# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 936aa7f2-03f8-5b13-9cba-6e45df48072b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.05.2017 200 2016 766
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-766_2017-05-18.pdf

## Full Text

200 16 766 UV
SCJ/SAW/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Mai 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 1. Juli 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2017, UV/16/766, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungs-
gesellschaft AG (Mobiliar bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfall-
versichert. Gemäss Bagatellunfall-Meldung vom 8. April 2016 (Akten der 
Mobiliar [act. IIB] 2) verletzte er sich am 1. April 2016 während des … am 
linken Knie. Mit Schreiben vom 11. Mai 2016 (Akten der Mobiliar [act. II] 6) 
lehnte die Mobiliar die Ausrichtung von Versicherungsleistungen formlos ab 
und bestätigte dies auf Ersuchen des Versicherten (act. II 9) mit Verfügung 
vom 27. Mai 2016 (act. II 11). Zur Begründung legte sie dar, es liege weder 
ein Unfall im Rechtssinne noch eine unfallähnliche Körperschädigung vor. 
Die dagegen erhobene Einsprache (act. II 14) wies die Mobiliar mit Ent-
scheid vom 1. Juli 2016 (act. II 25) ab.

B.

Am 30. August 2016 erhob der Versicherte Beschwerde und beantragte die 
Aufhebung des Einspracheentscheides vom 1. Juli 2016 und die Zuspre-
chung der gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 30. Sep-
tember 2016 auf Abweisung der Beschwerde. Auf Ersuchen des Instrukti-
onsrichters hin (vgl. Schreiben vom 18. Oktober 2016) präzisierte sie mit 
Eingabe vom 8. November 2016 die Beschwerdeantwort. Zudem reichte 
sie einen MRI-Bericht vom 30. Mai 2016, eine medizinische Beurteilung 
ihres beratenden Arztes Dr. med. B.________, Facharzt für Chirurgie, vom 
2. November 2016 sowie Fachliteratur (Akten der Mobiliar [act. IID] 1 ff.) 
ein.

Im Rahmen der Replik vom 9. Dezember 2016 beantragte der Beschwer-
deführer die Einholung eines ergänzenden Berichts bzw. einer Stellung-
nahme der behandelnden Ärzte des Spitals C.________ AG (nachfolgend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2017, UV/16/766, Seite 3

Klinik C.________) und hielt im Übrigen an den gestellten Rechtsbegehren 
fest. 

Mit Duplik vom 24. Januar 2017 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihre 
bisherigen Ausführungen und den gestellten Antrag.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 1. Juli 2016. Streitig 
und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetzlichen Unfallversicherungs-
leistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 1. April 2016.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Das im 
vorliegenden Fall geltend gemachte Ereignis fand am 1. April 2016 (act. IIB 
2) statt, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene Rechtslage 
(nachfolgend aArt.) zur Anwendung gelangt.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 

2.3 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann in einer unkoor-
dinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der 
Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann 
erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürli-
chen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beein-
flusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnli-
che äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung 
zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Programm-

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widrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1 
S. 118; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 40 E. 5.2). Dies trifft beispielsweise dann 
zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegen-
stand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine re-
flexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 2004 
U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b). Bei sportlichen Tätigkeiten 
ist ein Unfall im Rechtssinne dann anzunehmen, wenn die sportliche Übung 
anders verläuft als geplant. Wenn sich hingegen das in einer sportlichen 
Übung inhärente Risiko einer Verletzung verwirklicht, liegt kein derartiges 
Unfallereignis vor. Ein solches ist auch dann zu verneinen, wenn die Übung 
zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung sich aber noch in der 
Spannweite des Üblichen bewegt (SVR 2008 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.3).

2.4

2.4.1 Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in 
der Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädi-
gungen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder 
Degeneration zurückzuführen sind (aArt. 6 Abs. 2 UVG; aArt. 9 Abs. 2 
lit. a - h UVV). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerkmale eines Unfalles 
mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Besondere Bedeutung 
kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. ei-
nes ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, 
eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467). Für die Be-
jahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwir-
kenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gestei-
gertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum 
einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein 
gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 
sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erhebli-
chem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage 
stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und 
psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere 
seiner Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470; SVR 
2014 UV Nr. 29 S. 98 E. 2.2.3, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2).

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2.4.2 Einschiessende Schmerzen fallen als Symptome einer Schädigung 
nach aArt. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme 
einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hiezu ein davon 
unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich beim 
Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen 
usw. einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom 
einer Schädigung nach aArt. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf 
das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die physio-
logische Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und 
Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht ungewöhnli-
ches, jedoch gegenüber dem normalen Gebrauch der Körperteile gestei-
gertes Gefährdungspotenzial innewohnen muss. Erfüllt ist demgegenüber 
das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der 
Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu 
körpereigenen Traumen führen können, also im Sinne der bisherigen 
Rechtsprechung das plötzliche Aufstehen aus der Hocke, die heftige 
und/oder belastende Bewegung und die durch äussere Einflüsse 
unkontrollierbare Änderung der Körperlage (BGE 139 V 327 E 3.3.2 S. 330, 
129 V 466 E. 4.2.2 und 4.2.3 S. 470; SVR 2014 UV Nr. 29 S. 98 E. 2.2.3, 
2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2).

3.

3.1 Zum Schadenereignis vom 1. April 2016 bzw. zu dessen Hergang 
wurden in der Bagatellunfall-Meldung vom 8. April 2016 (act. IIB 2) die fol-
genden Angaben gemacht:

Der Unfall habe sich während des … bei der Bewegung vom Kniesitz in 
den Langsitz ereignet. Beim Abrollen vom Kniesitz auf die linke Hüft-
/Oberschenkelseite sei eine grosse Spannung entstanden, die sich mit ei-
nem heftigen Knall im Kniegelenk entladen habe. Einhergehend mit erhöh-
ten Knieschmerzen sei in den folgenden Tagen eine Schwellung im Knie-
gelenk entstanden. 

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

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3.2.1 Die medizinische Erstbehandlung fand am 8. April 2016 bei 
Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, statt. Im 
Arztzeugnis vom 14. April 2016 (Akten der Mobiliar [act. IIA] 2) hielt 
Dr. med. D.________ als vorläufige Diagnose Beschwerden im Rahmen 
einer posttraumatischen Bakerzyste fest und gab als Ursache Unfall wie 
auch Krankheit an. Eine Arbeitsunfähigkeit attestierte er nicht. Zur weiteren 
Behandlung verordnete er Physiotherapie.

3.2.2 Am 30. Mai 2016 (act. IID 1) wurde im Spital E.________ ein MRI 
des linken Knies durchgeführt. Dabei zeigten sich ein kleiner longitudinaler 
Riss im Hinterhorn des Innenmeniskus (nach lateral ziehend), ein fokaler 
retropatellarer Knorpeldefekt lateral an der lateralen Facette (Outerbridge 
4) bei ansonsten regelrechtem Knorpelüberzug, eine grössere Poplitealzys-
te und intakte Kollateralbänder. 

3.2.3 Im Bericht vom 31. Mai 2016 (act. IIA 7) diagnostizierten die behan-
delnden Ärzte der Klinik C.________ eine traumatische mediale Meniskus-
läsion Knie links nach Distorsionstrauma am 1. April 2016 und führten aus, 
im Alltag sei der Patient wenig eingeschränkt, jedoch verspüre er in seiner 
Arbeit als … und … verstärkte mediale Knieschmerzen. Zur weiteren Be-
handlung empfohlen sie eine Kniegelenksarthroskopie links mit der Mög-
lichkeit einer Meniskusnaht und - sofern dies nicht möglich sei - eine Teil-
meniskektomie. 

Am 22. Juni 2016 wurde eine Kniegelenksarthroskopie mit medialer Teil-
meniskektomie medial Knie links durchgeführt (vgl. Operationsbericht vom 
27. Juni 2016, act. IIA 16).

3.2.4 Dr. med. B.________ legte in der Beurteilung vom 2. November 
2016 (act. IID 2) dar, isolierte Meniskusrisse seien selten. Biomechanisch 
werde dabei ein Hergang gefordert mit der Kombination einer axialen Be-
lastung und zusätzlichen Rotationsscherkräften. Entstehe dabei ein Menis-
kusschaden, komme es aufgrund der einwirkenden Kräfte meistens zusätz-
lich zu sogenannten Kollateralschäden in Form von Bänderzerrungen, Er-
güssen und es resultiere ein sofortiger eindrucksvoller Funktionsverlust mit 
einer Kniegelenksblockierung bzw. einer Streckhemmung. In der Regel 
entwickle sich auch innerhalb der ersten 24 Stunden ein ausgeprägter Er-

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guss. Meniskusrisse führten nicht zu einem Knall. Es komme zur Trias mit 
starken Schmerzen, Blockierung und auch zur Schwellung in Form eines 
ausgedehnten Kniegelenkergusses. Beim Versicherten habe sich diese 
Trias nicht entwickelt. Es sei dagegen zu einer Schwellung in der Kniekehle 
gekommen. Die Bakerzyste sei Ausdruck eines bereits seit längerer Zeit 
laufenden chronischen Kniegelenkschadens. Dieser könne z.B. durch ei-
nen Meniskusriss, durch Knorpelschäden oder auch durch entzündliche 
Affektionen gegeben sein. Dabei komme es zur Ergussbildung, zu erhöh-
tem Druck im Kniebinnenraum und zur Ausstülpung der Gelenkkapsel an 
der dorsal schwächsten Stelle. Mit der Gelenkausstülpung und ihrer Fül-
lung bestehe dann eine Zyste. Die mit der Verursachung eines Meniskus-
risses zu erwartenden Symptome seien aber nicht aufgetreten. Es sei initial 
zu keinem erheblichen Funktionsverlust mit einer Blockierung bzw. zu einer 
Streckhemmung, zu keinem Kniegelenkserguss, zu keinen starken 
Schmerzen und dementsprechend auch nicht zu einer ereignisnahen ärztli-
chen Konsultation gekommen. Zweifellose wäre es mit einer akuten, ereig-
nisbedingten Meniskusruptur zur früheren Konsultation und zur Attestierung 
einer Arbeitsunfähigkeit – gerade bei einem ... und einem ... – gekommen. 
Die Latenz von einer Woche zwischen dem Ereignis und der Erstkonsulta-
tion spreche gegen eine ereignisbedingte Meniskusruptur. Die horizontale 
Rissform weise zudem auf einen degenerativ bedingten Meniskusschaden 
hin. Die typischen Merkmale einer traumatisch verursachten Meniskusläsi-
on seien beim Versicherten somit in keiner Weise vorgelegen. Zudem 
beständen degenerativ bedingte Knorpelschäden sowohl an der lateralen 
Patellafacette wie auch in der Hauptbelastungszone des medialen Kniege-
lenkkompartiments. Korrespondierend dazu sei es wahrscheinlich zur de-
generativen, seit längerer Zeit bestehenden Rissbildung gekommen, die 
dann wiederum die Ursache dafür gewesen sei, dass sich die Bakerzyste 
langsam entwickelt habe. Mit dem angegebenen Ereignis sei die instabile 
Kniegelenksituation symptomatisch geworden. Dabei sei es aber weder zu 
einem akuten Meniskusriss gekommen noch zur Entwicklung der sehr 
grossen septierten Bakerzyste. Die Bakerzyste sei bereits klinisch eine 
Woche nach dem Ereignis palpiert worden. Innerhalb dieser Zeit könne 
sich keine derart grosse Zyste entwickelt haben. Diese sei vorbestehend 
und prinzipiell Ausdruck einer vorbestehenden Kniebinnenpathologie (S. 4). 

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3.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221).

3.4

3.4.1 Gemäss den schlüssigen Angaben in der Bagatell-Unfallmeldung 
vom 8. April 2016 (act. IIB 1) verlief die fragliche Sportübung und insbe-
sondere die beschriebene Abrollbewegung vom Kniesitz in den Langsitz 
kontrolliert und im gewohnten, für diese Übung normalen Rahmen. Es er-
geben sich keine Anhaltspunkte für eine äussere Störung, eine Dritteinwir-
kung oder eine Programmwidrigkeit. Damit fehlt es am Merkmal des unge-
wöhnlichen äusseren Faktors als Teilgehalt des gesetzlichen Unfallbegriffs 
(vgl. E. 2.3 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu Recht einen 
Unfall im Rechtssinn verneint (act. II 11 S. 1; 22 Ziff. 21). Der Beschwerde-
führer bringt diesbezüglich denn auch nichts Gegenteiliges vor.

Zwischen den Parteien ist hingegen streitig, ob sich am 1. April 2016 eine 
unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von aArt. 9 Abs. 2 lit. c UVV 
verwirklicht hat. 

3.4.2 Aufgrund der medizinischen Unterlagen steht fest und ist unbestrit-
ten, dass ein longitudinaler medialer Meniskusriss und damit an sich ein 
Gesundheitsschaden gemäss aArt. 9 Abs. 2 lit. c UVV vorliegt. Gestützt auf 
die ausführlichen und schlüssigen Darlegungen von Dr. med. B.________ 
in der Beurteilung vom 2. November 2016 (act. IID 2) sowie unter Berück-
sichtigung der einschlägigen Fachliteratur (act. IID 3 S. 153 f.; 4 S. 179 f.) 
muss hierbei jedoch auf einen degenerativ bedingten Meniskusschaden 
geschlossen werden. Dr. med. B.________ hat differenziert und nachvoll-
ziehbar dargelegt, dass beim Beschwerdeführer die typischen Merkmale 
einer traumatisch verursachten Meniskusläsion in keiner Weise aufgetreten 

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sind und es initial weder zu einem erheblichen Funktionsverlust mit einer 
Kniegelenksblockierung bzw. Streckhemmung noch zu einem Kniegelenk-
serguss oder zu starken Schmerzen gekommen ist. Zudem erläuterte er 
plausibel, dass die Latenz von einer Woche zwischen dem Ereignis und der 
ärztlichen Erstkonsultation, die ohne Unterbruch bestandene 100%ige Ar-
beitsfähigkeit sowie die horizontale Rissform gegen eine ereignisbedingte 
Meniskusruptur sprechen. Im Weiteren wies Dr. med. B.________ auf de-
generativ bedingte Knorpelschäden hin und legte dar, dass es sich bei der 
eine Woche nach dem Ereignis palpierten sehr grossen Bakerzyste um 
einen seit längerer Zeit laufenden chronischen Kniegelenkschaden handelt, 
der mit dem angegebenen Ereignis symptomatisch wurde (act. IID 2 S. 4). 
Die Beurteilung von Dr. med. B.________ ist nicht nur in sich überzeugend, 
sondern steht auch im Einklang mit den Angaben von Dr. med. 
D.________, der im Arztzeugnis vom 14. April 2016 (act. IIA 2) als Kardi-
nalbefund eine Bakerzyste diagnostizierte, auch auf eine krankheitsbeding-
te Ursache der Beschwerden schloss und keine Arbeitsunfähigkeit attes-
tierte. Nichts Gegenteiliges ist dem Bericht vom 31. Mai 2016 (act. IIA 7 S. 
1) der behandelnden Ärzte der Klinik C.________ zu entnehmen. Anhalts-
punkte, welche der Einschätzung von Dr. med. B.________ entgegenste-
hen würden, liegen somit nicht vor. Da eindeutig auf eine Erkrankung oder 
eine Degeneration zurückzuführende Körperschädigungen gemäss aArt. 9 
Abs. 2 UVV keine unfallähnlichen Körperschädigungen sind, ist vorliegend 
ein Leistungsanspruch bereits aus diesem Grund auszuschliessen. 

3.4.3 Die Beschwerdegegnerin hat zudem die Sinnfälligkeit des äusseren 
Ereignisses mit der Begründung verneint, dass der Positionswechsel vom 
Kniesitz in den Langsitz durch Abrollen auf die linke Gesäss-, Hüft- und 
Oberschenkelseite keinen Bewegungsablauf darstelle, dem ein erhöhtes 
Gefährdungspotential zugeschrieben werden könne. Daran ändere nichts, 
dass die Bewegung mit einem gewissen Schwung ausgeführt worden und 
der Positionswechsel im Rahmen mehrerer Kraft- und Beweglichkeitsübun-
gen erfolgt sei (vgl. Beschwerdeantwort S. 1 Ziff. 1 f.). In der Duplik vom 
24. Januar 2017 (S. 1 Ziff. 2) wies sie zudem darauf hin, dass das Kniege-
lenk bei dem vom Beschwerdeführer angegebenen Bewegungsablauf kei-
ner wesentlichen axialen Belastung mit zusätzlichen Rotationsscherkräften 
ausgesetzt gewesen sei. Diese Ausführungen sind unter Berücksichtigung 

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des geschilderten Ereignishergangs und der medizinischen Unterlagen 
nicht zu beanstanden. Entscheidend ist insbesondere, dass dem Positi-
onswechsel vom Kniesitz in den Langsitz – entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 2) – kein erhöhtes Gefährdungs-
potential im Sinne der Rechtsprechung zugeschrieben werden kann (vgl. 
E. 2.4.1 hiervor). Insbesondere fand weder ein Abweichen vom üblichen 
Ablauf der Sportübung statt noch lagen andere Programmwidrigkeiten vor. 
Vielmehr war der Beschwerdeführer, der sich im … befand, auf die be-
schriebene Übung vorbereitet und führte diese kontrolliert durch. Dass die 
geltend gemachte Abrollbewegung einer mehr als physiologisch normalen 
Beanspruchung des Körpers entspricht, ist ebenfalls zu verneinen. Aus 
medizinischer Sicht hat Dr. med. B.________ in der Beurteilung vom 
2. November 2016 einlässlich dargelegt, dass biomechanisch ein adäqua-
ter Bewegungshergang fehlt, um den Meniskus zu schädigen (act. IID 2 
S. 4 f.). Im Weiteren ist auch keine Änderung der Körperlage, die nach un-
fallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führt (vgl. 
E. 2.4.2 hiervor), ersichtlich. Vorliegend handelt es sich um eine kontrolliert 
durchgeführte Abrollbewegung. In diesem Zusammenhang ist zudem zu 
erwähnen, dass der Beschwerdeführer als … und … solche Übungen ge-
wohnt und darin gut trainiert sein dürfte. Der gemachte planmässig durch-
geführte Positionswechsel vom Kniesitz in den Langsitz erfüllt die Anforde-
rung eines sinnfälligen Ereignisses somit nicht. 

3.4.4 Im Übrigen ist gemäss den schlüssigen Ausführungen von Dr. med. 
B.________ im Bericht vom 2. November 2016 ein natürlicher Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Ereignis vom 1. April 2016 sowie des nachfol-
gend diagnostizierten Meniskusrisses nicht überwiegend wahrscheinlich 
erstellt (act. IID 2 S. 4 f.). Die Beschwerdeführerin hätte demnach ihre Leis-
tungspflicht – zumindest für die Operation vom 22. Juni 2016 (act. IIA 16) – 
auch wegen des fehlenden natürlichen Kausalzusammenhanges ablehnen 
können. 

3.4.5 Nach dem Ausgeführten ist der Sachverhalt aufgrund der medizini-
schen Berichte und insbesondere gestützt auf die einlässliche und schlüs-
sige Beurteilung des Dr. med. B.________ vom 2. November 2016 (act. IID 
2) hinreichend erstellt. Entgegen dem Antrag in der Replik vom 9. Dezem-

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ber 2016 kann demnach auf weitere Beweiserhebungen verzichtet werden 
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.5 Aus dem Dargelegten folgt, dass das Ereignis vom 1. April 2016 
weder als Unfall im Rechtssinne zu qualifizieren ist, noch eine unfallähnli-
che Körperschädigung vorliegt. Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre 
Leistungspflicht damit zu Recht. Die gegen den angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 1. Juli 2016 (act. II 25) erhobene Beschwerde erweist 
sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.