# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8bca77be-a4f9-5cab-844a-781c4acd0265
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-26
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 26.08.2025 BK 2025 201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-201_2025-08-26.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 201

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 26. August 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, 
Oberrichterin Hubschmid
Gerichtsschreiberin Lienhard

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Post-
fach, 3001 Bern

Gegenstand Erkennungsdienstliche Erfassung

Strafverfahren wegen sexueller Übergriffen

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 23. April 2025 (BM 24 28805)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft/ 
Vorinstanz) führt gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ein Strafver-
fahren wegen sexueller Übergriffe zum Nachteil von C.________ und D.________. 
Mit Verfügung vom 23. April 2025 ordnete die Staatsanwaltschaft die erkennungs-
dienstliche Erfassung des Beschwerdeführers an. Dagegen erhob er, amtlich vertei-
digt durch Fürsprecher B.________, am 5. Mai 2025 Beschwerde bei der Beschwer-
dekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Be-
schwerdekammer) und beantragte:
A. Hauptantrag
1. Verfügung der regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland im Verfahren EO 24 28805 vom 

23. April 2025 sei aufzuheben. 

B. Hauptantrag
2. Dem Beschwerdeführer sei für das mit vorliegender Beschwerde angehobene Beschwerdeverfah-

ren die amtliche Verteidigung zu gewähren.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen

Am 7. Mai 2025 eröffnete die Verfahrensleitung ein Beschwerdeverfahren, erteilte 
der Beschwerde von Amtes wegen die aufschiebende Wirkung, stellte der General-
staatsanwaltschaft eine Kopie der Beschwerde zu und hiess das Gesuch um amtli-
che Verteidigung unter Beiordnung von Fürsprecher B.________ für das Beschwer-
deverfahren gut. Nach Eingang der amtlichen Akten BM 24 28805 (ein Ordner) er-
hielt die Generalstaatsanwaltschaft Gelegenheit zur Stellungname. Mit Verfügung 
vom 6. Juni 2025 nahm und gab die Verfahrensleitung von der Stellungnahme der 
Generalstaatsanwaltschaft Kenntnis, womit die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde beantragt wurde.

2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei der 
Beschwerdekammer in Strafsachen innert zehn Tagen schriftlich und begründet Be-
schwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Schwei-
zerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] 
i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; 
BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung unmit-
telbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Beschwer-
deführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Be-
schwerde ist einzutreten.

3.

3.1 Dem Beschwerdeführer werden sexuelle Übergriffe zum Nachteil zweier Frauen in 
der Klinik E.________ vorgeworfen, begangen zwischen dem 11. Juni und dem 
1. Juli 2024. Konkret soll er C.________ sexuell genötigt und vergewaltigt haben. 
F.________ soll er sexuell belästigt haben. Der Beschwerdeführer bestreitet die ge-
gen ihn erhobenen Vorwürfe.

3

3.2 Gemäss Anzeigerapport vom 24. April 2025 meldete der Chefarzt und stellvertre-
tende CEO der Klinik E.________, Dr. med. G.________, der Kantonspolizei Bern 
am 3. Juli 2024, dass es anlässlich des Klinikaufenthalts des Beschwerdeführers zu 
sexuellen Übergriffen zum Nachteil der genannten Personen gekommen sei. Am 
9. Juli 2024 wurde Dr. med. G.________ als Auskunftsperson einvernommen. Er 
gab an, dass er sich (Anmerkung der Kammer: betreffend den Beschwerdeführer) 
vom Kantonsarzt von der Schweigepflicht habe entbinden lassen (Einvernahme von 
der Dr. med. G.________ als Auskunftsperson vom 9. Juli 2024 [nachfolgend: EV 
Dr. med. G.________], S. 1 Z. 16-20). Weiter führte er aus, dass von verschiedenen 
Mitpatienten über ein bedrohliches Auftreten des Beschwerdeführers berichtet wor-
den sei. Der Beschwerdeführer sei zweimal verwarnt worden. Nach dem dritten Vor-
fall habe man die Therapie am 1. Juli 2024 abgebrochen (EV Dr. med. G.________, 
S. 1-2 Z. 20-25). In der Folge hätten sich F.________ und C.________ an das Per-
sonal gewandt und von sexuellen Übergriffen durch den Beschwerdeführer berichtet. 
Beide hätten ihn von der Schweigepflicht entbunden (zum Ganzen: EV Dr. med. 
G.________, S. 2 Z. 28-64). Darüber hinaus seien noch drei weitere Vorfälle gemel-
det worden. Diese beträfen wohl Nötigungen ohne übergriffigen Körperkontakt (zum 
Ganzen: EV Dr. med. G.________, S. 2 Z. 64-75). Am 13. Juli 2024 bzw. am 
13. September 2024 wurden C.________ und F.________ je ein erstes Mal delegiert 
einvernommen; am 6. bzw. 25. März 2025 wurden sie parteiöffentlich befragt. Der 
Beschwerdeführer wurde am 16. Oktober 2024 als beschuldigte Person parteiöffent-
lich befragt. Auf Anraten der Verteidigung verweigerte er die erkennungsdienstliche 
Erfassung. 

3.3  Am 23. April 2025 erging die angefochtene Verfügung. Diese wurde wie folgt be-
gründet:
A.________ wurde das Formular ED-Behandlung ausgehändigt und er wurde aufgefordert, bis am 
15.04.2025 selbständig einen Termin zu vereinbaren. Bis heute vereinbarte A.________ keinen ent-
sprechenden Termin.

Vorliegend wird der Beschuldigte der sexuellen Übergriffe zum Nachteil von zwei Frauen in der Klinik 
E.________ verdächtigt (Verdacht der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung in Bezug auf 
C.________ und der sexuellen Belästigung in Bezug auf F.________). Der Beschuldigte bestritt bei der 
Einvernahme vom 16.10.2025 die Vorwürfe. Der diesbezügliche Tatverdacht ergibt sich indes aus den 
Einvernahmen der Geschädigten. So sagte C.________ aus, der Beschuldigte habe sie unter Anwen-
dung von körperlicher Gewalt zu ungewolltem Oral- und Geschlechtsverkehr genötigt. So habe der 
Beschuldigte an einem Abend in seinem Zimmer Köperkontakt gesucht und sie geküsst. Er habe sie 
dann schon fast auf das Bett geworfen und es sei zum Geschlechtsverkehr gekommen (Einvernahme 
vom 23.07.2024, Z. 44 ff.). Beim zweiten Vorfall sei sie wieder im Zimmer des Beschuldigten gewesen. 
Sie habe sich auf einen Stuhl gesetzt und er habe sie aus dem nichts heraus zweimal geohrfeigt. Als 
sie das der Pflege habe melden wollen, habe er sie zurückgehalten und ihr gesagt, sie solle das nicht 
machen, es sei nur aus Spass gewesen. Sie habe sich wieder gesetzt und er habe seine kurzen Hosen 
und Unterhosen ausgezogen und versucht, ihr sein Glied in den Mund zu stecken. Sie habe ihn an der 
Hüfte zurückgestossen und gesagt, dass er sie nicht zu so etwas zwingen könne, und sie sei auf dem 
Weg gewesen, den Raum verlassen zu können. Dann habe er sie an den Haaren gepackt und gerissen, 
sie dann wieder aufs Bett gestossen. Er habe ihr wieder die Hosen heruntergelassen. Er habe sie am 
Hals festgehalten und mit der anderen Hand habe er ihre Hüfte hin und her bewegt. Es sei das gleiche 
Prozedere wie am Vorabend gewesen (Einvernahme vom 06.03.2025, Z. 108 ff.). F.________ sagte 

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am 13.09.2024 aus, dass der Beschuldigte sie gegen ihren Willen gegen die Wand gedrückt habe, ihre 
Hände nach oben getan und sie am Hals und unter das T-Shirt an die Brust gefasst habe. Sie habe ihm 
gesagt, dass sie das nicht wolle (Einvernahme vom 13.09.2024, Z. 54-59).

[…].

Die erkennungsdienstliche Erfassung dient vorliegend nicht der Aufklärung der Straftaten eines laufen-
den Strafverfahrens, sondern weil erhebliche und konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die 
beschuldigte Person in andere – auch künftige – Delikte verwickelt sein könnte. Der Beschuldigte ist 
mehrfach wegen Strassenverkehrsdelikten und Übertretungen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor-
bestraft (vgl. Auszug Strafregister vom 09.07.2024). Zudem werden ihm nun sexuelle Übergriffe auf 
zwei verschiedene Opfer vorgeworfen, in einem Fall geht es um den Verdacht der sexuellen Nötigung 
und Vergewaltigung und damit um schwere Delikte. Es bestehen gestützt auf die Vorstrafen und die 
ihm nun gemachten Vorwürfe erhebliche und konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die beschuldigte Per-
son in andere – auch künftige – Delikte verwickelt sein könnte. Die erkennungsdienstliche Erfassung 
von A.________ ist damit im Hinblick auf die Abklärung bereits begangener und den Strafverfolgungs-
behörden nicht bekannter Delikte geeignet und erforderlich (u.a. durch Abgleich von daktyloskopischen 
Spuren, Fotokonfrontationen mit Geschädigten und/oder Zeuginnen oder Zeugen oder Vergleich mit 
Foto- oder Videoaufnahmen). 

Vor dem Hintergrund des zu untersuchenden Delikts und unter Berücksichtigung der Geringfügigkeit 
des Eingriffs (vgl. BGE 107 la 138, S. 147) erweist sich deshalb die erkennungsdienstliche Erfassung 
(ohne WSA) als verhältnismässig.

4.

4.1 Bei der erkennungsdienstlichen Erfassung im Sinne von Art. 260 StPO werden die 
Körpermerkmale einer Person festgestellt und Abdrücke von Körperteilen genom-
men. Zweck der Zwangsmassnahme, die auch für Übertretungen angeordnet wer-
den kann, ist die Abklärung des Sachverhalts, worunter insbesondere die Feststel-
lung der Identität einer Person fällt (BGE 141 IV 87 E. 1.3.3). 

Erkennungsdienstliche Massnahmen können die Rechte der betroffenen Person auf 
persönliche Freiheit bzw. körperliche Integrität (Art. 10 Abs. 2 BV) und auf informati-
onelle Selbstbestimmung berühren (Art. 13 Abs. 2 BV und Art. 8 der Konvention zum 
Schutze der Menschenrechte und der Grundfreiheiten [EMRK; SR 0.101]; BGE 147 
I 372 E.2.2 ff. und 145 IV 263 E. 3.4, je mit Hinweisen). Einschränkungen von Grund-
rechten bedürfen gemäss Art. 36 Abs. 1 bis 3 BV einer gesetzlichen Grundlage und 
müssen durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt und verhältnismässig sein. 
Diese Voraussetzungen werden in Art. 197 Abs. 1 StPO präzisiert. Danach können 
Zwangsmassnahmen nur ergriffen werden, wenn ein hinreichender Tatverdacht vor-
liegt (Bst. b), die damit angestrebten Ziele nicht durch mildere Massnahmen erreicht 
werden können (Bst. c) und die Bedeutung der Straftat die Zwangsmassnahme 
rechtfertigt (Bst. d). 

4.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann eine erkennungsdienstliche Er-
fassung nicht nur zur Aufklärung bereits begangener und den Strafverfolgungsbehör-
den bekannter Delikte, sondern auch im Hinblick auf andere, bisher nicht bekannte 
frühere oder zukünftige Delikte angeordnet werden (BEYDOUN/SANTSCHI, in: Basler 
Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 5 zu Art. 260 
StPO; Urteile des Bundesgerichts 7B_452/2024 vom 8. April 2025 E. 2.1 und 

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7B_335/2023 vom 3. Mai 2024 E. 3.1.2; auch zum Folgenden). Art. 260 Abs. 1 StPO 
erlaubt indessen ebenso wenig wie Art. 255 Abs. 1 aStPO (in der bis zum 31. De-
zember 2023 geltenden Fassung) eine routinemässige erkennungsdienstliche Erfas-
sung (BGE 147 I 372 E. 2.1 und E. 3.2). 

Nach der Rechtsprechung ist die erkennungsdienstliche Erfassung, soweit sie nicht 
der Aufklärung der Straftaten eines laufenden Strafverfahrens dient, nur dann ver-
hältnismässig, wenn erhebliche und konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 
die beschuldigte Person in andere – auch künftige – Delikte verwickelt sein könnte. 
Es muss sich dabei um Delikte von einer gewissen Schwere handeln (BGE 145 IV 
263 E. 3.4 mit Hinweisen; vgl. BGE 147 I 372 E. 4.2). Dabei ist zu berücksichtigen, 
ob die beschuldigte Person vorbestraft ist. Trifft dies nicht zu, schliesst das jedoch 
die erkennungsdienstliche Erfassung nicht aus, sondern es fliesst als eines von vie-
len Kriterien in die Gesamtabwägung ein und ist entsprechend zu gewichten 
(BGE 147 I 372 E. 2.1 und 145 IV 263 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts 7B_336/2023 
vom 3. Mai 2024 E. 3.1.3 mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Der Grundsatz der 
Unschuldsvermutung steht der Berücksichtigung von Erkenntnissen aus der laufen-
den Strafuntersuchung (abgenommenen Beweise, ein Geständnis, die Persönlich-
keitsstruktur der beschuldigten Person oder andere aktenkundige Umstände) nicht 
zwingend entgegen (vgl. zum Ganzen: Beschluss des Obergerichts des Kantons 
Bern BK 23 5 vom 22. Februar 2023 E. 4.7, mit Verweis auf den Leitentscheid BK 16 
304 vom 28. Oktober 2016 E. 4.2; so auch BK 23 115 vom 13. Juli 2023 E. 8.3). Bei 
der Beurteilung der erforderlichen Deliktsschwere kommt es weder einzig auf die 
Ausgestaltung als Antrags- beziehungsweise Offizialdelikt noch auf die abstrakte 
Strafdrohung an. Vielmehr sind das betroffene Rechtsgut und der konkrete Kontext 
miteinzubeziehen. Eine präventive erkennungsdienstliche Erfassung erweist sich 
insbesondere dann als verhältnismässig, wenn die besonders schützenswerte kör-
perliche oder sexuelle Integrität von Personen beziehungsweise unter Umständen 
auch das Vermögen (Raubüberfälle, Einbruchdiebstähle) bedroht ist. Es müssen mit-
hin ernsthafte Gefahren für wesentliche Rechtsgüter drohen (zum Ganzen: Urteile 
des Bundesgerichts 7B_452/2024 vom 8. April 2025 E. 2.1 und 7B_336/2023 vom 
3. Mai 2024 E. 3.1.3 mit Hinweisen).

5.

5.1 Der Beschwerdeführer bestreitet unter Berücksichtigung der Ausführungen der 
Staatsanwaltschaft in der angefochtenen Verfügung (E. 3.3 hiervor) zu Recht nicht, 
dass bezüglich der ihm gegenüber erhobenen Vorwürfe der sexuellen Nötigung und 
Vergewaltigung zum Nachteil von C.________ und der sexuellen Belästigung zum 
Nachteil von F.________ ein hinreichender Tatverdacht im Sinne von Art. 197 Abs. 1 
Bst. b StPO vorliegt. 

5.2 Er führt sodann zutreffend aus, die Staatsanwaltschaft habe in der angefochtenen 
Verfügung festgestellt, dass die angeordnete erkennungsdienstliche Erfassung 
(ohne Wangenschleimhautabstrich) gerade nicht der Aufklärung der Straftaten des 
laufenden Verfahrens diene. Soweit er aber vorbringt, mit Blick darauf sei es gera-
dezu willkürlich, wenn die Vorinstanz festhalte, die erkennungsdienstliche Erfassung 
erweise sich «vor dem Hintergrund des zu untersuchenden Delikts und unter Berück-

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sichtigung der Geringfügigkeit des Eingriffs» als verhältnismässig, kann dem Be-
schwerdeführer nicht gefolgt werden. Isoliert betrachtet mag die von der Staatsan-
waltschaft gewählte Formulierung zwar etwas widersprüchlich anmuten. Im Kontext 
mit den vorangehenden Erwägungen wird jedoch klar, dass die Staatsanwaltschaft 
neben den Vorstrafen auch die Anlasstat(en) als konkrete(n) Anhaltspunkt(e) dafür 
wertet, dass der Beschwerdeführer in andere – auch künftige – Delikte verwickelt 
sein könnte und sie es deshalb – und unter Berücksichtigung der Geringfügigkeit des 
Eingriffs – als verhältnismässig erachtet, den Beschwerdeführer erkennungsdienst-
lich zu erfassen. Entgegen den Vorbringen in der Beschwerde kann damit nicht ge-
sagt werden, die Vorinstanz schweige sich gänzlich darüber aus, welche Delikte die 
erkennungsdienstliche Erfassung verhältnismässig erscheinen liessen. So geht aus 
der angefochtenen Verfügung ohne Weiteres hervor, dass neben Delikten wie die 
rechtskräftig beurteilten insbesondere Delikte gegen die sexuelle Integrität von Per-
sonen gemeint sind.

5.3 Wie erwähnt (E. 4.2), steht die Unschuldsvermutung der Berücksichtigung von Er-
kenntnissen aus der laufenden Strafuntersuchung nicht entgegen. Mit der Vorinstanz 
und der Generalstaatsanwaltschaft gilt es zunächst zu beachten, dass dem Be-
schwerdeführer vorgeworfen wird, während seinem Aufenthalt in der Klinik 
E.________ vom 11. Juni bis am 1. Juli 2024 mehrere sexuelle Übergriffe auf zwei 
Frauen (sexuelle Nötigung und Vergewaltigung in Bezug auf C.________ und sexu-
elle Belästigung in Bezug auf F.________) verübt zu haben (zum konkreten Tatver-
dacht siehe E. 3.3). Wie die Generalstaatsanwaltschaft ausführt, deutet das mut-
massliche Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber den beiden Opfern auf ein 
Muster bzw. darauf hin, dass er noch andere Delikte begangen haben oder begehen 
könnte. Weitere erhebliche und konkrete Anhaltspunkte für andere – auch künftige 
– Delikte gegen die sexuelle (und psychische) Integrität ergeben sich aus den 
grundsätzlich glaubhaften Schilderungen von Dr. med. G.________. Wie erwähnt (E. 
3.1), sollen sein bedrohliches Auftreten gegenüber Mitpatienten bzw. Aussagen, wie 
«wenn du noch einmal Alkohol trinkst, schlage ich dich zusammen» oder «mach [die 
Musik] leiser, sonst komme ich herunter und schlage dich zusammen», Grund für 
den Therapieabbruch gewesen sein (EV Dr. med. G.________, S. 1-2 Z. 20-25). 
Betreffend die drei anderen Meldungen sagte Dr. med. G.________ aus, seinem 
Vernehmen nach habe der Beschwerdeführer einer Patientin ein Video gezeigt, in 
welchem er Oralsex erhalten habe und gemeint, sie könne dies bei ihm auch ma-
chen. Eine andere Patientin habe er am Rücken berührt und sie aufgefordert, ihn zu 
schlagen. Weitere Interaktionen mit dieser Frau seien von sexualisierten Beleidigun-
gen geprägt gewesen. Einer Patientin habe er Bilder von Waffen gezeigt. «Der fünf-
ten Frau» habe er gedroht, ihr Fotos mit einem Raum voller Waffen gezeigt und ge-
sagt, dass das seine seien (EV Dr. med. G.________, S. 2 Z. 66-74). Auch bezüglich 
der Psychologinnen der Klinik E.________ habe er anzügliche Bemerkungen ge-
macht. Gewalt und Sexualität seien sein Ding. Gegenüber dem Oberpsychologen 
habe er sodann geäussert, dass Gewalt etwas Gutes sei (EV Dr. med. G.________, 
S. 3 Z. 104-107, Z. 125 f.). Mit der Generalstaatsanwaltschaft ist weiter festzustellen, 
dass Dr. med. G.________ nicht ausschliessen kann, dass es noch zu weiteren Vor-
fällen gekommen ist. Alle Frauen, mit denen es passiert sei, hätten bereits Gewalt-
erfahrungen gemacht oder seien bereits Opfer von sexualisierter Gewalt geworden 

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(EV Dr. med. G.________, S. 3 Z. 115-117). Nur am Rande ist anzumerken, dass 
auch C.________ erwähnte, sie sei ja nicht die einzige Frau gewesen, die er ange-
fasst habe (delegierte Einvernahme von C.________ als Opfer vom 23. Juli 2024, 
S. 3 Z. 108-109). Ebenso gab F.________ an, der Beschwerdeführer habe drei wei-
tere Frauen sexuell belästigt und andere Leute verbal beleidigt und bedroht (dele-
gierte Einvernahme von F.________ als Opfer vom 13. September 2024, S. 12 
Z. 548-552).

5.4 Soweit der Beschwerdeführer alsdann moniert, die Argumentation der Staatsanwalt-
schaft erweise sich als zirkelschlüssig, wenn sie einen Bezug zwischen seinen Vor-
strafen wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz und Übertre-
tungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und der aktuellen Strafuntersuchung her-
stelle, ist ihm entgegenzuhalten, dass es sich bei den Vorstrafen lediglich um eines 
von vielen in die Gesamtabwägung einfliessenden Kriterien handelt. Auch wenn der 
Beschwerdeführer nicht wegen einschlägiger Delikte vorbestraft ist, manifestiert er 
dadurch seine mangelnde Bereitschaft, sich an die Rechtsordnung zu halten.

5.5 Nach dem Gesagten bestehen nicht nur erhebliche und konkrete Anhaltspunkte 
dafür, dass der Beschwerdeführer bereits in der Vergangenheit zu anderen Zeitpunk-
ten und/oder an anderen Orten ähnliche noch unbekannte Delikte begangen haben 
könnte, sondern es ist auch die ernsthafte Gefahr zu bejahen, dass er auch in Zu-
kunft besonders schützenswerte Rechtsgüter – wie die körperliche bzw. sexuelle In-
tegrität von Personen – verletzen könnte. Der angestrebte Zweck lässt sich nicht 
durch mildere Massnahmen erreichen. Die erkennungsdienstliche Erfassung er-
scheint mit der Vorinstanz und der Generalstaatsanwaltschaft mitunter zum Abgleich 
von daktyloskopischen Spuren, zwecks Fotokonfrontation mit Geschädigten 
und/oder Zeuginnen oder Zeugen oder zum Vergleich mit Foto- oder Videoaufnah-
men als geeignet und erforderlich. Die erwähnten erheblichen und konkreten An-
haltspunkte reichen aus, um einen leichten Grundrechtseingriff wie die erkennungs-
dienstliche Erfassung zu rechtfertigen. Diese ist dem Beschwerdeführer zumutbar.

6. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1'200.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für seine Auf-
wendungen im Beschwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft oder das ur-
teilende Gericht im Endentscheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO).

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'200.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt.

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch das urteilende Gericht festgesetzt.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Fürsprecher B.________

(per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwältin H.________

(mit den Akten – per Kurier)
- Kantonspolizei Bern, ED-Behandlung (per B-Post)

Kantonspolizei Bern, RegFdg Bern, I.________ (per B-Post)

Bern, 26. August 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Lienhard
i.V. Gerichtsschreiberin Ueltschi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung ge-
stellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes 
(BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.