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**Case Identifier:** bd09ae30-ecfc-5056-b062-e7de2f780591
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 18.10.2017 810 16 380
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_810-16-380_2017-10-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

Vom 18. Oktober 2017 (810 16 380) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung / Schuldenwirtschaft 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Beat Walther,  
Gerichtsschreiberin i.V. Melissa Traber 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____ Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Marcel 
Buttliger, Rechtsanwalt 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus der 

Schweiz (RRB Nr. 1717 vom 6. Dezember 2016) 
 

 
 

 
A. Der am XX.XX.1980 geborene mazedonische Staatsangehörige A.____ reiste im Jahr 
1996 im Alter von 16 Jahren zu seinen Eltern und Geschwistern in die Schweiz ein und erhielt 
in der Folge eine Niederlassungsbewilligung. Im Jahr 2003 verheiratete sich A.____ mit der 
mazedonischen Staatsangehörigen B.____ (geboren 1979) im Heimatland, woraufhin diese im 

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August 2007 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz zog und im September 2012 die 
Niederlassungsbewilligung erhielt. Aus der Ehe gingen die in der Schweiz geborenen Kinder 
C.____ (geboren 2007), D.____ (geboren 2010) und E.____ (geboren 2014) hervor. Seit 2014 
ist er Inhaber der F.____ GmbH. 
 
B. Am 10. Mai 2013 verwarnte das Amt für Migration Basel-Landschaft (AfM) die Ehegat-
ten A.____ und B.____ aufgrund zahlreicher Betreibungen und 55 offener Verlustscheine. Die 
Höhe der offenen Verlustscheine belief sich auf insgesamt Fr. 115‘634.80. Das AfM forderte 
A.____ und B.____ dazu auf, sich künftig an die Gesetze und Ordnung in der Schweiz zu halten 
und ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen bzw. ihre Schulden abzubezahlen und 
keine neuen Schulden zu begründen, andernfalls weiter gehende ausländerrechtliche Mass-
nahmen geprüft würden.  
 
C. A.____ wurde mit Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom  
4. Dezember 2013, vom 27. November 2014 sowie vom 25. Juni 2015 wegen Widerhandlung 
gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 
20. Dezember 1946 zu Bussen in der Höhe von Fr. 250.-- bis Fr. 300.-- verurteilt. 
 
D. Mit Schreiben vom 13. Februar 2015 gewährte das AfM den Ehegatten A.____ und 
B.____ das rechtliche Gehör betreffend den Widerruf ihrer Niederlassungsbewilligungen und 
deren Wegweisung aus der Schweiz. Das AfM führte darin aus, dass die Summe der offenen 
Verlustscheine gegenüber B.____ zwar nicht zugenommen habe, diejenige gegenüber A.____ 
jedoch um rund Fr. 75‘000.-- gestiegen sei. Im Jahr 2014 sei zudem festgestellt worden, dass 
A.____ nebst dem bereits bekannten Fassadenbaubetrieb (G.____ GmbH) noch an zwei weite-
ren konkursiten bzw. verschuldeten Betrieben (H.____ GmbH und F.____ GmbH) beteiligt ge-
wesen sei. Die Gesamtsumme aller offenen Verlustscheine gegenüber A.____ belaufe sich auf 
Fr. 577‘990.75.  
 
E. Die Ehegatten A.____ und B.____, vertreten durch Dr. Stefan Suter, Advokat in Basel, 
nahmen dazu mit Schreiben vom 31. März 2015 Stellung. In der Folge ersuchte das AfM die 
Ehegatten am 30. Juni 2015 bzw. am 24. Februar 2016 um die Beantwortung weiterer Fragen. 
Diesem Ersuchen leisteten die Ehegatten, neu vertreten durch Niggi Dressler, Advokat in Bin-
ningen, mit Schreiben vom 10. August 2015 bzw. vom 11. März 2016 Folge.  
 
F. Mit Verfügung vom 14. Juli 2016 widerrief das AfM die Niederlassungsbewilligungen 
von A.____ und B.____ und wies sie bis spätestens 31. August 2016 aus der Schweiz weg.  
 
G. Gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligungen erhoben die Ehegatten  
A.____ und B.____ mit Eingabe vom 28. Juli 2016 Beschwerde beim Regierungsrat des Kan-
tons Basel-Landschaft (Regierungsrat). 
 
H. Mit Entscheid Nr. 1717 vom 6. Dezember 2016 hiess der Regierungsrat die Beschwer-
de teilweise gut. Die Verfügung des AfM wurde insoweit aufgehoben, als damit die Niederlas-
sungsbewilligung von B.____ widerrufen worden war. Im Übrigen wurde die Beschwerde abge-

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wiesen. A.____ wurde angewiesen, die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des 
Entscheides zu verlassen. In seiner Begründung führte der Regierungsrat aus, dass A.____ 
trotz einschlägiger Verwarnung seitens der Vorinstanz zwei Unternehmungen durch Misswirt-
schaft in den Konkurs geführt und auch als Privatperson grosse Schulden angehäuft habe. Da-
mit habe er den Widerrufsgrund des schwerwiegenden Verstosses gegen die öffentliche Ord-
nung erfüllt. Auch nach Abwägung der sich gegenüberstehenden Interessen erweise sich die 
Wegweisung von A.____ als verhältnismässig, zumal dessen Ehefrau und den drei Kindern 
zugemutet werden könne, ihm nach Mazedonien zu folgen. Sodann verneinte der Regierungs-
rat das Vorliegen eines Härtefalls.  
 
I. Gegen diesen Entscheid erhoben A.____ und B.____, vertreten durch Advokat Niggi 
Dressler, mit Eingabe vom 20. Dezember 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragen, es 
sei der Entscheid des Regierungsrats Nr. 1717 vom 6. Dezember 2016 unter o/e-Kostenfolge 
aufzuheben. Im Weiteren ersuchen sie um Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege.  
 
J. Mit Verfügung vom 13. Januar 2017 wurde neu Dr. Marcel Buttliger, Rechtsanwalt in 
Aarau, als Vertreter der Beschwerdeführer ins Rubrum aufgenommen.  
 
K. Der Regierungsrat liess sich mit Schreiben vom 16. Januar 2017 vernehmen und bean-
tragt die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge.  
 
L. Mit Replik vom 22. März 2017 halten die Beschwerdeführer an ihren Anträgen fest.  
 
M. Mit Duplik vom 26. April 2017 schloss der Regierungsrat weiterhin auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
N. Mit präsidialer Verfügung vom 1. Juni 2017 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
im Rahmen einer Parteiverhandlung überwiesen. Als Auskunftsperson wurde der Treuhänder 
I.____ zur Parteiverhandlung geladen. Des Weiteren wurde den Beschwerdeführern die unent-
geltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt.  
 
O. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen die Beschwerdeführer und ihr Rechtsver-
treter, der Beschwerdegegner sowie I.____ als Auskunftsperson teil. Die Parteien halten voll-
umfänglich an den gestellten Rechtsbegehren fest.  
 

 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 

1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-

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genheit gegeben. Der Beschwerdeführer als Adressat des angefochtenen Entscheids ist ohne 
weiteres berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Die Beschwerde-
führerin ist die Ehegattin des Beschwerdeführers, weist somit ebenfalls ein schutzwürdiges Inte-
resse an der Aufhebung des Entscheids auf und ist demzufolge zur Beschwerde legitimiert  
(Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 
30. März 2011 [810 10 402] E. 1.2). Da auch die weiteren formellen Voraussetzungen gemäss 
den §§ 43 VPO erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts  
gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem 
Kantonsgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Strittig ist vorliegend, ob der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerde-
führers und die damit verbundene Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolgten.  
 
4. Gemäss Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 
(AuG) vom 16. Dezember 2005 verleiht die Niederlassungsbewilligung ihrem Inhaber grund-
sätzlich einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz. 
Es ist somit von einem grundsätzlichen gesetzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf  
Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. 
 
5.1 Indes gilt der gesetzliche Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 34 Abs. 1 AuG nicht abso-
lut. Gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, 
wenn die ausländische Person in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und 
Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen oder diese gefährdet hat. Dieser Wider-
rufsgrund gilt auch, falls die ausländische Person sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen 
und ordnungsgemäss im Land aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG). Die “öffentliche Sicherheit 
und Ordnung“ bildet den Oberbegriff der polizeilichen Schutzgüter: Die öffentliche Ordnung um-
fasst die Gesamtheit der ungeschriebenen Ordnungsvorstellungen, deren Befolgung nach der 
herrschenden sozialen und ethischen Anschauung als unerlässliche Voraussetzung eines ge-
ordneten menschlichen Zusammenlebens anzusehen ist. Die öffentliche Sicherheit bedeutet die 
Unverletzlichkeit der objektiven Rechtsordnung, der Rechtsgüter der Einzelnen (Leben, Ge-
sundheit, Freiheit, Eigentum, usw.) sowie der Einrichtungen des Staates. Eine Verletzung der 
öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist somit namentlich gegeben bei erheblichen oder wieder-
holten Verstössen gegen gesetzliche Vorschriften oder behördliche Verfügungen sowie bei 
Nichterfüllung der öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen (vgl. Art. 80 
Abs. 1 lit. a und b der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 
24. Oktober 2007). Anders als der Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung (Art. 62 Abs. 1 lit. c 
AuG), welcher voraussetzt, dass der Ausländer "erheblich oder wiederholt" gegen die öffentli-
che Sicherheit und Ordnung verstossen hat, bedingt ein Widerruf der Niederlassungsbewilli-
gung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG, dass ein solcher Verstoss "in schwerwiegender 

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Weise" erfolgt ist. Dass damit vergleichsweise erhöhte Anforderungen an diesen Bewilligungs-
widerruf gestellt werden, ergibt sich eindeutig aus dem französischen Wortlaut der genannten 
Bestimmungen: Während Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG von einem Verstoss "de manière grave ou 
répétée" spricht, wird in Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG die qualifizierte Formulierung "de manière très 
grave" verwendet. Diese Unterscheidung überzeugt, vermittelt die Niederlassungsbewilligung 
doch das gefestigtere Anwesenheitsrecht als eine blosse Aufenthaltsbewilligung und besteht 
bei niedergelassenen Ausländern oftmals eine vergleichsweise engere Verbindung zur Schweiz 
(vgl. die Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 
2002, Bundesblatt [BBl] 2002 3709, S. 3810). 
 
5.2 Rechtsprechungsgemäss genügt Schuldenwirtschaft für sich allein nicht für den Wider-
ruf der Niederlassungsbewilligung. Vorausgesetzt ist die Mutwilligkeit der Verschuldung, d.h. 
diese muss selbst verschuldet und qualifiziert vorwerfbar sein (BGE 137 II 297 E. 3.3). Davon 
ist nicht leichthin auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_997/2013 vom 21. Juli 2014 
E. 2.2). Wurde bereits eine ausländerrechtliche Verwarnung (Art. 96 Abs. 2 AuG) ausgespro-
chen, ist entscheidend, ob die ausländische Person danach weiterhin mutwillig Schulden ange-
häuft hat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass, wer einem betreibungsrechtlichen Verwertungs-
verfahren, insbesondere der Lohnpfändung, unterliegt, zum vornherein keine Möglichkeit hat, 
ausserhalb des Betreibungsverfahrens Schulden zu tilgen. Das führt in solchen Fällen dazu, 
dass im Vergleich zu früher weitere Betreibungen hinzukommen können oder der betriebene 
Betrag angewachsen sein kann, ohne dass allein deswegen Mutwilligkeit vorliegt. Von ent-
scheidender Bedeutung ist, welche Anstrengungen zur Sanierung unternommen worden sind. 
Positiv ist etwa zu würdigen, wenn vorbestandene Schulden abgebaut worden sind. Ein Wider-
ruf ist dagegen zulässig, wenn in vorwerfbarer Weise weitere Schulden angehäuft worden sind 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_164/2017 vom 12. September 2017 E. 3.1 und 
2C_997/2013 vom 21. Juli 2014 E. 2.2 mit Hinweisen).  
 
6.1 Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen eines Widerrufsgrundes und bringt 
diesbezüglich vor, dass er faktisch nicht für die Führung der H.____ GmbH sowie der G.____ 
GmbH verantwortlich gewesen sei, sondern sein Bruder. Die aus deren Geschäftsführung ent-
standenen Verlustscheine seien demnach auch nicht ihm zuzurechnen. Seine eigene Firma, die 
F.____ GmbH, sei – wie die Bilanz- und Erfolgsrechnung zeigen würde – auf einem guten Weg. 
Er habe sodann eine Zahlungsvereinbarung mit dem Betreibungsamt J.____ getroffen und zah-
le monatlich Fr. 410.-- ab. Im Juli 2016 habe er ferner Fr. 10‘516.90 und Fr. 2‘586.25 an die 
eidgenössische Steuerverwaltung überwiesen. Er habe zudem mit seinem Treuhänder ein Kon-
zept ausgearbeitet, um weitere Betreibungen zu verhindern und administrative Probleme zu 
lösen (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 3 und 4). Dies zeige deutlich, dass er sich bemühe, seinen 
Verbindlichkeiten nachzukommen.  
 
6.2 Der Regierungsrat erwog, dass auf den Beschwerdeführer persönlich per 16. Juni 
2016 Verlustscheine in der Höhe von knapp Fr. 240‘000.-- verzeichnet gewesen seien. Ferner 
belaufe sich die Höhe der Verlustscheine, welche dem Beschwerdeführer als Gesellschafter 
oder Geschäftsführer zuzurechnen seien auf Fr. 425‘000.--. Dabei handle es sich in erster Linie 
um Schulden verursacht durch die H.____ GmbH sowie die G.____ GmbH. Über beide Firmen 

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sei bereits der Konkurs eröffnet worden. Hinsichtlich der F.____ GmbH, die der Beschwerdefüh-
rer seit April 2014 führe, seien im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vier 
Verlustscheine im Betrag von insgesamt Fr. 26‘000.-- verzeichnet gewesen (vgl. Verfügung des 
AfM, S. 4 und Handelsregisterauszug vom 29. Juli 2015). Der Regierungsrat stellt sich daher 
auf den Standpunkt, dass dem Beschwerdeführer spätestens im Zuge des Konkurses der 
H.____ GmbH hätte bewusst werden müssen, dass er mit der Führung von Unternehmungen 
auf dem Gebiet des Fassadenbaus überfordert sei. Dass er sich ungeachtet dessen auf dem-
selben Geschäftszweig weiter betätigt und dabei ein weiteres Unternehmen in den Konkurs und 
ein Drittes an den Rande desselben geführt habe, gereiche ihm zu einem schweren Verschul-
den. Der Beschwerdeführer habe ganz offensichtlich in Kauf genommen, im Zuge seiner Ge-
schäftstätigkeit einer grossen Anzahl von Gläubigern erhebliche Verluste zuzufügen. Damit sei 
sein geschäftliches (Fehl-)Verhalten als mutwillig im Sinne der Rechtsprechung zu qualifizieren. 
Dass der Beschwerdeführer geflissentlich unterlassen habe, sowohl für sich selbst als auch für 
seine Angestellten Sozialversicherungsbeiträge an die zuständige Sozialversicherungsanstalt 
abzuliefern, stelle einen weiteren Beleg für dessen mutwilliges Verhalten dar. Die Vorinstanz 
habe die fortgesetzte Verschuldung des Beschwerdeführers somit zu Recht als schwerwiegen-
den Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b 
AuG qualifiziert.  
 
6.3 Wie aus den aktenkundigen Auszügen des Handelsregisters Basel-Landschaft betref-
fend die H.____ GmbH, die G.____ GmbH sowie die F.____ GmbH hervorgeht, war bzw. ist der 
Beschwerdeführer jeweils als Geschäftsführer und Gesellschafter (mit-)eingetragen. Entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers ist er unabhängig von seinem tatsächlichen Einfluss auf 
die Unternehmensführung der H.____ GmbH als beteiligter Gesellschafter und Geschäftsführer 
mitverantwortlich für den Geschäftsgang und damit für die entstandenen Schulden. Der Be-
schwerdeführer war zudem ab April 2011 an der G.____ GmbH als Gesellschafter und Ge-
schäftsführer beteiligt und ab Juli 2011 als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer einge-
tragen (vgl. Handelsregisterauszug G.____ GmbH vom 29. Juli 2015). Bei der F.____ GmbH ist 
der Beschwerdeführer sodann seit April 2014 als alleiniger Geschäftsführer und Gesellschafter 
eingetragen (vgl. Handelsregisterauszug F.____ GmbH). Demzufolge sind ihm auch die aus der 
Unternehmensführung der beiden letztgenannten Firmen entstandenen Schulden zuzurechnen.  
 
6.4 Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der formellen ausländerrechtlichen Verwar-
nung vom 10. Mai 2013 mit insgesamt 52 offenen Verlustscheinen in der Höhe von insgesamt 
Fr. 107‘098.20 im Betreibungsregister verzeichnet (vgl. Auszüge Betreibungsregister J.____ 
und K.____ vom 10. April 2013). Der Beschwerdeführer war somit bei der Verwarnung in erheb-
lichem Masse verschuldet. Per 25. Juni 2015 waren auf seinen Namen bereits 81 Verlustschei-
ne im Gesamtbetrag von Fr. 232‘860.85 registriert (vgl. Auszug Betreibungsregister vom 
25. Juni 2015). Zudem sind gemäss Betreibungsregisterauszug vom 19. Mai 2016 zwei weitere 
Verlustscheine in der Höhe von Fr. 6‘666.85 verzeichnet worden. Demzufolge stiegen die per-
sönlichen Schulden des Beschwerdeführers nach der Verwarnung erheblich an. Hinsichtlich der 
geschäftlichen Schulden kann Folgendes festgehalten werden: Der Beschwerdeführer hat an 
der Parteiverhandlung zwar vorgebracht, dass er sich bei der H.____ GmbH lediglich im Sinne 
eines symbolischen Beitrags beteiligt habe, weshalb er keinen Einfluss auf die Unternehmens-

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führung gehabt habe (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 5). Wie bereits ausgeführt, kann diesem 
Vorbringen nicht gefolgt werden, zumal er als Geschäftsführer der GmbH für die Schulden mit-
verantwortlich ist. In Bezug auf die G.____ GmbH ist festzustellen, dass diese per 27. Mai 2013 
Betreibungen in der Höhe von Fr. 175‘431.40 aufwies (vgl. Auszug Betreibungsregister J.____ 
vom 27. Mai 2013), welche sich per 25. Juni 2015 auf Fr. 253‘529.02 erhöht hatten. Ferner ver-
zeichnete sie neu 42 offene Verlustscheine in der Höhe von Fr. 169‘225.50 (vgl. Auszug Betrei-
bungsregister G.____ GmbH vom 25. Juni 2015). Offen bleiben kann, inwieweit ihm diese an-
gehäuften Schulden qualifiziert vorwerfbar sind. Die F.____ GmbH, welche der Beschwerdefüh-
rer ab April 2014 übernommen hatte, war per Juli 2016 mit zahlreichen Betreibungen und Ver-
lustscheinen in der Höhe von rund Fr. 26'000.-- registriert. Bis zur Widerrufsverfügung des AfM 
am 14. Juli 2016 sind drei neue Verlustscheine auf die F.____ GmbH in der Höhe von 
Fr. 15‘666.40 (vgl. Auszug Betreibungsregister F.____ GmbH vom 16. Juni 2016) ausgestellt 
worden. Gemäss Betreibungsregisterauszug vom 15. November 2016 bzw. vom 17. Oktober 
2017 sind keine weiteren Verlustscheine hinzugekommen. Zu berücksichtigen ist immerhin, 
dass es sich bei den aufgeführten Forderungen teilweise um ältere Schulden handelte, die be-
reits vor der Verwarnung bzw. unabhängig von einem Zutun des Beschwerdeführers entstan-
den waren. Das AfM hat zur Begründung der Widerrufsverfügung jedoch ausschliesslich Ver-
lustscheine berücksichtigt, welche ihren Ursprung nach ergangener Verwarnung hatten. Der 
Beschwerdeführer hat somit trotz der ausländerrechtlichen Verwarnung über Jahre hinweg wei-
terhin und in beträchtlichem Umfang Schulden angehäuft, was von ihm auch nicht bestritten 
wird. 
 
6.5 Wie dargelegt genügt die blosse Anhäufung von weiteren Schulden rechtsprechungs-
gemäss jedoch für sich genommen noch nicht. Vielmehr muss der Beschwerdeführer diese 
mutwillig verursacht haben. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, einen Treuhänder 
mit der Betreuung der Buchhaltung der F.____ GmbH beauftragt zu haben. Zu welchem Zeit-
punkt dieser engagiert wurde, konnte weder aufgrund der Akten noch anlässlich der Parteiver-
handlung abschliessend geklärt werden (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 5 und 6). Wie in Erwä-
gung 6.4 hiervor geschildert, generierte der Beschwerdeführer dennoch neue Schulden und er 
vermag allein mit dem Vorbringen, einen Treuhänder beigezogen zu haben, nichts zu seinen 
Gunsten vorzubringen. Im Gegenteil hat sich anlässlich der heutigen Parteiverhandlung her-
ausgestellt, dass die Schuldensituation bislang nicht besprochen worden bzw. vom Beschwer-
deführer erst kürzlich zum Thema gemacht worden ist (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 7). Eben-
so an der Sache vorbei geht das Argument des Beschwerdeführers, dass es mit seinem Ein-
kommen bisher kaum möglich gewesen sei, alte Schulden zu begleichen. Dies vermag denn 
auch die Entstehung neuer Schulden nicht zu erklären. Dies gilt umso mehr, als er in der betref-
fenden Zeitperiode stets erwerbstätig war und sich einen Lohn, welcher über dem nach dem 
massgebenden Gesamtarbeitsvertrag vorgeschriebenen liegt, auszahlen liess (vgl. Verhand-
lungsprotokoll, S. 7; Arbeitsvertrag vom 10. April 2014). Er erzielte zunächst ein monatliches 
Einkommen von Fr. 5‘300.-- und wies im Lohnausweis für das Jahr 2015 einen Jahreslohn in 
der Höhe von Fr. 61‘085.-- aus. Gemäss Lohnausweis 2016 erwirtschaftete der Beschwerde-
führer – bei gleichem Arbeitsvertrag – im darauffolgenden Jahr Fr. 84‘328.--. Anlässlich der 
heutigen Parteiverhandlung hat sich zudem herausgestellt, dass er überdies den durch die 
F.____ GmbH erwirtschafteten Gewinn als Gratifikation ausbezahlt erhielt (vgl. Verhandlungs-

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protokoll, S. 7). Dass der Beschwerdeführer bei dieser Sachlage neue Schulden angehäuft hat, 
lässt auf eine mutwillige Vernachlässigung der finanziellen Verpflichtungen schliessen. Auf-
grund der geschilderten Umstände ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nicht 
ernsthaft gewillt war, seine Schulden entsprechend seinen Möglichkeiten zurückzuzahlen. Der 
Beschwerdeführer hat sich erst nach Einleitung des Wegweisungsverfahrens an das Betrei-
bungsamt gewandt und eine Zahlungsvereinbarung getroffen, wonach er monatlich Fr. 410.-- 
seiner Schulden tilgen werde (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 3). Gemäss den eingereichten 
Zahlungsbelegen hat er bislang Schulden in der Höhe von rund Fr. 13‘000.-- beglichen (Zah-
lungsbeleg vom 31. Mai 2016 und vom 15. Juli 2016). Da der Beschwerdeführer aber trotz vor-
handener Mittel seine Schulden zunächst nicht reduzierte, sondern noch anwachsen liess, kann 
die erwähnte Zahlung nicht ausschlaggebend für eine angeblich verbesserte "Zahlungsmoral" 
sein. Erschwerend hinzu kommt, dass sich anlässlich der heutigen Parteiverhandlung – und 
entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers – herausgestellt hat, dass bis heute keine 
signifikanten Sanierungsbemühungen unternommen wurden bzw. ein Schuldensanierungsplan 
zu keinem Zeitpunkt in Angriff genommen wurde (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 3, 7 und 10). 
Unter diesen Umständen hat der Beschwerdeführer insgesamt zu wenig unternommen, um sei-
ne Schulden nachhaltig abzubauen. Damit ist das Vorliegen einer mutwilligen Verschuldung zu 
bejahen und folglich der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG gegeben.  
 
7.1 Liegt ein Widerrufsgrund nach Art. 63 AuG vor, muss die Massnahme im konkreten 
Fall auch verhältnismässig sein (Art. 96 Abs. 1 AuG). Die Verhältnismässigkeitsprüfung 
erfordert eine Interessenabwägung, welche die wesentlichen Umstände des Einzelfalls berück-
sichtigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_39/2016 vom 31. August 2016 E. 3.1). Verlangt ist 
insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung der 
Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sin-
ne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 
mit Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration 
bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie dro-
henden Nachteile zu berücksichtigen (BGE 139 I 31 E. 2.3.1; Urteil des Bundesgerichts 
2C_263/2016 vom 11. November 2016 E. 3.2).  
 
7.2 Im Zusammenhang mit dem Widerrufsgrund der mutwilligen Nichterfüllung öffentlich-
rechtlicher und privatrechtrechtlicher Verpflichtungen ist zu berücksichtigen, dass die öffentli-
chen Interessen am Widerruf bzw. an der Nichtverlängerung der Bewilligung umso gewichtiger 
sind, je mehr sich eine ausländische Person verschuldet und sich trotz Verwarnung nicht um 
Schuldentilgung bemüht hat. Indessen ist das öffentliche Interesse an der Fernhaltung auslän-
discher Personen, welches einzig dem Schutz potentieller Gläubiger dient, grundsätzlich von 
geringerem Gewicht als dasjenige, straffällige oder dauernd sozialhilfeabhängige Ausländerin-
nen und Ausländer aus der Schweiz fernzuhalten (vgl. SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/Gächter/
Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, 
N 36 zu Art. 62 AuG).  
 
8.1 Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer konstant, in erheblichem 
Umfang und in qualifiziert vorwerfbarer Weise über Jahre hinweg Schulden angehäuft hat. Die 

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finanzielle Situation des Beschwerdeführers hat sich trotz der ausländerrechtlichen Verwarnung 
im Jahr 2013 verschlimmert. Auch hat es der Beschwerdeführer jahrelang und trotz Beizugs 
eines Treuhänders unterlassen, einen Schuldensanierungsplan zu errichten. Zu beachten ist 
dabei, dass er über mehrere Jahre hinweg keine Sozialversicherungsbeiträge für sich und seine 
Angestellten leistete. Die vom Beschwerdeführer angehäuften Schulden betreffen hauptsächlich 
öffentlich-rechtliche Forderungen wie (obligatorische) Versicherungsbeiträge sowie Ausstände 
gegenüber der Steuerverwaltung (Mehrwertsteuerzahlungen). Der Beschwerdeführer hat somit 
wiederkehrende öffentlich-rechtliche Verpflichtungen vernachlässigt. Unter Berücksichtigung 
dieser Umstände ist von einem gewichtigen öffentlichen Interesse am Widerruf der Aufenthalts-
bewilligung auszugehen. 
 
8.2 Dem öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung sind die priva-
ten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen.  
 
8.3 Der Beschwerdeführer reiste im Alter von 16 Jahren im Rahmen des Familiennachzugs 
in die Schweiz ein. Er befindet sich folglich seit rund 20 Jahren in der Schweiz und hat einen 
grossen Teil seines Lebens hier verbracht. Der Beschwerdeführer führt eine langjährige Ehe, 
aus der drei Kinder hervorgegangen sind, welche alle hier geboren sind. Nebst seiner Kernfami-
lie leben auch die Eltern des Beschwerdeführers und der Grossteil seiner Geschwister in der 
Schweiz. Demzufolge ist grundsätzlich von einem gewichtigen privaten Interesse des Be-
schwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz auszugehen. Auch konnte sich der Be-
schwerdeführer im Rahmen der heutigen Parteiverhandlung auf Deutsch verständigen. Wirt-
schaftlich und beruflich kann angesichts seiner Schuldensituation zwar nicht von einer erfolgrei-
chen Integration gesprochen werden. Immerhin ist dem Beschwerdeführer diesbezüglich aber 
anzurechnen, dass er stets einer Arbeit nachgegangen ist. Positiv zu würdigen ist auch die Tat-
sache, dass der Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt Sozialhilfe bezogen hat. Schliesslich ist 
zu beachten, dass die F.____ GmbH für das laufende Jahr voraussichtlich eine Umsatzsteige-
rung erzielen wird, wie anlässlich der Parteiverhandlung dargelegt wurde (vgl. Bilanz- und Er-
folgsrechnung F.____ GmbH der Jahre 2015 und 2016). Insofern ist neu von einer leichten 
Verbesserung der Einkommenssituation und gestützt auf einen Schuldensanierungsplan von 
einem kontinuierlichen Abbau der Schulden auszugehen. In strafrechtlicher Hinsicht ist der Be-
schwerdeführer nur geringfügig negativ aufgefallen. Vor diesem Hintergrund führt die Interes-
senabwägung insgesamt dazu, dass die öffentlichen Interessen die privaten Interessen des 
Beschwerdeführers und seiner Familie an einem Verbleib in der Schweiz knapp nicht zu über-
wiegen vermögen. Demgemäss erweist sich der von der Vorinstanz geschützte Widerruf der 
Aufenthaltsbewilligung im jetzigen Zeitpunkt als unverhältnismässig. Nach dem Gesagten ist die 
Beschwerde gutzuheissen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigt es sich, einen An-
spruch nach Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 zu prüfen. 
 
9. Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die Interessenabwägung in 
Zukunft anders ausfallen dürfte, wenn der Beschwerdeführer trotz der soeben beschriebenen 
leicht verbesserten Einkommenssituation nicht eine Abnahme der bestehenden Schulden errei-
chen oder gar mutwillig neue Schulden verursachen würde. 

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10.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass, nicht jedoch der Vorinstanz,  
auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Da vorliegend der Beschwerdegegner als Vorinstanz unterlegen 
ist, werden keine Verfahrenskosten erhoben.  
 
10.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist den Be-
schwerdeführern eine Parteientschädigung zulasten des Beschwerdegegners zuzusprechen. In 
seinen Honorarnoten vom 30. Juni 2017 sowie vom 18. Oktober 2017 macht der Rechtsvertre-
ter der Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Aufwand von 
17 Stunden à Fr. 200.-- geltend. Aus der detaillierten Auflistung ergibt sich, dass Leistungen, 
welche im Zusammenhang mit der Mandatsübernahme erfolgt sind, geltend gemacht werden. 
Diese Aufwandposten (insgesamt 1.5 Stunden) sind abzuziehen. Für die heutige Parteiverhand-
lung sind dem Rechtsvertreter 2.5 Stunden zuzusprechen. Daraus resultiert ein Aufwand von 
insgesamt 18 Stunden. Ferner macht der Rechtsvertreter in seinen Honorarnoten vom 30. Juni 
2017 bzw. vom 18. Oktober 2017 Auslagen für Fotokopien in der Höhe von Fr. 995.50 (beste-
hend aus Fr. 724.-- und Fr. 271.50) geltend. Das geforderte Honorar erweist sich als hinsichtlich 
dieser Auslagen als überhöht, da der Beschwerdeführer pro Kopie Fr. 1.50 geltend macht. Nach 
§ 15 Abs. 2 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 be-
trägt der Auslagenersatz bei Massenkopien Fr. 0.50 pro Seite. Entsprechend werden die gel-
tend gemachten Auslagen für Kopiaturen auf Fr. 331.85 reduziert. Der Beschwerdegegner hat 
den Beschwerdeführern demzufolge eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4‘373.80 
(inkl. Auslagen in der Höhe von insgesamt Fr. 449.80 und 8 % MWST) auszurichten.  
 
10.3 Was die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens anbelangt, ist die Angelegenheit zu 
deren Neuverlegung an den Regierungsrat zurückzuweisen.  
 
  

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungsrates 

des Kantons Basel-Landschaft Nr. 1717 vom 6. Dezember 2016 betref-
fend den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus 
der Schweiz aufgehoben. 

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
   
 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat den Beschwerde-

führern eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'373.80 (inkl. 
Auslagen und 8 % MWST) zu bezahlen. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
Gerichtsschreiberin i.V.