# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36d9bfa3-40b8-53bd-a2d1-ec3c17ef6aaa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2008 D-7475/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7475-2008_2008-12-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7475/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Fulvio Haefeli (Vorsitz),
Richter Markus König, 
Richterin Claudia Cotting-Schalch;
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

A._______, geboren (...),
Algerien,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 7. November 2008; Gesuch um 
Wiederherstellung der Beschwerdefrist / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7475/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das  BFM mit  Verfügung vom 7. November  2008  - eröffnet  am 
10. November 2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  vom  1. Oktober 2008  nicht  eintrat  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  19.  November  2008 
(Poststempel) selber einräumte, er habe die Beschwerdefrist verpasst 
und  sinngemäss  um  Wiederherstellung  der  Frist  ersuchte  (Art.  24 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  24.  November  2008 
(Poststempel)  gegen  die  Verfügung  des  BFM  beim  Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde erhob,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]) und auch für die Behandlung 
von  Gesuchen  um  Wiederherstellung  der  Beschwerdefrist  zuständig 
ist,

dass über nicht offensichtlich unzulässige Gesuche um Wiederherstel-
lung einer Frist nach Art. 24 VwVG ein Spruchgremium aus drei Rich-
tern oder Richterinnen entscheidet (vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG), wogegen 
über die Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. November 2008 auf-
grund der Verspätung im einzelrichterlichen Verfahren zu entscheiden 
wäre (vgl. Art. 111 Bst. b AsylG und Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass aus prozessökonomischen Gründen der gleiche Spruchkörper in 
der Besetzung mit  drei  Richtern oder Richterinnen über das Gesuch 
um Wiederherstellung der Beschwerdefrist und die Unzulässigkeit der 
Beschwerde (infolge Verspätung) entscheidet,

dass die Beschwerde innerhalb von 5 Arbeitstagen seit Eröffnung der 
Verfügung einzureichen ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG),

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dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Be-
hörde einzureichen oder zu deren Handen der Schweizerischen Post 
zu übergeben sind (Art. 21 Abs. 1 VwVG),

dass die angefochtene Verfügung gemäss Rückschein am 10. Novem-
ber 2008 eröffnet wurde,

dass somit die 5-tägige Beschwerdefrist am 17. November 2008 abge-
laufen  ist  und  demnach  die  Beschwerdeeingabe  vom  24. Novem-
ber 2008 verspätet eingereicht wurde, weshalb zu prüfen ist,  ob ent-
schuldbare Gründe im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG vorliegen, wel-
che eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist rechtfertigen würden,

dass gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG Voraussetzung für die Wiederher-
stellung  der  Beschwerdefrist  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  unver-
schuldet davon abgehalten worden ist, innert der Frist zu handeln und 
dass er binnen 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses die versäumte 
Rechtshandlung vornimmt,

dass gemäss Lehre und Rechtsprechung zu Art. 24 Abs. 1 VwVG ein 
Fristversäumnis  nur  dann  unverschuldet  ist,  wenn  der  Partei  keine 
Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann und objektive Gründe vorlie-
gen (vgl. ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwal-
tungsrechtsprechung  des  Bundes,  2.  Aufl.  Zürich  1998,  Rz.  345,  S. 
124f.; BGE 112 V 255, BGE 108 V 109; Verwaltungspraxis der Bundes-
behörden [VPB] 60.39, S. 367),

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Gesuchs geltend 
machte, er kenne keinen Anwalt, an den er sich schnellstmöglich hätte 
wenden können,

dass er im Weiteren vorbrachte, es mangle ihm an Sprachkenntnissen 
in Deutsch und Französisch,

dass sich daraus indessen kein Hindernis ableiten lässt,  die erstins-
tanzliche Verfügung fristgemäss anzufechten,

dass es dem Beschwerdeführer durchaus zumutbar gewesen wäre, für 
eine Hilfestellung besorgt zu sein, um die Beschwerde rechtzeitig ein-
reichen zu können,

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dass aufgrund dieser Umstände das Fristversäumnis des Beschwerde-
führers nicht als unverschuldet bezeichnet werden kann, womit es an 
einer der kumulativ erforderlichen Voraussetzungen für die Wiederher-
stellung der Beschwerdefrist fehlt,

dass das Gesuch um Wiederherstellung der  Beschwerdefrist  somit  - 
unabhängig von der Frage der rechtzeitig nachgeholten Rechtshand-
lung - abzuweisen ist,

dass  bei  dieser  Sachlage  gleichzeitig  auf  die  verspätet  eingereichte 
Beschwerde vom 24. November 2008 nicht einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten (Art. 16 Abs. 1 
Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 
Abs. 1 VwVG), angesichts des geringen Aufwandes jedoch angemes-
sen zu reduzieren sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist wird abgewie-
sen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit 

den Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand:

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