# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d9bab85-4c89-5620-8e96-1d8ff918ff64
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 19.08.2013 SB130017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130017_2013-08-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130017-O/U/eh 
damit vereinigt SB130018 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer 
 

Urteil vom 19. August 2013 

in Sachen 
 

1. A._____,  

2. B._____,  

Beschuldigte und I. Berufungskläger 

1  amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

2  amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 
 

gegen 

 
 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. U. Hubmann,  

Anklägerin und II. Berufungsklägerin 

 

 

betreffend Raub etc. 

Berufung gegen zwei Urteile des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung, vom  
4. Oktober 2012 (DG120175 und DG120176) 

 

 

- 2 - 

 

Anklagen:  

Die Anklageschriften der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom  

14. Mai 2012 (HD Urk. 19) sowie vom 21. Mai 2012 (HD Urk. 71/18) sind diesem  

Urteil beigeheftet.  

 

Urteil und Beschluss der Vorinstanz: 
(HD Urk. 40 / A._____) 

 

Das Gericht beschliesst: 

1. Das Verfahren betreffend Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB (HD) wird 

eingestellt. 

2. (Mitteilung) 

3. (Rechtsmittel)  

Das Gericht erkennt: 

1.  Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Raubs im Sinne von Art. 140  

Ziff. 1 Abs. 1 StGB (HD). 

2.  Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf des Raubes im Sinne von  

Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (ND) freigesprochen. 

3.  Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 ¼ Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit 

heute 427 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. 

4.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 23. April 2012 

beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. … 

aufbewahrte Barschaft von Fr. 200.– wird eingezogen und zur teilweisen Deckung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

5.  Die Privatklägerin C._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen.  

- 3 - 

6.  Der Beschuldigte wird solidarisch mit B._____ verpflichtet, der Privatklägerin 

C._____ eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zu bezahlen. 

7.  Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'000.–   Gebühr Vorverfahren 

Fr. 2'829.40   Auslagen Untersuchung  

Fr. 24'425.75   amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten 

8.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten 

bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

9.  (Mitteilung) 

10.  (Rechtsmittel) 

Urteil und Beschluss der Vorinstanz: 
(HD Urk. 71/38 / B._____) 

 
Das Gericht beschliesst: 

1. Das Verfahren betreffend Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB wird ein-

gestellt. 

2. (Mitteilung) 

3. (Rechtsmittel) 

Das Gericht erkennt: 

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig des Raubs im Sinne von Art. 140  

Ziff. 1 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 ½ Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit 

heute 427 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. 

- 4 - 

3. Die Privatklägerin C._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen. 

4. Der Beschuldigte wird solidarisch mit A._____ verpflichtet, der Privatklägerin 

C._____ eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zu bezahlen. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'000.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 659.50   Auslagen Untersuchung  

Fr. 21'269.75   amtliche Verteidigung  

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten 

bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____: 

 (HD Urk. 64 S. 1 f.) 

1. Im Hinblick auf den Vorwurf des Hausfriedensbruches sei auf die Berufung 

der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich nicht einzutreten.  

2. In Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 1. des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich 

vom 4. Oktober 2012 (Geschäfts-Nr.: DG120176) sei der Beschuldigte  

wegen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

 

 

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Eventualiter sei der Beschuldigte in Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 1. des 

Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 4. Oktober 2012 (Geschäfts-Nr.: 

DG120176) wegen Gehilfenschaft zum Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 

Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB schuldig zu sprechen. 

3. In teilweiser Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 3. des Urteils des Bezirksgerich-

tes Zürich vom 4. Oktober 2012 (Geschäfts-Nr.: DG120176) sei der  

Beschuldigte unter Anrechnung der bisher erstandenen Haft mit einer Frei-

heitsstrafe von 18 Monaten zu bestrafen.  

Eventualiter sei der Beschuldigte unter Anrechnung der bisher erstandenen 

Haft mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, maximal aber mit einer  

solchen von 36 Monaten zu bestrafen, wovon der unbedingt zu vollziehende 

Teil der Strafe auf 14 Monate festzulegen sei. Für den aufgeschobenen Teil 

der Strafe sei dem Beschuldigten eine Probezeit von drei Jahren anzu-

setzen.  

4. Die seit dem 5. August 2011 erstandene Haft sei auf den zu vollziehenden 

Teil der Strafe anzurechnen.  

5. In Gutheissung des Hauptantrages (Verurteilung wegen Diebstahls im Sinne 

von Art. 139 Ziff. 1 StGB und Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von  

18 Monaten) sei dem Beschuldigten eine Genugtuung im Sinne von Art. 429 

Abs. 1 lit. c StPO in der Höhe von Fr. 29'250.00 aus der Staatskasse zu  

bezahlen.  

6. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 4. Oktober 2012 

(Geschäfts-Nr.: DG120176) zu bestätigen und die Berufungsanträge der 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich abzuweisen.  

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens sowie der amtlichen Verteidigung  

seien auf die Staatskasse zu nehmen.  

 

- 6 - 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten B._____: 

(HD Urk. 66 S. 1) 

1. Es sei betreffend des Vorwurfs des Hausfriedensbruchs nicht auf die  

Berufung der Staatsanwaltschaft einzutreten.  

2. Der Beschuldigte sei des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Abs. 1 StGB 

schuldig zu sprechen.  

3. Der Beschuldigte sei milde mit einer Freiheitsstrafe von höchstens 18 Mona-

ten unter Anrechnung der bis heute erstandenen Haft zu bestrafen. 

4. Eventualiter sei der Beschuldigte der Gehilfenschaft zum Raub im Sinne von 

Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Art. 25 StGB schuldig zu sprechen und mit einer Frei-

heitsstrafe von höchstens 30 Monaten zu bestrafen bzw. subeventualiter mit 

einer Freiheitsstrafe von höchstens 36 Monaten bei einem Schuldspruch 

wegen Raubs im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB, wovon der unbedingte Teil 

der Strafe auf 14 Monate festzulegen sei. Für den aufgeschobenen Teil der 

Strafe sei dem Beschuldigten eine Probezeit von drei Jahren anzusetzen.  

5. Dem Beschuldigten sei für die Überhaft eine angemessenen Entschädigung 

aus der Staatskasse auszurichten.  

6. Im übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 4. Oktober 2012 zu 

bestätigen und die Berufung der Staatsanwaltschaft abzuweisen.  

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens sowie der amtlichen Verteidigung sei-

en auf die Staatskasse zu nehmen.  

c) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft: 

(HD Urk. 68 S. 1) 

1. A._____ sei schuldig zu sprechen des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 3 

Abs. 2 StGB sowie des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

(HD) und des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (ND). 

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2. B._____ sei schuldig zu sprechen des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 3 

Abs. 2 StGB sowie des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

3. A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 5 ½ Jahren, B._____ mit einer sol-

chen von 5 Jahren zu bestrafen.  

 

Erwägungen: 

I.  Prozessuales 

1. Die Beschuldigten A._____ (im Hauptanklagepunkt) und B._____ handelten  

– allseits anerkanntermassen – in Mittäterschaft. Die Anklagesachverhalte (betref-

fend den Beschuldigten A._____ derjenige gemäss Hauptanklagepunkt) sind na-

hezu identisch (Urk. 19 in SB130017/A._____ und Urk. 18 in SB130018/B._____). 

Die Beschuldigten wurden durch die Vorinstanz gemeinsam abgeurteilt (je Prot. I 

A._____ und B._____). Die Berufungsverfahren der beiden Beschuldigten sind  

daher zu vereinigen, wobei das Verfahren unter der Prozess-Nr. SB130017  

weiterzuführen und der Prozess Nr. SB130018 als durch Vereinigung erledigt  

abzuschreiben ist. 

2. Mit den eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteilen der Vorinstanz je 

vom 4. Oktober 2012 wurden die Beschuldigten A._____ und B._____ des Rau-

bes schuldig gesprochen. Der Beschuldigte A._____ wurde in einem weiteren  

Anklagepunkt (ND) vom Vorwurf des Raubes freigesprochen. Der Beschuldigte 

A._____ wurde mit 3 ¼, der Beschuldigte B._____ mit 3 ½ Jahren Freiheitsstrafe 

bestraft (HD Urk. 40 S. 34 und HD Urk. 71/38 S. 28). Gegen diese Entscheide 

meldeten die Beschuldigten durch ihre amtlichen Verteidiger je mit Eingabe vom 

5. Oktober 2012 wie auch die Anklagebehörde mit Eingabe vom 9. Oktober 2012 

innert gesetzlicher Frist Berufung an (Art. 399 Abs. 1 StPO; HD Urk. 33 und  

HD Urk. 34; HD Urk. 71/33 und HD Urk. 71/34). Die Berufungserklärungen der 

Verteidigungen wie auch der Anklagebehörde gingen ebenfalls innert gesetzlicher 

Frist bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; HD Urk. 43 und  

- 8 - 

HD Urk. 45; HD Urk. 71/42 und HD Urk. 71/43). Die Beschuldigten stellten im  

Berufungsverfahren durch ihre Verteidiger keine Beweisergänzungsanträge  

(HD Urk. 43 und HD Urk. 71/43), wohl jedoch die Anklagebehörde (Art. 389 

Abs. 3 StPO; HD Urk. 45 und HD Urk. 71/42), wobei dem ersten (beide Beschul-

digten betreffende) Antrag mit Präsidialverfügung vom 16. April 2013 entsprochen 

und der zweite (den Beschuldigten A._____ betreffende) Antrag abgewiesen  

wurde (HD Urk. 53-55; HD Urk. 71/47-49). Die Anklagebehörde hat ihre Berufun-

gen in ihren Berufungserklärungen ausdrücklich nicht beschränkt, betreffend  

diverse Punkte der angefochtenen Urteile jedoch dennoch einen Bestätigungs-

antrag gestellt (HD Urk. 45 und HD Urk. 71/42; Art. 399 Abs. 4 StPO). Die Privat-

klägerin stellte im Berufungsverfahren keine Anträge.  

3. Gemäss den Anträgen der Appellanten sind im Berufungsverfahren nicht 

angefochten: 

− die Urteilsdispositiv-Ziffern 4., 5., 6., 7. und 8. betreffend den Beschuldigten 

A._____ sowie 

− die Urteilsdispositiv-Ziffern 3., 4., 5. und 6. betreffend den Beschuldigten 

B._____. 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

4. Die Verteidiger der Beschuldigten beantragen, es sei im Hinblick auf den 

Vorwurf des Hausfriedensbruches auf die Berufung der Staatsanwaltschaft nicht 

einzutreten, da die Staatsanwaltschaft innert Frist keine Beschwerde gegen den 

betreffenden Beschluss der Vorinstanz eingereicht habe (HD Urk. 64 S. 3 und  

HD Urk. 66 S. 2). Die Staatsanwaltschaft macht geltend, in Anwendung des 

Grundsatzes in maiore minus habe der Beschluss durch die Berufung als mitan-

gefochten zu gelten (HD Urk. 68 S. 5). Dieser Argumentation kann indes nicht 

beigepflichtet werden. Es liegen zwei unterschiedliche Anklagepunkte vor und die 

Vorinstanz fällte dementsprechend zwei Entscheide, nämlich einen Beschluss 

(betreffend Hausfriedensbruch) sowie ein Urteil betreffend die Raubtat(en),  

welche mit unterschiedlichen Rechtsmitteln hätten angefochten werden müssen. 

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Folglich kann mit der Berufung die Einstellung der Verfahren betreffend Haus-

friedensbruch nicht (mehr) angefochten werden, sondern dies hätte, wie in der 

Rechtsmittelbelehrung des Beschlusses angegeben, mittels Beschwerde innert 

10 Tagen getan werden müssen, was – unbestrittenermassen – nicht geschah. In 

der Berufungsanmeldung der Anklagebehörde wird denn auch der Beschluss vom 

4. Oktober 2012 bzw. die Einstellung der Verfahren betreffend Hausfriedensbruch 

mit keinem Wort erwähnt (HD Urk. 34; HD Urk. 71/34). Dem Gesagten zufolge 

sind die beiden Beschlüsse der Vorinstanz hinsichtlich der Einstellung der Verfah-

ren betreffend Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB rechtskräftig und 

auf die diesbezügliche Berufung der Staatsanwaltschaft ist nicht einzutreten.  

II.  Schuldpunkt 

1. Raub zulasten der Privatklägerin C._____ (Tatvorwurf gegen beide Be-

schuldigte) 

1.1. Gemäss den betreffend beide Beschuldigte identischen Anklageschriften 

wurde die Privatklägerin Anfang August 2011 in ihrer Wohnung im …  

Zürich nachts durch eine Gruppe Bulgaren überfallen und ausgeraubt. Der Täter 

†D._____ habe sich unter einem Vorwand bei der Privatklägerin eingeschlichen, 

anschliessend gemäss vorheriger Absprache die Mittäter E._____, F._____ und 

G._____ in die Wohnung gelassen, mit diesen zusammen die Privatklägerin über-

rumpelt, gefesselt, Schmuck und Bargeld eingesammelt und damit die Wohnung 

wieder verlassen, wobei die Privatklägerin gefesselt zurückgelassen worden sei 

(HD Urk. 19 und HD Urk. 71/18). Soweit ist der Anklagesachverhalt allseits aner-

kannt und unbestritten. Weiter gemäss Anklagen seien die Beschuldigten 

A._____ und B._____ durch vorherige Absprachen mit den vorgenannten Tätern 

in den Tatablauf eingeweiht und miteinbezogen gewesen. Sie hätten während der  

eigentlichen Tat beim Hauseingang gewartet und die Wohnung erst betreten, als 

die Privatklägerin gefesselt am Boden gelegen habe und ihre Wertsachen bereits 

eingesammelt gewesen seien. Die Beschuldigten hätten nichts angefasst, die  

Privatklägerin im gefesselten Zustand gesehen und sie somit ebenfalls hilflos  

zurückgelassen, als sie mit den übrigen Bulgaren die Wohnung verlassen hätten.  

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1.2. Die Beschuldigten haben vor Vorinstanz zusammengefasst geltend  

gemacht, sie hätten nichts davon gewusst, dass die Privatklägerin gefesselt  

werden sollte. Sie seien lediglich davon ausgegangen, dass sie bestohlen werde. 

Sie hätten auch die Wohnung nicht wirklich betreten, sondern sich lediglich im  

Bereich der Türschwelle aufgehalten und erst später mitbekommen, dass die  

Privatklägerin gefesselt und in diesem Zustand zurückgelassen worden sei. Wenn 

die weiteren Tatbeteiligten sie belasten würden, sei dies darauf zurück zu führen, 

dass diese egoistisch seien, nicht wüssten, was sie aussagten, oder dass sie 

Drogen konsumieren würden (HD Urk. 25 S. 4ff. und HD Urk. 71/23 S. 4ff.). 

1.3. Die Vorinstanz hat in den Erwägungen der angefochtenen Entscheide vorab 

die Aussagen sämtlicher Tatbeteiligter, wie sie in der Untersuchung respektive 

anlässlich der Hauptverhandlung deponiert wurden, detailliert wiedergegeben und 

anschliessend in einer sorgfältigen Beweiswürdigung geschlossen, gestützt auf 

die Umstände der Tat und die belastenden Aussagen der Mittäter sei erstellt, 

dass die Beschuldigten A._____ und B._____ aufgrund der vorgängigen Ab-

sprache gewusst hätten, dass die Geschädigte ruhiggestellt werden müsste. Es 

sei Teil der Absprache gewesen, dass A._____ und B._____ die Wohnung erst 

später betreten würden. Die Beschuldigten hätten die Privatklägerin beim  

Betreten der Wohnung in gefesseltem Zustand gesehen, darauf aber nicht  

reagiert, was deren Einverständnis mit der Tat zeige. Folglich hätten sie die  

Fesselung zumindest in Kauf genommen bzw. zusätzlich vor Ort konkludent  

gebilligt. Hingegen lasse sich der Anklagesachverhalt insoweit nicht erstellen, als 

dass sich die Beschuldigten vorgängig zur Tat Gedanken über die Knebelung der 

Privatklägerin gemacht haben sollen. Zusammenfassend sei der Anklagesach-

verhalt mit Ausnahme des Eventualvorsatzes bezüglich der Knebelung mit dem 

Teddybären erstellt (HD Urk. 40 S. 5ff. insb. S. 21 und HD Urk. 71/38 S. 5ff. insb. 

S. 20). 

1.4. Diese Beweiswürdigung der Vorinstanz wird durch die appellierende Ankla-

gebehörde nun im Berufungsverfahren ausdrücklich anerkannt und nicht (mehr) in 

Zweifel gezogen (HD Urk. 45 S. 4; HD Urk. 71/42 S. 3f. und HD Urk. 68 S. 2). Die 

Verteidigungen der Beschuldigten machen hingegen auch im Berufungsverfahren 

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geltend, es habe keine vorgängige Absprache aller Tatbeteiligter dahingehend 

gegeben, dass die Privatklägerin gefesselt werde. Entsprechend hätten die  

Beschuldigten davon auch nichts gewusst. Die Beschuldigten würden einzig von 

F._____ belastet, dessen Aussagen gelogen seien. Die Beschuldigten hätten die 

Privatklägerin auch nicht gefesselt am Boden liegend gesehen. Dies sei aufgrund 

der Lage der Privatklägerin und den örtlichen Gegebenheiten bzw. der räumlichen 

Anordnung der Wohnung gar nicht möglich. Die Privatklägerin habe sodann aus-

gesagt, lediglich von vier Personen (und somit von den Beschuldigten nicht) 

überwältigt worden zu sein. Entsprechende Belastungen der Tatbeteiligten 

†D._____ und F._____ seien mithin falsch (HD Urk. 64 S. 4ff.; HD Urk. 66 S. 2ff.; 

HD Urk. 71/43 S. 2-4).  

1.5. Die seitens der Verteidigungen der Beschuldigten aufrecht erhaltene  

Argumentation ist nicht stichhaltig:  

Der Tatbeteiligte G._____ sagte aus, allen Beteiligten sei vorgängig in den 

Grundzügen bekannt gewesen, wie sich die Tat abspielen solle. In Korrektur einer 

vorgängigen, konträren Antwort bejahte er, dass vorgängig unter allen Beteiligten 

besprochen worden sei, dass die Privatklägerin gefesselt werde und dass dies 

auch den erst später nachfolgenden Beschuldigten A._____ und B._____ schon 

vorgängig klar gewesen sei. Die Beschuldigten A._____ und B._____ hätten die 

Privatklägerin sodann in der Wohnung schon angeschaut und mitbekommen, 

dass sie gefesselt war (HD Urk. 3/22 S. 20ff.). Der Tatbeteiligte †D._____ erklär-

te, dass die Beschuldigten A._____ und B._____ gewusst hätten, dass die Privat-

klägerin gefesselt werde (HD Urk. 3/23 S. 10). Unmittelbar anschliessend sagte 

†D._____ dann dazu widersprüchlich aus, die Fesselung der Privatklägerin sei  

ohne die Beschuldigten A._____ und B._____ besprochen worden (S. 14f.). Als 

sie nachher in die Wohnung gekommen seien, hätten sie jedoch auch gesehen, 

dass die Privatklägerin gefesselt worden sei. Der Tatbeteiligte E._____ sagte aus, 

der Tatablauf sei sämtlichen Beteiligten in den Grundzügen bekannt gewesen, die 

Beschuldigten A._____ und B._____ hätten jedoch nicht gewusst, dass die Pri-

vatklägerin gefesselt werden soll. A._____ und B._____ seien auch in die Woh-

nung gekommen und die Privatklägerin sei von allen gefesselt und geknebelt zu-

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rückgelassen worden (HD Urk. 3/24 S. 17). Der Beteiligte F._____ sagte aus, 

dass vorgängig unter allen Beteiligten besprochen worden sei, dass die Privatklä-

gerin gefesselt werden soll. Den Beschuldigten A._____ und B._____ sei gesagt  

worden, sie sollten erst in die Wohnung kommen, nachdem die Privatklägerin  

gefesselt sei. A._____ und B._____ hätten in der Wohnung auch gesehen, dass 

die Privatklägerin gefesselt worden sei (HD Urk. 3/25 S. 7ff.).  

Aufgrund dieser weitgehend übereinstimmenden Aussagen ist entgegen der  

Verteidigungen ohne Weiteres erstellt, dass die Beschuldigten die Privatklägerin 

gefesselt in der Wohnung haben liegen sehen. Der Einwand der Verteidigung des 

Beschuldigten B._____, dies sei aufgrund seiner Position nicht möglich gewesen, 

ist widerlegt und stützt sich ohnehin einzig darauf, dass beide Verteidiger davon 

ausgehen, dass die Beschuldigten bei der Türschwelle geblieben seien und die 

Wohnung gar nicht betreten hätten, was allerdings den übereinstimmenden  

Schilderungen der anderen Beteiligten widerspricht (HD Urk. 3/22 S. 15 und 

S. 20; HD Urk. 3/23 S. 9f.; HD Urk. 3/25 S. 6).  

Kein Zweifel kann aber auch darüber bestehen, dass die Beschuldigten damit 

rechneten (und dies guthiessen), dass die Privatklägerin gefesselt wird: Mehrere 

der Tatbeteiligten haben dies übereinstimmend so ausgesagt. Einen Grund, die 

Beschuldigten zu Unrecht zu belasten, haben sie entgegen der Auffassung der 

beiden Verteidiger nicht; damit haben sie sich selber nicht entlastet. Wenn aber 

E._____ aussagte, B._____ und A._____ hätten nichts von der geplanten Fesse-

lung gewusst, hatte er hingegen sehr wohl einen Grund für eine Falschaussage 

zugunsten der Beschuldigten A._____ und B._____. Mit dieser Bemerkung konn-

te er nämlich leicht seine engen Freunde – die beiden Beschuldigten – (vgl.  

HD Urk. 3/24 S. 4) entlasten, ohne sich selber zusätzlich zu belasten. Die ent-

sprechende Bestreitung überzeugt daher gerade angesichts der Aussagen der 

übrigen Beteiligten nicht. Gleiches gilt für die zitierte Relativierung von †D._____ 

bezüglich seiner ursprünglichen Aussage. Auch er gab an, die Beschuldigten aus 

der gleichen Provinz in Bulgarien zu kennen (HD Urk. 3/23 S. 3). Die Behauptung 

ist sodann weltfremd: Gemäss sämtlichen Beteiligten (und von den Verteidigern 

anerkannt; HD Urk. 64 S. 4 und HD Urk. 66 S. 4) war der Tatablauf unter allen 

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Beteiligten dahingehend abgesprochen, dass die Privatklägerin nachts in ihrer 

Wohnung aufgesucht, ihre Wohnung durchsucht und möglichst viele Wertgegen-

stände entwendet werden sollen. Dass dabei mit Widerstand der bekannter-

massen anwesenden Privatklägerin zu rechnen ist, welchen es zu überwinden 

gilt, liegt auf der Hand. Entsprechend musste die Ruhigstellung der Privatklägerin 

ein zentraler Punkt des Tatplans sein und es ist ohne Weiteres davon auszu-

gehen, dass alle Beteiligten, somit auch die Beschuldigten, darin eingeweiht  

waren und diesen mitgetragen haben.  

Den Verteidigern ist insoweit beizupflichten, als dass nicht sämtliche Aussagen 

der Mittäter stimmig sind und zumindest teilweise Widersprüche aufweisen. Indes 

sind die Belastungen der Beschuldigten durch die Mitbeteiligten aus den bereits 

oben dargelegten Gründen überzeugender als die Entlastungen, weshalb zur  

Erstellung des Anklagesachverhaltes auf die Belastungen abzustellen ist.  

Der Beschuldigte B._____ gab anlässlich der Berufungsverhandlung zu Protokoll, 

der Plan sei gewesen, dass †D._____ die Privatklägerin hätte betrunken machen 

sollen, damit sie später einschlafe. Dann habe er die Wertsachen wegnehmen 

und weggehen wollen (HD Urk. 63 S. 6). Diese Angaben werden bereits durch 

das konkrete Tatvorgehen widerlegt. Die Täter haben nämlich – unbestrittener-

massen – an die Schlafzimmertür der Privatklägerin geklopft und gewartet, bis 

diese die Türe öffnet (HD Urk. 3/22 S. 15; HD Urk. 3/23 S. 8; HD Urk. 3/24 S. 7f.). 

Wenn sie tatsächlich die schlafende Privatklägerin hätten bestehlen wollen, hätten 

sie nicht an die Türe klopfen und sie damit wecken müssen. Im Übrigen hat 

†D._____ nichts in die Richtung unternommen, sondern er war derjenige, dem es 

nicht gut ging (vgl. HD Urk. 3/23 S. 7). Diese Ausführungen sind somit als  

unglaubhaft einzustufen.  

Die Verteidigung des Beschuldigten A._____ macht hinsichtlich der (belastenden) 

Aussagen des Mitbeteiligten F._____ geltend, dieser habe ein Interesse daran 

gehabt, sich im Hinblick auf das abgekürzte Verfahren in einem möglichst  

positiven Licht zu präsentieren und eine möglichst tiefe Strafe auszuhandeln  

(HD Urk. 64 S. 8). Diese Argumentation verfängt nicht. Wie bereits dargestellt 

wurde, ist auch der Mitbeteiligte F._____ mit den Beschuldigten A._____ und 

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B._____ befreundet (vgl. HD Urk. 3/25 S. 4), weshalb er durchaus ein Motiv hatte, 

seine Freunde zu entlasten, insbesondere da er sich selber mit einer solchen 

Aussage nicht zusätzlich belastete.  

Mithin ist die Beweiswürdigung des angefochtenen Entscheides zu übernehmen.  

2.1. In rechtlicher Hinsicht hat die Anklagebehörde den Sachverhalt als qualifi-

zierten Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB eingeklagt (HD Urk. 19; 

HD Urk. 71/18). Die Vorinstanz hat den Qualifikationsgrund der besonderen  

Gefährlichkeit verneint und auf Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB  

erkannt (HD Urk. 40; HD Urk. 71/38). Wie bereits vor Vorinstanz machen die  

Verteidigungen der Beschuldigten A._____ (HD Urk. 43; HD Urk. 64) und B._____ 

(HD Urk. 71/43; HD Urk. 66) auch im Berufungsverfahren geltend, es liege ledig-

lich ein Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, eventualiter eine Gehilfen-

schaft zu – einfachem – Raub vor. Die ebenfalls appellierende Anklagebehörde 

geht nach wie vor von einem qualifizierten Raub aus (HD Urk. 45; HD Urk. 71/42; 

HD Urk. 68). 

2.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid erwogen, die Beschuldigten 

seien an den Absprachen im Vorfeld der Tat zugegen gewesen. Sie hätten sich 

mit den übrigen Tätern zur Liegenschaft der Geschädigten begeben, als D._____ 

sich bereits in der Wohnung befand, und sie seien somit zugegen gewesen, als 

D._____ hinunterkam, mit den Anwesenden sprach und schliesslich mit G._____, 

F._____ und E._____ zurück in die Wohnung ging. Während der Ausführung des 

Raubes seien die Beschuldigten nicht in der Wohnung gewesen, hätten sich  

jedoch später absprachegemäss ebenfalls dorthin begeben. Somit seien sie an 

einem wesentlichen Teil des Delikts nicht beteiligt gewesen. Dies sei aber ledig-

lich auf den Zufall zurückzuführen, dass zum Zeitpunkt, als sie oben bei der  

Wohnung ankamen, die Wertsachen bereits eingepackt gewesen seien. Die  

Tatsache, dass sie sich überhaupt noch zur Wohnung begaben, zeige, dass sie 

bereit gewesen wären, auch selber noch nach Wertsachen zu suchen. Überdies 

spreche auch die geplante gleichmässige Aufteilung der Beute für ein aus der 

Sicht der Täter gleichwertiges Mitwirken der Beschuldigten B._____ und A._____. 

Die Beschuldigten seien deshalb als Mittäter zu betrachten. Der von D._____,  

- 15 - 

G._____, F._____ und E._____ ausgeführte Raub sei ihnen als "Extraneus"  

hinsichtlich der Verwirklichung der objektiven Tatbestandsmerkmale so anzu-

rechnen, wie wenn sie ihn selber verübt hätten, da für strafbegründende Merk-

male die strenge Akzessorietät gelte (HD Urk. 40 S. 26; HD Urk. 71/38 S. 21).  

2.3. Die Verteidigungen machen im Berufungsverfahren – wie bereits im Haupt-

verfahren – in rechtlicher Hinsicht zum Objektiven geltend, die Beschuldigten  

hätten nicht in massgeblicher Weise beim Delikt zum Nachteil der Privatklägerin 

mitgewirkt. Die von den Beschuldigten gespielten Rollen und deren Tatbeiträge 

könnten ohne Weiteres weggedacht werden, ohne dass dies einen Einfluss auf 

den Tatablauf gehabt hätte. Die Beschuldigten hätten weder Deliktsgut gesucht, 

noch die Wohnung der Privatklägerin betreten. Gemäss der Privatklägerin habe 

†D._____ das Sagen gehabt bzw. den anderen drei Mittätern Anweisungen erteilt. 

Die Beschuldigten hätten auch an der Fesselung der Privatklägerin nicht mitge-

wirkt. Ihr Tatbeitrag sei von absolut untergeordneter Bedeutung und für die Durch-

führung des Raubes nicht notwendig gewesen. Daher liege, wenn überhaupt –  

lediglich eine Gehilfenschaft zum Raub vor (HD Urk. 27 S. 11; HD Urk. 64 S. 9f.; 

HD Urk. 66 S. 4f.; HD Urk. 71/43 S. 4).  

2.4. Nach der Rechtsprechung ist Mittäter wer bei der Entschliessung, Planung 

oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit ande-

ren Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Keiner der 

Mittäter übt Herrschaft über die gesamte Tat aus, sondern ist daran – obwohl sie 

ihm als Ganzes zugerechnet wird – lediglich beteiligt. Entscheidend ist, ob der  

Täter Tatherrschaft hat, das heisst, ob sein Tatbeitrag nach den Umständen des 

konkreten Falls und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich 

ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. In subjektiver Hinsicht setzt Mittäterschaft 

Vorsatz und einen gemeinsamen Tatentschluss voraus. Der gemeinsame Tat-

entschluss braucht nicht ausdrücklich zu sein, er kann auch bloss konkludent  

beurkundet werden, wobei Eventualvorsatz genügt. Kausale Tatbeiträge werden 

dem anderen Mittäter angerechnet, auch wenn er zum besagten Zeitpunkt die 

Tatherrschaft nicht mehr inne hat, vorausgesetzt, die Taten stehen in einer engen 

zeitlichen, räumlichen und sachlichen Beziehung (Urteile des Bundesgerichts 

- 16 - 

6B_405/2011 und 6B_406/2011 vom 24. Januar 2012 mit Verweisen auf die  

weitere Praxis, namentlich BGE 133 IV 76 E. 2.7 S. 82). Gehilfenschaft im Sinne 

von Art. 25 StGB liegt vor, wenn die objektive Mitwirkung an der Tat eines ande-

ren sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt  

erfassten Beitrag beschränkt (Urteil des Bundesgerichts vom 11. März 2013 

6B_643/2012 E. 2.2. mit Verweis auf BGE 133 IV 187 E. 3.2 und 3.3). 

2.5. Gemäss obigem Beweisresultat haben die Beschuldigten – entgegen der 

nach wie vor aufrechterhaltenen Bestreitung der Verteidigungen – an der Bespre-

chung, in deren Rahmen die Entschlussfassung und Planung der Tat erfolgten, 

teilgenommen. Sie waren über den geplanten Tatablauf (Einlassgewährung der 

weiteren Direkt-Tatbeteiligten durch †D._____, Ruhigstellen der Privatklägerin, 

Durchsuchen der Wohnung, An-sich-Nehmen von Wertsachen und Zurücklassen 

der Privatklägerin) orientiert und haben den entsprechenden Tatentschluss mitge-

tragen. An der Überwältigung der Privatklägerin waren die Beschuldigten nicht  

beteiligt, jedoch gemäss der überzeugenden Schilderung der Mittäter †D._____ 

und G._____ lediglich daher nicht, weil die Mittäter nicht unnötig viele Personen in 

der Wohnung haben wollten (HD Urk. 3/23 S. 10; HD Urk. 3/22 S. 14). Am Durch-

suchen der Wohnung und Entwenden von Wertgegenständen waren sie mit der 

Vorinstanz schlicht daher nicht beteiligt, weil dies bei ihrem Eintreffen bereits 

durch die Mittäter erledigt worden war. Da sie aber erstelltermassen die gefessel-

te Privatklägerin gesehen haben, haben sie wiederum an der letzten Tathandlung, 

dem Zurücklassen der wehrlosen Privatklägerin, mitgewirkt. Insgesamt ist mit  

Anklagebehörde und Vorinstanz von einer Bande gleichberechtigter und gleich-

ermassen tatentschlossener Mitglieder auszugehen, wobei die Anzahl dieser  

Mitglieder schlicht zu gross war, als dass sämtliche Mitglieder bei der eigentlichen 

Tatausführung mitwirken mussten oder konnten. Eine untergeordnete Beteiligung 

der Beschuldigten an der Tat eines Dritten – im Sinne einer Gehilfenschaft – ist 

hingegen nicht zu erkennen. Dagegen spricht mit der Vorinstanz sodann auch die 

geplante Aufteilung der Beute zu gleichen Teilen. Entsprechend ist der Tatbeitrag 

der Beschuldigten B._____ und A._____ insgesamt als Mittäterschaft an einem 

Raub zu qualifizieren.  

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=01.01.2013&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=str&query_words=Gehilfenschaft&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-187%3Ade&number_of_ranks=0#page187

- 17 - 

2.6. Die Vorinstanz hat in den angefochtenen Entscheiden zutreffend erwogen, 

weshalb entgegen der Anklagebehörde nicht von einem qualifizierten Raub im 

Sinne von Art. 140 Ziff. 3 StGB auszugehen ist (HD Urk. 40 S. 27f. und  

HD Urk. 71/38 S. 22f.), worauf vorab zu verweisen ist. Nach der Rechtsprechung 

ist die in Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB vorausgesetzte Gefährlichkeit mit Blick auf 

die darin enthaltene Mindeststrafandrohung von zwei Jahren Freiheitsstrafe nur 

mit Zurückhaltung anzunehmen. Dies ergibt sich daraus, dass bereits der Grund-

tatbestand des Raubes einen Angriff auf das Opfer und damit begriffsnotwendig 

dessen mehr oder weniger grosse Gefährdung voraussetzt. Die in Art. 140 Ziff. 3 

Abs. 3 StGB genannte besondere Gefährlichkeit ist nur zu bejahen, wenn die 

konkrete Tat nach ihrem Unrechts- und Schuldgehalt besonders schwer wiegt. Ob 

dies der Fall ist, beurteilt sich auf Grund der gesamten Tatumstände. Die beson-

dere Gefährlichkeit lässt sich namentlich begründen mit der professionellen  

Vorbereitung der Tat und der ausgeprägt kühnen, verwegenen, heimtückischen, 

hinterlistigen oder skrupellosen Art ihrer Begehung (Urteil des Bundesgerichts 

vom 11. April 2013 6B_55/2013 E. 1.2. mit Verweisen).  

Eine besondere Gefährlichkeit als Folge eines gegenüber dem Grundtatbestand 

erheblich erhöhten Unrechtsgehaltes der Tat liegt nicht vor: Die Privatklägerin 

wurde wohl überwältigt und gefesselt, anders als im durch die Anklagebehörde 

angeführten Vergleichsfall jedoch nicht brutal niedergeschlagen. Eine Gewalt-

anwendung weit über das Notwendige hinaus ist daher zu verneinen (HD Urk. 45 

S. 4f. und HD Urk. 71/42 S. 4). Die Privatklägerin konnte sich denn auch relativ 

rasch nach der Flucht der Täter selber von ihren Fesseln befreien. Etwas anderes 

wird in der Anklageschrift auch nicht geschildert. Dass die Privatklägerin  

zwischenzeitlich geknebelt war, ist den Beschuldigten A._____ und B._____ nicht 

anzurechnen. Wenn die Beschuldigten die Privatklägerin gefesselt zurück- 

gelassen haben, haben sie dadurch entgegen der Anklagebehörde noch keine 

"konkrete Gesundheitsgefährdung" der Geschädigten "wissentlich und willentlich 

in Kauf genommen". Worin die konkrete Gesundheitsgefährdung bestanden  

haben soll, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht substantiiert (namentlich auch 

nicht im massgeblichen Anklagesachverhalt) dargestellt. Dass die Privatklägerin 

heimtückisch und in ihrem engsten Privatbereich überrumpelt wurde, ist – im  

- 18 - 

Sinne der zitierten Bundesgerichtspraxis – innerhalb des weiten Strafrahmens der 

Grundnorm bei der Strafzumessung zu berücksichtigen, führt jedoch noch nicht 

zu einer Erfüllung des qualifizierten Tatbestandes.  

2.7. Insgesamt sind die vorinstanzlichen Schuldsprüche betreffend den Anklage-

vorwurf Raub zulasten der Privatklägerin C._____ entgegen sämtlichen  

Berufungen zu bestätigen.  

3. Raub zulasten des Geschädigten H._____ (Tatvorwurf gegen den Beschul-

digten A._____)  

3.1. Dem Beschuldigten A._____ wird schliesslich in Anklagepunkt ND zusam-

mengefasst vorgeworfen, sich am 27. Juli 2011 am …-Platz in Zürich mit zahlrei-

chen weiteren Personen an einem Raub zulasten des Geschädigten  

H._____ beteiligt zu haben. Er habe dabei als Haupttäter gehandelt und dem  

Geschädigten ein Mobiltelefon aus der Hosentasche entwendet (HD Urk. 19 

S. 7f.). Der Beschuldigte A._____ ist nicht geständig. Er macht vielmehr geltend, 

dem Geschädigten, welcher von Dritten bedrängt worden sei, lediglich geholfen 

zu haben (HD Urk. 25 S. 6; HD Urk. 62 S. 6). 

3.2. Die Vorinstanz hat die Aussagen, wie sie der Beschuldigte A._____ im bis-

herigen Verfahren zum Anklagevorwurf deponiert hat, detailliert wiedergeben und 

diese als "unglaubhaft, ja gar absurd" taxiert. Der Beschuldigte habe seine Aus-

sagen laufend dem ihm bekannt gegebenen Untersuchungsergebnis angepasst, 

was zu einer widersprüchlichen Sachdarstellung geführt habe (HD Urk. 40 

S. 23f.). Diese Würdigung ist ohne Weiteres als zutreffend zu übernehmen.  

3.3. An der Hosentasche des Geschädigten wurden DNA-Spuren sichergestellt 

(ND 1 Urk. 6/3). Die Vorinstanz hat dazu erwogen, aufgrund des dürftigen Unter-

suchungsresultats könnten die fraglichen DNA-Spuren nicht als belastendes Indiz 

für eine Täterschaft des Beschuldigten A._____ verwertet werden (HD Urk. 40 

S. 24). Dies ist letztlich unmassgeblich: Der Beschuldigte bestreitet nicht (mehr), 

den Geschädigten berührt zu haben; er macht aber geltend, dies sei erfolgt, um 

dem bedrängten Geschädigten zu helfen. Entscheidend sind somit Beweismittel 

zur Frage, was der Beschuldigte genau gemacht hat respektive, ob er für die vom 

- 19 - 

Geschädigten beschriebenen Raubhandlungen als Täter überführt werden kann. 

Der bereits mit Präsidialverfügung vom 16. April 2013 (HD Urk. 53) abgewiesene 

Beweisergänzungsantrag der Anklagebehörde auf eine weitere Auswertung der 

vorliegenden DNA-Spuren (HD Urk. 45 S. 2) ist daher obsolet.  

3.4. Hiezu hat die Vorinstanz erwogen, gemäss Darstellung des Geschädigten 

habe es aus der Gruppe der ihn bedrängenden Männer nur einen Haupttäter  

gegeben. Nur dieser sei gegen ihn handgreiflich geworden. Die Beschreibung 

dieses Haupttäters durch den Geschädigten passe jedoch in zwei Merkmalen 

nicht einmal ansatzweise auf den Beschuldigten: Während der Täter über 180 cm 

gross und damit grösser als der Geschädigte gewesen sein soll, sei der Beschul-

digte nur ca. 163 cm gross. Sodann habe der Beschuldigte mitnichten wie der  

Täter ein auffällig weisses Gesicht. Der Geschädigte habe anlässlich der Konfron-

tation mit dem Beschuldigten überdies zu hundert Prozent ausgeschlossen, dass 

es der Beschuldigte gewesen sei, der ihm in die Hosentaschen gegriffen habe. 

Selbst die Trunkenheit des Geschädigten oder die Dunkelheit der Nacht könnten 

diese frappanten Abweichungen nicht erklären. Eine Verwechslung des Haupt-

täters erscheine deshalb ausgeschlossen. Es sei denkbar, dass der Geschädigte 

während des Gerangels nicht bemerkt habe, wie ihm ein anderer aus der Gruppe 

der Männer in die Jeanstaschen gegriffen und das iPhone an sich genommen  

habe, mit anderen Worten, dass der Beschuldigte sehr wohl am Raub beteiligt 

gewesen sei, aber nicht in der ihm vorgeworfenen Weise als Hauptperson. Diese 

Version würde erklären, warum sich der Beschuldigte, mit dem DNA-Bericht  

konfrontiert, derart absurde Geschichten habe einfallen lassen. Zusammen-

fassend lasse sich nicht erstellen, dass der Beschuldigte den Raub am Geschä-

digten wie in der Anklageschrift formuliert begangen habe (HD Urk. 40 S. 24f.).  

3.5. Die appellierende Anklagebehörde konzediert in ihrer Berufungserklärung 

sinngemäss, dass die Schilderung des Geschädigten betreffend den Haupttäter 

nicht mit dem Signalement des Beschuldigten A._____ übereinstimmt und ver-

sucht in der Folge, dies mit der fehlenden Beleuchtung am Tatort, der schockbe-

dingt getrübten Wahrnehmung des Geschädigten oder sogar allenfalls "dicker 

Sohlen der Schuhe" des Beschuldigten plausibel zu machen (HD Urk. 45 S. 6f.; 

- 20 - 

vgl. auch HD Urk. 68 S. 7). Dabei handelt es sich ohne Weiteres um reine Hypo-

thesen, die nicht einmal im Ansatz überzeugen: Dass der Beschuldigte Schuh-

sohlen von 20 Zentimeter Dicke getragen habe, was den Unterschied zwischen 

der Schilderung des Geschädigten betreffend den Täter und der tatsächlichen 

Körpergrösse des Beschuldigten erklären würde, kann die Anklagebehörde nicht 

ernsthaft behaupten.  

3.6. Es bleibt vielmehr beim Beweisresultat der Vorinstanz, wonach der Beschul-

digte entgegen seinen völlig unglaubhaften Bestreitungen mit grosser Wahr-

scheinlichkeit in irgendeiner Form am Raub zulasten des Geschädigten H._____ 

mitgewirkt hat. Das ihm in der Anklageschrift angelastete Vorgehen eines Haupt-

täters lässt sich jedoch gestützt auf die diesbezüglichen Aussagen des Geschä-

digten nicht zweifelsfrei erstellen (ND 1 Urk. 2/2). Eine Verurteilung des Beschul-

digten als weiteres Mitglied der den Geschädigten beraubenden Tätergruppe (im 

Sinne eines Nebentäters) scheitert an der betreffend den Beschuldigten A._____ 

expliziten Anklageformulierung. Demnach ist der Freispruch des Beschuldigten 

A._____ vom Raubvorwurf gemäss Anklagepunkt ND zu bestätigen.  

III.  Sanktion 

1. A._____ 

1.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten A._____ wegen mittäterschaftlicher 

Begehung eines Raubes mit einer Freiheitsstrafe von 3 ¼ Jahren bestraft  

(HD Urk. 40). Die appellierende Verteidigung beantragt für den Fall einer Verurtei-

lung wegen Gehilfenschaft zu Raub eventualiter eine Bestrafung mit maximal  

36 Monaten Freiheitsstrafe (HD Urk. 43 S. 3 und HD Urk. 64 S. 2). Die ebenfalls 

appellierende Anklagebehörde beantragt ausgehend von einer Verurteilung  

wegen qualifizierten Raubes, Raubes sowie Hausfriedensbruchs eine Freiheits-

strafe von 5 ½ Jahren (HD Urk. 45 S. 8 und HD Urk. 68 S. 1).  

1.2. Die Vorinstanz hat den konkret anwendbaren Strafrahmen korrekt be-

messen (HD Urk. 40 S. 28; Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB).  

- 21 - 

1.3. Zu den allgemeinen Grundsätzen der richterlichen Strafzumessung ist auf 

die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz (HD Urk. 40 S. 28f.) und die  

einschlägige bundesgerichtliche Praxis zu verweisen (Entscheid des Bundes-

gericht 6B_390/2009 E. 2.3.1. mit Verweisen auf die weitere Praxis; 134 IV 17 

E. 2.1.). 

1.4. Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere hat die Vorinstanz 

im angefochtenen Entscheid erwogen, die Täter hätten sich mittels einer List  

Einlass in die Wohnung der Geschädigten verschafft und deren Hilfsbereitschaft 

skrupellos ausgenutzt. Das Tatvorgehen erscheine nicht besonderes raffiniert und 

sei nicht bis in alle Details geplant gewesen. Verschuldenserhöhend zu berück-

sichtigen sei die Übermacht der vier direkt am Raub beteiligten Täter, welchen 

sich die Geschädigte im fortgeschrittenen Alter chancenlos gegenüber gesehen 

habe. Durch die Überwältigung und während die Geschädigte gefesselt am  

Boden lag, sei sie keiner übermässigen Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt 

gewesen. Hingegen sei das Rechtsgut ihres Vermögens in beträchtlichem  

Umfang von fast Fr. 70'000.– verletzt worden. Betreffend die hierarchische  

Stellung des Beschuldigten A._____ innerhalb der Tätergruppe habe dieser we-

der eine Führungsposition inne gehabt, noch sei er lediglich ein Mitläufer gewe-

sen, wobei die Hierarchie der Gruppe ohnehin eher flach gewesen sei und die Tä-

ter arbeitsteilig vorgegangen seien. Betreffend den Tatbeitrag des Beschuldigten 

sei dieser jeweils mit dem Mitbeschuldigten B._____ unterwegs gewesen, wobei 

der Beschuldigte im Verhältnis zu B._____ eine eher passivere Rolle eingenom-

men habe. So sei der Beschuldigte auf Aufforderung von B._____ mit diesem zu-

sammen zur Wohnung der Geschädigten gegangen und ferner sei es B._____ 

gewesen und nicht der Beschuldigte, der mit D._____ telefoniert habe. Der  

Beschuldigte A._____ habe einen erheblichen deliktischen Willen offenbart  

(HD Urk. 40 S. 29f.).   

Diese Erwägungen sind zutreffend und uneingeschränkt zu übernehmen sowie 

wie folgt zu ergänzen: Wenn die Verteidigung vor Vorinstanz den Deliktsbetrag 

durch die sechs Mittäter auf einen Sechstel herab gebrochen hat (HD Urk. 27 

S. 15f.), geht dies nicht an, da sämtliche Tatbeteiligten in Mittäterschaft den  

- 22 - 

gesamten Deliktsumfang verursacht haben. Immerhin konzediert die Verteidigung 

aber damit, dass sämtliche Beteiligten gleichberechtigt am Deliktserlös hätten  

partizipieren sollen, was für deren Gleichstellung spricht. Wenn die Verteidigung 

argumentiert, es sei den Tätern erleichternd anzurechnen, dass keine Waffe ver-

wendet worden sei (HD Urk. 27 S. 16), ist dies in zweifacher Hinsicht nicht stich-

haltig: Einmal war der Einsatz einer Waffe bei einem Auftreten von vier Männern 

gegen eine ältere Frau schlicht nicht nötig. Sodann würde der Einsatz einer Waffe 

ohne Weiteres zu einer schärferen Qualifikation des Delikts mit einem höheren 

Strafrahmen führen (Art. 140 Ziff. 2 StGB). Korrekt ist die Feststellung der Vertei-

digung, dass der konkrete Tatbeitrag des Beschuldigten A._____ unter demjeni-

gen der vier Mittäter liegt, welche die Privatklägerin überwältigt und die Wohnung 

durchsucht haben (HD Urk. 27 S. 16f.). Dies entsprach jedoch wie bereits vor-

stehend erwogen dem gemeinsam gefassten Tatplan und war die Folge einer rein 

praktischen Überlegung (nicht zu viele Personen in der Wohnung der Privatkläge-

rin) respektive einem Zufall (die Arbeit des Durchsuchens der Wohnung war beim 

Eintreffen von A._____ bereits erledigt). Die Darstellung der Verteidigung, dass 

der Beschuldigte durch die übrigen Mittäter eigentlich zur Teilnahme an der Tat 

gedrängt oder gezwungen worden sei (HD Urk. 27 S. 17), widerspricht schliess-

lich den Aussagen sämtlicher Beteiligter.  

Die objektive Tatschwere wiegt daher betreffend den Beschuldigten A._____ mit 

Sicherheit erheblich.  

1.5. Zur subjektiven Tatschwere hat die Vorinstanz erwogen, der Beschuldigte 

habe trotz eines gewissen Einkommens aus der Prostitution keine Hemmungen 

gehabt, eine gravierende Straftat zu verüben, als sich ein lukrativer Coup ange-

boten habe. Den Entschluss dazu habe er aus finanziellen und damit egoistischen 

Motiven gefällt. Die Situation des Beschuldigten in seiner Heimat Bulgarien sei  

sicher nicht einfach, was sein Verhalten jedoch in keiner Weise rechtfertige. Unter 

Würdigung der Tatkomponente sei das Verschulden des Beschuldigten als nicht 

leicht einzustufen und dafür eine hypothetische Einsatzstrafe von 3 bis 3 ½ Jah-

ren festzusetzen (HD Urk. 40 S. 30).  

- 23 - 

Auch diese Erwägungen sind zutreffend. Der Beschuldigte war in seiner Schuld-

fähigkeit in keiner Weise beeinträchtigt. In einer eigentliche Notlage befand er sich 

nicht. Vielmehr ergriff er mit der Vorinstanz schlicht eine günstige sich bietende 

Gelegenheit ohne Rücksicht auf die Auswirkungen eines Gewaltverbrechens für 

die betroffene Seniorin, was die Verteidigung eigentlich konzediert (HD Urk. 27 

S. 17). Das Motiv des Beschuldigten war egoistisch. Die subjektive Tatschwere 

relativiert die objektive Tatschwere nicht. Das Verschulden wiegt mit Sicherheit 

nicht mehr leicht. Wenn die Vorinstanz eine hypothetische Einsatzstrafe zwischen 

3 und 3 ½ Jahren, jedenfalls über 3 Jahren, gesehen hat, ist dies nicht zu  

beanstanden.  

1.6. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang des Beschuldigten 

und seine persönlichen Verhältnisse angeführt (HD Urk. 40 S. 30f.). Anlässlich 

der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte, seine Mutter sorge für seine 

vier Kinder. Von seiner Ehefrau, die in Wien wohne, lebe er seit langem getrennt, 

sie seien aber nicht geschieden (HD Urk. 62 S. 3). Mit der Vorinstanz wirken sich 

die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten bei der Strafzumessung neutral 

aus. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit weist er in der Tat nicht auf. Die Vorstrafen 

des Beschuldigten in seiner Heimat (vgl. HD Urk. 25 S. 3 und HD Urk. 62 S. 3) hat 

die Vorinstanz zu seinen Gunsten nicht berücksichtigt. Das lediglich zögerlich  

erfolgte Geständnis (HD Urk. 2/9 und 2/11) ist dem Beschuldigten nur leicht 

strafmindernd anzurechnen. Wenn er ausführt, er bereue, was er mit seiner Tat 

seiner Familie angetan habe (HD Urk. 25 S. 2), zeugt dies nicht gerade von  

grosser Einsicht oder Reue betreffend die betroffene Privatklägerin.  

1.7. Insgesamt relativiert die Täterkomponente die Tatkomponente kaum. Das 

angefochtene Strafmass für die Beteiligung am Raub von 3 ¼ Jahren Freiheits-

strafe ist daher nicht zu beanstanden. Diese Strafhöhe erweist sich im Übrigen 

auch ausgehend vom Antrag der Verteidigung (maximal 36 Monate Freiheits-

strafe, wobei sie lediglich von einer Gehilfenschaft zu Raub und keinem Haus-

friedensbruch ausgeht) nicht als überhöht.  

Eine Erhöhung der vorinstanzlichen Strafe im Sinne der Appellation der Anklage-

behörde ist hingegen nicht angezeigt: Die Anklagebehörde geht in ihrer diesbe-

- 24 - 

züglichen Begründung namentlich von einer schwereren rechtlichen Qualifikation 

der Haupttat und einer zusätzlichen Raubtat aus (HD Urk. 45 S. 8). In beidem 

wird ihr, wie vorstehend erwogen, nicht gefolgt. Der Antrag der Anklagebehörde 

ist sodann eigentlich nicht nachvollziehbar vor dem Hintergrund, dass die Mittäter 

G._____, F._____ und E._____ (welche mit Sicherheit einen grösseren Tatbeitrag 

aufwiesen, als die Beschuldigten) bezirksgerichtlich im abgekürzten Verfahren 

und somit auf Antrag der Anklagebehörde mit Freiheitsstrafen zwischen 3 ½ und 

4 Jahren belegt wurden. Umgekehrt kann jedoch auch der Beschuldigte A._____ 

daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, da die Strafen der Mittäter tendenziell 

zu tief ausgefallen sind und er daraus für sich keinen Anspruch auf eine unange-

messen milde Bestrafung ableiten kann.  

1.8. Der Anrechnung der erstandenen Haft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs 

(insgesamt 745 Tage) steht nichts entgegen (Art. 51 StGB).  

1.9. Bei diesem Strafmass stellt sich die Frage eines (teil-)bedingten Vollzugs 

schon aus objektiven Gründen nicht (Art. 42 Abs. 1 und 43 Abs. 1 StGB).  

2. B._____ 

2.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten B._____ wegen mittäterschaftlicher 

Begehung eines Raubes mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren bestraft (HD 

Urk. 71/38). Die appellierende Verteidigung beantragt eine Bestrafung mit maxi-

mal 18 Monaten Freiheitsstrafe wegen Diebstahls, für den Fall einer Verurteilung 

wegen Gehilfenschaft zu Raub eventualiter eine Bestrafung mit 36 Monaten Frei-

heitsstrafe (HD Urk. 71/43 S. 1 und S. 6; HD Urk. 71/38 S. 2 und HD Urk. 66 

S. 1). Die ebenfalls appellierende Anklagebehörde beantragt ausgehend von  

einer Verurteilung wegen qualifizierten Raubes sowie Hausfriedensbruchs eine 

Freiheitsstrafe von 5 Jahren (HD Urk. 71/42 S. 2 und HD Urk. 68 S. 1).  

2.2. Die Vorinstanz hat den konkret anwendbaren Strafrahmen korrekt be-

messen (HD Urk. 71/38 S. 23; Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB).  

2.3. Zu den allgemeinen Grundsätzen der richterlichen Strafzumessung ist auf 

die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz (HD Urk. 71/38 S. 23f.) und die 

- 25 - 

einschlägige bundesgerichtliche Praxis zu verweisen (Entscheid des Bundes-

gericht 6B_390/2009 E. 2.3.1. mit Verweisen auf die weitere Praxis; 134 IV 17 

E. 2.1.). 

2.4. Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere hat die Vorinstanz 

im angefochtenen Entscheid – wie bereits zum Beschuldigten A._____ – erwo-

gen, die Täter hätten sich mittels einer List Einlass in die Wohnung der Geschä-

digten verschafft und deren Hilfsbereitschaft skrupellos ausgenutzt. Das Tatvor-

gehen erscheine nicht besonderes raffiniert und sei nicht bis in alle Details ge-

plant gewesen. Verschuldenserhöhend zu berücksichtigen sei die Übermacht der  

vier direkt am Raub beteiligten Täter, welchen sich die Geschädigte im fortge-

schrittenen Alter chancenlos gegenüber gesehen habe. Durch die Überwältigung 

und während die Geschädigte gefesselt am Boden lag, sei sie keiner übermässi-

gen Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt gewesen. Hingegen sei das Rechtsgut 

ihres Vermögens in beträchtlichem Umfang von fast Fr. 70'000.– verletzt worden. 

Betreffend die hierarchische Stellung des Beschuldigten B._____ innerhalb der  

Tätergruppe habe dieser weder eine Führungsposition inne gehabt, noch sei er 

lediglich ein Mitläufer gewesen, wobei die Hierarchie der Gruppe ohnehin eher 

flach gewesen sei und die Täter arbeitsteilig vorgegangen seien. Der Beschuldig-

te B._____ sei an der eigentlichen Ausführung des Raubes nicht unmittelbar  

beteiligt gewesen. Der Beschuldigte B._____ habe einen erheblichen deliktischen 

Willen offenbart (HD Urk. 71/38 S. 24f.).   

Diese Erwägungen sind – auch betreffend den Beschuldigten B._____ – zutref-

fend und uneingeschränkt zu übernehmen. Im Berufungsverfahren macht die Ver-

teidigung geltend, der Beschuldigte B._____ habe einen untergeordneten Tatbei-

trag geleistet und eine tiefe hierarchische Stellung innegehabt (HD Urk. 71/43 

S. 5). Von einer eigentlichen, relevanten Hierarchie innerhalb der Gruppe der Tat-

beteiligten kann jedoch gar nicht gesprochen werden. Gemäss den vorliegenden 

Aussagen hat †D._____ sodann zuerst den Beschuldigten B._____ (sowie 

E._____) über das Vermögen der Privatklägerin informiert und mit diesen die ei-

gentliche Tat ersonnen (HD Urk. 3/23 S. 5ff.). Auch während des Tatablaufs war 

der Beschuldigte B._____ eingestandenermassen (HD Urk. 71/23 S. 4) via Tele-

- 26 - 

fon †D._____s Ansprechpartner, was dessen Tatbeitrag mit der Vorinstanz ver-

gleichsweise grösser erscheinen lässt als denjenigen des Beschuldigten A._____.  

Die objektive Tatschwere wiegt daher auch betreffend den Beschuldigten B._____ 

mit Sicherheit erheblich.  

2.5. Zur subjektiven Tatschwere hat die Vorinstanz erwogen, der Beschuldigte 

habe trotz eines gewissen Einkommens aus der Prostitution keine Hemmungen 

gehabt, eine gravierende Straftat zu verüben, als sich ein lukrativer Coup anboten 

habe. Den Entschluss dazu habe er aus finanziellen und damit egoistischen  

Motiven gefällt. Die Situation (auch) des Beschuldigten B._____ in seiner Heimat 

Bulgarien sei sicher nicht einfach, was sein Verhalten jedoch in keiner Weise 

rechtfertige. Unter Würdigung der Tatkomponente sei das Verschulden des  

Beschuldigten als nicht leicht einzustufen und dafür eine hypothetische Einsatz-

strafe von 3 ¼ bis 3 ¾ Jahren festzusetzen (HD Urk. 71/38 S. 25).  

Auch diese Erwägungen sind zutreffend. Der Beschuldigte war in seiner Schuld-

fähigkeit in keiner Weise beeinträchtigt. In einer eigentliche Notlage befand er sich 

nicht. Vielmehr ergriff er mit der Vorinstanz schlicht eine günstige sich bietende 

Gelegenheit ohne Rücksicht auf die Auswirkungen eines Gewaltverbrechens für 

die betroffene Seniorin. Das Motiv des Beschuldigten war egoistisch. Wenn er 

geltend macht, er habe das Delikt begangen, um seine Familie in der Heimat zu 

unterstützen, handelt es sich bei ihm demnach um einen reinen Kriminaltouristen. 

In seiner Heimat habe er als Bauarbeiter und mit seiner Frau in der Altstoffver-

wertung gearbeitet (HD Urk. 71/23 S. 3). Zwei der Söhne des Beschuldigten sind 

sodann offenbar volljährig und damit zumindest grundsätzlich selber erwerbsfähig 

(HD Urk. 71/23 S. 2; vgl. HD Urk. 71/43 S. 5). Die subjektive Tatschwere relati-

viert die objektive Tatschwere nicht. Das Verschulden wiegt mit Sicherheit nicht 

mehr leicht. Wenn die Vorinstanz eine hypothetische Einsatzstrafe von 3 ¼ bis 

3 ¾ Jahren gesehen hat, ist dies aufgrund des etwas höheren Tatbeitrags auch 

im Vergleich zum Beschuldigten A._____ nicht zu beanstanden.  

2.6. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang des Beschuldigten 

und seine persönlichen Verhältnisse angeführt (HD Urk. 71/38 S. 25f.). Anlässlich 

- 27 - 

der Berufungsverhandlung ergab sich, dass die sieben Kinder des Beschuldigten 

sowie seine Frau bei der Mutter des Beschuldigten leben und die Kinder wegen 

finanziellen Schwierigkeiten die Schule nicht besuchen können (HD Urk. 63 

S. 2f.). Mit der Vorinstanz wirken sich die persönlichen Verhältnisse des Beschul-

digten bei der Strafzumessung neutral aus. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit 

weist er in der Tat nicht auf. Die einschlägige Vorstrafe des Beschuldigten aus 

Deutschland aus dem Jahr 2009 wirkt sich merklich straferhöhend aus (vgl. HD 

Urk. 71/15/11). Das lediglich zögerlich erfolgte Geständnis ist dem Beschuldigten 

mit der Vorinstanz und entgegen der Verteidigung (HD Urk. 71/43 S. 5) lediglich 

leicht strafmindernd anzurechnen. Wenn die Verteidigung ausführt, er wolle  

reinen Tisch machen, deckt sich dies zwar mit seinen eigenen, aktuellen Aus-

sagen (HD Urk. 71/23 S. 3). Das Geständnis musste ihm jedoch in der Unter-

suchung noch eigentlich abgerungen werden (vgl. HD Urk. 71/2/7 S. 4). Auch der 

Beschuldigte B._____ bemitleidet sodann offenbar sich und seine Familien- 

angehörigen mehr als die Privatklägerin: Mitleid ihr gegenüber hat er jedenfalls 

nicht geäussert (vgl. seine Aussagen in den Untersuchungsakten B._____).  

2.7. Insgesamt relativiert die Täterkomponente die Tatkomponente kaum; die 

Straferhöhungs- und die Strafminderungsgründe heben sich etwa auf. Das ange-

fochtene Strafmass erweist sich somit insgesamt nicht als überhöht, insbesondere 

auch nicht ausgehend vom Eventualantrag der Verteidigung (36 Monate Frei-

heitsstrafe bei lediglich Gehilfenschaft zu Raub und keinem Hausfriedensbruch).  

Eine Erhöhung der vorinstanzlichen Strafe im Sinne der Appellation der Anklage-

behörde ist hingegen nicht angezeigt: Die Anklagebehörde geht in ihrer diesbe-

züglichen Begründung namentlich von einer schwereren rechtlichen Qualifikation 

der Haupttat und einer zusätzlichen Verurteilung wegen Hausfriedensbruchs aus 

(HD Urk. 71/42 S. 5). Im beiden Punkten wird ihr wie vorstehend erwogen nicht 

gefolgt. Zum Vergleich mit den Sanktionen der Mittäter G._____, F._____ und 

E._____ gilt das vorstehend zum Beschuldigten A._____ Erwogene.  

2.8. Der Anrechnung der erstandenen Haft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs 

(insgesamt 745 Tage) steht nichts entgegen (Art. 51 StGB).  

- 28 - 

2.9. Bei diesem Strafmass stellt sich die Frage eines (teil-)bedingten Vollzugs 

schon aus objektiven Gründen nicht (Art. 42 Abs. 1 und 43 Abs. 1 StGB).  

IV.  Kosten 

1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 6'000.– anzu-

setzen. 

2. Der Beschuldigte B._____ unterliegt im Berufungsverfahren mit seinen  

Anträgen fast vollständig und obsiegt nur mit seinem Antrag betreffend Nichtein-

treten auf den Vorwurf des Hausfriedensbruchs. Der Beschuldigte A._____ unter-

liegt mit seinen Anträgen ebenfalls mehrheitlich und obsiegt lediglich betreffend 

das Nichteintreten auf den Vorwurf des Hausfriedensbruchs sowie die Bestäti-

gung des vorinstanzlichen Freispruchs betreffend Anklagepunkt ND. Die Ankla-

gebehörde unterliegt vollumfänglich.  

Insgesamt sind die Kosten des Berufungsverfahrens (exklusive Kosten der amtli-

chen Verteidigungen) daher je zu einem Drittel den Beschuldigten aufzuerlegen 

respektive im verbleibenden Drittel auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 

Abs. 1 StPO). Die Kosten der amtlichen Verteidigungen sind auf die Gerichts-

kasse zu nehmen unter Vorbehalt einer Rückforderung im Umfang von je  

zwei Dritteln der jeweiligen Kosten im Sinne von Art. 135 Abs. 4 StPO (Art. 426 

Abs. 1 StPO).  

3.1 Rechtsanwalt lic. iur. X._____ reichte im Rahmen der heutigen  

Berufungsverhandlung eine Honorarnote über Fr. 6'066.45 (inkl. MwSt.) ein (HD 

Urk. 65). Dieser Betrag erscheint den Aufwendungen für das vorliegende  

Berufungsverfahren für die Verteidigung des Beschuldigten A._____ angemessen 

und bewegt sich im von der Verordnung über die Anwaltsgebühren festgesetzten 

Rahmen (vgl. § 18 Abs. 1 i.V.m. § 17 AnwGebV). Rechtsanwalt lic. iur.  

X._____ ist daher als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten A._____ für das 

Berufungsverfahren mit Fr. 6'066.45 (inkl. MwSt.) zu entschädigen. 

- 29 - 

3.2 Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ reichte dem Gericht anlässlich der heutigen 

Berufungsverhandlung einen Honorarvorschlag über Fr. 6'549.65 ein (HD 

Urk. 67). Dieser Betrag liegt zwar auch im von der Verordnung über die Anwalts-

gebühren festgesetzten Rahmen (vgl. § 18 Abs. 1 i.V.m. § 17 AnwGebV),  

erscheint allerdings im Vergleich zu den Aufwendungen des Verteidigers des  

Beschuldigten A._____ (dem im Gegensatz zum Beschuldigten B._____ noch die 

Beteiligung an einem weiteren Raub vorgeworfen wurde) als nicht mehr ange-

messen. Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ ist infolgedessen als amtlicher  

Verteidiger des Beschuldigten B._____ für das Berufungsverfahren mit Fr. 6'000.– 

(inkl. MwSt.) zu entschädigen. 

Es wird beschlossen: 

1. Prozess Nr. SB130018 wird mit dem vorliegenden Prozess Nr. SB130017 

vereinigt und unter der letztgenannten Prozess-Nr. weitergeführt. Der  

Prozess Nr. SB130018 wird als durch Vereinigung erledigt abgeschrieben. 

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, 

vom 4. Oktober 2012 betreffend den Beschuldigten A._____ wie folgt in 

Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. (...) 

 2. (...) 

 3. (…) 

 4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 23. April 2012 

beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. … auf-

bewahrte Barschaft von Fr. 200.– wird eingezogen und zur teilweisen Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet. 

 5. Die Privatklägerin C._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen.  

 6. Der Beschuldigte wird solidarisch mit B._____ verpflichtet, der Privatklägerin C._____ 

eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zu bezahlen. 

- 30 - 

 7. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'000.–   Gebühr Vorverfahren 

Fr. 2'829.40   Auslagen Untersuchung  

Fr. 24'425.75   amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten 

 8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt 

eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

 9. (Mitteilungen) 

 10. (Rechtsmittel)" 

3. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, 

vom 4. Oktober 2012 betreffend den Beschuldigten B._____ wie folgt in 

Rechtskraft erwachsen ist: 

"1. (...) 

 2. (…) 

 3. Die Privatklägerin C._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen. 

 4. Der Beschuldigte wird solidarisch mit A._____ verpflichtet, der Privatklägerin C._____ 

eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zu bezahlen. 

 5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'000.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 659.50   Auslagen Untersuchung 

Fr. 21'269.75   amtliche Verteidigung  

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

 6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben. Die Kosten der 

- 31 - 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt 

eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

 7. (Mitteilungen) 

 8. (Rechtsmittel)" 

4. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft II betreffend Hausfriedensbruch 

wird gegenüber beiden Beschuldigten nicht eingetreten.  

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

6. Gegen Ziffern 1 und 4 dieses Entscheides kann bundesrechtliche  

Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Raubs im Sinne von Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB. 

Vom Vorwurf des Raubs gemäss Anklagepunkt ND wird der Beschuldigte 

A._____ freigesprochen.  

2. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig des Raubs im Sinne von Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB. 

3. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 3 ¼ Jahren Freiheitsstrafe (wo-
von 745 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen 

Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind).  

- 32 - 

4. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 3 ½ Jahren Freiheitsstrafe (wo-
von 745 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen 

Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind).  

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 6'000.–. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens (exklusive Kosten der amtlichen  

Verteidigungen) werden je zu einem Drittel den Beschuldigten A._____ und 

B._____ auferlegt respektive im verbleibenden Drittel auf die Gerichtskasse 

genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigungen werden auf die  

Gerichtskasse genommen unter Vorbehalt einer Rückforderung im Umfang 

von je zwei Dritteln der jeweiligen Kosten im Sinne von Art. 135 Abs. 4 

StPO.  

7. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird als amtlicher Verteidiger des  

Beschuldigten A._____ für das Berufungsverfahren mit Fr. 6'066.45 (inkl. 

MwSt.) entschädigt. 

8. Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ wird als amtlicher Verteidiger des  

Beschuldigten B._____ für das Berufungsverfahren mit Fr. 6'000.– (inkl. 

MwSt.) entschädigt. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtlichen Verteidiger je im Doppel für sich und zuhanden  
der Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (übergeben) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtlichen Verteidiger je im Doppel für sich und zuhanden  
der Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

- 33 - 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA je mit Formular A  
− die KOST Zürich je mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten.  

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 19. August 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Maurer 
 

 

	Urteil vom 19. August 2013
	Das Gericht beschliesst:
	1. Das Verfahren betreffend Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB (HD) wird eingestellt.
	2. (Mitteilung)
	3. (Rechtsmittel)
	Das Gericht erkennt:
	1.  Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Raubs im Sinne von Art. 140  Ziff. 1 Abs. 1 StGB (HD).
	2.  Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf des Raubes im Sinne von  Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (ND) freigesprochen.
	3.  Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 ¼ Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 427 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	4.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 23. April 2012 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. … aufbewahrte Barschaft von Fr. 200.– wird eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfah...
	5.  Die Privatklägerin C._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	6.  Der Beschuldigte wird solidarisch mit B._____ verpflichtet, der Privatklägerin C._____ eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zu bezahlen.
	7.  Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten
	8.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachf...
	9.  (Mitteilung)
	10.  (Rechtsmittel)
	Urteil und Beschluss der Vorinstanz:
	(HD Urk. 71/38 / B._____)
	Das Gericht beschliesst:
	1. Das Verfahren betreffend Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB wird eingestellt.
	2. (Mitteilung)
	3. (Rechtsmittel)
	Das Gericht erkennt:
	1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig des Raubs im Sinne von Art. 140  Ziff. 1 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 ½ Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 427 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	3. Die Privatklägerin C._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	4. Der Beschuldigte wird solidarisch mit A._____ verpflichtet, der Privatklägerin C._____ eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zu bezahlen.
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachfo...
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Im Hinblick auf den Vorwurf des Hausfriedensbruches sei auf die Berufung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich nicht einzutreten.
	2. In Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 1. des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 4. Oktober 2012 (Geschäfts-Nr.: DG120176) sei der Beschuldigte  wegen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.
	Eventualiter sei der Beschuldigte in Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 1. des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 4. Oktober 2012 (Geschäfts-Nr.: DG120176) wegen Gehilfenschaft zum Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB...
	3. In teilweiser Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 3. des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 4. Oktober 2012 (Geschäfts-Nr.: DG120176) sei der  Beschuldigte unter Anrechnung der bisher erstandenen Haft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten zu be...
	Eventualiter sei der Beschuldigte unter Anrechnung der bisher erstandenen Haft mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, maximal aber mit einer  solchen von 36 Monaten zu bestrafen, wovon der unbedingt zu vollziehende Teil der Strafe auf 14 Monate fes...
	4. Die seit dem 5. August 2011 erstandene Haft sei auf den zu vollziehenden Teil der Strafe anzurechnen.
	5. In Gutheissung des Hauptantrages (Verurteilung wegen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB und Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von  18 Monaten) sei dem Beschuldigten eine Genugtuung im Sinne von Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO in der Höhe ...
	6. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 4. Oktober 2012 (Geschäfts-Nr.: DG120176) zu bestätigen und die Berufungsanträge der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich abzuweisen.
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens sowie der amtlichen Verteidigung  seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	1. Es sei betreffend des Vorwurfs des Hausfriedensbruchs nicht auf die  Berufung der Staatsanwaltschaft einzutreten.
	2. Der Beschuldigte sei des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.
	3. Der Beschuldigte sei milde mit einer Freiheitsstrafe von höchstens 18 Monaten unter Anrechnung der bis heute erstandenen Haft zu bestrafen.
	4. Eventualiter sei der Beschuldigte der Gehilfenschaft zum Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Art. 25 StGB schuldig zu sprechen und mit einer Freiheitsstrafe von höchstens 30 Monaten zu bestrafen bzw. subeventualiter mit einer Freiheitsstrafe ...
	5. Dem Beschuldigten sei für die Überhaft eine angemessenen Entschädigung aus der Staatskasse auszurichten.
	6. Im übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 4. Oktober 2012 zu bestätigen und die Berufung der Staatsanwaltschaft abzuweisen.
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens sowie der amtlichen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	1. A._____ sei schuldig zu sprechen des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB sowie des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (HD) und des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (ND).
	2. B._____ sei schuldig zu sprechen des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB sowie des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.
	3. A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 5 ½ Jahren, B._____ mit einer solchen von 5 Jahren zu bestrafen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	 die Urteilsdispositiv-Ziffern 4., 5., 6., 7. und 8. betreffend den Beschuldigten A._____ sowie
	 die Urteilsdispositiv-Ziffern 3., 4., 5. und 6. betreffend den Beschuldigten B._____.

	II.  Schuldpunkt
	III.  Sanktion
	IV.  Kosten
	Es wird beschlossen:
	1. Prozess Nr. SB130018 wird mit dem vorliegenden Prozess Nr. SB130017 vereinigt und unter der letztgenannten Prozess-Nr. weitergeführt. Der  Prozess Nr. SB130018 wird als durch Vereinigung erledigt abgeschrieben.
	2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 4. Oktober 2012 betreffend den Beschuldigten A._____ wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. (...)
	2. (...)
	3. (…)
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 23. April 2012 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. … aufbewahrte Barschaft von Fr. 200.– wird eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfah...
	5. Die Privatklägerin C._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	6. Der Beschuldigte wird solidarisch mit B._____ verpflichtet, der Privatklägerin C._____ eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zu bezahlen.
	7. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachf...
	9. (Mitteilungen)
	10. (Rechtsmittel)"
	3. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 4. Oktober 2012 betreffend den Beschuldigten B._____ wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. (...)
	2. (…)
	3. Die Privatklägerin C._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	4. Der Beschuldigte wird solidarisch mit A._____ verpflichtet, der Privatklägerin C._____ eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zu bezahlen.
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachf...
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)"
	4. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft II betreffend Hausfriedensbruch wird gegenüber beiden Beschuldigten nicht eingetreten.
	5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	6. Gegen Ziffern 1 und 4 dieses Entscheides kann bundesrechtliche  Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Raubs im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.
	Vom Vorwurf des Raubs gemäss Anklagepunkt ND wird der Beschuldigte A._____ freigesprochen.

	2. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig des Raubs im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.
	3. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 3 ¼ Jahren Freiheitsstrafe (wovon 745 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind).
	4. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 3 ½ Jahren Freiheitsstrafe (wovon 745 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind).
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 6'000.–.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens (exklusive Kosten der amtlichen  Verteidigungen) werden je zu einem Drittel den Beschuldigten A._____ und B._____ auferlegt respektive im verbleibenden Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlic...
	7. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird als amtlicher Verteidiger des  Beschuldigten A._____ für das Berufungsverfahren mit Fr. 6'066.45 (inkl. MwSt.) entschädigt.
	8. Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ wird als amtlicher Verteidiger des  Beschuldigten B._____ für das Berufungsverfahren mit Fr. 6'000.– (inkl. MwSt.) entschädigt.
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtlichen Verteidiger je im Doppel für sich und zuhanden  der Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die amtlichen Verteidiger je im Doppel für sich und zuhanden  der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA je mit Formular A
	 die KOST Zürich je mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten.

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.