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**Case Identifier:** a412d426-46e8-5a5f-b107-45dec16ebd8c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.06.2021 200 2020 823
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-823_2021-06-17.pdf

## Full Text

200 20 823 IV und
200 20 824 IV (2)
MAK/ZID/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Juni 2021

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. September 2020 und Rechtsverweigerungs-/ 
Rechtsverzögerungsbeschwerde vom 2. November 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2021, IV/20/823, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Nachdem die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) der 1995 ge-
borenen A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) Leistungen im 
Zusammenhang mit mehreren Geburtsgebrechen erbracht hatte (vgl. Akten 
der IVB, Antwortbeilage [AB] 44.1/40 ff., 41.1/27 f., 41.1/16 f., 41.1/1 ff., 14 
ff., 64, 67), meldete sich letztere im Dezember 2014 unter Hinweis auf eine 
seit der Geburt bestehende zystische Fibrose zum Leistungsbezug an 
(AB 82). Im Rahmen erwerblicher und medizinischer Abklärungen holte die 
IVB insbesondere Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; AB 106, 148, 170) ein, gewährte berufliche Massnahmen (AB 108, 
116, 131, 137, 147, 155, 162, 186) und verneinte schliesslich mit Verfü-
gung vom 24. Oktober 2017 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 15 % 
einen Rentenanspruch (AB 187). Eine dagegen vorsorglich erhobene Be-
schwerde vom 27. November 2017 (AB 193/4 ff.) zog die Versicherte am 
Folgetag zurück (AB 193/12), worauf das Beschwerdeverfahren mit Pro-
zessurteil vom 29. November 2017, IV/2017/1034 (AB 193/1 f.), vom Ge-
schäftsverzeichnis abgeschrieben wurde.

B.

Am 29. Dezember 2017 ersuchte die Versicherte, vertreten durch Rechts-
anwältin Dr. iur. B.________, um Wiedererwägung der Verfügung vom 
24. Oktober 2017 (AB 194). Unter Beilage eines neuropsychologischen 
Untersuchungsberichts des Spitals C.________ vom 19. März 2018 
(AB 202/3 ff.) ersuchte sie mit Eingabe vom 23. März 2018 zudem um pro-
zessuale Revision (AB 202/1 f.; vgl. auch AB 207). Aufgrund der zusätzlich 
geltend gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustandes (vgl. 
AB 207/2) behandelte die IVB das Wiedererwägungsgesuch gleichzeitig als 
Neuanmeldung (vgl. AB 210). In der Folge holte sie Berichte bzw. Auskünf-
te der behandelnden Ärzte ein (AB 222, 226 f., 231, 236, 238) und auch der 
RAD äusserte sich zum medizinischen Sachverhalt (AB 216 f., 232, 242). 
Da dessen Beurteilung von den Einschätzungen der behandelnden 

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Fachärzte abwich (vgl. AB 243; vgl. auch AB 244 ff.), liess die IVB die Ver-
sicherte bei der D.________ AG (nachfolgend: MEDAS) polydisziplinär 
begutachten (Expertise vom 29. Januar 2020 [AB 265.1]). Mit Vorbescheid 
vom 28. April 2020 stellte die IVB die Zusprache einer ganzen Rente ab 1. 
Juni 2018 in Aussicht (AB 266). Auf Einwand hin (AB 269) verfügte sie am 
25. September 2020 wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt (AB 272).

C.

Hiergegen erhob die Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin 
Dr. iur. B.________, mit Eingabe vom 2. November 2020 Beschwerde. Sie 
beantragt, die angefochtene Verfügung sei insofern aufzuheben, als ihr 
eine ganze Rente bereits ab Dezember 2017, spätestens aber ab März 
2018 zuzusprechen sei (Beschwerde, S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 2). Mit 
gleicher Eingabe machte sie auch eine Rechtsverweigerung bzw. Rechts-
verzögerung in Bezug auf das von ihr am 23. März 2018 eingereichte Ge-
such um prozessuale Revision (AB 202/1 f.; vgl. auch AB 207) geltend. 
Diesbezüglich beantragt sie die gerichtliche Anweisung der Beschwerde-
gegnerin zum unverzüglichen Erlass einer anfechtbaren Verfügung bzw. 
eventualiter um Zusprache einer ganzen Rente ab 1. Juni 2013 (Be-
schwerde, S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2020 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit weiteren Eingaben vom 18. Januar 2021 (Replik), 18. Februar 2021 
(Duplik) und 21. März 2021 (Schlussbemerkungen der Beschwerdeführe-
rin) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.

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Erwägungen:

1.

1.1 Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsge-
richts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 
2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-
schaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden aus dem Bereich der Sozialver-
sicherung.

1.1.1 Soweit die Beschwerdeführerin die teilweise Aufhebung der Verfü-
gung vom 25. September 2020 (AB 272) verlangt (Beschwerde, S. 2 
Rechtsbegehren Ziff. 2), ist sie im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren An-
trägen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG; das von der Beschwerdeführerin angegebene 
Zustelldatum der mit normaler Post versandten Verfügung wird von der 
Beschwerdegegnerin nicht bestritten [vgl. Entscheid des Bundesgerichts 
{BGer} vom 24. November 2020, 9C_266/2020, E. 4]) sowie Form (Art. 61 
lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) ein-
gehalten sind, ist auf die Beschwerde insoweit einzutreten.

1.1.2 In Bezug auf die geltend gemachte Rechtsverweigerung bzw. 
Rechtsverzögerung (Beschwerde, S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 1) kann 
gemäss Art. 56 Abs. 2 ATSG Beschwerde erhoben werden, wenn der Ver-
sicherungsträger entgegen dem Begehren der betroffenen Person keine 
Verfügung oder keinen Einspracheentscheid erlässt (BGE 130 V 90 E. 2 
S. 92; vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 56 N. 
24). Zu einer Rechtsverweigerungs- resp. Rechtsverzögerungsbeschwerde 
ist berechtigt, wer ein schutzwürdiges Interesse daran hat, dass die In-

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stanz, welche der Vorwurf trifft, in der ihr unterbreiteten Sache endlich ent-
scheidet (SVR 1998 UV Nr. 11 S. 32 E. 5b aa). Die Beschwerdelegitimation 
der Beschwerdeführerin ist somit vorliegend zu bejahen. Die örtliche Zu-
ständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG; denn das Verweigern oder 
Verzögern einer Verfügung ist dem Erlass einer Verfügung gleichgestellt 
[Art. 49 Abs. 2 VRPG]). Da auch die Bestimmungen über die Form (Art. 61 
lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind und 
Rechtsverweigerungsbeschwerde jederzeit erhoben werden kann (KIESER, 
a.a.O., Art. 56 N. 30), ist auf die Beschwerde auch insoweit einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 25. September 2020 (AB 272). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. Mit der angefochtenen Ver-
fügung wurde das Verwaltungsverfahren (auch in Bezug auf das Gesuch 
um prozessuale Revision [vgl. E. 2.4 nachfolgend]) abgeschlossen, was 
eigentlich das Erheben einer Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzöge-
rungsbeschwerde ausschliesst. Dennoch kann ein Feststellungsinteresse 
in Bezug auf eine ungerechtfertigte Verfahrensverzögerung weiterhin be-
stehen, wenngleich daraus kein Anspruch auf Zusprechung einer Sozial-
versicherungsleistung erwächst (vgl. BGE 129 V 411). Denn Streitgegen-
stand von Beschwerden gemäss Art. 56 Abs. 2 ATSG bilden nicht die ma-
teriellen Rechte und Pflichten, sondern allein die Frage der Rechtsverwei-
gerung bzw. Rechtsverzögerung (Entscheid des BGer vom 13. August 
2012, 8C_336/2012, E. 3 [nicht publiziert in BGE 138 V 318]; KIESER, 
a.a.O., Art. 56 N. 27). Insoweit ist somit einzig zu prüfen, ob die Beschwer-
degegnerin eine Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung begangen 
hat. 

1.3 Für diesen Entscheid ist nach Art. 56 Abs. 3 GSOG zufolge offen-
sichtlicher Unbegründetheit eine Kammer des örtlich zuständigen Verwal-
tungsgerichts in Zweierbesetzung zuständig.

