# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83ff4263-0ee1-5e47-9428-2b9f863f0c23
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.03.2025 D-6810/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6810-2024_2025-03-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6810/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger;  

Gerichtsschreiberin Mareile Lettau. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kolumbien,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 2. Oktober 2024 / N (…). 

 

 

 

D-6810/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben am 6. Juli 2023 in 

die Schweiz einreiste, wo er am folgenden Tag gemeinsam mit seiner Part-

nerin B._______ (N […]) um Asyl ersuchte, 

dass er in der Anhörung zu den Asylgründen vom 10. Oktober 2023 und 

der ergänzenden Anhörung vom 5. April 2024 vorbrachte, er sei in 

C._______ aufgewachsen und im Jahr 2014 nach D._______ umgezogen 

sei, wo er mit seiner Mutter zusammengelebt und zwei Jahre studiert habe, 

dass seine in der Gegend von D._______ lebende Familie schon immer 

Probleme mit Guerilla-Gruppen gehabt habe, sie Landvertreibungen erlebt 

hätten und einige Familienmitglieder im Gefängnis oder tot seien, 

dass er in D._______ als 16-Jähriger von Guerilla-Angehörigen unter 

Druck gesetzt worden sei, mit diesen zusammenzuarbeiten, was er abge-

lehnt habe, 

dass ihm eines Tages jemand aus einer Guerilla-Gruppierung eine Pistole 

an den Kopf gesetzt habe, um ihn zu nötigen, sich der Ejército de Libera-

ción Nacional («Nationale Befreiungsarmee», ELN) anzuschliessen, wo-

raufhin er mit dem Motorrad geflohen und es bei der Verfolgungsjagd zu 

einem Unfall gekommen sei, 

dass seine Mutter ihn daraufhin aus Angst in der Schule abgemeldet und 

mit ihm 2016 nach C._______ zurückgegangen sei,  

dass er nach der Schule in einem Bestattungsunternehmen und danach 

als Kundenberater in einer Bank gearbeitet habe, wo er seine Partnerin 

kennengelernt habe, mit der er seit dem 15. Januar 2021 im Konkubinat 

lebe,  

dass er im Dezember 2022 mit seiner Partnerin für die Feiertage zu Fami-

lienangehörigen nach D._______ gegangen sei, da sie geglaubt hätten, 

dass sich die Situation mittlerweile verbessert habe, 

dass am 28. Dezember 2022 während eines Fests der Familie drei oder 

vier bewaffnete Männer in Tarnkleidung erschienen seien, die seinen Onkel 

beschimpft und unter Anwendung von Gewalt mitgenommen hätten, 

D-6810/2024 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer einen der Männer, der als einziger keine 

Sturmhaube getragen habe, erkannt habe als die Person, die ihn vor dem 

Motorradunfall im Jahr 2016 mit einer Pistole bedroht habe, und dieser 

Mann ein sehr bekannter Anführer einer Verbrecherbande sei und ihn 

ebenfalls erkannt habe, 

dass die Frau des Onkels berichtet habe, dieser habe sich zuvor geweigert, 

die von ihm geforderten Schutzgelder zu zahlen und seine Grundstücke in 

den Bergen für den Anbau illegaler Kulturpflanzen abzugeben,  

dass die Nachbarn am nächsten Morgen berichtet hätten, dass die Leiche 

des Onkels erschossen aufgefunden worden sei, 

dass er und seine Partnerin D._______ aus Angst verlassen und sie später 

zuhause Drohbriefe erhalten hätten, 

dass der Beschwerdeführer am 22. Januar 2023 zusammen mit seiner 

Partnerin auf dem Weg zu deren Mutter von unbekannten Personen be-

droht worden sei,  

dass er daraufhin am 25. Januar 2023 Anzeige bei der Staatsanwaltschaft 

erstattet habe, aber keine Antwort erhalten habe, und auch die Auskunfts-

anfrage seiner kolumbianischen Rechtsvertretung bisher unbeantwortet 

geblieben sei, 

dass er und seine Partnerin sich zudem erfolglos per E-Mail bei der Unidad 

Nacional de Protección (UNP) gemeldet hätten, um Informationen zu er-

halten,  

dass sie am 28. Januar 2023 einen Drohbrief erhalten hätten, in dem genau 

beschrieben worden sei, was geschehen würde, wenn er über den Vorfall 

sprechen würde, 

dass er und seine Partnerin sich in Gefahr gesehen und sich auf dem Land-

gut seiner Mutter in E._______ versteckt und die Ausreise vorbereitet hät-

ten, 

dass sie am 23. Februar 2023 auf dem Luftweg nach F._______ ausgereist 

seien, um wenig später nach G._______ zu gelangen, wo sie etwa zwei-

einhalb Monate geblieben seien, bevor sie in die Schweiz gereist seien,  

D-6810/2024 

Seite 4 

dass er während des Aufenthaltes in Spanien erfahren habe, dass der An-

führer der Gruppierung, den er bei der Mitnahme des Onkels erkannt habe, 

von der Polizei festgenommen und inhaftiert worden sei, aber einen Monat 

später aus dem Gefängnis ausgebrochen sei, 

dass am 17. Februar 2024 die in Kolumbien gebliebene Mutter seiner Part-

nerin und die Kinder der Partnerin eine Drohung erhalten hätten, die auch 

an ihn gerichtet gewesen sei,  

dass der Beschwerdeführer seine Identitätskarte und seinen Reisepass im 

Original zu den Akten, einen eigenständig verfassten chronologischen Be-

richt der Ereignisse und ein offizielles Regierungsschreiben zu der gewalt-

samen Vertreibung seiner Familienangehörigen in Kolumbien (in Kopie) zu 

den Akten reichte, 

dass das SEM vor dem Entscheid das vorinstanzliche Dossier der Partne-

rin B._______ (N […]) beizog, 

dass das SEM mit Verfügung vom 2. Oktober 2024 die Flüchtlingseigen-

schaft des Beschwerdeführers verneinte, sein Asylgesuch ablehnte sowie 

seine Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete,  

dass das Asylgesuch der Partnerin mit Verfügung vom selben Tag ebenfalls 

abgelehnt wurde,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Oktober 2024 gegen die 

ihn betreffende Verfügung vom 2. Oktober 2024 beim Bundesverwaltungs-

gericht Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung der Vorinstanz 

sei aufzuheben und ihm sei Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Verfü-

gung aufzuheben und die Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumutbar-

keit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und es sei ihm die vorläu-

fige Aufnahme zu gewähren, subeventualiter sei die Sache zur Neubeur-

teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht die Koordinierung seines Beschwerdever-

fahrens mit jenem seiner Partnerin beantragte und um die Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung inklusive des Verzichts auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses sowie um die Beiordnung einer amtlichen 

Rechtsverbeiständung ersuchte, 

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Seite 5 

dass der Beschwerde ein Medienbericht über Dissidenten der Fuerzas Ar-

madas Revolucionarias de Colombia (FARC) inklusive deutschsprachiger 

Übersetzung beilag,  

dass das Bundesverwaltungsgericht am 30. Oktober 2024 den Eingang der 

Beschwerde bestätigte, 

dass mit Zwischenverfügung vom 7. November 2024 festgehalten wurde, 

dass das vorliegende Verfahren mit demjenigen der Partnerin des Be-

schwerdeführers (Verfahren D-6812/2024) koordiniert behandelt werde, 

dass mit selbiger Verfügung die Gesuche um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und um Beiordnung einer amtlichen Rechtsverbei-

ständung abgewiesen wurden und der Beschwerdeführer zur Leistung ei-

nes Kostenvorschusses von Fr. 750.– bis zum 22. November 2024 aufge-

fordert wurde, 

dass der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 19. November 2024 die mit 

Schreiben vom 13. November 2024 gestellten Gesuche um wiedererwä-

gungsweise Aufhebung der Zwischenverfügung vom 7. November 2024 

und Herabsetzung respektive teilweisen Erlass des einverlangten Kosten-

vorschusses sowie um Vereinigung des vorliegenden Beschwerdeverfah-

rens mit jenem seiner Partnerin (D-6812/2024) abwies, 

dass der Kostenvorschuss in der Folge fristgerecht geleistet wurde, 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer als Verfügungsadressat zur Einreichung der 

Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

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Seite 6 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass die formellen Rügen, die Vorinstanz habe den Sachverhalt falsch be-

ziehungsweise unvollständig erstellt, unbegründet sind,  

dass es sich bei der «kubanischen» statt korrekt der «kolumbianischen» 

Staatsangehörigkeit in der Sachverhaltszusammenfassung der vorinstanz-

lichen Verfügung um einen Schreibfehler handeln dürfte und nicht um eine 

fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung (vgl. Beschwerde, S. 3 und 9), 

dass ferner davon auszugehen ist, dass die von der Partnerin des Be-

schwerdeführers eingereichten Beweismittel zu den Drohungen und zur 

Anzeige bei den Behörden auch in der Verfügung des Beschwerdeführers 

berücksichtigt worden sind, zumal das SEM das Dossier der Partnerin bei-

gezogen hat (vgl. Verfügung, S. 4) und diese Beweismittel in seiner Anhö-

rung ausdrücklich erwähnt werden (vgl. SEM act. A18, F24, S. 4), weshalb 

auch die diesbezügliche formelle Rüge (vgl. Beschwerde, S. 9) abzuwei-

sen ist, 

dass der Vorinstanz auch entgegen den Behauptungen in der Beschwerde 

(vgl. Beschwerde, S. 9) angesichts der Bejahung einer innerstaatlichen 

Schutzalternative im Heimatland keine fehlende Prüfung der Zulässigkeit 

des Wegweisungsvollzuges unter dem Aspekt von Art. 3 EMRK im Zusam-

menhang mit Gewaltandrohungen der Guerillakämpfer vorzuhalten ist,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

D-6810/2024 

Seite 7 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),  

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung mit überzeugender 

Begründung zum Schluss gelangte, die Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers würden den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtli-

che Relevanz nicht genügen, weshalb darauf verzichtet werde, auf allfäl-

lige Unglaubhaftigkeitselemente in den Vorbingen einzugehen, 

dass sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde im Kern darauf be-

schränkt, seine aus dem erstinstanzlichen Verfahren bekannten Vorbrin-

gen und Befürchtungen zu wiederholen,  

dass eine Verfolgung durch nichtstaatliche Dritte aufgrund der Subsidiarität 

des flüchtlingsrechtlichen Schutzes nur dann flüchtlingsrechtlich relevant 

ist, wenn die betroffene Person in ihrem Heimatland keinen ausreichenden 

Schutz finden kann,  

dass der Schutz vor privater (beziehungsweise nichtstaatlicher) Verfolgung 

als hinreichend zu qualifizieren ist, wenn die betroffene Person effektiven 

Zugang zu einer funktionierenden und effizienten Schutzinfrastruktur hat 

und ihr die Inanspruchnahme eines solchen innerstaatlichen Schutzsys-

tems individuell zumutbar ist (vgl. zur sogenannten Schutztheorie: BVGE 

2011/51 E. 7),  

dass trotz Berücksichtigung der Argumentation in der Beschwerde zu Män-

geln im Polizei- und Justizwesen in Kolumbien und der eingereichten Be-

weismitteleingabe zu Inhaftierung und Flucht von FARC-Dissidenten (vgl. 

Beschwerde, S. 7) in ständiger Praxis von der grundsätzlichen Schutzfä-

higkeit und Schutzwilligkeit der kolumbianischen Strafverfolgungs- und 

Justizbehörden auszugehen ist (vgl. statt vieler Urteile D-5208/2024 vom 

4. September 2024 E. 5.3.2 m.w.H.), 

dass das SEM in der Verfügung zu Recht darauf hingewiesen hat, dass 

sich der Beschwerdeführer und seine Familie wegen der bereits langjährig 

bestehenden Probleme seiner Familie in der Heimatregion mit der Guerilla-

Gruppierung im Zusammenhang mit Landwegnahme und gewaltsamen 

Übergriffen, die der Beschwerdeführer mit dem eingereichten Regierungs-

schreiben von 1999 belegen will (vgl. Beschwerde, S. 6), nie an die Behör-

den gewandt haben, 

D-6810/2024 

Seite 8 

dass den Ausführungen in der Beschwerdeschrift, wonach er und seine 

Partnerin vor der Ausreise erfolglos um Schutz und Unterstützung durch 

die kolumbianischen Behörden ersucht hätten (vgl. Beschwerde, S. 6), ent-

gegenzuhalten ist, dass die Ausreise nach der Anzeigeerstattung im Ja-

nuar 2023 bereits im Februar 2023 erfolgt ist und somit nicht erkennbar ist, 

dass sie die behördlichen Schritte abgewartet oder bei anderen Behörden 

um Hilfe ersucht hätten, 

dass nichtstaatliche Verfolgung durch Drittpersonen nur dann flüchtlings-

rechtlich relevant ist, wenn dieser ein Motiv im Sinne von Art. 3 Abs. 1 

AsylG zugrunde liegt und keine staatlichen Schutzinfrastruktur besteht, die 

in der Lage und willens ist, der betroffenen Person Schutz zu gewähren, 

dass im Hinblick auf das Vorliegen asylrelevanter Motive festzustellen ist, 

dass sich im Länderkontext Kolumbiens generell Verfolgungshandlungen 

durch Guerilla-Gruppierungen regelmässig in gemeinrechtlichen Delikten 

erschöpfen (vgl. etwa die Urteile des BVGer D-5162/2021, D-5163/2021 

vom 3. Juni 2022 E. 6.3 f.; D-1026/2022 vom 5. April 2022 E. 6.3.1 f.; 

E- 420/2019 vom 24. März 2021 E. 6.2; D-1026/2024 vom 8. März 2024 

E. 6.4.1), 

dass die ELN seit der Demobilisierung der FARC-EP (Fuerzas Armadas 

Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo; Revolutionäre Streit-

kräfte Kolumbiens) im Jahr 2016 die letzte verbleibende aktive Guerilla-

gruppe Kolumbiens ist, 

dass die angeführten langjährigen Probleme der Familie in der Heimatre-

gion mit der Guerilla-Gruppierung im Zusammenhang mit Landwegnahme 

und gewaltsamen Übergriffen (vgl. Beschwerde, S. 6) kriminelle Verfol-

gungsmassnahmen aus ökonomischen Motiven darstellen,  

dass auch die Bedrohung mit Waffengewalt 2016, die der Beschwerdefüh-

rer durch den (späteren) Entführer des Onkels in D._______ erlebt habe, 

offenbar aus kriminellen Motiven erfolgte, 

dass die zuletzt gegen den Beschwerdeführer gerichteten Drohungen 

durch dieses ELN-Mitglied, der mit anderen zusammen für die Entführung 

und anschliessende Tötung des Onkels im Dezember 2022 verantwortlich 

gewesen sei, zum Ziel gehabt haben, den Beschwerdeführer einzuschüch-

tern und zum Schweigen zu bringen, 

D-6810/2024 

Seite 9 

dass diese letzten und für die Ausreise relevanten Drohungen somit auch 

aus kriminellen Motiven und nicht aus einem Motiv im Sinne von Art. 3 

Abs. 1 AsylG (Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer be-

stimmten sozialen Gruppe, politischen Anschauungen) erfolgten, 

dass das SEM überdies zu Recht in Bezug auf die langjährigen familiären 

Probleme mit den Guerilla-Gruppierungen im Heimatort und auch bezüg-

lich der vor der Ausreise erfolgten Drohungen festgestellt hat, der Be-

schwerdeführer hätte sich diesen regional beschränkten Verfolgungsmass-

nahmen durch Inanspruchnahme einer innerstaatlichen Schutzalternative 

mit Wegzug in einen anderen Landesteil entziehen können,  

dass die ELN nämlich nicht über eine nationale Struktur beziehungsweise 

über eine landesweite Präsenz und Kontrolle verfügt, die eine Verfolgung 

des Beschwerdeführers in anderen Landesteilen Kolumbiens wahrschein-

lich und erwartbar machen würde, (vgl. Urteil des BVGer D-1026/2024 vom 

8. März 2024 E. 8.2.5.3 f.), 

dass die Vorinstanz bei dieser Aktenlage zu Recht die Flüchtlingseigen-

schaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asylgesuch abgelehnt 

hat, 

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.), 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 

33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte für 

eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

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Seite 10 

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AIG), da weder die allgemeine Lage in der Heimat des Be-

schwerdeführers (vgl. Urteil des BVGer E-3583/2024 vom 20. Juni 2024) 

noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 

Rückkehr schliessen lassen und vollumfänglich auf die zutreffenden Aus-

führungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. 

Verfügung, S. 7),  

dass zudem mit Urteil vom gleichen Tag die Beschwerde der Partnerin des 

Beschwerdeführers B._______ (D-6812/2024) ebenfalls abgewiesen wird, 

weshalb der Beschwerdeführer zusammen mit seiner Partnerin ausreisen 

und sie sich gegenseitig im Heimatland werden unterstützen können, 

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, sich die für seine Rückkehr allen-

falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass die Beschwerde nach dem Gesagten abzuweisen und die Verfügung 

der Vorinstanz zu bestätigen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]), wobei sie durch den in gleicher Höhe geleisteten Kosten-

vorschuss gedeckt sind.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

D-6810/2024 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von  Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Segessenmann Mareile Lettau 

 

 

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