# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1e7a3c0-8059-5f60-805e-776c0311f670
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 04.05.2021 R 2019 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2019-60_2021-05-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 19 60, 61, 62

5. Kammer 

Vorsitz Meisser
Richter Audétat, Racioppi 

Aktuar Gross

URTEIL

vom 4. Mai 2021

in der Streitsache

A._____,
Beschwerdeführer 1

(Verfahren R 19 60)

und

B._____,
Beschwerdeführer 2

(Verfahren R 19 61)

- 2 -

und

Dr. C._____, 
Beschwerdeführer 3

(Verfahren R 19 62)

gegen 

Gemeinde D._____, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally,

Beschwerdegegnerin

und

E._____,

F._____, 

G._____, 

H._____, 

I._____, 

J._____, 

K._____, 

L._____, 

M._____, 

N._____, 

O._____, 

P._____, 

Q._____, 

- 3 -

R._____, 

S._____, 

U._____, 

V._____, 

W._____, 

X._____, 

Y._____, 

Z._____, 

Quartierplanbeteiligte

betreffend Quartierplan AA._____ (Revision, Einleitung)

- 4 -

1. Am 18. Juni 2019 erliess der Gemeindevorstand der Gemeinde D._____ 

den Einleitungsbeschluss zur Revision des bisher privaten Quartierplans 

AA._____ im Ortsteil AB._____ mit Ausdehnung des Beizugsgebiets und 

Landumlegung. Diesem Einleitungsbeschluss gingen vier öffentliche Aufla-

gen (2017/2018/2019) voraus. Gegen die letzte Auflage vom März/April 

2019 erhoben drei Eigentümer im Beizugsgebiet Einsprache. Es handelte 

sich dabei um die Eigentümer der Parzelle AC._____ (A._____), der Par-

zellen AD._____ und AE._____ (inzwischen vereinigt zu Parzelle 

AD._____; B._____) und der Parzellen AF._____ und AG._____ (Dr. 

C._____). Unter gleichzeitiger Abweisung der drei Einsprachen lautete der 

Einleitungsbeschluss vom 18. Juni 2019 im Einzelnen wie folgt:

1. Die Einsprachen von A.________, B._____ sowie Dr. C._____ werden abgewiesen, 
soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Revision des Quartierplans AA._____ mit Ausdehnung des Beizugsgebiets und 
Landumlegung (gemäss vierter Auflage) wird hiermit eingeleitet, und zwar mit folgen-
dem Zweck und folgendem Beizugsgebiet:
Zweck: Überprüfung und Anpassung des Quartierplans AA._____ vom 16. 

Februar 2000 an die aktuell geltende Grundordnung, das überge-
ordnete Recht sowie an die heutigen Bedürfnisse.

Überprüfung und zweckmässige Anpassung der Erschliessung im 
erweiterten Beizugsgebiet, namentlich (1) betreffend die nördliche 
AK._____ mit eventueller Übernahme dieser Strasse durch die Ge-
meinde und (2) betreffend Parzelle AE._____ und die in der Bau-
zone liegende Teilparzelle AL._____.  

Beizugsgebiet: Gemäss Plan "Einleitung/Beizugsgebiet 1:500", umfassend:

Bisheriges Quartierplangebiet gemäss "Alter Bestand 1:500", ge-
nehmigt am 16. Februar 2000, heute umfassend die Parzellen 
AM._____, AN._____, AO._____, AP._____ sowie Teilparzelle 
AQ._____. 

Erweiterung des Beizugsgebiets um folgende Parzellen: AR._____, 
AS._____, Teilparzelle AL._____, AT._____, AC._____, AU._____, 
AV._____, ganze Parzelle AQ._____, AD._____, AE._____, 
AF._____, AW._____, AX._____, AG._____, AY._____, AZ._____, 
BA._____, BB._____.

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2.1. Dagegen erhoben A._____ (Beschwerdeführer 1 im Verfahren R 19 60) am 

29. Juli 2019 Einsprache (recte: Beschwerde) beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden mit den Begehren um Sistierung des Einleitungsbe-

schlusses und Beseitigung des seit 1986/87 unrechtmässig geänderten 

Kurvenverlaufs auf ihrer Parzelle AC._____; worauf sie sich dann mit der 

Revision Quartierplan AA._____ befassen und wieder konstruktiv beim Zu-

fahrtssträsschen mit Ideen mitarbeiten würden. Diese Begehren wurden in 

zeitlicher Reihenfolge kurz begründet und erläutert.

2.2. Dagegen erhoben auch B._____ (Beschwerdeführer 2 im Verfahren R 19 

61) am 26. Juli 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit den folgenden zwei Anträgen:

1. Der Einleitungsbeschluss - Revision Quartierplan AA._____ mit Ausdehnung des Bei-
zugsgebietes und Landumlegung vom 18. Juni 2019 der Gemeinde D._____ ist in 
Bezug auf die Ausdehnung des Beizugsgebiets des Quartierplans AA._____ auf un-
sere Vormaligen Parzellen AD._____ und AE._____ bzw. nunmehr auf unsere Verei-
nigte Parzelle Nr. AD._____ aufzuheben.

2. Unabhängig von Antrag 1 ist zuhanden der Gemeinde D._____ festzustellen, dass 
unser Fuss- und Fahrwegrecht an der Privatstrasse der Parzelle Nr. AR._____ entlang 
der westlichen Grundstücksgrenze unserer Vormaligen Parzelle AD._____ bzw. nun-
mehr Vereinigten Parzelle Nr. AD._____ in vollem Umfang Bestandesschutz geniesst, 
seit die Parzelle Nr. AR._____ im Jahr 2007 in die Landwirtschaftszone eingezont 
wurde, so dass insbesondere die Fläche unserer Vormaligen Parzelle AE._____ auch 
weiterhin vom nördlichen Ende dieses Fuss- und Fahrwegrechts her entlang der In-
nenseite der nördlichen Grenze unserer Vereinigten Parzelle AD._____ erschlossen 
werden kann.

Zur Begründung brachten die Beschwerdeführer 2 vor, die Beschwerde-

gegnerin behaupte zu Unrecht, sie "müsse" die vereinigte Parzelle 

AD._____ in den bisher nur die Parzellen BC._____ und AQ._____ umfas-

senden Quartierplan AA._____ einbeziehen. Erstens, weil die vor 40 Jah-

ren bewilligte Erschliessung durch ihr Fuss- und Fahrwegrecht an der Pri-

vatstrasse entlang der Westgrenze der vormaligen Parzelle AD._____ nicht 

mehr legal sei, seit dieser Abschnitt 2007 der Landwirtschaftszone zuge-

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wiesen wurde. Zweitens, weil diese Privatstrasse weiter unten, nämlich 

dort, wo sie das bisherige Quartierplangebiet AA._____ in einer Westkurve 

umrunde, einen Erschliessungsmangel habe, der zu beseitigen sei, wo-

durch dann die Beschwerdeführer 2 einen Sondervorteil hätten. Drittens, 

weil die Wegführung der Privatstrasse in besagter Westkurve sowie die 

"Geometrie" im Mündungsbereich zur Kantonsstrasse und entsprechend 

auch der Inhalt ihres Fuss- und Fahrwegrechts geändert werden "müsse". 

Und viertens, weil diese Privatstrasse insgesamt ausgebaut werden 

"müsse" und die Beschwerdeführer 2 deshalb dann einen Sondervorteil 

hätten. Keiner dieser Gründe erweise sich aber bei genauerer Betrach-

tungsweise (im Detail Beschwerdeschrift S. 2-5) als stichhaltig. Die Be-

schwerdegegnerin behalte sich für den Ausbau der Zufahrtsstrasse zwei 

Varianten vor. Variante 1 entfalle als Grund für die Ausdehnung des Quar-

tierplans schon deshalb, weil ihr einziger Vorteil für die Beschwerdeführer 

2 gar kein Sondervorteil, sondern nur die Beseitigung (früher) erlittenen Un-

rechts darstellen würde. Nach Variante 2 würde die Beschwerdegegnerin 

die Privatstrasse ins Eigentum übernehmen und durch Teeren und Beto-

nieren zur Gemeindestrasse ausbauen. Dies wäre völlig unverhältnismäs-

sig, da es im Allgemeininteresse überhaupt nicht erforderlich sei, den Quar-

tierplan zwangsweise auf möglichst viele Wegberechtigte auszudehnen, 

nur um sie dann zur Kasse für einen angeblichen Sondervorteil bitten zu 

können. Die Beschwerdeführer 2 hätten für ihr völlig genügendes Fuss- und 

Fahrwegrecht bereits bezahlt und es stehe der Beschwerdegegnerin nicht 

zu, die Beschwerdeführer 2 zugunsten einer unnötigen Gemeindestrasse 

zu enteignen, wofür sie dann erst noch zusätzlich bezahlen sollten. 

Zum Antrag 2 brachten die Beschwerdeführer 2 vor, die Beschwerdegeg-

nerin dürfte den Bestandesschutz ihrer altrechtlichen Fuss- und Fahrweg-

rechte an der Privatstrasse nicht aberkennen. Wegen der Parzellenvereini-

gung (AD._____/AE._____) könne der Quartierplan nicht mehr auf sie aus-

gedehnt werden. Unabhängig vom Antrag 1 sei gerichtlich festzustellen, 

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dass das altrechtliche Fuss- und Fahrwegrecht – wie von der Beschwerde-

gegnerin schon vor 40 Jahren akzeptiert und seither nie beanstandet – 

auch für die Erschliessung desjenigen Teils der vereinigten Parzelle 

AD._____ benutzt werde dürfe, welcher der vormaligen Parzelle AE._____ 

entsprochen habe, womit diese Fläche auch weiterhin vom nördlichen 

Ende ihres Fuss- und Fahrwegrechts her entlang der Innenseite der nörd-

lichen Grenze der vereinigten Parzelle AD._____ erschlossen werden 

könnte.            

2.3. Dagegen erhob letztlich auch Dr. C._____ (Beschwerdeführer 3 im Verfah-

ren R 19 62) am 29. Juli 2019 (inkl. Korrekturschreiben vom 31. Juli 2019) 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den 

folgenden Rechtsbegehren:

1. Der Einleitungsbeschluss - Revision Quartierplan AA._____ mit Ausdehnung des Bei-
zugsgebietes und Landumlegung vom 18. Juni 2019 der Gemeinde D._____ sei auf-
zuheben und die Gemeinde D._____ sei anzuweisen, von der beabsichtigten Revision 
des privaten Quartierplans AA._____ mit Ausdehnung des Beizugsgebietes und 
Landumlegung abzusehen.

2. Eventualiter sei der Einleitungsbeschluss – Revision Quartierplan AA._____ mit Aus-
dehnung des Beizugsgebietes und Landumlegung vom 18. Juni 2019 der Gemeinde 
D._____ aufzuheben, soweit er die Ausdehnung des Beizugsgebiets des Quartier-
plans AA._____ auf die Parzellen Kat. Nr. AF._____ und Kat. Nr. AG._____ des Be-
schwerdeführers verfügt und die Gemeinde D._____ sei anzuweisen, das Beizugsge-
biet des Quartierplans AA._____ nicht auf diese beiden Parzellen auszudehnen.

und folgendem prozessualen Antrag:

Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer 3 u.a. vor, die Beschwer-

degegnerin habe ihr öffentliches Interesse an einer Revision von Amtes 

wegen bzw. der Erhebung des privaten Quartierplans zum amtlichen Quar-

tierplan damit begründet, vermeiden zu wollen, später Genehmigungsver-

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fahren für die drei Parzellen AN._____, AP._____ und AQ._____ durch-

führen zu müssen, falls einer der Eigentümer dieser Parzellen entspre-

chende Anpassungen auch für seine Parzelle beantragen sollte. Da die 

Durchführung solcher Genehmigungsverfahren aber Aufgabe der Be-

schwerdegegnerin sei und sie dafür kostendeckende Gebühren verlange, 

könne kein öffentliches Interesse an der Vermeidung solcher Verfahren ge-

geben sein, zumal die Beurteilung der relevanten Fragen zu einem späte-

ren Zeitpunkt im Lichte der bis dahin gewonnenen Erfahrungen durchaus 

anders ausfallen könnte als heute. Es gebe kein öffentliches Interesse des 

Staates an Bequemlichkeit. Als relevantes öffentliches Interesse zur Revi-

sion eines Quartierplans genüge nur ein überwiegendes raumplanerisches 

Interesse (Beschwerde Ziff. 15).

Die behaupteten 'gewandelten Erstwohnungsbedürfnisse' gebe es nicht. 

Das Interesse der Beschwerdegegnerin, im Quartier AA._____ Erstwoh-

nungen mit Abmessungen zuzulassen, welche die Schweizer Erstwoh-

nungsbedürfnisse bei weitem sprengten, sei fiskalischer, nicht raumplane-

rischer Natur. Es dürfte gerichtsnotorisch sein, dass in der Regel nur sehr 

vermögende Unterländer ihren Erstwohnsitz in den Kanton Graubünden 

verlegten, weil er eine im interkantonalen Vergleich, insbesondere gegenü-

ber dem Kanton Zürich, wesentlich tiefere Vermögenssteuer habe. Diese 

Vermögenselite im tiefen Promillebereich der Gesamtbevölkerung stelle 

wegen der ihr eigenen grossen Repräsentationsbedürfnisse enorm hohe 

Raumansprüche an ihren Erstwohnsitz. Wenn die Beschwerdegegnerin 

nun Quartierpläne ändern wolle, um auf diese geänderten Verhältnisse zu 

reagieren, befriedige sie eine Bevölkerungsschicht, die sie bisher nicht im 

Fokus gehabt habe, um so potentielle Steuerzahler aus dem Unterland an-

zusiedeln. Das sei ein rein fiskalisches und kein raumplanerisches Inter-

esse. Die wesentlich geänderten Verhältnisse, die gemäss Art. 21 KRVO 

eine Anpassung von Quartierplänen erlaubten und erforderten, könnten 

aber nur raumplanerische Gründe darstellen (Beschwerde Ziff. 19-20).

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Die Verdoppelung der Ausnützungsziffer im kommunalen Baugesetz vom 

13. April 2018 stelle für den privaten Quartierplan keine in raumplanerischer 

Hinsicht wesentliche Änderung der Verhältnisse dar, weil schon damals 

wegen der massiv verringerten Grenz- und Gebäudeabstände im Quartier-

plangebiet darauf verzichtet worden sei, die maximale Ausnützungsziffer 

von 0.3 auch nur schon um die damals für Quartierpläne möglichen zusätz-

lichen 0.05 zu erhöhen. Die raumplanerischen Gründe dafür hätten sich 

nicht verändert, auch nicht dadurch, dass das neue Baugesetz ausserhalb 

des Quartierplans – also bei nicht reduzierten Grenz- und Gebäudeabstän-

den – eine doppelt so hohe maximale Ausnützungsziffer wie das BG 1984 

zulasse. Die von der Beschwerdegegnerin gesuchte Kombination von er-

heblich reduzierten Grenz- und Gebäudeabständen und verdoppelter ma-

ximaler Ausnützung wäre tatsächlich nur mit erheblich gesteigerten Raum-

ansprüchen der Bevölkerung an Erstwohnungen zu rechtfertigen, weshalb 

die Beschwerdegegnerin dies ja auch als einzige Begründung anführe. Nur 

hätten sich die Raumansprüche der Bevölkerung an Erstwohnungen ge-

genüber 2000 – wie zuvor in Ziff. 17 aufgezeigt – nicht erhöht, sondern 

verringert (Beschwerde Ziff. 21).

Damit fehle es der Beschwerdegegnerin am relevanten öffentlichen Inter-

esse zur beabsichtigten Revision des privaten Quartierplans, weshalb der 

Einleitungsbeschluss als Ganzes zu kassieren sei, womit auch die Ausdeh-

nung des Beitragsgebiets auf die Parzellen des Beschwerdeführers 3 da-

hinfalle. Denkbar wäre alternativ auch die ersatzlose Aufhebung des priva-

ten Quartierplans, so dass in seinem Beizugsgebiet zwar wie ausserhalb 

die doppelte maximale Ausnützungsziffer des neuen Baugesetzes an-

wendbar wäre, aber – ebenfalls wie ausserhalb des Beizugsgebiets – eben 

nur innerhalb der maximalen gesetzlichen Grenz- und Gebäudeabstände 

(Beschwerde Ziff. 23).

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Zum Eventualantrag brachte der Beschwerdeführer 3 vor, die Beschwer-

degegnerin begründe die zwangsweise Ausdehnung des Beizugsgebiets 

des privaten Quartierplans ausschliesslich damit, es müssten aus Anlass 

seiner Revision auch drei angebliche Erschliessungsmängel beseitigt wer-

den, da die Revision sonst nicht genehmigungsfähig sei. Sie habe erkannt, 

dass die Beseitigung der erst jetzt entdeckten Erschliessungsmängel allein 

kein Grund zur Ausdehnung des privaten Quartierplans sei, weil darin ja 

keine erhebliche Änderung der Verhältnisse liege (Art. 21 KRVO), zumal 

der heutige Vorstand der Beschwerdegegnerin sein Beurteilungsermessen 

zur unveränderten Erschliessungssituation einfach anders ausgeübt habe 

als der damalige (Beschwerde Ziff. 24).

Die Parzellen des Beschwerdeführers 3 grenzten nicht an das Beizugsge-

biet des privaten Quartierplans und hätten mit diesen Flächen keinerlei 

Berührungspunkte ausser einem Fuss- und Fahrwegrecht an den untersten 

47 Metern der nördlichen AK._____ zwischen der Mündung in die Kantons-

strasse und der Abzweigung in die seine Parzellen erschliessende östliche 

AK._____ (Beschwerde Ziff. 27).

Noch in der dritten Auflage habe die Beschwerdegegnerin die Notwendig-

keit zur Ausdehnung des Beizugsgebiets auf seine Parzellen mit einem 

'möglichen' Erschliessungsmangel der Parzelle AE._____ begründet, den 

man von Osten her lösen könnte, also über die östliche AK._____, die im 

Bereich seiner Parzelle AF._____ ihm gehöre. Um sich diese Möglichkeit 

offen zu halten, müsse das Beizugsgebiet vorsorglich auf die Parzellen des 

Beschwerdeführers 3 ausgedehnt werden (Beschwerde Ziff. 29).

Der Beschwerdegegnerin fehle allerdings ein überwiegendes öffentliches 

Interesse, die private nördliche AK._____ zu enteignen und auf Kosten der 

Eigentümer und Wegberechtigten zur Gemeindestrasse auszubauen. Sie 

selber führe aus, dass im öffentlichen Interesse erforderlich nur gerade der 

minimale Ausbau der Privatstrasse sei, der die Kurve im Bereich der Par-

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zellen AT._____/AC._____/AN._____ betreffe. Dieser einzig im überwie-

genden öffentlichen Interesse liegende Ausbau berühre aber die Parzellen 

des Beschwerdeführers 3 nicht ansatzweise, was die Beschwerdegegnerin 

durchaus anerkenne, weshalb sie in der angefochtenen Verfügung wenigs-

tens diese Ausbauvariante 1 nicht mehr als Grund für die Ausdehnung des 

Beizugsgebiets auf die Parzellen des Beschwerdeführers 3 angeführt habe 

(Beschwerde Ziff. 33).

Die Beschwerdegegnerin meine zunächst, bei Umwandlung der Privat- in 

eine Gemeindestrasse könnten die darauf lastenden Fuss- und Fahrweg-

rechte nur nach vorgängigem Einbezug der berechtigten Parzellen in den 

Quartierplan aufgehoben werden. Das treffe nicht zu. Die privaten Fuss- 

und Fahrwegrechte würden vielmehr mit Umwandlung der Privat- zur Ge-

meindestrasse automatisch gegenstandslos, weil sie durch das öffentliche 

Nutzungsrecht der Allgemeinheit an der Gemeindestrasse abgelöst wür-

den. Die Löschung im Grundbuch sei Formsache und könne von der Be-

schwerdegegnerin einseitig veranlasst werden, da der Ersatz eines priva-

ten Fuss- und Fahrwegrechts durch das öffentliche Nutzungsrecht keinen 

Rechtsverlust bewirke (Beschwerde Ziff. 38).

[..] Diese Umwandlung böte den Parzellen des Beschwerdeführers 3 kei-

nen Vorteil, wohl aber einen Nachteil (Beschwerde Ziff. 39 am Ende).

Der Fahrkomfort wäre für ihn nicht höher, weil die befestigte Naturstrasse 

auf den ersten 47 Metern auch im geteerten oder betonierten Zustand we-

der besser, noch schneller befahren werden könnte (und wenn sie es 

könnte, würde dies wegen der Kürze dieses Teilstücks wiederum nicht ins 

Gewicht fallen). Möglich sei, dass bei einer Durchfahrt weniger Staub ent-

stünde, doch läge darin allenfalls ein Vorteil für unmittelbar an der Strasse 

wohnende Anrainer (die just auf der Parzelle AQ._____ fehlten), aber si-

cher nicht für die mehrere hundert Meter entfernt liegenden Parzellen des 

Beschwerdeführers 3 (Beschwerde Ziff. 41).

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Abgesehen von zusätzlichen Lärm- und Abgasimmissionen (die nördliche 

AK._____ befahre man im zweiten Gang), werde solcher Mehrverkehr die 

Strassenbenützung für die Quartierbewohner erschweren, weil Kreuzen 

auch nach dem Ausbau der Gemeindestrasse nicht möglich sein werde. 

Der mögliche Ausbau der nördlichen AK._____ zur Gemeindestrasse sei 

somit unter keinem Aspekt ein Grund, das Beizugsgebiet des Quartierplans 

BD._____ auf die Parzellen des Beschwerdeführers 3 auszudehnen (Be-

schwerde Ziff. 44-45).

Auch sei durch nichts belegt, dass die Parzelle AL._____ an einem Er-

schliessungsmangel leide. Diese liege unmittelbar an der Kantonsstrasse 

und sei ebenso wie zahlreiche andere Liegenschaften, die direkt an der 

Kantonsstrasse lägen, durch sie erschlossen (Beschwerde Ziff. 47).

Selbst wenn die Beschwerdegegnerin entgegen der Auffassung des Be-

schwerdeführers 3 ein öffentliches Interesse hätte, das Beizugsgebiet des 

privaten Quartierplans auf die Parzelle AL._____ auszudehnen, um sie 

über die unterste nördliche AK._____ unter Veränderung der Geometrie 

des Mündungsbereichs in die Kantonsstrasse zu erschliessen, hätte sie 

deswegen immer noch kein öffentliches Interesse an der Ausdehnung des 

Beizugsgebiets auf die Parzellen (AF._____ und AG._____) des Be-

schwerdeführers 3 (Beschwerde Ziff. 50).

Hier gehe es nicht um Entlassung, sondern um zwangsweisen Einbezug: 

Die Parzellen des Beschwerdeführers 3 seien nie im Beizugsgebiet des 

privaten Quartierplans gelegen und er habe keinen Entlassungsantrag ge-

stellt, sondern Einsprache gegen den zwangsweisen Einbezug erhoben. 

Der Beschwerdegegnerin sei das an anderer Stelle durchaus bewusst. Sie 

leite daraus jedoch ab, dass Quartierplanparzellen nur aus dem Quartier-

plan entlassen werden könnten, wenn sie "auf keinen Fall" mehr für Plan-

ziel und Erschliessung benötigt würden; eine ausserhalb des Quartierplans 

liegende Parzelle sei selbst "im Zweifelsfall" und auch wenn bloss aus ver-

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fahrensökonomischen Gründen einzubeziehen, da anderseits eine spätere 

Ausdehnung das Verfahren nur unnötig verzögern und verteuern würde. 

Zudem würden der Parzelle des Beschwerdeführers 3 "keinerlei Nachteile 

erwachsen, weil eine miteinbezogene Parzelle, deren Miteinbezug sich im 

Nachhinein als unnötig erweist, auch nicht mit Verfahrenskosten belastet 

wird." (Beschwerde Ziff. 60). 

Angesichts ihrer Betonung der Strenge der Entlassungsanforderungen sei 

das Argument der Beschwerdegegnerin unverständlich, dem Beschwerde-

führer 3 würden durch den vorsorglichen Einbezug trotz Zweifeln an der 

Einbezugsnotwendigkeit keinerlei Nachteile erwachsen, weil eine miteinbe-

zogene Parzelle, deren Miteinbezug sich im Nachhinein als unnötig er-

weise, auch nicht mit Verfahrenskosten belastet werde. Beim Entlassungs-

verständnis der Beschwerdegegnerin stehe fest, dass sie freiwillig nie zum 

Schluss gelangen werde, dass die Parzellen des Beschwerdeführers 3 der-

zeit und in absehbarer Zukunft auf keinen Fall mehr für Planziel und Er-

schliessung benötigt werden könnten, so dass der Beschwerdeführer 3 die 

Entlassung gerichtlich durchzusetzen hätte. Bis dahin unterstünden seine 

Parzellen aber dem amtlichen Quartierplan und würden auch mit entspre-

chenden Kosten belastet, die durchaus ins Gewicht fielen, da der Be-

schwerdeführer 3 zu den Eigentümern der grössten Parzellen in der Wohn-

zone des ausgedehnten Beizugsgebiets gehören würde. Zudem wäre auch 

ein Einbezug ohne jede Kostenauflage eine Belastung, wäre der Be-

schwerdeführer 3 doch weiteren willkürlichen Anpassungen der regulie-

rungsfreudigen, aber – was die vier Auflagen der Quartierplananpassung 

eindrücklich belegten – fachlich überforderten Beschwerdegegnerin ausge-

setzt (Beschwerde Ziff. 62).

Zum prozessualen Antrag ersuche der Beschwerdeführer 3 das Gericht, 

der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen. Dies zum einen des-

halb, weil es sich nicht rechtfertige, das Revisionsverfahren in die für alle 

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Beteiligungen einschliesslich der Beschwerdegegnerin aufwändige zweite 

Stufe der Detailplanung treten zu lassen, solange die Frage, ob sie über-

haupt ein überwiegendes relevantes öffentliches Interesse an der Revision 

habe, entschieden sei. Zum andern würde die Nichtgewährung der auf-

schiebenden Wirkung die Ausdehnung des privaten Quartierplans auf die 

Parzellen des Beschwerdeführers 3 materiell besiegeln, so dass die Be-

schwerde materiell tatsächlich zum Gesuch um Entlassung der Parzellen 

aus dem Beizugsgebiet mutierte. Damit würde die Beschwerdegegnerin er-

reichen, dass das Beizugsgebiet ohne genügendes öffentliches Interesse 

auf Vorrat ausgedehnt würde. Das überwiegende öffentliche Interesse an 

der Ausdehnung, an welches ebenso strenge Anforderungen zu legen 

seien wie umgekehrt an das überwiegende private Interesse an der Entlas-

sung, würde ohne aufschiebende Wirkung der Beschwerde der gerichtli-

chen Überprüfung entzogen, worin für den Beschwerdeführer 3 ein nicht 

wiedergutzumachender Nachteil läge (Beschwerde Ziff. 64-65).

2.4. Mit prozessleitender Verfügung vom 31. Juli 2019 vereinigte der Instrukti-

onsrichter die Verfahren R 19 60, R 19 61 und R 19 62 gestützt auf Art. 6 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Auf 

das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung trat er mangels Be-

schwer des Beschwerdeführers 3 nicht ein.  

3. In ihrer Vernehmlassung vom 3. September 2019 beantragte die Gemeinde 

D._____ (Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der Be-

schwerden, soweit darauf einzutreten sei.

Zur Begründung machte sie geltend, dass sich die Verhältnisse in rechtli-

cher Hinsicht seit Erlass des Quartierplans am 16. Februar 2000 massge-

blich geändert hätten. Die Gemeindeversammlung habe am 16. Juni 2006 

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eine Totalrevision der Ortsplanung beschlossen. Am 13. April 2018 habe 

dieselbe ein neues Baugesetz verabschiedet, welches die Regierung in der 

Zwischenzeit genehmigt habe. Auf eidgenössischer Ebene sei am 11. März 

2012 die Zweitwohnungsinitiative angenommen worden, und auf den 1. 

Mai 2014 sei die RPG-Revision vom 15. Juni 2012 in Kraft gesetzt worden 

(RPG 1). Die Regierung habe im März 2018 die Richtplananpassung in den 

Bereichen Raumordnungspolitik und Siedlung (KRIP-S 2018) erlassen 

(Vernehmlassung Ziff. 9).    

Mit der Erhöhung der AZ von 0.3 (gemäss BauG 1982/83) bei Erlass des 

QP-2010 [recte: 2000]) auf neu ca. 0.625 im BauG 2018/19 (ÜZ 0.25) sei 

die Nutzungsziffer in der Grundordnung mehr als verdoppelt (+108.33%) 

worden (Vernehmlassung Ziff. 12.3).

Sowohl nach Art. 21 Abs. 1 KRVO als auch nach Art. 21 Abs. 2 RPG sei 

eine Quartierplananpassung an zwei Voraussetzungen geknüpft, nämlich, 

(a) dass sich die Verhältnisse erheblich geändert haben und (b) dass eine 

Plananpassung notwendig erscheine (Vernehmlassung Ziff. 13).  

Die erste Voraussetzung sei ebenso erfüllt (siehe Ziff. 9) wie die zweite. 

Betreffend Rechtssicherheit und Planbeständigkeit gelte, dass – je neuer 

ein Plan sei – umso mehr mit seiner Beständigkeit gerechnet werden dürfe. 

[..] Da die in der Grundordnung 2018/19 vorgesehene Erhöhung der AZ auf 

rund 0.625 (ÜZ 0.25) nur mittels Revision des Quartierplans erreicht wer-

den könne, erweise sich diese Revision im Sinne von Art. 21 Abs. 1 KRVO 

bzw. Art. 21 Abs. 2 RPG als notwendig. Hinzu komme, dass die Revision 

einem hohen öffentlichen Interesse entspreche, werde doch in Art. 1 Abs. 

2 lit. abis und Art. 3 Abs. 3 lit. abis RPG als Planungsziel und –grundsatz (und 

im KRIP mit entsprechenden Konkretisierungen) ausdrücklich festgehalten, 

dass Siedlungsflächen nach Möglichkeit verdichtet werden sollten. Die un-

überbauten Parzellen im Quartierplangebiet könnten aufgrund der neuen 

Zweitwohnungsgesetzgebung nur noch mit Erstwohnungen überbaut wer-

- 16 -

den, die über andere Bedürfnisse als (die früher vorgesehenen) Zweitwoh-

nungen verfügten (Vernehmlassung Ziff. 13.3).

Bezüglich der im Quartierplan definierten Erschliessungsstrasse bestün-

den verschiedene notwendigerweise zu lösende Erschliessungsdefizite. 

Mittels Schleppkurvenanalyse des Ingenieurbüros BK._____ seien die 

Mängel bestätigt worden. Jene Analyse habe gezeigt, dass tatsächlich be-

reits ein kleiner 2-Achs-LKW die Kurve im Bereich der Parzellen 

AT._____/AC._____/AN._____ nicht befahren könne. Mit dem vorliegen-

den Verfahren sollte diese ungenügende (und privatrechtlich strittige) Er-

schliessung (a) technisch in eine den Regeln der Baukunst entsprechen-

den Erschliessung überführt und (b) betreffend dingliche Berechtigung ent-

sprechend neu geregelt werden. Es werde zu prüfen sein, ob betreffend 

die (nördliche) AK._____ weiterer Anpassungsbedarf bestehe. Voraus-

sichtlich würden namentlich Ausweichstellen geschaffen werden müssen, 

weil für die rund 240 Meter lange, heute bloss einspurig befahrene Strasse 

bei einem Vollausbau des Quartiers solche aus Gründen der Verkehrssi-

cherheit wahrscheinlich notwendig sein würden (vgl. Vernehmlassung Ziff. 

15-15.1 und 15.3).

   Betreffend Ausbau der Erschliessungsstrasse stünden zurzeit zwei Varia-

nten im Vordergrund: Variante 1: Die nördliche AK._____ werde nur im mi-

nimal erforderlichen Ausmass ausgebaut und – unter Anpassung der ent-

sprechenden Grunddienstbarkeiten – als private Erschliessungsstrasse 

weitergeführt. Variante 2: Die nördliche AK._____ werde entsprechend 

dem Standard von Gemeindestrassen (geteert oder betoniert) ausgebaut 

und als öffentliche Strasse ins Eigentum der Beschwerdegegnerin über-

führt (vgl. Art. 67 BauG-2018). Diesfalls obläge der bauliche und betriebli-

che Unterhalt – anders als bei Variante 1 – künftig der Beschwerdegegne-

rin. Die Behebung der vorstehend beschriebenen Erschliessungsmängel 

- 17 -

sei Aufgabe der Beschwerdegegnerin (siehe Vernehmlassung Ziff. 16 und 

17).

Das konkrete Beizugsgebiet ergebe sich aus folgenden Überlegungen: Ob 

die nördliche AK._____ von der Beschwerdegegnerin gemäss Variante 2 

übernommen werde oder nicht, sei nicht im Rahmen des Einleitungsbe-

schlusses, sondern – nach Anhörung aller Grundeigentümer und insbeson-

dere nach Prüfung des konkreten technischen Ausbaubedarfs – im Rah-

men des Quartierplans zu entscheiden. Solange aber die Variante 2 zur 

Diskussion stehe, müssten – entsprechend dem von der Beschwerdegeg-

nerin statuierten Beizugsgebiet – alle Parzellen ins Beizugsgebiet aufge-

nommen werden, welche über Dienstbarkeiten an der nördlichen AK._____ 

verfügten. Bei Realisierung von Variante 2 erwüchse namentlich auch den 

Nutzern der östlichen AK._____ aus dem Ausbau der von ihnen mitgenutz-

ten ersten rund 50 Meter der nördlichen AK._____ ein Sondervorteil; so-

dann müsste der Inhalt ihrer Fuss- und Fahrwegrechte (an der nördlichen 

AK._____) geändert bzw. müssten diese Rechte aufgehoben werden. Un-

abhängig von der Ausbauvariante müsse das Beizugsgebiet auf alle über 

die nördliche AK._____ erschlossenen Grundstücke ausgedehnt werden, 

weil diesen ein Sondervorteil erwachse, und zwar aus dem voraussichtli-

chen Ausbau in noch unbekanntem Ausmass, je nachdem ob Variante 1 

oder 2 gewählt werde, aus der in jedem Fall sehr wahrscheinlich notwendi-

gen Schaffung von Ausweichstellen zum Kreuzen, sowie aus der Lösung 

des Erschliessungsproblems im Bereich der Kurve 

AT._____/AC._____/AN._____. Überdies müsse die Wegführung (und da-

mit der Inhalt der bestehenden Fuss- und Fahrwegrechte) zumindest im 

besagten Kurvenbereich sowie bei den Ausweichstellen entsprechend an-

gepasst werden (Vernehmlassung Ziff. 18 und 18.1-18.2). 

Zum Quartierplanverfahren mit Landumlegung brachte die Beschwerde-

gegnerin konkret vor, das Beizugsgebiet des vorliegenden Verfahrens bil-

- 18 -

deten zum einen die Parzellen aus dem Quartierplan-2010 [recte: 2000]. 

Dies, weil die Anpassung des Plans an die neue Grundordnung (mit einer 

faktischen Verdoppelung der Nutzungsziffer) natürlich nicht isoliert für ein-

zelne Parzellen, sondern ganzheitlich erfolgen müsse. Nur so könne die im 

RPG vorgeschriebene Verdichtung unter Sicherstellung einer angemesse-

nen Wohnqualität (Art. 1 Abs. 2 abis RPG) zweckmässig umgesetzt werden. 

Komme hinzu, dass die im RPG, im KRIP und in der Grundordnung vorge-

sehene Verdichtung auch für die bereits überbauten Parzellen sinnvoll um-

gesetzt werden müsse. Bereits im heutigen Zeitpunkt stehe fest, dass die 

nördliche AK._____ Änderungen erfahren werde. Damit müssten zwingend 

alle Parzellen ins Verfahren miteinbezogen werden, welche zulasten der 

nördlichen AK._____ über Fuss- und Fahrwegrechte in Form von Dienst-

barkeiten verfügten. Landumlegung: Alle dienstbarkeitsberechtigten Par-

zellen müssten in die Landumlegung miteinbezogen werden, weil alle 

Dienstbarkeiten inhaltlich angepasst werden müssten. Quartierplan: Der 

Quartierplan regle "die Ausführung, den Unterhalt und die Erneuerung der 

Quartiererschliessung" (Art. 52 Abs. 1 KRG), und im Kostenverteiler des 

Quartierplans werde bestimmt, wer die Kosten der Erschliessung in wel-

chem Umfang zu tragen habe (Art. 54 Abs. 1 KRG). Vorliegend lasse sich 

nicht ausschliessen, dass alle an der nördlichen AK._____ mittels Grund-

dienstbarkeiten berechtigten Eigentümer vom Ausbau besagter Strasse 

profitieren würden, weshalb sich auch nicht ausschliessen lasse, dass sich 

alle dienstbarkeitsberechtigten Eigentümer an der Erneuerung (mit Verteil-

schlüssel im Quartierplan; Art. 54 Abs. 1 KRG) zu beteiligen hätten. Ob der 

Sondervorteil für einzelne dienstbarkeitsberechtigte Grundeigentümer der-

art gering sei, dass ihnen keine Kosten überbunden würden, sei nicht in 

Phase 1 des vorliegenden Einleitungsbeschlusses, sondern in Phase 2 – 

also im Rahmen des konkreten Quartier- und Landumlegungsplans – zu 

entscheiden. Aus dem Gesagten ergebe sich, dass sowohl die Notwendig-

- 19 -

keit der Quartierplanrevision als auch die Ausdehnung auf das vorgese-

hene Bezugsgebiet ausgewiesen sei (Vernehmlassung Ziff. 21 und 22). 

  

Zu den Beschwerdeführern 2 wurde sodann separat vorgebracht: Diese 

verlangten die Entlassung ihrer Parzelle AD._____ (ehemals AD._____ 

und AE._____) aus dem Beizugsgebiet und die Feststellung, dass ihr be-

stehendes Fuss- und Fahrwegrecht Bestandesschutz geniesse. Gegen-

stand des vorliegenden Einleitungsbeschlusses bilde die Notwendigkeit der 

Quatierplanrevision mit Landumlegung entsprechend dem im Einleitungs-

beschluss definierten Planungsziel sowie das Beizugsgebiet (Art. 16 Abs. 

1 und Art. 30 Abs. 1 KRVO). Auf das Feststellungsbegehren betreffend Be-

standesschutz sei darum sowie zufolge unzulässiger Ausdehnung des 

Rechtsbegehrens (Art. 51 Abs. 2 VRG) nicht einzutreten. Der Antrag auf 

Entlassung von Parzelle AD._____ aus dem Beizugsgebiet sei abzuwei-

sen. Die an der ganzen nördlichen AK._____ dienstbarkeitsberechtigte Pa-

rzelle AD._____ müsse schon darum ins Verfahren miteinbezogen werden, 

weil der Inhalt der Dienstbarkeiten – nicht nur im Bereich der Kurve 

AT._____/AC._____/AN._____ – voraussichtlich geändert werden müsse. 

Die Beschwerdeführer 2 machten geltend, ihnen entstehe aus dem einge-

leiteten Verfahren kein Sondervorteil, weil die Beschwerdegegnerin damit 

bloss einen Fehler im alten Quartierplan beseitige und die Rechtslage her-

stelle, welche den Beschwerdeführern 2 kraft Dienstbarkeit zustünde (Be-

fahrbarkeit mit mittelschweren Lastwagen). Diese Argumentation sei unzu-

treffend. Mit dem vorliegenden Verfahren werde der bestehende, auch von 

den Beschwerdeführern 2 geschilderte Konflikt im Bereich der Kurve 

AT._____/AC._____/AN._____ gelöst, was – unabhängig vom Dienstbar-

keitsinhalt – ein Sondervorteil darstelle. Betreffend die übrigen Sondervor-

teile könne auf das in Rz. 18 Ausgeführte verwiesen werden. Die Be-

schwerdeführer 2 machten geltend, eine Änderung der Strassengeometrie 

- 20 -

zwecks Erschliessung von Parzelle AL._____ sei ohne Änderung der be-

stehenden Dienstbarkeiten möglich, und zwar, weil diese Dienstbarkeiten 

sehr offen formuliert seien. Dieser Einwand sei - gemäss dem in Ziff. 18.3 

bereits Ausgeführten – unbegründet (Vernehmlassung Ziff. 24, 24.1-24.2) 

und die Beschwerde mithin abzuweisen.  

   

Die Beschwerdeführer 1 (Eigentümer der Parzelle AC._____) verlangten 

eine Sistierung des eingeleiteten Verfahrens. Zur Begründung führten sie 

aus, zuerst müsste das Problem im Bereich der Kurve 

AT._____/AC._____/AN._____ "amtlich" gelöst werden, erst dann seien 

sie bereit, sich wieder mit der Quartierplanrevision zu befassen und kon-

struktiv mitzuarbeiten. Hierzu sei festzuhalten, dass die Beschwerdegeg-

nerin für die Durchführung der Erschliessung verantwortlich sei (Art. 60 

KRG), und sie könne die ungenügende Erschliessung im besagten Kurven-

bereich – entgegen dem Wunsch der Beschwerdeführer 1 – nicht einfach 

"amtlich in Ordnung" bringen. Für die Lösung des seitens der Beschwerde-

führer 1 bestätigten Erschliessungsdefizits stehe der Beschwerdegegnerin 

nur das vorliegend eingeleitete Verfahren zur Verfügung. Betreffend die üb-

rigen, die Notwendigkeit des Verfahrens begründenden Umstände könne 

auf Ziff. 8-23 verwiesen werden. Die Beschwerde sei mithin abzuweisen 

(Vernehmlassung Ziff. 25).

Der Beschwerdeführer 3 verlange die Aufhebung des Einleitungsbeschlus-

ses, eventuell die Entlassung seiner Parzellen AF._____ und AG._____ 

aus dem Beizugsgebiet. Er beantrage, von der vorgesehenen Quartierplan-

revision sei abzusehen. Zur Begründung mache er im Wesentlichen gel-

tend, auch mit dem heutigen Quartierplan könnten Erstwohnungen laut 

heutigen Bedürfnissen realisiert werden. Auf diese unzulässige Ausdeh-

nung des Rechtsbegehrens sei nicht einzutreten. Im Übrigen übersehe der 

- 21 -

Beschwerdeführer 3, dass das bundesrechtliche Verdichtungsgebot bzw. 

der Verdichtungsentscheid der Urnengemeinde im BauG-2018/2019 (un-

gefähre Verdoppelung der möglichen Nutzung in der W1 mittels Einführung 

einer ÜZ von 0.25) für alle Beteiligten verbindlich sei und gestützt auf Art. 

21 Abs. 1 KRVO und Art. 21 Abs. 2 RPG umgesetzt werden müsse. 

Im Eventualantrag verlange der Beschwerdeführer 3 die Entlassung seiner 

beiden Parzellen aus dem Beizugsgebiet. Betreffend Abgrenzung des 

massgeblichen Beizugsgebiets habe das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden bereits prägnant und kurz (in PVG 1993 Nr. 44) festgehalten: 

"Für den Einbezug eines Grundstückes in ein Quartierplangebiet reicht be-

reits eine minimale technische und planerische Notwendigkeit im Gesamt-

rahmen". Und in einem jüngeren Urteil (VGU R 17 74 E.5.1) sei dazu noch 

bestätigt worden: "[..] Zur Erreichung des übergeordneten Quartierplanziels 

muss grundsätzlich ein strenger Massstab an die Entlassung einzelner 

Grundstücke aus dem Quartierplanverfahren gelegt werden und es kann 

daher solches nur dann stattgegeben werden, wenn die zur Diskussion ge-

stellten Parzellen auf keinen Fall für die Erschliessung der übrigen Parzel-

len oder für eine allfällige Baulandumlegung benötigt werden." (vgl. Ver-

nehmlassung Ziff. 26, 26.1-26.2).

Aufgrund dieser Rechtsprechung sei klar, dass die Parzelle AF._____ und 

AG._____ nicht aus dem Beizugsgebiet entlassen werden könnten. Der 

Beschwerdeführer 3 führe sinngemäss aus, da die Eigentümer der Parzelle 

AD._____/AE._____ ausdrücklich eine Erschliessung von Westen (nicht 

von Osten) wünschten, müssten zur östlichen AK._____ keine neuen 

Dienstbarkeiten begründet werden, weshalb seine Parzellen AF._____ und 

AG._____ aus dem Beizugsgebiet entlassen werden könnten. Es treffe 

(zwar) zu, dass aufgrund des Erschliessungswunsches der Eigentümer der 

Parzelle AD._____/AE._____ eine Änderung der Dienstbarkeiten zur östli-

chen AK._____ nicht zu erwarten sei. Dies ändere jedoch nichts daran, 

- 22 -

dass ein Beizug aus den in Ziff. 18.1-18.3 erwähnten Gründen erforderlich 

sei. Sodann habe der Beschwerdeführer 3 angeführt, ein Strassenausbau 

und eine Strassenübernahme nach Variante 2 sei nicht notwendig. Dieser 

Einwand sei im Rahmen des vorliegenden Einleitungsbeschlusses unbe-

helflich. Dies, weil – wie bereits in Ziff. 18.1 ausgeführt – über die konkrete 

Ausbauvariante nicht im Rahmen des Einleitungsbeschlusses (Phase 1; 

Art. 16 KRVO), sondern im Rahmen des Quartierplans (Phase 2; Art. 18 

KRVO) entschieden werde. Soweit der Beschwerdeführer 3 behauptet 

habe, die Löschung der privaten Fuss- und Fahrwegrechte im Grundbuch 

sei blosse Formsache und könne von der Beschwerdegegnerin einseitig 

veranlasst werden, sei diese Argumentation mehrfach unsinnig. Auch die 

Beschwerdegegnerin sei an die Privatrechtsordnung gebunden und dürfe 

deshalb Bauvorhaben nur im Rahmen der ihr zustehenden privatrechtli-

chen Bauberechtigung realisieren; sie dürfe dabei die Dritten zustehenden 

Eigentumsrechte und Dienstbarkeiten nicht verletzen. Sei ein Bauvorhaben 

mit den Eigentums- und/oder Dienstbarkeitsrechten Dritter nicht vereinbar, 

müsse die Beschwerdegegnerin diese Rechte vorgängig – vorliegend mit-

tels Landumlegung – erwerben. Soweit der Beschwerdeführer 3 betreffend 

Dahinfallen von Dienstbarkeiten auf Art. 736 ZGB verweise (dahingefalle-

nes Dienstbarkeitsinteresse), sei darauf hinzuweisen, dass dies nicht zu 

einem automatischen Löschen der Dienstbarkeit führe, sondern dass darü-

ber im Streitfall das Zivilgericht entscheiden würde. Soweit der Beschwer-

deführer 3 geltend gemacht habe, es bestünde kein öffentliches Interesse 

am Einbezug seiner Grundstücke, da er zugesichert habe, jeder gegebe-

nenfalls erforderlichen Anpassung der auf Parzelle AQ._____ lastenden 

Fuss- und Fahrwegrechte seiner Parzellen an die beabsichtigte Änderung 

der Wegführung bzw. Änderung der Geometrie im Mündungsbereich zuzu-

stimmen, sei dieser Einwand aus zwei Gründen unbehelflich: (1) Bei einem 

allfälligen Ausbau der nördlichen AK._____ nach Variante 2 erwachse den 

Nutzern der östlichen AK._____ aus dem Ausbau der von ihnen mitgenutz-

- 23 -

ten ersten rund 50 Meter ein Sondervorteil, der von ihnen – entsprechend 

dem im Quartierplan festzulegenden Verteilschlüssel mitzutragen sein 

werde. (2) Der Vorvertrag bedürfe bekanntlich derselben Form wie der 

Hauptvertrag (Art. 22 Abs. 2 OR). Wenn man also die 'Zusicherung' des 

Beschwerdeführers 3 zu dessen Gunsten als Angebot für den Abschluss 

eines Vorvertrags qualifizieren würde, so wäre dieser Vorvertrag und damit 

das Angebot formnichtig, weil die Errichtung und Änderung von Grund-

dienstbarkeiten bekanntlich der öffentlichen Beurkundung bedurft hätte 

(Art. 732 Abs. 1 ZGB). Die Beschwerde sei daher unbegründet und somit 

abzuweisen (Vernehmlassung Ziff. 26.2.3, 26.3).

4. Mit Eingabe vom 2. September 2019 äusserten sich die Quartierplanbetei-

ligten BH._____  (Eigentümer der Parzelle AO._____) sowie mit Schreiben 

vom 27. August 2019 K._____ (Eigentümerin der Parzelle AM._____) 

ebenfalls zu dieser Streitsache.

5.1. In ihrer Replik vom 27. September 2019 hielten die Beschwerdeführer 1 

fest, dass die Beschwerdegegnerin bei der Erarbeitung des Quartierplans 

1998/1999 mit der Grenzkorrektur zwischen den Parzellen AN._____ und 

AC._____ gravierende Fehler produziert habe. Die nicht in der fraglichen 

Gemeinde wohnhaften Beschwerdeführer 1 seien nicht, wie vorgeschrie-

ben, schriftlich über diesen für sie nachteiligen Vorgang orientiert worden 

und hätten sich darum auch nicht dagegen wehren können. Diesen Fehler 

nun im Rahmen der Quartierplan-Revision zu korrigieren, möge ja Sinn ma-

chen. Aber am Ende die so der Beschwerdegegnerin entstehenden Kosten 

durch den Einbezug ihres Grundstücks (Parzelle AC._____) in die Quar-

tierplan-Revision auch noch den zuvor benachteiligten Eigentümern ver-

rechnen zu wollen, sei ausserordentlich empörend und könne so nicht hin-

genommen werden. Die Beschwerdeführer 1 verlangten eine vom Quar-

- 24 -

tierplan unabhängige Korrektur des beschriebenen Fehlers ohne Kosten-

folge zu ihren Lasten. Dennoch wollten sie nochmals betonen, dass sie 

dem Quartierplan nicht beitreten möchten.

5.2. Mit Replik vom 12. September 2019 reichten die Beschwerdeführer 2 die 

bereits in ihrer Beschwerde vom 29. [recte: 26.] Juli 2019 angekündigten 

Dokumente des Grundbuchamtes BG._____ nach. Daraus sei ersichtlich, 

dass inzwischen die Eigentümererklärung vom 18. Juli 2019 (betreffend 

Vereinigter Parzelle AD._____ [aus Vormaligen Parzellen 

AD._____/AE._____]) eingetragen und demnach auch der Grundbuchaus-

zug entsprechend angepasst und aktualisiert worden sei. 

5.3. In seiner Replik vom 9. Oktober 2019 entgegnete der Beschwerdeführer 3 

zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin, es liege keine unzulässige 

Ausdehnung des Rechtsbegehrens im Sinne von Art. 51 Abs. 2 VRG vor. 

Es wäre überspitzter Formalismus, ihm die verwaltungsgerichtliche Über-

prüfung der Rechtmässigkeit des Auflageprojekts zu verweigern, nur weil 

er der Beschwerdegegnerin nicht unnötigerweise noch ein zweites Mal be-

antragt habe, darauf zu verzichten. Für die Zwecke von Art. 51 Abs. 2 VRG 

seien die Einsprachen gegen die 3. Auflage und die 4. Auflage als Einheit 

zu betrachten (Replik Ziff. 1.1.1./3). Die Anpassung des Quartierplans sei 

unrechtmässig erfolgt, weil keine erhebliche Änderung der Verhältnisse im 

Sinne von Art. 21 Abs. 2 RPG und Art. 21 Abs. 1 KRVO für alle vier Parzel-

len (AM._____/AN._____/AO._____/AP._____) vorliege. Damit entfielen 

auch die von der Beschwerdegegnerin vorgesehenen Erschliessungsver-

besserungen, welche sie nur akzessorisch im Fall einer Quartierplanrevi-

sion für erforderlich gehalten habe (vgl. Replik Ziff. 1.1.2./7 ff. und insb. Ziff. 

25).

- 25 -

Die Beschwerdegegnerin wolle glauben machen, die Umwandlung der pri-

vaten Quartier- in eine Gemeindestrasse sei eine Frage der "konkreten 

Ausbauvariante" und daher im Einleitungsverfahren nicht zu behandeln. 

Träfe dies zu, hätte sie darüber im Auflageprojekt und im Einleitungsbe-

schluss kein Wort verloren. Die Umwandlung der privaten Quartier- in eine 

Gemeindestrasse sei kein Ausführungsthema, sondern eine Grundsatz-

frage, da sie mit Enteignung, Strassenverbreiterung, Veränderung des Er-

scheinungsbildes und zwangsweiser Ausdehnung des Quartierplans von 

vier auf 22 Parzellen verbunden sei, die sonst grossmehrheitlich mit diesem 

Quartierplan nichts zu schaffen hätten (Replik Ziff. 28, 29).    

  Die vom Beschwerdeführer 3 vorgebrachte Argumentation betreffend au-

tomatische Löschung der privaten Fuss- und Fahrwegrechte (Beschwerde 

Rz. 38) sei keineswegs unsinnig. Die Auffassung der Beschwerdegegnerin 

dazu sei falsch. Der Erwerb von Privatstrassen (und mithin auch von darauf 

lastenden Fuss- und Fahrwegrechten) könne durch die Beschwerdegegne-

rin auf freiwilliger Basis, freihändig, im Landumlegungs- oder im Enteig-

nungsverfahren erfolgen. Liege die zu enteignende Privatstrasse in einem 

Quartierplangebiet, würden die Bestimmungen über die Landumlegung für 

die Bereinigung beschränkter dinglicher Rechte sinngemäss gelten (Art. 51 

Abs. 3 RPG/GR). Dies bedeute aber keineswegs, dass zuvor ein Einbezug 

der berechtigten Parzellen in den Quartierplan erforderlich, geschweige 

denn gesetzlich verlangt wäre (Replik Ziff. 34). 

Wie der Beschwerdeführer 3 bereits in seiner Beschwerde (Ziff. 32-45) auf-

gezeigt habe, erwüchse ihm aus der Umwandlung der Privatstrasse in eine 

Gemeindestrasse kein Sondervorteil, sondern ein Nachteil. Darauf sei die 

Beschwerdegegnerin gar nicht eingegangen (Replik Ziff. 43). 

Im Weiteren äusserte sich der Beschwerdeführer 3 auch noch zu den (frei-

willigen) Eingaben der Quartierplanbeteiligten BH._____ (Replik Ziff. 46-

64) und K._____ (Replik Ziff. 65-66).

- 26 -

6. Mit Eingabe vom 22. Oktober 2019 reagierten die Quartierplanbeteiligten 

BH._____ auf die Repliken der Beschwerdeführer, wobei sie deren Inhalte 

nicht teilten und teils als Falschdarstellungen bezeichneten.   

7. In ihrer Duplik vom 23. Oktober 2019 hielt die Beschwerdegegnerin unver-

ändert an ihren Rechtsbegehren gemäss Vernehmlassung fest. Nebst ei-

ner Korrektur (recte: Quartierplan 2000 nicht 2010) mit entsprechenden 

Auswirkungen in zeitlicher Hinsicht (Alter QP schon 19 Jahre; die Kriterien 

der Planbeständigkeit/Rechtssicherheit sprächen somit umso weniger ge-

gen die strittige Quartierplanrevision) entgegnete sie noch zur Replik des 

Beschwerdeführers 3, dass dessen Einwände (in Ziff. 28-31) unzutreffend 

seien. Der inhaltliche Entscheid (nämlich wie die ungenügende Erschlies-

sung in eine "hinreichende Erschliessung" überführt werde) bilde gemäss 

Art. 16 Abs. 1 KRVO nicht Gegenstand des Einleitungsbeschlusses. Dies 

wäre überdies auch unsinnig, zumal über die konkret zweckmässige Lö-

sung erst dann sinnvoll entschieden werden könne, wenn (1) eine umfas-

sende Analyse aller erkannten (und allenfalls noch nicht erkannten) Er-

schliessungsmängel durch Fachleute vorläge, wenn (2) die Fachleute ent-

sprechende Lösungsvarianten erarbeitet hätten und wenn (3) die Grundei-

gentümer hierzu angehört worden wären (Art. 17 Abs. 1 KRVO).     

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie auf die Ver-

fahrensakten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen 

- 27 -

Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen Instanz 

angefochten werden können oder nach kantonalem oder eidgenössischem 

Recht endgültig sind. Der angefochtene Entscheid der Beschwerdegegne-

rin vom 18. Juni 2019, mit welchem sie die gegen die Einleitung des Quar-

tierplanverfahrens erhobenen Einsprachen abgewiesen und die Revision 

des Quartierplans 'AA._____' mit Erweiterung des Beizugsgebiets und 

Landumlegung bestätigt hat, ist weder endgültig noch kann er bei einer an-

deren Instanz angefochten werden. Folglich stellt er ein taugliches Anfech-

tungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden dar. Sämtliche Beschwerdeführer 1-3 sind als formelle und 

materielle Adressaten vom Einleitungsbeschluss betroffen und haben ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung, weshalb sie zur Be-

schwerdeerhebung legitimiert sind (Art. 50 VRG). Auf die überdies frist- und 

formgerecht eingereichten Beschwerden ist somit einzutreten.

2.1.1. Für die Einleitung einer Änderung oder Anpassung eines Quartierplanes 

(hier des privaten Quartierplans 'AA._____' vom Jahr 2000; damals umfas-

send die Parzellen BC._____ mit Teilparzelle AQ._____) wird nach Art. 21 

Abs. 1 der Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; 

BR 801.110) vorausgesetzt, dass sich die Verhältnisse seit dem Erlass des 

Quartierplans erheblich geändert haben. Die Bestimmung korrespondiert 

mit und richtet sich nach dem höherrangigen Art. 21 Abs. 2 des Bundesge-

setzes über die Raumplanung (RPG; SR 700), der besagt, dass – sofern 

sich die Verhältnisse erheblich geändert haben – die Nutzungspläne über-

prüft und nötigenfalls angepasst werden. Diese Bundesvorschrift gilt für alle 

Arten von Nutzungsplänen, also neben den Quartierplänen auch für die 

verschiedenen Sondernutzungspläne (vgl. WALDMANN/HÄNNI, Handkom-

mentar, RPG, Bern 2006, Art. 21 N 3; Urteil des Bundesgerichts 

1C_494/2018 vom 13. Juni 2019 E.3.2 m.H. auf AEMISEGGER/KISSLING, in: 

- 28 -

Aemisegger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG; Nutzungspläne, 2016, 

Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung, Rz. 59 ff.). Wie die Raumplanung 

im Allgemeinen bildet auch die Nutzungsplanung eine ständige und durch-

gehende Aufgabe, die eine Veränderung der Verhältnisse und neue Er-

kenntnisse zu berücksichtigen hat. Eine Planung gilt nur als sachgerecht, 

wenn sie bei Bedarf mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung gebracht wird. 

Das gilt nicht nur für Bauzonen, die nach dem jeweiligen Bedürfnis nach 

Bauland (Art. 15 lit. b RPG – mit Planungshorizont 15 Jahre) auszurichten 

sind, sondern für die Nutzungsplanung schlechthin. Die Eigentumsgarantie 

(Art. 26 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

[BV]; SR 101) steht einer derartigen Anpassung nicht entgegen, zumal sie 

dem Eigentümer keinen Anspruch darauf vermittelt, dass sein Land dau-

ernd in jener Zone verbleibt, in die es einmal eingewiesen worden ist. Im 

Gegenteil: Eine Planung, die nicht mehr zeitgerecht ist, widerspricht nicht 

nur den Planungsgrundsätzen des RPG, sondern im Fall von Nutzungsein-

schränkungen auch der Eigentumsgarantie (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 

21 N 11). Das Quartierplanverfahren lässt sich in zwei voneinander ge-

trennte Planungsschritte unterteilen, die es strikte auseinanderzuhalten gilt 

(Urteile des Bundesgerichts 1C_437/2019 vom 4. Dezember 2020 E.1.3, 

1C_420/2015 vom 22. April 2016 E.3.1, 1C_12/ 2013 vom 27. März 2014 

E.1.3, 1C_230/2012 vom 21. Februar 2013 E.5). 

2.1.2. In einem ersten Schritt gibt der Gemeindevorstand die Absicht zur Einlei-

tung einer Quartierplanung unter Hinweis auf den Zweck der Planung und 

die Durchführung einer allfälligen Landumlegung oder Grenzbereinigung 

im amtlichen Publikationsorgan der Gemeinde bekannt. Gleichzeitig legt er 

den Plan mit der vorgesehenen Abgrenzung des Planungsgebietes 

während 20 Tagen in der Gemeinde öffentlich auf. Betroffene sind vor der 

Auflage schriftlich zu benachrichtigen (Art. 16 Abs. 1 KRVO). Während der 

- 29 -

öffentlichen Auflage kann beim Gemeindevorstand gegen die beabsichtigte 

Einleitung des Verfahrens und die Abgrenzung des Planungsgebietes Ein-

sprache erhoben werden. Für die Einsprachelegitimation gelten die glei-

chen Voraussetzungen wie für die Planungsbeschwerde an die Regierung. 

Einwendungen gegen das Verfahren an sich und das Planungsgebiet kön-

nen im weiteren Verfahren nicht mehr erhoben werden (Art. 16 Abs. 2 

i.V.m. Art. 30 Abs. 1 u. 4 KRVO). Nach Abschluss des Auflageverfahrens 

erlässt der Gemeindevorstand den Einleitungsbeschluss und eröffnet die-

sen den Beteiligten und allfälligen Einsprechenden (Art. 16 Abs. 4 i.V.m. 

Art. 30 Abs. 4 KRVO; vgl. PVG 2011 Nr. 17, 2008 Nr. 19). 

2.1.3. In einem zweiten Schritt lässt der Gemeindevorstand – nach Eintritt der 

Rechtskraft des Einleitungsbeschlusses – den Quartierplan durch Fach-

leute erarbeiten. Die Beteiligten erhalten Gelegenheit zur Mitwirkung. Der 

Gemeindevorstand legt die Anforderungen an die Ausgestaltung der ein-

zelnen Bestandteile des Quartierplans fest und sorgt dafür, dass die öffent-

lichen Interessen bei der Planung berücksichtigt werden. Er unterbreitet 

Entwürfe für Quartierpläne vor der öffentlichen Auflage dem Grundbuchamt 

zur formellen Prüfung (Art. 17 Abs. 1 u. 2 i.V.m. Art. 31 KRVO). Der Entwurf 

für den Quartierplan wird erneut während 20 Tagen öffentlich aufgelegt und 

dagegen kann erneut separat Einsprache erhoben werden (vgl. Art. 18 und 

Art. 19 KRVO sowie Art. 32 und Art. 33 Abs. 1 KRVO). Inhaltlich wird zu 

den Bestandteilen eines Quartierplans in Art. 52 Abs. 1 des Raumpla-

nungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) geregelt, 

dass die Quartierplanbestimmungen Vorschriften über die Gestaltung der 

Bauten und Anlagen, über die Ausführung, den Unterhalt und die Erneue-

rung der Quartiererschliessung sowie über die Aufteilung der Planungs- 

und Erschliessungskosten (Verteilschlüssel) enthalten sollten. Sie könnten 

die Bauvorschriften der Grundordnung ergänzen und Etappen für die Aus-

- 30 -

führung der Erschliessung und Überbauung des Quartiers festlegen. 

Gemäss Art. 52 Abs. 3 KRG enthält der Quartiererschliessungsplan die not-

wendigen Anlagen zur Erschliessung des Quartiers […]. Nach Art. 54 Abs. 

1 KRG gehen die Kosten der Quartierplanung und Quartiererschliessung 

zulasten der Quartierplanbeteiligten. Für die Abgabepflicht und die Auftei-

lung der Planungs- und Erschliessungskosten unter den Quartierplanbetei-

ligten gelten sinngemäss die Bestimmungen für die Erhebung von Beiträ-

gen (Art. 54 Abs. 3 KRG).   

2.1.4. Im konkreten Fall geht es ausschliesslich und einzig um die erste Planungs-

phase (1. Einleitungsbeschluss zwecks Abgrenzung des Beizugsgebiets) 

und nicht bereits um die zweite Planungsphase (2. Erarbeitung der erfor-

derlichen Pläne, hier speziell betreffend genügender Quartiererschliessung 

[Ausbau sowie Korrektur bestehender Privatstrasse], Bereinigung der be-

schränkten dinglichen Rechte [Fuss- und Fahrwegrechte] und Verteilung 

der Kosten für Quartierplanverfahren/Landumlegung [Kostenverteilschlüs-

sel]). Beide Planungsschritte sind jedoch separat anfechtbar. In Anwen-

dung und Auslegung von Art. 21 Abs. 2 RPG und Art. 21 Abs. 1 KRVO wird 

hiernach zu prüfen sein, ob sich die Verhältnisse seit Erlass des privaten 

Quartierplans im Jahre 2000 erheblich geändert haben und zudem kumu-

lativ eine Plananpassung nötig erscheint (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 21 

N 14; AEMISEGGER/KISSLING, a.a.O., Art. 21 Rz. 33-37).  

2.2. Nach Art. 21 Abs. 2 RPG und der dazu entwickelten Rechtsprechung des 

Bundesgerichts knüpft die Änderung von Nutzungsplänen an zwei Bedin-

gungen, welche in BGE 140 II 25 E.3 exemplarisch dargestellt sind:

3. Art. 21 Abs. 2 RPG (SR 700) unterscheidet mit Blick auf die Änderung von Nutzungs-
plänen zwei Stufen: In einem ersten Schritt wird geprüft, ob sich die Verhältnisse so er-
heblich geändert haben, dass die Nutzungsplanung überprüft werden muss. In einem 

- 31 -

zweiten Schritt erfolgt nötigenfalls die Plananpassung (vgl. PETER KARLEN, Stabilität und 
Wandel in der Zonenplanung; PBG-aktuell 04/1994 S. 8 ff.).

3.1. Ob eine Plananpassung (zweite Stufe) aufgrund veränderter Verhältnisse gerechtfer-
tigt ist, beurteilt sich nach ständiger Rechtsprechung aufgrund einer Interessenabwägung. 
Dabei ist auf der einen Seite die Notwendigkeit einer gewissen Stabilität nutzungsplaneri-
scher Feststellungen zu beachten, auf der anderen Seite das Interesse, die Pläne an ein-
getretene Veränderungen anzupassen. Zu berücksichtigen sind insbesondere die bishe-
rige Geltungsdauer des Nutzungsplans, das Ausmass seiner Realisierung und Konkreti-
sierung, das Gewicht des Änderungsgrunds, der Umfang der beabsichtigten Planände-
rung und das öffentliche Interesse daran (BGE 132 II 408 E.4.2 S. 413 f.; BGE 128 I 190 
E.4.2 S. 198 f.; je mit Hinweisen, KARLEN a.a.O., S. 11 ff. und 13 ff.).

3.2. Im Rahmen der ersten Stufe sind geringere Anforderungen zu stellen. Eine Überprü-
fung der Grundordnung ist bereits geboten, wenn sich die Verhältnisse seit der Planfest-
setzung geändert haben, diese Veränderung die für die Planung massgebenden Gesichts-
punkte betrifft und erheblich ist (BGE 123 I 175 E.3a S. 182 f. mit Hinweisen). Die Erheb-
lichkeit ist auf dieser Stufe bereits zu bejahen, wenn eine Anpassung der Zonenplanung 
im fraglichen Gebiet in Betracht fällt und die entgegenstehenden Interessen der Rechtssi-
cherheit und des Vertrauens in die Planbeständigkeit nicht so gewichtig sind, dass eine 
Plananpassung von vornherein ausscheidet. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so ist es 
die Aufgabe der Gemeinde, die gebotene Interessenabwägung vorzunehmen und zu ent-
scheiden, ob und inwiefern eine Anpassung der Zonenplanung nötig ist.

Diese höchstrichterliche Rechtsprechung wurde seither in mehreren Urtei-

len bestätigt und gefestigt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_260/2018 

vom 4. Oktober 2018 E.3, 1C_305/2015 vom 14. Dezember 2015 E.3.1, 

1C_843/2013 vom 22. April 2015 E.2.3; FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, Zür-

cher Planungs- und Baurecht, Bd. 1, 6. Aufl., Wädenswil 2019, S. 120 f.).  

2.3.1. Was die erhebliche Änderung der Verhältnisse in rechtlicher Hinsicht seit 

Erlass des Quartierplans am 16. Februar 2000 betrifft (vgl. Planungsakten 

der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 1 [1.1-1.7]), so vermag das streitberu-

fene Gericht diese – gleich wie die Beschwerdegegnerin in der Vernehm-

lassung unter Ziff. 9 – darin zu erblicken, dass die zuständige Gemeinde-

versammlung am 16. Juni 2006 eine Totalrevision der Ortsplanung zusam-

men mit einem überarbeiteten Baugesetz – von der Regierung mit RB Nr. 

- 32 -

447 vom 16. April 2007 genehmigt – beschlossen hat (Bg-act. 7). Auf eid-

genössischer Ebene wurde am 11. März 2012 die Zweitwohnungsinitiative 

angenommen und auf den 1. Mai 2014 die RPG-Revision 1 (vom 15. Juni 

2012) in Kraft gesetzt. Am 20. März 2018 erliess die Regierung die Richt-

plananpassung in den Bereichen Raumordnungspolitik und Siedlung 

(KRIP-S 2018). Am 18. April 2018 beschloss die Gemeindeversammlung 

ein neues Baugesetz (Bg-act. 8), das von der Regierung mit RB Nr. 285 

vom 23. April 2019 genehmigt wurde. Der hier angefochtene Einleitungs-

beschluss – Revision Quartierplan AA._____ mit Ausdehnung des Bei-

zugsgebiets und Landumlegung – datiert vom 18. Juni 2019, mitgeteilt an 

alle Quartierplanbeteiligten am 28. Juni 2019 (Bg-act. 3.1).

2.3.2. Der Erlass des Quartierplans von Februar 2000 basierte auf der Revision 

der Ortsplanung 1982/83 und dem damals gültigen Baugesetz (Bg-act. 6) 

sowie den massgeblichen Auflageakten (mit Bericht und Quartierplanvor-

schriften) von Februar und Dezember 1998 (Bg-act. 1). 

2.3.3. Für das Gericht stellt sich somit die Frage, ob die Grundordnung wie in Art. 

22 Abs. 2 KRG definiert (bestehend aus Baugesetz [BG], Zonenplan, Ge-

nerellem Gestaltungsplan [GGP] und Generellem Erschliessungsplan 

[GEP]) seit Erlass des Quartierplans 2000 erheblich verändert wurde (vgl. 

WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 21 N 15-17; a.a.O., AEMISEGGER/KISSLING, 

a.a.O., Art. 21 Rz. 38-50; PVG 2013 Nr. 25, 2006 Nrn. 24/25, 1987 Nr. 48).

2.3.4. Ein Blick auf die zu verschiedenen Zeiten gültigen Baugesetze (1982/83; 

2006/2007 sowie 2018/2019) zeigt, dass sich die nutzungs- und überbau-

ungsrechtlichen Vorschriften in den letzten 40 respektive 20 Jahren doch 

erheblich geändert haben. Zunächst gilt es aufgrund des aktuell gültigen 

Zonenplans – mit Beizugsgebiet im Norden hangaufwärts in der Wohnzone 

- 33 -

1 [W1: Parzellen AT._____, AC._____, AU._____, AV._____, AD._____, 

AE._____, AF._____, AG._____, AY._____, AZ._____, AM._____, 

AN._____, AO._____, AP._____ und Teile AL._____] und im Süden direkt 

oberhalb der Strasse in der W2 [Parzellen AQ._____, AW._____, 

AX._____] (vgl. Bg-act. 3.2) – sowie dem Überbauungsstand (bisher noch 

nicht überbaut Parzellen AL._____, AM._____, AO._____, AP._____, [alt] 

AE._____, AG._____) festzuhalten, dass die Ausnützungsziffer (AZ) seit 

dem Baugesetz 1982/83 (Art. 22 Zonenschema: W1 AZ 0.3 und W2 AZ 0.4 

– Bg-act. 6/2) nach dem Erlass des Quartierplans im Jahr 2000 gestützt auf 

das Baugesetz 2006/2007 zuerst in der W1 auf 0.4 und in der W2 auf 0.5 

(Art. 42 Zonenschema: Bg-act. 7/2) und danach gemäss Baugesetz 

2018/2019 in der W1 auf ca. 0.625 (entspricht Überbauungsziffer [ÜZ] 0.25) 

und in der W2 auf ÜZ 0.3 (Art. 24 Zonenschema: Bg-act. 8/2) erhöht wurde. 

Damit wurde die maximal zulässige Nutzungsziffer in der Grundordnung in 

den letzten Jahrzehnten aber nachweislich mehr als verdoppelt. Eine sol-

che Nutzungsintensivierung – im Einklang mit der RPG-Revision 2014 und 

der danach neu postulierten 'Verdichtung' des Baugebiets – war raumpla-

nerisch einzig mittels Revision des (veralteten) privaten Quartierplans 2000 

möglich und nur so korrekt durchführbar.

2.3.5. Für das Gericht ist damit hinreichend erstellt, dass die erste Revisionsvor-

aussetzung der 'erheblich veränderten Verhältnisse' seit 2000 im Sinne von 

Art. 21 Abs. 2 RPG und Art. 21 Abs. 1 KRVO als erfüllt zu taxieren ist und 

somit keiner weiteren Erörterungen bedarf. 

2.4.1. Zweite Revisionsvoraussetzung ist die Notwendigkeit der Plananpassung. 

Eine solch neue Planfestsetzung muss – selbst bei Bejahung veränderter 

Verhältnisse – aber nicht zwingend, sondern nur nötigenfalls erfolgen. Mit 

anderen Worten verlangt Art. 21 Abs. 2 RPG eine Abwägung mit dem Ge-

- 34 -

bot der Rechtssicherheit und dem darin liegenden Grundsatz der Plan-

beständigkeit. Im Rahmen dieser Interessenabwägung ist zu prüfen, ob 

das durch die wesentliche Änderung der Verhältnisse begründete öffentli-

che Interesse an einer Änderung des Plans die gegenläufigen privaten und 

öffentlichen Erhaltungsinteressen überwiegt. Ein zentrales Kriterium in der 

Abwägung bildet das Alter des Nutzungsplans: Je neuer dieser Plan ist, 

umso mehr darf mit seiner Beständigkeit gerechnet werden und desto 

schwieriger wird es sein, die Vermutung der Gültigkeit zu widerlegen. Als 

Anpassungsgrund kommt auch die Entdeckung eines (schwerwiegenden) 

Fehlers bei früheren Planungen infrage. Dies trifft dann zu, wenn man an-

nehmen kann, das Gemeinwesen hätte anders entschieden, wenn es im 

Zeitpunkt der damaligen Entscheidung mit den gegenwärtigen Verhältnis-

sen konfrontiert wäre (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 121; WALD-

MANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 21 N 18-20; AEMISEGGER/KISSLING, a.a.O., Art. 21 

Rz. 53-58; Urteil des Bundesgerichts 1C_534/2019 vom 20. Oktober 2020 

E.5.3 mit Hinweis auf BGE 111 Ia 67 E.3d S. 70).

2.4.2. Vorliegend kommt dem zu revidierenden Quartierplan 2000, welcher mitt-

lerweile 20-jährig ist, unter dem Gesichtspunkt der Rechtsicherheit und da-

mit auch der Planbeständigkeit keine nennenswerte Bedeutung (mehr) zu. 

Die Revision dieses inhaltlich überholten Quartierplans entspricht zudem 

einem hohen öffentlichen Interesse, weil die mit der RPG-Revision 1 im 

Jahr 2014 neu eingeführten Art. 1 Abs. 2 lit. abis und Art. 3 Abs. 3

lit. abis RPG als Planungsziel und Konkretisierungsgrund explizit vorschrei-

ben, dass Siedlungsflächen nach Möglichkeit 'verdichtet', d.h. mit einer in-

tensiveren Nutzung pro Wohnfläche in der Bauzone belegt werden sollten. 

Die noch nicht überbauten Parzellen AL._____, [alt] AE._____ und 

AG._____ im Quartierplanperimeter würden von einer Intensivierung der 

künftigen Nutzungsmöglichkeiten ebenso profitieren, wie die bereits vor Ort 

- 35 -

bestehenden Gebäude und freistehenden Ferien-/und Einfamilienhäuser 

im besagten Plangebiet, sobald sie dereinst saniert und renoviert werden. 

Dieses berechtigte öffentliche Interesse an einer möglichst optimalen Nut-

zung des nicht vermehrbaren und deshalb besonders kostbaren Gutes 

"Bauland" in Berggebieten ist den rein privaten Interessen am Erhalt des 

'status quo' vorzuziehen, solange die damit verbundenen Einflüsse und 

Auswirkungen auf das Grundeigentum der umliegenden Quartierplange-

nossen in raumplanerischer Sicht überschaubar bleiben und sie in einer 

umfassenden Güterabwägung als vernünftig und verhältnismässig be-

zeichnet werden können. In diesem Zusammenhang sei bloss daran erin-

nert, dass es keinen öffentlich-rechtlichen Anspruch auf den Erhalt bisheri-

ger Aussichtsverhältnisse gibt. Solange die einschlägigen Zonen- und Bau-

vorschriften respektiert werden, ist innerhalb der jeweiligen Bauzone (hier 

W1; W2) im Sinne von Art. 27 KRG jederzeit mit der zonenkonformen Über-

bauung und Nutzung benachbarter Grundstücke und damit künftigen Be-

einträchtigungen der eigenen Aussicht zu rechnen. Dies hat sich durch die 

raumplanerische Siedlungsentwicklung nach innen ('Verdichtungsgebot') 

verschärft, was zwangsläufig zu höheren Gebäuden und vermehrt zu Be-

einträchtigungen bestandener Aussichtsverhältnisse führen dürfte/wird.

2.4.3. Für eine zeitnahe Quartierplananpassung spricht zudem, dass die beste-

hende Erschliessungssituation über die nördliche AK._____ aktuell sehr 

unbefriedigend ist (Rechtsstreit vor Regionalgericht BG._____/BJ._____ 

hängig) und im Nachhinein wohl als mangelhaft (infolge Fehlplanung) und 

somit dringend als anpassungs- und korrekturbedürftig zu bezeichnen ist. 

Die Schleppkurvenanalyse des Ingenieurbüros BK._____ hat dazu unbe-

stritten ergeben, dass bereits kleinere Transport- und Güterwagen den zu 

engen Kurvenbereich bei den Parzellen AT._____/AC._____/AN._____ 

nicht problemlos befahren könnten und deshalb von einer technisch unge-

- 36 -

nügenden Erschliessung auszugehen sei. Hinzu kommt, dass die nördliche 

AK._____, die gegenwärtig nur einspurig befahrbar ist, eine Streckenlänge 

von 240 m aufweist und somit allfällige Ausweichstellen zum gefahrlosen 

Kreuzen von Autos und anderen Verkehrsteilnehmern zweifellos sinnvoll 

als auch sachlich geboten erscheinen. Die Anpassung des bestehenden 

Quartierplans von 2000 erweist sich daher auch unter dem Aspekt der Ver-

kehrssicherheit bzw. der Risikominimierung für alle Anwohner als unerläss-

lich.

2.4.4. Im Weiteren leuchtet auch ein, dass alle Parzellen, welche bisher zur Er-

reichung und Benutzung der nördlichen AK._____ über im Grundbuch ge-

sicherte Fuss- und Fahrwegrechte in Form von Dienstbarkeiten verfügten, 

ins neue Quartierplangebiet einzubinden sind, weil sonst deren Bereinigun-

gen (Löschungen) nicht durch gleichwertige Zufahrtsrechte an der neu ge-

schaffenen Quartierstrasse verbindlich ersetzt werden könnten. 

2.4.5. Für das Gericht ist damit erstellt, dass auch die zweite Revisionsvorausset-

zung der 'Notwendigkeit der Plananpassung' im Sinne von Art. 21 Abs. 2 

RPG und Art. 21 Abs. 1 KRVO bejaht werden kann und die Beschwerde-

gegnerin daher zu Recht einen Einleitungsbeschluss erliess (vgl. Urteil des 

Verwaltungsgerichts [VGU] R 15 94 vom 2. Februar 2016 E.4a-e).  

3.1. Zu prüfen bleibt damit immer noch, ob die Beschwerdeführer 1-3 – welche 

als Quartierplanbeteiligte mit den Parzellen AC._____ (Bf 1), 

AD._____/AE._____ (Bf 2) und AF._____/AG._____ (Bf 3) ins Recht ge-

fasst wurden – nicht trotzdem triftige Gründe vorbringen konnten, die den-

noch die Aufhebung des Einleitungsbeschlusses und insbesondere den 

Verzicht ihrer Parzellen ins bzw. deren Entlassung aus dem Beizugsgebiet 

- 37 -

gerechtfertigt hätten. Es ist also noch konkret zu klären, auf welche Parzel-

len sich die Anpassung erstrecken durfte. 

3.2.1. Nach Art. 51 Abs. 1 KRG regelt der Quartierplan im Rahmen der Grund-

ordnung die Gestaltung und Erschliessung von Bauzonen mit Folgepla-

nung oder von weiteren Teilgebieten der Bauzone im Detail. – Das Quar-

tierplanverfahren bezweckt also, in einem genau begrenzten Gebiet über-

baubare und nach dem Gesamtkonzept hinreichend erschlossene Parzel-

len zu schaffen. Über die Art und Weise der Abgrenzung derartiger Quar-

tiere enthalten nun weder das kantonale Recht noch die kommunale Bau-

ordnung nähere Bestimmungen. Das Verwaltungsgericht hat jedoch dem 

auch in der Literatur anerkannten Grundsatz Geltung verschafft, wonach 

ein Quartierplangebiet so zu begrenzen sei, dass es ein einheitliches, zu-

sammenhängendes Gebiet umfasse (vgl. VGU R 20 5 vom 16. März 2021 

E.4.7, R 17 74 vom 21. August 2018 E.5.1; PVG 1993 Nr. 44, 1985 Nr. 54, 

1976 Nr. 56). Als Abgrenzungskriterien zum Beizug in ein Quartierplange-

biet ist auf den Generellen Gestaltungsplan, auf die Bauetappierungen in 

der Gemeinde oder auf die bereits bestehenden Strassen- und Erschlies-

sungsanlagen im Bereich der ins Quartierplanverfahren mit einzubeziehen-

den Grundstücke abzustellen. Inwieweit eine Parzelle von einem Quartier-

planverfahren mitumfasst wird oder nicht, hängt sodann davon ab, ob sie 

für sich selbst aus der Zwecksetzung des jeweiligen Quartierplans Vorteile 

zu ziehen vermag oder ob eine Parzelle zwecks Erschliessung anderer 

baureifer Grundstücke aus technischer oder planerischer Notwendigkeit 

heraus vernünftigerweise in ein solches Verfahren miteinbezogen werden 

muss. Zur Erreichung des übergeordneten Quartierplanziels muss 

grundsätzlich ein strenger Massstab an die Entlassung einzelner Grunds-

tücke aus dem Quartierplanverfahren gelegt werden und es kann daher 

einer solchen nur dann stattgegeben werden, wenn die zur Diskussion ge-

- 38 -

stellten Parzellen auf keinen Fall für die Erschliessung der übrigen Parzel-

len oder für eine allfällige Baulandumlegung benötigt werden (vgl. VGU R 

03 48 vom 10. Oktober 2003 E.3a m.H.). Der Einbezug einer Liegenschaft 

ins Beizugsgebiet setzt voraus, dass im Zeitpunkt des Einleitungsbeschlus-

ses ein – wenn auch nur geringer – wirtschaftlicher Sondervorteil zuguns-

ten der betroffenen Grundeigentümer resultieren muss. Damit soll verhin-

dert werden, dass ein Grundstück nur rein vorsorglich ins Beizugsgebiet 

eines Perimeterverfahrens miteinbezogen wird. Umgekehrt gilt allerdings 

auch, dass es für die Festlegung des Perimeters nicht darauf ankommen 

kann, welche Parzelle den hauptsächlichen Sondernutzen an einem neuen 

Erschliessungswerk hat, sondern entscheidend ist, welche Parzellen im 

Sinne des Dargelegten einen wirtschaftlichen Sondervorteil aus dem Werk 

erfahren (statt vieler: PVG 2004 Nr. 28; VGU A 07 49 vom 22. Januar 2008 

E.3c, A 13 46 vom 3. Juni 2014 E.4b; interessant überdies PVG 2010 Nr. 

22, 2012 Nr. 27, 2014 Nr. 22, 1996 Nr. 46, 1989 Nrn. 49/50). Der Grundsatz, 

dass ein 'strenger Massstab' an die Entlassung von Grundstücken aus dem 

Quartierplangebiet anzulegen ist, wurde vom Bundesgericht erst kürzlich 

nochmals ausdrücklich bestätigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1C_494/2018 vom 13. Juni 2019 E.3.3. einschliesslich Umkehrschluss 

bzw. Schlussfolgerung in E.3.7. am Ende).    

3.2.2. Nach Art. 60 KRG ist die Durchführung der Erschliessung der Bauzonen 

und der anderen Nutzungszonen (Projektierung, Bau, Betrieb, Unterhalt 

und Erneuerung) Aufgabe der Gemeinden bzw. der von ihnen beauftragten 

oder konzessionierten Trägerschaften, sofern nicht Bund oder Kanton Trä-

ger der Erschliessung sind (Abs. 1). Die Gemeinden können im Baugesetz 

Private ermächtigen, ihr Land nach den Vorgaben der Erschliessungspläne 

selbst zu erschliessen. Sind mehrere Private an einer Erschliessung betei-

ligt und können sie sich über das Vorgehen oder die Verteilung der Kosten 

- 39 -

nicht einigen, entscheidet der Gemeindevorstand (Abs. 2). Laut Art. 61 

KRG erlassen die Gemeinden nähere Bestimmungen über die Planung und 

Durchführung der Erschliessung sowie die Koordination mit anderen Er-

schliessungsanlagen (Abs. 1). Die Gemeinden ordnen insbesondere die 

Anforderungen an die Erschliessung im Allgemeinen und für besondere 

Verhältnisse und regeln die Ausgestaltung, den Betrieb, den Unterhalt und 

die Erneuerung von Erschliessungsanlagen (Abs. 2). Die Gemeinden re-

geln die Berechtigung der Öffentlichkeit und Privaten zur Benützung der 

Erschliessungsanlagen sowie die daraus fliessenden Entschädigungsfra-

gen. Sie bestimmen ausserdem die Voraussetzungen und die Zuständig-

keit für die Übernahme von privaten Erschliessungsanlagen durch die Ge-

meinde (Abs. 3). Nach Art. 62 Abs. 3, Satz 1, KRG sind die Erschliessungs-

abgaben grundsätzlich von den Personen zu bezahlen, die aus den öffent-

lichen Anlagen einen wirtschaftlichen Sondervorteil ziehen oder die Anla-

gen nutzen oder nutzen könnten.     

3.2.3. Die Beschwerdeführer 1 wehren sich gegen den Einleitungsbeschluss im 

erweiterten Quartierplangebiet im Wesentlichen mit der Begründung, dass 

die damit einhergehende Erschliessung nur der Beseitigung früherer Pla-

nungsfehler und dadurch erst geschaffener Ungerechtigkeiten im Kurven-

bereich der Parzellen AT._____/AC._____/AN._____ diene und sie dafür 

nicht zusätzlich im Zuge des jetzigen öffentlichen Quartierplanverfahrens 

nochmals kostenmässig ins Recht gefasst werden dürften. Vielmehr sei 

ihre Besitzstandsgarantie an den bisherigen Zufahrts- und Erschliessungs-

verhältnissen zur Parzelle AC._____ festzustellen und entsprechend zu 

berücksichtigen. Für das Gericht ist erstellt, dass die Beschwerdegegnerin 

nach Art. 60 ff. KRG die Verantwortung für die korrekte Erschliessung der 

in der Bauzone W1 gelegenen Parzelle AC._____ der Beschwerdeführer 1 

trägt und ihr daher auch die Kompetenz zusteht, mit entsprechenden pla-

nerischen Massnahmen allfällige frühere Fehler anlässlich der damals pri-

- 40 -

vaten Quartierplanung nachhaltig und wirksam zu beseitigen. Dass die bis-

herige Linienführung und Ausgestaltung der nördlichen AK._____ völlig un-

befriedigend ist, belegt allein schon die Tatsache, dass darüber derzeit un-

bestritten ein Zivilprozess vor dem Regionalgericht BG._____/BJ._____ 

hängig ist (Bg-act. 4 S. 2 f.) und die Schleppkurvenanalyse des beigezoge-

nen Ingenieurs/Geometers ergeben hat, dass bereits ein kleiner 2-Achs-

LKW die Rechtskurve bergwärts nicht befahren könnte (Bg-act. 5 

[Planskizze mit Option Verschiebung Quartierstrasse]). Eine Verbesserung 

der bestehenden Erschliessungs- und Strassenverhältnisse wird denn 

auch von den Beschwerdeführern 1 zu Recht nicht in Abrede gestellt: So-

weit deren Finanzierung jedoch ausschliesslich zu Lasten der übrigen We-

ganstösser (Bg-act. 1.3 [Parzellierungsplan]; Luftaufnahmen 1985 [Bg-act. 

10.1] und 2017 [Bg-act. 10.2]) und der an der Wegstrecke ebenfalls Dienst-

barkeitsberichtigten/Dienstbarkeitsbelasteten (Bg-act. 11) gehen sollte, 

verkennen die Beschwerdeführer 1 aber offensichtlich, dass solche Stras-

senkorrekturen immer auf staatlich einwandfreien Verfahren beruhen müs-

sen und frühere Zustände oder Duldungen unter Privaten einem öffentli-

chen Quartierplan nicht entgegenstehen. Daran ändert selbst der Wunsch 

der Beschwerdeführer nach Feststellung ihrer Besitzstandsgarantie nichts, 

weil u.a. über diese Frage vor dem zivilen Regionalgericht noch gestritten 

wird und aufgrund der dem Verwaltungsgericht zur Einsichtnahme zuge-

stellten Pläne eine Ausbuchtung ("Landspickel") im Kurvenbereich auf der 

Höhe der Parzellen AN._____/AC._____ zum Nachteil der Beschwerdefüh-

rer 1 visuell sogar erkennbar ist (vgl. Bg-act. 1.2-1.6 [QP-Unterlagen] und 

3.1 [Einleitungsbeschluss: Plan S. 2]). Der Antrag der Beschwerdeführer, 

die "Ostgrenze ihres Grundstücks von 1986/87 wieder auf das gekaufte 

Halbrund von 1976 zu mutieren", erweist sich im aktuellen Quartierplanver-

fahren daher vorab als unbegründet. Um die allseits festgestellten Er-

schliessungsmängel im besagten Kurvenbereich zu beseitigen, steht/stand 

der Beschwerdegegnerin einzig das Instrument der öffentlichen Quartier-

- 41 -

planung zur Verfügung – und zwar unabhängig davon, ob die Beschwerde-

führer 1 in den 70- oder 80-Jahren des letzten Jahrhunderts jeweils korrekt 

und umfassend über alle Vorgänge bezüglich Kurvenradius durch die da-

maligen Behörden informiert wurden. Die Beschwerde R 19 60 erweist sich 

inhaltlich als unbegründet und ist infolgedessen abzuweisen.

3.2.4. Die Beschwerdeführer 2 sind im Wesentlichen mit der durch den erweiter-

ten Quartierplan vorgesehenen Erschliessung ihrer (vereinigten) Einheits-

parzelle AD._____ (vormals Parzelle AD._____ [westlich] und Parzelle 

AE._____ [östlich]) am oberen (hangseitigen) Ende der nördlichen 

AK._____ nicht einverstanden. Sie verknüpfen dabei das erweiterte Bei-

zugsgebiet mit einer Schlechterstellung der Zufahrt/Erschliessung zu ihrer 

bisherigen Parzelle AE._____ (neu Ostteil der vereinigten Parzelle 

AD._____). Nach Ansicht des Gerichts gilt es zunächst festzuhalten, dass 

die bisherige Wegstrecke bis ans Ende der hangseitigen nördlichen 

AK._____ unmittelbar zur Parzelle AD._____ (an deren südwestlichste 

Ecke) führte. Im Jahre 2007 wurde die fortgesetzte Linienführung der dort 

rudimentären Wegführung bergseitig entlang der westlichen Grenze von 

Parzelle AD._____ neu der Landwirtschaftszone zugewiesen. Damit haben 

sich die bisher bestehenden Zufahrtsverhältnisse aber gestützt auf Bun-

desrecht massgeblich geändert. Der Antrag der Beschwerdeführer 2 auf 

Feststellung der Besitzstandsgarantie (Ziff. 2 Beschwerde) bezüglich Er-

schliessung der (neu) vereinigten Parzelle AD._____ betrifft zudem nicht 

den hier allein zur Diskussion stehenden Einleitungsbeschluss, sondern 

wird im Rahmen des Quartierplans selber zu thematisieren und zu klären 

sein. Auf das Feststellungsbegehren der Beschwerdeführer 2 im Verfahren 

R 19 61 kann daher nicht eingetreten werden. 

- 42 -

An dieser Stelle sei aber bereits festgehalten, dass die Erschliessung einer 

Bauzone über Landwirtschaftsland im klaren Wiederspruch zum Gebot der 

strikten Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet steht (Art. 3 RPG). Die 

Standortgebundenheit von der Bauzone dienenden Erschliessungsstras-

sen im Nichtbaugebiet setzt besondere Umstände voraus, die eine solche 

Ausnahme rechtfertigen. Sie fällt grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn 

es keine andere Möglichkeit gibt, mithin die Erschliessung ansonsten aus-

geschlossen wäre. Eine derartige besondere Ausnahmesituation liegt hier 

nicht vor, da die genannte (vereinigte) Parzelle AD._____ – wie nachfol-

gend gezeigt werden wird – anderweitig über das eigene Bauland in der 

W1 erschlossen werden kann. Der Zugang zu einer Bauzone hat also – 

wenn immer möglich – über das Baugebiet selbst zu erfolgen (vgl. dazu 

Urteil des Bundesgerichts 1C_9/2019 vom 4. Oktober 2019 E.4.3).

Die vereinigte Parzelle AD._____ (davon Ostteil vormals Parzelle 

AE._____), um deren Erschliessung es vorliegend geht, ist auf zwei Seiten 

(gegen Norden und im Westen) von der Landwirtschaftszone umgeben. 

Eine Erschliessung des Ostteils der vereinigten Parzelle AD._____ von un-

ten über die östliche AK._____ wurde nicht weiterverfolgt und demnach fal-

lengelassen. Für das Gericht ist damit allerdings klar, dass die Hauptver-

bindung für die strassenmässige Erschliessung der vereinigten Parzelle 

AD._____ in Zukunft einzig über die gesamte nördliche AK._____ erfolgen 

wird und somit die Beschwerdeführer 2 auf die Befahrbarkeit dieses Stras-

senkörpers auf der gesamten Streckenlänge von rund 240 m angewiesen 

sein werden. Diese Feststellung ist unabhängig davon, ob die "interne Er-

schliessung" der vereinigten Parzelle AD._____ (mit Ostteil vormals Par-

zelle AE._____) dereinst als Verlängerung der nördlichen AK._____ ent-

lang der Grenze der vormaligen Parzelle AD._____ zunächst im Westen 

und dann im Norden bis zur vormaligen Parzelle AE._____ (bergseitiger 

Rundbogen) geführt oder andernfalls ab der südwestlichsten Ecke der vor-

- 43 -

maligen Parzelle AD._____ direkt auf dem kürzesten Wege entlang der 

Südgrenze eine eigene Zufahrt zur vormaligen Parzelle AE._____ (talseiti-

ger Durchstich) geschaffen wird. Entscheidend für die Beurteilung des Ein-

leitungsbeschlusses ist vielmehr die Tatsache, dass die vereinigte Parzelle 

AD._____ laut Grundbuchauszug vom 5. Dezember 2018 (Bg-act. 11) auf 

der ganzen Länge der nördlichen AK._____ über ein Fuss- und Fahrweg-

recht verfügt und somit offensichtlich von jeder Veränderung – sei es die in 

Aussicht gestellte Ausbauvariante 1 oder 2 der Beschwerdegegnerin – pro-

fitieren wird, zumal der Erschliessungsmangel im Zufahrtsbereich der Par-

zellen AT._____/AC._____/AN._____ sowieso eliminiert werden muss und 

daraus offensichtlich auch eine Verbesserung der Zufahrts- und Erschlies-

sungsverhältnisse zugunsten der Beschwerdeführer 2 resultieren dürfte. 

Ein wirtschaftlicher Sondervorteil – wie ihn die Rechtsprechung (vgl. 

E.3.2.1.) für den Einzug in den Perimeter des Quartierplangebiets voraus-

setzt – ist damit für die Beschwerdeführer 2 klarerweise erstellt, weshalb 

ihre Beschwerde gegen den Einleitungsbeschluss (Antrag Ziff. 1) unbe-

gründet und folglich abzuweisen ist.

3.2.5. Der Beschwerdeführer 3 beantragt seinerseits zur Hauptsache den Nicht-

einbezug bzw. die Entlassung seiner beiden Parzellen AF._____ (überbaut 

mit Ferienhaus) und AG._____ (direkt im Westen daran anschliessende 

und noch nicht überbaute Hangparzelle), da seine zwei Grundstücke über 

die östliche AK._____ bereits erschlossen seien sowie der Ausbau und die 

Beseitigung der Erschliessungsdefizite an der nördlichen AK._____ ihn und 

seine Grundstücke nicht tangierten. Ein nennenswerter Sondervorteil sei 

für den Beschwerdeführer 3 nicht ersichtlich, weil seine Zufahrten – ausser 

dem Fuss- und Fahrwegrecht an den untersten 47 Metern der nördlichen 

AK._____ zwischen der Mündung in die Kantonsstrasse und der Abzwei-

gung in die seine Parzellen erschliessende östliche AK._____ (Be-

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schwerde Ziff. 27) – keine Mitbenutzung der zum Ausbau geplanten nörd-

lichen AK._____ erforderten. Ein Ausbau oder eine Verbreiterung der öst-

lichen AK._____ mit Ausweichstellen oder zum Kreuzen von Motorfahrzeu-

gen würde sogar Nachteile für seine Parzellen AF._____/AG._____ mit 

sich bringen, weil mit Mehrverkehr von Drittpersonen auf diesem Wegab-

schnitt zur nahen Skiliftanlage (weiter im Osten) zu rechnen wäre. Zu be-

tonen gilt es nach Auffassung des Gerichts, dass es im konkreten Fall aus-

schliesslich und einzig um die erste Planungsphase (1. Einleitungsbe-

schluss zur Abgrenzung des Beizugsgebiets; Bg-act. 3.2) und nicht um die 

zweite Planungsphase (2. Erarbeitung der erforderlichen Quartiererschlies-

sungspläne: Betreffend Ausbau/Korrektur der bestehenden Zufahrten; Be-

reinigung der beschränkten dinglichen Fuss- und Fahrwegrechte sowie Er-

stellen des Kostenverteilschlüssels) geht. Jeder dieser Planungsphasen ist 

gesondert und damit separat vor Gericht anfechtbar. Wie der Beschwerde-

führer 3 zu Recht selbst erkannte, genügt zur Revision eines Quartierplans 

und zur konkreten Ausdehnung des vorliegenden Quartierplangebiets von 

vier auf neu 22 Parzellen nur ein überwiegendes öffentliches raumplaneri-

sches Interesse. Ein derartiges Interesse ist infolge Verdoppelung der ma-

ximal zulässigen Ausnützungsziffer im fraglichen Plangebiet (Verdich-

tungsgebot) als auch der beabsichtigen Verbesserung der vor Ort bereits 

bestehenden Erschliessungsstränge (nördliche/östliche AK._____) na-

mentlich auch in Bezug auf den Beschwerdeführer 3 von Relevanz, da er 

selbst angab, dank seiner beiden Parzellen AF._____/AG._____ gesamt-

haft über die grössten zusammenhängenden Baulandflächen im Quartier-

plangebiet zu verfügen und somit dereinst sowohl bei künftigen Sanierun-

gen/Renovationen des Ferienhauses auf Parzelle AF._____ als auch bei 

einer Neubaute auf der noch unüberbauten Hangparzelle AG._____ profi-

tieren kann und daher ein "wirtschaftlicher Sondervorteil" bei Einzug ins 

Quartierplangebiet offensichtlich nicht leichthin verneint bzw. im Voraus 

ausgeschlossen werden kann. Wie hoch dieser Sondervorteil konkret für 

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den Beschwerdeführer 3 im Einzelfall sein wird, muss sodann noch in der 

zweiten Planungsphase ermittelt und allen Kostenpflichtigen transparent 

mitgeteilt werden. Gegen diesen Entscheid kann dann wieder separat Be-

schwerde beim kantonalen Verwaltungsgericht erhoben werden. Entgegen 

der Darstellung des Beschwerdeführers 3 – wonach der Fahrkomfort auf 

der AK._____ für ihn nicht höher würde, weil die befestigte Naturstrasse 

auf den ersten 47 Metern auch im geteerten oder betonierten Zustand we-

der besser noch schneller befahren könnte (und wenn sie es könnte, würde 

dies wegen der Kürze dieses Teilstücks wiederum nicht ins Gewicht fallen) 

(vgl. Beschwerde Ziff. 41) – spielt es faktisch sehr wohl eine Rolle, dass 

der Beschwerdeführer 3 selbst von einer zeitgerechten und bloss situativ 

angepassten Modernisierung der ersten rund 50 Meter auf der gemeinsa-

men AK._____ vor der Abzweigung auf den östlichen Wegabschnitt zu sei-

nen Parzellen AF._____/AG._____ einen wirtschaftlichen Sondervorteil 

hätte, da selbst ein kurzes Strassenverbindungsstück unerlässlich ist, um 

ganzjährlich eine zuverlässige Erschliessung für alle involvierten Quartier-

planbeteiligten bereitstellen bzw. auch verkehrssicher garantieren zu kön-

nen. Die weiter vorgebrachten Argumente des Beschwerdeführers 3 gegen 

den strittigen Einleitungsbeschluss – wie z.B. die Löschung von dahinge-

fallenen Dienstbarkeiten und deren rechtliche Qualifikation; die Direktzu-

fahrt auf die Kantonsstrasse [von TBA verneint worden] für Teilbauparzelle 

AL._____ anstatt in den Mündungsbereich der AK._____) – sind damit in 

der hier zu beurteilenden ersten Planungsphase selbstredend obsolet ge-

worden, weil der Beschwerdeführer 3 gestützt darauf materiell im Voraus 

nichts zu seinen Gunsten herleiten könnte. Somit erweist sich auch diese 

Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

4.1. Der angefochtene Einleitungsbeschluss vom 18. Juni 2019 ist demnach 

rechtens und schützenswert, was zur Abweisung aller drei Beschwerden in 

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den Verfahren R 19 60 (Bf 1), R 19 61 (Bf 2) und R 19 62 (Bf 3) führt, 

soweit darauf (im Verfahren R 19 61) überhaupt eingetreten werden kann.

4.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG anteilsmässig (zu je 1/3) den Beschwerdeführern 1-3 

aufzuerlegen. 

Das Bundesgericht hielt im Urteil 1C_388/2018 vom 8. Januar 2019 in E.5 

kostenmässig wegleitend fest, dass nach BGE 143 II 467 und in Umset-

zung der Grundsätze von Art. 4 und 33 Abs. 2 RPG den Einsprechern die 

Kosten des Einspracheverfahrens, ausser bei – hier nicht gegebener – of-

fensichtlich missbräuchlicher Einspracheerhebung, nicht auferlegt werden 

dürfen. Die Kostenlosigkeit gilt jedoch nur für das Einspracheverfahren 

selbst, nicht hingegen für allfällige daran anschliessende Verwaltungs-       

oder Gerichtsbeschwerdeverfahren. Insoweit gelten die Kostenregelungen 

der jeweiligen Verfahrensgesetze (hier also Art. 72/73 VRG; vgl. dazu VGU 

R 19 10 vom 12. Februar 2019 E.2 sowie PVG 2019 Nr. 13). 

4.3. Aussergerichtlich steht der anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin 

nach Art. 78 Abs. 2 VRG keine Parteientschädigung zu, da sie lediglich in 

ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerden R 19 60, R 19 61 und R 19 62 werden abgewiesen, so-

weit darauf einzutreten ist. 

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2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 5'000.00

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 1'004.00

zusammen Fr. 6'004.00

gehen anteilsmässig zu je 1/3 zu Lasten von A._____, B._____ sowie Dr. 

C._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]