# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 870e4cee-bc28-5a7a-9d3d-b8506c83b4ad
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.08.2017 PS170159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS170159_2017-08-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 

 

Geschäfts-Nr.: PS170159-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzrichter lic. iur. A. Huizinga 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Beschluss vom 21. August 2017 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

B._____ AG,  

Beschwerdegegnerin, 

 

vertreten durch C._____ AG 

 

betreffend Pfändungsankündigung 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Zürich 4) 

 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 13. Juli 2017 (CB170079) 

- 2 - 

Erwägungen: 
 

1. 

1.1. Im Urteilsvorschlag vom 10. Mai 2017 hiess das Friedensrichteramt der 

Stadt Zürich, Kreise …, die von der Klägerin (im vorliegenden Verfahren und fort-

an: Beschwerdegegnerin) erhobene Klage gut und verpflichtete die Beklagte (im 

vorliegenden Verfahren und fortan: Beschwerdeführerin), der Beschwerdegegne-

rin Fr. 2'924.50 nebst 5% Zins seit 10. November 2015 und Fr. 176.30 Betrei-

bungskosten zu bezahlen; in diesem Umfang wurde der in der Betreibung-Nr. … 

des Betreibungsamtes Zürich 4 (Zahlungsbefehl vom 25. Januar 2017) erhobene 

Rechtsvorschlag aufgehoben. Die Gerichtsgebühr wurde im Urteilsvorschlag auf 

Fr. 400.00 festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Entschädigungen 

wurden keine zugesprochen. In Ziffer 6 des Dispositivs enthält der Urteilsvor-

schlag den Hinweis, dass er als angenommen gelte und die Wirkungen eines 

rechtskräftigen Entscheids habe, wenn ihn keine Partei innert 20 Tagen seit der 

schriftlichen Eröffnung ablehne. Gemäss der auf dem Urteilsvorschlag vom 

10. Mai 2017 angebrachten Vollstreckbarkeitsbescheinigung vom 8. Juni 2017 

wurde der Urteilsvorschlag den Parteien ordnungsgemäss zugestellt und von kei-

ner Partei innert Frist abgelehnt, weshalb er als angenommen gelte und in 

Rechtskraft erwachsen sei. Mit Schreiben vom 13. Juni 2017 teilte die Beschwer-

deführerin dem Friedensrichteramt mit, mit dem Urteilsvorschlag nicht einverstan-

den zu sein (act. 2/1). Nach Stellung des Fortsetzungsbegehrens durch die Be-

schwerdegegnerin am 20. Juni 2017 erliess das Betreibungsamt Zürich 4 in der 

gegen die Beschwerdeführerin gerichteten Betreibung-Nr. … gleichentags die 

Pfändungsankündigung (act. 2/2-3). 

1.2. Mit Eingabe vom 28. Juni 2017 (Datum Poststempel: 3. Juli 2017) gelangte 

die Beschwerdeführerin an das Bezirksgericht Zürich als untere kantonale Auf-

sichtsbehörde über die Betreibungsämter (fortan Vorinstanz). Sie erklärte, mit 

dem ungerechten Entscheid des Friedensrichteramtes und nun auch mit der 

Pfändung nicht einverstanden zu sein (act. 1). Damit erhob sie sinngemäss eine 

Beschwerde gegen die Pfändungsankündigung vom 20. Juni 2017 durch das Be-

treibungsamt Zürich 4. Mit Zirkulationsbeschluss vom 13. Juli 2017 trat die Vor-

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instanz auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin nicht ein (act. 3 = act. 7 

S. 3). Der Beschluss wurde der Beschwerdeführerin am 21. Juli 2017 zugestellt 

(act. 4/3). 

2. 

2.1. In der Folge wandte sich die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 21. Juli 

2017 (Datum Poststempel: 23. Juli 2017) an die Vorinstanz und erklärte, eine Be-

schwerde gegen den Zirkulationsbeschluss vom 13. Juli 2017 einreichen zu wol-

len (act. 5). Die Vorinstanz leitete das Schreiben zuständigkeitshalber an das 

Obergericht des Kantons Zürich als obere kantonale Aufsichtsbehörde über 

Schuldbetreibung und Konkurs weiter, wo es am 24. Juli 2017 und damit innert 

der Rechtsmittelfrist einging (act. 8). 

2.2. Die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen (act. 1-5). 

Von der Einholung einer Beschwerdeantwort bzw. einer Vernehmlassung kann 

abgesehen werden (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 sowie Art. 324 

ZPO bzw. § 83 Abs. 2 GOG). Das Verfahren ist spruchreif. 

3. 

Für das Beschwerdeverfahren nach Art. 18 SchKG sind die Regelungen von 

Art. 319 ff. ZPO anwendbar (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. § 18 EG SchKG i.V.m 

§ 84 GOG). Mit der Beschwerde können (a) die unrichtige Rechtsanwendung und 

(b) die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht 

werden (Art. 320 ZPO). Dabei sind konkrete Beschwerdeanträge zu stellen und 

zu begründen. Die Beschwerde führende Partei hat sich hierbei mit der Begrün-

dung des vorinstanzlichen Entscheides im Einzelnen auseinander zu setzen und 

anzugeben, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach 

leidet (Art. 321 ZPO; vgl. im Einzelnen auch BK ZPO-Sterchi, Bd. II, Bern 2012, 

Art. 321 N 15 ff.). Bei Parteien ohne anwaltliche Vertretung wird an diese Erfor-

dernisse ein weniger strenger Massstab angelegt. Bei fehlender Auseinanderset-

zung bzw. Begründung ist jedoch ohne Weiteres auf die Beschwerde nicht einzu-

treten (ZR 110 Nr. 80; OGer ZH PS110192 vom 21. Februar 2012, Erw. 5.1). 

Neue Anträge, neue Tatsachen und neue Beweismittel sind im Beschwerdever-

fahren ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). Das gilt auch im zweitinstanzlichen be-

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treibungsrechtlichen Beschwerdeverfahren (vgl. OGer ZH PS110019 vom 

21. Februar 2011, E. 3.4). 

4. 

4.1. Die Vorinstanz erwog, soweit sich die Beschwerde der Beschwerdeführerin 

gegen den friedensrichterlichen Urteilsvorschlag richte, sei darauf mangels sach-

licher Zuständigkeit nicht einzutreten. Gegen den Urteilsvorschlag sei kein 

Rechtsmittel gegeben, er könne nur abgelehnt werden. Die Beschwerdeführerin 

mache nicht geltend, der Urteilsvorschlag sei ihr nicht gehörig eröffnet worden 

oder sie habe ihn rechtzeitig abgelehnt. Vielmehr habe sie den Urteilsvorschlag 

vom 10. Mai 2017 mit der Vollstreckbarkeitsbescheinigung vom 8. Juni 2017 sel-

ber ins Recht gelegt und dagegen keine formellen Einwendungen erhoben. Die 

Ablehnung des friedensrichterlichen Urteilsvorschlages vom 13. Juni 2017 sei 

verspätet. Aufgrund der Akten sei daher davon auszugehen, dass der Urteilsvor-

schlag rechtskräftig und vollstreckbar geworden sei. Auf die Beschwerde der Be-

schwerdeführerin gegen die Pfändungsankündigung sei mangels einer hinrei-

chenden Beschwerdebegründung nicht einzutreten. Eventualiter wäre sie abzu-

weisen, da die Betreibung-Nr. … gestützt auf den rechtskräftigen, friedensrichter-

lichen Urteilsvorschlag zu Recht fortgesetzt worden sei (act. 3 S. 2 f.). 

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, mit der Forderung der Beschwerdegeg-

nerin nicht einverstanden zu sein, weil diese an ihrem Auto "gemäht" habe, ohne 

ihr eine Offerte zu unterbreiten, wie das üblich gewesen wäre. Sie sei aus diesem 

Grund mit dem Forderungsbetrag nicht einverstanden. Die Beschwerdeführerin 

bittet darum, dass ein Kompromiss gefunden werde, welcher beiden Parteien die-

ne (act. 8). 

4.3. Diesen Vorbringen der Beschwerdeführerin ist kein Antrag, wie die Kammer 

entscheiden soll, zu entnehmen. Auch setzt sich die Beschwerdeführerin mit den 

Erwägungen im angefochtenen Entscheid nicht auseinander und äussert sich 

nicht dazu, an welchen Mängeln der Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Auf die 

Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden (vgl. oben Erw. 3.).  

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Der Vollständigkeit halber ist Folgendes anzufügen: Die Äusserungen der Be-

schwerdeführerin zielen gegen den materiellen Bestand der in Betreibung gesetz-

ten Forderung. Die Aufsichtsbehörden – und auch das Betreibungsamt – haben 

jedoch die materielle Begründetheit (und damit den Bestand) der in Betreibung 

gesetzten Forderung nicht zu prüfen und mit den Parteien hinsichtlich der Forde-

rung auch keinen Kompromiss zu suchen. Die Beschwerdemöglichkeit nach 

Art. 17 ff. SchKG ist auf Verfahrensmängel des Betreibungsverfahrens be-

schränkt. Ein solcher wäre etwa gegeben, wenn kein rechtskräftiger Zahlungsbe-

fehl vorläge und das Betreibungsamt auf das Fortsetzungsbegehren des Gläubi-

gers hin trotzdem die Pfändungsankündigung erlassen hätte. Dies würde zur 

Nichtigkeit der Pfändungsankündigung führen und jederzeit sowie von Amtes we-

gen Beachtung finden (Art. 38 Abs. 2, Art. 88 und Art. 22 SchKG; BSK SchKG I-

Lebrecht, 2. A., Basel 2010, Art. 88 N 6 sowie Art. 89 N 3; BSK SchKG I-Cometta/ 

Möckli, a.a.O., Art. 22 N 8, 12, 15 f. und 20). Dass dem so ist, ist jedoch nicht er-

sichtlich. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, wurde die Betreibung-Nr. … ge-

stützt auf den rechtskräftigen, friedensrichterlichen Urteilsvorschlag – mit wel-

chem der Rechtsvorschlag beseitigt wurde – zu Recht fortgesetzt. 

5. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG und Art. 61 

Abs. 2 GebV SchKG). Parteientschädigungen dürfen in diesem Verfahren nicht 

zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

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4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage einer Kopie von act. 8, an das Bezirksgericht Zürich (1. Abteilung) 

unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten sowie an das Betreibungs-

amt Zürich 4, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
versandt am: 
21. August 2017 
 
 

	Beschluss vom 21. August 2017
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4.  Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage einer Kopie von act. 8, an das Bezirksgericht Zürich (1. Abteilung) unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten sowie an das Betreibungsamt Zürich 4, je gegen Empfa...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...