# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a71fc42-e3fd-5de4-a609-aee7d415d089
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.10.2014 C-5841/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5841-2012_2014-10-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-5841/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  9 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti,  

Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiber Milan Lazic. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,  

1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Rente der Invalidenversicherung, Verfügung IVSTA vom 

24. September 2012 bzw. vom 4. Oktober 2012. 

 

 

C-5841/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der am 10. November 1964 geborene und in seiner Heimat wohnhaf-

te deutsche Staatsangehörige A._______ (im Folgenden: Beschwerde-

führer) war in den Jahren 2001 und 2002 in der schweizerischen Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung versichert und leistete ent-

sprechende Beiträge. Zuletzt war A._______ bis zum 30. September 

2007 in Deutschland als Mentor in einem Studienzentrum tätig. Am 

18. Dezember 2007 reichte A._______ bei der Deutschen Rentenversi-

cherung einen Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente ein. Diesen 

Antrag leitete die Deutsche Rentenversicherung an die IV-Stelle für Versi-

cherte im Ausland (IVSTA; im Folgenden auch: Vorinstanz) weiter (vgl. 

vorinstanzliche Akten [im Folgenden: Dok.] 1-3, 5-8 sowie 13 f.). 

A.b Nachdem die Vorinstanz die erforderlichen Abklärungen vorgenom-

men hatte, wies sie das Leistungsgesuch mangels rentenbegründenden 

Invaliditätsgrads mit der ihren Vorbescheid vom 14. November 2008 

(Dok. 30) im Wesentlichen bestätigenden Verfügung vom 19. Mai 2009 ab 

(vgl. Dok. 42). Mit Urteil C-3982/2009 vom 20. Juli 2011 wies das Bun-

desverwaltungsgericht eine dagegen erhobene Beschwerde ab (vgl. die 

Akten des Beschwerdeverfahrens C-1574/2008 sowie Dok. 43-53). Die-

ses Urteil wurde vom Bundesgericht mit Entscheid 8C_595/2011 vom 

4. November 2011 bestätigt. Mit Eingabe vom 7. November 2011 reichte 

der Beschwerdeführer beim Bundesgericht ein neurologisches Gutachten 

vom 6. Oktober 2011 nach. Der Versand des Bundesgerichtsurteils erfolg-

te am 17. November 2011 (vgl. die Akten des Beschwerdeverfahrens  

C-1574/2008; des Weiteren Dok. 54-57 und Beilage zu BVGer-act. 1a). 

B.  

Unter Beilage desselben neurologischen Gutachtens vom 6. Oktober 

2011 stellte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Dezember 2011 

bei der Vorinstanz einen Antrag auf prozessuale Revision der Verfügung 

vom 19. Mai 2009. Die IVSTA unterbreitete in der Folge das Gutachten ih-

rem medizinischen Dienst zur Stellungnahme und ergänzte ihre Akten 

(vgl. Dok. 59-64). Mit Vorbescheid vom 21. Mai 2012 stellte die Vorin-

stanz mangels Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen die Ab-

weisung der Revision in Aussicht (Dok. 65). Nachdem der Beschwerde-

führer mit Eingabe vom 29. Juni 2012 Einwand erhoben und die Vorin-

stanz in der Folge ihren Rechtsdienst vorgängig konsultiert hatte, nahm 

sie das Gesuch als Neuanmeldung entgegen und  prüfte dieses. Im An-

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Seite 3 

schluss wies sie sowohl das Revisionsbegehren vom 2. Dezember 2011 

mangels Zuständigkeit als auch die Neuanmeldung mangels Änderung 

des Gesundheitszustandes in einer anspruchserhebenden Weise mit Ver-

fügung vom 24. September 2012 bzw. gemäss handschriftlicher Korrektur 

vom 4. Oktober 2012 ab (vgl. Dok. 66-70).  

C.  

C.a Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe 

vom 8. November 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er 

beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzu-

weisen, den Einspracheentscheid (recte: Verfügung) vom 4. Oktober 

2012 revisionsweise aufzuheben und nach weiteren Sachverhaltsabklä-

rungen neu zu verfügen. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, 

dass sämtliche Voraussetzungen einer prozessualen Revision erfüllt sei-

en. Aus dem beigelegten neurologischen Gutachten vom 6. Oktober 2011 

gingen erhebliche neue Tatsachen hervor, die er vor Rechtskraft der Ver-

fügung vom 19. Mai 2009 nicht habe beibringen können, habe doch das 

Bundesgericht im Zeitpunkt der Vorlegung sein Urteil bereits gefällt. 

Gründe für eine gerichtliche Revision vor Bundesgericht seien entgegen 

den Ausführungen der Vorinstanz nicht vorhanden, weshalb nur eine pro-

zessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) möglich sei (vgl. BVGer-act. 1a). 

C.b Mit separater Eingabe vom 8. November 2012 beantragte der Be-

schwerdeführer zudem die unentgeltliche Rechtspflege, da er nicht über 

die erforderlichen Mittel zur Bestreitung der Verfahrenskosten verfüge 

(vgl. BVGer-act. 1b). 

D.  

Unter Beilage einer medizinischen Stellungnahme vom 14. März 2013 

beantragte die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 20. März 2013 die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen 

aus, dass entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers die Überprüfung 

der Verfügung vom 19. Mai 2009 nicht mehr zur Disposition der IVSTA 

gestanden habe. Es habe aber auch materiell kein Revisionsgrund be-

standen, da es sich beim Gutachten vom 6. Oktober 2011 um ein Ver-

laufsgutachten handle. Sie habe die Eingabe zu Recht als neues Leis-

tungsgesuch geprüft und dieses mangels einer erheblichen Verschlechte-

rung des Gesundheitszustandes abgewiesen (vgl. BVGer-act. 8). 

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Seite 4 

E.  

Mit Replik vom 3. Mai 2013 hielt der Beschwerdeführer sinngemäss an 

seinen Anträgen fest und betonte, beim Gutachten vom 6. Oktober 2011 

handle es sich sehr wohl um ein neues Beweismittel im revisionsrechtli-

chen Sinne. Zudem sei die Fragestellung an den medizinischen Dienst 

der Vorinstanz ergebnisorientiert ausgefallen. Nach Vorliegen weiterer, 

vom deutschen Sozialversicherungsgericht wiederum in Auftrag gegebe-

nen medizinischen Berichte behalte er sich weitere Ausführungen vor 

(BVGer-act. 10). 

F.  

Mit Duplik vom 24. Mai 2013 hielt die Vorinstanz vollumfänglich an ihrem 

Antrag und dessen Begründungen fest (BVGer-act. 12). 

G.  

Mit Verfügung vom 17. Juli 2013 wurde das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege gutgeheissen und der Schriftenwechsel – unter Vorbehalt 

weiterer Instruktionsmassnahmen – geschlossen (BVGer-act. 13). 

H.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-

folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-

sentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 

über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des ATSG (vgl. auch Art. 3 

Bst. d
bis

 VwVG). Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtli-

chen Regeln diejenigen Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeit-

punkt der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; 

vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 

vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vor-

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Seite 5 

instanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen ge-

hört auch die IV-Stelle für Versicherte im Ausland, die mit Verfügungen 

über Leistungen der IV befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 

Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva-

lidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist 

somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.3 Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer 

ohne Zweifel beschwerdelegitimiert (Art. 59 ATSG, vgl. auch Art. 48 Abs. 

1 VwVG). 

1.4 Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innert 30 Tagen 

nach der Eröffnung der Verfügung einzureichen. Gemäss vorinstanzlichen 

Akten datiert die Verfügung vom 24. September 2012 (vgl. Dok. 70 S. 1). 

Der Beschwerdeführer beruft sich mit Beschwerde vom 8. November 

2012 auf eine Verfügung, die vom 4. Oktober 2012 datiere und ihm am 

10. Oktober 2012 zugestellt worden sei. Bei der der Beschwerde beilie-

genden Kopie der Verfügung wurde das Datum handschriftlich geändert. 

Den vorinstanzlichen Akten kann entnommen werden, dass die Verfü-

gung am 3. Oktober 2012 durch den zuständigen Sektionschef der Leis-

tungsgesuche validiert wurde (vgl. Dok. 70 S. 3), was auf einen Versand 

nach diesem Datum hindeutet, sich jedoch nicht mit Sicherheit feststellen 

lässt. Doch selbst wenn der Versand früher erfolgt wäre, ist darauf hinzu-

weisen, dass vorliegend für die eingeschrieben versandte Verfügung kein 

Zustellnachweis aktenkundig ist. Diesbezügliche Erkundigungen bei der 

Post sind zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr möglich, so dass nach Treu 

und Glauben (Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) die Beschwerde als frist-

gerecht eingereicht zu gelten hat. Da die Beschwerde im Übrigen auch 

formgerecht (Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist darauf einzutre-

ten. 

