# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7cdfaa57-2819-5a11-bccb-befcde92197a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.01.2012 725 11 304 / 17 (725 2011 304 / 17)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-11-304---17_2012-01-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

vom 19. Januar 2012 (725 11 304 / 17) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallbegriff bei einer Sportverletzung 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Stephan Wolf, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Basler Versicherung AG, Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel, 
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dr. Manfred Bayerdörfer, Ad-
vokat 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 

A. A.____ arbeitete für die Firma B.____ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Basler 
Versicherung AG (Basler) gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle obligatorisch versichert. Mit 
Bagatellunfallmeldung vom 17. Juli 2009 meldete die Arbeitgeberin, dass sich der Versicherte 
während seinen Ferien am 4. Juli 2009 beim Volleyball spielen am Strand im Rücken-
/Lendenwirbelbereich verletzt habe. Mit Arztzeugnis vom 14. Juli 2009 attestierte 
Dr. med. C.____ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Dr. med. D.____ hielt am 21. Juli 2009 als 
radiologische Diagnose eine grosse mediale und vorwiegend linkslaterale Discushernie mit 
subligamentärer Luxation von Discusmaterial nach caudal fest. Nachdem zuerst eine konserva-
tive Behandlung stattgefunden hatte, liess sich der Versicherte am 10. März 2010 operieren. 
Die auch nach diesem Eingriff persistierenden Schmerzen wurden einem radiologisch nachge-

 
 
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wiesenen postoperativen Narbenzug und einer Kompression der Nervenwurzel S1 links zuge-
schrieben (Bericht von Dr. med. E.____, Facharzt für Orthopädie, vom 25. August 2010). 
 
Die Basler erbrachte die gesetzlichen Leistungen, übernahm die Heilungskosten und richtete 
ein Taggeld aus. Mit Verfügung vom 7. Dezember 2010 entschied sie gestützt auf ein Gutach-
ten von Dr. med. F.____, Neurochirurgie FMH, vom 15. November 2010, dass ab 15. Juni 2010 
keine Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Die gegen diese Verfügung vom Versicherten erho-
bene Einsprache wies die Basler nach Einholung eines weiteren medizinischen Gutachtens bei 
Dr. med. G.____, Facharzt für Innere Medizin FMH, vom 29. April 2011, mit Einspracheent-
scheid vom 6. Juli 2011 ab. In der Begründung wurde zusammenfassend festgehalten, dass die 
Leistungen zu Recht per 15. Juni 2010 eingestellt worden seien, da nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit ein natürlicher Zusammenhang zwischen den noch beklagten Beschwerden 
und dem Ereignis vom 4. Juli 2009 erwiesen sei. Zudem sei der Unfallbegriff ohnehin zu vernei-
nen. Für die weiteren Behandlungskosten sei deshalb die Krankenversicherung zuständig. Auf 
eine Rückforderung der bis Ende Oktober 2010 erbrachten Leistungen werde weiterhin verzich-
tet. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Stephan Wolf, Advokat, mit Ein-
gabe vom 7. September 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht. Darin beantragte er, der Einspracheentscheid sowie die Verfügung seien vollum-
fänglich aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auch über den 
1. November 2010 hinaus die gesetzlichen Leistungen für den erlittenen Unfall vom 4. Juli 2009 
zu erbringen; unter o/e-Kostenfolge, wobei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen 
sei. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die Beschwerdegegnerin ihre 
Leistungspflicht anerkannt habe, weshalb sie ihre Leistungen nur noch dann einstellen könne, 
wenn ihr der Nachweis gelänge, dass die Kausalität zwischen dem Unfallereignis und den nach 
wie vor bestehenden körperlichen Beschwerden weggefallen sei. Dr. F.____ vermöge seine 
Schlussfolgerung, wonach mit der Operation der Diskushernie L5/S1 links vom 10. März 2010 
die Voraussetzungen für die Wiederherstellung des Status quo ante vel sine gegeben worden 
seien und damit die Kausalität per 10. Juni 2010 weggefallen sei, nicht hinreichend zu begrün-
den. Daran könne auch das zweite Gutachten, das die Beschwerdegegnerin eingeholt habe, 
nichts ändern. Die vom Beschwerdeführer eingereichten ärztlichen Berichte von Dr. E.____ 
vom 23. Dezember 2010, und von Dr. med. H.____, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirur-
gie, vom 15. Dezember 2010, würden den Kausalzusammenhang bejahen. In Bezug auf das 
Unfallereignis brachte der Beschwerdeführer vor, dass selbst wenn beim Volleyball spielen ein 
Sturz auf den Boden möglicherweise zum Spielgeschehen gehöre, es sich doch so verhalte, 
dass ein Sturz, welcher die vom Beschwerdeführer erlittenen körperlichen Beeinträchtigungen 
zur Folge habe, klarerweise als plötzliche und nicht beabsichtigte schädigenden Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper und damit als Unfall zu 
werten sei. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 27. Oktober 2011 beantragte die Basler, vertreten durch Ad-
vokat Dr. Manfred Bayerdörfer, die Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Eingabe vom 18. Januar 2012 reichte der Beschwerdeführer sein Gesuch um unent-
geltliche Prozessführung ein. 

 
 
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1. Auf die beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die Übernahme von 
Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 4. Juli 2009 abgelehnt hat. 
 
3.1 Vorab ist auf die Rüge des Beschwerdeführers einzugehen, wonach die Beschwerde-
gegnerin die durch die Übernahme von Heilbehandlungskosten und die Leistung von Taggel-
dern einmal anerkannte Leistungspflicht nicht einfach mit der Begründung verneinen könne, es 
liege kein Unfallereignis vor. 
 
3.2 Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung zu Recht ausführt, hat der Versi-
cherer die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbehandlungskosten und Taggeldern zu-
nächst anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung "ex nunc et pro futuro" mit der Begründung ein-
zustellen, ein versichertes Ereignis sei nicht gegeben (BGE 130 V 380 ff.). Im vorliegenden Fall 
liegt eine solche Leistungseinstellung vor. Auf die Rückforderung bisher von ihr erbrachter Leis-
tungen hat die Beschwerdegegnerin verzichtet. Sie stützte sich weder auf den Rückkommensti-
tel der Wiedererwägung noch auf jenen der prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.1). Die 
Leistungseinstellung bedeutet unter diesen Umständen kein Zurückkommen auf bisher erbrach-
te Heilbehandlungskosten oder Taggelder. Verzichtet der Versicherer auf die Rückforderung 
bereits erbrachter Leistungen, ist nur die künftige Leistungseinstellung als solche Verfügungs-
gegenstand, welche ohne Bindung an früher ausgerichtete Leistungen vorgenommen werden 
kann (BGE 130 V 384 E. 2.3.1). In diesem Sinne hat das Eidgenössische Versicherungsgericht 
(EVG, heute: Schweizerisches Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen) auch hinsichtlich 
der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Gesundheitsschaden entschieden. 
Danach kann der Unfallversicherer trotz vorheriger Ausrichtung von Heilbehandlungskosten und 
Taggeldern ohne Berufung auf die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision die Adä-
quanz verneinen und die Leistungen ex nunc einstellen (Urteil des EVG vom 6. Mai 2003, 
U 6/03, E. 4.2.1). Entsprechendes hat auch in Bezug auf den Unfalltatbestand zu gelten, des-
sen eingehende Prüfung unter Umständen längere Zeit beanspruchen kann und nicht selten 
von zusätzlichen Feststellungen abhängt. 
 
4.1 Zu prüfen ist, ob das Ereignis vom 4. Juli 2009 als Unfall im Rechtssinne zu qualifizieren 
ist.  
 
4.2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. 
 
4.2.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi-
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat 

 
 
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(BGE 134 V 75 E. 2.3). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im je-
weiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (BGE 134 V 76 
E. 4.1, 129 V 402 E. 2.1, 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit Hinweisen). Nach der Recht-
sprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des 
äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhn-
lichkeit ist, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich 
gezogen hat. Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelt-
einwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein be-
gründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 80 E. 4.3.1). 
 
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in 
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, 
dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aus-
senwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "pro-
grammwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnli-
che äussere Faktor zu bejahen; der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aus-
senwelt – ist wegen der Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 
130 V 118 E. 2.1; Kranken- und Unfallversicherung, Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4c). Der äussere Faktor ist zentrales Begriffscharakteristikum 
eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – 
inneren Ursache (BGE 134 V 72 E. 4.1 und 4.3.2.1). Bei Schädigungen, die sich auf das Kör-
perinnere beschränken, unterliegt der Nachweis eines Unfalls indessen strengen Anforderun-
gen, weil die unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen 
gesetzt werden muss; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich 
wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein 
krankheitsbedingter Ursachen besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2010, 
8C_189/2010, E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 99 V 136 E. 1).  
 
4.2.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit 
ohne besonderes Vorkommnis daher auch bei einer Sportverletzung zu verneinen (BGE 130 V 
118 E. 2.2 mit Hinweisen). Ein Unfall im Rechtssinne ist lediglich dann anzunehmen, wenn die 
sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV 2004 Nr. U 502 S. 185 E. 4.4). Wenn 
sich hingegen das einer sportlichen Übung inhärente Risiko einer Verletzung verwirklicht, liegt 
kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist auch dann zu verneinen, wenn die Übung 
zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung aber noch in die gewöhnliche Bandbreite der 
Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juli 2011, 
8C_186/2011, E. 5). Verläuft die Bewegung unkoordiniert, liegt der ungewöhnliche äussere 
Faktor darin, dass die körperliche Bewegung durch etwas Programmwidriges gestört wird, was 
beispielsweise dann zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem Ge-
genstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhal-
tung ausführt oder auszuführen versucht. Ein Unfall setzt insbesondere bei Sportverletzungen 
begrifflich voraus, dass das exogene Element – immer bezogen auf die gewöhnliche Bandbreite 
des Bewegungsmusters des betreffenden Sports (Urteil des Bundesgerichts 8C_189/2010 vom 
9. Juli 2010, E. 5.1) – derart ungewöhnlich ist, dass eine endogene Verursachung der erlittenen 
Körperschädigung ausser Betracht fällt (vgl. BGE 134 V 76 f. E. 4.1). 

 
 
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4.3.1 Die versicherte Person hat die Umstände des als Unfall gemeldeten Ereignisses glaub-
haft zu machen. Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben zum Geschehens-
ablauf können die Verneinung der Leistungspflicht der Unfallversicherung zur Folge haben. Im 
Streitfall hat das Sozialversicherungsgericht zu entscheiden, ob die einzelnen Merkmale des 
Unfallbegriffs, insbesondere die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, gegeben sind. Hiezu 
hat es im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes die notwendigen Beweise zu erheben (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Spricht der rechtserhebliche Sachverhalt nicht wenigstens mit Wahrschein-
lichkeit für das Vorliegen der einzelnen Begriffsmerkmale – die blosse Möglichkeit genügt 
nicht –, ist ein Unfall im Rechtssinne zu verneinen (Urteil des EVG vom 23. November 2006, 
U 258/04, E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen).  
 
4.3.2 Zu ergänzen ist, dass der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfül-
lenden Ereignisses sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen lässt. Diesen 
kommt im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmässigen 
Geschehens in der Regel nur die Bedeutung von Indizien zu. Dabei ist zu beachten, dass sich 
der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches Er-
eignis oder Trauma im medizinischen Sinne kann neben dem eigentlichen Unfall im Rechtssin-
ne auch Ereignisse umfassen, denen der Charakter der Ungewöhnlichkeit und/oder der Plötz-
lichkeit abgeht (Urteil des EVG vom 10. Mai 2004, U 199/03, E. 1). 
 
