# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c708fc2c-6da5-51c2-8b78-9a73bbc56896
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-03-08
**Language:** de
**Title:** Einordnung und Gestaltung eines Bauvorhabens in einer Quartiererhaltungszone (QEZ) in Winterthur. Aufhebung der Baubewilligung.
**Docket/Reference:** BRGE IV Nrn. 0029-0030/2018
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/entscheidauszug_aus_brge_iv_nr._0029-2018_vom_8._maerz_2018.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

4. Abteilung 

G.-Nrn. 
BRGE IV Nrn. 

R4.2017.00129 und R4.2017.00132 
0029/2018 und 0030/2018 

Entscheid vom 8. März 2018 

Mitwirkende 

Abteilungspräsident  Reto  Philipp,  Baurichter  Alexander  Seiler,  Baurichter 
Urs Hany, Gerichtsschreiber Daniel Schweikert     

in Sachen 

Rekurrentinnen 

R4.2017.00129  
R. G., [….]  

R4.2017.00132 
1.  D. B., [….] 
2.  A. K., [….] 

gegen 

Rekursgegner 

1.  Bauausschuss der Stadt Winterthur, Pionierstrasse 7, 8403 Winterthur  
2.  N. U., [….]  

betreffend 

Bauausschussbeschluss vom 30. August 2017; Baubewilligung für Abbruch 
Gebäude und Neubau Mehrfamilienhaus 
______________________________________________________ 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 

Mit  Beschluss  vom  30.  August  2017  erteilte  der  Bauausschuss  der  Stadt 

Winterthur  N.  U.  die  baurechtliche  Bewilligung  für  ein  Mehrfamilienhaus 

[….] an der Brunngasse [….] in Winterthur-Stadt. 

B. 

Mit Eingabe vom 29. September 2017 gelangte R. G. (nachfolgend: Rekur-

rentin  1)  an  das  Baurekursgericht  des  Kantons  Zürich  und  beantragte  die 

Aufhebung  der  Baubewilligung  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen 

zulasten der Rekursgegnerschaft.  

Vom  Rekurs  wurde  mit  Verfügung  vom  2.  Oktober  2017  unter  der  Ge-

schäftsnummer R4.2017.00129 Vormerk genommen und das Vernehmlas-

sungsverfahren eröffnet. 

C. 

Mit  Rekursschrift  vom  2.  Oktober  2017  gelangten  sodann  D.  B.  (nachfol-

gend: Rekurrentin 2) und A. K. (nachfolgend: Rekurrentin 3) an das Baure-

kursgericht.  Auch  sie  beantragten  im  Hauptstandpunkt  die  Aufhebung  der 

Baubewilligung  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zulasten  der  Re-

kursgegnerschaft. 

Von  diesem  Rekurs  wurde  mit  Verfügung  vom  3.  Oktober  2017  unter  der 

G.-Nr. R4.2017.00132 Vormerk genommen und das Vernehmlassungsver-

fahren eröffnet. 

D. 

Die Vorinstanz schloss in ihren Vernehmlassungen vom 3. November 2017 

und vom 6. November 2017 auf Abweisung der Rekurse unter Kostenfolge 

zulasten der Rekurrentin 1 respektive der Rekurrentinnen 2 und 3. 

R4.2017.00129 

Seite 2 

 
 
E. 

Auch der private Rekursgegner beantragte in seinen Rekursantworten vom 

1. November 2017 die Abweisung der Rekurse unter Kostenfolge zulasten 

der Rekurrentin 1 bzw. der Rekurrentinnen 2 und 3. 

F. 

Soweit  weitere  Rechtsschriften  eingingen,  hielten  die  Parteien an  ihren  je-

weiligen Anträgen fest. 

G. 

Am  8.  Januar  2018  führte  die  vierte  Abteilung  des  Baurekursgerichts  im 

Beisein der Parteien einen Augenschein vor Ort durch. 

H. 

Auf die Ausführungen der Parteien und die Erkenntnisse des Augenscheins 

ist nachfolgend insoweit einzugehen, als dies für die Begründung des Ent-

scheides erforderlich ist. 

Es kommt in Betracht: 

1. 

Die  Rekurse  betreffen  dasselbe  Bauvorhaben,  weshalb  die  Verfahren  G.-

Nrn. R4.2017.00129 und R4.2017.00132 zu vereinigen sind. 

Nachfolgend  zitierte  Akten  befinden  sich,  sofern  nicht  anders  erwähnt,  im 

Dossier des Verfahrens G.-Nr. R4.2017.00129. 

R4.2017.00129 

Seite 3 

 
 
 
2. 

Als Eigentümerinnen der allesamt in unmittelbarer Nähe des Bauvorhabens 

gelegenen Grundstücke  [….]  sind die  Rekurrentinnen  im  Lichte  der vorge-

brachten Rügen (insbesondere: Verletzung der Vorschriften über die Quar-

tiererhaltungszone) unstreitig im Sinne von § 338a des Planungs- und Bau-

gesetzes (PBG) rekurslegitimiert. Weil auch die übrigen Prozessvorausset-

zungen erfüllt sind, ist auf die Rekurse einzutreten. 

3.1. 

Streitbetroffen  ist  der  Neubau  eines  Mehrfamilienhauses  mit  sieben  Woh-

nungen  an  der  Brunngasse  [….].  Eine  aussagekräftige  Visualisierung  ist 

dem Titelblatt des Brandschutznachweises (act. 11.7) zu entnehmen: 

3.2. 

Das  Baugrundstück  [….]  liegt  in  der  Quartiererhaltungszone  (QEZ)  Ruhtal 

(Art. 35 lit. f der Bau- und Zonenordnung [BZO]).  

Es  ist  derzeit  mit  dem  Wohngebäude  Vers.-Nr.  0000  überstellt,  welches 

abgebrochen und durch das besagte Mehrfamilienhaus ersetzt werden soll. 
Dieses  soll  –  wie  das  bisherige  Gebäude  –  an  das  Gebäude  Brunngasse 

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Seite 4 

 
 
 
 
[….]  auf  dem  östlich  angrenzenden  Grundstück  [….]  angebaut  werden 

(Grenzbau).  Vorgesehen  sind  drei  Vollgeschosse  mit 

je  zwei  2,5-

Zimmerwohnungen  sowie  ein  Attikageschoss  mit  einer  weiteren  2,5-

Zimmerwohnung.  Hinzu  kommt  ein  anrechenbares  Untergeschoss.  Weiter 

sind im nördlichen Bereich des Baugrundstücks zwei Autoabstellplatze vor-

gesehen (act. 11.3.4). 

4. 

Die  Rekurrentinnen  machen  als  erstes  zusammengefasst  geltend,  das 

Bauvorhaben  sei  mit  den  Anforderungen,  welche  die  BZO  an  Neubauvor-

haben in der QEZ Ruhtal stelle, schlechterdings nicht vereinbar. Art. 35 lit. f 

BZO  charakterisiere  die  QEZ  Ruhtal mit mehreren  Merkmalen,  von  denen 

die  Vorinstanz  überhaupt  nur  eines  ernsthaft  behandelt  und  diesbezüglich 

eine – allerdings reichlich unbestimmte – Auflage statuiert habe. Im Übrigen 

beschreibe  die  Vorinstanz  das  Bauvorhaben  in  einer  Art  und Weise,  dass 

bei  einem  Blick  in  die  Baupläne  ernsthafte  Zweifel  aufkämen,  ob  es  sich 

wirklich um das hier umstrittene Projekt handle. So erkenne die Vorinstanz 

beispielsweise  –  anlehnend  an das  QEZ-Charakteristikum "nahezu  würfel-

förmige Baukuben" – in dem Bauvorhaben eine würfelförmige Kubatur; eine 

Würdigung,  die  angesichts  des  siebeneckigen  Grundrisses  der  Vollge-

schosse respektive des zehneckigen Grundrisses des Dachgeschosses mit 

nirgendwo gleich langen Gebäudeseiten nicht nachvollziehbar sei. Auch die 

weiteren Charakteristika gemäss Art. 35 lit. f BZO seien in dem hier geplan-

ten  Bauvorhaben  mit  Fug  nirgends  erkennbar.  Weiter  setze  sich  die  Vo-

rinstanz auch mit der klaren Vorgabe von Art. 38 Abs. 2 BZO, wonach sich 

das  zulässige  Bauvolumen  grundsätzlich  nach  dem  Bestand  auf  der  be-

troffenen Parzelle richte, nicht auseinander, obgleich vorliegend eine Erwei-

terung des vorhandenen Bauvolumens um rund die Hälfte geplant sei. Ein 

Ausnahmetatbestand nach Massgabe von Art. 38 Abs. 3 BZO liege sicher 

nicht vor. 

Insgesamt vermöge das Bauvorhaben den Gestaltungs- und Einordnungs-

vorschriften der QEZ Ruhtal nicht ansatzweise zu genügen. 

5.1. 
Die  Quartiererhaltungszonen  in  der  Stadt  Winterthur  sind  Strukturerhal-

tungszonen,  nicht  Schutzzonen.  Sie  bezwecken  die  Erhaltung  und  mass-

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volle  Entwicklung  in  sich  geschlossener  Ortsteile  mit  hoher  Gartenstadt- 

und Siedlungsqualität, die in ihrer Nutzungsstruktur sowie in ihrer baulichen 

Gliederung  und  Qualität  erhalten  werden  sollen  (Art.  34  Abs.  1  BZO).  Im 

Rahmen der Siedlungsstruktur ist der Erhaltung von quartierbestimmenden 

Grünräumen  besondere  Beachtung  zu  schenken  (Art.  34  Abs.  2  BZO). 

Gemäss Art. 35 lit. f BZO charakterisiert sich die QEZ Ruhtal wie folgt:  

"Das  kleinräumig  strukturierte  Wohn-  und  Gewerbequartier  ist  charakteri-

siert durch die auf kleinen Parzellen auf die Baulinie gestellten Solitärbau-

ten. Die nahezu würfelförmigen Baukuben sind zwei- bis dreigeschossig mit 

Hochparterre.  Schmale  Vorgärten  mit  Sockelmauern  und  Zäunen  fassen 

den Strassenraum. Der strassenabgewandte Freiraum wird als Garten ge-

nutzt." 

Gemäss  Art.  38  BZO (Marginale:  Gestaltung  und  Ausnützung) gilt  sodann 

Folgendes:  Bauten, Anlagen, Grün- und  Freiräume  sind  im  Ganzen  wie  in 

ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass der typische Gebietscharakter 

gewahrt  bleibt  und  eine  gute  Einordnung  in  die  in  Art.  35  beschriebene 

Siedlungsstruktur  erzielt  wird  (Abs.  1).  Das  zulässige  Bauvolumen  richtet 

sich nach dem Bestand auf der betroffenen Parzelle (Abs. 2). Das zulässi-

ge Bauvolumen kann in begründeten Fällen bis auf das orts- und quartier-

übliche  Mass  erhöht  werden,  wenn  dadurch  insgesamt  eine  bessere  Ge-

staltung  und  Einordnung  erreicht  und  die  Gartenstadtqualität  gestärkt  wird 

(Abs. 3). 

An dieser Stelle zu bemerken ist, dass Art. 34 und Art. 38 BZO in der hier 

wiedergegebenen Fassung im Rahmen einer Teilrevision der BZO im Um-

setzung der Motion "zum Erhalt der Gartenstadtqualitäten" auf den 16. Juni 

2017  in  Kraft  gesetzt  wurden.  Das  in  Art.  34  BZO  neu  eingefügte  Wort 

"massvolle" soll verdeutlichen, dass die Entwicklung innerhalb des heutigen 

Rahmens  stattfinden  soll.  Weiter  wurde  in  Art.  34  Abs.  1  BZO  die  Sied-

lungsqualität um den Aspekt der für Winterthur prägenden "Gartenstadtqua-

lität" ergänzt. Gemäss dem neuen Abs. 2 von Art. 38 BZO richtet sich das 

Bauvolumen  sodann  neu  nicht  mehr  wie  in  der  bis  15.  Juni  2017  in  Kraft 

stehenden  Fassung  nach  dem  Bestand  der  quartierüblichen  Bauten,  son-

dern  explizit  nach  dem  Bestand  auf  der  betroffenen  Parzelle.  So  sollen 

Neubauten  weniger  (als  gemäss  bisherigem  Recht)  vom  Bestand  abwei-

chen,  sich  besser  in  die  bestehende  ortsbauliche  Struktur  einfügen  und 
nicht  beliebig  zulasten  der  Freiräume  vergrössert  werden  können  (Erläu-

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Seite 6 

 
 
ternder  Bericht  gemäss  Art.  47  der  Raumplanungsverordnung  [RPV]  zur 

Teilrevision der BZO [vom Grossen Gemeinderat am 7. November 2016 zur 

Kenntnis genommen]: Erhalt der Gartenstadt-Qualitäten, Anforderungen an 

Gestaltung und Einordnung von Bauten in Quartiererhaltungszonen, S. 4 f.; 

verfügbar unter www.stadt.winterthur.ch > Themen > Leben in Winterthur > 

Planen  &  Bauen  >  Richt-  &  Nutzungsplanung  >  Laufende Verfahren  >  Er-

halt Gartenstadtqualitäten > Bau- und Zonenordnung > Erläuternder Bericht 

nach Art. 47 RPV; besucht am 17. Februar 2018). 

5.2. 

Gemäss  den  massgeblichen  kommunalen  Vorschriften  ist  das  vorliegend 

projektierte  Mehrfamilienhaus  demnach  samt  Grün-  und  Freiräumen  im 

Ganzen  wie  in  seinen einzelnen Teilen  so  zu  gestalten, dass  der typische 

Gebietscharakter im Sinne von Art. 35 lit. f BZO gewahrt bleibt und eine gu-

te Einordnung in die für die QEZ Ruhtal beschriebene Siedlungsstruktur er-

zielt wird (Art. 38 Abs. 1 BZO). Das zulässige Bauvolumen richtet sich nach 

dem bisherigen Bestand (sprich: nach dem Volumen des derzeit noch vor-

handenen Gebäudes Vers. 1323); es kann – unter bestimmten, einschrän-

kenden  Voraussetzungen  –  auf  das  orts-  und  quartierübliche  Mass  erhöht 

werden (Art. 38 Abs. 2 und 3 BZO). 

6. 

Soweit Bestimmungen des kantonalen Rechts den Gemeinden als Ausfluss 

der  Gemeindeautonomie  einen  gewissen  Beurteilungsspielraum  belassen, 

ist zwischen der Gemeindeautonomie einerseits und dem verfassungsmäs-

sigen Anspruch auf Ausschöpfung der Überprüfungsbefugnis anderseits im 

Sinne  eines  Ausgleichs  praktische  Konkordanz  herzustellen.  Die  Rekurs-

instanz  hat  die  im  konkreten  Fall  von der Vorinstanz  angeführten Kriterien 

und Entscheidgründe gebührend  zu  berücksichtigen.  Es  steht  dem  Baure-

kursgericht  nicht  zu,  die  sich  stellenden  Fragen  so  zu  beurteilen,  wie  dies 

eine  rechtsanwendende  erstinstanzliche  Behörde  tun  würde.  Insoweit  un-

terliegt die grundsätzlich volle Kognition des Baurekursgerichts (§ 20 Abs. 1 

des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes  [VRG])  schon  bei  der  Anwendung 

von kantonalrechtlichen Bestimmungen einer gewissen Einschränkung.  

Mit  Entscheid  VB.2014.00232  und  VB.2014.00248,  E.  4.3  (in  BEZ  2015 
Nr. 29) ist das Verwaltungsgericht zum Schluss gekommen, bei der Ausle-

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Seite 7 

 
 
gung  und  Anwendung  von  kompetenzgemäss  erlassenem  kommunalem 

Recht  könne  sich für die  Gemeinde  ein Spielraum auftun,  wenn  das  kom-

munale Recht der rechtsanwenden Behörde eine umfassende Einzelfallbe-

urteilung aufgebe bzw. einen Ermessensspielraum einräume. Dieser Spiel-

raum sei weiter als der Beurteilungsspielraum, der einer Gemeinde bei der 

Anwendung  von  §  238  PBG  durch  das  kantonale  Recht  geöffnet  werde. 

Das Baurekursgericht sei in solchen Fällen verpflichtet, sich mit besonderer 

Sorgfalt  mit  den  Entscheidgründen  der  Baubewilligungsbehörde  auseinan-

derzusetzen. Sei der Entscheid der Gemeinde plausibel und stichhaltig be-

gründet, bedürfe es mithin besonders überzeugender Gründe, um von de-

ren  Auslegung  und  Anwendung  des  kommunalen  Rechts  abzuweichen. 

Damit  werde  die  Kognition  der  Rekursinstanz  durch  die  Gemeindeautono-

mie beschränkt. 

7.1. 

Nach Massgabe der nachfolgend im Einzelnen dargelegten Gründe ist die 

Erteilung der Baubewilligung für das besagte Mehrfamilienhaus in der QEZ 

Ruhtal auch im Lichte der durch die Gemeindeautonomie eingeschränkten 

Kognition  der  Rekursinstanz  unhaltbar.  Der  Entscheid  der  Vorinstanz  ist 

weder plausibel noch stichhaltig begründet. 

7.2. 

Die  Charakterisierung  der  QEZ  Ruhtal  hält  fest,  dass  die  bestehende  Be-

bauung aus "nahezu würfelförmigen" Baukuben bestehe. 

Diese Beschreibung konnte anlässlich des Augenscheins und insbesonde-

re  des  Rundgangs  (Prot.  S.  4  ff.)  verifiziert  werden;  ferner  ergibt  auch  ein 

Blick in die Geodaten (www.stadtplan.winterthur.ch; besucht am 17. Febru-

ar  2017), dass  die  Beschreibung  betreffend  die  gesamte  QEZ  Ruhtal  res-

pektive  die  weit  überwiegende  Mehrzahl  der  vorhandenen  Baukuben 

durchaus  zutreffend  ist.  Selbstredend  sind  in  der  QEZ  Ruhtal  nicht  nur 
exakt  würfelförmige  Bauten  vorhanden  –  das  ergibt  sich  bereits  aus  dem 
Gesetzestext  respektive  dem  Wort  "nahezu"  in  Art.  35  lit.  f  BZO.  Weiter 

sind vereinzelt auch andere als nahezu würfelförmige Gebäudeformen vor-

handen,  bspw.  das  Gebäude  an  der  Ruhtalstrasse  12  (wobei  gerade  bei 

diesem  Gebäude  durchaus  auch  noch  ein  letztes  Element  von  Würfelför-
migkeit – drei zusammengefügte Würfel – erkennbar ist) oder das Gebäude 

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Seite 8 

 
 
an  der  Heinrichstrasse  1.  Entgegen  den  Ausführungen  der  Vorinstanz  ist 

indes  selbst  bei  Gebäuden  im  Strassenkreuzungsbereich  durchaus  in  der 

Regel noch ein würfelförmiges Element zu erkennen (so etwa beim Gebäu-

de  an  der  Brunngasse  35,  bei  dem  nur  der  eingeschossige,  gewerbliche 

Anbau die Würfelförmigkeit durchbricht [vgl. Prot. S. 13 Foto 11]). Indes ist 

vorliegend ohnehin nicht ausschlaggebend, ob einzelne Gebäude allenfalls 

auch in Missachtung der QEZ-Vorschriften oder möglicherweise vor deren 

Inkrafttreten bewilligt wurden oder ob sie so, wie sie heute existieren, über-

haupt  (noch)  bewilligungsfähig  wären.  Massgebend  ist  vielmehr,  dass  bei 

der Prüfung der Bewilligungsfähigkeit von Neubauten von der die QEZ cha-

rakterisierenden Beschreibung in Art. 35 lit. f BZO auszugehen und ein je-
des  Neubauvorhaben  an  diesem  Massstab  zu  messen  ist  (Art.  38  Abs.  1 
BZO).  

Ein Würfel besteht aus sechs quadratischen Seitenflächen, die gleich gross 

sind und im rechten Winkel zueinanderstehen. Art. 35 lit. f BZO in Verbin-

dung  mit  Art.  38  Abs.  1  BZO  besagt  entgegen  den  Ausführungen  der  Vo-

rinstanz  in  den  Vernehmlassungen  nicht,  dass  nur  exakt  würfelförmige 

Baukuben  bewilligungsfähig  wären.  Hingegen  lässt  sich  der  Vorschrift 

durchaus  entnehmen,  dass  eine  Baute,  die  jegliches  Element  vermissen 

lässt, welches auch nur ansatzweise an einen Würfel erinnern könnte, den 

typischen Gebietscharakter der QEZ Ruhtal gemäss Art. 35 lit. f BZO nicht 

zu wahren vermag und sich dementsprechend nicht gut in die vorhandene 

Siedlungsstruktur  einordnet.  Exakt  um  eine  solche  Baute  handelt  es  sich 

vorliegend. Wie die Rekurrierenden mit Recht bemerken, sind nachgerade 

keine  zwei  Gebäudeseiten  des  geplanten  Bauvolumens  gleich  lang.  Die 

nördliche  Seite  erinnert  an  eine  Art  Amboss;  die  südliche  ist  mit  Begriffen 

der Geometrie schlechterdings überhaupt nicht mehr beschreibbar. Letzte-

res gilt auch für das prägnante, zehneckige Dachgeschoss. Einzig klar ist, 

dass  das  hier  geplante  Gebäudevolumen  mit  einem Würfel  oder  auch  nur 

schon mit irgendwelchen Erkennungsmerkmalen einer nahezu würfelförmi-

gen  Form  (Orthogonalität,  Rechteckigkeit)  nichts  zu  tun  hat.  Mitunter  ist 

kaum  denkbar,  ein  Gebäude  zu  planen,  welches  die  Abwesenheit  jedwel-

cher Erinnerung an einen Würfel mehr zelebrieren könnte als das hier zur 

Diskussion stehende. Das einzige, was in Bezug auf die Gebäudeform er-

kennbar  ist,  ist  das  Bestreben  nach  maximaler  Ausnutzung  der  von  den 
Baulinien begrenzten Grundstücksfläche, was zu der rein funktional beding-
ten Vieleckigkeit führt, die jedes Element von Würfelförmigkeit negiert. Wie 

die  Vorinstanz  dem  Bauvorhaben  vernehmlassungsweise  "gut  ausformu-

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Seite 9 

 
 
lierte  kubische  Formen"  zu  attestieren  vermochte,  ist  unverständlich.  Zu-

sammengefasst  ist  das  auch  gemäss  der  Fachgruppe  Stadtgestaltung 

(act. 2 S. 3) als typisch bezeichnete Merkmal der QEZ Ruhtal  – Würfelför-

migkeit – vorliegend nicht in Ansätzen zu erkennen. 

7.3. 

Charakteristisch für die QEZ Ruhtal ist es gemäss Art. 35 lit. f BZO weiter, 

dass die (nahezu würfelförmigen) Bauten zwei- bis dreigeschossig sind, mit 

Hochparterre.  Auch  dieses  Charakteristikum  der  QEZ  Ruhtal  konnte  an-

lässlich  des  Augenscheins  verifiziert  werden.  Beispielsweise  verfügt  auch 

das zum Abbruch vorgesehene Gebäude Vers.-Nr. 0000 über das quartier-

typische Hochparterre. 

Zwar  ist  der  Vorinstanz  in  Bezug  auf  die  Geschossigkeit  insoweit  zuzu-

stimmen, dass in der QEZ Ruhtal überwiegend dreigeschossige (und nicht 

nur  zweigeschossige)  Gebäude  vorhanden  sind.  Es  sind  denn  auch  drei 

Vollgeschosse  erlaubt  (Art.  39  lit.  a  BZO)  – und  vorliegend  auch  vorgese-

hen. Beim hier zu beurteilenden Bauvorhaben besteht indes die Besonder-

heit, dass das Attikageschoss bei der am besten und prominent einsehba-

ren  Stelle  (nämlich  beim  Blick  von  der  Strassenkreuzung  Rundstras-

se/Brunngasse,  aus  welcher  Perspektive  auch  die  vorstehende  Visualisie-

rung  stammt)  klarerweise  den  Eindruck  eines  vierten  Vollgeschosses  er-

weckt.  Gerade  entlang  der  längsten  Fassade  zur  Brunngasse  hin  tritt  die 

viergeschossige  Erscheinungsweise  mit  voller Wucht  zu  Tage.  Dies  ist  of-

fenbar  auch  das  architektonisch  explizit  verfolgte  Ziel,  wenn  in  der  Ver-

kaufsdokumentation wörtlich und zutreffend festgehalten wird, die "gesamte 

Gebäudemasse"  werde  zur  Ecke  hin  zu  einem  "kleinen  hochhausartigen 

Gebilde  aufgetürmt  und  entsprechend  inszeniert;  die  vertikalen  Fensterflü-

gel werden raumhoch ausgebildet und um die Ecke gezogen, die spektaku-

läre  Wohnfläche  der  Attikawohnung  wird  ganz  an  den  vorderen  Rand  ge-

schoben,  um  eine  Überhöhe  zu  erreichen.  So  erzeugen  die  Gebäudepro-

portionen  zusammen  mit  den  spitzwinklig  verschmolzenen  Strassenfassa-

den einen fast unwirklichen Effekt eines Verzuges und erinnern an expres-

sionistische  Stadtvisionen  der  20er-Jahre"  (act.  5.1  S.  5  im  Verfahren 

R4.2017.00132). 

Diese  architektonische  Beschreibung  ist  vollends  zutreffend;  auf  sie  kann 
verwiesen  werden.  Inwiefern  indes  ein  in  Anlehnung  an  den  städtebauli-

chen Expressionismus der 1920er-Jahre inszeniertes Bauvorhaben mit be-

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Seite 10 

 
 
tont zur Südwestecke hin aufgetürmter Überhöhe irgendwie mit den in der 

QEZ  Ruhtal  charakteristischen,  zwei-  bis  dreigeschossigen  Bauten  mit 

Hochparterre  korrespondieren  könnte,  ist  schlechterdings  unerfindlich.  Bei 

diesem  Ergebnis  kann  im  Detail  offenbleiben,  ob  es  überhaupt  –  so  eine 

weitere Rüge der Rekurrentinnen – zulässig ist, die hypothetische Firstrich-

tung beim vorliegenden Bauvorhaben entlang der Rundstrasse festzulegen, 

so  dass  die  vollends  quartieruntypische  viergeschossige  Massierung  zur 

längsten Seite an der Brunngasse hin (der angeblichen fiktiven Giebelseite) 

überhaupt erst möglich  wird.  Schliesslich  ist  nicht  zu  begründen,  inwiefern 

bei  dem  geplanten  Bauvorhaben  die  Rede  davon  sein  könne,  es  entspre-

che – so in den Worten der Vorinstanz in der Vernehmlassung – dem quar-

tiertypischen Hochparterre im Sinne von Art. 35 lit. f BZO. Gegenteilig wird 

ein  Hochparterre  im  Lichte  der  Abgrabungen  entlang  des  gesamten  Ge-

bäudeumfanges (gemäss Art. 70 Satz 1 BZO dürften Abgrabungen an sich 

nicht  mehr  als die  Hälfte  des  Gebäudeumfanges  betreffen)  und  der  eben-

erdigen  Haus-  und  Gartenzugänge  samt  Fensterfronten  auf  Höhe  des  ge-

stalteten Terrains bewusst negiert. Auch geht unter Anderem gerade durch 

diese quartieruntypische Massnahme jegliche architektonisch begründbare 

Bezugnahme  auf  das  angrenzende  Gebäude  Rundstrasse  [….]  verloren. 

Eine  angeblich  harmonische  Höhenstaffelung  mit  logischem  Anschluss  an 

dieses Gebäude – so die Baubewilligung (act. 2 S. 3) – ist jedenfalls in Be-

zug auf sämtliche vorliegend in Frage kommenden Definitionen des Begriffs 

Höhe  (Firsthöhe,  Gebäudehöhe,  Höhe  des  gestalteten  Terrains,  Höhe 

überhaupt  irgendeines  Geschosses)  nicht  zu  erkennen.  Die  diesbezüglich 

zahlreichen  Dissonanzen  (vgl.  act.  11.3.5,  Fassade  Süd)  sind  unüberseh-

bar. Die ungleichmässige Befensterung sowie die quartieruntypischen, aus-

ladenden  Balkone  im  Baulinienbereich  (hierzu  auch  nachstehende  Erwä-

gungsziffer  7.6)  samt  gar  französischer  Balkone  runden  die  gestalterisch 

komplette Disharmonie zum Nachbargebäude nur noch ab. 

7.4. 

Ein  weiteres  Charakteristikum  der  QEZ  Ruhtal  sind  gemäss  Art.  35  lit.  f 

BZO  die  schmalen  Vorgärten  mit  Sockelmauern  und  Zäunen,  die  den 

Strassenraum fassen. 

Den  Plänen  ist  die  Bemerkung  zu  entnehmen,  dass  die  bestehende  So-

ckelmauer  und  der  Eisenzaun  erhalten  bleiben  sollen,  was  in  gestalteri-
scher  Hinsicht  unzweifelhaft  zu  begrüssen  ist,  wenngleich  die  Erhaltung 

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Seite 11 

 
 
entlang  der  Rundstrasse  nur  "möglichst"  gelten  soll  (act.  11.3.4,  Erdge-

schoss).  Mit  Recht  wurde  in  der  Baubewilligung  daher  auflageweise  eine 

Überarbeitung  der  Vorgartengestaltung 

(Einfriedungen,  Sockelmau-

er/Einzäunung)  verlangt  (Dispositivziffer  I.D.2.a).  Nachdem  das  Bauvorha-

ben  ohnehin  nicht  bewilligungsfähig  ist,  wird  die  Auflage  in  Bezug  auf  die 

hier  angefochtene  Baubewilligung  hinfällig.  Der  Vorgartengestaltung  wird 

im Lichte von Art. 35 lit. f BZO aber auch in einem zukünftigen Bauvorha-

ben die ihr in der Gartenstadt Winterthur gebührende Beachtung zu schen-

ken sein. 

7.5. 

Charakteristisch  für  die  QEZ  Ruhtal  ist  schliesslich,  dass  der  strassenab-

gewandte Freiraum als Garten genutzt wird. 

Die  Baubewilligung  hält  diesbezüglich  einzig  fest,  die  Nutzung  als  Wohn-

haus sichere den Erhalt der quartiertypischen Vorgärten (act. 3 S. 3). Ver-

nehmlassungsweise erklärt die Vorinstanz, der Fokus sei auf die Vorgärten 

gerichtet worden, um dort die Prinzipien der Gartenstadt zum Ausdruck zu 

bringen, weil eine Eckparzelle wie die vorliegende nebst einem Zugang und 

der  notwendigen  minimalen  Infrastruktur  im  strassenabgewandten  Bereich 

nur beschränkte Flächen zur Gartennutzung aufweisen könne. 

Zu  bemerken  ist  diesbezüglich,  dass  der  Umstand  beschränkter  verblei-

bender  Flächen  zur  Gartennutzung  den  Dimensionen  des  Bauvorhabens 

und namentlich der nördlichen, ambossartigen Ausstülpung geschuldet ist, 

weniger aber der Tatsache, dass es sich um eine Eckparzelle handelt. Der 

vorliegend  verbleibende  strassenabgewandte  Bereich  wird  vollständig  als 

Verkehrsflächen,  Parkplätze  sowie  Velo-  und  Containerabstellplätze  ver-

wendet. Eine die Gartenstadtqualität Winterthurs tatsächlich stärkende Ge-

staltung  eines  Bauvorhabens  samt  Umschwung  wäre  durchaus  auch  auf 

der  vorliegenden  Eckparzelle  denkbar.  Es  ist  jedenfalls  nicht  zwingend,  in 

solchen Situationen sich verjüngende Gebäude unter Auftürmung des Bau-

volumens  (vgl.  vorstehende  Erwägungsziffer  7.3)  möglichst  nahe  an  die 

Strassenkreuzung  zu  schieben, um  gleichzeitig  den  rückwärtig  verbleiben-

den, strassenabgewandten Grundstücksbereich vollständig mit Gebäudein-

frastruktur zu verstellen. 

R4.2017.00129 

Seite 12 

 
 
7.6. 

Das  Bauvorhaben  ist  auch  im  Lichte  der  kürzlich  verschärften  Vorschrift 

von Art. 38 Abs. 2 und 3 BZO (vorstehende Erwägungsziffer 5.1, 3. Absatz) 

nicht bewilligungsfähig. 

Zunächst erstaunt es, dass im angefochtenen Beschluss Art. 38 Abs. 2 und 

3 BZO nicht einmal erwähnt werden, obschon die Ausnützung im Vergleich 

zum Bestand auf der Bauparzelle [….] schätzungsweise um rund die Hälfte 

erhöht  wird.  Ein  Ausnahmetatbestand  im  Sinne  von  Art.  38  Abs.  3  BZO 

würde  zweierlei  voraussetzen:  dass  dadurch  insgesamt  eine  bessere  Ein-

ordnung und Gestaltung erreicht und die Gartenstadtqualität gestärkt wird. 

Weshalb diese zwei Voraussetzungen vorliegend erfüllt sein sollten, ergibt 

sich  auch  aus  der  Vernehmlassung  nicht  ansatzweise  –  sie  sind  es,  nach 

Massgabe  des  vorstehend  Ausgeführten,  klarerweise  nicht.  Insbesondere 

die  quartieruntypischen,  in  den  Baulinienbereich  hineinragenden  grossen 

Balkone  tragen  keinesfalls  zu  einer  besseren  Einordnung  und  Gestaltung 

bei, sondern verunklären letztlich nur ein weiteres Merkmal der QEZ Ruhtal 

(auf die Baulinie gestellte Solitärbauten). Ohnehin ist zu bemerken, dass im 

Zusammenhang  mit  den  Balkonen  auch  die  Rüge  einer  fehlerhaften  An-

wendung von § 100 Abs. 3 PBG zutreffend ist (VB.2014.00245, E. 4.3 f.; im 

Einzelnen kann in Anwendung von § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG auf die Ausfüh-

rungen  in  Ziff.  38  der  Rekursschrift  im  Verfahren  G.-Nr.  R4.2017.00132 

verwiesen  werden).  In  gestalterischer  Hinsicht  hilft  schliesslich  auch  der 

Hinweis  in  der  Baubewilligung  (act.  3  S. 3)  auf  angeblich  übernommene 

Empfehlungen der Fachgruppe Stadtgestaltung nicht weiter, nachdem über 

die  Sitzung  dieser  Fachgruppe  offenbar  nicht  Protokoll  geführt  wurde  und 

gemäss  den  Ausführungen  der  Vorinstanz  in  der  Vernehmlassung  auch 

kein editionsfähiges Dokument existiert. Damit bleiben die entsprechenden 

Empfehlungen  und  gestalterischen  Überlegungen  gänzlich  unbekannt. 

Selbst wenn die zwei Voraussetzungen gemäss Art. 38 Abs. 3 BZO für eine 

Erhöhung des Bauvolumens erfüllt wären, läge die oberste Grenze für eine 

Erhöhung  schliesslich  beim  orts-  und  quartierüblichen  Mass.  Auch  hierzu 

findet  sich  in  der  Vernehmlassung  (act. 10  S.  3  im  Verfahren  G.-Nr. 

R4.2017.00132) nach einer blossen Wiedergabe des Gesetzestextes nichts 

Erhellendes,  obgleich  das  orts-  und  quartierübliche  Mass  vorliegend  un-

zweifelhaft gesprengt wird. 

R4.2017.00129 

Seite 13 

 
 
8. 

Zusammengefasst  nimmt  das  Bauvorhaben  in  keiner  Art  und  Weise  die 

charakteristischen  Gestaltungmerkmale  der  QEZ  Ruhtal  auf.  Der  typische 

Quartiercharakter bleibt nicht gewahrt. Auch die nur unter eingeschränkten 

Voraussetzungen  mögliche  Erhöhung  des  zulässigen  Bauvolumens  im 

Vergleich zum Altbestand auf der Bauparzelle ist vorliegend nicht begründ-

bar.  

Bei diesem Ergebnis erübrigt sich eine Prüfung der weiteren Rügen. 

9. 

Der  Beschluss  des  Bauausschusses  Winterthur  vom  30.  August  2017  ist 

demnach in Gutheissung der Rekurse aufzuheben. 

[….] 

R4.2017.00129 

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