# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dda2abcc-d98a-5e0a-9a7f-51652af2e8a7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 13.11.2025 B 2025/80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2025-80_2025-11-13.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2025/80

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 26.11.2025

Entscheiddatum: 13.11.2025

Entscheid Verwaltungsgericht, 13.11.2025
Anordnung des Besuchs einer Kleinklasse in der Primarschule. Art. 35, Art. 
35bis und Art. 36bis VSG sowie Art. 2 Abs. 1 und Art. 20 BehiG. Die vom 
Kanton St. Gallen geregelte Sonderpädagogik ist primär dem Kindswohl, 
daneben aber auch der Wahrung der Verhältnismässigkeit und der 
Rechtsgleichheit verpflichtet. Kleinklassen gehören zum Grundangebot der 
Regelschule, stellen jedoch im Gegensatz zum übrigen 
sonderpädagogischen Angebot eine hochschwellige, separative Massnahme 
dar. Aufgrund der ausgewiesenen Beeinträchtigungen ist die Beschulung 
von C.__ in der Kleinklasse besser mit ihrem Förderbedarf und Kindswohl zu 
vereinbaren als die Fortführung der Beschulung in der Regelklasse. 
(Verwaltungsgericht, B 2025/80) Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde 
beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 2C_728/2025)

Entscheid siehe pdf.

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 
 
Verwaltungsgericht 

Abteilung II 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 13. November 2025 

Besetzung  Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Reiter, 

 Verwaltungsrichter Zogg; Gerichtsschreiber Geertsen  

   

Geschäftsnr.   B 2025/80 

 

   

Verfahrens- 

beteiligte 

 

 A.__ und B.__, 

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwältin Lisa Vincenz Egger, M.A. HSG in Law,  

Vincenz Dornier, Schützengasse 6, 9000 St. Gallen,  

 

 

  gegen 

  Bildungsrat des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 31, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

Politische Gemeinde Z.__, Rekurskommission Schule,  

Neugasse 25, 9004 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  

  

Gegenstand  Übertritt von C.__ in die Kleinklasse 

 

 

 

B 2025/80 

 

2/21 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.  

a. 

C.__, geboren 2015, trat per 1. August 2019 in den Kindergarten ein. Während der folgen-

den drei Jahre wurde sie – unter Einbindung einer Logopädin und eines schulischen Heil-

pädagogen – mit individuellen Lernzielen, Ergotherapie und Physiotherapie gefördert, weil 

sie in ihrer Entwicklung emotional, kognitiv und körperlich nicht dem Niveau ihrer Klasse 

entsprochen habe. Am 1. August 2022 trat C.__ in die erste Regelklasse der Primarschule 

im Schulhaus D.__ ein. Um die Förderziele zu erreichen, wurde sie weiterhin durch eine 

schulische Heilpädagogin und eine Klassenassistenz unterstützt (act. 13.14, S. 1). 

b. 

E.__, dipl. Psychologin beim schulpsychologischen Dienst der Stadt Z.__, stellte am 

25. März 2024 gestützt auf eine schulpsychologische Untersuchung den Antrag, C.__ ab 

dem Schuljahr 2024/2025 in der dritten Kleinklasse zu beschulen. Diesen Antrag begrün-

dete sie mit dem Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten von C.__, welches das alltägliche schu-

lische Lernen beeinträchtige (act. 13.1.2, Beilage). Die damalige Klassenlehrperson emp-

fahl am 14. April 2024 ebenfalls, C.__ in der Kleinklasse zu beschulen (act. 13.7.3.2). Ge-

stützt auf diese Einschätzungen verfügte die Politische Gemeinde Z.__ am 3. Mai 2024, 

C.__ werde auf das Schuljahr 2024/2025 der Kleinklasse im Schulhaus F.__ zugeteilt. 

Diese Zuteilung sei befristet bis längstens zum Ende der Primarschulzeit (act. 13.7.1, Bei-

lage). 

B.  

a. 

Gegen die Verfügung vom 3. Mai 2024 erhoben die Eltern C.__s, A.__ und B.__, am 19. Mai 

2024 Rekurs bei der Rekurskommission Schule der politischen Gemeinde Z.__. Sie bean-

tragten die Aufhebung der Verfügung und die Fortführung der Beschulung ihrer Tochter in 

der Regelklasse (act. 13.7.1). 

b. 

Die Rekurskommission Schule der politischen Gemeinde Z.__ wies den Rekurs A.__ und 

B.__s am 5. Juli 2024 ab. Sie begründete ihren Entscheid damit, dass sich aus den Beur-

teilungen des schulpsychologischen Dienstes, der Lehrperson und der Heilpädagogin ein-

deutig ergebe, dass bei C.__ ein besonderer Bildungsbedarf vorhanden sei. Deshalb be-

dürfe C.__ einer sonderpädagogischen Massnahme in Form des Besuchs der Kleinklasse. 

So könne sie besser und individueller beschult und gefördert werden als im grösseren 

 

B 2025/80 

 

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Klassenverband einer Regelklasse. Letzterer könne ihr keine passende Lernumgebung bie-

ten, sondern überfordere sie (act. 13.7.7). 

C.  

a. 

A.__ und B.__ erhoben gegen den Rekursentscheid vom 5. Juli 2024 (versandt am 9. Juli 

2024) am 22. Juli 2024 Rekurs beim Bildungsrat des Kantons St. Gallen. Sie stellten den 

Antrag, ihre Tochter sei weiterhin in der Regelklasse zu beschulen (act. 13.1). 

b. 

Die Arbeitsgruppe für Rekursentscheide empfahl dem Bildungsrat am 20. November 2024, 

den Rekurs abzuweisen. Es sei ausreichend belegt, dass C.__ am besten in einer Klein-

klasse zu unterrichten sei. Die Empfehlung der Arbeitsgruppe stützte sich u.a. auf einen 

Schulbesuch vom 22. Oktober 2024 samt Gespräch mit G.__, Schulleitung und frühere 

Heilpädagogin von C.__, sowie eine Besprechung mit den Eltern und deren Rechtsvertre-

terin vom 12. November 2024 (act. 13.14). 

c. 

In einer Stellungnahme vom 20. Januar 2025 rügten A.__ und B.__ im Wesentlichen Män-

gel am bisherigen Verfahren und im Verhalten der Lehrperson sowie der Klassenassistenz. 

Sie zeigten sich mit der schulpsychologischen Beurteilung nicht einverstanden und mach-

ten geltend, ihre Tochter sei Opfer von «Mobbing». Ausserdem forderten sie, dass C.__ 

dieselbe Unterstützung erhalte wie ein «ASS-Klassengspänli», das in der Regelklasse be-

schult werde (act. 13.20). 

d. 

Mit Entscheid Nr. 62 vom 19. März 2025 (versandt am 25. März 2025) wies der Bildungsrat 

den Rekurs vom 22. Juli 2024 ab. Zur Begründung führte er zusammengefasst aus, die 

Kleinklasse im Rahmen des Förderangebots der Schulen der Stadt Z.__ erscheine als ge-

eignete Massnahme, um C.__ nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen angemessen zu 

fördern. Unter dem Blickwinkel der Verhältnismässigkeit sei überdies zu berücksichtigen, 

dass mit den bisherigen unterstützenden Massnahmen die Möglichkeiten ausgeschöpft 

seien, um die angemessene Beschulung von C.__ in der Regelklasse sicherzustellen (be-

sondere Begleitung durch Klassenlehrperson, schulische Heilpädagogin, Assistenz seit 

dem Kindergarteneintritt, Logopädie und differenzierte Förderplanung). Eine erfolgreiche 

Beschulung in der Regelklasse habe damit nicht erzielt werden können (act. 2). 

D.  

 

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4/21 

a. 

Gegen den Entscheid des Bildungsrats des Kantons St. Gallen (Vorinstanz) Nr. 62 vom 

19. März 2025 erhoben A.__ und B.__ (Beschwerdeführer) am 9. April 2025 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht. Sie beantragten darin die Aufhebung des Entscheids des Bil-

dungsrats und die Beschulung ihrer Tochter in der angestammten Regelklasse (unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen; act. 1). In der ergänzenden Eingabe vom 26. Mai 2025 er-

suchten sie ausserdem um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.   

 

Im Wesentlichen vertraten die Beschwerdeführer die Auffassung, die in den Akten liegen-

den schulpsychologischen Einschätzungen seien veraltet. Zur Herstellung der Spruchreife 

des Falles sei eine aktuelle schulpsychologische Abklärung erforderlich. Wegen der Vorbe-

fassung des schulpsychologischen Dienstes der Stadt Z.__ sei der schulpsychologische 

Dienst des Kantons St. Gallen mit der neuerlichen Abklärung zu beauftragen. Ausserdem 

machten die Beschwerdeführer geltend, ihre Tochter sei in den letzten Monaten regelrecht 

aufgeblüht und habe endlich wieder Freude an der Schule. Sie habe ausserdem die grund-

legenden Lernziele der letzten drei Prüfungen erreichen können. Aufgrund dieser aktuellen 

Entwicklung ergebe sich erst recht keine Notwendigkeit einer Beschulung in der Kleinklasse 

(act. 6). 

b. 

Das Verwaltungsgericht orientierte die Beteiligten mit Schreiben vom 10. Juni 2025 über 

seine Absicht, die dipl. Psych. FH H.__ vom schulpsychologischen Dienst des Kantons 

St. Gallen mit einem schulpsychologischen Gerichtsgutachten zu beauftragen. Hierzu so-

wie zu den Fragen an die Gerichtsgutachterin gewährte es den Beteiligten das rechtliche 

Gehör (act. 11). 

c. 

Der Bildungsrat des Kantons St. Gallen (Vorinstanz) beantragte mit Vernehmlassung vom 

20. Juni 2025 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies er auf den ange-

fochtenen Entscheid. Gegen die vom Verwaltungsgericht vorgesehene Begutachtung er-

hob er keine Einwände (act. 12). 

d. 

Die Politische Gemeinde Z.__ (Beschwerdegegnerin) teilte am 23. Juni 2025 mit, auf eine 

Stellungnahme zur vorgesehenen Begutachtung und zur Person der Gutachterin zu ver-

zichten (act. 14). 

 

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e. 

Am 24. Juni 2025 erklärten die Beschwerdeführer ihr Einverständnis mit der vom Verwal-

tungsgericht vorgesehenen Begutachtung sowie der Person der Gutachterin. […]. 

f. 

Am 11. Juli 2025 erteilte das Verwaltungsgericht H.__ den Auftrag, im vorliegenden Fall ein 

schulpsychologisches Gerichtsgutachten zu erstatten (act. 18). 

g. 

Am 22. September 2025 erstattete H.__ dem Verwaltungsgericht das schulpsychologische 

Gerichtsgutachten. Sie empfahl darin, C.__ möglichst bald in einer Kleinklasse zu beschu-

len, und gelangte zur Auffassung, die bisherige schulpsychologische Einschätzung sei rich-

tig und nachvollziehbar. Bei C.__ bestehe weiterhin eine deutliche und breite Lernbeein-

trächtigung. Ihre Entwicklungsdefizite zeigten sich in deutlichen Schwierigkeiten in ihrem 

Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten sowie ihrem derzeitigen Leistungsstand. Für die Be-

schulung in der Kleinklasse spreche, dass C.__ in einem kleinen Klassensetting von einer 

schulischen Heilpädagogin eng begleitet werden könne. Es sei davon auszugehen, dass 

es ihr dort gelingen werde, deutlich mehr zu partizipieren und somit auch bessere Schritte 

in ihrer Selbstständigkeits- und Persönlichkeitsentwicklung zu erzielen (act. 32). 

h. 

Das Verwaltungsgericht brachte den Beteiligten mit Schreiben vom 24. September 2025 

das schulpsychologische Gerichtsgutachten vom 22. September 2025 zur Kenntnis und 

wies darauf hin, dass sie anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 31. Oktober 2025 

Gelegenheit für eine Stellungnahme erhalten würden (act. 33). 

i. 

Am 13. Oktober 2025 zogen die Beschwerdeführer ihr Gesuch um unentgeltliche Rechts-

pflege zurück (act. 37). 

 

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6/21 

j. 

Am 31. Oktober 2025 fand eine öffentliche mündliche Verhandlung statt. Dabei befragte 

das Verwaltungsgericht die schulpsychologische Gerichtsgutachterin zu ihrem Gutachten 

vom 22. September 2025 und gab den Beteiligten die Gelegenheit, Ergänzungsfragen zu 

stellen. Sodann wurden I.__, Klassenlehrerin C.__s, und J.__, schulische Heilpädagogin, 

als Zeuginnen befragt. Die Eltern C.__s erhielten Gelegenheit, ihre Sichtweise darzutun. 

Die Beteiligten bzw. ihre Vertreterinnen erhielten sodann Gelegenheit, ihre Standpunkte 

unter Berücksichtigung der Beweisergebnisse der mündlichen Verhandlung noch einmal 

abschliessend darzulegen.   

 

Die Beschwerdeführer hielten dabei an ihren Beschwerdeanträgen fest. Für den Fall, dass 

C.__ in die Kleinklasse wechseln müsse, stellten sie den Antrag, den Wechsel erst per Ende 

des aktuellen Schuljahres und damit im Sommer 2026 stattfinden zu lassen, eventualiter 

per Ende des laufenden Semesters.  

 

Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin hielten unverändert an ihren Anträgen fest 

(siehe zum Ganzen das Protokoll der öffentlichen Verhandlung vom 31. Oktober 2025, 

act. 38). 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 

1.  

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des Ge-

setzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführer sind als 

Adressaten des angefochtenen Entscheids (siehe act. 2, Dispositivziffer 1) und als gesetz-

liche Vertreter (vgl. Art. 304 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs, SR 210, ZGB) 

C.__s zur Ergreifung des Rechtsmittels sowohl in eigenem Namen als auch im Namen ihrer 

Tochter legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP; VerwGE B 2023/24 vom 

23. März 2023 E. 1 mit Hinweisen; vgl. auch BGer 2C_89/2025 vom 9. September 2025 

E. 5.4 und 5.5). Die Beschwerde vom 9. April 2025 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt 

zusammen mit der ergänzenden Eingabe vom 26. Mai 2025 (act. 6) formal und inhaltlich 

die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 

und Abs. 2 VRP). Darauf ist einzutreten.  

 

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2.  

Inhaltlich umstritten und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die von der Beschwer-

degegnerin angeordnete Beschulung C.__s in der Kleinklasse zu Recht bestätigt hat. Die 

rechtlichen Grundlagen, aufgrund derer das Verwaltungsgericht diese Frage zu entschei-

den hat (Art. 61 Abs. 1 VRP), präsentieren sich wie folgt: 

2.1.  

Für das Schulwesen sind die Kantone zuständig (Art. 62 Abs. 1 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV). Sie haben einen ausreichenden und 

unentgeltlichen Grundschulunterricht zu gewährleisten (Art. 19 und Art. 62 Abs. 2 BV). Die-

ser muss angemessen und geeignet sein; er soll genügen, um die Schüler und Schülerin-

nen sachgerecht auf ein selbstverantwortliches Leben im modernen Alltag vorzubereiten 

(BGE 138 I 164 E. 3.1; BGer 2C_227/2023 vom 29. September 2023 E. 4.10).  

2.2.  

Wie gesunde Kinder sollen auch Kinder mit Beeinträchtigungen Schulen besuchen, die ih-

ren intellektuellen Fähigkeiten bzw. Bedürfnissen entsprechen. Eine nach diesem objekti-

ven Anknüpfungspunkt differenzierende Beschulung ist mit der Rechtsgleichheit im Sinn 

von Art. 8 Abs. 2 und Abs. 4 BV vereinbar (BGer 2C_227/2023 vom 29. September 2023 

E. 4.10), ist doch Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln 

(siehe hierzu statt vieler BGE 142 II 425 E. 4.2). Art. 8 Abs. 2 BV begründet keinen indivi-

dualrechtlichen, gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf Herstellung faktischer Gleichheit. 

Allerdings sieht Art. 8 Abs. 4 BV vor, dass der Gesetzgeber Massnahmen zur Beseitigung 

von Benachteiligungen behinderter Personen vorzusehen hat (BGE 141 I 9 E. 3.1). Der 

Bund hat den Gesetzgebungsauftrag von Art. 8 Abs. 4 BV im Bereich seiner Zuständigkeit 

insbesondere mit Erlass des Bundesgesetzes über die Beseitigung von Benachteiligungen 

von Menschen mit Behinderungen (SR 151.3, BehiG) wahrgenommen. Das BehiG be-

zweckt, Benachteiligungen zu verhindern, zu verringern oder zu beseitigen, denen Men-

schen mit Behinderungen ausgesetzt sind (Art. 1 Abs. 1 BehiG). Ein Mensch mit Behinde-

rungen (Behinderte, Behinderter) ist eine Person, der es eine voraussichtlich dauernde kör-

perliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung erschwert oder verunmöglicht, alltägli-

che Verrichtungen vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzubewegen, sich 

aus- und fortzubilden oder eine Erwerbstätigkeit auszuüben (Art. 2 Abs. 1 BehiG).   

 

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2.3.  

2.3.1.  

Das BehiG verfolgt den Zweck, die allgemeinen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen 

für Menschen mit Funktionsverlusten zu verbessern (BBl 2001 1715, 1777). Vor diesem 

Hintergrund muss der Begriff der Behinderung vielfältige Sachverhalte abdecken. Entspre-

chend ist er im Gesetz (Art. 2 Abs. 1 BehiG) in umfassender Art umschrieben und weit zu 

verstehen (zum weiten Verständnis des Begriffs der Behinderung siehe BBl 2025 300, 

S. 29, worunter namentlich Autismus-Spektrum-Störungen oder «Dys-Störungen» wie Dys-

lexie und Dyspraxie fallen, die zu Lernstörungen führen können). Er erfasst etwa auch kog-

nitive Einschränkungen, die mit Blick auf ein Studium an einer Fachhochschule zu einem 

erhöhten Ruhebedarf und – damit verbunden – zur Notwendigkeit der Benützung eines 

Ruheraums während einer Projektwoche führen (für einen Anwendungsfall siehe 

BGer 2C_450/2023 vom 11. Oktober 2024, Sachverhalt lit. A und lit. B.a sowie E. 5.4.1 f.). 

Verlangt wird nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts immerhin, dass die in Art. 2 

Abs. 1 BehiG genannten Verrichtungen usw. «erschwert oder verunmöglicht» werden 

(BGer 2C_930/2011 vom 1. Mai 2012 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 135 I 49 E. 6.1). Die Ur-

sache der Beeinträchtigung, d.h. ob diese durch die Geburt, eine genetische Veranlagung, 

eine Krankheit oder einen Unfall bedingt ist, ist für die Definition von Behinderung nach dem 

BehiG nicht relevant (BBl 2025 300, S. 29).   

2.3.2.  

Eine Benachteiligung im Sinne von Art. 1 Abs. 1 BehiG liegt vor, wenn Behinderte rechtlich 

oder tatsächlich anders als nicht Behinderte behandelt und dabei ohne sachliche Rechtfer-

tigung schlechter gestellt werden als diese, oder wenn eine unterschiedliche Behandlung 

fehlt, die zur tatsächlichen Gleichstellung Behinderter und nicht Behinderter notwendig ist 

(Art. 2 Abs. 2 BehiG). Art. 2 Abs. 5 BehiG präzisiert die Benachteiligung im Sinn des Ge-

setzes für den Bereich der Aus- und Weiterbildung. Eine Benachteiligung liegt danach ins-

besondere vor, wenn die Dauer und Ausgestaltung des Bildungsangebots sowie Prüfungen 

den spezifischen Bedürfnissen der von einer Behinderung betroffenen Personen nicht an-

gepasst sind (Art. 2 Abs. 5 lit. b BehiG). Wer durch das Gemeinwesen im Sinn von Art. 2 

Abs. 5 BehiG benachteiligt wird, kann beim Gericht oder bei der Verwaltungsbehörde ver-

langen, dass das Gemeinwesen die Benachteiligung beseitigt oder unterlässt (Art. 8 Abs. 2 

BehiG; siehe zum Ganzen BGer 2C_466/2023 vom 19. April 2024 E. 5.1.2 mit Hinweisen). 

Die entsprechenden Rechtsansprüche gehen inhaltlich in der Regel nicht über das verfas-

sungsrechtliche Diskriminierungsverbot (Art. 8 Abs. 2 BV) hinaus (BGer 2C_466/2023 vom 

19. April 2024 E. 5.5 mit Hinweisen; siehe zum Ganzen VerwGE B 2024/130 vom 3. De-

zember 2024 E. 3.1.2). 

 

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2.3.3.  

Die Kantone sorgen dafür, dass behinderte Kinder und Jugendliche eine Grundschulung 

erhalten, die ihren besonderen Bedürfnissen angepasst ist (Art. 20 Abs. 1 BehiG). Sie för-

dern, soweit dies möglich ist und dem Wohl des behinderten Kindes oder Jugendlichen 

dient, mit entsprechenden Schulungsformen dessen Integration in die Regelschule (Art. 20 

Abs. 2 BehiG). Wie Art. 8 Abs. 2 BehiG (vgl. E. 2.3.2 hiervor), konkretisiert auch Art. 20 

Abs. 2 BehiG die verfassungsrechtlichen Grundsätze (Art. 8 Abs. 2, Art. 19 und Art. 62 

Abs. 3 BV), geht aber kaum über sie hinaus (BGE 141 I 9 E. 3.2 mit Hinweisen). Im Rahmen 

des verfassungsrechtlich vorgegebenen Rahmens verfügen die Kantone über einen erheb-

lichen Gestaltungsspielraum (vgl. Art. 46 Abs. 3 BV), was nicht nur für die Sonderschulung 

(vgl. VerwGE B 2023/178 vom 2. April 2024 E. 2.3) gilt, sondern auch für die Beschulung 

in der Kleinklasse. Der verfassungsrechtliche Anspruch auf ausreichenden und unentgeltli-

chen Grundschulunterricht umfasst nur ein angemessenes, erfahrungsgemäss ausreichen-

des Bildungsangebot an Schulen. Ein darüber hinausgehendes Mass an individueller Be-

treuung, das theoretisch immer möglich wäre, kann mit Rücksicht auf das staatliche Leis-

tungsvermögen nicht gefordert werden. Der verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltli-

chen Grundschulunterricht ist nicht gleichbedeutend mit dem Anspruch auf die optimale 

bzw. geeignetste Schulung eines Kindes (BGE 138 I 165 E. 3.2 und 141 I 9 E. 3.3), unab-

hängig davon, ob dieses an einer Behinderung leidet oder nicht. Bei der Konkretisierung 

des Bildungsangebots für behinderte Kinder und Jugendliche ist Rücksicht zu nehmen auf 

das staatliche Leistungsvermögen (siehe zum Ganzen VerwGE B 2023/178 vom 2. April 

2024 E. 2.3 mit Hinweis auf BBl 2013 661, 702). 

2.4.  

2.4.1.  

Nach Art. 51 des Volksschulgesetzes (sGS 213.1, VSG) hat das im Kanton wohnhafte Kind 

das Recht, jene öffentliche Schule oder anerkannte private Sonderschule zu besuchen, die 

seinen Fähigkeiten entspricht und deren Anforderungen es erfüllt. Sonderpädagogische 

Massnahmen unterstützen Kinder mit besonderem Bildungsbedarf, namentlich mit Schul-

schwierigkeiten, Verzögerungen oder Beeinträchtigungen in der Entwicklung, Behinderun-

gen oder besonderen Begabungen (Art. 34 VSG). Massgebend für die Anordnung von son-

derpädagogischen Massnahmen sind das Kindeswohl und die Verhältnismässigkeit, wie 

sich u.a. aus der Überschrift zu Art. 35 VSG ergibt. In Nachachtung dieser beiden zentralen 

Aspekte – Kindeswohl und Verhältnismässigkeit – haben sich sonderpädagogische Mass-

nahmen am Bedarf der Kinder in Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags zu orien-

tieren, unter Berücksichtigung des Aufwandes von Schulträger und Kanton. Einem Kind mit 

ausgewiesenem Bedarf steht eine entsprechende Massnahme zu. Sonderpädagogische 

Massnahmen werden in der Regel befristet verfügt (Art. 35 Abs. 1–3 VSG). Schülerinnen 

 

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und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf besuchen die Regelklasse oder Kleinklasse, 

wenn sie vom Unterricht profitieren und das soziale Gefüge der Klasse wahrnehmen kön-

nen, der Besuch für die Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags geeignet, erforder-

lich und zumutbar ist und nicht überwiegende Interessen der Klasse oder des Umfeldes 

entgegenstehen (Art. 35bis Abs. 1 VSG).  

2.4.2.  

Das kantonale Sonderpädagogik-Konzept vollzieht die Grundsätze des VSG zu den son-

derpädagogischen Massnahmen (Art. 37 Abs. 1 VSG). Gemäss Sonderpädagogik-Konzept 

erfüllt die Volksschule ihren Bildungsauftrag, indem sie sowohl integrierende als auch se-

parierende Angebote vorsieht und diese nach dem Prinzip «so viel Integration wie möglich, 

so viel Separation wie nötig» situationsgerecht einsetzt. Die Umsetzung dieses Prinzips 

erfolgt unter Berücksichtigung und Abwägung der Interessen der Schülerinnen und Schüler 

mit besonderem Bildungsbedarf einerseits sowie der übrigen Schülerinnen und Schüler und 

der Lehrpersonen anderseits (Sonderpädagogik-Konzept des Kantons St. Gallen für die 

Regelschule vom 9. Juni 2015, S. 5 unten, Download unter: <https://www.sg.ch/bildung-

sport/volksschule/rahmenbedingungen/rechtliche-grundlagen/konzepte.html>; abgerufen 

am 13. November 2025). Kleinklassen gehören zum Grundangebot der Regelschule, stel-

len jedoch im Gegensatz zum übrigen sonderpädagogischen Angebot eine hochschwellige, 

separative Massnahme dar (Sonderpädagogik-Konzept, a.a.O., S. 31). Die vom Kanton 

St. Gallen geregelte Sonderpädagogik ist primär dem Kindswohl, daneben aber auch der 

Wahrung der Verhältnismässigkeit und der Rechtsgleichheit verpflichtet (VerwGE 

B 2023/178 vom 2. April 2024 E. 2.7.2 mit Hinweis auf ABl 2013 308, 367). 

2.4.3.  

Den Schulen steht es frei, Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf in der 

Regelklasse zu beschulen oder ab der dritten Klasse Kleinklassen zu führen (Sonderpäda-

gogik-Konzept, a.a.O., S. 6). Zuständig für die Anordnung des Besuchs einer Kleinklasse 

als sonderpädagogische Massnahme in der Regelschule ist der Rat (Art. 36 Abs. 1 lit. a 

VSG; zur Kleinklasse als Bestandteil der Regelschule siehe Art. 35bis VSG). Vor der Anord-

nung hat er das Gutachten einer zentralen Abklärungsstelle einzuholen (Art. 36bis Abs. 1 

VSG). Abklärungsstellen sind die schulpsychologischen Dienste (Sonderpädagogik-Kon-

zept, a.a.O., S. 29). Zudem haben Lehrpersonen und Rat die Eltern zu informieren und 

ihnen Gelegenheit zur Aussprache zu geben, wenn besondere Massnahmen – wie die An-

ordnung des Besuchs einer Kleinklasse – zu treffen sind oder wenn Leistung oder Verhalten 

des Kindes zu Bemerkungen Anlass geben (Art. 94 Abs. 1 VSG). 

 

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3.  

Im Lichte des vorstehend skizzierten rechtlichen Rahmens ist im Folgenden der Frage 

nachzugehen, ob die umstrittene Einteilung C.__s in die Kleinklasse mit ihren ausgewiese-

nen Beeinträchtigungen und dem Kindswohl besser zu vereinbaren ist als eine Fortführung 

der Beschulung in der Regelklasse. Dabei stützt sich das Gericht neben den Akten mass-

geblich auf das schulpsychologische Gutachten vom 22. September 2025 sowie die im 

Rahmen der öffentlichen Verhandlung erlangten Erkenntnisse ab. 

3.1.  

Hinsichtlich des Beweiswerts eines schulpsychologischen Gutachtens ist – wie bei ärztli-

chen Expertisen (siehe hierzu BGE 134 V 231 E. 5.1) – entscheidend, dass das Gutachten 

für die streitigen Belange im abzuklärenden Kontext umfassend ist, in der Beurteilung der 

Zusammenhänge und Situation einleuchtet und dass die Schlussfolgerungen der schulpsy-

chologischen Fachperson begründet sind. Bei medizinischen Gerichtsgutachten im Spezi-

ellen weicht das Gericht bei der Beweiswürdigung nicht ohne zwingende Gründe von der 

Einschätzung der sachverständigen Person ab, zumal es gerade deren Aufgabe ist, durch 

ihre Fachkenntnisse sicherzustellen, dass ein medizinischer Sachverhalt richtig erfasst wird 

(so bereits BGer 2P.170/2000 vom 27. Oktober 2000 E. 4b/aa mit Hinweis auf BGE 118 V 

286 E. 1b; BGE 143 V 269 E. 6.2.3.2). Damit misst das Bundesgericht Gerichtsgutachten 

einen hohen Beweiswert zu. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat 

diesbezüglich erwogen, die Meinung einer vom Gericht ernannten Expertin habe bei der 

Beweiswürdigung vermutungsweise hohes Gewicht (BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweis auf 

Urteile Sara Lind Eggertsdóttir gegen Island vom 5. Juli 2007 § 44, und Shulepova gegen 

Russland vom 11. März 2009 § 62). Nichts anderes kann für schulpsychologische Gerichts-

gutachten gelten (vgl. VerwGE B 2015/296 vom 25. Mai 2016 E. 3.2). 

3.2.  

Gestützt auf diese Ausgangsprämisse gilt es im Folgenden das schulpsychologische Ge-

richtsgutachten vom 22. September 2025 zu würdigen. 

3.2.1.  

Zunächst ergibt sich aus dem schulpsychologischen Gerichtsgutachten bzw. den dort wie-

dergegebenen medizinischen Angaben des Ostschweizer Kinderspitals (act. 32, S. 2) und 

der zuständigen Kinderärztin (act. 32, S. 3), dass C.__ an einem Symptomkomplex leidet, 

der zu geistigen und körperlichen/motorischen Beeinträchtigungen beim Lernen und damit 

in der Ausbildung führt. Der Rechtsbegriff der Behinderung im Sinn von Art. 2 Abs. 1 BehiG 

ist damit erfüllt (u.a. dissoziiertes Entwicklungsprofil zwischen den Handlungs- und Denks-

kalen, posttraumatische Fehlstellung des rechten Kniegelenks [Genu valgum], 

 

B 2025/80 

 

12/21 

Beinlängendifferenz rechts + 8 mm und Schallleitungsschwerhörigkeit bei Paukenguss 

beidseits, siehe auch die Würdigung durch die Gerichtsgutachterin in act. 32, S. 7 unten). 

3.2.2.  

Bei der Würdigung der gerichtsgutachterlichen Beurteilung der Beschulungsfrage fällt ins 

Gewicht, dass die Beurteilung auf eigenständigen Abklärungen beruht und für die streitigen 

Belange umfassend ist. So wurden die wesentlichen Vorakten (siehe die Auflistung in 

act. 32, S. 1), insbesondere der Sprechstundenbericht des Ostschweizer Kinderspitals vom 

20. Oktober 2020 sowie der schulpsychologische Abklärungsbericht vom April/Mai 2023 

(act. 32, S. 2), berücksichtigt. Die Gerichtsgutachterin holte zudem am 26. August 2025 te-

lefonisch bei der behandelnden Kinderärztin Auskünfte über den aktuellen Gesundheitszu-

stand C.__s ein (act. 32, S. 3 oben). Des Weiteren führte sie am 1. und 2. September 2025 

nicht nur eine persönliche schulpsychologische Untersuchung von C.__ samt verschiede-

ner schulpsychologischer Testverfahren durch (act. 32, S. 5 ff.); ihre Einschätzung stützt 

sich vielmehr auch auf die im Rahmen einer Unterrichtsbeobachtung vom 21. August 2025 

gewonnenen Eindrücke und auf Informationen der Eltern (Gespräch vom 13. August 2025) 

sowie der schulischen Fachpersonen (Klassenlehrerin und schulische Heilpädagogin; Ge-

spräche vom 21. August 2025; act. 32, S. 3 f.). Die gestützt auf die umfassend abgeklärten 

Grundlagen von der Gerichtsgutachterin festgestellten Stärken und Schwächen C.__s im 

Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten (act. 32, S. 7 ff.; deutliche und breite Lernbeeinträchti-

gung, welche die intellektuelle, kognitive, sprachliche, motorische und sozial-emotionale 

Entwicklung betrifft, act. 38, Frage 4 und Frage 6) leuchten in allen Punkten ein.  

3.2.3.  

Als deutliche Beeinträchtigungen im Vergleich zur Alters- oder Klassennorm stellte die Ge-

richtsgutachterin u.a. fest: deutliche Sprachschwierigkeiten (eingehend hierzu act. 38, 

Frage 13), die etwa dazu führten, dass bei der Begutachtung ein altersgerechter Test nicht 

ausgewertet werden konnte und auf weitere schriftliche Selbsteinschätzungen verzichtet 

wurde (act. 32, S. 6; siehe auch die deutlichen Beeinträchtigungen beim Sprachverständ-

nis, Sprachgebrauch und Textverständnis act. 32, S. 6 f.); Beeinträchtigungen beim Mathe-

matikerwerb (act. 32, S. 7); deutlich reduzierte sozial-emotionale Entwicklung trotz gewis-

ser Fortschritte in der Selbststeuerung (act. 32, S. 6 und act. 38, Frage 13; siehe hierzu 

auch act. 38, Frage 40, betreffend eine von der Klassenlehrerin beschriebene Situation bei 

einem Sitzplatzwechsel, der bei C.__ eine Verzweiflung ausgelöst habe; zur schnellen 

Frustration siehe auch die Aussage der Heilpädagogin in act. 38, Frage 70); deutlich unter-

durchschnittliche Resultate der sprachlichen Verarbeitung, der räumlichen Vorstellung und 

Umsetzung, des nonverbalen, logischen Denkens sowie in der Merkfähigkeitsspanne (Ar-

beitsgedächtnis; act. 32, S. 6); häufiges Selbstablenken (sich wegdrehen, gähnen, Nase 

auf den Tisch legen, Blättern im Buch oder Spielen mit Taschentuch, act. 32, S. 5 Mitte); 

 

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13/21 

deutliche Einschränkung bei der selbstständigen Umsetzung von Arbeitsanleitungen, was 

wiederholt Anstösse durch die Lernbegleitung erforderlich mache (act. 32, S. 5 Mitte); Pas-

sivität im Unterricht (act. 32, S. 4: fehlendes Aufstrecken und Wegschieben schriftlicher Un-

terlagen); fehlender Anschluss an die Peergruppen (act. 32, S. 4; zu den von der Klassen-

lehrerin ebenfalls erwähnten kindlichen Verhaltensweisen, die auf Peerebene als Risiko-

faktor anzusehen seien, siehe act. 32, S. 9; zum erforderlichen Begleitungsbedarf siehe 

act. 38, Frage 13); passives Verhalten in der Pause (act. 32, S. 4, und act. 38, Frage 35); 

geringe Frustrationstoleranz im Sport, wo C.__ bei schwierigen Situationen teilweise mit 

Schreianfällen, um sich schlagend oder beleidigend reagiere (act. 32, S. 4); und deutlich 

unterdurchschnittliche Feinmotorik (act. 32, S. 7). Von Bedeutung ist auch der von der Ge-

richtsgutachterin ermittelte und berücksichtigte tiefe IQ C.__s, der sich in einem Bereich 

von 70 bis 78 bewegt und nur leicht über der Grenze zur Intelligenzminderung, d.h. einer 

geistigen Behinderung liegt (act. 38, Frage 19).   

 

Die Beschwerdeführer nehmen selbst ebenfalls wahr, dass ihre Tochter mehr Zeit braucht, 

um Kulturtechniken zu erlernen (act. 32, S. 3 unten). Ausserdem hat die Gerichtsgutachte-

rin mehrere Risikofaktoren beschrieben, die bei einer Fortführung der Beschulung in der 

Regelklasse zum Tragen kämen (wiederholte Überforderung in der geforderten Schulspra-

che mit Verunsicherung im Selbsterleben, deutliches Ausweichverhalten, kindliche Verhal-

tensweisen, motorische Schwierigkeiten im Sport, erhöhte Ausgrenzungsgefahr, act. 32, 

S. 8 f.), und denen in der Kleinklasse aufgrund der dort herrschenden individuellen Lern-

möglichkeiten, dem kleinen Klassensetting und der engen Begleitung durch eine schulische 

Heilpädagogin besser begegnet werden kann als in der Regelklasse. Mit einer Beschulung 

in der Kleinklasse sei insbesondere zu erwarten, dass C.__ bessere Schritte in ihrer Selbst-

ständigkeits- und Persönlichkeitsentwicklung gelingen würden (act. 32, S. 9 und S. 10). Die 

Gerichtsgutachterin traut C.__ den Wechsel in die Kleinklasse zu, weil sie kommunikativ 

und liebenswert sei sowie über die erforderlichen Ressourcen verfüge (act. 38, Frage 8). 

Es sind keine für die Beurteilung relevanten Aspekte erkennbar, welche die Gerichtsgut-

achterin bei ihrer Einschätzung ausser Acht gelassen hätte, dass im Falle von C.__ eine 

Beschulung in der Kleinklasse schulpsychologisch klar indiziert sei (siehe act. 38, 

Frage 19). 

3.2.4.  

C.__ gelangen bei mehreren Lernnachweisen gute bis sehr gute Leistungen (Einmaleins, 

Englisch oder Benennung von Körperteilen), worauf die Beschwerdeführer zu Recht hin-

weisen (act. 6, Rz 24, act. 38, Frage 20, und act. 38.1, Rz 5). Die dort festgestellte aner-

kennenswerte Leistungspräsentation vermag allerdings den Beweiswert des schulpsycho-

logischen Gerichtsgutachtens nicht zu erschüttern. Die Gerichtsgutachterin und die Klas-

senlehrerin führten diesbezüglich schlüssig aus, dass C.__ – mit starker Unterstützung und 

 

B 2025/80 

 

14/21 

Kontrolle durch die Mutter (siehe zum häufigen [«oft»] Erledigen der Hausaufgaben und 

Lernen mit den Eltern die Plädoyernotizen, Rz 21, act. 38.1) – auswendig Gelerntes gut 

abrufen könne. Sobald jedoch vernetztes oder leicht verändertes Denken gefordert sei, sei 

das nicht mehr möglich (act. 32, S. 4 unten, und act. 38, Frage 14, Frage 20 und Frage 41; 

zum Üben des Schulstoffes mit der Mutter siehe auch act. 32, S. 6 Mitte). So konnte C.__ 

bereits eine Woche nach der Körperteilprüfung die Schulter nicht mehr benennen (act. 38, 

Frage 41; siehe auch die sich bei einer Aufgabe zum Auge zeigende Beeinträchtigung der 

Merkfähigkeit in act. 38, Frage 53). Die Fähigkeit zur Transferleistung sei bei C.__ im Ver-

gleich zu den anderen Kindern der Klasse auffallend schwächer (act. 38, Frage 42). Die 

Klassenlehrerin führte sodann gegenüber der Gerichtsgutachterin aus, dass C.__ in ihrem 

Lernen ein deutliches Ausweichverhalten zeige. Dies sei damit zu begründen, dass Lern-

prozesse für sie anstrengend seien und sie so einen Ausweg suche (act. 32, S. 9). Die 

schulische Heilpädagogin beschrieb mit Blick auf die Entwicklung im Deutschen ebenfalls, 

dass C.__ sich den im Unterricht aufgebauten Wortschatz nicht über einen längeren Zeit-

raum merken könne, sodass es zwar Fortschritte gebe, diese jedoch wieder rasch zurück-

gehen würden. C.__ habe Schwierigkeiten, einfache Sätze zu bilden und diese zu lesen 

und zu entschlüsseln (act. 38, Frage 69).   

 

Mit vorstehenden Beobachtungen konvergiert die Feststellung der Gerichtsgutachterin, 

dass C.__ zwar das Einmaleins und die entsprechenden Umkehroperationen (Division) si-

cher abrufen könne, allerdings auch im Mathematikerwerb mehrere deutliche Beeinträchti-

gungen sichtbar seien, etwa beim Umgang mit Masseinheiten, bei Subtraktionen mit Um-

wandlung von Stellenwerten oder bei Textrechnungen (act. 32, S. 7; act. 38, Frage 14). Zu-

dem legte die Gerichtsgutachterin nachvollziehbar dar, dass es C.__ durch die regelmäs-

sige Unterstützung der Mutter (lediglich) gelinge, gewissen Lernstoff automatisiert abzuru-

fen; allerdings grösstenteils nur kurzfristig (act. 38, Frage 14 und Frage 20). So sei es etwa 

bloss mit grosser Hilfe möglich gewesen, dass C.__ gemerkt habe, dass ein Franken 100 

Rappen entspreche (act. 38, Frage 14 mit Hinweis, dass Umrechnungen von Masseinhei-

ten zum Schulstoff der zweiten Klasse gehörten). Bei Denkleistungen, die selbständiges 

oder vernetztes Denken erfordern würden, stosse sie rasch an Grenzen (act. 32, S. 9 oben, 

und act. 38, Frage 14).    

 

Die Gerichtsgutachterin hat die stellenweise guten Leistungen C.__s bei punktuellen Lern-

nachweisen sowie ihre individuellen Lernfortschritte (siehe auch act. 38, Frage 13) folglich 

nicht bloss zur Kenntnis genommen, sondern diese auch schlüssig ins Verhältnis gesetzt 

zu den von ihr erhobenen Abklärungsergebnissen. Sie hat ihre diesbezüglichen Erkennt-

nisse zudem auch in einen Bezug gesetzt zum enormen Einsatz, den sowohl die Schule 

wie auch die Eltern für die schulische Entwicklung C.__s aufbringen (samt dem damit ver-

bundenen beträchtlichen psychischen Erwartungsdruck, der auf C.__ lastet). Dass die 

 

B 2025/80 

 

15/21 

Gerichtsgutachterin den Lernnachweisen – und zwar weder den gut bis sehr guten noch 

den ungenügenden – im Rahmen ihrer umfassenden Würdigung der Lernfähigkeiten und 

des daraus resultierenden schulischen Förderbedarfs für sich allein keine entscheidende 

Stellung einräumte (siehe auch act. 38, Frage 17 am Schluss), begründet deshalb keinen 

Mangel an der gerichtsgutachterlichen Beurteilung. Vor diesem Hintergrund erübrigen sich 

im vorliegenden Verfahren weitere Bemerkungen zu den Lernnachweisen und den Zeug-

nisnoten (siehe hierzu act. 38.1 ff. sowie die Ausführungen der Beschwerdeführer etwa in 

act. 38, S. 29). 

3.3.  

Gestützt auf das beweiskräftige schulpsychologische Gerichtsgutachten sowie die weiteren 

Erhebungen des Gerichts steht fest, dass die umstrittene Einteilung von C.__ in die Klein-

klasse besser mit ihrem ausgewiesenen Förderbedarf und ihrem Kindswohl zu vereinbaren 

ist als die Fortführung der Beschulung in der Regelklasse. Dies gilt vorliegend umso mehr, 

als im Zeitverlauf auch sämtliche anderen mit der Beschulungsfrage befassten schulischen 

Fachpersonen zum gleichen Schluss gelangten (siehe auch den Bericht der Arbeitsgruppe 

für Rekursentscheide an den Bildungsrat vom 20. November 2024, act. 13.14). Aus den 

überzeugenden Angaben der Klassenlehrerin geht sodann hervor, dass C.__ bei Arbeiten 

in der kleinen Gruppe strahle und sich über Erfolge freue (act. 32, S. 5 oben; siehe auch 

act. 38, Frage 45). Die Gerichtsgutachterin wies ebenfalls darauf hin, dass C.__ bei einem 

kleineren Setting deutlich besser partizipieren und ihre Aufmerksamkeit aufrechterhalten 

könne, weil dort individuell auf sie eingegangen werden könne (act. 32, S. 8). Es ist folglich 

zu erwarten, dass C.__ in der Kleinklasse, die auf ihren individuell (hohen) Förderbedarf 

besser ausgerichtet ist als die Regeklasse, häufiger solche (auch emotional wichtigen) Er-

folge wird erleben können. Gleichzeitig würde sie durch den Besuch der Kleinklasse mög-

licherweise (teilweise) vom belastenden Leistungsdruck befreit, der mit dem hohen Enga-

gement ihrer Eltern (und der Schule) verbunden ist (siehe zum Leistungsdruck die einhelli-

gen Angaben verschiedener Lehrkräfte in act. 32, S. 4 erster Absatz und S. 4 unten sowie 

S. 5 oben; zu den damit verbundenen und von C.__ «auch belastend wahrgenommenen» 

Stresssituationen und den Stressanzeichen bei Prüfungssituationen siehe act. 32, S. 6 und 

S. 9 oben, sowie act. 38, Frage 47, 53 und 55). Nichts anderes geht aus den Aussagen der 

schulischen Heilpädagogin hervor: C.__ sei schnell frustriert und höre schnell auf, auch in 

der kleinen Gruppe, wenn sie nicht mehr weiterwisse. Sie sei in der grösseren Gruppe, 

wenn integriert gearbeitet werde, schneller frustriert, stehe schneller an und habe dann 

auch nicht die gleiche Begleitung wie in einer kleinen Gruppe. In jüngster Zeit hat die schu-

lische Heilpädagogin ausserdem festgestellt, dass C.__ schneller als vor einem Jahr sage, 

«das kann ich nicht», und mit einer wegschiebenden Bewegung dieser Selbsteinschätzung 

auch Ausdruck verleihe. In der Kleingruppe gelinge es aber, sie wieder zu motivieren, um 

 

B 2025/80 

 

16/21 

weiterzumachen oder einen anderen Weg zu finden, wie sie weiterkomme (act. 38, 

Frage 69 und Frage 70).  

4.  

Zu beurteilen ist im Weiteren die Verhältnismässigkeit der Beschulung C.__s in der Klein-

klasse. Das verfassungsmässige Gebot der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) ver-

langt, dass eine behördliche Massnahme für das Erreichen eines im übergeordneten öf-

fentlichen (oder privaten) Interesse liegenden Ziels geeignet, erforderlich und für die be-

troffene Person zumutbar ist. Erforderlich ist eine vernünftige Zweck-Mittel-Relation (BGE 

147 I 450 E. 3.2.3). 

4.1.  

Wie aus obigen Erwägungen (zusammenfassend E. 3.3 hiervor) hervorgeht, ist die Beschu-

lung in der Kleinklasse besser geeignet, das Kindswohl von C.__ zu wahren, als eine Wei-

terbeschulung in der Regelklasse. Zudem sind die pädagogischen Mittel in der Regelklasse 

ausgeschöpft (vgl. die Einschätzung der Vorinstanz, wiedergegeben in Bst. C.d hiervor) und 

ist die Kleinklassenbeschulung im Vergleich zu einer Sonderbeschulung das mildere Mittel; 

die Erforderlichkeit ist damit ebenfalls gegeben.  

4.2.  

Die Beschulung in der Kleinklasse erweist sich zudem auch als zumutbar:  

4.2.1.  

Die Klassenlehrerin sagte anlässlich der mündlichen Verhandlung aus, C.__ habe wenig 

Berührungspunkte und Gemeinsamkeiten mit den anderen Klassenkindern. Dies zeige sich 

etwa während der Pause. Sie stehe dann oft allein vor dem Lehrerzimmer und warte dort 

bis zum Ende der Pause (act. 38, Frage 35). In diesem Kontext äusserten die Eltern ge-

genüber der Gerichtsgutachterin ebenfalls, C.__ habe seit dem Schuleintritt «nie dazu ge-

hört». Sie mache vieles anders als andere Kinder (act. 32, S. 3; zum fehlenden Anschluss 

an Peergruppen siehe act. 32, S. 4). Gemäss Aussage der Klassenlehrerin ist C.__ von den 

Kindern der Klasse zwar gut akzeptiert (act. 38, Frage 36), es gebe jedoch immer wieder 

Konflikte zwischen ihr und anderen Kindern (act. 38, Frage 43). Zudem gebe es in der Re-

gelklasse viel Zeit, während der C.__ nicht partizipieren könne (act. 38, Frage 7). In einer 

Kleinklasse erhalte C.__ demgegenüber einen sicheren, guten und engen Rahmen durch 

eine heilpädagogisch ausgebildete Lehrperson, in welchem sie die benötigte Ein-zu-Eins-

Betreuung erhalte und sie sich sowohl mehr beteiligen als auch mehr zutrauen könne 

(act. 38, Fragen 6 und 7). In diesem Zusammenhang erklärte die Klassenlehrerin ebenfalls 

nachvollziehbar, dass C.__ es mag, in einem Eins-zu-Eins-Setting zu arbeiten. Sobald die 

Gruppe grösser werde, werde es schwieriger (act. 38, Frage 39). Ihren schulischen 

 

B 2025/80 

 

17/21 

Bedürfnissen könne in der Kleinklasse «definitiv» besser Rechnung getragen werden 

(act. 38, Frage 45). Die Klassenlehrerin beschrieb ferner eine Situation, in der C.__ auf-

grund einer Überforderung geweint und gesagt habe, sie sei am falschen Ort (act. 38, 

Frage 47). Auch wenn die Beschwerdeführer – an sich überzeugend – berichten, ihre Toch-

ter gehe sehr gerne zu I.__ in die Regelklasse (act. 38, Frage 88 und 98), geht aus den 

soeben wiedergegebenen Schilderungen der Klassenlehrerin hervor, dass der Alltag in der 

Regelklasse für sie nicht nur mit einem hohen Leistungs-, sondern – jedenfalls punktuell – 

auch mit einem Leidensdruck verbunden ist (act. 38, Frage 40, 47 und 53; zum hohen Leis-

tungsdruck siehe auch die einhelligen Angaben verschiedener Lehrkräfte in act. 32, S. 4 

erster Absatz und S. 4 unten sowie S. 5 oben; zu den damit verbundenen und von C.__ 

«auch belastend wahrgenommenen» Stresssituationen und den Stressanzeichen bei Prü-

fungssituationen siehe act. 32, S. 6 und S. 9 oben; zur wiederholten Überforderung in der 

von ihr geforderten Schulsprache mit Verunsicherung im Selbsterleben und deutlichem 

Ausweichverhalten siehe act. 32, S. 8 f.). 

4.2.2.  

Für die Verhältnismässigkeit im Sinn der Zweck-Mittel-Relation der Beschulung in der Klein-

klasse und gegen eine Fortführung der Beschulung in der Regelklasse spricht zudem, dass 

ein das Kindeswohl wahrendes Setting gemäss überzeugender Einschätzung der schulpsy-

chologischen Gerichtsgutachterin die Gewährleistung eines hohen Betreuungsschlüssels 

von Fach- und Begleitpersonen voraussetzt (Klassenlehrperson, Teamteaching, höhere 

Präsenz der schulischen Heilpädagogin und Klassenassistenz), da C.__ nicht nur bezüglich 

ihres Lern- und Arbeitsverhaltens, sondern auch in sozialen Kontakten auf Peerebene ver-

stärkte Begleitung benötigt (act. 32, S. 8). Lediglich der Vollständigkeit halber ist anzufügen, 

dass auch die Gespräche mit den Beschwerdeführern einen Aufwand begründen, der «für 

schulische Fachleute nur begrenzt leistbar» ist (act. 32, S. 9 unten). Der umschriebene res-

sourcenintensive Förderbedarf von C.__ geht über die Grenzen staatlicher Betreuungska-

pazitäten in einer Regelklasse hinaus (E. 2.3.3 hiervor), und zwar ungeachtet der Frage, ob 

und wie die Beschwerdegegnerin ihre übrigen Ressourcen im Rahmen des ihr zustehenden 

Ermessens einsetzt.  

4.2.3.  

Sodann erfolgt die Beschulung in der Kleinklasse zwar nicht in der Regelklasse, aber – 

anders als in einer Sonderschule – immerhin in der Regelschule (in der für C.__ nahe ge-

legenen Primarschule F.__; siehe zum Schulweg von 350 m die Verfügung vom 3. Mai 

2024, act. 13.7.1, Beilage, S. 1). Die Massnahme, die vorliegend zu beurteilen ist, wirkt sich 

somit nur eingeschränkt separativ aus, zumal C.__ in ihrer jetzigen Klasse nur begrenzt 

sozial Anschluss gefunden hat (siehe E. 4.2.1 hiervor sowie etwa zu den fehlenden Berüh-

rungspunkten mit den anderen Klassenkindern act. 38, Frage 35).  

 

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18/21 

4.2.4.  

Hinzu kommt, dass die weitere Schullaufbahn von C.__ mit der Beschulung in der Klein-

klasse nicht endgültig bestimmt ist. Sie schliesst bei einer erheblichen Änderung der mas-

sgeblichen Umstände eine erneute Beschulung in der Regelklasse nicht aus. So hat der 

Schulrat jährlich die Möglichkeit der Rückversetzung in die Regelklasse zu prüfen. Zusätz-

lich können Erziehungsberechtigte und Lehrpersonen jederzeit die Prüfung der Rückver-

setzung beantragen (Sonderpädagogik-Konzept, a.a.O., S. 24) und es werden in der Regel 

jedes Semester einmal Standortgespräche durchgeführt (Sonderpädagogik-Konzept, 

a.a.O., S. 36). Im vorliegenden Fall ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass C.__ stel-

lenweise gute bis sehr gute Lernnachweise gelingen (vgl. E. 3.2.4 hiervor). Vor diesem 

Hintergrund ist eine zeitnahe Evaluation der Kleinklassebeschulung angezeigt und die Be-

schwerdegegnerin zu verpflichten, vor den Sommerferien 2026 eine Verlaufsbeurteilung 

durch die mit dem Fall bereits vertraute H.__ (oder im Verhinderungsfall durch eine andere 

schulpsychologische Fachperson des schulpsychologischen Dienstes des Kantons St. Gal-

len) einzuholen und gestützt darauf die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Klein-

klassebeschulung von C.__ für das Schuljahr 2026/2027 zu überprüfen. Unter dieser Vo-

raussetzung, die in Form einer Auflage im Dispositiv des vorliegenden Entscheids festzu-

halten ist, erweist sich die Kleinklassenbeschulung C.__s auch als zumutbar.  

4.2.5.  

Die Verhältnismässigkeit der umstrittenen Anordnung ist damit zu bejahen. 

5.  

Im Übrigen ist bezüglich des Beschwerdevorbringens, die Beschwerdegegnerin könne für 

ihre Tochter nur deshalb nicht die erforderlichen Ressourcen aufbringen, weil ein anderes 

Kind mit Autismus-Spektrum-Störung («ASS») einen besonderen Förderbedarf habe 

(act. 6, Rz 17, act. 38, Frage 21 und Frage 56 ff.), das Folgende festzuhalten: Die Klassen-

lehrerin berichtete anlässlich der mündlichen Verhandlung, dass sich der Verdacht einer 

Autismus-Spektrum-Störung bei diesem Kind nicht erhärtet habe (act. 38, Frage 57). Oh-

nehin gilt es zu beachten, dass weder die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (act. 2, 

E. 6b) noch die Rekurskommission Schule der Stadt St. Gallen im Entscheid vom 5. Juli 

2024 (act. 13.7.7) die Anordnung des Besuchs der Kleinklasse mit Blick auf die bereits für 

ein anderes Kind aufgebrauchten Ressourcen begründet haben. Nichts anderes gilt bezüg-

lich der Verfügung vom 3. Mai 2024 (act. 13.7.1, Beilage; siehe auch die Stellungnahme 

vom 4. Juni 2024, act. 13.7.3). Die Thematik wurde lediglich im Rahmen des Berichts der 

Arbeitsgruppe für Rekursentscheide an den Bildungsrat angesprochen, und zwar einzig mit 

Blick auf die Unterstützung bei individuellen Lernzielen durch zusätzliche Stunden an heil-

pädagogischer Begleitung (act. 13.4, S. 4 Mitte). Deshalb und weil der von den Beschwer-

deführern geltend gemachte Bedarf an zusätzlichen heilpädagogischen Lektionen für das 

 

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19/21 

«ASS-Kind» erst nach dem Beginn des Schuljahres 2024/2025 im Raum stand (act. 13.4, 

S. 2), besteht offenkundig kein Zusammenhang mit der schon am 3. Mai 2024 verfügten 

Kleinklassen-Anordnung, die vorliegend zu überprüfen ist. Eine rechtsungleiche Behand-

lung ist nicht ersichtlich. 

6.  

Zusammengefasst erfolgte die umstrittene Anordnung der Beschulung von C.__ in der 

Kleinklasse zu Recht. Die schulpsychologische Gerichtsgutachterin empfahl, C.__ «mög-

lichst bald» in einer Kleinklasse zu beschulen (act. 32, S. 9 Mitte). Damit sich C.__ und ihre 

Eltern sowie die involvierten schulischen Fachkräfte auf den Wechsel in die Kleinklasse 

einstellen können und dieser – auch kommunikativ – in einer Form bewerkstelligt werden 

kann, der dem Kindswohl Rechnung trägt (siehe hierzu die Empfehlungen der Gerichtsgut-

achterin in act. 32, S. 10, und act. 38, Frage 10, sowie die Bemerkungen des Abteilungs-

präsidenten in act. 38, S. 31), erscheint mit Blick auf das in wenigen Wochen zu Ende ge-

hende Semester eine Beschulung C.__s in der Kleinklasse ab dem zweiten Semester des 

Schuljahres 2025/26 (erster Schultag in der Kleinklasse: 2. Februar 2026) als zweckmässig. 

Wie von der Gerichtsgutachterin empfohlen (act. 32, S. 9 unten), ist eine neutrale Beglei-

tung durch den schulpsychologischen Dienst der Stadt St. Gallen angezeigt, um zukünftig 

eine bessere Kommunikation zwischen Schule und den Beschwerdeführern zu gewährleis-

ten.  

7.  

Die Vorinstanz hat im Rahmen der Kostenverlegung übersehen, dass sich die vorliegende 

Streitigkeit im Anwendungsbereich von Art. 10 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2, Art. 2 

Abs. 1 und Abs. 5 BehiG bewegt (vgl. auch E. 3.2.1 hiervor): Umstritten sind konkret An-

sprüche nach Art. 8 BehiG (vgl. E. 2.3.1–2.3.3 und E. 3.2.1 hiervor; BGer 2C_154/2017 

vom 23. Mai 2017 E. 8.2.1 und 2C_33/2021 vom 29. Juni 2021 E. 5.2 betreffend Sonder-

schulungsbedürftigkeit; vgl. ferner BGer 2C_166/2023 vom 25. März 2025 E. 8.2). Somit ist 

nicht nur das Beschwerdeverfahren (vgl. E. 8.2 hiernach), sondern auch das Rekursverfah-

ren von Bundesrechts wegen kostenlos (VerwGE B 2022/195 vom 2. März 2023 E. 3 mit 

Hinweis auf BGer 2C_154/2017 vom 23. Mai 2017 E. 8.2.1 f.). Dispositivziffer 2 des ange-

fochtenen Entscheids, mit welcher den Beschwerdeführern eine Entscheidgebühr von 

CHF 1'000 auferlegt und diese mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ver-

rechnet worden ist (act. 2), ist deshalb aufzuheben. Die Vorinstanz ist zu verpflichten, den 

Beschwerdeführern den im Rekursverfahren geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'000 

vollumfänglich zurückzuerstatten. 

8.  

 

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20/21 

8.1.  

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, als der an-

gefochtene Entscheid Nr. 62 vom 19. März 2025 bezüglich Dispositivziffer 2 (Kosten des 

Rekursverfahrens vor der Vorinstanz) aufzuheben und die Vorinstanz zu verpflichten ist, 

den Beschwerdeführern den von ihnen im Rekursverfahren geleisteten Kostenvorschuss 

von CHF 1'000 vollumfänglich zurückzuerstatten (vgl. E. 7 hiervor). Im Übrigen ist die Be-

schwerde abzuweisen, wobei die Beschwerdegegnerin im Sinne einer Auflage anzuweisen 

ist, vor den Sommerferien 2026 eine Evaluation der Beschulungsform durchzuführen 

(E. 4.2.4 hiervor). 

8.2.  

Das Beschwerdeverfahren ist für die unterliegenden Beschwerdeführer von Bundesrechts 

wegen kostenlos (E. 7 hiervor). Sämtliche von der Gerichtsgutachterin in Rechnung ge-

stellte Kosten von CHF 9'473.75 (einschliesslich Dolmetscherkosten; act. 39) sowie die im 

Rahmen der öffentlichen Verhandlung angefallenen Zeugenentschädigungen und Dolmet-

scherkosten sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, zumal die Notwendigkeit, ein Gerichts-

gutachten einzuholen, nicht auf eine Verletzung der Untersuchungspflicht der Vorinstanz 

bzw. der Beschwerdegegnerin zurückzuführen ist, sondern ausschliesslich auf den Zeitab-

lauf, der mit dem Rechtsmittelverfahren verbunden war (Art. 95 Abs. 2 VRP; act. 11, S. 2).  

8.3.  

Die Beschwerdeführer obsiegen lediglich in einem untergeordneten Nebenpunkt, der im 

Übrigen auf Seiten der Rechtsvertreterin keinen relevanten Aufwand verursachte. Daher ist 

in Bezug auf die Entschädigungsfolge von einem vollständigen Unterliegen der Beschwer-

deführer im Beschwerdeverfahren auszugehen. Damit haben die Beschwerdeführer keinen 

Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung (Art. 98bis VRP). Die nicht berufsmässig 

vertretene Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädi-

gung (VerwGE B 2022/195 vom 2. März 2023 E. 4.3 mit Hinweis) und zu Recht auch keinen 

entsprechenden Antrag gestellt.  

  

 

B 2025/80 

 

21/21 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht: 

1.  

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositivziffer 2 des angefochtenen Ent-

scheids Nr. 62 vom 19. März 2025 wird aufgehoben und die Vorinstanz verpflichtet, den 

Beschwerdeführern den für das Rekursverfahren geleisteten Kostenvorschuss von 

CHF 1'000 vollumfänglich zurückzuerstatten. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.  

2.  

C.__ hat ab 1. Februar 2026 die Kleinklasse im Schulhaus F.__ zu besuchen. Die Be-

schwerdegegnerin wird angewiesen, vor den Sommerferien 2026 eine Evaluation der Be-

schulungsform durchzuführen und gestützt darauf – unter Beachtung des Kindswohls – zu 

entscheiden, ob die Beschulung C.__s in der Kleinklasse fortzuführen ist. 

3.  

Es werden keine amtlichen Kosten erhoben. Die Kosten für die Tätigkeit der Gerichtsgut-

achterin von CHF 9'473.75 sowie die im Rahmen der öffentlichen Verhandlung angefalle-

nen Zeugenentschädigungen und Dolmetscherkosten werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen. 

4.  

Es werden keine ausseramtlichen Entschädigungen zugesprochen. 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 13.11.2025
	Anordnung des Besuchs einer Kleinklasse in der Primarschule. Art. 35, Art. 35bis und Art. 36bis VSG sowie Art. 2 Abs. 1 und Art. 20 BehiG. Die vom Kanton St. Gallen geregelte Sonderpädagogik ist primär dem Kindswohl, daneben aber auch der Wahrung der Verhältnismässigkeit und der Rechtsgleichheit verpflichtet. Kleinklassen gehören zum Grundangebot der Regelschule, stellen jedoch im Gegensatz zum übrigen sonderpädagogischen Angebot eine hochschwellige, separative Massnahme dar. Aufgrund der ausgewiesenen Beeinträchtigungen ist die Beschulung von C.__ in der Kleinklasse besser mit ihrem Förderbedarf und Kindswohl zu vereinbaren als die Fortführung der Beschulung in der Regelklasse. (Verwaltungsgericht, B 2025/80) Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 2C_728/2025)