# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab0244ca-609f-51c4-8420-faeb3ca61679
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.03.2025 725 2024 149 (725 24 149)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2024-149_2025-03-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. März 2025 (725 24 149) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rechtsverweigerung mangels Anspruchs auf Wiedererwägung eines gerichtlich bereits 

beurteilten Einspracheentscheids verneint. Kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf 

eine Wiedererwägung, weshalb auch das Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung in der ange-

fochtenen Verfügung, mit welcher die Vorinstanz auf das Wiedererwägungsgesuch nicht 

eingetreten ist, nicht zu beanstanden ist.  

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Andreas Blattner, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Rechtsverweigerung 

 
 
 
A. Die 1964 geborene A.____ war ursprünglich bei der B.____ AG angestellt und in dieser 
Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsgesellschaft (Suva) gegen die Folgen 

 

 
 
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von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 30. Dezember 2013 fuhr ein Tram auf ein 
anderes Tram auf, in dessen Heck die Beschwerdeführerin sass. Aufgrund dieses Aufpralls zog 
sich die Versicherte gemäss Bagatellunfallmeldung vom 6. Januar 2014 Verletzungen am Rü-
cken und am linken Knie sowie eine Stauchung der Wirbelsäule und mehrere Hämatome zu. Die 
Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen für dieses Unfallereignis. Bei persistie-
renden Beschwerden in Form von zervikalen und lumbalen Verspannungen, einer Verlangsa-
mung der Auffassung sowie einer verminderten physischen und psychischen Belastbarkeit er-
folgten im weiteren Nachgang eine Vielzahl von Untersuchungen und Abklärungen der gesund-
heitlichen Verhältnisse. Infolge unterschiedlicher Beurteilungen bezüglich der bildgebend erho-
benen Befunde erging am 14. Juni 2017 insbesondere ein interdisziplinäres Gutachten der Klinik 
C.____). 
 
B. Gestützt auf dieses Gutachten stellte die Suva ihre Leistungen mit Verfügung vom 
15. September 2017 per Ende Oktober 2017 ein. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 
17. November 2017 fest. Eine hiergegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht des 
Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), nach Einholung 
einer ergänzenden Stellungnahme der Klinik C.____ mit Urteil vom 4. April 2019 ab. Eine wiede-
rum hiergegen erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wies das Bun-
desgericht mit Urteil vom 14. August 2019 ab. 
 
C. Mit Eingabe vom 2. August 2022 ersuchte die Versicherte das Kantonsgericht unter Vor-
lage neuerlicher Bildgebungen vom 7. Juni 2022 und 7. September 2021 sowie eines neuroradi-
ologischen Gutachtens des Spitals D.____ vom 13. Juli 2022 um Revision seines Urteils vom 4. 
April 2019. Ebenfalls mit Eingabe vom 2. August 2022 ersuchte sie das Bundesgericht um Revi-
sion des bundesgerichtlichen Urteils vom 14. August 2019. Am 14. August 2022 zog die Versi-
cherte das beim Kantonsgericht anhängig gemachte Revisionsgesuch wieder zurück, worauf das 
Kantonsgericht das entsprechende Revisionsverfahren mit Beschluss des Präsidenten vom 24. 
August 2022 als gegenstandslos abschrieb. Mit Urteil vom 9. September 2022 trat das Bundes-
gericht auf das dort anhängig gemachte Revisionsgesuch der Versicherten vom 2. August 2022 
nicht ein.  
 
D. Am 17. Oktober 2022 ersuchte die Versicherte die Suva um Wiedererwägung des Ein-
spracheentscheids vom 17. November 2017. Sie brachte vor, die neuerlichen Bildgebungen vom 
7. Juni 2022 und vom 7. September 2021 würden aufzeigen, dass der Einspracheentscheid vom 
17. November 2017 zweifellos unrichtig ausgefallen und der damalige Leistungszuspruch (recte: 
die damalige Leistungseinstellung) vor dem Hintergrund der bereits dazumal bestandenen Sach-
lage nicht mehr vertretbar sei. Mit Eingabe an die Suva vom 23. November 2023 hielt die Versi-
cherte an ihrem Wiedererwägungsantrag mit der Begründung fest, dass ihr Revisionsgesuch vom 
Bundesgericht abgelehnt worden sei. Die im Revisionsgesuch genannten Aspekte müssten im 
Umkehrschluss nunmehr von der Suva wiedererwägungsweise aufgenommen werden. Eine er-
neute Prüfung der Angelegenheit dränge sich auch mit Blick auf die fragwürdige Beurteilung der 
Klinik C.____ auf. 
 

 

 
 
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E. Mit Verfügung vom 26. April 2024 trat die Suva auf das Wiedererwägungsgesuch der Ver-
sicherten nicht ein. Es bestehe weder ein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf eine Wieder-
erwägung noch Anlass, auf das Wiedererwägungsgesuch einzutreten.  
 
F. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 23. Mai 
2024 Beschwerde beim Kantonsgericht. Unter dem Titel der Rechtsverweigerung beantragte sie, 
die Suva sei in Aufhebung der angefochtenen Verfügung zu verpflichten, über das Wiedererwä-
gungsgesuch vom 17. Oktober 2022 inhaltlich zu entscheiden. Zur Begründung liess sie im We-
sentlichen vorbringen, aufgrund der Akten würde sich zeigen, dass sich die Suva mit dem Wie-
dererwägungsgesuch bereits inhaltlich befasst habe und damit faktisch darauf eingetreten sei. 
Mit der in Verfügungsform ergangenen Mitteilung, wonach die Suva auf das Wiedererwägungs-
gesuch nicht eintrete und der Beschwerdeführerin hiergegen kein Rechtsmittel offen stehe, be-
gehe die Suva eine Rechtsverweigerung. 
 
G. Mit Vernehmlassung vom 27. Juni 2024 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde. 
Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass sich das Wiedererwägungsgesuch auf 
Beurteilungen stütze, welche erst nach Erlass des fraglichen Einspracheentscheids vom 17. No-
vember 2017 ergangen seien. Da dieser Einspracheentscheid Gegenstand richterlicher Beurtei-
lung gebildet habe, sei eine Wiedererwägung überdies ausgeschlossen. Entgegen der von der 
Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung habe sich die Suva vor Erlass der angefochtenen 
Verfügung einzig mit der verfahrensrechtlichen Frage befasst, ob eine Wiedererwägung über-
haupt zum Tragen kommen könne. Eine materielle Prüfung der strittigen Angelegenheit sei damit 
nicht verbunden gewesen.  
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer oder deren Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausge-
schlossen ist, beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. 
Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die ver-
sicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich 
dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu 
bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht 
gemäss Art. 56 ATSG als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide bzw. gegen Verfügungen der Versicherungsträger, gegen welche eine 

 

 
 
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Einsprache ausgeschlossen ist. Das Kantonsgericht ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Gemäss § 16 Abs. 2 VPO wendet das Kantonsgericht das Recht von Amtes wegen an. 
Es hat deshalb genau zu prüfen, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind und in diesem 
Zusammenhang die geltend gemachten Beschwerdegründe in streitgegenständlicher Hinsicht 
überhaupt zulässig sind. 
 
2. Gemäss Art. 56 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 57 ATSG kann Beschwerde beim kanto-
nalen Versicherungsgericht erhoben werden, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Be-
gehren der betroffenen Person keine Verfügung oder keinen Einspracheentscheid erlässt. Ge-
genstand einer solchen Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbeschwerde bilden 
nicht die materiellen Rechte und Pflichten, sondern einzig die Frage der Rechtsverweigerung 
oder Rechtsverzögerung (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Januar 2008, 9C_854/2007, E. 1 
mit Hinweisen). Eine Rechtsverzögerung ist dann anzunehmen, wenn der Versicherungsträger 
das Verfahren nicht innert angemessener Frist abschliesst. Eine Rechtsverweigerung liegt dem-
gegenüber immer dann vor, wenn der Versicherungsträger trotz entsprechender Pflicht eine ihm 
obliegende Amtshandlung überhaupt nicht vornimmt und er in pflichtwidriger Weise demnach 
völlig untätig bleibt (BGE 133 V 190). Wird eine Rechtsverweigerungs- und verzögerungsbe-
schwerde gutgeheissen, ist der Versicherungsträger durch das Gericht anzuweisen, das Verfah-
ren innert nützlicher Frist abzuschliessen bzw. die fragliche Handlung vorzunehmen (UELI KIESER 
/ MATTHIAS KRADOLFER / MIRIAM LENDFERS, ATSG-Kommentar, 5. Aufl. 2024, Art. 56, Rz. 42 und 
44).  
 
3.1 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige 
Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind, 
und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Diese sogenannte Wiedererwägung 
ist in das Ermessen des Versicherungsträgers gelegt. Er kann hierzu weder von der betroffenen 
Person noch vom Gericht verhalten werden. Das Zurückkommen auf formell rechtkräftige Verfü-
gungen oder Einspracheentscheide beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe liegt vielmehr aus-
schliesslich im Ermessen des Versicherungsträgers. Es besteht mithin kein gerichtlich durchsetz-
barer Anspruch auf eine Wiedererwägung. Verfügungen, mit denen das Eintreten auf ein Wieder-
erwägungsgesuch abgelehnt wurde, sind deshalb grundsätzlich weder beschwerde- noch ein-
spracheweise anfechtbar (BGE 133 V 50 E. 4.1 f.). Auf eine Beschwerde gegen ein Nichteintreten 
auf ein Wiedererwägungsgesuch oder allenfalls gegen einen das Nichteintreten bestätigenden 
Einspracheentscheid der Verwaltung kann demzufolge auch das Gericht nicht eintreten (BGE 
146 V 364 E. 5.1). Ausgenommen bleiben jene Konstellationen, in welchen die Verwaltung auf 
ein Wiedererwägungsgesuch eingetreten ist, die Wiedererwägungsvoraussetzungen geprüft und 
anschliessend einen erneut (ablehnenden) Sachentscheid getroffen hat. Die richterliche Über-
prüfung hat sich diesfalls auf die Frage zu beschränken, ob die Voraussetzungen für eine Wie-
dererwägung gegeben sind. Thema des Beschwerdeverfahrens bildet auch in einem solchen 
Ausnahmefall deshalb nur die Frage, ob der Versicherungsträger seine ursprüngliche formell 
rechtskräftige Verfügung bzw. seinen ursprünglich formell rechtskräftigen Einspracheentscheid 

 

 
 
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zu Recht nicht als zweifellos unrichtig qualifiziert hat (KIESER / KRADOLFER / LENDFERS, a.a.O., 
Art. 53, Rz. 79 mit Verweis auf BGE 119 V 475 E. 1 b/cc).  
 
3.2 Zu beachten ist sodann, dass Verfügungen nur dann in Wiedererwägung gezogen wer-
den können, wenn sie zuvor nicht bereits Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebil-
det haben (Art. 53 Abs. 3 ATSG; BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 148 f., 119 V 233 E. 4 S. 235; SVR 
1995 IV Nr. 60 S. 171 E. 3b; Urteile 9C_671/2015 vom 3. Mai 2016 E. 4 und U 22/07 vom 6. 
September 2007 E. 3.2). Entsprechend bezeichnet Art. 53 Abs. 1 ATSG ausschliesslich die Ver-
fügung und den Einspracheentscheid als Objekte einer Wiedererwägung. Damit wird klargestellt, 
dass gerichtliche Urteile einer Wiedererwägung nicht zugänglich sind (KIESER / KRADOLFER / 
LENDFERS, a.a.O., Art. 53, Rz. 47). Hierfür steht ausschliesslich das Institut einer allfälligen Revi-
sion offen. Hintergrund bildet der Umstand, dass eine abschliessende Beurteilung durch ein Ge-
richt den vorangehenden Verwaltungsentscheid ersetzt, indem ein (zunächst kantonaler) Ge-
richtsentscheid an dessen Stelle tritt (sog. Devolutiveffekt; BGE 136 V 2 E. 2.5). Von der Wieder-
erwägungsmöglichkeit erfasst sind demnach ausschliesslich richterlich nicht beurteilte Verwal-
tungsentscheide (KIESER / KRADOLFER / LENDFERS, a.a.O., Art. 53, Rz. 52). 
 
3.3 Zu ergänzen bleibt, dass für die Bejahung einer Wiedererwägung die ursprüngliche Ent-
scheidung des Verwaltungsträgers bereits im damaligen Entscheidungszeitpunkt und nicht etwa 
nur rückblickend zweifellos unrichtig gewesen sein muss. Die Frage der für eine Wiedererwägung 
vorausgesetzten zweifellosen Unrichtigkeit beurteilt sich mit anderen Worten nach der Sach- und 
Rechtslage im Zeitpunkt des ursprünglichen Verwaltungsentscheids (BGE 143 V 177 E. 5; 138 V 
147 E. 2.1). Bei der Wiedererwägung ist für die Prüfung der Frage einer allfälligen ursprünglichen 
Unrichtigkeit demnach einzig auf die Verhältnisse sowie auf den Wissensstand im damaligen 
Zeitpunkt abzustellen (KIESER / KRADOLFER / LENDFERS, a.a.O., Art. 53, Rz. 43 f.). Führen erst 
spätere Beweismittel zu dieser Erkenntnis, kommt nicht etwa eine Wiedererwägung, sondern eine 
prozessuale Revision zum Tragen (Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2007, 8C_517/2007, 
E. 4.1). 
 
4.1 Wie aus dem Urteil des Kantonsgerichts vom 4. April 2019 und aus dem anschliessen-
den Urteil des Bundesgerichts vom 19. August 2019 hervorgeht, liegt im vorliegenden Fall die 
Konstellation eines richterlich abschliessend beurteilten Verwaltungsentscheids vor. Der Ein-
spracheentscheid vom 17. November 2017 ist mit anderen Worten nicht in formelle Rechtskraft 
erwachsen. Mit der gegen den ablehnenden Einspracheentscheid der Suva vom 17. November 
2017 am 11. Dezember 2017 beim Kantonsgericht erhobenen Beschwerde ging die Beurteilung 
des strittigen Rentenanspruchs zunächst auf das Kantonsgericht und im Rahmen der anschlies-
send in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhobenen Beschwerde an das Bundesgericht 
über. Dieses hat die Beschwerde der Versicherten in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
schliesslich mit Urteil vom 19. August 2019 rechtskräftig abgewiesen. Nachdem die Angelegen-
heit mithin – wiederholt – gerichtlich überprüft worden ist, verbleibt für eine wiedererwägungs-
weise Korrektur der ursprünglichen Leistungsabsprache der Suva nunmehr kein Raum. Hinter-
grund bildet die mit der Litispendenz der Beschwerdeanhebung bereits vom 11. Dezember 2017 
verbundene Rechtsfolge, dass der kantonale Gerichtsentscheid vom 4. April 2019 an die Stelle 
des angefochtenen Einspracheentscheids vom 17. November 2017 getreten ist und diesen 

 

 
 
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infolge Devolutiveffekts ersetzt hat (BGE 136 V 2 E. 2.5). Den Bestimmungen von Art. 53 Abs. 2 
und 3 ATSG zufolge liegt es folglich nicht mehr in der Kompetenz der Beschwerdegegnerin, deren 
Einspracheentscheid vom 17. November 2017 in Wiedererwägung zu ziehen (Urteil des Bundes-
gerichts vom 22. Dezember 2017, 8C_588/2017, E. 3). Diese in Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG sta-
tuierte Ordnung gilt grundsätzlich absolut. Der Einspracheentscheid der Suva vom 17. November 
2017 wäre einer allfälligen Wiedererwägung nur dann zugänglich, wenn die Versicherte ihre da-
zumal gegen diesen Einspracheentscheid beim Kantonsgericht erhobene Beschwerde entweder 
zurückgezogen oder die Suva diese Beschwerde anerkannt hätte (BGE 138 V 343), oder wenn 
die Angelegenheit zwischen den Parteien dazumal vergleichsweise erledigt worden wäre (Urteil 
des Bundesgerichts vom 5. November 2008, 8C_210/2008, E. 5.3). Diesen Ausnahmefällen ge-
meinsam ist der Umstand, dass das Gericht den vorangehenden Verwaltungsentscheid und mit 
ihm die anhängig gemachte Streitsache nicht abschliessend beurteilt (SVR 2009 UV Nr. 16). Eine 
solche Ausnahme liegt hier gerade nicht vor. Die Vornahme einer Wiedererwägung des Ein-
spracheentscheids vom 17. November 2017 ist der Suva daher generell verwehrt, weshalb sich 
deren Verfügung vom 26. April 2024, mit welcher sie nicht auf das Wiedererwägungsgesuch der 
Versicherten vom 17. Oktober 2022 eingetreten ist, als rechtens erweist. Damit ist zugleich ge-
sagt, dass der Suva entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung auch 
keine Rechtsverweigerung angelastet werden kann (oben, Erwägung 2).  
 

4.2 Vor allem aber handelt es sich bei einer Wiedererwägung um einen Rechtsbehelf, der 
ausschliesslich im Ermessen des Versicherungsträgers liegt (oben, Erwägung 3.1). Ein gericht-
lich durchsetzbarer Anspruch auf eine Wiedererwägung besteht nicht. Dies hat zur Konsequenz, 
dass die vorliegend angefochtene Verfügung vom 26. April 2024, mit welcher die Suva ein Ein-
treten auf das Wiedererwägungsgesuch der Versicherten vom 17. Oktober 2022 abgelehnt hat, 
ebenso wenig beschwerdeweise vor dem Kantonsgericht anfechtbar ist (BGE 133 V 50 E. 4.1 f.), 
weshalb auch das Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung in der angefochtenen Verfügung nicht zu 
beanstanden ist. Mangels eines gerichtlich durchsetzbaren Rechtsanspruchs auf Wiedererwä-
gung kann folgerichtig auch das Kantonsgericht auf die vorliegend anhängig gemachte Be-
schwerde der Versicherten vom 23. Mai 2024 nicht eintreten (BGE 146 V 364 E. 5.1).  
 
4.3 An diesem Ergebnis vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. 
Sie lässt zunächst einwenden, dass die Suva in tatsächlicher Hinsicht sehr wohl auf ihr Wieder-
erwägungsgesuch eingetreten sei. So habe sich die Suva mit ihrem Wiedererwägungsgesuch 
auch inhaltlich auseinandergesetzt, indem sie zu der der strittigen Angelegenheit zu Grunde lie-
genden Problematik im Rahmen diverser Telefongespräche bereits Stellung bezogen habe. Die 
Suva hält in ihrer Vernehmlassung dagegen. Sie stellt nicht in Abrede, dass nach der Einreichung 
des Wiedererwägungsgesuchs vom 17. Oktober 2022 diverse telefonische Gespräche mit der 
Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin stattgefunden haben. Diese seien jedoch einzig des-
halb erfolgt, weil die Suva diesen Austausch insofern als angebracht gehalten habe, der Be-
schwerdeführerin bzw. deren Rechtsvertretung aufzuzeigen, dass ein Wiedererwägungsgesuch 
in verfahrensrechtlicher Hinsicht gerade nicht zum Tragen kommen könne. Wie es sich in diesem 
Zusammenhang mit der Rüge verhält, dass diese Gespräche keinen Niederschlag in den Akten 
der Suva gefunden haben, kann letztlich offenbleiben. Hintergrund bildet der Umstand, dass eine 
Wiedererwägung des gerichtlich beurteilten Einspracheentscheids der Suva vom 17. November 

 

 
 
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2017 so oder anders nicht möglich ist (oben, Erwägungen 4.2 f.). Ein solcher Anspruch wäre nur 
dann zu bejahen, wenn die Suva die in Art. 53 Abs. 2 ATSG statuierte Wiedererwägungsvoraus-
setzung der zweifellosen Unrichtigkeit ihrer ursprünglichen Leistungsabsprache konkret geprüft 
und anschliessend auch einen erneut (ablehnenden) Sachentscheid getroffen hätte. Allfällige 
Hinweise, wonach sich die Suva mit einer materiellen Prüfung der Wiedererwägungsvorausset-
zungen auseinandergesetzt hätte, sind jedenfalls keine auszumachen. 
 
4.4 Die Beschwerdeführerin wendet weiter ein, dass die neuerlichen Erkenntnisse bildge-
bender Natur alleine schon deshalb von der Suva im Rahmen eines Wiedererwägungsverfahrens 
aufgenommen werden müssten, weil das Bundesgericht das Vorliegen eines Revisionsgrundes 
verneint habe (Suva-Dok 358). Sie verkennt dabei, dass sich die Frage der für eine Wiedererwä-
gung vorausgesetzten zweifellosen Unrichtigkeit ausschliesslich nach der Sach- und Rechtslage 
beurteilt, wie sie im Zeitpunkt des Einspracheentscheids der Suva vom 17. November 2017 vor-
gelegen hat. Massgebende Basis hinsichtlich einer allfälligen Wiedererwägung   kann daher nur 
der Wissensstand im Zeitpunkt des Einspracheentscheids der Suva vom 17. November 2017 bil-
den. Die erst nachträglich gewonnenen Erkenntnisse und die in diesem Zusammenhang seither 
ergangenen Beweismittel, auf welche sich die Beschwerdeführerin in Form neuerlicher Bildge-
bungen vom 7. Juni 2022 und vom 7. September 2021 sowie eines neuroradiologischen Gutach-
tens des Spitals D.____ vom 13. Juli 2022 stützt, sind einer Wiedererwägung mithin nicht zu-
gänglich, sondern können einzig Gegenstand einer allfälligen prozessualen Revision bilden 
(oben, Erwägung 3.3). Damit ist zugleich gesagt, dass die von der Beschwerdeführerin angeru-
fenen Beweismittel mit Blick auf eine Wiedererwägung prozessual unzulässig wären, Zweifel an 
den gutachterlichen Ergebnissen der Klinik C.____ hervorzurufen. Dass das Bundesgericht in 
Nachachtung der in Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) 
vom 17. Juni 2005 massgebenden Bestimmungen das Revisionsgesuch der Versicherten vom 
2. August 2022 abgelehnt hat, vermag daran nichts zu ändern. Auf die Beschwerde ist bei diesem 
Ergebnis nicht einzutreten (BGE 146 V 364 E. 5.1).  
 
5. Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz 
vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende 
Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird dem Ausgang des Verfah-
rens entsprechend nicht zugesprochen.  
 
6. Gemäss Art. 82 lit. a BGG in Verbindung mit Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG kann gegen Entscheide 
letzter kantonaler Instanzen in Angelegenheiten des öffentlichen Rechts beim Bundesgericht Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden. Der vorliegenden Strei-
tigkeit liegt allerdings die Besonderheit zu Grunde, dass kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch 
auf eine Wiedererwägung besteht (oben, Erwägung 4.2). Die nachstehende Rechtsmittelbeleh-
rung erfolgt deshalb ausdrücklich unter diesem Vorbehalt. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

 
 
Seite 8    

://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.