# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e3740ff-02d1-5e2b-9ead-8af0b7dc35de
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.02.2024 D-6763/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6763-2023_2024-02-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6763/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Chiara Piras, 

mit Zustimmung von Richterin Camilla Mariéthoz Wyssen;   

Gerichtsschreiber Nikola Nastovski. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 20. November 2023 / N (…). 

 

 

 

D-6763/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge die Türkei anfangs 

Mai 2023 verliess und am 11. Mai 2023 in die Schweiz einreiste, wo er 

gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass mit Vollmacht vom 16. Mai 2023 die Rechtsvertretung des BAZ Re-

gion B._______ mandatiert wurde, 

dass am 22. Mai 2023 die Personalienaufnahme (PA) des Beschwerdefüh-

rers stattfand, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Oktober 2023 Beweismit-

tel (BM) einreichte, namentlich ein ihn betreffendes Aussageprotokoll bei 

der Polizei in C._______ vom 24. Dezember 2021, ein Anhörungsprotokoll 

des 9. Strafgerichts in D._______ vom 13. Oktober 2022, ein begründetes 

Strafurteil des 9. Strafgerichts in D._______ vom 28. Februar 2023, wo-

nach er wegen illegalen Besitzes von Schusswaffen zu einer Freiheits-

strafe von 6 Jahren und 3 Monaten und einer Geldstrafe verurteilt worden 

sei, eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft in D._______ vom 30. Mai 

2022 an das Strafgericht in D._______ einen Freund des Beschwerdefüh-

rers betreffend, ein Anhörungsprotokoll des 11. Strafgerichts in D._______ 

vom 30. März 2023 und ein Bildschirmfoto einer WhatsApp-Nachricht des 

Beschwerdeführers ohne Datum, allesamt in Kopie (vgl. SEM-Akte 12/2), 

dass das SEM den Beschwerdeführer am 9. November 2023 im Beisein 

seiner Rechtsvertretung gemäss Art. 29 des Asylgesetzes vom 26. Juni 

1998 (AsylG, SR 142.31) zu seinen Gesuchsgründen anhörte und er in 

diesem Zusammenhang diverse medizinische Berichte aus dem Juli 2023 

und September 2023 einreichte (vgl. SEM-Akten 10/1, 16/20, 18/3, 19/3, 

20/3, 21/3 und 22/1), 

dass er am 14. November 2023 (Datum des Eingangsstempels) weitere 

Beweismittel einreichte, namentlich einen Strafantrag für Antragsdelikte 

vom 12. Juli 2023 (im Original), das Merkblatt Opferhilfe sowie Hinweise 

zur Zivilklage der Kantonspolizei E._______ (im Original) und medizinische 

Dokumente (im Original; vgl. SEM-Akten 24/1, 25/1 und 26/2; BM ID-011 

und ID-012), 

dass die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers am 17. November 2023 

zum Entscheidentwurf der Vorinstanz vom Vortag Stellung nahm und bei 

dieser Gelegenheit weitere Beweismittel nachreichte, namentlich eine Mit-

gliederbestätigung der Halklarin Demokratik Partisi (HDP, Demokratische 

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Seite 3 

Partei der Völker) vom 20. August 2020, ein Foto, das den Beschwerde-

führer an einer Demonstration zeige und einen USB-Stick, der ein dazuge-

höriges Video enthalte (vgl. SEM-Akten 29/7 und 31/3; BM ID-013, ID-014 

und ID-015), 

dass mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 20. November 2023 das 

SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneinte, sein 

Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Voll-

zug anordnete und ihm die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenver-

zeichnis aushändigte, 

dass seine Rechtsvertretung ihr Mandat gleichentags niederlegte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Dezember 2023 beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, das SEM sei 

anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten, eventualiter sei die Sache 

zur vollständigen Erstellung des Sachverhalts an das SEM zurückzuwei-

sen, subeventualiter sei das SEM anzuweisen, individuelle Zusicherungen 

bezüglich des Zugangs zum Asylverfahren, adäquater medizinischer Ver-

sorgung sowie Unterbringung von den Behörden des zuständigen Dublin-

staates einzuholen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, der Beschwerde sei 

die aufschiebende Wirkung zu gewähren, das Migrationsamt anzuweisen, 

keine Vollzugshandlungen durchzuführen und es sei ihm die unentgeltliche 

Prozessführung zu gewähren, ein amtlicher Rechtsbeistand beizuordnen 

und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, 

dass er im Rahmen seiner Beschwerdeschrift zu den bereits aktenkundi-

gen Beweismitteln zwölf Fotoausdrucke einreichte, die ihn an politischen 

Anlässen zeigen sollen (vgl. Beschwerdeschrift vom 6. Dezember 2023, 

S. 35 – 46), 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 7. De-

zember 2023 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes über 

das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) 

des SEM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens 

des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 des Bundesgesetzes über das Bundes-

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Seite 4 

verwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 

[BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein – 

mit nachfolgender Ausnahme – schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

bung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Be-

schwerde grundsätzlich legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 

VwVG), 

dass es sich vorliegend, entgegen der mittels Formular eingereichten 

Rechtsbegehren in der Laienbeschwerde, nicht um ein Verfahren im Sinne 

der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rats vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO) handelt, das 

SEM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten ist und es 

materiell behandelt hat,  

dass auf den subeventualiter gestellten Antrag, die Vorinstanz sei anzuwei-

sen, individuelle Zusicherungen von den Behörden «des zuständigen Dub-

linstaates» einzuholen, nicht einzutreten ist (vgl. Beschwerdeschrift vom 

6. Dezember 2023, Rechtsbegehren Ziff. 3; Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG), 

dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu-

kommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG), diese nicht entzogen worden ist und sich 

der Beschwerdeführer ohnehin gestützt auf Art. 42 AsylG bis zum Ausgang 

des Verfahrens in der Schweiz aufhalten darf, weshalb auf den Antrag, 

keine Vollzugshandlungen durchzuführen, ebenfalls nicht einzutreten ist 

(vgl. vom 6. Dezember 2023; Rechtsbegehren Ziff. 4), 

dass die Anforderungen an die Formvorschriften bei Laienbeschwerden 

praxisgemäss nicht allzu hoch anzusetzen sind (vgl. etwa die Urteile des 

BVGer D-5148/2023 vom 29. September 2023 E. 1.2 und D-4732/2023 

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Seite 5 

vom 22. September 2023 E. 1.3) und aus der Begründung hinreichend her-

vorgeht, dass der Beschwerdeführer die Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung 

von Asyl beantragt,  

dass auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

folglich einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 10 der Verordnung 

vom 1. April 2020 über Massnahmen im Asylbereich im Zusammenhang 

mit dem Coronavirus [Covid-19-Verordnung Asyl, SR 142.318, aufgehoben 

per 15. Dezember 2023] sowie Übergangsbestimmung der Aufhebungs-

verordnung vom 22. November 2023 [AS 2023 694] e contrario und Art. 52 

Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss, wobei diese glaubhaft gemacht ist, wenn die Be-

hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gege-

ben hält (Art. 7 Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im We-

sentlichen geltend machte, sein Leben sei aufgrund seiner Mitgliedschaft 

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Seite 6 

in der HDP durch die Gruppe der Ülkücü («graue Wölfe»), die mit dem 

Staat «zusammenarbeiten» würden, in Gefahr (vgl. SEM-Akte 16/20 

F 109 ff. und F 159 ff.),  

dass seine politische Aktivität in der Teilnahme an Sitzungen und Veran-

staltungen der HDP sowie an Beerdigungen bestanden habe (vgl. SEM-

Akte 16/20 F 124),  

dass er anlässlich seiner Anhörung zunächst geltend machte, sich auf-

grund der Bedrohungen durch die «grauen Wölfe» bei der Polizei gemel-

det, Anzeige erstattet und sogar ein Befragungsprotokoll unterschrieben zu 

haben, sich die entsprechenden Belege aber nicht bei ihm, sondern bei 

seinem Freund F._______ befinden würden (vgl. SEM-Akte 16/20 

F 141 ff.), 

dass der Beschwerdeführer anschliessend erklärte, er habe im Verfahren 

seines Freundes F._______ Aussagen gemacht, aber keine Anzeige er-

stattet, weil dies gegen die Gruppe der Ülkücü nichts gebracht hätte (vgl. 

SEM-Akte 16/20 F 150), 

dass er in seiner Heimat zwar wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt 

worden sei, dies aber keinen Ausreisegrund darstelle (vgl. SEM-Akte 16/20 

F 151 ff. und F 166), 

dass der Beschwerdeführer am 6. Juli 2023 in der Schweiz diverse Verlet-

zungen sowie Brüche am Kopf erlitt, die unterdessen operiert und behan-

delt wurden (vgl. SEM-Akte 16/20 F 82 ff. und F 180), in diesem Zusam-

menhang eine Anzeige gegen unbekannte Personen erhob (vgl. BM ID-

007) und geltend macht, er sei wegen seiner Probleme in der Türkei ange-

griffen und anschliessend per WhatsApp-Nachricht bedroht worden (vgl. 

SEM-Akte 16/20 F 87, F 104 ff., F 175 ff.), 

dass er in der Stellungnahme zum Entscheidentwurf ausführte, er würde 

sich lieber in der Schweiz das Leben nehmen, als sich in die Hände der 

Ülkücü zu begeben und weitere Beweismittel einreichte (vgl. SEM-Akte 

31/3, S. 1; BM ID-013 – ID-015), 

dass das SEM seinen Asylentscheid im Grundsatz mit der fehlenden 

Glaubhaftigkeit des geltend gemachten politischen Engagements des Be-

schwerdeführers und der mangelnden flüchtlingsrechtlichen Relevanz der 

geltend gemachten Vorbringen begründete, 

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Seite 7 

dass das SEM die vom Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seinen 

politischen Aktivitäten geltend gemachte Bedrohung prüfte und als nicht 

glaubhaft einstufte, 

dass es diesen Schluss insbesondere mit dem detailarmen und allgemein 

gehaltenen Aussageverhalten des Beschwerdeführers begründete, zumal 

er trotz seiner geltend gemachten Tätigkeit im organisatorischen Aufbau 

nicht einmal das politische Programm der HDP habe schildern können, 

dass die Vorinstanz auch die Asylrelevanz der Auseinandersetzung mit den 

Ülkücü als nicht glaubhaft erachtete und stattdessen von einer Auseinan-

dersetzung apolitischer, krimineller Gruppierungen ausging, 

dass es insbesondere festhielt, der Ursprung der Auseinandersetzung mit 

den Ülkücü – trotz mehrmaligen Nachfragens – vom Beschwerdeführer 

nicht nachvollziehbar erklärt worden und ein politisches Motiv nicht ersicht-

lich sei (vgl. Verfügung des SEM vom 20. November 2023, S. 5), 

dass es nach Ansicht des SEM keinen ersichtlichen Grund gebe, weshalb 

die in der Stellungnahme vom 17. November 2023 eingereichten Beweis-

mittel (vgl. BM ID-013 – ID-015) nicht früher zu den Akten gereicht worden 

seien, weshalb es sie als nachgeschoben erachtete,  

dass die Vorinstanz schliesslich den Vollzug der Wegweisung als zulässig, 

zumutbar und möglich erachtete und insbesondere darauf hinwies, dass 

eine Suiziddrohung nach konstanter Rechtsprechung kein Wegweisungs-

vollzugshindernis darstelle, solange Verhütungsmassnahmen getroffen 

werden könnten, 

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmittelbegründung vom 6. Dezem-

ber 2023 im Wesentlichen erklärte, er habe sich vor Gericht (recte: SEM) 

aufgrund seiner psychischen Verfassung nicht richtig ausdrücken können, 

als alevitischer Kurde und aktives Mitglied der HDP Opfer staatlichen 

Drucks und sogar in der Schweiz von HDP-Gegnern brutal zusammenge-

schlagen und mit Nachrichten bedroht worden sei (vgl. Beschwerdeschrift, 

S. 2 ff.), 

dass das Gericht nach Prüfung der Akten zum Schluss kommt, dass die 

Entgegnungen in der Rechtsmittelschrift nicht dazu geeignet sind, zu ei-

nem anderen Schluss als jenem der Vorinstanz zu führen, da sie sich im 

Wesentlichen in Wiederholungen bereits bekannter Sachverhaltselemente 

erschöpfen, 

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Seite 8 

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägun-

gen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, 

dass gleichwohl hervorzuheben ist, dass keine psychischen Beschwerden 

des Beschwerdeführers aktenkundig sind (vgl. SEM-Akte 16/20 F 8), wes-

halb von der Vorinstanz zu Recht festgestellt wurde, seinen Ausführungen 

würde aufgrund ihrer Detailarmut, Pauschalität und Inkohärenz die erfor-

derliche Glaubhaftigkeit fehlen, 

dass zudem in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen ist, dass 

die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Bedrohungssituation durch 

die «grauen Wölfe» aufgrund seiner Tätigkeiten für die HDP den Anforde-

rungen an die Glaubhaftmachung im Sinne von Art. 7 AsylG nicht standzu-

halten vermag, 

dass an dieser Feststellung auch die im Zusammenhang mit der Drohnach-

richt auf WhatsApp oder dem Vorfall in G._______ eingereichten Beweis-

mittel (vgl. BM ID-006 – 012) nichts zu ändern vermögen, da kein Zusam-

menhang mit einem politisch motivierten Gewaltakt ersichtlich ist (vgl. 

SEM-Akte 16/20 F 87, 104 ff.), 

dass sich aus den Beweismitteln, die den Beschwerdeführer an kurdischen 

Kundgebungen zeigen und seine Mitgliedschaft bei der HDP belegen sol-

len (vgl. BM ID-013 – 015), ebenfalls keine Vorteile für ihn ziehen lassen, 

zumal sie weder ein Indiz für ein herausragendes politisches Profil darstel-

len oder die Detailarmut und Pauschalität seines Aussageverhaltens um-

zustossen vermögen, noch die nötige Beweiskraft – insbesondere in Bezug 

auf die eingereichte Mitgliederbestätigung – enthalten, 

dass die Verurteilung wegen illegalen Waffenbesitzes nach Aussage des 

Beschwerdeführers keinen Ausreisegrund darstellte (vgl. SEM-Akte 16/20 

F 166),  

dass die blosse Behauptung, keine Anzeige machen zu können, weil dies 

nichts gebracht hätte (vgl. SEM-Akte 16/20 F 150), keine Schutzverweige-

rung der türkischen Behörden darzulegen vermag und vorliegend keine An-

haltspunkte ersichtlich sind, dass die Behörden den Beschwerdeführer im 

konkreten Einzelfall nicht vor allfälligen Angriffen Dritter schützen könnten 

oder würden, zumal die türkischen Gesetze auch in seinem Fall angewen-

det würden (vgl. SEM-Akte 16/20 F 166) und das Gericht praxisgemäss 

davon ausgeht, dass die türkischen Behörden bei Bedarf im Stande und 

willens sind, einen adäquaten Schutz vor Übergriffen und Behelligungen 

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durch private Dritte zu gewähren (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts E-6699/2023 vom 27. Dezember 2023 E. 6.4), 

dass somit weder die Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nach Art. 7 

AsylG erfüllt sind, noch eine flüchtlingsrelevante Verfolgung im Sinne des 

Art. 3 AsylG vorliegt und auch die in der Beschwerde vorgebrachte Begrün-

dung nichts an dieser Einschätzung zu ändern vermag, weshalb das SEM 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9 je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den ge-

setzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht 

angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und 

Ausländer und über die Integration vom 16. Dezember 2005 [AIG, 

SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

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Seite 10 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

des Beschwerdeführers drohende menschenrechtswidrige Behandlung im 

Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-

genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Überein-

kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 

SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der Men-

schenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, 

SR 0.101) ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-

zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass der Beschwerdeführer insbesondere über eine zehnjährige Berufser-

fahrung in der (…)branche verfügt, von seinem Einkommen in der Heimat 

leben konnte, ein gutes Verhältnis zu seinen in D._______ lebenden Eltern 

sowie weiteren Familienmitgliedern in anderen Teilen der Türkei besteht 

und die finanziellen Verhältnisse der Familie gut sind (vgl. SEM-Akte 16/20, 

F 34, F 45, F 47 und F 50), 

dass er somit über ein intaktes soziales Netzwerk in der Türkei verfügt, auf 

das er zurückgreifen kann und es ihm im Übrigen freistehen würde, sich in 

anderen Landesteilen der Türkei niederzulassen, 

dass auch die vom Beschwerdeführer in der Stellungnahme zum Entschei-

dentwurf vom 17. November 2023 geltend gemachten – und seither nicht 

mehr geäusserten – Suizidgedanken einer Wegweisung nicht entgegen-

stehen, da gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung Suizidalität für 

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Seite 11 

sich allein kein Vollzugshindernis darstellt (vgl. Urteil des BGer 

2C_221/2020 vom 19. Juni 2020 E. 2), was auch der Praxis des Bundes-

verwaltungsgerichts entspricht (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer  

E-2779/2023 vom 23. November 2023 E. 7.3.5), 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und der Beschwerdeführer im Besitze einer Identitäts-

karte ist, 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass sich aus den Erwägungen ergibt, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit überprüfbar – 

angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Urteil das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist, 

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Verbeiständung ungeachtet der behaupteten Mittellosigkeit des Beschwer-

deführers abzuweisen sind, da seine Begehren – wie sich aus den vorste-

henden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu gelten haben, womit die 

kumulativen Voraussetzungen im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht er-

füllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1-

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-6763/2023 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie 

um Beiordnung einer amtlichen Rechtsverbeiständung werden abgewie-

sen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Chiara Piras Nikola Nastovski 

 

 

Versand: