# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0aaaf05d-f6d5-5603-8ccb-298c64ae7c36
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 24.11.2022 SK1 2022 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2022-47_2022-11-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Beschluss vom 24. November 2022

Referenz SK1 22 47

Instanz I. Strafkammer

Besetzung Moses, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Killer, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli
Aquasanastrasse 8, 7000 Chur

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur
Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin

D._____ AG
Privatklägerin

B._____
Privatkläger

F._____
Privatklägerin

G._____
Privatkläger

H._____
Privatkläger

2 / 10

I._____
Privatklägerin

J._____
Privatkläger

K._____
Privatkläger

L._____
Privatkläger

M._____
Privatklägerin

N._____
Privatkläger

O._____
Privatklägerin

P._____
Privatkläger

Q._____
Privatklägerin

R._____
Privatkläger

S._____
Privatkläger

T._____
Privatklägerin

U._____
Privatklägerin

3 / 10

V._____
Privatkläger

W._____ AG
Privatklägerin

X._____
Privatkläger

Y._____
Privatkläger

Z._____ AG
Privatklägerin

AA._____
Privatklägerin

AB._____
Privatkläger

AC._____
Privatkläger

AD._____
Privatkläger

AE._____
Privatklägerin

AF._____ AG
Privatklägerin

AG._____
Privatkläger

AH._____
Privatklägerin

4 / 10

AI._____
Privatkläger

AJ._____
Privatklägerin

AK._____
Privatkläger

AL._____
Privatkläger

AM._____
Privatkläger

AN._____
Privatkläger

AO._____
Privatkläger

AP._____
Privatkläger

AQ._____
Privatklägerin

AR._____
Privatkläger

AS._____
Privatklägerin

Gegenstand versuchte schwere Körperverletzung etc.

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Viamala vom 29.07.2022, mitgeteilt am 
31.08.2022 (Proz. Nr. 515-2022-9)

Mitteilung 24. November 2022

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Sachverhalt

A. Das Regionalgericht Viamala erklärte A._____ (nachfolgend: Beschuldigter) 
am 29. Juli 2022 einer Vielzahl von Delikten schuldig und bestrafte ihn mit einer 
Freiheitsstrafe von 25 Monaten, einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 
CHF 30.00 sowie einer Busse von CHF 1'000.00. Den Vollzug der Freiheitsstrafe 
schob das Regionalgericht zugunsten einer stationären therapeutischen Mass-
nahme auf. Sämtliche Zivilklagen wurden auf den Zivilweg verwiesen. Zeitgleich 
ordnete das Regionalgericht Sicherheitshaft bis zum 23. November 2022 (recte: 
29. Oktober 2022) an. Gegen dieses Urteil erhoben A._____ Berufung und die 
Staatsanwaltschaft Anschlussberufung.

B. Im Rahmen der Berufungserklärung hat die Verteidigung des Beschuldigten 
die Frage der fehlenden Konfrontation mit verschiedenen Auskunftspersonen auf-
geworfen. Die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung wurden deshalb anlässlich 
einer Vorverhandlung, die am 19. Oktober 2022 stattfand, aufgefordert, zur Frage 
der Verwertbarkeit der Einvernahmen ohne Konfrontation und deren Aussonde-
rung sowie zu einer allfälligen Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz 
schriftlich Stellung zu nehmen.

C. In ihrer Stellungnahme vom 31. Oktober 2022 beantragt die Staatsanwalt-
schaft, dass N._____, L._____ und O._____ durch das Berufungsgericht noch 
einmal zu befragen seien. Von einer Aussonderung von Einvernahmeprotokollen 
sowie von einer Rückweisung an die Vorinstanz sei abzusehen (act. A.4). Die Ver-
teidigung stellt sich hingegen im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass der An-
spruch auf Konfrontation in den meisten Anklagepunkten nicht gewährt worden 
sei. Aufgrund des langen Zeitablaufs sei auf erneute Einvernahmen zu verzichten 
und die jeweiligen Protokolle seien auszusondern. Für den Fall, dass die Einver-
nahmen zu wiederholen seien, habe das Kantonsgericht darüber zu entscheiden, 
ob es diese selber durchführe oder das Verfahren an die Vorinstanz zurückweise 
(act. A.5). In ihren späteren Eingaben vom 11. und 21. November 2022 hielten die 
Parteien an ihren Anträgen fest (act. A.6 und A.7).

D. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2022 hat der Vorsitzende der 
I. Strafkammer des Kantonsgerichts als Verfahrensleiter verfügt, dass die Sicher-
heitshaft für die Dauer des Berufungsverfahrens aufrechterhalten wird.

Erwägungen

1. Die Verteidigung hat bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend ge-
macht, dass verschiedene Einvernahmen infolge fehlenden Konfronts nicht ver-

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wertbar seien. Die Vorinstanz erwog hierzu im Wesentlichen, dass von August bis 
Dezember 2020 die ersten, nicht zusammenhängenden polizeilichen Einvernah-
men erfolgt seien. Es sei zu jedem Zeitpunkt im Einzelnen klar gewesen, in welche 
Richtung die Ermittlungen führen würden, da der Beschuldigte in den allermeisten 
Fällen durch die Polizei gestellt und überführt worden sei. Es habe indes eine Ge-
samtübersicht über die grosse Vielzahl der begangenen Delikte gefehlt. Der Be-
schuldigte habe sich im weiteren Verlauf des Verfahrens zu allen Vorwürfen aus-
schöpfend äussern können. Entsprechende Anträge auf Konfrontation hätten 
spätestens ab der Einsetzung des amtlichen Verteidigers am 23. Dezember 2020 
erfolgen müssen. Es könne nicht angehen, fast zwei Jahre bis zur Hauptverhand-
lung zuzuwarten, um in allgemeiner Weise die Rüge des fehlenden Konfronts zu 
erheben. Es seien auch keine expliziten Anträge gestellt worden, allfällige streitige 
Befragungen zu wiederholen. Dies komme einem stillschweigenden Verzicht auf 
Konfrontationseinvernahme gleich (act. E.1, E. 2.1.3).

2. Die Bestimmung des Art. 147 Abs. 1 StPO entspricht dem Konfrontations-
recht gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK. Nach den Verfahrensgarantien von Art. 29 
Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 i.V.m. Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK hat 
die beschuldigte Person als Teilgehalt des Rechts auf ein faires Verfahren An-
spruch darauf, den Belastungszeugen Fragen zu stellen. Von hier nicht zutreffen-
den Ausnahmen, in denen eine Konfrontation aus objektiven, von den Strafverfol-
gungsbehörden nicht zu vertretenden Gründen nicht möglich war, ist eine belas-
tende (Zeugen-)Aussage grundsätzlich nur verwertbar, wenn die beschuldigte 
Person wenigstens einmal während des Verfahrens angemessen und hinreichend 
Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belas-
tungszeugen zu stellen (BGE 133 I 33 E. 3.1; 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 3.1, je 
mit Hinweisen; BGer 6B_173/2022 v. 27.4.2022 E. 1.3.1). Damit die Verteidi-
gungsrechte gewahrt sind und die beschuldigte Person ihr Fragerecht wirksam 
ausüben kann, muss diese in die Lage versetzt werden, die persönliche Glaub-
würdigkeit des Zeugen sowie die Glaubhaftigkeit seiner Aussage zu prüfen und 
den Beweiswert der Aussagen in kontradiktorischer Weise auf die Probe und in-
frage stellen zu können (vgl. BGE 133 I 33 E. 3.1; 132 I 127 E. 2; 131 I 476 E. 2.2; 
129 I 151 E. 3.1 und E. 4.2; BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.3.4; 6B_415/2021 
v. 11.10.2021 E. 2.3.5; 6B_383/2019 v. 8.11.2019 E. 8.1.2, nicht publ. in BGE 
145 IV 470). Dies setzt in aller Regel voraus, dass sich der Einvernommene in 
Anwesenheit des Beschuldigten (nochmals) zur Sache äussert (BGE 140 IV 172 
E. 1.5; BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.3.4; 6B_415/2021 v. 11.10.2021 
E. 2.3.5; 6B_1003/2020 v. 21.4.2021 E. 2.2; 6B_886/2017 v. 26.3.2018 E. 2.3.2). 
Soweit der Konfrontationsanspruch zur Diskussion steht, gilt dies unabhängig von 

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der Regelung in Art. 147 Abs. 1 StPO auch in Bezug auf die in der Voruntersu-
chung gegenüber der Polizei gemachten Aussagen (vgl. BGE 125 I 127 E. 6a; 
6B_415/2021 v. 11.10.2021 E. 2.3.5). Dass die Strafprozessordnung ein Teilnah-
merecht der Parteien nur bei Beweiserhebungen nach eröffneter Untersuchung, 
nicht aber auch für das polizeiliche Ermittlungsverfahren vorsieht (vgl. Art. 147 
Abs. 1 StPO), berührt den Konfrontationsanspruch nicht (vgl. BGer 6B_369/2013 
v. 31.10.2013 E. 2.3.2). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann auf 
den Anspruch auf Konfrontation verzichtet werden. Der Beschuldigte kann den 
Behörden grundsätzlich nicht vorwerfen, gewisse Zeugen zwecks Konfrontation 
nicht vorgeladen zu haben, wenn er es unterlässt, rechtzeitig und formgerecht 
entsprechende Anträge zu stellen. Die beschuldigte Person verwirkt ihr Recht auf 
Konfrontation nicht dadurch, dass sie es erst im Berufungsverfahren geltend 
macht (BGer 6B_1394/2020 v. 13.12.2021 E. 1.2.2 mit Hinweisen). Zumal sich der 
Beschuldigte erstmals in zweiter Instanz auf eine fehlende Konfrontation berufen 
darf, ist es den erstinstanzlichen Gerichten verwehrt, vom Ausbleiben eines ent-
sprechenden Antrags auf einen Verzicht auf Konfrontation zu schliessen.

3. Vorliegend erfolgten mindestens 14 polizeiliche Einvernahmen, auf welche 
keine Befragung durch die Staatsanwaltschaft unter Wahrung des Konfrontations-
rechts folgte. Es handelt sich hierbei um die Einvernahmen von T._____ (StA 
act. 1.15.5), R._____ (act. 2.2.5), AO._____ (StA act. 2.3.5), AK._____ (StA 
act. 2.4.7), C._____ (StA act. 2.10.6), E._____ (StA act. 2.11.5), AS._____ (StA 
act. 2.17.14), N._____ (StA act. 2.17.16), AT._____ (StA act. 3.9.10), V._____ 
(StA act. 3.10.12), X._____ (StA act. 3.10.13), O._____ (StA act. 3.13.8), 
AU._____ (StA act. 3.13.9), AV._____ (StA act. 3.18.6). All diese Befragungen 
sind – mit Ausnahme derjenigen von AK._____ vom 25. Oktober 2020 (StA 
act. 2.4.7) – in die vorinstanzliche Beweiswürdigung eingeflossen, was unzulässig 
ist.

4.1. Gemäss Art. 409 StPO hebt das Berufungsgericht das angefochtene Urteil 
auf und weist die Sache zur Durchführung einer neuen Hauptverhandlung und zur 
Fällung eines neuen Urteils an das erstinstanzliche Gericht zurück, wenn das erst-
instanzliche Verfahren wesentliche Mängel aufweist, die im Berufungsverfahren 
nicht geheilt werden können, wobei das Berufungsgericht bestimmt, welche Ver-
fahrenshandlungen zu wiederholen oder nachzuholen sind. Eine solche Rückwei-
sung kommt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedoch nur absolut 
ausnahmsweise in Betracht, namentlich bei schwerwiegenden, nicht heilbaren 
Mängeln des erstinstanzlichen Verfahrens, in denen die Rückweisung zur Wah-
rung der Parteirechte, in erster Linie zur Vermeidung eines Instanzenverlusts, un-

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umgänglich ist, was etwa der Fall ist bei Verweigerung von Teilnahmerechten oder 
nicht gehöriger Verteidigung. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts sind 
im Unterschied dazu lediglich "punktuelle" Beweisergänzungen durch die Beru-
fungsinstanz selbst vorzunehmen (BGE 143 IV 408 E. 6.1 mit Hinweisen; BGer 
6B_512/2012 v. 30.4.2013 E. 1.3.3; BGer 6B_362/2012 v. 29.10.2012 E. 8.4.1; 
OG ZH SB190190 v. 1.10.2019 E. 1).

4.2. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen einer erheblichen Anzahl De-
likte zum Nachteil verschiedener Geschädigter und die Vorinstanz stützt sich auch 
auf die Aussagen der Betroffenen. Entsprechend gross ist die Anzahl Einvernah-
men, die unter Wahrung des Konfrontationsanspruchs zu wiederholen ist (siehe 
Erwägung 3). Von bloss punktuellen Beweisergänzungen, die vom Berufungsge-
richt selbst durchzuführen wären, kann keine Rede mehr sein. Der angefochtene 
Entscheid ist demnach aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen, damit diese, nach Wiederholung der für die Sachverhaltsfeststellung notwen-
digen Einvernahmen, erneut entscheidet. Im Rahmen ihres neuen Entscheides 
wird sich die Vorinstanz zu der von der Verteidigung aufgeworfenen Frage der 
Verwertbarkeit der staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen äussern müssen. Es 
besteht indessen kein Anlass, auf die unangefochtenen Schuldsprüche (siehe 
act. A.2, Antrag 2) zurückzukommen und diese sind im neu zu erlassenden Urteil 
zu bestätigen.

5. Der Beschuldigte befindet sich für die Dauer des Berufungsverfahrens in 
Sicherheitshaft. Mit der Rückweisung an die Vorinstanz endet das Berufungsver-
fahren und damit die mit Verfügung vom 19. Oktober 2022 angeordnete Sicher-
heitshaft. Der der Verfügung vom 19. Oktober 2022 zugrundeliegende Haftgrund 
besteht indes nach wie vor, weshalb die Sicherheitshaft – in analoger Anwendung 
von Art. 231 Abs. 1 lit. b StPO – für die Dauer von maximal drei Wochen aufrecht 
zu erhalten ist, damit die Vorinstanz gemäss Art. 229 Abs. 2 StPO beim Zwangs-
massnahmengericht die Anordnung von Sicherheitshaft beantragen und dieses 
darüber entscheiden kann.

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtli-
chen Verteidigung, gehen zulasten des Kantons Graubünden (Art. 428 Abs. 4 
StPO). Die Gerichtskosten werden auf CHF 2'500.00 festgesetzt (vgl. Art. 7 Abs. 1 
VGS [BR 350.210]). Gemäss Art. 5 Abs. 1 HV (BR 310.250) wird für den berech-
tigten Aufwand der amtlichen Verteidigung dem Rechtsanwalt ein Honorar von 
CHF 200.00 pro Stunde zuzüglich notwendiger Barauslagen (Kleinspesenpau-
schale von 3 %) und Mehrwertsteuer (7.7 %) ausgerichtet (Art. 5 Abs. 1 HV i.V.m. 
Art 135 Abs. 1 StPO). In den Akten befindet sich keine Honorarnote des amtlichen 

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Verteidigers, weshalb die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen ist (Art. 5 
Abs. 2 HV). Für das Verfassen der Berufungserklärung und der beiden Stellung-
nahmen sowie für die Teilnahme an den Verhandlungen vom 19. Oktober 2022 
(Anhörung zur Sicherheitshaft und Vorverhandlung) erscheint ein Aufwand von 
insgesamt 10 Stunden als angemessen. Die Entschädigung ist mithin auf 
CHF 2'218.60 (einschliesslich Spesen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.

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Demnach wird beschlossen:

1. Das Urteil des Regionalgerichts Viamala vom 29. Juli 2022 (Proz. Nr. 515-
2022-9) wird aufgehoben und die Sache wird im Sinne der Erwägungen an 
die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die Sicherheitshaft wird bis zum 19. Dezember 2022 aufrechterhalten.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 4'718.60 (Gerichtskosten 
von CHF 2'500.00, Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 2'218.60) 
gehen zulasten des Kantons Graubünden (Kantonsgericht).

4. a) Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

b) Hinsichtlich des Entschädigungsentscheids kann der amtliche Verteidiger 
gemäss Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG (SR 173.71) 
Beschwerde an das Bundesstrafgericht erheben. Die Beschwerde ist dem 
Bundesstrafgericht, Viale Stefano Franscini 7, Postfach 2720, 6501 Bellin-
zona, schriftlich innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausferti-
gung der Entscheidung in der gemäss Art. 385 StPO in Verbindung mit 
Art. 39 Abs. 1 StBOG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zuläs-
sigkeit, die Beschwerdegründe, die weiteren Voraussetzungen und das Ver-
fahren der Beschwerde gelten die Art. 393 ff. StPO.

5. Mitteilung an: