# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b59effc7-4880-5dfd-98a3-9c29658eb868
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.03.2010 C-7016/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7016-2008_2010-03-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7016/2008
C-4741/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  M ä r z  2 0 1 0

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), 
Richter Andreas Trommer, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger.

S._______, ohne Zustellungsdomizil in der Schweiz, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Justiz BJ,
Bundesrain 20, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Sozialhilfe an Schweizer Staatsangehörige im Ausland.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7016/2008
C-4741/2009

Sachverhalt:

A.
S._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer)  ist  1953  geboren  und 
Bürger von H._______ (Kanton Luzern). Bis zum Jahre 1987 lebte er 
in  der  Schweiz,  wo er  auch seine  Schul-  und  Berufsausbildung  ab-
solvierte und einer Erwerbstätigkeit nachging. Aus einer in dieser Zeit 
in  der  Schweiz eingegangenen Ehe sowie einer weiteren Beziehung 
gingen mehrere Kinder hervor. Seit 1987 lebt er in Kroatien, wo er sich 
1993  mit  einer  kroatischen  Staatsbürgerin  verheiratet  hat.  Aufgrund 
einer  erleichterten  Einbürgerung  erhielt  er  spätestens  im Jahr  1994 
auch die kroatische Staatsbürgerschaft. Die sieben mit seiner zweiten 
Ehefrau gezeugten Kinder (geb. 1991, 1992, 1993, 1995, 1997, 1999 
und  2003)  sind  offenbar  ihrerseits  kroatisch-schweizerische  Doppel-
bürger.

B.
Auf ein erstes  Gesuch von 4. September  2003 hin  wurden dem Be-
schwerdeführer  für  die  Lebenshaltungskosten  der  sieben  Kinder  ab 
diesem Zeitpunkt  Unterstützungsleistungen  nach  dem Bundesgesetz 
vom  21. März  1973  über  Fürsorgeleistungen  an  Auslandschweizer 
(ASFG,  AS  1973  1976;  ab  1. Januar  2010:  Bundesgesetz  vom 
21. März 1973 über Sozialhilfe und Darlehen an Schweizer Staatsan-
gehörige im Ausland [BSDA, SR 852.1]) zugesprochen. Mit Verfügung 
vom 13. Juni 2006 wurden diese Leistungen per sofort eingestellt, da 
sich herausgestellt hatte, dass in Tat und Wahrheit keines der Kinder 
mit  dem Beschwerdeführer  zusammen lebte: Die  fünf  älteren  waren 
bereits seit  Oktober 2003 tagsüber, seit  April  2004 rund um die Uhr 
auf  Kosten des Aufenthaltsstaates in  einem Heim untergebracht; die 
zwei jüngsten wohnten bei ihrer Mutter, welche seit dem 5. September 
2004 vom Beschwerdeführer getrennt lebte und der in der Folge die el-
terliche Obhut über die beiden Kinder zugeteilt  worden war. Gemäss 
einer Zusammenstellung der Vorinstanz belaufen sich die zu Unrecht 
bezogenen Sozialhilfeleistungen auf CHF 46'837.–.

C.
Am 25. August 2008 gelangte der Beschwerdeführer wiederum mit ei-
nem Gesuch um Ausrichtung zweier  einmaliger  Sozialhilfeleistungen 
nach dem ASFG an die Schweizer Botschaft in Zagreb. Die eine sollte 
als "Starthilfe" dem Aufbau einer Kuhmilchzucht,  die andere der De-

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ckung von Anwaltskosten in  einem von der  zuständigen kroatischen 
Behörde  eingeleiteten  Verfahren  auf  Entzug  der  elterlichen  Obhut 
(bzw. nach kroatischem Recht: des „Rechts der Eltern, mit den Kindern 
zu  leben  und  diese  zu  erziehen“)  über  die  sieben  Kinder  des  Be-
schwerdeführers dienen.

D.
Mit Verfügung vom 25. September 2008 wies das Bundesamt für Justiz 
(BJ)  das  Unterstützungsgesuch  ab.  Zur  Begründung  führte  es  aus, 
Kosten für eine anwaltliche Vertretung in einem von der zuständigen 
Behörde  eingeleiteten  Verfahren,  die  Kinder  des  Beschwerdeführers 
unter Vormundschaft zu stellen, könnten nicht vom Bund übernommen 
werden. Bei der Sozialhilfe des Bundes gehe es zudem um die Siche-
rung des Lebensunterhalts; Wirtschaftshilfe könne damit nicht geleistet 
werden.

E.
Gegen diese Verfügung  erhob der  Beschwerdeführer  mit  Rechtsmit-
teleingabe vom 25. Oktober 2008 beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde  mit  dem  sinngemässen  Antrag  auf  Aufhebung  der  vorin-
stanzlichen Verfügung und Zusprechung der  beantragten Sozialhilfe-
leistungen. Zur Begründung führte er aus, er brauche die beantragte 
einmalige  Hilfe  dringend für  einen Neustart.  Mit  den Einkünften aus 
dem damit zu finanzierenden Kuhstall würde er in der Lage sein, Un-
terhalt für seine Kinder zu leisten und die früher bezogenen Leistun-
gen  zurückzuzahlen.  Andernfalls  bliebe  ihm  nur  der  Umzug  in  die 
Schweiz, was diese finanziell letztlich stärker belasten würde.

