# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb5972f7-90dd-5ede-a64b-acc9b3035fc1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-19
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 19.12.2017 SK 2017 144
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2017-144_2017-12-19.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 17 144+145

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 19. Dezember 2017 

Besetzung Oberrichter Zihlmann (Präsident i.V.), Oberrichter Guéra, 
Oberrichter Vicari
Gerichtsschreiberin Segessenmann

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

vertreten durch Staatsanwältin R.________, Regionale Staatsan-
waltschaft Oberland, Scheibenstrasse 11, 3600 Thun 

und

C.________
v.d. Rechtsanwalt D.________

Straf- und Zivilkläger 1

E.________
F.________
G.________
H.________
I.________
J.________
K.________
L.________

2

alle a.v.d. Rechtsanwalt D.________

Straf- und Zivilkläger 2-9

M.________
N.________
beide v.d. Rechtsanwalt Dr. O.________

Straf- und Zivilkläger 10+11

P.________
v.d. Fürsprecher S.________

Straf- und Zivilkläger 12

Gegenstand Mord sowie Widerrufsverfahren

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Oberland (Kolle-
gialgericht) vom 13.12.2016 (PEN 2016 170)

3

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Mit Urteil vom 13. Dezember 2016 sprach das Regionalgericht Oberland (Kollegial-
gericht) A.________ (nachfolgend Beschuldigter) des Mordes, mehrfach begangen 
gemeinsam mit Q.________ am 11. Mai 2013 in Spiez z.N. von T.________ und 
U.________, schuldig und verurteilte ihn hierfür unter Anrechnung der ausgestan-
denen Untersuchungs- und Sicherheitshaft zu einer lebenslänglichen Freiheitsstra-
fe, zur Bezahlung der Verfahrenskosten sowie zur Ausrichtung einer Entschädi-
gung für die Aufwendungen im Verfahren – zu einem Teil unter solidarischer Haft-
barkeit mit Q.________ – an die Straf- und Zivilkläger 1-12. Weiter ordnete die Vor-
instanz die Verwahrung an, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe der Verwahrung 
vorging. Die Vorinstanz widerrief den mit Strafbefehl vom 29. November 2012 für 
eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je CHF 100.00, ausmachend 
CHF 9‘000.00, gewährte bedingte Vollzug und auferlegte die Kosten für das Wider-
rufsverfahren von CHF 300.00 dem Beschuldigten. Weiter bestimmte sie die Ent-
schädigung für die amtliche Vertretung des Beschuldigten sowie der Privatkläger 2-
9 und befand über die entsprechenden Nachforderungsrechte. Im Zivilpunkt verur-
teilte die Vorinstanz den Beschuldigten unter solidarischer Haftbarkeit mit 
Q.________ zur Leistung von Genugtuungszahlungen an die Zivilkläger 2-12. Die 
Genugtuungsforderung von C.________ (Straf- und Zivilkläger, nachfolgend Pri-
vatkläger 1) wies sie hingegen ab und verurteilte ihn zur Bezahlung einer Parteien-
tschädigung von CHF 460.00 an den Beschuldigten. Auch die Schadenersatzforde-
rung für den erlittenen Versorgerschaden von P.________ (Straf- und Zivilkläger, 
nachfolgend Privatkläger 12) wies die Vorinstanz ab. Soweit weitergehend verwies 
sie die Zivilklage auf den Zivilweg. Für die Behandlung des Zivilpunkts schied die 
Vorinstanz Verfahrenskosten von CHF 3‘000.00 aus, wobei diese im Umfang von 
CHF 2‘500.00 dem Beschuldigten zur Bezahlung auferlegt wurden und im Umfang 
von CHF 500.00 durch den Kanton Bern zu tragen sind. Schliesslich befand die 
Vorinstanz auch über die beschlagnahmten Gegenstände und traf die nötigen Ver-
fügungen zur Löschung des DNA-Profils und der erhobenen erkennungsdienstli-
chen Daten (pag. 7824 ff.). 

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte, amtlich vertreten durch Rechtsan-
wältin B.________, am 13. Dezember 2016 form- und fristgerecht die Berufung an 
(pag. 7850). Mit der ebenfalls form- und fristgerecht erfolgten Berufungserklärung 
vom 27. April 2017 erklärte der Beschuldigte mit Ausnahme der durch das erstin-
stanzliche Gericht getroffenen weiteren Verfügungen sowie die Ausscheidung der 
Verfahrenskosten zu Lasten des Kantons Bern und die Verurteilung der Privatklä-
ger 1 und 12 zur Bezahlung einer Entschädigung die vollumfängliche Anfechtung 
des erstinstanzlichen Urteils (pag. 8016 ff.). Mit Verfügung vom 28. April 2017 ge-
währte die Verfahrensleitung den übrigen Parteien Gelegenheit, Anschlussberu-

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fung zu erklären, begründet ein Nichteintreten auf die Berufung geltend zu machen 
sowie zum Beweisantrag und zum Antrag auf Zweiteilung des Verfahrens Stellung 
zu nehmen. Weiter hielt sie fest, dass der Beschuldigte vorerst in Sicherheitshaft zu 
verbleiben habe (pag. 8030 ff.). Die Generalstaatsanwaltschaft gab am 
15. Mai 2017 bekannt, dass sie weder Anschlussberufung erkläre noch Nichteintre-
ten auf die Berufung beantrage. Weiter beantragte sie die Abweisung der durch die 
Verteidigung gestellten Anträge (pag. 8037 ff.). Rechtsanwalt Dr. O.________ stell-
te namens von M.________ und N.________ (Straf- und Zivilkläger, nachfolgend 
Privatkläger 10 + 11) mit Eingabe vom 18. Mai 2017 identische Anträge und ver-
zichtete ebenfalls auf die Erklärung der Anschlussberufung (pag. 8041). Rechtsan-
walt D.________ schloss sich namens der Privatkläger 1-9 und Fürsprecher 
S.________ namens des Privatklägers 12 diesen Eingaben inhaltlich ebenfalls 
vollumfänglich an (pag. 8045 und 8047 f.). Mit Beschluss vom 24. Mai 2017 wies 
die Kammer die Anträge des Beschuldigten auf Zweiteilung der Hauptverhandlung 
sowie auf Einholung eines gerichtsmedizinischen Zweitgutachtens ab 
(pag. 8051 ff.). Am 26. Oktober 2017 ersuchte das Obergericht des Kantons Bern 
das Jugendgericht um Zustellung einer Kopie des Dispositivs und Motivs i.S. 
Q.________ (pag. 8140 ff.). Dieses wurde daraufhin auch den Parteien zur Kennt-
nisnahme zugestellt (pag. 8250). 

3. Anträge der Parteien

Anlässlich der oberinstanzlichen Parteiverhandlung vom 14. Dezember 2017 stell-
ten und begründeten die Parteien folgende Anträge:

Rechtsanwältin B.________ stellte und begründete namens des Beschuldigten fol-
gende Anträge (pag. 6310):

I. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Oberland vom 13. Dezember 2016 in fol-
genden Punkten in Rechtskraft erwachsen ist:

1. Abweisung der Genugtuungsforderung des Privatklägers C.________ (Röm. V. Ziff. 12, S. 12 des 
Urteils des Regionalgerichts Oberland vom 13. Dezember 2016);

2. Abweisung der Schadenersatzforderung für den erlittenen Versorgerschaden des Privatklägers 
P.________ (Röm. V. Ziff. 13, S. 12 des Urteils des Regionalgerichts Oberland vom 13. Dezember 
2016);

3. Verweisung sämtlicher weiteren geltend gemachten Schäden des Privatklägers P.________ auf 
den Zivilweg (Röm V. Ziff. 14, S.12 des Urteils des Regionalgerichts Oberland vom 13. Dezember 
2016);

4. Verurteilung des Privatklägers C.________ zur Bezahlung einer Parteientschädigung von CHF 
460.00 an A.________ (Röm. V. Ziff. 16, S. 12 des Urteils des Regionalgerichts Oberland vom 13. 
Dezember 2016);

II. A.________ sei freizusprechen: von der Anschuldigung

des Mordes, angeblich mehrfach begangen gemeinsam mit seinem Sohn Q.________ am 11. Mai 
2013, zwischen ca. 9.30 Uhr und 11.30 Uhr in Spiez, Pädagogische Lebensgemeinschaft, Dachwoh-
nung, zum Nachteil von T.________ und U.________; unter Auferlegung der gesamten entstandenen 
erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten inkl. Verteidigungskosten an den Kanton Bern und un-

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ter Ausrichtung einer Genugtuung für die auserstandene Untersuchungshaft von 1'118 Tagen, aus-
machend CHF 223'600.00 sowie eines Schadenersatzes in der Höhe von CHF 252'197.55 zzgl. Zins 
zu 5% seit 15. Mai 2016;

III. Die Zivilklagen seien abzuweisen unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Privatklä-
ger.

IV. Weiter sei zu verfügen:

1. Das Honorar der amtlichen Verteidigung für das erstinstanzliche Verfahren sei gemäss Entscheid 
vom Regionalgericht Oberland vom 13. Dezember 2016 zu bestätigen;

2. Das Honorar der amtlichen Verteidigung für das oberinstanzliche Verfahren sei gerichtlich zu be-
stimmen.

Staatsanwältin R.________ stellte namens der Generalstaatsanwaltschaft folgende 
Anträge (pag. 6313 f.):
I.
A.________ sei schuldig zu erklären:
des Mordes, mehrfach begangen gemeinsam mit Q.________ am 11.5.2013 in Spiez, Dachwohnung, 
zum Nachteil von T.________ und U.________,
und er sei in Anwendung von Art. 40, 47, 49 Abs. 1, 51, 56, 64 Abs. 1 lit. a, 112 StGB, Art. 426 Abs. 1 
StPO
II.
zu verurteilen:
1. zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe, unter Anrechnung der gesamten ausgestandenen Unter-
suchungs- und Sicherheitshaft von 1119 Tagen, und es sei die Verwahrung anzuordnen, wobei der 
Vollzug der Freiheitsstrafe der Verwahrung vorausgeht;
2. zur Bezahlung der erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine Gebühr von CHF 
1500.00 gemäss Art. 21 VKD).
Der A.________ mit Strafbefehl vom 29.11.2012 gewährte bedingte Strafvollzug sei
unter Kostenfolge zu widerrufen. Die Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu CHF 100.00, total ausma-
chend CHF 9'000.00, sei zu vollziehen.
III.
Verfügungen
Im Weiteren sei zu verfügen:
1. A.________ sei in Sicherheitshaft zu belassen (Art. 231 Abs. 1 Bst. a StPO).
2. Die am Tatort sowie am Domizil und am Arbeitsort von U.________ sichergestellten und beschlag-
nahmten Gegenstände seien den Erben der Opfer zurückzugeben (Ziffern I - V der Empfangsbestäti-
gung für das Regionalgericht).
3. Die am Domizil A.________ sichergestellten Waffen, Säbel und die Munition seien in Anwendung 
von Art. 31 Waffengesetz nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens der Kantonspolizei Bern, 
Fachbereich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, zu übergeben zur Prüfung der Einziehung (Asservate 
Nr. A 10 - A 19, B 11, C 1 und G 1).
4. Die sich beim KTD befindenden Gegenstände gemäss VI. Ziff. 5 des Urteils des Regionalgerichtes 
Oberland seien nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens zur Vernichtung gemäss Art. 69 StGB 
einzuziehen.

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5. Die übrigen am Domizil A.________ sichergestellten und beschlagnahmten Gegenstände A2 - A 9, 
D 1 und D 2 sowie die Ass. 002 und 003 und das iPhone von A.________ können nach rechtskräfti-
gem Abschluss des Verfahrens A.________ zurückgegeben werden.
6. Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-Nr. .________) sei nach Ablauf der 
Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen (Art. 16 Abs. 4 DNA-ProfilG).
7. Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten sei 
nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. 19 Abs. 1 
Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).
8. Das Honorar der amtlichen Verteidigung sei gerichtlich zu bestimmen (Art. 135 StPO).
9. Der Kantonspolizei Bern, Fachbereich Digitale Forensik und Kriminaltechnischer Dienst, sei der 
Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen.

Rechtsanwalt Dr. O.________ stellte und begründete namens der Privatkläger 10 
und 11 folgende Anträge (pag. 6315 f.):
I. Schuldspruch und Sanktion
In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils sei A.________ des mittäterschaftlich begangenen Mordes 
an U.________ im Sinne von Ziff. 1 der Anklageschrift schuldig zu sprechen und zu einer angemes-
senen Strafe zu verurteilen (Dispositiv Ziff. I).
II. Zivilpunkt, Kosten, Entschädigung
In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils sei A.________ zu verurteilen:
1. zur Bezahlung von Fr. 42000.00 Genugtuung zuzüglich 5% Zins seit dem 11.05.2013 an die Straf- 
und Zivilklägerin M.________, unter solidarischer Haftbarkeit mit allfälligen Teilnehmern (Dispositiv 
Ziff. V.1);
2. zur Bezahlung von Fr. 56000.00 Genugtuung zuzüglich 5% Zins seit dem 11.05.2013 an den Straf- 
und Zivilkläger N.________, unter solidarischer Haftbarkeit mit allfälligen Teilnehmern (Dispositiv Ziff. 
V.2);
3. zur Bezahlung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten (Dispositiv Ziff. 111.2);
4. zur Bezahlung einer Entschädigung von Fr. 48437.85 an die Straf- und Zivilkläger M.________ und 
N.________ für ihre Aufwendungen im Verfahren bis zum erstinstanzlichen Urteil, unter solidarischer 
Haftbarkeit mit allfälligen Teilnehmern im Betrag von Fr. 30366.85 (Dispositiv Ziff. 111.12);
Im Weiteren sei A.________ zu verurteilen
5. zu den Verfahrenskosten im oberinstanzlichen Verfahren;
6. zur Bezahlung einer Parteientschädigung an die Straf- und Zivilkläger M.________ und 
N.________ für ihre Aufwendungen im Berufungsverfahren gemäss eingereichter Kostennote.

Rechtsanwalt D.________ stellte namens der Privatkläger 1 -9 folgende Anträge 
(pag. 6316 f.):
I. Schuldpunkt und Sanktion
1. In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils sei A.________ schuldig zu erklären des zweifachen 
Mordes, mittäterschaftlich begangen am 11. Mai 2013 in Spiez, zum Nachteil von T.________ sel. 
und U.________ sel., im Sinne von Ziff. I. der Anklageschrift (Dispositiv Ziff. I) und zu einer angemes-
senen Strafe zu verurteilen (Dispositiv Ziff. III/1).
II. Zivilpunkt
2. In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils sei A.________ zu verurteilen, den Straf- und Zivilklä-
gern 2-9 die zugesprochenen Genugtuungsbeträge zzgl. 5% Zins seit dem 11.05.2013 zu bezahlen 
(Dispositiv Ziff. V/3-10).
III. Verfahrenskosten

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3. In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils sei A.________ zu verurteilen, die vollumfänglichen 
erstinstanzlichen Verfahrenskosten zu bezahlen (Disp. Ziff. III/2).
4. Im Weiteren sei A.________ zu verurteilen, die vollumfänglichen Kosten des Berufungsverfahrens 
zu bezahlen.
IV. Parteientschädigungen
5. In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils sei A.________ zu verurteilen, den Straf- und Zivilklä-
gern 1-9 die zugesprochenen Parteientschädigungen zu bezahlen (Dispositiv Ziff. 111/3-11).
6. Im Weiteren sei A.________ zu verurteilen, den Straf- und Zivilklägern 1-9 für ihre Aufwendungen 
im Berufungsverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von je 1/9 des vollen Honorars gemäss 
einzureichender Kostennote. 
V. Amtliche Entschädigung und volles Honorar
7. In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils sei die amtliche Entschädigung für die unentgeltliche 
Rechtsvertretung der Straf- und Zivilkläger 2-9 durch Herrn Rechtsanwalt D.________ für dessen 
Aufwendungen bis zum erstinstanzlichen Urteil sowie über die Nachforderungsrechte gemäss Dispo-
sitiv Ziff. IV/3-13 zu bestimmen.
8. Im Weiteren sei die amtliche Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsvertretung der Straf- und 
Zivilkläger 2-9 durch Herrn Rechtsanwalt D.________ für dessen Aufwendungen im Berufungsverfah-
ren gemäss der einzureichenden Kostennote sowie über die Nachforderungsrechte zu bestimmen.

Fürsprecher S.________ stellte und begründete namens des Privatklägers 
P.________ folgende Anträge (pag. 6317 f.):
1. Der Beschuldigte A.________ sei wegen Mordes, mehrfach begangen gemeinsam mit seinem 
Sohn, Q.________, am 11. Mai 2013, zwischen ca. 09:30 Uhr und 11:30 Uhr in Spiez zum Nachteil 
von T.________ und U.________ zu verurteilen und hierfür angemessen zu bestrafen.
2. Der Beschuldigte A.________ sei zu verurteilen, dem Privatkläger P.________ eine angemessene 
Genugtuung in gerichtlich zu bestimmender Höhe, mindestens jedoch CHF 35'000.00 zuzüglich Zins 
zu 5% seit dem 11. Mai 2013 zu bezahlen (unter solidarischer Haftung mit dem bereits verurteilten 
Q.________ / StrV JG .________).
3. Die Verfahrenskosten seien vollumfänglich vom Beschuldigten A.________ zu tragen.
4. Dem Vertreter des Privatklägers sei für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren eine Entschä-
digung gemäss der Kostennote vom 12. Dezember 2017 auszurichten.
5. Die Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren sei wie vor der Vorinstanz festgelegt auf CHF 
27'363.68 zu bemessen.

4. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

In seiner Berufungserklärung vom 27. April 2017 beantragte der Beschuldigte die 
Durchführung des Tatinterlokuts sowie die Erstellung eines medizinischen Zweit-
gutachtens, welches sich gestützt auf das Verletzungsbild und die objektivierten 
Beweise explizit zu verschiedenen möglichen Tatabläufen äussere (pag. 8022). Mit 
Beschluss vom 24. Mai 2017 (pag. 8051 ff.) wies die Kammer die Beweisanträge 
der Verteidigung ab. Weiter holte sie von Amtes wegen einen aktuellen Strafregis-
terauszug (pag. 8266 f.) und einen Führungsbericht des Regionalgefängnisses 
Thun (pag. 8264 f.) ein, welche sie den Parteien zustellte (pag. 8268). Weiter stellte 
sie in Aussicht, dass der Beschuldigte in der Hauptverhandlung kurz einvernom-
men werde (pag. 8052). 

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Anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung stellte und begründete Rechts-
anwältin B.________ namens ihres Klienten folgende Beweisanträge (pag. 6409):

- Es sei ein neues IRM Gutachten über die Übereinstimmung der Verletzungsbil-
der der Opfer mit den Aussagen von Q.________ einzuholen.

- Es sei ein Glaubhaftigkeitsgutachten über die Aussagen von Q.________ ein-
zuholen.

Die Kammer hat diesen Beweisantrag anlässlich der oberinstanzlichen Hauptver-
handlung unter Anbringung einer mündlichen Begründung abgewiesen (pag. 6309). 
An dieser Stelle ist die Abweisung schriftlich zu begründen:

- Zum ersten Beweisantrag: Den Akten liegt ein ausführliches Gutachten des 
rechtsmedizinischen Instituts bei, welches sich zu den bei den Opfern festge-
stellten Verletzungsbildern und (möglichen) Tatwaffen äussert. Anlässlich der 
psychiatrischen Begutachtung machte Q.________ erstmals Aussagen und 
schilderte ein Tatablauf sowie das von ihm eingesetzte Tatwerkzeug. Auf 
Grundlage dieser Aussagen holte die Verfahrensleitung ein neues Ergän-
zungsgutachten ein, welches sich zum Verletzungsbild sowie zu den eingesetz-
ten Tatwaffen unter Berücksichtigung dieser Aussagen äussert. Anlässlich der 
oberinstanzlichen Hauptverhandlung hat Q.________ im Wesentlichen seine 
Aussagen, welche er gegenüber der Psychiaterin gemacht hat, wiederholt. Die-
se Aussagen sind bereits in das rechtsmedizinische Ergänzungsgutachten ein-
geflossen. Neu ist einzig die Aussage, dass Q.________ ein zweites Messer 
verwendet haben will (pag. 6301). Diese Aussage ist jedoch insofern ohne Be-
lang, als das rechtsmedizinische Gutachten bereits den Einsatz eines Messers 
als Tatwerkzeug bestätigt, jedoch ebenfalls den Einsatz eines weiteren stump-
fen Tatwerkzeugs dokumentiert hat, welches von Q.________ nicht erwähnt 
wurde. Neue Erkenntnisse sind mit Blick auf diese gutachterlichen Feststellun-
gen nicht zu erwarten und die Beweiserhebung bezüglich der Verletzungsbilder 
kann im Sinne von Art. 389 Abs. 1 Bst. b der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) als vollständig bezeichnet werden. Der Beweisan-
trag ist daher abzuweisen.

- Zum zweiten Beweisantrag: Gemäss Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht 
die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnen Über-
zeugung. Die Würdigung von Aussagen ist ureigenste Aufgabe des Gerichts. 
Das Einholen eines Glaubhaftigkeitsgutachtens ist nur dann u.U. angezeigt, 
wenn die Aussagenwürdigung aufgrund bestimmter Faktoren, deren Würdigung 
und Einordnung Fachwissen erfordern – so bei kleinen Kindern oder geistig be-
hinderten Personen – erschwert sein könnte. Dies ist vorliegend nicht der Fall, 
weswegen der Beweisantrag abzuweisen ist. 

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Zufolge Anfechtung des erstinstanzlichen Schuldspruchs sowie der damit zusam-
menhängenden Folgen hat die Kammer den Vorwurf des Mordes, das Widerrufs-
verfahren, die Strafe und Massnahme, die Zivilklagen sowie die Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen (mit nachfolgend ausgeführten Ausnahmen) zu überprüfen. In 

9

Rechtskraft erwachsen sind die Abweisung der Genugtuungsforderung des Privat-
klägers 1, die Abweisung der Schadenersatzforderung des Privatklägers 12, der 
Verweis der Zivilforderung soweit weitergehend auf den Zivilweg des Privatklägers 
12, sowie die Verurteilung des Privatklägers 1 zur Bezahlung einer Parteientschä-
digung in der Höhe von CHF 460.00 an den Beschuldigten (pag. 6354). Weiter sind 
auch die Verfügungen über die beschlagnahmten Gegenstände rechtskräftig. Die 
Kammer verfügt bei der Überprüfung des vorinstanzlichen Urteils in den angefoch-
tenen Punkten über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO). Aufgrund der fehlenden 
(Anschluss-)berufung durch die Generalstaatsanwaltschaft und sämtliche Privat-
kläger ist die Kammer an das Verschlechterungsverbot gebunden 
(Art. 391 Abs. 2 StPO) und darf das Urteil nicht zu Ungunsten des Beschuldigten 
abändern.

II. Verletzung des Anklagegrundsatzes

In formeller Hinsicht rügt die Verteidigung eine Verletzung des Anklagegrundsatzes 
durch die Vorinstanz. Diese sei von dem in der Anklageschrift detailliert geschilder-
ten Sachverhalt abgewichen und habe in einigen Punkten eine andere Sachver-
haltsdarstellung als beweismässig erstellt erachtet, was eine Verletzung des An-
klagegrundsatzes darstelle. Das Gericht habe einzig darüber zu befinden, ob sich 
der Sachverhalt wie dargestellt abgespielt habe oder nicht. Entweder sei der Sach-
verhalt gemäss Anklage erstellt, oder es habe ein Freispruch zu erfolgen 
(pag. 6310).

Die Anklageschrift bestimmt den Gegenstand des Gerichtsverfahrens (Umgren-
zungsfunktion). Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten 
Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in ob-
jektiver und subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert sind. Zugleich bezweckt 
das Anklageprinzip den Schutz der Verteidigungsrechte und garantiert den An-
spruch auf rechtliches Gehör (Informationsfunktion). Entscheidend ist, dass die be-
schuldigte Person genau weiss, was ihr vorgeworfen wird, damit sie ihre Verteidi-
gungsrechte angemessen ausüben kann. Das Gericht ist an den in der Anklage 
wiedergegebenen Sachverhalt gebunden (Immutabilitätsprinzip; zuletzt im Urteil 
des Bundesgerichts BGer 6B_224/2017 vom 17. November 2017, E. 1.2.1). 

Den Ausführungen der Verteidigung ist insoweit zuzustimmen, als das Gericht kei-
ne alternative Sachverhaltshypothese, welche über den in der Anklageschrift um-
schriebenen Sachverhalt hinausgeht, als erstellt betrachten darf. Dies ergibt sich 
aus der Umgrenzungsfunktion der Anklageschrift. Wie nachfolgend aufzuzeigen 
sein wird, geht die Kammer jedoch davon aus, dass der äusserst präzise um-
schriebene Sachverhalt so im Detail nicht erstellt ist, die Beteiligung des Beschul-
digten als Mittäter im Sinne der Anklageschrift hingegen schon. Indem die Kammer 
in sachverhaltsmässiger Hinsicht weniger als in der Anklageschrift dargestellt als 
erwiesen erachten wird, geht sie nicht über den angeklagten Sachverhalt hinaus 
und verletzt die Umgrenzungsfunktion damit nicht. Auch die Verteidigungsrechte 
des Beschuldigten und sein Anspruch auf rechtliches Gehör werden dadurch nicht 
verletzt. Der Beschuldigte weiss anhand der Anklage, was ihm vorgeworfen wird. 
Geht das Gericht davon aus, dass der Sachverhalt gemäss Anklage – wenn auch 

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nicht derart detailgetreu – erwiesen ist, werden die Verteidigungsrechte des Be-
schuldigten davon nicht beeinträchtigt. Der Anklagegrundsatz ist damit nicht ver-
letzt. 

III. Sachverhalt 

6. Vorbemerkung

Das oberinstanzliche Urteil basiert im Wesentlichen auf den überzeugenden und 
einlässlich begründeten Überlegungen der Vorinstanz. Auf diese ausgezeichneten 
Ausführungen kann im Wesentlichen abgestützt und verwiesen werden. Die Kam-
mer verzichtet grösstenteils darauf, diese im vorliegenden Motiv erneut wiederzu-
geben und setzt sich hauptsächlich mit den Vorbringen und der Kritik der Parteien 
am vorinstanzlichen Urteil auseinander. Der Aufbau des Motivs orientiert sich 
grösstenteils auch an demjenigen der Vorinstanz. 

Zum besseren Verständnis des vorliegenden Motivs werden gewisse Erwägungen 
der Vorinstanz entweder kurz zusammengefasst (mit Verweis auf die ausführliche 
Darstellung der Vorinstanz) oder auszugsweise und gekennzeichnet wörtlich über-
nommen. 

7. Vorwurf gemäss Anklageschrift

Dem Beschuldigten wird gemäss Anklageschrift vom 20. Mai 2016 Mord vorgewor-
fen, angeblich mehrfach begangen gemeinsam mit seinem Sohn Q.________ am 
11. Mai 2013 zwischen ca. 09.30 und 11.30 Uhr in Spiez zum Nachteil von 
T.________ und U.________ (pag. 7416 ff.). Die Anklageschrift gibt sowohl das 
Rahmengeschehen als auch die dem Beschuldigten vorgeworfenen Tathandlungen 
äusserst detailliert wieder; auf diesen Sachverhalt kann verwiesen werden 
(pag. 7417 ff.). 

Gemäss Anklage ist erstellt, dass sich Q.________ und V.________ im Sommer 
2003 im Alter von 6 und 8 Jahren während 6,5 Wochen in der durch T.________ 
und seiner damaligen Partnerin W.________ geführten Lebensgemeinschaft in 
Spiez aufgehalten haben. Während dieses Aufenthalts soll Q.________ unange-
messen bestraft, geschlagen, getreten und vor anderen Kindern gedemütigt wor-
den sein. Bereits im Jahr 2003 soll der Beschuldigte deshalb Morddrohungen ge-
gen T.________ ausgestossen haben. 

Am 11. Mai 2013 sollen sich der Beschuldigte und sein Sohn Q.________ in der 
Absicht, T.________ zu bestrafen und zu töten, mit einem Messer bewaffnet zur 
Lebensgemeinschaft in Spiez begeben haben. Q.________ soll geklingelt und der 
Beschuldigte sich bei der 12-jährigen Bewohnerin L.________, welche die Türe 
geöffnet hat, nach T.________ und W.________ erkundigt haben. L.________ 
bestätigte, dass sich T.________ in der Dachwohnung befinde, W.________ je-
doch nicht mehr hier wohne, da T.________ nun eine andere Freundin habe. Dar-
aufhin hätten die beiden das Haus betreten, Q.________ sei die Treppe hinaufge-
stiegen und der Beschuldigte sei seinem Sohn gefolgt. Beide sollen daraufhin die 
Wohnung betreten haben und der Beschuldigte soll auf T.________, welcher sich 

11

mit dem Rücken zur Schlafzimmertüre befunden hätte, von hinten oder evtl. mehr-
mals von vorne in die linke Seite der Brust eingestochen haben. T.________ soll 
infolge dieses Angriffs zur Gegenwehr unfähig gewesen und auf das Bett gefallen 
sein, wo der Beschuldigte weiter auf ihn eingestochen habe. Als U.________ 
T.________ zu Hilfe habe eilen wollen, habe Q.________ U.________ angegriffen. 
In der Folge sei es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Dreien gekommen. 
Q.________ soll gegen U.________ ein unbekanntes Instrument, evtl. eine Schere 
oder ein Elektroschockgerät, eingesetzt haben. Im Rahmen dieser Auseinander-
setzung soll auch Q.________ am linken Unterarm verletzt worden sein. Der Be-
schuldigte soll mehrere Male auf U.________ eingestochen haben. Schliesslich soll 
er das Messer seinem Sohn übergeben haben mit der Aufforderung, weiter auf 
U.________ einzustechen, was Q.________ ausgeführt habe. Im Folgenden sollen 
der Beschuldigte oder sein Sohn nochmal auf T.________, welcher evtl. in das 
Kampfgeschehen habe eingreifen wollen, eingestochen haben. Schliesslich sollen 
der Beschuldigte und Q.________ das Haus verlassen haben (pag. 7417 f.). Die 
beiden Opfer seien noch am Tatort verstorben. Der Beschuldigte und Q.________ 
sollen sich gemeinsam zur Tötung von T.________ entschlossen haben und seien 
mit den Handlungen, soweit diese nicht im Voraus geplant oder abgesprochen ge-
wesen seien, einverstanden gewesen sein, namentlich auch mit der Eliminierung 
von U.________ (pag. 7419). 

8. Ausgangslage

Die Geschehnisse rund um die Tat bzw. die relevanten Ermittlungshandlungen 
können wie folgt beschrieben werden (pag. 7895 f., S. 7 f. der Entscheidbegrün-
dung):

Am Samstag, 11. Mai 2013, um 15.17 Uhr ging bei der REZ Thun von X.________ ein Notruf ein, 
dass sie und ihr Sohn Y.________ durch L.________, einem Mädchen des Kinderheimes Pädagogi-
sche Lebensgemeinschaft in Spiez, gerufen worden seien, weil diese im Haus einen Mann gefunden 
habe, welcher vermutlich verblutet sei. Als sie zusammen Nachschau gehalten hätten, habe sie be-
reits von der Treppe aus einen Mann auf dem Bett liegen sehen. Es sei für sie sofort klar gewesen, 
dass dieser tot sei, weshalb sie das Zimmer nicht betreten habe, sondern mit den Kindern nach unten 
gegangen sei und die Polizei gerufen habe (vgl. Bd. 1, pag. 19, Bd. 2, pag. 320 f. Z. 18-36 und 51-
57). Die aufgebotene Polizei und Ambulanz stellte im Schlafzimmer der Dachgeschosswohnung der 
Pädagogischen Lebensgemeinschaft zwei leblose Personen fest. Beide Personen wiesen mehrere 
Einstichstellen am Oberkörper auf. Der daraufhin aufgebotene Notarzt konnte nur noch den Tod der 
beiden Personen feststellen, welche später offiziell als T.________ und U.________ identifi-
ziert/anerkannt wurden (Bd. 1, pag. 19; Bd. 5, pag. 1039; Bd. 12, pag. 3180-3182, pag. 3184-3186, 
pag. 3260, pag. 3272, pag. 3309; Bd. 13, pag. 3347). 

Die ersten Ermittlungen ergaben, dass sich am Tattag neben den beiden Opfern noch zwei Kinder, 
L.________ und G.________, im Haus aufgehalten haben. L.________ erklärte anlässlich ihrer Vi-
deobefragung am Abend des Tattages, dass sie am Morgen zwei ihr unbekannten Männern die Türe 
geöffnet habe, sich diese nach T.________, und Frau W.________ erkundigt hätten und sodann zu 
T.________ in die Wohnung hochgegangen seien. L.________ als auch G.________ gaben unab-
hängig voneinander an, ein Gepolter im 2. Stock gehört zu haben (vgl. Bd. 2, pag. 301 Z. 201-204, 
pag. 302 Z. 215-221, pag. 423 Z. 7-10, Z. 34 f., pag. 424 Z. 1-5, pag. 425 Z. 5-10, Z. 38-40, pag. 435 

12

Z. 146-149, pag. 436 f. Z. 200-216; Bd. 19, pag. 5435 Z. 35-37). L.________ erklärte, sie habe nicht 
mitbekommen, wie die beiden Männer das Haus wieder verlassen hätten. G.________ wusste dem-
gegenüber nicht einmal, dass sich fremde Leute im Haus aufgehalten hatten (Bd. 2, pag. 425 Z. 45 f., 
pag. 304 Z. 343-347). 

Trotz der umfangreichen und breit getätigten Ermittlungen im Umfeld der beiden Opfer tappten die 
Untersuchungsbehörden lange Zeit im Dunklen (vgl. hierzu insbesondere Anzeigerapport vom 
30.07.2014, Bd. I, pag. 8 ff.). Zwar konnte an diversen Spurenträgern ein männliches DNA-Profil 
nachgewiesen werden, welches jedoch trotz angeordneter DNA-Massenuntersuchung von Männern 
aus dem privaten und beruflichen Umfeld der beiden Opfer und dadurch veranlassten DNA-
Direktvergleichen niemandem zugeordnet werden konnte (vgl. Bd. 8, pag. 1883 ff., pag. 1890 ff., pag. 
1899 ff., pag. 1905 ff., pag. 1908 ff.; Bd. 13, pag. 3346 ff. sowie Bd. I, pag. 46 f.). Erst nach eineinhalb 
Jahren ergaben sich Hinweise auf die Täterschaft, als die Polizei von einem Gerücht Kenntnis erhielt, 
wonach jemand gesagt haben solle, er habe zwei Leute umgebracht (Bd. 1, pag. 55). Die aufgrund 
dieses Hinweises vorgenommenen Abklärungen führten dazu, dass das bis anhin gegen unbekannte 
Täterschaft geführte Strafverfahren ab dem 21. November 2014 neu gegen A.________ und seine 
Söhne Q.________ und V.________ geführt wurde (Bd. 15, pag. 3920) und diese in einer koordinier-
ten Aktion am 27. November 2014 angehalten und festgenommen wurden (Bd. 15, pag. 3961 ff.; Bd. 
17, pag. 4442 ff., pag. 4704 ff.; vgl. zum Ganzen Berichtsrapport Nachtrag vom 10.06.2015, Bd. 1, 
pag. 51 ff.). 

V.________ war ursprünglich aufgrund eines Phantombildes (welches aufgrund der Aussagen von 
L.________ erstellt worden war) verdächtigt worden, an der Tötung von T.________ und U.________ 
beteiligt gewesen zu sein. Die Indizien, welche für eine Tatbeteiligung von V.________ sprachen, 
liessen sich jedoch nicht erhärten, weshalb das Verfahren gegen V.________ mit Verfügung vom 18. 
Mai 2016 eingestellt wurde (vgl. zum Ganzen Bd. 25, pag. 7405 ff.). Gegen Q.________ wurde, da er 
zum Tatzeitpunkt noch minderjährig war, am 20. Mai 2016 Anklage vor dem Jugendgericht erhoben 
(Bd. 26, pag. 7694 ff.). Gleichentags wurde ebenfalls Anklage gegen A.________ vor dem Regional-
gericht Oberland erhoben (Bd. 26, pag. 7416 ff.).

Ergänzend ist anzumerken, dass Q.________ mit Urteil des Jugendgerichts des 
Kantons Bern vom 19. Dezember 2016 des Mordes, mehrfach begangen gemein-
sam mit A.________ am 11. Mai 2013 in Spiez z.N. von T.________ und 
U.________, schuldig erklärt und zu einem Freiheitsentzug von 48 Monaten sowie 
zu einer ambulanten Behandlung verurteilt wurde. Weiter wurde für Q.________ 
die Schutzmassnahme der Unterbringung in einer geschlossenen Erziehungsein-
richtung angeordnet. Das Urteil ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

Q.________ hat sich erstmals während seiner psychiatrischen Begutachtung sowie 
anschliessend anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung im Verfahren 
gegen den Beschuldigten zur Tat ausführlich geäussert. Der Beschuldigte seiner-
seits hat im gesamten Strafverfahren die Aussage verweigert. 

Zum Umfeld der pädagogischen Lebensgemeinschaft Spiez bzw. zur persönlichen 
Situation der beiden Opfer hat die Vorinstanz Folgendes festgehalten (pag. 7899, 
S. 11 der Entscheidbegründung):

Bei der Pädagogischen Lebensgemeinschaft handelt es sich um ein Heim, in welchem Kinder aus 
schwierigen Verhältnissen durch die zuständigen Behörden untergebracht worden sind. Die Liegen-
schaft umfasst 11 Zimmer. In der Dachwohnung bewohnte T.________, als Leiter der Lebensgemein-

13

schaft, alleine eine 3-Zimmerwohnung. Im Durchschnitt wohnten ca. 10 Kinder im Vorschulalter bis 
volljährig im Heim (vgl. Bd. 1, pag. 20). Zum Tatzeitpunkt waren in der Pädagogischen Lebensge-
meinschaft 9 Kinder im Alter zwischen 4 und 17 Jahren untergebracht (G.________, I.________, 
J.________, K.________, L.________, Z.________, AA.________, AB.________ und AC.________; 
vgl. Bd. 8, pag. 2092). T.________ hatte die Pädagogische Lebensgemeinschaft zusammen mit sei-
ner früheren Lebenspartnerin W.________ Ende der 80er Jahre in AD.________ gegründet. Im Jahr 
1996 kauften sie die Liegenschaft in Spiez, in welcher sie die Pädagogische Lebensgemeinschaft 
weiterführten. Als es im Jahr 2003/2004 zur Trennung kam, führte W.________ ca. ab 2005 an der 
AE.________ (Strasse) ein eigenes Haus und betreute dort ebenfalls Kinder. Ihre Institution galt fort-
an als Aussenstation der Pädagogischen Lebensgemeinschaft (vgl. zum Ganzen Aussagen 
W.________, insbesondere Bd. 2, pag. 244 ff. sowie Bd. I, pag. 39 f.). U.________ war die neue 
Partnerin von T.________. T.________ und U.________ waren vor der Tat seit ungefähr zwei Jahren 
liiert und pflegten hauptsächlich eine Wochenendbeziehung, da U.________ in BD.________ wohn-
haft und arbeitstätig war (Bd. 1, pag. 20 und 24 sowie Bd. 8, pag. 1929 ff.).

9. Unbestrittener Sachverhalt

Unbestritten ist, dass sich beide, sowohl der Beschuldigte als auch sein Sohn 
Q.________, zum Zeitpunkt der Tat am Tatort aufgehalten haben. Insbesondere ist 
auch unbestritten, dass der Beschuldigte die Dachwohnung des Opfers betreten 
hat. Dies ergibt sich – wie von der Vorinstanz zutreffend und ausführlich dargelegt 
(pag 7901 ff., S. 13-15 der Entscheidbegründung) – insbesondere aus den am Tat-
ort vorgefundenen DNA-Spuren von Q.________ und vom Beschuldigten. Die An-
wesenheit des Beschuldigten vor Ort hat denn auch dessen Verteidigung anlässlich 
der oberinstanzlichen Hauptverhandlung explizit eingeräumt. Von Q.________ 
konnten DNA-Spuren an der Klingel bei der Haustüre, an der Türe zum Treppen-
haus zur Dachwohnung innen und aussen, an der Schlafzimmertüre innen und 
aussen sowie an der Dachschräge rechts oberhalb des Radiators und an der Jeans 
von U.________ sichergestellt werden. An der Dachschräge oberhalb des Radia-
tors im Schlafzimmer konnte weiter eine DNA-Mischspur festgestellt werden, die 
sowohl dem Opfer als auch dem Beschuldigten zugeordnet werden konnte (aus-
führlich: pag. 7901 f., S. 13 f. der Entscheidbegründung). Ebenfalls ist unbestritten, 
dass Q.________ an der Tat beteiligt war; in welchem Umfang ist jedoch Gegen-
stand des Beweisverfahrens (vgl. auch E. 10). 

10. Bestrittener Sachverhalt

Bestritten ist in objektiver Hinsicht der Ablauf der Tat und in diesem Zusammen-
hang insbesondere die Rolle des Beschuldigten. Zu prüfen ist, ob der Beschuldigte 
an den Tötungen beteiligt war, oder – wie von Q.________ geltend gemacht – die 
Tat erst nach deren Vollendung entdeckte.

In subjektiver Hinsicht ist zu prüfen, mit welcher Absicht sich der Beschuldigte zum 
Tatort begeben hat, inwiefern eine Absprache zwischen ihm und seinem Sohn im 
Sinne eines gemeinsamen Tatentschlusses stattgefunden hat, was dieser Tatent-
schluss beinhaltet hat, und schliesslich auch aus welchen Gründen der Beschuldig-
te – wie als Beweisergebnis nachfolgend festgestellt – gehandelt hat. 

14

11. Beweismittel

11.1 Einleitende Bemerkungen

Die Vorinstanz hat die zur Klärung der relevanten Beweisfragen vorhandenen ob-
jektiven und subjektiven Beweismittel vollständig aufgeführt und inhaltlich ausführ-
lich beschrieben. Eine Wiederholung bzw. wörtliche Übernahme dieser ausge-
zeichneten vorinstanzlichen Darstellung ist nach Ansicht der Kammer nicht ange-
zeigt. Vorab wird vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen 
(pag. 7903 ff., S. 15-54 der Entscheidbegründung). Hingegen werden im Folgen-
den die im Rahmen der Beweiswürdigung relevanten Beweismittel – mit Verweis 
auf die vollständige Beschreibung durch die Vorinstanz – kurz aufgeführt.

11.2 Rechtsmedizinische Gutachten zum Todesfall

Das rechtsmedizinische Gutachten zum Todesfall von T.________ zeigt auf, dass 
mindestens 65 Stichverletzungen infolge scharfer Gewalteinwirkung festgestellt 
worden sind, wobei der Schwerpunkt der Stichverletzungen am linken Brustkorb 
auszumachen sei. Die Stichverletzungen hätten unter anderem das Herz, die 
Brustschlagader, die Lunge, die Leber und die Milz getroffen und einen erheblichen 
Blutverlust verursacht, wobei jede Verletzung für sich genommen den Tod hätte 
herbeiführen können. Todesursächlich stehe das Verbluten in Verbindung mit einer 
Luftembolie im Vordergrund. Am rechten Handrücken befinde sich eine passive 
Abwehrverletzung. Es würden sich jedoch kaum Verletzungen finden, die sich als 
relevante Abwehr deuten liessen (pag. 3274 ff. und pag. 7903 f., S. 15 f. der Ent-
scheidbegründung). 

Das rechtsmedizinische Gutachten zum Todesfall von U.________ beschreibt min-
destens 56 Stich- resp. Schnittverletzungen im Gesicht, am Hals, Rumpf sowie an 
den Extremitäten. Dadurch seien die Lungen und der Lungenschlagaderhaupt-
stamm verletzt worden. Dadurch sei es zu einem Blutverlust und einem Zusam-
mensinken der Lungenflügel gekommen, was zum Tod durch Verbluten nach innen 
und aussen sowie zu einer Atembeeinträchtigung geführt habe. An den Armen sei-
en Abwehrverletzungen auszumachen, womit von einer anfangs erhaltenen Hand-
lungs- und Wehrfähigkeit auszugehen sei. Weiter konnten am Rumpf vorderseitig 
resp. seitlich multiple, teilweise paarig angeordnete Hautvertrocknungen mit punkt-
förmigen Hautdefekten festgestellt werden, wobei deren Herkunft unbekannt sei 
(pag. 3308 ff., pag. 7904, S. 16 der Entscheidbegründung).

11.3 Ergänzungsgutachten vom 29. Januar 2016

Das rechtsmedizinische Aktengutachten von Dr. med. AF.________ vom 29. Janu-
ar 2016 wurde nach den anlässlich der psychiatrischen Begutachtung von 
Q.________ erfolgten Aussagen in Auftrag gegeben und äussert sich zur Frage, 
inwieweit die Schilderungen von Q.________ mit den rechtsmedizinischen Er-
kenntnissen in Einklang zu bringen seien. Zusammengefasst hielt Dr. med. 
AF.________ fest, dass sich die Stichverletzungen an der linken Rückenpartie von 
T.________ nicht zwanglos mit der Schilderung von Q.________ in Einklang brin-
gen lassen. Weiter enthalte die Darstellung von Q.________ auch keinen Hinweis 
auf die bei U.________ festgestellten Befunde stumpfer bzw. halbscharfer Gewalt-
einwirkung (pag. 5592 ff., pag. 7904 f., S. 16 f. der Entscheidbegründung). 

15

11.4 Aussagen Dr. med. AF.________ anlässlich der erstinstanzlichen Hauptver-
handlung

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung führte Dr. med. AF.________ 
aus, dass aufgrund des Verletzungsbildes nicht zwingend von einem zweiten Täter 
ausgegangen werden müsse. Hingegen sei der Einsatz eines zweiten Tatwerkzeu-
ges, welches nicht primär schneidend oder scharf gewesen sei, dokumentiert. Da-
bei könne es sich um eine nicht geöffnete Schere gehandelt haben. Es stelle sich 
die Frage, wieso ein Einzeltäter das Tatwerkzeug gewechselt und ein wenig wirk-
sames Tatwerkzeug eingesetzt haben sollte. Weiter machte der Sachverständige 
ausführliche Angaben zur möglichen Reihenfolge der Verletzungen wobei er dar-
legte, dass sich aus rechtsmedizinischer Sicht zwanglos nachvollziehen lasse, 
dass der Beginn der Sticheinwirkung auf den vor dem Bett stehenden T.________ 
gegen den Rücken rechts oben erfolgt sei (pag. 7759 ff.; pag. 7905 ff., S. 17-20 der 
Entscheidbegründung).

11.5 Forensisch-molekularbiologisches Gutachten vom 9. Dezember 2014 und 
vom 10. Juni 2015

Das Gutachten (pag. 5683 ff., pag. 5579 ff) enthält im Wesentlichen die Informati-
on, dass aus der Blutanhaftung an der Dachschräge rechts oberhalb des Radiators 
ein DNA-Mischprofil bestimmt werden konnte, bei dem der Beschuldigte als Ne-
benspurengeber nicht ausgeschlossen werden kann (pag. 7708, S. 20 der Ent-
scheidbegründung). Später (forensisch-molekularbiologisches Gutachten vom 
17. Juni 2015) wurde die Wahrscheinlichkeit der Spurengeberschaft durch den Be-
schuldigten errechnet: Diese liegt bei LR 8.02*1018, was bedeutet, dass es über 8 
Trillionen Mal wahrscheinlicher ist, dass der Beschuldigte Mitspurengeber der Blut-
spur an der Dachschräge ist als eine andere, unbekannte Person (pag. 5584 ff. und 
pag. 7909, S. 21 der Entscheidbegründung).

11.6 Nachtrag zum Rapport des KTD vom 15. Juni 2015

Es konnte in der Dachwohnung der Nachweis einer Staubspur mit den Umrissen 
einer Schere erbracht werden, welche am Tatort nicht aufgefunden werden konnte 
(pag. 386 ff., pag. 7909, S. 21 der Entscheidbegründung). 

11.7 Beweismittel zum Aufenthalt der Gebrüder Q. und V.________ in der Pädago-
gischen Lebensgemeinschaft sowie zu den dortigen Verhältnissen 

Zur Klärung der Fragen rund um den Aufenthalt der Gebrüder Q. und V.________ 
in der Pädagogischen Lebensgemeinschaft in Spiez sowie zu den damals dort 
herrschenden Verhältnissen wurden die Akten des Sozialdienstes Bern 
(pag. 7909 f., S. 21 f. der Entscheidbegründung) und die Akten der Erziehungsbe-
ratung KJPD (pag. 7910, S. 22 der Entscheidbegründung) ediert. Daraus ergibt 
sich, dass V.________ und Q.________ wegen eines stationären Klinikaufenthal-
tes ihrer Mutter zwischen dem 20. Juni und 6. August 2003 in der Pädagogischen 
Lebensgemeinschaft Spiez untergebracht waren. Sowohl die Akten des Sozial-
dienstes als auch jene der Erziehungsberatung weisen Einträge darüber auf, dass 
der Beschuldigte damals Drohungen bzw. gar Morddrohungen gegenüber 
T.________ ausgestossen hat. Die Einträge weisen darauf hin, dass die Fremd-

16

platzierung zum damaligen Zeitpunkt von allen involvierten Personen, also sowohl 
von den Söhnen als auch von den Eltern negativ gewertet wurde. 

Weiter liegen der Kammer als Beweismittel zu den in der Lebensgemeinschaft vor-
herrschenden Verhältnissen die Berichtsrapporte vom 20. August 2013 betreffend 
informelle Gespräche mit AG.________ und AH.________ (pag. 7911, S. 23 der 
Entscheidbegründung) sowie umfangreiche Aussagen von AI.________ (Exfrau 
des Beschuldigten), AJ.________ (Exfreundin des Beschuldigten), AK.________ 
(Vater des Beschuldigten), AL.________ (Mutter des Beschuldigten), W.________ 
sowie verschiedener dort platzierter Kinder/Jugendlicher vor. Die Vorinstanz hat 
diese Aussagen zutreffend wiedergegeben, darauf wird verwiesen (pag. 7911 ff., 
S. 23-29 der Entscheidbegründung). Festzuhalten ist vorweg, dass sich viele Kin-
der jahre- oder gar jahrzehntelang im Heim aufgehalten und sich dort ganz offen-
sichtlich wohl und zu Hause gefühlt haben. Fakt ist aber auch, dass es im Heim ge-
legentlich zu Bestrafungen und Erziehungsmethoden gekommen ist, welche päd-
agogisch als nicht wirklich korrekt und sinnvoll zu bezeichnen sein dürften. Generell 
fällt auf, dass die diesbezüglichen Schilderungen der Kinder recht stark divergieren. 
Einige schildern Sanktionen, welche sie als einigermassen belastend wahrnahmen, 
andere sprachen lediglich von fragwürdigen Erziehungsmethoden, ohne dass sie 
darunter effektiv gelitten hätten. Auffallend ist weiter, dass die wirklich drastischen 
Schilderungen ausschliesslich aus dem Umfeld der Familie A.________ stammen 
und diese auf Erzählungen der Gebrüder Q. und V.________ bzw. hauptsächlich 
auf denjenigen des Beschuldigten selbst basieren. 

11.8 Beweismittel im Zusammenhang mit der Familie A.________

11.8.1 Einleitende Bemerkungen

Die Vorinstanz hat sich auf mehreren Seiten einlässlich und ausführlich mit den 
Verhältnissen der Familie A.________ sowie der Entwicklung des Familiengefüges 
beschäftigt. Dabei hat sie den familiären Strukturen besondere Beachtung ge-
schenkt – diese sind für die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts denn auch 
von Bedeutung. Eine sinnvolle Zusammenfassung dieser ausführlichen und rele-
vanten Erwägungen ist nicht möglich. Die Kammer verweist daher an dieser Stelle 
vollumfänglich auf die einleitenden Bemerkungen der Vorinstanz zur Ehe und 
Kindheit/Jugend der Gebrüder Q. und V.________ (pag. 7918 f., S. 30 f. der Ent-
scheidbegründung), sowie auf die edierten Akten der Erziehungsberatung KJPD 
(pag. 7919 ff., S. 31-35 der Entscheidbegründung). Weiter kann auch auf folgende 
Beweismittel verwiesen werde:

- Brief Q.________ an seine Mutter AI.________ (pag. 6382 ff., pag. 7925, S. 37 
der Entscheidbegründung);

- Hausdurchsuchung am Domizil des Beschuldigten vom 27. November 2014 
(pag. 5670 ff.);

- Anhaltungsrapport Q.________ vom 27. November 2014 (pag. 3962 f.);

Schliesslich haben auch AI.________ (pag. 7925 f., S. 37 f. der Entscheidbegrün-
dung), AJ.________ (pag. 7926 f., S. 38 f. der Entscheidbegründung), 
AL.________ (pag. 7927, S. 39 der Entscheidbegründung), AK.________ 

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(pag. 7927 f., S. 39 f. der Entscheidbegründung), AM.________ (Vater der 
Exfreundin des Beschuldigten; pag. 7928, S. 40 der Entscheidbegründung), 
AN.________ (Mutter der Exfreundin des Beschuldigten, pag. 7928, S. 40 der Ent-
scheidbegründung), AO.________ (Kollege des Beschuldigten, pag. 7928, S. 40 
der Entscheidbegründung), AP.________ (ehemaliger Lehrer Q.________, 
pag. 7928 f., S. 40 f. der Entscheidbegründung), AQ.________ (ehemaliger Coach 
von Q.________ an der BFF, pag. 7929 f., S. 41 f. der Entscheidbegründung), 
AR.________ (ehemaliger Schulkollege Q.________, pag. 7930, S. 42 der Ent-
scheidbegründung), AS.________ (ehemaliger Schulkollege Q.________, 
pag. 7930, S. 42 der Entscheidbegründung), AT.________ (ehemaliger Kollege 
Q.________, pag. 7930, S. 42 der Entscheidbegründung) und AU.________ (ehe-
maliger Schulkollege Q.________, pag. 7930, S. 42 der Entscheidbegründung) 
Aussagen zu ihrer Beziehung zur Familie des Beschuldigten bzw. zum Familienge-
füge A.________ gemacht. 

11.8.2 Forensisch-psychiatrische Gutachten bzw. Arztberichte

Über den Beschuldigten liegen mehrere Gutachten bzw. Arztberichte vor. Im Jahr 
2012 wurde der Beschuldigte im Rahmen seines Gesuchs um Zusprechung einer 
IV-Rente begutachtet (pag. 7923, S. 35 der Entscheidbegründung). Im Rahmen 
des IV-Verfahrens reichte der behandelnde Psychiater des Beschuldigten zudem 
einen Arztbericht ein (pag. 7923 f., S. 35 f. der Entscheidbegründung). Schliesslich 
liegt ein psychiatrisches Gutachten vom 13. Oktober 2015 über den Beschuldigten 
vor, welches im Rahmen dieses Strafverfahrens in Auftrag gegeben wurde. Da der 
Beschuldigte die Mitwirkung verweigert hat, handelt es sich dabei jedoch um ein 
reines Aktengutachten (pag. 7924, S. 36 der Entscheidbegründung). Das Gutach-
ten diagnostizierte dem Beschuldigten einige auffällige Persönlichkeitsmerkmale. 
Er weise eine Selbstwertproblematik, erhöhte narzisstische Kränkbarkeit, sozio-
phobisch akzentuierte Selbstunsicherheit und Ängstlichkeit, Schwierigkeiten in der 
Beziehungs- und Konfliktfähigkeit, emotionale Instabilität, Einschränkungen in der 
Fähigkeit zur Selbstwert- und Affektregulation sowie einige zwanghafte Persönlich-
keitszüge auf (pag. 6199). Es liege aber keine Einschränkung der Schuldfähigkeit 
des Beschuldigten vor. 

Das psychiatrische Gutachten über Q.________ wurde am 15. November 2015 fer-
tig gestellt. Im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung machte Q.________ 
erstmals Aussagen zur Tat (pag. 7924 f., S. 36 f. der Entscheidbegründung). Zu 
erwähnen ist, dass gemäss der Gutachterin Dr. med. AV.________ die Identifikati-
on mit dem Vater als problematisch zu beurteilen sei. Q.________ habe sich in 
keinster Weise emotional abgelöst (pag. 6322).

11.8.3 Fazit

Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass der Beschuldigte mit seinen 
beiden Söhnen sehr zurückgezogen lebte und neben den Grosseltern kaum weite-
ren Bezugspersonen vorhanden waren. Selbst die Freundin des Beschuldigten hat 
die beiden Söhne nur wenige Male gesehen. Die Familie lebte insofern clanartig, 
als sie sich gegen äussere Einflüsse abschottete und diese mehrheitlich als negativ 
beurteilte. Insbesondere Q.________ wies eine starke Bindung zum Vater auf und 

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war von diesem nicht altersgemäss abgelöst. Q.________ und V.________ hatten 
überdies die Beziehung zu ihrer Mutter vollständig abgebrochen und Q.________ 
empfindet dieser gegenüber erhebliche Hassgefühle (vgl. auch Briefe pag. 6382 
ff.).

11.9 Beweismittel bezüglich der Geschehnisse am Tattag

11.9.1 Einleitung

Auch die Beweismittel im Zusammenhang mit der Tat bzw. den Geschehnissen 
rund um die Tat wurden durch die Vorinstanz zutreffend zusammengefasst wieder-
gegeben. Die Beweismittel lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

- Durch die Polizei erarbeitete bzw. erhobene Beweismittel wie Rapporte und Ak-
tennotizen;

- Briefe und Aussagen Q.________;

- Aussagen L.________, G.________, AW.________, AX.________ und 
AL.________ zur Tat bzw. zum Tattag;

- Aussagen AJ.________, AM.________ und AN.________ zum Verhalten des 
Beschuldigten nach der Tat.

11.9.2 Durch die Polizei erhobene Beweismittel

Folgende Beweismittel sind vorliegend von entscheidender Bedeutung:

- Anzeigerapport vom 30. Juli 2014 (pag. 24 ff., pag. 7931, S. 43 der Entscheid-
begründung);

- Berichtsrapport vom 3. Dezember 2014 (pag. 5632). Der Berichtsrapport gibt 
bekannt, wie der Polizei zugetragen wurde, dass eine Person italienischer Her-
kunft, welche später als Q.________ identifiziert werden konnte, auf der Stras-
se von einem begangenen Tötungsdelikt erzählt habe;

- Berichtsrapport vom 23. Oktober 2014 betreffend informelles Gespräch mit 
AW.________ (pag. 5622 f., pag. 7931, S. 43 der Entscheidbegründung): Dem 
Rapport lässt sich entnehmen, dass AW.________ angab, ca. zwei Tage nach 
der Tat vom Delikt erfahren zu haben. Sein Kollege AX.________ habe ihm er-
zählt, dass er von einem gewissen «Q.________» erfahren habe, dass dieser 
zusammen mit seinem Vater die Tötungen in Spiez begangen und sich dabei 
an der Hand leicht verletzt habe. Weiter konnte AW.________ auch Angaben 
zum  Heimaufenthalt und zur Herkunft von Q.________ machen. 

- Berichtsrapport vom 26. Januar 2015 betreffend Äusserung Beschuldigter 
(pag. 5643, pag. 7932, S. 44 der Entscheidbegründung): So soll sich der Be-
schuldigte anlässlich der Fahrt zur erkennungsdienstlichen Behandlung ge-
genüber dem Polizisten AY.________ dahingehend geäussert haben, dass 
V.________ ja gar nicht dabei gewesen sei.

- Berichtsrapport vom 27. Februar 2015 betreffend Videoeinvernahme 
L.________ (pag. 5510 ff., pag. 7932, S. 44 der Entscheidbegründung): 
Gemäss diesem Bericht soll L.________ nach der Videoeinvernahme erklärt 

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haben, sie sei sich sicher, den Beschuldigten auf dem Foto Nr. 6 (A.________) 
erkannt zu haben. 

- Aktennotiz vom 12. März 2015 betreffend Äusserung Beschuldigter (pag. 5652, 
pag. 7932, S. 44 der Entscheidbegründung): Der Beschuldigte gab gegenüber 
der Assistentin der Staatsanwältin an, dass der Polizist AY.________ lüge. 

- Berichtsrapport vom 28. April 2015 betreffend Wunde Q.________ 
(pag. 5630 f., pag. 7933, S. 45 der Entscheidbegründung): Q.________ habe 
während der Einvernahme von AW.________, welcher die Wunde beschrieben 
habe, auf eine verheilte runde Wunde an seinem linken Unterarm gezeigt. 

- Berichtsrapport vom 29. April 2016 (pag. 6710 f., pag. 7940 f., S. 52 f., der Ent-
scheidbegründung): Darin wird der Ablauf eines Besuches der Grosseltern Q. 
und V.________ beim Beschuldigten beschrieben, indem der Beschuldigte 
ausgerastet sei, Beschimpfungen ausgestossen und gesagt habe, dass er eine 
Rechnung, welche die Justiz begleichen werde, schreiben werde. Er werde 
diese aber auf seine Weise schreiben. Der Beschuldigte habe sich demnach 
kaum mehr beruhigen lassen. 

11.9.3 Briefe Q.________

In seinen Schreiben an seinen Kollegen AZ.________ sowie an den Beschuldigten 
äusserte sich Q.________ über die Konfrontationseinvernahme mit AW.________ 
und äusserte die Hoffnung, dass dieser seine belastenden Aussagen, welche er als 
Lügen bezeichnete, zurückziehen würde (pag. 6408, 6445, pag. 7933, S. 45 der 
Entscheidbegründung)

11.9.4 Aussagen L.________

Die Vorinstanz hat die Aussagen von L.________ zutreffend wie folgt zusammen-
gefasst (pag. 7933 ff., S. 45-47 der Entscheidbegründung):

L.________ erklärte anlässlich ihrer Videoeinvernahme, welche noch am Tattag erfolgte, sie sei auf-
gestanden und habe sich ein Spiegelei gemacht. Dann sei auch G.________ gekommen und habe 
sie gefragt, ob sie das „Pole“ auch gehört habe. Sie habe gesagt, nein. Danach hätten sie gemeinsam 
einen Film geschaut. Sie sei dann wieder für eine Weile in ihr Zimmer gegangen. Er habe noch etwas 
gegessen. Danach sei G.________ zu ihr gekommen und habe ihr gesagt, dass er nach 
BM.________ gehe und ob sie dies dem T.________ sagen könne. Sie habe G.________ verspro-
chen, dass sie dies sofort machen werde. Sie sei dann nach oben gegangen und habe den toten 
Mann auf dem Bett entdeckt. Danach sei sie wieder in ihr Zimmer gegangen und etwa zwei Stunden 
später sei sie erneut nach oben gegangen. Da sei der Mann noch immer so dagelegen und dann ha-
be sie gedacht „boah, dä isch tot!“ und dass sie nun besser jemanden holen gehe (Bd. 2, pag. 423 Z. 
6-18). Die Polizei habe ihr gesagt, dass noch eine zweite Person da sei. Wenn es ein Mann und eine 
Frau wäre, dann wüsste sie, wer der Mörder sei (Bd. 2, pag. 426 Z. 26 und 32 f.). Ein kleines „Pole“ 
habe sie auch gehört, aber nur ein kleines Bisschen. Wahrscheinlich sei der Mann zu diesem Zeit-
punkt umgebracht worden (Bd. 2, pag. 423 Z. 34-36). Bei der erneuten Wiedergabe des Geschehens 
führte sie aus, dass sie G.________ geantwortet habe, sie habe das „Pole“ auch gehört, aber nur we-
nig. Zu diesem Zeitpunkt sei nämlich der Mann umgebracht worden (Bd. 2, pag. 424 Z. 3-5). Sie sei 
ca. um 11.30 Uhr das erste Mal nach oben schauen gegangen. Dann sei sie für eine Stunde wieder 
nach unten gegangen, bevor sie ein zweites Mal Nachschau gehalten habe. Dann sei ihr in den Sinn 

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gekommen, dass der Mann tot sein müsse (Bd. 2, pag. 424 Z. 13-21). Als sie das erste Mal nach 
oben gegangen sei, habe sie gedacht, dass der Mann vielleicht nur bewusstlos sei (Bd. 2, pag. 424 Z. 
25 f.). Wiederum führte L.________ aus, dass wenn es der „T.________“ wäre, dann wüsste sie näm-
lich, wer die zwei umgebracht habe. Es müssten dann die zwei Besucher oder so gewesen sei. Als 
sie sodann nach den Besuchern gefragt wurde, reagierte L.________ erschrocken. Sie sagte, „Ou, 
das hani vergässe, o Gott!“. Die Besucher hätten an der Tür geklingelt, nachdem sie sich ein Spiegel-
ei gekocht habe. Sie habe die Tür geöffnet, sei nach oben gegangen und die beiden seien ihr gefolgt. 
Sie habe gesagt, hier oben seien sie (T.________ und seine Freundin), sie (die Besucher) sollten ein-
fach reingehen. Der Eine habe unten bei der Treppe ein wenig gewartet. Der Andere sei nach oben 
gegangen. Danach sei auch der zweite nach oben gegangen. Dann sei G.________ gekommen und 
habe sie gefragt, ob sie das „Pole“ auch gehört habe. Sie habe dann gesagt, nur ein wenig (Bd. 2, 
pag. 424 f. Z. 41-51 und Z. 1-7). Vor der Tür sei der Fettsack, der sei fett gewesen und der Dünne ge-
standen. Der Andere habe einen Bart gehabt und der Andere nicht, der habe eine Glatze gehabt. 
Dann habe der gesagt, ob er kurz den T.________ sprechen könne und sie habe ja gesagt. Aber sie 
habe die eigentlich nicht hereinlassen wollen, sie habe die beiden ja nicht gekannt. Sie habe irgend-
wie versucht, die Türe zu schliessen und habe denen gesagt, sie sollen kurz warten, aber die seien 
einfach nach oben gegangen. Der mit der Glatze sei der Dünne und der mit dem Bart der Dicke. Der 
mit dem Bart habe Haare gehabt. So ein blond und braun, also ein Gemisch (Bd. 2, pag. 425 Z. 11-
23). Sie hätten Berndeutsch gesprochen. Es habe nur der Fette, der mit Bart gesprochen. Er habe ge-
fragt, ob der T.________, hier sei und dann noch die Frau W.________. Sie habe dann erwidert, dass 
die jetzt irgendwo anders wohne, weil der T.________ jetzt eine andere Freundin habe, U.________ 
habe sie gesagt. Und später habe es „polet“ wie verrückt und G.________ sei aufgewacht und habe 
sie gefragt, ob sie es auch gehört habe und sie habe gesagt, nein, nur ein bisschen (Bd. 2, pag. 425 
Z. 28-40). U.________ habe sie heute gesehen, als ihr die zwei Männer nach oben gefolgt seien. Sie 
sei oben bei T.________ gewesen. Die Türe sei offen gewesen und sie habe U.________ gesehen. 
U.________ habe sich gerade in der Küche umgezogen. Sie habe sich Kleider angezogen. Im Zim-
mer sei T.________ drum am Schlafen gewesen (Bd. 2, pag. 427 Z. 23-27). 

Anlässlich einer weiteren Einvernahme einige Tage später erklärte L.________, dass der Fettsack mit 
Bart orange Haare gehabt habe, gekraust aber kürzer als die Haare von T.________ (Bd. 2, pag. 433 
Z. 35-37). Der Bart habe wie unrasiert ausgesehen. Eine Art Dreitagebart. Der Bart sei auch orange 
gewesen. Der dicke Mann habe sie gefragt, ob er schnell zu T.________ raufgehen könne (Bd. 2, 
pag. 433 Z. 48-50). Der zweite Mann, der kleinere mit Glatze habe nichts gesagt (Bd. 2, pag. 433 Z. 
55 und pag. 434 Z. 67). Der Fettsack habe gefragt „Isch der Herr T.________ da, i wott churz mit ihm 
rede“. Auch habe er gefragt „isch d Frou W.________ o da?“. Sie habe verneint und gesagt, „nei d 
U.________ isch da.“ Der Fettsack habe gefragt, wer U.________ sei und sie habe zu ihm gesagt, 
„das isch am T.________ sini Fründin“. Er habe nochmals gefragt „wo isch ize der Herr T.________“ 
und sie habe gesagt „wart schnell, i ga ga luege“. Sie sei die Treppe hochgelaufen und beide seien di-
rekt hinter ihr hergekommen. Sie hätten sie auf der Treppe nicht überholt (Bd. 2, pag. 434 Z. 75-81). 
Die beiden seien ihr bis in den ersten Stock nachgekommen. Sie habe zu ihnen gesagt, sie sollten 
kurz warten, sie werde nachschauen gehen. Dort hätten sie gewartet und sie habe die Türe zum 
Dachstock geöffnet und sei die Treppe hochgelaufen. Sie sei nach oben gegangen, wo sie in der 
Küche auf U.________ getroffen sei. Sie sei schon fertig angezogen gewesen und etwas am Kochen. 
Sie habe zu U.________ gesagt, es seien Leute da. Sei meinte es sei gut, sie sollten raufkommen. 
Vorher sei sie noch ins Zimmer von T.________, wo sie ihre Katze, welche auf dem Bett geschlafen 
habe, in ihre Arme genommen und herausgetragen habe. T.________ sei auf dem Bett gelegen und 
habe geschlafen (Bd. 2, pag. 435 Z. 113-121). Sie sei dann wieder nach unten gegangen und habe 

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den anderen gesagt, sie könnten jetzt raufgehen, sie sollten jedoch leise sein, da T.________ noch 
schlafe. Der Fettsack habe zum anderen mit der Glatze gesagt, er soll warten und sei selbst nach 
oben gegangen. Sie sei nach unten ins Erdgeschoss gegangen und dann sei sie kurz nach oben 
schauen gegangen. Sie sei ein wenig „gwunderig“ gewesen. Sie habe alle Personen gesehen. Sie 
hätten ganz normal zusammen gesprochen. T.________ und U.________ und die zwei Besucher. 
T.________ sei mit Jeans und einem Unterhemd bekleidet gewesen (Bd. 2, pag. 435 Z. 123-139). Auf 
Frage, dass G.________ bei der Polizei gesagt habe, dass er sie nach dem Gepolter gefragt habe 
und sie gesagt habe, sie sei im zweiten Stock gewesen, ob dies stimme und was sie damit meinte, 
führte sie aus, dass es stimme. Sie habe G.________ erzählt, dass sie im zweiten Stock gewesen sei. 
Dabei meine sie dieses Mal, als sie aus Neugier nochmals nachschauen gegangen sei (Bd. 2, pag. 
437 Z. 209-216).

11.9.5 Aussagen G.________

Die Vorinstanz hat die Aussagen von G.________, welcher im Wesentlichen an-
gab, nach 10.30 Uhr im 2. Stock ein kurzes Gepolter gehört zu haben, welches 
nach max. zwei Personen getönt habe, zutreffend zusammengefasst (pag. 7935, 
S. 47 der Entscheidbegründung).

11.9.6 Aussagen AW.________

Die Vorinstanz hat die im vorliegenden Fall äusserst bedeutsamen Aussagen von 
AW.________ wie folgt zusammengefasst (pag. 7935 ff., S. 47-49 der Entscheid-
begründung):

AW.________ wurde am 25. November 2014 erstmals formell durch die Polizei einvernommen. Er 
habe etwa eine Woche nach dem Mord in Spiez von diesem erfahren. Er sei am Abend mit einem 
Kollegen, AX.________, zusammen draussen auf der Kleinen Schanze in Bern gewesen, als sie den 
möglichen Täter getroffen hätten. Er kenne seinen wirklichen Namen nicht. Sie würden ihn 
Q.________ nennen. AX.________ kenne ihn besser. Er glaube, er sei mit ihm in der Klasse gewe-
sen (vgl. Bd. 18, pag. 5149 Z. 18-21). Q.________ habe AX.________ zu sich gerufen und gesagt, 
dass er ihm etwas sagen wolle. Er sei aber mit AX.________ zu Q.________ hingegangen. Er habe 
eine Verletzung an der Hand gehabt. Er wisse nicht, an welcher Hand er die Verletzung gehabt habe. 
Sie hätten ihn gefragt, woher er die Verletzung habe. Er habe gesagt: „Erinnerisch di no, woni Heim bi 
gsy?“ AX.________ habe gesagt: „Sicher weiss i das no.“ Q.________ habe dann gesagt: „I has änd-
lech abghänkt“ so in der Art, wie ich bin endlich fertig mit dem. AX.________ habe gefragt, wie er das 
meine. Q.________ habe gesagt: „I bi mit mim Vater zäme derthäre gange u ha se umbracht.“ Sie 
seien schockiert gewesen. Das höre man ja nicht jeden Tag (Bd. 18, pag. 5149 Z. 23-28). Dies sei 
das letzte Mal gewesen, dass er Q.________ gesehen habe. Er sei nie ein Kollege von ihm gewesen 
(Bd. 18, pag. 5149 Z. 28 f.). AX.________ sei sehr gut mit Q.________ befreundet gewesen. 
AX.________ habe alles von Qs.________ Leben gewusst und es sei ihm klar gewesen, von was 
Q.________ gesprochen habe. Er selbst habe es zu diesem Zeitpunkt nicht genau gewusst. Er sei 
auch nicht in der Position gewesen nachzufragen, da er ihn nicht gut kenne (vgl. Bd. 18, pag. 5149 Z. 
31-34). Er habe AX.________ später gefragt. Dieser habe ihm auf Nachfragen die Geschichte erzählt. 
Er habe erzählt, dass Q.________, als er kleiner gewesen sei, im Heim, wo das Tötungsdelikt pas-
siert sei, eine Zeitlang unterbracht gewesen und dort gequält worden sei. Wann dies genau gewesen 
sei, wisse er nicht. Er würde etwas Falsches erzählen, dies wolle er nicht. AX.________ habe gesagt, 
dass die Mutter von Q.________ davon gelaufen sei. Er wisse aber nicht, ob der Weggang wirklich 
etwas mit Qs.________ Platzierung im Heim zu tun gehabt habe. AX.________ habe ausdrücklich 

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gesagt, dass es sich um das Heim handle, wo das Tötungsdelikt passiert sei. AX.________ habe ihn 
auf die Zeitung verwiesen. Er solle Zeitung lesen, es komme dann sicher raus. AX.________ habe 
ihm auch erzählt, dass der Vater von Q.________ etwas spinne. Der Vater habe im Keller diverse 
Waffen (vgl. Bd. 18, pag. 5149 Z. 37-48, pag. 5150 Z. 106, pag. 5151 Z. 123-126). 

Bezüglich des Vorgehens beim Tötungsdelikt habe Q.________ gesagt, dass er die Personen mit 
dem Messer umgebracht habe. Weil Q.________ ihn nicht gekannt habe, habe er wohl nicht so viel 
erzählt. AX.________ habe ihm später mehr darüber erzählt (Bd. 18, pag. 5149 Z. 50-52). 
AX.________ habe ihm erzählt, dass Qs.________ Vater im Kopf Störungen und Waffen im Keller 
habe (Bd. 18, pag. 5150 Z. 60-62). AX.________ habe ihm erzählt, dass Q.________ und sein Vater 
zu diesen Personen gegangen seien. Er habe ihm auch erzählt, wie sie nach Spiez gefahren und wie 
sie ins Haus gegangen seien. Das wisse er aber nicht mehr. Es sei zu lange her. AX.________ habe 
gesagt, dass der Vater die Frau festgehalten und dann zu Q.________ gesagt habe: „Schnid düre!“ 
(Bd. 18, pag. 5150 Z. 66-69). Er habe wirklich alles gewusst, aber einige Dinge habe er vergessen 
(Bd. 18, pag. 5150 Z. 70). Q.________ habe dann einfach durchgeschnitten oder „drigstoche“. Er wis-
se es nicht mehr genau. Er denke, dass er in den Kopf geschnitten habe. An Weiteres könne er sich 
nicht erinnern (Bd. 18, pag. 5150 Z. 72-74). Er wisse, dass es ein Messer gewesen sei (Bd. 18, pag. 
5150 Z. 81 f.). Er habe Q.________ seine Aussagen geglaubt. Er habe irgendwie gefühlslos gewirkt 
(vgl. Bd. 18, pag. 5150 Z. 85-93). Die Verletzung an der Hand von Q.________ sei nicht so tief gewe-
sen, aber über die ganze Handinnenseite gegangen (vgl. Bd. 18, pag. 5150 Z. 96-102). Zum Vater 
habe AX.________ gesagt, dass er Waffenfanatiker sei. Er selbst habe den Vater nie gesehen. Er 
könne ihn daher auch nicht beschreiben. Aber AX.________ kenne ihn und sei sogar im Keller bei 
den Waffen gewesen. AX.________ habe gesagt, dass der Vater wirklich fähig wäre, so etwas zu 
machen. Er habe dies auch über Q.________ gesagt. Er würde es beiden Männern zutrauen (Bd. 18, 
pag. 5150 f. Z. 105-110). Er und AX.________ hätten abgemacht, dass sie nichts sagen würden, sie 
hätten einfach nichts damit zu tun haben wollen. Sie hätten aber nicht abgemacht, was sie dann der 
Polizei erzählen würden (Bd. 18, pag. 5152 Z. 169-174). Das Motiv sei gewesen, weil Q.________ 
dort gequält worden sei (Bd. 18, pag. 5153 Z. 177 f.). Q.________ sei dort geschlagen worden (Bd. 
18, pag. 5153 Z. 222 f.). Bezüglich Rollenverteilung hielt er fest, dass das Ziel der beiden einfach zu 
töten gewesen sei. Die ganze Arbeit habe eigentlich der Vater gemacht. Alles, die Planung und alles 
habe der Vater gemacht. Einfach zuletzt habe der Vater das Töten der Frau dem Q.________ über-
lassen. Zuerst habe der Vater das erste Opfer, den Mann, umgebracht. Dann habe Q.________ die 
Frau umgebracht. Das wisse er von AX.________ (Bd. 18, pag. 5153 Z. 235-239).

Anlässlich seiner Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft am 28. April 2015 bestätigte AW.________ 
seine gemachten Aussagen. Die Verletzung von Q.________ sei an der Hand gewesen. Wo genau 
könne er nicht mehr sagen (vgl. Bd. 18, pag. 5160 f. Z. 71 f., pag. 5166 f. Z. 292-304). Q.________ 
habe ihm nicht erklärt, wie es zur Verletzung gekommen sei (Bd. 18, pag. 5161 Z. 74 f.). 
AX.________ habe ihm gesagt, dass Q.________ im Heim gewesen sei und dort misshandelt und 
geschlagen worden sei. Details wisse er aber nicht (Bd. 18, pag. 5161 Z. 92-97, vgl. auch pag. 5162 
Z. 142-146, pag. 5163 Z. 163-165 und 173 f.). AX.________ habe ihm gesagt, sie seien mit dem Va-
ter ins Heim und hätten dort „verschlitzet“. Dabei gewesen sei der Vater, Q.________ und er denke 
noch sein Bruder. Über diesen hätten sie aber nicht so viel gesprochen (Bd. 18, pag. 5161 Z. 99-104). 
Auf Nachfrage, warum er erst jetzt erwähne, dass auch der Bruder dabei gewesen sein solle, studier-
te AW.________ lange und erklärte, dass er dies nicht wisse. Der Name des Bruders sei nur einmal 
ganz kurz erwähnt worden (Bd. 18, pag. 5168 Z. 365-369). Er wisse von AX.________, dass der 
Mann vom Vater umgebracht worden sei. Die Frau sei die Frau vom Heimleiter gewesen. Sie sei auch 
schon dort gewesen, als er selber im Heim gewesen sei (Bd. 18, pag. 5162 Z. 127-140). Er wisse von 

23

AX.________, dass Q.________ und sein Vater von Anfang an den Mann und die Frau umbringen 
wollten (pag. 5163 Z. 157-161). Er habe nicht gewusst, dass eine Belohnung ausgesetzt gewesen sei 
(pag. 5167 Z. 306-310). 

Ebenfalls bei der im Anschluss durchgeführten Konfrontationseinvernahme mit AX.________ blieb 
AW.________ trotz der gegenteiligen Aussagen von AX.________ bei seinen Aussagen (vgl. Bd. 18, 
pag. 5174 f. Z. 153-161, pag. 5175 Z. 184-186, 5176 Z. 207-209, pag. 5177 Z. 240-242, pag. 5178 Z. 
279-281).

11.9.7 Aussagen AX.________

Auch die Aussagen von AX.________ hat die Vorinstanz ausführlich und zutreffend 
wiedergegeben, weswegen auf die entsprechenden Ausführungen verwiesen wer-
den kann (pag. 7937 ff., S. 49-51 der Entscheidbegründung):

AX.________ wurde erstmals am 17. November 2014 einvernommen. Auf Frage, ob er etwas über 
das Tötungsdelikt vom Frühling 2013 in Spiez wisse, führte er aus, es sei ihm nichts bekannt (Bd. 18, 
pag. 5115, Frage 3 inkl. Antwort). Nachdem AX.________ weitere Informationen zum Tötungsdelikt 
gegeben wurden und er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass jemand gesagt habe, er habe von 
ihm Informationen über das Delikt erhalten und er weiter gefragt wurde, ob er jemanden kenne der „Q 
(ähnlicher Spitzname).________“ oder „Q (ähnlicher Spitzname).________“ oder ähnliche heisse, er-
klärte er, er kenne einen Q.________ aus der BA.________ (Strasse/Quartier). Er sei mit ihm in die 
erste Klasse gegangen. Langsam könne er sich erinnern (Bd. 18, pag. 5115 f., Frage 4 und 5 inkl. 
Antwort). Es sei vor 1 ½ Jahren gewesen. Er sei mit ein paar Kollegen nach der Schule in Bern gewe-
sen und Q.________ sei komisch gewesen und habe nicht soviel gesprochen. So habe er ihn neben-
bei gefragt, was mit ihm los sei. Er habe ihm dann gesagt, er habe zwei Leute umgebracht. Er habe 
ihm dann mit einer Geste [Klaps auf die Schulter] gesagt: „red nicht so etwas“. Er kenne ihn schon 
lange. Er habe das nicht ernst genommen. Auf die Frage, ob Q.________ verletzt gewesen sei, er-
klärte er, er habe etwas an der Hand gehabt, irgendwie von einem Gerüst (Bd. 18, pag. 5116 Antwort 
auf Frage 6). Er habe, soviel er wisse, die Hand verbunden gehabt (Bd. 18, pag. 5118 Antwort auf 
Frage 18). Auf den Vorhalt, dass gemäss den vorliegenden Informationen Q.________ ihm erzählt 
habe, er habe Schnittverletzungen, die er im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt erlitten habe, 
führte er aus, dass er vom Gerüst heruntergefallen und sich so verletzt habe. Er würde mehr er-
zählen, auch wenn es sein Bruder wäre. Er könne sich aber nicht an so etwas erinnern. Vielleicht ha-
be er anderen Personen mehr erzählt, die ihn besser kennen würden. Er hoffe, dass das Verbrechen 
aufgeklärt werde. Es gehe um einen Mörder, der frei herumlaufe. Dies sei nicht gut (Bd. 18, pag. 5118 
Antwort auf Frage 19). Soviel er wisse, sei Q.________ einmal in einem Heim gewesen, aber damals 
sei er noch ganz klein gewesen. Er kenne Q.________ schon lange, seit der 1. Klasse. Im Bereich 
der 2. bis 4. Klasse könnte es gewesen sein (Bd. 18, pag. 5117 Antwort auf Frage 12). Die beiden 
Brüder seien beim Vater aufgewachsen, da die Mutter abgehauen sei. Q.________ habe ihm gesagt, 
er habe mit seiner Mutter keinen Kontakt mehr. Der Vater sei gegenüber seinen Söhnen lieb gewe-
sen. Er habe ja alles verloren, was man verlieren könne. Er arbeite als „BB.________ (Beruf)“. So wie 
er ihn kenne, sei er ein lieber Mensch, ein normaler Mensch. Er sei wie jeder andere. Er kenne ihn 
noch gut aus dieser Zeit, als sie aufgewachsen seien (Bd. 18, pag. 5117 Antwort auf Frage 13). Auf 
Frage, ob er zum Treffen, als er ihm erzählte habe, er habe zwei Leute getötet noch mehr sagen kön-
ne, führte er aus, dass er ehrlich gesagt, sich so etwas gar nicht vorstellen könne. Q.________ sei in 
seinem Alter. Er habe allgemein immer Witze gemacht und sie alle zum Lachen gebracht. Warum er 
nicht mehr die Schule in BA.________ (Strasse/Quartier), besucht habe, könne er nicht genau sagen. 
Er denke, freiwillig habe er sie nicht verlassen (Bd. 18, pag. 5117 f. Antwort auf Frage 15). Zum Ver-

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hältnis zum Vater konnte er ausführen, dass sie sich schon gerne gehabt hätten. Es sei halt eine Va-
ter/Sohn-Liebe gewesen. Er wisse nicht, was nicht gut gewesen sein könnte (Bd. 18, pag. 5118 Ant-
wort auf Frage 17). 

Anlässlich seiner zweiten Einvernahme bei der Polizei am 2. Dezember 2014 bestätigte AX.________ 
seine Angaben, erklärte jedoch, dass Q.________ ihm gesagt habe: „I ha jemand tötet.“. Er habe 
Q.________ auf die Schulter geklopft und ihm gesagt, dass er nicht so etwas sagen solle. Danach sei 
nichts weiter gewesen. Wenn ihm jemand so etwas sage, könne er dies ja nicht ernst nehmen (vgl. 
Bd. 18, pag. 5125 Z. 26-35). Er wisse nicht, ob die Aussage noch jemand anderes gehört habe. Er 
könne sich auch nicht erinnern, welche Kollegen alle dabei gewesen seien (Bd. 18, pag. 5125 f. Z. 46-
55, pag. 5130 Z. 268-271). Bezüglich des Zeitpunktes könne er sich nicht erinnern. Er wisse nicht 
mehr, ob Q.________ zu diesem Zeitpunkt noch bei ihnen in der Schule gewesen sei. Vielleicht sei es 
im 2012 oder 2013 gewesen (Bd. 18, pag. 5126 Z. 58-65). Früher als er noch kleiner gewesen sei, 
habe er mit Q.________ abgemacht und sei auch ein- oder zweimal bei ihm Zuhause gewesen, als er 
Geburtstag gehabt habe. Als er vor vier Jahren nach BC.________ gezogen sei, habe er mit 
Q.________ nur noch in der Schule Kontakt gehabt. Er habe ihn einfach gegrüsst, wenn er ihn gese-
hen habe. Er sei kein enger Kollege gewesen (vgl. Bd. 18, pag. 5126 Z. 77-95). AW.________ habe 
er sicher seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Früher seien sie gute Kollegen gewesen (vgl. Bd. 18, 
pag. 5126 f. Z. 98-114). Er wisse nicht, ob sich Q.________ und AW.________ persönlich kennen 
würden (Bd. 18, pag. 5127 Z. 127 f., vgl. auch pag. 5130 Z. 286-288). Auf Vorhalt der Aussage von 
AW.________, er sei mit ihm und Q.________ auf der Kleinen Schanze gewesen, als Q.________ 
ihm von der Tat erzählt habe, führte er aus, er sei ehrlich gesagt nie auf der Kleinen Schanze. Nicht, 
dass er wüsste. Es sei ihm neu, dass sie zu dritt unterwegs gewesen wären. Diese Aussage stimme 
nicht (Bd. 18, pag. 5127 Z. 131-135; vgl. auch pag. 5127 Z. 138-148). Er nehme niemanden in 
Schutz. Er sage einfach, was er wisse (Bd. 18, pag. 5128 Z. 152 f.). Er glaube, dass Q.________ die 
Verletzung an der linken Hand gehabt habe. Er habe von der Mitte der Handfläche bis Mitte Unterarm 
eine Bandage an der Hand gehabt (vgl. Bd. 18, pag. 5128 Z. 156-178). Er könne sich keinen Zusam-
menhang der Verletzung mit der Tat vorstellen. Er könne sich so Zeugs bei niemandem in ihrem Alter 
vorstellen. Er habe es sofort gelöscht und nicht überlegt. Er könne es einfach nicht glauben. Er kenne 
Q.________ ja, dann sei es auch etwas anderes. Er habe einfach gelacht. Er würde Q.________ die 
Tat gar nicht zutrauen. Er sei ein lieber. Er lache immer. Er habe Humor. Bei ihm könne er sich das 
gar nicht vorstellen. Er könne sich das eigentlich bei niemandem vorstellen (Bd. 18, pag. 5128 Z. 181-
198). Auf Vorhalt der Aussagen von AW.________, dass das Tötungsdelikt das Hauptthema zwi-
schen ihm und Q.________ geworden sei, führte er aus, dass dies nicht sein könne. In der Zeit, wo er 
mit AW.________ rausgegangen sei, sei er nicht mehr mit Q.________ zusammen gewesen (Bd. 18, 
pag. 5129 Z. 236-240). Auf Vorhalt der Aussage von AW.________, dass er ihm später Weiteres er-
zählt und er alles gewusst habe und er Q.________ sehr nahe gestanden habe, führte er aus, dass 
diese Aussage nicht stimme. Wie gesagt, habe er ja auch nie mit Q.________ einfach abgemacht 
(Bd. 18, pag. 5130 Z. 279-283). Er betonte mehrfach, dass er nichts Weiteres wisse, als die Aussage, 
dass Q.________ jemanden umgebracht habe. Die diesbezüglichen Aussagen von AW.________ 
würden nicht stimmen (Bd. 18, pag. 5130 ff. Z. 291-350). Er kenne Q.________, er glaube es immer 
noch nicht. Er habe es schon ein wenig hart im Leben gehabt. Die Mutter habe die Familie ja verlas-
sen. Er sehe aber keinen Grund, dass er jemanden töten würde. Zudem wisse er nicht, warum ihm 
Q.________ dies erzählen sollte, er habe ja nicht so einen guten Draht zu ihm gehabt (Bd. 18, pag. 
5132 Z. 353-357). Er wisse nicht, warum die Mutter die Familie verlassen habe. Er wisse aber, dass 
Q.________ deshalb ins Heim gemusst habe. Dies habe er von anderen gehört. Er wisse nichts über 
die Verhältnisse im Heim. Der Heimaufenthalt sei nach der ersten Klasse gewesen. Danach habe er 

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nicht mehr so guten Kontakt zu Q.________ gehabt (Bd. 18, pag. 5132 Z. 360-386). AW.________ 
sei nicht dabei gewesen, als Q.________ ihm erzählt habe, dass er jemanden umgebracht habe (Bd. 
18, pag. 5133 Z. 412-414). Auf Vorhalt, dass er beim ersten Mal gesagt habe, Q.________ habe ihm 
gesagt, er habe zwei Leute umgebracht und nun habe er gesagt, jemand, führte er aus, Q.________ 
habe gesagt: „I ha öbber tötet.“ (Bd. 18, pag. 5133 Z. 444-449). 

Bei der Konfrontationseinvernahme mit AW.________ am 28. April 2016 blieb AX.________ bei sei-
nen gemachten Aussagen und erklärte, dass die Aussagen von AW.________ nicht stimmen würden 
(vgl. Bd. 18, pag. 5141 Z. 147-151, pag. 5142 Z. 165-182, pag. 5143 Z. 198-205, pag. 5144 Z. 230-
238). Er sei mit Q.________ zusammen in BA.________ (Strasse/Quartier) zur Schule gegangen. Nur 
in der 1. Klasse seien sie zusammen gewesen (Bd. 18, pag. 5139 Z. 44-48). Er sei im Sommer 2013 
aus der Schule gekommen. Er habe Q.________ nicht oft gesehen, als er in der 9. Klasse gewesen 
sei. Wenn sie sich gesehen hätten, hätten sie sich gegrüsst. Sie hätten sich jedoch nicht getroffen und 
abgemacht (vgl. Bd. 18, pag. 5139 f. Z. 59-90). Er habe glaublich von einer Person gesprochen, die er 
umgebracht habe (Bd. 18, pag. 5140 Z. 103-105). Auf erneuten Vorhalt seiner bisherigen diesbezüg-
lich widersprüchlichen Aussagen führte er aus, dass die Version mit einer Person richtig sei, das erste 
Mal sei ein Missverständnis gewesen. Er habe bei der Polizei die Frage falsch verstanden (Bd. 18, 
pag. 5140 Z. 107-114). Zur Verletzung führte er aus, dass Q.________ eine längere Bandage gehabt 
habe. Diese sei von der Hand bis ca. zur Mitte des Unterarms gegangen (Bd. 18, pag. 5143 Z. 193). 
AX.________ wiederholte mehrfach, dass er von nichts wisse (Bd. 18, pag. 5143 f. Z. 211-238). 
Wenn er sich nicht täusche, sei Q.________ irgendwo in BD.________ in einem Heim gewesen. Er 
wisse einfach, dass er einmal, als er jünger gewesen sei, ca. ein Jahr in einem Heim gewesen sei. 
Von einem Heim in Spiez wisse er nichts. Q.________ habe nie mit ihm über seine Kindheit gespro-
chen (Bd. 18, pag. 5144 f. Z. 263-267).

11.9.8 Aussagen Q.________

Q.________ machte anlässlich der Hafteröffnung Angaben zu seiner Wunde und 
erklärte, diese würde von einem Angriff im Ausgang stammen. Weiter bestätigte er, 
AX.________ zu kennen (pag. 7939, S. 52 f. der Entscheidbegründung). Zur Tat 
selbst machte er erst wieder anlässlich seiner psychiatrischen Begutachtung Aus-
sagen, weswegen auf die Ausführungen hierzu verwiesen werden kann (vgl. E. 
11.8.2 oben). 

Anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung machte Q.________ ausführli-
che Angaben zur Tat, wobei er im Wesentlichen seine Schilderungen gegenüber 
der Psychiaterin wiederholte, erstmals jedoch auch vorbrachte, dass er als Tat-
werkzeug zwei Bajonette verwendet habe. Zusammengefasst bestätigte er seine 
Aussagen zur Tat, die er gegenüber der Gutachterin gemacht hatte. Er habe zwei 
Militärbajonette verwendet, eines sei kleiner gewesen als das andere. Sein Vater 
habe sich zum Tatzeitpunkt entweder vor dem Auto oder vor der Tür befunden. Er 
habe ihm gesagt, er solle vor dem Haus warten. Auf Vorhalt, dass L.________ 
bestätigt habe, dass zuerst der Beschuldigte in die Wohnung gegangen sei, gab 
Q.________ an, L.________ habe mehrere Versionen erzählt. Ebenfalls bestätigte 
Q.________ auf Vorhalt der Staatsanwältin, dass er seinem Vater helfen wolle; 
welcher Sohn würde dies denn nicht wollen. Die der Gutachterin geschilderte Tat-
version habe er auf Anraten seines Anwalts nicht schon vorher geschildert. Auf 
Vorhalt der Aussagen von AX.________ und AW.________ führte Q.________ 
aus, AX.________ habe bestätigt, dass die Aussagen von AW.________ nicht 

26

stimmen würden. AW.________ habe er zweimal in seinem Leben gesehen, dieser 
könne nicht einmal seinen Namen aussprechen und wolle nur Geld. Auf entspre-
chende Frage der Staatsanwältin bestätigte Q.________, dass er Respekt vor sei-
nem Vater habe und er nicht glaube, dass es vorgekommen sei, dass sich sein Va-
ter ihm untergeordnet und gemacht habe, was er ihm gesagt habe. Der Vater habe 
vor der Haustüre gewartet, es sei keine Anweisung von ihm gewesen, sondern eine 
Bitte. Weiter gab Q.________ an, dass er zu T.________ gefahren sei, um diesen 
umzubringen und ihn dafür zu bestrafen, dass er ihn geschlagen habe. Die beiden 
Schweizer Bajonette seien ca. 20-30 cm lang gewesen, wobei eines kleiner gewe-
sen sei. Er hätte beide gebraucht und sie im Hosenbund hinten getragen. Auch 
während der Autofahrt habe er sie im Hosenbund gehabt, sein Vater habe dies 
nicht gesehen. Die Messer seien nicht scharf gewesen. Seinem Vater habe er ein-
fach gesagt, dass er sich mit Herrn T.________ aussprechen wolle. Sie hätten das 
Auto nicht weit vom Haus entfernt geparkt. Er habe seinen Vater gebeten, im Auto 
zu bleiben und habe geklingelt. Sein Vater sei dann trotzdem ausgestiegen. 
L.________ habe die Türe geöffnet und er habe aufgrund des Adrenalins nicht 
wirklich sprechen können. Sein Vater habe dann für ihn gesprochen und gefragt, 
ob T.________ und «W.________» da seien. L.________ habe gesagt, 
«W.________» sei nicht mehr da und sein Vater habe daraufhin gebeten, 
T.________ zu wecken. L.________ habe die Türe nicht geschlossen, woraufhin er 
seinen Vater gebeten habe, im Auto draussen zu warten. Sein Vater habe schon 
gezögert, aber er habe versichert, dass nichts passieren würde. Er sei dann hoch-
gegangen und habe weder L.________ noch sonst jemanden gesehen. Als er an 
der Türe angekommen sei, sei er auf Herrn T.________ getroffen, welcher die Ho-
sen angezogen habe. Herr T.________ sei lächelnd auf ihn zugekommen und er 
habe ihn gefragt, ob er T.________ sei. Er habe dann in die Brust gestochen. Er 
könne sich gut daran erinnern, weil er gesehen habe, wie die Haut aufgegangen 
sei. Die ersten zwei Stiche seien in die Brust erfolgt, danach sei T.________ nach 
hinten aufs Bett gefallen. Er habe sich dann aufrichten können und ihn am Hals 
gepackt, woraufhin er weiter auf ihn eingestochen habe. So habe er sich wohl die 
Verletzung zugeführt. Seine Erinnerungen seien nur noch grob vorhanden, er wis-
se, dass er T.________ am Anfang intensiv attackiert habe, so dass dieser nicht 
mehr habe aufstehen können. Frau U.________ habe panisch geschrien und er 
habe ihr gesagt, sie solle ruhig bleiben, er würde ihr nichts machen. Sie sei zwar 
nicht ruhig geblieben, aber vorerst stehen geblieben. Als er Herrn T.________ wei-
ter attackiert habe, sei sie gekommen, woraufhin er sie weggeschubst habe. Beim 
zweiten Mal habe sie angefangen, auf ihn einzuschlagen. Er habe ihr dann zwei 
Faustschläge auf die linke Seite des Gesichts versetzt. Sie sei dann kurz nach hin-
ten gefallen, aber wieder zu ihm gekommen und habe weiter auf ihn eingeschla-
gen. Daraufhin sei er in Panik geraten, habe die Geduld verloren und sei auf Frau 
U.________ losgegangen. Bei Frau U.________ habe er auf die Halsgegend ge-
zielt, aber sie sei auf den Boden gefallen und habe dann mit den Ellbogen, also mit 
den Armen, abgewehrt. An das, was danach geschehen sei, habe er keine wirkli-
che Erinnerung mehr. Auf Frage, wo sein Vater in dieser Zeit gewesen sei, schil-
derte Q.________, Herr T.________ habe ihn – als er am Sterben gewesen sei – 
noch nach seinem Namen gefragt. Er habe ihm seinen Namen genannt und dann 

27

noch zwei weitere Stiche in den Brustkorb versetzt. Dann habe ihn jemand nach 
hinten gerissen. Sein Vater sei gerade in diesem Moment hochgekommen. Sein 
Vater sei wie eingefroren gewesen; auch er selbst habe einen Moment gebraucht, 
um die Situation erfassen zu können. Er sei dann in Panik geraten und habe sei-
nem Vater gesagt, dass sie gehen sollten. Er habe den Ärmel genommen und da-
mit die Türe geöffnet. Vor der Haustüre hätten sie geschaut, ob jemand da sei. Da-
nach seien sie zum Auto gerannt und losgefahren. 

Nach dieser Schilderung wurden Q.________ noch weitere (Detail-)Fragen gestellt. 
Q.________ verneinte auf entsprechende Frage, dass er dem Opfer in den Rücken 
gestochen habe. Er gab an, dass ihm die Situation für Frau U.________, deren 
Angehörige und für die Angehörigen von Herrn T.________ leid tue, was Herrn 
T.________ anbelange, sage er nichts. Sein Vater habe von nichts gewusst und 
eine Weile nach der Tat auch nicht mehr mit ihm gesprochen. Auf dem Heimweg 
hätten sie auch nicht gesprochen, er sei ohnmächtig geworden und sein Vater ha-
be ihm nur gesagt, er solle aufwachen. 

11.9.9 Aussagen Beschuldigter

Der Beschuldigte machte im ganzen Strafverfahren keine Aussagen. Lediglich auf 
Vorhalt der Aussagen von AW.________ äusserte er den Verdacht, ob nicht dieser 
selber der Täter gewesen sein könnte (pag. 7940, S. 52 der Entscheidbegrün-
dung). Auch anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung verweigerte der 
Beschuldigte die Aussagen und wollte sich auch nicht zu den Angaben seines 
Sohnes äussern. 

11.9.10 Aussagen AL.________

Die Mutter des Beschuldigten gab im Wesentlichen an, dass die Familie 
A.________, also der Beschuldigte und seine Söhne, sie am Tattag zu sich einge-
laden hätte, da am kommenden Sonntag Muttertag gewesen sei. Der Beschuldigte 
sei erst am Abend weggegangen (pag. 7940, S. 52 der Entscheidbegründung).

11.9.11 Aussagen AJ.________

AJ.________ konnte naturgemäss keine Angaben zur Tat machen, erklärte jedoch, 
dass der Beschuldigte ihr gegenüber im Alkoholrausch mehrmals erwähnt habe, 
dass er etwas (evtl. zwei Menschen) auf dem Gewissen habe. Es kann auf die Zu-
sammenfassung der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 7941 S. 53 der Ent-
scheidbegründung).

11.9.12 Aussagen AM.________

Der Vater von AJ.________ gab an, der Beschuldigte habe anlässlich einer Dis-
kussion des in den Medien erwähnten Tötungsdelikts aufgebracht reagiert und sich 
dahingehend geäussert, dass das Opfer die Tat verdient habe, da auch seinen 
Söhnen, welche sich im Heim aufgehalten hätten, Schlimmes widerfahren sei 
(pag. 7941 f., S. 53 f. der Entscheidbegründung). 

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11.9.13 Aussagen AN.________

AN.________ bestätigte im Wesentlichen die Aussagen ihres Ehemanns; auf die 
entsprechende Zusammenfassung durch die Vorinstanz kann verwiesen werden 
(pag. 7942, S. 54 der Entscheidbegründung). 

IV. Beweiswürdigung durch die Kammer

12. Einleitende Bemerkungen

Die Kammer schliesst sich der zutreffenden und ausführlichen Beweiswürdigung 
der Vorinstanz grundsätzlich an, weswegen vorab auf diese verwiesen werden 
kann (pag. 7942 ff., S. 54-71 der Entscheidbegründung). Anders als die Vorinstanz 
lässt die Kammer jedoch – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – den genauen 
Ablauf der Tat insofern offen, als beweismässig nicht erstellt wird, welche Handlun-
gen welcher Täter wann vorgenommen hat. Die Ausführungen der Vorinstanz zu 
den einzelnen Beweismitteln und zur Beteiligung des Beschuldigten an der Tat im 
Allgemeinen sind jedoch in jeder Hinsicht zutreffend. Die Kammer wird daher im 
Folgenden eine die Ausführungen der Vorinstanz ergänzende Beweiswürdigung 
vornehmen; dies insbesondere mit Blick auf die Vorbringen der Verteidigung an-
lässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung.

13. Argumentation der Verteidigung

Die Verteidigung macht zusammengefasst im Wesentlichen geltend, dass sich der 
Sachverhalt so, wie von Q.________ anlässlich seiner psychiatrischen Begutach-
tung und der oberinstanzlichen Hauptverhandlung geschildert, zugetragen habe. 
Demnach habe der Beschuldigte draussen vor der Tür des Hauses gewartet, 
während dem sein Sohn von ihm unbemerkt die Tötungen ausgeführt habe. Er sei 
zu spät in die Wohnung gekommen, um die Tat zu verhindern, und habe die Opfer 
erst nach den Tötungen gesehen. Der von Q.________ geschilderte Tatablauf sei 
ebenso möglich wie derjenige der Anklageschrift, weswegen nach dem Grundsatz 
in dubio pro reo ein Freispruch zu erfolgen habe. Dass die von Q.________ ge-
schilderte Tatversion im Widerspruch zu seinem eigenen Urteil des Jugendgerichts 
stehe, könne ihm nicht vorgeworfen werden. Ob er als Alleintäter oder Mittäter gel-
te, würde an den strafrechtlichen Folgen für ihn nichts ändern, weswegen er auch 
gar kein schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung des Urteils gehabt habe. 

Die Verteidigung führte verschiedene Argumente an, welche für eine alleinige Tat-
begehung durch Q.________ und damit gegen eine Beteiligung des Beschuldigten 
sprechen würden. Auf diese wird im Rahmen der nachfolgenden Beweiswürdigung 
durch die Kammer näher einzugehen sein.

14. Beweiswürdigung in concreto

14.1 Beweisergebnis

Die Kammer erachtet eine Tatbeteiligung des Beschuldigten – zusammen mit sei-
nem Sohn Q.________ – aus nachfolgend dargelegten Gründen als erwiesen. Im 
Wesentlichen basiert der Nachweis der Tatbeteiligung des Beschuldigten auf den 

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nachfolgend zuerst erläuterten drei Beweismitteln. Die weiteren Beweismittel stel-
len Indizien dar, welche dieses Beweisergebnis der Kammer stützen. 

14.2 Aussagen von L.________

Die Aussagen von L.________ am Tattag (Videoeinvernahme, pag. 422 ff.) sowie 
vier Tage danach am 15. Mai 2013 (pag. 432 ff.) stellen nach Ansicht der Kammer 
ein gewichtiges Beweismittel für die Tatbeteiligung des Beschuldigten dar. 

Zwar ist durchaus zutreffend, dass L.________ wohl eher nicht über altersentspre-
chende intellektuelle Fähigkeiten verfügt, was sich insbesondere auch bei der Be-
trachtung ihrer Videoeinvernahme zeigt. Offenbar bereitet es ihr Mühe, Gesche-
hensabläufe chronologisch und logisch wiederzugeben, was aber insbesondere un-
ter Berücksichtigung des Umstands, dass sie am Tag der ersten Einvernahme die 
Leiche von T.________ aufgefunden hatte und entsprechend aufgewühlt gewesen 
sein dürfte, durchaus nachvollziehbar ist. Nicht von der Hand zu weisen ist auch, 
dass bei L.________ durchaus eine Tendenz bestehen könnte, gefällige Aussagen 
zu machen. Diese Tendenz bezog sich jedoch im Wesentlichen auf die Identifikati-
on des Opfers. So sprach sie in der Videoeinvernahme am Tattag die einverneh-
mende Polizistin wiederholt auf die Identifikation des männlichen Opfers an und bot 
an, dieses noch einmal anzuschauen. Bei genauer Betrachtung der Videoeinver-
nahme können jedoch keine externen suggestiven Einflüsse festgestellt werden. 
Kommt hinzu, dass auch die Polizei zum damaligen Zeitpunkt noch kaum über In-
formationen verfügte und eine unbewusste Beeinflussung bereits deshalb faktisch 
ausgeschlossen war. 

Trotz oder gerade aufgrund der durchaus ersichtlichen Defizite sind die Aussagen 
von L.________ im Allgemeinen glaubhaft. Ganz offensichtlich wollte sie der Poli-
zei ernstlich behilflich sein und daher möglichst genaue Angaben machen. Weiter 
schilderte sie den Ablauf des Tages im Kerngeschehen immer gleich. Ihre Aussa-
gen sind detailliert und weisen die typischen Realitätsmerkmale auf. So schilderte 
sie beispielsweise ihre Gedanken und Überlegungen, welche sie anstellte, als die 
Besucher klingelten (pag. 425), oder als sie das tote Opfer aufgefunden hatte (pag. 
424). Gerade auch der Umstand, dass L.________ anlässlich der ersten Einver-
nahme die Besucher zuerst nicht erwähnte, ist nachvollziehbar. Ihr Fokus lag of-
fensichtlich auf dem aufgefundenen Opfer, bei dessen Identifikation sie unbedingt 
mithelfen wollte. Dass die beiden Besucher die Täter gewesen sein könnten, reali-
sierte sie erst später, was sich insbesondere aus ihrer Aussage ergibt, dass – wenn 
es sich beim Opfer tatsächlich um T.________ handeln sollte – sie wüsste, wer die 
zwei umgebracht habe (pag. 424). 

Inhaltlich schilderte L.________ konstant, dass zwei Besucher an der Türe geklin-
gelt hätten und beide ihr gefolgt seien. Ebenfalls schilderte sie, dass sie die beiden 
Besucher zur Dachwohnung der Opfer geführt hatte, und der eine der Besucher 
zuerst die Treppe nach oben gegangen sei, wobei ihm der zweite dann gefolgt sei. 
Auch gab sie bereits bei der ersten Videobefragung an, dass der Beschuldigte 
(«der Fette mit dem Bart») sich nach T.________ erkundigt habe (pag. 425). Nur 
dieser habe gesprochen. Auch anlässlich der zweiten Befragung vier Tage später, 
also zu einem Zeitpunkt, als L.________ ihre ersten Eindrücke wohl besser einord-

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nen und setzen lassen konnte, machte sie bezüglich der Besucher identische An-
gaben. Sie gab an, dass sich «der Fettsack» nach T.________ erkundigt und sie 
die beiden Besucher reingelassen hätte. Weiter beschrieb sie, wie «der Fettsack» 
zum «anderen mit der Glatze» (Q.________) gesagt habe, er solle (vor dem Auf-
gang zur Dachwohnung) warten, während er, also der Beschuldigte, sich selbst 
nach oben begeben habe. Damit präzisierte L.________, dass es der «Fettsack», 
also der Beschuldigte war, welcher zuerst zur Wohnung hochgegangen sei (pag. 
435). Zudem schildert sie in dieser zweiten Befragung, dass T.________ noch im 
Bett gelegen und geschlafen habe und mit der Bettdecke zugedeckt gewesen sei, 
als sie nach oben gegangen sei, um die beiden Besucher anzukünden. Erst 
U.________ sei aufgestanden gewesen. Sie habe dann ihre Katze auf ihre Arme 
genommen und sei nach unten in ihr Zimmer gegangen, wobei sie den beiden 
Männern, welche offenbar im ersten Stock vor dem Aufgang zur Dachwohnung 
gewartet hatten, im Vorbeigehen ausgerichtet habe, sie könnten hinauf gehen, 
«T.________» sei aber noch am schlafen. Später sei sie aus Neugier noch ganz 
kurz hochgegangen, etwa auf halbe Höhe der Treppe, von wo aus sie alle Perso-
nen habe sehen können. Sie hätten normal zusammen gesprochen und der Mann 
mit der Glatze habe seine Jacke an einen Kleiderbügel an die Garderobe gehängt. 
T.________ habe Jeans und ein Unterhemd getragen. Auch in dieser Sequenz 
bestätigte L.________ somit die Anwesenheit des Beschuldigten in der Wohnung 
von T.________ (pag. 435). Diese Schilderung ist eine Ergänzung ihrer Erzählung 
am Tattag. Dieser Ablauf macht auch Sinn, denn als Erster begab sich der Be-
schuldigte nach oben in die Wohnung von T.________, während Q.________ auf 
Geheiss seines Vaters hin vorerst noch unten im ersten Stock wartete; T.________ 
war noch im Bett und musste erst geweckt werden. Auch hat Letzterer erst aufste-
hen und sich Jeans anziehen müssen – offene Jeans hat Letzterer bekanntlich 
auch als Opfer getragen. Sodann begab sich auch Q.________ nach oben. 
L.________ muss dann wohl in diesem Moment ihre Neugier gestillt haben, als 
Q.________ oben war und sich seiner Jacke entledigt hatte, während T.________ 
aufgestanden war und sich eben seine Jeans angezogen hatte, aber vermutlich 
noch sein Pyjama-Oberteil – das von L.________ erwähnte Unterhemd – trug, wel-
ches er dann, bevor er angegriffen wurden, noch ausziehen konnte, war 
T.________ doch oben unbekleidet, als er tot auf dem Bett aufgefunden wurde. 
Diese Schilderung von L.________ belegt einerseits, dass sich zum Tatzeitpunkt 
sowohl der Beschuldigte als auch Q.________ in der Wohnung aufgehalten haben, 
und andererseits, dass die beiden Opfer nicht sogleich bei Eintreffen der beiden 
Besucher attackiert wurden. Weil der Beschuldigte aber im Zeitpunkt der Tat vor 
Ort war, kann er auch nicht geltend machen, in der kleinen und übersichtlichen 
Wohnung nicht mitbekommen zu haben, was sich dort abgespielt hat. 

Auf diese klaren und konkreten Angaben, wonach beide Besucher in die Wohnung 
des Opfers hochgegangen sind, und zwar der Beschuldigte als Erster, kann abge-
stellt werden. Auch wenn L.________ vielleicht nicht immer gleich strukturiert denkt 
und erzählt wie eine Gleichaltrige, kann auf ihre Aussagen zum Kerngeschehen – 
und diese Aussage betrifft klar das Kerngeschehen – abgestellt werden. Es sind 
schlicht keine Gründe ersichtlich, wieso sie in diesem Punkt falsche Angaben ma-
chen sollte. L.________ hatte wie erwähnt anlässlich ihrer Einvernahmen stets das 

31

ehrliche Bemühen gezeigt, der Polizei wahrheitsgetreu und korrekt alles zu schil-
dern, und der Polizei so zu helfen, die Täter zu finden. Dass sie (bewusst oder un-
bewusst) falsche Angaben zu einem derart wesentlichen Punkt machen sollte, ist 
schlicht nicht vorstellbar. Dies hat umso mehr zu gelten, als ihre Aussage, wonach 
beide Besucher hochgegangen seien, offenbar für sie unangenehm war. So gab 
sie an, dass sie sich ein wenig schuldig fühle für den Tod von T.________, da sie 
die Besucher reingelassen habe (pag. 434). Für L.________ gab es damit gerade 
in diesem Punkt nicht den geringsten Anlass, dazu falsche Angaben zu machen. 
Es ist nicht einzusehen, wieso sie hätte verschweigen sollen, dass der eine Besu-
cher vor der Haustüre oder gar – wie von Q.________ anlässlich der oberinstanzli-
chen Hauptverhandlung angetönt – beim Auto stehen geblieben ist. Der Umstand, 
dass der Beschuldigte mit seinem Sohn zusammen die Wohnung von T.________ 
betreten hat, belegt, dass die von Q.________ geschilderte Tatversion falsch ist 
und der Beschuldigte der Tat zumindest beigewohnt haben muss. 

14.3 Zum Tatwerkzeug

Auch die rechtsmedizinischen Erkenntnisse zu den Verletzungsbildern der Opfer 
sowie zu den möglichen Tatwerkzeugen widerlegen die durch Q.________ wieder-
gegebene Tatversion und legen eine eigenhändige Beteiligung des Beschuldigten 
nahe: 

Das Opfer T.________ wies insgesamt 65 Stichverletzungen auf. Die Stichverlet-
zungen werden insbesondere auf der linken Körperseite als auffallend tief bezeich-
net. Bei der Tatwaffe muss es sich damit gemäss rechtsmedizinischen Erkenntnis-
sen um ein stabiles Stichwerkzeug, welches von einer festen Hand geführt worden 
sei, gehandelt haben (pag. 3277). Auch das Opfer U.________ wies mindestens 56 
Stichverletzungen auf, welche aufgrund des beobachteten Verletzungsbildes einem 
Messer zugeordnet werden können. Bei Frau U.________ konnten jedoch mehre-
re, teilweise paarig angeordnete, bis ca. 5 mm grosse Hautvertrocknungen mit teils 
darin gelegenen punktförmigen Hautdefekten festgestellt werden. Der rechtsmedi-
zinische Gutachter hielt fest, dass deren Herkunft unklar sei. Möglicherweise könne 
es sich dabei um die Folgen des Einsatzes eines Elektroschockers oder eines ähn-
lichen Geräts handeln (pag. 3311). Ein Messer wird jedoch als Ursache dieser Ver-
letzungen nicht genannt. Im nach den ersten Aussagen von Q.________ eingehol-
ten Ergänzungsgutachten benannte Dr. med. AF.________ die bei Frau 
U.________ festgestellten Befunde als nicht vereinbar mit dem ausschliesslichen 
Einsatz eines Messers. Konkret hielt er fest, dass die geltend gemachten Stichver-
letzungen einen erheblichen Anteil der bei Frau U.________ festgestellten Befunde 
stumpfer bzw. halbscharfer Gewalteinwirkungen nicht zu erklären vermögen 
(pag. 5595). Auch anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung bestätigte 
Dr. med. AF.________ den Einsatz eines zweiten Tatwerkzeugs. Beim einen Tat-
werkzeug habe es sich um ein grösseres stabiles Messer mit erheblicher Klingen-
länge gehandelt. Frau U.________ weise jedoch Verletzungen auf, welche einem 
solchen Tatwerkzeug nicht zugeordnet werden können. Hier sei ein Tatwerkzeug, 
das nicht primär scharf oder schneidend sei, im Sinne einer überwiegend stumpfen, 
mechanischen Gewalteinwirkung eingesetzt worden. Dabei könne es sich um eine 
nicht geöffnete Schere gehandelt haben (pag. 7759). Dr. med. AF.________ 

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schloss weiter aus, dass es sich dabei um Verletzungen handelt, welche 
U.________ sich vor der Tat zugezogen haben könnte (pag. 7763). 

Auf diese in jeglicher Hinsicht überzeugenden Ausführungen der Gutachter kann 
abgestellt werden. Damit steht fest, dass die von Q.________ geschilderte Tatver-
sion, er alleine habe zwei Messer benutzt, nicht zutreffen kann. Diese Schilderung 
ist nicht nur sinnwidrig – es stellt sich zudem die