# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ff9ea13-b248-5365-942b-1ab0da3d9020
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.04.2021 S 2019 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-66_2021-04-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: lic. iur. Albert Dormann

U R T E I L  vom 16. April 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug
Beschwerdegegnerin

betreffend

Invalidenversicherung
(Leistungen)

S 2019 66

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Urteil S 2019 66

A. a) Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1963, meldete sich im April 2017 erstmals 
bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an und verwies zur Begründung auf schwere 
Schlafstörungen (IV-act. 2). In der Folge veranlasste die IV-Stelle Abklärungen und liess 
den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten abklären. Im Auftrag 
der IV-Stelle erstattete der Psychiater Dr. med. C.________ am 30. November 2018 sein 
Gutachten und verneinte das Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose mit Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit. Zu bejahen sei eine nicht organische Insomnie (ICD-10 F51.0) 
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten.

b) Mit Verfügung vom 22. März 2019 (BF-act. 2) verneinte die IV-Stelle einen 
Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung 
(Eingliederungsmassnahmen und Rente) und legte zur Begründung dar, bei ihm liege kein 
invalidisierender Gesundheitsschaden vor.

B. Am 7. Mai 2019 liess A.________ beim Verwaltungsgericht Beschwerde 
einreichen und die Aufhebung der Verfügung vom 22. März 2019 beantragen. Die IV-
Stelle sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen der Invalidenversicherung, 
insbesondere eine ganze Rente, auszurichten. Ausserdem sei ihm für das vorliegende 
Verfahren die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und ihm in der Person seiner 
Rechtsvertreterin eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bewilligen; unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der IV-Stelle. Zur Begründung liess der 
Beschwerdeführer im Wesentlichen darlegen, die IV-Stelle habe in Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG den 
medizinischen Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Insbesondere könne nicht auf das 
psychiatrische Gutachten von Dr. C.________ vom 30. November 2018 abgestellt werden. 
Schliesslich hätten neben dem Rentenanspruch zumindest berufliche Massnahmen 
geprüft werden müssen.

C. Mit Verfügung vom 17. Juli 2019 bewilligte das Verwaltungsgericht das Gesuch 
des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung in 
der Person von RA MLaw B.________, Zürich.

D. Mit Vernehmlassung vom 26. August 2019 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen 
aus, auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C.________ vom 30. November 2018 

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Urteil S 2019 66

könne vollumfänglich abgestellt werden, sodass der medizinische Sachverhalt genügend 
abgeklärt sei.

E. In ihren Rechtsschriften vom 30. September 2019 und vom 23. Oktober 2019 
hielten die Parteien an ihren Anträgen und Begründungen fest. Auf ihre Ausführungen ist - 
soweit notwendig - in den Erwägungen einzugehen.

F. Am 29. Januar 2020 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ihre 
Honorarnote ein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
22. März 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 7. Mai 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 31. Dezember 
2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in 
dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 

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die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 22. März 2019; diese ging 
gemäss Eingangsstempel am 25. März 2019 bei der Rechtsvertreterin des 
Beschwerdeführers ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 7. Mai 2019 der Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht 
ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit 
in Nachachtung von Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der 
angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die 
Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen 
Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 

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Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines Gutachtens kommt es 
entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 
Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

4. In der angefochtenen Verfügung vom 22. März 2019 verneinte die IV-Stelle einen 
Leistungsanspruch des Beschwerdeführers und stützte sich dabei auf die vorliegenden 
Berichte der behandelnden Fachärzte, auf die verschiedenen RAD-Stellungnahmen und 
insbesondere auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C.________ vom 30. November 
2018 ab. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, dass auf das 
psychiatrische Gutachten nicht abgestellt werden könne und der medizinische Sachverhalt 
ungenügend abgeklärt sei. Aus den vorliegenden Akten ergibt sich im Wesentlichen das 
Folgende:

4.1 In seinem Bericht vom 14. März 2017 diagnostizierte PD Dr. med. D.________, 
Neurologie FMH, Schlafspezialist SGSSC, Klinik für Schlafmedizin E.________, eine 
schwere Depression und eine chronische Insomnie. Für den Beschwerdeführer stehe nicht 
das Stimmungstief im Vordergrund und auch keine Suizidalität, sondern er nehme vor 
allem die übrigen Symptome wahr (Schlafstörung, Tagesmüdigkeit mit Clinophilie, 
Energie- und Movitationslosigkeit, niedrige Selbstwahrnehmung, sozialer Rückzug, 
Stimmungstief ohne Suizidalität, kognitive Störungen mit Konzentrations- und 
Gedächtnisstörungen). Die multiplen somatoformen Beschwerden liessen sich hier 
einigermassen zwanglos einordnen (IV-act. 4).

4.2 In ihrem Bericht vom 4. Juli 2017 diagnostizierte F.________, FMH für Psychiatrie 
und Psychotherapie, Klinik für Schlafmedizin E.________, eine chronische Insomnie und 
eine mittelgradige depressive Episode (F32.1). Die bisherige Tätigkeit sei im aktuellen 

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Zustand wahrscheinlich nicht zumutbar. Aufgrund der angegebenen Beschwerden 
bestehe wahrscheinlich eine verminderte Leistungsfähigkeit, welche bisher aber nicht 
objektiviert worden sei (IV-act. 10).

4.3 Im Auftrag der Abteilung Soziales und Gesundes der Gemeinde G.________ 
verfassten Dr. med. H.________ und I.________, je FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie, J.________, am 22. Februar 2018 einen ärztlichen Bericht. Der 
Beschwerdeführer leide an einer Insomnie. Darüber hinaus bestehe höchstwahrscheinlich 
eine Depression mit atypischer Ausprägung. Differentialdiagnostisch müsse an eine 
wahnhafte Erkrankung, eine dementielle Entwicklung und eine organische psychische 
Störung gedacht werden. Zur Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sei zu erwähnen, 
dass aufgrund des jahrelangen Verlaufs von einer Chronifizierung mit einer erheblichen 
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Um abzuschätzen, wie hoch das 
konkrete Ausmass der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei, müsste der 
Beschwerdeführer zu einem Arbeitsversuch motiviert werden können. Es werde eine 
vertiefte somatische Abklärung inklusive MRI des Kopfes zum Ausschluss einer 
neurodegenerativen oder anderweitig organischen Erkrankung empfohlen. Diese 
Massnahmen seien vom Beschwerdeführer bisher verweigert worden (IV-act. 17).

4.4 In seiner Stellungnahme vom 12. März 2018 führte der RAD-Psychiater 
K.________ aus, mit den vorliegenden medizinischen Berichten der Klinik für 
Schlafmedizin vom 14. März 2017 und dem Bericht der L.________ vom 22. Februar 2018 
sei eine ausreichend sichere Aussage zum Vorliegen eines somatischen und/oder 
psychischen Gesundheitsschadens nicht möglich. Weitere Abklärungen seien nötig (IV-
act. 19).

4.5 Der Beschwerdeführer liess sich vom 4. bis 17. Februar 2018 in der Klinik für 
Schlafmedizin M.________ stationär behandeln.

Dem Bericht der Klinik für Schlafmedizin M.________ vom 23. März 2018, unterzeichnet 
von Dr. med. N.________, MBA Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
Schlafmediziner, Schlafspezialist SGSSC, ESRS, sind folgende Diagnosen zu entnehmen: 
chronifizierte Insomnie (F51.0; mit rezidivierend depressiver Störung [F33.1], bei 
vorhandenem somatischem Syndrom und inadäquater Schlafhygiene, ausgeprägter 
Tagesschläfrigkeit und Clinophilie) und Bruxismus (F51.8). Die Klinik für Schlafmedizin 
M.________ habe die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht beurteilt (IV-act. 21).

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Dem Bericht der Klinik für Schlafmedizin M.________ vom 3. April 2018 (unterzeichnet 
von Dr. O.________ und von P.________, eidg. anerkannte Psychotherapeutin) sind 
folgende Diagnosen zu entnehmen: chronifizierte aktuell dekompensierte Insomnie (F51.0; 
unter anderem mit komplizierend rezidivierend depressiver Episode [F33.1], komplizierend 
somatischem Syndrom und inadäquater Schlafhygiene und ausgeprägter 
Tagesschläfrigkeit) und Bruxismus (F51.8) (IV-act. 23).

4.6 In seinem Bericht vom 9. August 2018 attestierte Dr. med. Q.________, FMH 
Chirurgie, dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsunfähigkeit ab Juli 2015 betreffend 
seine angestammte/allgemeine Tätigkeit. Er diagnostizierte eine Insomnie mit 
rezidivierend depressiver Episode, mit somatischem Syndrom und mit ausgeprägter 
Tagesschläfrigkeit. Diese Diagnose habe eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers. Ohne Auswirkung sei hingegen die Hypertonie (IV-act. 34).

4.7 Dem Bericht des RAD-Psychiaters K.________ vom 21. September 2018 ist zu 
entnehmen, dass eine somatische Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
nicht ausgewiesen sei. Subjektiv stelle der Beschwerdeführer eine chronifizierte 
Schlafproblematik in den Vordergrund, die auch nach entsprechender Abklärung 
(stationäre Behandlung in einer Klinik für Schlafmedizin) offenbar nicht ausreichend habe 
gebessert werden können. Was in der aktuellen Behandlung bei Dr. Q.________ erfolge 
(der angeblich Chirurg sei), könne seinem Bericht nicht entnommen werden. Die von ihm 
attestierte Arbeitsunfähigkeit von dauerhaft 100 % sei jedoch nicht ausreichend begründet. 
Insgesamt könne das Vorliegen eines psychischen Gesundheitsschadens mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit nicht ausgeschlossen werden, sodass die Durchführung einer 
psychiatrischen Begutachtung empfohlen werde (IV-act. 35).

4.8 Im Auftrag der IV-Stelle erstattete Dr. med. C.________, Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, Chefarzt der Klinik 
R.________ für ambulante psychosomatische Behandlung und Rehabilitation AG, am 30. 
November 2018 sein Gutachten. Er verneinte das Vorhandensein psychiatrischer 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Es bestehe eine nicht organische 
Insomnie ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (ICD-10: F51.0). Aufgrund der 
erhobenen anamnestischen Angaben und der ihm zur Verfügung gestellten medizinischen 
Akten seien die Schlafstörungen bis am 2. Februar 2017 nie behandelt worden. Erst nach 
der Therapieaufnahme in der Klinik für Schlafmedizin E.________ sei eine 

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psychopharmakologische Behandlung etabliert worden, wobei nie eine konsequente 
fachgerechte medikamentöse Therapie der postulierten chronischen Insomnie 
stattgefunden habe. Die aktenmässig dokumentierte schwere und mittelgradige 
depressive Symptomatik habe bei der Exploration vom 22. November 2018 weder 
anamnestisch erhoben noch objektiv festgestellt werden können. Zudem seien seine 
psychokognitiven Funktionen weitgehend unauffällig. Beim Beschwerdeführer seien die 
Therapieoptionen der geklagten Schlafstörungen weitgehend nicht ausgeschöpft. Zur 
Verbesserung seiner Lebensqualität könne ihm eine medikamentöse schlaffördernde 
Medikation empfohlen werden. Er sei in der bisherigen angestammten Tätigkeit zu 100 % 
arbeitsfähig. Ausserdem sei er auch in sämtlichen dem Bildungsniveau entsprechenden 
Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 44).

4.9 In seinem Bericht vom 29. Januar 2019 führte RAD-Psychiater S.________ aus, 
das monodisziplinäre psychiatrische Gutachten von Dr. C.________ vom 30. November 
2018 entspreche formal und inhaltlich den Konventionen, welche an ein 
fachpsychiatrisches Gutachten zu stellen seien und entspreche insbesondere den 
Leitlinien der SGPP (Fachgesellschaft für Psychiatrie / Schweiz) und den Vorgaben der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Indikatorenprüfung; IV-act. 45).

5. In Würdigung der vorliegenden Unterlagen ist festzuhalten, dass die IV-Stelle in 
der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen auf das von ihr in Auftrag gegebene 
psychiatrische Gutachten von Dr. C.________ vom 30. November 2018 abgestellt hat. 
Dieses erfüllt die Vorgaben, die gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung an ein 
beweiskräftiges Gutachten zu stellen sind (vgl. E. 3.3 vorstehend), vollumfänglich. Das 
Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, basiert auf Kenntnis sämtlicher 
Vorakten und beruht auf der am 22. November 2018 durchgeführten Untersuchung. Es 
berücksichtigt auch die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und leuchtet in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation ein. Die Schlussfolgerungen sind zudem begründet, einleuchtend 
und nachvollziehbar. Auf das Gutachten kann daher grundsätzlich abgestellt werden. Im 
Folgenden bleibt zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer gegen das Gutachten von 
Dr. C.________ vorgebrachten Rügen und Einwendungen stichhaltig sind und an dessen 
Beweiswert etwas zu ändern vermögen.

5.1 Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, entgegen der Beurteilung des 
Gutachters Dr. C.________ leide er an einer schweren Depression und seine 

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Arbeitsfähigkeit sei eingeschränkt. Zur Begründung lässt er auf verschiedene Berichte 
verweisen.

5.1.1 Vorab beruft sich der Beschwerdeführer auf den Bericht der Klinik für 
Schlafmedizin E.________ vom 14. März 2017, woraus die Diagnose einer schweren 
Depression hervorgehe. Bei dieser Diagnose handelt es sich jedoch nicht um eine 
fachärztlich-psychiatrische Diagnose, da der Bericht vom Neurologen Dr. D.________ - 
und somit nicht von einem Psychiater - verfasst worden ist. Dem Bericht lässt sich zudem 
entnehmen, dass sich die Diagnose im Wesentlichen auf die anamnestischen Angaben 
des Beschwerdeführers stützt (vgl. dazu S. 1 und 4 des Berichts). Des Weiteren fehlt dem 
Bericht ein Psychostatus und die Abklärung fokussiert sich auf die Schlafproblematik, 
sodass nicht darauf abgestellt werden kann (vgl. S. 5 des Gutachtens von 
Dr. C.________).

Des Weiteren diagnostizierte die Psychiaterin Dr. T.________ in ihrem Bericht vom 4. Juli 
2017 eine mittelgradige depressive Episode. Allerdings dokumentierte Dr. T.________ 
unter "ärztlicher Befund" zwar die vom Beschwerdeführer geklagten Symptome, jedoch 
keine objektiv erhobenen psychopathologischen Befunde, sodass ihre Diagnose einer 
mittelgradigen depressiven Episode nicht plausibilisiert werden kann (vgl. S. 5 des 
psychiatrischen Gutachtens von Dr. C.________). Soweit der Beschwerdeführer unter 
Verweis auf diesen Bericht geltend macht, im Verlauf habe trotz der Einnahme von 
Antidepressiva keine relevante Verbesserung festgestellt werden können, ist ihm 
entgegen zu halten, dass diese Aussage die Beurteilung des Gutachters Dr. C.________ 
stützt, wonach keine psychiatrische Diagnose zu stellen sei. Lediglich der Vollständigkeit 
halber ist noch zu ergänzen, dass dem Bericht nicht entnommen werden kann, ob die 
Medikamenteneinnahme durch einen Laborbefund auch kontrolliert oder ob diesbezüglich 
auf die Aussage des Beschwerdeführers vertraut worden ist. Aus diesem Bericht der Klinik 
für Schlafmedizin E.________ vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten 
abzuleiten.

Im Bericht der Klinik für Schlafmedizin M.________ vom 23. März 2018 fehlt ein 
dokumentierter objektiver Psychostatus. Bereits dieser Umstand bewirkt, dass die darin 
postulierte Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung nicht plausibilisiert werden 
kann. Nach der Ansicht des Gutachters Dr. C.________ fehlen mindestens drei 
dokumentierte depressive Episoden und zwei dazwischenliegende Remissionsphasen, 
was die gestellte Diagnose einer rezidivierenden Störung rechtfertigen würde (S. 5).

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Schliesslich deutet der im Bericht der Klinik für Schlafmedizin M.________ vom 3. April 
2018 dokumentierte psychopathologische Befund sowohl auf eine depressive 
Symptomatik als auch auf eine Unausgeschlafenheit des Beschwerdeführers hin, womit 
sich die behandelnden Ärzte nach der Ansicht des Gutachters Dr. C.________ zu wenig 
auseinandergesetzt haben (vgl. Gutachten, S. 6).

Es bleibt mithin festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus den Berichten der Klinik für 
Schlafmedizin E.________ und M.________ nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag.

5.1.2 Dem vom Beschwerdeführer zitierten Bericht der L.________ vom 22. Februar 
2018 lässt sich die Diagnose einer Insomnie entnehmen. Darüber hinaus bestehe 
"höchstwahrscheinlich" eine Depression mit atypischer Ausprägung. 
Differentialdiagnostisch müsse an eine wahnhafte Erkrankung, eine dementielle 
Entwicklung und eine organische psychische Störung "gedacht" werden. Die 
Formulierungen der Gutachterinnen "höchstwahrscheinlich" und "muss gedacht werden" 
zeigen ihre Unsicherheit bei der Diagnosestellung auf, was den Beweiswert des Berichts 
erheblich mindert. Diese Unsicherheit kommt auch in der Empfehlung zum Ausdruck, 
wonach eine vertiefte somatische Abklärung inklusive MRI des Kopfes zum Ausschluss 
einer neurodegenerativen oder anderweitig organischen Erkrankung empfohlen werde 
(vgl. dazu E. 5.5 nachfolgend). Eine konkrete Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers lässt sich dem Bericht der L.________ nicht entnehmen. Zu den 
angedachten Differentialdiagnosen der L.________ ist festzuhalten, dass weder eine 
wahnhafte Erkrankung noch eine demenzielle Entwicklung durch die anderen 
behandelnden Ärzte in Erwägung gezogen worden sind. Zudem verwies der Gutachter 
Dr. C.________ in diesem Zusammenhang auf den Umstand (S. 5), sehr plausibel habe 
die schwere Ausprägung der Schlafstörungen zu einer Akzentuierung der Tagesmüdigkeit, 
zu Konzentrationsstörungen, affektiven Auffälligkeiten und einer Beeinträchtigung des 
sozialen Lebens geführt.

Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die depressive Störung ergebe sich 
aus seinem schwergradig verminderten Antrieb. Er könne keine Aufgaben beginnen, es 
falle ihm schwer, seine Mutter zu besuchen. Auch die Teilnahme am Familienleben mit 
seiner Frau und den Kindern falle ihm sehr schwer. Er leide zudem an akustischen 
Wahrnehmungsstörungen. Die Merkfähigkeit sei schwergradig herabgesetzt. Fragen im 
Gespräch müssten laufend wiederholt werden. Sodann macht er Konzentrationsstörungen 

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geltend und er könne keine längeren Texte lesen (vgl. dazu Bericht der L.________ S. 4). 
Bei diesen Äusserungen handelt es sich im Wesentlichen um subjektive Angaben des 
Beschwerdeführers, deren Wahrheitsgehalt die L.________ gar nicht überprüfen konnte 
(beispielsweise Stimmungslage 4 von 10; Unfähigkeit, Aufgaben zu beginnen, Mühe mit 
Besuch bei der Mutter und der Teilnahme am Familienleben; Leiden an akustischen 
Wahrnehmungsstörungen; Konzentrationsstörung; Unfähigkeit, längere Texte zu lesen). 
Der Beschwerdeführer vermag somit aus seinen subjektiven Angaben keine schwere 
Depression abzuleiten. Soweit er schliesslich geltend macht, seine Fähigkeit, am sozialen 
Leben teilzunehmen, sei bereits seit Jahren zunehmend eingeschränkt (Bericht, S. 6), ist 
ihm entgegen zu halten, dass Nachtarbeit (unter anderem) diese Auswirkungen haben 
kann und wird.

Zu beachten ist schliesslich die Feststellung von Dr. C.________, wonach die im Bericht 
der L.________ festgehaltenen Diagnosen auf die durchgeführten testpsychologischen 
Untersuchungen (Selbstbeurteilungs-Fragebögen) und somit auf Selbstangaben des 
Beschwerdeführers zurückgeführt worden sind (vgl. S. 5 seines Gutachtens). Da somit von 
einer objektivierten medizinischen Beurteilung keine Rede sein kann, kommt dem Bericht 
der L.________ vom 22. Februar 2018 keine Beweiskraft zu.

5.1.3 Doktor U.________ diagnostizierte in seinem am 30. April 2018 bei der IV-Stelle 
eingegangenen Bericht (IV-act. 24) eine chronifizierte Insomnie und rezidivierende 
depressive Episoden sowie ein Bruxismus, ohne jedoch eine ausführliche Anamnese 
durchgeführt und psychopathologische Befunde gestellt zu haben; die Diagnosen können 
damit nicht plausibilisiert werden (vgl. S. 6 des Gutachtens von Dr. C.________).

5.1.4 Schliesslich attestierte der Chirurg Dr. Q.________ dem Beschwerdeführer eine 
Arbeitsunfähigkeit (100 % ab Juli 2015, vgl. Bericht vom 9. August 2018; IV-act. 34). 
Angesichts der kaum vorhandenen bzw. nicht ausreichenden Begründung kann jedoch 
nicht auf diese Beurteilung abgestellt werden (gleicher Ansicht ist RAD-Psychiater 
K.________, vgl. Bericht vom 21. September 2018).

5.1.5 Es bleibt mithin festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten 
Argumente an der Schlüssigkeit der Diagnosestellung von Gutachter Dr. C.________, 
wonach das Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit zu verneinen sei, keinen Zweifel zu erwecken vermögen.

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5.2 Des Weiteren lässt der Beschwerdeführer rügen, der Gutachter Dr. C.________ 
habe sich nicht mit seiner fehlenden Krankheitseinsicht auseinandergesetzt.

Eine Krankheitseinsicht besteht betreffend die Insomnie. Betreffend allfälligen anderen 
Diagnosen ist dem Beschwerdeführer entgegenzuhalten, dass eine fehlende bzw. 
mangelhafte Krankheitseinsicht das Vorhandensein einer entsprechenden Diagnose 
voraussetzt. Der Gutachter verneint jedoch das Vorliegen einer die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers beeinträchtigenden Diagnose, insbesondere auch das Vorliegen einer 
Depression. Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern er sich diesbezüglich mit einer 
allfälligen fehlenden bzw. mangelnden Krankheitseinsicht auseinandersetzen müsste. 
Schliesslich liegt es im fachärztlichen Ermessen des Gutachters Dr. C.________, ob er 
sich mit dieser Thematik auseinandersetzen muss, sodass sich die Rüge als unbegründet 
erweist.

5.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, das Gutachten von Dr. C.________ sei 
widersprüchlich und nicht nachvollziehbar. Dieses attestiere ihm in seiner angestammten 
Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (Ziff. 9.1) und berücksichtige dabei nicht, dass er 
ausschliesslich nachts gearbeitet habe. Die jahrelange Nachtarbeit habe jedoch nach der 
Aussage des Gutachters den Krankheitsverlauf negativ beeinflusst (Ziff. 8 S. 11). Zudem 
empfehle der Gutachter dringend eine fachgerechte Einstellung der nicht organischen 
Insomnie (Ziff. 10.1.3). Wie dies möglich sein solle, wenn der Beschwerdeführer weiterhin 
nachts arbeite und keinen regelmässigen Schlafrhythmus einhalten könne, sei äusserst 
fraglich.

Vorab ist dem Beschwerdeführer entgegen zu halten, dass ein regelmässiger 
Schlafrhythmus nicht davon abhängig ist, ob tagsüber oder während der Nacht gearbeitet 
wird. Sollte er tatsächlich die Tag-/Nachtumkehr behandeln lassen wollen, weil er nicht 
mehr nachts arbeiten will, müsste er seine (nächtliche) Insomnie entsprechend behandeln 
lassen, was ihm auch zumutbar ist. Es ist zu beachten, dass die diesbezüglichen 
Behandlungsmöglichkeiten bei Weitem nicht ausgeschöpft sind und ein Therapiedefizit 
besteht (vgl. Gutachten Ziff. 8 und 10.1.3). Der nicht-organischen Insomnie kann somit 
keine einschränkende Wirkung zugesprochen werden, sodass der Beschwerdeführer aus 
der Aussage von Dr. C.________ betreffend negativem Einfluss der Nachtarbeit keine 
Arbeitsunfähigkeit ableiten kann. Des Weiteren kann die (nächtliche) Insomnie 
naturgemäss kein Problem darstellen, sollte der Beschwerdeführer wieder nachts arbeiten 
wollen. Ob er auch tagsüber einen guten Schlaf hat, war nicht Gegenstand der 

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medizinischen Abklärungen. Eine Widersprüchlichkeit des Gutachtens von 
Dr. C.________ ist jedenfalls zu verneinen, sodass sich die Rüge des Beschwerdeführers 
als unbegründet erweist.

5.4 Der Beschwerdeführer wirft dem Gutachter Dr. C.________ vor, er habe sich mit 
den von ihm angegebenen Blackouts nicht auseinandergesetzt. Diese hätten zur Folge, 
dass er nicht mehr Auto fahren könne. Mehrere Male habe er nicht mehr gewusst, wo er 
sich befinde und was er machen müsse (vgl. Gutachten S. 9). Die Fahrfähigkeit sei 
Voraussetzung für die Ausübung seiner angestammten Tätigkeit als Verkäufer von Artikeln 
für Nachtklubs bzw. sei er insbesondere aufgrund der Nachtarbeit auf ein Auto 
angewiesen.

Dem Beschwerdeführer ist entgegenzuhalten, dass er zwar Blackouts gegenüber den 
behandelnden Ärzten und dem Gutachter subjektiv bzw. eigenanamnestisch geschildert 
hat, diese jedoch medizinisch nicht objektiviert und bestätigt werden konnten. Das Gleiche 
gilt für seine Darlegung, er habe mehrmals während einer Autofahrt feststellen müssen, 
dass er nicht mehr wisse, wo er sich befinde und was er machen müsse (vgl. 
beispielsweise Bericht von Dr. D.________ vom 14. März 2017, S. 2; Gutachten von 
Dr. C.________ vom 30. November 2018, S. 9). Würde der Beschwerdeführer tatsächlich 
an solchen Blackouts leiden, wäre seine Fahreignung aus medizinischer Sicht 
eingeschränkt. Der Beschwerdeführer gab zwar an, nicht mehr Auto zu fahren (vgl. 
beispielsweise Bericht von Dr. D.________ vom 14. März 2017, S. 2), eine ärztlich 
festgestellte Einschränkung seiner Fahreignung ergibt sich jedoch nicht aus den Akten. Im 
Gegenteil verneint beispielsweise Dr. U.________ das Vorliegen von Zweifeln an der 
Fahreignung des Beschwerdeführers (am 30. April 2018 bei der IV-Stelle eingegangener 
Bericht; act. 24, S. 4), sodass sich die Rüge des Beschwerdeführers als unbegründet 
erweist.

5.5 Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Gesundheitszustand sei in 
somatischer Hinsicht ungenügend abgeklärt worden. Es bestünden genügend Hinweise 
darauf, dass organische Ursachen für die Insomnie in Frage kommen könnten, sodass 
zumindest ein MRI des Kopfes zu veranlassen gewesen wäre, wie es die L.________ 
empfohlen habe (vgl. Bericht vom 22. Februar 2018 Ziff. 8).

Dem Beschwerdeführer ist entgegenzuhalten, dass die Schlafproblematik in somatischer – 
konkret in neurologischer – Hinsicht bereits in der Klinik für Schlafmedizin E.________ 

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umfassend abgeklärt worden ist (vgl. Bericht vom 14. März 2017). Ausserdem absolvierte 
er einen knapp zweiwöchigen stationären Aufenthalt, d.h. vom 4. bis 17. Februar 2018, in 
der Klinik für Schlafmedizin M.________ (vgl. Austrittsbericht vom 3. April 2018). Dieser 
Aufenthalt stand unter der Obhut der Psychotherapeutin P.________ und von Dr. med. 
O.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Schlafmediziner, 
Schlafspezialist SGSSC, ESRS, und somit unter der Obhut ausgewiesener Fachleute zur 
Beurteilung und Behandlung einer Insomnie. Es lässt sich weder dem Austrittsbericht noch 
den anderen Berichten der Klinken für Schlafmedizin E.________ und M.________ eine 
Empfehlung für die Durchführung weiterer somatischer Abklärungen noch die Attestierung 
einer Arbeitsunfähigkeit entnehmen. Dazu passt wiederum die Diagnose des Gutachters 
Dr. C.________ einer nicht organischen Insomnie, welche in Kenntnis der vorliegenden 
Arztberichte erfolgt ist.

Es bleibt somit festzuhalten, dass einzig die L.________ für die vom Beschwerdeführer 
geltend gemachte Schlafproblematik weitere somatische Abklärungen bzw. insbesondere 
eine MRI-Abklärung empfiehlt. Da sie ihre Empfehlung zur Durchführung eines MRI nicht 
schlüssig begründet (vgl. Ziff. 8 des Berichts), drängt sich die Schlussfolgerung auf, dass 
diese Empfehlung im Wesentlichen auf dem Umstand beruht, dass die L.________ keine 
psychiatrische Ursache für die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden 
objektivieren konnte. Es bestehen somit keine konkreten und begründeten Hinweise 
darauf, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen somatischer Art bestehen, welche die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinträchtigen. Eine ungenügende Abklärung in 
somatischer Hinsicht ist somit zu verneinen.

5.6 Schliesslich lässt der Beschwerdeführer rügen, die IV-Stelle habe kein 
strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 und BGE 143 V 418 durchgeführt.

Ihm ist entgegen zu halten, dass eine lege artis gestellte Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit Voraussetzung für eine Anspruchsberechtigung bleibt (BGE 141 V 281 
E. 2.1 und BGE 143 V 418 E. 8.1). Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von 
einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar 
nicht geeignet ist. Die Frage der Notwendigkeit in diesem Sinne beurteilt sich nach dem 
konkreten Beweisbedarf (BGE 143 V 418 E. 7.1). Angesichts der vollen Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers erweist sich die Durchführung eines strukturierten 
Beweisverfahrens als unnötig und es erübrigen sich diesbezügliche Ausführungen.

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5.7 Das Gutachten von Dr. C.________ vermag den hohen Anforderungen der 
Rechtsprechung zu genügen. Es bestehen keine Zweifel am Resultat seiner 
Begutachtung, sodass darauf abgestellt werden kann.

6. In der angefochtenen Verfügung vom 22. März 2019 (BF-act. 2) verneinte die IV-
Stelle einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Eingliederungsmassnahmen. Zur 
Begründung verwies sie auf den Umstand, dass er sich nicht für arbeitsfähig halte. 
Solange dieser Punkt umstritten sei, sei von Eingliederungsmassnahmen kaum Erfolg zu 
erwarten. Unter diesen Umständen fehle es an einer subjektiven 
Eingliederungsvoraussetzung. Bei uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit bestehe zudem kein 
Anspruch auf Arbeitsvermittlung gegenüber der IV-Stelle (vgl. angefochtene Verfügung, 
S. 3). Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die 
Voraussetzungen für die Prüfung von Eingliederungsmassnahmen seien grundsätzlich 
erfüllt. Weiter sei die IV-Stelle darauf hinzuweisen, dass, wenn sie den Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen mit der Begründung abweisen wollte, es fehle ihm an einer 
subjektiven Eingliederungsvoraussetzung, müsste sie vorgängig ein Mahn- und 
Bedenkzeitverfahren durchführen (Beschwerde Ziff. 25, 26, 27).

6.1 Gemäss Art. 8 IVG besteht ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen unter 
anderem soweit, als diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wieder 
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 1 lit. a) und die Voraussetzungen für 
den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Abs. 1 lit. b).

Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem aus Integrationsmassnahmen 
zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 14a IVG) und aus den 
Massnahmen beruflicher Art (Art. 15 ff. IVG; unter anderem Berufsberatung, erstmalige 
berufliche Eingliederung, Umschulung, Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe; Art. 8 Abs. 3 lit. 
abis und b IVG). 

6.2 Das Vorliegen eines Anspruchs des Beschwerdeführers auf 
Integrationsmassnahmen gemäss Art. 14a IVG ist zu verneinen. Einen solchen haben nur 
Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 Prozent arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) sind, was in casu beim Beschwerdeführer nicht zutrifft.

Auch beim Anspruch auf Massnahmen beruflicher Art ist stets eine Invalidität 
vorausgesetzt, was vorliegend nicht zu bejahen ist. Selbst beim Vorliegen einer objektiven 

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Eingliederungsfähigkeit würde es, wie die IV-Stelle zu Recht feststellte, beim 
Beschwerdeführer am subjektiven Eingliederungswillen fehlen. Die 
Eingliederungsmassnahmen sind nämlich nur zielführend, wenn seitens der versicherten 
Person die entsprechende Eingliederungsbereitschaft besteht; ihre subjektive Sichtweise 
ist diesbezüglich von erheblicher Bedeutung. 

Der Beschwerdeführer vertritt konsequent die Meinung, er sei nicht arbeitsfähig. Zu 
beachten sind in diesem Zusammenhang seine ausführlichen Schilderungen gegenüber 
den behandelnden Ärztinnen der L.________ betreffend seine Unfähigkeit, Aufgaben zu 
beginnen, seiner schwergradig herabgesetzten Merkfähigkeit, Konzentrationsstörungen, 
Unfähigkeit, längere Texte zu lesen usw. (vgl. S. 4 des Berichts). Wie bereits in 
Erwägung 5.1.2 vorstehend dargelegt, lassen sich diese subjektiven Angaben des 
Beschwerdeführers medizinisch nicht objektivieren (vgl. dazu auch S. 5 des Gutachtens 
von Dr. C.________). Allerdings ist daraus in Nachachtung der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung auf einen überwiegend wahrscheinlich fehlenden Eingliederungswillen 
des Beschwerdeführers zu schliessen (BGer 9C_368/2012 vom 28. Dezember 2012 
E. 3.1; BGer 9C_231/2015 vom 7. September 2015 E. 4.2). 

Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle von einer fehlenden 
Eingliederungsbereitschaft ausging und das Gewähren von Eingliederungsmassnahmen 
verneinte, zumal der Beschwerdeführer auch aktuell keinen konkreten und schlüssigen 
Eingliederungswillen bekundete und im Wesentlichen lediglich rügte, die IV-Stelle hätte bei 
mangelnder subjektiver Eingliederungsbereitschaft ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 
i.S.v. Art. 21 Abs. 4 ATSG durchführen müssen. Dies geht indes nicht an, sollte es doch in 
erster Linie im Interesse einer versicherten Person liegen, sich möglichst rasch wieder 
einzugliedern bzw. seine Erwerbsfähigkeit zu erhalten (vgl. VGer ZG S 2017 65 vom 
24. Mai 2018 E. 9.3).

7. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 124 V 90 E. 4b 
und BGE 122 V 157 E. 1d).

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In Berücksichtigung sämtlicher Akten ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer in 
medizinischer Hinsicht genügend abgeklärt worden ist, konnten aus den entsprechenden 
medizinischen Unterlagen doch Schlussfolgerungen gezogen werden, die in ihrer 
Begründung zu überzeugen vermögen. Die IV-Stelle durfte auf die ihr vorliegenden Akten, 
insbesondere auf das Gutachten von Dr. C.________ abstellen, weshalb es keiner 
weiteren Abklärungen oder einer Begutachtung bedarf und der IV-Stelle keine Verletzung 
der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG bzw. eine Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes gemäss Art. 61 lit. c ATSG vorzuwerfen ist.

8. Abschliessend bleibt festzuhalten, dass auf das Gutachten von Dr. C.________ 
vom 30. November 2018 abgestellt werden kann und die angefochtene Verfügung der IV-
Stelle in Bezug auf die Verneinung von Leistungen der Invalidenversicherung nicht zu 
beanstanden ist. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist daher 
vollumfänglich abzuweisen.

9. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Auf die Erhebung 
von Kosten wird jedoch verzichtet, weil das Verwaltungsgericht mit Verfügung vom 17. Juli 
2019 das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung und 
Rechtsverbeiständung bewilligt hat.

Eine Parteientschädigung ist bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zuzusprechen 
(Art. 61 lit. g ATSG). Die vom Beschwerdeführer beigezogene unentgeltliche 
Rechtsbeiständin ist für ihre Aufwände angemessen aus der Staatskasse zu entschädigen 
(§ 27 Abs. 3 VRG), wobei nur der notwendige Aufwand berücksichtigt werden kann. Die 
Rechtsvertreterin macht in ihrer Kostennote vom 29. Januar 2020 einen Stundenaufwand 
von insgesamt 11,7 Stunden und Barauslagen von Fr. 105.30 geltend (act. 14), was als 
angemessen erscheint. Die Rechtsvertreterin ist darauf hinzuweisen, dass der 
Stundenansatz für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung Fr. 220.– beträgt. Dies ergibt 
für das vorliegende Verfahren einen Entschädigungsanspruch für die Rechtsvertreterin 
des Beschwerdeführers von Fr. 2'885.60 (inkl. MWST und Auslagen; konkret: Honorar 
Fr. 2 772.20 [11,7 Std. à Fr. 220.– = Fr. 2'574.– zuzüglich 7,7 % MWST = Fr. 198.20] und 
Barauslagen Fr. 113.40 [Fr. 105.30 Barauslagen zuzüglich 7,7 % MWST = Fr. 8.10]).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wird für das Beschwerdeverfahren 
mit Fr. 2'885.60 (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 16. April 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am