F.
Mit  Vernehmlassung vom 15. Januar  2009 beantragte die Vorinstanz 
die Abweisung der Beschwerde. Sie führte aus, Anwaltskosten würden 
in aller Regel nicht von der Sozialhilfe übernommen, was insbesonde-
re  gelte,  wenn  der  Aufenthaltsstaat  das  Institut  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  kenne,  was  laut  Auskunft  der  Schweizer  Vertretung  in 
Kroatien der Fall sei. Der Beschwerdeführer habe sich daher zunächst 
an die zuständige kroatische Behörde zu wenden. Gemäss konstanter 
Praxis könne gestützt auf das ASFG zudem keine Sozialhilfe im Sinne 
einer Investitionshilfe mit dem Ziel des wirtschaftlichen Aufbaus geleis-
tet werden. Eine auf Dauer angelegte Unterstützung komme in der Re-
gel nicht in Frage, wenn eine Existenz erst aufgebaut werden soll und 
es  darum gehe,  unternehmerische Risiken abzudecken. Eine solche 

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Unterstützung wäre allenfalls  dann denkbar,  wenn konkrete Anhalts-
punkte dafür bestünden, dass der Beschwerdeführer seinen Lebens-
unterhalt in naher Zukunft selber bestreiten könnte. Es sei jedoch sehr 
ungewiss, dass der Beschwerdeführer mit der Viehzucht in naher Zu-
kunft ein Erwerbseinkommen für sich und seine Kinder erzielen könn-
te.

G.
Ein vom 20. Januar 2009 datierendes Gesuch des Beschwerdeführers 
um Übernahme der Kosten für die Heimreise in die Schweiz sowie die 
Unterbringung und Betreuung während der unmittelbar darauf folgen-
den Zeit wurde mit Verfügung vom 22. Januar 2009 gutgeheissen. Ent-
sprechende administrative Schritte wurden daraufhin eingeleitet. Einer 
in einer Mail-Korrespondenz vom 27. Januar 2009 mit der Schweizer 
Vertretung wiedergegebenen Äusserung des Beschwerdeführers ent-
nahm die Vorinstanz jedoch dessen Wunsch, doch in Kroatien zu blei-
ben und nicht in die Schweiz zurückzukehren. In einem Schreiben an 
die  Vertretung  vom 28. Januar  2009  erklärte  sie  ihre  grundsätzliche 
Bereitschaft, den Beschwerdeführer für die kommenden sechs Monate 
weiterhin vor Ort zu unterstützen. Dies knüpfte sie allerdings nament-
lich an die Bedingungen,  dass er  alle  budgetrelevanten Änderungen 
melde sowie Abklärungen hinsichtlich des ihm allenfalls zustehenden 
Teils des Erlöses aus einem Verkauf des im Eigentum seiner Ehefrau 
stehenden  Grundstücks  treffe  und  entsprechende  Belege  einreiche. 
Mit Verfügung vom 9. März 2009 sprach sie ihm schliesslich (auf der 
Grundlage eines neu erstellten Budgets)  monatliche Unterstützungs-
leistungen im Umfang von HRK 7'283.– ab Februar  2009 bis  Januar 
2010 zu.

H.
Mit Replik vom 16. Februar 2009 beantragte der Beschwerdeführer er-
neut die Gutheissung der Beschwerde vom 25. September 2008.

I.
Mit einem weiteren Gesuch vom 16. Juni 2009 beantragte er die Ge-
währung von "Sozialhilfe von 10'000.– Euro". Dieser Betrag würde es 
ihm ermöglichen, auf seiner Farm eine Kälbermast zu betreiben. Die 
ihm gewährte  wiederkehrende  Sozialhilfe  von HRK 7'283.– sei  nicht 
ausreichend, um damit seine Familie zu ernähren. Die beantragte So-
zialhilfeleistung würde ihm dagegen  ermöglichen,  dies  zu  tun  sowie 

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die Rückerstattung der in den früheren Jahren ausgerichteten Leistun-
gen an die Hand zu nehmen.

Mit  einem  ergänzenden  Schreiben  vom  30. Juni  2009  bat  der  Be-
schwerdeführer um eine zügige Entscheidung in dieser Sache. Zudem 
führte er aus, die Kinder kämen nach Hause; sie könnten nicht mehr 
im Heim sein. Er benötige deswegen Kinderbetten sowie weiteres Mo-
biliar.

J.
Mit Verfügung vom 1. Juli 2009 wies die Vorinstanz das Gesuch vom 
16. Juni  2009,  welches sie  als  solches um Ausrichtung eines Darle-
hens in der Höhe von  €  10'000.– entgegengenommen hatte, ab. Mit 
der Sozialhilfe des Bundes könnten keine Wirtschaftshilfe geleistet und 
keine Darlehen ausgerichtet werden. Am 13. März 2009 habe sich der 
Beschwerdeführer  zudem verpflichtet,  die  Hälfte  seines  Grundeigen-
tums zu veräussern. Über seine diesbezüglichen Verkaufs-  wie auch 
über  seine  Arbeitsbemühungen  habe  der  Beschwerdeführer  regel-
mässig Rechenschaft  abzulegen. Der gesamte Erlös sei  zur  Rücker-
stattung  der  unrechtmässig  erhaltenen  sowie  zur  teilweisen  Rücker-
stattung der rechtmässig erhaltenen Sozialhilfe zu verwenden. Werde 
diese Weisung nicht oder nur teilweise befolgt, werde die laufende Un-
terstützung per sofort eingestellt. Im Schreiben vom 30. Juni 2009 be-
klage sich der Beschwerdeführer zudem über den zu geringen Betrag 
der Unterstützung. Diese sei jedoch auf der Basis der geltenden Richt-
linien berechnet worden. Sollte das Gericht das Sorgerecht dem Be-
schwerdeführer  zuteilen  und  die  Kinder  bei  ihm wohnen,  würde  der 
Unterstützungsbeitrag aufgrund eines neuen Budgets angepasst. Für 
Sonderauslagen könnten entsprechende Gesuche gestellt werden.

K.
Gegen diese Verfügung  erhob der  Beschwerdeführer  mit  Rechtsmit-
teleingabe vom 14. Juli 2009 Beschwerde mit dem sinngemässen An-
trag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Ausrichtung der 
beantragten Leistung, wobei er ausführte, er habe nicht um ein Darle-
hen ersucht,  sondern um Bevorschussung der ihm für die folgenden 
zehn Monate zustehenden Sozialhilfe in einer Auszahlung. Er betonte 
erneut,  dass es mit  der von ihm geplanten Kälbermast  möglich sein 
werde, für seinen Unterhalt sowie denjenigen seiner Familie aufzukom-
men sowie die bezogenen Sozialhilfeleistungen zurückzuerstatten. Um 

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den Grundbesitz veräussern zu können,  müsse er jedoch einen Ge-
richtsentscheid abwarten.

L.
Mit Vernehmlassung vom 15. Oktober 2009 spricht sich die Vorinstanz 
auch für die Abweisung dieser Beschwerde aus. Ob um ein rückzahl-
bares Darlehen oder  um eine vorzeitige Auszahlung von Sozialhilfe-
leistungen ersucht worden sei, spiele letztlich keine Rolle, denn für die 
Inbetriebnahme eines Geschäfts und damit wirtschaftliche Aufbauhilfe 
würden keine Sozialhilfeleistungen ausgerichtet. Angesichts der Kos-
tengutsprache vom 9. März 2009 sowie der regelmässigen Auszahlun-
gen sei weder ein Vorschuss im Sinne von Art. 7 der Verordnung vom 
26. November  1973  über  Fürsorgeleistungen an  Auslandschweizer 
(ASFV, AS 1973 1983; ab dem 1. Januar 2010: Verordnung vom 4. No-
vember 2009 über Sozialhilfe und Darlehen an Schweizer Staatsange-
hörige im Ausland [VSDA, SR 852.11]) noch eine vorläufige Unterstüt-
zung  nach  Art. 25  ASFV erforderlich.  Zum Zeitpunkt  der  Kostengut-
sprache  habe  der  Beschwerdeführer  zudem  alleine  gelebt,  weshalb 
das Budget auf der Basis eines Einpersonenhaushalts erstellt worden 
sei. Der Beschwerdeführer habe mit Schreiben vom 30. Juni 2009 mit-
geteilt, die vier im Heim untergebrachten Kinder seien nach Hause zu-
rückgekehrt. Er habe deshalb eine einmalige Unterstützung für die Be-
schaffung von Kinderbetten beantragt. Ausserdem habe er darauf hin-
gewiesen,  dass  die  monatlichen Leistungen für  den Lebensunterhalt 
nicht ausreichten, wenn die Kinder bei ihm wohnten. Dieses Gesuch 
sei  als  solches  um Erhöhung  der  monatlichen Unterstützung  entge-
gengenommen und mit der angefochtenen Verfügung abgewiesen wor-
den. Der Beschwerdeführer mache sinngemäss geltend, das Gesuch 
hätte als Antrag um Ausrichtung eines Betrags für die Anschaffung von 
Kinderbetten behandelt werden müssen. Aufgrund der Eingabe sei bei-
des möglich gewesen. Gegen die Verweigerung der Erhöhung der aus-
gerichteten Leistungen bringe der Beschwerdeführer nichts vor, wes-
halb  die  Beschwerde auch  in  diesem Punkt  abzuweisen sei. Ergän-
zend wies die Vorinstanz darauf hin, der Beschwerdeführer habe zwi-
schenzeitlich  seinen  Antrag  auf  eine  einmalige  Leistung  für  die  Be-
schaffung von Kinderbetten gegenüber der örtlichen Vertretung erneu-
ert, auf ihm daraufhin zur Abklärung des Sachverhalts vorgelegte Fra-
gen jedoch nicht reagiert  und in der Folge ein Gesuch um Unterstüt-
zung bei der Rückkehr in die Schweiz eingereicht. Selbst wenn man 
das Gesuch vom 30. Juni  2009 als  Gesuch um einmalige Unterstüt-
zung betrachten würde, so bestünde aufgrund der inzwischen einge-

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tretenen Entwicklung insofern kein Rechtsschutzinteresse mehr an ei-
ner Überprüfung des angefochtenen Entscheids.

M.
Mit verfahrensleitender Anordnung vom 28. Oktober 2009 wurde dem 
Beschwerdeführer  die  Möglichkeit  gewährt,  zur  vorinstanzlichen Ver-
nehmlassung Stellung zu nehmen. Die ihm dafür gesetzte Frist liess er 
jedoch ungenutzt verstreichen.

N.
Am 8. Januar  2010 stellte  der  Beschwerdeführer  (nach Januar  2009 
zum zweiten Mal; vgl. Bst. G) um Übernahme der Kosten für die Heim-
reise in die Schweiz.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Aufgrund  des  engen  persönlichen  und  sachlichen  Zusammenhangs 
werden die  Beschwerdeverfahren C-7016/2008 und C-4741/2009 ver-
einigt.

2.
2.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht – un-
ter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen – Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021), 
welche von einer der in Art. 33 VGG aufgeführten Behörden erlassen 
wurden. Darunter fallen Verfügungen des BJ betreffend Sozialhilfeleis-
tungen  an  Schweizer  Staatsangehörige  im  Ausland  nach  Art. 14 
Abs. 1 BSDA.

2.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts ande-
res bestimmt.

2.3 Der  Beschwerdeführer  ist  als  Adressat  der  Verfügungen  vom 
25. August 2008 und vom 1. Juli 2009 durch diese besonders berührt 
(vgl. Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG).

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Angesichts des Umstands, dass das – soweit  ersichtlich – letzte Ge-
such  des  Beschwerdeführers  vom  8. Januar  2010  (wiederum)  auf 
Übernahme  der  Heimreisekosten  lautete  (vgl.  Sachverhalt  Bst. N), 
stellt sich jedoch die Frage, ob seinerseits nach wie vor ein aktuelles, 
praktisches Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefoch-
tenen Verfügungen (vgl. Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG) bzw. an der Beur-
teilung  der  vorliegenden  Beschwerden  besteht  (vgl.  dazu  CHRISTOPH 
AUER/MARKUS MÜLLER/BENJAMIN SCHINDLER [HRSG.],  Kommentar  zum Bun-
desgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich/St. Gallen 
2008, N 18 ff. zu Art. 48). In Anbetracht dessen, dass er in der Vergan-
genheit wiederholt bereits gestellte Gesuche zurückgezogen bzw. ab-
geändert hat und solche Widersprüchlichkeiten daher auch im Zusam-
menhang mit dem Gesuch vom 8. Januar 2010 nicht auszuschliessen 
sind, ist das Vorliegen eines aktuellen, praktischen Rechtsschutzinter-
esses im Zusammenhang mit den vorliegend in Frage stehenden Be-
schwerdeverfahren jedoch unter dem Blickwinkel der Rechtssicherheit 
zu bejahen, insbesondere da ein Entscheid in der Sache auch im In-
teresse der Vorinstanz liegt.

Auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichten  Beschwerden  ist  daher 
einzutreten (vgl. Art. 49 ff. VwVG).

3.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts sowie – wenn nicht eine kantonale Behörde 
als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt seines Entschei-
des (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Urteils des 
Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

4.
Die angefochtenen Verfügungen ergingen gestützt auf die Bestimmun-
gen des bis zum 31. Dezember 2009 geltenden ASFG (vgl. dazu auch 
Sachverhalt Bst. B). Da sich die Verfügungen auf einen Dauersachver-

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halt beziehen, welcher unter der Geltung des alten Rechts begonnen 
hat und nach wie vor andauert, ist diesbezüglich das seit dem 1. Janu-
ar  2010  geltende  neue  Recht,  mithin  die  Bestimmungen  des  BSDA 
und der VSDA, anzuwenden. Da sich die neuen Bestimmungen gegen-
über den bisherigen inhaltlich im Wesentlichen nicht unterscheiden, er-
wächst  dem Beschwerdeführer  durch  ihre  Anwendung  kein  Nachteil 
und kann auch auf die zum alten Recht entwickelte Rechtsprechung 
zurückgegriffen werden (vgl. zum Ganzen ausführlicher die Urteile des 
Bundesverwaltungsgerichts C-696/2009 vom 8. Februar 2010 E. 3 so-
wie C-1335/2007 vom 27. Januar 2010 E. 3,  je  mit  weiteren Hinwei-
sen).

5.
5.1 Nach Art. 1 BSDA gewährt der Bund im Rahmen dieses Gesetzes 
Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern, die sich in einer Not-
lage befinden, Sozialhilfeleistungen. Gemäss dem in Art. 5 BSDA fest-
gelegten  Grundsatz  der  Subsidiarität  der  Sozialhilfe  werden  solche 
Leistungen  nur  an Personen ausgerichtet,  die  ihren Lebensunterhalt 
nicht hinreichend aus eigenen Kräften und Mitteln, Beiträgen von pri-
vater Seite oder Hilfeleistungen des Aufenthaltsstaates bestreiten kön-
nen.

5.2 Schweizerisch-ausländische  Doppelbürger,  deren  ausländisches 
Bürgerrecht vorherrscht, werden nach Art. 6 BSDA in der Regel nicht 
unterstützt. Für die Beurteilung der Frage, welches Bürgerrecht über-
wiegt,  ist  gemäss  Art. 2  Abs. 1  VSDA  vor  allem  auf  die  Umstände, 
welche  zum  Erwerb  des  ausländischen  Bürgerrechts  geführt  haben 
(Bst. a),  den  Aufenthaltsstaat  während  der  Kindheit  und  der  Ausbil-
dungszeit (Bst. b), die Dauer des Aufenthalts im jetzigen Aufenthalts-
staat (Bst. c) und die Beziehung zur Schweiz (Bst. d) abzustellen.

Das Vorherrschen des Schweizer Bürgerrechts bei Doppelbürgerinnen 
und Doppelbürgern stellt  damit eine grundlegende Voraussetzung für 
den  Anspruch  auf  Ausrichtung  von  Sozialhilfeleistungen  nach  dem 
BSDA  dar  (vgl.  in  diesem  Zusammenhang  die  Gesetzessystematik: 
Art. 6 BSDA im zweiten Abschnitt, in welchem die allgemeinen Voraus-
setzungen  für  die  Ausrichtung  von  Leistungen  nach  diesem  Gesetz 
festgelegt  sind,  sowie Art. 11 BSDA im dritten,  die Arten der auszu-
richtenden  Sozialhilfeleistungen  regelnden  Abschnitt).  Dementspre-
chend ist nach Art. 2 Abs. 1 VSDA über die Frage des vorherrschen-
den Bürgerrechts denn auch vorab zu befinden.

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6.
6.1 Der 57-jährige Beschwerdeführer hat seine ersten 34 Lebensjahre 
in der Schweiz verbracht und hier seine Schul- und Berufsausbildung 
sowie  den  Militärdienst  absolviert.  Eigenen  Angaben  zufolge  ist  er 
damals  hierzulande  auch  einer  Erwerbstätigkeit  nachgegangen  (ge-
mäss einer Eingabe vom 6. September 2009 war er während 12 Jah-
ren bei der Migros Genossenschaft als Chefmetzger tätig) und aus ei-
ner ersten Ehe sowie einer weiteren Beziehung sind mehrere Kinder 
hervorgegangen.

Seit 1987 lebt er ununterbrochen in Kroatien, wo er sich im Jahre 1993 
mit einer kroatischen Staatsbürgerin verheiratet hat. Aus dieser Verbin-
dung sind in  den Jahren 1991 bis 2003 sieben Kinder hervorgegan-
gen. Der  Beschwerdeführer  wurde spätestens  1994 (vgl. das  Schei-
dungsurteil  vom 29. September 2009) angeblich aufgrund der Militär-
dienstleistung  während des  Krieges „Hrvatska und Jugoslawien“  (so 
die Angaben des Beschwerdeführers im Formular für Doppelbürger/-
innen vom 15. August 2008; gemeint sein dürfte der Jugoslawien- re-
spektive Kroatienkrieg in den Jahren 1991-1995) erleichtert eingebür-
gert  und  verfügt  seither  neben  der  schweizerischen  auch  über  die 
kroatische Staatsbürgerschaft (was der örtlichen Schweizer Vertretung 
zum Zeitpunkt  des ersten Unterstützungsgesuchs vom 4. September 
2003 offenkundig noch nicht bekannt war [vgl. deren Bericht zuhanden 
der Vorinstanz von jenem Tag]; sie erhielt davon erst im Zuge der Ab-
klärungen betreffend sein erneutes Gesuch vom August 2008 Kenntnis 
[vgl. die  Mailkorrespondenz zwischen der Vorinstanz und der  Vertre-
tung vom 22. September 2008]). Auch seine Kinder aus zweiter Ehe 
sind  kroatisch-schweizerische  Doppelbürger,  haben  jedoch  – soweit 
ersichtlich – keinerlei Bezug zur Schweiz. Nach Angaben der Schwei-
zer  Vertretung  (vgl.  das  Formular  für  Doppelbürger/-innen  vom 
2./3. Februar  2009)  erfolgte  die  Immatrikulation des  Beschwerdefüh-
rers vor Ort  im Dezember  1994. Bis  im Dezember  2003 verfügte  er 
über  einen  gültigen  Schweizer  Pass  (ausgestellt  im  Juni  1990);  die 
Ausstellung  eines  neuen  Passes  beantragte  er  nie  und  eine  solche 
stand erst anfangs des Jahres 2009 im Zusammenhang mit seiner da-
mals bereits in die Wege geleiteten Rückkehr in die Schweiz wieder 
zur Diskussion (vgl. die Faxmitteilung der Schweizer Vertretung an die 
Vorinstanz vom 21. Januar 2009). Der kroatische Pass, über welchen 
er gemäss Angaben der Botschaft verfügt, war demgegenüber offen-
bar stets gültig (vgl. Formular Doppelbürger/-innen vom 2./3. Februar 
2009). Mitglied in einem Schweizer Verein vor Ort war und ist der Be-

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schwerdeführer schliesslich gemäss eigenen Angaben nicht und auch 
Beiträge an die freiwillige AHV/IV hat er nie geleistet. An die Schwei-
zer Vertretung wendet er sich offenbar lediglich, wenn er etwas benö-
tigt  (so  deren  Angaben  im  Formular  für  Doppelbürger/-innen  vom 
2./3. Februar 2009).

Im August 2008 hatte der Beschwerdeführer angegeben, durch seine 
Mutter mit  der Schweiz verbunden zu sein; seine ehemalige Ehefrau 
sowie seine hierzulande lebenden Kinder (denen gegenüber er im Üb-
rigen nie  seiner  Unterhaltspflicht  nachgekommen ist)  erwähnte  er  in 
diesem Zusammenhang nicht. Inzwischen ist  (auch) seine Mutter of-
fenbar  verstorben  (vgl.  die  entsprechenden  Angaben  in  einem  vom 
9. November 2008 datierenden Gesuch). Vom Unfalltod eines seiner in 
der Schweiz lebenden Söhne im Jahre 2004 erfuhr er nicht unmittelbar 
durch seine ehemalige Ehefrau oder einen seiner übrigen Nachkom-
men, sondern er wurde davon – auf Bitte eines solchen hin – von der 
Schweizer Vertretung in Kenntnis gesetzt (vgl. Faxmitteilung bzw. Mail-
korrespondenz der Vertretung an das BJ vom 13. September 2004). In 
die Schweiz begeben hat sich der Beschwerdeführer in der Folge bzw. 
im Zusammenhang mit  diesem Todesfall  – soweit  aus den Akten er-
sichtlich –  nicht.  Die  Schweizer  Vertretung  ihrerseits  hielt  fest,  bei 
Durchsicht  der  den  Beschwerdeführer  betreffenden  Unterlagen  seit 
1994 erwiesen sich dessen Kontakte zu Verwandten oder Bekannten 
in der Schweiz als eher spärlich (vgl. das Formular für Doppelbürger/-
innen vom 2./3. Februar 2009). Bereits in einer an das Bundesverwal-
tungsgericht gerichteten Faxmitteilung vom 17. November 2008 (S. 2) 
hatte sie zudem festgehalten, der Beschwerdeführer habe angegeben, 
keinen Kontakt zu seinen in der Schweiz lebenden Kindern mehr zu 
haben, seit er in Kroatien lebe. Im letzten Jahr hatte er offenbar einzig 
mit  einem seiner  in  der  Schweiz  lebenden Söhne  sporadisch etwas 
Kontakt, wobei die Initiative dafür von seinem Sohn ausgegangen zu 
sein scheint. Im Rahmen der vorliegenden Beschwerdeverfahren war 
der Beschwerdeführer denn auch nicht in der Lage, ein Zustellungsdo-
mizil in der Schweiz zu bezeichnen.

Die Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und seiner zweiten Ehefrau 
wurde  zwar  offenbar  am  29. September  2009  auf  deren  Klage  hin 
durch  ein  in  erster  Instanz  urteilendes  Gericht  geschieden  und  das 
Sorgerecht  hinsichtlich  vier  der  sechs  noch  minderjährigen  Kinder 
gleichzeitig der Mutter übertragen (hinsichtlich der zwei jüngsten Kin-
der war dies bereits zu einem früheren Zeitpunkt geschehen). Jedoch 

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wurde dem Beschwerdeführer ein Besuchsrecht eingeräumt. Im Übri-
gen hat dieser sinngemäss angegeben, das fragliche Urteil angefoch-
ten zu haben (vgl. seine Eingabe vom 20. Januar 2010 an die Schwei-
zer  Vertretung),  in  welchem  Fall  es  möglicherweise  noch  nicht  in 
Rechtskraft  erwachsen ist. Ohnehin ist  jedoch offenkundig, dass ihm 
am Kontakt mit seinen in Kroatien lebenden Kindern sehr gelegen ist 
und es sich um – im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten – geleb-
te Beziehungen handelt, woran auch ein rechtskräftiges Scheidungsur-
teil nichts ändern dürfte.

Einem  Urteil  des  Gemeindegerichts  Vinkovci  vom  13. Februar  2009 
sowie zwei Schreiben des Beschwerdeführers an die Schweizer Ver-
tretung vom 22. April 2009 ist zudem zu entnehmen, dass er über Al-
leineigentum hinsichtlich zweier Grundstücke verfügt (auf denen sich 
auch die von ihm bewohnte Liegenschaft befindet). Bestätigt wird dies 
durch einen Grundbuchauszug vom 9. Dezember 2009, auf welchem 
der  Beschwerdeführer  als  Alleineigentümer  der  fraglichen  Parzellen 
aufgeführt  ist. Die  genauen Umstände des Erwerbs dieses  Grundei-
gentums sind nicht bekannt,  jedoch dürfte er im Zusammenhang mit 
der Trennung von seiner (ehemaligen) Ehefrau stehen,  deren Mutter 
ursprünglich das Eigentum daran zukam. Der Wert dieser Grundstücke 
wurde  vom erwähnten  Gericht  zu  jenem Zeitpunkt  auf  beträchtliche 
(umgerechnet) CHF 425'200.– geschätzt (wobei der Beschwerdeführer 
selber in einem der beiden Schreiben angab, das Gericht pflege in sol-
chen Fällen von konservativen Schätzungen auszugehen). Der Erwerb 
von Grundeigentum (zumal im erwähnten doch erheblichen Wert) dürf-
te die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem Aufenthaltsstaat 
weiter intensiviert haben.

6.2 Gemäss  der  einschlägigen  Verordnungsbestimmung  (vgl.  Art. 2 
Abs. 1 VSDA) ist  der Aufenthaltsstaat  während der Kindheit  und der 
Ausbildungszeit einer von mehreren massgeblichen Faktoren, auf wel-
che bei der Bestimmung des vorherrschenden Bürgerrechts abgestellt 
wird. Daneben sind in diesem Zusammenhang, wie erwähnt, nament-
lich  auch  die  Dauer  des  Aufenthalts  im  derzeitigen  Aufenthaltsstaat 
und die Beziehung zur Schweiz entscheidend.

Der Beschwerdeführer hat bis zu seiner Emigration nach Kroatien im 
Jahre 1987 in der Schweiz gelebt. Er hat damit die ersten 34 Lebens-
jahre und folglich – über seine Kindheit und Ausbildungszeit hinaus – 
den (bis anhin noch)  überwiegenden Teil  seines Lebens hierzulande 

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zugebracht.  Gleichzeitig  mit  seinem Wegzug  hat  er  jedoch  offenbar 
praktisch sämtliche Beziehungen zur  Schweiz  und zu hier  lebenden 
Personen (selbst seinen Kindern) abgebrochen und den Kontakt auch 
seither nicht bzw. in kaum erwähnenswerter Weise wieder aufgenom-
men. Beispielhaft für diese fehlende Bindung steht der Umstand, dass 
er  – wie  erwähnt –  vom Tod eines  seiner  Söhne vor  einigen Jahren 
erst  unter  Einschaltung  der  örtlichen  Schweizer  Vertretung  Kenntnis 
erhalten  hat.  Offenkundig  war  ihm  zudem  auch  nie  daran  gelegen, 
trotz Wohnsitznahme im Ausland und des damit nachvollziehbarerwei-
se einhergehenden Aufbaus entsprechender Beziehungen zum Aufent-
haltsstaat über daselbst bestehende Möglichkeiten (beispielsweise vor 
Ort gepflegte Beziehungen zu anderen Schweizer Staatsangehörigen, 
Mitgliedschaften in entsprechenden Vereinen oder sonstiger Teilnahme 
am Sozialleben,  regelmässige Lektüre einer Schweizer Zeitung oder 
dergleichen, über das Notwendigste hinausgehende Kontakte mit der 
Schweizer  Vertretung)  gleichzeitig  auch  die  Verbindung  zur  Schweiz 
aufrechtzuerhalten. Bereits seit Jahren hat er keinerlei (erkennbaren) 
Bezug mehr zu ihr.

Gleichzeitig bzw. umgekehrt hat sich seine Beziehung zu Kroatien in 
den mittlerweile bald 23 Jahren seines Aufenthalts stetig intensiviert. 
Sämtliche für ihn bedeutsamen Beziehungen bestehen seit 1987 – mit 
seiner Ehe mit einer kroatischen Staatsangehörigen sowie der Geburt 
und Einschulung seiner sieben Kinder – in zunehmendem Masse bzw. 
mittlerweile  ausschliesslich  zu  seinem  Aufenthaltsstaat.  Namentlich 
lebt seine Familie bzw. leben seine Kinder aus zweiter Ehe, hinsicht-
lich derer ihm offenkundig – und damit anders als hinsichtlich seiner in 
der Schweiz lebenden Nachkommen – an der Kontaktpflege sehr gele-
gen ist, in Kroatien. Auch der Umstand, dass er dort nun auch Grund-
eigentum erworben hat, hat seine Bindung zum Aufenthaltsstaat wohl 
noch verstärkt.

Bezeichnend  erweist  sich  in  diesem  Zusammenhang,  dass  der  Be-
schwerdeführer eine Rückkehr in die Schweiz offenbar stets als "wirkli-
che Notlösung" betrachtet hat (vgl. die bereits erwähnte Faxmitteilung 
der Schweizer Vertretung an das hiesige Gericht  vom 17. November 
2008). Es erscheint  naheliegend,  sein Gesuch vom 20. Januar 2009 
um Übernahme der Heimreisekosten (sowie der Kosten für  den not-
wendigen Lebensbedarf in der Schweiz) im Kontext der zuvor erfolgten 
Abweisung  durch  die  Vorinstanz  seines  Gesuchs  vom  9. November 
2008 um monatliche Soziahilfeleistungen zur Deckung des notwendi-

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gen Lebensbedarfs vor Ort zu sehen. Nachdem sich die Vorinstanz da-
raufhin  wiederum  zu  einer  weiteren  Unterstützung  vor  Ort  bereit 
erklärte (vgl. das Schreiben an die Vertretung vom 28. Januar 2009), 
sah er von der bereits – unter nicht unerheblichem administrativen Auf-
wand sowohl für die Schweizer Vertretung als auch für die Vorinstanz – 
in  die  Wege geleiteten  Rückkehr  in  die  Schweiz  ab. Zwar  erscheint 
durchaus nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer möglichst in der 
Nähe seiner Kinder aus zweiter Ehe leben will. Doch scheint dies le-
diglich mit eine Begründung zu sein für seinen stark ausgeprägten, ei-
genen Wunsch, in Kroatien wohnen zu bleiben. Einer Rückkehr bzw. 
Übersiedlung in die Schweiz scheint er demgegenüber nichts abgewin-
nen zu können. Sein Wunsch, weiterhin in Kroatien zu leben, erscheint 
damit  gleichsam  als  Abbild  seines  mittlerweile  praktisch  vollständig 
fehlenden Bezuges zur Schweiz. 

Angesichts dieser Sachlage wäre – zum aktuellen Zeitpunkt – lediglich 
dann vom schweizerischen Bürgerrecht als dem vorherrschenden aus-
zugehen, wenn ein sich auch während seines Aufenthalts in Kroatien 
bzw. auch aktuell  nach wie vor manifestierender Bezug zur  Schweiz 
bestehen würde. Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, könnte 
davon derzeit kaum ausgegangen werden.

Die Vorinstanz hat sich bisher zur Frage des vorherrschenden Bürger-
rechts nicht explizit geäussert. Nachdem ihr die kroatische Staatsbür-
gerschaft  des  Beschwerdeführers  im  Jahre  2008  bekannt  geworden 
war, hätte sie spätestens zum Zeitpunkt der erneuten Zusprechung pe-
riodischer Leistungen im März 2009 über diese Frage befinden müs-
sen. In Bezug auf die beiden vorliegenden Verfahren – in welchen sich 
die Vorinstanz in materieller Hinsicht mit  den Gesuchen auseinander 
gesetzt  hat –  ist  nicht  eindeutig,  ob  das  BJ  vom  Vorherrschen  des 
Schweizer Bürgerrechts ausging oder von der Annahme, dass aktuell 
bzw. zu  einem früheren  Zeitpunkt  kontinuierlich  Sozialhilfeleistungen 
ausgerichtet wurden (vgl. Ziff. 1.2.3 der Richtlinien Sozialhilfe für Aus-
landschweizerinnen  und  Auslandschweizer  des  BJ,  online  zu  finden 
unter  www.bj.admin.ch  >  Themen > Migration  >  Sozialhilfe  Ausland-
schweizer > Auslandschweizer/in > Richtlinien für die Behandlung von 
Gesuchen um Sozialhilfeunterstützung [nachfolgend: Richtlinien];  da-
nach  kann  im  Zeitpunkt  des  Vorherrschens  des  Schweizer  Bürger-
rechts begonnene und kontinuierlich geleistete Sozialhilfe auch dann 
weitergeführt werden, wenn die ausländische Staatsangehörigkeit we-
gen Zeitablaufs inzwischen als vorherrschend zu betrachten ist). Wie 

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zu zeigen sein wird (vgl. nachstehende E. 7 f.),  kann die Frage des 
vorherrschenden Bürgerrechts  für  die  vorliegenden Verfahren jedoch 
letztlich offen gelassen werden.

7.
Gemäss der Botschaft des Bundesrates vom 6. September 1972 zum 
Entwurf  eines Bundesgesetzes über Fürsorgeleistungen an Ausland-
schweizer sollen in Not geratene Schweizer Staatsangehörige im Aus-
land mit der Sozialhilfe des Bundes erhalten, was sie für die Erhaltung 
der Existenz am Aufenthaltsort benötigen. Bei der Festsetzung der Un-
terstützung massgebend sind die Lebenskosten am Aufenthaltsort der 
gesuchstellenden Person, wobei die Sozialhilfe ihr die Führung eines 
menschenwürdigen  Lebens  ermöglichen  soll  (vgl.  BBl  1972  II 
S. 548 ff.,  insb. S. 553 sowie 559 f.). Die Sozialhilfe des Bundes soll 
somit  der  Deckung  des  laufenden,  notwendigen  Lebensbedarfs  die-
nen, weshalb auch die Ausrichtung der wiederkehrenden Leistungen 
monatlich  erfolgt.  Für  den Aufbau eines  Betriebs  soll  die  Sozialhilfe 
demgegenüber nicht verwendet, wirtschaftliche Aufbauhilfe damit folg-
lich nicht geleistet werden (vgl. auch Ziff. 1.1 der Richtlinien). Die mit 
Verfügung vom 25. September 2008 erfolgte Abweisung des Gesuchs 
um  Ausrichtung  einer  einmaligen  "Starthilfe"  bzw. Sozialhilfeleistung 
zum Zwecke des Aufbaus einer Kuhmilchzucht erweist sich damit als 
rechtens.

Ebensowenig ist  daher auch die Verweigerung der Ausrichtung einer 
einmaligen Leistung zum Zwecke der Deckung von Anwaltskosten zu 
beanstanden, welche im Zusammenhang mit einem auf Entzug der el-
terlichen Obhut gerichteten Verfahren anfallen; dies namentlich auch 
vor dem Hintergrund,  dass der  Aufenthaltsstaat  des Beschwerdefüh-
rers – Angaben der örtlichen Schweizer Vertretung zufolge – das Insti-
tut der unentgeltlichen Rechtspflege bei gegebener Bedürftigkeit eben-
so kennt wie die Schweiz.

Die Verfügung vom 25. September 2008 erweist sich damit als bundes-
rechtskonform.

8.
Mit  Verfügung vom 1. Juli  2009 wies die Vorinstanz das Gesuch des 
Beschwerdeführers  vom  16. Juni  2009  um  Ausrichtung  eines  (ver-
meintlichen) Darlehens in der Höhe von €  10'000.– zum Zwecke des 
Aufbaus einer Kälbermästerei (so die Ausführungen des Beschwerde-

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führers  in  diesem Gesuch sowie  in  seiner  Beschwerde)  ab. Mit  Be-
schwerde vom 14. Juli 2009 beanstandete der Beschwerdeführer die-
se Verfügung insofern, als er vorbrachte, nicht um ein Darlehen, son-
dern  um  Bevorschussung  von  (sinngemäss  ihm  mit  Verfügung  vom 
9. März  2009  bereits  zugesprochenen)  wiederkehrenden  Sozialhilfe-
leistungen für zehn Monate ersucht zu haben. Sein Beschwerdebegeh-
ren lautete denn auch dahingehend, es sei ihm "die Sozialhilfeleistung 
für  10 Monate  vorauszuzahlen".  Im  entsprechenden  Beschwerdever-
fahren C-4741/2009 geht es folglich um die Frage, ob die Vorinstanz 
zu Recht die Auszahlung der fraglichen Summe im Sinne einer Bevor-
schussung von dem Beschwerdeführer zustehenden Sozialhilfeleistun-
gen verweigert  hat (vgl. zur Thematik des Streitgegenstandes  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des  Bundes,  2. Aufl.,  Zürich  1998,  Rz. 403 ff.,  sowie  CHRISTOPH 
AUER/MARKUS MÜLLER/BENJAMIN SCHINDLER [HRSG.],  a.a.O., N 10 zu Art. 12 
sowie N 3 zu Art. 52).

Vorschüsse auf  wiederkehrende Leistungen können – unter  weiteren 
Voraussetzungen – lediglich gewährt werden, sofern eine ausreichen-
de  Unterstützung  von  dritter  Seite  oder  vom  Aufenthaltsstaat  nicht 
rechtzeitig erhältlich ist (vgl. Art. 20 Abs. 1 VSDA und ebenso bereits 
Art. 7 ASFV). Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 15. Ok-
tober  2009 zutreffend festhält,  waren dem Beschwerdeführer  bereits 
vor  der  Einreichung  des  fraglichen  Gesuchs,  nämlich  mit  Verfügung 
vom  9. März  2009,  wiederkehrende  Sozialhilfeleistungen  nach  dem 
BSDA  zur  Deckung  seines  Lebensbedarfs  für  die  Zeit  von  Februar 
2009 bis Januar 2010 zugesprochen und bis zu diesem Zeitpunkt wohl 
auch regelmässig monatlich ausgerichtet worden. Der Beschwerdefüh-
rer  wurde  somit  zum Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung  seitens  der 
Sozialhilfe des Bundes bereits ausreichend unterstützt  im Sinne von 
Art. 20  Abs. 1  VSDA,  so  dass  die  Voraussetzungen  für  eine  – nach 
dem Wortlaut der Bestimmung im Übrigen im Ermessen der Vorinstanz 
stehende – Bevorschussung ohnehin nicht erfüllt waren.

Im Übrigen waren dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 9. März 
2009 – wie erwähnt – wiederkehrende Sozialhilfeleistungen von Febru-
ar  2009  bis  Januar  2010  zugesprochen  worden  (vgl.  Art. 4  Abs. 2 
VSDA). Zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs am 16. Juni 2009 
standen  ihm  – ohne  weitere  Überprüfung –  somit  ohnehin  lediglich 
noch Sozialhilfeleistungen für höchstens 7 Monate zu.

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Zinslose Darlehen (Vorschüsse) nach Art. 22a f. BSDA werden im Üb-
rigen lediglich sich vorübergehend (d.h. weniger als drei  Monate) im 
Ausland  aufhaltenden  Schweizer  Staatsangehörigen,  anerkannten 
Flüchtlingen  und  Staatenlosen  mit  Wohnsitz  in  der  Schweiz  zu  be-
stimmten Zwecken gewährt (vgl. Art. 22a und 22b Abs. 2 BSDA).

Damit ist die Abweisung des Gesuchs um Ausrichtung des fraglichen 
Betrages durch die Vorinstanz nicht  zu beanstanden,  selbst  wenn in 
Anbetracht  des  Beschwerdebegehrens  davon  auszugehen  ist,  dass 
um eine Bevorschussung und nicht um eine weitere einmalige Sozial-
hilfeleistung ersucht worden war.

9.
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Vorinstanz die Ausrich-
tung von Sozialhilfeleistungen zu Gunsten des Beschwerdeführers mit 
Verfügung vom 25. September 2008 im Ergebnis zu Recht verweigert 
hat. Auch die Verweigerung der mit Gesuch vom 16. Juni 2009 bean-
tragten Ausrichtung eines Betrages von €  10'000.– mit Verfügung vom 
1. Juli 2009 erfolgte im Ergebnis zu Recht.

Die  angefochtenen  Verfügungen  erweisen  sich  damit  als  bundes-
rechtskonform.  Der  rechtserhebliche  Sachverhalt  wurde  richtig  und 
vollständig festgestellt und die Vorinstanz hat ihr Ermessen pflichtge-
mäss ausgeübt (vgl. Art. 49 VwVG). Die Beschwerden sind folglich ab-
zuweisen.

10.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  würde  der  Beschwerdeführer 
grundsätzlich  kostenpflichtig.  Angesichts  der  besonderen  Umstände 
rechtfertigt es sich jedoch, auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu 
verzichten (Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG i.V.m Art. 6 Bst. b des Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Dispositiv S. 18

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerden werden abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (durch Vermittlung der Schweizer Botschaft 
in Zagreb)

- die Vorinstanz (Einschreiben; Akten Ref-Nr. [...] retour)
- die Schweizer Botschaft in Zagreb (in Kopie, mit zusätzlicher Orien-

tierungskopie für den Beschwerdeführer)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Viviane Eggenberger

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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