# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8011a015-49d1-5431-a2b1-97d3a4aa126f
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-02
**Language:** de
**Title:** Festlegung des Gewässerraums der Glatt I
**Docket/Reference:** BRGE IV Nr. 0016/2023
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/auszug_brge_iv_nr._0016_2023_vom_2._februar_2023.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

4. Abteilung 

G.-Nr. 
BRGE IV Nr. 

R4.2022.00148 
0016/2023      

Entscheid vom 2. Februar 2023      

Mitwirkende 

Abteilungspräsident Reto Philipp, Baurichter Urs Hany, Baurichterin Petra 
Röthlisberger, Gerichtsschreiber Paul Wegmann     

in Sachen 

Rekurrent 

OM, […] 

vertreten durch […] 

gegen 

Rekursgegnerin 

1.  Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 

8090 Zürich  

Mitbeteiligte 

2.  Politische Gemeinde X, […] 

Nr. 2 vertreten durch Stadtrat X […] 

3.  Politische Gemeinde Y, […] 

Nr. 3 vertreten durch Gemeinderat Y […]  

betreffend 

Verfügung  der  Baudirektion  Kanton  Zürich  Nr.  BD00910156  vom  27.  Juli 
2022;  Festlegung  des  Gewässerraums  am  kantonalen  Gewässer  Glatt  im 
Siedlungsgebiet,  Glattfelden,  Bülach,  Hochfelden,  Höri,  Niederglatt  und 
Oberglatt 
______________________________________________________ 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 

Mit Verfügung vom 27. Juli 2022 (publiziert am 25. August 2022) legte die 

Baudirektion im Rahmen des Gewässerraumprojekts Kanton Zürich (Los 3) 

an  der  Glatt,  öffentliches  Gewässer  Nr.  6000,  im  Siedlungsgebiet  der  Ge-

meinden  Glattfelden,  Bülach,  Hochfelden,  Höri,  Niederglatt  und  Oberglatt 

den Gewässerraum fest und entschied zugleich über die erhobenen Einwen-

dungen. 

B. 

Mit Eingabe vom 23. September 2022 erhob OM fristgerecht Rekurs an das 
Baurekursgericht  des  Kantons  Zürich  und  beantragte  –  unter  Kosten-  und 

Entschädigungsfolgen  zulasten  der  Baudirektion  –  "es  sei  der  Gewässer-

raum im Abschnitt Z und soweit erforderlich darüber hinaus gemäss Festle-

gung der angefochtenen Verfügung aufzuheben und die Baudirektion einzu-

laden, den Gewässerraum im Abschnitt Z mit einer Gesamtbreite von 34,6 m, 

gemessen ab der Ufermauer Seite Y in Richtung Z, festzulegen." 

C. 

Mit Präsidialverfügung vom 27. September 2022 wurde vom Rekurseingang 

Vormerk genommen und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. Die Poli-

tischen Gemeinden X und Y wurden als Mitbeteiligte in das Rekursverfahren 

einbezogen. 

D. 

Mit  Vernehmlassung  vom  24.  Oktober  2022 beantragte  die Baudirektion – 

unter Verweis auf den Mitbericht des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und 

Luft (AWEL) vom 20. Oktober 2022 – die Abweisung des Rekurses. Die Stadt 

X beantragte mit Eingabe vom 5. Oktober 2022, der Rekurs sei abzuweisen, 

soweit  darauf einzutreten  sei.  Die  Gemeinde  Y  verzichtete  stillschweigend 

auf Einreichung einer Vernehmlassung. 

R4.2022.00148 

Seite 2 

 
 
E. 

Mit Replik vom 6. Dezember 2022 und Duplik vom 22. Dezember 2022 (unter 

Verweis auf den Mitbericht des AWEL vom 21. Dezember 2022) hielten der 

Rekurrent  und  die  Baudirektion  an  ihren  Anträgen  fest.  Die  Mitbeteiligten 

liessen sich innert Frist nicht vernehmen. 

F. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit zur Entscheidbegründung erfor-

derlich, in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen. 

Es kommt in Betracht: 

1. 

Der Rekurrent ist Eigentümer von Grundstücken in der Gemeinde Y (Kat.-

Nr. 1) und der Stadt X (Kat.-Nrn. 2 und 3), auf denen – als Teil des Abschnitts 

Z – mit der angefochtenen Verfügung der Gewässerraum der Glatt festgelegt 

wurde.  Er  ist  demnach  von  der  strittigen  Gewässerraumfestlegung  stärker 

als beliebige Dritte berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Auf-

hebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids. Entsprechend ist der 

Rekurrent ohne weiteres im Sinne von § 21 Abs. 1 des Verwaltungsrechts-

pflegegesetzes (VRG) und § 338a des Planungs- und Baugesetzes (PBG) 

zur Rekurserhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzun-

gen erfüllt sind, ist auf den Rekurs einzutreten. Dem steht insbesondere auch 

nicht der Umstand entgegen, dass seitens des Rekurrenten gegen die – vor-

liegend im vereinfachten Verfahren gemäss § 15e ff. der Verordnung über 

den Hochwasserschutz und die Wasserbaupolizei (HWSchV) erfolgte – Fest-

legung  vorgängig  keine  Einwendung  im  Sinne  von  §  15g  Abs. 4 HWSchV 

erhoben wurde, da es sich dabei (im Unterschied zu Konstellationen der feh-

lenden Teilnahme an einem Einspracheverfahren) nicht um eine Prozessvo-

raussetzung handelt. 

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Seite 3 

 
 
2. 

Im streitbetroffenen obersten Abschnitt des im Siedlungsgebiet von Y und X 

festgelegten Gewässerraums der Glatt (Abschnitt Z) ist ein symmetrisch an-

geordneter Gewässerraum mit einer Breite von 56 m vorgesehen. Der frag-

liche Abschnitt betrifft rechtsufrig zur Hauptsache die rekurrentischen Grund-

stücke Kat.-Nrn. 2 und 3. Ersteres ist derzeit fast vollständig der Industrie-

zone  I  5.0  gemäss  BZO  der  Stadt  X,  letzteres  der  kantonalen  Landwirt-

schaftszone zugeschieden, wobei Kat.-Nr. 3 derzeit unüberbaut ist, während 

sich  auf  Kat.-Nr.  2  weitestgehend  (und  im  strittigen  Gewässerraum  aus-

schliesslich)  blosse  Ruinen  befinden  (vgl.  die  im  Geografischen  Informati-

onssystem 

des  Kantons 

Zürich 

[GIS-ZH 

bzw.  GIS-Browser; 

https://maps.zh.ch/] ersichtlichen  Orthofotos).  Beide Parzellen  gehören  zu-

sammen mit weiteren Grundstücken bzw. Grundstücksteilen zum im regio-

nalen Richtplan Unterland bezeichneten regionalen Arbeitsplatzgebiet Z, für 

das eine hohe bauliche Dichte angestrebt wird (Regionaler Richtplan Unter-

land, Richtplankarte Siedlung und Landschaft sowie Richtplantext, S. 17 [Nr. 

3], 19 und 21 f.). Auf der linken Seite der Glatt betrifft die Gewässerraumfest-

legung im fraglichen Abschnitt primär das Grundstück Kat.-Nr. 1, wobei sich 

auf einem Teil desselben – unmittelbar an die Glatt grenzend – die Kernzone 

Z/B gemäss BZO der Gemeinde Y befindet, während die Parzelle im Übrigen 

zur kantonalen Landwirtschaftszone gehört. Auch bei den in der Kernzone 

ursprünglich vorhandenen fünf Gebäuden handelt es sich heute um Ruinen. 

Innerhalb des Grundstücks Kat.-Nr. 1 (auf der flussabgewandten Seite der 

Kernzone) hat die Baudirektion mit Verfügung vom 28. September 2022 sta-

tische  Waldgrenzen  festgesetzt,  wobei  diese  Verfügung  vom  Rekurrenten 

ebenfalls  angefochten  wurde 

(separates  Rekursverfahren  G.-Nr. 

R4.2022.00178; vgl. zum Ganzen die Hinweise im [im GIS-Browser ersicht-

lichen] ÖREB-Kataster, wo überdies auf ein derzeit sistiertes Verfahren be-

treffend Festsetzung von Waldabstandslinien verwiesen wird). 

3.1 

Der Rekurrent macht geltend, die Festlegung des Gewässerraums entbehre 

einer hinreichenden Koordination mit den relevanten raumplanerischen Rah-

menbedingungen. Die Revision der Nutzungsplanung der Gemeinde Y sei 

von der Baudirektion mit Verfügung vom 15. Juli 2021 mit Vorbehalt geneh-

migt worden. Nicht genehmigt worden sei die Kernzone B, wogegen der Re-

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Seite 4 

 
 
kurrent Rekurs erhoben habe. Mit rechtskräftigem Entscheid habe das Bau-

rekursgericht die Nichtgenehmigung insoweit aufgehoben, als damit die Ge-

meinde Y eingeladen worden sei, die Kernzone B in einer separaten Teilre-

vision  einer  Nichtbauzone  zuzuweisen  (vgl.  hierzu  den  –  den  Parteien  mit 

Ausnahme der Stadt X bekannten und letzterer zusammen mit dem vorlie-

genden Entscheid zuzustellenden – Entscheid BRGE IV Nr. 0022/2022 vom 

10. Februar 2022 betreffend [vom Baurekursgericht bestätigte] Nichtgeneh-

migung der in Art. 3 Abs. 3 BZO statuierten Einordnungsgrundsätze für die 

Kernzone  B  sowie  betreffend  [vom  Baurekursgericht  aufgehobene]  Einla-

dung der Gemeinde, die Kernzone B einer Nichtbauzone zuzuweisen). Das 

Schicksal der Kernzone B sei derzeit unklar. Weiter sei die im GIS ersichtli-

che Waldabstandslinie nie rechtskräftig festgelegt worden und habe die Bau-

direktion als Folge des genannten Entscheids des Baurekursgerichts Wald 

im Bereich der Kernzone B festgestellt, wogegen der Rekurrent jedoch Ein-

sprache  erhoben  habe.  Schliesslich  arbeite  die  Stadt  X  seit  Längerem  an 

ihrer  Revision  der  Nutzungsplanung,  wobei  der  aktuelle  Entwurf  für  die 

Grundstücke Kat.-Nrn. 2 und 3 eine Industriezone mit der Baumassenziffer 

8.0  vorsehe.  Die  Nutzungsplanung  verzögere  sich  im  Bereich  Z insbeson-

dere deshalb, weil der Kanton u.a. den Nachweis des Hochwasserschutzes 

verlange, wobei der Rekurrent – auf Einladung des Kantons – selbst ein Vor-

projekt für den Hochwasserschutz habe ausarbeiten lassen. Bereits die der-

zeit  für  das  Grundstück  Kat.-Nr.  4  [recte:  2]  geltende  Zonierung  mit  einer 

Baumassenziffer von 5.0 weise eine bauliche Dichte nach, die nach den Kri-

terien des Kantons Zürich bei der Festsetzung des Gewässerraums zu be-

rücksichtigen sei. Gerügt werde eine fehlende Koordination der angefochte-

nen  Gewässerraumfestlegung  mit  dem  Verfahren  betreffend  Waldfeststel-

lung und Waldabstand im Bereich der Kernzone B (wobei nach den Kriterien 

des Kantons für die Festlegung des Gewässerraums das Vorliegen von Wald 

bzw.  einer Waldabstandslinie  durchaus  ein  Grund  für  eine  asymmetrische 
Festlegung  des  Gewässerraums  oder  eine  Reduktion  desselben  sein 

könne), eine fehlende Koordination mit dem Hochwasserschutzprojekt des 

Rekurrenten sowie eine fehlende Koordination mit den nicht rechtskräftig ab-

geschlossenen Verfahren betreffend Revision der kommunalen Bau- und Zo-

nenordnungen. Weiter weist der Rekurrent darauf hin, die beantragte Reduk-

tion des Gewässerraums sei mit den Anliegen des Hochwasserschutzes ver-

einbar, was mit dem genannten Vorprojekt nachgewiesen werde. Da der Ge-

wässerraum zwischen eine Kernzone und eine Industriezone mit hoher bau-

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Seite 5 

 
 
licher Dichte zu liegen komme, seien die Voraussetzungen für eine Reduk-

tion erfüllt. Weiter zeige das Hochwasserschutzprojekt auf, dass eine Revi-

talisierung auch mit einer antragsgemässen Ausscheidung des Gewässer-

raums  möglich  sei.  Mit  dem  Verzicht  auf  einen  Gewässerabstand  auf  der 

Seite der Gemeinde Y könne der Bestand der Kernzone B gesichert werden, 

was ausdrücklicher Wunsch der Gemeindeversammlung Y sei. 

In der Replik wird ergänzend festgehalten, der vorinstanzliche Verweis, wo-

nach es sich um Ruinen handle, berücksichtige nicht, dass gemäss gültigem 

Kernzonenplan in den festgesetzten Baufeldern Neubauten erstellt werden 

dürften (vgl. hierzu Art. 5 Abs. 3 BZO Y, wonach in der Kernzone Z/B Ge-

bäude nur – unter Beibehaltung unter anderem der bisherigen Lage – umge-

baut oder ersetzt werden dürfen und Neubauten, mit Ausnahme von Klein- 

und Anbauten und abstandsfreien Bauten, nicht gestattet sind). 

3.2 

Die  Baudirektion  entgegnet  vernehmlassungsweise,  mit  dem  vom  Regie-

rungsrat eingeführten "vereinfachten Verfahren" (vgl. § 15e ff. HWSchV) sei 

die Festlegung des Gewässerraums unabhängig von einem nutzungsplane-

rischen Verfahren oder einem Verfahren zur Festsetzung eines Wasserbau-

projekts möglich. Die Gewässerraumfestlegung sei gestützt auf die bekann-

ten und geltenden, im Technischen Bericht, Teil III (betreffend die Gemein-

den X und Y; vgl. act. 13.5.2.1) dargelegten raumplanerischen Grundlagen 

vorgenommen worden. Im Abschnitt Z werde der minimale Gewässerraum 

symmetrisch angeordnet festgelegt wobei entsprechend der korrekten Dar-

stellung im genannten Technischen Bericht keine ausreichenden Gründe für 

eine Erhöhung, eine Reduktion oder eine asymmetrische Anordnung vorlie-

gen würden. Insbesondere könnten Ruinen nicht mit bestehenden Bauten im 

Sinne von § 15k HWSchV gleichgesetzt werden. Im Übrigen wäre selbst das 
Vorhandensein von dicht überbautem Gebiet keine Grundlage, um die ver-

langte  Reduktion  einzufordern;  es  handle  sich  lediglich  um  die  Vorausset-

zung  für  die  ausnahmsweise  Zulässigkeit  einer  Reduktion.  Auch  mit  einer 

Zonenplananpassung im streitigen Gebiet liesse sich das Vorliegen von be-

sonderen Verhältnissen gemäss § 15k HWSchV nicht begründen. Eine Har-

monisierung des Gewässerraums mit der "eventuell vorhandenen Waldfest-

stellung/Waldabstandslinie"  werde  kaum  den  bundesrechtlichen  Vorgaben 

entsprechen. Sodann stehe der streitige Gewässerraum mit dem wasserbau-

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lichen Vorprojekt offensichtlich nicht in Widerspruch. Weiter hält die Baudi-

rektion unter  erneutem  Verweis  auf den Technischen  Bericht,  Teil  III, fest, 

entgegen dem Rekurrenten seien die für das Vorliegen von dicht überbautem 

Gebiet  sprechenden  Indizien  grösstenteils  nicht  erfüllt;  insbesondere  liege 

das streitige Gebiet nicht im Hauptsiedlungsgebiet. Unabhängig davon, ob 

die Breite zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes geringer als die Breite 

des minimalen Gewässerraums ausfalle, sei eine Reduktion des minimalen 

Gewässerraums somit rechtlich nicht zulässig.  

Die  Stadt  X  weist  in  ihrer  Vernehmlassung  darauf hin,  die  Festlegung  des 

Gewässerraums im fraglichen Abschnitt sei nicht koordinationspflichtig und 

präjudiziere die Teilrevision der kommunalen Nutzungsordnung der Stadt X 

im  Gebiet  Z  nicht,  weshalb  die  rekurrentische  Rüge  von  vornherein  unbe-

gründet sei. 

4.1 

Gemäss Art. 36a des Gewässerschutzgesetzes (GSchG) legen die Kantone 

nach  Anhörung  der  betroffenen  Kreise  den  Raumbedarf  der  oberirdischen 

Gewässer  fest,  der  erforderlich  ist  für  die  Gewährleistung  der  natürlichen 

Funktionen der  Gewässer,  den Schutz  vor  Hochwasser  sowie  die  Gewäs-

sernutzung (Abs. 1). Für Fliessgewässer hält Art. 41a Abs. 2 der Gewässer-

schutzverordnung (GSchV) – unter Vorbehalt des vorliegend nicht einschlä-

gigen Abs. 1 – fest, dass die Breite des Gewässerraums bei einer Gerinne-

sohle von weniger als 2 m natürlicher Breite mindestens 11 m, bei einer Ge-

rinnesohle  von 2-15  m  natürlicher  Breite die 2,5-fache  Breite  der  Gerinne-

sohle plus 7 m betragen müsse. Die nach den Absätzen 1 und 2 berechnete 

Breite des Gewässerraums muss unter den in Abs. 3 genannten Vorausset-

zungen erhöht werden. Gemäss Art. 41a Abs. 4 GSchV kann die Breite des 
Gewässerraums, soweit der Hochwasserschutz gewährleistet ist, einerseits 

den baulichen Gegebenheiten in dicht überbauten Gebieten (lit. a), anderer-

seits  den  topografischen  Verhältnissen  in  Gewässerabschnitten,  in  denen 

das Gewässer den Talboden weitgehend ausfüllt und die beidseitig von Hän-

gen gesäumt sind, deren Steilheit keine landwirtschaftliche Bewirtschaftung 

zulässt (lit. b), angepasst werden. § 15k Abs. 1 HWSchV hält fest, dass die 

Gewässerräume in der Regel beidseitig gleichmässig zum Gewässer ange-

ordnet werden; bei besonderen Verhältnissen kann davon abgewichen wer-

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den, insbesondere zur Verbesserung des Hochwasserschutzes, für Revitali-

sierungen, zur Förderung der Artenvielfalt oder bei bestehenden Bauten und 

Anlagen in Bauzonen, wobei praxisgemäss der Nachweis erbracht werden 

muss, dass durch eine asymmetrische Anordnung in der Summe eine bes-

sere Lösung resultiert. Im Gewässerraum dürfen nur standortgebundene, im 

öffentlichen Interesse liegende Anlagen wie Fuss- und Wanderwege, Fluss-

kraftwerke oder Brücken erstellt werden (Art. 41c Abs. 1 Satz 1 GSchV), wo-

bei  Anlagen  im  Gewässerraum  in  ihrem  Bestand  grundsätzlich  geschützt 

sind, sofern sie rechtmässig erstellt wurden und bestimmungsgemäss nutz-

bar sind (Abs. 2, vgl. auch § 15m Abs. 1 HWSchV, wonach rechtmässig er-

stellte und bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen innerhalb der 

Bauzonen, die im Gewässerraum liegen, nach § 357 PBG geändert werden 

dürfen). 

Der  Begriff  des  "dicht  überbauten  Gebiets"  wird  neben  §  41a  Abs.  4  lit.  a 

GSchV auch in § 41b Abs. 3 GSchV (betreffend Anpassung des Gewässer-

raums für stehende Gewässer) und in § 41c Abs. 1 Satz 2 lit. a GSchV (be-

treffend Ausnahmebewilligungen für Anlagen im Gewässerraum) verwendet, 

wobei die Rechtsprechung von einem einheitlichen Begriffsverständnis aus-

geht (vgl. BGE 140 II 428, E. 3.1; 143 II 77, E. 2.7). Dabei wird unter Verweis 

auf den Erläuternden Bericht des Bundesamts für Umwelt (BAFU) vom 20. 

April 2011 zur Parlamentarischen Initiative Schutz und Nutzung der Gewäs-

ser (07.492) – Änderung der Gewässerschutz-, Wasserbau-, Energie- und 

Fischereiverordnung  (im  Folgenden:  Erläuternder  Bericht;  vgl.  insb.  S.  12) 

dargelegt,  der  Verordnungsgeber  habe  eine  Anpassung  des  Gewässer-

raums  bzw.  Ausnahmebewilligungen  vor  allem  in  dicht  überbauten  städti-

schen Quartieren und Dorfzentren zulassen wollen, die (wie Basel und Zü-

rich) von Flüssen durchquert würden. In solchen Gebieten sollten die raum-

planerisch  erwünschte  städtebauliche  Verdichtung  und  die  Siedlungsent-
wicklung nach innen ermöglicht und Baulücken geschlossen werden können. 

Dagegen  bestehe  in  peripheren  Gebieten,  die  an  ein  Fliessgewässer  an-

grenzten, regelmässig kein überwiegendes Interesse an einer verdichteten 

Überbauung  des  Gewässerraums,  sondern  sei  der  minimale  Raumbedarf 

des Gewässers gemäss Art. 41a Abs. 2 und Art. 41b Abs. 1 GSchV zu res-

pektieren.  Mit  dem  Begriff  "dicht  überbaut"  werde  überdies  zum  Ausdruck 

gebracht, dass eine "weitgehende" Überbauung nicht genüge. Auch sei der 

Begriff des "dicht überbauten" Gebiets, der Ausnahmen vom Grundsatz des 

Schutzes und der extensiven Nutzung des Gewässerraums gemäss Art. 36a 

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Seite 8 

 
 
GSchG erlaube, restriktiv auszulegen (zum Ganzen BGE 140 II 428, E. 7; 

143 II 77, E. 2.7, mit weiteren Hinweisen). Gestützt auf die bundesgerichtli-

che  Rechtsprechung  sowie  das  (in  dieser  jeweils  erwähnte)  Merkblatt  des 

Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) und des BAFU, Gewässerraum im 

Siedlungsgebiet,  Merkblatt  vom  18.  Januar  2013  zur  Anwendung  des  Be-

griffs "dicht überbaute Gebiete" der Gewässerschutzverordnung (im Folgen-

den: Merkblatt) hat die Verwaltungspraxis Kriterien erarbeitet, anhand derer 

das Vorliegen eines "dicht überbauten Gebiets" geprüft wird. Dabei spricht 

für dicht überbautes Gebiet gemäss dem genannten Merkblatt insbesondere 

der  Umstand,  dass  es  sich  um  eine  Zentrums-  oder  Kernzone  oder  einen 

Entwicklungsschwerpunkt  handelt,  gegen  dicht  überbautes  Gebiet  demge-

genüber das Vorhandensein bedeutender Grünräume oder von Gewässer-

abschnitten  mit  ökologischer  oder  landschaftlicher  Bedeutung;  zu  berück-

sichtigen sind auch die Bebaubarkeit der Parzellenfläche, die bauliche Nut-

zung in der Umgebung und die Nähe zu öffentlichen Anlagen an Gewässern 

(Merkblatt, S. 4 f.; vgl. auch Christoph Fritzsche, Kommentar zum Gewäs-

serschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, Zürich 2016, Art. 36a GSchG 

Rz. 91, wonach im Sinne einer groben Annäherung dicht überbautes Gebiet 

vorliege, wenn die Grundstücke in der Umgebung baulich weitgehend aus-

genützt sind, das zur Bebauung geplante Grundstück in einer Kernzone oder 

Zentrumszone liegt, in der Umgebung des zur Bebauung geplanten Grund-

stücks bereits viele Bauten und Anlagen im Uferstreifen bzw. Gewässerraum 

stehen oder die Bauparzelle eine Baulücke bildet). Der im Kanton Zürich ver-

wendete, auf der vom AWEL erstellten Informationsplattform Gewässerraum 

(https://gewaesserraum.ch/) einsehbare Katalog von Indizien für die Qualifi-

kation als "dicht überbaut" (https://gewaesserraum.ch/gewaesserraum-fest-

legen/anpassung-pruefen/4b/; zuletzt besucht am 13. Januar 2023) stellt na-

mentlich darauf ab, ob sich das Grundstück bzw. Gebiet im Hauptsiedlungs-

gebiet (z.B. Kern- und Zentrumszonen) der Gemeinde befindet, durch land-
wirtschaftliche  Nutzflächen  vom  Hauptsiedlungsgebiet  abgegrenzt  ist,  eine 

Baulücke bildet, für eine bauliche Verdichtung prädestiniert ist oder einer pla-

nerisch erwünschten Siedlungsentwicklung entspricht, in einer Zone mit ho-

her Ausnützung liegt und ob es bereits weitgehend mit Bauten und Anlagen 

überstellt  ist,  sowie  darauf,  ob  die  Grundstücke  in  der  Umgebung  baulich 

weitgehend ausgenützt sind, das Vorhaben keine bedeutenden, siedlungs-

internen  Grünräume  tangiert,  grösstenteils  naturbelassene  Ufervegetation 

bzw. grosse Grünflächen entlang des Ufers vorzufinden sind und ob Bauten 

und  Anlagen  direkt  ans  Ufer  grenzen  (vgl.  zum  Ganzen  auch  die  von  der 

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Seite 9 

 
 
Schweizerischen Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz [BPUK], 

der Konferenz kantonaler Landwirtschaftsdirektoren [LDK], dem BAFU, dem 

ARE sowie dem Bundesamt für Landwirtschaft [BLW] im Jahr 2019 heraus-

gegebene Modulare Arbeitshilfe zur Festlegung und Nutzung des Gewässer-

raums in der Schweiz, Modul 1 S. 11 [im Folgenden Modul 1 etc.]). Die frag-

liche  Indizienliste  gelangte  auch  vorliegend  zur  Anwendung  (vgl.  Techni-

scher  Bericht,  Teil  I,  Allgemein  [act. 13.5.1],  S. 23  f.;  Technischer  Bericht, 

Teil III [act. 13.5.2.1], Anhang A09). 

4.2 

Gemäss Art. 25a des Raumplanungsgesetzes (RPG) ist bei Errichtung oder 

Änderung einer Baute oder Anlage, welche Verfügungen mehrerer Behörden 

erfordert,  eine  Behörde  zu  bezeichnen,  die  für  ausreichende  Koordination 

(Abs. 1) und dabei insbesondere für eine inhaltliche Abstimmung sowie mög-

lichst  für  eine  gemeinsame  oder  gleichzeitige  Eröffnung  der  Verfügungen 

(Abs.  2  lit.  d)  sorgt,  wobei  die  Verfügungen  keine Widersprüche  enthalten 

dürfen (Abs. 3). Diese Grundsätze sind auf das Nutzungsplanverfahren sinn-

gemäss anwendbar (Abs. 4), wobei insoweit allerdings zu beachten ist, dass 

Nutzungspläne selber Koordinationsinstrumente bilden, welche mit eigenen 

Mitteln und Verfahren auf der planerischen Ebene die Anwendung verschie-

denartiger Vorschriften sicherstellen und die Konflikte zwischen den unter-

schiedlichen Nutzungsinteressen lösen sollen (vgl. zu letzterem Arnold Marti, 

in:  Praxiskommentar  RPG:  Baubewilligung,  Rechtsschutz  und  Verfahren, 

Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 25a Rz. 55). 

Gemäss Art. 36a Abs. 3 Satz 1 GSchG sorgen die Kantone dafür, dass der 

Gewässerraum bei der Richt- und Nutzungsplanung berücksichtigt sowie ex-

tensiv gestaltet und bewirtschaftet wird. Art. 46 GSchV hält sodann fest, dass 

die  Kantone  die  Massnahmen  nach  dieser  Verordnung  soweit  erforderlich 
aufeinander und mit Massnahmen aus anderen Bereichen abstimmen und 

ausserdem für eine Koordination der Massnahmen mit den Nachbarkanto-

nen sorgen (Abs. 1). Auch haben sie bei der Erstellung der Richt- und Nut-
zungsplanung die Planungen nach der GSchV zu berücksichtigen (Abs. 1bis). 

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5.1.1 

Wie erwähnt moniert der Rekurrent in verschiedener Hinsicht eine ungenü-

gende Koordination der Festlegung des Gewässerraums mit anderen raum-

planungsrechtlichen Festlegungen, wobei sich die entsprechende Frage ent-

gegen der Vorinstanz unabhängig davon stellt, welches Verfahren (Festle-

gung im nutzungsplanerischen Verfahren gemäss § 15a ff. HWSchV, Fest-

legung im vereinfachten Verfahren gemäss § 15e ff. HWSchV oder Festle-

gung  im  Projektfestsetzungsverfahren  gemäss  §  15j  HWSchV)  hinsichtlich 

der Gewässerraumfestlegung zur Anwendung gelangt. 

Was zunächst die Frage der Koordination mit den laufenden Revisionen der 

kommunalen  Nutzungsplanung  der  beiden  betroffenen  Gemeinden  anbe-

langt,  so  zeigt  sich  zunächst,  dass  die  Vorgaben  gemäss  Art.  36  Abs.  3 

GSchG und Art. 46 GSchV primär wenn nicht sogar ausschliesslich auf die 

Berücksichtigung  der  den  Gewässerraum  betreffenden  Festlegungen  im 

Rahmen der Nutzungsplanung, jedoch nicht zwingend auf eine Koordination 

in umgekehrter Richtung abzielen (vgl. auch die Thematisierung nur des erst-

genannten Aspekts bei Fritzsche, a.a.O., Rz. 106 sowie in Modul 2, S. 21 f., 

wo überdies auf die Funktion des kantonalen Richtplans als Instrument der 

Koordination  des  Gewässerraums  mit  weiteren  raumwirksamen  Aufgaben 

wie der Abstimmung mit der Siedlungsentwicklung hingewiesen wird). Auch 

erschiene es mit Blick darauf, dass die Festlegung des Gewässerraums von 

Bundesrechts wegen bis zum 31. Dezember 2018 hätte erfolgen sollen (vgl. 

GSchV, Übergangsbestimmung zur Änderung vom 4. Mai 2011, Abs. 1), so-

wie aus Praktikabilitätsüberlegungen fragwürdig, allein gestützt auf die ge-

mäss Art. 25 Abs. 4 RPG lediglich sinngemäss anwendbaren Koordinations-

grundsätze eine weitere Verzögerung der fraglichen Festlegungen durch ein 

generelles Koordinationserfordernis der Gewässerraumfestlegungen mit lau-

fenden kommunalen Nutzungsplanungen herbeizuführen, soweit dafür nicht 
zwingende Gründe ersichtlich sind, was vorliegend nicht der Fall ist. In die-

sem Sinn wurde bereits im seitens des Rekurrenten angeführten Entscheid 

des Baurekursgerichts BRGE IV Nr. 0022/2022 (vgl. vorstehend E. 3.1) dar-

gelegt,  dass  im  Verhältnis  zu  den  damals  strittigen  nutzungsplanerischen 

Festlegungen die Ausscheidung des Gewässerraums vorgängig oder koor-

diniert  erfolgen  müsse  (vgl.  a.a.O.,  E.  6.2,  S.  32  f.),  womit  vorliegend  die 

erstgenannte Variante realisiert wurde. Inwiefern aufgrund dieses Vorgehens 

eine unzureichende Abstimmung mit der kommunalen Nutzungsplanung re-

sultieren sollte, ist nicht zu erkennen: Hinsichtlich der Gemeinde Y und damit 

R4.2022.00148 

Seite 11 

 
 
des Grundstücks Kat.-Nr. 1 geht die angefochtene Verfügung (bzw. der die-

ser  zugrundeliegende  technische  Bericht)  von  der  bestehenden  teilweisen 

Zuweisung zur Kernzone aus (vgl. act. 13.5.2.1 S. 41), so dass sich eine – 

im mit BRGE IV Nr. 0022/2022 abgeschlossenen Verfahren unter anderem 

thematisierte – Änderung der Zonierung im Sinne einer vollständigen Zuwei-

sung zu einer Nichtbauzone lediglich zuungunsten des Rekurrenten auswir-

ken könnte. Demgegenüber wäre mit den zur Diskussion stehenden Ände-

rungen der BZO der Stadt X hinsichtlich der Grundstücke Kat.-Nrn. 2 und 3 

zwar eine Erhöhung der Ausnützung (Kat.-Nr. 2) bzw. die Einzonung (Kat.-

Nr. 3) verbunden, doch hat einerseits dieser Aspekt – der im Übrigen mit den 

bereits geltenden Vorgaben des regionalen Richtplans korrespondiert (vgl. 

E.  2)  –  im  Technischen  Bericht  Niederschlag  gefunden  (vgl.  act.  13.5.2.1 

S. 42 f.), während er sich zum andern bezüglich der letztlich damit verknüpf-

ten  Frage,  ob  es  sich  um  dicht  überbautes  Gebiet  handelt,  nicht  als  aus-

schlaggebend erweist (vgl. dazu näher E. 5.2). Unter diesen Umständen war 

die Vorinstanz nicht gehalten, eine weitergehende Koordination der Gewäs-

serraumfestlegung mit den Verfahren betreffend Revision der kommunalen 

Nutzungsplanung vorzunehmen, weshalb die entsprechende Rüge fehlgeht. 

Nichts anderes gilt, soweit eine fehlende Koordination mit dem Hochwasser-

schutzprojekt des Rekurrenten gerügt wird. Zunächst handelt es sich bei die-

sem privaten Vorprojekt von vornherein nicht um ein laufendes wasserbau-

polizeiliches Verfahren. Vor allem aber steht die strittige Festlegung des Ge-

wässerraums zum fraglichen Hochwasserschutzprojekt von vornherein gar 

nicht im Widerspruch, nachdem dieses seinerseits von einem symmetrisch 

angeordneten  Gewässerraum mit  einer  Breite  von  56  m ausgeht  (vgl.  act. 

5.3.2 S. 5 f. und act. 5.3.4). Die weiteren auf das Hochwasserschutzprojekt 

Bezug nehmenden Rügen betreffen die materielle Frage einer Reduktion des 

Gewässerraums (vgl. dazu E. 5.2), nicht jedoch die gerügte Verletzung des 
Koordinationsgrundsatzes. 

5.1.2 

Damit verbleibt das Vorbringen einer unzureichenden Koordination der Ge-

wässerraumfestlegung  mit  den  Verfahren  betreffend  Waldfeststellung  und 

betreffend Festsetzung von Waldabstandslinien. Hinsichtlich der behaupte-

ten Auswirkungen der waldrechtlichen Festlegungen auf die Ausscheidung 

des Gewässerraums beschränkt sich der Rekurrent wie erwähnt auf den Hin-

weis, wonach das Vorliegen von Wald bzw. einer Waldabstandslinie Grund 

R4.2022.00148 

Seite 12 

 
 
für  eine  Reduktion  des  Gewässerraums  oder  eine  asymmetrische  Festle-

gung  sein  könnten.  Indessen  lässt  sich  solches  den  einschlägigen  rechtli-

chen  Grundlagen  (vgl.  E.  4.1)  in  dieser  Form  nicht  entnehmen  (vgl.  präzi-

sierend  sogleich).  Vielmehr  finden  die  entsprechenden  raumplanerischen 

Festlegungen  primär  im  Kontext  der  Harmonisierung  des  Gewässerraums 

mit bestehenden Vorgaben Erwähnung, indem im Nahbereich von Waldare-

alen die Gewässerraumgrenze nach Möglichkeit mit bestehenden Waldpar-

zellengrenzen,  Waldabstandslinien,  Böschungsoberkanten/Geländekanten 

und  markanten  Geländepunkten  zusammengelegt  wird  (vgl.  act.  13.5.1  S. 

25;  im  gleichen  Sinn  https://gewaesserraum.ch/  gewaesserraum-festle-

gen/anpassung-pruefen/4c/ [zuletzt besucht am 13. Januar 2023]). Eine sol-

che (vom Rekurrenten bezeichnenderweise gar nicht geforderte) Harmoni-

sierung würde sich jedoch – ausgehend von den geplanten, aber wie in E. 2 

erwähnt  ihrerseits  umstrittenen  Waldgrenzen  (sowie  den  korrespondieren-

den Waldabstandslinien) – entweder (bei einer Harmonisierung mit den vor-

gesehenen Waldgrenzen) für den Rekurrenten weitestgehend als nachteilig 

erweisen oder aber (bei einer Orientierung an den Waldabstandslinien) auf-

grund von deren Lage und Verlauf – teilweise unmittelbar am Flussufer, da-

nach  nicht  parallel,  sondern  schräg  zu  diesem  verlaufend  –  offensichtlich 

nicht zu einer gewässerschutzrechtlich zulässigen Gewässerraumausschei-

dung führen (vgl. zur Lage des Waldes im Verhältnis zum Gewässerraum die 

Karte "Öffentliche Oberflächengewässer, Gewässerraum, Wasserrechte und 

Hochwasserrückhaltebecken" und zur Lage der geplanten Waldabstandsli-

nien die Karte "ÖREB-Kataster" im GIS-ZH), während bei einer erfolgreichen 

Anfechtung der waldrechtlichen Festlegungen die Frage der Harmonisierung 

wie auch weitere Koordinationsfragen ohnehin entfallen würden. 

Soweit nun aber der Rekurrent waldrechtliche Festsetzungen mit Blick auf 

die  beantragte  Reduktion  des  Gewässerraums  als  relevant  erachtet,  kann 
ihm nicht gefolgt werden: Weder handelt es sich angesichts der abschlies-

senden Aufzählung in Art. 41a Abs. 4 GSchV um einen selbständigen Re-

duktionsgrund  (und  überdies  aufgrund  der  potentiellen  Lage  des  Waldes 

auch nicht im Sinne von Abs. 5 um einen Grund für einen Verzicht auf die 

Festlegung des Gewässerraums), noch ist gestützt auf die in E. 4.1 referier-

ten Kriterien für dicht überbautes Gebiet ersichtlich, inwiefern sich entspre-

chende  Waldgrenzen  zugunsten  der  rekurrentischen  Argumentation,  wo-

nach es sich vorliegend um dicht überbautes Gebiet handle, auswirken könn-

ten.  Damit  verbleibt  der  behauptete  Zusammenhang  mit  der  Frage  einer 

R4.2022.00148 

Seite 13 

 
 
asymmetrischen Festlegung des Gewässerraums. Allerdings handelt es sich 

weder beim Bestehen von Wald noch bei der – mit der rekurrentischen Ar-

gumentation  möglicherweise  anvisierten  –  Problematik  einer  aufgrund  der 

kombinierten  Wirkung  von  Waldabstandslinien,  Gewässerraum  und  nut-

zungsplanerischer  Beschränkung  von  Bauten  auf  die  Lage  der  bisherigen 

Bauten  (vgl.  Art.  5  Abs.  3  BZO  Y)  resultierenden  Unüberbaubarkeit  des 

Grundstücks Kat.-Nr. 1 um einen der in § 15k HWSchV genannten Gründe 

oder  einen diesen  wertungsmässig  gleichgelagerten  Grund für  eine  asym-

metrische Anordnung. Selbst wenn aber aufgrund der nicht abschliessenden 

Aufzählung in § 15k HWSchV auch Auswirkungen auf die Überbaubarkeit als 

Grund für eine asymmetrische Anordnung anerkannt würden, hätte dies in 

der  vorliegenden  Konstellation  keine  veränderte  Einschätzung  zur  Folge: 

Dies zum einen bereits deshalb, weil sich die allfällige Unüberbaubarkeit wie 

erwähnt aus der letztlich hinzunehmenden Kombination mehrerer planungs-

rechtlicher Festlegungen und nicht aufgrund einer einzelnen, gegebenenfalls 

anpassungsbedürftigen Festlegung ergibt (vgl. zu diesem Aspekt im Zusam-

menhang  mit  der  Frage  einer  Anpassung  der  Waldabstandslinien  bereits 

BRGE IV Nr. 0022/2022 vom 10. Februar 2022, E. 5.3.2). Zum andern und 

vor allem ist sodann zu berücksichtigen, dass in der konkret zu beurteilenden 

Konstellation – bei Zugrundelegung der aktuell vorgesehenen Waldgrenzen 

und der korrespondierenden Waldabstandslinien (da bei Wegfall der wald-

rechtlichen Festsetzungen auch die Koordinationsfrage von vornherein ent-

fiele) – die Sicherstellung einer minimalen Überbaubarkeit der Parzelle Kat.-

Nr.  1  eine  sehr  weitgehende  Verschiebung  des  Gewässerraums  bzw.  (im 

Sinne des rekurrentischen Antrags) auf der entsprechenden Flussseite das 

vollständige Fehlen eines Gewässerraums bedingen würde. Eine solche Lö-

sung, die schon mit Blick auf die Gewährleistung der natürlichen Funktionen 

des Gewässers unzulässig erscheint, hätte überdies – da entgegen dem Re-

kurrenten  eine  Reduktion  des  Gewässerraums  nicht  in  Betracht  fällt  (vgl. 
dazu im Einzelnen E. 5.2) – eine massive Benachteiligung der gegenüberlie-

genden Parzellen zur Folge. Letzteres erschiene unter dem Aspekt der Op-

fersymmetrie auch dann nicht angängig, wenn berücksichtigt wird, dass die 

konkret  betroffenen  Grundstücke  ebenfalls  im  Eigentum  des  Rekurrenten 

stehen, würde doch damit zum einen zwecks Sicherung der Partikularinte-

ressen des Rekurrenten in nicht unerheblichem Ausmass das übergeordnete 

öffentliche Interesse an der Schaffung des richtplanerisch festgelegten regi-

onalen Arbeitsplatzgebietes auf den benachteiligten Parzellen beeinträchtigt, 

während zum andern mit einer entsprechenden extremen asymmetrischen 

R4.2022.00148 

Seite 14 

 
 
Festlegung auch eine gewisse Präjudizierung der Lage des Gewässerraums 

auf den angrenzenden Grundstücken einherginge (vgl. den Antrag, wonach 

die angefochtene Festlegung soweit erforderlich über den strittigen Abschnitt 

hinaus  zu  korrigieren sei,  sowie  den  Umstand,  dass  stromaufwärts  derzeit 

noch kein Gewässerraum ausgeschieden ist). Kann aber auch unter Berück-

sichtigung  allfälliger  waldrechtlicher  Festsetzungen  letztlich  keine  abwei-

chende Festlegung des Gewässerraums resultieren, so erweist sich die ver-

langte Koordination als nicht erforderlich. 

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass bereits aufgrund genereller Über-

legungen,  zumindest  aber  in  der  konkret  zu  beurteilenden  Konstellation 

keine Veranlassung für eine Koordination der Verfahren betreffend einerseits 

Festlegung  des  Gewässerraums  und  andererseits  Festsetzung  der  Wald-

grenzen  (und  nachgelagert  Festsetzung  von Waldabstandslinien) bestand. 

Entsprechend  entfällt  auch  die  Notwendigkeit  einer  –  seitens  der  Parteien 

auch gar nicht beantragten – Koordination des vorliegenden Rekursverfah-

rens  mit  dem  Rekursverfahren  G.-Nr.  R4.2022.00178  betreffend  Festset-

zung der statischen Waldgrenzen (vgl. zu letzterem bereits E. 2). 

5.2 

Beim im strittigen Abschnitt festgelegten Gewässerraum mit einer Breite von 

56  m  handelt  es  sich  um  die  im  zugrundeliegenden  Fachgutachten  vom 

26. Juni 2014 – ausgehend von einer natürlichen Sohlenbreite von 26 m – 

ermittelte minimale Breite (vgl. 13.5.2.1 S. 11 und 50; vgl. für das Gutachten 

https://gewaesserraum.ch/links-nach-themen/  [zuletzt  besucht  am  13. Ja-

nuar  2023]),  wobei  der  Rekurrent  diese  Berechnungsweise  nicht  in  Frage 

stellt. Hingegen erachtet er die Voraussetzungen einer Reduktion als erfüllt. 

Soweit dabei unter Verweis auf die Vereinbarkeit der beantragten Reduktion 

mit  dem  Hochwasserschutz  argumentiert  wird,  ist  dies  von  vornherein  un-
behelflich, da es sich dabei lediglich um eine notwendige, jedoch keine hin-

reichende  Voraussetzung  einer  Reduktion  handelt  (vgl.  Art.  41a  Abs.  4 

GSchV und dazu bereits E. 4.1). Entscheidend ist somit, ob für den strittigen 

Abschnitt von dicht überbautem Gebiet auszugehen ist, wobei zwar der Hin-

weis der Vorinstanz, wonach diesfalls nicht automatisch eine Reduktion er-

folgen würde, zutreffend ist, bei Bejahung von dicht überbautem Gebiet eine 

Reduktion aber jedenfalls im Sinne einer vertieften Interessenabwägung nä-

her zu prüfen wäre, was vorliegend – ausgehend von der fehlenden Beja-

hung dicht überbauten Gebiets zu Recht – unterblieben ist (vgl. act. 13.5.2.1 

R4.2022.00148 

Seite 15 

 
 
S. 53 und 55 sowie die fehlende Erwähnung des streitbetroffenen Abschnitts 

in den Anhängen A10, A11 und A12). Dabei wird praxisgemäss ein Abschnitt 

nur dann als "dicht überbaut" oder "nicht dicht überbaut" bezeichnet, wenn 

für den betreffenden Abschnitt eine Reduktion des Gewässerraums erfolgt 

oder eine  Reduktion  im  Detail  geprüft  wurde,  der  Nachweis  jedoch  zeigte, 

dass die Indizien für das Vorliegen von dicht überbautem Gebiet nicht aus-

reichend erfüllt sind; an Abschnitten, an denen nicht vordergründig die Ab-

sicht besteht, den minimalen Gewässerraum zu reduzieren, wird anhand ei-

ner  groben  Einschätzung  lediglich  eine  Tendenz  für  "dicht  überbaut"  oder 

"nicht dicht überbaut" angegeben (act. 13.5.1 S. 12 und 24). Entsprechend 

wurde  für  den  streitbetroffenen  Abschnitt  Z  die  "Tendenz  nicht  dicht  über-

baut" ausgewiesen (act. 13.5.2.1 Anhang A09). Nachdem aber die Frage der 

entsprechenden  Qualifikation  des  Abschnitts  zum  Gegenstand  des  vorlie-

genden Rekursverfahrens gemacht wurde, ist in diesem eine abschliessende 

Beurteilung vorzunehmen. 

Dabei zeigt sich gestützt auf die einschlägigen Kriterien (vgl. E. 4.1), dass 

die Vorinstanz den fraglichen Abschnitt zu Recht nicht als "dicht überbaut" 

qualifiziert hat. Was zunächst die linke Seite der Glatt mit dem Grundstück 

Kat.-Nr. 1 betrifft, so ist dieses zwar teilweise der Kernzone zugeschieden. 

Die entsprechende – kleine – Kernzone befindet sich jedoch ausserhalb des 

Hauptsiedlungsgebiets  der  Gemeinde  Y  und  ist  von  diesem  durch  ausge-

dehnte landwirtschaftliche Nutzflächen getrennt. Auch handelt es sich weder 

um ein für eine bauliche Verdichtung prädestiniertes Gebiet (in Korrektur der 

umfassenden Bejahung dieses Kriteriums in act. 13.5.2.1 Anhang A09) noch 

um eine Zone mit hoher Ausnützung. Schliesslich ist das Grundstück auch 

nicht weitgehend mit Bauten und Anlagen überstellt, da die vorhandenen Ru-

inen – mit Blick auf den Zweck einer Reduktion, bei bestehenden Siedlungen 

eine Siedlungsentwicklung nach innen zu ermöglichen – insoweit nicht in Be-
tracht fallen. Zusammenfassend lassen sich mithin aus der räumlichen Kons-

tellation auf der linken Flussseite keine Argumente für die seitens des Re-

kurrenten vertretene Qualifikation als "dicht überbautes Gebiet" herleiten. 

Demgegenüber sind die auf der rechten Flussseite gelegenen Parzellen auf-

grund des Eintrags im regionalen Richtplan (vgl. E. 2) zweifellos für eine bau-

liche Verdichtung prädestiniert, was im technischen Bericht denn auch kei-

neswegs übersehen wurde (vgl. die umfassende Bejahung dieses Kriteriums 

in act. 13.5.2.1 Anhang A09). Selbst wenn aber überdies (in Korrektur der 

R4.2022.00148 

Seite 16 

 
 
Einschätzung im genannten Anhang) auch von einer hohen Ausnützung aus-

gegangen würde, ändert dies nichts daran, dass sich die fraglichen Parzellen 

nicht innerhalb des Hauptsiedlungsgebiets der Stadt X, sondern im Gegenteil 

am Rand des gesamten Siedlungsgebiets befinden. Soweit sodann die ent-

sprechenden  Grundstücke  nicht  überhaupt  unüberbaut  sind,  befinden  sich 

auf ihnen jedenfalls fast ausschliesslich Ruinen, ohne dass es sich mit Blick 

auf die fehlende Überbauung auch der umliegenden Grundstücke um eine 

Baulücke handeln würde. Die blosse planerische Absicht einer zukünftigen 

dichten Überbauung eines bestimmten Gebiets kann jedoch nicht dazu füh-

ren, dass bereits vor ihrer Realisierung von einem dicht überbauten Gebiet 

im  gewässerschutzrechtlichen  Sinn  ausgegangen  würde  (vgl.  auch  Fritz-

sche, a.a.O., Rz. 101, wonach für eigentliche – selbst innerstädtische – Neu-

baugebiete  der  Gewässerraum  entsprechend  den  Mindestvorgaben  von 

Art. 41a Abs. 2 GSchV festzusetzen ist; vgl. zudem den Umstand, dass im 

Merkblatt, S. 6 ff. zwar generell von Verdichtungsgebieten die Rede ist, das 

auf S. 9 verwendete Beispiel jedoch zeigt, dass dabei weniger auf noch un-

überbaute, als vielmehr auf nachzuverdichtende Gebiete Bezug genommen 

wird). Zu berücksichtigen ist auch insoweit der (bereits in E. 4.1 dargelegte) 

Zweck der Reduktionsmöglichkeit, wonach es primär darum geht, dass die 

Ausscheidung des Gewässerraums in bereits dicht überbauten Gebieten oft 

nicht oder nur den Gegebenheiten angepasst sinnvoll ist und eine Ausnahme 

insbesondere dort ermöglicht werden soll, wo der Gewässerraum die natür-

lichen Funktionen auch auf lange Sicht nicht erfüllen kann (vgl. hierzu auch 

BGE 140 II 428, E. 3.2 und 3.4, mit weiteren Hinweisen). Auch fällt in Be-

tracht, dass aufgrund der Grösse der fraglichen Parzellen (Kat.-Nr. 2: 18'363 
m2, Kat.-Nr. 3: 7'894 m2) sowohl die Überbaubarkeit und Nutzbarkeit als sol-
che als auch spezifisch die Realisierung des richtplanerisch vorgegebenen 

regionalen Arbeitsplatzgebietes bei symmetrischer Ausscheidung des mini-

malen  Gewässerraums  ohne  weiteres  möglich  ist,  so  dass  die  intendierte 
hohe  bauliche  Dichte gerade  keine  Abweichung  von  den  gewässerschutz-

rechtlichen Minimalvorgaben erforderlich macht. 

Hat  demnach  zusammenfassend  die  Vorinstanz  den  streitbetroffenen  Ab-

schnitt zu Recht nicht als "dicht überbautes Gebiet" qualifiziert, so fällt die 

beantragte Reduktion des minimalen Gewässerraums von vornherein ausser 

Betracht, so dass der Rekurs insoweit abzuweisen ist. 

R4.2022.00148 

Seite 17 

 
 
5.3 

Der Rekurrent beantragt überdies eine asymmetrische Anordnung des Ge-

wässerraums, wobei sich der entsprechende Antrag allerdings von der – wie 

dargelegt  nicht  angängigen  –  Reduktion  der  Gewässerraumbreite  an  sich 

nicht trennen lässt, da eine Korrektur der angefochtenen Verfügung in dem 

Sinne, dass ein Gewässerraum von 56 m vollständig asymmetrisch zulasten 

der rechtsufrigen Grundstücke festgelegt würde, vom rekurrentischen Antrag 

gar nicht abgedeckt wäre. Indessen besteht für eine asymmetrische Anord-

nung ohnehin keine Veranlassung. Eine solche hat (wie in E. 4.1 dargelegt) 

nur ausnahmsweise und unter ganz bestimmten Voraussetzungen zu erfol-

gen. Dass diese Voraussetzungen vorliegend realisiert wären, wird seitens 

des Rekurrenten nicht dargetan und ist auch nicht ersichtlich. Insbesondere 

ist mit Blick auf das rekurrentische Vorbringen, wonach nur ein Verzicht auf 

einen  Gewässerabstand  auf  der  Seite  der  Gemeinde  Y  den  Bestand  der 

Kernzone B sichern könnte, darauf hinzuweisen, dass die in § 15k HWSchV 

für  eine  asymmetrische  Festlegung  unter  anderem  erwähnte  Konstellation 

bestehender Bauten und Anlagen in Bauzonen vorliegend nicht einschlägig 

ist, da die auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1 befindlichen Ruinen diese Voraus-

setzung nicht erfüllen. Daran ändert auch die nutzungsplanerisch an sich be-

stehende Möglichkeit von Neubauten an gleicher Lage nichts, da mit der in 

§ 15k HWSchV genannten Voraussetzung im Gegenteil Konstellationen er-

fasst werden sollen, in denen bestehende Bauten bei Ausscheidung eines 

symmetrischen Gewässerraums innerhalb desselben zu liegen kämen und 

entsprechend – mit Blick auf den Bestandesschutz – die Funktionen des Ge-

wässers langfristig beeinträchtigen könnten. Kein Grund für eine asymmetri-

sche Festlegung liegt schliesslich in der aufgrund der Kombination mehrerer 

planungsrechtlicher  Festlegungen  gegebenenfalls  resultierenden  Unüber-

baubarkeit  des  Gebiets  der  Kernzone  B  (wobei  auch  die  in  BRGE  IV  Nr. 

0022/2022 erfolgte Aufhebung der Einladung zur Auszonung nicht deshalb 
erfolgte, weil das fragliche Gebiet per se als Bauzone zu erhalten wäre, son-

dern lediglich darauf beruhte, dass eine Auszonung erst im Nachgang zu den 

entsprechenden rechtskräftigen gewässerschutzrechtlichen und waldrechtli-

chen Festlegungen vorgenommen werden könnte). Es kann insoweit vollum-

fänglich auf die entsprechenden Ausführungen im Rahmen der Prüfung der 

Rüge  einer  fehlenden  Koordination  der  Gewässerraumfestlegung  mit  den 

waldrechtlichen Festsetzungen (E. 5.1.2) verwiesen werden. 

R4.2022.00148 

Seite 18 

 
 
6. 

Zusammengefasst ist der Rekurs abzuweisen. 

7.1 

Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten dem Rekurrenten aufzuerlegen 

(§ 13 VRG). 

Nach § 338 Abs. 1 PBG bzw. § 2 der Gebührenverordnung des Verwaltungs-

gerichts (GebV VGr) legt das Baurekursgericht die Gerichtsgebühr nach sei-

nem Zeitaufwand, nach der Schwierigkeit des Falls und nach dem bestimm-

baren  Streitwert  oder dem  tatsächlichen  Streitinteresse fest.  Liegt  wie  hier 

ein Verfahren ohne bestimmbaren Streitwert vor, beträgt die Gerichtsgebühr 

in der Regel Fr. 500.-- bis Fr. 50'000.-- (§ 338 Abs. 2 PBG; § 3 Abs. 2 GebV 

VGr).  Bei  der  Bemessung  der  Gebührenhöhe  steht  der  Rekursinstanz  ein 

grosser  Ermessensspielraum  zu  (Kaspar  Plüss,  in:  Kommentar  VRG, 

3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 13 Rz. 25 ff.). 

Demnach ist die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 6'000.-- festzusetzen. 

7.2 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht dem Rekurrenten von vornherein 

keine Umtriebsentschädigung zu. 

R4.2022.00148 

Seite 19