# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8957e37a-87a9-5147-a5be-4ce6d3a60dca
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 03.03.2014 ZK2 2013 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2013-47_2014-03-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 3. März 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 13 47 19. März 2014

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Pritzi
Aktuar Nydegger

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, und der Y . _ _ _ _ _ , Berufungsklägerin, beide ver-
treten durch avvocato Athos Mecca, Via Naviglio Vecchio 4, 6600 Locarno, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Landquart, Einzelrichter, vom 6. September 
2013, mitgeteilt am 9. September 2013, in Sachen Z._____, Berufungsbeklagter, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Robert K. Däppen, Bahnhofstrasse 8, 7000 
Chur, gegen Berufungsklägerin,

betreffend vorsorgliche Massnahmen,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Z._____ kaufte gemäss eigenen Angaben im Dezember 2010 das Motor-
boot "A._____" für Fr. 785'000.-- in Spanien. Das Boot wurde am 14. Dezember 
2010 von der Firma Y._____ im Auftrag von Z._____ von Italien über den Lago 
Maggiore in die Schweiz geführt. Die Mehrwertsteuer von Fr. 60'263.20 sowie die 
Zollgebühren von Fr. 7'057.-- wurden gemäss eigenen Angaben von Z._____ be-
zahlt. Seit der Einfuhr in die Schweiz befindet sich das Boot in der Werft der Firma 
Y._____ in O.1_____. Dieser Gesellschaft wurde der Auftrag erteilt, diverse Arbei-
ten auszuführen, wie insbesondere die notwendigen Änderungen vorzunehmen, 
damit die Lärm- und Umweltschutznormen erfüllt werden. Der schriftliche Arbeits-
auftrag ("Arbeitsauftrag Winterlager 2010/2011") enthielt zudem folgende Klausel: 
"Das Boot muss eine Casco- und Haftpflichtversicherung haben auch ohne Kenn-
zeichen. Die Werft übernimmt keine Haftung (Gerichtsstand O.1_____)".

B. Mit Schreiben vom 28. Januar 2011 stellte die Firma Y._____ Z._____ eine 
Offerte für bereits ausgeführte und noch auszuführende Arbeiten zu, worauf dieser 
am 31. Januar 2011 per E-Mail antwortete: "Bevor die Sache nicht schriftlich erle-
digt ist, bitte ich Sie keine weiteren Tätigkeiten am Boot auszuführen". Am 9. Juni 
2011 erhielt Z._____ von der Firma Y._____ eine Rechnung über den Betrag von 
Fr. 33'210.-- für diverse Arbeiten wie den Transfer des Bootes, Lärmkontrolle, 
Auswasserung, Bereitstellen für die Überwinterung sowie Gebühr für den Winter-
platz 2010/2011. Mangels Bezahlung setzte die Firma Y._____ diesen Betrag in 
Betreibung und forderte weitere Fr. 45'000.-- unter dem Titel: "Fattura 09.06.2011. 
Spese e manutenzione deposito natante".

C. Weil Z._____ die Rechnungen nicht bezahlte und die Firma Y._____ das 
Motorboot nicht herausgeben wollte, wurde ein gerichtliches Verfahren unaus-
weichlich. So instanzierte Z._____ schliesslich am 17. September 2012 beim 
Vermittleramt des Bezirks Landquart eine Forderungsklage aus unerlaubter Hand-
lung gegen die Firma Y._____ und X._____, der Firma einziges Mitglied mit Ein-
zelunterschrift. Nach erfolglos verlaufener Verhandlung vom 30. Oktober 2012, an 
welcher die beiden Beklagten und ihr Vertreter nicht anwesend waren, wurde am 
30. Oktober 2012 die Klagebewilligung mit folgenden Rechtsbegehren ausgefer-
tigt:

"1. Es seien die Parteien im Sinne einer Teilklage solidarisch zu verpflich-
ten, dem Kläger CHF 100'000.00 nebst 5% Zins seit 1. Februar 2010 
zu bezahlen;

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2. es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, dem Kläger das Mo-
torboot A._____, Identifikationsnummer _____, mit Beiboot herauszu-
geben;

3. es sei festzustellen, dass die Beklagten, je einzeln oder gemeinsam, 
im CHF 2'700.00 übersteigenden Betrag keine Ansprüche gegen den 
Kläger haben;

4. es sei das Betreibungsamt Landquart anzuweisen, die Einträge im 
Register des Betreibungsamtes Landquart, Betr.-Nr. _____ (vormals 
Betreibungsamt Kreis Maienfeld), und Betr.-Nr. _____, zu löschen;

5. unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu solidarischen 
Lasten der Beklagten.

Unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Nachklage."

D. Nach Begründung der Litispendenz gelangte Z._____ an den Bezirksge-
richtspräsidenten Landquart und beantragte mittels Gesuch vom 17. Oktober 2012 
was folgt:

"1. Es sei den Gesuchsgegnern zu befehlen, dem Gesuchsteller das Mo-
torboot A._____, Identifikationsnummer _____, mit Beiboot und Zu-
behör herauszugeben, unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 
292 StGB;

2. unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu solidarischen 
Lasten der Beklagten."

E. In der Vernehmlassung vom 30. Oktober 2012 stellten und begründeten die 
Firma Y._____ und X._____ als Gesuchsgegner folgende Rechtsbegehren:

"1. Der Antrag auf Erlass vorsorglicher Massnahmen wird abgewiesen, 
soweit darauf einzutreten ist.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers / 
Antragsstellers."

Wegen der Bestreitung der örtlichen Zuständigkeit des angerufenen Richters wur-
de ein doppelter Schriftenwechsel durchgeführt. Die Replik wurde am 15. Novem-
ber 2012 eingereicht, die Duplik am 3. Dezember 2012.

F. Mit Entscheid vom 7. Dezember 2012, mitgeteilt am 21. Dezember 2012, 
trat der Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart wegen fehlender örtlicher Zu-
ständigkeit auf das Gesuch von Z._____ nicht ein.

G. Eine gegen diesen Entscheid von Z._____ am 10. Januar 2013 beim Kan-
tonsgericht von Graubünden eingereichte Berufung wurde mit Verfügung der 
II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden vom 12. Februar 2013, mit-
geteilt am 20. Februar 2013, gutgeheissen, der angefochtene Entscheid aufgeho-

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ben und die Sache zur Neubeurteilung an das Bezirksgericht Landquart zurück-
gewiesen.

H. Mit Schreiben vom 22. April 2013 teilte das Bezirksgericht Landquart den 
Parteien mit, dass bezüglich der Anordnung vorsorglicher Massnahmen ein Ent-
scheid ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung ausgefertigt werde, da 
bereits ein doppelter Schriftenwechsel erfolgt sei.

I. Mit Eingabe vom 24. Mai 2013 gelangte Z._____ erneut an den Bezirksge-
richtspräsidenten Landquart mit folgenden Rechtsbegehren:

"1. Es sei den Gesuchsgegnern zu befehlen, dem Gesuchsteller das Mo-
torboot A._____, Identifikationsnummer _____, mit Beiboot und Zu-
behör auf erstes Verlangen herauszugeben, unter Androhung der 
Straffolgen gemäss Art. 292 StGB;

2. eventualiter sei dem Gesuchsteller Frist anzusetzen zur Hinterlegung 
von CHF 40'000.00 bei der Kasse des Bezirksgerichts Landquart, un-
ter Androhung des Befehls der Herausgabe gemäss Ziff. 1, sobald die 
Zahlung geleistet ist;

3. es seien die erforderlichen Vollstreckungsmassnahmen anzuordnen 
und die Gesuchsgegner anzuweisen, das Boot auf erstes Verlangen 
des Gesuchstellers hin unter dessen Aufsicht einzuwassern, und bei 
allfälliger Weigerung sei dem Gesuchsteller explizit zu erlauben, die 
Einwasserung mittels Hilfe der zuständigen Behörden vornehmen zu 
lassen;

4. unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu solidarischen 
Lasten der Beklagten."

J. In der Stellungnahme vom 10. Juni 2013 stellten die Firma Y._____ und 
X._____ als Gesuchsgegner folgende Rechtsbegehren:

"1. Der Antrag auf Erlass vorsorglicher Massnahmen wird abgewiesen, 
soweit darauf einzutreten ist.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers / 
Antragsstellers."

K. Mit Entscheid vom 6. September 2013, mitgeteilt am 9. September 2013, 
erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart wie folgt:

"1. Das Gesuch wird gutgeheissen.

2. Die Y._____ und X._____ werden gerichtlich angewiesen, Z._____ 
das Motorboot A._____, Identifikationsnummer _____, mit Beiboot und 
Zubehör auf erstes Verlangen herauszugeben und unter dessen Auf-
sicht einzuwassern. Bei einer allfälligen Weigerung ist Z._____ explizit 
berechtigt, die Herausgabe und Einwasserung mittels Hilfe der zu-
ständigen Behörden und insbesondere der Polizei vornehmen zu las-
sen.

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3. Diese Verfügung ergeht unter der ausdrücklichen Androhung von 
Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zu-
ständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis 
auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht 
Folge leistet.

4. (Kostenfolge)

5. (Rechtsmittelbelehrung)

6. (Mitteilung)."

Zur Begründung führte der Einzelrichter im Wesentlichen aus, es sei aufgrund der 
Sachlage wahrscheinlich, dass Z._____ im Hauptverfahren tatsächlich obsiege 
bzw. die gesuchsgegnerischen Parteien kein Recht hätten, das Motorboot gegen 
den Willen des Eigentümers zurückzubehalten. Z._____ habe sie wiederholt zur 
Herausgabe seines Bootes aufgefordert. Im Weiteren habe er glaubhaft dargetan, 
dass das Motorboot unsachgemäss im Freien unter Bäumen gelagert werde und 
deshalb allen Witterungseinflüssen ausgesetzt sei. Es sei deshalb wahrscheinlich, 
dass das Boot bereits Schaden genommen habe bzw. Schaden nehmen werde. 
Es sei unbestritten, dass Z._____ Eigentümer des Motorbootes sei. Die gesuchs-
gegnerischen Parteien könnten sich hingegen nicht auf ein Retentionsrecht beru-
fen. Das Boot sei in Holland registriert, weshalb ein internationaler Sachverhalt 
vorliege. Nach internationalem Recht sei jedoch eine Retention ausgeschlossen. 
Aber auch nach Massgabe schweizerischen Rechts käme man zu demselben Er-
gebnis. Z._____ werde damit sein Eigentum zu Unrecht vorenthalten. Es drohe 
ihm aus dem ungerechtfertigten Rückbehalt des Motorbootes ein nicht wieder gut-
zumachender Nachteil. Sein Gesuch sei demnach gutzuheissen.

L. Dagegen liessen die Firma Y._____ und X._____ (nachfolgend: Berufungs-
kläger) am 18. September 2013 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden 
mit folgenden Rechtsbegehren erheben:

"1. Es sei der Entscheid des Einzelrichters des Bezirksgerichts Landquart 
vom 6. September 2013 (Proz. Nr. _____) aufzuheben;

2. unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge für vorinstanzli-
che Verfahren und Berufungsverfahren zu Lasten des Berufungsbe-
klagten und Gesuchstellers."

Zur Begründung führten die Berufungskläger aus, dass die von Z._____ (nachfol-
gend: Berufungsbeklagter) mit Eingabe vom 24. Mai 2013 gestellten Rechtsbe-
gehren unzulässig seien und somit nicht zu den Verfahrensakten der vorliegenden 
Streitangelegenheit zugelassen werden könnten. Dabei handle es sich um einen 
dritten Schriftenwechsel, und einen solchen sehe die Zivilprozessordnung nicht 

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vor. Der erstinstanzliche Richter habe damit gegen die Verfahrensordnung ver-
stossen, weshalb der Entscheid vom 6. September 2013 aufgehoben werden 
müsse. Es sei zu beachten, dass der Berufungsbeklagte weder in seiner Eingabe 
vom 17. Oktober 2012 noch in derjenigen vom 15. November 2012 verlangt habe, 
Boot und Zubehör auf erstes Verlangen und unter Aufsicht des Berufungsbeklag-
ten einzuwassern bzw. bei allfälliger Weigerung explizit zu erlauben, die Einwas-
serung mittels Hilfe der zuständigen Behörde vornehmen zu lassen. Der Beru-
fungsbeklagte habe auch nie einen Generalantrag um vorsorgliche Massnahmen 
gestellt. Insofern verstosse die vorinstanzliche Androhung, welche dies vorsehe, 
gegen den Grundsatz "ne ultra petita". Hinzu komme, dass die Anordnung un-
durchführbar sei, weil das Boot nicht vorgeführt sei und somit nicht den Navigati-
onsnormen entspreche. Im Weiteren fehle es dieser Massnahme an der verlang-
ten Dringlichkeit, weil der Berufungsbeklagte das Gesuch um den Erlass vorsorgli-
cher Massnahmen bewusst hinausgezögert habe. Auch seien die Voraussetzun-
gen einer unerlaubten Handlung im vorliegenden Fall nicht erfüllt. Das Boot werde 
sachgemäss gelagert. Den Berufungsklägern stehe zudem ein Retentionsrecht 
gemäss Art. 895 ZGB zu. Schliesslich werde sowohl die vorinstanzliche Feststel-
lung bestritten, dass das Boot auf den Namen des Berufungsbeklagten in Holland 
registriert sei, als auch die Passivlegitimation von X._____. 

M. Mit Stellungnahme vom 4. Oktober 2013 stellte der Berufungsbeklagte fol-
gende Rechtsbegehren:

"1. Es sei die Berufung abzuweisen;

2. unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu solidarischen 
Lasten der Berufungskläger und Gesuchsgegner."

Begründend wurde ausgeführt, dass die Eingabe des Berufungsbeklagten vom 
24. Mai 2013 zu Recht berücksichtigt worden sei. Auch sei X._____ von der Vor-
instanz zu Recht als passivlegitimiert angesehen worden. Die Ausführungen der 
Berufungskläger über die fehlenden Voraussetzungen einer unerlaubten Handlung 
würden bestritten. Darüber hinaus seien sie auch nicht relevant, denn verlangt 
werde lediglich die Rückgabe des Eigentums. Diese könne nur dann verweigert 
werden, wenn den Berufungsklägern ein Retentionsrecht zustehen würde. Dies 
sei jedoch nicht der Fall, wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten habe. Die Vor-
aussetzungen für die Gutheissung des Gesuchs um Erlass der vorsorglichen 
Massnahmen seien im Übrigen erfüllt, was zur Abweisung der Berufung führen 
müsse.

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N. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 
auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, im Fol-
genden eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Gemäss Art. 308 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; 
SR 272) sind mit der Berufung erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide so-
wie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen anfechtbar. In 
vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der 
Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10'000.-- 
beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berufung gegen einen im summarischen Ver-
fahren ergangenen Entscheid ist unter Beilage des Entscheids innert 10 Tagen 
seit der Zustellung desselben beim Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und 
begründet einzureichen (Art. 311 ZPO und 314 Abs. 1 ZPO sowie Art. 7 Abs. 1 
des kantonalen Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[EGzZPO; BR 320.100]).

b) Vorliegend wurde ein Entscheid über eine vorsorgliche Massnahme ange-
fochten, welcher offensichtlich in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit er-
gangen ist. Unabhängig davon, ob für die Beurteilung des Erreichens der für die 
Berufung erforderlichen Streitwertgrenze auf den Streitwert des Hauptsachever-
fahrens (Schadenersatz aus unerlaubter Handlung in Höhe von Fr. 100'000.--, 
Herausgabe von Fahrniseigentum; vgl. dazu etwa Myriam Gehri, in: Gehri/Kramer 
[Hrsg.], Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Zürich 2010, Art. 308 N 
6) oder auf denjenigen der im Streit liegenden vorsorglichen Massnahme als sol-
cher (so Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich 2013, Art. 
308 N 41; Kurt Blickenstorfer, in: Brunner/Gasser/Schwander, Schweizerische Zi-
vilprozessordnung, Kommentar, Zürich 2011, Art. 308 N 26) abgestellt wird, liegt 
der Streitwert nach Einschätzung der II. Zivilkammer über Fr. 10‘000.--. Davon 
gehen stillschweigend auch die Parteien aus, indem sie - der vorinstanzlichen 
Rechtsmittelbelehrung folgend - eine ausdrücklich als solche bezeichnete Beru-
fung und eine Berufungsantwort eingereicht haben. Da die Berufung vom 18. Sep-
tember 2013 überdies zeitig ist und auch alle übrigen Sachurteilsvoraussetzungen 
erfüllt sind, ist darauf einzutreten.

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2 a) Die Berufungskläger bringen vor (Berufung, S. 7), die Vorinstanz habe den 
Berufungskläger (X._____) im Rahmen der Anordnung vorsorglicher Massnahmen 
zu Unrecht als passivlegitimiert angesehen. Vertraglich sei der Berufungsbeklagte 
nicht mit ihm, sondern mit der Berufungsklägerin (Firma Y._____) verbunden. 
Ausserdem habe der Berufungskläger immer im Namen der Berufungsklägerin als 
Gesellschaft gehandelt und diese vertreten.

b) Die Passivlegitimation kommt dem materiell Verpflichteten zu und ist folg-
lich nach materiellem Recht zu beurteilen (Isaak Meier, Schweizerisches Zivilpro-
zessrecht, Zürich 2010, S. 162). Die vom Berufungsbeklagten verlangte Eigen-
tumsherausgabe richtet sich nach Art. 641 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilge-
setzbuches (ZGB; SR 210). Demzufolge richtet sich die Klage gegen den Störer, 
wodurch diesem die Passivlegitimation zukommt. Als Störer gilt nicht nur derjeni-
ge, der den Eingriff selbst vornimmt, sondern auch jede andere Person, die einen 
Eingriff in das geschützte Eigentum zu verantworten hat, indem sie etwa die 
Störung durch Dritte duldet oder veranlasst. Die Einwirkung muss dem Störer je-
doch zuzurechnen sein, sie muss als Folge seines Verhaltens betrachtet werden 
können (vgl. zum Ganzen Wolfgang Wiegand, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., Basel 2011, Art. 641 N 62). Der 
Berufungskläger ist vorliegendenfalls einziges Verwaltungsratsmitglied der 
Y._____ (vgl. BG act. II./4.; ferner auch Berufung, S. 7). Er ist deshalb kraft seiner 
Organstellung physisch-real in der Lage, die in der Eigentumsvorenthaltung be-
stehende Störung zu beheben. Als Organ ist er hierzu ausserdem verantwortlich, 
weshalb er nach dem zuvor Gesagten ebenfalls als Störer anzusehen ist, wenn er 
die Störung durch die juristische Person, deren einziges Organ er ist, duldet oder 
veranlasst. Ihm kommt folglich, wie übrigens bereits die II. Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts von Graubünden mit Verfügung vom 12. Februar 2013 festgehalten 
hat, im vorliegenden Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen die Passivle-
gitimation zu.

3. a) Die Berufungskläger beanstanden mit der vorliegenden Berufung (vgl. Be-
rufung, S. 2 f.), dass die Eingabe des Berufungsbeklagten vom 24. Mai 2013 an 
das Bezirksgericht Landquart nicht aus dem Recht gewiesen worden sei und ent-
sprechend das darin Vorgebrachte nicht hätte berücksichtigt werden dürfen, da ein 
doppelter Schriftenwechsel zuvor bereits statt gefunden habe. Nach Art. 225 ZPO 
kann das Gericht einen zweiten Schriftenwechsel anordnen, sofern es die Verhält-
nisse erfordern. Dem Gericht kommt dabei ein Ermessen zu, wie sich aus der 
Kann-Formulierung ergibt. Für das summarische Verfahren, welches namentlich 

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auch beim Erlass vorsorglicher Massnahmen zur Anwendung gelangt (Art. 248 
lit. D ZPO), ist Art. 253 ZPO zu beachten, wonach - nebst der Stellungnahme - 
grundsätzlich kein weiterer Schriftenwechsel vorgesehen ist. Nach BGE 138 II 252 
E. 2.1 S. 254 f. ist die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels im summari-
schen Verfahren jedoch in Ausnahmefällen möglich. Ein zweiter Schriftenwechsel 
ist aufgrund des verfassungsrechtlich garantierten Gehörsanspruchs (Art. 29 
Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; 
SR 101]), sogar geboten, wenn der Gesuchsgegner entscheidrelevante Einwen-
dungen oder Einreden vorbringt, zu denen sich der Gesuchsteller im Gesuch nicht 
äusserte und auch nicht äussern musste (Stephan Mazan, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, 2. Aufl., Basel 2013, Art. 253 N 15).

b) Die Vorinstanz ordnete im vorliegenden Verfahren einen zweiten Schriften-
wechsel an, weil die Berufungskläger in der Vernehmlassung vom 30. Oktober 
2012 die örtliche Zuständigkeit des Bezirksgerichts Landquart bestritten hatten. 
Ein zweiter Schriftenwechsel, wie ihn das Bezirksgerichts Landquart daraufhin 
angeordnet hat, ist bei dieser Ausgangslage dem Gesagten folgend nicht zu be-
anstanden. Recht zu geben ist den Berufungsklägern indes darin, dass die Verfah-
rensbestimmungen der ZPO ein über Replik/Duplik hinausgehender Schriften-
wechsel (Triplik und Quadruplik) nicht vorsehen und ein solcher demnach un-
zulässig wäre (Daniel Willisegger, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, Art. 225 
N 12). Die Berufungskläger irren sich jedoch, wenn sie die Eingabe des Beru-
fungsbeklagten vom 24. Mai 2013 als vom Gesetz nicht vorgesehene Triplik quali-
fizieren. Ein Schriftenwechsel erfolgt gemäss dem Wortlaut von Art. 225 ZPO auf 
Anordnung des Gerichts hin. Bereits daran fehlt es im vorliegenden Fall, erklärte 
doch die Vorinstanz den Schriftenwechsel mit Schreiben vom 22. April 2013 impli-
zit als beendet, indem sie darauf hinwies, dass bereits ein doppelter Schriften-
wechsel durchgeführt worden sei und ein Entscheid ohne Durchführung einer 
mündlichen Verhandlung ausgefertigt werde. Die Eingabe des Berufungsbeklag-
ten vom 24. Mai 2013 erfolgte demnach unaufgefordert und aus eigenem Antrieb. 
Es handelt sich bei ihr somit um eine Eingabe während laufendem Verfahren, er-
gänzt mit neuen Erkenntnissen. Insofern ist dem Berufungsbeklagten zuzustim-
men, als dass sämtliche Eingaben wie die hier zu beurteilende den Parteien 
zwecks möglicher Stellungnahme zuzustellen sind (vgl. Art. 136 lit. c ZPO) und 
auch grundsätzlich im vorgefundenen Verfahrensstadium erlaubt sind. Aus diesem 

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Grund ist die Eingabe zu berücksichtigen, was die Vorinstanz richtigerweise getan 
hat.

4. a) Was den Inhalt der Eingabe des Berufungsbeklagten vom 24. Mai 2013 
angeht, so bringen die Berufungskläger vor, sie enthalte eine unzulässige Erweite-
rung der Rechtsbegehren (Berufung, S. 3). Der Berufungsbeklagte habe nämlich 
weder in seiner Eingabe vom 17. Oktober 2012 noch in derjenigen vom 15. No-
vember 2012 verlangt, Boot und Zubehör seien auf erstes Verlangen hin und unter 
Aufsicht des Berufungsbeklagten einzuwassern bzw. es sei bei allfälliger Weige-
rung explizit zu erlauben, die Einwasserung mittels Hilfe der zuständigen Behörde 
vornehmen zu lassen. Der Berufungsbeklagte habe auch nie einen Generalantrag 
um vorsorgliche Massnahmen gestellt. Insofern verstosse die vorinstanzliche An-
drohung, welche dies vorsehe, gegen den Grundsatz "ne ultra petita", wonach 
vom Richter im Hinblick auf die Dispositionsmaxime nicht mehr als das Geforderte 
zugesprochen werden darf.

b) Zu prüfen ist deshalb, ob es sich dabei um eine unzulässige Klage- bzw. 
Gesuchsänderung handelt, beantragt der Gesuchsteller doch darin eine Ergän-
zung respektive Ausweitung seines ursprünglichen Herausgabegesuchs, welches 
die zuvor genannten Massnahmen des Einwasserns des Bootes durch die Beru-
fungskläger bzw. des Einwassernlassens mithilfe der zuständigen Behörden nicht 
begehrte.

aa) Gemäss Art. 227 Abs. 1 ZPO ist eine Klageänderung im Einleitungs- oder 
Instruktionsstadium zulässig, wenn der geänderte oder neue Anspruch nach der 
gleichen Verfahrensart zu beurteilen ist und mit dem bisherigen Anspruch in einem 
sachlichen Zusammenhang steht (lit. a) oder die Gegenpartei zustimmt (lit. b). Ab 
Beginn der Hauptverhandlung ist die Klageänderung nur noch unter den erschwe-
renden Voraussetzungen des Novenrechts zulässig (Art. 230 ZPO). Im summari-
schen Verfahren ist eine Gesuchsänderung unter den Voraussetzungen von 
Art. 227 ZPO bei sinngemässer Anwendung zuzulassen, soweit sie vor Erlass des 
Gerichtsentscheids - indem etwa das Gericht Gelegenheit zur Stellungnahme gibt 
- berücksichtigt werden kann (Willisegger, a.a.O., Art. 227 N 59). Im Berufungsver-
fahren sodann ist eine Klage- bzw. Gesuchsänderung nach Massgabe von 
Art. 317 Abs. 2 ZPO zulässig. Nicht bzw. nicht explizit geregelt ist in der ZPO 
demgegenüber die Frage nach den Zulässigkeitsvoraussetzungen einer Klage- 
bzw. Gesuchsänderung vor dem erstinstanzlichen Gericht im Anschluss an ein 
Berufungsverfahren, bei welchem der angefochtene Entscheid aufgehoben und 

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die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde. Die Frage 
kann hier allerdings offen gelassen werden, da im vorliegenden Fall keine Klage- 
bzw. Gesuchsänderung vorliegt, wie nachfolgend dargelegt wird.

bb) In den Worten des Bundesgerichts liegt eine Klageänderung vor, "wenn 
neue Vorbringen der Klagepartei in den Prozess einbezogen werden, auf Grund 
derer die Klage nicht mehr mit der ursprünglich eingereichten identisch ist" (Urteil 
des Bundesgerichts 5P.241/2004 vom 23. September 2004, E. 3.1). Eine Kla-
geänderung kann etwa darin bestehen, dass der Kläger sein ursprünglich gestell-
tes Rechtsbegehren erweitert oder inhaltlich abändert, wie beispielsweise beim 
Wechsel von der Feststellungs- zur Leistungsklage (Urteil des Bundesgerichts 
5P.241/2004 vom 23. September 2004, E. 3.1; vgl. auch Daniel Staehelin/Adrian 
Staehelin/Pascal Grolimund, Zivilprozessrecht, 2. Aufl., Zürich 2013, § 14 N 45). 
Die Verdeutlichung von Rechtsbegehren stellt demgegenüber keine Klageände-
rung dar (Christoph Leuenberger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich 2013, 
Art. 227 N 4). Eine Klage- bzw. Gesuchsänderung im zivilprozessualen Sinne liegt 
auch dann nicht vor, wenn die enthaltenen Änderungen nur unwesentlich sind und 
zu keiner relevanten Streitgegenstandsänderung führen (Willisegger, a.a.O., 
Art. 227 N 22). So zählen etwa die sogenannten Akzessorien zur Klage zu den 
untergeordneten Nebenpunkten, die das Streitprogramm nicht wesentlich erwei-
tern und deshalb keine relevante Änderung darstellen; solche Nebenpunkte dürfen 
ohne Weiteres vorgebracht werden (Willisegger, a.a.O., Art. 227 N 22). Genannt 
wird in diesem Zusammenhang etwa der Antrag auf Zusprechung von Verzugs-
zins, Parteientschädigung oder Rechtsvorschlagsbeseitigung (Willisegger, a.a.O., 
Art. 227 N 22).

cc) Der Berufungsbeklagte begehrt in seiner Eingabe vom 24. Mai 2013 - zu-
sätzlich zu den Anträgen gemäss Eingaben vom 17. Oktober 2012 bzw. 15. No-
vember 2012 -, Boot und Zubehör seien auf erstes Verlangen hin und unter Auf-
sicht des Berufungsbeklagten einzuwassern bzw. es sei bei allfälliger Weigerung 
explizit zu erlauben, die Einwasserung mittels Hilfe der zuständigen Behörde vor-
nehmen zu lassen. Die Erweiterung der von den Berufungsklägern beanstandeten 
Gesuchsänderung besteht in der Sache einerseits aus einer Konkretisierung der 
Herausgabe selbst, nämlich der Einwasserung des Motorbootes durch die Beru-
fungskläger. Dabei handelt es sich um eine Verdeutlichung des Rechtsbegehrens, 
die ohne Weiteres zulässig ist. Andererseits werden gewisse weitere Massnah-
men (Einwasserung des Motorbootes mittels Hilfe der zuständigen Behörde) be-

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antragt für den Fall, dass sich die Berufungskläger zur Herausgabe des Bootes 
und dessen Einwasserung weigern sollten. Diese Erweiterung lässt sich aussch-
liesslich im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Rechtsbegehren (Herausga-
be des Bootes) verstehen und erweist sich insofern als blosses Akzessorium. Im 
Übrigen ist eine solche Ergänzung von untergeordneter Bedeutung, weil sie nur 
zur Anwendung kommen soll, falls sich die Berufungskläger zur Herausgabe des 
Bootes, zu der sie gegebenenfalls verpflichtet wären, weigerten. In der Eingabe 
des Berufungsbeklagten vom 24. Mai 2013 ist deshalb keine Klage- bzw. Ge-
suchsänderung im zivilprozessualen Sinne zu erblicken. Als Ergebnis lässt sich 
somit festhalten, dass die Vorinstanz die Eingabe vom 24. Mai 2013 und deren 
Inhalt bzw. die erwähnten Rechtsbegehren dem Gesagten entsprechend zu Recht 
berücksichtigt hat. Ebenfalls erst mit Eingabe vom 24. Mai 2013 beantragte der 
Gesuchsteller und Berufungsbeklagte eventualiter - nämlich für den Fall, dass das 
Gericht ein Retentionsrecht der Gesuchsgegner und Berufungskläger bejahen 
sollte und dem Gesuch um Herausgabe des Motorbootes nicht stattgegeben wür-
de -, ihm sei Frist anzusetzen zur Hinterlegung von Fr. 40'000.-- als Sicherheits-
leistung bei der Kasse des Bezirksgerichts Landquart, unter Anordnung des Be-
fehls der Herausgabe des Motorbootes, sobald die Zahlung geleistet sei. Die Vor-
instanz hat sich dazu nicht geäussert, zumal sie das Hauptbegehren (Herausgabe 
des Motorbootes) gutgeheissen hat. Dieses zusätzliche Rechtsbegehren führt zu 
einer Klage- bzw. Gesuchsänderung, da es sich hierbei um mehr als eine blosse 
Präzisierung bzw. Ergänzung handelt. Dementsprechend konnte und kann der 
Eventualantrag nicht berücksichtigt werden. Im Ergebnis ändert sich insofern aber 
nichts (auch nicht hinsichtlich Gerichtskosten und Parteientschädigung), weil im 
vorinstanzlichen Entscheid der Hauptantrag (Herausgabe des Bootes) gutgeheis-
sen wurde und nur dieser Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist.

5. a) Die Berufungskläger bestreiten sodann, dass die Voraussetzungen zum 
Erlass vorsorglicher Massnahmen vorliegend erfüllt seien (Berufung, S. 8 f.). 
Gemäss Art. 261 Abs. 1 ZPO hat die gesuchstellende Partei für den Erlass vor-
sorglicher Massnahmen glaubhaft zu machen, dass ein ihr zustehender materiell-
rechtlicher Anspruch verletzt ist oder eine Verletzung zu befürchten ist (lit. a) und 
ihr daraus ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht (lit. b). Vorausge-
setzt werden demnach kumulativ ein in einer (beliebigen) subjektiven Berechti-
gung des Zivilrechts bestehender Verfügungsanspruch, der auf eine positive oder 
negative Leistung (Tun, Unterlassen, Dulden), Gestaltung oder Feststellung ge-
richtet ist, sowie eine Verletzung oder Gefährdung dieses materiellen Anspruchs 
und ein daraus drohender, nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil (Verfü-

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gungsgrund). Ausserdem muss der angestrebte vorsorgliche, das heisst bis zum 
Vorliegen eines gerichtlichen Endurteils währende, Rechtsschutz dringlich sein 
(vgl. zum Ganzen Thomas Sprecher, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, Art. 261 
N 10). Der unbestimmte Rechtsbegriff der Dringlichkeit muss einzelfallweise beur-
teilt werden; allgemein ist die zeitliche Dringlichkeit nicht gegeben, wenn eine aku-
te Gefährdungslage und damit ein Massnahmeinteresse fehlt und das Endurteil 
ohne weiteres abgewartet werden kann (Lucius Huber, in: Sutter-Somm/Hasen-
böhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. 
Aufl., Zürich 2013, Art. 261 N 22). Schliesslich ist dem Gebot der Verhältnismäs-
sigkeit Rechnung zu tragen, weshalb die anzuordnende Massnahme nicht weiter 
gehen darf, als zum vorläufigen Schutz des glaubhaft gemachten Anspruchs nötig 
ist (Sprecher, a.a.O., Art. 262 N 47). Das Gericht hat dabei namentlich das mut-
massliche Recht des Gesuchstellers und die (möglicherweise unwiederbringli-
chen) Nachteile der Gegenseite abzuwägen (Johann Zürcher, in: Brunner/Gas-
ser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, Zürich 
2011, Art. 261 N 28). In Bezug auf das Beweismass genügt das Glaubhaftmachen 
der beschriebenen tatsächlichen Voraussetzungen (vgl. dazu Sprecher, a.a.O., 
Art. 261 N 50 ff.). Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache nach der Rechtsprechung 
des Bundesgerichts bereits dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse Ele-
mente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass 
sie sich nicht verwirklicht haben könnte (vgl. dazu BGE 130 III 321 E. 3.3 S. 325).

b) Zunächst hat der Gesuchsteller also glaubhaft darzulegen, dass ein An-
spruch verletzt oder gefährdet ist (sog. Hauptsacheprognose). Er hat mithin die 
Begründetheit seines Begehrens im Verfahren um die Hauptsache glaubhaft zu 
machen (Thomas Rohner/Matthias Wiget, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], Kommentar 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Zürich 2010, Art. 261 N 6). Der Berufungs-
beklagte und Gesuchsteller hat bei der Vorinstanz eine Klage auf Schadenersatz 
aus unerlaubter Handlung sowie auf Herausgabe seines Eigentums instanziert. 
Das Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen knüpft insofern an diese 
Klage, als dass die Herausgabe des Bootes im Rahmen von Art. 261 ZPO vor-
sorglich verlangt wird. Die Begründetheit des Begehrens ist im Rahmen von 
Art. 261 Abs. 1 lit. a ZPO deshalb nur hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse an 
besagtem Boot zu prüfen; ob die Voraussetzungen einer unerlaubten Handlung im 
Verfahren um die Hauptsache erfüllt sind bzw. glaubhaft dargelegt werden kön-
nen, ist demgegenüber für das vorliegende Berufungsverfahren nicht von Rele-
vanz. Der Gesuchsteller und Berufungsbeklagte ist, wie bereits die Vorinstanz zu-

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treffend festgestellt hat, Eigentümer des fraglichen Bootes. Im Übrigen wird dieser 
Umstand von den Berufungsklägern auch nicht bestritten. Sie machen jedoch ein 
Retentionsrecht gestützt auf Art. 895 ff. ZGB geltend. Die Vorinstanz hat die 
Rechtslage bei der Retention von Motorbooten (sowohl nach internationalem als 
auch schweizerischem Recht) einlässlich und zutreffend dargestellt, so dass diese 
hier, soweit sie lediglich zu bestätigen ist, nicht vollumfänglich wiederholt zu wer-
den braucht (vgl. dazu auch Peter Volkart, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, Zürich 2011, Art. 318 N 10), 
zumal sie als solche von den Berufungsklägern nicht bestritten wird. Mit der Vorin-
stanz ist deshalb festzuhalten, dass einerseits nach dem Übereinkommen über die 
Eintragung von Binnenschiffen vom 25. Januar 1965 (SR 0.747.201) bei Schiffen 
kein Retentionsrecht als gesetzliches Pfandrecht besteht (vgl. hierzu auch "Vorbe-
halte und Erklärungen" der Schweiz, wonach diese das Protokoll Nr. 1 anerkannt 
hat, sowie Art. 3 des Protokolls Nr. 1, wonach die einzigen dinglichen Rechte, die 
an einem Binnenschiff bestehen können, das Eigentum, der Niessbrauch, die Hy-
pothek und das Privileg sind bzw. es den Vertragsparteien frei stehe, der Siche-
rungsbeschlagnahme dingliche Wirkung beizulegen). Andererseits ist auch nach 
Art. 53 des Bundesgesetzes über das Schiffsregister (SR 747.11) die Retention 
von eingetragenen Motorbooten ausgeschlossen. Die Berufungskläger wehren 
sich diesbezüglich denn auch nicht gegen die rechtlichen Ausführungen der Vorin-
stanz, sondern einzig gegen deren Feststellung, wonach das Motorboot in den 
Niederlanden registriert sei (vgl. Berufung, S. 6). Der Gesuchsteller und Beru-
fungsbeklagte hat in diesem Zusammenhang im vorinstanzlichen Verfahren einen 
"Registrierungsschein schnelles Motorboot" (niederländisch: "Registratiebewijs 
snelle motorboot"; BG act. II./17.) eingereicht, welchem zu entnehmen ist, dass 
das Motorboot mit der Identifikationsnummer _____ - und somit das von ihm her-
ausverlangte Motorboot - auf seinen Namen bzw. seit dem 23. April 2012 in den 
Niederlanden registriert ist. Dieser Registrierungsnachweis entspricht niederländi-
schem Recht und hat solange Gültigkeit, bis er wiederrufen oder ersetzt wird. Der 
Gesuchsteller und Berufungsbeklagte hat ausserdem einen Versicherungsnach-
weis ins Recht gelegt (BG act. II./18.), woraus ersichtlich ist, dass das fragliche 
Motorboot für die Zeit vom 15. Februar 2013 bis 15. Februar 2014 bei einer nie-
derländischen Versicherungsgesellschaft (B._____) versichert war. Dabei wird das 
im zuvor erwähnten Registrierungsschein aufgeführte Registrierungszeichen 
("Registratieteken") für das Motorboot des Gesuchsgegners und Berufungsbeklag-
ten (_____) auch in der eingereichten Versicherungspolice verwendet. Das lässt 
den Schluss zu, dass, wie der Gesuchsgegner und Berufungsbeklagte vorbringt 

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(vgl. Berufungsantwort, S. 3), sein Boot (nach wie vor) in den Niederlanden regis-
triert ist. Zuvor war das Motorboot (mindestens) seit dem 30. August 2007 im briti-
schen Schiffsregister eingetragen (vgl. BG act. II./19.). Damit hat der Gesuchstel-
ler und Berufungsbeklagte mittels Urkunden jedenfalls glaubhaft dargetan, dass es 
sich diesbezüglich seinen Vorbringen entsprechend verhält. Die Berufungskläger 
bringen hiergegen lediglich vor, dass die Feststellung des vorinstanzlichen Rich-
ters, wonach der Sachverhalt dem internationalen Recht unterliege (was eine Re-
gistrierung des Motorbootes in den Niederlanden voraussetzen würde), falsch sei 
und dass die genannten Dokumente nichts beweisen würden (vgl. Berufung, S. 6). 
Näher begründet werden die berufungsklägerischen Behauptungen indes nicht, 
weshalb sie die durch Urkunden untermauerten Vorbringen des Berufungsbeklag-
ten nicht zu entkräften vermögen. Im Übrigen gelingt es den Berufungsklägern 
auch nicht, ein vertraglich vereinbartes Retentionsrecht am Motorboot des Ge-
suchstellers und Berufungsbeklagten geltend zu machen. Dass Anstalten zum 
Abschluss einer diesbezüglichen Vereinbarung statt gefunden haben, ist zwar ak-
tenkundig (vgl. insb. BG act. III./L. und O. sowie BG act. III./1.). Einer E-Mail des 
Rechtsvertreters des Berufungsbeklagten an den Rechtsvertreter der Berufungs-
kläger vom 13. Juni 2012 (BG act. III./1.) ist jedoch zu entnehmen, dass sich die 
Parteien über die Gerichtsstandsklausel nicht einigen konnten. Indem die Beru-
fungskläger nie eine durch den Berufungsbeklagten unterzeichnete Version der 
genannten Vereinbarung eingereicht haben, ist davon auszugehen, dass die Diffe-
renzen bezüglich des Gerichtsstandes nicht ausgeräumt werden konnten und es 
deshalb auch nicht zum Abschluss einer solchen Vereinbarung kam. Jedenfalls 
gelingt es den Berufungsklägern nicht, die Existenz des von ihnen behaupteten, 
vertraglichen Retentionsrechts (vgl. Berufung, S. 6 f.) rechtsgenüglich darzulegen. 
Zusammenfassend und in Einklang mit der Vorinstanz ist deshalb festzuhalten, 
dass der Gesuchsteller und Berufungsbeklagte einerseits Eigentümer des heraus-
verlangten Motorbootes ist und dass andererseits die Berufungskläger weder über 
ein vertragliches noch über ein gesetzliches Retentionsrecht an besagtem Motor-
boot verfügen. Der Gesuchsteller und Berufungsbeklagte hat damit - als erste 
Voraussetzung für die Anordnung vorsorglicher Massnahmen - die Begründetheit 
seines Begehrens im Verfahren um die Hauptsache glaubhaft dargetan.

c) Ein Rechtschutzinteresse am Erlass einer vorsorglichen Massnahme setzt 
im Weiteren eine Gefährdungslage voraus, die der Gesuchsgegner durch sein 
Verhalten entstehen lässt. Der Gesuchsteller hat hierbei glaubhaft zu machen, 
dass bei Zuwarten bis zum Entscheid im Hauptprozess durch eine bereits beste-
hende Verletzung oder eine Gefährdung des materiellen Anspruchs dieser verei-

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telt würde oder seine gehörige Befriedigung wesentlich erschwert wäre, oder dass 
ihm ungeachtet der Möglichkeit des nachträglichen Vollzugs ein nicht leicht zu er-
setzender Schaden oder anderer Nachteil droht (Sprecher, a.a.O., Art. 261 N 16). 
Die Verletzung des glaubhaft gemachten Eigentumsanspruchs hat durch das Vor-
enthalten des Motorbootes bereits statt gefunden und perpetuiert sich weiter, in-
dem sich die Gesuchsgegner und Berufungskläger auf ein Retentionsrecht beru-
fen und damit zum Ausdruck geben, dass sie von sich aus nicht bereit sind, das 
Motorboot an den Gesuchsgegner und Berufungsbeklagten ohne Weiteres zurück 
zu geben.

d) Der Gesuchsteller hat sodann glaubhaft aufzuzeigen, dass aus der Verlet-
zung oder Gefährdung ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil eintreten 
wird, falls nicht die beantragte Massnahme erlassen wird. Nicht leicht wiedergut-
zumachen ist ein Nachteil, der glaubhafterweise später - in der Regel nach dem 
Eintreten der Rechtskraft des Hauptsacheentscheids - nicht mehr ermittelt, be-
messen oder ersetzt werden kann (Sprecher, a.a.O., Art. 261 N 34; vgl. auch Hu-
ber, a.a.O., Art. 261 N 20). Als relevanter Nachteil ist insbesondere auch eine Be-
einträchtigung in der Ausübung absoluter Rechte (Eigentum, körperliche Integrität 
etc.) anzusehen, weil der Nachteil auch durch einen der gesuchstellenden Partei 
günstigen Endentscheid nicht mehr behoben werden könnte. Der Genuss einer 
solchen Rechtsausübung ist nicht wiedergutmachbar, "weil man Zeit nicht zurück-
geben kann" (Zürcher, a.a.O., Art. 261 N 26; vgl. auch Sprecher, a.a.O., Art. 261 
N 34). Das spätere Ersetzen des Nachteils durch Geld stellt nur eine "Hilfslösung" 
dar, mit der sich die betroffene Partei nicht abfinden muss (Sprecher, a.a.O., 
Art. 261 N 26; Zürcher, a.a.O., Art. 261 N 34). Vorliegend verlangt der Gesuchstel-
ler und Berufungsbeklagte die Herausgabe seines Eigentums. Wird dieses ihm 
vorenthalten, wird er damit in der Ausübung eines absoluten Rechts in wesentli-
cher Art und Weise beeinträchtigt. Er kann sein Motorboot nicht seinen Vorstellun-
gen entsprechend gebrauchen, solange das Verfahren in der Hauptsache nicht 
erledigt ist. Die Vorinstanz ist deshalb zum zutreffenden Schluss gelangt, dass 
dem Gesuchsteller und Berufungsbeklagten aus dem Rückbehalt des Motorbootes 
ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht.

e) Grundvoraussetzung für die Anordnung vorsorglicher Massnahme ist 
schliesslich - wenn auch im Gesetz nicht explizit genannt - deren Dringlichkeit 
(Huber, a.a.O., Art. 261 N 22; Rohner/Wiget, a.a.O., Art. 261 N 5; Sprecher, 
a.a.O., Art. 261 N 39). Die Vorinstanz hat sich dazu nicht geäussert. Dies ändert 
jedoch nichts an ihrem Entscheid, zumal diese durchaus gegeben ist, wenn 

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berücksichtigt wird, dass die entsprechende Herausgabe des Motorbootes bereits 
im Jahr 2012 beantragt worden ist und die Dauer des entsprechenden Hauptver-
fahrens - mit der Möglichkeit des Weiterzugs bis an das Bundesgericht - zum jet-
zigen Zeitpunkt nicht beurteilt werden kann. Dem Gesuchsteller und Berufungsbe-
klagten ist jedenfalls nicht zuzumuten, das rechtskräftige Endurteil abzuwarten. 
Daran vermag auch der von den Berufungsklägern erhobene Einwand (vgl. Beru-
fung, S. 9) nichts zu ändern, wonach es im vorliegenden Fall an der zeitlichen 
Dringlichkeit fehle, weil der Gesuchsteller und Berufungsbeklagte mit der Gesuch-
seinreichung über längere Zeit zugewartet und diese deshalb bewusst hinaus ge-
zögert habe. Ein Rechtsmissbrauch, wie dies die Berufungskläger geltend ma-
chen, ist hier nicht auszumachen, wie nachfolgend aufzuzeigen ist.

f) Offensichtliches Hinauszögern der Gesuchseinreichung kann unter Um-
ständen rechtsmissbräuchlich sein. Dabei ist unter anderem die Dauer des Zuwar-
tens mit der vermuteten Dauer des ordentlichen Prozesses in Bezug zu setzen; so 
wird das Zuwarten während einer Zeitspanne als zulässig erachtet, die zur 
Führung eines ordentlichen Prozesses erforderlich wäre (vgl. Sprecher, a.a.O., 
Art. 261 N 43 m.w.H.). Rechtsmissbrauch kann indes dann vorliegen, wenn die 
eingetretene Dringlichkeit durch das offensichtliche Zuwarten erst geschaffen wor-
den ist (Sprecher, a.a.O., Art. 261 N 43). Davon ist vorliegend nicht auszugehen, 
sind es doch die Berufungskläger gewesen, die durch die Verweigerung der Her-
ausgabe des Motorbootes die Gefährdungslage erst initiiert und im Weiteren Ver-
lauf vergrössert haben, sodass ihnen der Eintritt der Dringlichkeit zuzuschreiben 
ist. Kein Rechtsmissbrauch liegt dort vor, wo die gesuchstellende Partei eine Ver-
gleichslösung gesucht, der Gegenpartei eine letzte Frist gesetzt oder wo sie zeitin-
tensive Abklärungen des Sachverhalts oder der Rechtslage hat vornehmen müs-
sen (Sprecher, a.a.O., Art. 261 N 44). Die Berufungskläger werfen der Gegenpar-
tei vor, sie habe, nachdem sie das Motorboot erstmals im September 2011 
zurückgefordert habe, danach während rund eines Jahres (nämlich bis zur Einrei-
chung des Gesuchs um Erlass vorsorglicher Massnahmen am 17. Oktober 2012) 
nichts mehr unternommen (vgl. Berufung, S. 9). Ein solches Verhalten zeuge nicht 
von Dringlichkeit, sondern finde darin ihren Grund, dass der Gesuchsteller einen 
Vorteil daraus gezogen habe, das Motorboot in der Werft zu lassen. Wie jedoch 
den Akten (vgl. insb. BG act. III./L. und O. sowie BG act. III./1.) zu entnehmen ist, 
haben zwischen Herbst 2011 und Herbst 2012 Verhandlungen der Parteien hin-
sichtlich einer Übereinkunft ("accordo") statt gefunden. Die Berufungskläger geben 
denn auch selbst an (vgl. Berufung, S. 9), dass sich die Anwälte des Gesuchstel-
lers und Berufungsbeklagten im Abstand von jeweils zwei Monaten (wobei die 

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letzte Zeitspanne offenbar sechs Monate betrug) bei ihnen gemeldet hätten. In 
Anbetracht der nicht alltäglichen rechtlichen und tatsächlichen Fragestellungen, 
des Einholens von Auskünften im Ausland und des Umstands, dass der Gesuch-
steller und Berufungsbeklagte in der fraglichen Zeitspanne - aus durchaus nach-
vollziehbaren, ortsbedingten Gründen - seinen Anwalt wechselte, ist in seinem 
Verhalten kein Rechtsmissbrauch zu erblicken, weshalb er sich auf die zeitliche 
Dringlichkeit seines Gesuchs berufen kann.

g) Zusammenfassend hat die Vorinstanz somit zu Recht das Gesuch um vor-
sorgliche Massnahmen gutgeheissen, was zur Abweisung der Berufung führt.

6. Da sich die Berufung als offensichtlich unbegründet erweist, entscheidet der 
Vorsitzende in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisa-
tionsgesetzes [GOG; BR 173.000]; Art. 11 Abs. 2 der Verordnung über die Organ-
isation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]; Art. 7 Abs. 2 lit. b EGzZPO).

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Berufungsver-
fahrens gemäss Art. 106 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 95 ZPO zu Lasten und un-
ter solidarischer Haftung der Berufungskläger. Gestützt auf den geltenden Ge-
bührenrahmen für Berufungsentscheide (Art. 9 und Art. 13 der Verordnung über 
die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]) erscheint eine Ge-
richtsgebühr in der Höhe von Fr. 3'000.-- angemessen. Diese wird mit dem von 
den Berufungsklägern geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 5'000.-- ver-
rechnet. Der Restbetrag des Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- wird den Beru-
fungsklägern zurückerstattet. Die Berufungskläger haben überdies den anwaltlich 
vertretenen Berufungsbeklagten ausseramtlich mit Fr. 1‘000.-- (inkl. MwSt.) zu 
entschädigen. Die Entschädigung des Rechtsbeistands des Berufungsbeklagten 
ist nach richterlichem Ermessen festzulegen, nachdem dessen Rechtsvertreter 
innert Frist keine Honorarnote eingereicht hat (vgl. Art. 105 Abs. 2 Satz 2 ZPO). 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen unter solidari-
scher Haftung zu Lasten von X._____ und der Y._____ und werden mit 
dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- verrechnet. 
Der Restbetrag des Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- wird X._____ und 
der Y._____ durch das Kantonsgericht von Graubünden zurückerstattet.

3. X._____ und die Y._____ haben - unter solidarischer Haftung - Z._____ 
aussergerichtlich mit Fr. 1'000.-- (inkl. MwSt.) zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundesgeset-
zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, 
BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschrie-
benen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimati-
on, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gel-
ten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: