# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e88f1f1-d18d-5fb0-8d38-5ad13b3fedd8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 19.09.2023 HG220097
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG220097_2023-09-19.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich
  

Geschäfts-Nr.: HG220097-O U/dz

Mitwirkend: Oberrichterinnen Dr. Claudia Bühler, Präsidentin, und Flurina 

Schorta, die Handelsrichterin Dr. Eliane E. Ganz, die Handelsrichter 

Dr. Arnold Huber und Christoph Casparis sowie die Gerichtsschrei-

berin Nadja Maurer

Urteil vom 19. September 2023

in Sachen

FC A._____ AG, 
Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

FC B._____ AG, 
Beklagte

vertreten durch Rechtsanwalt Y._____

betreffend Forderung

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Rechtsbegehren:
(act. 1 S. 2)

"1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin Fr. 201'937.50 
nebst Zins von 5% seit 16. Dezember 2021 zu bezahlen.

 2. Es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 1, Betreibungs-
amt Schaffhausen (Zahlungsbefehl vom 2. März 2022) im Umfang 
der betriebenen Forderung samt Zins zu beseitigen.

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu 
Lasten der Beklagten."

Modifiziertes und erweitertes Rechtsbegehren:
(act. 25 S. 2)

"1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin Fr. 201'937.50 – 
abzüglich der bereits der Klägerin mit Verfügung vom 23.12.2022 
zufolge Anerkennung zugesprochenen CHF 62'551.10 – nebst 
Zins von 5% seit 16. Dezember 2021 sowie Fr. 10'096.90 zu be-
zahlen.

 2. Es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 1, Betreibungs-
amt Schaffhausen (Zahlungsbefehl vom 2. März 2022) im Umfang 
der betriebenen Forderung samt Zins abzüglich 62'551.10 zu be-
seitigen.

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu 
Lasten der Beklagten."

Sachverhalt und Verfahren

A. Sachverhaltsübersicht

a. Parteien und ihre Stellung

Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in A._____. Sie bezweckt die Durch-

führung, Organisation und Leitung eines Profi-Fussballspielbetriebs (act. 3/2).

Die Beklagte ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in B._____, die sich gemäss Ein-

trag im Handelsregister der Durchführung von Finanzgeschäften aller Art, Gewäh-

rung von Darlehen, Kauf, Verkauf sowie Verwaltung von Vermögenswerten und 

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Lizenzen im Bereich des Sportes, insbesondere für den Fussballclub B._____ (FC 

B._____), widmet (act. 3/3). 

b. Prozessgegenstand

Die Klägerin und die Beklagte schlossen am 5. März 2020 eine Partnerschaftsver-

einbarung, in welcher sie ihre Zusammenarbeit und unter anderem die Aufteilung 

von Transfersummen regelten, wenn ein Spieler der Parteien zu einem Drittklub 

transferiert wird. Der am tt Juli 2000 geborene Spieler C._____, der in der Organi-

sation der Parteien ausgebildet worden war, wechselte am 10. September 2021 

von der Beklagten zum FC D._____. Mit der vorliegenden Klage verlangt die Klä-

gerin von der Beklagten den ihr gestützt auf die Partnerschaftsvereinbarung und 

das dazugehörige Transferreglement ihrer Meinung nach zustehenden Anteil an 

der Transfersumme. 

B. Prozessverlauf 

a. Klageeinleitung

Die Klägerin machte die vorliegende Klage mit Einreichung der Klageschrift am 

1. Juli 2022 (Datum Poststempel) beim Handelsgericht des Kantons Zürich rechts-

hängig (act. 1). Innert angesetzter Frist bezahlte sie den verlangten Vorschuss für 

die Prozesskosten von CHF 13'000.– und reichte ein ergänztes Beweismittelver-

zeichnis nach (act. 7, 8). Die Beklagte erstattete ihre Klageantwort am 17. Oktober 

2022 und ersuchte gleichzeitig um Anordnung von Schutzmassnahmen hinsichtlich 

zwei Beilagen zur Klageantwort; in der Sache beantragte sie die Abweisung der 

Klage im Umfang von CHF 139'386.40 nebst Zins bzw. sie sei lediglich zu verpflich-

ten, der Klägerin CHF 62'551.10 nebst Zins zu 5% seit 16.12.2021 zu bezahlen 

(act. 12). Mit Verfügung vom 18. Oktober 2022 wurde angeordnet, dass die Kla-

geantwortbeilagen 18 und 19 einstweilen gesondert aufbewahrt und der Klägerin 

nicht zugänglich gemacht werden; zudem wurde die Leitung des Prozesses an 

Oberrichterin Flurina Schorta als Instruktionsrichterin delegiert (act. 15).

b. Wesentliche Verfahrensschritte

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Am 22. Dezember 2022 fand eine Vergleichsverhandlung statt, die ohne Ergebnis 

blieb (Prot. S. 6 f.). Mit Verfügung vom 23. Dezember 2022 wurde das Verfahren 

im Betrag von CHF 62'551.10 nebst Zins zu 5% seit 16. Dezember 2021 zufolge 

Anerkennung als erledigt abgeschrieben und der diesbezügliche Entscheid über 

die Kosten- und Entschädigungsfolgen dem Endentscheid vorbehalten. Der pro-

zessuale Antrag der Beklagten auf Anordnung von Schutzmassnahmen wurde ab-

gewiesen und der Beklagten Gelegenheit gegeben, die gesondert aufbewahrten 

Klageantwortbeilagen zurückzuziehen. Schliesslich wurde ein zweiter Schriften-

wechsel angeordnet (act. 18). Die Klageantwortbeilagen 18 und 19 konnten der 

Klägerin am 11. Januar 2023 zugestellt werden, nachdem die Beklagte ihr Einver-

ständnis erklärt hatte (act. 20, 21). Die Klägerin erstattete ihre Replik innert er-

streckter Frist am 17. März 2023 (act. 25). Die Duplik datiert vom 7. Juni 2023 

(act. 29). Die Klägerin liess sich mit einer als "Stellungnahme zu Dupliknoven" be-

zeichneten Eingabe vom 23. Juni 2023 vernehmen (act. 33), die der Beklagten zu-

gestellt wurde (Prot. S. 15). Weitere Eingaben erfolgten nicht.

Nach Erhalt der Verfügung vom 29. August 2023 erklärten beide Parteien, auf die 

Hauptverhandlung zu verzichten (act. 35 - 39).

Das Verfahren ist spruchreif, weshalb ein Urteil zu fällen ist (Art. 236 Abs. 1 ZPO).

Erwägungen

1. Formelles

1.1. Die Zuständigkeit des angerufenen Handelsgerichts stützt sich auf eine Ge-

richtsstandsvereinbarung in Ziff. 8.9 der Partnerschaftsvereinbarung und ist im Üb-

rigen unbestrittenermassen gegeben (Art. 17 ZPO; Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 

lit. b GOG; act. 1 S. 3; 12 S. 2).

1.2. Die Beklagte beantragte mit der Klageantwort die Abweisung der Klage nur 

im CHF 62'551.10 nebst Zins zu 5% seit 16.12.2021 übersteigenden Umfang 

(act. 12 S. 2). Gestützt auf diese Erklärung wurde das Verfahren im entsprechen-

den Betrag bereits mit Verfügung vom 23. Dezember 2022 zufolge Anerkennung 

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als erledigt abgeschrieben und die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfol-

gen dem Endentscheid vorbehalten (act. 18). 

1.3. Mit der Replik erweiterte die Klägerin ihr Rechtsbegehren um den Betrag 

von 10'096.90 (act. 25 S. 2). Zur Begründung führte sie aus, dass im Transfer 

Agreement nebst der fixen eine variable Transfersumme vereinbart worden sei, 

welche inzwischen teilweise fällig geworden sei; auch diesbezüglich stehe ihr ein 

Anteil von 37.5% zu (act. 25 S. 3 ff.). Die Klageerweiterung steht somit in einem 

sachlichen Zusammenhang mit dem bisherigen Anspruch und erweist sich im 

Sinne von Art. 227 Abs. 1 lit. a ZPO als zulässig (so auch die Beklagte, act. 29 

S. 3).

1.4. Die von der Beklagten beantragten Schutzmassnahmen wurden mit Verfü-

gung vom 23. Dezember 2022 abgewiesen (act. 18) und die Beklagte erklärte sich 

in der Folge mit der Herausgabe der Beilagen 14/18-19 an die Klägerin einverstan-

den (act. 20). Es erübrigen sich weitere Ausführungen.

1.5. Die Klägerin reichte nach Abschluss des ordentlichen, zweifachen Schriften-

wechsels und damit nach Eintritt des Aktenschlusses (vgl. Art. 229 ZPO) eine wei-

tere (unaufgeforderte) Eingabe ein (act. 33) und machte damit von ihrem unbeding-

ten Replikrecht Gebrauch. Es wird - soweit entscheidrelevant - im Rahmen der 

nachfolgenden Erwägungen zu prüfen sein, inwiefern die von der Klägerin in ihrer 

Eingabe vom 23. Juni 2023 neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel unter 

Berücksichtigung von Art. 229 Abs. 1 ZPO zulässig sind.

2. Sachverhalt, Parteistandpunkte

2.1. Unbestrittener Sachverhalt

Die Parteien schlossen am 5. März 2020 eine Partnerschaftsvereinbarung in der 

Absicht, eine enge und langfristige Partnerschaft im Bereich Nachwuchs-Spitzen-

fussball zu bilden (act. 3/4 S. 1, Präambel). Das Ziel der Partnerschaft war gemäss 

Ziff. 2.3 der Vereinbarung, dass jeder Nachwuchsspieler der beiden Fussballclubs 

in jener Mannschaft spielt, die seinem fussballerischen Niveau entspricht (act. 3/4 

S. 2). 

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Ziff. 5 trägt den Titel "Spielerwechsel innerhalb der Partnerschaft/Transferregle-

ment". Gemäss Ziff. 5.2 wird die Transfersumme "gemäss Anhang 4 - Transferre-

glement Artikel 4.1." zwischen den Parteien aufgeteilt, wenn ein Vertragsspieler von 

der Klägerin (FCA._____) oder der Beklagten (FCB._____) zu einem Drittklub 

transferiert wird; die Verhandlungen mit dem Drittklub führt dabei diejenige Partei, 

bei welcher der Spieler unter Vertrag steht.

Ziff. 4.1 des der Partnerschaftsvereinbarung angehängten Transferreglements lau-

tet wie folgt (act. 3/4 Anhang 4 - Transferreglement):

4.1.   Vertragsspieler / Transfersumme

Die beim Transfer des Spielers der FC A._____ AG oder der FC B._____ AG erzielte "Netto-

Transfernsumme wird zwischen den beiden Parteien anteilsmässig anhand der Anzahl Sai-

sons aufgestellt, in denen der Spieler für den jeweiligen Klub im Alter von 12 bis 23 Jahre 

qualifiziert/spielberechtigt war. Es kommt daher nicht darauf an, ob ein Spieler leihweise oder 

definitiv bei einem  Klubs gespielt hat. Die jeweilige Saison wird dem Klub angerechnet, für 

die der Spieler während mehr als 183 Tage spielberechtigt/qualifiziert war.  Eine Saison star-

tet am 01.07 und endet am 30.06.

"Netto-Transfersumme =Brutto Transfersumme abzgl. Drittbeteiligungen, Solidaritätsbeitrag, 

bereits bezahlte Transfersummen/Ausbildungsentschädigungen an frühere Klubs, Agentho-

norare, ect.

Beispiel
Spieler X wechselt mit 19 Jahren gegen eine Transfersumme zu einem Drittklub

Alter qualifiziert/spielberechtigt für Berechtigter/Transfersumme (Anteil)

12 FC B._____ FC B._____  (1/8)

13 FC B._____ FC B._____  (1/8)

14 FC B._____ FC B._____  (1/8)

15 FC A._____ FC A.  ____  (1/8)

16 FC A._____ FC A._____  (1/8)

17 FC A._____ FC A._____  (1/8)

18 FC A._____ FC A._____  (1/8)

19 FC A._____ FC A._____  (1/8)

Aufteilung = 3/8 für FC B._____ AG und 5/8 für FC A._____

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C._____ spielte ab der Saison 2012/2013 5 von 8 Saisons bei der Beklagten und 3 

von 8 Saisons bei der Klägerin und war zuletzt als Vertragsspieler bei der Beklagten 

tätig (vgl. act. 14/9). Die Parteien stimmen darin überein, dass der Klägerin grund-

sätzlich 37.5% der (Netto-)Transfersumme zustehen (act. 1 S. 4 f.; act. 12 S. 4). 

C._____ wechselte am 10. September 2021 zum FC D._____. Der FC D._____ 

schuldete der Beklagten gestützt auf das "Transfer Agreement on a permanent Ba-

sis" vom 6. September 2021 eine Transfersumme von CHF 500'000.– zzgl. 7.7% 

MWST, demnach CHF 538'500.– (act. 1 S. 5; act. 12 S. 4; act. 14/19 Ziff. 3). Aus 

dem "Transfer Agreement" ergibt sich überdies die Vereinbarung einer "Conditional 

transfer fee" von je CHF 25'000.– zzgl. MWST, welche geschuldet ist, wenn der 

Spieler 30 resp. 60 "official matches (League matches) with First Team D._____" 

bestritten hat (act. 14/19 Ziff. 4).

Unbestritten sind sodann die folgenden, dem vorliegenden Verfahren vorangegan-

genen Ereignisse: C._____ war für die Saison 2018/2019 an den E._____ 

(E._____) "ausgeliehen". Am 12. Dezember 2018 schloss C._____ mit E._____ 

einen "Arbeitsvertrag für Nichtamateur-Spieler der Klubs des Schweizerischen 

Fussballverbandes" für die Dauer vom 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2022 (act. 14/2). 

Diesen Arbeitsvertrag kündigte C._____ am 30. Juni 2019 fristlos (act. 14/6) und 

schloss am 1. Juli 2019 mit der Beklagten einen Arbeitsvertrag für Nichtamateur-

Spieler für die Dauer vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2022 (act. 14/9). E._____ erhob 

am 30. Juli 2019 beim Schweizerischen Fussballverband SFV, Kontroll- und Diszi-

plinarkommission, Klage gegen C._____ und die Beklagte betreffend Vertrags-

bruch und Anstiftung zu Vertragsbruch (act. 14/10), welche am 20. Dezember 2019 

abgewiesen wurde, soweit darauf einzutreten war (act. 14/12). Dagegen reichte 

E._____ am 10. Januar 2020 beim Rekursgericht des SFV einen Rekurs ein (act. 

14/13), zog diesen jedoch am 3. März 2020 wieder zurück (act. 14/16). Die "Förde-

rungsvereinbarung C._____" zwischen der F._____ Consulting GmbH und der Be-

klagten trägt das Datum vom 28. Februar 2020 (act. 14/18).

