# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e5d9c06-2530-5515-b27f-e565bc6438b2
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-07
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 07.09.2020 S 2019 115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-115_2020-09-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 7. September 2020
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________, 

gegen

SUVA, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 
6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung
(Leistungen)

S 2019 115

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Urteil S 2019 115

A. Der 1970 geborene A.________ leidet an Multipler Sklerose (MS) und erhielt 
deshalb ab 1. Juni 2010 eine ganze Invalidenrente und seit dem 1. Oktober 2010 eine 
halbe Invalidenrente der Invalidenversicherung (IV) zugesprochen (Verfügung vom 
17. Februar 2011, Bf-act. 3). Seit dem 1. März 2012 war er als Reinigungskraft in einem 
Pensum von 50 % bei der C.________ angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva 
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 2. Oktober 2013 
stürzte er beim Heckenschneiden von einer Leiter und zog sich Verletzungen am rechten 
Unterschenkel sowie am linken Ellbogen zu (Schadenmeldung vom 8. Oktober 2013, 
Suva-act. 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und gewährte in der Folge 
Heilbehandlung und entrichtete ein Taggeld. Nach durchgeführten medizinischen 
Erhebungen sprach ihm die Unfallversicherung für die verbliebenen Unfallfolgen mit 
Verfügung vom 27. Februar 2017 eine Integritätsentschädigung bei einem 
Integritätsschaden von 30 % zu; den Anspruch auf eine Invalidenrente verneinte sie 
(Suva-act. 314). Im Nachgang zur erhobenen Einsprache sistierte die Suva das Verfahren 
formlos und beteiligte sich am durch die IV in Auftrag gegebenen polydisziplinären 
Gutachten der medaffairs AG (Suva-act. 378), welches am 16. Juli 2018 (Suva-act. 406) 
resp. am 27. März 2019 (Suva-act. 420) erstattet wurde. Gestützt hierauf wies die Suva 
die Einsprache mit Entscheid vom 31. Juli 2019 ab (Suva-act. 430).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 12. September 2019 liess A.________ 
beantragen, in Aufhebung des Einspracheentscheides sei ihm rückwirkend seit dem 
1. August 2016 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zuzusprechen. 
Der versicherte Verdienst sei auf mindestens Fr. 45'830.70 festzusetzen. Ihm sei zudem 
eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von mindestens 80 % 
zuzusprechen. Er rügt dabei eine Verletzung von Art. 28 Abs. 3 UVV. Es seien sowohl die 
Unfallfolgen als auch der Vorzustand in einer Gesamtbetrachtung zu berücksichtigen. 
Gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten stehe sodann fest, dass er gar kein 
Invalideneinkommen mehr erzielen könne. Entsprechend sei ihm rückwirkend ab 
1. August 2016 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zuzusprechen. 
Ansonsten sei die Festsetzung der Vergleichseinkommen fehlerhaft vorgenommen 
worden. In Berücksichtigung einer korrekten Bemessung ergebe sich ein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 30 %. Schliesslich bestünden auch 
Zweifel an der kreisärztlichen Einschätzung der Integritätseinbusse, da nicht alle 
unfallkausalen Funktionseinschränkungen berücksichtigt worden seien (act. 1). 

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Urteil S 2019 115

C. Mit Schreiben vom 21. Oktober 2019 liess der Beschwerdeführer zwei Arztberichte 
von Dr. med. D.________, FMH Neurologie, vom 18. September und 1. Oktober 2019 ins 
Recht legen (act. 4).

D. Die Suva schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 7). Auf 
ihre Ausführungen ist – soweit erforderlich – in den Erwägungen einzugehen.

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 11 und 13).

F. Mit Eingabe vom 4. September 2020 (act. 17) reichte die Suva die kreisärztliche 
Beurteilung vom 21. August 2020 (Bg-act. 1) und ihre Verfügung vom 2. September 2020 
betreffend Integritätsentschädigung für die Beinlängendifferenz (Bg-act. 2) zu den Akten.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer 
hat Wohnsitz in E.________. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in 
Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die 
Beschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 
31. Juli 2019. Dieser ging der Rechtsschutzversicherung am 2. August 2019 zu. Die 
Beschwerdeschrift wurde am 12. September 2019 der Post übergeben und ging am 
darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Die Beschwerde ist folglich unter 
Berücksichtigung des Fristenstillstands gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG binnen der 30-
tägigen Frist nach Art. 60 Abs. 1 ATSG rechtzeitig eingereicht worden. Die Beschwer-
deschrift entspricht sodann den formellen Anforderungen an eine Beschwerde und der 
Beschwerdeführer ist von der Verfügung des Unfallversicherers berührt und damit als 

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direkt Betroffener zur Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu 
prüfen. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1
2.1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich 
auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (in casu 
31. Juli 2019) eingetretenen Sachverhalt ab. Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden 
Sachverhalts in Geltung standen (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit weiteren Hinweisen).

2.1.2 Übergangsrechtlich ist festzuhalten, dass per 1. Januar 2017 die Revision des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der dazugehörigen 
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft trat. Nach Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt. Das vorliegend zu beurteilende Ereignis hat sich am 
2. Oktober 2013 zugetragen, weshalb nachfolgend die bis zum 31. Dezember 2016 gültig 
gewesene Fassung des UVG und der UVV angewendet werden.

2.2
2.2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung 
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren 
Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit 
an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist. 
Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das 
Rechtsverhältnis, welches – im Rahmen des durch die Verfügung bestimmten 
Anfechtungsgegenstandes – den auf Grund der Beschwerdebegehren effektiv 
angefochtenen Verfügungsgegenstand bildet. Anfechtungs- und Streitgegenstand sind 
danach identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten wird (BGE 131 
V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 2a).

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2.2.2 Soweit der Beschwerdeführer Ausführungen zum versicherten Verdienst macht (vgl. 
act. 1 Ziff. 56 f.), ist er darauf hinzuweisen, dass die Suva sich hierzu weder in der 
Verfügung noch im angefochtenen Einspracheentscheid geäussert hat, was er sogar 
selber eingesteht. Mithin wird der versicherte Verdienst nicht vom Anfechtungsgegenstand 
miterfasst. Weiterungen erübrigen sich damit.

3. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 
Invalidenrente der Unfallversicherung sowie eine höhere Integritätsentschädigung hat.

3.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles oder einer 
Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte 
schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

3.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 
ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die 
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 
Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im 
bisherigen Tätigkeitsbereich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung 
verbleibende Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 130 V 343 
E. 3.2.1).

3.3
3.3.1 War die Leistungsfähigkeit der versicherten Person aufgrund einer nicht 
versicherten Gesundheitsschädigung vor dem Unfall dauernd herabgesetzt, so ist gemäss 
Art. 28 Abs. 3 UVV für die Bestimmung des Invaliditätsgrades der Lohn, den die 
versicherte Person aufgrund der vorbestehenden verminderten Leistungsfähigkeit zu 

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erzielen im Stande gewesen wäre, dem Einkommen gegenüber zu stellen, das sie trotz 
der Unfallfolgen und der vorbestehenden Beeinträchtigung erzielen könnte. Dieser 
Sonderfall der Bestimmung des Invaliditätsgrades kommt dort zur Anwendung, wo eine 
vorbestehende unfallfremde verminderte Leistungsfähigkeit vorliegt, die in keinem 
Zusammenhang mit dem versicherten Ereignis steht (Urteil BGer 8C_847/2015 vom 
2. September 2016 E. 4.1.1).

Im Rahmen von Art. 28 Abs. 3 UVV handelt es sich bei dem vor dem Unfall erzielten 
Einkommen bei bereits herabgesetzter Leistungsfähigkeit zwar ebenfalls um ein 
Invalideneinkommen. Es entspricht jedoch mit Bezug auf den neuen Unfall dem 
Valideneinkommen, während das nach diesem Unfall erzielbare Einkommen das 
Invalideneinkommen darstellt (Urteil BGer 8C_847/2015 vom 2. September 2016 E. 4.1.2).

3.3.2 Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall 
und einem bestimmten Gesundheitsschaden ist nicht erforderlich, dass der Unfall die 
alleinige oder unmittelbare Ursache des Gesundheitsschadens ist; vielmehr genügt es, 
dass der Unfall den Gesundheitsschaden zusammen mit unfallfremden Faktoren 
hervorgerufen hat und somit nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch der 
Gesundheitsschaden entfiele (BGE 129 V 402 E. 4.3.1). Wird ein bestimmter, als Einheit 
zu betrachtender Gesundheitsschaden in der dargelegten Weise durch einen Unfall und 
durch unfallfremde Faktoren gemeinsam verursacht, so richtet sich die Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nach den Vorschriften in Art. 36 UVG (Festsetzung einer Rente 
oder Integritätsentschädigung unter Berücksichtigung sämtlicher Faktoren und 
entsprechende Kürzung, wenn bereits vor dem Unfall eine Verminderung der 
Erwerbsfähigkeit bestanden hatte). Demgegenüber gelangt die Regelung in Art. 36 UVG 
dort nicht zur Anwendung, wo der Unfall und die unfallfremden Faktoren je eine 
verschiedene Gesundheitsschädigung verursachen. In solchen Fällen sind die Einbussen, 
die aus diesen verschiedenen Gesundheitsschädigungen resultieren, isoliert zu schätzen 
und zu entschädigen (vgl. Hürzeler/Caderas, in: Kommentar zum schweizerischen 
Sozialversicherungsrecht, UVG, 2018, Art. 18 N. 35; Thomas Flückiger, in: Basler 
Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 2019, Art. 18 N. 75; Alfred Maurer, 
Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 1989, S. 470 f.; Peter Omlin, Die 
Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 132). Als solche 
verschiedene Gesundheitsschädigungen sind nach der Rechtsprechung auch somatische 
und psychische Befunde zu qualifizieren, und zwar selbst dann, wenn sie – wie es 

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beispielsweise bei Somatisierungsstörungen und psychischen Symptomausweitungen der 
Fall ist – in einem inneren Zusammenhang stehen (vgl. BGE 126 V 116 E. 3c). 

3.4
3.4.1 Es ist Aufgabe des Unfallmediziners, sämtliche Auswirkungen eines Unfalles auf 
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, bezüglich welcher 
konkreten Tätigkeiten und in welchem Umfang der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Unfallkausalität sowie der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten im Hinblick 
auf seine persönlichen Verhältnisse noch zugemutet werden können. Im Streitfall 
entscheidet der Richter (BGE 115 V 133 E. 2).

3.4.2 In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an 
besondere Beweisregeln gebunden. Er hat alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 122 V 157 E. 1c 
mit Hinweisen). Bei einander widersprechenden medizinischen Berichten darf der 
Sozialversicherungsrichter jedoch den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist somit entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge resp. der medizinischen Situation einleuchtet bzw. ob die 
Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a). In diesem 
Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass das Bundesgericht auch für den 
Bereich der Unfallversicherung festhielt, dass es einer Erfahrungstatsache entspreche, 
dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen würden. Entsprechend seien 
hausärztliche Berichte mit Vorbehalt zu würdigen. Es komme ihnen entsprechend auch 
nicht derselbe Beweiswert zu wie den Berichten von Ärzten, die von der Verwaltung mit 
der Erstattung einer neutralen Expertise beauftragt worden seien. Die Divergenz vom 
medizinischen Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen Arztes und vom 

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medizinischen Begutachtungsauftrag lasse es nicht zu, ein medizinisches Administrativ- 
oder Gerichtsgutachten stets dann in Frage zu stellen, wenn sich die behandelnden und 
die beurteilenden Ärzte nicht einig seien (Urteil EVG U 58/06 vom 2. August 2006 E. 2.2 
mit einigen weiteren Hinweisen). Demgegenüber kommt Berichten von verwaltungs- bzw. 
versicherungsinternen Ärzten Beweiswert zu, jedenfalls solange keine Zweifel an ihrer 
Schlüssigkeit aufkommen (Urteil BGer 8C_608/ 2015 vom 17. Dezember 2015 E. 3.3.3).

4. Unstreitig ist zunächst, dass der Beschwerdeführer bereits vor dem erlittenen Unfall 
am 2. Oktober 2013 zufolge der MS in seiner Erwerbsfähigkeit erheblich eingeschränkt 
war. Es ist nun der Frage nachzugehen, ob die Unfallfolgen von den unfallfremden 
getrennt werden können, mithin ob sie je eine verschiedene Gesundheitsschädigung 
verursachen, was die Anwendung von Art. 28 Abs. 3 UVV zur Folge hätte. Sollten sie sich 
demgegenüber gegenseitig beeinflussen oder gar überlagern bzw. wären sie als Einheit 
zu betrachten, wovon der Beschwerdeführer offenbar ausgeht, müsste entgegen seiner 
Auffassung Art. 36 UVG angewendet werden. Andernfalls müsste die Unfallversicherung 
Leistungen für eine nicht versicherte Gesundheitsschädigung erbringen, was offensichtlich 
dem Sinn und Zweck der Leistungspflicht der Unfallversicherung widerspräche. Denn nur 
die unfallbedingte Erhöhung des Invaliditätsgrades ist zu berücksichtigen (Urteil BGer 
U 294/06 vom 25. Juli 2007 E. 4.3). Dies träfe auch auf den Fall zu, wenn die 
krankheitsbedingte Situation sich seit dem Unfallereignis verschlechtert hätte. Hierfür hat 
die Unfallversicherung nicht einzustehen. 

4.1 Mit Verfügung vom 17. Februar 2011 wurde dem Beschwerdeführer von Seiten der 
Invalidenversicherung ab 1. Juni 2010 eine ganze Rente und ab 1. Oktober 2010 eine 
halbe Rente (Invaliditätsgrad von 53 %) zugesprochen. Durch einen am 9. April 2010 
eingetretenen Schub war er zu 100 % arbeitsunfähig. Der behandelnde Neurologe Dr. 
med. F.________, FMH Neurologie, bescheinigte sodann eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis zum 30. Juni 2010 und eine solche von 50 % ab 1. Juli 
2010. Die bisherige Tätigkeit sei in einem 60 %-Pensum (fünf Stunden pro Tag) mit einer 
zusätzlichen Leistungsminderung von 25 % zumutbar. Als Einschränkungen nannte er 
eine Gangunsicherheit und proximale Beinparesen, welche sich durch eine Unsicherheit 
im Stehen und Gehen und durch eine rasche Ermüdbarkeit zeigten (vgl. Bf-act. 4). Hierauf 
stellte der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) ab. Beim Beschwerdeführer wurde ab Juli 
2010 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten, überwiegend 
sitzend zu verrichtenden Tätigkeit ausgegangen (Bf-act. 3 S. 10 ff.).

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4.2 Der wesentliche medizinische Sachverhalt nach dem Unfallereignis präsentiert sich 
wie folgt:

4.2.1 Beim Unfall vom 2. Oktober 2013, bei welchem der Versicherte aus einer Höhe von 
ca. 1,5 m von einer Leiter gestürzt ist, erlitt er eine geschlossene dislozierte distale 
Unterschenkelfraktur rechts mit Pilon tibiale-Trümmerfraktur und mehrfragmentärer 
distaler Fibulafraktur sowie eine mehrfragmentäre Olecranonfraktur links mit/bei 
oberflächlicher 2x2 cm messender Schürfwunde. Postoperativ entstand ein Wundinfekt am 
distalen Unterschenkel rechts und eine periphere Lungenembolie unter 
Thromboembolieprophylaxe. Ferner diagnostizierten die Ärzte des Zuger Kantonsspitals 
(ZGKS) am linken Fuss ein Dig IV Dekubitus Grad I und eine Spannungsblase Dig V 
proximal. Ausserdem hielten sie die Diagnosen MS (Erstdiagnose 2007) mit seither drei 
Schüben, zuletzt im Mai 2013, Avonex-Therapie pausiert, eine Adipositas WHO Grad I bei 
einem Body Mass Index (BMI) von 31,2 kg/m2 fest (Austrittsbericht vom 25. November 
2013; Suva-act. 27).

4.2.2 Am 9. März 2016 führte Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie, eine 
kreisärztliche Untersuchung durch. Als Diagnosen zählte er auf: Status nach Sturz aus ca. 
1,5 m Höhe (2. Oktober 2013) mit Pilon tibiale-Trümmerfraktur am rechten OSG, 
osteosynthetischer Versorgung mit multiplen Folgeeingriffen bei postoperativem 
Wundinfekt mit mehrfachem Débridement; postoperative OSG-Arthrose und zunehmende 
USG-Arthrose; Status nach Osteosynthese einer mehrfragmentären Olecranonfraktur links 
mit funktionell sehr befriedigendem Ergebnis; Status nach postoperativ peripheren 
Lungenembolien trotz Thromboembolieprophylaxe. Als unfallfremde Diagnosen führte er 
die MS (Erstdiagnose 2007), eine Adipositas sowie lumbale Diskushernien L4/5, geringer 
L5/S1 und L3/4, hierdurch Kompression der Wurzeln L5 rechts, L5 und L4 links an. Der 
Kreisarzt stellte sodann fest, der Versicherte habe den Untersuchungsraum unter 
Benutzung eines linksgeführten Handstocks in Stabilschuhen mit deutlich 
rechtshinkendem Gangbild betreten. Nach Entkleidung des Unterkörpers zur 
Untersuchung fänden sich unverändert reizlose Narbenverhältnisse nach multiplen 
Operationen am rechten Unterschenkel. Schwellungen oder andere trophische Störungen 
bestünden nicht mehr. Das Barfussgangbild sei stark hinkend, unrund und ebenfalls nicht 
raumgreifend. Die Umwendbewegungen seien nicht sicher. Zehenstand und Fersengang 
könnten rechts so gut wie nicht mehr eingenommen werden. Der Einbeinstand links sei 
problemlos möglich, rechts könne er nur nach Abstützen an der Stuhllehne kurzzeitig 
demonstriert werden. Die OSG-Beweglichkeit rechts sei, wie schon im September 2015, in 

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Rechtwinkelstellung fast wackelsteif. Die USG-Beweglichkeit sei ebenfalls um mehr als die 
Hälfte eingeschränkt und von Schmerzen bei In- und Eversion geprägt. Unverändert 
bestehe eine endgradige Streckhemmung am linken Ellenbogen nach Olecranonfraktur 
von knapp 10°. Die Beugung sei seitengleich frei, ebenso die Pro- und Supination. Die 
Narbensituation am Ellenbogen sei reizlos. Doktor G.________ führte im Weiteren aus, 
von weiteren Behandlungen könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 
namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes erwartet werden. Zurzeit 
sei eine nochmalige orthopädische Hilfsmittelversorgung im Gange. Es solle eine 
individuelle angepasste Fuss-/Sprunggelenksorthese rechts mit begleitender 
Schuhzurichtung angefertigt werden. Prinzipiell käme auch eine OSG-Arthrodese in Frage. 
Diese werde vom Versicherten jedoch derzeit abgelehnt. Eine Zumutbarkeit für diesen 
Eingriff wäre sowieso nicht gegeben. Auch wäre nicht davon auszugehen, dass sich das 
Zumutbarkeitsprofil gemäss folgenden Aussagen hierdurch wesentlich ändern würde. 
Dieses definierte er wie folgt: Leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten ganztags 
wechselbelastend mit deutlich sitzendem Anteil seien zumutbar. Als Einschränkungen 
nannte er: kein Besteigen von Leitern und Gerüsten; kein Arbeiten auf schrägem oder 
unebenem Untergrund; keine hockenden oder kauernden Tätigkeiten; keine Arbeiten, die 
ein häufiges Treppauf- oder -abgehen erforderten; kein Arbeiten auf geneigten Flächen; 
durch das Erfordernis der Stockführung mit der linken Hand kein Heben und Tragen von 
Lasten von mehr als 5 kg, maximal 10 kg in der rechten Hand. In Bezug auf die 
Integritätsentschädigung verwies er auf eine gesonderte Stellungnahme. Ferner ergänzte 
Dr. G.________, die Beschwerden an der Lendenwirbelsäule (LWS), die sich 
kernspintomographisch durch trisegmentale Bandscheibenprotrusionen bzw. -vorfälle 
erklären liessen, seien nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Durch den Sturz sei 
es zu keiner echtzeitlichen Erwähnung der LWS in Form einer direkten oder indirekten 
Verletzung gekommen. Das Intervall zwischen dem Unfallereignis und den 
erstdokumentierten Rückenbeschwerden spreche ebenfalls gegen einen unfallkausalen 
Zusammenhang. Sollten therapeutische Massnahmen von Seiten der LWS bzw. der 
Bandscheibenproblematik erforderlich werden, so seien diese durch die 
Krankenversicherung zu übernehmen (Suva-act. 255). 

4.2.3 Am 7. Februar 2017 nahm der Kreisarzt Dr. med. H.________, Facharzt für 
Neurologie, eine neurologische Beurteilung vor. Er hielt fest, der Versicherte beziehe 
wegen einer MS eine halbe Rente der Invalidenversicherung (IV-Grad 53 %). Im Rahmen 
seiner verbleibenden Leistungsfähigkeit sei er im Unternehmen seiner Ehefrau als 
Reinigungskraft/Unterhaltsmitarbeiter tätig gewesen. Er habe vor allem die 

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Aussenarbeiten (Rasen, Garten, Sträucher, Schneeräumung etc.) erledigt. Er sei mit 
einem 50 %-Pensum angestellt gewesen. Über die bei ihm seit 2007 bekannte MS sei 
dem Dossier wenig zu entnehmen. Bis zum Unfall vom 2. Oktober 2013 solle er drei 
Krankheitsschübe bemerkt haben. Ein weiterer Krankheitsschub sei im Mai 2016 
diagnostiziert worden. Den Berichten des behandelnden Neurologen Dr. F.________ 
folgend habe zumindest vorübergehend eine paraspastische Gangstörung vorgelegen, 
begleitet auch von einer Gangunsicherheit und einer Beeinträchtigung der erschwerten 
Standversuche (z.B. Einbeinstand, Blindstand), einer neurogenen Blasenstörung und einer 
Fatigue-Symptomatik. Hierunter werde eine bei der MS häufig auftretende 
psychophysische Erschöpfbarkeit beschrieben. Sie gelte als eigenständiges, 
krankheitstypisches Symptom der MS, trete unabhängig von körperlicher Belastung auf 
und sei ein häufiger Grund für Arbeitsunfähigkeit und vorzeitige Berentung. Hingegen sei 
das Vorliegen einer relevanten radikulären Symptomatik, hervorgerufen durch lumbale 
Bandscheibenvorfälle, nicht überzeugend. Zu keinem Zeitpunkt sei ein radikulärer 
Schmerz berichtet worden und auch die vorliegenden magnetresonanztomographischen 
Befunde der lumbalen Wirbelsäule sprächen nicht für das Vorliegen einer 
Wurzelkompression. Dies schliesse nicht aus, dass zeitweise auch Rückenverletzungen 
bestünden. Die Folgen des Unfalls am rechten Sprunggelenk bestünden im Wesentlichen 
in Form eines belastungsunabhängigen Schmerzes und einer Beeinträchtigung der 
Gelenkbeweglichkeit in Form einer Pseudarthrosenbildung. Allein hierdurch wäre 
tatsächlich eine vollschichtige Tätigkeit für leichte bis mittelschwere Arbeiten, überwiegend 
sitzend mit Wechsel auch zum Stehen und Gehen möglich, wie dies der Kreisarzt 
beschrieben habe. Sehe man jedoch die gesundheitliche Gesamtsituation des 
Versicherten mit seit vielen Jahren vorliegender MS und den Unfallfolgen am rechten 
Fuss, müsse ein deutlich anderes Zumutbarkeitsprofil erstellt werden. Es werde im 
Wesentlichen beeinflusst durch die neurologischen Symptome von Seiten der MS. In 
Zusammenschau der unfall- und krankheitsbedingten Beschwerden werde die 
Zumutbarkeit erheblich eingeengt. Das Zumutbarkeitsprofil des Kreisarztes berücksichtige 
ausschliesslich die unfallbedingten Beschwerden. Der Versicherte könne seine bisherigen 
Tätigkeiten als Hauswart und im Reinigungsdienst nicht mehr ausüben. Es seien ihm 
leichte Tätigkeiten von vier Stunden täglich zumutbar unter der Voraussetzung, dass er bei 
Bedarf zusätzliche Pausen einlegen könne aufgrund der bestehenden Fatigue-
Symptomatik. Die Tätigkeit sollte überwiegend sitzend erfolgen. Die zusätzliche zeitliche 
Reduktion sei auf die Krankheit zurückzuführen. Hierbei sei insbesondere die vom 
behandelnden Neurologen beschriebene Fatigue-Symptomatik bedeutsam. Krankheits- 
und Unfallfolgen verstärkten sich zudem gegenseitig. So würden beispielsweise die 

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Bewegungsstörungen des rechten Fusses aufgrund der Pseudarthrose durch die 
neurologische Behinderung an den Beinen verschlimmert (Suva-act. 312).

4.2.4 Die Invalidenversicherung gab bei der medaffairs AG ein polydisziplinäres 
Gutachten in den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, 
Neuropsychologie und Psychiatrie in Auftrag, welches am 16. Juli 2018 erstattet wurde 
(Suva-act. 406). Der Expertise können folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit entnommen werden (Suva-act. 406 S. 40 f.):

1. Posttraumatische Varusarthrose OSG (oberes Sprunggelenk) rechts (ICD-10 M17.3)
- Sturzereignis von einer Leiter aus 1,5 m Höhe am 2. Oktober 2013 mit komplexer 

Unterschenkel- und Fussgelenkfraktur und komplexer osteosynthetischer 
Versorgung

- 2. Oktober 2013: gelenksübergreifender Fixateur externe OSG rechts
- 9. Oktober 2013: Offene Reposition und Plattenosteosynthese Olekranon links
- 15. Oktober 2013: ORIF (Open Reduction and Internal Fixation), winkelstabile 

Plattenosteosynthese (LCP [Locking Compression Plate] post lat Fibulaformplatte), 
Fixation des Le Fort Fragmentes mit einer anterioren Zweilochplatte 2,7. Tibia: 
posterolaterale Abstützplatte (6 Loch Drittelrohr), winkelstabile anterolaterale 
Plattenosteosynthese (LCP anterolaterale distale Tibiaplatte, 13 Lochschaft) und 
mediale Abstützplatte (6 Loch LCP Metaphysenplatte 3,6). Spongiosaplastik 
vermischt mit ChronoOS. Deckung der lateralen Hautdehiszenz mit Epigard. 
Entfernung des Fixateur externe

- 17. Oktober 2013: Partielle Sekundärnaht und Epigardwechsel
- 22. Oktober 2013: Partielle Sekundärnaht und Epigardwechsel auf Mepitel
- 25. Oktober 2013: Débridement, bakteriologische Probenentnahme, Histologie, 

Jet-Lavage, VAC-Verband bei Infekt nach ORIF-Pilon-Fraktur rechts
- 31. Oktober 2013: Wundspülung und VAC-Wechsel
- 3. November 2013: Wundspülung, partieller Wundverschluss lateral und VAC-

Wechsel. Prätibial Wundspülung, Einlage eines Gentamycinschwamms und 
primärer Wundverschluss

- 13. Januar 2015: Revision OSG rechts mit Débridement der non-union und 
Entfernung der intraartikulären Schraube, corticospongiöse Spanplastik sowie 
Spongiosaplastik, Sicherung der Spanplastik mit einer anterioren Drittelrohrplatte 
sowie isolierter Zugschraube

- 1. November 2017: partielle OSME (Osteosynthesematerialentfernung) 
Unterschenkel rechts, Arthrose OSG rechts, valgisierende Tuber calcanei Typ 
Dwyer, Gastrocnemius-Release

2. Chronische Lumbalgie (ICD-10 M54.5) mit/bei
- geringer linkskonvexer Skoliose, ventraler Spondylose L1–L5, Osteochondrose 

L3–S1, foraminaler Stenose L5 beidseits, Bandscheibenprolaps 
Lendenwirbelkörper (LWK) 4/5 rechtsbetont mit L5-Radikulopathie beidseits

3. Schubförmig verlaufende Multiple Sklerose (ICD-10 G35.1)
- Erstmanifestation im Jahr 2001
- Erstdiagnose im Jahr 2007
- Aktuell mit spastischer Paraparese linksbetont, mit distal betonter leichtgradiger 

Schwäche der linken oberen Extremität, leichtgradig ausgeprägtem zerebellärem 
Syndrom, Fatigue-Symptomatik, sowie anamnestisch berichteter autonomer 
Störung sowie Sehstörungen bei Zustand nach Retrobulärneuritis linksseitig und 
Augenbewegungsstörung

4. Mittelschwere bis schwere neuropsychologische Störung bei Diagnose 3.

13

Urteil S 2019 115

Als Gesundheitsschäden ohne Einfluss auf die Leistungsfähigkeit listeten die 
Sachverständigen Folgende auf:

1. Status nach Osteomyelitis einer mehrfragmentären Olecranonfraktur links am 
9. Oktober 2013 (ICD-10 M86.93)

2. Status nach Halswirbelsäulenbeschwerden bei Verdacht auf Spinalkanalstenose 
zervikal HWK5/6 (ICD-10 M54.2)

3. Status nach CTS-Operation links Januar 2015 (ICD-10 G56.0)
4. Arterielle Hypertonie (ICD-10 I10)
5. Adipositas (ICD-10 E66).

Die Experten hielten zum Verlauf der Leistungsfähigkeit fest, aus orthopädischer Sicht 
bestehe die Arbeitsfähigkeit, wie aktuell gesehen, unter Berücksichtigung einer 
Rekonvaleszenz von sechs Monaten seit der letzten Intervention resp. OP vom 13. Januar 
2015 aus medizinisch-theoretischer Sicht, also seit dem 13. Juli 2015. Zwischenzeitlich 
müsse dabei noch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit nach stattgehabter Metallentfernung 
von drei Monaten (1. November 2017 bis 28. Februar 2018) Berücksichtigung finden. 
Davor habe medizinisch-theoretisch vom Unfall am 2. Oktober 2013 bis zur Intervention 
am 13. Januar 2015 anamnestisch und nach Aktenlage ebenfalls eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die Arbeitsfähigkeit vor dem Unfallereignis am 2. Oktober 
2013 könne retrospektiv nicht mehr beurteilt werden. Die davor ausgestellten 
Arbeitsunfähigkeiten müssten als gegeben angenommen werden. Aus neurologischer 
Sicht sei eine retrospektive Bestimmung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer 
Erkrankung, die sich schubförmig verschlechtere, in Kombination mit einem die 
Gesamtsituation noch aggravierendem Trauma sowie zusätzlichen anderen 
orthopädischen Komorbiditäten, nur eingeschränkt möglich. Basierend auf den 
aktenanamnestischen Einschätzungen erscheine es jedoch plausibel, dass aufgrund der 
Multiplen Sklerose Arbeiten als Hauswart (zuletzt durchgeführte Tätigkeit) ab Mitte 2015 
nicht mehr möglich und dass ab dann nur noch Arbeiten in einer angepassten Tätigkeit 
zwischen zwei und vier Stunden möglich gewesen seien. Nach nochmaligem 
Schubereignis im März 2016 und Sommer 2016 sei davon auszugehen, dass in einer 
maximalen angepassten Tätigkeit (z.B. leichte Arbeit im Büro) eine Arbeitstätigkeit von 
maximal zwei Stunden möglich gewesen sei. Hier bestünden aktenanamnestisch zwar 
unterschiedliche Einschätzungen. So werde durch den neurologischen Dienst der Suva im 
Februar 2017 von einer vierstündigen Tätigkeit pro Tag in leichter Arbeit ausgegangen, 
wobei vorgängig durch den behandelnden Hausarzt und die behandelnde Neurologin von 
einer 80%igen Arbeitsunfähigkeit entsprechend einer unter zweistündigen Arbeitszeit pro 
Tag ausgegangen worden sei. In Anbetracht der Tatsache, dass sich im März 2017 

14

Urteil S 2019 115

nochmals ein Schubereignis eingestellt habe, sei jedoch davon auszugehen, dass sich die 
Arbeitsfähigkeit bezogen auf die Zeit spätestens danach auf ca. ein bis zwei Stunden pro 
Tag in einer leichten, angepassten Tätigkeit reduziert habe. Diese Einschätzungen 
beruhten ausschliesslich auf den aktenanamnestischen Angaben, der Einschätzung durch 
die entsprechenden begutachtenden und behandelnden Ärzte und unter Berücksichtigung 
dokumentierter Schubereignisse. Zum aktuellen Zeitpunkt sei damit davon auszugehen, 
dass eine maximal angepasste leichte Arbeit für maximal zwei Stunden pro Tag möglich 
sei. Dies unter Berücksichtigung der rein neurologischen Aspekte der Multiplen Sklerose. 
Aus neuropsychologischer Sicht bestehe eine gesicherte neuropsychologisch begründete 
Arbeitsunfähigkeit seit der neuropsychologischen Untersuchung vom Dezember 2017, 
wahrscheinlich aber bereits seit der MS-Diagnosestellung (Erstdiagnose Juli 2008). Seit 
der IV-Verfügung vom 9. Dezember 2010 mit Zusprache einer halben Rente ab Oktober 
2010 sei es auf Grund der neuropsychologischen Befunde zu einer Verschlechterung der 
kognitiven Leistungen gekommen. Aus internistischer sowie psychiatrischer Sicht habe 
bisher keine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen wie auch in einer adaptierten Tätigkeit 
bestanden (Suva-act. 406 S. 47 f.)

Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führten die Gutachter aus, dem 
Exploranden seien aus orthopädischer und neurologischer Sicht aufgrund der 
vorliegenden Befunde sowohl Arbeiten als Hauswart wie auch jegliche andere 
mittelschwere bis schwere körperliche Arbeiten vollumfänglich nicht mehr zumutbar. Die 
Arbeitsunfähigkeit betrage somit 100 %. Aus neuropsychologischer Sicht sei gemäss 
Literatur bei einer mittelschweren bis schweren neuropsychologischen Störung die 
Funktionsfähigkeit im Alltag und unter den meisten beruflichen Anforderungen deutlich 
eingeschränkt, indem die Mehrzahl der kognitiven Teilfunktionen betroffen sei. Zudem falle 
die Person in ihrem Umfeld als verändert auf, dies hinsichtlich Affektivität, des Verhaltens 
und der Persönlichkeit. Bei beruflichen Tätigkeiten könnten nur noch sehr einfache 
Arbeiten unter intensiver Supervision ausgeführt werden, unter Umständen in einer 
geschützten Werkstatt oder einer vergleichbaren Umgebung. Auf Grund der 
neuropsychologischen Befunde sei die Arbeitsfähigkeit des Exploranden in den 
angestammten Berufsbereichen, in einer angepassten Tätigkeit sowie in jeglicher 
Verweistätigkeit nicht mehr gegeben. Auf Grund der Fatigue, der Verlangsamung sowie 
der testpsychologisch objektivierten Defizite sei der Explorand nicht mehr in der Lage, eine 
Arbeitsleistung von wirtschaftlichem Nutzen zu erbringen. Zu therapeutischen Zwecken 
könne eine Beschäftigung in einem betreuten Arbeitsumfeld in Betracht gezogen werden. 

15

Urteil S 2019 115

Aus internistischer wie auch psychiatrischer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit für die 
bisherige Tätigkeit 100 % (Suva-act. 406 S. 49).

Zur Frage der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit erklärten die 
Sachverständigen, aus orthopädischer Sicht sei dem Versicherten eine leichte körperliche 
Arbeit, hauptsächlich sitzend, nur geringgradig gehend und geringgradig stehend, zu 70 % 
zumutbar. Die Reduktion der Arbeitsfähigkeit bei einer vollständig adaptierten, 
hauptsächlich sitzenden, minimal gehenden, minimal stehenden körperlichen Tätigkeit 
beruhe dabei auf einem vermehrten Pausenbedarf zur Vermeidung von Exazerbation der 
Beschwerden im Bereich des Fusses sowie aufgrund einer verminderten 
Belastungsfähigkeit beim Sitzen aufgrund der Beschwerden der Lendenwirbelsäule. Die 
orthopädische Beurteilung sei rein unfallbedingt aufgrund der Beschwerden im Bereich 
des Fusses zu sehen. Aus neurologischer Sicht sollte unter gewissen Voraussetzungen 
eine zweistündige Arbeitszeit pro Tag wahrscheinlich möglich sein. Eine angepasste 
Tätigkeit müsste überwiegend im Sitzen durchgeführt werden, zudem müsste die 
Möglichkeit bestehen, regelmässig die Position zu wechseln und aufzustehen. Es dürften 
nur körperlich leichte Arbeiten durchgeführt werden mit einer maximalen 
Gewichtsbelastung bis 5 kg. Die Arbeit müsste überwiegend mit der rechten Hand 
durchgeführt werden können, die linke Hand könne als Hilfshand benutzt werden. Die 
koordinativen Ansprüche der rechten Hand müssten leichtgradig sein. Die Arbeit müsste 
optimalerweise in Blöcken zu je einer Stunde durchgeführt werden können, wobei 
zwischen den Blöcken entsprechende Ruhezeiten eingehalten werden sollten (jeweils 
mindestens zehn Minuten). Eine deutliche Leistungseinbusse bei der Arbeit sei hierbei 
bereits berücksichtigt. Aus neurologischer Sicht bestehe somit eine 25%ige 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Aus neuropsychologischer Sicht sei die 
Arbeitsfähigkeit des Exploranden aufgrund seiner mittelschweren bis schweren 
neuropsychologischen Störung auch für jegliche Verweistätigkeiten nicht mehr gegeben. 
Aus internistischer und psychiatrischer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit auch für jegliche 
Verweistätigkeit 100 % (Suva-act. 406 S. 49 f.).

Die Sachverständigen führten im Weiteren aus, aus orthopädischer, neurologischer und 
psychiatrischer Sicht habe sich der medizinische Sachverhalt bzw. der 
Gesundheitszustand seit der letzten versicherungsmedizinischen Prüfung (Anfang 2011) 
verändert. Zum Zeitpunkt der Rentenzusprache würden keine neuropsychologischen 
Befunde zum Vergleich vorliegen. Aus psychiatrischer Sicht entfalle die Beantwortung, da 
keine Gesundheitsschädigung aktuell wie auch in der Vergangenheit objektiviert werden 

16

Urteil S 2019 115

könne. Aus orthopädischer Sicht sei es zu einer Zunahme der OSG-Beschwerden sowie 
einer Verschlimmerung der Lumbalgie gekommen. Aus neurologischer Sicht habe sich die 
Situation bezüglich der MS verschlechtert. Aus neuropsychologischer Sicht sei es im 
Bereich des verbalen Gedächtnisses zu einer deutlichen Verschlechterung gekommen. 
Zur Frage der Veränderung der medizinisch begründeten Leistungsfähigkeit erklärten die 
Experten, aufgrund der Befundsituation (Zunahme der OSG-Beschwerden und Schwere 
der Lumbalgie) seien aus orthopädischer Sicht dem Exploranden mittelschwere bis 
schwere körperliche Arbeiten vollumfänglich nicht mehr zumutbar. Eine leichte körperliche 
Arbeit, hauptsächlich sitzend, nur geringgradig gehend und geringgradig stehend, sei dem 
Exploranden hingegen zu 70 % zumutbar. Die Reduktion der Arbeitsfähigkeit bei einer 
vollständig adaptierten, hauptsächlich sitzenden, minimal gehenden, minimal stehenden 
körperlichen Tätigkeit beruhe dabei auf einem vermehrten Pausenbedarf zur Vermeidung 
von Exazerbationen der Beschwerden im Bereich des Fusses sowie aufgrund einer 
verminderten Belastungsfähigkeit beim Sitzen aufgrund der Beschwerden der LWS. Aus 
neurologischer Sicht sei eine retrospektive Bestimmung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen 
einer Erkrankung, die sich schubförmig verschlechtere, in Kombination mit einem die 
Gesamtsituation noch aggravierenden Trauma sowie zusätzlichen anderen 
orthopädischen Komorbiditäten, nur eingeschränkt möglich. Basierend auf den 
aktenanamnestischen Einschätzungen erscheine es jedoch plausibel, dass zufolge der 
MS Arbeiten als Hauswart (zuletzt durchgeführte Tätigkeit) ab Mitte 2015 nicht mehr 
möglich und dass ab dann nur noch Arbeiten in einer angepassten Tätigkeit zwischen zwei 
und vier Stunden möglich gewesen seien. Nach nochmaligem Schubereignis im März 
2016 und Sommer 2016 sei davon auszugehen, dass in einer maximalen angepassten 
Tätigkeit (z.B. leichte Arbeit im Büro) eine Arbeitstätigkeit von maximal zwei Stunden 
möglich gewesen sei. Hier bestünden aktenanamnestisch unterschiedliche 
Einschätzungen. So werde durch den neurologischen Dienst der Suva im Februar 2017 
von einer vierstündigen Tätigkeit pro Tag in leichter Arbeit ausgegangen, wobei vorgängig 
durch den behandelnden Hausarzt und die behandelnde Neurologin von einer 80%igen 
Arbeitsunfähigkeit entsprechend einer unter zweistündigen Arbeitszeit pro Tag 
ausgegangen worden sei. In Anbetracht der Tatsache, dass sich im März 2017 nochmal 
ein Schubereignis eingestellt gehabt habe, sei jedoch davon auszugehen, dass sich 
spätestens danach die Arbeitsfähigkeit bezogen auf die Zeit auf ca. ein bis zwei Stunden 
pro Tag in einer leichten, angepassten Tätigkeit reduziert habe. Diese Einschätzungen 
beruhten ausschliesslich auf den aktenanamnestischen Angaben, der Einschätzung durch 
die entsprechenden begutachtenden und behandelnden Ärzte und unter Berücksichtigung 
dokumentierter Schubereignisse. Zum aktuellen Zeitpunkt sei somit davon auszugehen, 

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Urteil S 2019 115

dass eine maximal angepasste leichte Arbeit für maximal zwei Stunden pro Tag möglich 
sei. Dies unter Berücksichtigung der rein neurologischen Aspekte der MS. In der 
angestammten Tätigkeit als Hauswart sei der Explorand zu 100 % arbeitsunfähig. Eine 
gesicherte neuropsychologisch begründete Arbeitsunfähigkeit bestehe seit der 
neuropsychologischen Untersuchung vom Dezember 2017, wahrscheinlich aber bereits 
seit der MS-Diagnosestellung (Erstdiagnose Juli 2008). Im Bereich des verbalen 
Gedächtnisses sei es seit Dezember 2017 zu einer deutlichen Verschlechterung 
gekommen. Gegenüber dem Zeitpunkt der Rentenzusprache sei wahrscheinlich von einer 
kognitiven Verschlechterung auszugehen, dies mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
(Suva-act. 406 S. 52 ff.).

Die Suva stellte Zusatzfragen. Gemäss den Gutachtern wurden einzig die OSG-
Beschwerden rechts mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch das Ereignis vom 
2. Oktober 2013 verursacht. Hinsichtlich der weiteren Fragen verwiesen die Fachärzte der 
medaffairs AG auf die im Konsensteil unter Ziffer III gemachten Angaben resp. auf das 
orthopädische Teilgutachten (Suva-act. 406 S. 54 f.).

4.2.5 Laut Sprechstundenbericht von Dr. med. I.________, FMH für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 11. Juli 2018 bestand ein 
Verdacht auf ein Sulcus ulnaris-Syndrom bei Status nach Plattenosteosynthese einer 
Olecranon-Fraktur im 2013. Der Versicherte habe über progrediente Schmerzen im 
Bereich des linken Ellbogens mit teils elektrisierenden Schmerzen sowie Dysästhesien bis 
in den Kleinfingerbereich berichtet. Auch das Abstützen auf den Ellbogen sowie forcierte 
Bewegungen täten weh. Darüber hinaus beschreibe er ein Blockadegefühl bei bestimmten 
Armpositionen. Die Beschwerden nähmen im Verlauf eher zu. Der Orthopäde führte weiter 
aus, die angegebenen Beschwerden könnten nicht eindeutig objektiviert werden. 
Einerseits bestehe eine lokale Problematik über der Platte, andererseits stehe der 
Verdacht auf ein Sulcus ulnaris-Syndrom im Raum. Bei bekannter MS sei hier die 
Differenzialdiagnostik aber schwierig. Deshalb empfehle er ein Arthro-CT und eine 
neurologische Untersuchung mittels EMG (Suva-act. 405).

Im Folgebericht vom 20. August 2018 erklärte Dr. I.________, die durchgeführte Arthro-
CT-Untersuchung zeige keine fortschreitende posttraumatische Arthrose im Bereich des 
Ellbogens. Die Fraktur sei konsolidiert. Die neurologische Untersuchung gehe von einem 
Reizsyndrom des Nervus ulnaris aus, jedoch zeigten sich noch im Normwert befindliche 
Nerven-Leitgeschwindigkeiten des Nervus ulnaris. Es sei eine Anpassung der 

18

Urteil S 2019 115

Unterarmgehstöcke rezipiert worden und es solle eine Nachtlagerungsschiene getragen 
werden. Sollten die Beschwerden persistieren, könne über eine 
Osteosynthesematerialentfernung mit gleichzeitiger Dekompression des Nervus ulnaris 
respektive Revision des CTS zusammen mit unserem Handchirurgen diskutiert werden 
(Suva-act. 407).

4.2.6 Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. J.________, berichtete am 
10. September 2019, die einschränkende und gefährliche Gangstörung müsse in einen 
direkten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 2. Oktober 2013 gestellt 
werden, vorwiegend durch die Beinlängendifferenz und länger dauernde Fehlbelastung. 
Dadurch sei mittlerweile ein progredientes chronisches lumbospondylogenes Syndrom 
entstanden, das starke Becken-Beinschmerzen rechts verursache. Diese Unsicherheit im 
rechten Bein führe zu vermehrter Sturzneigung, welche zusätzlich durch die MS verstärkt 
werde, aber ohne Unfall wäre das rechte Bein eine Stütze und Sicherheit im Alltag. Somit 
lasse sich eine eingeschränkte Arbeitsunfähigkeit von 50 % durchaus erklären, zumal 
auch die sitzende Tätigkeit nicht über längere Zeit möglich sei, sicherlich kaum ganztags, 
sodass die geforderte Arbeitsfähigkeit von 70 % möglich wäre. Die Unfallkausalität sei 
gegeben, weil ohne den Unfall die Belastung des Rückens nie dieses Ausmass 
angenommen hätte, denn sowohl die degenerativen Veränderungen wie auch die 
foraminale Kompression durch die Diskushernie sei erst posttraumatisch überhaupt 
diagnostiziert worden und symptomatisch geworden. Die Ellbogenbeschwerden links 
gingen mit Sicherheit auf den Unfall zurück, weil hier eine mehrfragmentäre 
Olecranonfraktur mittels offener Reposition und Plattenosteosynthese habe versorgt 
werden müssen. Bei der orthopädischen Einschätzung, dass eine leichte körperliche 
Arbeit hauptsächlich sitzend zu 70 % zugemutet werden könne, müsste die 
Ellbogenfunktion mitberücksichtigt werden, sodass diese 70 % wahrscheinlich auch aus 
dieser Sicht grenzwertig hoch wären, denn in sitzender Tätigkeit werde vorwiegend die 
manuelle Tätigkeit verlangt, was wiederum die Belastbarkeit des Ellbogens überfordere. 
Die Hüftbeschwerden resp. Hüft-Beinbeschwerden stünden lediglich in indirektem 
Kausalzusammenhang zum Unfallereignis, weil die komplexe OSG-Fraktur zu einer 
Beinverkürzung und langdauernden chronischen Minderbelastung des rechten Beines und 
zur Fehlbelastung im Hüft- und Rückenbereich geführt habe. Dies habe sich durchaus auf 
die entstandenen degenerativen Veränderungen im LWS-Bereich auswirken können. 
Dadurch könne eine maximale Belastbarkeit unfallbedingt von 50 % begründet werden. In 
der Integritätsentschädigung von 30 % sei die Beinlängendifferenz von 3,5 cm nicht 
mitberücksichtigt und müsste gemäss Suva-Liste mit 10 % beziffert werden. Zusätzlich sei 

19

Urteil S 2019 115

der Ellbogen auch nicht erwähnt worden. Hier bestehe eine schmerzhafte 
Bewegungseinschränkung von 0–120°, was einer Integritätsentschädigung von weiteren 
10 % gleich komme. Zusammenfassend bedeute dies eine 50%ige 
Integritätsentschädigung. Die Rücken-Hüftschmerzen seien hier ausgenommen, weil sie 
nur indirekt zusammenhängend mit dem Unfall seien (Suva-act. 444).

4.2.7 Die behandelnde Neurologin Dr. D.________ führte in ihrem Bericht vom 
18. September 2019 aus, aktuell stünden beim Patienten Lumbalgien mit Ausstrahlung ins 
rechte Bein im Vordergrund, die zu einer Verschlechterung des Gangbildes geführt hätten. 
An zwei Gehstöcken sei der Patient aktuell knapp 100 m mobil. Es sei mehrmalig zu 
einem Sturzereignis gekommen, ernsthafte Verletzungen habe er sich bisher nicht 
zugezogen. Eine MRI(Magnetic Resonance Imaging)-Untersuchung der LWS sei für die 
kommende Woche geplant. Die letzte MRI-Untersuchung der LWS habe einen 
Bandscheibenprolaps LWK 4/5 rechtsbetont mit L5-Radikulopathie beidseits erbracht. Es 
sei davon auszugehen, dass auch aktuell eine L5-Radikulopathie im Vordergrund stehe. 
Die MS-bedingten Einschränkungen hätten sich weitestgehend unverändert gezeigt. Eine 
letzte MRI-Kontrolle sei im April 2019 erfolgt. Sofern die MRI-Untersuchung der LWS die 
aktuellen Beschwerden erklären könne, würde auf eine vorgezogene MRI-Kontrolle 
verzichtet und die nächste im Dezember 2019 zusammen mit einer klinischen 
Verlaufskontrolle und Verlängerung der Kostengutsprache für Tecfidera veranlasst 
werden. Da die Gangunsicherheit deutlich zugenommen habe und es bereits zu mehreren 
Sturzereignissen gekommen sei, sollte neben der Physiotherapie auch das MTT-Training 
zwei Mal pro Woche fortgesetzt werden. Bei fehlender Kostengutsprache sei dies in den 
letzten Wochen nicht möglich gewesen. Bei unzureichender Verbesserung müsste auch 
eine Neurorehabilitation in Betracht gezogen werden. Bisher könne der Patient seinen 
Alltag selbständig bewältigen und zeige sich sehr motiviert an einem Ausbau der 
Therapien. Ergänzend sei dem Versicherten zu einer Gewichtsreduktion um 10 kg in den 
nächsten fünf Monaten geraten worden. Bezüglich der Blasenproblematik bestehe eine 
Anbindung im Zentrum K.________ (Bf-act. 7).

Im Bericht vom 1. Oktober 2019 nach durchgeführtem MRI gab Dr. D.________ an, die 
aktuellen Beschwerden seien durch degenerative LWS-Veränderungen und ISG-Arthrosen 
beidseits bedingt. Die Krankenkasse habe nun eine Kostengutsprache für Physiotherapie 
zwei Mal pro Woche über sechs Monate genehmigt. Der Patient nehme bereits NSAR 
(nichtsteroidales Antirheumatikum) regelmässig ein. Soweit eruierbar sei eine Anmeldung 
zur Nerveninfiltration erfolgt, welche als sinnvoll erachtet werde. Ergänzend sei dem 

20

Urteil S 2019 115

Versicherten zu einer Gewichtsreduktion von einem Kilogramm pro Monat geraten 
worden. Eine Indikation zu einer vorgezogenen MRI-Kontrolle des Schädels bzw. der 
Halswirbelsäule (HWS) sei aktuell nicht gegeben. Die nächste Kontrolle sei im Dezember 
2019 geplant (Bf-act. 8). 

5.
5.1 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind die unfallbedingten 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit von den krankheitsbedingten abgrenzbar.

5.1.1 Der Expertise der medaffairs AG vom 16. Juli 2018 ist zu entnehmen, dass von den 
festgehaltenen Gesundheitsschäden ausschliesslich die OSG-Beschwerden mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 2. Oktober 2013 zurückzuführen 
sind (Suva-act. 406 S. 54). Mithin wurden lediglich aus orthopädischer Sicht Unfallfolgen 
konstatiert, weshalb letztlich auch explizit auf dieses Teilgutachten verwiesen wurde 
(Suva-act. 406 S. 55 in fine). Infolgedessen attestierte der orthopädische Sachverständige 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für mittelschwere bis schwere körperliche Arbeiten. In 
einer leichten körperlichen Arbeit, hauptsächlich sitzend, nur geringgradig gehend und 
stehend, erachtete er den Versicherten als zu 70 % arbeitsfähig. Die Reduktion der 
Arbeitsfähigkeit beruht dabei auf einem vermehrten Pausenbedarf zur Vermeidung von 
Exazerbationen der Beschwerden im Bereich des Fusses sowie aufgrund einer 
verminderten Belastungsfähigkeit beim Sitzen zufolge der Beschwerden der LWS (Suva-
act. 406 S. 89). Er bestätigte das rein unfallbedingte Zumutbarkeitsprofil, welches der 
Kreisarzt Dr. G.________ am 9. März 2016 definiert hatte, mit der Ausnahme, dass bei 
einer Traglast von maximal 10 kg nur von einer körperlich leichten und nicht bis 
mittelschweren gesprochen werden könne (Suva-act. 406 S. 87 f.). Der neurologische 
Experte verwies in Bezug auf unfallbedingte Folgen auf das orthopädische Teilgutachten 
(Suva-act. 406 S. 112). Die von ihm festgestellten Beeinträchtigungen (spastische 
Paraparese linksbetont, leichtgradige Schwäche der linken oberen Extremität, Fatigue-
Symptomatik, autonome Störung, Sehstörung) ordnete er vollständig der MS zu. Aufgrund 
der MS-assoziierten funktionellen Beeinträchtigungen sind seiner Auffassung nach 
lediglich noch Arbeiten im Sitzen durchführbar, welche nur noch grobmotorisch leicht und 
feinmotorisch wenig anspruchsvoll sein dürfen (Suva-act. 406 S. 107). Auch der 
neuropsychologische Sachverständige sah die mittelschwere bis schwere neurokognitive 
Störung im Rahmen der MS und der Fatigue als erklärbar (Suva-act. 406 S. 134). Er hielt 
gar ausdrücklich fest, aus seinem Fachbereich liege kein durch das Unfallereignis 
verursachter Gesundheitsschaden vor (Suva-act. 406 S. 138). Angesichts dieser 

21

Urteil S 2019 115

gutachterlichen Ausführungen ist mit der Suva einig zu gehen, dass die unfallbedingten 
Beeinträchtigungen von jenen, welche auf die MS zurückzuführen sind, abgegrenzt 
werden können. Eine Wechselwirkung oder gegenseitige Verstärkung ist von den 
Experten der MEDAS nicht postuliert worden. Der neuropsychologische Experte führte 
zwar aus, die kognitiven Defizite seien primär krankheitsbedingt und nicht unmittelbare 
Folge des Unfalls. Ein Einfluss der Schmerzen auf das kognitive Leistungsvermögen als 
Folge des Unfalls sei möglich (Suva-act. 406 S. 138). Wie die Suva hierzu indessen 
zutreffend anmerkt, reicht die blosse Möglichkeit allerdings nicht aus, da hiermit der im 
Sozialversicherungsrecht herrschende Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
(vgl. dazu: BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen) nicht erreicht ist.

Daran vermag auch die Stellungnahme von Dr. F.________ vom 24. August 2016, 
wonach die Vorgeschichte mit der langjährigen MS und die Folgen des Unfalls vom 
2. Oktober 2013 nicht unabhängig voneinander beurteilt werden könnten (Suva-act. 307), 
nichts zu ändern. Die Experten der medaffairs AG waren im Besitz dieser Stellungnahme 
und kannten diese Auffassung. Sie waren demgegenüber in der Lage, die unfallbedingten 
von den krankheitsbedingten funktionellen Auswirkungen abzugrenzen. Darüber hinaus 
zeigt sich, dass Dr. F.________ bei der Beurteilung der unfallbedingten Folgen auch 
solche, welche auf eine Krankheit zurückzuführen sind, mitberücksichtigt haben will. Er 
führte nämlich aus, im Bericht des Kreisarztes seien die Beschwerden, Krankheiten und 
Befunde zwar aufgelistet, aber in der Beurteilung nicht vollumfänglich berücksichtigt. 
Zusätzlich zu den unfallbedingten Beschwerden am rechten Bein habe er im Dezember 
2015 ein L5-Schmerzsyndrom rechts diagnostiziert. Eine entsprechende mediolaterale 
Diskushernie L4/5 rechts mit Kompression der Wurzel L5 habe im MR dargestellt werden 
können. Daneben sei die progrediente Urge-Inkontinenz nicht erwähnt und der Patient 
leide an einem MS-bedingten Fatigue-Syndrom. Die unfallbedingte Beeinträchtigung am 
rechten Bein sei durch die vorbestehende MS-bedingte Parese verstärkt. Die 
Krankheitsfolgen sind indessen für die Einschätzung der Leistungspflicht der 
Unfallversicherung nicht relevant. Auf die Ausführungen von Dr. F.________ kann 
demnach nicht abgestellt werden.

Ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer aus der 
kreisärztlichen Stellungnahme von Dr. H.________ vom 7. Februar 2017 (act. 11 Ziff. 74). 
Wohl erklärte er, die Krankheits- und Unfallfolgen würden sich gegenseitig bestärken, 
indem die Bewegungsstörungen des rechten Fusses aufgrund der Pseudarthrose durch 
die neurologische Behinderung an den Beinen verschlimmert würden. Andernorts hielt er 

22

Urteil S 2019 115

aber auch fest, die Folgen des Unfalles am rechten Sprunggelenk bestünden im 
Wesentlichen in Form eines belastungsabhängigen Schmerzes und einer 
Beeinträchtigung der Gelenkbeweglichkeit in Form einer Pseudarthrosenbildung. Allein 
hierdurch wäre tatsächlich eine vollschichtige Tätigkeit für leichte bis mittelschwere 
Arbeiten, überwiegend sitzend mit Wechsel auch zum Stehen und Gehen möglich, wie 
dies der Kreisarzt beschrieben habe. Sehe man jedoch die gesundheitliche 
Gesamtsituation mit seit vielen Jahren vorliegender MS und den Unfallfolgen am rechten 
Fuss, müsse ein deutlich anderes Zumutbarkeitsprofil erstellt werden. Es werde im 
Wesentlichen beeinflusst durch die neurologischen Symptome von Seiten der MS (Suva-
act. 312 S. 10). Damit bestätigte er selber, dass ausschliesslich die Beschwerden am 
OSG unfallbedingt sind und aufgrund dessen das Zumutbarkeitsprofil des orthopädischen 
Kreisarztes zutreffend ist. Zufolge neurologischer Beeinträchtigungen, welche 
offensichtlich MS-bedingt sind, wird das Leistungsprofil zusätzlich eingeschränkt. Die 
Folgen sind damit auch für den Kreisarzt voneinander abgrenzbar.

5.1.2 Unzutreffend bzw. aktenwidrig ist der Einwand des Beschwerdeführers, die MS-
Erkrankung sei stabil und die MS-bedingten Funktionseinschränkungen seien dieselben 
wie von Dr. F.________ am 16. Juni 2010 beschrieben (act. 1 Ziff. 22). Die unfallfremde 
Gesundheitssituation hat sich seit der Zusprache der Invalidenrente nachweislich 
verschlechtert. Dies ist an mehreren Stellen des MEDAS-Gutachtens dargetan. So haben 
seit dem Unfallereignis am 2. Oktober 2013 mehrere Schübe stattgefunden (sechs 
Schubereignisse seit 2007, das letzte im März 2017; Suva-act. 406 S. 42), welche eine 
Verschlechterung der krankheitsbedingten Sachlage zur Folge hatten (vgl. Suva-act. 324 
sowie Suva-act. 406 S. 46, 52, 103, 111, 137). Insbesondere aus neuropsychologischer 
Sicht verschlimmerte sich der Gesundheitszustand, dies namentlich im Bereich des 
verbalen Gedächtnisses (Suva-act. 406 S. 134, 135, 137). Aufgrund dessen sprach der 
Neuropsychologe dem Beschwerdeführer jegliche Leistungsfähigkeit ab. Dies war vor dem 
Unfallereignis wie auch im Zeitpunkt der Rentenzusprache durch die 
Invalidenversicherung noch nicht der Fall. Damals bescheinigte der behandelnde 
Neurologe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab 1. Juli 2010. Die bisherige Tätigkeit war in 
einem 60 %-Pensum (fünf Stunden pro Tag) mit einer zusätzlichen Leistungsminderung 
von 25 % zumutbar. Einschränkend wirkten die Gangunsicherheit und proximale 
Beinparesen, welche sich durch eine Unsicherheit im Stehen und Gehen und durch eine 
rasche Ermüdbarkeit zeigten (Bf-act. 4). Damit ist eine (kognitive) Verschlechterung 
ausgewiesen, welche klarerweise MS- und damit krankheitsbedingt ist (vgl. Suva-act. 406 
S. 137). Gegenteiliges vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun und findet denn auch 

23

Urteil S 2019 115

in den Akten keine Stütze. Ergänzend ist der Suva beizupflichten, dass die 
Sachverständigen zwar von einer stabilen Symptomatik sprachen, indessen den Zustand 
aber mit jenem im Zeitpunkt der Untersuchung von Februar und Dezember 2017 
verglichen (vgl. Suva-act. 406 S. 42). Bis dahin war aber die MS-bedingte 
Verschlechterung bereits eingetreten.

5.1.3 Die Gutachter der MEDAS zeigten in ihrer Expertise auf, zufolge welcher 
gesundheitlicher Leiden entsprechende funktionelle Auswirkungen resultieren. Aufgrund 
der MS-assoziierten motorischen Einschränkungen sowie der Fatigue-Symptomatik seien 
die körperlichen Ressourcen zur Überwindung der funktionellen Einschränkungen deutlich 
limitiert. Dabei ist aus neurologischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter 
Tätigkeit von 25 % gegeben, wogegen aus neuropsychologischer Sicht keine mehr 
vorliegt. Zufolge der Beschwerden der LWS bestehe zusätzlich eine Einschränkung der 
Belastbarkeit im Sinne einer verminderten Belastungsfähigkeit bei vornübergebeugten und 
reklinierten Tätigkeiten sowie beim Tragen von Lasten über 10 kg. Von Seiten des OSG 
bestehe zudem eine deutliche Einschränkung der Belastungsfähigkeit sowie eine 
Unmöglichkeit, längere Gehstrecken zurückzulegen. Es bestehe auch eine Einschränkung 
beim Tragen von Lasten, allein schon wegen der Notwendigkeit, sich an Gehstöcken 
mobilisieren zu müssen. Auch Laufen auf unebenem Gelände, das Treppensteigen sowie 
das Besteigen von Leitern sei dem Versicherten nicht mehr zuzumuten (Suva-act. 406 
S. 47). Die unfallbedingten Einschränkungen waren somit abgrenzbar. Wie bereits 
erwähnt, reicht in Bezug auf den Einfluss der Schmerzen auf das kognitive 
Leistungsvermögen die blosse Möglichkeit nicht aus.

5.2
5.2.1 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, auf das orthopädische Teilgutachten 
könne nicht abgestellt werden, da die Ellbogenbeschwerden unberücksichtigt geblieben 
seien (act. 1 Ziff. 32), ist mit der Suva einig zu gehen, dass diese sich im Zeitpunkt der 
Einstellung der vorübergehenden Versicherungsleistungen bzw. der Prüfung der 
Ansprüche auf eine Rente und/oder Integritätsentschädigung noch nicht bemerkbar 
gemacht haben und nicht behandlungsbedürftig waren. Wohl lag eine geringfügige 
Bewegungseinschränkung (endgradige Streckhemmung von knapp 10° mit ansonsten 
freier Pro- und Supination [Suva-act. 255]) vor. Der Beschwerdeführer berichtete 
gegenüber Dr. I.________ am 11. Juli 2018 von zunehmenden Schmerzen am linken 
Ellbogen. Nach dem durchgeführten Arthro-CT am 26. Juli 2018 und der neurologischen 
Untersuchung am 14. August 2018 wurde von Dr. I.________ in der Folge lediglich eine 

24

Urteil S 2019 115

Anpassung der Unterarmgehstöcke rezipiert und eine Nachtlagerungsschiene verordnet. 
Bei einer weiteren Persistenz wäre eine OSME denkbar. Damit kann der Auffassung der 
Beschwerdegegnerin gefolgt werden, dass die Beeinträchtigungen am Ellbogen nicht 
weiter behandlungsbedürftig waren. Bis zum erlassenen Einspracheentscheid findet sich 
in den Akten nichts Gegenteiliges. Für den Rentenbeginn per 1. August 2016 sind diese 
demnach nicht relevant. Da in der Zwischenzeit aber weitere Abklärungen stattgefunden 
haben (vgl. Suva-act. 453, 454 und 457) und der Kreisarzt Dr. G.________ in seiner 
Beurteilung vom 19. November 2019 zur Auffassung gelangte, die Beschwerden am linken 
Ellbogen seien überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 2. Oktober 2013 
zurückzuführen (vgl. Suva-act. 462), ist dies im Rahmen einer Revision zu 
berücksichtigen. Dies bestätigte die Suva ausdrücklich in ihrer Beschwerdeantwort (act. 7 
Ziff. 4.10).

5.2.2 Im Weiteren verweist der Beschwerdeführer auf den Bericht seines Hausarztes 
Dr. J.________ vom 10. September 2019 (Suva-act. 444), wonach er zufolge der 
Beinverkürzung an unfallkausalen Hüftbeschwerden leide. Diese seien ebenfalls 
unberücksichtigt geblieben (act. 1 Ziff. 37). Dieser Bericht datiert nach dem angefochtenen 
Entscheid und es kann ferner daraus nicht entnommen werden, in welchem Zeitpunkt die 
Beschwerden entstanden sind. Da das Gericht bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des streitigen Einspracheentscheids 
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 362 E. 1b), kann dieser Umstand somit 
nicht berücksichtigt werden. Allerdings erklärte die Suva auch hierzu, diese Beschwerden 
hätten im Zeitpunkt des Rentenbeginns nicht vorgelegen. Diesbezügliche weitere 
Abklärungen seien aber erfolgt oder würden noch in Angriff genommen (act. 7 Ziff. 4.11). 
Somit sind auch die Hüftbeschwerden im Rahmen einer Revision zu berücksichtigen.

5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Expertise der medaffairs AG die von 
der Rechtsprechung definierten Anforderungen an ein beweiswertiges Gutachten 
vollumfänglich zu erfüllen vermag (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Auch auf das orthopädische 
Teilgutachten kann abgestellt werden. Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer 
unfallbedingt in einer leidensadaptierten Tätigkeit (körperlich leicht, hauptsächlich sitzend, 
nur geringgradig gehend und stehend) eine Leistungsfähigkeit von 70 % hat (Suva-
act. 406 S. 49).

6.

25

Urteil S 2019 115

6.1 In erwerblicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer zunächst die Ermittlung des 
Valideneinkommens. Die IV-Stelle habe in der rentenzusprechenden Verfügung vom 
17. Februar 2011 für das Jahr 2010 ein massgebliches Valideneinkommen von 
Fr. 62'186.– ermittelt. In Berücksichtigung der 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer 
Verweistätigkeit habe sie ihm ein Invalideneinkommen von Fr. 29'070.– angerechnet. 
Nach der Rentenzusprache habe er keine geeignete Anstellung finden können. Daher 
hätten seine Ehefrau und er per 3. Mai 2012 die Firma C.________ gegründet, wobei 
seine Ehefrau als Inhaberin und er als Prokurist im Handelsregister eingetragen worden 
seien. Im Unfallzeitpunkt per 2. Oktober 2013 habe die Firma demnach nicht einmal 
anderthalb Jahre bestanden und sich daher noch in der Aufbauphase befunden. Es sei 
deswegen nicht überwiegend wahrscheinlich, dass er ohne das Unfallereignis im weiteren 
Verlauf sowie bei zunehmendem Aufbau des Familienbetriebs längerfristig lediglich einen 
Jahreslohn von Fr. 24'000.– bei einem 50%igen Arbeitspensum erwirtschaftet hätte. 
Zudem sei gemäss Art. 28 Abs. 3 UVV als Valideneinkommen eigentlich das 
Invalideneinkommen heranzuziehen, welches er nach Eintritt des nicht versicherten 
Vorzustandes erzielt habe oder hätte erzielen können. Insofern rechtfertige es sich, das 
Valideneinkommen anhand des hypothetischen Einkommens zu ermitteln, d.h. nach 
jenem Lohn, den er aufgrund der vorbestehenden, aus unfallfremden Gründen reduzierten 
Arbeitsfähigkeit von 50 % zu erzielen imstande gewesen wäre. Gemäss LSE 2016 sei das 
statistische Einkommen von Männern im Kompetenzniveau 1 für einfache und repetitive 
Tätigkeiten mit Fr. 66'803.40 festzusetzen. Aufgrund der vorbestehenden 50%igen 
Arbeitsfähigkeit sei demnach von einem massgeblichen Valideneinkommen von 
Fr. 33'401.70 auszugehen. Nichts wesentlich anderes ergäbe sich, wenn vorliegend auf 
das Invalideneinkommen abgestellt würde, welches die IV-Stelle Zug seinerzeit in der 
rentenzusprechenden Verfügung vom 17. Februar 2011 angerechnet habe. Aufgerechnet 
auf das hier massgebliche Vergleichsjahr 2016 wäre dies mit mindestens Fr. 30'349.10 zu 
bemessen (act. 1 Ziff. 44–50).

6.1.1 Nebst dem bereits Gesagten (vgl. E. 3.3.1) gilt das Folgende:

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des 
Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 
zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 

26

Urteil S 2019 115

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit 
Hinweisen).

Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen ein deutlich 
unterdurchschnittliches Einkommen und wollte sie sich nicht aus freien Stücken damit 
begnügen, hat eine Parallelisierung der beiden Vergleichseinkommen zu erfolgen. 
Massgeblich für die Ermittlung der Unterdurchschnittlichkeit des Valideneinkommens ist 
der branchenübliche Tabellenlohn (BGE 141 V 1 E. 5.4 mit weiteren Hinweisen). Nicht 
relevant ist, ob die versicherte Person in einem anderen Beruf mehr hätte verdienen 
können (Urteil BGer 8C_437/ 2013 vom 27. August 2013 E. 2.1).

Ein Valideneinkommen kann nur bezogen auf die Löhne in derjenigen Branche 
unterdurchschnittlich sein, in welcher die versicherte Person als Gesunde erwerbstätig 
gewesen war. Zudem hat das Bundesgericht mit Urteil 8C_141/2016 und 8C_142/2016 
vom 17. Mai 2016 E. 5.2.2.3 entschieden, dass das Einkommen ungelernter Bauarbeiter, 
welches dem Mindestverdienst gemäss Landesmantelvertrag für das schweizerische 
Bauhauptgewerbe (GAV-LMV) entspricht oder diesen gar übersteigt, nicht als 
unterdurchschnittlich qualifiziert werden kann, auch wenn es erheblich unter dem in der 
LSE ausgewiesenen Durchschnittslohn im Bauhauptgewerbe liegt (Urteil BGer 
8C_721/2017 vom 26. September 2018 E. 3.4.2).

6.1.2 Der Beschwerdeführer war seit dem 1. März 2012 bei der C.________, 
E.________, als Reinigungskraft angestellt (Suva-act. 1). Gemäss den Angaben der 
Treuhandfirma hätte er ohne Unfall in den Jahren 2013 bis 2016 monatlich jeweils 
Fr. 2'000.– verdient (Suva-act. 267). Darauf ist abzustellen, denn grundsätzlich wird das 
zuletzt erzielte Einkommen zur Ermittlung des Valideneinkommens herangezogen. Von 
einem unterdurchschnittlichen Verdienst kann hierbei nicht gesprochen werden, wie ein 
Blick in den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Reinigungsbranche Deutschschweiz 
zeigt. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann dieser als Vergleich dienen, gilt 
er doch für alle inländischen und ausländischen Betriebe bzw. Betriebsteile, welche 
Unterhalts- und Spezialreinigungsarbeiten an und in Gebäuden aller Art ausführen. Seine 
Arbeit ist zweifelsohne auch darunter zu subsumieren. Nicht stichhaltig ist auch sein 
Vorbringen, die Firma habe im Unfallzeitpunkt lediglich seit anderthalb Jahren bestanden 
und sich somit noch in der Aufbauphase befunden. Dies mag zwar zutreffen. Zu beachten 
ist indessen, dass der Beschwerdeführer laut dem Treuhänder der Firma auch im Jahr 

27

Urteil S 2019 115

2016 noch ein Einkommen von monatlich Fr. 2'000.– erzielt hätte. In diesem Zeitpunkt 
kann nicht mehr von einer Aufbauphase gesprochen werden. Wie vorstehend dargelegt, 
ist nicht relevant, ob der Versicherte in einem anderen Beruf mehr hätte verdienen können 
(vgl. E. 6.1.1 hiervor). Er hat bewusst die Stelle als Reinigungskraft bei der C.________ 
innegehabt. Es rechtfertigt sich somit nicht, ein höheres Valideneinkommen anzunehmen, 
als er tatsächlich erzielt hat bzw. ohne den Unfall gemäss dem Treuhänder hätte erzielen 
können. Gegenteiliges liefe darauf hinaus, dass die Suva für ein fiktives höheres 
Valideneinkommen einstehen müsste, als es tatsächlich in der konkreten Situation 
gewesen wäre. Das Valideneinkommen von Fr. 24'000.– ist demnach rechtens.

6.2 Sodann kritisiert der Beschwerdeführer auch die Ermittlung des 
Invalideneinkommens. Selbst unter Berücksichtigung der rein unfallbedingten 
Zumutbarkeitsbeurteilung im orthopädischen Teilgutachten dürfte deutlich werden, dass 
ihm keine Verweistätigkeit im Produktionssektor 2 mehr zugemutet werden könne, da 
dieser grösstenteils körperlich schwere Tätigkeiten beinhalte. Angesichts dessen 
rechtfertige es sich, das Invalideneinkommen anhand des Durchschnittseinkommens von 
Männern im Sektor 3 Dienstleistungen zu bemessen, da ihm in 
unfallversicherungsrechtlicher Hinsicht höchstens Tätigkeiten im Dienstleistungssektor 
zugemutet werden könnten. Gestützt darauf sei von einem statistischen Einkommen von 
maximal Fr. 62'137.– auszugehen. Der leidensbedingte Abzug sei aufgrund der hohen 
körperlichen und auch neuropsychologischen Einschränkungen, welche sich gegenseitig 
beeinflussten und verstärkten, auf 25 % zu veranschlagen. Selbst wenn den Ausführungen 
der Suva hinsichtlich der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit zu folgen wäre, bestehe 
zweifellos gleichwohl ein stark eingeschränktes Zumutbarkeitsprofil sowie eine reduzierte 
Leistungsfähigkeit, das sich auch im Dienstleistungssektor als massgeblich einschränkend 
erweise. Darüber hinaus sei auch die erhebliche Lohndifferenz zu berücksichtigen, welche 
teilzeitarbeitende Männer gegenüber dem Medianwert hinnehmen müssten. Unter 
Würdigung der Gesamtumstände sei davon auszugehen, dass er selbst eine allfällige 
Restarbeitsfähigkeit aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt nur mit höchst unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten könnte, 
weshalb ihm ein maximaler Abzug von 25 % anzurechnen sei. Selbst wenn das 
Invalideneinkommen gemäss Suva, ausgehend vom statistischen Lohn mit einer 50%igen 
Kürzung infolge des Vorzustandes, zu bemessen wäre, ergäbe dies ein 
Invalideneinkommen von höchstens Fr. 23'301.40 (act. 1 Ziff. 51–54).

28

Urteil S 2019 115

6.2.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 
konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – 
kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass 
sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 
erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 
Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung 
entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 mit Hinweis).

Rechtsprechungsgemäss sind bei der Wahl des statistischen Ausgangslohns 
grundsätzlich die Lohnverhältnisse im gesamten Privatsektor massgebend. Davon 
abzuweichen besteht nur ausnahmsweise Anlass, z.B. wenn der Verwertbarkeit der 
verbliebenen Arbeitsfähigkeit enge Grenzen gesetzt sind, etwa wenn alle 
produktionsnahen Tätigkeiten ausser Betracht fallen. Die Rechtsprechung hat wiederholt 
bestätigt, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend realistische 
Betätigungsmöglichkeiten für Personen bestehen, die – was hier nicht zutrifft – funktionell 
als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrichten können. 
Zu denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die 
Bedienung und Überwachung von (halb-)auto-matischen Maschinen oder 
Produktionseinheiten, die keinen Einsatz von rechtem Arm und rechter Hand 
voraussetzen. Solche Arbeitsstellen bestehen auch in produktionsnahen Betrieben, 
weshalb kein Grund besteht, lediglich den Wert des Dienstleistungssektors zu 
berücksichtigen (Urteil BGer 8C_227/2018 vom 14. Juni 2018 E. 4.2.1).

6.2.2 Der vorzitierten Rechtsprechung folgend ist es nicht zu beanstanden, dass die Suva 
für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf die LSE-Tabelle 2016, 
Kompetenzniveau 1, Totalwert der Männer abgestellt hat. Gemäss dem orthopädischen 
Experten der medaffairs AG ist dem Versicherten eine leichte körperliche Tätigkeit, 
hauptsächlich sitzend, nur geringgradig gehend und stehend, zu 70 % zumutbar (Suva-
act. 406 S. 89). Die unfallfremden Beeinträchtigungen sind auszuklammern. Solche ihm 
noch möglichen Arbeiten werden auch in produktionsnahen Betrieben angeboten, weshalb 

29

Urteil S 2019 115

es sich vorliegend nicht rechtfertigt, lediglich auf die durchschnittlichen Einkommen des 
Sektors 3 (Dienstleistungen) abzustellen. Die Unfallversicherung hat das 
Invalideneinkommen von Fr. 33'401.70 (50 % von Fr. 66'803.40) korrekt errechnet.

6.2.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 
Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) 
allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass 
persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, 
Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen 
auf die Lohnhöhe haben können. Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person 
die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug 
soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht 
übersteigen. Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem 
Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter 
Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (Urteil BGer 8C_227/2018 
vom 14. Juni 2018 E. 4.2.3.1 mit Hinweisen).

Die Frage nach der Höhe des (im konkreten Fall grundsätzlich angezeigten) 
Leidensabzugs ist eine typische Ermessensfrage, deren Beantwortung letztinstanzlicher 
Korrektur nur mehr dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht das Ermessen 
rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, also Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -
unterschreitung vorliegt. Das kantonale Gericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen 
Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf 
Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 
naheliegender erscheinen lassen (Urteil BGer 8C_227/2018 vom 14. Juni 2018 E. 4.2.3.2).

6.2.4 Die Suva hat zufolge der körperlichen Einschränkungen bzw. der noch immer 
möglichen leichten Tätigkeiten und der Teilzeittätigkeit einen leidensbedingten Abzug von 
15 % gewährt. Im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. etwa Urteil 
BGer 8C_699/2017 vom 26. April 2018 E. 3.1) ist dies nicht zu beanstanden, zumal die 
unfallfremden körperlichen Beeinträchtigungen unbeachtlich zu bleiben haben, was 
insbesondere für die neuropsychologischen Einschränkungen gilt. Diese sind gemäss dem 
MEDAS-Gutachten der MS zuzuordnen und somit nicht durch das Unfallereignis vom 
2. Oktober 2013 bedingt. Die gesamthafte Schätzung der Suva erfolgte unter Würdigung 

30

Urteil S 2019 115

sämtlicher Umstände und nach pflichtgemässem Ermessen. Es liegen für das Gericht 
keine triftigen Gründe vor, vorliegend in dieses Ermessen einzugreifen.

6.2.5 Somit verbleibt es bei dem von der Unfallversicherung ermittelten 
Invalideneinkommen von Fr. 28'391.45.

6.3 Nach dem Gesagten hat die Suva beide Vergleichseinkommen korrekt bemessen 
und hieraus einen negativen Invaliditätsgrad von -18 % errechnet, was keinen Anspruch 
auf eine Rente der Unfallversicherung vermittelt. 

7.
7.1 Letztlich beanstandet der Beschwerdeführer auch die Bemessung der 
Integritätsentschädigung. Die kreisärztliche Beurteilung durch Dr. G.________ vom 
9. März 2016 erweise sich angesichts der im Gutachten gemachten Feststellungen – 
leider hätten es die Experten unterlassen, auf die explizite Frage der Suva zu antworten – 
als unvollständig, da nicht alle gesundheitlichen Funktionseinschränkungen berücksichtigt 
worden seien. Neben der schweren OSG-Arthrose leide er auch unter einer 
Beinlängendifferenz von 3 cm, wofür eine zusätzliche Einbusse von 10 % anzunehmen 
sei. Davon gehe auch der Hausarzt in seiner Stellungnahme vom 10. September 2019 
aus. Auch liege eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im linken Ellbogen vor, was 
eine weitere Einbusse von 10 % bedeute. Ferner habe der Gutachter auch eine maximale 
Einschränkung des Zehenspiels festgestellt, wobei die Versteifung aller Zehen gemäss 
Tabelle 2 zu einer Integritätseinbusse von 10 % führe. Infolge des unfallkausalen 
Gangbildes aufgrund der Beinlängendifferenz leide er sodann auch unter erheblichen 
lumbalen Beschwerden, was bei deutlich eingeschränkter LWS-Beweglichkeit sowie 
starken Schmerzen ebenfalls zu einer zusätzlichen Integritätseinbusse führe. Im Übrigen 
habe der Kreisarzt in seiner Beurteilung nicht angeführt, auf welche Suva-Tabelle er sich 
abgestützt habe. Insofern sei auch die Integritätseinbusse von 30 % hinsichtlich der OSG-
Arthrose weder nachvollziehbar noch schlüssig begründet, weshalb nicht darauf abgestellt 
werden könne. Nicht zuletzt sei auf das neuropsychologische Teilgutachten zu verweisen. 
Die Experten hielten bezüglich der unfallkausalen Integritätseinbusse fest, dass aufgrund 
des Verlaufs sowie der neuropsychologischen Befunde von einer dauerhaften Schädigung 
der geistigen Integrität ausgegangen werden müsse und in diesem Zusammenhang eine 
Integritätseinbusse von 70 % festzulegen sei. Die gutachterlichen Feststellungen 
vermöchten demnach mehr als nur geringe Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung der 

31

Urteil S 2019 115

Integritätseinbusse vom 9. März 2016 zu erwecken, weshalb nicht darauf abgestellt 
werden könne. Es dränge sich somit eine gutachterliche Klärung auf (act. 1 Ziff. 58–67). 

7.2 Die Suva hält entgegen, über die Ansprüche im Zusammenhang mit den (erst) im 
Juli 2018 gemeldeten Ellbogenbeschwerden sei ausserhalb dieses Verfahrens zu 
entscheiden. So seien diese auch Gegenstand der weiteren aktuellen Abklärungen. Die 
Beurteilung des Integritätsschadens im Zusammenhang mit dem rechten Fuss sei weiter 
aufgrund der Ausführungen zur damals vorliegenden erheblichen OSG-Arthrose rechts, 
zur fast vollständigen funktionellen Einschränkung der OSG-Beweglichkeit und zur 
hälftigen USG-Beweglichkeit genügend begründet worden und sei auch nachvollziehbar. 
Ob dem Versicherten nach dem Rückfall und insbesondere der durchgeführten Arthrodese 
weitergehende Ansprüche zustünden, werde derweil abgeklärt. Bezüglich des rechten 
Fusses wie auch bezüglich der unfallkausalen Beinverkürzung rechts von 3,5 cm als 
Resultat der letzten Operation am OSG seien jedoch die Ergebnisse der geplanten 
Bildgebung seitens der LWS und der rechten Hüfte abzuwarten. Es habe folglich noch 
nicht abschliessend Stellung genommen werden können. Die geltend gemachten 
unfallbedingten neuropsychologischen Befunde seien gemäss neuropsychologischem 
Gutachten keine Gesundheitsschäden, welche durch das Ereignis vom 2. Oktober 2013 
verursacht worden seien. Da ein lediglich möglicher Einfluss eines Unfalles im Sinne eines 
teilkausalen Zusammenhangs gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht reiche, 
seien die neuropsychologischen Defizite bei der Beurteilung der Integritätseinbusse zu 
Recht nicht berücksichtigt worden. Mangels eines überwiegend wahrscheinlichen (Teil-
)Kausalzusammenhangs zwischen den geltend gemachten neuropsychologischen 
Befunden zum Unfallereignis sowie der laufenden Abklärungen bezüglich der 
Ellbogenbeschwerden, der Beinverkürzung sowie den allenfalls nach dem Rückfall 
veränderten Befunden am rechten Fuss sei die per 10. März 2016 festgesetzte 
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 30 % nicht zu beanstanden 
(act. 7 Ziff. 4.20–4.24). 

7.3
7.3.1 Erleidet der Versicherte durch einen Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung 
der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat er Anspruch auf eine 
Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Entschädigung wird gleichzeitig mit der 
Rente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei Beendigung der ärztlichen 
Behandlung (Abs. 2). Die Schädigung im Sinne der obgenannten Bestimmung besteht in 
der Regel in einem anatomischen, funktionellen oder geistigen bzw. psychischen Defizit. 

32

Urteil S 2019 115

Die abstrakt-egalitäre Bemessung dieses Schadens nach dem medizinischen Befund 
schliesst aus, dass eine allfällige Korrektur des Schadens durch Hilfsmittel berücksichtigt 
wird. Ziel der Entschädigung ist es nämlich, den körperlichen oder geistigen 
Gesundheitsschaden finanziell auszugleichen (Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 
4. Aufl. 2012, S. 161 f.). Integritätsentschädigungen, aber auch Invaliden- oder 
Hinterlassenenrenten, werden angemessen gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung 
oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles ist (Art. 36 Abs. 2 Satz 1 UVG).

7.3.2 Die Integritätsentschädigung wird nach Art. 25 Abs. 1 UVG in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des 
versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird nach der Schwere des 
Schadens abgestuft. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 
Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss 
Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die 
Richtlinien des Anhangs 3. Darin wiederum hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig 
erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 218 E. 2a) häufig vorkommende und 
typische Schäden prozentual gewichtet. Für die im Anhang 3 zur UVV genannten 
Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen 
Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die 
Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad 
der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). In diesem Zusammenhang hat die 
Suva in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in 
tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der 
Suva herausgegebenen Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen 
die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur 
UVV vereinbar (BGE 116 V 156 E. 3a mit Hinweis; zum Ganzen: BGE 124 V 29 E. 1b und 
1c).

7.3.3 Bei der Schätzung der Beeinträchtigung der Integrität hat der Arzt oder die Ärztin 
festzustellen, in welcher Hinsicht die versicherte Person durch den Unfall noch körperlich 
oder geistig/psychisch geschädigt ist. Sie haben sich im Weiteren dazu zu äussern, 
welche dieser Schäden als dauernd zu betrachten sind, d.h. voraussichtlich während des 
ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang bestehen bleiben. Bei geringfügigen 
Verletzungsfolgen hat sich der Arzt oder die Ärztin zur Frage zu äussern, ob die 
Schädigung im Hinblick auf die im Anhang 3 zur UVV enthaltenen Listenpositionen als 

33

Urteil S 2019 115

erheblich, d.h. augenfällig oder stark, zu gelten hat. Gegebenenfalls haben sie zudem auf 
voraussehbare Verschlimmerungen aufmerksam zu machen. Anschliessend ist es Sache 
der Verwaltung bzw. des Sozialversicherungsgerichts, die ärztlichen Schlussfolgerungen 
daraufhin zu prüfen, ob sie den gesetzlichen Anforderungen gerecht werden.

7.3.4 Die Schätzung der Integritätseinbusse einer versicherten Person ist ein 
Ermessensentscheid. Bei dessen Überprüfung geht es um die Frage, ob der Entscheid, 
den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen 
Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders 
hätte ausfallen sollen. Das Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne 
triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf 
Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 
naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweis).

7.4 Der Kreisarzt Dr. G.________ nahm am 9. März 2016 eine medizinische 
Beurteilung vor. Befundmässig hielt er eine fortgeschrittene OSG-Arthrose bei 
posttraumatischen, belastungsabhängigen Restschmerzen und Varuskonfiguration des 
Rückfusses rechts nach mehrfacher operativer Versorgung einer komplexen tibiale-Fraktur 
am rechten OSG und eine beginnende USG-Arthrose fest. Den Integritätsschaden setzte 
er auf 30 % fest. Er begründete dies damit, dass die OSG-Arthrose rechts erheblich, die 
funktionelle Einschränkung der OSG-Beweglichkeit fast vollständig (nur noch 
Wackelsteifigkeit des OSG) und die Einschränkung der USG-Beweglichkeit hälftig sei 
(Suva-act. 254).

In seiner Beurteilung vom 19. November 2019 erklärte Dr. G.________ ferner, als Resultat 
der letzten Operation am OSG sei es zu einer relevanten Beinlängenverkürzung rechts 
von 3,5 cm gekommen. Dies sei eindeutig unfallkausal und müsse in die Bewertung der 
Integritätsentschädigung mit aufgenommen werden. Die vorbestehende unfallunabhängige 
lumbale Bandscheibendegeneration auf mehreren Ebenen habe durch die relevante 
Beinlängendifferenz, die erst kürzlich ausgeglichen worden sei, zu einer vorübergehenden 
Verschlimmerung geführt, welche bis jetzt noch anhalte. Zwischenzeitlich sei der 
Beinlängenausgleich erfolgt und es sei abzuwarten, inwieweit hier die 
Beschwerdehaftigkeit an der LWS, die sich momentan als Mischbild zwischen 
krankheitsbedingten/degenerativen Veränderungen und vorübergehender 
Dekompensation aufgrund des Beinlängenunterschiedes zeige, positiv beeinflusst werden 
könne. Die Einschätzung der Integritätsentschädigung unter Berücksichtigung der 

34

Urteil S 2019 115

Beinlängendifferenz erfolge separat und erst, wenn die Ergebnisse der Bildgebung seitens 
der LWS und der rechten Hüfte vorlägen (Suva-act. 462).

7.5
7.5.1 Da – wie vorerwähnt – die Integritätsentschädigung grundsätzlich zusammen mit 
der Rentenfestsetzung erfolgen soll, ist es nicht zu beanstanden, wenn die Suva vorerst 
lediglich die OSG-Arthrose berücksichtigt hat. Die übrigen erst später bekannt 
gewordenen, mittlerweile teils ebenfalls als unfallkausal eingestuften Beschwerden werden 
nach weiteren Abklärungen beurteilt. Diese traten zum Teil als Folge des Rückfalls (Suva-
act. 343) und der damit verbundenen Operation am OSG auf (Suva-act. 357) auf, welche 
wiederum zu einer Beinlängendifferenz von 3,5 cm und infolge dessen zu weiteren 
Beeinträchtigungen geführt hat. Da diesbezüglich weitere Abklärungen notwendig sind, 
konnte die Suva über einen allfälligen weitergehenden Anspruch noch nicht befinden. 
Hiervon hat der Beschwerdeführer selber Kenntnis genommen (vgl. act. 11 Ziff. 85). In der 
Zwischenzeit hat die Suva bereits über eine zusätzliche Integritätsentschädigung für die 
Beinlängendifferenz verfügt (vgl. act. 17 sowie Bg-act. 2). Bezüglich der weiteren 
Beeinträchtigungen wird nach den erfolgten Abklärungen über eine zusätzliche 
Integritätsentschädigung zu entscheiden sein.

7.5.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist es auch nicht rechtsfehlerhaft, 
dass die Unfallversicherung die neuropsychologischen Beeinträchtigungen nicht entgolten 
hat. Der neuropsychologische Sachverständige erklärte nämlich, die mittelschwere bis 
schwere neurokognitiven Störung sei im Rahmen der MS und der Fatigue erklärbar (Suva-
act. 406 S. 134). Aus neuropsychologischer Sicht lägen keine Unfallfolgen vor (Suva-
act. 406 S. 138). Wie die Unfallversicherung zutreffend bemerkt hat, reicht zudem die 
blosse Möglichkeit eines Einflusses der Schmerzen auf das kognitive Leistungsvermögen 
in beweisrechtlicher Hinsicht nicht aus, um einen Anspruch zu begründen. Deshalb ist 
trotz der Ausführungen des Neuropsychologen, wonach aufgrund des Verlaufs sowie der 
neuropsychologischen Befunde eine dauerhafte Schädigung der geistigen Integrität (70 %) 
vorliege, für die neuropsychologischen Beeinträchtigungen keine Integritätseinbusse zu 
berücksichtigen, da diese unfallfremd sind.

7.5.3 Was die Einschätzung der Integritätsentschädigung des Kreisarztes Dr. 
G.________ vom 9. März 2016 bezüglich der OSG-Arthrose anbelangt, so ist diese nicht 
zu beanstanden. Es mag zwar zutreffen, dass der Unfallmediziner keine Tabelle genannt 
hat. Wie ein Blick in die Suva-Tabelle 5 (Integritätsschaden bei Arthrosen) zeigt, besteht 

35

Urteil S 2019 115

für leichte Arthrosen keine Entschädigung, für eine mässige USG-Arthrose 5–15 % und für 
eine schwere OSG-Arthrose 15–30 %. Da der Beschwerdeführer erst an einer 
beginnenden USG-Arthrose und an einer erheblichen OSG-Arthrose litt, ist eine 
gesamthafte Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 30 % 
angemessen. Für das Gericht liegen keine erkennbaren Anhaltspunkte vor, korrigierend in 
das Ermessen eingreifen zu müssen.

7.4 Damit erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch in Bezug auf die 
Integritätsentschädigung als unbegründet.

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Suva auf das Gutachten der med-
affairs vom 16. Juli 2018 abstellen durfte. Gestützt darauf hat die Unfallversicherung die 
Vergleichseinkommen korrekt ermittelt und einen Invaliditätsgrad von -18 % errechnet, 
was einen Rentenanspruch ausschliesst. Desgleichen ist auch die 
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 30 % nicht zu beanstanden. Die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist 
abzuweisen.

9. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist dem Beschwerdeführer – bei vollständigem Unterliegen – nicht 
zuzusprechen (vgl. Art. 61 lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in 
Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde 
führende Partei eine Entschädigung vorsieht – ebenfalls keine Parteientschädigung 
zuzusprechen.

36

Urteil S 2019 115

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel sowie unter 
Beilage der Eingabe der Suva vom 4. September 2020 samt Beilagen), an die 
Suva, Luzern, sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 7. September 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am