# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4f85d62-2eca-52f0-a55f-82fad7b2d57b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.11.2008 E-7215/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7215-2008_2008-11-21.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7215/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Marianne Teuscher, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 5. November 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7215/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 12. September 2008 auf dem Luftweg verliess, bevor er am 
13. September 2008  illegal  in  die  Schweiz  einreiste,  wo er  noch am 
gleichen Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ 
um Asyl ersuchte,

dass  am  6.  Oktober  2008  die  Erstbefragung  im  EVZ  C._______ 
erfolgte  und  am  27.  Oktober  2008  die  direkte  Bundesanhörung 
stattfand,

dass der Beschwerdeführer dabei im Wesentlichen vorbrachte, er sei 
nigerianischer Staatsangehöriger mit  letztem Wohnsitz in D._______, 
Anambra State,

dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben sei und er bis 1994 be-
ziehungsweise  1996  bei  einer  Krankenschwester,  E._______,  gelebt 
habe, bevor sein Vater ihn zu sich geholt habe,

dass sein Vater bereits seit der Zeit vor seiner Geburt mit dessen Bru-
der, F._______, in einen Streit um ein Grundstück verwickelt gewesen 
sei, 

dass sein Onkel, F._______, sehr einflussreich sei und seine Familie 
habe umbringen wollen,

dass  sein  Bruder  G._______  im  Jahre  2000  in  Akwa  vom  Onkel 
umgebracht worden sei,

dass kurz darauf sein Vater und seine Schwester H._______ von zu 
Hause verschwunden seien und er alleine zurückgeblieben sei,

dass er  ständig von seinem Onkel aufgesucht  und von diesem auch 
angegriffen worden sei, weshalb er im Jahre 2003 sein Zuhause defini-
tiv verlassen und sich am Agoro-See versteckt habe,

dass er rund acht Jahre am Agoro- beziehungsweise Agulu-See gelebt 
und sich vom Betteln ernährt habe, bevor ein Freund der Familie ihn 
am 12. September 2008 dort gefunden habe,

dass dieser Freund ihm mitgeteilt habe, dass man ihn töten wolle, ihn 

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mit zu sich nach Lagos genommen und dort mit einem Schlepper be-
kannt gemacht habe,

dass er seinen Heimatstaat mit dem Flugzeug verlassen habe und am 
13. September 2008 in die Schweiz eingereist sei,

dass  er  seinen  Onkel  nie  bei  der  Polizei  angezeigt  habe,  da dieser 
sehr einflussreich sei und ein politisches Amt bei der machthabenden 
Regierungspartei bekleide,

dass er nie eine Identitätskarte oder einen Reisepass besessen oder 
beantragt  und  er  auch  keinen  Kontakt  zu  Personen  im  Heimatstaat 
habe,

dass er sich während der ganzen Reise nie habe ausweisen müssen,

dass er den Namen des Freundes nicht kenne und er nicht wisse, wer 
seine Ausreise finanziert habe,

dass er im Falle eines Wegweisungsvollzugs in den Heimatstaat von 
seinem Onkel umgebracht werde,

dass das BFM mit Verfügung vom 5. November 2008 – eröffnet am 7. 
November 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylge-
setzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  innerhalb  der  eingeräumten  Frist  keine  Reise- 
oder Identitätspapiere abgegeben,

dass es dem Beschwerdeführer möglich gewesen sei,  sich über den 
Freund, welcher ihm bei der Ausreise geholfen habe, bei den heimatli-
chen Behörden Identitätsdokumente zu beschaffen,

dass dem Beschwerdeführer sodann nicht geglaubt werden könne, er 
habe die Reise von Nigeria bis in die Schweiz ohne jegliche Ausweis-
papiere und ohne kontrolliert worden zu sein zurückgelegt,

dass  seine  diesbezüglichen  Aussagen  stereotypen  Vorbringen  von 

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Asylsuchenden  entsprechen  würden,  welche  nicht  bereit  seien,  ihre 
Identität mit Ausweispapieren zu belegen,

dass keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es dem Be-
schwerdeführer  verunmöglicht  hätten,  Reise-  oder  Identitätspapiere 
einzureichen,

dass der Beschwerdeführer sodann im Verlaufe des Verfahrens zu we-
sentlichen Punkten unterschiedliche Angaben gemacht habe,

dass seine Vorbringen den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit ge-
mäss Art. 7 AsylG nicht standhalten würden, so dass ihre Asylrelevanz 
nicht geprüft werden müsse,

dass weder die im Heimatstaat des Beschwerdeführers vorherrschen-
de politische Situation  noch andere  Gründe gegen die Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs sprechen würden und der  Vollzug ausser-
dem technisch möglich und praktisch durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei unter anderem beantragte, es sei ihm die unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 19. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass die Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG eine summari-
sche  materielle  Prüfung  der  Glaubwürdigkeit  der  gesuchstellenden 
Person voraussetzt,  aus der sich das offensichtliche Fehlen von Hin-
weisen auf  die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft  beziehungsweise 
der  Voraussetzungen für  die  Gewährung vorübergehenden Schutzes 
ergeben muss (vgl. EMARK 2004 Nr. 22 S. 147 ff.),

dass im Rahmen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG lediglich – wie von 
der Vorinstanz korrekt vorgenommen – eine summarische Glaubhaftig-
keitsprüfung der Verfolgungsvorbringen vorzunehmen ist,

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
Rahmen der Erstbefragung vom 6. Oktober 2008 im EVZ C._______ 
protokollierten  Aussagen  sowie  auf  das  Protokoll  der  direkten 
Bundesanhörung vom 27. Oktober 2008 zu verweisen ist,

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs nicht bestritten ist,

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dass  zunächst  zu  prüfen ist,  ob  für  das  Nichteinreichen  von Reise- 
oder Identitätspapieren entschuldbare Gründe vorliegen,

dass  der  Beschwerdeführer  diesbezüglich  vorbrachte,  er  habe  nie 
Identitäts- oder Reisepapiere besessen und er zu niemandem im Hei-
matstaat Kontakt habe (vgl. A9/ S. 3),

dass er  aussagte, er  habe bis 1996 bei einer Krankenschwester  na-
mens E._______ in I._______ gelebt (vgl. A9/ S. 5),

dass zudem angenommen werden kann, der Beschwerdeführer besit-
ze im Heimatstaat Freunde und Bekannte, weshalb vorliegend davon 
ausgegangen wird, er verfüge dort nach wie vor über Kontakte, welche 
ihm  bei  der  Beschaffung  von  Identitätsdokumenten  behilflich  sein 
könnten,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe einwendet, 
die Beschaffung einer nigerianischen Identitätskarte durch Drittperso-
nen im Heimatstaat sei nicht möglich, da hierfür seine Fingerabdrücke 
benötigt würden (vgl. S. 3),

dass es dem Beschwerdeführer schliesslich zumutbar gewesen wäre, 
sich  Identitätsdokumente  bei  der  nigerianischen  Vertretung  in  der 
Schweiz zu beschaffen, zumal er mit den heimatlichen Behörden nie 
irgendwelche Probleme hatte,

dass der Beschwerdeführer sodann keine erkennbaren Anstrengungen 
zur Beschaffung von Identitätsdokumenten unternommen hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund der  Ausführungen des 
Beschwerdeführers davon ausgeht, er habe für seine Reise authenti-
sche Identitäts- und Reisepapiere verwendet, welche er jedoch innert 
48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Be-
hörden nicht aushändigte, zumal in der Beschwerde nichts geltend ge-
macht  wird,  was diesbezüglich  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen 
könnte,

dass im Übrigen auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz 
verwiesen werden kann, ohne diese im Einzelnen zu wiederholen,

dass sich die Vorbringen in der knapp gehaltenen Beschwerdeschrift 

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sodann lediglich auf eine Wiederholung der bereits vor der Vorinstanz 
gemachten Aussagen beschränken, ohne sich jedoch konkret mit den 
Erwägungen  der  Verfügung  vom  5.  November  2008  auseinanderzu-
setzen,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Nichtvorlegen  von 
Reise- oder Identitätspapieren ersichtlich sind und die Vorinstanz das 
Vorliegen solcher Gründe zu Recht verneint hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu Recht  weder die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch zusätzli-
che Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststel-
lung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  erachtet 
hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im Urteil  BVGE 2007/8  festhält, 
dass auf ein Asylgesuch nicht einzutreten sei, wenn bereits auf Grund 
einer summarischen Prüfung festgestellt werden könne, dass die asyl-
suchende Person die Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  wobei  sich 
die Offensichtlichkeit der fehlenden Flüchtlingseigenschaft aus der Un-
glaubhaftigkeit der Vorbringen, aber auch aus der fehlenden Asylrele-
vanz ergeben könne,

dass praxisgemäss eine Kausalität zwischen abgeschlossener Verfol-
gung  und  Ausreise  verlangt  und  diese  als  gegeben  erachtet  wird, 
wenn  der  zeitliche  und  sachliche  Zusammenhang  genügend  eng  ist 
(vgl.  ACHERMANN/  HAUSAMMANN,  Handbuch des Asylrechts,  2. vollständig 
überarbeitete Auflage, Verlag Paul Haupt, Bern/Stuttgart 1991, S. 107),

dass der  zeitliche Zusammenhang als  zerrissen gilt,  wenn zwischen 
Eingriff  und Ausreise  ein zu grosser  Zeitraum – mehr  als  sechs bis 
zwölf Monate – liegt und keine plausiblen Gründe für eine verspätete 
Ausreise vorliegen (vgl. ACHERMANN/ HAUSAMMANN, a.a.O.), 

dass  sich  die  letzten  Übergriffe  gemäss  eigenen  Angaben  des  Be-
schwerdeführers im Jahre 2003 ereigneten und somit bereits mehrere 
Jahre zurückliegen,

dass  damit  der  geforderte  zeitliche  Zusammenhang  zwischen  abge-
schlossener Verfolgung und Ausreise vorliegend nicht gegeben ist,

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dass  sich  die  Furcht  vor  zukünftiger  Verfolgung  angesichts  der 
Tatsache,  dass  der  Beschwerdeführer  sich  vor  seiner  Ausreise 
jahrelang unbehelligt  im Heimatstaat  aufhalten  konnte,  objektiv  nicht 
begründen lässt,

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  nach  dem  Gesagten, 
abgesehen  von  der  seitens  der  Vorinstanz  zu  Recht  festgestellten 
Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen,  bereits  wegen  fehlender  Asylre-
levanz den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
AsylG nicht  genügen und auch die  Argumentation  in  der  Beschwer-
deschrift nichts enthält, was als Indiz für die Erfüllung der Flüchtlings-
eigenschaft oder die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG betrachtet werden könnte,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 

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(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der 

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unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzu-
weisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Einschreiben;  Beilagen:  Vorinstanzliche 
Verfügung im Original, Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- das Migrationsamt des Kantons J._______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Marco Abbühl

Versand: 

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