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2.2. Parteistandpunkte

2.2.1. Die Klägerin ist der Meinung, sie habe Anspruch auf 37.5% der gesamten 

fixen Transfersumme zzgl. MWST, demnach CHF 201'937.50 (act. 1 S. 5). Die Be-

klagte weise keine im Sinne des Reglements zulässigen Abzüge von der Brutto-

Transfersumme nach. Dafür kämen nur Kosten in Frage, die aus dem Transfer 

selbst resultierten bzw. damit im Zusammenhang stünden. Weder Lohnkosten als 

Entgelt für Leistungen des Spielers für die Beklagte noch Kosten aus einem Rechts-

streit mit einem Drittklub könnten darunter fallen (act. 1 S. 7 f.).

Die von der Beklagten geltend gemachten Abzüge würden nicht zu einer der im 

Reglement genannten Kategorien (Drittbeteiligungen, Solidaritätsbeitrag, bereits 

bezahlte Transfersummen/Ausbildungsentschädigungen an frühere Klubs, Agen-

tenhonorare) zählen (vgl. auch act. 25 S. 21 ff.). 

Die Klägerin bestreitet, dass der Transfer von C._____ nur durch den «enormen 

Aufwand» der Beklagten möglich geworden sei. Die Beklagte habe vielmehr eigene 

Interessen verfolgt, indem sie C._____ in ihrer eigenen ersten Mannschaft habe 

einsetzen wollen, und um sich und C._____ vor einer rechtlichen und finanziellen 

Inanspruchnahme durch E._____ sowie einer möglichen Sanktionierung durch den 

SFV zu bewahren. Bestritten sei, dass die Beklagte Anwaltskosten in der Höhe von 

CHF 250'000.– zu tragen bzw. jemals bezahlt habe oder hierzu eine rechtliche Ver-

pflichtung bestehe, sowie dass diese Kosten in einem Zusammenhang mit dem und 

im Hinblick auf den Transfer des Spielers C._____ entstanden und notwendig ge-

wesen seien. Durch die Kündigung sei der Vertrag mit E._____ unabhängig von 

dem nachfolgenden Rechtsstreit beendet worden, und die Erledigung der Klage 

durch den SFV sei zufolge fehlender sachlicher Zuständigkeit erfolgt, womit sich 

der dort und im Rekursverfahren betriebene Aufwand ohnehin als unnötig erweise 

(act. 25 S. 7 ff.). 

Für den Fall, dass der Spieler C._____ im Sommer 2019 zu E._____ gewechselt 

hätte, hätten im Übrigen die Klägerin wie auch die Beklagte Ausbildungsentschädi-

gungen in der Höhe von CHF 160'000.– erhalten. Es treffe mithin nicht zu, dass 

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man den Spieler C._____ an E._____ verloren hätte, ohne auch nur einen Franken 

zu sehen (act. 25 S. 10, 14 f.). 

Ob die Beklagte mit der F._____ Consulting GmbH eine Fördervereinbarung abge-

schlossen habe und zu welchen Konditionen, sei für das vorliegende Verfahren 

irrelevant. Verträge der Beklagten mit Dritten, aus welchen die Beklagte zu irgend-

welchen Zahlungen oder anderen Leistungen verpflichtet sei, könnten die Klägerin 

weder verpflichten noch ihr entgegengehalten werden. Dies gelte umso mehr, als 

die Rechtsstreitigkeiten mit E._____ bei Abschluss der Partnerschaftsvereinbarung 

bereits beendet gewesen seien und die Beklagte der Klägerin weder ihr heute be-

hauptetes Verständnis noch die Fördervereinbarung zur Kenntnis gebracht und so-

mit arglistig verschwiegen habe (act. 25 S. 15 ff.). Im Übrigen sei der Förderverein-

barung zu entnehmen, dass Rechtsanwalt Y._____ Anwaltsleistungen im (von der 

Klägerin bestrittenen) Betrag von insgesamt CHF 189'000.– nicht nur für den 

Rechtsstreit mit E._____ erbracht habe, sondern für diverse weitere Streitigkeiten 

(Strafverfahren gegen den Sicherheitschef der Beklagten, zwei Beschwerdeverfah-

ren vor dem Regierungsrat B._____ betreffend Polizeikostenbeteiligung, ein Ge-

richtsverfahren betreffend die ausserordentliche Generalversammlung der Stadion 

B._____ AG «nebst einer grossen Zahl weiterer Arbeiten im Rahmen der allgemei-

nen Rechtsberatung des FC B._____ im Jahr 2019 sowie Jan./Feb. 2020»). Dies 

sei nur äusserst dreist (act. 25 S. 17 f.). 

C._____ habe seit seinem Transfer zum FC D._____ inzwischen 41 Pflichtspiele 

absolviert, das 30. Spiel am 11. September 2022. Die variable Transfersumme von 

CHF 25'000.– zzgl. MWST gemäss Ziff. 4.3 des "Transfer Agreements" sei mithin 

am 10. November 2022 fällig geworden. Die Beteiligung der Klägerin von 37.5%, 

entsprechend CHF 10'096.90 (inkl. MWST), sei ihr innert 30 Tagen ab Erhalt der 

Transfersumme zu vergüten (act. 25 S. 3 f.).

2.2.2. Die Beklagte stellt sich auf den Standpunkt, sie sei zu Abzügen von der 

Brutto-Transfersumme von insgesamt CHF 345'123.45 (CHF 269'250.– + 

CHF 75'873.45) berechtigt (act. 12 S. 5). Die Aufzählung in Ziff. 4.1 des Transfer-

reglements zur Ermittlung der Netto-Transfersumme sei nicht abschliessend. Ent-

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sprechend habe die Klägerin lediglich Anspruch auf 37.5% von CHF 154'877.–, 

also CHF 58'079.–, zzgl. 7.7% MWST, was CHF 62'551.10 entspreche.

Es gehe um eine partnerschaftliche Teilung unter Berücksichtigung des von den 

Parteien gezeigten Engagements, welches letztlich zum erfolgreichen Transfer ge-

führt habe. Zu berücksichtigen seien nicht nur die eigentlichen Ausbildungskosten, 

sondern sämtliche übrigen Aufwendungen und Kosten einschliesslich des getrage-

nen Risikos (act. 12 S. 6). Die Beklagte habe C._____, der hinter ihrem Rücken 

einen Vertrag mit E._____ abgeschlossen habe, mit grossem finanziellen Aufwand 

wieder herauslösen und dem Spieler einen Profivertrag geben müssen; bei einem 

Jahreslohn von CHF 12'000.– für die Saison 19/20, CHF 18'000.– für die Saison 

20/21 und CHF 24'000.– für die Saison 21/22 seien zzgl. Prämien, Spesen und 

sonstige Vergütungen total CHF 75'873.45 angefallen (act. 12 S. 7 f.). Die von 

E._____ beim Schweizerischen Fussballverband SFV eingeleitete Klage wegen 

Vertragsbruchs sei am 20. Dezember 2019 nach grossem Engagement der Beklag-

ten abgewiesen worden, und E._____ habe den erhobenen Rekurs gegen diesen 

Entscheid letztlich zurückgezogen (act. 12 S. 9 ff.). Zur Abgeltung der hohen An-

waltskosten der Beklagten habe sie mit der F._____ Consulting GmbH, welcher die 

Forderung aus der Anwaltstätigkeit abgetreten worden sei, eine Förderungsverein-

barung abgeschlossen, laut welcher letzterer eine 50%-Beteiligung am Erlös eines 

allfälligen künftigen Transfers zustehe. Gestützt darauf sei der Beklagten Rech-

nung über CHF 250'000.– zzgl. MWST gestellt worden (act. 12 S. 11 f.).

Ohne das Engagement der Beklagten und die hieraus entstandenen Kosten und 

Verpflichtungen, um die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses mit E._____ finanzie-

ren zu können, wäre es nicht zu einem Transfer oder zu einem Transfererlös ge-

kommen. Die Kausalität liege auf der Hand. Stelle man den Einsatz der Beklagten 

jenem der Klägerin gegenüber, so zeige sich, dass die Klägerin abgesehen von 

drei Jahren Ausbildung im Wert von CHF 12'000.– nichts beigetragen habe (act. 12 

S. 7 f., 13 f.). 

In der Duplik beantragt die Beklagte weiterhin die vollumfängliche Abweisung der 

Klage und hält an ihrem Standpunkt fest (act. 29 S. 2 ff.). Sie bestätigt, dass mitt-

lerweile zudem eine variable Transfersumme von CHF 25'000.– zzgl. MWST fällig 

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geworden und am 8. November 2022 bei ihr eingegangen sei. Der Klägerin stehe 

davon 37.5% oder CHF 10'096.90 zu, wobei die Fälligkeit der Auszahlung des An-

teils der Klägerin frühestens 30 Tage nach Eingang der Zahlung, demnach am 

8. Dezember 2022 eingetreten sei (act. 29 S. 4).

2.2.3. Auf diese und die weiteren Vorbringen der Parteien ist im Rahmen der nach-

folgenden Erwägungen einzugehen, soweit es für die Entscheidfindung erforderlich 

ist.

3. Beteiligung an der Transfersumme

3.1. Begriffe

3.1.1. Der Begriff „Transfer“ bezeichnet generell den Wechsel eines Spielers von 

einem Klub zu einem anderen Klub, wobei verbandsrechtlich die Übertragung der 

Spielerlaubnis des Spielers von einem Klub auf einen anderen Klub im Vordergrund 

steht. Bei der Transferentschädigung handelt es sich um die Ablösesumme, gegen 

welche der bisherige Klub bereit ist, den wechselwilligen Spieler zu einem anderen 

Klub ziehen zu lassen; die Höhe der Entschädigung hängt massgeblich vom Markt-

wert des Spielers und der Vertragslaufzeit ab. Beim Transfervertrag handelt es sich 

normalerweise um einen zweiseitigen, synallagmatischen Vertrag zwischen dem 

bisherigen Klub und dem zukünftigen Klub eines Spielers, bei dem der Spieler-

wechsel die charakteristische Hauptleistung des Vertrags bildet (vgl. RINON MEMETI, 

Third Party Ownership (TPO), Zürcher Studien zum Privatrecht, 2020, S. 5, 53).

3.1.2. Die Beteiligung einer Drittpartei – also jeder anderen Partei als die beiden 

Klubs, die einen Spieler untereinander transferieren – an einer durch einen Spie-

lertransfer ausgelösten Transferentschädigung, auch „Third Party Ownership“ ge-

nannt, beruht üblicherweise auf einer schuldrechtlichen Vereinbarung zwischen ei-

nem Klub und der Drittpartei, nach der letzterer im Falle des Transfers eines be-

stimmten Spielers eine variable von der Höhe der Transferentschädigung abhän-

gige Zahlung zusteht. Das schweizerische Recht sieht dafür keinen bestimmten 

Vertragstypus vor (MEMETI, a.a.O., S. 61, 81).

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3.2. Partnerschaftsvereinbarung

3.2.1. In der Partnerschaftsvereinbarung (act. 3/4; vgl. oben Ziff. 2.1) haben die 

Parteien eine umfassende Zusammenarbeit im Bereich des Nachwuchs-Spitzen-

fussballs geregelt. Die Vereinbarung bezieht sich nicht allein auf ein Investment 

oder eine Beteiligung am Spieler C._____ bzw. an entsprechenden Transferrech-

ten. Für die Beurteilung der aus der Vereinbarung fliessenden Rechte und Pflichten 

ist unabhängig von deren rechtlicher Einordnung in erster Linie auf die vertragliche 

Abmachung abzustellen.

3.2.2. Die Parteien sind insbesondere uneinig, wie die Netto-Transfersumme ge-

mäss Ziff. 5.2 in Verbindung mit Ziff. 4.1 Anhang 4 - Transferreglement zu bestim-

men ist.

3.3. Netto-Transfersumme

3.3.1. Gemäss Art. 18 Abs. 1 OR bestimmt sich der Inhalt des Vertrags nach dem 

übereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien. Die empirische oder subjektive 

hat gegenüber der normativen oder objektivierten Vertragsauslegung den Vorrang. 

Wenn der übereinstimmende wirkliche Wille der Parteien unbewiesen bleibt, sind 

zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien auf-

grund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zu-

sammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden durften und 

mussten. Dabei ist vom Wortlaut der Erklärungen auszugehen, welche jedoch nicht 

isoliert, sondern aus ihrem konkreten Sinngefüge heraus zu beurteilen sind. Dem-

nach ist der vom Erklärenden verfolgte Regelungszweck, wie ihn der Erklärungs-

empfänger in guten Treuen verstehen durfte und musste, massgebend (vgl. BGE 

138 III 659 E. 4.2.1 mit Hinweisen).

3.3.2. Keine der Parteien stellt konkrete Behauptungen zum übereinstimmenden 

wirklichen Willen resp. zu konkreten Willensäusserungen der Parteien zum gemein-

samen Verständnis auf, welche einem Beweis zugänglich wären, und sie offerieren 

auch keine Beweismittel. Es hat deshalb eine objektivierte Vertragsauslegung zu 

erfolgen.

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3.3.3. Der Wortlaut der massgeblichen Bestimmungen wurde oben in Ziff. 2.1 wie-

dergegeben. Danach hängt die Aufteilung der Transfersumme einzig von der An-

zahl Saisons ab, welche ein Spieler beim einen oder anderen Klub gespielt hat. Die 

Bestimmung enthält insbesondere keine Hinweise darauf, dass bei der Aufteilung 

besondere, bis zum Transfer getätigte Aufwendungen im Zusammenhang mit ei-

nem Spieler zu berücksichtigen sind. 

Aus der Definition der Netto-Transfersumme ergibt sich, dass von der Transfer-

summe, die von einem Drittklub bezahlt wird, Abzüge gemacht werden dürfen. 

Dass die Aufzählung der Abzüge nicht abschliessend ist, ergibt sich aus dem Zu-

satz "etc.". Dem Wortlaut ist nicht zu entnehmen, dass es sich nur um Kosten han-

deln kann, die aus dem Transfer selbst resultieren bzw. damit im Zusammenhang 

stehen. Es geht aus dem Wortlaut auch nicht hervor, dass Ausbildungskosten oder 

sämtliche übrigen Aufwendungen und Kosten einschliesslich des getragenen Risi-

kos zum Abzug berechtigt wären.

Nach der Definition der Netto-Transfersumme sind hingegen "Drittbeteiligungen, 

Solidaritätsbeitrag, bereits bezahlte Transfersummen/Ausbildungsentschädigun-

gen an frühere Klubs, Agentenhonorare, etc." zum Abzug berechtigt. Die Parteien 

sind sich einig, dass ein "Solidaritätsbeitrag" gemäss Anhang 5 des Reglements 

der FIFA für den Status und Transfer von Spielern bei nationalen Transfers nur 

anfällt, wenn ein Ausbildungsklub einem anderen Verband angehört (act. 25 S. 22; 

act. 29 S. 28). Der Begriff "bereits bezahlte Transfersummen/Ausbildungsentschä-

digungen an frühere Klubs" ist selbsterklärend und nicht umstritten (act. 25 S. 23; 

act. 29 S. 29). "Agentenhonorare" fallen an, wenn in Transfervereinbarungen auf 

Seiten der beteiligten Clubs oder des Spielers Agenten involviert sind, die sich Be-

teiligungen an Transfersummen ausbedingen (vgl. etwa HAAS/STRUB, Entwicklun-

gen im Sportrecht, SJZ 116/2020, S. 90). "Drittbeteiligungen" sind laut Klägerin ei-

nem Spieler, seinem bisherigen Klub und/oder seinem Agenten eingeräumte Be-

teiligungen an einem möglichen Weitertransfer des Spielers. Der Zweck solcher 

Beteiligungen liege darin, dass der (neue) Klub so die unmittelbaren Kosten für die 

Verpflichtung des Spielers reduzieren könne und Kosten später nur trage, wenn der 

Spieler sich erfolgreich entwickle und gewinnbringend weiterverkauft werden könne 

- 14 -

(act. 25 S. 21). Die Beklagte bestreitet dies als "unbewiesene Behauptung", ohne 

aber ein anderweitiges Verständnis des Begriffes darzutun (act. 29 S. 27); soweit 

sie geltend macht, bei der Fördervereinbarung handle es sich um eine Drittbeteili-

gung im Sinne der Partnerschaftsvereinbarung, wird auf ihre Vorbringen noch ein-

zugehen sein (vgl. Ziff. 3.3.6). Aus dem Wortlaut ergibt sich somit, dass sämtliche 

laut Definition der Netto-Transfersumme ausdrücklich abzugsberechtigten Aufwen-

dungen ihrer Natur nach mit dem Transfer zusammenhängen. Die Art der nament-

lich genannten Abzüge lässt den Schluss zu, dass auch allfällige weitere, unter 

"etc." abzugsberechtigte Positionen nach dem mutmasslichen Parteiwillen von ver-

gleichbarer Natur sein sollten. 

Aus dem Vertragszusammenhang ergibt sich, dass die Parteien eine Zusammen-

arbeit im Bereich des Nachwuchs-Spitzenfussballs bezweckten. Dafür haben sie 

einen optimalen Athletenweg vorgesehen und bestimmte Regeln dafür getroffen, 

wann ein Arbeitsvertrag mit dem Spieler abgeschlossen werden kann. In verschie-

denen Anhängen werden die vom jeweiligen Klub zu tragenden Kosten der Junio-

renmannschaften sowie die Zuweisung von Subventionen geregelt. Eine Entschä-

digung für Ausbildungsjahre ist vorgesehen, wenn der "Home Regio Klub" gestützt 

auf sein Erstrecht mit einem Spieler einen Arbeitsvertrag abschliesst (act. 3/4 

Ziff. 3.4). Gemäss Ziff. 3.5 ist aber auch für solche Spieler das Transferreglement 

Ziff. 4.1 anwendbar. Aus keiner dieser Bestimmungen geht hervor, dass ein Klub, 

der einen Spieler mit einem Vertrag anstellt, den dem Spieler bezahlten Lohn bei 

einem späteren Transfer von der Transfersumme abziehen könnte. Dabei ist zu 

berücksichtigen, dass sich Ziff. 5.2 Partnerschaftsvereinbarung und Ziff. 4.1 Trans-

ferreglement auf "Vertragsspieler" beziehen, somit gerade auf mit einem Arbeits-

vertrag ausgestattete Spieler, welche in der Organisation der Parteien ausgebildet 

wurden. Hätten die Parteien die Berechtigung zum Lohnabzug vereinbaren wollen, 

so wäre nach Treu und Glauben zu erwarten, dass sie dies in den schriftlichen 

Vertrag aufgenommen hätten. 

Eine Auslegung nach dem Wortlaut, dem konkreten Sinngefüge, dem Regelungs-

zweck und nach dem Verständnis in guten Treuen führt zum Ergebnis, dass von 

der Transfersumme mit dem konkreten Transfer zusammenhängende Aufwendun-

- 15 -

gen abgezogen werden können. Dem widerspricht im Übrigen die Beklagte nicht, 

wenn sie namentlich Lohnkosten aufgrund ihres "logischen Zusammenhang[s] mit 

der Erlangung der Transfermöglichkeit und dem Transfer" berücksichtigt haben will 

(act. 29 S. 31).

3.3.4. Die Beklagte will - wie erwähnt - den C._____ bezahlten Lohn für die Jahre 

2019-2022 zuzüglich Prämien, Spesen und sonstige Vergütungen von total 

CHF 75'873.45 (bzw. an anderer Stelle CHF 78'873.45; act. 12 S. 8, 12 f.) von der 

Transfersumme abziehen. In der Duplik beziffert sie den Betrag "korrekterweise" 

auf CHF 75'907.– (act. 29 S. 11), was mit den eingereichten Lohnausweisen über-

einstimmt (act. 14/21; Bruttolohn zzgl. Spesen). Wie gesehen ist Lohnaufwand 

nach dem Vertrag der Parteien nicht zum Abzug berechtigt. Lohnkosten haben bei 

der Berechnung der Netto-Transfersumme deshalb grundsätzlich ausser Acht zu 

bleiben. Dies gilt umso mehr, als die Beklagte im Gegenzug von den vertraglichen 

Leistungen des Spielers in ihrer Mannschaft profitieren konnte. 

In der Duplik führt die Beklagte aus, sie habe dem Spieler C._____ einen Lohn 

einräumen müssen, der deutlich über dem liege, was sie ansonsten einem Jung-

profi in der Challenge League bezahlen könne. Eventualiter sei zumindest die Dif-

ferenz des Lohnes, der E._____ eingeräumt habe, zu dem von der Beklagten be-

zahlten Lohn, um den Spieler zurück zu gewinnen, im Betrag von CHF 36'907.– 

abzuziehen, weil es ansonsten nicht zum Transfer gekommen wäre (act. 29 S. 31). 

Auf dieses Argument ist nachfolgend unter Ziff. 3.3.7 zurück zu kommen.

3.3.5. Die Parteien stimmen darin überein, dass kein "Solidaritätsbeitrag" angefal-

len ist (act. 25 S. 22; act. 29 S. 28). Ebenso werden keine "bereits bezahlte Trans-

fersummen/Ausbildungsentschädigungen an frühere Klubs" geltend gemacht 

(act. 25 S. 23; act. 29 S. 29). Die Beklagte behauptet auch nicht, dass vorliegend 

ein "Agentenhonorar" bezahlt und zum Abzug gebracht wurde (act. 29 S. 29). So-

weit sie ausführt, rechtliche Beratungsdienstleistungen könnten ohne weiteres un-

ter die Position des Agenten/Beraters subsumiert werden, zumal ihr Rechtsvertre-

ter zum massgeblichen Zeitpunkt auch kantonal wie eidgenössisch bewilligter Per-

sonalvertreter gewesen sei (unter Hinweis auf act. 30/25), gehen ihre Vorbringen 

an der Sache vorbei. Die Beklagte betont nämlich ausdrücklich, dass ihr Rechts-

- 16 -

vertreter den Spieler C._____ gerade nicht vertreten habe bzw. dass dieser einen 

Berater namens G._____ gehabt habe (act. 29 S. 34). Ein Honorar des beklagti-

schen Rechtsvertreters aus Spielervermittlung behauptet die Beklagte nicht.

3.3.6. Die Beklagte will vielmehr die gegen sie aus der Vereinbarung mit der 

F._____ Consulting GmbH resultierende Forderung von CHF 250'000.– zzgl. 

MWST von der Transfersumme abziehen. Die Klägerin ist an der "Förderungsver-

einbarung C._____" vom 28. Februar 2020 (act. 14/18) nicht beteiligt. Die Beklagte 

behauptet auch nicht, dass sie die Klägerin bei Abschluss der Partnerschaftsver-

einbarung über die mit der F._____ Consulting GmbH geführten Verhandlungen 

orientiert habe. Es ist nicht ersichtlich, weshalb diese der Klägerin entgegengehal-

ten werden könnte. Um eine Drittbeteiligung im oben dargelegten Sinn handelt es 

sich nicht.

Soweit die Beklagte in der Duplik etwas missverständlich eine "Abtretung an die 

F._____ Consulting GmbH" erwähnt (act. 29 S. 24), scheint sie eine Abtretung der 

Anwaltshonorare durch ihren Rechtsvertreter zu meinen. Die "Förderungsverein-

barung" enthält jedenfalls keine Abtretung eines Teils der Transfersumme. Viel-

mehr lautet sie in Ziff. 3 wie folgt: "Erfolgt ein Transfer vom Spieler C._____ vom 

FC B._____ zu einem Drittklub während der Vertragsdauer des Spielers und wirft 

einen wirtschaftlichen Gewinn ab, werden die folgenden Rückerstattungen vom FC 

B._____ zugunsten der F._____ Consulting GmbH fällig: (…)" (act. 14/18). Die Be-

klagte hat mithin nicht über die Transfersumme verfügt, sondern sich lediglich zu 

einer Rückzahlung des "Förderungsbeitrags" verpflichtet, wobei diese Pflicht so-

wohl in der Höhe als auch im Zeitpunkt vom Transfer des betreffenden Spielers 

abhängig ist. Für die Berechnung der Netto-Transfersumme gemäss Ziff. 4.1 Trans-

ferreglement kann daraus zulasten der Klägerin nichts abgeleitet werden.

3.3.7. Die Beklagte beruft sich auf den im Zusammenhang mit C._____ entstande-

nen "enormen Aufwand", der Grund für die Verpflichtung gegenüber der F._____ 

Consulting GmbH und die Lohnkosten sowie kausal für den Transfer gewesen sei.

Sie stützt sich auf die Vorgänge im Zusammenhang mit dem Vertrag von C._____ 

mit E._____ und dessen Auflösung. Der Abschluss des "Arbeitsvertrag für 

- 17 -

Nichtamateur-Spieler der Klubs des Schweizerischen Fussballverbandes" für die 

Dauer vom 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2022 ist unbestritten; er liegt als act. 14/2 

bei den Akten. Die Klägerin weist darauf hin, dass dieser Vertrag gemäss dem Ent-

scheid des SFV, Kontroll- und Disziplinarkommission, unter einer suspensiven Be-

dingung geschlossen worden sei, die sich nie verwirklicht habe, so dass er gar nie 

gültig zustande gekommen sei (act. 25 S. 13, 19). Laut Artikel 9 des Arbeitsvertrags 

("Besondere Vereinbarungen zwischen den Parteien") galt unter anderem die fol-

gende "Suspensive Bedingung: Die Gültigkeit des Vertrags steht unter der Bedin-

gung, dass der Klub eine Vereinbarung über den definitiven Transfer des Spielers 

mit dem FC B._____ abschliessen kann." (act. 14/2 S. 4). Die Beklagte macht nicht 

geltend, dass eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen worden war (vgl. 

u.a. act. 29 S. 16). Es lag mithin kein gültig abgeschlossener Vertrag vor.

Die Kontroverse der Parteien zur Frage der Zuständigkeit des SFV, Kontroll- und 

Disziplinarkommission, zu dessen Entscheid und zur Auflösung des Arbeitsvertrags 

durch die fristlose Kündigung (act. 25 S. 13; act. 29 S. 16) erweist sich damit letzt-

lich als irrelevant. Selbst wenn aber von einem gültigen Arbeitsvertrag auszugehen 

gewesen wäre, so wäre er durch die fristlose Kündigung per sofort aufgelöst wor-

den, wie die Klägerin zurecht geltend macht (act. 25 S. 12; vgl. Art. 337 ff. OR; BSK 

OR I-PORTMANN/RUDOLPH, 7. Aufl. 2019, Art. 337c und 337d, je N 1). Die anschlies-

sende Anstellung von C._____ durch die Beklagte und der rund zwei Jahre später 

erfolgte Transfer zum FC D._____ wären mithin rechtlich möglich gewesen, wie 

auch immer das Verfahren vor den Instanzen des SFV ausgegangen wäre.

Wenn die Beklagte ausführt, C._____ und sie seien von E._____ infolge Vertrags-

bruch und Anstiftung zu Vertragsbruch auf Schadenersatz und ein Transferverbot 

für zwei Jahre beklagt worden, womit sie sich in ihrer Existenz gefährdet gesehen 

habe (act. 12 S. 9; act. 29 S. 20, S. 32 f.), so wird deutlich, dass die Beklagte in den 

Verfahren vor den Instanzen des SFV primär die Forderungen von E._____ ab-

wehrte. Zwar beruft sich die Beklagte darauf, dass sie stets "ein Transferpotential 

im vorgenannten Spieler als Mitglied der Schweizer U20 Nationalmannschaft" ge-

sehen habe, weshalb sie das Risiko einer verbands-/rechtlichen Auseinanderset-

zung auf sich genommen habe, sei sie doch stets der Überzeugung gewesen, dass 

- 18 -

E._____ unrecht gehandelt habe (act. 29 S. 16). Dabei betont die Beklagte mehr-

fach, dass E._____ den Spieler hinter ihrem Rücken engagiert habe, dass sie in-

terveniert habe, um den Arbeitsvertrag aufzulösen, und dass sie den Spieler in sei-

nem Entscheid fristlos zu kündigen unterstützt habe (act. 12 S. 8 f.; act. 29 S. 12), 

worauf E._____ die Kündigung für ungültig erachtet und Druck ausgeübt habe (act. 

29 S. 8, 13, 20; vgl. act. 14/8). Ob die Beklagte den Spieler für ihre eigene Mann-

schaft brauchte, wie die Klägerin geltend macht (act. 25 S. 7 f.), oder ob die Be-

klagte den Spieler im Hinblick auf eine künftige Transferentschädigung vertraglich 

binden wollte, erscheint allerdings mit Bezug auf den im Zusammenhang mit der 

Auseinandersetzung mit E._____ bzw. im Rahmen der Verfahren vor den Instan-

zen des SFV betriebenen Aufwand nicht als relevant. Die Beklagte behauptet nicht, 

dass zu diesem Zeitpunkt der zwei Jahre später erfolgte Transfer des Spielers zum 

FC D._____ bereits im Raum stand (vgl. act. 29 S. 10). Von mit dem konkreten 

Transfer zusammenhängenden Aufwendungen kann daher nicht die Rede sein. 

Gleiches gilt im Übrigen für den höheren Lohn, den die Beklagte C._____ habe 

einräumen müssen (act. 29 S. 31; oben Ziff. 3.3.4). Dieser mag erforderlich gewe-

sen sein, um den Spieler zu sich zurück zu holen (act. 29 S. 13). Dass er aber im 

Hinblick auf den Transfer zu D._____ so festgesetzt wurde, ist weder substantiiert 

behauptet noch ersichtlich.

Der Behauptung, dass keine Transfersumme im Sinne von Ziff. 5.2 Partnerschafts-

vereinbarung fällig geworden wäre, wenn C._____ den mit E._____ abgeschlosse-

nen Vertrag nicht gekündigt und keinen Vertrag mit der Beklagten abgeschlossen 

hätte, hält die Klägerin die in diesem Fall zu erwartende Ausbildungsentschädigung 

gemäss Ziff. 5.3 Partnerschaftsvereinbarung und Ziff. 4.2 Transferreglement ent-

gegen, die sie auf je CHF 160'000.– für sich und die Beklagte beziffert (act. 25 S. 

10; act. 26/4). Die Beklagte bestreitet diese Behauptung als unbewiesen, wobei sie 

aber vorab die Berechnung der Klägerin in Zweifel zieht und geltend macht, dass 

sie selbst Anspruch auf fünf Jahre Ausbildungsentschädigung gehabt hätte (act. 29 

S. 10 f., 19). Dem Grundsatz, dass in diesem Fall eine Ausbildungsentschädigung 

fällig worden wäre, widerspricht sie mithin nicht.

- 19 -

3.3.8. In der Duplik legt die Beklagte neu dar, E._____ habe den Rekurs nicht ein-

fach so zurückgezogen. Vielmehr habe sich im Rahmen des Transfers des Spielers 

H._____ zu E._____ die Möglichkeit zur Bereinigung des Streits ergeben. Die Be-

klagte sei bereit gewesen, auf einen Teil der Transfersumme, nämlich CHF 

50'000.– von 150'000.–, zu verzichten. Diese CHF 50'000.– würden nunmehr zu-

sätzlich als abzugsfähige Leistung geltend gemacht (act. 29 S. 18). Die Klägerin 

bestreitet in ihrer (insoweit zulässigen) Stellungnahme einen Transferpreisnachlass 

als Gegenleistung für den Rückzug des Rekurses und macht geltend, E._____ 

hätte für diesen Spieler niemals CHF 150'000.– bezahlt. Dem Transfervertrag lasse 

sich vielmehr entnehmen, dass CHF 50'000.– als Bonuszahlung von E._____ an 

die Beklagte vereinbart worden seien für den Fall, dass E._____ in die Super 

League aufsteigen sollte. Den Bonus habe die Beklagte erhalten, so dass es ohne-

hin an einem Schaden fehle. Überdies leite die Beklagte in prozessualer Hinsicht 

ohnehin nichts ab aus dieser Behauptung, habe sie ihr Rechtsbegehren doch nicht 

angepasst (act. 33 S. 9 f.).

Dem von der Beklagten vorgelegten Transfervertrag zwischen E._____ und der Be-

klagten betreffend den Spieler H._____ vom 17. Februar 2020 lässt sich zwar ent-

nehmen, dass einerseits eine fixe Transfersumme von CHF 100'000.– und ande-

rerseits erfolgsabhängige Transfersummen von CHF 25'000.– (nach dem 20. Ein-

satz des Spielers in einem Meisterschaftsspiel der ersten Mannschaft) und von 

CHF 50'000.– (im Falle des Aufstiegs der ersten Mannschaft in die Super League) 

vereinbart wurden (act. 30/22 Ziff. 2.1. und 2.2.). In Ziff. 3. erklärt E._____ unter der 

Bedingung der erfolgreichen Registrierung des Spielers den Rückzug des Rekur-

ses in Sachen C._____ & FC B._____ wie auch den Verzicht, zivilrechtlich gegen 

dieselben vorzugehen. Dass die Beklagte E._____ im Gegenzug eine Reduktion 

der Transfersumme gewährte, lässt sich dem Vertrag allerdings nicht entnehmen. 

Abgesehen von einem handschriftlich ergänzten "Auszug Transfermarkt" 

(act. 30/23), aus dem eine entsprechende Abmachung nicht hervorgeht, offeriert 

die Beklagte keinerlei Beweismittel für ihre Behauptung. Es ist mithin nicht bewie-

sen, dass der Beklagten im Zusammenhang mit der Auflösung des Arbeitsvertrags 

von C._____ mit E._____ zusätzliche Kosten in der Höhe von CHF 50'000.– ent-

standen sind.

- 20 -

3.3.9. Trotz entsprechender Hinweise der Klägerin (vgl. u.a. act. 25 S. 15, 17 f.) 

unterlässt die Beklagte auch in der Duplik jegliche nähere Konkretisierung des be-

haupteten grossen rechtlichen Aufwands im Zusammenhang mit der Auflösung des 

Vertrags mit E._____. Sie substantiiert in keiner Weise näher, welche konkreten 

Anwaltskosten ihr dabei entstanden sind und wie sich diese zusammensetzen. 

Wäre davon auszugehen, dass diese Kosten tatsächlich von einer Transfergebühr 

in Abzug gebracht (oder in anderer Weise der Klägerin belastet) werden dürften, 

so hätte die Beklagte diese im Einzelnen zu substantiieren und gegebenenfalls zu 

beweisen gehabt. Die Beklagte legt dafür einzig die Rechnung ihres Rechtsvertre-

ters über CHF 250'000 zzgl. MWST vor (act. 14/20), welche "Aufwendungen 2019-

2021" betreffen soll. Was für Aufwendungen mit dieser runden Summe zusammen-

gefasst worden sind, lässt sich der Rechnung nicht entnehmen. Sie enthält weder 

eine Aufstellung bestimmter Leistungen, noch den damit verbundenen Stundenauf-

wand oder eine konkrete Honorarvereinbarung.

Der Förderungsvereinbarung ist, wie die Klägerin geltend macht, zu entnehmen, 

dass Rechtsanwalt Y._____ für die Beklagte "in Sachen Übernahme des Clubs, im 

Rechtsfall des Spielers C._____ /E._____ Zürich nebst Klag- und Rekursverfahren 

vor dem CH-Fussballverband und verbunden mit der Rückkehr des Spieler 

C._____ zum FC B._____, im Strafverfahren gegen den FCB._____-Sicherheits-

chef I._____, in zwei Beschwerdeverfahren vor dem Regierungsrat SB._____ be-

treffend Polizeikostenbeteiligung sowie im Gerichtsverfahren betreffend die aoGV 

der Stadion B._____ AG nebst einer grossen Zahl weiterer Arbeiten im Rahmen 

der allgemeinen Rechtsberatung des FC B._____ im Jahre 2019 sowie Jan. / Febr. 

2020 Leistungen im Umfang von CHF 189'000.00 erbracht" hat (act. 14/18, In-

gress). Eine Ausscheidung der Rechtsberatungskosten im Zusammenhang mit 

C._____ erfolgt nicht. Aus der Aufzählung ergibt sich, dass diese weder CHF 

250'000.– noch auch nur CHF 189'000.– betragen haben. Wenn die Beklagte in der 

Duplik neu angibt, der tatsächliche Zeitaufwand betreffend den isolierten Fall 

C._____ liege "bei rund 100 Stunden, was eine Honorarforderung von CHF 

37'500.00 zzgl. MWST ergeben würde" (act. 29 S. 34), so wurde dies von der Klä-

gerin in ihrer (diesbezüglich zu beachtenden) Stellungnahme bestritten (act. 33 

S. 17 f.). Nachdem die Beklagte ihren Aufwand aber auch insoweit lediglich unge-

- 21 -

fähr ("rund 100 Stunden") behauptet, keinerlei bestimmte Leistungen, damit ver-

bundenen Stundenaufwand oder einen Honoraransatz substantiiert und keinerlei 

Beweismittel offeriert, vermag sie auch in diesem Betrag keine Rechtskosten nach-

zuweisen.

3.3.10. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beklagte keine Positionen dar-

tun kann, welche gemäss der Partnerschaftsvereinbarung von der Brutto-Transfer-

summe abgezogen werden dürfen. Insbesondere ist ihr nicht zu folgen, wenn sie 

den C._____ bezahlten Lohn für die Jahre 2019-2022 zuzüglich Prämien, Spesen 

und sonstige Vergütungen sowie die gegen sie aus der Vereinbarung mit der 

F._____ Consulting GmbH resultierende Forderung von CHF 250'000.– zzgl. 

MWST oder anderweitigen Aufwand von der Brutto-Transfersumme in Abzug brin-

gen will.

3.4. Fazit 

Die Beteiligung der Klägerin besteht somit an der Brutto-Transfersumme, die man-

gels abzugsberechtigter Positionen der Netto-Transfersumme entspricht. Sie be-

trägt einerseits CHF 500'000.– zzgl. 7.7% MWST, also CHF 538'500.– (fixe Trans-

fersumme), und andererseits CHF 25'000.– zzgl. 7.7% MWST, also CHF 26'925.– 

(variable Transfersumme). Der Anteil der Klägerin von 37.5% beläuft sich somit auf 

CHF 201'937.50 und CHF 10'096.90, also insgesamt CHF 212'034.40.

3.5. Fälligkeit, Zins, Rechtsvorschlag

3.5.1. Die Klägerin bringt vor, nach Ziffer 4.4. der Partnerschaftsvereinbarung wür-

den die Beteiligungen an den Partnerclub jeweils innert 30 Tagen nach Erhalt der 

Transfersumme und entsprechender Rechnungsstellung vergütet und damit fällig 

(act. 1 S. 4). Dies gelte auch für die "Conditional transfer fee", welche gemäss 

Ziff. 4.3. des Transferagreements 60 Tage nach dem dreissigsten Spiel, mithin am 

10. November 2022 zur Zahlung fällig geworden sei (act. 25 S. 4). Die Beklagte 

äussert sich nur zur variablen Transfersumme und ist der Ansicht, die Fälligkeit der 

Auszahlung des Anteils der Klägerin sei frühestens am 8. Dezember 2022 einge-

- 22 -

treten (act. 29 S. 4). Da somit unbestrittenermassen beide Beteiligungsforderungen 

der Klägerin fällig sind, erübrigen sich weitere Ausführungen.

3.5.2. Die Klägerin verlangt mit der Klage die Zusprechung der Klageforderung zu-

züglich Zins von 5% seit 16. Dezember 2021 (act. 1 S. 2) und verweist auf ihre 

Rechnungsstellung vom 16. November 2021 und Mahnungen vom 21. Dezember 

2021 resp. 13. Januar 2022 (act. 1 S. 6). Die Beklagte äussert sich nicht zum ver-

langten Verzugszins. Der Klägerin ist demnach hinsichtlich der Beteiligung an der 

fixen Transfersumme antragsgemäss Zins zu 5% zuzusprechen. Hinsichtlich ihrer 

Beteiligung an der variablen Transfersumme verlangt die Klägerin keinen Zins.

3.5.3. Die Klägerin beantragt die Beseitigung des Rechtsvorschlags in der Betrei-

bung Nr. 1, Betreibungsamt Schaffhausen (Zahlungsbefehl vom 2. März 2022) im 

Umfang der betriebenen Forderung samt Zins abzüglich CHF 62'551.10 (act. 25 S. 

2). Auch zu diesem Antrag äussert sich die Beklagte nicht. Es ist antragsgemäss 

zu befinden.

4. Zusammenfassung der Tat- und Rechtsfragen

Gestützt auf die Partnerschaftsvereinbarung vom 5. März 2020 steht der Klägerin 

eine Beteiligung an der im Zusammenhang mit dem Wechsel des Spielers C._____ 

von der Beklagten zum FC D._____ vom 10. September 2021 angefallenen Trans-

fersumme zu. Die Beteiligung besteht an der Brutto-Transfersumme, die mangels 

abzugsberechtigter Positionen der Netto-Transfersumme entspricht. Dies führt zur 

Gutheissung der Klage. Da die Klage im Betrag von CHF 62'551.10 nebst Zins zu 

5% seit 16. Dezember 2021 bereits mit Verfügung vom 23. Dezember 2022 zufolge 

Anerkennung als erledigt abgeschrieben wurde, ist die Beklagte zu verpflichten, der 

Klägerin CHF 139'386.40 zuzüglich Zins zu 5% seit 16. Dezember 2021 sowie CHF 

10'096.90 zu bezahlen. Zudem ist im beantragten Umfang der Rechtsvorschlag in 

der Betreibung Nr. 1, Betreibungsamt Schaffhausen (Zahlungsbefehl vom 2. März 

2022), zu beseitigen.

- 23 -

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen

5.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung 

des Obergerichts (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster 

Linie nach dem Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Der Streitwert betrug bei 

Klageeinleitung CHF 201'937.50 und wurde mit der Replik um CHF 10'096.90 er-

höht. In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 GebV OG ist die Gerichtsgebühr auf 

CHF 13'000.– festzusetzen. Ausgangsgemäss wird die Beklagte einerseits zufolge 

Anerkennung und andererseits zufolge Unterliegens vollumfänglich kostenpflichtig 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO). Daran ändern die Vorbringen der Beklagten nichts, wonach 

die Klägerin vor Klageeinleitung keine Teilzahlung eingefordert habe bzw. habe ak-

zeptieren wollen (act. 29 S. 3), zumal sie weder behauptet noch belegt, dass sie 

die Zahlung vorbehaltlos angeboten hat. Die Kosten sind aus dem von der Klägerin 

geleisteten Kostenvorschuss zu decken (Art. 111 Abs. 1 ZPO), sind ihr aber von 

der Beklagten zu erstatten.

5.2. Ausserdem hat die Beklagte als unterliegende Partei der Klägerin eine Par-

teientschädigung zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO), die nach der Anwaltsgebüh-

renverordnung vom 8. September 2010 (AnwGebV) zu bemessen ist (Art. 105 

Abs. 2 und Art. 96 ZPO). In Anwendung von §§ 2, 4 und 11 AnwGebV ist die Par-

teientschädigung auf rund 140% der Grundgebühr, entsprechend CHF 22'850.–, 

festzusetzen. Mangels Darlegung der fehlenden Berechtigung zum Vorsteuerab-

zug ist die Parteientschädigung praxisgemäss ohne Mehrwertsteuerzuschlag zu-

zusprechen.

Das Handelsgericht erkennt:

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 139'386.40 zuzüglich Zins zu 

5% seit 16. Dezember 2021 sowie CHF 10'096.90 zu bezahlen.

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 1, Betreibungsamt Schaffhausen 

(Zahlungsbefehl vom 2. März 2022) wird im Umfang der betriebenen Forde-

rung [CHF 201'937.50 zuzüglich Zins zu 4.5% seit 16.12.2021] abzüglich CHF 

62'551.10 beseitigt.

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3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 13'000.–.

4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. Sie werden aus dem von der Klä-

gerin geleisteten Kostenvorschuss bezogen, unter Einräumung des Rück-

griffsrechts auf die Beklagte.

5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von 

CHF 22'850.– zu bezahlen.

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien.

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde 

richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (sub-

sidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bun-

desgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt 

CHF 149'483.30.

Zürich, 19. September 2023

Handelsgericht des Kantons Zürich

Vorsitzende:

Dr. Claudia Bühler

Gerichtsschreiberin:

Nadja Maurer