# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e723dbb5-b06e-5cd1-b5db-3c21339c5552
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 13.12.2021 B 2021/123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2021-123_2021-12-13.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/17

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/123

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 11.01.2022

Entscheiddatum: 13.12.2021

Entscheid Verwaltungsgericht, 13.12.2021
Bau- und Umweltrecht, Mobilfunk, Zubau adaptiver Antennen, Art. 11 
Abs. 2 USG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 6 und Art. 4 Abs. 1 sowie Anhang 1 
Ziff. 64 f. NISV, Art. 12, Art. 14 Abs. 2, Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 und 
Ziff. 63 NISV, Art. 24 RPG. Weder besteht vorliegend eine Verpflichtung, die 
auf Grundlage des sogenannten Worst-Case-Szenarios bewilligte 
Antennenanlage einer Beurteilung im Sinne des am 23. Februar 2021 
veröffentlichten Nachtrags "Adaptive Antennen" zur Vollzugsempfehlung 
des BAFU zu unterziehen (E. 5.3), noch sind die Antennendiagramme im 
Standortdatenblatt zu beanstanden (E. 5.4). Im Weiteren erweist sich das 
Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone als standortgebunden (E. 9), 
(Verwaltungsgericht, B 2021/123).

Entscheid vom 13. Dezember 2021

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

A.__,

B.__,

Beschwerdeführer 1 und 2,

beide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Koller, Landstrasse 4, 

9606 Bütschwil,

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gegen

Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Salt Mobile SA,

Rue du Caudray 4, Postfach, 1020 Renens,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenzo Marazzotta, Badertscher Rechtsanwälte 

AG, Mühlebachstrasse 32, Postfach 769, 8024 Zürich,

Sunrise UPC GmbH,

Thurgauerstrasse 101B, 8152 Glattpark (Opfikon),

Swisscom (Schweiz) AG,

Alte Tiefenaustrasse 6, Worblaufen, Post, 3050 Bern,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Zgraggen, LL.M., Leiter Recht 

Infrastruktur, c/o Swisscom (Schweiz) AG, Konzernrechtsdienst, Alte Tiefenaustrasse 6, 

Postfach, 3050 Bern

Beschwerdegegnerinnen 1 bis 3,

sowie

Politische Gemeinde X.__,

Alpwirtschaftsverein Y.__,

Beschwerdebeteiligte 1 und 2,

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Gegenstand

Baubewilligung (Umbau Mobilfunkanlage)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

Der Alpwirtschaftsverein Y.__ ist seit 19. Februar 2020 Eigentümer der Parzelle 

Nr. 0000__, Grundbuch X.__, und die M.__ AG, Eigentümerin der mit dem 

Technikgebäude Assek.-Nr. 0001__ überbauten Parzelle Nr. 0002__. Nach dem 

Zonenplan der Politischen Gemeinde X.__ ist die Parzelle Nr. 0002__ vollständig und 

das Grundstück Nr. 0000__ hauptsächlich der Landwirtschaftszone, ansonsten der 

Grünzone Naturschutz GS zugewiesen, soweit sie nicht Wald ist. Rund 12 m westlich 

der Parzelle Nr. 0002__ innerhalb der Landwirtschaftszone befindet sich ein 85.10 m 

hoher Sendemasten, welcher sowohl von der Salt Mobile SA, der Sunrise UPC GmbH 

und der Swisscom (Schweiz) AG (nachfolgend: S-AG, U-GmbH bzw. W-AG) als 

Mobilfunkanlage SG_0006__, SG0007__ resp. WTTL als auch von der M.__ AG, der 

Q.__, der R.__ und der P.__ genutzt wird. Am 11./12. Dezember 2019 reichten die S-

AG, die U-GmbH und die W-AG ein Gesuch für den Umbau der Mobilfunkanlage ein. 

Gemäss dem Standortdatenblatt vom 8. November 2019 soll der massgebende 

Anlagegrenzwert (AGW) von 5 V/m nach Inbetriebnahme der umgebauten Anlage trotz 

des Einsatzes von adaptiven Antennen (Frequenzbänder von 3'400, 1'400-3'600 und 

3'600 MHz) nie, auch nicht kurzzeitig, überschritten werden. Auf die maximale 

Sendeleistung soll kein Korrekturfaktor angewendet werden. Während der öffentlichen 

Auflage vom 15. bis 28. Januar 2020 ging eine von A.__ und B.__ mitunterzeichnete 

Einsprache ein. Am 23. September 2020 (versandt am 28. September 2020) wies die 

Baukommission X.__ die Einsprache ab, soweit sie darauf eintrat, und bewilligte das 

Bauvorhaben unter gleichzeitiger Eröffnung der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung 

des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) vom 1. Juli 2020 und der 

Stellungnahme des Amtes für Umwelt (AFU) vom 21. Februar 2020 als 

Gesamtentscheid. Gleichzeitig verpflichtete sie die S-AG, die U-GmbH und die W-AG 

(S. 11 Ziff. 8), nach Inbetriebnahme der Anlage Abnahmemessungen durchzuführen 

(act. 9/9/1, 3, 5 f., 11-13, 46, 48-52, 54 f., act. 9/12/ www.geoportal.ch, www. … .ch, 

https://publikationen.sg.ch).

Dagegen rekurrierten A.__ und B.__ – und zunächst auch C.__ – am 12. Oktober 2020 

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an das Baudepartement (seit 1. Oktober 2021: Bau- und Umweltdepartement). Am 

4. Februar 2021 reichte das AREG einen Amtsbericht des AFU vom 29. Januar 2021 

ein. Mit Entscheid vom 11. Mai 2021 wies das Departement den Rekurs ab (act. 2, 9/1, 

12).

B.

Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 11. Mai 2021 erhoben 

A.__ und B.__ (Beschwerdeführer 1 und 2) durch ihren Rechtsvertreter am 26. Mai 2021 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Am 30. Juni 2021 (act. 5) ergänzten sie ihre 

Beschwerde mit einer Begründung und dem Rechtsbegehren, es sei der angefochtene 

Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich Mehrwertsteuer, 

aufzuheben, das Baugesuch der S-AG, der U-GmbH und der W-AG 

(Beschwerdegegnerinnen 1 bis 3) abzuweisen und die Baubewilligung nicht zu erteilen. 

Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückweisen. 

Eventualiter sei die Baubewilligung vom 23. September 2020 mit folgender Auflage zu 

ergänzen: Die Sendeantennen dürfen nicht als adaptive Antennen im Sinne von 

Anhang 1 Ziffer 62 Abs. 6 NISV betrieben werden (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 

12. August 2021 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 8). Mit 

Eingabe vom 3. September 2021 beantragte die Politische Gemeinde X.__ 

(Beschwerdebeteiligte) die kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 11). Am 

6. September 2021 nahm die Beschwerdegegnerin 1 durch ihren Rechtsvertreter 

Stellung und beantragte, es sei die Beschwerde unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge, zuzüglich Mehrwertsteuer, abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten sei (act. 12). Am 7. September 2021 reichte die Beschwerdegegnerin 3 eine 

Stellungnahme mit dem Rechtsbegehren ein, es sei die Beschwerde unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 13). Mit Replik 

vom 18. Oktober 2021 bestätigten die Beschwerdeführer ihre Anträge und 

Ausführungen (act. 18). Mit Eingabe vom 24. November 2021 behielten sie das letzte 

Wort (act. 24).

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe 

bis

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vom 26. Mai 2021 erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 

30. Juni 2021 (act. 5) formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeführer sind als 

Adressaten des angefochtenen Entscheids und Miteigentümer einer Stockwerkeinheit 

am Mehrfamilienhaus Assek.-Nr. 0003__ auf Parzelle Nr. 0004__ bzw. des Grundstücks 

Nr. 0005__ (www.geoportal.ch) zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP und BGer 1C_627/2019 vom 6. Oktober 2020 E. 1.1 

mit Hinweis auf BGE 128 II 168 E. 2.3 und 2.4). Auf die Beschwerde ist somit 

grundsätzlich einzutreten.

Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit darin implizit die Aufhebung der 

Baubewilligung vom 23. September 2020 verlangt wird, indem um Nichterteilung der 

Baubewilligung ersucht wird (Devolutiveffekt, vgl. BGer 1C_118/2020 vom 

17. März 2021 E. 1.4; VerwGE B 2019/123 vom 28. Mai 2020 E. 1 je mit Hinweis[en]).

2.

Die Beschwerdeführer beantragen vorab in verfahrensrechtlicher Hinsicht, es sei das 

Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen von zertifizierten und auditierten 

Qualitätssicherungssystemen (nachfolgend: QS-Systeme) für adaptive Antennen, 

spätestens bis zum Vorliegen eines Entscheids des Bundesgerichts, in welchem die 

gleichen Sach- und Rechtsfragen zu beurteilen seien, insbesondere in den 

bundesgerichtlichen Verfahren 1C_100/2021 und 1C_101/2021, zu sistieren (act. 5, 

S. 2, 4 f. Ziff. I/2, II/3, act. 18, S. 4-6 Ziff. II/3). Der Entscheid über das 

Sistierungsbegehren fällt in die Zuständigkeit des Abteilungspräsidenten (vgl. Art. 33 

Abs. 1 f. VRP in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 sowie Art. 6 des Reglements über die 

Organisation und den Geschäftsgang des Verwaltungsgerichts; sGS 941.22, 

Reglement).

Im vorliegenden Verfahren sind nicht nur umweltrechtliche (vgl. E. 5-8), sondern auch 

verfahrensrechtliche (E. 3, 4, 6.2) und baurechtliche Rügen (vgl. E. 9 hiernach) zu 

beurteilen. Überdies besteht kein Anlass, die grundsätzliche Tauglichkeit der QS-

Systeme der Beschwerdegegnerinnen auch bei Konstellationen wie der vorliegend zur 

beurteilenden in Zweifel zu ziehen (vgl. E. 6.1 hiernach). Bei dieser Ausgangslage 

erscheint es insgesamt verfahrensökonomischer, das vorliegende Verfahren 

fortzuführen anstatt es bis zu einem Entscheid des Bundesgerichts betreffend adaptive 

Antennen, insbesondere in den Verfahren 1C_100/2021 (Kanton Bern) und 

1C_101/2021 (Kanton Schwyz), auszusetzen. Das Sistierungsbegehren der 

Beschwerdeführer ist abzuweisen (vgl. dazu VerwGE B 2016/40 vom 

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22. November 2017 E. 2.1 mit Hinweisen, bestätigt mit BGer 1C_13/2018 vom 

13. März 2019).

3.

Die Beschwerdeführer stellen die Beweisanträge (act. 5, S. 2 f., 15, 18-22, 24 Ziff. I/3-5, 

III/12, 14, 16-18, act. 18, S. 2 f. Ziff. I/3-5), es sei das Audit und die Bewertung der 

aktuellen ISO-Zertifizierung der QS-Systeme der Beschwerdegegnerinnen sowie ein 

unabhängiges Gutachten zu den Fragen einzuholen, ob bei adaptiven Antennen bereits 

Abnahmemessungen durchgeführt werden könnten und ob bereits erfolgte 

Abnahmemessungen von in Betrieb genommenen Anlagen den im Standortblatt 

prognostizierten Werten entsprächen. Es sei die Messmethode für Basisstationen 

5G NR der Beschwerdegegnerinnen mitsamt Messprotokollen anderer vergleichbarer 

Mobilfunkanlagen zu edieren. Es sei ein Gutachten zur Frage einzuholen, ob die 

Angaben der Beschwerdegegnerinnen zu den Sendeleistungen korrekt seien. Dazu sei 

auch D.__ als Zeuge zu befragen. Auf alle beantragten Beweisvorkehren kann in 

antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden. Die mit Blick auf die nachstehend zu 

schildernden Gegebenheiten entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse ergeben 

sich aus den Verfahrensakten und dem Geoportal (www.geoportal.ch, vgl. zu den nicht 

beweisbedürftigen notorischen Tatsachen etwa BGer 1C_582/2018 vom 

23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: 

Pra 2018 Nr. 61). Bezüglich der sich hier vorab stellenden Fragen rechtlicher und 

technischer Natur ist nicht ersichtlich, was der beantragte Beizug der Akten bzw. die 

beantragte Einholung von Gutachten an zusätzlichem Erkenntnisgewinn bringen würde 

(vgl. dazu BGE 144 II 427 E. 3.1.3 und 6 mit Hinweis). Dementsprechend kann der 

Vorinstanz auch keine Verletzung des Anspruchs der Beschwerdeführer auf rechtliches 

Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; 

SR 101, BV, Art. 4 Ingress und lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen; 

SR 131.225, sGS 111.1, KV) vorgeworfen werden (act. 5, S. 22 Ziff. III/17), weil diese im 

vorangegangenen Rekursverfahren auf die Abnahme dieser Beweise verzichtete.

4.

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (act. 5, S. 19, 22 Ziff. III/14, 17) ist 

zudem nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz ihre Begründungspflicht und damit 

den Anspruch der Beschwerdeführer auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 4 

Ingress und lit. c KV sowie Art. 15 Abs. 2 und Art. 16 Abs. 1 VRP) verletzt haben sollte. 

Die Beschwerdeführer waren ohne Weiteres in der Lage, den Entscheid der Vorinstanz 

sachgerecht und ausführlich anzufechten (vgl. dazu BGE 147 IV 73 E. 4.2, S. 85, mit 

Hinweisen).

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5.

Die Beschwerdeführer halten unter Anrufung des Entscheids des Verwaltungsgerichts 

Zürich VB.2020.00544 vom 15. Januar 2021 (E. 4.4-4.6) dafür (act. 5, S. 5 f., 9-16, 30 

Ziff. III/2, 7-13, 25), die Vorinstanz habe die Verordnungsbestimmung für konventionelle 

Antennen auch für adaptive Antennen angewendet, was rechtswidrig sei. Adaptive 

Antennen müssten so beurteilt werden, dass die Variabilität der Senderichtungen und 

der Antennendiagramme berücksichtigt würden. Unbesehen davon stellten die 

Antennendiagramme der Beschwerdegegnerinnen nicht den maximal möglichen 

Antennengewinn bei maximaler Sendeleistung und für jede Richtung ("Worst-Case-

Szenario") dar: Sie seien nicht umhüllend. Darin werde derjenige Moment beurteilt, in 

dem die adaptive Antenne in die Breite strahle. Bei einer Fokussierung des Signals 

könnten die Grenzwerte deutlich überschritten werden. Adaptive Antennen müssten 

zwingend im Moment des maximalen Antennengewinns beurteilt werden, um den 

Vorsorgewert einzuhalten. Es sei nicht ausgeschlossen, dass einzelne Beams in die 

Nahumgebung unterhalb der Anlage unter Umständen eine höhere Strahlenbelastung 

als jene bei einer statischen Antenne bewirkten.

Für den Schutz von Menschen vor nichtionisierender Strahlung, die beim Betrieb 

ortsfester Anlagen erzeugt wird, hat der Bundesrat gestützt auf Art. 1 Abs. 1, Art. 7 

Abs. 1, Art. 11, Art. 12 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 sowie Art. 13 des Bundesgesetzes über 

den Umweltschutz (SR 814.01, USG) die Verordnung über den Schutz vor 

nichtionisierender Strahlung (SR 814.710, NISV) erlassen. Diese regelt insbesondere 

die Emissionsbegrenzungen sowie die Immissionsgrenzwerte für 

Mobilfunksendeanlagen und drahtlose Teilnehmeranschlüsse, unabhängig von der 

verwendeten Mobilfunktechnologie (3G [UMTS], 4G [LTE] oder 5G [New Radio], vgl. 

dazu Art. 2 Abs. 1 lit. a und b, Art. 4-6, Art. 13-15 sowie Anhang 1 Ziff. 6 und 

Anhang 2 NISV). Nicht geregelt wird darin die durch die Mobiltelefone selber erzeugte 

Strahlung (Art. 2 Abs. 2 Ingress und lit. d NISV, kritisch dazu M. Rössli, 

Gesundheitsgefährdungsabschätzung: Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung 

auf Menschen, in: URP 2021, S. 117 ff., S. 129 f.). Zum Schutz vor den 

wissenschaftlich erhärteten, thermischen Wirkungen der Strahlung von 

Mobilfunkanlagen sieht die NISV Immissionsgrenzwerte (IGW) vor, die überall 

eingehalten sein müssen, wo sich Menschen aufhalten können (sogenannte Orte für 

kurzfristigen Aufenthalt, OKA, vgl. Art. 13 Abs. 1 und Anhang 2 NISV). Ausserdem 

setzte der Bundesrat zur Konkretisierung des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 

Abs. 2 USG AGW fest (Art. 3 Abs. 6 und Art. 4 Abs. 1 sowie Anhang 1 Ziff. 64 NISV). 

Die AGW weisen keinen direkten Bezug zu nachgewiesenen Gesundheitsgefährdungen 

5.1. 

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auf, sondern wurden nach Massgabe der technischen und betrieblichen Möglichkeit 

sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit festgelegt, um das Risiko schädlicher 

Auswirkungen, die zum Teil erst vermutet werden und noch nicht absehbar sind, 

möglichst gering zu halten. Mit den AGW hat der Bundesrat im Hinblick auf 

nachgewiesene Gesundheitsgefährdungen eine Sicherheitsmarge geschaffen (vgl. dazu 

BGer 1C_375/2020 vom 5. Mai 2021 E. 3.2.2 mit Hinweisen). An Orten mit 

empfindlicher Nutzung im Sinne von Art. 3 Abs. 3 NISV (OMEN) haben 

Mobilfunkanlagen im massgebenden Betriebszustand den AGW für den Effektivwert 

der elektrischen Feldstärke von 5,0 V/m einzuhalten, soweit sie weder ausschliesslich 

in Frequenzbereichen von 900 MHz und darunter noch ausschliesslich um 1'800 MHz 

und darüber senden (Anhang 1 Ziff. 64 f. NISV). Als massgebender Betriebszustand gilt 

der maximale Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung; bei 

adaptiven Antennen im Sinne von Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 NISV wird die Variabilität der 

Senderichtungen und der Antennendiagramme berücksichtigt (vgl. Anhang 1 

Ziff. 63 NISV). Nach Art. 11 Abs. 1 Satz 1 NISV muss der Inhaber einer Anlage, für die 

Anhang 1 NISV Emissionsbegrenzungen festlegt, der für die Bewilligung zuständigen 

Behörde nach den Vorgaben von Art. 11 Abs. 2 NISV ein Standortdatenblatt einreichen, 

bevor die Anlage neu erstellt, an einen anderen Standort verlegt, am bestehenden 

Standort ersetzt oder im Sinne von Anhang 1 NISV geändert wird.

Grundlage für die rechnerische Prognose der Strahlung bildet die Vollzugsempfehlung 

zur NISV des Bundesamtes für Umwelt (BAFU, ehemals: Bundesamt für Umwelt, Wald 

und Landschaft BUWAL), Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, aus dem Jahr 2002 

(Stand: 20. November 2006, ergänzt am 28. März 2013, www.bafu.admin.ch). Diese 

Empfehlung ist eine vollzugslenkende Verwaltungsverordnung, welche für die Gerichte 

keine bindende Wirkung hat. Gleichwohl weichen sie an sich nicht von solchen 

Verwaltungsverordnungen ab, sofern deren generell-abstrakter Gehalt eine dem 

individuell-konkreten Fall angepasste und gerecht werdende Auslegung der 

massgebenden Rechtssätze zulässt, welche diese überzeugend konkretisiert (vgl. dazu 

BGE 146 I 105 E. 4.1; VerwGE B 2015/19 vom 26. April 2018 E. 11.1 je mit Hinweisen, 

in Bezug auf Kreisschreiben der Eidgenössischen Steuerverwaltung resp. des 

Baudepartements).

Die bisher eingesetzten Mobilfunksendeantennen weisen eine Abstrahlcharakteristik 

auf, die räumlich konstant ist oder nur innerhalb begrenzter Bereiche manuell oder 

ferngesteuert bei Bedarf angepasst werden kann und nur in der Leistung über die Zeit 

variiert. Adaptive Antennen oder Antennensysteme im Sinne von Anhang 1 Ziff. 62 

5.2. 

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Abs. 6 NISV – und somit im Frequenzband zwischen 3'500 MHz und 3'800 MHz, wo 

adaptive Antennen insbesondere zum Einsatz gelangen (vgl. Erläuterungen des BAFU 

zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der NISV vom 23. Februar 2021, 

S. 2, www.bafu.admin.ch, nachfolgend: Erläuterungen) – können ihre Senderichtung 

oder ihr Antennendiagramm automatisch in kurzen zeitlichen Abständen ohne 

Veränderung der Montagerichtung anpassen ("[hybrides] beamforming"). Dadurch wird 

die Information bevorzugt in jene Richtungen übertragen, wo sie durch die Endgeräte 

angefordert wird. Dies hat eine höhere übertragungskapazität zur Folge. Auch die 

Exposition ist nutzungsabhängig. Richtungen, in denen keine Endgeräte sind, werden 

tendenziell weniger bestrahlt (vgl. Erläuterungen zur Änderung der NISV vom 

17. April 2019, S. 7 Ziff. 4.3, www.bafu.admin.ch).

Mit Schreiben vom 17. April 2019 ("Mobilfunk und Strahlung: Aufbau der 5G-Netze in 

der Schweiz") und 31. Januar 2020 ("Informationen zu adaptiven Antennen und 5G 

[Bewilligung und Messung]", act. 15/1, nachfolgend: Informationsschreiben) stellte das 

BAFU den Kantonen einen Nachtrag zur Vollzugsempfehlung betreffend adaptive 

Antennen im Sinne des neuen Anhangs 1 Ziff. 62 Abs. 6 NISV in Aussicht. Gleichzeitig 

empfahl es ihnen (S. 4 Ziff. 4.2 resp. S. 2), die Strahlung von adaptiven Antennen bis 

zur Publikation des Nachtrags wie bei konventionellen (statischen) Antennen nach dem 

maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und basierend 

auf Antennendiagrammen zu beurteilen, die für jede Senderichtung den maximal 

möglichen Antennengewinn berücksichtigen (sogenanntes Worst-Case-Szenario). 

Dadurch werde deren tatsächliche Strahlung überschätzt, und die Beurteilung sei für 

die betroffene Bevölkerung auf der sicheren Seite. Am 23. Februar 2021 veröffentlichte 

das BAFU den Nachtrag "Adaptive Antennen" zur Vollzugsempfehlung (nachfolgend: 

Nachtrag, www.bafu.admin.ch). Damit adaptive Antennen gegenüber konventionellen 

Antennen nicht (mehr) benachteiligt werden, wird demgemäss ein Korrekturfaktor auf 

die maximale Sendeleistung angewendet. Dieser Faktor ist abgestuft je nach Anzahl 

Sub-Arrays (separat ansteuerbarer Antenneneinheiten, die physisch fest 

zusammengeschaltet sind, um eine Richtwirkung der ausgesendeten Strahlung, einen 

sogenannten Beam, zu erzeugen). Wenn kurzzeitige Leistungsspitzen über der im 

Standortdatenblatt deklarierten Sendeleistung ERP auftreten, wird die Leistung (und 

damit die zur Verfügung gestellte Kapazität) mittels einer automatischen 

Leistungsbegrenzung soweit gedrosselt, dass die über einen Zeitraum von sechs 

Minuten gemittelte Sendeleistung die deklarierte Sendeleistung nicht überschreitet (vgl. 

dazu Nachtrag, S. 7-10, und Erläuterungen, S. 5 f., 12, 21 f.).

n 

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Nicht umstritten ist im konkreten Fall, dass der geänderte Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6, 

Ziff. 63 zweiter Satzteil und Ziff. 64 lit. c NISV, welcher vom Bundesrat am 

17. April 2019 erlassen und am 1. Juni 2019 – und damit vor der Einreichung des 

strittigen Baugesuchs vom 11./12. Dezember 2019 (act. 9/9/49-55) – in Kraft trat 

(AS 2019 1491), der vorliegenden Beurteilung zugrunde gelegt werden muss. Der 

strittige Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage auf Parzelle Nr. 0000__ bezweckt 

unter anderem, den Einsatz von adaptiv betriebenen Antennen (Frequenzbänder von 

3'400, 1'400-3'600 und 3'600 MHz) zu ermöglichen. Die diesbezügliche Baubewilligung 

wurde am 23. September 2020 erteilt (act. 9/9/1). Die rechnerische Prognose für das 

streitbetroffene Baugesuch wurde hinsichtlich der adaptiven Antennen entsprechend 

nicht nach den Vorgaben des Nachtrags, sondern gemäss den vorläufigen 

Empfehlungen des BAFU vom 17. April 2019 und 31. Januar 2020 (Worst-Case-

Szenario) erstellt und bewilligt. Trotz gegenteiliger Auffassung der Beschwerdeführer 

besteht gestützt auf Art. 38 Abs. 3 USG in Verbindung mit Art. 12 Abs. 2 Satz 2 und 

Art. 14 Abs. 2 Satz 2 NISV vorliegend keine Verpflichtung, die strittige Antennenanlage 

einer Beurteilung im Sinne des zwischenzeitlich veröffentlichen Nachtrags zu 

unterziehen. Vielmehr stellt das Worst-Case-Szenario ohne Anwendung eines 

Korrekturfaktors grundsätzlich eine mit Anhang 1 Ziff. 63 NISV vereinbare 

Berechnungsmethode dar, um die Einhaltung der AGW einer Mobilfunkanlage 

sicherzustellen (vgl. dazu Entscheid des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2021.00048 

vom 3. Juni 2021 E. 5.1.2 f. mit Hinweisen, insbesondere auf den von den 

Beschwerdeführern angerufenen Entscheid VB.2020.00544 vom 15. Januar 2021 E. 4.4 

und 4.7; Urteil des Verwaltungsgerichts Bern 100.2020.27U vom 6. Januar 2021 E. 4.3; 

Entscheid des Verwaltungsgerichts Schwyz II 2021 50 vom 26. August 2021 E. 4.1.3, 

siehe dazu auch LGVE 2021 IV Nr. 1 E. 3.3).

Da die Beurteilung demnach nicht entsprechend dem Nachtrag vorgenommen wurde 

und damit ausgeschlossen ist, dass selbst kurzzeitige Leistungsspitzen über der im 

Standortdatenblatt deklarierten Sendeleistung ERP auftreten werden, ist den von den 

Beschwerdeführern aufgeworfenen Fragen (act. 5, S. 15 f., 27 Ziff. III/13, 22), ob mit der 

Anwendung des Korrekturfaktors eine Umgehung der Grenzwerte verbunden sein 

könnte und wie zu verfahren wäre, wenn die streitbetroffene Anlage auf einen Betrieb 

gemäss dem Nachtrag abgeändert würde, im vorliegenden Verfahren nicht 

nachzugehen. Solches wird vielmehr im Rahmen eines separaten 

Baubewilligungsverfahrens (vgl. dazu Medienmitteilung der Bau-, Planungs- und 

Umweltdirektoren-Konferenz [BPUK] vom 23. September 2021, mit Hinweis auf 

Zufferey/Seydoux, Die anwendbaren kantonalen Verfahren zur Implementierung der 

5.3. 

n 

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5G-Mobilfunkantennentechnologie, Freiburg, 7. Juni 2021, www.bpuk.ch, wonach die 

"Bagatellverfahren" bis zur Klärung von offenen Vollzugsfragen auszusetzen seien) zu 

prüfen sein, in welchem Betroffene ihre Rügen vorbringen können. Der von den 

zuständigen Behörden ergangene Entscheid wird wiederum im Rahmen eines 

Rechtsmittelverfahrens durch die Gerichte überprüft werden können.

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer bestehen im Weiteren keine 

Anhaltspunkte dafür, dass die Antennendiagramme im Standortdatenblatt vom 

8. November 2019 (act. 9/9/54) die möglichen Sendewinkel, insbesondere auch für die 

horizontal und vertikal umhüllend erfassten adaptiven Antennen, nicht korrekt 

wiedergeben würden (vgl. dazu auch die nachvollziehbaren Ausführungen der 

Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 in deren Eingaben vom 6. bzw. 7. September 2021, 

act. 12, S. 10-13 Ziff. II/B/26-35, act. 13, S. 8-12 Ziff. II/34-45). Nach dem Worst-Case-

Szenario dürfen adaptive Antennen überall nur mit der höchsten bewilligten Leistung 

senden. Der kurzfristig erhöhte Antennengewinn verbleibt damit auch bei voller 

fokussierender Wirkung der adaptiven Sendewirkung innerhalb der umhüllenden 

Antennendiagramme (vgl. dazu auch E. 5.2 f. hiervor). Aus dem Umstand, dass 

einzelne, fokussierende Beams in die Nahumgebung unterhalb der Anlage unter 

Umständen eine höhere Strahlenbelastung unterhalb des AGW bewirken können, als 

dies bei einer statischen Antenne der Fall wäre, die mit einer immer gleichen 

räumlichen Verteilung strahlt, lässt sich nicht schliessen, dass solche möglichen 

Betriebskombinationen in den vertikalen Antennendiagrammen der 

Beschwerdegegnerinnen nicht berücksichtigt worden wären. Selbst wenn die 

adaptiven Antennen darüber hinaus Reflexionen von Mehrwegverbindungen nutzten, 

müssen die entsprechenden einzelnen Antennendiagramme bei der Beurteilung dieser 

Antennen nach dem Worst-Case-Szenario immer innerhalb des bewilligten 

umhüllenden Antennendiagramms bleiben (vgl. dazu Erläuterungen, S. 11 f.). Mit den 

von der Beschwerdebeteiligten 1 angeordneten Abnahmemessungen (vgl. dazu auch 

E. 6.2 hiernach) wird im Übrigen sichergestellt, dass sich die Strahlung auch tatsächlich 

unterhalb des "Worst Case" bewegt.

5.4. 

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6.

Die Beschwerdeführer bringen sodann vor (act. 5, S. 5, 7-9, 16-22 Ziff. III/2, 6, 14-17, 

act. 18, S. 7-10 Ziff. III/2, act. 24 Ziff. 2 ff.), bis heute fehle eine offizielle 

Messempfehlung für adaptive Antennen ebenso wie durch eine unabhängige Prüfstelle 

auditierte QS-Systeme. Eine messtechnische Überprüfung der 5G-Mobilfunkanlagen 

sei aktuell überhaupt nicht möglich.

Laut Art. 12 NISV überwacht die Behörde die Einhaltung der Emissionsbegrenzungen 

(Abs. 1). Sie führt Messungen oder Berechnungen zur Kontrolle der Einhaltung des 

AGW nach Anhang 1 durch, lässt solche durchführen oder stützt sich auf die 

Ermittlungen Dritter. Das BAFU empfiehlt geeignete Mess- und Berechnungsmethoden 

(Abs. 2). Entgegen der Meinung der Beschwerdeführer können gemäss BAFU mit den 

bestehenden QS-Systemen der Beschwerdegegnerinnen als Instrumente zur Kontrolle 

der Emissionsbegrenzungen (vgl. zur Zulässigkeit und Anwendbarkeit der QS-Systeme: 

BGer 1C_97/2018 vom 3. September 2019 E. 6-8 mit Hinweisen, in: URP 2020, 

S. 543 ff.) auch adaptive Antennen überwacht werden, sofern sie, wie hier (vgl. E. 5.3 f. 

hiervor), gleich behandelt werden wie konventionelle Antennen (vgl. 

Informationsschreiben, S. 2). Entsprechend haben die Beschwerdegegnerinnen 

zutreffend dargelegt (act. 12, S. 14-16 Ziff. II/B/40, 43-46, act. 13, S. 14-16 Ziff. II/

59-68), die Einstellungen (Precodings), welche das Beamforming steuerten, müssten in 

den QS-Systemen nicht weiter überprüft werden, da der in den QS-Systemen fix 

hinterlegte Antennengewinn dem maximal möglichen Antennengewinn entspreche (vgl. 

hierzu auch die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in E. 4.3 des angefochtenen 

Entscheids, act. 2, S. 10, sowie Amtsbericht des AFU vom 29. Januar 2021, Beilage zu 

act. 9/12, S. 2 Ziff. 4). Anlass, die grundsätzliche Tauglichkeit der QS-Systeme der 

Beschwerdegegnerinnen auch bei Konstellationen wie der vorliegend zur beurteilenden 

in Zweifel zu ziehen, besteht nicht.

6.1. 

Zur Kontrolle der Einhaltung der AGW und IGW sind auch Messungen durchzuführen. 

Das BAFU empfiehlt geeignete Messmethoden (vgl. Art. 12 Abs. 2 und Art. 14 

Abs. 2 NISV). Im Informationsschreiben (S. 3 Ziff. 2c), in den Erläuterungen zur 

Messmethode für adaptive Antennen vom 30. Juni 2020 (www.bafu.admin.ch, S. 5 ff.), 

im Nachtrag (S. 14) und in den Erläuterungen (S. 5) hat das BAFU empfohlen, 

frequenzselektive Messungen nach dem Stand der Technik gemäss dem technischen 

Bericht "Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im Frequenzbereich bis zu 6 GHz" 

des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) vom 18. Februar 2020, welcher 

6.2. 

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7.

Die Beschwerdeführer machen weiter geltend (act. 5, S. 5 f., 22-24 Ziff. III/2, 18), 

mittels der mit Blick auf die Distanzen wie in X.__ ungenügenden deklarierten 

Sendeleistungen, Abstrahlwinkel und Antennendiagramme würde die Einhaltung der 

Grenzwerte vorgegaukelt, um nachher die Sendeleistungen, wie in Frankreich 

geschehen, zu erhöhen und die Grenzwerte zu umgehen. Dem ist entgegenzuhalten, 

dass die strittige Anlage nur unter Einhaltung der bewilligten Sendeleistung, der 

bewilligten negativen horizontalen Einstellwinkel sowie den bewilligten 

Antennendiagrammen betrieben werden darf (vgl. dazu Standortdatenblatt vom 

8. November 2019, act. 9/9/54, Zusatzblatt 2).

8.

Die Beschwerdeführer rügen ferner (act. 5, S. 5 f., 24-28 Ziff. III/2, 19-23, act. 18, S. 6 f. 

Ziff. III/1), der neue Anhang 1 Ziff. 63 NISV sei nicht anzuwenden, da diese Bestimmung 

das Vorsorgeprinzip verletze. Auch belegten zahlreiche Studien und wissenschaftliche 

Befunde (act. 6/6-8, 9/6/8 f., 19/9), dass die geltenden AGW dem Vorsorgeprinzip nicht 

genügend Rechnung tragen würden. Die NISV berücksichtige nicht-thermische 

Wirkungen von nichtionisierender Strahlung nicht.

Das Bundesgericht hat wiederholt festgehalten, dass (und weshalb) die festgelegten 

AGW als vorsorgliche Emissionsbegrenzungen, welche die Strahlung auf das technisch 

und betrieblich mögliche und wirtschaftlich tragbare Mass reduzieren sollen, gemäss 

bisherigem Wissensstand verfassungs- und gesetzeskonform sind (vgl. 

BGer 1C_518/2018 vom 14. April 2020 E. 5; BGer 1C_681/2017 vom 1. Februar 2019 

E. 4.3, in: BR 2019, S. 296; BGer 1C_348/2017 vom 21. Februar 2018 E. 4.3 ff., in: 

BR 2018, S. 293 f.; BGer 1C_323/2017 vom 15. Januar 2018 E. 2.5, in: BR 2018, 

zwischenzeitlich am 20. April 2020 und 15. Juni 2020 revidiert worden ist 

(www.metas.ch), vorzunehmen. Gemäss BAFU wird in diesem technischen Bericht 

erläutert, wie die Strahlung adaptiver Antennen gemessen und auf den 

Beurteilungswert hochgerechnet wird. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer 

liegt mit der frequenzselektiven Methode somit ein vom BAFU aktuell empfohlenes 

Messverfahren für die Überprüfung der Strahlenbelastung adaptiver Antennen vor. 

Folglich erweisen sich Abnahmemessungen der Strahlung adaptiver Antennen auch 

nicht als unmöglich. Nichts Gegenteiliges ergibt sich aus den von den 

Beschwerdeführern eingereichten Unterlagen (act. 6/3-5, vgl. dazu die 

nachvollziehbaren Ausführungen der Beschwerdegegnerinnen in den Eingaben vom 6. 

resp. 7. September 2021, act. 12, S. 14-17 Ziff. II/B/41 f., 47-50, act. 13, S. 17-20 

Ziff. II/73-95).

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S. 310, je mit Hinweis[en], insbesondere auf BGer 1C_576/2016 vom 27. Oktober 2017 

E. 3.5.2 mit Hinweisen, sowie BGE 126 II 399 E. 4). Vorliegend besteht kein Anlass, 

diese gefestigte bundesgerichtliche Rechtsprechung in Frage zu stellen. Jedenfalls 

vermögen die Beschwerdeführer dafür keine stichhaltigen Argumente vorzutragen. 

Zudem lassen sie ausser Acht, dass es in erster Linie Sache der zuständigen 

Fachbehörden und nicht des Verwaltungsgerichts ist, die entsprechende internationale 

Forschung sowie die technische Entwicklung zu verfolgen und gegebenenfalls eine 

Anpassung der Grenzwerte der NISV zu beantragen. Insbesondere ist es nicht am 

Verwaltungsgericht, den weiteren Abklärungen, welche die Beratende Expertengruppe 

NIS (BERENIS) in der Newsletter-Sonderausgabe vom Januar 2021 für notwendig 

erachtet hat (vgl. act. 6/7, S. 8 f.), vorzugreifen. Mit Blick auf das dem Bundesrat 

zustehende Ermessen und die dargelegte höchstrichterliche Rechtsprechung ist die 

entsprechende verordnungsrechtliche Regelung nicht zu beanstanden (vgl. dazu auch 

die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in E. 6 des angefochtenen Entscheids, 

act. 2, S. 12-17).

9.

Die Beschwerdeführer stellen sich schliesslich auf den Standpunkt (act. 5, S. 5 f., 29 f. 

Ziff. III/2, 24), es sprächen überwiegende Interessen, wie der Schutz der Gesundheit 

der Bevölkerung vor nichtionisierender Strahlung, gegen das Bauvorhaben. Die 

Vorinstanz habe diese Interessen im Rahmen ihrer Interessenabwägung nicht 

berücksichtigt.

Nicht umstritten ist im vorliegenden Fall, dass das Bauvorhaben in der 

Landwirtschaftszone (vgl. dazu Art. 21 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes; 

sGS 731.1, PBG, in Verbindung mit Art. 16 ff. des Bundesgesetzes über die 

Raumplanung, Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) nicht im Sinne von Art. 22 Abs. 2 

Ingress und lit. a RPG zonenkonform ist und auch nicht etwa ein Anwendungsfall von 

Art. 24c RPG vorliegt. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG setzt voraus, dass 

der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert 

(lit. a) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). Eine Anlage ist im 

Sinne von Art. 24 lit. a RPG standortgebunden, wenn sie aus technischen oder 

betriebswirtschaftlichen Gründen auf einen Standort ausserhalb der Bauzone 

angewiesen ist oder wenn die Anlage aus bestimmten Gründen in einer Bauzone 

ausgeschlossen ist. Nach bundesgerichtlicher Praxis muss jedoch ein Standort in der 

Bauzone nicht absolut ausgeschlossen sein. Es genügt vielmehr eine relative 

Standortgebundenheit, welche dann zu bejahen ist, wenn gewichtige Gründe einen 

9.1. 

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10.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend haben die 

Beschwerdeführer die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zu bezahlen 

Standort in der Nichtbauzone gegenüber Standorten innerhalb der Bauzone als 

erheblich vorteilhafter erscheinen lassen. Die Bejahung der relativen 

Standortgebundenheit setzt eine umfassende Interessenabwägung voraus, die sich mit 

derjenigen nach Art. 24 lit. b RPG überschneidet. Mobilfunkanlagen sind im Sinne von 

Art. 24 lit. a RPG absolut standortgebunden, wenn eine Deckungs- oder 

Kapazitätslücke aus funktechnischen Gründen mit einem oder mehreren Standorten 

innerhalb der Bauzonen nicht in genügender Weise beseitigt werden kann. Die relative 

Standortgebundenheit kann bejaht werden, wenn die Mobilfunkanlagen ausserhalb der 

Bauzone keine erhebliche Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland bewirken und 

nicht störend in Erscheinung treten. Dies kann zutreffen, wenn sie an bestehende 

Bauten und Anlagen wie z. B. Hochspannungsmasten oder landwirtschaftliche 

Gebäude und Anlagen montiert werden können. Strassen, Wege und Parkplätze 

ausserhalb der Bauzonen fallen als Standorte für die Neuerstellung von 

Mobilfunkanlagen in diesem Zusammenhang dagegen grundsätzlich ausser Betracht 

(vgl. dazu BGer 1C_11/2016 vom 10. Juni 2016 E. 4.3 mit Hinweisen, insbesondere auf 

BGE 141 II 245 E. 7.6.1 f.).

Nach Angaben der Beschwerdegegnerin 1 vom 28. Februar 2020 (act. 9/9/55) liegt das 

Abdeckungsziel sowohl ausserhalb (Verbindungsachsen, ländliche Gebiete, westlich, 

südwestlich gelegene Weiler) als auch innerhalb der Bauzone (X.__). Mit dem Umbau 

der Mobilfunkanlage der Beschwerdegegnerinnen am bestehenden Sendemasten auf 

Parzelle Nr. 0000__ wird das Landschaftsbild nicht zusätzlich belastet. Von einem 

Rückbau des Sendemastens in absehbarer Zeit ist nicht auszugehen. Wie die 

Vorinstanz in Erwägung 7 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 14 f.) unter diesen 

Umständen zu Recht ausgeführt hat, ist die Interessenabwägung des AREG in der 

raumplanungsrechtlichen Teilverfügung vom 1. Juli 2020 (Beilage zu act. 9/9/1, S. 4 f. 

E. 3e-7) nicht zu beanstanden, wonach die (relative) Standortgebundenheit bejaht 

werden kann und dem Vorhaben keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. 

Das AREG hat sich dabei auch mit der Frage auseinandergesetzt, ob die Grenzwerte 

der NISV eingehalten seien, und diese Frage gestützt auf die Einschätzung des 

fachkundigen AFU bejaht. Im Übrigen hätten alternative Standorte, die prioritär 

innerhalb der Bauzone gesucht werden müssten, eine höhere Strahlenbelastung von 

Wohngebieten und damit der Bevölkerung zur Folge.

9.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/17

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(Art. 95 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeführer haften solidarisch (Art. 96 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 3'500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV); sie ist mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

Der Verlegung der amtlichen Kosten entsprechend haben die Beschwerdeführer die 

obsiegende Beschwerdegegnerin 1, deren Rechtsvertreter keine Kostennote 

eingereicht hat, für das Beschwerdeverfahren unter solidarischer Haftbarkeit 

ermessensweise pauschal mit insgesamt CHF 4'000 zuzüglich CHF 160 Barauslagen 

(vier Prozent von CHF 4'000) zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit 

Art. 98  VRP; Art. 98  VRP in Verbindung mit Art. 106 Abs. 3 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO, Art. 30 Ingress und lit. b 

Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG; Art. 6, 

Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b, Art. 28  der Honorarordnung, sGS 963.5, HonO). Die 

Beschwerdegegnerin 1 ist mehrwertsteuerpflichtig und vorsteuerabzugsberechtigt 

(www.uid.admin.ch). Ihr nicht begründeter Antrag auf Mehrwertsteuerzuschlag ist 

deshalb abzuweisen (vgl. dazu Art. 29 HonO und VerwGE B 2020/94 vom 

17. Februar 2021 E. 8 mit Hinweis). Der Beschwerdegegnerin 3 kann weder eine Partei- 

noch eine Umtriebsentschädigung zugesprochen werden. Sie war weder berufsmässig 

vertreten noch belegt und begründet sie zu entschädigende Auslagen (vgl. Art. 98 

Abs. 1 VRP und Art. 98  VRP in Verbindung mit Art. 95 Abs. 3 ZPO, sowie VerwGE 

B 2021/31 vom 1. Oktober 2021 E. 4; VerwGE B 2021/32 vom 9. September 2021 

E. 5.2; Präsidialentscheid VerwGE B 2021/140 vom 16. August 2021 E. D und VerwGE 

B 2020/65 vom 28. April 2021 E. 5 je mit Hinweisen). Der Beschwerdebeteiligten 1 

steht kein Kostenersatz zu (vgl. dazu VerwGE B 2021/96 vom 26. Juni 2021 E. 4.2 und 

VerwGE B 2020/75 vom 25. Mai 2021 E. 9 je mit Hinweisen).

 

Der Abteilungspräsident verfügt:

Das Sistierungsbegehren der Beschwerdeführer wird abgewiesen.

Der Abteilungspräsident

Eugster

 

bis 

bis ter

bis

ter

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.

Die Beschwerdeführer bezahlen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 3'500 unter Verrechnung mit dem von ihnen in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss.

3.

Die Beschwerdeführer entschädigen die Beschwerdegegnerin 1 für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit insgesamt CHF 4'160 (inklusive Barauslagen) 

ohne Mehrwertsteuer.

 

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 13.12.2021
	Bau- und Umweltrecht, Mobilfunk, Zubau adaptiver Antennen, Art. 11 Abs. 2 USG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 6 und Art. 4 Abs. 1 sowie Anhang 1 Ziff. 64 f. NISV, Art. 12, Art. 14 Abs. 2, Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 und Ziff. 63 NISV, Art. 24 RPG. Weder besteht vorliegend eine Verpflichtung, die auf Grundlage des sogenannten Worst-Case-Szenarios bewilligte Antennenanlage einer Beurteilung im Sinne des am 23. Februar 2021 veröffentlichten Nachtrags "Adaptive Antennen" zur Vollzugsempfehlung des BAFU zu unterziehen (E. 5.3), noch sind die Antennendiagramme im Standortdatenblatt zu beanstanden (E. 5.4). Im Weiteren erweist sich das Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone als standortgebunden (E. 9), (Verwaltungsgericht, B 2021/123).

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