# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a587a04-b7a1-505a-b5ed-e02db76f922a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.03.2010 E-1522/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1522-2010_2010-03-25.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1522/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...),
Türkei,
vertreten durch 
Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Aussetzung des Wegweisungsvollzugs im 
Wiedererwägungsverfahren; Zwischenverfügung des 
BFM vom 11. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1522/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. Dezember 2009 feststellte, der 
Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asyl-
gesuch vom 12. November 2009 abwies und die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  E-417/2010  vom 
28. Januar 2010 auf die gegen diese Verfügung gerichtete Beschwerde 
vom  22. Januar 2010  –  infolge  verspäteter  Eingabe  und  unter  Ab-
weisung  des  Gesuchs  um  Wiederherstellung  der  Beschwerdefrist  – 
nicht eintrat, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Wiedererwägungsgesuch  vom 
11. Februar 2010 an das BFM gelangte, wobei er in verfahrensrecht-
licher Hinsicht die Gewährung der aufschiebenden Wirkung sowie die 
Aussetzung des Wegweisungsvollzugs beantragte,

dass  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  mit  Zwischenverfügung vom 
3. März 2010  Frist  zur  Bezahlung  eines  Gebührenvorschusses  an-
setzte,  mit  dem  Hinweis,  dass  es  sich  um  eine  Zwischenverfügung 
handle, welche gemäss Art. 107 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG, SR 142.31) nur mit dem Endentscheid anfechtbar sei,

dass das BFM mit  irrtümlich als  "Entscheid" bezeichneter  Zwischen-
verfügung vom 11. März 2010 feststellte, der Vollzug der Wegweisung 
werde nicht ausgesetzt, 

dass zur Begründung zunächst auf Art. 112 AsylG hingewiesen wurde, 
wonach die Einreichung ausserordentlicher Rechtsmittel  und Rechts-
behelfe den Vollzug nicht hemme, es sei denn, die für die Behandlung 
zuständige  Behörde  entscheide  anders,  und  in  materieller  Hinsicht 
ausgeführt  wurde,  das  Wiedererwägungsgesuch  erweise  sich  als 
aussichtslos,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  12. März 2010  (Post-
stempel)  gegen  diese  Zwischenverfügung beim  Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerde  erhob  und  beantragte,  die  Verfügung  des  BFM 
vom 11. März 2010 sei aufzuheben, der Vollzug der Wegweisung sei 
für  die Dauer des Wiedererwägungsverfahrens auszusetzen und das 
kantonale Migrationsamt sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme 

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anzuweisen, bis zum Entscheid über die vorliegende Beschwerde auf 
Vollzugshandlungen zu verzichten,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  prozessleitender  Verfügung 
vom  12. März 2010  den  Vollzug  der  Wegweisung  im  Rahmen  einer 
vorsorglichen  Massnahme gemäss  Art. 56 des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) bis auf Weiteres aussetzte,

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass,  nachdem nach  Lehre  und  Praxis  Wiedererwägungsentscheide 
grundsätzlich  wie  die  ursprüngliche  Verfügung  auf  dem ordentlichen 
Rechtsmittelweg  weitergezogen  werden  können,  das  Bundesver-
waltungsgericht  auch zuständig  für  die  Beurteilung der  vorliegenden 
Beschwerde ist,

dass  nach  Art.  107  Abs.  1  AsylG  Zwischenverfügungen,  die  in  An-
wendung der Art. 10 Abs. 1-3 und Art. 18-48 AsylG sowie Art. 71 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  ergehen,  nur  durch  Beschwerde 
gegen  die  Endverfügung  angefochten  werden  können,  vorbehältlich 
die Anfechtung von Verfügungen nach Art. 27 Abs. 3 AsylG (betreffend 
Kantonszuweisung),

dass nach Art. 107 Abs. 2 AsylG Zwischenverfügungen jedoch selb-
ständig  anfechtbar  sind,  sofern  sie  einen  nicht  wieder  gut  zu  ma-
chenden  Nachteil  bewirken  können,  worunter  vorsorgliche  Mass-
nahmen  (Bst.  a)  und  Verfügungen  fallen,  mit  denen  das  Verfahren 
sistiert wird, ausser Verfügungen nach Art. 69 Abs. 3 AsylG (Bst. b),

dass eine Verfügung des BFM, mit  der  das Gesuch um Aussetzung 
des  Wegweisungsvollzugs  abgewiesen  wird,  unter  diese  Kategorie 

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fällt,  weil  sie  im Sinne von Art. 107 Abs. 2 Bst. a  AsylG einen nicht 
wieder gutzumachenden Nachteil  bewirken kann (vgl. BVGE 2007/18 
E. 3.4, 4 und 4.2.3),

dass  die  Beschwerde  gegen  selbständig  anfechtbare  Zwischenver-
fügungen innerhalb von zehn Tagen seit Eröffnung der Verfügung ein-
zureichen ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG),

dass  die  fehlerhafte  Bezeichnung  der  Zwischenverfügung  des  BFM 
vom 11. März 2010 vorliegend unbeachtlich ist, da sie nach dem Ge-
sagten  auch als solche selbständig anfechtbar ist  (Art.  107 Abs. 2 
Bst. a AsylG) und die hierfür massgebliche Beschwerdefrist von zehn 
Tagen  (Art.  108  Abs.  1  AsylG)  –  trotz  unzutreffender  Rechtsmittel-
belehrung – eingehalten wurde, 

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen formgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters respektive einer 
zweiten Richterin zu entscheiden ist  (Art. 111 Bst. e AsylG), und es 
sich vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt wird – um eine solche 
handelt,  weshalb  auf  einen  Schriftenwechsel  zu  verzichten  und  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a 
Abs. 1 und 2 AsylG),

dass  entsprechend  dem  Beschwerdeantrag  die  Verweigerung  der 
Vollzugsaussetzung  durch  das  BFM  den  Streitgegenstand  des  vor-
liegenden Beschwerdeverfahrens bildet,

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dass nach  Art.  112  AsylG die  Einreichung eines  ausserordentlichen 
Rechtsmittels  (vorliegend:  des  Wiedererwägungsgesuchs  vom 
11. Februar 2010)  den Vollzug der  Wegweisung nicht  hemmt,  es  sei 
denn, die für die Behandlung zuständige Behörde entscheide anders,

dass  eine  entsprechende  vorsorgliche  Massnahme  anzuordnen  ist, 
falls  das  Begehren  begründet  ist  und  der  Vollzug  einen  erheblichen 
und nicht wiedergutzumachenden Schaden mit sich bringen würde,

dass  damit  die  gesuchstellende  Person  ein  gegenüber  dem 
öffentlichen  Interesse  am  rechtskräftig  verfügten  Vollzug  der  Weg-
weisung überwiegendes privates Interesse am Verbleib in der Schweiz 
darzutun hat,

dass ein Anspruch auf Wiedererwägung besteht, wenn sich der rechts-
erhebliche  Sachverhalt  seit  dem  ursprünglichen  Entscheid  be-
ziehungsweise  seit  dem  Urteil  der  mit  Beschwerde  angerufenen 
Rechtsmittelinstanz  (vgl. die  nach wie  vor zutreffende Praxis  in  Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 1995 Nr. 21 E. 1c)  in  wesentlicher Weise ver-
ändert  hat  und  mithin  die  ursprüngliche  (fehlerfreie)  Verfügung  an 
nachträglich  eingetretene  Veränderungen  der  Sachlage  anzupassen 
ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 1),

dass auch Revisionsgründe im Sinne von Art. 66 Abs. 2 VwVG einen 
Anspruch auf Wiedererwägung begründen können, sofern sie sich auf 
eine  in  materielle  Rechtskraft  erwachsene  Verfügung  beziehen,  die 
entweder unangefochten geblieben oder  deren Beschwerdeverfahren 
mit einem formellen Prozessurteil abgeschlossen worden ist,

dass ein solchermassen als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch zu 
bezeichnendes  Rechtsmittel  nach  den  Regeln  des  Revisionsver-
fahrens zu behandeln ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 17 E. 2a S. 103 f.),

dass vorliegend der Beschwerdeführer sein Wiedererwägungsgesuch 
damit begründete, seine im ordentlichen Verfahren zu seinem Nachteil 
unbewiesen  gebliebene  Zugehörigkeit  zur  yezidischen  Minderheit 
vermöge  er  nunmehr  mittels  mehrerer  Bestätigungsschreiben  (des 
Bürgermeisters seines Heimatortes sowie dreier in der Schweiz asyl-
berechtigter Verwandter) zu belegen,

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dass  er  sich  mithin  auf  den  Revisionsgrund  neuer  erheblicher 
Tatsachen  und  Beweismittel  gemäss  Art. 66  Abs.  2  Bst. a  VwVG 
beruft, welcher wiedererwägungsweise bei der Vorinstanz geltend ge-
macht werden kann, wenn das ordentliche Verfahren – wie vorliegend 
– ohne materiellen Beschwerdeentscheid abgeschlossen wurde,

dass das BFM die Verweigerung der Aussetzung des Vollzugs damit 
begründet, ein stichhaltiger Grund hierfür liege insoweit nicht vor, als 
dem  Bestätigungsschreiben  des  Bürgermeisters  (Beilage  2)  ange-
sichts dessen schlechter Qualität jeglicher Beweiswert abgesprochen 
werden müsse und betreffend jenen der Verwandten (Beilagen 3 bis 5) 
der begründete Verdacht bestehe, dass diese aus verwandtschaftlicher 
Gefälligkeit aufgesetzt worden seien,

dass  der  Untersuchungsgrundsatz  zu  den  allgemeinen  Grundsätzen 
des Asylverfahrens gehört (vgl. Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG),  

dass demnach die Behörde von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  zu  sorgen, 
die  für  das  Verfahren  notwendigen  Unterlagen  zu  beschaffen,  die 
rechtlich relevanten Umstände abzuklären und ordnungsgemäss darü-
ber Beweis zu führen hat,

dass indessen dieser Grundsatz nicht uneingeschränkt gilt,  zumal er 
sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden (vgl. Art. 13 
VwVG und Art. 8 AsylG) findet,

dass  sich  nämlich  die  entscheidende  Behörde  trotz  des  Unter-
suchungsgrundsatzes in der Regel darauf beschränken darf, die Vor-
bringen der Asylbewerber zu würdigen und die von ihnen angebotenen 
Beweise abzunehmen, ohne weitere Abklärungen vornehmen zu müs-
sen,

dass  sich  jedoch  eine  ergänzende  Untersuchung  dann  aufdrängt, 
wenn auf Grund der Vorbringen und Beweismittel berechtigte Zweifel 
oder Unsicherheit  bestehen,  die voraussichtlich nur mit  Abklärungen 
von Amtes wegen beseitigt werden können (vgl. EMARK 1995 Nr. 23 
E. 5a),

dass die Feststellung des BFM in der Verfügung 18. Dezember 2009, 
wonach dem Beschwerdeführer die behauptete yezidische Glaubens-
zugehörigkeit  nicht  geglaubt  werden  könne,  aufgrund  der  neu  ein-

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gereichten  Bestätigungsschreiben  der  Verwandten  des  Beschwerde-
führers  –  respektive  der  als  solche  bezeichneten  Personen  –  zu-
mindest in Zweifel zu ziehen ist,

dass  der  Wahrheitsgehalt  der  vom  Beschwerdeführer  behaupteten 
Glaubenszugehörigkeit  von  entscheidender  Bedeutung  ist,  da  hin-
sichtlich  der  Glaubensgemeinschaft  der  Yeziden  von  einer  gezielten 
Gruppen-  oder  Kollektivverfolgung  ausgegangen  wird  (vgl.  EMARK 
1995 Nr. 1);

dass  vor  diesem  Hintergrund  angezeigt  gewesen  wäre,  von  Amtes 
wegen  näher  abzuklären,  ob  es  sich  bei  den  Verfassern  der  Be-
stätigungsschreiben tatsächlich um Verwandte des Beschwerdeführers 
und – etwa durch Beizug von deren Asyldossiers – um Angehörige der 
yezidischen Glaubenszugehörigkeit handelt, 

dass  der  angefochtenen  Zwischenverfügung  zudem  keinerlei  Aus-
führungen über eine sich hieraus allenfalls ergebende Glaubenszuge-
hörigkeit auch des Beschwerdeführers, wie dies in Beweismittel 5 ex-
plizit behauptet wird, zu entnehmen sind, 

dass  überdies  erstaunt,  dass  beim  vorliegenden  (unzureichend 
abgeklärten) Sachverhalt dem Beschwerdeführer nicht zumindest Ge-
legenheit  gegeben  wurde,  den  behaupteten  Sachverhalt  zu 
substanziieren,  zumal  dieser  bei  Wahrunterstellung 
wiedererwägungsrechtlich klarerweise relevant erscheint,

dass der ungerechtfertigte Verzicht des Bundesamtes auf nähere Ab-
klärungen  vor  Erlass  ihrer  negativen  Zwischenverfügung  einer  Ver-
letzung  des  Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör  gleichkommt  (Art.  29 
Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 30 VwVG),

dass  sich  das  BFM  seiner  Verantwortung  nicht  dadurch  entledigen 
kann,  dass  es  sich  auf  den  Standpunkt  stellt,  es  bestünde  der  be-
gründete Verdacht, dass es sich bei den fraglichen Beweismitteln um 
verwandtschaftliche  Gefälligkeitsschreiben  handle  und  hieraus  den 
Schluss  ableitet,  sie  stellten  keinen  stichhaltigen  Grund  zur  Aus-
setzung des Wegweisungsvollzuges dar,

dass  das  Bundesamt  damit  in  Missachtung  der  behördlichen  Unter-
suchungspflicht  und  in  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörsanspruchs 

