# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f61fd4e-596b-59a3-9570-daa88a294816
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.04.2025 D-1808/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1808-2025_2025-04-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1808/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richterin Camilla Mariéthoz Wyssen;   

Gerichtsschreiberin Martina von Wattenwyl. 

   

Parteien 

 
A.________, geboren am (…), 

Kamerun,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 12. Februar 2025 / N (…. 

 

 

 

D-1808/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, ein kamerunischer Staatsangehöriger, ersuchte am 

19. November 2023 um Asyl in der Schweiz.   

B.  

B.a Ein Abgleich der Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerabdruck-

Datenbank Eurodac vom 21. November 2023 ergab, dass der Beschwer-

deführer am 21. August 2023 in Italien aufgegriffen und gleichentags dak-

tyloskopiert worden war. Zudem wurde gemäss dem informatisierten Per-

sonennachweis-, Aktennachweis- und Verwaltungssystem und der Melde-

stelle für Geldwäscherei und das Grenzwachtkorps (IPAS GWK) aufgrund 

illegaler Einreise am 19. November 2023 eine Einreiseverweigerung gegen 

ihn verfügt.  

 

B.b Am 28. November 2023 fand das persönliche Gespräch gemäss Art. 5 

der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rats vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO) statt. 

 

B.c Gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO ersuchte das SEM am selbi-

gen Tag die italienischen Behörden um Übernahme des Beschwerdefüh-

rers. 

 

B.d Am 29. Januar 2024 ging infolge Verfristung die Zuständigkeit für das 

Asylverfahren des Beschwerdeführers (wegen fehlender Antwort auf das 

Rückübernahmeersuchen) auf die italienischen Behörden über.  

 

B.e Ebenfalls am 29. Januar 2024 trat das SEM auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers nicht ein.  

 

C.  

Mit Verfügung vom 28. März 2024 wurde der Beschwerdeführer dem Kan-

ton B._______ zugewiesen.  

D.  

Mit Vollmacht vom 22. Juli 2024 zeigte die dem Beschwerdeführer zuge-

wiesene Rechtsvertretung des BAZ B._______ ihr Mandat an. 

D-1808/2025 

Seite 3 

E.  

Mit Verfügung des SEM vom 30. Juli 2024 wurde das nationale Asylverfah-

ren aufgenommen und der Beschwerdeführer wurde dem Kanton 

C._______ zugewiesen.  

F.  

F.a Am 13. August 2024 fand die Anhörung zu den Asylgründen statt.  

F.b Der ledige Beschwerdeführer brachte zu seiner Biographie zusam-

menfassend vor, er sei in D._______ (Westregion Kameruns) geboren. 

Zwischen 1995 und 2005 habe er die Schule besucht, danach in Douala 

gelebt und eine Ausbildung als (….) absolviert. 2010 habe er während vier 

Jahren in E._______ gelebt und sei danach nach Douala zurückgekehrt, 

wo er bis zu seiner Ausreise gelebt habe. Seine beiden Kinder und die 

Partnerin hätten nicht in einem gemeinsamen Haushalt mit ihm gelebt. Zu 

seinen Asylgründen legte er im Wesentlichen dar, dass ihn eines Tages ein 

Jugendfreund aus D._______ angerufen und ihn gebeten habe, für eine 

Weile bei ihm wohnen zu dürfen. Kurze Zeit später habe dieser Freund ihn 

darum gebeten, drei weitere Jugendfreunde bei sich aufzunehmen. Eines 

Abends habe ihn eine Nachbarin, die nebenan einen Laden geführt habe, 

gefragt, ob er Probleme mit den Behörden oder der Polizei habe. Weiter 

habe sie ihm erzählt, dass die Polizei im Quartier gewesen sei und seine 

Mitbewohner mittels Fotos gesucht habe. Daraufhin habe er seine Mitbe-

wohner zur Rede gestellt und sie gefragt, weshalb sie von der Polizei ge-

sucht würden, habe aber keine konkrete Antwort erhalten. Am nächsten 

Abend seien alle vier Mitbewohner zu Hause gewesen und er habe sie 

erneut aufgefordert zu erklären, weshalb sie gesucht würden. Da er wieder 

keine Antwort erhalten habe, habe er sie aufgefordert, auszuziehen. Auch 

habe ihn sein Vermieter angerufen und erklärt, dass er gefährliche Bandi-

ten in seiner Wohnung beherberge. In der Nacht habe es plötzlich an der 

Türe geklopft und er habe durch das Fenster des Duschzimmers sehen 

können, dass ein respektive zwei Polizeiautos vor der Türe stehen würden. 

Die Polizei habe gedroht, die Türe aufzubrechen respektive ihn zuerst auf-

gefordert, die Türe zu öffnen. Er und seine Freunde hätten umgehend 

durch ein hinteres Fenster die Flucht ergriffen und seien entkommen. Erst 

während der Flucht habe er erfahren, weshalb seine Freunde von der Po-

lizei gesucht würden. Sie hätten erzählt, dass sie zu den Terroristen gehö-

ren würden, die in der Region Noso Menschen umgebracht hätten. Nach 

gelungener Flucht aus seiner Wohnung habe er Douala und schliesslich 

Kamerun Ende Oktober oder im November 2021 auf illegalem Weg verlas-

sen. Nach der Ausreise habe er erfahren, dass die Wohnung von der 

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Seite 4 

Polizei versiegelt worden sei und die kamerunischen Behörden ihm vor-

werfen würden, Terroristen beherbergt zu haben. Er befürchte deshalb ver-

haftet und verurteilt zu werden.  

In den Akten befindet sich eine Kopie der Geburtsurkunde des Beschwer-

deführers. 

G.  

G.a Mit Verfügung vom 13. August 2024 wurde der Beschwerdeführer dem 

erweiterten Verfahren zugeteilt. 

G.b Am 14. August 2024 legte die Rechtsvertretung des BAZ ihr Mandat 

nieder.  

H.  

Mit Eingabe vom 10. Dezember 2024 zeigte die Rechtsvertretung des Kan-

tons ihr Mandat an, legte eine Vollmacht vom 4. Dezember 2024 bei und 

ersuchte um Akteneinsicht.  

I.  

Am 29. Januar 2025 wurde der Beschwerdeführer ergänzend angehört.  

J.  

Mit Verfügung vom 12. Februar 2025 (eröffnet am 13. Februar 2025) stellte 

das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht und lehnte sein Asylgesuch ab. Er wurde aus der Schweiz weggewie-

sen und verpflichtet, das Staatsgebiet der Schweiz sowie den Schengen-

raum bis am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, 

ansonsten er unter Zwang weggewiesen werden könne. Der Kanton 

C._______ wurde mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragt.  

K.  

Der Beschwerdeführer focht mit Eingabe vom 14. März 2025 (Datum Post-

stempel) die Verfügung des SEM vom 12. Februar 2025 beim Bundesver-

waltungsgericht an und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzu-

heben, er sei als Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewäh-

ren. Eventualiter sei die Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Vollzugs 

der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, 

subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines 

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Seite 5 

Kostenvorschusses und um Beiordnung einer amtlichen Rechtsverbeistän-

dung. 

L.  

Am 17. März 2025 bestätigte das Gericht den Eingang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG (SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG (SR 172.021). 

Das SEM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine 

Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betref-

fende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesver-

waltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser 

bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die 

beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG [SR 173.110]). Eine solche Ausnahme liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).  

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist somit einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

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Seite 6 

einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf 

Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwech-

sels verzichtet.   

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten die Gefährdung des Leibes, 

des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen 

psychischen Druck bewirken, eine bestimmte Intensität aufweisen bezie-

hungsweise die mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zu-

kunft begründeter Weise zu befürchten sind oder zugefügt zu werden dro-

hen (vgl. BVGE 2011/51 E. 6.1 m.w.H.). Dabei genügt es nicht, dass diese 

Furcht lediglich mit Vorkommnissen oder Umständen, die sich früher oder 

später möglicherweise ereignen könnten, begründet wird. Es müssen hin-

reichende Anhaltspunkte für eine konkrete Bedrohung vorhanden sein, die 

bei jedem Menschen in vergleichbarer Lage Furcht vor Verfolgung und den 

Entschluss zur Flucht hervorrufen würden (vgl. BVGE 2010/9 E. 5.2; Ent-

scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 

[EMARK] 2004 Nr. 1 E. 6.a und 2005 Nr. 21 E. 7.1). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründete ihre ablehnende Verfügung zusammenfas-

send damit, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers, gesuchte Ter-

roristen in seiner Wohnung beherbergt zu haben und ihm dies in strafrecht-

licher Weise von den kamerunischen Behörden zur Last gelegt werde, 

nicht glaubhaft seien und diese insgesamt den Anforderungen an Art. 7 

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Seite 7 

AsylG nicht genügten. Bezüglich der Schilderungen, wie und zu welchem 

Zeitpunkt er von den kriminellen Aktivitäten seiner Freunde erfahren habe, 

sei es zudem zu Widersprüchen gekommen. Auch das Vorbringen zum Po-

lizeieinsatz in seiner Wohnung habe er an der Anhörung und der ergän-

zenden Anhörung unterschiedlich dargelegt. Obwohl er an der Anhörung 

mehrmals aufgefordert worden sei, sich insbesondere zu den Gesprächen 

mit seinen Mitbewohnern über deren Verfolgungsgründe zu äussern, seien 

die geschilderten Ereignisse insgesamt erlebnisarm, substanzlos und ohne 

nennenswerte Realkennzeichen ausgefallen. Er habe weder wesentliche 

Ausführungen zu seinen inneren Gedankenvorgängen oder Emotionen 

zum Geschehen und in Bezug auf seine Reaktionen nach dem Geständnis 

seiner Mitbewohner darzulegen vermocht, noch darauf, dass diese Men-

schen getötet und terroristische Tätigkeiten verübt hätten. Ferner sei es 

ihm nicht gelungen, den Besuch der Polizei und die konkrete Flucht aus 

seiner Wohnung detailliert und nachvollziehbar zu beschreiben, vielmehr 

habe er lediglich wiederholt, dass er keine Zeit gehabt habe nachzuden-

ken, und dass ihm seine Freunde geraten hätten, zu fliehen, da die Polizei 

ihn ebenfalls verhaften und verurteilen würde. Seine Schilderungen seien 

bar jeglicher Einzelheiten und Konkretisierungen, die verlangt werden 

könnten, wenn die betroffene Person mit derselben Biographie, Bildung 

und Alter wie er das Gesagte tatsächlich erlebt hätte.  

5.2 Der Beschwerdeführer stellte sich in seiner Beschwerde auf den Stand-

punkt, dass er in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgt sei, da die 

kamerunischen Behörden ihm vorwerfen würden, wissentlich Terroristen 

beherbergt zu haben. Die Vorinstanz habe den Umstand, dass er in indivi-

dueller Weise durch die heimatlichen Behörden verfolgt werde und seine 

Wohnung seither behördlich versiegelt sei, ungenügend berücksichtigt, 

den rechtserheblichen Sachverhalt falsch erstellt und seine Aussagen nicht 

in den Kontext seiner gesamten Situation und der emotionalen Belastung 

zum Fluchtzeitpunkt unberücksichtigt gelassen. Auch seien die vorgeleg-

ten Beweismittel, die seine Verfolgung belegten, nicht ausreichend gewür-

digt worden. Nach dem Erhalt seines negativen Asylentscheids habe er 

seine Schwester in Kamerun kontaktiert und sie gebeten, einen Anwalt bei-

zuziehen. Der Anwalt habe sich jedoch geweigert, seinen Fall zu überneh-

men und habe zudem seiner Schwester abgeraten, selber bei den Behör-

den vorstellig zu werden, um nicht ebenfalls in Schwierigkeiten zu geraten. 

Deshalb könne er die stattgefundene Hausdurchsuchung nicht mit Beweis-

mitteln belegen. Er habe sich einer Strafverfolgung entzogen und sei illegal 

ausgereist. Ihm drohten Haft und unverhältnismässige Bestrafung. Die von 

der Vorinstanz behauptete fehlende Glaubhaftigkeit und die angeblichen 

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Seite 8 

Widersprüche seiner Schilderungen seien unzutreffend. In der ergänzen-

den Anhörung habe er lediglich Details der Vorbringen der ersten Anhörung 

präzisiert und könne keine Widersprüche erkennen. Es sei nachvollzieh-

bar, dass die Wiedergabe von Ereignissen, welche bereits sehr lange zu-

rückliegen würden, teilweise kleinere Abweichungen beinhalten könne. 

Ferner sei ausser Acht gelassen worden, dass es bei traumatischen Ereig-

nissen vorkommen könne, dass die betreffende Person Mühe mit der Wi-

dergabe von Details habe. Zudem sei es ihm aufgrund seiner geringen 

Schulbildung nicht möglich, komplexe und traumatische Erlebnisse sub-

stanziiert und erlebnisgeprägt widerzugeben. Zum vorinstanzlichen Vor-

halt, wonach seine Ausführungen zu seinen inneren Gedankenvorgängen 

oder Emotionen unsubstanziiert ausgefallen seien, sei anzumerken, dass 

die Verarbeitung und Darstellung von Emotionen in traumatischen Situati-

onen individuell unterschiedlich seien, weshalb die Erwartung, dass er als 

introvertierte Person spontan und detailliert über seine inneren Reaktions-

muster hätte berichten müssen, unrealistisch sei und seine Traumata der 

Ereignisse ausser Acht lasse. Insgesamt habe er seine Fluchtmotive de-

tailliert geschildert und ein stimmiges Bild des Geschehens wiedergegeben 

sowie mit der Zeichnung seiner Wohnung und der unmittelbaren Umge-

bung die Glaubhaftigkeit seiner Verfolgung untermalt.   

6.  

6.1 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz kommt das Gericht zum 

Schluss, dass die Fluchtgründe des Beschwerdeführers den Anforderun-

gen an Art. 7 AsylG und somit auch denjenigen an Art. 3 AsylG nicht stand-

halten. Seine geltend gemachten psychischen Belastungen, welche er we-

der während den beiden Anhörungen erwähnte noch ärztlich belegte, er-

scheinen unbehelflich, um die zahlreichen Ungereimtheiten und zentralen 

Widersprüche zur Verfolgung durch die kamerunischen Behörden zu erklä-

ren. Gemäss ständiger Rechtsprechung vermag auch eine ärztlich diag-

nostizierte posttraumatische Belastungsstörung nur ein erlebtes Trauma zu 

belegen, jedoch nicht die Glaubhaftigkeit der vorgebrachten Umstände 

oder Behauptungen (vgl. BVGE 2015/11 E. 7.2 m.w.H., bestätigt etwa im 

Urteil des BVGer D-384/2023 vom 25. Mai 2023 E. 7). Ausserdem kann 

auch von einer Person mit geringer Bildung durchaus erwartet werden, 

dass sie ausführlich Ereignisse darzulegen vermag, wenn sie diese tat-

sächlich erlebt hat. Insgesamt wirken seine Schilderungen unsubstanziiert 

und entbehren teilweise der allgemeinen Logik. Sodann gelang es ihm 

mangels Einreichung entsprechender Dokumente nicht zu belegen, dass 

er in seinem Heimatland wegen wissentlicher Beherbergung von Terroris-

ten strafrechtlich verfolgt wird. Zur fehlenden Glaubhaftigkeit seiner 

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Seite 9 

Fluchtgründe ist auf die ausführlichen sowie überzeugenden Ausführungen 

der Verfügung der Vorinstanz zu verweisen (vgl. SEM-Akte A41/12 S. 5-8), 

welchen er in der Beschwerde nichts Stichhaltiges entgegen zu setzen ver-

mochte. Nach dem Gesagten erweist sich auch der nicht weiter begründete 

Vorhalt einer falschen Erstellung des Sachverhalts sowie einer fehlenden 

Berücksichtigung seines psychischen Zustandes als haltlos. Schliesslich 

ist nicht ersichtlich, welche Beweismittel unberücksichtigt geblieben sein 

sollen, zumal in den Akten als einziges Beweismittel eine Kopie der Ge-

burtsurkunde eingereicht wurde, welche zwar seine Identität, jedoch nicht 

seine Verfolgung zu belegen vermag.  

 

6.2 Das Bundesverwaltungsgericht kommt zusammenfassend zum 

Schluss, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist glaubhaft dar-

zulegen, dass er in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise in seinem Heimat-

land verfolgt wurde oder eine künftige Verfolgung zu befürchten hätte. Die 

Vorinstanz hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 

 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art.44 AsylG). 

 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

8.2 Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu be-

weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

 

 

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Seite 10 

8.3  

8.3.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der ausländischen Person in den Heimat-, 

Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs.3 AIG). 

 

8.3.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

 

8.3.3 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK (SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 

erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

 

8.3.4 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in seinen 

Heimatstaat Kamerun ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG 

rechtmässig. 

 

8.3.5 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-

rers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung nach Kamerun dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer 

nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung aus-

gesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Men-

schenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste 

er eine konkrete Gefahr im Sinne eines «real risk» nachweisen oder glaub-

haft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmensch-

liche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi gegen Italien 

28. Februar 2008, Grosse Kammer, 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Dies 

ist ihm nicht gelungen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in 

Kamerun lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 

unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der 

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Seite 11 

Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen 

Bestimmungen zulässig. 

 

8.4  

8.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

 

8.4.2 Trotz politischer und interethnischer Spannungen herrscht in Kame-

run keine Situation von Krieg, Bürgerkrieg oder allgemeiner Gewalt, die 

sich über das ganze kamerunische Staatsgebiet erstrecken würde und 

eine Wegweisung dorthin grundsätzlich unzumutbar erscheinen liesse 

(vgl. etwa die Urteile des BVGer E-932/2021 vom 11. Oktober 2023 

E. 6.4.2 und E-1747/2020 vom 4. August 2022 E. 10.2). Die humanitäre 

und sicherheitspolitische Lage in den englischsprachigen Regionen gilt 

zwar als instabil; die Zahl der Konfliktvorfälle ist seit Mitte 2022 jedoch sig-

nifikant zurückgegangen (vgl. Urteil des BVGer D-3229/2021 vom 16. Au-

gust 2024 E. 8.4.2 m.H.). Der Beschwerdeführer lebte seit 2005 in Douala 

– mit einem vierjährigen Aufenthalt in E._______ – in der französischspra-

chigen Region Littoral (vgl. SEM-Akte 26/11, F17-20). Dieses Gebiet ist 

vom Konflikt um die englischsprachigen Regionen nicht direkt betroffen. 

Eine Wegweisung dorthin erweist sich als zumutbar.  

8.4.3 Auch aus individueller Sicht spricht nichts gegen einen Vollzug der 

Wegweisung. Der Beschwerdeführer verfügt über eine zehnjährige Schul-

bildung und über mehrjährige Arbeitserfahrungen als (…), wobei er eige-

nen Angaben zufolge zuletzt selbständig tätig war und bis zu seiner Aus-

reise aus Kamerun gearbeitet hat sowie eigenständig für seinen Lebens-

unterhalt aufgekommen ist. Er hat eine Partnerin und zwei Kinder, welche 

in Douala leben. Seine Eltern und seine Geschwister leben ebenfalls in 

Kamerun (vgl. SEM-Akte A26/11 F27-42, F48-51). Vor diesem Hintergrund 

wird es ihm möglich sein, sich mithilfe seiner Familienangehörigen und sei-

nes sozialen Netzwerkes in Kamerun zu reintegrieren und seine Arbeit als 

(…) wieder aufzunehmen. Auch aus medizinischer Sicht spricht nichts ge-

gen einen Vollzug der Wegweisung, zumal es sich bei seinem (…), den er 

bereits im Heimatland behandeln liess, oder bei seinem bisher unbehan-

delten schmerzenden (…) um keine gravierenden Erkrankungen handelt 

(vgl. SEM-Akte A26/11 F6-10). Angesichts seiner individuellen Situation 

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Seite 12 

erscheint es somit unwahrscheinlich, dass er bei seiner Rückkehr in eine 

existenzbedrohende Lage geraten wird. 

8.4.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung auch zumutbar. 

8.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, der rechtserhebliche Sachverhalt richtig sowie 

vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG; Art. 49 VwVG) und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Die Beschwerde ist angesichts der vorstehenden Erwägungen als 

aussichtslos zu qualifizieren. Die Gesuche um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und um amtliche Rechtsverbeiständung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG und Art. 102m AsylG sind deshalb ungeachtet der 

geltend gemachten – jedoch nicht belegten – prozessualen Bedürftigkeit 

abzuweisen. Der Antrag auf den Verzicht der Erhebung eines Kostenvor-

schusses wird mit dem vorliegenden Urteil gegenstandslos. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750.– 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 1–3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]; Art. 63 Abs. 1 VwVG).  

(Dispositiv nächste Seite)   

D-1808/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrchterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Contessina Theis Martina von Wattenwyl 

 

 

Versand: