# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0876e7cb-ef9b-5862-9ca6-75ab83051547
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-29
**Language:** de
**Title:** Würdigung eines Gutachtens. Kein rentenbegründender IV-Grad.
**Docket/Reference:** IV.2013.00595
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00595.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00595
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiberin F. Brühwiler
Urteil
vom
29. August 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Baumann
Scholl Lienhard & Partner, Rechtsanwälte
Laurenzenvorstadt
19, 5001 Aarau 1 Fächer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
,
geboren
1969
, gelernter Autolac
kierer
(Urk. 6/9/3
) und bis
Okto
ber
2008 auf diesem Beruf erwerbstätig (Urk. 6/5/2),
meldete sich am 12. Januar 2009 (Urk. 6/2)
unter Hinweis auf gesundheitliche Beeinträchtigungen an bei
den Händen
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen an
(Urk. 6/2)
.
Die IV
Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen.
Nach durchgeführter Berufsberatung, anlässlich welcher der Beschwerdeführer erklärte, er fühle sich nicht fähig, eine Umschu
lung zu absolvieren (Urk. 6/40/6), verneinte die IV-Stelle am 29. März 2010 (Urk. 6/41) einen Anspruch auf berufliche Massnahmen.
I
m Hinblick auf die Prüfung des Rentenanspruchs
holte
sie sodann
weitere Berichte
bei den behan
delnden Ärzten ein und
ordnete eine
bidisziplinäre
(rheumatolo
gisch/psy
chiatrische) medizinische Abklärung an
(Urk. 6/54). Dr. med.
Y.___
,
Fach
arzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin und PD Dr. med.
Z.___
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchten den Beschwerdeführer am 13. April 2011 und erstatteten
ihr
Gutachten am 3. Mai 2011 (Urk. 6/64).
Mit Vorbescheid vom 7. Juni 2011 (Urk. 6/68)
stellte
die IV
Stelle
in Aussicht,
X.___
eine
vom 1. November 2008 bis 31. März 2009 befristete ganze Rente zu
zu
sprechen
.
Dagegen erhob der
Versi
cherte
Einwand (Urk. 6/78).
Nach weiteren medizinischen und erwerblichen Abklärungen verneinte die IV-Stelle mit neu
em Vorbescheid vom 22. Juni 2012
(Urk. 6/103) auch einen Anspruch auf eine befristete Rente aufgrund verspäteter Anmeldung.
Gegen diesen Vorbescheid erhob der Versicherte erneut Ei
nwand (Urk. 6/106, Urk. 6/109). In der Folge wurden weitere medizinische Berichte
eingeholt bzw. aufgelegt
(Urk. 6/110, Urk. 6/120). Am 24. Mai 2013 verfügte die IV-Stelle wie angekündigt
(Urk. 2)
.
2.
Dagegen erhob
X.___
am 25. Juni 2013 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer
ganzen
Invalidenrente (Urk. 1 S. 8).
Mit Beschwerdeantwort vom 26. August 2013 (Urk. 5 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-123) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 28. August 2013 (Urk. 7) zur Kenntnis gebracht wurde. Mit Eingabe vom 2. September 2013 (Urk. 8) ersuchte der Beschwerdeführer um Einholung wei
terer ärztlicher Berichte.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung
(Urk. 2)
,
der Beschwerdeführer
sei
ab dem 27. November 2007 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt
gewesen
. Ab Januar 2009 habe sich der Gesundheits
zustand
jedoch
soweit verbessert, dass ihm
ab
diesem Zeitpunkt eine angepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar
gewesen
sei.
Im März/April 2009 habe sich
sein
Gesundheitszustand zwar noch einmal temporär verschlechtert, aufgrund der kurzen Dauer könne diese Verschlechterung jedoch nicht berücksichtigt werden. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in angepassten Tätigkeiten
errechnete die Beschwerdegegnerin
ein
en
Invaliditätsgrad von 36 % und verneinte somit i
m Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns am 1. Juli 2009 (sechs Monate nach der Anmeldung)
einen Rentenanspruch
.
1.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
vor
,
seine gesund
heitlichen Beeinträchtigungen seien unzureichend
abgeklärt
worden
(Urk. 1)
.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, K
rankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2.
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krank
heitsgewinn
;
„
Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes
Behandlungser
gebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2,
BGE
139 V 547 E. 3 ff.
).
2.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
A
m 27. November 2007
verletzte sich der Beschwerdeführer
während der Arbeit an der linken Hand (Urk. 6/7/41). In der Folge war er zuerst vollständig, ab 18. Dezember 2007 sodann noch teilweise arbeitsunfähig geschrieben (Urk. 6/5/10
-11
).
3.
2
Bei andauernden
Beschwerden
wurde der Beschwerdeführer a
m 21. August 2008 an der linken Hand operiert, wobei eine
Spongio
sa
plastik
vom
Becken
kamm
links durchgeführt wurde (Operationsbericht des
A.___
vom 22. August 2008, Urk. 6/7/20).
Am 14. Oktober 2008 wurde bei zunehmen
den Schmerzen und Status nach einem Kontusionstrauma vor 25 Jahren
sodann auch
die rechte Hand operiert (Operationsbericht des
A.___
vom 16. Oktober 2008, Urk. 6/7/17).
Die behandelnden Ärzte
des
A.___
hielten dafür (Urk. 6/5/12, Urk. 6/10/3-5), in der bisherigen Tätigkeit als Autolackierer bestehe seit dem 21. August 2008 eine vollständige Arbeitsunfä
higkeit, da das tägliche mehrstündige Handling mit der Spritzpistole die Gelenksschmerzen an der rechten Hand unterhalte und nicht mehr zumutbar sei.
Für Tätigkeiten mit nur leichten Belastungen ohne Vibration und ohne
Käl
teexposition
attestierten sie dem Beschwerdeführer ab
dem
1. Januar 2009 wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit
.
Die Ärzte wiesen im Übrigen auf chronische Lumbalgien sowie Kniegelenksbeschwerden links hin und empfahlen diesbezüglich eine Untersuchung durch einen Wirbe
lsäulen- sowie Kniespe
zialisten
.
3.
3
Vom 16. März 2009 bis 28. März 2009 befand sich der Beschwerdeführer in der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation
des
B.___
(Urk. 6/27/9).
Bei einem diagnostizierten Meniskusriss links wurde am 26. März 2009 eine
Hinterhornteilresektion
durchgeführt (Urk. 6/27/10). Hinsichtlich des seit November 2008 bestehenden
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms
wiesen die Ärzte auf eine im Dezember 2008 durchgeführte MRI-Untersuchung hin, bei der auf der Höhe L5/S1 eine
Diskusprotrusion
sowie ein Kontakt zur Nervenwurzel zur Darstellung gekommen war
en
. Bei fraglichem
radikulären
Reizsyndrom führten sie am 19. März 2009 eine Infiltration der Nervenwurzel L5 durch, welche jedoch keinen Einfluss auf die Symptome zeitigte (Urk. 6/27/
9-
10).
Zuhanden
der
Beschwerdegegnerin hielten die Ärzte des
B.___
m
it Bericht vom 29. April 2009
fest
(Urk. 6/27/6)
, aus rheumatologischer Sicht bestehe
für eine leichte bis mittelschwere wechselbe
lastende Tätigkeit
keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit
. Bezüglich der Knieschmerzen links
seien
Tätigkeiten in kniender Position zu vermeiden. Hin
sichtlich der Einschränkungen seitens der Hände verwiesen sie auf den invol
vierten Handchirurgen
.
N
ach
der Meniskusteilresektion sei der Beschwerde
führer postoperativ
vom 16. März 2009 bis am 2. April 2009
vollständig arbeitsunfähig gewesen
.
3.
4
3.
4
.1
Am 13. April 2011 wurde der Beschwerdeführer rheumatologisch und psy
chiatrisch
begutachtet
(Expertise vom
3. Mai 2011, Urk. 6/64).
3.
4
.2
Gegenüber dem
rheumatologische
n
Gutachter
Dr.
Y.___
klagte der Beschwerde
führer über
Beschwerden an
beiden Händen, der Lendenwirbelsäule, der rechten Schulter sowie des Beckens (Urk. 6/64/17-19).
Der Gutachter
hielt fest
, es hätten sich mehrere gesundheitliche Problembereiche gefunden. I
m
Bereich der rechten Hand
bestehe
ein unregel
mässiges MCP IV-Köpfchen rechts
,
weshalb mechani
sche Beschwerden in diesem Bereich durchaus nachvollziehbar seien. Im Bereich der linken Hand sei der Befund jedoch unauffällig gewesen. Hier
hätte man
Mühe
, die stattgefundene Operation überhaupt zu diagnostizieren
(Urk. 6/64/26)
.
Beim linken Knie diagnostizierte er eine Retropatellar
arthrose
. Das Röntgenbild habe zusätzlich eine
Chrondrocalcinose
und ganz diskret beginnende dege
nerative Veränderungen gezeigt.
Dr.
Y.___
hielt dafür,
es seien
durchaus gewisse mechanische Beschwerden zu erwarten, nicht jedoch im geklagten Ausmasse
(Urk. 6/64/26)
. Von Seiten des Rückens
diagnostizierte
der Gutachter
sodann
ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom
bei – in der MRI-Untersuchung vom März 2009 -
nachgewiesener leichter
Sa
c
roiliitis
mit damals nur minimalen
Ent
zündungszeichen
und
Protrusion
L5/S
1.
Klinisch könne heute eine relevante
Diskopathie
ausgeschlossen werden, es lägen keine
radikulären
Zeichen vor. Die Progredienz einer
Sa
c
roiliitis
sei
bei unauffälligem
Kno
chenszintigramm
im Bereich des ISG
vo
m 20. Juli 2010
nicht anzunehmen
.
Damit sei nicht von einer aktiven Entzündung auszugehen, welche die geklag
ten Beschwerden erklären könnte. Der Zustand entspreche viel mehr einem Status nach ISG-Arthritis, allenfalls einer ganz
g
eringgradigen
ISG-Arthropa
thie
. Aufgrund dieser
Rücken
problematik
schränke sich die Arbeitsfähigkeit auf eine körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit ein
(Urk. 6/64/27).
Dr.
Y.___
kam
zum Schluss,
dass
n
ach
der
Handoperation
vom 20. August 2008
e
ine vollständige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit bestanden
habe
. Am 14. Oktober 2008 sei sodann die zweite Handoperation erfolgt. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bis Ende 2008 vollständig arbeitsunfähig gewesen sei.
Seit
a
nfang
s
2009 seien dem Beschwer
deführer
wieder
leichte bis gelegentlich mittelschwere körperliche Tätigkeit
en
mit nicht repetitivem Heben, Stossen oder Ziehen bis 10 kg, selten bis 15
kg
,
zumutbar. Arbeiten in Zwangsstellungen, mit repetitivem
dauernde
m
Bücken, sowie nur sitzende oder nur stehende Arbeiten seien nicht zumutbar.
Mit der rechten Hand könne der Beschwerdeführer sodann nicht mehr als 10 kg heben, stossen oder ziehen.
Ausserdem könne
er
keine Maschinen mit Vibrationen oder repetitiven Schlägen bedienen
(Urk. 6/64/27-28). Rein kniende Tätigkeiten sei
en
sodann ebenfalls ungünstig (Urk. 6/64/45)
. Die angestammte Tätigkeit
erachtete Dr.
Y.___
aufgrund der Beschwerden in der rechten Hand
als
nicht mehr zumut
bar
(Urk. 6/64/
27-
28).
Überdies hielt der Gutachter dafür, dass f
ür die Dauer der
Hospitalisation
im
B.___
vom 1
6.
bis 28. März 2009
sowie bis sechs Wochen nach der am 26. März 2009 durchgeführten Kniearthroskopie
vorübergehend
erneut
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden
habe
(Urk. 6/24/28).
3.
4
.3
Dr.
Z.___
stellte
folgende
Diagnosen mit Ausw
irkung auf die Arbeitsfähigkeit
: (1) A
kzentuierte Persönlichkeitszüge mit
insbesondere narzisstische
n
Anteilen
(ICD-10 Z73.1), (2)
eine
anhaltende
somatoforme
Schmerzstö
rung (ICD-10 F45.4) sowie
(3)
eine
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) im Sinne einer larvierten Depression (Urk. 6/64/34).
Dr.
Z.___
führte aus
,
der Beschwerde
führer habe seinen während vieler Jahre leidenschaftlich ausgeübten Beruf nicht mehr narzisstisch besetzen können,
a
ls
ihm
deklariert worden sei, er könne seinen Beruf als Au
tolackierer nicht mehr ausüben
.
D
er narzisstische Überbau sei zusammengebrochen. Im Rahmen der Dekompensation sei es beim Beschwerdeführer zu einer
Somatisierung
gekommen. Zwar bestünden für
die
körperlichen S
chmerzen auch organische Kernkorrelate, die Art und Weise jedoch, wie der Beschwerdeführer diese Schmerzen erlebe und präsentiere
,
sei Zeichen einer deutlichen Ausweitung, die einer
somatoformen
Schmerzstörung zuzuordnen sei
(Urk. 6/64/35-36)
.
Hinsichtlich der depressiven Episode
hielt der Gutachter fest
,
dass
d
er Beschwerdeführer zwar zunächst eine deprimierte und niedergeschlagene Grundstimmung verneint
habe.
Der Beschwerdeführer
habe jedoch
angegeben, ein Gefühl der Gefühlslosigkeit zu erleben
und von
eine
r
Freudlosigkeit, eine
m
gewissen Antriebsverlust sowie auch eine
r
Lust- und Interessenlosigkeit
berichtet
. Somit
seien
einige
Kardinalk
riter
ien
einer
depressi
ven
Episode
erfüllt
.
Aufgrund der
narzisstische
n
Störung
erkenne der Beschwer
de
führer jedoch nicht
, dass es sich hierbei um
eine depressive Störung handle, so dass sich eine
larvierte dep
ressive Störung
zeige
(Urk. 6/64/35-36).
Der Gutachter
kam zum Schluss
,
dass d
ie Funktionseinbussen
infolge der
akzen
tuierten Persönlichkeitszüge
mit Blick auf die ICF-Kriterien
nur diskret
seien
und bei
20 %
lägen
(Urk. 6/64/37-38)
. Zu den
Foersterkriterien
Stellung nehmend
führte Dr.
Z.___
aus, mit den akzentuierten Persönlichkeitszügen und der leichten Depression liege eine psychiatrische
Komorbidität
vor, des
Weiteren
bestünden chronische körperliche Erkrankungen. Sozialer Kontakt bestehe wenig und die Schmerzen des Beschwerdeführers bestünden seit mehreren Jahren und erschienen therapieresistent. Hingegen stehe der Beschwerdeführer in keiner psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behandlung. Dem Beschwerdeführer könne
mithin
keine vollumfängliche aktive
Willensleis
tung
zugemutet werden, um seine Körperschmerzen zu überwinden. Die sich
daraus ergebenden qualitativen Funktionseinbussen seien jedoch bereits bei den Einschränkungen mitberücksichtigt, die
aufgrund der
akzentuier
ten
Persönlich
keitszüge
sowie
der leichten depressiven Episode
bestünden
. Dr.
Z.___
wies im Übrigen darauf hin, dass der Beschwerdeführer zwar über
erhebliche Schmerzen berichte
, in der rheumatologischen Untersuchung jedoch einen athletischen Eindruck hinterlassen habe, so dass zweifelsohne Diskrepanzen bestünden, die zwar auf die
somatoforme
Schmerzstörung zurückzuführen seien,
jedoch
zeigen
würden, dass der Beschwerdeführer zu mehr fähig sei, als er in der Unter
suchung angegeben habe.
Der Gutachter
hielt weiter fest, dass schon
allein
das äussere Erscheinungsbild des Beschwerdeführers
in deutlicher Diskrepanz zu seinen Angaben
stehe und es dem Beschwerdeführer kaum möglich wäre, in jenem gepflegten Habitus zu erscheinen, wenn er tatsächlich so beeinträchtigt wäre
(Urk. 6/64/38)
. Hinsichtlich der leichten depressiven
Episode
hielt Dr.
Z.___
sodann
dafür
,
dass diese Störung
mit Blick auf die Untersuchung
keine höhere Funktionseinbusse als 20 % begründen
könne und sich
die
se Ein
busse
nicht additiv zu den Einschränkungen, die aufgrund der
somatoformen
Schmerzstörung bestünden,
verhalte
(Urk. 6/64/38-39)
. Zusammenfassend
kam der Gutachter somit zum Schluss
,
dass
aus psychiatrischer Sicht sowohl in der angestammten als auch in angepassten Tätigkeiten eine
qualitative
Funktions
einbusse
von 20
%
und damit
Arbeitsfähigkeit von 80 %
bestehe
, wobei diese Angab
e seit Oktober 2008 gelte (Urk.
6/64/39).
3.
4
.4
In der Gesamtbeurteilung
hielten die Gutachter gemeinsam fest
,
es bestehe
für eine Tätigkeit,
welche
das im rheumatologischen Gutachten angeführte Profil berücksichtige,
eine Arbeitsfähigkeit von 80 %
(Urk. 6/64/42).
3.5
Am 14. September 2011 wurde im
C.___
bei erneuter
Meniskus
lä
sion
wiederum eine Meniskusteilresektion
am linken Knie
durchge
führt (Urk. 6/85/7). Im Operationsbericht wurde festgehalten, es sei ab sofort eine Mobilisation mit Vollbelastung erlaubt (Urk. 6/85/8).
3.6
Dr. med.
pract
.
D.___
,
Fachärztin für Innere Medizin FMH, Regionaler Ärztli
cher Dienst
(RAD)
, hielt
stellungnehmend dazu
fest, die Knieproblematik sei bei der Erstellung des Belastungsprofil
s
im
rheumatologischen
Gutachten berücksichtigt worden. Die erneute Meniskusläsion begründe keine
höhergra
dige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (Stel
lungnahmen vom 14. November 2011 und 15. Mai 2012, Urk. 6/95/2-3).
3.7
Am 17. Januar 2013 liess sich der Beschwerdeführer am
E.___
untersuchen
(Bericht vom 4. Februar 2013
, Urk. 6/120
)
. Die Ärzte hielten fest, beim Beschwerdeführer
bestehe
ein
chronic
widespread
pain
,
das
m
ittle
r
weile
hochchronifiziert
sei. Strukturelle neurologi
sche Auffälligkeiten hätten sich
keine gefunden. Vor dem Hintergrund der chronischen
Schmerz
störung
habe sich eine depressive Störung entwickelt, wobei sie eine mit
telgradige depressive Episode diagnostizierten (ICD-10 F32.1
; Urk. 6/120/1-2
).
3.8
Dipl. med.
F.___
,
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psycho
thera
pie, RAD, hielt am 13. Mai 2013 stellungnehmen
d
zum Bericht des
E.___
(E. 3.
7
) dafür
(Urk. 6/121/3)
, die Diagnose des
chronic
widspread
pain
sei praktisch identisch
mit
jener der chronischen
Schmerz
störung
mit somatischen und psychischen Faktoren. Die Diagnose einer mittelgradigen Depression lasse sich sodann anhand der Befunde nicht nach
vollziehen
. Aufgrund
der im
E.___
erhobenen Befunde
könne allen
falls eine leichte depressive Störung angenommen werden. Somit würden keine neuen medizinischen Tatsachen vorliegen, die nicht schon in vorgängigen Abklärungen gewürdigt worden wären.
4.
4.1
Das von
den
Dr
es
.
Y.___
und
Z.___
erstattete rheumatologisch-psychiatrische Gutachten vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E. 2.
5
). So tätigten beide Gutachter eigene, umfassende Abklärungen, berücksichtigten die geklagten Beschwerden und begründeten ihre Einschätzungen in nachvollziehbarer Weise sowie in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
.
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der Einsatz von MEDAS-Gutachten sei
von vornherein
unzulässig, weil diese Klini
ken nicht neutral und unbefangen seien
(Urk. 1 S. 7)
, ist darauf hinzuweisen, dass es sich vorliegend nicht um eine Begutachtung durch eine MEDAS-Stelle handelte und
das Vorbringen
im Übrigen
ohnehin
nicht zu hören wäre (BGE
137 V 210
E. 3.4.2.7).
4.2
Die Einschätzung
von
Gutachter
Dr.
Y.___
,
wonach der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht in angepasster Tätigkeit wieder vollständig arbeitsfähig sei, entspricht den
n auch
im Wesentlichen
den
Beurt
eilungen der behandelnden Ärzte
(E. 3.1, E. 3.2
,
vgl. auch Urk. 6/13, Urk. 6/35
i.V.m
.
Urk. 6/40/6
).
Wenn d
er Beschwerdeführer
vorbringt
, die
Knieb
eschwerden
, die Beschwerden am
linken Becken
sowie
der hinter
dem
rechten Ohr bestehende Tumor sei
en
unzu
reichend abgeklärt worden (Urk. 1 S.
6-
7)
, kann ihm
sodann
nicht gefolgt wer
den.
Hinsichtlich
des Tumors
holte die Beschwerdegegnerin einen Bericht
beim behandelnden Spezialisten ein, der eine Auswirkung des diagnostizierten
Coch
learis-Schwannom
rechts auf die Arbeitsfähigkeit klar verneinte
(Bericht vom 17. September 2012, Urk. 6/110/5).
Welche
weitere
n
Abklärungen bezüglich der Beschwerden am Beckenkamm hätten durchgeführt werden müssen, bringt der Beschwerdeführer nicht vor und ist angesichts der
in der Vergangenheit bereits
durchgeführten
umfangreichen somatischen Abklärungen auch nicht ersichtlich. Hinsichtlich der Knieproblematik
fand
sodann
zwar nach Gutachtenserstellung eine weitere Knieoperation
statt
. Wurde jedoch bereits im Operationsbericht
festgehalten
, es sei ab sofort eine
Mobilisation
mit Vollbelastung erlaubt (E. 3.5)
, und liegt auch kein Bericht in den Akten,
in dem
darauf folgend eine
höhergradige
Arbeitsunfähigkeit
attestiert
wird
, kann
mit Dr.
D.___
vom RAD
(E. 3.6)
davon
ausgegangen werden
, dass die erneute Meniskusläsion
zu keiner wesentlichen Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit
seit Gutachtenserstellung
führte
.
Wieso
schliesslich
noch weitere ärztliche Berichte
hätten
eingeholt wer
den müssen, wie dies der Beschwerdeführer geltend macht (Urk. 8), ist nicht ersichtlich, zumal er
am 31. Oktober 2012 mit
teilte
, es werde ein
e
umfassende Be
gut
achtung im
E.___
stattfinden
(Urk. 6/112-113) und nach erfolgter Untersuchung vom 17. Januar 2013 ein ausführlicher Bericht
dieses Zentrums
aktenkundig gemacht
worden war (Urk. 6/120)
.
Aus diesem ergeben sich ebenfalls keine neuen medizinischen Tatsachen (vgl. Einschätzung vom 2
3.
März 2013 von
Dr.
med.
G.___
,
FA für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, RAD,
Urk.
6/121/3).
Da der Erlass der angefochtenen V
erfügung vom 24. Mai 2013 (Urk.
2) im Übrigen die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen), wären im vorliegenden Verfahren s
odann aktuelle MRI-Bilder (vgl. Urk.
8) von vorneherein unbeacht
lich.
Mithin ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
aus somatischer Sicht
ab Januar 2009 – mit kurzzeitigem Unterbruch im März/April 2009 aufgrund der Kniearthroskopie
–
in angepasster Tätigkeit wieder vollständig arbeitsfähig war
.
4.3
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
kann
sodann auch
auf
die Beurtei
lung des psychiatrischen Gutachters Dr.
Z.___
,
wonach der Beschwerdeführer aus psychi
atri
scher Sicht zu 20 % in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei,
abgestellt werden
.
Dr.
Z.___
nahm eingehend
zu
der Überwindbarkeit der
somatoformen
Schmerzstörung Stellung
(E. 3.3.3, vgl. Urk. 1 S. 5-6)
und es ist
mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung
(E. 2.2)
aus rechtlicher Sicht nicht zu beanstanden, dass er angesichts dieser Abklärungen von keine
r
weitergehenden
Einschränkung als
20
%
ausging.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht,
es sei ihm
bereits
aufgrund der narzisstischen Störung keinerlei Verweistätigkeit
mehr
zumutbar (Urk. 1 S. 4), bleibt darauf hinzuweisen, dass
die Diagnose der akzentuierten Persönlichkeit mit narzisstischen Anteilen aus der sogenannten Z-Kategorie des ICD-10-Systems stammt.
Bei diesen Z-Kodie
rungen handelt es sich um Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen. Die Kategorien
Z00
99 sind für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als "Diagnosen" oder "Probleme" angegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder
äussere
Ursache unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind. Diese Belastungen fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen
Gesundheitsscha
dens
(Urteil des Bundesgerichts 8C_663/2010 vom 1
5.
November 2010, E.
5.2.4).
Was sodann den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach
Gutach
tenserstellung
betrifft, führte
s
chliesslich
Dipl. med.
F.___
überzeugend
aus, dass die im
E.___
diagnostizierte mittelgradige depres
sive Episode mit Blick auf die durchgeführten Tests nicht nachvollziehbar sei (E. 3.8).
Es kommt hinzu, dass sich der fragliche Bericht nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äussert und das IV-Verfahren als die Beschwerden aufrechterhaltenden Faktor nennt (Urk. 6/120/2).
Angesicht dieser Aktenlage
ist davon auszugehen
, dass sich auch der psychische Gesundheits
zustand nach Gutachtenserstellung nicht
relevant
ver
schlechtert hat.
4.4
Zusammenfassend ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihrer Beurteilung eine Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 80 % in einer angepassten Tätigkeit ab Januar 2009 zugrunde gelegt hat
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt anhand des Einkommensvergleichs (E.
2
.4), wie sich die auf das Zumutbarkeitsprofil eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Da der Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle Ende Januar 2009 aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen verlor (Urk. 6/5/2), hat die
Beschwerde
gegnerin
zur Berechnung des
Valideneinkommens
zu Recht auf das vom Beschwerdeführer zuletzt erzielte Einkommen abgestellt. Die
Beschwerdegegne
rin
ging dabei gestützt auf die Angaben im Arbeitgeberbericht vom 19. Januar 2009 von einem jährlichen Einkommen von Fr. 69‘600.-- aus (Urk. 6/5/3-4). Hatte auch der Beschwerdeführer im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
ein jährliches Einkommen von Fr. 69‘600.-- geltend gemacht (Urk. 6/78/3), ist davon auszugehen, dass es sich im Arbeitgeberbericht bei der Auflistung des 13. Monatslohns im Jahr 2008 - womit das Jahreseinkommen höher als ange
geben ausgefallen wäre - um ein Versehen handelt (Urk. 6/5/4), zumal im sel
ben Bericht als jährliches Einkommen wiederholt Fr. 69‘600.-- angegeben wurde (Urk. 6/5/3-4) und gemäss Arbeitgeberbericht in Übereinstimmung mit dem IK-Auszug auch im Jahr 2007 kein 13. Monatslohn ausbezahlt worden war (
Urk.
6/5/4, Urk. 6/6/1). Das dem Einkommensvergleich zugrunde gelegte
Vali
deneinkommen
von Fr. 69‘600.-- gibt mithin zu keiner Beanstandung Anlass und wurde vom Beschwerdeführer denn auch nicht bemängelt.
5.3
Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen anhand der
Tabellen
löhne
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) ermittelt und ist vom nicht nach Branchen differenzierten Lohn für Hilfstätigkeiten,
Anforderungsni
veau
4, von Fr. 4‘806.
--
monatlich
ausgegangen
(Tabelle TA1 der LSE 2008, S. 26; Urk. 2 S. 3).
Der
Beschwerdeführer
geht
keiner Erwerbstätigkeit mehr nach und
ist
im erlernten Beruf nicht mehr arbeitsfähig,
weshalb
dies zu kei
nerlei Beanstandungen Anlass
gibt
. Damit ergibt sich für das Jahr 2008 ein
Ein
kommen
von Fr.
57‘672
.
--
(Fr.
4‘806
.
--
x 12). Unter Berücksichtigung der
No
minallohnentwicklung
(Die Volkswirtschaft, 6-2014 Tab. B10.3 S. 85; 2008: 2092 Punkte, 2009: 2136 Punkte) sowie der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft, 6-2014 Tab. B9.2 S. 84)
resultiert für
das Jahr 2009 ein Einkommen von Fr. 61‘240.
40, respektive b
ei einem dem Beschwerdeführer zumutbarem 80 %-Pensum ein Einkommen von Fr. 48‘992.
3
0.
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und beruf
liche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Die Beschwerdegegnerin erwog, mit Blick auf das noch zumutbare reduzierte Arbeitspensum und die leidensbedingten Einschränkungen rechtfertige sich ein Abzug von 10 % (Urk. 2 S. 2-3). Dabei verkennt die Beschwerdegegnerin ers
tens, dass dem Beschwerdeführer eine Arbeit in einem Vollzeitpensum zumutbar ist und lediglich eine qualitative Funktionseinbusse besteht (E. 3.4.3), weshalb sich ein Abzug unter dem Titel Teilzeitarbeit nicht rechtfertigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_126/2011 vom
8.
Juli 2011, E. 5.2; 8C_352/2014 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Zweitens sind sodann keine anderen Anhaltspunkte ersichtlich, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem
Erfolg
verwerten kann. Der Beschwerdeführer war im Verfügungszeitpunkt erst 44 Jahre alt und ist Schweizer Bürger. Mit Blick auf seine Erwerbsbiographie, wonach er beispiels
weise auch in der Lehrlingsausbildung tätig war (Urk. 6/64/29), besitzt er sodann ausreichend Fähigkeiten und Ressourcen, um trotz seinen gesundheitli
chen Einschränkungen ein durchschnittliches Einkommen
in einer
Hilfstätigkeit zu erzielen. Vorliegend rechtfertigt sich somit keine Kürzung des
Tabellen
lohnes
.
5.4
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 69‘600.-- (E. 5.2) sowie einem
Invaliden
ein
kommen
von Fr. 4
8
‘
9
9
2
.
30
(E. 5.3)
ergibt sich
ab Januar 2009
ein
Invalidi
tätsgrad
von gerundet 3
0
% (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2).
Hat sich der Beschwerdeführer am 12. Januar 2009 zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 6/2) und kann demnach frühestens ab Juli 2009 ein Rentenanspruch ent
stehen (Art. 29 Abs. 1 IVG),
hat die Beschwerdegegnerin zu Rech
t einen Ren
tenanspruch verneint.
Soweit
der Beschwerdeführer geltend macht, es liege ein Vertrauenstatbestand vor, da sich die Beschwerdegegnerin auf das Verfahren eingelassen habe und damit den Einwand verwirkt habe, das Begehren sei ver
spätet eingereicht worden
(Urk. 1 S. 2-3)
, kann ihm
bereits deshalb
nicht gefolgt werden
, da es sich
bei
der
Wartefrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG nicht um eine
Eintretensvoraussetzung
sondern um eine Anspruchsvoraussetzung handelt. Im Übrigen dient der Vorbescheid der Wahrung des rechtlichen Gehörs und hat die Beschwerdegegnerin erst mittels angefochtener Verfügung vom 2
4.
Mai 2013 abschliessend entschieden.
6.
Diese Erwägungen führen
zur vollumfänglichen
Abweisung der Beschwerde
.
7
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Andreas Baumann
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstF. Brühwiler