# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d732a94-3fd8-5210-b19e-ef4c6daa173f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.05.2016 200 2015 773
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-773_2016-05-24.pdf

## Full Text

200 15 773 UV
KOJ/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Mai 2016

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________ 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 7. Juli 2015 (E 473/15)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2016, UV/15/773, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt ( SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen Berufs- und 
Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert. Am 27. Juni 2012 
ging bei der SUVA eine Schadenmeldung ein, gemäss welcher der Versi-
cherte am 25. Juni 2012 zu Hause nach einem Fehltritt die Treppe hinun-
tergestürzt sei und sich dabei eine Stauchung der Wirbelsäule zugezogen 
habe (Akten der SUVA [act. II] 2). Daraufhin holte die SUVA medizinische 
Unterlagen ein und sprach Versicherungsleistungen zu (act. II 3). Am 15. 
Mai 2013 und 24. Februar 2014 untersuchte der SUVA -Kreisarzt den Ver-
sicherten (act. II 46 und 90). Mit Schreiben vom 26. Februar 2014 (act. II 
91) teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass die Taggeldleistungen per 
28. Februar 2014 eingestellt werden. Damit zeigte sich der Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, nicht einverstanden (Akten der 
SUVA [act. IIA] 100) und liess der SUVA ein fachorthopädisches Kurzgut-
achten von Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 16. Juli 2014 (act. IIA 
103) zukommen. Nach Einholung einer Beurteilung des SUVA -
Versicherungsmediziners Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (act. IIA 108), 
verfügte die SUVA am 29. Januar 2015 die Einstellung der Versicherungs-
leistungen (Taggelder und Heilkosten) per 28. Februar 2014 sowie die Ver-
neinung weiterer Leistungsansprüche mit der Begründung, dass die anhal-
tenden Beschwerden an der Wirbelsäule nicht mehr unfallbedingt seien, 
sondern auf unfallfremden Ursachen beruhten (act. IIA 124). Mit Entscheid 
vom 7. Juli 2015 (act. IIA 131) wies sie die Einsprache des Versicherten 
(act. IIA 126) ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2016, UV/15/773, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, nach wie vor vertreten durch Rechtsan-
walt B.________, mit Eingabe vom 7. September 2015 Beschwerde und 
beantragte Folgendes: 

1. In Gutheissung der Beschwerde sei der Einspracheent-
scheid vom 7. Juli 2015 aufzuheben und die Beschwerde-
gegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen über 
den 28. Februar 2014 hinaus zu erbringen.

2. Eventualiter: In Gutheissung der Beschwerde sei der Ein-
spracheentscheid vom 7. Juli 2015 aufzuheben und die 
Streitsache an die Beschwerdegegnerin zur Einholung eines 
externen medizinischen Gutachtens zurückzuweisen. 

- unter Kosten– und Entschädigungsfolgen - 

Mit Beschwerdeantwort vom 9. November 2015 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde und reichte die orthopädische 
Beurteilung des SUVA -Versicherungsmediziners Dr. med. D.________ 
vom 29. Oktober 2015 ein. 

Mit Replik vom 9. Dezember 2015 hielt der Beschwerdeführer an seiner 
Beschwerde fest.

Am 17. Dezember 2015 reichte der Beschwerdeführer einen Bericht des 
Rückenzentrums E.________ vom 27. Oktober 2015 (Akten des Be-
schwerdeführers [act. I] 6) ein. 

Mit Duplik vom 5. Februar 2016 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 
Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest und reichte den MRI-Bericht 
des Röntgeninstituts F.________ vom 1. Oktober 2015 sowie eine weitere 
orthopädische Beurteilung von Dr. med. D.________ vom 21. Januar 2016 
(in den Gerichtsakten) ein. 

In seinen Schlussbemerkungen vom 19. März 2016 hielt der Beschwerde-
führer an den gestellten Anträgen und Ausführungen fest.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 7. Juli 2015 
(act. IIA 131). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf Leistungen der Unfallversicherung über den 28. Februar 2014 hin-
aus und dabei insbesondere, ob die anhaltenden LWS- und BWS-
Beschwerden in einem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 25. Juni 
2012 stehen. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs (Begründungspflicht) geltend, indem eine Ausein-
andersetzung mit der Kausalitätsbeurteilung von Dr. med. C.________ 
gänzlich vermisst werde (Beschwerde S. 8 Ziff. 2.2). 

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, 
die ihre Rechtsstellung betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der 
Betroffenen, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Ent-
scheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht 
in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden 
und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder 
sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, 
den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 371; SVR 2014 
UV Nr. 32 S. 108 E. 5.1).

Die Begründungspflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, dass 
sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und den Betroffe-
nen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. 
Dies ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die 
Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild ma-
chen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf 
welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie 
sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtli-
chen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für 
den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 136 I 229 
E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181).

2.3 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin die streitige Leistungsein-
stellung im angefochtenen Einspracheentscheid vom 7. Juli 2015 (act. IIA 
131) eingehend und unter Bezugnahme auf den hinreichend detaillierten 

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kreisärztlichen Bericht vom 17. Oktober 2014 (act. IIA 108) begründet. Dem 
Beschwerdeführer war denn auch die Einreichung einer ausführlich be-
gründeten Beschwerde möglich. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen 
Gehörs erweist sich somit als unbegründet. 

3.

3.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

3.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

3.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

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worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

3.2.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358). 

3.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 
3b). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-
sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

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4.

4.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 25. Juni 2012 einen 
Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 3.1 hiervor) und sich dabei eine 
nicht-dislozierte Fraktur des BWK 12 sowie eine LWS-Kontusion zugezo-
gen hat. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versiche-
rungsleistungen erbracht. Umstritten ist hingegen, ob der Beschwerdefüh-
rer – basierend auf dem besagten Unfall – über die von der Beschwerde-
gegnerin verfügte Einstellung per 28. Februar 2014 hinaus weiterhin An-
spruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist 
zu prüfen, ob die anhaltend geklagten Rückenbeschwerden (LWS und 
BWS) in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kau-
salzusammenhang mit dem Unfall vom 25. Juni 2012 stehen. Die massge-
blichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild: 

4.1.1 Der Beschwerdeführer war vom 25. bis 28. Juni 2012 im Spital 
G.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 2. Juli 2012 (act. II 13 S. 
2 f.) diagnostizierten die Ärzte eine nicht-dislozierte Fraktur des BWK 12 
sowie eine LWS-Kontusion. Sie führten aus, der Beschwerdeführer habe 
sich am 25. Juni 2012 nach einem Treppensturz mit immobilisierenden 
Rückenschmerzen thorakolumbal auf dem Notfall vorgestellt. Klinisch liege 
eine Druckdolenz am thorakolumbalen Übergang ohne peripher neurologi-
sche Ausfälle vor. Konventionell radiologisch habe der Verdacht einer Frak-
tur im Wirbelkörper BWK 12 bestanden. Im durchgeführten CT der Wir-
belsäule habe sich die Fraktur bestätigt, jedoch ohne Vorliegen einer Kom-
pression des Spinalkanals. Im durchgeführten Konsilium sei der Entscheid 
zur konservativen Nachbehandlung gefällt worden. Im Verlauf sei eine gute 
Mobilisation möglich gewesen (S. 2). 

4.1.2 Im Bericht des Rückenzentrums E.________ vom 14. August 2012 
(act. II 16 S. 2 f.) führte PD Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aus, sechs 
Wochen nach der Kompressionsfraktur BWK 12 beschreibe der Beschwer-
deführer noch erhebliche Beschwerden. Der Beschwerdeführer komme an 
Gehstützen, der Sinn und Zweck dieser Massnahme bleibe etwas unklar. 
Er habe dem Beschwerdeführer versucht klar zu machen, dass es sich 
letztlich um eine harmlose Fraktur handle, die auch nicht gefährdet sei be-

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züglich irgendeiner neurologischen Kompromittierung und dass ein gutes 
und letztendlich folgenloses Ausheilungsergebnis eigentlich zu erwarten 
sei. Er habe mit dem Beschwerdeführer eine Kontrolle wiederum in sechs 
Wochen vereinbart. Für seine körperlich belastende Tätigkeit bleibe der 
Beschwerdeführer bis dahin noch arbeitsunfähig (S. 3). 

4.1.3 PD Dr. med. H.________ führte im Bericht vom 2. Oktober 2012 
(act. II 28 S. 2) aus, auf den MRI-Bildern zeigten sich kleinere Veränderun-
gen im Bereich der Bandscheiben L3/4 und L4/5 mit doch einer diskreten 
Vorwölbung, dies wahrscheinlich unfallunabhängig im Rahmen einer dis-
kreten Abnutzungsveränderung. Nervenwurzelkompromittierungen seien 
aber an diesen Stellen absolut nicht sichtbar. Im Bereich des frakturierten 
BWK 12 sehe man eigentlich mittlerweile ein normales Knochensignal, was 
eigentlich auch für eine bereits stattgefundene Heilung dieser Fraktur spre-
che. Insgesamt könne man an den Bildern also keinerlei Kompressionen 
der Nervenwurzeln ausmachen und somit auch keinen Grund erkennen, 
warum der Beschwerdeführer nach wie vor doch sehr starke Beschwerden 
empfinde, die zudem auch ins Bein abstrahlten. Man müsse diese Be-
schwerden im Moment wohl als funktionell klassifizieren. Es bleibe zurzeit 
wohl keine andere Möglichkeit, als mit einer entsprechenden Intensivierung 
der Therapie zu versuchen, die Beschwerden zu verbessern. Zum jetzigen 
Zeitpunkt könne man wohl auch von einer normalen und guten Belastbar-
keit der Wirbelsäule ausgehen. 

4.1.4 Am 14. Mai 2013 wurde der Beschwerdeführer vom Kreisarzt Prof. 
Dr. med. I.________, Facharzt für Chirurgie, untersucht. Im Untersu-
chungsbericht vom 14. Mai 2013 (act. II 46) führte der Facharzt zum Be-
fund aus, der Beschwerdeführer habe einen isolierten Druckschmerz über 
der unteren LWS links paravertebral mit Ausstrahlung über die linke IS-
Fuge. Hier werde bei Vornüberneigung, bei Reklination sowie bei Drehbe-
wegungen ein konstanter Schmerz angegeben (S. 3). Weiter führte er aus, 
zum heutigen Zeitpunkt bestehe bei etwas protrahiertem Heilverlauf noch 
eine volle Arbeitsunfähigkeit. Beim Beschwerdeführer lägen degenerative 
Veränderungen an der LWS vor. Er gehe davon aus, dass durch den Sturz 
hier eine vorübergehende Verschlimmerung eingetreten sei. Diese degene-
rativen Veränderungen seien mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Jahr nach 

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dem Unfallereignis beschwerdeführend, sodass nicht unfallbedingte Verän-
derungen für die Beschwerden verantwortlich zu machen seien (S. 4). 

4.1.5 Dr. med. J.________, Facharzt für Radiologie FMH, führte im Be-
richt vom 13. Februar 2014 (act. II 85) zum CT thoracolumbaler Uebergang 
nativ vom 12. Februar 2014 aus, es liege eine leichte Keilwirbeldeformation 
von Th12 ohne wesentliche Imprimierung der Abschlussplatten vor. Die 
Fraktur sei aspektmässig vollständig konsolidiert. Es seien keine wesentli-
chen ossär degenerativen Veränderungen erkennbar. Es gebe auch keine 
Hinweise auf eine signifikante Discusherniation local. 

4.1.6 Am 20. Februar 2014 wurde der Beschwerdeführer vom Kreisarzt 
Dr. med. K.________, Facharzt für Chirurgie, untersucht. Im Untersu-
chungsbericht vom 24. Februar 2014 (act. II 90) führte der Facharzt aus, 
beim Beschwerdeführer bestehe noch eine subjektive Schmerzsymptoma-
tik im Bereich der gesamten Wirbelsäule. Im Rahmen der Verlaufsbildge-
bung mittels CT des thorakolumbalen Übergangs vom 12. Februar 2014 
zeigten sich absolut stationäre Stellungsverhältnisse der inzwischen 
vollständig konsolidierten BWK 12 Fraktur bei bekannter stabiler Vorder-
kantenimpressionsfraktur mit leichter Keilwirbelbildung. Der Beschwerde-
führer sei nunmehr ein Jahr und acht Monate nach dem Unfallereignis im-
mer noch 100% arbeitsunfähig und sei aktuell stellenlos. Wie bereits im 
Rahmen der letzten kreisärztlichen Untersuchung vom Mai 2013 müsse bei 
den bekannten vorbestehenden degenerativen Veränderungen im Bereich 
der LWS und bildgebend stabilem und vollständig konsolidiertem Befund 
der bekannten BWK 12 Vorderkantenfraktur aktuell davon ausgegangen 
werden, dass die Unfallfolgen nach nunmehr 20 Monaten mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr im aktuellen Beschwerdebild spiel-
ten. Vielmehr sei es sehr wahrscheinlich, dass die genannten vorbestehen-
den degenerativen Befunde im Bereich der LWS führend für die aktuellen 
Restbeschwerden seien. Bezüglich Zumutbarkeit auf dem allgemeinen Ar-
beitsmarkt bestehe, rein die Unfallfolgen betreffend, eine ganztägige Ar-
beitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten. Eine Integritätsent-
schädigung sei aktuell bei stabil geheilter Fraktur mit Kyphosewinkel kleiner 
als 10 Grad und nicht eingeschränktem Bewegungsausmass nicht ge-
schuldet (S. 6 f.) 

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4.1.7 Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte im fachorthopädischen 
Kurzgutachten vom 16. Juli 2014 (act. IIA 103 S. 2 ff.) insbesondere fol-
gende Diagnosen (S. 2 f.): 

Status nach BWK-12-Vorderkantenfraktur mit/bei 

- Status nach Treppensturz vom 25. Juni 2012
- konservativem Procedere
- intensiver Physiotherapie von Juni 2012 bis Februar 2014
- verbliebener funktioneller Dysfunktion der Wirbelsäule mit/bei 
- Reklinationshaltung der Wirbelsäule thorakal mit/bei 
- Hyperpression der dorsalen Wirbelsäulenstrukturen (Facettengelenke, 

SIG)
- Ansatztendinopathie der Fascia thorakolumbalis links
- Ursprungstendinose der Mm. quadratus Iumborum links, M. latissimus dor-

si links, M. teres maior links, Mm. rhomboidei links
- Ansatztendinose des M. teres maior et minor links
- Schulterprotraktion mit Scapuladezentrierung links mehr als rechts

- Beckenmalrotation mit/bei
- Rotationsfehlstellung des Os coxae links mit Rotation nach ventral um 

die Transversalachse, Rotation nach dorsal um die Longitudinale
- SIG-Blockade links
- funktioneller Insuffizienz der pelvitrochanteren Hüft-Aussenrotatoren 

links (Mm. gluteus med. et min., piriformis et gemelli) mit/bei Ur-
sprungstendinopathie mit beginnender Periostitis des Os coxae

Der Facharzt führte aus, die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwer-
den liessen sich aufgrund des funktionellen Befundes gesamthaft nachvoll-
ziehen. Auf Höhe der inzwischen konsolidierten BWK-12-Fraktur fänden 
sich massive linksbetonte Myogelosen, auf denen ein deutlicher Druck-
schmerz generiert werden könne. Die auf gleicher Höhe ansetzenden und 
entspringenden Muskeln zeigten – ebenfalls linksbetont – deutliche Zei-
chen der Tendinopathie. Durch diese Muskelaffektion werde der vom Be-
schwerdeführer angegebene „Brennschmerz“, der vor allem bei lange an-
dauernder statischer Belastung bestehe, ausgelöst. Das funktionelle Zu-

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sammenspiel der tiefen und oberflächlichen Muskelgruppen der Wirbelsäu-
le sowie die Fascienstruktur mit funktioneller Verbindung vom Hinterkopf 
bis zum Becken lasse auch die wechselnden Intensitäten des Schmerzbil-
des pathophysiologisch nachvollziehen. Die heute geklagten Beschwerden 
seien aus orthopädisch-funktioneller Sicht Folgen des Unfalles vom 25. Ju-
ni 2012 und liessen sich durch die im Heilungsverlauf eingenommene 
Schonhaltung ausreichend erklären. Prognostisch könne aufgrund des heu-
tigen Befundes eine Besserung der Beschwerden und somit eine Steige-
rung der Leistungsfähigkeit unter den empfohlenen Therapien in den 
nächsten vier bis sechs Monaten erwartet werden (S. 5 f.). 

4.1.8 Dr. med. D.________ führte in der orthopädischen Beurteilung vom 
17. Oktober 2014 (act. IIA 108) aus, infolge des Treppensturzes vom 
25. Juni 2012 sei es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer Kontu-
sion der BWS mit Deckplattenimpressionsfraktur des zwölften Brustwirbel-
körpers gekommen, welche spätestens zum 12. Februar 2014 als knöchern 
vollständig konsolidiert und ausgeheilt anzusehen sei. Infolge des Unfaller-
eignisses sei eine leichte Keilwirbelbildung des zwölften Brustwirbelkörpers 
und Kyphosefehlstellung der BWS von unter zehn Grad entstanden. Durch 
das Unfallereignis sei es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer 
leichten Distorsion der HWS und LWS ohne strukturelle Schädigung der 
allfälligen Wirbelsäulenabschnitte gekommen. Durch die leichte Distorsion 
sei es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorbestehenden 
leichten Verschleisserkrankung der LWS gekommen. Der Status quo sine 
bezüglich der LWS sei spätestens mit Erstellung der Computertomographie 
des thorakolumbalen Wirbelsäulenüberganges vom 12. Februar 2014 er-
reicht. Die von Dr. med. C.________ anlässlich einer Konsultation vom 16. 
Juli 2014 festgestellte myofasziale Schmerzsymptomatik mit umschriebe-
nen Myogelosen und multiplen Ansatztendinopathien, die angesichts der 
eingehenden Befunddokumentation des Chirurgen auch nicht angezweifelt 
werden solle, lasse sich angesichts der objektivierbaren bildgebenden Be-
funde nicht in kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis bringen und 
sei als Folge unfallunabhängiger muskulärer Fehlbelastungen anzusehen 
(S. 7 f.).

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4.1.9 In der E-Mail vom 23. Dezember 2014 (act. IIA 120 S. 3) führte Dr. 
med. C.________ aus, mit einem gewissen Schmunzeln müsse er die ver-
sicherungsmedizinische Stellungnahme zur Kenntnis nehmen. Man fokus-
siere wieder ausschliesslich auf den radiologischen Befund. Selbstredend 
sei der Bruch nach dieser langen Zeit ausgeheilt. Zurückgeblieben sei je-
doch eine Keilwirbelbildung. Diese habe pathoanatomisch und funktionell-
orthopädisch gleichwohl Auswirkungen auf die Funktionalität der kleinen 
Muskeln der Wirbelsäule, wodurch es zu den beschriebenen Verhärtungen 
der Muskulatur und zu klassischen myogenen Schmerzen kommen könne. 
Das Problem der Beweislast liege darin, dass man von dieser Muskulatur 
kein Röntgenbild anfertigen könne und eine funktionelle Untersuchung von 
Seiten der Versicherungsmedizin – böse formuliert – gar nicht gewünscht 
sei. Er bleibe bei seiner Aussage, dass er die Beschwerden vollumfänglich 
nachvollziehen könne und dass diese mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit 
Folge des stattgehabten Unfalles seien. 

4.1.10 Im Bericht des Rückenzentrums E.________ vom 27. Oktober 2015 
(act. I 6) diagnostizierte Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ein links paraver-
tebrales, muskuloligamentäres Schmerzsyndrom im Bereich der mittleren 
BWS (unfallbedingt) bei/mit differentialdiagnostisch thorakaler Facettenge-
lenksblockade, einem Status nach Kompressionsfraktur Th12 bei Treppen-
sturz am 25. Juni 2012 sowie aktuell klinisch anamnestisch eine Lumbois-
chialgie links, Radikulärsymptomatik L5 links, eine grosse Wurzeltaschen-
zyste, differentialdiagnostisch L5/S1 links mit Kompression der Wurzel L5 
links. Zum Befund führte der Facharzt aus, das MRI LWS vom 1. Oktober 
2015 zeige eine links foraminal-dorsal 8 mm messende, a.e. Synovialiszys-
te mit Kompression der Wurzel oder Wurzeltaschenzyste. Es bestünden 
weitere bekannte degenerative Veränderungen. 

4.1.11 In der orthopädischen Beurteilung vom 29. Oktober 2015 (in den 
Gerichtsakten) führte der SUVA -Versicherungsmediziner Dr. med. 
D.________ aus, es finde sich exakt eine Kyphosefehlstellung, das heisst 
krankhafte Inklination der BWS von etwa acht Grad. Damit handle es sich 
um eine unfallbedingte Deformierung der BWS, die gemäss der Tabelle 
„Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen“ in der Unfallversiche-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2016, UV/15/773, Seite 14

rungsgesetzgebung gar keine Berücksichtigung finde, da erst von einem 
Integritätsschaden ab einer kyphotischen unfallbedingten Fehlstellung der 
Brustwirbelsäule ab 10 Grad auch von einer allfälligen klinischen Relevanz 
ausgegangen werde (S. 2). Die von Dr. med. C.________ beschriebene 
funktionelle Dysfunktion der Wirbelsäule und Reklination des thorakalen 
Wirbelsäulenabschnittes sei mit der posttraumatischen Achsabweichung 
und einer minimal verstärkten Kyphose und Inklination nicht in direktem 
Zusammenhang zu sehen. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen, dass die vom Beschwerdeführer achtundzwanzig Mo-
nate nach dem komplikationslos, annähernd in physiologischer Achsstel-
lung verheilten Brustwirbelkörperbruch beklagten Beschwerden den unfal-
lunabhängig vorbestehenden degenerativen Veränderungen der HWS, 
BWS und LWS und der Beckenmalrotation geschuldet seien und nicht 
mehr in kausalem Zusammenhang mit dem Unfallereignis stünden (S. 3). 

4.1.12 In der orthopädischen Beurteilung vom 21. Januar 2016 (in den Ge-
richtsakten) nahm der SUVA -Versicherungsmediziner Dr. med. 
D.________ erneut Stellung. Er führte aus, die nunmehr zusätzlich vorge-
legten Berichte von Dr. med. M.________, Facharzt für Radiologie, vom 1. 
Oktober 2015 und von Dr. med. L.________ vom 27. Oktober 2015 stütz-
ten vielmehr seine eigenen Überlegungen bezüglich einer unfallunabhängi-
gen Genese der weiterhin beklagten Beschwerdesymptomatik. Neben der 
bereits erwähnten Malrotation des Beckens und den Dysfunktionen der 
Bewegungskette der Wirbelsäule werde auf den bildgebenden Aufnahmen 
ein weiterer Grund für die beklagte Beschwerdesymptomatik aufgezeigt. Es 
stelle sich eine, die Nervenwurzel L5 linksseitig komprimierende, raumfor-
dernde Flüssigkeitsstruktur im Foramen L5/S1 linksseitig dar, die die links 
akzentuierten Verspannungszustände der paravertebralen Muskel- und 
Faszienkette erklären würde. Es sei durchaus denkbar, dass die beschrie-
benen paravertebralen Verspannungszustände verschiedener Muskelgrup-
pen im Brustwirbelsäulenbereich nicht nur auf unfallunabhängige lokale 
muskuläre Dysfunktionen, sondern auch auf die Irritation neurogener Struk-
turen im Lendenwirbelsäulenbereich zurückzuführen seien (S. 2 f.). 

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2016, UV/15/773, Seite 15

unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). 

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf viel-
mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit 
der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf 
die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche-
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings 
ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll 
ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-
den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 
stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2016, UV/15/773, Seite 16

nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-
sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

4.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im Einspracheentscheid vom 
7. Juli 2015 (act. IIA 131) im Wesentlichen auf die Aktenbeurteilung des 
SUVA -Versicherungsmediziners Dr. med. D.________ vom 17. Oktober 
2014 (act. IIA 108). Dieser Bericht gibt ein vollständiges Bild über Anamne-
se, Verlauf und gegenwärtigen Status und Dr. med. D.________ konnte 
sich aufgrund vorhandener Spital-, Untersuchungs- und Röntgenberichte 
ein gesamthaft lückenloses Bild machen. Die Voraussetzungen für die Er-
stellung eines Aktengutachtens (vgl. E. 4.2 hiervor) sind erfüllt, womit die-
sem Bericht voller Beweiswert zukommt. 

4.3.1 Die früheren Berichte von PD Dr. med. H.________ (act. II 28 S. 2) 
und Prof. Dr. med. I.________ (act. II 46) sowie der Dres. J.________ (act. 
II 85) und K.________ (act. II 90) werden in der Aktenbeurteilung vom 
17. Oktober 2014 (act. IIA 108) zutreffend zitiert und in die gesamte Würdi-
gung miteinbezogen. Bereits diese Ärzte waren mit Bezug auf den unfall-
bedingten Gesundheitsschaden von einem komplikationslosen und früh 
bzw. spätestens im Februar 2014 abgeschlossenen Heilungsprozess aus-
gegangen. So hielt PD Dr. med. H.________ bereits im Oktober 2012 fest, 
bildgebend (vgl. MRI-Bericht vom 24. September 2012 [act. II 93 S. 40]) sei 
von einer Abheilung der BWK12-Fraktur auszugehen und die verbleiben-
den Beschwerden seien als funktionell zu qualifizieren (act. II 28 S. 2). Prof. 
Dr. med. I.________ führte im Mai 2013 aus, durch den Unfall sei eine vor-

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übergehende Verschlimmerung der degenerativen Veränderungen an der 
LWS eingetreten und ein Jahr nach dem Ereignis seien nicht unfallbedingte 
Veränderungen für die Beschwerden verantwortlich zu machen (act. II 46 
S. 4). Dr. med. J.________ stellte im Februar 2014 eine vollständig konso-
lidierte Fraktur bei einer leichten Keilwirbeldeformation und ansonsten un-
auffälligen Befunden fest (act. II 85) und bestätigte damit einen früheren 
CT-Befund vom 13. März 2013 (act. II 86). Der Kreisarzt Dr. med. 
K.________ bestätigte am 24. Februar 2014 die Befunde von Prof. Dr. 
med. I.________ und hielt es für sehr wahrscheinlich, dass die aktuellen 
Restbeschwerden auf die vorbestehenden degenerativen Befunde im Be-
reich der LWS zurückzuführen seien (act. II 90 S. 7). 

Dr. med. D.________ begründete unter Hinweis auf diese Berichte sowie 
die weitere Aktenlage, insbesondere das CT vom 12. Februar 2014 (act. II 
85), schlüssig und überzeugend, dass eine unfallbedingte strukturelle 
Schädigung oder Fehlhaltung der Wirbelsäule ausgeschlossen werden 
kann, die BWK-Fraktur spätestens im Februar 2014 vollständig ausgeheilt 
war und nur eine minimal ausgeprägte Keilwirbelbildung verblieben ist und 
im Bereich der LWS nur eine vorübergehende Verschlimmerung der vorbe-
stehenden leichten Verschleisserscheinungen eintrat, die jedenfalls im Fe-
bruar 2014 nicht mehr bestand (act. IIA 108 S. 7). 

4.3.2 Aus der Einschätzung von Dr. med. C.________ kann der Be-
schwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Der Orthopäde führt die 
Beschwerden auf die im Heilungsverlauf eingenommene Schonhaltung 
(act. IIA 103 S. 6) bzw. durch die Keilwirbelbildung hervorgerufenen Mus-
kelverhärtungen (act. IIA 120 S. 3) zurück. Er vermag jedoch nicht nach-
vollziehbar darzulegen, weshalb die Schonhaltung oder die (leichte) Keil-
wirbelbildung für all die geklagten Beschwerden verantwortlich sein sollen. 
Gleichzeitig erwähnt er auch die beweismässigen Schwierigkeiten, weil 
man von der Muskulatur kein Röntgenbild anfertigen könne. Dr. med. 
C.________ gibt somit selber zu erkennen, dass ein schlüssiger Beweis für 
seine Auffassung nicht erbracht werden kann. Soweit er weiter feststellt, 
eine funktionelle Untersuchung sei von Seiten der Versicherungsmedizin 
gar nicht erwünscht, handelt es sich um eine Unterstellung zu Lasten der 
Organe der Beschwerdegegnerin, der angesichts der bisherigen umfas-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2016, UV/15/773, Seite 18

senden medizinischen Abklärungsmassnahmen nicht gefolgt werden kann. 
Zudem bleibt hinsichtlich der Beurteilung von Dr. med. C.________ festzu-
halten, dass sie nicht in Kenntnis aller Vorakten ergangen ist. Denn im fa-
chorthopädischen Kurzgutachten vom 16. Juli 2014 (act. IIA 103) werden 
lediglich die Bildgebungen zitiert. Die übrigen medizinischen Berichte (act. 
II 13; 16; 28; 46; 90) werden nicht erwähnt. Insbesondere werden die von 
den Dres. I.________ und K.________ erwähnten degenerativen Verände-
rungen von Dr. med. C.________ ausser Acht gelassen. Seine Ausführun-
gen vermögen nach dem Dargelegten nicht zu überzeugen. 

Dr. med. D.________ legt demgegenüber in der orthopädischen Beurtei-
lung vom 29. Oktober 2015 (S. 2; in den Gerichtsakten) unter Hinweis auf 
die einschlägige Integritätsschaden-Tabelle (Tabelle 7, Integritätsschaden 
bei Wirbelsäulenaffektionen, abrufbar unter <www. suva.ch>) plausibel dar, 
dass erst ab einer Fehlstellung der BWS ab mindestens 10 Grad von einer 
allfälligen klinischen Relevanz ausgegangen wird; dieses Ausmass wird bei 
der beim Beschwerdeführer vorliegenden Abweichung von ca. acht Grad 
nicht erreicht. 

4.3.3 Soweit der Beschwerdeführer in der Replik vom 9. Dezember 2015 
beanstandet, Dr. med. D.________ habe mit der Beckenmalrotation einen 
neuen Befund erhoben, welcher bisher vertrauensärztlich nicht thematisiert 
worden sei, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf verwiesen (Du-
plik vom 5. Februar 2016), dass dieser Befund von Dr. med. C.________ in 
seinem fachorthopädischen Kurzgutachten (act. IIA 103) selber erhoben 
wurde und entsprechend von Dr. med. D.________ in seiner Beurteilung 
vom 29. Oktober 2015 (in den Gerichtsakten) berücksichtigt wurde. Es ist 
nicht nachvollziehbar, weshalb kein lückenloser Befund in den medizini-
schen Unterlagen vorliegen soll. Dass Dr. med. D.________ den Be-
schwerdeführer nicht selber untersucht hat, liegt in der Natur eines Akten-
gutachtens.

4.3.4 Was den vom Beschwerdeführer vorgelegten Sprechstundenbericht 
von Dr. med. L.________ vom 27. Oktober 2015 (act. I 6) betrifft, hält Dr. 
med. D.________ in der orthopädischen Beurteilung vom 21. Januar 2016 
(S. 3; in den Gerichtsakten) zu Recht fest, dass die diagnostisch festge-
stellte Unfallkausalität („unfallbedingt“) in keiner Art und Weise begründet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2016, UV/15/773, Seite 19

wird. Wenn Dr. med. D.________ weiter auf die von Dr. med. L.________ 
in Betracht gezogene Facettengelenksblockierung hinweist und es als 
nachvollziehbar erachtet, dass dies als eine mögliche Ursache der Ver-
spannungen zur Diskussion gestellt werde, ist dies ebenfalls nicht zu bean-
standen und stützt seine Auffassung, die Beschwerden seien nicht unfall-
bedingt. 

Schliesslich führt Dr. med. D.________ mit Verweis auf das MRI der LWS 
vom 1. Oktober 2015 (in den Gerichtsakten) nachvollziehbar aus, dass die 
Flüssigkeitsstruktur im Foramen L5/S1 linksseitig ebenfalls die links akzen-
tuierten Verspannungszustände erklären könne. Auch dieser Umstand 
stützt seine Einschätzung, wonach die anhaltenden Beschwerden nicht 
unfallbedingt seien. 

4.3.5 Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 
8 Ziff. 2.1) begründen die Berichte der Dres. C.________ und L.________ 
nach dem in den E. 4.3.1 ff. hiervor Dargelegten keine Zweifel am schlüssi-
gen, nachvollziehbar begründeten und widerspruchsfreien Aktengutachten 
von Dr. med. D.________ vom 17. Oktober 2014 (act. IIA 108). Der Sach-
verhalt ist mithin rechtsgenüglich abgeklärt. Auf weitere Beweismassnah-
men kann in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) 
verzichtet werden.

4.4 Zusammenfassend ist erstellt, dass die anhaltenden LWS- und 
BWS-Beschwerden nicht mehr in einem anspruchsbegründenden natürli-
chen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 25. Juni 
2012 stehen. Der status quo sine betreffend die LWS war spätestens im 
Februar 2014 erreicht und zum gleichen Zeitpunkt war auch die BWS 12-
Fraktur vollständig geheilt. Die Leistungseinstellung per 28. Februar 2014 
wurde damit zu Recht verfügt. Der angefochtene Einspracheentscheid ist 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2016, UV/15/773, Seite 20

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.