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**Case Identifier:** ab9c411d-9d95-5f1e-8144-14822cb6b7a1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.03.2015 200 2014 961
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-961_2015-03-03.pdf

## Full Text

200 14 961 UV
ACT/GET/BEH/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. März 2015

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG
Place de Milan, Postfach 120, 1001 Lausanne
Beschwerdegegnerin

Basler Versicherung AG
Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel
Beigeladene

betreffend Einspracheentscheid vom 11. September 2014 (D. 211947/07-13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2015, UV/14/961, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1985 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
arbeitet als … bei der …. Im Januar 2008 liess er dem damaligen obligato-
rischen Unfallversicherer seines Arbeitgebers – der Vaudoise Allgemeine 
Versicherungs-Gesellschaft AG (Vaudoise bzw. Beschwerdegegnerin) – 
mitteilen, er habe sich am 21. November 2007 bei einem Sturz im Rahmen 
eines Hindernisparcours die linke Schulter verletzt (Akten der Beschwerde-
gegnerin [act. II], 2; 2a). Für die anschliessende medizinische Behandlung 
erbrachte die Vaudoise die gesetzlichen Leistungen. Im Februar 2009 teilte 
sie dem Arbeitgeber mit, der Fall sei inzwischen abgeschlossen (act. II 13).

Am 16. Juni 2011 verletzte sich der Versicherte beim Fussballspielen er-
neut die linke Schulter. Dieses Ereignis liess der Versicherte mit Bagatell-
unfall-Meldung vom 18. November 2011 (act. II 34a.) der Basler Versiche-
rung AG mitteilen, bei welcher er inzwischen obligatorisch unfallversichert 
war. Am 21. Februar 2012 wurde er an der linken Schulter operiert (act. II 
29). Mit Verfügung vom 17. Januar 2012 (act. II 21a.) – bestätigt durch Ein-
spracheentscheid vom 5. März 2012 (act. II 31a.) – verneinte die Basler 
den Anspruch auf Versicherungsleistungen mit der Begründung, die Opera-
tion stehe nicht überwiegend wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 16. Juni 2011. Die dagegen vom Versicherten erhobene Be-
schwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 
8. März 2013 (act. II 50) insofern gut, als es den angefochtenen Einspra-
cheentscheid aufhob und die Sache an die Basler zurückwies, damit sie zur 
Klärung der natürlichen Kausalität des im November 2011 festgestellten 
Gesundheitsschadens zum Ereignis vom 16. Juni 2011 eine versiche-
rungsexterne Begutachtung in Auftrag gebe, wobei es der Basler freistehe, 
gegebenenfalls nachzuweisen, dass der Gesundheitsschaden allein als 
Rückfall oder Spätfolge des Ereignisses vom 21. November 2007 zu gelten 
habe (VGE UV/2012/358 E. 3.3.2, E. 3.4).

Am 27. August 2013 erstellten Dr. med. B.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2015, UV/14/961, Seite 3

Dr. med. C.________ sowie pract. med. D.________, Spital E.________, 
zuhanden der Basler ein Gutachten (act. II 55b). Gestützt darauf teilte die-
se dem Versicherten und der Vaudoise am 18. September 2013 mit, die 
Beschwerden und die Operation stünden nicht überwiegend wahrscheinlich 
im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 16. Juni 2011; da es sich um 
einen Rückfall zum Unfall vom 21. November 2007 handle, könnten keine 
Versicherungsleistungen beansprucht werden (act. II 55; 55a). In der Folge 
reichte die Vaudoise eine Stellungnahme ihres beratenden Arztes, Dr. med. 
F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, zum Gutachten vom 27. August 2013 ein (act. 
II 56), woraufhin die Basler ihrerseits eine Stellungnahme der Dres. med. 
B.________ und C.________ einholte (act. II 60a). Am 3. Juni 2014 teilte 
die Vaudoise der Basler mit, dass sie "die Schlussfolgerungen von Dr. 
B.________ ohne Anerkennung einer Rechtspflicht anwenden" werde (act. 
II 61). Mit Verfügung vom 10. Juni 2014 anerkannte die Vaudoise 
grundsätzlich ihre Leistungspflicht, stellte ihre Leistungen jedoch ab Errei-
chen des status quo ante am 4. Juni 2012 ein (act. II 62). Die dagegen vom 
Versicherten erhobene Einsprache (act. II 66) wies die Vaudoise mit Ein-
spracheentscheid vom 11. September 2014 (act. II 77) ab.

B.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 10. Oktober 2014 Be-
schwerde. Er beantragt die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 
11. September 2014 sowie die Weiterausrichtung der Versicherungsleis-
tungen über den 4. Juni 2012 hinaus. In der Begründung bringt er im We-
sentlichen vor, das medizinische Gutachten und die Stellungnahme vom 
19. Februar 2014 schlössen eine krankhafte Ursache der Schulterbe-
schwerden aus. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit stünden die Be-
schwerden in Zusammenhang mit dem "Vorfall" vom 21. November 2007.

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2014 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. November 2014 lud der Instrukti-
onsrichter die Basler zum Verfahren bei und gewährte ihr die Möglichkeit 

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zur Einreichung einer Stellungnahme, worauf sie mit Schreiben vom 5. De-
zember 2014 verzichtete.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 11. Sep-
tember 2014 (act. II 77). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leis-
tungen der Unfallversicherung und dabei insbesondere, ob die Beschwer-
degegnerin die Versicherungsleistungen zu Recht per 4. Juni 2012 einge-
stellt hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles, einer Berufskrankheit oder einer unfallähnlichen 
Körperschädigung voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; SR 832.20]; Art. 9 Abs. 2 der 
Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; 
SR 832.202]). Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen 
Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in einem natürlichen sowie 
adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 
(BGE 129 V 177 E. 3 S. 181).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die 
Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 
versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 
E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 

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die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

2.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-
sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und unter den Parteien nicht streitig, 
dass sowohl das Ereignis vom 21. November 2007 (act. II 2) wie auch je-
nes vom 16. Juni 2011 (act. II 34a.) einen Unfall im Rechtssinne darstellt 
(vgl. E. 2.1 hiervor).

3.2 Uneinig sind sich die Parteien indessen, ob der Beschwerdeführer 
über die verfügte Leistungseinstellung per 4. Juni 2012 (act. II 62) hinaus 
weiterhin Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat. Dabei ist 

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insbesondere zu prüfen, ob der status quo ante per 4. Juni 2012 erreicht 
war. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich 
das folgende Bild:

3.2.1 Am 21. Februar 2012 wurde der Beschwerdeführer durch Dr. med. 
G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, an der linken Schulter operiert (act. II 29). Im 
Bericht vom 4. Juni 2012 (act. II 69) hielt Dr. med. G.________ fest: "Guter 
Verlauf, noch diskret eingeschränkte Beweglichkeit, was ihn aber nicht in 
seiner Aktivität hindert, Arbeitsfähigkeit 100% ab 1. Juni 2012 attestiert."

3.2.2 In Nachachtung von VGE UV/2012/358 (act. II 50) veranlasste die 
Beigeladene im Spital E.________ ein orthopädisches Gutachten (act. II 
55b). Darin stellten die Experten folgende Diagnose: "16 Monate nach 
Schulterstabilisierung mit Coracoidtransfer nach Latarjet links (adominant) 
nach traumatischer Schulterluxation mit unidirektionaler Instabilität" (S. 8 
Ziff. 4.). Zur Frage des natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem 
Unfall vom 16. Juni 2011 und den Schulterbeschwerden hielten die Gutach-
ter im Wesentlichen fest, die mittels Arthro-MRI dokumentierten wesentli-
chen Befundveränderungen seien zusammen mit der subjektiven Zunahme 
der Instabilität wahrscheinlich im Kausalzusammenhang mit dem Unfall 
vom 16. Juni 2011 zu sehen (S. 9 Ziff. 5.1).

Zur Frage, ob auch Krankheiten, krankhafte Vorzustände oder andere un-
fallfremde Zustände oder Folgen früherer Unfälle mitwirkten, äusserten sich 
die Gutachter dahingehend, dass sich in den klinischen Untersuchungen 
kein Hinweis auf unfallfremde krankhafte Zustände als Ursache der aktuel-
len Beschwerden gezeigt habe. In Frage käme eine angeborene Hyperla-
xität, welche stets beidseits auftreten würde. Eine Hyperlaxität habe bei 
den klinischen Untersuchungen sowie unauffälliger Untersuchung der rech-
ten Schulter nicht festgestellt werden können. Schon im ersten MRI vom 
19. Dezember 2007 zeigten sich deutliche Zeichen einer stattgehabten 
Schulterluxation bzw. Subluxation mit Hill-Sachs Delle sowie Bankartläsion. 
Hier sei der gemeldete Schulterunfall vom 21. November 2007 mit grosser 
Wahrscheinlichkeit als Hauptursache der Instabilität anzusehen, da nach 
Angaben des Beschwerdeführers vorher kein Schultertrauma stattgefunden 
habe und er vor diesem Unfall vollständig beschwerdefrei gewesen sei. 

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Nach erstmaliger Schulterluxation bestehe ein erhöhtes Rezidivluxationsri-
siko. Bei erneuten Luxationen sei mit einer Zunahme der Schädigung des 
Knochens sowie der Weichteile zu rechnen. Der Beschwerdeführer habe 
bestätigt, dass bereits nach dem ersten Ereignis ein Instabilitätsgefühl be-
standen habe, welches durch die vermehrte berufliche Belastung ab Herbst 
2011 zunehmend symptomatisch geworden sei (S.9 Ziff. 5.2).

Die Beschwerden, welche zur operativen Versorgung geführt hätten, seien 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die erstmalige Schulterluxation 
vom 21. November 2007 zurückzuführen (S. 9 Ziff. 5.4). Der status quo 
ante sei bereits 3 Monate postoperativ erreicht worden (S. 9 Ziff. 5.3). 
Schliesslich sei der Beschwerdeführer aktuell zu 100% bei der … im … im 
Einsatz und bezüglich der Schulter voll einsatzfähig. Eine weitere Heilbe-
handlung sei nicht notwendig (S. 10 Ziff. 6.1).

3.2.3 Mit Stellungnahme vom 28. Oktober 2013 (act. II 56) zuhanden der 
Beschwerdegegnerin hielt Dr. med. F.________ im Wesentlichen fest, dass 
es am 21. November 2007 sicher keine Luxation der linken Schulter gege-
ben habe, ebenso wenig am 4. April 2008. Es müsse festgehalten werden, 
dass es zwischen April 2008 und Juni 2011 (d. h. während mehr als 3 Jah-
ren) keine weiteren Ereignisse gegeben habe. So sei der neue Unfallversi-
cherer leistungspflichtig, dies umso mehr, weil im Juni 2011 ein Gesund-
heitsschaden am Glenoidrand beschrieben worden sei und es sich somit 
um eine neue Läsion handle. Es liege auf der Hand, dass sich bei einer 
Instabilität der Zustand der Schulter nicht verbessern sondern verschlech-
tern würde. Dennoch könne er den Widerstand der Beigeladenen verste-
hen, da es ja nicht nur im Juni 2011 zu einer Prellung der Schulter gekom-
men sei, sondern auch in den Jahren 2007 und 2008. Er sei deshalb der 
Meinung, dass die Krankenkasse des Beschwerdeführers leistungspflichtig 
sei.

3.2.4 In der Stellungnahme vom 19. Februar 2014 (act. II 60a) zum 
Schreiben von Dr. med. F.________ hielten die Dres. med. B.________ 
und C.________ hauptsächlich fest, es sei zwar zutreffend, dass bei der 
Untersuchung durch Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Medi-
zin FMH, 14 Tage nach dem Trauma keine luxierte Schulter vorgelegen 
habe und auch im Röntgenbild keine Schulterluxation dokumentiert worden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2015, UV/14/961, Seite 9

sei. Daraus lasse sich aber nicht schliessen, dass nie eine Luxation stattge-
funden habe. Vielmehr sei eine Luxation mit Selbstreposition anzunehmen 
(S. 1). Ferner würden die im Arthro-MRI vom 19. Dezember 2007 gesichte-
ten Läsionen zu einer akuten Luxation passen. Eine eindeutige habituelle 
Hyperlaxität sei zudem nicht dokumentiert und habe anlässlich des Gutach-
tens vom 27. August 2013 nicht festgestellt werden können (S. 2).

Sodann seien folgende Fakten wesentlich (S. 2): Vor dem 21. November 
2007 habe kein Instabilitätsgefühl vorgelegen. Ferner habe es am fragli-
chen Tag ein adäquates Trauma mit einem in der Folge aufgetretenen per-
sistierenden Instabilitätsgefühl gegeben und im MRI vom 19. Dezember 
2007 habe man typische Läsionen gesehen. Im Weiteren beschreibe Dr. 
med. H.________ im Bericht vom 29. Januar 2008 (recte: 31. Januar 2008; 
act. II 5) immerhin einen Verdacht auf Status nach Luxation, wobei er 
Traumata vor dem 21. November 2011 verneint habe. Schliesslich sei auch 
Dr. med. G.________ in seinem Bericht vom 4. März 2008 (recte: 10. März 
2008) der Meinung gewesen, dass diese Läsionen durch die akute Verlet-
zung am 21. November 2007 gesetzt worden seien (act. II 7).

Schliesslich sei die Kritik betreffend status quo ante unverständlich, da 
"gemäss Untersuchungsberichten" von Dr. med. G.________ der Be-
schwerdeführer im Juni 2012 wieder zu 100% arbeitsfähig gewesen sei (S. 
4; vgl. act. II 69).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4. Das Gutachten vom 27. August 2013 (act. II 55b) sowie dessen Er-
gänzung vom 19. Februar 2014 (act. II 60a) erfüllen die Voraussetzungen 
der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.3.2 vorne) und erbringen vol-
len Beweis (BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Mit der Ergänzung vom 
19. Februar 2014 (act. II 60a) sind sodann auch die Einwände des Dr. med. 
F.________ vom 28. Oktober 2013 (act. II 56) überzeugend entkräftet wor-
den. Gestützt auf die Expertise ist zwar der natürliche Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall vom 21. November 2007 (act. II 2) und den mit 
der Operation vom 21. Februar 2012 behobenen Problemen der linken 
Schulter erstellt (act. II 29; 60a; 69); jedoch ist – anders als in der Be-
schwerde (vgl. S. 3) offenbar angenommen – der status quo ante drei Mo-
nate nach der Operation von Februar 2012 erreicht worden (act. II 55b, S. 9 
Ziff. 5.3). In der Folge besteht spätestens ab Juni 2012 kein Anspruch auf 
Leistungen der Unfallversicherung mehr (vgl. act. II 76; E. 2.4 hiervor).

Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was diese Einschätzung als unzu-
treffend erscheinen liesse. Namentlich liegen keine medizinischen Berichte 
im Recht, welche eine gegenteilige Auffassung äusserten oder auch nur 
Aspekte aufzeigten, welche Zweifel an der gutachterlichen Einschätzung 
aufkommen liessen. Vielmehr wird die Festsetzung des status quo ante 
durch die Einschätzung von Dr. med. G.________ gestützt, welcher im 
Bericht vom 4. Juni 2012 (act. II 69) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab dem 
1. Juni 2012 attestierte. Weiter geht aus dem Gutachten vom 27. August 
2013 hervor, dass der Beschwerdeführer seit der Operation vom 21. Fe-
bruar 2012 keinerlei Subluxationen und Luxationen der Schulter erlitten hat 

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und diese vollumfänglich im Beruf und in der Freizeit einsetzen kann (act. II 
55b, S. 8 Ziff. 2.).

Demnach hat die Beschwerdegegnerin die Leistungen zu Recht per 4. Juni 
2012 eingestellt. Schliesslich hat sie die Übernahme der darüber hinaus 
gehenden Physiotherapie zugesichert, so dass in dieser Hinsicht kein 
Grund für eine Schlechterstellung des Beschwerdeführers besteht resp. auf 
eine reformatio in peius zu verzichten ist, obwohl ab Juni 2012 kein Lei-
stungsanspruch mehr besteht.

3.5 Zusammenfassend ist der Einspracheentscheid der Beschwerde-
gegnerin vom 11. September 2014 (act. II 77) nicht zu beanstanden und 
die dagegen erhobene Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzu-
weisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2015, UV/14/961, Seite 12

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG
- Basler Versicherung AG
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.