# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10a0c045-e973-59bd-a4cb-5e173e971acc
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 29.08.2025 BEK 2025 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-34_2025-08-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 29. August 2025
BEK 2025 34

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichterin Annelies Inglin und Kantonsrichter Pius Kistler,
Gerichtsschreiberin Patrizia Castellazzi.

In Sachen A.________,
Privatkläger und Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, Schmiedgasse 21, 
6431 Schwyz,
Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________,

2. D.________,
Beschuldigter und Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwältin E.________,

betreffend Einstellung Strafverfahren

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(Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Schwyz 
vom 24. Februar 2025, SU 2023 6612);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Der Privatkläger stellte am 9. April 2023 bei der Kantonspolizei Schwyz 
Strafantrag gegen den Beschuldigten wegen Tätlichkeit. Der Beschuldigte soll 
ihn am 9. März 2023 an der F.________strasse am Kragen gepackt und ihm 
auf die Hand geschlagen haben (U-act. 8.1.012). Der Beschuldigte hatte be-
reits am 16. März 2023 Strafantrag gegen den Privatkläger wegen einfacher 
Körperverletzung gestellt, weil ihn der Privatkläger am Abend vom 9. März 
2023 angegriffen und mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen haben soll (U-
act. 8.1.004). Die Kantonspolizei vernahm den Beschuldigten am 16. März 
2023 als Auskunftsperson und am 9. Mai 2023 als Beschuldigten (U-
act. 8.1.002 und U-act. 8.1.009). Den Privatkläger befragte die Polizei am 
9. April 2023 als Auskunftsperson (U-act. 8.1.005). Zudem erfolgten staatsan-
waltschaftliche Einvernahmen der Parteien am 18. September 2024 (U-
act. 10.1.004 und U-act. 10.1.005). Sowohl die Kantonspolizei als auch die 
Staatsanwaltschaft führten Einvernahmen der beiden Zeuginnen G.________ 
und H.________ durch (U-act. 8.1.013, U-act. 8.1.014, U-act. 10.1.002, U-
act. 10.1.003). Die Staatsanwaltschaft verfügte daraufhin die Einstellung des 
Strafverfahrens gegenüber dem Beschuldigten betreffend einfache Körperver-
letzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. a 
StPO (angef. Verfügung).

Gegen diese Verfügung reichte der Privatkläger beim Kantonsgericht am 
4. März 2025 fristgerecht Beschwerde ein. Er beantragte, die Einstellungsver-
fügung sei vollständig aufzuheben und die Beschwerde gutzuheissen. Die 
Sache sei an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen und diese sei anzuwei-
sen, den Beschuldigten anzuklagen. Eventualtier sei die Sache an die Staats-
anwaltschaft zurückzuweisen für allfällige weitere Untersuchungen und zur 
Anklageerhebung. Es seien die Untersuchungsakten beizuziehen, alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten des Staates (KG-

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act. 1 S. 1). Die Staatsanwaltschaft übermittelte am 14. März 2025 Aktenko-
pien der Untersuchungsakten, beantragte die kostenpflichtige Abweisung der 
Beschwerde und verzichtete auf weitere Bemerkungen (KG-act. 4). Am 
10. April 2025 reichte der Beschuldigte seine Beschwerdeantwort ein, mit der 
er beantragte, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zulasten des Privatklägers abzuweisen (KG-act. 8).

2. Die Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-
schaft ist zulässig (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO) und die Privatklägerin als ge-
schädigte Person zur Erhebung der Beschwerde legitimiert (Art. 382 Abs. 1 
StPO; Lieber, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. A. 2020, Art. 382 StPO N 14; 
BGE 137 IV 246 E. 1.3.1).

3. a) Die Staatsanwaltschaft erwog, die Aussagen des Beschuldigten, er 
habe den Privatkläger nicht tätlich angegangen, würden sich mit den Aussa-
gen der beiden Zeuginnen H.________ und G.________ decken. Weitere 
Beweise, welche die gegenteiligen Aussagen des Privatklägers stützen wür-
den, lägen nicht vor. Dem Beschuldigten sei überdies nicht bekannt gewesen, 
dass es sich bei der Überwachungskamera des Privatklägers um eine Attrap-
pe handle. Die Ehefrau des Privatklägers, I.________, habe die tätliche Aus-
einandersetzung nicht beobachten können und sei erst später zum Gesche-
hen dazu gekommen. Es seien keine zusätzlichen Beweiserhebungen ersicht-
lich, die geeignet seien, neue rechtserhebliche Tatsachen hervorzubringen. 
Einzig aufgrund der Aussage des Privatklägers könne dem Beschuldigten 
nicht rechtsgenüglich nachgewiesen werden, dass er diesen geschlagen ha-
be. Zudem stimme die Sachverhaltsvariante des Beschuldigten mit derjenigen 
der unabhängigen Zeugin G.________ überein. Der Tatverdacht erhärte sich 
unter Würdigung des vorliegenden Untersuchungsergebnisses nicht und das 

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Strafverfahren gegen den Beschuldigten sei deshalb einzustellen (angef. Ver-
fügung E. 9). 

b) Der Privatkläger rügte, die Staatsanwaltschaft habe den Sachverhalt 
unzutreffend und unvollständig festgehalten. Sie habe nicht alle relevanten 
Beweise berücksichtigt und die berücksichtigten Beweise falsch gewürdigt. 
Zudem habe sie das rechtliche Gehör des Privatklägers verletzt, indem sie 
seine Eingabe vom 20. Dezember 2024 sowie die dort beiliegenden Sachbe-
weise in der Einstellungsverfügung nicht erwähnt habe. Die Staatsanwalt-
schaft habe den Grundsatz „in dubio pro duriore“ verletzt, indem sie eine un-
zureichende und oberflächliche Beweiswürdigung vorgenommen habe. Die 
Beweiswürdigung sei nicht Sache der Staatsanwaltschaft, sondern obliege 
dem Gericht. Es liege kein klarer Sachverhalt vor, der eine Einstellung des 
Strafverfahrens durch die Staatsanwaltschaft erlaube. Selbst wenn man nicht 
von einer bereits erwiesenen einfachen Körperverletzung des Beschuldigten 
zum Nachteil des Privatklägers ausgehe, so liege immerhin eine zweifelhafte 
Beweislage vor, deren Beweiswürdigung allein dem Gericht obliege (KG-act. 1 
Rn. 25–35). 

c) Gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft unter 
anderem dann die Einstellung des Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet 
ist, der eine Anklage rechtfertigt.

Der Entscheid über die Einstellung eines Verfahrens hat sich nach dem 
Grundsatz „in dubio pro duriore“ zu richten, wonach grundsätzlich nur bei kla-
rer Straflosigkeit oder offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen ein-
gestellt werden darf. Hingegen ist, sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl 
nicht in Frage kommt, Anklage zu erheben, wenn eine Verurteilung wahr-
scheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist ein Freispruch genauso wahr-
scheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der Regel, insbesondere bei 

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schweren Delikten, eine Anklageerhebung auf. Bei zweifelhafter Beweis- oder 
Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die Stichhaltigkeit des straf-
rechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiellen Beurteilung 
zuständige Gericht. Der Grundsatz, dass im Zweifel nicht eingestellt werden 
darf, ist auch bei der Überprüfung von Einstellungsverfügungen zu beachten 
(BGE 143 IV 241 E. 2.2.1; BGer 6B_698/2016 E. 2.3 m.w.H.). Dieser Grund-
satz hat aber nichts damit zu tun, wann die Staatsanwaltschaft Zweifel haben 
sollte, sondern nur, wie sie bei Zweifeln zu entscheiden hat (Lands-
hut/Bosshard, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. A. 2020, Art. 319 StPO N 16). Der 
Grundsatz „in dubio pro duriore“ kommt somit dann nicht zur Anwendung, 
wenn die Staatsanwaltschaft im Rahmen ihres Ermessens berechtigterweise 
der Ansicht ist, dass aufgrund der vorhandenen Beweise ein Tatverdacht ohne 
Zweifel nicht erhärtet werden konnte (zum Ganzen BEK 2021 200 E. 3.b).

Bei Einstellungen ist die Frage entscheidend, ob der Verdacht gegen die be-
schuldigte Person in der Untersuchung nicht in dem Masse erhärtet wurde, 
dass Aussicht auf Verurteilung besteht, mit anderen Worten wenn ein Frei-
spruch zu erwarten ist (Landshut/Bosshard, in: Do-
natsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 3. A. 2020, Art. 319 StPO N 15). Eine Einstellung kann 
demnach dann erfolgen, wenn unter Einbezug der gesamten Umstände eine 
Verurteilung als von vornherein unwahrscheinlich erscheint (Heiniger/Rickli, in: 
Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafpro-
zessordnung, 3. A. 2023, Art. 319 StPO N 8). Die Beurteilung der Wahrschein-
lichkeit eines Schuldspruchs, d.h. der Prozessaussichten, unterliegt dem 
pflichtgemässen Ermessen der Staatsanwaltschaft (Landshut/Bosshard, in: 
Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 3. A. 2020, Art. 319 StPO N 16). Im Rahmen dieses 
Ermessens ist es der Staatsanwaltschaft nicht überhaupt verwehrt, die Aussa-

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gekraft von Beweisen zu bewerten und anhand der daraus gewonnenen Er-
kenntnis über das Schicksal des Verfahrens zu entscheiden. Lediglich bei 
zweifelhafter Beweislage ist eine gerichtliche Beurteilung angebracht (Heini-
ger/Rickli, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizeri-
sche Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 319 StPO N 8). 

Auch wenn sich gegensätzliche Aussagen gegenüberstehen (Aussage gegen 
Aussage-Situation) und es nicht möglich ist, die einzelnen Aussagen als 
glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten, ist nach dem Grundsatz „in 
dubio pro duriore“ in der Regel Anklage zu erheben (BGE 143 IV 241 E. 2.2.2 
m.w.H.). Soweit sich gegensätzliche Aussagen der Beteiligten gegenüberste-
hen und keine objektiven Beweise vorliegen, kann in bestimmten Fallkonstel-
lationen dennoch auf eine Anklage verzichtet werden: Eingestellt werden kann 
das Verfahren etwa dann, wenn die einzelnen Aussagen nicht als mehr oder 
weniger glaubhaft bewertet werden können und keine weiteren Beweisergeb-
nisse zu erwarten sind (BGer 6B_743/2013 E. 4.2), wenn der Strafkläger ein 
widersprüchliches Aussageverhalten offenbarte und seine Aussagen daher 
wenig glaubhaft sind, aber auch dann, wenn eine Verurteilung unter Einbezug 
der gesamten Umstände aus anderen Gründen von vornherein unwahrschein-
lich erscheint (BGE 143 IV 241 E. 2.2.2; zum Ganzen: BEK 2021 200 E. 3.b). 

d) Nach dem Gesagten durfte die Staatsanwaltschaft im Rahmen ihres 
Entscheids, ob sie Anklage erheben oder das Verfahren einstellen soll, die 
Prozessaussichten beurteilen. Dabei musste sie auch berücksichtigen, ob das 
Gericht aller Voraussicht nach, allenfalls „in dubio pro reo“, zu einem Frei-
spruch käme. Zu prüfen ist, ob die Staatsanwaltschaft zu Recht zum Schluss 
gelangte, dass die Beweislage zweifellos keinen genügenden Tatverdacht 
gegen den Beschuldigten hervorbrachte.

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e) aa) Der Privatkläger sagte anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme 
zum Kerngeschehen aus, der Beschuldigte habe ihn zunächst am Kragen 
gepackt und er selbst habe sich an den Armen des Beschuldigten festgehal-
ten. Anschliessend habe ihn der Beschuldigte zurückgestossen und ihm dabei 
gleichzeitig einen Schlag versetzt. Er wisse nicht mehr, ob dies mit der rechten 
oder der linken Hand geschehen sei. Als Reaktion habe der Privatkläger seine 
Arme gehoben. Danach habe seine Hand geschmerzt (U-act. 8.1.005 Fra-
ge/Antwort 3). In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme schilderte der 
Privatkläger den Ablauf zum Kerngeschehen in einer abweichenden Variante: 
Der Beschuldigte habe ihn mit der rechten Hand geschlagen, worauf er nur 
noch habe abwehren können. Daraufhin sei er einen Schritt zurückgetreten. 
Gleichzeitig habe der Beschuldigte mit beiden Händen an sein Arbeitsgilet 
gegriffen und ihn blockiert. Die Schürfwunde im Gesicht des Beschuldigten 
könne er sich nicht erklären. Als der Beschuldigte ihn geschlagen habe, habe 
es seine Hand weggeschlagen. Danach sei er in der Zange gewesen. Es kön-
ne sein, dass sich der Privatkläger die Verletzung im Gesicht selbst zugefügt 
habe (U-act. 10.1.004 Rn 51 ff. und Rn. 71 ff.).

Die beiden Varianten des Privatklägers zum Tatgeschehen enthalten Wider-
sprüche. So konnte er sich in einer Aussage erinnern, dass der Beschuldigte 
ihn mit der rechten Hand geschlagen haben soll, obwohl er bei der ersten Ein-
vernahme noch angab, nicht mehr zu wissen, ob der Schlag mit der rechten 
oder der linken Hand erfolgt sei. Zudem widersprechen sich die Aussagen des 
Privatklägers bezüglich der Reihenfolge des Geschehensablaufs: In der ers-
ten Einvernahme gab er an, der Beschuldigte habe ihn zuerst am Kragen ge-
packt und ihn anschliessend weggestossen und gleichzeitig geschlagen. In 
der zweiten Einvernahme hingegen sagte der Privatkläger aus, der Beschul-
digte habe ihn zunächst geschlagen, woraufhin er einen Schritt zurückgetreten 
sei und erst dann habe der Beschuldigte ihn an seinem Arbeitsgilet gepackt 
und blockiert. 

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bb) Der Beschuldigte sagte sowohl in der polizeilichen wie auch in der staats-
anwaltschaftlichen Einvernahme aus, dass der Privatkläger auf ihn zu gerannt 
sei und beide Fäusten gegen sein Gesicht gerichtet habe. Als Reaktion darauf 
habe er seine Hände nach oben gehalten und ihn zurückgestossen. Der Pri-
vatkläger habe sich seines Wissens bei der Auseinandersetzung nicht verletzt 
(U-act. 8.1.002 Frage/Antwort 2; U-act. 10.1.005 Rn. 62 ff.).

cc) Die beiden Zeuginnen H.________ und G.________ sagten in den poli-
zeilichen und staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen übereinstimmend mit 
der Sachverhaltsdarstellung des Beschuldigten aus, der Privatkläger habe den 
Beschuldigten mit beiden Fäusten ins Gesicht geschlagen, worauf dieser sei-
ne Hände erhoben und sich geschützt habe (U-act. 8.1.013 Frage/Antwort 4; 
U-act. 8.1.014 Frage/Antwort 5; U-act. 10.1.003 Rn. 62 ff.; U-act. 10.1.002 
Rn. 65 ff.). 

e) aa) Der Privatkläger rügte, die Staatsanwaltschaft habe zu Unrecht auf 
die Aussagen der Zeuginnen H.________ und G.________ abgestellt. Die 
Einstellungsverfügung blende aus, dass mindestens H.________ und der Be-
schuldigte ihre Aussagen abgesprochen hätten, weshalb die Beweiskraft der 
Aussagen von H.________ als gering einzustufen sei. Zudem habe die 
Staatsanwaltschaft ausser Acht gelassen, dass die beiden Zeuginnen das 
Kerngeschehen mangels Sichtkontakts gar nicht hätten mitverfolgen können. 
Als Beweis reichte der Privatkläger eine selbst erstellte Fotodokumentation 
ein, welche die Sichtverhältnisse vom Strom- und Briefkasten in Richtung 
F.________strasse xx, dem angeblichen Tatort, abbildet (U-act. 19.1.016), 
sowie ein Video, das kurz nach der Auseinandersetzung zwischen dem Be-
schuldigten und dem Privatkläger von dessen Ehefrau aufgenommen wurde. 
Daraus ergebe sich, dass die Aussagen der Zeuginnen offensichtlich nicht auf 
eigener Wahrnehmung beruhen würden. Die Staatsanwaltschaft habe dies 

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ignoriert und stattdessen auf die Falschaussagen der beiden Zeuginnen ab-
gestellt (KG-act. 1 Rn 11–17).

bb) Sowohl die Ehefrau des Beschuldigten, H.________, wie auch 
G.________ wurden unter Androhung der Straffolgen eines falschen Zeugnis-
ses gemäss Art. 303 ff. StGB einvernommen. Der Privatkläger brachte vor, 
dass H.________ in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme eine Äusse-
rung der einvernehmenden Polizistin aus der Befragung des Beschuldigten 
wiedergegeben habe. So habe sie angegeben, die Polizistin habe erwähnt, 
dass der Privatkläger ausgesagt habe, seinen Finger verstaucht zu haben. 
Diese Äusserung habe die Polizistin jedoch nur in der Einvernahme des Be-
schuldigten gemacht, nicht aber in derjenigen von Frau H.________. Aus die-
sem Umstand schliesst der Privatkläger, dass H.________ durch den Be-
schuldigten in ihrem Aussageverhalten instruiert worden sei (KG-act. 1 Rn. 12 
und U-act. 10.1.003 Rn. 113 ff.). 

Selbst wenn der Beschuldigte und die Zeugin H.________ sich über ihre Aus-
sagen ausgetauscht haben sollten, lässt sich daraus nicht ohne Weiteres 
schliessen, dass die Aussagen von H.________ nicht auf ihrer eigenen Wahr-
nehmung beruhen und es sich um Falschaussagen handelt. 

cc) Neben den Aussagen von H.________ liegen die Aussagen der Zeugin 
G.________ im Recht. Bei G.________ handelt es sich um eine unabhängige 
Zeugin, die in keiner näheren persönlichen Beziehung zum Beschuldigten 
steht, sie begegnen sich lediglich gelegentlich auf Hundespaziergängen (U-
act. 8.1.014 Frage / Antwort 4 und U-act. 10.1.002 Rn. 41 ff.). G.________ 
sagte aus, sie habe sich am besagten Abend zusammen mit dem Beschuldig-
ten und dessen Ehefrau auf der Quartierstrasse aufgehalten, während ihre 
Hunde miteinander gespielt hätten. Der Privatkläger sei mit schnellem Tempo 
an ihnen vorbeigefahren, worauf der Beschuldigte dem Auto nachgerannt sei, 

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gefolgt von den Hunden. Sie selbst und H.________ seien daraufhin den 
Hunden nachgegangen. Unten an der Ecke angekommen hätten sie um die 
Ecke geblickt. Der Beschuldigte sei bereits vor dem Haus gestanden und der 
Privatkläger sei mit beiden Fäusten auf den Beschuldigten losgegangen. Die-
ser habe sich dann abgedreht und sei wieder zu ihr und Frau H.________ 
zurückgekehrt (U-act. 8.1.014 Frage/Antwort 5). Diese Aussagen stimmen mit 
der Sachverhaltsdarstellung des Beschuldigten überein (vgl. E.3.e.bb oben). 
Anlässlich ihrer polizeilichen Einvernahme wurde G.________ gebeten, auf 
einer Karte einzuzeichnen, wo sie und Frau H.________ während des Vorfalls 
gestanden seien. Frau G.________ sagte aus, sie seien an der Ecke des Ca-
rports gestanden, und zeichnete ihre Position auf Höhe der Briefkästen ein (U-
act. 8.1.014 Frage/Antwort 15 und Beilage 1). Auch H.________ sagte aus, 
dass sie während des Vorfalls an der Carportecke bei den Briefkästen ge-
standen seien (U-act. 8.1.013 Frage/Antwort 8 und Beilage; U-act. 10.1.003 
Rn. 76 f.).

dd) Gemäss der vom Privatkläger erstellten Fotodokumentation besteht von 
den Briefkästen aus kein direkter Sichtkontakt zum Wohnhaus des Privatklä-
gers (U-act. 19.1.016). Die Zeugin G.________ sagte jedoch aus, sie und 
H.________ seien während der Auseinandersetzung an der Ecke des Car-
ports gestanden und hätten um die Ecke geblickt. Zum einen bildet die Foto-
dokumentation den Blickwinkel von den Briefkästen zum Wohnhaus lediglich 
aus einer einzigen Perspektive hinter dem Briefkastenhäuschen ab (U-
act. 19.1.016 S. 1). Zum anderen ist nicht erstellt, dass sich die beiden Zeu-
ginnen während des Vorfalls tatsächlich an genau diesem Standort hinter dem 
Briefkastenhäuschen aufhielten und die Auseinandersetzung deshalb nicht 
wahrnehmen konnten. Die Fotodokumentation beweist also nicht ohne Weite-
res, dass die beiden Zeuginnen das Kerngeschehen mangels Sichtkontakts 
nicht mitverfolgen konnten, wie der Privatkläger vorbringen lässt.

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ee) Der Privatkläger erklärte zudem, die beiden Zeuginnen hätten die Ehe-
frau des Privatklägers, die unmittelbar nach der Auseinandersetzung dazuge-
kommen sei, in ihren Aussagen nicht erwähnt (KG-act. 1 Rn. 14). Auch auf 
dem Video (U-act. 19.1.015), das die Ehefrau des Privatklägers nach der 
Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger auf-
genommen habe, seien die beiden Zeuginnen und deren Hunde nicht zu se-
hen. Auch dies beweise, dass die Zeuginnen die Auseinandersetzung man-
gels Sichtkontakts gar nicht hätten wahrnehmen können und es sich bei ihren 
Aussagen um Falschaussagen handle (KG-act. 1 Rn. 16).

Der Umstand, dass die Zeuginnen die Ehefrau des Privatklägers in ihren Aus-
sagen nicht erwähnten, lässt sich damit erklären, dass diese erst nach der 
Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger da-
zukam und für das Kerngeschehen somit nicht relevant ist. Das 1 Minute und 
38 Sekunden lange Video zeigt, dass die Kamera nahezu ausschliesslich auf 
den Boden gerichtet war. Wahrnehmbar ist darauf lediglich die verbale Aus-
einandersetzung zwischen dem Beschuldigten, dem Privatkläger und dessen 
Ehefrau. Bei Sekunde 49 schwenkt das Bild kurz in Richtung der Briefkästen. 
Auf dieser Videosequenz ist das Briefkastenhäuschen von hinten, entgegen 
den Ausführungen des Privatklägers zum behaupteten mangelnden Sichtkon-
takt und im Widerspruch zu der von ihm eingereichten Fotodokumentation, 
erkennbar. Die beiden Zeuginnen und deren Hunde sind auf dieser kurzen 
Videosequenz nicht zu sehen. Das Video wurde jedoch erst nach der in Frage 
stehenden Auseinandersetzung aufgenommen. Es ist daher denkbar, dass die 
beiden Zeuginnen und ihre Hunde in der Zwischenzeit ihren Standort verän-
dert und keinen direkten Blickkontakt mehr zum angeblichen Tatort hatten. 
Zudem sagte die Zeugin G.________ selbst aus, sie hätten um die Ecke ge-
blickt, was ebenfalls auf eine zeitweise Standortverschiebung hinweist (U-
act. 8.1.014 Frage /Antwort 5). 

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ff) Die eingereichte Fotodokumentation und das Video wie auch der Um-
stand, dass die Zeuginnen die Ehefrau des Privatklägers in ihren Aussagen 
nicht erwähnten, zeigen somit nicht zwingend auf, dass die Zeuginnen auf-
grund eines angeblich fehlenden Sichtkontakts den Vorfall nicht selbst beob-
achten konnten. Es liegen folglich keine hinreichenden Anhaltspunkte vor, die 
auf eine Falschaussage der beiden Zeuginnen hinweisen würden.

f) aa) Als weitere objektive Beweismittel liegen die ärztlichen Befunde und 
die Röntgenbilder des Privatklägers im Recht (U.-act. 8.1.007 und U-
act. 19.1.017 f.), woraus ersichtlich ist, dass dieser eine Fraktur am kleinen 
Finger der linken Hand erlitt. Diese Berichte basieren jedoch ausschliesslich 
auf den Aussagen des Privatklägers und geben keinen Aufschluss darüber, 
woher die Verletzung tatsächlich herrührte. 

bb) Ebenfalls reichte der Privatkläger das bereits erwähnte Video seiner 
Ehefrau ein, das nach der Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten 
und der Privatklägerin aufgenommen worden war (U-act. 19.1.015). Der Pri-
vatkläger erklärte, die Staatsanwaltschaft habe die Reaktion des Privatklägers 
und des Beschuldigten unmittelbar nach dem Vorfall unberücksichtigt gelas-
sen. Wie auf dem Video zu hören sei, habe der Privatkläger nach dem angeb-
lichen Angriff gegenüber seiner Ehefrau gesagt, er sei vom Beschuldigten 
angegriffen worden, woraufhin der Beschuldigte erwidert habe, ob er hierfür 
Beweise habe. Diese Bemerkung und der Umstand, dass der Beschuldigte 
den Vorwurf nicht abgestritten habe, spreche gegen den Beschuldigten, so 
der Privatkläger (KG-act. 1 Rn. 23). Tatsächlich ist auf dem Video zu hören, 
wie der Privatkläger gegenüber seiner Ehefrau erklärte, der Beschuldigte habe 
ihn angegriffen. Der Beschuldigte bestätigte dies jedoch nicht, sondern ant-
wortete ausschliesslich mit der Bemerkung, ob der Privatkläger entsprechende 
Beweise dafür habe (U-act. 19.1.015, Minute 00:21). Daraus lässt sich nicht 
ohne Weiteres das Eingeständnis des Beschuldigten ableiten. Auf dem Video 

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ist hingegen ebenfalls zu hören, wie der Privatkläger zu seiner Ehefrau sagte, 
er habe dem Beschuldigten «eis uf d’Schnurre gä» (U-act. 19.1.015, Minute 
1:30). Diese Äusserung steht im Widerspruch zu den Aussagen des Privatklä-
gers anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme, wonach er als Reaktion auf 
den angeblichen Angriff des Beschuldigten lediglich die Arme gehoben habe 
(vgl. U-act. 8.1.005 Frage/Antwort 3). Darüber hinaus sagte der Privatkläger in 
der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme aus, den Beschuldigten nicht ge-
schlagen zu haben (U-act. 10.1.004 Rn. 55 f.).

g) Zusammenfassend kam die Staatsanwaltschaft zu Recht zum Schluss, 
dass die Beweislage zweifelsfrei keinen genügenden Tatverdacht gegen den 
Beschuldigten begründet. Ein solcher erscheint bereits aufgrund der sich wi-
dersprechenden Aussagen des Privatklägers und der unabhängigen Zeugin 
G.________ sowie der Zeugin H.________ als nicht hinreichend erwiesen. 
Wie dargelegt bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei den Aus-
sagen der Zeuginnen um Falschaussagen handelt und diese deshalb von 
vornherein nicht zu berücksichtigen sind. Objektive Beweise, die einen Tat-
verdacht gegen den Beschuldigten begründen würden und aufzeigen könnten, 
ob und wie der Beschuldigte den Privatkläger tätlich angegangen haben soll, 
liegen nicht vor und sind ebenso wenig ersichtlich. Die ärztlichen Berichte ge-
ben keinen Aufschluss über die Herkunft der Verletzung am kleinen Finger der 
linken Hand des Privatklägers. Auch das eingereichte Video vermag keinen 
Tatverdacht gegen den Beschuldigten zu begründen, weil es erst nach dem 
Vorfall aufgenommen wurde. Weitere Beweisergebnisse, die den Ausgang 
des Verfahrens ändern könnten, wären auch bei einer Fortführung des Unter-
suchungsverfahrens nicht zu erwarten. Solche brachte der Privatklägervertre-
ter auch nicht vor.  

Nebst den Aussagen des Privatklägers sind solche der beiden Zeuginnen vor-
handen, sodass – entgegen den Ausführungen des Privatklägers (KG-act. 1 

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Rn. 20) – keine eigentliche Aussage-gegen-Aussage-Situation vorliegt. Selbst 
wenn von einer solchen Konstellation auszugehen wäre, sind die Aussagen 
des Privatklägers jedenfalls nicht in einem Ausmass glaubhafter als diejenigen 
des Beschuldigten, dass ohne weitere Beweise ein anklagegenügender Tat-
verdacht bestünde. Im Gegenteil präsentierte der Privatkläger in seinen bei-
den Einvernahmen abweichende Sachverhaltsdarstellungen zum Kernge-
schehen. Deshalb verbleiben im Hinblick auf die Aussagen des Privatklägers 
ernsthafte Zweifel in dem Sinne, dass sich der vom Privatkläger geschilderte 
Vorfall tatsächlich gemäss seinen Aussagen zugetragen haben könnte. Aus 
den Beweisen lässt sich ein Tatverdacht gegen den Beschuldigten nicht aus-
reichend erstellen, weshalb der Grundsatz „in dubio pro duriore“ keine An-
wendung findet. Insgesamt erscheint der Tatvorwurf im Hinblick auf die ge-
samten Umstände wenig glaubhaft. Eine Verurteilung des Beschuldigten we-
gen einfacher Körperverletzung im Falle einer Anklage ist damit unwahr-
scheinlich. Demnach lag es im Ermessen der Staatsanwaltschaft, den Tatver-
dacht als nicht derart erhärtet anzusehen, dass sich eine Anklage rechtfertige, 
weshalb sie das Verfahren im Sinne von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einstellen 
durfte. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

h) Der Privatkläger machte geltend, die Staatsanwaltschaft habe seine 
Eingabe vom 20. Dezember 2024 und die dort beigelegten Sachbeweise (U-
act. 19.1.014–U-act. 19.1.023) vollständig ausser Acht gelassen und damit 
seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. 

Die Staatsanwaltschaft stützte sich in der Einstellungsverfügung, wie darge-
legt, zu Recht auf die Aussagen der beiden Zeuginnen. Sie hielt fest, dass 
keine Beweise vorlägen, welche die Darstellung des Privatklägers stützen 
würden, und dass sich der Tatverdacht aufgrund des Ergebnisses der Unter-
suchung nicht erhärten lasse (Einstellungsverfügung E. 9). Die Einschätzung 
der Prozessaussichten, d.h. die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit eines 

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Schuldspruchs, fällt in das pflichtgemässe Ermessen der Staatsanwaltschaft 
(Landshut/Bosshard, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommen-
tar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. A. 2020, Art. 319 StPO 
N 16). Der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft das vom Privatkläger einge-
reichte Video, das erst nach der Auseinandersetzung entstanden war, sowie 
die Fotodokumentation und die ärztlichen Berichte nicht ausdrücklich in der 
Einstellungsverfügung erwähnte, begründet somit keine Gehörsverletzung, 
sondern lag im pflichtgemässen Ermessen der Staatsanwaltschaft. Im Ergeb-
nis verzichtete sie zu Recht auf eine gesonderte Auseinandersetzung mit den 
erwähnten Beweismitteln, weil diese wie aufgezeigt nicht relevant sind: Sie 
belegen weder den Standort der Zeuginnen im Zeitpunkt der Auseinanderset-
zung noch die Ursache der Verletzung des Privatklägers und stützen somit 
dessen Sachverhaltsvariante nicht.

4. a) Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem 
unterliegenden Privatkläger aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

b) Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird die Privatklägerschaft 
bei Antragsdelikten im Falle einer Einstellung des Strafverfahrens oder bei 
einem Freispruch in Anwendung von Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 432 
Abs. 2 StPO sowohl im Berufungs- wie im Beschwerdeverfahren grundsätzlich 
entschädigungspflichtig (BGer 6B_582/2020 E. 4.2.6). Die dem Beschuldigten 
vorgeworfene einfache Körperverletzung stellt ein Antragsdelikt dar (Art. 123 
Abs. 1 StGB). Dementsprechend ist der vorliegend den Rechtsweg allein be-
schreitende und unterliegende Privatkläger ausgangsgemäss entschädi-
gungspflichtig. 

Im Beschwerdeverfahren betreffend Strafsachen beträgt das Honorar 
Fr. 180.00 bis Fr. 5’000.00 (§ 13 lit. d GebTRA). Innerhalb dieses Tarifrah-
mens bestimmt sich die Höhe des Honorars nach der Wichtigkeit der Streitsa-

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che, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie 
dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Rechtsanwältin 
E.________ reichte eine Kostennote für 11 Stunden über total Fr. 4’349.75 bei 
einem Stundenansatz von Fr. 360.00 ein (KG-act. 8/2). Darin führte sie eine 
provisorische Position von 90 Minuten für eine eventuelle Duplik sowie eine 
Nachbearbeitung auf. Da kein zweiter Schriftenwechsel stattfand, fielen diese 
Aufwendungen nicht an. Die Honorarnote ist deshalb entsprechend zu kürzen. 
Ebenfalls überhöht erscheinen die Positionen für die „Fristerstreckungseinga-
be/Akteneinsicht“ und die „Akteneinsicht; 44 Kopien“, wofür die Verteidigerin je 
60 Minuten berechnete. Damit erscheint die Kostennote nicht angemessen 
(§ 6 Abs. 1 Satz 2 GebTRA) und die Vergütung ist nach pflichtgemässem Er-
messen festzusetzen (§ 6 Abs. 1 Satz 3 GebTRA). In Anwendung der oben 
genannten Kriterien wird der Privatkläger verpflichtet, den Beschuldigten für 
das Beschwerdeverfahren mit pauschal Fr. 1’500.00 (inkl. Auslagen und 
MWST) zu entschädigen. Dies ist für die zwölfseitige Beschwerdeantwort (KG-
act. 8) sowie die übrigen Kurzaufwendungen (vgl. KG-act. 8/2) und angesichts 
der beschränkten tatsächlichen und beweisrechtlichen Schwierigkeiten sowie 
der minderen Wichtigkeit der vorliegenden Angelegenheit angemessen (§ 2 
Abs. 1 i.V.m. § 6 Abs. 1 GebTRA);-

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beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1’500.00 werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt und aus der Sicherheitsleistung gedeckt. 

3. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, den Beschuldigten für das Be-
schwerdeverfahren mit pauschal Fr. 1’500.00 (inkl. Auslagen und 
MWST) zu entschädigen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwältin 
E.________ (2/R), die Staatsanwaltschaft (1/A an die 2. Abteilung und 
1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) sowie nach definitiver Erledi-
gung an die Staatsanwaltschaft (1/R, mit den Akten an die 2. Abteilung) 
und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv)

Namens der Beschwerdekammer
Der Kantonsgerichtspräsident Die Gerichtsschreiberin

Versand 1. September 2025  amu