# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae9855fb-7181-5850-8c94-bdd0bd83e646
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.05.2007 IV 2006/224
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-224_2007-05-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/224

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 03.05.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 03.05.2007
Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG; Invaliditätsbemessung bei vollzeitlicher 
unselbständigerwerbender Haupttätigkeit und landwirtschaftlichem 
Nebenerwerb (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 3. Mai 2007, IV 2006/224).

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Entscheid vom 3. Mai 2007

In Sachen

B.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, Dorfstrasse 21, 

8356 Ettenhausen TG,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Der 1965 geborene B.___ meldete sich am 15./28. November 1990 erstmals zum 

Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte wegen einer 

angeborenen schweren Kyphose mit seit anfangs Oktober 1990 bestehender 

Beeinträchtigung für den Fall eine Rente, dass die anstehenden Rückenoperationen 

nicht oder nur teilweise erfolgreich sein würden. Er gab an, er sei von Beruf Landwirt 

und seit 1987 als solcher selbständig erwerbend. Nach Angaben der Abteilung für 

Orthopädische Chirurgie am Spital A.___ vom 7. November 1990 lagen eine 

ausgeprägte thoracale Kypho-Scoliose bei Morbus Scheuermann und eine 

Spondylolyse und -listhesis L5/S1 Grad I-II nach Meyerding vor. Als Landwirt werde 

über kurz oder lang Arbeitsunfähigkeit eintreten (IV-act. 3). Der Versicherte war 

zunächst ganz und ab 1. Januar 1992 noch zu 60 % arbeitsunfähig (IV-act. 8, 17). Eine 

Abklärung an Ort und Stelle vom 16. April 1992 ergab, dass der Versicherte den (nach 

einem Umzug) im April 1990 übernommenen Betrieb zunächst grösstenteils selber 

geführt, dann aber Ende Jahr (1990) invaliditätsbedingt das Vieh verkauft und den 

Betrieb bis vorläufig Frühjahr 1993 verpachtet hatte. Er wolle wenn möglich in der 

Landwirtschaft tätig bleiben. Am 5. März 1993 sprach ihm die Ausgleichskasse des 

Kantons St. Gallen (ab 1. Januar 1995: Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. 

Gallen) mit Wirkung ab 1. November 1991 eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad 

von 100 % zu und setzte sie gleichzeitig ab 1. April 1992 auf eine halbe Rente bei 50 % 

Invalidität herab.

b) Nach Beendigung der Pacht 1993 entschied sich der Versicherte für eine Umstellung 

des Betriebs auf Schweine- und Rindermast und Futterbau und die IV-Regionalstelle 

beantragte am 8. Dezember 1993, ihm eine Kapitalhilfe in Form von 

Betriebseinrichtungen am Arbeitsplatz zu gewähren. Dem Landwirtschaftlichen 

Expertenbericht vom 17. Februar 1994 war zu entnehmen, dass der Versicherte den 

Betrieb invaliditätsbedingt auf Schweinemast umstrukturiert habe. Daneben hatte er 

noch wenig Jungvieh und betrieb Ackerbau (IV-act. 38). Die Ausgleichskasse sprach 

ihm am 17. November 1994 als Kapitalhilfe ein selbstamortisierendes unverzinsliches 

Darlehen im Betrag von Fr. 38'100.-- zu.

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c) Bei einer weiteren Abklärung an Ort und Stelle vom 29. Mai 1995 wurde unter 

anderem festgestellt, dass der Versicherte noch Acker bewirtschafte und 

Mastschweine (110) halte und im Übrigen mit einem Partner zusammenarbeite, dem er 

Wiesland verpachtet habe und dem das Jungvieh gehöre (IV-act. 57). Die Berechnung 

ergab einen Invaliditätsgrad von rund 19 %. Mit Verfügung vom 17. August 1995 stellte 

die Sozialversicherungsanstalt die Rente (auf Ende September 1995) ein.

B.- a) Am 14. Februar 2003 stellte der Versicherte ein neues Gesuch, namentlich um 

ein Hilfsmittel (Spaltmaschine für Holz), und erklärte, seit dem letzten Sommer sei er 

wieder voll arbeitsunfähig. In der Neuanmeldung vom 14. Mai 2003 beantragte er auch 

eine Rente. Er habe seit 1998 als Vorarbeiter im Bauamt einer Gemeinde gearbeitet 

(Monatseinkommen Fr. 4'793.--) und sei seit Januar 2001 selbständig erwerbender 

Landwirt (Einkommen rund Fr. 2'500.-- pro Monat). Am 9. Juli 2002 habe er einen 

Unfall gehabt.

b) Den Unfallversicherungsakten war zu entnehmen, dass der Versicherte damals bei 

einem Streit mit dem Mieter nach einem Stoss auf den Rücken gestürzt war.

c) Dr. med. C.___, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, gab am 30. April 2003 bekannt, es 

lägen eine thoracolumbale Kontusion, ein St. n. einer Aufrichte-Operation einer 

Scheuermann-Kyphose 1992 und ein alter Stabbruch einer Metallplatte vor. Der 

Versicherte sei vom 10. Juli 2002 bis 16. März 2003 zu 100 % und anschliessend zu 70 

% arbeitsunfähig gewesen. Das werde er noch bis zum 31. Mai 2003 bleiben. Danach 

werde er zu 50 % arbeitsunfähig sein. Als Strassenwart könne er nicht mehr arbeiten. 

Als Landwirt werde er ganztägig tätig sein können, allerdings ohne schwere Arbeiten zu 

verrichten, d.h. mit halber Leistungsfähigkeit.

d) Die Gemeindeverwaltung teilte in ihrer Arbeitgeberbescheinigung vom 23. Juni 2003 

mit, der Versicherte sei vom 1. April 1998 bis 31. März 2003 vollzeitlich als Allrounder 

Unterhalt beschäftigt gewesen. Er habe ab 1. Januar 2002 einen Jahreslohn von Fr. 

62'309.-- verdient. Im Jahr 2000 habe er Fr. 59'881.80 und im Jahr 2001 Fr. 61'386.-- 

bezogen. Sein letzter effektiver Arbeitstag sei der 9. Juli 2002 gewesen, danach sei er 

arbeitsunfähig gewesen.

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e) Ein eingeholter Landwirtschaftlicher Expertenbericht der Landwirtschaftlichen 

Weiterbildung und Beratung, D.___, vom 4. September 2003 ergab den Antrag, die 

Spaltmaschine nicht mitzufinanzieren, weil die Investition nicht behinderungsbedingt 

und auch nicht wirtschaftlich sei. Seit Frühjahr 2003 führe der Versicherte den Betrieb 

wieder selber und mache zusätzlich gelegentlich Maschinenarbeiten bei anderen 

Landwirten (ca. 150 Stunden Lohnarbeit für andere Landwirte pro Jahr). Er habe die 

Rindviehstallung umgebaut und habe nun 150 Mastschweine und 80 Babyferkel. Der 

Betrieb benötige etwa 1'240 Arbeitsstunden, dazu ca. 250 Stunden für die 

Vermarktung der Produkte. Insgesamt liege der Arbeitszeitbedarf mit etwa 1'500 

Stunden etwas über einer halben Arbeitskraft in der Landwirtschaft. Bis vor kurzem sei 

eine Mehrbelastung (durch Arbeiten im Zuerwerb) behinderungsbedingt vermutlich 

nicht zu empfehlen gewesen. In der Zwischenzeit scheine sich der Rücken so weit 

erholt zu haben, dass eine zusätzliche angepasste Arbeit zu ca. 1'500 Stunden möglich 

wäre (IV-act. 92).

f) Mit Verfügung vom 20. Oktober 2003 wies die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle das Gesuch um ein selbstamortisierendes Darlehen als Hilfsmittel ab.

g) Am 18. November 2003 liess der Versicherte hiergegen Einsprache erheben und 

Leistungen beantragen. Die Spaltmaschine werde für die Erwerbstätigkeit und nicht 

etwa für einen Nebenerwerb benötigt. Die Leistung sei auch verhältnismässig und die 

Arbeit mit dem Hilfsmittel seiner Gesundheit nicht abträglich.

h) Am 13. Januar 2004 übermittelte die Unfallversicherung der IV-Stelle das von ihr 

veranlasste Gutachten des Zentrums X.___ vom 9. Januar 2004. Das Zentrum hatte als 

Diagnose ein belastungs- und bewegungsabhängiges thorakolumbovertebrales 

Schmerzsyndrom erhoben mit (erstens) persistierender tiefgelegener verstärkter BWS-

Kyphose und -skoliose. Zustand nach Aufrichteosteotomie von Th5 - L1 1991, 

(zweitens) St. n. Rückenkontusion nach Sturz am 9.7.2002 und (drittens) 

Spondylarthrosen der LWS. In der angestammten Tätigkeit verbleibe lediglich eine 

kleine Restarbeitsfähigkeit (drei Stunden lang Traktorfahren); die Tätigkeit sei nicht 

zumutbar. Die Tätigkeit im Ackerbau sei noch zu 30 %, Forstwirtschaftsarbeiten seien 

nicht mehr zumutbar. Leichte Arbeit mit Wechselbelastungen, ohne längere Tätigkeiten 

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über Kopf und mit wenig Tätigkeiten in vorgeneigten Positionen, sei zumutbar, wobei 

der Zeitumfang (bezogen auf einen Achtstundentag) auf sechs Stunden pro Tag 

reduziert werden müsste.

i) In der Einspracheergänzung vom 22. Januar 2004 liess der Versicherte im 

Hauptstandpunkt eine Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen 

und eine anschliessende Verfügung über alle Versicherungsleistungen wie berufliche 

und medizinische Eingliederungsmassnahmen, Hilfsmittel und Rente beantragen. Es 

sei insbesondere gestützt auf das Gutachten des Zentrums X.___ abzuklären, ob und in 

welcher Form der Versicherte seine Restarbeitsfähigkeit verwerten oder steigern könne.

j) Die Einsprache betreffend Hilfsmittel wurde mit Entscheid vom 10. März 2004 

abgewiesen.

k) Am 21. April 2004 sprach die Unfallversicherung dem Versicherten für die 

verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 9. Juli 2002 unter anderem ab 1. Mai 

2004 eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 31 % zu. Im Einspracheentscheid vom 

10. November 2004 setzte sie den Invaliditätsgrad auf 40 % herauf. Eine Beschwerde 

hiergegen hat das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen am 18. Juli 2005 

abgewiesen.

l) Am 3. Mai 2005 gab die IV-Stelle eine weitere Abklärung bei der Schule Y.___ in 

Auftrag. Mit dem Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 26. September 2005 wurde 

bekannt gegeben, der Versicherte sei gemäss dem IK-Auszug von 1991 bis 1998 

Selbständigerwerbender in der Landwirtschaft gewesen, nach Auskunft des 

Landwirtschaftsamtes habe er keine Direktzahlungen bezogen und sei also nicht 

Selbständigerwerbender, sondern Verpächter gewesen. Von 1993 bis 1996 habe er 

dem Pächter auf dem Landwirtschaftsbetrieb geholfen. Am 1. April 1997 habe er eine 

Anstellung angenommen. Ab 1. Mai 2001 habe er daneben den Hof wieder selber als 

Selbständigerwerbender bewirtschaftet. Er hätte vor dem Unfall bei vollem 

nichtlandwirtschaftlichem Arbeitspensum den Landwirtschaftsbetrieb viehlos mit einem 

Pensum von 25 % eines selbständig erwerbenden Landwirts weiterbewirtschaften 

können (Betriebseinkommen ca. Fr. 16'400.--; landwirtschaftliches Einkommen ca. Fr. 

16'500.--). Es sei aber anzunehmen, dass der Versicherte schon vor dem Unfall geplant 

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habe, die landwirtschaftliche Tätigkeit auszudehnen. Für den Betrieb mit 

Schweinehaltung brauche es ca. 60 % eines Arbeitspensums eines Landwirts (1'860 

Arbeitsstunden; Betriebseinkommen ca. Fr. 30'500.--; landwirtschaftliches Einkommen 

Fr. 13'600.--). Die Arbeitsunfähigkeit in der Landwirtschaft liege gegenwärtig bei ca. 48 

%. Damit leiste der Versicherte nur noch 1558 Arbeitsstunden (52 % der 3'000 ohne 

Behinderung im Betrieb des Versicherten geleisteten Arbeitsstunden pro Jahr) in der 

Landwirtschaft (= Vollpensum). Der Arbeitszeitbedarf liege bei 1858 Stunden. Den 

Überhang von 300 Stunden erledige eine kostengünstige Aushilfe. Der Erwerbsausfall 

liege damit ebenfalls bei ca. 48 %. Ohne Behinderung wäre daneben eine 

Nebenerwerbstätigkeit von ca. 40 % möglich, mit Behinderung dagegen keine.

m) Am 17. November 2005 gab die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem seit 

Dezember 2004 beauftragten Rechtsanwalt Dr. iur. Rudolf Strehler, S-E-K Advokaten, 

bekannt, sie habe die Ausrichtung einer halben Rente an den Versicherten ab 1. Juli 

2003 und einer Viertelsrente ab 1. Mai 2004 beschlossen. Mit Verfügungen vom 14. 

Februar 2006 sprach sie dem Versicherten die entsprechenden Renten zu. Nach Ablauf 

der Wartezeit im Juli 2003 habe die Arbeitsunfähigkeit 50 % betragen. Er sei als zu 60 

% in der Landwirtschaft und als zu 40 % im Nebenerwerb Tätiger zu betrachten. In der 

Landwirtschaft mache die Einschränkung 48 %, in der Erwerbstätigkeit gemäss 

Unfallversicherung 40 % aus. Insgesamt betrage der ab Mai 2004, da stabile 

Verhältnisse vorlägen, wirksame Invaliditätsgrad daher 45 %.

n) Der Versicherte liess am 3. März 2006 Einsprache erheben und die Ausrichtung einer 

ganzen Rente ab 1. Juli 2003 beantragen. Dass der Versicherte in seiner ganzen 

Freizeit nebst dem 100 %-Pensum als Vorarbeiter des Bauamtes noch im 

Landwirtschaftsbetrieb gearbeitet habe, habe die Unfallversicherung - im Unterschied 

zur IV - nicht berücksichtigen können. Habe der Versicherte früher dreizehn Stunden 

pro Tag schwere Arbeit leisten können, so seien es nun nur noch sechs Stunden pro 

Tag, an denen er leichte Arbeit verrichten könne. Eine ähnliche Relation ergebe sich 

aus dem Vergleich der Einkommen. In der ergänzenden Begründung vom 19. April 

2006 legte der Rechtsvertreter dar, der Versicherte wäre - entgegen den Annahmen in 

der Expertise - weiterhin bei der Gemeinde tätig geblieben. Den umstellungsbedingten 

Mehraufwand im Landwirtschaftsbetrieb hätte er mit vereinzelten Aushilfen 

kompensiert. Die Annahme, der Versicherte hätte sein Pensum auch ohne Unfall auf ein 

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Normalpensum reduziert, sei unzulässig. Leichte Arbeit sei schlechter bezahlt als 

schwere. Es ergebe sich eine Invalidität von mindestens 70 %.

o) Mit diesen Einwänden konfrontiert erklärte der Abklärungsbeauftragte am 7. Juli 

2006, bis zum Unfall habe der Versicherte nebst der Anstellung bei der Gemeinde etwa 

690 Arbeitsstunden in der Landwirtschaft geleistet. Das sei bereits ein 

überdurchschnittlich hohes Arbeitspensum gewesen. Bei grosszügiger Auslegung der 

zumutbaren Arbeitsbelastung des Versicherten könne angenommen werden, dass er 

von der umstellungsbedingten Mehrarbeit im Betrieb von ca. 1'170 AKH 

(Arbeitskraftstunden) etwa 270 Stunden selber übernommen hätte. Angemessen sei die 

Annahme, er hätte die Anstellung beim Bauamt auf die Hälfte reduziert und die 

Landwirtschaft selber übernommen (1'000 und 1'860 Stunden pro Jahr). Dort machten 

die Arbeitsunfähigkeit 48 % und der Erwerbsausfall 53 % aus. Zu beachten sei 

nämlich, dass für den sensiblen Betriebszweig der Tierhaltung eine erfahrene Aushilfe 

mit einem Stundenlohn von Fr. 25.-- erforderlich gewesen wäre. Selbst bei einem 

günstigen Ansatz von Fr. 18.-- ergäbe sich bei einer Lohnsumme von Fr. 16'200.-- und 

angesichts der Investitionskosten und der Abschreibung lediglich noch ein sehr 

geringes Einkommen.

p) Der damalige Rechtsvertreter des Versicherten nahm am 15. September 2006 

Stellung und erklärte, bei Landwirten sei es an der Tagesordnung, dass sie nebst dem 

Vollpensum auf dem Hof noch eine erhebliche Nebenerwerbstätigkeit ausübten. Eine 

Arbeitsleistung von weit über 3'200 Stunden pro Jahr sei nichts Aussergewöhnliches, 

was der Schweizerische Bauernverband bestätigen könne. Schon aufgrund der 

Angaben des Experten ergebe sich (angesichts der Einkommen von Fr. 30'934.-- bei 

halber Tätigkeit im Bauamt und von Fr. 25'200.-- Einkommen aus der Landwirtschaft) 

Anspruch auf mindestens eine halbe Rente.

q) Mit Entscheid vom 29. September 2006 wies der Rechtsdienst der 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen die Einsprache ab. Das 

Valideneinkommen gemäss der Verfügung von August 1995, das die Situation vor 

Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 1991 repräsentiere, aber nur aus dem 

Landwirtschaftsbetrieb sich ergeben habe, würde angepasst zurzeit rund Fr. 50'000.-- 

entsprechen. Seit 1995 hätten sich die Umstände erheblich verändert. Der Versicherte 

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sei mehrere Jahre lang zu 100 % als Gemeindearbeiter tätig gewesen, habe 

mehrheitlich schwere Arbeit verrichtet und zuletzt im Jahr 2001 ein Jahreseinkommen 

von Fr. 61'386.-- erzielt. Daneben sei er in wechselndem Umfang auf dem eigenen Hof 

tätig gewesen. Vor dem Unfall sei er erwerblich voll integriert gewesen. Diese Situation 

sei daher für die Bestimmung des Valideneinkommens massgeblich. In die 

Vergleichsrechnung werde nur Einkommen einbezogen, das im Rahmen eines 

normalen Arbeitspensums zu erzielen sei. Ein Nebenerwerb sei nach der 

Rechtsprechung nicht zu berücksichtigen. Vorliegend sei daher nur die Einschränkung 

in der unselbständigen Erwerbstätigkeit massgebend, wo gemäss dem 

Unfallversicherungsverfahren eine Einschränkung von 40 % bestehe, wobei der 

Rentenbeginn auf den 1. Mai 2004 gelegt worden sei. Es bestehe kein Anlass, hiervon 

abzuweichen. Ab 1. Mai 2004 bestehe daher Anspruch auf eine Viertelsrente, davor ab 

1. Juli 2003 infolge der Arbeitsunfähigkeit von 50 % eine halbe Rente.

C.- Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Simon 

Krauter, S-E-K Advokaten, für den Betroffenen am 27. Oktober 2006 erhobene 

Beschwerde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt, der angefochtene 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei ab 1. Mai 2004 

eine halbe Rente auszurichten. Der Beschwerdeführer habe seine landwirtschaftliche 

Tätigkeit bereits vor dem Unfallereignis vom 9. Juli 2002 als Nebenerwerbstätigkeit 

betrieben. Mit Bezug auf die landwirtschaftliche Tätigkeit sei ein Betätigungsvergleich 

vorzunehmen. Dieser habe eine Arbeitsunfähigkeit von 48 % ergeben. Das Pensum von 

125 %, das der Beschwerdeführer vor dem Unfall erfüllt habe, entspreche einer 

Sechstagewoche und sei als normales Pensum zu qualifizieren. Gemäss den Berichten 

habe der Beschwerdeführer den Betrieb noch vor dem Unfall auf Schweinehaltung 

umgestellt. Er müsse dafür 1'860 Stunden aufwenden, was einem Pensum von 60 % 

entspreche. Es sei davon auszugehen, dass er daneben zumindest mit einem Pensum 

von 60 bis 65 % als Arbeiter beim Bauamt weitergearbeitet hätte. Vorkehren, die den 

gegenteiligen Schluss zuliessen, seien nicht ersichtlich, jedenfalls treffe dies auch auf 

die Operation von 1991 zu. Hätte die Operation noch Auswirkungen, hätte er sein 

Pensum schon früher reduzieren müssen. Ohne Unfall hätte er zu 125 % 

weitergearbeitet. Bei der Arbeitsunfähigkeit von 48 % ergebe sich im 

landwirtschaftlichen Bereich eine Beeinträchtigung von 28.8 %. Die Arbeitsunfähigkeit 

von 40 % in der Tätigkeit als Gemeindearbeiter entspreche bei einem Pensum von 60 

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bis 65 % einer Beeinträchtigung von 24 bis 26 %. Zusammen ergebe sich ein 

Invaliditätsgrad von 52.8 bis 54.8 %. Der von der Beschwerdegegnerin angerufene 

höchstrichterliche Entscheid sei nicht einschlägig, da er lediglich eine unselbständige 

Nebenerwerbstätigkeit betreffe. Ein Pensum von 120 bis 125 % müsse in der 

Landwirtschaft als normal im Sinn der Rechtsprechung gelten. Die 

Beschwerdegegnerin übersehe, dass viele landwirtschaftliche Betriebe nur überleben 

könnten, weil der Inhaber daneben einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nachgehe. 

Vorliegend sei aufgrund der Grösse der Pensen von zwei Haupterwerbstätigkeiten 

auszugehen. In der Invalidenversicherung würden im Gegensatz zur Unfallversicherung 

alle Einkünfte für die Berechnung des Invaliditätsgrades zusammengezählt.

D.- In der Beschwerdeantwort vom 15. November 2006 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Es sei - angesichts des sicheren, 

deutlich über dem landwirtschaftlichen liegenden Einkommens - durchaus glaubhaft, 

dass der Beschwerdeführer ohne Unfall weiterhin zu 100 % bei der Gemeinde 

angestellt geblieben wäre, wie er es in der Einspracheergänzung habe schildern lassen. 

Die neue Sachverhaltsdarstellung, wonach er zu neu nur noch mindestens 60 % bei 

der Gemeinde arbeiten würde, sei offensichtlich ergebnisorientiert und deshalb ohne 

erhebliche Aussagekraft. Einkommen, die in unzumutbarer Weise erzielt würden, 

könnten nicht zum Vali¬deneinkommen zählen. Denn es könne nicht Sache der IV sein 

dafür aufzukommen, dass ein Versicherter nicht mehr in der Lage sei, ein 

unzumutbares Pensum zu leisten. Ebenfalls sei es nicht ihre Aufgabe, 

landwirtschaftliche Betriebe zu retten, sondern den Ausfall von Einkommen 

aufzufangen, die zumutbarerweise erzielt worden wären. Mehr als ein ganzes Pensum 

bei der Gemeinde zu leisten, hätte vom Beschwerdeführer nicht verlangt werden 

können, zumal das entsprechende Einkommen existenzsichernd gewesen sei. Es sei 

somit allein die Erwerbseinbusse bei der unselbständig erwerbenden Arbeit von 

Bedeutung. Ein Anspruch auf mehr als eine Viertelsrente bestehe nicht.

E.- Mit Replik vom 6. Dezember 2006 bringt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers vor, mit der Betriebsumstellung vor dem Unfall sei eine Erhöhung 

des landwirtschaftlichen Pensums von 25 auf 60 % einhergegangen. Deshalb sei 

durchaus nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer sein Pensum als Angestellter 

von 100 % auf 60 bis 65 % reduziert hätte. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass der 

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Beschwerdeführer sein volles Pensum als Bauamtsarbeiter beibehalten hätte. Ohne die 

Reduktion hätte sich ein Pensum von 160 % ergeben, das der Beschwerdeführer 

jedenfalls nicht erfüllt hätte. Der Beschwerdeführer würde auch als Gesunder nicht in 

unzumutbarer Weise Einkünfte erzielen. Das Pensum von 125 % entspräche einer 

durchaus üblichen Sechstagewoche. Die Einkommen seien im Übrigen, da beides 

Haupterwerbstätigkeiten seien, kumulativ zu berücksichtigen.

F.- Die Beschwerdegegnerin hat am 12. Dezember 2006 auf die Erstattung einer Duplik 

verzichtet und hält an ihrem Antrag fest.

II.

1.- Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids bildet zunächst der 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente. Zwar ist, wie sich aus Art. 16 ATSG 

ergibt, der Einkommensvergleich zur Bemessung des Invaliditätsgrades erst nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ("Eingliederung vor Rente") und hat die 

versicherte Person, wenn ohne berufliche Massnahmen ein Rentenanspruch droht, die 

Pflicht, sich geeigneten und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen. 

Es lässt sich jedoch nicht beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von 

Massnahmen abgesehen hat, konnte doch keine rentenwirksame Eingliederung davon 

erwartet werden.

2.- a) Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG). Die Beurteilung von Ansprüchen einer 

versicherten Person gegen die Invalidenversicherung, welche durch eine 

Zurücksetzung der erwerblichen Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher 

Beeinträchtigung begründet werden, setzt zunächst unabdingbar verlässliche 

medizinische Angaben dazu voraus, inwiefern die versicherte Person durch das Leiden 

in den Funktionen, welche die in Frage kommenden Tätigkeiten von ihr erfordern, 

eingeschränkt ist, und bezüglich welcher Tätigkeiten sie in welchem (zeitlichen und 

leistungsmässigen) Umfang noch arbeitsfähig ist (vgl. BGE 125 V 261 E. 4). Ob die 

versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die 

Invaliditätsbemessung unerheblich (Rz 3046 des vom Bundesamt für 

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Sozialversicherung erlassenen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der 

Invalidenversicherung = KSIH).

b) Nach Angaben von Dr. C.___ vom 30. April 2003 war der Beschwerdeführer vom 10. 

Juli 2002 bis 16. März 2003 zu 100 % und anschliessend bis zum 31. Mai 2003 zu 70 

% arbeitsunfähig, hernach - als Landwirt - noch zu 50 %. Als Strassenwart könne er 

nicht mehr arbeiten. Im Gutachten des Zentrums X.___ vom 9. Januar 2004 war 

festgestellt worden, die angestammte Tätigkeit als Landwirt sei nicht zumutbar. Es 

verbleibe dort nur eine kleine Restarbeitsfähigkeit, und zwar im Ackerbau beim 

Traktorfahren (für drei Stunden pro Tag), entsprechend 30 % Arbeitsfähigkeit. 

Forstwirtschaftsarbeiten seien nicht mehr zumutbar. Leichte Arbeit mit 

Wechselbelastungen, ohne längere Tätigkeiten über Kopf und mit wenig Tätigkeiten in 

vorgeneigten Positionen, sei zumutbar, wobei der Zeitumfang (bezogen auf einen 

Achtstundentag) auf sechs Stunden pro Tag reduziert werden müsste. So ergibt sich 

eine Arbeitsfähigkeit von 75 %.

c) Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades im Zusammenhang mit Geldleistungen 

wird nach Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; sog. allgemeine Methode). Der Einkommensvergleich hat in der 

Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen 

ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden; sie 

können aber auch nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzt 

werden (AHI 1998 S. 119). Es kann schliesslich auch eine Gegenüberstellung blosser 

Prozentzahlen genügen (Prozentvergleich; vgl. BGE 114 V 312 E. 3a). Lassen sich die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, 

so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 28 Abs. 

2bis IVG; Art. 27 IVV) ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad 

nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in 

der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Zunächst ist anhand des 

Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann ist diese 

im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte 

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Einschränkung im funktionellen Leistungsvermögen eines Erwerbstätigen kann zwar, 

braucht aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur 

Folge zu haben (vgl. BGE 128 V 30 f. E. 1; AHI 1998 S. 119; BGE 104 V 136 E. 2c).

3.- a) Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 

entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt - für die 

Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im 

Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222) - nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen 

würde. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn, welchen die versicherte Person vor 

Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat, auszugehen (Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S S. vom 16. Mai 2001 [I 42/01], mit 

Hinweisen auf RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b, ZAK 1980 S. 593).

b) Der Beruf des Landwirts hatte für den Beschwerdeführer bereits nach der Zunahme 

der Beschwerden im Jahr 1990 medizinisch als nicht mehr geeignet betrachtet werden 

müssen. Er hat allerdings den eigenen Betrieb aufrechterhalten. Ende 1990 verkaufte er 

sein Vieh (IV-act. 22) und bei der Abklärung von 1994 hatte er auf einen 

Mastschweinebetrieb umgestellt (IV-act. 38). Es kann davon ausgegangen werden, 

dass er daraufhin (ab 1995) rentenausschliessend eingegliedert war (vgl. IV-act. 65).

c) Aus dem folgenden Zeitraum bis zum Unfall im Juli 2002, in welchem der 

Beschwerdeführer vollständig eingegliedert war und aus dem Rückschlüsse auf das als 

Gesunder bzw. als wieder vollständig Eingegliederter hypothetisch innegehabte 

Tätigkeitsfeld gezogen werden können, ist bekannt, dass der Beschwerdeführer ab 

April 1998 vollzeitlich einer Beschäftigung als Angestellter der Gemeinde 

nachgegangen ist (IV-act. 78). Nach der Aktenlage nicht klar geworden ist dagegen, 

wie es sich in diesem Zeitraum mit der Erwerbstätigkeit im landwirtschaftlichen Betrieb 

verhalten hat. Der Beschwerdeführer gab in der Anmeldung (IV-act. 72) an, seit 2001 

selbständig als Landwirt tätig gewesen zu sein. Dem Landwirtschaftlichen 

Expertenbericht vom September 2003 ist zu entnehmen, dass er den Hof bis Sommer 

1996 verpachtet gehabt habe, bereits im April 1997 eine auswärtige Anstellung 

angenommen habe und erst seit Frühjahr 2003 - also nach Eintritt der Invalidität - den 

Betrieb wieder selber führe. Der Arbeitszeitbedarf wurde damals mit etwas über einer 

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halben Arbeitskraft in der Landwirtschaft (1240 Stunden für die Bewirtschaftung und 

250 Stunden für die Vermarktung) angegeben. Auch ohne Behinderung wäre ein 

Gehilfe notwendig. Dem Abklärungsbericht Landwirtschaft vom September 2005 

hingegen war zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach Auskunft des 

Landwirtschaftsamtes in den Jahren 1991 bis 1998, in denen er gemäss IK-Auszug 

Selbständigerwerbender in der Landwirtschaft gewesen sei, keine Direktzahlungen 

bezogen habe, also nicht Selbständigerwerbender, sondern Verpächter gewesen sei. 

Er habe den Betrieb von 1991 bis April 2001 verpachtet und dem Pächter von 1993 bis 

Ende 1996 geholfen. Ab April 1997 habe er sich vom freien Mitarbeiter der Gemeinde 

anstellen lassen und ab Mai 2001 habe er neben der Anstellung den Hof wieder selber 

als Selbständigerwerbender bewirtschaftet, und zwar ohne Tiere (IV-act. 130). Der 

Beschwerdeführer habe kurz vor dem Unfall Anfang Juli 2002 den Betrieb mit der 

Schweinehaltung aufgestockt. Während mit der viehlosen Bewirtschaftung (Ackerbau 

und Herstellung von Siloballen) ein Arbeitspensum von 25 % nötig gewesen wäre, 

brauche der Betrieb mit Schweinehaltung etwa 60 % eines Arbeitspensums eines 

Selbständigerwerbenden. In diesem Bericht von September 2005 wurde also in 

Verkennung der sich aus den übrigen Akten ergebenden Verhältnisse angenommen, 

der Beschwerdeführer hätte angesichts des landwirtschaftlichen Pensums von neu 60 

% (statt 25 %) die Tätigkeit als Unselbständigerwerbender entsprechend 

eingeschränkt. Dem kann nicht gefolgt werden. Vor dem Unfall war lediglich eine 

gewisse Aufstockung (von 110 auf 150 Mastschweine mit zusätzlich 80 Babyferkeln) 

erfolgt. Der Beschwerdeführer hatte vor dem Unfall aber unbestrittenermassen ein 

volles Pensum als Angestellter geleistet und es kann davon ausgegangen werden, dass 

er diese - im Vergleich zum Landwirtschaftsbetrieb lukrativere - Tätigkeit ohne Unfall 

beibehalten hätte. Den landwirtschaftlichen Mastbetrieb führte er schon jahrelang 

daneben, jeweils mit Aushilfskräften und teilweise mit Pachtanteilen. Es ist nach der 

Aktenlage mit ausreichender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass er neben der 

Vollzeitbeschäftigung als Angestellter noch ein Pensum von 25 % im Nebenerwerb als 

Landwirt erfüllt hätte. Dieses Ausmass wurde - wenn auch wie erwähnt unter falschen 

Vorzeichen - bei der Abklärung vom 20. September 2005 erhoben. Der 

Beschwerdeführer selber beziffert sein Nebenerwerbspensum in der Beschwerde mit 

diesem Prozentsatz. Ein erheblich grösseres Pensum wäre ohnehin unwahrscheinlich. 

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Zu berücksichtigen sind daher zwei Pensen im Umfang von 100 % und von 25 %. Die 

entsprechenden Anteile machen somit 80 % und 20 % aus.

d) Es muss für alle wirtschaftlich relevanten Aktivitäten zusammen ein einheitlicher 

Invaliditätsgrad gefunden werden und es drängt sich auf, dabei methodisch wie im 

Arbeitsrecht oder in der Taggeldversicherung vorzugehen, nämlich die 

Arbeitsunfähigkeiten für jedes Teilpensum bezogen auf ein Vollpensum zu ermitteln und 

die noch vorhandene Arbeitskraft in Relation zu einer theoretischen maximalen 

Gesamtleistungsfähigkeit festzulegen (Franz Schlauri, Versicherungsmässige Tücken 

bei eingeschränkter Arbeitsfähigkeit in parallelen Arbeitsverhältnissen, in: René 

Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2006, St. Gallen 

2006, 126 in Verbindung mit 124).

e) Angesichts seiner gesundheitlichen Einschränkungen ist dem Beschwerdeführer die 

bisherige schwere Arbeit als Angestellter der Gemeinde nicht mehr zumutbar, hingegen 

eine Tätigkeit mit angepasster, leichterer Arbeit. Für diesen Anteil der Erwerbstätigkeit 

als Angestellter kann darauf abgestellt werden, dass die Erwerbseinbusse bezogen auf 

das Vollpensum 40 % ausmacht, wie sie die Unfallversicherung rechtskräftig festgelegt 

hat. Es besteht vorliegend kein Grund (vgl. Entscheid des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts i/S A. vom 24. April 2003, I 566/02; vgl. AHI 2004 S. 181) für eine 

abweichende Schätzung. Im Bereich der Landwirtschaft ist dem Beschwerdeführer 

medizinisch gemäss dem Gutachten des Zentrums X.___ lediglich die Tätigkeit im 

Ackerbau noch zu 30 % zumutbar. Die gesundheitlich bedingte Einschränkung der 

Erwerbsmöglichkeiten macht vorliegend gemäss dem Abklärungsbericht 

Landwirtschaft 48 % aus (der Erwerbsausfall entspricht dem im Betätigungsvergleich 

erhobenen Ausfall).

f) Werden die beiden Teilbereiche zusammengeführt, so ergibt sich ein 

Gesamtinvaliditätsgrad von 41.6 % bzw. von gerundet 42 % (0.8 x 40 % und 0.2 x 48 

%).

g) Man kann sich allerdings fragen, ob der Nebenerwerbsteil, welcher ein volles 

Pensum als Angestellter ergänzt, überhaupt berücksichtigt werden könne. Die 

Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, die Invalidenversicherung habe 

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nicht dafür aufzukommen, dass ein unzumutbares Pensum nicht mehr weitergeführt 

werden könne. Unter dem Aspekt der Zumutbarkeit ist tatsächlich zu berücksichtigen, 

dass die für die Invaliditätsbemessung massgebende hypothetische Gesamtbelastung 

ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 

das nach den konkreten Umständen übliche und zumutbare Mass nicht überschreiten 

darf, damit nicht aus einem überhöhten Ansatz des hypothetischen Aufgabenbereichs 

ohne Invalidität ein zu hoher Invaliditätsgrad und ein ungerechtfertigter 

Rentenanspruch resultiert (für eine nichterwerbstätige Hausfrau mit erweitertem 

Aufgabenbereich: ZAK 1985 S. 467). Das konstitutionelle Unvermögen, über ein 

Normalmass hinausgehende Arbeit zu leisten, stellt keinen Faktor dar, der als 

invaliditätsbegründend anerkannt werden kann (ZAK 1988 S. 476). Es sind nur 

Einkommen zu berücksichtigen, die im Rahmen eines normalen Arbeitspensums zu 

erzielen sind, weshalb in casu ein Nebenerwerb ausgeschlossen wurde (Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S K. vom 8. August 2001, I 539/00). Nur die 

normale Leistungsfähigkeit eines Versicherten kann im Rahmen der 

Invalidenversicherung als versichert gelten (nicht veröffentlichte Urteile des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S N.S.-O. vom 28. August 1997 und i/S 

A.O.-P. vom 23. August 2000). Anderseits hat die Rechtsprechung festgehalten, dass 

als hypothetisches Einkommen auch das Einkommen aus einer regelmässig und über 

längere Zeit betriebenen Nebenerwerbstätigkeit gilt. Des weiteren, dass ein 

Nebenerwerbseinkommen dann zu berücksichtigen ist, wenn es im Gesundheitsfall mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin erzielt worden wäre, und zwar ohne 

Rücksicht auf den hierfür erforderlichen zeitlichen oder leistungsmässigen Aufwand 

(vgl. RKUV 2003 Nr. U 476 S. 107; RKUV 2000 Nr. U 400 S. 381, RKUV 1989 Nr. U 69 

S. 181 E. 2c; ZAK 1980 S. 593 E. 3a; Entscheid des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts i/S C. vom 28. August 2003, I 109/02; Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S W. vom 22. Oktober 2001, I 224/01). Es 

kann offen bleiben, ob der Nebenerwerb vorliegend angebrachterweise zu 

berücksichtigen ist oder nicht, denn auch ohne Nebenerwerbsanteil ergäbe sich 

vorliegend mit 40 % ein Invaliditätsgrad, der Anspruch auf eine Viertelsrente 

begründete.

4.- a) Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung 

besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

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mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur 

Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vor, so besteht 

Anspruch auf eine Viertelsrente oder, sofern ein Härtefall gegeben ist, auf eine halbe 

Rente (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2004 gültigen 

Fassung besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 

zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch 

auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch 

auf eine Viertelsrente.

b) Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen notwendig, 

den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach Massgabe 

der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen. Bei der 

rückwirkenden stufenweisen Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt einer 

Rentenherabsetzung oder -aufhebung ausschliesslich nach Art. 88a Abs. 1 IVV, 

derjenige einer Erhöhung nach Art. 88a Abs. 2 IVV. Art. 88bis Abs. 2 IVV findet keine 

Anwendung (vgl. BGE 106 V 16; BGE 109 V 125). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die 

anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für 

die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu 

berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere 

Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne 

wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin 

andauern wird.

c) Der Eintritt des Rentenfalls wird durch Art. 29 Abs. 1 IVG geregelt. Der 

Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte 

mindestens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist (lit. a) oder 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b). Von einem Fall nach lit. a ist 

vorliegend nicht auszugehen. Der Beschwerdeführer hat das Wartejahr zu bestehen. Im 

Lauf des Wartejahres war er in seiner angestammten Tätigkeit ohne Unterbruch im Sinn 

der Rechtsprechung im Durchschnitt zu mehr als 70 % arbeitsunfähig. Nach Ablauf der 

Wartezeit im Juli 2003 bestand auch eine Erwerbsunfähigkeit von über 70 %, denn für 

die bisherige Arbeit bei der Gemeindeverwaltung blieb ein vollständiger Erwerbsausfall 

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bestehen (0.8 x 100 %), in der Landwirtschaft war angesichts der Arbeitsunfähigkeit 

von 50 % mit einem Teilinvaliditätsgrad von mehr als 10 % zu rechnen. Mit dem Ablauf 

des Wartejahres trat demnach ab 1. Juli 2003 ein Anspruch auf eine ganze - und nicht 

nur eine halbe - Rente ein. Diesbezüglich ist der Einspracheentscheid zu korrigieren.

d) Dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in der Folge für die Zeit ab 1. 

Mai 2004 eine Viertelsrente zugesprochen hat, lässt sich nicht beanstanden, ist doch 

von einer Verbesserung des gesundheitlichen Zustands im Zeitablauf und dem daraus 

sich ergebenden, oben erwähnten Invaliditätsgrad von noch 42 % auszugehen.

5.- a) Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 29. September 2006 insofern gutzuheissen, 

als dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Juli 2003 bis 30. April 2004 eine ganze 

Rente zuzusprechen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

b) Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG; massgebend ist die 

Rechtslage vor der Änderung des IVG vom 16. Dezember 2005, vgl. lit. b der 

betreffenden Übergangsbestimmungen). Hingegen hat der Beschwerdeführer bei 

diesem Ausgang des Verfahrens Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht 

ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. 

VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand erscheint eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer angesichts des 

teilweisen Obsiegens zu ermessensweise einem Drittel eine Entschädigung von Fr. 

1'000.-- zu leisten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. Die Beschwerde wird unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids 

vom 29. September 2006 im Sinne der Erwägungen insofern gutgeheissen, als dem 

Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Juli 2003 bis 30. April 2004 eine ganze Rente 

zugesprochen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 1'000.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.05.2007
	Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG; Invaliditätsbemessung bei vollzeitlicher unselbständigerwerbender Haupttätigkeit und landwirtschaftlichem Nebenerwerb (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Mai 2007, IV 2006/224).

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