# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65679102-8b96-55b7-9aaf-e891c4316669
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.09.2025 F-7028/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7028-2025_2025-09-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7028/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Basil Cupa, 

mit Zustimmung von Richter Gregor Chatton;   

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______, geboren am (...), 

2. B._______, geboren am (...), 

3. C._______, geboren am (...), 

4. D._______, geboren am (...), 

5. E._______, geboren am (...), 

6. F._______, geboren am (...), 

Türkei, 

Beschwerdeführende,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 9. September 2025. 

 

 

 

F-7028/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden 1 und 2 suchten zusammen mit ihren min-

derjährigen Kindern (Beschwerdeführende 3, 4, 5 und 6) am (...) in der 

Schweiz um Asyl nach. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-

Datenbank (Eurodac) ergab, dass sie bereits am 13. August 2025 in Kroa-

tien Asylgesuche gestellt hatten. 

A.b Am 25. August 2025 fand das persönliche Gespräch mit den Be-

schwerdeführenden 1 und 2 statt gemäss Art. 5 Dublin-III-VO. Dabei wurde 

ihnen das rechtliche Gehör zur allfälligen Zuständigkeit Kroatiens für die 

Durchführung der Asyl- und Wegweisungsverfahren gewährt und sie wur-

den zu ihrem Gesundheitszustand und demjenigen der Beschwerdefüh-

renden 3, 4, 5 und 6 befragt. 

A.b.a Der Beschwerdeführer 1 gab diesbezüglich an, er habe in Kroatien 

kein Asylgesuch eingereicht, auch wenn er dort am 13. August 2025 regis-

triert worden sei. Sie hätten sich nur einen Tag in Kroatien aufgehalten und 

seien nach G._______ weitergereist. Dort seien ihm ebenfalls die Finger-

abdrücke abgenommen worden. Sie hätten in G._______ eigentlich Asyl-

gesuche einreichen wollen; aber nachdem sie in eine Unterkunft gebracht 

worden seien, habe es geheissen, sie sollten weiterziehen. Von G._______ 

aus seien sie über H._______ in die Schweiz gereist. Sie hätten in keinem 

weiteren europäischen Land ein Asylgesuch eingereicht und würden von 

keinem europäischen Land Aufenthaltstitel besitzen.  

 

Er wolle weder nach Kroatien noch nach G._______ zurückkehren. In Kro-

atien seien sie unmenschlich behandelt worden. Sie seien zunächst im La-

deraum eines Dienstwagens transportiert und während eineinhalb Stunden 

hin und her geschleudert worden. Danach seien sie (Nennung Dauer) auf 

einem Polizeiposten oder in einem Gefängnis gewesen. Dort sei es un-

glaublich schmutzig gewesen und sie hätten nichts zu essen erhalten res-

pektive die Kinder hätten verdorbene Milch bekommen. Die Erfahrungen in 

Kroatien hätten ihn und seine Familie psychisch ruiniert. Eine Wegweisung 

würde den Tod seiner Kinder bedeuten. Seit diesen Vorfällen (Nennung 

Leiden) ihre Tochter C._______ (Beschwerdeführerin 3) (...). Sohn 

D._______ (Beschwerdeführer 4) habe ebenfalls Hunger gelitten und die-

ser wolle nicht zurückgeschafft werden. Tochter E._______ (Beschwerde-

führerin 5) leide enorm unter (Nennung Leiden). Sie sage klar, dass sie 

nicht mehr Hunger leiden und nicht zurückkehren wolle. Sie sei aus diesem 

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Seite 3 

Grund bei einem Psychologen angemeldet worden, um ihr eine Stütze zu 

bieten. Sohn F._______ (Beschwerdeführer 6) sei noch ein Säugling, wes-

halb er zu dessen Befinden nichts sagen könne.  

 

Zu seinem eigenen Gesundheitszustand gab er an, es gehe ihm physisch 

– abgesehen von (...) – gut. Aber psychisch hätten sowohl er als auch seine 

Familie gelitten. Er habe Angst, wieder nach Kroatien geschickt zu werden. 

Zur Gesundheit der Beschwerdeführerin 3 führte er aus, diese (Nennung 

Leiden). Beschwerdeführer 4 fehle physisch nichts. Aber wenn er auf ir-

gendetwas anspreche, spreche er schon von Ängsten. Auch die Beschwer-

deführerin 5 habe (Nennung Leiden). Zum Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers 6 sei dessen Mutter zu befragen. 

A.b.b Die Beschwerdeführerin 2 machte im Wesentlichen die gleichen 

Ausführungen wie ihr Mann. Zu ihrem Gesundheitszustand gab sie an, in 

letzter Zeit (Nennung Leiden) zu haben. (...). Sonst habe sie keine körper-

lichen Beschwerden. Sie sei (Nennung Leiden). Aufgrund des Babys könne 

sie sich aktuell nicht so gut um sich selber kümmern. Zur Gesundheit der 

Beschwerdeführerin 3 gab sie an, es gehe ihr gar nicht gut. Seit den Erleb-

nissen in Kroatien sei sie (Nennung Leiden). Der Beschwerdeführer 4 habe 

sodann (Nennung Beschwerden). Zur Gesundheit der Beschwerdeführerin 

5 sei anzuführen, dass (Nennung Beschwerden). Der Beschwerdeführer 6 

habe Gewichtsverlust seit dem Verlassen der Türkei. Das habe sich in Kro-

atien und G._______ sehr stark bemerkbar gemacht. Sie habe ihn wegen 

des Stresses nicht mehr stillen können und er müsse nun mit dem Löffel 

ernährt werden. Das Gewicht sei für sein Alter und seine Grösse soweit 

normal. 

A.c Am 25. August 2025 ersuchte die Vorinstanz die kroatischen Behörden 

in zwei separaten Ersuchen um Wiederaufnahme der Beschwerdeführen-

den gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 

des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Fest-

legung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

A.d Kroatien stimmte einer Wiederaufnahme der Beschwerdeführenden 

gemäss Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO in zwei separaten Schreiben vom 

4. September 2025 zu. 

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Seite 4 

A.e Am 4., 5. und 8. September 2025 gingen dem SEM Informationen zum 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführenden respektive über durchge-

führte und geplante Kontrollen, Behandlungen und Termine durch den Ge-

sundheitsdienst des BAZ sowie durch medizinisches Fachpersonal zu. 

B.  

Mit Verfügung vom 9. September 2025 – eröffnet am 10. September 2025 

– trat das SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht ein, ordnete die Weg-

weisung nach Kroatien an, forderte sie auf, die Schweiz spätestens am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen und stellte fest, einer allfälli-

gen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu. 

C.  

Mit Eingabe vom 15. September 2025 erhoben die Beschwerdeführenden 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragten, die ange-

fochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft an-

zuerkennen und Asyl zu gewähren, es sei die Unzulässigkeit, Unzumutbar-

keit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die 

vorläufige Aufnahme anzuordnen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuch-

ten sie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses unter Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung und Einsetzung eines amtli-

chen Rechtsbeistandes. Eventualiter sei die aufschiebende Wirkung der 

Beschwerde wiederherzustellen. 

D.  

Mit Verfügung vom 16. September 2025 setzte der Instruktionsrichter den 

Vollzug der Wegweisung per sofort einstweilen aus. 

E.  

Mit Übermittlungsschreiben vom 17. September 2025 liess das SEM dem 

Bundesverwaltungsgericht (Eingang: 18. September 2025) medizinische 

Unterlagen betreffend die Beschwerdeführenden 3, 5 und 6 zukommen 

(Aufzählung Beweismittel). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von 

Beschwerden gegen Verfügungen des SEM (Art. 105 AsylG, Art. 31 und 

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Seite 5 

33 Bst. b VGG). Auf dem Gebiet des Asyls entscheidet es in der Regel – 

und so auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teil-

genommen, sind durch die angefochtene Verfügung berührt und haben ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist – unter Vorbehalt nachfolgender E. 1.4 – einzutreten 

(Art. 108 Abs. 3 AsylG sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.4 Verfahrensgegenstand ist der Nichteintretensentscheid des SEM ge-

mäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG. Da die Vorinstanz weder über die Flücht-

lingseigenschaft noch über einen Anspruch auf Asyl der Beschwerdefüh-

renden entschieden hat und zudem das Fehlen von Überstellungshinder-

nissen bereits Voraussetzung dieses Nichteintretensentscheides ist, sind 

die Flüchtlingseigenschaft, die Gewährung von Asyl und allfällige Vollzugs-

hindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) unter diesen 

Umständen nicht zu prüfen (vgl. zu den Vollzugshindernissen auch BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.). Mithin stellen die Anträge, es sei die Flüchtlingsei-

genschaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren sowie, es sei die Unzuläs-

sigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs fest-

zustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, eine unzulässige Er-

weiterung des Streitgegenstandes dar, weshalb darauf (Rechtsbegehren 

Ziff. 2 und 3) nicht einzutreten ist. 

2.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im Ver-

fahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten 

Richterin oder eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weite-

rungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 

und 2 AsylG). 

3.  

3.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

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Seite 6 

3.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

4.  

4.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Zur Bestimmung dieses Staates prüft das SEM die 

Zuständigkeitskriterien gemäss Dublin-III-VO. Führt diese Prüfung zur 

Feststellung, dass ein anderer Mitgliedstaat für die Prüfung des Asylge-

suchs zuständig ist, tritt das SEM, nachdem der betreffende Mitgliedstaat 

einer Überstellung oder Rücküberstellung zugestimmt hat (respektive in-

nert Frist auf die entsprechende Anfrage nicht geantwortet hat; vgl. Art. 22 

Abs. 1 und 7 Dublin-III-VO), auf das Asylgesuch nicht ein (vgl. BVGE 2017 

VI/5 E. 6.2). 

4.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den im Kapitel III dargelegten Kri-

terien (Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. 

auch Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). 

5.  

Die kroatischen Behörden stimmten den Wiederaufnahmegesuchen des 

SEM am 4. September 2025 zu (vgl. SEM act. 47 und 51), weshalb deren 

Zuständigkeit grundsätzlich feststeht. Sodann stützt sich die Abnahme von 

Fingerabdrücken von asylsuchenden Personen auf die Verordnung (EU) 

Nr. 603/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 (Eurodac-Verordnung). Deren Abnahme erweist sich damit ungeach-

tet eines fehlenden Willens, ein Asylgesuch zu stellen, als zuständigkeits-

begründend beziehungsweise -relevant, zumal die Dublin-III-VO kein 

Recht einräumt, den für die Durchführung des Asylverfahrens zuständigen 

Staat selber auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3). 

6.  

6.1 Die Vorinstanz kam vorliegend mit zutreffender Begründung und unter 

Verweis auf die ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

zum korrekten Schluss, dass keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse 

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Seite 7 

nach Art. 3 EMRK (oder einer anderen die Schweiz bindenden völkerrecht-

lichen Bestimmung) bestehen, woraus sich zwingende Gründe für einen 

Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO ergeben würden. Das kroa-

tische Asylsystem weist rechtsprechungsgemäss keine systemischen 

Mängel auf, aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO auf die Schweiz übergehen würde (vgl. Referenzurteil  

E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 8 und E. 9.5). Aus einem allfälligen 

Fehlverhalten einzelner Mitarbeitender der kroatischen Sicherheitskräfte 

oder der Behörden im Zusammenhang mit der geltend gemachten illegalen 

Einreise der Beschwerdeführenden lässt sich keine systematische Anwen-

dung von Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten ableiten. Mögliche 

Übergriffe oder ein allenfalls inkorrekt durchgeführtes Asylverfahren kön-

nen bei den Behörden entsprechend zur Anzeige gebracht werden.  

 

Mit der Vorinstanz ist weiter davon auszugehen, dass die Beschwerdefüh-

renden bei einer Überstellung keinen gravierenden Menschenrechtsverlet-

zungen im Sinne von Art. 3 EMRK und 4 EU-Grundrechtecharta ausgesetzt 

oder ohne Prüfung ihres Asylgesuchs und unter Verletzung des Non-Re-

foulement-Gebots in ihren Heimatsstaat überstellt würden (vgl. Urteil des 

Gerichtshofs der Europäischen Union [EuGH] vom 30. November 2023, 

Rs. C-228/21, C-254/21, C-297/21, C-315/21 und C-328/21, § 103 ff.; Urteil 

E-1488/2020 E. 9 sowie insbesondere E. 9.4.2 m.H. auf die Rechtspre-

chung anderer Dublin-Staaten). Zudem liegen keine konkreten Hinweise 

dafür vor, dass sie bei einer Rückkehr nach Kroatien in eine existenzielle 

Notlage geraten würden. Auch im Lichte von Art. 3 Abs. 1 des Übereinkom-

mens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, 

SR 0.107) steht einer Überstellung nichts für den Entscheid Erhebliches 

entgegen. Die Beschwerdeführenden 3, 4, 5 und 6 sind aufgrund ihres Al-

ters und ihrer aktuellen persönlichen Situation beziehungsmässig noch 

stark auf ihre Eltern (Beschwerdeführer 1 und Beschwerdeführerin 2) fi-

xiert; weiter sind sie angesichts der kurzen Aufenthaltsdauer in der Schweiz 

hier nicht verwurzelt. Ein Vollzug der Wegweisung spricht somit nicht in 

ausschlaggebender Weise gegen das Kindeswohl. Bei der Prüfung dessel-

bigen ist das grundlegende Bedürfnis von Kindern zu berücksichtigen, in 

möglichst engem Kontakt mit ihren Eltern aufwachsen zu können. Den Ak-

ten sind keine Hinweise zu entnehmen, wonach die Gefahr bestehen 

könnte, die Kinder würden von ihren Eltern getrennt. In Übereinstimmung 

mit der aktuellen Rechtsprechung ist davon auszugehen, dass sie Zugang 

zu adäquater Unterbringung und Unterstützung erhalten werden (vgl. Urteil 

des BVGerF-1562/2024 vom 18. März 2024 E. 9.2 m.H.). Schliesslich ist 

festzuhalten, dass allfällige psychische und mentale Probleme der 

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Seite 8 

Beschwerdeführenden angesichts der geltend gemachten unangenehmen 

Ereignisse in Kroatien leider nicht überraschen. Es sind indes keine Hin-

weise auf unverzüglich behandlungsbedürftige Beeinträchtigungen ersicht-

lich (vgl. nachstehend E. 6.2). 

6.2 Mit Blick auf die Prüfung eines möglichen Verstosses gegen Art. 3 

EMRK sind folgende medizinische Probleme der Beschwerdeführenden 

festzustellen (vgl. auch SEM act.52-54): (Aufzählung Beschwerden). Die 

aufgeführten Beschwerden wurden wiederholt begutachtet und teilweise 

behandelt. Die aktuell dokumentierten medizinischen Probleme der Be-

schwerdeführenden sind aufgrund der Aktenlage nicht derart schwerwie-

gend, dass davon ausgegangen werden müsste, sie könnten nicht auch in 

Kroatien adäquat (weiter-)behandelt werden, wo grundsätzlich eine durch-

aus ausreichende medizinische Infrastruktur zur Verfügung steht (vgl. ins-

bes. Urteil E-1488/2020 E. 10.2, statt vieler das Urteil BVGer E-2952/2023 

vom 31. Mai 2023 E. 7.3, je m.w.H.). Nebst den staatlichen Einrichtungen 

bestehen ebenfalls Angebote von Nichtregierungsorganisationen für die 

psychische Betreuung. Es kann davon ausgegangen werden, dass den 

Beschwerdeführenden eine angemessene medizinische Versorgung und 

eine allenfalls benötigte psychologische Therapie zur Verfügung stehen 

wird (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-663/2023 vom 17. Januar 2024 

E. 4.3 m.w.H.). Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass ihnen dort nach 

einer Überstellung eine allenfalls erforderliche medizinische Behandlung 

verweigert würde, zumal die Mitgliedstaaten zur Erbringung medizinischer 

Leistungen verpflichtet sind (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie). Der medizini-

sche Sachverhalt ist als genügend abgeklärt zu beurteilen und steht einer 

Überstellung nach Kroatien nicht entgegen. 

6.3 Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung des 

ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 zukom-

menden Ermessens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abge-

sehen. Bei dieser Sachlage enthält sich das Gericht weiterer Äusserungen 

in diesem Zusammenhang. 

7.  

Die Vorinstanz ist demnach zu Recht auf die Asylgesuche der Beschwerde-

führenden nicht eingetreten und hat die Wegweisung nach Kroatien ange-

ordnet. 

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Seite 9 

8.  

Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und die Ver-

fügung des SEM zu bestätigen. 

9.  

Mit dem Entscheid in der Hauptsache sind die Gesuche um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses gegenstandslos geworden. 

Der am 16. September 2025 verfügte einstweilige Vollzugsstopp fällt mit 

dem vorliegenden Urteil dahin. 

10.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistandes sind abzuweisen, da die Be-

gehren gemäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos zu be-

zeichnen waren. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insge-

samt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Eine Parteientschädigung fällt ausgangs-

gemäss ausser Betracht (Art. 111ater Abs. 1 Satz 2 AsylG i.V.m. Art. 64 

Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie 

um Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistands werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, die Vorinstanz und die 

kantonale Migrationsbehörde. 

 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Basil Cupa Stefan Weber 

 

 

 

Versand: