# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c17ce43-18c1-5d55-8fca-a29fd6f1cdc1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.06.2017 200 2016 602
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-602_2017-06-07.pdf

## Full Text

200 16 602 IV
FUR/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Juni 2017

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Mai 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2017, IV/16/602, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 24. April 2003 wegen Schulter-, Nacken- und Rücken-
schmerzen sowie unter Hinweis auf Hepatitis B bei der Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin; AB] 2). Nach erwerblichen und medizinischen Ab-
klärungen wies die IVB mit Verfügung vom 24. November 2003 (AB 12) bei 
einem Invaliditätsgrad von 36% das Leistungsbegehren ab und hielt auf 
Einsprache hin mit Entscheid vom 25. Juni 2004 (AB 25) an ihrer Beurtei-
lung fest. Die dagegen erhobene Beschwerde (AB 34 S. 2) hiess das Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 26. Januar 2005 (AB 38; 
IV 64817) in dem Sinne gut, als der Einspracheentscheid vom 25. Juni 
2004 aufgehoben und die Sache an die IVB zurückgewiesen wurde, damit 
diese nach weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Leis-
tungsanspruch neu verfüge. In der Folge holte die IVB ergänzende medizi-
nische Berichte ein und liess den Versicherten durch die medizinische Ab-
klärungsstelle C.________ (nachfolgend MEDAS) polydisziplinär begutach-
ten (vgl. Gutachten vom 7. April 2006, AB 49 S. 2 [nachfolgend MEDAS-
Gutachten 2006]). Gestützt darauf sprach die IVB dem Versicherten mit 
unangefochten gebliebener Verfügung vom 16. November 2006 (AB 60 S. 
2) ab Juli 2003 eine halbe Rente (Invaliditätsgrad: 53%) und ab Juni 2006 
eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad: 43%) zu.

Im Rahmen zweier in den Jahren 2007 und 2011 durchgeführter Revisio-
nen von Amtes wegen (AB 63; 78) bestätigte die IVB den Anspruch auf 
eine Viertelsrente (AB 73; 83). 

B.

Während einer weiteren, von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision 
berichtete der Versicherte am 29. November 2013 (AB 87) von einem 
gleich gebliebenen Gesundheitszustand, der zwischendurch etwas 

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schlechter sei. In der Folge führte die IVB erwerbliche und medizinische 
Abklärungen durch und veranlasste erneut bei der MEDAS ein polydiszi-
plinäres Gutachten (vgl. Gutachten vom 22. Dezember 2014, AB 110.1 
[nachfolgend MEDAS-Gutachten 2014]). Mit Vorbescheid vom 31. März 
2015 (AB 115) stellte die IVB, unter Hinweis auf die Schlussbestimmungen 
der Änderung vom 18. März 2011 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 
über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20; 6. IV-Revision, erstes 
Massnahmenpaket [SchlBest. IV 6/1]; in Kraft seit 1. Januar 2012), die Auf-
hebung der Rente in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (AB 121) annul-
lierte die IVB den Vorbescheid vom 31. März 2015 und überprüfte den 
Sachverhalt aufgrund der neu geltenden Überwindbarkeitsrechtsprechung 
betreffend die somatoformen Schmerzstörungen bzw. die vergleichbaren 
psychosomatischen Leiden (vgl. BGE 141 V 281) erneut. Mit Vorbescheid 
vom 5. Februar 2016 (AB 125) hielt sie im Ergebnis am Vorbescheid vom 
31. März 2015 fest. Damit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden 
und erhob am 8. März 2016 (AB 126) Einwand, welchen er unter Hinweis 
auf einen Bericht des behandelnden Psychiaters vom 25. März 2016 (AB 
128 S. 5) mit Eingabe vom 30. März 2016 (AB 128) begründete. Am 
26. Mai 2016 (AB 129) verfügte die IVB wie im Vorbescheid vom 5. Februar 
2016 angekündigt und hob die bisher ausgerichtete Viertelsrente auf den 
ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung auf.

C.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
B.________, am 27. Juni 2016 Beschwerde. Er beantragt die kostenfällige 
Aufhebung der Verfügung vom 26. Mai 2016 und die Rückweisung der Sa-
che zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin mit der Auflage, diese 
habe darüber zu entscheiden, ob weiterhin eine Viertelsrente oder eine 
halbe Rente auszubezahlen sei. Eventualiter sei ein ergänzendes Gutach-
ten in Auftrag zu geben. 

Mit Beschwerdeantwort vom 26. August 2016 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.3 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. Mai 2016 (AB 129). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente.

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.2.1 Die Sachverständigen sollen die Diagnose einer anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung bzw. eines vergleichbaren psychosomatischen 
Leidens so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, 
ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 142 
V 106 E. 3.3 S. 108, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Eine invalidenversiche-
rungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchtigung liegt sodann nur 
vor, wenn die Diagnose auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschluss-
gründe nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine ver-
sicherte Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung 
auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht.

2.2.2 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht (BGer) die Vermutung, 
wonach eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleich-
barer ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensan-
strengung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch 
auch in Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 
ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrach-
tungsweise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten Person 
auszugehen ist (E. 3.7.2) und die materielle Beweislast für Invalidität bei ihr 
liegt (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

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Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch einen strukturierten, 
normativen Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikato-
ren erfolgt eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
neu im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Stan-
dardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), welche sich in die Kategorien „funk-
tioneller Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). 
Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Anerkennung eines ren-
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs-
grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wi-
derspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie 
vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente. 

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-

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lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.6 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.

2.7 Gemäss lit. a der SchlBest. IV 6/1 werden Renten, die bei pathoge-
netisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nach-
weisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei 
Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Vorausset-
zungen nach Art. 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder 
aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG 
nicht erfüllt sind (Abs. 1). Davon nicht erfasst sind Personen, die im Zeit-
punkt des Inkrafttretens dieser Änderung das 55. Altersjahr zurückgelegt 
haben oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr 
als 15 Jahren eine Rente der Invalidenversicherung beziehen (Abs. 4). Als 
relevanter Anknüpfungspunkt für den über 15-jährigen Rentenbezug gilt der 
Beginn des Rentenanspruchs und nicht das Datum der (rechtskräftig erlas-
senen) Rentenverfügung (BGE 139 V 442 E. 4.3 S. 450).

Wurde die Rente sowohl für objektivierbare (erklärbare) als auch für unkla-
re Beschwerden zugesprochen, findet lit. a SchlBest. IV 6/1 auf Letztere 
ebenfalls Anwendung, sofern sie sich von den erklärbaren Beschwerden 
trennen lassen. Laufende Renten sind von einer Überprüfung unter diesem 
Rechtstitel nur ausgeschlossen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Be-
schwerden beruhen (BGE 140 V 197 E. 6.2.3 S. 200). Die unklaren und 
erklärbaren Beschwerden müssen sowohl diagnostisch als auch hinsicht-
lich der funktionellen Folgen auseinandergehalten werden können. Ein or-
ganisch begründeter Teil der Arbeitsunfähigkeit kann bei Anwendbarkeit 
der Schlussbestimmung nur neu beurteilt werden, sofern eine Veränderung 
im Sinne von Art. 17 ATSG eingetreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2017, IV/16/602, Seite 8

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin hat mit Verfügung vom 26. Mai 2016 
(AB 129) die bisher ausgerichtete Viertelsrente in Anwendung von lit. a 
Abs. 1 SchlBest. IV 6/1 aufgehoben. Im Folgenden ist zu prüfen, ob die 
Aufhebung der Rente gestützt auf die Schlussbestimmungen zu Recht er-
folgt ist. Dabei ist vorab die Frage zu klären, ob die Rentenzusprache vom 
16. November 2006 (AB 60 S. 2) aufgrund unklarer Beschwerden erfolgt ist 
(vgl. E. 2.7 hiervor). Die Bestätigungen der Viertelsrente mittels Verfügung 
vom 26. Oktober 2007 (AB 73) resp. mittels Mitteilung vom 8. August 2011 
(AB 83) sind vorliegend unbeachtlich, da bei diesen keine umfassende ma-
terielle Prüfung durchgeführt wurde (vgl. ergänzend BGE 133 V 108 E. 5.4 
S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

3.1.1 In medizinischer Hinsicht basierte die Verfügung vom 16. November 
2006 (AB 60 S. 2) auf dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten 2006 
(AB 49 S. 2). In diesem diagnostizierten die Gutachter der Fachrichtungen 
Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie und Rheumatologie mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und 
eine anhaltende leichtgradige depressive Störung mit somatischem Syn-
drom. Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung auf die Arbeits-
fähigkeit führten sie eine residuelle, leichte Funktionseinbusse der linken 
Hand mit Sensibilitätsstörung, unspezifische Rückenschmerzen, einen Sta-
tus nach Hepatitis B und eine Beta-Blocker-Behandlung auf (S. 29 f. 
Ziff. 4.1 f.). Die langen Gespräche mit dem Versicherten erweckten weder 
im somatischen noch im psychischen Bereich den Eindruck, einen kranken 
Menschen vor sich zu haben. Mit Sicherheit bestätige sich dieser Eindruck 
im somatischen Bereich. Allein aus der Optik des Bewegungsapparates sei 
der Explorand in seiner angestammten Tätigkeit voll arbeitsfähig. In psy-
chosomatischer Hinsicht zeige die Krankengeschichte, dass der Versicher-
te intensiv zur Somatisierung neige, sich dann aber wieder zu Arbeitsleis-
tungen aufraffen könne. Aus psychiatrischer Sicht müsse erwähnt werden, 
dass in beiden diagnostizierten Bereichen eine Besserung eingetreten sei. 
Die Elemente des hohen psychosozialen Druckes, welche an der anhalten-
den somatoformen Schmerzstörung ursächlich mitgewirkt hätten, seien 
deutlich gemildert und unter der jetzt etablierten Psychotherapie/Psycho-

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pharmakotherapie habe sich auch die Depression deutlich gebessert. Es 
sei durchaus möglich, dass es noch zu einer weiteren Besserung komme. 
Aufgrund der psychiatrischen Situation bestehe eine etwa 40%ige Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 29). Insgesamt hielten die Gutachter 
fest, in der langjährig ausgeübten Tätigkeit als ... in der ... für ... sei der Ex-
plorand aktuell zu 60% arbeitsfähig (mit Besserungsoption). Eine andere 
Tätigkeit ins Auge zu fassen erübrige sich, da die Arbeitgeberin den ange-
stammten Arbeitsplatz für den Versicherten freihalte (S. 30 Ziff. 5.1 f.).

3.1.2 Aus dem Dargelegten folgt, dass die Rentenzusprache mit Verfü-
gung vom 16. November 2006 (AB 60 S. 2) ausschliesslich auf der Grund-
lage eines unklaren Beschwerdebildes im Sinne von lit. a Abs. 1 SchlBest. 
IV 6/1 erfolgt ist. Im Weiteren sind die Ausschlusskriterien gemäss lit. a 
Abs. 4 SchlBest. IV 6/1 nicht gegeben: So war der 1964 geborene Be-
schwerdeführer im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung am 1. Ja-
nuar 2012 weder 55 Jahre alt, noch lag ein mehr als 15-jähriger Rentenbe-
zug vor (der Beginn des Rentenanspruchs erfolgte per 1. Juli 2003 [AB 60 
S. 6]). Ferner wurde die Überprüfung mit Zustellung des Revisionsfragebo-
gens im November 2013 (AB 87) eingeleitet (vgl. BGE 139 V 442; E. 2.7 
hiervor). Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 
die laufende Viertelsrente unter dem Titel der Schlussbestimmungen frei 
überprüft hat. 

3.2 Der angefochtenen Verfügung vom 26. Mai 2016 (AB 129) liegen im 
Wesentlichen die folgenden medizinischen Akten zugrunde:

3.2.1 Im Verlaufsbericht vom 10. Dezember 2013 (AB 88) berichtete der 
Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
von einem stationären Gesundheitszustand und gab an, seit der letzten 
Diagnosestellung habe sich keine Änderung ergeben.

3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führ-
te im Bericht vom 9. April 2014 (AB 95) aus, der Gesundheitszustand sei 
stationär. Betreffend die Schmerzkrankheit seien die Befunde unverändert. 
Hinsichtlich des psychischen Zustandes sei der Verlauf variabel. Die de-
pressions-assoziierten Schlafstörungen seien besser, aktuell bestehe in-
dessen ein verschärftes Aggressionsproblem. Die subjektiven und psy-

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chometrischen Kriterien der Depression wiesen aktuell auf eine Ver-
schlechterung hin (S. 1 Ziff. 1 f.). Der Patient sei im Rahmen seines Lei-
dens seit mehr als 10 Jahren 50% arbeitsunfähig. Diese Belastung sei sei-
nem Zustandsbild angepasst.

3.2.3 Das MEDAS-Gutachten vom 22. Dezember 2014 (AB 110.1) basiert 
auf einer allgemeininternistischen Untersuchung sowie auf den Fachgut-
achten in den Bereichen Rheumatologie und Psychiatrie. Unter Berücksich-
tigung aller Fachgebiete stellten die Gutachter folgende Diagnosen (S. 20 f. 
Ziff. 4.1 f.):

Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit:

- Unveränderte, residuelle, leichte Funktionseinbusse der linken Hand mit 
Sensibilitätsstörung

- Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(ICD-10 F45.41)

Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit 
Krankheitswert: 

- Unspezifisches, linksseitiges zervikales Schmerzsyndrom mit myofaszia-
lem Reizzustand im Bereiche der Nacken-/Schulterpartie links

- Chronisches unspezifisches thorakolumbales Schmerzsyndrom
- Chronifiziertes, therapierefraktäres Halbseitenschmerzsyndrom links oh-

ne adäquates organisches Korrelat am Bewegungsapparat
- Residualzustand mit druckdolenter Schwellung im Bereiche der Planta 

pedis medial links mit Narbenkeloid
- Asymptomatischer leichter Spreizfuss beidseits
- Adipositas
- Chronische Spannungskopfschmerzen
- Hyperopie/Presbyopie
- Status nach Hepatitis B

Im rheumatologischen Teilgutachten vom 29. November 2014 (AB 110.2) 
legte Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, dar, der Explorand mache auf der Beschwerdeebene eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes gegenüber dem MEDAS-
Gutachten 2006 geltend. Auf der Befundebene bestünden jedoch keine 
klinischen oder bildgebenden, objektivierbaren Veränderungen am Bewe-
gungsapparat, welche auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustan-
des hinweisen würden (S. 9 f.). Übereinstimmend mit der rheumatologi-
schen Einschätzung anlässlich des MEDAS-Gutachtens 2006 sei dem Ver-
sicherten medizinisch-theoretisch hinsichtlich der langjährigen, ange-
stammten Tätigkeit (...) weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2017, IV/16/602, Seite 11

Dies gelte ebenso für eine alternative Tätigkeit, die der leichten residuellen 
Funktionsbehinderung an der linken Hand Rechnung trage (S. 10 Ziff. 6.1).

Aus psychiatrischer Sicht führte Dr. med. G.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie, im Teilgutachten vom 26. November 2014 (AB 
110.3) aus, gemäss den Angaben des Exploranden habe sich der Gesund-
heitszustand seit dem Jahre 2006 nicht verändert, eher sei es ein wenig 
schlechter geworden. Einerseits gebe er an, dass ihm die Arbeit gut tue, 
andererseits sei er geplagt von der Sorge, sein Arbeitgeber könnte ihm 
kündigen wegen seiner Aggressionsausbrüche (S. 6 Ziff. 4). Die Sorge des 
Kontrollverlustes werde vom Versicherten immer wieder angeführt und wir-
ke deutlich übersteigert. Es habe noch keine relevanten Dekompensatio-
nen gegeben, der Versicherte treffe sich mit anderen Personen und gehe 
seiner Arbeit unverändert nach. Allenfalls könne diese Sorge im Rahmen 
der Depression gesehen werden. Im Vergleich zur Beurteilung im Jahre 
2006 sei die Depression stärker geworden, von leichtgradig zu mittelgradig. 
Weiterhin vorhanden seien zudem die Schmerzen, die somatisch teilweise 
begründet, in ihrer Ausprägung jedoch nicht ausreichend erklärbar seien. 
Unter Berücksichtigung der aktuellen Lebenssituation des Versicherten 
sowie angesichts dessen, dass er diversen psychischen Belastungssituati-
onen ausgesetzt sei und sich schnell Sorgen mache, sei in medizinischer 
Sicht die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren zu stellen. Diese Diagnose habe es im ICD-10 
im Jahre 2006 noch nicht gegeben, weswegen damals die anhaltende so-
matoforme Schmerzstörung diagnostiziert worden sei. In der Schmerz-
ausprägung scheine sich im Vergleich zu damals nicht sehr viel geändert 
zu haben. Unter Einbezug der „Foerster-Kriterien“ (vgl. BGE 137 V 64 E. 
4.1 S. 67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 
2.2.3 S. 354) erläuterte Dr. med. G.________, es lägen sowohl somatische 
Störungen wie auch eine mittelgradige Depression vor, womit mehrere 
Komorbiditäten gegeben seien. Ein sozialer Rückzug zeige sich kaum. Der 
primäre Krankheitsgewinn sei in den fehlverarbeiteten Sorgen des Explo-
randen zu sehen, die sich im Schmerzerleben ausdrückten. Die Behand-
lungsergebnisse seien unbefriedigend, allerdings sei die Psychopharmako-
therapie, wie sich aus den Blutspiegeluntersuchungen ergebe, nicht konse-
quent vom Exploranden umgesetzt worden. Insgesamt seien einige Kriteri-

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en erfüllt, teils deutlich, teils eingeschränkt. Zusammenfassend ergebe sich 
aus medizinischer Sicht, dass die chronische Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Faktoren einen geringen Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit habe (S. 7 f.). Insgesamt gab Dr. med. G.________ an, die bishe-
rige Tätigkeit sei dem Versicherten zu 50% zumutbar. Diese Beurteilung 
gelte auch für jede andere Tätigkeit (S. 8 Ziff. 5.1 f.). 

Die Gutachter hielten nach durchgeführter Konsensbesprechung fest, die 
somatischen Beschwerden seien seit der Begutachtung im Jahre 2006 un-
verändert; eine leichte Verschlechterung habe im psychiatrischen Bereich 
stattgefunden (AB 110.1 S. 23). In der angestammten Tätigkeit als ... sei 
der Versicherte zu 50% arbeitsfähig. Eine Alternativtätigkeit, in welcher 
eine höhergradige Arbeitsfähigkeit erzielt werden könnte, bestehe nicht 
(AB 110.1 S. 21 Ziff. 5.1 f.). 

3.2.4 Mit Schreiben vom 25. März 2016 (AB 128 S. 5) nahm Dr. med. 
E.________ zum Vorbescheid vom 5. Februar 2016 Stellung und brachte 
im Wesentlichen vor, das MEDAS-Gutachten 2014 erfülle die Abklärungs-
kriterien weitgehend. Es betone die weiterbestehenden Ressourcen des 
Patienten neben seinen unbestritten bestehenden Einschränkungen und 
attestiere eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1). Die Sachbearbeiter der 
IVB seien hingegen – ungeachtet der geänderten Rechtsprechung – zum 
völlig willkürlichen Schluss gekommen, dem Patienten die Rente zu strei-
chen. Eine sachlich-medizinische Begründung hierfür fehle. Sehr irritierend 
sei dabei, dass die Sachbearbeiter eigenmächtig und selektiv gewisse Indi-
katoren und Diagnosen interpretierten und zu diesen selber Stellung näh-
men, ohne den Patienten je gesehen zu haben (S. 2). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2017, IV/16/602, Seite 13

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 26. Mai 2016 (AB 129) massgeblich auf das polydisziplinäre 
MEDAS-Gutachten 2014 (AB 110.1) gestützt. Dieses Gutachten erfüllt die 
von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines me-
dizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor), wes-
halb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 
Die Gutachter haben sich in der ärztlichen Beurteilung sorgfältig mit den 
gesundheitlichen Einschränkungen auseinandergesetzt und ihre Schluss-
folgerungen in Kenntnis der Vorakten und gestützt auf ihre eigenen Unter-
suchungen getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfol-
gerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Auf das 
MEDAS-Gutachten 2014 ist somit abzustellen.

3.5 In somatischer Hinsicht hat der Rheumatologe Dr. med. F.________ 
differenziert und verständlich dargelegt, dass sich auf der Befundebene 
keine klinischen oder bildgebenden, objektivierbaren Veränderungen am 
Bewegungsapparat gezeigt haben, die auf eine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes seit dem MEDAS-Gutachten 2006 hinweisen 
(AB 110.2 S. 10). In Bezug auf die Beurteilung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit führte er nachvollziehbar aus, dass – übereinstimmend mit der 
rheumatologischen Einschätzung im MEDAS-Gutachten 2006 (AB 49 
S. 28) – dem Beschwerdeführer aus medizinisch-theoretischer Sicht die 
langjährige, angestammte Tätigkeit weiterhin zu 100% zumutbar ist und 

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diese Beurteilung auch für eine alternative Tätigkeit gilt, die der leichten 
residuellen Funktionsbehinderung an der linken Hand Rechnung trägt 
(AB 110.2 S. 10 Ziff. 6.1). Diese Beurteilung ist nicht nur in sich schlüssig 
und überzeugend, sondern findet Rückhalt in den medizinischen Akten und 
steht im Einklang mit den Berichten der Dres. med. D.________ und 
E.________, die ebenfalls von einem stationären Gesundheitszustand 
ausgingen (AB 88 S. 1 Ziff. 1; 95 S. 1 Ziff. 1). Insbesondere wies Dr. med. 
E.________ im Bericht vom 9. April 2014 (AB 95 S. 1 Ziff. 3) explizit darauf 
hin, dass die neurovegetativen Veränderungen an der operierten Hand 
links unverändert geblieben sind. Der Beschwerdeführer bringt 
diesbezüglich denn auch nichts Gegenteiliges vor. 

3.6 Aus psychiatrischer Sicht hat Dr. med. G.________ mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F32.1) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren (ICD-10 F45.41) diagnostiziert (AB 110.3 S. 6 Ziff. 3.1). 

3.6.1 In Bezug auf die diagnostizierte mittelgradige depressive Episode ist 
darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei definitionsgemäss um ein vor-
übergehendes Leiden handelt, womit es prinzipiell an der zur Begründung 
eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschadens 
nötigen Dauerhaftigkeit mangelt (vgl. Entscheid des BGer vom 26. Januar 
2007, I 510/06, E. 6.3 mit Hinweisen). Leichte bis höchstens mittelschwere 
psychische Störungen aus dem depressiven Formenkreis gelten nach bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung denn auch grundsätzlich als therapeu-
tisch angehbar (Entscheide des BGer vom 29. August 2012, 9C_266/2012, 
E. 4.3.2 und vom 7. Februar 2012, 9C_736/2011, E. 4.2.2.1). Die mittelgra-
dige depressive Episode (ICD-10 F32.1) ist somit aus sozialversicherungs-
rechtlicher Sicht nicht als invalidisierender Gesundheitsschaden zu berück-
sichtigen. 

3.6.2 Betreffend die chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) legte Dr. med. G.________ – unter 
Bezugnahme auf die „Foerster-Kriterien“ – dar, dass diese aus medizini-
scher Sicht einen geringen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat (AB 110.3 
S. 7 f.). Auch wenn das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. 
G.________ vom 26. November 2014 grundsätzlich überzeugt, so kann 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2017, IV/16/602, Seite 15

nicht unbesehen auf seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgestellt 
werden, denn das Gutachten wurde in zeitlicher Hinsicht vor der mit Urteil 
vom 3. Juni 2015 eingeleiteten Praxisänderung erstellt (BGE 141 V 281 E. 
3.5 S. 294). Nach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren 
jedoch nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer ge-
samthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten 
und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen 
auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält. In 
sinngemässer Anwendung dieser in BGE 137 V 210 E. 6 S. 266 entwickel-
ten Grundsätze auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten An-
forderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen 
administrativen Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im Kontext 
mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung im Lich-
te der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungs-
tiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung 
genügen (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309). Wie nachfolgend aufgezeigt wird, 
bietet das psychiatrische Teilgutachten hinreichend Aufschluss für die Be-
urteilung nach den Vorgaben gemäss der neuen Rechtsprechung. Dabei ist 
– entgegen der Stellungnahme von Dr. med. E.________ vom 25. März 
2016 (AB 128 S. 5) – nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 
die Prüfung der Indikatoren vorgenommen hat, zumal die Frage nach der 
invalidisierenden Wirkung eines Krankheitsgeschehens keine (allein) vom 
medizinischen Sachverständigen zu beantwortende Tat-, sondern eine vom 
Rechtsanwender zu prüfende Rechtsfrage darstellt (vgl. BGE 141 V 281 
E. 5.1.1 S. 304 f.).

Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu prü-
fen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298): Hier ist festzuhalten, dass die Aus-
prägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome nicht übermässig 
ist. So hielt Dr. med. F.________ fest, dass der Beschwerdeführer bei der 
rheumatologischen Untersuchung einen flüssigen und unbehindert wirken-
den Gang zeigte, während der Anamneseerhebung ruhig auf seinem Stuhl 
sass, mit lebhafter Mimik und Gestik, und kein sehr grosser Leidensdruck 
spürbar war (AB 110.2 S. 2 Ziff. 3.1.1). Zum Tagesablauf und zur Freizeit-
gestaltung gab der Beschwerdeführer zudem an, morgens arbeite er bis 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2017, IV/16/602, Seite 16

11.45 Uhr, komme dann nach Hause, esse zu Mittag und lege sich ein bis 
zwei Stunden hin. Als Hobby gehe er gerne ins Dorf und in den Wald laufen 
oder unternehme etwas mit seiner Frau. Manchmal gehe er mit seiner Frau 
einkaufen, sonst schaue er fern oder lese Zeitung. Im Haushalt mache er 
praktisch nichts. Er helfe beim Auftischen und Aufräumen mit, aber erledige 
keine grossen Arbeiten. Er kenne viele Kollegen von der Arbeit her. Am 
Wochenende unternehme er vier- bis fünfmal im Jahr etwas. Manchmal 
gehe er mit einem der Kinder raus. Ferner fahre er einmal pro Jahr mit dem 
Auto in die Heimat, wobei er selber 1.5 Stunden am Stück fahren könne 
(AB 110.3 S. 3). Unter dem Titel „Behandlungserfolg oder -resistenz“ (BGE 
141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist zu bemerken, dass der Beschwerdefüh-
rer bloss einmal pro Monat in die Psychotherapie geht (AB 110.3 S. 2) und 
die Psychopharmakotherapie gemäss den Blutspiegeluntersuchungen nicht 
konsequent umsetzt (AB 110.3 S. 7). Diese Tatsachen sprechen nicht nur 
gegen das Vorliegen einer schweren und therapeutisch nicht mehr angeh-
baren psychischen Störung, sondern auch gegen das Vorhandensein eines 
Leidensdrucks. Hinsichtlich des Indikators „Komorbiditäten“ hat das Bun-
desgericht ausgeführt, dass die psychische Komorbidität nicht mehr gene-
rell vorrangig, sondern lediglich gemäss ihrer konkreten Bedeutung im Ein-
zelfall beachtlich ist, so namentlich als Gradmesser dafür, ob sie der versi-
cherten Person Ressourcen raubt (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.). 
Vorliegend bestehen keine Komorbiditäten. Aus psychiatrischer Sicht findet 
sich – wie bereits ausgeführt (vgl. E. 3.6.1 hiervor) – keine eigenständige 
(schwere und nicht mehr angehbare) psychische Störung. Auch die aus 
somatischer Sicht diagnostizierte residuelle, leichte Funktionseinbusse der 
linken Hand mit Sensibilitätsstörung hat keinen Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit und steht damit der Überwindbarkeit ebenfalls nicht entgegen 
(AB 110.2 S. 10 Ziff. 6.1). Was den Komplex „Persönlichkeit“ anbelangt ist 
festzuhalten, dass zwar ein depressives Leiden diagnostiziert worden ist 
(AB 110.3 S. 6 Ziff. 3.1), jedoch nicht von einer auffälligen vorbestehenden 
Persönlichkeitsstruktur auszugehen ist. Insbesondere wurde im psychiatri-
schen Teilgutachten vom 26. November 2014 vermerkt, dass keine Wahn-
symptome oder Halluzinationen und auch keine Ich-Störungen vorliegen 
(AB 110.3 S. 5). Somit sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, wonach die 
Persönlichkeit des Beschwerdeführers ein Leistungsvermögen ausschlies-
sen würden (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302). Der soziale Kontext (BGE 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2017, IV/16/602, Seite 17

141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) zeigt, dass die Freizeitgestaltung resp. das Le-
ben des Beschwerdeführers nicht ausgeprägt eingeschränkt sind. So hilft 
er u.a. bei verschiedenen Haushaltsarbeiten mit, unternimmt manchmal 
etwas mit einem seiner Kinder (er ist Vater von fünf Kindern [AB 110.1 
S. 10 Ziff. 1.2.1]), geht gern ins Dorf und in den Wald laufen, unternimmt 
etwas mit seiner Frau und reist einmal pro Jahr in seine Heimat, wobei er 
selber 1.5 Stunden am Stück mit dem Auto fahren kann. Im Weiteren kennt 
er viele Kollegen von der Arbeit und pflegt einen guten Kontakt mit seinen 
Geschwistern in der Heimat, mit welchen er mindestens einmal im Monat 
telefoniert (AB 110.3 S. 2 f.). Der Lebenskontext hält ihm folglich genügend 
mobilisierbare Ressourcen bereit. Im Rahmen der Konsistenzprüfung 
(BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) ist schliesslich festzuhalten, dass keine 
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichba-
ren Lebensbereichen zu erheben ist. Während der Beschwerdeführer 
gemäss seinen Angaben in der Freizeit verschiedenen Tätigkeiten nachge-
hen kann und gute soziale Kontakte pflegt (AB 110.3 S. 3), betrachtet er 
sich in der angestammten Tätigkeit weiterhin zu 50% arbeitsunfähig (AB 
110.1 S. 17 Ziff. 3). Dieses Verhalten spricht für eine Inkonsistenz. Zudem 
wies Dr. med. G.________ darauf hin, dass die Ausführungen des Be-
schwerdeführers – insbesondere in Bezug auf die Sorge eines Kontrollver-
lustes – teils übertrieben wirkten (AB 110.3 S. 6 f. Ziff. 4). Auch aus somati-
scher Sicht wurde festgehalten, dass die vom Beschwerdeführer geltend 
gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustandes weder mit klini-
schen noch mit bildgebenden, objektivierbaren Veränderungen am Bewe-
gungsapparat bestätigt werden könne (AB 110.2 S. 9 f.). Damit ist erstellt, 
dass der diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) unter Prüfung der massgeben-
den Indikatoren – entgegen den Ausführungen in der Beschwerde (S. 4 ff. 
Ziff. 5) – keine invalidisierende Wirkung zukommt.

3.7 Aufgrund der medizinischen Akten und insbesondere gestützt auf 
das beweiskräftige MEDAS-Gutachten 2014 (AB 110.1) ist der Sachverhalt 
hinreichend erstellt. Auf die beschwerdeweise eventualiter beantragte Ein-
holung eines ergänzenden Gutachtens kann in antizipierter Beweiswürdi-
gung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) somit verzichtet werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2017, IV/16/602, Seite 18

3.8 Nach dem Dargelegten steht fest, dass in somatischer Hinsicht ge-
genüber dem Gutachten im Jahre 2006 keine wesentliche Veränderung 
eingetreten und nach wie vor von einer geringfügigen und nicht massge-
benden Einschränkung der linken Hand auszugehen ist. Aus sozialversi-
cherungsrechtlicher Sicht ist zudem erstellt, dass kein psychiatrischer Ge-
sundheitsschaden vorliegt, der invalidisierend ist. Folglich besteht kein An-
spruch des Beschwerdeführers mehr auf eine Invalidenrente. Der Zeitpunkt 
der Rentenaufhebung auf das Ende des der Verfügung vom 26. Mai 2016 
(AB 129) folgenden Monats ist in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 und 
Art. 88bis Abs.  2 lit. a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung (IVV; SR 831.201) nicht zu beanstanden. 

4.

Die angefochtene Verfügung vom 26. Mai 2016 (AB 129) erweist sich nach 
dem Ausgeführten als rechtens und ist nicht zu beanstanden. Die dagegen 
erhobene Beschwerde ist unbegründet und damit abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.