# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c51863f6-731d-5a62-87c9-ca472d6c3a42
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 24.11.2025 BEK 2025 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-140_2025-11-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Verfügung vom 24. November 2025
BEK 2025 140

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Beschwerdeführer,
verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 3. Abteilung, Postfach 128, 8832 Wollerau,
Anklagebehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt C.________,

2. D.________ GmbH,
Privatklägerin und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

3. F.________ AG,
Privatklägerin und Beschwerdegegnerin,

betreffend Beweis- und Verfahrensanträge
(Beschwerde gegen die Verfügung des Strafgerichtspräsidenten vom 1. Okto-
ber 2025, SEO 2024 1);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Der Strafgerichtspräsident wies mit Verfügung vom 1. Oktober 2025 die 
von der Verteidigung gestellten Beweis- und Verfahrensanträge ab. Der amtli-
che Verteidiger beantragte mit rechtzeitiger Beschwerde, „die gestellten Be-
weisanträge seien zu genehmigen“, eventualiter sei die Angelegenheit zur 
„Neuverteilung“ an die Vorinstanz zurückzuweisen, allenfalls „verbunden mit 
verbindlichen Weisungen“. Der Strafgerichtspräsident verzichtete auf eine Ver-
nehmlassung (KG-act. 4). Die Staatsanwaltschaft und die Beschwerdegegnerin 
2 beantragten, die Beschwerde sei, soweit auf sie überhaupt einzutreten sei, 
abzuweisen (KG-act. 5 und 7).

2. Die Staatsanwaltschaft begründete ihren Nichteintretensantrag damit, 
dass die vor Eröffnung der Hauptverhandlung erlassene angefochtene Verfü-
gung, soweit sie Beweis- und Verfahrensanträge abweise, kein beschwerde-
fähiges Anfechtungsobjekt darstelle, da die Beweisanträge an der Hauptver-
handlung erneut gestellt werden könnten. Der Strafgerichtspräsident setzte den 
Parteien nach Art. 331 Abs. 2 StPO Frist zur Stellung begründeter Beweisan-
träge an (Vi-act. 13). Der erstinstanzliche amtliche Verteidiger stellte innert er-
streckter Frist Beweisanträge (Vi-act. 17 f. und 20). Mit der angefochtenen Ver-
fügung wies der Strafgerichtspräsident unter anderem diese Beweisanträge ab. 
Die Ablehnung ist nicht anfechtbar, doch können abgelehnte Beweisanträge an 
der Hauptverhandlung erneut gestellt werden (Art. 331 Abs. 3 StPO). Bezeich-
net die Strafprozessordnung einen Entscheid als endgültig oder nicht anfecht-
bar, so ist dagegen die Beschwerde als Rechtsmittel dieses Gesetzes (Art. 393 
ff. StPO) nicht zulässig (Art. 380 StPO; selbst i.V.m. Art. 379 und Art. 393 StPO, 
dazu BGE 143 IV 475 E. 2.4). Der sich auf verfahrensleitende und damit nach 
Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO ebenfalls von der Beschwerdeerhebung ausgenom-
menen Entscheide beziehende Terminus „nicht anfechtbar“ wird in Art. 331 
Abs. 3 StPO (wie etwa auch in Art. 318 Abs. 3 StPO und dazu BEK 2021 66 
vom 18. August 2021 E. 2) verwendet, womit – ungeachtet der vom Verteidiger 
geltend gemachten Rechtsprechung zur „Schwelle des rechtlichen, nicht wie-

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dergutmachenden Nachteils gemäss Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG“ – die Be-
schwerde nicht zulässig ist (Bähler, BSK, 3. A. 2023, Art. 380 StPO N 3 und 
Achermann, ebd., Art. 331 StPO N 7). Die mutmassliche verfahrensleitende 
Weigerung der Vorinstanz, die Anklage zur Verbesserung zurückzuweisen 
bzw. das Verfahren zu sistieren, wurde mit der Beschwerde gegen die Abwei-
sung der Beschwerdeanträge nicht angefochten. Abgesehen davon können 
verfahrensleitende Anordnungen der Gerichte nur mit dem Endentscheid ange-
fochten werden (Art. 65 Abs. 1 und Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO). 

3. Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig und mithin aussichtslos. 
Ausgangsgemäss gehen die Kosten zu Lasten des unterliegenden Beschwer-
deführers (Art. 428 Abs. 1 StPO). Von einer Kostenauflage zulasten des Vertei-
digers (Art. 417 StPO) ist zufolge der nicht bekannten Instruktionen seines Man-
danten abzusehen. Für die ohne Berücksichtigung der einschlägigen Bestim-
mungen grob unsorgfältig erfolgte Einreichung der Beschwerde ist der Verteidi-
ger indes nicht zu entschädigen, zumal die Voraussetzungen der amtlichen Ver-
teidigung für die vorliegende Rechtsmittelerhebung nicht dargetan sind 
(Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Privatklägerin bezifferte und belegte ihren Entschä-
digungsantrag gegen den Beschuldigten nicht, weshalb diesem Antrag für ihre 
ohnehin sehr kurze, auf die Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft verwei-
sende und damit nur vernachlässigbaren Aufwand verursachende Beschwer-
deantwort nicht stattzugeben ist (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 433 Abs. 2 StPO);- 

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verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an den Verteidiger (2/R), die Staatsanwaltschaft (je 1/A an die 
3. Abteilung und die Amtsleitung/zentraler Dienst), den Rechtsvertreter 
der Beschwerdegegnerin 2 (2/R), die Beschwerdegegnerin 3 (1/R) und 
die Vorinstanz (1/ES mit den Akten) sowie nach definitiver Erledigung an 
die Vorinstanz (1/ü) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtspräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 24. November 2025  amu