# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8435a182-8a8e-5542-a28c-bf98ff80eb96
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-29
**Language:** de
**Title:** Kreisarztbericht bildet hinreichende Beurteilungsgrundlage. Bei DAP-Profilen ist ein behinderungsbedingter Abzug grundsätzlich nicht sachgerecht.
**Docket/Reference:** UV.2015.00127
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2015.00127.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2015.00127
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiber Wyler
Urteil
vom
31. Oktober 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Milosav Milovanovic
Beratungsstelle für Ausländer
Frohaldenstrasse
76, 8180 Bülach
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1956 geborene
X.___
war
als Gärtner/Maschinist
bei der
Y.___
angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversiche
rungsanstalt
(Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 1
5.
Oktober 2013 beim Verlegen einer Platte abrutschte und danach starke Schmerzen in der Schulter v
erspürte (Unfallmeldung vom 11.
November 2013,
Urk.
8/1). Die Suva kam in der Folge für Heilbehandlungskosten auf und erbrachte Taggeldleistungen (vgl. Schreiben der Suva vom 2
9.
Januar 2014,
Urk.
8/24).
Per
1.
April 2015 ste
llte die Suva die Taggeldleistu
n
g
en ein (vgl. Schreiben vom 1
8.
Dezember 2014,
Urk.
8/122).
Mit Verfügung vom 1
2.
Feb
-
ruar
2015 stellte
die Suva
fest, dass
X.___
weder Anspruch auf Rentenleistungen noch auf eine Integritätsentschädigung hat (
Urk.
8/141). Die von
X.___
am 1
6.
März 2015 er
hobene Einsprache, mit welcher
er
die Ausrichtung einer Invalidenrente und eine auf einer Integritä
tseinbusse von mindestens 15
% beruhende
Integritätse
ntschädigung
beantra
gte (
Urk.
8/149), hiess
die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
2
9.
Mai
2015
in dem Sinne teilweise gut, dass
sie
X.___
eine auf einer
Integritätsein
busse
von 15
%
basierende Integritätsentschädigung zusprach
(
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X.___
am 3
0.
Juni 2015 Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm eine auf einem Invaliditätsgrad von 30
%
beruhende Rente zuzusprechen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit
Beschwer
deantwort
vom 1
8.
August 2015 die
Abweisung der Beschwerde (Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 2
0.
August 2015 mitgeteilt wurde (
Urk.
9).
3.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, bei welcher sich der Beschwerdeführer am 3
1.
März 2014 zum Leistungsbezug angemeldet hatte (
Urk.
8/
126 Seite 73-78
), verneinte mit Verfügung vom 1
8.
Dezember 2015 einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers (
Urk.
2 im Verfahren IV.2016.00090). Die vom Beschwerdeführer am 2
1.
Januar 2016 erhobene Beschwerde (
Urk.
1 im Verfahren IV.2016.00090)
wurde mit heutigem Urteil abgewiesen.
4.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden
rente der Unfallversicherung hat.
Die Höhe de
r
dem Beschwerdeführer mit
Einspracheentscheid
vom
2
9.
Mai
2015 zugesprochen
en
Integritätsentschä
digung
blieb
demgegenüber
u
n
angefochten.
2.
Die massgebenden rechtlichen Grundlagen sind im angefochtenen
Einspracheent
scheid
vom
2
9.
Mai
2015 richtig wiedergegeben (
Urk.
2). Darauf kann
mit
dem Hinweis, dass d
er Fallabschluss durch die obligatorische Unfall
versicherung - und damit verbunden die Prüfung des Anspruchs auf Rente und Integritätsentschädigung - in dem Zeitpunkt zu erfolgen
hat
, in welchem von der Weiterführung der medizinischen Massnahmen keine namhafte Verbesse
rung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist (Art. 19 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Unfallversicherung, UVG)
, verwiesen werden.
3.
3.1
Dr.
med.
Z.___
, Stellvertretende Oberärztin Obere Extremitäten, und Dr. med.
A.___
, Leitender Oberarzt Orthopädie, von der
B.___
, nannten mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 22. Januar 2014 (
Urk.
8/21) als Diagnose:
-
Rotatorenmanschettenläsion
Schulter rechts
-
posttraumatisch nach
Verhebetrauma
am 1
5.
Oktober 2013.
Der Beschwerdeführer leide an einer
Supraspinatussehnenruptur
, welche in Zusammenhang stehe mit einem
Verhebetrauma
vor einem guten halben Jahr. Es sei eine operative Behandlung vorgesehen. Ob es dem Beschwerdeführer je wieder möglich sein werde, eine genügende Kraftentwicklung aufzubringen
,
um die angestammte Tätigkeit wieder ausüben zu können, könne momentan nicht beurteilt werden.
Falls überhaupt,
sei dies frühestens
fünf Monate nach der Operation
möglich
.
3.2
Am 2
1.
Februar 2014 führten
Dr.
Z.___
und
Dr.
A.___
eine Arthroskopie Schulter rechts mit
Acromioplastik
,
Bursektomie
und
Rotatorenmanschettenre
konstruktion
durch. Sie attestierten dem Beschwerdeführer postoperativ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für etwa fünf Monate
(vgl. Operationsbericht vom 2
1.
Februar 2014,
Urk.
8/31)
.
3.3
Mit Bericht an die
IV-Stelle
vom 2
8.
Mai 2014
(
Urk.
8/126 S. 93-126)
nannte
Dr.
med.
C.___
, Facharzt FMH für Innere Medizin und für Rheu
matologie, als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Status nach Schulterdistorsion rechts mehr als links am 1
5.
Oktober 2013
-
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom
(2000)
-
Gonarthrose beidseits
(2005)
-
reaktive Depression
-
rezidivierende
Zephalea
/Schwindel
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien eine arterielle Hypertonie und
ein
Hämorrhoidalleiden
.
Der Beschwerdeführer sei seit dem 1
8.
November 2013 für sämtliche Tätigkeiten zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/
126
/
94-95
).
3.4
Dr.
Z.___
erklärte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom
1.
Oktober 2014
(
Urk.
8/9
5
)
, aufgrund persistierender Beschwerden ein halbes Jah
r nach der
Rotatorenmanschettenr
ekonstruktion
hab
e sie sich für eine
subacromiale
Infilt
ration mit
Diprophos
und
Rapidocain
entschieden
. Beim Ankleiden habe der Beschwerdeführer eine leichte Verbesserung bemerkt, die Beweglichkeit habe sich dadurch aber nicht verbessert. Sie
werde
den Beschwerdeführer erneut in zwei Monaten zur klinischen Kontrolle
sehen
. In der Zwischenzeit werde eine Kreis
arzt
untersuchung stattfinden, was sie für sinnvoll halte.
E
rneut
betonte
Dr.
Z.___
, es könne
nicht erwartet werden
, dass der Beschwerdeführer eine Arbeit mit schwerer körperlicher Belastung wieder aufnehmen werde
.
Dr.
Z.___
attestierte dem Beschwerdeführer bis 2
0.
Oktober 2014 eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit, ab dann habe die Beurteilung durch den Hausarzt zu erfolgen
(
Urk.
8/96)
.
3.
5
Kreisarzt
Dr.
med.
univ.
D.___
,
Arzt für Allgemeinmedizin (A)
, unter
suchte den Beschwerdeführer am 2
0.
Oktober 201
4.
Er hielt mit Bericht vom gleichen Tag (Urk. 8/100) als Diagnosen fest:
-
Verdacht auf Symptomausweitung/Selbstlimitierung bei
-
Status nach
arthroskopischer
Rekonstruktion einer
bursaseitigen
Supra
spinatussehnenruptur
sowie
Acromioplastik
Schulter rechts am 2
1.
Februar 2014
-
kleine
m subtotalen
Einriss im Ansatzbereich der
Supraspinatussehne
links ventral mit begleitender
leichtgradiger
Bursitis, AC-Arthrose sowie
Ansatztendinose
und geringfügiger partieller Ablösung der kranialen
Subscapularissehne
als Befund im Rahmen der MRI-Abklärung am 2
6.
Mai 2014
-
Status nach Schmerzauslösung in der rechten Schulter beim verkrampf
ten Halten einer etwa 25 bis 30 Kilogramm schweren Betonplatte im Oktober 2013
Administrativ sei das verkrampfte, kräftige Halten einer rutschigen Betonplatte ohne sonstige Besonderheiten als Unfallereignis anerkannt. Aufgrund des zeitli
chen Zusammenhangs der angegebenen Beschwerden mit dem als Unfall aner
kannten Ereignis müsse aufgrund des MRI-Befundes eine Teilkausalität zumin
dest im Sinne einer Beschwerdeauslösung medizinisch anerkannt werden. Das geschilderte Ereignis sei jedoch nicht geeignet, eine
Rotatorenmanschettenläsion
zu verursachen. Die sieben Monate später erstmals geklagten Beschwerden an der linken Schulter seien nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf dieses Ereignis zurückzuführen. Die im MRI festgestellten Befunde seien als
Zufalls
befunde
im Rahmen der Abklärung zu werten. Festzustellen sei, dass das Fest
halten einer Platte vor dem Körper nicht geeignet sei, die im MRI festgestellten Befunde zu verursachen. Grundsätzlich sei von vorbestehenden degenerativen Rupturen auszugehen. Das anlässlich der
aktuellen
Untersuchung gezeigte mas
sive Schon- und Vermeidungshalten mit massiver Einschränkung der Kraft sämtlicher
Rotatorenmuskeln
beidseits sei aufgrund der Befunde nicht erklärbar. Insbesondere sei auch die massive Kraftminderung beider Hände nicht erklärbar, da für das Drücken des Handdynamometers die Schultermuskulatur nicht benö
tigt werde. Diese massive Kraftminderung sei als
Selbstlimitie
rung
/Symptom
-
ausweitung zu werten. In mehreren Berichten der Ärzte der
B.___
werde erwähnt, dass die bisherige Tätigkeit im Gartenbau nicht mehr möglich sein werde. Konfrontiert mit dem Arbeitsplatzprofil, gemäss welchem über
-
wiegend von leichten bis gelegentlich mittelschweren Arbeiten auszugehen sei,
habe der Beschwerdeführer
angegeben, dass das
Belastungspro
fil
des
Arbeitge
-
bers
nicht korrekt sei. Aufgrund der vorliegenden Inkonsistenzen
sei
mit dem Beschwerdeführer ein stationärer Aufenthalt zur arbeitsorientierten
Rehabilita
-
tion
und zum Festlegen des Arbeitsplatzprofis, gegebenenfalls
medi
zi
-
nisch
/theoretisch aufgrund der objektivierbaren Befunde, vereinbart
worden
. Grundsätzlich wäre aufgrund des Belastungsprofils des Arbeitgebers davon aus
zugehen, dass – abgesehen von seltenen Überkopfarbeiten – die bisherige Arbeit wieder ohne relevante Einschränkungen verrichtet werden könnte. Rücken-, Handgelenks- und Knieschmerzen seien anlässlich der
aktuellen
Konsultation auf Nachfrage nicht geklagt und auch nicht als unfallbedingt geltend gemacht worden. Echtzeitlich sei zudem diesbezüglich keine Verletzung dokumentiert. Die Beschwerden der linken Schulter, Rückenschmerzen, Knieschmerzen rechts sowie Handgelenksschmerzen rechts seien nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf das als Unfall anerkannte Ereignis zurückzuführen bzw. als Unfallfolge auszuschliessen
.
3.6
Mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 2
4.
November 2014
(
Urk.
8/113)
hielt
Dr.
Z.___
fest, die MRI-Untersuchung, welche von den Ärzten der
E.___
angeordnet worden sei, zeige eine kleine längsausgerichtete Schlitzbildung der rekonstruierten
Supraspinatsussehne
.
Es bestehe ein geringer Kontrastmittelaustritt nach
s
ubacromial
, was im Rahmen einer Rekonstruktion regelmässig zu sehen und nicht als sichere
Reruptur
zu werten sei. Insgesamt bestehe eine mehrheitlich intakte
Rotatorenmanschette
.
Die Seh
n
e sei gemäss der vorliegenden Qualität, wie aus der MRI-Untersuchung
zu
entnehmen
sei
, stabil und mechanisch belastbar. Falls eine Rest-Bursitis best
ünde
,
wäre
nach
subacromialer
Infiltration eine deutliche Schmerzreduktion für mindestens zwei Wochen
zu
erwarten,
was
aber nicht der Fall
sei
. Die klinischen und MR-tomo
graphisch vorliegenden Befunde seien diskrepant, so dass das Problem höchst
wahrscheinlich an einem anderen Ort liege. So könne auch eine operative Inter
vention an der linken Schulter ihres Erachtens nicht vorbehaltslos empfohlen werden, da der Verlauf rechts nicht als positiv zu werten sei. Möglicherweise könne eine rheumatologische Behandlung die Beschwerden lindern
.
3.
7
Der Beschwerdeführer hielt sich vom
4.
November bis
am
9.
Dezember 2014 in der
E.___
auf. Die Ärzte dieser Klinik hielten mit Austrittsbericht vom
9.
Dezember 2014 als Diagnosen fest
(
Urk.
8/117)
:
-
Am 1
5.
Oktober 2013 erlittene
bursaseitige
Partialruptur am Ansatz der
Supraspinatussehne
Schulter rechts
-
1
1.
November 2013 MRI Schulter rechts: ausgedehnte, von ventral bis dorsal reichende,
bursaseitige
Partialruptur am Ansatz der
Supraspi
natussehne
. Zusätzliche Retraktion von Sehnenfasern über eine Dis
tanz von 1,4 cm im ventralen Abschnitt, Retraktion um bis 0,6 cm. Die Ruptur dehnt sich nach dorsal in den gelenksseitigen Ansatz der
Infraspinatussehne
aus. Flüssigkeit in der Bursa
subacromialis
. Ruptur des Ligamentum
coracohumerale
und Einriss am
Oberrand
des
Seh
nenansatzes
des
Musculus
suscapularis
, dies entsprechend einer
Pul
ley-Läsion
Typ III.
Leichtgradige
Dislokation der
Bizepssehne
nach medial. Seitlich abgeneigtes
Acromion
Typ II nach
Bigliani
. AC-Gelenksarthrose
-
2
1.
Februar 2014 Arthroskopie Schulter rechts,
Acromioplastik
,
Bursek
tomie
sowie
Rotatorenmschanschettenrekonstruktion
,
B.___
-
1.
Oktober 2014 Verlaufsbericht
B.___
: Aufgrund der persis
tierenden Beschwerden ein halbes Jahr nach
Rotatorenman
schettenrekonstruktion
Schulter rechts
subakromiale
Infiltration mit
Diprophos
und
Rapidocain
– etwa eine Woche Besserung
-
2
0.
November 2014 MR-
Arthrographie
rechte Schulter,
F.___
: Beurteilung: Verdacht auf
artikular
seitige
Re-Partialruptur der
Supraspinatussehne
(mehr als 50
%
der Sehnendicke). Narbig verdicktes
coracohumerales
Ligament nach Ruptur
-
2
4.
November 2014 Konsultation
B.___
: Eine weitere opera
tive Intervention an der rechten Schulter wird nicht empfohlen. Eventuell kann rheumatologische Behandlung Beschwerden etwas lindern
-
kleiner subtotaler Einriss der
Supraspinatussehne
im Ansatzbereich vent
ral Schulter links
-
2
6.
Mai 2014 MRI Schulter links: kleiner, subtotaler Einriss der
Supra
spinatussehne
im Ansatzbereich ventral. Begleitende,
leichtgra
dige
Bursitis. AC-Arthrose.
Ansatztendinose
und geringfügige, parti
elle Ablösung der kranialen
Subscapularissehne
, leichte
Kapsel
schrumpfung
-
arterielle Hypertonie
Im Bericht wurde im
weiteren
notiert, es
sei eine mässige Symptomausweitung beobachtet worden. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem
Effort
eine bessere Leistung erbracht werden könnte, als bei den Leistungstestes und im
Behand
lungsprogramm
gezeigt worden sei. Infolge Selbstlimitierung hätten die zu erwartenden Verbesserungen bezüglich Funktion und Belastbarkeit nicht erreicht werden können. Die Resultate der physischen Leistungstests seien des
halb für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwertbar. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersu
chung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur zum Teil erklä
ren. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich auch auf medizinisch theore
tische Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den
Leis
tungstests
und im Behandlungsprogramm. Aus unfallkausaler Sicht könne der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit im Gartenbau nicht mehr ausüben, da das Heben und Tragen bis zu
sehr
schweren Lasten und die häufige
Über
kopfarbeit
nicht mehr möglich seien. Leichte Tätigkeiten seien jedoch ganztags zumutbar. Als spezielle Einschränkungen gelte es zu beachten, dass mit der rechten Schulter keine Lasten über Kopf gehoben werden könnten. Ständige Drehbewegungen mit der rechten Hand seien ebenfalls nicht möglich. Leicht
e
bis mittelschwere Arbeit sollte in etwa sechs bis acht Wochen wieder möglich sein.
3.
8
Dr.
med.
G.___
, Spezialarzt FMH für orthopädische Chirurgie, nannte mit Bericht an
Dr.
C.___
vom 1
8.
Dezember 2014 (
Urk.
8/129 =
Urk.
3/2) als Diagnosen:
-
Impingementsyndrom
Schulter rechts mit/bei
-
Status nach Schulteroperation 2
1.
Februar 2014
-
Partialreruptur
gelenkseitig (MRI 2
4.
November 2014)
-
lumbospondylogenes
Syndrom mit/bei
-
Diskushernie L3/L4 (MRI)
-
aufgebrauchte Bandscheibe L5/S1
-
Zervikalsyndrom
klinisch
Ob die Halswirbelsäule (HWS), wo sich eine relevante Bewegungseinschränkung zeige, bei den Schmerzen in den rechten Arm bis zur Hand eine Rolle spiele, müsse allenfalls eine Röntgenaufnahme noch zeigen. Für die Schulter wichtig sei, dass der Beschwerdeführer die instruierte Übung mit dem abgegebenen
Theraband
konsequent täglich mehrmals durchführe. Diese Übung sei neben regelmässigem Gehen und
Crunches
auch eine gute Übung für die Wirbelsäule. Durch die erhobenen Befunde an den Kniegelenken werde die Arbeitsfähigkeit insofern eingeschränkt, als langes Gehen und Stehen sowie mehr als ganz selte
nes Treppengehen vermieden werden sollten. Aufgrund der Befunde an der rechten Schulter seien auch zum jetzigen Zeitpunkt Überkopfarbeiten sowie das Heben und Bewegen von Lasten über 10 Kilogramm nicht mehr zumutbar. Es könne vermutet werden, dass auch allfällige degenerative Veränderungen an der HWS erforderten, dass nicht in Zwangshaltungen gearbeitet werden müsse. Leichte Arbeit brauche der Beschwerdeführer auch wegen der Befunde an der Lendenwirbelsäule, welche das Tragen und Heben von Lasten über 10 Kilo
gramm und besonders auch häufige Rumpfrotationen verböten. Aus rein ortho
pädischer Sicht wäre dem Beschwerdeführer eine wie oben beschriebene ange
passte Arbeit ganztags mit Pausen zumutbar, die Leistung wäre aber aus seiner Sicht etwa um 30
%
vermindert.
3.
9
Dr.
D.___
hielt nach Einsicht in den Ber
icht von
Dr.
G.___
vom 18.
Dezember 2014
mit Stellungnahme vom 1
3.
Januar 2015
(
Urk.
8/130)
fest, der Bericht von
Dr.
G.___
ändere an seiner Beurteilung nichts.
Dr.
G.___
begründe die zusätzlichen Einschränkungen ausschliesslich mit unfallunabhängigen Beschwerden aufgrund degenerativer Veränderungen – diese seien bei der Beurteilung der
unfallbedingten
Arbeits
un
fähigkeit nicht zu berücksichtigen.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochte
nen
Einspracheentscheid
vom 29. Mai
2015 davon aus, dass sie lediglich für die Beschwerden des Beschwer
deführers an der rechten Schulter aufzukommen hat. Unter Berücksichtigung der Schulterbeschwerden
rechts
könne der Beschwerdeführer
leichte bis mittel
schwere Arbeiten
noch
ganztags verrichten.
Heben von Lasten über Kopf und ständige Drehbewegungen mit der rechten Hand
seien nicht mehr
zumutbar. Die Beschwerdegegnerin stützte sich dabei im Wesentlichen auf die Einschätzung ihres Kreisarztes
Dr.
D.___
(E. 3.5 und E.
3.
9
)
und der Ärzte der
E.___
(
E. 3.
7
;
vgl.
Urk.
2 S. 6-7), wobei
Dr.
D.___
hauptsächlich darlegte, wes
halb lediglich die Beschwerden der rechten Schulter unfallbedingt seien und die Ärzte der
E.___
hauptsächlich das zumutbare Belastungsprofil erstellten.
De
r
von den Ärzten der
E.___
festgehaltenen Frist von sechs bis acht Wochen, nach deren Ablauf erst leicht bis mittelschwere Arbeiten möglich seien, trug die Beschwerdegegnerin durch die Einstellung ihrer Leistun
gen erst per
1.
April 2015, das heisst beinahe vier Monate nach Klinikaustritt, Rechnung
.
Rechtsprechungsgemäss kommt auch den Berichten und Gutachten von
versiche
rungsinternen
Ärzten Beweiswert zu, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indi
zien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2009 vom 26. Oktober 2009 E. 4.2.1 mit Hinweis
en
). Vorliegend beste
hen keine Indizien, welche gegen die Beweistauglichkeit de
r
Bericht
e
von
Kreis
arzt
Dr.
D.___
sprechen würden. Vielmehr erfüllt
insbesondere
sein Bericht
vom 2
0.
Oktober 2014 (E. 3.
5
), in welchem er
konkret
darlegt, dass
einzig
die Beschwerden der rechten Schulter teilweise unfallbedingt sind,
die
rechtspre
chungsgemässen
Anforderungen, welche an beweistaugliche medizinische Berichte gestellt werden (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
Das von den Ärzten der
E.___
erstellte Zumutbarkeitsprofil ist
sodann
schlüssig und nachvollziehbar.
Die
Ärzte
legten
insbesondere
auch
schlüssig dar, weshalb sie das Zumutbarkeitsprofil nicht ausschliesslich auf den vom Beschwerdeführer im Rahmen der durchgeführten Leistungstests gezeigten L
eistungen erstellen
konnten (vgl. E. 3.
7
).
4.2
Dr.
Z.___
äussert
e
sich in ihren zusammen mit
Dr.
A.___
verfassten Berich
ten vom 2
2.
Januar 2014 (E. 3.1) und
vom 2
1.
Februar 2014 (E. 3.2)
sowie in ihrem alleine verfassten Bericht vom
1.
Oktober 2014 (E. 3.4
) lediglich zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
in der angestammten Tätigkeit
vor der Leistungseinstellung durch die Beschwerdegegnerin.
Da für diesen Zeitraum sowohl eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin wie auch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
des Beschwerdeführers
in der angestammten Tätigkeit unbe
stritten sind,
steht diese
Einschätzung
de
n
jenigen von
Kreisarzt
Dr.
D.___
und den Ärzten der
E.___
nicht entgegen
.
In ihrem zusammen mit
Dr.
H.___
verfassten Bericht vom 2
4.
November 2014 (E. 3.6) machte
Dr.
Z.___
weder Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers noch gehen aus ihrem Bericht Befunde hervor, welche de
n
Einschätzung
en
von
Dr.
D.___
und den Ärzten der
E.___
widersprechen würden. Vielmehr ergibt sich aus diesem Bericht, dass auch
Dr.
Z.___
eine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes
nicht
mehr erwartete, führte sie doch keine
konkreten weiteren Behandlungsmöglichkeiten
mehr an
(
vgl.
E. 2.1).
4.3
Dr.
C.___
machte in seinem Bericht an die IV-Stelle vom 2
8.
Mai 2014
(E. 3.3) keine Angaben dazu, inwieweit die attestierte Arbeitsunfähigkeit
unfall
bedingt
sei. Zudem stammt auch sein Bericht aus einer Zeit, für welche die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin unbestritten ist. Sein Bericht vermag daher die Einschätzung
en
von Kreisarzt
Dr.
D.___
und de
r
Ärzte der
E.___
nicht in Frage zu stellen.
4.
4
Der Bericht von
Dr.
G.___
vom 1
8.
Dezember
2014 (E. 3.
8
)
schliesslich
stellt die Einschätzung
en
von
Dr.
D.___
und den Ärzten der
E.___
ebenfalls nicht in Frage. Wie
Dr.
D.___
in seiner Stellungnahm
e
vom
1
3.
Januar 2015
(E.
3.
9
) zutreffend festhielt, begründet
e
Dr.
G.___
die
im Vergleich zu den Ärzten der
E.___
zusätzlich
attestierten
Einschränkungen ausschliesslich mit unfallunabhängigen Beschwerden. Diese sind für die Beur
teilung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin
jedoch
nicht relevant.
4.
5
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin davon ausging, der Beschwerdeführer könne aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht noch leichte bis mittelschwere Arbeiten ganztags verrichten, wobei kein Heben von Lasten über Kopf und keine ständigen Drehbewegungen mit der rechten Hand
mehr
zumutbar seien.
5.
5.1
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss
Art.
16
des Bundesgeset
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälli
ger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbs
einkommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
5.2
Der
von der Beschwerdegegnerin zur Prüfung des Rentenanspruchs vorgenom
mene Einkommensvergleich, aus wel
chem ein
rentenausschliessender
Invalidi
tätsgrad
(Art. 18 UVG)
von 8
% resultierte (
Urk.
8/140,
vgl.
auch
Urk.
8/141 und
Urk.
2)
,
ist nicht zu beanstanden.
Entgegen dem Einwand des Beschwerdefüh
rers
ist bei
Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile
ein behinderungsbedingter Abzug
nämlich nicht sachgerecht und nicht zulässig (BGE 129 V 472
E. 4.2.3
).
6.
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint hat. Die Beschwerde erweist sich demzufolge als unbegründet und ist abzuweisen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Milosav Milovanovic
-
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstWyler