# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04e2753f-e7b5-552b-b415-8b813190a979
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-23
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 23.05.2019 BK 2019 133
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2019-133_2019-05-23.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 19 133

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 23. Mai 2019

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter J. Bähler, Ober-
richterin Falkner
Gerichtsschreiber Müller

Verfahrensbeteiligte A.________

Beschuldigter

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
3013 Bern

B.________ (Verein)
v.d. Rechtsanwalt C.________

Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin

Gegenstand Nichtanhandnahme

Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das Gewässer-
schutzgesetz und Sachbeschädigung

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 7. März 2019 (BM 19 4692)

2

Erwägungen:

1. Am 7. März 2019 nahm die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfol-
gend: Staatsanwaltschaft) das Strafverfahren gegen A.________ (nachfolgend: 
Beschuldigter) wegen Widerhandlung gegen das Gewässerschutzgesetz und 
Sachbeschädigung nicht an die Hand. Dagegen erhob die B.________ (Verein) 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 20. März 2019 Beschwerde und stellte fol-
gende Anträge: 
1. Die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 7. März 2019 sei aufzuheben und das Verfahren BM 

19 4692 sei – soweit nicht schon eine Untersuchung eröffnet wurde – an die Hand zu nehmen.

2. Die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 7. März 2019 sei aufzuheben soweit mit ihr das Ver-
fahren BM 17 42290 nicht an die Hand genommen wurde.

     - unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

In ihrer Stellungnahme vom 9. April 2019 beantragte die Generalstaatsanwaltschaft 
die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 13. Mai 2019 hielt die 
Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbegehren fest. Der Beschuldigte liess sich in-
nert Frist nicht vernehmen.

2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei 
der Beschwerdekammer in Strafsachen innert zehn Tagen schriftlich und begrün-
det Beschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der 
Strafprozessordnung [StPO; SR 312], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 
29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). 
Es ist näher zu prüfen, ob – und wenn ja inwieweit – die Beschwerdeführerin durch 
die angefochtene Verfügung unmittelbar in ihren rechtlich geschützten Interessen 
betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert ist (Art. 382 Abs. 1 StPO). 

In Bezug auf die angebliche Widerhandlung gegen das Gewässerschutzgesetz 
(GSchG; SR 814.20) sowie in Bezug auf die von der Beschwerdeführerin in der 
Beschwerdeschrift vorgebrachte Tierquälerei gemäss Art. 26 Tierschutzgesetz 
(TSchG; SR 455) fehlt es dieser an der Beschwerdelegitimation. Als geschädigte 
Person gilt ausschliesslich, wer durch die Straftat unmittelbar in ihren Rechten ver-
letzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO). Als Privatkläger gilt nur die geschädigte 
Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- und Zivilklägerin 
oder -kläger zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Weder bezüglich der geschützten 
Rechtsgüter nach GSchG noch bezüglich derjenigen nach TSchG ist die Be-
schwerdeführerin Rechtsgutträgerin. Sie ist daher nicht in ihren eigenen Rechten 
unmittelbar verletzt und damit nicht geschädigte Person. Insoweit ist auf die Be-
schwerde nicht einzutreten. Jedoch ist sie in Bezug auf die Sachbeschädigung 
gemäss Art. 144 Schweizerisches Strafgesetzbuch (StGB; SR 311) zur Beschwer-
de legitimiert, da sie Pächterin des D.________ (Bach) ist (vgl. zum Ganzen Be-
schluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 13 282 vom 6. Dezember 2013 
E. 8 f.; SCHMID/JOSITSCH, in: Praxiskommentar Schweizerische Strafprozessord-
nung, 3. Aufl. 2018, N. 2 f. zu Art. 115 StPO; MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, in: Basler 
Kommentar StPO/JStPO, 2. Aufl. 2014, N. 92 zu Art. 115 StPO; je mit weiteren 

3

Hinweisen auf die Rechtsprechung). Im Übrigen sei in Bezug auf Rechtsbegeh-
ren 1 angemerkt, dass die Beschwerdekammer nicht selber ein Strafverfahren an 
die Hand nehmen kann. Sie könnte die Staatsanwaltschaft einzig entsprechend 
anweisen. Nach dem Gesagten ist auf die form- und fristgerechte Beschwerde teil-
weise einzutreten.

3. Am 25. September 2018 wurden im D.________ (Bach) unterhalb von E.________ 
tote Bachforellen festgestellt. Eine Zählung beim Ausfischen ergab 554 tote Bach-
forellen. Die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, stellte 
am 18. Oktober 2018 in diesem Zusammenhang Strafantrag gegen Unbekannt we-
gen Sachbeschädigung. Erste Abklärungen ergaben, dass es bereits im September 
des Vorjahres zu einem Fischsterben im D.________ (Bach) gekommen war. We-
der in den Wasserproben noch in einem untersuchten Fisch konnten giftige Sub-
stanzen festgestellt werden. Aufgrund des Gesamtbildes wurde gemäss Prüfbericht 
der Nationalen Fischuntersuchungsstelle ein infektiöser Erreger als Ursache des 
Fischsterbens als wenig wahrscheinlich erachtet, hingegen kämen ungünstige 
Umweltbedingungen – z. B. eine Vergiftung – eher in Frage. Die Kantonspolizei 
ermittelte zwei wahrscheinliche Möglichkeiten als Ursache für das Versterben der 
Fische: Chlorwasser durch Ablassen eines mobilen Pools oder Dünger bzw. Gülle-
zufluss in den Bach. Da keine Hinweise auf Gülle im Bach sichtbar waren, wurde 
der Einfluss von Chlor als wahrscheinlichste Ursache weiterverfolgt. Die Kantons-
polizei sprach anlässlich einer koordinierten Aktion bei rund 50 Liegenschaften in 
E.________ vor. In der Folge konkretisierte sich der Verdacht auf die Liegenschaft 
des Beschuldigten. Dieser besass zum in Frage kommenden Zeitpunkt einen Pool 
und hatte zur Desinfektion Chlor eingesetzt. Eine Nachbarin, die Frau des Be-
schuldigten sowie der Beschuldigte selbst wurden zunächst informell zur Sache be-
fragt. Der Beschuldigte und die Nachbarin F.________ wurden schliesslich am 2. 
resp. 13. November 2018 polizeilich zu Protokoll befragt. Am 15. Januar 2019 wur-
de der Vorfall der Staatsanwaltschaft rapportiert. Mit Schreiben vom 12. März 2019 
teilte der Vertreter der Beschwerdeführerin der Staatsanwaltschaft mit, dass bereits 
2015 und 2017 ähnliche Vorfälle im D.________ (Bach) zur Anzeige gebracht wor-
den seien. Beide Male habe die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Unbe-
kannt eröffnet und sistiert.

4.

4.1 Bei der Frage, ob ein Strafverfahren über eine Nichtanhandnahme durch die Straf-
verfolgungsbehörde erledigt werden kann, gilt der Grundsatz in dubio pro duriore. 
Dieser fliesst aus dem Legalitätsprinzip (BGE 138 IV 86 E. 4.2). Er bedeutet, dass 
eine Nichtanhandnahme durch die Staatsanwaltschaft gestützt auf Art. 310 Abs. 1 
Bst. a StPO grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit beziehungsweise offensicht-
lich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden darf. Klare Straflosig-
keit liegt vor, wenn es sicher ist, dass der zur Beurteilung vorliegende Sachverhalt 
unter keinen Straftatbestand fällt, was namentlich bei rein zivilrechtlichen Streitig-
keiten der Fall ist. Bei der Beurteilung dieser Frage verfügen die Staatsanwaltschaft 
und die Beschwerdeinstanz über einen gewissen Spielraum, den das Bundesge-
richt mit Zurückhaltung überprüft (BGE 138 IV 86 E. 4.1.2). Im Zweifelsfall – wenn 

4

die Sach- und/oder die Rechtslage nicht von Vornherein klar sind – ist eine Unter-
suchung zu eröffnen (BGE 137 IV 219 E. 7). Eine Nichtanhandnahme darf nur ver-
fügt werden, wenn mit Sicherheit feststeht, dass der zur Beurteilung vorliegende 
Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt oder gar nicht verfolgbar ist. Meist 
fehlt es an einem Straftatbestand bei rein zivilrechtlichen Streitigkeiten oder bei 
früheren Straftaten, welche nach derzeit geltendem Recht nicht mehr bestraft wer-
den (vgl. OMLIN, in: Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 9 zu Art. 310 StPO). 
Der Anfangsverdacht soll eine plausible Tatsachengrundlage haben, aus der sich 
die konkrete Möglichkeit der Begehung einer Straftat ergibt (statt vieler Beschluss 
des Obergerichts des Kantons Bern BK 15 366 vom 2. Dezember 2015; Urteil des 
Bundesgerichts 6B_455/2015 vom 26. Oktober 2015 E. 4.1).

Gemäss Art. 144 StGB wird auf Antrag wegen Sachbeschädigung bestraft, wer ei-
ne Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht 
besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht.

4.2 Die Beschwerdeführerin argumentiert wie folgt: Würden Untersuchungshandlungen 
vorgenommen, die grundsätzlich nach der Eröffnung des Strafverfahrens zu tätigen 
seien, gelte die Untersuchung als (materiell) eröffnet. Die Ermittlungen der Polizei 
mit Befragungen des Beschuldigten und von Nachbarn, die Abklärungen vor Ort 
sowie die Färbversuche, um die Quelle der Verschmutzung zu eruieren, hätten die 
Untersuchung eröffnet. Das Verfahren könne nicht mehr nicht an die Hand ge-
nommen werden. Die polizeilichen Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschul-
digte sowohl 2017 wie auch 2018 Wasser seines Schwimmbades in einen Schacht 
abgelassen habe, von dem er gewusst habe, dass er in den D.________ (Bach) 
führe resp. dass er Wasser seines Schwimmbades im Garten versickern lassen 
habe. Dass er das Schwimmbad via Schacht und/oder via Boden entleert habe, sei 
unbestritten. Dass Chlor zur Desinfektion des Schwimmbadwassers vom Beschul-
digten verwendet worden sei, sei ebenso unbestritten. Die Abklärungen der Natio-
nalen Fischuntersuchungsstelle hätten ergeben, dass die Fische durch die Vergif-
tung ihrer Umwelt gestorben seien. Chlor als Grund des Fischsterbens liege nahe, 
habe G.________ vom Tierspital Bern gemeint. Der Beschuldigte habe eingestan-
den, zwischen dem 8. und dem 9. September 2018 seinen Pool entleert zu haben. 
Er habe mit einem Schlauch, angeschlossen am Auslauf des Pools, das Wasser in 
den Garten abgelassen. Er habe einen Grossteil beim Beet mit Blumen beim Haus 
sowie an verschiedene Sträucher entleert. Den Rest habe er mit einer Elektropum-
pe zu den Himbeeren geleitet. Der Beschuldigte sei von Beruf H.________. Dass 
er die angebliche Reinigung betont habe, zeige, dass er sich des unzulässigen 
Verhaltens bewusst gewesen sei. Dass ein H.________ mehr als 10'000 Liter 
chlorhaltiges Wasser in seinen Garten habe abfliessen lassen, erscheine als 
Schutzbehauptung. Auf dem Grundstück des Beschuldigten befinde sich der Ab-
flussschacht, welcher in den D.________ (Bach) fliesse. Die Chlormenge, wie sie 
bei der Poolgrösse des Beschuldigten verwendet werde, reiche für das Fischster-
ben aus. Somit bestünden konkreten Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte 
dafür strafrechtlich verantwortlich sei. Als H.________ sei er mit den Risiken im 
Umgang mit Umweltgiften vertraut. Er habe zumindest mit Eventualvorsatz gehan-
delt.

5

4.3 Die Generalstaatsanwaltschaft entgegnet zusammengefasst, es bestünden keine 
konkreten Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte für die Gewässerverschmut-
zung im Herbst 2017 und 2018 strafrechtlich verantwortlich sei. Es sei nicht erstellt, 
dass die Fische an Chloreinfluss verstorben seien. Die Abklärungen der Nationalen 
Fischuntersuchungsstelle hätten nicht ergeben, dass die Fische durch Vergiftung 
ihrer Umwelt verstorben seien. Eine Vergiftung sei lediglich als mögliche Ursache 
aufgeführt worden. Weder in den Wasserproben noch im untersuchten Fisch hätten 
giftige Substanzen festgestellt werden können. Eine Vergiftung durch Chlor beruhe 
lediglich auf Spekulation. So erwähne der Polizeibericht vom 15. Januar 2019 
ebenfalls Dünger als mögliche Ursache für eine mögliche Vergiftung. Die Be-
schwerde sei unbegründet. 

4.4 In der Replik ergänzt die Beschwerdeführerin, die Annahme der Staatsanwalt-
schaft, das Chlor habe sich im Zeitpunkt der Einleitung des Abwassers verflüchtigt 
gehabt, sei Spekulation. Dagegen spreche, dass mehr als 500 Fische unterhalb der 
Einleitstelle – unter dem Grundstück des Beschuldigten – verendet seien und keine 
andere Ursache auch nur denkbar sei. Dafür, dass das Poolwasser nicht vor-
schriftsgemäss entsorgt worden sei, spreche auch die Tatsache, dass sich in den 
beiden Vorjahren analoge Verschmutzungen ergeben hätten. Nachdem ein Brun-
nen mit Frischwasser auf dem Grundstück des Beschuldigten stehe und er mit die-
sem Wasser den Garten bewässere, seien seine Aussagen unglaubwürdig, er ha-
be mit dem Poolwasser bewässert. F.________ habe bestätigt, dass der Beschul-
digte 2017 den Pool via Schlauch in den Schacht entleert habe. Der Untersu-
chungsgrundsatz gebiete es, weitere Abklärungen vorzunehmen. So z.B. bei 
Nachbarn über deren Feststellungen, wann und wie der Pool entleert worden sei, 
sowie vor Ort, wie der Beschuldigte überhaupt in der Lage gewesen sein wolle, den 
Pool über einen Schlauch auslaufen zu lassen, dies bergwärts und ohne Pumpe. 
Es ist mit der Generalstaatsanwaltschaft festzuhalten, dass keine plausible Tatsa-
chengrundlage dafür besteht, dass der Beschuldigte für die Gewässerverschmut-
zung im Herbst 2017 und 2018 verantwortlich ist und sich dadurch einer Sachbe-
schädigung schuldig gemacht haben könnte. So ist bereits nicht erstellt, dass die 
Fische an Chloreinfluss verstorben sind. Dies erschien der Polizei aufgrund einer 
Einschätzung aller Umstände und insbesondere der Jahreszeit zwar am wahr-
scheinlichsten (siehe zur Historie des Forellensterbens im D.________ (Bach): 
<https://www.bernerzeitung.ch/region/bern/________>; 2017 kam es dazu schon 
zum vierten Mal innert 15 Jahren: https://www.telebaern.tv/telebaern-
news/_______>). Nachgewiesen ist es allerdings nicht. Insbesondere Dünger 
konnte als alternative Ursache einer Vergiftung nicht ausgeschlossen werden. 
F.________ gab zwar an, dass im Herbst 2017 vom fraglichen Pool aus ein 
Schlauch zum Abwasserschacht geführt hatte, welcher in den D.________ (Bach) 
mündet (EV F.________ vom 13. November 2018 Z. 34 f.). Detailliertere Aussagen 
konnte sie jedoch keine machen (EV F.________ vom 13. November 2018 Z. 47 ff. 
und 76 ff.). Der Beschuldigte selber gab an, im Jahr 2017 das Wasser bis Mitte 
oder Ende Oktober im Pool gelassen zu haben (EV Beschuldigter vom 2. Novem-
ber 2018 Z. 144). Damit wäre das Ablassen des Wassers also nach dem Fisch-
sterben erfolgt. Im Jahr 2018 habe er den Pool am Wochenende vom 8./9. Sep-
tember 2018 entleert. Am 12. September sei der Pool leer gewesen. An diesem 

6

Tag habe er ihn gereinigt und am darauffolgenden Wochenende weggeräumt. Dar-
aufhin seien sie in die Ferien gefahren (EV Beschuldigter vom 2. November 2018 
Z. 87 ff.). Damit wäre im Jahr 2018 das Ablassen des Wassers vor dem Fischster-
ben erfolgt. Gemäss seinen Angaben habe der Beschuldigte das Wasser indes 
über einen Schlauch auslaufen und unten im Garten Richtung Wald, in den Blumen 
vor dem Haus und bei den Himbeeren versickern lassen. Es sei physikalisch nicht 
möglich, dass von dort aus Wasser in den fraglichen Schacht laufen könne (EV 
Beschuldigter vom 2. November 2018 Z. 101 ff.). In der Tat zeigt sich auf den dem 
Polizeibericht beiliegenden Bildern, dass der Schacht höher gelegen ist als der 
damalige Poolstandort. Im Weiteren gab der Beschuldigte an, er habe das Wasser 
zuvor lange stehen lassen und mittels Test-Streifen geprüft, dass vor dem Ablas-
sen keine Chemikalien mehr im Wasser gewesen seien, so dass er das Wasser 
seinen Pflanzen habe zumuten können. Ausserdem wies der Beschuldigte darauf 
hin, dass vor dem Haus noch zwei Schächte seien, welche ebenfalls direkt in den 
D.________ (Bach) führten. Oberhalb dieser Schächte hätten Bauarbeiten stattge-
funden und ein Tankwagen habe die Schächte gereinigt (EV Beschuldigter vom 
2. November 2018 Z. 187 ff.). Dass der Beschuldigte tatsächlich Chlor in den 
D.________ (Bach) geleitet hätte und es dadurch zum Versterben der Fische ge-
kommen wäre, erweist sich vor diesem Hintergrund nicht mehr als eine reine Ver-
mutung ohne Tatsachengrundlage. Neben dem Verhalten des Beschuldigten 
kommt eine Vielzahl von Ursachen für das Verenden der Fische in Frage. Dies er-
gibt sich nicht zuletzt aus dem Umstand, dass es bereits 2015 ein ähnliches Fisch-
sterben zur gleichen Jahreszeit gegeben hatte, wobei der Beschuldigte damals 
gemäss eigenen Aussagen und den Aussagen seiner Nachbarin noch keinen Pool 
in seinem Garten aufgestellt hatte. 

In der Beschwerdeschrift sowie in der Replik bringt die Beschwerdeführerin ver-
schiedene Argumente vor, weshalb eine Nichtanhandnahme nicht zulässig sei. 
Diese sind jedoch nicht einschlägig oder stellen den Sachverhalt unzutreffend dar. 
So schildert die Beschwerdeführerin den Sachverhalt stets so, als bestehe ein kon-
kreter Verdacht, der Beschuldigte habe chlorhaltiges Wasser aus seinem Pool in 
den Schacht, der zum D.________ (Bach) führe, abgelassen. Indessen bestehen 
wie gesehen keine konkreten Hinweise darauf, dass der Beschuldigte den Bassi-
ninhalt im September 2018 in den Schacht geleitet hatte. F.________ sagte zwar 
aus, sie habe im 2017 einen Schlauch zum Schacht gesehen, im Jahr 2018 hinge-
gen explizit nicht. In diesem Jahr habe sich der Pegel des Pools über mehrere Ta-
ge gesenkt, ohne dass sie gesehen habe, wohin das Wasser abgeflossen sei. Der 
Beschuldigte hingegen sagte stets aus, er habe im September 2018 das Wasser 
unterhalb des Schachts bei Sträuchen, Bäumen und Blumen und im Rasen versi-
ckern lassen. Überdies ist es zwar unbestritten, dass der Beschuldigte Chlor zur 
Desinfektion des Wassers verwendet hat. Hingegen sagte er aus, die letzte Zugabe 
von Chlor sei ca. drei Wochen vor dem Ablassen erfolgt (Anzeigerapport vom 15. 
Januar 2019 S. 4 Mitte). Nach drei Wochen dürfte das schädliche Chlor im Wasser 
weitestgehend abgebaut gewesen sein (vgl. z.B. Merkblatt zum gewässerschutz-
konformen Betrieb privater Schwimmbecken und zu mobil aufstellbaren Pools des 
Amts für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel Landschaft vom 20. Juli 
2018 <https://www.ruemlingen.ch/wp-content/uploads/2018/07/Merkblatt_Entleer

7

ung_und_Reinigung_von_Schwimmb%C3%A4dern_AUE-1.pdf>), womit zu diesem 
Zeitpunkt abgelassenes Wasser auch keine Stoffe mehr enthielt, die es stark hät-
ten verunreinigen können. In der Beschwerde wird auch ausgeführt, es sei wenig 
wahrscheinlich, dass der Beschuldigte als H.________ mehr als 10‘000 Liter chlor-
haltiges Wasser in seinem eigenen Garten zur Bewässerung der Pflanzen verwen-
det habe. Dafür, dass er das Wasser anders ablaufen liess, bestehen aber wie ge-
sagt keinerlei Hinweise. Mithin ist davon auszugehen, dass das Wasser eben kein 
schädliches Chlor mehr enthielt, als der Beschuldigte es nach dem heiss-trockenen 
Sommer 2018 zum Bewässern benutzte. Nach den Gewässerschutzvorschriften für 
Privatschwimmbäder und Teiche des Amts für Wasser und Abfall des Kantons 
Bern, Ziff. 6.1, ist der Bassininhalt – wenn kein Entleerungsablauf vorliegt – an ei-
ner geeigneten Stelle breitflächig versickern zu lassen. Dies machte der Beschul-
digte gemäss eigenen Angaben entsprechend. Überdies ist es nicht so, dass die 
Abklärungen der Nationalen Fischuntersuchungsstelle ergeben hätten, die Fische 
seien durch Vergiftung ihrer Umwelt verstorben. Eine Vergiftung wurde lediglich als 
mögliche Ursache für das Verenden der Fische aufgeführt. Weder in den Wasser-
proben noch im untersuchten Fisch konnten giftige Substanzen festgestellt werden. 
Eine Vergiftung durch Chlor beruht letztlich auf Spekulation; so erwähnt der Poli-
zeibericht vom 15. Januar 2019 ebenfalls Dünger als mögliche Ursache für eine 
mögliche Vergiftung. Es stimmt nicht, dass «keine andere Ursache auch nur denk-
bar sei». Ferner lässt die Beschwerdeführerin in der Replik ergänzen, es seien Un-
tersuchungen durchzuführen, wie etwa der Beschuldigte den Pool habe «über ei-
nen Schlauch auslaufen […] lassen» können, «dies bergwärts und ohne Pumpe». 
Diesbezüglich scheint sie (anders als in der Beschwerdeschrift) zu übersehen, 
dass der Beschuldigte angeben hatte, er habe dazu eine Elektropumpe genutzt 
(EV Beschuldigter vom 2. November 2018 Z. 110). Insgesamt hat die Kantonspoli-
zei den Sachverhalt so weit wie möglich abgeklärt, ohne dass sich im Ergebnis ein 
Verdacht hätte erhärten lassen, der die Eröffnung eines Verfahrens gegen den Be-
schuldigten rechtfertigte. Es sind auch keine weiteren Ermittlungshandlungen er-
sichtlich, welche näheren Aufschluss über den Unfallhergang geben könnten.  

5. Dem Argument der Beschwerdeführerin, es sei bezüglich des Vorfalls vom Sep-
tember 2018 materiell eine Strafuntersuchung eröffnet worden, kann nicht gefolgt 
werden. Welche Untersuchungshandlungen eine Verfahrenseröffnung bewirkt ha-
ben sollen, ist nicht ersichtlich. Insbesondere wurden keine Zwangsmassnahmen 
angeordnet und keine eigenen Untersuchungshandlungen durch die Staatsanwalt-
schaft vorgenommen. Sämtliche durchgeführten Massnahmen liegen im Rahmen 
der polizeilichen Kompetenzen nach Art. 306 Abs. 2 StPO. Es ist keine der Voraus-
setzungen nach Art. 309 Abs. 1 StPO erfüllt, womit auch keine Verfahrenseröff-
nung stattgefunden hat.

6. Was letztlich das Verfahren BM 17 42290 angeht, so scheint die Beschwerdeführe-
rin in der Replik eingesehen zu haben, dass dieses von der angefochtenen Verfü-
gung nicht tangiert ist. Es kann daher auf die zutreffenden Ausführungen der Gene-
ralstaatsanwaltschaft verwiesen werden: In der Beschwerde vom 20. März 2019 wird vorge-
bracht, im Zusammenhang mit dem Vorfall aus dem Herbst 2017 sei bereits ein Verfahren eröffnet 
und sistiert worden, weshalb eine Nichtanhandnahme nicht mehr möglich sei. Die Beschwerdeführerin 

8

verkennt dabei, dass das Verfahren BM 17 42290 durch die zuständige Staatsanwältin gegen unbe-
kannte Täterschaft eröffnet wurde, während die angefochtene Verfügung im Verfahren gegen den 
Beschuldigten erlassen wurde. Gewiss wäre die Untersuchung BM 17 42290 allenfalls gegen eine 
verdächtige Person auszudehnen. Eine solche Ausdehnung des Verfahrens nach Art. 311 Abs. 2 
StGB setzt jedoch einen hinreichenden Tatverdacht gegen diese konkrete Person voraus (Lands-
hut/Bosshard, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, StPO Kommentar, N 19 zu Art. 311). In der angefoch-
tenen Verfügung wurde hingegen wie ausgeführt richtigerweise festgestellt, dass ein solcher für eine 
Verfahrenseröffnung hinreichender Tatverdacht gegen den Beschuldigten gerade nicht besteht. Das 
Verfahren BM 17 42290 ist durch die angefochtene Verfügung daher nicht berührt.

7. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unbegründet und daher abzuweisen, so-
weit auf sie überhaupt eingetreten werden kann.

8. Beim diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten der Beschwerde-
führerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO).

9

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘000.00, werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt.

3. Zu eröffnen:
- der Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin, v.d. Rechtsanwalt C.________
- dem Beschuldigten
- der Generalstaatsanwaltschaft  

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwältin I.________

(mit den Akten)  

Bern, 23. Mai 2019 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell
i.V. Oberrichter J. Bähler

Der Gerichtsschreiber:

Müller

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.