# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21ad091b-3a50-5751-ac5e-2c8d989ec605
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.12.2011 D-6418/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6418-2011_2011-12-05.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­6418/2011

U r t e i l   v om   5 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi,
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;  
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

Parteien A._______, geboren X._______,
Kamerun,
vertreten durch lic. iur. Etienne Epengola Libaku,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren);
Verfügung des BFM vom 21. November 2011 / N_______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Beschwerdeführerin  unter  Verwendung  eines  gefälschten 
kamerunischen Reisepasses und eines "Titre de séjour" von C._______, 
die  beide  auf  die  Identität  einer  anderen  Person  lauteten,  eigenen 
Angaben  zufolge  B._______  am  (...)  auf  dem  Luftweg  verliess  und  am 
folgenden Tag in Zürich­Kloten eintraf,

dass  sie  dort  an  der Weiterreise  nach C._______  gehindert  wurde  und 
am 3. November 2011 im Flughafen Zürich­Kloten um Asyl nachsuchte,

dass  ihr  das  BFM  gleichentags  die  Einreise  in  die  Schweiz  vorläufig 
verweigerte  und  ihr  für  die  Dauer  des  weiteren  Asylverfahrens  bis 
maximal  60  Tage  der  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich­Kloten  als 
Aufenthaltsort zugewiesen wurde,

dass die Beschwerdeführerin am 5. November 2011 summarisch befragt 
und  am  14. November  2011  durch  den  Dienst  Flughafenverfahren  des 
BFM einlässlich zu den Asylgründen angehört wurde,

dass  sie  dabei  im  Wesentlichen  vorbrachte,  sie  habe  während  ihrer 
Schulzeit  gespürt,  dass  sie  lesbisch  sei,  und  habe  in  der  Folge 
verschiedene Frauenbekanntschaften respektive –beziehungen gepflegt,

dass man Homosexualität  in Kamerun jedoch nicht frei  leben könne und 
diese strafbar sei, weshalb sie zu ihrem Schutz – insbesondere auch vor 
dem  Entdecktwerden  durch  ihre  Familienangehörigen  –  ein  Kind 
bekommen habe, jedoch mit dessen Vater keinen Kontakt mehr pflege,

dass sie mit D._______ eine langjährige Beziehung geführt habe und es 
im Y._______  in der von  ihr geführten Bar zwischen  ihr und D._______ 
wegen  einer  anderen  Frau,  mit  welcher  sie  sich  in  der  Bar  verabredet 
gehabt habe, zu einer Eifersuchtsszene gekommen sei,  in deren Verlauf 
ihre Homosexualität öffentlich gemacht worden sei,

dass daraufhin die Kunden die Bar verlassen hätten und zu ihrer Familie 
nach Hause gegangen seien, um den Vorfall zu rapportieren, worauf sie 
von ihren Familienangehörigen bedroht und zum Weggehen aufgefordert 
worden sei, ansonsten man ihr Essen vergifte,

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dass  sie  im  Weiteren  deswegen  Probleme  mit  dem  Besitzer  des 
Grundstücks, auf welchem sich ihre Bar befunden habe, bekommen und 
dieser sie aufgefordert habe auszuziehen,

dass  sie  ihre  Kollegin  E._______  mit  dem  Verkauf  der  Bar  habe 
beauftragen müssen,

dass  sie  zwei  Wochen  später  beim  Fussballspielen  die  Bekanntschaft 
einer  Frau  gemacht  habe  und  dieser  im Rahmen  einer  Verabredung  in 
einer  Snack­Bar  auf  die  Toilette  gefolgt  sei  und  dort  angefangen  habe, 
die Frau zu berühren, diese  jedoch zu schreien begonnen habe und sie 
(die  Beschwerdeführerin)  in  der  Folge  von  den  herbeigeeilten  Leuten 
deswegen geschlagen worden sei,

dass  sie  von  der  herbeigerufenen  Polizei  festgenommen  und  während 
(...) auf dem Polizeiposten in einer Zelle mit anderen Frauen festgehalten 
worden  sei, wobei man  ihrer Kollegin E._______  verboten  habe,  sie  zu 
besuchen,

dass  sie  nach  einer  Geldzahlung  von  (...)  ohne  Auflagen  freigelassen 
worden  sei  und  die  Behörden  kein  Gerichtsverfahren  gegen  sie 
eingeleitet hätten,

dass sie nach ihrer Freilassung von ihrer Familie verstossen worden sei, 
worauf  sie  sich  fortan  in  einem  Stundenhotel  aufgehalten  und  lediglich 
noch ihre Kinder zu Hause besucht habe,

dass sie aus diesen Gründen und weil sie behördlich gesucht werde, das 
Land auf dem Luftweg verlassen habe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  21.  November  2011  –  eröffnet  am 
22. November  2011  –  feststellte,  die  Beschwerdeführerin  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das Asylgesuch  ablehnte,  die Wegweisung 
aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich  sowie  den  Vollzug 
anordnete,  ihr  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis 
aushändigte  und  die  auf  ihr  sichergestellten  gefälschten  Dokumente 
gestützt auf Art. 10 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) einzog,

dass das Bundesamt zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen 
ausführte, die angeführte einwöchige Inhaftierung erscheine aufgrund der 
Aktenlage  nicht  als  genügend  intensiv,  um  eine  Zwangssituation 

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darzustellen,  derer  sich  die  Beschwerdeführerin  nur  durch  Flucht  ins 
Ausland habe entziehen können,

dass  es  sich  um  eine  verhältnismässig  geringe,  vorübergehende 
Einschränkung  der  Bewegungsfreiheit  sowie  geringfügige 
Beeinträchtigung  der  körperlichen  Integrität  handle,  in  deren  Folge  der 
Beschwerdeführerin  keine  weiteren  Nachteile  erwachsen  seien  und 
insbesondere kein Gerichtsverfahren gegen sie eingeleitet worden sei,

dass  zudem  die  von  der  Beschwerdeführerin  angeführten  behördlichen 
Massnahmen  offensichtlich  in  gesetzeswidrigem  Verhalten  begründet 
lägen und daher  rechtsstaatlich vertretbar seien, zumal es durchaus als 
legitim  zu  werten  sei,  dass  die  kamerunischen  Behörden  sie  zwecks 
Untersuchung  eines  möglichen  sexuellen  Übergriffs  in  Haft  nehmen 
würden,

dass  auch  die  von  der  Familie  ausgestossenen  Drohungen  keine 
Verfolgung darstellten, die ein menschenwürdiges Leben im Heimatstaat 
verunmöglichen oder in unzumutbarer Weise erschweren würde,

dass  die  Beschwerdeführerin  ausserdem  nur  Nachteile  geltend  mache, 
die  sich  aus  lokal  oder  regional  beschränkten  Verfolgungsmassnahmen 
ableiten  lassen würden, so dass es  ihr zuzumuten sei, sich  ihnen durch 
Wegzug in einen anderen Teil ihres Heimatstaates zu entziehen, weshalb 
sie nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen sei,

dass überdies ihre Vorbringen mit Blick auf deren Glaubhaftigkeit nicht zu 
überzeugen  vermöchten,  zumal  es  unlogisch  sei,  dass  die  ihrerseits 
lesbische Freundin der Beschwerdeführerin angesichts der Ächtung, die 
Homosexualität  in  Kamerun  erfahre,  in  aller  Öffentlichkeit  einen  Streit 
angefangen  haben  soll,  hätte  diese  dadurch  ebenfalls  Nachteile  zu 
gewärtigen gehabt,

dass  zudem  schwer  nachvollziehbar  sei,  dass  die  Beschwerdeführerin 
nur zwei Wochen nach dem ersten Vorfall, als ihre sexuelle Orientierung 
allgemein  bekannt  geworden  sei,  bereits  wieder  auf  eine  Frau,  die  sie 
nicht näher gekannt habe, zugegangen sein soll, wäre doch zu erwarten 
gewesen,  dass  sie  nach  dem  Erlebten  etwas  vorsichtiger  vorgehen 
würde,

dass  es  sodann  nicht  dem  Verhalten  einer  angeblich  behördlich 
verfolgten  Person  entspreche,  für  die  Flucht  den  Weg  über  einen 

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Flughafen  zu wählen,  wo  bekanntlich  die  Präsenz  der  Sicherheitskräfte 
besonders hoch sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  in  französischer  Sprache  gehaltener 
Eingabe  vom  27.  November  2011  (Datum  Poststempel)  gegen  diesen 
Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und 
beantragte,  es  sei  der  angefochtene  Entscheid  vollumfänglich 
aufzuheben  sowie  Asyl  zu  gewähren,  und  in  verfahrensrechtlicher 
Hinsicht  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  der 
Beschwerde,  um  Erlaubnis,  sich  bis  zum  Entscheid  in  der  Schweiz 
aufhalten zu dürfen, und um Aufhebung der in Ziffer 2 des Dispositivs der 
angefochtenen Verfügung angesetzten Ausreisefrist ersuchte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  29.  November  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 
105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. 
Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme  im Sinne von Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 BGG  in 
casu nicht vorliegt und das Bundesverwaltungsgericht demnach endgültig 
entscheidet,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 50 und 
52 VwVG),

dass  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  –  unter 
Vorbehalt  der  nachstehenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist  (Art.  108 
Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

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dass das Urteil gestützt auf Art. 33a Abs. 2 VwVG in deutscher Sprache 
ergeht,

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters zu entscheiden  ist 
(Art.  111  Bst.  e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend  –  wie  nachfolgend 
aufgezeigt – um eine solche handelt, weshalb auf einen Schriftenwechsel 
zu  verzichten  und  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),

dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung (Art. 42 Abs. 1 AsylG) und 
das  BFM  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende Wirkung  nicht 
entzogen  hat  (Art.  55  Abs.  2  VwVG),  weshalb  auf  den  Antrag  auf 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nicht einzutreten ist,

dass  zwar  die  Vorinstanz  in  Ziffer  2  des Dispositivs  der  angefochtenen 
Verfügung keine Ausreisefrist ansetzte (diese Ziffer betrifft die Abweisung 
des  Asylgesuchs),  indessen  in  Dispositivziffer  4  verfügte,  die 
Beschwerdeführerin  habe den Transitbereich des Flughafens Zürich am 
Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen,

dass  somit  eine  Ausreisefrist  erst  ab  Rechtskraft  der  angefochtenen 
Verfügung  beziehungsweise  mit  einem  negativen  Beschwerdeurteil  zu 
laufen  beginnt,  weshalb  auf  den  entsprechenden  Aufhebungsantrag  in 
Ermangelung  eines  Rechtsschutzinteresses  ebenfalls  nicht  einzutreten 
ist,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  anerkannt  wird, 
wenn sie  in  ihrem Heimatstaat oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnte, 
wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen 
ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  nach  Überprüfung  der 
Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  im  Ergebnis  zu 
Recht  festgestellt  hat,  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin 
vermöchten  den  Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  zu 
genügen,

dass  bezüglich  der  in  Frage  gestellten  Glaubhaftigkeit  zwecks 
Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  nicht  zu  beanstandenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  ferner  als  realitätsfremd  zu  erachten  ist,  dass  die 
Beschwerdeführerin  –  nachdem man  diese wegen  ihrer Homosexualität 
bereits gestützt auf die Aussagen des Opfers und diverser Drittpersonen 
festgenommen  habe  –  gegen  eine Geldzahlung  aus  der Haft  entlassen 
worden  sei,  zumal  sie  im  Verlaufe  der  Anhörung  ausführte, 
Homosexualität  sei  in  Kamerun  strafbar  und  sie  kenne  Personen,  die 
deswegen  –  in  einem  Fall  zu  einer  langjährigen  Gefängnisstrafe – 
verurteilt worden seien (vgl. act. A13/16, S. 6 und 10),

dass  überdies  die  Beschwerdeführerin  im  Verlaufe  des  Asylverfahrens 
keine  Dokumente  einreichte,  die  ihre  Identität  zweifelsfrei  belegen 
könnten, weshalb ihre tatsächliche Identität nach wie vor nicht feststeht,

dass  auch  dieser  Umstand  die  persönliche  Glaubwürdigkeit  der 
Beschwerdeführerin erschüttert,

dass  bei  dieser  Sachlage  auf  eine  Prüfung  der  Asylrelevanz  der 
Schilderungen verzichtet werden kann,

dass  auch  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  an  dieser 
Feststellung nichts zu ändern vermögen, zumal sich jene weitgehend auf 
eine  Wiederholung  der  bisherigen  Vorbringen  und  den  Hinweis 
beschränken, dass ihre Vorbringen der Wahrheit entsprechen würden,

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dass nach dem Dargelegten darauf verzichtet werden kann, den Eingang 
der  in  der  Rechtsmittelschrift  in  Aussicht  gestellten  Beweismittel 
abzuwarten oder diesbezüglich eine Frist anzusetzen, zumal diese nicht 
näher bezeichnet wurden,

dass es der Beschwerdeführerin nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das 
Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  der  Beschwerdeführerin  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 

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und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, 
die ihr in Kamerun droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die in Kamerun herrschende politische Situation noch andere 
Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  dorthin 
sprechen,

dass  insbesondere  keine  individuellen Gründe  ersichtlich  sind,  die  dem 
Vollzug  der  Wegweisung  allenfalls  entgegenstehen  könnten,  zumal  die 
Beschwerdeführerin, die eigenen Angaben zufolge ihr ganzes bisheriges 
Leben  in Kamerun  verbrachte  und dort während  (...)  Jahren  die Schule 
absolvierte,  in  ihrer  Heimat  über  ein  soziales  Beziehungsnetz  und 
mehrjährige  Berufserfahrungen  als  (...)  respektive  als  (...)  verfügt  (vgl. 
act.  A10/35,  S.  5  ff.),  weshalb  es  ihr  zuzumuten  ist,  sich  in  ihrem 
Heimatstaat (erneut) um eine Erwerbstätigkeit zu bemühen,

dass unter  den gegebenen Umständen nicht  davon auszugehen  ist,  sie 
würde bei einer Rückkehr  in eine existenzbedrohende Situation geraten, 
die  als  konkrete  Gefährdung  im  Sinne  der  zu  beachtenden 
Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AsylG),

dass  schliesslich  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG; BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.) erscheint, 
da es Pflicht der Beschwerdeführerin ist, sich um die Beschaffung der für 
die  Rückkehr  notwendigen  Reisepapiere  zu  bemühen  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  der  Beschwerdeführerin  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

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Seite 10

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand: