# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9aae953-65d7-53b4-bbdf-bf6b905c27d3
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-09
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2018 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2018
**Docket/Reference:** DB.2020.218
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2020.218--2-st.2020.254.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2020.218 
2 ST.2020.254 

Entscheid 

9. Juni 2021 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Christian Mäder und Gerichtsschreiber Marius Obertüfer 

A ,    

vertreten durch RA lic.iur. B,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrent,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2018 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2018 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  Mit  Verfügung  vom  3.  Juni  2020  veranlagte  das  kantonale  Steueramt  A 

(nachfolgend  der  Pflichtige) für  die direkte  Bundessteuer  2018 mit  einem steuerbaren 

Einkommen  von  Fr. ....  Im  gleichzeitig  ergangenen  Einschätzungsentscheid  setzte  es 

für die Staats- und Gemeindesteuern 2018 das steuerbare Einkommen auf Fr. … und 

das  steuerbare  Vermögen  auf  Fr. …  fest.  Dabei  liess  es,  soweit  hier  von  Interesse, 

geltend gemachte Unterstützungsabzüge über total Fr. 19'500.- (direkte Bundessteuer) 

resp. Fr. 8'100.- (Staats- und Gemeindesteuern) für C und deren Kinder, D und E, nicht 

zum  Abzug  zu.  Auch  die  zusätzlich  geltend  gemachten  Versicherungsprämienabzüge 

über Fr. 2'100.- (direkte Bundesteuer) resp. Fr. 3'900.- (Staats- und Gemeindesteuern) 

wurden vom Steueramt nicht zum Abzug zugelassen. 

Mit Einsprache vom 6. Juli 2020 liess der Pflichtige unter erneuter Geltendma-

chung der Unterstützungs- und Versicherungsprämienabzüge sinngemäss beantragen, 

betreffend  die  direkte  Bundessteuer  2018  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. …  veranlagt  zu  werden.  Betreffend  die  Staats-  und Gemeindesteuern  2018  bean-

tragte  er,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr.  …  und  einem  steuerbaren  Ver-

mögen von Fr. … eingeschätzt zu werden.  

Gestützt auf die Einwände des Pflichtigen liess ihm das kantonale Steueramt 

am 6. August 2020 einen Veranlagungs- und Einschätzungsvorschlag zukommen, die 

der Pflichtige mit Schreiben vom 9. September 2020 abschlägig beantworten liess.  

B.  Mit  Entscheid  vom  23. Oktober  2020  wies  das  kantonale  Steueramt  die 

Einsprache des Pflichtigen betreffend die direkte Bundessteuer ab. Bei den Staats- und 

Gemeindesteuern  hiess  es  die  Einsprache  teilweise  gut  und  schätzte  ihn  mit  einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. … und einem steuerbaren Vermögen von Fr. … ein.  

C. Der Pflichtige liess am 25. November 2020 dagegen Beschwerde und Re-

kurs erheben und (soweit noch strittig) den Antrag der Einsprache wiederholen. 

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In der Beschwerde- und Rekursantwort vom 17. Dezember 2020 schloss das 

kantonale Steueramt auf Abweisung der Rechtsmittel. Auf Aufforderung des Steuerre-

kursgerichts  vom  23. April  2021  liess  sich  der  Pflichtige  am  11. Mai  2021  ergänzend 

vernehmen und zusätzliche  Unterlagen  einreichen.  Das kantonale  Steueramt  verzich-

tete auf Stellungnahme. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) liess sich nicht 

vernehmen. 

Auf die weiteren Parteivorbringen wird, soweit rechtserheblich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. a)  Laut  Art.  35  Abs.  1  lit.  b  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundes-

steuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) und § 34 Abs. 1 lit. b des Steuergesetzes vom 

8. Juni 1997 (StG) kann der Steuerpflichtige für jede erwerbsunfähige oder beschränkt 

erwerbsfähige Person, an deren Unterhalt er mindestens in der Höhe des Abzugs bei-

trägt, als Sozialabzug einen Unterstützungsabzug vom Reineinkommen abziehen.  Die 

Abzüge betragen bei der direkten Bundessteuer im Jahr 2018 Fr. 6'500.- und bei den 

Staats-  und  Gemeindesteuern  Fr.  2'700.-  pro  unterstützte  Person.  Ferner  können  ge-

mäss Art. 33 Abs. 1bis lit. b DBG und § 31 Abs. 1 lit. g Satz 2 StG von den Einkünften 

für  jede  unterstützungsbedürftige  Person  Versicherungsprämien  abgezogen  werden, 

sofern die Voraussetzungen für einen Unterstützungsabzug erfüllt sind. Die Pauschal-

abzüge  betragen  im  Jahr  2018  bei  der  direkten  Bundessteuer  Fr.  700.-  und  bei  den 

Staats- und Gemeindesteuern Fr. 1'300.- pro unterstützte Person.  

b)  Für  die  Gewährung  eines  Unterstützungsabzugs  müssen  gemäss  Steuer-

praxis zur direkten Bundessteuer resp. gemäss Weisung der Finanzdirektion über So-

zialabzüge und Steuertarife vom 7. April 2015 (ZStB Nr. 34.1; gültig ab 1. Januar 2015, 

nachfolgend Weisung) folgende Voraussetzungen erfüllt sein, ansonsten ein Unterstüt-

zungsabzug zu verweigern ist: 

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aa) Die unterstützte Person muss erwerbsunfähig oder beschränkt erwerbsfä-

hig  sein  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  3.  A.,  2016, 

Art. 35  N  70  ff.  DBG  und  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  Kommentar  zum  Zürcher 

Steuergesetz,  4.  A.,  2021,  § 34  N 60 ff.  StG;  Baumgartner/Eichenberger,  Kommentar 

zum  Schweizerischen  Steuergesetz,  Bundesgesetz  über  die  direkte  Bundessteuer, 

3. A., 2017, Art. 35 N 23 ff.; Weisung Rz. 28 - 30, je auch zum Folgenden). Die Defini-

tion  der  (teilweisen)  Erwerbsunfähigkeit  richtet  sich  nach  dem  Bundesgesetz  vom 

6. Oktober  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG; 

Kreisschreiben Nr. 30, Ziff. 8.3 der ESTV vom 21. Dezember 2010, Ehepaar- und Fa-

milienbesteuerung nach dem DBG, nachfolgend KS Nr. 30, auch zum Folgenden). Als 

Erwerbsunfähigkeit gilt der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-

sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleiben-

de  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kom-

menden  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt.  Für  die  Beurteilung  des  Vorliegens  einer 

Erwerbsunfähigkeit  sind  ausschliesslich  die  Folgen  der  gesundheitlichen  Beeinträchti-

gung  zu  berücksichtigen.  Eine  Erwerbsunfähigkeit  liegt  zudem  nur  vor,  wenn  sie  aus 

objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 ATSG). Die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit wird als Invalidität defi-

niert  (Art.  8  ATSG).  Eine  Einschränkung  der  Erwerbsfähigkeit  kann  jedoch  auch  aus 

anderen objektiven Gründen vorliegen, wenn diese dazu führen, dass eine Person un-

abhängig von ihrem Willen längerfristig nicht in der Lage ist, selber für ihren Lebensun-

terhalt aufzukommen. So ist bei altersbedingter Arbeitslosigkeit grundsätzlich von einer 

faktischen  Arbeitsunfähigkeit  auszugehen,  wenn  infolge  vorgerückten  Alters  oder  Ge-

brechlichkeit kaum  mehr  Aussicht  auf  Eingliederung  ins Erwerbsleben  besteht.  Dage-

gen ist blosse Arbeitslosigkeit oder reduzierte Arbeitstätigkeit noch nicht ohne Weiteres 

mit Erwerbsunfähigkeit oder beschränkter Erwerbsfähigkeit gleichzustellen. 

bb) Obschon in den Gesetzeswortlauten nicht erwähnt, muss die unterstützte 

Person  unterstützungsbedürftig  sein  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  35  N  66  ff. 

DBG  und  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  §  34  N  56  ff.  StG;  Baumgartner/Eichenber-

ger, Art. 35 N 25 ff., DBG; Weisung Rz. 31 - 34). Eine solche ist immer dann gegeben, 

wenn  die  unterstützte  Person  aus  objektiven  Gründen,  unabhängig  von  ihrem  Willen 

längerfristig, d.h. nicht bloss vorübergehend, nicht in der Lage ist, ganz oder teilweise 

für  ihren  Lebensunterhalt  aufzukommen  und  deshalb  auf  Hilfe  angewiesen  ist.  Unter-

stützungsbedürftigkeit  ist  dann  anzunehmen,  wenn  ein  amtlicher  Bedürftigkeitsnach-

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weis vorliegt oder die Unterstützungsleistung durch Mitwirkung einer richterlichen oder 

administrativen  Behörde  festgelegt  worden  ist  (Weisung  Rz.  31  ff.;  BGr,  27.  Okto-

ber 2004, 2A.609/2003). Alleinstehende Personen mit Wohnsitz in der Schweiz gelten 

i.d.R. als bedürftig, wenn das steuerbare Einkommen weniger als Fr. 15'000.- und das 

steuerbare Vermögen höchstens Fr. 50'000.- beträgt (Weisung Rz. 33). Werden diese 

Grenzwerte überschritten, ist jedoch eine Unterstützung wegen hoher Kosten für Woh-

nung,  Pflege  oder  ärztlicher  Betreuung  geboten,  so  ist  die  Bedürftigkeit  dennoch  als 

gegeben zu betrachten. Wird nur die Grenze für das steuerbare Vermögen überschrit-

ten  und  ist  eine  Verwendung  für  den  Lebensunterhalt  nicht  zumutbar,  so  kann  eben-

falls vom Vorliegen einer Bedürftigkeit ausgegangen werden. 

cc)  Die  Person,  für  die  der  Abzug  verlangt  wird,  muss  vom  Steuerpflichtigen 

unterhalten  oder  in  erheblichem  Mass  unterstützt  werden  (Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter,  Art. 35  N 56  ff.  DBG  und  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  § 34  N 46  ff.  StG; 

Baumgartner/Eichenberger, Art. 35 N 27 ff. DBG; Weisung Rz. 35 – 36). Die Unterstüt-

zung  kann  in  Form  von  Geld  erfolgen.  Ausnahmsweise  gelten  auch  die  durch  unent-

geltliche Gewährung  von  Kost  und  Logis  verursachten  Kosten  als  Unterstützungsleis-

tung,  sofern  sie  nicht  im  Zusammenhang  mit  einem  Arbeitsverhältnis  stehen.  Die 

Unterstützungsleistung  muss  unentgeltlich  erfolgen,  d.h.  es  darf  ihr  keine  Gegenleis-

tung der unterstützten Person gegenüberstehen (StE 1998 B 22.2 Nr. 14). Ein Abzug 

kann  nur  gewährt  werden,  wenn  die  Unterstützungsleistung  pro  unterstützte  Person 

mindestens  der  Höhe  des  gesetzlich  festgelegten  Abzugs  entspricht.  Erreicht  sie  die 

gesetzlich  gültigen  Abzugslimiten  nicht,  entfällt  der  Unterstützungsabzug  vollständig. 

Aus den Zahlungsbelegen müssen sowohl der Leistende als auch der Empfänger klar 

ersichtlich sein (Weisung Rz. 38). 

dd)  Die  Sozialabzüge  knüpfen  an  die  Verhältnisse  an  einem  bestimmten 

Stichtag an (StE 2014 B 29.3 Nr. 48; Baumgartner/Eichenberger, Art. 35 N 33 ff. DBG, 

mit Hinweisen, je auch zum Folgenden). Gemäss Art. 35 Abs. 2 DBG werden die Sozi-

alabzüge nach  den  Verhältnissen  am  Ende  der Steuerperiode festgesetzt,  was in der 

Regel bedeutet, dass die Verhältnisse per 31. Dezember der jeweiligen Steuerperiode 

ausschlaggebend  sind. Dieses  sogenannte  Stichtagsprinzip ist für  die Beurteilung der 

Erfüllung der qualitativen Voraussetzungen (Status wie Zivilstand, Alter, Kindesverhält-

nis etc. oder gewisse Lasten wie Unterhalts- oder Unterstützungspflicht) eines Sozial-

abzugs  massgebend.  Soweit  auch  quantitative  Voraussetzungen  (z.B.  die  Höhe  der 

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geleisteten Unterstützungszahlungen) definiert werden, sind diese in der (ganzen) ent-

sprechenden Bemessungsperiode (insgesamt) zu erfüllen.  

c)  Die  Voraussetzungen  des  Unterstützungsabzugs  sind  steuermindernder 

Natur  und  daher  vom  Steuerpflichtigen  durch  eine  substanziierte  Sachdarstellung  in 

der  Beschwerde-  und  Rekursschrift  darzutun  und  nachzuweisen  (RB  1987  Nr. 35; 

Baumgartner/Eichenberger, Art. 35 N 31a ff. DBG). Substanziiert ist eine Sachdarstel-

lung dann, wenn aus ihr im Einzelnen Art, Motiv und Rechtsgrund der geltend gemach-

ten  Aufwendungen  oder  des  Verzichts  auf  Einkünfte  in  der Weise  hervorgehen,  dass 

bereits  gestützt  darauf  –  aber  unter  Vorbehalt  der  Beweiserhebung  –  die  rechtliche 

Beurteilung der geschäftsmässigen Begründetheit möglich ist. Fehlt es an einer in die-

sem  Sinn  genügenden  Substanziierung,  so  hat  das  Steuerrekursgericht  von  sich  aus 

keine  Untersuchung  zu  führen,  um  sich  die  erforderlichen  Grundlagen  zu  beschaffen 

(RB  1975  Nr.  64).  Diesfalls  hat  die Beweisabnahme  zu unterbleiben mit  der Wirkung, 

dass der Nachweis von Aufwendungen zuungunsten der hierfür beweisbelasteten Par-

tei  als misslungen  zu betrachten  ist. Wird  eine  Unterstützungsleistung  zudem  in mini-

maler  Höhe  nicht  hinreichend  nachgewiesen,  so  wird  der  Abzug  komplett  verweigert. 

Die  steuerpflichtige  Person  hat  eine  Bestätigung  der  unterstützten  Person  über  Art, 

Zeitpunkt und Höhe der erfolgten Unterstützungen sowie auf Verlangen Zahlungsbele-

ge vorzulegen (Art. 127 1 lit. e DBG bzw. § 136 Abs. 1 lit. h StG), wobei an den Nach-

weis,  sofern  die  unterstützte  Person  nicht  im  Ausland  lebt,  keine  übermässig  hohen 

Anforderungen gestellt werden dürfen. 

2. a) aa) Vorliegend beherbergte der Pflichtige für die gesamte massgebende 

Steuerperiode  2018  C  mit  ihren  beiden  Kindern,  D  (geboren  …)  und  E  (geboren  …), 

bei  sich in  seiner  Liegenschaft  in  F.  C  befand  sich im  Jahr  2018  in einem komplexen 

Scheidungsverfahren mit verhärteten Fronten zwischen den Eheleuten. Unterhaltszah-

lungen  ihres  Ehemannes  erhielt  sie  im  Jahr  2018  unbestrittenermassen  nicht  ausbe-

zahlt.  Einer  Erwerbstätigkeit ging  sie  im  Jahr  2018  wegen  einer G sowie  einer  H  [ge-

sundheitliche  Beschwerden]  nicht  nach.  Gemäss  Aussage  des  Pflichtigen  war  C 

zudem für lange Zeit nicht erwerbstätig gewesen und verfügte über keine entsprechen-

den  beruflichen  Qualifikationen  […].  Hinzu  komme  die  enorme  Belastung  durch  das 

Scheidungsverfahren. C verfügte zudem gemäss Steuererklärung per Ende 2018 über 

ein Vermögen von rund Fr. …. Der Grossteil (Fr. …) stammte aus dem (hälftigen) Erlös 

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der  vormals  gemeinsam  mit  dem  Ehemann  bewohnten  und  nunmehr  verkauften  Lie-

genschaft in I. Der besagte Betrag liegt seitdem auf einem (Gemeinschafts-)Konto mit 

Totalsaldo  Fr. …  (de  facto  ein  Sperrkonto,  weil  C  und  ihr  Ehemann  nur  gemeinsam 

über das Konto verfügen können), über deren Auf- und Zuteilung im Verlauf der güter-

rechtlichen Auseinandersetzung zu urteilen ist. Gemäss Ausführungen des Pflichtigen 

sei  derzeit  noch  nicht  klar,  wie  hoch der  Anspruch  von  C  nach  Abschluss  des  Schei-

dungsverfahrens letztlich sein werde.  

bb)  Ebenfalls  beim  Pflichtigen  wohnen  C  Kinder  D  und  E.  D  absolvierte  im 

Jahr 2018 eine Lehre als J (… Lehrjahr). E besuchte die … Klasse der Sekundarschu-

le.  Die  Einkommensverhältnisse  der  beiden  Kinder  sind  unbestritten.  Seinen  beiden 

Kindern bezahlte C Ehemann Alimente. D erhielt im Jahr 2018 pro Monat und inkl. Kin-

dergeld  den  Betrag  von  Fr. …  ausbezahlt  (entspricht  Fr.  …  jährlich).  Ihr  Netto-

Lehrlingslohn  belief  sich  sodann  auf  total  Fr. …  (Fr.  …  für  den  Zeitraum  1.01.  - 

31.07.2018  und  Fr. …  für  den  Zeitraum  1.08.  -  31.12.2018).  Für  das  gesamte  Jahr 

2018  standen  ihr  demnach  Fr. …  bzw.  pro  Monat  Fr.  …  zur  Verfügung.  E  erhielt  so-

dann Fr. … (entspricht Fr. … jährlich) an Kindergeld und Alimente ausbezahlt.  

b) Neben Logis unterstützte der Pflichtige C, D und E im Jahr 2018 auch mit 

finanziellen  Mitteln,  indem  er  ihre,  das  Kindergeld  und  die  Alimente  betragsmässig 

übersteigenden  Aufwendungen  übernahm.  Die  Unterstützungsbeiträge  leistete  der 

Pflichtige  dabei  hauptsächlich  nicht  in  der  Weise,  dass  er  C  und  den  Kindern  regel-

mässig  gewisse  Beträge  zur  selbständigen  freien  Verfügung  überwies.  Er  übernahm 

vielmehr  laufend  die  anfallenden  Ausgaben.  Der  Pflichtige  und  C  verständigten  sich 

ursprünglich  darauf,  dass  er  ihr  im  Umfang  der  von  ihm  übernommenen  Leistungen 

des gemeinsamen Haushalts ein (zinsloses) Darlehen gewähre bzw. er ihr die Lebens-

haltungskosten vorschiesse. Die bereits aufgelaufene kumulierte Schuld gemäss dem 

beidseitig  unterzeichneten  "Schuldenverzeichnis"  vom  …  2019  belief  sich  dabei  per 

31. Dezember 2017 auf Fr. …. In der Steuerperiode 2018 kam es sodann zu einer zu-

sätzlichen  "Neuverschuldung"  über  Fr. ….  Die  Neuverschuldung  pro  2018  wurde  be-

rechnet, indem zunächst der jährliche "Umsatz" pro Konto, Debit- bzw. Kreditkarte des 

Pflichtigen und C ermittelt wurde. Für die auf den Pflichtigen lautenden Konten, Debit- 

bzw.  Kreditkarten  wurden  anschliessend  3/4  des  ermittelten  Jahresumsatzes  C  als 

Neuverschuldung  zugewiesen.  Bei  den auf  C  lautenden Konten  wurde  hingegen  vom 

Jahresumsatz jeweils ein Viertel des Umsatzes von der Netto-Neuverschuldung in Ab-

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zug  gebracht.  Die  Berechnung  basiert  demgemäss  auf  der  Annahme,  sämtliche  der 

betroffenen  vier  Personen  im  Haushalt  seien jeweils  im gleichen  Umfang für  die über 

die  Konten  und  Debit-  bzw.  Kreditkarten  verbuchten  Auslagen  verantwortlich.  Nach 

dem gleichen Schema der 3/4-Beteiligung erhöhte sich die Schuld zudem um Baraus-

lagen von Fr. … sowie EUR … (zum Kurs von 1.18) pro Woche (insgesamt Fr. … pro 

Jahr) sowie den Anteil Miete von pauschal Fr. … pro Monat bzw. Fr. … pro Jahr. Hinzu 

kommt eine nicht näher spezifizierte "Schuld" auf einem K-Konto über Fr. … sowie eine 

mit  "MWST  L  Bank"  bezeichnete  Position  über  Fr. ….  Per  31. Dezember  2018  belief 

sich  somit  die  gesamte  Darlehensforderung  gemäss  beidseitig  unterzeichnetem 

"Schuldenverzeichnis" auf Fr. …. Nähere Angaben dazu, aus welchen einzelnen Posi-

tionen sich die Umsätze zusammensetzen bzw. ob darin lediglich Lebenshaltungskos-

ten enthalten sind, enthält das Schuldenverzeichnis nicht. 

c) Der Pflichtige deklarierte wie bereits in der Steuerperiode 2017 auch in der 

Steuerperiode  2018  die  "Unterstützung"  bzw.  das  Darlehen  in  der  Steuererklärung, 

indem  er  diese  mit  der  Bezeichnung  "Schulden  C"  im  Wertschriftenverzeichnis  zum 

Wert  eines  "Pro-memoria-Frankens"  auswies.  Einkommensseitig  unterliess  er  es,  die 

im  Schuldenverzeichnis  als  "Anteil  Miete:  pauschal  …/Monat"  ausgewiesenen  Fr. … 

als  Mietertrag  zu  deklarieren,  wobei  er  allerdings  im  Gegenzug  mit  Fr. …  auch  nicht 

einen  reduzierten  Eigenmietwert  deklarierte  bzw.  einen  Unternutzungsabzug  geltend 

machte.  Bei  den  Abzügen  machte  er  sodann  drei  Mal  den  Unterstützungsabzug  inkl. 

zusätzlichem  Versicherungsprämienabzug  geltend  (total  Fr.  21'600.-  betreffend  die 

direkte  Bundessteuer  bzw.  Fr. 12'000.-  betreffend  die  Staats-  und Gemeindesteuern). 

Nachdem  das  kantonale  Steueramt  dem  Pflichtigen  in  der  Einschätzung  vom  3. Juni 

2020 vermögensseitig das Darlehen im Umfang von Fr. … vollständig aufrechnete und 

es  einkommensseitig  die  Unterstützungsbeiträge  inkl.  Versicherungsprämienabzüge 

nicht  zum  Abzug  zuliess,  schlossen  er  und  C,  bevor  sie  am  6. Juli  2020  Einsprache 

erhoben, am … 2020 eine neue Vereinbarung betreffend den Bestand der Darlehens-

forderung gemäss Schuldverzeichnis. In dieser Vereinbarung hielten sie fest, dass der 

Schuldsaldo neu und rückwirkend per 31. Dezember 2018 auf Fr. … plafoniert werden 

solle. Die Neuverschuldung pro 2018 vom Stand per 31. Dezember 2017 von Fr. … auf 

Fr. … (d.h. Fr. …) solle dabei ausschliesslich auf den vom Pflichtigen im Jahr 2018 für 

C  bezahlten  Anwaltskosten  in  der  Höhe  von  total  Fr. …  beruhen.  Diese  Plafonierung 

wurde  vom  kantonalen Steueramt  im  Einspracheentscheid  vom  23. Oktober  2020  be-

treffend  das  steuerbare  Vermögen  mittels  Reduktion  um  Fr. …  akzeptiert.  Einkom-

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mensseitig wurden die vom Pflichtigen geltend gemachten Unterstützungsabzüge samt 

zusätzlichen  Versicherungsprämienabzügen  hingegen  sowohl  bei  der  direkten  Bun-

dessteuer  wie  auch  bei  den  Staats-  und  Gemeindesteuern  nach  wie  vor  nicht  akzep-

tiert. 

3. a) Der geschilderte Sachverhalt (E. 2) wirft zunächst die Frage auf, wie mit 

dem  Umstand  zu  verfahren  ist,  dass  der  Pflichtige  und  C  ursprünglich  lediglich  eine 

Bevorschussung  der  Unterstützung  in  Darlehensform  vereinbarten,  wovon  sie  erst 

nach Eröffnung des Veranlagungs- und Einschätzungsentscheids im Juni 2020 mittels 

Unterzeichnung  der  Plafonierungsvereinbarung  Abstand  nahmen.  Fraglich  ist,  ob  der 

Pflichtige  im  Jahr  2018  damit  C  und/oder  ihren  Kindern  überhaupt  unentgeltliche  Un-

terstützungsleistungen  zukommen  liess.  Der  Sinn  und  Zweck  von  Sozialabzügen  be-

steht in erster Linie darin, der verminderten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der die 

Unterstützungsbeiträge 

leistenden  Person  Rechnung  zu 

tragen 

(Richner/Frei/ 

Kaufmann/Meuter,  Art. 35  N 2  DBG  und  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  § 34  N 2 

StG).  Die  wirtschaftliche  Leistungsfähigkeit  des  Unterstützenden  wird  bei  der  blossen 

Darlehensgewährung jedoch gerade nicht gemindert, da ein Darlehensnehmer gemäss 

Art. 312 OR zur Rückzahlung verpflichtet ist. Steuerlich kann eine auf diese Weise er-

brachte  Unterstützungsleistung  deshalb  nicht  zum  Abzug  zugelassen  werden,  da  die 

unterstützte  Person  eine  Gegenleistung  zu  erbringen  hat  und  das  Vorliegen  eines  

effektiven  Mittelabflusses  beim  Unterstützungsgeber  zu  verneinen  ist  (E.  1b/cc).  Der 

soziale  und  altruistische  Aspekt  steht  selbst  bei  einem  zinslos  gewährten  Darlehen 

nicht im Mittelpunkt.  

b)  Einzig  das  Vorliegen  eines  rechtlich  nicht  zu  beanstandenden  Darlehens-

vertrags schliesst die Gewährung des Unterstützungsabzugs jedoch nicht generell aus. 

Analog der Rechtsprechung bei simulierten Aktionärsdarlehen (d.h. Darlehen einer von 

einem Aktionär beherrschten Gesellschaft an den Aktionär; vgl. allgemein BGE 138 II 

57 E. 5.2.2, BGr, 2. März 2021, 2C_872/2020, E. 3, je auch zum Folgenden, mit Hin-

weisen)  sind  Szenarien denkbar,  in  denen trotz Darlehensvertrag eigentlich von  einer 

unentgeltlichen  Unterstützungsleistung  bzw.  einem  eigentlichen  Unterstützungswillen 

des Darlehensgebers auszugehen ist. Dies gilt immer dann, wenn zwei Parteien zwar 

formell  einen  Darlehensvertrag  abschliessen,  ohne  jedoch  zu  beabsichtigen,  den  Be-

trag  jemals  zurückzuzahlen  bzw.  zurückzufordern.  Bei  simulierten  Aktionärsdarlehen 

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gibt es dabei zwei unterschiedliche Arten der Darlehenssimulation. Wenn die Rückzah-

lung des Darlehens von Anfang an (d.h. schon bei der Gewährung) nicht geplant ist, ist 

von einer ursprünglichen Simulation auszugehen. Von einer nachträglichen Simulation 

wird hingegen gesprochen, wenn ein fehlender Rückerstattungswille erst in einem spä-

teren Zeitpunkt angenommen werden kann, weil der Darlehensgeber erst nachträglich 

auf  seine  (bislang  ernsthaft  aufrechterhaltene)  Forderung  gegenüber  der  Schuldnerin 

verzichtet. Gemäss Rechtsprechung muss eine Simulation auf klaren Indizien beruhen. 

Ergibt sich für den Zeitpunkt der Darlehensgewährung noch kein aussagekräftiges Bild, 

so  ist  nicht  von  einer  ursprünglichen  Simulation  auszugehen  und  die  Vorteilszuwen-

dung, um die es dabei in steuerlicher Hinsicht meist geht, ist erst später beim Aktionär 

bzw. Darlehensnehmer als Ertrag zu erfassen. 

c) Trotz formellem Darlehensvertrag wäre nach dem Gesagten deshalb für die 

strittige  Steuerperiode  2018  grundsätzlich  von  einer  unentgeltlichen  Unterstützungs-

leistung bzw. einem tatsächlichen Unterstützungswillen  des Pflichtigen zugunsten von 

C  und  ihren  Kindern  auszugehen,  wenn  von  ihm  zumindest  betreffend  die  Neuver-

schuldung  im  Jahr  2018  (die  als  Unterstützung  deklarierten  Fr. …;  E.  2b)  bereits  ur-

sprünglich eine Rückforderung nicht geplant gewesen wäre. Diesfalls wäre von einem 

ursprünglichen  Unterstützungswillen  bzw.  einer  ursprünglichen  Darlehenssimulation 

auszugehen,  was  eine  der  genannten  Grundvoraussetzungen  für  die  steuerliche  Gel-

tendmachung  des  Unterstützungsabzugs  darstellt  (E. 1b).  Ist  hingegen  betreffend  die 

Neuverschuldung  nicht  von  einer  ursprünglichen  Darlehenssimulation  auszugehen, 

wäre  dem  Pflichtigen  der  Unterstützungsabzug  bereits  mangels  erbrachter  Unterstüt-

zungsleistung  zu  verweigern,  mithin  die  gemäss  Sachverhalt  weitaus  umstritteneren 

Kriterien  der  Unterstützungsbedürftigkeit  und  der  Erwerbsunfähigkeit  nicht  abschlies-

send geprüft werden müssten. 

4.  a)  Im  konkreten  Fall  sprechen  namentlich  zahlreiche  Äusserungen  des 

Pflichtigen  gegen  eine  ursprüngliche  Darlehenssimulation  des  Gesamtdarlehens  oder 

der Neuverschuldung pro 2018. So sprach er etwa in einer E-Mail vom 17. März 2018 

an das Steueramt F unmissverständlich von einer von ihm geleisteten Unterstützung in 

Form  eines  unverzinslichen  Darlehens.  In  seiner  Einsprache  vom  5. Mai  2019  betref-

fend  die  Steuerperiode  2017  hielt  er  sodann  Folgendes  fest:  "Ich  rechne  tatsächlich 

damit, dass ich einen Teil meiner Forderung werde abschreiben müssen, aber  C darf 

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zumindest mit einem kleineren Erbe rechnen, weshalb ich davon ausgehe, mind. 50% 

später  wieder  zu  erhalten".  In  seinem  Schreiben  vom  21.  Mai  2019  als  Reaktion  auf 

den  ihm  vom  kantonalen  Steueramt  zugestellten  ersten  Einschätzungsvorschlag 

(Steuerperiode 2017) führte er aus: "Die Schulden sind rechtlich einwandfrei dokumen-

tiert und theoretisch durchaus eintreibbar. Nur macht es absolut keinen Sinn, eine be-

stehende  Lebens-  und  eine  Rentenversicherung  vorzeitig  aufzulösen".  Erst  nachdem 

ihm  in  einem  weiteren  Einschätzungsvorschlag  vom  7. November  2019  noch  die  ver-

mögensseitige Aufrechnung des Darlehens in Aussicht gestellt worden war, änderte er 

ein  Stück  weit  seine  Meinung  und  machte  nunmehr  mit  Schreiben  vom  10.  und 

29. November 2019 geltend, nicht gewusst zu haben, dass er einen Teil des Darlehens 

als  Unterstützungszahlung  separat  hätte  ausweisen  müssen.  Zudem  rechne  er  nun-

mehr auch nicht mehr damit, je den vollen Darlehensbetrag zurückerstattet zu erhalten, 

zumal sich dieser laufend erhöhe und er deshalb ab 2017 generell bereit sei, auf den 

ihm  zustehenden  Mietkosten-Anteil  zu  verzichten.  Als  letzte  (erfolglose)  Massnahme, 

das kantonale Steueramt betreffend die Steuerperiode 2017 von den ihm mit Veranla-

gungs-  und  Einschätzungsvorschlägen  angekündigten  einkommens-  und  vermögens-

seitigen  Aufrechnungen  abzubringen,  schlossen  er  und  C  sodann  am  …  2020  eine 

Vereinbarung, mit welcher sie nachträglich den Schuldbestand per 31. Dezember 2017 

durch  teilweise  Umwandlung  in  einen  "à-fonds-perdu  Anteil"  um  Fr. …  zu  reduzieren 

versuchten.  Dies  allerdings  nur  unter  der  Suspensivbedingung,  dass  die  Unterstüt-

zungszahlung steuerlich zum Abzug zugelassen werde, die nicht eintrat (vgl. den Ein-

schätzungsentscheid vom 11. Februar 2020; in der Vereinbarung vom … 2020 ist dann 

trotzdem von einer um Fr. … reduzierten Schuld die Rede).  

b)  Ähnlich  äusserte  sich  der  Pflichtige  auch  im  Einschätzungs-  und  Veranla-

gungsverfahren betreffend die Steuerperiode 2018. In der Einsprache vom 6. Juli 2020 

bestätigte  der  nunmehr  anwaltlich  vertretene  Pflichtige  noch  einmal,  dass  die  Unter-

stützungsleistungen bisher als Darlehen aufgefasst und thesauriert worden seien. Aus 

heutiger Sicht erscheine allerdings die volle Einbringlichkeit des Darlehens gefährdeter 

denn je, da das Scheidungsverfahren nach wie vor pendent sei und sich der Ehemann 

von  C  mittlerweile in  M  [Ausland]  niedergelassen  habe  und  nach wie  vor  lediglich  ein 

geringes  Einkommen  erziele.  Deshalb  sei  nachträglich  vereinbart  worden,  die  Forde-

rung  rückwirkend  auf  den  31.  Dezember 2018  zu  plafonieren.  Auch  in  der  Stellung-

nahme  vom  11. Mai  2021  im  Beschwerde-  und Rekursverfahren  bestätigt  der  Pflichti-

ge,  erst  später  – 

im  Verlauf  des  noch  nicht  rechtskräftig  abgeschlossenen 

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Veranlagungs- und Einschätzungsverfahrens – (teilweise) auf die Forderung verzichtet 

zu haben. Zum Zeitpunkt der Einreichung der Steuererklärung 2018 (im Frühjahr 2019) 

sei noch nicht vollständig absehbar gewesen, dass die Einkommensentwicklung von C 

derart negativ verlaufen werde. 

c)  Für  eine  bereits  ursprüngliche  Simulation  der  Neuverschuldung  pro  2018 

spricht  hingegen,  dass  der  Pflichtige  dieses  in  seinen  Steuererklärungen  bzw.  den 

Wertschriften-  und  Guthabenverzeichnissen  der  Jahre  2017  und  2018  lediglich  zum 

Gegenwert  von  einem  "Pro-memoria-Franken"  deklarierte.  In  einer  E-Mail  vom 

25. März  2018  an  das  Gemeindesteueramt  F  sprach  er  zudem  davon,  dass  C  unter 

Berücksichtigung des von ihm gewährten Darlehens überschuldet wäre. Auch die erst 

viel später abgeschlossene Plafonierungsvereinbarung ist als Indiz für eine ursprüngli-

che  Simulation der  Neuverschuldung  pro  2018 zu  werten  (dazu nachfolgend ausführ-

lich E. 5b).  

d) Weder für noch gegen die Annahme einer bereits ursprünglichen Simulati-

on der Neuverschuldung pro 2018 spricht sodann der Umstand, dass der Pflichtige den 

im Schuldenverzeichnis erwähnten Mietanteil über Fr. … nicht als Ertrag deklarierte, da 

ihm  diesbezüglich Art.  41  Abs.  1  DBG  bzw.  § 50 Abs.  1 StG  wegen  der  Unsicherheit 

der Einbringlichkeit eine gewisse Flexibilität betreffend den Besteuerungszeitpunkt ein-

räumt  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 41  N 33  DBG  und  Richner/Frei/Kaufmann/ 

Rohner, § 50 N 28 StG).  

5.  a)  Trotz  gewisser  gegenteiliger  Hinweise  (E.  4c)  lässt  eine  Gesamtwürdi-

gung des Sachverhalts vorliegend einzig den Schluss zu, dass der Pflichtige erst nach 

Ablauf der Steuerperiode 2018 auf eine bislang ernsthaft aufrechterhaltene Forderung 

gegenüber  C  als  Darlehensnehmerin  verzichtete.  Zuvor  äusserte  er  zwar  bisweilen 

Zweifel an deren Werthaltigkeit, es ist jedoch nicht ersichtlich, dass er per massgeben-

dem  Stichdatum  gemäss  Art.  35  Abs.  2  DBG  bzw.  § 34  Abs.  2  StG  (31.  Dezem-

ber 2018)  bereits  ganz  oder  teilweise  auf  seinen  Rückzahlungsanspruch  verzichtet 

hätte  (so  auch  für  die  Steuerperiode  2017).  Er  lässt  vielmehr  mit  seinen  unmissver-

ständlichen Äusserungen keinerlei Zweifel offen, dass er auf der Rückzahlung des ge-

samten Betrags bestanden hätte, wenn C im Zeitraum vor der Unterzeichnung der Pla-

fonierungsvereinbarung  zu  hinreichenden  liquiden  Mitteln  gekommen  wäre.  So 

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brachten denn der Pflichtige und C auch noch in Ziff. 1 der Vereinbarung vom … 2020 

unmissverständlich  zum  Ausdruck,  dass  C  ihm  per  31. Dezember  2018  an  sich  den 

Betrag  von  Fr. …  schulden  würde  (die  Diskrepanz  von  Fr. …  zum  ursprünglichen 

Schuldenverzeichnis vom 31. Dezember 2018 lässt sich trotz Nichteintritt der Suspen-

sivbedingung  auf  die  entsprechende  Vereinbarung  vom  …  2020  zurückführen;  vgl.  

E.  4a).  Daran  ändert  auch  die  Deklaration  des  Darlehens  zu  lediglich  einem  "Pro-

memoria-Franken" in der Steuererklärung nichts (vorne E. 4c), da dies primär aus der 

Motivation  heraus  erfolgt  sein  dürfte,  die  Darlehenssumme  nicht  auch  noch  vermö-

gensseitig  versteuern  zu  müssen.  Die  vollständige  Rückzahlung  oder  auch  bloss  die 

Rückzahlung  der  Neuverschuldung  2018  war  sodann  gemäss  eigener  Sachverhalts-

darstellung  vom  Pflichtigen  auch  nicht  gerade  illusorisch.  Einerseits  erschien  es  da-

mals (und  wohl  auch heute noch,  da  die  Gütertrennung  noch  nicht  abgeschlossen zu 

sein scheint) durchaus vorstellbar, dass C im Rahmen der güterrechtlichen Auseinan-

dersetzung weitaus mehr  als  die  Hälfte  des  auf dem gesperrten  Konto  liegenden  Ge-

winns  aus  dem  Hausverkauf  zugesprochen  erhalten  würde  und  damit  die  Ansprüche 

des  Pflichtigen  ganz  oder  teilweise  befriedigen  könnte.  Andererseits  erwähnte  der 

Pflichtige  in  seinen  Schreiben  eine  Lebens-  und  Rentenversicherung  sowie  eine  An-

wartschaft auf eine Erbschaft. Anzeichen für ein bereits ursprünglich bloss simuliertes 

Darlehen und damit eine echte unentgeltliche Unterstützungsleistung (E. 3b) bestehen 

damit nicht. 

b)  Dem  Gesagten  steht  sodann  auch  die  Rückwirkungsklausel  in  der  am  … 

2020  abgeschlossenen  "Plafonierungsvereinbarung"  nicht  entgegen,  mit  welcher  der 

Pflichtige  und  C  vereinbarten,  die  Darlehensforderung  teilweise  und  mit  Rückwirkung 

per 31. Dezember 2018 auf Fr. … zu beschränken (E. 2c). Die steuerliche Beachtung 

der Rückwirkung hätte zur Folge, dass eine steuerpflichtige Person mittels vertraglicher 

Abmachung  den  Zeitpunkt,  in  welchem  die  Ausgaben  als  angefallen  gelten,  rückwir-

kend  bis  zu  einem  gewissen  Grad  frei  wählen  bzw.  bestimmen  könnte,  was  ihr  nicht 

zusteht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 41 N 11 DBG und Richner/Frei/Kaufmann/ 

Rohner, § 50 N 11a StG). Deshalb ist diesbezüglich jeweils auf objektive Kriterien ab-

zustellen. Allgemein gilt, dass Aufwendungen grundsätzlich zu dem Zeitpunkt als abge-

flossen gelten, in welchem die steuerpflichtige Person zur Zahlung verpflichtet ist (BGr, 

31. Oktober  2017,  2C_456/2017,  E. 3.1;  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  41  N 11 

DBG  und  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner  § 50  N  79  StG).  Dieser  Grundsatz  ist  auch 

bei einem Schuldenerlass massgebend. Für die Bestimmung des Zeitpunkts des Leis-

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tungsflusses  und  damit  der  Verringerung  der  wirtschaftlichen  Leistungsfähigkeit  des 

Pflichtigen  ist  deshalb  der  objektiv  (spätere)  Zeitpunkt  massgebend,  in  welchem  er 

gegenüber C zum Ausdruck brachte, auf einen Teil der Forderung verzichten zu wollen 

(analog BGE 140 II 353 E. 4.4.1 = StE 2014 B 21.1 Nr. 24; BGE 138 II 57 E. 5.2.3, je 

mit  Hinweisen).  Sein Wille,  C  ohne  Einforderung einer  Gegenleistung  unterstützen  zu 

wollen, zeitigte der Pflichtige damit – wenn überhaupt, da Vereinbarungen, die lediglich 

aus  Gründen  der  Steuerersparnis  abgeschlossen  worden  sind,  nur  mit  Zurückhaltung 

anzuerkennen  sind  –  in  jedem  Fall  erst  nach  Abschluss  der  Steuerperiode  2018.  Auf 

die  Erwägungen  betreffend  unentgeltliche  Unterstützungsleistung  pro  2018  (E.  4)  hat 

die am … 2020 abgeschlossene Vereinbarung damit keinen Einfluss.  

c) Im Ergebnis ist deshalb festzuhalten, dass der Pflichtige in der Steuerperio-

de 2018 C keine unentgeltlichen Unterstützungsleistungen zukommen liess, sondern – 

wie  bereits  in  der  Steuerperiode  2017  –  lediglich  die  Lebenshaltungskosten  bevor-

schusste.  Die  im  Quantitativ  erbrachten  und  nachgewiesenen  unentgeltlichen  Unter-

stützungsleistungen  des  Pflichtigen  für  C  belaufen  sich  damit  nicht  auf  den  als  "Neu-

verschuldung  2018"  ausgewiesenen  Betrag  von Fr. …,  sondern  auf  Fr. 0.- (E.  2b).  Er 

hat,  wenn  überhaupt,  was  vorliegend  nicht  abschliessend  geklärt  zu  werden  braucht 

(E.  5b),  die  geltend  gemachten  Unterstützungsleistungen  in  steuerlicher  Hinsicht  ge-

mäss geltendem Stichtagsprinzip (Art. 35 Abs. 2 DBG und § 34 Abs. 2 StG; E. 1b/dd.) 

erst in einer allfälligen nachfolgenden Steuerperiode erbracht. Dass C weitere, nicht im 

Schuldenverzeichnis  aufgeführte  Unterstützungsleistungen  vom  Pflichtigen  bezahlt 

erhielt, ist zudem nicht ersichtlich und auch nicht hinreichend nachgewiesen. Erwähnt, 

jedoch nicht belegt sind zusätzlich lediglich die vom Pflichtigen angeblich übernomme-

nen  Anwalts-  und  Gerichtskosten  (total  Fr. …  wobei  zumindest  der  Anteil  von  Fr.  … 

lediglich als Darlehen pro 2018 bevorschusst wurde; E. 2c) und Umzugskosten (Fr. …). 

Solche zweckgebundenen Zahlungen können jedoch ohnehin nicht als Unterstützungs-

leistungen  qualifiziert  werden,  da  sie  der  Empfängerin  nicht  zur  Bestreitung  ihres  

(minimalen) Lebensunterhalts dienten (RB 1955 Nr. 35; StE 1998 B 22.2 Nr. 14; Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 34 N 56 DBG und Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 34 

N 46 StG).  

d)  Dem  Schuldenverzeichnis  per  31. Dezember  2018  vom  …  2019  kann  im 

Weiteren eindeutig entnommen werden, dass die Neuverschuldung pro 2018 teilweise 

auf Bezüge zurückzuführen ist, die den beiden Kindern von C (D und E) zuzurechnen 

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sind (E. 2b, auch zum Folgenden). C verschuldete sich damit (zusätzlich) beim Pflichti-

gen,  um  neben  ihrem  eigenen  Lebensunterhalt  auch  denjenigen  ihrer  beiden  Kinder 

bestreiten  zu  können.  Diesem  Anteil  der  Neuverschuldung  ist  deshalb  aus  der  Sicht 

des Pflichtigen die Unentgeltlichkeit ebenfalls abzusprechen. Seiner Behauptung in der 

Stellungnahme vom 11. Mai 2021, die Darlehensproblematik beziehe sich ohnehin nur 

auf die Unterstützungsleistungen gegenüber von C kann somit nicht beigepflichtet wer-

den.  Weitere  separate  und/oder  direkte  Zahlungen  vom  Pflichtigen  an  D  und  E  sind 

sodann nicht nachgewiesen und auch aus den Akten nicht ersichtlich.  

6. a) Da der Abzug gemäss Art. 35 Abs. 1 lit. b DBG und § 34 Abs. 1 lit. b StG 

nur gewährt werden kann, wenn die Unterstützungsleistungen pro unterstützte Person 

und pro  Steuerperiode mindestens  der  Höhe  des gesetzlich festgelegten Abzugs  ent-

sprechen (KS Nr. 30, Ziff. 11; so auch BGr, 21. Januar 2019, 2C_686/2018, E. 6.2.3), 

stehen  dem  Pflichtigen  für  die  Steuerperiode  2018  mangels  definitiver  Entreicherung 

und  folglich  mangels  verringerter  wirtschaftlicher  Leistungsfähigkeit  keine  der  geltend 

gemachten  Unterstützungsabzüge  inkl.  Erhöhung  der  Versicherungsabzüge  zu  (allge-

mein  Markus  Reich,  Steuerrecht,  3. A.,  2020,  §  10  N  57).  Das  kantonale  Steueramt 

verweigerte  dem  Pflichtigen  deshalb  zu  Recht  die  drei  geltend  gemachten  Unterstüt-

zungsabzüge  samt  zusätzlichen  Versicherungsprämienabzügen.  Ausgangsgemäss 

nicht näher geprüft zu werden braucht somit, ob C, D und E die zur steuerlichen Gel-

tendmachung ebenfalls zu erfüllenden Kriterien der Erwerbsunfähigkeit und Unterstüt-

zungsbedürftigkeit  einzeln  erfüllen.  Ebenfalls  nicht  beantwortet  zu  werden  braucht  die 

Frage,  ob  die  am  …  2020  abgeschlossene  "Plafonierungsvereinbarung"  einen  Sach-

verhalt  darstellt,  den  es  namentlich  bei  C  auch  noch  einkommens-  oder  schenkungs-

steuerrechtlich aufzuarbeiten gilt (allgemein dazu BGr, 7. Oktober 2020, 2C_346/2020, 

E. 3.5.3;  BGr,  1. April  2009  =  StE 2009  B 28  Nr.  8;  VGr  ZH,  23. August  2006,  ZStP 

2007,  150).  Im  Ergebnis  sind  die  Einspracheentscheide  deshalb  einkommensseitig 

nicht zu beanstanden.  

b) Den frühestens nach Abschluss der Steuerperiode 2018 erfolgten Mittelab-

fluss  hätte  das  kantonale  Steueramt  im  Weiteren  beim  Pflichtigen  auch  nicht  vermö-

gensseitig berücksichtigen dürfen, da die Plafonierungsvereinbarung gemäss den vor-

angehenden Erwägungen (E. 5b) auch diesbezüglich nicht von Relevanz sein kann. An 

der  Werthaltigkeit  der  Darlehensforderung  bestanden  per  31. Dezember  2018  noch 

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keine  hinreichend  nachgewiesenen  Zweifel  (E.  4a).  Das  kantonale  Steueramt  hätte 

konsequenterweise  von  der  teilweisen  Gutheissung  der  Einsprache  betreffend  die 

Staats-  und  Gemeindesteuern  absehen  müssen,  mit  welcher  es  das  steuerbare  Ver-

mögen von Fr. … auf Fr. … reduzierte. Da das Steuerrekursgericht an die Anträge der 

Parteien nicht gebunden ist, wäre deshalb der Einspracheentscheid insoweit von Am-

tes wegen zu korrigieren bzw. rückgängig zu machen und dementsprechend eine Hö-

hertaxation  vorzunehmen.  Davon  ist  jedoch  aus  verfahrensökonomischen  Gründen 

wegen Geringfügigkeit abzusehen.  

7. Nach alledem sind Beschwerde und Rekurs abzuweisen. Ausgangsgemäss 

sind  die  Kosten  des  vorliegenden  Verfahrens  dem  Pflichtigen  aufzuerlegen  (Art. 144 

Abs. 1 DBG; § 151 Abs. 1 StG) und entfällt die Zusprechung einer Parteientschädigung 

(Art. 144  Abs. 4  DBG  i.V.m.  Art. 64  Abs. 1 - 3  des  Bundesgesetzes  über  das  Verwal-

tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 sowie § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Ver-

waltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/6. September 1997).  

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…] 

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