# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33f2db82-f44c-55df-87df-a3bee2f1655c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.06.2014 S 2013 76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-76_2014-06-19.pdf

## Full Text

R. VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 76

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin Bernhard

URTEIL
vom 19. Juni 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ arbeitete als Geschäftsführer bei der Firma B._____ GmbH und 

war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 

obligatorisch unfallversichert. Am 7. April 2009 wollte er das Fahrrad 

seines Sohnes in einer Tiefgarage versorgen und stürzte dabei auf der 

Fahrt in der Tiefgarage aus nicht klar eruierbaren Gründen. Im 

Regionalspital C._____, wo er vom 7. April 2009 bis 16. April 2009 

hospitalisiert war, wurde eine Fraktur des Orbitaldaches bzw. der 

Frontobasis links mit Beteiligung der linken Stirnbeinhöhle sowie auch der 

Lamina papyratia medial, eine Fraktur der lateralen Orbitalbegrenzung 

sowie ein Verdacht auf eine Fraktur im Bereich der Lamina cribrosa 

diagnostiziert. Die SUVA erbrachte in der Folge die entsprechenden 

Versicherungsleistungen.

2. Vom 24. Juni 2009 bis 4. August 2009 hielt sich A._____ stationär in der 

Klinik D._____ auf, wo – zusätzlich zu den bekannten Diagnosen – 

persistierende kognitive Defizite festgestellt wurden. Ein MRI des 

Schädels konnte keinen Nachweis von posttraumatischen, intrazerebralen 

Läsionen einschliesslich FFE-Wichtung nachweisen. In der Rehaklinik 

E._____, wo sich A._____ vom 5. November 2009 bis 3. März 2010 

aufhielt, wurden zusätzlich eine leichte traumatische Hirnverletzung 

(LTHV) mit Bewusstlosigkeit, Anosmie sowie eine mittelgradige 

depressive Episode diagnostiziert.

3. Nach verschiedenen weiteren medizinischen Abklärungen und 

entsprechenden Berichten verfügte die SUVA am 18. Juli 2012 die 

Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. August 2012. Die heute 

noch geklagten Beschwerden seien aufgrund der Abklärungen organisch 

nicht hinreichend nachweisbar. Die Adäquanz sei gemäss BGE 

117 V 359 und 134 V 109 zu verneinen. Dagegen erhob A._____ am 

28. August 2012 Einsprache, welche unter Einreichung weiterer ärztlicher 

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Berichte am 8. Oktober 2012 und am 22. November 2012 ergänzt wurde. 

Im Verlaufe des Einspracheverfahrens wurde von der SMAB AG ein 

polydisziplinäres Gutachten zu Handen der IV-Stelle Graubünden (IV-

Stelle) erstellt. Das Gutachten umfasste Beurteilungen in den 

Fachgebieten Otoneurologie, Opthalmologie, Psychiatrie und Innere 

Medizin. A._____ nahm am 16. Mai 2013 zum Gutachten Stellung. Mit 

Entscheid vom 27. Mai 2013 wies die SUVA die Einsprache ab.

4. Am 26. Juni 2013 gelangte A._____ (Beschwerdeführer) mit Beschwerde 

an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte die 

Aufhebung des Einspracheentscheids vom 27. Mai 2013 und die 

Rückweisung der Angelegenheit zur Bestimmung der Leistungsansprüche 

nach UVG an die Beschwerdegegnerin (SUVA). Eventualiter sei ein 

gerichtliches Gutachten zur Unfallkausalität und Objektivierbarkeit der 

Anosmie in Auftrag zu geben. In der Begründung der Beschwerde wurde 

festgehalten, dass akzeptiert werde, dass die Adäquanzprüfung per 

31. August 2012 vorgenommen worden sei. Die Anwendung der 

Schleudertraumapraxis gemäss BGE 134 V 109 für nicht objektivierbare 

Beschwerden werde ebenfalls nicht angefochten. Die 

Adäquanzrechtsprechung gelange für die nicht objektivierbaren 

Beschwerden zur Anwendung. Sofern die Beschwerden objektivierbar 

seien, entspreche die Adäquanz der natürlichen Kausalität (unter Verweis 

auf 8C_1048/2009 E.4.1). Vorliegend sei die Anosmie objektivierbar. Die 

anderslautende Begründung der Beschwerdegegnerin, wonach die 

natürliche Unfallkausalität nicht bestehe, sei aktenwidrig. Das 

Unfallereignis vom 7. April 2009 sei als Ursache der Anosmie als 

überwiegend wahrscheinlich zu beurteilen. Der Beschwerdeführer habe 

vor dem Unfall zu 20 – 30 % als Geschäftsführer der B._____ GmbH und 

zu 70 – 80 % als Koch in seinem Betrieb gearbeitet, wobei er nicht nur für 

die Firma B._____, sondern auch für das Café X._____ gekocht habe. 

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Durch den vollständigen Verlust des Geruchssinns könne der 

Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit seit dem Unfallereignis 

nicht mehr ausüben. Deshalb bestehe ein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung von 15 % (UVV Anhang 3) sowie auf eine 

Invalidenrente. Nebst der Anosmie seien die Schwindelbeschwerden 

objektivierbar. Diesbezüglich sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, 

das Ausmass der Schädigung zu bestimmen und entsprechende 

Leistungen nach UVG auszurichten. Einigkeit bestehe darüber, dass die 

nicht objektivierbaren Beschwerden nach der Schleudertraumapraxis 

gemäss BGE 134 V 109 zu beurteilen seien. Unbestritten sei, dass das 

Unfallereignis vorliegend als mittelschwer zu qualifizieren sei. Die 

Beschwerdegegnerin wolle es dabei aber zu Unrecht an der Grenze zum 

leichten Unfall einordnen. Ausgehend von einem mittelschweren Unfall im 

mittleren Bereich müssten somit drei Kriterien weder in besonders 

ausgeprägter noch in auffallender Weise gegeben sein. Vorliegend seien 

fünf Adäquanzkriterien erfüllt, nämlich die Schwere oder besondere Art 

der erlittenen Verletzungen, eine fortgesetzte spezifische, belastende 

ärztliche Behandlung, erhebliche Beschwerden, ein schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie eine erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Die Kriterien 

"erhebliche Beschwerden" und "erhebliche Arbeitsunfähigkeit" seien dabei 

in besonders ausgeprägtem Masse gegeben. Die Beschwerdegegnerin 

sei deshalb ab 1. September 2012 nach UVG weiterhin leistungspflichtig 

und die Integritätsentschädigung und eine UVG-Rente seien zu 

berechnen. Als Zeugen seien V._____ und W._____ anzuhören. 

5. In ihrer Vernehmlassung vom 25. Juli 2013 beantragte die SUVA 

(Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Auf die Zeugin 

V._____ sei zu verzichten, da sie ein enges Verhältnis zum 

Beschwerdeführer habe. Den SUVA-Akten sei wiederholt zu entnehmen, 

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dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall als Geschäftsführer tätig 

gewesen sei. Dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall zu einem 

grossen Teil als Koch fungiert habe, sei anhand der Akten nicht glaubhaft. 

Überdies sei es aufgrund der Schadenminderungspflicht Aufgabe des 

Beschwerdeführers, seinen Betrieb entsprechend umzustrukturieren. 

Vorliegend sei nicht an der Schleudertraumapraxis festzuhalten, dies sei 

nicht sachgerecht, da bildgebend keine intrakranielle Läsion festgestellt 

worden sei. Der Beschwerdeführer leide aktenkundig an massiven 

psychischen Störungen, weshalb die Adäquanz nach BGE 115 V 133 zu 

beurteilen sei. Das zur Diskussion stehende Ereignis sei aufgrund des 

Hergangs höchstens als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den 

leichten Unfällen einzustufen. Für die Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs seien somit die unfallbezogenen Kriterien in 

gehäufter oder besonders auffallender Weise erforderlich. Vorliegend sei 

jedoch keines der Kriterien erfüllt. Objektivierbar unfallkausale Korrelate, 

die die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers am 31. August 2012 noch 

einschränkten, lägen nicht vor. Deshalb seien die Leistungen zu Recht 

eingeschränkt worden. Die Anosmie stehe weder in einem 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis noch schränke sie die 

Arbeitsfähigkeit ein. Die Ausführungen des Beschwerdeführers zur 

angestammten Tätigkeit seien nicht glaubhaft. Aus otoneurologischer 

Sicht könne weder ein Zusammenhang zum Unfallereignis noch eine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet werden. Sollte die 

Adäquanz wider Erwarten nach BGE 134 V 109 beurteilt werden, so 

werde auf die Ausführungen im Einspracheentscheid verwiesen.

6. In seiner Replik vom 26. August 2013 hielt der Beschwerdeführer an 

seinen Rechtsbegehren fest und vertiefte seinen Standpunkt. Bestritten 

werde insbesondere die Anwendbarkeit der Psychopraxis nach 

BGE 115 V 133. Wie die Beschwerdegegnerin im Einspracheverfahren 

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richtig erkannt habe, sei die Adäquanz der bildgebend nicht 

objektivierbaren Beschwerden nach der Schleudertraumapraxis gemäss 

BGE 134 V 109 zu beurteilen. Auf eine Differenzierung zwischen 

physischen und psychischen Komponenten sei daher zu verzichten. Der 

Beschwerdeführer habe verschiedene Schädelfrakturen erlitten. Die 

Rehaklinik E._____ habe sodann die Diagnose einer traumatischen 

Hirnverletzung gestellt, weshalb die Voraussetzung eines 

Schädelhirntraumas für die Anwendbarkeit der Schleudertraumapraxis 

gegeben sei. Würde man, wie die Beschwerdegegnerin postuliert, eine 

intrakranielle Läsion oder einen messbaren Defektzustand infolge 

neurologischer Ausfälle fordern, so läge eine objektivierbare Verletzung 

vor und für die besondere Adäquanzrechtsprechung bliebe kein Platz. 

Vorliegend träten die anlässlich des Unfalles aufgetretenen physischen 

Verletzungen nicht in den Hintergrund. So stehe die unfallbedingte 

Anosmie weitgehend im Vordergrund. Aus den medizinischen Akten gebe 

es keine Hinweise, dass die psychischen Beschwerden in den 

Vordergrund und die somatischen Beschwerden in den Hintergrund 

getreten wären. Aufgrund der medizinischen Akten gebe es keine Zweifel, 

dass das Unfallereignis zur Anosmie geführt habe. Sollte das Gericht an 

den eingereichten medizinischen Akten zweifeln, so habe es das 

beantragte medizinische Gutachten in Auftrag zu geben. Betreffend die 

Zeugin V._____ reiche ein enges Verhältnis zum Beschwerdeführer nicht 

für die Ablehnung als Zeugin.

7. Auch die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Duplik vom 30. August 2013 

an ihren Anträgen fest und vertiefte ihren Standpunkt. Gemäss der 

psychiatrischen Begutachtung vom 18. Januar 2013 sei der 

Beschwerdeführer aus psychischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt. Auch deshalb bestehe kein Raum für die Anwendung der 

Schleudertraumapraxis (unter Verweis auf das Urteil U 151/01 E.4.2). Die 

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psychischen Beschwerden seien zumindest nicht adäquat kausal zum 

Unfallereignis. Die Beurteilung der SMAB AG spreche gegen die 

Behauptung des Beschwerdeführers, dass es keine Hinweise für die in 

den Vordergrund getretenen psychischen Beschwerden gebe. Die vom 

Beschwerdeführer behauptete Unfallkausalität der Anosmie sei aufgrund 

der medizinischen Unterlagen unzutreffend. Folge man den 

unbewiesenen Behauptungen des Beschwerdeführers, wonach sein 

Pensum als Koch sehr hoch sei, hätte der Beschwerdeführer sich die ihm 

obliegende Schadenminderungspflicht entgegen halten zu lassen. Bei der 

vorliegenden Geschäftsgrösse sei es dem Beschwerdeführer zumutbar, 

seinen Betrieb entsprechend umzuorganisieren.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie auf den angefochtenen 

Entscheid wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 27. Mai 2013. Auf die 

am 26. Juni 2013 unter Beilage des angefochtenen Entscheids und damit 

im Sinne von Art. 61 lit. b des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 38 Abs. 2 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) und 

Art. 60 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten. Streitig und zu prüfen ist, ob die Einstellung 

der Versicherungsleistungen per Ende August 2012 zu Recht erfolgt ist.

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2. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten Versicherungsleistungen gewährt, soweit das Gesetz 

nicht etwas anderes bestimmt. Die genannte Bestimmung enthält das 

Erfordernis des Kausalzusammenhangs zwischen dem 

Gesundheitsschaden und dem versicherten Ereignis (vgl. ACKERMANN, 

Kausalität, in: SCHAFFHAUSER / KIESER [Hrsg.], Unfall und 

Unfallversicherung, St. Gallen 2009, S. 29 ff.; BGE 129 V 177 E.3.1 und 

3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 

Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 

hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen 

einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm 

obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 

hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E.3.1 mit 

weiteren Hinweisen, sowie KIESER / LANDOLT, Unfall – Haftung – 

Versicherung, Zürich / St. Gallen 2012, N. 559). 

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b) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein 

adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat 

ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn 

es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E.3.2). Der 

Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt die 

Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E.3.3). Sie hat 

bei allen Gesundheitsschädigungen, die aus ärztlicher Sicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolgen gelten, Platz 

zu greifen. Die Frage der Adäquanz ist eine Rechtsfrage, sie ist nicht von 

medizinischen Sachverständigen, sondern vom Richter zu beurteilen 

(SVR 2003 UV Nr. 12 E.3.2.1 S. 36, 2002 UV Nr. 11 E.2b S. 31). Dabei 

spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener 

Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend 

mit der natürlichen Kausalität deckt. Anders verhält es sich bei natürlich 

unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen 

Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom 

augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem 

weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 117 V 359 E.6 

S. 366 ff.). Nach der für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall 

erarbeiteten sogenannten Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) werden diese 

Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft, 

während nach der bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen 

der Halswirbelsäule (HWS) sowie Schädel-Hirntraumen anwendbaren 

sogenannten Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359, präzisiert in 

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BGE 134 V 109) auf eine Differenzierung zwischen physischen und 

psychischen Komponenten verzichtet wird (Urteil des Bundesgerichts 

8C_441/2010 vom 23. August 2010 E.3; BGE 134 V 109 E.2.1 S. 112 mit 

mehreren Hinweisen). 

c) Für die Fortsetzung der beantragten Versicherungsleistungen über das 

angefochtene Einstelldatum vom 31. August 2012 hinaus müssen die 

beiden Erfordernisse des natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs kumulativ erfüllt sein. Scheitert der geltend 

gemachte Anspruch an einer dieser zwei Voraussetzungen, entfällt die 

Leistungspflicht aus UVG ohne die Prüfung des anderen Kriteriums. Ist 

die Unfallkausalität jedoch mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, so entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 

adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

letzterer nur noch ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand 

erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (sog. status 

quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (sog. status quo sine; RKUV 

1994 Nr. U 206 E.3b S. 328). Ebenso wie der leistungsbegründende 

natürliche Kausalzusammenhang muss der Wegfall des ursächlichen 

Charakters des Unfalls im Hinblick auf den Gesundheitsschaden der 

versicherten Person mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit festgestellt werden. Die blosse Möglichkeit, dass der 

Unfall keinen kausalen Effekt mehr hat, genügt nicht (RKUV 2000 Nr. 

U 363 E.2 S. 46). Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, trägt aber die entsprechende Beweislast – anders als 

bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

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Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht die versicherte Person, 

sondern der Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 E.3b S. 328 f. mit 

Hinweis).

3. a) Vorliegend stellt sich die Frage nach dem natürlichen 

Kausalzusammenhang in Bezug auf eine im Universitätsspital Basel am 

7. Juli 2010 (SUVA-act. 198) festgestellte Anosmie (vollständiger Verlust 

des Geruchssinns). Voraussetzung für den Nachweis von physischen 

Unfallverletzungen ist, dass die Untersuchungsergebnisse objektivierbar 

sind. Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar 

und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten 

unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 

kann rechtsprechungsgemäss somit erst dann gesprochen werden, wenn 

die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen 

bestätigt wurden und die angewendeten Untersuchungsmethoden 

wissenschaftlich anerkannt sind (vgl. z.B. Urteil des Bundesgericht 

8C_310/2011 vom 5. September 2011 E.4.1 mit weiteren Hinweisen; 

KIESER / LANDOLT, a.a.O., N. 562 mit Hinweis auf die Rechtsprechung). 

Die Beschwerdegegnerin bestreitet einerseits, dass die Resultate, die zur 

Diagnose Anosmie führten, objektivierbar seien und andererseits, dass 

zwischen dem Unfall und der Anosmie ein Kausalzusammenhang 

bestehe sowie – sofern doch ein Kausalzusammenhang angenommen 

würde – die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die Anosmie. Der 

Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht, dass das Unfallereignis 

vom 7. April 2009 als Ursache der Anosmie als überwiegend 

wahrscheinlich zu beurteilen sei und er seine angestammte Tätigkeit als 

Koch (70 – 80 % im eigenen Betrieb und für das Café X._____) nicht 

mehr ausüben könne.

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Es gilt folglich zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon 

ausgeht, dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer 

Anosmie aufgrund struktureller Verletzungen in Folge des Unfalls vom 

7. April 2009 ausgegangen werden kann. Die Beschwerdegegnerin hält 

zwar richtig fest, dass die Fraktur der Lamina cribrosa nur eine 

Verdachtsdiagnose war und im Spital C._____ am 10. April 2009 

anamnestisch ein normaler Geruchsinn festgehalten wurde (vgl. Dr. med. 

F._____, FMH Hals-, Nasen-, Ohren-Krankheiten [SUVA-act. 29]). 

Indessen können dem genannten ärztlichen Bericht keine Hinweise 

entnommen werden, dass der Beschwerdeführer in jenem Zeitpunkt 

bezüglich Geruchsinn auch tatsächlich abgeklärt worden ist. Weiter beruft 

sich die Beschwerdegegnerin auf Dr. med. G._____, Facharzt für 

Neurologie FMH und für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher am 

8. Februar 2012 festhielt, es sei aus neurologischer Perspektive nicht 

erklärbar, aus welchem Grund nach der echtzeitlichen Dokumentation des 

Fehlens einer Geruchwahrnehmungsstörung und der zwischenzeitlichen 

Angabe (Juni 2009) einer Verminderung des Geruchvermögens im 

weiteren Verlauf (Untersuchungen in den ORL-Kliniken der 

Universitätsspitäler Zürich und Basel) ein kompletter Verlust (Anosmie) 

der beidseitigen Geruchwahrnehmung entstehen sollte. Gemäss Dr. med. 

G._____ könne neurologisch beurteilt durchaus eine Störung der 

Geruchwahrnehmungsfähigkeit durch Medikamentenbehandlung 

eingetreten sein, welche aber durch das Absetzen dieses Medikamentes 

reversibel sei (SUVA-act. 331 S. 7). Da Dr. med. G._____ allerdings nur 

Vermutungen äussert, kann es nicht überzeugen, dass sich die 

Beschwerdegegnerin primär auf seine Aussagen stützt, um zu behaupten, 

dass zwischen dem Unfall und der Anosmie kein Kausalzusammenhang 

bestehe. Den übrigen medizinischen Akten, auf welche sich der 

Beschwerdeführer beruft, kann folgendes entnommen werden: Gemäss 

dem Austrittsbericht der Klinik D._____ vom 14. August 2009 sei der 

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Geruchsinn subjektiv schlechter als vor dem Unfall (SUVA-act. 38 S. 4). 

Im Austrittsbericht der Rehaklinik E._____ vom 9. März 2010 wurde unter 

anderem eine Anosmie diagnostiziert (SUVA-act. 137 S. 1). Eine 

Abklärung der Geruchsstörung durch die ONH-Klinik des 

Universitätsspitals Zürich ergab gemäss Bericht vom 16. Februar 2010, 

dass beim Beschwerdeführer praktisch eine Anosmie bestehe, wobei es 

sich beim durchgeführten Test nicht um eine objektive Aussage handle 

(SUVA-act. 137 S. 15). Weitere Abklärungen der Anosmie wurden am 

Universitätsspital Basel durchgeführt und mit Bericht vom 9. Juli 2010 

(Dr. med. H._____) festgehalten, dass ein Jahr nach dem Unfallereignis 

sowohl aufgrund der anamnestischen Angaben, aber auch aufgrund der 

psychometrischen Testung wie auch der Olfaktometrie eine 

posttraumatische Anosmie beidseits vorliege. Aufgrund der Tatsache, 

dass das Unfallereignis erst ein Jahr her sei, sei jedoch dennoch nicht a 

priori mit einem bleibenden Schaden zu rechnen (SUVA-act. 198 S. 3). 

Mit Bericht vom 4. Juli 2011 wurde ebenfalls von Dr. med. H._____ des 

Universitätsspitals Basel festgehalten, dass auch zwei Jahre nach dem 

Unfallereignis unverändert eine posttraumatische Anosmie beidseits 

vorliege. Sowohl aufgrund der Psychophysik wie auch aufgrund der 

evozierten Potentiale habe sich die Anosmie bestätigt, wobei jetzt von 

einem dauerhaften Zustand auszugehen sei (SUVA-act. 289 S. 2). Zu 

diesen ärztlichen Berichten des Universitätsspitals Basel hält die 

Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort fest, dass die 

Testungen einzig auf den Angaben des Beschwerdeführers beruhten und 

die Resultate folglich nicht objektivierbar seien. Allerdings hat auch 

Dr. med. I._____ in seinem ärztlichen Bericht vom 20. November 2012 

festgehalten, es bestehe kein Zweifel, dass die Anosmie auf den Unfall 

vom 7. April 2009 zurückgehe, was sich anatomisch zwanglos begründen 

lasse durch die Fraktur der Lamina papyratia, bei der die Riechfäden 

abgerissen wurden, was zu einer bleibenden Anosmie führe 

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(beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 14 S. 3 f.). Im Gutachten der 

Swiss Medical Assessment- and Business Center AG (SMAB AG) bzw. 

im darin enthaltenen Teilgutachten der HNO-Klinik des Spitals Y.____ 

vom 19. Dezember 2012 wurde die beidseitige Anosmie bestätigt (SUVA-

act. 365 S. 61 ff., insb. S. 63). So wird in diesem Teilgutachten 

festgehalten, eine posttraumatische Anosmie werde oft erst mehrere 

Wochen bis Monate nach einem Trauma angegeben. Die erstmalige 

Dokumentation im Eintrittsbefund in der Klinik D._____ mehrere Wochen 

nach dem Trauma spreche nicht gegen eine posttraumatische Genese, 

insbesondere da eine Schädelbasisfraktur mit Einbezug der Lamina 

cribrosa dokumentiert sei. Eine primäre Auslösung durch Medikamente 

erscheine unwahrscheinlich, da im Einrittsbefund der Klinik D._____ nur 

eine Einnahme von Dafalgan beschrieben sei. Diese Einschätzung 

widerspricht der Aussage von Dr. med. G._____ (SUVA-act. 331 S. 7), 

auf welche sich die Beschwerdegegnerin beruft. Somit liegen sich 

widersprechende ärztliche Beurteilungen vor und es mangelt insgesamt 

an schlüssigen und nachvollziehbaren medizinischen Angaben darüber, 

ob die Anosmie überwiegend wahrscheinlich als Unfallfolge angesehen 

werden kann. Die untersuchenden Ärzte wurden denn auch nicht konkret 

mit der Fragestellung konfrontiert, ob die Anosmie eine organische 

Ursache habe und damit objektivierbar sei und ob sie auf den Unfall 

zurückzuführen sei. Ob die Verneinung der Leistungspflicht aufgrund 

dieser Aktenlage rechtens war, kann folglich nicht beurteilt werden. Es 

sind somit durch die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen 

hinsichtlich der Anosmie durch einen bisher nicht involvierten 

Fachmediziner (HNO-Spezialisten) vorzunehmen und die Fragen 

bezüglich Unfallkausalität, organisches Substrat, allfällige Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit und dauerndem (Integritäts-) Schaden abzuklären. 

Folglich ist die Beschwerde in diesem Punkt an die Beschwerdegegnerin 

zur Abklärung und neuem Entscheid zurückzuweisen. Somit erübrigt es 

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sich im jetzigen Zeitpunkt auf die Fragen betreffend 

Schadenminderungspflicht – wie sie von der Beschwerdegegnerin 

(Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 9.3) im Zusammenhang mit der Tätigkeit 

als Koch thematisiert wird – sowie die beantragten Zeugeneinvernahmen 

von V._____ und W._____ – wobei die Beschwerdegegnerin beantragte, 

darauf zu verzichten, da ein zu enges Verhältnis zum Beschwerdeführer 

vorliege (vgl. Bf-act. 50) – näher einzugehen.

b) Die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang stellt sich auch in 

Bezug auf die Schwindelbeschwerden. Der Beschwerdeführer stellt sich 

auf den Standpunkt, die Schwindelbeschwerden seien objektivierbar. Er 

stützt sich dabei auf einen ärztlichen Bericht von Dr. med. J._____, 

Spezialarzt FMH für Ohren-, Nasen und Halskrankheiten, vom 11. März 

2010 (SUVA-act. 145). Entgegen der Ansicht der Gutachter der SMAB 

AG, wonach ein Zusammenhang mit dem Trauma nicht sicher 

nachzuweisen sei, sei kein sicherer Nachweis erforderlich, sondern es 

genüge eine überwiegende Wahrscheinlichkeit. Angesichts des 

Umstandes, dass die linke Gesichtshälfte durch das Unfallereignis 

betroffen worden sei, sei von einer unfallkausalen Beeinträchtigung 

auszugehen (Beschwerde S. 15). Dagegen vertritt die 

Beschwerdegegnerin unter Berufung auf das Gutachten der SMAB AG 

(SUVA-act. 365 S. 38) die Meinung, dass ein klarer Zusammenhang mit 

dem Unfallereignis bei unklarer Ätiologie nicht wahrscheinlich sei und 

verneint die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus otoneurologischer 

Sicht.

Im Einspracheentscheid wurde zu den Schwindelbeschwerden nichts 

festgehalten. Hinsichtlich der Schwindelbeschwerden diagnostizierte 

Dr. med. J._____ mit Bericht vom 11. März 2010 (SUVA-act. 145) nach 

der Durchführung verschiedener Tests unter anderem zwar persistierende 

- 16 -

Schwindelbeschwerden bei zentral-vestibulärer Störung, äusserte sich 

aber in seinem Bericht weder zur Frage der Unfallkausalität noch zu 

allfälligen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit. Sodann lässt die 

Beurteilung durch das Spital Y.______ (Dr. med. K._____ und Dr. med. 

L._____), wo im HNO-Teilgutachten vom 19. Dezember 2012 zum 

Gutachten der SMAB AG nach der Durchführungen verschiedener Tests 

persistierende Schwindelbeschwerden unklarer Ätiologie bei Minderer-

regbarkeit des linken Vestibularorgans in der kalorischen Untersuchung 

diagnostiziert und differentialdiagnostisch eine zentral-vestibuläre Störung 

festgestellt wurden (SMAB-Gutachten [SUVA-act. 365 S. 61 ff., insb. 

S. 63]), nicht darauf schliessen, dass die Schwindelbeschwerden 

überwiegend wahrscheinlich unfallkausal sind. Die 

Schwindelbeschwerden können gemäss dem genannten HNO-

Teilgutachten keiner klaren peripher-vestibulären Genese zugeordnet 

werden. Da keine Verletzung des Innenohres beschrieben sei, sei ein 

Zusammenhang mit dem Trauma vom 7. April 2009 aktuell nicht sicher 

nachzuweisen (vgl. auch SUVA-act. 365 S. 38 f.). Schliesslich wurde im 

SMAB-Gutachten auch festgehalten, dass die episodischen 

Schwindelbeschwerden unklarer Ätiologie ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit seien (SUVA-act. 365 S. 40). Die Behauptung des 

Beschwerdeführers, dass angesichts des Umstandes, dass die linke 

Gesichtshälfte durch das Unfallereignis betroffen worden sei, von einer 

unfallkausalen Beeinträchtigung auszugehen sei, ist folglich durch die 

soeben zitierten ärztlichen Berichte nicht belegt. Angesichts dieser 

ärztlichen Einschätzungen kann nicht von einer überwiegend 

wahrscheinlichen Unfallkausalität der Schwindelbeschwerden – die 

gemäss Gutachten auch keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

haben - ausgegangen werden. Ein Anspruch auf Versicherungsleistungen 

besteht demnach nicht.

- 17 -

4. a) Nebst der Anosmie und den Schwindelbeschwerden klagt der 

Beschwerdeführer über nicht objektivierbare bzw. psychische 

Beschwerden (posttraumatische Kopf- und Gesichtsschmerzen, 

psychische Beschwerden im Sinne einer mittelgradigen depressiven 

Episode [ICD: 10 F 32.1]). Diesbezüglich ist zwischen den Parteien 

unbestritten, dass eine Adäquanzprüfung vorzunehmen ist (vgl. 

vorstehend Erwägung 2b sowie KIESER / LANDOLT, a.a.O., N. 591). Da bei 

sogenannten Schleudertraumata der Halswirbelsäule, dem 

Schleudertrauma äquivalenten Verletzungen und Schädelhirntraumata je 

nach Einzelfall physische und / oder psychische Beschwerden auftreten, 

gelten – je nachdem, ob die Unfallfolgen organisch hinreichend 

nachweisbar sind bzw. ein typisches Beschwerdebild vorliegt – für die 

Adäquanzbeurteilung andere Regeln. Liegt ein typisches Beschwerdebild 

vor bzw. ist ausnahmsweise von der Nichtüberwindbarkeit des 

Schleudertraumas auszugehen, ist die Adäquanz der psychischen 

Störung nach Massgabe der sogenannten Schleudertrauma-Praxis zu 

beurteilen (vgl. BGE 117 V 359 E.4, 134 V 109 E.10). Damit allerdings bei 

Schädelhirntraumata die Schleudertrauma-Praxis zur Anwendung 

gelangt, muss mindestens der Schweregrad einer Contusio cerebri 

erreicht sein (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 8C_476/2007 vom 

4. August 2008 E.4.1.3 sowie 8C_270/2011 vom 26. Juli 2011 E.2.1; 

RUMO-JUNGO / HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, 

4. Auflage, Zürich 2012, Art. 6 S. 59 f.). Psychische Beschwerden, die 

nicht zum typischen Beschwerdebild zählen oder zwar zum typischen 

Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehören, aber im Vergleich zu 

diesem ganz in den Vordergrund getreten sind, sind hingegen nach der 

Psycho-Praxis zu qualifizieren (vgl. BGE 115 V 133). Voraussetzung 

dafür ist allerdings, dass die psychische Problematik bereits unmittelbar 

nach dem Unfall eine eindeutige Dominanz aufweist bzw. die physischen 

Beschwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum 

- 18 -

Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle 

gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind (KIESER / 

LANDOLT, a.a.O., N. 603; siehe auch BGE 123 V 98 E.2a; RKUV 2001 

Nr. U 412 S. 79; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437; U 151/01 E.4.2, U 5/06 

E.3.2.2, U 442/06 E.2.2 und 3.4 sowie das Urteil des Bundesgerichts 

8C_584/2007 vom 9. September 2008 E.3.2). Der Unterschied zwischen 

den beiden Praxen besteht darin, dass bei der Schleudertrauma-Praxis im 

Gegensatz zur Psycho-Praxis auf eine Differenzierung zwischen 

physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird, weil nicht 

entscheidend ist, ob die organisch nicht hinreichend nachweisbaren 

Beschwerden medizinisch eher als organischer und / oder psychischer 

Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109 E.2.; vgl. auch KIESER / 

LANDOLT, a.a.O., N. 604; MÜLLER, Die Rechtsprechung des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts zum adäquaten 

Kausalzusammenhang beim sog. Schleudertrauma der Halswirbelsäule 

[HWS]): Leitsätze, Kasuistik und Tendenzen, SZS 2001, S. 413 ff.).

b) Vorliegend ist der Zeitpunkt der Adäquanzprüfung – der 31. August 2012 

– grundsätzlich unbestritten. Ebenfalls wurde mit Beschwerde vom 

26. Juni 2013 die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis gemäss 

BGE 134 V 109 – wie im Einspracheentscheid vom 27. Mai 2013 (Ziff. 3c 

S. 5) – für die nicht objektivierbaren Beschwerden im Grundsatz nicht 

bemängelt. Allerdings vertritt die Beschwerdegegnerin in ihrer 

Beschwerdeantwort vom 25. Juli 2013 nunmehr die Ansicht, dass 

vorliegend bildgebend keine intrakranielle Läsion festgestellt worden sei, 

weshalb die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis nicht sachgerecht 

sei und die Adäquanz nach BGE 115 V 133, der Psycho-Praxis, zu 

beurteilen sei. Somit ist vorliegend umstritten bzw. primär zu prüfen, ob 

die Adäquanzprüfung nach der Psycho- oder der Schleudertrauma-Praxis 

vorzunehmen ist.

- 19 -

aa) Nach der Rechtsprechung ist wie folgt vorzugehen: Zunächst ist 

abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein HWS-

Schleudertrauma, eine diesem äquivalente Verletzung oder ein 

Schädelhirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Psycho-

Praxis (BGE 115 V 133) zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen 

indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten 

Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen 

Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen (BGE 119 V 335 E.1 S. 338, 117 V 359 E.4b S. 360) 

zwar (teilweise) vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber 

ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 für Unfälle mit 

psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätze massgebend; 

andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz nach der 

Schleudertrauma-Praxis gemäss den in BGE 134 V 109 präzisierten 

Kriterien bzw. in BGE 117 V 359 festgelegten Kriterien (vgl. ACKERMANN, 

Kausalität, in: SCHAFFHAUSER / KIESER [Hrsg.], Unfall und 

Unfallversicherung, Referate der Tagung vom 27. November 2008 in 

Luzern, St. Gallen 2009, S. 58 f.). 

bb) Im Einspracheentscheid (Ziff. 3c S. 5) hielt die Beschwerdegegnerin fest, 

dass von einem erlittenen Schädelhirntrauma auszugehen sei, womit – 

nachdem auch ein typisches Beschwerdebild bejaht werden könne – die 

Schleudertrauma-Rechtsprechung Anwendung finde. In der 

Beschwerdeantwort (Ziff. 24 S. 9 f.) vertritt die Beschwerdegegnerin die 

Ansicht, die Psycho-Praxis sei anwendbar. Sie hält fest, dass vorliegend 

bildgebend keine intrakranielle Läsion festgestellt worden sei (unter 

Verweis auf SUVA-act. 19, 31, 38). Die Anwendung der Schleudertrauma-

Rechtsprechung sei deshalb im vorliegenden Sachverhalt nicht 

- 20 -

sachgerecht und die Adäquanz sei nach BGE 115 V 133 (Psycho-Praxis) 

zu beurteilen. Der Beschwerdeführer leide aktenkundig an massiven 

psychischen Störungen, weshalb auch deshalb kein Raum für die 

Anwendung der Schleudertrauma-Praxis bestehe. Objektivierbare 

unfallkausale Korrelate, die die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

am 31. August 2012 noch einschränkten, würden nicht vorliegen. 

Vielmehr sei der Beschwerdeführer gemäss der psychiatrischen 

Begutachtung vom 18. Januar 2013 (SUVA-act. 365) aus psychischen 

Gründen in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (Duplik S. 2). Dieser 

Ansicht wird seitens des Beschwerdeführers entgegengehalten, die 

physische Verletzung sei nicht in den Hintergrund getreten, sondern die 

unfallbedingte Anosmie stehe weitgehend im Vordergrund. Es sei die 

Anosmie, welche den Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit als 

Koch vollständig einschränke. Hinzu kämen die nachgewiesenen 

posttraumatischen Kopf- und Gesichtsschmerzen, die es dem 

Beschwerdeführer verunmöglichten, sich auf seine Arbeit als 

Geschäftsführer zu konzentrieren. Schliesslich träten aufgrund der 

festgestellten zentral-vestibulären Störung regelmässig 

Schwindelbeschwerden auf und beeinträchtigten den Beschwerdeführer 

praktisch täglich. Des weitern bestünden auch unfallkausale 

Kiefergelenksschmerzen und Augenbeschwerden. Die psychischen 

Beschwerden seien nur ein Teil des Beschwerdebildes. Sie seien auch 

nicht unmittelbar nach dem Unfall aufgetreten, sondern seien erst über 

ein Jahr nach dem Unfallereignis diagnostiziert und als Folge des Unfalles 

qualifiziert worden. Aus den medizinischen Akten gebe es denn auch 

keine Hinweise, dass die psychischen Beschwerden in den Vordergrund 

und die somatischen Beschwerden in den Hintergrund getreten wären. 

Somit sei die Schleudertrauma-Praxis anwendbar und auf eine 

Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten sei 

daher zu verzichten (Replik Ziff. 2.1 und 2.3 S. 2 f.).

- 21 -

cc) Vorliegend gehen der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin 

unbestrittenermassen von einem Schädelhirntrauma aus. In der 

neurologischen Beurteilung von Dr. med. G._____, Facharzt für 

Neurologie FMH sowie Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

11. Juli 2011 (SUVA-act. 292), bestätigt und ergänzt durch die 

Beurteilung vom 8. Februar 2012 (SUVA-act. 331) desselben Arztes, wird 

nachvollziehbar und gestützt auf die vorhandenen Akten festgehalten, 

dass nicht dokumentiert sei, dass der Beschwerdeführer bewusstlos 

aufgefunden worden sei oder dass beim Transport zu Dr. med. M._____ 

oder nachfolgend in das Spital C._____ Bewusstlosigkeiten vorgelegen 

hätten. Der Schweregrad des am 7. April 2009 erlittenen Kopftraumas sei 

unter Berücksichtigung der echtzeitlichen Dokumente zwischen einer 

Schädelprellung (Contusio capitis), welche nach der moderneren 

Klassifikation im Sinne einer leichten traumatischen Hirnverletzung 

(LTHV, englisch: "Mild Traumatic Brain Injury", MTBI) der Kategorie 0 

zugeschrieben werde, und einer LTHV/MTBI der schwereren Kategorie 2 

(ähnlich einer Commotio cerebri) einzuordnen (SUVA-act. 331 S.5). Das 

Bundesgericht hat im Urteil 8C_101/2013 vom 31. Mai 2013 E.6.1 zur 

MTBI ausgeführt, diese sei ein durch Kontaktkräfte (Kopfanprall, Schlag 

auf Kopf) oder Akzeleration bzw. Dezeleration bedingtes kraniales 

Trauma, das zu einer Unterbrechung der zerebralen Funktionen führe. 

Die Diagnose setze entweder eine Episode von Bewusstlosigkeit oder 

einen Gedächtnisverlust für Ereignisse unmittelbar vor oder nach dem 

Unfall oder eine Bewusstseinsstörung (z.B. Benommenheitsgefühl, 

Desorientierung) im Zeitpunkt der Verletzung voraus. Anderseits dürfe die 

Störung nicht mit einer Bewusstlosigkeit von mehr als 30 Minuten, einem 

Wert nach der Glasgow Coma Scale (GCS) von 13 bis 15 nach 30 

Minuten oder einer posttraumatischen Amnesie von mehr als 24 Stunden 

verbunden sein. Die MTBI-Diagnose erfolge aufgrund bestimmter 

- 22 -

Symptome nach kranialen Traumen und bedeute nicht schon, dass eine 

objektiv nachweisbare Funktionsstörung vorliege (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_101/2013 vom 31. Mai 2013 E.6.1 unter Verweis auf 

BGE 134 V 109 u.a.m.). Dr. med. G._____ führte im Sinne dieser 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung weiter aus, dass, obwohl beim 

Beschwerdeführer keine Bewusstlosigkeit von Zeugen berichtet und keine 

Verringerung des Scores in der Glasgow-Coma-Scale (GCS) 

dokumentiert worden sei, unter Berücksichtigung der Gedächtnislücke (im 

Sinne einer möglichen anterograden Amnesie) und der Verletzung im 

Kopfbereich (Rissquetschwunde) eine LTHV/MTBI der Kategorie 2 und 

damit eine Commotio cerebri angenommen werden könne (SUVA-

act. 331 S. 5). Die Beurteilung von Dr. med. G._____ wird durch 

verschiedene ärztliche Berichte gestützt: Dr. med. N._____, Konsiliararzt 

FMH Radiologie, hielt als CT-Befund am 9. April 2009 eine frontobasale 

Schädelfraktur links mit Beteiligung des Orbitadaches und der Lamina 

cribrosa sowie auch der Lamina papyratia mit Lufteintritt in die Orbita fest, 

jedoch seien kein subdurales oder intracerebrales Hämatom 

beziehungsweise keine Kontusionsblutung des Schädels nachweisbar 

(SUVA-act. 31). Im Austrittsbericht des Spitals C._____ vom 21. April 

2009 wurde von Dr. med. O._____, Chefärztin Chirurgie, hinsichtlich des 

Verlaufs festgehalten, dass die GCS-Überwachungen stets unauffällig 

gewesen seien und der Beschwerdeführer am 16. April 2009 in gutem 

Allgemeinzustand habe entlassen werden können (SUVA-act. 3). 

Dr. med. P._____, FMH Innere Medizin, schrieb am 22. Mai 2009, der 

Beschwerdeführer habe am 7. April 2009 im Rahmen eines 

Fahrradsturzes in einer Tiefgarage eine Gesichtsschädelfraktur links und 

eine Commotio cerebri erlitten, wobei neurokognitive Defizite mit einer 

Hirnleistungsschwäche persistierten (SUVA-act. 7). Ein MRT des 

Schädels ergab am 8. Juli 2009 gemäss Dr. med. Q._____, Facharzt für 

Radiologie, einen unauffälligen Hirnbefund, keine Zeichen fokaler 

- 23 -

Läsionen respektive stattgehabter posttraumatischer intracerebraler 

Blutungen (SUVA-act. 38 S. 14). Aufgrund dieser Aktenlage kann 

festgestellt werden, dass das Schädelhirntrauma vorliegend höchstens 

den Schweregrad einer Commotio cerebri nicht im Grenzbereich zu einer 

Contusio cerebri erreichte. 

dd) Wie bereits vorstehend in Erwägung 4a erläutert, führte das 

Bundesgericht im Urteil 8C_476/2007 vom 4. August 2008 E.4.1.3 aus, 

dass zur Anwendung der Schleudertrauma-Praxis bei 

Schädelhirntraumata mindestens der Schweregrad einer Contusio cerebri 

erreicht sein müsse (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 8C_476/2007 

vom 4. August 2008 E.4.1.3 sowie 8C_270/2011 vom 26. Juli 2011 E.2.1; 

RUMO-JUNGO / HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 59 f.). Diese Rechtsprechung 

wurde mit dem Urteil des Bundesgerichts 8C_691/2013 vom 19. März 

2014 bestätigt, wo in Erwägung 5.2 explizit festgehalten wird, dass bei 

einer Commotio cerebri (milde traumatische Hirnverletzung) der adäquate 

Kausalzusammenhang nicht nach den Regeln der Schleudertrauma-

Praxis, sondern nach denjenigen für psychogene Fehlentwicklungen nach 

Unfall gemäss BGE 115 V 133 (Psycho-Praxis) zu prüfen sei. Wie 

vorstehend in Erwägung 4b/cc dargestellt, erreicht vorliegend das 

Schädelhirntrauma aufgrund der medizinischen Akten nicht mindestens 

den Schweregrad einer Contusio cerebri, sondern die beurteilenden Ärzte 

gehen übereinstimmend von einer Commotio cerebri aus. Damit ist der 

vom Bundesgericht geforderte Schweregrad zur Anwendung der 

Schleudertrauma-Praxis nicht gegeben und die Adäquanz ist nach der 

Psycho-Praxis zu prüfen. Die Frage, ob es sich bei den geklagten 

Beschwerden um für ein Schädelhirntrauma typische Beschwerden 

handelt, kann somit offen bleiben (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 

8C_476/2007 vom 4. August 2008 E.4.1.3, 8C_413/2008 vom 5. Januar 

2009 E.5). Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Adäquanz 

- 24 -

gemäss den zu psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall 

entwickelten Grundsätzen (Psycho-Praxis) und folglich unter Ausschluss 

psychischer Aspekte zu beurteilen ist (BGE 134 V 109 E.2.1). Ob 

zwischen den über den 31. August 2012 hinaus anhaltend geklagten 

Beschwerden und dem Unfallereignis ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, kann vorliegend offenbleiben, da – wie 

nachfolgende Prüfung aufzeigen wird – ein solcher 

Kausalzusammenhang jedenfalls nicht adäquat wäre.

c) Sowohl bei der Psycho- als auch bei der Schleudertrauma-Praxis wird für 

die Beantwortung der Frage der adäquaten Kausalität an die Schwere 

des Unfalls und gegebenenfalls bestimmte unfallbezogene Kriterien 

angeknüpft. Die Schwere des Unfalls bestimmt sich aufgrund des 

augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden 

Kräften, wobei die Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht 

direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können, nicht 

massgebend sind (vgl. das Urteil des Bundesgerichts U 2/07 vom 

19. November 2007 E.5.3.1; RUMO-JUNGO / HOLZER, a.a.O., S. 61). 

Derartigen dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden 

Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu 

tragen. Dies gilt etwa für die – ein eigenes Kriterium bildenden – 

Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzieht. Immerhin 

können die erlittenen Verletzungen aber Rückschlüsse auf die sich beim 

Unfall entwickelten Kräfte gestatten (vgl. SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 

5.3.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2009 vom 4. Juni 2009 E.4.1.1). 

Bei banalen oder leichten Unfällen ist – sowohl bei der Psycho- als auch 

bei der Schleudertrauma-Praxis – die Adäquanz des 

Kausalzusammenhanges ohne weiteres zu verneinen. Bei schweren 

Unfällen ist die Adäquanz – ebenfalls bei beiden Praxen – ohne weiteres 

zu bejahen. Bei den als mittelschwer qualifizierten Unfällen wird 

- 25 -

zusätzlich unterschieden zwischen im engeren Sinne mittelschweren 

Unfällen und solchen im Grenzbereich zu den schweren bzw. zu den 

leichten Ereignissen. Bei mittelschweren Unfällen wird die Adäquanz 

abhängig gemacht vom Erfüllen weiterer Kriterien, wobei bei der Psycho- 

und bei der Schleudertrauma-Praxis je ein Kriterienkatalog besteht 

(RUMO-JUNGO / HOLZER, a.a.O., S. 62 f.). Als wichtigste Kriterien sind in 

Bezug auf die Anwendung der Psycho-Praxis zu nennen (BGE 129 V 177 

E.4.1, 115 V 133 E.c/aa; Urteil des Bundesgerichts 8C_441/2010 vom 23. 

August 2010 E. 7.2):

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls;

 die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) 
Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, 
psychische Fehlentwicklungen auszulösen;

 ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
 (körperliche) Dauerschmerzen;
 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert;
 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
 Grad und Dauer der (physisch) bedingten Arbeitsunfähigkeit.

d) Vorliegend ist unbestritten, dass das Unfallereignis als mittelschwer zu 

qualifizieren ist. Dabei will der Beschwerdeführer den Unfall als 

mittelschwer i.e.S. eingeordnet wissen. Der Sturz des Beschwerdeführers 

mit dem Fahrrad habe zu einer frontobasalen Schädelfraktur mit 

Beteiligung des Orbitadaches und der Lamina cribrosa und der Lamina 

papyratio geführt. Es brauche erhebliche Kräfte, um diese 

Schädelknochen zu brechen. Demgegenüber ist die Beschwerdegegnerin 

der Ansicht, es sei von einem mittelschweren Unfall an der Grenze zum 

leichten Unfall auszugehen. Es gebe keine Hinweise auf eine hohe 

Geschwindigkeit. Auch die erlittenen Gesichtsschädelfrakturen 

erschienen bei der vorliegenden Fahrt in eine Tiefgarage nicht als 

Ausdruck einer deutlich gesteigerten Krafteinwirkung, wie es bei mittleren 

- 26 -

Unfällen im mittleren Bereich vorausgesetzt werde, sondern als 

unglücklicher Ablauf des Sturzes (Einspracheentscheid S. 6).

Der Unfallhergang ist vorliegend nicht genau geklärt. Der 

Beschwerdeführer wollte am 7. April 2009 das Fahrrad seines Sohnes im 

Keller in der Tiefgarage einstellen, wobei er auf der Fahrt in die 

Tiefgarage respektive in der Tiefgarage aus nicht klar eruierbaren 

Gründen stürzte und sich am Kopf verletzte (vgl. das Fazit des 

Technischen Berichtes der NSBIV AG vom 28. Oktober 2010 [SUVA-

act. 221] sowie die diesbezügliche Stellungnahme des 

Beschwerdeführers vom 30. November 2010 [SUVA-act. 230], den 

Bericht der AXA Winterthur, Haftpflichtversicherer, vom 7. Dezember 

2010 [SUVA-act. 234], sowie das Gutachten der SMAB AG vom 26. März 

2013 S. 6 Ziff. 8 [SUVA-act. 365]). Dabei zog sich der Beschwerdeführer 

eine Fraktur des Orbitadaches, bzw. der Frontobasis links mit Beteiligung 

der linken Stirnbeinhöhle sowie auch der Lamina papyratia medial, eine 

Fraktur der lateralen Orbitabegrenzung sowie eine Fraktur im Bereich der 

Lamina cribrosa zu (vgl. den Austrittsbericht des Spitals Prättigau vom 

21. April 2009 [SUVA-act. 3], bestätigt durch den CT-Befund vom 9. April 

2009 [SUVA-act. 31] sowie das Besprechungsprotokoll vom 

16. September 2009 [SUVA-act. 45]). Aus den Akten ergeben sich keine 

Hinweise auf eine besonders hohe Geschwindigkeit, welche für eine 

erhebliche Krafteinwirkung sprechen würde, zumal der Beschwerdeführer 

nicht beim Herunterfahren in die Tiefgarage sondern in der Tiefgarage 

stürzte (vgl. den Technischen Bericht der NSBIV AG vom 28. Oktober 

2010 S. 4 und 5 [SUVA-act. 221]). Dies spräche für die Annahme eines 

mittelschweren Unfalls im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen (vgl. 

die Urteile des Bundesgerichts 8C_768/2008 vom 3. Juni 2009 E.4.1 

sowie U 59/04 vom 9. September 2005 E.2.3). Allerdings soll das 

Vorderrad des Fahrrads gemäss den Angaben des Beschwerdeführers in 

- 27 -

einem Gussdeckel stecken geblieben und der Beschwerdeführer dadurch 

zu Fall gekommen sein (vgl. Schreiben des Beschwerdeführers vom 30. 

November 2010 [SUVA-act. 230], sowie den Technischen Bericht der 

NSBIV AG vom 28. Oktober 2010 [SUVA-act. 221 S. 4]). Dieser Umstand 

spräche indessen wiederum für eine erhebliche Krafteinwirkung. Zudem 

lassen auch die erlittenen Kopfverletzungen auf eine solche 

Krafteinwirkung schliessen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 

8C_90/2012 vom 12. Dezember 2012 E.5.3 mit weiteren Hinweisen). 

Allerdings kann dem Technischen Bericht auch entnommen werden, dass 

der Ablauf des Sturzes, offenbar ausgelöst durch die fehlenden 

Querstreben im Schachtdeckel, nach den Versuchen nicht habe 

nachvollzogen werden können. Es sei bei den Tests nicht gelungen, ein 

Einklemmen oder ein Wegrutschen des Vorderrades zu erzwingen (vgl. 

den Technischen Bericht der NSBIV AG vom 28. Oktober 2010 [SUVA-

act. 221 S. 8 – 10]). Auch vom Haftpflichtversicherer wurde festgehalten, 

dass eine Demonstration vor Ort und die technische Expertise ergeben 

hätten, dass sich das Vorderrad nicht in die Öffnung des Schachtdeckels 

versenken liesse (vgl. den Bericht der AXA Winterthur, 

Haftpflichtversicherer, vom 7. Dezember 2010 S. 3 [SUVA-act. 234]).

Da der Unfallhergang – wie soeben dargelegt – nicht genau geklärt ist, 

bleibt angesichts der Aktenlage, insbesondere des Technischen Berichts 

der NSBIV AG vom 28. Oktober 2010 (SUVA-act. 221), welcher 

nachvollziehbar und schlüssig erscheint, festzustellen, dass eine 

erhebliche Krafteinwirkung nicht nachgewiesen werden konnte. Die 

Umstände in der vorliegend zu beurteilenden Konstellation sprechen 

zusammenfassend mit der Beschwerdegegnerin – und entgegen der 

Ansicht des Beschwerdeführers – nach dem augenfälligen 

Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften für einen 

mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen. Unter 

- 28 -

diesen Umständen müssen für die Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten nicht objektivierbaren 

Beschwerden und dem Unfallereignis vom 7. April 2009 mindestens vier 

der hiervor erwähnten Kriterien in nicht ausgeprägter Weise erfüllt sein, 

sofern nicht (mindestens) eines der relevanten Adäquanzkriterien in 

besonders ausgeprägter bzw. auffallender Weise gegeben ist (vgl. das 

Urteil des Bundesgerichts 8C_487/2009 vom 7. Dezember 2009 E.5 mit 

Hinweisen). Zusammenfassend kann jedoch festgehalten werden, dass 

die Qualifikation des Unfalls nach seiner Schwere – mittelschwer im 

Grenzbereich zu den leichten Ereignissen  oder mittelschwer i.e.S. – 

vorliegend letztlich offen bleiben kann, zumal die Adäquanz – wie noch zu 

zeigen sein wird – selbst bei einem mittelschweren Unfall i.e.S. zu 

verneinen ist.

aa) Unbestrittenermassen nicht erfüllt sind vorliegend einerseits das Kriterium 

der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen 

Eindrücklichkeit des Unfalls sowie anderseits das Kriterium der ärztlichen 

Fehlbehandlung.

bb) Das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen 

somatischen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe 

Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, wird vom 

Beschwerdeführer als zumindest in einfacher Weise erfüllt angesehen 

(Beschwerde S. 16 Ziff. 4.3). Für die Bejahung dieses Kriteriums bedarf 

es einer besonderen Schwere der für die gegebene Verletzung typischen 

Beschwerden oder besondere Umstände, welche das Beschwerdebild 

beeinflussen können, beispielsweise eine besondere Körperhaltung beim 

Unfall oder erhebliche Verletzungen neben dem Schädelhirntrauma. Eine 

besondere Schwere der bei einem Schädelhirntrauma typischen 

Beschwerden kann den Akten nicht entnommen werden und wird vom 

- 29 -

Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Gemäss den Angaben 

des Beschwerdeführers habe er sich allerdings weitere Verletzungen 

neben dem Schädelhirntrauma zugezogen, nämlich die Visusminderung, 

der Schwindel mit Nausea aufgrund der Störung des vestibulären 

Systems, die Kieferschmerzen, die chronischen Kopfschmerzen und die 

Anosmie (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_90/2012 vom 

12. Dezember 2012 E.5.4.2). Ob es sich dabei um erhebliche 

Verletzungen handelt, kann letztlich offen bleiben, zumal das Kriterium 

der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen höchstens 

in einfacher Weise erfüllt ist und damit – wie noch gezeigt wird – keinen 

Einfluss auf das Ergebnis hat.

cc) Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung 

bis zum massgebenden Zeitpunkt des Fallabschlusses auf den 

31. August 2012 setzt praxisgemäss eine länger dauernde, 

kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung 

des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung somatisch 

begründbarer Beschwerden voraus (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 

E.5.2.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_605/2010 vom 9. November 2010 

E.6.2.2). Nach Lage der Akten hat der Beschwerdeführer nach dem 

Unfallereignis zwei Rehabilitations-Aufenthalte absolviert (Klinik D._____ 

vom 24. Juni 2009 bis 4. August 2009 [SUVA-act. 38] und Klinik E._____ 

vom 5. November 2009 bis 3. März 2010 [SUVA-act. 137]) und war vom 

10. – 18. Oktober 2012 im Schweizerischen Epilepsie-Zentrum zur 

Abklärung allfälliger Epilepsie (Bf-act. 31). Zudem wurden verschiedene 

Therapien durchgeführt (Ergotherapie, Physiotherapie, Wassertherapie, 

Osteopathie, Akupunktur, Yoga, vgl. SUVA-act. 24, 166). Daneben 

erfolgten regelmässige Kontrollen beim Hausarzt Dr. med. P._____ (Bf-

act. 29) und diverse psychotherapeutische Behandlungen bei Dr. med. 

R._____ (Bf-act. 30). Gemäss dem Beschwerdeführer wirkte sich im 

- 30 -

Sinne des erwähnten Kriteriums insbesondere belastend aus, dass der 

Erfolg trotz der genannten therapeutischen Massnahmen und der langen 

Rehabilitationsaufenthalte sowie des intensiven Einsatzes des 

Beschwerdeführers, der aktiv an seinem Gesundheitszustand 

mitgearbeitet habe, weitgehend ausgeblieben sei. Bezüglich der soeben 

aufgezählten ärztlichen und therapeutischen Konsultationen ist 

anzumerken, dass im Sinne des Urteils des Bundesgerichts 8C_855/2009 

vom 21. April 2010 E.8.3.1 Abklärungsmassnahmen und blossen 

ärztlichen Kontrollen nicht die Qualität einer regelmässigen, 

zielgerichteten Behandlung zukommt und deshalb die Abklärung im 

Epilepsie-Zentrum und die regelmässigen Kontrollen beim Hausarzt 

Dr. med. P._____ nicht in die Beurteilung miteinbezogen werden können. 

Ebenso wenig sind die psychotherapeutischen Behandlungen bei 

Dr. med. R._____ im Rahmen der vorliegenden Prüfung der 

Adäquanzkriterien zu berücksichtigen, da sie auf psychische Gründe 

zurückzuführen sind. Entscheidrelevant ist, ob nach dem Unfall eine 

fortgesetzt spezifische, den Beschwerdeführer belastende ärztliche 

Behandlung bis Fallabschluss notwendig war (vgl. das Urteil des 

Bundesgerichts 8C_57/2008 vom 16. Mai 2008 E.9.3). Allerdings ist eine 

Behandlungsbedürftigkeit (im Sinne medikamentöser Schmerz- und 

Physiotherapie) während zwei bis drei Jahren nach einem HWS-

Schleudertrauma respektive äquivalenten Verletzungen mit ähnlichem 

Beschwerdebild durchaus üblich (Urteile des Bundesgerichts 

8C_769/2011 vom 31. Januar 2012 E. 6.2.1, 8C_806/2007 vom 7. August 

2008 E.11.3.2). Vorliegend erfolgte keine länger dauernde, kontinuierliche 

und zielgerichtete Behandlung somatisch begründbarer Beschwerden. 

Vielmehr lag der Fokus der ärztlichen Behandlungen je länger je mehr auf 

den psychotherapeutischen Massnahmen (vgl. Bf-act. 30 sowie die 

Beurteilung von Dr. phil. S._____, Kinder- und Jugendpsychologe [SUVA-

act. 321]). Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände kann somit 

- 31 -

festgehalten werden, dass die ärztliche Behandlung nicht ungewöhnlich 

lange dauerte, weshalb das Kriterium entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers insgesamt nicht erfüllt ist.

dd) Das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen beurteilt sich nach den 

glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die 

verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (vgl. 

die Urteile des Bundesgerichts 8C_769/2011 vom 31. Januar 2012 

E.6.2.2, 8C_1026/2010 vom 7. Oktober 2011 E.5.2). Der 

Beschwerdeführer führt hierzu aus, dass seine Lebensplanung durch die 

Schmerzen in extremis beeinträchtigt sei und die Weiterführung seines 

erfolgreichen Geschäfts werde ihm verunmöglicht. Es sei von einer den 

Lebensalltag drastisch beeinträchtigenden Ausprägung auszugehen, da 

dem Beschwerdeführer nur noch geringe Aktivitäten zumutbar seien. 

Auch die Beschwerdegegnerin bejahte das zur Diskussion stehende 

Kriterium, allerdings nur in einfacher Weise (Einspracheentscheid S. 6). 

Angesichts der Gesamtbeurteilung durch die SMAB AG vom 26. März 

2013, wo als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom 

bei zugrundeliegender hochgradiger Schmerz- und Unfallfehlverarbeitung, 

eine chronifizierte mittelgradige depressive Episode und eine akzentuierte 

Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen festgehalten wurde, während den 

somatischen Beschwerden keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

attestiert wurden (SUVA-act. 365 S. 40), kann im Rahmen der 

vorliegenden Prüfung der Adäquanz unter Ausschluss der psychischen 

Aspekte nicht davon ausgegangen werden, dass das Kriterium der 

erheblichen Beschwerden in ausgeprägter Form erfüllt ist, zumal die 

psychischen Aspekte einen erheblichen Teil der Beschwerden 

ausmachen. Folglich ist aufgrund der Akten das Kriterium der erheblichen 

- 32 -

Beschwerden insgesamt bloss in einfacher Weise erfüllt (vgl. das Urteil 

des Bundesgerichts 8C_686/2012 vom 28. Mai 2013 E.7.4).

ee) Die beiden Teilaspekte des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs 

und/oder der erheblichen Komplikationen müssen nicht kumulativ erfüllt 

sein (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_57/2008 vom 16. Mai 2008 

E.9.6.1). Aus der ärztlichen Behandlung, anhaltenden Beschwerden 

sowie der Arbeitsunfähigkeit – Umstände, die im Rahmen der 

spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind – darf nicht auf 

einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen 

geschlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die 

Heilung beeinträchtigt haben. Die Einnahme vieler Medikamente und die 

Durchführung verschiedener Therapien genügen nicht zur Bejahung 

dieses Kriteriums. Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz regelmässiger 

Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht werden konnten 

(Urteile des Bundesgerichts 8C_415/2007 vom 1. Juli 2008 E.7.6, 

8C_280/2008 vom 10. September 2008 E.3.4.6 m.w.H.). Solche 

besondere Gründe oder Umstände sind hier, entgegen der 

beschwerdeführerischen Auffassung, nicht ersichtlich. Vielmehr beruft 

sich der Beschwerdeführer in Zusammenhang mit diesem Kriterium auf 

die schwere Veränderung der Persönlichkeit mit Persönlichkeitszerfall, 

das Vorliegen der narzisstisch akzentuierten Wesenszüge und den 

Verlust der Kontakt- und Beziehungsfähigkeit – Aspekte die im Rahmen 

der Adäquanzprüfung mittels der Psycho-Praxis ausser Acht zu bleiben 

haben. Aus der Tatsache, dass die somatischen Beschwerden 

weitgehend therapieresistent waren, lässt sich noch nicht auf einen 

schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen 

schliessen. Folglich ist dieses Kriterium nicht erfüllt.

- 33 -

ff) Zu prüfen bleibt schliesslich das Kriterium des Grades und der Dauer der 

physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Der Beschwerdeführer ist der 

Ansicht, dieses Kriterium sei in besonders ausgeprägtem Masse erfüllt. Er 

hält diesbezüglich fest, dass er sich bereits während der Rehabilitation in 

der Klinik D._____ (vom 24. Juni 2009 bis 4. August 2009 [SUVA-act. 38]) 

dafür eingesetzt habe, die administrativen Aufgaben in seinem Geschäft 

wieder aufzunehmen. Es habe sich aber gezeigt, dass erhebliche 

neuropsychologische Probleme bestanden und die Konzentrationsspanne 

des Beschwerdeführers noch sehr gering sei. Auch bei der Rückkehr an 

seinen Arbeitsplatz im April 2009 habe sich gezeigt, dass er trotz 

nachgewiesener Anstrengungen keine verwertbare Leistung habe 

erbringen können. Im Dezember 2009 sei auch die IV-Stelle zum Schluss 

gekommen, dass Eingliederungsmassnahmen nicht sinnvoll seien. Auch 

während seines Rehabilitationsaufenthaltes in E._____ (vom 

5. November 2009 bis 3. März 2010 [SUVA-act. 137]) sei er jeden 

Samstag ins Geschäft zurückgekehrt. Im November 2011 sei dann der 

Versuch unternommen worden, die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers durch eine spezielle Ergotherapie zu steigern, wobei 

auch diese Anstrengung erfolglos geblieben sei. Schliesslich habe sich 

der Beschwerdeführer allen medizinisch verordneten Therapien 

unterzogen und die ärztlich verschriebenen Medikamente eingenommen. 

Trotz seines Einsatzwillens und aller therapeutischer Bemühungen bleibe 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % – auch in einer adaptierten Tätigkeit – 

seit dem Unfalltag bis heute bestehen. Die Beschwerdegegnerin ist 

demgegenüber der Ansicht, dass es aufgrund der somatischen Befunde 

nicht erklärbar sei, dass der Beschwerdeführer nicht wieder vollständig 

arbeitsfähig geworden sei und dass das Kriterium somit als nicht erfüllt zu 

betrachten sei. Da die Adäquanzkriterien vorliegend unter Ausschluss 

psychischer Aspekte zu prüfen sind, kann mit der Beschwerdegegnerin 

festgehalten werden, dass aufgrund der Akten nicht nachgewiesen ist, 

- 34 -

dass der Beschwerdeführer physisch bedingt arbeitsunfähig ist. So wurde 

bereits im Austrittsbericht der Klinik E._____ vom 3. März 2010 von 

lic. phil. U._____, Psychologe FSP, und Dr.med. T._____, Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie, eine mittelgradige depressive Episode 

(ICD: 10 F 32.1) diagnostiziert und in der Gesamtbeurteilung durch die 

SMAB AG vom 26. März 2013 als Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine andauernde Persönlichkeitsänderung bei 

chronischem Schmerzsyndrom bei zugrundeliegender hochgradiger 

Schmerz- und Unfallfehlverarbeitung, eine chronifizierte mittelgradige 

depressive Episode und eine akzentuierte Persönlichkeit mit 

narzisstischen Zügen festgehalten. Aus psychiatrischer Sicht bestehe 

keine Einsetzbarkeit weder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch in 

einer Verweistätigkeit und die Arbeitsfähigkeit betrage 0 % (SUVA-

act. 365 S. 40 f.). Damit ist gezeigt, dass die Ursache für die 

Arbeitsunfähigkeit vorliegend insbesondere psychischer Natur ist und 

deshalb das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit als nicht erfüllt zu betrachten ist.

e) Damit liegen höchstens zwei der gemäss Rechtsprechung bei mittleren 

Unfällen notwendigen Adäquanzkriterien vor und keines davon ist 

besonders ausgeprägt gegeben (BGE 115 V 133 E.6c/bb S. 140). Somit 

ist der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen beziehungsweise 

die geklagten Beschwerden können nicht adäquat kausal auf das 

Unfallereignis vom 7. April 2009 zurückgeführt werden. Der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin ist somit bezüglich der 

nicht objektivierbaren Beschwerden zu Recht ergangen und die 

vorliegende Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.

5. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin 

hinsichtlich der Anosmie weitere Abklärungen vorzunehmen und hernach 

- 35 -

erneut zu verfügen hat, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt 

gutgeheissen und an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

Hinsichtlich der geltend gemachten Schwindelbeschwerden und der nicht 

objektivierbaren Beschwerden ist die Beschwerde indessen abzuweisen.

6. Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungsstreitigkeiten gemäss Art. 61 

lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die 

obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 

nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen werden. Vorliegend ist der Beschwerdeführer mit 

seinen Begehren teilweise durchgedrungen, weshalb die 

Beschwerdegegnerin angesichts des Verfahrensausgangs einen Drittel 

der ausseramtlichen Entschädigung zu übernehmen hat. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 4. September 2013 

eine Kostennote ein und machte einen Zeitaufwand für das 

Beschwerdeverfahren (ab 1. Juni 2013) von 31.83 Stunden à Fr. 240.-- 

beziehungsweise einen Aufwand von total Fr. 7'639.20 respektive 

Fr. 8'497.80 (inkl. Spesen und MWST, exkl. Kosten für den ärztlichen 

Bericht von Dr. med. P._____ vom 4. Juni 2013) geltend. Mit 

Stellungnahme vom 6. September 2013 beurteilte die 

Beschwerdegegnerin die Honorarnote des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers als um mindestens drei Viertel zu hoch. Der 

Rechtsvertreter habe die Akten vom Einspracheverfahren gekannt, die 

rechtlichen Abklärungen wären im vorliegenden Fall im behaupteten 

Umfang nicht notwendig gewesen und der Rechtsvertreter sei im Besitz 

einer Zusatzqualifikation Sozialversicherungsfachmann, weshalb die 

Parteientschädigung zu kürzen sei. Zu dieser Stellungnahme führte der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 16. September 2013 aus, der 

- 36 -

Beschwerdeführer könne sich nicht darauf beschränken, die 

Adäquanzkriterien einfach als gegeben zu behaupten. Aufgrund der 

kontroversen Rechtsprechung   seien jeweils aufwändige rechtliche 

Abklärungen notwendig. Der aufgeführte Aufwand sei deshalb 

ausgewiesen.

Dazu ist festzuhalten, dass der vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers geltend gemachte Aufwand gerechtfertigt erscheint 

und das Gericht keine Veranlassung für eine Kürzung sieht, zumal es sich 

vorliegend um einen komplexen Fall handelt. Somit hat die 

Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mit Fr. 2'832.60 (inkl. 

MWST) zu entschädigen. Schliesslich wurden vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers Fr. 100.-- für den ärztlichen Bericht von Dr. med. 

P._____ vom 4. Juni 2013 verrechnet. Diesbezüglich gilt es zu 

berücksichtigen, dass es sich gemäss Bundesgericht rechtfertigt, die von 

der versicherten Person veranlasste Untersuchung einer vom Versicherer 

angeordneten Begutachtung gleichzustellen und diesem die 

entsprechenden Kosten aufzuerlegen, wenn sich der medizinische 

Sachverhalt erst auf Grund des von der versicherten Person 

beigebrachten Untersuchungsergebnisses schlüssig feststellen lässt. Die 

Kosten der im Beschwerdeverfahren eingereichten Privatgutachten sind 

zu ersetzen, falls sie im Hinblick auf die Interessenwahrung erforderlich 

oder doch geboten waren (Art. 45 Abs. 1 Satz 2 ATSG sowie die Urteile 

des Bundesgerichts 8C_1062/2009 vom 31. August 2010 E.5 mit weiteren 

Hinweisen sowie I 491/05 vom 13. Oktober 2005 E.6.2). Vorliegend war 

der Bericht von Dr. med. P._____ nicht unumgänglich für die Beurteilung 

der Streitsache, weshalb die Fr. 100.-- nicht von der Beschwerdegegnerin 

zu übernehmen sind und vom vorstehend berechneten Totalaufwand 

bereits abgezogen worden sind.

- 37 -

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, der Einspracheentscheid 

vom 27. Mai 2013 insoweit aufgehoben, als die Sache zur weiteren 

medizinischen Abklärung und neuem Entscheid im Sinne der 

Erwägungen an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 

zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) entschädigt 

A._____ aussergerichtlich mit Fr. 2'832.60 (inkl. MWST).

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]