# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd96063d-c60e-50c4-9b42-35b5bbfd1d65
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 13.08.2015 HG140207
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG140207_2015-08-13.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

Geschäfts-Nr.: HG140207-O U 
(vorher: HG080027) 

 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. George Daetwyler, Vizepräsident, und 

Prof. Dr. Alexander Brunner, die Handelsrichter Christian Zuber, 

Fabio Oetterli und Ursula Suter sowie die Gerichtsschreiberin 

Dr. Eva Borla-Geier 

 

Urteil vom 13. August 2015 

 

in Sachen 

 
1. A._____,  

2. .. 

Kläger 

 

1 vertreten durch Fürsprecher X._____ 

 

gegen 

 

B._____ AG,  

Beklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y2._____ 

 

sowie 

 

C._____,  

Nebenintervenientin 

- 2 - 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ 

 
betreffend Forderung 

 

- 3 - 

Inhaltsübersicht 
1. Parteien und unbestrittener Sachverhalt ............................................................ 10 
2. Prozessuales .............................................................................................................. 10 

2.1. Prozessverlauf....................................................................................................... 10 
2.2. Anwendbares Prozessrecht ................................................................................ 15 
2.3. Keine Anfechtung und Aufhebung des Beschlusses vom 21. Februar 
       2014 ........................................................................................................................ 16 
2.4. Massgeblichkeit und Thema des Rückweisungsentscheids.......................... 16 
2.5. Zuständigkeit ......................................................................................................... 17 
2.6. Rechtsschutzinteresse an der Feststellungsklage .......................................... 17 
2.7. Noven...................................................................................................................... 18 
2.8. Adresse des Klägers 1 ......................................................................................... 19 
2.9. Einreichung des Originals des IMA (act. 54/216) durch die Kläger .............. 19 
2.10. Bedeutung des Strafurteils gegen die Nebenintervenientin ........................ 23 

3. Materielles ................................................................................................................... 25 
3.1. Anwendbares Recht ............................................................................................. 25 
3.2. Vertragliche Ansprüche aus dem IMA ............................................................... 25 

3.2.1. Zustandekommen........................................................................................ 25 
3.2.1.1. Vorbemerkung................................................................................. 25 
3.2.1.2. Unterzeichnung des IMA namens der Beklagten ...................... 26 
3.2.1.3. Unterzeichnung des IMA mit Wirkung für die Beklagte ............ 39 
3.2.1.4. Fazit zum Zustandekommen ........................................................ 49 

3.2.2. Gültigkeit des IMA bzw. Irrtumsanfechtung............................................. 49 
3.2.3. Weitere Beanstandungen der Beklagten ................................................. 55 

3.2.3.1. Unterzeichnung zusätzlicher Dokumente am 30. Mai 2007 .... 55 
3.2.3.2. Erteilen von Anlageinstruktionen und Genehmigung ............... 58 

3.2.4. Rechte und Pflichten des Klägers 1 gegenüber der Beklagten aus 
          dem IMA........................................................................................................ 61 

3.2.4.1. Aktiv- und Passivlegitimation ........................................................ 61 
3.2.4.2. Leistung des "initial investment"................................................... 61 
3.2.4.3. Forderung des Klägers 1 gegenüber der Beklagten ................. 63 

3.2.5. Ansprüche der D2._____ gegen die Beklagte aus dem IMA 
          vom 12. März 2007...................................................................................... 72 

3.3. Anspruch der D2._____ auf Schadenersatz gegen die Beklagte 
       aus culpa in contrahendo .................................................................................... 73 
3.4. Anspruch der D2._____ auf Schadenersatz gegen die Beklagte 
       aus dem Vermögensverwaltungsvertrag betreffend die Kontobeziehung 
       "D2._____" ............................................................................................................. 73 

4. Gerichtskosten und Prozessentschädigung ..................................................... 77 
5. Erkenntnis ................................................................................................................... 80 

- 4 - 

Rechtsbegehren Klage: 
(act. 1 S. 2) 

" 1. Es sei gerichtlich festzustellen, dass die zwischen den Parteien 
am 12. März 2007 abgeschlossenen "Investment Management 
Agreements" für sämtliche Bankkontobeziehungen, welche die 
Kläger bei der Beklagten unterhalten, rechtsgültig sind; 

2. Die Beklagte sei unter Androhung der gesetzlichen Folgen von 
Art. 292 StGB an ihre Organe im Widerhandlungsfall zu verpflich-
ten, den Klägern mit Bezug auf ihre Bankkontobeziehungen, wel-
che die Beklagte für die Kläger führt, vollständig Rechenschaft 
gemäss Art. 400 OR abzulegen; 

- Konto Nr. 1 des Klägers 1 mit dem Namen "D1._____", für 
die Zeit ab dem 4. November 2004 bis zum heutigen Datum, 

- Konto Nr. 2 der Klägerin 2 mit dem Namen "D2._____", für 
die Zeit ab dem 10. Dezember 2004 bis zum heutigen Da-
tum, 

- Konto Nr. 3 des Klägers 1 mit dem Namen "D3._____", für 
die Zeit ab dem 1. November 2006 bis zum heutigen Datum, 

- sämtliche weiteren Konti und/oder Unterkonti, welche die 
Beklagte für die Kläger führt; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklag-
ten" 
 

Rechtsbegehren Replik: 
(act. 27 S. 2 ff.) 

"1. Hauptforderungsbegehren 

 1.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto 
Nr. 3 mit dem Namen "D3._____" als Kontosaldo den Betrag von 
EUR 24'999'983.86 zuzüglich der vertraglich festgelegten Min-
destrendite von 7.57% für die Zeit vom 13. März 2007 bis zum 13. 
März 2008, ausmachend EUR 1'892'498.78, total EUR 
26'892'482.64, Valuta 13. September 2008 gutzuschreiben, zu-
züglich Verzugszins von 5% ab 14. September 2008; 

 1.2. Es sei festzustellen, dass die Beklagte dem Kläger 1 aus dem In-
vestment Management Vertrag vom 12. März 2007 die vertraglich 
festgelegte Mindestrendite von 8.23% für die Zeit vom 13. März 
2008 bis zum 13. März 2009 auf dem Betrag von 
EUR 26'892'482.64 schuldet; 

 1.3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 auf dem Konto 
Nr. 2 mit dem Namen "D2._____" als Kontosaldo einen per 13. 

- 5 - 

März 2008 gerichtlich zu bestimmenden Betrag zuzüglich der ver-
traglich festgelegten Mindestrendite von 7.57% für die Zeit vom 
13. März 2007 bis zum 13. März 2008 Valuta 13. September 2008 
gutzuschreiben, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 14. September 
2008; 

 1.4. Es sei festzustellen, dass die Beklagte der Klägerin 2 aus dem In-
vestment Management Vertrag vom 12. März 2007 die vertraglich 
festgelegte Mindestrendite von 8.23% für die Zeit vom 13. März 
2008 bis zum 13. März 2009, berechnet auf dem Betrag gemäss 
Rechtsbegehren 1.3., schuldet; 

 2. Eventualforderungsbegehren 

 2.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 mit Bezug auf das 
Konto Nr. 3 mit dem Namen "D3._____" den Saldo von EUR 
24'999'983.86 Valuta 13. März 2007 zuzüglich Verzugszins von 
5% seit 14. März 2007 an eine noch zu bezeichnende Zahl- oder 
Depotstelle zu leisten; 

 2.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 auf dem Konto 
Nr. 2 mit dem Namen "D2._____" als Kontosaldo einen per 13. 
März 2007 gerichtlich zu bestimmenden Betrag zuzüglich Ver-
zugszins von 5% seit 14. März 2007 an eine noch zu bezeich-
nende Zahl- oder Depotstelle zu leisten, unter vorgängiger Gut-
schrift auf das genannte Konto der Beträge von 

 - USD 10'050.00 Valuta 21. November 2006, zuzüglich Verzugs-
zins von 5% vom 22. November 2006 bis 13. März 2007, aus-
machend total USD 156.35, 

 - CHF 40'541.74 Valuta 8. Januar 2007, zuzüglich Verzugszins 
von 5% vom 9. Januar 2007 bis 13. März 2007, ausmachend 
total CHF 366.00, 

 - CHF 60'000.00 Valuta 23. Mai 2007, 

 - EUR 120'000.00 Valuta 9. Juli 2007; 
 3. Sub-Eventualforderungsbegehren 

 3.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 mit Bezug auf das 
Konto Nr. 3 mit dem Namen "D3._____" einen Schadenersatzbe-
trag in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 14. März 2007 an eine noch zu bezeichnende Zahl-
stelle zu bezahlen; 

 3.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 mit Bezug auf das 
Konto Nr. 2 mit dem Namen "D2._____" einen Schadenersatzbe-
trag in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 14. März 2007 an eine noch zu bezeichnende Zahl-
stelle zu bezahlen, zuzüglich der Beträge von 

- 6 - 

 - USD 10'050.00 Valuta 21. November 2006, zuzüglich Verzugs-
zins von 5% vom 22. November 2006 bis 13. März 2007, aus-
machend total USD 156.35, 

 - CHF 40'541.74 Valuta 8. Januar 2007, zuzüglich Verzugszins 
von 5% vom 9. Januar 2007 bis 13. März 2007, ausmachend 
total CHF 366.00, 

 - EUR 120'000.00 Valuta 9. Juli 2007, 
 - CHF 60'000.00 Valuta 25. Mai 2007; 

 4. Klageänderungsvorbehalt / Nachklagevorbehalt 
 4.1. (falls das vorliegende Verfahren bis zum 13. September 2009 

nicht rechtskräftig abgeschlossen sein sollte) 

 Es sei vom Vorbehalt der Klageänderung des Klägers 1 und der 
Klägerin 2 von Feststellung auf Leistung der Hauptforderungsbe-
gehren 1.2. und 1.4. Vormerk zu nehmen; 

 4.2. (falls das vorliegende Verfahren bis zum 31. Dezember 2009 
nicht rechtskräftig abgeschlossen sein sollte) 

 Es sei vom Vorbehalt der Klageänderung des Klägers 1 und der 
Klägerin 2 von Gutschrift resp. von Feststellung auf Leistung der 
Hauptforderungsbegehren 1.1. bis 1.4. an eine noch zu bezeich-
nende Zahl- oder Depotstelle Vormerk zu nehmen; 

 4.3. Es sei vom generellen Nachklagevorbehalt des Klägers 1 und der 
Klägerin 2 Vormerk zu nehmen; 

 alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklag-
ten." 

 
Geänderte Rechtsbegehren Stellungnahme Duplik: 

(act. 62 S. 2 ff.) 

"1.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto 
Nr. 3 mit dem Namen "D3._____" als Kontosaldo den Betrag von 
EUR 26'892'482.64 zuzüglich der vertraglich festgelegten Min-
destrendite von 8.23% für die Zeit vom 13. März 2008 bis zum 13. 
März 2009, ausmachend EUR 2'213'251.32, total EUR 
29'105'733.96, Valuta 13. September 2009 gutzuschreiben, zu-
züglich Verzugszins von 5% ab 14. September 2009; 

 1.4. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 auf dem Konto 
Nr. 2 mit dem Namen "D2._____" als Kontosaldo einen per 13. 
März 2008 gerichtlich zu bestimmenden Betrag zuzüglich der ver-
traglich festgelegten Mindestrendite von 8.23% für die Zeit vom 
13. März 2008 bis zum 13. März 2009 Valuta 13. September 2009 
gutzuschreiben, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 14. September 
2009; 

- 7 - 

2.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 auf dem Konto 
Nr. 2 mit dem Namen "D2._____" als Kontosaldo einen per 13. 
März 2007 gerichtlich zu bestimmenden Betrag zuzüglich Ver-
zugszins von 5% seit 14. März 2007 an eine noch zu bezeich-
nende Zahl- oder Depotstelle zu leisten, unter vorgängiger Gut-
schrift auf das genannte Konto der Beträge von  

 - USD 10'050.00 eventualiter CHF 12'494.80 (Umrechnungskurs 
vom 21. November 2006) Valuta 21. November 2006, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% vom 22. November 2006 bis 13. März 
2007, ausmachend total USD 154.95 eventualiter CHF 192.60, 

 - CHF 40'541.74 Valuta 8. Januar 2007, zuzüglich Verzugszins 
von 5% vom 9. Januar 2007 bis 13. März 2007, ausmachend 
total CHF 371.65, 

 - CHF 60'000.00 Valuta 23. Mai 2007,  
 - EUR 120'000.00 eventualiter CHF 199'225.00 Valuta 9. Juli 

2007; 

3.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 mit Bezug auf das 
Konto Nr. 2 mit dem Namen "D2._____" einen Schadenersatzbe-
trag in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 14. März 2007 an eine noch zu bezeichnende Zahl-
stelle zu bezahlen, zuzüglich der Beträge von 

 - USD 10'050.00 eventualiter CHF 12'494.80 (Umrechnungskurs 
vom 21. November 2006) Valuta 21. November 2006, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% vom 22. November 2006 bis 13. März 
2007, ausmachend total USD 154.95 eventualiter CHF 192.60, 

 - CHF 40'541.74 Valuta 8. Januar 2007, zuzüglich Verzugszins 
von 5% vom 9. Januar 2007 bis 13. März 2007, ausmachend 
total CHF 371.65, 

 - EUR 120'000.00 eventualiter CHF 199'225.00 Valuta 9. Juli 
2007,  

 - CHF 60'000.00 Valuta 25. Mai 2007;" 

 
Rechtsbegehren gemäss Klageänderung vom 16. Juni 2011: 

(act. 104 S. 1 ff.) 

"1. Hauptforderungsbegehren 
 1.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 den Betrag von 

EUR 5'100'307.36, eventualiter CHF 8'159'471.72 auf das Konto 
Nr. 4 lautend auf "D3._____" bei der Bank G._____, ... [Adresse], 
zu bezahlen; 

 Eventualiter 1.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 
den Betrag von EUR 26'892'482.64, eventualiter 

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CHF 43'022'593.72, abzüglich des gerichtlich zu 
bestimmenden Kontosaldos per 13. September 
2008 auf das Konto Nr. 4 lautend auf 
"D3._____" bei der Bank G._____, ... [Adresse], 
zu bezahlen, zuzüglich Verzugszins von 5% vom 
14. September 2008 bis 13. September 2009; 

 1.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 den Betrag von 
EUR 3'030'327.16, eventualiter CHF 4'587'006.22, auf das Konto 
Nr. 4 lautend auf "D3._____" bei der Bank G._____, ... [Adresse], 
zu bezahlen, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 14. September 
2009; 

 Eventualiter 1.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 
den Betrag von EUR 29'105'733.96, eventualiter 
CHF 44'057'349.49, abzüglich des gerichtlich zu 
bestimmenden Kontosaldos per 13. September 
2009 auf das Konto Nr. 4 lautend auf 
"D3._____" bei der Bank G._____, ... [Adresse], 
zu bezahlen, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 
14. September 2009; 

 1.3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 den Betrag von 
EUR 1'273'378.79, eventualiter CHF 2'037'151.39, auf das Konto 
Nr. 4 lautend auf "D3._____" bei der Bank G._____, ... [Adresse], 
zu bezahlen; 

 Eventualiter 1.3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 
den gerichtlich zu bestimmenden Kontosaldo per 
13. März 2007 zuzüglich der vertraglich festge-
legten Mindestrendite von 7.57% für die Zeit 
vom 13. März 2007 bis zum 13. März 2008 ab-
züglich des gerichtlich zu bestimmenden Konto-
saldos per 13. September 2008 auf das Konto 
Nr. 4 lautend auf "D3._____" bei der Bank 
G._____, ... [Adresse], zu bezahlen, zuzüglich 
Verzugszins von 5% vom 14. September 2008 
bis 13. September 2009; 

 1.4. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 den Betrag von 
EUR 242'441.89, eventualiter CHF 366'984.30, auf das Konto 
Nr. 4 lautend auf "D3._____" bei der Bank G._____, ... [Adresse], 
zu bezahlen, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 14. September 
2009; 

 Eventualiter 1.4. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 
den gerichtlich zu bestimmenden Kontosaldo per 
13. März 2008 zuzüglich der vertraglich festge-
legten Mindestrendite von 8.23% für die Zeit 
vom 13. März 2008 bis zum 13. März 2009 ab-
züglich des gerichtlich zu bestimmenden Konto-
saldos per 13. September 2009 auf das Konto 

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Nr. 4 lautend auf "D3._____" bei der Bank 
G._____, ... [Adresse], zu bezahlen, zuzüglich 
Verzugszins von 5% ab 14. September 2009; 

 2. Eventualforderungsbegehren 
 2.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 den Betrag von 

EUR 4'066'596.30, eventualiter CHF 6'033'202.27, auf das Konto 
Nr. 4 lautend auf "D3._____" bei der Bank G._____, ... [Adresse], 
zu bezahlen, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 14. März 2007; 

 2.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 den Betrag von 
EUR 1'083'318.32,, eventualiter CHF1'607'211.06, auf das Konto 
Nr. 4 lautend auf "D3._____" bei der Bank G._____, ... [Adresse], 
zu bezahlen, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 14. März 2007; 

 Eventualiter 2.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 
den gerichtlich zu bestimmenden Kontosaldo per 
13. März 2007 abzüglich EUR 1'210'134.61 auf 
das Konto Nr. 4 lautend auf "D3._____" bei der 
Bank G._____, ... [Adresse], zu bezahlen, zu-
züglich Verzugszins von 5% ab 14. März 2007. 

Wichtiger Hinweis: 

Der Text der Erwägungen in grüner Schrift und Zeilenabstand 1 ist dem 
Beschluss und Urteil des Handelsgerichtes des Kantons Zürich vom 
21. Februar 2014 (HG080027) entnommen. 

 

 
 

Das Gericht zieht in Erwägung: 

1. Parteien und unbestrittener Sachverhalt 

Der Kläger 1 ist niederländischer Staatsbürger mit Wohnsitz in den Niederlanden. 
D2._____ (vormals Klägerin 2) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in ..., Samoa, 
und ein Vermögensgefäss des Klägers 1. Der Kläger 1 ist Alleinaktionär und wirt-
schaftlich Berechtigter der D2._____ mit Einzelunterschri ft (act. 1 Rz. 2; act. 10 
Rz. 1 u. 31). Die Beklagte ist eine Privatbank mit Sitz in Zürich (act. 1 Rz. 3; act. 
10 Rz. 1).  

Der Kläger 1 und D2._____ unterhielten seit dem 4. November 2004 bzw. 
10. Dezember 2004 Kontobeziehungen mit der Beklagten. Die Korrespondenz 
war banklagernd aufzubewahren (act. 1 Rz. 15; act. 10 Rz. 95), bis die Kläger die 
entsprechenden Vereinbarungen gegenüber der Beklagten am 23. Oktober 2008 

- 10 - 

widerriefen (act. 27 Rz. 19; act. 47 Rz. 253). Insgesamt hatten die Kläger etwa 
EUR 27,5 Mio. bei der Beklagten deponiert (act. 10 Rz. 1; act. 27 Rz. 189).  

Bei der Beklagten war die Nebenintervenientin für die Betreuung der Kläger zu-
ständig. Die Nebenintervenientin verfügte über Kollektivzeichnungsberechtigung 
für die Beklagte (act. 10 Rz. 2; act. 47 Rz. 2). Nachdem die Nebenintervenientin 
am 18. September 2007 gegenüber der Geschäftsleitung der Beklagten ein teil-
weises Geständnis abgelegt hatte, wonach sie in Einzelfällen Unterschriften ge-
fälscht habe, wurde sie gleichentags von der Beklagten wegen schwerer Verfeh-
lungen fristlos entlassen. Am 3. Dezember 2007 wurde sie als Folge einer Straf-
anzeige der Beklagten verhaftet und befand sich bis am 9. Dezember 2008 in Un-
tersuchungshaft (act. 10 Rz. 3 f.; act. 47 Rz. 2 f.). 

E.______ war ebenfalls ein Mitarbeiter der Beklagten mit Kollektivzeichnungsbe-
rechtigung. Zwischen den Parteien ist die Frage strittig, ob neben der Nebeninter-
venientin auch er das "Investment Management Agreement" (fortan IMA) vom 
12. März 2007 unterzeichnet hat. Am 26. März 2012 kündigte er das Arbeitsver-
hältnis (Prot. S. 52). 

Die Konti, welche die Beklagte für die Kläger führte, wurden nach Abschluss des 
Abzugs der klägerischen Vermögenswerte bei der Beklagten per 11. März 2011 
saldiert und von der Beklagten anschliessend per 15. März 2011 geschlossen 
(act. 104 Rz. 7; act. 110 Rz. 32). 

2. Prozessuales 

2.1. Prozessverlauf 

Am 4. Februar 2008 (Eingangsdatum) wurde die Klageschrift eingereicht (act. 1). 
Nach entsprechender Fristansetzung mit Verfügung vom 4. Februar 2008 
(Prot. S. 2 f.) leistete D2._____ für die Gerichtskosten und die Prozessentschädi-
gung eine Prozesskaution von CHF 174'000 (act. 6; act. 7). Mit Verfügung vom 
21. Februar 2008 wurde der Beklagten Frist zur Einreichung ihrer Klageantwort-
schrift angesetzt (Prot. S. 4), welche am 9. Mai 2008 erstattet wurde (act. 10). Mit 
Verfügung vom 16. Mai 2008 wurde D2._____ verpflichtet, vor dem Termin der 
Referentenaudienz zum Prozessantrag der Beklagten in der Klageantwort formell 
Stellung zu nehmen und entsprechende Urkunden vorzulegen (Prot. S. 5); dem 
kam sie mit Eingabe vom 29. August 2008 nach (act. 14). Am 3. September 2008 
fand eine Referentenaudienz und Vergleichsverhandlung statt, an welcher keine 
Einigung erzielt werden konnte (Prot. S. 7 f.). Mit Verfügung vom 4. September 
2008 ergingen Substantiierungshinweise und wurde den Klägern Frist zur Einrei-
chung ihrer Replik angesetzt (Prot. S. 9; act. 19). Nach einem entsprechenden 
Antrag der Kläger (act. 22; act. 23) wurde mit Verfügung vom 9. Dezember 2008 
eine Beweissicherung angeordnet und den Klägern Frist angesetzt, um die Ad-
resse der angerufenen Zeugin – der Nebenintervenientin – zu nennen, die Be-
weisthemen genau zu bezeichnen und die Kosten der vorsorglichen Beweisab-
nahme mit einer Barkaution sicherzustellen (Prot. S. 10). Mit Eingabe vom 
15. Dezember 2008 stellte die Beklagte betreffend die Verfügung vom 9. Dezem-
ber 2008 ein Wiedererwägungsgesuch bzw. erhob eventualiter Einsprache 

- 11 - 

(act. 25). Gleichentags gaben die Kläger die Adresse der Nebenintervenientin an 
(act. 26), wurde die Replik mit geänderten Rechtsbegehren erstattet (act. 27) und 
ging die Kaution ein (act. 29). Am 22. Dezember 2008 bezeichneten die Kläger 
die Beweisthemen (act. 30). Mit Verfügungen vom 8. Januar 2009 wurde der Be-
klagten Frist zur Einreichung ihrer Duplik und den Klägern zur Stellungnahme zu 
act. 25 angesetzt (Prot. S. 11 f.); Letztere erstatteten die Kläger mit Eingabe vom 
12. Januar 2009 (act. 32). Mit Beschluss vom 17. Januar 2009 wurde die Einspra-
che abgewiesen und wurden die Kläger aufgefordert, das Original von act. 3/4 
und act. 3/19 zu den Akten zu reichen (Prot. S. 13 f.; act. 34). Mit Eingabe vom 
6. Februar 2009 stellten die Kläger ein Wiedererwägungsgesuch zu den Säumnis-
folgen des genannten Beschlusses (act. 37), welche der Beklagten mit Verfügung 
vom 2. März 2009 zugestellt wurde (Prot. S. 15). Nach einem entsprechenden An-
trag der Beklagten (act. 41) wurde dieser mit Verfügung vom 17. März 2009 Frist 
angesetzt, um zu act. 37 Stellung zu nehmen (Prot. S. 17). Am 9. April 2009 (Ein-
gangsdatum) erklärte die Nebenintervenientin ihren Beitritt zum Rechtsstreit als 
Litisdenunziatin (act. 43), worauf ihr mit Verfügung vom 9. April 2009 Frist ange-
setzt wurde, um zu erklären, ob sie dem Prozess als Nebenintervenientin beitre-
ten wolle, und wenn ja, auf welcher Seite (Prot. S. 18). Am 14. April 2009 wurde 
die Duplik mit der Stellungnahme zu act. 37 eingereicht (act. 47). Mit Verfügungen 
vom 17. April 2009 wurde eine Ausfertigung der Duplik den Klägern zugestellt und 
das Hauptverfahren damit als geschlossen erklärt sowie den Klägern Frist ange-
setzt, um zu den prozessualen Anträgen der Beklagten in der Duplik Stellung zu 
nehmen (Prot. S. 19 f.). Nach einer entsprechenden Eingabe der Nebeninterveni-
entin (act. 50) wurde mit Verfügung vom 8. Mai 2009 von deren Beitritt als Neben-
intervenientin der Beklagten Vormerk genommen (Prot. S. 21). Mit Eingabe vom 
28. Mai 2009 reichten die Kläger ein Original des IMA vom 12. März 2007 ein 
(act. 53; act. 54/216). Am 2. Juni 2009 nahmen die Kläger zu den prozessualen 
Anträgen der Beklagten in der Duplik Stellung (act. 55). Am 24. Juni 2009 fand die 
vorsorgliche Beweisabnahme mit Befragung der Nebenintervenientin statt 
(Prot. S. 22 ff.). Mit Verfügung vom 24. Juni 2009 wurde den Klägern Frist ange-
setzt, um zu den Beilagen der Duplik Stellung zu nehmen und – nach entspre-
chenden Eingaben (act. 56; act. 57) – davon Vormerk genommen, dass der Be-
klagten nach Eingang der Stellungnahmen der Kläger eine abschliessende Stel-
lungnahme zur klägerischen Sachdarstellung offen stehe (Prot. S. 28). Mit 
Schreiben vom 3. Juli 2009 befürworteten die Kläger die Durchführung einer zwei-
ten Vergleichsverhandlung (act. 60). Mit Eingabe vom 2. November 2009 nahmen 
die Kläger Stellung zu den neuen Behauptungen und Beilagen der Duplik, wobei 
sie ihre Rechtsbegehren erneut teilweise änderten und ergänzten, und stellten 
prozessuale Anträge (act. 62). Nach einem entsprechenden Antrag (act. 64) wur-
de der Beklagten mit Verfügung vom 13. November 2009 Frist angesetzt, um 
ausschliesslich zu den Beilagen von act. 62 Stellung zu nehmen (Prot. S. 30). Am 
14. Dezember 2009 reichten die Kläger Beilagen nach bzw. ein und korrigierten 
Fehler (act. 68), wobei den Parteien mit Verfügung vom 22. Dezember 2009 die 
entsprechende Akturierung angezeigt wurde (Prot. S. 31). Mit Eingabe vom 
1. März 2010 nahm die Beklagte zu den neuen Behauptungen bzw. Beilagen von 
act. 53, act. 55, act. 62 und act. 68 Stellung (act. 71), welche den Klägern und der 
Nebenintervenientin zugestellt wurde; das Hauptverfahren wurde zum zweiten 
Mal als geschlossen erklärt (Prot. S. 32). Zu dieser Eingabe nahmen die Kläger 

- 12 - 

mit Eingabe vom 19. März 2010 Stellung (act. 73). Dies veranlasste die Beklagte 
zur Eingabe vom 24. März 2010 (act. 76), welche den Klägern mit Verfügung vom 
6. April 2010 zugestellt wurde (Prot. S. 34).  

Am 13. Oktober 2010 erging der Beweisauflagebeschluss (Prot. S. 35 f.; act. 79), 
worauf die Parteien mit Eingabe vom 25. November 2010 ihre Beweisantretungs-
schriften einreichten (act. 83; act. 84/376-381). Die Beklagte stellte gleichzeitig ein 
Wiedererwägungsgesuch betreffend den Beweisauflagebeschluss vom 
13. Oktober 2010 und ersuchte um Überprüfung der Prozesskaution bezüglich der 
D2._____ (act. 85). Mit Beschluss vom 16. Dezember 2010 erfolgte die Be-
weisabnahme, wobei – in Wiedererwägung des Beweisauflagebeschlusses – die 
durch die Kläger angebotenen Beweise lediglich für den Kläger 1 abgenommen 
wurden. Gleichzeitig wurde den Parteien F._____, Gruppenchef, Forensisches 
Institut Zürich, Urkundenlabor, als Sachverständiger vorgeschlagen, der Beklag-
ten eine Frist zur Leistung eines Vorschusses für die Kosten der von ihr verlang-
ten Beweiserhebungen auferlegt sowie das Wiedererwägungsgesuch der Beklag-
ten abgewiesen. Zudem wurde den Parteien mitgeteilt, dass die Beweisabnahme 
durch eine Delegation des Gerichts erfolgen werde, sofern nicht eine Partei die 
Durchführung vor dem Kollegialgericht verlange (Prot. S. 37 f.; act. 86). Mit 
Schreiben vom 25. Januar 2011 erklärten die Kläger, dass sie mit dem vorge-
schlagenen Sachverständigen sowie der Beweisabnahme durch eine Gerichts-
delegation einverstanden seien (act. 88). Die Beklagte leistete den ihr auferlegten 
Vorschuss fristgemäss (act. 90) und teilte mit Schreiben vom 11. Februar 2011 
ebenfalls mit, gegen den vorgeschlagenen Experten und die Delegation der Be-
weiserhebungen keine Einwendungen zu haben. Zudem ersuchte sie um Zustel-
lung des Entwurfs der Experteninstruktion an die Parteien zur freigestellten Stel-
lungnahme (act. 91). Mit Verfügung vom 3. März 2011 wurde E.______ aufgefor-
dert, dem Gericht 20 Dokumente aus den Jahren 2005 und 2006 einzureichen, 
welche seine eigenhändige Unterschrift tragen bzw. mit seinen eigenhändigen Ini-
tialen versehen sind (Prot. S. 40 f.). Nachdem die Kläger mit Eingabe vom 7. März 
2011 vor dem Hintergrund, dass die Echtheit der Unterschrift von E.______ nicht 
Bestandteil des Beweissatzes sei, um eine entsprechende Korrektur der Editions-
verfügung vom 3. März 2011 ersucht hatten (act. 94), wurden sie mit Schreiben 
vom 7. März 2011 darauf aufmerksam gemacht, dass aus Gründen der Praktika-
bilität die Drittperson in den beiden Parallelverfahren HG080025 und HG080027 
einheitlich zur Edition aufgefordert worden sei, weshalb eine formelle Änderung 
der Verfügung vom 3. März 2011 nicht notwendig erscheine (act. 95). Mit Schrei-
ben vom 18. April 2011 teilte E.______ dem Gericht mit, dass er weder über 20 
Dokumente im Original mit eigenhändigen Unterschriften noch über 20 Dokumen-
te im Original mit eigenhändigen Initialen aus den Jahren 2005 und 2006 verfüge, 
und ersuchte das Gericht, entsprechende Originaldokumente direkt bei der Be-
klagten erhältlich zu machen (act. 98). Den Parteien wurde mit Verfügung vom 
21. April 2011 Frist angesetzt, um zu dieser Eingabe Stellung zu nehmen 
(Prot. S. 43). Mit Eingabe vom 12. Mai 2011 nannten die Kläger u.a. Gründe, 
weshalb ihrer Ansicht nach dem von E.______ vorgebrachten Ansinnen, entspre-
chende Geschäftsunterlagen bei der Beklagten zu erheben, nicht zu folgen sei 
(act. 100). Die Beklagte beantragte mit Eingabe vom 12. Mai 2011, das kantonale 
Steueramt Zürich sei zu ersuchen, die von E.______ in den Jahren 2005 und 

- 13 - 

2006 eingereichten Steuererklärungen zu edieren, und sie, die Beklagte, sei auf-
zufordern, die Dokumente gemäss Beilagen – die Beklagte hatte Kopien von 
Bankbelegen mit Originalunterschriften und -initialen von E.______ eingereicht 
(act. 103/A+B) – im Original einzureichen, wobei ihr zu erlauben sei, die ge-
schwärzten Passagen vorgängig auszuschneiden (act. 102). Die Kläger reichten 
mit Eingabe vom 16. Juni 2011 Juni eine weitere Klageänderung ein (act. 104). 
Mit Beschluss vom 21. Juni 2011 wurde die Beklagte verpflichtet, dem Gericht die 
in Aussicht gestellten Originale der drei Bankbelege mit den Originalinitialen von 
E.______ einzureichen, wobei sie berechtigt war, die in den Kopien geschwärzten 
Stellen in den Originaldokumenten auszuschneiden (Prot. S. 44; act. 106). Dieser 
Aufforderung kam die Beklagte innert Frist nach (act. 108). Am 7. Oktober 2011 
reichte die Beklagte ihre Stellungnahme zur weiteren Klageänderung (act. 104) 
sowie eine Noveneingabe ein (act. 110; act. 111/1-106). Mit Verfügung vom 
8. November 2011 wurde diese Eingabe (act. 110) den Klägern und der Nebenin-
tervenientin zugestellt mit dem Hinweis, dass über die Frage der Klageänderun-
gen der Kläger (act. 27, act. 62 und act. 104) zu einem späteren Zeitpunkt des 
Verfahrens entschieden werde. Gleichzeitig wurde als Gutachter F._____ ernannt 
und die Parteien sowie der Zeuge E.______ mit separater Vorladung zu einer 
Beweisverhandlung vorgeladen (Prot. S. 46 f.). Die klägerische Stellungnahme 
zur Eingabe der Beklagten vom 7. Oktober 2011 (act. 110) vom 21. November 
2011 (act. 113) wurde der Beklagten und der Nebenintervenientin am 11. Januar 
2012 zugestellt (Prot. S. 48). Am 28. März 2012 wurde eine Beweisverhandlung 
und mündliche Experteninstruktion durchgeführt (Prot. S. 49 ff.), wobei in Ergän-
zung der an der Verhandlung mündlich erfolgten Experteninstruktion am 2. April 
2012 noch eine schriftliche Experteninstruktion erging (act. 119). Ebenfalls am 
2. April 2012 wurde das Protokoll der Beweisverhandlung und der mündlichen 
Experteninstruktion vom 28. März 2012 sowie der entsprechende schriftliche Gut-
achterauftrag an den Gutachter F._____ den Parteien sowie der Nebeninterveni-
entin zugestellt. Den Parteien wurde dabei Frist angesetzt, um Ergänzungsfragen 
zu stellen (Prot. S. 67). Die Kläger verzichteten mit Schreiben vom 11. April 2012 
auf das Stellen von Ergänzungsfragen und beantragten, die zu weite Formulie-
rung der Fragestellung in der schriftlichen Experteninstruktion vom 2. April 2012 
sei auf die Echtheit bzw. Fälschung der Initialen von E.______ im IMA vom 
12. März 2007 zu beschränken. Mit Eingabe vom 13. April 2012 teilte die Beklagte 
mit, dass sie derzeit auf das Stellen von Ergänzungsfragen an den Gutachter 
F._____ verzichte (act. 122). Am 17. April 2012 wurde die Fragestellung gemäss 
schriftlicher Experteninstruktion vom 2. April 2012 gemäss dem klägerischen An-
trag (act. 121) abgeändert bzw. beschränkt (Prot. S. 68). Auf entsprechende Ein-
gabe der Beklagten vom 25. April 2012 hin (act. 125) wurde die durch den Gut-
achter zu beantwortende Frage nochmals präzisiert (Prot. S. 69). Am 7. Mai 2012 
erstattete der Gutachter F._____ sein Gutachten (act. 127), welches den Parteien 
mit Verfügung vom 29. Mai 2012 zugestellt wurde. Gleichzeitig wurde den Partei-
en Frist angesetzt, um zum Ergebnis des gesamten Beweisverfahrens Stellung zu 
nehmen (Prot. S. 70). Die entsprechenden Stellungnahmen der Parteien vom 
19. November 2012 (act. 132; act. 133) wurden mit Verfügung vom 26. November 
2012 je der Gegenpartei zugestellt (Prot. S. 71; act. 135). Am 4. Dezember 2012 
reichte die Beklagte eine Noveneingabe ein (act. 137), welche den Klägern sowie 
der Nebenintervenientin am 6. Dezember 2012 zugestellt wurde (Prot. S. 72). Zu 

- 14 - 

dieser Noveneingabe reichten die Kläger die ihnen antragsgemäss (act. 139) ge-
währte (act. Prot. S. 73; act. 140) Stellungnahme vom 30. Januar 2013 ein 
(act. 142), welche der Beklagten und der Nebenintervenientin am 4. März 2013 
zugestellt wurde (Prot. S. 74). 

Mit Beschluss vom 21. Februar 2014 schrieb das Handelsgericht das Rechtsbe-

gehren 1 bezüglich des Kontos mit der Nr. 1 und der Bezeichnung "D1._____" 

sowie das Rechtsbegehren 2 gemäss act. 1 als durch Rückzug erledigt ab. Ferner 

liess es die Klageänderungen der Rechtsbegehren 2.2 und 3.2 gemäss act. 62 

nicht zu. Ebenfalls nicht zugelassen wurden die Klageänderungen der Rechtsbe-

gehren 1.1-2.2 gemäss act. 104, soweit die Verpflichtung der Beklagten zur Leis-

tung in Schweizerfranken beantragt wurde. Im Übrigen wurden die Klageände-

rungen bzw. -ergänzungen zugelassen. Zudem wurden die Rechtsbegehren 4.1 

und 4.2 gemäss act. 27 bzw. das Rechtsbegehren 4.1 gemäss act. 62 als gegen-

standslos geworden erledigt abgeschrieben. Schliesslich wurden die Rechtsbe-

gehren 4.3 gemäss act. 27 bzw. 4.2 gemäss act. 62 betreffend den generellen 

Nachklagevorbehalt der Kläger sowie die klägerischen prozessualen Anträge 1-3 

gemäss act. 62 abgewiesen (act. 143 S. 115 f.). 

Mit gleichentags gefälltem Urteil verpflichtete das Handelsgericht die Beklagte, 

dem Kläger 1 EUR 8'130'634.52 zuzüglich Verzugszins von 5 % ab 1. Oktober 

2009 auf dem Betrag von EUR 3'030'327.16 auf das Konto Nr. 4, lautend auf 

"D3._____", bei der Bank G._____, ... [Adresse], zu bezahlen. Die Forderungsbe-

gehren der D2._____ wies das Handelsgericht ab (act. 143 S. 116 f.). 

Mit Eingabe vom 31. März 2014 erhob die Beklagte Beschwerde gegen den oben 

genannten Entscheid (vgl. act. 145) und beantragte im Wesentlichen, es sei auch 

die Klage des Klägers 1 kostenfällig abzuweisen (vgl. act. 149 S. 3). Mit Urteil 

vom 9. Oktober 2014 hob das Bundesgericht – in teilweiser Gutheissung der Be-

schwerde – das Urteil des Handelsgerichts vom 21. Februar 2014 auf und wies 

die Sache zur Neubeurteilung der Klage an das Handelsgericht zurück (act. 149). 

Das Verfahren des Handelsgerichts wurde unter der Geschäftsnummer 

HG140207 fortgesetzt.  

2.2. Anwendbares Prozessrecht 

- 15 - 

Am 1. Januar 2011 ist die eidgenössische Zivilprozessordnung (ZPO) in Kraft ge-
treten. Nach deren Art. 404 Abs. 1 gilt für Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses 
Gesetzes rechtshängig sind, das bisherige Verfahrensrecht bis zum Abschluss 
vor der betroffenen Instanz. Die örtliche Zuständigkeit bestimmt sich nach dem 
neuen Recht, wobei eine bestehende Zuständigkeit nach dem alten Recht erhal-
ten bleibt (Art. 404 Abs. 2 ZPO). 

Der ZPO ist nicht ausdrücklich zu entnehmen, welches Recht zur Anwendung ge-

langt, wenn die Rechtsmittelinstanz den angefochtenen Entscheid aufhebt und 

zur Fortsetzung des Hauptverfahrens oder Durchführung eines Beweisverfahrens 

an die untere Instanz zurückweist. Die Rückweisung bewirkt, dass der Prozess in 

die Lage zurückversetzt wird, in der er sich vor Ausfällung des angefochtenen 

Entscheids befunden hat. Das Verfahren vor der unteren Instanz ist somit nicht 

zum Abschluss gekommen, so dass für die Fortsetzung des Verfahrens bisheri-

ges Recht weitergilt (Art. 404 Abs. 1 ZPO; Frei/Willisegger, in: BSK ZPO, Art. 404 

N 13; Urteil des Bundesgerichts 4A_471/2011 vom 17. Januar 2012, E. 3.3). Für 

das vorliegende Verfahren hat dies zur Folge, dass es nach der zürcherischen Zi-

vilprozessordnung (ZPO/ZH) und dem Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) fortzu-

führen ist. 

Das Rechtsmittel richtet sich hingegen nach dem Recht, das bei der Eröffnung 
des Entscheides in Kraft ist, mithin nach dem neuen Prozessrecht (Art. 405 Abs. 1 
ZPO). 

2.3. Keine Anfechtung und Aufhebung des Beschlusses vom 21. Februar 2014 

Der Beschluss vom 21. Februar 2014 (act. 143) war nicht Gegenstand des Be-

schwerdeverfahrens und wurde mit Urteil des Bundesgerichts vom 9. Oktober 

2014 auch nicht aufgehoben (act. 149, S. 3 und Dispositiv). Vor diesem Hinter-

grund erübrigen sich Ausführungen zu den Klagerückzügen, den teilweise zuge-

lassenen Klageänderungen, den gegenstandslos gewordenen oder abgewiese-

nen Rechtsbegehren im Zusammenhang mit Nachklagevorbehalten sowie den 

abgewiesenen prozessualen Anträgen der Kläger. 

2.4. Massgeblichkeit und Thema des Rückweisungsentscheids 

Die kantonale Behörde hat ihre neue Entscheidung auf die rechtlichen Erwägun-

gen des bundesgerichtlichen Entscheids zu stützen. Wie weit die Gerichte und 

- 16 - 

Parteien an die erste Entscheidung gebunden sind, ergibt sich aus der Begrün-

dung der Rückweisung, die sowohl den Rahmen für die neuen Tatsachenfeststel-

lungen als auch jenen für die neue rechtliche Begründung vorgibt. Soweit das 

Bundesgericht sich nicht ausgesprochen hat, fällt die kantonale Instanz ihre neue 

Entscheidung frei, ohne an ihren ersten Entscheid gebunden zu sein (Hau-

ser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, Zürich 

2002, § 104a N 35; von Werdt, in: BSK BGG, Art. 107 N 9; BGE 135 III 334 E. 2 

und 2.1). 

Gemäss dem Entscheid des Bundesgerichts vom 9. Oktober 2014 rügte die Be-

klagte in ihrem Eventualstandpunkt zur Forderungshöhe zu Recht die Nichtbe-

rücksichtigung der "management fees" (act. 149 E. 6). Weitere Rügen der Beklag-

ten wies das Bundesgericht als unbegründet ab, soweit es auf sie eintrat (act. 149 

E. 3-5). Im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen ist vorliegend somit nicht 

mehr über den Bestand, sondern lediglich noch über die Höhe der Forderung des 

Klägers 1 gegenüber der Beklagten und – nach Massgabe des definitiven Verfah-

rensausgangs – über die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu entscheiden. Da-

bei werden die neuen Erwägungen in die entsprechenden Stellen des Urteils des 

Handelsgerichts vom 21. Februar 2014 (act. 143) eingefügt. Die unverändert 

übernommenen Stellen des Urteils vom 21. Februar 2014 werden, wie im ein-

gangs aufgeführten "Wichtigen Hinweis" erwähnt (S. 9), in grüner Schrift und mit 

Zeilenabstand 1 dargestellt. 

2.5. Zuständigkeit 

Die örtliche sowie sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zü-
rich ist unbestritten (act. 1 Rz. 6; act. 10 Rz. 90) und ergibt sich aus Art. 2 Abs. 1 
LugÜ i.V.m. Art. 112 Abs. 1 IPRG sowie § 63 Ziff. 1 i.V.m. § 62 GVG/ZH. Ob sich 
die örtliche Zuständigkeit auch auf eine Gerichtsstandsvereinbarung stützen lässt, 
kann offen gelassen werden. 

2.6. Rechtsschutzinteresse an der Feststellungsklage 

2.6.1. Parteistandpunkte 

Die Kläger bringen vor, ihr Rechtsschutzbedürfnis an der Feststellungsklage er-
gebe sich aus der Weigerung der Beklagten, das IMA für ihre bei der Beklagten 
geführten Kontobeziehungen anzuerkennen. Dadurch sei für sie ungewiss, ob die 

- 17 - 

IMA Bestand hätten. Weil deren Laufzeit andauere und ihre Ansprüche erst im 
März 2008 resp. gegebenenfalls sechs Monate später fällig würden, besässen sie 
keine Möglichkeit, eine Leistungs- oder eine andere Klage zu erheben. Der Fort-
bestand dieser Ungewissheit sei für sie angesichts ihrer bei der Beklagten im 
Rahmen der IMA deponierten Vermögenswerte unzumutbar, und sie seien 
dadurch in ihrer wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit behindert. Sie hätten weiter 
ein manifestes Interesse daran, dass ihre Vermögenswerte von der Beklagten 
gemäss den in den IMA vertraglich vereinbaren Bedingungen weiterbewirtschaftet 
würden. Auch dieser Fortbestand der Ungewissheit, ob sich die Beklagte weiter-
hin weigern werde, sämtliche Vertragsbestimmungen der IMA mit Bezug auf ihre 
bei der Beklagten geführten Kontobeziehungen korrekt zu erfüllen, sei für die Klä-
ger unzumutbar (act. 1 Rz. 48 f.).  

Die Beklagte erklärt, es sei nicht auszumachen, inwiefern die Kläger in ihrer wirt-
schaftlichen Bewegungsfreiheit beschränkt sein sollten. Sie wüssten, dass die 
Beklagte die Gültigkeit des IMA bestreite. Die Kläger könnten die bestehenden 
vertraglichen Vereinbarungen mit der Beklagten ohne Einhaltung einer Kündi-
gungsfrist auflösen. Die Beklagte habe im Übrigen seit Bekanntwerden der Ma-
chenschaften der Nebenintervenientin nie einen Zweifel darüber gelassen, dass 
sie das IMA nicht anerkenne. Es könne daher nicht gesagt werden, für die Kläger 
würde eine Ungewissheit darüber bestehen, ob sich die Beklagte weiterhin wei-
gern werde, sämtliche Vertragsbestimmungen der IMA zu erfüllen (act. 10 
Rz. 127).  

2.6.2. Rechtliches 
Auf Klagen betreffend Feststellung des Bestehens eines Rechtsverhältnisses wird 
nur eingetreten, wenn ein rechtliches Interesse an der Feststellung besteht (§ 59 
ZPO/ZH). Als Rechtsschutzinteresse ist ein rechtliches, d. h. rechtserhebliches In-
teresse an der gerichtlichen Feststellung eines Rechts oder Rechtsverhältnisses 
vorausgesetzt. Es ist unter folgenden Voraussetzungen gegeben: 1. Ungewiss-
heit, Unsicherheit oder Gefährdung der Rechtsstellung des Klägers, 2. Unzumut-
barkeit der Fortdauer dieser Rechtsungewissheit und 3. Unmöglichkeit der Behe-
bung der Ungewissheit auf andere Weise, insbesondere nicht durch Leistungs- 
oder Gestaltungsklage. Wenn eine Leistungsklage möglich ist, ist die Feststel-
lungsklage aber ausnahmsweise zulässig zur Feststellung des Rechtsverhältnis-
ses für die Zukunft, wenn nur Teilleistungen fällig sind. Ein rechtliches Interesse 
liegt vor, wenn die gerichtliche Feststellung erforderlich ist, um eine Ungewissheit 
zu beseitigen, durch welche der Kläger in seiner wirtschaftlichen Bewegungsfrei-
heit behindert ist. Die Erhebung einer Feststellungsklage neben einer Leistungs-
klage ist zulässig, wenn nicht nur die fällige Leistung verlangt, sondern die Gültig-
keit des ihr zugrundeliegenden Rechtsverhältnisses auch für dessen künftige Ab-
wicklung festgestellt werden soll. Fehlen die Voraussetzungen, so ist auf die 
Feststellungsklage nicht einzutreten (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 59 N 13, 
19 u. 28).  

2.6.3. Würdigung 

- 18 - 

Im Zeitpunkt der Klageerhebung war die Rechtsstellung der Kläger ungewiss, da 
sie nicht wussten, ob sie ihren Standpunkt rechtlich durchsetzen können, wonach 
die Beklagte das IMA gegen sich gelten lassen muss. Nicht entscheidend ist die 
Bestreitung des Anspruchs durch die Beklagte, könnte doch ansonsten nie eine 
Feststellungsklage erhoben werden, da es nur zu einer solchen kommt, wenn die 
Gegenseite nicht bereit ist, den Anspruch zu anerkennen. Die Kläger waren so-
dann in ihrer wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit behindert, da es ihnen ange-
sichts des bei der Beklagten angelegten Millionenvermögens nicht zumutbar war, 
die gerichtliche Klärung der Frage, ob die Beklagte das IMA gegen sich gelten zu 
lassen hat, weiter aufzuschieben bzw. dieses vorzeitig zu kündigen und damit der 
ihrer Ansicht nach geschuldeten Rendite verlustig zu gehen. Das Fortdauern die-
ser Rechtsungewissheit war für die Kläger somit unzumutbar. Schliesslich konn-
ten sie zum Zeitpunkt der Klageeinleitung mangels Fälligkeit ihres behaupteten 
Anspruchs aus dem IMA auch keine Leistungsklage erheben. Damit ist die Zuläs-
sigkeit der Feststellungsklage zu bejahen. 

Ebenso sind die Feststellungsbegehren 1.2 und 1.4 gemäss Replik zulässig, da in 
jenem Zeitpunkt erst die Zahlung für das erste Investitionsjahr fällig war und es 
um die Feststellung des Rechtsverhältnisses für die Zukunft ging. 

2.7. Noven 

2.7.1. Parteistandpunkte 
Die Beklagte macht geltend, die act. 53, 55, 62 und 68 enthielten wiederholt und 
in unzulässiger Weise völlig neue Tatsachenbehauptungen und Bestreitungen. 
Auf diese weist sie im Einzelnen hin (act. 71 Rz. 28 ff.). Die Kläger bestreiten dies 
(act. 73 Rz. 4 ff.). 

2.7.2. Rechtliches 

Gemäss § 114 ZPO/ZH sind die Parteien mit Anträgen zur Sache, Tatsachenbe-
hauptungen, Einreden und Bestreitungen ausgeschlossen, die sie in ihrer letzten 
Rechtsschrift nicht vorgebracht haben. Die letzte Rechtsschrift der Kläger war die 
Replik, diejenige der Beklagten die Duplik (Beschluss des Kassationsgerichts des 
Kantons Zürich vom 8. Oktober 2008, Kass.-Nr. AA070172, E. II.13.a). Die Aus-
nahmen von § 115 ZPO/ZH sind eng auszulegen; im Zweifel darf auf ein Novum 
nicht mehr eingetreten werden (Frank/Sträuli/ Messmer, a.a.O., § 115 N 1). 
Ausgenommen von § 114 ZPO/ZH sind gemäss § 115 Ziff. 2 ZPO/ZH u.a. Be-
hauptungen, die durch neu eingereichte Urkunden sofort bewiesen werden kön-
nen. Gemäss dieser Bestimmung bleibt das Verschulden einer Partei an der 
Säumnis unberücksichtigt, wenn der Prozess keine Verzögerung erfährt. Eine neu 
eingereichte Urkunde ist zu berücksichtigen, wenn dadurch eine klare Rechtslage 
geschaffen wird oder erhebliche Gegenbehauptungen des Gegners ohne weiteres 
Beweisverfahren widerlegt werden können (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 115 
N 8). Unstatthaft sind Verzögerungen des Prozesses wegen neuen Beweiserhe-
bungen bzw. Sachverhaltsermittlungen (Zirkulationsbeschluss des Kassationsge-
richts des Kantons Zürich vom 16. November 2004, Kass.-Nr. AA040128, E. 
II.2.3.2). Die Vorschrift stellt für die Zulässigkeit von Noven einzig auf die Liquidi-

- 19 - 

tät, d.h. sofortige Beweisbarkeit, der neuen Vorbringen und damit auf den Um-
stand ab, dass deren nachträgliche Berücksichtigung wegen der Entbehrlichkeit 
beweismässiger Weiterungen zu keiner Verfahrensverzögerung führt (Zirkulati-
onsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 15. Januar 2010, 
Kass.-Nr. AA090146, E. II.3.3.3.c). 

2.7.3. Würdigung 

Mit Verfügung vom 24. Juni 2009 wurde den Klägern Frist angesetzt, um zu den 
Beilagen der Duplik Stellung zu nehmen (Prot. S. 28). Mit Eingabe vom 2. No-
vember 2009 nahmen die Kläger Stellung zu den neuen Behauptungen und Bei-
lagen der Duplik (act. 62). Auf die Frage von unzulässigen Noven ist – soweit er-
forderlich und relevant – bei den jeweiligen Behauptungen zurückzukommen. 

2.8. Adresse des Klägers 1 

Gemäss dem unbestritten gebliebenen Hinweis der Beklagten und den Angaben 
der Kläger war die Adresse des Klägers 1 im Rubrum von "H._____" in "H'._____" 
zu ändern (act. 10 Rz. 85; act. 32 S. 1; act. 47 Rz. 24). 

2.9. Einreichung des Originals des IMA (act. 54/216) durch die Kläger 

2.9.1. Parteistandpunkte 
Die Kläger reichten mit der Klage Kopien der IMA vom 12. März 2007 ein 
(act. 3/4; act. 3/19).  
Mit Eingabe vom 15. Dezember 2008 verlangt die Beklagte, die Kläger seien in 
Anwendung von § 134 ZPO/ZH vor Ansetzung der Frist zur Einreichung der Dup-
lik aufzufordern, das Original des IMA vom 12. März 2007 einzureichen. Dies er-
scheine auch im Lichte der Prozessökonomie als zulässig und geboten, damit die 
Beklagte im Rahmen der Duplik dazu Stellung nehmen könne. Auch dürfe ange-
nommen werden, dass sich durch die Vorlage des Originals des IMA vom 
12. März 2007 ein weitläufiges Beweisverfahren erübrigen werde (act. 25 Rz. 4). 

Die Kläger erklären mit Eingabe vom 12. Januar 2009, sie hätten gesetzeskon-
form im Hauptverfahren Kopien des IMA eingereicht und würden für das Beweis-
verfahren auf gerichtliche Anordnung hin die Einreichung der Originale offerieren. 
Dieses Vorgehen sei gewählt worden, um die Originale nicht einfach aus der 
Hand zu geben bzw. zu riskieren, dass solche Unterlagen abhanden kommen 
könnten. Einer Aufforderung der Beklagten auf Vorlage von Beweismitteln hätten 
die Kläger nicht nachzukommen, schon gar nicht von Originalen. Die Kläger 
müssten solches erst auf gerichtliche Aufforderung hin tun, und das hätten sie of-
feriert. Die Beklagte habe nicht substantiiert, weshalb sie das Original der IMA für 
die Erarbeitung der Duplik benötige, und sie substantiiere auch mit keinem Wort, 
weshalb sich durch die Vorlage der Originale ein weitläufiges Beweisverfahren 
erübrigen sollte (act. 32 Rz. 7 ff.). 
Auf die entsprechende gerichtliche Aufforderung hin (Prot. S. 13 f.) führen die 
Kläger mit Eingabe vom 6. Februar 2009 aus, dass sie über keine Originale der 
IMA vom 12. März 2007 (act. 3/4 und 3/19) verfügen würden. Der Kläger 1 habe 

- 20 - 

am 12. März 2007 act. 3/4 und act. 3/19 unterzeichnet. Beide Dokumente habe er 
gleichentags an die Nebenintervenientin senden lassen, act. 3/4 per Post und 
act. 3/19 gescannt per E-Mail. Die Nebenintervenientin habe ihm act. 3/19 unter-
zeichnet durch sie und E.______ am 12. März 2007 wieder gescannt per E-Mail 
zukommen lassen. Die Nebenintervenientin habe zuvor offenbar auch die hand-
schriftliche Korrektur des Beginns des ersten Investitionsjahrs ("13 March") in Ab-
satz 5.1. von act. 3/19 angebracht. Das seitens der Beklagten durch die Nebenin-
tervenientin und E.______ unterzeichnete act. 3/4 habe der Kläger 1 von der Ne-
benintervenientin an einem späteren Datum als Kopie des Originals erhalten. Die 
Originale von act. 3/4 und act. 3/19 habe die Nebenintervenientin als Bankdoku-
mente bei der Beklagten aufbewahrt. Die Kläger stellen in diesem Zusammen-
hang ein Wiedererwägungsgesuch mit dem Antrag, es sei der letzte Satz in Ziff. 2 
des Dispositivs des Beschlusses, mit dem sie zur Einreichung der Originale der 
IMA vom 12. März 2007 aufgefordert worden waren ("Bei Säumnis würde act. 3/4 
aus dem Recht gewiesen"), ersatzlos zu streichen. Zur Begründung führen sie an, 
die angedrohte Versäumnisfolge sei zu weitgehend bzw. zu schwerwiegend (act. 
37 Rz. 1 ff.).  
Mit der Duplik erklärt die Beklagte, spätestens als sie die Vorlage des Originals 
des IMA verlangt habe, hätten die Kläger damit rechnen müssen, dass sie das 
Original vorzulegen haben würden. Es sei anzunehmen, dass sie schon damals 
gewusst hätten (wenn nicht schon bei Klageeinleitung), dass sie über kein Origi-
nal verfügten, oder zumindest hätten sie unter diesen Umständen Anlass gehabt, 
den Verbleib des Originals herauszufinden. Stattdessen hätten sie in ihrer Stel-
lungahme vom 12. Januar 2009 das Gericht und die Beklagte glauben gemacht, 
sie verfügten über ein Original – offenkundig hätten sie darauf spekuliert, das Edi-
tionsbegehren würde abgewiesen. Die Kläger seien mit Beschluss vom 17. Janu-
ar 2009 aufgefordert worden, die Originale von act. 3/4 und act. 3/19 einzu-
reichen, andernfalls, so die Androhung, act. 3/4 aus dem Recht gewiesen würde. 
Die Kläger seien säumig geblieben, weshalb androhungsgemäss zu verfahren 
sei. Gleiches müsse für act. 3/19 gelten, für welches Aktenstück die Androhung 
der Säumnisfolge bislang unterblieben sei (act. 47 Rz. 25).  
Mit Eingabe vom 28. Mai 2009 reichten die Kläger das Original der Urkunde ge-
mäss act. 3/4 ein (act. 54/216) und erklären, anlässlich einer Besprechung mit ih-
rem Rechtsvertreter vom 27. Mai 2009 seien nochmals die gesamten Fallakten 
durchsucht worden. Dabei sei das Original aufgefunden worden, von welchem 
seinerzeit für die Klageschrift act. 3/4 angefertigt worden sei. Damit sei der im 
Wiedererwägungsgesuch vom 9. Februar 2009 gestellte Antrag gegenstandslos 
geworden (act. 53). Mit Eingabe vom 2. November 2009 präzisieren die Kläger, 
der Kläger 1 habe act. 54/216 per Post an die Beklagte geschickt, nachdem er bei 
dieser Version das Datum eingefügt und sie unterschrieben habe. Die durch die 
Nebenintervenientin handelnde Beklagte habe das durch die Nebenintervenientin 
und E.______ unterzeichnete Original anschliessend per Post an den Kläger 1 re-
tourniert. Auf act. 3/19 sei das Datum vereinbarungsgemäss durch die Nebenin-
tervenientin eingefügt worden, nachdem sie diese Version vom Kläger 1 unter-
zeichnet per E-Mail erhalten habe (act. 62 Rz. 10). 
Die Beklagte entgegnet hierzu mit Eingabe vom 1. März 2010, die Kläger könnten 
das Original des IMA vom 12. März 2007 nicht nachreichen. Die Kläger seien 

- 21 - 

säumig geblieben, weshalb androhungsgemäss zu verfahren und act. 3/4 aus 
dem Recht zu weisen sei. Gleiches müsse für act. 3/19 und act. 54/216 gelten, für 
welche die Androhung der Säumnisfolge bislang unterblieben sei. Wer auf eine 
gerichtliche Aufforderung hin das Original nicht vorlege, habe das Beweismittel 
verwirkt. Die Beklagte würde vorsorglich bestreiten, dass es sich bei act. 54/216 
tatsächlich um das Original des IMA vom 12. März 2007 gemäss act. 3/4 handle. 
Schliesslich sei act. 54/216 offenkundig unvollständig, indem es die AGB ("Terms 
und Conditions") nicht enthalte. Das "Original" sei damit auch vor diesem Hinter-
grund aus dem Recht zu weisen. Dies gelte auch für die angeblichen Fotokopien 
(act. 71 Rz. 7 ff.). 

2.9.2. Rechtliches 

Gemäss § 113 ZPO/ZH sollen Beweismittel schon im Hauptverfahren vorgelegt 
oder bezeichnet werden. Dabei handelt es sich indessen um eine blosse Ord-
nungsvorschrift (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., Rz. 18 zu § 113). Auf gerichtliche 
Anordnung hin hat eine Partei die sich in ihrem Gewahrsam befindlichen Urkun-
den einzureichen. Weigert sich die Partei, eine Urkunde vorzulegen, gibt sie über 
deren Verbleib keine Auskunft oder hat sie die Urkunde beseitigt, so würdigt das 
Gericht ihr Verhalten nach § 148 ZPO/ZH (§ 183 ZPO/ZH). Das Gericht kann die 
Edition aus Zweckmässigkeitsgründen (§ 134 Abs. 1 ZPO/ZH) oder zur Beweissi-
cherung (§ 135 ZPO/ZH) auch schon im Hauptverfahren speziell anordnen. 
Grundsätzlich können Urkunden in Kopie eingereicht werden, wobei das Gericht 
die Vorlage des Originals oder einer amtlich beglaubigten Kopie verlangen kann 
(§ 185 Abs. 1 ZPO/ZH). Im Streitfall ist es Sache der richterlichen Beweiswürdi-
gung, ob auf die Kopie abgestellt werden kann oder die Vorlage des Originals  
oder einer beglaubigten Abschrift verlangt werden muss, weil eine Verfälschung 
nicht ausgeschlossen ist oder es auf Einzelheiten besonders ankommt 
(Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 185 Rz. 1). Schliesslich besagt § 186 Abs. 1 
ZPO/ZH, dass jede Urkunde vollständig vorgelegt werden muss. Bezieht sich eine 
Urkunde auf andere Urkunden, wie Nebenverträge oder Rechnungsbeilagen, sind 
auch diese einzureichen. Dieser Vorschrift kommt allerdings ebenfalls lediglich 
Ordnungscharakter zu (ErgBd. Frank zu Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur 
zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2000, § 186 Rz. 1). 

Wo das Gesetz die Folgen der Versäumnis einer Frist nicht festsetzt, bestimmt sie 
das Gericht (§ 196 GVG/ZH). Die Androhung der Versäumnisfolgen im einzelnen 
Fall stellt einen Akt der Prozessleitung dar, der als solcher von der Rechtskraft 
nicht erfasst wird. Deshalb ist der Richter an die einmal ausgesprochene Andro-
hung nicht gebunden. Er kann von sich aus oder auf Antrag einer Partei die erlas-
sene Androhung jederzeit in Wiedererwägung ziehen und sie aufgrund veränder-
ter Anschauung widerrufen oder durch eine andere ersetzen. Für alle Fälle, in de-
nen der Richter die Versäumnisfolgen festlegen darf, stellt § 196 GVG/ZH den 
Grundsatz auf, dass die Androhung nicht weitergehen darf, als der ordentliche 
Fortgang des Prozesses es erfordert. Die Folgen der Fristversäumnis dürfen des-
halb nicht strenger angesetzt werden, als der Zweck der Fristansetzung es erfor-
dert (Hauser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsge-
setz, Zürich 2002, § 196 N 7 und 13). 

- 22 - 

2.9.3. Würdigung 

Die Einreichung des Originals des IMA vom 12. März 2007 war mit der Begrün-
dung angeordnet worden, dass ein allfälliger Vorhalt des Originaldokuments im 
Rahmen der Befragung der Nebenintervenientin, welche die Aussage verweigert 
hatte (Prot. S. 22 ff.), authentischer durchgeführt werden kann. Weiter wurde fest-
gehalten, dass kein Grund bestehe, der Beklagten bis zur Einreichung dieser Ori-
ginale die Frist zur Erstattung der Duplik abzunehmen (act. 34 S. 5). Mit den Klä-
gern ist denn auch davon auszugehen, dass die Beklagte nicht darlegt, weshalb 
sie das Original der IMA für die Erarbeitung der Duplik benötigt hätte und sich 
durch die Vorlage der Originale ein weitläufiges Beweisverfahren hätte erübrigen 
sollen. 

Die Beklagte bestreitet zwar mit dem Hinweis auf die widersprüchlichen Ausfüh-
rungen der Kläger bzw. mangels einer klägerischen Erklärung, wie die Kläger nun 
doch in den Besitz des Originals gekommen sein sollen, dass es sich bei der Ur-
kunde gemäss act. 54/216 um das Original der Urkunde gemäss act. 3/4 handelt. 
Ein Vergleich der beiden Dokumente ergibt aber, dass es sich bei der Urkunde 
gemäss act. 3/4 um eine Kopie der Urkunde gemäss act. 54/216 handelt, da die 
handschriftlich eingefügten Teile exakt übereinstimmen. Damit ist es für den Pro-
zessfortgang nicht erforderlich, die Kopie (act. 3/4) des Originals (act. 54/216) aus 
dem Recht zu weisen. Die Säumnisfolge (Satz 2) in Dispositiv Ziff. 2 des Be-
schlusses vom 17. Januar 2009 ist in Wiedererwägung zu ziehen und mangels 
Relevanz aufzuheben. Betreffend act. 3/19 und 54/216 ist eine Ausweisung aus 
dem Recht bereits aufgrund der fehlenden Androhung nicht angezeigt. Auf die wi-
dersprüchlichen Aussagen der Kläger betreffend den (Nicht-)Erhalt eines Origi-
nals eines IMA vom 12. März 2007 von der Beklagten sowie den Umstand, dass 
es sich bei der Urkunde gemäss act. 3/19 eventuell um eine Fälschung handelt, 
ist im Rahmen der Beweiswürdigung einzugehen (vgl. Ziff. 3.2.1.2.3. hiernach). 

Auch wegen einer allfälligen Unvollständigkeit sind die Urkunden gemäss act. 3/4, 
act. 3/19 und act. 54/216 nicht aus dem Recht zu weisen, da es sich bei § 186 
ZPO/ZH wie erwähnt um eine Ordnungsvorschrift handelt. 

2.10. Bedeutung des Strafurteils gegen die Nebenintervenientin 

2.10.1. Parteistandpunkte 

Mit Eingabe vom 4. Dezember 2012 reichte die Beklagte das Strafurteil des Be-
zirksgerichts Zürich gegen die Nebenintervenientin vom 1. November 2012 als 
Novum ein, mit welchem die Nebenintervenientin u.a. der mehrfachen Urkunden-
fälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig gesprochen wurde 
(act. 137; act. 138). Sie macht geltend, nachdem der dem Strafurteil zugrunde lie-
gende Sachverhalt derselbe wie im vorliegende Verfahren sei, solle der Zivilrich-
ter nicht ohne Not von der Auffassung des Strafrichters abweichen. Es könne na-
turgemäss nur eine Richtlinie für die Entscheidung der Richter geben, wenn es 
um die Beurteilung ein und desselben Sachverhalts gehe: die Erforschung der 
materiellen Wahrheit (act. 137 Rz. 6 ff.). Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich be-
stätige den Standpunkt der Beklagten (act. 137 Rz. 9 ff.). 

- 23 - 

Die Kläger erklären dazu, die Beklagte halte einerseits fest, dass es sich bei dem 
E.______ in der Einvernahme vom 8. September 2008 vorgelegten IMA vom 
12. März 2007 nicht um das angebliche Original gemäss act. 54/216 handle, ver-
suche aber andererseits, die Ausführungen im besagten, nicht rechtskräftigen 
Strafurteil als Feststellungen zu act. 54/216 umzudeuten (act. 142 Rz. 2 f.). Es 
gelte im Übrigen die Unabhängigkeit des Zivilrichters (act. 142 Rz. 4 ff.). 

2.10.2. Rechtliches 

Gemäss Art. 53 Abs. 1 OR ist das Zivilgericht bei der Beurteilung der Schuld oder 
Nichtschuld, Urteilsfähigkeit oder Urteilsunfähigkeit an die Bestimmungen über 
strafrechtliche Zurechnungsfähigkeit oder an eine Freisprechung durch das Straf-
gericht nicht gebunden. Ebenso ist das strafgerichtliche Erkenntnis mit Bezug auf 
die Beurteilung der Schuld und die Bestimmung des Schadens für den Zivilrichter 
nicht verbindlich (Art. 53 Abs. 2 OR). Diese etwas unklare Vorschrift regelt ihrem 
Wortlaut nach, an was der Zivilrichter nicht gebunden ist, ohne zu präzisieren, ob 
die Aufzählung in Abs. 1 und 2 abschliessend oder analog auch auf andere, nicht 
aufgeführte Fragen anwendbar ist. Heute gilt die Auslegung, dass für sämtliche 
kantonalen Zivilprozessordnungen zwingend ist, was Art. 53 OR ausdrücklich er-
wähnt bzw. dass insoweit der Zivilrichter nicht gebunden sein darf. Was 
Art. 53 OR nicht regelt, bleibt der Zuständigkeit des kantonalen Prozessrechts 
vorbehalten (Brehm, in: BK OR, Bd. VI/1/3/1, Allgemeine Bestimmungen, Die Ent-
stehung durch unerlaubte Handlung, Art. 41-61 OR, 3. Aufl., Bern 2006, Art. 53 
N 3 ff.). Das Stillschweigen von Art. 53 OR bezüglich Tatbestands- bzw. Sachver-
haltsfragen lässt somit auch die kantonalen Gesetze (bzw. Rechtsprechungen) 
darüber entscheiden, ob der Zivilrichter an die tatsächlichen Feststellungen des 
Strafrichters gebunden ist (Brehm, a.a.O., Art. 54 N 24a). 

Auch mangels einer solchen kantonalrechtlichen Bindung stützt sich die zivilrecht-
liche Gerichtspraxis oft auf den Strafrichter ab, weil dessen Feststellungen und 
Erwägungen mit jenen des Zivilrichters in der Regel übereinstimmen und er meis-
tens zeitlich näher zum Tatbestand steht, so dass seine Abklärungen oft zuver-
lässiger sind als das spätere Beweisverfahren vor dem Zivilrichter. In diesem Sin-
ne kann sich der Zivilrichter bei seiner eigenen Würdigung an die Auffassung des 
Strafrichters anlehnen, wenn sich dies als zweckmässig erweist. Die Auffassung, 
dass der Zivilrichter nicht ohne Not oder zureichende bzw. sehr gewichtige Grün-
de vom Strafurteil abweichen darf, ist indessen abzulehnen (vgl. Brehm, a.a.O., 
Art. 54 OR N 30 ff.). Dem Gut der (dadurch in Einzelfällen tangierten) Rechtssi-
cherheit sind die Unabhängigkeit des Zivilrichters sowie die Parteirechte im Zivil-
prozess gegenüber zu stellen, welche sogleich im Zusammenhang mit der Ausei-
nandersetzung einer älteren Praxis des Obergerichts des Kantons Zürich (ZR 38 
Nr. 1) zu erläutern sind. 

Nach dieser Praxis, die in ZR 65 Nr. 113 ohne genauere Prüfung der Frage über-
nommen wurde, wird aus allgemeinen Grundsätzen des zürcherischen Prozess-
rechts hergeleitet, eine Bindung des Zivilrichters an ein strafrechtliches Erkenntnis 
bestehe im Kanton Zürich insoweit, als die Rechtskraft des Strafurteils reiche. Der 
Zivilrichter sei an die tatsächlichen Feststellungen des Strafrichters gebunden, 
soweit sie notwendige Voraussetzungen der im Dispositiv ausgesprochenen Ver-

- 24 - 

urteilung bilden würden. Dazu gehöre, dass der Verurteilte die ihm im Dispositiv 
zur Last gelegte Handlung oder Unterlassung begangen habe, und dass dies wi-
derrechtlich sei. Diese Praxis wurde 1979 von der I. Zivilkammer des Oberge-
richts des Kantons Zürich mit überzeugenden Argumenten in Frage gestellt: Die 
bisher vom Obergericht vertretene Auffassung könne sich nicht auf ausdrückliche 
Gesetzesbestimmungen abstützen, was hier, wo es um die Einschränkung der 
Entscheidungsfreiheit des Zivilrichters gehe, wohl verlangt werden müsste. Die 
Nichtbindung des Zivilrichters durch Strafurteile sei schon deshalb zu befürwor-
ten, weil an einem Strafverfahren in der Regel nur eine der beiden am Zivilpro-
zess beteiligten Parteien teilnehme und die gesetzlich vorgesehenen Einfluss-
möglichkeiten des Geschädigten auf den Gang des Strafverfahrens, insbesondere 
der Beweisabnahme, gering seien und keinen Vergleich mit dem Zivilprozess 
aushalten würden, wie denn der Strafprozess überhaupt von völlig anderen 
Grundsätzen beherrscht sei. Jedenfalls würde es gegen fundamentale Rechts-
prinzipien verstossen, wenn es dem Zivilrichter nicht freigestellt wäre, aufgrund 
neuer Parteivorbringen und eigener Beweiserhebung allenfalls einen bestimmten 
Sachverhalt und die damit zusammenhängende Frage der Widerrechtlichkeit an-
ders zu beurteilen, als dies der Strafrichter getan habe. An der erwähnten älteren 
zürcherischen Praxis ist somit nicht festzuhalten und eine entsprechende kanto-
nale Bindung des Zivilrichters ist zu verneinen (vgl. auch Frank/Sträuli/Messmer, 
a.a.O., § 191 ZPO N. 3, mit zahlreichen Hinweisen). 

2.10.3. Würdigung 

Ob die beklagtische Auffassung zutrifft, wonach dem Strafrichter im Allgemeinen 
mehr und tauglichere Mittel zur Verfügung stehen, um einen Tatbestand festzu-
stellen (act. 137 Rz. 8), kann dahin gestellt bleiben; im Strafurteil gegen die Ne-
benintervenientin vom 1. November 2012 wurde von solchen jedenfalls kein Ge-
brauch gemacht. Vielmehr wurde der für das vorliegende Verfahren relevante 
Sachverhalt auf drei Seiten erstellt, wobei zur Hauptsache die Aussagen von 
E.______ und (mittels Verweis) jene der Nebenintervenientin gewürdigt wurden 
(act. 138 S. 110 f. und 104). Die Protokolle der massgebenden entsprechenden 
Einvernahmen im Strafverfahren werden im vorliegenden Verfahren in Form von 
Urkunden als Beweismittel offeriert und mitgewürdigt. Damit ist klar, dass dem 
genannten Argument, der Strafrichter stehe näher zum Tatbestand, vorliegend 
keine Bedeutung zukommt. Nach dem Gesagten schaffen die Feststellungen im 
Strafurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 1. November 2012 aber ohnehin kein 
Präjudiz für das vorliegende Verfahren. Der durch die Beklagte erwähnte Um-
stand, dass im Strafverfahren die Offizialmaxime gilt, ändert daran nichts. Das er-
kennende Gericht hat die ihm form- und fristgemäss angebotenen Beweismittel 
frei zu würdigen. Das Ergebnis dieser Beweiswürdigung kann naturgemäss von 
jener des Strafgerichts abweichen. Ob das besagte Strafurteil gegen die Nebenin-
tervenientin vom 1. November 2012 inzwischen rechtskräftig ist, muss demnach 
nicht geklärt werden. 

3. Materielles 

3.1. Anwendbares Recht 

- 25 - 

Unbestritten ist (act. 1 Rz. 8; act. 10 Rz. 91), dass die vorliegende Streitigkeit ge-
mäss der Rechtswahl der Parteien dem schweizerischen materiellen Recht unter-
steht (Art. 116 IPRG; Art. 33 der General Conditions and Custody Account Regu-
lations der Beklagten). Demnach ist schweizerisches Recht anzuwenden. 

3.2. Vertragliche Ansprüche aus dem IMA 

3.2.1. Zustandekommen 

3.2.1.1. Vorbemerkung 

Die Kläger stellen sich auf den Standpunkt, das IMA vom 12. März 2007 sei na-
mens und mit Wirkung für die Beklagte von der Nebenintervenientin und 
E.______ abgeschlossen worden, welche damals kollektivzeichnungsberechtigt 
waren für die Beklagte. Die Beklagte bestreitet, durch das IMA gebunden zu sein 
und macht geltend, die Unterschrift von E.______ sei gefälscht bzw. missbraucht 
worden. Zudem seien die Kläger nicht gutgläubig. Keine Ansprüche leiten die 
Kläger aus dem IMA vom 6. Februar 2007 (act. 38/210; act. 3/18) ab. Auf dieses 
ist somit mangels Relevanz nicht weiter einzugehen. 

In einem ersten Schritt ist somit die Frage zu beantworten, ob neben der Nebenin-
tervenientin auch E.______ das IMA vom 12. März 2007 namens der Beklagten 
unterzeichnet hat. Falls die erste Frage bejaht wird, ist zu klären, ob sie dies auch 
mit Wirkung für die Beklagte getan haben. 

3.2.1.2. Unterzeichnung des IMA vom 12. März 2007 namens der Beklagten 

3.2.1.2.1. Parteibehauptungen 

Die Kläger machen in der Klagebegründung geltend, nach Austausch diverser E-
Mails zwischen der Nebenintervenientin und I._____ – das ist der Kläger 1 im Pa-
rallelverfahren HG080025 sowie ein Geschäftspartner und Freund des Klägers 1 
– habe die Beklagte dem Kläger 1 mit Schreiben vom 31. Januar 2007 das IMA 
für das Konto Nr. 3 "D3._____" zur Unterzeichnung zugesandt, wobei das Doku-
ment seitens der Beklagten bereits durch E.______ und die Nebenintervenientin 
unterzeichnet gewesen sei (act. 1 Rz. 23). Der Kläger 1 habe das IMA seinerseits 
unterzeichnet, wobei er in Ziff. 5.1. das Datum vom 28. Februar 2007 auf den 
13. März 2007 abgeändert habe, und das Agreement an die Beklagte zurückge-
sandt (act. 1 Rz. 24). 

Die Beklagte führt in der Klageantwort aus, das IMA vom 12. März 2007 
(act. 3/19) sei, wenn überhaupt, nur von der Nebenintervenientin unterschrieben; 
die angeblich von E.______ stammende Zweitunterschrift auf Seite fünf sei ge-
fälscht. Auch trügen die einzelnen Seiten des Dokuments keine Initialen, die von 
E.______ stammen würden. E.______ habe keine Kenntnis von diesem Agree-
ment. Die Nebenintervenientin habe die Unterschrift und die Initialen ihres Ar-
beitskollegen gefälscht. In einer solchen Situation liege keine rechtlich verbindli-
che Erklärung vor (act. 10 Rz. 5 f., 27, 41).  

- 26 - 

In der Replik bestreiten die Kläger, dass die Unterschriften nicht alle von 
E.______ stammten und er nicht gewusst habe, was er unterschrieben habe 
(act. 27 Rz. 92). Sie stellen sich auf den Standpunkt, dass E.______ die IMA 
resp. deren Inhalt gekannt habe und im Bewusstsein über deren Inhalt unter-
zeichnet habe (act. 27 Rz. 95).  

Mit der Duplik führt die Beklagte aus, die Kläger reichten zwei Versionen des an-
geblich abgeschlossenen IMA vom 12. März 2007 ein (act. 3/4 und 3/19), könnten 
aber kein Original, unterzeichnet von beiden Parteien, vorlegen. Sodann stamm-
ten die Unterschriften in beiden Versionen nicht von E.______. Betreffend act. 3/4 
sei seine richtige Unterschrift, vermutlich durch die Nebenintervenientin, miss-
braucht worden; die Nebenintervenientin habe ihn offenbar andere Dokumente 
unterzeichnen lassen, um anschliessend eines seiner Unterschriftenblätter an ei-
nen anderen Vertrag anzuheften. Betreffend act. 3/19 sei seine Unterschrift ge-
fälscht worden (act. 3/19; vertauscht in act. 47 Rz. 125). In beiden Fällen würden 
die Initialen nicht von ihm stammen. E.______ seien andere Verträge mit "perfor-
mance targets" unterbreitet worden. Diese habe er unterzeichnet, weil ein Perfor-
mance-Ziel nicht einer garantierten Rendite entspreche (act. 47 Rz. 86 f. u. 324).  

Die Kläger führen in der Stellungnahme zur Duplik im Wesentlichen aus, 
act. 54/216 sei das Original des IMA vom 12. März 2007 (act. 62 Rz. 9). In 
act. 3/4 bzw. act. 54/216 sei das Datum vom Kläger 1 eingefügt worden. Bei 
act. 3/19 sei das Datum vereinbarungsgemäss von der Nebenintervenientin ein-
gefügt worden, nachdem sie diese Version vom Kläger 1 unterzeichnet per E-Mail 
erhalten habe (act. 62 Rz. 10).  

3.2.1.2.2. Rechtliches 

3.2.1.2.2.1. Rechtsgeschäftliches Handeln für eine Aktiengesellschaft 

Juristische Personen handeln durch ihre Organe (vgl. Art. 55 ZGB). Gemäss 
Art. 718 Abs. 1 OR vertritt der Verwaltungsrat die Gesellschaft nach aussen. Die-
ser kann die Vertretung einem oder mehreren Mitgliedern (Delegierte) oder Drit-
ten (Direktoren) übertragen (Art. 718 Abs. 2 OR) oder auch Prokuristen und ande-
re Bevollmächtigte ernennen (Art. 721 OR), wobei er die gemeinsame Vertretung 
der Gesellschaft bzw. die Kollektiv-Prokura vorsehen kann (Art. 718a Abs. 2 OR 
und Art. 460 OR). "Andere Bevollmächtigte" im Sinne von Art. 721 OR bedeutet 
zunächst, dass der Verwaltungsrat Handlungsbevollmächtigte i.S.v. Art. 462 OR 
bestimmen kann, wobei diese im Handelsregister aber nicht eintragbar sind. Dar-
über hinaus erlaubt die Registerpraxis auch die Eintragung von Personen mit ei-
nem Zeichnungsrecht, ohne dass diese Personen explizit als Direktoren bezeich-
net werden (Watter, in: BSK OR II, Art. 721 N 8).  

Zum Abschluss eines Vertrags ist die übereinstimmende gegenseitige Wil-
lensäusserung der Parteien erforderlich. Sie kann eine ausdrückliche oder still-
schweigende sein (Art. 1 OR). Eine Willenserklärung besteht in der Mitteilung des 
Willens, dass ein Recht oder Rechtsgeschäft begründet, geändert oder beendet 
werden soll (Gauch/Schluep et al., OR AT Band I, 9. Aufl., Zürich/Basel/Genf 
2008, N 120), wobei diese Erklärung auch in schriftlicher Form erfolgen kann 

- 27 - 

(Gauch/Schluep et al., a.a.O., N 183). Unterschreibt jemand eine nicht gelesene 
Urkunde, so kommt aufgrund der Vertrauenstheorie der Vertrag mit dem Inhalt 
der Urkunde zustande, wobei in diesem Fall u.U. die Anfechtung wegen Erklä-
rungsirrtums möglich ist (Schwenzer, Schweizerisches Obligationenrecht Allge-
meiner Teil, 6. Aufl., Bern 2012, N 37.18). Bei Einzelhandlungen einer lediglich 
kollektivzeichnungsberechtigten Person kommt indessen kein vertraglicher An-
spruch zustande. Immerhin kommt ein Schadenersatzanspruch des Dritten in Be-
tracht, wenn für den Dritten nicht erkennbar ist, dass nur ein kollektivzeichnungs-
berechtigter Vertreter handelt, weil der Handelnde etwa die Unterschrift des zwei-
ten Vertreters fälscht (Watter, in: BSK OR II, Art. 718a N 23; Watter, Die Verpflich-
tung der AG aus rechtsgeschäftlichem Handeln ihrer Stellvertreter, Prokuristen 
und Organe, speziell bei sogenanntem "Missbrauch der Vertretungsmacht", Diss. 
Zürich 1985, N 96; BGE 105 II 289). Hier haftet der Geschäftsherr im Umfang des 
negativen Vertragsinteresses (BSK OR I-Watter, Art. 460 N 20).  

3.2.1.2.2.2. Beweislast 

Nach der allgemeinen Regel gemäss Art. 8 ZGB hat grundsätzlich derjenige das 
Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ab-
leitet. Rechtserzeugende (rechtsbegründende) Tatsachen hat zu beweisen, wer 
ein Recht oder Rechtsverhältnis geltend macht.  Nach ständiger Praxis des Bun-
desgerichts ist die Frage der Beweislastverteilung gegenstandslos, wenn das 
Sachgericht in Würdigung von Beweisen zum Ergebnis gelangt, bestimmte Tatsa-
chenbehauptungen seien bewiesen oder widerlegt (BGE 138 III 359 E. 6.3; 
BGE 130 III 591 E. 5.4; BGE 118 II 142 E. 3.a; BGE 114 II 289 E. 2a mit Hinwei-
sen und Verweisen). In diesem Fall gibt es keine Folgen der Beweislosigkeit, wel-
che von der einen oder anderen Partei zu tragen wären. 

3.2.1.2.2.3. Grundsätze der Beweisabnahme und -würdigung 

In der Beweisantretungsschrift haben die Parteien gemäss § 137 ZPO/ZH sämtli-
che Beweismittel zu bezeichnen. Das gilt auch für die im Hauptverfahren bereits 
genannten Beweise, weil nur so klargestellt werden kann, mit welchen Mitteln ei-
ne Partei welche Beweisthemen wirklich beweisen will. Nach ständiger Praxis 
wird deshalb nur auf in der Beweisantretungsschrift genannte Beweismittel abge-
stellt, was den Parteien auch jeweils entsprechend angedroht wird (vgl. 
Prot. S. 35). Wo die Parteien im Rahmen ihrer Stellungnahme zum Beweisergeb-
nis auch auf nicht genannte Beweismittel eingehen, kann diesen Ausführungen 
nicht gefolgt werden.  

Gemäss § 148 ZPO/ZH würdigt das Gericht die Beweise nach freier Überzeu-
gung. Als erbracht hat der Beweis dabei dann zu gelten, wenn sich aus dem Be-
weisverfahren eine richterliche Überzeugung ergibt, die jeden erheblichen Zweifel 
ausschliesst (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 148 N 3). Das Gericht berücksich-
tigt dabei auch das Verhalten der Parteien im Prozess, namentlich die Verweige-
rung der Mitwirkung bei der Beweiserhebung. Freie Beweiswürdigung darf nicht 
willkürlich, sondern muss nach pflichtgemässem Ermessen erfolgen 
(Frank/Sträuli/Mesmer, a.a.O., § 148 N 3). Bei der Würdigung des Verhaltens der 
Parteien im Prozess geht es nicht darum, ein bereits vorliegendes Beweisergeb-

- 28 - 

nis völlig umzustossen, sondern um dessen Ergänzung und das Ausfüllen von 
Lücken. Der in der Bestimmung ausdrücklich erwähnte Hauptanwendungsfall ist 
die Verweigerung der Mitwirkung an der Beweiserhebung. Der Vorschrift kommt 
indessen allgemeine Bedeutung zu. So kann sie z.B. auch bei wahrheitswidriger 
oder widersprüchlicher Prozessführung einer Partei Anwendung finden 
(Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 148 N 10 f.). 

Bei der Würdigung von Aussagen ist insbesondere zwischen der Glaubwürdigkeit 
einer Person und der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen zu unterscheiden. Während 
die Glaubwürdigkeit einer Person von ihrer Persönlichkeit, ihren Motiven und der 
Aussagesituation abhängt und damit das Mass der Zutrauenswürdigkeit einer be-
stimmten Person umschreibt, beurteilt sich die Glaubhaftigkeit einer Aussage 
nach ihrem Inhalt und bezieht sich daher auf die Überzeugungskraft, Beschaffen-
heit und den Gehalt einer Aussage. Nach Literatur und Rechtsprechung steht we-
der die allgemeine Glaubwürdigkeit einer Person noch ihre prozessuale Stellung, 
sondern vielmehr die Glaubhaftigkeit ihrer konkreten Aussagen im Vordergrund 
(ZR 87 [1988] Nr. 123).  

3.2.1.2.3. Würdigung 

3.2.1.2.3.1. Beweisthema 

Notwendig im Hinblick auf die Abgabe der Willenserklärung bzw. die Verbindlich-
keit des IMA vom 12. März 2007 ist, dass dieses neben der Nebenintervenientin 
auch der ebenfalls kollektivzeichnungsberechtigte E.______ namens der Beklag-
ten unterzeichnet hat. Es wurde deshalb ein Beweisverfahren zur damit im Wider-
spruch stehenden beklagtischen Behauptung durchgeführt, dass die Unterschrift 
von E.______ auf der Urkunde gemäss act. 54/216, welche das IMA vom 
12. März 2007 zum Gegenstand hat, einem anderen Vertrag entnommen wurde. 
Zudem wurde die Frage zum Beweis verstellt, ob seine Initialen gefälscht wurden 
(Prot. S. 35; act. 79). 

3.2.1.2.3.2. Urkunde gemäss act. 54/216 

Bei diesem durch beide Parteien angerufenen (act. 83 S. 2 f.; act. 85 S. 4) Be-
weismittel handelt es sich um eine Urkunde bzw. das schriftlich abgefasste IMA 
vom 12. März 2007, welches unbestrittenermassen mit der echten Unterschrift 
von E.______ versehen ist. 

Der auf Seite sechs bzw. (gemäss Nummerierung im Dokument) vier am Seiten-
ende angefangene Satz "Subject to clause 12.1, this Agreement supersedes all 
prior agreements, arrangements and untertakings between the Parties in relation 
to the services being provided under this […]" wird auf Seite sieben bzw. fünf 
durch "[…] Agreement and constitutes the entire agreement between the Parties 
relating to the subject matter of this Agreement." zu Ende geführt. Wäre Seite sie-
ben bzw. fünf mit der echten Unterschrift von E.______ einem anderen Vertrag 
entnommen worden, müsste dies somit ein Vertrag sein, welcher denselben Satz 
an derselben Stelle enthalten würde. An derselben Stelle käme der Satz indessen 
nur zu stehen, wenn der Vertrag die gleiche Länge wie das IMA vom 12. März 

- 29 - 

2007 aufweisen würde. Weiter müsste es sich um einen Vertrag handeln, welcher 
am 12. März 2007 abgeschlossen wurde, ist doch Seite sieben bzw. fünf der Satz 
zu entnehmen: "The parties have executed this Agreement on 12 03 2007". 
Schliesslich müsste es sich um einen Vertrag zwischen denselben Parteien han-
deln, da Seite sieben bzw. fünf durch den Kläger 1 und die Beklagte bzw. 
E.______ sowie die Nebenintervenientin (für die Beklagte) unterzeichnet ist. Dass 
der Kläger 1 und die Beklagte am 12. März 2007 einen Vertrag mit derselben 
Länge wie jener des IMA vom 12. März 2007 abgeschlossen hätten, wird von der 
Beklagten nicht behauptet. Zwar führt sie in der Duplik aus, E.______ habe ande-
re Verträge mit "performance targets" unterzeichnet (act. 47 Rz. 87). Gemäss den 
Aussagen von E.______ in der Zeugeneinvernahme im Strafverfahren gegen die 
Nebenintervenientin vom 8. September 2008, worauf sich auch die Beklagte stützt 
(act. 133 Rz. 94), haben diese Vereinbarungen indessen nur drei bis vier Seiten 
umfasst (act. 48/3 S. 3 f.). Es wird nicht behauptet, dass die Parteien in dieser 
Zeit noch andere Verträge abgeschlossen hätten. Für die Echtheit der Urkunde 
bzw. gegen die Entnahme der durch E.______ unterzeichneten Seite sieben bzw. 
fünf aus einem anderen Vertrag spricht im Übrigen auch der Umstand, dass aus-
ser dem Deckblatt sämtliche Vertragsseiten – auch die durch E.______ unter-
zeichnete – unten links mit dem Zeichen "AMS-#291421-v1" versehen sind. Ver-
mutungsweise handelt es sich dabei um eine Art Vertragsnummer, was ebenfalls 
auf das Zusammengehören der einzelnen Seiten zu einer einheitlichen Vertrags-
urkunde schliessen lassen würde.  

Im Sinne eines Zwischenfazits ist festzuhalten, dass nach Würdigung der Urkun-
de gemäss act. 54/216 nicht von einem Missbrauch der echten Unterschrift von 
E.______ auszugehen ist. Daran ändert nichts, dass die Initialen im IMA vom 
12. März 2007 nicht von E.______ stammen (vgl. Ziff. 3.2.1.2.3.4. hiernach). 
Selbst wenn erstellt wäre, dass die Nebenintervenientin ihre Initialen auf den Sei-
ten eins bis sechs des IMA vom 12. März 2007 in einer Weise angebracht hätte, 
dass der Eindruck entstehen sollte, neben ihr und dem Kläger 1 hätte auch 
E.______ seine Initialen darauf angebracht – die Beklagte bringt in diesem Zu-
sammenhang vor, zwischen den angeblich für "C._____" und "C._____" [Tren-
nung des Namen C._____] stehenden Initialen sei ein deutlicher Abstand freige-
lassen worden, wobei die Nebenintervenientin ihre Initialen normalerweise anders 
anbringe (act. 133 Rz. 117) –, wäre nicht dargetan, dass die Seite mit der echten 
Unterschrift von E.______ einem anderen Vertrag entnommen wurde. Weiterhin 
wäre nämlich nicht erklärt, wie das Blatt mit der echten Unterschrift von E.______ 
die gemäss der Seitennummerierung fünfte Seite eines lediglich drei bis vier Sei-
ten umfassenden Vertrags hätte bilden können.  

3.2.1.2.3.3. Aussagen von E.______ (Prot. S. 51 ff.; act. 48/3) 

Die Beklagte hat im vorliegenden Verfahren die Einvernahme von E.______ als 
Zeuge verlangt (act. 85 S. 5). Beide Parteien haben als Urkunde sodann das Pro-
tokoll der Zeugeneinvernahme von E.______ im Strafverfahren gegen die Neben-
intervenientin vom 8. September 2008 (act. 48/3) als Beweismittel genannt 
(act. 83 S. 3 ff.; act. 85 S. 5). 

a) Glaubwürdigkeit von E.______ 

- 30 - 

Zur Glaubwürdigkeit von E.______ ist zu bemerken, dass dieser unter dem Hin-
weis auf die Straffolgen einer Falschaussage gemäss Art. 307 Abs. 1 StGB 
(Prot. S. 51; act. 48/3 S. 1) ausgesagt hat. Als langjähriger Mitarbeiter stand 
E.______ allerdings in einem gewissen Naheverhältnis zur Beklagten und war 
dieser untergeordnet. Kurz vor seiner Zeugeneinvernahme im vorliegenden Ver-
fahren hat er seine Anstellung bei der Beklagten gekündigt (Prot. S. 52). Auf die 
Frage, ob die Beklagte mit Bezug auf die Beweisverhandlung vom 28. März 2012 
irgendwann an ihn herangetreten bzw. ob inhaltlich über den Prozess diskutiert 
worden sei, antwortete er, das sei innerhalb der letzten fünf Jahre natürlich schon 
diskutiert worden; er habe die verschiedenen Unterschriften usw. gesehen; in den 
letzten zwei Jahren aber eigentlich kaum, und kurz vor der Verhandlung habe 
man nicht über diese gesprochen (Prot. S. 53). Bei einem für die Beklagte negati-
ven Prozessausgang bzw. falls festgestellt würde, dass E.______ das IMA vom 
12. März 2007 (eventuell entgegen allfälliger interner Richtlinien) unterzeichnet 
hätte, wäre zudem zu bedenken, dass E.______ Ansprüche der Beklagten ge-
genüber sich selbst befürchten könnte. Seine Aussagen sind deshalb mit einer 
gewissen Vorsicht zu würdigen.  

b) Wesentlicher Inhalt der Zeugenaussage im vorliegenden Verfahren vom 
28. März 2012: 

Auf die Frage, ob er wisse, worum es gehe, führte E.______ aus, es gehe um ei-
nen oder mehrere Kontrakte mit "performance guarantees", bezüglich derer be-
hauptet werde, dass sie seine Unterschriften tragen würden (Prot. S. 54). Nach 
Vorhalt von act. 34 im Verfahren mit Prozess Nr. HG080025 sagte E.______ aus, 
das besagte Dokumente trage seine Unterschrift auf Seite fünf, die Initialen seien 
aber nicht von ihm gesetzt worden. Ferner verneinte er die Frage, ob er einen 
Vertrag mit einer "performance guarantee" unterschrieben habe (Prot. S. 54 ff.). 
Auf Vorhalt von act. 3/4 im Verfahren mit Prozess Nr. HG080025 erklärte 
E.______, bei der Unterschrift auf Seite fünf oberhalb seines Namens handle es 
sich nicht um seine Unterschrift. In Bezug auf act. 34 im Verfahren mit Prozess 
Nr. HG080025 antwortete E.______ auf die Frage, wie er sich erklären könne, 
dass auf den Seiten eins bis vier Initialen seien, von denen er sage, diese seien 
nicht von ihm, und eine Seite fünf existiere, wo er sage, dass sei seine Unter-
schrift, er könne nur spekulieren, weil er diesen Kontrakt nicht gemacht habe. Auf 
Nachfrage, ob er über diese Umstände nichts wisse, erklärte E.______, er könne 
das nicht erklären; aus seiner Sicht habe er diesen Kontrakt nie unterschrieben, 
aber die Unterschrift auf Seite fünf sei seine (Prot. S. 58 f.). 

Auf Vorhalt der Urkunde gemäss act. 54/216 führte E.______ aus, dass es sich 
dabei um das IMA vom 12. März 2007 handle, welches auf Seite fünf seine Un-
terschrift trage. Die Initialen auf Seiten eins bis vier würden aber nicht von ihm 
stammen. Auf die Frage, wie er sich die Differenz zwischen seiner Aussage, dass 
die Initialen in diesem Vertrag nicht von ihm stammen würden, dass aber die Un-
terschrift auf Seite fünf offenbar von ihm stamme, erkläre, antwortete er, das sei 
dasselbe wie beim anderen Papier [gemeint ist act. 34 im Verfahren mit Prozess 
Nr. HG080025]: er könne nur spekulieren, wie das passiert sei. Aber er sei sich zu 
100 % sicher, dass er diesen Kontrakt niemals unterschrieben habe. Das sei ganz 
klar für ihn (Prot. S. 59 f.). 

- 31 - 

Auf die Frage, ob E.______ schildern könne, wie es zu und her ging, wenn für ei-
ne andere Person "die zweite Unterschrift geliefert" werden musste bzw. ob er 
Kontrakte oder nur die letzte Seite unterschrieben habe, antwortete er, Kontrakte 
habe er im Prinzip niemals unterschrieben, ohne dass sie von der internen Com-
pliance-Abteilung kontrolliert worden seien. Offerten hätten sie schon gemacht. 
Diese seien nie länger als zwei bis maximal drei Seiten gewesen. Die habe er 
immer durchgelesen, einfach weil er auch habe wissen wollen, was seine Kolle-
ginnen im Sinne von Offerten machen würden. Das habe er immer gemacht. So 
einen Kontrakt hätte er aus mehreren Ursachen niemals unterschrieben. Die Ne-
benintervenientin sei vielleicht ein- oder zweimal pro Monat mit einer Offerte oder 
so was zu ihm gekommen wegen einer zweiten Unterschrift. Die habe er aber 
immer durchgelesen und dann meistens unterschrieben. Auf Nachfrage erklärte 
E.______, zu wissen, was Blankounterschriften seien, und auf weitere Nachfrage, 
dass er niemals für Kolleginnen oder Kollegen Blankounterschriften leisten würde. 
Auf die erneute Frage, ob er einen Vertrag mit einer "performance guarantee" un-
terschrieben habe, antwortete E.______, das würde er niemals machen 
(Prot. S. 61 f.). 

c) Wesentlicher Inhalt der Urkunde gemäss act. 48/3 

Bei dieser Urkunde handelt es sich – wie erwähnt – um das Protokoll der Zeu-
geneinvernahme von E.______ im Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Zürich - 
Sihl gegen die Nebenintervenientin vom 8. September 2008. 

Auf Seite sieben erklärte E.______ auf die Frage, ob das IMA vom 12. März 2007 
(Beilage 19a/1-8) seine Unterschrift trage, nachdem er jede Seite angesehen ha-
be, könne er sagen, dass keine der Seiten seine Unterschrift trage. Die Frage, ob 
er die einzelnen Seiten signiert habe, verneinte er ebenfalls. Auch die Frage, ob 
er diesen Vertrag unterschrieben hätte, verneinte er; es sei wieder dasselbe; der 
Vertrag beinhalte eine "performance guarantee". Auf Vorhalt des IMA vom 
12. März 2007 (Beilage 19b/1-8) und die Frage, ob dieser Vertrag seine Unter-
schrift trage, entgegnete E.______, bis auf die letzte Seite habe er keine der Sei-
ten unterschrieben. Die Frage, ob er die einzelnen Seiten signiert habe, verneinte 
er, und die Frage, ob er sicher sei, dass die letzte Seite seine Unterschrift trage, 
bejahte er. Auf die Frage, wie er sich erkläre, dass der Vertrag 19b seine Unter-
schrift trage, Vertrag 19a hingegen nicht, antwortete er, seine einzige Erklärung 
sei, dass die letzte Seite der Verträge, die er unterschrieben habe, in diesen Ver-
trag hinein geschoben worden sei. Die Frage, ob er seine Unterschrift auf diese 
Verträge gesetzt habe, verneinte er und begründete dies auf Nachfrage damit, 
weil es eine "performance guarantee" habe. 

Auf die Frage, wie es komme, dass er nur Seite fünf (Beilage 3a/7) dieses Ver-
trags unterzeichnet habe, entgegnete E.______ auf den Seiten drei und vier, sie 
[gemeint ist die Nebenintervenientin] sei damals mit drei oder vier Agreements zu 
ihm gekommen, die alle drei bis vier Seiten "dick" gewesen seien. Diese Verträge 
hätten ein "performance target" beinhaltet. Er habe sie gefragt, ob sie sich mit 
"Legal & Compliance" diesbezüglich besprochen habe. Sie habe sein Büro ver-
lassen, sei eine gewisse Zeit später wieder gekommen und habe gesagt, dass sie 
sich bei "Legal & Compliance" erkundigt habe. Ob sie das wirklich getan habe, 

- 32 - 

wisse er aber nicht. Danach sei sie mehrmals zu ihm gekommen und habe ihm 
mehrmals diese Verträge mit kleineren Änderungen erneut zur Unterschrift vorge-
legt. Er habe diese Verträge immer durchgelesen. Das habe er ohnehin immer so 
gemacht. Diese Verträge hätten alle ein "performance target" zum Inhalt gehabt. 
Er habe diese Verträge jeweils unterschrieben, nachdem er sie gelesen habe. Er 
wisse nicht, was die Nebenintervenientin mit den anderen durch ihn unterzeichne-
ten Seiten jeweils gemacht habe. Er habe leider nicht verlangt, dass sie sie ver-
nichte. Er vermute, dass sie Seiten mit seiner richtigen Unterschrift einem Vertrag 
mit anderem Inhalt angeheftet habe. Er hätte nämlich niemals einen Vertrag mit 
einer "performance guarantee" unterschrieben. Das sei das letzte, was eine Bank 
machen würde. 

Auf Seite 13 wies Rechtsanwalt Z1._____, Verteidiger der Nebenintervenientin, 
darauf hin, dass auf Beilage 3a/7 das Datum und die Versions-Nummer ersichtlich 
seien und E.______ gesagt habe, er habe den Vertrag gelesen, bevor er unter-
schrieben habe. Im Anschluss fragte er E.______, wie es möglich sei, dass dieser 
einen Vertrag, der durchnummeriert sei, unterschreibe und dieser mit einem an-
deren Vertrag zusammengesetzt werde. Darauf antwortete E.______, er wisse es 
nicht. 

Auf Seite neun antwortet E.______ auf die Frage, gestützt auf welche Informatio-
nen er die Zweitunterschrift auf diesen Formularen ["Funds Transfer"] gemacht 
habe, dass normalerweise ein Fax oder Brief im Original beigelegen habe. 
Manchmal habe man Zahlungen auf telefonische Anweisung hin gemacht. Bei 
grösseren Beträgen sei das aber nicht ganz normal gewesen. Im Fall der Neben-
intervenientin sei es so gewesen, dass die Anweisungen auf Chinesisch gewesen 
seien. Da er kein Chinesisch könne, habe er die Anweisungen nicht überprüfen 
können. Er habe der Nebenintervenientin vertraut. Auf die Frage, ob es sein kön-
ne, dass er diese beiden Formulare [zwei "Funds Transfer" je vom 12. Dezember 
2006] ohne vorgängige Akteneinsicht unterzeichnet habe, entgegnete E.______, 
das sei schon möglich. Auf die Frage, weshalb er seine Unterschrift ohne vorgän-
giges Aktenstudium geleistet habe, antwortete er, wenn das der Fall gewesen sei, 
dann deshalb, weil er Vertrauen zu ihr [gemeint ist die Nebenintervenientin] ge-
habt habe. Er habe schon mehrere Jahre mit ihr gearbeitet. 

Auf Seite 17 antwortet E.______ auf die Frage von Rechtsanwalt Z1._____, wel-
che Rendite er – E.______ – den Kunden für die Jahre 2006 und 2007 in Aussicht 
gestellt habe, er "mache" keine Jahresrenditen, weil das unmöglich sei. Bei Anla-
gen über fünf Jahren rede er von einer Jahresrendite von durchschnittlich 7 bis 
8 %. 

d) Glaubhaftigkeit und Würdigung der Aussagen von E.______ 

Auffallend ist, dass E.______ in seiner Zeugenaussage im vorliegenden Verfah-
ren keine Begründung mehr liefert bzw. nicht spekulieren will, wie es dazu ge-
kommen sein soll, dass das IMA vom 12. März 2007 seine Unterschrift trägt, ob-
wohl er dieses nicht unterschrieben haben will. Die Behauptung, seine Unter-
schrift sei einem anderen Vertrag entnommen worden, stellte er lediglich in seiner 
Einvernahme als Zeuge im Strafverfahren gegen die Nebenintervenientin vom 

- 33 - 

8. September 2008 auf, worauf die Kläger zu Recht hinweisen. Die Beklagte 
macht geltend, dass E.______ auf Nachfrage bestätigt habe, niemals Blankoun-
terschriften gegeben zu haben (act. 133 Rz. 78 f.; Prot. S. 61 f.). Mit den Klägern 
ist indessen davon auszugehen (act. 132 Rz. 11), dass diese Behauptung im Wi-
derspruch zur Schilderung von E.______ in seiner Zeugeneinvernahme im Straf-
verfahren gegen die Nebenintervenientin vom 8. September 2008 steht, möglich-
erweise auch Dokumente ohne vorheriges Aktenstudium unterzeichnet zu haben, 
weil er der Nebenintervenientin vertraut habe (act. 48/3 S. 9). Weiter steht die Be-
hauptung, niemals Blankounterschriften gegeben zu haben, im Widerspruch zu 
den Aussagen von J._____ im selben Strafverfahren (vgl. Ziff. 3.2.1.2.3.5. hier-
nach). Selbst wenn die Beklagte belegen könnte, dass E.______ niemals seine 
Unterschrift unter einen nicht gelesenen Vertrag setzen würde oder gar wissent-
lich einen Vertrag mit einer "performance guarantee" für die Beklagte eingegan-
gen wäre, wäre schliesslich nicht erklärt, wie die echte Unterschrift von E.______ 
auf das IMA vom 12. März 2007 gelangen konnte. Zur Aussage von E.______ be-
treffend seine echte Unterschrift im IMA vom 12. März 2007, wonach seine einzi-
ge Erklärung sei, dass die letzte Seite der Verträge, die er unterschrieben habe, in 
diesen Vertrag hineingeschoben worden sei, führt die Beklagte aus, mit Verträ-
gen, die er unterschrieben habe, habe E.______ Verträge mit einem "perfor-
mance target" gemeint, die drei bis vier Seiten umfasst hätten (act. 133 Rz. 94). 
Wie bereits erwähnt, ist diese Sachdarstellung nicht überzeugend, da die unter-
schriebene Seite gemäss Nummerierung die fünfte eines Vertrags ist, die erwähn-
ten Verträge mit einem "performance target" gemäss dem beklagtischen Stand-
punkt jedoch lediglich drei bis vier Seiten umfasst haben. Eine schlüssige Erklä-
rung, weshalb das IMA vom 12. März 2007 (act. 54/216) mit der echten Unter-
schrift von E.______ versehen ist, obwohl er diesen Vertrag nicht unterschrieben 
haben will, ist den Aussagen von E.______ somit nicht zu entnehmen. In den we-
sentlichen Punkten erscheinen die Aussagen von E.______ demnach als wenig 
glaubhaft. 

e) Zwischenfazit 

Die Aussagen von E.______ deuten darauf hin, dass dessen echte Unterschrift im 
IMA vom 12. März 2007 (act. 54/216 bzw. act. 3/4) keinem anderen Vertrag ent-
nommen wurde, sondern legen nahe, dass er dieses – allenfalls ohne vorgängige 
Durchsicht – unterzeichnet hat. 

3.2.1.2.3.4. Gutachten vom 7. Mai 2012 gemäss act. 127 

Zur Frage, ob die Initialen von E.______ im IMA vom 12. März 2007 gefälscht 
sind, offerierte die Beklagte ein Gutachten als Beweismittel (act. 85 Rz. 12). Nach 
Erteilung der notwendigen Hinweise durch das Gericht (Prot. S. 63 ff.; act. 119) 
wurde es durch den ernannten Gutachter F._____ erstellt. 

Entgegen der Ansicht der Beklagten ist durch den Umstand, dass die Initialen auf 
dem IMA vom 12. März 2007 nicht von E.______ stammen, nicht erstellt, dass die 
Beklagte die Echtheit des IMA vom 12. März 2007 gemäss act. 54/216 zu Recht 
bestritten hat (act. 133 Rz. 84). Gemäss dem Gutachten ergeben sich zwar keine 
Anhaltspunkte, dass sich im IMA vom 12. März 2007 (act. 54/216) Initialen befin-

- 34 - 

den, bei welchen es sich um solche von E.______ handelt. Ebenso wenig wird in-
dessen davon ausgegangen, dass auf ihn lautende Fälschungen vorliegen 
(act. 127 S. 12). Die Beklagte macht geltend, aus der Tatsache allein, dass sich 
auf einer einzelnen Seite eines insgesamt acht Seiten umfassenden Dokuments 
die Unterschrift von E.______ befinde, könne nicht geschlossen werden, dass 
dieser auch tatsächlich das fragliche Dokument unterzeichnet und eine dem Inhalt 
der Urkunde entsprechende Willenserklärung abgegeben habe (act. 133 Rz. 84). 
Der damit implizit vorgebrachten Auffassung der Beklagten, wonach von einer 
dem Inhalt einer Urkunde entsprechenden Willenserklärung lediglich dann ausge-
gangen werden könnte, wenn jede Seite signiert wäre, kann nicht gefolgt werden. 
Vielmehr ist für eine solche Zurechnung ausreichend, wenn am Ende des Doku-
ments die Unterschrift angebracht wird. Wenn unbestritten ist, dass E.______ ei-
ne Seite des IMA unterschrieben hat, ist auch unbestritten, dass E.______ eine 
Willenserklärung abgegeben hat. Naheliegend ist, dass die Willenserklärung für 
den Inhalt der Urkunde abgegeben wurde, unter welche sie gesetzt wurde. Das 
Fehlen der Initialen von E.______ stellt weder eine Voraussetzung für die Gültig-
keit des IMA noch ein Indiz für dessen Unechtheit dar. 

Im Gutachten wird ausgeführt, dass bei der ...-Untersuchung der fraglichen Do-
kumente auf fast allen Blättern latente Schreibdruckrillen sichtbar gemacht wer-
den könnten. Diese würden zum grossen Teil von Initialen und Unterschriften so-
wie weiteren handschriftlichen Einträgen auf andern Blättern des gleichen Doku-
mentes stammen. Das bedeute, dass die Blätter mit den sichtbar gemachten 
Schreibdruckrillen bei der Erstellung dieser Schreibleistungen als Schreibunterla-
gen gedient hätten (act. 127 S. 7). Die Kläger folgern daraus, dass alle Blätter der 
Urkunde gemäss act. 54/216 zusammen ein einheitliches Dokument darstellen 
(act. 132 Rz. 9). Ob dies der Fall ist, hatte der Gutachter indessen nicht zu prüfen. 
Jedenfalls kann mit dem Gutachten der Beweis aber nicht erbracht werden, dass 
die Initialen von E.______ im IMA vom 12. März 2007 gemäss act. 54/216 (bzw. 
act. 3/4) gefälscht sind. Dieser Beweis hätte im Übrigen ohnehin höchstens ein 
Indiz für die beklagtische Behauptung dargestellt, dass die Unterschrift von 
E.______ im IMA vom 12. März 2007 gemäss act. 54/216 bzw. act. 3/4 einem an-
deren Vertrag entnommen wurde. 

3.2.1.2.3.5. Aussagen von J._____ (act. 48/5) 

Beide Parteien haben als Urkunde das Protokoll der Zeugeneinvernahme von 
J._____ im Strafverfahren gegen die Nebenintervenientin vom 12. September 
2008 (act. 48/5) als Beweismittel genannt (act. 83 S. 5.; act. 85 S. 5).  

a) Glaubwürdigkeit von J._____ 

J._____ sagte ebenfalls unter dem Hinweis auf die Straffolgen einer Falschaus-
sage gemäss Art. 307 Abs. 1 StGB aus (act. 48/5 S. 1). Als Arbeitnehmerin der 
Beklagten steht sie dieser zwar auch nicht neutral gegenüber. Es sind indessen 
keine Gründe ersichtlich, weshalb sie nicht wahrheitsgetreu hätte aussagen sol-
len. 

b) Wesentlicher Inhalt der Urkunde gemäss act. 48/5 

- 35 - 

Bei dieser Urkunde handelt es sich – wie erwähnt – um das Protokoll der Zeu-
geneinvernahme von J._____ im Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Zürich - 
Sihl gegen die Nebenintervenientin vom 12. September 2008 (act. 48/5). 

Auf Seite acht bejahte J._____ die Frage, ob zwischen der Nebenintervenientin, 
I._____ und dem Kläger 1 Verträge abgeschlossen worden seien. Sie wisse nicht, 
ob diese Verträge noch von einem weiteren Mitarbeiter der Beklagten unterzeich-
net worden seien. Auf die Frage, woher sie wisse, dass Verträge abgeschlossen 
worden seien, entgegnete sie, sie habe das irgendwo gesehen. Auf die Frage, ob 
E.______ die Verträge mitunterzeichnet habe, antwortete sie, E.______ habe vie-
le Sachen unterschrieben. Bei diesen Verträgen wisse sie aber nicht, ob er unter-
schrieben habe. Sie sei schon lange bei der Beklagten und E.______ habe gros-
ses Vertrauen in sie. Wenn sie ihm Unterlagen gebracht habe, habe er sie des-
wegen auch unterschrieben, ohne sie zu lesen. Diese spezifischen Verträge habe 
sie ihm aber nicht gebracht. Auf die Frage, weshalb sie ihm diese Verträge nicht 
gebracht habe, antwortete J._____, weil sie sie nicht vorbereitet habe. 

Auf Seite 16 f. nannte J._____ auch den Namen E.______ als Antwort auf die 
Frage, wen sie informiert habe über ihr "komisches" Gefühl betreffend die vorge-
fallenen Sachen. Auf Nachfrage erklärte sie, sie habe dieses Gefühl schon im 
Februar 2007 gehabt. Die Frage, ob sie zu E.______ gesagt habe, dass er mit der 
Zweitunterschrift vorsichtiger sein solle, bejahte sie. 

c) Glaubhaftigkeit und Würdigung der Aussagen von J._____ 

Die Ausführungen von J._____ sind klar und ohne Widersprüche. Wenn E.______ 
aufgrund seines grossen Vertrauens zu J._____ Unterlagen, die sie ihm gebracht 
hat, unterschrieben hat, auch ohne diese zu lesen, heisst das, dass er seine Un-
terschrift auch unter nicht gelesene Dokumente setzte, wenn er der Person, wel-
che ihm diese vorlegte, vertraute. Dies räumte er im Fall der Nebenintervenientin 
denn auch selbst ein, indem er in seiner Zeugeneinvernahme im Strafverfahren 
gegen die Nebenintervenientin vom 8. September 2008 auf die Frage, weshalb er 
seine Unterschrift ohne vorgängiges Aktenstudium geleistet habe, antwortete, 
wenn das der Fall gewesen sei, dann deshalb, weil er Vertrauen zu ihr [gemeint 
ist die Nebenintervenientin] gehabt habe. 

Die Urkunde gemäss act. 48/5 spricht somit ebenfalls nicht dafür, dass die Unter-
schrift von E.______ im IMA vom 12. März 2007 gemäss act. 54/216 bzw. act. 3/4 
einem anderen Vertrag entnommen wurde. Vielmehr ist aufgrund der Aussagen 
von E.______ davon auszugehen, dass dieser entgegen seinen eigenen Äusse-
rungen seine Unterschrift auch unter nicht gelesene Urkunden setzte.  

3.2.1.2.3.6. W