# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a7f9d497-9d03-57a0-9949-0c5364385db8
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-23
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 23.10.2025 RR.2024.86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2024-86_2025-10-23.pdf

## Full Text

Entscheid vom 23. Oktober 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Giorgio Bomio-Giovanascini, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Marcel Steinegger 

und Rechtsanwältin Maeve Romano, 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT III DES KANTONS ZÜ-

RICH,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen 

an Deutschland 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2024.86 

 

 

 

 

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Sachverhalt: 

 

A. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart führt ein Ermittlungsverfahren gegen B., A. 

und C. wegen Kapitalanlagebetrugs. In diesem Zusammenhang gelangte die 

Staatsanwaltschaft Stuttgart mit Rechtshilfeersuchen vom 17. Juni 2022 an 

die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (nachfolgend «StA III ZH»). 

Sie ersuchte um Erhebung und Übermittlung von Unterlagen und Daten zu 

dem bei der Bank D. in Zürich geführten Konto 1 (act. 1.2). 

 

 

B. Mit Eintretensverfügung vom 23. September 2022 trat die StA III ZH auf das 

Rechtshilfeersuchen ein und verpflichtete die Bank D.1 und die Bank D. u.a., 

Bankunterlagen der Kontobeziehung mit der IBAN-Nr. 1 sowie hinsichtlich 

der Konti, Depots und Bankschliessfächer, die auf B., A. und/oder C. lauteten 

oder gelautet hatten bzw. an denen B., A. und/oder C. zumindest mitverfü-

gungsberechtigt oder wirtschaftlich berechtigt waren oder gewesen waren. 

Dabei wurde auch ein einstweilen bis zum 25. September 2023 befristetes 

Mitteilungsverbot erlassen. Diese Verfügung wurde dem Bundesamt für Jus-

tiz (nachfolgend «BJ») sowie der Bank D.1 und der Bank D. mitgeteilt  

(act. 1.3). 

 

 

C. Mit Schreiben vom 24. Januar 2024 teilte die StA III ZH der Bank D. und der 

Bank D.1 unter Bezugnahme auf die Eintretensverfügung vom 23. Septem-

ber 2022 mit, die Inhaber der entsprechenden Kontobeziehungen könnten 

nunmehr informiert werden, nachdem die StA III ZH von einer Verlängerung 

des Mitteilungsverbots abgesehen habe (act. 1.8). 

 

 

D. Mit Schlussverfügung (4) vom 13. Juni 2024 ordnete die StA III ZH an, der 

Staatsanwaltschaft Stuttgart Bankunterlagen betreffend das Konto mit der 

Stamm-Nr. 2, lautend auf A., von der Bank D. für den Zeitraum von Novem-

ber 2014 bis März 2021 herauszugeben. Diese Verfügung wurde dem BJ 

und der Bank E. als Rechtsnachfolgerin der Bank D. mitgeteilt (act. 1.5). 

 

 

E. Mit Schreiben vom 4. Juli 2024 stellte die Bank E. die Schlussverfügung (4) 

vom 13. Juni 2024 der F. AG zu Handen von A. zu (act. 1.6). 

 

 

- 3 - 

 

 

F. Mit Beschwerde vom 31. Juli 2024 gelangt A., vertreten durch Rechtsanwalt 

Marcel Steinegger und Rechtsanwältin Maeve Romano, an die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts und beantragt (act. 1): 

 

Die Schlussverfügung (4) der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 13. Juni 2024 

mit Gegenstand Konto Nr. 2, lautend auf A., bei der Bank D.1 (heute Bank E.), sei aufzuheben; 

 

unter Kosten und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der Beschwerdegegnerin. 

 

 

G. Die StA III ZH und das BJ teilten mit Schreiben vom 19. bzw. 22. August 

2024 mit, auf die Einreichung einer Beschwerdeantwort zu verzichten und 

die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde zu beantragen, sofern auf 

diese einzutreten sei (act. 6 und 7), was A. mit Schreiben vom 23. August 

2024 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 8). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Deutschland sind primär das 

Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in 

Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1), das hierzu ergangene zweite Zusatzproto-

koll vom 8. November 2001 (ZPII EUeR; SR 0.351.12) sowie der Vertrag 

vom 13. November 1969 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

und der Bundesrepublik Deutschland über die Ergänzung des EUeR und die 

Erleichterung seiner Anwendung (SR 0.351.913.61) massgebend. Ausser-

dem gelangen die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 

19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 

14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen [SDÜ]; CELEX-

Nr. 42000A0922[02]; Abl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19–62; Text 

nicht publiziert in der SR, jedoch abrufbar auf der Website der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft unter «Rechtssammlung zu den sektoriellen Ab-

kommen mit der EU», 8.1 Anhang A; https://www.fedlex.admin.ch/de/sector-

specific-agreements/EU-acts-register/8) zur Anwendung (TPF 2009 111 

E. 1.2). Günstigere Bestimmungen bilateraler oder multilateraler Überein-

künfte zwischen den Vertragsparteien bleiben unberührt (Art. 48 Abs. 2 SDÜ; 

Art. 26 Abs. 2 und 3 EUeR; Art. 28 ZPII EUeR). 

 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

finden das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; SR 

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351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 

Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) An-

wendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt nach 

dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn es geringere An-

forderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 149 IV 376 E. 2.1; 148 IV 314 

E. 2.1; 147 II 432 E. 3.1; 145 IV 294 E. 2.1; jeweils m.w.H.). Vorbehalten 

bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 145 IV 294 E. 2.1; 123 II 595 

E. 7c; TPF 2020 64 E. 1.1). 

 

1.3 Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 

sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 

lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (siehe Art. 12 

Abs. 1 IRSG). 

 

 

2.  

2.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen oder der ausführenden 

Bundesbehörde unterliegt zusammen mit den vorangehenden Zwischenver-

fügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafge-

richts (Art. 80e Abs. 1 IRSG). Die entsprechende Beschwerdefrist beträgt 

30 Tage (Art. 80k IRSG). Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persön-

lich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b 

IRSG). Als persönlich und direkt betroffen im Sinne des Art. 80h lit. b IRSG 

gilt namentlich der Kontoinhaber bei der Erhebung von Kontoinformationen 

(Art. 9a lit. a IRSV). 

 

2.2 Die Beschwerdekammer ist für die Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig. Das Vorliegen der übrigen Eintretensvoraussetzungen 

kann offenbleiben, da sich die Beschwerde, wie sich zeigen wird, als unbe-

gründet erweist. 

 

 

3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 

mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der Rechts-

hilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die aus der Be-

schwerde nicht hervorgehen (BGE 123 II 134 E. 1d; 122 II 367 E. 2d). 

 

 

- 5 - 

 

 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtli-

ches Gehör und bringt im Wesentlichen vor, er habe keine Gelegenheit er-

halten, vorgängig an den Erlass der Schlussverfügung sich auf konkrete und 

wirkungsvolle Weise zur Übermittlung der ihn betreffenden und herauszuge-

benden Bankunterlagen zu äussern und unter Angabe der Gründe geltend 

zu machen, welche Unterlagen etwa in Anwendung des Verhältnismässig-

keitsprinzips nicht herauszugeben seien. Selbst wenn er nach Aufhebung 

des Mitteilungsverbots von der Bank informiert worden wäre, wäre es für ihn 

aufgrund der Eintretensverfügung als Laie mit Wohnsitz im Ausland nicht er-

kennbar gewesen, dass er daraus habe Rechte ableiten können. Er sei nicht 

der Empfänger der Eintretensverfügung gewesen und daraus sei nicht ein-

mal hervorgegangen, ob und welche Dokumente die Beschwerdegegnerin 

den ersuchenden Behörden zu übermitteln beabsichtigt habe. Die Be-

schwerdegegnerin hätte den Beschwerdeführer vorgängig an den Erlass der 

Schlussverfügung über seine Bank auf konkrete und wirkungsvolle Weise 

über die beabsichtigte Übermittlung informieren müssen, damit dieser sein 

rechtliches Gehör hätte wahrnehmen können. Dies hätte auf die gleiche Art 

und Weise geschehen könne, wie die Beschwerdegegnerin in Bezug auf die 

Schlussverfügung vorgegangen sei. 

 

4.2 Der im Ausland ansässige Beschwerdeführer hatte bis zum Erlass der 

Schlussverfügung kein Zustellungsdomizil in der Schweiz im Sinne von Art. 9 

IRSV bezeichnet (vgl. auch Art. 80m Abs. 1 lit. b IRSG). Die Beschwerde-

gegnerin war damit nicht gehalten, dem Beschwerdeführer eine Frist anzu-

setzen, um sich zum Rechtshilfeersuchen und zu den herauszugebenden 

Beweismitteln zu äussern (vgl. LUDWICZAK GLASSEY, Entraide judiciaire in-

ternationale en matière pénale, 2018, N. 396; DIESELBE, Petit commentaire, 

2024, Art. 80m IRSG N. 11; je mit Hinweisen). Das erlassene Mitteilungsver-

bot wurde einstweilen bis zum 25. September 2023 befristet und nicht ver-

längert, was mit Schreiben vom 24. Januar 2024 an die Bank nochmals aus-

drücklich bestätigt wurde. Inwiefern es bis zum Erlass der Schlussverfügung 

vom 13. Juni 2024 der Bank nicht möglich gewesen wäre, den Beschwerde-

führer zu informieren, und dem Beschwerdeführer, der Beschwerdegegnerin 

ein Zustellungsdomizil in der Schweiz mitzuteilen (vgl. LUDWICZAK GLASSEY, 

a.a.O., N. 396), wird vom Beschwerdeführer nicht dargelegt und ist auch 

nicht ersichtlich. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nach Auf-

hebung des Mitteilungsverbots nicht umgehend ein Zustellungsdomizil in der 

Schweiz bezeichnet hat, durfte die Beschwerdegegnerin schliessen, der Be-

schwerdeführer habe damit auch auf sein Teilnahmerecht samt vorgängiger 

Anhörung verzichtet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.107/2006 vom 

10. August 2006 E. 2.5 in fine; Entscheid des Bundesstrafgerichts 

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RR.2023.19 vom 18. April 2024 E. 4.3.3). Die Beschwerdegegnerin hat da-

her den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör nicht ver-

letzt, indem sie die Schlussverfügung vom 13. Juni 2024 ohne vorgängige 

Anhörung des Beschwerdeführers erliess. 

 

 

5. Andere Rechtshilfehindernisse werden nicht geltend gemacht. Die Be-

schwerde ist mithin abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 

 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr 

ist auf Fr. 2'000.– festzusetzen (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 

StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bundesstrafge-

richts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafver-

fahren vom 31. August 2010 [BStKR; SR 173.713.162]), unter Anrechnung 

des entsprechenden Betrags an den geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 5'000.–. Die Bundesstrafgerichtskasse ist anzuweisen, dem Beschwer-

deführer den Restbetrag von Fr. 3'000.– zurückzuerstatten. 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt, un-

ter Anrechnung des entsprechenden Betrags am geleisteten Kostenvorschuss 

von Fr. 5'000.–. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, dem Be-

schwerdeführer Fr. 3'000.– zurückzuerstatten. 

 

 

Bellinzona, 24. Oktober 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Marcel Steinegger und Rechtsanwältin Maeve Romano 

- Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).