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**Case Identifier:** adc49f52-b38b-5a47-94a0-f791c6063116
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.10.2016 200 2016 218
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-218_2016-10-31.pdf

## Full Text

200 16 218 IV
SCJ/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Januar 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/218, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1988 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 22. Januar 2009 unter Hinweis auf eine Psychose aus 
dem schizophrenen Formenkreis (ICD-10 F2) bei der Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 2). In der Folge führte die 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) medizinische sowie erwerb-
liche Erhebungen durch, veranlasste berufliche Abklärungen und gewährte 
in den darauffolgenden Jahren mehrere berufliche Massnahmen. Gestützt 
auf zwei Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-
Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (RAD) vom 25. März und 16. Juli 2015 
(act. II 184 S. 5; 188 S. 3) stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid 
vom 4. August 2015 (act. II 189) die Ausrichtung einer befristeten Viertels-
rente (Invaliditätsgrad 40%) ab dem 1. Dezember 2009 bis zum 30. Sep-
tember 2010 in Aussicht. Ab dem 1. Oktober 2010 verneinte sie bei einem 
Invaliditätsgrad von 20% einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Nach 
erhobenem Einwand (act. II 192; 199) und einer weiteren Stellungnahme 
des RAD (act. II 204 S. 2) verfügte die IVB am 14. Januar 2016 (act. II 208) 
entsprechend dem Vorbescheid.

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
B.________, am 11. Februar 2016 Beschwerde. Er beantragt, die Verfü-
gung vom 14. Januar 2016 sei insoweit aufzuheben, als der Rentenan-
spruch ab dem 1. Oktober 2010 abgewiesen worden sei; die Sache sei zur 
Durchführung des gesetzmässigen Abklärungsverfahrens und zur Neube-
urteilung des Versicherungsanspruches ab Oktober 2010 an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. Ferner ersuchte er um unentgeltliche Rechtspflege.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 16. März 
2016 auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/218, Seite 3

Am 5. April 2016 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege gut.

Im Rahmen der Replik vom 1. Mai 2016 bestätigte der Beschwerdeführer 
die gestellten Rechtsbegehren.

Mit Schreiben vom 10. August 2016 ersuchte der Instruktionsrichter die 
Beschwerdegegnerin um Stellungnahme, ob es sich bei der Annahme der 
Arbeitsunfähigkeit von 40% nach Ablauf der Wartefrist um einen Irrtum 
handelt und korrekterweise von einer 60%igen Arbeitsunfähigkeit auszuge-
hen wäre oder nicht.

Am 14. September 2016 teilte die Beschwerdegegnerin mit, soweit sie von 
einer Arbeitsunfähigkeit von 40% nach Ablauf der Wartefrist ausgegangen 
sei, handle es sich um einen Irrtum; korrekterweise sei eine Arbeitsunfähig-
keit in der Höhe von 60% ausgewiesen. Ausgehend von einem Validenein-
kommen gestützt auf die Lohnangaben der Arbeitgeberin und in Beachtung 
eines Invalideneinkommens basierend auf den Tabellenlöhnen resultiere 
bei einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 40% ein Anspruch auf eine 
Viertelsrente. Im Ergebnis sei daher an der angefochtenen Verfügung fest-
zuhalten.

Der Beschwerdeführer beantragte in der Stellungnahme vom 3. Oktober 
2016, die ursprünglich verfügte Viertelsrente sei als zweifellos unrichtig 
aufzuheben und die Sache sei auch für die Periode Dezember 2009 bis 
September 2010 an die Verwaltung zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Im 
Weiteren bestätigte er die bisher gestellten Rechtsbegehren.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. Januar 2016 (act. II 
208), mit welcher eine von Dezember 2009 bis September 2010 befristete 
Viertelsrente zugesprochen worden ist. 

In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente 
zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Zu prüfen ist somit der Rentenanspruch ab 
Dezember 2009 und in diesem Zusammenhang insbesondere die Befris-
tung der Rente per 30. September 2010. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). 

2.3.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

2.3.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-

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tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

2.3.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Der 
Rentenanspruch entsteht frühestens mit Ablauf von sechs Monaten seit 
Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG) und nur 
sofern die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist 
(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG).

2.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen 
analog anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 141 V 
9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349). 

2.4.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 [IVV; SR 831.201]). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit 

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oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die an-
spruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne we-
sentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

2.4.3 Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugespro-
chen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der 
in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzende 
Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die massgebenden 
Vergleichszeitpunkte (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 5. Mai 
2011, 9C_996/2010, E. 8 mit Hinweisen).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgen-
de entnehmen:

3.1.1 Der Beschwerdeführer wurde vom 9. Dezember 2008 bis zum 
13. März 2009 in den psychiatrischen Diensten D.________ stationär resp. 
teilstationär behandelt. Im Bericht vom 13. März 2009 (act. II 14) stellte 
med. pract. C.________, psychiatrische Dienste D.________, eine parano-
ide Schizophrenie, episodisch remittierend (ICD-10 F20.03), fest (S. 1 lit. 
A). 

3.1.2 Der behandelnde Psychiater, PD Dr. med. E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Bericht vom 5. November 2009 

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(act. II 25) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine para-
noide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) und gab an, seit dem Austritt aus der 
stationären Behandlung der psychiatrischen Dienste D.________ am 28. 
Februar 2009 liege eine Arbeitsunfähigkeit von 60% vor (S. 2 Ziff. 1.1, 1.3 
und S. 4 Ziff. 1.6). 

3.1.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Kinder- und 
Jugendpsychiatrie und -psychotherapie FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 25. Januar 2011 (act. II 42 S. 3) einen Residualzustand einer Schizo-
phrenie (ICD-10 F20) und einen schädlichen Gebrauch von Cannabis (zu-
mindest zeitweise; ICD-10 F12.1). Aufgrund der Aktenlage könne sie die 
medizinisch-theoretische Zumutbarkeit nicht beurteilen; als weiteres Vor-
gehen sei das Einholen eines ausführlichen Arztberichtes bei PD Dr. med. 
E.________ nötig. 

3.1.4 Im Bericht vom 1. April 2011 (act. II 44 S. 2) bestätigte PD Dr. med. 
E.________ die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie. Weiter postu-
lierte er ab Juni 2010 eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit und legte zum aktuel-
len Gesundheitszustand dar, der Patient sei psychisch stabil und konsu-
miere kein Cannabis mehr (S. 3 Ziff. 1.4, 1.6).

Am 11. Dezember 2012 (act. II 124) berichtete PD Dr. med. E.________, 
der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert; der Patient habe wegen 
einer gescheiterten beruflichen Massnahme eine depressive Reaktion erlit-
ten (S. 1 Ziff. 1, 3). Ab dem 12. November 2012 attestierte er dem Versi-
cherten eine 100%ige und ab dem 26. November 2012 eine 40%ige Ar-
beitsunfähigkeit (S. 2 Ziff. 5).

Mit Verlaufsbericht vom 23. April 2014 (act. II 159) bestätigte PD Dr. med. 
E.________ bei stationärem Gesundheitszustand die attestierte 40%ige 
Arbeitsunfähigkeit (S. 1 Ziff. 1, 5). 

3.1.5 Die RAD-Ärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für Neurologie 
sowie Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in der Stellungnah-
me vom 25. März 2015 (act. II 184 S. 5) eine paranoide Schizophrenie (EM 
2006; ED 2008), medikamentös behandelt (ICD-10 F20), Hinweise auf eine 
Primärpersönlichkeit von ängstlich-selbstunsicherem (konfliktvermeiden-
dem) und abhängig-passivem Typus sowie einen Cannabismissbrauch, 

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anamnestisch seit Sommer 2009 abstinent (S. 7). Aus medizinischer Sicht 
sei dem Versicherten ein Arbeitspensum von 80% und mehr zumutbar. 
Ausschliesslich unter Berücksichtigung der vorliegenden Unterlagen – ein 
aktueller Befundbericht und Angaben über die aktuelle Medikation seien 
nicht vorhanden – könne er Arbeiten unterschiedlicher körperlicher Schwe-
re, mit den betriebsüblichen Pausen, mit einem klar strukturierten Aufga-
bengebiet, entsprechend seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten, in Tages-
schichten (Früh- und Spätschicht) und ohne Akkord vollschichtig (d.h. acht 
Stunden täglich und mehr) ausüben. Der erlernte Beruf als ... sei ihm unter 
Berücksichtigung der genannten Einschränkungen vollschichtig zumutbar 
(S. 8 f.).

3.1.6 Mit Verlaufsbericht vom 8. April 2015 (act. II 186) teilte PD Dr. med. 
E.________ mit, der Gesundheitszustand sei stationär und bis auf weiteres 
liege eine Arbeitsunfähigkeit von 40% vor. Der Patient nehme nach wie vor 
die Neuroleptika unregelmässig nach eigenem Gutdünken ein. Deshalb 
bestehe weiterhin das Risiko psychotischer Dekompensationen, die zum 
Stellenverlust führen könnten (S. 1 Ziff. 1, 4 f.). Die Tätigkeit als ... in freier 
Wirtschaft mit Begleitung durch einen Job Coach sei dem Patienten zumut-
bar. Dabei sollte unbedingt das Arbeitspensum von 60% beibehalten wer-
den; bisherige Versuche, das Pensum zu steigern, hätten regelmässig zu 
psychotischen Krisen geführt (S. 3 Ziff. 3).

3.1.7 In der Stellungnahme vom 16. Juli 2015 (act. II 188 S. 3) legte die 
RAD-Ärztin Dr. med. G.________ dar, der Versicherte habe eine abge-
schlossene Berufsausbildung und besitze handwerkliches Geschick. Seit 
2009 sei es zu keiner psychotischen Dekompensation mehr gekommen 
und seit Februar 2015 habe das Job Coaching beendet werden können (S. 
4). Bereits 2009 sei der Versicherte von zu Hause ausgezogen und regle 
seine wichtigen Angelegenheiten ohne Vormundschaft bzw. ohne Bei-
standschaft. Es könne somit sowohl von einem stabilen sozialen Umfeld als 
auch von einer Veränderungsmotivation und von einer psychischen Lang-
zeitstabilität (seit 2009) ausgegangen werden, was als prognostisch günstig 
gelte. Als positiver Prognosefaktor sei zusätzlich die fehlende psychiatri-
sche/somatische Komorbidität zu bewerten. Gestützt darauf sei es dem 
Versicherten spätestens seit November 2012 möglich, ein mehr als 

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80%iges Arbeitspensum sowohl in seinem erlernten Beruf als ... als auch in 
jeder angepassten Tätigkeit auszuüben (S. 5).

Am 29. Oktober 2015 (act. II 204 S. 3) ergänzte Dr. med. G.________, das 
hypothetische Risiko einer psychotischen Dekompensation könne bei der 
Leistungsbeurteilung nicht berücksichtigt werden. Die psychische Erkran-
kung könne medikamentös kompensiert werden.

3.1.8 Auf Anfrage des Rechtsanwaltes Dr. iur. B.________ hin teilte PD 
Dr. med. E.________ mit Schreiben vom 4. Februar 2016 (Akten des Be-
schwerdeführers [act. I] 2) mit, die Schlussfolgerungen der RAD-Ärztin sei-
en nicht nachvollziehbar. Über all die Jahre habe immer ein sehr labiles 
Gleichgewicht zwischen Unter- und Übermedikation bestanden, was sich 
beides negativ auf die Arbeitsfähigkeit und Vermittelbarkeit des Beschwer-
deführers auf dem ersten Arbeitsmarkt ausgewirkt habe. Alle Versuche, 
den Patienten in einem Pensum über 60% zu beschäftigen, seien geschei-
tert. Lediglich durch ein intensives Job Coaching und grosses Engagement 
aller Beteiligten sei ein Arbeitsverhältnis in der freien Wirtschaft möglich. 
Der Patient würde ohne ein Job Coaching schon seit Jahren in geschütz-
tem Rahmen arbeiten (S. 3 f.).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-

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gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Aufgrund der Akten ist erstellt und unbestritten, dass der Beschwer-
deführer an einer paranoiden Schizophrenie leidet. Diese Diagnose ist seit 
dem Eintritt des Beschwerdeführers in die psychiatrischen Dienste 
D.________ am 9. Dezember 2008 gesichert (vgl. Bericht von med. pract. 
C.________ vom 13. März 2009, act. II 14) und wurde von PD Dr. med. 
E.________ bestätigt (act. II 25; 44; 159; 186). Auch die RAD-Ärztin Dr. 
med. G.________ geht von einer paranoiden Schizophrenie aus (act. II 184 
S. 7; 188 S. 4 f.; 204 S. 3 f.). Daran nichts zu ändern vermag der Bericht 
der RAD-Ärztin Dr. med. F.________ vom 25. Januar 2011 (act. II 42 S. 3), 
in welchem sie diagnostisch von einem Residualzustand einer Schizophre-
nie ausging, sich gleichzeitig aber ausser Stande sah, die medizinisch-
theoretische Zumutbarkeit zu beurteilen und das Einholen eines ausführli-
chen Berichtes bei PD Dr. med. E.________ als nötig erachtete.

3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin legte den Beginn der einjährigen Warte-
frist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG auf den Zeitpunkt des Eintritts des Be-
schwerdeführers in die psychiatrischen Dienste D.________ am 9. Dezem-
ber 2008 (act. II 14 S. 3 Ziff. 1) fest. Dies lässt sich nicht beanstanden. 
Dass bereits unmittelbar vor dem Eintritt eine Arbeitsunfähigkeit in relevan-
tem Rahmen vorgelegen hat, ist zwar möglich, aber wegen fehlender echt-
zeitlicher Arztberichte nicht rechtsgenüglich erstellt. Aus den Akten ergibt 
sich zudem, dass die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während der 
Wartezeit 69% betragen hat (act. II 14 S. 1 lit. B; 25 S. 4 Ziff. 1.6). Die Be-
schwerdegegnerin hat den frühestmöglichen Rentenbeginn, bei Anmeldung 
zum Leistungsbezug im Januar 2009 (act. II 2), somit zu Recht auf den 1. 
Dezember 2009 festgesetzt. 

Unbestritten ist, dass gestützt auf das Attest von PD Dr. med. E.________ 
vom 5. November 2009 (act. II 25 S. 4 Ziff. 1.6) nach Ablauf der Wartefrist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/218, Seite 12

eine Arbeitsunfähigkeit in der Höhe von 60% vorlag (vgl. Stellungnahme 
der Beschwerdegegnerin vom 14. September 2016; in den Gerichtsakten). 
Auf diesen Zeitpunkt hin ist nachfolgend der Invaliditätsgrad mittels Ein-
kommensvergleich zu bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

3.4.2 Der Beschwerdeführer absolvierte vom 8. August 2005 bis zum 
7. August 2008 bei der H.______AG eine ...lehre und war bei dieser Firma 
bis zum 22. August 2008 angestellt (act. II 109 S. 2). Mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im 
Gesundheitsfall weiterhin als ... gearbeitet hätte. Die Beschwerdegegnerin 
bezifferte das Valideneinkommen somit zu Recht aufgrund der Lohnanga-
ben der Arbeitgeberin vom 2. Dezember 2009 (act. II 27) auf Fr. 50'414.-- 
(3'878.-- x 13; vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 14. Sep-
tember 2016; in den Gerichtsakten). Dabei handelt es sich um den Min-
destlohn für Lehrabgänger im ersten Jahr gemäss Art. 9.3 des Gesamtar-
beitsvertrages (GAV) 2007-2009 für das ... Gewerbe (gültig ab 1. Mai 2007, 
abrufbar unter: www.....ch). 

Soweit die Beschwerdegegnerin hingegen das Invalideneinkommen nach 
Massgabe der Tabellenlöhne gemäss LSE 2008 festgesetzt hat, kann ihr 
nicht gefolgt werden. Denn es ist ohne weiteres davon auszugehen, dass 
der Beschwerdeführer sowohl mit als auch ohne Gesundheitsschaden 
gemäss GAV entlöhnt worden wäre. Vorliegend sind demnach einzig die 
Lohnangaben im GAV zu berücksichtigen. Sind Validen- und Invalidenein-
kommen ausgehend von der gleichen Lohntabelle zu berechnen, erübrigt 
sich deren genaue Ermittlung; diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem 
Grad der Arbeitsunfähigkeit (vgl. analog Entscheid des BGer vom 30. Juli 
2012, 8C_365/2012, E. 7 mit Hinweis). Damit resultiert ab Dezember 2009 
ein Invaliditätsgrad von 60%, mithin ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente 
(vgl. E. 2.2 hiervor). Die angefochtene Verfügung vom 14. Januar 2016 
(act. II 208) ist diesbezüglich zu korrigieren.

3.5 Zu prüfen bleibt, ob in der Folgezeit eine revisionsrechtlich relevante 
Veränderung der Verhältnisse eingetreten ist und die Dreiviertelsrente – 
entsprechend der angefochtenen Verfügung (act. II 208) – per Ende Sep-
tember 2010 zu befristen ist.

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/218, Seite 13

3.5.1 Die Beschwerdegegnerin ging von einem medizinischen Revisions-
grund ab Juni 2010 aus (act. II 208 S. 4). Dabei stützte sie sich auf den 
Bericht von PD Dr. med. E.________ vom 1. April 2011, der ab diesem 
Zeitpunkt eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 40% auf 80% attestierte 
und festhielt, es liege ein psychisch stabiler Zustand vor (act. II 44 S. 3 Ziff. 
1.4, 1.6). Diese Beurteilung vermag indes nicht zu überzeugen. Dies weil 
die Steigerung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit in Wider-
spruch zu den Feststellungen, welche im Rahmen der beruflichen Einglie-
derung getroffen wurden, steht. So erreichte der Beschwerdeführer bei der 
Firma H.______AG, bei welcher er nach einer Schnupperwoche ab dem 
14. Juni 2010 einen Trainingsarbeitsplatz mit einem Beschäftigungsgrad 
von 80% erhielt, lediglich einen Leistungsgrad von 40 bis 50%. Ab dem 
13. September 2010 musste er das Pensum zudem wegen Überforderung 
auf 50 bis 70% reduzieren und per 7. Oktober 2010 kam es zum Abbruch 
der Zusammenarbeit. Das Scheitern des Arbeitsversuches erklärte der Job-
Coach u.a. damit, dass sich die Auswirkungen der paranoiden Schizophre-
nie durch Konzentrationsstörungen und reduzierten Antrieb zeigten, was 
sich im Integrations- und Arbeitsprozess negativ auswirke (act. II 39 S. 2 f.). 
Unter diesen Umständen erweist sich die von PD Dr. med. E.________ ab 
Juni 2010 postulierte Arbeitsfähigkeit von 80% als zu hoch, weshalb darauf 
nicht abgestellt werden kann. 

Andere medizinische Unterlagen, welche eine schlüssige Beurteilung der 
Leistungsfähigkeit ab Juni 2010 erlauben würden, liegen nicht vor. Viel-
mehr hielt die RAD-Ärztin Dr. med. F.________ in einem früheren Bericht 
vom 25. Januar 2011 (act. II 42 S. 3) fest, aufgrund der Aktenlage könne 
keine medizinisch-theoretische Zumutbarkeit beurteilt werden. Die Be-
schwerdegegnerin verzichtete in der Folge darauf, ihr nach Einholung des 
Berichts von PD Dr. med. E.________ vom 1. April 2011 (act. II 44 S. 2) 
erneut Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Auch die Aktenbeurtei-
lungen der RAD-Ärztin Dr. med. G.________ vom 25. März, 16. Juli und 
vom 29. Oktober 2015 (act. II 184 S. 5; 188 S. 3; 204 S. 3) befassen sich 
nur am Rande mit der Frage nach dem Vorliegen eines medizinischen Re-
visionsgrundes im Jahre 2009; insbesondere enthalten sie die Beurteilung 
des Zumutbarkeitsprofils lediglich ab November 2012 (act. II 184 S. 8). Im 
Weiteren werden die Angaben von Dr. med. G.________, wonach es seit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/218, Seite 14

Sommer 2009 zu keinen psychotischen Dekompensationen mehr gekom-
men sei (act. II 188 S. 4), vom Beschwerdeführer bestritten 
(vgl. Beschwerde S. 6 f.) und durch die Berichte von PD Dr. med. 
E.________ widerlegt (vgl. act. II 124; 186; act. I 2). So führte PD Dr. med. 
E.________ im Bericht vom 4. Februar 2016 (act. I 2) aus, dass der Be-
schwerdeführer Ende 2012 wegen einer drastischen gesundheitlichen Ver-
schlechterung für einige Tage hospitalisiert werden musste und auch im 
Sommer 2013 wieder psychotisch geworden war. 

3.5.2 Aus dem Dargelegten folgt, dass ein medizinischer Revisionsgrund 
im Juni 2010 vorderhand nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt ist. Die 
Akten sind demzufolge an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
diese ein externes Gutachten zur Beurteilung des Sachverhaltes ab Juni 
2010 einholt und anschliessend über den Rentenanspruch ab Oktober 
2010 neu verfügt.

3.6 Gestützt auf das Ausgeführte ist die Beschwerde gutzuheissen und 
die Verfügung vom 14. Januar 2016 (act. II 208) dahingehend abzuändern, 
als dem Beschwerdeführer für die Zeit ab 1. Dezember 2009 bis 30. Sep-
tember 2010 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen ist. Soweit weitergehend 
sind die Akten an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme der Abklärungen 
im Sinne der Erwägungen zurückzuweisen. Anschliessend hat sie über den 
Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab Oktober 2010 neu zu verfü-
gen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat die unterlie-
gende Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 
S. 186 E. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/218, Seite 15

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der durch Rechtsanwalt 
Dr. iur. B.________ vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und oh-
ne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und 
nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG).

Mit Kostennote vom 1. Mai 2016 hat Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ ei-
nen zeitlichen Aufwand von 11.05 Stunden geltend gemacht, was nicht zu 
beanstanden ist. Indessen gab er keine Angaben zum Stundenansatz an. 
Unter Berücksichtigung, dass er am 3. Oktober 2016 eine weitere Stellung-
nahme eingereicht hat, ist der gesamte Parteikostenersatz (inkl. Auslagen 
und Mehrwertsteuer) auf pauschal Fr. 3'000.-- festzusetzen.

4.3 Bei diesem Verfahrensausgang kommt die mit prozessleitender Ver-
fügung vom 5. April 2016 gewährte unentgeltliche Rechtspflege nicht zum 
Tragen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 14. Januar 2016 insofern abgeändert, als für die 
Zeit ab 1. Dezember 2009 bis 30. September 2010 eine Dreiviertels-
rente auszurichten ist; soweit weitergehend wird die angefochtene Ver-
fügung aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin 
zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/218, Seite 16

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf pauschal Fr. 3'000.-- (inkl. Auslagen und 
MWSt.), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.