# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c674518-fa9b-544d-ba3c-c963ad0a48e2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.08.2015 720 15 95 / 191 (720 2015 95 / 191)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-15-95---191_2015-08-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. August 2015 (720 15 95 / 191) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Abklärungen der IV-Stelle genügen sowohl betreffend medizinische Unterlagen als auch 

betreffend Haushaltsabklärung, daher Bestätigung der Viertelsrente und Abweisung der 

Beschwerde 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Barbara 
Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Marco Albrecht, Advo-
kat, Hauptstrasse 54, 4132 Muttenz 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. A.____ meldete sich am 14. September 2001 bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-
Stelle) unter Hinweis auf eine Schwerhörigkeit zum Leistungsbezug für Hilfsmittel an. In der 
Folge wurden der Versicherten mit Verfügungen vom 7. Mai 2002, 31. November 2004 und 2. 
April 2009 Kostenbeiträge für Hörgeräte zugesprochen. Mit Gesuch vom 10. Oktober 2007 mel-

 

 
 
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dete sie sich unter Hinweis auf eine Panikstörung erneut zum Leistungsbezug an und beantrag-
te Berufsberatung, Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit sowie Arbeitsvermittlung. Nach 
Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sowie nach Durchführung des 
Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle A.____ mit Verfügung vom 13. Dezember 2012 ab 
dem 1. Oktober 2010 eine Viertelsrente zu bei einem IV-Grad von 47 %. Die gegen diese Ver-
fügung von der Versicherten erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 27. Juni 2013 
gut und wies die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und zum Erlass einer neuen Verfügung 
an die IV-Stelle zurück. In der Folge veranlasste die IV-Stelle ergänzende Abklärungen. Nach 
Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 30. 
Januar 2015 ab dem 1. Oktober 2010 eine Viertelsrente zu bei einem IV-Grad von 40 %. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Marco Albrecht, mit Eingabe vom 5. 
März 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung vom 30. Januar 2015 sowie die Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwer-
degegnerin zur Neubeurteilung; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuch-
te sie um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung. In der Begründung wurden eine Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs sowie die ungenügende Abklärung des Sachverhalts gerügt. 
Zudem habe die Beschwerdegegnerin den invaliditätsbedingten Abzug falsch festgelegt. 
 
C. Mit Verfügung des instruierenden Präsidenten vom 13. April 2015 wurde der Be-
schwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung mit Advokat Marco 
Albrecht bewilligt. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 13. April 2015 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die Akten wird – soweit für die Entscheidung 
notwendig – in den Erwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde vom 5. März 2015 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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2.1 Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung ihres rechtlichen 
Gehörs, da ihr nicht die Möglichkeit eingeräumt worden sei, zu einem zentralen Element der 
Akten Stellung zu nehmen. Sie sei erst im Rahmen der Besprechung der Beschwerde mit ihrem 
Rechtsvertreter mit dem Haushaltsabklärungsbericht vom 29. April 2014 konfrontiert worden, 
welcher Basis der angefochtenen Verfügung gebildet habe. 
 
2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Dieses 
dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwir-
kungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person ein-
greift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung ein-
greifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die 
Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung we-
sentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 
wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 56 E. 2b, 127 III 578 E. 2c, 
126 V 130 E. 2a). Das Bundesgericht hat entschieden, dass sich aus dem Anspruch auf rechtli-
ches Gehör und den Mitwirkungsrechten im Verwaltungsverfahren keine Rechtspflicht auf Vor-
lage des Abklärungsberichtes zur Durchsicht und Unterschrift ableiten lasse. Es genüge, wenn 
der versicherten Person im Rahmen des Vorbescheidverfahrens (Art. 57a IVG) das volle Ak-
teneinsichtsrecht gewährt und ihr die Gelegenheit gegeben werde, sich zu den Ergebnissen der 
Abklärung im Haushalt zu äussern (Urteil des EVG vom 29. November 2002, I 572/01, E. 3 mit 
weiteren Hinweisen). 
 
2.3 Nach Zustellung des Vorbescheids beantragte Advokat Marco Albrecht die Einsicht-
nahme in die Verfahrensakten. Diesem Anliegen kam die Beschwerdegegnerin mit Schreiben 
vom 5. September 2014 nach (IV act. 119). Unter den Akten befand sich auch der Haushalts-
abklärungsbericht vom 29. April 2014 (Abklärung vom 3. April 2014; IV act. 111). Es ist der Be-
schwerdeführerin damit möglich gewesen, vor Einreichung des Einwands Einblick in die gesam-
ten Akten zu nehmen, um die entsprechenden Rügen begründen zu können. Eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs hat demgemäss nicht stattgefunden. 
 
3. Zwischen den Parteien ist in materieller Hinsicht umstritten, ob die Beschwerdegegne-
rin der Beschwerdeführerin zu Recht ab dem 1. Oktober 2010 eine Viertelsrente zugesprochen 
hat. 
 
4.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40 % invalid ist. Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich blei-
bende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Invalidität wird 
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit 
verursacht, wobei sie im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein 
kann (Art. 4 Abs. 1 IVG; Art. 3 und 4 ATSG). 
 

 

 
 
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4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommens-
vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-
ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; allgemeine Me-
thode des Einkommensvergleichs, BGE 104 V 136 E. 2a und b). 
 
4.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haus-
halt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, 
wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in 
welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betäti-
gungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 
 
4.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb 
des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 
ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für 
diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbs-
tätigkeit bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der 
Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemes-
sung; Art. 28a Abs. 3 IVG). 
 
5. Im Urteil vom 27. Juni 2013 prüfte das Kantonsgericht die Statusfrage und hielt fest, 
dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht von Oktober 2006 bis Juli 2008 
als ausschliesslich im Aufgabenbereich tätige Person eingestuft habe. Die Ermittlung des Inva-
liditätsgrads nach der spezifischen Methode, das heisst nach den Einschränkungen im Haus-
halt, sei korrekt gewesen. Weiter habe sie zu Recht ab August 2008 den Invaliditätsgrad nach 
der gemischten Methode ermittelt und sei gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin 
anlässlich der Haushaltsabklärung vom 4. Juli 2008 von einer Aufteilung 40 % Erwerb und 60 % 
Haushalt ausgegangen. Weiter kam das Kantonsgericht zum Schluss, dass auch für den Zeit-
raum ab dem 1. Oktober 2010 die Aufteilung von 20 % Haushalt und 80 % Erwerb korrekt er-
folgt sei. 
 
6.1 Im Zusammenhang mit der Ermittlung der Einschränkung im Erwerbsbereich ist zu-
nächst zu klären, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 
 
6.2.1 Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Be-
einträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Die ärztlichen Stellungnahmen bilden in diesem Zusammenhang eine 

 

 
 
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wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Er-
werbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem 
allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden 
Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur 
Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen 
der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
6.2.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes einer versicherten Person ist die 
rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen 
angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Im Weiteren ist 
es Aufgabe der Ärztin bzw. des Arztes, dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit 
Hinweisen).  
 
