# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3b20f84-278a-593c-9378-c8629707c37a
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-30
**Language:** de
**Title:** Aufhebung der befristeten Rente eines über 55-jährigen erst nach Abschluss der (gescheiterten) Eingliederungsmassnahmen bzw. nach dreimonatigem Taggeldbezug.
**Docket/Reference:** IV.2024.00592
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2024.00592.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2024.00592
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichter Sonderegger
Gerichtsschreiber Wyler
Urteil
vom
30. April 2025
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel
Christe
Christe
& Isler Rechtsanwälte
Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1965, arbeitete seit dem 1. Oktober 2013 als Decken
monteur bei der
Y.___ AG
(
Urk.
8/
1
7
). Am 17. August 2014 vertrat er sich beim Joggen den linken Fuss und verletzte sich dabei am oberen Sprunggelenk (OSG;
Urk.
8/
1
3
/58
+59
). Am 19. März 2015 (Eingangsdatum) meldete sich
X.___
wegen Beschwerden am linken Fuss und am rechten Knie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/
4
). Die IV-Stelle zog die Akten der zuständigen Unfallversicherung
,
der
Suva
,
bei
(
Urk.
8/1
3
und
Urk.
8/
21
-2
2
)
und nahm beruflich-erwerbliche und
medizinische Abklärungen vor. Vom 15. Dezember 2015 bis zum 19. Januar
2016 wurde der Versicherte in der Rehaklinik
Z.___
behandelt (
Urk.
8/
2
8
/147-169). Am 30. Mai 2016 teilte die IV-Stelle
dem Versicherten
mit,
dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien
(
Urk.
8/
2
5
). In der Folge zog die IV-Stelle weitere Akten der Suva
bei
(
Urk.
8/
2
6
,
Urk.
8/
2
8
-2
9
und
Urk.
8/
3
7-38
) und gab bei
der
A.___
Begutachtung
,
Universitätsspital
B.___
,
ein polydisziplinäres
(Allgemeine Innere
Medizin,
Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Rheumatologie)
Gutachten
in
Auftrag
(
Urk.
8/66)
, welches am 28. August 2018 erstattet wurde (
Urk.
8/
81
).
Mit
Vorbescheid vom 1
1.
Oktober 2018 stellte die IV-Stelle in Aussicht,
dem
Versicherten von September 2015 bis Ende Januar 2016 eine ganze
Invalidenrente auszurichten
(
Urk.
8/
8
9). Dagegen liess der Versicherte Einwand
erheben (
Urk.
8/
91
,
Urk.
8/
9
5
)
und einen Bericht von
lic.
phil.
C.___
, Neuropsychologin/Psychologin FSP, und
Dr.
med.
D.___
, Fachärztin für Neurologie, vom 3
0.
November 2018 einreichen (
Urk.
8/94). M
it Verfügung vom 17. September 2019
sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden
vom
1. September 2015 bis
am
31. Januar 2016 eine ganze Rente zu
(Urk. 8/105;
Urk.
8/101)
.
Dagegen erhob der Versicherte beim hiesigen Gericht Beschwerde und beantrag
t
e, es sei ihm ab
1.
September
2015 bis 3
0.
April 2016 und ab
1.
Juli 2017 eine ganze Invaliden
rente zuzusprechen, eventualiter se
i
die Sache zur Klärung des Rentenanspruchs ab Juli 2017 zu ergänzenden Abklärungen und zum Neuentscheid an die IV
Stelle zurückzuweisen (Urk.
8/106/3-9). Mit Urteil vom
1
6.
Oktober 2020 (
Urk.
8/108) hiess das hiesige Gericht die Beschwerde in dem Sinne gut, dass die angefochtene Verfügung vom 1
7.
September 2019 insoweit aufgehoben wurde, als darin ein Anspruch auf eine Rente über Januar 2016 hinaus verneint wurde, und es wurde festgestellt, dass der Beschwerdeführer vom
1.
September 2015 bis zum 3
1.
Mai 2016 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Weiteren
wurde
die
Sache an die IV-Stelle zurück
gewiesen
, damit sie von den Gutachtern de
r
A.___
eine Stellungnahme zu
m
Bericht von
lic.
phil.
C.___
und
Dr.
D.___
vom 3
0.
November 2018 einholt, falls nötig zusätzliche medizinische Abklärungen tätigt und danach über den Anspruch des Versichert
e
n auf
eine Rente nach April
2017 neu entscheide.
1.2
Mit Mitteilung vom 2
3.
März 2021 (
Urk.
8/118) teilte die IV-Stelle dem Versi
cherten mit, dass sie zur Klärung der Leistungsansprüche eine umfassende medi
zinische Verlaufs-Untersuchung als notwendig erachte.
S
ie beabsichtige, mit der Begutachtung
die
A.___
zu beauftragen. Der Versicherte erklärte sich mit der Begutachtung einverstanden (
Urk.
8/119), worauf die IV-Stelle bei
der
A.___
ein
polydisziplinäres (Neurologie, Psychiatrie, Neuropsychologie) Verlaufs-Gutachten in Auftrag gab (
Urk.
8/123), welches am 3
1.
Dezember 2021 erstattet wurde (
Urk.
8/138).
Mit Eingabe vom
4.
März 2022
(
Urk.
8/140)
liess der Versi
cherte der IV-Stelle einen Bericht von
Dr.
med.
E.___
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom gleichen Tag einreichen (Urk.
8/139).
Mit Mitteilung vom
1
4.
September 2022 gewährte
die IV-Stelle
dem Versicherten
für die Zeit vom 21. September 2022 bis 2
0.
Februar 2023
Beratung
und
Unterstüt
zung bei der Stellensuch
e
in Form von Arbeitsvermittlung Plus durch die
F.___ AG
(
Urk.
11/144)
.
Am 2
5.
November 2022 erteilte die IV-Stelle sodann Kosten
gutsprache für einen Arbeitsversuch
mit Betreuung durch die
F.___ AG
bei der
G.___
GmbH
vom
1.
Dezember 2022 bis 3
1.
Mai 2023
(
Urk.
8/147).
Für die Dauer des Arbeitsversuchs sprach die IV-Stelle dem Versi
cherten Taggelder zu
(
Urk.
8/148,
Urk.
8/152). Am 1
2.
Juni 2023 teilte die IV
Stelle mit, dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde (
Urk.
8/157).
In der Folge holte die IV-Stelle einen Bericht von
Dr.
med.
H.___
, Fachärztin für Physikalische Medizin, (
Urk.
8/159) ein und stellte mit Vorbescheid
vom 2
7.
Oktober 2023 in Aussicht, dem Versicherten ab
1.
April
2017 bis Ende
August 2021 eine befristete ganze
Invalidenrente
zuzusprechen (
Urk.
8/162).
Dagegen erhob der Versicherte unter Beilage eines Berichts von
dipl.
Arzt
I.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
6.
November 2023 (
Urk.
8/165) Einwand
(
Urk.
8/166). Am
3.
Mai
2024 erliess die IV-Stelle einen neuen Vorbe
scheid und stellte in Aussicht, dem Versicherten ab
1.
April 2017 bis Ende August 2021 eine befristete ganze Invalidenrente und ab Januar 2024 eine Rente von 25
%
einer ganzen Rente zuzusprechen (
Urk.
8/170).
Der Versicherte liess wiederum Einwand erheben (
Urk.
8/171,
Urk.
8/175) und einen Bericht
von
Dr.
med.
J.___
, Oberärztin i.V., und PD
Dr.
sc. nat.
K.___
, Schlafmedizin/
Somnologie
SGSSC, ESRS, vom Zentrum für Schlaf- und Stress
medizin der Klinik
L.___
einreichen (
Urk.
8/174). Mit Verfügung vom 1
9.
September 2024 sprach die IV
Stelle dem Versicherten
vom
1.
April 2017 bis Ende August 2021 eine ganze und ab Januar 2024 eine Rente in Höhe von 25
%
einer ganzen Invalidenrente zu (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 2
1.
Oktober 2024 Beschwerde erheben (
Urk.
1) und beantragen, es sei
ihm
über den 3
1.
August 2021 hinaus eine unbefristet
e
ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zur Klärung des Rentenanspruchs ab
1.
September 2021 und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
Dezember 2024 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
7.
Januar 2025 ange
zeigt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend den allgemeinen intertemporal-rechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Strittig und zu prüfen
ist, ob der Beschwerdeführer über den 3
1.
August 2021 hinaus Anspruch auf Rentenleistungen der Beschwerdegegnerin hat
.
In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist grundsätzlich die bis 3
1.
Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend
(vgl. aber E. 5.5)
, die im Folgenden – soweit nichts anderes vermerkt ist – jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs. 2 ATSG
).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG).
Nach der Rechtsprechung
sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invaliden
rente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhält
nisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän
derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
1.
4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das
heisst
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss
zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni
2021 E. 3.2, je
m.w.H
.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesent
lichen (
Urk.
2), dem Beschwerdeführer sei die bisherige Tätigkeit als Decken
monteur nicht mehr zumutbar. Im April 2017,
mithin dem Zeitpunkt, ab welchem ein Leistungsanspruch zu prüfen sei, sei der Beschwerdeführer auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Er habe daher ab April
2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Ab Juni 2021 habe sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers verbessert und
es habe
in einer angepassten Tätigkeit wieder eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Bei dieser 70%igen Arbeitsfähigkeit seien der erhöhte Pausenbedarf und das eingeschränkte Leistungsprofil bereits berücksichtigt. Ein Abzug vom Tabellenlohn
sei bei der Berechnung des
Invalideneinkommen
s
nicht zu berücksichtigen. Es ergebe sich so ein Invaliditätsgrad von unter 40
%
, weshalb der Beschwerdeführer ab September 2021 keinen Rentenanspruch mehr habe.
Aufgrund der geänderten Verordnung sei jedoch ab Januar 2024 ein Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
vorzunehmen. Unter Berücksichtigung dieses Abzugs resultiere ein Invaliditäts
grad von 40
%
, weshalb der Beschwerdeführer ab Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 25
%
einer ganzen Rente habe.
2.2
Der Beschwerdeführer liess dagegen im Wesentlichen einwenden (
Urk.
1), gestützt auf die verschiedenen Bericht
e
der behandelnden psychiatrischen Fachärzte sowie der aus dem Arbeitsversuch
gewonnen Erkenntnisse könne für die Beurteilung der A
r
beitsfäh
i
gkeit ab Mitte 2021 nicht auf das
A.___
-Gutachten vom 31.
Dezember 2021 abgestellt werden. So sei das psychiatrische Teilgutachten,
mit
welche
m
keine psychiatrischen Diagnosen gestellt
worden seien
, nicht nachvollzie
h
bar. Die darin geschilderten Befun
de
wie diverse Ängste, Niedergeschlagenheit, Rat- und Hilflosigkeit
,
deutliche Affektarmu
t
,
re
d
uzierte Sch
w
in
g
ungsfähigkeit
und
Lebensüberdruss-Gedanken spräche
n
klar für eine psychiatrische Di
a
gnose von Krankheitswert. Dass solche Symptome si
e
ben Jahre nach dem Unfallereignis von 2014
eine
normalpsychologische Reaktion auf körperliche Einschränkungen darstellen sollen, vermöge in keiner Weise zu über
zeugen. Stattdessen sei der f
r
üheren psychiatri
s
chen
Behandlerin
Dr.
E.___
zu folgen, welche bereits vor 2021 eine depressive Störung beschrieben gehabt habe. Sodann sei auch davon auszugehen, dass sich das psychiatrische Zustandsbild nach der gutachterlichen Untersuchung vom 1
3.
Juli 2021 deutlich verschlech
t
ert habe. Dies belegten die Berichte von
Dr.
E.___
vom
4.
März
2022 und von
dipl.
Arzt
I.___
vom 6.
November 202
3.
In di
e
sen Berichte
n
werde neu ein schweres depressives Zu
s
tands
bild
beschrieben und eine
entspre
chende Diagnose g
e
stellt. Dr.
E.___
habe dies in erster Linie auf einen Todesfall in
seiner
F
a
milie aufgrund von
Covid
und auf
s
eine eigene
Covid
-Erkrankung Ende 2021 zurückgeführt.
Dipl. Arzt
I.___
habe sich bei seiner Einschätzung in erster Linie auf die erfolg
l
os verlaufenen beruflichen Mas
s
nahmen, in welchen er
– der Beschwerdeführer -
trotz grosser Motivation keine im ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit habe präsentieren können, bezogen. Unter diesem Gesichtspunkt sei die Stellung
n
ahme des Psychiaters
M.___
vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD)
vom 29.
Februar 2024 nicht nachvollziehbar.
Dieser
habe sich auf den Standpunkt gestellt, dass in den Berichten vor und nach der Begutachtung derselbe medizinische Sachverhalt beschri
e
ben
werde
, dieser indessen im Vergleich zum Gutachten einfach anders beurteilt werde
. Dies treffe eindeutig nicht zu. Auch Dr.
E.___
habe in ihren Berichten vor der Begutachtung die somatischen B
e
schw
e
rden in de
n
Vor
der
grund
gestellt und die depressive Störung als damit zusammenhänge
nde
Begleit
erscheinung erachtet. In diesem Sinne habe sie die Arbe
i
ts
f
ähigkei
t
und P
ro
gnose von der Entwicklung der somatischen Beschwerden abhängig gemacht. Davon sei in den Bericht
e
n nach der Begutachtung nicht mehr die Rede. Seither werde ohne Berücksichtigung der somatischen Be
schwerden von einer depressiven Störung mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit und ungünstiger Prognose ausgegangen. Diese Einschätzung werde durch die Ergebnisse der beruflichen Abklärung eindeutig bestätigt.
Da im Zeitpunkt des Abschlusses der beruflichen Massnahmen wieder von einer
vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, bestehe über den 3
1.
Augu
s
t
2021 hinaus ununterbrochen und unbefristet Anspruch auf eine ganze Rente. Selbst im Falle einer verbes
s
erten A
r
beitsfäh
i
gkeit auf 70
%
ab Juli
2021 wäre die ganze Invalidenre
n
te zumindest bis zum Abschluss der beruflichen Massnahmen
auszurichten
.
Nachdem
die Verbesserung des Gesund
-
heitszustandes
gem
ä
ss Gutachten mit dem Zeitpunkt der neuro
-
psychologischen Untersuchung vom 2
1.
Ju
n
i 2021 eingetreten sein soll
, w
äre die Rente
auf jeden Fall frühestens
per Ende September 2021 aufzuheben.
3.
3.1
Im
A.___
-Gutachter vom 3
1.
Dezember 2021 (
Urk.
8/138)
werden die bis zur Begutachtung de
s
Beschwerdeführer
s
aktenkundig gewordenen medizinischen Berichte zusammengefasst (
Urk.
8
/1
38
/
1
5
ff.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden.
3.2
Die
A.___
-Gutachter hielten in ihrem Gutachten
vom 3
1.
Dezember 2021
(Urk.
8/138) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk.
8/138/6):
-
s
ymptomatische OSG-Arthrose links bei
-
Status nach rezidivierenden Traumata, zuletzt OS
G
-Distor
s
ion links am 1
7.
August 2014
-
Status nach OSG-Operation vor 9 Jahren
-
MRI
OSG links am 2
1.
Oktober 2014:
osteochondrale
Verletzung laterale
Talusschulter
, narbige Veränderungen im Bereich der medialen Bandstrukturen, knöcherne
osteophytäre
Veränderungen, leichte
syno
viale
Anreicherungen (unspez
i
fische
Synovitis
des OSG)
-
Arthro
-CT OSG links am 1
5.
Januar 2015:
osteochondrale
Läsion late
rale
Talus
s
chulter
mit Knorpeldefekt und intraartikulären Osteophyten; frühe OS
G
-Arthr
o
se mit Osteophyten-Kranz am Übergang der
Talus
schulter
/-nase und
Impingement
-
Status nach offener AMIC-Plastik laterale
Talusschulter
bei
osteo
chondraler
Läsion links,
8.
Mai 2015
-
2.
Juli 2015
Arthro
-CT OSG links: Status nach AMIC-Plastik an der lateralen
Talusschulter
mit entsprechenden Bohrlochkanälen; geringe Irregularitäten der
subchondralen
Grenzlamelle im Defektareal: der angrenzende Knorpel ist ausgedünnt und weist kleine Irregularitäten auf; unveränderte kleine Ossifikationen im medialen Bandapparat: ossäre Irregularitäten am medialen
Malleolus
; kleine
osteophytäre
Auszieh
u
ngen an der distalen Tibia sowie kleine Knorpelschäden an der anderen
tibialen
Gelenkfläche; geringe
talonavic
u
lar
e
Arthrose; keine degenerativen Veränderungen im USG und im
Lisfranc
-Gelenk
-
a
nteriore OSG-Arthroskopie links mit
Narbendébridement
und Abtragen
tibialer
sowie
talarer
Spur 1
2.
Februar 2016
-
p
ersistierende, anhaltende belastungsab
h
ängige Gelenkbesch
w
erden, DD protrahierter postoperativer Heilungsverlauf anamnestisch
-
Neurographie
Nervus
peroneus
superficial
i
s
am
7.
Juni
2016: elektro
physiologischer Ausschluss einer Neuropathie des
N.
peroneus
superficialis
,
DD unspezifische
Narbenallodynie
,
DD mögliches
neuro
pathisches Schmerzsyndrom
-
MRI OSG links 1
1.
Juli 2016: Soweit beurteilbar regelrechter Status nach AMIC-Plastik mit aufgefülltem
osteochondralen
Defekt, ausge
prägte narbige Verän
d
erungen des anterioren
fibulotalaren
Ligamentes sowie Ligamentum
deltoideum
, Längsriss der
Perone
u
s
brevis
-Sehne im Sinne eines Sehnensplits
-
S
tatus nach bildgesteuerter Steroidinfiltration OSG links am
7.
April
2016; 50%iges Therapieansprechen für zwei Wochen
-
Status nach
pontiner
Ischämie links paramedia
n
am
7.
April 2017
-
DD
mikroangiopathisch
(Abklärung/Behandlung im
N.___
)
-
a
namnestisch:
Visusverlust
beidseits für mehrere Minuten, Schwindel
-
k
linisch: Blickrichtungs
nystagmus, NIHSS bei Eintritt 1,
bei
Austritt 0
-
m
it persistierenden Post-
stroke
-Kopfschmerzen und
residuellem
unge
richtetem Schwindel
-
k
ardiovaskuläre Risikofaktoren: arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Adipositas
-
CCT nativ: keine Bl
u
tung, keine I
n
fa
r
ktdemarkation
-
cMRI
: Diffusionsrestriktion links paramedian im Pons mit Korrelat in der FLAIR-S
e
quenz
-
Doppelsonographie der hirnversorgenden Gef
ä
sse 1
0.
Apri
l
2017: leicht- bis mässiggradige Atheromatose der extrakraniellen hirnversor
genden G
e
f
ä
sse. Keine Flussbeschleuni
g
ung im
Posterio
r
stromgebiet
-
t
herapeutisch: ASS und
Plavix
ab
9.
April 2017, im Anschluss Mono
therapie mit
Plavi
x
, Atorvastatin 80 mg
-
a
ktuell leichtgradige neurokognitive Einschränkung
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter an (
Urk.
8/13/8/7):
-
Schulter-
Impingement
links
-
Bursiti
s
? (siehe
Arthro
-MRI der
O.___
-Klinik)
-
arterielle Hypertonie, Erstdiagnose April 2014
-
Status nach hypertensiver Krise zum Zeitpunkt des CVI April 2017
-
gute Einstellung gemäss Selbstmessungen
-
Verdacht auf Whitecoat Hypertonie
-
Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose Apri
l
2017
-
während drei Monaten Insulin und
Metformin
-
aktuell medikamentöse Behandlung mit
Metformin
plus Diät
-
aktuelles HbA1c 6,7
%
-
Status nach PF
O
-Verschluss mittels
Amplatzer
-Device 25 mm eines offenen
Foramen
ovale am 1
4.
Juli 2017
-
chronisches
lumpospondylogens
Schmerzsyndrom
-
aktuell beschwerdearm
-
myofasziale Beschwerden bei verkürzter ischiocruraler Muskulatur,
Biceps
femoris
link
s
, ga
s
trocnemius links
Als positive Ressource
des Beschwerdeführers
werde der gute Kontakt
zur
Mutter und zu Kollegen angesehen, welche
r
einer sozialen Isolation und einer weiteren Beschwerdefixation entgegenwirk
e
. Ebenfalls such
e
der Beschwerdeführer regel
mässig die ambulante fachpsychiatrische Behandlung auf, welche er als unter
stützend ansehe. Auch die verordnete Medikation werde von ihm akzeptiert und anlässlich der Untersuchung hätten die Spiegelbestimmung der Medikation einen therapeutischen Bereich ergeben. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer deut
liche Motivation bezüglich einer Re-Integration am Arbeitsplatz gezeigt. Es sei erkennbar gewesen, dass er sich Hilfestellung dahingehend wünsche, herauszu
finden, welche Tätigkeiten ihm noch möglich seien. Unter Berücksichtigung aller Informationen, Akten, Anamnese, klinische
n und
testpsychologische
n
Untersu
chungen
sowie
interdisziplinäre
r
Integration ergebe sich eine gute Gesamtkon
sistenz bezüglich diagnostischer Einordnung und Einschätzung der möglichen Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/138/8).
Schon mit der Einschätzung von
Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
P.___
, Facharzt
für Chirurgie, vom 2
5.
Oktober 2016 sei in der bisherigen Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert worden
.
Erst recht gelte die Einschätzung nach der erlittenen Pons-Ischämie im April 2017 aufgrund der verbliebenen Residuen, die
eine körperlich und koordinativ anspruchsvolle Tätigkeit und das Arbeiten in
absturzgefährdeten Positionen (Leitern, Gerüste) verunmögliche. Die Einschränkung sei bleibend. Die volle Arbeitsunfähigkeit gelte ab Unfalldatum (1
7.
August
2014) aufgrund der nachfolgenden sehr langen Behandlungsphase mit vielen operativen Revisionseingriffen (
Urk.
8/138/8).
Zu empfehlen seien Tätigkeiten, welche eine geringe Anforderung an die selbst
organisatorischen, planerischen Fähigkeiten erfordern, wobei mit Berücksichti
gung der Kopfschmerzsymptomatik von einem vermehrten Pausenbedarf auszu
gehen sei.
Ein schweres
zentral-vestibuläres Syndrom bestehe nicht (kein Nystagmus, keine gerichtete Fallneigung;
Urk.
8/138/73).
Die zentral-vestibuläre Störung führe
jedoch
dazu, dass keine körperlich und koordinativ anspruchs
-
vollen Tätigkeiten möglich seien. Das Steigen und Klettern auf Leitern und Gerüste sei aufgrund der Sturz- und Absturzgefahr nicht möglich. Ebenso seien vorwiegend gehende Tätigkeiten, insbesondere auf unebenem Gelände, auf Treppen und über längere Gehstrecken nicht geeignet. Die Steh- und Gehfäh
i
gkeit sei auch aufgrund der schmerzhaften OSG-Arthrose des linken Fusses (DD
chronisch neuropathisches Schmerzsyndrom) limitiert. Kürzere Stehzeiten und Gehstrecken seien möglich. Optimal leidensadaptie
r
te Tätigkeiten seien überwie
gend sitzende, körperlich leicht
e
bis (intermittierend
,
selten) mittel
-
schwere, wech
selbelastende Tätigkeiten. Im Bereich der Schulter seien 2018 leichte Einschränkungen festgestellt worden, Überkopfarbeiten mit dem linken Arm seien nicht möglich. Ebenso sei Heben mit dem linken Arm von über 5 kg nicht realisierbar. Eine Verbesserung sei hier erwarte
t worden
,
sei
jedoch angesichts der übrigen Limitierungen im Berufsfeld wohl nic
h
t von Rel
e
vanz, da solche Tätig
keiten (
Ü
berkopf
arbeiten
, grössere Hebebelastungen) in einer wie oben defi
nierten primär sitzen
d
en leichten Tätigkeit eher nicht vorkämen. Aktuell gingen sie integrativ von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit für eine optimal angepasste Tätigkeit. Die Einschränkung ergebe sich aufgrund der leichtgradigen kognitiven Def
i
zit
e
sowie einer allgemeinen Verlangsamun
g
und durch die Schmerzbelas
tung (Kopfschmerzen, OSG Schmerzen).
Insgesamt sei von einer vollen Arbeits
unfähigkeit nach der Fussverletzung links ab Unfalldatum bis
Fallabschluss durch die Suva im Oktober 2016, danach von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit, einer vollen Arbeitsunfäh
i
g
keit
für jede Tät
i
gkeit ab April 2017 und einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ab Datum des aktuellen Gutachtens auszu
gehen. Die volle Arbeitsunfähigkeit nach der Fussfraktur und durch den langwie
rigen Behandlun
g
sverl
a
uf
sei zunächst ausgewiesen gewesen
. Der Falla
b
schluss per Okt
o
ber 2016 könne aufgrund der Aktenlage nachvollzogen werden. Danach könne grun
d
sätzlich von einer Arbeitsfäh
i
gkeit in angepasstem Profil ausge
g
angen werden, wie dies im Wesentlichen durch die Suva formuliert und auch in ihrem
eigenen
Gutachten 2018 bestätigt wor
d
en sei. All
e
rdings gingen sie davon aus, dass eine 100%ige Arbeits
f
ä
hi
gkeit zu hoch sei und eine 70%ige Arbeitsfähigkeit aufgrund der Schmerzen und der neuropsychologischen Einsch
r
änkun
g
en adä
q
uat sei.
Nach dem Schlaganfall im April 2017 sei zunächst eine volle Arbe
i
tsunfähigkeit
ausgewiesen
gewesen
. Es
seien
weitere Abklärungen, kardiale Behandlungen und Rehabilitationsbehandlungen
er
folgt
. Auf die Beurteilung im Gutachten vom August 2018 habe nicht abgestützt werden können. Als Referenz müsse deshalb
auf die extern
e
und valide neuropsychologische Untersuchung vom 3
0.
November 2018 durch
lic.
phil.
C.___
und
Dr.
D.___
abgestellt werden.
Darin sei von einer mittelschweren Funktionsstörung
fronto
-limbischer Hirnareale mit Betonung der sprachdominanten Hemisphäre, passend zu den
residuellen
Auswirkungen der vaskulären Läsionen
pontin
und zerebellär und aggraviert durch eine zusätzliche affektpathologische Störung
,
ausgegangen und die Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt als nicht gegeben beurteilt worden.
Die aktuelle neuropsychologische Testung zeige gegenü
b
er der (externen) Vortestung im November 2018 eine klare Verbesserung. Aus psychiatrischer Sicht
würden keine Diagnosen mit Auswir
k
ung auf die A
r
beitsfäh
i
gkeit gestellt.
Die
neurokognitiven Rest-Symp
t
ome wie auch die persist
i
erende
n
Schwindelsym
p
tome seien folglic
h
primär als Restbeschwerden des erlittenen Infarkts zu werten. Bei nunmehr klar dokumentierter Verbesserung lasse sich anhand der Akten ein genauer Zeitpunkt, in dem diese Verbesserung
einge
-
treten
sei, nicht näher eingrenzen. Es müsse deshalb vom Zeitpunkt der aktuellen
Begutachtung ausgeg
ang
en werden unter Zugrundelegung einer fort
-
laufenden
Verbesserungsentwicklung und auch Verbesserung der zum Zeitpunkt November
2018 als au
s
geprägt beschri
e
benen affektiven Problematik, die so heute ebenfalls nicht mehr nachweisbar sei. Im Gutachten
von August
2018 sei eine Arbeitsfä
hig
k
eit von 80
%
für möglich erachtet und diese Einschr
ä
nkung
dort p
r
imär mit der Fussverlet
z
ung und den persist
i
erenden Schmerzen begründet worden. Zusät
z
l
i
ch (bezüglich der zeitlichen Belast
b
arkeit und Leistungsfähigkeit) zu berücksichtigen seien aktuell die neurokognitiven Einschränkungen und in primär qualitativer Hinsicht die neurolo
g
ischen Folgen des CVI von 201
7.
Sie gingen in der interdisziplinären Gesamtsicht von einer Gesamt-Arbeitsfähigkeit von 70
%
in optimal angepasstem Profil ab Datum des aktuellen Gutachtens aus (
Urk.
8/138/
8
-10)
.
Dem fachpsy
c
hiatrischen Teilgutachten ist zu entnehmen (
Urk.
8/138/87)
, im Vergleich zu Vorbegut
a
cht
ung a
us dem Jahr 2018 finde sich aus fachpsychiat
rischer Sicht keine relevante Veränderung der psychopathologischen Befunde. Beim Beschwe
r
deführer bestehe ein unspezi
fi
scher Symptomkomplex, bestehend aus einer Affektarmu
t
und reduzierter Schwin
g
ungsfähigkeit, der Angabe von Ängsten vor dem Hintergrund sein
e
r körperlichen Beschwerden, einer formalge
danklichen Verlangs
a
mung und Einengung auf die Defizite, Ein- und Durch
schlafstörungen und einer subjektiv als erheblich wahrgenommenen
Beein
-
trächti
g
ung
der Konz
e
ntrations- und Gedächt
n
isfäh
i
gkeit, welche sich in der ori
en
tierende
n
Überprüfung nicht abbilden liesse
n
. In der neuropsycho
-
logischen Begutachtung habe sich eine multifak
t
or
i
ell beding
t
e leichte kognitive Störun
g
gefunden. Aus fachpsychiatrischer Sicht werde diese Sym
p
tomatik als
unspezi
fi
sch und im Zusammenhang mit der körperliche
n
Erkrankung des
Beschwer
deführ
e
rs und der psychosozialen Belastung angesehen. Die Symptomatik lasse sich nicht in einer Di
a
gnose gemäss ICD-10 ätiologisch zusammenfassen. Insbe
s
o
ndere seien die Diagnosekriter
i
en für eine depressive Störung nicht erfüllt. Es habe sich weder eine stabile depressive Stimmungslage (vielmehr eine Affektarmu
t
) noch eine rel
e
vante Antriebsstörung oder ein expliziter Freud- und Interesse
ns
verlust gefunden.
3.3
Dr.
E.___
erklärte mit Bericht vom
4.
März 2022
(
Urk.
8/139)
,
bis jetzt sei keine grosse Veränderung des psychischen Zustandsbildes
erfolgt
. Der Beschwer
deführer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)
,
sowie verschiedenen körperlichen Beschwerden
(
kardiale Beschwerden, Diabetes mellitus
)
. Im Vorder
grund des psychische
n
Zustandsbilds stehe die depressive Symptomatik, welche sich durch Antriebslosigkeit, Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung, verminderte Aufmerksamkeit und Konzentration, reduzierte Aufnahmefähigkeit und Vergess
lichkeit manifestiere. Affektiv sei der Beschwerdeführer bedrückt und ängstlich. Ebenfalls zu erwähnen sei die Schlaflosigkeit, welche medikamentös kaum beein
flussbar sei. Mehrere Medikamenten-Umstellungen hätten nichts gebracht. Eine ambulante Psychotherapie sei monatlich erfolgt. Aktuell sei der Beschwerde
führer
schwer depressiv, im Herbst habe er einen Verwandten in seinem Heimatland an
Covid
verloren, was ihn in die Tiefe gezogen habe.
Der Beschwerdeführer selber habe im Dezember 2021
Covid
gehabt.
3.4
Mit Stellungnahme vom
3
0.
Mai
2022 (
Urk.
8/160/
5-6
) erklärte
RAD-Arzt
M.___
,
die von der
Behandlerin
bereits vor dem Gutachten genannte rezidi
vierende depressive Störung habe im Gutachten nicht bestätigt werden können. Die
Behandlerin
beurteile denselben medizinischen Sachverhalt anders. An der gutachterlichen Beurteilung könne festgehalten werden.
3.5
Dr.
H.___
hielt mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom
1
7.
Juli 2023 (Urk.
8/159) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest:
-
neuropathischer Schmerz Fuss links nach Distorsionstraum des OSG 2014
-
Status nach Arthroskopie mit
Narbendébridement
2016
-
Status nach offener Plastik laterale
Talusschulter
2017
-
chronische
s
Cervicovertebralsyndrom
bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule
-
c
hronisches
lumbospondylogenes
und rezidiv
i
erendes
lumboradikuläres
Reizsyndrom bei
Dis
k
usp
ro
trusion
L4/5
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die A
r
beitsfäh
i
gkeit nannte
Dr.
H.___
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
arterielle Hypertonie
-
Hy
p
ercholesterinämie
-
offenes
Forame
n
ovale
,
Status nach
P
FO-Verschluss 2017
-
Sta
t
us nach ischämischem Ponsinfarkt links 2017
-
Urolithiasis
-
reaktive Depress
i
on
Dr.
H.___
attest
i
erte dem Beschwerdeführer ab 2017 und bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit. Eine adaptierte Tätigkeit sei zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar
.
3.6
RAD-Arzt
M.___
erklärte mit Stellungnahme vom 3
1.
Juli 2023 zum Bericht von
Dr.
H.___
(
Urk.
8/160/8), von
Dr.
H.___
werde
im Vergleich zum Gutachten
kein neuer medizinischer Sachverhalt dargelegt.
3.
7
Psychiater
I.___
nannte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 6.
November 2023 (
Urk.
8/165) als Diagnosen eine schwere Episode einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.2) und eine Panikstörung (ICD
10
F41.0). Aufgrund des Schwindels im Zusammenhang mit der zentral vestibulären Störung habe der Beschwerdefü
hr
er beim Aufstehen oder
beim
Hocken oder beim Steigen in die Badewanne eine Sturzneigung. Diese Symptomatik bestehe unver
ändert seit dem i
s
ch
ä
mischen Infa
r
kt im Hirnstamm von 201
7.
So sei der Beschwe
r
def
ü
hrer auch mehrmals beim Autoverkaufen während des IV-
g
estützten Arbeitsversuchs gestürzt. Deswegen sei der Arbeits
-
versuch mit der Begründung, für eine solche Symptomatik gebe es keine Arbeiten, abgebrochen worden. Zusätz
l
ich habe auch der psychische Zustand des Beschwerdeführers zur Sorge Anlass gegeben bzw. gebe weiterhin Anlass zur Sorge. Der Arbeitsversuch sei
mit einer Präsenz
von 50
%
durchgeführt worden. Oft sei der Beschwerde
füh
r
er auch vom Arbeitgeber nach Hause geschickt worden, da er offenkundig nicht in der Verfassung
ge
wesen sei, eine Struktur wahrzunehmen, sondern über
müdet und in krisenhafter Verfassung gewesen sei. Psychiatrisch gesehen sei eine A
r
beitstätig
k
eit in der freien Wirtschaft aufgrund der massive
n
Symptomatik nicht möglic
h
.
Im Gegenteil, der Beschwerdeführer sei zu 100
%
arbeitsunfähig. In einer Verweistätigkeit im gesch
ü
tzten Rahmen wäre der Beschwerdeführer zu zwei Stunden präsenzfähig.
3.
8
RAD-Arzt
M.___
erklärte mit Stellungnahme vom 2
9.
Februar 2024
zum Bericht von
dipl.
Arzt
I.___
(
Urk.
8/172/3),
gemäss Bericht habe die Behand
lung am 1
5.
März 2021 begonnen. Dipl. Arzt
I.___
stelle
seine Diagnosen «nach wie vor».
Gegen die Diagnose einer schwer ausgeprägten Depression spreche die Fähigkeit des Beschwerdeführers, sich selbständig den Arbeitgeber für einen durch die
Invalidenversicherung
unterstützten Arbeitsversuch im Bereich Auto
handel zu suchen und auszuüben. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass ein Patient während einer schweren depressiven Episode in der Lage sei, soziale, häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen, allenfalls sehr begrenzt. Es liege
mit dem
MEDAS-Gutachten
eine umfangreiche und plausible Beurteilung v
on
Dezember
2021 vor. Der ambulante Behandler beurteile denselben medizinischen Sachver
halt vor wie nach dem Gutachten anders. Die Beurteilung sei nicht plausibel. An den auf d
er
gutachterliche
n
Beurteilung beruhenden vorhergehenden Stellung
nahmen des RAD könne festgehalten werden
.
3.
9
Dr.
J.___
und
PD
Dr.
sc. nat.
K.___
von der Klinik
L.___
führten mit Bericht an
Dr.
H.___
vom 2
3.
Mai 2024 (
Urk.
8/174) als Diagnosen an:
-
schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom
-
Symptome:
v
iel Schnarchen, Atemunterbrechungen im Schlaf, rezidi
vierendes Erw
a
chen,
unerholsamer
Schlaf, Tagesmüdigkeit, erhöhtes kardiovaskuläres Risikoprofil
-
ä
tiologisch: aktuell offen/multiätiologisch bei Adipositas, Status nach
Stroke
,
oroph
a
ryngeale
Enge
-
k
linisch: BMI 35,7 kg/m
2
, ESS 4/24, FSS 4.7/7
-
d
iagnostisch:
-
Video-
Polysomnogr
a
phie
2
3.
März 2024: Schlafapnoe (AHI
28,6
/h,
ODI 29,3/h,
mittl
. Sa02-Sättigung 89,3
%
)
-
Aktigraphie
vom
7.
bis 2
5.
März 2024 variierender Ruhe-Aktivitäts
rhythmus und wiederholte Unterbrechungen der Nacht (teilweise
3
4
Unterbrechungen)
-
s
ekundäre Insomnie
-
Symptome: rezidivierende Albträume, Angst, Gedankenkreisen
-
ätiologisch: seit dem Schlaganfallereignis 2017 sowie im Rahmen depressiver Episode
-
DD Verdacht auf PLMS
-
Therapie: psychiatrische/psychologische
Traumabewältigung
-
Status nach Schlaganfall 2017
-
r
ezidivierende Sprunggelenksoperationen 2014
-
depressive Episode
Sie würden als Therapie der ersten Wahl einen Therapieversuch mittels CPAP
Maske versuchen. Zudem würden sie die letzten Laboranalysen beim Hausarzt anfordern. Soll
t
e sich ein Eisenmangel zeigen und die Beeinträchtigung durch die Beinbeschwerden trotz Maskentherapie anhalten, könn
t
e auch eine Substitution bei sekundärem Restless-
Legs
-Syndrom überlegt werden.
3.
10
Dr.
med.
Q.___
, Facharzt für Chirurgie
und für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom RAD erklärte mit Stellungnahme vom
4.
Juli 2024 (Urk.
8/177/2), ein Schlafapnoesyn
d
rom sei durch CPAP-Therapie gut behan
delbar und wirke sich deshalb nicht dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit aus. Die Diagnose einer depressiven Störung sei im Gutachten 2021 und in der RAD
psychiatrischen Stellungnahme vom 2
9.
Februar 2024 hinreichend beurteilt worden. Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien keine andauernden Verän
derungen belegt.
4.
4.1
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sog. Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V
210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3
m.w.H
.).
Vorliegend bestehen keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit
des
A.___
Gutachtens vom
3
1.
Dezember 2021
(
Urk.
8
/138) sprächen. Vielmehr beruht
das Gutachten auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet, berück
-
sichtigt
die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge zudem einleuchtend dargelegt und ihre Schluss
-
folgerungen nachvollziehbar begründet (vgl. E.
1.4
).
4.2
Ab Beginn des vorliegend
zu beurteilenden Zeitraums
,
das heisst
ab April 2017, bis zum Zeitpunkt der Begutachtung gingen die Gutachter von einer vollstän
digen Arbeitsunfähigkeit
des Beschwerdeführers
aus
. Ab dem Zeitpunkt der Begutachtung attestierten
sie
dem Beschwerdeführer jedoch
eine 70%ige A
r
beits
f
äh
i
gkeit in angepasster Tätigkeit, eine psychiatri
s
che Diagnose wurde verneint
(E. 3.2)
.
Dr.
E.___
hielt demgegenüber mit ihrem Bericht vom 4.
März 2022
(E. 3.3)
eine rezidivierende de
p
re
s
sive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)
,
fest. Aus dem Bericht von
Dr.
E.___
ergibt sich dabei, dass keine grosse Veränderung des psychischen
Zustandsbildes
erfolgt sei. Bezogen auf welchen Vergleichszeitpunkt eine Verän
derung verneint wird,
führt
e
Dr.
E.___
nicht aus
. Fest
steht jedoch, dass
Dr.
E.___
im Bericht
vom
4.
März 2022 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode
ohne psychotische Symptome
,
diagnosti
zierte, während si
e
in
ihren früheren Berichten zu Händen der Beschwerde
gegnerin, mithin in den Berichten vom 2
0.
November 2016 (
Urk.
8/34) und vom
3.
Juni 2017 (
Urk.
8/45),
als Diagnose
eine
rezidivierende depressive Störung (ICD-10
F
33.8) angeführt hatte.
Hinweise, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach der
psychiatrischen
Begutachtung im Juli 2021 (
Urk.
8/138/79) in invalidenversicherungsrechtlich relevanter Weise verschlech
tert hätte, ergeben sich aus dem Bericht von Dr.
E.___
aber
nicht.
Vielmehr ist dem Bericht zu entnehmen
,
dass der Beschwerdeführer durch den Tod eines Verwandten
, mithin psychosozial,
belastet war
. Sodann
geht der Beschwerde
führer weiterhin wie im Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung – lediglich – einmal pro Monat in psychiatrisch
e
Therapie (
Urk.
8/138/82,
Urk.
8/139). Eine relevante Änderung der medikamentösen Behandlung besteht ebenfalls nicht (
Urk.
8/138/83,
Urk.
8/139).
Es erweist sich daher als schlüssig, wenn RAD-Arzt
M.___
mit Stellungnahme
vom 3
0.
Mai 2022 (
E. 3.4
) erklärte
, dass
Dr.
E.___
lediglich den
selben medizinischen Sachverhalt anders
beurteilt
als die Gutachter
, weshalb a
n der gutachterlichen Beurteilung
festgehalten werden könne
.
4.3
Dr.
H.___
attestierte dem Beschwerdeführer in Abweichung zu den Gutachtern mit Bericht vom 1
7.
Juli 2023 für eine angepasste Tätigkeit lediglich eine
Arbeitsfähigkeit von zwei bis drei Stunden pro Tag (E. 3.5). Aus dem Bericht von
Dr.
H.___
ergeben sich keine Befun
d
e, welche die gutachterliche Einschätzung infrage stellen würde.
Insbesondere führt
e
Dr.
H.___
auch keine nach der Begutachtung eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers an.
Es ist denn auch nicht nachvollziehbar, weshalb die von
Dr.
H.___
erhobenen Befunde bzw. Diagnosen
in einer gemäss Gutachten angepassten Tätigkeit (vgl.
Urk.
8/138/8-
10
) nur noch
eine Arbeits
t
ätigkeit
während zwei bis drei Stunden täglich
erlauben sollten
.
4.4
Der behandelnde Psychiater
I.___
attestierte dem Beschwerdeführer in Abwei
chung zu den Gutachtern
lediglich in geschützten Rahmen eine Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden
(E. 3.
7
)
.
In Bezug auf Berichte behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeit
raum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets
infrage
zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arzt
-
personen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begut
achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3
m.w.H
.).
Dem Bericht des Psychiaters
I.___
sind keine Aspekte zu entnehmen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wäre
n
.
Wie
RAD-Arzt
M.___
in seiner Stellungnahme vom
2
9.
Februar 2024
(E.
3.8) nachvoll
ziehbar
darlegte, handelt es sich bei
m Bericht von
dipl.
Arzt
I.___
um eine andere Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts, welche die schlüssige gutachterliche Einschätzung nicht infrage zu stellen vermag.
4.5
Dr.
J.___
und PD
Dr.
Sc.
K.___
mach
t
en in ihrem Bericht vom 2
3.
Mai 2024 (E.
3.
9
) keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Wie
RAD
Arzt Dr.
Q.___
in seiner Stellungnahme vom
4.
Juli 2024
(E. 3.10)
schlüssig darlegt
e
, vermag das diagnostizierte obstruktive Schlafapnoesyndrom keine länger andauernde invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit zu begründen.
4.6
Nach dem Gesagten, erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin auf das
A.___
-Gutachten abgestellt hat. Es ist deshalb von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten infolge des Schlaganfalls von April
2017 auszugehen. Ab Zeitpunkt des
A.___
-Gutachtens besteht in einer angepassten Tätigkeit hingegen wieder eine 70%ige Arbeitsfähigkeit.
5.
5.1
Zur Ermittlung der
erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist ein Einkommensvergleich vorzu
-
nehmen.
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und
Invali
deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs
-
erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).
Im Rahmen von Revisionsverfahren ist der Zeitpunkt der Anpassung des Rentenanspruchs massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_486/2019 vom 18. September 2019 E. 7.4
).
5.2
Der Beschwerdeführer, welche
m
bereits von September
2015 bis Mai 2016 eine ganze Invalidenrente
zugesprochen worden war (
Urk.
8/108)
und
welcher
in der angestammten Tätigkeit
ununterbrochen seit August 2014 (
Urk.
8/138/8)
zu 100
% arbeitsunfähig war, war ab April 2017 in
jedwelcher
Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig. Er hat daher – wie von der Beschwerdegegnerin zugesprochen – ab April 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.
5.3
5.3.1
Die
A.___
-Gutachter attestierten dem Beschwerdeführer ab
dem Zeitpunkt ihrer Begu
t
achtung
eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten
Tätigkeit (U
r
k.
8/138/10).
Die Begutachtung fand im Juni und
Juli 2021 statt (Urk.
8/138/2). Es ist somit von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ab
(spätestens)
Juli 2021 auszugehen.
Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Verbesserung 56 Jahre alt.
Bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, sind nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Eingliederungsmassnahmen durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 E. 5.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_233/2021 vom 7. Juni 2021 E. 2.3 mit Hinweisen).
Diese Rechtsprechung
findet auch dann Anwendung, wenn zeitgleich mit der
Rentenzusprache
über deren Befristung und/oder Abstufung befunden wird (BGE 145 V 209 E. 5.4). Denn die rückwirkende Zusprache einer in der Höhe abgestuften und/oder zeitlich befristeten Invalidenrente richtet sich grundsätzlich nach denselben Regeln wie die Revision eines bestehenden Rentenanspruchs nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Auch in dieser Konstellation sind Versicherte betroffen, die zufolge invalidisierender Beeinträchtigung ihrer Gesundheit (d.h. invaliditätsbe
dingt) über einen mehr oder weniger langen Zeitraum überhaupt nicht mehr oder nur noch beschränkt eingegliedert waren (E. 5.3
).
5.3.2
Die Beschwerdegegnerin
kam für Eingliederungsmassnahmen auf,
gewährte
sie
dem Beschwerdeführer
doch
Arbeitsvermittlung (
Urk.
8/144) und un
t
erstützte ihn bei einem Arbeitsver
s
uch (
Urk.
8/147)
.
Vom
1.
Dezember 2022 bis 3
1.
Mai 2023 richtete die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer
im Rahmen des Arbeits
versuchs
Taggelder aus (
Urk.
8/148,
Urk.
8/152,
Urk.
8/160/7).
Die Eingliede
rungsmassnahmen wurden per 3
1.
Mai 2023 abgeschlossen, ohne dass
diese zu einer erfolgreichen
Eingliederung des Beschwerdeführers auf dem ersten Arbeits
markt geführt hatten
(
Urk.
8/157).
Wie dargelegt, steht gestützt auf das
A.___
-Gutachten vom 3
1.
Dezember 2021
fest
(
Urk.
8
/138
), dass der Beschwerdeführer ab Begutachtung, mithin ab Juli
2021, in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 70
%
arbeitsfähig war. Der Beschwerdeführer erachtete sich im Rahmen der Eingliederung
jedoch
– wenn überhaupt – nur
als
zu 50
%
arbeitsfähig (
Urk.
8/154).
Eine über die gutachterlich erhobene 30%ige Einschränkung hinausgehende Arbeitsunfähigkeit lässt sich medizinisch
jedoch
nicht begründen. Es erweist sich daher als schlüssig, dass die Beschwerdegegnerin von weiteren Eingliederungsmassnahmen
absah
. Da die subjektive Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers vom gutachterlich ausgewiesenen Zumutbarkeitsprofil abweicht, kann er aus dem Scheitern der Eingliederungsmassnahmen nichts zu seinen Gunsten ableiten
(vgl. Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_808/2023 vom
4.
Oktober 2024 E. 4 ff.,
9C_284/2022 vom 1
1.
April 2023 E. 4.4
ff.
)
.
5.3.3
Entgegen dem angefochtenen Entscheid endet der Rentenanspruch des Beschwer
deführers
aber
nicht mit der festgestellten Verbesserung,
sondern grundsätzlich erst nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen
(vgl. Urteil des Bundesge
richts
9C_183/2015 vom 1
9.
August 2015 E. 5)
.
Wie ausgeführt, richtete die Beschwerdegegnern dem Beschwerdeführer ab 1.
Dezember 2022 Taggelder aus
(
Urk.
8/148,
Urk.
8/152,
Urk.
8/160/7).
D
as Taggeld wird grundsätzlich zusätzlich zur Rente ausgerichtet, dieses wird jedoch während der Dauer des Doppelanspruchs bei der Durchführung von Abklärungs-
oder Eingliederungsmassnahmen um einen Dreissigstel des Rentenbetrags gekürzt (
Art.
47
Abs.
1
ter
IVG). Während einer Eingliederungsmassnahme, die zu einer länger als drei Monate dauernden Taggeldberechtigung führt, wird die Renten
zahlung unterbrochen
(
Art.
47
Abs.
1
bis
lit
. b IVG)
. Nach Wegfall des Taggeldan
spruchs lebt die Rente wieder auf. Eine Prüfung des Rentenanspruchs für die Zukunft hat unter dem Gesichtspunkt der Revision zu erfolgen (AHI 1998 179 E.
2–3). Diese Rechtsprechung hat auch im Rahmen der revidierten
Art.
47
Abs.
1–1
ter
IVG Bestand (vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversi
cherung, IVG,
4.
Auflage 20
22
,
Rz
2 zu
Art.
43).
Da der Beschwerdeführer ab dem
1.
Dezember 2022 Taggelder bezog, endete der Rentenanspruch nach drei Monaten (
Art. 47 Abs. 1
bis
lit
. b IVG)
, mithin am 1.
März 202
3.
Es wird Sache der Beschwerdegegnerin sein, die bereits bezogenen Taggelder entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zu kürzen
.
5.4
5.4.1
Per
1.
Juni 2023, mithin per Abschluss der Eingliederungsmassnahmen, ist ein neuer Einkommensvergleich vorzune
h
men.
5.4.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Der Beschwerdeführer war bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens bei der
Y.___
AG angestellt. Er erzielte dabei im Jahr 2014 ein monatliches Einkommen von
Fr.
5'200.
--
, was ein Jahreseinkommen von
Fr.
67'600.
ergibt
(13 x
Fr.
5'200.--
;
Urk.
8/17,
Urk.
8/13/58). In Anpassung an die Nominallohn
entwicklung entspricht dieses Einkommen im Jahre 2023 einem Einkommen von
Fr.
71'479.75 (
Fr.
67'
6
00.
-- :
102,8 x 108,7 [Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, 2011-2023, F]).
5.4.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl.
BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2).
Der Beschwerdeführer ging nach Eintritt des Gesundheitsschaden keiner Erwerbs
tätigkeit mehr nach.
Nachdem
seine
Beeinträchtigungen einer Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auf den ersten Arbeitsmarkt nicht entgegenstehen, ist d
as Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne zu bemessen. Gemäss der Tabelle TA1_tirage_skill_level betrug der monatliche Lohn im Kompetenz
niveau 1 von Männern im Jahr 2022 im Median
Fr.
5’305.--, was bei einer Anpassung an die Nominallohnentwicklung (Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex Männer, Total) und die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7
Stunden (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total)
im Jahr 2023
bei einer
70%igen Arbeitsfähigkeit einem
Jahrese
inkommen von Fr.
47'236.65 (
Fr.
5‘305.
- : 107,1 x 108,9 : 40 x 41,7 x 12 x 0,7) e
ntsprach
.
Ein Abzug
hiervon
ist nicht vorzu
nehmen.
5.4.4
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
71'479.75 und einem
Invalidenein
-
kommen
von
Fr.
47'236.65 ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 33,9
%
([
Fr.
71'479.75
-
Fr.
47'236.65
] :
Fr.
71'479.75) und somit ab
1.
Juni 2023 kein Rentenanspruch mehr.
5.5
Gemäss
Art.
26
bis
Abs.
3 IVV in der ab
1.
Januar 2024 gültigen Fassung sind vom gestützt auf statistische Werte ermittelten Einkommens mit Invalidität – sofern eine Leistungsfähigkeit von mehr als 50
%
vorliegt - 10
%
abzuziehen. Es ist deshalb per
1.
Januar 202
5
ein neuer Einkommensvergleich vorzunehmen (vgl.
Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Stand
1.
Januar 2024,
Rz
. 920
0
). Hierzu ist festzuhalten, dass für das Jahr
2024 noch keine statistische Werte publiziert wurden, weshalb es sich rechtfertigt, sowohl betreffend Validen- als auch betreffend Invalideneinkommen eine Aufrechnung auf das Jahr 2023 vorzunehmen. Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
71'479.75 (
vgl.
E. 5.
4
.
2
) und einem Invalideneinkommen von Fr.
42'513.
(Fr.
47'236.65 x 0,9; vgl. E. 5.
4.3
) ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 40,5
%
also gerundet von 41
%
. Der Beschwerdeführer hat somit ab dem
1.
Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 27,5
%
einer ganzen Invalidenrente (
Art.
28b
Abs.
4 IVG in der ab
1.
Januar 2022 gültigen Fassung).
6.
Zusammenfassend
hat der Beschwerdeführer vom
1.
April 2017 bis
2
8.
Februar
2023
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab
1.
Januar 2024 Anspruch
auf eine Rente von 27,5
%
einer ganzen Rente. Die Beschwerde ist in dem Sinne teilweise gutzuheissen.
7.
7.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt. Vorliegend sind die Gerichtskosten auf
Fr.
800
.-- festzu
setzen. Nachdem der Beschwerdeführer
die
Zusprache einer
unbefristeten ganzen Rente über den 3
1.
August 2021 hinaus beantragt hat, ihm jedoch nur, aber immerhin über den 3
1.
August 2021 hinaus bis
2
8.
Februar 2023
eine ganze Rente und ab
1.
Januar 2024 statt der zugesprochenen Rente von 25
%
einer ganzen Rente eine Rente von 27,5
%
einer ganzen Rente zuzusprechen ist
, sind die Gerichtskosten
den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom
3.
Dezember 2010 E. 4.2).
7.2
Nach § 34 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gericht
lich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3
GSVGer
). Als weitere Bemessungs
kriterien nennt
§
7
der
Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi
gungen vor dem Sozialversicherungsgericht
(
GebV
SVGer
)
den Zeitaufwand und die Barauslagen.
Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze erweist sich eine Parteientschädigung von
Fr.
3’
1
00.-- (inkl. Barauslage und MWST) als angemessen. Diese Entschädi
gung ist nicht zu reduzieren, da das Hauptbegehren des Beschwerdeführers, soweit über die zuzusprechende Invalidenrente hinausgehend (sog. Überklagen), den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst hat (BGE 117 V 401 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2015 vom
2.
März 2016 E. 3).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer über den 3
1.
August 2021 hinaus bis
2
8.
Februar
202
3
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab
1.
Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 27,5
%
einer ganzen Rente hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
den Parteien je zur Hälfte
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
den
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine Parteientschä
digung von
Fr.
3’100
.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Daniel
Christe
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstWyler