# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d58beb23-9550-51d7-a49e-b30a6487a489
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-09
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Handelsgericht 09.12.2025 HOR.2025.47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_009_HOR-2025-47_2025-12-09.pdf

## Full Text

Handelsgericht 

2. Kammer 

 

HOR.2025.47 / as / mv  
  

 

 

Entscheid vom 9. Dezember 2025 
 
 

Besetzung  Oberrichter Vetter, Präsident  

Ersatzrichterin Steiner 

Handelsrichter Friedli 

Handelsrichter Gruntz 

Handelsrichter Wieland 

Gerichtsschreiberin-Stv. Meyer 

 

 
   

Klägerin   A._____ AG,  

vertreten durch lic. iur. Stephan Erbe, ThomannFischer, Rechtsanwalt, Eli-

sabethenstrasse 30, Postfach, 4010 Basel  

 

  

 
   

Beklagte   D._____ AG,  

vertreten durch lic. iur. Cem Arikan, Klein Rechtsanwälte AG, Rechtsan-

walt, Beethovenstrasse 7, Postfach 1877, 8027 Zürich  

 

  

 

 
 

Gegenstand  Ordentliches Verfahren betreffend Forderung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Handelsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Y._____. Sie bezweckt 

im Wesentlichen […] (Klagebeilage [KB] 9). 
 

2. 

Die Beklagte ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Z._____. Sie hat insbe-

sondere die […] zum Zweck (KB 8). 

 

3. 

Mit Klage vom 4. November 2025 (Postaufgabe: 4. November 2025) stellte 

die Klägerin die folgenden Rechtsbegehren: 

Zur Begründung wurde ausgeführt, es handle sich um Ansprüche auf Scha-

denersatz. 

 

4. 

4.1. 

Mit Verfügung vom 6. November 2025 bestätigte der Präsident des Han-

delsgerichts den Parteien den Eingang der Klage und setzte der Klägerin 

Frist bis 18. November 2025 zur Bezahlung des Gerichtskostenvorschus-

ses in Höhe von Fr. 4'295.80. 

 

4.2. 

Nachdem die Klägerin innert Frist den Gerichtskostenvorschuss nicht ge-

leistet hat, setzte ihr der Präsident mit Verfügung vom 19. November 2025 

eine letzte, nicht erstreckbare Frist bis 28. November 2025 an mit der An-

drohung, dass bei erneuter Säumnis auf die Klage nicht eingetreten wird 

(Art. 101 Abs. 3 ZPO). 

 

5. 

Mit Verfügung vom 3. Dezember 2025 überwies der Präsident die Streitsa-

che an das Handelsgericht. 

 

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Handelsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Gemäss Art. 60 ZPO prüft das Gericht von Amtes wegen, ob die Prozess-

voraussetzungen gegeben sind. Zu den Prozessvoraussetzungen gehört 

unter anderem die Bezahlung des Kostenvorschusses in Höhe der mut-

masslichen Gerichtskosten (Art. 59 Abs. 2 lit. f i.V.m. Art. 98 ZPO). Wird 

der Vorschuss auch innert einer Nachfrist nicht geleistet, so tritt das Gericht 

auf die Klage oder auf das Gesuch nicht ein (Art. 101 Abs. 3 ZPO; SK ZPO 

I-ZÜRCHER, 4. Aufl. 2025, Art. 59 N. 55). 

 

2. 

Die Klägerin hat den Kostenvorschuss von Fr. 4'295.80 trotz angesetzter 

Nachfrist nicht geleistet. Damit fehlt es an einer Prozessvoraussetzung und 

auf die Klage vom 4. November 2025 ist nicht einzutreten. 

 

3. 

3.1. 

Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegen-

den Partei auferlegt. Bei Nichteintreten gilt die klagende Partei als unterlie-

gend. 

 

3.2. 

Der Streitwert bestimmt sich nach Art. 91 Abs. 1 ZPO. Er wird aufgrund des 

Rechtsbegehrens berechnet und beträgt vorliegend Fr. 123'475.60. 

 

3.3. 

Der Grundansatz der Entscheidgebühr (Art. 95 Abs. 2 lit. b ZPO) beträgt 

gestützt auf § 7 Abs. 1 des kantonalen Gebührendekrets (GebührD, SAR 

662.110) vorliegend Fr. 8'591.65. Bei diesem Verfahrensausgang kann auf 

die Erhebung von Gerichtskosten ganz oder teilweise verzichtet werden 

(§ 5 Abs. 3 GebührD). Es rechtfertigt sich angesichts des entstandenen 

Aufwands, die Gerichtskosten auf Fr. 1'500.00 zu reduzieren. Sie sind aus-

gangsgemäss von der Klägerin zu tragen.  

 

3.4. 

Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet, da der Beklagten noch keine 

wesentlichen Aufwendungen entstanden sind. 

 

  

 - 4 - 

 

 

   

Das Handelsgericht erkennt: 

 

1. 

Auf die Klage vom 4. November 2025 wird nicht eingetreten. 

 

2. 

Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 1'500.00 werden der Klägerin auferlegt.  

 

3. 

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

 

 
   

Zustellung an: 

− die Klägerin (Vertreter; zweifach mit Einzahlungsschein) 

− die Beklagte (Vertreter; zweifach mit Doppel der Klage vom 4. Novem-

ber 2025 [inkl. Beilagen]) 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., 

Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröff-

nung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweize-

rischen Bundesgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte elekt-

ronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 

darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) 

verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind 

beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen hat; ebenso ist der ange-

fochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 

 

 - 5 - 

 

 

   

Aarau, 9. Dezember 2025 

 

Handelsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin-Stv.: 

 

 

 

Vetter Meyer