# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28606840-7e88-5ae6-bfbe-d974027b900a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-07
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 07.04.2022 SST.2021.277
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2021-277_2022-04-07.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 3. Kammer 

 

 

SST.2021.277 
(ST.2021.21; StA.2019.2663) 

 

 

Urteil vom 7. April 2022 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichter Lienhard 

Oberrichter Egloff 

Gerichtsschreiberin Groebli Arioli 

 

 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Baden, 

Mellingerstrasse 207, 5405 Dättwil AG  

 

 
    

Beschuldigter   A._____,  

geboren am tt.mm.1963, von Deutschland, 

[…] 

verteidigt durch Rechtsanwalt Reto Steimer,  

[…] 

 

 

 
 

Gegenstand  Grobe Verletzung der Verkehrsregeln durch ungenügenden Abstand beim 

Hintereinanderfahren 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die Staatsanwaltschaft Baden bestrafte den Beschuldigten mit Strafbefehl 

vom 30. April 2019 wegen ungenügenden Abstands beim Hintereinander-

fahren (auf der Autobahn) gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 34 

Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV mit einer bedingten Geldstrafe von 

60 Tagessätzen à Fr. 100.00 sowie einer Busse von Fr. 1'200.00, ersatz-

weise 12 Tage Freiheitsstrafe. 

 

Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, er sei am 2. März 2019 um 

04.45 Uhr in Baden auf der Autobahn A1 in Fahrtrichtung Zürich auf dem 

Normalstreifen über eine Distanz von ca. 3.1 Kilometer bei einer Geschwin-

digkeit von ca. 85 bis 90 km/h mit einem Abstand von maximal 5 Metern 

dem vorausfahrenden Lieferwagen gefolgt. 

 

1.2. 

Der Präsident des Bezirksgerichts Baden erkannte mit Urteil vom 11. Au-

gust 2021 auf Einsprache des Beschuldigten hin: 

 

1. 
Die Beschuldigte A. ist der groben Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz 
i.S.v. Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV schuldig. 
 
2. 
Die Beschuldigte wird hierfür in Anwendung der genannten Gesetzesbestimmungen sowie 
Art. 34 StGB, Art. 48 lit. e i.V.m. Art. 48a Abs. 1 StGB, 42 Abs. 4 StGB i.V.m. Art. 106 StGB 
und Art. 47 StGB mit 45 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 100.00 d.h. total Fr. 4'500.00 und 
einer Busse von Fr. 800.00 bestraft. 
 
Für den Fall, dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von 
8 Tagen auszusprechen. 
 
3. 
Der Vollzug der ausgefällten Geldstrafe wird gestützt auf Art. 42 StGB aufgeschoben. Die 
Probezeit wird gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB auf 2 Jahre festgesetzt. 
 
4. 
4.1. 
Die Verfahrenskosten bestehen aus: 
a) der Gerichtsgebühr Fr. 1'500.00 
b) der Anklagegebühr Fr. 900.00 
c) den Kosten für die Mitwirkung anderer Behörden Fr.  38.00 
d) den Spesen Fr.  77.40 
e) den Spesen für das begründete Urteil  Fr.  30.00 
Total Fr.  2'545.40 
 
4.2. 
Dem Beschuldigten werden die Gebühren gemäss Ziff. 4.1 lit. a) und b) sowie die Kosten 
gemäss Ziff. 4.1 lit. c)-e) im Gesamtbetrag von Fr. 2'545.40 auferlegt. 
 

 - 3 - 

 

 

 

5. 
Die Beschuldigte hat seine Parteikosten selber zu tragen. 
 

2. 

2.1. 

Der Beschuldigte beantragte mit Berufungserklärung vom 14. Dezem-

ber 2021, er sei wegen einer Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 

Abs. 1 SVG (statt einer groben Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 

Abs. 2 SVG) mit einer Busse von Fr. 200.00 zu bestrafen. 

 

2.2. 

Mit dem Einverständnis der Parteien wurde das schriftliche Berufungsver-

fahren angeordnet. Der Beschuldigte reichte am 21. Januar 2022 die 

schriftliche Berufungsbegründung ein. 

 

2.3. 

Mit Berufungsantwort vom 8. Februar 2022 beantragte die Staatsanwalt-

schaft, die Berufung des Beschuldigten sei abzuweisen. 

 

2.4. 

Mit Eingabe vom 11. Februar 2022 verzichtete der Beschuldigte auf eine 

Stellungnahme zur Berufungsantwort der Staatsanwaltschaft. 

 

2.5. 

Mit Eingabe vom 24. Februar 2022 reichte der Beschuldigte einen Nachtrag 

zur Begründung der Berufungsanträge ein. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Berufung des Beschuldigten richtet sich gegen den Schuldspruch der 

groben Verletzung der Verkehrsregeln durch ungenügenden Abstand beim 

Hintereinanderfahren. Er beantragt einen Schuldspruch wegen einfacher 

Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG. 

 

2. 

2.1. 

Die Vorinstanz ging in sachverhaltlicher Hinsicht aufgrund der Videoauf-

zeichnungen der MEPO und der im Tunnel installierten Verkehrsüberwa-

chungskamera davon aus, der Beschuldigte habe am 2. März 2019 über 

eine Länge von ca. 3 Kilometer mit seinem Fahrzeug keinen grösseren Ab-

stand als 5 Meter zum vorausfahrenden Lastwagen eingehalten (Urteil 

E. 2.2). 

 

 - 4 - 

 

 

 

Dagegen bringt der Beschuldigte im Wesentlichen vor, die Tunnelfilmauf-

nahmen dürften nicht als Beweismittel verwertet werden. Unbestritten sei 

indessen, dass er den gesetzlichen Mindestabstand unterschritten habe. 

Etwas anderes liessen die zulässigen Beweismittel der Nachfahrt durch die 

Polizei nicht zu und es sei daher von einer einfachen Verkehrsregelverlet-

zung auszugehen (Berufungsbegründung S. 2 ff.). 

 

2.2. 

2.2.1. 

Die Verwertbarkeit der (weder durch die Polizei noch die Staatsanwalt-

schaft aktenmässig erfassten) Videoaufnahmen der im Bareggtunnel in-

stallierten Verkehrsüberwachungsanlage (vgl. DVD in Untersuchungsakten 

[UA] act. 16) kann offenbleiben, da es aus folgenden Gründen nicht darauf 

ankommt bzw. nicht darauf abgestellt wird. 

 

2.2.2. 

In tatsächlicher Hinsicht steht unbestritten fest, dass der Beschuldigte dem 

vorausfahrenden Fahrzeug vorsätzlich zu nahe aufgefahren ist und dabei 

der gesetzliche Mindestabstand unterschritten wurde. Er selber schätzte 

den Abstand auf 5 bis 10 Meter ein. Der Beschuldigte räumt ein, dass mit 

der Videoaufnahme der polizeilichen Nachfahrt ein zulässiges Beweismittel 

vorliegt. Unbestritten ist schliesslich die vorinstanzliche Annahme der ge-

fahrenen Geschwindigkeit des Beschuldigten von mindestens 80 km/h (vgl. 

Berufungsbegründung S. 3 ff.). 

 

2.2.3. 

Der vom Beschuldigten zum vorausfahrenden Lieferwagen eingehaltene 

Abstand lässt sich aufgrund der Videoaufnahme aus dem Polizeipatrouil-

lenfahrzeug mit genügender Klarheit erstellen: 

 

Der vom Beschuldigten gelenkte VW T5 ist ca. 4.89 Meter lang (vgl. die zu 

Gunsten des Beschuldigten angenommenen und zutreffenden Ausführun-

gen der Vorinstanz, Urteil E. 2.2.3). Aus der bekannten Länge (6 Meter) 

und dem Abstand zwischen den Leitlinien auf diesem Autobahnabschnitt 

(12 Meter; vgl. dazu Art. 73 Abs. 3 der Signalisationsverordnung [SSV, 

SR 741.21], Anhang 1, VII. Markierungen [6.01–6.26] i.V.m. Norm 

SN 640 850a [Fassung vom November 2004] der Vereinigung Schweizeri-

scher Strassenfachleute [VSS], Markierungen, Ziff. 7.1 in Verbindung mit 

SSV-Nr. 6.03; die von der Vorinstanz zitierte Verordnung des UVEK vom 

12. Juni 2007 über die auf die Signalisation von Strassen, Fuss- und Wan-

derwegen anwendbaren Normen wurde auf den 1. Januar 2021 aufgeho-

ben, vgl. AS 2020 2161) und der anhand des Schattenwurfs erkennbaren 

Lage der Fahrzeuge zu den Leitlinien lässt sich die Distanz des vom Be-

schuldigten gelenkten VWs zum vor ihm fahrenden Lieferwagen mit der er-

forderlichen Genauigkeit feststellen, zumal die Videoaufnahme von hoher 

 - 5 - 

 

 

 

Qualität ist. Aufgrund des seitlich versetzten Fahrens des Polizeifahrzeu-

ges (Spurwechsel bei 00:18) und der Beleuchtung bei der Überdeckung 

Neuenhof ist – trotz wechselhafter Deckenbeleuchtung (vgl. Berufungsbe-

gründung S. 5) – der Schattenwurf der beiden relevanten Fahrzeuge bspw. 

bei der Zeit 00:28 gut erkennbar. Der Schatten des Lieferwagens endet 

etwa anfangs der vorderen weissen Linie, der Schatten des Fahrzeugs des 

Beschuldigten am Ende der hinteren (nächsten) weissen Linie. Dazwischen 

sind nur gut 12 Meter (1 Abstand zwischen 2 Leitlinien). Davon sind noch 

die 4.89 Meter abzuziehen für die Länge des Fahrzeuges des Beschuldig-

ten, woraus ein Abstand von ca. 7.5 Metern resultiert. Zuvor erscheint der 

Abstand konstant in diesem Bereich. Der massgebliche Abstand lässt sich 

somit vorliegend mit ausreichender Genauigkeit feststellen, ohne dass hier-

für besondere Kenntnisse erforderlich wären (vgl. Berufungsbegründung 

S. 4). 

 

Diese Feststellung des Abstands zwischen dem Fahrzeug des Beschuldig-

ten und dem vorausfahrenden Lieferwagen steht auch in Einklang mit den 

Aussagen des Beschuldigten am Tattag, wonach er den Abstand auf 5 bis 

10 Meter einschätzte (UA act. 15). Auch anlässlich der vorinstanzlichen 

Verhandlung gab der Beschuldigte an, dass er «sehr nah» gewesen sei, 

wobei er nicht habe sagen können, wie nah, ob 5, 10 oder 15 Meter (Ge-

richtsakten [GA] act. 21). Der Beschuldigte gab sodann an, den zu kleinen 

Abstand ca. von Anfang des Bareggtunnels bis zur Überdeckung Neuenhof 

gefahren zu sein (UA act. 15; vgl. auch UA act. 84: «bis zur nächsten Tank-

stelle im Windschatten spritsparend fahren» bzw. «Tunnel in Wettingen» 

[gemeint wohl Überdeckung Neuenhof]). 

 

2.3. 

Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte über 

eine Distanz von ca. 3.1 Kilometer (ca. km 95.000–98.100, vgl. UA act. 12) 

mit einer Geschwindigkeit von mindestens 80 km/h keinen grösseren Ab-

stand als 7.5 Meter hielt. 

 

3. 

3.1. 

Gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 

mit Geldstrafe bestraft, wer durch grobe Verletzung der Verkehrsregeln 

eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf 

nimmt. In objektiver Hinsicht setzt die Annahme einer schweren Wider-

handlung bzw. einer groben Verkehrsregelverletzung voraus, dass die Ver-

kehrssicherheit ernsthaft gefährdet wurde. Dabei genügt eine erhöhte abs-

trakte Gefährdung (BGE 142 IV 93 E. 3.1). 

 

Subjektiv erfordert der Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG ein rücksichts-

loses oder sonst schwerwiegend verkehrswidriges Verhalten, d.h. ein 

schweres Verschulden, bei fahrlässiger Begehung grobe Fahrlässigkeit 

 - 6 - 

 

 

 

(BGE 142 IV 93 E. 3.1). Je schwerer die Verkehrsregelverletzung objektiv 

wiegt, desto eher wird Rücksichtslosigkeit subjektiv zu bejahen sein, sofern 

keine besonderen Gegenindizien vorliegen. 

 

Gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG ist gegenüber allen Strassenbenützern ausrei-

chender Abstand zu wahren, namentlich beim Hintereinanderfahren. Der 

Fahrzeugführer hat beim Hintereinanderfahren einen ausreichenden Ab-

stand zu wahren, so dass er auch bei überraschendem Bremsen des vor-

anfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig halten kann (Art. 12 Abs. 1 VRV). Die 

Regel betreffend die Wahrung eines ausreichenden Abstands beim Hinter-

einanderfahren ist von grundlegender Bedeutung. Viele Unfälle sind auf 

ungenügenden Abstand zurückzuführen (BGE 131 IV 133 E. 3.2.1).  

 

Was unter einem «ausreichenden Abstand» im Sinne von Art. 34 

Abs. 4 SVG zu verstehen ist, hängt von den gesamten Umständen ab. 

Dazu gehören unter anderem die Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhält-

nisse sowie die Beschaffenheit der beteiligten Fahrzeuge. Für die Beurtei-

lung, ob eine grobe Verkehrsregelverletzung anzunehmen ist, wird als 

Richtschnur die Regel «1/6-Tacho» bzw. der Abstand von 0.6 Sekunden 

herangezogen (vgl. BGE 131 IV 133 E. 3.2.2; Urteil des Bundesgerichts 

6B_1139/2019 vom 3. April 2020 E. 2.2; mit Hinweisen). Dies bedeutet in-

des nicht, dass keine grobe Verkehrsregelverletzung vorliegen kann, wenn 

der Abstand mehr als 0.6 Sekunden beträgt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

6B_1090/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.5). Entscheidend bleiben die 

konkreten Umstände. 

 

3.2. 

3.2.1. 

Wird nach dem Gesagten von einem Abstand zum vorausfahrenden Fahr-

zeug von maximal 7.5 Metern und – zu Gunsten des Beschuldigten – von 

einer Geschwindigkeit von konstant 80 km/h ausgegangen (vgl. dazu Urteil 

E. 2.2.4 sowie Berufungsbegründung S. 5), so ergibt dies einen Abstand 

von maximal 0.33 Sekunden. Damit liegt nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts (vgl. dazu E. 3.1 oben) ohne Weiteres ein ungenügender 

Abstand im Sinne einer groben Verletzung der Verkehrsregeln vor. Ein sol-

cher wäre unter den gegebenen Umständen sogar bei einem deutlich grös-

seren Abstand (mindestens bis 13.3 Meter) noch gegeben. Zu beachten ist 

nämlich vorliegend, dass der Beschuldigte mit dem sehr nahen Aufschlies-

sen auf den vorausfahrenden hohen Lieferwagen eine eigentliche Wand 

vor sich hatte und somit keine Chance gehabt hätte, auf eine unvorherge-

sehene Situation reagieren zu können. Gerade an einem Samstagmorgen 

um 04:45 Uhr muss auf dem Normalstreifen auch mit übernächtigten oder 

noch müden Verkehrsteilnehmern gerechnet werden. Der Beschuldigte 

hätte somit in jedem Fall erst reagieren können, wenn der vor ihm fahrende 

Lieferwagen bereits mit Bremsen begonnen hätte. Bei der gefahrenen Ge-

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schwindigkeit von mindestens 80 km/h wäre dies jedenfalls zu spät gewe-

sen. Die Beschaffenheit des vorausfahrenden Fahrzeugs ist vorliegend so-

mit massgebend für die Beurteilung des ausreichenden Abstandes. Daran 

ändern auch die trockene Fahrbahn (vgl. UA act. 12) und die von ihm ge-

schilderte konstante und vorausschauende Fahrweise des Coop-Lastwa-

gens (vgl. UA act. 85) nichts. Unter den gegebenen Umständen wurde die 

Verkehrssicherheit ernsthaft gefährdet. 

 

3.2.2. 

Die Unterschreitung des genügenden Abstands beim Hintereinanderfahren 

ist das Resultat einer bewussten Entscheidung. Der Beschuldigte hat den 

nötigen Abstand absichtlich und willentlich unterschritten, um im Wind-

schatten fahren (und Benzin sparen) zu können. Der Beschuldigte bestrei-

tet nicht, vorsätzlich gehandelt zu haben (vgl. Berufungsbegründung S. 5). 

 

Der Beschuldigte gab vor Vorinstanz an, dass er als Chauffeur wisse, dass 

man ½ Tacho Abstand einhalten soll. Ihm sei schon bewusst gewesen, 

dass das nicht erlaubt bzw. nicht gut sei (vgl. GA act. 21 f.). Er sprach von 

einem leichtsinnigen Fehler (vgl. act. 22 und 85). Zwar sprach er auch da-

von, dass ihm nicht klar gewesen sei, dass dies schwer verboten sei bzw. 

als schwer(wiegend) gelte (vgl. GA act. 21 ff.), er machte aber klar eine 

Risikoabwägung und gewichtete schlussendlich seine Interessen (keine 

Verspätung/Stellenverlust, vgl. GA act. 21 f.) höher als die Verkehrssicher-

heit und verhielt sich damit rücksichtslos. Direkter Vorsatz (zweiten Grades) 

ist auch gegeben, wenn der Täter den deliktischen Erfolg (hier: die erhöhte 

abstrakte Gefährdung) als notwendige Folge oder als Mittel zur Erreichung 

des verfolgten Zwecks (hier: ungenügender Abstand beim Hintereinander-

fahren) in seinen Entschluss mit einbezogen hat, selbst wenn dieser ihm 

gleichgültig oder sogar unerwünscht sein mag. Die abstrakte Gefährdung 

der Verkehrssicherheit braucht nicht das direkt vom Beschuldigten er-

strebte Ziel zu sein (zum Vorsatz zweiten Grades siehe z.B. Urteil des Bun-

desgerichts 6B_480/2016 vom 5. August 2016 E. 4.3). 

 

3.3. 

Der Beschuldigte ist damit der groben Verkehrsregelverletzung durch un-

genügenden Abstand beim Hintereinanderfahren gemäss Art. 90 

Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG i.V.m. Art. 12 Abs. 1 VRV schuldig 

zu sprechen.  

 

4. 

4.1. 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten zu einer bedingten Geldstrafe von 

45 Tagessätzen à Fr. 100.00 bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie zu 

einer Verbindungsbusse von Fr. 800.00, ersatzweise 8 Tage Freiheits-

strafe, verurteilt. 

 

 - 8 - 

 

 

 

Der Beschuldigte äussert sich für den Fall eines Schuldspruchs der groben 

Verkehrsregelverletzung nicht zur Bemessung der Strafe. 

 

4.2. 

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung dargelegt 

(BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; BGE 147 IV 241, je mit Hinweisen). Darauf kann 

verwiesen werden. 

 

Der Strafrahmen der groben Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 

Abs. 2 SVG beträgt Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. In-

nerhalb dieses Strafrahmens ist die Strafe nach dem Verschulden festzu-

setzen (Art. 47 Abs. 1 StGB). Ausgangspunkt für die Bestimmung des Ver-

schuldens ist die Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen 

Rechtsguts (vgl. Art. 47 Abs. 2 StGB). Beim Tatbestand der groben Verlet-

zung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG ist das geschützte 

Rechtsgut die Verkehrssicherheit respektive der Schutz von Leib und Le-

ben der Verkehrsteilnehmer vor einer erhöhten abstrakten Gefahr. Es han-

delt sich bei den Abstandsvorschriften auf der Autobahn um eine wichtige 

Verkehrsregel, die der Vermeidung von Unfällen dient. Es ist denn auch 

allgemein bekannt, dass bei Unfällen auf der Autobahn eine erhebliche Ge-

fahr besteht, dass Verkehrsteilnehmer verletzt oder gar getötet werden. 

 

Der Beschuldigte hat sein Fahrzeug über eine Strecke von mehr als 3 Ki-

lometern mit erheblich zu geringen Abstand zum vorausfahrenden Liefer-

wagen gelenkt. Mithin handelt es sich nicht um ein bloss ganz kurzfristiges 

Nichteinhalten der aus Gründen der Verkehrssicherheit aufgestellten Ab-

standsvorschriften. Eine rechtzeitige und angemessene Reaktion auf ein 

überraschendes Fahrmanöver oder Bremsen des vorausfahrenden Fahr-

zeugs wäre erheblich erschwert oder gar verunmöglicht gewesen. Entspre-

chend gross war die damit einhergehende Gefahr einer Auffahrkollision mit 

Involvierung weiterer Fahrzeuge. Zu beachten ist weiter, dass der Beschul-

digte mit rund 80 km/h eine hohe Geschwindigkeit fuhr und das Verkehrs-

aufkommen zwar nicht hoch, aber auch nicht zu vernachlässigen war. Ins-

gesamt ist unter den dargelegten Umständen und unter Berücksichtigung 

des grossen Spektrums der vom Tatbestand der groben Verkehrsverlet-

zung bei einem Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe erfass-

ten Fahrweisen von einer leichten bis mittelschweren Gefährdung der abs-

trakten Verkehrssicherheit auszugehen. Der Tatbestand der groben Verlet-

zung der Verkehrsregeln erfordert weder das Vorliegen eines Unfalls noch 

eine konkrete Gefährdung. Aus dem Umstand, dass es zu keinem Unfall 

gekommen ist, ist im Rahmen der Strafzumessung nichts zu Gunsten des 

Beschuldigten abzuleiten. Das Fehlen eines verschuldenserhöhenden Um-

standes (z.B. Unfall, konkrete Gefährdung Dritter usw.) kann nicht verschul-

densmindernd berücksichtigt werden, sondern wirkt sich neutral aus. 

 

 - 9 - 

 

 

 

Der Beschuldigte, der im Zeitpunkt des Vorfalles bereits über eine langjäh-

rige Fahrerfahrung verfügte und dem die Abstandsregeln bekannt waren, 

hat sich über die für die Sicherheit im Strassenverkehr wichtige Vorschrift 

von Art. 34 Abs. 4 SVG bewusst hinweggesetzt. Mithin hat er leichtfertig 

und verantwortungslos gehandelt. Er verfügte in Bezug auf die Wahrung 

eines ausreichenden Abstandes denn auch über ein sehr grosses Mass an 

Entscheidungsfreiheit. Es wäre ihm ohne weiteres möglich gewesen, mit 

ausreichendem Abstand hinter dem Lieferwagen herzufahren. Die beab-

sichtigte (wohl nur unwesentliche) Benzineinsparung durch Windschatten-

fahren steht in keinem Verhältnis zur Gefährdung der übrigen Verkehrsteil-

nehmer und das Motiv des Beschuldigten (Zeitnot/drohender Stellenver-

lust) war rein egoistischer Art. Er hat den knappen Benzinstand bereits bei 

Antritt der Fahrt bemerkt (vgl. UA act. 83) und hätte sich vor Auffahrt auf 

die Autobahn um Benzin kümmern müssen oder – zumal er davon ausging, 

dass es bis nach Spreitenbach reichen sollte (vgl. UA act. 84) – die Wind-

schattenfahrt unterlassen müssen. Je leichter es aber für ihn gewesen 

wäre, die für ihn geltende Vorschrift der Wahrung eines ausreichenden Ab-

standes einzuhalten, desto schwerer wiegt die Entscheidung dagegen (vgl. 

BGE 117 IV 112 E. 1 mit Hinweisen). Insgesamt ist von einem leichten bis 

mittelschweren Verschulden auszugehen.  

 

Relevante, sich auf die Strafhöhe auswirkende Täterkomponenten sind 

keine ersichtlich. Der Beschuldigte ist im Strafregister nicht verzeichnet, 

was jedoch den Normalfall darstellt. Der Umstand, dass es sich bei ihm um 

einen Chauffeur handelt, er sich grundsätzlich kooperativ gezeigt hat und 

einräumt, einen Fehler gemacht zu haben, kann sich nur leicht verschul-

densmindernd auswirken. Es ist denn auch zweifelhaft, ob eine nachhaltige 

Einsicht und Reue, die über eine blosse Tatfolgenreue hinausgeht, vorliegt. 

Vielmehr wäre zu erwarten gewesen, dass gerade ihm als Chauffeur hätte 

bewusst sein müssen, wie wichtig ein genügender Abstand auf der Auto-

bahn ist. Dennoch hat er auch noch im Berufungsverfahren die Schwere 

seines Fahrverhaltens bestritten. Nicht strafmindernd zu berücksichtigen 

ist, dass der Beschuldigte befürchtet, als Folge des Strafverfahrens den 

Führerausweis abgeben zu müssen und die Arbeit zu verlieren bzw. eine 

Lohneinbusse zu erleiden (vgl. GA act. 23). Der Verlust des Führerauswei-

ses ist eine zwangsläufige und unabhängig vom Beruf des Täters vorgese-

hene direkte Folge einer schweren Verkehrsregelverletzung, die allein auf 

sein Verhalten zurückzuführen ist. Für sich allein kann der Führerausweis-

entzug, auch wenn er zum Verlust der Arbeitsstelle führen sollte, deshalb 

nicht zu einer Strafminderung führen. 

 

Insgesamt wirkt sich die Täterkomponente leicht strafmindernd aus. 

4.3. 

Nach dem Gesagten erscheint dem Obergericht eine (bedingte) Geldstrafe 

von 90 Tagessätzen zuzüglich einer Verbindungsbusse (siehe dazu unten) 

 - 10 - 

 

 

 

in ihrer Summe als dem leichten bis mittelschweren Verschulden und den 

persönlichen Verhältnissen angemessen. 

 

Da nur der Beschuldigte ein Rechtsmittel erhoben hat, hat es aufgrund des 

Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) allerdings bei der vor-

instanzlich ausgesprochenen Geldstrafe von 45 Tagessätzen sein Bewen-

den. Diese Strafe kann unter keinem Titel herabgesetzt werden. Insbeson-

dere wäre auch bei Annahme einer vom Beschuldigten beantragten zusätz-

lichen Strafminderung um 5 Tagessätze wegen langer Verfahrensdauer 

bzw. Verletzung des Beschleunigungsgebots (nebst der bereits von der Vor-

instanz vorgenommenen Strafminderung um 15 Tagessätze) eine höhere 

als die von der Vorinstanz festgesetzte Geldstrafe auszufällen gewesen. 

 

4.4. 

Die Höhe des Tagessatzes bemisst sich nach den Verhältnissen des Täters 

im Urteilszeitpunkt (Art. 34 Abs. 2 StGB). Massgebende Kriterien für die 

Bestimmung der Tagessatzhöhe sind das Einkommen, das Vermögen und 

der Lebensaufwand des Beschuldigten, seine Unterstützungspflichten und 

persönlichen Verhältnisse sowie sein Existenzminimum (BGE 142 IV 315 

E. 5 = Pra 2018 Nr. 52, Bestätigung der bisherigen Rechtsprechung). Aus-

gangspunkt ist das Nettoeinkommen, das der Täter im Zeitpunkt des Urteils 

durchschnittlich erzielt bzw. alle geldwerten Leistungen, die ihm zufliessen 

(BGE 134 IV 60 E. 6.1). 

 

Der Beschuldigte verfügt über ein Nettoeinkommen von Fr. 5'200.00 (vgl. 

Lohnabrechnung vom Juli 2021, Plädoyerbeilagen vor Vorinstanz). Bei ei-

nem Pauschalabzug für die Krankenkasse, Steuern und notwenigen Be-

rufskosten von 20 % und einem Unterstützungsabzug für die die noch stu-

dierende Tochter von 15 % resultiert ein Tagessatz von Fr. 117.00. Ein sol-

cher Tagessatz ist indessen nicht auf neue Umstände zurückzuführen, 

weshalb die Tagessatzhöhe aufgrund des Verschlechterungsverbots un-

verändert bei Fr. 100.00 zu belassen ist. 

 

4.5. 

Die Gewährung des bedingten Strafvollzugs und die auf das Minimum von 

zwei Jahren festgesetzte Probezeit sind im Berufungsverfahren unange-

fochten geblieben. Damit hat es sein Bewenden, zumal eine unbedingte 

Strafe aufgrund des Verschlechterungsverbots vorliegend nicht ausgefällt 

werden könnte. 

 

4.6. 

Eine bedingt ausgesprochene Geldstrafe kann mit einer Busse verbunden 

werden (Art. 42 Abs. 4 StGB). Vorliegend ist die Verbindung der bedingt 

ausgesprochenen Geldstrafe mit einer Busse angezeigt, um dem Beschul-

digten die Ernsthaftigkeit der Sanktion und die Konsequenzen seines Han-

delns deutlich vor Augen zu führen. Zudem soll er gegenüber einem Täter, 

 - 11 - 

 

 

 

der sich bloss wegen einer Übertretung zu verantworten hat und dafür mit 

einer Busse bestraft wird, nicht bessergestellt werden (sog. Schnittstellen-

problematik). Auf Busse kann somit nicht verzichtet werden (vgl. Beru-

fungsbegründung S. 5). 

 

Um dem akzessorischen Charakter der Verbindungsstrafe gerecht zu wer-

den, erscheint unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse und 

des Verschuldens des Beschuldigten sowie des Umstands, dass bloss eine 

tiefe Geldstrafe ausgefällt wird und der Verbindungsstrafe nicht lediglich 

symbolische Bedeutung zukommen soll, eine Verbindungsbusse von 

Fr. 800.00, wie sie von der Vorinstanz ausgesprochen worden ist, sachge-

recht (vgl. BGE 135 IV 188 E. 3.4.4). 

 

Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaftem Nichtbezahlen der Verbindungs- 

von Fr. 800.00 ist, ausgehend von einem als Umrechnungsschlüssel zu 

verwendenden Tagessatz von Fr. 100.00 (BGE 134 IV 60 E. 7.3.3) auf 

8 Tage festzusetzen (Art. 106 Abs. 2 StGB). 

 

4.7. 

Zusammenfassend ist der Beschuldigte zu einer bedingten Geldstrafe von 

45 Tagessätzen à Fr. 100.00, d.h. Fr. 4'500.00, Probezeit 2 Jahre, und ei-

ner Verbindungsbusse von Fr. 800.00, ersatzweise 8 Tage Freiheitsstrafe, 

zu verurteilen. 

 

5. 

5.1. 

Die Berufung des Beschuldigten erweist sich als unbegründet. Damit sind 

ihm die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 2'000.00 (§ 18 VKD) 

vollumfänglich aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 2 lit. b StPO). Ausgangsgemäss 

hat er seine Parteikosten selbst zu tragen (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 

Abs. 1 StPO e contrario). 

 

5.2. 

Die vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen bedürfen keiner 

Korrektur (Art. 428 Abs. 3 StPO i.V.m Art. 426 Abs. 1 StPO). 

 

6. 

Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, so fällt es 

ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO, 

Art. 81 StPO). Das ist auch der Fall, wenn eine Berufung vollumfänglich 

abgewiesen wird (Urteil des Bundesgerichts 6B_761/2017 vom 17. Ja-

nuar 2018 E. 4 mit Hinweisen). 

 

 

 

 

 - 12 - 

 

 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Der Beschuldigte ist der groben Verletzung der Verkehrsregeln durch un-

genügenden Abstand beim Hintereinanderfahren gemäss Art. 90 Abs. 2 

i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV schuldig. 

 

2. 

Der Beschuldigte wird gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG sowie in Anwendung 

von Art. 102 SVG, Art. 47 StGB, Art. 34 StGB, Art. 42 Abs. 1 und 4 StGB, 

Art. 44 StGB sowie Art. 106 StGB zu  

 

einer bedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen à Fr. 100.00, d.h. 

Fr. 4'500.00, Probezeit 2 Jahre, und einer Verbindungsbusse von 

Fr. 800.00, ersatzweise 8 Tage Freiheitsstrafe, verurteilt.  

 

3. 

3.1. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 2'000.00 werden dem Be-

schuldigten auferlegt.  

 

3.2. 

Der Beschuldigte hat seine obergerichtlichen Parteikosten selber zu tragen. 

 

4. 

4.1. 

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 2'545.40 (inkl. Anklagege-

bühr von Fr. 900.00) werden dem Beschuldigten auferlegt. 

 

4.2. 

Der Beschuldigte hat seine erstinstanzlichen Parteikosten selber zu tragen. 

 

 

 Zustellung an: 

[…] 

 
 
   

Hinweis zur Bedeutung der bedingt ausgesprochenen Strafe  

(Art. 44 Abs. 3 StGB) 

 

Bei einer ausgefällten bedingten Geld- oder Freiheitsstrafe wird der Vollzug aufgeschoben. 

Gleichzeitig wird dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren angesetzt. Hat 

sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit bewährt, so wird die aufgeschobene Strafe 

nicht mehr vollzogen (Art. 45 StGB). Das bedeutet, dass die Geldstrafe dann nicht bezahlen 

bzw. die Freiheitsstrafe nicht anzutreten ist. Begeht der Verurteilte während der Probezeit 

aber ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten 

 - 13 - 

 

 

 

verüben wird, so widerruft das Gericht grundsätzlich die bedingte Strafe (Art. 46 Abs. 1 

StGB).  

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der voll-

ständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das Schweize-

rische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und 

Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerd-

elegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 7. April 2022 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Strafgericht, 3. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

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