# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2cc4d90-ef08-5321-be27-7435c60fc4fb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2009 A-46/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-46-2007_2009-11-10.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-46/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richterin Salome Zimmermann (Vorsitz), 
Richter Thomas Stadelmann, Richter Pascal Mollard, 
Gerichtsschreiberin Sonja Bossart.

Kollektivgesellschaft X._______, ....,
vertreten durch ...,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Mehrwertsteuer (1. Quartal 1995 bis 2. Quartal 1999); 
Leistungsaustausch; Subvention.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-46/2007

Sachverhalt:

A.
Die Kollektivgesellschaft X. (....) ist seit dem 1. Januar 1995 im Regis-
ter  der  Mehrwertsteuerpflichtigen  der  Eidgenössischen  Steuerver-
waltung (ESTV) eingetragen. Nach einer Kontrolle stellte die ESTV be-
treffend die Steuerperioden 1. Quartal 1995 bis 2. Quartal 1999 unter 
anderem die Ergänzungsabrechnung (EA) Nr. 102'418 über Fr. ... aus. 
In einem Schreiben vom 20. Dezember 2000 kam die ESTV zum Teil 
auf  ihre  Qualifikationen  im  Rahmen  der  EA  zurück.  Insbesondere 
seien  die  Beiträge  des  Bundes  für  die  Forschung  im  Rahmen  der 
europäischen  Forschungsprogramme  F.  als  Subventionen  bzw. 
Beiträge der öffentlichen Hand anzusehen, die nicht der Steuer unter-
stünden, aber zu einer Vorsteuerkürzung führten. Die Zahlungen des 
Bundes aufgrund des Vertrags betreffend Koordination bzw. Führung 
des Sekretariats im Rahmen der Aktion F. hingegen stellten steuerbare 
Gegenleistung dar. Mit Gutschriftsanzeige (GS) vom 31. Januar 2001 
über Fr. ... wurde eine entsprechende Korrektur  der  Steuerforderung 
vorgenommen.  Mit  Entscheid  vom  4.  Dezember  2001  erkannte  die 
ESTV, sie habe von der X. zu Recht Fr. ... Mehrwertsteuer zuzüglich 
Verzugszins  nachgefordert.  Hiergegen  wurde  am  16.  Januar  2002 
Einsprache erhoben.

B.
Mit Einspracheentscheid vom 15. November 2006 stellte die ESTV – 
neben anderem – die Rechtskraft  des Entscheids vom 4. Dezember 
2001  im  Umfang  von  Fr. ...  (zuzüglich  Verzugszins)  fest  (Ziff.  1 
Dispositiv), hiess die Einsprache im Umfang von Fr. ... gut (Ziff. 2), und 
stellte  fest,  die  Kollektivgesellschaft  X.  schulde  der  ESTV  für  die 
Steuerperioden  1.  Quartal  1995  bis  2.  Quartal  1999  Fr. ... 
Mehrwertsteuer  zuzüglich  Verzugszins,  wobei  die  Zahlung  vom  12. 
Januar  2000  über  Fr. ...  an  diese  Steuerschuld  angerechnet  werde 
(Ziff. 3). Die teilweise Gutheissung (Ziff. 2 Dispositiv) beruhte darauf, 
dass  die  ESTV den  Forschungsbeitrag  des  Bundesamts  für  Bildung 
und  Wissenschaft  (BBW)  im  Zusammenhang  mit  dem  Projekt  .... 
anders als zuvor und entsprechend der Ansicht der Einsprecherin  als 
Subventionen  qualifizierte. Die  Aufrechnung gemäss  EA Nr. 102'418 
Ziff.  1  (Fr.  ....)  werde  entsprechend  wieder  gutgeschrieben,  wobei 
aufgrund  der  vorzunehmenden  verhältnismässigen  Vorsteuerkürzung 
(von Fr. ....) die Gutschrift Fr. ... betrage. Die gestützt auf verschiedene 
Verträge erfolgten Zahlungen der Bundesämter betreffend die Führung 

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des Sekretariats im Rahmen der F.-Zusammenarbeit hingegen stellten 
steuerbare Entgelte dar und insofern sei die Nachbelastung mittels EA 
Nr. 102'418 zu bestätigen. Es sei dabei ein Auftrag für im Interesse der 
Bundesämter  vorzunehmende Aufgaben  erteilt  worden  und  es  gehe 
nicht  um  eine  Unterstützung  von  Forschungen  oder  die  generelle 
Förderung  eines  wissenschaftlichen  Projekts.  Im  Gegensatz  zur 
eigentlichen Forschungstätigkeit  im Zusammenhang mit  dem Projekt 
F., wo die vom Bund geleisteten Zahlungen nicht der Mehrwertsteuer 
unterworfen  worden  seien,  gebe  es  auch  keine  für  eine  breite 
Öffentlichkeit zugänglichen Forschungsresultate. 

C.
Mit  Beschwerde  an  die  Eidgenössische  Steuerrekurskommission 
(SRK) vom 27. Dezember 2006 beantragt die X. (Beschwerdeführerin) 
unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  sinngemäss,  es  sei  der 
Einspracheentscheid aufzuheben und die Umsätze im Zusammenhang 
mit  dem F. Sekretariat (...)  steuerfrei  zu belassen. Sie vertritt,  es sei 
beim  F.-Sekretariat  kein  Leistungsaustausch  gegeben.  Der 
Beitragszahler  fordere  vom  Beitragsempfänger  keine  konkrete 
Gegenleistung, sondern wolle diesen zu einem bestimmten Verhalten 
zu veranlassen. Stossend sei überdies, dass ein Teil der besteuerten 
Fr. ..., nämlich Fr. ..., Beiträge der Europäischen Union (EU) darstellten 
und  (diesbezüglich)  Auftraggeber  die  Europäische  Kommission  sei. 
Dabei  handle  es  sich  um  ausgenommene  Umsätze  bzw. 
Auslandumsätze.  Schliesslich  sieht  die  Beschwerdeführerin  in 
verschiedener Hinsicht eine rechtsungleiche Behandlung. 

D.
Mit Vernehmlassung vom 26. April  2007 beantragt die ESTV kosten-
fällige Abweisung der Beschwerde, wiederholt im Wesentlichen den im 
Einspracheentscheid  wiedergegebenen  Standpunkt  und  nimmt 
Stellung zu verschiedenen Vorbringen der Beschwerdeführerin. 

E.
Auf die weiteren Begründungen in den Eingaben der Parteien wird – 
soweit entscheidrelevant – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

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1.

1.1 Auf dem Gebiet der Mehrwertsteuer konnten Einspracheentschei-
de der ESTV nach Art. 65  des Mehrwertsteuergesetzes vom 2. Sep-
tember 1999 (MWSTG, SR 641.20)  bzw. Art. 53 der  Verordnung vom 
22. Juni 1994 über die Mehrwertsteuer (MWSTV, AS 1994 1464) mit 
Beschwerde bei der SRK angefochten werden. Die SRK ist per 31. De-
zember 2006 aufgelöst worden und das Bundesverwaltungsgericht hat 
am 1. Januar 2007 seine Tätigkeit aufgenommen. Gemäss Art. 31 des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni  2005 über das Bundesverwaltungsge-
richt (VGG, SR 173.32) beurteilt dieses Beschwerden gegen Verfügun-
gen nach Art. 5  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnah-
me nach Art. 32 VGG gegeben ist. Im Bereich der Mehrwertsteuer liegt 
eine solche Ausnahme nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist für 
die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  zuständig. Es  wendet 
das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VGG). Auf die Beschwer-
de ist einzutreten. 

1.2 Am 1. Januar 2001 sind das MWSTG sowie die zugehörige Ver-
ordnung  in  Kraft  getreten.  Der  zu  beurteilende  Sachverhalt bezieht 
sich auf die Jahre 1996 bis 1998 (vgl. hierzu auch unten E. 4.3.2), so 
dass  vorliegend noch  die  MWSTV  anwendbar  ist  (Art.  93  Abs.  1 
MWSTG). 

2.

2.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  kann  den  angefochtenen  Ent-
scheid grundsätzlich in vollem Umfang überprüfen. Neben der Verlet-
zung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder 
unvollständigen  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes 
(Art. 49  Bst.  b  VwVG)  kann  auch  die  Rüge  der  Unangemessenheit 
erhoben werden (Art. 49 Bst. c VwVG). Im Beschwerdeverfahren gelten 
die Untersuchungsmaxime, wonach der Sachverhalt von Amtes wegen 
festzustellen ist (Art. 12 VwVG), und der Grundsatz der Rechtsanwen-
dung  von Amtes  wegen (Art.  62  Abs. 4  VwVG).  Das Bundesverwal-
tungsgericht ist verpflichtet, auf den – unter Mitwirkung der Verfahrens-
beteiligten – festgestellten Sachverhalt die richtige Rechtsnorm anzu-
wenden (BGE 132 II 112 E. 3.2, 131 II 205 E. 4.2; Urteile des Bundes-
verwaltungsgerichts  [BVGer]  A-2036/2008  vom  19. August  2009 
E. 1.2; A-4072/2007 vom 11. März 2009 E. 1.2).  Dies bedeutet,  dass 
es  eine  Beschwerde  auch  aus  einem  anderen  als  den  geltend  ge-

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machten Gründen gutheissen oder  den angefochtenen Entscheid im 
Ergebnis mit einer Begründung bestätigen kann, die von jener der Vor-
instanz  abweicht  (sog. Motivsubstitution,  statt  vieler:  BVGE 2007/41 
E. 2  mit  weiteren  Hinweisen;  Entscheid  der  SRK  vom  12. Oktober 
1998, Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 63.29 E. 4a). Die 
Rechtsmittelinstanz ist jedoch nicht gehalten, allen denkbaren Rechts-
fehlern von sich aus auf den Grund zu gehen; für entsprechende Feh-
ler müssen sich immerhin mindestens Anhaltspunkte aus den Partei-
vorbringen oder den Akten ergeben (BGE 121 III 274 E. 2b; 119 V 349 
E. 1a; 117 V 263 E. 3b; 117 Ib 117 E. 4a; 110 V 53 E. 4a; ANDRÉ MOSER/
MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem Bundesver-
waltungsgericht, Basel 2008, S. 73 Rz. 1.54 f.; vgl. zum Ganzen auch 
Urteil des BVGer A-1359/2006 vom 26. Juli 2007 E. 1.3).

2.2 Die Beweiswürdigung endet mit dem richterlichen Entscheid darü-
ber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder 
nicht. Der Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt auf die freie 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtser-
hebliche Sachumstand verwirklicht hat (BGE 130 III 321 E. 3.2; Urteil 
des  Bundesgerichts  2A.110/2000  vom 26.  Januar  2001  E.  3c;  FRITZ 
GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  Bern  1983,  S.  279  f.;  MARTIN 
ZWEIFEL,  Die  Sachverhaltsermittlung  im  Steuerveranlagungsverfahren, 
Zürich 1989, S. 109 f.). Gelangt das Gericht nicht zu diesem Ergebnis, 
so  fragt  sich,  ob  zum Nachteil  der  Steuerbehörde oder  des  Steuer-
pflichtigen zu entscheiden ist, wer also die Folgen der Beweislosigkeit 
zu tragen hat. Nach der objektiven Beweislastregel ist bei Beweislosig-
keit  zu  Ungunsten  desjenigen  zu  urteilen,  der  die  Beweislast  trägt 
(GYGI,  a.a.O., S. 279 f.;  ZWEIFEL,  a.a.O., S. 109 f.). Die Steuerbehörde 
trägt  die Beweislast  für  die steuerbegründenden und steuererhöhen-
den Tatsachen und der Steuerpflichtige für die steueraufhebenden und 
-mindernden Tatsachen (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juli 2005, 
Archiv  für  Schweizerisches  Abgaberecht  [ASA] 75  S. 495  ff.  E.  5.4; 
statt vieler: Urteile des BVGer A-1418/2006 vom 14. Mai 2008 E. 5.1; 
A-1354 vom 24. August 2007 E. 2, je mit zahlreichen Hinweisen). Die 
Beweislast  für  das  Bestehen  eines  Steuerobjekts  und  namentlich 
eines  mehrwertsteuerlichen  Leistungsaustauschs obliegt  damit  –  als 
steuerbegründende Tatsache – der ESTV (Urteil  des Bundesgerichts 
2A.264/2006  vom  3. September  2008  E.  4.1;  Urteile  des  BVGer 
A-1385/2006 vom 3. April  2008 E. 7.2; A-1354 vom 24. August 2007 
E. 7.2.4, 8.2.2 in fine; A-1501/2006 vom 6. November 2008 E. 5.1).

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3.

3.1 Nach Art. 4 MWSTV unterliegen Lieferungen und Dienstleistungen 
der Mehrwertsteuer nur, wenn sie gegen Entgelt erbracht werden. Die 
Entgeltlichkeit  erfordert  einen  Leistungsaustausch  zwischen  dem 
steuerpflichtigen Leistungserbringer und dem Empfänger. Besteht kein 
solches Austauschverhältnis, ist die Aktivität mehrwertsteuerlich irrele-
vant und fällt  nicht in den Geltungsbereich der Mehrwertsteuer (statt 
vieler:  BVGE  2008/63  E.  2.3;  Urteil  des  BVGer  A-6152/2007  vom 
21. August 2009 E. 2.2.1; Entscheid der SRK vom 18. November 2002, 
VPB 67.49 E. 2a/cc, alle mit Hinweisen). Die Annahme eines solchen 
Leistungsaustauschs  setzt  voraus,  dass  zwischen  Leistung  und  Ge-
genleistung eine innere wirtschaftliche Verknüpfung bzw. ein direkter 
ursächlicher Zusammenhang gegeben ist (BGE 132 II 353 E. 4.1; 126 
II 443 E. 6a; Urteile des Bundesgerichts 2A.410/2006 vom 18. Januar 
2007 E. 5.1; vom 30. April 2004, ASA 75 241 E. 3.3; 2A.175/2002 vom 
23. Dezember 2002 E. 3.2; BVGE 2007/39 E. 2.1). 

Die Beurteilung, ob ein Leistungsaustausch besteht, hat in erster Linie 
nach  wirtschaftlichen,  tatsächlichen  Kriterien  zu  erfolgen  (sog.  wirt-
schaftliche Betrachtungsweise). Die zivil- bzw. vertragsrechtliche Sicht 
ist  nicht  entscheidend,  hat  aber  immerhin  Indizwirkung  (statt  vieler: 
Urteil  des  Bundesgerichts  2A.304/2003  vom  14.  November  2003 
E. 3.6.1; BVGE 2007/23 E. 2.3.2  mit  Hinweisen; Entscheid  der  SRK 
vom 5. Juli 2005, VPB 70.7 E. 2a).

3.2 Das  Entgelt  stellt  zudem die  Bemessungsgrundlage  für  die  Be-
rechnung der  Mehrwertsteuer  dar  (Art. 26  Abs. 1  MWSTV; vgl. BGE 
126 II 451 E. 6). Dazu gehört alles, was die Empfängerin oder an ihrer 
Stelle  eine  dritte  Person  als  Gegenleistung  für  die  Lieferung  oder 
Dienstleistung aufwendet (Art. 26 Abs. 2 MWSTV). 

3.3 Das  Bestehen  eines mehrwertsteuerlichen  Leistungsaustauschs 
wie auch Begriff und Umfang des Entgelts als Bemessungsgrundlage 
sind primär aus der Sicht des Leistungsempfängers zu definieren, was 
namentlich  der  Konzeption  der Mehrwertsteuer als  Verbrauchsteuer 
entspricht  (statt  vieler:  Urteil  des  Bundesgerichts  vom 9. April  2002, 
ASA  72 S. 792 E. 5.1; Urteile  des BVGer A-1567/2006 vom 28. De-
zember  2007  E.  2.2.3,  2.5;  A-1441/2006  vom  18. September  2008 
E. 2.1.2;  A-1354/2006  vom  24.  August  2007  E.  3.1  mit  Hinweisen; 
Entscheid der SRK vom 14. Juni 2005, VPB 69.126 E. 2a/dd;  DANIEL 
RIEDO, Vom Wesen der Mehrwertsteuer als allgemeine Verbrauchsteuer 

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und  von  den  entsprechenden  Wirkungen  auf  das  schweizerische 
Recht, Bern 1999, S. 226 ff., 230 ff.).

3.4 Für die Frage, ob der Handelnde als Leistungserbringer bzw. -em-
pfänger zu gelten hat,  ist  in mehrwertsteuerlicher Hinsicht massgeb-
lich, ob er in eigenem Namen auftritt oder nicht (Art. 10 MWSTV). Das 
Handeln wird grundsätzlich demjenigen mehrwertsteuerlich zugerech-
net,  der  nach Aussen,  gegenüber  Dritten  in  eigenem Namen auftritt 
(Urteile  des BVGer A-1562/2006 vom 26. September  2008 E. 2.2.3; 
A-1444/2006 vom 22. Juli 2008 E. 5; A-1341/2006 vom 7. März 2007 
E. 3.2.1 mit Hinweisen; Entscheide der SRK vom 4. Dezember 2003, 
VPB 68.71  E. 2b,  vom 15.  November  2002,  VPB 67.50  E.  2b,  vom 
21. Januar 1997, VPB 64.46 E. 3a und b;  RIEDO,  a.a.O., S. 253; zum 
Leistungsempfänger vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2A.202/2006 
vom 27. November  2006 E. 3.2,  4.2; Urteil  des  BVGer A-1626/2006 
vom 20.  April  2009  E. 2.5;  Entscheid  der  SRK vom 20.  März  2006 
[CRC 2005-021] E. 3b). 

3.5 Nicht zum Entgelt gehören gemäss Art. 26 Abs. 6 Bst. b MWSTV 
"Subventionen und andere Beiträge der öffentlichen Hand". Diese flies-
sen nicht in die Bemessungsgrundlage ein und unterliegen der Steuer 
nicht. Hingegen ist  nach Art. 30  Abs. 6  MWSTV der  Vorsteuerabzug 
verhältnismässig zu kürzen, soweit ein Steuerpflichtiger Subventionen 
oder  andere  Beiträge  der  öffentlichen  Hand  erhält  (BGE 126  II  443 
E. 6b, c; 132 II 353 E. 4.3, 7.1; Urteil des Bundesgerichts 2A.410/2006 
vom 18. Januar 2007 E. 5.2, 7.1). 

Die  MWSTV  (und  das  MWSTG)  definieren  den  Begriff  Subvention 
nicht.  Das  Bundesgericht  umschreibt  Subventionen  (im  Sinn  von 
Art. 26 Abs. 6 Bst. b MWSTV wie auch Art. 30 Abs. 6 MWSTV) allge-
mein als Leistungen kraft öffentlichen Rechts, die anderen Rechtsper-
sonen für bestimmte Zwecke zukommen, ohne dass dies zu einer un-
mittelbaren  Gegenleistung  an  den  Subventionsgebenden  führe.  Zur 
Beantwortung der Frage, ob eine Subvention vorliegt, ist zu prüfen, ob 
das Tatbestandsmerkmal der Entgeltlichkeit im vorn (E. 3.1) umschrie-
benen Sinn gegeben ist. Subventionen sind Beiträge der öffentlichen 
Hand,  die  ohne  entsprechende  marktwirtschaftliche  Gegenleistung 
ausgerichtet  werden. Der Subventionsgeber  will  damit  beim Subven-
tionsempfänger ein bestimmtes Verhalten hervorrufen oder unterstüt-
zen,  das  zur  Erreichung  eines  bestimmten  Zieles  als  geeignet  er-
scheint; diese Zielsetzung muss im öffentlichen Interesse liegen und 

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wird  mit  der  Subventionierung zu verwirklichen versucht. Abgesehen 
von dieser Verhaltensbindung erfolgt die Subventionierung aber ohne 
Gegenleistung (BGE 126 II 443 E. 6; Urteile des Bundesgerichts vom 
30. September 2003, ASA 74 523 E. 2.2; vom 11. Februar 2002, ASA 
73  147  E. 1.2;  vom  1.  September  2005,  ASA  76  248  E.  2.3;  vom 
25. August 2000, ASA 71 157 E. 6; 2C_105/2008 vom 25. Juni 2008 
E. 3.2, 3.3; vom 7. Mai 2008, ASA 78 174 E. 3.1; ausführlich und statt 
vieler  auch:  Urteile  des  BVGer  A-1354/2006  vom  24.  August  2007 
E. 3.2; A-6213/2007 vom 24. August 2009 E. 2.4). 

4.

4.1 Streitgegenstand sind vorliegend einzig noch die Zahlungen des 
Bundes im Zusammenhang mit  der  Führung des F. Sekretariats  (...) 
(vgl. Beschwerde Antrag 1 und 2 sowie Ziff. 5 und 6). Zu beurteilen ist, 
ob mit der ESTV von steuerbaren Entgelten im Sinn der MWSTV oder 
mit  der  Beschwerdeführerin  von  einem  fehlenden 
mehrwertsteuerlichen  Leistungsaustausch,  und  damit  von  Subven-
tionen (E. 3.5), auszugehen ist. 

Das  Projekt  F.-Sekretariat  steht  im  Zusammenhang  mit  anderen  F.-
Projekten, an welchen die Beschwerdeführerin beteiligt war und wofür 
sie  ebenfalls  Zahlungen  vom  Bund  erhalten  hat.  Diese  Zahlungen 
wurden mit Schreiben der ESTV vom 20. Dezember 2000 und der GS 
vom 31. Januar 2001 von der ESTV als Subventionen anerkannt und 
sind vorliegend nicht (mehr) strittig. 

Auch  die  im  Einspracheentscheid  noch  strittige  Entschädigung  des 
Bundes im Zusammenhang mit dem Projekt .... bildet vorliegend nicht 
mehr Streitgegenstand, nachdem die ESTV die Zahlungen im Einspra-
cheentscheid  als  Subvention  qualifiziert  hat  und  die  Beschwerde-
führerin auch die daraus folgende Vorsteuerkürzung nicht anficht.

4.2 Vorab kann zum Umfeld der fraglichen F.-Programme Folgendes 
festgehalten werden: 

Mit dem Forschungsgesetz vom 7. Oktober 1983 (FG, SR 420.1; hier 
massgebliche ursprüngliche Fassung: BBl 1983 III 1062) will der Bund 
gemäss  dem  Zweckartikel  in  Art.  1  (a.)  die  wissenschaftliche  For-
schung fördern und die Auswertung ihrer Ergebnisse unterstützen; (b.) 
die  Zusammenarbeit  der  Forschungsorgane  überwachen  und,  wenn 
nötig,  regeln; (c.)  die  wirtschaftliche und sparsame Verwendung  der 

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Bundesmittel für die Forschung sicherstellen. Die Förderung der For-
schung  erfolgt  insbesondere  über  Beiträge  an  die  Institutionen  der 
Forschungsförderung (Art. 6 FG). Im Zusammenhang mit der Koordi-
nation bestimmt Art. 19 FG, dass der Bundesrat darüber wacht, dass 
die Bundesmittel für die Forschung koordiniert und wirksam verwendet 
werden (Abs. 1). Lässt  sich die Zusammenarbeit  nicht  durch Selbst-
koordination verwirklichen, trifft der Bundesrat die erforderlichen Mass-
nahmen. Er kann zu diesem Zweck insbesondere bestehenden Kom-
missionen  bestimmte  Koordinationsaufträge  erteilen  oder  besondere 
Kommissionen einsetzen (Abs. 2). 

Gemäss  den  Informationen  auf  der  Internetseite  des  Staatssekreta-
riats für Bildung und Forschung (SBF) ist F. (Europäische Zusammen-
arbeit  auf  dem  Gebiet  der  wissenschaftlichen  und  technischen  For-
schung) ein wichtiger Teil der Forschungszusammenarbeit mit Europa. 
F. bietet  den  Schweizer  Forschenden  die  Möglichkeit,  sich  an  einer 
europäischen  Verbundforschung  gleichberechtigt  zu  beteiligen.  Das 
SBF unterstützt eine ganze Reihe von F.-Projekten. Der F.-Kredit des 
SBF  wird  nur  teilweise  für  Forschungsförderung  eingesetzt,  er  wird 
insbesondere  auch  für  die  Kosten  der  Koordination  verwendet.  Im 
heutigen Zeitpunkt  existiert  eine "Nationale F. Koordinatorin",  welche 
die  Schweiz  in  den  F. Gremien  vertritt,  den  Kontakt  zwischen  den 
nationalen und internationalen Gremien und Aktivitäten sichert und die 
Information und Beratung über F. sicherstellt (....).

4.3 Aktenkundig sind folgende Verträge, mit welchen die Führung des 
Sekretariats im Rahmen der F.-Zusammenarbeit geregelt wurde:

4.3.1 In einem Vertrag zwischen S. (als Beauftragter bezeichnet) und 
dem  Bundesamt  für  Aussenwirtschaft  (BAWI)  (als  Auftraggeber) 
vom  ...  (act.  22)  wurden  dem  Beauftragten  folgende  Aufgaben 
übertragen:  Führung  des  Sekretariats  von  Forschungsvorhaben  im 
Rahmen der F.-Zusammenarbeit als externer Experte und Koordinator; 
Betreuung und Koordination der F.-Aktion F. und Zusammenarbeit mit 
den  entsprechenden  Verwaltungsausschüssen  (Ziff.  1.1).  Im 
Pflichtenheft  (Anhang zum Vertrag) wurden diese Aufgaben wie folgt 
näher spezifiziert: Wissenschaftliche und administrative Betreuung von 
F.-Forschungsvorhaben  als  externer  Experte;  Zusammenarbeit  mit 
dem  F.-Sekretariat  der  EG-Kommission  und  den  entsprechenden 
technischen  F.-Ausschüssen  und  Verwaltungsausschüssen  der  F.-
Aktionen  sowie  den  nationalen  F.-Koordinatoren.  Weiter  sehen  der 

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Vertrag und das Pflichtenheft  Rechenschafts-  und Auskunftspflichten 
des  Beauftragten  vor.  Er  ist  zur  halbjährlichen  Berichterstattung 
zuhanden  des  Auftraggebers  und  der  anderen  interessierten 
Bundesstellen  und  zur  Auskunfterteilung  an  den  Auftraggeber 
verpflichtet (Pflichtenheft). Er hat zudem bei Abschluss seiner Tätigkeit 
einen Bericht über seine Tätigkeit zu verfassen. Liegt ein besonderes 
Interesse  vor,  kann  der  Auftraggeber  unabhängig  davon  Auskunft 
verlangen  (Ziff.  1.3  des  Vertrags). Sodann  untersteht  gemäss  Ziff.  2 
des  Vertrags  der  Beauftragte  der  für  Bedienstete  des  Bundes 
geltenden  Arbeitszeit-  und  Urlaubsregelung,  wobei  spezifiziert  wird, 
dass  der  Umfang  der  Tätigkeit  einem  Beschäftigungsgrad  von  50% 
entspreche. Als Salär wird dem Beauftragten jährlich ein Betrag von Fr. 
... vergütet. Der Bund übernimmt zudem den Arbeitgeberanteil an den 
AHV/IV/EO-  und  ALV-Beiträgen  des  Beauftragten  (Ziff.  4.1,  4.2). 
Reisekosten und weitere Spesen gehen zu Lasten der EU-Kommission 
(Ziff. 4.3). Weiter ist vereinbart, dass S. den Auftrag persönlich und in 
völliger Unabhängigkeit ausführt und dabei die öffentlichen Interessen 
wahrt  (Ziff.  5).  Die  Allgemeinen  Geschäftsbedingungen  (AGB)  der 
Bundesverwaltung  für  Experten  und  Beauftragte  wurden  zum 
Bestandteil des Vertrags erklärt (Ziff. 6). 

Im  ...  wurde  zwischen  dem  BBW  (Auftraggeber)  und  S.,  X. 
(Beauftragter)  ein  weiterer  Vertrag  geschlossen  (act. 23).  Dieser 
stimmt in Bezug auf die übertragenen Aufgaben (Ziff. 1.1 und 1.3 des 
Vertrags  und Pflichtenheft  im Anhang)  praktisch vollständig mit  dem 
vorerwähnten  Vertrag  überein.  Sodann  wird  basierend  auf  einer 
Auslastung  des  Beauftragten  für  die  Erfüllung  der  Aufgaben  unter 
diesem Mandat von ca. 50% ein Pauschalbetrag für  die Zeit  vom 1. 
Januar bis Ende August 1998 ein Honorar von max. Fr. ... vereinbart 
(Ziff.  3.1).  Reisekosten  und  weitere  Spesen  werden  nicht  vergütet. 
Hierzu wird festgehalten, dass der Beauftragte bei der EU-Kommission 
um einen finanziellen Beitrag für Spesen ersuchen wird (Ziff. 3.2). Der 
Bund übernimmt die Hälfte der Sozialversicherungskosten (Ziff. 4). Ziff. 
5  und  6  des  Vertrags  stimmen  wiederum  mit  dem  vorerwähnten 
Vertrag überein.

4.3.2 Im Einspracheentscheid beruft sich die ESTV zudem auf einen 
Vertrag vom 1. März 1993 (act. 24) zwischen dem BBW und einem an-
deren damaligen Kollektivgesellschafter. Dieser Vertrag dauerte jedoch 
nur bis 31. Januar 1996 (Ziff. 10 des Vertrags). Die vorliegend strittigen 
Aufrechnungen der  ESTV (F. Sekretariat)  betreffen jedoch die Jahre 

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1996  bis  1998,  während  im  Jahr  1995  noch  keine  Aufrechnung 
betreffend  das  Sekretariat  (....)  erfolgte  (siehe  Beilagen  zur  EA  Nr. 
102'418 und Beilage zum Einspracheentscheid). Entsprechend ist der 
fragliche Vertrag – wie auch die Beschwerdeführerin vorbringt – kaum 
entscheidrelevant. Ohnehin wurde im Grossen und Ganzen das selbe 
geregelt wie in den beiden vorerwähnten Verträgen. 

4.4 Die Parteien scheinen darin einig zu gehen, dass die Beschwerde-
führerin  aus  diesen Verträgen berechtigt  und verpflichtet  ist  und die 
Leistungen  betreffend  F. Sekretariat  ihr  zuzurechnen  sind.  Aufgrund 
der  Tatsache,  dass  S.  in  den  Verträge  in  act.  22  und  23  als 
Beauftragter bezeichnet wird, ist die Identität des Leistungserbringers 
jedoch  nicht  ohne  Weiteres  klar  und  aufgrund  des  Untersuchungs-
grundsatzes und der Rechtsanwendung von Amtes wegen (vgl. E. 2.1) 
ist  auf  diese  Problematik,  obwohl  unter  den  Parteien  nicht  strittig, 
zumindest kurz einzugehen. 

S.  war  in  der  fraglichen  Zeit  Kollektivgesellschafter  der  Beschwer-
deführerin. Tritt  er gegen Aussen für diese in Erscheinung, ist  mehr-
wertsteuerlich entscheidend, ob er dabei ausdrücklich im Namen der 
Kollektivgesellschaft  gehandelt  hat  (E. 3.4). Wäre dies zu verneinen, 
müsste er selbst als Leistungserbringer der fraglichen Leistungen an-
gesehen werden.

In Bezug auf den Vertrag mit dem BBW vom ... (act. 23), in welchem 
als  Beauftragter  "S.,  X."  bezeichnet  und  dabei  die  Adresse  der 
Kollektivgesellschaft  angefügt  wurde,  kann  mit  den  Parteien  davon 
ausgegangen werden,  dass die  Beschwerdeführerin  Leistungserbrin-
gerin ist. Zweifel bestehen aber bezüglich des Vertrags mit dem BAWI 
vom ... (act. 22). In diesem wird die X. überhaupt nicht erwähnt, weder 
im Kopf des Vertrags noch bei den Unterschriften. Allein aufgrund des 
Vertrags  gälte  damit  S.  als  mehrwertsteuerlicher  Leistungserbringer 
(E. 3.4). Da die weiteren Sachumstände nicht bekannt sind, kann die 
Identität  des  Leistungserbringers  aber  nicht  abschliessend  eruiert 
werden. Die Beschwerdeführerin bestreitet wie erwähnt nicht, dass die 
Verträge  sie  (zivilrechtlich)  berechtigten  und  verpflichteten  und  die 
Leistungen aus den Verträgen ihr zuzurechnen sind. Nicht umstritten 
ist  auch, dass die Zahlungen schlussendlich der Beschwerdeführerin 
zukamen  und  ihr  als  Umsatz  oder  –  wie  sie  geltend  macht  –  als 
Subventionszahlungen zuzurechnen sind. Unter diesen Umständen ist 
es  nicht  am  Bundesverwaltungsgericht,  in  dieser  Richtung  weitere 

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Abklärungen  zu  treffen  (vgl.  E.  2.1).  Es  ist  mit  den  Parteien 
anzunehmen,  dass  die  Beschwerdeführerin  in  mehrwertsteuerlicher 
Hinsicht  Vertragspartei  und  Erbringerin  der  vereinbarten  Leistungen 
war.

4.5 Die vertraglich vereinbarte Tätigkeit bestand im Führen des Sekre-
tariates  für  die  Forschungsvorhaben  im  Rahmen  der  F.-Zusammen-
arbeit. Dabei galt es, die F.-Aktionen zu betreuen und zu koordinieren 
und den Kontakt und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen F.-
Ausschüssen  zu  übernehmen.  Ferner  wurden  Auskunfts-  und 
Rechenschaftspflichten statuiert  (vorn  E. 4.3.1). Massgebliche Frage 
ist  nun,  ob  diese  Arbeiten  im  Rahmen  eines  mehrwertsteuerlichen 
Leistungsaustauschs  mit  den  fraglichen  Zahlungen  des  Bundes 
ausgeführt wurden. 

In beiden Verträgen ist explizit festgehalten, es werde ein Auftrag zur 
Ausführung übertragen. Auch angesichts der Bezeichnung als Auftrag 
bzw. Mandat und der Vertragsparteien als Auftraggeber und Beauftrag-
ter wollten die Parteien offensichtlich einen zivilrechtlichen Auftrag ab-
schliessen. Weiter werden die AGB der Bundesverwaltung für Exper-
ten und Beauftragte zum Bestandteil  des Vertrags erklärt  (zum Gan-
zen vorn E. 4.3.1). Wenn auch die zivilrechtliche Qualifikation als Auf-
trag nicht allein entscheidend ist,  ist  darin bereits ein Indiz für einen 
mehrwertsteuerlichen Leistungsaustausch zu sehen (vorn E. 3.1).

Das  Austauschverhältnis  und  die  innere  wirtschaftliche  Verknüpfung 
zwischen  vereinbarter  Leistung  und  Entgelt  (E.  3.1)  ergibt  sich  – 
abgesehen von der Bezeichnung – auch aus dem Vertragsinhalt. 

Der Bund hat in den Verträgen bestimmte, genau spezifizierte Aufga-
ben auf die Beschwerdeführerin übertragen und diese damit zu deren 
Erfüllung verpflichtet. Der Bund befand es, nachdem er sich zur Förde-
rung  und  Subventionierung  der  EU-Forschungsprogramme  (F.)  ent-
schlossen  hatte,  offenbar  für  notwendig,  für  deren Koordination  und 
ordnungsgemässen  Ablauf  zu  sorgen. Er  wollte  weiter  sicherstellen, 
dass der Austausch mit den verschiedensten F.-Organen gewährleistet 
und die Schweiz in den internationalen Gremien vertreten ist. Eben-
falls benötigte er für sich eine Kontaktperson, welche über die nötigen 
Informationen und den Überblick über die einzelnen Projekte verfügt, 
Auskunft geben und Berichte abliefern kann. Dass die Koordination der 
F.-Projekte, aber auch das Zusammenwirken mit und die Vertretung in 
den F.-Gremien usw., als Aufgabe des Bundes betrachtet wird, die es 

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zu erfüllen gilt, ergibt sich auch aus Art. 19 FG und der Tatsache, dass 
heute  eine  vom  Bund  gestellte  Koordinatorin  existiert,  welche 
Aufgaben  erfüllt,  die  den  vorliegend  zur  Diskussion  stehenden 
weitgehend  entsprechen  (E.  4.2).  Der  Bund  hat  damit  ein  eigenes 
Interesse  an  der  Erfüllung  der  mittels  diesem  Auftrag  vereinbarten 
Leistungen  und  um  diese  Leistungen  zu  erhalten,  hat  er  mit  der 
Beschwerdeführerin die Verträge geschlossen. 

Das in den Verträgen vereinbarte Entgelt wurde sodann klarerweise im 
Austausch für  diese Leistungen vereinbart. Aus der  (hier  massgebli-
chen, vorn E. 3.3) Sicht des Bundes besteht ein Leistungsaustausch, 
indem der Bund die fraglichen Leistungen bei der Beschwerdeführerin 
einkaufte, für sich erbringen liess und hierfür die fraglichen Zahlungen 
leistete. Dies wird zudem durch einzelne Punkte der Verträge bestätigt, 
wie die Bezeichnung des Entgelts als "Salär" oder "Lohn" (Vertrag in 
act. 22) bzw. Honorar (Vertrag in act. 23), die Übernahme eines Teils 
der  Sozialversicherungsbeiträge,  die  Präzisierung  (vgl.  Vertrag  in 
act. 23), dass das Honorar "basierend auf einer Auslastung des Beauf-
tragten für die Erfüllung der Aufgaben unter diesem Mandat von ca. 
50%"  ausgerichtet  werde;  all  dies  impliziert  eine  Abgeltung  für 
geleistete Arbeit. 

Eine Subvention  fällt  bei  diesen Gegebenheiten  ausser  Betracht. Es 
kann keine Rede sein davon, dass der Bund bloss die Tätigkeit der Be-
schwerdeführerin allgemein fördern will. Die Führung des Sekretariats 
F. beruht auf einem mehrwertsteuerlichen Leistungsaustausch und die 
Zahlungen des Bundes sind steuerbares Entgelt. 

4.6 Es  bleibt  auf  einzelne  Argumente  der  Beschwerdeführerin 
einzugehen.

4.6.1 Sie bringt vor, von den vertraglich vereinbarten Aufgaben hätten 
die "besonderen Aufgaben" gemäss Pflichtenheft, nämlich die Bericht-
erstattung und die Auskunftserteilung (vgl. E. 4.3.1), nur etwa 5% der 
Arbeitszeit  von S. ausgemacht.  Die  ganze restliche  Arbeitszeit  habe 
sich also auf die "allgemeinen" Aufgaben bezogen. Dieses Argument 
ist nicht stichhaltig, denn anders als die Beschwerdeführerin offenbar 
annimmt,  haben  angesichts  der  Verträge  nicht  nur  die  besonderen 
Aufgaben  gemäss  Pflichtenheft  als  Teil  des  vereinbarten  Leistungs-
austauschs zu gelten, sondern auch die allgemeinen Aufgaben; auch 
für sie wurden die Zahlungen geleistet. 

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4.6.2 Weiter wird in verschiedener Hinsicht die Verletzung des Gleich-
behandlungsgebots gerügt. 

So wird vorgebracht,  es stelle eine rechtsungleiche Behandlung dar, 
wenn  die  EU-Forschungsprojekte  (F.,  ...)  und  die  Nationalen 
Forschungsprogramme (NFP) einerseits und das Projekt F.-Sekretariat 
andererseits ungleich behandelt würden. Diesbezüglich hebt die ESTV 
richtig  hervor,  dass  die  die  Beiträge  für  die  F.-Projekte  und  die 
Beiträge für die Führung des Sekretariats für diese F.-Projekte separat 
zu  qualifizieren  sind.  Dass  Erstere  als  Subventionen  zu  betrachten 
sind, führt  zu keinerlei Schluss für die Qualifikation der Führung des 
Sekretariats.  Letzteres  beruht  nach  dem  Gesagten  anders  als  die 
Forschungsbeiträge auf einen Leistungsaustausch. Insofern kann auch 
nicht  von  einem  Verstoss  gegen  das  Gleichbehandlungsgebot 
gesprochen  werden.  Dasselbe  gilt  für  als  Subventionen  erachtete 
Zahlungen  für  andere  Forschungsprojekte  (NFP,  ...),  soweit  es  bei 
diesen  um  die  Förderung  der  Forschung  bzw.  bestimmter 
Forschungsprojekte geht. Bei der Vereinbarung betreffend die Führung 
des  F.-Sekretariats  besteht  –  wie  dargestellt  –  eine  ganz  andere 
Ausgangslage. 

Weiter  wird  vorgebracht,  bis  im  Jahr  1999  seien  die  NFP von  Pro-
grammleitern geleitet  worden,  deren Aufgaben (Koordination,  Beglei-
tung, Abrechnung und Verfassen eines Schlussberichts) mit jenen von 
S.  als  Sekretär  des  F.-Programms  ...  direkt  vergleichbar  gewesen 
seien. Diese Arbeit  sei  aber  von der  Mehrwertsteuer  ausgenommen 
bzw. dieser nicht unterworfen worden worden. Die ESTV erwidert dem, 
die Verhältnisse bei den Programmleitern seien nicht vergleichbar mit 
den  vorliegenden.  Wie  es  sich  damit  verhält,  ist  nicht  bekannt.  Die 
Beschwerdeführerin  hat  die  Verhältnisse  betreffend  die  fraglichen 
Programmleiter  und  die  Vergleichbarkeit  mit  dem  vorliegenden  Fall 
nicht dargelegt und damit nicht aufgezeigt, dass "Gleiches" zu Unrecht 
ungleich behandelt worden wäre. Mangels Anhaltspunkten, dass eine 
Rechtsungleichheit  bestehen  könnte,  rechtfertigen  sich  weitere 
Abklärungen durch das Bundesverwaltungsgericht nicht (vorn E. 2.1). 
Zudem ist nach dem Gesagten nicht zweifelhaft, dass die Tätigkeit des 
Sekretärs  der  F.-Projekte  der  Mehrwertsteuer  untersteht.  Wäre  die 
Tätigkeit  der  besagten  Programmleiter  tatsächlich  vergleichbar,  so 
wäre  die  Beschwerdeführerin  folglich  darauf  hinzuweisen,  das  ein 
Anspruch  auf  Gleichbehandlung  im  Unrecht  grundsätzlich  nicht 
besteht.  Nur  ausnahmsweise  wird  solches  anerkannt,  nämlich  wenn 

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eine rechtsanwendende Behörde eine gesetzwidrige Praxis pflegt und 
überdies  zu  erkennen  gibt,  dass  sie  davon  auch  in  Zukunft  nicht 
abweichen werde (vgl. BGE 132 II 485 E. 8.6; 112 Ib 381 E. 6; 122 II 
446 E. 4a, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 2A.47/2005 vom 
7.  Juni  2007  E. 4;  Urteile  des  BVGer  A-1474/2006  vom  28.  Januar 
2008 E. 3.4.2; A-1493/2006 vom 30. August 2007 E. 3.3; A-1383/2006 
vom 19. Juli 2007 E. 3.4.5). Dafür, dass diese Voraussetzungen erfüllt 
sind, bestehen hier ebenfalls keine Hinweise.

4.6.3 Schliesslich verweist die Beschwerdeführerin auf zwei Tabellen 
in der Beilage zur EA Nr. 102'418 und bringt vor, der Revisor habe die 
besteuerten Beträge in den zwei verschiedenen Tabellen unterschied-
lich  qualifiziert,  nämlich  einmal  als  ausgenommen  oder  Auslandum-
sätze (vertikale Tabelle) und einmal als steuerpflichtig (querformatige 
Tabelle). Deswegen sei  davon auszugehen,  dass  der  Revisor  einem 
Irrtum unterlegen ist (vgl. Ziff. 10 ff. Beschwerde). Vorab könnte eine 
vereinzelte "Qualifikation" durch einen Revisor, die von allen späteren 
Qualifikationen der ESTV abweicht, nicht als entscheidrelevant ange-
sehen werden und vermöchte auch keinen Gutglaubensschutz zu be-
gründen.  Zudem  kann  auf  die  nachvollziehbare  Angabe  in  der  Ver-
nehmlassung verwiesen werden, wonach in der vertikalen Tabelle die 
Umsätze so aufgelistet worden seien, wie von der Beschwerdeführerin 
deklariert,  es  sich  also  gar  nicht  um  eine  Qualifikation  der  ESTV 
handle. Diese befinde sich in den querformatigen Tabellen. 

5.
Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, ein Teil des unter dem 
Titel  F. Sekretariat  besteuerten Betrags  von Fr. ...  umfasse Beiträge 
der  EU.  Auftraggeber  im  Zusammenhang  mit  der  Führung  dieses 
Sekretariats sei neben dem BAWI, dem BUWAL und dem BBW (Beträ-
ge von insgesamt Fr. ....) auch die Europäische Kommission gewesen, 
welche Direktzahlungen von Fr. ... geleistet habe. Dieser von der EU 
ausgerichtete Betrag sei zu Unrecht besteuert worden, es handle sich 
um ausgenommene Umsätze bzw. Auslandumsätze (Beschwerde Ziff. 
14, Einsprache Ziff. 7 f.). In der Einsprache (Ziff. 8) wird spezifiziert, es 
gehe (u.a.) um die Bezahlung von Reise- und Unterkunftskosten von 
S. 

5.1 Vorab ist festzuhalten, dass aus den Akten nicht ersichtlich ist, ob 
und inwiefern im aufgerechneten Betrag von Fr. ... (zu diesem Betrag 
vgl. etwa Beilage zum Einspracheentscheid) auch Zahlungen seitens 

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der EU enthalten sind. Die Angaben der Beschwerdeführerin werden 
von der ESTV zwar nicht bestritten, es wird aber zu diesem Vorbringen 
auch nur in der Vernehmlassung kurz Stellung genommen und dabei 
von "allfälligen Zahlungen der EU" gesprochen. Diesen Punkt hätte die 
ESTV  gegebenenfalls  noch  zu  klären  (siehe  unten  E. 5.4).  Im 
Folgenden  wird  vorläufig  unterstellt,  dass  die  Angabe  der 
Beschwerdeführerin zutrifft.

5.2 Dem  Einwand  der  Beschwerdeführerin  hält  die  ESTV  in  der 
Vernehmlassung entgegen, die Tatsache, dass diese allfällige Zahlun-
gen von der EU erhalten habe (z.B. Reisekosten und weitere Spesen 
gemäss dem Vertrag zwischen BAWI und S. in act. 22 Ziff. 4.3), befreie 
noch nicht per se von der Mehrwertsteuerpflicht. Massgebend sei, wer 
Leistungsempfänger  war  und  dies  sei  gemäss  den  Verträgen  die 
Eidgenossenschaft gewesen und nicht die EU. 

Soweit aus dieser – reichlich knappen – Begründung ersichtlich, geht 
die ESTV also davon aus, dass die Zahlungen der EU Entgelt bildeten 
für die Leistungen der Beschwerdeführerin gegenüber dem Bund. Es 
trifft zwar zu, dass das Entgelt nach Art. 26 Abs. 2 MWSTV statt durch 
den Leistungsempfänger auch durch eine dritte Person geleistet wer-
den kann (Art. 26 Abs. 2 Satz 1 MWSTV; vorn E. 3.2). Wer das Entgelt 
aufwendet, ist entsprechend auch nicht allein entscheidend für die Be-
stimmung  des  Leistungsempfängers.  Damit  die  Zahlungen  der  EU-
Kommission in diesem Sinn von dritter  Seite geleistetes steuerbares 
Entgelt  darstellen  könnten,  müssten  sie  aber  tatsächlich  auf  dem – 
vorstehend  umschriebenen  –  Leistungsaustausch  zwischen  der  Be-
schwerdeführerin  und dem Bund beruhen. D.h. die  Beiträge  der  EU 
müssten Entgelt (geleistet von dritter Seite) bilden für die Leistungen, 
welche  die  Beschwerdeführerin  gestützt  auf  die  erwähnten  Verträge 
dem Bund erbringt (zum Ganzen E. 3.1 f.).

Ob dies hier der Fall ist, kann aufgrund der Aktenlage nicht beantwor-
tet  werden. Die rechtlichen bzw. vertraglichen Grundlagen der  stritti-
gen Zahlungen der EU-Kommission sind nicht bekannt. Anzunehmen 
ist lediglich, dass eine Vereinbarung zwischen dem Beauftragten und 
der EU-Kommission existierte und das F. Sekretariat Beiträge der EU-
Kommission erhielt (vgl. Ziff. 1.2 und 4.3 des Vertrags in act. 22 bzw. 
Ziff. 1.2 imd 3.2 des Vertrags in act. 23, vorn E. 4.3.1; ferner Beilage zu 
act. 23: Bestätigung der EU-Kommission, wonach diese für die Jahre 
1997 und 1998 finanzielle Unterstützung zusichert). Davon, dass diese 

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Beiträge der EU Teil des Entgelts für die mit dem Bund vereinbarten 
Leistungen  darstellen  sollten,  ist  nirgends  die  Rede.  Weder  der 
ursächliche  Zusammenhang  noch  die  innere  wirtschaftliche 
Verknüpfung  zwischen  den  Zahlungen  der  EU-Kommission  und  den 
Leistungen der Beschwerdeführerin an den Bund sind erstellt und die 
ESTV hat  ihre  Annahme in  der  Vernehmlassung  (sofern  die  dortige 
Bemerkung überhaupt richtig interpretiert wurde) nicht belegt.

5.3 Statt  als  Entgelt  im Rahmen des Leistungsaustauschs zwischen 
der  Beschwerdeführerin  und  dem  Bund  könnten  die  Zahlungen  der 
EU-Kommission im Übrigen auch in deren eigenem Interesse ausge-
richtet  worden  sein.  Dann  wäre  wiederum zu  prüfen,  ob  darin  eine 
Subvention  läge,  oder  ob  die  Zahlungen  in  einem  mehrwertsteuer-
lichen Leistungsaustausch mit einer Leistung der Beschwerdeführerin 
an die EU-Kommission stünden. Im zweiten Fall könnten die Zahlun-
gen  allenfalls  in  die  Bemessungsgrundlage  fallen,  wobei  weiter  zu 
untersuchen wäre, ob überhaupt eine in der Schweiz steuerbare Leis-
tung oder ob vielmehr eine Ausfuhrleistung nach Art. 15 Abs. 2 Bst. l 
MWSTV  vorläge.  Mangels  Dokumentation  der  massgeblichen  Sach-
umstände kann auch keine dieser Konstellationen bejaht werden. 

5.4 Dass den Zahlungen der EU-Kommission ein Leistungsaustausch 
zugrunde liegt und sie steuerbares Entgelt  bilden, ist  damit nicht er-
wiesen. Dies  ist  auf  eine  ungenügende  Abklärung  des  Sachverhalts 
durch die ESTV zurückzuführen, welche nicht plausibel erläutert  und 
schon  gar  nicht  belegt  hat,  worin  der  massgebliche  Leistungsaus-
tausch liegen soll. Hat die Vorinstanz den Sachverhalt  unrichtig oder 
unvollständig festgestellt  und damit Art. 49 Bst. b VwVG verletzt,  hat 
eine Rückweisung im Sinn von Art. 61 Abs. 1 VwVG an diese zu erfol-
gen (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 3.195). Hinzu kommt, dass 
die  ESTV  zum  fraglichen  –  bereits  in  der  Einsprache  (S. 5)  vorge-
brachten – Argument der Beschwerdeführerin im Einspracheentscheid 
keinerlei und in der Vernehmlassung nur sehr kurz Stellung genommen 
hat. Damit  hat  sie  auch der  Begründungspflicht  nicht  Genüge getan 
(siehe hierzu: BGE 129 I 232 E. 3.2; 126 I 97 E. 2b; 112 Ia 107 E. 2b). 
Auch aufgrund der Verletzung der Begründungspflicht ist die Streitsa-
che  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  (Urteile  des  BVGer 
A-1506/2006  vom 3. Juni  2008  E. 2.1.1;  A-1543/2006  vom 14. April 
2009; E. 2.1; BVGE 2008/26 E. 5.2;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O., 
Rz. 3.106, 3.113 f.).

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Die Beschwerde ist  damit  teilweise gutzuheissen und die Sache zur 
Abklärung  der  Frage,  ob  die  Zahlungen  der  EU-Kommission  als 
steuerbares Entgelt betrachtet werden können, an die ESTV zurückzu-
weisen.  Es  ist  daran  zu  erinnern,  dass  die  ESTV  für  den  Bestand 
eines  Steuerobjekts  die  Beweislast  trägt  (E. 2.2)  und  sie  damit  zu 
beweisen  hat,  dass  die  Zahlungen  Entgelt  in  einem  mehrwert-
steuerrelevanten Leistungsaustausch darstellen. Nur dann dürften sie 
in  die  Bemessungsgrundlage gezogen werden. Wie  bereits  erwähnt, 
hat  die  ESTV  zudem  auch  abzuklären,  ob  und  bejahendenfalls  in 
welchem  Umfang  in  der  Aufrechnung  eines  Umsatzes  von  Fr. ... 
effektiv auch Zahlungen enthalten sind, die nicht vom Bund, sondern 
von der EU geleistet worden sind (vorn E. 5.1). 

6.
Die Beschwerde ist  im Sinn der Erwägungen teilweise gutzuheissen 
(E. 5),  im Übrigen aber  abzuweisen. Angesichts  der  teilweisen  Gut-
heissung werden die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.-- der Beschwer-
deführerin  im  reduzierten  Umfang  von  Fr. 2'000.--  auferlegt  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG). Die ESTV hat  zudem der teilweise obsiegenden und 
vertretenen  Beschwerdeführerin  eine  reduzierte  Parteientschädigung 
zu entrichten (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG). Diese wird in Anwendung 
von Art.  14  des  Reglements vom 21. Februar  2008 über  die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, 
SR 173.320.2)  auf  Fr. 3'500.--  (inkl.  Auslagen  und  Mehrwertsteuer) 
festgesetzt. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  teilweise  gutgeheissen und die Sache diesbe-
züglich im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten werden in  reduziertem Umfang von Fr. 2'000.--
der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten 
Kostenvorschuss  von  Fr. 3'000.--  verrechnet.  Der  Überschuss  von 
Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt  der Rechtskraft 
zurückerstattet.

Seite 18

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3.
Die ESTV hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 
Fr. 3'500.-- zu entrichten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Salome Zimmermann Sonja Bossart

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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