# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb36ca44-56f2-5b7d-ae6d-61f1739497aa
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 04.07.2023 ZK2 2022 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2022-1_2023-07-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 4. Juli 2023

Referenz ZK2 22 1

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Hubert und Bergamin
Bazzell, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Guido Emilio Lazzarini
Plazza da Scoula 12, 7500 St. Moritz 

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Fabrizio Visinoni
Via dal Bagn 3, Postfach 3086, 7500 St. Moritz 

Gegenstand Forderung

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Maloja vom 1. Juni 2021, mitge-
teilt am 2. Dezember 2021 (Proz. Nr. 115-2020-8)

Mitteilung 04. Juli 2023

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Sachverhalt

A. A._____ leistete zugunsten von B._____ mehrere Geldbeträge zur Finan-
zierung der Kosten, die mit dem Erwerb einer Wohnung in C._____ durch B._____ 
als Käuferin zusammenhingen. Ausgehend von diesen Zahlungen macht A._____ 
Ansprüche gegen B._____ geltend.

B. A._____ klagte am 9. März 2020 gegen B._____ am Regionalgericht Maloja 
und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Es sei die Beklagte B._____ gerichtlich zu verpflichten, der Klägerin 
den Betrag von CHF 650'995.15, nebst 5 % Zins ab dem Zeitpunkt der 
gerichtlichen Geltendmachung der vorliegenden Forderung, zu bezah-
len.

2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zu Lasten der Beklagten.

C. In der Klageantwort vom 17. Juni 2020 beantragte B._____, auf die Klage 
sei mangels örtlicher Zuständigkeit kostenfällig nicht einzutreten, eventualiter sei 
die Klage abzuweisen.

D. Die Parteien hielten in den folgenden Schriftenwechseln sowie an der 
Hauptverhandlung vom 1. Juni 2021 an ihren jeweiligen Anträgen fest.

E. Das Regionalgericht Maloja hiess nach Bejahung der örtlichen Zuständig-
keit mit Zwischenentscheid vom 23. Februar 2021 die Klage mit Entscheid vom 
1. Juni 2021 teilweise gut und verpflichtete B._____, A._____ CHF 2'988.00 zu-
züglich 5% Zins seit dem 28. August 2017, zu bezahlen. Es verpflichtete A._____ 
zur Tragung der gesamten Gerichtskosten von CHF 10'000.00 sowie zur Bezah-
lung einer Parteientschädigung an die Gegenseite von CHF 35'141.00 (inkl. Bar-
auslagen und MwSt.). 

F. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Berufungsklägerin) 
am 10. Januar 2022 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden und stellte 
folgende Rechtsbegehren:

1. Es sei der Entscheid des Regionalgerichtes (Kollegialgerichtes) Maloja 
vom 01.06.2021, mitgeteilt am 02.12.2021, in Sachen der A._____ als 
Klägerin/Berufungsklägerin gegen B._____ als Beklag-
te/Berufungsbeklagte aufzuheben und es sei Letztere gerichtlich zu 
verpflichten, der Berufungsklägerin den (im Verhältnis zur Klageschrift 
vom 09.03.2020 leicht reduzierten) Betrag von CHF 648'549.80, nebst 
5 % Zins ab dem 28.08.2017, zu bezahlen.

2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge sowohl für das erstinstanzliche Verfahren als auch für das 
Berufungsverfahren zu Lasten der Berufungsbeklagten.

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G. B._____ (nachfolgend: Berufungsbeklagte) beantragte mit Berufungsant-
wort vom 15. Februar 2022 die Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zulasten der Berufungsklägerin.

H. Beide Parteien hielten in den folgenden zwei im Rahmen des Replikrechts 
erfolgten Schriftenwechseln an ihren jeweiligen Anträgen fest; die Berufungskläge-
rin in der Replik vom 11. März 2022 sowie der Stellungnahme vom 16. Mai 2022 
und die Berufungsbeklagte in der Duplik vom 3. Mai 2022 und der Stellungnahme 
vom 4. Juli 2022.

I. Mit Schreiben vom 17. August 2022 wurde den Parteien der Aktenschluss 
mitgeteilt. Die Novenschranke war nach Abschluss des zweiten Schriftenwechsels 
vor erster Instanz eingetreten.

Erwägungen

1.1. Der angefochtene Entscheid ist ein erstinstanzlicher Endentscheid (Art. 308 
Abs. 1 lit. a ZPO) über eine vermögensrechtliche Angelegenheit (Art. 308 Abs. 2 
ZPO) mit einem Streitwert von CHF 650'995.15 (Art. 91 Abs. 1 ZPO). Er wurde der 
Berufungsklägerin, ihrer Angabe zufolge (act. A.1, Prozessuales 2), am 6. De-
zember 2021 in begründeter Form zugestellt. Angesichts des Fristenstillstands 
vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO) ist die 
am 11. Januar 2022 der Schweizerischen Post übergebene Berufung auch ohne 
strikten Beweis des Zustellungsdatums als fristgerecht erfolgt zu erachten 
(Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die Berufung ist formgerecht (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Der mit 
Verfügung vom 14. Januar 2022 eingeforderte Kostenvorschuss von 
CHF 7'000.00 wurde von der Berufungsklägerin mit Eingang beim Kantonsgericht 
am 25. Januar 2022 fristgerecht geleistet (Art. 98 i.V.m. Art. 59 Abs. 2 lit. f ZPO). 
Der angefochtene Entscheid liegt bei den Akten. Im Übrigen ist der Berufungsklä-
gerin beizupflichten, dass es sich bei dem Erfordernis, den angefochtenen Ent-
scheid der Berufung beizulegen (Art. 311 Abs. 2 OR), um eine Ordnungsvorschrift 
handelt, deren Verletzung nicht zu einem Nichteintreten führt (act. A.2, 3; act. A.3, 
2; Myriam A. Gehri, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO, Schweizeri-
sche Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich 2015, N 6 zu Art. 311 ZPO in fine). Auf 
die Berufung ist einzutreten.

1.2. Das Regionalgericht Maloja bejahte die örtliche Zuständigkeit in einem Zwi-
schenentscheid. Dieser blieb unangefochten und ist in Rechtskraft erwachsen (vgl. 
Art. 237 ZPO). Deshalb sowie aufgrund der Fixationswirkung der Rechtshängigkeit 

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(perpetuatio fori, Art. 64 Abs. 1 lit. b ZPO) ist auf die örtliche Zuständigkeit nicht 
mehr zurückzukommen.