6.2.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
 
6.3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Bemessung der Arbeitsunfähigkeit im 
erwerblichen Bereich auf das Gutachten von Dr. med. B.____, Spezialarzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, vom 29. März 2008 und das Verlaufsgutachten von Dr. med. dipl.-psych. 
C.____, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 18. Februar 2011. Dr. B.____ diagnostizierte aus 
psychiatrischer Sicht nach ICD-10 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Panikstörung 
mit episodischer Agoraphobie (F41.0/F40.0), eine soziale Phobie (F40.1), sonstige phobische 
Störungen (Zug- und Tramphobie, F40.8) sowie eine somatoforme, autonome Funktionsstörung 
(F45.3) in Zusammenhang mit dem Paniksyndrom. In der Beurteilung der Beeinträchtigungen 
hält Dr. B.____ fest, dass die Versicherte vermindert belastbar und stressbelastungsfähig sei. 
Aufgrund der Ängste sei sie nicht in jedem Team und an jedem Arbeitsplatz einsetzbar. Wegen 
der Tram- und Zugphobie brauche sie deutlich länger, um ins Geschäft zu gelangen. Ihre Fä-
higkeit zu telefonieren sei erschwert, aber nicht unmöglich. Am besten wäre es, wenn sie im 
rückwärtigen Raum für sich selbst arbeiten könnte, ohne zu viele interpersonelle Kontakte, das 
heisst ohne Schalterkontakte und häufige Kundentelefone. Sie sei auch verlangsamt und epi-
sodisch umständlich, erschwert flexibel, weshalb sie auf die heutigen wechselhaften und stres-

 

 
 
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sigen Arbeitsumstände nicht adäquat reagieren könne. Ihre Konzentrationsfähigkeit sei durch 
die psychiatrische Gesamterkrankung eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht sei sie in ihrer 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit im kaufmännischen Bereich noch 50 % arbeitsfähig. Eine Bürotä-
tigkeit mit den erwähnten Einschränkungen könne ihr noch vier Stunden täglich zugemutet wer-
den. Dies gelte seit dem Jahr 2003. Als selbständige Kosmetikerin wäre die Versicherte noch 
täglich sechs Stunden, ohne Verminderung des Rendements, arbeitsfähig. 
 
Dr. C.____ hielt mit Gutachten vom 18. Februar 2011 fest, dass die Beschwerdeführerin mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gemäss ICD-10 an einer gemischten Angststörung mit 
spezifischen Phobien, dissoziativen Zuständen, Zwangssymptomen und paroxysmalen Ängsten 
(F41.3) sowie einer rezidivierend depressiven Störung, gegenwärtig leichtgradig ausgeprägt 
(F33.01), leide. In Bezug auf die Leistungsfähigkeit hält Dr. C.____ fest, dass diese auf der psy-
chisch geistigen Ebene durch die Angststörung und eine deutliche Verunsicherung, Irritierbar-
keit, intermittierend innere Unruhe und ein Vermeidungsverhalten gemindert werde. Auf der 
körperlichen Ebene bestehe eine vermehrte Erschöpfbarkeit, geringere Belastbarkeit und psy-
chosomatische Belastung. Im Hinblick auf die soziale Interaktion sei die Versicherte vor allem 
durch die Angst vor der Angst und dem entsprechenden Vermeidungsverhalten eingeschränkt. 
Aufgrund der langjährigen chronifizierten Angststörung und der rezidivierend depressiven Stö-
rung vor dem Hintergrund akzentuierter Persönlichkeitszüge liege zum Untersuchungszeitpunkt 
aus psychiatrischer Sicht in einer angepassten, ruhigen, stressarmen Tätigkeit (z.B. als Kosme-
tikerin) eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit vor. In der angestammten Tätigkeit als Sachbearbeiterin 
bestehe aktuell eine 70 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Das Störungsbild zeige einen rezidivierenden 
aber auch schleichend progredienten chronifizierenden Verlauf, ohne dass in den letzten Jah-
ren eine nachhaltige Verbesserung eingetreten sei. Im Vergleich mit der Begutachtung durch 
Dr. B.____ im Jahre 2008 habe sich die Befundlage angesichts einer zunehmenden Erschöp-
fung der Bewältigungsmöglichkeit weiter verschlechtert. Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit sei 
auf Mai 2009 festzusetzen. Für die Zeit bis Mai 2009 sei die Einschätzung von Dr. B.____ vom 
29. März 2008 aus psychiatrischer Sicht nachvollziehbar. 
 
6.3.2 Mit Urteil vom 27. Juni 2013 stellte das Kantonsgericht fest, dass auf die Beurteilungen 
von Dr. B.____ und Dr. C.____ grundsätzlich abgestellt werden könne. Unklar sei einzig, ob die 
Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als kaufmännische Angestellte eine Ar-
beitsfähigkeit von 50 % verwirklichen könne. Diesbezüglich sei von Dr. C.____ eine präzi-
sierende Stellungnahme einzuholen. Insbesondere sei abzuklären, ob der Beschwerdeführerin 
eine Tätigkeit im Umfang von 50 % in einem Backoffice zugemutet werden könne. In der Folge 
nahm die Beschwerdegegnerin die entsprechende Rückfrage bei Dr. C.____ vor. Mit Schreiben 
vom 18. Juni 2014 hielt Dr. C.____ fest, dass der Versicherten eine ruhige, stressarme, ange-
passte Tätigkeit auch als Sachbearbeiterin in einem „back office“ zumutbar sei (IV act. 113). 
Optimal wäre die Möglichkeit, alleine zu arbeiten oder in einem kleinen Mitarbeiterstab, unter 
Vermeidung von Kundenkontakten oder der Teilnahme an Sitzungen sowie Telefondienst. 
 
6.3.3 In den Akten sind keine ärztlichen Berichte vorhanden, die eine wesentliche Verände-
rung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin seit der Untersuchung durch Dr. 
C.____ im Jahr 2011 belegen würden. Die Beschwerdeführerin macht auch keine neuen medi-

 

 
 
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zinischen Beschwerden, Befunde oder Diagnosen geltend, die darauf hindeuten würden, dass 
Dr. C.____ nicht alle medizinischen Befunde bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit berück-
sichtigt hätte (vgl. Stellungnahme von Dr. med. D.____, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, Regionaler ärztlicher Dienst beider Basel, IV act. 124). Aus diesem Grund besteht kein 
Anlass, an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. C.____ zu zweifeln, auch wenn des-
sen klinische Untersuchung schon längere Zeit zurückliegt. Es erscheint schlüssig und nach-
vollziehbar, wenn er in Anbetracht der Diagnosen einer Angststörung und einer leichtgradigen 
Depression davon ausgeht, dass die Beschwerdeführerin in einem Backoffice als kaufmänni-
sche Angestellte in einem Pensum von 50 % arbeiten könnte. Zudem zieht Dr. C.____ aus der 
von der Beschwerdeführerin bestrittenen Aussage betreffend ihre Fähigkeit, wieder Tram fahren 
zu können, keine direkten Schlüsse auf die Arbeitsfähigkeit. Er erwähnt diesen Umstand ledig-
lich im Zusammenhang mit der Mobilität der Beschwerdeführerin. Unter diesen Umständen er-
scheint es nicht als notwendig, dass der Gutachter die Beschwerdeführerin nochmals persön-
lich untersucht; eine Verlaufsbegutachtung erachtete das Kantonsgericht mit Urteil vom 27. Juni 
2013 ohnehin nicht als notwendig. 
 
6.4 Gestützt auf die Beurteilungen von Dr. B.____ und von Dr. C.____ ist davon auszuge-
hen, dass der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gemischten Angststörung und der rezidivie-
rend depressiven Störung, die gegenwärtig leichtgradig ausgeprägt ist, aus psychiatrischer 
Sicht die Ausübung einer angepassten, ruhigen, stressarmen Tätigkeit (z.B. als Kosmetikerin 
oder auch in der angestammten Tätigkeit als kaufmännische Angestellte) zu 50 % zugemutet 
werden kann. 
 
7.1 Zu prüfen ist, wie sich die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit auf die Erwerbsfähigkeit 
auswirkt. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie die Restarbeitsfähigkeit von 50 % als 
kaufmännische Angestellte gar nicht mehr wirtschaftlich verwerten könne. 
 
7.2 Im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei der Bestimmung des trotz gesundheitlicher 
Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens darf nicht von realitätsfremden 
Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann dort nicht von einer Arbeitsge-
legenheit gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form mög-
lich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht 
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich und das Finden 
einer entsprechenden Stelle daher zum vorneherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des 
Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 9C_854/2008, E. 2.1; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) hält von seiner Struktur her einen Fächer verschie-
denartiger Stellen offen, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intel-
lektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 
E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung 
noch im Rahmen der der versicherten Person auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen 
stehenden Möglichkeiten der Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit dürfen von ihr Vorkehren 
verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gege-
benheiten des Einzelfalles nicht zumutbar sind (vgl. BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Es 
geht bei dieser Beurteilung um die Einschätzung der Chancen der versicherten Person, trotz 

 

 
 
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der im Einzelfall einzuhaltenden Restriktionen bezüglich Arbeitsplatz, Arbeitshaltung, Arbeitszeit 
und Art der Tätigkeit von einem durchschnittlichen Arbeitgeber noch angestellt zu werden, das 
heisst um die für die versicherte Person realistischerweise noch vorhandenen oder nicht mehr 
vorhandenen Arbeitsmarktchancen (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 
9C_854/2008, E. 3.2). 
 
7.3 Ausgehend von diesen Grundsätzen kann nicht von einem IV-rechtlich erheblichen 
fehlenden Zugang der Beschwerdeführerin zum Arbeitsmarkt im Sinne des Art. 16 ATSG ge-
sprochen werden. Die Einschränkungen, die die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Erkrankung 
erleidet, bestehen gemäss gutachterlicher Einschätzung im Erfordernis eines reduzierten Pen-
sums, einer stressarmen, ruhigen Arbeitsumgebung sowie einer Tätigkeit, die sie alleine oder in 
einem kleinen Mitarbeiterstab und unter Vermeidung von Kundenkontakten, der Teilnahme an 
Sitzungen sowie Telefondienst ausüben könnte. Diese Einschränkungen reduzieren zwar die 
Möglichkeiten der Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt, lassen aber eine Verwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit nicht völlig unrealistisch erscheinen. 
 
8.1 Es bleibt die Prüfung der Einbusse im erwerblichen Bereich. Wie bereits in Erwägung 
4.2 hiervor dargestellt, wird diese durch einen Einkommensvergleich ermittelt.  
 
8.2 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 30. Januar 2015 für 
den Erwerbsteil den erforderlichen Einkommensvergleich vorgenommen. Nachdem sich aus 
den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
durch das Gericht eine andere Einschätzung vorzunehmen wäre und die konkrete Berechnung 
des Valideneinkommens und des Invalideneinkommens anhand der Tabellenlöhne der Schwei-
zerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) von der Beschwerdefüh-
rerin auch nicht bestritten worden ist, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit der 
Berechnung der Vergleichseinkommen (LSE für das Jahr 2008 resp. 2010, Tabelle TA7, Sektor 
23, andere kaufmännische administrative Tätigkeiten, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes 3, 
Spalte Frauen). Es kann diesbezüglich grundsätzlich vollumfänglich auf die entsprechenden 
Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 
Für die Zeitspanne ab August 2008 ist somit bei einem 40 % Pensum als kaufmännische Ange-
stellte von einem Valideneinkommen von Fr. 28‘255.-- und für die Zeit ab Oktober 2010 bei ei-
nem 80 %-Pensum von einem Valideneinkommen von Fr. 57‘866.-- auszugehen. 
 
8.3.1 Bezüglich des Invalideneinkommens ist die Beschwerdegegnerin von einem leidens-
bedingten Abzug in der Höhe von 15 % ausgegangen. Die Beschwerdeführerin beantragt, es 
sei ihr ein höherer leidensbedingter Abzug zuzuerkennen. 
 
8.3.2 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswer-
ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll 
der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art 
und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie 
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 
E. 3b/aa) und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfä-

 

 
 
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higkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerbli-
chem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 75 E. 5b/aa). Der Abzug soll aber nicht automatisch 
erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 
gesamthaft zu schätzen und darf 25% nicht übersteigen (BGE 126 V 75 E. 5b/bb-cc, 134 V 322 
E. 5.2). Bei der Überprüfung soll die kontrollierende richterliche Behörde nicht ihr Ermessen an 
die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzen. Hingegen ist zu beurteilen, ob der zu überprüfende 
Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allge-
meinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise an-
ders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung der Vorinstanz eingegriffen wer-
den, muss sich die richterliche Behörde demnach auf Gegebenheiten abstützen können, die 
eine abweichende Ermessensausübung als näher liegend erscheinen lassen (BGE 126 V 81 
E. 6 mit Hinweis; Entscheid des EVG vom 25. Juli 2005, U 420/04, E. 2.3). 
 
8.3.3 Mit Blick auf die Einschränkungen der Beschwerdeführerin – ruhige, stressarme, ange-
passte Tätigkeit, Möglichkeit, alleine zu arbeiten oder in einem kleinen Team, unter Vermeidung 
von Kundenkontakt oder Teilnahme an Sitzungen sowie Telefondienst – erscheint ein Abzug 
von 15 % als angemessen. Soweit die Beschwerdegegnerin ab August 2008 ein Invalidenein-
kommen von Fr. 24‘017.-- und ab Oktober 2010 ein Invalideneinkommen von Fr. 30‘963.-- be-
rechnet hat, ist dies somit korrekt erfolgt. Für die konkrete Berechnung wird auf die angefochte-
ne Verfügung verwiesen. 
 
8.4 Stellt man die Valideneinkommen von Fr. 28‘255.-- (ab August 2008) bzw. Fr. 57‘866.-- 
(ab Oktober 2010), den Invalideneinkommen von Fr. 24‘017.-- (ab August 2008) bzw. 
Fr. 30‘963.-- (ab Oktober 2010) gegenüber, resultieren IV-Grade von ungewichtet 14.99 % (ab 
August 2008) und von 46.49 % (ab Oktober 2010). 
 
9.1 Streitig sind zudem die Einschränkungen im Haushaltsbereich. Die Beschwerdegegne-
rin geht davon aus, dass der ungewichtete IV-Grad im Haushalt gemäss Abklärungsbericht vom 
23. Juli 2008 für die Zeit ab August 2008 18.45 % und gemäss Abklärungsbericht vom 29. April 
2014 für die Zeit ab Oktober 2010 15.60 % betrage. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, 
dass auf den Abklärungsbericht vom 29. April 2014 nicht abgestellt werden könne, weil die Ein-
schränkungen im Haushalt insbesondere in den Rubriken Ernährung und Wohnungspflege hö-
her anzusetzen seien. Die notwendige Mithilfe der Töchter und der Freundin der Beschwerde-
führerin sei massiv unterschätzt worden. 
 
9.2.1 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbereich bedarf es im Regelfall einer 
Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 
17. Januar 1961). Hinsichtlich des Beweiswertes des Abklärungsberichts sind – analog zur 
Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 134 V 232 E. 5.1) – verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen. Ein Haushaltsabklärungsbericht ist beweiskräftig, wenn er von 
einer qualifizierten Person verfasst wird, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhält-
nisse sowie der Beeinträchtigungen und Behinderungen hat, die sich aus den medizinischen 
Diagnosen ergeben. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wo-
bei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss 

 

 
 
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plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein 
sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (vgl. AHI 2003 
S. 218 E. 2.3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. April 2010, 9C_90/2010, E. 4.1.1.1). Das 
Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschrie-
benen Sinne darstellt, in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar feststellbare 
Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate (z.B. in-
folge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt steht als das im Be-
schwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2008, 
8C_107/2008, E. 3.2.1 mit Hinweisen; BGE 128 V 93 f. E. 4). 
 
9.2.2 Im Abklärungsbericht vom 29. April 2014 hielt der zuständige Sachbearbeiter nach 
Durchführung der Befragung und der Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche eine Ein-
schränkung von 15.60 % fest. Im Sinne von ergänzenden Bemerkungen hält er fest, dass sich 
die psychische Verfassung gemäss Aussage der Versicherten seit dem Wechsel zum neuen 
Psychiater verbessert habe. Sie habe mit seiner Hilfe wieder gelernt, die öffentlichen Verkehrs-
mittel benützen zu können. Die prozentuale Gewichtung im Bereich der Ernährung sei von 28 % 
auf 38 % erhöht worden. Im Bericht vom 17. Mai 2011 seien im Total 10 % zu wenig eingesetzt 
worden. Die geringfügig geringere aktuelle Einschränkung gegenüber der Abklärung vom 4. Juli 
2008 erkläre sich dadurch, dass die Versicherte nun vom Ehemann getrennt lebe, was sich po-
sitiv auf die psychische Verfassung auswirke. Auch die regelmässigen Sitzungen beim neuen 
Psychiater hätten zur gesundheitlichen Verbesserung beigetragen. Zudem seien die Töchter 
heute wesentlich älter und weniger unterstützungsbedürftig. Die ältere 13-jährige Tochter könne 
die Versicherte sogar im Haushalt und bei der Betreuung der jüngeren Tochter unterstützen. 
 
9.2.3 Mit Stellungnahme vom 18. Juni 2014 hält Dr. C.____ fest, dass die im neuen Haus-
haltsabklärungsbericht dargestellten Beeinträchtigungen aus psychiatrischer Sicht nachvoll-
ziehbar seien. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Haushaltstätigkeit der Versicherten die 
Möglichkeit gebe, alleine zu arbeiten, sie aber im Bedarfsfall auch Unterstützung suchen könne. 
Sie könne die Pausengestaltung selbst bestimmen und Arbeiten auch einmal aufschieben. Es 
sei dabei zu berücksichtigen, dass sich die diagnostizierte Angststörung im häuslichen Umfeld 
als vermeintlich sicherer Ort weit weniger auswirken dürfte als in fremden Umgebungen bzw. 
unter anderen Menschen. Die zum Gutachtenszeitpunkt diagnostizierte leichtgradige Depressi-
on könne eine erhebliche Einschränkung in der Haushaltsführung medizinisch nicht begründen. 
 
9.2.4 Mit Stellungnahme vom 29. September 2014 (IV act. 123) hielt der Sachbearbeiter fest, 
dass der Versicherten im Gutachten sowie in der ergänzenden Stellungnahme zum Gutachten 
in einer ruhigen und stressarmen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert werde. Dies 
zeige, dass die Versicherte durchaus noch über ansprechende Ressourcen verfüge. Betreffend 
die Arbeitsfähigkeit sei festzuhalten, dass die einschränkenden Faktoren hauptsächlich stress-
bedingte Faktoren seien, welche bei Tätigkeiten ausser Haus in der freien Marktwirtschaft zum 
Tragen kommen würden. Bei den Haushaltsarbeiten in den eigenen vier Wänden könne bei 
freier Zeiteinteilung, wie dies der Versicherten möglich sei, kaum Stress entstehen. Auch eine 
körperliche und geistige Erschöpfung könne in diesem Zusammenhang nur schwer erklärt wer-

 

 
 
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den. Auch kämen die immer wieder ausgeführten Schwierigkeiten bei der Benützung des öffent-
lichen Verkehrs bei der Verrichtung der Hausarbeiten nicht zum Tragen. Es gebe keine neuen 
Anhaltspunkte, weshalb die am 3. April 2014 ermittelte Einschränkung im Haushalt nicht den 
tatsächlichen Gegebenheiten entspreche. 
 
9.2.5 Mit Urteil vom 27. Juni 2013 hielt das Kantonsgericht fest, dass im neuen Abklärungs-
bericht eine konkrete Auseinandersetzung mit der Schadenminderungspflicht der Versicherten 
vorgenommen werden müsse. Anschliessend sei der Haushaltsabklärungsbericht Dr. C.____ 
zur Stellungnahme zu unterbreiten. Der Arzt habe konkret dazu Stellung zu nehmen, ob die im 
Haushaltsbericht geschilderten Fähigkeiten mit dem Krankheitsbild zu vereinbaren seien. Ins-
besondere habe er sich dazu zu äussern, ob die Verlangsamung, die durch die psychischen 
Beeinträchtigungen bestehe, während der Normalarbeitszeit aufgefangen werden könne. 
 
9.3 Die Beschwerdegegnerin hat die notwendigen Schritte veranlasst. Aus dem Haus-
haltsbericht geht nun deutlich hervor, wo und in welchem Umfang der Sachbearbeiter die Hilfe 
der Freundin und der Töchter berücksichtigt hat. Aus ärztlicher Sicht beantwortet Dr. C.____ 
klar, dass die festgestellten Einschränkungen im Haushalt nachvollziehbar seien. In Berücksich-
tigung der medizinischen Befunde und des allgemeinen Funktionsniveaus sind keine Hinweise 
ersichtlich, dass der Beschwerdeführerin nicht der grössere Anteil der im Dreipersonenhaushalt 
anfallenden Haushaltsarbeiten zugemutet werden könnten. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis 
besteht bei der Bewältigung des eigenen Haushalts in der Regel mehr Spielraum und Flexibilität 
für die Einteilung sowie die Ausführung der Arbeit als im Rahmen eines Anstellungsverhältnis-
ses. Mit häuslichen Aufgaben betraute Versicherte haben Verhaltensweisen zu entwickeln, wel-
che die Auswirkungen der Behinderung reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und 
unabhängige Erledigung der Haushaltsverrichtungen ermöglichen. Vermag die versicherte Per-
son wegen ihrer Beeinträchtigung gewisse Tätigkeiten lediglich noch mühsam und mit viel hö-
herem Zeitaufwand zu meistern, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit entsprechend gliedern, 
wobei sie die durch den gesundheitsbedingten Wegfall der erwerblichen Beschäftigung gewon-
nene Zeit auf die Aufgaben im Haushalt zu verwenden hat (Urteil des Bundesgerichts vom 11. 
Juli 2011, 8C_440/2011, E. 4.2 mit Hinweis). 
 
9.4 Somit ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die Einschränkung im 
Haushalt ab August 2008 gemäss Haushaltsbericht vom 23. Juli 2008 18.45 % und ab Oktober 
2010 gemäss Haushaltsbericht vom 29. April 2014 15.60 % beträgt. 
 
9.5 Gewichtet ist von Einschränkungen im Haushalt ab August 2008 im Umfang von 
11.07 % (18.45 % x 0.6) und ab Oktober 2010 von 3.12 % (15.60 % x 0.2) auszugehen. Wer-
den die IV-Grade für den Erwerbsbereich und für den Haushalt addiert, resultiert ab August 
2008 ein IV-Grad von 17 % (18.45 % x 0.6 + 14.99 % x 0.4) und ab Oktober 2010 von 40 % 
(15.60 % x 0.2 + 46.49 % x 0.8). Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht festgestellt, dass 
die Beschwerdeführerin ab Oktober 2010 Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Damit ist die an-
gefochtene Verfügung vom 30. Januar 2015 nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen. 
 

 

 
 
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10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende 
Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Der Beschwerdeführerin ist mit 
Verfügung vom 13. April 2015 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem 
Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 
 
10.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. Da der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter 
Advokat Marco Albrecht bewilligt worden ist, ist dieser für seine Bemühungen aus der Gerichts-
kasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte 
vom 17. November 2003 (in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar 
bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter der Beschwerde-
führerin hat in seiner Honorarnote vom 2. Juni 2015 für das vorliegende Verfahren einen Zeit-
aufwand von 7.25 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich 
stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind 
sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 22.--. Dem Rechtsvertreter ist 
somit ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘589.75 (7.25 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen 
von Fr. 22.-- + 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
10.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist.  
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘589.75 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 

 
 
 
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