# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c89fe40f-0abd-54e6-a8fb-c4c2b9ecb126
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-02
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung 02.12.2022 2022_OG V 21 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_004_2022-OG-V-21-11_2022-12-02.pdf

## Full Text

2022_OG V 21 11. Strassenbau. Art. 4 Abs. 1 und 2, Art. 25 Abs. 1 und 2, Art. 26 
Abs. 1 und 2 StrG. Art. 25 Abs. 1 VRPV. Koordination. Leitverfahren. Es gilt 
grundsätzlich jenes Verfahren als Leitverfahren, das eine frühzeitige und 
umfassende Prüfung des Vorhabens ermöglicht. Geht es um den Bau von 
Kantonsstrassen, Gemeindestrassen und Korporationsstrassen ist das 
Genehmigungsverfahren nach Strassengesetz das Leitverfahren und der 
Regierungsrat die Leitbehörde. Inwiefern ein Teilbauprojekt noch zu einem 
Strassenbauprojekt zu zählen oder als eigenständiges Bauprojekt zu beurteilen 
ist, kann nicht abstrakt bestimmt werden, sondern ergibt sich aus den 
gesamten Umständen des Einzelfalls. Entscheidend ist, ob das Teilbauprojekt 
sinnvoll unabhängig vom übrigen Strassenbauprojekt gedacht werden kann. 
Das Teilbauprojekt «Umgestaltung Umgebung Kollegium» konnte nicht 
sinnvoll unabhängig vom übrigen Strassenbauprojekt (Aus- und Umbau von 
Bushaltestellen auf angrenzenden Kantonsstrassen) gedacht werden. Die 
Umgestaltung der Umgebung war vielmehr notwendige Folge des 
Strassenbauprojekts und somit untrennbar mit diesem verbunden. Eine 
«Auslagerung» der Genehmigung des Teilbauprojekts an die kommunale 
Baubewilligungsbehörde rechtfertigte sich nicht. In der Sache ergab sich, dass 
der Regierungsrat als Plangenehmigungsbehörde mit Bezug auf den Aus- und 
Umbau der Bushaltestellen auf den Kantonsstrassen ein wesentliches 
Interesse (Baumbestand) nicht ausreichend ermittelt und beurteilt hatte. 
Zudem hatte er ernsthaft in Betracht fallende Alternativvarianten nicht näher 
geprüft. Aufhebung der angefochtenen Plangenehmigungsbeschlüsse und 
Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an den Regierungsrat. Die 
Entscheide der kommunalen Baubewilligungsbehörde zum «ausgelagerten» 
Teilbauprojekt waren aufgrund fehlender sachlicher Zuständigkeit nichtig. 
 
Obergericht, 26. November 2021, OG V 21 11 
 
Aus den Erwägungen: 
 
3. 
3.1 Der Beschwerdeführer beanstandet vorab die Aufteilung des Umbauprojektes in drei 
Teilprojekte. Die beiden Umbauprojekte betreffend die Bushaltestellen Kollegium 
Klausenstrasse und Gotthardstrasse sowie das Projekt zur Umgestaltung der Umgebung des 
Kollegi-Schulareals würden miteinander in unteilbarem Zusammenhang stehen. Sie würden 
sich gegenseitig bedingen und in einem derart engen Sachzusammenhang stehen, dass sie 
nicht getrennt und unabhängig voneinander beurteilt werden könnten, denn ohne den 
Umbau der Bushaltestellen würde keine Notwendigkeit bestehen, das Areal des Kollegiums 
zu verändern, Mauern zu verschieben oder Bäume zu fällen. Dementsprechend hätte die 
Vorinstanz (Regierungsrat) als Leitbehörde bei Strassenbauprojekten über das Projekt als 
Ganzes befinden müssen. Die Angelegenheit sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, um ein 
koordiniertes Verfahren über alle drei Teilprojekte durchzuführen. 
 
3.2 Die Vorinstanz führt hierzu in den angefochtenen Beschlüssen aus, für die Frage der 
Koordination sei nicht das Planungs- und Baugesetz massgebend, sondern das Reglement 
über die Koordination im Verwaltungsverfahren. Gemäss dessen Anhang sei ersichtlich, 
dass für Strassenbauprojekte der Regierungsrat Leitbehörde sei und für die anderen, nicht 
speziell erwähnten Bauten und Anlagen die zuständige Gemeindebehörde. Die Verfahren 
seien daher nicht weiter zu koordinieren, als bereits geschehen. 
 

3.3 Das kantonale Verwaltungsverfahrensrecht sieht eine Koordinationspflicht vor und 
verweist diesbezüglich auf Art. 25a RPG (Art. 24 VRPV). Danach ist eine Behörde zu 
bezeichnen, die für ausreichende Koordination sorgt, soweit die Errichtung oder die 
Änderung einer Baute oder Anlage Verfügungen mehrerer Behörden erfordert (Art. 25a 
RPG). Diesem Sinn und Geist folgend, sieht Art. 25 VRPV die Bestimmung eines 
Leitverfahrens vor. Es gilt grundsätzlich jenes Verfahren als Leitverfahren, das eine 
frühzeitige und umfassende Prüfung des Vorhabens ermöglicht, wobei der Regierungsrat in 
einem Reglement das Leitverfahren für die verschiedenen Vorhaben bestimmt (Art. 25 Abs. 
1 VRPV). Dazu hat der Regierungsrat das Reglement über die Koordination im 
Verwaltungsverfahren (RB 2.3323, nachfolgend: Regl.) erlassen. Geht es um den Bau von 
Kantonsstrassen, Gemeindestrassen oder Korporationsstrassen ist das 
Genehmigungsverfahren nach Art. 30 StrG das Leitverfahren und der Regierungsrat die 
Leitbehörde (Art. 4 Abs. 2 Regl. i.V.m. Ziff. 1.1 Regl. Anhang).  
 
3.4 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Regierungsrat für Strassenbauprojekte die 
Leitbehörde ist. Die Vorinstanz stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass «für die anderen, 
nicht speziell erwähnten Bauten und Anlagen» die Gemeindebaubehörde zuständig sei. Im 
Ergebnis erachtet die Vorinstanz die Gemeindebaubehörde als zuständig, über das 
Teilprojekt «Umgestaltung Umgebung Kollegium» zu befinden. Damit stellt die Vorinstanz in 
Abrede, dass dieses Teilprojekt Bestandteil des Strassenbauprojekts ist. Wie es sich damit 
verhält, ist nachfolgend zu prüfen. Unbestritten ist, dass die Teilprojekte «Umbau 
Bushaltestellen Kollegium Klausenstrasse» sowie «Umbau Bushaltestellen Kollegium 
Gotthardstrasse» Strassenbauprojekte sind und der Regierungsrat zu deren Genehmigung 
zuständig ist (vergleiche Art. 30 Abs. 4 StrG sowie E. 3.3 hievor). 
 
3.5 Gemäss Art. 25 Abs. 1 StrG gelten als Strassenbau der Neubau sowie der wesentliche 
Ausbau und die wesentliche Änderung von öffentlichen Strassen. Der Strassenbau umfasst 
die Planung und die Ausführung (Art. 25 Abs. 2 StrG). Zur öffentlichen Strasse gehören alle 
Bauten und Anlagen, die zu ihrer Funktion aus technischen, betrieblichen oder 
gestalterischen Gründen notwendig sind (Art. 4 Abs. 1 StrG). Dazu gehören namentlich die 
Verkehrsflächen, Signale und Markierungen, Entwässerungsanlagen, Gehwege und 
Trottoirs, die Beleuchtung, Anlagen für den Immissionsschutz, Ausweichs- und Haltebuchten 
sowie Personenunterstände für den öffentlichen Verkehr, Busspuren, Radwege, Neben- und 
Unterhaltsanlagen, trennende Grünstreifen und Bepflanzungen (Art. 4 Abs. 2 StrG). 
Inwiefern ein (Teil-)Bauprojekt noch zu einem Strassenbauprojekt zu zählen oder als 
eigenständiges Bauprojekt zu beurteilen ist, kann nicht abstrakt bestimmt werden, sondern 
ergibt sich aus den gesamten Umständen des Einzelfalls. Entscheidend ist, ob das 
Teilbauprojekt unabhängig vom übrigen Strassenbauprojekt gedacht werden kann. Hat das 
Strassenbauprojekt nicht nur einen «gewissen Zusammenhang» mit dem Teilbauprojekt, 
sondern übt das Strassenbauprojekt auf das Teilprojekt einen direkten und wesentlichen 
Einfluss aus, was die Ausgestaltung der geplanten Bauten und Anlagen betrifft, sodass eine 
klare Trennung zwischen Strassen- und Teilbauprojekt nicht sinnvoll möglich ist, so liegt ein 
nicht trennbares einziges Strassenbauprojekt vor (vergleiche BGer 1C_283/2016 vom 
11.01.2017 E. 3.2, 1C_350/2014 vom 13.10.2015 E. 2.5). 
 
3.6 Im Technischen Bericht vom 4. September 2020 zum Projekt «Umgestaltung Umgebung 
Kollegium» wird ausgeführt (S. 5), dass sich direkt angrenzend an das Schulareal an der 
Klausen- respektive Gotthardstrasse die Bushaltestellen «Kollegium» befänden. Diese 
würden einen wichtigen Knotenpunkt im öffentlichen Verkehrsnetz des Kantons Uri bilden. 
Der behindertengerechte Umbau dieser Bushaltestellen sei auch Anlass zur Umgestaltung 
des Schulareals gewesen. Aus dem Baubewilligungsentscheid der kommunalen 
Baubewilligungsbehörde ist ersichtlich, dass die Gemeindebaubehörde diese Beurteilung 
teilt. Auch im separaten Einspracheentscheid der Baubewilligungsbehörde zur Einsprache 
des Beschwerdeführers wird nochmals festgehalten, dass der behindertengerechte Umbau 
der Bushaltestellen der Anlass zur Umgestaltung des Schulareals gewesen sei. In der 
Begründung wird allerdings ausgeführt, die Verfahren würden verschiedene Objekte 

(Bushaltestellen und Umgebung Kollegium) betreffen. Auch wenn die Projekte in der 
Planung zusammenhängen würden, seien sie inhaltlich gesondert zu betrachten. Letzterem 
kann mit Blick auf die Ausführungen im Technischen Bericht vom 4. September 2020 und 
unter Berücksichtigung der Planunterlagen (dazu sogleich E. 3.7 hernach) nicht gefolgt 
werden. 
 
3.7 Der Projektperimeter des Projektes «Umgestaltung Umgebung Kollegium» erstreckt sich 
im Norden über die bestehende Parkierungsanlage, den Zugang zur Turnhalle und den 
Sportplatz, im Westen über den bestehenden Pausenplatz und im Süden über den Vorplatz 
des Geräteschuppens (Technischer Bericht a.a.O. S. 7). Der Projektperimeter erstreckt sich 
im Wesentlichen entlang der Grenzen des Schulareals, welche durch die Klausen- und 
Gotthardstrasse gebildet werden respektive dem Verlauf der betreffenden Kantonsstrassen 
geschuldet sind. Die Umgestaltung betrifft namentlich nicht das Innere des Schulareals. 
Dabei ist offensichtlich, dass zahlreiche Umgestaltungsmassnahmen entlang der 
Schularealgrenze, wie etwa der Abbruch von Mauern sowie die Verschiebung von Ein- und 
Ausfahrten, die Rodung von Bäumen entlang der westlichen und nördlichen 
Grundstücksgrenze, einzig oder zumindest überwiegend deshalb vorgenommen werden 
sollen, weil die Bushaltestellen auf der Klausen- und der Gotthardstrasse aus- 
beziehungsweise behindertengerecht umgebaut werden sollen. Namentlich brauchen die 
Bushaltestellen mehr Platz, was hauptsächlich zulasten des Schulareals gehen soll. Auch 
sollen die Bushaltestellen teilweise anders angeordnet werden, was insbesondere die 
Verschiebung der heutigen Ein- und Ausfahrt auf der nördlichen Seite des Schulareals zur 
Folge hätte. Ausserdem soll die Fussgängerführung entlang der Gotthardstrasse nicht wie 
bisher über ein Trottoir, sondern neu über das Areal des Kollegiums erfolgen. Bei dieser 
Massnahme handelt es sich offensichtlich um eine solche der Strassenplanung (siehe E. 3.5 
hievor «Gehwege und Trottoirs»). Nicht umsonst wird im Technischen Bericht a.a.O. 
ausgeführt (S. 19), die Umgestaltung des Schulareals sei «stark abhängig» vom Projekt 
«behindertengerechter Umbau Bushaltestellen Kollegium». Aufgrund der Abhängigkeiten sei 
eine Ausführung jeweils nur in Kombination möglich. Aus diesen Gründen kann das 
Teilbauprojekt «Umgestaltung Umgebung Kollegium» nicht sinnvoll unabhängig vom übrigen 
Strassenbauprojekt gedacht werden. Vielmehr ist die «Umgestaltung Umgebung Kollegium» 
geradezu notwendige Folge des Strassenbauprojekts und somit untrennbar mit diesem 
verbunden. Handelt es sich beim Teilprojekt «Umgestaltung Umgebung Kollegium» bei 
Lichte betrachtet somit um einen Teil des Strassenbauprojekts Bushaltestellen, ist für dessen 
Genehmigung einzig der Regierungsrat als Leitbehörde in Strassenbausachen zuständig. 
Die «Auslagerung» dieses Teils des Strassenbauprojekts an die Gemeindebaubehörde 
verletzt Art. 4 Abs. 2 Regl. i.V.m. Ziff. 1.1 Regl. Anhang (vergleiche E. 3.3 hievor). 
 
3.8 Nach dem Gesagten hätte der Regierungsrat als Vorinstanz gesamthaft, das heisst 
unter Einbezug des Teilprojekts «Umgestaltung Umgebung Kollegium», über das 
Strassenbauprojekt Bushaltstellen befinden müssen. Eine Verletzung der 
Gemeindeautonomie, wie die Vorinstanz zu bedenken gibt, liegt darin nicht, sieht doch die 
kantonale Gesetzgebung für Strassenbauprojekte ausdrücklich den Regierungsrat als 
Leitbehörde vor und handelt es sich hier – wie aufgezeigt – beim Teilprojekt «Umgestaltung 
Umgebung Kollegium» gerade nicht um «übrige Bauten und Anlagen», sondern aufgrund der 
untrennbaren Verknüpfung um einen Teil des Strassenbauprojekts. 
 
4. 
4.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, den Behörden stehe beim Strassenbau ein 
erheblicher Handlungsspielraum offen. Die Bewilligungsbehörde habe daher eine sorgfältige 
und umfassende Interessenabwägung zwischen den Interessen am Projekt (hindernisfreie 
Ausgestaltung von Bushaltestellen) und den anderen öffentlichen Interessen vorzunehmen 
und diese Interessenabwägung in der Begründung darzulegen. Gegen dieses Erfordernis 
habe die Vorinstanz verstossen. Eine Interessenabwägung sei nicht vorgenommen worden. 
Eine solche sei aber umso erforderlicher gewesen, als die angestrebten Ziele vorliegend 
auch mit Massnahmen hätten erreicht werden können, welche mit deutlich geringeren 

Eingriffen zulasten der Fuss- und Velowege und des Baumbestandes einhergehen würden. 
Mit den im Einspracheverfahren eingebrachten Lösungsvorschlägen setze sich die 
Vorinstanz ebenfalls nicht auseinander.  
 
4.2 Die Vorinstanz führt aus, es seien die Interessen ausreichend ermittelt, beurteilt und 
berücksichtigt worden. Diverse Fachstellen seien zur Ämterkonsultation eingeladen worden. 
So seien namentlich der gesetzliche Auftrag (hindernisfreie Ausgestaltung von 
Bushaltestellen) wie auch die Verkehrssicherheit, das Raumplanungsrecht inklusive Umwelt-
, Ortsbild- und Landschaftsschutz als Interessen ermittelt worden. In den vorliegenden 
Projekten würden etliche Massnahmen umgesetzt, um sämtlichen Interessen gerecht zu 
werden.  
 
4.3 Gemäss Art. 26 Abs. 1 StrG sind öffentliche Strassen verkehrssicher, 
raumplanungsgerecht sowie umwelt-, ortsbild- und landschaftsschonend zu bauen. In 
diesem Rahmen richtet sich der Strassenbau gemäss Art. 26 Abs. 2 StrG nach seiner 
Zweckbestimmung (lit. a), dem Interesse des öffentlichen Verkehrs (lit. b), dem Schutz der 
schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer (lit. c), dem 
Verkehrsaufkommen (lit. d), der Wirtschaftlichkeit (lit. e), dem jeweiligen Stand der Technik 
(lit. f.). Die Strassenplanung setzt eine umfassende Interessenabwägung voraus, bei der 
unter anderem geprüft werden muss, welche Alternativen und Varianten in Betracht fallen, 
wobei nur ernsthaft in Betracht fallende Varianten näher zu prüfen sind (siehe zur Kognition 
des Gerichts: E. 2.3 f. hievor sowie BGer 1C_556/2013 vom 21.09.2016 E. 5.2, 
1C_560/2010 vom 14.07.2011 E. 7). Welche Varianten geprüft wurden und welche 
Überlegungen und Abklärungen zur Überzeugung führten, die genehmigte Variante sei 
diejenige, welche die verschiedenen Interessen am besten wahrt, ist aufgrund der 
Aktenführungspflicht aktenkundig zu machen (Art. 16 VRPV; vergleiche BGE 130 II 473 E. 
4.1). Wurde die Aktenführungspflicht verletzt, indem wesentliche Abklärungen nicht 
aktenkundig gemacht wurden, erscheint die Pflichtmässigkeit der Ermessensausübung durch 
die Plangenehmigungsbehörde einer gerichtlichen Überprüfung nicht zugänglich. Es liegt 
insoweit (auch) eine unzureichende Sachverhaltsfeststellung vor, was grundsätzlich zur 
Rückweisung an die Plangenehmigungsbehörde führt (Art. 62 Abs. 2 VRPV; Entscheid 
Obergericht des Kantons Schaffhausen vom 23.02.2021, 60/2018/23, E. 5.3.2). Dasselbe 
gilt, wenn die Pflicht zur umfassenden Interessenabwägung verletzt wurde (vergleiche BGE 
123 II 88 E. 2d). 
 
