# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3dcb903-bdf0-534b-9921-8b4d0bff0376
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.06.2010 D-384/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-384-2010_2010-06-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-384/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  J u n i  2 0 1 0  

Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), Richterin Muriel 
Beck Kadima, Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiber Daniel Merkli.

A._______ dessen Ehefrau
B._______ und deren Kinder C.______, D.______und 
E._______Serbien, 
alle vertreten durch Rechtsberatungsstelle für 
Asyl Suchende St. Gallen/Appenzell, Tellstrasse 4, 
Postfach 1727, 9001 St. Gallen,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 14. Dezember 2009 / N_______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-384/2010

Das Bundesverwaltungsgericht,

in Anwendung 

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110),

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, 
EMRK, SR 0.101),

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30),

des Abkommens vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kri-
terien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die 
Prüfung eines in  einem Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz gestellten 
Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkommen  [DAA,  SR 
0.142.392.68]),

der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar  2003 
zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-
gliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsange-
hörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig  ist 
(Dublin-II-VO),

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der Verordnung (EG) Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. Septem-
ber  2003  mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Dublin-II-VO  (DVO 
Dublin),

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  -  ein  serbischer  Staatsangehöriger 
albanischer Ethnie - am 4. April 1991, 22. Februar 1999 und 24. April 
2002 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, wobei das Bundesamt auf 
diese Asylgesuche jeweils wegen unbekannten Aufenthaltes nicht ein-
trat,

dass der Beschwerdeführer mit seiner Familie am 23. März 2009 in der 
Schweiz ein viertes Asylgesuch stellte,

dass die Beschwerdeführenden gemäss der Datenbank EURODAC am 
28. Juli 2003 in Belgien, am 19. November 2008 in Ungarn und am 17. 
Dezember 2008 in Frankreich ein Asylgesuch gestellt hatten,

dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Anhörung zur Person und 
den  Asylgründen  im  F.______vom  27.  März  2009  unter  anderem 
geltend  machte,  wegen  seines  Vaters,  der  von  den  serbischen 
Behörden  gesucht  werde,  Schwierigkeiten  mit  der  Polizei  gehabt  zu 
haben (vgl. BFM-Dossier D3, S. 4), 

dass  die  Beschwerdeführerin  ihrerseits  angab,  ihr  Ehemann sei  seit 
Jahren  auf  der  Flucht  und  die  serbische  Polizei  habe  in  seiner  
Abwesenheit ihr Haus durchsucht (vgl. D2, S. 4),

dass  die  Beschwerdeführenden  im  Rahmen des  rechtlichen  Gehörs 
vom 27. März 2009 zu den EURODAC-Ergebnissen beziehungsweise 
zu  einer  allfälligen  Wegweisung  nach  Ungarn  oder  Frankreich  unter 
anderem angaben, nicht nach Ungarn zurückkehren zu wollen, da sie 
dort schlecht behandelt worden seien (vgl. D1, S.9, D2, S. 8; D3, S. 6), 

dass das BFM am 29. Oktober 2009 an die zuständigen ungarischen 
Behörden, gestützt auf die einschlägigen Staatsverträge (DAA, Dublin-

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II-VO,  DVO  Dublin),  ein  Gesuch  um  Wiederaufnahme  der 
Beschwerdeführenden richtete,

dass  Ungarn  am  18.  November  2009  einer  Rückübernahme  der 
Beschwerdeführenden zustimmte,

dass das BFM mit Verfügung vom 14. Dezember 2009 in Anwendung 
von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerde-
führenden  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  nach 
Ungarn sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt im Weiteren die Beschwerdeführenden anwies, 
die  Schweiz  sofort  zu  verlassen  und  feststellte,  eine  allfällige 
Beschwerde habe keine aufschiebende Wirkung,

dass es zur  Begründung im Wesentlichen anführte, die Beschwerde-
führenden hätten in Ungarn um Asyl ersucht,

dass gestützt auf die einschlägigen Staatsverträge (DAA, Dublin-II-VO, 
DVO Dublin)  Ungarn für die Durchführung des Asylverfahrens zustän-
dig sei und am 18. November 2009 einer Übernahme der Beschwerde-
führerenden zugestimmt habe, 

dass  die  Beschwerdeführenden  im  Rahmen des  rechtlichen  Gehörs 
keine relevanten Gründe geltend gemacht hätten, welche gegen eine 
Rückkehr nach Ungarn sprechen würden, 

dass die Verfügung des BFM vom 14. Dezember 2009 vom G._______ 
der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden am 21. Januar 2010 
morgens per Telefax zugestellt wurde, 

dass  die  Rechtsvertreterin  mit  am  21.  Januar  2010  um  10.52  Uhr 
vorab  per  Telefax  beim  Bundesverwaltungsgericht  eingelangter  Be-
schwerde gegen die Verfügung des BFM vom 14. Dezember 2010 Be-
schwerde erhob,

dass  dabei  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  unter  anderem  darum 
ersucht  wurde,  der  Beschwerde  sei  die  aufschiebende  Wirkung  zu 
erteilen  und  es  sei  umgehend  im  Sinne  einer  superprovisorischen 
vorsorglichen Massnahme die für gleichentags 12.30 Uhr angesetzte 
Rücküberstellung  der  Beschwerdeführenden  nach  Ungarn  ab  Zürich 
Flughafen zu stoppen,

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dass  den  Beschwerdeführenden  die  unentgeltliche  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG zu gewähren sei, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  am 21. Januar 2010 per Telefax 
(übermittelt um 11.37 Uhr) den Vollzug der Wegweisung im Sinne einer 
vorsorglichen Massnahme vorläufig aussetzte,

dass am 22. Januar 2010 die vorab per Telefax eingelangte Beschwer-
de vom 21. Januar  2010 im Original  beim Bundesverwaltungsgericht 
einging,

dass die Rechtsvertreterin mit vorab per Telefax eingelangter Eingabe 
vom 28. Januar 2010 unter Einreichung entsprechender Entbindungs-
erklärungen von der ärztlichen Schweigepflicht darauf hinwies, sowohl 
Beschwerdeführerin H._______als auch deren Tochter I.______ seien 
wegen psychischen Schwierigkeiten zurzeit in ärztlicher Behandlung, 

dass  mit  Eingabe  vom  4.  Februar  2010  hinsichtlich  I._______ein 
ärztlicher Bericht der K._______vom  4. Februar 2010 und hinsichtlich 
der Beschwerdeführerin H._______ mit Eingabe vom 5. Februar 2010 
ein ärztlicher Bericht der L._______vom 8. Februar 2010 eingereicht 
wurden, 

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 8. Februar 2010 die 
Abweisung der Beschwerde beantragte, 

dass die  Rechtsvertreterin  mit  Replik  vom 25. Februar  2010 zu den 
vorinstanzlichen Argumenten Stellung bezog, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden 
können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur 
Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  die  Verfügung  des  BFM  vom  14.  Dezember  2009  der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden am 21. Januar 2010 per 
Telefax zugestellt wurde, 

dass  mit  der  Einreichung  der  gleichentags  vorab  per  Telefax  beim 
Bundesverwaltungsgericht  eingelangten  Beschwerde  die  gesetzliche 
Beschwerdefrist von fünf Arbeitstagen gemäss Art. 108 Abs. 2 AsylG - 
unabhängig von der Frage des Zeitpunkts der rechtsgültigen Eröffnung 
der  angefochtenen  Verfügung  an  die  vertretenen  Beschwerde-
führenden (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 1993 Nr. 30 E. 6a S. 213) - gewahrt 
ist, 

dass somit auf die im Übrigen formgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass in der Beschwerde unter anderem geltend gemacht wird, durch 
das  Vorgehen  der  Vorinstanz  beziehungsweise  der  kantonalen 
Behörden (Eröffnung der Verfügung des BFM durch den Kanton an die 
Beschwerdeführer und gleichzeitig per Telefax an den Rechtsvertreter, 
unverzüglicher Wegweisungsvollzug) sei das Recht auf eine wirksame 
Beschwerde (Art. 13 EMRK) verletzt worden, 

dass das  Bundesverwaltungsgericht im zur Publikation vorgesehenen 
Urteil  E-5841/2009  vom  2. Februar  2010  festhielt,  es  fehle 
gegenwärtig  an  einer  gültigen  gesetzlichen  Grundlage  für  den  so-
fortigen Wegweisungsvollzug in Dublin-Verfahren (E. 4.3.3 S. 28) ,   und 
die  beschriebene  Praxis  der  Vorinstanz in  Dublin-Verfahren mangels 
expliziter  gesetzlicher  Grundlage  und  infolge  Widerspruchs  zum 
AsylG,  zum  VwVG  und  zur  Dublin-II-VO  als  nicht  rechtmässig 
erachtete (E. 4.5 S. 28),

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dass im erwähnten Fall die Notwendigkeit der Anordnung der aufschie-
benden  Wirkung  wegen  begründeter  Anhaltspunkte  einer  Verletzung 
von Art. 3 EMRK durch die Schweiz (Abschiebeverbot) bestand, 

dass  diese  Anhaltspunkte  auf  verschiedenen  Indizien  beruhten,  wo-
nach die Lebens-, Unterbringungs- und Haftbedingungen in Griechen-
land menschenrechtswidrig  seien,  eine Abschiebung der Betroffenen 
ins Heimatland drohe und der effektive Zugang zum Asylverfahren in 
Griechenland mangelhaft sein könnte (vgl. zur Publikation vorgesehe-
nes Urteil BVGE E-5841/2009 E. 5.6 S. 31 f.),

dass  vorliegend  in  Berücksichtigung  des  erwähnten  Urteils  die  auf 
Beschwerdeebene  geltend  gemachte  Unrechtmässigkeit  der 
Vollzugspraxis des BFM im Wesentlichen zutreffend ist,

dass indessen den Beschwerdeführenden aus der zu Recht gerügten 
unzulässigen  Praxis  dennoch  kein  Rechtsnachteil  erwachsen  ist,  da 
ein rechtzeitiges Handeln des Rechtsvertreters zur Wahrung der Ver-
fahrensrechte  der  Beschwerdeführenden  nicht  verunmöglicht  wurde 
und  das  Bundesverwaltungsgericht  den  Vollzug  nach  Eingang  der 
Beschwerde umgehend stoppte,

dass  überdies  die  erwähnte  Eröffnungs-  und  Vollzugspraxis  in 
Nachachtung  des  Urteils  BVGE  E-5841/2009  vom  2.  Februar  2010 
durch das Bundesamt inzwischen korrigiert worden ist,

dass es daher angezeigt  erscheint,  im vorliegenden Fall  den Verfah-
rensmangel  als  geheilt  zu  betrachten,  zumal  den 
Beschwerdeführenden  auch  in  materieller  Hinsicht  kein  Nachteil 
erwachsen ist (vgl. hierzu EMARK 1999 Nr. 3 E. 3.c S. 20 f.), konnten 
die Beschwerdeführenden doch die angefochtene Verfügung innert der 
gesetzlichen  Beschwerdefrist  anfechten  und  sich  auch  auf 
Beschwerdeebene nochmals einlässlich zu ihren Gründen, die gegen 
eine Rückführung nach Ungarn sprechen, äussern, 

dass in der Beschwerde im Weiteren eine Verletzung des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör geltend gemacht wird,

dass  nämlich  die  Beschwerdeführenden  im  Rahmen  der  Befragung 
vom 27. März 2009 angegeben hätten, es lebten mehrere Verwandte in 
der Schweiz, so zum Einen die Eltern mit  Niederlassungsbewilligung 
und  Geschwister  der  Beschwerdeführerin  und  zum  Anderen  die 

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Grosseltern  mütterlicherseits  und  zwei  Onkel  und  eine  Tante  des 
Beschwerdeführers,  diese  Tatsache  indessen  in  der  angefochtenen 
Verfügung unerwähnt geblieben sei, 

dass  der  Gehörsanspruch  durch  Art.  29-33  VwVG konkretisiert  wird 
und den Anspruch der  Parteien auf  vorgängige Anhörung durch die 
Behörde  (Art. 30  und  30a  VwVG),  auf  Anhörung  in  Bezug  auf 
erhebliche Vorbringen einer Gegenpartei (Art. 31 VwVG), auf Prüfung 
eigener  erheblicher  Vorbringen  durch  die  Behörde  (Art.  32 VwVG) 
sowie auf  Abnahme der angebotenen und tauglichen Beweise durch 
die Behörde (Art. 33 VwVG) umfasst, 

dass sich darüber hinaus auch unmittelbar aus dem übergeordneten 
Verfassungsrecht in Gestalt des Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV, 
SR 101)  Teilgehalte  des  Anspruchs  des rechtlichen  Gehörs  ergeben 
können,

dass das Recht auf vorgängige Äusserung und Anhörung den Betroffe-
nen einen Einfluss auf die Ermittlung des wesentlichen Sachverhaltes 
sichern soll,

dass  unerlässliches  Gegenstück  der  Mitwirkungsrechte  der  Parteien 
ausserdem als  weiterer  Teilgehalt  des rechtlichen Gehörs die Pflicht 
der  Behörden  bildet,  die  Vorbringen  der  Betroffenen  sorgfältig  und 
ernsthaft zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen, 

dass daraus schliesslich auch die grundsätzliche Pflicht der Behörden 
folgt,  ihren  Entscheid  zu  begründen  (BGE  123 I 31  E. 2c;  vgl.  etwa 
ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 46, 107 ff.),

dass der angefochtene Entscheid diesen Kriterien offensichtlich nicht 
gerecht wird, 

dass  den  Beschwerdeführenden  zwar  anlässlich  der  Anhörung  vom 
27. März  2009 zur  Person und den Asylgründen  das Recht  gewährt 
wurde, sich zu einer allfälligen Zuständigkeit Ungarns oder Frankreichs 
für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  und  einer  eventuellen 
Wegweisung in einen dieser Staaten zu äussern,

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dass indessen das Recht auf vorgängige Anhörung durch die Pflicht 
der Behörde ergänzt wird, die Äusserungen des Betroffenen tatsäch-
lich zur Kenntnis zu nehmen und sich damit in der Entscheidfindung 
und  -begründung  sachgerecht  auseinanderzusetzen  (BERNHARD 
WALDMANN/JÜRG BICKEL, in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissenberger 
[Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, Art.  30, N 5; 
vgl. ausserdem WALDMANN/BICKEL, ebd., Art. 32), 

dass in der angefochtenen Verfügung nicht erwähnt wird, dass die Be-
schwerdeführenden anlässlich der Anhörung unter anderem angaben, 
sie  hätten  in  der  Schweiz  mehrere,  auch  enge  Verwandte  (Eltern, 
Geschwister, Grosseltern),

dass  daher  der  Vorinstanz  vor  Erlass  der  angefochtenen  Verfügung 
vom 14. Dezember 2009 zweifelsfrei bekannt war, dass insbesondere 
die  Eltern  (mit  Niederlassungsbewilligung)  und  Geschwister  der 
Beschwerdeführerin in der Schweiz wohnen, diese Tatsache indessen 
in der angefochtenen Verfügung gänzlich unerwähnt blieb, 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung weder im Sachverhalt 
noch in den Erwägungen auf die familiären Bindungen der Beschwer-
deführenden einging, womit es seine Pflicht zur Berücksichtigung der 
Vorbringen der Beschwerdeführenden nicht wahrgenommen und somit 
die  Begründungspflicht  beziehungsweise  ihren  Anspruch  auf  rechtli -
ches Gehör verletzt hat, 

dass  indessen  dieser  Mangel  als  geheilt  zu  erachten  ist,  da  die 
Beschwerdeführenden  auf  Beschwerdeebene  ihre  Sachvorbringen 
entsprechend ergänzen konnten, sich die Vorinstanz im Rahmen des 
Vernehmlassungsverfahrens  zu  den  vorgebrachten  Rügen  äusserte 
und zudem die Beschwerdeinstanz mit gleicher Kognition entscheidet, 
den Betroffenen die gleichen Mitwirkungsrechte zustehen und die Ver-
letzung  der  Verfahrensvorschrift  als  nicht  derart  schwer  zu  erachten 
ist, dass eine Heilung aus prozessökonomischen Gründen nicht sach-
gerecht erscheinen würde,

dass  in  der  Beschwerde  im  Zusammenhang  mit  den  familiären 
Bindungen  der  Beschwerdeführenden  (Eltern,  Geschwister  und 
weitere  in  der  Schweiz  lebende  Verwandten)  darauf  hingewiesen 
wurde, die  Dublin-Verordnung sei im Bestreben erlassen worden, die 
Einheit  der Familie  zu wahren,  soweit  dies mit  den sonstigen Zielen 
vereinbar sei (vgl. Ziff. 6 der Erwägungsgründe zur VO Dublin), 

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dass im Weiteren  in  Art.  2  Bst. i  VO Dublin  definiert  werde,  welche 
Personen  unter  den  Begriff  "Familienangehörige"  fallen  würden  und 
nach der  Rechtsprechung der Strassburger Organe zu Art. 8  EMRK 
zudem über die Kernfamilie hinausgehende verwandtschaftliche Bande 
– namentlich auch diejenigen zwischen Eltern und ihren Kindern sowie 
zwischen  Geschwistern  –  unter  den  Schutz  der  Einheit  der  Familie 
fielen, sof  ern eine nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung zwi-
schen den Angehörigen bestehe (vgl. Entscheide des Schweizerischen 
Bundesverwaltungsgerichts,  BVGE  2008/47  E. 4.1.1; MARTINA CARONI, 
Schriften zum Europäischen Recht,  Band 58, Privat-  und Familienle-
ben zwischen Menschenrecht und Migration, S. 25 und S. 35 mit Hin-
weisen  auf  Urteile  des  Europäischen  Gerichtshofs  für  Menschen-
rechte, Strassburg), 

dass in diesem Zusammenhang schliesslich auf Art. 15 VO Dublin (Hu-
manitäre Klausel) hinzuweisen sei, welche es ermöglichen würde, aus 
humanitären  Gründen  die  Familieneinheit  herzustellen  beziehungs-
weise  zu  bewahren,  wenn  kein  Anspruch  auf  Familienzusammen-
führung bestehe,

dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 8. Februar 2010 unter  
anderem  festhielt,  in  Art.  2  Dublin-II-VO  werde  der  Begriff 
Familienangehörige auf die Kernfamilie eingeschränkt,  wozu lediglich 
Ehegatten,  Lebenspartner  sowie  Lebenspartnerinnen,  minderjährige 
Kinder und - bei unverheirateten, minderjährigen Asylsuchenden - der 
Vater, die Mutter oder der Vormund gehörten,

dass die Beschwerdeführenden in ihrer Replik vom 25. Februar 2010 
geltend machten, das BFM nehme in seiner Vernehmlassung lediglich 
zum in Art. 2 Dublin-II-VO definierten Begriff der Familienangehörigen 
Stellung,  indessen  verfüge  nach  Art.  3  Abs.  2  Dublin-II-VO  jeder 
Mitgliedstaat auch über das Recht des Selbsteintrittsrechts, wobei das 
entsprechende  Ermessen  durch  Ziff.  6  der  Erwägungsgründe  zur 
Dublin-II-VO definiert  werde, wonach die Einheit  der Familie gewahrt 
werden solle,

dass  zum  Schutzbereich  der  Einheit  der  Familie  nach  der 
Rechtsprechung der  Strassburger  Organe zu Art.  8  EMRK nicht  nur 
nur  die  vom  BFM  genannte  Kernfamilie,  sondern  auch  weitere 
verwandtschaftliche Beziehungen gehörten,

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dass  hinsichtlich  des  Selbsteintrittsrechts  der  Mitgliedstaaten 
festzustellen  ist,  dass  es,  da  Art.  3  Abs.  2  Dublin-Il-VO  keine 
inhaltlichen  Vorgaben  bietet,  primär  im  Ermessen  des  einzelnen 
Mitgliedstaates  liegt,  zu  bestimmen,  unter  welchen Voraussetzungen 
ein Selbsteintritt in die Prüfung des Asylantrages erfolgt, sich indessen 
die Pflicht zur Prüfung eines Asylantrages und das damit verbundene 
Ausüben  des  Selbsteintrittsrechts  aus  einer  Rechtsstellung  des 
Antragstellers aus der EMRK ergeben kann,

dass, wie auf Beschwerdeebene zutreffend darauf hingewiesen, nach 
der Rechtsprechung der Strassburger Organe grundsätzlich auch über 
die Kernfamilie hinausgehende verwandtschaftliche Bande (vgl. JOCHEN 
A. FROWEIN/WOLFGANG PEUKERT, Europäische Menschenrechtskonvention, 
EMRK-Kommentar, 2. Aufl., Kehl u.a., 1996, Rz. 15 und 16 zu Art. 8, S. 
346 ff.)  unter  den Schutz  der  Einheit  der  Familie  fallen,  sofern  eine 
nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung zwischen den Angehö-
rigen besteht (vgl.  ARTHUR HÄFLIGER/FRANK SCHÜRMANN, Die Europäische 
Menschenrechtskonvention  und  die  Schweiz,  2.  Aufl.,  Bern  1999, 
S. 259; MARK E. VILLIGER, Handbuch der Europäischen Menschenrechts-
konvention, 2. Aufl., Zürich 1999, S. 365; MARTINA CARONI, Schriften zum 
Europäischen  Recht,  Band  58,  Privat-  und  Familienleben  zwischen 
Menschenrecht und Migration, S. 25 und S. 35),

dass  im  Weiteren  gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  eine 
über die eigentliche Kernfamilie hinaus gehende schützenswerte ver-
wandtschaftliche  Beziehung  voraussetzt,  dass  zwischen  diesen 
Personen ein  eigentliches  Abhängigkeitsverhältnis besteht  (vgl. BGE 
115 Ib 5 E. 2c),  wobei  sich  die  Asylbehörden dieser  bundesgericht-
lichen Umschreibung des Familienbegriffs angeschlossen haben (vgl. 
etwa EMARK 1995 Nr. 24 und EMARK 2000 Nr. 4 E. 5b),

dass diese Kriterien vorliegend nicht als erfüllt zu erachten sind, sind 
doch keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass zwischen 
den  Beschwerdeführenden  und  den  in  der  Schweiz  lebenden  Ver-
wandten eine nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung besteht 
oder ein eigentliches Abhängigkeitsverhältnis vorliegt,

dass  vielmehr  die  Beschwerdeführerin,  obwohl  deren  Eltern, 
Geschwister und weitere Verwandten seit Jahren in der Schweiz leben, 
erst im März 2009 in die Schweiz einreiste, um hier um Asyl nachzu-
suchen  und  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  -  offensichtlich 
ohne  nähere  Kontaktaufnahme mit  seinen  in  der  Schweiz  lebenden 

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Schwiegereltern und seinem Bruder - bereits mehrere Asylverfahren in 
der  Schweiz  durchlief,  wobei  er  mehrmals  vor  Erhalt  eines  Ent-
scheides die Schweiz aus freien Stücken wieder verliess,

dass  im  Weiteren  auch  in  Berücksichtigung  der  in  der 
Beschwerdeergänzung  vom  28.  Januar  2010  geltend  gemachten 
Tatsache,  wonach  ein  regelmässiger  Kontakt  der  psychisch  labilen 
Beschwerdeführerin H._______ und deren Tochter I.______ mit den in 
der  Schweiz  lebenden  Familienmitgliedern  im  Interesse  einer 
stabilisierenden Wirkung unerlässlich sei, kein Abhängigkeitsverhältnis 
im Sinne der Rechtsprechung vorliegt, ist doch - in Würdigung der auf  
Beschwerdeebene  eingereichten  ärztlichen  Zeugnisse  -  davon 
auszugehen, dass auch in  Ungarn,  wenn weiterhin erforderlich,  eine 
entsprechende Therapiemöglichkeit besteht,

dass sich diesen Erwägungen gemäss ein Selbsteintritt im Sinne von 
Art.  3  Abs.  2  Dublin-II-VO  i.V.m.  Art.  29a  Abs.  3  AsylV  1  nicht 
aufdrängte,

dass  die  Anwendung  von  Art.  15  Dublin-II-VO (Humanitäre  Klausel) 
vorliegend nicht in Betracht fällt,  da diese in der Regel nur zum Zug 
kommt,  wenn  sich  die  betroffene  Person  (hier:  die 
Beschwerdeführenden)  nicht  in  dem  Staat  aufhält,  der  sich  aus 
humanitären  Gründen  (auf  Anfrage  eines  Mitgliedstaates), 
beispielsweise aus familiären Gründen, für zuständig erachten könnte,

dass sich abgesehen davon vorliegend auch aus den Grundsätzen von 
Art.  15  Dublin-Il-VO  keine  Anhaltspunkte  dafür  ergeben,  aus 
humanitären  Gründen  die  Familieneinheit  herzustellen,  ist  es  doch 
Sinn  und  Zweck  dieser  Bestimmung,  Familienmitglieder  und  andere 
abhängige Familienangehörige (in einem weiteren Sinn als nach Art. 2 
Bst.  i  Dublin-II-VO)  zusammenzuführen  (vgl.  die  Definition  der 
"Abhängigkeit" in Art. 11 Dublin-II-VO), und bestehen, wie vorstehend 
erläutert,  keine Hinweise auf ein solches Abhängigkeitsverhältnis der 
Beschwerdeführenden zu ihren in der Schweiz lebenden Verwandten,

dass  somit  das  BFM  sein  diesbezügliches  Ermessen  im  Ergebnis 
zutreffend ausgeübt hat,

dass  keine  relevanten  Gründe  vorliegen,  die  einer  Rückkehr  nach 
Ungarn  entgegenstehen,  ergeben  sich  doch  aus  den  Akten  keine 

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konkreten  Hinweise  dafür,  dass  Ungarn  sich  nicht  an  die 
massgebenden völkerrechtlichen Bestimmungen halten würde,

dass  hinsichtlich  der  psychischen  Schwierigkeiten  der  Beschwerde-
führerin  H.______  und  deren  Tochter  I.______  auch  in  diesem 
Zusammenhang  erneut  darauf  hinzuweisen  ist,  dass,  wenn 
erforderlich,  von  einer  diesbezüglichen  medizinischen  Betreuung  in 
Ungarn ausgegangen werden kann,

dass somit  keine konkreten Anhaltspunkte dafür  ersichtlich sind,  die 
Beschwerdeführenden würden im Fall einer Rückkehr nach Ungarn in 
eine existenzielle Notlage geraten,

dass schliesslich in der angefochtenen Verfügung zutreffend begründet 
wird,  weshalb  Ungarn  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens 
zuständig ist,

dass  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die  zu  bestätigenden 
Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann,

dass  in  der  Beschwerde  keine  weiteren  Argumente  vorgebracht 
werden, die einer Überstellung nach Ungarn entgegenstehen könnten,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu  Recht  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht 
eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetz-
lichen Bestimmungen steht  und demnach vom Bundesamt zu Recht 
angeordnet wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständi-
gen Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum bleibt  für  Ersatzmass-
nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 AuG,

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dass eine entsprechende Prüfung soweit  notwendig vielmehr  bereits 
im Rahmen des Dublin-Verfahrens stattfinden muss (vgl. vorgehende 
Erwägungen),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Ungarn zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,

dass  die  Beschwerdeführenden  demnach  nicht  darzutun  vermögen, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass von der Bedürftigkeit des Beschwerdeführenden auszugehen ist 
und die Beschwerde im Zeitpunkt der Einreichung nicht als aussichts-
los zu bezeichnen war, weshalb das Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.1  VwVG  gut-
zuheissen ist,

dass einer unterliegenden Partei eine Parteientschädigung ausnahms-
weise  zugesprochen  werden  kann,  wenn  das  Bundesverwaltungs-
gericht, wie vorliegend, im Beschwerdeverfahren eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz feststellt, diese aber heilt und 
dann die Beschwerde abweist (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ 
KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel 
2008, S. 214 Rz. 4.65, Fn. 160), 

dass  aus  den  genannten  Gründen  den  Beschwerdeführenden  eine 
Entschädigung  für  die  ihnen  erwachsenen  notwendigen  und 
verhältnismässig hohen Kosten zuzusprechen ist  (vgl. Art. 64 Abs. 1 
VwVG  i.V.m.  Art.  37  VGG;  für  die  Grundsätze  der  Bemessung  der 
Parteientschädigung ausserdem Art. 7 ff. VGKE),

dass  seitens  der  Rechtsvertretung  keine  Kostennote  eingereicht 
wurde, indessen auf die Nachforderung einer solchen verzichtet wird, 
weil  im  vorliegenden  Verfahren  der  Aufwand  des  Schriftenwechsels 
zuverlässig abgeschätzt werden kann,

dass gestützt  auf  die in  Betracht  zu ziehenden Bemessungsfaktoren 
(Art. 9-13 VGKE) die Parteientschädigung auf Grund der Akten auf Fr. 
900.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt wird, 

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dass  dieser  Betrag  den  Beschwerdeführenden  durch  das  BFM  zu 
entrichten ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.
Den  Beschwerdeführenden  ist  von  der  Vorinstanz  eine  Partei-
entschädigung von Fr. 900.-- zu entrichten.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr.  N______ 

(per Kurier; in Kopie)
- (....)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Daniel Merkli

Versand:

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