# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19616c17-70f2-5a65-b3ab-d9d269cabf7d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 08.11.2023 810 2023 38 (810 23 38)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2023-38_2023-11-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 8. November 2023 (810 23 38) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Raumplanung, Bauwesen  

 

 

Baugesuch für Einfamilienhaus / Mehrfamilienhaus mit Autoeinstellhalle / Pavillon 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Daniel Ivanov, 

Markus Clausen, Hans Furer, Daniel Häring, Gerichtsschreiber Martin 
Michel 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin  
 
B.____, Beschwerdeführerin 
 
 

 gegen 
 
 

 Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Joël Cedric Burgunder, 
Advokat 
 

 Einwohnergemeinde Arlesheim, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Baugesuch für Einfamilienhaus / Mehrfamilienhaus mit Autoeinstellhalle 
/ Pavillon  
(Entscheid der Baurekurskommission vom 28. Juni 2022) 

 

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A. Am 13. Juni 2019 reichte C.____ beim Bauinspektorat des Kantons Basel-Landschaft 
ein Baugesuch für ein Einfamilienhaus, ein Mehrfamilienhaus mit Autoeinstellhalle sowie einen 
Pavillon auf den Parzellen Nr. 1554 und Nr. 2143 (nach einer Grenzmutation heute: Nr. 6990), 
Grundbuch (GB) Arlesheim, ein. 
 
B. Gegen das Baugesuch erhoben A.____ und B.____ als in der Nachbarschaft woh-
nende Mieterinnen eine Einsprache, welche das Bauinspektorat mit Entscheid Nr. 049/20 vom 
11. Juni 2020 abwies, soweit es darauf eintrat. 
 
C. Dagegen erhoben A.____ und B.____, zwischenzeitlich vertreten durch Erik Wassmer, 
Advokat in Liestal, Beschwerde bei der Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft 
(BRK). Nachdem die BRK am 25. Mai 2021 einen Augenschein durchgeführt hatte, beschloss 
sie, das Baugesuch der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) sowie 
der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) zur Begutachtung zu unterbreiten. 
 
D. Die ENHK und die EKD erstatteten am 17. Mai 2022 ein gemeinsames Gutachten 
(ENHK/EKD-Gutachten) zu Fragen zum Inventar des Bundes von Objekten mit nationaler Be-
deutung (ISOS) bzw. zu Denkmalwerten, die im direkten Zusammenhang mit dem zur Beur-
teilung vorliegenden Bauprojekt stehen. 
 
E. Mit Entscheid Nr. 20-033 vom 28. Juni 2022 wies die BRK die Beschwerde im Sinne 
der Erwägungen ab und auferlegte den Beschwerdeführerinnen Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 1'000.--. Zudem sprach die BRK der Baugesuchstellerin eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 15'000.-- zu Lasten der Beschwerdeführerinnen zu. 
 
F. Gegen den Entscheid der BRK erheben A.____ und B.____ (vorübergehend vertreten 
durch Advokat Erik Wassmer) mit Eingabe vom 6. Februar 2023 Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit 
dem Hauptantrag, der Entscheid der BRK sei aufzuheben und die Baubewilligung betreffend 
Baugesuch Nr. 0916/2019 sei nicht zu erteilen (Ziff. 1), und Anträgen betreffend die Feststel-
lung der Schutzwürdigkeit von Liegenschaften und Bäumen (Ziff. 2 und 3) sowie Anweisungen 
an die Baugesuchstellerin (Ziff. 6). Weiter stellen die Beschwerdeführerinnen diverse Eventual- 
und Subeventualanträge (Ziff. 7 bis 9) sowie Verfahrens- und Beweisanträge, wie Sistierung 
(Ziff. 4), Einholung von ergänzenden Fachgutachten (Ziff. 5) und Durchführung eines Augen-
scheins (Ziff. 11). 
 
G. Die Gemeinde Arlesheim verzichtete unter Verweis auf ihre Stellungnahmen im Ein-
spracheverfahren vom 4. November 2019 und 7. Mai 2020 auf eine Vernehmlassung. 
 

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H. Die Vorinstanz nahm mit Eingabe vom 14. Juni 2023 zur Beschwerde Stellung und 
bestreitet die Rügen betreffend Verletzung des rechtlichen Gehörs. 
 
I. Die Baugesuchstellerin, vertreten durch Joël Burgunder, Advokat in Reinach, schliesst 
mit Vernehmlassung vom 14. Juni 2023 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzu-
treten sei. 
 
J. Mit Präsidialverfügung vom 3. Juli 2023 wies das Kantonsgericht das Sistierungsge-
such der Beschwerdeführerinnen ab und überwies den Fall der Kammer zur Beurteilung im 
Rahmen einer Urteilsberatung. 
 
K. Mit Replik vom 30. August 2023 bringen die Beschwerdeführerinnen neu vor, sie hät-
ten, vertreten durch Advokat Michael Pletscher, beim Regierungsrat des Kantons Basel-Land-
schaft ein Gesuch um Unterschutzstellung betreffend anthroposophische Bauten und Anlagen 
entlang der Strasse "Auf der Höhe" eingereicht, weshalb das vorliegende Beschwerdeverfahren 
zu sistieren sei, bis der Regierungsrat rechtskräftig über die gebotenen Schutzmassnahmen 
entschieden habe. 
 
L. Mit Duplik vom 13. Oktober 2023 beantragt die Baugesuchstellerin, die von den Be-
schwerdeführerinnen mit der Replik eingereichten Beilagen 1 bis und mit 11 sowie 13, 14 und 
17 seien aus dem Recht zu weisen und der erneut gestellte Antrag auf Sistierung sowie die zu-
sätzlich gestellten Beweisanträge seien abzuweisen. 
 
M. Mit Präsidialverfügung vom 16. Oktober 2023 wies das Kantonsgericht das im Rahmen 
der Replik gestellte Sistierungsgesuch der Beschwerdeführerinnen ab. 
 
N. Am 27. Oktober 2023 ging eine weitere Stellungnahme der Beschwerdeführerinnen 
ein. 
 
O. Die Baugesuchstellerin nahm am 6. November 2023 zur Eingabe vom 27. Oktober 
2023 Stellung. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 134 Abs. 5 des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 
1998 in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Entscheide der Baurekurskommission 
durch die Betroffenen und die Gemeinden beim Kantonsgericht angefochten werden. Die 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Beschwerde ist somit gegeben.  
 
1.2 Die Beschwerdeführerinnen beantragen in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Sistierung 
des Beschwerdeverfahrens, bis das im ENHK/EKD-Gutachten empfohlene gemeinde- und kan-
tonsübergreifende Schutzkonzept erarbeitet und verabschiedet worden sei sowie bis ein natur-

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schutzfachlich begründetes Naturinventar im Grünkorridor zwischen Goetheanumpark und Er-
mitage erhoben und ein entsprechendes Schutzkonzept erarbeitet und verabschiedet worden 
sei. Nach der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht die Sistierung des Verfah-
rens grundsätzlich im Widerspruch zum Beschleunigungsgebot bzw. zum Anspruch auf Beurtei-
lung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft [BV] vom 18. April 1999) und soll die Ausnahme bleiben (BGE 135 III 127 
E. 3.4). Eine Sistierung wäre unter anderem dann begründet, wenn das Ergebnis des Verfah-
rens von jenem eines anderen Verfahrens abhängt oder wenn ein enger sachlicher Zusammen-
hang zu einem anderen Verfahren besteht. Dies ist vorliegend nicht der Fall, da alle notwen-
digen Grundlagen (insbesondere eine vom Regierungsrat genehmigte, rechtskräftige Nutzungs-
planung) vorliegen, um das streitige Baugesuch beurteilen zu können. Die Sache ist damit ent-
scheidungsreif und eine Sistierung des kantonsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens fällt unter 
diesen Voraussetzungen ausser Betracht. 
 
1.3 Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerinnen Feststel-
lungsbegehren betreffend die Schutzwürdigkeit von Gebäuden und Bäumen stellen. Die Frage, 
ob vorhandene Gebäude oder Naturwerte dem Bauvorhaben entgegenstehen, ist im Rahmen 
des Hauptbegehrens (der Bewilligungsfähigkeit des Baugesuchs) zu prüfen. Daneben besteht 
kein schutzwürdiges Interesse an der selbständigen gerichtlichen Beurteilung der Feststellungs-
begehren. 
 
1.4 Die weiteren formellen Voraussetzungen sind – mit der vorgenannten Ausnahme 
(E. 1.3) – erfüllt, sodass insoweit auf die Beschwerde eingetreten werden kann. 
 
1.5 Die Beschwerdeführerinnen beantragen weiter die Durchführung eines Augenscheins. 
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass im vorinstanzlichen Verfahren am 25. Mai 2021 und am 
17. Januar 2022 (im Beisein einer Delegation der ENHK und der EKD) bereits zwei Augen-
scheine mit den Parteien durchgeführt wurden. Der rechtserhebliche Sachverhalt ergibt sich so-
dann deutlich aus den in den Akten liegenden und von den Parteien eingereichten Unterlagen, 
Plänen und Fotografien, weshalb auf die Durchführung eines Augenscheins durch das Kantons-
gericht verzichtet werden kann.  
 
2. Die Kognition des Kantonsgerichts ist gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO grund-
sätzlich auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Miss-
brauch des Ermessens sowie unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts 
beschränkt. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht – abgesehen von hier 
nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3.1  Die Beschwerdeführerinnen rügen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, namentlich 
der Begründungspflicht durch die Vorinstanz, weil sie sich nicht mit allen vorgebrachten Argu-
menten (insb. der Frage der Schutzwürdigkeit der Lebensräume und Arten) auseinandergesetzt 
habe und insbesondere ihre Eingabe vom 13. Juni 2022 nicht erwähnt habe. Weiter bringen sie 
vor, der Sachverhalt sei hinsichtlich der Naturwerte unvollständig festgestellt worden, weil sich 
die begutachtenden Kommissionen auf die Themen des Ortsbild- und Denkmalschutzes be-

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schränkt hätten. Die Vorinstanz habe sodann die Voraussetzungen von Art. 18 Abs. 1ter des 
Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) vom 1. Juli 1966, Art. 14 Abs. 7 der 
Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (NHV) vom 16. Januar 1991 sowie § 14 des 
Gesetzes über den Natur- und Landschaftsschutz (NLG) vom 20. November 1991 nicht geprüft 
und sich mit der Notwendigkeit bestmöglicher Schutz-, Wiederherstellungs- und Ersatzmass-
nahmen nur rudimentär auseinandergesetzt. Weiter hätten sie erst im Laufe des Verfahrens vor 
der BRK von einer Planbereinigung erfahren und sich somit im Baugesuchsverfahren nicht da-
zu äussern können, was eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs darstelle. 
 
3.2 Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist angesichts der formellen Natur des 
Gehörsanspruchs vor den weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerinnen zu behandeln (BGE 
126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs führt nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels 
zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides (BGE 
137 I 195 E. 2.2). Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs 
kann jedoch ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit er-
hält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die 
Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinne 
einer Heilung des Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und 
soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzöge-
rungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen 
Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 
137 I 195 E. 2.3.2, mit Hinweisen). 
 
3.3 Die Begründungspflicht der Behörden ist Bestandteil des in Art. 29 Abs. 2 BV und § 9 
Abs. 3 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 verankerten An-
spruchs auf rechtliches Gehör. Die Begründung einer Verfügung entspricht den Anforderungen 
von Art. 29 Abs. 2 BV, wenn die Betroffenen dadurch in die Lage versetzt werden, die 
Tragweite der Entscheidung zu beurteilen und sie in voller Kenntnis der Umstände an eine 
höhere Instanz weiterzuziehen. Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde 
von unsachlichen Motiven leiten lässt, und der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung 
sachgerecht anzufechten. Das ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die 
Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In 
diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 133 III 439 E. 3.3 mit 
Hinweisen). Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder Behauptung und 
jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den 
Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (vgl. BGE 129 I 236 E. 3.2; BGE 
126 I 102 E. 2b; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
[KGE VV], vom 19. Juni 2019 [810 17 292 - 296] E. 3.3). 
 
3.4 Diesen Voraussetzungen genügt der angefochtene Entscheid ohne weiteres. Die 
Vorinstanz hat sich mit den verschiedenen Rügen der Beschwerdeführerinnen ausführlich aus-

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einandergesetzt und aufgezeigt, aus welchen Gründen sie das Baugesuch als bewilligungsfähig 
erachtet. Insbesondere hat sich die Vorinstanz auch eingehend mit der Frage der Schutz-
würdigkeit der Lebensräume und Arten auseinandergesetzt und dargelegt, weshalb das Bau-
vorhaben den entsprechenden Anforderungen entspricht (vorinstanzlicher Entscheid E. 4). 
Damit wurden die Beschwerdeführerinnen in die Lage versetzt, sich über die Tragweite des Ent-
scheids Rechenschaft zu geben und ihn in voller Kenntnis der Sache weiterzuziehen. Die Rüge 
der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist deshalb unbegründet. 
 
4.1 Die Beschwerdeführerinnen bemängeln, dass für die strittigen Bauten eine explizite 
und rechtskonforme Baubewilligung mit den nötigen Bedingungen und Auflagen fehle. Die Er-
teilung oder Verweigerung einer Baubewilligung sei ein zentraler Punkt jedes Baubewilligungs-
verfahrens und mit der blossen Abweisung der Einsprache liege noch keine gültige Baube-
willigung vor, müssten doch die zuständigen Behörden das Bauprojekt von Amtes wegen auf 
seine Rechtskonformität prüfen und allfällige Auflagen machen. Es sei daher zu prüfen, ob es 
sich um eine gültige Baubewilligung handle, da die Bewilligung weder im Entscheid der BRK 
noch im Entscheid des Bauinspektorats explizit erteilt worden sei. 
 
4.2  Das kantonale Baubewilligungsverfahren ist in den §§ 124 ff. RBG und den §§ 86 ff. 
der Verordnung zum Raumplanungs- und Baugesetz (RBV) vom 27. Oktober 1998 geregelt. 
Die Baubewilligungsbehörde entscheidet spätestens innert drei Monaten über das Baugesuch 
sowie über die eingegangenen Einsprachen (§ 128 Abs. 5 Satz 1 RBG). Die Baubewilligung 
wird gemäss § 129 Abs. 1 RBG erteilt, wenn das Bauvorhaben den gesetzlichen Bestimmungen 
entspricht und über die Einsprachen öffentlich-rechtlicher Natur rechtskräftig entschieden wor-
den ist. Daraus ergibt sich, dass die Baubewilligungsbehörde über das Baugesuch und über die 
Einsprachen zusammen entscheidet und im Einspracheverfahren nicht nur über die geltend 
gemachten Einsprachen, sondern auch über "das Baugesuch" entschieden wird. Im Einspra-
cheverfahren wird somit geprüft, ob das Baugesuch sämtlichen massgeblichen öffentlichen 
Bestimmungen entspricht. Die Baubewilligung wird nach diesem System hingegen erst erteilt, 
wenn keine Rechtsstreitigkeiten über die Bewilligungsfähigkeit eines Baugesuchs mehr hängig 
sind und deshalb mit den Bauarbeiten begonnen werden darf. Der Baubewilligung kommt damit 
praktisch die Funktion einer Baufreigabe zu (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 1P.145/2006 
vom 22. Mai 2006 E. 1.1.1 ff.). Demgemäss ist nicht zu beanstanden, dass die vorinstanzlichen 
Entscheide keine formelle Baubewilligung enthalten, zumal es der Logik des Systems ent-
spricht, die Baubewilligung erst nach dem letztinstanzlichen Entscheid über die Einwände der 
Beschwerdeführerinnen zu erteilen. 
 
5.1.1 Inhaltlich zu prüfen ist, ob der – für die Realisierung des Bauprojekts notwendige – Ab-
riss des Gebäudes auf den Parzellen Nr. 1554 und Nr. 6990, GB Arlesheim (Auf der Höhe 8, 
sog. "Haus Kaelin") rechtmässig ist. Die Vorinstanz kam diesbezüglich zum Schluss, das zum 
Abriss vorgesehene "Haus Kaelin" sei weder kantonal noch kommunal geschützt und auch in 
keinem Inventar aufgenommen. Aufgrund der Lage der streitbetroffenen Liegenschaft (ISOS-
Umgebung, Nähe zum Goetheanum mit anthroposophischer Landschaftsstimmung und zum 
Schwinbach) sei gestützt auf Art. 17a NHG i.V.m. Art. 25 NHV ein neutrales ENHK/EKD-
Gutachten zum Baugesuch in Auftrag gegeben worden. Die im ENHK/EKD-Gutachten vorge-

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nommene Würdigung könne vollumfänglich übernommen werden. Die Anthroposophen-Kolo-
nie, im ISOS der Gemeinde Dornach (Kanton Solothurn) als "Gesamtkunstwerk von internatio-
naler Reputation" gewürdigt, präge bis heute die Umgebung des Goetheanumhügels. Aus 
architekturhistorischer Sicht komme der Kolonie, die sich rund um den Goetheanumhügel auf 
dem Gemeindegebiet von Arlesheim und Dornach (und später auch Aesch, Kanton Basel-Land-
schaft) als weltweites Zentrum der Anthroposophie erstrecke, ein sehr hoher Seltenheits-, Al-
teritäts- und Zeugniswert zu. Das "Haus Kaelin" gelte zwar nicht als überragendes Beispiel der 
anthroposophischen Architektur, als Teil des "Gesamtkunstwerkes" komme ihm aber ein wichti-
ger und vielschichtiger Zeugniswert zu. Gestützt auf ihre Analyse hätten die begutachtenden 
Kommissionen EKD und ENHK für den Projektperimeter und seine relevante Umgebung fol-
gende Schutzziele formuliert: ungeschmälerte Erhaltung der Sichtverbindungen zu und zwi-
schen den prägenden Bauten (Dom, Goetheanum, Schloss Birseck und Burg Reichenstein); 
Erhaltung des Charakters eines durchgrünten und baumbestandenen Quartiers an der Grenze 
zu Dornach mit seinem prägenden Baumbestand; Erhaltung der anthroposophisch geprägten 
Wohn- und Nutzbauten im näheren Umfeld des Goetheanums als Teil eines bedeutenden 
materiellen architekturhistorischen Zeugnisses rund um das bauliche und geistige Zentrum der 
Anthroposophie und als Teil des Gesamtkunstwerks "Goetheanum". Aus ortsbildlicher Sicht 
stelle das ENHK/EKD-Gutachten fest, dass das geplante Bauvorhaben keine der wichtigen 
Sichtachsen zwischen und zu den ortsbildprägenden Bauten, insbesondere zum Dom und zum 
Goetheanum, wesentlich tangiere. Zwar würden die beiden geplanten Bauten (sowie der 
bestehende, auffällige Flachdachbau auf der Nachbarparzelle Nr. 1552) im Blick über den un-
bebauten Wiesenstreifen nordöstlich der Parzelle Nr. 1552 zusammen mit einem Teil des 
Dachs des Goetheanums in Erscheinung treten, die Sichtachse jedoch nicht unterbrechen. 
Diese Sichtachse sei zudem für die Wahrnehmung des Goetheanums in seinem Umfeld von 
geringer Relevanz. In Bezug auf den Charakter des durchgrünten Quartiers werde das Neu-
bauprojekt höchstens zu einer leichten Beeinträchtigung führen, sofern sichergestellt werde, 
dass eine quartiertypische Begrünung auch auf den betroffenen Parzellen erhalten bleibe oder 
neu angepflanzt werde. Der Augenschein habe gezeigt, dass in mehreren Gärten markante 
Douglasiengruppen zu finden seien. Eine besondere ortsbildliche Bedeutung oder ein garten-
denkmalpflegerischer Wert könne aber weder aufgrund der Beschreibungen und Erhal-
tungsziele im ISOS noch aufgrund der Hinweise aus den konsultierten Quellen begründet 
werden. Das "Haus Kaelin" (Baujahr 1931) sei ein Beispiel der anthroposophischen Architektur 
vor dem Hintergrund des neuen Bauens. Aufgrund der späteren Eingriffe habe das "Haus 
Kaelin" einen Teil seines Zeugniswerts eingebüsst. Gestützt auf den Augenschein, auf das 
Bauinventar von Arlesheim, auf den "Architekturführer Goetheanumhügel" sowie die weitere 
verwendete Literatur hätten die begutachtenden Kommissionen das "Haus Kaelin" aufgrund sei-
nes baukünstlerischen Eigenwerts innerhalb des Gesamtbestands der plastisch-organischen 
Architektur von Dornach und Arlesheim nicht als herausragendes Beispiel erachtet. Mit dem 
Abbruch des "Hauses Kaelin" würde ein zeitnah mit dem Goetheanum entstandenes, von einem 
Schüler Rudolf Steiners in den ersten Jahren nach dessen Tod entworfenes, anthroposophisch 
geprägtes Wohnhaus, dessen architektur- und kulturhistorische Bedeutung im Kontext des Ge-
samtkunstwerks zu lesen sei, unwiederbringlich zerstört und aus dem siedlungsgeschichtlichen 
Zusammenhang verschwinden. Die Kommissionen seien zum Schluss gekommen, dass aus 
ortsbildlicher Sicht die Neubebauung der Parzellen Nr. 1554 und Nr. 6990 zwar grundsätzlich 

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möglich sei, der Abbruch des "Hauses Kaelin" aus denkmalpflegerischer Sicht jedoch einen 
Verlust darstelle, der das Gesamtkunstwerk "Goetheanum" schmälere. Die BRK kam zusam-
mengefasst zum Schluss, dass keine gesetzliche Grundlage vorhanden sei, die einen Abbruch 
des "Hauses Kaelin" verhindern könnte. 
 
5.1.2 Die Beschwerdeführerinnen bringen unter Bezugnahme auf zwei denkmalpflegerische 
Stellungnahmen von D.____ vom 10. Januar 2022 und 10. April 2023 (Gutachten D.____) vor, 
es handle sich beim "Haus Kaelin" und beim "Haus Kirchner" (Parzelle Nr. 1548, GB Arlesheim; 
Auf der Höhe 10) um ein wertvolles Zweier-Ensemble an markanter Lage. Die beiden Bauten 
seien von Hermann Ranzenberger als Ensemble konzipiert worden und stellten ein einmaliges 
Zweier-Ensemble anthroposophischer Wohnbaukultur dar. Wichtig sei, dass die anthroposophi-
sche Kolonie in Arlesheim nur am Weg "Auf der Höhe" als eigentliche "Wohnkolonie" vorkom-
me. Nur an diesem Weg verfüge Arlesheim über ein zusammenhängendes Ensemble aus 
sechs anthroposophischen Wohnbauten. Im ENHK/EKD-Gutachten würden die genannten 
ortsbildlichen Aspekte für das "Ensemble Auf der Höhe" nicht näher ausgeführt, sodass ein 
wesentlicher Teil des Sachverhalts offengeblieben sei. Ebenso seien im ENHK/EKD-Gutachten 
diverse Fragen nicht beantwortet worden, weshalb ein ergänzendes Gutachten einzuholen sei. 
Die kantonale Denkmalpflege habe lediglich vermutungsweise erläutert, warum das "Haus 
Kaelin" nicht im Bauinventar Kanton Basel-Landschaft (BIB) figuriere. Sodann vertreten die Be-
schwerdeführerinnen die Auffassung, die Vorinstanz habe die Empfehlung der ENHK/EKD, 
"diesem architekturhistorischen Erbe auf dem Gebiet der Gemeinde Arlesheim den nötigen 
Schutz zukommen zu lassen", missverstanden. Die Empfehlung sei eine Aufforderung an die 
Gemeinde sowie die kantonalen Behörden, tätig zu werden und ein gemeinde- und kantons-
übergreifendes Schutzkonzept zu erarbeiten. Diese Empfehlung sei zugleich eine Verpflichtung 
für die Rechtsmittelbehörden wie auch für die zuständigen Verwaltungsbehörden, die Schutz-
frage vor Erteilung einer Abbruchbewilligung vertieft zu prüfen. Die Vorinstanz ziehe aus der 
Schutzempfehlung keinerlei Konsequenzen und insbesondere werde nicht geprüft, wie der 
gebotene Schutz für das "Haus Kaelin" gewährleistet werden könne. Indem die Vorinstanz das 
"Haus Kaelin" durch Abweisung der Beschwerde zum Abriss freigebe, setze sie sich in unzuläs-
siger Weise über die zentralen Feststellungen und Schutzempfehlungen der ENHK/EKD 
hinweg. 
 
5.2 Das zu beurteilende Bauvorhaben befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Arles-
heim, das Gegenstand des Verfahrens bildende "Haus Kaelin" weist jedoch aus architektur- und 
kulturhistorischer Sicht einen vielschichtigen Bezug zum im ISOS als Spezialfall aufgeführten 
Goetheanum und zu den zahlreichen anthroposophisch geprägten Bauten in dessen engerer 
Umgebung, insbesondere in der Gemeinde Dornach, auf (vgl. ENHK/EKD-Gutachten S. 4 f.). 
Die vom Vorhaben betroffenen Parzellen Nr. 1554 und Nr. 6990 befinden sich gemäss ISOS 
Arlesheim in der Umgebungsrichtung III "Neuquartiere auf weiter Sonnenterrasse und am 
Hang". Diese ist grossräumig nordöstlich, südlich und südöstlich des Ortskerns des ehemaligen 
Rebdorfs (Gebiet 1) und des angrenzenden Dombezirks (Gebiet 2) ausgeschieden und mit dem 
Erhaltungsziel "b" versehen. Damit bezeichnet das ISOS Ortsbildteile, die nicht über einen Ei-
genwert, sondern lediglich über einen Beziehungswert verfügen. In diesen sind negative Ein-
wirkungen auf die Ortsbildteile mit Eigenwert zu vermeiden (Art. 9 Abs. 5 der Verordnung über 

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das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz [VISOS] vom 13. November 
2019). Das ISOS erwähnt in diesem Kontext mehrere Sichtachsen in der Umgebungsrichtung II 
und III mit Sicht auf das Goetheanum. Je näher sich die Bauten an der Grenze zu Dornach 
befänden, desto mehr seien sie vom steinerschen Baustil beeinflusst. Wie das ISOS ausführt, 
sind die älteren Quartiere rund um den Ortskern gut erhalten. Die meisten Häuser seien von 
Gärten mit stattlichem Baumbestand umgeben und besässen mit ihrer grösstenteils lockeren 
Bebauung eine hohe Wohnqualität. Diese Beschreibung trifft auch auf das Wohngebiet im Um-
feld des Projektstandorts zu (vgl. ENHK/EKD-Gutachten S. 5). Das ISOS formuliert für diesen 
Bereich die Empfehlung: "Die stark durchgrünte Umgebung an der Grenze zu Dornach darf 
nicht beliebig verdichtet werden." Direkt südlich an Arlesheim grenzt das ISOS-Objekt Goethea-
num (Dornach) mit der Beschreibung: "Weltweit bekanntes bauliches und geistiges Zentrum der 
von Rudolf Steiner gegründeten Anthroposophischen Gesellschaft. Kolossaler Eisenbetonbau 
in expressionistischer Formensprache, rund um den Hauptbau angeordnete Institutsgebäude 
und Wohnhäuser in ähnlich plastischen Formen". Das als Spezialfall erfasste Objekt erreicht 
sowohl bei den Lagequalitäten als auch bei den räumlichen und architekturhistorischen Qualitä-
ten jeweils die höchste Bewertung. In Bezug auf die Lagequalitäten enthält das ISOS Goethea-
num folgende Bewertung: "Besondere Lagequalitäten dank der Situierung der Anlage mit 
Hauptbau und umgebender Parkanlage auf einer ins Birstal hineinragenden Hangkuppe und 
wegen des topografischen Bezugs zu den umliegenden Burgen von Arlesheim und Dornach. 
Grosse Weitwirkung des Goetheanums samt seiner Nebenbauten und der wichtigsten Gebäude 
der anthroposophischen Wohnkolonie". Die architekturhistorischen Qualitäten bewertet das 
ISOS Goetheanum wie folgt: "Ausserordentliche architekturhistorische Qualitäten als Gesamt-
kunstwerk von internationaler Reputation mit dem Goetheanum als plastischer Verkörperung 
eines geistig-spirituellen Zentrums und als ausgeprägtes Beispiel der expressionistischen 
Architektursprache in der Schweiz. Besondere architekturhistorische Qualitäten weiterer, von 
namhaften Architekten nach den Ideen Rudolf Steiners konzipierter Häuser, insbesondere der 
spiralförmig um das Goetheanum angelegten expressionistischen, heute öffentlichen In-
stitutionen dienenden Bauten" (vgl. dazu auch ENHK/EKD-Gutachten S. 6). 
 
5.3.1 Bei der Prüfung der Frage, ob ein Objekt Schutz verdient, hat eine sachliche, auf wis-
senschaftliche Kriterien abgestützte Gesamtbeurteilung Platz zu greifen, welche den kulturellen, 
geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Zusammenhang eines Bauwerks mitbe-
rücksichtigt (vgl. BGE 120 Ia 270 E. 4.a mit Hinweisen; WALTER ENGELER, Das Baudenkmal im 
schweizerischen Recht, 2008, S. 222). Eine Baute soll als Zeuge und Ausdruck einer histori-
schen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Situation erhalten bleiben. Nicht alle 
Objekte, welche dem materiellen Baudenkmalbegriff im Sinne der in den kantonalen Gesetzen 
genannten (potentiellen) Schutzobjekte und deren Bedeutungskriterien entsprechen, müssen 
bewahrt werden. Zu erhalten sind lediglich die "schützenswerten", die besonders schutzwürdi-
gen Objekte, an denen ein überwiegendes öffentliches Interesse besteht (Art. 36 Abs. 2 und 3 
BV). Die Unterschutzstellung bedarf in der Regel eines Verwaltungsaktes, mit welchem die 
Schutzwürdigkeit festgestellt und der damit verbundene Schutzumfang grundeigentümerver-
bindlich festgestellt wird (vgl. ENGELER, a.a.O., S. 152 f.). Was schützenswerte Objekte sind, 
wird von den kantonalen Gesetzgebungen vielfach mit weiteren unbestimmten Rechtsbegriffen 
näher umschrieben, wie beispielsweise "wichtige Zeugen", "besonderer Wert" oder "herausra-

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gende Objekte" (vgl. ENGELER, a.a.O., S. 138). Eine qualifizierte Anforderung an die Schutz-
würdigkeit verlangt auch das Bundesgericht. Nach der ständigen bundesgerichtlichen Recht-
sprechung sind Bauten schützenswert, die als Zeugen und Ausdruck einer Situation für "ihre 
Entstehungszeit charakteristisch sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1P.79/2005 vom 
13. September 2005, in Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 
108/2007 S. 85 f.). Da Denkmalschutzmassnahmen oftmals mit schwerwiegenden Eigentums-
eingriffen verbunden sind, dürfen sie nicht lediglich im Interesse eines begrenzten Kreises von 
Fachleuten erlassen werden. Sie müssen breiter, d.h. auf objektive und grundsätzliche Kriterien 
abgestützt sein und von einem grösseren Teil der Bevölkerung bejaht werden, um Anspruch auf 
eine gewisse Allgemeingültigkeit erheben zu können (BGE 120 Ia 270 E. 4.a mit Hinweisen). 
Dieser vom Bundesgericht festgelegte Grundsatz hat seine Gültigkeit nicht nur im gerichtlichen, 
sondern auch im aussergerichtlichen Feststellungsverfahren. Da in der Regel die Entscheidor-
gane, sei es bei verwaltungsrechtlichen Instrumenten die Exekutive, bei planungsrechtlichen 
Instrumenten die Legislative oder die Organe im Rechtsmittelverfahren, nicht über genügend 
denkmalpflegerische Sachkenntnis verfügen, benötigen diese im konkreten Einzelfall Fach-
gutachten, um die vom Gesetz geforderten Abwägungen vornehmen zu können. Das denkmal-
kundliche Gutachten dient der Erfassung der zwei konstitutiven Denkmaleigenschaften, nämlich 
der materiellen Existenz (Authentizität) des Denkmals und dem Denkmalbeweis, der die bedeu-
tungsvolle Spurenfülle, die der Gegenstand trägt, aufzeigt. Erst aus diesen beiden Elementen 
lässt sich die dritte rechtlich konstitutive Eigenschaft, das öffentliche Interesse, in der Güterab-
wägung sachlich richtig bewerten (vgl. zum Ganzen: ENGELER, a.a.O., S. 222). Ein Gutachten, 
das eine Unterschutzstellung eines Baudenkmals empfiehlt, ist nur ein einzelner Sachaspekt. 
Bei der Interessenabwägung, ob ein der gesetzlichen Legaldefinition (siehe nachfolgend 
E. 5.3.3) entsprechendes Baudenkmal zu schützen ist, sind einer Expertise zur Schutzwürdig-
keit weitere Sachfragen gegenüberzustellen. Diese können die Zumutbarkeit der Massnahmen 
für den Grundeigentümer und andere öffentliche Interessen wie beispielsweise die Ziele der 
kommunalen Raumentwicklung betreffen (ENGELER, a.a.O., S. 224).  
 
5.3.2 Auf Bundesebene ist der Beizug von Fachgutachten der EKD sowie der ENHK oder 
kantonaler Fachstellen für die Behörden je nach Situation obligatorisch (Art. 7 NHG oder fakul-
tativ (Art. 8 NHG) oder bei besonderen Voraussetzungen (Art. 17a NHG) möglich. Auf kan-
onaler Ebene wird diese Aufgabe von den entsprechenden Fachstellen (im Kanton Basel-
Landschaft: Kantonale Denkmalpflege [KD]), Fachkommissionen oder von Fachleuten ausser-
halb der Verwaltung wahrgenommen. Geben die Gutachten der behördlichen Fachinstanzen 
sachlich genügend Auskunft zu einer denkmalpflegerischen Frage, ist der Verzicht der Rechts-
mittelinstanz auf den Beizug einer weiteren Expertise einer privaten Fachperson, im Sinne einer 
antizipierten Beweiswürdigung, zulässig und verletzt das rechtliche Gehör nicht (vgl. ENGELER, 
a.a.O., S. 223). Wird ein Privatgutachten (wie z.B. die Gutachten D.____) im Gerichtsverfahren 
eingebracht, werden dessen Aussagen als Parteibehauptungen eingestuft, da sie nicht 
denselben Rang besitzen wie ein Gerichtsgutachten. Das Gericht hat diesfalls zu prüfen, ob die 
Parteigutachten rechtserhebliche Folgerungen des Gerichts so zu erschüttern vermögen, dass 
davon abzuweichen ist (vgl. BGE 125 V 351 E. 3c). 
 

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5.3.3 Als Teilbereich des Heimatschutzes liegt der Denkmalschutz primär in der Zustän-
digkeit der Kantone (Art. 78 Abs. 1 BV). Die Bundesverfassung und die Bundesgesetze (z.B. 
NHG und Bundesgesetz über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG] vom 22. Juni 
1979) beschränken die Kompetenzen des Bundes auf einen eng begrenzten Tätigkeitsbereich 
im Denkmalschutz (vgl. ENGELER, a.a.O., S. 109). Es ist in erster Linie Sache der Kantone, 
darüber zu befinden, welche Objekte schützenswert, also Denkmäler sind (vgl. BGE 120 Ia 270 
E. 3b). Kanton und Einwohnergemeinden sorgen zusammen mit Eigentümerinnen und Eigen-
tümern sowie Benutzerinnen und Benutzern für Schutz, Erhaltung und Pflege der Kulturdenk-
mäler als Bestandteil des kulturellen Erbes (vgl. § 102 Abs. 2 KV; § 2 Abs. 1 des kantonalen 
Gesetzes über den Denkmal- und Heimatschutz [DHG] vom 9. April 1992). Schutzobjekte sind 
gemäss § 3 Abs. 1 DHG Kulturdenkmäler, an deren Erhaltung wegen ihres kulturellen, ge-
schichtlichen, künstlerischen, kunsthistorischen, städtebaulichen, volkskundlichen oder wissen-
schaftlichen Wertes ein erhebliches öffentliches Interesse besteht. Dazu gehören Ensembles, 
Einzelwerke und deren Fragmente sowie deren Ausstattung. Kulturdenkmäler können nament-
lich Strassenzüge, Plätze und Ensembles, die in ihrer Gesamtheit schützenswert sind, sein (§ 4 
Abs. 1 lit. c DHG). Das Schutzobjekt "Ensemble" wird durch einheitsstiftende Elemente definiert 
und eingegrenzt, welche das zu schützende "charakteristische Bild" ausmachen. Bei Mehrhei-
ten von Bauten sind die einheitsstiftenden Elemente im Einzelnen aus vorliegenden histori-
schen Siedlungsgrundrissen, Parzellenstrukturen, Wegführungen, wie auch aus baulichen For-
men, Strukturen, Funktionen und deren räumlichen Zusammenhängen sowie den historischen 
Entwicklungsgeschichten zu ermitteln (vgl. ENGELER, a.a.O., S. 124). Schutz und Unterhalt von 
schützenswerten Kulturdenkmälern können gemäss § 5 Abs. 1 DHG erreicht werden durch: 
(lit. a) Ausscheidung und Bezeichnung von kommunal schützenswerten Kulturdenkmälern in 
Zonenplänen, (lit. b) Aufnahme von kantonal schützenswerten Kulturdenkmälern in das Inventar 
der kantonal geschützten Kulturdenkmäler (IKD) oder (lit. c) Erwerb. Kanton und Einwohner-
gemeinden erlassen im Rahmen der Nutzungsplanung Schutz- und Schonzonen zur Erhaltung 
der schutzwürdigen Ortsbilder und der wertvollen Bausubstanz entsprechend den Bestimmun-
gen des Raumplanungs- und Baurechts (§ 6 DHG i.V.m. § 29 RBG). Gemäss § 7 Abs. 1 DHG 
ist es untersagt, das Orts- und Landschaftsbild zu verunstalten. Eine Verunstaltung ist anzuneh-
men, wenn eine ungünstige Wirkung auf das Orts- und Landschaftsbild zu befürchten ist. Bau-
ten und Anlagen sind in das Orts- und Landschaftsbild einzupassen. Wo die Erhaltung des 
Orts- und Landschaftsbildes es erfordert, kann die zuständige Fachstelle ausserdem geeignete 
Bepflanzungen zur Auflage machen (§ 7 Abs. 2 DHG). Nach § 7 Abs. 3 DHG ist es verboten, 
die geschützten Kulturdenkmäler in ihrem Bestand zu gefährden, sie in ihrem Wert oder in ihrer 
Wirkung zu beeinträchtigen oder sie zu beseitigen. § 104 RBG statuiert, dass alle bewilligungs-
pflichtigen Bauten und Anlagen unter Berücksichtigung der Ziele des Natur-, Landschafts-, 
Denkmal- und Heimatschutzes derart zu gestalten und in die Umgebung einzugliedern sind, 
dass auf wertvolle Objekte, insbesondere auf wertvolle Orts- und Landschaftsbilder (lit. a), für 
das Wohnumfeld wertvolle Innenhöfe (lit. b) und für das Siedlungsbild wichtige Baumbestände 
(lit. c) Rücksicht genommen wird. Auf kommunaler Ebene enthält § 41 des Zonenreglements 
Siedlung der Gemeinde Arlesheim (ZRS) vom 20. April 2016 ein Eingliederungsgebot. Danach 
sind alle Bauten derart in ihre bauliche und landschaftliche Umgebung einzugliedern, dass eine 
befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird. Dies gilt besonders für alle nach aussen in Er-
scheinung tretenden Massnahmen wie: Stellung, Firstrichtung, Form, Staffelung und Gliederung 

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der Baumasse (lit. a); Dachform, Dachneigung und Dachgestaltung (lit. b); Materialwahl und 
Farbgebung (lit. c) und Terrain- und Umgebungsgestaltung sowie Bepflanzung (lit. d). 
 
5.3.4 Die beiden Kommissionen ENHK und EKD haben sich in ihrem Gutachten einlässlich 
mit dem "Haus Kaelin" und den umliegenden Bauten inkl. dem "Haus Kirchner" auseinan-
dergesetzt. Aus dem ENHK-/EKD-Gutachten ergibt sich, dass das "Haus Kaelin" 1931 vom in 
Dornach lebenden Architekten Hermann Ranzenberger, der als enger Mitarbeiter von Rudolf 
Steiner massgeblich am Bau des ersten und des zweiten Goetheanums beteiligt war, als Wohn-
gebäude für den Arzt und Forscher Dr. med. Werner Kaelin erbaut wurde. Die lesbar anthro-
posophische Architektursprache des "Hauses Kaelin" wirke zurückhaltender als bei den jünge-
ren Wohnbauten in der unmittelbaren Umgebung des Goetheanums, was sich wesentlich auf 
die zur Bauzeit besser etablierte Moderne zurückführen lasse. Die anthroposophischen Gebäu-
de der 1920er Jahre hätten sich noch stärker an den Vorbildern einer expressionistischen Archi-
tektur orientiert, während insbesondere Hermann Ranzenbergers Bauten der frühen 1930er 
Jahre "die spezifischen Steinerischen Eigentümlichkeiten etwas zurücktreten liessen zugunsten 
einer offeneren Modernität". Dennoch zeigten sich auch hier in anthroposophischer Formen-
sprache gestaltete Details wie Balkonbrüstungen (in ähnlicher Form zu finden auch beim Haus 
Ranzenberger II, Domeckstrasse 41, Dornach), Fenstergitter und Geländer. Auf den publizier-
ten bauzeitlichen Plänen fehle der nordwestseitiqe Anbau mit Dachterrasse. Die zentrale Loggia 
im Erdgeschoss sei zugunsten der neuen, vorgelagerten Terrasse aufgegeben worden. Zudem 
seien im Erd- und Obergeschoss weitere Abweichungen zwischen den ursprünglichen Plänen 
und den aktuellen Grundrissen feststellbar. Die bauzeitliche Innenausstattung sei in jüngerer 
Zeit teilweise ausgebaut und eingelagert worden. Die Südwestfassade orientiere sich mit ihren 
Fenstern, Loggien und Terrassen auf den leicht abfallenden, mit einer niedrigen Stützmauer 
terrassierten Garten. Eine konkav geschwungene Pergola aus Steinstelen markiere den Gelän-
desprung und fasse einen kleinen, mit polygonal gebrochenen Natursteinplatten eingefassten 
Gartenteich ein. Das "Haus Kirchner" (Parzelle Nr. 1548) sei im selben Jahr 1931 vom selben 
Architekten Hermann Ranzenberger für den kaufmännischen Leiter des Klinisch-Therapeu-
tischen Instituts in Arlesheim, Erich Kirchner, erbaut worden. Das baumumstandene Einfami-
lienhaus sei kleiner als das weiter oben liegende Nachbargebäude, in seiner architektonischen 
Ausgestaltung sei es diesem aber auffällig ähnlich. Das "Haus Kirchner" sei gegenüber der 
Quartierstrasse abgedreht und genau ost-west-orientiert. Es richte sich auf einen ausgedehnten 
Obstgarten aus – auf historischen Luftbildaufnahmen als Kräuter- und Gemüsegarten erkenn-
bar –, der sich unterhalb der westlich vorgelagerten Terrasse auf Parzelle Nr. 556 befinde. Ent-
lang des Quartiersträsschens "Auf der Höhe", das in einen Fusspfad über den Schwinbach 
münde, reihten sich weitere anthroposophisch geprägte Bauten auf, allesamt von Gärten umge-
ben. Der früheste unter ihnen sei das nach Entwürfen von Rudolf Steiner 1919 erbaute Haus 
Vreede (Auf der Höhe 1), mit dem die bauliche Entwicklung entlang der kleinen Quartierstrasse 
eingesetzt habe. Neben den bis 1956 nach dem Vorbild der von Rudolf Steiner geprägten plas-
tisch-organischen Architektur ausgeführten Wohnhäuser in Eisenbeton seien in den 1920er 
Jahren zwei im Chaletstil errichtete Wohnbauten für Mitglieder der Anthroposophischen Gesell-
schaft (Nr. 3 [abgebrochen] und Nr. 5) entstanden; das Haus "Auf der Höhe 6" sei um 2010 
einem Ersatzneubau gewichen. Möglicherweise aufgrund der Nähe zu den hauptsächlich in 
Arlesheim angesiedelten medizinischen und therapeutischen Institutionen – die lta-Wegman-Kli-

Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nik, der Sonnenhof, die Weleda AG aus den 1920er Jahren oder die Lukas-Klinik von 1963 –, 
seien die Häuser am Quartiersträsschen zu Beginn vor allem von Ärztinnen und Ärzten sowie 
von der anthroposophischen Medizin und Therapie nahestehenden Personen bewohnt worden.  
 
5.3.5 Mit Stellungnahme vom 14. Juni 2023 hat sich sodann die KD mit der Frage des 
Bestehens eines schützenwerten Ensembles der beiden Häuser "Kaelin" und "Kirchner" bzw. 
des Gebiets "Auf der Höhe" auseinandergesetzt. Darin ist die KD zum Schluss gekommen, 
dass weder das BIB noch das ISOS Hinweise darauf gäben, dass es sich hierbei um schüt-
zenswerte Einzelobjekte bzw. gar ein schützenswertes Ensemble handeln würde. In Bezug auf 
das ISOS könne dies explizit nachvollzogen werden, da es ausdrücklich festhalte: "Im hier 
anschliessenden Wohnquartier (III) bieten mehrere Achsen Sicht auf das Goetheanum; je näher 
sie an der Grenze zur Nachbargemeinde Dornach stehen, desto mehr sind die Bauten 
beeinflusst vom steinerschen Baustil". Das ISOS habe somit die "anthroposophische Wohnkolo-
nie" erkannt, sich aber nicht veranlasst gesehen, für diese Bauten eine Schutzempfehlung aus-
zusprechen. Auch das ISOS Goetheanum, das mit der Umgebungszone III ein Gebiet auf Arles-
heimer Boden aufweise, dehne diese Umgebungszone nicht auf die direkt anschliessende 
Strasse "Auf der Höhe" aus, um für diese Bauten eine Schutzempfehlung auszusprechen. Mit 
diesen schlüssigen Ausführungen hat die KD als in Denkmalfragen zuständige kantonale 
Fachstelle aufgezeigt, dass im Rahmen der ISOS-Aufnahme in Bezug auf die Häuser "Kaelin" 
und "Kirchner" und die "anthroposophische Wohnkolonie Auf der Höhe" weder schützenswerte 
Einzelobjekte noch ein schützenwertes Ensemble erkannt wurden. Zudem haben die eidgenös-
sischen Fachkommissionen ENHK und EKD sämtliche in diesem Gebiet vorhandenen Objekte 
(darunter insbesondere die Häuser "Kaelin" und "Kirchner") untersucht und gewürdigt (siehe 
vorne E. 5.3.4). Dabei haben auch die Kommissionen weder ein schützenwertes "Ensemble 
Kaelin/Kirchner" noch ein "Ensemble Auf der Höhe" erkannt und dementsprechend auch keine 
diesbezüglichen Schutzempfehlungen ausgesprochen. Diese Würdigung erfolgte im Übrigen in 
Kenntnis des Gutachtens D.____ vom 10. Januar 2022, in welchem das "Haus Kaelin", das 
"Haus Kirchner" und die weiteren nach anthroposophischen Grundsätzen gestalteten Häuser an 
der Quartierstrasse "Auf der Höhe" als stimmiges Ensemble bezeichnet wurden. In 
Übereinstimmung mit der KD ist somit festzustellen, dass vorliegend keine schützenswerten 
Ensembles ersichtlich sind, welche dem Bauprojekt entgegenstehen würden. Daran vermögen 
auch die neueren Privatgutachten, die erneut das Vorliegen eines Ensembles behaupten, nichts 
zu ändern. 
 
5.3.6 Festzustellen ist weiter, dass weder der Kanton noch die Gemeinde das "Haus Kaelin" 
unter Schutz gestellt haben. Insbesondere wurden weder grundeigentümerverbindliche Schutz-
zonen (Art. 17 Abs. 1 RPG; § 29 Abs. 1 und 2 RBG; § 6 DHG; § 16 ZRS) ausgeschieden noch 
wurden andere Schutzmassnahmen (Art. 17 Abs. 2 RPG; § 29 Abs. 3 RBG; § 5 DHG) ange-
ordnet. Die Nichtunterschutzstellung durch Kanton und Gemeinde ist vorliegend ebenfalls nicht 
zu beanstanden, zumal die KD in ihrer Stellungnahme vom 14. Juni 2023 klar aufgezeigt hat, 
dass sowohl das "Haus Kaelin" wie auch das "Haus Kirchner" im Rahmen der Inventarisation 
des BIB zur Klärung der kantonalen und kommunalen Schutzwürdigkeit überprüft wurden. Der 
Inventarisator hat sämtliche Gebäude innerhalb des Siedlungsgebiets, die vor 1970 gebaut 
wurden, besucht und die schützenswerten Gebäude nach einem festen Kriterienkatalog ausge-

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wählt. Dabei hat der Inventarisator weder das "Haus Kaelin" noch das "Haus Kirchner" als 
schutzwürdig eingestuft. Die vom Inventarisator vorgenommenen Einstufungen wurden an-
schliessend von einer speziell für das BIB bestellten Fachkommission überprüft und nicht 
beanstandet. Dieses in den Jahren 2000 bis 2008 (in der Gemeinde Arlesheim von Mai 2005 
bis Juli 2005) durchgeführte Inventarisationsprojekt hat aufgrund der vom Landrat vorgege-
benen Ressourcen zwar nicht vorgesehen, nicht in das Inventar aufgenommene Objekte (wie 
z.B. die Häuser "Kaelin" und "Kirchner") ebenfalls zu dokumentieren, was jedoch nichts daran 
zu ändern vermag, dass die Prüfung effektiv vorgenommen wurde. 
 
5.4.1 Die Beschwerdeführerinnen kritisieren sodann das ISOS Arlesheim, insbesondere im 
Zusammenhang mit dem "Ensemble Auf der Höhe", als unzureichend. Die unzureichende Ab-
bildung des "Ensemble Auf der Höhe" in den Beschreibungen und Zielsetzungen des ISOS 
Arlesheim werde auch im Rechtsgutachten zur Frage des Schutzes des "Hauses Kaelin" (inkl. 
Ensemble der dortigen anthroposophischen Baugruppe mit Umschwung) von Prof. Dr. E.____ 
vom 3. April 2023 (Rechtsgutachten E.____) beschrieben. Darin werde ausgeführt, dass die 
ISOS-Aufnahmen Goetheanum (Dornach) und Arlesheim bezüglich der anthroposophischen 
Wohnkolonie ungenügend aufeinander abgestimmt seien und die Ortsbildaufnahme bezüglich 
der Berücksichtigung der anthroposophischen Wohnkolonie namentlich im Bereich "Auf der 
Höhe" unvollständig sei. Solche Unstimmigkeiten kämen bei den separat erstellten ISOS-
Aufnahmen leider teilweise vor. Ebenso komme das zweite Gutachten D.____ vom 10. April 
2023 zum Schluss, dass eine Aktualisierung des Ortsbildschutzes angezeigt sei und das ISOS 
Arlesheim heute in gewissen Bereichen selbst von Fachleuten nicht mehr nachvollzogen wer-
den könne. 
 
5.4.2 Der von den Beschwerdeführerinnen erhobenen Kritik ist entgegenzuhalten, dass der 
Bund einschreiten könnte, wenn er feststellen muss, dass der Kanton oder andere zuständige 
Instanzen die Bedeutung eines Objektes unterschätzen. Dies gilt auch, wenn die Schutzwür-
digkeit oder die nationale Bedeutung noch nicht abgeklärt ist, namentlich wenn ein vermutungs-
weise schützenswertes Objekt wegen fehlender Aktualisierung im ISOS oder in einem anderen 
bundesrechtlichen Inventar noch nicht erfasst ist (MEINRAD HUSER, Denkmalschutzrecht: Grund-
lagen und aktuelle Entwicklungen, in:  Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2022 S. 135). Der Bund, 
seine Anstalten und Betriebe sowie die Kantone sorgen bei der Erfüllung der Bundesaufgaben 
dafür, dass das heimatliche Landschafts- und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und 
Kulturdenkmäler geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, 
ungeschmälert erhalten bleiben (Art. 78 Abs. 2 BV; Art. 3 Abs. 1 NHG). Der Bund kann ins-
besondere Kulturdenkmäler von nationaler Bedeutung vertraglich oder, wenn dies nicht möglich 
ist, auf dem Weg der Enteignung erwerben oder sichern (Art. 15 Abs. 1 NHG). Soweit der 
Schutz des Objekts anderweitig sichergestellt ist, entfallen derartige Massnahmen. Bei unmittel-
barer Gefahr kann das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kom-
munikation (UVEK) oder das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) ein solches Objekt 
gemäss Art. 16 NHG durch befristete Massnahmen unter den Schutz des Bundes stellen und 
die nötigen Sicherungen zu seiner Erhaltung anordnen (vgl. ALEXANDER REY, in: 
Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, 2016, 
Rz. 4.86 f.). Art. 16 NHG bietet aufgrund der vorübergehenden Kompetenzerweiterung zugun-

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sten des Bundes insbesondere geschichtlichen Stätten und Kulturdenkmälern noch zusätz-
lichen Schutz. Danach kann der Bund einschreiten, wenn er feststellen muss, dass der Kanton 
oder andere zuständige Instanzen die Bedeutung eines Objekts von nationaler Bedeutung 
unterschätzen, oder wenn die für sie verfügbaren vorläufigen Schutzvorkehren ausgeschöpft 
sind (vgl. KARL-LUDWIG FAHRLÄNDER, in: Keller/Zufferey/Fahrländer [Hrsg.], Kommentar NHG, 
2. Auflage, 2019, Art. 16 NHG N 8). Die eidgenössischen Fachkommissionen ENHK und EKD 
empfehlen zwar – offensichtlich im Hinblick auf künftige Planänderungen – dem architektur-
historischen Erbe auf dem Gebiet der Gemeinde Arlesheim den nötigen Schutz zukommen zu 
lassen. Sie attestieren sodann dem "Haus Kaelin" als Teil des Gesamtkunstwerks Goetheanum 
einen wichtigen und vielschichtigen Zeugniswert, auch wenn das "Haus Kaelin" nicht als 
überragendes Beispiel der anthroposophischen Architektur gilt. Aus ortsbildlicher Sicht erachten 
die Kommissionen die Neubebauung der Parzelle Nr. 1554 und Nr. 6990 aber als grundsätzlich 
möglich, auch wenn der Abbruch des Gebäudes einen Verlust darstelle, der das Gesamtkunst-
werk Goetheanum schmälere. In Bezug auf die eigens formulierten Schutzziele kommen die 
Kommissionen zum Schluss, dass das geplante Bauvorhaben keine der wichtigen Sichtachsen 
zwischen und zu den ortsbildprägenden Bauten, insbesondere zum Dom und zum Goetheanum 
wesentlich tangiere. Im Rahmen der vorgenommenen Beurteilung verzichteten die Kommissio-
nen jedoch darauf, eine Unterschutzstellung des "Hauses Kaelin" zu fordern. Ebenso haben die 
Kommissionen – trotz der Nichtunterschutzstellung und dem drohenden Abriss des "Hauses 
Kaelin" – davon abgesehen, befristete bzw. provisorische Schutzmassnahmen nach Art. 16 
NHG (bzw. § 19 DHG) zu erlassen bzw. zu fordern. Daraus ist zu schliessen, dass die Kommis-
sionen die Schutzwürdigkeit oder die nationale Bedeutung des "Hauses Kaelin" als genügend 
abgeklärt erachteten. 
 
5.5.1 Die Beschwerdeführerinnen halten sodann die kantonale Denkmalschutzgesetzgebung 
für ungenügend. Zu diesem Schluss komme auch das Rechtsgutachten E.____. Seit dem Bun-
desgerichtsentscheid BGE 147 I 308 stehe fest, dass die Kantone bei ihrer Denkmalschutz-
gesetzgebung auch das Übereinkommen vom 3. Oktober 1985 zum Schutz des baugeschicht-
lichen Erbes in Europa (sog. Granada-Übereinkommen) zu beachten hätten. Demnach hätten 
die Mitgliedstaaten bzw. die kantonalen Gesetzgeber dafür zu sorgen, dass die entsprechenden 
Baudenkmäler wirksam geschützt werden. Die kantonalen Denkmalschutzgesetze müssten sich 
an diese Vorgaben halten und eine Verletzung derselben könne auch im konkreten Einzelfall 
gerügt werden. Damit sei klar, dass die kantonale Denkmalschutzgesetzgebung im Lichte des 
Granada-Übereinkommens ausgelegt werden müsse und für besonders bemerkenswerte 
Baudenkmäler bzw. besondere Baugruppen eine Schutzpflicht bestehe. Im Weiteren sei es 
aufgrund des Übereinkommens unzulässig, dass Schutzmassnahmen an das Einverständnis 
der Eigentümerschaft gebunden würden. In diesem Sinn sei die Vorschrift von § 8 Abs. 1 DHG 
mit einem faktischen Vetorecht der Eigentümerschaft betreffend eine Aufnahme in das IKD mit 
übergeordnetem Recht nicht mehr vereinbar, bzw. könne im konkreten Fall nicht mehr 
angewendet werden. Aufgrund der völkerrechtlichen Auslegung von § 2 DHG bestehe die 
Pflicht, einen kommunalen bzw. kantonalen Schutz des "Hauses Kaelin" vertieft zu prüfen. 
Weiter müssten provisorische Schutzmassnahmen für das "Haus Kaelin" mit Umschwung 
erlassen werden. 
 

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5.5.2 Die Beschwerdeführerinnen verkennen in Bezug auf die von ihnen kritisierte aktuelle 
Fassung von § 8 Abs. 1 DHG, dass diese Bestimmung (in Kraft seit 1. Juli 2018) bei der Prü-
fung der Unterschutzstellung des "Hauses Kaelin" noch gar nicht zur Anwendung gelangen 
konnte. Die Unterschutzstellung wurde nämlich im Rahmen der Inventarisation (siehe dazu 
vorne E. 5.3.6) und der Gesamtrevision der Zonenvorschriften Siedlung der Gemeinde Arles-
heim geprüft, welche mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 1024 vom 4. Juli 2017 genehmigt 
wurde. Damit gelangte § 8 Abs. 1 DHG in der Fassung vom 1. Januar 2015 zur Anwendung, 
welche wie folgt lautete: "Der Regierungsrat nimmt nach Anhören der Einwohnergemeinden 
schützenswerte Kulturdenkmäler in das Inventar der geschützten Kulturdenkmäler auf". Diese 
Fassung verlangte somit noch kein Einverständnis der Eigentümerschaft. Ergänzend bleibt 
diesbezüglich anzufügen, dass die Nicht-Unterschutzstellung des "Hauses Kaelin" keine Folge 
der fehlenden Zustimmung der damaligen Eigentümerschaft, sondern eine Folge der fehlenden 
Schutzwürdigkeit war. 
 
5.6.1 Die Beschwerdeführerinnen gehen unter Bezugnahme auf das Rechtsgutachten 
E.____ weiter davon aus, dass sich im Rahmen einer akzessorischen Überprüfung des gelten-
den Zonenplans der Gemeinde Arlesheim aufgrund der vorliegenden neuen Erkenntnisse (dem 
ENHK/EKD-Gutachten, den Gutachten D.____ und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
zum Granada-Übereinkommen) die bisherige unbelastete Zonenzuweisung W2 für die Bau-
grundstücke nicht aufrecht erhalten lasse und von der Gemeinde überprüft werden müsse. 
Damit fehle für das Bauprojekt einstweilen das Erfordernis der Zonenkonformität. Überdies 
müssten aufgrund der in den erwähnten Gutachten festgestellten nationalen, ja sogar internatio-
nalen Bedeutung des Goetheanums und der dieses umgebenden anthroposophischen Wohn-
kolonie die Frage der Aufnahme des an erhöhter Stellung stehenden "Hauses Kaelin" bzw. der 
anthroposophischen Baugruppe im Gebiet "Auf der Höhe" ins IKD-Inventar geprüft werden, was 
angesichts des hängigen Baubewilligungsverfahrens provisorische Schutzmassnahmen im 
Sinne von § 19 DHG erfordere. Die im Baubewilligungsverfahren zuständigen Entscheidungs-
behörden seien verpflichtet, bei der KD entsprechende Abklärungen zu treffen. 
 
5.6.2 In Bezug auf die von den Beschwerdeführerinnen geforderte Unterschutzstellung des 
"Hauses Kaelin" ist festzuhalten, dass im Baubewilligungsverfahren eine Interessenabwägung 
betreffend die Rechtfertigung der Unterschutzstellung und Anordnung von Schutzmassnahmen 
grundsätzlich nicht mehr zulässig und die Abweichung vom rechtskräftig festgesetzten 
Schutzumfang oder von den Schutzzielen nicht möglich ist, d.h. diese dürfen weder ausgeweitet 
noch reduziert werden. Ein gegebenenfalls unzureichender Schutzentscheid kann auf der Stufe 
der Baubewilligung nicht mehr korrigiert werden, was sich insbesondere aus dem 
Vertrauensschutz ergibt. Vorbehalten bleiben die Fälle der Revision oder des Widerrufs eines 
Schutzentscheids (vgl. ANNINA NAOMI FEY, Die Interessenabwägung im Denkmalschutzrecht, 
2023, S. 99 f., mit Hinweisen). 
 
5.6.3 Im Falle der Revision ist auf der einen Seite die Notwendigkeit einer gewissen Stabilität 
nutzungsplanerischer Festlegungen zu beachten, auf der anderen Seite das Interesse, die 
Pläne an eingetretene Veränderungen anzupassen. Zu berücksichtigen sind insbesondere die 
bisherige Geltungsdauer des Nutzungsplans, das Ausmass seiner Realisierung und Konkreti-

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sierung, das Gewicht des Änderungsgrunds, der Umfang der beabsichtigten Planänderung und 
das öffentliche Interesse daran (BGE 140 II 25 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
1C_60/2020 vom 25. November 2020 E. 3.1). Je neuer ein Zonenplan ist, umso mehr darf mit 
seiner Beständigkeit gerechnet werden, und je einschneidender sich die beabsichtigte Än-
derung auswirkt, umso gewichtiger müssen die Gründe sein, die für die Planänderung sprechen 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_555/2020 vom 16. August 2021 E. 6.1 mit Hinweisen). 
 
5.6.4 Die Beschwerdeführerinnen sehen eine erhebliche Änderung der Verhältnisse ins-
besondere aufgrund der Erkenntnisse aus den Gutachten und der Rechtsprechung zum Grana-
da-Übereinkommen. In Bezug auf das Rechtsgutachten E.____ ist zunächst festzuhalten, dass 
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung einem Rechtsgutachten einer Verfahrenspartei 
kein eigentlicher Beweiswert zukommt. Es handelt sich nicht um ein Beweismittel, sondern 
lediglich um die Untermauerung einer Rechtsauffassung der entsprechenden Partei. Damit 
untersteht ein solches Rechtsgutachten – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin, 
welche das Rechtsgutachten E.____ gestützt auf § 6 Abs. 2 VPO aus dem Recht gewiesen 
haben will – nicht dem Novenverbot, und es ist unmassgeblich, ob der angefochtene Entscheid 
Anlass zur Einholung des Gutachtens gegeben hat (vgl. dazu BGE 138 II 217 E. 2.4). Entgegen 
der Auffassung der Beschwerdeführerinnen ergeben sich aber aus den verschiedenen 
Gutachten keine neuen relevanten Erkenntnisse. In Bezug auf das Granada-Übereinkommen 
ist sodann festzuhalten, dass dieses die Vertragsparteien unter anderem zur Inventarisierung 
der schutzwürdigen Baudenkmäler, Baugruppen und Stätten verpflichtet sowie dazu, geeignete 
rechtliche Schutzmassnahmen zu treffen. Diese Bestimmungen richten sich nicht direkt an die 
rechtsanwendenden Behörden, sondern verpflichten die Vertragsstaaten zum Erlass ent-
sprechender Normen, d.h. zur Rechtsetzung; es handelt sich somit um Gesetzgebungsaufträge 
und nicht um direkt anwendbare Bestimmungen. Für den Bürger folgen daraus keine Rechte 
und Pflichten (vgl. ENGELER, a.a.O., S. 98; vgl. REY, a.a.O., Rz. 4.74). Weiter ist festzuhalten, 
dass die Gemeinde erst mit Beschluss vom 20. April 2016 die Nutzungsplanung gesamthaft 
revidiert hat. Diese Gesamtrevision der Zonenvorschriften Siedlung wurde mit Regierungs-
ratsbeschluss (RRB) Nr. 1024 vom 4. Juli 2017 genehmigt. Aufgrund fehlender erheblicher 
Änderungen sowie der kurzen Geltungsdauer des Nutzungsplans überwiegt das Interesse an 
der Planbeständigkeit dieser Zonenvorschriften vorliegend klar, weshalb eine akzessorische 
Prüfung derselben ausser Betracht fällt. Vielmehr ist der damals getroffene Entscheid, das 
"Haus Kaelin" nicht unter Schutz zu stellen, zu akzeptieren. 
 
5.7 Soweit die Beschwerdeführerinnen die Interessenabwägung der Vorinstanz in Bezug 
auf die Eingliederung sowie Rücksichtnahme auf Orts- und Landschaftsbilder bzw. wichtige 
Baumbestände gemäss § 104 RBG, § 7 DHG sowie §§ 26 und 41 ZRS kritisieren, kann ihnen 
nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz hat sich ausführlich mit der Eingliederung auseinander-
gesetzt und zutreffend dargelegt, dass sich das Bauvorhaben auch in dieser Hinsicht als be-
willigungsfähig erweist. Daran vermag auch die von den Beschwerdeführerinnen im Rahmen 
der Replik vorgebrachte "Vertiefungsstudie Schlüsselraum Goetheanum der Gemeinde Dor-
nach vom Mai 2019" nichts zu ändern, zumal diese Studie eine andere Gemeinde und einen 
anderen Kanton betrifft und somit im vorliegenden Fall nicht massgebend ist. 
 

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5.8 Zusammenfassend ist somit der Vorinstanz zuzustimmen, dass keine Rechtsgrundlage 
zur Verhinderung des Abrisses des "Hauses Kaelin" ersichtlich und der Abriss des Gebäudes 
somit rechtmässig ist. 
 
6.1 Weiter ist umstritten, ob die auf den Bau- und Nachbarparzellen vorhandenen Natur-
werte dem Bauprojekt entgegenstehen. Die Vorinstanz führte hinsichtlich der vorhandenen 
Naturwerte im angefochtenen Entscheid aus, der Einsatz eines professionellen Baumpflegers, 
der die Gesundheit der Bäume während des gesamten Bauprojekts überwache, sei eine Aufla-
ge der Baubewilligung. Weiter werde eine Auflage in die Baubewilligung aufgenommen, wonach 
die naturnahe Umgebungsgestaltung gemäss eingereichtem Plan verbindlich umzusetzen sei. 
Neue und wegfallende Bäume seien bereits in der verbindlichen Umgebungsplanung des Bau-
gesuchs verzeichnet. Entscheidend sei auch, dass die wegfallenden Bäume durch hochstämmi-
ge Obstbäume und eine vielfältige Umgebungsgestaltung kompensiert würden. Die im 
ENHK/EKD-Gutachten geforderte Sicherstellung der quartiertypischen Begrünung sei aufgrund 
der Baubewilligungsauflagen gegeben. 
 
6.2 Die Beschwerdeführerinnen halten der Vorinstanz vor, sie sei nicht auf die wesentli-
chen Fragen der Schutzwürdigkeit der Lebensräume und Arten inkl. Vernetzungsfunktion sowie 
der Schutzwürdigkeit der Bäume auf den Projekt- und Nachbarparzellen eingegangen. Die 
Vorinstanz beschränke sich darauf, eine veraltete Stellungnahme der Abteilung Natur und 
Landschaft (Fachstelle NL) als kantonale Fachstelle wiederzugeben. Die Bäume seien Teil 
eines schützenswerten Lebensraums, weshalb deren Fällung Art. 18 Abs. 1ter NHG und Art. 14 
NHV widersprechen würde. Dabei berufen sich die Beschwerdeführerinnen unter anderem auf 
ein Privatgutachten zu Naturschutzwerten im Perimeter des Quartierplans Schwinbach Süd 
vom 10. Februar 2020 von F.____ und ein ornithologisches Privatgutachten vom Juli 2020 von 
G.____. Mit der Replik reichten die Beschwerdeführerinnen sodann noch ein Fledermaus-
gutachten vom 28. August 2023 ein, woraus sich ergebe, dass der Garten des "Hauses Kaelin" 
Teil eines wertvollen Vernetzungskorridors sei. Unzutreffend sei, dass die Bäume keinen 
gartendenkmalpflegerischen Wert aufwiesen. Das Gutachten D.____ vom 10. April 2023 zeige 
auf, dass die Douglasien sowie die beiden Birken zur Bauzeit im Jahr 1931 gepflanzt worden 
seien. Der ökologische Wert der Bäume sei durch die Stellungnahme der Fachstelle NL vom 
28. Februar 2022 bestätigt worden, welche die Bäume als schützenswert einstufe. Ausserdem 
besässen die Douglasien und Birken einen hohen ökologischen Wert – die früher verbreitete 
Ansicht, dass Douglasien nur einer geringen Anzahl Arten Lebensraum böten, sei falsch. Im 
Gegenteil böten sie einer grossen Anzahl Arten einen Lebensraum und würden infolge der 
Klimaerwärmung im Kanton Basel-Landschaft als Baum der Zukunft zurzeit weitverbreitet 
gepflanzt. Ebenso falsch sei die Aussage, dass dieser Douglasienbestand einer Verjüngung 
bedürfe, da die Bäume bei einer Lebensdauer von 400-600 Jahren gerade erst das "Erwach-
senenalter" erreicht hätten. Es müsse betont werden, dass die Fachstelle NL in vorbildlicher 
Weise auf ihre Kritik reagiert habe. So sei die Fachstelle NL bereit gewesen, diese ernsthaft zu 
prüfen und sei in vielen Bereichen zum Schluss gekommen, dass die Kritik berechtigt gewesen 
sei. Die Fachstelle NL habe daher, nachdem sie die Parzellen und insbesondere den Baum-
bestand anlässlich zweier Augenscheine besichtigt hatte, im Februar und Mai 2022 zwei weite-
re Stellungnahmen verfasst, in denen sie ihre frühere Argumentation in wesentlichen Punkten 

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korrigiert habe. Die Stellungnahme der Fachstelle NL vom 28. Februar 2022 stufe die vom Bau-
projekt betroffenen Bäume auf den Projekt- und Nachbarparzellen als schützenswert und erhal-
tenswert ein und erachte die Projektparzellen als schützenswerten Lebensraum. Die Beschwer-
deführerinnen rügen sodann, dass während der letzten Zonenplanrevision der Gemeinde Arles-
heim auf den Projektparzellen kein Naturinventar erhoben worden sei. Insofern liege eine un-
vollständige Sachverhaltsermittlung vor. Die besonders wichtige Vernetzungsfunktion der Bäu-
me auf den Liegenschaften Auf der Höhe 6, 8 und 10 sei übrigens auch daran erkennbar, dass 
die Gemeinde bei der letzten Zonenplanrevision am Wanngartenweg zwischen der Quartier-
strasse "Auf der Höhe" und der Ermitage eine sogenannte Grünvernetzungsachse in die Zonen-
bestimmungen aufgenommen habe. Diese Massnahme im Zonenplan beweise, dass auch die 
Gemeinde die grosse Vernetzungsfunktion des Grünkorridors zwischen Goetheanum und Ermi-
tage erkannt habe. Die Fällung des gesamten Baumbestandes auf den Projektparzellen sowie 
der drohende mittelfristige Verlust der ortsbildprägenden Nachbarsbäume stelle somit auch eine 
Verletzung von § 9 Abs. 1 NLG dar. Es treffe zwar durchaus zu, dass sowohl die bauhistorische 
Beurteilung von Gebäuden und Gebieten als auch das Unterschutzstellen von Bäumen und 
Naturwerten grundsätzlich der Gemeinde als Trägerin der kommunalen Planungshoheit obliege. 
Nachdem diese Aspekte bei der Zonenplanrevision nachweislich nicht berücksichtigt worden 
seien, sei die Zonenplanung unter Berücksichtigung dieser Aspekte zu überarbeiten.   
  
6.3.1 Die Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt und ihrer Lebensräume in der natürlichen 
Vielfalt ist seit den 1960er Jahren verfassungsrechtlich geboten (Art. 24sexies Abs. 4 aBV; heute: 
Art. 78 Abs. 4 BV). Zum Vollzug dieses Auftrags wurden 1966 die ersten Biotopschutzbestim-
mungen des NHG erlassen und seither mehrfach ergänzt. Hinzu kommen zahlreiche Bestim-
mungen der Spezialgesetzgebung und des kantonalen Rechts (vgl. ALEXANDRA GERBER, Bio-
topschutz und ökologischer Ausgleich im Siedlungsgebiet: dringend benötigt und rechtlich ge-
boten, in: Umweltrecht in der Praxis [URP] 2018 S. 4). Das RPG sieht vor, dass die natürlichen 
Lebensgrundlagen wie Boden, Luft, Wasser, Wald und die Landschaft zu schützen (Art. 1 
Abs. 2 lit. a) und die Landschaft zu schonen sind; insbesondere sollen naturnahe Landschaften 
und Erholungsräume erhalten bleiben (Art. 3 Abs. 2 lit. d RPG). Art. 18 Abs. 1bis NHG verlangt 
den besonderen Schutz von Standorten, die besonders günstige Voraussetzungen für Lebens-
gemeinschaften aufweisen oder eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen, und 
nennt verschiedene Beispiele, wie etwa Uferbereiche, Hecken, Feldgehölze oder Trockenwie-
sen. Die gesetzlichen Kriterien werden in Art. 14 Abs. 3 NHV konkretisiert: Zu den schützens-
werten Lebensräumen (Biotopen) zählen einerseits die in Anhang 1 zur NHV aufgeführten 
Lebensraumtypen, andererseits alle Standorte, an denen geschützte oder gefährdete und selte-
ne Pflanzen- und Tierarten vorkommen bzw. aufgrund der besonders günstigen Voraussetzun-
gen vermutet werden. Hinzu kommen Standorte, die für die Mobilitätsansprüche der Arten oder 
ihre Vernetzung wichtig sind, wie z.B. Wildtierkorridore (vgl. GERBER, a.a.O., S. 5).  
 
6.3.2 Gemäss Art. 18b Abs. 1 NHG sorgen die Kantone für Schutz und Unterhalt der Biotope 
von regionaler und lokaler Bedeutung. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich dabei um eine vom Bund den Kantonen übertragene Bundesaufgabe (BGE 133 II 220 
E. 2.2 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 1C_653/2019 vom 15. Dezember 2020 E. 3.1). Im 
Kanton Basel-Landschaft wird Art. 18b NHG unter anderem in § 12 NLG umgesetzt, wonach 

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der Regierungsrat nach Anhören der Einwohnergemeinden schützenswerte Naturobjekte von 
nationaler und regionaler Bedeutung in das Inventar der geschützten Naturobjekte aufnimmt. 
Die Aufnahme von Naturobjekten ist gemäss § 23 Abs. 1 NLG im Amtsblatt zu veröffentlichen. 
Bei der Aufnahme von schützenswerten Naturobjekten ins kantonale Inventar handelt es sich 
um eine Verfügung, die in Erfüllung einer Bundesaufgabe ergeht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1C_555/2020 vom 16. August 2021 E. 5.3.3). Auf kommunaler Stufe erfolgt die Umsetzung des 
Biotopschutzes im Rahmen der Nutzungsplanung, indem Grünzonen (§ 12 ZRS), Naturschutz-
zonen (§ 13 ZRS), Uferschutzzonen (§ 14 ZRS) oder Grünvernetzungsachsen (§ 21 ZRS) aus-
geschieden oder die Rücksichtnahme auf Biotope im Zonenreglement angeordnet wird (vgl. 
z.B. § 11.11 ZRS "Zone mit Quartierplanpflicht Schweinbach Süd").  
  
6.3.3 Die grundeigentümerverbindliche Durchsetzung des Biotopschutzes im Sinne von 
Art. 18 Abs. 1 und Abs. 1bis NHG erfordert grundsätzlich eine den jeweiligen Lebensraum betref-
fende Anordnung der dafür zuständigen kantonalen resp. kommunalen Behörde. Da Biotope 
häufig nicht ohne Fachkenntnisse erkennbar sind, haben die Planungsbehörden (die Gemein-
den) rechtzeitig abzuklären, ob und wo es im Planungsperimeter noch schützenswerte Lebens-
räume für einheimische Pflanzen- und Tierarten gibt. Die im Planungsperimeter vorhandenen 
und daran angrenzenden Biotope müssen vor Erlass und Revision von Nutzungsplänen 
festgestellt werden (Art. 15 Abs. 5 NHV). Die hierfür nötigen Erhebungen stellen notwendige 
Grundlage der Ortsplanung dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_134/2014 vom 15. Juli 2014 
E. 3.3). Die Gemeinde darf sich bei diesen Erhebungen nicht darauf beschränken, die beste-
henden (und geplanten) Inventargebiete von lokaler, regionaler und überregionaler Bedeutung 
zu berücksichtigen, sondern muss prüfen, ob weitere Standorte die Kriterien von Art. 14 Abs. 3 
NHV erfüllen (vgl. GERBER, a.a.O., S. 6). Die Inventarisierung von Schutzobjekten aufgrund von 
Natur- und Heimatschutzvorschriften gilt im Übrigen nach herrschender Auffassung nicht als 
planerische Tätigkeit, sondern als Bestandsaufnahme nach wissenschaftlicher Methode, wes-
halb eine Mitwirkung der Bevölkerung grundsätzlich nicht ermöglicht werden muss (vgl. ARNOLD 
MARTI, in: Keller/Zufferey/Fahrländer [Hrsg.], Kommentar NHG, 2. Auflage, 2019, 2. Kap., S. 98 
Fn. 312). Soweit diese Prüfung jedoch noch nicht erfolgt, unterblieben oder ungenügend ist, 
kann die unzulässige Beeinträchtigung eines im Sinne von Art. 18 Abs. 1 und Abs. 1bis NHG 
schutzwürdigen Biotops auch Gegenstand des den Eingriff in den Lebensraum betreffenden 
Verfahrens oder allenfalls eines gesonderten Feststellungsverfahrens bilden (vgl. FAHRLÄNDER, 
a.a.O., Art. 18 NHG N 26).  
 
6.3.4 In Bauzonen ist die nachträgliche Überprüfung der Schutzwürdigkeit eines Biotops nur 
zulässig, wenn diese Frage im Rahmen der Nutzungsplanung nicht oder unzureichend geprüft 
wurde oder wenn bezüglich der Schutzwürdigkeit veränderte Verhältnisse vorliegen, die im 
Rahmen einer Interessenabwägung ein Abweichen vom Grundsatz der Planbeständigkeit zu 
rechtfertigen vermögen (vgl. FAHRLÄNDER, a.a.O., Art. 18 NHG N 26 mit Verweis auf BGE 
133 II 220). Soweit die Unterschutzstellung von Biotopen die Änderung geltender Nutzungsplä-
ne erfordert, müssen daher die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 2 RPG erfüllt sein (Urteil des 
Bundesgerichts 1C_555/2020 vom 16. August 2021 E. 6.1). Dabei ist in einem ersten Schritt zu 
prüfen, ob sich die Verhältnisse so erheblich geändert haben, dass die Nutzungsplanung über-
prüft werden muss; in einem zweiten Schritt erfolgt nötigenfalls die Plananpassung (BGE 

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144 II 41 E. 5.1; 140 II 25 E. 3 mit Hinweisen). Ob eine Plananpassung aufgrund veränderter 
Verhältnisse gerechtfertigt ist, beurteilt sich nach ständiger Rechtsprechung aufgrund einer 
Interessenabwägung. Dabei ist auf der einen Seite die Notwendigkeit einer gewissen Stabilität 
nutzungsplanerischer Festlegungen zu beachten, auf der anderen Seite das Interesse, die 
Pläne an eingetretene Veränderungen anzupassen. Zu berücksichtigen sind insbesondere die 
bisherige Geltungsdauer des Nutzungsplans, das Ausmass seiner Realisierung und Konkreti-
sierung, das Gewicht des Änderungsgrunds, der Umfang der beabsichtigten Planänderung und 
das öffentliche Interesse daran (BGE 140 II 25 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
1C_60/2020 vom 25. November 2020 E. 3.1). Je neuer ein Zonenplan ist, umso mehr darf mit 
seiner Beständigkeit gerechnet werden, und je einschneidender sich die beabsichtigte Ände-
rung auswirkt, umso gewichtiger müssen die Gründe sein, die für die Planänderung sprechen 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_555/2020 vom 16. August 2021 E. 6.1 mit Hinweisen). 
 
6.4.1 Festzustellen ist, dass die Gemeinde erst mit Beschluss vom 20. April 2016 die Nut-
zungsplanung gesamthaft revidiert hat. Diese Gesamtrevision der Zonenvorschriften Siedlung 
wurde mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 1024 vom 4. Juli 2017 genehmigt. Im Rahmen 
der Revision der Nutzungsplanung hat die Gemeinde ein Inventar über die im Baugebiet 
vorhandenen Naturobjekte erstellen lassen (vgl. Inventar der Naturobjekte im Baugebiet der 
Gemeinde Arlesheim vom 30. November 2015). Gestützt auf das Inventar der Naturobjekte hat 
die Gemeinde in der Folge unbestrittenermassen entsprechende Schutzmassnahmen getroffen; 
vgl. z.B. die von den Beschwerdeführerinnen selbst angeführte Grünvernetzungsachse. Für die 
umstrittenen Bauparzellen hat die Gemeinde hingegen – mangels vorhandenen schutzwürdigen 
Naturobjekten – keine Schutzmassnahmen verfügt. Rund drei Jahre nach Erlass der Zonen-
vorschriften und zwei Jahre nach deren Genehmigung reichte die Baugesuchstellerin ihr 
Baugesuch ein. Bereits aufgrund der relativ kurzen Zeitdauer seit der Bestandsaufnahme der 
Naturwerte und der Revision der Zonenvorschriften kann vorliegend eine erhebliche Änderung 
der Verhältnisse im streitgegenständlichen Gebiet ausgeschlossen werden. 
 
6.4.2 Im Übrigen ist festzuhalten, dass sich die Fachstelle NL mehrfach zu den vorhandenen 
Naturwerten und zum Baugesuch geäussert hat. Am 15. Juli 2019 forderte die Fachstelle NL 
die Baugesuchstellerin auf, diverse Nachweise betreffend Rücksichtnahme auf bestehende, 
ökologisch besonders wertvolle Elemente nach § 26 Abs. 8 ZRS, im Speziellen auf Baum-
bestand der Nachbarschaft ("Wurzelschutz"), ökologisch sinnvolle Gestaltung der Freiräume, 
Vogelschutz, Bereitstellung von Nistmöglichkeiten als Ersatz für wegfallende Nistgelegenheiten 
am bestehenden Haus, etc. nachzureichen. Daraufhin reichte die Baugesuchstellerin der 
Fachstelle NL am 6. August 2019 ein Aussenraum- und Bepflanzungskonzept ein. Im 
Einspracheverfahren bestätigte die Fachstelle NL mit Eingabe vom 11. September 2019, dass 
das Erfordernis der Rücksichtnahme auf bestehende, ökologisch besonders wertvolle Elemente 
nach § 26 Abs. 8 ZRS nunmehr erfüllt sei. Ebenso bestätigte die Fachstelle NL, dass die 
Baugesuchstellerin die verlangten Nachweise der ökologisch sinnvollen Gestaltung der 
Freiräume nach § 42 ZRS sowie des Vogelschutzes nach § 49 ZRS erbracht habe. Zur 
Bedeutung der alten Baumbestände führte die Fachstelle NL aus, es sei erwiesen, dass die 
ökologische Bedeutung eines Baumes mit seinem Alter ansteige. Aus naturschützerischer Sicht 
seien einheimische, standortgerechte Arten besonders wertvoll. Die Douglasie zähle nicht dazu. 

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Die Birke sei eine Pionierart an feuchten Stellen und am aktuellen Ort nicht standortgerecht. Um 
in einem bestimmten Gebiet ein ständiges Angebot an Altholz zu ermöglichen, sei eine gute 
Altersdurchmischung des Baumbestandes anzustreben. Seien alle Bäume in einem Gebiet 
etwa gleich alt und würden gleichzeitig gefällt und durch Neupflanzungen ersetzt, so fehle wäh-
rend längerer Zeit die ökologisch bedeutende Altersphase gänzlich. Ein etappiertes Vorgehen 
sei durchaus sinnvoll. Im vorliegenden Fall solle auf einer Parzelle der alte Baumbestand 
entfernt und durch Neuanpflanzungen ersetzt werden. Südwestlich des geplanten Einfamilien-
hauses seien Neupflanzungen von mindestens zwei Bäumen vorgesehen, welche den Verlust 
des bestehenden und dichten Baumbestandes in Zukunft ausgleichen würde, wenn die nicht 
standortgerechten und teilweise nicht einheimischen Arten durch standortgerechte, einheimi-
sche ersetzt werden. Mit dem Erhalt des teilweise alten Baumbestandes auf den umliegenden 
Parzellen könne so eine geeignete Altersdurchmischung desselben erreicht werden, was aus 
ökologischer Sicht sinnvoll sei. Weiter hielt die Fachstelle NL fest, dass mit den formulierten 
Auflagen den Ansprüchen des Landschaftsschutzes und der Förderung der Biodiversität Ge-
nüge getan werde (vgl. Stellungnahme der Fachstelle NL vom 11. September 2019). Nachdem 
die Beschwerdeführerinnen im Einspracheverfahren im Rahmen einer weiteren Eingabe 
zusätzliche Rügen erhoben haben, nahm die Fachstelle NL am 9. Oktober 2019 ergänzend 
dazu Stellung. In ihrer Stellungnahme vom 9. Oktober 2019 führte die Fachstelle NL aus, dass 
der Einsatz eines professionellen Baumpflegers, der die Gesundheit der Bäume während des 
gesamten Bauprojektes überwache, Auflage der Baubewilligung sei und dass dies so zwischen 
der Bauherrschaft und der Fachstelle NL festgelegt worden sei. Zu den Aufgaben des Baum-
pflegers gehöre, die Bauherrschaft dahingehend zu beraten, in wieweit gefahrlos für den betrof-
fenen Baum ans Wurzelwerk herangegraben werden könne. Der Aushub habe so zu gesche-
hen, dass die Bäume auf den Nachbarparzellen dadurch in ihrer Gesundheit nicht beeinträchtigt 
würden. Der Einsatz einer weiteren Fachperson werde nicht gefordert. Bei der von den Be-
schwerdeführerinnen geforderten "Ersatzregelung im Falle eines Absterbens der betroffenen 
Bäume" handle es sich um eine privatrechtliche Angelegenheit, die von den betroffenen 
Parteien entsprechend selbständig geregelt werden müsste. Auf der Bauparzelle würden nach 
dem Beenden der Bauarbeiten vielfältige Lebensraumtypen (artenreiche Magerrasen, Blumen-
wiesen, Ruderalflächen, Trockensteinmauer, Hecken etc.) angelegt. Die geplanten Elemente 
würden eine Bereicherung darstellen und der Grünkorridor bleibe erhalten. Die Beschwerde-
führerinnen würden die Bauparzellen als schützenwertes Habitat für seltene und bedrohte 
Tierarten betrachten. Allerdings lägen keine Belege für das momentan tatsächliche Vorkommen 
solcher Arten vor. Diese wären zu erbringen, um allfällige Schutzmassnahmen ergreifen zu kön-
nen. Ansonsten sei darauf hinzuweisen, dass neue, vielfältige Habitate entstehen würden, die 
ebendiesen Arten wieder als Lebensraum dienen könnten. Durch die geplanten Bauten könnten 
jedoch nicht alle Bäume erhalten werden. Die drei wegfallenden Douglasien und zwei Birken 
würden durch hochstämmige Obstbäume und eine vielfältige Umgebungsgestaltung kom-
pensiert und mit den Jungbäumen werde auch wieder eine Verjüngung und Altersabstufung des 
Baumbestandes erreicht, damit später nicht alle Bäume auf einmal wegfallen würden. Die 
Bemängelung der Beschwerdeführerinnen, dass fünf grosse Bäume durch nur drei ersetzt 
würden, sei auf den ersten Blick nachvollziehbar. Es gelte aber das Gesamtbild zu betrachten, 
bei dem eine momentan einfache Grünfläche in Zukunft als unterschiedliche botanisch 
artenreiche Habitate gestaltet und monotone Eibenhecken durch artenreiche Sträucher ersetzt 

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würden. Zudem seien die Douglasien und Birken zwar durch ihr Alter eindrückliche Bäume, sie 
würden allerdings aus ökologischer Sicht nicht so viel bieten wie z.B. Hochstamm-Obstbäume, 
Eichen oder Linden. Wo jetzt einzelne Vogelarten von den bestehenden Bäumen profitierten, 
solle in Zukunft Lebensraum und Nahrung für ein breites Spektrum an Vögeln, Insekten und 
Kleintieren geboten werden. Im vorliegenden Fall werde das Potential zur ökologischen Auf-
wertung durch vielfältige Gestaltung, artenreiche Wiesen und Hecken, sowie Mauer- und Dach-
begrünungen und das Anbringen von Nisthilfen für Mauerbrüter definitiv genutzt (Stel-
lungnahme der Fachstelle NL vom 9. Oktober 2019). Mit Eingabe vom 28. Februar 2022 nahm 
die Fachstelle sodann zu den im Verfahren vor der BRK erhobenen Rügen Stellung. Darin 
führte die Fachstelle NL aus, in Bezug auf die als gemäss § 104 RBG und § 6n NLG schützens- 
und erhaltenswert einzustufenden Bäume seien entsprechende Schutzmassnahmen und eine 
fachliche Begleitung durch einen Baumpfleger im Rahmen des Baugesuchs bereits zur Auflage 
gemacht worden. Die Eibenhecke sei grundsätzlich als weniger gefährdet anzusehen, da sich 
während einer Begehung ergeben habe, dass die Hecke innen ausgekahlt ("hohl") sei und in 
erster Linie nur noch als Vernetzungselement und Sichtschutz diene. Botanisch gesehen sei die 
Fläche – abgesehen von ihren Bäumen und anderen Strukturen – wohl als wenig wertvoll mit 
Potential für artenreiche Wiesen einzustufen. An diversen Stellen seien invasive Neophyten 
(z.B. Sommerflieder, armenische Brombeere) zu finden. Eine ganzheitlichere Aufnahme des 
"Grünkorridors", wie von den Beschwerdeführerinnen verlangt, könnte Klarheit schaffen bezüg-
lich des tatsächlichen und potentiellen Werts für die Biodiversität der näheren Umgebung. Die 
Erhebung dürfe jedoch nicht (alleinige) Sache der Beschwerdeführerinnen sein, sondern 
müsste von der Gemeinde offiziell in Auftrag gegeben werden. Weiter führt die Fachstelle NL 
aus, dass die geschützten Bäume, die innerhalb des angrenzenden Quartierplanperimeters 
(Quartierplan "Zum weissen Segel") trotz Wurzelschutz hätten ersetzt werden müssen, darauf 
hinweisen würden, dass auch auf der Bauparzelle und unmittelbarer Umgebung trotz fachge-
rechten Wurzelschutzes mit einer Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes der beste-
henden Bäume zu rechnen sei. Hauptauslöser dafür dürften die veränderten Bodenverhältnisse 
nach Errichtung der neuen Bauten sein, insbesondere die grosse Tiefgarage. Allerdings lasse 
sich nicht eindeutig sagen, dass die Bäume auf der Fläche des Quartierplans "Zum weissen 
Segel" allein wegen der vorgenommenen Bauarbeiten abgestorben seien. Andere Einflüsse, 
z.B. der trockene Sommer 2018, hätten ebenfalls zu einer Schwächung führen können (vgl. 
Stellungnahme der Fachstelle NL vom 28. Februar 2022). Mit Stellungnahme vom 5. Mai 2022 
verweist das Bauinspektorat sodann auf eine E-Mail-Stellungnahme der Fachstelle NL vom 
4. Mai 2022. Darin ergänzte die Fachstelle NL, die Vorschriften von § 6, 7 und 9 NLG, Art. 18 
NHG sowie § 104 RBG seien lediglich bei Bauvorhaben in der Nachbarschaft geprüft worden, 
nicht aber auf der hier betroffenen Bauparzelle. Insofern könne eine Erhebung der Artenvor-
kommen durchaus Sinn machen, da die Parzellen ihrer Einschätzung nach ein grosses ökologi-
sches Potential aufweisen würden, selbst wenn dieses in den letzten Jahren durch Vernachläs-
sigung der Pflege etwas gelitten habe. Die Erhebung solle aber nicht dazu dienen, sämtliche 
Bauvorhaben zu verhindern, sondern ein Bauprojekt zu ermöglichen, welches möglichst wenig 
schädliche Auswirkungen auf die umgebenden Baumbestände habe und nach Abschluss der 
Bauarbeiten einen wertvollen Lebensraum wiederherzustellen, sowie die ökologische Vernet-
zung weiterhin zu gewährleisten. 
 

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6.4.3 Die Fachstelle NL hat sich – wie zuvor dargelegt – einlässlich mit den vorhandenen 
Naturwerten im Umfeld des Bauprojekts auseinandergesetzt und dargelegt, aus welchen Grün-
den – trotz des Verlustes von gewissen Naturwerten – das Bauprojekt bewilligungsfähig ist. 
Insbesondere hat die Fachstelle NL aufgezeigt, dass mit dem ausgeführten Bauprojekt und 
insbesondere den verfügten Auflagen neue und teils wertvollere Naturwerte entstehen können. 
Aus den verschiedenen fachlichen Stellungnahmen ergibt sich schlüssig, dass im vorliegenden 
Fall bei Betrachtung des Gesamtbildes aufgrund des Bauprojekts in Zukunft wiederum ein 
Lebensraum für ein breites Spektrum an Vögeln, Insekten und Kleintieren geboten wird und das 
Potential zur ökologischen Aufwertung durch eine vielfältige Umgebungsgestaltung, durch 
Ersatzpflanzungen von einheimischen Bäumen sowie durch artenreiche Wiesen und Hecken 
genutzt wird. Somit kann auch aus den von den Beschwerdeführerinnen beigebrachten 
Privatgutachten betreffend die aktuell vorhandenen Naturwerte nichts zu ihren Gunsten 
abgeleitet werden. Aufgrund der schlüssigen Fachberichte der Fachstelle NL erübrigt es sich 
sodann, ergänzende Gutachten einzuholen bzw. Abklärungen vorzunehmen. Vielmehr ist 
festzustellen, dass die vorhandenen Naturwerte ausreichend und klar dokumentiert sind. Unter 
Berücksichtigung der kurzen Geltungsdauer des Zonenplans, der vorhandenen Naturwerte, der 
mit einer Auflage abgesicherten naturnahen Garten- und Umgebungsgestaltung, welche die 
quartiertypische Begrünung sicherstellt, fällt die Interessenabwägung zu Ungunsten einer 
Plananpassung aus. Die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 2 RPG sind vorliegend somit nicht 
erfüllt.  
 
6.5 Zusammengefasst ist daher festzuhalten, dass die Voraussetzungen für eine Über-
prüfung der Nutzungspläne für die streitgegenständlichen Parzellen nicht gegeben sind und 
keine vorhandenen Naturobjekte dem Bauprojekt entgegenstehen. Zudem ist der Vorinstanz 
vollumfänglich zuzustimmen, dass die erforderliche quartiertypische Begrünung aufgrund der 
Baubewilligungsauflagen gegeben ist. Die Beschwerde ist damit diesbezüglich abzuweisen. 
 
7.1 Ein weiterer Streitpunkt bildet die Frage, ob die Parzelle Nr. 1554 übernutzt ist. Die 
Vorinstanz hielt diesbezüglich fest, dass die Baugesuchsparzelle Nr. 1554 gemäss Mutations-
bewilligung vom 26. Juni 2020 in zwei neue Parzellen (Nr. 1554 mit dem Mehrfamilienhaus und 
Nr. 6990 mit dem Einfamilienhaus) aufgeteilt worden sei. Die bauliche Nutzung sei gesamthaft 
nach wie vor eingehalten; durch die Parzellierung seien jedoch bezüglich der Bruttogeschoss-
flächen/Ausnützungsziffer und der Grünfläche über- und unternutzte Parzellen entstanden. 
Daher sei nach § 51 Abs. 2 RBV die Eintragung einer Baubeschränkung zugunsten der 
Einwohnergemeinde Arlesheim und zu Lasten der Parzellen Nr. 1554 und Nr. 6990 verlangt 
und beim Grundbuchamt bestellt worden. Diese Dienstbarkeit könne nur mit Zustimmung der 
Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft gelöscht werden. Rechtsgrund-
lage sei vorliegend § 51 RBV, welcher das Entstehen von unternutzten Parzellen durch Parzel-
lierung regle. Demgegenüber regle § 88 RBG mit der Nutzungsübertragung auf benachbarte 
Grundstücke einen anderen Sachverhalt. 
 
7.2 Die Beschwerdeführerinnen rügen eine Übernutzung der Parzelle Nr. 1554. Die Argu-
mentation der Vorinstanz, wonach § 51 RBV eine Nutzungsübertragung zwischen zwei benach-
barten Grundstücken – ohne eine entsprechende Bestimmung in den Zonenvorschriften – 

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erlaube, sei falsch. Die Parzelle Nr. 1554 mit dem darauf geplanten Mehrfamilienhaus sei 
massiv übernutzt. Um das Mass dieser Übernutzung solle die Unternutzung der Parzelle 
Nr. 6990 auf die Parzelle Nr. 1554 übertragen werden. Zugleich solle die Unterschreitung der 
Grünflächenziffer auf der Parzelle Nr. 1554 mittels Übertragung von der Parzelle Nr. 6990 
kompensiert werden. Es sei offensichtlich, dass es sich um eine Nutzungsübertragung handle, 
welche gemäss § 88 RBG nur zulässig sei, wenn das kommunale Zonenreglement eine solche 
ausdrücklich vorsehe. Die Zonenvorschriften der Gemeinde Arlesheim enthielten aber keine 
Bestimmung, die eine Nutzungsübertragung erlaube. Durch die Aufteilung einer Parzelle in 
mehrere entstünden zwangsläufig benachbarte Parzellen, für welche § 88 RBG gelte. Bei § 51 
RBV handle es sich um eine Ausführungsbestimmung zum RBG, welche § 88 RBG nicht 
aufzuheben vermöge, sondern das Vorgehen bei einer Nutzungsübertragung zwischen zwei 
bereits bebauten Grundstücken regle. Der auf der Parzelle Nr. 1554 geplante Bau könne zufol-
ge Überschreitung der Ausnützungsziffer und Unterschreitung der Grünflächenziffer nicht 
bewilligt werden. Die Gemeinde Arlesheim habe in ihrer Einsprache vom 25. Juni 2019 – ein 
Jahr vor der Parzellierung – ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei einer Neuparzellierung 
sowohl die Ausnützungsziffer als auch die Grünflächenziffer für beide neuen Parzellen einge-
halten werden müssten und eine Nutzungsübertragung nicht möglich sei. 
 
7.3.1 Unter Nutzungsübertragung wird die Möglichkeit verstanden, auf einem Baugrundstück 
nicht beanspruchte bauliche Nutzungsmöglichkeiten auf ein Nachbargrundstück zu übertragen 
und dort auszunützen. Die baulichen Nutzungsmöglichkeiten werden dadurch insgesamt nicht 
verändert, sondern lediglich räumlich alloziert. Die Nutzungsübertragung ist damit ein Instru-
ment, bisher nicht beanspruchte Nutzungsreserven der Überbauung zuzuführen und damit die 
von Art. 1 Abs. 2 lit. abis und b sowie Art. 3 Abs. 3 lit. abis RPG verlangte Siedlungsentwicklung 
nach innen zu fördern (BEAT STALDER/NICOLE TSCHIRKY, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr 
[Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, 2016, Rz. 3.390 f.). Bei einer Nutzungs-
übertragung wird eine noch nicht genutzte Grundstücksfläche einer benachbarten Parzelle dem 
zu bebauenden Grundstück angerechnet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_455/2022 vom 
5. Juni 2023 E. 5.1, mit Hinweisen). Zu den bundesrechtlichen Voraussetzungen von derartigen 
Nutzungsübertragungen hat sich das Bundesgericht schon verschiedentlich geäussert (vgl. 
BGE 119 Ia 113 E. 3c; 109 Ia 188 E. 3). Eine Nutzungsübertragung ist einerseits ein (privat-
rechtliches) Rechtsgeschäft unter benachbarten Grundeigentümern bzw. -eigentümerinnen. An-
dererseits greift sie aber auch in die Nutzungsordnung ein und bedarf damit der öffentlich-
rechtlichen Legitimation und Kontrolle; es ist insbesondere sicherzustellen, dass die übertra-
gene bauliche Nutzung nicht doppelt beansprucht wird. Insoweit führt die Nutzungsübertragung 
auf dem übertragenden Grundstück zu einer öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkung 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_455/2022 vom 5. Juni 2023 E. 5.1, mit Hinweisen; 
STALDER/TSCHIRKY, a.a.O., Rz. 3.392). § 88 RBG regelt im Kanton Basel-Landschaft allgemein 
die Nutzungsübertragung zwischen benachbarten Grundstücken. Gemäss § 88 Abs. 1 RBG 
können die Gemeinden in den Zonenvorschriften die Übertragung nicht beanspruchter baulicher 
Nutzung auf benachbarte Grundstücke vorsehen. Die Übertragung erfolgt durch die Bestellung 
von Dienstbarkeiten, die nur mit Zustimmung der Baubewilligungsbehörde gelöscht werden 
können (§ 88 Abs. 2 RBG). Gemeinden, welche die Nutzungsübertragung gestatten, haben 
einen nach Grundstücken geführten Ausnützungskataster anzulegen, der Auskunft über die 

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grundstückseigene und die erworbene bzw. übertragene Ausnützung gibt (§ 88 Abs. 3 RBG). 
Diese Regelung erlaubt die Nutzungsübertragung zwischen benachbarten Grundstücken unab-
hängig von Baulandumlegungen bzw. Grenzmutationen. 
 
7.3.2 Die Privatrechtsordnung ermöglicht es Grundeigentümern, mehrere Parzellen zu einer 
einzigen zu vereinigen, eine Parzelle in mehrere aufzuteilen oder lediglich die Grenze zwischen 
zwei (oder mehreren) Grundstücken anzupassen (sog. Grenzmutationen; vgl. § 74 Abs. 1 
RBG). Zu beachten gilt allerdings, dass durch Grenzmutationen kein Zustand herbeigeführt 
werden darf, welcher der Nutzungsplanung sowie den Bauvorschriften widerspricht. Die 
Parzellen müssen im neuen Zustand nach wie vor den geltenden Regelungen zum Grenzab-
stand oder zur möglichen Ausnützung entsprechen. Daher kann das kantonale Recht vorsehen, 
dass für solche Massnahmen eine öffentlich-rechtliche Bewilligung erforderlich ist. Sieht der 
Kanton kein besonderes Bewilligungsverfahren vor, kann sich das Grundbuchamt vor der beab-
sichtigten Mutation zur Zusicherung der Baurechtskonformität der neuen Verhältnisse an die 
Baubehörde wenden (vgl. JODOK VOGT, Die Baulandumlegung als Instrument zur Förderung der 
Innenentwicklung, 2022, S. 87, mit Hinweisen). § 74 Abs. 2 RBG sieht vor, dass durch Grenz-
mutationen kein Zustand herbeigeführt werden darf, welcher der Nutzungsplanung und den 
Bauvorschriften widerspricht. In welchen Fällen Grenzmutationen der Bewilligung einer kanto-
nalen Behörde (sog. Mutationsbewilligung) bedürfen, wird in der RBV geregelt (vgl. § 74 Abs. 3 
RBG). Nach § 42 Abs. 1 RBV bedürfen insbesondere Grenzmutationen, die erkennbar mit Auf-
lagen verknüpft sind (lit. f), Grenzmutationen an Grundstücken, welche von einem beabsich-
tigten und laufenden Baugesuch betroffen sind (lit. h) sowie privatrechtlich vereinbarte Bauland-
umlegungen (lit. i) einer Mutationsbewilligung. Bewilligungspflichtige Mutationsbegehren sind 
beim Vermessungs- und Meliorationsamt einzureichen, welches die Gemeinde sowie die betrof-
fenen Dienststellen zur Vernehmlassung einlädt. § 51 Abs. 1 RBV mit der Marginalie "Parzellie-
rung, unternutzte Parzellen" konkretisiert die inhaltlichen Anforderungen an eine Nutzungs-
übertragung im Rahmen einer Grenzmutation (Parzellierung) bzw. einer Baulandumlegung und 
lautet: "Werden auf einer Parzelle, die nachträglich parzelliert werden soll, mehrere Bauten 
erstellt (Regelbauweise, Ausnahmeüberbauung nach einheitlichem Plan, Quartierplan), muss 
die bauliche Nutzung gesamthaft eingehalten werden". Entstehen bei einer nachträglichen Par-
zellierung unternutzte Einzelparzellen, hat die Bewilligungsbehörde dafür besorgt zu sein, dass 
für diese im Grundbuch entsprechende Baubeschränkungen eingetragen werden (§ 51 Abs. 2 
RBV). Aus dieser gesetzlichen Regelung ergibt sich, dass bei Nutzungsübertragungen im Zu-
sammenhang mit Grenzmutationen (Parzellierungen) nicht die allgemeinen Vorgaben gemäss 
§ 88 RBG gelten, sondern die spezifischen Regeln gemäss § 74 RBG i.V.m. § 42 RBV und § 51 
RBV zur Anwendung gelangen. 
 
7.4 Im vorliegenden Fall wurde ein behördliches Grenzmutationsverfahren durchgeführt, in 
welchem die Gemeinde beteiligt war. Im Rahmen des Grenzmutationsverfahrens hat die 
Gemeinde nicht bloss der Mutation (Parzellierung) zugestimmt, vielmehr hat sie zum Parzellie-
rungsgesuch Stellung genommen und ausdrücklich der Nutzungsübertragung unter der Be-
dingung der im Grundbuch eingetragenen Baubeschränkung nach § 51 Abs. 2 RBV zuge-
stimmt. Damit können die Beschwerdeführerinnen aus der Einsprache der Gemeinde vom 
26. Juni 2019, in welcher sich die Gemeinde noch gegen eine Nutzungsübertragung und für die 

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Einhaltung der Ausnützungs- und Grünflächenziffer auf beiden neuen Parzellen ausgesprochen 
hatte, nichts mehr zu ihren Gunsten ableiten. Vielmehr wurden im Rahmen der Mutationsbewil-
ligung die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Grenzmutation und der Nutzungsüber-
tragung korrekt von den zuständigen Behörden überprüft und mit dem Einverständnis der Ge-
meinde bewilligt. Demgemäss erweist sich die Beschwerde in diesem Punkt als unbegründet. 
 
8.1 Die Beschwerdeführerinnen rügen zudem eine Verletzung des Koordinationsgebots 
und eine Rechtsverweigerung, weil während des laufenden Baugesuchsverfahrens zwei Bewil-
ligungen für die Erstellung und den Betrieb einer Erdwärmesondenanlage erteilt worden seien 
und ihnen die entsprechenden Gesuche sowie Bewilligungen nicht eröffnet worden seien. 
 
8.2 Das Koordinationsgebot gemäss Art. 25a RPG verlangt, dass die für die Errichtung 
einer Baute erforderlichen Verfügungen materiell und soweit möglich formell koordiniert erge-
hen. Nachgelagerte Verfahren sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts dann zu-
lässig, wenn dies von der Sache her sinnvoll ist und sich daraus keine wesentlichen neuen 
Auswirkungen oder Änderungen für das Projekt ergeben oder ergeben können (Urteil des 
Bundesgerichts 1C_25/2019 vom 5. März 2020 E. 8.2, mit Hinweisen; STALDER/TSCHIRKY, 
a.a.O., Rz. 2.65; ARNOLD MARTI, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommen-
tar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020, Art. 25a RPG Rz. 35). Die 
Rechtsanwendung muss nach der Rechtsprechung materiell koordiniert, d.h. inhaltlich ab-
gestimmt werden, wenn für die Verwirklichung eines Vorhabens Verfügungen mehrerer 
Behörden erforderlich sind und zudem zwischen den anwendbaren Bestimmungen ein derart 
enger Sachzusammenhang besteht, dass sie nicht getrennt und unabhängig voneinander 
angewendet werden dürfen. Das Erfordernis des engen Sachzusammenhangs wird dabei 
bejaht, wenn eine verfahrensrechtlich getrennte Behandlung der sich stellenden Rechtsfragen 
zu sachlich unhaltbaren Ergebnissen, zu widersprüchlichen Entscheiden etwa, führen könnte. In 
solchen Fällen ist die Rechtsanwendung überdies in geeigneter Weise auch in verfahrens-
rechtlicher Hinsicht zu koordinieren, um die geforderte materielle Koordination sicherzustellen 
(vgl. statt vieler BGE 137 II 182 E. 3.7.4.1; RENÉ WIEDERKEHR, Ausgewählte Fragen der 
Koordinationspflicht nach Art. 25a RPG aus Sicht der Praxis, in: AJP 2015 S. 600). Insbeson-
dere bei komplexen Vorhaben lässt die Rechtsprechung indes eine Aufteilung in mehrere 
Verfahrensstufen zu. Die erforderliche materielle Koordination darf in einem solchen Fall jedoch 
nicht vereitelt werden. Die Aufteilung auf mehrere Verfahrensstufen erfordert, dass im Rahmen 
eines ersten Entscheids sämtliche grundsätzlich wesentlichen Aspekte des Vorhabens 
behandelt werden (BGE 140 II 262 E. 4.3 mit Hinweisen). 
 
8.3 Aus den Akten ergibt sich, dass die Baugesuchstellerin das ausgefüllte Gesuchs-
formular für Erdwärmesondenbohrungen als Teil des Baugesuchs eingereicht hat. Daraufhin 
hat das Bauinspektorat das Gesuch an das zuständige Amt für Umweltschutz und Energie wei-
tergeleitet, welches im Baugesuchsverfahren mit Prüfbericht vom 20. Juni 2019 folgenden Text 
für die Baubewilligung formuliert hat: "Für Erdsonden-Bohrungen ist eine separate Bewilligung 
erforderlich (…)". Das Gesuch für die Erdwärmesondenbohrung war somit Teil der Akten des 
Baugesuchs, welche die Beschwerdeführerinnen einsehen konnten, und wurde im Rahmen des 

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Baugesuchs koordiniert. Daher ist weder eine Verletzung des Koordinationsgebots noch eine 
Rechtsverweigerung ersichtlich, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 
 
9. Zusammenfassend ist die Beschwerde somit vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf 
eingetreten werden kann.  
 
10.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Die Beschwerdeführerinnen beantragen in ihrer 
Eingabe vom 27. Oktober 2023, im Falle einer Abweisung der Beschwerde seien für die 
Bemessung der Parteientschädigung die ausserordentlichen Umstände (ehrenamtlicher Einsatz 
zu Gunsten gewichtiger öffentlicher Interessen) angemessen zu berücksichtigen. Daher seien 
sie von der Bezahlung einer Parteientschädigung zu befreien. Sie hätten bereits unter hohen 
Kosten behördliche Aufgaben übernommen, weshalb es dem Gerechtigkeitsgefühl zuwiderlau-
fen würde, ihnen im Falle des Unterliegens zusätzlich eine Parteientschädigung aufzubürden. 
Sodann seien ihnen die Kosten für die Gutachten D.____ (Fr. 9'993.--) und das Rechtsgutach-
ten E.____ (Fr. 8'000.--) zu erstatten. Sie hätten unter grossem zeitlichem und finanziellem 
Aufwand sowie hoher emotionaler Belastung die Ermittlung und anschliessende Berücksich-
tigung von gewichtigen öffentlichen Interessen auf dem Rechtsweg beantragt und damit eine 
Aufgabe übernommen, welche richtigerweise der öffentlichen Hand zugekommen wäre, 
behördlicherseits aber unterblieben sei. Die dabei anfallenden erheblichen Kosten im Umfang 
von Fr. 36'021.-- hätten sie selber übernommen. Zur geltend gemachten Parteientschädigung 
der Beschwerdegegnerin in der Höhe von Fr. 35'097.80 bringen die Beschwerdeführerinnen 
vor, dies stelle eine ausserordentlich hohe Entschädigungsforderung dar und der geltend 
gemachte Aufwand von rund 125 Stunden sprenge jeden Rahmen. Die Rechnungen des 
Anwalts der Beschwerdegegnerin enthielten insbesondere einen stark überhöhten Aufwand für 
die Ausarbeitung der Rechtsschriften, eine unzulässige Verrechnung von Doppelaufwand durch 
Advokatenwechsel sowie von Mails und Telefonaten an die Vorinstanz und eine unzulässige 
Änderung des Stundenansatzes von Fr. 250.-- (Rechnung vom 27. Juli 2023) zu Fr. 280.-- 
(Rechnung vom 13. Oktober 2023). Im Weiteren dürften gerichtliche Verfahren in Umweltange-
legenheiten gemäss dem Übereinkommen über den Zugang zu Informationen, die Öffentlich-
keitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltange-
legenheiten (Aarhus-Konvention) vom 25. Juni 1998 nicht übermässig teuer sein, um der 
Öffentlichkeit nicht durch unhaltbare finanzielle Risiken den Rechtsweg zu verwehren. Aus 
denselben Gründen sei auch der Eventualantrag gestellt worden, die von der Vorinstanz fest-
gelegte, sehr hohe Parteientschädigung aufzuheben oder zu reduzieren. 
 
10.2 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts erhebt gemäss § 18 Abs. 1 
lit. b der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (Gebührentarif, GebT) vom 15. November 
2010 für einen Endentscheid der Fünferkammer Gebühren von Fr. 500.-- bis Fr. 30'000.--. In 
diesem Gebührenrahmen setzt das Gericht die Gebühr im konkreten Fall nach dem Streitwert 
und der Bedeutung der Streitsache fest. Ferner berücksichtigt es die Sc