# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 574da46d-96f3-51ac-8f9f-39d301c54dec
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.01.2024 II 2023 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2023-78_2024-01-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2023 78

Entscheid vom 19. Januar 2024 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________ und /oder
Rechtsanwalt MLaw, LL.M. C.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Lohnbeiträge 
und Verzugszinsen für das Jahr 2022)

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Sachverhalt:

A. Die A.________ AG (nachstehend: Unternehmung) mit Sitz in D.________ 
(zuvor bis 2.6.2022 in E.________) wurde am 5. August 2020 im Handelsregister 
eingetragen. Sie bezweckt die Produktion, den Kauf und Vertrieb von Produkten 
im Bereich Medizinaltechnik, Hygiene, Desinfektion, Reinigung, Pflegemittel und 
Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen sowie Handel mit 
Waren aller Art. Ihr Aktienkapital beträgt Fr. 100'000.--, eingeteilt in 100 Namen-
aktien zu je Fr. 1'000.--, und wurde mittels Sacheinlage/-übernahme von diver-
sem Schutz- und Hygienematerial voll liberiert. Am 25. Oktober 2021 eröffnete 
der Einzelrichter des Bezirksgerichts F.________ den Konkurs über die Gesell-
schaft. Mit Beschluss vom 3. Dezember 2021 hat das Kantonsgericht Schwyz 
diese Verfügung betreffend die Konkurseröffnung wieder aufgehoben. 

B. Nach Aufforderungen, Fristerstreckungen und Mahnungen (AK-act. 1, 3, 7 
[gebührenpflichtige Mahnung vom 17.4.2023]) reichte die Unternehmung am 
1. Juni 2023 die Lohndeklaration 2022 über einen AHV/IV/EO-pflichtigen Lohn 
von Fr. 737'563.20 bzw. gemäss Lohnliste von Fr. 734'635.70 ein (AK-act. 10 f. = 
AK-act. 15 [inkl. Lohnliste]). Hierauf erliess die Ausgleichskasse Schwyz am 
2. Juni 2023 folgende Nachtragsrechnung für die Lohnbeiträge vom 1. Januar 
2022 bis 31. Dezember 2022 (AK-act. 12; Beträge in Franken):

Rechnungsdetail Prozent Basis Betrag

Lohnbeiträge AHV/IV/EO 10.600 734'635.70 77'871.40
Beiträge ALV 2.200 693'050.70 15'247.10
Beiträge ALV solidarisch 1.000 41'585.00 415.85
Beiträge Familienausgleichskasse 1.300 734'635.70 9'550.25
Verwaltungskosten 3.000 77'871.40     2'336.15

Zwischentotal 105'420.75

Verzugszinsen auf Beiträgen 2'218.00*
Mahngebühren 280.00
Mahngebühren IK-Abklärungen      20.00

Total 107'938.75
* vgl. Verzugszinsenverfügung vom 2. Juni 2023 (AK-act. 14)

Mit "Schlussrechnung" ebenfalls vom 2. Juni 2023 (zur Differenz zur Nachtrags-
rechnung vgl. AK-act. 11a) stellte die Ausgleichskasse der Unternehmung fol-
gende Beiträge in Rechnung verbunden mit dem Hinweis, dass diese Rechnung 
vorangegangene Rechnungen der gleichen Periode ersetze (AK-act. 13; Beträge 
in Franken):

Rechnungsdetail Prozent Basis Betrag

Lohnbeiträge AHV/IV/EO 10.600 737'563.20 78'181.70
Beiträge ALV 2.200 689'011.40 15'158.25
Beiträge ALV solidarisch 1.000 48'551.80 485.50

3

Beiträge Familienausgleichskasse 1.300 737'563.20 9'588.30
Verwaltungskosten 3.000 78'181.70     2'345.45

Zwischentotal 105'759.20

Verzugszinsen auf Beiträgen 2'218.00
Mahngebühren 280.00
Mahngebühren IK-Abklärungen      20.00

Total 108'277.20

Mit E-Mail vom 19. Juni 2023 (AK-act. 17) liess die Unternehmung unter Verweis 
auf einen bereits für das Jahr 2021 bestehenden Ratenzahlungsplan um die Ver-
einbarung eines zweiten Ratenplanes ersuchen sowie um die Mitteilung, welches 
der für die Ausgleichskasse in Frage kommende tiefste Ratenbetrag sei. 

C. Mit Eingabe vom 3. Juli 2023 (AK-act. 19) erhob die Unternehmung bei der 
Ausgleichskasse "Einsprache gegen die Festsetzung der Sozialversicherungs-
beiträge und betreffend Verzugszinsen für auszugleichende Lohnbeiträge 2022" 
mit folgenden Anträgen:

1. Es seien die Verfügungen vom 2. Juni 2023 betreffend Lohnbeiträge 
01.01.2022-31.12.2022 (Abrechnungs-Nr.: G.________ / UID: CHE-
H.________) über den Betrag von CHF 107'938.75 (Nachtragsrechnung) und 
über den Betrag von CHF 108'277.20 (Schlussrechnung) sowie die Verfügung 
betreffend Verzugszinsen für auszugleichende Lohnbeiträge 2022 aufzuheben 
und es sei der Einsprecherin eine Frist von 3 Monaten für das Nachreichen 
der korrigierten Meldung der Lohnbeiträge des Geschäftsjahres 2022 zu 
gewähren, aufgrund welcher die Beitragsrechnung der 
Sozialversicherungsleistungen für AHV, IV, EO, ALV, ALV solidarisch, 
Familienausgleichskasse und die Verwaltungskostenbeiträge neu zu erstellen 
ist und die geschuldeten Verzugszinsen neu zu berechnen seien. Das 
Festlegungsverfahren sei in dieser Zeit zu sistieren bzw. auszusetzen.

2. Eventualiter zu Rechtsbegehren 1 seien die Verfügungen vom 2. Juni 2023 
betreffend Lohnbeiträge 01.01.2022-31.12.2022 (Abrechnungs-Nr.: 
G.________ / UID: CHE-H.________) über den Betrag von CHF 107'938.75 
(Nachtragsrechnung) und über den Betrag von CHF 108'277.20 
(Schlussrechnung) sowie die Verfügung betreffend Verzugszinsen für 
auszugleichende Lohnbeiträge 2022 aufzuheben und es seien die 
Sozialversicherungsbeiträge für AHV, IV, EO, ALV, ALV solidarisch, 
Familienausgleichskasse und die Verwaltungskostenbeiträge und die 
Verzugszinsen auf Beiträgen, die Mahngebühren und die Mahngebühren IK-
Abklärungen auf CHF 0 festzusetzen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Einsprachegegnerin. 

Zur Begründung führte die Unternehmung aus, es seien mehrere Verfahren vor 
Behörden hängig, deren Entscheide direkte Auswirkungen auf die Lohnbeiträge 
bzw. Beitragsrechnungen hätten. Unter anderem müsse sie davon ausgehen, 
dass ehemalige Mitarbeiter Einnahmen veruntreut und Urkundenfälschungen be-

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gangen hätten. Nach Vorliegen der entsprechenden Untersuchungsergebnisse 
werde sich die Lohnsumme massiv gegen unten korrigieren, voraussichtlich min-
destens um Fr. 500'000.--. 

D. Mit Entscheid Nr. 1139/23 vom 17. August 2023 entschied die Ausgleichs-
kasse wie folgt:

1. Die Einsprache vom 3. Juli 2023 wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen, 
soweit darauf einzutreten ist.

2. Der Antrag auf Sistierung des vorliegenden Einspracheverfahrens wird 
abgewiesen.

3. Das Verfahren ist kostenlos. Eine Parteientschädigung wird nicht entrichtet.
4.-5. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

E. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 17.8.2023) erhebt die Un-
ternehmung mit Eingabe vom 18. September 2023 (Postaufgabe am gleichen 
Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit 
den folgenden Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 17. August 2023 
(Einsprache-Nr. 1139/23; Abrechnungs-Nr. G.________) sei aufzuheben.

2. Es sei die Vorinstanz mit Bezug auf die Rechnungen vom 2. Juni 2023 
betreffend Lohnbeiträge 01.01.2022-31.12.2022 (Abrechnungs-Nr.: 
G.________ / UID: CHE-H.________) über den Betrag von CHF 107'938.75 
(Nachtragsrechnung) und über den Betrag von CHF 108'277.20 
(Schlussrechnung) anzuweisen, anfechtbare Verfügungen im Sinne von Art. 
51 Abs. 2 ATSG zu erlassen.

3. Eventualiter zu Rechtsbegehren 2 seien die Verfügungen der 
Beschwerdegegnerin vom 2. Juni 2023 betreffend Lohnbeiträge 01.01.2022-
31.12.2022 (Abrechnungs-Nr.: G.________ / UID: CHE-H.________) über 
den Betrag von CHF 107'938.75 (Nachtragsrechnung) und über den Betrag 
von CHF 108'277.20 (Schlussrechnung) sowie die Verfügung der 
Beschwerdegegnerin vom 2. Juni 2023 betreffend Verzugszinsen für 
auszugleichende Lohnbeiträge 2022 aufzuheben und es sei der 
Beschwerdeführerin eine Frist von 3 Monaten für das Nachreichen der 
korrigierten Meldung der Lohnbeiträge des Geschäftsjahres 2022 zu 
gewähren, aufgrund welcher die Beitragsrechnung der Beschwerdegegnerin 
für Lohnbeiträge AHV/IV/EO, Beiträge ALV, Beiträge ALV solidarisch, 
Beiträge Familienausgleichskasse und der Verwaltungskostenbeiträge neu zu 
erstellen ist und die geschuldeten Verzugszinsen neu zu berechnen seien. 
Während des Fristenlaufs von 3 Monaten zur Nachreichung der korrigierten 
Meldung der Lohnbeiträge des Geschäftsjahres 2022, sei das Verfahren 
betreffend Festsetzung der Lohnbeiträge zu sistieren bzw. auszusetzen.

4. Es seien die Verfügungen vom 2. Juni 2023 (Nachtragsrechnung und 
Schlussrechnung) betreffend die Verzugszinsen für auszugleichende 
Lohnbeiträge 2022 (insb. Verzugszinsen von CHF 2'218, Mahngebühren von 
CHF 280 und Mahngebühren lK-Abklärungen über CHF 20) aufzuheben und 
von der Anordnung von Verzugszinsen und Mahngebühren abzusehen. 

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5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen und zusätzlich 
Mehrwertsteuerzusatz zulasten der Beschwerdegegnerin. 

Zudem wird der prozessuale Antrag gestellt, es sei der Beschwerde die auf-
schiebende Wirkung zu erteilen. 

F. Mit der Kostenvorschussverfügung vom 19. September 2023 hielt der ver-
fahrensleitende Richter fest, dass der Beschwerde (von Gesetzes wegen) auf-
schiebende Wirkung zukomme, wie die Beschwerdeführerin selber erläutere (Be-
schwerde S. 4 Ziff. 2 f.). Betreffend den Antrag auf Gewährung einer dreimonati-
gen Frist - entsprechend der bereits im Einspracheverfahren beantragten Sistie-
rung - wies das Verwaltungsgericht darauf hin, dass seit der Einsprache vom 
3. Juli 2023 bis zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 18. September 2023 
2 ½ Monate verstrichen seien und es nicht nachvollziehbar sei, dass die korri-
gierte Lohnbeitragsmeldung zwischenzeitlich nicht habe erstellt werden können. 
Soweit die Sistierung mit anderen Entscheiden, die es abzuwarten gelte, begrün-
det werde, die indessen gemäss den Angaben in der Beschwerde nicht innert 
Jahresfrist zu erwarten seien (Beschwerde S. 7 f.  Ziff. 18 ff.), sei zum einen de-
ren Relevanz für die korrekte Deklaration der Lohnbeitragsmeldung nicht evident, 
zum andern gehe die Beschwerdeführerin offensichtlich davon aus, dass auch 
eine erneute Frist von drei Monaten zur Erstellung der korrigierten Lohnbei-
tragsmeldung nicht ausreiche. Damit eröffne sich ein nicht zu überbrückender 
Widerspruch zum Gebot der beförderlichen Verfahrenserledigung (Art. 61 lit. a 
ATSG).

G. Mit Vernehmlassung vom 10. Oktober 2023 stellt die Vorinstanz folgende 
Anträge:

1. In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde seien die 
Verzugszinsen auf Fr. 2'210.90 zu reduzieren. Im Übrigen sei die Beschwerde 
abzuweisen.

2. Unter Kostenfolge gemäss Gesetz.

H. Mit Replik vom 8. Januar 2024 hält die Beschwerdeführerin an ihren Be-
schwerdeanträgen fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Verwaltungsgericht ist das kantonale Versicherungsgericht im Sinne 
der Bundesgesetzgebung (vgl. § 16 Abs. 2 lit. a des Justizgesetzes [JG; 
SRSZ 231.110] vom 18.11.2009). Nach Art. 61 Einleitungssatz des Bundesge-
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

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SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 bestimmt sich das Verfahren vor dem kantona-
len Versicherungsgericht unter Vorbehalt von Art. 1 Abs. 3 des Bundesgesetzes 
über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 
SR 172.021) vom 20. Dezember 1968 nach kantonalem Recht, wobei es den in 
Art. 61 lit. a bis i ATSG aufgeführten Anforderungen zu genügen hat.

1.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlas-
senenversicherung (AHVG; SR 831.10) vom 20. Dezember 1946 sind die Be-
stimmungen des ATSG auf die im ersten Teil des AHVG geregelte Alters- und 
Hinterlassenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine 
Abweichung vom ATSG vorsieht. Im ersten Teil des AHVG werden unter ande-
rem die "Beiträge" und insbesondere auch deren Bezug (Art. 14 bis 16 AHVG) 
geregelt. 

1.3 Betreffend den Sistierungsantrag bzw. den Antrag auf Gewährung einer 
dreimonatigen Frist zur Einreichung der korrigierten Meldungen der Lohnbeiträge 
behalten die Erwägungen gemäss der Kostenvorschussverfügung vom 19. Sep-
tember 2023 ihre Gültigkeit (vgl. vorstehend Ingress lit. F), zumal mittlerweile wei-
tere über drei Monate verstrichen sind. 

2. Die Vorinstanz ist auf die Einsprache nicht eingetreten, soweit die Be-
schwerdeführerin die Höhe der Lohnsumme sowie der Lohnbeiträge für das Jahr 
2022 beanstandet hat. Sie argumentierte, bei den Schluss- und Nachtragsrech-
nungen vom 2. Juni 2023 handle es sich nicht um anfechtbare Verfügungen. Es 
stehe einer Partei jedoch frei, solche zu verlangen. 

2.1.1 Nach § 27 Abs. 1 des kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; 
SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 prüft das Verwaltungsgericht von Amtes we-
gen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. 
insbesondere die Zuständigkeit (lit. a) und die Zulässigkeit des Rechtsmittels (lit. 
e). Ist eine dieser Voraussetzungen nicht gegeben, trifft das Gericht einen Nicht-
eintretensentscheid (vgl. § 27 Abs. 2 VRP).

2.1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde 
vorgängig verbindlich (in Form einer Verfügung) Stellung genommen hat. Inso-
weit bestimmt die Verfügung bzw. der Einspracheentscheid der zuständigen 
Verwaltungsbehörde den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegen-
stand. Es kann nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein, was auch 
Gegenstand der zugrundeliegenden Verfügung war bzw. nach richtiger Geset-
zesauslegung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die erste Instanz 

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bzw. die Vorinstanz zu Recht (noch) nicht entschieden hat, fallen nicht in den 
Kompetenzbereich des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. VGE II 
2022 66 vom 19.10.2022 Erw. 4.1; VGE 331/05 vom 20.7.2005 Erw. 1.3). 

2.1.3 Soweit die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten ist, hat die 
Rechtsmittelinstanz nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu prüfen, 
ob der Nichteintretensentscheid zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese Frage, so 
hebt es den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die Vorinstanz 
zurück, damit diese hinsichtlich dieses Rechtsmittels einen Sachentscheid trifft 
(vgl. statt vieler VGE III 2022 81 + 82 vom 26.9.2022 Erw. 3.3.2; VGE II 2022 28 
vom 26.4.2022 Erw. 2.2; VGE II 2012 24 vom 16.4.2012 Erw. 1.5).

2.2 Die Beiträge vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit sind 
bei jeder Lohnzahlung in Abzug zu bringen und vom Arbeitgeber zusammen mit 
dem Arbeitgeberbeitrag periodisch zu entrichten (Art. 14 Abs. 1 AHVG). 

Die Beiträge vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit, die Beiträge 
der Nichterwerbstätigen sowie die Beiträge der Arbeitnehmer ohne beitragspflich-
tige Arbeitgeber sind periodisch festzusetzen und zu entrichten. Der Bundesrat 
bestimmt die Bemessungs- und Beitragsperioden (Art. 14 Abs. 2 AHVG). Er er-
lässt gemäss Art. 14 Abs. 4 AHVG Vorschriften über die Zahlungstermine für die 
Beiträge (lit. a), das Mahn- und Veranlagungsverfahren (lit. b) sowie die Nach-
zahlung zu wenig bezahlter Beiträge (lit. c). 

In der Regel werden die von den Arbeitgebern zu entrichtenden Beiträge im 
formlosen Verfahren nach Artikel 51 ATSG eingefordert. Dies gilt in Abweichung 
von Artikel 49 Abs. 1 ATSG auch für erhebliche Beiträge (Art. 14 Abs. 3 AHVG). 

2.3.1 Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder 
mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungs-
träger schriftlich Verfügungen zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Die Verfügun-
gen werden mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen. Sie sind zu begründen, 
wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 1 
und 2 ATSG). Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 
Abs. 1 ATSG fallen, können in einem formlosen Verfahren behandelt werden 
(Art. 51 Abs. 1 ATSG). Die betroffene Person kann den Erlass einer Verfügung 
verlangen (Art. 51 Abs. 2 ATSG). 

Gemäss der erwähnten spezialgesetzlichen Regelung von Art. 14 Abs. 3 AHVG 
werden auch erhebliche Beiträge im formlosen Verfahren eingefordert. 

2.3.2 Art. 51 Abs. 2 ATSG legt klar fest, dass es der Partei freisteht, den Erlass 
einer formellen Verfügung zu verlangen. Es fällt mithin ausser Betracht, gegen 

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eine im formlosen Verfahren erlassene Entscheidung eine direkte Einsprache 
nach Art. 52 Abs. 1 ATSG einzureichen. In jedem Fall muss zunächst eine - ge-
gebenenfalls durch Einsprache anfechtbare - Verfügung verlangt werden (vgl. 
Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Art. 51 N 27 und Art. 52 N 26; 
vgl. BSK ATSG-Genner, Art. 51 N 9 und Art. 52 N 20). An die Form, in welcher 
das Gesuch gestellt werden muss, bestehen dabei keine besonderen Anforde-
rungen. Es ist auch zulässig, den Erlass per Telefon zu verlangen (Kieser, 
a.a.O., Art. 51 ATSG N 27, mit Hinweis auf Urteil BGer 8C_738/2016 vom 
28.3.2017 Erw. 3.4; vgl. auch Urteil BGer 8C_849/2014 vom 14.7.2016 Erw. 5.2 
[frz.]). 

2.4.1 Bei dieser Rechtslage ist die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Einsprache 
eingetreten, soweit die Beschwerdeführerin die Höhe der Lohnsumme sowie der 
Lohnbeiträge für das Jahr 2022 beanstandet hat. Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin (vgl. auch Replik S. 3 Ziff. 3) hätte sie zunächst eine an-
fechtbare Verfügung verlangen müssen. Auch wenn es hierbei keine Rolle spielt, 
ob es sich bei der betroffenen Person um einen Laien/eine Laiin oder eine 
rechtskundige Person handelt, ist der Vorinstanz gleichwohl beizupflichten (Ver-
nehmlassung S. 2 Begründung Ziff. 2), dass von der beanwalteten Beschwerde-
führerin hätte erwartet werden dürfen, dass sie vor Einreichen der Einsprache - 
allenfalls nach Konsultation der vorzitierten Gesetzesbestimmungen - anfechtba-
re Verfügungen verlangt hätte. Dies hätte sie ohne weiteres auch noch kurz vor 
Ablauf der Einsprachefrist tun können, zumal diese Frist für das Ersuchen um Er-
lass einer anfechtbaren Verfügung nicht massgebend ist. Unklar ist, was die Be-
schwerdeführerin aus dem Realisierungsprinzip (Replik S. 3 Ziff. 3) zu ihren 
Gunsten ableiten will. Die formlosen Nachtrags- und Schlussrechnungen vom 
2. Juni 2023 basieren auf der erst auf Mahnung hin eingereichten Lohnmeldung 
der Beschwerdeführerin.

Soweit die beantragte Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides auf 
die Aufhebung des Nichteintretens abzielt, ist die Beschwerde somit abzuweisen. 

2.4.2 Dies bedeutet gleichzeitig, dass auf die Beschwerde mangels Zuständigkeit 
nicht eingetreten werden kann, soweit mit den Beschwerdeanträgen Ziff. 3 und 
Ziff. 4 die Aufhebung der Nachtrags- und Schlussrechnung vom 2. Juni 2023 be-
antragt wird. 

2.5.1 Anzufügen ist, dass die Vorinstanz als Einspracheinstanz nicht verpflichtet 
war, die Ausgleichskasse anzuhalten, anfechtbare Verfügungen zu erlassen, 
oder die Einsprache insoweit hierfür an die Ausgleichskasse zu überweisen. Dies 
wäre einem unzulässigen kassatorischen Einspracheentscheid bzw. einer un-

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zulässigen Rückweisung (hierzu vgl. Kieser, a.a.O., Art. 52 N 66 f., N 71) gleich-
gekommen. In diesem Vorgehen kann angesichts der klaren gesetzlichen Vorga-
ben kein Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben gesehen werden 
(Beschwerde S. 5 f. Rz. 9), zumal die Beschwerdeführerin grundsätzlich nach wie 
vor bei der Ausgleichskasse den Erlass von Verfügungen verlangen kann (zur 
Frist, innert welcher der Erlass einer formellen Verfügung zu verlangen ist, vgl. 
Kieser, a.a.O., Art. 51 ATSG N 20 ff.; BSK ATSG-Genner, Art. 51 N 7). 

Zu Recht beruft sich die Beschwerdeführerin auch nicht auf die Weiterleitungs-
pflicht im Sinne von Art. 30 ATSG, welche "versehentlich" an eine unzuständige 
Stelle gelangte Anmeldungen, Gesuche und Eingaben betrifft. Von einem Verse-
hen kann bei einer Einspracheerhebung an die zur Beurteilung von Einsprachen 
im betreffenden Rechtsgebiet grundsätzlich zuständige Behörde nicht die Rede 
sein. 

2.5.2 Nichts anderes gilt für das Verwaltungsgericht. Es liegt nicht an ihm, stell-
vertretend für die Beschwerdeführerin (vgl. vorstehend Erw. 2.3.1 f.) von der 
Ausgleichskasse den Erlass einer Verfügung zu verlangen. Wenn an die Form, in 
welcher das Gesuch um Erlass einer formellen Verfügung an die Ausgleichskas-
se gestellt werden kann, keine besonderen Vorgaben gemacht werden (vgl. vor-
stehend Erw. 2.3.2), liegt dies zweifelsohne im Interesse der versicherten Perso-
nen und schliesst insoweit den Umweg über ein förmliches Rechtsmittel aus.

Auf den Beschwerdeantrag Ziff. 2 kann folglich nicht eingetreten werden. 

2.5.3 Im konkreten Fall kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin mit dem Er-
suchen um anfechtbare Verfügungen bei der Ausgleichskasse gleichzeitig die 
korrigierten Meldungen hätte einreichen bzw. deren Einreichung hätte in Aussicht 
stellen können. Dieses Vorgehen wäre zweifelsohne im Interesse der Verfah-
rensökonomie gelegen. Im Übrigen ist es angesichts der entsprechenden zutref-
fenden Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid nicht nachvoll-
ziehbar, wenn die Beschwerdeführerin bei der Ausgleichskasse zwischenzeitlich 
nicht den Erlass formeller Verfügungen verlangt hat.

2.6 Die Beschwerdeführerin moniert in diesem Zusammenhang eine Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 42 ATSG. 

2.6.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör. Sie müssen nicht an-
gehört werden vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind (Art. 42 
ATSG).

Die Beschwerdeführerin macht geltend (Beschwerde S. 6 Ziff. 1.3 Rz. 11), aus 
"den vorstehenden Bestimmungen" (wohl Art. 49 Abs. 1 ATSG, vgl. Beschwerde 

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S. 5 f. Ziff. 1.1 f., Rz. 7 ff.) ergebe sich im Umkehrschluss, dass Parteien an-
gehört werden müssen, wenn die Anordnung nicht angefochten werden könne. 
Die Vorinstanz verhalte sich widersprüchlich, wenn sie einerseits die Rechnun-
gen nicht als Verfügungen qualifiziere und eine Einsprache dagegen nicht zulas-
se und der Beschwerdeführerin andererseits keine Möglichkeit lasse, angehört 
zu werden.

2.6.2 Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zum einen sieht, wie er-
wähnt, Art. 14 Abs. 3 AHVG ausdrücklich vor, dass auch erhebliche Beiträge 
formlos erhoben werden. Mit diesem unkomplizierten Vorgehen wird dem sozial-
versicherungsrechtlichen Beitragsverfahren als Massenverwaltungsverfahren 
Rechnung getragen. Zum andern beruhen die Beitragserhebungen in der Regel 
auf den eigenen Lohnangaben der Arbeitgeber (oder Selbständigerwerbenden), 
was hier als entscheidendes Element der Sachverhaltsabklärung zu betrachten 
ist und vom Gehörsanspruch zu unterscheiden ist. Entsprechend braucht die bei-
tragspflichtige Person vor der bloss rechnerischen Umsetzung ihrer Angaben of-
fenkundig nicht weiter angehört zu werden. 

Bei fehlendem Einverständnis mit den formlos in Rechnung gestellten Beiträgen 
kann gestützt auf Art. 51 Abs. 2 ATSG, wie dargelegt, eine Verfügung verlangt 
werden, die dann einspracheweise angefochten werden kann, womit das rechtli-
che Gehör im Sinne von Art. 42 ATSG im Rahmen der Einsprache gewahrt wer-
den kann und zu gewähren ist (vgl. Kieser, a.a.O., Art. 51 N 16). 

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt des Weiteren eine Verletzung von Art. 14 
AHVG (Beschwerde S. 9 Ziff. 2.3 Rz. 23 ff.). Diese Verletzung will sie darin er-
kennen, dass die Vorinstanz "die Verfügungen im Kleid von Rechnungen" nicht 
aufgehoben habe, womit sie Beiträge, die letztlich nicht zu bezahlen seien, be-
zahlen müsse. 

3.2.1 Arbeitgeber haben der Ausgleichskasse die Beiträge monatlich zu bezah-
len oder, wenn die jährliche Lohnsumme 200 000 Franken nicht übersteigt, vier-
teljährlich (Art. 34 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die Alters- und Hinterlasse-
nenversicherung [AHVV; SR 831.1010] vom 31.10.1947). 

Beitragspflichtige, die innert der vorgeschriebenen Frist die Beiträge nicht bezah-
len oder die Lohnbeiträge nicht abrechnen, sind von der Ausgleichskasse zu 
mahnen (Art. 34a Abs. 1 AHVV). Mit der Mahnung ist eine Mahngebühr von 
Fr. 20.-- bis Fr. 200.-- aufzuerlegen (Art. 34a Abs. 2 AHVV).  

Im laufenden Jahr haben die Arbeitgeber periodisch Akontobeiträge zu entrich-
ten. Diese werden von der Ausgleichskasse auf Grund der voraussichtlichen 

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Lohnsumme festgesetzt (Art. 35 Abs. 1 AHVV). Die Arbeitgeber haben der Aus-
gleichskasse wesentliche Änderungen der Lohnsumme während des laufenden 
Jahres zu melden (Art. 35 Abs. 2 AHVV).

Die Abrechnungen der Arbeitgeber enthalten die nötigen Angaben für die Verbu-
chung der Beiträge und für die Eintragung in die individuellen Konten (Art. 36 
Abs. 1 AHVV). Die Arbeitgeber haben die Löhne innert 30 Tagen nach Ablauf der 
Abrechnungsperiode abzurechnen (Art. 36 Abs. 2 AHVV). Die Abrechnungsperi-
ode umfasst das Kalenderjahr (Art. 36 Abs. 3 Satz 1 AHVV). Die Ausgleichskas-
se nimmt den Ausgleich zwischen den geleisteten Akontobeiträgen und den 
tatsächlich geschuldeten Beiträgen aufgrund der Abrechnung vor. Ausstehende 
Beiträge sind innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen. Überschüssi-
ge Beiträge werden von der Ausgleichskasse zurückerstattet oder verrechnet 
(Art. 36 Abs. 4 AHVV). 

3.2.2 Art. 41bis AHVV regelt die Verzugszinsen. Verzugszinsen zu entrichten ha-
ben unter anderem Arbeitgeber auf auszugleichenden Beträgen für die innert 30 
Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode keine ordnungsgemässe Abrech-
nung bei der Ausgleichskasse eingeht, ab dem 1. Januar nach Ablauf der Ab-
rechnungsperiode (Abs. 1 lit. d). Die gesetzliche Grundlage für die Erhebung von 
Verzugszinsen auf fälligen Beitragsforderungen bildet Art. 26 Abs. 1 ATSG (vgl. 
Kieser, a.a.O., Art. 26 ATSG N 80). 

3.3.1 Vorliegend reichte die Beschwerdeführerin die Lohndeklaration 2022 erst 
auf Mahnung hin am 1. Juni 2023 ein (vgl. vorstehend Ingress lit. B) und somit 
klarerweise nicht innert 30 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode (31. De-
zember 2022). Daher wurden zum einen offensichtlich eine Mahngebühr und 
zum andern Verzugszinsen seit dem 1. Januar nach Ablauf der Abrechnungspe-
riode, d.h. seit dem 1. Januar 2023, erhoben. Für diesen Verzugszinsenlauf ist 
keine Mahnung erforderlich (OFK/AHVG/IVG-Frey, Art. 14 AHVG N 17). 

3.3.2 Die Vorinstanz weist im angefochtenen Einspracheentscheid auf die Ak-
zessorietät der Verzugszinsen zur Hauptforderung hin (Erw. 8 mit Hinweis auf 
Rz. 4003 der Wegleitung über den Bezug der Beiträge in der AHV, IV und EO 
[WBB], gültig ab 1.1.2021, Stand 1.1.2024; vgl. Urteile BGer 2P.137/2003 sowie 
2P.138/2003 vom 6.6.2003 Erw. 4.3; H 319/03 vom 22.10.2004 Erw. 3.2). 

Laut Rz. 4012 WBB teilt die Ausgleichskasse der beitragspflichtigen Person die 
Höhe der geschuldeten Zinsen mit und erlässt, wenn diese beanstandet oder 
nicht entrichtet werden, eine Verfügung auf Zahlung der geschuldeten Zinsen.

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3.3.3 Vorliegend hat die Vorinstanz gleichzeitig mit der Nachtrags- und Schluss-
rechnung am 2. Juni 2023 die Verzugszinsenverfügung erlassen. Zu jenem Zeit-
punkt war weder eine Beanstandung noch eine Nichtentrichtung der Verzugszin-
sen absehbar. Angesichts der Akzessorietät der Verzugszinsen zur Hauptforde-
rung erscheint ein solches Vorgehen nicht sinnvoll. Indes wird damit weder die 
Erhebung von Verzugszinsen noch der Erlass der entsprechenden Verfügung 
unzulässig bzw. unrechtmässig. Zudem durfte die Vorinstanz davon ausgehen, 
dass die gestützt auf die Eigenangaben der Beschwerdeführerin gemachten 
Nachtrags- und Schlussrechnungen - vorbehalten allfällige einer blossen Berich-
tigung zugängliche Rechnungsfehler - definitiven Charakter hatten (vgl. Rz. 4034 
WBB). In dieser Auffassung durfte sich die Vorinstanz aufgrund des E-Mails der 
Beschwerdeführerin vom 19. Juni 2023 betreffend Gewährung einer Ratenzah-
lung, also fast drei Wochen später, bestätigt fühlen. 

3.3.4 Es bleibt allerdings festzuhalten, dass die Akzessorietät der Verzugszinsen 
zur Hauptforderung auch zur Folge hat, dass die Verzugszinsen entsprechend zu 
reduzieren sind, wenn die Hauptforderung zu reduzieren ist. Soweit tatsächliche 
strafbare Handlungen (Verbrechen, Vergehen) ursächlich für zu hohe Beiträge 
sein sollten, dürfte selbst im Falle rechtskräftiger Beitragsverfügungen ein Revisi-
onsgrund gegeben sein (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG; BSK ATSG-Flückiger, Art. 53 
N 33; Art. 61 lit. i ATSG; BSK ATSG-Bollinger, Art. 61 N 104). 

3.4 Vernehmlassend (S. 3 Ziff. 3 mit Hinweis auf AK-act. 12) korrigiert die Vor-
instanz den zinspflichtigen Betrag für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 1. Juni 
2023 von Fr. 2'218.-- auf Fr. 2'210.90, weil als Basis nicht ein Betrag von 
Fr. 105'759.20, sondern von Fr. 105'420.75 (gemäss Nachtragsrechnung) gilt. 
Diese Korrektur/Berechnung wird von der Beschwerdeführerin nicht, jedenfalls 
nicht substantiiert, bestritten. Insoweit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.

4.1 Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leis-
tungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Es 
ist das kantonale Recht anwendbar (Art. 61 ATSG; § 71ff. VRP). Dem Verfah-
rensausgang entsprechend sind die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfah-
rens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 1'000.-- der Be-
schwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

4.2 Parteientschädigungen sind ebenfalls dem Verfahrensausgang entspre-
chend keine zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG). 

4.3 Das teilweise Obsiegen (vgl. vorstehend Erw. 3.4) ist zu gering, als dass 
sich eine andere Kostenverlegung oder eine Parteientschädigung rechtfertigt. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Verzugszinsen für 
die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 1. Juni 2023 von Fr. 2'218.-- auf 
Fr. 2'210.90 reduziert. Im Übrigen wird die Beschwerde im Sinne der Erwä-
gungen abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 
17. Oktober 2023 einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe geleistet, so 
dass die Rechnung ausgeglichen ist. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R; unter Beilage der Replik der Beschwerdeführerin vom 

8.1.2024)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 19. Januar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 5. Februar 2024