2.1. Die Vorinstanz erwog, Geldschulden seien in der geschuldeten Währung 
(Art. 84 Abs. 1 OR) zu bezahlen, bei einer in der Schweiz erfüllbaren Geldschuld 
alternativ in Schweizer Franken (Art. 84 Abs. 2 OR). Ferner gab die Vorinstanz die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung aus BGE 134 III 151 zur einzuklagenden 
Währung wieder –  unter Verweis auf BGer 4A_200/2019 v. 17.6.2019 E. 4, einen 
Entscheid, in dem es nicht um eine Währung, sondern um Privatgeld (WIR-Geld) 
ging, in welchem jedoch die wiedergegebene bundesgerichtliche Rechtsprechung 
zitiert wurde. Mit dieser Rechtsprechung beendete das Bundesgericht die frühere 
tolerantere Praxis, die es zuliess, eine in ausländischer Währung vereinbarte 
Geldschuld sowohl (i) allein in ausländischer Währung als auch (ii) in ausländi-
scher und Schweizer Währung sowie unter Umständen (bereits eingeleitetes Be-
treibungsverfahren, Bestimmbarkeit des Betrages in ausländischer Währung ba-
sierend auf Akten) allein in Schweizer Währung zu verlangen (BGer 4A_206/2010 
v. 15.12.2010 E. 4.1.1 = Pra 2011 Nr. 95 E. 4.1.1, teilweise publiziert in BGE 137 
III 158). Das Bundesgericht stellte klar, dass Art. 84 Abs. 2 OR den Schuldner nur 
berechtigt, eine Fremdwährungsschuld alternativ in der Landeswährung des Zah-
lungsorts zu begleichen, ihn hingegen nicht (alternativ) dazu verpflichtet, weshalb 
der Gläubiger auch nicht unter Berufung auf diesen Artikel die Bezahlung in Lan-
deswährung des Zahlungsorts fordern kann. Fordern kann der Gläubiger nur die 
geschuldete (Fremd-)Währung und seit dem besagten Urteil auch nur diese ein-
klagen (bzw. das Gericht aufgrund der Dispositionsmaxime [Art. 58 ZPO] nur die-
se zusprechen), unabhängig der Einleitung eines Betreibungsverfahrens und der 
dortigen Umrechnung der Forderung in Schweizer Franken (BGE 134 III 151 
E. 2.3 f.; die zusätzliche Angabe der Betreibungssumme in Schweizer Franken im 
Urteil bleibt zulässig, falls damit der Rechtsvorschlag beseitigt werden soll).

2.2. Die Vorinstanz hielt sodann fest, die Berufungsklägerin klage einen Betrag 
in Schweizer Franken ein, obwohl sie selbst nur zwei der geltend gemachten Zah-
lungen an die Berufungsbeklagte in Schweizer Franken geleistet habe. Bei einer 
dieser zwei Zahlungen sei zudem nicht feststellbar, ob die Berufungsklagte Be-
günstigte sei. Mit dieser Begründung und mit Verweis auf die erwähnte bundesge-
richtliche Rechtsprechung wies die Vorinstanz, noch vor einer rechtlichen Qualifi-
kation der Anspruchsgrundlage der Forderung, das Begehren der Berufungskläge-
rin bis auf den Betrag von CHF 2'988.00 ab (act. B.1, E. 3.1.1 in fine, dazu E. 2.3). 
Erst danach prüfte die Vorinstanz die Anspruchsgrundlage, verwarf die Qualifikati-
on als Darlehen, da es an der Vereinbarung einer Rückzahlungsverpflichtung feh-

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le, und bejahte dafür einen Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung wegen 
nachträglich weggefallenen Grundes. Weder äusserte sich die Vorinstanz zu der 
Frage, in welcher Währung eine Forderung aus ungerechtfertigter Bereicherung 
geschuldet ist, noch stellte sie sich (explizit) auf den Standpunkt, die geschuldete 
Währung der vorliegenden Forderung wäre unabhängig ihrer Anspruchsgrundlage 
gleich zu bestimmen (act. B.1, 3.1 und 3.1.1).

2.3. Die Vorinstanz ist darauf hinzuweisen, dass bei Gutheissung eines Teils 
des eingeklagten Anspruches der Entscheid hinsichtlich des anderen Teils aus-
drücklich ins Dispositiv aufgenommen werden sollte; vergleichbar mit der Gutheis-
sung bloss einzelner Rechtsbegehren, wo das Dispositiv auch hinsichtlich der üb-
rigen Rechtsbegehren einen Urteilsspruch enthalten muss, andernfalls darüber 
nicht entschieden wäre. Vorliegend begründete die Vorinstanz in den Erwägungen 
(E. 3.1.1) hinsichtlich des nicht gutgeheissenen Restbetrags eine Abweisung, oh-
ne dies im Dispositiv festzuhalten. Die Erwägungen können zur Ermittlung der 
Tragweite des Dispositivs zwar beigezogen werden, der Klarheit halber sollte je-
doch der Entscheid über alle Teile der eingeklagten Forderung Eingang ins Dispo-
sitiv finden (Laurent Killias, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 11 und 16 zu Art. 238 
ZPO; vgl. insbesondere zur Relevanz der Unterscheidung einer Abweisung und 
eines Nichteintretens: KGer GR ZK2 21 49 v. 1.7.2022 E. 3).

3.1. Die Berufungsklägerin rügt, die Vorinstanz habe ein wesentliches rechtli-
ches Argument übersehen: Beruhe die Forderung, entgegen ihrem vorinstanzli-
chen Dafürhalten, nicht auf einem Darlehensvertrag, sondern auf einer ungerecht-
fertigten Bereicherung – einer rechtlichen Würdigung, der sie sich nun anschliesse 
–, so sei es vorliegend prozessual zulässig, die Bereicherungsforderung in 
Schweizer Franken geltend zu machen. Die Berufungsklägerin stellt die Behaup-
tung auf, die Erfüllung von Fremdwährungsschulden in der betreffenden Fremd-
währung (Art. 84 Abs. 1 OR) sei ausdrücklich bei vertraglichen Geldleistungen 
vorbehalten. In einer weiteren Argumentationslinie macht sie geltend, anders als 
bei vertraglichen Geldleistungen gebe es bei ausservertraglichen Geldleistungen 
aufgrund der unterschiedlichen Art der ausservertraglichen Verpflichtungen keine 
einheitlichen Richtlinien hinsichtlich der Währung; diese sei nach den konkreten 
Umständen des Einzelfalles zu bestimmen. Die Berufungsklägerin zitiert die 
Kommentatoren Rolf H. Weber und Gregor Mercier, denen zufolge bei ungerecht-
fertigter Bereicherung durch eine in fremder Währung empfangene Summe der 
Bereicherte – hat er die ausländische Währung bereits eingetauscht – so viel ein-
heimisches Geld herauszugeben habe, wie es dem erhaltenen nach dem Kurs des 

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Empfangstags entspricht. Die Berufungsbeklagte habe die Bereicherung vorlie-
gend in Schweizer Franken herauszugeben, da sie einerseits die erhaltenen Zah-
lungen zwecks Begleichung des Kaufpreises der Wohnung in Schweizer Franken 
eingetauscht und andererseits den Erlös aus dem Verkauf der Wohnung in 
Schweizer Franken erhalten habe (act. A.1, Sachverhalt 2 und Rechtliche Erwä-
gungen 1-3).

3.2. Die Berufungsbeklagte erinnert daran, Geldschulden seien gemäss Art. 84 
Abs. 1 OR in gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten Währung zu bezah-
len. Dieser Gesetzesartikel sei in der Praxis am wichtigsten für Geldschulden aus 
Vertrag, jedoch nicht auf diese beschränkt; er beziehe sich gemäss BGE 137 III 
158 auf Geldschulden im Allgemeinen, unabhängig ihrer vertraglichen oder aus-
servertraglichen Grundlage. In der Folge führt die Berufungsbeklagte auf der einen 
Seite gestützt auf die Kommentierung von Ulrich G. Schroeter aus, im Falle einer 
ungerechtfertigten Bereicherung habe der Bereicherte, der einen Betrag in einer 
bestimmten Währung erhalten habe, diesen in derselben Währung zurückzuzah-
len (act. A.2, 39). Auf der anderen Seite erklärt sie – nach Wiedergabe des BGE 
137 III 158, der eine Forderung aus unerlaubter Handlung betrifft –, dass, selbst 
wenn die Berufungsbeklagte ungerechtfertigt bereichert wäre, der Schaden in der-
jenigen Währung zu ersetzen sei, in der die Vermögensverminderung eingetreten 
sei; die Vermögensverminderung der Berufungsklägerin sei vorliegend nicht in 
Schweizer Franken eingetreten (act. A.2, 35-41).

3.3. Die Berufungsklägerin weist in der Replik darauf hin, dass es im zitierten 
Bundesgerichtsentscheid um eine Schadenersatzforderung aus unerlaubter Hand-
lung und nicht um eine Forderung aus ungerechtfertigter Bereicherung gehe. Fer-
ner hebt sie hervor, dass Schroeter seine Ansicht auf dieselben Bundesgerichts-
entscheide stütze wie Weber, jedoch ohne seinen Rechtsstandpunkt näher zu be-
gründen. Die Argumentation Schroeters sei beispielsweise einschlägig, wenn eine 
sogenannte Doppelzahlung in fremder Währung geleistet worden sei. In diesem 
Falle erweise sich die Rückforderung aus ungerechtfertigter Bereicherung in der-
selben Währung als gerechtfertigt; im vorliegenden Fall lägen die Verhältnisse 
hingegen anders. Im Übrigen argumentiert die Berufungsklägerin damit, es sei 
nicht praktikabel, von der Berufungsbeklagten zu verlangen, die Bereicherung vor 
der Rückzahlung in eine andere Währung umzuwandeln (act. A.3, 37).

3.4. Die Berufungsbeklagte besteht in der Duplik auf der Anwendbarkeit von 
Art. 84 OR. Der Schaden sei in der Währung zu ersetzen, in der die Vermögens-
verminderung eingetreten sei. Sodann moniert sie die von der Berufungsklägerin 

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angewendeten Umrechnungskurse, die nicht den aktuellen Wechselkursen ent-
sprechen würden (act. A.4, 42 f.).

3.5. Die Berufungsklägerin erwähnt in ihrer letzten Stellungnahme, bei unge-
rechtfertigter Bereicherung sei nicht die Währung zurückzuerstatten bzw. einzu-
klagen, in welcher die (zur Bereicherung führende) Geldleistung erbracht worden 
sei, sondern die "Währung im Zeitpunkt der ungerechtfertigten Bereicherung und 
[die Währung] über die die Beklagte im Zeitpunkt der Klageanhebung verfügt; im 
vorliegenden Fall somit eindeutig […] Schweizer Franken." Die Berufungsklägerin 
erklärt ferner, sie habe die der Berufungsbeklagten in Euro überwiesenen, aber in 
Schweizer Franken gutgeschriebenen Beträge zum Tageskurs des jeweiligen Va-
lutadatums umgerechnet, die in US-Dollar überwiesenen Beträge zum Kurs, der 
am Tag der Klageanhebung gegolten habe (act. A.5, 38).

3.6. Die Berufungsbeklagte äussert sich in ihrer letzten Stellungnahme nicht 
mehr zum Rechtlichen. Sie wiederholt den bereits in der Klageantwort (act. A.2, 
25-27 und 29) und der Duplik (act. A.4, 24 und 30) erhobenen Vorwurf, die Beru-
fungsklägerin habe vorinstanzlich weder rechtsgenüglich behauptet, geschweige 
denn bewiesen, inwiefern die Berufungsbeklagte aus dem Vermögen der Beru-
fungsklägerin ungerechtfertigt bereichert worden sein soll. Entsprechende Tatsa-
chenbehauptungen im Berufungsverfahren seien verspätet und nicht zu hören. 
Ferner wirft sie der Berufungsklägerin vor, den Anforderungen an eine Berufungs-
begründung nicht nachgekommen zu sein (act. A.6, 4 ff.).

4. Die Vorinstanz ging zu Recht nicht von einem vertraglichen (Rückabwick-
lungs-)Anspruch aus. Es trifft zu, dass die Qualifikation als Darlehensrückforde-
rung an der fehlenden Vereinbarung einer Rückzahlungsverpflichtung scheitert. 
Dass eine Rückzahlungspflicht vereinbart worden sei, behauptete selbst die Beru-
fungsklägerin nicht (schlüssig). Zudem bestritt sie die Behauptungen der Gegen-
seite nicht, wonach nicht die Rückzahlung des Geldes, sondern die Übertragung 
der Wohnung an die Berufungsklägerin und ihren Ehemann (den Sohn der Beru-
fungsbeklagten) übereinstimmender Wille der Parteien gewesen sei (vgl. RG 
act. I.2, 7.3; RG act. I.3, 13.c –d). Auch unter Annahme eines nichtigen (Grunds-
tückkauf- oder Vor-)Vertrages wäre der Rückabwicklungsanspruch bereicherungs- 
und nicht vertragsrechtlichen Natur (vgl. E. 6.7;: BGE 137 III 243 E. 4.4.5 bis 4.4.7 
mit Verweis auf BGE 114 II 152 E. 2c/bb und 133 III 356 E. 3.2.1; dieselben Fol-
gen bei Willensmängeln [ebenfalls Ungültigkeit ex tunc]: BGer 4A_464/2019 v. 
30.4.2020 E. 3.2 und 4A_533/2013 v. 27.3.2014 E. 6.1). 

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5.1. Der Berufungsbeklagten ist zuzustimmen, dass das Bundesgericht mit BGE 
137 III 158 festhielt, der Anwendungsbereich von Art. 84 OR beschränke sich nicht 
auf die Währung zur Bezahlung von Geldschulden, die auf vertraglicher Grundlage 
basierten, sondern erfasse Geldschulden im Allgemeinen, unabhängig ihrer ver-
traglichen oder ausservertraglichen Grundlage (E. 3.1); daraus könnte man 
grundsätzlich folgern, dass auch Geldschulden aus ungerechtfertigter Bereiche-
rung erfasst sind, jedoch hat das Bundesgericht später in BGer 4A_502/2021 v. 
25.4.2022 E. 4.1.2 unter Bezugnahme auf diese Erwägung 3.1 erklärt, Art. 84 OR 
befasse sich mit der Währung zur Bezahlung von Geldschulden, "qu'elles soient 
de nature contractuelle ou délictuelle", und insofern seine generellere Aussage zur 
Anwendbarkeit auf Geldschulden aus ausservertraglicher Grundlage (jeder Art) 
relativiert. Der Anwendungsbereich von Art. 84 OR hat jedoch ohnehin nichts mit 
der materiellrechtlichen Frage zu tun, worin die geschuldete Währung besteht. 
Dies regelt Art. 84 OR nicht selbst; weder dessen Abs. 1, wonach Geldschulden 
mit gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten Währung zu bezahlen sind, 
noch dessen Abs. 2, der bei Erfüllungsort in der Schweiz den Schuldner alternativ 
ermächtigt, in Schweizer Währung zu bezahlen (so auch das Bundesgericht im 
zuletzt zitierten Entscheid: "Il [Art. 84 OR] n'indique cependant pas dans quelle 
monnaie est due l'obligation.", siehe auch E. 4.1.3 zur Differenzierung zwischen 
der materiellrechtlichen Frage nach der geschuldeten Währung und der prozess-
rechtlichen Frage nach einzuklagender bzw. zuzusprechender Währung; gl.M. 
jedoch Feststellung im Zusammenhang mit der Bestimmung der Währung von 
Schadenersatzforderungen: Alfred Koller, Schadenersatzpflicht als Fremd-
währungsschuld? [Art. 43 Abs. 1 und 84 OR], in: AJP 2013, S. 930; vgl. Marius 
Schraner, Die Erfüllung der Obligationen, Art. 68-96 OR, Zürcher Kommentar, 
3. Aufl., Zürich 2000, N 184 zu Art. 84 OR). Auch BGE 134 III 151 gab auf die 
Frage der geschuldeten Währung nur für die dort zu beurteilende Forderung eine 
Antwort, wobei es um eine Forderung auf Rückerstattung eines Darlehens ging 
(genauso in BGer 4A_251/2021 v. 16.7.2021 E. 2 f.). Deren Höhe und Währung 
ergibt sich gemäss Art. 312 OR aus der vereinbarten (bzw. hingegebenen) Darle-
hensvaluta (Peter Higi, in: Gauch/Schmid [Hrsg.], Die Leihe, Art. 305-318 OR, 
Zürcher Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2003, N 87 zu Art. 312 OR; Claire Huguenin, 
Obligationenrecht, Allgemeiner und Besonderer Teil, 3. Aufl., Zürich 2019, N 3076: 
"Bei Geld geht es schlicht um die Rückzahlung der erhaltenen Summe."). Dies gilt 
nicht allgemein für jede Forderung, unabhängig der rechtlichen Qualifikation ihrer 
Anspruchsgrundlage. Für Forderungen aus anderen Verträgen als Darlehensver-
trägen, für Forderungen aus unerlaubter Handlung und für Forderungen aus unge-
rechtfertigter Bereicherung entspricht die Währung nicht generell derjenigen der 
Zahlung, die dem Schuldner (allenfalls) zuvor geleistet wurde, muss es doch bei 

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diesen Anspruchsgrundlagen nicht einmal zwingend zu einer solchen Zahlung ge-
kommen sein. Die Währung bestimmt sich in diesen Fällen nach anderen bzw. 
nach unterschiedlichen Normen und Grundsätzen.

5.2. Im Folgenden ist daher der Frage nachzugehen, wonach sich die geschul-
dete Währung bei Bereicherungsansprüchen (Art. 62 ff. OR) bestimmt (E. 5.3 ff.) 
und welche Währung vorliegend geschuldet ist (E. 6.1 ff.). Handelt es sich hierbei 
um Schweizer Franken, so erfolgte die Abweisung der Klage der Berufungskläge-
rin mit der vorinstanzlichen Begründung zu Unrecht. Der Bestand der Forderung 
wäre diesfalls erstmals materiell zu prüfen, zu welchem Zweck die Angelegenheit 
an die Vorinstanz zurückzuweisen wäre (Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 ZPO).

5.3. Rolf H. Weber zufolge gibt es bei ausservertraglichen Geldleistungen keine 
einheitliche Richtlinie zur Bestimmung der Währung, mittels der die Schuld zu er-
füllen ist, was auch daran liege, dass es unterschiedliche Arten der ausservertrag-
lichen Verpflichtungen (bspw. Ausgleich mittelbarer Schäden, Geltendmachung 
von Genugtuung) gebe (Rolf H. Weber, in: Berner Kommentar, Die Erfüllung der 
Obligation, Art. 68-96 OR, Bd. VI/1/4, 2. Aufl., Bern 2005, N 318 zu Art. 84 OR 
[nachfolgend: Weber, BK]). Zur Bestimmung der Währung bei ausservertraglichen 
Geldleistungen komme es daher einerseits auf die Art der ausservertraglichen 
Verpflichtung an und andererseits auf die Umstände des Einzelfalls. Im Falle einer 
ungerechtfertigten Bereicherung habe die Rückerstattung nicht unbedingt in der 
Währung, in welcher der Bereicherte die Leistung erhalten habe, zu erfolgen; 
massgebend müsse vielmehr die Währung sein, in der die Bereicherung noch 
vorhanden sei (Rolf H. Weber, Fremdwährungsschulden in der Praxis [Nach ei-
nem Vortrag im zivilrechtlichen Institut Zürich vom 27.9.1982], in: BJM 1983, 
S. 109 f. und Fn. 10 f. [nachfolgend: Weber, BJM]). Besitze der Bereicherte die 
erhaltene Fremdwährung nicht mehr, bestehe seine Bereicherung somit im Wert, 
der ihm anstelle des ausländischen Geldes zugekommen sei. Dies könnten 
durchaus auch Schweizer Franken sein (Weber, BJM, S. 121 f. und Fn. 44), etwa, 
wenn der Bereicherte die ausländische Währung bereits in Schweizer Währung 
eingetauscht habe. Herauszugeben seien in diesem Falle so viel Schweizer Fran-
ken, als dem erhaltenen fremden Geld nach dem Kurs des Empfangstages ent-
spreche (Weber, BK, N 319 zu Art. 84 OR). Auch die Autoren Hans Peter und An-
dreas von Tuhr (Allgemeiner Teil des Schweizerischen Obligationenrechts, Band I 
[mit Supplement], 3. Aufl., Zürich 1984, S. 65 und Fn. 40), Gregor Mercier (in: Fur-
rer/Schnyder [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Obligationen-
recht, Allgemeine Bestimmungen, 3. Aufl., Zürich 2016, N 14 zu Art. 84 OR), Aloys 
Rutz (Die Schuldwährung der Ansprüche aus Immaterialgüterrechtsverletzungen: 

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Ein Beitrag zur Rechtsvereinheitlichung im Geldrecht, Freiburg 1962, S. 37) und 
Marius Schraner (Die Erfüllung der Obligationen, Art. 68-96 OR, Zürcher Kom-
mentar, 3. Aufl., Zürich 2000, N 182 f.) vertreten diese Meinung. Peter/von Tuhr 
konkretisieren treffender (bzw. abweichend zu Weber, aber im Ergebnis wohl auch 
seiner Meinung entsprechend), dass, wenn der Empfänger die erhaltene Fremd-
währung nicht mehr besitze, die Bereicherung im Wert bestehe, der dem Empfän-
ger in Gestalt der Fremdwährung zugekommen sei (a.a.O., Fn. 40). Alle diese Au-
toren stützen sich auf BGE 48 II 235, in welchem es um einen Kaufvertrag ging, in 
dem vereinbart war, dass der Kaufpreis teils in Schweizer Franken und teils mittels 
Checks in Mark bezahlt werden sollte. Ferner war ein Wechselkurs für die Mark 
vereinbart. Der Kaufvertrag stellte sich aufgrund absichtlicher Täuschung ("dol"; in 
Pra 1922 Nr. 82 fälschlicherweise als "Betrug" übersetzt) als nichtig heraus und 
das Bundesgericht entschied, dass die Bereicherungsforderung zur Rückabwick-
lung des Vertrages nicht zum vereinbarten Wechselkurs zu berechnen sei, da der 
Vertrag und mit ihm der vereinbarte Wechselkurs ja gerade nichtig seien, sondern 
nach dem Wechselkurs des Tages, an dem der Bereicherte die Kaufpreiszahlung 
erhalten habe. Denn der Bereicherte habe den Wert zurückzuerstatten, um den er 
am Tage des Erhalts der Kaufpreiszahlung tatsächlich bereichert worden sei. An-
ne-Catherine Hahn stützt auf diesen Entscheid die Aussage, dass der Gegenwert 
des erlangten Vorteils zu erstatten sei, wenn eine Rückgabe in natura nicht mög-
lich sei (in: Furrer/Schnyder [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 
Obligationenrecht, Allgemeine Bestimmungen, 3. Aufl., Zürich 2016, N 2 zu Art. 64 
OR). Der erwähnte Bundesgerichtentscheid wurde in BGE 106 II 36 bestätigt. In 
diesem Entscheid ging es um einen (Vor-)Vertrag, in der sich der Verkäufer eines 
in der Schweiz gelegenen Grundstückes verpflichtete, dieses zu einem in Schwei-
zer Franken bemessenen Kaufpreis zu verkaufen, sobald das Schweizer Recht 
den Kauf durch den niederländischen Käufer zulassen würde. Der Käufer leistete 
in der Folge eine Zahlung in Gulden. Mangels öffentlicher Beurkundung war der 
Vertrag nichtig und es kam zu Rückabwicklung nach Bereicherungsrecht. Das 
Bundesgericht hielt fest, dass die Bereicherung in Gulden bestehe, da die berei-
cherte Partei Gulden erhalten und diese nicht in eine andere Währung getauscht 
habe; dass die Verpflichtung zur Kaufpreiszahlung in Schweizer Franken einge-
gangen worden sei, sei unerheblich, denn die Bereicherung bestimme sich nicht 
nach den Bestimmungen des nichtigen Vertrages, sondern nach der Vermögens-
lage des Bereicherten zum Zeitpunkt der Rückforderung (E. 4). Das Zürcher 
Obergericht erwog gestützt auf dieselben Lehrmeinungen und denselben Ent-
scheid (BGE 48 II 235), dass es sich trotz der Hingabe von Deutschen Mark recht-
fertige, den Bereicherten zur Rückzahlung in Schweizer Franken zu verpflichten, 
da die noch vorhandene Bereicherung herauszugeben sei und der Bereicherte die 

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erhaltenen Deutschen Mark in Schweizer Franken gewechselt habe (ZR 1987 [86] 
Nr. 5, S. 12).

5.4. Eine andere Meinung vertritt Ulrich G. Schroeter (in: Widmer Lüchin-
ger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1-529 OR, 7. Aufl., 
Basel 2020, N 10 f. zu Art. 84 OR). Ihm zufolge hat im Falle einer ungerechtfertig-
ten Bereicherung der Bereicherte, der einen Betrag in einer bestimmen Währung 
erhalten hat, diesen in derselben Währung zurückzuzahlen. Er führt dazu diesel-
ben Bundesgerichtsentscheide an wie die anderen Autoren, ohne seine alleinste-
hende abweichende Interpretation derselben zu begründen.

5.5. Das Bundesgericht folgte in BGE 137 III 158 nicht der Meinung Webers, 
wonach bei Forderungen aus unerlaubter Handlung, die Währung des Landes 
massgeblich sei, in welchem die unerlaubte Handlung begangen worden sei, son-
dern den Lehrmeinungen, die für eine Anknüpfung an die Währung des Landes 
plädieren, in dem der Schaden bzw. der Vermögensverlust eingetreten ist. Das 
Bundesgericht erwog, die Begründung für diese Lösung, wonach die Schadener-
satzklage auf den Ausgleich des reell erlittenen Wertverlusts abziele, überzeuge. 
Wenn die Schadenersatzklage bezwecke, den Schaden, definiert als unfreiwillige 
Verminderung des Nettovermögens, wiedergutzumachen, so erscheine es sinn-
voll, dafür die Währung einzusetzen, in welcher die Verminderung des Vermögens 
eingetreten sei (E. 3.2.2). Wie von der Berufungsklägerin eingewendet, betrifft die-
ser Entscheid zwar Forderungen aus unerlaubter Handlung und nicht aus unge-
rechtfertigter Bereicherung. Die darin angestellte Überlegung des Bundesgerichts 
kann jedoch übertragen werden: Anders als bei der unerlaubten Handlung, wo das 
Vermögen der Geschädigten im Fokus steht, orientiert sich die ungerechtfertigte 
Bereicherung am Vermögen des Bereicherten. Sie hat nicht zum Ziel, die (allfälli-
ge) Schädigung beim Bereicherungsgläubiger zu ersetzen, sondern den unrecht-
mässigen Vermögensvorteil beim Bereicherungsschuldner abzuschöpfen (vgl. 
Hermann Schulin/Annaïg L. Vogt, in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1-529 OR, 7. Aufl., Basel 2020, N 4 f. zu 
Art. 62 OR). Erachtet man nun bei der unerlaubten Handlung die Währung als 
massgebend, in welcher der Schaden besteht, wäre entsprechend der anderen 
Ausrichtung bei der ungerechtfertigten Bereicherung diejenige Währung massge-
blich, in der die Bereicherung besteht (dieselbe Überlegung bei Rutz, a.a.O., 
S. 24, Ziff. 2 erster Satz und S. 26, dritter Absatz). Diese gilt es abzuschöpfen re-
spektive zurückzuerstatten.

5.6. Der Einwand der Berufungsklägerin zur Praktikabilität (E. 3.3 in fine) ist in-
sofern berechtigt, als sich die Frage stellt, welches rechtserhebliche Interesse der 

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Bereicherte daran hat, die in einer bestimmten Währung eingetretene bzw. noch 
vorhandene Bereicherung in einer anderen oder allenfalls mehreren anderen 
Währungen zu erstatten. Ein solches Interesse ist nicht ersichtlich. Zudem sollte 
erst gar nicht das Interesse des ungerechtfertigt Bereicherten im Vordergrund ste-
hen, sondern dasjenige des Bereicherungsgläubigers.

5.7. Aus dem Gesagten ergibt sich als Zwischenfazit, dass sich die Währung 
der Forderung auf Rückerstattung einer ungerechtfertigten Bereicherung gestützt 
auf die Mehrheit der Lehrmeinungen und die erwähnten Bundesgerichtsentschei-
de sowie mit Blick auf den Zweck des Rechtsinstituts nach der Währung bestimmt, 
in der die Bereicherung besteht.

6.1. Im Folgenden ist zu prüfen, in welcher Währung die Bereicherung vorlie-
gend eingetreten ist bzw. noch besteht. Handelt es sich hierbei um eine andere als 
die eingeklagte Währung, muss in einem nächsten Schritt der Frage nachgegan-
gen werden, ob in diesem Fall aufgrund der Dispositionsmaxime (Art. 58 ZPO), 
(und dem Fehlen von Eventualbegehren in der korrekten Währung, vgl. dazu Ivo 
Schwander, Fremdwährungsschulden vor Schweizer Zivilgerichten, BGer 
4A_503/2021 v. 25.4.2022, in: ZZZ 2022, S. 457 ff., D.IV.4.b), eine Abweisung 
erfolgen muss (in diese Richtung vgl. BGer 4A_455/2022 v. 26.1.2023 E. 3.2) oder 
ob die Forderung auf Rückerstattung der Bereicherung unter Umständen – anders 
als beispielsweise die Darlehensrückforderung gemäss BGE 134 III 151 – auch in 
einer anderen Währung bemessen und eingeklagt werden darf (vgl. Philip Carr, 
Klage in falscher Währung – ergo Klageabweisung?, in: AJP 2021, S. 161 ff.).

6.2. Die Bereicherung definiert sich, wie bereits angetönt (E. 5.5), nach dem 
Vermögensstand des Bereicherten. Dabei liegt sie in der Differenz zwischen dem 
jetzigen Vermögensstand und dem Vermögensstand, der ohne das bereichernde 
Ereignis vorläge. Die Bereicherung kann in der Vergrösserung des Vermögens 
(Vermehrung der Aktiven oder Verminderung der Passiven) oder in der Nichtver-
minderung des Vermögens (Ersparnisbereicherung; Nichtverminderung der Aktien 
oder Nichterhöhung der Passiven) bestehen (Schulin/Vogt, a.a.O., N 5 ff. zu 
Art. 62 OR; BGE 129 III 646 E. 4.2 in fine).

6.3. Die Beweislast für die Bereicherung liegt, wie auch für die übrigen Voraus-
setzungen des Anspruchs aus Bereicherungsrecht, gemäss Art. 8 ZGB beim Be-
reicherungsgläubiger (Hermann Becker, Berner Kommentar, Allgemeine Bestim-
mungen, Art. 1-183 OR, Bd. VI/1, 2. Aufl., Bern 1945, N 26 zu Art. 62 OR; Hahn, 
a.a.O., N 6 zu Art. 62 OR). Der Bereicherungsschuldner ist nach Treu und Glau-
ben zur Mitwirkung im Beweisverfahren verpflichtet (Paul Oberhammer/Christian 

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Fraefel, in: Honsell [Hrsg.], Kurzkommentar OR, 1. Aufl., Basel 2014, N 6 zu 
Art. 62 OR). 

6.4.1. An dieser Stelle ist darauf einzugehen, dass die Berufungsklägerin ihre 
Forderung vorinstanzlich auf einen Darlehensvertrag abstützte, sich nunmehr je-
doch der rechtlichen Würdigung der Gegenseite und der Vorinstanz anschliesst, 
wonach die Forderung auf dem Rechtsgrund der ungerechtfertigten Bereicherung 
beruhe. Wie erwähnt wendet die Berufungsbeklagte ein, die Berufungsklägerin 
habe letztere Anspruchsgrundlage vorinstanzlich in tatsächlicher Hinsicht nicht 
genügend behauptet oder substantiiert (E. 3.6). Dieser Einwand ist zu prüfen, da 
im Berufungsverfahren Noven nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 317 
ZPO zulässig sind. Da die Berufungsklägerin vorinstanzlich von einem Darlehens-
vertrag ausging, subsumierte sie in ihren (fakultativen [Art. 221 Abs. 3 ZPO]) 
rechtlichen Ausführungen ihre tatsächlichen Vorbringen unter die Anspruchsvor-
aussetzungen einer Darlehensrückforderung. Dies steht einer anderen rechtlichen 
Würdigung durch das Gericht nicht entgegen. Aus dem Grundsatz iura novit curia 
(Art. 57 ZPO) folgt, dass das Gericht den von einer Partei geltend gemachten 
Streitgegenstand nach allen möglichen rechtlichen Entstehungsgründen zu beur-
teilen und sich daher auch mit Rechtsstandpunkten zu befassen hat, die von den 
Parteien nicht vertreten werden. Gebunden ist das Gericht aufgrund der Dispositi-
onsmaxime (Art. 58 ZPO) einzig an den Streitgegenstand, der sich aus dem gel-
tend gemachten Lebenssachverhalt und dem Rechtsbegehren ergibt (BGer 
4A_378/2022 v. 30.3.2023 E. 4.2).

6.4.2. Die Berufungsklägerin behauptete vorinstanzlich, Zahlungen an oder zu-
gunsten der Berufungsbeklagten in Schweizer Franken, Euro und US-Dollar ge-
leistet zu haben. Sie listete diese in der Klage unter Angabe des Valutadatums, 
des Betrags, der zahlenden und begünstigten Person, teilweise der Währung und 
weiteren Bemerkungen auf (RG act. I.1, 6 ff.). Die Berufungsbeklagte anerkannte 
in der Folge, dass CHF 2'998.00 (sic), USD 357'959.44 und total EUR 43'040.00 
ihren Konten gutgeschrieben worden seien. Die übrigen geltend gemachten Zah-
lungen bestritt sie (RG act. I.2, 7.5). Ohne auf die Frage der (rechtzeitigen) Sub-
stantiierung der bestrittenen Zahlungen durch die Berufungsklägerin in den fol-
genden Rechtsschriften einzugehen, besteht zumindest bezüglich der anerkann-
ten Zahlungen aufgrund der geltenden Verhandlungsmaxime (Art. 55 Abs. 1 ZPO) 
ein dem Entscheid zugrunde zu legender und damit für eine rechtliche Beurteilung 
ausreichend behaupteter Sachverhalt. Dies gilt auch bezüglich der von der Beru-
fungsbeklagten behaupteten Währungen der gutgeschriebenen Beträge (RG 
act. I.2, 7.5), wurden diese doch von der Berufungsklägerin nicht (rechtzeitig) be-

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stritten (RG act. I.3, 13f). Der Einwand der Berufungsbeklagten bezüglich mangel-
hafter Behauptung und Substantiierung erweist sich daher zumindest in diesem 
Umfang als unbegründet.

6.5. Durch die Gutschrift der Zahlungen wurde die Berufungsbeklagte berei-
chert, vermehrte sich durch sie ihr Vermögen bzw. wäre ihr Vermögensstand tie-
fer, wenn die Zahlungen – die bereichernden Ereignisse – nicht stattgefunden hät-
ten. Diese Bereicherung trat sodann – da unbestritten – in Schweizer Franken, 
US-Dollar und Euro ein. Die Berufungsklägerin behauptete erstmals anlässlich der 
vorinstanzlichen Hauptverhandlung, die Berufungsbeklagte habe nur ein "Fran-
kenkonto" gehabt. Sie selbst habe Fremdwährung bezogen, diese in Schweizer 
Franken umgewandelt und so der Berufungsbeklagten mittels Banküberweisung 
überwiesen (RG act. VII.1, S. 3). In ihrer letzten Stellungnahme im Berufungsver-
fahren formuliert sie, dass die Zahlungen in Euro allesamt im Zuge der Überwei-
sungen in Schweizer Franken umgewandelt worden seien (act. A.5, 39). Dass ein-
zelne Belege, wie beispielsweise der Bankauszug der GKB vom 31. März 2015 
über EUR 1'300.00 (RG act. II.13, im Berufungsverfahren als act. B.3.k akturiert), 
diese Behauptung belegen würden, ist unerheblich, da die Behauptung einerseits 
verspätet erfolgte und andererseits diesbezüglich bereits ein unbestrittener und 
daher nicht zu beweisender Sachverhalt vorlag. Auch wenn die Berufungsbeklagte 
in ihrer vorinstanzlichen Duplik in einer Tabelle neben dem in Euro überwiesenen 
Betrag auch den Wechselkurs und den gutgeschriebenen Betrag in Schweizer 
Franken auflistete, anerkannte sie ausdrücklich weiterhin bloss die Gutschrift "in 
EUR" bzw. "in USD" (siehe beispielsweise die bereits thematisierte Überweisung 
von EUR 1'300.00 in RG act. I.4, S. 9 dritte Zeile und 19.2). Aus diesem Grund 
kann im Einwand der Berufungsbeklagten, die Umrechnung (in Schweizer Fran-
ken) sei nicht durch die Klägerin, sondern durch die Bank vorgenommen worden 
(RG act. VII.1, S. 3), auch keine Relativierung der behaupteten Gutschrift in Euro 
bzw. US-Dollar gesehen werden.

6.6.1. Während es für die Verpflichtung des Darlehensschuldners nicht darauf 
ankommt, was aus der Darlehensvaluta geworden ist, hängt der Umfang der Be-
reicherungsschuld davon ab, ob bzw. wie viel und was (Surrogat) von der Berei-
cherung im Vermögen des Bereicherten im Zeitpunkt der Rückforderung noch 
vorhanden ist. Hat sich der (gutgläubige) Empfänger der Bereicherung entäussert, 
so erlischt die Rückerstattungspflicht im entsprechenden Umfang. Die Rückerstat-
tungspflicht bleibt jedoch so weit bestehen, als an Stelle der ursprünglichen Berei-
cherung ein anderer Wert (ein Surrogat) getreten ist. Die Rückerstattungspflicht 
bleibt auch dann bestehen, wenn der Empfänger bei der Entäusserung bösgläubig 

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war (Art. 64 OR; Peter/von Tuhr, a.a.O., S. 502 ff.). Bösgläubigkeit liegt vor, wenn 
der Bereicherte um seine Rückerstattungspflicht wusste oder sie hätte kennen 
müssen (Art. 3 Abs. 2 ZGB), spätestens sobald die Rückforderung erfolgt. Bei der 
ungerechtfertigten Bereicherung aus nicht verwirklichtem Grund (condictio causa 
data non secuta oder condictio ob causam futuram), liegt Bösgläubigkeit gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung von vornherein vor, da der Empfänger dies-
falls mit der allfälligen Rückerstattung rechnen muss (BGE 82 II 430 E. 8; Pe-
ter/von Tuhr, a.a.O., S. 510 f.; Arnold F. Rusch, Der entreicherte Bereicherte, in: 
ZSR 2013, S. 570).

6.6.2. Angesichts der BGE 48 II 235 und 106 II 36 scheinen diese auf Art. 64 OR 
gründenden Regeln zum Umfang der Rückerstattungspflicht auf die Frage des 
Wechselkurses anwendbar zu sein. Dort erkannte das Bundesgericht wie erwähnt, 
dass nicht der nichtige vertraglich vereinbarte Wechselkurs zur Anwendung ge-
langt, sondern der Wechselkurs des Empfangstages der Leistung. Damit gelangte 
mithin der Wechselkurs des Tages zur Anwendung, ab dem der Bereicherte nicht 
(mehr) gutgläubig war, da es in den erwähnten Bundesgerichtsentscheiden (beide 
betrafen ex tunc nichtige Verträge) jeweils um einen nicht verwirklichten Rechts-
grund ging und diesfalls der gute Glaube von vornherein fehlt (E. 6.6.1; Schu-
lin/Vogt, a.a.O., N 5 in fine und 9 erster Absatz letzter Satz zu Art. 64 OR).

6.7. Die Vorinstanz bejahte eine ungerechtfertigte Bereicherung aus nachträg-
lich weggefallenem Grund (condictio causa finita). Der nachträglich weggefallene 
Grund sah die Vorinstanz in der geplanten Eigentumsübertragung der Wohnung 
an die Berufungsklägerin (und deren Ehemann). Da es unbestrittenermassen nie 
zu dieser Eigentumsübertragung gekommen ist, kann diese jedoch nicht einen 
nachträglich weggefallenen Grund für die Zahlung darstellen. Nachträglich wegge-
fallener Grund für die Zahlung kann auch nicht eine Verpflichtung zur künftigen 
Eigentumsübertragung oder eine vorvertragliche Verpflichtung zum Abschluss ei-
nes künftigen Vertrages über die Eigentumsübertragung bilden, da es sich dabei 
um einen Grundstückkaufvertrag bzw. einen Vorvertrag zum Abschluss eines 
Grundstückkaufvertrags handeln würde und beides mangels öffentlicher Beurkun-
dung (Art. 216 Abs. 1 und 2 OR; allenfalls auch aufgrund rechtswidrigen Inhalts, 
vgl. Art. 28 und 26 BewG [SR 211.412.41]) ex tunc nichtig wäre. Nach bundesge-
richtlicher Rechtsprechung ist in dieser Konstellation die Erwartung des Abschlus-
ses eines gültigen, öffentlich beurkundeten Grundstückkaufvertrages (allenfalls 
auch einer öffentlich beurkundeten Schenkung, Art. 243 Abs. 2 OR) und damit der 
Eintritt eines zukünftigen Ereignisses Rechtsgrund der Zahlungen. Kommt der 
Vertrag oder das erwartete zukünftige Ereignis nicht zustande, so erweist sich die 

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Leistung als kraft eines nicht verwirklichten Rechtsgrundes erbracht (BGE 119 II 
20 E. 2a = Pra 1993 Nr. 188 E. 2a).

6.8. Relevant ist diese Unterscheidung mit Blick auf die Ausführungen in E. 6.6; 
die Berufungsbeklagte kann sich aufgrund der Art der Kondiktion gemäss Art. 64 
OR nicht auf die gutgläubige Entäusserung der Bereicherung (vgl. RG act. I.3, 16; 
RG act. I.4, 14 und 24) oder den Wegfall der Bereicherung (durch allenfalls 
schlechteren Wechselkurs) im Zeitpunkt der Rückforderung berufen. Es ist ent-
sprechend nicht von Bedeutung, in welchem Umfang (zu der Währung siehe je-
doch E. 6.10) die Berufungsbeklagte im Zeitpunkt der Rückforderung (vorliegend: 
Schlichtungsgesuch vom 28. August 2017) noch bereichert war, ob die zuvor (öf-
fentliche Beurkundung des Grundstückkaufvertrags am 3. August 2017) begründe-
te Kaufpreisforderung tiefer als der damalige Kaufpreis war, wozu ein dazumal 
oder danach erhaltener Verkaufserlös als rechtsgeschäftlich erlangtes Surrogat 
(sogenanntes commodum ex negotiatione) verwendet wurde, und auch nicht, wel-
che Wechselkurse zu diesen Zeitpunkten galten.

6.9. Anders als der Wechselkurs scheint sich die zurückzuerstattende Währung, 
unabhängig des guten oder bösen Glaubens des Empfängers, nach der im Zeit-
punkt der Rückforderung noch vorhandenen Bereicherung zu bestimmen, stellte 
das Bundesgericht in den zwei erwähnten Entscheiden doch auf diesen Zeitpunkt 
bzw. auf dem Empfang der Leistung nachgelagerte Umstände (das Umtauschen 
der Währung in eine andere) ab, auch wenn in casu jeweils eine ungerechtfertigte 
Bereicherung aus nicht verwirklichtem Grund vorlag und damit Bösgläubigkeit von 
Beginn weg anzunehmen war. Es scheint daher nicht so zu sein, dass nur bei gu-
tem Glauben des Empfängers die Währung der am Tag der Rückforderung noch 
vorhandenen Bereicherung massgeblich wäre, und bei bösem Glauben die 
Währung der Bereicherung am Tag, an dem der gute Glaube entfallen ist (die 
diesbezügliche Unsicherheit der Berufungsklägerin zeigt sich in ihrer in E. 3.5 zi-
tierten Formulierung). Im Folgenden ist daher zu prüfen, in welcher Währung die in 
Schweizer Franken, US-Dollar und Euro eingetretene Bereicherung (E. 6.5) im 
Zeitpunkt der Rückforderung noch bestand.

6.10. Die Berufungsklägerin behauptete verschiedene Zwecke, zu denen sie der 
Berufungsbeklagten bzw. zugunsten der Berufungsbeklagten Zahlungen geleistet 
habe, wobei alle im Zusammenhang mit dem Erwerb der Wohnung stehen (zur 
Tilgung des Kaufpreises [RG act. I.1, S. 7 und Ziff. 7]; zur Tilgung der Hypothekar-
zinsen [RG act. I.1, 7]; zur Tilgung [Amortisation] der Hypothek [RG act. I.1, S. 8]; 
zur Tilgung der Stockwerkeigentümerbeiträge [RG act. I.1, S. 8]; zur Tilgung von 
Steuerschulden [RG act. I.1, S. 8]; zur Anschaffung von Mobiliar und Wohnungs-

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einrichtung [RG act. I.1, Rechtliches 2]; für den Unterhalt der Eigentumswohnung 
[RG act. I.1, S. 7]; zur Tilgung von Gebühren jeglicher Art [RG act. I.3, 13b letzter 
Absatz]; für den "definitiven" Ausbau der Wohnung [RG act. VII.2, 5). Zwar bestritt 
die Berufungsbeklagte wie gesehen die Umwandlung der Fremdwährungszahlun-
gen in Schweizer Franken durch die Berufungsklägerin; dass eine Umwandlung 
stattfand, behauptete jedoch selbst die Berufungsbeklagte, wenn sie auch durch 
die Bank erfolgt sei (RG act. VII.1, S. 3). Ferner unbestritten, und durch die schrift-
liche Erklärung der Berufungsbeklagten (RG act. II.21) im Übrigen belegt, ist, dass 
die Berufungsbeklagte in der Folge, zumindest teilweise dank der erhaltenen fi-
nanziellen Mittel, die Wohnung in der Schweiz – und damit ein Surrogat – erwarb 
und diese wiederum gegen Bezahlung eines Kaufpreises in Schweizer Franken 
veräusserte. Die Rückforderung der Zahlungen durch die Berufungsklägerin er-
folgte vorliegend mit Schlichtungsgesuch vom 28. August 2017. Zu diesem Zeit-
punkt (öffentliche Beurkundung des Kaufvertrages am 3. August 2017) war an 
Stelle der Wohnung wiederum ein Surrogat getreten: die Kaufpreisforderung in 
Schweizer Franken. Somit bestand die Bereicherung am Tag der Rückforderung 
in Schweizer Währung.

6.11. Entsprechend dem Zwischenfazit in E. 5.7 ist daher vorliegend auch die 
Forderung auf Rückerstattung der ungerechtfertigten Bereicherung in Schweizer 
Währung geschuldet. Gemäss Art. 84 Abs. 1 OR darf die Berufungsklägerin als 
Gläubigerin diese Geldschuld in gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten 
Währung fordern und gemäss Art. 58 ZPO auch einklagen, wobei aufgrund der Art 
der Kondiktion die am jeweiligen Empfangstag der Zahlungen geltenden Wechsel-
kurse Anwendung finden. Da sich somit vorliegend geschuldete und eingeklagte 
Währung decken, kann die in E. 6.1 aufgeworfene Frage, ob eine Bereicherungs-
forderung auch in einer anderen Währung als der geschuldeten bemessen und 
eingeklagt werden darf, offengelassen werden.

6.12. Die Rüge der Berufungsklägerin ist somit begründet und der angefochtene 
Entscheid aufzuheben. Da der Bestand der Forderung nun zum ersten Mal mate-
riell geprüft werden muss und den Parteien der doppelte Instanzenzug auch in der 
Sache erhalten bleiben soll, ist die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vor-
instanz zurückzuweisen (Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 ZPO).

7.1. Die Verteilung der Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens kann bei 
Rückweisungsentscheiden der Vorinstanz überlassen werden (Art. 104 Abs. 4 
ZPO), unter Festsetzung der Höhe der Gerichtskosten des Berufungsverfahrens 
durch die Rechtsmittelinstanz (Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-

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nung, 3. Aufl., Basel 2017, N 7 zu Art. 104 ZPO). Der Entscheid hierüber liegt im 
Ermessen der Rechtsmittelinstanz und hängt davon ab, ob im Berufungsentscheid 
über ein gewichtiges Element der Beurteilung definitiv entschieden wurde oder ob 
der Streit der Parteien im Wesentlichen offenbleibt (KGer GR ZK2 22 3 v. 
21.7.2022 E. 4.1 m.w.H.).

7.2. Es ist zwar vorliegend noch nicht absehbar, welche Partei in welchem Um-
fang letztlich obsiegen wird, jedoch ist der Streit, in welcher Währung die Berei-
cherungsforderung vorliegend eingeklagt werden kann, abschliessend geklärt, 
weshalb es sich rechtfertigt, die Prozesskosten des Berufungsverfahrens nicht nur 
der Höhe nach festzusetzen, sondern auch bereits durch das Kantonsgericht zu 
verteilen.

7.3. Die Prozesskosten sind grundsätzlich der unterliegenden Partei aufzuerle-
gen (Art. 106 ZPO). Gründe, von diesem Grundsatz im vorliegenden Falle abzu-
weichen, liegen nicht vor. Da die gesonderte Frage, in welcher Währung die vor-
liegende Forderung aus ungerechtfertigter Bereicherung eingeklagt werden kann, 
zugunsten der Berufungsklägerin entschieden wurde, gilt die berufungsbeklagte 
Partei als unterliegend. Die Prozesskosten des Berufungsverfahren sind daher der 
Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

7.4. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens sind auf CHF 5'000.00 festzu-
setzen (Art. 9 VGZ [BR 320.210]). Sie sind mit dem von der Berufungsklägerin 
geleisteten Kostenvorschuss von CHF 7'000.00 zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 
ZPO). Die Berufungsbeklagte wird verpflichtet, der Berufungsklägerin den Betrag 
von CHF 5'000.00 direkt zu ersetzen (Art. 111 Abs. 2 ZPO). Der Restbetrag von 
CHF 2'000.00 wird der Berufungsklägerin durch das Kantonsgericht zurückerstat-
tet.

7.5. Die Berufungsklägerin reicht keine Honorarnote für das Berufungsverfahren 
ein und beziffert die verlangte Parteientschädigung auch nicht anderweitig, wes-
halb die Parteientschädigung nach Ermessen festzusetzen ist (Art. 2 Abs. 1 HV 
[BR 310.250]). Der von der Berufungsklägerin erwähnte Stundenansatz ihres 
Rechtsvertreters von CHF 270.00 zuzüglich Mehrwertsteuer (act. A.5, 40) ist 
mangels eingereichter Honorarvereinbarung praxisgemäss auf den mittleren An-
satz nach Art. 3 Abs. 1 HV zu kürzen, somit auf CHF 240.00 (KGer GR ZK2 22 45 
v. 12.1.2023 E. 4 m.w.H.). Die Berufungsbeklagte machte (noch vor Einreichung 
der letzten Stellungnahme) einen Stundenaufwand von 21 Stunden geltend 
(act. A.4, 44). Für die berufungsklägerische Seite erscheint ermessensweise der-
selbe Stundenaufwand als angemessen. Zwar oblag ihr die Begründung des 

19 / 20

Rechtsmittels, was einen höheren Aufwand rechtfertigen kann, jedoch wiesen ihre 
Rechtsschriften, insbesondere die letzte, 20-seitige Stellungnahme, einen für die 
Prozessführung nicht erforderlichen Umfang und Inhalt (Wiederholungen, Aus-
führungen zu Nebenschauplätzen) auf. Die Parteientschädigung ist aus diesen 
Gründen auf pauschal CHF 5'500.00 (inkl. Barauslagen) festzusetzen. Ein Zu-
schlag für die Mehrwertsteuer ist nicht zu entschädigen (Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO), 
da auf der anwaltlichen Dienstleistung zugunsten der in Italien wohnhaften Beru-
fungsklägerin keine Mehrwertsteuer geschuldet ist (Art. 1 Abs. 2 lit. a, Art. 8 Abs. 1 
und Art. 18 Abs. 1 MWSTG [SR 641.20]).

7.6. Mit Aufhebung des angefochtenen Entscheids ist auch der vorinstanzliche 
Kostenentscheid aufzuheben. Die Vorinstanz wird darüber in ihrem neuen End-
entscheid zu befinden haben.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird gutgeheissen, der angefochtene Entscheid des Regio-
nalgerichts Maloja vom 1. Juni 2021 aufgehoben und die Sache zur Neube-
urteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens von CHF 5'000.00 gehen zu-
lasten von B._____. Sie werden mit dem von A._____ geleisteten Kosten-
vorschuss von CHF 7'000.00 verrechnet. B._____ wird verpflichtet, A._____ 
den Betrag von CHF 5'000.00 direkt zu ersetzen. Der Restbetrag von 
CHF 2'000.00 wird A._____ durch das Kantonsgericht zurückerstattet.

3. B._____ wird verpflichtet, A._____ für das Berufungsverfahren eine Partei-
entschädigung von CHF 5'500.00 (inkl. Barauslagen) zu leisten.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: