# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a830af4-7443-5d2e-aa70-d945ce314640
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.04.2021 B 2021/61, B 2021/62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2021-61--B-2021-62_2021-04-27.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/4

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/61, B 2021/62

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 11.05.2021

Entscheiddatum: 27.04.2021

Entscheid Verwaltungsgericht, 27.04.2021
Festsetzung der amtlichen Kosten und der Parteientschädigung nach 
Rückweisung durch das Bundesgericht. Art. 95 und 98 VRP (sGS 951.1), 
(Verwaltungsgericht, B 2021/61, B 2021/62).

Entscheid vom 27. April 2021

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

A.__ und B.__,

Beschwerdegegner,

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Gegenstand

Rückweisung Bundesgericht zur Neuverlegung der Verfahrenskosten im Rekurs- 

und Beschwerdeverfahren (vorher B 2020/80, B 2020/81)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

Die Eheleute A.__ und B.__ wohnten bis am 9. August 2017 in C.__/ZH und wohnen 

seither in D.__/SG. B.__ war alleinige Gesellschafterin der F.__ GmbH, deren Sitz am 

27. September 2017 von C.__/ZH nach E.__/SG verlegt wurde. Beide Ehepartner waren 

für die F.__ GmbH tätig. Am 1. Oktober 2018 wurde über die Gesellschaft der Konkurs 

eröffnet. Das Konkursverfahren wurde am 12. Oktober 2018 mangels Aktiven 

eingestellt. In der Steuererklärung 2018 deklarierte das Ehepaar A.__ und B.__ ein 

steuerbares Einkommen von CHF 8'944 und ein steuerbares Vermögen von CHF 0. 

Das Kantonale Steueramt St. Gallen veranlagte die Eheleute A.__ und B.__ am 

21. August 2019 für die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 mit einem steuerbaren 

Einkommen von CHF 512'000 und einem steuerbaren Vermögen von CHF 0 sowie für 

die direkte Bundessteuer 2018 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 306'900. In 

dieser Aufrechnung war namentlich eine geldwerte Leistung der F.__ GmbH von 

CHF 500'880 enthalten. Auf Einsprache der Eheleute A.__ und B.__ hin korrigierte das 

Steueramt mit Einspracheentscheiden vom 4. Oktober 2019 die steuerbaren 

Einkommen auf CHF 459'200 für die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 und auf 

CHF 275'100 für die direkte Bundessteuer 2018. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel 

(Rekurs und Beschwerde) hiess die Verwaltungsrekurskommission des Kantons 

St. Gallen mit Entscheid vom 20. April 2020 gut. Sie hob die Einspracheentscheide auf 

und wies die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und zu neuer 

Entscheidung an das Kantonale Steueramt St. Gallen zurück. Mit Entscheid vom 

17. September 2020 bestätigte das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen den 

Entscheid der Verwaltungsrekurskommission und wies die dagegen erhobene 

Beschwerde des Kantonalen Steueramts St. Gallen ab.

B.

Mit Urteil 2C_872/2020 vom 2. März 2021 hiess das Bundesgericht die vom kantonalen 

Steueramt erhobene Beschwerde gut, hob den verwaltungsgerichtlichen Entscheid auf 

und bestätigte die Einspracheentscheide vom 4. Oktober 2019.

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Aufgrund des Urteils vom 2. März 2021 sind die Kosten und Entschädigungen des 

kantonalen Verfahrens vom Verwaltungsgericht neu festzusetzen. Nach Art. 95 Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, VRP) hat in Streitigkeiten 

jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise 

abgewiesen werden. Dementsprechend sind die amtlichen Kosten der Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht (CHF 2‘000) und vor der Verwaltungsrekurskommission 

(CHF 1'200) den Beschwerdegegnern aufzuerlegen. Der im Rekursverfahren geleistete 

Kostenvorschuss von insgesamt CHF 1'200 ist anzurechnen.

2.

Nach Art. 98 Abs. 1 VRP besteht im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht 

Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten, welche den am Verfahren Beteiligten 

gemäss Art. 98  VRP nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt werden. Nach Art. 98 

Abs. 2 VRP werden im Rekursverfahren ausseramtliche Kosten entschädigt, soweit sie 

aufgrund der Sach- oder Rechtslage notwendig und angemessen erscheinen. - Die 

Beschwerdegegner haben zufolge Unterliegens keinen Anspruch auf ausseramtliche 

Entschädigung. Der Beschwerdeführer hat in seiner amtlichen Funktion obsiegt und ist 

deshalb nicht ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 

98  VRP; Linder, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die 

Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 20 zu Art. 98

VRP). Beide haben auch keinen Entschädigungsantrag gestellt.

3.

Für diesen Entscheid werden weder amtliche Kosten erhoben (Art. 97 VRP) noch 

ausseramtliche Kosten entschädigt.

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerdegegner bezahlen amtliche Kosten der Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht (CHF 2‘000) und vor der Verwaltungsrekurskommission 

(CHF 1'200). Der von ihnen im Verfahren vor der Verwaltungsrekurskommission 

geleistete Kostenvorschuss von insgesamt CHF 1'200 wird angerechnet.

bis

bis

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/4

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2.

Für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht und der Verwaltungsrekurskommission 

werden keine ausseramtlichen Kosten entschädigt.

 

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