# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b58a06a1-5de9-502d-a935-bf2e5c2efc81
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.10.2025 SB240369
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240369_2025-10-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: SB240369-O/U/nk

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. Wasser-Keller, Präsidentin, Oberrichter lic. iur. 

Weder und Oberrichter Dr. iur. Rauber sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw Brülisauer

Beschluss vom 27. Oktober 2025

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

sowie

B._____, 
Privatkläger

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____, 

betreffend fahrlässige schwere Körperverletzung etc.

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 16. Januar 
2024 (DG230001)

- 2 -

- 3 -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 16. Februar 2023 

(Urk. D1/52) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 174 S. 83 ff.)

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 der fahrlässigen schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 125 

Abs. 1 und 2 StGB;

 der mehrfachen Beseitigung oder Nichtanbringung von Sicherheitsvor-

richtungen im Sinne von Art. 230 Ziff. 1 und 2 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu 

Fr. 460.00, wovon 1 Tagessatz als durch Haft geleistet gilt.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei 

Jahre festgesetzt. 

4. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 

16. Februar 2023 als Beweismittel beschlagnahmten Gegenstände, lagernd 

bei der Bezirksgerichtskasse Dietikon, werden der C._____ AG nach Eintritt 

der Rechtskraft dieses Urteils sowie der Urteile in den separaten Verfahren 

DG230002-M und DG230003-M auf erstes Verlangen herausgegeben. So-

fern die Herausgabe nicht innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft der 

drei Urteile verlangt wird, werden die Gegenstände vernichtet: 

 Ordner blau, Förderschnecke Typ FS 1 x 400, Technische Dokumenta-
tion, Asservat-Nr. A013'939'930;

 Ordner blau, Förderschnecke Typ FS 1 x 400, Technische Dokumenta-
tion, Asservat-Nr. A013'939'941;

 Ordner blau, Dosier- und Abfülleinrichtung für schüttbare Güter, Tech-
nische Dokumentation, Asservat-Nr. A013'939'952;

 Ordner weiss, Behörden, SUVA, GVZ, AWEL, BAFU, Asservat-
Nr. A013'939'963;

- 4 -

 Ordner weiss, Basiskurs Arbeitssicherheit in Produktionsbetrieben, 
D._____, Asservat-Nr. A013'939'974;

 Ordner weiss, Basiskurs Arbeitssicherheit in Produktionsbetrieben, 
D._____, Kapitel 7-12, Asservat-Nr. A013'939'985;

 Ordner weiss, Basiskurs Arbeitssicherheit in Produktionsbetrieben, 
D._____, Kapitel 1-6, Asservat-Nr. A013'939'996;

 Ordner blau, Verordnungen, Asservat-Nr. A013'940'006;
 Ordner blau, ohne Aufschrift, mit Visitenkarte von Sicherheitsbeauftrag-

tem E._____, Asservat-Nr. A013'940'017;
 Ordner weiss mit farbigen Vierecken, Modellösung Sicherheitsinstitut, 

mit Visitenkarte von Sicherheitsbeauftragtem E._____, Asservat-
Nr. A013'940'028;

 Ordner schwarz, AS+GS, Kap. 10, Jahresberichte, Kontrollen, Audits, 
Asservat-Nr. A013'940'039;

 Ordner schwarz, AS+GS, Kap. 6, Massnahmen, Sipro, Asservat-
Nr. A013'940'040;

 Ordner schwarz, AS+GS, Kap. 5, Gefahrenermittlung, Risikoanalyse, 
Asservat-Nr. A013'940'051;

 Ordner schwarz, AS+GS, Kap. 5, Unfall- und Ereignisanalysen, Asser-
vat-Nr. A013'940'062;

 Ordner schwarz, AS+GS, Kap. 5, Unfall- Auswertungen, Asservat-
Nr. A013'940'073;

 Ordner schwarz, Sibe-Ordner, Asservat-Nr. A013'940'084;
 Ordner schwarz, Sicherheitsdatenblätter, Asservat-Nr. A013'940'095;
 Ordner schwarz, AS+GS, Checklisten ab 2006, Asservat-

Nr. A013'940'108;
 Ordner weiss, F._____, Trocknungsanlage, Werk II, Asservat-

Nr. A013'940'119;
 Ordner schwarz/grau, Dokumentation Fasspresse F26, Asservat-

Nr. A013'940'120;
 Ordner grau, Frei Fördertechnik, Projekt Förderanlage für Schlamm, 

Betriebsanleitung, Asservat-Nr. A013'940'131;
 Ordner grau, Frei Fördertechnik, Projekt Förderanlage für Schlamm, 

Betriebsanleitung, Asservat-Nr. A013'940'142;
 Papierware, diverse Schemas, Unterlagen, Anleitungen, etc., Asservat-

Nr. A013'940'153;
 Papierware, Plastikmappe rot, ohne Aufschrift, mit CD, Asservat-

Nr. A013'940'164;

- 5 -

 Papierware, Plastikmappe rot, ohne Aufschrift, mit CD, Asservat-
Nr. A013'940'175;

 CD, Dosier- und Abfülleinrichtung für schüttbare Güter, Technische Do-
kumentation, Asservat-Nr. A013'940'186;

 DVD, elesa, Standard Machine Elements, Metric Catalogue, Asservat-
Nr. A013'940'197;

 1 x Mappe blau und 1 x Mappe gelb mit Unterlagen, Asservat-
Nr. A013'948'259;

 6 x Kopien Ausbildungsdokumentation, Asservat-Nr. A013'948'271;
 2 x Abgabeblätter für Fremdpersonal, Asservat-Nr. A013'948'282;
 Ordner gelb, ISO 9001, ISO 14001, Verfahren, Auszug Werk 2, Asser-

vat-Nr. A013'948'657;
 3 x Kopien Unterschriftenblätter Ausbildungsdokumentationen, Asser-

vat-Nr. A013'948'680;
 Ordner weiss, ISO 9001, ISO 14001, Management-Handbuch, 2, As-

servat-Nr. A013'948'704;
 Ordner weiss, ISO 9001, ISO 14001, Personalführung, Betrieb 3.1, 3, 

Asservat-Nr. A013'948'726;
 Ordner weiss, ISO 9001, ISO 14001, Betriebsleitung, ISO & Betrieb, 

10, Asservat-Nr. A014'021'911;
 Ordner schwarz, ISO 9001, ISO 14001, Verfahren, 5.0, ALT, G._____ 

1, Asservat-Nr. A014'021'922;
 Plastikmappe grün mit diversen, losen Blättern/Unterlagen, Asservat-

Nr. A014'021'933;
 Plastikmappe weiss mit diversen, losen Blättern/Unterlagen, ohne As-

servat-Nr.

5. Der seitens der C._____ AG eingereichte USB-Stick, samt den sich darauf 

befindlichen Daten, wird der C._____ AG nach Eintritt der Rechtskraft dieses 

Urteils sowie der Urteile in den separaten Verfahren DG230002-M und 

DG230003-M auf erstes Verlangen herausgegeben. Sofern die Herausgabe 

nicht innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft der drei Urteile verlangt 

wird, wird der USB-Stick durch die Bezirksgerichtskasse vernichtet.

6. Die seitens der H._____ GmbH edierten und von der I._____ AG auf einem 

Datenträger gespeicherten Daten werden nach Eintritt der Rechtskraft die-

ses Urteils sowie der Urteile in den separaten Verfahren DG230002-M und 

- 6 -

DG230003-M im Auftrag der Bezirksgerichtskasse durch die I._____ AG 

fachmännisch und unwiderruflich gelöscht.

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger Fr. 22'230.00 als Genug-

tuung zu bezahlen, zuzüglich 5 % Zins ab 24. Februar 2017, unter solidari-

scher Haftung mit den Mitbeschuldigten J._____ und K._____. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.

8. Im Innenverhältnis ist der Beschuldigte verpflichtet 40 %, der Mitbeschul-

digte J._____ 20 % und der Mitbeschuldigte K._____ 40 % der Genugtu-

ungssumme gemäss Ziff. 7 zu übernehmen.

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 12'000.00   Gebühr für das Vorverfahren (Untersuchungskosten   total);

Fr. 145.00   Tatbestandsaufnahme Kantonspolizei ZH (1/3 der   Gesamtkosten)

Fr. 396.67   Spurenkundliche Unfalluntersuchung FOR (1/3 der   Gesamtkosten)

Fr. 57.33   Zeugenentschädigung L._____ (1/3 der   Gesamtkosten)

Fr. 15'901.40   Akontozahlung lic. iur. Y._____ vom 21. November  2022
Fr. 4'936.95   Kosten H._____ GmbH

Fr. 8'360.45   Kosten Sachverständiger von der I._____ AG

10. Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ wird für ihre Aufwendungen in den Verfah-

ren DG230001-M, DG230002-M und DG230003-M als unentgeltliche Vertre-

terin des Privatklägers aus der Bezirksgerichtskasse mit insgesamt 

Fr. 21'536.20 (inkl. Barauslagen und MwSt.), zusätzlich zu der bereits aus-

gezahlten Akontozahlung in der Höhe von Fr. 15'901.40, entschädigt. 

11. Die Kosten der Untersuchung werden den Beschuldigten der Verfahren 

DG230001-M, DG230002-M und DG230003-M je zu einem Drittel auferlegt. 

Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der 

unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers sowie die Kosten des 

- 7 -

Sachverständigen und der H._____ GmbH im Zusammenhang mit der 

Datenedition und der Datenaufbereitung, werden dem Beschuldigten aufer-

legt.

12. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers gemäss 

Dispositiv-Ziffer 10 werden einstweilen auf die Bezirksgerichtskasse genom-

men. Vorbehalten bleibt eine Nachforderung im Umfang von einem Drittel 

gemäss Art. 138 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO.

Abschliessende Berufungsanträge:

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 195 S. 1 f.)

1. Es sei festzustellen, dass die Zivilklage durch die Privatklägerschaft zu-

rückgezogen wurde.

2. Es seien die Dispositiv-Ziffern 7 und 8 des vorinstanzlichen Urteils auf-

zuheben.

3. Es sei der in Dispositiv-Ziffer 12 enthaltene Vorbehalt einer Nachforde-

rung aufzuheben. 

4. Es seien die Kosten betreffend Zivilklage auf die Staatskasse zu neh-

men respektive sei auf eine Nachforderungsverpflichtung in Bezug auf 

die Kosten der unentgeltlichen Privatklägervertretung zu verzichten.

5. Es sei festzuhalten, dass das vorinstanzliche Urteil im Übrigen in 

Rechtskraft erwachen ist.

b) Der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers:

(Urk. 190 sinngemäss)

Es seien die Kosten des Verfahrens, inkl. derjenigen, die sich auf die adhäsi-

onsweise Zivilklage beziehen, dem Berufungskläger, eventualiter der Staats-

kasse aufzuerlegen und die Anwaltskosten des Privatklägers für das Beru-

- 8 -

fungsverfahren seien im Rahmen der gewährten unentgeltlichen Rechtsver-

tretung durch die Staatskasse zu übernehmen. 

c) Der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis

(Urk. 185)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

- 9 -

Erwägungen:

I. Formelles

1. Verfahrensgang

1.1. Gegen das eingangs im Dispositiv wiedergegebene Urteil des Bezirkgerichts 

Dietikon vom 16. Januar 2024 meldete der Beschuldigte am 18. Januar 2024 recht-

zeitig Berufung an (Urk. 163). Das begründete Urteil der Vorinstanz wurde ihm am 

16. Juli 2024 zugestellt (Urk. 173/1), worauf er am 5. August 2024 fristgerecht die 

Berufungserklärung einreichte (Urk. 176; Art. 399 Abs. 3 StPO).

1.2. Mit Präsidialverfügung vom 15. August 2024 wurde die Berufungserklärung 

dem Privatkläger sowie der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis zugestellt und Frist 

zur Erklärung der Anschlussberufung oder eines Nichteintretensantrages angesetzt 

(Urk. 179). Die Staatsanwaltschaft erklärte mit Eingabe vom 29. August 2024 den 

Verzicht auf eine Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des vorin-

stanzlichen Urteils (Urk. 185), wohingegen sich der Privatkläger nicht vernehmen 

liess (vgl. Urk. 180/2). 

1.3. Mit Eingabe vom 27. August 2024 erneuerte der Privatkläger sodann sein 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 183 und 

Urk. 184/1-4), welche ihm mit Präsidialverfügung vom 2. September 2024 gewährt 

wurde (Urk. 186). Am 31. Oktober 2024 wurde schliesslich zur Berufungsverhand-

lung auf den 1. Oktober 2025 vorgeladen (Urk. 189).

1.4. Unter dem Datum vom 16. Dezember 2024 teilte der Privatkläger mit, dass 

er seine adhäsionsweise gestellte Zivilklage vom 9. August 2023 zurückziehe, 

nachdem ein aussergerichtlicher Gesamtvergleich über seine haftpflichtrechtlichen 

Entschädigungsansprüche habe gefunden werden können, welcher auch die Ge-

nugtuungsansprüche und den Schadenszins umfasse (Urk. 190). Mit Eingabe vom 

25. August 2025 zog der Beschuldigte seine Berufung bis auf den Zivilpunkt sowie 

den Rückforderungsvorbehalt hinsichtlich der Kosten der unentgeltlichen Rechts-

vertretung des Privatklägers zurück (Urk. 195). 

- 10 -

1.5. Vor diesem Hintergrund war das Verfahren schriftlich fortzusetzen (vgl. 

Art. 406 Abs. 1 lit. b und d StPO). Mit Präsidialverfügung vom 8. September 2025 

wurde den Parteien die Ladung zur Berufungsverhandlung vom 1. Oktober 2025 

abgenommen sowie der Staatsanwaltschaft und dem Privatkläger gleichzeitig Frist 

zur Stellungnahme zur Eingabe des Beschuldigten vom 25. August 2025 und in 

diesem Zusammenhang namentlich zu den Kosten- und Entschädigungsfolgen an-

gesetzt (Urk. 197). 

1.6. Mit Eingabe vom 10. September 2025 erklärte die Staatsanwaltschaft, auf 

eine Stellungnahme zu verzichten (Urk. 199). Der Privatkläger reichte mit Eingabe 

vom 11. September 2025 eine Stellungnahme inkl. Honorarnote der unentgeltlichen 

Rechtsvertretung ein (Urk. 200 f.). Innert der ihm angesetzten Frist verzichtete der 

Beschuldigte auf eine weitere Stellungnahme hierzu (Urk. 204). Das Verfahren er-

weist sich demgemäss als spruchreif.

2. Umfang der Berufung

2.1. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechtskraft 

des erstinstanzlichen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Das Berufungs-

gericht überprüft den vorinstanzlichen Entscheid somit nur in den angefochtenen 

Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO).

2.2. Der Beschuldigte lässt im Berufungsverfahren – nachdem er seine Beru-

fungsanträge mit Eingabe vom 25. August 2025 einschränken liess (Urk. 195)  –

nur noch den Zivilpunkt (Dispositivziffern 7 und 8) und daraus folgend den Rückfor-

derungsvorbehalt hinsichtlich der Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung des 

Privatklägers (Dispositivziffer 12) anfechten. Sinngemäss mitangefochten ist damit 

auch die Kostenauflage gemäss Dispositivziffer 11.

2.3. Demnach erwächst das Urteil des Bezirkgerichts Dietikon vom 16. Januar 

2024 bezüglich der Dispositiv-Ziffern 1 (Schuldsprüche), 2 und 3 (Strafpunkt), 4 - 

6 (Regelung betreffend Beschlagnahmungen, Datenträger und Daten) sowie 9 und 

10 (Kostenfestsetzung) in Rechtskraft, was vorab mit Beschluss festzustellen ist.

- 11 -

II. Zivilpunkt

1. Die Vorinstanz verplichtete den Beschuldigten unter solidarischer Haftung mit 

den Mitbeschuldigten J._____ und K._____, dem Privatkläger eine Genugtuung 

von Fr. 22'230.– zuzüglich Zins zu bezahlen und wies die Genugtuungsforderung 

im Mehrbetrag ab. Ferner legte sie die Haftungsquoten der einzelnen Mitbeschul-

digten fest (Urk. 174 S. 86 [Dispositivziffern 7 und 8]).

2. Das Gericht entscheidet über die anhängig gemachte Zivilklage, wenn es die 

beschuldigte Person schuldig spricht (Art. 126 Abs. 1 lit. a StPO). Nicht explizit ge-

regelt ist, wie das Strafgericht bei Vergleich, Verzicht oder Rückzug der Zivilklage 

zu verfahren hat. Allerdings sieht Art. 120 Abs. 1 StPO vor, dass die geschädigte 

Person jederzeit schriftlich oder mündlich zu Protokoll erklären kann, sie verzichte 

auf die ihr zustehenden Rechte, wobei dieser Verzicht endgültig ist. Gemäss 

Art. 120 Abs. 2 StPO umfasst der Verzicht die Straf- und die Zivilklage, wenn er 

nicht ausdrücklich eingeschränkt wird. Nur wenn die Privatklägerschaft die Zivil-

klage vor Abschluss der erstinstanzlichen Hauptverhandlung zurückzieht, kann sie 

sie auf dem Zivilweg erneut geltend machen (Art. 122 Abs. 4 StPO), was vorliegend 

nicht der Fall ist. Gegenteils hat der Rückzug nach der erstinstanzlichen Hauptver-

handlung materiellrechtlich die Verwirkung des Anspruchs zur Folge (BSK StPO-

MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, 3. Aufl., Basel 2023, N 8 zu Art. 120 StPO).

3. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2024 hat der Privatkläger seine Zivilklage wie 

erwogen zurückgezogen (Urk. 190). Angesichts der im Adhäsionsverfahren vor-

herrschenden Dispositionsmaxime ist das vorinstanzliche Urteil zur Frage der Ge-

nugtuung entsprechend aufzuheben und vom Rückzug der Zivilklage durch den 

Privatkläger ist Vormerk zu nehmen. Der Rückzug ist definitiv (vgl. Art. 122 Abs. 4 

StPO e contrario).

- 12 -

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.1. Gestützt auf Art. 428 Abs. 3 StPO hat die Rechtsmittelinstanz von Amtes we-

gen auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung zu befinden, wenn 

sie selber ein neues Urteil fällt und nicht kassatorisch entscheidet (GRIESSER in: 

Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 

Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N 14 zu Art. 428 StPO).

1.2. Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrens-

kosten, wenn sie verurteilt wird. Ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung und jener der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerschaft, 

wobei Art. 135 Abs. 4 StPO und Art. 138 Abs. 1 StPO vorbehalten bleiben, wonach 

für diese Kosten auf den Beschuldigten Rückgriff genommen werden kann, sobald 

es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. Wird das Verfahren eingestellt 

oder die beschuldigte Person freigesprochen, können ihr die Verfahrenskosten 

ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Ein-

leitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (Art. 426 

Abs. 2 StPO). 

1.3. Ausgangsgemäss auferlegte die Vorinstanz dem Beschuldigten die Kosten 

der Untersuchung zu einem Drittel (die übrigen zwei Drittel an seine Mitbeschuldig-

ten) und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens vollumfänglich unter dem Vorbe-

halt der Nachforderung der vorerst vom Staat zu übernehmenden Kosten der un-

entgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers im Umfang von einem Drittel 

(Urk. 174 S. 86 f. [Dispositivziffern 11 und 12]). Das Kostendispositiv der Vorin-

stanz wurde vom Beschuldigten nur betreffend den Rückforderungsvorbehalt hin-

sichtlich der Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers explizit 

bestritten (Urk. 195 S. 1 f.). 

1.4. Nachdem der Berufungsprozess im Schuldpunkt keine Änderung bringt, ist 

die vorinstanzlich verfügte Kostenauflage zu bestätigen. Damit ist insbesondere 

auch der erstinstanzliche Rückforderungsvorbehalt hinsichtlich der Kosten der un-

- 13 -

entgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers im Umfang von einem Drittel zu 

bestätigen, zumal keine Grundlage für eine Kostenauflage an den Privatkläger be-

steht, insbesondere nicht gestützt auf Art. 427 Abs. 1 lit. b StPO. Darüber hinaus 

ist nicht ersichtlich, dass der Privatkläger für Verfahrenshandlungen kostenpflichtig 

werden könnte, die alleine oder überwiegend mit seiner Zivilklage in Zusammen-

hang stehen. Dass sich die Parteien im Rahmen des vorerwähnten Gesamtver-

gleichs auch über die hohen Anwaltskosten des Privatklägers geeinigt haben sol-

len, wie es der Beschuldigte vermutet (vgl. Urk. 195 S. 2), lässt sich mangels Kennt-

nis des Gesamtvergleichs nicht überprüfen und wird vom Privatkläger im Übrigen 

ausdrücklich bestritten (vgl. Urk. 200), weshalb sich auch insofern keine Anpas-

sung rechtfertigt.

2. Kosten- und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens

2.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren 

Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 

Abs. 1 StPO). Ob bzw. inwieweit eine Partei im Sinne dieser Bestimmung obsiegt 

oder unterliegt, hängt davon ab, in welchem Ausmass ihre vor der zweiten Instanz 

gestellten Anträge gutgeheissen werden (Urteil des Bundesgerichts 6B_791/2023 

vom 23. August 2023 E. 1.4). Als private Partei kann im strafrechtlichen Verfahren 

nur obsiegen oder unterliegen, wer Anträge gestellt hat. Verzichtet die Privatkläger-

schaft darauf, können ihr keine Verfahrenskosten auferlegt werden und kann sie 

auch nicht zur Leistung einer Parteientschädigung verpflichtet werden (BGE 138 IV 

248 E. 5.3).

2.2. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände ist die Gerichtsgebühr auf 

Fr. 750.– festzusetzen (§ 2 Abs. 1 lit. b, c und d GebV OG, § 16 Abs. 1 in Verbin-

dung mit § 14 Abs. 1 und 3 GebV OG [LS 211.11]).

2.3. Der Beschuldigte, welcher seine Berufung grossmehrheitlich zurückgezo-

gen hat, unterliegt mit seiner Appellation damit im Wesentlichen und obsiegt einzig 

im Zivilpunkt. Derweil hat auch der Privatkläger seine Zivilklage zurückgezogen, 

wobei er im Berufungsverfahren keine Anträge gestellt hat, weshalb ihm zweitin-

- 14 -

stanzlich keine Kosten auferlegt werden können. Vor diesem Hintergrund und in 

Gewichtung der einzelnen Anträge rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungs-

verfahrens – mit Ausnahme jener der unentgeltlichen Privatklägervertretung – dem 

Beschuldigten zu vier Fünfteln aufzuerlegen und im Übrigen auf die Gerichtskasse 

zu nehmen. 

2.4. Der erbetene Verteidiger des Beschuldigten beziffert seinen Aufwand für das 

Berufungsverfahren auf ca. 6.5 Stunden, wobei er die Festsetzung einer allfälligen 

Prozessentschädigung dem Gericht überlässt (vgl. Urk. 204). Ausgangsgemäss 

hätte der Beschuldigte Anspruch auf eine auf einen Fünftel reduzierte Prozessent-

schädigung. Diesbezüglich ist jedoch zu erwägen, dass sich die mutmasslichen 

Aufwendungen des Beschuldigten für die angemessene Ausübung seiner Verfah-

rensrechte hinsichtlich des Zivilpunkts im Vergleich zu den übrigen Aufwendungen 

für die ursprünglich eingereichte Berufung in einem derart geringen Bereich belau-

fen dürften, dass ihm die Zusprechung einer Prozessentschädigung gestützt auf 

Art. 430 Abs. 1 lit. c StPO verweigert werden kann. Im Übrigen ist darauf hinzuwei-

sen, dass eine Entschädigung des Beschuldigten für seine Aufwendungen für die 

angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte hinsichtlich des Zivilpunkts auch 

herabgesetzt werden könnte, weil die Voraussetzungen für das Obsiegen im Zivil-

punkt erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen wurden (vgl. Art. 430 Abs. 2 i.V.m. 

Art. 428 Abs. 2 lit. a StPO). Insgesamt erscheint es vor diesem Hintergrund deshalb 

nicht gerechtfertigt, dem Beschuldigten eine Prozessentschädigung zuzusprechen.

2.5. Demgegenüber berechnet die unentgeltliche Vertretung des Privatklägers 

ihre Bemühungen und Barauslagen im vorliegenden Berufungsverfahren sowie im 

Parallelverfahren SB240368 mit Fr. 3'220.30 (inkl. MWST und Barauslagen; 

Urk. 201). Dieser Aufwand ist ausgewiesen und das geltend gemachte Honorar 

steht im Einklang mit den Ansätzen der Anwaltsgebührenverordnung, wobei man-

gels Vorliegen anderweitiger Hinweise davon auszugehen ist, dass die eine Hälfte 

der Aufwendungen auf das vorliegende Verfahren und die andere Hälfte auf das 

Parallelverfahren SB240368 entfallen. Folglich ist die unentgeltliche Vertretung des 

Privatklägers im vorliegenden Verfahren mit Fr. 1'610.15 (½ von Fr. 3'220.30; inkl. 

8,1 % MWST) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

- 15 -

Die zweitinstanzlichen Kosten der unentgeltlichen Privatklägervertretung 

sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht 

des Beschuldigten gemäss Art. 138 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 135 Abs. 4 

StPO im Umfang von vier Fünfteln vorbehalten bleibt.

2.6. Hinsichtlich der Kostenverteilung im Berufungsverfahren wurde ein Minder-

heitsantrag gestellt (Urk. 209), welcher den Parteien zusammen mit dem vorliegen-

den Urteil zugestellt wird (§ 124 GOG).

Es wird beschlossen:

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Privatkläger seine Zivilklage 

zurückgezogen hat.

Demzufolge wird das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 16. Januar 

2024 (DG230001) hinsichtlich der Dispositiv-Ziffern 7 und 8 aufgehoben.

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 16. Ja-

nuar 2024 infolge Berufungsrückzugs des Beschuldigten bezüglich der Dis-

positiv-Ziffern 1 (Schuldsprüche), 2 und 3 (Strafpunkt), 4 - 6 (Regelung be-

treffend Beschlagnahmungen, Datenträger und Daten) sowie 9 und 10 (Kos-

tenfestsetzung) in Rechtskraft erwachsen ist.

3. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-Ziffern 11 und 12) wird bestä-

tigt. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 750.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 1'610.15   unentgeltliche Rechtsvertretung (inkl. 8,1 % MWST).

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der unent-

geltlichen Vertretung des Privatklägers, werden dem Beschuldigten zu vier 

Fünfteln auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Kosten der unentgeltlichen Privatklägervertretung werden einstweilen auf die 

Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten ge-

- 16 -

mäss Art. 138 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im 

Umfang von vier Fünfteln vorbehalten.

6. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung – zusammen mit der Min-

derheitsmeinung gemäss § 124 GOG – an

 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis 
 die unentgeltliche Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und 

zuhanden des Privatklägers
 das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Direktion für Arbeit, Holzi-

kofenweg 36, 3003 Bern (im Dispositiv)

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz (zusammen mit der Minderheitsmeinung gemäss § 124 
GOG sowie dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mitteilun-
gen an die zuständigen Behörden und Amtsstellen, sofern nicht ohne-
hin bereits erfolgt)

 das SUVA Kompetenz-Center, Schaden Ost, Service Center, Postfach, 
6009 Luzern (im Dispositiv).

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

- 17 -

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer

Zürich, 27. Oktober 2025

Die Präsidentin:

Oberrichterin lic. iur. Wasser-Keller

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw Brülisauer