# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67f5cd81-b3b2-5737-b0aa-1c79df15f9ea
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 19.08.2025 ZR1 2025 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-97_2025-08-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 19. August 2025
mitgeteilt am 26. August 2025

Referenz ZR1 25 97

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Brun und Michael Dürst
Toneatti, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand Ablehnung Entlassung aus fürsorgerischer Unterbringung

Anfechtungsobj. Verfügung Psychiatrische Dienste Graubünden (Klinik A._____) 
vom 7. August 2025

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Sachverhalt

A. Mit ärztlich verfügter Einweisung vom 20. Mai 2025 wurde A._____ für sechs 
Wochen in der Klinik A._____ (nachfolgend: Klinik A._____) zur Behandlung 
fürsorgerisch untergebracht. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das 
Obergericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 12. Juni 2025 ab.

B. Am 16. Juni 2025 ordnete die Klinik A._____ eine Behandlung ohne 
Zustimmung an. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des 
Kantons Graubünden mit Entscheid vom 3. Juli 2025 ab.

C. Die KESB brachte A._____ mit Entscheid vom 26. Juni 2025 behördlich 
fürsorgerisch in der Klinik A._____ unter  und übertrug die Entlassungszuständigkeit 
der Klinik. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons 
Graubünden mit Entscheid vom 14. Juli 2025 ab.

D. A._____ stellte am 7. August 2025 bei der Klinik A._____ ein Gesuch um 
Entlassung. Gleichentags lehnte die Klinik A._____ das Entlassungsgesuch ab.

E. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 
9. August 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden.

F. Am 11. August 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer des Obergerichts die Klinik A._____ um einen kurzen Bericht zum 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und 
insbesondere darüber, inwiefern die Voraussetzungen für eine fürsorgerische 
Unterbringung aus ärztlicher Sicht gegeben seien. Die Klinik reichte den 
angeforderten Bericht mitsamt den wesentlichen Klinikakten über den 
Beschwerdeführer am 12. August 2025 beim Obergericht ein.

G. Mit prozessleitender Verfügung vom 14. August 2025 beauftragte der 
Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer Dr. med. B._____, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über den 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie über die Notwendigkeit der 
fürsorgerischen Unterbringung. Das Gutachten ging innert Frist am 18. August 2025 
beim Obergericht ein.

H. Am 19. August 2025 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 15. August 2025 vorgeladen worden war. Der Beschwerdeführer 
nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach 
durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv dem 
Beschwerdeführer sowie der Klinik A._____ gleichentags zugestellt.

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Erwägungen

1.1. Die vorliegende Beschwerde vom 9. August 2025 richtet sich gegen die 
Ablehnung der Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung vom 7. August 
2025 (vgl. 01.1; Art. 426 ff. i.V.m. Art 439 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). Das Obergericht ist 
hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 60 
Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) und folglich zur Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig.

1.2. Gemäss Art. 439 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann die betroffene Person oder eine ihr 
nahestehende Person bei Abweisung eines Entlassungsgesuchs durch die 
Einrichtung innert zehn Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Beschwerde 
erheben (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450 und Art. 450b Abs. 2 ZGB). Eine 
Begründung ist nicht notwendig (Art. 450 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB). 
Vorliegend erfolgte die Beschwerde frist- und formgerecht.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 

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III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 48 ff.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Die Beschwerdeinstanz muss jedoch nicht zwingend 
ein neues Gutachten in Auftrag geben, wenn bereits im Verfahren vor der KESB ein 
solches erstellt worden ist (vgl. GEISER a.a.O., Art. 450e N. 19 f.). Vorliegend wurde 
ein neues Kurzgutachten über den Beschwerdeführer in Auftrag gegeben. Dr. med. 
B._____ erstattete das am 16. August 2025 erstellte Gutachten am 18. August 2025 
dem Obergericht. Dieses basiert auf einer persönlichen Untersuchung des 
Beschwerdeführers vom 15. August 2025 (siehe act. 06). Das Gutachten ist aktuell 
und ermöglicht es dem Gericht, die sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden 
Rechtsfragen zu beantworten. Es kann darauf abgestützt werden.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das 
Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, 
a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung 
am 19. August 2025 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychischen 
Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in 
einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von 
Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person 
wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der 
persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 
426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betroffenen 
Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu auch Botschaft 
zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, 
Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001 [zit.: Botschaft], 
S. 7062). Für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung allein wegen 
Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB grundsätzlich keine genügende gesetzliche 
Grundlage. Mit anderen Worten darf eine Fremdgefährdung für sich alleine nie 
ausschlaggebend für eine fürsorgerische Unterbringung sein (BGE 145 III 441 E. 
8.3 f. m.w.H.).

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3.2. Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine 
der drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, 
geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine 
sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder 
Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_288/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen 
sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 
Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu 
rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer 
Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die 
freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck 
der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann 
(Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 
auch tauglich ist (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

3.3.1. Zu klären ist also zunächst, ob der Beschwerdeführer an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.). 

3.3.2. Im Bericht der Klinik A._____ vom 12. August 2025 wird als Hauptdiagnose 
eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode mit psychotischen 
Symptomen (F31.2) aufgeführt (act. 03.1). Im Gutachten vom 16. August 2025 wird 
dieselbe Diagnose gestellt (act. 06). Beim Beschwerdeführer wird eine psychische 
Erkrankung im medizinischen Sinne diagnostiziert. Diese Diagnosen sind für das 
Obergericht, insbesondere auch nach Anhörung und Befragung des 
Beschwerdeführers, nachvollziehbar und es kann daraus geschlossen werden, 
dass beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 
ZGB vorliegt. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer die Diagnose 
anlässlich der Hauptverhandlung in Abrede gestellt hat.

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3.4.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 
festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

3.4.2. Im Bericht der Klinik A._____ vom 12. August 2025 wird ausgeführt, die 
stationäre Unterbringung des Patienten sei aufgrund seiner anhaltenden bipolaren 
affektiven Störung, gegenwärtiger manischen Episode mit psychotischen 
Symptomen dringlichst kontinuierlich medikamentös zu behandeln. Der 
Beschwerdeführer sei in seiner gegenwärtigen psychischen Verfassung nicht in der 
Lage, die Konsequenzen und die Tragweite seiner Entscheidungen und 
Handlungen einzusehen oder persönliche Fürsorge zu tragen. Es seien auch 
Bereiche wie Selbstfürsorge, Abschluss der Lehre und Wohnen betroffen, die 
Themen seien weiterhin offen und könnten aufgrund der psychischen Verfassung 
noch nicht ausreichend bearbeitet werden (act. 03). Die Gutachterin führt aus, eine 
Behandlung und Betreuung auf der geschlossenen Station sei aus 
fachpsychiatrischer Sicht aktuell beim Beschwerdeführer unerlässlich. Die 
geschlossene Unterbringung sei medizinisch notwendig, um eine kontinuierliche 
psychiatrische Behandlung zu gewährleisten, den Beschwerdeführer vor akut 
selbstschädigendem Verhalten zu schützen und eine mögliche Fremdgefährdung 
abzuwenden. Des Weiteren sei es sehr wichtig, den Krankheitsverlauf zu 
stabilisieren und die medikamentöse Therapie einzuleiten und zu optimieren (act. 
06, Antwort zu Frage 6).

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Die Beurteilungen der Klinik A._____ und der Gutachterin sind für das Obergericht 
nachvollziehbar, weshalb grundsätzlich von einer notwendigen Behandlung der 
festgestellten psychischen Störungen, idealerweise im Rahmen eines stationären 
Aufenthalts, ausgegangen werden muss.

3.5.1. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Dabei hat die Beschwerdeinstanz bei ihrer 
Entscheidfindung auf den Zustand des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der 
Gerichtsverhandlung abzustellen.

3.5.2. Die Klinik A._____ hielt in ihrem Bericht vom 12. August 2025 fest, dass sich 
der Zustand des Beschwerdeführers in kleinen, jedoch nachhaltigen Schritten 
gebessert habe, wobei es kürzlich wiederum zu einer Verschlechterung der 
psychischen Verfassung gekommen sei. Der Patient imponiere hierbei weiterhin 
inkohärent und zerfahren, logorrhoisch und distanzgemindert. Im Rahmen von 
letzterem zeige der Beschwerdeführer sich insbesondere weiterhin sexuell 
enthemmt, was sich vorwiegend in verbalen Äusserungen widerspiegle. Es gebe 
Phasen, in denen sich der Beschwerdeführer gut beherrschen könne und fokussiert 
imponiere, wobei sich dann eine rasche Verschlechterung, wahrscheinlich 
zurückzuführen auf eine Reizüberflutung, ergebe, die länger anhalte. Die 
Compliance bezüglich Medikation sei weiterhin äusserst fragil und deutlich 
eingeschränkt. Die Medikamente, die nicht in der Behandlung ohne Zustimmung 
enthalten seien, nehme der Patient nur mit viel und langem guten Zureden ein, eine 
Dosiserhöhung habe bis jetzt nicht erreicht werden können (act. 03).

Die Gutachterin führt aus, dass der Beschwerdeführer nur bedingt 
krankheitseinsichtig und teils behandlungswillig sei. Beim Beschwerdeführer 
würden sich aktuell mit manischer Episode mit psychotischen Symptomen mehrere 
konkrete Gefahren ergeben, wenn die Behandlung unterbleibe, und zwar sowohl 
direkt akute Risiken als auch indirekt Folgerisiken, nämlich eine Selbstgefährdung 
durch impulsives und risikoreiches Verhalten. In der Manie bestehe ein stark 
erhöhtes Risikoverhalten, z.B. durch unüberlegte Reisen, riskante Geldgeschäfte, 
etc. Im Weiteren bestehe eine psychotisch bedingte Selbstgefährdung: Der 
Grössenwahn könne zu riskanten Konfrontationen oder Selbstüberschätzungen 
führen. Es bestehe die Möglichkeit, in gefährliche Situationen zu geraten, indem 
sich der Beschwerdeführer selbst körperlich schade. Schliesslich bestehe eine 
Vernachlässigung von Grundbedürfnissen. Der Beschwerdeführer schlafe kaum, 
esse unregelmässig, es bestehe die Gefahr von körperlicher Erschöpfung, 
Gewichtsverlust, Kreislaufprobleme, mangelnde Selbstfürsorge durch 
Überzeugung gesund zu sein (act. 06, Antwort zu Frage 4). Somit gehen sowohl die 

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Klinik A._____ als auch die Gutachterin von einer akuten und konkreten Selbst- und 
Fremdgefährdung aus.

3.5.3. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 19. August 2025 konnte sich die 
Beschwerdeinstanz ein eigenes Bild des Beschwerdeführers machen. Der 
Beschwerdeführer wirkte logorrhoisch, inkohärent und reizbar. Er erklärte, die 
Situation in der Klinik A._____ sei untragbar – nicht wegen ihm selbst, sondern 
wegen der Mitpatienten. Diese würden ihn schlagen. Sie seien hochgradig ADHS-
gestört, kriminell, sexuell enthemmt, würden hinter seinem Rücken Oralsex 
betreiben und er halte sie für völlig idiotisch. Ein Mitpatient, den das Gericht sehr 
gut kenne, habe ihn geschlagen. Er wolle auf die offene Station, und zwar noch am 
Nachmittag. Am nächsten Tag wolle er die Klinik verlassen. Dann wolle er ein 
eigenes Leben beginnen und den KV-Abschluss fertigmachen. Derzeit stehe er 
unter Medikamenteneinfluss, unter anderem unter Valium. Er sei Akademiker und 
ehemaliger Kantonsschüler der Stadt C._____. Er hätte auch problemlos Jurist oder 
Präsident werden können. Er habe Kontakt zur tschechischen Botschaft und sei 
Tscheche. Mit Tschechen gehe man respektvoll um. Seit 24 Jahren werde er in der 
"Nazi-Höhle" der Klinik A._____ behandelt, und das gefalle ihm einfach nicht mehr. 
Dem Beschwerdeführer fiel es erkennbar schwer, sich auf die wesentlichen 
Fragestellungen zu konzentrieren und präzise darauf zu antworten. Stattdessen 
wechselte er wiederholt das Thema und vermittelte den Eindruck, sich der aktuellen 
Lage nicht bewusst zu sein. Weiter war klar erkennbar, dass der Beschwerdeführer 
weder krankheits- und behandlungseinsichtig noch kooperativ ist. Er führte aus, er 
sei auf Sexentzug und habe seit zwei Jahren keinen Sex mehr. Er habe keine 
Freundin. Seine letzte Freundin sei von der Klinik A._____ durch Medikamente 
kaputt gemacht worden. Sie habe täglich etwa zehn Medikamente einnehmen 
müssen und sei am Ende an einer Angststörung und einem Herzinfarkt gestorben, 
wofür die Klinik A._____ verantwortlich sei. Er habe Suizide und viele Leichen in 
seinem Leben gesehen, so dass er genug habe. Er wolle ins Militär, fühle sich 
jedoch vom Schweizer Militär hintergangen. Er werde aber ein sehr guter Grenadier 
werden, da er sich hervorragend auf die Aushebung vorbereitet habe. Damals habe 
er einen Marathon in unter drei Stunden absolviert. Er werde ins Militär gehen, 
entweder in die Schweizer Armee oder in die US-Armee. Danach werde er 
Präsident oder Abgeordneter. Die Schweiz sei für ihn Geschichte. Die Schweizer 
hätten ihn über Jahrzehnte kaputt gemacht. Er sei nun 40 und habe noch nichts 
erreicht. Er sei nicht logorrhoisch, nicht psychotisch, nicht eigen- oder 
fremdgefährdet und es bestehe keine Fluchtgefahr. Er habe jedoch genug von 
diesem Psychoterror. Auch von der Gutachterin habe er genug.

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3.5.4. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Ausführungen der Klinik A._____ und 
insbesondere jene der Gutachterin, wonach bei Unterbleiben der Behandlung 
aufgrund der weiterhin bestehenden Distanzlosigkeit und 
Unruhe/Angetriebenheit/Reizbarkeit sowie aufgrund der offensichtlich fehlenden 
Krankheits- und Behandlungseinsicht derzeit eine akute und konkrete 
Selbstgefährdung des Beschwerdeführers bestehe und sich dieses Risiko bei 
einem Austritt als sehr hoch darstelle (act. 06, Antwort auf Frage 4), als ohne 
Weiteres nachvollziehbar. Der Zustand des Beschwerdeführers hat sich im 
Vergleich zu den richterlichen Befragungen vom 3. und 14. Juli 2025 in den 
vorangegangenen Beschwerdeverfahren (vgl. ZR1 25 61 und ZR1 25 68) nicht 
verbessert. Es sind keine Forstschritte zu erkennen. Vielmehr hat das Gericht den 
Eindruck einer Verschlechterung des Zustandes.

4. Schliesslich ist eine mildere Massnahme als die fürsorgerische 
Unterbringung für das Gericht zum Zeitpunkt des Entscheids nicht ersichtlich. Das 
Obergericht teilt nach Anhörung des Beschwerdeführers die Auffassung der Klinik 
A._____ und der Gutachterin, wonach aufgrund der offensichtlich fehlenden 
Krankheits- und Behandlungseinsicht, der fehlenden Absprachefähigkeit, der 
fortbestehenden psychotischen Symptomatik mit Realitätsverlust sowie der 
anhaltenden Eigen- und Fremdgefährdung derzeit weder eine freiwillige stationäre 
Weiterbehandlung noch eine ambulante Massnahme oder eine Betreuung im 
sozialen Umfeld derzeit realistisch umsetzbar erscheint. Vielmehr erweist sich die 
Compliance des Beschwerdeführers weiterhin äusserst fragil und deutlich 
eingeschränkt, aufgrund der Ausführungen in der Hauptverhandlung sogar als 
vollständig fehlend. Die fürsorgerische Unterbringung erscheint daher weiterhin als 
verhältnismässig.

5. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt schliesslich 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Der Begriff der Einrichtung ist 
weit auszulegen. Gemeint ist jede organisatorische Einheit, in der einer Person 
ohne oder gegen ihren Willen persönliche Fürsorge unter spürbarer Einschränkung 
der Bewegungsfreiheit erbracht werden kann (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 
426 N. 35). Sie muss die wesentlichen Schutzbedürfnisse der eingewiesenen 
Person abdecken. Es kann nicht verlangt werden, dass eine geradezu ideale Anstalt 
zur Verfügung steht. Das Obergericht teilt die Meinung der Gutachterin, dass die 
geschlossene Station D._____ der Klinik A._____ im jetzigen Zeitpunkt im 
Verhältnis zum psychischen Zustand des Beschwerdeführers die bestmögliche 
Unterbringungsform ist und die Klinik A._____ auch eine geeignete Einrichtung 

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darstellt (act. 06, Antwort zu Frage 7). In der Verhandlung vom 19. August 2025 
wurde jedoch deutlich, dass sich die Situation des Beschwerdeführers im Hinblick 
auf den Umgang mit anderen Patienten in der Klinik A._____ zunehmend verschärft. 
Ob dies bloss an den Mitpatientinnen und Mitpatienten liegt, wie dies der 
Beschwerdeführer vorgebracht hat, vermag das Gericht nicht zu beurteilen. Es ist 
vielmehr Sache der Klinik A._____, den Zustand des Beschwerdeführers zu 
überprüfen und gegebenenfalls die Verlegung in eine andere geeignete Einrichtung 
einzuleiten.

6. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Voraussetzungen für 
eine fürsorgerische Unterbringung vorliegend nach wie vor erfüllt sind. Die 
Beschwerde gegen die Ablehnung des Entlassungsgesuchs durch die Klinik 
A._____ ist daher abzuweisen.

7. Die Kostenverlegung richtet sich gemäss dem in Art. 60 Abs. 5 und Art. 63 
Abs. 5 EGzZGB enthaltenen Verweis subsidiär nach den Bestimmungen der ZPO. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO bestimmt, dass die Prozesskosten grundsätzlich der 
unterliegenden Partei auferlegt werden. Aus der definitiven Steuerveranlagung 
2024 geht hervor, dass der Beschwerdeführer bisher über ein regelmässiges 
Einkommen sowie über Vermögen verfügt. Weil die Beschwerde gegen die 
Ablehnung des Entlassungsgesuchs vom 9. August 2025 abgewiesen wird und 
keine besonderen Umstände vorliegen, welche einen Verzicht auf die 
Kostenerhebung rechtfertigen würden (Art. 63 Abs. 3 EGzZGB), gehen die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'840.00 (CHF 1'500.00 
Gerichtsgebühr und CHF 1'340.00 Gutachterkosten) vollumfänglich zu Lasten des 
Beschwerdeführers.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'840.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'340.00 Gutachterkosten) gehen 
zu Lasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]