# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3416713e-72cc-5f63-b8a0-16eda55f0e62
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.06.2018 RB180019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RB180019_2018-06-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RB180019-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 15. Juni 2018 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Beklagter 3 und Beschwerdeführer 

 
gegen 

 
1. B._____, lic. iur.,  
Klägerin und Beschwerdegegnerin 

 
2. C._____,  
3. D._____,  
Beklagte 1 und 2 und Beschwerdegegner 

1 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ 

betreffend Erbteilung  
 
Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksgerichtes Winterthur vom 
20. April 2018 (CP080004-K) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. a) Die Parteien sind die Erben des am tt.mm.2007 verstorbenen 

E._____. Mit Urteil vom 22. Dezember 2017 schloss die Vorinstanz das seit dem 

Jahr 2008 bei ihr hängige Erbteilungsverfahren ab (Urk. 677; rechtskräftig). Dabei 

wurde für das zum Nachlass gehörende Grundstück "F._____", G._____ ZH, die 

öffentliche Versteigerung angeordnet, diesbezügliche Vollstreckungsanordnungen 

getroffen und die Verteilung des Nettoerlöses geregelt (Urk. 677 Dispositiv-Ziffern 

32-38). Nach Mitteilung des mit der Versteigerung beauftragten Gemeindeam-

mannamtes …-G._____, wonach das Grundstück in den Anwendungsbereich des 

BGBB falle und daher eine freiwillige Versteigerung ausgeschlossen sei, stellte 

die Vorinstanz mit Beschluss vom 20. April 2018 (Urk. 743 = Urk. 751) fest, dass 

die im Urteil vom 22. Dezember 2017 angeordnete öffentliche Versteigerung 

rechtlich nicht durchführbar und daher die in den Dispositiv-Ziffern 32-38 jenes Ur-

teils getroffenen Vollstreckungsanordnungen unbeachtlich seien (Disp.-Ziff. 1), 

dass die Anteile der Parteien an diesem Grundstück (Bewirtschaftungsgewinne 

oder Verwertungserlös) nach wie vor Gültigkeit hätten (Disp.-Ziff. 2) und dass den 

Parteien die Frist zur Einreichung eines Revisionsgesuchs ab Zustellung dieses 

Beschlusses laufe (Disp.-Ziff. 3); schliesslich wurden Regelungen für den Fall der 

Nichteinreichung eines Revisionsgesuchs etc. getroffen (Disp.-Ziff. 3 bis 5).  

b) Hiergegen hat der Beschwerdeführer am 28. Mai 2018 fristgerecht (vgl. 

Urk. 744) Beschwerde erhoben und stellt die Beschwerdeanträge (Urk. 750 S. 2): 

"1. Der angefochtene Beschluss sei aufzuheben; 
 2. das Bezirksgericht Winterthur sei anzuweisen, hinsichtlich des Grund-

stücks "F._____" Kat.-Nr. 1, G._____ das teilnichtige Urteil vom 22. De-
zember 2017 (Disp.-Ziff. 32 bis 38) von Amtes wegen neu zu fällen; 

 3. das Gericht sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer seinen Anteil an 
den Kosten des Gutachtens H._____ im Umfang von CHF 3'070.62 zu-
lasten der Staatskasse zurückzuerstatten; 

 4. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Staatskasse." 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf weitere Prozess-

handlungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

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2. Mit der Beschwerde kann ein Entscheid eines erstinstanzlichen Ge-

richts angefochten werden (Art. 319 lit. a und lit. b ZPO). Angefochten werden 

kann dabei nur der Entscheid selber, d.h. das Dispositiv. Was von der Vorinstanz 

nicht entschieden wurde, kann – Rechtsverzögerung bzw. -verweigerung vorbe-

halten (Art. 319 lit. c ZPO) – nicht angefochten werden. Mit seinem Beschwerde-

antrag 3 verlangt der Beschwerdeführer die Rückerstattung seines Anteils an den 

Kosten des Gutachtens H._____. Über eine Rückerstattung von Kosten eines 

Gutachtens hat die Vorinstanz im angefochtenen Beschluss jedoch gar nicht ent-

schieden (und hätte auch nicht darüber entscheiden sollen, ja nicht einmal kön-

nen, da die Vorinstanz die Kostenverlegung gemäss dem Urteil vom 22. Dezem-

ber 2017 nicht von sich aus abändern kann; dazu noch unten Erwägung 3.d). 

Entsprechend ist diesbezüglich keine Anfechtung möglich und auf die Beschwer-

de in diesem Punkt nicht einzutreten.  

3 a) Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, Abklärungen nach der 

Mitteilung des Gemeindeammannamtes …-G._____ hätten ergeben, dass das 

Grundstück "F._____" wegen teilweise landwirtschaftlicher Nutzung tatsächlich 

unter den sachlichen Anwendungsbereich des BGBB falle. Eine vom Erbteilungs-

richter angeordnete Versteigerung stelle keine gemäss Art. 67 BGBB zulässige 

Zwangsversteigerung dar, sondern eine öffentliche Versteigerung falle unter das 

Verbot der freiwilligen Versteigerung gemäss Art. 69 BGBB mit der Folge der 

Nichtigkeit (Art. 70 BGBB; zulässig wäre eine Versteigerung unter den Erben). 

Damit erweise sich die im Urteil vom 22. Dezember 2017 angeordnete öffentliche 

Versteigerung als rechtlich nicht durchführbar und prozessual unzureichend, wes-

halb die diesbezüglichen Vollstreckungsanordnungen unbeachtlich seien. Nach 

wie vor Gültigkeit hätten dagegen die in Dispositiv-Ziffer 37 festgesetzten Anteile 

der Parteien. Die Gegebenheiten betreffend das Grundstück "F._____" würden 

als unechte Noven erscheinen, womit die Parteien diesbezüglich eine Revision 

des Urteils vom 22. Dezember 2017 verlangen könnten. Wenn kein Erbe ein Re-

visionsgesuch einreiche, sei anzunehmen, dass in Bezug auf dieses Grundstück 

auf eine Erbteilung verzichtet und die Erbengemeinschaft mit den festgesetzten 

Anteilen fortgesetzt werde. Die Erbenvertretung durch das Notariat I._____ sei bis 

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zum ungenutzten Ablauf der Revisionsfrist bzw. bis zu einer anderen Anordnung 

in einem allfälligen Revisionsverfahren fortzusetzen (Urk. 751 S. 2-5). 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Dabei bedeutet Geltendmachung, dass in der Beschwerde konk-

ret dargelegt werden muss, was genau am angefochtenen Entscheid unrichtig 

sein soll; was nicht in dieser Weise beanstandet wird, braucht von der Beschwer-

deinstanz nicht überprüft zu werden und hat insofern grundsätzlich Bestand. 

c) Der Beschwerdeführer macht zu seinen Beschwerdeanträgen 1 und 2 

als Begründung im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz hätte die Qualität des 

Grundstücks und seine daraus folgende Unterstellung unter das BGBB als allge-

mein bekannt kennen müssen, ebenso die daraus folgenden Konsequenzen. Das 

Urteil vom 22. Dezember 2017 verstosse diesbezüglich in krasser Weise gegen 

geltendes Recht, weshalb von einer Teilnichtigkeit jenes Urteils auszugehen sei. 

Die Vorinstanz sei daher verpflichtet, von Amtes wegen ein ergänzendes Teilurteil 

zum Grundstück "F._____" zu fällen; es könne nicht von den Parteien verlangt 

werden, ein Revisionsgesuch einzureichen (Urk. 750 S. 2-5). 

d) Dass das Grundstück "F._____" in den Anwendungsbereich des BGBB 

fällt, beruht auf der Tatsache, dass es sich bei diesem um ein solches mit teilwei-

se landwirtschaftlicher Nutzung handelt. Tatsachen sind dem Gericht grundsätz-

lich von den Parteien vorzutragen (Art. 55 Abs. 1 ZPO). Dass die Vorinstanz diese 

Tatsache von sich aus hätte kennen sollen, dürfte daher wohl zu verneinen sein 

(erst bei Kenntnis dieser Tatsache wäre dann die Unterstellung unter das BGBB 

i.S.v. Art. 2 Abs. 2 lit. d und Art. 2 Abs. 3 BGBB als Rechtsfolge von Amtes wegen 

zu beachten gewesen; Art. 57 ZPO), kann jedoch letztlich mangels Relevanz für 

den vorliegenden Entscheid offen bleiben. 

Nicht bestritten ist die vorinstanzliche Erwägung, dass eine öffentliche Ver-

steigerung des Grundstücks "F._____" unter das Verbot der freiwilligen Versteige-

rung gemäss Art. 69 BGBB falle und die Durchführung einer solchen Versteige-

rung gemäss Art. 70 BGBB nichtig wäre, weshalb die im Urteil vom 22. Dezember 

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2017 angeordnete öffentliche Versteigerung dieses Grundstücks rechtlich nicht 

durchführbar sei. Das Urteil der Vorinstanz vom 22. Dezember 2017 kann nun 

aber nicht mehr von der Vorinstanz (von sich aus) abgeändert oder korrigiert wer-

den; eine Korrektur kann nur noch auf dem Rechtsmittelweg geschehen. Nach-

dem anerkannt ist (Urk. 750 S. 2), dass die Frist zur Einreichung einer Berufung 

unbenutzt abgelaufen und das Urteil daher in Rechtskraft erwachsen ist (und 

auch kein Fall einer Erläuterung oder Berichtigung vorliegt; vgl. Art. 334 ZPO), 

bleibt als von der ZPO vorgesehenes Rechtsmittel einzig die Revision. Ein ent-

sprechendes Revisionsgesuch ist von den Parteien einzureichen (Art. 328 Abs. 1 

ZPO); die Vorinstanz darf nicht von sich aus das Urteil revidieren. 

e) Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie 

einzutreten ist (oben Erw. 2). 

4. a) Für den Streitwert des Beschwerdeverfahrens ist auszugehen 

vom Wert des Grundstücks "F._____" von Fr. 33'000.-- (Urk. 677 S. 272). Die 

zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 in Ver-

bindung mit § 12 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 1'000.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Beschwerdeführer zufolge seines Unterliegens, den Beschwerde-

gegnern mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerde-

führer auferlegt. 

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4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegner je unter 

Beilage eines Doppels von Urk. 750, an den Beschwerdegegner 3 durch 

Publikation im Amtsblatt des Kantons Zürich und Beilage einer Kopie von 

Urk. 750 in die Akten, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 33'000.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 15. Juni 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. L. Hunziker Schnider 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: 
am 
 

	Urteil vom 15. Juni 2018
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegner je unter Beilage eines Doppels von Urk. 750, an den Beschwerdegegner 3 durch Publikation im Amtsblatt des Kantons Zürich und Beilage einer Kopie von Urk. 750 in die Akten, und an die ...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...