# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c446abce-7f8e-51df-bbb5-5e90cef04608
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 08.09.2009 SB 2008 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2008-44_2009-09-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

____________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur,  8. September 2009 Schriftlich mitgeteilt am:
SB 08 44

Urteil 
I. Strafkammer

Besetzung
Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Präsident Brunner und Kantonsrichterin Michael Dürst
Redaktion Aktuarin Duff Walser

__________________________________________

In der strafrechtlichen Berufung 

des X., Angeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Hartwig Heinrich, Postfach 18 46, Berliner Strasse 22, DE−32008 Herford, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 24. Oktober 2008, mit-
geteilt am 27. November 2008, in Sachen gegen den Angeklagten und Berufungs-
kläger,

betreffend Verletzung von Verkehrsvorschriften

hat sich ergeben:

A. X. wurde am 22. März 1942 in O./D geboren. Er ist deutscher Staats-
angehöriger. Vor seiner Pensionierung war er Kaufmann und übte den Beruf des 

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Binnenschiffers aus. Heute ist X. Rentner und verwitwet. Derzeit hat er noch keinen 
definitiven Rentenbescheid erhalten. Gemäss seinen Angaben wird X. jedoch vor-
aussichtlich eine Rente in der Höhe von monatlich rund Euro 1'100.-- bis 1'200.-- 
beziehen. 

Im Schweizerischen Zentralstrafregister und im SVG-Massnahmeregister 
(ADMAS) ist X. nicht verzeichnet. 

B. X. fuhr am 21. September 2007 um zirka 16.10 Uhr mit seinem Perso-
nenwagen der Marke Peugeot, Kontrollschild SY. (D), auf der Autobahn A13 in Rich-
tung Nord. Bei der Ausfahrt Chur-Süd beabsichtigte er die Autobahn zu verlassen. 
Gemäss seinen Angaben wurde er bei der Durchführung dieses Fahrmanövers 
durch die Anzeige in seinem Wagen darauf aufmerksam gemacht, dass etwas pas-
siert respektive dass ein Reifen geplatzt sei. Er habe dabei jedoch keinen Unfall 
wahrgenommen und auch kein anderes Fahrzeug bemerkt. In der Folge suchte X. 
unverzüglich die Garage B. in Chur auf, wo er um 16.42 Uhr die Verständigung der 
Polizei veranlasste. Die ausgerückten Polizeibeamten der Stadtpolizei Chur stellten 
fest, dass das Fahrzeug von X. am Radkasten und am Reifen hinten rechts einen 
Sachschaden aufwies.

Gleichentags um 16.12 Uhr stellten zwei Beamte der Kantonspolizei 
Graubünden während einer Dienstfahrt fest, dass auf dem Pannenstreifen der A13 
zwischen der Ausfahrt Chur-Süd der Nordspur und der Überführung ein Fahrzeug 
abgestellt war und hielten auf Winken des Lenkers Z. an. Letzterer schilderte den 
beiden Polizeibeamten in der Folge, dass sein Fahrzeug durch einen unbekannten  
dunklen Personenwagen gerammt worden sei, dessen Kontrollschild auf die An-
fangsbuchstaben „S.“ gelautet habe. Überdies konnten die Polizeibeamten am Per-
sonenwagen von Z. eine Beschädigung im Bereich des Kotflügels und des Rades 
vorne links feststellen.

C. Nachdem ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Schadenser-
eignis von X. und jenem von Z. festgestellt worden war, erliess die Staatsanwalt-
schaft Graubünden am 15. Oktober 2007 einen Kompetenzentscheid gegen X. und 
überwies die Strafsache dem Kreispräsidenten Chur zur Verfolgung im Übertre-
tungsstrafmandatsverfahren.

Mit Strafmandat vom 7. Dezember 2007, mitgeteilt am 12. Dezember 2007, 
erkannte der Kreispräsident Chur X. schuldig der Verletzung von Verkehrsvorschrif-
ten gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 44 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 
Ziff. 1 SVG sowie gemäss Art. 51 Abs. 1 und 3 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 

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1 SVG. Dafür wurde er mit einer Busse von Fr. 600.-- bestraft. Die Ersatzfreiheits-
strafe wurde auf zehn Tage festgelegt. Überdies wurden X. die Verfahrenskosten 
überbunden.

D. Gegen dieses Strafmandat liess X. am 27. Dezember 2007 Einspra-
che beim Kreispräsidenten Chur erheben, welcher die Sache gestützt auf Art. 175 
Abs. 1 StPO dem Bezirksgerichtspräsidenten Plessur zur Durchführung des ordent-
lichen Untersuchungs- und Gerichtsverfahrens überwies. Nach Ergänzung der Un-
tersuchung  erliess  der Vizepräsident des Bezirksgerichts Plessur am 23. Juni 2008 
die Schlussverfügung.

E.  Am 10. Juli 2008 erliess der Vizepräsident des Bezirksgerichts Ples-
sur eine Teileinstellungsverfügung und stellte das Strafverfahren gegen X. wegen 
Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 51 Abs. 1 und 3 SVG in Verbindung mit 
Art. 92 Abs. 1 SVG ein.  

F. Demgegenüber wurde X. mit Verfügung des Bezirksgerichtsvizepräsi-
denten Plessur vom 11. Juli 2008 wegen Verletzung der Verkehrsregeln gemäss 
Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 44 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG in 
Anklagezustand versetzt und der Fall wurde gestützt auf Art. 175 StPO dem Be-
zirksgerichtsausschuss Plessur zur Beurteilung überwiesen.

G. Am 24. Oktober 2008 fand vor dem Bezirksgerichtsausschuss Plessur 
die mündliche Hauptverhandlung statt. Der Angeklagte X. hat gemäss Art. 122 StPO 
auf eine persönliche Teilnahme an der Hauptverhandlung verzichtet. Mit Urteil vom 
24. Oktober 2008, mitgeteilt am 27. November 2008, erkannte der Bezirksgerichts-
ausschuss Plessur wie folgt:

„1. X. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 44 
Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.

2. Dafür wird er mit einer Busse von CHF 200.-- bestraft.

3. Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 2 Tage. Sie tritt an die 
Stelle der Busse, soweit X. die Busse schuldhaft nicht bezahlt.

4. Die Kosten des Verfahrens von CHF 2'000.-- (Untersuchungskosten 
des Bezirksgerichtes Plessur CHF 500.-- und Gerichtskosten von CHF 
1'500.--) gehen im Umfang von CHF 667.-- zu Lasten von X. und im 
Umfang von CHF 1'333.-- zu Lasten der Gerichtskasse.

X. schuldet dem Bezirksgericht folglich Total CHF 867.-- (Busse: CHF 
200.--; Verfahrenskosten: CHF 667.--). Dieser Betrag ist innert 30 Ta-
gen seit Zustellung des Urteils auf das PC-Konto  des Bezirksgerichtes 
Plessur zu überweisen.

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X. wird zu Lasten der Gerichtskasse mit CHF 1'000.--(inkl. Barauslagen 
und 7.6% MwSt.) entschädigt.

5. (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).“

H. Gegen dieses Urteil liess X. mit Eingabe vom 22. Dezember 2008 Be-
rufung an das Kantonsgericht von Graubünden erheben und beantragen, er sei von 
Schuld und Strafe freizusprechen.

Die Staatsanwaltschaft Graubünden verzichtete mit Schreiben vom 8. Januar 
2009 auf eine Vernehmlassung. Gemäss Schreiben vom 15. Januar 2009 hat  auch 
das Bezirksgericht Plessur auf eine Stellungnahme verzichtet.

Auf die Ausführungen und die Begründung in der Berufungsschrift sowie im 
angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen.

Die I. Strafkammer zieht in Erwägung:

1. Gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Aus-
schüsse können der Verurteilte, das Opfer und der Staatsanwalt beim Kantonsge-
richt Berufung einlegen (vgl. Art. 141 Abs. 1 der Strafprozessordung des Kantons 
Graubünden [StPO; BR 350.000]). Diese ist innert zwanzig Tagen seit der schriftli-
chen Eröffnung des angefochtenen Entscheids einzureichen. Sie ist zu begründen 
und hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheids oder Gerichts-
verfahrens gerügt werden und ob das ganze Urteil oder lediglich Teile davon ange-
fochten werden (vgl. Art. 142 Abs. 1 StPO). 

Das angefochtene Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 24. 
Oktober 2008, mitgeteilt am 27. November 2008, wurde dem Angeklagten am 2. 
Dezember 2008 (act. 04.2.8) zugestellt. Auf die am 22. Dezember 2008 (act. 01: 
Poststempel auf dem Briefumschlag) erhobene und damit frist- und im Übrigen auch 
formgerecht eingereichte Berufung von X. ist daher einzutreten. 

2. Für das Berufungsverfahren ist zu beachten, dass der I. Strafkammer 
des Kantonsgerichts als Berufungsinstanz grundsätzlich eine umfassende, unein-
geschränkte Kognition zukommt (Art. 146 Abs. 1 StPO). Sie überprüft das vorin-
stanzliche Urteil jedoch nur im Rahmen der in der Berufung oder Anschlussberufung 
gestellten Anträge. Wenn die Aktenlage die Beurteilung zulässt und keine Verlet-

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zung des rechtlichen Gehörs vorliegt oder der Mangel geheilt ist, entscheidet die 
Strafkammer des Kantonsgerichts in der Sache selber (Art. 146 Abs. 2 StPO e con-
trario); eine Rückweisung an die Vorinstanz bildet die Ausnahme (Willy Padrutt, 
Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden [StPO], 2. Aufl., 
Chur 1996, S. 375 f.).

3. a) Art. 144 Abs. 1 StPO sieht vor, dass der Vorsitzende von Amtes 
wegen oder auf Antrag eine mündliche Berufungsverhandlung durchführt, wenn die 
persönliche Befragung des Angeklagten für die Beurteilung der Streitsache 
wesentlich ist. Findet keine mündliche Berufungsverhandlung statt, so trifft das 
Kantonsgericht seinen Entscheid ohne Parteivortritt auf Grund der Akten (Art. 144 
Abs. 3 StPO). Der Angeschuldigte in einem Strafverfahren hat überdies unabhängig 
von der kantonalen Verfahrensordnung gestützt auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK Anspruch 
darauf, dass seine Sache in billiger Weise und öffentlich gehört wird. Dieser 
Anspruch ist Teilgehalt der umfassenden Garantie auf ein faires Verfahren. Das 
Gebot der Verfahrensöffentlichkeit gilt dem Grundsatz nach nicht nur für das 
erstinstanzliche Strafverfahren, sondern erstreckt sich auf die Gesamtheit eines 
konkreten Strafverfahrens inklusive des gesamten Rechtsmittelweges, somit auch 
auf das Berufungsverfahren gemäss Art. 141 ff. StPO. Von einer mündlichen 
Verhandlung vor der Rechtsmittelinstanz kann jedoch abgesehen werden, soweit 
die erste Instanz tatsächlich öffentlich verhandelt hat, wenn nur Rechtsfragen oder 
aber Tatfragen zur Diskussion stehen, die sich leicht nach den Akten beurteilen 
lassen, ferner wenn eine reformatio in peius ausgeschlossen oder die Sache von 
geringer Tragweite ist und sich keine Fragen zur Person und deren Charakter 
stellen. Zudem darf einem nichtöffentlichen Verfahren kein wichtiges öffentliches 
Interesse entgegenstehen. Der Betroffene kann auch von sich aus auf eine 
mündliche Berufungsverhandlung verzichten. Voraussetzung eines wirksamen 
Verzichts ist, dass er ausdrücklich erklärt wird oder sich aus dem Stillschweigen des 
Betroffenen eindeutig ergibt (vgl. BGE 119 Ia 316 ff. [318 f.], E. 2b; PKG 2001 Nr. 
19; ZGRG 2/99, S. 46).

b) Vorliegend verzichtete der Berufungskläger stillschweigend auf eine 
mündliche Berufungsverhandlung, indem er beziehungsweise sein Rechtsvertreter 
die Durchführung einer solchen zu keinem Zeitpunkt beantragte. Es ist daher im 
Folgenden zu prüfen, ob auch die weiteren Voraussetzungen für das Absehen von 
einer mündlichen Berufungsverhandlung erfüllt sind. 

Das angefochtene Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur wurde am 
24. Oktober 2008 im Anschluss an eine öffentliche Hauptverhandlung gefällt. Die 

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Frage der reformatio in peius (Art. 146 Abs. 1 StPO) stellt sich vorliegend nicht, da 
lediglich der Berufungskläger gegen das vorinstanzliche Urteil Berufung erhoben 
hat und das Kantonsgericht – wiewohl es nach Art. 146 Abs. 1 StPO das 
erstinstanzliche Urteil grundsätzlich frei überprüfen kann – mithin die Strafe oder 
Massnahme nicht verschärfen darf. Überdies handelt es sich vorliegend um eine 
Sache von geringer Tragweite. Die Akten erweisen sich grundsätzlich als hin-
reichend, so dass von einer mündlichen Berufungsverhandlung keine zusätzlichen 
Aufschlüsse bezüglich des strittigen Sachverhalts zu erwarten sind. Ferner stellen 
sich im vorliegenden Fall keine Fragen zur Person und zum Charakter des 
Angeschuldigten, welche sich nicht hinlänglich aufgrund der Akten beantworten 
liessen. Schliesslich steht einem nichtöffentlichen Verfahren auch kein wichtiges 
öffentliches Interesse entgegen. Das Kantonsgericht kommt demnach zum Schluss, 
dass die streitige Strafsache gestützt auf die vorliegenden Akten auch ohne münd-
liche Verhandlung sachgerecht entschieden werden kann. Ein persönliches 
Vortreten von X. vor Gericht ist daher nicht notwendig. 

4. Die Vorinstanz ist nach eingehender Beweiswürdigung zum Schluss 
gelangt, dass X. anlässlich seines Überhol- und Ausfahrmanövers auf der A13 bei 
der Ausfahrt Chur-Süd mit dem auf der rechten Fahrspur der A13 ebenfalls Richtung 
Bodensee fahrenden Z. seitlich kollidiert ist und dabei den von der Polizei an beiden 
Fahrzeugen festgestellten Sachschaden verursacht hat. Ausgehend von diesem 
Sachverhalt hat der Bezirksgerichtsausschuss Plessur X. mit Urteil vom 24. Oktober 
2008 der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 
44 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig gesprochen. 
Demgegenüber bestreitet der Berufungskläger den ihm von der Vorinstanz zur Last 
gelegten Sachverhalt und beantragt, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. 
Ausgehend von den Rügen des Berufungsklägers gilt es daher im Folgenden zu 
prüfen, ob der Bezirksgerichtsausschuss Plessur zu Recht zur Überzeugung 
gelangt ist, dass X. die ihm zur Last gelegten Tatbestände der Verletzung von 
Verkehrsregeln im Sinne von Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 44 Abs. 1 SVG in 
Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG verwirklicht hat. 

Anlässlich dieser Prüfung ist eine Würdigung der vorliegenden Beweismittel 
vorzunehmen und gestützt darauf zu beurteilen, ob die Sachverhaltsdarstellung des 
Angeschuldigten oder der Vorinstanz überzeugend erscheint, wobei das Gericht 
nach Art. 144 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 125 Abs. 2 StPO auch im 
Berufungsverfahren nach freier Überzeugung zu entscheiden hat (vgl. Niklaus 
Schmid, Strafprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 1997, N. 286). Die Beweislast für die 
dem Angeklagten zur Last gelegten Taten liegt dabei grundsätzlich beim Staat (Willy 

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Padrutt, a.a.O., S. 306 Ziff. 2). An den Beweis der zur Last gelegten Taten sind hohe 
Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, 
nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft. Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV 
und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden Beweiswürdigungsregel "in dubio pro reo" darf 
sich der Sachrichter jedoch nicht von der Existenz eines für den Angeklagten 
ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtung 
Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat, oder mit anderen 
Worten Zweifel an den tatsächlichen Voraussetzungen für ein verurteilendes 
Erkenntnis bestehen (BGE 124 IV 87 f.). Bloss theoretische Zweifel sind indessen 
nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht 
verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche und nicht zu 
unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven 
Sachlage aufdrängen (BGE 120 Ia 37). Aufgabe des Richters ist es, ohne Bindung 
an Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden und sich mit 
Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die Bildung 
der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld des 
Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und Indizien stützen, die 
vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (vgl. PKG 
1987 Nr. 12; Willy Padrutt, a.a.O., S. 307; Niklaus Schmid, a.a.O., N. 289). Diese 
allgemeine Rechtsregel kommt im Übrigen nicht schon dann zur Anwendung, wenn 
Aussage gegen Aussage steht. Es ist vielmehr anhand sämtlicher sich aus den 
Akten ergebenden Umstände zu untersuchen, ob die Darstellung der Anklage oder 
jene des Angeklagten den Richter zu überzeugen vermag. Erst wenn eine solche 
Überzeugung weder in die eine noch in die andere Richtung zu gewinnen ist, muss 
gemäss dem Grundsatz "in dubio pro reo" der für den Angeklagten günstigere 
Sachverhalt angenommen werden (PKG 1978 Nr. 31; Willy Padrutt, a.a.O., S. 307) 
und es hat ein Freispruch zu erfolgen (Art.125 Abs. 2 StPO). 

Überdies bleibt mit Blick auf die verschiedenen Beweismittel anzuführen, 
dass der Grundsatz der freien Beweiswürdigung eine Rangordnung verbietet. Das 
bedeutet, dass alle Beweismittel grundsätzlich gleichwertig sind. Insbesondere sind 
die Aussagen von Zeugen, Auskunftspersonen und sogar Angeschuldigten 
vollgültige Beweismittel mit derselben Beweiseignung. Wesentlich können aber 
auch sogenannte Indizien sein (vgl. Niklaus Schmid, a.a.O., N 290, S. 97). Ein Indiz 
weist zwar immer nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft 
oder die Tat hin, und lässt daher, einzeln betrachtet, die Möglichkeit des 
Andersseins offen, enthält also auch den Zweifel. Alle Indizien zusammen können 
jedoch vollen Beweis und volle Überzeugung bringen und jeden vernünftigen 

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Zweifel ausschliessen. In diesem Fall sind sie nicht einzeln, sondern in ihrer 
Gesamtheit zu würdigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2002, 
1P.87/2002 mit Hinweisen, sowie Die Praxis 10/2002, Nr. 180, S. 953). Bei der 
Würdigung der Beweise ist weniger die Form, sondern vielmehr der Gesamt-
eindruck, das heisst die Art und Weise der Bekundung sowie die Überzeugungskraft 
entscheidend. Massgebend ist mit anderen Worten allein die Beweiskraft der 
konkreten Beweismittel im Einzelfall (ZR 91/92 Nr. 35; Niklaus Schmid, a.a.O., N 
290, S. 97; Robert Hauser/Erhard Schweri/Karl Hartmann, Schweizerisches Straf-
prozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, § 54 N 5; Susanne Vogel, Die Auskunftsperson 
im Zürcher Strafprozessrecht, Band 112, Diss., Zürich 1999, S. 2).

Bei der Würdigung von Aussagen im Rahmen des Gerichtsverfahrens ist 
schliesslich zu beachten, dass nicht in erster Linie die persönliche Glaubwürdigkeit 
eines Zeugen interessiert, sondern vielmehr die sachliche Glaubhaftigkeit seiner 
konkreten Aussage (vgl. Robert Hauser, Der Zeugenbeweis im Strafprozess mit 
Berücksichtigung des Zivilprozesses, Zürich 1974, S. 311 ff.). Als Kennzeichen 
wahrheitsgetreuer Aussagen sind dabei die innere Geschlossenheit und Folgerich-
tigkeit in der Darstellung des Geschehens sowie die konkrete und anschauliche 
Wiedergabe des Erlebten zu werten. Für die Korrektheit einer Aussage sprechen im 
Weiteren die Selbstbelastung oder unvorteilhafte Darstellung der eigenen Rolle, 
Entlastungsbemerkungen zu Gunsten des Beschuldigten und die Konstanz in der 
Aussage bei verschiedenen Befragungen. Bei wahrheitswidrigen Bekundungen 
fehlen diese Kennzeichen regelmässig. Indizien für bewusst oder unbewusst 
falsche Aussagen sind Unstimmigkeiten oder grobe Widersprüche in den eigenen 
Aussagen, Zurücknahme, erhebliche Abschwächungen oder Übersteigerungen im 
Verlaufe mehrerer Einvernahmen, unklare, verschwommene oder ausweichende 
Antworten und gleichförmige, eingeübt wirkende Aussagen. Die Richtigkeit einer 
Deposition muss alsdann auf ihre Übereinstimmung mit den Lebenserfahrungen 
und dem Ergebnis der übrigen Beweiserhebungen geprüft werden (vgl. im 
Einzelnen: Friedrich Arntzen/Else Michaelis-Arntzen, Psychologie der 
Zeugenaussage, System der Glaubwürdigkeitsmerkmale, 3. Auflage, München 
1993).

Für den konkreten Fall bedeutet dies somit, dass die Aussagen sowohl des 
Berufungsklägers als auch jene von Z. sowie die weiteren Beweismittel und Indizien 
frei zu würdigen sind, um dann bei gesamthafter Betrachtung entscheiden zu 
können, welche Sachverhaltsdarstellung zu überzeugen vermag. Davon ausgehend 
ist alsdann in einem weiteren Schritt die rechtliche Subsumtion des festgestellten 
Sachverhaltes vorzunehmen.

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5. a) In formeller Hinsicht macht X. im vorliegenden 
Berufungsverfahren zunächst geltend, dass er anlässlich des Telefongesprächs 
vom 25. September 2007 mit dem Polizeibeamten R. nicht darauf hingewiesen 
worden sei, dass es sich dabei um eine Anhörung als Beschuldigter handle und 
letzerer ihn dementsprechend auch nicht über sein Aussageverweigerungsrecht 
belehrt habe. Der Inhalt des mit dem Polizeibeamten R. geführten Telefongesprächs 
und damit auch das darüber angefertigte Gesprächsprotokoll (act. 3 Kreisamt) seien 
demzufolge mangels entsprechender Belehrung über die Rechte des Beschuldigten 
nicht verwertbar. 

Die Vorinstanz hat in eingehender Beweiswürdigung unter anderem auch auf 
die vom Berufungskläger beanstandete Aktennotiz von Kpl mbA R. (act. 3 Kreisamt) 
über die Aussagen des Berufungsklägers anlässlich der telefonischen Befragung 
vom 25. September 2007 abgestellt. Danach hat X. am Telefon gegenüber dem 
Polizeibeamten erklärt, dass er vor dem Unfall auf der Überholspur der A13 
unterwegs gewesen sei und in der Folge beim Ausfahren im Nahbereich der 
Autobahnausfahrt Chur-Süd mit einem auf der rechten Fahrspur fahrenden 
Autolenker kollidierte (vgl. act. 3 Kreisamt). Der Berufungskläger hat also laut 
schriftlicher Gesprächsaufzeichnung des einvernehmenden Polizeibeamten diesem 
gegenüber klar bestätigt, dass es beim Verlassen der A13 bei der Ausfahrt Chur-
Süd zu einem Unfall mit einem auf der rechten Spur fahrenden Fahrzeuglenker 
gekommen sei, wie es im Übrigen in wesentlicher Übereinstimmung dazu auch Z. 
anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme vom 21. September 2007 schilderte 
(vgl. act. 4 Kreisamt). Die Angaben in der Aktennotiz vom 25. September 2007 (act. 
3 Kreisamt) und deren Übereinstimmung mit den Aussagen von Z. (vgl. act. 4 
Kreisamt) sprechen mithin deutlich dafür, dass der Berufungskläger den ihm zur 
Last gelegten Sachverhalt verwirklicht hat. Dabei bleibt zu berücksichtigen, dass 
das Bundesgericht gemäss seiner neueren Rechtsprechung (Urteil des Bundesge-
richts vom 14. Juli 2009 in Sachen E.S. [6B_183/2009] E. 3. S. 3 ff., insb. E. 3.4; 
vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 21. Januar 2008 [6B_503/2007], E. 3.3.1 
und 3.4.1 S. 2 f.) den Anspruch, über ihre Rechte belehrt zu werden, gestützt auf 
Art. 31 Abs. 2 BV nur derjenigen Person zuerkennt, welcher die Freiheit entzogen 
worden ist. Das Bundesgericht hat klar festgehalten, dass bei fehlender Festnahme 
trotz unterlassener Belehrung keine Verletzung der Verteidigungsrechte des 
Beschuldigten vorliegt und demzufolge grundsätzlich von der Verwertbarkeit 
solcher Aussagen auszugehen ist. Demgegenüber hat das Kantonsgericht von 
Graubünden in Änderung seiner früheren kantonalen Praxis mit Urteil vom 26. Juni 
2008 (Urteil der Jugendkammer in Sachen L.B. [JK 08 1], E. 3 S. 4. f., bestätigt im 

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Urteil des Kantonsgerichtsausschusses Graubünden vom 30. Juli 2008 in Sachen 
E.S. [SB 08 16], E. 3 S. 7 ff.) unter Hinweis auf Art. 31 Abs. 2 BV und Art. 32 Abs. 
2 BV in Übereinstimmung mit der herrschenden Lehre festgehalten, dass jede 
beschuldigte Person - unabhängig davon, ob sie sich im Freiheitsentzug befindet - 
einen Anspruch auf Aufklärung über ihre Rechte und damit auch über das ihr 
zustehende Aussageverweigerungsrecht hat. Aussagen, die in Unkenntnis des 
Schweigerechts gemacht wurden, seien daher auch im Falle eines nicht 
festgenommenen Beschuldigten grundsätzlich nicht verwertbar.

Im konkreten Fall ergeben sich nun aber - wie nachstehend zu zeigen sein 
wird (E. 6, S. 11 ff.) - selbst unter Annahme der Unverwertbarkeit der zur Diskus-
sion stehenden telefonischen Aussage des Berufungsklägers mehrere Indizien, 
welche gesamthaft betrachtet keinerlei ernsthaften Zweifel an der Richtigkeit der 
Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz lassen. Die Frage nach der Verwertbarkeit 
der telefonischen Aussage des Berufungsklägers und der davon angefertigten 
Gesprächsnotiz kann daher offen gelassen werden. 

b) Was sodann die weitere formelle Rüge der Gehörsverletzung 
anbelangt, bleibt festzuhalten, dass die Akteneinsicht dem Angeschuldigten 
gemäss Art. 97 Abs. 3 StPO spätestens im Zeitpunkt der Schlussverfügung 
vollumfänglich gewährt werden muss (vgl. Willy Padrutt, a.a.O., Ziff.1.5 zu Art. 76c 
StPO, S. 135 mit Hinweisen auf BGE 101 Ia 17, 95 I 103 S. 445). Die Unter-
suchungsbehörden sind demnach nicht verpflichtet, vor Abschluss der Untersu-
chung von Amtes wegen formell Frist zur Akteneinsicht einzuräumen. Überdies 
steht die Ausübung des Akteneinsichtsrechtes dem Angeschuldigten und seinem 
Verteidiger frei. Eine Zustellung der Akten von Amtes wegen findet nicht statt (vgl. 
Willy Padrutt, a.a.O., Ziff. 1.6 zu Art. 76c Abs. 1 StPO, S. 135 mit Hinweisen). 

Dem Berufungskläger wurde mit Schlussverfügung vom 23. Juni 2008 in 
Nachachtung von Art. 97 Abs. 3 StPO Gelegenheit eingeräumt, Einsicht in die Akten 
zu nehmen und sich umfassend dazu zu äussern (vgl. act. 04.1.9, Ziff. 2). Der 
Berufungskläger und sein Verteidiger konnten mithin ab Erlass der Schluss-
verfügung jederzeit sämtliche Akten einsehen. Es wäre X. also jederzeit frei 
gestanden, von seinem Recht auf Akteneinsichtnahme Gebrauch zu machen und 
Akteneinsicht zu verlangen. Wenn er darauf verzichtete, hat der Berufungskläger 
dies selbst zu vertreten. Sein Einwand, er habe nicht zu sämtlichen bei den Akten 
befindlichen Vorgängen Stellung nehmen können, entbehrt folglich jeglicher 
Grundlage. Im Übrigen hat die Verteidigung denn auch wiederholt für den 

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Berufungskläger zur Sache Stellung genommen. Von einer Verletzung des 
rechtlichen Gehörs kann nach dem Gesagten daher nicht die Rede sein. 

6. Zwar hat X. anlässlich seiner rechtshilfeweisen Einvernahme vor dem 
Amtsgericht O.vom 9. Juni 2008 (act. 04.1.8) den ihm zur Last gelegten Sachverhalt 
bestritten. So hat er wiederholt erklärt, er habe weder ein anderes Fahrzeug 
bemerkt, noch den Unfall wahrgenommen. Er sei lediglich durch eine Anzeige im 
Wagen darauf aufmerksam gemacht worden, dass mit dem Reifenluftdruck etwas 
nicht stimmen würde, wobei er sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Ausfahrt 
befunden habe. Überdies gab der Berufungskläger präzisierend an, dass er beim 
Verlassen der Autobahn nicht direkt von der linken Fahrbahn auf die Ausfahrt 
gefahren sei. Vielmehr habe er sich bereits vorher auf der rechten Fahrspur 
befunden und sei von dieser rechten Spur aus in die Ausfahrt abgefahren. 
Entsprechend habe er auch kein abruptes Fahrmanöver durchgeführt. 

Aus den Ausführungen von Z. und den übrigen Akten ergeben sich jedoch, 
wie bereits angeführt, mehrere Indizien, die sich gesamthaft betrachtet zur 
Überzeugung verdichten, dass sich der Unfallhergang entgegen der Darstellung 
von X. unter dessen Beteiligung so abgespielt hat, wie er von Z. geschildert wurde.

a) Z. gab anlässlich der polizeilichen Befragung vom 21. September 
2007 (act. 4 Kreisamt) zu Protokoll, dass er mit seinem Peugeot auf der rechten 
Fahrspur der A13 in Richtung Bodensee unterwegs gewesen sei, als er im Bereich 
der Ausfahrtsspur beim Anschluss Chur-Süd von einem auf der Überholspur 
herannahenden unbekannten Fahrzeug überholt worden sei. Anlässlich dieses 
Überholmanövers habe der Überholende sodann am Ende der Ausfahrtsspur vor 
seinem Fahrzeug durchgeschnitten, so dass ein Teil der rechten Seite des anderen 
Fahrzeugs mit der vorderen linken Fahrzeugecke seines Peugeots kollidiert sei. 

Dabei erweist sich die Unfallschilderung von Z. nicht nur als klar, detailliert 
und in sich geschlossen, sondern steht darüber hinaus auch im Einklang mit den 
von der Kantonspolizei fotografisch dokumentierten Unfallspuren an den 
Fahrzeugen von X. und Z.. So geht aus dem von der Kantonspolizei erstellten 
Fotoblatt klar hervor, dass der dunkle Personenwagen des Berufungsklägers im 
Bereiche des Kotflügels und am Rad hinten rechts eindeutige Spuren einer 
Streifkollision aufwies (vgl. act. 7 Kreisamt, Foto Nr. 3). Demgegenüber sind am 
Fahrzeug von Z. vorne links auf dem Radkasten sowie seitlich an der Stossstange 
deutlich relativ grossflächige Streif- und Kratzspuren zu erkennen und auch der 
vordere linke Raddeckel ist beschädigt (vgl. act. 7 Kreisamt, Foto Nr. 4), wobei die 

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Abriebspuren sowohl auf der Radabdeckung wie auch im seitlichen 
Stossstangenbereich von dunkler Farbe sind. Die ausgewiesenen Spurenbilder am 
Fahrzeug von Z. und am dunklen Peugeot Coupé des Berufungsklägers lassen sich 
mithin einleuchtend mit der Unfallschilderung von Z. erklären, wonach er mit seinem 
Fahrzeug auf der rechten Fahrspur der A13 unterwegs gewesen sei, als im Bereich 
des Anschlusses Chur-Süd ein vor ihm durchschneidendes dunkles Fahrzeug mit 
der rechten Fahrzeugseite gegen die linke vordere Ecke seines Personenwagens 
gestossen sei (vgl. act. 4 Kreisamt, S. 1 und 2). Im Übrigen hat X. bei seiner 
Befragung vor dem Amtsgericht O.am 9. Juni 2008 denn auch selbst bestätigt, dass 
bei der Ausfahrt aus der Autobahn beim Anschluss Chur-Süd ein Reifenschaden an 
seinem Fahrzeug aufgetreten sei (vgl. act. 0.4.1.8, S. 1 f.), infolgedessen er den 
Reifen auswechseln lassen musste (vgl. act. 2 Kreisamt, S. 3). Dabei geht auch aus 
der Einspracheschrift vom 27. Dezember 2007 an das Kreisamt Chur klar hervor, 
dass dieser Schaden am Reifen hinten rechts aufgetreten ist (vgl. act. 12 Kreisamt, 
S. 2 und 4), wobei die dortigen Einlassungen seitens des Rechtsvertreters von X. 
ausdrücklich zum Gegenstand der Einvernahme vom 9. Juni 2008 erklärt wurden 
(vgl. act. 0.4.1.12, S. 1). Sowohl das Spurenbild an den beiden Fahrzeugen und 
dessen Übereinstimmung mit den Depositionen von Z. wie auch die 
diesbezüglichen Angaben des Berufungsklägers selbst sprechen folglich in 
gewichtigem Masse für den von Z. geschilderten Unfallablauf. Die 
missverständlichen Angaben im Polizeirapport (act. 2 Kreisamt, S. 3) und in der 
Teileinstellungsverfügung vom 10. Juli 2008 (act. 04.1.13, S. 2), wonach mit Bezug 
auf den Personenwagen des Berufungsklägers von einem Schaden hinten links 
gesprochen wird, vermögen daran, wie von der Vorinstanz richtig erwogen, nichts 
zu ändern. Mit Blick auf die deutliche Abbildung der Schadensspuren in der 
Fotodokumentation und die damit übereinstimmenden Angaben an anderer Stelle 
des Polizeirapports (vgl. act. 2 Kreisamt, S. 2), welche die abweichenden Angaben 
klar widerlegen, handelt es sich dabei offensichtlich um ein Versehen. Die 
augenscheinlich unrichtigen Angaben im Polizeirapport und in der 
Teileinstellungsverfügung sind folglich bei der Beweiswürdigung ausser Acht zu 
lassen (vgl. auch PKG 2004 Nr. 14 E. 5.a). Zu Recht werden daher die festgestellten 
Widersprüche bezüglich des Spurenbildes von der Verteidigung im 
Berufungsverfahren denn auch nicht mehr beanstandet.

Darüber hinaus konnte Z. gegenüber der Polizei angeben, dass es sich beim 
Kollisionsgegner seiner Erinnerung nach um ein dunkles Fahrzeug handelte, 
dessen Kontrollschild auf die Anfangsbuchstaben “S.” gelautet habe (vgl. act. 4 
Kreisamt, S. 2). Diese Merkmale treffen aber beide auf den dunklen Peugeot Coupé 

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von X. mit dem Kennzeichen “SY.” zu, was demnach ebenfalls auf dessen 
Unfallbeteiligung sowie auf die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung von Z. 
schliessen lässt.

b) Dass sich der Sachverhalt so abgespielt hat, wie ihn Z. schlüssig und 
glaubhaft darlegte und es sich beim anderen beteiligten Fahrzeuglenker um X. 
handelt, wird sodann auch durch die zeitliche und örtliche Kongruenz der von den 
beiden Fahrzeuglenkern beschriebenen Ereignisse bekräftigt. 

So gab Z. gegenüber der Polizei an, dass er auf der rechten Fahrspur der 
A13 Richtung Bodensee unterwegs gewesen sei, als er im Bereich der 
Ausfahrtsspur beim Anschluss Chur-Süd von einem auf der Überholspur 
herannahenden Fahrzeug überholt worden sei. Dabei habe der Überholende am 
Ende der Ausfahrtsspur vor seinem Fahrzeug durchgeschnitten, so dass ein Teil 
der rechten Fahrzeugseite des unbekannten Fahrzeuglenkers mit seinem Peugeot 
kollidiert sei, worauf der andere Fahrzeuglenker die A13 über die Ausfahrt Chur-
Süd verlassen habe (vgl. act. 4 Kreisamt). Gemäss Polizeirapport ereignete sich 
dieses von Z. geschilderte Unfallgeschehen am 21. September 2007 um 16.10 Uhr 
(vgl. act. 2 Kreisamt, S. 2).

In Übereinstimmung dazu hat sich auch der vom Berufungskläger 
geschilderte Vorfall am gleichen Tag an genau derselben Stelle auf der A13 ereig-
net. Aus der Darstellung von X. anlässlich seiner Einvernahme vor dem Amtsgericht 
O.(vgl. act. 0.4.1.8., S. 1 f.) geht nämlich klar hervor, dass letzterer die Autobahn 
A13 am 21. September 2007 ebenfalls bei der Ausfahrt Chur-Süd verlassen hat, 
wobei er hiezu angibt, dass ihm dabei ein Reifen geplatzt sei, worauf er umgehend 
die Garage B. aufgesucht habe. Zwar machte der Berufungskläger hinsichtlich des 
Zeitpunkts seiner Ausfahrt aus der Autobahn beim Anschluss Chur-Süd keine 
Angaben. Gemäss seinen weiteren Ausführungen ist er jedoch unmittelbar nach 
dem Vorfall mit dem Reifen und dem Verlassen der Autobahn in die Werkstatt der 
Garage B. gefahren, wo er hinten rechts einen Radwechsel vornehmen und in der 
Folge über einen Werkstattmitarbeiter die Polizei verständigen liess (vgl. act. 
0.4.1.8, S. 1 f. sowie act. 12 Kreisamt, S. 2). Diese Meldung ging laut Polizeirapport 
um 16.42 Uhr bei der Stadtpolizei Chur ein (vgl. act. 2 Kreisamt, S. 3). Rechnet man 
nun die etwaige Dauer für die Fahrt zur Garage, die Erteilung und Annahme des 
Reparaturauftrags und die Durchführung des Radwechsels ein, decken sich die von 
den beiden Fahrzeuglenkern geschilderten Vorfälle nicht nur in örtlicher, sondern - 
wie von der Vorinstanz richtig erwogen - auch in zeitlicher Hinsicht. Mit anderen 
Worten ist davon auszugehen, dass beide Fahrzeuglenker am selben Tag zur 

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gleichen Zeit die A13 beim Anschluss Chur-Süd verlassen haben, wobei der eine 
Lenker eine Streifkollison mit der rechten Seite eines an dieser Stelle überholenden 
und vor ihm durchschneidenden Fahrzeugs schildert und der andere einen Vorfall 
mit seinem rechten Hinterrad beim Ausfahren aus der Autobahn beschreibt, infolge-
dessen er ins Schleudern geriet. 

Führt man sich dabei das kongruente Spurenbild an den Fahrzeugen und 
dessen Übereinstimmung mit den glaubhaften Aussagen von Z. sowie den Umstand 
vor Augen, dass auch dessen Angaben zu Kontrollschild und Farbe des anderen 
Fahrzeugs mit den entsprechenden Merkmalen des Autos von X. in Einklang 
stehen, bleibt mithin gesamthaft betrachtet kein ernsthafter Zweifel, dass sich der 
streitige Vorfall unter Beteiligung des Berufungsklägers so abgespielt hat, wie ihn  
Z. schilderte.  

c) Dies im Übrigen auch, als der Rechtsvertreter des Berufungsklägers 
in seinen Schreiben vom 27. Dezember 2007 an das Kreisamt Chur (vgl. act. 12 
Kreisamt, S. 3) und vom 29. September 2008 an das Bezirksgericht Plessur (vgl. 
act. 04.2.3, S. 3) wiederholt ausführte, dass allein das Handeln seines Mandanten 
zur Aufklärung über die am Unfallereignis beteiligten Fahrzeuge geführt habe. 
Offenbar gingen mithin die Verteidigung und auch der Berufungskläger selbst von 
der Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs am fraglichen Vorfall beziehungsweise 
von einem Sachzusammenhang mit dem von Z. beschriebenen Unfallereignis aus. 
Demgemäss bestätigte die Verteidigung in ihrem Schreiben an das Amtsgericht 
O.vom 19. Juni 2008 (act. 04.1.11, S. 2) unter Bezugnahme auf die von der Polizei 
erstellten Lichtbilder denn auch ausdrücklich, dass an beiden Fahrzeugen Spuren 
einer Streifberührung zu sehen seien und räumte entsprechend zumindest die 
Möglichkeit einer Streifkollision mit dem anderen Fahrzeug ein. Dabei erscheint 
nicht unwesentlich, dass sich der Berufungskläger nach dem Vorfall umgehend 
veranlasst sah, die Polizei zu benachrichtigen, was ebenfalls für die von Z. 
dargelegte Version einer Streifkollision zwischen den beiden Fahrzeugen spricht. 
Wäre nämlich der unbestrittene Reifenschaden am Fahrzeug von X. - wie von ihm 
behauptet - tatsächlich ohne vorausgehendes Unfallereignis eingetreten, so 
erschiene es nicht nachvollziehbar, weshalb der Berufungskläger die Polizei hätte 
verständigen sollen. Abgesehen davon vermag die Darstellung von X., wonach es 
beim Verlassen der Autobahn ohne vorgängige Kollision mit einem anderen 
Fahrzeug zu einem Abfall des Reifendrucks gekommen sei (vgl. act. 0.4.1.8, S. 1 
f.), auch die Kratz- und Abriebspuren an seinem Auto und das dazu passende 
Spurenbild am Fahrzeug von Z. nicht zu erklären. 

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d) In gesamthafter Würdigung der vorliegenden Beweismittel und der 
dargelegten Indizien gelangt die I. Strafkammer des Kantonsgerichts daher zur 
Überzeugung, dass sich der streitige Sachverhalt unter Beteiligung von X. als 
Kollisionsgegner so zugetragen haben muss, wie er von Z. geschildert und auch 
seitens der Vorinstanz der rechtlichen Würdigung zugrunde gelegt wurde. Bei der 
nachfolgend vorzunehmenden Subsumption ist folglich davon auszugehen, dass X. 
den auf der rechten Autobahnspur der A13 mit konstanter Geschwindigkeit 
fahrenden Z. im Bereiche der Ausfahrt Chur-Süd überholt hat. Dabei wechselte der 
Berufungskläger von der Überholspur auf die rechte Fahrbahn und schliesslich auf 
die Ausfahrtsspur, indem er vor dem Fahrzeug von Z. derart knapp durchschnitt, 
dass es zu einer seitlichen Streifkollision zwischen den beiden Fahrzeugen kam. 

Der Einwand des Berufungsklägers, es lägen keinerlei Anhaltspunkte für ein 
unverändertes und korrektes Fahrverhalten von Z. während des Überholmanövers 
vor, weshalb die Vorinstanz auch nicht von einem solchen hätte ausgehen dürfen, 
entbehrt dabei jeglicher Grundlage. Z. legte nämlich anlässlich seiner polizeilichen 
Einvernahme ausdrücklich dar, dass er mit dem Tempomat unter Einhaltung einer 
konstanten Geschwindigkeit von 120 km/h auf der rechten Fahrspur unterwegs 
gewesen sei (vgl. act. 4 Kreisamt, S. 1). Dabei liegen keinerlei Hinweise und 
insbesondere auch keine gegenteiligen Aussagen des Berufungsklägers vor, 
welche diese glaubhaften Angaben zu entkräften vermöchten. Die Vorinstanz durfte 
folglich zu Recht davon ausgehen, dass Z. korrekt gefahren ist. 

7. Entsprechend erweist sich auch die vom Bezirksgerichtsausschuss 
Plessur vorgenommene rechtliche Subsumption des festgestellten Sachverhalts als 
zutreffend. 

Nach dem Gesagten ist nämlich davon auszugehen, dass X. beim Überholen 
des mit konstanter Geschwindigkeit rechts auf der Normalspur fahrenden Z. die 
rechte Fahrbahn derart knapp vor dessen Fahrzeug überquerte, dass es bei seinem 
Wechsel von der Überhol- auf die Normalspur zu einer seitlichen Streifkollision 
zwischen den beiden Personenwagen kam. Der Berufungskläger hat folglich mit 
seiner Fahrweise den beim Überholen stets einzuhaltenden ausreichenden Abstand 
zum anderen Fahrzeug klar nicht gewahrt und damit in objektiver Hinsicht die 
Verkehrsregel von Art. 34 Abs. 4 SVG verletzt (vgl. dazu auch Hans Giger, 
Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, 7. Aufl., Zürich 2008, N 19 zu Art. 34 Abs. 
4 SVG, S. 197 mit Hinweisen; René Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen 
Strassenverkehrsrechts, Band I: Grundlagen, Verkehrszulassung und 
Verkehrsregeln, 2. Aufl., Bern 2002, N 721 und 733). Gleichzeitig hat X. mit dem 

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geschilderten Verhalten objektiv auch den Tatbestand von Art. 44 Abs. 1 SVG 
erfüllt. Indem er nämlich vom Überholstreifen auf die Normalspur wechselte und 
damit seinen Fahrstreifen verliess, obgleich der nötige Sicherheitsabstand zum 
rechts fahrenden Z. nicht eingehalten war, hat er dem überholten Fahrzeug - mit 
dem es dann schliesslich auch zu einer Streifkollision gekommen ist - seinen 
Anspruch auf ungehinderte Fortsetzung seiner Fahrt genommen und damit gemäss 
Art. 44 Abs. 1 SVG den Verkehr gefährdet (vgl. dazu auch Hans Giger, a.a.O., N 2 
zu Art. 44 SVG, S. 244 sowie René Schaffhauser, a.a.O., N 741). Da es X. zufolge 
mangelnder Aufmerksamkeit pflichtwidrig unterlassen hat, bei seinem 
Überholmanöver einen angemessenen Abstand zu wahren respektive beim 
Verlassen seines Fahrstreifens die nötige Vorsicht walten zu lassen und keine 
anderen Verkehrsteilnehmer zu gefährden, ist sodann in subjektiver Hinsicht von 
einer fahrlässigen Tatbegehung (vgl. Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 SVG in Verbindung mit 
Art. 12 Abs. 3 StGB) auszugehen. Der Berufungskläger hat demnach sowohl 
objektiv als auch subjektiv gegen die Verkehrsvorschriften von Art. 34 Abs. 4 SVG 
und Art. 44 Abs. 1 SVG verstossen. Dabei handelt es sich sowohl im Hinblick auf 
den Verstoss gegen Art. 34 Abs. 4 SVG als auch auf jenen gegen Art. 44 Abs. 1 
SVG um einfache Verkehrsregelverletzungen im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG. 

Die Vorinstanz hat X. daher zu Recht der Verletzung von  Art. 34 Abs. 4 SVG 
und Art. 44 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig gesprochen.

8. Ist der Schuldspruch des Bezirksgerichtsausschusses Plessur nach 
dem Gesagten zu bestätigen, so bleibt im Folgenden das auferlegte Strafmass zu 
überprüfen. Dabei ist zu beachten, dass das Kantonsgericht bei der Überprüfung 
der vorinstanzlichen Strafzumessung sein Ermessen an die Stelle desjenigen der 
Vorinstanz setzt und die Regeln über die Strafzumessung selbständig anwendet 
(Art. 146 Abs. 1 StPO).

a) Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem 
Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt dabei das Vorleben und die per-
sönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das 
Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 
betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweg-
gründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den 
inneren und äusseren Umtänden in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung 
zu vermeiden.

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Nach Art. 90 Ziff. 1 SVG wird die Verletzung von Verkehrsregeln mit Busse 
bestraft. Bestimmt es das Gesetz nicht anders, so ist der Höchstbetrag der Busse 
Fr. 10’000.--. Das Gericht spricht im Urteil für den Fall, dass die Busse schuldhaft 
nicht bezahlt wird, eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem Tag und 
höchstens drei Monaten aus. Es bemisst Busse und Freiheitsstrafe je nach den 
Verhältnissen des Täters so, dass dieser die Strafe erleidet, die seinem 
Verschulden angemessen ist (Art. 106 Abs. 1-3 StGB).

b) Das Verschulden von X. wiegt, wie von der Vorinstanz richtig erwogen, 
nicht sehr schwer, liegt doch der vom Berufungskläger verursachten Kollision kein 
vorsätzliches Handeln zugrunde. Vielmehr ist nach dem Gesagten davon 
auszugehen, dass X. aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit beim Überholen und 
Verlassen des Fahrstreifens zu wenig Abstand zum Fahrzeug von Z. eingehalten 
und sich folglich sowohl im Hinblick auf Art. 34 Abs. 4 SVG wie auch auf Art. 44 Abs. 
1 SVG lediglich der fahrlässigen Tatbegehung schuldig gemacht hat. Zwar bleibt in 
Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der Berufungskläger mit 
seinem Verhalten angesichts der gefahrenen Geschwindigkeiten und des 
Verkehrsaufkommens auf der Autobahn eine erhebliche Gefährdung für andere 
Verkehrsteilnehmer geschaffen hat. Allerding ist demgegenüber zu seinen Gunsten 
zu berücksichtigen, dass sein Fehlverhalten lediglich zu relativ geringfügigem 
Sachschaden geführt hat und keine Personen zu Schaden gekommen sind. 
Strafmindernd wirken sich dabei zudem das vorstrafenfreie Vorleben sowie der 
einwandfreie fahrerische Leumund des Berufungsklägers aus. Strafschärfungs- und 
Strafmilderungsgründe liegen hingegen keine vor. Berücksichtigt man darüber 
hinaus die finanziellen Verhältnisse von X., erscheint die von der Vorinstanz ausge-
sprochene Busse von Fr. 200.-- somit als dem Verschulden des Berufungsklägers 
angemessen. Ebensowenig ist die vom Bezirksgerichtsausschuss Plessur festge-
legte Ersatzfreiheitsstrafe von zwei Tagen zu beanstanden.

9. Im Ergebnis steht demzufolge fest, dass das angefochtene Urteil des 
Bezirksgerichtsausschusses Plessur sowohl in Bezug auf den Schuldspruch als 
auch hinsichtlich der Strafzumessung zu bestätigen ist. Die Rügen von X. erweisen 
sich mithin als unbegründet. Damit ist auch die vorinstanzliche Kostenregelung zu 
bestätigen, welche berücksichtigt, dass das Verfahren gegen X. wegen Verletzung 
von Art. 51 Abs. 1 und 3 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 SVG eingestellt 
worden ist (vgl. act. 04.1.3.13) und dem Berufungskläger mit Blick darauf lediglich 
1/3 der Untersuchungs- und Gerichtskosten überbindet sowie eine entsprechend 
reduzierte Umtriebsentschädigung zuspricht (vgl. vorinstanzliches Urteil, E. 6 S. 14 
f.). Die Berufung von X. ist demnach vollumfänglich abzuweisen. 

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10. Erweist sich das vorinstanzliche Urteil somit als rechtmässig und ist 
die Berufung von X. abzuweisen, so sind die Kosten des Berufungsverfahrens von 
Fr. 1’500.-- gestützt auf Art. 160 Abs. 1 StPO dem Berufungskläger aufzuerlegen.

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Demnach erkennt die I. Strafkammer:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 1'500.-- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das Schweizerische Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundes-
gericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausferti-
gung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: