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**Case Identifier:** 9701b09a-6e7f-551f-922d-e6e9368cd55a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.12.2021 IV 2020/60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-60_2021-12-20.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/60

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.05.2022

Entscheiddatum: 20.12.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 20.12.2021
Art. 8, Art. 17 ff. IVG. Abstellen auf das polydisziplinäre Gutachten, kein 
Rentenanspruch wegen zu geringem Invaliditätsgrad, Überweisung des 
Gesuchs um Integrationsmassnahmen/berufliche Massnahmen an die 
Beschwerdegegnerin (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 20. Dezember 2021, IV 2020/60).

Entscheid vom 20. Dezember 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Jakob

Geschäftsnr.

IV 2020/60

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas, MLaw, Advokatur Glavas AG, 

Dorfstrasse 33, 9313 Muolen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___, gelernter B.___ (die Ausbildung absolvierte er in C.___ vom September 1986 

bis Juni 1988), arbeitete seit dem 1. April 1997 als D.___ bei der E.___ AG, in einem 

100 %-Pensum (IV-act. 1, 17, 32-2).

A.a. 

Am 14. Februar 2017 wurde beim Versicherten wegen seit 2014 bestehender 

hartnäckiger Rezidivbeschwerden lumbogluteal links (vgl. IV-act. 25-24 f./29 ff.) eine 

mikrochirurgische Dekompression L2-L5 links mit Undercutting nach rechts und eine 

Sequesterektomie L4/5 rechts durchgeführt (IV-act. 25-26 ff.; vgl. IV-act. 48-3 f., 49). 

Die am 6. Juni 2017 im Spital F.___ erstellte MR-Arthographie des linken 

Schultergelenks zeigte eine ansatznahe leichte Tendinopathie der Supraspinatussehne, 

eine leichte Arthrose des Akromioklavikulargelenks sowie eine Bursitis subakromialis-

subdeltoidea (IV-act. 25-11).

A.b. 

Am 28. Juni 2017 meldete sich der Versicherte wegen Rückenbeschwerden zum 

Bezug von IV-Leistungen an (Berufliche Integration/Rente; IV-act. 1).

A.c. 

Die am 7. August 2017 im Spital F.___ durchgeführte MRI-Untersuchung der 

Wirbelsäule (Clivus-Th1) ergab eine Diskusprotrusion im Segment HWK 5/6 mit 

möglicher Affektion der Radix C6 rechts foraminal (IV-act. 25-14 f.). Im Arztbericht vom 

10. August 2017 diagnostizierte Dr. med. G.___, Fachärztin für Physikalische Medizin 

und Rehabilitation FMH, ein lumbospondylogenes Syndrom (Status nach 

Dekompression L2-L5 mit Undercutting nach rechts, Sequestrotomie L4/5 am 

14. Februar 2017), ein zervicobrachiales Syndrom rechts (Diskusprotrusion C5/6 mit 

möglicher Kompression C6 rechts) und eine Periarthropathia humeroscapularis rechts 

A.d. 

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(Supraspinatus-Läsion, Bursitis subacromialis-subdeltoidea, AC-Gelenksarthrose). Sie 

bescheinigte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 29. November 2016 bis 23. April 

2017, eine 50%ige Arbeitsfähigkeit während des Arbeitsversuchs vom 24. bis 30. April 

2017 und eine erneute 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Mai 2017 und führte 

dazu ergänzend aus, dass dem Versicherten noch leichte körperliche Arbeiten mit 

Möglichkeit von Körperlagewechseln zwischen Sitzen/Stehen/Bewegen, jedoch kein 

Heben von Gewichten über 10 kg und keine Arbeit über Schulterhöhe zumutbar seien 

(IV-act. 16-3 f.). Vom 11. bis 30. September 2017 wurde der Versicherte stationär in der 

Klinik H.___ behandelt. Im Austrittsbericht vom 5. Oktober 2017 diagnostizierten Dr. 

med. I.___ und Dr. med. J.___ nebst den bekannten Diagnosen des 

lumbospondylogenen Syndroms, des zervicobrachialen Syndroms rechts und der 

Periarthropathia humeroscapularis rechts eine arterielle Hypertonie und Adipositas. 

Wegen Verdachts auf ein Schlafapnoe-Syndrom wurden weitere Abklärungen in einem 

Schlaflabor empfohlen. Aus rein rheumatologischer Sicht erachteten die Klinikärzte den 

Versicherten medizinisch theoretisch ab dem 2. Oktober 2017 für eine leichte bis 

mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Dabei sollten 

idealerweise 4 Stunden pro Tag mit mehreren Pausen eingehalten werden (IV-act. 19). 

Im Sprechstundenbericht des Departements Chirurgie des Spitals F.___ vom 

12. Januar 2018 diagnostizierte Dr. med. K.___, leitender Arzt Neurochirurgie, 

insbesondere ein therapieresistentes zervikales Schmerzsyndrom mit linksseitiger 

Ausstrahlung, eine Periarthropathia humeroscapularis links und eine diffuse 

Hypästhesie am linken Arm betont für die Finger IV und V der linken Hand, DD: ein 

Karpaltunnelsyndrom (IV-act. 25-22 f.). Im Arztbericht vom 5. Februar 2018 hielt 

Dr. G.___ bei gleicher Diagnosestellung fest, dass der Versicherte derzeit bei der 

bisherigen Arbeitgeberin versuchsweise an einem leichteren Arbeitsplatz arbeite 

(Arbeitsfähigkeit von 20 % vom 1. Januar bis 7. Februar 2018 [2 Stunden pro Tag] und 

von 30 % vom 8. bis 28. Februar 2018 [3 Stunden pro Tag]; prognostisch sollte eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit durchaus möglich werden, wobei abzuwarten sei, ob eine 

weitere Steigerung möglich werde; IV-act. 25-3 ff.).

Am 7. Februar 2018 erteilte die IV-Stelle den Abklärungsauftrag für die 

Eingliederungsberatung (IV-act. 26). Im Arztbericht vom 16. Februar 2018 erklärte Prof. 

Dr. med. L.___, Facharzt für Neurologie FMH, dass die vom Versicherten angegebene 

A.e. 

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diskrete Sensibilitätsstörung im vom Nervus ulnaris versorgten Handareal neurologisch 

nicht hinreichend erklärt werden könne (IV-act. 65-2 f.). Am 28. März 2018 führte 

Dr. G.___ zum Arbeitsversuch aus, dass die Erhöhung des Pensums von 3 auf 

4 Stunden pro Tag seit Anfang März 2018 zu langsam zunehmenden Schmerzen 

lumbal mit Ausstrahlung in das linke Bein geführt habe. Am 23. März 2018 sei es zu 

einer Blockierung und zu einer Arbeitsunfähigkeit gekommen. Seit dem 28. März 2018 

habe sie den Versicherten erneut für 3 Stunden pro Tag arbeitsfähig geschrieben (IV-

act. 27). Gleichentags informierte der Versicherte die IV-Stelle, dass die Arbeitgeberin 

das Arbeitsverhältnis per 30. Juni 2018 gekündigt habe (IV-act. 32-5). Ab dem 14. Mai 

2018 war der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig (IV-act. 28, 30). Im Arztbericht vom 

19. Juni 2018 empfahl Dr. G.___ die Reintegration des Versicherten (zuerst im 

geschützten Rahmen, für leichte körperliche Arbeiten) nach Abschluss der 

medizinischen Abklärungen Mitte Juli 2018. Sie ging von einer 50%igen 

Arbeitsfähigkeit für leichtere körperliche, rückenadaptierte Arbeiten aus (IV-act. 34). Am 

21. Juni 2018 schloss der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle den Fall 

einstweilen ab, da aufgrund der 100%igen Arbeitsunfähigkeit seit 15. Mai 2018 keine 

Integrationsmassnahmen hätten beschlossen werden können (IV-act. 32-7).

In den Arztzeugnissen vom 13. Juli 2018 bescheinigte Dr. G.___ eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bis 31. Juli 2018 und anschliessend eine Arbeitsfähigkeit von 35 % 

bzw. von 3 Stunden pro Tag für leichte rückenadaptierte Arbeiten (IV-act. 39, 42; vgl. 

auch die nachfolgenden Arbeitsunfähigkeitsatteste für die Zeit bis Ende 2018, IV-act. 

47, 68). In der Nacht vom 20. auf den 21. August 2018 wurde im medizinischen 

Zentrum M.___ eine Videopolysomnografie durchgeführt. Dr. med. N.___ erhob eine 

relevante schlafassoziierte Atemstörung im Sinne eines obstruktiven 

Schlafapnoesyndroms (nachfolgend: OSAS) und empfahl die Einleitung einer 

nächtlichen cPAP-Therapie sowie dringend kardiologische Abklärungen, da sich im 

Begleit-EKG ein normo- bis tachykardes Vorhofflimmern gezeigt habe (IV-act. 58). Im 

Arztbericht vom 15. Oktober 2018 erklärte Dr. med. O.___, Innere Medizin FMH, dass 

der Versicherte objektiv gesehen nicht mehr in der Lage sei, repetitiv mittlere bis 

grössere Gewichte zu heben. Monotone Arbeitspositionen (z.B. monotone 

Körperpositionen in leicht vorgeneigter Position) würden die Schmerzen und 

Beschwerden vor allem im Bereich Schulter-Nacken-Arm verstärken. Für einen 

A.f. 

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mittelschwer belastenden Beruf mit regelmässigem Stehen sei die Prognose ungünstig. 

In Frage käme höchstens eine sitzende, eine wechselnd belastende, wechselnd 

positionierte körperlich nicht rückenbelastende Arbeit (IV-act. 66-2 ff.).

Am 8. November 2018 erteilte die IV-Stelle einen erneuten Abklärungsauftrag für 

die Eingliederungsberatung (IV-act. 70). Daraufhin fand am 22. November 2018 ein 

Standortgespräch mit dem Versicherten statt (IV-act. 90-1 ff.). Am nächsten Standort­

gespräch vom 5. Dezember 2018 nahm auch die für den Versicherten zuständige 

Person des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) teil. Am Gespräch erklärte 

der Versicherte, dass er sich in seinem Zustand eine Anstellung kaum vorstellen könne. 

Seine Arbeitsfähigkeit betrage lediglich 35 %. Für ein RAV-Einsatzprogramm oder eine 

berufliche Abklärung mit einem kleinen Pensum sei er jedoch bereit. Vereinbart wurde, 

dass der Anspruch auf eine Integrationsmassnahme und, falls kein solcher Anspruch 

bestehe, ein RAV-Einsatzprogramm geprüft werde. Gleichentags übermittelte der 

Versicherte wie vereinbart seine Bewerbungsunterlagen an den 

Eingliederungsverantwortlichen (IV-act. 90-5). Im Arztbericht vom 21. Dezember 2018 

berichtete Dr. N.___, dass die eingeleitete ambulante cPAP-Therapie vom Versicherten 

nicht toleriert worden sei. Er erachtete den Versicherten aufgrund des schweren, 

unbehandelten OSAS für das Führen von Fahrzeugen, das Bedienen von Maschinen 

etc. als sicher nicht geeignet (IV-act. 73: vgl. IV-act. 87). Am 16. Januar 2019 meldete 

die IV-Stelle dem kantonalen Strassenverkehrs- und Schiffartsamt den Verdacht auf 

Einschränkung der Fahrtauglichkeit (IV-act. 78). Am 4. Februar 2019 kontaktierte der 

Eingliederungsverantwortliche den Versicherten telefonisch und unterbreitete ihm 

erneut den Vorschlag, an einem Einsatzprogramm des RAV (50%-Pensum) 

teilzunehmen. Der Versicherte erklärte dazu, wenn ihm die IV-Stelle oder das RAV das 

Einsatzprogramm auferlegten, werde er das machen. Er habe jedoch Zweifel, ob er ein 

solches Programm mit einem 50 %-Pensum bei seinen Schmerzen erfolgreich 

absolvieren könne. Daraufhin wurde auf das RAV-Einsatzprogramm verzichtet (IV-act. 

90-6 f.). Mit Schreiben vom 6. Februar 2019 teilte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Leistungsbegehrens um berufliche Massnahmen mit. Zur Begründung 

wurde ausgeführt, dass der Versicherte gemäss den Abklärungen derzeit nur in einem 

niedrigen Teilpensum arbeitsfähig sei und von Seiten der IV deshalb keine beruflichen 

Massnahmen möglich seien (IV-act. 93).

A.g. 

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In den ärztlichen Zeugnissen vom 28. Februar, 29. April und 27. Juni 2019 

attestierte Dr. G.___ eine 65%ige Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum vom 1. März bis 

31. August 2019 (IV-act. 96, 100, 113) und im Arztbericht vom 5. März 2019 informierte 

sie die IV-Stelle über das schwere Schlafapnoesyndrom sowie über eine erneute 

Zunahme des lumbospondylogenen Syndroms und der zervikobrachialen Problematik 

links (IV-act. 102-1 ff.). Beigelegt war der Arztbericht von Dr. med. P.___ über die im 

Spital F.___ am 5. März 2019 durchgeführte MRI-Untersuchung der Wirbelsäule (IV-act. 

102-4 f.). In der Stellungnahme vom 5. Juni 2019 empfahl der RAD eine polydisziplinäre 

Untersuchung (Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie; IV-

act. 115). Mit der Begutachtung beauftragt wurde die ABI Begutachtungsinstitut GmbH 

(nachfolgend: ABI; IV-act. 117). Mit ärztlichem Zeugnis vom 30. August 2019 attestierte 

Dr. G.___ eine 65%ige Arbeitsunfähigkeit bis 31. Oktober 2019 (IV-act. 122).

A.h. 

Das polydisziplinäre ABI-Gutachten vom 17. Oktober 2019 (IV-act. 124) beruht auf 

den IV-Akten sowie den gutachterlichen Untersuchungen vom 27. August 2019. 

Durchgeführt wurde die allgemeine internistische Untersuchung von Dr. med. Q.___, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, die psychiatrische Untersuchung von Dr. 

med. R.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die orthopädische 

Untersuchung von Dr. med. S.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, und die neurologische Untersuchung 

von Dr. med. T.___, Facharzt für Neurologie (vgl. IV-act. 124-5/13). Die Gutachter 

stellten folgende Diagnosen, welchen sie Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumassen: 

1. hypertensive Herzkrankheit (ICD-10: I11.9/I48; mit/bei arterieller Hypertonie, 

tachykardem Vorhofflimmern [EKG 27.08.19; ICD-10: I48], mässiger konzentrischer 

Hypertrophie des linken Ventrikels und normaler systolischer Kinetik); 2. chronisches 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.5/Z98.8; mit/bei Status nach CT-

gesteuerter Infiltration der Nervenwurzel L5 links mit Triamcort am 7. Dezember 2016, 

Status nach mikrochirurgischer Dekompression LWK 2/3/4/5 von links mit 

Undercutting nach rechts und Sequestrektomie LWK 4/5 rechts am 23. Februar 2017 

bei degenerativer Spinalkanalstenose LWK 2/3/4/5 und Diskushernie LWK 4/5 rechts 

und radiologischer Diskushernie LWK 4/5 mit möglicher Affektion der Nervenwurzel L5 

rechts); 3. chronische Nacken-Schulter-Arm-Handbeschwerden der adominanten 

linken Seite (ICD-10: M54.2/M79.60; mit/bei radiologisch diskreten Zeichen der 

A.i. 

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Supraspinatus-Tendinopathie und Diskusprotrusion HWK 5/6 mit möglicher Affektion 

der Nervenwurzel C6 rechts und Zervikobrachialgie links ohne Hinweis für 

Radikulopathie oder peripheres Kompressionssyndrom [ICD-10: M53.1]) und 4. OSAS 

(ICD-10: G47.3; mit/bei AHI initial 54/h, ED 08/18 und aktuell unbehandelt). Weiter 

stellten die Gutachter folgende Diagnosen, denen sie keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit zubilligten: 1. Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F54), chronisches 

unspezifisches multilokuläres Schmerzsyndrom (ICD-10: R52.9); 2. Adipositas, BMI 

39.5 kg/m  (ICD-10: E66.9); 3. Polyglobulie (ICD-10: D45), DD sekundäre Genese bei 

Digit 2 und OSAS; 4. asymptomatische Hyperurikämie (ICD-10: E79.0) und 5. bekannte 

Allergie auf Novalgin (anamnestisch Quincke-Ödem; IV-act. 124-9 f.). Aus 

orthopädischer Sicht bestehe in der zuletzt ausgeübten wie auch in einer anderen 

körperlich mittelschweren und schweren Tätigkeit eine volle und bleibende 

Arbeitsunfähigkeit und in einer körperlich leichten, adaptierten Tätigkeit unter 

Wechselbelastung aufgrund des vermehrten Pausenbedarfs eine Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit von 90 %. Das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 

10 kg, die Einnahme von gebückten Positionen sowie von Zwangshaltungen sollten 

vermieden werden (IV-act. 124-10/37 ff.). Im neurologischen Teilgutachten wurde ein 

degeneratives LWS-Syndrom mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhoben. Für 

körperlich leichte Tätigkeiten ohne Rückenbelastung mit der Möglichkeit zu 

Stellungswechseln bestehe eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit (IV-act. 

124-10/47 ff.). In psychiatrischer Hinsicht leide der Versicherte unter einer 

Schmerzverarbeitungsstörung, welche die Arbeitsfähigkeit jedoch nicht beeinträchtige 

(IV-act. 124-10/29 ff.). Im internistischen Teilgutachten werden erwähnt eine 

hypertensive Herzkrankheit mit tachykardem Vorhofflimmern und ein nicht behandeltes 

OSAS, welches zu signifikanten Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit führe (80%ige 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit). Bezüglich des OSAS informierte der Versicherte, dass 

er wegen eines Nasenseptumdefekts und der damit einhergehenden 

Maskenunverträglichkeit noch nicht behandelt sei. Im Oktober 2019 werde er an der 

Nase operiert. Anschliessend werde er die Therapie wieder aufnehmen (IV-act. 

124-10/21 ff.). In der Konsensbeurteilung erklärten die Gutachter, dass aus 

polydisziplinärer Sicht in der zuletzt ausgeübten wie auch in einer körperlich 

mittelschweren und schweren Tätigkeit eine volle und bleibende Arbeitsunfähigkeit und 

in einer körperlich leichten, adaptierten Verweistätigkeit eine Arbeits- und 

2

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Leistungsfähigkeit von 80 % bestehe (IV-act. 124-10). Geeignet seien noch körperlich 

leichte Tätigkeiten unter Wechselbelastung. Das wiederholte Heben und Tragen von 

Lasten über 10 kg, die Einnahme von gebückten Positionen sowie von 

Zwangshaltungen sollten vermieden werden. Nicht geeignet seien selbst- und 

fremdgefährdende Arbeiten, das berufsbedingte Führen von Fahrzeugen – solange 

keine adäquate Behandlung des OSAS durchgeführt worden sei – sowie 

Schichtarbeiten. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei 8 Stunden pro Tag möglich, 

jedoch bestehe eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit aufgrund des erhöhten 

Pausenbedarfs und eines verminderten Rendements. In zeitlicher Hinsicht sei von einer 

50%igen Arbeitsunfähigkeit ab Dezember 2016, einer aufgehobenen Arbeitsfähigkeit 

ab Februar 2017, einer 90%igen Arbeitsfähigkeit ab September 2017 und einer 

80%igen Arbeitsfähigkeit ab August 2018 auszugehen (IV-act. 124-11). Als Ressourcen 

wurden genannt eine abgeschlossene Berufsausbildung, langjährige Berufserfahrung 

sowie ein gutes familiäres Netzwerk (IV-act. 124-10).

Dr. med. U.___, Facharzt für ORL, bescheinigte dem Versicherten vom 24. Oktober 

bis 8. November 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 128) und Dr. G.___ für die 

Zeit danach eine 65%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 130). In der Stellungnahme vom 18. 

November 2019 erklärte die RAD-Ärztin Dr. med. V.___, Fachärztin für Allgemeine 

Innere Medizin FMH, zum ABI-Gutachten, dass die interdisziplinäre Beurteilung 

nachvollziehbar sei (IV-act. 131).

A.j. 

Mit Vorbescheid vom 19. November 2019 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, 

dass vorgesehen sei, gestützt auf den ermittelten Invaliditätsgrad von 29 % das 

Gesuch um eine Invalidenrente abzuweisen (IV-act. 134). Am 9. Januar 2020 erhob der 

Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas, MLaw, Muolen, Einwand 

gegen den Vorbescheid vom 19. November 2019 (IV-act. 146). Am 11. Februar 2020 

ergänzte der Rechtsvertreter den Einwand (IV-act. 151-1 ff.) und reichte einen 

Arztbericht von Dr. G.___ vom 20. Januar 2020 ein. Die Ärztin schätzte die 

Arbeitsfähigkeit für eine leichte körperliche Arbeit, rückenadaptiert (d.h. mit Möglichkeit 

von wechselnden Körperpositionen zwischen Stehen, Bewegen und Sitzen sowie keine 

Arbeit mit gesenktem Kopf) und mit häufigeren Pausen auf 60 bis 70 %. Bei 

Einrechnung der Pausen entspreche dies einer Leistung von 50 bis 60 %. Um die reale 

Belastbarkeit zu prüfen, erachtete sie eine "Evaluation der funktionellen 

A.k. 

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B.  

Leistungsfähigkeit" als notwendig (IV-act. 151-3 ff.). In der Stellungnahme vom 11. 

Februar 2020 führte RAD-Ärztin Dr. V.___ dazu aus, dass Dr. G.___ eine andere 

medizinische Beurteilung des identischen medizinischen Sachverhalts vorgenommen 

habe und ein neuer medizinischer Sachverhalt nicht geltend gemacht worden sei. Im 

Weiteren wies sie darauf hin, dass die ABI-Gutachter auch die Einschätzung von Dr. 

G.___ ausführlich diskutiert, entsprechend gewürdigt und dargelegt hätten, aus 

welchem Grund dieser Einschätzung nicht gefolgt werden könne (IV-act. 152).

Mit Verfügung vom 11. Februar 2020 wies die IV-Stelle das Gesuch um eine 

Invalidenrente ab. Zur Begründung wurde angeführt, dass gemäss den getätigten 

Abklärungen der Versicherte aus medizinischer Sicht in einer leidensangepassten 

Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei. Ausgehend von einem Valideneinkommen von 

Fr. 74'765.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 53'443.- resultiere ein nicht 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 29 %. Zum Einwand des Beschwerdeführers 

wurde erklärt, dass gemäss dem RAD die mit dem Einwand eingereichten Arztberichte 

keine Änderungen an der bisherigen medizinischen Beurteilung ergäben. Da die 

vorhandenen Einschränkungen bereits bei der Festlegung der Arbeitsfähigkeit 

berücksichtigt worden seien, sei ein Leidensabzug nicht angezeigt (IV-act. 153).

A.l. 

Gegen die Verfügung vom 11. Februar 2020 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 11. März 2020. Der Beschwerdeführer beantragt darin die Aufhebung 

der Verfügung vom 11. Februar 2020 und die Ausrichtung zumindest einer 

Viertelsrente. Eventualiter sei die Streitsache zu weiteren Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde insbesondere ausgeführt, 

dass der Versicherte nicht nur unter einem schweren Rückenleiden, sondern auch 

unter einem schweren obstruktiven Schlafapnoesyndrom und einer Herzkrankheit leide. 

Die Arbeitsfähigkeitsschätzung der ABI-Gutachter von 80 % für eine leidensangepasste 

Tätigkeit vermöge nicht zu überzeugen, weshalb auf die Einschätzungen der 

behandelnden Fachspezialisten, welche von einer 50 bis 60%igen Arbeitsfähigkeit 

ausgingen, abzustellen sei. Die Ärzte der Klinik H.___ seien ebenfalls von einer 

massiven Einschränkung ausgegangen. Zudem sei ein Arbeitsversuch gescheitert. Falls 

B.a. 

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nicht auf die Einschätzungen der behandelnden Ärzte abgestellt werde, sei ein 

Leidensabzug von zumindest 15 % zu gewähren. Im Weiteren wird geltend gemacht, 

dass die Beschwerdegegnerin nach dem Begutachtungsergebnis gehalten gewesen 

wäre, Wiedereingliederungsmassnahmen einzuleiten (act. G 1).

Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 27. Mai 2020 

die Abweisung der Beschwerde. Begründet wird dies insbesondere damit, dass auf 

das ABI-Gutachten abgestellt werden könne, denn dieses enthalte eine vollständige 

Anamnese, berücksichtige die geklagten Beschwerden, leuchte in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge ein und enthalte begründete Schlussfolgerungen. 

Auch hätten sich die Gutachter mit den Berichten der behandelnden Ärzte 

auseinandergesetzt und dargelegt, wieso sie zu einer anderen Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit gekommen seien. Zur geforderten Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit wurde ausgeführt, dass eine solche vorliegend nicht erforderlich sei, 

da anlässlich der Begutachtung eine medizinisch-theoretische Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit möglich gewesen sei. Auch aufgrund des gescheiterten 

Arbeitsversuchs könne nicht auf eine höher eingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

geschlossen werden. Im Weiteren wurde erklärt, dass die Abweisung des 

Leistungsbegehrens auf berufliche Massnahmen (Mittteilung vom 6. Februar 2019) 

aufgrund der fehlenden subjektiven Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

erfolgt sei. So habe sich der Beschwerdeführer am 22. November 2018 und 4. Februar 

2019 dahingehend geäussert, dass er sich nicht arbeitsfähig bzw. nicht in der Lage 

fühle, ein RAV-Einsatzprogramm zu absolvieren. Dass der Beschwerdeführer nur noch 

leichte Tätigkeiten ausführen könne, rechtfertige keinen Leidensabzug, denn einerseits 

sei von einem genügend breiten Spektrum zumutbarer Verweistätigkeiten auszugehen 

und andererseits seien die weiteren gesundheitlichen Einschränkungen von den 

Gutachtern mit der verminderten Arbeitsfähigkeit von 80 % berücksichtigt worden (act. 

G 4).

B.b. 

In der Replik vom 10. Juli 2020 hält der Beschwerdeführer vollumfänglich an den 

Rechtsbegehren gemäss der Beschwerde vom 11. März 2020 fest (act. G 8).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 10).B.d. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente.

2.  

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.1. 

Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens 

einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 

wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG).

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

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3.

Zu prüfen ist vorab, ob die vorliegende medizinische Aktenlage für eine Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit ausreicht und die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das ABI-

Gutachten vom 17. Oktober 2019 (IV-act. 124) abgestellt hat.

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

2.4. 

 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). 

Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 

volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/

bb).

2.5. 

Das polydisziplinäre Gutachten vom 17. Oktober 2019 beruht insbesondere auf 

den Untersuchungen des Beschwerdeführers vom 27. August 2019 sowie der 

damaligen Aktenlage (IV-act. 124-5 ff.). Die von den Gutachtern beschriebenen Leiden 

und Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (siehe dazu Sachverhalt A.i.) 

wurden rechtsgenüglich erhoben und sind unbestritten. Nachvollziehbar und ebenfalls 

unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als D.___, die 

erlernte Tätigkeit als B.___ (heutige Berufsbezeichnung: Metallbauer/in; vorausgesetzt 

wird eine gesunde, kräftige körperliche Verfassung, vgl. www.berufsberatung.ch/ dyn/

show/1900?id=2966, zuletzt abgerufen am 9. Dezember 2021) sowie andere körperlich 

mittelschwer und schwer belastende Tätigkeiten gesundheitsbedingt nicht mehr 

ausüben kann (100%ige Arbeitsunfähigkeit; vgl. IV-act. 124-11 f., 131-2). Hinsichtlich 

des Arbeitsfähigkeitsgrads für eine leidensangepasste Tätigkeit besteht dagegen keine 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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Einigkeit. So geht der Beschwerdeführer gestützt auf die Schätzungen von Dr. G.___ 

von einer 50%- bis 60%igen (vgl. act. G 1-2 ff., G 8-2), die Beschwerdegegnerin 

hingegen in Anlehnung an die gutachterlichen Schätzungen von einer 80%igen 

Arbeits-/Leistungsfähigkeit aus (vgl. IV-act. 153, act. G 4).

Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG setzt ein Rentenanspruch eine durchschnittliche 

Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch voraus. Ein Rentenanspruch entsteht zudem frühestens nach Ablauf von 

sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG). 

Die Rente wird vom Beginn des Monats ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch 

entsteht (Abs. 3). Aktenmässig belegt ist eine zumindest 40%ige Arbeitsunfähigkeit ab 

dem 29. November 2016 (vgl. IV-act. 16-3). Die IV-Anmeldung erfolgte am 28. Juni 

2017 (IV-act. 1). Der frühestmögliche Rentenbeginn wäre somit der 1. Dezember 2017. 

Zu beurteilen ist somit die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ab dem 1. 

Dezember 2017.

3.2. 

 3.3. 

Der orthopädische Gutachter Dr. S.___ erachtete ein ganztägiges Arbeitspensum 

in einer leidensangepassten Tätigkeit als zumutbar. Jedoch ging er infolge des 

erhöhten Pausenbedarfs wegen des chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndroms 

sowie der linksseitigen chronischen Nacken-Schulter-Arm-Handbeschwerden von einer 

um 10 % reduzierten Arbeits-/Leistungsfähigkeit aus (IV-act. 124-42 ff.). Dr. S.___ 

erachtete die geklagten Beschwerden – mit Ausnahme einer Minderbelastbarkeit der 

lumbalen Wirbelsäule nach mehretagerem Eingriff und einer gewissen zervikalen 

Problematik bei deutlicher Fehlhaltung im Sinne eines Rundrückens mit 

entsprechender ungünstiger Statik – durch die klinischen und radiologischen Befunde 

als nicht begründbar (IV-act. 124-43). Zur Arbeitsfähigkeitsschätzung (50%ige AF für 

eine leidensangepasste Tätigkeit) der behandelnden Ärztin Dr. G.___ erklärte er, dass 

er aufgrund seiner Untersuchungserkenntnisse dieser nicht folgen könne. Dr. G.___ 

habe keine klinischen, sondern nur radiologische Faktoren genannt, sodass nicht 

nachvollziehbar sei, aufgrund welcher funktionellen Defizite eine auch quantitativ 

hochgradige Arbeitsunfähigkeit bestehen solle (vgl. IV-act. 124-44). Festzustellen ist, 

dass der orthopädische Gutachter eine umfassende und detaillierte Befundaufnahme 

vornahm. Die 90%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ist 

nachvollziehbar und erscheint stimmig und zutreffend zumindest für die Zeit ab dem 

23. August 2017 (sechs Monate nach dem Wirbelsäuleneingriff vom 23. Februar 2017, 

vgl. IV-act. 124-45 f.). Gegen eine höhere Arbeitsunfähigkeit spricht, dass die vom 

3.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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Beschwerdeführer geklagten Einschränkungen und Schmerzen anlässlich der 

Untersuchung nur teilweise bestätigt bzw. nachvollzogen werden konnten und die 

Begutachtung verschiedene Inkonsistenzen ergab. So zeigte der Beschwerdeführer bei 

der expliziten Prüfung eine verminderte Kopfrotation, bei Ablenkung jedoch eine 

Rotation ohne höhergradiges Defizit. Die Prüfung der unteren Extremitäten gelang in 

Rückenlage kaum, in sitzender Position mit hängenden Beinen jedoch völlig 

problemlos und offenbar ohne Leidensdruck. Zu den Arztberichten von Dr. G.___ ist 

anzumerken, dass bildgebend nachgewiesene (pathologische Befunde) für sich allein 

nicht den Schluss auf eine Arbeitsfähigkeit zulassen (BGE 140 V 193 E. 3.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 14. Januar 2016, 9C_514/2015, E. 4). 

Massgebend ist vorliegend vielmehr das Ergebnis der klinischen Untersuchung im 

Rahmen der ABI-Begutachtung. Somit ist aus orthopädischer Sicht von einer 90%igen 

Arbeitsfähigkeit seit dem 23. August 2017 auszugehen.

Der allgemeininternistische Gutachter Dr. Q.___ ging infolge der hypertensiven 

Herzkrankheit und des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms aufgrund des erhöhten 

Pausenbedarfs von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte, 

adaptierte Verweistätigkeit aus. Dies gelte mit Sicherheit ab August 2018, dem 

Zeitpunkt der Diagnosestellung des tachykarden Vorhofflimmerns (vgl. IV-act.

124-24 ff.). Die Arbeitsfähigkeitsreduktion um 20 % ist angesichts der gestellten 

internistischen Diagnosen nachvollziehbar und vermag zu überzeugen. Durch die im 

Oktober 2019 geplante Nasenoperation dürfte sich das OSAS und damit die 

gesundheitliche Situation sowie die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

wahrscheinlich verbessert, zumindest aber nicht verschlechtert haben.

3.3.2. 

Der neurologische Gutachter Dr. T.___ führte im Teilgutachten aus, dass er keine 

neurologischen Ausfälle habe feststellen können. Die motorischen, sensorischen und 

kognitiven Fähigkeiten seien erhalten. Das degenerative LWS-Syndrom (ICD-10: 

M54.5) führe aus neurologischer Sicht bei körperlich leichten Tätigkeiten ohne 

Rückenbelastung und mit der Möglichkeit zu Stellenwechseln zu keiner Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 124-50 ff.). Die gutachterliche Einschätzung vermag zu 

überzeugen, zumal keine abweichenden bzw. widersprechenden neurologischen 

Arztberichte vorliegen.

3.3.3. 

Der psychiatrische Gutachter Dr. R.___ diagnostizierte einzig eine 

Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F54), mass ihr jedoch keine Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit zu. Zur Herleitung der Diagnose führte er aus, dass der 

Beschwerdeführer unter Schmerzen leide und sich nicht mehr arbeitsfähig fühle, ihm 

3.3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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aus somatischer Sicht jedoch eine adaptierte Tätigkeit zumutbar sei. Es liege also eine 

psychische Überlagerung der geklagten Beschwerden vor. Der Beschwerdeführer 

klage zwar über Schmerzen, gestalte den Alltag dennoch aktiv. Er schlafe gut, habe am 

Morgen keine Mühe aufzustehen, unternehme Spaziergänge, verrichte leichte Arbeiten 

im Haushalt, habe eine gute Beziehung mit seinen Familienangehörigen und fahre Auto. 

Bei der psychiatrischen Untersuchung sei die Stimmung ausgeglichen gewesen, so 

dass eigentliche psychopathologische Befunde nicht erhebbar gewesen seien. Zur 

Behandlungsbedürftigkeit erklärte Dr. R.___, dass der Beschwerdeführer bisher 

lediglich zwei Behandlungssitzungen bei den Psychiatrischen Diensten W.___ 

absolviert habe. Eine psychopharmakologische Therapie werde nicht durchgeführt. 

Dass sich der Beschwerdeführer überhaupt nicht mehr als arbeitsfähig einschätze, 

lasse sich weder aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht hinreichend 

objektivieren. Die subjektive Krankheitsüberzeugung sei mindestens teilweise 

invaliditätsfremd und lasse sich durch eine psychiatrische Therapie kaum beeinflussen. 

Da der Beschwerdeführer im Alltag nicht durch schwere, invalidisierende Schmerzen 

beeinträchtig sei, habe die Diagnose einer Schmerzstörung nicht gestellt werden 

können. Der Beschwerdeführer sei im Alltag im Umgang mit seinen somatischen 

Beschwerden nicht durch eine psychiatrische Störung beeinträchtigt (IV-act. 124-32 

ff.). Festzustellen ist, dass die Befundaufnahme umfassend und die Folgerungen des 

Gutachters nachvollziehbar und schlüssig sind, zumal die Akten keine Hinweise 

enthalten, die auf eine namhafte psychische Erkrankung hindeuten. Somit ist von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen.

Die Gutachter gingen nach durchgeführter Konsensbesprechung von einer 

Arbeits-/ Leistungsfähigkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit von 90 % ab 

September 2017 und von 80 % ab August 2018 aus (vgl. IV-act. 124-11 f.). Die 

gutachterliche Konsensbeurteilung vermag hinsichtlich der erhobenen Befunde, der 

gestellten Diagnosen und der Arbeitsfähigkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit 

(acht Stunden pro Tag mit einer um 10 % bzw. 20 % reduzierten Leistungsfähigkeit 

aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs/des verminderten Rendements) zu überzeugen. 

Nicht zu beanstanden ist die Nichtkumulation der orthopädischen und 

allgemeininternistischen Arbeitsunfähigkeiten aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs, 

denn es ist davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer während einer Pause 

zugleich von den orthopädisch und internistisch bedingten Beeinträchtigungen erholen 

kann.

3.3.5. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der medizinische Sachverhalt per 

Verfügungszeitpunkt rechtsgenüglich abgeklärt war. In Übereinstimmung mit der 

3.3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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4.

Nachfolgend sind die erwerblichen Auswirkungen der zuvor ermittelten 

Arbeitsfähigkeiten zu bestimmen. Dabei ist der Invaliditätsgrad unbestrittenermassen 

anhand eines Einkommensvergleichs zu ermitteln (vgl. Erwägung 2.4).

zuständigen Ärztin vom RAD (vgl. IV-act. 131) ist auf das Begutachtungsergebnis und 

speziell auf die Befunderhebung, die Diagnosestellung und die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung für leidensangepasste Tätigkeiten abzustellen. Folglich ist 

von einer Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als D.___ sowie im erlernten 

Beruf als B.___ von 0 % und in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit vom 1. 

September 2017 bis 31. Juli 2018 von 90 % und seit dem 1. August 2018 von 80 % 

auszugehen.

Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich weitere arbeitsmedizinische Abklärungen, 

wie dies der Beschwerdeführer in der Beschwerde vom 11. März 2020 forderte (act. G 

1-2/3/7, G 8-2 ff.).

3.4. 

 4.1. 

Bei der Bestimmung des Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt 

erzielten Einkommen angeknüpft, weil davon auszugehen ist, dass die versicherte 

Person ohne den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit die bisherige Tätigkeit weitergeführt 

hätte (BGE 134 V 322 E. 4.1). Gemäss den Beilagen zum Arbeitgeberfragebogen vom 

10. August 2017 betrug das Einkommen des Beschwerdeführers in seiner letzten 

Tätigkeit als D.___ im Jahr 2016 Fr. 74'765.65 (Fr. 63'600.- [Grundlohn Fr. 5'300.- x 12] 

+ Fr. 11'165.65 [verschiedene Zulagen]; IV-act. 17-11, 9-1). Dementsprechend ist das 

Valideneinkommen auf Fr. 74'766.- für das Jahr 2016 festzusetzen.

4.1.1. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflichen 

Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die versicherte Person nach 

Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare 

neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung 

statistische Werte, insbesondere die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 

Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE), beigezogen 

werden (BGE 139 V 592 E. 2.3). Per 30. Juni 2018 löste die Arbeitgeberin das 

Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer auf (IV-act. 32-5). Der Beschwerdeführer 

war aktenkundig seither nicht mehr arbeitstätig. Am 5. Dezember 2018 erfolgte die 

4.1.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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Anmeldung beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV; vgl. IV-act. 117-2, 

124-9). Da er den angestammten Beruf als D.___ sowie jede andere körperlich 

mittelschwere bis schwere Tätigkeit, wozu auch sein erlernter Beruf als B.___ zu zählen 

ist, nicht mehr ausüben kann (vgl. IV-act. 124-11 f.), ist zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens auf die vorstehend erwähnten Tabellen zurückzugreifen. Gemäss 

der LSE haben Männer im Kompetenzniveau 1 bei einer betriebsüblichen 

wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2016 durchschnittlich ein 

Jahreseinkommen von Fr. 66'803.- erzielt (vgl. Anhang 2 der IVG-Ausgabe der 

Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019).

Die IV-Stelle gewährte dem Beschwerdeführer keinen Abzug vom Tabellenlohn 

(vgl. IV-act. 132). Mit dem Tabellenlohnabzug wird berücksichtigt, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten (Hilfsarbeiter-)Tätigkeiten behindert 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand 

Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer 

versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität, oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Vorliegend ist 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer insbesondere in Folge des 

zusätzlichen Pausenbedarfs im Umfang eines 20%igen Arbeitspensums, der 

verschiedenen und zahlreichen Gesundheitsproblematiken (insb. Herz, Rücken und 

Atmung) und weiterer Einschränkungen (wie kein Motorfahrzeug zu lenken, keine 

selbst- und fremdgefährdenden Arbeiten auszuführen und keine Schichtarbeit zu 

leisten) gegenüber gesunden Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt in einem relevanten 

Ausmass beeinträchtigt ist. Unter diesen Umständen erscheint ein Tabellenlohnabzug 

von 10 % als angemessen (bezüglich Angemessenheit vgl. BGE 123 V 150 E. 2 mit 

Hinweisen; vgl. auch das Formular Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin, 

das bei einer Arbeitsfähigkeit zwischen 75 % und 90 % einen 8%igen Teilzeitabzug 

vorsieht, IV-act. 132).

4.1.3. 

Das Invalideneinkommen bei 80%iger und 90%iger Arbeitsfähigkeit beträgt 

somit Fr. 48'098.- (Fr. 66'803.- x 0.8 x 0.9) bzw. Fr. 54'110.- (Fr. 66'803.- x 0.9 x 0.9). 

Der Invaliditätsgrad in den Zeiträumen mit 80%iger und 90%iger Arbeitsfähigkeit 

beträgt somit gerundet 36 % ([Fr. 74'766.- - Fr. 48'098.-] / Fr. 74'766.-) bzw. 28 % ([Fr. 

74'766.- - Fr. 54'110.-] / Fr. 74'766.-). Selbst bei Gewährung des vom 

Beschwerdeführer geforderten Tabellenlohnabzugs von 15 % (vgl. act. G 8-3) läge der 

4.1.4. 

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5.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das sinngemäss gestellte Gesuch um Prüfung von Eingliederungsmassnahmen/

beruflichen Massnahmen wird zuständigkeitshalber an die Beschwerdegegnerin 

überwiesen.

Invaliditätsgrad bei 80%iger Arbeitsfähigkeit abgerundet bei 39 %. Es liegt somit kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad vor (vgl. Erwägung 2.1).

Die Beschwerde vom 11. März 2020 ist nach dem Gesagten abzuweisen.5.1. 

Die in der Beschwerde vom 11. März 2020 erhobene Rüge, dass die 

Beschwerdegegnerin nach dem Begutachtungsergebnis gehalten gewesen wäre, 

Wiedereingliederungsmassnahmen einzuleiten (vgl. act. G 1-7), ist als sinngemäss 

gestelltes Gesuch um Prüfung von Eingliederungsmassnahmen/beruflichen 

Massnahmen und anschliessenden Erlass einer Verfügung zu interpretieren, zumal die 

Beschwerdegegnerin in der Mitteilung vom 6. Februar 2019 erklärte, berufliche 

Massnahmen seien nicht möglich, da der Beschwerdeführer derzeit nur in einem 

niedrigen Teilpensum arbeitsfähig sei (vgl. IV-act. 93), dieser Ablehnungsgrund jedoch 

in Anbetracht der gutachterlich festgestellten 80%igen Arbeitsfähigkeit und des 

ermittelten Invaliditätsgrads von 36 % seine Geltung verloren hat. Das Gesuch um 

Prüfung von Eingliederungsmassnahmen/berufliche Massnahmen und anschliessenden 

Erlass einer diesbezüglichen Verfügung ist zuständigkeitshalber an die 

Beschwerdegegnerin zu überweisen.

5.2. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 

1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer 

aufzuerlegen. Der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- ist ihm daran 

anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

5.3. 

bis

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3. Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- wird ihm daran angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.12.2021
	Art. 8, Art. 17 ff. IVG. Abstellen auf das polydisziplinäre Gutachten, kein Rentenanspruch wegen zu geringem Invaliditätsgrad, Überweisung des Gesuchs um Integrationsmassnahmen/berufliche Massnahmen an die Beschwerdegegnerin (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Dezember 2021, IV 2020/60).

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