# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f8e599b-9eaf-5345-a404-de3d53564895
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 06.04.2022 810 21 243
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-243_2022-04-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 6. April 2022 (810 21 243) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht  

 

 

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz / Absehen von 

fakultativer Landesverweisung durch Strafgericht / Schuldenwirtschaft / Verhältnismäs-

sigkeit der Massnahme  

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Hans Furer, 

Markus Clausen, Daniel Ivanov, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiber 
i.V. Matthias Plattner 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Guido Ehrler, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 

  
  
Betreff Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz 

(RRB Nr. 1067 vom 17. August 2021) 
 

 

 

A. Der serbische Staatsangehörige A.____ (geb. 1977) reiste am 16. April 2007 in die 
Schweiz ein und heiratete am 8. Juni 2007 die schweizerische Staatsangehörige B.____. In der 
Folge erhielt er die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau. Aus der Ehe ging der 
gemeinsame Sohn C.____ (geb. 2010) hervor. A.____ und B.____ leben seit März 2012 ge-
trennt, wobei auf eine gerichtliche Regelung des Getrenntlebens verzichtet wurde. 
 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

B. Mit Urteil des Strafgerichts des Kantons D.____ (Strafgericht D.____) vom 12. April 
2019 wurde A.____ wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Gehilfenschaft zu 
einem Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfacher vorsätzlicher Übertretung des 
Betäubungsmittelgesetzes und vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern zu 
einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer Busse von Fr. 200.-- (bedingt vollziehbar, Pro-
bezeit vier Jahre) verurteilt. Von einer fakultativen Landesverweisung wurde abgesehen.  
 
C. Nach Erhalt des Urteils des Strafgerichts D.____ forderte das Amt für Migration und 
Bürgerrecht des Kantons Basel-Landschaft (AfMB) A.____ mit Schreiben vom 20. Juni 2019 
unter anderem zur Einreichung von Unterlagen betreffend Schuldenabzahlungen und einer ak-
tuellen Arbeitsbestätigung mit Angabe von Pensum und Funktion auf. Am 24. Juni 2019 reichte 
A.____ einen vom 25. März 2019 datierten Arbeitsvertrag als Hilfsmonteur zu einem Pensum 
von 70 % ein. Mit Schreiben des AfMB vom 19. September 2019 und 24. Oktober 2019 wurde 
A.____ erneut zur Einreichung von Belegen über Schuldenabzahlungen aufgefordert.    
 
D. Am 26. Juni 2020 räumte das AfMB A.____ das rechtliche Gehör zu einem allfälligen 
Widerruf der Aufenthaltsbewilligung ein. Er wurde ersucht, zur Entstehung seiner Schulden und 
zu seiner Erwerbssituation Auskunft zu geben und Belege betreffend Stellensuchbemühungen 
einzureichen. Am 17. Juli 2020 forderte das AfMB A.____ im Rahmen eines ergänzenden recht-
lichen Gehörs erneut auf, über die Entstehung der Schulden detailliert Auskunft zu geben und 
Belege über Stellensuchbemühungen bzw. Bemühungen um eine Erhöhung des Arbeitspen-
sums einzureichen.    
 
E. Mit Verfügung vom 28. September 2020 widerrief das AfMB die Aufenthaltsbewilligung 
von A.____ und wies ihn aus der Schweiz weg. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausge-
führt, dass A.____ in erheblichem Umfang Schulden angehäuft und damit gegen die öffentliche 
Sicherheit und Ordnung in der Schweiz verstossen habe.  
 
F. Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Eingabe vom 2. Oktober 2020 Beschwerde 
beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat), welcher diese mit Be-
schluss Nr. 2021-1067 vom 17. August 2021 abwies. 
 
G. Mit Eingabe vom 30. August 2021 erhob A.____, vertreten durch Guido Ehrler, Advo-
kat, gegen den Entscheid des Regierungsrats vom 17. August 2021 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). 
Der Beschwerdeführer beantragt, es sei der angefochtene Entscheid unter o/e-Kostenfolge auf-
zuheben und es sei ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern.  
 
H. In seiner Vernehmlassung vom 3. Januar 2022 beantragt der Regierungsrat die kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde.  
 
I. Mit Präsidialverfügung vom 2. Februar 2022 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei-
lung überwiesen. 
 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

J. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung wurde eine Befragung des Beschwerdefüh-
rers und seiner Ehefrau durchgeführt. Die Parteien hielten an den gestellten Rechtsbegehren 
fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen vorliegend untersagt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3. Strittig ist, ob das AfMB den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung 
des Beschwerdeführers aus der Schweiz zu Recht angeordnet hat. 
 
4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die In-
tegration [AIG] vom 16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AIG). Die zuständige kantonale Be-
hörde entscheidet gemäss Art. 18 ff. und 27 ff. AIG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften 
und Verträge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufent-
halt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthalts-
bewilligung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AIG oder 
völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 189 E. 2.3; MARC SPESCHA, in: 
Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 
2019, N 1 ff. zu Art. 3 AIG; PETER UEBERSAX, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Aus-
länderrecht, Eine umfassende Darstellung der Rechtsstellung von Ausländerinnen und Auslän-
dern in der Schweiz, 2. Auflage, Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
4.2 Gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG kann die zuständige Behörde eine Aufenthaltsbewilli-
gung widerrufen bzw. nicht mehr verlängern, wenn die ausländische Person unter anderem 
erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im 
Ausland verstossen hat. Dies kann auch bei einer mutwilligen Nichterfüllung öffentlich-
rechtlicher oder privatrechtlicher Verpflichtungen der Fall sein. Die Schuldenwirtschaft vermag 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

eine aufenthaltsbeendende Massnahme bloss dann zu rechtfertigen, wenn das erschwerende 
Merkmal der Mutwilligkeit hinzutritt. Diese setzt ein von Absicht, Böswilligkeit oder qualifizierter 
Fahrlässigkeit getragenes Verhalten voraus. Die Verschuldung muss selbst verursacht und dem 
Betroffenen qualifiziert vorwerfbar sein, wobei zumindest ein erheblicher Ordnungsverstoss er-
forderlich ist, welcher aber bereits in einer qualifizierten Leichtfertigkeit liegen kann. Neben der 
Höhe der Schulden und der Anwesenheitsdauer des pflichtvergessenen Schuldners ist ent-
scheidend, ob und inwiefern dieser sich bemüht hat, seine Verbindlichkeiten abzubauen und mit 
den Gläubigern nach einer Lösung zu suchen. Sind solche Bemühungen dargetan, liegt die 
Wegweisung der ausländischen Person nicht im Interesse der vorhandenen Gläubiger, da der 
Schuldenabbau dadurch kompromittiert würde. Ferner ist im Rahmen der Interessenabwägung 
zu berücksichtigen, dass das öffentliche Interesse an der Wegweisung ausländischer Personen, 
welche einzig dem Schutz potentieller Gläubiger dient, von geringerem Gewicht erscheint als 
dasjenige an der Wegweisung straffälliger oder dauernd sozialhilfeabhängiger Personen  
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_724/2018 vom 24. Juni 2019 E. 3.1 und 2C_789/2017 vom 
7. März 2018 E. 3.3.1; MARC SPESCHA, a.a.O., N 11 zu Art. 62 AIG).  
 
4.3 Es obliegt primär der Behörde, abzuklären, ob Mutwilligkeit vorliegt (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2C_27/2018 vom 10. September 2018 E. 2.2). Die Ausländerinnen und Auslän-
der sind jedoch nach Art. 90 AIG verpflichtet, an der Feststellung des für die Anwendung dieses 
Gesetzes massgebenden Sachverhalts mitzuwirken. Die Mitwirkungspflicht erstreckt sich dabei 
insbesondere auf Tatsachen, die eine Partei besser kennt als die Behörden und die diese ohne 
Mitwirkung der Betroffenen gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben können  
(vgl. BGE 143 II 425 E. 5.1 mit Hinweisen). Anwendbar ist dieser Grundsatz auch dann, wenn 
sich aufgrund der gesamten Sachlage die Hinweise für einen ausländerrechtlichen Tatbestand 
so verdichtet haben, dass ohne Not davon ausgegangen werden kann, dass der strittige Tatbe-
stand vorliegt (vgl. Urteil 2C_1019/2016 vom 9. Mai 2017 E. 2.3). Insofern besteht quasi eine 
Tatsachenvermutung. In solchen Konstellationen obliegt es deshalb der Ausländerin bzw. dem 
Ausländer, den Gegenbeweis zu erbringen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_138/2018 vom 
16. Januar 2019 E. 3.2; 2C_1152/2014 vom 14. September 2015 E. 4.3). 
 
5.1.1 Der Beschwerdeführer macht vorab geltend, dass das AfMB angesichts des Urteils des 
Strafgerichts D.____ vom 12. April 2019 nicht berechtigt gewesen sei, die Aufenthaltsbewilli-
gung gestützt auf den Widerrufsgrund der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung 
bzw. aufgrund seiner Verschuldung zu widerrufen. Die Schulden seien wie alle damaligen Um-
stände vom Strafgericht bereits abschliessend beurteilt worden. Im Rahmen der Prüfung des 
Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung durch die Ausländerbehörde dürften nur neue Tatsachen, 
welche dem Strafgericht nicht bekannt gewesen seien, in Betracht gezogen werden. Das AfMB 
wäre somit verpflichtet gewesen, die Verschuldenssituation dahingehend zu prüfen, ob der Be-
schwerdeführer sich nach dem Urteil des Strafgerichts D.____ mutwillig neu verschuldet habe, 
was es unterlassen habe.  
 

5.1.2 Am 1. Oktober 2016 sind die neuen Bestimmungen über die Landesverweisung  
(Art. 66a ff. des Schweizerisches Strafgesetzbuchs [StGB] vom 21. Dezember 1937) in Kraft 
getreten. Gleichzeitig wurde ein neuer Abs. 2 von Art. 62 AIG aufgenommen, welcher lautet: 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

"Unzulässig ist ein Widerruf, der nur ("uniquement", "per il solo motivo") damit begründet wird, 
dass ein Delikt begangen wurde, für das ein Strafgericht bereits eine Strafe oder Massnahme 
verhängt, jedoch von einer Landesverweisung abgesehen hat." Mit der fraglichen Regelung soll 
vermieden werden, dass der unter dem früheren Recht bestehende Dualismus von strafrechtli-
cher Landesverweisung und ausländerrechtlichem Bewilligungswiderruf wiedereingeführt wird. 
Der ausländerrechtliche Widerruf ist unzulässig, wenn er allein gestützt auf ein Delikt erfolgt, für 
welches ein Strafgericht bereits eine Strafe verhängt und keine Landesverweisung ausgespro-
chen hat. Sobald jedoch über das Delikt hinausreichende Aspekte in die Beurteilung einfliessen, 
etwa solche, die zum Zeitpunkt des Urteils nicht bekannt waren, erst später eintraten oder rein 
ausländerrechtliche Gründe betreffen, steht es den Ausländerbehörden weiterhin zu, die Bewil-
ligung dieser Person gestützt auf ausländerrechtliche Überlegungen zu widerrufen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 2C_358/2019 vom 18. November 2019 mit Hinweisen). 
 
5.1.3 Das Strafgericht D.____ verurteilte den Beschwerdeführer mit Urteil vom 12. April 2019 
zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer Busse von Fr. 200.-- (bedingt vollziehbar, 
Probezeit vier Jahre), wobei von einer fakultativen Landesverweisung abgesehen wurde. Mit 
Blick auf die zitierte Rechtsprechung des Bundesgerichts (E. 5.1.2 hiervor) war es dem AfMB 
damit verwehrt, den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung alleine gestützt auf diese Verurteilung 
anzuordnen. Davon kann vorliegend indes nicht ausgegangen werden: Das AfMB stützte sich 
für den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung nicht auf die Verurteilung des Beschwerdeführers 
durch das Strafgericht D.____, sondern auf dessen Schuldenwirtschaft. Es nahm diesbezüglich 
ergänzende Abklärungen vor und berücksichtigte die zwischenzeitlichen (ungenügenden) Be-
mühungen des Beschwerdeführers um einen Schuldenabbau. Insofern stellte es auf Aspekte 
ab, welche im Zeitpunkt der Verurteilung durch das Strafgericht D.____ nicht bekannt waren. 
Entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers war es dem AfMB somit nicht verwehrt, 
die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers wegen seiner Verschuldung bzw. gestützt 
auf den Widerrufsgrund der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (Art. 62 Abs. 1 
lit. c AIG) zu widerrufen. 
 
5.2.1 Hinsichtlich der Schuldenwirtschaft des Beschwerdeführers erwog der Regierungsrat 
zusammengefasst, dass dieser für den Zeitraum vom 25. Juni 2010 bis 25. Juni 2020 mit 75 
Betreibungen in der Höhe von Fr. 238'242.87 und 47 offenen Verlustscheinen in der Höhe von 
Fr. 158'519.17 beim Betreibungsamt des Kantons Basel-Landschaft verzeichnet sei. Damit liege 
zweifelsohne eine erhebliche Verschuldung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
vor. Der Beschwerdeführer führe zu Recht aus, dass mit der Ausübung einer selbständigen 
Erwerbstätigkeit von 2010 bis 2015 gewisse wirtschaftliche Risiken verbunden gewesen seien 
und ihm bezüglich der in diesem Zeitraum entstandenen Schulden von rund Fr. 73'000.-- nicht 
zwingend ein Vorwurf gemacht werden könne. Jedoch seien auch nach diesem Zeitpunkt er-
hebliche Schulden entstanden: Namentlich seien im Jahr 2016 Verlustscheine von rund  
Fr. 50'000.-- und in den Jahren 2017 und 2018 Verlustscheine von rund Fr. 10'000.-- bzw. rund 
Fr. 20'000.-- hinzugekommen. Im Jahr 2020 seien ein Verlustschein von rund Fr. 2'400.-- sowie 
Betreibungen von rund Fr. 15'000.--, gegen welche der Beschwerdeführer keinen Rechtsvor-
schlag erhoben habe, entstanden. Der Beschwerdeführer sei gemäss dem Auszug aus dem 
individuellen Konto (AHV-Auszug) vom 23. Juli 2020 ab Mai 2016 verschiedenen Teilzeitstellen 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nachgegangen oder teilweise arbeitslos gewesen. Dabei habe er ein durchschnittliches Jahres-
einkommen von lediglich rund Fr. 16'000.-- erwirtschaftet, womit sich erklären lasse, dass er 
auch ab 2016 weiterhin Schulden angehäuft habe. Angesichts dieser desolaten und sich zu-
nehmend verschlechternden finanziellen Lage wäre der Beschwerdeführer verpflichtet gewe-
sen, sein Arbeitspensum auszuweiten. Das AfMB sei im Jahr 2019 an den Beschwerdeführer 
gelangt und habe ihn um Darlegung seiner Schuldensituation und um entsprechende Belege 
betreffend Schuldensanierung ersucht. Trotz zweimaliger Nachfrage seitens des AfMB habe der 
Beschwerdeführer in der Folge keine Unterlagen eingereicht, welche über die Entstehung und 
Sanierung seiner Schulden Auskunft gegeben hätten. Im Juli 2020 habe der Beschwerdeführer 
schliesslich Kontakt mit der Fachstelle für Schuldenfragen Basel-Landschaft aufgenommen, 
wobei sich diese Bemühungen in der Folge offenbar verwässert hätten, jedenfalls unterlasse 
der Beschwerdeführer diesbezüglich weitere Ausführungen. Vom Beschwerdeführer wäre an-
gesichts seiner Situation erwartet worden, dass er sich mit Tatkraft um die Sanierung seiner 
Schulden bemüht und einen Sanierungsplan oder entsprechende Abmachungen mit Gläubigern 
einreicht. Der Beschwerdeführer bringe nicht (mehr) vor, dass ihm dies nicht möglich oder zu-
mutbar gewesen wäre und dies sei auch den Akten nicht zu entnehmen. Dass der Beschwerde-
führer nicht bereits ausländerrechtlich verwarnt worden sei, führe als solches nicht bereits dazu, 
dass die vorausgesetzte Mutwilligkeit zu verneinen wäre. Ob eine Verwarnung im Sinne einer 
milderen Massnahme angezeigt sei, sei im Rahmen der Verhältnismässigkeit der Massnahme 
zu prüfen. 
 
5.2.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen zusammengefasst ein, dass der Regierungsrat 
nicht abgeklärt habe, ob es sich bei seinen Schulden um Alt- oder Neuschulden handle. Zudem 
sei der Tatbestand der Mutwilligkeit nicht gegeben, da er aufgrund des Scheiterns seiner Ein-
zelfirma in eine Schuldenfalle geraten sei und seine Verschuldung nach Aufgabe der selbstän-
digen Arbeitstätigkeit nicht mehr wesentlich angestiegen sei. Um eine Mutwilligkeit zu bejahen, 
wäre zudem eine vorgängige Verwarnung notwendig gewesen. Weiter widerspreche es dem 
Grundsatz von Treu und Glauben, wenn der Regierungsrat von Mutwilligkeit ausgehe, zumal 
die diesbezüglichen Umstände bei der letztmaligen Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
bereits bekannt gewesen seien. Schliesslich erlaube seine wirtschaftliche Situation selbst bei 
vollumfänglicher Arbeitstätigkeit, um welche er sich auch bemüht habe, kaum eine Abzahlung 
seiner Schulden, weshalb ihm die fehlende Schuldensanierung nicht vorgeworfen werden kön-
ne. 
 
5.2.3 Mit dem Regierungsrat ist festzustellen, dass im Fall des Beschwerdeführers von einer 
erheblichen Verschuldung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auszugehen ist. 
Die von ihm über die Jahre angehäuften Schulden liegen angesichts von offenen Verlustschei-
nen von über Fr. 150'000.-- in einem Bereich, welcher gar als schwerwiegende Gefährdung der 
öffentlichen Ordnung qualifiziert werden könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_93/2018 
vom 21. Januar 2019 E. 3.5). Was die Mutwilligkeit der Verschuldung anbelangt, so ist dem 
Beschwerdeführer dahingehend beizupflichten, dass ein Teil seiner Schulden auf den Konkurs 
seiner Firma zurückzuführen ist. Dass mit der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit 
ein wirtschaftliches Risiko verbunden ist, wird vom Regierungsrat indes anerkannt und dem 
Beschwerdeführer auch nicht vorgeworfen. Dem Beschwerdeführer wird vielmehr vorgehalten, 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dass er zu wenig unternommen habe, um die bestehende Verschuldung abzubauen oder zu-
mindest die Generierung von neuen Schulden zu verhindern. Diesbezüglich verweisen die Vor-
instanzen zu Recht auf den Umstand, dass der Beschwerdeführer nach Aufgabe seiner selb-
ständigen Tätigkeit weitere Schulden anhäufte und gleichzeitig ein Erwerbseinkommen von 
durchschnittlich lediglich Fr. 16'000.-- erzielte. Das AfMB hat den Beschwerdeführer nach Erhalt 
des Urteils des Strafgerichts D.____ ab Juni 2019 mehrfach aufgefordert, unter anderem Bele-
ge für Schuldenabzahlungen einzureichen. Im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs 
vom 26. Juni 2020 wurde der Beschwerdeführer zudem aufgefordert, sich zur Frage zu äus-
sern, wie es zur Entstehung der Schulden kam und was er unternehme, um diese abzubauen. 
Ausserdem wurde der Beschwerdeführer ersucht, zu seiner Erwerbssituation und seinen Stel-
lensuchbemühungen Stellung zu nehmen und diese zu belegen. Der Beschwerdeführer teilte 
mit Eingabe vom 10. Juli 2020 mit, dass er momentan in einem 50 %-Pensum auf Probe arbei-
te, ohne allerdings entsprechende Belege einzureichen. Mit Schreiben vom 17. Juli 2020 er-
suchte das AfMB den Beschwerdeführer im Rahmen eines ergänzenden rechtlichen Gehörs, 
detailliert zur Entstehung der Schulden Stellung zu nehmen und Belege über seine Arbeitsbe-
mühungen bzw. seine Bemühungen zur Erhöhung des Pensums in den letzten sechs Monaten 
einzureichen. Am 24. August 2020 nahm der Beschwerdeführer dahingehend Stellung, dass er 
sich telefonisch bei 14 Unternehmen nach Stellen erkundigt und überall Absagen erhalten habe. 
Zur Entstehung der Schulden verwies er in allgemeiner Weise auf die finanziellen Schwierigkei-
ten im Rahmen seiner selbständigen Tätigkeit, ohne allerdings detailliert zu den einzelnen 
Schuldenpositionen Stellung zu nehmen. Anlässlich der Parteiverhandlung führte der Be-
schwerdeführer aus, dass er sich um eine Erhöhung seines Arbeitspensums bemüht habe, 
reichte indes keine entsprechenden Belege ein. Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass es 
der Beschwerdeführer unterlassen hat, zur Entstehung seiner Schulden detaillierte und schlüs-
sige Angaben zu machen. Der alleinige Verweis auf finanzielle Probleme seiner Firma genügt in 
diesem Zusammenhang nicht, zumal den Beschwerdeführer bezüglich der Entstehung seiner 
Schulden eine Mitwirkungspflicht trifft und er auch nach der Aufgabe seiner selbständigen Er-
werbstätigkeit Schulden generierte. Der Beschwerdeführer muss sich zudem vorhalten lassen, 
dass er keine ernsthaften Bemühungen um eine Verbesserung seiner Schuldensituation unter-
nommen hat und sein Verhalten diesbezüglich vielmehr von Passivität geprägt war. Den Vor-
instanzen ist beizupflichten, dass es in diesem Zusammenhang nicht ausreichen kann, sich im 
Zeitraum von 6 Monaten auf telefonischem Weg bei 14 Unternehmen zu bewerben und über die 
entsprechenden Absagen zu berichten. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das AfMB 
habe seine Aufenthaltsbewilligung in der Vergangenheit ungeachtet der Schulden jeweils ver-
längert und davon abgesehen, eine Verwarnung auszusprechen, kann er daraus nichts zu sei-
nen Gunsten ableiten. Das AfMB hat den Beschwerdeführer wie aufgezeigt im Kontext der Ver-
längerung seiner Aufenthaltsbewilligung im Jahr 2019 mehrfach aufgefordert, Belege für Schul-
denabzahlungen einzureichen und seine Erwerbssituation darzulegen. Dem Beschwerdeführer 
musste somit bewusst sein, dass er sich um den Abbau seiner Schulden und dementsprechend 
um eine Vollzeitstelle zu bemühen hatte. Unter diesen Umständen durfte das AfMB zulässiger-
weise von einer Verwarnung absehen, ohne dass deswegen die Mutwilligkeit der Verschuldung 
entfallen wäre. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen den Wi-
derrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG im Fall des Beschwerdeführers bejahten.  
 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6.1 Liegt ein Widerrufsgrund nach Art. 62 AIG vor, muss die Massnahme im konkreten Fall 
auch verhältnismässig sein (Art. 96 Abs. 1 AIG). Die Verhältnismässigkeitsprüfung erfordert 
eine Interessenabwägung, welche die wesentlichen Umstände des Einzelfalls berücksichtigt 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_39/2016 vom 31. August 2016 E. 3.1). Verlangt ist insofern 
eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung der Bewilli-
gung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne 
überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit 
Hinweisen). Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung sind die bekannten Kriterien wie 
Dauer der Anwesenheit, persönliche Beziehungen zur Schweiz, berufliche Situation, Wirt-
schafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches Verhalten sowie Integrationsgrad zu berücksichti-
gen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.2; BGE 135 II 377 E. 4.3 ff.). Entscheidend ist stets das Ge-
samtbild eines jeden Einzelfalles, welches anhand von sämtlichen der massgeblichen Kriterien 
zu beurteilen ist (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4). Die Interessenabwägung gemäss Art. 96 AIG 
deckt sich mit jener nach Art. 8 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950. 
 
6.2 Im Rahmen des öffentlichen Interesses an einer Wegweisung fällt ins Gewicht, dass 
der Beschwerdeführer mutwillig Schulden in erheblichem Umfang angehäuft hat. Zu berücksich-
tigen ist allerdings, dass sich die Schulden des Beschwerdeführers seit 2017, als er mit Verlust-
scheinen in der Höhe von Fr. 149'274.12 im Betreibungsregister verzeichnet war, zunehmend 
stabilisiert haben. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer wegen seiner Schuldenwirtschaft 
bis anhin nicht ausländerrechtlich verwarnt wurde. Auch wenn dieser Umstand nicht dazu führt, 
die Mutwilligkeit der Verschuldung im vorliegenden Fall zu verneinen, ist er im Rahmen der 
Verhältnismässigkeit zugunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Entgegen der Ar-
gumentation des Regierungsrats ist jedenfalls nicht erstellt, dass eine Verwarnung im Fall des 
Beschwerdeführers voraussichtlich keine Wirkung zeitigen würde. Zwar trifft zu, dass der Be-
schwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs auf seine finanzielle Situation aufmerksam 
gemacht wurde, was indes nicht mit einer förmlichen ausländerrechtlichen Verwarnung gleich-
gesetzt werden kann. Dem entspricht, dass die öffentlichen Interessen am Widerruf bzw. an der 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung umso gewichtiger sind, je mehr sich eine auslän-
dische Person trotz Verwarnung nicht um eine Schuldentilgung bemüht hat (vgl. Urteil des Kan-
tonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 20. Oktober 2021 
[810 21 25] E. 10.2).  
 
6.3 Der Beschwerdeführer ist ausserdem strafrechtlich in Erscheinung getreten, was ge-
mäss den zutreffenden Erwägungen des Regierungsrats ungeachtet der Regelung von Art. 62 
Abs. 2 AIG bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Massnahme berücksichtigt werden 
kann (vgl. BGE 146 II 321 = Pra 110 [2021] Nr. 46 E. 6). Angesichts des Umstands, dass das 
Strafgericht D.____ von einer fakultativen Landesverweisung abgesehen hat, ist diesbezüglich 
im ausländerrechtlichen Verfahren gleichwohl eine gewisse Zurückhaltung angezeigt. Nebst 
zwei Verurteilungen wegen der Nichtabgabe von Ausweisen und/oder Kontrollschildern fällt 
insbesondere die Verurteilung des Beschwerdeführers zu 15 Monaten Freiheitsstrafe wegen 
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Jahr 2019 zu seinen Lasten ins Gewicht. Wie 
der Regierungsrat zu Recht ausführt, bestehen bei Betäubungsmitteldelikten praxisgemäss ge-

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

wichtige öffentliche Interessen an einer Wegweisung der straffälligen Person. Gleichzeitig ist mit 
dem Regierungsrat festzustellen, dass es sich um die einzige Verurteilung des Beschwerdefüh-
rers in diesem Bereich und von dieser Schwere handelt und der Beschwerdeführer seither nicht 
mehr deliktisch in Erscheinung getreten ist.  
 
6.4.1 Den dargelegten öffentlichen Interessen sind die privaten Interessen an einem Verbleib 
des Beschwerdeführers in der Schweiz gegenüberzustellen.  
 
6.4.2 Der Regierungsrat erwog diesbezüglich zusammengefasst, dass sich der Beschwerde-
führer mittlerweile seit rund 14 Jahren in der Schweiz aufhalte, weshalb er durchaus ein persön-
liches Interesse an einem weiteren Verbleib in diesem Land habe. Trotz des relativ langen Auf-
enthalts in der Schweiz verfüge er jedoch lediglich über eine Aufenthaltsbewilligung, welche ein 
weniger gefestigtes Anwesenheitsrecht vermittle als die Niederlassungsbewilligung, was im 
Rahmen der Interessenabwägung zu berücksichtigen sei. Betreffend die persönlichen Bezie-
hungen des Beschwerdeführers sei festzuhalten, dass dieser einen 11-jährigen Sohn habe, mit 
dem er ein gutes Verhältnis pflege und den er regelmässig sehe bzw. betreue. Unzweifelhaft 
begründe diese Beziehung grundsätzlich ein grosses Interesse des Beschwerdeführers an ei-
nem Verbleib in der Schweiz. Es liege auf der Hand, dass es dem grundlegenden Bedürfnis des 
Kindes entspreche, in möglichst engem Kontakt mit beiden Elternteilen aufwachsen zu können. 
Entsprechend komme der intakten Eltern-Kind-Beziehung im Rahmen der Prüfung der Verhält-
nismässigkeit einer aufenthaltsbeendenden Massnahme eine gewichtige Bedeutung zu. Den-
noch gelte es zu beachten, dass der gemeinsame Sohn derzeit bei seiner Mutter wohne und 
nur teilweise vom Vater betreut werde bzw. dieser die beiden an den Abenden "besuche" und 
einmal pro Woche dort übernachte. Die Betreuung durch den Beschwerdeführer sei also bereits 
unter den aktuellen Umständen eingeschränkt. Dem Beschwerdeführer sei es daher grundsätz-
lich auch zuzumuten, sein Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her 
auszuüben. Im Übrigen könnten die familiären Beziehungen nicht nur besuchsweise, sondern 
auch vom Ausland her über Briefverkehr, Telefonate, E-Mail oder Internet (Skype etc.) gepflegt 
werden. Hinsichtlich der beruflichen Situation sei festzustellen, dass es dem Beschwerdeführer 
nicht gelungen sei, sich erfolgreich in den hiesigen Arbeitsmarkt zu integrieren. Es treffe zwar 
zu, dass er nie Sozialhilfe bezogen habe, was ihm zugutezuhalten sei. Wie bereits dargelegt, 
habe er jedoch eine sehr hohe Zahl offener Verlustscheine angehäuft und es unterlassen, sein 
Arbeitspotenzial auszuschöpfen und damit seine Schulden abzubauen. Soweit der Beschwer-
deführer behaupte, der Ausbau des Pensums wolle nicht glücken, bleibe es dabei bei einer un-
belegten Behauptung. 
 
6.4.3 Der Beschwerdeführer führt zusammengefasst aus, dass er sich seit 2007 rechtmässig 
in der Schweiz aufhalte, was einer langjährigen Aufenthaltsdauer entspreche. In die Verhält-
nismässigkeitsprüfung seien zudem die Beziehung zu seinem Sohn C.____ und die damit ver-
bundenen Kindesinteressen als Gesichtspunkt von vorrangiger Bedeutung einzubeziehen. Den 
eingereichten kinderpsychiatrischen Berichten könne entnommen werden, dass C.____ auf-
grund der damaligen Trennung der Eltern mit massiven Verhaltensauffälligkeiten reagiert habe, 
die sich nach der Wiederversöhnung und Stabilisierung des Familienlebens gelegt hätten. 
C.____ identifiziere sich heute stark mit seinem Vater und übernachte einmal pro Woche bei 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ihm. Da er mit seiner Ehefrau oft gemeinsam esse und sie die Ferien zusammen verbrächten, 
habe er auch auf diese Weise regelmässig Kontakt zu seinem Sohn. Nach Aussage der Kin-
derpsychiaterin stelle die Ausweisung des Vaters die weitere gesunde Entwicklung von C.____ 
ernstlich in Frage. Entgegen der Argumentation des Regierungsrats könne diese Beziehung 
nicht durch den Kontakt in den sozialen Medien bzw. Besuche im Rahmen des bewilligungsfrei-
en Aufenthalts ersetzt werden. Im Weiteren sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer auch 
mit seiner Ehefrau trotz getrennten Wohnsitzen weiterhin ein sehr gutes Verhältnis habe. Die 
Ehegatten praktizierten seit längerer Zeit das Modell des "living apart together", welches unter 
den gegebenen Umständen anderen Formen des ehelichen Zusammenlebens gleichzustellen 
sei. Aus den knappen wirtschaftlichen Verhältnissen könne sodann nicht auf eine fehlende wirt-
schaftliche Integration geschlossen werden. Im Übrigen bewerbe er sich weiterhin um Vollzeit-
pensen.  
 
6.4.4 Der Beschwerdeführer hält sich mittlerweile seit knapp 15 Jahren in der Schweiz auf, 
was für ein gewichtiges privates Interesse am Verbleib in diesem Land spricht. Mit Blick auf 
seine Schuldenwirtschaft ist festzustellen, dass die wirtschaftliche Integration des Beschwerde-
führers nicht als gelungen bezeichnet werden kann. Zu seinen Gunsten ist der Umstand zu wer-
ten, dass er nie Sozialhilfe bezogen hat. Positiv ins Gewicht fällt zudem, dass der Beschwerde-
führer seit dem 1. August 2020 zu einem Pensum von 70 % arbeitet, was ihm allerdings aktuell 
kaum eine Sanierung seiner umfangreichen Schulden erlaubt. Zugunsten eines Verbleibs des 
Beschwerdeführers in der Schweiz fällt sodann massgeblich dessen Beziehung zu seinem 
Sohn ins Gewicht. Wie sich aus den Akten ergibt und aus den Befragungen des Beschwerde-
führers und seiner Ehefrau anlässlich der heutigen Parteiverhandlung hervorging, ist von einer 
engen affektiven Bindung zwischen Vater und Sohn auszugehen. Namentlich gehen die Kon-
takte des Beschwerdeführers zu seinem Sohn unbestrittenermassen über diejenigen im Rah-
men eines üblichen Besuchsrechts deutlich hinaus. In diesem Zusammenhang ist nebst dem 
Interesse des Beschwerdeführers auch das Kindeswohl zu berücksichtigen. Es entspricht dem 
grundlegenden Bedürfnis eines Kindes, in möglichst engem Kontakt mit beiden Elternteilen auf-
zuwachsen (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.5.1). Gemäss den Berichten der Psychiatrie Baselland, Kin-
der- und Jugendpsychiatrie, vom 11. Juni 2018 und 6. Juli 2019 sind bei C.____ starke emotio-
nale Belastungen und Trennungsängste vorhanden. Dem Bericht von Dr. med. E.____, Fach-
ärztin FMH für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, vom 21. Oktober 2021 kann 
entnommen werden, dass C.____ nach der Trennung der Eltern Verlustängste entwickelt habe, 
wobei die Symptomatik des Kindes nach der Versöhnung der Eltern bald wieder verschwunden 
sei. Weiter wird festgehalten, dass die Wegweisung des Beschwerdeführers die gesunde Ent-
wicklung von C.____ angesichts der engen Bindung zwischen Vater und Sohn in höchstem 
Masse gefährden würde. Auch die Ehefrau bestätigte anlässlich der heutigen Parteiverhand-
lung, dass ihr Sohn grosse Verlustängste habe und die Wegweisung seines Vaters für ihn eine 
grosse Belastung darstellen würde. Bei dieser Ausgangslage ist davon auszugehen, dass die 
psychische Gesundheit des Sohns des Beschwerdeführers im Fall einer Wegweisung in erhöh-
tem Mass gefährdet wäre. Der Verweis des Regierungsrats auf die Möglichkeit, den Kontakt 
zwischen Vater und Sohn besuchsweise oder mittels der elektronischen Medien aus dem Aus-
land aufrechtzuerhalten, stellt kaum einen adäquaten Ersatz dar und ändert jedenfalls nichts 
daran, dass unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls gewichtige private Interessen an einem 

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz bestehen. Entsprechend ist davon auszuge-
hen, dass eine Rückkehr nach Serbien auch für den Beschwerdeführer mit einer besonderen 
Härte verbunden wäre.   
 
6.5 Im Rahmen einer Gesamtwürdigung ist festzustellen, dass die öffentlichen Interessen 
an der Wegweisung des Beschwerdeführers die privaten Interessen an dessen Verbleib in der 
Schweiz, welche insbesondere mit Blick auf das Kindeswohl als hoch zu gewichten sind, nicht 
zu überwiegen vermögen. Der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und 
dessen Wegweisung aus der Schweiz erweisen sich demnach als unverhältnismässig, was zur 
Gutheissung der Beschwerde führt.  
 
7. Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, aber den Umständen nicht ange-
messen, so kann die betroffene Ausländerin oder der betroffene Ausländer unter Androhung 
der Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AIG). Die Verwarnung soll als Ausfluss des 
Verhältnismässigkeitsprinzips verhindern, dass es überhaupt zu einer aufenthaltsbeendenden 
Massnahme kommt, und den Betroffenen auf sein problematisches Verhalten zu einem Zeit-
punkt hinweisen, in welchem sich die Anordnung der angedrohten Massnahme gerade noch 
nicht rechtfertigt (vgl. KGE VV vom 20. Oktober 2021 [810 21 25] E. 11 mit Hinweisen). Sollte 
der Beschwerdeführer in absehbarer Zeit erneut in relevanter Weise straffällig werden oder in 
relevantem Umfang neue Schulden generieren und damit das durch das Gericht in ihn gesetzte 
Vertrauen enttäuschen, muss er mit einer Nichtverlängerung bzw. mit einem Widerruf der Auf-
enthaltsbewilligung rechnen.  
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegen-
den Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Ver-
fahrenskosten in der Höhe von Fr. 3’000.-- entsprechend dem Ausgang des Verfahrens dem 
Regierungsrat aufzuerlegen. 
 
8.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Ausgangsgemäss ist dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung zulasten des Regierungsrats zuzusprechen. Der in der Honorarnote vom  
3. März 2022 für das kantonsgerichtliche Verfahren geltend gemachte Aufwand von 23.17 
Stunden à Fr. 250.-- erweist sich als angemessen. Zusätzlich erscheint für die heutige Partei-
verhandlung (inkl. Vorbereitung) in Berücksichtigung der Honorarnote vom 6. April 2022 ein 
Aufwand von 6 Stunden und 40 Minuten à Fr. 250.-- als angemessen. Dem Beschwerdeführer 
ist somit eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 8'097.50 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
MWST) zulasten des Regierungsrats zuzusprechen.  
 
8.3 Bezüglich der Kosten des vorinstanzlichen Verfahren ist die Sache zu deren Neuverle-
gung an den Regierungsrat zurückzuweisen. 
 
 

Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Regierungsratsbeschluss 

Nr. 1067 vom 17. August 2021 aufgehoben und das Amt für Migration 
und Bürgerrecht des Kantons Basel-Landschaft angewiesen, die Auf-
enthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern. 

   
 2. Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen ausländerrecht-

lich verwarnt. 
   
 3. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanz-

lichen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 4. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt.  
   
 5. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwer-

deführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 8'097.50 (inkl. 
Auslagen und 7.7 % MWST) zu bezahlen. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.