# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a329a87f-d733-5962-ae91-82648b7a5751
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-23
**Language:** de
**Title:** Einschätzung 2007 und Direkte Bundessteuer 2007
**Docket/Reference:** ST.2010.119
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2010_119_ps.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION I 
DES KANTONS ZÜRICH 

1 ST.2010.119 
1 DB.2010.91 

Entscheid 

23. Juni 2010 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Anton Tobler und Sekretärin Nadja Obreschkow 

A,    

In Sachen 

gegen 

Rekurrent/ 
Beschwerdeführer,  

1.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

2.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

Rekursgegner,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Nord,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

betreffend 

Einschätzung 2007 und Direkte Bundessteuer 2007 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  Am  2. Juni  2008  reichte  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  die  vom  29. Mai 

2008 datierte Steuererklärung 2007 samt Beilagen ein. Darin machte er unter anderem 

einen Unterstützungsabzug in der Höhe von Fr. 2'500.- (Staats- und Gemeindesteuern) 

bzw. Fr. 6'100.- (direkte Bundessteuer) sowie den damit einhergehenden zusätzlichen 

Abzug  für Versicherungsprämien in der Höhe von Fr. 1'200.- (Staats- und Gemeinde-

steuern) bzw. Fr. 700.- (direkte Bundessteuer) für B geltend. Bei Letzterem handelt es 

sich um den Sohn seiner Exfrau, C, und ihres früheren Lebenspartners, D, der gemäss 

Aussagen des Pflichtigen 2007 ausgewiesen wurde. Der Pflichtige gab an, der bei sei-

ner  Mutter  und  ihrem  neuen  Ehemann,  E,  wohnhafte  B  verbringe  seit  Sommer  2003 

den grössten Teil seiner Schulferien und sehr oft auch die Wochenenden bei ihm und 

ab  Januar  2006  habe  er  zudem  die  Kosten  für  den  von  B  besuchten  Ganztageshort 

übernommen. Als Belege reichte er eine Bestätigung für die Bezahlung der erwähnten 

Hortkosten  (Fr. 2'703.-  für  das  Jahr  2007)  sowie  Quittungen  über  Ausgaben  für  ver-

schiedene  Ferien-  und  Freizeitaktivitäten  sowie  den  allgemeinen  Lebensunterhalt  von 

B ein. 

Mit Entscheiden vom 21. September 2009 schätzte das kantonale Steueramt 

den  Pflichtigen  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  2007  mit  einem  steuerbaren  

Einkommen von Fr. 99'800.- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'471'000.- ein 

und  sah  die  Veranlagung  der  direkten  Bundessteuer  mit  einem  steuerbaren  Einkom-

men  von  Fr. 102'900.-  vor.  Dabei  wurde  der  Unterstützungsabzug  sowie  der  zusätzli-

che Abzug für Versicherungsprämien für B nicht gewährt mit der Begründung, die Un-

terstützungsbedürftigkeit von Bs Eltern sei nicht nachgewiesen. 

Die  definitive  Veranlagung 

für  die  direkte  Bundessteuer  erfolgte  mit  

Veranlagungsverfügung  (Steuerrechnung)  der  Dienstabteilung  Bundessteuer  vom 

25. September 2009. 

B.  Hiergegen  erhob  der  Pflichtige  mit  Eingaben  vom  20./22. Oktober  2009 

Einsprache und beantragte, der Unterstützungsabzug für  B sowie der zusätzliche Ab-

zug für Versicherungsprämien seien zu gewähren, da B und seine Mutter  in äusserst 

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prekären  wirtschaftlichen  Verhältnissen  lebten.  Letztere  sei  insbesondere  nicht  in  der 

Lage,  für  die  Hortkosten  von  B  aufzukommen.  Zur  Beurteilung  der  Unterstützungsbe-

dürftigkeit sei nicht auf die gemeinsame Steuererklärung des Ehepaars F abzustellen, 

da es sich hierbei um eine Scheinehe handle. 

Mit Auflage vom 4. Januar 2010 forderte das kantonale Steueramt den Pflich-

tigen  im  Einspracheverfahren  auf,  die  für  die  Gewährung  des  Unterstützungsabzugs 

vorausgesetzte Unterstützungsbedürftigkeit des Ehepaars F sowie die geleisteten Un-

terstützungszahlungen  nachzuweisen.  Aufgrund  eines  Telefongesprächs  mit  dem 

Pflichtigen vom 7. Januar 2010 bestätigte der Steuerkommissär diesem mit Schreiben 

vom 12. Januar 2010, dass die Unterstützungsbedürftigkeit der Eltern und nicht dieje-

nige des Kindes ausschlaggebend sei und belegte dies mit entsprechender Fachlitera-

tur.  

Mit  Eingabe  vom  15. Januar  2010  erklärte  der  Pflichtige,  auf  die  finanzielle 

Situation  des  Ehepaars  F  dürfe  vorliegend  nicht  abgestellt  werden,  da  der  Ehemann 

nicht B Vater sei und zu dem Kind nicht die geringste Beziehung pflege. Es käme des-

halb allein auf die finanzielle Situation von C und D, dem leiblichen Vater von B, an, zu 

deren prekären wirtschaftlichen Verhältnissen er bereits Stellung genommen habe. Im 

Übrigen  habe  er  die  Nachweise  für  die  geleisteten  Unterstützungszahlungen  bereits 

eingereicht.  Neben  anderen,  vorliegend  nicht  mehr  relevanten  Belegen,  reichte  der 

Pflichtige mit seiner Eingabe eine von C unterzeichnete Erklärung ein, wonach sie nie 

über genügend finanzielle Mittel verfügt  habe, um die Hortkosten für  B zu tragen und 

von  B  leiblichem  Vater  nie  Alimente  erhalten  habe.  In  der  Erklärung  heisst  es  weiter, 

auch ihr Ehemann, der keinen persönlichen Kontakt mit B pflege, habe sich nie an den 

Hortkosten beteiligt, wofür ihm ohnehin die finanziellen Mittel fehlten. 

Mit  Mahnung  vom  9. Februar  2010  forderte  das  kantonale  Steueramt  den 

Pflichtigen  erneut  auf,  die  Unterstützungsbedürftigkeit  des  Ehepaars  F  sowie  die  ge-

leisteten Unterstützungszahlungen nachzuweisen.  Nachdem diese Mahnung unbeant-

wortet  blieb,  wies  das  kantonale  Steueramt  die  Einsprachen  mit  Entscheiden  vom 

24. März 2010 ab in der Erwägung, der Pflichtige habe die Unterstützungsbedürftigkeit 

der Eltern von B nicht nachgewiesen. 

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C.  Am  15. April  2010  erhob  der  Pflichtige  hiergegen  Rekurs  bzw.  Beschwer-

de. Zur  Begründung  verwies er im Wesentlichen auf die  Ausführungen in der Steuer-

erklärung, der Einsprache sowie der Eingabe vom 15. Januar 2010, wobei er sich ins-

besondere zur Scheinehe seiner Exfrau sowie zu deren Bedürftigkeit noch einmal aus-

führlich äusserte. 

Mit  Rekurs-/Beschwerdeantwort  vom  28. April  2010  schloss  das  kantonale 

Steueramt  auf  kostenfällige  Abweisung  der  Rechtsmittel,  wobei  es  grundsätzlich  auf 

die  Begründung  in  den  Einspracheentscheiden  verwies.  Die  Eidgenössische  Steuer-

verwaltung liess sich nicht vernehmen. 

Auf das Ergebnis der Tatsachenerhebungen im Einschätzungs- und Veranla-

gungsverfahren  und  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  wird – soweit  rechtserheb-

lich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. a) Laut § 34 Abs. 1 lit. b des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (in der hier 

massgeblichen Fassung vom 25. August 2003, StG) werden für die Steuerberechnung 

vom  Reineinkommen  als  Unterstützungsabzug  für  erwerbsunfähige  oder  beschränkt 

erwerbsfähige  Personen,  an  deren  Unterhalt  der  Steuerpflichtige  mindestens  in  der 

Höhe  des  Abzugs  beiträgt,  je  Fr. 2'500.-  abgezogen.  Näheres  dazu  wird  in  den  Wei-

sungen  der  Finanzdirektion  über  Sozialabzüge  und  Steuertarife  vom  20. September 

2000  und  18.  Dezember  2009  geregelt  (ZStB I  Nr. 20/001  und  20/002;  nachfolgend 

Weisungen).  Bei  der  direkten  Bundessteuer  beträgt  der  entsprechende  Abzug 

Fr. 6'100.- (vgl. Art. 213 Abs. 1 lit. b sowie Art. 215 des Bundesgesetzes über die direk-

te Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 [DBG] i.V.m. der Verordnung über den Aus-

gleich der Folgen der kalten Progression für die natürlichen Personen bei der direkten 

Bundessteuer vom 4. März 1996). 

b)  Grundvoraussetzung  für  die  Gewährung  des  Unterstützungsabzugs  bildet  

– obschon im Gesetz nicht ausdrücklich erwähnt – die Unterstützungsbedürftigkeit der 

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unterstützten  Person  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG, 

2. A.,  2009,  Art. 213  N 63  ff.  DBG  und  Kommentar  zum  harmonisierten  Zürcher  

Steuergesetz,  2. A.,  2006,  § 34  N 55  ff.  StG  sowie  RZ  31  ff.  Weisungen,  auch  zum  

Folgenden).  Eine  solche  ist  immer  dann  gegeben,  wenn  die  unterstützte  Person  aus 

objektiven  Gründen,  unabhängig  von  ihrem  Willen  längerfristig  nicht  in  der  Lage  ist, 

ganz oder teilweise für ihren Lebensunterhalt aufzukommen und deshalb auf Hilfe an-

gewiesen ist. Die Praxis nimmt dabei für die Feststellung der Unterstützungsbedürftig-

keit Zuflucht durch Festlegung bestimmter Einkommens- bzw. Vermögensobergrenzen. 

In Zürich gilt eine Personen mit steuerrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz als unter-

stützungsbedürftig, wenn eine alleinstehende Person über ein steuerbares Einkommen 

von weniger als Fr. 13'000.- bzw. Fr. 15'000.- und ein steuerbares Vermögen von we-

niger als Fr. 46'000.- bzw. Fr. 50'000.- und Ehegatten über ein steuerbares Einkommen 

von  weniger  als  Fr. 19'000.-  bzw.  Fr.  22'000.-  sowie  ein  steuerbares  Vermögen  von 

weniger als Fr. 92'000.- bzw. Fr. 100'000.- verfügen. 

Vorausgesetzt  ist  weiter,  dass  die  unterstützte  Person  erwerbsunfähig  oder 

beschränkt  erwerbsfähig  ist,  wobei  die  vollständige  oder  teilweise  Einschränkung  der 

Erwerbsfähigkeit in erster Linie durch körperliche oder geistige Gebrechen verursacht 

sein muss (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 213 N 68 ff. DBG und § 34 N 60 ff. StG 

mit Hinweisen, auch zum Folgenden, sowie RZ 28 f. Weisungen). Es können darüber 

hinaus  aber auch weitere Gründe dazu führen, dass  die unterstützte Person  nicht er-

werbsfähig ist, z.B. wenn sich eine volljährige Person noch in Ausbildung befindet. Von 

Erwerbsunfähigkeit ist auch bei Minderjährigen auszugehen, wobei sich die Unterstüt-

zungsbedürftigkeit dabei in erster Linie nach den unterhaltsverpflichteten Eltern richtet. 

Sind diese in der Lage, ihren Unterhaltspflichten nachzukommen und tun sie das auch, 

sind die Voraussetzungen für einen Unterstützungsabzug nicht gegeben. 

Schliesslich  müssen  die  Unterstützungsleistungen  hinreichend  nachgewiesen 

werden, wobei der Steuerpflichtige eine Bestätigung der unterstützten Person über Art, 

Zeitpunkt und Höhe der erfolgten Unterstützungen sowie auf Verlangen Zahlungsbele-

ge  vorzulegen  hat  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 213  N 57  DBG  und  § 34  N 49 

StG sowie RZ 37 Weisungen). 

Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein, ansonsten ein Unterstüt-

zungsabzug  zu  verweigern  ist.  Massgebend  sind  dabei  gemäss  Art. 213  Abs. 2  DBG 

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bzw.  § 34  Abs. 2  StG  die  Verhältnisse  am  Ende  der  Steuerperiode,  d.h.  am 

31. Dezember  um  24  Uhr  (Stichtag).  Nur  wenn  die  Voraussetzungen  für  die  Gewäh-

rung des Abzuges an diesem Tag noch fortbestehen, kann der Abzug gewährt werden 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 213 N 79 ff. DBG und § 34 N 73 f. StG). 

c)  Die  Umstände,  die  den  Unterstützungsabzug  als  berechtigt  erscheinen  

lassen,  sind  steuermindernder  Natur  und  daher  vom  Steuerpflichtigen  darzutun  und 

nachzuweisen  (RB 1987  Nr. 35).  Den  Nachweis  hat  er  spätestens  mit  Rekurs-/Be-

schwerdeschrift  durch  eine  substanziierte  Sachdarstellung  anzutreten,  aus  welcher 

sämtliche für die rechtliche Würdigung massgeblichen Tatsachen im Einzelnen hervor-

zugehen  haben.  Eine  fehlende  Substanziierung  kann  nicht  im  Beweisverfahren  nach-

geholt werden (RB 1980 Nr. 69). Überdies hat der Steuerpflichtige die zum Beweis für 

seine  Darstellung  erforderlichen  Beweismittel  einzureichen  oder  unter  genauer  Be-

zeichnung zumindest anzubieten (RB 1975 Nr. 55, 1986 Nr. 49). Fehlt es an einer hin-

reichenden Sachdarstellung oder Beweismittelofferte, trifft die Rekurskommission keine 

weitere  Untersuchungspflicht  (RB 1975  Nr. 64,  1981  Nr. 90)  und  hat  eine  Beweisab-

nahme zu unterbleiben mit der Wirkung, dass der Nachweis der fraglichen Aufwendun-

gen  zu  Ungunsten  des  hierfür  beweisbelasteten  Steuerpflichtigen  als  gescheitert  zu 

betrachten ist.  

2. a) Der Pflichtige machte in der Steuererklärung 2007 einen Unterstützungs-

abzug  für  den  1998  geborenen  B,  den  Sohn  seiner  Exfrau  C  geltend.  Bei  den  vom 

Pflichtigen  erbrachten  Unterstützungsleistungen  handelt  es  sich  gemäss  den  einge-

reichten  Belegen  um  die  Kosten  für  einen  Ganztagshort  für  das  Jahr  2007  sowie  um 

Kosten für Freizeit- und Ferienaktivitäten sowie allgemeinen Lebensunterhalt von total 

Fr. 4'200.-. Wie gesehen bedarf es zur Abzugsfähigkeit dieser Kosten allem voran der 

Unterstützungsbedürftigkeit des Begünstigten. Da es sich vorliegend bei letzterem um 

ein minderjähriges Kind handelt, ist jedoch gemäss obigen Ausführungen nicht dessen 

Bedürftigkeit,  sondern  diejenige  der  unterhaltsverpflichteten  Eltern  massgebend.  Im 

Fall von B ist indes aufgrund der vertrackten familiären Verhältnisse nicht ohne Weite-

res klar, wer als "unterhaltsverpflichtete Eltern" zu gelten hat, was denn auch einen der 

Streitpunkte  im  vorliegenden  Verfahren  darstellt.  Daher  gilt  es  diese  Frage  vorab  zu 

klären. 

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aa) B lebt bei seiner Mutter C, die auf jeden Fall von Gesetzes wegen für den 

Unterhalt des Kindes aufzukommen hat (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Der leibliche Vater von 

B, D, sass gemäss (unbestrittenen) Aussagen des Pflichtigen im Jahr 2007 wegen ver-

schiedener  Delikte  im  Gefängnis,  bis  er  im  November  2007  aus  der  Schweiz  ausge-

wiesen wurde, und wurde nie offiziell als Vater von B registriert. Damit fällt D als unter-

haltsverpflichteter  Vater  ausser  Betracht,  sodass  seine  finanziellen  Verhältnisse  

– entgegen der Ansicht des Pflichtigen – für die Beurteilung der Bedürftigkeit nicht aus-

schlaggebend sind. Überdies geht aus den Akten nicht hervor, dass jemals eine ande-

re Person die Vaterschaft für B anerkannt hat oder rechtsverbindlich als dessen Vater 

festgestellt  wurde.  Die  Aussage  des  Pflichtigen,  die  Vormundschaftsbehörde  habe 

1998 dem Bezirksgericht fälschlicherweise den Bruder von D als Vater von B gemeldet 

ist  diesbezüglich  unbeachtlich.  Es  ist  demnach  davon  auszugehen,  dass  B  keinen 

rechtlichen  Vater  hat,  der  gemäss  Art. 276  Abs. 1  ZGB   unterhaltsverpflichtet  wäre. 

Seine Mutter ist jedoch seit geraumer Zeit mit E verheiratet und war dies bereits in der 

betroffenen Steuerperiode. Wie schon das kantonale Steueramt in seinem Einsprache-

entscheid richtig ausführte, hat ein Ehegatte dem anderen gemäss Art. 278 ZGB auch 

in der Erfüllung der Unterhaltspflicht gegenüber vorehelichen Kindern in angemessener 

Weise beizustehen. Daraus ergibt sich, dass  E gegenüber B unterhaltsverpflichtet ist, 

auch wenn er  nicht dessen  (biologischer oder rechtlicher)  Vater ist. Mithin ist  der An-

sicht des kantonalen Steueramts beizupflichten, dass vorliegend  grundsätzlich auf die 

Bedürftigkeit des Ehepaars F als unterhaltsverpflichtete Eltern von B abzustellen ist. 

bb)  Dagegen  machte  der  Pflichtige  wiederholt  geltend,  das  Ehepaar  F  führe 

eine Scheinehe und E habe effektiv noch nie mit C zusammengewohnt, weshalb seine 

finanziellen Verhältnisse bei der Beurteilung der Bedürftigkeit keinesfalls ausschlagge-

bend sein dürften. Er gibt an, E pflege keinerlei Beziehung zu B und er habe sich nie 

finanziell  an  dessen  Unterhalt  beteiligt,  was  auch  die  Mutter  in  einer  entsprechenden 

Erklärung bestätigt. Abgesehen von dieser sowie einer im Rekursverfahren eingereich-

ten  Erklärung  der  Tochter,  G,  wonach  diese  von  der  Verheiratung  ihrer  Mutter  mit  E 

erst im Nachhinein erfahren habe und ihre Mutter aus persönlichen Gründen seit min-

destens Ende 2006 getrennt von ihrem Ehemann lebe, wurden jedoch keine Belege für 

das Vorliegen einer Scheinehe beigebracht. Damit aber bleiben die tatsächlichen Ver-

hältnisse  im  Dunkeln,  da  allein  die  erwähnten  Erklärungen  nicht  ausreichen,  um  das 

Vorliegen einer Scheinehe als erwiesen zu betrachten. Letztlich kann diese Frage aber 

ohnehin offen bleiben, ebenso wie die Frage, inwieweit das Vorliegen einer Scheinehe 

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tatsächlich dazu führen würde, dass die finanziellen Verhältnisse von E bei der Beurtei-

lung der Bedürftigkeit nicht massgebend sein dürfen. Denn selbst wenn man den Be-

hauptungen des Pflichtigen Glauben schenkt und aus diesem Grund allein auf die Be-

dürftigkeit  von  C  abstellt,  kann  den  Begehren  des  Pflichtigen  letztlich  mangels  aus-

reichender Beweise nicht entsprochen werden: 

cc) Wie erwähnt sind die Umstände, die den Unterstützungsabzug als berech-

tigt erscheinen lassen, steuermindernder Natur und damit vom Pflichtigen dazutun und 

nachzuweisen.  In  diesem  Sinn  wurde  er  vom  kantonalen  Steueramt  mehrfach  aufge-

fordert, die Unterstützungsbedürftigkeit der Eltern von B, d.h. des Ehepaars F, zu bele-

gen. Diesen Aufforderungen kam der Pflichtige jedoch nicht nach, auch nicht mit Bezug 

auf  die seines  Erachtens  allein  massgebliche  Bedürftigkeit von  C.  Vielmehr  begnügte 

er  sich  damit,  wiederholt  zu  erklären,  C,  die  in  der  Steuerperiode  2007  nur  unregel-

mässig  als  Reinigungskraft  tätig  gewesen  sei,  lebe  in  äusserst  prekären  wirtschaftli-

chen  Verhältnissen  und  sei  daher  insbesondere  nicht  in  der  Lage,  für  die  Hortkosten 

von  B  aufzukommen.  Dass  solche  Aussagen  allein  keinen  ausreichenden  Beweis  für 

die Bedürftigkeit von C darstellen, liegt auf der Hand und war offensichtlich auch dem 

Pflichtigen bewusst, als er im Einspracheverfahren erklärte: „Aufgrund der vorgenann-

ten sehr schwierigen und vertrackten Umstände sowie dem jahrelang sehr angespann-

ten Verhältnis zu meiner Exgattin wäre es zuviel verlangt, dass ich Ihnen die effektiven 

wirtschaftlichen  Verhältnisse  von  Bs  Mutter,  meiner  Exgattin  beweisen  müsste.  Bei 

einer  so  verspäteten  definitiven  Veranlagung  dürfte  diese  zwischenzeitlich  ohnehin 

Beweisstücke  wie  Lohnabrechnungen  etc.  beseitigt  haben“.  Da  im  Übrigen  auch  mit 

dem Rekurs bzw. der Beschwerde keine Belege nachgereicht wurden, steht somit fest, 

dass der Pflichtige die zum Nachweis der Bedürftigkeit erforderlichen Beweismittel bis 

heute weder eingereicht noch angeboten  hat.  Die  Umstände, die  er dafür  verantwort-

lich macht, mögen allenfalls zutreffen, sind hinsichtlich der ihm obliegenden Beweislast 

jedoch nicht massgebend.  

b)  Hat  es  der  Pflichtige  dergestalt  unterlassen,  betreffend  die  Voraussetzun-

gen des Unterstützungsabzugs – namentlich die Bedürftigkeit der unterstützten Person 

(bzw.  der  unterhaltsverpflichteten Eltern) – eine  substanziierte  Sachdarstellung  zu  ge-

ben und entsprechende Belege einzureichen oder zumindest zu offerieren, so trifft die 

Steuerrekurskommission  keine  weitere  Untersuchungspflicht,  mit  der  Wirkung,  dass 

der  Nachweis  dieser  Voraussetzungen  zu  seinen  Ungunsten  ohne  Weiteres  als  ge-

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scheitert zu betrachten ist. Sind die Voraussetzungen des Unterstützungsabzugs nicht 

erfüllt, hat ihn das kantonale Steueramt zu Recht nicht gewährt. 

c) Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass die Behauptung des 

Pflichtigen, H vom kantonalen Steueramt habe ihm am 10. Februar 2009 (recte: 2010) 

telefonisch  mitgeteilt,  er  habe  keine  weiteren  Unterlagen  einzureichen,  keine  Rolle 

spielt. Denn selbst wenn es so gewesen wäre und der Pflichtige im Vertrauen auf diese 

Aussage  auf  das  Einreichen  weiterer,  relevanter  Unterlagen  im  Einspracheverfahren 

verzichtet  hätte,  so  hätte  er  dies  im  Rekursverfahren  noch  nachholen  können,  ohne 

dass ihm daraus ein Nachteil erwachsen wäre. Dass er dies nicht getan hat, zeigt aber, 

dass solche Unterlagen offensichtlich gar nicht vorhanden waren, womit die angebliche 

Aussage  von  H  letztlich  unbedeutend  war.  Somit  kann  denn  auch  offenbleiben,  was 

nun tatsächlich der Inhalt des Telefongesprächs war. 

d)  Anzumerken  bleibt  sodann,  dass  der  vom  Pflichtigen  geltend  gemachte 

zusätzliche  Abzug  für  Versicherungsprämien  gemäss  Art. 212  Abs. 1  DBG  bzw.  § 31 

Abs. 1  lit. g  StG  seinerseits  den  Nachweis  des  vollen  Unterstützungsabzugs  gemäss 

Art. 213  Abs. 1  lit. b  DBG  bzw.  § 34  Abs. 1  lit. b  StG  voraussetzt  (Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Art. 212 N 6 DBG und § 31 N 130 StG) und deshalb ebenfalls nicht ge-

währt werden kann. 

3. Nach dem Gesagten sind  der Rekurs  bzw. die Beschwerde vollumfänglich 

abzuweisen.  Ausgangsgemäss  hat  der  Pflichtige  die  Kosten  zu  tragen  (Art. 144 

Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

2.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

[…] 

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