# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a6f4e4e-370c-55eb-b35d-db249e7137ec
**Source:** Aargau (entscheidsuche) (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 19.12.2025 VBE.2025.87
**Docket/Reference:** VBE.2025.87
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2025-87_2025-12-19.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2025.87 / dr / nl 
Art. 186 

 

 

Urteil vom 19. Dezember 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident 

Oberrichterin Fischer 

Oberrichterin Hausherr 

Gerichtsschreiberin Reisinger 

 

 
   

Beschwerde- 

führer 

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Daniel Altermatt, Rechtsanwalt, 

Postfach, 4143 Dornach 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin 

 VAUDOISE ALLGEMEINE Versicherungs-Gesellschaft AG, 

Place de Milan, 1001 Lausanne 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 28. Januar 2025) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1965 geborene Beschwerdeführer ist seit dem 1. September 2022 als 

Chauffeur bei der B._____ GmbH angestellt und in dieser Eigenschaft bei 

der Beschwerdegegnerin obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunfäl-

len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten versichert gewesen, als er 

gemäss Unfallmeldung UVG vom 17. September 2022 am 13. August 2024 

zweimal ausgerutscht, dabei auf die linke Körperseite gestürzt beziehungs-

weise die Treppe hinuntergefallen sei und sich dabei am Rücken verletzt 

habe. Nach sachverhaltlichen Abklärungen und Rücksprachen mit ihrem 

versicherungsinternen Arzt verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfü-

gung vom 12. November 2024 ihre Leistungspflicht für die Rückenbe-

schwerden. Die am 26. November 2024 dagegen erhobene Einsprache 

wies sie mit Einspracheentscheid vom 28. Januar 2025 ab. 

 

2. 

2.1. 

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Februar 2025 

fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Es sei der Einspracheentscheid vom 28.01.2025 aufzuheben und es 
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 
aus dem Ereignis vom 13.08.2024 die gesetzlichen Versicherungsleis-
tungen zu erbringen. 

 
 2. Verfahrensantrag: Es sei dem Beschwerdeführer Frist zu gewähren 

bis 17.03.2025 zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebe-
gründung. 

 
 
 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 7. April 2025 erklärte sich die Beschwerdegeg-

nerin bereit, bis am 30. August 2024 Leistungen zu erbringen, und hielt 

ansonsten am Einspracheentscheid vom 28. Januar 2025 fest. 

 

2.3. 

Der Beschwerdeführer hielt mit seiner Replik vom 23. Juni 2025 an den in 

der Beschwerde vom 27. Februar 2025 gestellten Rechtsbegehren fest. 

 

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Hinsichtlich des Antrags des Beschwerdeführers auf Einräumung einer 

Frist zur ergänzenden Beschwerdebegründung (Ziff. 2 der Rechtsbegeh-

ren) ist vorab festzuhalten, dass das hiesige Versicherungsgericht dem Be-

schwerdeführer die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 7. Ap-

ril 2025 mit Verfügung vom 15. April 2025 zustellte. Mit Eingabe vom 

23. Juni 2025 äusserte sich der Beschwerdeführer zur Vernehmlassung 

der Beschwerdegegnerin. Damit hatte der Beschwerdeführer auch Gele-

genheit, seine Beschwerde weiter zu begründen. Die Gewährung einer 

Frist zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebegründung erübrigt 

sich somit. 

 

2. 

Die Beschwerdegegnerin erklärte sich mit Vernehmlassung vom 7. Ap-

ril 2025 nach erneuter Prüfung sodann "trotzdem" bereit, UVG-Leistungen 

bis zum MRI vom 30. August 2024 zu erbringen. Anfechtungsgegenstand 

ist jedoch der Einspracheentscheid vom 28. Januar 2025 (Vernehmlas-

sungsbeilage [VB] 14), womit die am 12. November 2024 verfügte Abwei-

sung des Anspruchs auf Leistungen im Zusammenhang mit den als Folge 

des Unfalls vom 13. August 2024 gemeldeten Rückenbeschwerden (VB 9) 

bestätigt wurde. Eine Wiedererwägung lite pendente gemäss Art. 53 

Abs. 2 ATSG nahm die Beschwerdegegnerin mit der vorliegenden Ver-

nehmlassung mangels Erlasses eines entsprechenden Entscheides nicht 

vor (vgl. Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 58 Abs. 1 und 2 VwVG). 

 

Zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid 

vom 28. Januar 2025 (VB 14) Leistungen im Zusammenhang mit dem Un-

fall vom 13. August 2024 bzw. den als dessen Folge gemeldeten Rücken-

beschwerden zu Recht verweigert hat. 

 

3. 

3.1. 

3.1.1. 

Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden 

(Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-

stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge-

treten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit ein-

getreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für 

die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 

dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 

anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 

 - 4 - 

 

 

versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-

che Störung entfiele (BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 129 V 177 E. 3.1 S. 181 

mit Hinweisen; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f. und 129 V 402 

E. 4.3.1 S. 406). 

 

3.1.2. 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-

recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-

finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 

S. 181 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_646/2019 vom 

6. März 2020 E. 8). Die Sozialversicherungsorgane und das Gericht haben 

vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen mögli-

chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 

V 353 E. 5b S. 360). Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs 

ist in erster Linie mittels Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_331/2015 vom 21. August 2015 E. 2.2.3.1; 

vgl. auch RUMO-JUNGO/HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

4. Aufl. 2012, S. 55). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). Ausschlag-

gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 

E. 3a S. 352; 122 V 157 E. 1c S. 160 f.). Dennoch hat es die Rechtspre-

chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erach-

tet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 

Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b 

S. 352). 

 

3.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

 - 5 - 

 

 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 125 V 351 E. 3a 

S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis 

der versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine 

nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen 

(BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 ff.). Soll ein Ver-

sicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-

den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105; 

142 V 58 E. 5.1 S. 65; 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). 

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

Bezüglich des Ereignisses vom 13. August 2024 ist den Akten im Wesent-

lichen zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer beim Abladen der Ware 

vom Fahrzeug das Gleichgewicht verloren habe, ausgerutscht und vom 

Fahrzeug auf die linke Körperseite gefallen sei. Beim Tragen der Ware in 

den Keller sei er sodann auf der Treppe erneut ausgerutscht und die 

Treppe heruntergefallen. Er habe in diesem Moment starke Rücken-

schmerzen verspürt, aber auf einen Arztbesuch noch am gleichen Tag ver-

zichtet (Unfallmeldung UVG vom 17. September 2024 in VB 3 S. 1 f.). 

 

4.1.2. 

Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass in der Weichteilsonogra-

phie und der Sonographie der Leiste links des Spitals E._____ vom 19. Au-

gust 2024 keine morphologischen Auffälligkeiten gefunden worden seien, 

welche die Beschwerden erklären könnten (VB 6 S. 6). Im gleichentags 

erstellten Bericht über die radiologische Untersuchung des Beckens ap, der 

LWS pa/seitlich mit Funktionsaufnahmen sowie der linken Hüfte axial wur-

den sodann eine leichte Koxarthrose beidseits, eine leichte Retrolisthese 

L1/2 ohne Dynamik sowie eine mögliche Diskushernie festgestellt (VB 6 S. 

8). Im Bericht des nämlichen Spitals über das MRI der LWS nativ vom 30. 

August 2024 wurden degenerative Veränderungen, eine subligamentäre 

rechtsbetonte Diskusprotrusion LWK 4/5 ohne Neurokompression im Lie-

gen und ein Neuroforamen, im Liegen ausreichend weit, diagnostiziert (VB 

6 S. 5). Im ambulanten Bericht des Spitals E._____ vom 26. September 

2024 wurden sodann eine Diskusprotrusion LWK 4/5 ohne Neurokompres-

sion, eine leichte Retrolisthese LWK 1/2 und eine leichte Koxarthrose beid-

seits diagnostiziert. Im MRI habe sich kein radiologisches Korrelat für die 

links lumbalen Rückenschmerzen mit schmerzhafter Ausstrahlung in den 

linken Oberschenkel des Beschwerdeführers gezeigt (VB 4 S. 5 und 8). 

Gemäss dem "Ärztliche[n] Erstbericht" von med. pract. C._____, 

 - 6 - 

 

 

Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 27. September 2024 habe 

der Beschwerdeführer bei der Erstbehandlung am 22. August 2024 über 

links lumbale Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Ober-

schenkel berichtet (VB 4 S. 2 f.). Sie beantwortete sodann die Frage, ob 

die erhobenen Befunde mit dem vom Patienten geltend gemachten Ereig-

nis vereinbar seien und plausibel erschienen, mit "Anamnestisch subjektiv 

von Patient: Ja!" (VB 4 S. 9). 

 

4.2. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 

28. Januar 2025 (VB 14) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die 

Beurteilung des beratenden Arztes Dr. med. D._____, Facharzt für Chirur-

gie, vom 28. Oktober 2024. Dieser stellte die folgenden Diagnosen (VB 7 

S. 2): 

 

"1.1. Lumbalgie nach Sturz auf linke Körperseite 
 1.2. Diskusprotrusion LWK 4/5 ohne Neurokompression. Leichte Retro-

listhese LWK 1/2, Facettengelenksarthrosen 
 1.3. Leichte Koxarthrose bds" 

 

Die Diagnosen 1.2. und 1.3. würden unfallfremde Faktoren darstellen. Die 

Beschwerden würden nur möglicherweise im Zusammenhang zum be-

troffenen Ereignis stehen. So hätten die Beschwerden nach dem 13. Au-

gust 2024 zugenommen. Der erste Arztbesuch und die Arbeitsunfähigkeit 

seien jedoch erst neun Tage nach dem Ereignis erfolgt bzw. eingetreten. In 

den Abklärungen fänden sich keine strukturellen Veränderungen, die mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfallhergang zurückgeführt 

werden könnten oder eine richtungsweisende Verschlimmerung des dege-

nerativen Vorzustandes darstellen würden. Da keine überwiegend wahr-

scheinliche Kausalität zwischen dem Ereignis und den Beschwerden vor-

liege, entfalle eine Antwort auf die Frage, ob der status quo ante bezie-

hungsweise status quo sine erreicht sei. Funktionelle Einschränkungen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, die im Zusammenhang mit dem Unfall 

stünden, ergäben sich aus dem Dossier keine. Die Schmerzen bei Bewe-

gung seien ohne Zusammenhang zum Unfall. Krankheitsbedingt sei eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Chauffeur 

während vier bis sechs Wochen ausgewiesen (VB 7 S. 2 f.). 

 

5. 

5.1. 

Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde vom 27. Februar 2024 

sowie in seiner Replik vom 23. Juni 2025 vor, die Beurteilung des versiche-

rungsinternen Arztes sei sehr knapp (Beschwerde S. 3). Diese sei sodann 

widersprüchlich, da der beratende Arzt die Lumbalgie zwar implizit als un-

fallkausal betrachte, die Kausalität dann aber als lediglich möglich be-

zeichne, den weiteren Verlauf nicht analysiere und die Frage nach dem 

status quo ante beziehungsweise status quo sine nicht beantworte 

 - 7 - 

 

 

(Beschwerde S. 4 f.; Replik S. 2). Die Tatsache, dass er nicht direkt nach 

dem Ereignis zum Arzt gegangen sei, dürfe weiter als gegen die Unfallkau-

salität der Beschwerden sprechendes Argument berücksichtigt werden 

(Beschwerde S. 4; Replik S. 2 f.). Es würden damit Zweifel an der Beurtei-

lung bestehen (Beschwerde S. 4). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Dr. med. D._____ stellte fest, dass beim Beschwerdeführer nach dem Sturz 

auf die linke Körperseite eine Lumbalgie aufgetreten sei. Diesbezüglich 

führte er auch aus, dass die Beschwerden möglicherweise im Zusammen-

hang mit dem betroffenen Ereignis stehen würden (E.4.2.). Dass er den 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen der Lumbalgie und dem Un-

fall vom 13. August 2024 trotzdem verneinte, kann nachvollzogen werden 

und ist nicht widersprüchlich, kann ein natürlicher Kausalzusammenhang 

zwischen einem Unfall und einer Gesundheitsstörung doch nur angenom-

men werden, wenn ein solcher mit dem im Sozialversicherungsrecht übli-

chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist 

(vgl. BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56), was bei der blossen Möglichkeit eines 

derartigen Konnexes nicht der Fall ist (vgl. E. 3.1.2.). Dass sich Dr. med. 

D._____ bei seinen Schlussfolgerungen auch auf Indizien wie die Tatsa-

che, dass der Beschwerdeführer nicht direkt nach dem Ereignis zum Arzt 

gegangen sei, stützte, vermag daran nichts zu ändern (vgl. das Urteil des 

Bundesgerichts 8C_258/2023 vom 6. Oktober 2023 E. 4.4.1 mit Hinweis 

auf 8C_59/2020 vom 14. April 2020). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, 

dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch den Un-

fall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Eine derartige "post 

hoc, ergo propter hoc"-Argumentation ist beweisrechtlich nicht zulässig 

(BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.; vgl. auch SVR 2010 UV Nr. 10 S. 40, 

8C_626/2009 E. 3.2 sowie SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, U 290/06 E. 4.2.3).  

 

5.2.2. 

Den weiteren Akten können keine medizinischen Berichte entnommen wer-

den, aus welchen geschlossen werden kann, dass die Beschwerden des 

Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (E. 3.1.2.) auf 

den Unfall vom 13. August 2024 zurückzuführen seien. So wird in den me-

dizinischen Berichten ausgeführt, es seien keine morphologischen Auffäl-

ligkeiten gefunden worden, welche die Beschwerden erklären könnten, be-

ziehungsweise es habe sich kein radiologisches Korrelat für die beschrie-

benen Beschwerden des Beschwerdeführers gezeigt. Zudem wurden auch 

verschiedentlich degenerative Veränderungen festgestellt. Med. pract. 

C._____ verwies in ihrer Antwort auf die Frage, ob die erhobenen Befunde 

mit dem vom Patienten geltend gemachten Ereignis vereinbar seien und 

plausibel erschienen, lediglich auf das anamnestisch subjektiv vom Be-

schwerdeführer Berichtete, wonach dies zu bejahen sei, und gab keine ei-

gene entsprechende Einschätzung ab (E. 4.1.2.). Ob ein natürlicher 

 - 8 - 

 

 

Kausalzusammenhang zwischen geltend gemachten gesundheitlichen Be-

einträchtigungen und einem Unfall besteht, ist indes eine medizinische 

Frage, deren Beantwortung Aufgabe der Mediziner ist (vgl. das Urteil des 

Bundesgerichts 8C_672/2020 vom 15. April 2021 E. 4.3). Ärztliche Be-

richte, gemäss welchen der fragliche Unfall unfallkausal für die lumbalen 

Rückenschmerzen wäre, wurden vom Beschwerdeführer indes nicht ein-

gereicht. Hinsichtlich der übrigen medizinischen Beurteilung des Sachver-

halts durch den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Replik S. 2 f.) ist 

darauf hinzuweisen, dass diese bereits deshalb nicht von Relevanz ist, weil 

er als medizinischer Laie hierfür nicht befähigt ist (vgl. Urteile des Bundes-

gerichts 9C_283/2017 vom 29. August 2017 E. 4.1.2; 9C_614/2015 vom 

21. Juni 2016 E. 5.1). Wird die natürliche Kausalität verneint, müssen kon-

sequenterweise auch keine Ausführungen zum status quo ante bezie-

hungsweise status quo sine gemacht werden. 

 

5.2.3. 

Weder die Ausführungen des Beschwerdeführers noch die in den Akten 

vorhandenen medizinischen Berichte vermögen somit auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit (E. 3.2.2.) der Beurteilung 

des beratenden Arztes Dr. med. D._____ vom 28. Oktober 2024 zu schaf-

fen. Die Beschwerden des Beschwerdeführers können folglich nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit natürlich kausal auf den Unfall vom 13. 

August 2024 zurückgeführt werden. Die Beschwerdegegnerin hat ihre dies-

bezügliche Leistungspflicht mit Einspracheentscheid vom 28. Januar 2025 

(VB 14) daher zu Recht verneint. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

6.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

6.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

 - 9 - 

 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 19. Dezember 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident:     Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Roth      Reisinger