen in geschlossenen Packungen, sodass sie keine Wirkung 

mehr entfalten könnten. Es handle sich vielmehr um deren Anwendung als 

Wärmeträger. Dieses Kapitel wäre mit der Note 5 zu bewerten gewesen.  

6.8.1 Das Kapitel 5 enthält gemäss Anleitung folgende Inhalte:  

5. Evaluation 

5.1 Evaluation der erreichten oder nicht erreichten Ziele des Patienten sowie 

in Bezug zur klinischen Symptomatik  

5.2 Evaluation der Prozesssteuerung mit Hilfe der Befund- und Behandlungs-

dokumentation. 

5.3 Evaluation der Beziehungsebene zwischen Patient/Patientin und Thera-

peut/Therapeutin. 

5.4 Evaluation der interdisziplinären Zusammenarbeit und andere Therapie-

möglichkeiten 

6.8.2 Auch bezüglich dieses Kapitels gilt, dass der Umstand allein, dass in 

der Anleitung nicht alle Details ausdrücklich aufgeführt sind, nicht belegt, 

dass die Prüfungsexperten offensichtlich zu hohe Anforderungen gestellt 

haben, wenn sie diese Themen als notwendigen Bestandteil einer fachge-

rechten Evaluation ansehen. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die 

Qualitätssicherungskommission in diesem Unterkapitel Erläuterungen zum 

Verbesserungspotenzial und zu Handlungsalternativen sowie ein Hinterfra-

gen der eigenen Handlung erwartet hätte. Eine solche Evaluation hat die 

Beschwerdeführerin höchstens ansatzweise vorgenommen. In ihrem Fall-

bericht wird zwar beschrieben, inwieweit die kurz- und mittelfristigen Ziele 

des Patienten erreicht wurden (Unterkapitel 5.1). Eine Evaluation der er-

reichten Ziele ist allerdings bloss ansatzweise erkennbar. Unbestrittener-

massen fehlen Ausführungen zur Frage der Optimierung der eigenen Pro-

zesssteuerung (Unterkapitel 5.2). Da im Zusammenhang mit Prozessen 

B-4173/2024 

Seite 26 

Überlegungen zur (Prozess)Optimierung meist zentral sind, ist es nachvoll-

ziehbar, dass die Qualitätssicherungskommission das Fehlen einer dies-

bezüglichen Evaluation bemängelt hat. 

Die Beschwerdeführerin äussert sich in allgemeiner Weise zur Bedeutung 

der Beziehung zwischen einem Patienten und einem Therapeuten (Unter-

kapitel 5.3). Zum konkreten Fall führt sie bloss kurz aus, dass keine Kom-

munikationsprobleme bestanden hätten. Da sie diese Evaluation äusserst 

kurz abgehandelt hat, ist die Bemerkung der Qualitätssicherungskommis-

sion, dass verschiedene Angaben betreffend den konkreten Patienten fehl-

ten, nachvollziehbar.  

Zum Thema der interdisziplinären Zusammenarbeit (Unterkapitel 5.4) ent-

hält der Fallbericht keine Inhalte. Es ist daher nachvollziehbar, dass die 

Qualitätssicherungskommission festgestellt hat, es sei bezüglich interdis-

ziplinärer Zusammenarbeit keine Evaluation vorgenommen worden. Da die 

Mustervorlage zum Fallbericht ein Unterkapitel zur interdisziplinären Zu-

sammenarbeit enthält, wusste die Beschwerdeführerin, dass dieses 

Thema zu behandeln gewesen wäre. Wenn sie in der Beschwerde vor-

bringt, dass in ihrem Fall keine interdisziplinäre Zusammenarbeit stattge-

funden habe, lässt sich daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Als andere 

Therapiemöglichkeit nennt die Beschwerdeführerin unter anderem die Bin-

degewebsmassage (BGM). Aus der tabellarischen Übersicht, die sie in ihre 

Replik eingefügt hat, geht hervor, dass verschiedene BGM-Techniken eine 

unterschiedlich starke reflektorische Wirkung haben. Dieser Tabelle lässt 

sich – entgegen ihren Vorbringen – gerade nicht entnehmen, dass bei 

BGM-Techniken die reflektorische Wirkung kein bedeutender Aspekt wäre. 

Die entsprechende Bemerkung der Qualitätssicherungskommission ist da-

her nachvollziehbar.  

6.8.3 Da im Kapitel "5 Evaluation" in verschiedener Hinsicht eine Evalua-

tion zum konkreten klinischen Fall fehlt, ist nicht zu beanstanden, dass die 

Qualitätssicherungskommission die ungenügende Note 2 erteilt hat. 

6.9 Das Kapitel "6 Konsequenzen und Schlusswort" bewertete die Quali-

tätssicherungskommission mit der Note 2. Zur Begründung führte sie aus, 

es seien keine Erfahrungen und Situationen in Zusammenhang mit persön-

licher Weiterentwicklung und dem lebenslangen Lernen verwendet wor-

den. Das Schlusswort basiere auf allgemeinen Situationen eines Thera-

peuten und sei sehr oberflächlich verfasst. Es gebe Anregungen, was die 

Beschwerdeführerin machen wolle, allerdings ohne Fundament und 

B-4173/2024 

Seite 27 

Begründung. Aus Sicht der vorgegebenen Schritte des Handlungsmodells 

(IPRE's) aus der Wegleitung zur Prüfungsordnung hätten in der Erläute-

rung des Schlusswortes folgende IPRE's beachtet werden sollen: Quali-

tätssicherung, Pflege des beruflichen Umfeldes und lebenslanges Lernen. 

Die Beschwerdeführerin nehme im Schlusswort keinerlei Reflexion über ihr 

eigenes Tun und Handeln vor. Dasselbe gelte für den lst-Sollzustand des 

eigenen Kompetenzprofils. Diese Kriterien wiesen eine starke Relevanz in 

diesem Thema auf.  

In ihrer Stellungnahme beanstandet die Beschwerdeführerin, es sei nicht 

klar, was die OdA MM unter diesem Titel erwarte. Zudem sei nicht ersicht-

lich, was die QSK anhand ihrer Begründung meine. Um die Note 2 zu recht-

fertigen, brauche es viel mehr Begründung. Zwar hätte sie sich zu ihren 

Stärken und Schwächen äussern sollen, ansonsten weise der Inhalt dieses 

Kapitels aber keine Fehler auf.  

6.9.1 Gemäss Anleitung enthält das Kapitel 6 folgende Inhalte:  

6. Konsequenzen/Schlusswort 

6.1 Konsequenzen für die persönliche Weiterentwicklung im Sinne des lebens-

langen Lernens / Schlusswort." 

6.9.2 Die Beschwerdeführerin äussert sich im betreffenden Kapitel allge-

mein zu ihrer Bereitschaft, sich in Zukunft beruflich weiter zu entwickeln. 

Sie schildert indessen nicht, welche Konsequenzen sie diesbezüglich aus 

dem analysierten Fall gezogen hat. Im Zusammenhang mit der Berufsent-

wicklung und dem Wissens-Management listet die Wegleitung zur Prü-

fungsordnung die Aspekte Qualitätssicherung, Pflege des beruflichen Um-

feldes und lebenslanges Lernen auf. Es ist nicht ersichtlich, dass der Fall-

bericht der Beschwerdeführerin sich dazu differenziert äussern würde. Die 

Hinweise der Qualitätssicherungskommission auf die Unzulänglichkeiten 

dieses Kapitels sind daher nachvollziehbar. 

6.9.3 Die Note 2 ist daher nicht zu beanstanden.  

7.  

Die Beschwerdeführerin hat ihrer Beschwerde ein persönliches Schreiben 

beigelegt, in dem sie unter anderem ausführt, sich im Herbst 2022 zum 

Ablegen der Berufsprüfung entschlossen zu haben, obschon sie damals 

aus verschiedenen Gründen sehr belastet gewesen sei. Beim Verfassen 

des Fallberichts habe sie sich auf ihre schulische Erfahrung und auf die 

Vorlagen der OdA MM abgestützt, die aber keine klare Beschreibung der 

B-4173/2024 

Seite 28 

Anforderungen an die Kandidaten zu den von den Prüfern erwarteten Kri-

terien enthalten hätten. Vor 2022 habe die OdA MM keine Möglichkeit an-

geboten, die eigenen Fehler nachzuvollziehen, da die Kommentare wäh-

rend der Akteneinsicht gemacht worden seien und es keine Möglichkeit ge-

geben habe, Notizen oder Fotos zu machen. Des Weiteren sei sie seit 2011 

bei der EMR für verschiedene Massagetechniken anerkannt und habe in 

dieser Zeit ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in mehr als 5'200 Stunden Wei-

terbildung nachgewiesen. Den Prüfungsteil C habe sie aufgrund einer sub-

jektiven Beurteilung der Prüfer nicht bestanden. Die beiden Prüfer hätten 

ihre Prüfung gleich bewertet, ohne ihre Namen zu nennen. Sie sei die Ein-

zige in ihrer Gruppe, die eine solche Bewertung erhalten habe. Der klini-

sche Fall sei die einzige Prüfung, die sie in ihrem Leben nicht bestanden 

habe. Sie habe keine Möglichkeit, einen mit einer guten Note bewerteten 

Fallbericht zu lesen, um den Unterschied zu ihrem Fallbericht zu verstehen. 

Ausserdem gebe es keine Hinweise dafür, dass sie sich nicht erfolgreich 

auf das Verfassen des Fallberichts vorbereitet habe. Zwei Fallberichte, die 

sie in der Schule in den Jahren 2019 bis 2020 verfasst habe, seien im Ver-

gleich zur vorliegenden Berufsprüfung um mehr als zwei Noten höher be-

wertet worden. Sie habe damit gezeigt, dass sie in der Lage sei, qualitativ 

hochwertige Fallberichte zu erstellen. Der Umstand, dass sie in der Ver-

gangenheit wesentlich bessere Noten erhalten habe, werfe erhebliche 

Zweifel an der Objektivität und Fairness der Bewertung der Qualitätssiche-

rungskommission auf. 

Die Vorinstanz legt dar, dass erheblich besseren Noten, die in der Vergan-

genheit durch die Beschwerdeführerin erzielt worden seien, nicht berück-

sichtigt werden könnten. Massgeblich sei ausschliesslich die Bewertung 

der aktuellen Prüfung. Ausserdem sei die eidgenössische Berufsprüfung 

keine Schulprüfung und sie sei unabhängig von allfällig besuchten Vorbe-

reitungskursen durchzuführen. Die Beschwerdeführerin gehe daher fehl, 

wenn sie sich auf mangelnde Informationen bei den "Vorbereitungsunter-

lagen" berufe.  

Die Qualitätssicherungskommission führt aus, sie sei im Vorfeld der Prü-

fungen von der Beschwerdeführerin nicht darüber informiert worden, dass 

die Prüfungskandidatin unter einer hohen Belastung gestanden sei. Die 

Beschwerdeführerin sei nicht gezwungen gewesen, im Herbst 2022 an die 

Prüfung anzutreten. Bei den aufgelisteten Schulnoten fehlten die zugrun-

deliegenden zwei Fallberichte und es sei auch nicht bekannt, wer diese 

Noten vergeben habe. Es sei durchaus möglich, dass in der Schule ein 

B-4173/2024 

Seite 29 

Massstab mit deutlich reduzierterem Wissensstand gefordert gewesen sei 

als bei der eidgenössischen Prüfung.  

7.1 Die Beschwerdeführerin hat sich zum Zeitpunkt des Ablegens des Prü-

fungsteils C unbestrittenermassen nicht krankgemeldet. Dementsprechend 

war sie gesund und prüfungsfähig. Was sie aus der geltend gemachten 

damaligen Stresssituation zu ihren Gunsten ableiten will, ist nicht ersicht-

lich. Ausserdem ist unbestritten, dass ihr beim Verfassen des Fallberichts 

die Anleitung zum Prüfungsteil C der OdA MM zur Verfügung stand. Wo-

raus sie einen weitergehenden Anspruch auf Beschreibung der Anforde-

rungen ableiten will, führt sie nicht aus und ist auch nicht ersichtlich.  

7.2 Wie das Bundesverwaltungsgericht schon wiederholt entschieden hat, 

ist es Sache der Prüfungskandidatin, anlässlich der Prüfung zu zeigen, 

dass sie in ausreichendem Masse über die verlangten Kompetenzen ver-

fügt, beziehungsweise im Beschwerdeverfahren zu beweisen, dass ihre 

Leistung unterbewertet wurde. Prüfungsfremde Faktoren, wie etwa Arbeits-

zeugnisse oder Referenzschreiben, sind diesbezüglich grundsätzlich un-

beachtlich (Urteile des BVGer B-5731/2019 vom 31. August 2020 E. 4 

m.H.; B-4808/2021 vom 4. November 2022 E. 6). 

Auch im vorliegenden Fall können allfällig vorhandene Noten für absol-

vierte Schulprüfungen oder Weiterbildungskurse nicht berücksichtigt wer-

den, da es sich um prüfungsfremde Faktoren handelt.  

8.  

Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist daher 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

9.  

9.1 Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie sind mit Blick auf 

den Verfahrensaufwand und die Schwierigkeit der Streitsache auf 

Fr. 1'500.– festzusetzen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

9.2 Der unterliegenden Beschwerdeführerin steht keine Parteientschädi-

gung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE).  

B-4173/2024 

Seite 30 

10.  

Nach Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, 

SR 173.110) ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

an das Bundesgericht unzulässig gegen Entscheide über das Ergebnis von 

Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf den Ge-

bieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung. Unter die-

sen Ausschlussgrund fallen Prüfungsergebnisse im eigentlichen Sinn, aber 

auch alle anderen Entscheide, die sich auf eine Bewertung der intellektu-

ellen oder physischen Fähigkeiten oder die Eignung eines Kandidaten be-

ziehen (vgl. BGE 147 I 73 E. 1.2.1 und 138 II 42 E. 1.1, je m.w.H.). Wenn 

andere Entscheide im Zusammenhang mit einer Prüfung strittig sind, ins-

besondere solche organisatorischer oder verfahrensrechtlicher Natur, 

bleibt das Rechtsmittel zulässig (vgl. BGE 147 I 73 E. 1.2.1 m.w.H.; Urteil 

des BGer 2C_636/2024 vom 4. Juni 2025 E. 1.1). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 1'500.– festgesetzt und der Be-

schwerdeführerin auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe wird nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz, die Erstin-

stanz und an das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und 

Forschung WBF. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

B-4173/2024 

Seite 31 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Eva Schneeberger Daniela Steffen 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 82 

ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn die Be-

schwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 3. Oktober 2025 

 

  

B-4173/2024 

Seite 32 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtskurkunde) 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft,  

Bildung und Forschung WBF (Gerichtsurkunde)