2.  

2.1 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt 

werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliess-

lich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf 

einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-

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Seite 6 

gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner 

Kognition kann es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 

gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im 

Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz 

abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, 

Bern 1983, S. 212; vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 

2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 

Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie 

von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivil-

prozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherungs-

recht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach-

verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die 

Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste wür-

digen (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). 

Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-

tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Über-

zeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich 

zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem fest-

stehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer 

Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. UELI KIESER, 

Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 

212, Rz. 450; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwal-

tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 

2013, Rz. 153 und 537; GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 E. 

4a, BGE 120 1b 229 E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinweisen). 

2.4 Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht von Amtes 

wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-

schränkt. Zum einen findet er sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten 

der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hin-

weisen); zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Abklä-

rungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder 

verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des strei-

tigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sach-

verhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es ab-

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Seite 7 

hängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist 

(vgl. FRITZ GYGI, a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Ver-

waltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte zusätzliche Abklä-

rungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund 

der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender An-

haltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a mit 

Hinweis; Urteil des EVG I 520/99 vom 20. Juli 2000). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in 

Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene 

Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits 

und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Freizügigkeit 

vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, im Folgenden: FZA, SR 

0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 

4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Bestim-

mungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Änderung des 

Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). 

Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin gelten-

den bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union inso-

weit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). 

Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit 

koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der 

Vertragsstaaten zu gewährleisten. 

3.1.1 Nach Art. 3 Abs. 1 der bis zum 31. März 2012 in Kraft gewesenen 

Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831. 

109.268.1) hatten die Personen, die im Gebiet eines Mitgliedstaates 

wohnten, für die diese Verordnung galt, die gleichen Rechte und Pflichten 

aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsan-

gehörigen dieses Staates selbst, soweit besondere Bestimmungen dieser 

Verordnung nichts anderes vorsahen. Dabei war ist Rahmen des FZA und 

der Verordnung auch die Schweiz als „Mitgliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 

Abs. 2 von Anhang II des FZA). 

3.1.2 Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt (24. September 2012 bzw. 

4. Oktober 2012) finden vorliegend auch die am 1. April 2012 in Kraft ge-

tretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der so-

zialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1) sowie (EG) Nr. 987/2009 des Eu-

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Seite 8 

ropäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Fest-

legung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 

883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

(SR 0.831.109.268.11) Anwendung. Gemäss Art. 4 der Verordnung (EG) 

Nr. 883/2004 haben Personen, für die diese Verordnung gilt, sofern (in 

dieser Verordnung) nichts anderes bestimmt ist, die gleichen Rechte und 

Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die 

Staatsangehörigen dieses Staates. Im Rahmen ihres Geltungsbereichs 

tritt diese Verordnung an die Stelle aller zwischen den Mitgliedstaaten 

geltenden Abkommen über soziale Sicherheit. Einzelne Bestimmungen 

von Abkommen über soziale Sicherheit, die von den Mitgliedstaaten vor 

dem Beginn der Anwendung dieser Verordnung geschlossen wurden, gel-

ten jedoch fort, sofern sie für die Berechtigten günstiger sind oder sich 

aus besonderen historischen Umständen ergeben und ihre Geltung zeit-

lich begrenzt ist. Um weiterhin Anwendung zu finden, müssen diese Be-

stimmungen in Anhang II aufgeführt sein. Ist es aus objektiven Gründen 

nicht möglich, einige dieser Bestimmungen auf alle Personen auszudeh-

nen, für die diese Verordnung gilt, so ist dies anzugeben (Art. 8 Abs. 1 der 

Verordnung (EG) Nr. 883/2004). Die Bestimmung des anwendbaren 

Rechts ergibt sich aus Art. 11 ff. der Verordnung (EG) Nr. 883/2004. Die 

Bestimmung der Invalidität und die Berechnung der Rentenhöhe richten 

sich auch nach dem In-krafttreten des FZA nach schweizerischem Recht 

(BGE 130 V 253 E. 2.4). 

3.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei 

der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt 

des Erlasses des streitigen Entscheides eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seit-

her verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Ver-

waltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter sind in zeitlicher 

Hinsicht grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend, 

die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Gel-

tung hatten (BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die 

Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem 

Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 

130 V 445). 

3.2.1 Damit finden grundsätzlich jene materiellen Rechtsvorschriften An-

wendung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 24. Septem-

ber 2012 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu 

jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Be-

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Seite 9 

urteilung des streitigen Sachverhalts im vorliegend massgebenden Zeit-

raum von Belang sind (für das IVG: ab dem 1. Januar 2004 in der Fas-

sung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV-Revision] ab dem 

1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 

5. IV-Revision] sowie in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659; 

6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket]; die Verordnung vom 17. Janu-

ar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] in den entspre-

chenden Fassungen). 

3.2.2 Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 

2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, 

SR 830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Ar-

beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) 

sowie der Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 

17) entsprechen den von der Rechtsprechung zur Invalidenversicherung 

entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 

und 3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des IVG 

und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und ATSV vom 28. 

September 2007 (5. IV-Revision) nichts geändert, weshalb im Folgenden 

auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird. 

4.  

Zunächst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz das Revisionsgesuch nach 

Art. 53 Abs. 1 ATSG zu Recht abgewiesen hat. Die Vorinstanz begründete 

die Abweisung der Revision mit dem Umstand, dass sie nicht mehr auf 

die Verfügung vom 19. Mai 2009 zurückkommen könne, da diese vom 

Bundesgericht beurteilt worden sei. Ein Zurückkommen auf die formell 

und materiell rechtskräftige Streitsache könne nur mittels Gesuch um ge-

richtliche Revision beim Bundesgericht erreicht werden. 

4.1 Den Akten sowie der Beschwerdeschrift kann entnommen werden, 

dass der Beschwerdeführer das neurologische Gutachten vom 6. Oktober 

2011 bereits mit Eingabe vom 7. November 2011 beim Bundesgericht 

eingereicht hat, dieses jedoch keine Berücksichtigung mehr fand, da das 

Bundesgericht bereits am 4. November 2011 sein Urteil gefällt hatte (vgl. 

Dok. 55. f. sowie BVGer-act. 1 S. 5). Der Versand des Urteils erfolgte je-

doch erst am 17. November 2011 (vgl. Akten des Verfahrens C-

3982/2009 sowie Beilage zu BVGer-act. 1a). Soweit ersichtlich hat das 

Bundesgericht die Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. November 

2011 nicht als gerichtliches Revisionsgesuch bewertet. 

C-5841/2012 

Seite 10 

4.2 Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in 

Rechtskraft (Art. 61 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[BGG, SR 173.110]). Eine nochmalige Überprüfung der einem Urteil des 

Bundesgerichts zugrundeliegende Streitsache ist grundsätzlich ausge-

schlossen. Gemäss Art. 2 Abs. 2 BGG können Entscheide des Bundesge-

richts nur von ihm selbst nach Massgabe der gesetzlichen Bestimmungen 

aufgehoben oder geändert werden (vgl. Urteil des BGer 8C_335/2014 

vom 30. Juni 2014 E. 3.1). Insofern hat die Vorinstanz zu Recht darauf 

hingewiesen, dass ein Zurückkommen auf die Verfügung vom 19. Mai 

2009 nicht mehr zu ihrer Disposition stand und der Beschwerdeführer ein 

Gesuch um gerichtliche Revision beim Bundesgericht hätte stellen müs-

sen. Vorliegend ist ohnehin fraglich, ob das Gutachten vom 6. Oktober 

2011 als "neue Tatsache" im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG zu gelten hat. 

Denn gemäss Rechtsprechung sind "neue" Tatsachen solche, die sich bis 

zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen pro-

zessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsge-

suchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren; es handelt 

sich somit um unechte Noven (vgl. Urteil des BGer 8C_152/2012 vom 

3. August 2012 E. 5.2). Wie die Vorinstanz zudem zutreffend dargelegt 

hat, äussert sich das Gutachten vom 6. Oktober 2011 zu bereits bekann-

ten Tatsachen und wertet diese höchstens abweichend von bereits früher 

ergangen Beurteilungen, was für eine prozessuale Revision nicht genügt 

(vgl. Urteil des BGer 8C_717/2010 vom 15. Februar 2011 E. 7.1.2). 

4.3 Allerdings hätte die Vorinstanz gar nicht erst auf das Revisionsgesuch 

eintreten, materiell beurteilen und schliesslich abweisen dürfen, sondern 

sie hätte den Antrag mangels Zuständigkeit mittels Nichteintreten erledi-

gen müssen (vgl. Art. 35 Abs. 3 ATSG; vgl. auch Art. 9 Abs. 2 VwVG). Im 

Ergebnis spielt dies indes keine Rolle, hat doch die Vorinstanz ohnehin in 

der Folge das Gesuch des Beschwerdeführers vom 2. Dezember 2011 zu 

Recht als Neuanmeldung entgegengenommen (vgl. Urteil des BGer 

8C_335/2014 vom 30. Juni 2014 E. 3.2). Soweit die Rückweisung der 

Sache an die Vorinstanz zur Prüfung der prozessualen Revision bean-

tragt wird, ist daher die Beschwerde abzuweisen.  

5.  

Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob die Vorinstanz den Sachverhalt kor-

rekt ermittelt und das Neuanmeldungsgesuch zu Recht abgewiesen hat.  

5.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In-

validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

C-5841/2012 

Seite 11 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, 

Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der 

durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit ver-

ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-

bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist 

die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-

schen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisheri-

gen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer 

Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder 

Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

5.1.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden 

Fassung) besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% An-

spruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen 

von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. 

5.1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas-

sung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre Er-

werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er-

halten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines 

Jahres (Wartezeit) ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu 

mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 Abs. 1 

ATSG) sind (Bst. b und c). 

Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, 

werden jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und 

gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, was laut 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvoraus-

setzung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem 

Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsange-

hörige der EU, denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40 % eine 

Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz 

haben – was vorliegend der Fall ist (Art. 29 Abs. 4 IVG). 

5.2 Wurde eine Rente rückwirkend befristet zugesprochen oder wurde ei-

ne solche wegen eines fehlenden oder zu geringen Invaliditätsgrades be-

C-5841/2012 

Seite 12 

reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn 

die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 

in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 3 

und 4 IVV in der bis zum bis 31. Dezember 2011 gültig gewesenen Fas-

sung; BGE 133 V 263 E. 6). Tritt die Verwaltung – wie im vorliegenden 

Fall – auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklä-

ren und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub-

haft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich ein-

getreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisions-

fall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 

1999 S. 83 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad 

seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-

fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu-

nächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 

nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach 

zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prü-

fungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 f.). 

Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Änderung der 

tatsächlichen Verhältnisse voraus. Zu vergleichen ist dabei der Sachver-

halt im Zeitpunkt der letzten der versicherten Person eröffneten rechts-

kräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenan-

spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung 

und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für 

eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-

standes) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwä-

gung und prozessualen Revision (BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Ferner muss 

die Veränderung der Verhältnisse erheblich, das heisst hinsichtlich der 

Auswirkungen auf den Invaliditätsgrad rentenwirksam sein (vgl. Art. 17 

ATSG, BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Unter revisionsrechtlichen 

Gesichtspunkten – welche gleichermassen auch im Neuanmeldungsver-

fahren gelten (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.2; Urteil des BGer I 658/05 vom 

27. März 2006 E. 4.4) – ist die unterschiedliche Beurteilung eines im We-

sentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes unerheblich (BGE 112 

V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 E. 3a). 

5.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-

C-5841/2012 

Seite 13 

chem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Ver-

sicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistun-

gen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 

V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

5.3.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das 

heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich we-

der die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-

reichten oder in Auftrag gegebenen Berichte (vgl. dazu das Urteil des 

EVG I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 

351 E. 3.a). 

5.3.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Ex-

perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-

sätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeich-

nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-

richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil BGer I 268/2005 vom 26. 

Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). 

5.3.3 Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi-

gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-

achten aufzustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 

3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im 

Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 

Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-

suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkre-

te Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 

353 E. 3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte 

C-5841/2012 

Seite 14 

schliesslich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung 

zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies 

gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behan-

delnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 

mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 

E. 2.3.2). 

5.3.4 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Be-

weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-

det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-

verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in ei-

nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Un-

parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen 

(BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 

6.  

6.1 Im Rahmen des Erstgesuchsverfahrens wies die Vorinstanz mit Ver-

fügung vom 19. Mai 2009 das Leistungsbegehren mangels ausreichender 

durchschnittlicher Arbeitsunfähigkeit sowie mangels eines rentenbegrün-

denden Invaliditätsgrades ab (vgl. Dok. 42).  

6.1.1 Im darauf folgenden Beschwerdeverfahren C-3982/2009 hat das 

Bundesverwaltungsgericht nach Einsicht in die medizinische Dokumenta-

tion aus dem Zeitraum vom 14. Juni 2007 bis zum 6. Juli 2010 (vgl. Dok. 

11, 16, 20-24, 29, 32, 35-41, 44, 46 sowie 50 f.) festgestellt, dass von den 

Ärzten im Wesentlichen chronische rezidivierende Zervikobrachialgien 

rechts (ICD-10 M53.1), Lumboischialgien (ICD-10 M54.4), Unkovertebra-

larthrose, ein geringes residuales neurologisches Defizit, ein Zustand 

nach Cauda equina-Syndrom 1987 (ICD-10 G83.49) mit einer pseudora-

dikulären Sensibilitätsstörung des linken Beines, Hypercholesterinämie 

(ICD-10 E78.0), NPP (nucleus pulposus prolaps), eine Refluxösophagitis, 

ein Wurzelreizsyndrom C7 rechts mit Sensibilitätsstörungen im Bereich 

des rechten Kleinfingers (ICD-10 M50.1), ein Zustand nach Operation ei-

nes Ependymoms in Höhe LWK2 2005 (ICD-10 D33.4), ein chronisches 

lumbosakrales Schmerzsyndrom bei degenerativer LWS-Erkrankung mit 

Bandscheibenprotrusionen L4/5 und L5/S1, eine subklinische geringgra-

dige axional demyelinisierende sensible Polyneuropathie der Beine und 

eine Anpassungsstörung mit depressiver Entwicklung, derzeit leichtgradi-

ge Ausprägung (ICD-10 F43.2, F32.0), als Diagnosen erhoben wurden.  

C-5841/2012 

Seite 15 

6.1.2 Als Hauptdiagnose wurde insbesondere ein Status nach Operation 

eines Ependymoms bei L3/4 genannt und als Nebendiagnosen Zervi-

kobrachialgien bei C7 mit Sensibilitätsstörungen, einen Status nach Cau-

da equina-Syndrom und eine Anpassungsstörung mit leichter depressiver 

Entwicklung. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit stellte das Bundesverwal-

tungsgericht fest, dass dem Beschwerdeführer aus somatischer Sicht nur 

noch körperlich leichte Tätigkeiten mit der Möglichkeit von Positions-

wechseln und ohne Heben/Tragen von schweren Gewichten zumutbar 

seien. Die festgestellte leichte Depression hingegen zeitige keine Auswir-

kungen auf die Arbeitsfähigkeit. Des Weiteren stellte es fest, dass die Tä-

tigkeiten als Rechtsanwalt und wissenschaftlicher Mitarbeiter dem vorge-

nannten zumutbaren Leistungsprofil entsprechen würden. Hinsichtlich 

des zeitlichen Umfangs bestätigte das Bundesverwaltungsgericht die 

Feststellungen der Vorinstanz, wonach eine Arbeitsfähigkeit von 80% ge-

geben sei. Schliesslich wies es aufgrund eines durch Prozentvergleich 

ermittelten Invaliditätsgrades von 20% die Beschwerde ab (vgl. Urteil des 

BVGer C-3982/2009 vom 20. Juli 2011). Dieser Entscheid wurde vom 

Bundesgericht mit Urteil 8C_595/2011 vom 4. November 2011 bestätigt 

(vgl. Dok. 57). Von dieser rechtskräftigen höchstrichterlichen Beurteilung, 

die sich auf den Referenzzeitpunkt vom 19. Mai 2009 bezieht, ist vorlie-

gend auszugehen. 

6.2 Wie bereits dargelegt (vgl. E. 4 ff. hiervor), hat die Vorinstanz das Ge-

such zu Recht als neues Leistungsbegehren entgegengenommen. Es ist 

darauf eingetreten, hat die Sache materiell geprüft und dem ärztlichen 

Dienst vorgelegt. Gemäss den dargelegten Grundsätzen (vgl. E. 5.2 hier-

vor) ist massgebend und zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers seit Erlass der Verfügung der Vorinstanz vom 19. Mai 

2009 (Referenzzeitpunkt) bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefoch-

tenen Verfügung vom 24. September 2012 bzw. vom 4. Oktober 2012 in 

rentenanspruchserheblicher Weise verschlechtert hat. 

6.2.1 Die angefochtene Verfügung vom 24. September 2012 bzw. vom 

4. Oktober 2012 stützte die Vorinstanz auf die Stellungnahme ihres medi-

zinischen Dienstes (Dr. med. M._______) vom 6. Januar 2012 (Dok. 61), 

dem sie das neurologische Gutachten von Dr. med. S._______ vom 6. 

Oktober 2011 zur Stellungnahme unterbreitet hatte. Dr. med. M._______ 

berichtet, dass nun Beschwerden der gesamten Wirbelsäule mit Aus-

strahlung ins Bein bestünden, was auf eine progrediente Degeneration 

der Wirbelsäule zurückgeführt werden könne, ohne dass jedoch eine zu-

sätzliche radikuläre Symptomatik korreliere. Die als subklinisch beschrie-

C-5841/2012 

Seite 16 

bene sensible Polyneuropathie der Beine manifestiere sich inzwischen in 

Form einer Hypästhesie der Unterschenkel und Füsse. Die rezidivieren-

den Kopfschmerzen seien unverändert. Die Schlafstörungen hätten zu-

genommen. Dies seien jedoch keine stichfesten Argumente für eine ein-

deutige Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf, 

weshalb der Beschwerdeführer immer noch zu 80% arbeitsfähig sei. 

6.2.2 Im Beschwerdeverfahren hat die Vorinstanz eine Zweitmeinung 

beim Neurologen Dr. med. B._______ vom regional ärztlichen Dienst 

(RAD) eingeholt. Dr. med. B._______ bestätigt in seiner Stellungnahme 

vom 14. März 2013 im Wesentlichen die Ausführungen von Dr. med. 

M._______. Er führt aus, dass im Vordergrund subjektive Beschwerden 

stünden. Demgegenüber existierten nur wenige objektive Anzeichen. Die 

Reflexe hätten sich nicht geändert und würden leicht hervorgerufen. Es 

bestünden weder Anzeichen für eine Schwäche noch für Pyramidenzei-

chen. Das Beschwerdebild habe sich seit der letzten Stellungnahme nicht 

geändert, weshalb der Beurteilung von Dr. med. M._______ zu folgen sei 

(vgl. Beilage zu BVGer-act. 8). 

6.2.3 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass das Gutachten von 

Dr. med. S._______ vom 6. Oktober 2011 zusätzliche bzw. neue Befunde 

festgestellt wurden, ist ihm zu entgegnen, dass diese im Wesentlichen 

denjenigen im Gutachten desselben Gutachters vom 24. November 2009, 

welches im damaligen Beschwerdeverfahren C-3982/2009 ebenfalls sei-

ne Berücksichtigung fand (vgl. E. 5.3 des Urteils C-3982/2009 vom 

20. Juli 2011), entsprechen. Ohnehin lässt eine Diagnose für sich allein 

genommen keinen Schluss auf eine gesundheitlich bedingte Einschrän-

kung in der Arbeitsfähigkeit zu (vgl. BGE 132 V 65 E. 3.4 mit Hinweisen). 

Des Weiteren deckt sich die Beurteilung der Leistungsfähigkeit mit derje-

nigen im Gutachten vom 24. November 2009 (vgl. Dok. 44 S. 21 f. sowie 

55 S. 14). Insofern sind auch die Stellungnahmen von Dr. med. 

M._______ vom 6. Januar 2012 und von Dr. med. B._______ vom 14. 

März 2013 nachvollziehbar und schlüssig. 

6.3 Dennoch erweist sich nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichtes 

vorliegend der medizinische Sachverhalt als nicht vollständig abgeklärt, 

berichtet doch Dr. med. S._______ in seinem Gutachten vom 6. Oktober 

2011, dass der Beschwerdeführer überwiegend Schmerzen und Sensibili-

tätsstörungen angebe, die sich in der Regel nicht objektivieren lassen. 

Somatoforme Sensibilitätsstörungen bzw. nicht objektivierbare Funktions-

störungen wurden von Dr. med. S._______ zwar bereits im Gutachten 

C-5841/2012 

Seite 17 

vom 24. November 2009 erwähnt (vgl. Dok. 44 S. 14), doch während da-

mals bei der Untersuchung des rechten Kleinfingers in Bezug auf die 

Sensibilitätsstörungen eine leichtgradige periphere sensible nervus ulna-

ris Läsion festgestellt wurde, konnte der Gutachter bei der neuerlichen 

Untersuchung gar kein Korrelat mehr feststellen und eine Läsion daher 

ausschliessen. Der Gutachter äussert in diesem Zusammenhang die 

Möglichkeit einer funktionellen Komponente (vgl. zum Begriff Funktions-

störung, PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch 2013, S. 716) als Ursa-

che. In Bezug auf die bei der Einzelkraftprüfung festgestellte fluktuierende 

Kraftentwicklung weist er ebenfalls auf eine Zunahme der funktionellen 

Komponente hin. Angesichts der beim Beschwerdeführer seit Jahren be-

stehenden Wirbelsäulenerkrankung sowie des Schmerzsyndroms ist nicht 

auszuschliessen, dass sich nebst der festgestellten leichten depressiven 

Reaktion weitere psychische Beschwerden im Sinne einer Somatisierung 

eingestellt haben. Ob die erwähnten Funktionsstörungen Krankheitswert 

erreichen und allenfalls Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitigen, 

muss daher aus psychiatrischer Sicht geklärt werden. Diesen Aspekt hät-

te die Vorinstanz beachten müssen. Zudem datiert die letzte psychiatri-

sche Untersuchung des Beschwerdeführers vom 8. Juli 2008 (vgl. Dok. 

32). Zwar erwähnt auch Dr. med. S._______ im Gutachten die Diagnose 

einer leichten depressiven Reaktion, doch ist nicht schlüssig nachvoll-

ziehbar, ob es sich dabei um eine Verlaufsdiagnose handelt bzw. anhand 

welcher Kriterien diese gestellt wurde, oder ob es sich dabei um die be-

reits bekannte, fremdanamnestische Befunderhebung aus dem Jahre 

2008 handelt. Daher rechtfertigt sich eine Rückweisung an die Vorinstanz 

zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts. 

7.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz das prozessuale 

Revisionsgesuch mangels Zuständigkeit durch Nichteintreten hätte erle-

digen sollen, dieses jedoch zu Recht im Sinne einer Neuanmeldung ent-

gegengenommen und geprüft hat. Die Abweisung des erneuten Gesuchs 

erfolgte nach dem Dargelegten jedoch aufgrund eines unvollständig er-

hobenen medizinischen Sachverhalts.  

Die Beschwerde ist daher insofern teilweise gutzuheissen, als die ange-

fochtene Verfügung vom 24. September 2012 bzw. vom 4. Oktober 2012 

aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG mit der An-

weisung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, eine interdisziplinäre fach-

ärztliche Gesamtbegutachtung des Beschwerdeführers in rheumatologi-

scher/orthopädischer, neurologischer sowie psychiatrischer Hinsicht 

C-5841/2012 

Seite 18 

durchführen zu lassen und anschliessend über den Leistungsanspruch 

des Beschwerdeführers neu zu verfügen. Im Weiteren ist die Beschwerde 

abzuweisen. 

8.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

8.1 Dem Beschwerdeführer wurde am 17. Juli 2013 die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt. Angesichts des Ausgangs des Verfahrens bleibt 

dies ohne Rechtsfolgen, da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsie-

gen der beschwerdeführenden Partei gilt. Weder dem Beschwerdeführer 

noch der Vorinstanz sind demnach Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 

63 Abs. 1 e contrario und 2 VwVG; vgl. BGE 132 V 215 E. 6.1). 

8.2 Dem obsiegenden, nicht vertretenen Beschwerdeführer sind nur ver-

hältnismässig geringe Kosten entstanden, so dass keine Parteient-

schädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 

1 und 3 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). 

 

 

 

Dispositiv auf Seite 19 

  

C-5841/2012 

Seite 19 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 

Verfügung vom 24. September 2012 bzw. vom 4. Oktober 2012 aufgeho-

ben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese 

nach erfolgter fachärztlicher Gesamtbegutachtung im Sinne der Erwä-

gung 7 über den Rentenanspruch neu verfüge.  

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maurizio Greppi Milan Lazic 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

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