# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa2a5459-c7a1-5916-9f11-143ca521b95f
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-13
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 13.11.2023 SST.2022.284
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2022-284_2023-11-13.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 1. Kammer 

 

SST.2022.284 
(ST.2021.80; StA.2020.2033) 

 

 

Urteil vom 13. November 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichter Fedier 

Oberrichterin Vasvary 

Gerichtsschreiberin Yalin 

 

 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach, 

Wildischachenstrasse 14, 5200 Brugg AG  

 

Privatkläger   A._____, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Edelmann,  

[…] 

 

 
    

Beschuldigter   B._____,  

geboren am tt.mm.1989, von Deutschland, 

[…] 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Gianmarco Coluccia,  

[…] 

 

 

 
 

Gegenstand  Einfache Körperverletzung, Widerhandlung gegen die 

COVID-19-Verordnung 2 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach erhob am 20. Dezember 2021 

Anklage gegen den Beschuldigten wegen qualifizierter einfacher 

Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB sowie wegen 

Widerhandlung gegen Art. 10f Abs. 2 lit. c der Verordnung 2 über 

Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus vom 13. März 2020 

(COVID-19-Verordnung 2). 

 

2. 

Der Präsident des Bezirksgerichts Zurzach sprach den Beschuldigten mit 

Urteil vom 22. Juni 2022 vom Vorwurf der qualifizierten einfachen 

Körperverletzung frei. Er verurteilte ihn wegen Widerhandlung gegen die 

COVID-19-Verordnung 2 gemäss Art. 10f Abs. 2 lit. c [in der im 

Tatzeitpunkt geltenden Fassung] zu einer Busse in der Höhe von 

Fr. 100.00, ersatzweise einem Tag Freiheitsstrafe. Weiter wies er die 

Zivilforderung ab und entschied über die beschlagnahmten Gegenstände 

und die Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

3. 

3.1. 

Mit Berufungserklärung vom 25. Oktober 2022 beantragte die Staats-

anwaltschaft, der Beschuldigte sei gemäss Anklage schuldig zu sprechen.  

 

3.2. 

Mit Verfügung vom 2. Dezember 2022 wurde gestützt auf das Gesuch von 

Rechtsanwalt Nicolai Brugger vom 24. November 2022 die amtliche 

Verteidigung auf Rechtsanwalt Gianmarco Coluccia übertragen.  

 

3.3. 

Mit Anschlussberufungserklärung vom 8. Dezember 2022 beantragte der 

Privatkläger eine Verurteilung des Beschuldigten gemäss Anklage. Weiter 

sei der Beschuldigte unter solidarischer Haftbarkeit zu Schadenersatz und 

Genugtuung für die erlittene Körperverletzung zu verpflichten und es sei 

ein richterlicher Nachklagevorbehalt für weitere illiquide Schadens-

positionen festzuhalten. Ferner ersuchte der Privatkläger um unentgeltliche 

Rechtspflege.  

 

3.4. 

Die Staatsanwaltschaft reichte mit Eingabe vom 9. Dezember 2022 

vorgängig zur Berufungsverhandlung eine schriftliche Berufungs-

begründung und der Privatkläger am 9. Januar 2023 eine schriftliche 

Anschlussberufungsbegründung sowie eine Stellungnahme zur Berufungs-

begründung der Staatsanwaltschaft ein. 

 

 - 3 - 

 

 

3.5. 

Mit Verfügung vom 10. Juli 2023 wurde dem Privatkläger für das 

Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege in Bezug auf die 

Befreiung von den Verfahrenskosten, nicht jedoch bezüglich Bestellung 

eines Rechtsbeistandes gewährt.  

 

3.6. 

Die ursprünglich auf den 23. Oktober 2023 angesetzte Berufungs-

verhandlung konnte wegen unentschuldigten Fernbleibens des 

Privatklägers nicht durchgeführt werden. Die Berufungsverhandlung fand 

schliesslich am 13. November 2023 zusammen mit den Berufungs-

verfahren i.S. C._____ (SST.2022.285) und D._____ (SST.2022.286) statt. 

Der Beschuldigte beantragte die Abweisung der Berufung der 

Staatsanwaltschaft und der Anschlussberufung des Privatklägers. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Berufung der Staatsanwaltschaft sowie die Anschlussberufung des 

Privatklägers richten sich gegen den vorinstanzlichen Freispruch vom 

Vorwurf der qualifizierten einfachen Körperverletzung. Damit einhergehend 

sind auch die Strafzumessung und die Kosten- und Entschädigungsfolgen 

angefochten. Im Übrigen ist das Urteil der Vorinstanz unangefochten 

geblieben. Eine Überprüfung der unbestrittenen Punkte findet somit 

grundsätzlich nicht statt (Art. 404 Abs. 1 StPO). Das vorliegende Verfahren 

ist eines von drei parallel geführten Verfahren. 

 

2. 

2.1. 

Dem Beschuldigten wird in Anklageziffer 1 eine qualifizierte einfache 

Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB vorgeworfen. Der 

Beschuldigte sei am Abend des 22. Juni 2020 mit E._____ unterwegs 

gewesen, als sie in Q._____ (Deutschland) C._____ und D._____ getroffen 

hätten. Zu viert seien sie um ca. 22:00 Uhr (Einreise über R._____ um 

22:05 Uhr) mit dem Auto zum Beschuldigten nach Hause nach S._____, T-

weg 2, gefahren, wo der Beschuldigte in einer Wohngemeinschaft (WG) mit 

unter anderem A._____ (Privatkläger) wohne. Der Beschuldigte habe bis 

zur Ankunft in S._____ wissentlich und willentlich C._____ und D._____ 

sowie E._____ aufgefordert, A._____ zu verprügeln, wobei beabsichtigt 

gewesen sei, dass einer mit einem Schlagstock auf ihn einschlagen solle. 

Der Beschuldigte habe die genannten Kollegen zwischen ca. 22:15 und 

22:50 Uhr in das Wohnzimmer der WG geführt, wo sich A._____ befunden 

habe. Während der Beschuldigte das Wohnzimmer verlassen und die 

Wohnzimmertüre zugezogen habe, hätten C._____ und D._____ sowie 

E._____ mit den Fäusten gegen den Kopf und den Oberkörper von 

 - 4 - 

 

 

A._____ geschlagen. Zusätzlich hätten C._____ und D._____ mit einem 

Schlagstock gegen seine Rippen geschlagen. Nachdem A._____ ca. 20 bis 

25 Schläge erhalten habe, habe der Beschuldigte das Wohnzimmer wieder 

betreten und den anderen gesagt, dass nun genug sei, woraufhin C._____ 

und D._____ sowie E._____ von ihm abgelassen und das Wohnzimmer 

verlassen hätten. Um ca. 23:00 Uhr seien der Beschuldigte, C._____ und 

D._____ sowie E._____ wieder nach Deutschland (Ausreise über R._____ 

um 23:05 Uhr) gefahren. A._____ habe aufgrund der Schläge ein leichtes 

Schädel-Hirn-Trauma, eine Gesichtsschädelverletzung (eine Rissquetsch-

wunde am Ohrwulst des linken Ohrs, einen Bruch des Nasenbeins und der 

Nasenscheidewand mit Abweichung nach links, eine Fraktur des 

Knochenvorsprungs am oberen Ende des Oberkiefers links und eine 

Fraktur der inneren Wand der Augenhöhle links), ein Thoraxtrauma (einen 

Pneumothorax links und eine Rippenserienfraktur der Rippen I bis VIII 

links) und eine Rissquetschwunde des linken Daumens erlitten. 

 

2.2. 

Die Vorinstanz hat im Wesentlichen festgehalten, dass – entgegen den 

Behauptungen von A._____, wonach die Brüder F._____ und E._____ ihn 

geschlagen hätten – der Beschuldigte sowie die Mitbeschuldigten 

übereinstimmend angegeben hätten, dass es lediglich zwischen E._____ 

und A._____ nebst einem verbalen Streit auch zu einer tätlichen 

Auseinandersetzung gekommen sei. Aufgrund der widersprüchlichen 

Aussagen von A._____ betreffend sein eigenes Verhalten am besagten 

Abend, dem Verhältnis zwischen ihm und dem Beschuldigten im Nachgang 

zum angeblich Vorgefallenen, des zweifelhaften vorgebrachten Motivs 

sowie des Umstands, dass die Verletzungen von A._____ gemäss dem 

medizinischen Gutachten nicht wie von ihm behauptet auf Schläge mit 

einem Schlagstock hindeuten würden, bestünden unüberwindbare Zweifel, 

dass sich der Vorfall so zugetragen habe, wie von A._____ geschildert, 

weshalb der Beschuldigte vom Vorwurf der (qualifizierten) einfachen 

Körperverletzung in dubio pro reo freizusprechen sei (vorinstanzliches 

Urteil E. 5.5).  

 

Die Staatsanwaltschaft beantragt mit Berufung einen Schuldspruch und 

macht im Wesentlichen geltend, dass A._____ am 22. Juni 2020 

nachweislich erheblich verletzt worden sei und er diesbezüglich von Anfang 

an ausgeführt habe, von drei Männern auf Initiative des Beschuldigten hin 

angegriffen worden zu sein. Gleich habe die Meldung von G._____, 

welcher am 22. Juni 2020 die Ambulanz anvisiert habe, gelautet. Die 

vorinstanzlichen Erwägungen, weshalb die Aussagen des Beschuldigten 

sowie der Mitbeschuldigten glaubhafter sein sollten als diejenige von 

A._____, würden nicht überzeugen (Berufungsbegründung).  

  

 - 5 - 

 

 

Der Privatkläger A._____ beantragt mit Anschlussberufung ebenfalls einen 

Schuldspruch und führt diesbezüglich zusammengefasst aus, dass 

ähnliche Sachverhaltsversionen von drei Beschuldigten, welche sich vor 

den Einvernahmen haben absprechen können, nicht als überzeugendes 

Argument für einen Freispruch verwendet werden könne. Darüber hinaus 

sei der «Ausflug» entgegen den Ausführungen des Beschuldigten von 

Q._____ nach S._____ um 22:00 Uhr abgesprochen und geplant gewesen. 

Dazu passe auch, dass die Brüder F._____ verschiedene Versionen 

betreffend den Ort des zufälligen Treffens angegeben hätten. Weiter 

widersprächen sich auch die Aussagen des Beschuldigten und der 

Mitbeschuldigten hinsichtlich des Ablaufs der Geschehnisse (Anschluss-

berufungsbegründung S. 2 ff.).  

 

3. 

3.1. 

Nach Art. 123 Ziff. 1 und 2 StGB wird von Amtes wegen verfolgt und mit 

einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer 

vorsätzlich einen Menschen durch den Gebrauch von Gift, einer Waffe oder 

eines gefährlichen Gegenstands an Körper oder Gesundheit schädigt.  

 

Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt als Mittäter, wer bei der 

Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in 

massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als 

Hauptbeteiligter dasteht; dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach 

den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung 

des Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt (BGE 

135 IV 152 E. 2.3.1). Der Tatenschluss muss nicht ausdrücklich bekundet 

werden, es genügt, wenn er konkludent zum Ausdruck kommt (BGE 

143 IV 361 E. 4.10). Die Tatbeteiligung als Mittäter wird massgebend an 

der Rolle gemessen, die der Einzelne willentlich übernimmt (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_939/2013 vom 17. Juni 2014 E. 2). 

 

3.2. 

In tatsächlicher Hinsicht ist erstellt und unbestritten geblieben, dass der 

Beschuldigte am 22. Juni 2020 gemeinsam mit E._____ sowie den 

Mitbeschuldigten C._____ und D._____ um ca. 22:00 Uhr von Q._____ 

nach S._____, T-weg 2, gefahren ist, wo der Beschuldigte im damaligen 

Zeitpunkt zusammen mit unter anderem A._____ wohnte 

(Untersuchungsakten [UA] act. 210 f., 221, 229, 251; vorinstanzliches 

Protokoll S. 10, 15, 19). Ebenfalls ist erstellt und unbestritten geblieben, 

dass A._____ in der besagten Nacht in eine gewalttätige 

Auseinandersetzung involviert war und sich dabei zahlreiche Verletzungen 

zugezogen hat (UA act. 140 ff.). Umstritten ist jedoch, ob E._____ sowie 

die Mitbeschuldigten C._____ und D._____ auf Aufforderung des 

Beschuldigten hin A._____ (mit oder ohne Schlagstock) verprügelt haben. 

 

 - 6 - 

 

 

3.3. 

Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten 

Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen 

unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraus-

setzungen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für den 

Beschuldigten günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Bloss 

abstrakte und theoretische Zweifel genügen nicht, weil solche immer 

möglich sind. Der Grundsatz «in dubio pro reo» verlangt indes nicht, dass 

bei sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den für den 

Angeklagten günstigeren Beweis abzustellen ist. Die Entscheidregel ist erst 

anwendbar, nachdem alle aus Sicht des urteilenden Gerichts notwendigen 

Beweise ausgewertet worden sind und nach erfolgter Beweiswürdigung als 

Ganzem relevante Zweifel bestehen (BGE 148 IV 409 E. 2.2; 144 IV 345 

E. 2.2.3). 

 

3.4. 

3.4.1. 

A._____ führte betreffend den Vorfall vom 22. Juni 2020 im Wesentlichen 

stets konstant aus, er habe sich im Wohnzimmer aufgehalten, als plötzlich 

der Beschuldigte drei Männer in das Wohnzimmer hineingelassen habe. 

Einen davon, E._____, habe er gekannt. Sie hätten ihn gefragt, weshalb er 

dem Beschuldigten ein Hausverbot erteilt habe, woraufhin er, A._____, 

geantwortet habe, dass er nicht ihm, sondern H._____ (eine [Ex-] Freundin 

des Beschuldigten, welche für einige Zeit in der Wohnung gelebt habe; UA 

act. 192) ein Hausverbot erteilt habe. Der Beschuldigte habe dann das 

Wohnzimmer verlassen. Die drei Männer (gemeint sind die beiden 

Mitbeschuldigten sowie E._____) seien dann auf ihn losgegangen, wobei 

sie ihn mit den Fäusten auf den Kopf und in die Rippen geschlagen hätten. 

D._____ habe ihn zudem zusätzlich mit einem Schlagstock in die Rippen 

geschlagen. Der Beschuldigte habe sich während der Auseinandersetzung 

in seinem Zimmer aufgehalten. Das Ganze habe etwa eine Minute 

gedauert. Der Beschuldigte sei schliesslich in das Wohnzimmer 

zurückgekehrt und habe die drei Männer zurückgepfiffen. Danach hätten 

sie die Wohnung wieder verlassen (UA act. 193 f., 201 f.; vorinstanzliches 

Protokoll S. 5; Protokoll der Berufungsverhandlung S. 3 ff.).  

 

Demgegenüber führten die Beschuldigten ebenfalls im Kern gleichbleibend 

aus, dass der Beschuldigte und E._____ in Q._____ C._____ und D._____ 

angetroffen hätten, welche mit dem Auto unterwegs gewesen seien. Der 

Beschuldigte hätte bei sich zu Hause in S._____ Sachen holen müssen, 

weshalb sie zu viert mit dem Auto an den Wohnort des Beschuldigten 

gefahren seien. In der Wohnung hätten sie A._____ angetroffen, wobei es 

direkt zu einem verbalen Streit zwischen A._____ und E._____ gekommen 

sei. Der Beschuldigte und die beiden Mitbeschuldigten hätten daraufhin 

A._____ beruhigt. Als sich die Lage einigermassen entspannt habe, sei der 

Beschuldigte in sein Zimmer gegangen, um seine Sachen zu packen. 

 - 7 - 

 

 

Kurze Zeit später sei es zu einer erneuten, dieses Mal tätlichen 

Auseinandersetzung zwischen A._____ und E._____ gekommen. Erneut 

hätte man die beiden voneinander getrennt, bevor sie dann schliesslich 

zusammen mit E._____ die Wohnung wieder verlassen und A._____ allein 

in der Wohnung zurückgelassen hätten (UA act. 210 f., 221 f.; 229 ff., 

242 ff., 251, 261 ff.; vorinstanzliches Protokoll S. 10 f.; Protokoll der 

Berufungsverhandlung S. 12 ff.).  

 

3.4.2. 

Für das Obergericht ist erstellt, dass sich der Beschuldigte im Sinne der 

Mittäterschaft an der qualifizierten einfachen Körperverletzung zum 

Nachteil von A._____ beteiligt hat. 

 

Dafür spricht im Wesentlichen das Verletzungsbild von A._____. So konnte 

gemäss dem medizinischen Gutachten vom 13. August 2020 wenige 

Stunden nach dem Ereignis bei A._____ ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma, 

Gesichtsschädelverletzungen, Verletzungen des Brustkorbs (Luft im 

Brustkorb und Rippenserienfraktur), eine Rissquetschwunde am linken 

Daumen sowie diverse Hautabschürfungen und Blutergüsse am ganzen 

Körper festgestellt werden (UA act. 140 ff.). Im Gutachten wird sodann 

weiter festgehalten, dass bei Spitaleintritt zwar keine konkrete 

Lebensgefahr für A._____ bestanden hätte. Dennoch hätte es ohne 

Einlage einer Thoraxdrainage zur Entfernung der Luft aus der linken 

Brusthöhle zu einem akuten Pumpenversagen des Herzens kommen 

können. Weiter seien auch die festgestellten Mittelgesichtsbrüche die Folge 

von lebensgefährlichen Handlungen, die mit erheblicher Heftigkeit 

ausgeführt worden seien. Das Gutachten bestätigt schliesslich – nebst dem 

Umstand, dass der Körper von A._____ im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB 

geschädigt wurde, wobei aber (noch) keine konkrete Lebensgefahr 

bestanden hat und die Schädigung noch nicht als schwer im Sinne von Art. 

122 StGB zu qualifizieren ist –, dass A._____ die Verletzungen nicht einzig 

und alleine mit den Fäusten, sondern auch unter Verwendung eines 

Gegenstandes zugefügt worden sind. Aufgrund der Verwendung eines 

solchen Gegenstandes bei einer tätlichen Auseinandersetzung mit, wie im 

Gutachten ausgeführt, lebensgefährlichen Handlungen, handelt es sich 

mithin um einen gefährlichen Gegenstand im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 

2 StGB (siehe Urteil des Bundesgerichts 6B_617/2019 vom 14. November 

2019 E. 1.3.2).  

 

Es liegt ausserhalb einer vernünftigen Betrachtungsweise, dass nur eine 

Person – wie dies die Beschuldigten geltend machen und damit die Schuld 

alleine auf den flüchtigen E._____ abschieben wollen – die kurz nach dem 

Vorfall bei A._____ festgestellten Verletzungen, welche sich über beide 

Körperseiten erstrecken, beigebracht haben soll. Mit dem Verletzungsbild 

steht im Einklang, dass A._____ von Anfang an konsistent ausführte, von 

mehreren Personen tätlich angegriffen worden zu sein, wobei er auch stets 

 - 8 - 

 

 

erwähnt hat, dass einer davon mit einem Gegenstand auf ihn 

eingeschlagen habe. Dabei konnte er – nebst dem Beschuldigten, den er 

als seinen Mitbewohner kannte – stets die beiden Mitbeschuldigten 

C._____ und D._____ zu 100% als Schläger bzw. D._____ als denjenigen, 

der mittels Stock auf ihn eingeschlagen haben soll, identifizieren (UA 

act. 193, 202; Protokoll der Berufungsverhandlung S. 8 f.). Soweit 

Unstimmigkeiten hinsichtlich des im Rahmen der gewalttätigen 

Auseinandersetzung verwendeten Gegenstands bestehen, ist dies nicht 

weiter entscheidend, lässt sich doch anhand des Verletzungsbildes 

erstellen, dass A._____ die Verletzungen (unter anderem) mit einem 

Gegenstand zugefügt worden sind. Es erscheint in diesem Zusammenhang 

auch wenig überzeugend, dass A._____ zwei ihm völlig fremde Personen 

zu Unrecht bezichtigen sollte, ihn (mit einem Gegenstand) geschlagen zu 

haben, zumal er – was in erster Linie seiner Persönlichkeit geschuldet ist, 

wovon sich das Obergericht anlässlich der Berufungsverhandlung einen 

unmittelbaren Eindruck hat machen können – mehrfach die Situation bzw. 

deren Schläge auf ihn vollkommen verharmlost hat (so hätten sie ihn 

lediglich «gekitzelt», Protokoll der Berufungsverhandlung S. 6, 8). Hinzu 

kommt, dass A._____ immer wieder bestätigt hat, dass der Beschuldigte 

während der Auseinandersetzung nicht im Raum gewesen sei, obwohl 

diesem gegenüber am ehesten ein Motiv zur falschen Bezichtigung zu 

erwarten gewesen wäre, zumal es zwischen dem Beschuldigten und 

A._____ zu Spannungen wegen der Freundin des Beschuldigten 

gekommen sein soll (Protokoll der Berufungsverhandlung S. 3, 7). Ferner 

erscheint es nebst dem Verletzungsbild auch unter Berücksichtigung des 

Umstandes, dass A._____ über eine Kampfausbildung verfügt und 

E._____ darüber hinaus um einiges kleiner ist als A._____, abwegig, dass 

einzig und allein E._____ ihm die Verletzungen zugefügt haben soll (vgl. 

Protokoll der Berufungsverhandlung S. 5, 9, 13). Dazu passt auch, dass 

sich selbst die Beschuldigten die erheblichen Verletzungen von A._____ 

nicht erklären konnten bzw. diese abenteuerlich damit begründeten, dass 

er sich diese selbst zugefügt haben soll (UA act. 222, 232, 244, 253, 261 f.; 

Protokoll der Berufungsverhandlung S. 13, 18). Hätten die Beschuldigten 

sodann im Rahmen dieser Auseinandersetzung, wie sie behaupten, 

schlichtend eingegriffen, wäre es mit an Sicherheit nicht zum vorliegenden 

Verletzungsbild gekommen.  

 

Der genaue Ablauf des Geschehenen kann nicht erstellt werden, was aber 

nicht entscheidend ist, da sich zweifellos erstellen lässt, dass der 

Beschuldigte bei der Planung und Entschlussfassung einen massgeblichen 

Tatbeitrag geleistet hat. Insbesondere ist der Beschuldigte bei der Planung 

in massgeblicher Weise beteiligt gewesen, sodass er nicht bloss als Gehilfe 

oder Anstifter in Betracht fällt. Der tätliche Angriff auf A._____ ist nicht 

einfach aus der Situation heraus entstanden; vielmehr handelte es sich um 

eine gemeinsame koordinierte Aktion. So haben sich die drei Beschuldigten 

und E._____ um 22:00 Uhr bewusst dazu entschlossen, mit dem Auto von 

 - 9 - 

 

 

Q._____ nach S._____ zu fahren. Soweit die drei Beschuldigten geltend 

machen, dass sie zur Wohnung gefahren seien, weil der Beschuldigte ein 

paar Sachen habe holen wollen, erscheint dies bereits in Anbetracht der 

Uhrzeit (22:00 Uhr) abwegig. Es ist denn auch nicht erstellt, dass 

tatsächlich etwas aus der Wohnung geräumt wurde. Schliesslich erscheint 

auch die Behauptung, dass der Beschuldigte ursprünglich geplant habe, 

mit E._____ mit dem Zug nach S._____ zu fahren, um seine Sachen zu 

räumen, wobei er unterwegs zum Bahnhof zufällig die beiden 

Mitbeschuldigten angetroffen hätte, welche ihm sodann angeboten hätten, 

ihn und E._____ mit dem Auto nach S._____ zu fahren, ebenfalls abwegig, 

zumal unbestritten geblieben ist, dass der letzte Zug von S._____ zurück 

nach Q._____ um 21.29 Uhr fährt und es mithin fraglich erscheint, wie der 

Beschuldigte und E._____ zurück nach Q._____ gekommen wären. 

Vielmehr deutet dies daraufhin, dass sich die Beschuldigten nicht rein 

zufällig getroffen haben.  

 

Hinsichtlich der Körperverletzung ist für das Obergericht schliesslich 

erstellt, dass D._____ mit einem Stock auf A._____ eingeschlagen hat. Im 

Übrigen ist zwar unklar, wer sich wie und in welcher Intensität an den 

Schlägen beteiligt hat. Es lässt sich einzig erstellen, dass jeder einzelne 

Tatbeitrag von einem gemeinsamen Vorsatz der Beschuldigten getragen 

wurde, womit der Beschuldigte sich die einzelnen Tatbeiträge anrechnen 

muss. Insbesondere ergeben sich in diesem Zusammenhang keine 

Hinweise auf einen Exzess der Mittäter, welcher dem Beschuldigten nicht 

zugerechnet werden könnte. 

 

Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte als Mittäter zu qualifizieren und 

es sind ihm nebst seinem eigenen Tatbeitrag auch die Tatbeiträge der 

Mitbeschuldigten anzurechnen. Er hat sich deshalb der qualifizierten 

einfachen Körperverletzung zum Nachteil von A._____ schuldig gemacht. 

 

4. 

4.1. 

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB wiederholt dargelegt (BGE 147 IV 241; BGE 144 IV 313; BGE 

144 IV 217; BGE 141 IV 61 E. 6.1.1; BGE 135 IV 55 E. 5.4 ff.; je mit 

Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.  

 

4.2. 

Die qualifizierte einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 

StGB ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht. Wie 

zu zeigen sein wird, kommt aufgrund der Schwere des Verschuldens nur 

eine Freiheitsstrafe in Frage.  

 

 - 10 - 

 

 

Ausgangspunkt für die Strafzumessung bildet die Verletzung oder 

Gefährdung des betroffenen Rechtguts (Art. 47 Abs. 2 StGB). Der Tat-

bestand der einfachen Körperverletzung schützt sowohl die körperliche 

Integrität als auch die psychische Gesundheit (BGE 134 IV 189 E. 1.4). 

A._____ erlitt im Rahmen der Auseinandersetzung, nebst oberflächlichen 

weniger schwerwiegenden Verletzungen, unter anderem ein Schädel-Hirn-

Trauma, Gesichtsschädelverletzungen (Rissquetschwunde, Nasenbein- 

und Nasenscheidewandbruch, Bruch des Stirnfortsatzes des Oberkiefers, 

Bruch der inneren Wand der Augenhöhle), Verletzungen des Brustkorbs 

(Luft im Brustkorb und Rippenserienfraktur) sowie eine Rissquetschwunde 

am linken Daumen (UA act. 140 ff.). Eine konkrete Lebensgefahr bestand 

im Zeitpunkt des Spitaleintritts (noch) nicht (vgl. UA act. 144 f.). Zudem 

konnten relevante Verletzungen des Hirnschädels oder des Gehirns 

ausgeschlossen werden, wobei die Schläge und Tritte gegen den Kopf aber 

auch zu schwereren oder sogar tödlichen Schädel-Hirn-Verletzungen 

hätten führen können (UA act. 145). A._____ war ab dem Zeitpunkt des 

Vorfalles bis am 31. März 2021, mithin knapp 9 Monate lang, zu 100% 

arbeitsunfähig (siehe anlässlich des vorinstanzlichen Verfahrens 

eingereichte ärztliche Zeugnisse). Im Rahmen der unter den Tatbestand 

der qualifizierten einfachen Körperverletzung fallenden Verletzungen ist 

von nicht mehr leichten Verletzungen und einem entsprechenden Taterfolg 

auszugehen. 

 

Die Art und Weise bzw. die Verwerflichkeit der in Mittäterschaft handelnden 

Beschuldigten ist insofern über die blosse Erfüllung des qualifizierten 

Tatbestandes hinausgegangen, als dass die auf A._____ einschlagenden 

Beschuldigten ganz bewusst zusammengewirkt haben, um die sich so 

ergebende Überlegenheit ausspielen zu können. Nichts zu seinen Gunsten 

kann er daraus ableiten, dass er nicht eigenhändig zugeschlagen hat, sind 

ihm doch bei mittäterschaftlichem Handeln – insoweit wie vorliegend kein 

Exzess eines Mittäters vorliegt – die Handlungen der anderen Mittäter 

zuzurechnen. 

 

Die eigentlichen Beweggründe des nicht geständigen Beschuldigten sind 

nicht bekannt. Das Tatmotiv scheint aber wohl am ehesten eine 

Auseinandersetzung zwischen ihm und A._____ gewesen zu sein (so hat 

der Beschuldigte selbst ausgeführt, dass es zwischen ihnen Probleme 

gegeben habe [UA act. 222] bzw. dass A._____ vor dem Vorfall seiner 

damaligen Freundin ein Hausverbot erteilt habe [vorinstanzliches Protokoll 

S. 12 act. 22]). Es wäre für den Beschuldigten ein Leichtes gewesen, 

Konflikte zwischen ihm und A._____ auf eine konstruktive und legale Art zu 

klären. Je leichter es aber für ihn gewesen wäre, die körperliche Integrität 

von A._____ zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung 

dagegen und damit sein Verschulden (vgl. BGE 117 IV 112 E. 1 S. 114 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6B_91/2022 vom 18. Januar 2023 

E. 3.4.3).   

 - 11 - 

 

 

Insgesamt ist unter Berücksichtigung des Strafrahmens von bis zu 3 Jahren 

Freiheitsstrafe und dem breiten Spektrum der davon erfassten Verletzungs-

folgen und Handlungsweisen von einem nicht mehr leichten bis mittel-

schweren Verschulden und einer dafür angemessenen Freiheitstrafe von 

12 Monaten Freiheitstrafe auszugehen.  

 

4.3. 

Hinsichtlich der Täterkomponente ergibt sich Folgendes: Der Beschuldigte 

verfügt über zwei teilweise einschlägige Vorstrafen. Er wurde mit Straf-

befehl der Staatsanwaltschaft Baden vom 11. August 2017 wegen Wider-

handlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz zu einer bedingten Geld-

strafe von 90 Tagessätzen, Probezeit 2 Jahre, und einer Busse von 

Fr. 1'900.00 verurteilt. Weiter wurde er mit Strafbefehl der Staats-

anwaltschaft Zürich-Sihl vom 25. April 2018 wegen versuchter Urkunden-

fälschung, einfacher Körperverletzung, Gewalt und Drohung gegen 

Behörden oder Beamte, Beschimpfung, Hinderung einer Amtshandlung 

sowie Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz zu einer 

bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen, Probezeit 3 Jahre, und einer 

Busse von Fr. 500.00 verurteilt. Diese Vorstrafen sind leicht straferhöhend 

zu berücksichtigen, hat er doch nicht die nötigen Lehren daraus gezogen 

(BGE 136 IV 1 E. 2.6.2). Jedoch ist zu beachten, dass aus dem 

täterbezogenen Strafzumessungskriterium der Vorstrafen nicht indirekt ein 

tatbezogenes Kriterium gemacht wird. Mithin dürfen diese Vorstrafen nicht 

wie eigenständige Delikte gewürdigt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1 mit Hinweisen). Neutral wirkt sich 

das Wohlverhalten des Beschuldigten seit der letzten Tatbegehung aus, da 

ein solches allgemein erwartet und vorausgesetzt werden kann (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 6B_196/2021 vom 25. April 2022 E. 5.4.4).  

