# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bbd85bd-3304-527b-90a1-e171c1cb9dda
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 31.10.2008 S 2008 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2008-119_2008-10-31.pdf

## Full Text

S 08 119

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 31. Oktober 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. … (geb. 1967) ist verheiratet und Mutter dreier Kinder. Im August 1980 

unterzog sie sich aufgrund ihrer Rückenprobleme einer Harrington-

Spondylodese Th3 bis L1. Im April 1996 erfolgte die Entfernung des 

Harrington-Stabes. Zu weiteren Rückenoperationen kam es seither nicht 

mehr. Im Jahre 1981 traten Fussbeschwerden rechts auf, welche sich zu einer 

Supinationsfehlstellung und einer Zehenkontraktur und alsdann zu einem 

prominenten Hohlfuss entwickelten. In der Zeit von 1982 bis 1991 sowie im 

September 2002 und im Mai 2003 erfolgten operative Eingriffe am Fuss. Seit 

den 80er Jahren bezog die Versicherte verschiedene Leistungen der IV, 

insbesondere Hilfsmittel. Mit Verfügung vom 7. August 1997 wurde ihr 

aufgrund eines IV-Grades von 80% ab dem 1. April 1996 eine ganze IV-Rente 

zugesprochen. Ihre Erwerbstätigkeit wurde auf 29 Stunden oder 69.05% (50% 

als Sekretärin und 1 Tag pro Woche Büroarbeit im Betrieb des Ehemannes) 

festgelegt, was einen Teil-IV-Grad im Erwerbsbereich von 69.05% ergab. Als 

Erwerbstätige sei sie zu 34.6% eingeschränkt, was für den Haushalt einen 

Teil-IV-Grad von 10.7% und einen totalen IV-Grad von 79.75% ergebe. 

2. a) Im Jahre 2000 wurde anlässlich einer erneuten Revision ein Arztbericht von 

Dr. … eingeholt (Bericht vom 18. April 2000). Dieser beurteilte den 

Gesundheitszustand als stationär. Die Versicherte sei als 

Schwesternhilfe/Telefonistin ab dem 1. April 1995 bis lebenslang zu 100% 

arbeitsunfähig. Im Sinne von Hilfsmitteln benötige sie auf Mass abgeänderte 

Konfektionsschuhe mit guter Einlageversorgung. Anamnestisch hielt Dr. … 

einen Status nach Harrington-Spondylodese Th3 bis L1 1980 wegen 

idiopatischer Skoliose, Status nach Entfernung des Harrington-Stabes 1986, 

sowie einen neurogenen Klumpfuss rechts bei Status nach vier 

Fussoperationen rechts 1982 bis 1992 fest. Wegen der deutlich 

eingeschränkten Wirbelsäulenbeweglichkeit komme es immer wieder zu sehr 

schmerzhaften Rückenmuskelverspannungen, weswegen die Patientin auch 

den Haushalt nur unter Mithilfe und Unterstützung durch den Ehemann 

machen könne. Zudem habe sich der neurogene Klumpfuss rechts 

verschlechtert, das Gehen ohne Schuhe sei für die Patientin nur knapp 

möglich und das Abrollen auf der Treppe über den Vorfuss und der 

Zehenspitzengang seien nicht mehr möglich. Sie trage auf Mass abgeänderte 

Konfektionsschuhe, zudem sei eine gute Einlagenversorgung notwendig. Für 

Tätigkeiten, welche ein längeres Stehen und Gehen erfordern, brauche sie 

eine Haushalthilfe. 

Neben dem Arztbericht wurde auch eine Haushaltabklärung durchgeführt (vgl. 

Bericht vom 4. Dezember 2000). Darin wurde festgehalten, dass die 

Versicherte angegeben habe, sie würde im Gesundheitsfall pro Monat 32 

Stunden als Aushilfstelefonistin und 20 Stunden pro Monat als Bürohilfe im 

Geschäft des Ehemanns arbeiten. Die Erwerbstätigkeit wurde folglich auf 13 

Stunden oder 30.95% festgelegt. Die Einschränkung im Erwerbsbereich 

betrage 100%, womit sich ein Teil-IV-Grad im Erwerbsbereich von 30.95% 

ergebe. Der Haushaltbereich wurde auf 29 Stunden pro Woche oder 69.05% 

festgelegt. Im Haushalt sei sie zu 57% eingeschränkt, was in diesem Bereich 

einen Teil-IV-Grad von 39.35% ergebe. Der Gesamt-IV-Grad betrage 70.3%. 

b) Mit Schreiben vom 28. Februar 2001 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, 

dass die Überprüfung des IV-Grades keine rentenbeeinflussende Änderung 

ergeben habe, weshalb sie weiterhin Anspruch auf eine IV-Rente aufgrund 

des bisherigen IV-Grades habe. 

3. a) Auf Anfrage wurde der Rentenanstalt von der IV-Stelle am 25. September 

2003 mitgeteilt, dass die Versicherte ab dem 1. April 1996 zu 80% 

erwerbsunfähig eingestuft werde. Die nächste Revision sei auf den 29. 

Februar 2004 festgesetzt worden. Die Revision wurde dann aber erst im Jahre 

2006 durchgeführt. Es wurde ein Arztbericht von Allgemeinmediziner Dr. … 

eingeholt. Er stellte am 8. Mai 2006 die bekannten Diagnosen. Der 

Gesundheitszustand sei stationär. Es habe sich im Verlaufe der letzten Jahre 

daran nichts verändert. Er sei über die bestehende Rente bis anhin nicht 

informiert gewesen und stelle fest, dass die Versicherte die Erziehung ihrer 

drei Kinder ohne viel externe Hilfe durchführe. Sie beklage sich über 

rezidivierende Schmerzen im Rücken. Bei Status nach Klumpfussoperation 

rechts seien gemäss Angaben der …-Klinik die Schmerzen im Moment 

verschwunden. Auch bei Allgemeinmediziner Dr. … wurde erneut ein 

Arztbericht eingeholt. Er stellte am 20. Juni 2006 ebenfalls die bekannten 

Diagnosen und betrachtete die Versicherte seit dem 1. April 1995 bis 

lebenslang zu 100% arbeitsunfähig in der bisherigen Tätigkeit. Der 

Gesundheitszustand sei stationär. Wegen der deutlich eingeschränkten 

Wirbelsäulenbeweglichkeit komme es immer wieder zu sehr schmerzhaften 

Rückenmuskelverspannungen, weswegen die Versicherte gewisse 

Haushaltsarbeiten nicht mehr ausführen könne. Sie werde dabei durch ihren 

Ehemann oder durch die Anstellung einer Haushaltshilfe unterstützt. Sie 

könne keine Böden und Fenster mehr putzen und insbesondere keine 

grösseren Gewichte tragen. Zudem habe sich der neurogene Klumpfuss auf 

der rechten Seite verschlechtert, sodass die Versicherte nur noch mit 

Spezialschuhen gehen könne. Zusätzlich sei eine gute Einlagenversorgung 

notwendig. Wegen der Behinderung sei es ihr nicht möglich, Arbeiten 

auszuführen, welche längeres Sitzen, Stehen oder Gehen notwendig 

machten. 

Ebenfalls wurde erneut eine Haushaltabklärung durchgeführt. Dieser ist zu 

entnehmen, dass die Versicherte angegeben habe, weiterhin an starken 

Beschwerden im rechten Fuss zu leiden. Sie könne nur mit Spezialschuhen 

laufen, nicht barfuss. Trotz mehrfacher Operationen habe sie nicht weniger 

Schmerzen am Fuss. Mit den Operationen habe man die Stellung des 

Klumpfusses anpassen wollen und u.a. einige Zehen versteift. Die letzte OP 

habe vor ca. 5 Jahren stattgefunden. Sie könne heute nur noch kurze 

Strecken laufen. Wegen Druckstellen gehe sie alle drei Wochen zur Pedicure. 

Sie habe durch den Klumpfuss unterdessen natürlich auch eine Fehlhaltung 

entwickelt und deshalb sehr oft Rückenschmerzen. Sie sei bereits als 

Jugendliche wegen der Skoliose operiert worden. Aufgrund der 

Rückenschmerzen könne sie nicht lange sitzen und stehen und müsse immer 

wieder eine neue Position einnehmen. Sie sei heute in den Aufgaben als 

Mutter und Hausfrau in sehr vielen Bereichen auf Unterstützung von 

Drittpersonen angewiesen. Die Kinder seien schon recht selbständig und 

hälfen zu Hause freiwillig. Bei guter Gesundheit arbeitete sie auf jeden Fall 

noch ausser Haus. Ihr Mann führe ein eigenes Gipsergeschäft und habe dies 

in den letzten Jahren kontinuierlich vergrössern können. Er habe nun eine 

Sekretärin anstellen müssen und diese arbeite zu 50%. Im Gesundheitsfall 

hätte sie diese Aufgabe selber übernommen. Das Geschäft des Mannes 

befinde sich im selben Haus wie die Familienwohnung und die Arbeit würde 

sich daher gut mit der Betreuung der Kinder verbinden lassen. Die letzte 

Erwerbstätigkeit habe sie 1993 aus familiären Gründen aufgegeben. Bei der 

letzten Abklärung habe das Geschäft nur drei statt heute zehn Mitarbeitende 

plus den Ehemann und sein Geschäftspartner gezählt. Damals habe die 

Büroarbeit rund 20 Stunden pro Monat ausgemacht, heute 50% oder 4 

Stunden pro Tag. Würde die Versicherte im Betrieb des Mannes arbeiten, 

wäre die Sekretärin nicht eingestellt worden.

Die Abklärung ergab eine Einschränkung von 41.3% im Haushalt. Nach 

Ansicht der Abklärungsperson hat sich die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

als Hausfrau grundsätzlich nicht wesentlich verändert. Wegen der geänderten 

Qualifikation hätten jedoch neu bei der Festlegung der Einschränkungen die 

Mithilfe der Familienmitglieder im Rahmen der Schadensminderungspflicht 

berücksichtigt werden müssen. Die Versicherte gebe glaubhaft an, bei guter 

Gesundheit ihren Mann in seiner Firma zu unterstützen (Sekretärinnenstelle 

zu 50%).

b) Am 22. Januar 2007 liess der Treuhänder des Ehemannes mitteilen, dass die 

Versicherte bei guter Gesundheit in einem gewissen Umfang arbeitstätig sein 

könnte. Nicht zutreffend sei jedoch, dass sie anstelle der jetzigen 

Mitarbeiterin, welche ein 40%-Pensum absolviere, arbeiten könnte. Dazu sei 

eine kaufmännische Ausbildung notwendig (Finanzbuchhaltung, 

Personaladministration inkl. Lohnwesen und Abrechnung der 

Sozialleistungen sei ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit). Da es sich 

heute um eine Teilzeitstelle handle, wäre auch aus praktischen Gründen die 

Arbeit nicht auf zwei Personen aufteilbar.

c) Am 28. August 2007 teilte die … GmbH der IV-Stelle noch mit, dass die 

Sekretärin pro Monat ca. 35 Stunden zu einem Stundenlohn von Fr. 32.-- 

arbeite.

d) Am 28. August 2007 erstattete die Klinik … Bericht über eine in Auftrag 

gegebene bidisziplinäre (rheumatologisch-orthopädische, neurologische und 

internistische) Begutachtung der Versicherten. Die Versicherte zeige in der 

aktuellen Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit 

eine im Wesentlichen als nicht zuverlässig zu beurteilende 

Leistungsbereitschaft bei deutlicher Selbstlimitierung und schlechter 

Konsistenz bei den Tests. Anhand der Tests wäre ihr aus ergonomischer Sicht 

eine leichte wechselbelastende Arbeit mindestens halbtags zumutbar. Auch 

die Haushaltsarbeit, die als leichte wechselbelastende Arbeit klassifiziert 

werde, wäre ihr mindestens halbtags möglich. Die Beurteilung gemäss 

Verfügung vom 7. August 1997 habe auf subjektiven Angaben basiert und 

keine objektivierbaren Funktionstests beinhaltet. Insgesamt könne davon 

ausgegangen werden, dass sich der Zustand der Wirbelsäule (WS) und damit 

auch die Belastbarkeit subjektiv klinisch im Untersuchungsbefund, 

konventionell radiologisch und in der Evaluation der arbeitsbezogenen 

funktionellen Leistungsfähigkeit stabilisiert habe. Gewisse Aussagen seien 

nicht nachvollziehbar, bezüglich der Belastbarkeit der WS mit den intensiven 

Hilfeleistungen von zusammengerechnet etwa 18 Stunden pro Woche. 

Aufgrund der aktuellen Datenlage könne davon ausgegangen werden, dass 

sich der Gesundheitszustand seitens der WS stabilisiert und damit verbessert 

habe. Durch die Gesamtsituation des rechten Fusses bei Zustand nach 

multiplen korrigierenden Eingriffen mit ungenügendem Effekt sei die 

Belastbarkeit deutlich reduziert (es sei vor allem der schmerzhafte dystrophe 

rechte Fuss, der sich auf die Arbeitsfähigkeit ungünstig auswirke). Somit seien 

stehende und gehende Tätigkeiten nur selten (1-5% eines normalen 8 

Stunden-Arbeitstages) zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit sei aus medizinischer 

Sicht im angestammten Beruf (als Hausfrau) mindestens halbtags zumutbar. 

Eine Tätigkeit als Telefonistin wäre ebenfalls halbtags möglich. Aufgrund der 

aktuellen Stabilisation im Bereich der WS sei ihr diese Tätigkeit mit 

Kopfmikrofon und entsprechender guter ergonomischer Bestuhlung 

zumutbar. Die medizinisch begründbare Arbeitsunfähigkeit sei ab 1987 als 

gegeben zu beurteilen. Sie habe sofort ein grosses Mass an 

Arbeitsunfähigkeit eingenommen. Man könne aber davon ausgehen, dass 

sich wegen der guten Stabilisation der WS-Situation eine Arbeitsunfähigkeit 

von deutlich unter 50% eingestellt habe. Der Versicherten seien mindestens 

4 ½ Stunden pro Tag in einer adaptierte Tätigkeit zumutbar, ausser 

Funktionen mit Stehen und Gehen (diese nur selten 1 - 5% eines normalen 8 

Stunden-Arbeitstages). Dabei bestehe keine verminderte Leistungsfähigkeit. 

Aus Sicht des Gutachters sei die Versicherte aktuell primär Hausfrau und 

Mutter. Die in Diskussion gebrachte kaufmännische Tätigkeit im Betrieb des 

Gatten sei ihr gemäss Aussagen des Treuhänders aus fachlichen Gründen 

nicht zumutbar. Somit entfielen gezielte Fragen in diesem Zusammenhang.

e) Dr. …, Klinik …, bestätigte am 5. September 2007, dass sich die weiteren 

Operationen in der …-Klinik (Berichte vom 25. September 2002 und 14. Mai 

2005) nicht auf die gesamte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auswirkten. Auch 

das Schreiben der … GmbH vom 28. August 2007 sei nicht relevant, könne 

doch gemäss Schreiben des Treuhänders die Versicherte diese Tätigkeit 

aufgrund ihrer beruflichen Ausbildung gar nicht ausüben.

4. Am 21. Januar 2008 stellte die IV-Stelle mittels Vorbescheids die Aufhebung 

der Rente in Aussicht. Gemäss Abklärungsbericht Haushalt wäre die 

Versicherte zurzeit zu 50% im Geschäft des Ehemannes tätig, welcher dann 

keine Sekretärin hätte einstellen müssen. Dafür würde sie aber eine 

kaufmännische Ausbildung benötigen, weswegen sie diese Tätigkeit nicht 

ausführen könnte. Zudem habe die Sekretärin ein 40%-Pensum inne. Der 

Validenlohn sei deshalb aufgrund der LSE-Tabellen, Anforderungsniveau 4, 

Frauen, 40%, festgelegt worden. Sie könnte halbtags 4 ½ Stunden adaptiert 

leicht und wechselbelastend arbeiten. Dabei könnte sie ein jährliches 

Erwerbseinkommen von CHF 20'062.00 erzielen. Die Einschränkung im 

Haushalt betrage 41.3%, der Haushaltsanteil betrage 60%, was einen Teil-IV-

Grad von 25% im Haushalt ergebe. Der Erwerbsanteil betrage 40%, was 

einen Teil-IV-Grad von 0% und einen totalen IV-Grad von 25% ergebe.

5. Am 22. Februar 2008 wurde seitens der IV im Sinne einer vorsorglichen 

Massnahme die sofortige Einstellung der Rente verfügt.

6. Am 27. März 2008 liess die Versicherte Einwand erheben und beantragte die 

Aufhebung der Zwischenverfügung vom 22. Februar 2008 und die 

Zusprechung einer ganzen IV-Rente. 

7. Am 5. März 2008 bestätigte Dr. …, es bestehe aufgrund der medizinisch 

dokumentierten Behinderungen am Rücken und am rechten Fuss weiterhin 

eine 100%-ige Erwerbsunfähigkeit. Auch eine wechselnd belastende Tätigkeit 

ohne körperliche Anstrengung sei ihr nicht mehr zumutbar und sie sei in den 

Haushaltsarbeiten erheblich eingeschränkt.

8. Am 7. Juli 2008 verfügte die IV-Stelle, dass bei einem IV-Grad von 25% kein 

Rentenanspruch mehr bestehe. Revisionsgrund bilde auch die erhebliche 

Änderung der wirtschaftlichen Auswirkungen des unverändert gebliebenen 

Gesundheitszustandes. Auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche 

nicht Gegenstand richterlicher Beurteilung gebildet habe, könne 

zurückgekommen werden, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweise 

und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei. Aufgrund des 

Abklärungsberichtes Haushalt vom 15. November 2006 stehe fest, dass eine 

wesentliche Veränderung der tatsächlichen Situation bezüglich der im 

Gesundheitsfall ausgeübten Erwerbstätigkeit vorliege. Sie könnte heute einer 

Erwerbstätigkeit von rund 40% nachgehen. Am 28. Februar 2001 wäre sie nur 

zu rund 30% erwerbstätig gewesen. Auch der Gesundheitszustand habe sich 

wesentlich verändert (Gutachten …, S. 31, Verbesserung Wirbelsäule, 

Verschlechterung des Fusses). Auch Dr. … habe dies am 26. September 

2007 festgestellt. Man wolle der Versicherten ihre Rente nicht wegnehmen. 

Man habe nur eine korrekte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gewollt. Die 

pauschal gehaltenen Arztberichte von Hausarzt Dr. … vermöchten das 

Gutachten … nicht zu erschüttern. Was die Versicherte heute im 

Gesundheitsfall arbeiten würde, könne vorliegend nicht beantwortet werden. 

Sie habe 1993 die Erwerbstätigkeit aufgegeben und seither nicht mehr 

gearbeitet. Als Sekretärin im Betrieb des Mannes könnte sie nicht arbeiten, 

da dafür eine kaufmännische Ausbildung notwendig wäre. Somit habe man 

zu Recht auf die LSE-Tabellenlöhne abgestellt. 

9. Dagegen liess die Versicherte am 3. September 2008 frist- und formgerecht 

Beschwerde erheben und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 7. 

Juli 2008 und die Verpflichtung der IV-Stelle, ab 1. März 2008 weiterhin eine 

ganze IV-Rente auszurichten. Der Gesundheitszustand der Versicherten 

habe sich seit Februar 2001 nicht verändert. In den Jahren 1996 und 2000 sei 

sie eingehend überprüft und ihr jedes Mal eine 100%-ige Erwerbsunfähigkeit 

attestiert worden. Aus der aktuellen Haushaltsabklärung vom 30. Oktober 

2006 ergebe sich, dass die Versicherte im Gesundheitsfall zu 50% 

erwerbstätig wäre. Trotzdem gehe die IV-Stelle nur von einer 40%-igen 

Erwerbstätigkeit aus, weil die in der Firma des Mannes angestellte Sekretärin 

nur soviel arbeite. Einer mitarbeitenden Ehefrau fielen aber weit mehr 

Aufgaben zu als einer angestellten Sekretärin. Eine solche könne aus 

Kostengründen nur während wenigen Stunden pro Tag angestellt werden. Die 

mitarbeitende Ehefrau könne ausserhalb der Bürozeiten für Arbeiten 

herangezogen werden. Diese Aufgaben müsse der Ehemann heute selbst 

erledigen. Der Umfang von 50% sei nicht zu hinterfragen, weil die Firma 

gewachsen und die Kinder älter geworden seien und weniger Betreuung 

brauchten. Dem habe man ja auch in der Haushaltsabklärung Rechnung 

getragen. Der Brief des Treuhänders vom 22. Januar 2007 sei unbeachtlich. 

Aus der Haushaltsabklärung von 2006 ergebe sich, dass die Versicherte die 

Ausbildung an der Sekretariatsschule angefangen, diese jedoch aus 

gesundheitlichen Gründen abgebrochen habe. Sie hätte somit mit hoher 

Wahrscheinlichkeit diese Ausbildung abgeschlossen und wäre heute in der 

Lage, die anfallenden Arbeiten zu erledigen. Unter Berücksichtigung der 

nachgewiesenen Erwerbsquote von 50% ergebe sich bei einer 

Einschränkung im erwerblichen Bereich von 100% ein Teil-IV-Grad im 

Erwerbsbereich von 50% und im Haushalt bei einer Einschränkung von 41.3% 

ein Teil-IV-Grad von 20.65%, insgesamt ein IV-Grad von 70.65%, womit die 

Revision nicht zulässig sei.

10. Am 16. September 2008 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 

Beschwerde. Aufgrund des Abklärungsberichtes Haushalt vom Jahre 2006 

und der Auskunft des Treuhänders vom Januar 2007 stehe fest, dass die 

Versicherte heute rund 40% arbeiten würde. Dies sei im 

Vorbescheidverfahren nicht bestritten gewesen. Es dränge sich der Verdacht 

auf, dass jetzt Überlegungen versicherungsrechtlicher Natur diesen 

Sinneswandel bewirkten. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die 

Verfügung der IV-Stelle vom 7. Juli 2008. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-

Stelle zu Recht eine Revision durchgeführt und den Rentenanspruch verneint 

hat. 

2. a) Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 

(IVG; SR 831.20) hat die Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 

sie mindestens zu 70%, auf eine drei Viertelrente, wenn sie mindestens 60%, 

auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens 50% und auf eine Viertelrente, 

falls sie mindestens 40% invalid ist. Bei Erwerbs- und Berufstätigen errechnet 

sich der Invaliditätsgrad nach der Methode des Einkommensvergleichs vor 

und nach der Behinderung (Art. 28a Abs. 1 IVG sowie Art. 16 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]). Bei Nichterwerbstätigen oder noch in Ausbildung 

stehenden Versicherten stellen Art. 28a Abs. 2 IVG sowie Art. 27 Abs. 1 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) darauf ab, in 

welchem Ausmass diese Personen eingeschränkt sind, sich im bisherigen 

Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich). Bei Versicherten, die 

teils erwerbstätig und teils im Haushalt tätig sind, kommt die sog. gemischte 

Methode zur Anwendung (Art. 28a Abs. 3 IVG), wobei die Behinderung im 

Erwerbsbereich nach der Einkommensvergleichsmethode und die 

Einschränkung im Haushalt nach dem Betätigungsvergleich zu erfolgen hat, 

was zusammen (je nach Gewichtung) den IV-Grad ergibt.

b) Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen oder auf 

Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder 

aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers oder einer 

Rentenbezügerin erheblich ändert. Vorausgesetzt wird somit, dass sich 

bestimmte anspruchsbegründende Tatsachen geändert haben. Diese 

Änderung kann den Gesundheitszustand, die medizinisch-theoretische 

Arbeitsfähigkeit, das massgebende Vergleichseinkommen (Validen- und 

Invalideneinkommen) oder die Methode der Invaliditätsbemessung betreffen 

(Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 17 Rz. 7 ff.). 

3. a) Vorliegend richtete die IV-Stelle der Versicherten auf der Basis eines 

Invaliditätsgrades von 80% ab 1. April 1996 bzw. 70.3% ab 28. Februar 2001 

eine ganze Rente aus. Nach der letzten Rentenüberprüfung im Jahre 2001 

sah sich die IV-Stelle am 16. März 2006 zur Durchführung einer 

Rentenrevision veranlasst. Anlässlich dieser Überprüfung wurden 

rentenbeeinflussende Veränderungen festgestellt, weshalb eine 

Neuberechnung der Rentenleistung durchgeführt wurde. Die 

Beschwerdeführerin ihrerseits bestreitet in erster Linie eine Veränderung in 

gesundheitlicher Hinsicht und verneint infolgedessen die Zulässigkeit einer 

Revision. 

b) Nicht in Abrede gestellt wird, dass der 28. Februar 2001 (Datum der letzten 

Rentenrevision) der zeitliche Referenzpunkt ist. Damals stützte sich die IV-

Stelle zur Weiterausrichtung der ganzen IV-Rente insbesondere auf den 

Bericht von Dr. … vom 18. April 2000 ab. Dieser hatte die Versicherte zu einer 

Konsultation vorgeladen und die bekannten Diagnosen gestellt. Er erstellte 

einen Lokalstatus und befragte die Versicherte. Mit anderen Worten hat Dr. 

… die Versicherte nur äusserlich und ohne Zuhilfenahme bildgebender 

Verfahren untersucht und sie zudem befragt, d.h. auf ihre subjektiven 

Angaben abgestellt. Funktionstests oder andere weitergehende 

Untersuchungen, wie sie von der Klinik … durchgeführt worden sind, wurden 

vom Allgemeinmediziner Dr. … nicht vorgenommen. Wenn die Versicherte in 

ihrer Beschwerdeschrift ausführt, ihr Gesundheitszustand sei anlässlich der 

Referenz-Rentenrevision vom Jahre 2001 eingehend überprüft worden, kann 

ihr deshalb nicht gefolgt werden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die 

medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit seit der Zusprechung der Rente im 

Jahre 1997 anlässlich der Revision im Jahre 2006 bzw. 2007 zum ersten Mal 

eingehend abgeklärt worden ist. Da seitens der Klinik … eine 50%-ige 

Arbeitsfähigkeit in der Funktion als Hausfrau sowie in einer adaptierten 

Tätigkeit (auch sitzend) attestiert wurde und sich gemäss Klinikbericht der 

Gesundheitszustand der Versicherten seit 1997, sicher aber seit 2001, in 

Bezug auf die WS nicht verändert hat, ist davon auszugehen, dass die 50%-

ige Arbeitsfähigkeit schon im Jahre 2001 bestanden hat. Auf die Verfügung 

vom 28. Februar 2001 konnte die IV-Stelle demnach zurückkommen, auch 

wenn kein Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG gegeben war. Die seinerzeitige 

Rentenzusprechung war zweifellos unrichtig. Es war deshalb grundsätzlich 

rechtens, auf die Rente mit Wirkung ex nunc in analoger Anwendung von Art. 

88bis Abs. 2 lit. a IVV zurückzukommen. 

4. a) Betreffend die Festsetzung des Invalideneinkommens bestreitet die 

Beschwerdeführerin die von der IV-Stelle ermittelte Arbeitsfähigkeit von 50%. 

Ihrer Auffassung gemäss hat sich der Gesundheitszustand seit der letzten 

Revision vom 28. Februar 2001, anlässlich welcher eine 100%-ige 

Erwerbsunfähigkeit attestiert wurde, nicht verändert. 

b) Um das Invalideneinkommen ermitteln zu können, sind Verwaltung und 

Gericht darauf angewiesen, dass ärztliche Fachleute den 

Gesundheitszustand der versicherten Person beurteilen und dazu Stellung 

nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten sie 

arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist dabei entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, 

in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet, und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352). Im 

vorliegenden Fall hat die IV-Stelle umfassende Abklärungen veranlasst, 

namentlich wurde ein umfassender Bericht von Dr. … von der Klinik … 

eingeholt. Dabei gelangte Dr. … zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit im 

angestammten Beruf als Hausfrau mindestens halbtags zumutbar sei. Für 

eine Tätigkeit als Telefonistin könne ebenfalls davon ausgegangen werden, 

dass diese Arbeit der Versicherten halbtags zumutbar sei, da es sich dabei 

vor allem um eine sitzende Tätigkeit handle. Die Beschwerdeführerin bringt 

nichts vor, was die konsistenten und kohärenten Feststellungen der Klinik … 

erschüttern würde. Dem Bericht von Dr. … vom 5. März 2008 ist zu 

entnehmen, dass bei der Versicherten aufgrund der medizinisch 

dokumentierten Behinderung am Rücken und am rechten Fuss weiterhin eine 

100%-ige Invalidität und Erwerbsunfähigkeit bestehe. Begründend wurde 

dazu lediglich angegeben, dass die Versicherte erhebliche Einschränkungen 

von Seiten des operierten Rückens und wegen des mehrfach operierten 

rechten Fusses hinnehmen müsse. Auch eine wechselnd belastende Tätigkeit 

ohne körperliche Anstrengung erachtete Dr. …, ohne Angabe einer 

Begründung, für die Versicherte als nicht zumutbar. Mit anderen Worten 

attestierte Dr. … der Beschwerdeführerin am 5. März 2008 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit, basierend auf den unzureichenden Abklärungen vom 

Jahre 2001. Gestützt auf den Bericht von Dr. … ist deshalb mit der Vorinstanz 

davon auszugehen, dass die Versicherte in adaptierter Tätigkeit zu 50% 

arbeitsfähig ist. 

5. a) Betreffend das Valideneinkommen bringt die Beschwerdeführerin zunächst 

vor, sie würde ohne Behinderung zu 50% als Sekretärin im Betrieb ihres 

Ehemannes arbeiten, dies werde in der Haushaltsabklärung bestätigt. 

Demgegenüber stellte die IV-Stelle darauf ab, dass die tatsächlich angestellte 

Sekretärin im Geschäft des Ehemannes lediglich in einem 40% Pensum 

arbeite und ging für die Festsetzung des Valideneinkommens der 

Versicherten daher von einer 40%-igen Erwerbstätigkeit aus. Den 

eingereichten Akten ist zu entnehmen, dass die Versicherte bereits anlässlich 

der Haushaltsabklärung vom 30. Oktober 2006 angab, dass sie bei gutem 

Gesundheitszustand zu 50% als Sekretärin im Betrieb des Ehegatten arbeiten 

würde. Diese Angabe stellte die erste diesbezügliche Aussage der 

Versicherten dar. Damit zielt der durch die IV-Stelle gemachte Vorwurf der 

Selbstbegünstigung ins Leere. 

b) Zur Bestimmung des Valideneinkommens stellte die IV-Stelle auf die 

Tabellenlöhne (TA 1 der LSE 2006, Anforderungsniveau 4) ab. Die 

Versicherte machte allerdings geltend, sie könnte als Sekretärin arbeiten, 

wenn sie nicht, wie sie anlässlich der Haushaltsabklärung vom Jahre 2006 

angegeben habe, die angefangene Ausbildung an der Sekretariatsschule aus 

gesundheitlichen Gründen abgebrochen hätte. Damit beruft sie sich 

sinngemäss auf Art. 26 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung 

(IVV; SR 831.201), welche folgendermassen lautet: Konnte der Versicherte 

wegen der Invalidität eine begonnene berufliche Ausbildung nicht 

abschliessen, so entspricht das Erwerbseinkommen, das er als Nichtinvalider 

erzielen könnte, dem durchschnittlichen Einkommen eines Erwerbstätigen im 

Beruf, für den die Ausbildung begonnen wurde. Gemäss Rz. 3039 ff. des 

Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung 

(KSIH) vom 1. Januar 2008 fallen unter diese Bestimmung Versicherte, 

welche ohne Behinderung eine Berufsausbildung beginnen, diese jedoch 

infolge dazwischentretender Invalidität nicht abschliessen können, oder aber 

solche, welche die Ausbildung abschliessen, den erlernten Beruf jedoch 

wegen der Invalidität nicht ausüben können. Ebenso gehören dazu 

versicherte Personen, die wegen der Invalidität in Bezug auf die ursprünglich 

begonnene oder beabsichtigte Ausbildung eine weniger qualifizierte 

Ausbildung aufnehmen mussten. Unter der beabsichtigten Ausbildung ist die 

Situation zu verstehen, in der eine junge Person feststehende 

Ausbildungspläne hat, kurz vor dieser Ausbildung jedoch invalid wird.

Im Gegensatz dazu regelt Abs. 1 von Art. 26 IVV den Fall, dass die 

Versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden beruflichen 

Kenntnisse erwerben konnte. Alsdann wird das Valideneinkommen nach den 

altersabgestuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes 

gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik erhoben. 

Mit anderen Worten gilt es bei Geburts- und Frühinvaliden, d.h. Versicherten, 

die seit ihrer Geburt oder Kindheit einen Gesundheitsschaden aufweisen und 

deshalb keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten, nicht 

die Tabellenlöhne, sondern den Medianwert heranzuziehen. Dies gilt für all 

jene Versicherten, welche infolge ihrer Invalidität nicht imstande sind eine 

Berufsausbildung zu absolvieren, aber auch für jene, welche zwar eine 

Berufsausbildung beginnen und allenfalls auch abschliessen, zu Beginn der 

Ausbildung jedoch bereits invalid sind und mit dieser Ausbildung nicht 

dieselben Verdienstmöglichkeiten realisieren können wie eine nichtbehinderte 

Person mit derselben Ausbildung (KSIH, Rz. 3035). Wenn 

nichtinvaliditätsbedingte Gründe, wie z.B. solche familiärer oder finanzieller 

Art den Erwerb genügender beruflicher Kenntnisse verunmöglicht haben, wird 

nicht von Geburts- oder Frühinvalidität ausgegangen (KSIH, Rz. 3036).

c) Die Versicherte mit Jahrgang 1967 leidet unbestrittenermassen bereits seit 

Beginn der Achtzigerjahre an ihren Rücken- und Fussbeschwerden. Bereits 

im Jahre 1980 (im Alter von 13 Jahren) musste sie sich einer Halo Extension 

sowie einer Harrington-Spondylodese Th3 bis L1 unterziehen (vgl. Arztbericht 

von Dr. … vom 6. November 1980). Für die Versicherte endete die 

schulpflichtige Zeit auf Ende Schuljahr 1982/83 (vgl. Abklärungsbericht der 

Regionalstelle Graubünden für berufliche Eingliederung vom 22. Juni 1983). 

Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin noch während der Schulzeit, 

also bereits vor Aufnahme einer Berufsausbildung, einen 

Gesundheitsschaden aufwies. Folglich kann sie sich nicht auf Art. 26 Abs. 2 

IVV berufen. Zu prüfen ist aber, ob die Versicherte unter den Tatbestand von 

Art. 26 Abs. 1 IVV fällt. In Betracht kommt dabei der unter Art. 26 Abs. 2 IVV 

zu subsumierende Umstand, wonach eine versicherte Person zwar eine 

Berufsausbildung beginnen und allenfalls auch abschliessen kann, zu Beginn 

der Ausbildung jedoch bereits invalid ist und mit dieser Ausbildung nicht 

dieselben Verdienstmöglichkeiten realisieren kann wie eine nichtbehinderte 

Person mit derselben Ausbildung. Die Versicherte behauptet, eine derartige 

Ausbildung angefangen zu haben. Wie den eingereichten Akten zu 

entnehmen ist, sprach die IV im Jahre 1983 der Versicherten für eine 

erstmalige berufliche Ausbildung im Sinne einer vollzeitlichen einjährigen 

Ausbildung zur Bürogehilfin bei der Sekretariatsschule Migros, Chur, 

Leistungen im Umfang von Fr. 4'150.-- zu (vgl. Verfügung der IV-Kommission 

des Kantons Graubünden vom 25. Juli 1983). Gemäss Abklärungsbericht der 

Regionalstelle Graubünden für berufliche Eingliederung vom 22. Juni 1983 

hätte die Versichert ohne Behinderung im Raum Chur eine zweijährige 

Verkäuferinnenlehre absolvieren können. Die einjährige Ausbildung zur 

Bürogehilfin sei invaliditätsbedingt ergriffen worden. Dem Schreiben der 

Klubschule Migros vom 2. Mai 1984 ist zu entnehmen, dass das 

Ausbildungsjahr von September 1983 bis Ende Juni 1984 gedauert hätte, die 

Versicherte das Schuljahr indessen am 11. Februar 1984 vorzeitig beendet 

habe. Weitere Belege für die von der Versicherten behaupteten 

angefangenen Ausbildung liegen nicht vor. Insbesondere aufgrund der 

betreffenden Angaben in der Haushaltsabklärung 2006 wäre die Vorinstanz 

aber verpflichtet gewesen, die Festsetzung des Valideneinkommens mit Blick 

auf Art. 26 Abs. 1 IVV zu prüfen (Art. 43 Abs. 1 ATSG), weshalb die 

Angelegenheit zur erneuten Prüfung an sie zurückzuweisen ist. Sollte Art. 26 

Abs. 1 IVV zur Anwendung kommen, müsste der Medianlohn herangezogen 

werden. Anlässlich dieser Abklärungen wird die IV-Stelle ebenfalls über den 

IV-Grad neu zu befinden haben.

6. a) Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung von 

Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung 

von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 

Diese Kosten werden jeweils nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 

vom Streitwert der Sache im Umfang von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. 

Vorliegend rechtfertigt es sich, der unterliegenden Beschwerdegegnerin 

Kosten von Fr. 700.-- zu überbinden. 

b) Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Vorinstanz die 

obsiegende und anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin gemäss Art. 61 lit. 

g ATSG und Art. 78 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) aussergerichtlich vollständig zu entschädigen. Der 

geltend gemachte Aufwand beträgt Fr. 2'925.85.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung aufgehoben 

und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid im 

Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten der Sozialversicherungsanstalt des 

Kantons Graubünden, IV-Stelle, und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, IV-Stelle, 

entschädigt … aussergerichtlich mit Fr. 2'925.85 (inkl. MWST).