# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aacc9896-891f-5faf-bea6-76b08b7cb1d3
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.02.2024 III 2023 179
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-179_2024-02-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 179

Entscheid vom 22. Februar 2024 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin, 

gegen

1. Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Wirtschaftspolizeirecht (Ladenöffnungszeiten)

2

Sachverhalt:

A. An der B.________-strasse __01 in Einsiedeln befand sich seit Längerem 
ein Lebensmittelgeschäft (Bäckerei ______/C.________-Laden). Im Unterge-
schoss war eine Backstube. Im C.________-Laden wurde neben Backwaren 
auch ein Sortiment an Lebensmitteln verkauft. Der Laden war auch an Sonn- und 
Feiertagen geöffnet. Im Jahr 2017 übernahm die A.________ AG den Laden (Fi-
liale). 

Anlässlich der Abnahme des Umbaus des Ladenlokals am 1. Februar 2023 stell-
te der kantonale Arbeitsinspektor fest, dass die Bäckerei nicht mehr existiert und 
die Räumlichkeiten der Backstube zur anderweitigen Nutzung vom Verkaufsge-
schäft getrennt worden waren. Der Aushang bei der Filiale und die Öffnungs-
zeitmeldungen in den sozialen Medien zeigten, dass die Filiale an Sonn- und 
Feiertagen von 07.00 bis 19.00 Uhr während des gesamten Jahres geöffnet ist. 
Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (Schreiben des Arbeitsinspektorats 
vom 22.3.2023 und Antwortschreiben der A.________ AG vom 30.3.2023 und 
20.4.2023) verfügte das Amt für Arbeit (AfA) am 10. Mai 2023 was folgt:

1. Die A.________ AG, Filiale Einsiedeln ist an den öffentlichen Ruhetagen nach 
§ 2 des kantonalen Ruhetaggesetzes (RTG) geschlossen zu halten.

2. An Sonntagen und den ihnen gleichgestellten Feiertagen (Art. 20a Abs. 1 ArG 
i.V.m. § 2 Abs. 2 RTG) ist die Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und 
Arbeitnehmern im A.________ AG, Filiale Einsiedeln untersagt.

3. Vorbehalten bleibt das Offenhalten des Verkaufsgeschäftes und die 
Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern:
a) an höchstens vier öffentlichen Ruhetagen pro Kalenderjahr, hohe 

Feiertage ausgenommen, nach vorgängiger Bewilligung durch das Amt 
für Arbeit (§ 5 Abs. 3 RTG);

b) sofern das Verkaufsangebot auf Back-, Konditorei- und Confiseriewaren 
beschränkt wird. Die übrige Verkaufsfläche ist hierzu baulich 
abzutrennen.

4. Die Kosten dieser Verfügung von CHF 480.- werden der Geschäftsinhaberin 
auferlegt. (…).

5.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

B. Gegen diese Verfügung erhob die A.________ AG mit Eingabe vom 
10. Mai 2023 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den fol-
genden Anträgen:

1. Es sei die Verfügung des Arbeitsinspektorats vom 10.5.2023 über die 
Schliessung der Filiale Einsiedeln an öffentlichen Ruhetagen sowie das 
Verbot der Beschäftigung von Arbeitnehmern in der Filiale Einsiedeln an 
Sonntagen sowie ihnen gleichgestellten Feiertagen vollumfänglich 
aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin die Filiale 

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an der B.________-strasse __01 in 8840 Einsiedeln jeweils an öffentlichen 
Ruhetagen, Sonntagen sowie ihnen gleichgestellten Feiertagen von 07.00 bis 
19.00 Uhr offen halten und Arbeitnehmer beschäftigen kann.

2. Eventualiter sei die Verfügung vom 10.5.2023 aufzuheben und an die 
Beschwerdegegnerin zur Neubeurteilung zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt. und Auslagen) zulasten 
der Beschwerdegegnerin.

C. Mit Beschluss (RRB) Nr. 716/2023 vom 17. Oktober 2023 wies der Regie-
rungsrat die Beschwerde ab (Disp.-Ziff. 1), auferlegte die Verfahrenskosten von 
Fr. 1'500.-- der A.________ AG (Disp.-Ziff. 2) und sprach keine Parteientschädi-
gungen zu (Disp.-Ziff. 3). 

D. Gegen diesen RRB Nr. 716/2023 (Versand am 24.10.2023) erhebt die 
A.________ AG mit Eingabe vom 13. November 2023 (Postaufgabe am gleichen 
Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit 
den folgenden Anträgen: 

1. Es sei der Beschwerdeentscheid des Regierungsrates des Kantons Schwyz 
vom 17.10.2023 aufzuheben und es sei festzustellen, dass die 
Beschwerdeführerin die Filiale an der B.________-strasse __01 in 8840 
Einsiedeln jeweils an öffentlichen Ruhetagen, Sonntagen sowie ihnen 
gleichgestellten Feiertagen zwischen dem 1. Juni bis 30. September sowie 1. 
Dezember bis 30. April von 07.00 bis 19.00 Uhr offen halten und 
Arbeitnehmer beschäftigen kann.

2. Eventualiter sei der Beschwerdeentscheid vom 17.10.2023 aufzuheben und 
an die Beschwerdegegnerin zur Neubeurteilung zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST und Auslagen) 
zulasten der Beschwerdegegnerin.

E. Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 20. No-
vember 2023 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Be-
schwerdeführerin, ebenso das AfA am 5. Dezember 2023.

F. Mit Replik vom 16. Januar 2024 erneuert die Beschwerdeführerin ihre An-
träge gemäss der Beschwerde vom 13. November 2023. Das Sicherheitsdepar-
tement sowie das AfA teilen je mit Schreiben vom 22. Januar 2024 ihren Verzicht 
auf eine Duplik mit. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Ar-
beitsgesetz; ArG; SR 822.11) vom 13. März 1964 kennt ein Verbot der Sonn-
tagsarbeit (Beschäftigung von Arbeitnehmenden) zwischen Samstag 23 Uhr und 

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Sonntag 23 Uhr (vgl. Art. 18 Abs. 1 ArG). Art. 19 ArG regelt die Ausnahmen; die-
se bedürfen einer Bewilligung (Abs. 1). Dauernde oder regelmässig wiederkeh-
rende Sonntagsarbeit wird bewilligt, sofern sie aus technischen oder wirtschaftli-
chen Gründen unentbehrlich ist (Abs. 2). Vorübergehende Sonntagsarbeit wird 
bewilligt, sofern ein dringendes Bedürfnis nachgewiesen wird (Abs. 3 Satz 1). 
Dauernde oder regelmässig wiederkehrende Sonntagsarbeit wird vom SECO 
(Staatssekretariat für Wirtschaft), vorübergehende Sonntagsarbeit von der kan-
tonalen Behörde bewilligt (Abs. 4).

Von diesen Restriktionen können gemäss Art. 27 Abs. 1 ArG bestimmte Gruppen 
von Betrieben oder Arbeitnehmern durch Verordnung ganz oder teilweise ausge-
nommen und entsprechenden Sonderbestimmungen unterstellt werden, soweit 
dies mit Rücksicht auf ihre bsonderen Verhältnisse notwendig ist. Solche Be-
stimmungen können unter anderem insbesondere erlassen werden für Betriebe, 
die den Bedürfnissen des Fremdenverkehrs oder der landwirtschaftlichen Bevöl-
kerung dienen (Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG). 

Der Vollzug des ArG und der dazugehörigen Verordnungen obliegt (unter Vorbe-
halt von Art. 42 ArG [Oberaufsicht/Weisungsbefugnis des Bundes]) den Kanto-
nen. Diese bezeichnen die zuständigen Vollzugsbehörden und eine kantonale 
Rekursbehörde (Art. 41 Abs. 1 ArG). 

1.2.1 Die vom Bundesrat gestützt auf Art. 27 ArG erlassene Verordnung 2 zum 
Arbeitsgesetz (ArGV 2; SR 822.112) vom 10. Mai 2000 betreffend Sonderbe-
stimmungen für bestimmte Gruppen von Betrieben oder Arbeitnehmern und Ar-
beitnehmerinnen umschreibt die bei Vorliegen besonderer Verhältnisse nach 
Art. 27 Abs. 1 Satz 1 ArG möglichen Abweichungen von den gesetzlichen Ar-
beits- und Ruhezeitvorschriften und bezeichnet die Betriebsarten oder Gruppen 
von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen, welche unter diese Abweichungen 
fallen (Art. 1 ArGV 2).

1.2.2 Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 erlaubt Betrieben in Fremdenverkehrsgebieten sowie 
Einkaufszentren für die Bedürfnisse des internationalen Fremdenverkehrs die 
Beschäftigung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen ohne behördliche Be-
willigung ganz oder teilweise am Sonntag (Art. 4 Abs. 2 ArGV 2) sowie Überzeita-
rbeit am Sonntag (die durch Freizeit auszugleichen ist) (Art. 8 Abs. 1 ArGV 2). 
Das Gleiche gilt für Kioske (an öffentlichen Strassen und Plätzen), Betriebe für 
Reisende und Tankstellenshops (vgl. Art. 26 ArGV 2). Vom Verbot der Sonn-
tagsarbeit ausgenommen sind auch Bäckereien, Konditoreien und Confiserien 
(vgl. Art. 27 Abs. 1 ArGV 2). 

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Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten sind gemäss Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 Betrie-
be in Kur-, Sport-, Ausflugs- und Erholungsorten, in denen der Fremdenverkehr 
von wesentlicher Bedeutung ist und erheblichen saisonmässigen Schwankungen 
unterliegt. 

1.2.3 Der Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 zeichnet sich primär durch das 
touristische Angebot aus. Das Vorliegen eines solchen Ortes darf jedoch nicht 
allzu leicht bejaht werden. Das Beherbergungsangebot (Hotel und Parahoteller-
ie), das Vorhandensein von Sport- und Erholungseinrichtungen sowie weitere ob-
jektive Kriterien spielen eine entscheidende Rolle. Der Ortsbegriff des Art. 25 
Abs. 2 ArGV 2 wird durch die Lage und die Konzentration des touristischen An-
gebots und der touristischen Infrastruktur gekennzeichnet und begrenzt. Nicht 
massgeblich ist, ob es sich um eine ganze Ortschaft oder Stadt oder um einen 
Stadtteil handelt. Ebenso wenig deckt sich der Ortsbegriff notwendigerweise mit 
dem Gebiet einer bestimmten politischen Gemeinde. Es ist - zumindest theore-
tisch - nicht ausgeschlossen, dass es sich um ein mehrere Ortschaften umfas-
sendes Gebiet handeln kann (z.B. ein Skigebiet). Entscheidend ist in jedem Fall, 
dass der Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 durch das touristische Angebot 
und die touristischen Anlagen örtlich klar begrenzt und damit auf die lokale Ebe-
ne ausgerichtet bleibt (Urteile BGer 2C_44/2013 vom 12.2.2014 Erw. 5.3.3 sowie 
2C_379/2013 vom 10.2.2014 Erw. 4.3.3, je mit Hinweis auf Urteil BGer 
2C_10/2013 vom 10.1.2014 = BGE 140 II 46 Erw. 2.2.1 und 5.1; EGV-SZ 2016 
C 17.1 Erw. 4.1). 

1.2.4 Liegt ein Betrieb innerhalb eines Fremdenverkehrsgebiets im Sinne von 
Art. 25 Abs. 2 ArGV 2, bleibt zu prüfen, ob der Betrieb "der Befriedigung spezifi-
scher Bedürfnisse der Touristen" dient (Art. 25 Abs. 1 ArGV 2). Darunter fallen 
jene Betriebe, die tatsächlich den Bedürfnissen des Fremdenverkehrs dienen. 
Diese Betriebe sind regelmässig in besonderer Weise von saisonmässigen 
Schwankungen im Tourismus betroffen. Nicht dazu zählen jene Betriebe, die in 
erster Linie oder gar ausschliesslich die Bedürfnisse der einheimischen Bevölke-
rung befriedigen. Verfehlt wäre es, die touristischen Bedürfnisse auf diejenigen 
Bedürfnisse beschränken zu wollen, die einzig und allein den Touristen eigen 
sind (z.B. Souvenirartikel, Reiseführer). Vielmehr können nach konstanter bun-
desgerichtlicher Praxis auch Grundbedürfnisse des Menschen dazu zählen. Zur 
Abklärung, ob das Kriterium erfüllt ist, können neben dem Anteil der Touristen an 
der Kundschaft des betreffenden Betriebes auch Indizien wie namentlich die Um-
satzentwicklung, der Gesamteindruck des angebotenen Sortiments und der übri-
ge Marktauftritt angemessen Beachtung finden. Weiter ist es in diesem Rahmen 
ebenfalls wichtig zu prüfen, inwiefern die Bedürfnisse der Touristen anderweitig 

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abgedeckt werden, was auch von den jeweiligen Tourismusformen abhängt (Ur-
teil BGer 2C_44/2013 vom 12.2.2014 Erw. 5.4.1 ff.; vgl. Urteil BGer 2C_379/2013 
vom 10.2.2014 Erw. 4.4.1 ff.; vgl. auch SECO, Wegleitung zum Arbeitsgesetz 
und zu den Verordnungen 1 und 2, November 2023, S. 225-1 f.). Des Weiteren 
ist zu beachten, dass beim Tages- und Ausflugstourismus die Abgrenzung zum 
Freizeitverhalten der lokalen Bevölkerung innerhalb des gewohnten Lebensum-
feldes schwerfallen kann (Urteil BGer 2C_379/2013 vom 10.2.2014 Erw. 5.1).

1.2.5 Die (Nacht- und) Sonntagsarbeit muss nach dem Gesetzestext "unentbehr-
lich" sein (vgl. vorstehend Erw. 1.1). Abweichungen von den entsprechenden 
Verboten sollen im Interesse eines wirksamen Arbeitnehmerschutzes die Aus-
nahme bilden. Ausnahmen vom sonntäglichen Arbeitsverbot auch in touristi-
schen Regionen sind nur restriktiv zu gewähren (vgl. Urteil BGer 2C_10/2013 
vom 10.1.2014 Erw. 2.2.2 und 5.1).

1.3 Das kantonale Ruhetagsgesetz (RTG; SRSZ 545.110) vom 21. November 
2001 untersagt Tätigkeiten und Veranstaltungen, welche die dem Sonn- oder 
Feiertag angemessene Ruhe und Würde ernstlich stören (§ 3 Abs. 1 RTG). Aus-
genommen sind unter anderem Betriebsarten, die gemäss der ArGV 2 vom Ver-
bot der Sonntagsarbeiten ausgenommen sind, oder für die eine Bewilligung von 
Sonntagsarbeit nach dem ArG vorliegt (§ 3 Abs. 2 lit. a RTG). Verkaufsgeschäfte 
sind an öffentlichen Ruhetagen geschlossen zu halten (§ 5 Abs. 1 RTG). Ausge-
nommen sind Geschäfte, die gemäss der ArGV 2 vom Verbot der Sonntagsarbeit 
ausgenommen sind (§ 5 Abs. 2 Ziff. 1 RTG). Das RTG macht also keine weiter-
gehenden Einschränkungen, soweit das Arbeitsgesetz samt dazugehörigen Ver-
ordnungen dies überhaupt zulässt.

2. Die Beschwerdeführerin macht mit ihrer Beschwerde im Wesentlichen gel-
tend, die Öffnungszeiten hätten noch nie Anlass zu Beanstandungen gegeben 
(S. 3 Ziff. 1).

Die Filiale befinde sich 53.8 m Luftlinie bzw. zwei Gehminunten vom Bahnhof 
sowie 561 m Luftlinie bzw. wenige Gehminuten vom Kloster entfernt und in un-
mittelbarer Nähe von Wintersportangeboten (S. 3 Ziff. 2). Das Warensortiment 
setze sich wie folgt zusammen (S. 4 Ziff. 4 mit Bf-act. 7):

Sortiment (10.5.-31.10.2023) Anteil in % am Gesamtumsatz
Backwaren 20.62 %
Frischeprodukte 58.32 %
Food-Anteil (inkl. Rauchwaren) 95.75 %
Non-Food Anteil (exkl. Rauchwaren) 4.25 %
Rauchwaren 10.01 %

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(Entgegen der Auffassung des AfA [Vernehmlassung S. 2 Zu Ziffer 4] ergeben Food-Anteil von 95.75 % 
und Non-Food-Anteil von 4.25 % zusammen 100 %; unverständlich ist allerdings die Integration der 
10.01 % Rauchwaren in den Food-Anteil; für die Beurteilung bleibt dies irrelevant)

Der Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 sei nach Bundesgericht nicht derart 
eng zu verstehen, dass er sich einzig auf isolierte Tourismussiedlungen in abge-
legenen Gebieten bezöge, sondern zeichne sich primär durch das touristische 
Angebot aus (S. 6 Ziff. 11 f., mit Hinweis auf Urteile BGer 2C_10/2013 vom 
10.1.2014 = BGE 140 II 46 Erw. 2.2.1 sowie 2A.578/2000 vom 24.8.2001 
Erw. 4a). Die Gemeinde Einsiedeln sei eine wichtige Ferien- und Ausflugsdesti-
nation und stelle ein Fremdenverkehrsgebiet im Sinne von Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 
dar. Dies spiegle sich auch in den acht Hotel- und Beherbergungsbetrieben so-
wie mehr als acht Parahotellerie-Betrieben wider (S. 6 Ziff. 13). Es verstosse ge-
gen Treu und Glauben und verletze den Anspruch auf rechtliches Gehör, wenn 
der touristische Perimeter, der zudem nicht alle Umstände berücksichtige, erst 
nachträglich im Beschwerdeverfahren festgelegt werde. Beispielsweise schlage 
Google Maps für die Anreise zum Kloster mit dem Privatfahrzeug die Route über 
die B.________-strasse an der A.________-Filiale vorbei vor, die sich innerhalb 
des touristischen Angebots befinde und von Wintersportgebieten/-angeboten 
umgeben sei (S. 7 f. Ziff. 14 ff.). 

Eine Vielzahl von Produkten sei auf die Bedürfnisse der Touristen, einschliesslich 
die Wintersportler, ausgerichtet. Backwaren und Produkte zum Sofortverzehr 
machten 78.94 % des Sortiments aus. Dieses Angebot stehe den Touristen be-
reits seit 17 Jahren zur Verfügung. Die Touristenorientierung schlage sich auch 
im durchschnittlichen Einkauf zu rund Fr. 16.-- nieder (S. 9 f. Ziff. 21 ff.). 

Zu beachten sei auch der Grundsatz der Wettbewerbsneutralität und des Gleich-
behandlungsgrundsatzes mit dem D.________-Betrieb beim Bahnhof mit glei-
chem Warenangebot (S. 10 f. Ziff. 24). 

Die wesentliche Bedeutung des Fremdenverkehrs im Sinne von Art. 25 Abs. 2 
ArGV 2 hange gemäss Bundesgericht nicht von starren quantitativen Schwellen-
werten ab. Fremdenverkehrsgebiete könnten auch mehrere zeitlich klar begrenz-
te Saisonspitzen pro Jahr verzeichnen. In Einsiedeln seien dies die Sommer- und 
Wintersaison mit einer Spitze von mindestens 1. Juni bis 30. September. Dies 
zeige sich in den Umsatzzahlen, für die Wintersaison in den Monaten Dezember 
bis April (S. 11 f. Ziff. 25 ff.; Urteil BGer 2C_44/2013 vom 12.2.2014 Erw. 5.5). 

3.1.1 Laut dem Bericht "Touristisches Raumkonzept" des Volkswirtschaftsdepar-
tements (Amt für Raumentwicklung, Amt für Wirtschaft) vom 7. März 2023 bildet 
das Gebiet Einsiedeln-Ybrig-Zürichsee eine der vier Tourismusregionen (neben 
Erlebnisregion Mythen, Rigi sowie Stoos-Muotathal). Einen Tourismusschwer-
punkt bildet das Kloster Einsiedeln als Anlage - wie das Alpamare/Vögele Kultur-

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zentrum Pfäffikon, der Natur- und Tierpark Goldau und der Swiss Holidaypark 
Morschach (S. 10 Ziff. 3.1, S. 11 Abb. 1, S. 23 Ziff. 5.1.3, S. 53). Im Jahr 2019 
nahmen 21'352 Personen an Klosterführungen teil (S. 47); das Museum Diorama 
zählte 6'753 Besucher. Im gleichen Jahr zählte das Langlaufzentrum Schweden-
tritt 10'280 Langläufer/"Tagesgäste" (S. 47). Für die Loipe Trachslau/Bolzberg 
sind keine Zahlen ausgewiesen. Sie dürften jedoch erheblich tiefer als diejenigen 
des Schwedentritts auch als diejenigen der Loipe Studen (6'200 Langläufer, 
S. 48), liegen. Trachslau/Bolzberg wird bei den Langlaufloipen/Schneeschuh-
wanderwegen (S. 55) nicht eigens erwähnt. 

Im angefochtenen RRB (Erw. 4.1) verweist der Regierungsrat auch auf den kan-
tonalen Richtplan (RRB Nr. 461 vom 20.6.2023, vom Kantonsrat am 25.10.2023 
zur Kenntnis genommen, B-11 S. 75 ff.); die thematische Karte weist für Einsie-
deln als Tourismusschwerpunkt das Kloster als Einzelanlage aus. 

3.1.2 Es ist mithin nicht nur ein Faktum, sondern auch planerisch gewollt, dass 
die touristischen Aktivitäten in Einsiedeln primär in der unmittelbaren Umgebung 
des Klosters als kultureller und touristischer Einzelanlage stattfinden. Zutreffend 
ist auch die vorinstanzliche Sachverhaltsdarstellung, dass sich die touristischen 
Aktivitäten und die entsprechende touristische Infrastruktur wie die gesamte Pa-
lette touristischer Angebote im unmittelbaren Umfeld des Klosters befinden bzw. 
dort konzentrieren.

3.1.3 Dem Kloster als Tourismusschwerpunkt trägt auch die Verkehrslenkung 
des Verkehrs ab Biberbrugg Rechnung, indem die Verkehrstafeln beim Rappe-
näst den motorisierten Verkehr für die Zufahrt zum Kloster auf die Umfahrungs-
strasse verweisen, über welche man zur Parkgarage beim Kloster (Parkhaus 
Brüel) geleitet wird. Diesen markierten Weg wird in der Regel auch derjenige Au-
tomobilist einnehmen, dem sein GPS eine Zufahrt über die B.________-strasse 
anzeigt (vgl. Replik S. 2), zumal die Signalisation beim Rappenäst in Richtung 
B.________-strasse (neben Alpthal) auch "Industrie" nennt, was Touristen von 
dieser Richtungswahl trotz GPS tendenziell abhalten wird. 

Die per Zug Anreisenden werden grossmehrheitlich auf direktem Weg via die 
Hauptstrasse, allenfalls (bei Besuch auch des Diorama) via die Eisenbahnstrasse 
zum Klosterbereich gelangen. Ein (touristischer) Anlass, vom Bahnhof her über 
die Alpbrücke die B.________-strasse zu beschreiten, besteht nicht. Es führt 
auch kein Wanderweg in und über die B.________-strasse. Als Fussweg vom 
Bahnhof zu den Sprungschanzen drängt sich als attraktivere Variante zur ver-
kehrsreichen B.________-strasse zudem der E.________-weg entlang der Alp 
auf. 

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3.1.4 In Würdigung dieser örtlichen Gegebenheiten ist es nicht zu beanstanden, 
wenn der Regierungsrat den durch das Kloster bestimmten touristischen Perime-
ter Einsiedelns östlich beim Bahnhof enden lässt, den Bereich der B.________-
strasse nicht mehr als Fremdenverkehrsgebiet und entsprechend den Ortsbegriff 
gemäss Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 auf die Situierung der A.________-Filiale nicht als 
anwendbar erachtet. Irrelevant ist dabei, welches Hotel und welches private 
Zimmerangebot im näheren Umfeld des Klosters gerade geöffnet hat oder nicht 
(Replik S. 3 Ad Ziff. 13, S. 5 Ad Ziff. 17). 

Unbegründet ist die Kritik der Beschwerdeführerin, der touristische Perimeter sei 
erst im Nachhinein festgelegt worden (Replik S. 4 Ad Ziff. 14). Einerseits bestand 
kein Anlass, diese Frage zuvor abstrakt zu beantworten. Indes hat das AfA mit 
ihrer mitangefochtenen Verfügung sinngemäss diese Abgrenzung vorgenommen, 
wenn es ausgeführt hat, die Wallfahrenden, welche sowohl mit dem Auto wie 
auch mit dem Zug/öffentlichen Verkehr (öV) anreisten, bewegten sich zwischen 
Bahnhof und Kloster und somit nicht auf der B.________-strasse. Anderseits hat 
das AfA mit der Vernehmlassung vom 7. Juli 2023 im Verwaltungsbeschwerde-
verfahren explizit den Klosterperimeter bezeichnet und definiert (RR-act. II/01). 
Diese Vernehmlassung stellte das Sicherheitsdepartement der Beschwerdefüh-
rerin mit Schreiben vom 7. Juli 2023 zu mit dem Hinweis, einen allfälligen Be-
schwerderückzug zu prüfen (RR-act. III/04). Hierzu hat sich die Beschwerdefüh-
rerin, soweit ersichtlich nicht vernehmen lassen, worauf der Regierungsrat Be-
schluss fasste. Weder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerde-
führerin noch des Grundsatzes von Treu und Glauben ist erkennbar. Im Übrigen 
musste (und muss) die Beschwerde auch unbesehen dieses Perimeters abge-
wiesen werden. 

3.2 Es kann im Weiteren nicht gesagt werden, dass die über die B.________-
strasse erschlossenen Wintersportgebiete auf eine Lage der A.________-Filiale 
in einem Fremdenverkehrsgebiet schliessen lassen. Vom Wintersportangebot ist 
dabei die nur auf Sommerskispringen ausgerichtete, wenn auch für Winteranläs-
se ausbaubare, Skisprunganlage auszuklammern. Abgesehen davon endet die 
Fahrt der über die B.________-strasse anfahrenden Skispringer (und allfälliger 
Begleiter/Zuschauer) einige Hundert Meter vor der A.________-Filiale. Die Wett-
kampftätigkeit beschränkt sich in der Regel zudem auf ein Wochenende im 
Sommer (Sommer Grand Prix Einsiedeln), welche die Zuschauer, die zudem per 
Zug anreisen müssten, um die A.________-Filiale zu passieren (sofern sie die 
B.________-strasse und nicht den E.________-weg für den Anmarsch wählen, 
vgl. vorstehend Erw. 3.1.3), nicht in Massen zu bewegen vermag. Betreffend das 
Skigebiet Brunni weist das AfA vernehmlassend zutreffend darauf hin (S. 4 f. zu 

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Ziffer 21 und 27, Beilagen 1-5), dass in den letzten Jahren jeweils höchstens Be-
triebszeiten von drei Monaten zu verzeichnen waren; die Loipe Bolzberg dürfte 
noch kürzere Zeit geöffnet gewesen sein. Betreffend die Loipe Bolzberg ist auch 
zu beachten, dass sie gewissermassen im Schatten der Loipen Schwedentritt 
und Studen steht und im Vergleich mit diesen beiden Loipen proportional stärker 
von einheimischen Sportlern frequentiert wird. Abgesehen davon ist so oder an-
ders fraglich, ob aufgrund der Distanzen zu diesen Ski- und Langlaufgebieten die 
B.________-strasse und mit dieser die A.________-Filiale als einem Fremden-
verkehrsgebiet zugehörig im Sinne von Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 betrachtet werden 
kann. 

3.3.1 Der Regierungsrat hat die Frage, ob der Fremdenverkehr in Einsiedeln von 
wesentlicher Bedeutung ist, und erheblichen saisonalen Schwankungen unter-
liegt, offengelassen (angefochtener RRB Erw. 4.4). Laut Burri/Schwehr/Clau-
sen/Hoff/Baumberger, Die Wertschöpfung des Tourismus im Kanton Schwyz 
2019, Rüschlikon/Schwyz, vom September 2020 (S. 56 Tabelle 15) betrug die 
touristische Bruttowertschöpfung in Einsiedeln insgesamt 5.1% am regionalen 
BIP (kantonal 5.6%), der Anteil der touristischen Beschäftigung 7.1% (kantonal 
7.8%, vgl. Tabelle 14). Dem Tourismus im Kanton Schwyz (und in Einsiedeln) 
wird damit wirtschaftlich gesehen ein hoher Stellenwert zugeschrieben (S. 49). 
Allerdings besteht eine erhebliche Differenz zu Bruttowertschöpfungen von 
25.4% im Kanton Wallis, 44% in der Jungfrau-Region oder 45.9% in der Region 
Gstaad-Saanenland (S. 49). Dies wird zwar mit den unterschiedlichen Strukturen 
des Tourismus (Tagestourismus - übernachtende Gäste; Grösse und Bedeutung 
des touristischen Angebots) erklärt. Gleichwohl ist fraglich, ob Einsiedeln damit 
die Schwelle zur wesentlichen Bedeutung des Fremdenverkehrs im Sinne des 
Gesetzes (noch) erreicht. 

3.3.2 Es kommt hinzu, dass gemäss den Kennzahlenblättern der Beschwerde-
führerin für die Jahre 2020 bis 2023 (Beilagen Vernehmlassung AfA 6 bis 9; Bf-
act. 14 und 16) bei folgenden Umsätzen und aus der Optik des Geschäftsganges 
der Beschwerdeführerin nicht auf erhebliche saisonale Schwankungen der Tou-
ristenströme geschlossen werden kann (Beträge in Tausend Franken): 

Monat 2020 2021 2022 2023
Januar 119 128 150 68*
Februar 108 140 129 92*
März 157 158 146 143
April 171 158 147 153
Mai 172 143 163 167

11

Juni 161 122 167 170
Juli 151 107 157 161
August 167 130 161 165
September 150 161 147 155
Oktober 153 165 151 164
November 161 156 149 154
Dezember 141 156 147 163
*Umbau Geschäft

Soweit das AfA vernehmlassend (S. 4 Zu Ziffer 21) saisonale Schwankungen in 
der Tourismusregion Einsiedeln gerade auch mit Blick auf den Wintersport 
durchaus anerkennt, schlägt sich dies im Geschäftsgang der A.________-Filiale, 
anders als es zu erwarten wäre, gerade nicht nieder, wie die Umsatzzahlen der 
Wintermonate zeigen. Dies wäre auch nicht mit der Terminierung des Ladenum-
baus im Januar/Februar zu vereinbaren. Ebensowenig lassen die Zahlen schlüs-
sig eine Relation zur Sommer(hoch-)Saison herstellen. Die diesbezüglichen Er-
klärungsversuche der Beschwerdeführerin (Replik S. 6 Ad Ziff. 21: namentlich 
vergleichsweise ganzjährig gut laufender Tourismus; S. 7 Ad Ziff. 28: ganzjährige 
Klosterbesuche) sind nicht zielführend; beispielsweise verzeichnete Einsiedeln 
im Jahr 2017 in den Monaten Mai bis Oktober 64% (36'748) der Übernachtungen 
(Einsiedler Anzeiger vom 23.2.2018 S. 9). Der Beschwerdeführerin kann zwar 
gefolgt werden, dass die Umsatzzahlen des Dezember 2023 überdurchschnittlich 
hoch waren (Replik S. 5 Ad Ziff. 18), indessen liegen sie unter verschiedenen 
Monatsumsätzen nicht nur des Jahres 2023. 

Es kann dem Regierungsrat daher beigepflichtet werden, dass eine Anwendbar-
keit von Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 auch aufgrund dieser Kennzahlen auszuschlies-
sen ist (Erw. 4.3). 

3.4.1 Das AfA hat in der mitangefochtenen Verfügung unter anderem auch aus-
geführt (S. 3 Ziff. 4), das Sortiment der A.________-Filiale sei nicht überwiegend 
auf die Bedürfnisse des Fremdenverkehrs ausgerichtet, sondern es handle sich 
überwiegend um Produkte des täglichen Gebrauchs. Es würden nicht mehr 
überwiegend Bäckerei-, Konditorei- oder Confiseriewaren angeboten, sondern 
ein normales Detailhandels-Sortiment. Der Regierungsrat hat sich dieser Beurtei-
lung angeschlossen. Abgedeckt würden in erster Linie die täglichen Bedürfnisse 
der lokalen Bevölkerung und nicht die Konsumbedürfnisse von Tages- und Aus-
flugstouristen (Erw. 5.1). Der A.________ sei weder eine Bäckerei wie der Vor-
gängerbetrieb mit C.________-Laden bis 2017, noch ein zu einer Bäckerei 
gehörendes Verkaufsgeschäft. Der Verkauf von Produkten aus lokalen Bäckerei-
en ändere hieran nichts (Erw. 6). 

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3.4.2 Diese Beurteilung gibt auch nach Einsicht und in Würdigung der von der 
Beschwerdeführerin eingereichten Zusammenstellung über das Warensortiment 
vom 10. Mai 2023 bis 31. Oktober 2023 (Bf-act. 7 [abweichende handschriftliche 
Nummerierung des Actorums sowie anderer Zeitraum]) keinen Anlass zur Be-
anstandung. Eine Pauschale Position "Lebensmittel" (Fr. 45'344.15 bei einem 
Gesamtumsatz von Fr. 415'932.75) ist wenig aussagekräftig. Molkereiprodukte 
über Fr. 35'354.25, Gemüse/Salate von Fr. 21'221.30 wie auch Fleisch von 
Fr. 40'263.70 und ebenso Raucherwaren von Fr. 38'656.20 deuten eher auf Ein-
käufe von Anwohnern hin. Nichts Anderes gilt für Brotverkäufe von Fr. 63'029.75, 
zumal die einheimische Bevölkerung die A.________-Filiale nach wie vor mit der 
vorbestehenden Bäckerei in Verbindung setzen dürfte. Als typisch für lokales und 
weniger für touristisches Einkaufsverhalten sind auch die Los- und Lottoverkäufe 
von Fr. 35'017.-- zu betrachten. 

In Verbindung mit den wenig fluktuierenden monatlichen Umsatzzahlen (vgl. 
auch Vernehmlassung des AfA S. 4 Zu Ziff. 21) kann aus dem konkreten Waren-
sortiment bzw. den diesbezüglichen Umsätzen nicht gefolgert werden, dass Tou-
risten einen erheblichen Teil der Kundschaft ausmachen, was ein Abweichen 
vom sonntäglichen Arbeitsverbot rechtfertigen könnte. Dem AfA ist auch zuzu-
stimmen, dass der durchschnittliche Kundeneinkauf von rund Fr. 16.-- nichts über 
die Herkunft des Kunden aussagt (Vernehmlassung S. 5 Zu Ziff. 23). Vielmehr 
kann ein solcher Durchschnittseinkauf gerade als typisch für den "Laden um die 
Ecke" betrachtet werden. Aus dem Fehlen von Elektronik, Kerzen, Bekleidung 
etc. (Replik S. 3) lässt sich nicht aufs Gegenteil schliessen. Dies ist auch bei klei-
neren Geschäften anzutreffen, die sich unbestrittenermassen nicht in touristi-
schen Dörfern befinden. 

3.5 Systemimmanente Ungleichbehandlungen zwischen Betrieben innerhalb 
und ausserhalb von Fremdenverkehrsgebieten hat der Gesetzgeber in Kauf ge-
nommen. Das Bundesgericht sah sich denn auch nie veranlasst, die Gesetzes-
konformität von Art. 25 ArGV 2 infrage zu stellen (Urteil BGer 2C_44/2013 vom 
12.2.2014 Erw. 5.3.1). Sind die gesetzlichen Bedingungen für die Erteilung einer 
Bewilligung zur Sonntagsarbeit nicht erfüllt, kann entsprechend weder von Un-
gleichbehandlung noch von Diskriminierung die Rede sein. Der vorliegend ange-
fochtene RRB liegt vielmehr auf einer Linie mit dem Entscheid EGV-SZ 2016 
C 17.1 (betreffend F.________-Laden in G.________). Aus der Tatsache, dass 
die A.________-Filiale während einiger Jahre auch an Sonntagen geöffnet war, 
lässt sich kein Anspruch auf eine Weiterführung der Ladenöffnung am Sonntag 
ableiten. Eine Vertrauensgrundlage hierfür ist nicht erkennbar. Die Behörden, 
welche keine periodischen Kontrollen durchführen (bzw. durchzuführen haben), 

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realisierten die sonntäglichen Öffnungszeiten offensichtlich erst bei Abnahme des 
Umbaus (vgl. vorstehend Ingress lit. A). 

4. Zusammenfassend ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen die 
Situierung der A.________-Filiale nicht dem touristischen Perimeter ("Fremden-
verkehrsgebiet") Einsiedelns (bzw. des Klosters) im Sinne von Art. 25 Abs. 2 
ArgV 2 zurechnen, der sich rechtsprechungsgemäss (vgl. vorstehend Erw. 1.2.3) 
ohne weiteres nur auf einen Stadt-/Orteilsteil beziehen kann. Abgesehen davon 
ist es fraglich, ob in Einsiedeln dem Fremdenverkehr eine wesentliche Bedeu-
tung im Rechtssinn beigemessen werden kann. Die vom Gesetz ebenfalls ver-
langten erheblichen saisonalen Schwankungen finden in den Umsatzzahlen der 
A.________-Filiale keinen Niederschlag. Die Beurteilung der Vorinstanzen, das 
Angebot der A.________-Filiale, wie es sich aus den detaillierten Umsatzzahlen 
ablesen lässt, sei auf die täglichen Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung ausge-
richtet, erscheint nicht als rechtsfehlerhaft. Dass auch Passanten Einkäufe täti-
gen (können), ändert hieran nichts. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

5. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die Verfahrenskosten (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 2'000.-- zu Lasten der Be-
schwerdeführerin (§ 72 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [SRSZ 
234.110; VRP] vom 6.6.1974). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen 
(§ 74 VRP). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 2'000.-- gehen zu Lasten der Beschwerdeführerin. Nachdem sie am 
21. November 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- geleistet hat, 
sind ihr Fr. 500.-- aus der Gerichtskasse zurückzubezahlen. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R; unter Beilage der Eingaben des Sicherheits-

departements sowie des Amtes für Arbeit, je vom 22.1.2024)
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement (EB; unter Beilage der Eingabe des Amtes 

für Arbeit vom 22.1.2024) 
- das Amt für Arbeit (EB; unter Beilage der Eingabe des Sicherheitsdepar-

tements vom 22.1.2024) 
- und das Bundesamt für Wirtschaft SECO, 3003 Bern (A+; z.K.).

Schwyz, 22. Februar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. März 2024