 

Der Beschuldigte hat die ihm vorgeworfene qualifizierte einfache 

Körperverletzung zum Nachteil von A._____ auch noch im 

Berufungsverfahren bestritten. Unter diesen Umständen ist eine Straf-

minderung, wie sie bei einem geständigen, einsichtigen und reuigen Täter 

möglich ist, ausgeschlossen. Im Übrigen hat er sich während des Straf-

verfahrens jedoch grundsätzlich kooperativ verhalten. 

 

Weitere relevante, sich auf die Strafhöhe auswirkende Täterkomponenten 

sind nicht ersichtlich. Der Beschuldigte ist 34 Jahre alt, hat zurzeit nach 

eigenen Angaben keinen festen Wohnsitz und wohnt abwechslungsweise 

bei seiner Schwester, seiner Mutter oder seiner Freundin, wobei er von 

diesen auch finanziell unterstützt wird, da er aktuell auf Wohnungssuche 

ist. Mit seiner in Deutschland lebenden Freundin, welche ebenfalls arbeits-

los ist, hat er ein 2-jähriges Kind (Protokoll der Berufungsverhandlung S. 

20). Die für die Annahme einer erhöhten Strafempfindlichkeit notwendigen 

aussergewöhnlichen Umstände liegen nicht vor (vgl. statt vieler: Urteil des 

Bundesgerichts 6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1 mit Hinweisen).   

 - 12 - 

 

 

Auch wenn die negativen Faktoren leicht überwiegen, rechtfertigt es sich 

bei einer Gesamtbetrachtung ganz knapp, die Täterkomponente neutral zu 

berücksichtigen. Insgesamt erscheint dem Obergericht eine Freiheitsstrafe 

von 12 Monaten dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des 

Beschuldigten angemessen. 

 

4.4. 

Das Gericht schiebt den Vollzug einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei 

Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig 

erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder 

Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Die Bewährungsaussichten 

sind anhand einer Gesamtwürdigung der Tatumstände, des Vorlebens, des 

Leumunds sowie aller weiteren Tatsachen zu beurteilen, die gültige 

Schlüsse etwa auf den Charakter des Täters sowie Entwicklungen in seiner 

Sozialisation und im Arbeitsverhalten bis zum Zeitpunkt des Entscheids 

zulassen (BGE 134 IV 1 E. 4.2). 

 

Der Beschuldigte verfügt über zwei teilweise einschlägige Vorstrafen (siehe 

oben), was bei der Prognosestellung als erheblich ungünstiges Element zu 

gewichten ist. Weder bedingte Geldstrafen noch Bussen konnten den 

Beschuldigten davon abhalten, während nach wie vor laufender Probezeit 

erneut zu delinquieren. Das Verhalten des Beschuldigten weist auf ein 

mangelhaftes Unrechtsbewusstsein und einen grundsätzlich fehlenden 

Respekt gegenüber der Schweizerischen Rechtsordnung hin. Sodann fehlt 

es ihm betreffend die vorliegend zu beurteilende qualifizierte einfache 

Körperverletzung auch an jeglicher Einsicht und Reue (siehe oben).  

 

Der 34-jährige Beschuldigte ist deutscher Staatsangehöriger und ist in 

Besitz der C-Niederlassungsbewilligung. Er ist gelernter Logistiker und 

zurzeit arbeitslos. Ferner verfügt er über keinen festen Wohnsitz. Mit seiner 

aktuellen Partnerin, welche in Deutschland wohnhaft und ebenfalls 

arbeitslos ist, hat er ein 2-jähriges Kind. In finanzieller Hinsicht ist er auf die 

Unterstützung seiner Freundin, Mutter und seiner Schwester angewiesen. 

Schulden hat er nach eigenen Angaben keine. 

 

Angesichts dieser Umstände ergeben sich bei einer Gesamtwürdigung 

ganz erhebliche Bedenken an der Legalbewährung des Beschuldigten, die 

bei einer Gesamtwürdigung aller Umstände eine eigentliche Schlecht-

prognose jedoch ganz knapp noch nicht zu begründen vermögen. 

Entscheidend ist, dass der Beschuldigte noch nie zu einer Freiheitsstrafe 

verurteilt worden ist. Mithin erscheint vorliegend bereits eine bedingt 

ausgesprochene Freiheitstrafe von 12 Monaten – zusammen mit einer 

langen Probezeit – geeignet, den Beschuldigten von der Begehung 

weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Aufgrund der erheblichen 

bestehenden Bedenken bezüglich der Legalbewährung ist die Probezeit für 

die Freiheitsstrafe auf 4 Jahre festzusetzen. 

 - 13 - 

 

 

 

4.5. 

Zusammenfassend ist der Beschuldigte zu einer bedingten Freiheitsstrafe 

von 12 Monaten, Probezeit 4 Jahre, zu verurteilen. 

 

4.6. 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für die Widerhandlung gegen die 

Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus 

gemäss Art. 10f Abs. 2 lit. c COVID-19-Verordnung 2 [in der im 

Tatzeitpunkt geltenden Fassung] zu einer Busse in der Höhe von 

Fr. 100.00, ersatzweise einen Tag Freiheitsstrafe, verurteilt, was mit 

Berufung der Staatsanwaltschaft unangefochten geblieben und folglich 

nicht mehr zu überprüfen ist (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

 

5. 

5.1. 

Der Privatkläger A._____ beantragt mit Anschlussberufung, wie bereits vor 

Vorinstanz, der Beschuldigte sei unter solidarischer Haftbarkeit zur Zahlung 

eines Schadenersatzes von Fr. 7'840.00 und einer Genugtuung von 

Fr. 5'000.00 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 22. Juni 2022 zu verpflichten 

und es sei ein richterlicher Nachklagevorbehalt für weitere aktuell illiquide 

Schadenspositionen festzuhalten (vorinstanzliches Protokoll S. 22 ff.; 

Protokoll der Berufungsverhandlung S. 29; Anschlussberufungserklärung).  

 

5.2. 

Das Gericht entscheidet unter anderem dann über die anhängig gemachte 

Zivilklage, wenn es die beschuldigte Person schuldig spricht (Art. 126 

Abs. 1 lit. a StPO). Hingegen wird die Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen, 

wenn die Privatklägerschaft ihre Klage nicht hinreichend begründet oder 

beziffert hat (Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO). Ein Zivilanspruch ist sodann auch 

auf den Zivilweg zu verweisen, wenn die vollständige Beurteilung 

unverhältnismässig aufwendig wäre (Art. 126 Abs. 3 StPO). 

 

5.3. 

Der Beschuldigte hat sich als Mittäter der qualifizierten einfachen 

Körperverletzung zum Nachteil des Privatklägers A._____ schuldig 

gemacht. Damit ist der Beschuldigte unter solidarischer Haftung (Art. 50 

Abs. 1 OR) mit den Mitbeschuldigten dem Privatkläger gegenüber 

grundsätzlich zur Leistung eines daraus resultierenden Schadens 

verpflichtet (Art. 41 Abs. 1 OR; Art. 50 Abs. 1 OR). 

 

Wie der Privatkläger ausgeführt hat und auch aus seinen eingereichten 

Unterlagen ersichtlich wird, ist die Unfallversicherung im Umfang von 80% 

für seinen (auf das schädigende Ereignis zurückzuführenden) Verdienst-

ausfall aufgekommen. Soweit der Privatkläger die übrigen 20% des 

Verdienstausfalles als Schadenersatz geltend macht, wäre zu prüfen, ob 

 - 14 - 

 

 

es sich bei der Versicherungsleistung um eine gleichwertige Regelung im 

Sinne von Art. 324a Abs. 4 OR handelt bzw. ob dem Privatkläger überhaupt 

ein Schaden im zivilrechtlichen Sinn entstanden ist. Dies kann jedoch 

basierend auf den eingereichten Unterlagen des Privatklägers nicht 

abschliessend beurteilt werden. Was die geltend gemachte Genugtuung 

betrifft, so ist mithin aufgrund der Aussagen von A._____ anlässlich des 

Berufungsverfahrens unklar, ob er noch effektiv an den Folgen des Vorfalls 

oder vielmehr an jenen eines früher erlittenen Kriegstraumas leidet, zumal 

er den vorliegend zu beurteilenden Vorfall nunmehr gänzlich verharmlost 

(vgl. z.B. seine Aussage, die anderen hätten ihn nur «gekitzelt» und er habe 

keinen Schmerz verspürt). Auch wenn seine Aussagen und sein 

Aussageverhalten wohl weitgehend seiner Persönlichkeit geschuldet sind, 

so ist eine abschliessende adhäsionsweise Beurteilung der 

Genugtuungsforderung im vorliegenden Strafverfahren doch nicht möglich. 

Es rechtfertigt sich deshalb, die Zivilforderung des Privatklägers insgesamt 

auf den Zivilweg zu verweisen. 

 

6. 

6.1. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten für das Berufungsverfahren gegen 

den Beschuldigten und die Mitbeschuldigten D._____ und C._____ 

belaufen sich auf insgesamt Fr. 7'000.00 (§ 18 VKD). Davon entfallen 

Fr. 1'000.00 auf die Berufungsverhandlung vom 23. Oktober 2023, zu 

welcher der Privatkläger A._____ unentschuldigt nicht erschienen ist und 

der diesbezüglich deshalb kostenpflichtig ist (Art. 417 StPO). Der im 

Übrigen auf den Beschuldigten entfallende Anteil beläuft sich auf 

Fr. 2'000.00 (1/3 von Fr. 6'000.00; Art. 418 Abs. 1 StPO) und ist ihm 

ausgangsgemäss aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

 

6.2. 

Der amtliche Verteidiger ist für das Berufungsverfahren gestützt auf die von 

ihm eingereichte Kostennote und angepasst an die effektive Dauer der 

Berufungsverhandlung mit gerundet Fr. 5'580.00 aus der Staatskasse zu 

entschädigen (Art. 135 Abs. 1 StPO i.V.m. § 9 Abs. 1 und Abs. 3bis AnwT). 

 

Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten, ohne den auf die 

Berufungsverhandlung vom 23. Oktober 2023 entfallenden Aufwand, d.h. 

mit gerundet Fr. 4'940.00 zurückzufordern, sobald es seine wirtschaftlichen 

Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 

 

6.3. 

Der Privatkläger hat ausgangsgemäss Anspruch auf eine angemessene 

Entschädigung seiner notwendigen Aufwendungen im Berufungsverfahren 

(Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 433 StPO). Keinen Anspruch hat er für die 

auf die Berufungsverhandlung vom 23. Oktober 2023 entfallenden 

Aufwendungen seines Rechtsvertreters. Abzustellen ist im Übrigen auf die 

 - 15 - 

 

 

vom Rechtsvertreter des Privatklägers anlässlich der Berufungs-

verhandlung vom 13. November 2023 eingereichte Kostennote, jedoch 

angepasst an einen Stundenansatz von Fr. 220.00 (§ 9 Abs. 2bis AnwT). 

Der Beschuldigte ist somit zu verpflichten, dem Privatkläger in solidarischer 

Haftbarkeit mit den Mitbeschuldigten D._____ und C._____ für das 

Berufungsverfahren gegen alle drei Beschuldigten insgesamt eine Partei-

entschädigung von gerundet Fr. 7'530.00 zu bezahlen. 

 

7. 

7.1. 

Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, befindet sie 

darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 

Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person 

die Kosten, wenn sie verurteilt wird.  

 

Nachdem die Berufung der Staatsanwaltschaft vollumfänglich gut-

geheissen worden ist und der Beschuldigte, nebst dem (unbestritten 

gebliebenen) Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen die COVID-19-

Verordnung 2, wegen qualifizierter einfacher Körperverletzung schuldig zu 

sprechen ist, hat der Beschuldigte die auf ihn entfallenden vorinstanzlichen 

Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 2'089.35 (inkl. Anklagegebühr von 

Fr. 483.35) zu tragen. 

 

7.2. 

Die den früheren amtlichen Verteidigern Rechtsanwältin Antonia Florin 

(7. Dezember 2020 bis 24. Dezember 2021) und Rechtsanwalt Nicolai 

Brugger (24. Dezember 2021 bis 22. Juni 2022) für das erstinstanzliche 

Verfahren zugesprochenen Entschädigungen von Fr. 4'853.60 bzw. 

Fr. 3'751.35 (jeweils inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) sind nicht 

angefochten worden, weshalb im Berufungsverfahren nicht darauf 

zurückzukommen ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_1299/2018 vom 

28. Januar 2019 E. 2.3).  

Diese Entschädigungen sind vom Beschuldigten zurückzufordern, sobald 

es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 

 

7.3. 

7.3.1. 

Die dem unentgeltlichen Rechtsbeistand des Privatklägers für das 

erstinstanzliche Verfahren insgesamt zugesprochene Entschädigung von 

Fr. 6'275.25 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuern) ist ebenfalls 

unangefochten geblieben und somit keiner Überprüfung zugänglich. 

 

Der Beschuldigte befindet sich nicht in günstigen wirtschaftlichen 

Verhältnissen, weshalb er die anteilsmässig auf ihn entfallenden Kosten für 

die unentgeltliche Verbeiständung des Privatklägers nicht zu tragen hat 

(Art. 426 Abs. 4 StPO). 

 - 16 - 

 

 

 

7.3.2. 

Hinsichtlich der im erstinstanzlichen Verfahren angefallenen Auf-

wendungen des Privatklägers vor Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege und Einsetzung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands ist der 

Beschuldigte gestützt auf die Kostennote vom 22. Juni 2022 zu 

verpflichten, dem Privatkläger in solidarischer Haftbarkeit mit den 

Mitbeschuldigten D._____ und C._____ insgesamt eine 

Parteientschädigung von gerundet Fr. 1'790.00 zu bezahlen (Art. 433 

Abs. 1 StPO). 

 

8. 

Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, so fällt es 

ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO, 

Art. 81 StPO). 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Der Beschuldigte ist schuldig  

- der qualifizierten einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 

Abs. 2 StGB; 

- der Widerhandlung gegen die Verordnung 2 über Massnahmen zur 

Bekämpfung des Coronavirus gemäss Art. 10f Abs. 2 lit. c COVID-19-

Verordnung 2 [in der im Tatzeitpunkt geltenden Fassung] 

[in Rechtskraft erwachsen]. 

 

2. 

Der Beschuldigte wird hierfür gemäss der in Ziff. 1 genannten 

Gesetzesbestimmungen sowie in Anwendung von Art. 47 StGB, Art. 40 

StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 StGB und Art. 106 StGB  

 

zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten, Probezeit 4 Jahre, 

 

und zu einer Busse von Fr. 100.00, ersatzweise ein Tag Freiheitsstrafe, 

[in Rechtskraft erwachsen] 

 

verurteilt. 

 

3. [in Rechtskraft erwachsen] 

Dem Beschuldigten wird das von ihm geleistete Bussen-/Kostendepositum 

im Betrag von Fr. 100.00 an die ihm auferlegte Busse von Fr. 100.00 und 

– sollte die Busse bereits bezahlt sein – an die Verfahrenskosten 

angerechnet. 

 

 - 17 - 

 

 

4. [in Rechtskraft erwachsen] 

Folgende beschlagnahmten Gegenstände werden dem Berechtigten 

zurückgegeben: 

- 2 Holzteile eines Bilderrahmens, goldfarben 

 

Werden diese nicht innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft 

herausverlangt, trifft die Staatsanwaltschaft die sachgemässen 

Verfügungen. 

 

5. 

Die Zivilklage des Privatklägers A._____ wird auf den Zivilweg verwiesen.  

 

6. 

6.1. 

Die auf das Berufungsverfahren des Beschuldigten entfallenden ober-

gerichtlichen Verfahrenskosten werden ihm im Umfang von Fr. 2'000.00 

auferlegt. 

 

Dem Privatkläger werden für das Berufungsverfahren gegen den 

Beschuldigten und die Mitbeschuldigten D._____ und C._____ insgesamt 

Fr. 1'000.00 auferlegt. 

 

6.2. 

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, dem amtlichen Verteidiger für das 

Berufungsverfahren eine Entschädigung von Fr. 5'580.00 auszurichten. 

 

Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten im Umfang von Fr. 4'940.00 

zurückgefordert, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

 

6.3. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ für das 

Berufungsverfahren in solidarischer Haftbarkeit mit den Mitbeschuldigten 

D._____ und C._____ insgesamt eine Parteientschädigung von gerundet 

Fr. 7'530.00 zu bezahlen. 

 

7. 

7.1. 

Die auf den Beschuldigten entfallenden erstinstanzlichen Verfahrenskosten 

werden ihm im Umfang von Fr. 2'089.35 (inklusive Anklagegebühr von 

Fr. 483.35) auferlegt.  

 

7.2. 

Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird angewiesen, der amtlichen 

Verteidigerin des Beschuldigten Rechtsanwältin Antonia Florin für das 

erstinstanzliche Verfahren eine Entschädigung von Fr. 4'853.60 (Honorar 

vom 7. Dezember 2020 bis 24. Dezember 2021, inkl. Auslagen und 

 - 18 - 

 

 

Mehrwertsteuern) sowie dem amtlichen Verteidiger Rechtsanwalt Nicolai 

Brugger für das erstinstanzliche Verfahren eine Entschädigung von 

Fr. 3'751.35 (Honorar vom 24. Dezember 2021 bis 22. Juni 2022, inkl. 

Auslagen und Steuern) auszurichten.  

 

Diese Entschädigungen werden vom Beschuldigten zurückgefordert, 

sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

 

7.3. 

Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird angewiesen, dem unentgeltlichen 

Rechtsbeistand des Privatklägers für das erstinstanzliche Verfahren in den 

Verfahren ST.2021.80/81/82 insgesamt eine Entschädigung von 

Fr. 6'275.25 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuern) auszurichten.  

 

7.4. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ für das 

erstinstanzliche Verfahren in solidarischer Haftbarkeit mit den 

Mitbeschuldigten D._____ und C._____ insgesamt eine 

Parteientschädigung von gerundet Fr. 1'790.00 zu bezahlen. 

 

 

 Zustellung an:  

[…] 

 

 
   

Hinweis zur Bedeutung der bedingt ausgesprochenen Strafe  

(Art. 44 Abs. 3 StGB) 

 

Bei einer ausgefällten bedingten Geld- oder Freiheitsstrafe wird der Vollzug aufgeschoben. 

Gleichzeitig wird dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren angesetzt. Hat 

sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit bewährt, so wird die aufgeschobene Strafe 

nicht mehr vollzogen (Art. 45 StGB). Das bedeutet, dass die Geldstrafe dann nicht zu 

bezahlen bzw. die Freiheitsstrafe nicht anzutreten ist. Begeht der Verurteilte während der 

Probezeit aber ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere 

Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht grundsätzlich die bedingte Strafe (Art. 46 

Abs. 1 StGB). 

 

  

 - 19 - 

 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der 

vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das 

Schweizerische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 

Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die 

Beschwerdelegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 13. November 2023 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Strafgericht, 1. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

 

Six Yalin