# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19959ef5-aba4-57ec-8def-51631b43bbe9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-02-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.02.2007 C-2594/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2594-2006_2007-02-28.pdf

## Full Text

Abtei lung III
C-2594/2006

{T 0/2}

Urteil vom 28. Februar 2007

Mitwirkung: Eduard Achermann, vorsitzender Richter,
Stefan Mesmer, Richter,
Michael Peterli, Richter,
Gerichtsschreiber Wilhelm-Ulrich Schodde.

T._______
Beschwerdeführer, vertreten durch X._______,

gegen

Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz,

betreffend
Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Mit  Verfügungen  vom  9.  Februar  1988  hatte  die  Schweizerische  Aus-
gleichskasse (SAK) dem am 20. April  1963 geborenen, aus dem Kosovo 
stammenden T._______ eine halbe ordentliche einfache Invalidenrente mit 
Wirkung ab 1.  September  1985 zugesprochen  (act.  15).  Die  Verwaltung 
hatte  sich  dabei  auf  den  Präsidialbeschluss  der  Invalidenversicherungs-
Kommission für  Versicherte im Ausland (IVK) vom 6. Juli  1987 gestützt, 
mit welchem ein Invaliditätsgrad von 100% ab 19. Juni 1983 und von 50% 
ab  1.  Oktober  1984  festgestellt  worden  war,  und  den  Beginn  der 
Rentenzahlungen  wegen  verspäteter  Anmeldung  auf  den  1.  September 
1985 festgesetzt (act. 14).

Die  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  beruhte  auf  der  Auswertung  der 
wirtschaftlichen und medizinischen Unterlagen, denen zu entnehmen war, 
dass T._______ infolge eines am 24. Juni 1982 erlittenen Verkehrsunfalles 
an  bicondylärer  Femurtrümmerfraktur  links  mit  Ruptur  des  vorderen 
Kreuzbandes und medio-dorsaler Kapselbandläsion, Status nach Kniege-
lenks-arthrolyse (1983) und residueller partieller Ankylosierung des Knie-
gelenks mit  Instabilitätszeichen  litt  und seine Arbeit  als  Hausbursche im 
Hotel Oberwaldnerhof in Sarnen seither nicht mehr aufgenommen hatte.

Im Rahmen eines dritten, am 29. Mai 1997 eingeleiteten Revisionsverfah-
rens zog die nun hierfür  zuständige IV-Stelle für  Versicherte im Ausland 
(nachfolgend: IV-Stelle) im Wesentlichen Unterlagen bei, welchen zu ent-
nehmen  war,  dass  er  keine  Erwerbstätigkeit  mehr  ausübe,  dass  er  am 
29./30.  September  1998  eine  Revision  bei  der  MEDAS  beantragt  hatte 
(act. 41), dass aufgrund des Berichtes des Rheumatologen Dr. med. Bitter, 
Lausanne, am 10. Februar 1999 nach einer Untersuchung vom 26. Januar 
1999 nicht mehr als 35% klinischer Arbeitsunfähigkeit anzunehmen sei und 
zwar mit Blick auf zahlreiche Tätigkeiten auf dem Bau, als Gehilfe in einer 
Küche, Hausmeister oder Bote in einem Altenheim (53, 54), dass auch der 
Arzt der IV-Stelle Dr. med. Ribordy in seinem Bericht vom 26. Juni 1999 
zum Schluss gekommen war, dass keine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 
35% für sämtliche, mit Alter und Ausbildung vereinbaren beruflichen Tätig-
keiten vorliege (act. 55), dass der IV-Stellen-Arzt Dr. med. Michoud in sei-
ner  Stellungnahme  vom  7.  September  1999  eine  Besserung  des  Zu-
standes  seit  Rentengewährung  erwähnte,  wobei  er  besonders  anführte, 
dass der Gang hinkfrei,  schnell  und symmetrisch geworden sei, während 
bei der Funktionsprüfung keine Schmerzen mehr geklagt werden, dass kei-
ne störende Gelenkinstabilität  für sitzende Tätigkeiten im operierten Knie 
bestehe, und der rechte Winkel bei der Beugung nun überschritten werde. 
Der IV-Stellen-Arzt betonte dabei, dass die in den früheren Verfahren aus 
Jugoslawien eingeholte medizinische Dokumentation lückenhaft  gewesen 
sei und nun erstmals seit Verlassen der Schweiz ein ausführliches Gutach-
ten vorliege, dessen Schlussfolgerungen - nämlich Arbeitsunfähigkeit von 
35% für alle Tätigkeiten - zu übernehmen seien. Die geklagten morgend-
lichen Schlafstörungen seien medikamentös anzugehen (act. 57). Gestützt 
auf  diese  Ausführungen  und  in  Bestätigung  ihres  Beschlusses  vom  23. 

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September  1999  teilte  die  IV-Stelle  dem Vertreter  des  Versicherten  mit 
Vorbescheid vom 30. September 1999 mit, dass in Zukunft kein Anspruch 
mehr auf eine Rente der Invalidenversicherung bestehe (act. 58, 59, 63, 
64).  Im  Rahmen  des  Anhörungsverfahrens  bestritt  der  Vertreter  des 
Versicherten  die  von  der  Verwaltung  angenommene  Verbesserung  und 
machte  im  Gegenteil  eine  erhebliche  Verschlechterung  des 
Gesundheitszustandes geltend,  weshalb eine Erhöhung der Rente bean-
tragt werde. Als Beweis dieser Vorbringen legte er verschiedene, im Fe-
bruar 2001 im medizinischen Zentrum in Ferizaj erstellte fachärztliche Be-
fundberichte auf orthopädischem, psychiatrischem sowie internistisch-kar-
diologischem und rheumatologischem Gebiet  bei  und ersuchte um einen 
Termin für eine persönliche Vorsprache (act. 65, 66, 69). Die IV-Stelle un-
terbreitete die Akten Dr. med. Michoud, der in seiner Stellungnahme vom 
9. Mai 2001 die Meinung vertrat, dass die grosse Zahl der verschriebenen 
Medikamente nicht auf eine mit den Klagen gleichzusetzende Arbeitsunfä-
higkeit schliessen lasse, und keinen Anhaltspunkt sah, von seiner früheren 
Beurteilung abzuweichen (act. 71). Gestützt auf ihren Beschluss vom 15. 
Mai  2001  teilte  die  IV-Stelle  dem  Vertreter  von  T._______  am  18.  Mai 
2001 verfügungsweise mit,  dass dieser ab 1. Juli  2001 keinen Anspruch 
mehr auf eine Invalidenrente habe (act. 72, 73).

B. Gegen die Aufhebung der Rentenleistungen liess  T._______ fristgerecht 
Beschwerde bei  der Eidg.  AHV/IV-Rekurskommission für  die im Ausland 
wohnenden Personen erheben und darin die Weiterausrichtung der bishe-
rigen Leistung und die Gewährung einer Parteientschädigung beantragen. 
Er rügte vor allem die Nichtbeachtung der eingereichten fachärztlichen Be-
richte als Beweis der andauernden Arbeitsunfähigkeit und der Verschlim-
merung  des  Gesundheitszustandes.  Im  Übrigen  machte  er  sinngemäss 
geltend, dass bei der seit 18 Jahren bestehenden Invalidität keine Besse-
rung ausgewiesen worden sei, und erklärte er sich mit einer Begutachtung 
in einer MEDAS einverstanden. Die von der Beschwerdeinstanz zur Stel-
lungnahme aufgeforderte IV-Stelle unterbreitete die Akten der Ärztin ihres 
medizinischen Dienstes, Frau Dr. med. Eichhorn, die sich in ihrem Bericht 
vom 27. Juli 2001 auf das Gutachten von Dr. med. Bitter bezog, wonach 
eine unbehinderte Gehfähigkeit bestehe und keine Muskelatrophien nach-
weisbar seien. Die ihrer Meinung nach reaktiv auf den drohenden Renten-
entzug aufgetretenen psychischen und somatischen Probleme seien einer 
Therapie zugänglich und hätten einen geringen Einfluss auf die Arbeitsfä-
higkeit. Die vom Gutachter genannten Verweisungsberufe seien indessen 
eher als körperlich schwer zu bezeichnen, leichte bis mittelschwere Arbei-
ten in einer Fabrik, im Sitzen oder in wechselnder Körperhaltung als Wär-
ter, Portier, Kassier an Tankstellen, als Gehilfe im Büro oder Ersatzteilla-
ger, könne der Beschwerdeführer im beschriebenen Ausmass seit Begut-
achtung verrichten (act. 75). Der in der Folge zur Bemessung der Invalidi-
tät  von  der  Verwaltung  durchgeführte  Einkommensvergleich  zeige,  dass 
der Invalidenlohn höher liege als der Validenlohn, weshalb davon ausge-
gangen werde, dass der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit 

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in den Verweisungsberufen entspricht (act. 76).  Gestützt auf die Ausfüh-
rungen ihres ärztlichen Dienstes und das Ergebnis der Invaliditätsbemes-
sung  beantragte  die  IV-Stelle  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  10.  August 
2001 die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefoch-
tenen Verfügung. Mit Replik vom 24. August 2001 liess der Beschwerde-
führer am ergriffenen Rechtsmittel festhalten und erneut eine MEDAS-Be-
gutachtung beantragen. 

Mit Urteil vom 23. September 2002 hiess die Eidg. Rekurskommission die 
Beschwerde von T._______ gut und hob die Verfügung vom 18. Mai 2001 
auf. Die Akten wurden an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese eine 
polydisziplinäre  Untersuchung  veranlasse,  wobei  sich  die  Ärzte  darüber 
auszusprechen hatten, an welchen invaliditätsbegründenden Beschwerden 
und Gebrechen der Versicherte leide, wie sich der Grad der Tauglichkeit 
im  früher  ausgeübten  Beruf  als  Hausbursche  oder  in  den  in  Frage 
kommenden Verweisungsberufen seit  dem 9.  Februar 1988 und bis zum 
18. Mai 2001 (Datum der angefochtenen Verfügung) und danach bis zum 
Zeitpunkt  der  Untersuchung  entwickelt  habe;  abschliessend  sollte  die 
Verwaltung den Invaliditätsgrad bestimmen (act. 77).

C. Nach einer Untersuchung durch den Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie  Dr.  med.  Chr.  Kälin,  St.  Gallen,  hielt  dieser  am 17.  September 
2003 unter anderem fest, dass dem Versicherten aus psychiatrischer Sicht 
dem Alter und den morphologischen Gegebenheiten angepasste Arbeiten 
voll zumutbar und therapeutisch zu empfehlen seien (act. 93).

Im durch die Medizinische Abklärungsstelle MEDAS in St. Gallen durch die 
Dres.  med. C. Mayer  und M. Hämmerle,  Facharzt  für  Rheumatologie,  in 
der Zeit vom 15. bis 17. September 2003 erstellten Untersuchungsbericht 
wurde festgehalten, dass der Versicherte an sekundärer Gonarthrose links 
bei  Status  nach  Osteosynthese  einer  bicondylären  Femurtrümmerfraktur 
1982 leide,  und dass für  ihn körperlich schwere Tätigkeiten oder solche, 
die mit  häufigem Gehen, Treppensteigen oder Abknien verbunden seien, 
aufgrund  der  sekundären  posttraumatischen  Kniegelenksarthrose  links 
entfallen. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für körperlich eher leich-
tere bis vereinzelt mittelschwere Tätigkeiten ohne dauerndes Stehen und 
Gehen, regelmässiges Treppensteigen oder häufiges Niederknien,  wurde 
aufgrund der objektivierbaren klinischen und radiologischen Befunde und 
vorwiegend  aufgrund  der  sekundären  Gonarthrose  links  in  Übereinstim-
mung mit dem rheumatologischen Gutachten vom Februar 1999 weiterhin 
auf 35% eingestuft. Abschliessend wurde durch die begutachtenden Ärzte 
erwähnt, dass die Arbeitsprognose nach nun über 20-jähriger Arbeitsunfä-
higkeit  bzw.  Arbeitslosigkeit  wohl  als  schlecht  zu  bezeichnen  sei.  Es 
spielten dabei wesentlich soziale, IV-fremde Gründe eine Rolle,  wie zum 
Beispiel  fehlende  Berufsbildung,  vieljährige  Arbeitsunfähigkeit  bzw.  Ar-
beitslosigkeit,  starke  Selbstlimitierung,  Alter  sowie  ene  schwierige  wirt-
schaftliche und politische Situation in seiner Heimat (act. 94).

Im Bericht des IV-Stellen-Arztes Dr. med. W. Luethi vom 30. Oktober 2003 

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hielt dieser fest, dass im Vergleich zwischen dem rheumatologischen Be-
richt aus dem Jahre 1984 und demjenigen aus dem Jahre 1999, welcher 
zur Rentenaufhebung geführt habe, sowie den jetzigen rheumatologischen 
Befunden  der  MEDAS  eine  leichte  Besserung  bezüglich  des 
Streckdefizites und dem Beugedefizit des linken Knies festgestellt werden 
könne. Die Differenz der Muskelmasse rechts gegenüber links habe sich 
deutlich  verbessert,  doch  die  Gonarthrose  sei  unverändert. 
Zusammenfassend könne nunmehr aufgrund des MEDAS Gutachtens von 
einer  erheblichen  Besserung  der  Kniesituation  ausgegangen  werden, 
womöglich bereits schon seit 1999. Der IV-Stellen-Arzt kam zum Schluss, 
dass  der  Versicherte  aus  rein  prognostischen  Gründen  für  strengere 
körperliche Arbeiten, dauernd im Stehen zu verrichten und ganztags nicht 
mehr in Frage komme; für angepasste Verweisungstätigkeiten dürften die 
von der MEDAS geschätzten 35% durchaus realistisch sein, allenfalls auch 
40%. Weiter führte der Vertrauensarzt der IV-Stelle an, dass aufgrund der 
MEDAS-Einschätzung  eigentlich  tatsächlich  die  bisherige  halbe  Rente 
aufgehoben  werden  sollte,  was  aber  unter  dem  Aspekt,  dass  genauere 
Revisionsabklärungen  erst  1999  stattfanden,  keine  medizinische  Frage 
sei,  sondern  dem  Richter  überlassen  werden  sollte.  Eine  70%-ige 
Arbeitsunfähigkeit als Hausbursche seit 1982 und eine 40%-ige Arbeitsun-
fähigkeit  in leichteren Verweisungstätigkeiten seit  1999 sei anzunehmen, 
als  mögliche  Verweisungstätigkeiten  wurden  Concierge,  Baustellenüber-
wacher,  Parkplatzwächter,  Lagerverwalter,  Arbeiten in der Reparatur  von 
kleinen Geräten und Verkäufer von Billetten aufgeführt (act. 91, 92).

Der  daraufhin  durch  den  Experten  für  wirtschaftliche  Invaliditätsbemes-
sung, J.-P. Dapples, am 4. Dezember 2003 erstellte Einkommensvergleich 
ging von einem Validenlohn des Versicherten von Fr. 1'500.-- als Hausbur-
sche im Jahre 1984 (Fragebogen für Arbeitgeber; act. 12) aus, wobei noch 
Kost  und  Logis  hinzuzurechnen,  aber  derzeit  unbekannt  seien.  Deshalb 
wurde auf statistische Werte abgestellt.  Es wurde dabei auf eine Presse-
mitteilung vom November 2003 des BFS, Lohnentwicklung 2002, Seite 12 
für einfache Tätigkeiten im Sektor Hotellerie und Restaurants mit Monats-
löhnen von Fr.  3'333.--  bis  Fr.  4'013.--  (Bruttolöhne mit  und ohne Fach-
kenntnisse) abgestellt. Für den Validenlohn wurden nach den gleichen sta-
tistischen  Angaben  für  zumutbare  Verweisungstätigkeiten  als  Hauswart, 
Pförtner/Wächter  oder  Lagerverwalter  Bruttolöhne  zwischen  Fr.  4'139.-- 
und Fr.  4'798.--  angenommen. Der Sachverständige erwähnte abschlies-
send, dass der Invalidenlohn in jedem Fall höher sei als der Validenlohn, 
so dass davon ausgegangen werden müsse, dass der Versicherte in einer 
Verweisungstätigkeit  keinen  höheren  Lohn  erzielen  könnte;  auch  ein  al-
tersbedingter Abzug sei vorliegend nicht möglich. Der Grad der Invalidität 
entspreche dem Prozentsatz der Arbeitsunfähigkeit, nämlich 40% (act. 94).

Die IV-Stelle kam am 26. März 2004 nach Einsicht in die bisherigen Unter-
suchungsberichte zum Schluss, dass dem MEDAS-Gutachten gefolgt wer-
den  könne  und  dem  Versicherten  eine  35%-ige  Arbeitsunfähigkeit,  wie 
auch  schon  1999,  zu  bescheinigen  sei.  Somit  solle  die  Einstellung  der 
Rentenzahlung ab dem 1. Juli  2001 aufgrund einer Erwerbseinbusse von 

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35% seit dem 10. Februar 1999 bestätigt werden (act. 98).

Mit Vorbescheid vom 2. April 2004 wurde dem Rechtsvertreter des Versi-
cherten mitgeteilt,  dass ab dem 10.  Februar  1999 wieder  eine dem Ge-
sundheitszustand  angepasste  Tätigkeit  ausgeübt  werden  könne,  wobei 
mehr als 50% des Erwerbseinkommens erzielt werden könne, welches ge-
genwärtig  erreicht  würde,  wenn keine Invalidität  vorliege;  ab dem 1. Juli 
2001 bestehe somit kein Anspruch mehr auf eine Rente der Invalidenversi-
cherung (act. 105).

Am 4.  Juni  2004 stellte  der  Vertreter  des  Versicherten  ein  Wiedererwä-
gungsgesuch und beantragte die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente 
(act. 107).  In der Folge liess der Versicherte unter anderem einen am 5. 
Mai  2004  in  seiner  Heimat  ausgefüllten  medizinischen  Fragebogen  ins 
Recht  legen (Name des Arztes  unleserlich).  Danach  sei  der  Versicherte 
seit 1982 zu 70% arbeitsunfähig, dies in jeglichen Arten von Tätigkeiten, 
auch sei er nicht umschulbar (act. 110). Der Facharzt für Orthopädie und 
Traumatologie,  Dr.  med. Bedri  Bakali,  bestätigte am 21.  Mai 2004,  dass 
der Versicherte auf Dauer für alle Tätigkeiten zu 75% arbeitsunfähig sei, 
und dass sein Zustand sich nicht verbessern könne; bezüglich seines lin-
ken Beines/Knies sei seine Invalidität sogar 100%ig (act. 111). Der IV-Stel-
len-Arzt Dr.  med. W. Luethi  hielt  daraufhin an seiner vorherigen Beurtei-
lung fest und kam am 6. Oktober 2004 zum Schluss, dass die neuen Arzt-
berichte, welche die Zeit nach der MEDAS-Begutachtung betreffen, die be-
kannte  Gonarthrose  bestätigten.  Die  eingereichten  Röntgenbilder  seien 
aber gleich wie im September 2003, und an der langfristigen Arbeitsfähig-
keit änderten diese Berichte nichts. Die Gonarthrose sei stabil,  eine Ver-
schlimmerung seit der MEDAS-Begutachtung im Herbst 2003 könne nicht 
derart  gravierend sein, so dass eine generelle  Arbeitsunfähigkeit  erreicht 
werde.  Die Schmerzen könnten behandelt  werden,  die Verweisungstätig-
keiten würden davon nicht beeinflusst (act. 112).

D. Mit Verfügung vom 2. November 2004 hielt die IV-Stelle an ihren Aussa-
gen des Vorbescheides fest und bestätigte die Einstellung der Rentenzah-
lungen  ab  dem 1.  Juli  2001,  da  ab  diesem  Datum keine  rentenbegrün-
dende Invalidität mehr bestehe (act. 114).

Mit Einsprache vom 29. November 2004 liess der Versicherte die Aufhe-
bung der Verfügung vom 2.  November  2004 und die Zusprechung einer 
ganzen Invalidenrente  beantragen mit  der  Begründung,  dass er  seit  sei-
nem  Unfall  eine  100%-ige  Arbeitsunfähigkeit  aufweise.  Als  Beweise  für 
sein  Vorbringen  liess  er  zwei  medizinische  Kurzberichte  der  Dres.  med. 
Basri R. Ibrahimi,  Facharzt für Orthopädie, und Bahri Goga, Facharzt für 
Neuropsychiatrie,  vom 18. November  2004 ins Recht  legen und gab an, 
dass er arbeitsunfähig sei; die Kurzberichte erwähnen die schon bekannte 
Gonarthrose, die Beschwerden im linken Knie und ein "Sy. anxio-depressi-
vum"(act. 115-119). Der IV-Stellen-Arzt Dr. med. W. Luethi hielt in seiner 
Stellungnahme zu dieser Eingabe am 18. Oktober 2005 fest,  dass diese 
neuen  medizinischen  Berichte  an den Resultaten  der  umfassenden  ME-

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DAS-Begutachtung nichts verändern könnten (act. 122).

E. Mit Einspracheverfügung vom 31. Oktober 2005 wies die IV-Stelle die Ein-
sprache von T._______ ab und bestätigte die Verfügung vom 2.       No-
vember 2004 im Wesentlichen mit der Begründung, dass die neu eingerei-
chten medizinischen Unterlagen an den Resultaten der umfassenden ME-
DAS-Begutachtung  vom  26.  September  2003  nichts  verändern  könnten. 
Aufgrund der erheblichen Verbesserung der Kniesituation bestehe zwar für 
dauernd im Stehen zu verrichtende Arbeiten weiterhin eine gänzliche Ar-
beitsunfähigkeit; die übrigen geltend gemachten Leiden, wie diffuses, chro-
nisches  Schmerzsyndrom  und  psychische  Probleme,  könnten  den  Grad 
der Arbeitsfähigkeit jedoch nicht beeinflussen, so dass der vorgenommene 
Einkommensvergleich mit einer Erwerbseinbusse von 40% nicht zu bean-
standen sei (act. 123).

F. Gegen den Einspracheentscheid der IV-Stelle liess T._______ fristgerecht 
Beschwerde  bei  der  Eidg.  Rekurskommission  erheben  und  eine  ganze 
Invalidenrente beantragen im Wesentlichen mit der Begründung, dass sich 
sein  Gesundheitszustand  seit  seinem  Unfall  im  Jahre  1982  ständig 
verschlimmert habe, und dass er seit 16 Jahren eine Invalidenrente bezie-
he.  Mit  Beschwerdeergänzung vom 11.  November  2005 brachte  der Be-
schwerdeführer sinngemäss vor, dass er weiterhin auf seine seit 16 Jahren 
bezogene Invalidenrente angewiesen sei, und dass man ihm zur Zeit sei-
nes Unfalles in der Schweiz über seine Rechte in Bezug auf eine Unfall-
rente der SUVA nicht rechtzeitig unterrichtet habe. Als er hospitalisiert ge-
wesen  sei,  hätte  ihm  eine  Gruppe  von  4  Personen  eine  Summe  von 
Fr. 46'000.-- überreicht, von welcher sein Arbeitgeber Fr. 7'000.-- erhalten 
habe. Über diese Transaktion seien aber keine Unterlagen vorhanden, und 
er verstehe nicht, wieso ihm diese Summe zugekommen sei.

G. Mit Vernehmlassung vom 30. Januar 2006 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des angefoch-
tenen Entscheides. Dabei wies die IV-Stelle auf die eingeholten ärztlichen 
Stellungnahmen aus dem Einspracheverfahren hin, und kam zum Schluss, 
dass sich mangels Vorlage von weiteren relevanten Gutachten oder Tatsa-
chen eine Neubeurteilung nicht aufdränge.

H. Mit  Replik  vom 21.  Februar  2006 liess der  Beschwerdeführer  an seinen 
Anträgen festhalten und weitere medizinische Unterlagen ins Recht legen. 
Die Neuropsychiater Dres. med. Shemsije Selmam und Bahri Gega bestä-
tigten in ihren Kurzberichten vom 14. und 15. Februar 2006 das schon vor-
her diagnostizierte depressive Syndrom (Sy. depressivum), welches zu ei-
ner  Arbeitsunfähigkeit  führe,  und  der  Facharzt  für  Orthopädie  Dr.  med. 
Basri  R.  Ibrahimi  kam in  seinem ausführlichen  Bericht  vom 15.  Februar 

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2006 zum Schluss, dass sich aufgrund der Unfallfolgen am linken Knie (Ar-
throse,  Verkürzung des linken Beines mit  dadurch verursachtem Hinken, 
Hypothrophie  am  linken  Oberschenkel)  eine  andauernde  Invalidität  und 
eine Arbeitsunfähigkeit von 75% ergebe.

I. Mit  Duplik  vom 7.  April  2006 hielt  die Beschwerdegegnerin ihren Abwei-
sungsantrag aufrecht. Hierbei wies sie auf die erneut eingeholte Stellung-
nahme ihres medizinischen Dienstes hin. Dr. med. W. Luethi führte in sei-
nem Bericht an, dass die vorgelegten Arztatteste keine neuen relevanten 
medizinischen Fakten enthalten; die orthopädische Symptomatik und auch 
die psychiatrische Diagnose seien seit 2001 (zwei Jahre vor dem MEDAS 
Gutachten) praktisch identisch (vgl. act. 69). Der IV-Stellen-Arzt kam zum 
Schluss,  dass  sich  seit  der  Beurteilung  durch  die  MEDAS-Ärzte  nichts 
verändert  habe,  so  dass  diese  weiterhin  Gültigkeit  habe,  und  die 
Restarbeitsfähigkeit 35% betrage (act. 125).

J. Mit Eingabe vom 10. Mai 2006 liess der Beschwerdeführer an seinen An-
trägen  festhalten  und  ein  Kurzattest  des  Facharztes  für  Orthopädie  Dr. 
med. Basri Ibrahimi vom 24. März 2006 ins Recht legen, worin dieser wei-
terhin die bereits diagnostizierten Leiden bestätigte.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die Be-
urteilung  der  am 1.  Januar  2007  bei  den  Eidgenössischen  Rekurs-  und 
Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der  Departe-
mente hängigen Rechtsmittel. Die Beurteilung erfolgt nach neuem Verfah-
rensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über 
das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]). Der Beschwerdeführer 
hat  fristgerecht  Beschwerde  gegen  die  Einspracheverfügung  der  Be-
schwerdegegnerin vom 31. Oktober 2005 bei der Eidg. Rekurskommission 
erhoben.

1.2 Gemäss Art.  31 VGG in Verbindung mit  Art.  33 lit.  d VGG und Art. 85bis 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung vom 20. Dezember 1946 (AHVG, SR 831.10) bzw. Art. 69 Abs. 1 lit. b 
des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom 19.  Juni  1959 
(IVG,  SR  831.20)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden 
von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte 
im Ausland. Es liegt keine Ausnahme von Art. 32 VGG vor.

1.3 Der Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen; 
er  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und hat  ein 

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schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 48 Abs. 1 lit. a, b und 
c des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 
1968 [VwVG, SR 172.021]). Er ist zur Beschwerde legitimiert.

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen formgerecht eingereicht wurde, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

2.

2.1 Nach dem Zerfall  der  Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blieben zu-
nächst die Bestimmungen des Abkommens zwischen der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien  über 
Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1) für alle Staats-
angehörigen des  ehemaligen  Jugoslawiens  anwendbar  (BGE 126 V 203 
Erw. 2b, 122 V 382 Erw. 1, 119 V 101 Erw. 3).  Zwischenzeitlich hat die 
Schweiz  mit  Nachfolgestaaten  des  ehemaligen  Jugoslawiens  (Kroatien, 
Slowenien,  Mazedonien),  nicht  aber  mit  Serbien  und  Montenegro,  neue 
Abkommen über Soziale Sicherheit  abgeschlossen. Für den Versicherten 
als Bürger des Kosovo (Serbien und Montenegro) findet demnach weiter-
hin  das schweizerisch-jugoslawische  Sozialversicherungsabkommen vom 
8.  Juni  1962  Anwendung.  Nach  Art.  2  dieses  Abkommens  stehen  die 
Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus 
den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweizerische 
Bundesgesetzgebung  über  die  Invalidenversicherung  gehört,  einander 
gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Bestimmungen, die hinsichtlich 
der  Voraussetzungen  des  Anspruchs  auf  eine  schweizerische  Invaliden-
rente sowie der anwendbaren Verfahrensvorschriften von dem in Art. 2 des 
Abkommens aufgestellten Grundsatz der Gleichstellung abweichen, finden 
sich weder im Abkommen selbst noch in den seitherigen schweizerisch-ju-
goslawischen Vereinbarungen.

2.2 In formeller Hinsicht ist festzuhalten, dass am 1. Januar 2003 das Bundes-
gesetz über  den Allgemeinen Teil  des Sozialversicherungsrechts  vom 6. 
Oktober  2000  (ATSG,  SR  830.1)  sowie  die  entsprechende  Verordnung 
vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten sind. Nach 
der  Rechtsprechung  sind  neue  Verfahrensvorschriften  grundsätzlich  mit 
dem Tage des Inkrafttretens sofort und in vollem Umfange anwendbar, es 
sei  denn,  das  neue  Recht  kenne  anders  lautende  Übergangsbestim-
mungen (BGE 114 V 325 Erw. 3e; SVR 1995 MV Nr. 4 Erw. 2), was hier 
nicht der Fall ist. Das nach Erlass des Einspracheentscheides vom 31. Ok-
tober 2005 anwendbare Verfahren richtet sich daher nach den seit 1. Ja-
nuar 2003 geltenden Bestimmungen.

Für das Verfahren ebenso zu beachten sind auch die vor Erlass des Ein-
spracheentscheides  in  Kraft  getretenen  Änderungen  des  IVG  vom  31. 
März 2003 (4. IVG-Revision) und derjenigen vom 21. Mai 2003 der Verord-
nung  über  die  Invalidenversicherung  vom  17.  Januar  1961  (IVV,  SR 
831.201; vgl. BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen). 

2.3 Aufgrund der  Beschwerdebegehren streitig  (vgl.  BGE 125 V 414 f.  Erw. 

10

1b) und daher im Folgenden zu prüfen ist, ob die Verwaltung zu Recht die 
ab September 1985 zugesprochene halbe Invalidenrente nach Durchfüh-
rung eines Revisionsverfahrens mit Wirkung ab dem 1. Juli 2001 aufgeho-
ben hat. Mit Urteil vom vom 23. September 2002 hiess die Eidg. AHV/IV-
Rekurskommission die Beschwerde von T._______ gut und hob die Ver-
fügung vom 18. Mai 2001 auf. Die Akten wurden an die Vorinstanz zurück-
gewiesen, damit diese eine polydisziplinäre Untersuchung veranlasse, wo-
bei sich die Ärzte darüber auszusprechen hatten, an welchen invaliditäts-
begründenden  Beschwerden  und  Gebrechen  der  Versicherte  leide,  wie 
sich der Grad der Tauglichkeit  im früher ausgeübten Beruf  als Hausbur-
sche oder  in  den in Frage kommenden Verweisungsberufen seit  dem 9. 
Februar  1988 und  bis  zum 18.  Mai  2001  (Datum der  damals  angefoch-
tenen Verfügung) und danach bis zum Zeitpunkt der Untersuchung entwi-
ckelt  habe;  abschliessend  sollte  die  Verwaltung  den  Invaliditätsgrad  be-
stimmen (vgl. act. 77).

Im  Weiteren  streitig  ist  der  Antrag  des  Beschwerdeführers  auf  Zuspre-
chung einer vollen Rente. 

2.4 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 
1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfähigkeit 
(Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung 
des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der Invalidenrente und 
anderer Dauerleistungen (Art. 17 ATSG) hat das Eidgenössische Versiche-
rungsgericht (EVG) erkannt (BGE 130 V 343), dass es sich bei den in Art. 
3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellge-
setzliche Fassung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entspre-
chenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich 
damit  keine  Änderung  ergibt,  weshalb  die  hiezu  entwickelte  Rechtspre-
chung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343, 
Erw. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt nicht 
zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbemessung 
bei  erwerbstätigen  Versicherten,  welche  weiterhin  nach  der  allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist  (zu Art.  28 Abs.  2 
IVG [in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung]:  BGE 
128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 f. Erw. 2a und b). In Erw. 3.5 wurde ferner 
festgestellt, dass der Gesetzgeber das Institut der Revision von Invaliden-
renten gemäss Art. 41 IVG (in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestan-
denen Fassung) mit Art. 17 Abs. 1 ATSG ebenfalls in Fortführung der ent-
sprechenden bisherigen Gerichtspraxis (BGE 125 V 369 Erw. 2, 117 V 198 
Erw. 3a, je mit Hinweisen; AHI 2000 S. 309 Erw. 1b mit Hinweisen) beibe-
halten hat (vgl. zur Frage des Übergangsrechts in Bezug auf Verzugszin-
sen: BGE 130 V 329).

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG (frü-
her:  Art.  41 IVG) von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Nach der Rechtspre-
chung des EVG ist die Invalidenrente nicht nur bei einer wesentlichen Ver-
änderung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn 

11

sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge-
sundheitszustands  erheblich  verändert  haben.  Dagegen  ist  die  unter-
schiedliche  Beurteilung  eines  im  Wesentlichen  unverändert  gebliebenen 
Sachverhalts kein Revisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind re-
visionsrechtlich nur dann beachtlich, wenn sie Ausdruck von Änderungen 
der tatsächlichen Verhältnisse sind (BGE 117 V 199 Erw. 3b, 112 V 390 
Erw. 1b, 372 Erw. 2b; ZAK 1987 S. 36 ff.). Ob eine anspruchsbegründende 
Änderung in den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetre-
ten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeit-
punkt der ersten in Rechtskraft erwachsenen Verfügung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit des streitigen Entscheids; einer Verfügung, welche die 
ursprüngliche Rentenverfügung bloss bestätigt, kommt in dieser Beziehung 
keine Rechtserheblichkeit zu (BGE 125 V 369 Erw. 2; 112 V 372 Erw. 2b 
und 390 Erw. 1b). Im vorliegenden Verfahren hat das Bundesverwaltungs-
gericht somit zu prüfen, ob und gegebenenfalls ab wann sich der gesund-
heitliche Zustand des Beschwerdeführers bzw. dessen Auswirkungen auf 
seine Leistungsfähigkeit seit der Zusprechung der halben IV-Rente am 9. 
Februar  1988  und  bis  zum  Erlass  des  hier  streitigen  Einspracheent-
scheides vom 31. Oktober 2005 insoweit verändert hat, um eine Erhöhung 
des Invaliditätsgrades zu verneinen bzw. eine Aufhebung der IV-Rente zu 
begründen (BGE 117 V 198 Erw. 3a, 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b, 
je mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 94 Erw. 3a; AHI 1999 S. 84 Erw. 1b mit 
Hinweisen).

2.6 Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung von 
dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, 
dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate 
gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 
Satz 2 IVV). Gemäss Art. 88bis Abs. 1 IVV erfolgt die Erhöhung der Rente, so-
fern die versicherte Person die Revision verlangt, frühestens von dem Mo-
nat an, in dem sie das Revisionsbegehren gestellt hat (Bst. a), und bei ei-
ner Revision von Amtes wegen frühestens von dem für diese vorgesehenen 
Monat an (Bst. b). Die Herabsetzung oder die Aufhebung der Renten erfolgt 
nach Abs. 2 lit. a dieser Bestimmung in jedem Fall frühestens vom ersten 
Tag des zweiten Monats an,  welcher der Zustellung der Herabsetzungs- 
beziehungsweise  der  Aufhebungsverfügung  folgt.  In  diesem Zusammen-
hang ist darauf hinzuweisen, dass nach der Rechtsprechung des EVG in 
Revisionsfällen, in denen im Beschwerdeverfahren der Richter eine Verfü-
gung der IV-Stelle aufgehoben und die Sache zu weiteren Abklärungen an 
die verfügende Behörde zurückgewiesen hat, diese eine Invalidenrente auf 
den Zeitpunkt hin abändern oder aufheben kann, den sie in der aufgeho-
benen Verfügung vorgesehen hat,  wenn die weiteren Abklärungen diese 
aufgehobene  Verfügung  inhaltlich  bestätigen  und diese  sonst  an  keinen 
Mängeln leidet, insbesondere nicht nur deshalb ergangen ist, um den Zeit-
punkt der Abänderung oder Aufhebung einer Rente vorzuverschieben, ob-
schon  die  Aktenlage  zum  Erlass  einer  Revisionsverfügung  ungenügend 
war (BGE 106 V 19 ff. Erw. 3).

12

2.7 Ein Anspruch auf eine ganze Rente bestand gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in 
der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung, wenn die ver-
sicherte Person mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Ren-
te,  wenn sie mindestens zur Hälfte  und derjenige auf eine Viertelsrente, 
wenn  sie  mindestens  zu  40% invalid  ist.  Gemäss  Abs.  1ter dieser  Norm 
werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entspre-
chen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ge-
wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben.

Nach dem seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG hat 
ein Versicherter Anspruch auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad 
von 40%, auf eine halbe Rente bei einem solchen von 50%, auf eine Drei-
viertelsrente bei einem Grad der Invalidität  von 60% und auf eine ganze 
Rente bei einem solchen von 70%.

Die  hier  in  Frage stehenden  Limiten  für  den  Erhalt  einer  halben  Rente, 
wurden ebenso wenig verändert wie jene für die Viertelrente.

2.8 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung  der  medizinischen  Behandlung  und  allfälliger  Eingliederungsmass-
nahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgeglichener  Arbeits-
marktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkommen),  in  Beziehung  ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid  geworden  wäre  (sog.  Valideneinkommen;  Art.  16  ATSG).  Der  Ein-
kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die bei-
den hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau er-
mittelt  und einander  gegenübergestellt  werden,  worauf  sich aus der Ein-
kommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die frag-
lichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden kön-
nen,  sind  sie  nach  Massgabe  der  im Einzelfall  bekannten  Umstände  zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 
Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 Erw. 2). Erwerbsunfä-
higkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, die durch einen Gesundheitsschaden 
verursachte  Unfähigkeit,  durch  zumutbare  Arbeit  Geld  zu  verdienen 
(ALFRED MAURER, Bundessozialversicherungsrecht, Basel 1993, S. 140).

2.9 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdeverfahren  das  Gericht)  auf  Unterlagen  angewiesen,  die  der 
Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitsschaden zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im Weiteren sind die ärzt-
lichen Auskünfte  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugemutet werden kön-
nen.  Es  sind  demnach  nicht  nur  die  Erwerbsmöglichkeiten  im  ange-
stammten Beruf,  sondern  auch in  zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu 
prüfen. Bei der Bemessung der Invalidität ist auf die objektiven wirtschaft-
lichen  Folgen  der  funktionellen  Behinderung  abzustellen,  welche  nicht 

13

zwingend mit dem vom Arzt festgelegten Grad der funktionellen Einschrän-
kung übereinstimmen müssen (BGE 110 V 275 Erw. 4a [= ZAK 1985 S. 
462 Erw. 4a]). Im Streitfall entscheidet der Richter (BGE 114 V 314 f. Erw. 
3c, 115 V 133 f. Erw. 2 mit Hinweisen).

2.10 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversicherungs-
rechts  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungspflicht  ein  in  sei-
nem  bisherigen  Tätigkeitsbereich  dauernd  arbeitsunfähiger  Versicherter 
gehalten ist,  innert  nützlicher  Frist  Arbeit  in einem anderen Berufs-  oder 
Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumut-
bar erscheint (BGE 113 V 28 Erw. 4a, 111 V 239 Erw. 2a). Deshalb ist es 
am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-Stelle zu entschei-
den, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähig-
keit bei zumutbarer Tätigkeit  und zumutbarem Einsatz auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt  verwerten kann. Diese so genannte Verweisungstä-
tigkeit  hat  sich der  Versicherte  anrechnen zu lassen (leidensangepasste 
Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.).

2.11 Grundsätzlich ist auch zu prüfen, ob beim aufgrund statistischer Angaben 
festgesetzten Invalideneinkommen ein so genannt leidensbedingter Abzug 
vorzunehmen ist. Gemäss Rechtsprechung können persönliche und beruf-
liche Merkmale des Versicherten wie Alter, Dauer der Betriebszugehörig-
keit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus-
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben (BGE 126 V 78 Erw. 5a/cc mit 
Hinweis). Ob und gegebenenfalls inwieweit ein behinderungsbedingter Ab-
zug  vorzunehmen  ist,  muss  anhand  der  gesamten  Umstände  des  kon-
kreten Einzelfalles geprüft werden.

Der  deswegen  vorzunehmende  behinderungsbedingte  Abzug  beträgt  je-
doch nicht generell und in jedem Fall 25 %; es ist vielmehr anhand der ge-
samten  Umstände  des  konkreten  Einzelfalles  zu  prüfen,  ob  und  in  wel-
chem Masse das hypothetische Invalideneinkommen gekürzt werden kann 
(BGE 126 V 79 f. Erw. 5b). Dieser gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt 
eine Schätzung dar.  Bei deren Überprüfung kann es nicht  darum gehen, 
dass die kontrollierende  richterliche Behörde ihr  Ermessen an die  Stelle 
der Vorinstanz setzt. Bei der Unangemessenheit gemäss Art. 132 lit. a OG 
geht es um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde 
nach  dem  ihr  zustehenden  Ermessen  im  Einklang  mit  den  allgemeinen 
Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässi-
gerweise anders hätte ausfallen sollen.

Allerdings setzt das Bundesverwaltungsgericht  trotz der ihm obliegenden 
Angemessenheitsprüfung sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die 
Stelle  desjenigen der Verwaltung;  es weicht  nur aufgrund von Gegeben-
heiten ab, welche seine abweichende Ermessensausübung als näher lie-
gend erscheinen lassen (BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis). 

2.12 Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und ab-
strakter  Begriff,  welcher  dazu dient,  den Leistungsbereich  der Invaliden-
versicherung  von  jenem der  Arbeitslosenversicherung  abzugrenzen.  Der 
Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem 

14

Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er ei-
nen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenar-
tiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen  Gesichtspunkten  bestimmt  sich  im 
Einzelfall,  ob  die  invalide  Person  die  Möglichkeit  hat,  ihre  restliche  Er-
werbsfähigkeit  zu verwerten und sie ein rentenausschliessendes Einkom-
men zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 
320 Erw. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf 
abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarkt-
verhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr 
verbliebene Arbeitskraft  noch wirtschaftlich nutzen könnte,  wenn die ver-
fügbaren Arbeitsplätze  dem Angebot  an Arbeitskräften  entsprechen wür-
den (AHI 1998 S. 291 Erw. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von 
Art.  16  ATSG  kann  aber  dort  nicht  mehr  gesprochen  werden,  wo  die 
zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie 
der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter 
nicht  realistischem  Entgegenkommen  eines  durchschnittlichen  Arbeitge-
bers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 Erw. 3c, ZAK 1989 S. 322 
Erw. 4).

2.13 Die Beschwerdeinstanz darf – wie die verfügende Behörde – eine Tatsa-
che nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über-
zeugt ist (KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 
136).  Im Sozialversicherungsrecht  hat  das Gericht  seinen Entscheid,  so-
fern  das  Gesetz  nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach dem Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich-
keit  eines  bestimmten  Sachverhalts  genügt  den  Beweisanforderungen 
nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdar-
stellung  zu folgen,  die sie  von allen  möglichen Geschehensabläufen  als 
die wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 
2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Ab-
klärungen  die  Verwaltung  oder  das  Gericht  bei  pflichtgemässer  Beweis-
würdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwie-
gend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismass-
nahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf 
die  Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, S. 212, 
Rz  450;  KÖLZ/HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 2. Aufl., S. 39, Rz. 111 und S. 117, Rz. 320; GYGI, Bundesver-
waltungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 Erw. 4a, 
122 III 223 Erw. 3c, 120 Ib 229 Erw. 2b, 119 V 344 Erw. 3c mit Hinweis). In 
einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör 
gemäss Art. 29 Abs. 2 BV (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b; zu Art. 4 
Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 94 
Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis).

2.14 Der  Sozialversicherungsprozess  ist  vom  Untersuchungsgrundsatz  be-
herrscht.  Danach hat  das Gericht  von Amtes  wegen für  die richtige  und 
vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu  sorgen. 
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen 

15

sein  Korrelat  in  den  Mitwirkungspflichten  der  Parteien  (BGE 125  V  195 
Erw. 2, 122 V 158 Erw. 1a, je mit Hinweisen). Zum andern umfasst die be-
hördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, was von 
einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf 
den  im  Rahmen  des  streitigen  Rechtsverhältnisses  (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tatsachen,  von 
deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder an-
ders zu entscheiden ist  (GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  a.a.O.,  S. 
43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozial-
versicherungsgerichte zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu 
veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich 
aus  den  Akten  ergebender  Anhaltspunkte  hinreichender  Anlass  besteht 
(BGE 117 V 282 Erw. 4a mit Hinweis; Urteil I 520/99 vom 20. Juli 2000).

2.15 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu wür-
digen  sind.  Für  das  gesamte  Verwaltungs-  und  Verwaltungsgerichtsbe-
schwerdeverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung.  Da-
nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Be-
weise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und  pflichtgemäss  zu  würdigen.  Für  das  Beschwerdeverfahren  bedeutet 
dies,  dass  das  Sozialversicherungsgericht  alle  Beweismittel,  unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen, und danach zu entschei-
den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen Rechtsanspruchs gestatten.  Insbesondere darf  es bei  einander 
widersprechenden medizinischen  Berichten  den Prozess  nicht  erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial  zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt.  Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend,  ob der Bericht  für die streitigen Belange umfassend ist,  auf allsei-
tigen  Untersuchungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berück-
sichtigt,  in Kenntnis  der Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in 
der  Darlegung  der  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizi-
nischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schlussfolgerungen  der  Exper-
tinnen und Experten begründet sind. Bestehen Zweifel an der Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. Dabei hat das Sozialversicherungsgericht grund-
sätzlich die Wahl,  ob es die Sache zur weiteren Beweiserhebung an die 
verfügende Instanz zurückweisen oder die erforderlichen Instruktionen ins-
besondere durch Anordnung eines Gerichtsgutachtens selber vornehmen 
will  (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit  Hinweisen;  AHI  2001 S.  113 Erw.  3a; 
RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193 Erw. 2a/bb und 1998 Nr. U 313 S. 475 Erw. 
2a).

3.

3.1 Die ursprüngliche, eine halbe Invalidenrente gewährende Verfügung vom 
9. Februar 1988 beruhte im Wesentlichen auf dem Präsidialbeschluss der 
Invalidenversicherungs-Kommission für Versicherte im Ausland (IVK) vom 

16

6. Juli 1987, mit welchem ein Invaliditätsgrad von 100% ab 19. Juni 1983 
und von 50% ab 1.  Oktober  1984 festgestellt  worden war (vgl.  act.  14). 
Dieser  Beschluss  basierte  darauf,  dass  T._______  infolge eines  am 24. 
Juni 1982 erlittenen Verkehrsunfalles an bicondylärer  Femurtrümmerfrak-
tur links mit Ruptur des vorderen Kreuzbandes und medio-dorsaler Kapsel-
bandläsion, Status nach Kniegelenks-arthrolyse (1983) und residueller par-
tieller Ankylosierung des Kniegelenks mit Instabilitätszeichen litt und seine 
Arbeit  als Hausbursche im Hotel  Oberwaldnerhof  in Sarnen seither nicht 
mehr aufgenommen hatte.m Rahmen des am 29. Mai 1997 eingeleiteten 
dritten Revisionsverfahrens kam die IV-Stelle neu mit  Verfügung vom 18. 
Mai 2001  zum Schluss,  dass keine Arbeitsunfähigkeit  von mehr als 35% 
für sämtliche, mit Alter und Ausbildung vereinbaren beruflichen Tätigkeiten 
vorliege  und  hob  die  Invalidenrente  auf  (vgl.  act.  55).  Dieser  Entscheid 
wurde  auf  Beschwerde  hin  am 23.  September  2002  Eidg.  AHV/IV-Re-
kurskommission für Personen im Ausland aufgehoben. Die Akten wurden 
an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen,  damit  diese  eine  polydisziplinäre 
Untersuchung  veranlasse,  wobei  sich  die  Ärzte  darüber  auszusprechen 
hatten, an welchen invaliditätsbegründenden Beschwerden und Gebrechen 
der  Versicherte  leide,  wie  sich  der  Grad  der  Tauglichkeit  im  früher 
ausgeübten  Beruf  als  Hausbursche  oder  in  den  in  Frage  kommenden 
Verweisungsberufen seit dem 9. Februar 1988 und bis zum 18. Mai 2001 
(Datum der angefochtenen Verfügung) und danach bis zum Zeitpunkt der 
Untersuchung entwickelt habe; abschliessend sollte die Verwaltung den In-
validitätsgrad bestimmen (vgl. act. 77).

3.2 Die Beschwerdegegnerin holte daraufhin ein Gutachten des Facharztes für 
Psychiatrie  und Psychotherapie Dr.  med.  Chr.  Kälin,  St.  Gallen,  ein,  der 
am 17.  September  2003  festhielt,  dass  dem Versicherten  aus  psychiat-
rischer  Sicht  dem Alter  und den  morphologischen  Gegebenheiten  ange-
passte Arbeiten voll zumutbar und therapeutisch zu empfehlen seien (vgl. 
act. 93). Im durch die Medizinische Abklärungsstelle MEDAS in St. Gallen 
durch die Dres. med. C. Mayer und M. Hämmerle, Facharzt für Rheumato-
logie,  in  der  Zeit  vom  15.  bis  17.  September  2003  erstellten  Untersu-
chungsbericht  wurde  festgehalten,  dass  der  Versicherte  an  sekundärer 
Gonarthrose links bei Status nach Osteosynthese einer bicondylären Fe-
murtrümmerfraktur 1982 leide, und dass für ihn körperlich schwere Tätig-
keiten oder solche, die mit häufigem Gehen, Treppensteigen oder Abknien 
verbunden  seien,  aufgrund  der  sekundären  posttraumatischen  Kniege-
lenksarthrose links nicht mehr in Frage kommen. Die Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit  für  körperlich  eher  leichtere  bis  vereinzelt  mittelschwere 
Tätigkeiten ohne dauerndes Stehen und Gehen, regelmässiges Treppen-
steigen  oder  häufiges  Niederknien,  wurde  aufgrund  der  objektivierbaren 
klinischen und radiologischen Befunde und vorwiegend aufgrund der se-
kundären  Gonarthrose  links  in  Übereinstimmung  mit  dem  rheumatolo-
gischen Gutachten Dr. Bitter, Lausanne, vom Februar 1999 weiterhin auf 
35% eingestuft. Abschliessend wurde durch die begutachtenden Ärzte er-
wähnt,  dass  die Arbeitsprognose nach nun über  20-jähriger  Arbeitsunfä-
higkeit  bzw.  Arbeitslosigkeit  wohl  als  schlecht  zu  bezeichnen  sei.  Es 

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spielten dabei wesentlich soziale, IV-fremde Gründe eine Rolle,  wie zum 
Beispiel  fehlende  Berufsbildung,  vieljährige  Arbeitsunfähigkeit  bzw.  Ar-
beitslosigkeit,  starke  Selbstlimitierung,  Alter  sowie  eine  schwierige  wirt-
schaftliche und politische Situation in seiner Heimat (act.  94).  Im Bericht 
des IV-Stellen-Arztes Dr. med. W. Luethi vom 30. Oktober 2003 hielt die-
ser fest, dass im Vergleich zwischen dem rheumatologischen Bericht aus 
dem Jahre 1984 und demjenigen aus dem Jahre 1999, welcher zur Ren-
tenaufhebung geführt habe, sowie den jetzigen rheumatologischen Befun-
den der MEDAS eine leichte Besserung bezüglich des Streckdefizites und 
dem Beugedefizit  des linken Knies  festgestellt  werden  könne.  Die  Diffe-
renz der Muskelmasse rechts gegenüber links habe sich deutlich verbes-
sert,  doch  die  Gonarthrose  sei  unverändert.  Zusammenfassend  könne 
nunmehr aufgrund des MEDAS Gutachtens von einer erheblichen Besse-
rung der Kniesituation ausgegangen werden, womöglich bereits schon seit 
1999. Der IV-Stellen-Arzt kam zum Schluss, dass der Versicherte aus rein 
prognostischen  Gründen  für  strengere  körperliche  Arbeiten,  dauernd  im 
Stehen  zu  verrichten  und  ganztags  nicht  mehr  in  Frage  komme;  für 
angepasste  Verweisungstätigkeiten  dürften  die  von  der  MEDAS 
geschätzten  35% durchaus  realistisch  sein,  allenfalls  auch  40%.  Weiter 
führte  der  Vertrauensarzt  der  IV-Stelle  an,  dass  aufgrund  der  MEDAS-
Einschätzung eigentlich tatsächlich die bisherige halbe Rente aufgehoben 
werden  sollte,  was  aber  unter  dem  Aspekt,  dass  genauere  Revi-
sionsabklärungen  erst  1999  stattfanden,  keine  medizinische  Frage  sei, 
sondern dem Richter überlassen werden sollte. Eine 70%-ige Arbeitsunfä-
higkeit als Hausbursche seit 1982 und eine 40%-ige Arbeitsunfähigkeit in 
leichteren Verweisungstätigkeiten seit 1999 sei anzunehmen, als mögliche 
Verweisungstätigkeiten  wurden  Concierge,  Baustellenüberwacher,  Park-
platzwächter, Lagerverwalter, Arbeiten in der Reparatur von kleinen Gerä-
ten und Verkäufer von Billetten aufgeführt (vgl. act. 91, 92).

Der daraufhin am 4. Dezember 2003 erstellte Einkommensvergleich ging 
von einem Validenlohn des Versicherten von Fr. 1'500.-- als Hausbursche 
im Jahre 1984 (Fragebogen für Arbeitgeber; act. 12) aus, wobei noch Kost 
und Logis hinzuzurechnen, aber derzeit unbekannt seien. Deshalb wurde 
auf statistische Werte abgestellt. Es wurde dabei auf eine Pressemitteilung 
vom November  2003 des BFS,  Lohnentwicklung  2002,  Seite  12 für  ein-
fache Tätigkeiten im Sektor Hotellerie und Restaurants mit Monatslöhnen 
von Fr. 3'333.-- bis Fr. 4'013.-- (Bruttolöhne mit und ohne Fachkenntnisse) 
abgestellt.  Für  den  Validenlohn  wurden  nach  den  gleichen  statistischen 
Angaben  für  zumutbare  Verweisungstätigkeiten  als  Hauswart, 
Pförtner/Wächter  oder  Lagerverwalter  Bruttolöhne  zwischen  Fr.  4'139.-- 
und Fr.  4'798.--  angenommen. Der Sachverständige erwähnte abschlies-
send, dass der Invalidenlohn höher sei als der Validenlohn, so dass davon 
ausgegangen werden müsse, dass der Versicherte in einer Verweisungs-
tätigkeit  keinen  höheren  Lohn  erzielen  könnte;  auch  ein  altersbedingter 
Abzug  sei  vorliegend  nicht  möglich.  Der  Grad der  Invalidität  entspreche 
dem Prozentsatz  der  Arbeitsunfähigkeit,  nämlich  40% (act.  94).  Die  IV-
Stelle  kam  am 26.  März  2004  nach  Einsicht  in  die  bisherigen  Untersu-

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chungsberichte zum Schluss, dass dem MEDAS-Gutachten gefolgt werden 
könne  und  dem Versicherten  eine  35%-ige  Arbeitsunfähigkeit,  wie  auch 
schon 1999, zu bescheinigen sei. Somit solle die Einstellung der Renten-
zahlung ab dem 1. Juli 2001 aufgrund einer Erwerbseinbusse von 35% seit 
dem 10. Februar 1999 bestätigt werden (vgl. act. 98).

3.3 Der  Beschwerdeführer  reichte  daraufhin  einen  medizinische  Fragebogen 
vom 5. Mai 2004 ein, worin er angibt, dass er seit 1982 zu 70% für jegli-
chen Arten von Tätigkeiten arbeitsunfähig und auch nicht umschulbar sei 
(vgl. act. 110). Der Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Dr. med. 
Bedri Bakali, bestätigte am 21. Mai 2004, dass der Versicherte auf Dauer 
für alle Tätigkeiten zu 75% arbeitsunfähig sei, und dass sein Zustand sich 
nicht verbessern könne; bezüglich seines linken Beines/Knies sei seine In-
validität sogar 100%-ig (vgl. act. 111). Der IV-Stellen-Arzt Dr. med. W. Lu-
ethi kam am 6. Oktober 2004 zur Auffassung, dass die neuen Arztberichte, 
welche  die  Zeit  nach  der  MEDAS-Begutachtung  betreffen,  die  bekannte 
Gonarthrose  bestätigten.  Die  eingereichten  Röntgenbilder  seien  aber 
gleich  wie  im September  2003,  und  an  der  langfristigen  Arbeitsfähigkeit 
änderten diese Berichte nichts. Die Gonarthrose sei stabil, eine Verschlim-
merung seit der MEDAS-Begutachtung im Herbst 2003 könne nicht derart 
gravierend sein, so dass eine generelle Arbeitsunfähigkeit erreicht werde. 
Die  Schmerzen  könnten  behandelt  werden,  die  Verweisungstätigkeiten 
würden davon nicht beeinflusst (vgl. act. 112).

Mit Verfügung vom 2. November 2004 hielt die IV-Stelle an ihren Aussa-
gen des Vorbescheides fest und bestätigte die Einstellung der Rentenzah-
lungen  ab  dem 1.  Juli  2001,  da  ab  diesem  Datum keine  rentenbegrün-
dende Invalidität mehr bestehe (act. 114).

Mit Einsprache vom 29. November 2004 liess der Versicherte die Aufhe-
bung der Verfügung vom 2.  November  2004 und die Zusprechung einer 
ganzen Invalidenrente  beantragen mit  der  Begründung,  dass er  seit  sei-
nem Unfall  eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit  aufweise. In der Folge liess 
der  Beschwerdeführer  zwei  medizinische  Kurzberichte  der  Dres.  med. 
Basri R. Ibrahimi,  Facharzt für Orthopädie, und Bahri Goga, Facharzt für 
Neuropsychiatrie, vom 18. November 2004 ins Recht legen und angeben, 
dass er arbeitsunfähig sei; die Kurzberichte erwähnen die schon bekannte 
Gonarthrose, die Beschwerden im linken Knie und ein "Sy. anxio-depressi-
vum"(vgl. act. 115-119).

3.4 Der  IV-Stellen-Arzt  Dr.  med.  W.  Luethi  hielt  dagegen in  seiner  Stellung-
nahme zu dieser  Eingabe  am 18.  Oktober  2005 fest,  dass  diese neuen 
medizinischen Berichte an den Resultaten der umfassenden MEDAS-Be-
gutachtung nichts verändern könnten (vgl. act. 122).

3.5 Mit Einspracheverfügung vom 31. Oktober 2005 wies die IV-Stelle die Ein-
sprache  von T._______  ab,  im Wesentlichen  mit  der  Begründung,  dass 
aufgrund der erheblichen Verbesserung der Kniesituation zwar für dauernd 
im Stehen zu verrichtende Arbeiten weiterhin eine gänzliche Arbeitsunfä-
higkeit bestehe, die übrigen geltend gemachten Leiden, wie diffuses, chro-
nisches  Schmerzsyndrom  und  psychische  Probleme,  könnten  den  Grad 

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der Arbeitsfähigkeit jedoch nicht beeinflussen, so dass der vorgenommene 
Einkommensvergleich mit einer Erwerbseinbusse von 40% nicht zu bean-
standen sei (vgl. act. 123).

3.6 In  der  Folge  liess  der  Beschwerdeführer  Berichte  der  Neuropsychiater 
Dres. med. Shemsije Selmam und Bahri  Gega vom 14. und 15. Februar 
2006  ins  Recht  legen,  die  das  schon  vorher  diagnostizierte  depressive 
Syndrom (Sy. depressivum) als so gravierend erachteten, dass es zu einer 
Arbeitsunfähigkeit führe. Auch der Facharzt für Orthopädie Dr. med. Basri 
R.  Ibrahimi  kam in  seinem ausführlichen  Bericht  vom 15.  Februar  2006 
zum Schluss, dass sich aufgrund der Unfallfolgen am linken Knie (Arthro-
se, Verkürzung des linken Beines mit dadurch verursachtem Hinken, Hy-
pothrophie am linken Oberschenkel) eine andauernde Invalidität und eine 
Arbeitsunfähigkeit von 75% ergebe.

3.7 Der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin hingegen führte daraufhin an, 
dass  die  vorgelegten  Arztatteste  keine  neuen  relevanten  medizinischen 
Fakten enthalten; die orthopädische Symptomatik und auch die psychiat-
rische Diagnose seit 2001 (zwei Jahre vor dem MEDAS Gutachten) seien 
praktisch identisch geblieben (vgl. act. 69), so dass auch die Restarbeits-
fähigkeit 35% betrage (vgl. act. 125).

4. Bei  der  Würdigung  der  sich  widersprechenden medizinischen  Gutachten 
schliesst  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  den  einlässlichen  Beurtei-
lungen der letzten Gutachter, Dr. med Chr. Kälin, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie,  St.  Gallen,  vom 17.  September  2003 (act.  93),  der 
Medizinischen Abklärungsstelle MEDAS in St. Gallen (Dres med C. Meyer, 
Chefarzt,  und  M.  Hämmerle,  Innere  Medizin/Rheumatologie  (FMH)  vom 
26.  September  2003 (act.  94),  welche sich zusätzlich  auf  ein Gutachten 
von Dr.  Roman Sieber,  Innere  Medizin  (FMH),  speziell  Herzkrankheiten, 
vom 22. September 2003 stützt (act 92), sowie dem am 4. Dezember 2003 
erstellten Einkommensvergleich an (act. 91 gelb).

Diese Gutachten enthalten konkrete, auf die hier zu beurteilenden Rechts-
fragen bezogene, schlüssige Antworten auf die gestellten Gutachterfragen, 
welche  die  vom  Beschwerdeführer  eingereichten,  allgemein  gehaltenen 
Gutachten in keiner Weise in Frage zu stellen vermögen.

Das Bundesverwaltungsgericht geht daher mit der Vorinstanz davon aus, 
dass die Arbeitsunfähigkeit  in den von der Vorinstanz angegebenen Ver-
weisungstätigkeiten,  deren  Zumutbarkeit  vom  Beschwerdeführer  nicht 
ernsthaft  in  Frage  gestellt  werden  konnte,  zu  höchstens  40%  einge-
schränkt ist. 

5. Bei Vergleich des Validenlohns mit dem Invalidenlohn hat die Vorinstanz 
zu  Gunsten  des  Beschwerdeführers  aufgrund  der  massgeblichen  sta-
tischen Grundlagen beim Validenlohn den höheren Betrag, beim Invaliden-
lohn den tieferen Betrag genommen, wobei sich ergibt, dass der Invaliden-
lohn höher ist als der Validenlohn.

Selbst  wenn  man –  anders  als  die  Vorinstanz  –  noch  einen  leidensbe-
dingten Abzug von 10% in Rechnung stellen würde, ergäbe sich bloss eine 

20

Einbusse von 287.90, das heisst weniger als 7% von Fr. 4'139.-.

6. Daraus ergibt  sich ohne Weiteres,  dass im massgeblichen Zeitpunkt  der 
ersten Verfügung (1. Juli 2001) keine 50%ige Invalidität mehr vorlag, wel-
che weiterhin Anspruch auf eine halbe IV-Rente gegeben hätte.

Darin liegt eine erhebliche Sachverhaltsänderung (vgl.  UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, Art. 17, Rz. 15, zweiter Absatz).

6.1 Aufgrund dieser Erwägungen weist das Bundesverwaltungsgericht die Be-
schwerde  von  T._______  gegen  den  Einspracheentscheid  der  IV-Stelle 
vom 31. Oktober 2005 ab.

6.2 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung 
von Versicherungsleistungen geht,  werden gemäss den bis zum 30. Juni 
2006 geltenden Bestimmungen keine Verfahrenskosten erhoben (Art.  69 
IVG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Al-
ters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 [AHVG, SR 
831.10] und Art. 63 Abs. 5 VwVG in Verbindung mit Art. 4b der Verordnung 
über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren vom 10. Sep-
tember 1969 [Kostenverordnung, SR 172.041.0] sowie in Verbindung mit 
den Übergangsbestimmungen zur Änderung des IVG vom 16. Dezember 
2005 [AS 2006 2004]). Da der Beschwerdeführer unterliegt, ist ihm keine 
Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- dem Vertreter des Beschwerdeführers

- der Vorinstanzn (Ref-Nr. CS/885.63.220.184/BAJ)

- dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Eduard Achermann Wilhelm-Ulrich Schodde

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Rechtsmittelbelehrung
Dieses Urteil kann innert dreissig Tagen seit Eröffnung (Zustellung der Urteils-
begründung) beim Bundesgericht (Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern) angefoch-
ten werden vgl. Art. 39 ff des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG; 
SR 173.110). 

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