# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58ce916d-ab69-5ac5-a17b-3ffaf1747502
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.11.2018 200 2018 233
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-233_2018-11-20.pdf

## Full Text

200 18 233 IV
KOJ/SCM/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. November 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, IV/18/233, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
erlitt am 6. April 2016 bei einem Sturz Verletzungen an beiden Unterarmen 
bzw. Handgelenken (vgl. Akten der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
[IV; act. II] 14.2, 29). Am 20. September 2016 meldete sie sich unter Hin-
weis auf ein unfallbedingtes CRPS (Complex Regional Pain Syndrome) bei 
der IV zum Leistungsbezug an (act. II 3). Im Rahmen der erwerblichen und 
medizinischen Abklärungen holte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) insbesondere die Akten des Unfallversicherers ein (vgl. act. II 
36.1) und veranlasste auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; act. II 39) eine orthopädisch-neurologische Begutachtung (Gutach-
ten vom 24. Oktober 2017 [act. II 53.1]). Gestützt hierauf sowie nach 
Durchführung des Vorbescheidverfahrens (act. II 58, 61, 63 f.) samt Einho-
lung einer weiteren Stellungnahme des RAD (act. II 67) wies die IVB das 
Leistungsbegehren mit Verfügung vom 16. Februar 2018 (act. II 69) ab. Sie 
erwog im Wesentlichen, die medizinischen Abklärungen hätten keine Dia-
gnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ergeben und sowohl eine 
angepasste wie auch die ursprüngliche Tätigkeit seien der Beschwerdefüh-
rerin weiterhin vollumfänglich zumutbar, ebenso bestehe für die Tätigkeit im 
Haushalt keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 19. März 2018 Beschwerde. Sinn-
gemäss beantragt sie die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie 
die Neubeurteilung des Falls nach Beendigung der medizinischen Ab-
klärungen im Zentrum B.________. 

Mit Beschwerdeantwort vom 24. April 2018 schliesst die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, IV/18/233, Seite 3

Am 29. Mai 2018 liess die Beschwerdeführerin dem Gericht weitere medi-
zinische Unterlagen zukommen.

Mit Eingabe vom 19. Juli 2018 bestätigte die Beschwerdegegnerin die ge-
stellten Rechtsbegehren und reichte eine zusätzliche Stellungnahme der 
Gutachter ein.

Von der ihr gewährten Möglichkeit, allfällige Schlussbemerkungen einzurei-
chen, machte die Beschwerdeführerin keinen Gebrauch.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 16. Februar 2018 
(act. II 69). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerde-
führerin.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen: 

3.1.1 Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates und beratender Arzt des Unfall-
versicherers, hielt im Bericht vom 31. Januar 2017 (act. II 36.2) fest, die 
Beschwerdeführerin habe Frakturen am distalen Radius beidseits erlitten, 
wobei es links zu einer zeitgerechten Abheilung gekommen sei. Auch 
rechts habe sich die ossäre Situation unauffällig entwickelt, wobei für die 
weiterhin geklagten anhaltenden Schmerzen keine eindeutige objektive 
organische Grundlage habe gefunden werden können. Bei dieser Aus-
gangslage sei immer auch an das Vorliegen von nichtorganischen Faktoren 
zu denken, wozu aber keine Angaben zu finden seien. Rein aufgrund der 
vorliegenden Akten dürfe davon ausgegangen werden, dass nach höchs-
tens vier Monaten ein auf organischer Ebene objektivierbarer medizinischer 
Zustand vorgelegen habe, der einerseits keine weiteren unfallkausalen 

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externen Behandlungen mehr notwendig gemacht habe und andererseits 
die Wiederaufnahme der körperlich wahrscheinlich leichten Arbeit in der 
Patientenadministration des Spitals D.________ im angestammten Pen-
sum von 50 % wieder zugelassen hätte. Ein gewisses Restmass an Be-
schwerden und die Notwendigkeit zur (selbständigen) Fortsetzung eines 
Übungsprogramms mit dem Ziel einer Verbesserung der Beweglichkeit 
seien bis zum Ablauf von sechs Monaten nach der erlittenen distalen Radi-
usfraktur auch bei objektiv unauffälligem Verlauf durchaus noch plausibel. 
Ebenso könnten in dieser Zeit auch noch Einschränkungen der Belastungs-
fähigkeit bestehen, die manuell anspruchsvolle Aktivitäten noch nicht zu-
liessen. Die Rückkehr in die angestammte Tätigkeit im …bereich wäre der 
Beschwerdeführerin aber überwiegend wahrscheinlich bereits ab Anfang 
August 2016 wieder möglich gewesen.

3.1.2 Auf Empfehlung des RAD (act. II 39) wurde die Beschwerdeführerin 
am 6. September 2017 in der E.________ (MEDAS) orthopädisch-
neurologisch abgeklärt. In der Expertise vom 24. Oktober 2017 vermerkten 
die Fachärzte die folgenden bidisziplinären Diagnosen (act. II 53.1/17):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

• Keine

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

• Chronische Beschwerden an Vorderarm und Hand der dominanten rechten Seite 
(ICD-10 T92.2)

- Status nach konservativ behandelter undislozierter distaler Radiusfraktur vom 
6.4.2016

- aktenanamnestisch im Verlauf aufgetretenes CRPS
- radiologisch unauffälliger Befund (MRI 6.3.2017, Röntgen 30.8.2017)
- klinisch bis auf diffuse Druckdolenz zwischen Ellbogen und Fingermittelgelen-

ken unauffälliger Befund

• Chronische Beschwerden an Vorderarm und Hand der adominanten linken Seite 
(ICD-10 T92.2)

- Status nach konservativ behandelter undislozierter Fraktur des Processus sty-
loideus radii vom 6.4.2016

- aktenanamnestisch im Verlauf aufgetretenes CRPS
- radiologisch unauffälliger Befund (MRI 8.3.2017, Röntgen 30.8.2017)
- klinisch bis auf diffuse Druckdolenz zwischen Ellbogen und Fingermittelgelen-

ken unauffälliger Befund

• Konstitutionell vermehrte Laxizität (ICD-10 M35.7)

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Aus orthopädischer Sicht liessen sich die von der Explorandin geklagten 
Beschwerden durch die klinischen und radiologischen Befunde keinesfalls 
begründen. Im Verlauf der Untersuchung seien Inkonsistenzen gefunden 
und radiologisch bezüglich der Radiusfrakturen zuletzt beidseits unauffälli-
ge Verhältnisse festgehalten worden (act. II 53.1/17 f.). Es hätten erhebli-
che Hinweise für eine nicht-organische Beschwerdekomponente bestan-
den. Die neurologische Untersuchung habe klinisch eine normale Trophik, 
keine Rötung, Überwärmung oder Schwellung gezeigt. Es habe kein ver-
mehrtes Schwitzen an beiden Händen bestanden, die Sensibilität sei un-
auffällig gewesen und es hätten sich keine Hinweise auf einen neuropathi-
schen Schmerz gefunden. Die Kraftentwicklung sei – abgesehen von ei-
nem partiellen schmerzbedingten Giving-way – normal gewesen. Aus neu-
rologischer Sicht handle es sich um eine Residualsymptomatik bei Status 
nach beidseitiger Fraktur im Bereich der Handgelenke. Zusammenfassend 
resultiere aus bidisziplinärer Sicht für körperlich leichte bis mittelschwere, 
wechselbelastende Tätigkeiten ebenso wie für die angestammte Tätigkeit 
als … eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100 %. Körperlich schwer 
belastende berufliche Tätigkeiten sollten der Explorandin nicht zugemutet 
werden. Für die Tätigkeit im Haushalt bestehe bei der Möglichkeit der frei-
en Zeiteinteilung keine relevante Einschränkung. Die Arbeitsfähigkeit sei 
lediglich vorübergehend von April bis Oktober 2016 aufgehoben gewesen 
(act. II 53.1/18).

3.1.3 Im Bericht vom 23. Januar 2018 (Beschwerdebeilage [act. I] 2) stell-
ten die Ärzte des Zentrums B.________ die folgenden Diagnosen:

• ICD-10 M79.64: Beidseitige Hand-, Handgelenk- und Fingerschmerzen bei Status 
nach intraartikulärer nicht dislozierter Fraktur Radius rechts und Status nach Frak-
tur Processus styloideus radii links

• ICD-10 F45.41: Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren

Aus anästhesiologischer Sicht habe bei der grob neurologischen Untersu-
chung keine klare Ursache für die Schmerzen festgestellt werden können. 
Insbesondere seien keine Einschränkungen der Mobilität, trophische Ver-
änderungen, Allodynie / Hyperästhesie und keine Temperaturasymmetrie 
gefunden worden, womit die Diagnosekriterien nach Harden et al aktuell 
nicht erfüllt seien. Klare Hinweise auf neuropathische Schmerzen wie 
Hypästhesie, Hypalgesie sowie brennende Dauerschmerzen hätten auch 

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nicht festgestellt werden können. Die orthopädische Untersuchung zeige 
keine Hinweise für das Vorliegen einer strukturellen Ursache; es würden 
sich keine weiteren diagnostischen oder neuen therapeutischen Vorschläge 
anbieten. Aus Sicht der Schmerzpsychotherapie liege eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren vor, wobei als 
belastende Faktoren primär die Frakturen im April 2016, aber auch die dar-
auf folgende schwierige psychosoziale Situation, in welche die Beschwer-
deführerin insbesondere durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes geraten sei, 
zu nennen seien. Hinsichtlich Therapieplan werde die Fortführung der 
schmerzpsychotherapeutischen Behandlungen, der psychologischen The-
rapie, der Ergotherapie sowie probatorisch der therapeutische Versuch mit 
der transkutanen Neuromodulation der beiden Handgelenke empfohlen.

3.1.4 RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, führte im Bericht vom 13. Februar 2018 (act. II 67) aus, das ME-
DAS-Gutachten vom 24. Oktober 2017 (act. II 53.1) sei schlüssig. Gestützt 
auf die umfassende anamnestische sowie klinische, labormässige, elektro-
physiologische und bildgebende Befundlage seien die Gutachter gut nach-
vollziehbar zu ihrer Beurteilung der medizinischen Sachlage und der sich 
daraus ergebenden Arbeitsfähigkeit gelangt. Es bestehe kein Anlass, wei-
tere Untersuchungen abzuwarten, denn das Ergebnis des Gutachtens sei 
klar. Aus der Expertise liessen sich keine diagnostischen Unklarheiten ab-
leiten, welche weitere medizinische Abklärungen erfordern würden.

3.1.5 Im Nachgang zur angefochtenen Verfügung vom 16. Februar 2018 
(act. II 69) diagnostizierten die Ärzte des Zentrums B.________ in einem 
weiteren Bericht vom 1. Mai 2018 (act. I 3) Nachstehendes:

• ICD-10 M89.04: Residuales CRPS Typ I Hände beidseits nach Handgelenksfrak-
turen bds. 4/2016

- Budapestkriterien erfüllt
- CRPS severity score 8/17 Punkten (grenzwertiger Befund, vereinbar mit resi-

dualem CRPS)

• ICD-10 Z98.8: Status nach intraartikulärer nicht dislozierter Fraktur Radius rechts 
und Status nach Fraktur Processus styloideus radii links am 6.4.2016

Die Ursache des Schmerzsyndroms im Bereich des Kleinfingerballens 
beidseits, des Handgelenks beidseits sowie im Bereich der Fingergrundge-
lenke aller Finger und des ausstrahlenden Schmerzes aus dem Spatium 

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interosseum III und IV zum proximalen Unterarm sei ein residuales CRPS. 
Die Diagnosekriterien nach Harden et al seien erfüllt.

3.1.6 Dr. med. G.________, Facharzt für Anästhesiologie, Spital 
D.________, führte im Bericht vom 23. Mai 2018 (act. I 4) zur MEDAS-
Expertise vom 24. Oktober 2017 (act. II 53.1) aus, es seien klar zwei Gut-
achter ausgewählt worden, welche anhand der von ihnen gewählten Unter-
suchungen und durch sie gezogenen Schlussfolgerungen demonstrierten, 
dass ihnen die Fachkompetenz zur Beurteilung der relevanten Fragestel-
lung nach dem Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines klaren 
und klassisch verlaufenden CRPS fehle. Eigentlich hätten sie geeignete 
Spezialisten hinzuziehen oder den Auftrag zurückweisen müssen. Eine 
mögliche Begutachtung der Arbeitsfähigkeit habe nicht stattgefunden, da 
keinerlei Tests über den Verlauf der Leistungsfähigkeit der Beschwerdefüh-
rerin während einer längeren Zeit durchgeführt worden sei. Das heisse, die 
von ihr beklagten Symptome seien nicht Gegenstand der gutachterlichen 
Untersuchung gewesen, obschon genau diese die Arbeitsunfähigkeit be-
gründeten.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

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gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 16. Februar 2018 (act. II 69) ba-
siert massgeblich auf dem orthopädisch-neurologischen MEDAS-
Gutachten vom 24. Oktober 2017 (act. II 53.1). Dieses erfüllt die vorer-
wähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und 
erbringt vollen Beweis. Die beiden Experten für Neurologie bzw. Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates stützten ihre 
Beurteilungen auf die wesentlichen Vorakten (act. II 53.1/3 ff.) sowie die 
Anamnese- und Befunderhebung anlässlich der persönlichen Untersu-
chung vom 6. September 2017 (act. II 53.1/1). Dabei gelangten sie zum 
überzeugenden Schluss, dass trotz der von der Beschwerdeführerin berich-
teten persistierenden belastungs- und bewegungsabhängigen Schmerz-
symptomatik (vgl. act. II 53.1/6, 53.1/9 f.) mit Blick auf die klinisch weitest-
gehend unauffälligen Untersuchungen (act. II 53.1/7, 53.1/12 ff.) keine Dia-
gnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege (act. II 53.1/17). In 
der Folge hielten die MEDAS-Gutachter in nachvollziehbarer Weise allein 
aus orthopädischer Sicht fest, aufgrund der an den Händen geklagten Be-
schwerden seien körperlich schwere Verrichtungen ungeeignet und sollten 
daher nicht mehr zugemutet werden (act. II 53.1/15, 53.1/18). Insoweit ist 
ebenso schlüssig, wenn die Experten spätestens sechs Monate nach dem 
Unfallereignis (6. April 2016) in einer körperlich leichten bis mittelschweren, 
wechselbelastenden Tätigkeit wie auch in der angestammten Tätigkeit eine 
100%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit attestierten (act. II 53.1/18), erach-
tete doch auch der beratende Arzt des Unfallversicherers, Dr. med. 
C.________, eine Rückkehr an die angestammte Tätigkeit überwiegend 
wahrscheinlich bereits ab Anfang August 2016 wieder als möglich und ein 
gewisses Restmass an Beschwerden bis zum Ablauf von sechs Monaten 

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nach der erlittenen Fraktur als plausibel (act. II 36.2/2). Zudem wurde die 
Expertise der MEDAS auch vom RAD-Arzt Dr. med. F.________ für 
schlüssig befunden (act. II 67).

Die seitens der Beschwerdeführerin gegen das MEDAS-Gutachten erho-
bene Kritik verfängt nicht: 

3.3.1 Die Beschwerdeführerin verweist hierzu vorwiegend auf die Ein-
schätzungen ihrer behandelnden Ärzte und dabei insbesondere auf die 
während des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte des Zentrums 
B.________ vom 23. Januar 2018 (act. I 2) und 1. Mai 2018 (act. I 3) sowie 
denjenigen von Dr. med. G.________ vom 23. Mai 2018 (act. I 4). Hierzu 
ist zunächst zu beachten, dass die unterschiedliche Natur von Behand-
lungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begut-
achtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander-
seits es nicht zulässt, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzun-
gen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht 
rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benen-
nen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie-
ben sind (SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5, 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). 
Von einem medizinischen Sachverständigen, dessen Aufgabe sich klar von 
jener des behandelnden Arztes unterscheidet, darf und muss erwartet wer-
den, dass er eine objektive Prüfung der medizinischen Situation der begut-
achteten Person vornimmt, dass er auf neutrale und gründliche Art über 
seine Feststellungen berichtet und dass sich seine Schlussfolgerungen auf 
medizinische Erwägungen stützen und nicht auf Werturteile. In formeller 
Hinsicht muss der Sachverständige mit Bezug auf seine Ansichten eine 
gewisse Zurückhaltung üben, ungeachtet der Kontroversen, die es zu be-
stimmten Themen im medizinischen Bereich geben kann: Wenn er bei-
spielsweise Theorien vertritt, die nicht von einem Konsens getragen sind, 
wird von ihm erwartet, dass er dies kund tut und mit Bezug auf seine 
Schlussfolgerungen transparent macht. Sein Gutachten muss in sachlicher 
Art verfasst und frei von abwertenden Bezeichnungen oder von Formulie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, IV/18/233, Seite 12

rungen mit subjektivem Anstrich sein, und es soll einem logischen Aufbau 
folgen, damit der Leser die wissenschaftlichen Überlegungen nachvollzie-
hen kann, die der Ansicht zugrunde liegen, die er vertritt (SVR 2010 IV Nr. 
58 S. 178 E. 3.3). Diese Vorgaben sind hier von den Sachverständigen 
eingehalten worden.

3.3.2 Nachdem die Ärzte des Zentrums B.________ im Bericht vom 
23. Januar 2018 diagnostisch noch von beidseitigen Hand-, Handgelenk- 
und Fingerschmerzen sowie von einer chronischen Schmerzstörung aus-
gegangen waren (act. I 2/1), hielten sie in ihrer Einschätzung vom 1. Mai 
2018 u.a. ein residuales CRPS Typ I der Hände beidseits fest (act. I 3/1). 
Der neurologische MEDAS-Gutachter erachtete ein CRPS hingegen als 
nicht passend zur Befundlage und sah die Diagnosekriterien nicht als erfüllt 
an (vgl. act. II 53.1/7 f., siehe auch Stellungnahme vom 10. Juli 2018 [im 
Gerichtsdossier]). Da es invalidenversicherungsrechtlich indes nicht auf die 
Diagnose ankommt, sondern einzig darauf, welche Auswirkungen eine Er-
krankung auf die Arbeitsfähigkeit hat (vgl. BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281 
sowie Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 26. Januar 2018, 
9C_78/2017, E. 5.2), ist vorliegend nicht entscheidend, ob die Beschwerde-
führerin nun, wie von ihr und den sie behandelnden Ärzten geltend ge-
macht, an einem CRPS leidet oder nicht, sondern es ist allein zu prüfen, ob 
ihr trotz den verbliebenen Schmerzen an den Händen die Ausübung einer 
Erwerbstätigkeit zumutbar ist (und bejahendenfalls in welchem Umfang). 
Dies wird von den MEDAS-Gutachtern in schlüssiger und nachvollziehbarer 
Weise mit einer in körperlich maximal mittelschweren wechselbelastenden 
Tätigkeiten vollständigen Arbeits- und Leistungsfähigkeit bejaht (vgl. E. 3.3 
hiervor). Auch die Ärzte des Zentrums B.________ haben in ihren beiden 
Berichten keine Arbeitsunfähigkeit attestiert, was sich durchaus mit den von 
der Beschwerdeführerin im April 2018 geschilderten Schmerzen vereinba-
ren lässt, gab sie die Schmerzstärke gemäss Skala (NRS) doch mehrheit-
lich zwischen 0 und 3 und vereinzelt zwischen 4 und 5 von 10 an. Sie be-
richtete über vier verschiedene Schmerzbilder an Unterarmen und Händen 
beidseits, wobei seit Ende 2017 eine Besserung aller Schmerzorte einge-
treten sei. Der im Bereich des Kleinfingerballens beidseits lokalisierte 
Hauptschmerz betrage am Vormittag NRS 2, wobei im Tagesverlauf unter 
Belastung keine wesentliche Schmerzzunahme, jedoch eine Verstärkung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, IV/18/233, Seite 13

auf NRS 4 bei Aufliegen der Hand auf eine Unterlage zu verzeichnen sei. 
Der Handgelenksschmerz betrage am Morgen und in Ruhe NRS 0 bis 2, im 
Tagesverlauf unter wenig Belastung NRS 2 bis 3 sowie bei Bewegung, 
Tragen und Velofahren bis zu NRS 5. Im Bereich der Fingergrundgelenke 
beidseits belaufe sich die Schmerzstärke am Vormittag und abends in Ru-
he auf NRS 1 bis 2, bei Bewegung und Ausüben von Druck auf NRS 3. In 
Ruhe bestünden im Spatium interosseum III und IV keine Schmerzen, bei 
Tragen, Belastung und Bewegung Schmerzen von NRS 4 bis 5 (act. I 3/2). 
Das im MEDAS-Gutachten formulierte Zumutbarkeitsprofil ist mit diesen 
Schilderungen durchaus kompatibel.

3.3.3 Soweit Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie, Spital 
D.________, wiederholt eine Arbeitsunfähigkeit attestierte (vgl. act. II 14.2, 
29/4, 29/7, 36.3/3, 36.3/15, 36.3/18), ist festzustellen, dass er sich dabei 
weitgehend auf die Schmerzangaben der Beschwerdeführerin selber, mit-
hin auf rein subjektive Angaben, stützte. Sodann mangelt es dem Bericht 
von Dr. med. G.________ vom 23. Mai 2018 (act. I 4) mit mehrfach geäus-
serter Kritik an der Fachkompetenz der MEDAS-Gutachter nicht nur an 
Objektivität, vielmehr mutet diese Einschätzung über die enge ärztliche 
Tätigkeit hinausgehend advokatorisch an. Weiter ist der Behandler – wie 
auch Dr. med. H.________ (vgl. u.a. act. II 14.2/5, 17/4 Ziff. 5.3, 29/10, 
36.3/9, 49/13) – im Spital D.________ angestellt (vgl. u.a. act. II 49/23 f., 
49/26 ff.), womit er gleichsam Arbeitskollege der Beschwerdeführerin war 
(vgl. act. II 3/6 Ziff. 5.4, 15/2 Ziff. 1, 28/2). Die Beschwerdeführerin ist denn 
überdies auch mit beiden Ärzten „per Du“ (vgl. act. II 30/1, 33/1 f.), womit 
deren Angaben im Lichte der hiervor erwähnten mangelnden Objektivität 
von vornherein nur ein reduzierter Beweiswert zukommen kann, zumal bei 
der Beweiswürdigung ihrer Berichte ohnehin der Erfahrungstatsache Rech-
nung zu tragen ist, dass Hausärzte wie auch die behandelnden Spezialärz-
te und schmerztherapeutisch tätigen Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer 
Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV 
Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3, Entscheid des EVG [Eidgenössisches Versiche-
rungsgericht, heute BGer] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). Zudem 
wird verschiedentlich von einem in Remission befindlichen Schmerzge-
schehen bzw. nur noch von residuellen Beschwerden berichtet (vgl. act. II 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, IV/18/233, Seite 14

36.3/5, 49/6, 49/20, act. I 3/1). Gegen eine (nach wie vor) erhebliche Aus-
prägung des Beschwerdebildes spricht denn auch, dass die Beschwerde-
führerin gegenüber den MEDAS-Gutachtern angab, ab Sommer 2016 
dreimal wöchentlich Ergo- und Physiotherapie besucht sowie ein Heimpro-
gramm durchgeführt zu haben (act. II 53.1/10), am 6. September 2017 zur 
aktuellen Therapie nebst gelegentlicher Bioresonanz einzig noch die einmal 
wöchentliche Ergotherapie erwähnte und selber von einer deutlichen 
während des Jahres 2016 eingetretenen Besserung berichtete (act. II 
53.1/6).

3.4 Schliesslich wiesen die Ärzte des Zentrums B.________ auf eine 
schwierige psychosoziale Situation der Beschwerdeführerin – insbesondere 
mit Verlust des Arbeitsplatzes (per 30. April 2017 [vgl. act. II 28/2]) – hin 
(act. I 2/2). Dabei ist allerdings zu beachten, dass solche äusseren Um-
stände bzw. daraus allenfalls resultierende psychische Störungen, welche 
durch soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung 
wieder verschwinden, grundsätzlich nicht invalidisierend sind und damit 
nicht zur Invalidenrente berechtigen (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; 
SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Eine fachärztliche Diagnose einer allfäl-
ligen psychiatrischen Erkrankung liegt denn hier auch nicht vor. So war 
zwar ein Psychologe, aber kein psychiatrischer Facharzt für die Erstellung 
der Berichte des Zentrums B.________ beigezogen worden und auch die 
weiteren Akten lassen keine Hinweise auf anderes als bloss mit dem Ver-
lust des Arbeitsplatzes zusammenhängendes reaktives depressives Ge-
schehen zu, berichtete die Beschwerdeführerin doch zuvor von stabilen 
und harmonischen sozialen und familiären Verhältnissen (act. II 49/36). 
Dass die Beschwerdeführerin an einem invalidisierenden psychischen Ge-
sundheitsschaden leidet, macht sie selber denn auch nicht geltend.

3.5 Zusammenfassend besteht vorliegend kein Anlass, an der Zuver-
lässigkeit der gutachterlichen Beurteilung durch die Experten der MEDAS 
zu zweifeln. Überdies ist der Sachverhalt auch nach der überzeugenden 
Einschätzung des RAD (act. II 67) rechtsgenüglich abgeklärt, so dass in 
antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Beweismassnahmen zu verzich-
ten ist (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). In der Folge hat als erstellt zu 
gelten, dass die Beschwerdeführerin seit sechs Monaten nach dem Unfall 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, IV/18/233, Seite 15

vom 6. April 2016 sowohl in der bisherigen Tätigkeit als … wie auch in ei-
ner körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeiten 
wieder vollständig arbeits- und leistungsfähig ist. 

4.

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus-
gegangen, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt, womit 
sich die Durchführung eines Einkommensvergleichs (E. 2.3 hiervor) erüb-
rigt. Demzufolge ist die gegen die leistungsabweisende Verfügung vom 
16. Februar 2018 (act. II 69) erhobene Beschwerde abzuweisen.

Zu bemerken bleibt, dass über die von der Beschwerdeführerin mit Eingabe 
vom 29. Mai 2018 (im Gerichtsdossier) aufgeworfenen Fragen betreffend 
allfällige Rückzahlung von Krankentaggeldern und Zahlungen der Arbeits-
losenversicherung nicht im vorliegenden Verfahren zu befinden ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, IV/18/233, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.