# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b547c1d-c91c-5c0f-9a20-28399972f62f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.06.2019 200 2018 384
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-384_2019-06-13.pdf

## Full Text

200 18 384 IV
LOU/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Juni 2019

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Juni 2019, IV/18/384, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1969 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im September 2015 unter Hinweis auf einen Arbeitsunfall von 
November 2014 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 5). In der Folge führte die IV-Stelle 
Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) erwerbliche und medizinische Erhe-
bungen durch, insbesondere holte sie die Akten der Schweizerischen Un-
fallversicherungsanstalt (Suva; act. II 9.1 ff., 21.1 ff., 27.1 ff., 40.1, 49.1 ff.) 
und Berichte des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 47 f.) ein. Mit 
Vorbescheid vom 30. März 2017 stellte die IVB die Verneinung eines Ren-
tenanspruchs bei einem Invaliditätsgrad von 18 % in Aussicht (act. II 50). 
Damit zeigte sich der Versicherte mit Einwand vom 24. April 2017 nicht 
einverstanden (act. II 52). Nachdem die IVB mit dem RAD Rücksprache 
genommen hatte (Stellungnahme vom 28. April 2017; act. II 56 S. 2 f.), 
stellte sie mit neuem Vorbescheid vom 26. September 2017 bei einem 
nunmehr ermittelten Invaliditätsgrad von 21 % wiederum die Abweisung 
des Rentenanspruchs in Aussicht (act. II 62). Nach Einwand des Versicher-
ten (act. II 64, 68) und erneuten Rücksprachen mit dem RAD (act. II 70 f.) 
verneinte die IVB entsprechend dem Vorbescheid mit Verfügung vom 
17. April 2018 einen Rentenanspruch (act. II 72).

B.

Mit Eingabe vom 15. Mai 2018 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. B.________, Beschwerde. Er beantragt, es sei die ange-
fochtene Verfügung vom 17. April 2018 aufzuheben und die Angelegenheit 
an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen zurück-
zuweisen. Eventualiter seien die angefochtene Verfügung aufzuheben und 
der Anspruch, seit wann rechts, auf eine Invalidenrente festzustellen.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. Juni 2018 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Juni 2019, IV/18/384, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. April 2018 
(act. II 72). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente der IV und in diesem Zusammenhang vorab die Vollstän-
digkeit der Sachverhaltsabklärung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgen-
de entnehmen:

3.1.1 Im Austrittsbericht der Rehaklinik C.________ vom 29. April 2015 
(act. II 9.2 S. 11-14) wurden bezüglich des Unfalls vom 24. November 2014 
als Diagnosen eine traumatische Hirnverletzung mit/bei undislozierter 
Schädelkalottenfraktur bis ins Felsenbein ziehend, Subduralhämatom beid-
seits, intrazerebralem Hämatom links okzipital mit begleitender Subarach-
noidalblutung, zwei Rissquetschwunden okzipital rechts, leichter bis mittel-
schwerer kognitiver Störung mit im Vordergrund stehender psychomotori-
scher Verlangsamung, Defiziten im verbal-episodischen Gedächtnis und 
den exekutiven Teilfunktionen sowie verminderten visuokonstruktiven 
Fähigkeiten nach traumatischer Hirnverletzung (ICD-10 F07.8) bei vorbe-
stehenden kognitiven Schwächen (tiefes Bildungsniveau), ein Thoraxtrau-
ma mit/bei minimalem Pneumothorax apikal rechts, Lungenkontusion beid-
seits, undislozierten Rippenfrakturen, Fraktur processi transversi 1-8 und 
eine Luxation Endglied Dig. I Hand links (rechtsdominant) genannt. Eine 
psychische Störung wurde nicht erhoben (S. 11). Für die berufliche Tätig-
keit als … attestierten die behandelnden Ärzte der Rehaklinik ab 30. April 
2015 eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit und empfahlen einen gestaffelten 
Wiedereinstieg mit ganztägiger Präsenz bei reduzierter Leistung. Die Ar-
beitsschwere solle nicht über das Niveau „mittelschwer“ hinausgehen. Mit-
telschwere Arbeit sei ganztags zumutbar (S. 12).

3.1.2 Am 4. November 2015 diagnostizierten die Untersuchenden des 
Spitals D.________ ein Schädel-Hirn-Trauma am 24. November 2014 
mit/bei Subduralhämatom beidseits, intrazerebralem Hämatom links okzipi-
tal und begleitender Subarachnoidalblutung, multifaktoriell bedingter Kopf-
schmerz, Beinschwäche und Gleichgewichtsstörung unklarer Genese, re-
aktiver depressiver Episode bei psychosozialer Belastung (Krankheitsvera-
rbeitung), leichte kognitive Hirnfunktionsstörungen (Störungen exekutiver 
Funktionen und Verlangsamung; act. II 21.2 S. 5). Im Vergleich zu entspre-
chenden Alters- und Bildungsnormen bestünden unter Berücksichtigung 
des tiefen prämorbiden Niveaus mit einem Intelligenzquotient (IQ) von 78 

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noch leichte Einschränkungen in Teilbereichen der Exekutivfunktionen so-
wie bezüglich Verarbeitungsgeschwindigkeit. Klinisch zeigten sich eine 
erhöhte Ermüdbarkeit und eine schwere depressive Symptomatik. Aus rein 
neurokognitiver Sicht sei aufgrund der leichten Verlangsamung unter der 
Annahme einer einfachen Routinetätigkeit quantitativ von einer 20 %-igen 
Leistungsminderung auszugehen. Die beklagte Beinschwäche und Gleich-
gewichtsstörung liessen sich anhand des klinischen Befundes nicht objekti-
vieren (insgesamt keine neurologischen Herdzeichen). Eine Störung der an 
der dynamischen Raumverteilung beteiligten Systeme und insbesondere 
eine afferente Störung liessen sich nicht herausarbeiten (act. II 21.2 S. 4).

3.1.3 Im Bericht des Spitals D.________ vom 8. September 2016 
(act. II 40.38) über die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) 
wurden als Diagnosen ein Schädel-Hirn-Trauma und undislozierte Schä-
delkalottenfraktur bis ins Felsenbein, ein Subduralhämatom beidseits, in-
trazerebrales Hämatom links okzipital mit begleitender Subarachnoidalblu-
tung, zwei Rissquetschwunden okzipital rechts, eine Luxation Endglied Dig. 
I Hand links, ein minimaler Pneumothorax apikal rechts, Lungenkontusion 
beidseits, undislozierte Rippenfrakturen (S. 1) und eine Fraktur Processi 
transversi 1-8 aufgeführt. Die beobachtete Belastbarkeit entspreche einer 
mittelschweren Tätigkeit (Hantieren von Lasten bis max. 25 kg). Hinsicht-
lich Zumutbarkeit sollte aus somatischer Sicht aufgrund der medizinischen 
Befunde und Diagnosen von einer tieferen Belastbarkeit, leichte bis mittel-
schwere Tätigkeit (Hantieren von Lasten selten bis max. 15 kg) ausgegan-
gen werden. Eine entsprechende Tätigkeit könne ganztags mit eventuell 
vermehrten Pausen ausgeübt werden. Die beobachtete Belastbarkeit liege 
unter den Belastungsanforderungen der bisherigen Arbeit (S. 2).

3.1.4 Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie, erläuterte im Bericht 
der Suva vom 19. Dezember 2016 (act. II 40.24), bezüglich der kognitiven 
Leistungsfähigkeit könne auf die Befunde des Spitals D.________ vom 
November/Dezember 2015 abgestellt werden. Der vom Versicherten ge-
klagte Schwindel stelle eine erhebliche Minderung der Leistungsfähigkeit 
und Einschränkung seiner beruflichen Vermittlungsmöglichkeiten dar. Die 
Fortführung der vor dem Unfall ausgeführten Arbeiten sei voraussichtlich 
nicht wieder möglich. Eine namhafte Besserung des unfallbedingten Ge-

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sundheitszustands sei durch weitere Behandlungen nicht zu erwarten. Eine 
ORL-fachärztliche Beurteilung sei angeraten (S. 4). Aus den Untersuchun-
gen ergebe sich, dass der Versicherte bei 100 %-iger Präsenz in ange-
passter Tätigkeit ein Rendement von 80 % erbringen könne. Zumutbar sei-
en einfache, manuelle Tätigkeiten ohne Prozessverantwortung. Solange 
subjektiv Schwindel bestehe, sollten zunächst keine Tätigkeiten mit Ab-
sturzgefahr oder auf ungesicherten Leitern, Gerüsten oder Podesten ver-
richtet werden. Im Übrigen seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten (ent-
sprechend Hantieren von Lasten selten bis maximal 15 kg, Heben horizon-
tal über 15 kg, heben Taille bis Boden über 15 kg, Stossen und Ziehen 
über 15 kg, Tragen einhändig 15 kg) zumutbar (S. 5). 

3.1.5 Die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Neurologie, 
diagnostizierte im Bericht vom 31. Januar 2017 (act. II 47 S. 3 ff.) mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Schädel-Hirn-Trauma mit Subduralhä-
matom beidseits, intrazerebralem Hämatom links okzipital und begleitender 
Subarachnoidalblutung. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine 
reaktive depressive Verstimmung. In einer angepassten Tätigkeit sei der 
Versicherte in der Lage, leichte und mittelschwere Tätigkeiten im Sitzen, 
Gehen und Stehen auszuüben. Die Tätigkeiten könnten im Freien und in 
geschlossenen Räumen durchgeführt werden. Schwere körperliche Tätig-
keiten mit häufigem Heben und Tragen von schweren Lasten seien nicht 
mehr möglich. Arbeiten mit Absturzgefahr seien wegen der Schwindelpro-
blematik ebenfalls nicht möglich. Die Gebrauchsfähigkeit der Hände sei 
uneingeschränkt und die Wegefähigkeit sei gegeben. Wegen der kognitiven 
Störungen seien nur einfache repetitive Tätigkeiten, die keine hohe Kon-
zentration, Aufmerksam- und Umstellfähigkeit voraussetzten möglich. Aus-
zugehen sei von einem sehr niedrigen intellektuellen Grundniveau und zu-
sätzlich lägen eine posttraumatische Verlangsamung sowie eine allgemein 
verminderte Verarbeitungsgeschwindigkeit vor. Die erwähnte Tätigkeit kön-
ne 8 Stunden täglich an 5 Tagen pro Woche mit einer Leistungsfähigkeit 
von 80 % ausgeübt werden (S. 6). In der bisherigen Tätigkeit sei der Versi-
cherte nicht mehr einsatzfähig. Das Zumutbarkeitsprofil gelte seit der letz-
ten Suva-Untersuchung vom 19. Dezember 2016 (S. 7).

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Am 1. März 2017 hielt die RAD-Ärztin fest, für den Zeitraum Oktober und 
November 2016 gelte ebenfalls das erstellte Zumutbarkeitsprofil. Aus den 
Unterlagen ergäben sich keine Hinweise, dass in diesem Zeitraum ein ver-
änderter Gesundheitszustand und damit eine andere Leistungsfähigkeit 
vorgelegen hätten (act. II 48).

3.1.6 Im Bericht der Suva vom 15. Februar 2017 über die otoneurologi-
sche und audiologische Untersuchung (act. II 49.4) führte Dr. med. 
G.________, Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie und Arbeitsmedizin, 
als Diagnosen ein stumpfes Schädel-Hirn-Trauma mit Schädelkalottenfrak-
tur ins Felsenbein ziehend, ein Subduralhämatom beidseits, ein intrazere-
brales Hämatom links okzipital mit begleitender subarachnoidaler Blutung, 
eine Einblutung in den Sinus sphenoidalis rechts, zwei Rissquetschwunden 
okzipital rechts, ein stumpfes Thoraxtrauma mit Pneumothorax und Lun-
genkontusion beidseits sowie undislozierte Rippenfrakturen auf (S. 1). Bei 
der vorliegenden otoneurologischen und audiologischen Untersuchung 
imponiere beim Seiltänzergang mit offenen Augen eine Verdeutlichungs-
tendenz (S. 4) und Symptomausweitung. In Bezug auf vestibuläre Schwin-
delbeschwerden könne ein organstrukturelles Defizit der Gleichgewichtsor-
gane ausgeschlossen werden. Es ergäben sich in sämtlichen ordnungs-
gemäss absolvierten Prüfungen keine Hinweise für eine peripher-
vestibuläre und/oder zentral-vestibuläre Pathologie oder Residuen einer 
Labyrinth-Kontusion (stumpfes Innenohrtrauma). Ein organisches Korrelat 
finde sich für die angegebenen Schwindelbeschwerden im Fachgebiet ins-
gesamt nicht; ein organstrukturelles Defizit der Gleichgewichtsorgane kön-
ne zuverlässig ausgeschlossen werden. Solange subjektiv Schwindel be-
stehe, sollten Arbeiten mit Absturzgefahr unterbleiben. Aus ORL-
fachärztlicher Sicht sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (S. 5).

3.1.7 Der Suva-Arzt Dr. med. E.________ führte in der Beurteilung des 
Integritätsschadens vom 29. März 2017 (act. II 51.6) aus, dieser werde auf 
neurologischem Fachgebiet auf 20 % geschätzt. Die testpsychologisch 
nachgewiesenen leichten Einschränkungen in Teilbereichen der Exekutiv-
funktionen und der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit seien über-
wiegend wahrscheinlich Folge der beim Unfall erlittenen Hirnschädigung. 
Die Ermüdbarkeit sei zumindest teilkausal auf den Unfall zurückzuführen. 

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Die Funktionsstörungen seien dauerhaft und erheblich und mit einer mass-
gebenden Besserung sei nicht zu rechnen (S. 1). Die neuropsychologi-
schen Funktionseinschränkungen könnten zusammenfassend als leicht 
bezeichnet werden (S. 2).

3.1.8 In der Stellungnahme des RAD vom 28. April 2017 (act. II 56 S. 2 f.) 
hielt Dr. med. F.________ fest, im Rahmen der HNO-ärztlichen Abklärung 
habe ein organstrukturelles Defizit ausgeschlossen werden können. Der 
Verdacht auf eine Symptomausweitung sei gestellt worden (S. 2). Bezüg-
lich der Leistungsfähigkeit sei eingeschätzt worden, dass Arbeiten mit Ab-
sturzgefahr nicht möglich seien. Dies sei bei der Erstellung des Leistungs-
profils bereits beachtet worden. Ansonsten sei die Arbeitsfähigkeit aus 
fachärztlicher Sicht als nicht eingeschränkt beschrieben worden. In den 
gesamten medizinischen Unterlagen fänden sich keine Hinweise auf 
„Sturzattacken“. Den Unterlagen sei mehrfach zu entnehmen, dass die 
Stimmung schlecht und der Antrieb als vermindert beschrieben worden sei. 
Diese Reaktion sei nachvollziehbar, begründe aber keinen IV-relevanten 
Gesundheitsschaden. Bisher habe auch kein Behandler eine psychiatrische 
Behandlung als notwendig erachtet. Hinweise, dass die Kriterien einer mit-
telgradigen oder gar schweren Depression vorlägen, bestünden keine. Die 
unstrittig bestehenden gesundheitlichen Störungen auf neurologischem 
Fachgebiet seien bereits berücksichtigt worden und entsprächen auch der 
Einschätzung der Suva (Beurteilung Integritätsschaden). Neue ärztliche 
Unterlagen und Befunde seien vom Versicherten nicht vorgelegt worden. 
Die neu vorliegenden Unterlagen der Suva bestätigten die bestehenden 
Leistungseinbussen, ohne neue Aspekte offen zu legen. Es ergäbe sich 
daher auch keine Notwendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung. Der 
bestehende Gesundheitsschaden sei vollständig erfasst (S. 3). 

In der Stellungnahme vom 18. Januar 2018 (act. II 70 S. 2) führte Dr. med. 
F.________ aus, es seien im Anhörungsverfahren wiederum keine neuen 
ärztlichen Befunde vorgelegt worden. Die im Rahmen der EFL gemachten 
Angaben deckten sich sowohl bezüglich der qualitativen als auch der quan-
titativen Leistungsfähigkeit vollständig mit den gemachten Angaben im er-
stellten Zumutbarkeitsprofil vom 31. Januar 2017. Bezüglich der vom 
Rechtsvertreter vermuteten psychischen Erkrankung ergäbe sich weiterhin 

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kein begründeter Verdacht. Aus medizinischer Sicht ergäben sich keinerlei 
neue Aspekte (S. 2).

Am 21. Februar 2018 ergänzte die RAD-Ärztin hinsichtlich des Zumutbar-
keitsprofils, dass der Versicherte die angegebenen Tätigkeiten mit einem 
zeitlichen Pensum von 100 % (41.7 Stunden pro Woche) ausüben könne 
(act. II 71).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

3.3 Die Berichte der RAD-Ärztin Dr. med. F.________ vom 31. Januar 
2017 (act. II 47 S. 3 ff.; inkl. Ergänzung vom 1. März 2017; act. II 48), 

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28. April 2017 (act. II 56 S. 2 f.) und 18. Januar 2018 (act. II 70 S. 2; inkl. 
Ergänzung vom 21. Februar 2018; act. II 71), die als Grundlage der ange-
fochtenen Verfügung vom 17. April 2018 (act. II 72) dienten, erfüllen die 
vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) 
und erbringen vollen Beweis. Sie sind für die streitigen Belange umfassend, 
berücksichtigen die geklagten Beschwerden, wurden unter Berücksichti-
gung der Vorakten – namentlich der medizinischen Akten der Suva – abge-
fasst, leuchten in der Darstellung der medizinischen Zusammenhänge ein 
und sind für die Beurteilung der medizinischen Situation nachvollziehbar 
und schlüssig. Demnach sind dem Beschwerdeführer einfache repetitive, 
körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten im Sitzen, Gehen und Ste-
hen ohne Absturzgefahr vollschichtig mit einer Leistungsminderung 
von  20 % wegen den kognitiven Störungen zumutbar. Körperlich schwere 
Arbeiten oder Tätigkeiten mit häufigem Heben und Tragen von schweren 
Lasten können nicht (mehr) verrichtet werden (act. II 47 S. 6, act. II 71). 
Dass Dr. med. F.________ auf eine klinische Exploration des Beschwerde-
führers verzichtete (Beschwerde S. 3), ist nicht zu beanstanden, konnte sie 
sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen doch ein gesamthaft lückenlo-
ses Bild verschaffen (vgl. RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 
371 E. 5b). 

3.3.1 Nach dem Umfall erfolgte im April 2015 ein rund vierwöchiger Auf-
enthalt in der Rehaklinik C.________. Die Behandler diagnostizierten im 
Bericht vom 29. April 2015 ausdrücklich keine psychische Störung und at-
testierten dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 50 % im bishe-
rigen Beruf als …, wobei der gestaffelte Wiedereinstieg empfohlen wurde 
bei zunächst nur mittelschwerem Niveau; für angepasste Arbeiten auf die-
sem Niveau wurde der Beschwerdeführer für ganztags arbeitsfähig erklärt. 
Bloss diagnostisch wurde auf kognitive Einschränkungen bei tiefem Bil-
dungsniveau hingewiesen (act. II 9.2 S. 11 f.). Das Neurozentrum des Spi-
tals D.________ stellte am 4. November 2015 einen IQ 78 fest und dia-
gnostizierte bei – soweit ersichtlich – bloss klinischer Untersuchung leichte 
Hirnfunktionsstörungen, eine reaktive depressive Episode bei psychosozia-
ler Belastung sowie einen multifaktoriell bedingten Kopfschmerz. Basierend 
auf dem klinisch-neurologischen Untersuchungsbefund wurden keine ar-
beitsrelevanten Defizite festgestellt; dagegen wurde gemäss der neuropsy-

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chologischen Beurteilung eine 20 %-ige Leistungsminderung postuliert 
(act. II 21.2 S. 4 f.). Am 12. Februar 2016 hielt das Neurozentrum bei Fra-
gen nach Traumafolgen unter Einbezug des CT-Schädels vom 26. Novem-
ber 2014 einen Status „contre-coup“ temporookzipital links mit chronisch 
posttraumatischer Defektzone temporoparietal links fest; rechtsseitig wurde 
kein posttraumatisches Residuum festgestellt (act. II 27.14 S. 1). Die EFL 
im Inselspital vom 31. August und 1. September 2016 ergab in somatischer 
Hinsicht ein Zumutbarkeitsprofil (leichte bis mittelschwere Tätigkeit ganz-
tags mit eventuell vermehrten Pausen wegen Schwindelgefühl und Kon-
zentrationsschwierigkeiten; act. II 40.38 S. 2), auf das sich auch die Suva 
im Dezember 2016 offenbar nach Rücksprache mit ihrem ärztlichen Berater 
bezog (act. II 29-32), das im Wesentlichen weiterhin demjenigen der Reha-
klinik C.________ im Austrittsbericht vom 26. April 2015 entspricht (vgl. 
act. II 9.2 S. 12). Der Neurologe der Suva Dr. med. E.________ schloss 
sich am 19. Dezember 2016 grundsätzlich diesem Zumutbarkeitsprofil an. 
Die von ihm empfohlene Schwindelabklärung, welche alsdann von Dr. med. 
G.________ durchgeführte wurde, ergab aus ORL-Sicht weder ein organi-
sches Korrelat noch eine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähig-
keit, aber eine gewisses verdeutlichendes Verhalten des Beschwerdefüh-
rers (act. II 49.4 S. 4 f.). Unter diesen Umständen überzeugt, wenn die 
RAD-Ärztin das Zumutbarkeitsprofil, wie es von der Suva basierend auf 
den umfassend abgeklärten medizinischen Grundlagen sowie unter Einbe-
zug der EFL des Spitals D.________ und der ORL-Abklärungen erstellt 
worden war, und die neurologisch begründete Einschränkung von 20 % in 
angepasster Arbeit als massgeblich erachtete.

3.3.2 Daran vermögen auch die Vorbringen des Beschwerdeführers mit 
Verweis auf den Bericht der Hausärztin Dr. med. H.________, Fachärztin 
für Allgemeine Innere Medizin, vom 8. Mai 2018 (Beschwerdebeilage 
[BB] 3) nichts zu ändern.

Hinsichtlich der neurologischen Situation ist festzuhalten, dass Dr. med. 
E.________ im Bericht der Suva vom 19. Dezember 2016 ausdrücklich 
festhielt, auf die Befunde des Neurozentrums des Spitals D.________ vom 
November/Dezember 2015 könne abgestellt werden (act. II 40.24 S. 4). 
Wie zuvor erwähnt, ergab die otoneurologische und audiologische Unter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Juni 2019, IV/18/384, Seite 13

suchung vom 2. Februar 2017 kein organisches Korrelat für den subjektiv 
erlebten Schwindel. Die Beschwerdegegnerin weist damit zutreffend darauf 
hin, dass sich keine Hinweise ergeben hatten, welche weitere Abklärungen 
erforderlich erscheinen liessen. Auch Dr. med. H.________ nennt in ihrer 
Einschätzung vom 19. Januar 2018 (AB 85 S. 21 f.) keine (neuen) Aspekte, 
die in der neurologischen bzw. otoneurologischen Untersuchung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben wären (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 
E. 2.2.1). Dasselbe trifft in orthopädischer Hinsicht zu. In diesem Zusam-
men ist anzumerken, dass der Suva-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für 
Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 20. Juli 2016 
keinen Anlass für eine kreisärztliche Untersuchung durch einen Orthopä-
den als notwendig erachtete, da am Haltungs- und Bewegungsapparat kei-
ne Hindernisse zur Aufnahme einer körperlichen Arbeit bestünden 
(act. II 40.56). Überdies beurteilt auch die Hausärztin die orthopädischen 
Beschwerden als sekundär, initial seien keine relevanten orthopädischen 
Läsionen beschrieben worden (BB 3 S. 1 unten). 

Was die psychische Situation anbelangt, sind keine entsprechenden Be-
schwerden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erstellt. Der ehemalige 
Hausarzt Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
berichtete am 23. Februar 2016, der Beschwerdeführer wirke nicht depres-
siv und psychotherapiebedürftig (act. II 27.12). Die anderen involvierten 
Ärzte sahen (bisher) ebenfalls keine Notwendigkeit für eine psychiatrische 
Behandlung. Nach der Aktenlage befindet sich der Beschwerdeführer denn 
auch nicht in entsprechender Behandlung und eine solche wird ebensowe-
nig geltend gemacht. Soweit überhaupt ansatzweise psychische Be-
schwerden bestehen sollten, wären diese überwiegend wahrscheinlich 
psychosozialer bzw. reaktiver Natur, was invalidenversicherungsrechtlich 
irrelevant ist, weil mit dem Wegfall des belastenden Faktors oder Ereignis-
ses auch die Beschwerden wieder verschwinden.

3.4 Nach dem Dargelegten erweist sich der medizinische Sachverhalt 
als rechtsgenüglich abgeklärt. Auf weitere Beweismassnahmen kann in 
antizipierter Beweiswürdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2017 ALV Nr. 6 S. 18 E. 4.2) 

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verzichtet werden. Damit ist ausgehend vom erwähnten Zumutbarkeitsprofil 
(vgl. E. 3.3 hiervor) nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 

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S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 
3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizini-
schen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht 
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und 
so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen 
(SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

4.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222).

Aufgrund der im September 2015 erfolgten Anmeldung zum Rentenbezug 
(act. II 5) ist der (hypothetische) Beginn des Rentenanspruchs in Anwen-
dung von Art. 29 Abs. 1 IVG (Entstehung des Rentenanspruchs frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung) auf März 2016 
festzusetzen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Be-
schwerde S. 4 f.) hatte das erstellte Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.3 hiervor) 
zu diesem Zeitpunkt bereits Bestand, auch wenn dieses erst danach mit 
den diversen Untersuchungen bestätigt wurde. Zwar führte die RAD-Ärztin 
aus, das Zumutbarkeitsprofil gelte seit der letzten Suva-Untersuchung vom 
19. Dezember 2016 (act. II 47 S. 7) bzw. für den Zeitraum Oktober und 
November 2016 (act. II 48). Das Zumutbarkeitsprofil basiert jedoch im We-
sentlichen auf der Abklärung im Neurozentrum des Spitals D.________ 
vom 4. November 2015 (act. II 21.2 S. 2-5) und aus den Akten ergeben 
sich keine Anhaltspunkte dafür, dass seit dieser Abklärung massgebliche 
Veränderungen eingetreten wären. Der Neurologe der Suva hat denn auch 

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am 19. Dezember 2016 keine neuen Befunde erhoben, sondern bestätigte 
vielmehr die Befunde des Neurozentrums (act. II 42.24 S. 4). Die vom da-
maligen Hausarzt attestierten vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeiten (vgl. 
act. II 40.63) sind demnach unbegründet.

4.5 Das Valideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin in der ange-
fochtenen Verfügung vom 17. April 2018 auf Fr. 64‘588.-- festgelegt 
(act. II 72 S. 1 f.). Dazu stützte sie sich auf das Einkommen im Jahr 2014 
gemäss dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug) von 
Fr. 64‘040.-- (Beschäftigungsgrad 100 %; act. II 9.5 S. 1) und nahm eine 
Indexierung auf das Jahr 2016 vor. Dies ist nicht zu beanstanden, zumal 
dies mit den Angaben der letzten Arbeitgeberin im Lohnblatt des Jahres 
2014 korreliert („AHV-Lohn“ Fr. 64‘040.80; act. II 13.2 S. 1) und der im 
Einwand vom 24. April 2017 (act. II 52.2 S. 2) noch bestrittene Validenlohn 
durch die Arbeitgeberin ausdrücklich bestätigt worden ist (act. II 51. 5). Da 
der Beschwerdeführer von Juni 2002 bis zum Unfallzeitpunkt bzw. zur 
Kündigung bei der K.________ AG als … gearbeitet hat (act. II 12 S. 2, 
act. II 51.5), ist ebenfalls überwiegend wahrscheinlich, dass er im hypothe-
tischen Gesundheitsfall weiterhin diese Tätigkeit ausüben würde.

4.6 Das Invalideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin auf 
Fr. 50‘936.-- festgelegt. Dieses ermittelte sie – zu Recht, da der Beschwer-
deführer keine Tätigkeit im zumutbaren Rahmen aufgenommen hat – auf 
der Basis der LSE 2014, Tabelle TA1, Total Kompetenzniveau 1 (Einfache 
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art), Männer von Fr. 5‘312.--, 
aufgerechnet auf ein Jahr, indexiert auf das Jahr 2016, angepasst an die 
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit und unter Berücksichtigung der 
Leistungsminderung von 20 %. Infolge der unbestrittenen (aber von ihrer 
Ursache her letztlich unklaren) Verlangsamung gewährte die Beschwerde-
gegnerin zusätzlich ein behinderungsbedingter Abzug von 5 % vom Tabel-
lenlohn (vgl. E. 4.3 hiervor). Dieses Vorgehen der Verwaltung lässt sich 
nicht beanstanden. 

4.7 Der Einkommensvergleich ergibt, bei einem Valideneinkommen von 
Fr. 64‘588.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 50‘936.--, eine Er-
werbseinbusse von Fr. 13‘652.-- und damit einen Invaliditätsgrad von ge-
rundet 21 % (Fr. 13‘652.-- / Fr. 64‘588.-- x 100 = 21.14 %; zur Rundung: 

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vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123). Folglich besteht kein Anspruch auf eine 
Invalidenrente (vgl. E. 2.2 hiervor). Die angefochtene Verfügung vom 
17. April 2018 (act. II 72) ist damit nicht zu beanstanden. Die dagegen er-
hobene Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Der Beschwerdeführer hat nach Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG (Umkehrschluss) keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Juni 2019, IV/18/384, Seite 18

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.