4.4.1 Im Zusammenhang mit dem Erfordernis der Programmwidrigkeit bei Sportverletzungen 
sei auf folgende Präjudizien verwiesen:  
 
4.4.2 Bejaht wurde das Vorliegen eines Unfalls bei einem Fussballer, dessen Knie verdreht 
wurde, als ihm ein Gegenspieler in die Beine grätschte. Durch diesen Angriff – einen in der Aus-
senwelt begründeten Umstand – sei der Bewegungsablauf des Verletzten "programmwidrig" 
gestört worden. Es sei von einer unvorhersehbaren, unkoordinierten Bewegung auszugehen 
und insofern das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors zu bejahen. Nicht ent-
scheidend sei, ob eine Massregelung des beteiligten Gegenspielers erfolgt sei (RKUV 1993 Nr. 
U 165 S. 58). Verneint wurde die Ungewöhnlichkeit hingegen bei einer Verletzung, die sich eine 
Fussballspielerin anlässlich eines Zweikampfes zugezogen hatte. Das Bundesgericht führte 
aus, dass ein Zweikampf bei einem Fussballspiel nicht ungewöhnlich sei, wenn sich dabei nicht 
noch etwas Besonderes ereigne. Eine falsche Bewegung allein genüge nicht (Urteil des Bun-
desgerichts vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 6.3). 
 
4.4.3 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors wurde ferner bei einem Skifahrer 
bejaht, der im buckligen Gelände auf einer vereisten Stelle ausglitt, danach – ohne zu stürzen – 
unkontrolliert einen Buckel anfuhr, abgehoben wurde und bei verdrehter Oberkörperhaltung auf 
den Boden aufschlug (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 420 ff.). Als Programmwidrigkeit wurden in je-
nem Urteil das Ausgleiten auf der vereisten Stelle, das sich daraus ergebende unkontrollierte 
Anfahren eines Buckels und das harte Aufschlagen gesehen (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 424 f. 
E. 4). 
 
4.4.4 Bei einer Lehrerin, die in einer Turnstunde eine Rolle vorwärts ausführte und in der Fol-
ge behandlungsbedürftige Beschwerden im Nackenbereich verspürte, verneinten alle Instanzen 

 
 
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das Vorliegen eines Unfalles im Rechtssinne; letztinstanzlich wurde zudem eine unfallähnliche 
Körperschädigung verneint (Urteil des EVG vom 28. Juni 2002, U 98/01).  
 
4.4.5 Ein auf einem Ausbildungs-Kunstflug beim Wechsel der Fluglage erlittenes Beschleuni-
gungstrauma durch plötzliche Druckveränderung erfüllt den Unfallbegriff mangels Ungewöhn-
lichkeit des äusseren Faktors nicht (Urteil des EVG vom 28. Juni 2002, U 370/01, E. 2b). 
 
4.4.6 Im Urteil des EVG vom 10. Januar 2003, U 385/01, war der Fall eines Versicherten zu 
beurteilen, welcher beim Jiu-Jitsu Training eine Halswirbeldistorsion erlitten hatte. Der Versi-
cherte gab an, er sei beim Bodenkampf unter seinen Trainingspartner geraten und habe ver-
sucht, diesen nach oben zu drücken, um sich von ihm zu lösen. Durch diese Bewegung sei 
grosser Druck auf sein Genick entstanden, sodass der Kopf nach vorne eingeknickt sei, was zur 
Stauchung und Quetschung der Halswirbelsäule geführt habe. Die Vorinstanz und das EVG 
kamen zum Schluss, das vom Versicherten ausgeübte Drücken nach oben stelle keine unkoor-
dinierte Bewegung dar, weil der äussere Bewegungsablauf nicht durch etwas Programmwidri-
ges gestört worden sei, woraus eine unphysiologische Beanspruchung einzelner Körperteile 
hätte resultieren können. Die Ungewöhnlichkeit wurde weiter verneint bei der Sportlehrerin, die 
bei einer Rückwärtsrolle beim Jiu-Jitsu Training anstatt über die Schulter über das Genick ab-
rollte und sich dabei an der Halswirbelsäule verletzte. Das Bundesgericht führte dazu aus, dass 
zur Annahme des Begriffsmerkmals der Ungewöhnlichkeit ein schadensspezifisches Zusatzge-
schehen erstellt sein müsse, da es sich um eine Körperschädigung handle, die sich auf das 
Körperinnere beschränke. Kein in der Aussenwelt begründeter Umstand habe den natürlichen 
Ablauf der Körperbewegung programmwidrig gestört und habe dazu geführt, dass die Übung 
nicht so abgelaufen sei, wie geplant. Wenn die Beschwerdeführerin nicht über die Schulter, 
sondern über das Genick abrolle, so falle dies vielmehr in die gewöhnliche Bandbreite des Be-
wegungsmusters dieses Sports (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2010, 8C_189/2010, E. 
5.1). 
 
