# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5512320-b7ed-5d8f-9efb-c6b189eb7b2c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.10.2008 UV 2004/33, UV 2004/36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2004-33--UV-2004-_2008-10-15.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2004/33, UV 2004/36

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 15.10.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 15.10.2008
Art. 77 UVG, Art. 100 Abs. 2 UVV: Zuständigkeit und Leistungspflicht des für 
den erneuten Unfall zuständigen Versicherers solange noch eine Kausalität 
zu einem der beiden Unfälle besteht, auch wenn der zweite Unfall schon 
wieder abgeheilt ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 15. Oktober 2008, UV 2004/33 und UV 2004/36).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 15. Oktober 2008

in Sachen

SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdeführerin 1,

und

G.___

Beschwerdeführerin 2,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Giovanni Schramm, St. Leonhardstrasse 32,

9001 St. Gallen

gegen

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Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Bundesgasse 35, Postfach, 

3001 Bern,

Beschwerdegegnerin,

und

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern                                                                             

Beigeladene,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.

A.a Die 1970 geborene G.___ war bei der A.___ im Büro und im Weinlager tätig und in 

dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die 

Folgen von Unfällen versichert, als sie am 26. Januar 1998 beim Herunterheben eines 

Weinharasses rückwärts stolperte und mit dem Weinharass in der Hand zu Boden fiel. 

Das am 24. März 1998 angefertigte Computertomogramm zeigte eine mediolateral 

rechtsseitige Diskushernie der Höhe L5/S1 in Protrusion auf Niveau und Luxat nach 

distal sowie eine kleine mediane Protrusion der Höhe L3/L4 ohne Luxat bei normal 

weitem Spinalkanal und ohne Neoplasiehinweis (Suva act. 4). Die Versicherte war vom 

23. Februar bis 2. März 1998 und ab 20. März bis 19. April 1998 100% arbeitsunfähig. 

Ab 20. April 1998 konnte sie ihre Tätigkeit wieder zu 50% aufnehmen, war aber vom 

Heben von Lasten befreit. Das Arbeitsverhältnis wurde von der Arbeitgeberin auf Ende 

Januar 1999 aufgelöst, da eine vollzeitliche Beschäftigung notwendig und das der 

Versicherten gemäss Arztzeugnis nicht mehr zumutbare Heben von Holzkisten und 

ähnlichem für die ausgeübte Tätigkeit unerlässlich sei (Suva act. 21). Die Suva richtete 

Taggelder aus und kam für die Kosten der ärztlichen Behandlungen auf. Am 17. 

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Dezember 1998 wurde wegen persistierender Schmerzen im rechten Bein, 

Taubheitsgefühl und Reflexhemmung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen eine operative Diskektomie im Bereich L5/S1 vorgenommen 

(Suva act. 26). Anfang des Jahres 1999 trat eine Rezidivhernie L5 rechts auf, die im 

Juni 1999 erneut operativ entfernt werden sollte. Da nach dem Spitaleintritt keine 

Schmerzen mehr vorhanden waren, wurde auf den Eingriff verzichtet. Nachdem die 

danach aufgetretenen Schmerzen im Bereich des dorsalen Beckenkamms von den 

Neurologen des Kantonsspitals St. Gallen als Insertionstendinose und schmerzhafte 

Myogelosen und die im neurologischen Status erhobenen Befunde als 

Restsymptomatik bei Status nach Diskektomie L5/S1 interpretiert worden waren sowie 

eine Operation nicht als indiziert erachtet wurde (Suva act. 44), hielt sich die 

Versicherte im November 1999 zur stationären Rehabilitation in der Klinik Valens auf. 

Im Austrittsbericht vom 15. Dezember 1999 empfahlen die Klinikärzte eine nochmalige 

neurologische Abklärung der weiter bestehenden radikulären Schmerzsymptomatik 

und der sensorischen Ausfallsymptomatik S1 rechts, da in der CT-Untersuchung vom 

1. April 1999 eine Rezidivhernie L5/S1 mit Nervenwurzelkompression S1 festgestellt 

worden sei. Für leichte körperliche Arbeit bestehe in den nächsten drei bis vier Wochen 

eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Danach hätte gemäss den Angaben der Klinikärzte 

eine Steigerung möglich sein sollen (Suva act. 57). Weitere Abklärungen in der 

orthopädischen Klinik des Kantonsspitals St. Gallen am 24. März 2000 ergaben ein 

anhaltendes Beschwerdebild. Es wurden eine rezidivierende Lumboischialgie rechts, 

ein Status nach Diskektomie L5/S1 rechts im Dezember 1998 und eine Rezidivhernie 

L5/S1 gemäss MRT Befund vom 1. April 1999 diagnostiziert. Zurzeit sei eine 

Arbeitsfähigkeit von 75% gegeben. Eine Steigerung auf 100% sei in ein bis zwei 

Monaten zu erreichen (Suva act. 65).

A.b Mit Verfügung vom 6. April 2000 teilte die Suva der Versicherten mit, dass sie 

aufgrund des Berichts des Kantonsspitals ab 1. Februar 2000 von einer Arbeitsfähigkeit 

von 75% und ab 1. Juni 2000 von 100% ausgehe. Ab 1. Februar 2000 gelte sie auch 

als voll vermittlungsfähig. Das Unfalltaggeld werde ab 1. Juni 2000 eingestellt (Suva 

act. 66). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

B.

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B.a Am 19. Juni 2002 stolperte die Versicherte bei ihrer Tätigkeit im Service auf einer 

Stufe. Beim Vermeiden eines Sturzes verdrehte sie den Oberkörper und litt danach 

unter vermehrten Schmerzen im Rücken. Dr. med. B.___ diagnostizierte eine 

posttraumatische Lumboischialgie rechts und bestätigte ab 1. Juli bis 18. August 2002 

eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Die Behandlung habe am 16. August 2002 

abgeschlossen werden können (UV act. M1). Die Mobiliar Versicherungsgesellschaft 

(Mobiliar) erbrachte als Unfallversicherer des Arbeitgebers die gesetzlichen Leistungen 

und teilte der Versicherten mit Schreiben vom 25. April 2003 mit, dass sie den Fall im 

Hinblick auf den von Dr. B.___ bestätigten Behandlungsabschluss abschliesse (UV 

act. K8). Eine Stellungnahme von Dr. C.___ vom 11. April 2003 (UV act. M6) zu den 

zusätzlich von der Suva zur Verfügung gestellten medizinischen Akten hatte zuvor 

ergeben, dass der Unfall vom 19. Juni 2002 zwar zu einer vorübergehenden 

Verschlechterung des Vorzustandes geführt habe, ab Ende Januar 2003 indes der 

status quo ante eingetreten sei (UV act. M4). Die Versicherte liess von Dr. med. D.___, 

Beratender Arzt, den Bericht vom 21. August 2003 erstellen. Dr. D.___ ging aufgrund 

der ihm vorliegenden Akten der Suva, der Mobiliar und der Invalidenversicherung von 

einem Restzustand mit der Symptomatik eines lumbo-spondylogenen 

Schmerzsyndroms mit zum Teil pseudoradikulären Ausstrahlungen und einem Zustand 

nach Teillaminektomie L5/S1 aus. Der Zustand der Versicherten sei wie in vielen Fällen 

nach Teillaminektomie äusserst unbefriedigend. Sie sei nicht voll arbeitsfähig und 

erfahre auch in einem dem Leiden angepassten Beruf eine erhebliche 

Erwerbseinbusse. Es seien zusätzliche medizinische Abklärungen nötig, bevor 

insbesondere die Invalidenversicherung abschliessend über den Leistungsanspruch 

entscheiden könne (UV act. M7).

B.b In der Verfügung vom 3. Oktober 2003 hielt die Mobiliar fest, sie habe für den 

Unfall vom 30. (richtig 19.; vgl. UV act. M1) Juni 2002 die gesetzlichen Leistungen 

erbracht. Nachdem Dr. B.___ ab 19. August 2002 keine Arbeitsunfähigkeit mehr 

bestätigt und die Behandlung per 16. August 2002 als abgeschlossen bezeichnet habe, 

bestehe für sie weder Anlass zu weiteren Abklärungen noch zur Ausrichtung weiterer 

Leistungen (UV act. K23).

C.

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C.a In der dagegen von der Winterthur-Arag Rechtsschutz für die Versicherte 

erhobenen Einsprache wurde die Sistierung des Verfahrens bis zu einer Einigung mit 

der Suva über die Leistungspflicht beantragt, bei der zu bestimmen sei, welcher 

Unfallversicherer welche Leistungen zu erbringen habe. Zur Begründung wurde 

ausgeführt, es sei die Leistungspflicht mit der Suva zu koordinieren. Allenfalls sei zur 

Frage der Leistungsaufteilung zwischen den beiden Unfallversicherern ein 

gemeinsames Gutachten zu erstellen. Die Abklärung, welcher Unfallversicherer 

zuständig sei, könne nicht zu Lasten der Versicherten gehen. Das Verfahren sei daher 

bis zur definitiven Einigung mit der Suva zu sistieren (UV act. K25).

C.b Am 20. Oktober 2003 erhob auch die Suva vorsorglich Einsprache gegen die 

verfügte Leistungseinstellung. Im vorliegenden Fall sei der status quo ante zum Suva-

versicherten Unfall vom 26. Januar 1998 noch nicht erreicht. Die Mobiliar sei daher für 

die Folgen des bei ihr versicherten Unfalls vom 30. (richtig 19.; UV act. M1) Juni 2002 

weiterhin leistungspflichtig. Für die genaue Beurteilung der medizinischen Situation 

schlage sie vor, die Versicherte durch den kreisärztlichen Dienst in St. Gallen 

untersuchen zu lassen (UV act. K27; Suva act. 94). Am 12. November 2003 teilte die 

Mobiliar der Suva mit, dass sie auf die Einsprache nicht eintreten werde. Da die 

angefochtene Verfügung keine Auswirkungen auf die Leistungspflicht der Suva habe, 

fehle es ihr an der Einspracheberechtigung (UV act. K31; Suva act. 96).

C.c Mit Schreiben vom 11. November 2003 stellte die Mobiliar der Swica in deren 

Funktion als Krankenversicherer der Versicherten die Verfügung zu und wies darauf hin, 

dass sie aufgrund der momentanen Aktenlage keine weiteren Heilungskosten 

übernehmen könne. Der Krankenversicherer habe deshalb Vorleistungen zu erbringen 

(UV act. K30). Die Swica erhob am 24. November 2003 Einsprache, welche sie nach 

Einsicht in die Akten am 19. Dezember 2003 begründete. Im vorliegenden Fall sei klar, 

dass eine Unfallversicherung für die Rückenbeschwerden der Versicherten 

aufzukommen habe. Die Suva sei im Zeitpunkt des zweiten Unfalls vom 19. Juni 2002 

noch für die Heilungskosten der Folgen des Unfalls vom 26. Januar 1998 

leistungspflichtig gewesen. Aufgrund der Regelung in Art. 100 Abs. 2 UVV und der 

Empfehlungen der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG (Nr. 3/89) habe die Mobiliar sich 

mit der Suva zu einigen und nicht gegenüber der versicherten Person eine 

Leistungseinstellung zu verfügen. Vorleistungspflichtig sei in derartigen Fällen nicht der 

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Krankenversicherer, sondern der Unfallversicherer, der dem Unfall in zeitlicher Hinsicht 

am nächsten sei. Im Übrigen sei darauf hinzuweisen, dass die kurze Aktenbeurteilung 

von Dr. C.___ nicht für eine Einstellung von Versicherungsleistungen ausreiche. Sie 

stelle keine medizinisch fundierte Beurteilung dar. Die Verfügung vom 3. Oktober 2003 

sei aufzuheben (UV act. K34 ff.)

C.d Mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 wies die Mobiliar die Einsprachen 

der Versicherten und der Swica ab. Im vorliegenden Fall sei der Grundfall vom 26. 

Januar 1998 zulasten der Suva gegangen und der Unfall vom 19. Juni 2002, der 

lediglich eine temporäre Verschlimmerung bewirkt habe, sei bei der Mobiliar versichert. 

Das von Seiten der Versicherten aufgrund der Rechtsprechung geltend gemachte 

Vorgehen sei daher vorliegend nicht anwendbar. Infolge des Unfalls vom 19. Juni 2002 

sei die Versicherte vom 1. Juli bis 18. August 2002 teilweise arbeitsunfähig gewesen. 

Seit 19. August 2002 sei sie gemäss Dr. B.___ wieder 70% arbeitsfähig und damit im 

bisherigen Pensum tätig gewesen. Folglich sei sie weder bleibend noch für längere Zeit 

in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt gewesen und habe auch keinen Anspruch auf 

eine Invalidenrente. Nachdem die Behandlung der Unfallfolgen am 16. August 2002 

abgeschlossen worden sei, habe die Versicherte durch den Unfall vom 19. Juni 2002 

auch keinen Integritätsschaden erlitten. Die Suva habe den Unfall vom 26. Januar 1998 

mit Verfügung vom 6. April 2000 abgeschlossen. Anscheinend sei sie auch von einem 

Abschluss der Heilbehandlungen und von einer vollen Arbeitsfähigkeit der Versicherten 

ausgegangen. Die Mobiliar habe der Versicherten das Taggeld aufgrund einer 

Erwerbstätigkeit mit einem 70% Pensum ausgerichtet. Aus welchem Grund die 

Versicherte nur ein 70% Pensum ausgeübt habe, sei für sie nicht relevant gewesen. Dr. 

C.___ habe seine Beurteilung aufgrund der medizinischen Akten der Suva und den 

Angaben von Dr. B.___ vorgenommen. Die Versicherte habe den Unfall erst am 

6. Februar 2003, also rund acht Monate nach dem Unfall bei der Mobiliar gemeldet. Zu 

dieser Zeit sei die ärztliche Behandlung bereits seit Monaten abgeschlossen gewesen 

und die Versicherte habe längst wieder gearbeitet. Für die Mobiliar habe unter diesen 

Umständen kein Anlass bestanden, weitere medizinische Abklärungen zu treffen. Dem 

Aktengutachten von Dr. C.___ komme demnach volle Beweiskraft zu.

D.

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Die Swica Krankenversicherung AG, Winterthur (nachfolgend Swica oder 

Beschwerdeführerin 1), erhob am 6. Mai 2007 Beschwerde gegen diesen 

Einspracheentscheid und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, 

die Beiladung der Suva zum Verfahren und die Weiterleitung des Verfahrens an das 

Bundesamt für Gesundheit. Die Mobiliar mache zu Unrecht geltend, es liege kein 

Koordinationsfall gemäss Art. 100 UVV vor, da die Suva den Fall mit Verfügung vom 6. 

April 2000 abgeschlossen habe. Die Suva sei - wie dies aus deren Aktennotiz vom 

12. Januar 2001 hervorgehe (Suva act. 68) - für die Behandlung der Folgen des Unfalls 

vom 26. Januar 1998 weiter aufgekommen. Aus dem Bericht von Dr. D.___ vom 

21. August 2003 (UV act. M10) gehe sodann hervor, dass ein Restzustand bestehe, der 

einen Fallabschluss von Seiten der Suva erst nach Prüfung des Anspruchs auf eine 

Integritätsentschädigung zugelassen hätte. Damit sei Art. 100 UVV anwendbar und die 

Leistungen der beiden beteiligten Unfallversicherer seien zu koordinieren. Nachdem 

sich sowohl die Suva als auch die Mobiliar für den Fall als nicht (mehr) zuständig 

erachten würden, liege ein negativer Kompetenzkonflikt zwischen Unfallversicherern 

vor, für den nach der Rechtsprechung der in Art. 78a UVG vorgezeichnete Rechtsweg 

offen stehe. Danach sei vorliegend das Bundesamt für Gesundheit zuständig, an das 

die Sache zu überweisen sei. Ob die Suva im vorliegenden Verfahren 

einspracheberechtigt sei, könne offen bleiben. Da im Sozialversicherungsprozess die 

Möglichkeit der Beiladung von interessierten Parteien bestehe, sei die Suva jedoch 

zum Verfahren beizuladen. Für eine Leistungseinstellung sei sodann die Beurteilung 

von Dr. C.___ nicht ausreichend (Verfahren UV 2004/33des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen).

E.

Gegen den Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 richtet sich auch die von 

Rechtsanwalt Giovanni Schramm, St. Gallen, für G.___ (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin 2) eingereichte Beschwerde vom 10. Mai 2004 mit dem Antrag auf 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Feststellung der Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin. Sodann sei die Suva am Verfahren zu beteiligen und die Akten 

seien dem Bundesamt für Sozialversicherung zu überweisen, damit dieses das 

Verfahren nach Art. 78a UVG durchführe; unter Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdeführerin 2 lässt vorbringen, sie sei wegen der 

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Rückenbeschwerden in ihrem angestammten Beruf nicht mehr arbeitsfähig und auch 

bei einer dem Leiden angepassten Tätigkeit bestehe höchstens eine Arbeitsfähigkeit 

von 60 bis 70%. Eine abschliessende medizinische Abklärung habe nicht 

stattgefunden. Auch sei nicht über ihren Anspruch auf eine Integritätsentschädigung 

entschieden worden. Der Status quo ante sei nicht erreicht. Aufgrund des in Art. 100 

Abs. 2 UVV vorgegebenen Verfahrens habe die Mobiliar auch die Leistungen für den 

früheren Unfall zu erbringen. Danach habe sich die Mobiliar mit der Suva über die 

Kostentragung zu einigen oder nach Art. 78a UVG vorzugehen. Es werde daher 

beantragt, die Akten nach Aufhebung des Einspracheentscheids und Bejahung der 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zur Einleitung eines Verfahrens nach Art. 78a 

UVG an das zuständige Bundesamt weiterzuleiten (Verfahren UV 2004/36des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen).

F.

F.a Mit Schreiben vom 7. Juni 2004 teilte die Mobiliar dem Versicherungsgericht mit 

Bezug auf beide in der Sache hängigen Verfahren mit, dass sie in Zusammenarbeit mit 

der Suva und den beschwerdeführenden Parteien eine medizinische Abklärung der 

Versicherten durchführen wolle und daher eine Sistierung des Gerichtsverfahrens 

beantrage. Der Präsident des Versicherungsgerichts kam diesem Sistierungsgesuch 

mit Schreiben vom 10. und 20. Juni 2004 nach. Nachdem bekannt geworden war, dass 

die vorgesehene medizinische Begutachtung erst in einem Jahr stattfinden könne, weil 

die Versicherte Ende August 2004 operiert worden sei, forderte der Gerichtspräsident 

die Mobiliar mit Schreiben vom 20. September 2004 auf, bekanntzugeben, ob sie das 

Verfahren durch Widerruf des angefochtenen Einspracheentscheids in das 

Verwaltungsverfahren zurücknehme, oder ob sie an einer gerichtlichen Beurteilung der 

Streitsache festhalte. Diesfalls würde die gerichtliche Beurteilung allenfalls auch ohne 

die in Aussicht genommene zusätzliche Abklärung vorgenommen. Mit Schreiben vom 

29. September 2004 beantragte die Mobiliar die Beibehaltung der Sistierung des 

Verfahrens.

F.b Vom Gericht am 1. Oktober 2004 aufgefordert, zu den Einwänden der Parteien 

bezüglich des Unfalls von 1998 sowie des allfälligen Koordinationsbedarfs als formell 

zum Prozess UV 2004/36 beigeladene Partei Stellung zu nehmen, führte die Suva am 

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17. November 2004 aus, zwischen der Mobiliar, der Swica und der Suva stelle sich die 

Frage der Zuständigkeit, die vor Durchführung einer Begutachtung wohl kaum beurteilt 

werden könne. Nachdem die Mobiliar die Rücknahme der Sache ins 

Verwaltungsverfahren abgelehnt habe, sei wohl die Sistierung des Prozesses UV 

2004/36 angezeigt. Da ein Unfallversicherer gegenüber einem anderen 

Unfallversicherer keine Weisungsbefugnis besitze und auch nicht befugt sei, die 

Zuständigkeitsfrage hoheitlich zu entscheiden, könne das Urteil im vorliegenden 

Prozess keinerlei Bindungswirkung gegenüber der Suva entfalten. Dies umso mehr als 

eine gesetzliche Regelung über die prozessualen Auswirkungen der verfügten 

Beiladung fehle. Die Frage der Zuständigkeit sei bei fehlendem Konsens der 

Unfallversicherer im Verfahren nach Art. 78a UVG zu klären. Mit Schreiben vom 30. 

November 2004 bestätigte der Gerichtspräsident daraufhin die Verfahrenssistierung.

G.

Mit Schreiben vom 6. März 2007 reichte die Mobiliar das mittlerweile vorliegende 

medizinische Gutachten der Schulthess Klinik vom 25. August 2006 ein und beantragte 

die Fortführung des Verfahrens, da sich die Parteien und die Suva nicht über die 

Leistungspflicht hätten einigen können (act. G 17). Nach Aufforderung durch das 

Gericht edierten die Parteien die während der Verfahrenssistierung aufgelaufenen 

Akten (act. G 19 und 20). Am 11. Juli 2007 reichte die Suva die bei ihr vorhandenen 

Akten ein (act. G 16). Die Sistierung beider Verfahren wurde vom Gericht aufgehoben 

(act. G 21).

H.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin 

hinsichtlich beider gegen sie gerichteten Verfahren (UV 2004/33 und UV 2004/36) 

Abweisung der Beschwerden. Sie weist einerseits darauf hin, dass das Unfalldatum 

aufgrund des Arztberichts von Dr. B.___ vom 30. Januar 2003 (vgl. UV act. M1) nicht 

wie in der Unfallmeldung angegeben der 30. Juni, sondern nur der 19. Juni 2002 sein 

könne. Das vom Arzt angegebene Datum erscheine zuverlässiger, sodass darauf 

abzustellen sei. Andererseits sei auch der Unfallhergang nicht richtig beschrieben 

worden. Offenbar sei die Versicherte nicht eine Treppe hinunter gestürzt, sondern 

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lediglich mit dem Fuss an einem Treppenabsatz hängen geblieben. Dabei habe sie mit 

dem Rumpf eine Drehbewegung gemacht, um zu verhindern, dass sie stürze und ihr 

das Serviertablett aus den Händen falle. Von diesem weitaus banaleren Geschehen 

werde auch im Gutachten der Schulthess Klinik ausgegangen. Demgegenüber würde 

die Annahme des orthopädischen Experten der Schulthess Klinik, die 

Beschwerdeführerin 2 habe während der Behandlung der Unfallfolgen den Hausarzt 

gewechselt, nicht stimmen. Die Beschwerdeführerin 2 habe in der Unfallmeldung bis 

zum Behandlungsabschluss am 16. August 2002 einzig Dr. B.___ als behandelnden 

Arzt angegeben. Nur dieser Arzt habe denn auch für die Unfallbehandlung Rechnung 

gestellt. Sodann treffe es nicht zu, dass die Versicherte nach dem Unfall zwei Monate 

voll arbeitsunfähig gewesen sei und dass sie im Januar 2003 nach einem weiteren 

Stolpern eine Traumatisierung erlitten habe, wie dies ebenfalls fälschlicherweise im 

Gutachten erwähnt werde und was an der Qualität der gutachterlichen Arbeit zweifeln 

lasse. Hinsichtlich der Beendigung der Leistungspflicht für den Unfall vom 26. Januar 

1998 durch die Suva liege eine rechtskräftige Verfügung vor. Falls die 

Beschwerdeführerin 2 dies beanstanden wolle, habe sie sich mit einem 

Wiedererwägungsgesuch an die Suva zu richten. Entgegen den Behauptungen in den 

beiden Beschwerden liege kein Anwendungsfall von Art. 100 Abs. 2 UVV vor. Die 

Beschwerdeführerin 2 sei vor dem Unfall vom 19. Juni 2002 nicht mehr in ärztlicher 

Behandlung gestanden. Die nur noch punktuell erfolgten Arztkonsultationen könnten 

nicht als andauernde Behandlung bezeichnet werden. Sodann sei ernsthaft zu 

bezweifeln, ob das an sich banale Ereignis vom 19. Juni 2002, das zum erneuten 

Auftreten von Rückenbeschwerden geführt habe, als Unfall im Rechtssinn zu 

qualifizieren sei. In diesem Sinn sei die Einschätzung von Dr. C.___ nachvollziehbar, der 

angesichts des banalen Ereignisses nur von einer vorübergehenden Verschlimmerung 

des Vorzustands ausgegangen sei. Zusätzliche strukturelle Veränderungen an der 

Wirbelsäule seien nach dem Vorfall vom 19. Juni 2002 nicht festgestellt worden. Es 

hätten weiterhin eine Rezidivdiskushernie L5/S1 und weitere degenerative 

Veränderungen bestanden. Eine über den Behandlungsabschluss im August 2002 

hinausgehende Leistungspflicht bestehe auch aufgrund der unfallmedizinischen 

Erfahrungstatsache nicht, wonach praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen 

degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen würden und Unfälle nur 

ausnahmsweise deren Ursache seien. Ob die nach Erlass des Einspracheentscheids ab 

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März 2004 geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustands zu weiteren 

Leistungen führe, sei nicht im vorliegenden Verfahren, sondern im Rahmen eines 

Rückfalls zu prüfen (act. G 22).

I.

Mit Replik vom 13. Juli 2007 (UV 2004/33) hält auch die Swica an ihren Anträgen fest. 

Beim Ereignis vom Juni 2002 handle es sich um ein Unfallereignis im Rechtssinn. Der 

im Gutachten der Schulthess Klinik geschilderte Krankheitsverlauf, wonach die 

Beschwerdeführerin 2 die andauernden Beschwerden trotz konservativer Therapie 

nicht in den Griff bekommen habe und schliesslich wieder habe operiert werden 

müssen, stimme mit dem Bericht der Orthopädie am Rosenberg überein und sei 

zutreffend. Obwohl die Suva die Taggeldleistungen eingestellt habe, sei die 

Beschwerdeführerin 2 auch nach dem ersten Ereignis nie beschwerdefrei gewesen. Sie 

habe ihre beruflichen Tätigkeiten jeweils ihren Beschwerden angepasst und trotz 

bestätigter voller Arbeitsfähigkeit nur eine Teilzeittätigkeit ausüben können. Um den 

erreichten Zustand erhalten zu können, habe sie gemäss den Feststellungen der Suva 

weiterhin regelmässig in ärztlicher Behandlung gestanden. Die Gutachter der 

Schulthess Klinik hätten eine anhaltende Residualsymptomatik nach dem ersten Unfall 

bestätigt. Somit liege ein Koordinationsfall nach Art. 100 UVV vor. Im Gutachten würde 

die Interventionen veranlassende Pathologie auf den Unfall im Jahr 1998 zurückgeführt. 

Der erneute Unfall habe gemäss dieser Beurteilung höchstens eine Traumatisierung 

eines chronischen Vorzustands bewirkt. Ein status quo sine/ante sei bis heute nicht 

erreicht. Somit sei belegt, dass nicht von krankheitsbedingten Beschwerden 

auszugehen sei, weshalb der Krankenversicherer nicht für die Heilungskosten 

aufzukommen habe. Da ein unfallbedingter Zustand vorliege, sei ein Unfallversicherer 

zuständig. Demzufolge sei ein Koordinationsverfahren nach Art. 78a UVG einzuleiten.

J.

Die Beschwerdeführerin 2 lässt durch ihren Rechtsvertreter mit Replik vom 23. August 

2007 an ihren Anträgen festhalten. Beim Ereignis von Ende Juni 2002 habe es sich 

unzweifelhaft um einen Unfall im Rechtssinn gehandelt. Den Hausarzt habe die 

Beschwerdeführerin damals gewechselt, weil sie ihren Wohnsitz von Heerbrugg nach 

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Oberriet verlegt habe und nicht weil sie mit der medizinischen Betreuung nicht 

zufrieden gewesen sei. Noch im Zeitpunkt des zweiten Unfalls habe sie wegen der 

Folgen des ersten Unfalls in ärztlicher Behandlung gestanden. Auch nach der 

Beurteilung im Gutachten der Schulthess Klinik liege ein unfallbedingter Zustand vor. 

Die beiden Unfallversicherer hätten ihre Leistungen zu koordinieren.

K.

Am 8. Oktober 2007 (act. UV 2004/36 G 37) und am 30. Oktober 2007 (act. UV 2004/33 

G 28) reichte die Beschwerdegegnerin die Duplik in beiden Verfahren ein. Nur wenn die 

Beschwerdeführerin 2 zur Zeit des zweiten Unfalls noch wegen der Folgen des Unfalls 

vom 26. Januar 1998 in ärztlicher Behandlung gewesen wäre, hätte eine 

Verfahrenskoordination nach Art. 100 Abs. 2 UVV zu erfolgen. Im Verlauf des Jahres 

2000 seien aber lediglich noch punktuell bei Bedarf an vier oder fünf Terminen 

Injektionen verabreicht worden. Die Behandlung der Unfallfolgen sei im Jahr 2001 und 

auch im Juni 2002, als sich der neue Unfall ereignet habe, abgeschlossen gewesen. Ein 

Kompetenzkonflikt zwischen den Unfallversicherern liege somit nicht vor. Der Vorfall 

vom 19. Juni 2002 sei sodann als blosse Gelegenheitsursache zu betrachten, die keine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers zu begründen vermöge. Jedenfalls fehle es dem 

Ereignis am Kriterium der Aussergewöhnlichkeit. Vom Hausarzt sei nach der 

Arztkonsultation bei Dr. B.___ am 16. August 2002 lediglich noch eine am 5. Februar 

2003 erfolgte Schmerzmittelabgabe in Rechnung gestellt worden. Die 

Beschwerdeführerin 2 habe ihre Tätigkeit am 19. August 2002 wieder wie gewohnt 

aufgenommen. Danach sei es zu keinen Arbeitsunterbrüchen mehr gekommen. In 

ärztlicher Behandlung sei sie erst wieder im Jahr 2004 gewesen, als es während der 

Fahrt mit einem Lastwagen zu einem erneuten Beschwerdeschub gekommen sei. Die 

Tatsache, dass die Beschwerdeführerin 2 im Teilzeitpensum gearbeitet habe, lasse 

keine Rückschlüsse auf das Vorhandensein von Rückenbeschwerden zu. Es seien 

verschiedene Gründe denkbar, die Anlass für ein Teilzeitpensum sein könnten. 

Angesichts des Bagatellcharakters des Ereignisses vom 19. Juni 2002 käme als 

Ursache der anhaltenden Beschwerden nur noch das Unfallereignis vom 26. Januar 

1998 in Frage. Auch falls der Vorfall vom 19. Juni 2002 als Unfall zu qualifizieren wäre, 

bestehe dafür nur eine zeitlich beschränkte Leistungspflicht. Soweit auf das Gutachten 

der Schulthess Klinik wegen der aufgezeigten Mängel überhaupt abgestellt werden 

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könne, lasse sich auch daraus nichts anderes ableiten. Da somit kein Koordinationsfall 

vorliege, obliege es der Suva abzuklären, welche Leistungen sie für das Ereignis vom 

26. Januar 1998 noch zu erbringen habe. Nachdem aufgrund des Gutachtens der 

Schulthess Klinik bloss von einem möglichen Kausalzusammenhang zwischen den ab 

2004 wieder aufgetretenen Beschwerden und dem Unfallereignis vom 19. Juni 2002 

auszugehen sei und der Unfall lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung 

des Leidens geführt habe, sei der status quo sine/ante nach Abschluss der Behandlung 

im Jahr 2002 eingetreten. Da kein Kompetenzkonflikt vorliege, habe die 

Beschwerdeführerin die im Jahr 2004 wieder aufgetretenen Beschwerden als Rückfall 

bei der Suva zu melden. Diese habe ihre Leistungspflicht in Bezug auf den Rückfall 

abzuklären. Im Gutachten der Schulthess Klinik werde diesbezüglich darauf 

hingewiesen, dass die Pathologie letztlich auf das Ereignis vom 26. Januar 1998 

zurückgehe. Wenn die Beschwerdeführerin geltend machen wolle, sie sei im Jahr 2000 

zu Unrecht als 100% arbeitsfähig angesehen worden, hätte sie bei der Suva ein 

Wiedererwägungsgesuch zu stellen.

L.

L.a Mit Schreiben vom 10. Oktober (UV 2004/36) und vom 31. Oktober 2007 

(UV 2004/33) schloss das Gericht den Schriftenwechsel ab und stellte in einiger Zeit 

das begründete Urteil in Aussicht. Am 13. August 2008 stellte es der Suva 

verschiedene Aktenstücke zu, die der beigeladenen Unfallversicherung bisher irrtümlich 

nicht zur Kenntnis gebracht worden waren und setzte ihr Frist bis 29. August 2008 zur 

allfälligen abschliessenden Stellungnahme. Weiter wurde die Suva darauf aufmerksam 

gemacht, dass das Gericht beabsichtige, die beiden Verfahren UV 2004/33 SWICA 

gegen Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft und UV 2004/36 G.___ 

gegen Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft zu vereinigen und in einem 

Urteil zu entscheiden. Die Beiladung der Suva zum Verfahren UV 2004/36 werde damit 

auch im Verfahren UV 2004/33 wirksam sein.

L.b Die Suva nahm am 26. August 2008 kurz Stellung und erneuerte ihre Vorbringen 

vom 17. November 2004, wonach im vorliegenden Prozess ihre Leistungspflicht nicht 

Streitgegenstand sei und das Urteil des vorliegenden Prozesses ihr gegenüber keinerlei 

Bindungswirkung haben werde. Was das Gutachten der Schulthess Klinik vom 

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25. August 2006 betreffe, könne daraus nicht geschlossen werden, dass irgendwelche 

nach dem bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft versicherten 

Unfall vom Juni 2002 aufgetretenen Beschwerden mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum ersten, bei der 

Suva versicherten Unfall vom Januar 1998 stehe. Eine dauernde und richtunggebende 

Verschlimmerung durch den ersten Unfall sei durch die Experten klar verneint worden 

(S. 26 des Gutachtens, Ziffer 7.5).

Erwägungen:

1.         

Beide Beschwerden richten sich gegen denselben Einspracheentscheid der 

Beschwerdegegnerin. Es geht um dieselben Rechtsfragen und die Vorbringen der 

beiden Beschwerdeführer sind in beiden Fällen im Wesentlichen gleich. Es rechtfertigt 

sich daher, die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. 

BGE 128 V 124 E. 1 S. 126 und 128 V 192 E. 1 S. 194 je mit Hinweisen).

2.          

Die Suva war mit Verfügung des Gerichtspräsidenten vom 1. Oktober 2004 zum 

Verfahren UV 2004/36 G.___ gegen Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft 

beigeladen worden (act. G 10). Durch die Vereinigung der Verfahren UV 2004/33 und 

UV 2004/36 wirkt die Beiladung für beide Prozesse. Das Institut der Beiladung ist, wie 

die Suva zutreffend ausführt, im Kanton St. Gallen nicht gesetzlich geregelt. Es ist 

dessen ungeachtet gemäss Rechtsprechung (BGE 130 V 501 und RKUV 5/2003 U 485 

S. 253ff.) und Literatur (so u.a. Ch. Zünd, Die Beiladung im 

Sozialversicherungsprozess, in R. Schaffhauser/F. Schlauri, 

Sozialversicherungsrechtstagung 2004, S. 35ff.) etabliert. Bindungswirkung entfaltet 

das zu fällende Urteil gegenüber der Suva insofern, als mit dem Entscheid über die 

Leistungspflicht der Mobiliar indirekt auch über die Leistungspflicht der Suva mit 

entschieden wird. Gemäss BGE 130 V 501 wird die Rechtskraft dieses Urteils auch auf 

die Beigeladene ausgedehnt (E. 1.2 S. 502).

3.          

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/21

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3.1. Im vorliegenden Verfahren stellt sich explizit die Frage nach der Zuständigkeit des 

kantonalen Versicherungsgerichts. Hauptantrag beider Beschwerden ist die Aufhebung 

des Einspracheentscheides vom 11. Februar 2004, mit welchem eine weitere 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gegenüber der Versicherten verneint wird. 

Zum Entscheid über diese Fragen ist gemäss Art. 56ff. des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 42 Abs. 1 lit. 

a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zuständig.

3.2. Beide Beschwerdeführenden beantragen zudem die Weiterleitung der Akten an 

das Bundesamt für Gesundheit (bzw. Sozialversicherung; BAG bzw. BSV) zur 

Durchführung des Verfahrens gemäss Art. 78a des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20). Laut BGE 127 V 176 E. 4d S. 181f. kommt die 

bundesamtliche Verfügungszuständigkeit nach Art. 78a UVG in all jenen geldwerten 

Streitigkeiten zum Tragen, in denen ein Unfallversicherer, der gegenüber dem andern 

Unfallversicherer keine Weisungsbefugnis besitzt, das BSV anruft, damit dieses über 

die streitige Zuständigkeit entscheide (vgl. BGE 125 V 324 E. 1b S. 327). Hingegen 

schliesst es Art. 78a UVG gemäss BGE 125 V 324 E. 1b S. 327 nicht aus, dass der 

Unfallversicherer gegenüber dem Ansprecher seine Leistungspflicht mit Verfügung und 

Einspracheentscheid (Art. 105 UVG [seit 1. Januar 2003 abgelöst durch Art. 52 ATSG]) 

ablehnt und dies mit der - seiner Ansicht nach fehlenden - Zuständigkeit begründet. 

Die Mobiliar hat mit Verfügung vom 3. Oktober 2003 und Einspracheentscheid vom 

11. Februar 2004 diesen Weg gegenüber der Versicherten gewählt und verfügt, ihre 

Leistungspflicht aufgrund des Unfalls vom Juni 2002 sei ausgeschöpft. Lediglich 

implizit enthält dieser Entscheid die Feststellung, sie sei für Leistungen wegen allfälliger 

weiterer Gesundheitsbeeinträchtigungen der Versicherten nicht zuständig. Es liegt hier 

damit kein klassischer Fall für die Anrufung des BAG vor. Entsprechend sieht das 

Gericht keine Veranlassung zur direkten Überweisung der Akten an das Bundesamt.

4.           

Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist, ob die Beschwerdegegnerin zu 

Recht weitere Leistungen an die Versicherte aus der obligatorischen Unfallversicherung 

nach dem 18. August 2002 verweigert hat.

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5.          

5.1    Gemäss Art. 9 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung in der bis 

31. Dezember 2002 gültigen Fassung (aUVV; ab 1. Januar 2003 durch Art. 4 ATSG 

abgelöst) gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. Bei 

unkoordinierten Bewegungen, bei denen der normale Bewegungsablauf durch etwas 

Programmwidriges wie Ausgleiten, Stolpern oder Abwehren eines Sturzes 

unterbrochen oder gestört wird, ist der Unfallbegriff laut Rechtsprechung (SVR 1999 

UV Nr. 9 S. 27ff. E. 3c aa S. 28; RKUV 2/2000 U 368 S. 99ff. E. 2d S. 100 und RKUV 

4-5/1996 U 253 S. 199ff. E. 4c S. 204) erfüllt.

5.2    Die Versicherte schilderte telefonisch gegenüber der Suva am 5. September 2002 

(Suva act. 71) und bei der persönlichen Befragung am 22. November 2002 - 

unterschriftlich bestätigt - (Suva act. 76) das Ereignis vom Juni 2002. Sie führte aus, sie 

habe mit einem Tablett in der Hand eine Stufe hinuntergehen wollen, sei dabei mit 

einem Fuss hängen geblieben und habe, um nicht zu stürzen und das Tablett nicht 

fallen zu lassen, den Oberkörper erheblich verdreht. Bei diesem Hergang handelt es 

sich um eine unkoordinierte Bewegung, die gemäss der zitierten Rechtsprechung als 

Unfall zu qualifizieren ist. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch ihre Leistungspflicht 

bejaht und ist für Heilungskosten und Taggelder aufgekommen. Ihre anderslautende 

Stellungnahme in der Beschwerdeantwort ist unbehelflich.

5.3    Unbestritten ist, dass sich das Ereignis vom 19. Juni 2002 während der 

beruflichen Tätigkeit der Versicherten zugetragen hat und es sich daher um einen 

Berufsunfall gemäss Art. 7 UVG handelt.

6.          

6.1    Strittig ist weiter, ob sich der Unfall vom 19. Juni 2002 während der 

Heilungsdauer des früheren Ereignisses vom 26. Januar 1998 zugetragen hat. Je 

nachdem findet neben der Koordinationsregel von Art. 77 Abs. 1 UVG, wonach bei 

Berufsunfällen derjenige Versicherer die Leistungen erbringt, bei dem die Versicherung 

zur Zeit des Unfalls bestanden hat, auch die Koordinationsregel von Art. 100 Abs. 2 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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UVV Anwendung. Danach hat der für den erneuten Unfall zuständige Versicherer auch 

die Leistungen für die früheren Unfälle zu übernehmen. Die beteiligten Versicherer 

können untereinander von dieser Regelung abweichende Vereinbarungen treffen, 

namentlich wenn der neue Unfall wesentlich geringere Folgen hat als der frühere.

6.2    Über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 2 vor dem Unfall vom 

19. Juni 2002 gibt die Zusammenfassung des Telefongesprächs vom 12. Januar 2001 

(Suva act. 68) mit dem Titel "Spritzenbehandlung / Medikamente" Auskunft. Danach sei 

die Versicherte seit April 2000, also in den 8-9 Monaten zuvor, nie ganz beschwerdefrei 

gewesen. Sie habe verschiedene Medikamente (Dafalgan, Mefenacid etc.) bezogen 

und sei ca. 4-5 mal in der Praxis gewesen, um sich eine Spritze in den Rücken geben 

zu lassen. Immer wenn es wieder mehr schmerze, komme sie vorbei. Es sei aber keine 

eigentliche ärztliche Behandlung; es sei mehr zur Erhaltung des erreichten Zustands. 

Man könne sagen, die Versicherte komme vielleicht 3-4 mal pro Jahr (Hochrechnung 

aufgrund vorhergehender Angaben: 8-10 mal pro Jahr). Vor allem aus letzteren 

Ausführungen schlossen die beiden Unfallversicherer, im Zeitpunkt des Unfalls vom 

19. Juni 2002 habe keine ärztliche Behandlung mehr stattgefunden. Die 

Beschwerdegegnerin stützt sich zudem auf die Verfügung der Suva vom 6. April 2000 

(Suva act. 66) und interpretiert, die beigeladene Unfallversicherung sei bereits im 

damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen, die Heilbehandlung aufgrund des Unfalls 

vom 26. Januar 1998 sei abgeschlossen.

Beide Annahmen treffen nicht zu. In der Verfügung vom 6. April 2000 (Suva act. 66) 

nahm die Suva ausschliesslich zur Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit der mittlerweile 

arbeitslos gewordenen Versicherten Stellung und verfügte die Einstellung der 

Unfalltaggelder mangels Anspruchsberechtigung. Ihre Leistungspflicht für allfällige 

weitere Heilbehandlungen erwähnte die beigeladene Unfallversicherung mit keinem 

Wort. Vielmehr kam sie weiterhin für die Spritzenbehandlungen durch Dr. B.___ sowie 

die verordneten bzw. abgegebenen Medikamente auf. Die Tatsache, dass solche 

Behandlungen weiterhin durchgeführt und von der Suva bezahlt wurden, zeigt auch 

auf, dass die Heilungsphase zum Unfall vom 26. Januar 1998 noch andauerte, die 

ärztliche Behandlung noch nicht abgeschlossen war und die Leistungspflicht der Suva 

noch bestand. Zum Fallabschluss fehlt auch eine entsprechende formelle Verfügung 

der beigeladenen Unfallversicherung (BGE 132 V 412 E. 4 S. 417).

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6.3    Es liegt somit ein Anwendungsfall von Art. 100 Abs. 2 UVV vor und die Mobiliar 

hat als für den zweiten Unfall vom 19. Juni 2002 gemäss Art. 77 Abs. 1 UVG 

zuständiger Versicherer auch die Leistungen für den früheren Unfall vom 26. Januar 

1998 zu übernehmen. Eine abweichende Vereinbarung der beiden Unfallversicherer 

über die Zuständigkeit gemäss 3. Satz von Art. 100 Abs. 2 UVV liegt nicht vor.

7.          

7.1    Weiter ist zu prüfen, ob die Ablehnung der Leistungspflicht durch die 

Beschwerdegegnerin über den Behandlungsabschluss durch Dr. B.___ am 16. August 

2002 (UV act. M1) hinaus zu Recht erfolgt ist. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG setzt voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen dem 

schädigenden Ereignis und dem Gesundheitsschaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 

(BGE 119 V 335 E. 1 S. 337f. mit Hinweisen). Wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss auch der Wegfall eines ursächlichen Zusammenhangs 

zwischen dem Unfallereignis und den bestehenden Beschwerden mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Weil es sich dabei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 

beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1/2000 U 363 S. 45ff. E. 2 

S. 46 und 1994 U 206 S. 326ff. E. 3b S. 328). Vorliegend geht es einerseits um die 

weitere Kausalität zum Ereignis vom 19. Juni 2002 und andererseits zu demjenigen 

vom 26. Januar 1998. Wie vorstehend ausgeführt, bleibt die Beschwerdegegnerin 

leistungspflichtig solange nicht die natürliche Kausalität zu beiden Ereignissen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit weggefallen ist.

7.2    Beim Ereignis vom 19. Juni 2002 kam es nicht zu einem Sturz. Die Versicherte 

machte einen Misstritt und Abwehrbewegungen, um einen Sturz zu vermeiden, wobei 

sie sich den Rücken verdrehte. Dadurch traten bei "Status nach Diskektomie L5/S1 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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und Rezidivdiskushernie" (Bericht Dr. B.___ vom 3. September 2002, Suva act. 70) 

akute Rückenschmerzen auf, die auch ins rechte Bein ausstrahlten (Schilderung durch 

die Versicherte, Suva act. 76). Der durch den zweiten Unfall vom 19. Juni 2002 

ausgelöste Schmerzschub heilte klassisch nach zwei Monaten ab und die vorher 

bestehende Arbeitsfähigkeit war wieder hergestellt (E. Bär, Prellung, Verstauchung oder 

Zerrung der Wirbelsäule. Ein Update. in Suva – Medizinische Mitteilungen Nr. 79/2008 

S. 100ff. und dort zitierte weitere medizinische Literatur). Entsprechend attestierte 

Dr. B.___ der Versicherten wieder volle Arbeitsfähigkeit ab 19. August 2002 (Suva act. 

70) und schloss die ärztliche Behandlung am 16. August 2002 ab, wie er im Arztzeugnis 

vom 30. Januar 2003 (UV act. M1) bestätigte. Beim früheren Unfall vom 26. Januar 

1998 handelte es sich demgegenüber um einen erheblich gravierenderen Vorfall, der 

nach der Beurteilung der Suva geeignet war, die Diskushernie L5/S1 auszulösen 

(Bericht über die kreisärztliche Untersuchung vom 29. April 1998, Suva act. 7). Ob über 

Ende August 2002 hinaus eine natürliche Kausalität der Beschwerden der Versicherten 

zu diesem Unfall besteht, ist aufgrund der medizinischen Akten, besonders des 

Gutachtens der Schulthess Klinik vom 25. August 2006 (act. G 17.2), zu beurteilen.

7.3    Im genannten Gutachten beurteilten Prof. Dr. med. E.___, Spezialarzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. F.___, Spezialarzt FMH für 

orthopädische Chirurgie, die gesundheitliche Situation der Versicherten und die 

Kausalität der Beschwerden nach der mikrochirurgischen Neurolyse S1 rechts und 

dorsolateralen Spondylodese L5/S1 vom 1. September 2004 und der entsprechenden 

Rehabilitationsphase. Unter Zusammenfassung und Beurteilung führen die Gutachter 

auf Seite 21 wörtlich aus: "Der dokumentierte Verlauf spricht anhand der Aktenlage 

dafür, dass sämtliche Pathologie, die zu Interventionen Anlass gab, letztlich auf das 

Ereignis vom 29. [richtig 26.] Januar 1998 zurückgeht." Die Antworten auf die Fragen 

an die Gutachter zur Kausalität sind hingegen nicht so eindeutig. Ein Vorzustand vor 

dem Unfall vom Januar 1998 wird in Antwort 5.a verneint, vor dem Unfall vom Juni 

2002 in Antwort 5.b in Form des Zustandes nach dem Unfall vom Januar 1998 bejaht 

und der zweite Unfall als Exazerbation des krankhaften Vorzustandes dargestellt. Die 

Gutachter beurteilen die erste Diskushernie L5/S1 als traumatisch bedingt (Antwort 

6.a). Die Fragen 7 nach dem Status quo sine und Status quo ante werden teilweise 

nicht (7.2) und sonst weitgehend nicht schlüssig (7.3., 7.5 und 7.6) beantwortet. 

Aufgrund des gesamten Gutachtens besteht jedoch weiterhin eine Unfallkausalität der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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Beschwerden der Versicherten. Mit ihm muss von einer ursprünglichen und 

andauernden Kausalität der Diskushernie L5/S1 zum Unfall vom Januar 1998 

ausgegangen werden. Es enthält kaum Anhaltspunkte, wonach der ursächliche 

Zusammenhang zu diesem Ereignis nachträglich weggefallen ist. Keinesfalls ist ein 

solcher Wegfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Bei andauernder 

Unfallkausalität bleibt die Beschwerdegegnerin Ansprechpartnerin der 

Beschwerdeführerin 2 für die Ausrichtung weiterer Leistungen.

7.4    Für die interne Aufteilung der weiteren Leistungen an die Versicherte unter den 

beteiligten Unfallversicherungen ist auch zu prüfen, in welchem Ausmass noch eine 

Kausalität zum Unfall vom Juni 2002 besteht. Diese Frage lässt sich nicht allein 

aufgrund des Gutachtens vom 25. August 2006 (act. G 17.2) beantworten. Wie 

vorstehend ausgeführt, relativiert dieses die klare Kausalitätszuweisung an das Ereignis 

vom Januar 1998 von Seite 21 in der Fragebeantwortung. Jedoch ist, wie in Erw. 7.2 

dargelegt, aufgrund der Tatsachen, dass es sich beim zweiten Unfall vom Juni 2002 

um ein banales Ereignis handelte, dass die ärztliche Behandlung nach zwei Monaten 

abgeschlossen werden konnte und die Arbeitsfähigkeit wie vor dem zweiten Ereignis 

wieder hergestellt war (Arztzeugnis Dr. B.___ vom 30. Januar 2003; UV act. M1), sowie 

aufgrund der in der unfallmedizinischen Literatur (E. Bär, Prellung, Verstauchung oder 

Zerrung der Wirbelsäule. Ein Update. in Suva – Medizinische Mitteilungen Nr. 79/2008 

S. 100ff. und dort zitierte weitere medizinische Literatur) angeführten Erfahrungswerte, 

eben mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Folgen des 

Unfalls vom Juni 2002 bereits im Herbst 2002 abgeheilt waren und die weiteren 

Beschwerden der Versicherten nur noch auf den Unfall vom Januar 1998 

zurückzuführen sind.

7.5    Der erneute Unfall vom Juni 2002 mit wesentlich geringeren Folgen als das erste 

Ereignis vom Januar 1998 zeigt sich (nachträglich) als klassische Ausgangssituation für 

eine Abmachung gemäss Art. 100 Abs. 2 3. Satz UVV. Nachdem keine solche vorliegt, 

bleibt die Beschwerdegegnerin für sämtliche Unfallfolgen - auch für solche des Unfalls 

vom 26. Januar 1998 - leistungspflichtig; für letztere mit Rückgriffsrecht auf die Suva.

8.          

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Betreffend Umfang der Leistungen an die Versicherte über die am 3. Oktober 2003 

verfügte und mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 bestätigte Einstellung per 

18. August 2002 hinaus ist die Angelegenheit nicht spruchreif. Die Streitsache ist daher 

an die Vorinstanz zurückzuweisen zur Erbringung weiterer Heilungskosten und 

allfälliger Taggelder bzw. Vergütung der Vorleistungen an die Swica, zur Abklärung der 

Erwerbseinbusse sowie zur Verfügung einer allfälligen Invalidenrente und der 

Integritätsentschädigung. Beschwerdegegnerin und beigeladener Unfallversicherung ist 

es unbenommen, nachträglich eine Abmachung gemäss Art. 100 Abs. 2 3. Satz UVV zu 

treffen und die Angelegenheit wieder der Suva zu übertragen.

9.         

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Bei diesem Ausgang des 

Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 2 Anspruch auf eine Parteientschädigung nach 

Ermessen des Gerichts (Art. 61 lit. g ATSG). Diese ist vorliegend pauschal auf 

Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Der 

ebenfalls obsiegenden Swica und der beigeladenen Suva stehen, als mit öffentlich-

rechtlichen Aufgaben betraute Institutionen, keine Parteieinschädigungen zu (vgl. 

BGE 128 V 124 E. 5b S. 133f.).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        In Gutheissung der Beschwerden wird der Einspracheentscheid vom 11. 

Februar 2004 aufgehoben und die Streitsache zur Abklärung und Festlegung der 

weiteren Leistungen aufgrund des Unfalls vom 26. Januar 1998 an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.        Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin 2 eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.10.2008
	Art. 77 UVG, Art. 100 Abs. 2 UVV: Zuständigkeit und Leistungspflicht des für den erneuten Unfall zuständigen Versicherers solange noch eine Kausalität zu einem der beiden Unfälle besteht, auch wenn der zweite Unfall schon wieder abgeheilt ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Oktober 2008, UV 2004/33 und UV 2004/36).

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