# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22cbfcbe-7cf3-5022-9252-3b81fd36c13d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.11.2011 D-6280/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6280-2011_2011-11-25.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­6280/2011

U r t e i l   v om   2 5 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Robert Galliker,
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;  
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

Parteien A._______, geboren (…), 
alias B._______, geboren (…), 
alias C._______, geboren (…),
und dessen Sohn
D._______, geboren (…), 
alias E._______, geboren (…),
Iran, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin­Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 7. November 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge  ihren Heimatstaat 
am  6. Juli  2011  verliessen  und  am  13. August  2011  in  die  Schweiz 
gelangten,

dass  sie  am  29. August  2011  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ) F._______ um Asyl in der Schweiz nachsuchten,

dass  das  BFM  aufgrund  einer  Abfrage  der  EURODAC­Datenbank 
feststellte, dass der Beschwerdeführer  (Vater) am 5. August 2011 durch 
die lettischen Behörden daktyloskopisch erfasst worden ist, 

dass  am  26. September  2011  im  EVZ  F._______  die  summarische 
Befragung des Beschwerdeführers (Vater) stattfand, wobei dieser angab, 
er habe in Lettland ein Asylgesuch gestellt, welches gutgeheissen worden 
sei,

dass  ihm  anlässlich  der  Befragung  auch  das  rechtliche Gehör  zu  einer 
mutmasslichen  Zuständigkeit  Lettlands  für  das  Asylverfahren  sowie  zu 
einer allfälligen Wegweisung dorthin gewährt wurde,

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich ausführte, eine Rückkehr nach 
Lettland würde sein Leben gefährden, weil iranische Agenten einen Killer 
auf  ihn  angesetzt  hätten  und  Lettland  ihm  keinen  Schutz  gewähren 
könne,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  7. November  2011  –  eröffnet  am 
11. November  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche 
nicht eintrat und die Wegweisung nach Lettland anordnete, 

dass  das  Bundesamt  die  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte,  die 
Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu 
verlassen,  den  Kanton  G._______  mit  dem  Vollzug  der 
Wegweisungsverfügung  beauftragte,  festhielt,  eine  Beschwerde  gegen 
diese  Verfügung  habe  keine  aufschiebende  Wirkung,  und  ihnen  die 
editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der 
festgestellte EURODAC­Treffer weise  nach,  dass  die Beschwerdeführer 
am 5. August 2011 in Lettland Asylgesuche eingereicht hätten,

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dass  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen 
[DAA,  SR 0.142.392.68])  und  auf  das  Übereinkommen  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft, 
der Republik Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, 
Anwendung  und  Entwicklung  des  Schengen­Besitzstands  und  über  die 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die 
Prüfung  eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten 
Asylantrags Lettland  für  die Durchführung des Asylverfahrens  zuständig 
sei,

dass  die  lettischen  Behörden  vom  BFM  am  27. Oktober  2011  um 
Übernahme der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Bst. c der 
Verordnung  [EG]  Nr.  343/3003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur 
Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist, den 
ein  Staatsangehöriger  eines  Drittstaates  in  einem  Mitgliedstaat  gestellt 
hat  (Dublin­II­Verordnung;  nachfolgend:  Dublin­II­VO)  ersucht  worden 
seien,

dass die lettischen Behörden dem Übernahmeersuchen am 2. November 
2011  zugestimmt  hätten,  womit  die  Zuständigkeit  für  die  Durchführung 
des Asyl­ und Wegweisungsverfahrens bei Lettland liege,

dass die Überstellung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder 
Verlängerung – bis spätestens am 2. Mai 2012 zu erfolgen habe,

dass  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  (Vater)  anlässlich  der 
Gewährung des  rechtlichen Gehörs zu einer Wegweisung nach Lettland 
kein Hindernis für eine Wegweisung dorthin darstellten,

dass somit auf die   Asylgesuche nicht einzutreten und die Wegweisung 
aus der Schweiz die Regelfolge des Nichteintretens auf  ein Asylgesuch 
sowie der Vollzug der Wegweisung nach Lettland zulässig, zumutbar und 
möglich sei,

dass  die  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  16. November  2011 
(Poststempel: 17. November 2011) gegen diesen Entscheid Beschwerde 

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erhoben,  wobei  sie  diese  fälschlicherweise  an  das  Bundesamt 
adressierten,

dass  das  BFM  die  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
weiterleitete  (Eingang  beim  Bundesverwaltungsgericht:  18. November 
2011),

dass die Beschwerdeführer beantragten, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben  und  die  Vorinstanz  sei  anzuweisen,  ihr  Recht  zum 
Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für  vorliegendes  Asylverfahren 
zuständig zu erklären,

dass  im  Sinne  vorsorglicher  Massnahmen  der  Beschwerde  die 
aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen  und  die  Vollzugsbehörden 
anzuweisen  seien,  von  einer  Überstellung  nach  Griechenland  (recte: 
Lettland)  abzusehen,  bis  das  Bundesverwaltungsgericht  über  den 
Suspensiveffekt der eingereichten Beschwerde entschieden habe,

dass  den  Beschwerdeführern  die  unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne 
von  Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über 
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu bewilligen und auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei,

dass  auf  die  Begründung  dieser  Begehren  –  soweit 
entscheidwesentlich –  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  23. November  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass  eine  solche  Ausnahme  nicht  vorliegt,  weshalb  das 
Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  die  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass die Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben sowie dem damit 
übereinstimmenden Ergebnis der EURODAC­Anfrage am 5. August 2011 
in  Lettland  Asylgesuche  einreichten  und  dabei  daktyloskopisch  erfasst 
wurden,

dass  das  BFM  am  27. Oktober  2011  ein  Ersuchen  um  Übernahme  an 
Lettland gestellt hat,

dass Lettland der Rückübernahme der Beschwerdeführer mit Schreiben 
vom  2. November  2011  gestützt  auf  Art. 16  Abs. 1  Bst. c  Dublin­II­VO 
zustimmte,

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dass  die  Beschwerdeführer  somit  ohne  weiteres  in  einen  Drittstaat 
(vorliegend  Lettland)  ausreisen  können,  welcher  für  die  Prüfung  ihrer 
Asylanträge staatsvertraglich zuständig ist,

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Lettlands  in der Beschwerde nicht 
bestritten,  von  den Beschwerdeführern  hingegen  geltend  gemacht wird, 
aufgrund des Wirkungskreises  von  iranischen Agenten  seien  sie  dort  in 
Gefahr,

dass  bereits  in  der  angefochtenen  Verfügung  zutreffend  darauf 
hingewiesen  wurde,  die  Beschwerdeführer  könnten  im  Falle  von 
Problemen  mit  Drittpersonen  die  lettischen  Behörden  um  Schutz 
ersuchen,

dass anzufügen ist, dass der Beschwerdeführer (Vater) im Übrigen weder 
eine konkrete Bedrohungssituation schilderte, noch darlegte, er habe sich 
bereits an die lettischen Behörden gewandt, ohne Schutz zu erhalten,

dass  die  weiteren  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  allgemeiner 
Natur sind und keinen Bezug zum konkreten Fall aufweisen, weshalb sich 
Erwägungen dazu erübrigen,

dass  lediglich  der  Vollständigkeit  halber  festzuhalten  ist,  dass  Lettland 
unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 
Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30),  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  und  des  Übereinkommens  vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere grausame, unmenschliche 
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

dass  Lettland  als  nach  Art. 3  Abs. 1  Dublin­II­VO  zuständiger  Staat 
zudem gehalten  ist, unter anderem die Richtlinie 2005/85/EG des Rates 
vom  1. Dezember  2005  über  Mindestnormen  für  Verfahren  in  den 
Mitgliedstaaten  zur  Zuerkennung  und  Aberkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft  (sog.  Verfahrensrichtlinie)  und  die  Richtlinie 
2003/9/EG  des  Rates  vom  27. Januar  2003  zur  Festlegung  von 
Mindestnormen  für  die  Aufnahme  von Asylbewerbern  in Mitgliedstaaten 
(sog. Aufnahmerichtlinie) anzuwenden respektive umzusetzen,

dass die Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge von den lettischen 
Behörden  als  Flüchtlinge  anerkannt  wurden,  weshalb  sich  die 
Befürchtung, sie würden ohne Zugang zu einem fairen Asylverfahren und 

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ohne  Überprüfung  ihrer  Asylgründe  in  den  Herkunftsstaat 
zurückgeschafft, von vornherein als haltlos erweist,

dass  nach  dem Gesagten  auch  kein  Anlass  besteht,  die  Asylakten  aus 
Ungarn (recte: Lettland) einzuholen,

dass  somit  ohne weiteren Begründungsaufwand  davon  auszugehen  ist, 
das BFM habe keine Veranlassung zu einem Selbsteintritt gehabt,

dass  das  vorliegende  Urteil  in  Übereinstimmung  mit  der  Praxis  des 
Bundesverwaltungsgerichts  zum  Wegweisungsvollzug  nach  Lettland 
ergeht (vgl. BVGE 2010/45),

dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführer nicht eingetreten ist,

dass die Anordnung der Wegweisung nach Lettland der Systematik des 
Dublin­Verfahrens  entspricht  und  nach  dem Nichteintretensentscheid  im 
Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG steht,

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches 
zuständigen  Staat  handelt  –  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für 
Ersatzmassnahmen  im  Sinne  von  Art. 44  Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

dass eine entsprechende Prüfung, soweit notwendig, vielmehr bereits im 
Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  stattfinden  muss  (vgl.  BVGE  2010/45 
E. 10.2),

dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  für  die  Ausübung  des 
Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) besteht, weshalb der vom 
Bundesamt  verfügte  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Lettland  zu 
bestätigen ist,

dass  es  den  Beschwerdeführern  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

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dass  mit  vorliegendem  Urteil  das  Beschwerdeverfahren  abgeschlossen 
ist, weshalb sich die Anträge auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen, 
wie Erteilung der aufschiebenden Wirkung und Verzicht auf die Erhebung 
eines Kostenvorschusses, als gegenstandslos erweisen,

dass  das  mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege  gemäss Art. 65  Abs.  1  VwVG  abzuweisen 
ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt 
– als  aussichtslos  zu  bezeichnen  waren,  weshalb  die  kumulativen 
Voraussetzungen  für  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführer, das BFM und die zuständige 
kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: