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**Case Identifier:** f7842b43-0387-5354-bd24-05c8ae1c6e71
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.09.2025 UV 2025/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2025-1_2025-09-23.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2025/1

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.10.2025

Entscheiddatum: 23.09.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 23.09.2025
Leistungspflicht wegen Rückfalls/Spätfolge; das Intertemporalrecht (Art. 118 
Abs. 1 UVG) verweist auf das im Unfallzeitpunkt in Kraft stehende Recht; 
Versicherungsdeckung als Voraussetzung der Leistungspflicht, vgl. Art. 119 
Abs. 3 UVG. Rückversicherungsverbot. Im vorliegenden Fall war der 
Beschwerdeführer im Unfallzeitpunkt nicht bei der Beschwerdegegnerin 
versichert; diese ist daher nicht leistungspflichtig. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 23. September 2025, UV 2025/1).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/7 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 23. September 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Christiane Gallati Schneider; a.o. Gerichtsschreiber 
Julian Gantenbein  

   

Geschäftsnr.   UV 2025/1 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

 
 

  gegen 

  S W I C A  V e r s i c h e r u n g e n  A G ,  Rechtsdienst,  
Römerstrasse 37, 8400 Winterthur,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/1 
 

 

2/7 

Sachverhalt 
A.   

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) ist aktenkundig seit dem 1. Januar 2015 bei der Swica 
Versicherungen AG als selbstständig erwerbstätiger Rechtsanwalt, freiwillig gemäss Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung (UVG; SR 830.1) gegen die Folgen von Unfällen versichert (act. G 1.3.1). 

Zudem besteht aktenkundig seit dem 6. Januar 2015 eine privatversicherungsrechtliche 

Unfallversicherung in Ergänzung zum UVG zwischen der Swica Versicherungen AG und dem 

Versicherten (act. G 1.4.1). Ferner war der Versicherte seit dem 1. Januar 2011 bei der Swica 
Krankenversicherung AG obligatorisch krankenversichert (act. G 1.2). 

A.b Der Versicherte hatte 1965 als Jugendlicher einen Unfall mit Zahnschaden (Ablösung eines der 
unteren Schaufelzähne) erlitten (act. G 1-3 und G 1.1). Im Unfallzeitpunkt war er durch die 

Schulgemeinde B.___ bei der damaligen «Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft» 

(deren Rechtsnachfolgerin die heutige AXA Versicherungen AG ist; www.zefix.ch) unfallversichert 

gewesen (act. 1.1).  

A.c Zwischen März 2016 und Mai 2017 liess der Versicherte diverse Zahnbehandlungen durchführen 
(act. G 1.6-1.9), insbesondere liess er sich nach vorherigem Knochenaufbau in der Umgebung der 

Schadenzone des Jahres 1965 Implantate einsetzen und einen benachbarten Zahn überkronen (act. G 

1.11). Die Gesamtkosten der aktenkundigen Zahnbehandlungen beliefen sich auf Fr. 11'594.15 (act. G 

1.6-1.9). 

A.d In einem Verfahren zwischen dem Versicherten und der Swica Krankenversicherungen AG lehnte 
das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit rechtskräftigem Urteil vom 12. Mai 2020, UV 

2018/64, KV 2020/8, die Leistungspflicht der Swica Krankenversicherungen AG für die 
zahnmedizinischen Behandlungen ab. Auf die Frage der Leistungspflicht der Swica Versicherungen AG 

aus UVG respektive privater Unfall-Zusatzversicherung trat das Gericht nicht ein. 

A.e Mit Schreiben vom 17. September 2020 forderte der Versicherte die Swica Versicherungen AG 
auf, seine Leistungsansprüche «aus UVG und UVG-Zusatz» zu prüfen (act. G 3.1, 1.).  

A.f Mit Verfügung vom 25. August 2021 verneinte die Swica Versicherungen AG mangels 
Versicherungsdeckung im Zeitpunkt des Unfalls im Jahre 1965 ihre Leistungspflicht im Rahmen der 

freiwilligen Versicherung nach UVG; auch in der Zusatzversicherung nach dem Bundesgesetz über den 

Versicherungsvertrag (VVG; SR 221.229.1) seien Rückfälle oder Spätfolgen von Unfallereignissen, die 

vor Abschluss des Versicherungsvertrages stattgefunden hätten, grundsätzlich nicht versichert (act. G 

3.1, 2). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/1 
 

 

3/7 

B.   

B.a Mit Eingabe vom 20. September 2021 erhob der Versicherte Einsprache gegen die Verfügung 
vom 25. August 2021 (act. G 3.1, 3). 

B.b Erst auf Nachfragen des Versicherten vom 5. Juni 2024 (act. G 3.1, 5) und vom 31. Oktober 2024 
(act. G 3.1, 6) zum Stand der Bearbeitung seiner Einsprache vom 20. September 2021 wies die Swica 
Versicherungen AG die Einsprache mit Entscheid vom 11. Dezember 2024 ab (act. G 3.1, 8). 

C.   

C.a Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) erhob mit Eingabe vom 10. Januar 2025 
(Datum Poststempel: 13. Januar 2025) Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Swica 

Versicherungen AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 11. Dezember 2024 (act. G 1). Der 

Beschwerdeführer verlangt, unter Kosten- und Entschädigungsfolge, die Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 11. Dezember 2024 und die Verpflichtung der Beschwerdegegenerin zur 

Übernahme der Kosten für den Ersatz seiner Zahnbrücke, mindestens aber Fr. 5'000.00 zuzüglich 5 % 

Zins seit 1. Mai 2017. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, anstelle der Kosten für 

die Brücke die Kosten für ein Implantat eines vorderen Schneidezahns, nämlich mindestens Fr. 

5'797.10 zuzüglich 5 % Zins seit 1. Mai 2017 zu tragen (act. G 1-2).  

C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2025 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Abweisung der Beschwerde (act. G 3). 

C.c Mit Replik vom 4. März 2025 stellte der Beschwerdeführer folgende Rechtsbegehren: Der 
Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2024 sei vollumfänglich aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für den Ersatz einer Zahnbrücke im Jahr 2017, 

mindestens Fr. 6'608.55 zzgl. Zins von 5 % seit 1. Januar 2017, zu zahlen. Eventualiter sei die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, anstelle der Kosten für die Zahnbrücke die Kosten für das 

Implantat des 1965 ausgeschlagenen Schneidezahns sowie für die Überkronung der beiden 

brückentragenden Schneidezähne, nämlich mindestens Fr. 8'197.10 zzgl. 10 % Zins seit 1. Mai 2017, 

zu tragen. Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 6). 

C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 
soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

Erwägungen 
1.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/1 
 

 

4/7 

1.1 Der Beschwerdeführer kommt in seiner Beschwerde vom 13. Januar 2025 auf die zwischen ihm 
und der Beschwerdegegnerin bestehende Unfall-Zusatzversicherung nach dem Bundesgesetz über 

den Versicherungsvertrag (SR 221.229.1; VVG) zu sprechen (S. 3) und liefert im 

Beweismittelverzeichnis, welches seiner Beschwerde beiliegt, einen Nachweis über die 

entsprechenden Versicherungspolicen (act. G1.4). Für die Beurteilung allfälliger Leistungsansprüche 
aus der privaten Unfall-Zusatzversicherung nach VVG liegt die sachliche Zuständigkeit bei den 

Zivilgerichten (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. August 2018, 

KV-Z 2018/3, E. 2). Soweit der Beschwerdeführer Ansprüche aus der «UVG-Zusatzversicherung 

gemäss Kollektivvertragsnummer: XXXXXX der SWICA» geltend macht, ist folglich auf die Beschwerde 

mangels sachlicher Zuständigkeit des Versicherungsgerichts nicht einzutreten. Im Übrigen hat die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid, der den Anfechtungsgegenstand des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens begrenzt, einzig über die Leistungsansprüche des 

Beschwerdeführers aus der freiwilligen Unfallversicherung nach UVG entschieden. 

1.2 Unbestrittenermassen hatte der Beschwerdeführer im Jahre 1965 einen Unfall erlitten und dabei 
einen Schneidezahn verloren. Im Unfallzeitpunkt war er als Schüler bei der «Winterthur Schweizerische 

Versicherungs-Gesellschaft» unfallversichert gewesen (act. G 3.2, 3). Akten aus dem Jahr 19__ gibt es 

keine mehr (act. G 3.2, 15). Ein späteres Unfallereignis ergibt sich weder aus den Akten noch wird ein 

solches geltend gemacht. Strittig und zu prüfen ist hier somit einzig, ob die Beschwerdegegnerin aus 
der seit 1. Januar 2015 bestehenden freiwilligen Versicherung gemäss Art. 4 UVG für allfällige 

Spätfolgen bzw. Rückfälle des Ereignisses von 1965 leistungspflichtig ist. 

2.  

2.1 Gemäss der Übergangsbestimmung des Art. 118 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen 
für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten des UVG ereignet haben, nach bisherigem Recht 

gewährleistet. Diese Regelung entspricht dem allgemeinen Grundsatz, dass die «echte Rückwirkung» 

im Sinne der Anwendung neuen Rechts auf Sachverhalte, die vor Inkrafttreten des neuen Rechts ihren 

Abschluss fanden, unzulässig ist (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 298); Art. 118 Abs. 1 UVG gilt auch für die freiwillige 

Unfallversicherung (vgl. TULAY SAKIZ, N 11 zu Art. 118, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018). Im Unfallzeitpunkt, d.h. im Jahr 1965, stand das Bundesgesetz über 

die Kranken- und Unfallversicherung (KUVG) vom 13. Juni 1911 in Kraft. Auch Rückfälle und Spätfolgen 

sind nach dem Recht im Unfallzeitpunkt zu beurteilen; sie begründen keinen neuen Anspruch, sondern 
der Versicherungsfall verbleibt vielmehr im Anwendungsbereich des alten Rechts (vgl. MATTHIAS 

KRADOLFER, N 14 zu Art. 118, in: Ghislaine Frésard-Fellay/ Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019). Ob das KUVG auf den Unfall des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/1 
 

 

5/7 

Beschwerdeführers tatsächlich anwendbar ist, ist damit nicht gesagt. So könnte es sich bei der 

Schülerversicherung auch um eine Privatversicherung gehandelt haben, sollte der Beschwerdeführer 

als damaliger Schüler nicht zum Kreise der nach KUVG Unfallversicherten gehört haben. Dies kann 

jedoch offenbleiben, da Ansprüche aus der genannten Schülerversicherung hier ohnehin nicht in Frage 

stehen. 

2.2 Die Übergangsbestimmung des Art. 119 Satz 3 UVG entspricht dem im 
Sozialversicherungswesen geltenden Leistungserfordernis der Versicherungsdeckung. 

Versicherungsdeckung liegt vor, wenn die versicherte Person für den Eintritt eines bestimmten Risikos 

versichert ist, also Versicherungsschutz geniesst. Das Erfordernis der Versicherungsdeckung ist dem 

Versicherungswesen systemimmanent und ein direkter Ausfluss des Versicherungsprinzips. Die 

Voraussetzung der Versicherungsdeckung gilt im Bereich der Sozialversicherungen als Grundsatz 

unabhängig von ihrer gesetzlichen Verankerung – so findet sich insbesondere auch im KUVG keine 

explizite Bestimmung, welche die Versicherungsdeckung als Leistungsvoraussetzung statuiert. Der 

zeitliche Anknüpfungspunkt für die Versicherungsdeckung ist in den verschiedenen 

Sozialversicherungen unterschiedlich bestimmt. In der Unfallversicherung wird an das Unfallereignis 

angeknüpft (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Oktober 2009, 8C_293/2009, E. 6.1). Wenn das 

Unfallereignis während der Deckungszeit der Unfallversicherung stattfindet, hat der betreffende 

Unfallversicherer ohne zeitliche Beschränkungen Leistungen zu gewähren, auch für Rückfälle und 
Spätfolgen (UELI KIESER/HARDY LANDOLT, Unfall Haftung Versicherung, Zürich/St. Gallen 2012, N 445 

zu § 5, Fn 845). Ebendies ist auch im vom Beschwerdeführer angerufenen Art. 73 Abs. 1 KUVG 

angedeutet, wobei hiermit nichts über dessen Anwendbarkeit auf den vorliegenden Fall ausgesagt sein 

soll. Leistungspflichtig ist und bleibt mithin derjenige Unfallversicherer, bei dem der Versicherte im 

Unfallzeitpunkt versichert war, d.h. bei dem sich das versicherte Risiko «Unfall» verwirklicht hat (vgl. 

der den Beschwerdeführer betreffende Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 

vom 12. Mai 2020, UV 2018/64, E. 2.3). In Anbetracht der Grundkonzeption der Unfallversicherung, 

den Einzelnen im Gegenzug zur Leistung eines Geldbeitrags an die Versicherung (Prämie) durch die 

Vergesellschaftung eines bestimmten Risikos (Unfall und Berufskrankheit) vor dessen Auswirkungen 

zu schützen, versteht es sich von selbst, dass eine Unfallversicherung nicht für einen bereits 

eingetretenen Schaden respektive für ein Risiko, dass sich bereits verwirklicht hat, abgeschlossen 

werden kann (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Mai 2020, UV 

2018/64, E. 2.3). Dies würde dem grundlegenden Funktionsprinzip einer Versicherung zuwiderlaufen. 

Seit 1. Januar 2022 sind gemäss Art. 10 VVG im Privatversicherungsrecht Rückwärtsversicherungen 
im Sinne der Versicherung bereits eingetretener Ereignisse bei entsprechendem Konsens der Parteien 

zulässig. Das Bundesgericht hatte das zuvor geltende Rückversicherungsverbot des alten Art. 9 VVG 

als analog auf die Unfallversicherung anwendbar erklärt (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Oktober 

2009, 8C_293/2009, E. 6.3). Inwiefern dies nun auch für den neuen Art. 10 VVG gelten soll, hat es, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6/7 

soweit ersichtlich, noch nicht entschieden. Aus obenstehenden Überlegungen betreffend 

Grundkonzeption der Unfallversicherung ist eine analoge Anwendbarkeit der Möglichkeit der 

Rückversicherung im Bereich des UVG zu verneinen. Indessen ist diese Frage für den vorliegenden 

Fall ohnehin nicht von entscheidender Bedeutung, da keine Abrede zwischen den Parteien bezüglich 

der rückwirkenden Erfassung des Unfalls von 1965 durch die 2015 abgeschlossene UVG-
Unfallversicherung zu erkennen ist. 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer argumentiert, bei den in den Jahren 2016 und 2017 durchgeführten 
Zahnbehandlungen habe es sich um die Behandlung von Spätfolgen des Unfalls von 1965 gehandelt, 

für die er gemäss Art. 73 Abs. 1 KUVG Anspruch auf ärztliche Behandlung, Arznei und andere zur 

Heilung dienliche Mittel und Gegenstände sowie Ersatz der notwendigen Reisekosten habe. Ferner 

argumentiert der Beschwerdeführer dahingehend, dass die Leistungspflicht auf seinen aktuellen 

Unfallversicherer übergegangen sei, wovon auch nach Treu und Glauben auszugehen sei. So sei der 

Ausschluss der Leistung für Spätfolgen vorheriger Unfallereignisse nie expliziert worden. Hätte er von 

diesem Umstand Kenntnis gehabt, so hätte er «mit Sicherheit eine Spezialversicherung 

abgeschlossen» (act. G 1-10 f.). Die Beschwerdegegnerin hingegen begründet ihre 

Leistungsablehnung vornehmlich mit der (unbestritten) fehlenden Versicherungsdeckung für den Unfall 

von 1965 (act. G 1.1-8; G 3-3), zudem bestreitet sie gestützt auf die Expertise von Dr. C.___ (dieser 
führte die Zahnschäden zumindest grösstenteils auf eine Paradontitis zurück, welche nicht durch den 

Unfall, sondern durch mangelhafte Zahnhygiene verursacht sei [act. G 3.2, 22]) die Unfallkausalität der 

2016-2017 behandelten Zahnschäden (act. G 1.1-7).  

3.2 Es kann offenbleiben, ob bzw. inwieweit es sich bei den in den Jahren 2016 und 2017 
behandelten Zahnschäden um Spätfolgen des Unfalls von 1965 handelte (vgl. jedoch Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Mai 2020, UV 2018/64, E. 3.9); wie sich zeigen 

wird, ist ein Leistungsanspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin ohnehin nicht gegeben. Für einen 

Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen der Beschwerdegegnerin müsste bei 

Letzterer eine Unfalldeckung für den Unfall von 1965 bestanden haben, wobei die Beschwerdegegnerin 

in Folge auch für Rückfälle und Spätfolgen des Unfalls leistungspflichtig wäre. Der Beschwerdeführer 

war zum Zeitpunkt des Unfalls im Jahr 1965 nicht bei der Beschwerdegegnerin oder einer Gesellschaft, 

deren Rechtsnachfolge sie innehat, gegen die Folgen von Unfällen versichert. Eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin für Spätfolgen des Unfalles von 1965 ist demnach zu verneinen. Nach eigenen 

Angaben des Beschwerdeführers sei er über die Schulgemeinde B.___ bei der heute nicht mehr 
existierenden «Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft» unfallversichert gewesen. Wie 

erwähnt, liegt die Rechtsnachfolge der genannten Gesellschaft bei der AXA Versicherungen AG. Deren 

Leistungspflicht ist im vorliegenden Verfahren jedoch nicht zu beurteilen. Eine rückwirkende Abdeckung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/7 

des Unfallereignisses von 1965 durch die nachträglich bei der Beschwerdegegnerin abgeschlossene 

freiwillige Unfallversicherung nach Art. 4 f. UVG ist – wie gesagt (vgl. E. 2.2) – systembedingt nicht 

möglich. Damit hat der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin keinen 

Leistungsanspruch aus der freiwilligen Unfallversicherung nach UVG.  

4.  

4.1 Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist.  

4.2 Gerichtskosten sind mangels spezialgesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (Art. 61 
lit. fbis ATSG). 

4.3 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer von vornherein keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 23.09.2025
	Leistungspflicht wegen Rückfalls/Spätfolge; das Intertemporalrecht (Art. 118 Abs. 1 UVG) verweist auf das im Unfallzeitpunkt in Kraft stehende Recht; Versicherungsdeckung als Voraussetzung der Leistungspflicht, vgl. Art. 119 Abs. 3 UVG. Rückversicherungsverbot. Im vorliegenden Fall war der Beschwerdeführer im Unfallzeitpunkt nicht bei der Beschwerdegegnerin versichert; diese ist daher nicht leistungspflichtig. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. September 2025, UV 2025/1).