# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3eef6e45-e565-5d28-89c2-2c6ecfd35dab
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.11.2022 SB210111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210111_2022-11-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB210111-O/U/nm 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Ersatzoberrichter 

lic. iur. Vesely und Ersatzoberrichterin lic. iur. Tschudi sowie Ge-

richtsschreiberin MLaw Boese 

Urteil vom 11. November 2022 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigte und Berufungsklägerin 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur., LL.M. X1._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Diebstahl etc.   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 
16. November 2020 (DG200149) 
 

 

-  2  - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 14. Juli 2020 (Urk. 19) 

ist diesem Urteil beigeheftet. 

Berichtigtes Urteil der Vorinstanz:  

1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB; 

- des mehrfachen versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB; 

- der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB; 

- der geringfügigen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB; 

- des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB; so-

wie 

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 

von Art. 19a Ziff. 1. 

2. Die Beschuldigte A._____ ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom 

Vorwurf 

- des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB betreffend Dossier 4. 

3. Die Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 46 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von 

CHF 300.00. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

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5. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. März 2020 

beschlagnahmte Barschaft von CHF 300.00 wird eingezogen und zur teil-

weisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

7. Die Privatklägerin B._____ AG wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

8. Die Privatklägerin C._____ AG wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 4'200.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

CHF  3'500.00   Gebühr für das Vorverfahren  

CHF 1'800.00   Telefonkontrolle 

CHF  1'238.80   Auslagen Kantonspolizei Zürich / FOR / IRM 

CHF 1'200.00   4/5 Gebühr Beschluss OG ZH vom 2. April 2020 

CHF 603.45   amtliche Verteidigung RAin lic. iur. X2._____ 

CHF 15'472.45   amtliche Verteidigung RA lic. iur. X1._____ (ohne MwSt.) 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens gemäss vor-

stehender Dispositiv-Ziffer 9, ausgenommen diejenigen der amtlichen Ver-

teidigung, werden der Beschuldigten auferlegt. 

11. Die (vorübergehend eingesetzte) amtliche Verteidigerin der Beschuldigten, 

Rechtsanwältin lic. iur. X2._____, wird mit CHF 603.45 (inkl. MwSt.) aus der 

Staatskasse entschädigt. Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO. 

-  4  - 

12. Der amtliche Verteidiger der Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, 

wird mit CHF 15'472.45 (ohne MwSt.) aus der Staatskasse entschädigt. 

Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung der Beschuldigten: 

(Urk. 80 S. 1 f.; Urk. 95 S. 1 f.) 

1. Ziffer 1 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und die Beschuldigte 

stattdessen schuldig zu sprechen: 

− der Gehilfenschaft zum Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB (Dossier 1) 

− der Gehilfenschaft zum versuchten Diebstahl im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 und Art. 22 StGB 

(Dossier 3) 

− der Gehilfenschaft zum Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 

StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB (Dossier 3) 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

(Dossiers 1 und 2) 

− der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Dossier 5). 

2. Ziffer 3 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und die Beschuldigte 

stattdessen mit einer Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen zu 

Fr. 30.–, unter Anrechnung der erstandenen Haft von 46 Tagen, sowie 

mit einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen. 

3. Ziffer 4 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und stattdessen sei 

der Vollzug der Geldstrafe aufzuschieben, unter Festsetzung einer 

Probezeit von 2 Jahren. 

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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates. 

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl:  

(Urk. 83) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

  

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Erwägungen: 

I. Verfahrensverlauf 

1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermei-

dung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 76 S. 6 ff.). 

2. Die Beschuldigte wurde mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, 

vom 16. November 2020 im Sinne des eingangs wiedergegebenen Dispositivs 

schuldig gesprochen und bestraft. Das Urteil wurde gleichentags mündlich sowie 

schriftlich im Dispositiv eröffnet (Urk. 65; Prot. I S. 30 ff.). Die Verteidigung der 

Beschuldigten meldete am 23. November 2020 fristgerecht Berufung an (Urk. 69; 

Art. 399 Abs. 1 StPO). Das begründete Urteil (Urk. 73 bzw. Urk. 76) wurde den 

Parteien am 16., 17. und 18. Februar 2021 zugestellt (Urk. 75/1-5), woraufhin die 

Verteidigung der Beschuldigten mit Eingabe vom 8. März 2021 innert Frist die Be-

rufungserklärung beim hiesigen Gericht einreichte (Urk. 80; Art. 399 Abs. 3 StPO).  

3. Innert der angesetzten Frist gemäss Art. 400 Abs. 3 lit. b StPO (Urk. 81) 

verzichtete die Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 17. März 2021 auf die Erhe-

bung einer Anschlussberufung (Urk. 83).  

4. Am 11. November 2022 fand die Berufungsverhandlung in Anwesenheit der 

Beschuldigten, deren Verteidigers und des Vertreters der Staatsanwaltschaft statt 

(Prot. II S. 4 ff.). Vorfragen waren keine zu entscheiden und – abgesehen von der 

Einvernahme der Beschuldigten (Prot. II S. 20 ff. und S. 41 ff.) – auch keine Be-

weise abzunehmen. Das Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung 

und wurde den Parteien schriftlich eröffnet (Prot. II S. 63; Urk. 101/1-6). 

 

 

 

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II. Prozessuales 

1. Rechtskraft 

Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechtskraft des 

angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Die Verteidigung 

ficht die Dispositivziffer 1, Lemma 1-5 an (Schuldsprüche wegen Diebstahls, 

mehrfachen versuchten Diebstahls, Sachbeschädigung, geringfügiger Sachbe-

schädigung, Hausfriedensbruchs betreffend Dossier-Nr. 2), ferner die Dispositiv-

ziffern 3 (Strafe), 4 (Vollzug) und 5 sinngemäss (schuldhaftes Nichtbezahlen der 

Busse). Nicht angefochten sind hingegen die Dispositivziffern 1, Lemma 6 

(Schuldspruch wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes), 

2 (Freispruch vom Vorwurf des Diebstahls betreffend Dossier-Nr. 4) sowie 6 (Ent-

scheid über beschlagnahmte Barschaft), 7-8 (Entscheid über Zivilforderungen),  

9-10 (Kostendispositiv) sowie 11 und 12 (Entschädigungen der amtlichen Vertei-

digungen). Entsprechend ist vorab mittels Beschluss festzustellen, dass das vo-

rin-stanzliche Urteil diesbezüglich in Rechtskraft erwachsen ist. 

2.  Beweisanträge 

2.1. Die Verteidigung der Beschuldigten beantragt, dass die Anklageschriften, 

VOSTRA-Auszüge sowie die bereits ergangenen Urteile sämtlicher Mitbeschul-

digter beizuziehen seien (Urk. 80 S. 2; Urk. 95 S. 1; Prot. II S. 10). Die Freiheits-

strafe von 18 Monaten, welche die Vorinstanz gegen die nicht vorbestrafte Be-

schuldigte ausgefällt habe, sei im Verhältnis zu den Strafen, welche für die teil-

weise massiv vorbestraften Mittäter festgelegt worden seien, viel zu hoch. Die 

Strafzumessung der Beschuldigten sei in Einklang mit den Strafzumessungen ih-

rer Mittäter zu bringen (Urk. 80 S. 2 f.; Urk. 95 S. 1).  

2.2. Dieser Beweisantrag ist aus folgenden Gründen abzuweisen: Der Beizug 

der ergangenen Urteile betreffend die Mitbeschuldigten (worin im Übrigen die An-

klageschriften und Vorstrafen enthalten sind) ist nicht notwendig. Die Strafe ist auf 

Grund des Verschuldens des jeweiligen Täters zu bemessen (Art. 47 Abs.  1 

StGB). Mithin ist im vorliegenden Verfahren auf die gesamten Umstände mit Be-

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zug auf die Beschuldigte abzustellen und nicht auf andere Personen. Die erwähn-

ten Mittäter haben nur teilweise und zudem in unterschiedlichen Komplexen mit-

gewirkt; untereinander bestehen zum Teil keine direkten Beziehungen. So hat 

auch die Verteidigung ausgeführt, dass es um über 60 Einbrüche und 20 andere 

Delikte gehe, der Beschuldigten indes lediglich bei zwei bzw. drei dieser Delikte 

eine Beteiligung vorgeworfen werde (Urk. 64 S. 1). Insofern erscheint die Be-

schuldigte als blosse Nebenfigur und ergeben sich kaum Überschneidungen zu 

den Taten der Mitbeschuldigten. Die Quantität und Qualität der Handlungen der 

übrigen Täter stehen mithin in keinem konkreten Verhältnis zu den Handlungen, 

welche der Beschuldigten vorgeworfen werden. Weiter können geständige Be-

schuldigte bzw. Urteile im abgekürzten Verfahren nicht als Referenzwerte für das 

vorliegende Verfahren dienen. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass es der Vertei-

digung im Rahmen des Prinzips der Öffentlichkeit von Strafverfahren ohne weite-

res möglich gewesen wäre, an die gewünschten Informationen zu gelangen. Es 

kann schon an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Verteidigung 

auch vom Recht, an den Konfrontationseinvernahmen der Mittäter teilzunehmen, 

keinen Gebrauch gemacht hat (Urk. 3/4 S. 31 f.; vgl. auch Urk. 76 S. 15).  

III. Schuldpunkt 

1. Grundlagen / Verwertbarkeit 

Die Vorinstanz hat sich korrekt mit den Grundsätzen der Beweiswürdigung, ins-

besondere mit der Würdigung von Aussagen, der Glaubwürdigkeit der einver-

nommenen Personen und der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen befasst, so dass 

darauf vollumfänglich verwiesen werden kann (Urk. 76 S. 13 ff. und S. 16 ff.; Art. 

82 Abs. 4 StPO). Sie ist auch auf die durch die Verteidigung geltend gemachte 

Unverwertbarkeit der belastenden Aussagen der Beteiligten eingegangen (Urk. 76 

S. 13 ff.). Mit der Vorinstanz kann festgehalten werden, dass diese Kritik unbe-

rechtigt ist. Auf die Teilnahme resp. Konfrontation kann vorgängig oder auch im 

Nachhinein ausdrücklich oder stillschweigend verzichtet werden, wobei der Ver-

zicht der beschuldigten Person auch von ihrer Verteidigung ausgehen kann. Die-

se kann den Behörden nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nicht vor-

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werfen, gewisse Personen zwecks Konfrontation nicht vorgeladen zu haben, 

wenn sie es unterlässt, rechtzeitig und formgerecht entsprechende Anträge zu 

stellen (BGer 6B_1320/2020 vom 12. Januar 2022 E. 4.2.3 mit Hinweisen). 

Die Verteidigung verzichtete auf das ihr zustehende Recht auf eine Konfrontation 

mit den Beteiligten (vgl. u.a. Urk. 3/4 S. 31 f.). Beweisanträge wurden im Verfah-

ren bei der Staatsanwaltschaft keine gestellt (Urk. 16/23 und Urk. 16/27). Vor Vor-

instanz verzichtete die Verteidigung auf die Einvernahme von D._____ (Urk. 57). 

Das Konfrontationsrecht stellt ein Recht der beschuldigten Person dar (vgl. BSK 

StPO – SCHLEIMINGER METTLER, N 7 zu Art. 147 StPO). Wird es nicht ausgeübt, 

können daraus nicht Unverwertbarkeiten abgeleitet werden. Somit sind sämtliche 

Aussagen der Beteiligten sowohl zugunsten wie auch zulasten der Beschuldigten 

verwertbar. Es kann – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – vollumfäng-

lich auf die ausführlichen und zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwie-

sen werden (Urk. 76 S. 13 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

2. Dossier-Nr. 1: Diebstahl, Hausfriedensbruch und geringfügige Sachbe-
schädigung 

2.1. Vorbemerkungen 

2.1.1.  Die Vorinstanz kam nach einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den 

einzelnen Aussagen der Beteiligten sowie den Einwendungen der Verteidigung 

zum Schluss, dass der Beschuldigten der Wille bzw. der Tatentschluss zur Bege-

hung des Diebstahls als Mitglied einer Bande nicht nachgewiesen werden könne. 

Indes habe sie spätestens beim Betreten der Lagerhalle – mutmasslich aber be-

reits zuvor – vom Diebstahl bzw. Einbruch gewusst und sich aktiv daran beteiligen 

wollen. Sie sei daher ausdrücklich oder zumindest konkludent mit den Tathand-

lungen der übrigen Tatbeteiligten einverstanden gewesen und habe diese als ihre 

eigenen gewollt respektive diese zumindest billigend in Kauf genommen (Urk. 76 

S. 11 ff.). 

2.1.2.  Erstellt (Urk. 76 S. 11 ff.) und unbestritten (Urk. 3/1 S. 15 ff.; Urk. 3/4 S. 2 

ff. und S. 22 f.; Prot. I S. 16; Prot. II S. 41) ist, dass die Beschuldigte am 7. April 

2019, zusammen mit E._____, F._____, G._____ und einem nicht näher bekann-

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ten "H._____" die Lagerhalle der Geschädigten B._____ AG ohne Berechtigung 

betrat, nachdem E._____ die Eingangstüre mit einem Flachwerkzeug aufgebro-

chen und dabei einen geringfügigen Sachschaden in der Höhe von ca. Fr. 200.– 

am Türrahmen und dem Türschloss verursacht hatte. Währenddessen hielt 

D._____ vor der Liegenschaft bei den Fluchtfahrzeugen Wache. In den Räumlich-

keiten der Lagerhalle behändigten die Einbrecher zulasten der Geschädigten 

C._____ AG – unter anderem – CBD-Blüten, Biomasse und Verpackungsmaterial, 

womit sie den Tatort verliessen und das Deliktsgut in einem von D._____ gemie-

teten Raum in Zürich zwischenzeitlich lagerten.  

2.1.3.  Von der Verteidigung wird zusammengefasst geltend gemacht, dass die 

Beschuldigte nicht als Mittäterin gehandelt habe. Sie sei erst in letzter Minute von 

E._____ zum Transportieren helfen aufgeboten worden, als der Tatentschluss 

und -plan bereits fix festgestanden habe. Sie habe auch nicht in leitender Funkti-

on mitgewirkt oder das Vorgehen der anderen Beteiligten angeleitet. Ihr Tatbei-

trag habe nur darin bestanden, dass sie wahllos in Kisten und Säcke geschaut 

und drei Kisten sowie zusammen mit G._____ eine Palette zur Türe gebracht ha-

be. Ihr Tatbeitrag sei nach dem Tatplan keineswegs so wesentlich gewesen, dass 

die erfolgreiche Ausführung des Delikts davon abhängig gewesen wäre. Vielmehr 

hätten die anderen Beteiligten die Tat auch ohne sie ausgeführt, so wie bei den 

übrigen 58 Einbruchdiebstählen. Entsprechend sei die Beschuldigte weder in die 

Entschlussfassung und Planung eingeweiht bzw. miteinbezogen worden noch 

zum Auskundschaften des Tatorts am Vortag mitgenommen worden. Von einem 

gleichberechtigten Zusammenwirken könne folglich keine Rede sein. Die Be-

schuldigte habe die Tat auch nicht als eigene gewollt, sondern lediglich E._____ 

helfen wollen, weil sie sich auf Grund von vergangenen Hilfeleistungen seinerseits 

dazu verpflichtet gefühlt habe. So habe sie auch keinen Anteil an der Beute ge-

fordert und auch keinen solchen erhalten. Sie sei somit keine Mittäterin, sondern 

höchstens Gehilfin gewesen (Urk. 64 S. 5 f.; Urk. 95 S. 6 ff.; Prot. II S. 59).  

Die Verteidigung rügt sodann, dass für den geltend gemachten Schaden keine 

Bestellscheine, Inventarlisten oder Quittungen vorliegen würden. Folglich werde 

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der in der Anklageschrift aufgeführte Deliktsbetrag von Fr. 300'810.– bestritten 

(Urk. 95 S. 9; Prot. II S. 58 f.). 

2.2. Objektiver und subjektiver Sachverhalt 

2.2.1.  Die Vorinstanz hat die einzelnen Aussagen der Beteiligten und die Er-

kenntnisse aus der Videoaufnahme, den Bildaufzeichnungen sowie der Telefon-

auswertung ausführlich wiedergegeben und gewürdigt, worauf – um unnötige 

Wiederholungen zu vermeiden – vollumfänglich verwiesen werden kann, zumal 

der Vorwurf des bandenmässigen Handelns im Berufungsverfahren aufgrund des 

Verschlechterungsverbots gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO nicht mehr zu prüfen ist 

(Urk. 76 S. 16 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Nachdem der Beschuldigten nachgewie-

sen werden konnte und sie auch eingestand, dass sie mit mindestens fünf weite-

ren Beteiligten mitten in der Nacht von Zürich zum Tatort in I._____ mitfuhr und in 

der Folge beim Abtransportieren des Deliktsguts mitwirkte, ist ihre Aussage, sie 

habe bei einem Wohnungsumzug helfen wollen (Urk. 3/4 S. 3), als Schutzbehaup-

tung zu würdigen. Vor Vorinstanz machte sie dies denn auch nicht mehr geltend, 

sondern erklärte, es habe geheissen, sie solle beim Tragen helfen (Prot. I S. 19). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte sie schliesslich aus, E._____ habe 

sie angerufen und gefragt, ob sie helfen würde. Auf die Nachfrage, wobei sie hät-

te helfen sollen, gab die Beschuldigte ausweichend zur Antwort, sie stelle eigent-

lich keine Fragen. Wenn Leute sie fragen würden, ob sie kommen könne, um zu 

helfen, dann gehe sie einfach mit und helfe. Sie frage jeweils nicht nach, wobei 

sie helfen solle (Prot. II S. 41). Spätestens im Moment, als die Beschuldigte die 

Lagerhalle betrat, wusste sie jedenfalls, dass es um einen Einbruch ging, an wel-

chem sie sich in der Folge auch aktiv beteiligte.  

2.2.2.  Durch die Videoaufzeichnung erstellt und auch eingeräumt ist, dass die 

Beschuldigte die Lagerhalle als Erste betrat und "instinktiv" eine Führungsrolle 

übernahm (vgl. Urk. 18; Urk. 3/1 S. 18 f.; Prot. I S. 19). Sie habe die Sachen ge-

nommen und vor die Türe gebracht. Sie habe einfach – wie die anderen – mit an-

gepackt (Urk. 3/4 S. 4). Wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, ergibt sich 

aus der Videoaufzeichnung eine überaus aktive Rolle der Beschuldigten bei der 

Tatverübung. Sie erteilte unter anderem auch Anweisungen (vgl. Urk. 18: Zeitab-

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schnitte ab 01:30 und ab 02:24). Es ist somit nicht so, dass die Beschuldigte bloss 

wie ein aufgeschrecktes Huhn in der Lagerhalle herumrannte und von den ande-

ren nicht beachtet wurde – wie dies die Verteidigung geltend macht (Urk. 64 S. 4; 

Urk. 95 S. 5 f.). Der objektive Sachverhalt ist damit erstellt. Das Verhalten der Be-

schuldigten kann auch nicht anders gewertet werden, als dass sie mit den Tat-

handlungen der übrigen Tatbeteiligten einverstanden war und diese als ihre eige-

nen wollte bzw. diese Handlungen zumindest in Kauf nahm. Sie wusste um den 

Einbruch, die damit verbundene Beschädigung des Türrahmens und -schlosses 

sowie um die Störung des Hausfriedens und wollte dies auch, womit der subjekti-

ve Sachverhalt ebenfalls erstellt ist.  

2.2.3.  Hinsichtlich des Deliktsbetrags ist festzuhalten, dass dieser zur Erstellung 

des Anklagesachverhalts nicht abschliessend beziffert werden muss. Fest steht, 

dass die Beschuldigte zusammen mit den weiteren Beteiligten zahlreiche Kisten, 

welche allesamt mit CBD-Blüten, Biomasse und Verpackungsmaterial gefüllt wa-

ren, aus dem Lagerraum der Geschädigten entwendete. Für die grosse Menge an 

Deliktsgut spricht denn auch, dass die Täter im Hinblick auf den Abtransport einen 

zweiten Lieferwagen organisierten. Besonders die CBD-Blüten und das Verpa-

ckungsmaterial hatten in der entwendeten Menge einen entsprechend hohen Wa-

renwert, welcher letztlich jedoch offen bleiben kann. 

2.3. Rechtliche Würdigung 

2.3.1.  Die rechtliche Würdigung der Handlungen der Beschuldigten gemäss 

Dossier-Nr. 1 durch die Vorinstanz als (einfacher) Diebstahl im Sinne von Art. 139 

Ziff. 1 StGB, geringfügige Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB sowie als Hausfriedensbruch im Sinne 

von Art. 186 StGB ist zutreffend und wird von Seiten der Verteidigung grundsätz-

lich auch nicht gerügt. Die Verteidigung macht indes geltend, dass keine Mittäter-

schaft vorliege. Die Beschuldigte habe weder bei der Entschlussfassung oder 

Planung der Tat mitgewirkt, noch habe sie eine leitende Funktion ausgeübt. Sie 

sei somit – wenn überhaupt – wegen Gehilfenschaft zu verurteilen (Urk. 64 S. 5 f.; 

Urk. 95 S. 6 ff.).  

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2.3.2.  Dieser Würdigung des Sachverhalts durch die Verteidigung kann nicht ge-

folgt werden. Denn als Mittäter gilt, wer bei der Entschliessung, Planung oder 

Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen 

Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. In der Regel übt 

keiner der Mittäter Herrschaft über die gesamte Tat aus, sondern ist daran ledig-

lich beteiligt. Entscheidend ist, ob der jeweilige Tatbeitrag nach den Umständen 

des konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesent-

lich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Der Mittäter muss bei der Entschliessung, 

Planung oder Ausführung der Tat tatsächlich mitwirken. Daraus folgt aber nicht, 

dass Mittäter nur ist, wer an der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist oder sie 

zu beeinflussen vermag. Tatbestandsmässige Ausführungshandlungen sind nicht 

notwendige Voraussetzung für die Annahme von Mittäterschaft (BGE 143 IV 361 

E. 4.10; BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; BGer 6B_1437/2020 vom 22. September 2021 

E. 1.2.2; BGer 6B_338/2020 vom 3. Februar 2021 E. 3.2.4; je mit Hinweisen). Als 

Gehilfenschaft nach Art. 25 StGB qualifiziert demgegenüber die vorsätzliche Hilfe-

leistung zu einem Verbrechen oder Vergehen, mithin jeder kausale Beitrag, der 

die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abge-

spielt hätte. Der Gehilfe fördert eine Tat, wenn er sie durch einen untergeordneten 

Tatbeitrag unterstützt bzw. wenn er die Ausführung der Haupttat durch irgendwel-

che Vorkehren oder durch psychische Hilfe erleichtert. Die Hilfeleistung muss tat-

sächlich zur Tat beitragen und die Erfolgschancen der tatbestandserfüllenden 

Handlung erhöhen. Nicht erforderlich ist, dass es ohne die Beihilfe nicht zur Tat 

gekommen wäre (BGE 129 IV 124 E. 3.2; BGE 121 IV 109 E. 3a; BGer 

6B_1437/2020 vom 22. September 2021 E. 1.2.3; BGer 6B_97/2019 vom 6. No-

vember 2019 E. 2.3; je mit Hinweisen). 

2.3.3.  Vorliegend fuhr die Beschuldigte mit den anderen Beteiligten mitten in der 

Nacht von Zürich nach I._____. Sie trat als Erste in die Lagerhalle ein, was eine 

wesentliche Rolle bei einem gemeinsamen Einbruchdiebstahl ist, wird die erstein-

tretende Person doch durch den allenfalls anwesenden Eigentümer, Mieter, einen 

Wachbeamten etc. als Erstes wahrgenommen und allenfalls auch gefasst. Diese 

ersteintretende Person trägt somit ein grosses Risiko sowie eine leitende Funkti-

on, kann sie doch die übrigen Einbrecher warnen oder eine plausible Erklärung 

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für ihre Anwesenheit vorbringen. Auch in der Folge hat die Beschuldigte Füh-

rungsaufgaben übernommen, was aus dem Video ersichtlich ist (Urk. 18) und sie 

selber auch so ausgesagt hat. Sie hat weiter wesentlich zur Tatausführung beige-

tragen, indem sie selber beim Abtransport half und "mit angepackt" hat. Sie hat 

damit an der Tat gleichwertig mit den übrigen Beteiligten mitgewirkt. So sagte 

auch E._____ aus, dass niemand eine spezielle Funktion gehabt habe 

(Urk. D1/19 S. 21). Das Eindringen in die Lagerhalle und das Abtransportieren 

des Deliktsguts war organisiert und bedurfte einer gewissen Absprache und Ko-

ordination. Unerheblich ist dabei, ob die Beschuldigte als Frau allenfalls weniger 

Deliktsgut wegtrug als die Männer bzw. dass auch ein anderer der Beteiligten die 

drei Kisten und zusammen mit G._____ eine Palette zur Tür der Lagerhalle hätte 

bringen können, wie es die Verteidigung vorbringt (Urk. 64 S. 5; Urk. 95 S. 8). 

Unerheblich ist auch, ob die Mittäter – wie von der Verteidigung weiter geltend 

gemacht wird (Urk. 64 S. 6; Urk. 95 S. 8) – die Tat auch ohne die Beschuldigte 

ausgeführt hätten. Denn die Beschuldigte war dabei und nahm während der ge-

samten Tatbegehung eine aktive Rolle ein. Ihr Beitrag kann mithin nicht mehr als 

untergeordnet gewertet werden. Daran ändert auch nichts, dass sie keinen Anteil 

an der Beute erhielt (was sie so geltend macht, Urk. 3/1 S. 21; Prot. I S. 18; Prot. 

II S. 42). Denn ein Gewinn kann auch darin bestehen, dass man dadurch, dass 

man mitmacht, von einer anderen beteiligten Person Vorteile erhält (vgl. u.a. die 

Aussage der Beschuldigten, wonach sie Leuten, die ihr helfen würden, ebenfalls 

habe helfen wollen, Urk. 3/1 S. 21). Mit der Vorinstanz ist die Beschuldigte somit 

als Mittäterin zu qualifizieren. Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe lie-

gen keine vor. 

2.3.4.  Die Beschuldigte ist somit des (einfachen) Diebstahls im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 StGB, der geringfügigen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 

Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB sowie des Hausfriedens-

bruchs im Sinne von Art. 186 StGB schuldig zu sprechen. 

-  15  - 

3. Dossier-Nr. 2 und Nr. 3: Mehrfacher versuchter Diebstahl, mehrfacher 
Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung 

3.1. Vorbemerkungen 

3.1.1.  Die Vorinstanz kam nach einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den 

einzelnen Aussagen der Beteiligten sowie den Einwendungen der Verteidigung 

zum Schluss, dass der Beschuldigten der Wille bzw. der Tatentschluss zur Bege-

hung des Diebstahls als Mitglied einer Bande nicht nachgewiesen werden könne. 

Weiter lasse sich nicht nachweisen, dass die Beschuldigte und E._____ im Keller 

des Geschädigten J._____ eine Motorradfahrerbekleidung sowie ein Reiseta-

schenset entwendet haben. Indes habe sich die Beschuldigte spätestens vor Ort 

den Vorsatz von E._____ zu eigen gemacht, indem sie sich der Tatausführung 

angeschlossen habe. Die Beschuldigte habe hinsichtlich Dossier-Nr. 3 zusammen 

mit E._____ zunächst die Liegenschaft bzw. die Garage betreten und die Räum-

lichkeiten nach Bargeld und Wertgegenständen durchsucht, wobei sie keine Beu-

te gefunden bzw. mitgenommen hätten. In Bezug auf Dossier-Nr. 2 habe die Be-

schuldigte ferner mit einer "Bubenleiter" wesentlich dazu beigetragen, dass 

E._____ den Balkon habe betreten können, und so die versuchte Tatausführung 

durch E._____ gewollt bzw. zumindest gebilligt. Da E._____ von K._____ über-

rascht worden sei, habe er von seinem Vorhaben ablassen müssen. Die Beschul-

digte und E._____ hätten bewusst und im Rahmen einer ausgeglichenen Arbeits-

teilung zusammengewirkt (Urk. 76 S. 23 ff.). 

3.1.2.  Die Verteidigung räumt ein, dass die Beschuldigte bei diesen Taten dabei 

gewesen sei, auch wenn sie selber glaubhaft ausgesagt habe, sich nicht mehr da-

ran zu erinnern. Sie selber habe indes keine Sachbeschädigung begangen, wes-

halb auch keine DNA-Spuren von ihr am Tatort hätten sichergestellt werden kön-

nen. Im Übrigen seien die Schäden an der Haustüre und der Kellerabteiltüre rein 

ästhetischer Natur und hätten keine Einschränkung der Funktionalität zur Folge 

gehabt. Es verbleibe lediglich der Schaden an der Garagentüre, welcher gering-

fügig sei. Sodann bestünden keine Hinweise darauf, dass die Beschuldigte das 

Kellerabteil betreten und durchsucht habe. Ebenso sei nicht nachgewiesen und 

nur wenig plausibel, dass die Beschuldigte E._____ mit einer "Bubenleiter" gehol-

-  16  - 

fen habe, auf einen Balkon der Liegenschaft zu klettern. Der Tatbeitrag der Be-

schuldigten habe einzig darin bestanden, dass sie als Strohfrau zur Tarnung ge-

dient habe. Sie habe die Tat nicht als eigene gewollt, sondern nicht einmal ge-

wusst, um was es gegangen sei (Urk. 64 S. 8 f.; Urk. 95 S. 12 ff.).  

3.2. Objektiver und subjektiver Sachverhalt 

3.2.1.  Die Beteiligung der Beschuldigten an der Tat wird vor Berufungsinstanz 

nicht mehr bestritten (Prot. II S. 42 f.; vgl. auch Urk. 95 S. 13 ff.). Es kann zu-

nächst auf die Auswertung der Randdaten des Mobiltelefons der Beschuldigten 

verwiesen werden (Urk. D2/18-20 bzw. Urk. D3/16-18), welches zum Tatzeitpunkt 

am Tatort in L._____ geortet wurde. Auf die Wiedergabe und Würdigung der Aus-

sagen der Beschuldigten und der weiteren Beteiligten kann somit vollständig ver-

zichtet und auf die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz in Urk. 76 S. 26 ff. 

verwiesen werden. Dies umso mehr, als der Vorwurf des bandenmässigen Vor-

gehens aufgrund des Verschlechterungsverbots gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO vor 

Berufungsinstanz kein Thema mehr ist. Nachdem die Vorinstanz zudem von ei-

nem versuchten Diebstahl ausgeht, erübrigen sich auch Erörterungen dazu, ob 

die Wegnahme des behaupteten Deliktsguts erfolgte. Da es ausserdem für die 

rechtliche Würdigung des Hausfriedensbruchs irrelevant ist, ob die Beschuldigte 

mit Bezug auf Dossier-Nr. 3 "nur" die Liegenschaft oder auch das Kellerabteil be-

trat (vgl. den Einwand der Verteidigung in Urk. 64 S. 9 f. und Urk. 95 S. 12 f.), ist 

auch hierauf nicht einzugehen. 

3.2.2.  Mit der Vorinstanz kann somit festgehalten werden, dass erstellt ist, dass 

die Beschuldigte gemeinsam mit E._____ am 27. Juni 2019 ohne Berechtigung in 

den Keller der Liegenschaft M._____-strasse ... in L._____ einbrach, wobei der 

N._____ AG ein Sachschaden an der Eingangs- und Kellertür von je rund 

Fr. 250.– entstand. Anschliessend öffneten die Beschuldigte und E._____ gewalt-

sam eine Garagentür, wodurch der N._____ AG ein weiterer Sachschaden von 

Fr. 150.– entstand. D._____ wartete derweil beim Fluchtfahrzeug. Die Täter betra-

ten den Keller und die Garage, um darin nach Deliktsgut zu suchen, konnten in-

des keines finden bzw. mitnehmen (Dossier-Nr. 3). 

-  17  - 

3.2.3.  In der Folge begaben sich die Beschuldigte und E._____ unter den Bal-

kon der Wohnung von K._____, wo die Beschuldigte ihrem Begleiter mit einer 

"Bubenleiter" half, auf den Balkon zu steigen. Währenddessen wartete D._____ 

weiterhin beim Fluchtfahrzeug. Die Beteiligten handelten in der Absicht, die Woh-

nung zu betreten und diese nach Bargeld und Wertgegenständen zu durchsu-

chen. Von diesem Vorhaben mussten die Täter aber ablassen, weil E._____ wäh-

rend der Tatverübung auf dem Balkon ertappt wurde (Dossier-Nr. 2).  

3.2.4.  Der objektive Sachverhalt ist somit erstellt. Die Beschuldigte wusste zu-

dem spätestens zu dem Zeitpunkt, als E._____ und sie vor Ort waren und die 

Liegenschaft bzw. die Garage bzw. den Keller betraten sowie die Türen aufbra-

chen bzw. der Balkon bestiegen wurde, dass es darum ging, Deliktsgut zu behän-

digen, was sie auch wollte . Damit ist der subjektive Sachverhalt ebenfalls erstellt.  

3.3. Rechtliche Würdigung 

3.3.1.  Die rechtliche Würdigung der Handlungen der Beschuldigten durch die 

Vorinstanz in Bezug auf Dossier-Nr. 2 als versuchter Diebstahl im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und als Hausfriedens-

bruch im Sinne von Art. 186 StGB sowie in Bezug auf Dossier-Nr. 3 als versuchter 

Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

StGB, als Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB sowie als Sachbeschä-

digung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB ist zutreffend und wird von Seiten der 

Verteidigung grundsätzlich auch nicht gerügt. Die Verteidigung macht indes be-

züglich dieser Dossiers geltend, dass keine Mittäterschaft vorliege. Die Beschul-

digte habe weder bei der Entschlussfassung oder Planung der jeweiligen Tat mit-

gewirkt, noch habe sie sich in massgebender Weise an deren Ausführung betei-

ligt. Vielmehr habe E._____ die Beschuldigte dazu bestimmt, mitzukommen, da-

mit sie sich als seine Freundin ausgeben könnte. Dieser habe auch die Art der 

Deliktsverübung festgelegt sowie den Tatzeitpunkt, die Anfahrt etc. und habe das 

mitgebrachte Werkzeug organisiert. Der Tatbeitrag der Beschuldigten habe somit 

nur darin bestanden, als Strohfrau zu dienen. E._____ hätte jedoch einfach eine 

andere Frau fragen oder einen seiner Kollegen mitnehmen und sich als Wohnge-

meinschaft ausgeben können. Der Erfolg der Tatbegehung sei folglich nicht von 

-  18  - 

ihrer Beteiligung abhängig gewesen. Beim Dossier-Nr. 2 habe die Beschuldigte 

zudem höchstens durch ihre Anwesenheit die Tat gefördert. Indes sei davon aus-

zugehen, dass E._____ den Balkon auch ohne ihre Hilfe betreten hätte. Insge-

samt sei die Beschuldigte deshalb lediglich wegen Gehilfenschaft zu verurteilen 

(Urk. 64 S. 59 ff.).  

3.3.2.  Auf die Abgrenzung zwischen Mittäterschaft und Gehilfenschaft wurde 

schon eingegangen (E. III.2.3.2.). Den Ausführungen der Verteidigung kann nicht 

gefolgt, werden, denn die Handlungen der Beschuldigten gehen deutlich über die-

jenigen eines Gehilfen hinaus, wie dies auch die Vorinstanz zutreffend festgehal-

ten hat (Urk. 76 S. 31 ff.). Die Beschuldigte hat sich zumindest der Tatausführung 

angeschlossen. Sie betrat sowohl die Liegenschaft als auch den Keller und die 

Garage und suchte nach Deliktsgut. Weiter half sie E._____, dass dieser den Bal-

kon besteigen konnte. D._____ wartete inzwischen beim Fluchtfahrzeug. Damit 

lag ein arbeitsteiliges Vorgehen vor. Dieses bedurfte gegenseitiger und vorgängi-

ger Absprachen, wobei die einzelnen Tatbeiträge festgelegt wurden. Mit ihrem 

gesamten Verhalten hat die Beschuldigte auch die Handlungen von E._____ ge-

billigt bzw. mitgetragen und machte sich diese zu eigen. Sie hat sich deshalb sein 

strafbares Vorgehen anrechnen zu lassen, insbesondere auch die Sachschäden 

an den Hauseingangs-, Keller- und Garagentüren. An der Qualifikation als Sach-

beschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB ändert auch die Behauptung 

der Verteidigung nichts, wonach diese Schäden rein ästhetischer Natur seien (vgl. 

Urk. 64 S. 8 f.; Urk. 95 S. 14 f.). Wie die Vorinstanz zudem zu Recht festgehalten 

hat, sind die Beschädigungen an den drei Türen der Liegenschaft als Handlungs-

einheit zu betrachten, weshalb eine Privilegierung gemäss Art. 172ter Abs. 1 StGB 

nicht in Frage kommt (Urk. 76 S. 33 mit Verweis auf BGE 123 IV 113 E. 3.g). 

3.3.3.  Die Beschuldigte hat sich somit in Bezug auf Dossier-Nr. 2 des versuch-

ten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

StGB und des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB und in Bezug auf 

Dossier-Nr. 3 des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, des Hausfriedensbruchs im Sinne von 

Art. 186 StGB und der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

-  19  - 

schuldig gemacht. Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe liegen keine 

vor.  

4. Fazit 

Zusammengefasst ist die Beschuldigte des Diebstahls im Sinne von Art. 139 

Ziff. 1 StGB (Dossier-Nr. 1), des mehrfachen versuchten Diebstahls im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 2 und 

Nr. 3), der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 3), 

der geringfügigen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in Ver-

bindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 1) sowie des mehrfachen Haus-

friedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossier-Nr. 1-3) schuldig zu spre-

chen.  

Der Schuldspruch der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im 

Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Dossier-Nr. 5) wurde im Berufungsverfahren 

nicht angefochten. 

IV. Strafzumessung 

1. Vorbemerkungen 

1.1. Die Vorinstanz fällte eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten sowie eine Bus-

se von Fr. 300.– aus (Urk. 76 S. 51). Sie hat die Grundsätze, nach welchen eine 

Strafe zuzumessen ist, sowie die entsprechenden Strafrahmen, innerhalb welcher 

die Strafen festzulegen sind, richtig dargestellt (Urk. 76 S. 41 ff.), worauf zwecks 

Vermeidung unnötiger Wiederholungen zu verweisen ist.  

1.2. Die Verteidigung fordert eine deutlich mildere Bestrafung der Beschuldig-

ten. Eine Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen à Fr. 30.– sowie eine Busse 

von Fr. 300.– seien ihrem Verschulden angemessen (Urk. 80 S. 2; Urk. 95 S. 2). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte sie hierzu im Wesentlichen aus, dass 

der Tatbeitrag der Beschuldigten nicht massgeblich über ihre blosse Anwesenheit 

an den einzelnen Tatorten hinausgehe. Sie habe weder beim Tatentschluss noch 

-  20  - 

an der Planung der einzelnen Taten mitgewirkt und sei auch nicht Mitglied der 

mutmasslichen Bande gewesen, welche mehrere Dutzend Einbruchdiebstähle 

begangen haben solle. In Bezug auf die subjektive Tatschwere betont die Vertei-

digung, dass die Beschuldigte nicht aus eigennützigen Beweggründen gehandelt 

habe. Dies sei bereits durch den Umstand belegt, dass sie keinen Anteil am De-

liktsgut aus dem Diebstahl gemäss Dossier-Nr. 1 verlangt habe. Ihre Mitwirkung 

bei den angeklagten Tatbegehungen stehe höchstens in Zusammenhang mit ver-

gangenen Hilfeleistungen von E._____, der ihr jeweils mit einem Schlafplatz, Ver-

pflegung und Hundefutter ausgeholfen habe, als sie noch auf der Strasse gelebt 

habe. Ihr Motiv habe somit allein darin bestanden, ihrem Beschützer ebenfalls zu 

helfen, wenn dieser sie um Hilfe gebeten habe. Nach einlässlicher Darlegung der 

Täterkomponente und Ausführungen zu Strafmilderungsgründen kommt die Ver-

teidigung schliesslich zum Ergebnis, dass die Vorinstanz die Einsatzstrafen für die 

der Beschuldigten zur Last gelegten Taten viel zu hoch festgesetzt habe (Urk. 95 

S. 15 ff.; Prot. II S. 59). 

1.3. Das Gericht bemisst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. 

Darüber hinaus berücksichtigt es das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse 

des Täters sowie die Wirkung der Strafe auf dessen Leben (Art. 47 Abs. 1 StGB). 

Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 

mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht gemäss Art. 49 

Abs. 1 StGB zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen.  

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung wiederholt dargelegt 

(BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen). Entsprechendes gilt für die Bildung der 

Einsatz- und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwendung des As-

perationsprinzips (BGE 144 IV 217 E. 2 f.; BGE 141 IV 61 E. 6.1.2; BGE 132 IV 

102 E. 8 f.). Darauf kann einleitend verwiesen werden. Es ist hervorzuheben, 

dass das Bundesgericht unter Hinweis auf den Willen des Gesetzgebers wieder-

holt festgehalten hat, dass die Bildung einer Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 

StGB nur dann zulässig ist, wenn für jede einzelne verübte Straftat unter Anwen-

dung der konkreten Methode dieselbe Strafart auszufällen ist. Dass die anzuwen-

denden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen vorsehen, genügt nicht. 

-  21  - 

Geldstrafe und Freiheitsstrafe sind keine gleichartigen Strafen (BGE 144 IV 313 

E. 1.1.1; BGE 144 IV 217 E. 2.2, 3.3 und E. 3.4). Zum methodischen Vorgehen 

präzisiert das Bundesgericht, dass in einem ersten Schritt (hypothetische) Einzel-

strafen für die einzelnen Delikte innerhalb ihres ordentlichen Strafrahmens festzu-

legen sind. Dabei ist auch für jede der mehreren Straftaten die Art der Strafe zu 

bestimmen. Bei der Wahl der Sanktionsart ist als wichtiges Kriterium die Zweck-

mässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein 

soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 147 IV 

241 E. 3.2; BGE 134 IV 97 E. 4.2; je mit Hinweisen). Nach dem Prinzip der Ver-

hältnismässigkeit soll nach konstanter Rechtsprechung bei alternativ zur Verfü-

gung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen 

im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Frei-

heit des Betroffenen eingreift (BGE 144 IV 313 E. 1.1.1; BGE 138 IV 120 E. 5.2; 

BGer 6B_125/2018 vom 14. Juni 2018 E. 1.3.2; je mit Hinweisen). Der Gesetzge-

ber hat für den Bereich der leichteren und mittleren Kriminalität die Geldstrafe als 

die der Freiheitsstrafe vorgehende Regelsanktion vorgesehen (vgl. Art. 41 Abs. 1 

StGB; BGE 134 IV 82 E. 4.1). Das Bundesgericht bekräftigt auch in seiner neue-

ren Rechtsprechung den Vorrang der Geldstrafe gegenüber der Freiheitsstrafe im 

Strafbereich bis 180 Tagessätzen bzw. sechs Monaten (BGE 144 IV 313 E. 1.1.1; 

BGE 144 IV 217 E. 3.3.3; BGer 6B_93/2022 vom 24. November 2022 E. 1.3.1, 

1.3.2 und E. 1.3.7; je mit Hinweisen). Allerdings darf auch nach der neuesten 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Gesamtfreiheitsstrafe ausgesprochen 

werden, wenn viele Einzeltaten zeitlich sowie sachlich eng miteinander verknüpft 

sind und eine blosse Geldstrafe bei keinem der in einem engen Zusammenhang 

stehenden Delikte geeignet ist, in genügendem Masse präventiv auf den Täter 

einzuwirken. Das Gericht kann somit bei der Wahl der Strafart auch die mehrfa-

che und kontinuierliche gleichartige Delinquenz berücksichtigen (BGer 

6B_93/2022 vom 24. November 2022 E. 1.3.5; BGer 6B_141/2021 vom 23. Juni 

2021 E. 1.3.2; je mit Hinweisen).  

1.4. Stehen die (hypothetischen) Einzelstrafen für sämtliche Normverstösse fest 

und sind diese – zumindest teilweise – gleicher Art, hat das Gericht in einem 

zweiten Schritt in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB 

-  22  - 

eine Gesamtstrafe zu bilden. Ausgangspunkt ist die Einsatzstrafe des schwersten 

Delikts, welches um die Strafen der weiteren Delikte angemessen zu erhöhen ist. 

Dabei ist dem Verhältnis der einzelnen Taten untereinander, ihrem Zusammen-

hang, ihrer grösseren oder geringeren Selbstständigkeit sowie der Gleichheit oder 

Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und Begehungsweisen Rechnung zu 

tragen (BGE 144 IV 217 E. 3.5.4; BGer 6B_330/2016 vom 10. November 2017 

E. 4.2). Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Delikts ist dabei in der Regel ge-

ringer zu veranschlagen, wenn die Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem 

engen Zusammenhang stehen (BGer 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013 E. 2.3.4). 

1.5. Nach der Festlegung der hypothetischen Gesamtstrafe für sämtliche Delik-

te ist schliesslich die Täterkomponente zu berücksichtigen, nachdem sich diese 

für die einzelnen Normverstösse nicht wesentlich unterscheidet.  

2. Konkrete Strafzumessung 

2.1. Diebstahl gemäss Dossier-Nr. 1 

2.1.1.  Bei der objektiven Tatschwere fällt zunächst die grosse Menge an De-

liktsgut (CBD-Blüten, Biomasse und Verpackungsmaterial) mit entsprechend ho-

hem Warenwert ins Gewicht, welche innert kürzester Zeit erbeutet wurde. Irrele-

vant ist dabei der Einwand der Verteidigung, dass die CBD-Blüten nur noch für 

einen Bruchteil des geltend gemachten Verkaufspreises hätten verkauft werden 

können (Urk. 64 S. 15). Durch die Täter wurde die Türe zur Lagerhalle aufgebro-

chen, um zum Deliktsgut zu gelangen. Wenn die Verteidigung geltend macht, 

dass es bemerkenswert sei, dass eine Halle mit derart wertvollem Inhalt nicht 

besser geschützt sei (Urk. 64 S. 15) so ist dem entgegen zu halten, dass es ei-

nerseits nicht Sache des Eigentümers ist, sein Eigentum mit allen erdenklich mög-

lichen Mitteln gegen Einbrecher zu schützen. Andererseits sind Know-How und 

das entsprechende Werkzeug notwendig, um eine Lagerhalle aufzubrechen. Der 

Einbruch wurde zudem durch eine grössere Gruppe von Mittätern begangen, wel-

che die Tat zunächst sorgfältig planten (so wurde der Tatort vorgängig ausge-

kundschaftet und ein zusätzlicher Lieferwagen zum Abtransport des Deliktsguts 

gemietet; vgl. u.a. Urk. D1/19 S. 20; Urk. D1/25 S. 16) und in der Folge ausführ-

-  23  - 

ten. Dafür nahmen sie auch einen gewissen Aufwand auf sich, mussten sie doch 

über 60 km zum Tatort fahren. Die Durchführung der Tat als Gruppe führte einer-

seits dazu, dass sich die beteiligten Personen gegenseitig unterstützen und stär-

ken konnten, und schuf zum anderen ein grösseres Risiko für allfällige Personen, 

welche die Täter auf frischer Tat ertappt hätten. Zu Gunsten der Beschuldigten ist 

zu berücksichtigen, dass ihre Mittäter zwar "Profis" waren, sie selber indes – et-

was anderes ist ihr nicht nachzuweisen – nicht in die Planung und Vorbereitung 

des Diebstahls einbezogen war, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt hinzu-

kam, als der Entschluss zur Tat bereits feststand, sie somit nur bei der Ausfüh-

rung mitwirkte. Der Tatbeitrag der Beschuldigten ist als wesentlich zu bezeichnen, 

betrat sie die Lagerhalle doch als Erste. Damit übernahm sie eine Verantwortung 

für die Gruppe, hätte sie die Übrigen doch warnen können, wenn sich z.B. ein Ei-

gentümer, Mieter oder ein Mitarbeiter der Securitas in der Halle befunden hätte. 

Sie nahm damit auch das höhere Risiko auf sich, gefasst zu werden. Zudem hat 

die Beschuldigte eingestandenermassen beim Abtransport der Ware eine Füh-

rungsrolle übernommen. Somit kann das objektive Tatverschulden der Beschul-

digten mit der Vorin-stanz im mittleren Bereich festgesetzt werden. Unter Berück-

sichtigung des Strafrahmens von bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe erweist sich eine 

(hypothetische) Einsatzstrafe von 18 Monaten als angemessen.  

2.1.2.  Bei der subjektiven Tatkomponente ist verschuldensmindernd zu berück-

sichtigen, dass die Beschuldigte – etwas anderes konnte ihr nicht nachgewiesen 

werden – nicht an der Beute partizipierte. Sie hat wohl in persönlicher Hinsicht zu 

Gunsten von E._____ und D._____ gehandelt. Auch aus solchem Verhalten kann 

indes ein Vorteil entstehen, nämlich dass – wie vorliegend wohl der Fall – Gegen-

leistungen resultieren ("Sie schauen auf mich und dann helfe ich ihnen auch"; 

Urk. 3/4 S. 8). Insofern erscheint eine eigennützige Tatmotivation der Beschuldig-

ten nicht ausgeschlossen. Verschuldensmindernd fällt weiter ihr exzessiver Dro-

gen- und Alkoholkonsum zum Tatzeitpunkt ins Gewicht. Dennoch wusste die Be-

schuldigte, dass der Geschädigten infolge des Diebstahls ein grosser finanzieller 

Schaden entstehen kann. Die subjektive Tatschwere vermag das objektive Ver-

schulden zu relativieren. Dieses ist insgesamt als nicht mehr leicht zu werten und 

die (hypothetische) Einsatzstrafe um 3 Monate auf 15 Monate zu reduzieren.  

-  24  - 

2.2. Mehrfacher versuchter Diebstahl gemäss Dossier-Nr. 2 und Nr. 3 

2.2.1.  Bei diesen (versuchten) Diebstählen ist in objektiver Hinsicht zunächst da-

rauf hinzuweisen, dass diese in einer Gruppe begangen wurden und die Täter die 

Tat vorher geplant hatten, indem sie die Gegend ausgekundschaftet hatten 

(Urk. D2/10 S. 31). Der Ablauf und die Aufgabenteilung wurden im Vorfeld be-

sprochen, insbesondere der Deckmantel, dass es sich bei E._____ und der Be-

schuldigten um ein Paar auf Wohnungssuche handle. Auch hier ist darauf hinzu-

weisen, dass das Handeln in einer Gruppe einen Zusammenhalt bewirkt und die 

gemeinschaftliche Tatbegehung zudem für potentielle "Störer", welche die Täter 

dabei überraschen, gefährlicher ist. Die Taten erfolgten tagsüber und in einer 

Wohngegend, was ein Zusammentreffen mit Personen, welche die Beschuldigte 

und ihre Mittäter allenfalls in ihrem Tun hätten aufhalten wollen, wahrscheinlicher 

machte. So kam es denn auch zu einer Begegnung zwischen K._____ und 

E._____. Die Beschuldigte und ihre Mittäter beabsichtigten, Wertgegenstände aus 

einer privaten Wohnliegenschaft zu entwenden, was verschuldenserhöhend zu 

gewichten ist. Die Beschuldigte wirkte aktiv bei der Tatbegehung mit, wobei ihr in-

des kein Beitrag bei der vorgängigen Planung und Vorbereitung vorgeworfen 

werden kann. Wenn die Vorinstanz erwägt, der Tatbeitrag der Beschuldigten sei 

nicht als erheblich einzustufen, kann dem gefolgt werden. Mit der Vorinstanz ist 

weiter festzuhalten, dass keiner der Mittäter eine besondere Gefährlichkeit bei der 

Tatausführung zeigte (Urk. 76 S. 45). Das Verschulden ist zusammenfassend als 

leicht zu werten. 

2.2.2.  Diese Einschätzung erfährt auch durch die subjektive Komponente keine 

massgebliche Relativierung. Die Beschuldigte wollte zusammen mit ihren Mittä-

tern Diebesgut erbeuten und damit das Eigentum und die Privatsphäre der be-

rechtigten Personen verletzen. Insofern handelte sie aus eigennützigen Beweg-

gründen. Zugunsten der Beschuldigten ist auch bezüglich dieser Delikte – obwohl 

sie hierzu keine Aussagen machte, sondern die Taten grundsätzlich abstritt – ihr 

intensiver Drogen- und Alkoholkonsum verschuldensmindernd anzurechnen. 

2.2.3.  Dass die Tathandlungen zum Nachteil der Geschädigten nicht zur Vollen-

dung gelangten, sondern es jeweils beim vollendeten Versuch blieb, kann sich im 

-  25  - 

Sinne einer Reduktion der verschuldensangemessenen Strafe auswirken. Da es 

sich bei Art. 22 Abs. 1 StGB allerdings um einen fakultativen Strafmilderungs-

grund handelt, darf die versuchte Tat grundsätzlich auch gleich hart bestraft wer-

den wie die vollendete Tat (BGE 137 IV 113 E. 1.4.2). Den vollendeten Versuch 

wertete die Vorinstanz vorliegend nur marginal strafmindernd, da die Beteiligten 

nur deshalb von der Tat abliessen, weil sie einerseits im Keller bzw. in der Garage 

der Liegenschaft keine lohnenswerte Diebesbeute finden konnten, und E._____ 

andererseits auf dem Balkon unerwartet von K._____ überrascht wurde (Urk. 76 

S. 45). Diesen Erwägungen kann vollumfänglich gefolgt werden. Die Täter haben 

alles getan, um zu Diebesbeute zu gelangen. Dass ihr Handeln nicht zum Erfolg 

führte, lag einzig an den äusseren Umständen.  

2.2.4.  Die Vorinstanz erachtete für diese Delikte (hypothetische) Einzelstrafen 

von je 4 Monaten als gerechtfertigt und erhöhte die festgesetzte Einsatzstrafe für 

die Tat gemäss Dossier-Nr. 1 in der Folge um je zwei Drittel dieser Einzelstrafen, 

d.h. um insgesamt 160 Tage Freiheitsstrafe (Urk. 76 S. 45 und S. 49). Da diese 

beiden Delikte – wie dies auch die Vorinstanz festhielt – einen äusserst engen 

sachlichen, zeitlichen und persönlichen Zusammenhang aufweisen, dass sie qua-

si als Deliktseinheit zu betrachten sind, rechtfertigt sich schon an dieser Stelle zu 

Gunsten der Beschuldigten eine einheitliche Betrachtungsweise. Aufgrund der 

mehrfachen Delinquenz, welche in diesem Verfahren zu beurteilen ist, der Art des 

jeweiligen Vorgehens, insbesondere der vorgängigen Auskundschaftung des Tat-

orts, des Auftretens als Gruppe und der Absprache hinsichtlich der individuellen 

Tatbeiträge, der Persönlichkeit der Beschuldigten, der mangelnden Reue und 

Einsicht in das Unrecht ihres Verhaltens sowie aus spezialpräventiven Gründen 

kommt für die Taten gemäss Dossier-Nr. 2 und Nr. 3 nur die Ausfällung einer 

Freiheitsstrafe in Betracht. Angesichts des Verschuldens ist für beide Delikte zu-

sammen eine (hypothetische) Einzelstrafe von 5 Monaten auszufällen. Diese ver-

suchten Einbrüche stehen zudem in einem engen sachlichen und persönlichen 

Konnex zum Einbruch gemäss Dossier-Nr. 1. Die Taten gemäss den hier zu beur-

teilenden Dossiers fanden jedoch zu einem anderen Zeitpunkt und an einem an-

deren Ort statt. Es rechtfertigt sich daher eine leichte Asperation um einen Monat, 

-  26  - 

was zu einer Erhöhung der vorstehend festgelegten Einsatzstrafe für den Dieb-

stahl gemäss Dossier-Nr. 1 um 4 Monate Freiheitsstrafe führt. 

2.3. Mehrfacher Hausfriedensbruch gemäss Dossier-Nr. 1, 2 und Nr. 3 

2.3.1.  In objektiver Hinsicht ist verschuldensmindernd zu berücksichtigen, dass 

das unrechtmässige Eindringen (Dossier-Nr. 1: Lagerhalle; Dossier-Nr. 2 und 3: 

Liegenschaft, Kellerabteil und Balkon) bzw. Betreten (Dossier-Nr. 2 und 3: Ra-

senplatz) nur während kurzen Zeitspannen stattfand. In Bezug auf die Lagerhalle, 

den Keller und die Garage fiel die Verletzung des Hausrechts nur gering aus, 

während das Eindringen in den an das Wohnzimmer grenzenden Balkon schwe-

rer wiegt, da es sich dabei um einen bewohnten und daher sensibleren Bereich 

handelt. Das Einbrechen in den Wohnbereich erschüttert das Sicherheitsgefühl 

des betroffenen Bewohners notorischerweise deutlich stärker als eine Verletzung 

des Hausrechts bei Gewerbeliegenschaften bzw. unbewohnten Kellern. Auch 

wenn die Beschuldigte nicht selber auf den Balkon kletterte, so wollte sie diese 

Handlung dennoch und hat sich deshalb das strafbare Verhalten von E._____ an-

rechnen zu lassen. In Bezug auf Dossier-Nr. 1 war es hingegen die Beschuldigte, 

welche als Erste die Lagerhalle unberechtigterweise betrat und damit auskund-

schaftete, ob ihr die anderen Tatbeteiligten gefahrenlos in die Geschäftsliegen-

schaft folgen könnten. Wenn die Vorinstanz das Verschulden der Beschuldigten in 

Bezug auf Dossier-Nr. 1 und Nr. 3 insgesamt als leicht und in Bezug auf Dossier-

Nr. 2 als noch leicht wertet (Urk. 76 S. 46), so ist dies nicht zu beanstanden. 

2.3.2.  In subjektiver Hinsicht wollte die Beschuldigte die Privatsphäre und das 

Hausrecht der Betroffenen verletzen und nahm im Falle von Dossier-Nr. 2 zudem 

die Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls der Bewohnerin in Kauf, zu deren 

Wohnung der von E._____ bestiegene Balkon gehörte. Auch bei diesen Delikten 

ist zu ihren Gunsten der intensive Drogen- und Alkoholkonsum während des De-

liktszeitraums verschuldensmindernd zu gewichten. Dies führt allerdings zu keiner 

massgeblichen Relativierung der objektiven Tatschwere. Der Vorinstanz ist des-

halb zu folgen, wenn sie für die Hausfriedensbrüche gemäss Dossier-Nr. 1 und 

Nr. 3 (hypothetische) Einzelstrafen von je 20 Tagen und für den Hausfriedens-

bruch gemäss Dossier-Nr. 2 eine solche von 30 Tagen festsetzt (Urk. 76 S. 46). 

-  27  - 

Wie vorstehend bereits erwogen (E. IV.2.2.3.), kommt aufgrund der wiederholten 

Delinquenz, der Vorgehensweise bei der Ausführung der einzelnen Taten, der 

Persönlichkeit der Beschuldigten sowie aus spezialpräventiven Gründen aus-

schliesslich die Ausfällung einer Freiheitsstrafe in Betracht.  

2.3.3.  Bei der Asperation ist zu berücksichtigen, dass die Hausfriedensbrüche 

gemäss den Dossiers-Nr. 1, 2 und Nr. 3 in direktem Zusammenhang mit den –

 teilweise versuchten – Diebstählen stehen. Ohne die Hausfriedensbrüche hätten 

diese Delikte gar nicht begangen werden können. Es besteht somit ein unmittel-

barer persönlicher, sachlicher sowie zeitlicher Zusammenhang. Entsprechend 

hoch ist der Asperationsfaktor anzusetzen. Es rechtfertig sich daher eine Erhö-

hung der vorstehend festgesetzten Einsatzstrafe um insgesamt einen Monat Frei-

heitsstrafe.  

2.4. Sachbeschädigung gemäss Dossier-Nr. 3 

Die Sachbeschädigung gemäss Dossier-Nr. 3 erfolgte bei der Ausführung des 

versuchten Diebstahls und kann – mit der Vorinstanz (Urk. 76 S. 47) – als dessen 

Begleiterscheinung bezeichnet werden. Der Delikts- bzw. Schadensbetrag ist zu-

dem mit insgesamt Fr. 650.– gering. Zu Gunsten der Beschuldigten zu werten ist, 

dass mit Ausnahme der Garagentüre die Funktionalität der beschädigten Türen 

nicht beeinträchtigt wurde. Das Tatverschulden kann daher als leicht gewertet 

werden und erfährt durch die subjektive Komponente keine Relativierung. Ange-

sichts des Strafrahmens erscheint die durch die Vorinstanz festgesetzte (hypothe-

tische) Einzelstrafe von 30 Tagen (Urk. 76 S. 47) als eher hoch angesetzt. Zudem 

ist im Rahmen der Asperation zu berücksichtigen, dass die Sachbeschädigungen 

zunächst den Zweck hatten, in die Liegenschaft und hernach in den Keller gelan-

gen zu können, und letztlich den beabsichtigten Diebstahl verüben zu können. 

Der Hausfriedensbruch und der versuchte Diebstahl gemäss Dossier-Nr. 3 hätte 

folglich ohne die vorhergehenden Sachbeschädigungen gar nicht durchgeführt 

werden können. Insgesamt ist daher keine weitere Erhöhung der vorstehend fest-

gelegten Einsatzstrafe vorzunehmen.  

2.5. Täterkomponenten 

-  28  - 

2.5.1. In Bezug auf ihre persönlichen Verhältnisse wiederholte die Beschuldigte 

anlässlich der Berufungsverhandlung im Wesentlichen ihre bereits vor Vorinstanz 

deponierten Aussagen (Prot. II S. 20 ff.). Zum Vorleben und den persönlichen 

Verhältnissen kann daher auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 76 S. 50). Zu ihrer aktuellen persönlichen Situation und der Zeit seit der 

Verhandlung vor Vorinstanz führte die Beschuldigte insbesondere aus, dass sie 

aktuell bei ihrer Schwester unterkomme. Per Dezember 2022 könne sie dann ein 

möbliertes Zimmer beziehen. Sie sei nach wie vor in psychotherapeutischer Be-

handlung und beabsichtige, diese auch fortzusetzen. Suchtmittel konsumiere sie 

eigentlich keine mehr. Nur wenn sie nicht schlafen könne, rauche sie manchmal 

etwas CBD. Mit dem Kokainkonsum habe sie vollständig aufgehört. Sodann ver-

suche sie, auf die Einnahme von Medikamenten zu verzichten, auch wenn sie 

solche aufgrund ihrer psychischen Probleme jederzeit beziehen könne. Insgesamt 

gehe es ihr inzwischen bedeutend besser als noch vor zwei Jahren. Sie hoffe 

denn auch, bald wieder den Einstieg in die Berufstätigkeit zu finden und zwar auf 

ihrem angelernten Beruf als Fachfrau Gesundheit. Dafür müsse sie das Praxisjahr 

wiederholen und anschliessend die Berufsfachschule fortsetzen. Im Anschluss 

möchte sie gerne eine höhere Fachschule absolvieren (Prot. II S. 22 ff.). Vorlie-

gend kann mit der Verteidigung (Urk. 64 S. 13 ff.; Urk. 95 S. 16 ff.) und der Vor-

instanz (Urk. 76 S. 50) festgehalten werden, dass die Beschuldigte eine schwieri-

ge Kinder- und Jugendzeit hatte. Besonders ins Gewicht fällt der sexuelle Miss-

brauch durch ihren Vater (vgl. Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 

16. September 2022, Geschäfts-Nr. SB210456). Sie konnte dennoch eine Lehre 

absolvieren und als Pflegefachfrau im Jahr 2016 den Lehrabschluss machen. 

Nachdem sie nicht sofort eine Stelle fand, war sie für ein halbes Jahr im Mäd-

chenhaus. Danach folgten weitere Heimaufenthalte und eine Ehe, welche indes 

scheiterte. Die Beschuldigte lebte anschliessend auf der Strasse. Schon im frühen 

Alter, nämlich mit 14 Jahren, kam sie mit Marihuana und Alkohol in Kontakt, spä-

ter konsumierte sie zudem harte Drogen wie Kokain oder Amphetamin. Zu ihren 

Eltern hat sie keinen Kontakt mehr, dafür mit ihren Geschwistern. So lebt sie der-

zeit bei ihrer Schwester. Die Beschuldigte bezieht eine 100 %-Rente der Invali-

denversicherung und wird durch das Sozialamt finanziell unterstützt. Sie nimmt 

-  29  - 

regelmässig eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch und leidet ne-

ben ADHS auch an diversen weiteren psychischen Störungen (Urk. 3/1 S. 5; 

Urk. 3/4 S. 30 f.; Urk. 60; Prot. I S. 12 ff.; Prot. II S. 21 ff.). 

2.5.2. Diese persönlichen Verhältnisse sind mit der Vorinstanz (Urk. 76 S. 51) 

strafmindernd zu berücksichtigen. Bezüglich des Alkohol- und Drogenkonsums ist 

darauf hinzuweisen, dass dieser schon bei der Festsetzung der (hypothetischen) 

Einzelstrafen bei den zu beurteilenden Delikten berücksichtigt wurde. Weiter hat 

die Beschuldigte einen Lehrabschluss, womit es ihr grundsätzlich möglich gewe-

sen wäre, eine Arbeit zu finden und nicht in die Drogenabhängigkeit abzurut-

schen. Insgesamt rechtfertigt sich eine Strafreduktion um 2 Monate.   

2.5.3. Die Beschuldigte weist keine Vorstrafen auf (Urk. 78), was neutral zu wer-

ten ist.  

2.5.4. In Bezug auf das Nachtatverhalten ist festzuhalten, dass sich die Be-

schuldigte erst im Laufe der Untersuchung teilweise geständig zeigte, dies indes 

nur bei denjenigen Delikten, bei welchen ihre Tatbeteiligung unbestreitbar gege-

ben war. Selbst die Telefonortung am Tatort der Delikte gemäss Dossier-Nr. 2 

und Nr. 3 stritt sie zunächst ab und machte geltend, dass sie ihr Handy an unbe-

kannte Personen bzw. anderen Frauen bzw. E._____ ausgeliehen habe (Urk. 3/4 

S. 13 f. und S. 17). Weiter deckte sie die Tatbeteiligung von D._____ bis zur erst-

instanzlichen Hauptverhandlung (Prot. I S. 17). Es kann ihr daher keine Strafmin-

derung zugestanden werden, zumal sie bis heute auch keine echte Reue und 

Einsicht in das Unrecht ihres Verhaltens zeigt (Prot. I S. 16 ff.; Prot. II S. 41 ff.). 

2.5.5. Aufgrund der obigen Erwägungen resultiert für die Verbrechen und Ver-

gehen gemäss Dossier-Nr. 1, 2 und Nr. 3 eine auszufällende Freiheitsstrafe von 

18 Monaten. An die Freiheitsstrafe sind die erstandenen 46 Tage Haft vom 

9. März 2020, 21.00 Uhr (Urk. 15/5), bis 24. April 2020, 15.05 Uhr (Urk. 15/24) 

anzurechnen (Art. 51 StGB).  

2.6. Strafzumessung betreffend die geringfügige Sachbeschädigung (Dossier-
Nr. 1) sowie die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 
(Dossier-Nr. 5) 

-  30  - 

2.6.1. Für die geringfügige Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB sowie die Übertretungen des Be-

täubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Abs. 1 BetmG ist eine Busse aus-

zusprechen. Diese bemisst sich gemäss Art. 106 Abs. 3 StGB nach den Verhält-

nissen des Täters, so dass er diejenige Strafe erleidet, die seinem Verschulden 

angemessen ist. Bei der Bemessung der Busse ist auch der finanziellen Leis-

tungsfähigkeit des Täters Rechnung zu tragen (BGE 134 IV 97 E. 6.3.7.1; BGE 

134 IV 60 E. 7.3.3). 

2.6.2. Die Vorinstanz wertete das Tatverschulden betreffend die geringfügige 

Sachbeschädigung gemäss Dossier-Nr. 1 als leicht, zumal die Funktionalität des 

Türrahmens bzw. Türschlosses durch die Beschädigung nicht beeinträchtigt wor-

den sei. Betreffend die Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes gemäss 

Dossier-Nr. 5 sei es so, dass die Beschuldigte nicht nur Marihuana, sondern auch 

"harte" Drogen (namentlich Kokain) konsumiert habe. Die Konsummenge von 

mindestens 1 Gramm Kokain sowie ca. 10 Marihuana-Joints sei nicht unerheblich. 

Angesichts dieser Umstände und unter Berücksichtigung des bedarfsdeckenden 

Erwerbseinkommens durch das Sozialamt rechtfertige es sich vorliegend, Bussen 

von Fr. 250.– bzw. Fr. 200.–, festzusetzen, wobei infolge Asperation und der Be-

rücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der Beschuldigten im Endergebnis 

ein Betrag von Fr. 300.– resultiere (Urk. 76 S. 48 ff. und S. 51). Diese Erwägun-

gen erweisen sich als korrekt und angemessen, weshalb ihnen vollumfänglich ge-

folgt werden kann, zumal auch durch die Verteidigung im Berufungsverfahren ei-

ne Busse in Höhe von Fr. 300.– beantragt wird (Urk. 80 S. 2; Urk. 95 S. 2). Bei 

schuldhaftem Nichtbezahlen der Busse tritt an deren Stelle praxisgemäss eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen (Art. 106 Abs. 2 StGB). 

V. Vollzug 

1. Das Gericht schiebt den Vollzug einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei 

Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, 

um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten 

(Art. 42 Abs. 1 StGB). 

-  31  - 

Die Vorinstanz hat den Vollzug der Freiheitsstrafe vollumfänglich aufgeschoben 

(Urk. 76 S. 52 f.). Dieser Entscheid ist zu bestätigen, weist die Beschuldigte doch 

keine Vorstrafen auf. Mit der Verteidigung (Urk. 64 S. 15) ist weiter zu bemerken, 

dass ein Gefängnisaufenthalt ihrer weiteren Entwicklung schaden würde. Die Be-

schuldigte scheint auch an ihrer aktuellen Lebenssituation zu arbeiten und will 

insbesondere ihre psychotherapeutische Behandlung weiterführen (Prot. I S. 10 

und S. 16; Prot. II S. 22 ff.). Es bestehen keine Gründe für die Festsetzung einer 

Probezeit von mehr als den minimalen zwei Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). Einem 

anderslautenden Entscheid würde ohnehin das Verschlechterungsverbot (Art. 391 

Abs. 2 StPO) entgegenstehen. 

2. Die ausgefällte Busse von Fr. 300.– ist zu bezahlen (Art. 105 Abs. 1 StGB). 

VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 4'000.– zu veran-

schlagen. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Mass-

gabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschuldigte 

unterliegt mit ihrer Berufung vollumfänglich. Es sind ihr daher die Kosten des Be-

rufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen ihrer amtlichen Verteidigung, aufzu-

erlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. Die Rückzahlungspflicht der Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO ist vorzubehalten. 

2. Die amtliche Verteidigung ist aus der Gerichtskasse zu entschädigen 

(Art. 135 Abs. 1 StPO). Sie macht für das Berufungsverfahren Aufwendungen und 

Barauslagen von insgesamt Fr. 5'315.45 geltend (Urk. 96). Unter Hinzurechnung 

der Verhandlungsdauer und einer genügenden Nachbesprechung des Beru-

fungsurteils mit der Beschuldigten erscheint es angemessen, die amtliche Vertei-

digung mit pauschal Fr. 6'500.– zu entschädigen. 

-  32  - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abtei-

lung, vom 16. November 2020 bezüglich der Dispositivziffern 1 teilweise 

(Schuldspruch wegen mehrfacher Übertretung des BetmG), 2 (Freispruch 

vom Vorwurf des Diebstahls betreffend Dossier 4), 6 (Entscheid über be-

schlagnahmte Barschaft), 7-8 (Entscheid über Zivilforderungen), 9-10 (Kos-

tendispositiv) sowie 11 und 12 (Entschädigungen der amtlichen Verteidigun-

gen) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ ist ausserdem schuldig 

− des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossier 1) 

− des mehrfachen versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossiers 2 und 3) 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Dossier 3) 

− der geringfügigen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB (Dossier 1) 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

(Dossiers 1, 2 und 3). 

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 

46 Tage durch Haft erstanden sind, und mit Fr. 300.– Busse. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt.  

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

-  33  - 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'500.–   amtliche Verteidigung 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden der Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amt-

lichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzah-

lungspflicht der Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehal-

ten. 

7. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl  
− die Privatklägerschaft 

− (Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO 
wird der Privatklägerschaft nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 
Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangt.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
− die Privatklägerschaft (sofern verlangt) 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung 
des DNA-Profils  

− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A. 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden. 

-  34  - 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 11. November 2022 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Boese 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

-  35  - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 
 
 

	Urteil vom 11. November 2022
	 Anklage:
	Berichtigtes Urteil der Vorinstanz:
	Berufungsanträge:
	1. Ziffer 1 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und die Beschuldigte stattdessen schuldig zu sprechen:
	 der Gehilfenschaft zum Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB (Dossier 1)
	 der Gehilfenschaft zum versuchten Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 und Art. 22 StGB (Dossier 3)
	 der Gehilfenschaft zum Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB (Dossier 3)
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossiers 1 und 2)
	 der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Dossier 5).

	2. Ziffer 3 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und die Beschuldigte stattdessen mit einer Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen zu Fr. 30.–, unter Anrechnung der erstandenen Haft von 46 Tagen, sowie mit einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen.
	3. Ziffer 4 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und stattdessen sei der Vollzug der Geldstrafe aufzuschieben, unter Festsetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates.
	Erwägungen:
	I. Verfahrensverlauf
	II. Prozessuales
	III. Schuldpunkt
	1. Grundlagen / Verwertbarkeit
	2. Dossier-Nr. 1: Diebstahl, Hausfriedensbruch und geringfügige Sachbeschädigung
	2.1. Vorbemerkungen
	2.1.1.  Die Vorinstanz kam nach einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den einzelnen Aussagen der Beteiligten sowie den Einwendungen der Verteidigung zum Schluss, dass der Beschuldigten der Wille bzw. der Tatentschluss zur Begehung des Diebstahls ...
	2.1.2.  Erstellt (Urk. 76 S. 11 ff.) und unbestritten (Urk. 3/1 S. 15 ff.; Urk. 3/4 S. 2 ff. und S. 22 f.; Prot. I S. 16; Prot. II S. 41) ist, dass die Beschuldigte am 7. April 2019, zusammen mit E._____, F._____, G._____ und einem nicht näher bekannt...
	2.1.3.  Von der Verteidigung wird zusammengefasst geltend gemacht, dass die Beschuldigte nicht als Mittäterin gehandelt habe. Sie sei erst in letzter Minute von E._____ zum Transportieren helfen aufgeboten worden, als der Tatentschluss und -plan berei...
	2.2. Objektiver und subjektiver Sachverhalt
	2.2.1.  Die Vorinstanz hat die einzelnen Aussagen der Beteiligten und die Erkenntnisse aus der Videoaufnahme, den Bildaufzeichnungen sowie der Telefonauswertung ausführlich wiedergegeben und gewürdigt, worauf – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden ...
	2.2.2.  Durch die Videoaufzeichnung erstellt und auch eingeräumt ist, dass die Beschuldigte die Lagerhalle als Erste betrat und "instinktiv" eine Führungsrolle übernahm (vgl. Urk. 18; Urk. 3/1 S. 18 f.; Prot. I S. 19). Sie habe die Sachen genommen und...
	2.2.3.  Hinsichtlich des Deliktsbetrags ist festzuhalten, dass dieser zur Erstellung des Anklagesachverhalts nicht abschliessend beziffert werden muss. Fest steht, dass die Beschuldigte zusammen mit den weiteren Beteiligten zahlreiche Kisten, welche a...
	2.3. Rechtliche Würdigung
	2.3.1.  Die rechtliche Würdigung der Handlungen der Beschuldigten gemäss Dossier-Nr. 1 durch die Vorinstanz als (einfacher) Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, geringfügige Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in Verbindung mit...
	2.3.2.  Dieser Würdigung des Sachverhalts durch die Verteidigung kann nicht gefolgt werden. Denn als Mittäter gilt, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwir...
	2.3.3.  Vorliegend fuhr die Beschuldigte mit den anderen Beteiligten mitten in der Nacht von Zürich nach I._____. Sie trat als Erste in die Lagerhalle ein, was eine wesentliche Rolle bei einem gemeinsamen Einbruchdiebstahl ist, wird die ersteintretend...
	2.3.4.  Die Beschuldigte ist somit des (einfachen) Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, der geringfügigen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB sowie des Hausfriedensbruchs im Sinne von ...

	3. Dossier-Nr. 2 und Nr. 3: Mehrfacher versuchter Diebstahl, mehrfacher Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung
	3.1. Vorbemerkungen
	3.1.1.  Die Vorinstanz kam nach einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den einzelnen Aussagen der Beteiligten sowie den Einwendungen der Verteidigung zum Schluss, dass der Beschuldigten der Wille bzw. der Tatentschluss zur Begehung des Diebstahls ...
	3.1.2.  Die Verteidigung räumt ein, dass die Beschuldigte bei diesen Taten dabei gewesen sei, auch wenn sie selber glaubhaft ausgesagt habe, sich nicht mehr daran zu erinnern. Sie selber habe indes keine Sachbeschädigung begangen, weshalb auch keine D...
	3.2. Objektiver und subjektiver Sachverhalt
	3.2.1.  Die Beteiligung der Beschuldigten an der Tat wird vor Berufungsinstanz nicht mehr bestritten (Prot. II S. 42 f.; vgl. auch Urk. 95 S. 13 ff.). Es kann zunächst auf die Auswertung der Randdaten des Mobiltelefons der Beschuldigten verwiesen werd...
	3.2.2.  Mit der Vorinstanz kann somit festgehalten werden, dass erstellt ist, dass die Beschuldigte gemeinsam mit E._____ am 27. Juni 2019 ohne Berechtigung in den Keller der Liegenschaft M._____-strasse ... in L._____ einbrach, wobei der N._____ AG e...
	3.2.3.  In der Folge begaben sich die Beschuldigte und E._____ unter den Balkon der Wohnung von K._____, wo die Beschuldigte ihrem Begleiter mit einer "Bubenleiter" half, auf den Balkon zu steigen. Währenddessen wartete D._____ weiterhin beim Fluchtfa...
	3.2.4.  Der objektive Sachverhalt ist somit erstellt. Die Beschuldigte wusste zudem spätestens zu dem Zeitpunkt, als E._____ und sie vor Ort waren und die Liegenschaft bzw. die Garage bzw. den Keller betraten sowie die Türen aufbrachen bzw. der Balkon...
	3.3. Rechtliche Würdigung
	3.3.1.  Die rechtliche Würdigung der Handlungen der Beschuldigten durch die Vorinstanz in Bezug auf Dossier-Nr. 2 als versuchter Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und als Hausfriedensbruch im Sinne von ...
	3.3.2.  Auf die Abgrenzung zwischen Mittäterschaft und Gehilfenschaft wurde schon eingegangen (E. III.2.3.2.). Den Ausführungen der Verteidigung kann nicht gefolgt, werden, denn die Handlungen der Beschuldigten gehen deutlich über diejenigen eines Geh...
	3.3.3.  Die Beschuldigte hat sich somit in Bezug auf Dossier-Nr. 2 des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB und in Bezug auf Dossier-Nr. 3 ...

	4. Fazit
	IV. Strafzumessung
	1. Vorbemerkungen
	1.1. Die Vorinstanz fällte eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten sowie eine Busse von Fr. 300.– aus (Urk. 76 S. 51). Sie hat die Grundsätze, nach welchen eine Strafe zuzumessen ist, sowie die entsprechenden Strafrahmen, innerhalb welcher die Strafen fes...
	1.2. Die Verteidigung fordert eine deutlich mildere Bestrafung der Beschuldigten. Eine Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen à Fr. 30.– sowie eine Busse von Fr. 300.– seien ihrem Verschulden angemessen (Urk. 80 S. 2; Urk. 95 S. 2). Anlässlich der B...
	1.3. Das Gericht bemisst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Darüber hinaus berücksichtigt es das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Täters sowie die Wirkung der Strafe auf dessen Leben (Art. 47 Abs. 1 StGB). Hat der Täter durch...
	1.4. Stehen die (hypothetischen) Einzelstrafen für sämtliche Normverstösse fest und sind diese – zumindest teilweise – gleicher Art, hat das Gericht in einem zweiten Schritt in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB eine Gesamtstra...
	1.5. Nach der Festlegung der hypothetischen Gesamtstrafe für sämtliche Delikte ist schliesslich die Täterkomponente zu berücksichtigen, nachdem sich diese für die einzelnen Normverstösse nicht wesentlich unterscheidet.

	2. Konkrete Strafzumessung
	2.1. Diebstahl gemäss Dossier-Nr. 1
	2.1.1.  Bei der objektiven Tatschwere fällt zunächst die grosse Menge an Deliktsgut (CBD-Blüten, Biomasse und Verpackungsmaterial) mit entsprechend hohem Warenwert ins Gewicht, welche innert kürzester Zeit erbeutet wurde. Irrelevant ist dabei der Einw...
	2.1.2.  Bei der subjektiven Tatkomponente ist verschuldensmindernd zu berücksichtigen, dass die Beschuldigte – etwas anderes konnte ihr nicht nachgewiesen werden – nicht an der Beute partizipierte. Sie hat wohl in persönlicher Hinsicht zu Gunsten von ...
	2.2. Mehrfacher versuchter Diebstahl gemäss Dossier-Nr. 2 und Nr. 3
	2.2.1.  Bei diesen (versuchten) Diebstählen ist in objektiver Hinsicht zunächst darauf hinzuweisen, dass diese in einer Gruppe begangen wurden und die Täter die Tat vorher geplant hatten, indem sie die Gegend ausgekundschaftet hatten (Urk. D2/10 S. 31...
	2.2.2.  Diese Einschätzung erfährt auch durch die subjektive Komponente keine massgebliche Relativierung. Die Beschuldigte wollte zusammen mit ihren Mittätern Diebesgut erbeuten und damit das Eigentum und die Privatsphäre der berechtigten Personen ver...
	2.2.3.  Dass die Tathandlungen zum Nachteil der Geschädigten nicht zur Vollendung gelangten, sondern es jeweils beim vollendeten Versuch blieb, kann sich im Sinne einer Reduktion der verschuldensangemessenen Strafe auswirken. Da es sich bei Art. 22 Ab...
	2.2.4.  Die Vorinstanz erachtete für diese Delikte (hypothetische) Einzelstrafen von je 4 Monaten als gerechtfertigt und erhöhte die festgesetzte Einsatzstrafe für die Tat gemäss Dossier-Nr. 1 in der Folge um je zwei Drittel dieser Einzelstrafen, d.h....
	2.3. Mehrfacher Hausfriedensbruch gemäss Dossier-Nr. 1, 2 und Nr. 3
	2.3.1.  In objektiver Hinsicht ist verschuldensmindernd zu berücksichtigen, dass das unrechtmässige Eindringen (Dossier-Nr. 1: Lagerhalle; Dossier-Nr. 2 und 3: Liegenschaft, Kellerabteil und Balkon) bzw. Betreten (Dossier-Nr. 2 und 3: Rasenplatz) nur ...
	2.3.2.  In subjektiver Hinsicht wollte die Beschuldigte die Privatsphäre und das Hausrecht der Betroffenen verletzen und nahm im Falle von Dossier-Nr. 2 zudem die Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls der Bewohnerin in Kauf, zu deren Wohnung der von...
	2.3.3.  Bei der Asperation ist zu berücksichtigen, dass die Hausfriedensbrüche gemäss den Dossiers-Nr. 1, 2 und Nr. 3 in direktem Zusammenhang mit den – teilweise versuchten – Diebstählen stehen. Ohne die Hausfriedensbrüche hätten diese Delikte gar ni...

	V. Vollzug
	VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 16. November 2020 bezüglich der Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldspruch wegen mehrfacher Übertretung des BetmG), 2 (Freispruch vom Vorwurf des Diebstahls betre...
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	1. Die Beschuldigte A._____ ist ausserdem schuldig
	 des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossier 1)
	 des mehrfachen versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossiers 2 und 3)
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Dossier 3)
	 der geringfügigen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB (Dossier 1)
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossiers 1, 2 und 3).

	2. Die Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 46 Tage durch Haft erstanden sind, und mit Fr. 300.– Busse.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht der Beschuldigten gemäs...
	7. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 die Privatklägerschaft
	 (Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird der Privatklägerschaft nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangt.)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 die Privatklägerschaft (sofern verlangt)
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.