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Nach Meinung der Beschwerdeführerin in der Beschwerde, S. 4 f. 
Ziff. 1, hat die Beschwerdegegnerin das bereits im März 2018 gestellte Ge-
such um prozessuale Revision (AB 202/1 f.; vgl. auch AB 207) der leis-
tungsabweisenden Verfügung vom 24. Oktober 2017 (AB 187) – auch nach 
Hinweis auf die nunmehr angefochtene Verfügung (vgl. AB 274; vgl. auch 
E. 1.2 hiervor) – zu Unrecht nicht behandelt; zudem rügt sie die Verfah-
rensdauer von mehr als 2.5 Jahren.

2.2 In Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen haben die 
Parteien Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurtei-
lung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung [BV; 
SR 101]). Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV liegt nach der Rechtspre-
chung unter anderem dann vor, wenn eine Gerichts- oder Verwaltungs-
behörde ein Gesuch, dessen Erledigung in ihre Kompetenz fällt, nicht an 
die Hand nimmt und behandelt. Ein solches Verhalten einer Behörde wird 
in der Rechtsprechung als formelle Rechtsverweigerung bezeichnet (BGE 
117 Ia 116 E. 3a S. 117; RKUV 2004 U 506 S. 255 E. 3). Art. 29 Abs. 1 BV 
ist aber auch verletzt, wenn die zuständige Behörde sich zwar bereit zeigt, 
einen Entscheid zu treffen, diesen aber nicht binnen der Frist erlässt, wel-
che nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit der übrigen Um-
stände als angemessen erscheint (Rechtsverzögerung; BGE 131 V 407 
E. 1.1 S. 409; RKUV 2004 U 506 S. 255 E. 3; SVR 2013 UV Nr. 31 S. 109 
E. 4). Die Frage, was als vernünftige, vertretbare Behandlungs- und Ent-
scheidungsfrist anzusehen ist, und aus welchen objektiven Gründen allen-
falls eine Verzögerung gerechtfertigt werden kann, beurteilt sich nach den 
objektiven Umständen des konkreten Falles (BGE 107 Ib 160 E. 3c S. 165).

2.3 Die Beschwerdeführerin hat die gegen die Verfügung vom 24. Ok-
tober 2017 (AB 187) vorsorglich erhobene Beschwerde vom 27. November 
2017 (AB 193/4 ff.) tags darauf zurückgezogen (AB 193/12), mit der Folge, 
dass das Beschwerdeverfahren (IV/2017/1034) vom Geschäftsverzeichnis 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern abgeschrieben wurde (AB 
193/1 f.) und die erwähnte Verfügung in Rechtskraft erwuchs. Am 29. De-
zember 2017 ersuchte sie unter Hinweis auf eine Geburts- und Frühinvali-
dität (in Form einer zystischen Fibrose) und die ihrer Ansicht nach unterlas-

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sene neurologische, neuropsychologische und psychiatrische Abklärung 
(trotz entsprechender aktenkundiger Hinweise) um Wiedererwägung der 
erwähnten Verfügung und Zusprache einer Rente ex tunc (AB 194). Die 
Beschwerdeführerin liess sich am 12. Februar und 15. März 2018 neuro-
psychologisch untersuchen; die dabei neu diagnostizierten neuropsycholo-
gischen Defizite mit erheblicher Verminderung der Leistungsfähigkeit 
(gemäss Untersuchungsbericht des Spitals C.________ vom 19. März 
2018 [AB 202/9]) stellten ihrer Meinung nach einen Revisionsgrund nach 
Art. 53 Abs. 1 ATSG dar (vgl. dazu ihre Schreiben vom 23. März [AB 202/1] 
und 24. April 2018 [AB 207/1]) und berechtigten zu einer Rente ab Errei-
chen des 18. Altersjahres bzw. ab Juni 2013 ab (vgl. dazu AB 269/2). Nach 
RAD-ärztlichen Stellungnahmen (AB 211, 214 ff., 232, 242, 244 ff.), der 
Einholung weiterer Berichte und Auskünfte der behandelnden Ärzte (AB 
222, 226 f., 231, 236, 238) und einer polydisziplinären Begutachtung (AB 
265.1) prüfte die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch in der ange-
fochtenen Verfügung vom 25. September 2020 "umfassen[d]" (AB 272/6) 
und sprach ab 1. Juni 2018 eine ganze Rente zu (AB 272/5).

2.4 Vorliegend hat die Beschwerdeführerin sowohl von der Revision als 
auch der Wiedererwägung gemäss Art. 53 ATSG Gebrauch gemacht (vgl. 
auch AB 206). Art. 53 ATSG betrifft diejenigen Entscheide des Verwal-
tungsverfahrens, die anfänglich unrichtig waren, wobei es sich um eine auf 
die tatsächlichen Verhältnisse (Revision und Wiedererwägung) oder auf die 
anzuwendenden Normen bezogene Unrichtigkeit (Wiedererwägung) han-
deln kann. Insofern bestehen Berührungspunkte zwischen Revision und 
Wiedererwägung (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 53 N. 12 und 46), zumal vorlie-
gend allein eine Unrichtigkeit in Bezug auf den zugrunde gelegten Sach-
verhalt geltend gemacht wird. Auch im Einwandverfahren forderte die Be-
schwerdeführerin explizit die revisions- bzw. wiedererwägungsweise Zu-
sprechung einer Rente ab Juni 2013 (AB 269). Hierauf Bezug nehmend hat 
die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung klar zum Aus-
druck gebracht, dass sie keine Wiedererwägung der Verfügung vom 
24. Oktober 2017 (AB 187) vorzunehmen gedenke. Die materiellen Wie-
dererwägungsgründe prüfte sie indes nicht und trat mithin auf das gestellte 
Wiedererwägungsgesuch nicht ein (vgl. THOMAS FLÜCKIGER, in: FRÉSARD-
FELLAY/KLETT/LEUZINGER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Allgemeinen Teil 

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des Sozialversicherungsrechts, 2019, Art. 53 N. 92; KIESER, a.a.O., Art. 53 
N. 85 ff.). Dieser Entscheid lag in ihrem Ermessen und ist einer gerichtli-
chen Überprüfung nicht zugänglich (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52; SVR 2018 IV 
Nr. 33 S. 107 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 29 E. 3.3). In diesem Zusammenhang 
ist eine Rechtsverweigerung oder eine Rechtsverzögerung von Vornherein 
ausgeschlossen; das Rechtsbegehren Ziff. 1 bezieht sich denn auch einzig 
auf das Gesuch um prozessuale Revision.

Auf entsprechende Anfrage der Beschwerdeführerin vom 5. Oktober 2020 
zum Revisionsgesuch (AB 273) hin verwies die Beschwerdegegnerin denn 
auch auf die vorliegend angefochtene Verfügung (AB 274). Darin prüfte die 
Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leis-
tungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne 
Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen. Entsprechend wurde das Ver-
waltungsverfahren mit der angefochtenen Verfügung abgeschlossen, wobei 
der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden kann, dass die Beschwerde-
gegnerin ihr Revisionsgesuch nicht behandelt hätte. Implizit hat sie in der 
Verfügung vom 25. September 2020 (AB 274) auch das Vorliegen eines 
prozessualen Revisionsgrundes bezüglich der Verfügung vom 24. Oktober 
2017 (AB 187) verneint, hat sie doch den Beginn des verfügten Rentenan-
spruchs ausgehend von der Eingabe vom 29. Dezember 2017 (AB 194) 
ermittelt, welche sie im Sinne einer Neuanmeldung entgegennahm. Eine 
formelle Rechtsverweigerung ist damit zu verneinen (vgl. auch E. 1.2 hier-
vor).

2.5 Was die Verfahrensdauer betrifft, hat die Beschwerdegegnerin nach 
Klärung der Zuständigkeit (vgl. AB 204) innert angemessener Frist weitere 
medizinische Abklärungen in die Wege geleitet (vgl. AB 210 ff.), wobei die 
Einreichung der erforderlichen Berichte und die Erteilung von Auskünften 
der behandelnden Ärzte oftmals (mehrfach) gemahnt werden musste (vgl. 
AB 218, 220, 223 ff., 230, 237) bzw. diese nachträglich noch ergänzt wer-
den mussten (vgl. AB 233 f.). Nachdem der RAD hierzu Stellung genom-
men hatte und dabei von der Einschätzung der behandelnden Fachärzte 
abgewichen war (AB 242 f.), drängte sich eine Begutachtung der Be-
schwerdeführerin auf (vgl. AB 244 ff.). Das polydisziplinäre Gutachten ging 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2021, IV/20/823, Seite 9

der Beschwerdegegnerin am 30. Januar 2020 zu (AB 265.1), woraufhin am 
28. April 2020 der Vorbescheid (AB 266) und nach erhobenem Einwand 
(AB 269) am 25. September 2020 die Rentenverfügung (AB 272) erlassen 
wurden. Unter diesen Umständen ist von einer vernünftigen, vertretbaren 
Behandlungs- und Entscheidungsfrist auszugehen, zumal die in BGE 125 V 
373 E. 2a S. 375 als Rechtsverzögerung statuierte Verfahrensdauer von 
33 Monaten seit Anhängigmachung und 27 Monaten seit Eintritt der Be-
handlungsreife bei weitem nicht erreicht wird. Damit ist vorliegend auch 
eine Rechtsverzögerung nicht gegeben.

2.6 Nach dem Dargelegten liegen weder eine Rechtsverweigerung (vgl. 
E. 2.4 hiervor) noch eine Rechtsverzögerung (vgl. E. 2.5 hiervor) vor. Die 
Beschwerdegegnerin hat eine anfängliche Unrichtigkeit der Verfügung vom 
24. Oktober 2017 (AB 187) und damit eine prozessuale Revision gemäss 
Art. 53 Abs. 1 ATSG in der angefochtenen Verfügung (AB 272/6) innert 
vertretbarer Frist implizit verneint. Die Beschwerde vom 2. November 2020 
ist insoweit offensichtlich unbegründet und abzuweisen.

3.

3.1 In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin 
in der angefochtenen Verfügung (AB 272) zu Recht von einer Revision 
gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG abgesehen hat. Nach Ansicht der Beschwer-
deführerin in der Beschwerde, S. 5 f. Ziff. 2, seien die erst im MEDAS-
Gutachten vom 29. Januar 2020 festgestellten, indessen schon seit Eintritt 
in das Erwachsenenalter (2013) bestehenden Einschränkungen 
(AB 265.1/7 f. Ziff. 4.2) insbesondere auf neuropsychologischem und 
psychiatrischem Fachgebiet im Zeitpunkt der rentenabweisenden Verfü-
gung vom 24. Oktober 2017 (AB 187) noch nicht bekannt gewesen. Das 
Entdecken dieser neuen medizinischen Tatsachen stelle einen Revisions-
grund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG dar (Replik und Schlussbemerkungen, je 
S. 1). 

3.2 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide 
müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder 
der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen 

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entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht mög-
lich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG), und die geeignet sind, zu einer anderen 
rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469). Aus-
schlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswür-
digung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer 
Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als 
objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328).

3.2.1 Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen 
Verfügung oder des Einspracheentscheides verwirklicht haben, jedoch dem 
Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. 
Die neuen Tatsachen müssen erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet 
sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Ent-
scheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer 
anderen Entscheidung zu führen (BGE 144 V 245 E. 5.2 S. 249).

3.2.2 Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begrün-
denden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu 
dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nach-
teil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind. Sollen bereits vorge-
brachte Tatsachen mit neuen Mitteln bewiesen werden, so hat der Gesuch-
steller auch darzutun, dass er die Beweismittel im früheren Verfahren nicht 
beibringen konnte. Erheblich ist ein Beweismittel, wenn angenommen wer-
den muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls der Richter im 
Hauptverfahren davon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass 
das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der 
Sachverhaltsfeststellung dient. Es genügt daher beispielsweise nicht, dass 
ein neues Gutachten den Sachverhalt anders bewertet; vielmehr bedarf es 
neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen 
als objektiv mangelhaft erscheinen lassen. Für die Revision eines Ent-
scheides genügt es nicht, dass der Gutachter aus den im Zeitpunkt des 
Haupturteils bekannten Tatsachen nachträglich andere Schlussfolgerungen 
zieht als das Gericht. Auch ist ein Revisionsgrund nicht schon gegeben, 
wenn das Gericht bereits im Hauptverfahren bekannte Tatsachen mögli-
cherweise unrichtig gewürdigt hat. Notwendig ist vielmehr, dass die unrich-
tige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen 

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nicht bekannt waren oder unbewiesen geblieben sind. Das Beweismittel 
muss sich auf eine Tatsache beziehen, welche Grundlage des gegebenen-
falls zu revidierenden Entscheides bildete (BGE 143 V 105 E. 2.3 S. 108, 
110 V 138 E. 2 S. 141; SVR 2010 UV Nr. 22 S. 91 E. 5.2).

3.3 Vorab ist zu konstatieren, dass die Verfügung vom 24. Oktober 
2017 (AB 187) mit VGE IV/2017/1034 (AB 193/1 f.) nicht materiell überprüft 
wurde und damit einer prozessualen Revision grundsätzlich zugänglich 
wäre (vgl. FLÜCKIGER, a.a.O., Art. 53 N. 19). Indem die Beschwerdeführerin 
im Gesuch um Wiedererwägung vom 29. Dezember 2017 selber ausführt 
(AB 194/4 unten), es hätten schon früher Hinweise auf psychische und 
neuropsychologische Folgeschäden bestanden (so die von der Hausärztin 
diagnostizierte "nicht näher bezeichnete psychische Störung DD depressiv" 
[AB 95], aufkommende Müdigkeit und Konzentrationsprobleme, beginnen-
der Rückzug, Schlafprobleme, Angstzustände und Erschöpfung sowie 
permanent spürbare Nervosität im Rahmen der beruflichen Abklärung 
[AB 163/2; vgl. auch AB 163/6], der von der die Beschwerdeführerin zwei-
malig behandelnden Psychologin geäusserte Verdacht auf eine ADHS 
[AB 166] sowie der Hinweis der behandelnden Pneumologin, wonach die 
Beschwerdeführerin nach wenigen Stunden Anzeichen von Unkonzen-
triertheit zeige, die nicht nur auf die körperliche Einschränkung zurückge-
führt werden könnten [AB 168/4 Ziff. 12]), musste sie sich bereits vor Erlass 
der Verfügung vom 24. Oktober 2017 (AB 187) entsprechender Einschrän-
kungen zumindest im Ansatz bewusst gewesen sein. Sie erhob denn auch 
Einwände gegen den Vorbescheid vom 13. September 2017 (AB 182) und 
erwähnte dabei psychische Probleme (AB 183). Noch bestimmter wies sie 
in der (vorsorglichen) Beschwerde vom 27. November 2017 auf "deutliche 
Anzeichen für neuropsychologische, neurologische, psychiatrische Ein-
schränkungen der Arbeitsfähigkeit" hin (AB 193/5).

Wenn sie nunmehr mit Replik, S. 2 oben, geltend macht, die (seit jeher) 
bestehende psychoorganische Störung und die neuropsychologischen Be-
einträchtigungen seien ihr nicht bekannt gewesen, verhält sie sich wider-
sprüchlich. Die bereits vorgebrachten Tatsachen nunmehr mit neuen Mit-
teln zu beweisen, ist nur dann möglich, wenn sie entsprechende Beweis-
mittel in früheren Verfahren nicht hätte beibringen können (vgl. E. 3.2.2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2021, IV/20/823, Seite 12

hiervor; vgl. auch KIESER, a.a.O., Art. 53 N. 32), denn das Revisionsverfah-
ren dient nicht dazu, eine Unterlassung nachzuholen, welche auf eine ver-
meidbare Nachlässigkeit zurückzuführen ist (Entscheid des BGer vom 
10. August 2007, U 51/07, E. 2.2). Wie von der Beschwerdeführerin 
zunächst beabsichtigt (AB 193/2), hätte sie den Umstand, dass neuropsy-
chologische und psychiatrische Einschränkungen unberücksichtigt geblie-
ben sind, (spätestens) mittels Beschwerde gegen die Verfügung vom 
24. Oktober 2017 rügen müssen. So sind denn auch nur rund zweieinhalb 
Monate nach Erlass dieser Verfügung mittels Zuweisungsschreiben der 
Hausärztin vom 11. Januar 2018 neuropsychologische Untersuchungen im 
Spital C.________ in die Wege geleitet worden (AB 202/3). Es sind keine 
Gründe ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin nicht schon im Ein-
wandverfahren oder spätestens im Beschwerdeverfahren, in welchem sie 
zudem anwaltlich vertreten war, zumindest einen entsprechenden Bericht 
ihrer Hausärztin hätte beibringen können. Ebenso hätte die in diesem Zu-
sammenhang vorgebrachte Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 
(vgl. Replik, S. 1) auch damals geltend gemacht werden können. Indessen 
zog sie selber die (vorsorgliche und allenfalls verspätete) Beschwerde 
zurück (AB 193/15; vgl. auch AB 193/2), weshalb die erwähnte Verfügung 
in Rechtskraft erwachsen ist.

3.4 Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen, um im Rahmen des 
ausserordentlichen Rechtsmittels einer prozessualen Revision gemäss 
Art. 53 Abs. 1 ATSG auf die rechtskräftige Verfügung vom 24. Oktober 
2017 (AB 187) zurückzukommen, nicht erfüllt. Bei dieser Ausgangslage 
braucht den weiteren Fragen im Zusammenhang mit einer prozessualen 
Revision wie Erheblichkeit der neuen Tatsachen (vgl. E. 3.2.1 hiervor) und 
Wahrung der Fristen (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 53 N. 39 f.) nicht weiter 
nachgegangen zu werden. Die Beschwerde vom 2. November 2020 ist 
auch diesbezüglich offensichtlich unbegründet und abzuweisen.

4.

4.1 Schliesslich beantragt die Beschwerdeführerin eventualiter, die an-
gefochtene Verfügung vom 25. September 2020 (AB 272) sei insofern auf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2021, IV/20/823, Seite 13

zuheben, als ihr eine ganze Rente bereits ab Dezember 2017, spätestens 
aber ab März 2018 zuzusprechen sei (Beschwerde, S. 2 Rechtsbegehren 
Ziff. 2), habe sie doch bereits im Wiedererwägungsgesuch vom 29. De-
zember 2018 (richtig: 2017) auf eine entsprechende Verschlechterung des 
Gesundheitszustands hingewiesen, womit die Erhöhung mit Blick auf 
Art. 88bis Abs. 1 lit. a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung (IVV; SR 831.201) auf diesen Zeitpunkt hin resp. mit Blick 
auf Art. 88a Abs. 2 IVV (statt Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV) spätestens per März 
2018 vorzunehmen sei (Beschwerde, S. 6 f. Ziff. 3).

4.2 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die 
Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs des 
Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 IVV). Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder 
ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen 
fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein 
Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird eine 
neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach Abs. 2 erfüllt 
ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351).

4.3 Mit Verfügung vom 24. Oktober 2017 (AB 187) wurde ein Renten-
anspruch verneint. Die Verfügung ist in Rechtskraft erwachsen und nach 
dem Ausgeführten ist sie auch nicht in prozessuale Revision zu ziehen. Die 
Beschwerdegegnerin nahm das Wiedererwägungsgesuch vom 29. Dezem-
ber 2017 (AB 194) daher zu Recht als Neuanmeldung entgegen. Unter 
Berücksichtigung dessen sowie der sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 
Abs. 1 IVG liegt der frühestmögliche Rentenbeginn – wie von der Be-
schwerdegegnerin verfügt (AB 272/5) – im Juni 2018. Der von der Be-
schwerdeführerin angerufene Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV ist indessen nur 
anwendbar, wenn eine bereits laufende Rente erhöht werden soll (vgl. BGE 
109 V 108 E. 1.b S. 111 f. i.V.m. Art. 17 ATSG), was vorliegend nicht der 
Fall ist. Dass die nun zugesprochene ganze Rente schon früher auszurich-
ten wäre, entbehrt nach dem Dargelegten jeder Grundlage. Auch insoweit 
erweist sich die Beschwerde vom 2. November 2020 als offensichtlich un-
begründet und ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2021, IV/20/823, Seite 14

4.4 Die von der Beschwerdeführerin erhobenen Rügen in Bezug auf die 
Berechnung des Invaliditätsgrades (Beschwerde, S. 7 Ziff. 4) bleiben – wie 
sie selber vorbringt – ohne Auswirkung auf den Anspruch auf eine ganze 
Rente und sind deshalb nicht weiter zu prüfen (vgl. BGE 115 V 416 E. 3b 
aa S. 417 f.; SVR 2018 IV Nr. 30 S. 95 E. 1).

5.

Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde vom 2. November 2020 
insgesamt als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2021, IV/20/823, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.