4.4 Unter dem Aspekt der umfassenden Interessenabwägung erscheint vorab 
problematisch, dass eine Aufteilung des Projektes in Teilprojekte erfolgte und insbesondere 
ein Teilprojekt an eine andere Behörde «ausgelagert» wurde. Zwar lässt die Rechtsprechung 
mitunter zu, dass zur Beurteilung einzelner der materiellen Koordination bedürftiger 
Rechtsfragen verschiedene erstinstanzliche Behörden zuständig sind. Diesfalls ist aber 
jedenfalls erforderlich, dass qualitativ ein gleichwertiges Koordinationsergebnis erzielt wird 
(BGE 116 Ib 50 E. 4b). Werden etwa die getrennt zu treffenden Entscheide zwar zeitlich und 
inhaltlich koordiniert, aber getrennt eröffnet, so ist trotz dieses Vorgehens ebenfalls 
dasjenige Rechtsmittel offenzuhalten, welches gegen den Entscheid besteht, der im 
Leitverfahren getroffen wird (BGE 116 Ib 50 E. 4b). Übertragen auf den vorliegenden Fall 
könnte gestützt auf diese Rechtsprechung der vorstehend festgestellte Mangel (E. 3.7 f. 
hievor) allenfalls geheilt werden, soweit unter Berücksichtigung des gemeindlichen 
Bauentscheids im Ergebnis insgesamt dennoch von einer umfassenden 
Interessenabwägung ausgegangen werden könnte (vergleiche hierzu auch: BGer 
1A.79/2002 vom 25.04.2003 E. 3.5). Wie es sich damit abschliessend verhält, kann indessen 
offenbleiben, denn wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen werden, ist die 
Interessenabwägung im Ergebnis unzureichend vorgenommen worden. 
 
5. 
5.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Pläne der Vorinstanz sähen vor, dass auf dem 
Areal des Kollegiums 51 Bäume gefällt und als Kompensation sechs neue gepflanzt werden 

sollen. Die meisten der zu fällenden Bäume würden zum geschützten Baumbestand gemäss 
Reglement über den Baumschutz in der Gemeinde Altdorf und dem Altdorfer Schutzplan 
Bäume gehören. Gemäss diesem Reglement könne die Bewilligung für die Fällung eines 
Baumes nur erteilt werden, wenn eindeutig überwiegende öffentliche oder private Interessen 
die Beseitigung des Baumes erforderten. Diese Interessenabwägung habe die Vorinstanz zu 
Unrecht nicht vorgenommen mit dem vorgeschobenen Argument, die Fällung der Bäume sei 
nicht Bestandteil des Umbauprojektes der Bushaltestellen, sondern des von der Gemeinde 
geleiteten Verfahrens zur Umgestaltung der Umgebung Kollegium. Bei den zu fällenden 
Bäumen handle es sich grösstenteils um alte Bäume. Diese seien prägend für das Ortsbild 
und sie seien Nahrungslieferanten für zahlreiche Vogel- und Schmetterlingsarten und 
könnten als Anschauungsmaterial für den Biologieunterricht beigezogen werden. Der Erhalt 
der Bäume stelle ein gewichtiges öffentliches Interesse dar. 
 
5.2 Die Vorinstanz führt vernehmlassungsweise aus, es sei seit Projektierungsbeginn stets 
grosse Rücksicht auf den Baumbestand genommen worden. Bereits im Vorprojekt sei der 
Garten- und Landschaftsplaner einbezogen worden. Auch das kantonale Amt für 
Raumentwicklung sei einbezogen worden. Bereits im Vorprojekt sei der gesamte 
Baumbestand auf dem Schulareal Kollegium durch einen Experten aufgenommen und 
begutachtet worden. Durch den Experten sei eine Zustandsbewertung vorgenommen und es 
sei beurteilt worden, ob der jeweilige Baum erhaltenswert sei oder nicht. Unter den zu 
fällenden Bäumen würden sich sowohl nicht einheimische Bäume als auch Neophyten 
befinden. Dass alle Bäume als erhaltenswert einzustufen seien, sei daher nicht korrekt. Im 
Übrigen übertreibe der Beschwerdeführer. Vorgesehen sei, dass insgesamt 35 Bäume auf 
dem Areal des Kollegiums sowie im Bereich der Gotthardstrasse gefällt würden und 
zusätzlich fünf Stück im Strassenbereich, nicht 50 Stück, so wie der Beschwerdeführer 
behaupte. 26 Stück der zu fällenden Bäume würden sich in dem durch das Reglement der 
Gemeinde Altdorf geschützten Bereich befinden. Mit dem Kollegium sei vereinbart worden, 
dass alle Bäume des Lehrpfades (Anschauungsmaterial für Biologieunterricht) auf dem Areal 
ersetzt würden. Bereits in den ersten Planungsphasen seien mehrmals Ökobilanzen 
(Lebensraumbilanzen) erstellt worden, da die Wichtigkeit dieses Aspekts allen Beteiligten 
von Anbeginn klar gewesen sei. Es seien hierbei sowohl die Quantität als auch die 
naturschutzfachliche Bedeutung berücksichtigt worden. Es sei auch eine abschliessende 
Bilanzierung erarbeitet worden, welche positiv ausfalle. Auch seien die Rodungen anlässlich 
mehrerer Sitzungen mit der Gemeinde Altdorf im Detail besprochen worden. Auf Antrag der 
Gemeinde seien auch alternative Varianten geprüft worden. Die vorliegende Variante sei 
aufgrund der Randbedingungen priorisiert worden.  
 
5.3 Zahlreiche von der Vorinstanz erwähnte Abklärungsmassnahmen sind nicht 
aktenkundig. So etwa die erwähnten Ökobilanzierungen, insbesondere die abschliessende, 
welche angeblich positiv ausgefallen sein soll. Aber auch etwa die auf Antrag der Gemeinde 
Altdorf geprüften Varianten lassen sich dem Aktendossier nicht entnehmen. Die Vorinstanz 
verweist auch nicht auf hinreichend präzise Aktenstellen, sondern begnügt sich mit 
allgemeinen Ausführungen; dass etwa Ökobilanzen erstellt und Varianten geprüft worden 
seien, ohne aber konkreter zu werden. Das Gericht kann diese nicht weiter spezifizierten und 
nicht aktenkundigen Geschehnisse und Abklärungen vorliegend nicht berücksichtigen, 
sondern wird sich ausschliesslich auf die in den Akten vorhandenen Unterlagen stützen 
(vergleiche oben E. 4.3).  
 
5.4 Aus dem Technischen Bericht vom 4. September 2020 zur Umgestaltung Umgebung 
Kollegium ergibt sich (S. 11), dass sich auf dem Schulareal verschiedenste Baumarten 
befinden würden, welche grösstenteils Bestandteil des Baumlehrpfades seien. Aus dem Plan 
«Situation Baumbestand 1:200» vom 11. September 2020 ist hierzu ersichtlich, dass sich 
innerhalb des Projektperimeters 20 Bäume des Lehrpfades befinden. Davon sollen zehn 
erhalten und zehn gefällt werden. Insgesamt sollen 40 Bäume auf dem Schulareal gefällt 
werden, wovon sich 26 innerhalb des Schutzplanes der Gemeinde Altdorf befinden. Aus dem 
Technischen Bericht a.a.O. ist weiter ersichtlich (S. 13), dass auf die Bäume besonders acht 

zu geben sei. Es sollen nur kranke oder artenfremde Bäume gefällt werden. Der bestehende 
Baumlehrpfad sei zu erhalten. Bezüglich Ersatzpflanzungen sei ein Konzept in 
Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft der kantonalen Mittelschule zu erstellen. Ebenfalls sei 
vorgesehen, dass eine Ökobilanz zu erstellen sei (a.a.O. S. 20). Aus dem Bericht vom 8. 
Oktober 2020, welchen das kantonale Amt für Raumentwicklung im Rahmen des 
Baubewilligungsverfahrens zuhanden der gemeindlichen Baubewilligungsbehörde erstattet 
hat, ergibt sich (S. 2), dass mit der Umgestaltung der Umgebung des Kollegiums die 
vorhandenen wertvollen Lebensräume teilweise verändert beziehungsweise gar zerstört 
würden. Das Projekt verändere die bestehende Situation im Bereich Natur und Landschaft 
wesentlich. In den Projektunterlagen würden für die zerstörten Biotope einzelne 
Ersatzmassnahmen bei der Bepflanzung vorgeschlagen (Gehölzstrukturen). Detaillierte 
Angaben zu diesen Gehölzstrukturen wie auch zu den Grünflächen und Natursteinmauern 
würden aber leider fehlen. Als Auflage sei daher vorzusehen, dass ein detaillierter 
Umgebungsplan vor Baubeginn nachzureichen sei. Vor Baubeginn sei zudem eine 
detaillierte Ökobilanz nachzureichen, welche zumindest ausgeglichen sein müsse. Weiter 
seien vor Baubeginn detaillierte Angaben zu den Gehölzarten (Bäume und Sträucher) mit 
einer vollständigen Artenliste, detaillierte Angaben zu den Grünflächen (Magerwiesen und 
Ruderalflächen) inklusive Bodenaufbau und detaillierte Angaben zu weiteren Strukturen 
(Kleinstrukturen) nachzureichen. 
 
5.5  
5.5.1 Aus den vorstehend wiedergegebenen Unterlagen geht im Wesentlichen zweierlei 
hervor. Erstens entspricht der Erhalt von möglichst vielen Bäumen und der Erhalt des 
Lehrpfades für den Biologieunterricht nicht nur einem erklärten Ziel des aufgelegten 
Projektes. Die Schonung des Baumbestandes und die Erhaltung des Lehrpfades 
entsprechen auch einem gewichtigen öffentlichen Interesse. Dies wird insbesondere dadurch 
unterstrichen, dass sich die Mehrzahl der Bäume, welche gefällt werden soll, innerhalb des 
Schutzplanes des Reglements über den Baumschutz in der Gemeinde Altdorf (Altdorfer 
Rechtsbuch 40.14; nachfolgend: Baumschutzregl.) befindet. Nebst den in Art. 5 lit. a bis d 
Baumschutzregl. aufgeführten Gründen wird die Bewilligung für die Beseitigung eines 
Baumes gemäss lit. e dann erteilt, wenn andere eindeutig überwiegende öffentliche oder 
private Interessen die Beseitigung des Baumes erfordern. Im Rahmen der 
Interessenabwägung ist namentlich der Wert des zur Beseitigung beantragten Baums für das 
Orts- und Landschaftsbild sowie seine ökologische Bedeutung und die Möglichkeit eines 
vollwertigen Ersatzes durch Neuanpflanzung zu berücksichtigen.  
 
5.5.2 Nebst dem Umstand, dass es sich beim Erhalt des Baumbestandes um ein 
gewichtiges öffentliches Interesse handelt, geht aus den aktenkundigen Unterlagen zweitens 
hervor, dass wesentliche Abklärungen hierzu nicht erfolgt sind. So verlangte das Amt für 
Raumentwicklung umfangreiche Abklärungen zu den zu fällenden Bäumen und der 
Ausgeglichenheit der Ökobilanz und hat im kommunalen Baubewilligungsverfahren 
entsprechende Auflagen beantragt. Die verlangten Abklärungen erscheinen berechtigt, 
können aber nicht bloss als Auflage verfügt werden, denn sie sind grundlegend, um die 
Fragen zum Baumbestand überhaupt beantworten respektive das entsprechende Interesse 
überhaupt sinnvoll einordnen und gegenüber anderen Interessen abwägen zu können. Diese 
Abklärungen sind mit anderen Worten wesentlich, um die Genehmigungsfähigkeit des 
Strassenbauprojektes beurteilen zu können (vergleiche Art. 26 Abs. 1 StrG sowie E. 4.3 
hievor) und können dementsprechend nicht auf nach der Genehmigung verschoben werden. 
Im Übrigen ergibt sich aus den Akten nicht, dass beispielsweise nur kranke und artenfremde 
Bäume gefällt werden sollen, was an sich einem Projektziel entsprechen würde (vergleiche 
E. 5.4 hievor). Auch ist nicht ersichtlich, dass der Baumlehrpfad erhalten bliebe; im Gegenteil 
sollen zehn Bäume des Lehrpfades gefällt werden, ohne dass klar ist, ob und wie die Bäume 
ersetzt werden sollen. Aus den Projektunterlagen ist lediglich ersichtlich, dass als 
Kompensation sechs Bäume neu gepflanzt werden sollen. Würde man unter dem Aspekt der 
Lehrpfaderhaltung annehmen, es könnten diese sechs Bäume in den Lehrpfad integriert 
werden, so verbliebe immer noch ein Defizit von vier Bäumen. Es ist weder ersichtlich, wie 

dieses Defizit ausgeglichen werden könnte, noch lässt sich den Akten oder den 
angefochtenen Entscheiden entnehmen, inwiefern aus überwiegenden anderen Interessen 
ein solches Defizit allenfalls hinzunehmen wäre. Somit ergibt sich, dass bei der 
Plangenehmigung ein wesentliches Interesse nicht ausreichend ermittelt und beurteilt wurde, 
weshalb die Plangenehmigung schon aus diesem Grund aufzuheben und die Sache an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist (vergleiche E. 4.3 hievor). Aus prozessökonomischen 
Gründen rechtfertigt es sich, nachfolgend dennoch auf einige weitere Beschwerdepunkte 
einzugehen. 
 
6. 
6.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei eine valable Variante, die Bushaltestelle an 
der Klausenstrasse Richtung Bürglen unmittelbar nach dem Kreisel ungefähr an der Stelle, 
wo sich die Bushaltestelle heute befinde, anzuordnen. Die von der Vorinstanz als erforderlich 
erachtete Länge der Haltestelle von 74,5 Metern gelte wohl für eine Haltestelle mit Busbucht, 
nicht aber für eine gerade Fahrbahnhaltestelle, wie vom Beschwerdeführer vorgeschlagen. 
Es stimme nicht mit dem Lösungsvorschlag des Beschwerdeführers überein, dass für die 
Lösung des Beschwerdeführers mehr Bäume gefällt werden müssten. Im Vorschlag gemäss 
der Einsprache vom 19. Oktober 2019 sei kein Multifunktionsstreifen vorgesehen, weshalb 
keine Bäume gefällt werden müssten. In den Beilagen zum Protokoll der 
Einigungsverhandlung 201218-1 habe der Beschwerdeführer eine Variante gezeichnet, die 
einen bis drei Bäume betreffe. In der Variante Verlegung der Bushaltestelle vor den Kreisel 
seien gar keine Bäume betroffen. Die Vorinstanz mache geltend, die Integration der 
Bushaltestelle in die Kreiselausfahrt würde zu einer massiv verbreiterten Fahrbahn führen, 
weshalb der Fussgängerstreifen aufgrund der grossen Strassenbreite sowie der 
eingeschränkten Sichtverhältnisse auf den Wartebereich des Fussgängerstreifens 
aufgehoben werden müsste. Dies könnte jedoch, wie der Beschwerdeführer geltend macht, 
durch eine verbreiterte Mittelinsel kompensiert werden. Mit Verweis auf die Sichtverhältnisse 
im Wartebereich des Fussgängerstreifens bei der Feinbäckerei Hauger weise die Vorinstanz 
den Vorschlag des Beschwerdeführers ab. Hierbei verkenne sie, dass die Sichtverhältnisse 
insbesondere auch von der Geschwindigkeit abhängen würden. Mit dem vom 
Beschwerdeführer geforderten Tempo 30 könnten allfällig reduzierte Sichtverhältnisse 
kompensiert werden. Die erforderliche Sichtweite sinke bei Tempo 30 auf 25 Meter 
gegenüber 55 Meter bei Tempo 50. Weiter sei der Fussverkehr sehr umwegsensibel. Wenn 
kein Fussgängerstreifen vorhanden sei, werde die Strasse ohne Querungshilfe auf dem 
kürzesten Weg überquert. Dies stelle ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. 
 
6.2 Die Vorinstanz führte im angefochtenen Beschluss Nr. 2021-4 vom 12. Januar 2021 
betreffend Umbau Bushaltestellen Kollegium Klausenstrasse zur strittigen Belassung der 
Bushaltestelle Richtung Bürglen am heutigen Standort aus, es müssten beim Vorschlag des 
Beschwerdeführers im Bereich des Kreisels Kollegium circa fünf bis sechs Bäume gefällt 
werden. Hierdurch könnten dann maximal sechs Alleebäume erhalten werden, da aufgrund 
der erforderlichen Länge der Bushaltestelle (74,5 Meter) mindestens vier Alleebäume 
entfernt werden müssten. Sollte die Bushaltestelle in die Kreiselausfahrt integriert werden, so 
würde hieraus eine massiv verbreiterte Fahrbahn resultieren. Der Fussgängerstreifen in 
diesem Bereich müsste aufgrund der grossen Strassenbreite und der eingeschränkten 
Sichtverhältnisse aufgehoben werden, was ebenfalls eine Verschlechterung der Fussweg-
verbindung bedeuten würde. Zudem müsste der Fussgängerstreifen bei der Feinbäckerei 
Hauger weiter Richtung Bürglen verschoben werden, da der Abstand zwischen dem Kreisel 
Kollegium und dem vorhandenen Fussgängerstreifen nicht ausreichend sei, um die geplante 
Bushaltestelle ausbilden zu können. Die geplanten Fusswegverbindungen seien durch den 
Verkehrsplaner hinsichtlich der Zumutbarkeit überprüft und als akzeptabel angesehen 
worden. Durch die Aufwertung des Fussgängerstreifens bei der Feinbäckerei Hauger sowie 
der geplanten direkten Verbindung der beiden Bushaltestellen über das Areal des 
Kollegiums werde die Aufhebung des Fussgängerstreifens bei der Kreiselausfahrt Richtung 
Bürglen kompensiert.  
 

6.3 In der Vernehmlassung vom 12. März 2021 an das Gericht führt die Vorinstanz aus, die 
geplante Länge der Bushaltestelle von 74,5 Meter sei nötig. Die vom Beschwerdeführer 
vorgebrachte Variante der geraden Anfahrt sei nicht umsetzbar. Dies sei auch der Fall, wenn 
man davon ausginge, dass die Bushaltestelle als Fahrbahnhaltestelle ausgebildet würde. 
Gemäss der Projektierungsrichtlinie für Infrastrukturanlagen Nr. 4.03.01c der Basler 
Verkehrsbetriebe müsse auch bei einer Fahrbahnhaltestelle von einer Projektierungslänge 
von 73 bis 83 Meter ausgegangen werden (Annahme Fall R, Anfahrt ab Schattdorf). Es sei 
eine ausreichend dimensionierte geradlinige Anfahrtsstrecke notwendig. Es müsse 
berücksichtigt werden, dass der Bus den Randstein im Haltestellenbereich nicht mehr wie 
heute üblich überschwenken könne. Der Fussgängerstreifen bei der Feinbäckerei Hauger 
müsste ausserdem weiter Richtung Bürglen verschoben werden, da der Abstand zwischen 
dem Kreisel Kollegium und dem vorhandenen Fussgängerstreifen nicht ausreichend sei, um 
die geplante Bushaltestelle ausbilden zu können. Bei der Umsetzung des Lösungsvorschlags 
des Beschwerdeführers könnte zudem keine Schutzinsel ausgebildet werden. Sollte die 
Bushaltestelle in die Kreiselausfahrt integriert werden, so würde hieraus eine massiv 
verbreiterte Fahrbahn resultieren. Der Fussgängerstreifen müsste in diesem Bereich 
aufgrund der grossen Strassenbreite und der eingeschränkten Sichtverhältnisse aufgehoben 
werden. Um zumindest die Sichtverhältnisse auf den südlichen Wartebereich des 
Fussgängerstreifens gewährleisten zu können, müsste der komplette Kurveninnenbereich 
beim Kreisel Kollegium abgetragen werden. 
 
6.4  
6.4.1 Aus den Planunterlagen ergibt sich, dass die Bushaltestelle Kollegium auf der 
Klausenstrasse Richtung Bürglen im Vergleich zum heutigen Standort rund 50 Meter 
Richtung Osten beziehungsweise Richtung der Ortschaft Bürglen verschoben werden soll. 
Am neuen Standort befinden sich heute Alleebäume (Rosskastanien), welche sich innerhalb 
des kommunalen Schutzplanes befinden (vergleiche E. 5.5 hievor). Diese müssten der 
neuen Bushaltestelle weichen und gerodet werden. Heute befindet sich die Bushaltestelle 
wenige Meter nach der Kreiselausfahrt unmittelbar nach dem Fussgängerstreifen, welcher 
zwischen Kreiselausfahrt und Bushaltestelle markiert ist. Dem heutigen Fussgängerstreifen 
an dieser Stelle kommt eine erhebliche Bedeutung zu, nachdem an dieser Stelle ein starker 
Querungswunsch durch Umsteiger besteht (siehe Studie Kreisel Kollegium vom 06.09.2019 
A3). Dass ein starker Querungswunsch besteht, erscheint nachvollziehbar, befindet sich in 
unmittelbarer Nähe des Fussgängerstreifens auf der nördlichen Seite der Klausenstrasse die 
Bushaltestelle in Richtung Altdorf, sodass Buspassagiere, welche von Bürglen nach 
Schattdorf gelangen wollen, hauptsächlich hier die Strasse überqueren, um zur 
Gotthardstrasse zu gelangen, wo sich die Haltestelle des Busses Richtung Schattdorf 
befindet. Die Bushaltestelle auf der Klausenstrasse Richtung Altdorf wird gemäss 
aufgelegtem Projekt auch in Zukunft am heutigen Standort verbleiben. Der 
Fussgängerstreifen soll jedoch verschwinden; die Fussgänger beziehungsweise die 
Umsteiger sollen in Zukunft über den Fussgängerstreifen gehen, welcher ausgangs des 
nördlichen Kreiselarms markiert ist, oder dann den Fussgängerstreifen bei der Feinbäckerei 
Hauger benutzen (dazu sogleich E. 6.4.2) und über das Schulareal zur Gotthardstrasse 
gelangen. Die beiden Bushaltestellen Kollegium Klausenstrasse und Gotthardstrasse sollen 
nämlich eine Verbindung, welche über das Schulareal verläuft, erhalten (vergleiche Plan 
«Situation Gestaltung 1:200» vom 04.09.2020 im Dossier Umgestaltung Umgebung 
Kollegium). 
 
6.4.2 Weiter ist geplant, dass der Fussgängerstreifen auf der Klausenstrasse bei der 
Feinbäckerei Hauger am heutigen Standort verbleibt. Dieser Fussgängerstreifen befindet 
sich Richtung Bürglen rund 50 Meter vom Kreisel entfernt. Er stellt ungefähr auf der Höhe 
der Feinbäckerei Hauger, welche sich auf der nördlichen Seite der Klausenstrasse befindet, 
die Fussgängerquerung für den Fussgängerverkehr zwischen Altdorf (von der 
Hochmühlegasse kommend) und Schattdorf sowie umgekehrt sicher (Studie Kreisel 
Kollegium vom 06.09.2019 A3). Der Fussgängerstreifen soll gemäss aufgelegtem Projekt 
neu mit einer Schutzinsel versehen werden. 

 
6.4.3 Der Beschwerdeführer hat im Einspracheverfahren vorgebracht (Einsprache vom 
19.10.2020, S. 7), gemäss den Richtlinien des Kantons Aargau sollten Bushaltestellen nach 
Kreiseln möglichst nahe beim Kreisel liegen (siehe Kanton Aargau, Departement Bau, 
Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau, Empfehlungen Bushaltestellen vom 23.01.2017, S. 
7, online einsehbar [nachfolgend: Empfehlungen Aargau]). Als Lösungsvorschlag wurde eine 
Variante vorgeschlagen, in welcher der Kurvenradius der vorspringenden «Nase» des 
Kreisels zwischen Gotthard- und Klausenstrasse etwas verkleinert werde, womit sich eine 
direktere Anfahrt der Busse an die Haltestelle Richtung Bürglen ergebe. Diese Variante sähe 
die Bushaltestelle – anders als das aufgelegte Projekt – ungefähr an der heutigen Stelle vor. 
Im Zusammenhang mit dieser Variante wies der Beschwerdeführer auf eine deutsche 
Publikation hin, in welcher das Beispiel einer Bushaltestelle nach einem Kreisel skizziert 
wird. Diesem Beispiel folgend würde die vorspringende «Nase» des Kreisels praktisch 
komplett abgetragen und die Bushaltestelle gleichsam in die Kreiselausfahrt integriert. Diese 
Variante entsprach allerdings nicht einem eigentlichen Alternativvorschlag des 
Beschwerdeführers. Vielmehr sollte damit die Problematik mit dem Kurvenradius aufgezeigt 
werden, welcher gemäss tatsächlich vorgeschlagener Variante des Beschwerdeführers 
lediglich «etwas» zu verkleinern sei. Im angefochtenen Beschluss Nr. 2021-4 vom 12. 
Januar 2021 wird in dieser Hinsicht teilweise nicht differenziert. So wird ausgeführt, dass bei 
einer Umsetzung des Lösungsvorschlags des Beschwerdeführers im Bereich des Kreisels 
fünf bis sechs Bäume gefällt werden müssten und eine massiv verbreiterte Fahrbahn 
resultieren würde, sollte die Bushaltestelle in die Kreiselausfahrt integriert werden. Dabei 
übersieht die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer eine solche (tatsächlich mit massiven 
Eingriffen verbundene) Variante gar nicht eigentlich vorgeschlagen hat. Die Variante des 
Beschwerdeführers (siehe Variante 201218-1, Beschwerdebeilage 5) sieht viel geringere 
Eingriffe vor und propagiert nicht eine komplette Integration der Bushaltestelle in die 
Kreiselausfahrt. Soweit die Vorinstanz auf die ernsthaft in Betracht fallende Alternativvariante 
des Beschwerdeführers (dazu die weiteren Erwägungen nachfolgend) insoweit nicht 
ausreichend eingeht, verletzt sie ihre Pflicht zur sorgfältigen und transparenten Prüfung 
solcher Varianten (vergleiche E. 4.3 hievor). 
 
6.5 Aus der Studie Kreisel Kollegium vom 6. September 2019 ist ersichtlich (B1), dass die 
Sollsichtweite auf den südlichen Wartebereich des Fussgängerstreifens an der östlichen 
Kreiselausfahrt (siehe E. 6.4.1 hievor) bei einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 
Km/h 25 Meter beträgt. Aus der Studie ist weiter ersichtlich (C1), dass im Sinne einer 
Optimierung des östlichen Kreiselastes durch eine relativ geringe Erweiterung des 
Strassenraumes zulasten des Kollegiareals die Sollsichtweite offenbar gewährleistet werden 
kann. So sei durch die Verbesserung der Befahrbarkeit und Anordnung einer 
Fussgängerquerung (inklusive Sicherstellung der Sichtverhältnisse) eine Erweiterung auf das 
Kollegi-Areal erforderlich. Aufgrund der planerischen Darstellung erscheint diese 
Erweiterung, wie gesagt, relativ gering. Insofern kann die Feststellung der Vorinstanz, die 
Sichtweiten am betreffenden Fussgängerstreifen könnten nur mit einer «kompletten 
Abtragung» des Kurveninnenbereichs sichergestellt werden, nicht nachvollzogen werden. 
Auch erscheint damit das Hauptargument der Vorinstanz gegen diesen Fussgängerstreifen 
widerlegt. Die Studie a.a.O. geht jedenfalls unter Ausführung der aufgezeigten, prima vista 
eher moderaten Optimierungsmassnahmen von der Markierung eines Fussgängerstreifens 
an dieser Stelle aus. Wie der Beschwerdeführer zudem zurecht vorbringt, sind die 
Sichtweiten unter anderem abhängig von der signalisierten Geschwindigkeit. Namentlich 
verringert sich in der Regel die erforderliche Sichtweite bei der Herabsetzung der 
Höchstgeschwindigkeit beispielsweise von 50 auf 30 Km/h (vergleiche Entscheid Obergericht 
des Kantons Uri vom 07.07.2017, OG V 16 43, publ. in Rechenschaftsbericht über die 
Rechtspflege des Kantons Uri in den Jahren 2016 und 2017, Nr. 31 S. 137 E. 7c). Insofern 
wäre die Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit allenfalls eine prüfenswerte Option, 
soweit die Sichtweiten mit dem höheren Geschwindigkeitsregime ohne verhältnismässige 
bauliche Anpassungen nicht zu erreichen wären. Da die Sichtweite gemäss der Studie a.a.O. 
mit einer relativ geringen Anpassung des Strassenraumes bei einer signalisierten 

Geschwindigkeit von 50 Km/h erreicht werden zu können scheint, scheint sich in der 
vorliegenden Sache die Anordnung einer herabgesetzten Höchstgeschwindigkeit – 
zumindest mit Bezug auf die Sichtweitenproblematik auf den südlichen Wartebereich des 
Fussgängerstreifens – aber nicht aufzudrängen. Die Sichtweitenproblematik scheint mit 
anderen Worten mit verhältnismässigen Anpassungen auch mit einem 
Geschwindigkeitsregime von 50 Km/h lösbar zu sein. Da sich die Vorinstanz mit dieser Frage 
nicht genügend auseinandersetzt und stattdessen mit nicht nachvollziehbaren Motiven davon 
ausgeht, dass die Sichtweiten nur unter massiven Eingriffen (komplette Abtragung 
Kurveninnenbereichs) gewährleistet werden können, kann nicht abschliessend beurteilt 
werden, wie es sich damit letztlich verhält. Jedenfalls aber hat die Vorinstanz eine valable 
Alternative nicht ausreichend geprüft. Die Vorinstanz legt jedenfalls nicht schlüssig dar, 
weshalb die Sichtweiten an der hier betroffenen Stelle mit den Anpassungen gemäss der 
Studie a.a.O. nicht erreicht werden könnten. Bei der erneuten Prüfung des Projekts wird sich 
die Vorinstanz mit dieser Frage befassen müssen. 
 
6.6  
6.6.1 Die Vorinstanz geht weiter davon aus, dass die Projektierungslänge der Bushaltestelle 
von insgesamt 74,5 Meter zwingend notwendig sei. Diese Länge setzt sich aus einer freien 
Anfahrtslänge von 40 bis 50 Metern, einer Haltekantenlänge von 15 Metern sowie einer 
freien Wegfahrtslänge von 18 Metern zusammen (Vernehmlassung Vorinstanz vom 
12.03.2021 S. 13). Die Vorinstanz stützt sich hierbei auf die Projektierungsrichtlinie Nr. 
4.03.01c der Basler Verkehrsbetriebe (siehe E. 6.3 hievor). Eine Konsultation dieser 
Richtlinie ergibt, dass es sich hierbei lediglich um eine Grobbeurteilung der Befahrbarkeit 
handelt. Die Tabellen zu den An- und Wegfahrten respektive den entsprechenden An- und 
Wegfahrtslängen unterteilt nach Bustypen würden eine «erste grobe Einschätzung zur 
Befahrbarkeit mit den verschiedenen Bustypen» geben. Die Haltestelle selbst sei von allen 
Bustypen befahrbar. Für bestimmte Bustypen wird die Befahrung bei abnehmender An- 
respektive Wegfahrtlänge «kritisch», wobei dann eine vertiefte Prüfung der Befahrung 
vorzusehen sei, oder aber nicht oder nur mit Einschränkungen möglich, wobei dann eine 
alternative Lösung oder normale Haltekanten mit h=16cm vorzusehen seien. Die Richtlinie ist 
mithin als grobe Orientierung tauglich, welche anzugeben vermag, ab welcher An- und 
Wegfahrtlänge die An- und Wegfahrt jedenfalls, unterteilt nach Bustypen, unproblematisch ist 
(nämlich in allen in den Tabellen grün eingefärbten Bereichen) und wann eine Befahrbarkeit 
näher zu prüfen ist (orange oder rot eingefärbte Bereiche). Wenn eine Befahrung nicht 
möglich sein sollte, sind gemäss Richtlinie alternative Lösungen zu suchen; das heisst, es 
sind unter Berücksichtigung aller massgeblichen Interessen allenfalls auch Kompromisse 
einzugehen. Die Richtlinie gibt somit nicht in einem starren Sinne vor, dass eine bestimmte 
An- und Wegfahrtlänge in jedem Fall durchzusetzen wäre. Sie ist vielmehr als Richtlinie für 
eine durchgehend hohe (h=22cm) Haltekante konzipiert. Sie sagt nichts darüber aus, ob aus 
überwiegenden anderen Interessen allenfalls einer Haltekante von nur 16cm oder einer 
Kombination von hoher (22cm) und gesenkter (16cm) Haltekante der Vorzug zu geben ist, 
weil die An- und Wegfahrtlängen für eine durchgehende hohe Haltekante nicht mit 
verhältnismässigen Mitteln umsetzbar sind. Unter Aspekten der behindertengerechten 
Anpassung von Bushaltestellen sind denn auch verschiedene Varianten abweichend von der 
Ideallösung denkbar, soweit sich eine solche aufgrund der örtlichen Verhältnisse – 
namentlich zu erhaltender Bäume, die eine Anpassung der Kantenhöhe verhindern – nicht 
umsetzen lässt (Verband öffentlicher Verkehr [VÖV], Leitfaden barrierefreie Bushaltestellen, 
Ausgabe Mai 2019, S. 11 Ziff. 4.3). Eine denkbare Alternativvariante wäre beispielsweise 
eine «Kissenlösung», welche eine Erhöhung der Haltekante auf 22cm nur, aber immerhin, im 
Bereich des Einstiegs durch Rollstuhlfahrer vorsähe, ansonsten aber mit einer Haltekante 
von 16cm ausgerüstet wäre (siehe Beilage zur Arbeitshilfe BehiG im Kanton Graubünden, 
Muster-Bushaltestellen, Version 1.0 vom 26.03.2019, Nr. 14, online einsehbar). Dies erlaubte 
es, einen Teil der Haltekante zu überwischen, was bei unzureichender An- und 
Wegfahrtlänge allenfalls erforderlich wäre.  
 

6.6.2 Was die Frage der Überwischung der Haltekante betrifft, ist im Weiteren Folgendes 
festzustellen: Aus der Studie a.a.O. ist ersichtlich, dass verschiedene Schleppkurven geprüft 
wurden. Unter anderem wurde die Schleppkurve eines Standardbusses von 12 Metern 
Länge geprüft (B5). Aus der entsprechenden Darstellung ist ersichtlich, dass der Bus 
(Fahrbeziehung Schattdorf - Bürglen) den Rand des südlichen Trottoirs auf der 
Klausenstrasse lediglich zwischen Kreiselausfahrt und heutigem Standort der Bushaltestelle 
mit der Karrosserie (Sicherheitsabstand) leicht überschleppt. Es ist nicht ohne Weiteres 
ersichtlich, warum zur Sicherstellung der Überschleppung in diesem Bereich als Kompromiss 
nicht eine überwischbare tiefere Haltekante von 16cm und erst anschliessend eine Erhöhung 
der Haltekante auf 22cm vorgesehen werden könnte, zumal der Hauptteil der Bushaltestelle 
erst nach der kritischen Stelle des Überschwischens zu liegen käme. Aus der Studie a.a.O. 
ist weiter ersichtlich, dass auch die Schleppkurven eines Gelenkbusses mit einer Länge von 
18,75 Metern geprüft wurden (B4). Dies allerdings nicht auf der Fahrbeziehung Schattdorf - 
Bürglen. Das ist insofern bemerkenswert, als dass die angemessene Ausgestaltung einer 
Bushaltestelle unter anderem vom Bustyp abhängig ist, welcher die Bushaltestelle anfährt 
(siehe E. 6.6.1 hievor). Offenbar scheinen die Planer davon ausgegangen zu sein, dass auf 
der Klausenstrasse, Fahrbeziehung Schattdorf - Bürglen, auf absehbare Zeit keine 
Gelenkbusse zum Einsatz kommen werden (so wie dies im Übrigen heute der Fall ist). 
Insoweit könnte offenbleiben, ob die Überschleppproblematik der Busse über die 
Befahrbarkeit mit dem Standardbus hinaus für die Planung der konkreten Bushaltestelle 
überhaupt eine Relevanz hätte. Wollte man dennoch hilfsweise auf die Schleppkurven eines 
Lastwagens mit Anhänger (Studie a.a.O. B2) abstellen, so ergäbe sich aber ebenfalls, dass 
sich lediglich im Bereich zwischen Kreiselausfahrt und beginnender Bushaltestelle eine 
Überschleppung ergäbe. Hernach, das heisst im Hauptbereich der Bushaltestelle, ist ein 
Überschleppen nicht ersichtlich, weshalb nicht ohne Weiteres nachvollziehbar ist, weshalb in 
diesem Bereich nicht eine nicht überschleppbare höhere Haltekante von 22cm sollte 
realisiert werden können.  
 
6.6.3 Die Ausführungen zeigen, dass die vorinstanzliche Annahme, die Bushaltestelle müsse 
zwingend über eine Projektierungslänge von 74,5 Metern verfügen, einer Überprüfung nicht 
standhält. Gestützt auf eine Grobbeurteilung (vergleiche E. 6.6.1 hievor) und ohne 
ausreichende Ermittlung der massgeblichen Interessen (insbesondere Baumbestand) kann 
eine grundsätzlich vielversprechende Alternativvariante (Bushaltestelle ungefähr an der 
heutigen Stelle) jedenfalls nicht ausgeschlossen werden. Insoweit die Vorinstanz gestützt auf 
die Projektierungslänge von 74,5 Metern weiter davon ausgeht, dass der Fussgängerstreifen 
bei der Feinbäckerei Hauger weiter Richtung Bürglen verschoben werden müsste, wenn die 
Bushaltestelle am heutigen Standort verbliebe, ist auch diese Feststellung in Frage zu 
stellen, nachdem fraglich ist, ob die geltend gemachte Projektierungslänge tatsächlich 
zwingend ist. Im Übrigen dürfte eine moderate Verschiebung des Fussgängerstreifens 
Richtung Bürglen nicht a priori entscheidend ins Gewicht fallen. Der Fussgängerstreifen hat 
gewiss eine Bedeutung für den Fussgängerverkehr zwischen Altdorf und Schattdorf 
(vergleiche Studie a.a.O. A3). Indessen dürfte dieser Fussgängerverkehr nicht gleich 
umwegsensibel sein wie derjenige im Zusammenhang mit umsteigenden Buspassagieren. 
Namentlich dürfte ein Umweg von wenigen Metern kaum entscheidend ins Gewicht fallen, 
wenn andererseits eine Bushaltestelle realisiert werden könnte, welche die verschiedenen 
anderen Interessen besser in Einklang bringen könnte; namentlich – bei gleichzeitig 
ausreichender Berücksichtigung der Interessen des behindertengerechten Zustiegs – den 
geschützten Baumbestand besser schonte. 
 
6.7  
6.7.1 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz nicht 
nachvollziehbar aufzeigt, weshalb eine Variante, welche die Realisierung der Bushaltestelle 
auf der Klausenstrasse Richtung Bürglen ungefähr am heutigen Standort vorsähe, 
ausscheiden müsste und nur die Variante gemäss aufgelegtem Projekt die Interessen 
möglichst allseitig wahrt. Sie zeigt insbesondere nicht auf, inwiefern eine abgestufte 
Haltekante allenfalls unter moderater Verschiebung des Fussgängerstreifens bei der 

Feinbäckerei Hauger unter Umständen eine vertretbare Alternativlösung sein könnte. 
Immerhin könnte mit der Realisierung der Bushaltestelle am heutigen Standort womöglich 
ein relativ erheblicher Eingriff in den geschützten Baumbestand auf dem Kollegiareal 
vermieden werden, weshalb eine solche Variante einen erheblichen Vorteil bringen könnte. 
Auch wäre die Bushaltestelle näher bei der Haltestelle auf der Gotthardstrasse, was für 
Umsteiger zweifellos ein Vorteil wäre und den Interessen des öffentlichen Verkehrs diente. 
Auch scheint eine Verbindung über das Kollegiareal zwischen der Bushaltestelle auf der 
Klausenstrasse am heutigen Standort und der Bushaltestelle auf der Gotthardstrasse nicht 
schlechterdings unumsetzbar, auch wenn dem Vorschlag des Beschwerdeführers, die 
Fussgänger seien hinter dem Spitzahorn durchzuführen, nicht stattzugeben wäre. Sowohl 
am Standort der heutigen Bushaltestelle auf der Klausenstrasse als auch am Standort der 
heutigen und zukünftigen Bushaltestelle auf der Gotthardstrasse besteht genügend 
Durchlässigkeit, um eine Fussgängerverbindung über das Kollegiareal unter Schonung des 
Baumbestandes vorzusehen. Jedenfalls liegt Gegenteiliges ohne nähere Abklärungen nicht 
auf der Hand.  
 
6.7.2 Die Vorinstanz ist verpflichtet, ernsthafte Alternativvarianten zu prüfen und ihre Gründe 
darzulegen, weshalb eine solche allenfalls dennoch zu verwerfen ist. Die Vorinstanz wird 
deshalb nach Durchführung ergänzender Abklärungen in einem Variantenentscheid 
aufzuzeigen haben, inwiefern die Realisierung der Bushaltestelle auf der Klausenstrasse 
Richtung Bürglen am gemäss aufgelegtem Projekt vorgesehenen Standort der Realisierung 
der Bushaltestelle am heutigen Standort vorzuziehen ist. Allenfalls ergibt der 
Variantenentscheid unter Berücksichtigung aller massgeblicher Interessen aber auch, dass 
die Bushaltestelle ungefähr am heutigen Standort zu realisieren ist. Die Sache ist deshalb 
zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die weiteren in diesem 
Zusammenhang in der Beschwerde vorgebrachten und hier nicht bereits abgehandelten 
Überlegungen sind von dieser erneuten Prüfung abhängig, weshalb hier nicht weiter darauf 
einzugehen ist.  
 
7. 
7.1 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Bushaltestelle an der Gotthardstrasse 
Richtung Altdorf beanspruche sehr viel Platz, weil Bushaltestelle, Radstreifen und Fussweg 
nebeneinander vorgesehen seien. Es sei in der Einsprache vom 19. Oktober 2020 
vorgeschlagen worden, die Velos über die Bushaltestelle zu leiten. So könne Platz gespart 
werden und die Rodung von direkt hinter der Kollegimauer stehenden Bäumen könne 
verhindert werden. Die Vorinstanz habe diesen Einsprachepunkt in keinem der 
angefochtenen Beschlüsse behandelt, obwohl er sich auf das angefochtene Projekt beziehe. 
 
7.2 In den angefochtenen Beschlüssen, namentlich im Beschluss Nr. 2021-3 zur 
Bushaltestelle auf der Gotthardstrasse, finden sich keine Ausführungen zu diesem Thema. 
Das lässt sich dadurch erklären, dass die Vorinstanz davon ausging, dass die entsprechende 
Problematik nicht Teil des Strassenbauprojekts sei, sondern des gemeindlichen 
Baubewilligungsverfahrens. Mit Blick auf das zuvor Ausgeführte (E. 3.6 ff. hievor) hält dies 
einer Überprüfung nicht stand. Nachdem sich auch die Gemeindebaubehörde zu diesem 
Einsprachepunkt materiell nicht geäussert hatte, blieben diese Einwände respektive die 
damit verbundenen Alternativvorschläge unbeurteilt. In der Vernehmlassung an das Gericht 
vom 12. März 2021 (S. 17 f.) wird eine kurze Begründung hierzu nachgereicht. Damit hat die 
Vorinstanz zumindest eine summarische Prüfung des Einsprachepunktes respektive der 
Alternativvarianten vorgenommen. Sollten die Einwände beziehungsweise Vorschläge des 
Beschwerdeführers mit gewichtigen Nachteilen verbunden sein oder keine wesentlichen 
Vorteile aufweisen, könnte der Mangel in den vorinstanzlichen Beschlüssen allenfalls geheilt 
werden (vergleiche BGer 1C_556/2013 vom 21.09.2016 E. 5.2). 
 
7.3 Die Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlassung vom 12. März 2021 aus (S. 17 f.), auch 
durch den Lösungsvorschlag des Beschwerdeführers könnten keine Bäume im Bereich der 
eigentlichen Haltestelle erhalten werden, da auch bei dieser Variante die Natursteinmauern 

tangiert würden. Es müsse sogar davon ausgegangen werden, dass mehr Bäume in diesem 
Bereich gerodet werden müssten. Grundsätzlich sollten Velostreifen zudem im Bereich der 
Bushaltestelle nicht unterbrochen werden. Durch die Unterbrechung der Radstreifen ergebe 
sich keine Kontinuität für Radfahrer. Weiter könne die maschinelle Schneeräumung auf dem 
neuen innenliegenden Trottoir bei der Variante des Beschwerdeführers nicht umgesetzt 
werden, da die Platzverhältnisse und Radien nicht eingehalten würden. In jedem Fall müsste 
der Bereich (auch direkt vor dem Haupteingang der kantonalen Mittelschule) asphaltiert 
werden, was wiederum aus denkmalschützerischer Sicht problematisch werde. 
 
7.4 
7.4.1 Die Vorinstanz bezieht sich bei ihrer Aussage, Velostreifen sollten im Bereich der 
Bushaltestelle nicht unterbrochen werden, auf die Arbeitshilfe Anlagen für den Veloverkehr 
des Kantons Bern vom 1. September 2021 (online einsehbar; nachfolgend Arbeitshilfe Bern). 
Der Vorinstanz ist zunächst entgegenzuhalten, dass gemäss der erwähnten Arbeitshilfe Bern 
bei Fahrbahnhaltestellen durchaus eine Unterbrechung des Velostreifens durch eine 
Bushaltestelle als adäquat erachtet wird (a.a.O. S. 20). Zutreffend ist, dass gemäss der 
Arbeitshilfe Bern bei Busbuchten ein durchgehender Radstreifen anzustreben ist, wobei dies 
bloss, aber immerhin, eine Richtlinie und nicht eine starre Vorgabe darstellt; namentlich ist 
ein Alternativfall 2 mit Unterbrechung des Velostreifens durchaus auch denkbar (a.a.O. S. 
21). Dem Plan Objekt K2 Gotthardstrasse «Situation Geometrie 1:200» vom 18. September 
2020 sowie dem Plan «Situation Baumbestand 1:200» vom 11. September 2020 (aus dem 
Dossier Umgestaltung Umgebung Kollegium) kann entnommen werden, dass für den neuen 
Personenunterstand und die nördlich anschliessende Anpassung der Mauer vier im 
kommunalen Schutzplan enthaltene Bäume (Sumpfzypresse, Bergahorn, Fächerahorn, 
Schwarzföhre) gefällt werden müssten. Bei der Variante des Beschwerdeführers würden die 
Velos über die Bushaltestelle geleitet; das heisst, der Velostreifen würde nicht zusätzlich 
neben der Bushaltestelle vorbeiführen, sondern in diese münden, sodass die Velofahrer in 
diesem Bereich über die Bushaltestelle fahren würden. Da der Velostreifen respektive der 
Veloverkehr gleichsam in die Bushaltestelle integriert würde, könnte diese beziehungsweise 
der Personenunterstand und die Haltekante grundsätzlich um die Breite des Velostreifens 
Richtung Strasse verschoben werden, ohne die Auto- und Lastwagenspur zu 
beeinträchtigen. Diese Verschiebung scheint durchaus geeignet zu sein, zumindest die 
Sumpfzypresse, den Fächerahorn und die Schwarzföhre zu erhalten. Damit könnten im 
Vergleich zum aufgelegten Projekt drei von vier Bäumen erhalten werden, was unter 
Aspekten des Interesses der Erhaltung des Baumbestandes ein gewichtiger Vorteil wäre. 
Inwiefern alle vier Bäume, welche immerhin im kommunalen Schutzplan enthalten sind, aus 
überwiegenden Interessen dennoch zu fällen wären, wird von der Vorinstanz nicht plausibel 
erklärt. Der Hinweis auf die Arbeitshilfe Bern ist jedenfalls alleine nicht zielführend, weil diese 
Richtlinie abweichende Kompromiss-Varianten, welche aufgrund von anderen Interessen – 
zum Beispiel des Erhalts des Baumbestandes – notwendig erscheinen, nicht ohne Weiteres 
ausschliesst.  
 
7.4.2 Die Vorinstanz verweist weiter darauf, dass die maschinelle Schneeräumung auf dem 
neuen innenliegenden Trottoir in der Variante des Beschwerdeführers nicht umgesetzt 
werden könnte. Diese sähe vor, dass die Fussgänger auf dem bestehenden Fussweg 
südlich des Haupteinganges des Kollegiums geführt würden. Die Argumente der Vorinstanz 
erweisen sich jedoch – zumindest in der Form wie sie im vorliegenden Verfahren 
vorgetragen wurden – als spekulativ. Das ergibt sich auch aus der Aktennotiz zur 
Einspracheverhandlung vom 25. November 2020, in welcher die Vorinstanz die maschinelle 
Schneeräumung noch als «vermutlich» nicht umsetzbar bezeichnete. Warum das in diesem 
Bereich nicht möglich sein sollte, erscheint dem Gericht allerdings nicht ohne Weiteres 
nachvollziehbar. Der heutige Fussgängerdurchgang auf dem Kollegiareal südlich des 
Haupteinganges ist ungefähr drei Meter breit. Der gemäss aufgelegtem Projekt Richtung 
Schattdorf geplante Fussgängerdurchgang im Anschluss an die Bushaltestelle, welcher 
ungefähr parallel zum heutigen Durchgang realisiert werden soll, weist gemäss Projekt-
plänen eine Breite von rund zwei Metern auf (vergleiche Plan Objekt K2 Gotthardstrasse 

«Situation Geometrie 1:200» vom 18.09.2020). An der Breite kann es somit nicht liegen, 
dass die Schneeräumung nicht möglich sein sollte, dürfte doch ein breiterer Weg 
diesbezüglich vorteilhafter sein. Auch was die Radien betrifft, so ist nicht ohne Weiteres 
einsichtig, warum auf dem weitgehend geraden bestehenden Fussweg auf dem Kollegiareal 
hierzu ein Problem bestehen sollte. Sofern beim Durchgang zum Haupteingang bei der 
«Abzweigung» Richtung Süden diesbezüglich ein Problem bestehen sollte, ist nicht ohne 
Weiteres nachvollziehbar, weshalb hier nicht durch eine verhältnismässige Abflachung des 
Radius Abhilfe geschaffen werden könnte. Immerhin sieht das aufgelegte Projekt an dieser 
Stelle ohnehin die Rodung von bestehenden Bäumen (Buchs und Berberitze) vor, sodass 
eine Abflachung des Kurvenbereichs nicht a priori unmöglich erscheint. Im Übrigen 
spezifiziert die Vorinstanz nicht näher, wie die Schneeräumung vonstattengehen soll, 
weshalb letztlich nicht überprüfbar ist, ob die Schneeräumung tatsächlich nicht möglich sein 
sollte, wenn dem Vorschlag des Beschwerdeführers gefolgt würde. Weiter scheint die 
Vorinstanz davon auszugehen, dass die maschinelle Schneeräumung nur auf asphaltiertem 
Grund möglich ist. Auch dies ist in dieser pauschalen Form nicht nachzuvollziehen. Es dürfte 
zahlreiche Beispiele von nicht asphaltierten Flächen geben, welche maschinell geräumt 
werden (Fussgängerzonen in Altstädten etc.), sodass der Hinweis auf die Asphaltierung 
ohne nähere Einordnung nicht plausibel erscheint.  
 
7.4.3 Im Ergebnis hat die Vorinstanz eine Variante, welche gewichtige Vorteile bringen 
könnte, mit einer bloss summarischen Begründung verworfen, welche zudem nicht 
überzeugt. Damit hat die Vorinstanz ihre Pflicht zur Prüfung von ernstzunehmenden 
Alternativvarianten auch hinsichtlich der Bushaltestelle auf der Gotthardstrasse Richtung 
Altdorf verletzt. Die Sache ist auch diesbezüglich zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. 
 
8. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist aufgrund dieser Erwägungen begründet. Die 
weiteren in der Beschwerde vorgebrachten und hier nicht bereits abgehandelten 
Überlegungen sind im Wesentlichen von der erneuten Prüfung abhängig, weshalb hier nicht 
weiter darauf einzugehen ist. Das ist auch insofern sachgerecht, weil der 
Plangenehmigungsbehörde bei der Strassenplanung ein erheblicher Ermessensspielraum 
zukommt, welcher von der gerichtlichen Behörde nicht unnötig eingeschränkt werden soll. 
Namentlich verbleibt der Vorinstanz als Plangenehmigungsbehörde dadurch bei der 
vorliegend notwendigen Neubeurteilung der Sache respektive beim vorliegend notwendigen 
Variantenentscheid im Zusammenhang mit den Bushaltestellen auf der Klausenstrasse 
Richtung Bürglen sowie auf der Gotthardstrasse Richtung Altdorf ein grösserer 
Handlungsspielraum. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit dahingehend 
gutzuheissen, als dass die angefochtenen Beschlüsse der Vorinstanz Nr. 2021-3 und Nr. 
2021-4 vom 12. Januar 2021 aufzuheben sind und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne 
der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Da die Entscheide der 
Baukommission Altdorf vom 13. Januar 2021 über die Erteilung der Baubewilligung für die 
Umgestaltung der Umgebung Kollegium und die Behandlung der Einsprache des 
Beschwerdeführers ausserhalb ihrer sachlichen Zuständigkeit ergangen sind, ist der guten 
Ordnung halber deren Nichtigkeit festzustellen (zum Nichtigkeitsgrund der sachlichen 
Unzuständigkeit und der jederzeitigen Beachtung der Nichtigkeit von Amtes wegen: BGE 
137 I 273 E. 3.1).