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des Beschwerdeführers den rechtserheblichen Sachverhalt nicht voll-
ständig  abklärt  und  gestützt  auf  eine  ungenügende  Ausgangslage 
negativ über die Aussetzung des Wegweisungsvollzuges entschieden 
hat,

dass eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör grundsätz-
lich zur Aufhebung des angefochtenen Hoheitsakts führt, ohne Rück-
sicht  darauf,  ob  dieser  bei  korrekter  Beweisführung und Gewährung 
des rechtlichen Gehörs anders  ausgefallen wäre,  zumal  eine solche 
Betrachtungsweise dem formellen Charakter des Gehörsanspruchs wi-
derspräche (vgl. EMARK 2006 Nr. 20),

dass  sich  zusammenfassend  ergibt,  dass  das  BFM  aufgrund  der 
vorliegenden Akten und ohne die Vornahme weiterer Abklärungen zu 
Unrecht  festgestellt  hat,  das  öffentliche  Interesse  am  fristgerechten 
Vollzug  der  in  Rechtskraft  erwachsenen  Wegweisungsverfügung  sei 
höher zu gewichten als das private Interesse des Beschwerdeführers 
am Verbleib in der Schweiz, weshalb derselbe den Entscheid über das 
Wiedererwägungsgesuch im Ausland abzuwarten habe,

dass sich vielmehr die Notwendigkeit der Vornahme eingehender Ab-
klärungen bereits aufgrund einer summarischen Würdigung der neuen 
Beweismittel  ergibt,  weshalb  das  BFM gehalten  gewesen  wäre,  ge-
stützt auf die vorliegenden Akten den Vollzug der Wegweisung auszu-
setzen  und  die  Beweismittel  im  Rahmen  des  Wiedererwägungsver-
fahrens einer vertieften Prüfung zu unterziehen,

dass die Beschwerde somit in dem Sinne gutzuheissen ist, als die an-
gefochtene  Zwischenverfügung  des  BFM  vom  11. März 2010  aufzu-
heben und der Vollzug der Wegweisung formell auszusetzen ist,

dass  die  Akten des  BFM zur  Fortsetzung des Wiedererwägungsver-
fahrens an dieses zurückzusenden sind,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten aufzuerlegen 
sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),

dass die obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteientschädigung für 
die ihr erwachsenen notwendigen Kosten hat (Art. 7 Abs. 1 des Regle-
ments vom 21. Februar  2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

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dass die  Rechtsvertreterin  des Beschwerdeführers  keine Kostennote 
zu  den Akten gereicht  hat,  sich  der  notwendige Vertretungsaufwand 
aufgrund  der  Aktenlage  jedoch  hinreichend  zuverlässig  abschätzen 
lässt,  weshalb  die  von  der  Vorinstanz  auszurichtende  Parteient-
schädigung unter Berücksichtigung der massgebenden Bemessungs-
faktoren von Amtes wegen auf Fr. 200.– festzusetzen ist (Art. 14 Abs. 2 
VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.
Die Zwischenverfügung des BFM vom 11. März 2010 wird aufgehoben.

3.
Das  BFM  wird  angewiesen,  die  vom  Bundesverwaltungsgericht 
(provisorisch) angeordnete Aussetzung des Wegweisungsvollzugs auf-
recht  zu  erhalten,  bis  es  über  das  Wiedererwägungsgesuch  ent-
schieden hat.

4.  
Die  Akten des  BFM werden zur  Fortsetzung  des Wiedererwägungs-
verfahrens im Sinne der Erwägungen an dieses zurückgesendet.

5.
Dem Beschwerdeführer werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

6.
Das BFM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer infolge Obsiegens 
für  das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht  eine Parteient-
schädigung von Fr. 200.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ent-
richten.

7.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers, 
das BFM und (...). 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: 

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