4.4.7 Verneint wurde das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors im Sinne einer den 
normalen, üblichen Bewegungsablauf störenden Programmwidrigkeit ("unkoordinierte Bewe-
gung") bei einer Versicherten, die ohne besondere Vorkommnisse einen Rückwärtspurzelbaum 
ausgeführt und sich dabei im Nacken-/Schulterbereich verletzt hatte (Urteil des EVG vom 7. 
Oktober 2003, U 322/02, E. 4.2 und 4.4). 
 
4.4.8 Das Kantonsgericht verneinte sodann im Urteil vom 6. Dezember 2006 (725 06 165/242) 
das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors bei einem Handballspieler, der sich bei 
einem angetäuschten Sprung ohne Einwirkung eines anderen Spielers am Knie verletzt hatte. 
Der mithin abrupt angetäuschte Sprungwurf selbst sei gewollt gewesen und habe sich im Rah-
men dessen bewegt, was unter den konkreten Umständen zwar als anstrengend, indessen aber 
auch als bei dieser Sportart alltäglich und üblich zu bezeichnen sei (KGSV vom 6. Dezember 
2006, 725 06 165/242, E. 6). 
 
5.1 In der Bagatellunfallmeldung vom 17. Juli 2009 liess der Beschwerdeführer zum Unfall-
hergang ausführen, dass er sich während seinen Ferien in Spanien am 4. Juli 2009 beim Vol-
leyball spielen am Strand im Rücken-/Lendenwirbelbereich verletzt habe. Es habe bei einem 
Smash einen heftigen Zwick in den unteren Rücken-/Lendenwirbelbereich gegeben. Er habe 

 
 
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sich nicht mehr bewegen können und sei dann von einem Physiotherapeuten leicht massiert 
worden. Am 4. August 2009 hielt der Beschwerdeführer auf Anfrage der Beschwerdegegnerin 
zum Unfallhergang fest, dass er beim Beachvolleyball spielen Anlauf zu einem Schmetterball 
geholt habe. Da der Anlauf parallel zum Netz verlaufen sei und er sich in der Luft habe drehen 
müssen, sei er bei der Landung in Rücklage geraten und sei auf sein Hinterteil gefallen. Ob sich 
der Bandscheibenvorfall beim Smash selbst oder bei der Landung zugetragen habe, könne er 
nicht genau sagen. Er habe sich in jeden Fall danach nicht mehr bewegen können. Das sei 
schade gewesen, denn sie hätten im 5. Satz mit 13:8 vorne gelegen. Aufgrund einer Bespre-
chung mit dem Beschwerdeführer am 23. Februar 2010 protokollierte die Sachbearbeiterin der 
Beschwerdegegnerin Folgendes: Der Beschwerdeführer habe Beachvolleyball gespielt. Bei 
einem Smash habe er sich nach hinten bewegen müssen, um den Ball noch erreichen zu kön-
nen. Er sei dann hingefallen und auf dem Po-/Rückenbereich gelandet. Danach sei er liegen 
geblieben und die anderen Mitspieler seien gekommen, um ihm zu helfen. Es sei aber nicht 
gegangen. Er habe sich auf den Bauch drehen und auf die Knie bewegen müssen, um so mit 
Hilfe aufstehen zu können. 
 
5.2 Da der Beschwerdeführer über eine Gesundheitsschädigung klagt, die sich auf das Kör-
perinnere beschränkt, müsste nach der dargelegten Rechtsprechung zur Annahme des erfor-
derlichen Begriffsmerkmals der Ungewöhnlichkeit ein Zusatzgeschehen erstellt sein. An einem 
solchen besonderen Ereignis fehlt es indessen. Gestützt auf die Schilderungen des Beschwer-
deführers steht fest, dass der Schmetterball in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmus-
ter der Sportart Beachvolleyball fällt. Dabei ist es nicht aussergewöhnlich, dass die Spieler ihren 
Oberkörper stark verdrehen müssen, um Schwung zu holen und nach dem Schmetterball rück-
wärts auf dem Hinterteil im Sand landen. Kein in der Aussenwelt begründeter Umstand hat den 
natürlichen Ablauf der Körperbewegung beim Smash gestört. Die angeführten Präjudizien zei-
gen, dass bei sportlichen Tätigkeiten ein Unfall im Rechtssinne dann anzunehmen ist, wenn die 
sportliche Übung anders verläuft als geplant. Wenn sich hingegen das in einer sportlichen 
Übung inhärente Risiko einer Verletzung verwirklicht, liegt kein Unfallereignis vor. Ein solches 
ist auch dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung 
sich aber noch in der Spannweite des Üblichen bewegt. Eine relevante Programmwidrigkeit 
läge im Falle des Beschwerdeführers dann vor, wenn er zum Beispiel einen Zusammenstoss 
mit einem Mitspieler gehabt hätte oder bei der Landung über ein Hindernis im Sand gestolpert 
wäre. Ein derartiges Vorkommnis wäre mit dem Verlust der Skiführung auf vereister Unterlage 
vergleichbar, welche im Falle des Skifahrers zur Bejahung des Merkmals des ungewöhnlichen 
äusseren Faktors führte (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 420 ff.). Wäre ein sinnfälliges Ereignis vorge-
fallen, ist indes mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer dieses 
auf der Unfallmeldung oder zumindest auf dem ergänzenden Fragebogen erwähnt hätte. 
 
5.3 Zum vergleichbaren Fall eines Versicherten, der ohne besondere Vorkommnisse beim 
Volleyball spielen nach einem geschlagenen Schmetterball, bei dem er in gestreckte Rückenla-
ge geriet, einen Zwick im Rücken und danach starke Kreuzschmerzen verspürte, führte das 
EVG aus, im Volleyballspiel sei es durchaus üblich, dass ein Zuspiel ungenau erfolge oder aber 
der Absprung des Spielers nicht optimal auf ein Zuspiel abgestimmt sei. In diesen Fällen wie 
auch bei Angriffen des Gegners müssten Bälle regelmässig mit aussergewöhnlichen Körperbe-
wegungen oder im Fallen geholt werden. Entsprechende Bewegungsabläufe würden denn auch 
trainiert. Ballannahmen in überstreckter Rückenlage (Hohlkreuz) mit anschliessender Landung 

 
 
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in dieser spezifischen Körperlage würden beim Volleyball häufig vorkommen. Solche Bewegun-
gen würden in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster dieses Sports fallen, und 
zwar unabhängig von der Leistungsfähigkeit des betroffenen Spielers. Dass er am Ende der 
Landung auf die Knie gefallen sei, stelle nichts "Programmwidriges" dar (Urteil des EVG vom 
10. Mai 2004, U 199/03, E. 4.2). 
 
6. Beim ausgeführten Schmetterball handelt es sich nicht um eine "programmwidrige", un-
koordinierte Bewegung, welche das Unfallmerkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors er-
füllt. Das Ereignis vom 4. Juli 2009 stellt daher keinen Unfall im Rechtssinne dar. Im Weiteren 
muss auch das Vorliegen einer der in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV) vom 20. Dezember 1982 abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädigun-
gen verneint werden, da beim Beschwerdeführer keine entsprechende Verletzung diagnostiziert 
wurde. Da kein Unfall im Rechtssinne vorliegt und auch keine unfallähnliche Körperschädigung, 
die eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin begründen würde, kann auf die Prüfung der 
zwischen den Parteien umstrittenen Frage, ob zwischen dem Ereignis und den eingetretenen 
Beschwerden im Zeitpunkt der Leistungseinstellung ein natürlicher und ein adäquater Kausal-
zusammenhang noch bestanden hat, verzichtet werden. Die Beschwerdegegnerin lehnte ihre 
Leistungspflicht zu Recht ab. Die Beschwerde ist abzuweisen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess 
vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vor-
liegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens – 
der Beschwerdeführer ist mit seinen Rechtsbegehren unterlegen – steht ihm gemäss Art. 61 
lit. g ATSG keine Parteientschädigung zu. Mit Beschwerde vom 7. September 2011 ersuchte er 
um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung. Gemäss § 22 Abs. 1 und 2 des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 wird 
der Beschwerde führenden Person, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht of-
fensichtlich als aussichtslos erscheint, von der Bezahlung der Verfahrenskosten und der Kosten 
der Beweismassnahmen befreit. Unter den gleichen Voraussetzungen wird einer Partei der kos-
tenlose Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin gewährt, sofern dies zur Wahrung ihrer Rech-
te notwendig erscheint. Die Beschwerde kann nicht offensichtlich als aussichtslos bezeichnet 
werden. Aufgrund der Komplexität der sich stellenden Fragen durfte zudem ein Anwalt beige-
zogen werden. Es bleibt somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführer prozessual bedürftig ist. 
Eine Person ist bedürftig, wenn sie nicht in der Lage ist, für die Prozesskosten aufzukommen, 
ohne dass sie die Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung des Grundbedarfs für sie und 
ihre Familie notwendig sind (BGE 127 I 205 f. E. 3b, 124 I 2 f. E. 2a, je mit Hinweisen). Für den 
Entscheid über die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ist grundsätzlich die gesamte 
wirtschaftliche Situation im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuches massgebend (BGE 120 Ia 
181 E. 3a). Mit Eingabe vom 18. Januar 2012 reichte der Beschwerdeführer das Gesuchsfor-
mular sowie die entsprechenden Belege dazu ein. Nach Durchführung der Bedarfsrechnung 
ergibt sich ein monatlicher Überschuss von Fr. 245.--. Praxisgemäss hat sich der Beschwerde-
führer im dreifachen Betrag dieses Überschusses an den Anwaltskosten zu beteiligen, was in 
Anbetracht der vorliegenden Angaben einen Selbstbehalt in der Höhe von Fr. 735.-- ergibt. Dies 
bedeutet für das vorliegende Verfahren, dass die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat 
Stephan Wolf teilweise zu bewilligen ist und er für seine Bemühungen, soweit sie den vom Be-
schwerdeführer zu tragenden Selbstbehalt von Fr. 735.-- übersteigen, aus der Gerichtskasse zu 

 
 
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entschädigen ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 180.-- pro 
Stunde. Der Rechtsvertreter hat in seiner Honorarnote vom 18. Januar 2012 für das vorliegende 
Verfahren einen Zeitaufwand von 7 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig in An-
betracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Nicht zu 
beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen von Fr. 26.--. In Berücksichtigung des 
vom Beschwerdeführer zu tragenden Selbstbehaltes in der Höhe von Fr. 735.-- ist dem Rechts-
vertreter deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 551.-- (7 Stunden à Fr. 180.-- zuzüglich Aus-
lagen von Fr. 26.-- abzüglich des Selbstbehaltes von Fr. 735.--) aus der Gerichtskasse auszu-
richten. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge teilweiser Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird 
dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 551.-- (inkl. Auslagen) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht