# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c82d4ea3-b0c6-55a2-8971-e885063afef6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 26.08.2013 ZK1 2013 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2013-29_2013-08-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 26. August 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 13 29          2. September 2013

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Schlenker
Aktuarin ad hoc Schmid Christoffel

In der zivilrechtlichen Berufung

der X._____, Berufungsklägerin, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht Albula vom 29. 
Juni 2012, mitgeteilt am 21. Februar 2013, in Sachen der Y._____, Berufungsbe-
klagte, vertreten durch Filip Dosch, Stradung 5, 7452 Cunter, gegen die Beru-
fungsklägerin und gegen Z._____, Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechts-
anwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, 

betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____, geboren am _____1965, und Z._____, geboren am _____1971, 
heirateten am _____1998. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Y._____, geboren 
am _____1998, und A._____, geboren am _____2000, hervor. Die Familie wohnte 
bis zur Trennung der Eheleute anfangs 2008 in einem im Eigentum der Ehefrau 
stehenden Wohnhaus in O.1_____. Z._____ wechselte per 28. Februar 2011 sei-
nen Wohnsitz von O.1_____ nach L.1_____. Heute lebt er zusammen mit seiner 
neuen Partnerin, den gemeinsamen Kindern E._____, geboren 2011, und 
F._____, geboren 2013, sowie Y._____ in O.2_____, L.1_____. X._____ lebt nach 
wie vor zusammen mit der Tochter A._____ im Wohnhaus in O.1_____.

B.1. Am 25. Dezember 2007 bzw. 6. Januar 2008 unterzeichneten die Eheleute 
eine Trennungsvereinbarung, in welcher sie sich über die Obhutszuteilung an die 
Mutter, das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters sowie die vom Ehemann zu leis-
tenden Unterhaltsbeiträge (monatlich je Fr. 900.-- zuzüglich Kinderzulagen für die 
beiden Töchter sowie Fr. 1‘200.-- für die Ehefrau) einigten. Am 11. August 2008 
machte Z._____ am Bezirksgericht Albula ein Eheschutzverfahren anhängig, 
worin er im Wesentlichen beantragte, die Unterhaltszahlungen seien abweichend 
von der Trennungsvereinbarung festzulegen. Nach erfolgter Verhandlung vom 
6. Februar 2009 erliess der Präsident des Bezirksgerichtes Albula die Eheschutz-
verfügung vom 11. März 2009, worin die Trennungsvereinbarung mit Bezug auf 
die Obhut und den persönlichen Verkehr genehmigt und die Unterhaltsbeiträge mit 
Wirkung ab 1. September 2008 auf je Fr. 650.-- zuzüglich Kinderzulagen für die 
Töchter sowie Fr. 327.-- für die Ehefrau reduziert wurden. Auf Rekurs von X._____ 
wurden diese Unterhaltsbeiträge mit Verfügung des Einzelrichters des Kantonsge-
richts Graubünden vom 7. Mai 2009 auf insgesamt Fr. 2‘230.--, nämlich Fr. 830.-- 
für die Ehefrau und je Fr. 700.-- für die Töchter, zuzüglich Kinderzulagen festge-
legt. In der Folge kam Z._____ seinen Unterhaltsverpflichtungen nur teilweise 
nach, weshalb der Kinderunterhalt in der Zeit von April 2009 bis Februar 2011 
durch die Gemeinde O.1_____ bevorschusst werden musste. Eine von der Ehe-
frau im November 2009 angehobene Betreibung für die bis dahin ausstehend ge-
bliebenen Unterhaltsbeiträge endete am 12. August 2011 mit der Ausstellung ei-
nes Verlustscheines für die gesamte Forderung. Auf Anzeige von X._____ hat die 
Staatsanwaltschaft Graubünden mit Verfügung vom 16. Juni 2011 zudem ein 
Strafverfahren gegen Z._____ wegen Pfändungsbetrug und Vernachlässigung von 
Unterstützungspflichten eröffnet. 

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2.a. Bereits am 24. August 2010 hatte Z._____ beim Bezirksgerichtspräsidium 
Albula ein Gesuch um Abänderung der Eheschutzmassnahmen eingereicht, wor-
auf die Parteien anlässlich der Verhandlung vom 12. November 2010 ein gemein-
sames Scheidungsbegehren stellten und eine Ehescheidungskonvention mit einer 
Teileinigung unterzeichneten. Die Kinder Y._____ und A._____ sollten unter die 
elterliche Sorge und Obhut der Mutter gestellt werden. Das Verfahren betreffend 
Abänderung der Eheschutzmassnahmen wurde mit Verfügung vom 20. Mai 2011 
infolge Rückzug als erledigt abgeschrieben. Da die Einigungsbemühungen der 
Parteien hinsichtlich des noch offenen Güterrechts erfolglos blieben, wurde 
Z._____ mit Verfügung vom 7. April 2011 aufgefordert, im kontradiktorischen Ver-
fahren seine Anträge zu den Nebenfolgen der Scheidung zu stellen. Seine Anträ-
ge gingen am 28. April 2011 und diejenigen von X._____ am 23. Mai 2011 ein. 
Während Z._____ die Genehmigung der Teil-Konvention und die Durchführung 
der güterrechtlichen Auseinandersetzung gemäss Gesetz beantragen liess, ver-
langte die damals nicht anwaltlich vertretene X._____ eine Überarbeitung der Teil-
Konvention. Mit der Replik von Z._____ vom 20. Juni 2011 und der Duplik von 
X._____ vom 1./5. Juli 2011 wurde der Schriftenwechsel fortgesetzt.

b. Mit Schreiben vom 29. August 2011 wandte sich Y._____, die ältere Toch-
ter der Eheleute, an das Gerichtspräsidium Albula mit der Bitte, bei ihrem Vater in 
L.1_____ leben zu dürfen. Am 2. September 2011 sprach sie noch persönlich 
beim Bezirksgerichtspräsidenten vor. In der Folge wurden die beiden Kinder 
Y._____ und A._____ zur Kindesanhörung vorgeladen, welche am 5. Oktober 
2011 von einer Fachperson durchgeführt wurde. Y._____ erklärte, dass sie bei 
ihrem Vater in L.1_____ leben wolle. A._____ äusserte sich dahingehend, dass 
sie bei der Mutter bleiben wolle. Z._____ beantragte darauf am 2. November 2011 
die alleinige elterliche Sorge und Obhut über die Tochter Y._____. X._____, wel-
che im Anschluss an die Kindesanhörung Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann 
mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt hatte, liess am 16. Januar 2012 eine 
Prozessantwort einreichen, worin sie an der in der Teilkonvention vereinbarten 
Regelung des Sorge- und Obhutsrechts festhielt. Anlässlich der Referentenaudi-
enz vom 14. Februar 2012 konnten sich die Eheleute schliesslich bezüglich des 
Güterrechts und den ausstehenden Unterhaltszahlungen einigen. Offen hingegen 
blieb die Frage der Zuteilung der elterlichen Sorge und Obhut. Am 29. März 2012 
wandte sich Y._____ mit einem weiteren Schreiben an den Gerichtspräsidenten 
mit der dringlichen Bitte, bei ihrem Vater leben zu dürfen. In der Folge bestellte der 
Gerichtspräsident mit Schreiben vom 18. April 2012 Filip Dosch als Prozessbei-
stand von Y._____ und forderte diesen zu einer Stellungnahme zur Obhuts- re-

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spektive Sorgerechtszuteilung auf. Mit Eingabe vom 4. Mai 2012 beantragte der 
Kindesvertreter, in den Punkten der elterlichen Sorge und Obhut dem Rechtsbe-
gehren des Vaters stattzugeben und dasjenige der Mutter entsprechend abzuleh-
nen. 

3.a. Am 11. Juni 2012 reichte der Prozessbeistand von Y._____ ein Gesuch um 
Abänderung der vorsorglichen Massnahmen mit dem folgenden Rechtsbegehren 
ein:

„1. Es sei die Verfügung des Bezirksgerichtes Albula vom 11. März 
2009, mitgeteilt am 13. März 2009, hinsichtlich der Obhut wie 
folgt abzuändern: Y._____, geb. _____1998, wird unter die allei-
nige Obhut des Vaters Z._____ gestellt.

2. Es sei die Verfügung des Bezirksgerichts Albula vom 11. März 
2009, mitgeteilt am 13. März 2009, hinsichtlich des persönlichen 
Verkehrs wie folgt abzuändern: Der Mutter X._____ wird das 
Recht eingeräumt, Tochter Y._____, geb. _____1998, jedes 
zweite Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr, bis Sonntag, 19:00 
Uhr, auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen. Sie hat 
ferner das Recht, zwei Wochen Ferien pro Jahr mit Tochter 
Y._____ auf eigene Kosten zu verbringen.

 3. Es sei die Verfügung des Kantonsgerichts Graubünden vom 
7. Mai 2009, mitgeteilt am 12. Mai 2009, hinsichtlich des Unter-
halts aufzuheben und durch den Präsidenten des Bezirksgerichts 
Albula nach richterlichem Ermessen anzupassen.

4. Alles unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Gesuchsgegner. “

b. Z._____ stellte in seiner Stellungnahme vom 25. Juni 2012 folgendes 
Rechtsbegehren:

„1. Obhut über die Tochter Y._____

Es sei Ziff. 1 des Rechtsbegehrens der Prozesseingabe von 
Y._____ vom 11. Juni 2012 gutzuheissen.

2. Besuchs- und Ferienrecht

a. Es sei das mit Eheschutzverfügung des Bezirksgerichts Albula 
vom 11./13. März 2009 in Ziff. 1 II. des Dispositivs zu Gunsten 
von Z._____ eingeräumte Besuchs- und Ferienrecht gegenüber 
Y._____ aufzuheben.

b. Es sei Frau X._____ das Recht einzuräumen, Y._____ jedes 
zweite Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr, bis Sonntag, 19:00 
Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen sowie die Hälfte der Schulfe-
rien mit ihr zu verbringen.

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c. Eventualiter sei Frau X._____ das Recht einzuräumen, Y._____ 
jedes zweite Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr, bis Sonntag, 
19:00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen sowie zwei Wochen 
Ferien pro Jahr mit ihr zu verbringen.

3. Kinderunterhalt

a. In Abänderung von Ziff. 2 des Dispositivs der Verfügung des 
Kantonsgerichts von Graubünden vom 7./12. Mai 2009 sei die 
Unterhaltspflicht von Z._____ betreffend seiner Tochter Y._____ 
in der Höhe von CHF 700.00 zuzüglich Kinderzulagen aufzuhe-
ben.

b. Im Übrigen sei Ziff. 3 des Rechtsbegehrens der Prozesseingabe 
von Y._____ vom 11. Juni 2012 gutzuheissen.

4. Kosten- und Entschädigungsfolge

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von Frau 
X._____ zuzüglich 8% MWST.“

c. X._____ liess in ihrer Stellungnahme vom 25. Juni 2012 ausführen, dass 
die Frage zentral sei, ob der Wunsch von Y._____ objektiv betrachtet in ihrem 
Wohl stehe. Zudem wurde beantragt, es sei im Hinblick auf die bevorstehende 
Verhandlung ein schriftlicher Bericht des Schulpsychologen, B._____, einzuholen.

d. In der Folge führte der Bezirksgerichtspräsident mit B._____, Schul- und 
Erziehungsberatung Thusis, am 27. Juni 2012 ein Telefongespräch, worüber er 
eine Aktennotiz anfertigte.

e. Anlässlich der Verhandlung vom 29. Juni 2012, an welcher sämtliche Par-
teien mit ihren Vertretern teilnahmen, konnte keine Einigung erzielt werden. 
Y._____ liess auf ihre schriftlichen Anträge verweisen, ebenso Z._____. X._____ 
stellte den Antrag, das Gesuch von Y._____ sei abzuweisen. Im Rahmen des Be-
weisverfahrens wurde der Antrag von Z._____, seine neue Lebenspartnerin, Frau 
C._____, als Zeugin einzuvernehmen, abgelehnt. Die Aktennotiz vom 27. Juni 
2012 betreffend das Telefongespräch zwischen dem Gerichtspräsidenten und 
dem Schulpsychologen B._____ wurde den Parteien zur Kenntnis gebracht und in 
Kopie ausgehändigt. Den Parteien wurde die Gelegenheit eröffnet, für den Fall der 
Gutheissung des Begehrens Anträge zu den Auswirkungen zu stellen. Z._____ 
beantragte für diesen Fall eine Ausdehnung des Ferienrechts der Mutter auf vier 
Wochen. X._____ verzichtete auf das Stellen von Anträgen. Am Schluss der Ver-
handlung eröffnete der Gerichtspräsident den Parteien mündlich seinen Entscheid, 
dessen Dispositiv den Parteien am 2. Juli 2012 ohne schriftliche Begründung mit-
geteilt wurde. Nachdem X._____ fristgerecht eine schriftliche Begründung verlangt 

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hatte, erfolgte am 21. Februar 2013 die Mitteilung des begründeten Entscheides, 
mit dem der Bezirksgerichtspräsident was folgt erkannt hatte:

“1. Das Gesuch von Y._____ vom 11. Juni 2012 wird gutgeheissen 
und Y._____, geboren am _____1998, wird in Abänderung von 
Ziffer 1 II in Verbindung mit Ziff. 4 des Dispositivs der Verfügung 
vom 11. März 2009 des Bezirksgerichts Albula (Proz. Nr. _____) 
ab 1. Juli 2012 und für die Dauer der Trennung unter die Obhut 
des Vaters gestellt.

2. In Abänderung von Ziffer 1 II in Verbindung mit Ziff. 4 des Dispo-
sitivs der Verfügung (Proz. Nr. _____) wird das darin verankerte 
Besuchs- und Ferienrecht zu Gunsten von Z._____ gegenüber 
Y._____ aufgehoben.

3. In Abänderung von Ziffer 1 II in Verbindung mit Ziff. 4 des Dispo-
sitivs der Verfügung (Proz. Nr. _____) erhält X._____ im Sinne 
einer Minimalregelung das Recht, Y._____ jedes zweite Wo-
chenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr, auf ih-
re eigenen Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen und mit 
Y._____ vier Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen, solange 
Y._____ noch zur Volksschule geht.

4. Z._____ hat ab dem 1. Juli 2012 – Zeitpunkt des Übergangs der 
Obhut über Y._____ – keine Unterhaltsbeiträge für Y._____ an 
X._____ mehr zu bezahlen. X._____ hat ab dem 1. Juli 2012 für 
die Dauer der Trennung für die Tochter Y._____ einen monatli-
chen, monatlich im voraus zu entrichtenden Unterhaltsbeitrag 
von CHF 600.00 zuzüglich allenfalls von ihr bezogene Kinderzu-
lagen an Z._____ zu bezahlen. 

5. Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 2'500.00 gehen zu Las-
ten von X._____ und sind innert 30 Tagen mit beigelegtem Ein-
zahlungsschein dem Bezirksgericht Albula zu bezahlen.

6. X._____ hat Y._____ für ihre Vertretung in diesem Verfahren mit 
einer Umtriebsentschädigung von CHF 400.00 zu entschädigen. 
Sie hat zudem ihrem Ehemann, Z._____, eine reduzierte Partei-
entschädigung von CHF 2'000.00 inkl. MWSt und Spesen zu be-
zahlen.

7. (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid)

8. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

9. (Mitteilung).“

C.1. Gegen diesen Entscheid liess X._____ (nachfolgend: Berufungsklägerin) 
mit Eingabe vom 4. März 2013 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden 
erklären mit folgenden Anträgen:

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“1. Ziff. 1 bis Ziff. 6 des angefochtenen Entscheids seien aufzuhe-
ben.

2. Eventuell: Ziff. 4 bis 6 des angefochtenen Entscheids seien auf-
zuheben, und X._____ sei von der Pflicht zu entbinden, Z._____ 
an den Unterhalt von Tochter Y._____ monatliche Unterhaltsbei-
träge zu leisten.

3. Subeventuell sei die Sache zur Ergänzung der Beweise und zur 
neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ge-
genpartei, für das vorinstanzliche wie auch das hierseitige Ver-
fahren.“

2. In der Berufungsantwort vom 26. März 2013 liess Y._____ (nachfolgend: 
Berufungsbeklagte) folgende Anträge stellen:

“1. Die Berufung der Berufungsklägerin sei vollumfänglich und in 
sämtlichen Punkten abzuweisen.

2. Der Eventualantrag der Berufungsklägerin sei vollumfänglich ab-
zuweisen.

3. Der Subeventualantrag der Berufungsklägerin sei vollumfänglich 
abzuweisen.

4. Alles unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Berufungsklägerin für das vorinstanzliche wie auch für das vor-
liegende Verfahren.“

3. In der Berufungsantwort vom 29. März 2013 liess Z._____ (nachfolgend: 
Berufungsbeklagter) folgendes Rechtsbegehren stellen:

“1. Die Berufung vom 04.03.2013 sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be-
rufungsklägerin für das Berufungsverfahren.“

4. Innert der ihr für die Wahrnehmung des Replikrechts im Sinne der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung angesetzten Frist reichte die Berufungsklägerin per-
sönlich am 14. April 2013 eine weitere Rechtsschrift mit zahlreichen Beilagen ein, 
woraufhin den Berufungsbeklagten die Möglichkeit zur Einreichung einer Duplik 
gegeben wurde. Davon machte der Berufungsbeklagte mit Eingabe vom 21. Juni 
2013 Gebrauch. Die Berufungsbeklagte dagegen verzichtete auf das Einreichen 
einer solchen. Mit Schreiben vom 1. Juli 2013 zeigte die Vorsitzende der I. Zivil-
kammer den Parteien an, dass weder ein weiterer Schriftenwechsel noch eine 

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mündliche Verhandlung vorgesehen seien. Bereits am 11. Juni 2013 hatte der 
Rechtsvertreter der Berufungsklägerin mitgeteilt, dass er diese nicht mehr vertrete. 

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

II. Erwägungen

1. Am 1. Januar 2011 ist die neue eidgenössische Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbe-
stimmungen gilt für Verfahren, die bei Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung rechtshängig sind, das bisherige Verfahrensrecht bis zum Abschluss 
vor der betroffenen Instanz (Art. 404 Abs. 1 ZPO). Das zwischen den Eheleuten 
hängige Scheidungsverfahren wurde am 12. November 2010 anhängig gemacht 
und untersteht somit dem bisherigen Recht, d.h. der Zivilprozessordnung des Kan-
tons Graubünden (ZPO-GR; BR 320.000) wie auch den bis zum 31. Dezember 
2010 in Kraft stehenden verfahrensrechtlichen Bestimmungen des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210) samt den dazugehörigen kantonalen Aus-
führungsbestimmungen (Art. 5 ff. des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen 
Zivilgesetzbuch [EGzZGB; BR 210.100]). Das Verfahren betreffend Abänderung 
der vorsorglichen Massnahmen wurde dagegen am 11. Juni 2012 rechtshängig 
gemacht. Beim Verfahren betreffend Anordnung vorsorglicher Massnahmen im 
Scheidungsverfahren gemäss Art. 276 ZPO (vormals Art. 137 ZGB) handelt es 
sich um ein selbständiges Nebenverfahren, das einen anderen Gegenstand be-
handelt als das Scheidungsverfahren und daher unter dem prozessualen Blick-
winkel mit einem Endentscheid im Sinne von Art. 90 des Bundesgerichtsgesetzes 
(BGG; SR 173.110) abgeschlossen wird (BGE 134 III 426, E. 2.2; Urteil des Bun-
desgerichts 5A_117/2010 vom 5. März 2010 E.1.1.). Das Massnahmeverfahren 
richtet sich folglich nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, welcher auch 
das Berufungsverfahren untersteht. 

2.a. Gegen erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen kann 
gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO Berufung im Sinne von Art. 308 ff. ZPO erhoben 
werden. Strittig ist vorliegend in erster Linie die Zuteilung der elterlichen Obhut 
über die Tochter Y._____ und damit zusammenhängend die Regelung des Be-
suchs- und Ferienrechts. Erst als Folge davon geht es auch um die Unterhaltsbei-
träge für die Tochter. Familienrechtliche Klagen mit finanziellen Nebenfolgen gel-

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ten als nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten, wenn die Regelung dieser Folgen 
notwendiger Bestandteil des Entscheides über die nicht vermögensrechtliche 
Streitigkeit ist (Urteil des Bundesgerichts 5A_621/2010 vom 8. März 2011 E. 1.1). 
Die vorliegende Streitigkeit ist somit nicht vermögensrechtlicher Natur, so dass die 
Berufung unabhängig vom Streitwert der strittigen Unterhaltsbeiträge gegeben ist. 
Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der Beru-
fung ergibt sich schliesslich aus Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Innerhalb des Kan-
tonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechts-
gebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 der Verordnung über 
die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]). 

b. Nach Art. 314 in Verbindung mit Art. 311 ZPO ist die Berufung gegen einen 
Entscheid im summarischen Verfahren innert 10 Tagen seit Zustellung des be-
gründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der 
Entscheidbegründung schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene 
Entscheid ist beizulegen. Die Berufungsklägerin X._____ reichte ihre Berufung 
gegen den Entscheid des Einzelrichters des Bezirksgerichtes Albula vom 29. Juni 
2012, mitgeteilt am 21. Februar 2013, empfangen am 22. Februar 2013, am 
4. März 2013 ein, so dass die Eingabe fristgerecht gemäss Art. 314 Abs. 1 ZPO 
erfolgte. Überdies entspricht die Berufung den Formerfordernissen, so dass darauf 
eingetreten werden kann. 

3.a. Vorab ist das prozessuale Vorbringen des Berufungsbeklagten, dass alle in 
der Replik der Berufungsklägerin vom 15. April 2013 neu vorgebrachten Tatsa-
chenbehauptungen und Beweisanträge nicht berücksichtigt werden könnten, zu 
beurteilen. Der Vertreter des Berufungsbeklagten stellt sich auf den Standpunkt, 
dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch in Verfahren mit Untersu-
chungsmaxime gestützt auf Art. 317 ZPO Noven im Berufungsverfahren nur bis 
zum Abschluss des ersten Rechtschriftenwechsels unbeschränkt vorgebracht 
werden dürfen (act. A/6. S. 4).

b. Bei erstinstanzlichen Verfahren regelt das Gesetz klar, dass das Gericht, 
falls es den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären hat, neue Tatsachen und 
Beweismittel bis zur Urteilsberatung berücksichtigt (Art. 229 Abs. 3 ZPO). Im Beru-
fungsverfahren sind Noven grundsätzlich aber nur beschränkt zuzulassen – nur 
wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Das 

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Bundesgericht bestätigte die Geltung dieser Novenbeschränkung insbesondere für 
Verfahren nach Art. 243 Abs. 2 ZPO (Streitigkeiten nach dem Gleichstellungsge-
setz, wegen Gewalt Drohung oder Nachstellungen, aus Miete und Pacht, zur 
Durchsetzung des Auskunftsrechts nach Datenschutzgesetz, nach dem Mitwir-
kungsgesetz, sowie Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Kran-
kenversicherung), in welchen gemäss Art. 247 Abs. 2 ZPO die sog. soziale Unter-
suchungsmaxime zur Anwendung gelangt (BGE 138 III 625, E. 2.1, in welchem es 
um eine Streitigkeit aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung 
ging). Unklar bleibt hingegen, ob die Noven auch zu beschränken sind, wenn wie 
im vorliegenden Fall Kindesinteressen betroffen sind, oder ob für diese Verfahren 
eine Ausnahme zu machen ist, weil das Gericht und mithin auch die Berufungsin-
stanz von Gesetzes wegen verpflichtet ist, den Sachverhalt zu erforschen und oh-
ne Bindung an die Parteianträge zu entscheiden (sog. umfassende Offizial- und 
Untersuchungsmaxime nach Art. 296 ZPO). 

c. Mit Urteil vom 8. Mai 2013 (ZK1 12 18) übernahm die I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden, welche bis dahin gestützt auf die Mehrheit der 
deutschsprachigen Kommentatoren die in Art. 317 ZPO statuierte Novenbe-
schränkung in von der Untersuchungsmaxime beherrschten Verfahren als nicht 
anwendbar betrachtet und namentlich in Verfahren nach Art. 276 ZPO sowohl 
echte als auch unechte Noven bis zur Urteilsberatung zugelassen hatte, die aktu-
elle bundesgerichtliche Rechtsprechung. Ausdrücklich offengelassen wurde in-
dessen die Frage der analogen Anwendbarkeit von Art. 229 Abs. 3 ZPO für Ver-
fahren betreffend Kinderbelange (a.a.O. E. 2.3). Das Obergericht des Kantons 
Zürich wendet bis zur Klärung dieser Frage durch das Bundesgericht Art. 229 
Abs. 3 ZPO in analoger Weise an und berücksichtigt somit in Fällen der strengen 
„Erforschungsmaxime“ für Kinderbelange im Zivilprozess (Art. 296 ZPO) oder im 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Art. 446 Abs. 1 ZGB) Noven bis zur Urteils-
fällung (LY120018 vom 7. Februar 2012 und LC130019 vom 8. Mai 2013). Für 
eine unterschiedliche Behandlung des Novenrechts in Verfahren mit umfassender 
Untersuchungsmaxime sprechen offenbar auch die Gesetzesmaterialien, auf wel-
che das Bundesgericht seine von der überwiegenden Lehre abweichende Auffas-
sung zum Geltungsbereich der Novenbeschränkung zur Hauptsache gestützt hat 
(vgl. Annette Spycher, Berner Kommentar zur ZPO, Band II, Bern 2012, N. 9 ff. zu 
Art. 296 sowie Christoph Leuenberger, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts 
zum Zivilprozessrecht im Jahr 2011, in: ZBJV 2013 S. 252 ff., welcher die bundes-
gerichtliche Auslegung der Materialien sogar generell in Frage stellt). In der Tat 
ergeben sich aus den einschlägigen parlamentarischen Protokollen keine Hinwei-

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se darauf, dass der Gesetzgeber das Novenrecht in Verfahren um Kinderbelange, 
welches in der Rechtsprechung zum bisherigen Recht anerkannt war, verschärfen 
wollte. An dieser Stelle braucht die Frage der analogen Anwendbarkeit von 
Art. 229 Abs. 3 ZPO in Berufungsverfahren betreffend Kinderbelange allerdings 
nicht abschliessend beantwortet zu werden, da die neuen Vorbringen in der Replik 
– Zweifel an der freien Willensbildung von Y._____ sowie eine fehlende Bindungs-
toleranz des Vaters – ohnehin nicht zu überzeugen vermögen und somit im Er-
gebnis nicht entscheidrelevant sind. Die Frage ihrer Zulässigkeit kann damit offen-
gelassen werden. 

d. Offensichtlich zulässig sind dagegen die vom Berufungsbeklagten mit sei-
ner Berufungsantwort eingereichten neuen Urkunden, handelt es sich dabei doch - 
abgesehen von den Urkunden zum Nachweis der Rechtzeitigkeit der Berufungs-
antwort (act. D.1 - D.4) und den als gerichtsnotorisch zu qualifizierenden Zürcher 
Tabellen (act. D.8) - durchwegs um echte Noven, d.h. um Beweismittel zu Tatsa-
chen, die erst nach Fällung des angefochtenen Entscheides eingetreten sind (act. 
D.5 - D.7 sowie act. D.9).  

4. Strittig ist vorliegend in erster Linie die mit dem angefochtenen Entscheid 
als vorsorgliche Massnahme im Scheidungsverfahren angeordnete Änderung der 
Obhut über die Tochter Y._____. 

a. Art. 276 Abs. 1 ZPO sieht für vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsver-
fahren die sinngemässe Anwendbarkeit des Eheschutzrechtes vor. Wenn die 
Ehegatten unmündige Kinder haben, hat das Gericht folglich nach den Bestim-
mungen über die Wirkungen des Kindesverhältnisses zu entscheiden (Art. 176 
Abs. 3 ZGB). Für die vorsorgliche Zuteilung der Obhut an einen Elternteil sind im 
Wesentlichen die gleichen Kriterien massgebend, wie sie von Lehre und Rechts-
sprechung für den Scheidungsfall entwickelt worden sind (Bräm/Hasenböhler, 
Zürcher Kommentar, Zürich 1998, N. 89 zu Art. 176 ZGB). Unter Verweis auf das 
Urteil des Kantonsgerichts Graubünden ZK1 09 11 vom 25. Januar 2010, worin 
die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinsichtlich der Sorgerechtszuteilungskri-
terien detailliert zusammengestellt wurde, kann zusammenfassend festgehalten 
werden, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei der Sorgerechts-
zuteilung stets das Kindeswohl entscheidend ist; den Bedürfnissen der Kinder ist 
entsprechend ihrem Alter, ihren Neigungen und ihrem Anspruch auf elterliche Für-
sorglichkeit, Zuwendung und Erziehung bestmöglich zu entsprechen. Als massge-
bliche Gesichtspunkte stehen dabei im Vordergrund die persönlichen Beziehun-

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gen der Eltern zu den Kindern, ihre erzieherischen Fähigkeiten und ihre Bereit-
schaft, die Kinder in eigener Obhut zu haben und sie weitgehend persönlich zu 
betreuen und zu pflegen. Zudem ist dem Bedürfnis der Kinder nach der für eine 
harmonische Entfaltung in körperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht notwen-
digen Stabilität der Verhältnisse Rechnung zu tragen. Diesen Kriterien lassen sich 
die weiteren Gesichtspunkte zuordnen, so die Bereitschaft eines Elternteils, mit 
dem andern in Kinderbelangen zusammenzuarbeiten und den Kontakt zum ande-
ren Elternteil zu ermöglichen, der Grundsatz, Geschwister nach Möglichkeit nicht 
zu trennen, oder die Forderung, dass eine Zuteilung der Obhut von einer persönli-
chen Bindung und echter Zuneigung getragen sein sollte. Allerdings betont das 
Bundesgericht, dass sich der Vorgang der Kinderzuteilung einem starren Prü-
fungsprogramm entziehe. Entsprechend stellt das Bundesgericht klar, dass die in 
der Rechtsprechung entwickelten Zuteilungskriterien wohl als Leitlinien für einen 
dem Kindeswohl entsprechenden Zuteilungsentscheid, nicht aber als starre in ei-
ner ganz bestimmten Reihenfolge zu befolgende Regeln zu verstehen sind (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 5A_591/2008 vom 24. Oktober 2008 E. 5.4). Das Bun-
desgericht relativierte überdies den statuierten Grundsatz, dass Geschwister nach 
Möglichkeit nicht getrennt werden sollen. So hat es dargelegt, dass bei der Kin-
derzuteilung eine ganze Reihe von im Einzelfall zu gewichtenden Kriterien mass-
gebend seien, wobei das Wohl der Kinder vor allen anderen Überlegungen Vor-
rang habe. Soweit von unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder und insbeson-
dere von verschiedenen emotionalen Bindungen und Wünschen der Geschwister 
ausgegangen werden müsse, dürften die Geschwister daher willkürfrei getrennt 
und der Obhut je eines Elternteils unterstellt werden. Demgemäss hat das Bun-
desgericht klar festgehalten, dass das Bundesrecht eine derartige Obhutszuteilung 
nicht grundsätzlich verbietet (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5P.507/2006 vom 5. 
April 2007 E. 4.5 und 4.2 sowie 5A_444/2008 vom 14. August 2008, E. 3.6 mit 
Hinweisen). Die Regel, dass Geschwister zusammen bleiben sollten, darf folglich 
gemäss bundesgerichtlicher Praxis nicht überschätzt werden. Vielmehr ist der in-
dividuellen Beziehung gegenüber dem blossen Prinzip der Vorrang zu geben (vgl. 
in diesem Sinne auch SGGVP 1999 Nr. 38). Dabei hat das Scheidungsgericht alle 
für das Kindeswohl massgebenden Umstände zu berücksichtigen und damit – wie 
bereits in früheren Entscheiden ausgeführt (vgl. BGE 115 II 206 E. 4 a; BGE 117 II 
353 E. 3) – auch auf die Meinung der Kinder, soweit tunlich, Rücksicht zu nehmen 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 5C.210/2000 vom 27. Oktober 2000 E. 1.b und 
1.d, 5A_591/2008 vom 24. Oktober 2008 E. 5.1 sowie 5C.77/2005 vom 27. Mai 
2005 E. 2). Die Bedeutung, die den Wünschen der Kinder beizumessen ist, wird 

http://links.weblaw.ch/5A_591/2008
http://links.weblaw.ch/5A_444/2008
http://links.weblaw.ch/BGE-115-II-206
http://links.weblaw.ch/BGE-117-II-353
http://links.weblaw.ch/BGE-117-II-353
http://links.weblaw.ch/5C.210/2000
http://links.weblaw.ch/5A_591/2008
http://links.weblaw.ch/5C.77/2005

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dabei einerseits davon abhängen, ob die betroffenen Kinder altersmässig und von 
ihrer Entwicklung her in der Lage sind, stabile Absichtserklärungen abzugeben; 
andererseits wird zu prüfen sein, ob die geäusserten Wünsche tatsächlich eine 
besondere innere Verbundenheit zu einem Elternteil zum Ausdruck bringen und 
nicht beispielsweise dem Wunsch nach mehr Freiheit oder materiellen Vorteilen 
entspringen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5C.77/2005 vom 27. Mai 2005 E. 2.1 
und E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 122 III 401 E. 3.b).

b. Gemäss Art. 276 Abs. 2 ZPO dauern Massnahmen, die das Eheschutzge-
richt angeordnet hat, im Scheidungsverfahren weiter. Für die Aufhebung oder die 
Änderung ist das Scheidungsgericht zuständig. Art. 179 ZGB macht die Abände-
rung einer Massnahme vom Vorliegen veränderter Verhältnisse abhängig. Not-
wendig ist eine wesentliche Veränderung der Entscheidungsgrundlagen. Lehre 
und Rechtsprechung bejahen eine solche bei einer erheblichen und dauernden 
Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse oder bei einer aufgrund vertiefter Ab-
klärung der Sachlage gewonnenen Einsicht, dass der frühere Entscheid auf unzu-
treffenden Voraussetzungen beruhte (vgl. dazu Isenring/Kessler, Basler Kommen-
tar, Zivilgesetzbuch I, Basel 2010, N 3 f. zu Art. 179 ZGB). Bei Anträgen auf 
Abänderung von Massnahmen, welche die Kinder der Ehegatten betreffen, hat der 
Richter von Amtes wegen abzuklären, ob die verlangte Anpassung dem Kindes-
wohl entspricht oder nicht. Namentlich ist bei einer beantragten Obhutsänderung 
zu beachten, dass die Stabilität der Verhältnisse für eine harmonische Entwicklung 
der Kinder von erheblicher Bedeutung sein kann (Isenring/Kessler, a.a.O., N. 5 zu 
Art. 179). Aus dem Erfordernis einer wesentlichen und dauerhaften Veränderung 
der tatsächlichen Situation folgt, dass ein oberflächlicher, aus einer momentanen 
Stimmung heraus vorgetragener Wunsch des Kindes für einen Wechsel des Auf-
enthalts nicht genügen kann. Umgekehrt muss einem Zuteilungswunsch - soweit 
es sich dabei um den gefestigten Entschluss eines Kindes handelt, das vom Alter 
und seiner Entwicklung her zu einer stabilen Meinungsbildung in der Lage ist - 
Rechnung getragen werden (Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2011 vom 1. Juni 
2013 E. 2.4.1).  

c. Im vorliegenden Verfahren stellt sich vorgängig die Frage, ob für den Ent-
scheid der Obhutsfrage der Beizug eines Gutachtens einer Fachperson nötig ist. 
Aufgrund der in familienrechtlichen Angelegenheiten bezüglich Kinderbelangen 
geltenden uneingeschränkten Untersuchungsmaxime erforscht das Gericht den 
Sachverhalt von Amtes wegen (Art. 296 Abs. 1 ZPO). So kann das Gericht auf 
Antrag einer Partei oder von Amtes wegen bei einer sachverständigen Person ein 

http://links.weblaw.ch/5C.77/2005
http://links.weblaw.ch/BGE-122-III-401

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Gutachten einholen (Art. 183 Abs. 1 ZPO). Wie die Berufungsklägerin zutreffend 
zitiert hat, hält das Bundesgericht dazu fest: „Einen generellen Anspruch darauf, 
dass im Rahmen der Zuteilung der elterlichen Sorge bzw. der Obhut oder 
Unterbringung eines Kindes zu beurteilende Umstände ausschliesslich 
gutachterlich gewürdigt werden, gibt es nicht; namentlich kann ein solcher 
Anspruch auch nicht aus Art. 145 Abs. 2 ZGB abgeleitet werden. Vielmehr ist es 
die ureigenste Aufgabe des Gerichts, die Vielzahl der für die Beantwortung der 
sich stellenden Fragen massgeblichen Kriterien zu würdigen und gegeneinander 
abzuwägen, um zu einem Ergebnis zu gelangen.“ (Urteil des Bundesgerichts 
5A_361/2010 vom 10. September 2010). Die Parteien haben vorliegend keinen 
entsprechenden Antrag gestellt und die Vorinstanz sah offensichtlich keinen An-
lass, um hinsichtlich der Obhutszuteilung von Amtes wegen ein Gutachten in Auf-
trag zu geben. Vor dem Hintergrund der Klarheit und der Konstanz des Kinder-
wunsches von Y._____ – dazu später im Detail (vgl. E. 4.f.) – kann auf die Einho-
lung eines Gutachtens vorliegend verzichtet werden. 

d. Die Vorinstanz bejahte die Voraussetzungen für eine Abänderung der im 
Jahre 2009 getroffenen Obhutszuteilung insofern, als sich seither ein über längere 
Zeit gereifter, gefestigter und klarer Wunsch von Y._____, zum Vater ziehen zu 
wollen, manifestiert habe und sich die tatsächlichen Verhältnisse auch insofern 
geändert hätten, als der Vater nunmehr in einer gefestigten neuen Beziehung lebe 
und mit seiner Partnerin ein gemeinsames Kind betreue. In Würdigung des engen 
Verhältnisses zwischen Vater und Tochter, der Erziehungsfähigkeit des Vaters 
sowie seiner Partnerin, der Betreuungsmöglichkeiten durch den Vater und seine 
Partnerin sowie der stabilen Lebenssituation des Vaters gelangte die Vorinstanz 
zur Auffassung, dass der von Y._____ gehegte Wunsch dem Wohl des Kindes zu 
entsprechen scheine und ihr Gesuch, sie für die Dauer der Trennung bzw. des 
Scheidungsverfahrens unter die Obhut des Vaters zu stellen, daher gutzuheissen 
sei  (act. B/2 S. 7). 

Gerügt wird seitens der Berufungsklägerin sinngemäss, dass die Vorinstanz nicht 
alle für die Obhutszuteilung relevanten Kriterien gewürdigt habe und allein auf die 
Befragungen von Y._____ abstelle (act. A/1. S. 4). Welche Kriterien allerdings 
konkret noch hätten gewürdigt werden müssen und zu einem anderen Entscheid 
hätten führen müssen, wird in der Berufungsschrift – mit Ausnahme der möglichen 
Auswirkungen des Wohnsitzwechsels auf die schulische Entwicklung von Y._____ 
– nicht dargelegt. Eine fehlende Bindungstoleranz des Vaters sowie Zweifel an der 

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freien Willensbildung von Y._____ werden erst in der Replik geltend gemacht 
(act. A/5.).

e. Die Vorinstanz verzichtete darauf, auf Seiten der Mutter dieselben Obhuts-
zuteilungskriterien wie beim Vater zu prüfen. Sie stellte im Entscheid insbesondere 
auf den klaren, immer wieder geäusserten Kinderwunsch der zum Entscheidzei-
punkt 14-jährigen Y._____ ab und gewichtete dieses Kriterium schwerer als alle 
übrigen. Das Vorgehen der Vorinstanz, von einer Prüfung der obgenannten Ob-
hutszuteilungskriterien seitens der Mutter abzusehen, lässt sich durchaus rechtfer-
tigen und wurde im Übrigen seitens der Berufungsklägerin auch nicht beanstan-
det. Denn selbst wenn alle seitens des Vaters positiv beurteilten Obhutszutei-
lungskriterien auf Seiten der Mutter ebenfalls erfüllt wären (Erziehungsfähigkeit, 
enges Verhältnis, stabile Verhältnisse und persönliche Betreuung), liegt - wie die 
nachfolgenden Erwägungen zeigen - immer noch der klare und konstante Kinder-
wunsch von Y._____ vor, zum Vater ziehen zu wollen.

f. Die Vorinstanz beurteilt den Kinderwunsch von Y._____ als über längere 
Zeit gereift, gefestigt sowie klar und misst diesem hohes Gewicht bei (act. B/2 S. 
7). Diese Beurteilung entspricht auch der Einschätzung der Fachperson Lis Roner, 
welche die Kindesanhörung mit Y._____ durchführte (Scheidungsakten VI.3., 
Scheidungsakten VII.14), des Schulpsychologen B._____ (Scheidungsakten IV.52 
und Akten Vorsorgliche Massnahmen I.4) und stimmt mit dem Protokoll der Kin-
desanhörung sowie den bei den Akten liegenden Briefen von Y._____ überein 
(Scheidungsakten VI.2, Scheidungsakten VI.5, Scheidungsakten VI.8). Im Übrigen 
kann aufgrund des Alters von Y._____ – heute 15-jährig – davon ausgegangen 
werden, dass sie von ihrer Entwicklung her in der Lage ist, stabile Absichtser-
klärungen abzugeben. Dies beweist sie auch durch die Konstanz der Anbringung 
ihres Anliegens (erster Brief an das Gericht am 29. August 2011, letzte Eingabe 
ihres Prozessvertreters am 26. März 2013). Ihr Verhalten im Prozess deutet des 
Weiteren auf eine gewisse Reife. So äusserte sie sich anlässlich der Kindesan-
hörung dahingehend, dass sie sich bereits über die schulischen Möglichkeiten in 
L.1_____ informiert habe (Scheidungsakten VI.3 S. 2) und zeigte sich in einem 
Brief an den Gerichtspräsidenten auch bereit, den Wohnortwechsel dem Ab-
schluss des Schuljahres anzupassen (Scheidungsakten VI.8). Zudem ist davon 
auszugehen, dass ihr Wunsch beim Vater zu leben vielmehr einer besonderen 
inneren Verbundenheit zu diesem und gewissen Problemen mit der Mutter ent-
springt als beispielsweise dem Wunsch nach mehr Freiheit oder materiellen Vor-
teilen. 

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Zweifel an der Klarheit des Kindeswunsches äusserte die Berufungsklägerin erst-
mals in ihrer Replik und da auch nur andeutungsweise. So äusserte die Beru-
fungsklägerin aufgrund des zielstrebigen Vorgehens ihrer 14-jährige Tochter den 
Verdacht der Beeinflussung von Y._____ durch ihren Vater: „So wie ich den Ent-
scheid vom Gerichtspräsidenten, Herr Herman Laim gelesen habe, ist es Y._____, 
die den Wunsch geäussert hat, zu ihrem Vater zu gehen. Und Y._____, 14jährig, 
wusste genau wie man das macht. Also man muss zuerst zum Bezirksgerichts-
präsidenten gehen, damit man in einer Anhörung angehört wird. Und man verlangt 
dort noch die Vormundschaftsbehörde um Beistand zu bekommen. Also ich wuss-
te gar nicht, dass meine Tochter so intelligent ist. Zudem geht man noch zum 
Schulleiter, damit man auch während den Schulzeiten zum Bezirkspräsidenten auf 
Besuch gehen kann, oder hat der Bezirksgerichtspräsident die Telefonnummer am 
Schulleiter ausgehändigt, damit Y._____ nicht von zu Hause aus telefonieren 
muss, sondern kann gerade während den Schulzeiten dass erledigen, so, dass die 
Mutter ja gar nichts bemerkt? … Wo her weiss Herr F. Dosch, bzw. Das Bezirks-
gericht, dass dies auch so der Wahrheit entspricht? Ist Y._____ nicht vom Vater 
bedrängt worden, dass so zu schreiben? … Anscheinend würde Y._____ auch 
wieder gerne in die Musikschule gehen. War das ein Druckmittel, Y._____ so nach 
O.2_____ zu locken?“ (act. A/5.). Die von der Berufungsklägerin geäusserten 
Zweifel an der freien Willensbildung von Y._____ vermögen nicht zu überzeugen. 
So ist einem vierzehnjährigen Mädchen durchaus zuzutrauen, sich im Schei-
dungsprozess ihrer Eltern mit einem für sie wichtigen Anliegen an die zuständige 
Stelle, vorliegend den Präsidenten des Bezirksgerichtes Albula, zu wenden. Auf-
grund der Dauer sowie der emotionalen Intensität des Verfahrens ist im Übrigen 
nicht auszuschliessen, dass Y._____ von ihren Eltern mitbekam, wer für die Rege-
lung der Trennung respektive Scheidung ihrer Eltern zuständig war. Doch selbst 
wenn Y._____ den Namen des Bezirksgerichtspräsidenten sowie die Adresse des 
Gerichts von ihrem Vater erhalten hätte, wäre darin keine Beeinflussung des Va-
ters in der Obhutsfrage zu sehen. Im Übrigen ist zu erwähnen, dass für Y._____ 
von Amtes wegen ein Prozessbeistand eingesetzt wurde und nicht auf deren An-
trag hin. Zudem stehen die von der Berufungsklägerin geäusserten Zweifel an der 
freien Willensbildung von Y._____ in klarem Widerspruch zur Einschätzung der 
Fachperson Lis Roner, welche die Kindesanhörung mit Y._____ durchführte, des 
Schulpsychologen B._____, der Beurteilung der Vorinstanz sowie zu den Akten. 
Auch der Umstand, dass die Berufungsklägerin die Zweifel an der freien Willens-
bildung der Tochter erst derart spät im Prozess anbringt, spricht nicht für deren 
Berechtigung. Somit vermögen die von der Berufungsklägerin in der Replik aufge-

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zeigten Hinweise für eine Beeinflussung durch den Vater – selbst wenn diese for-
mell zu berücksichtigen wären – nicht zu überzeugen und haben demnach keinen 
Einfluss auf die Entscheidfindung. 

Die Berufungsklägerin rügt des Weiteren die Wortwahl im angefochtenen Ent-
scheid. Sie liess ausführen, dass sogar die Vorinstanz selbst nur den Schein der 
Kindswohlwahrung erreichen könne: „Der von Y._____ gehegte Wunsch zum Va-
ter zu ziehen, scheint dem Wohl des Kindes zu entsprechen.“. Damit habe die 
Vorinstanz die Offizial- und Untersuchungsmaxime verletzt, indem sie die unmit-
telbaren Auswirkungen eines sofortigen Umzugs auf das objektiv zu prüfende Kin-
deswohl in keiner Weise erforscht und geprüft habe (act. A/1. S. 5). Dem ist ent-
gegenzuhalten, dass über die Anordnung vorsorglicher Massnahmen während des 
Scheidungsverfahrens im summarischen Verfahren zu entscheiden ist (Art. 248 lit. 
d ZPO). Es geht darum, in einem raschen Verfahren eine vorläufige Friedensord-
nung herzustellen. Die entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse sind daher, 
bei freier Beweiswürdigung, nicht strikt zu beweisen, sondern lediglich glaubhaft 
zu machen (Marcel Leuenberger, FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, Bern 
2011, N. 1 und 17 zu Art. 276 ZPO). Glaubhaftmachung bedeutet, dass der Rich-
ter von der Richtigkeit der aufgestellten tatsächlichen Behauptung nicht restlos 
überzeugt sein muss, sondern dass es genügt, wenn auf Grund objektiver An-
haltspunkte eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die fragliche Tatsache spricht. In 
diesem Sinne lässt sich die gewählte Formulierung – soweit damit überhaupt ge-
wisse Zweifel zum Ausdruck gebracht worden sein sollten – nicht beanstanden.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Wunsch von Y._____, 
beim Vater leben zu wollen, klar, konstant und gefestigt ist. Vor diesem Hinter-
grund sowie insbesondere unter Berücksichtigung des Alters von Y._____ ist dem 
Obhutszuteilungskriterium des Kindeswunsches vorliegend ein sehr hohes Ge-
wicht beizumessen.

g. Die Vorinstanz geht von der Erziehungsfähigkeit des Vaters aus. Diese wird 
von der Berufungsklägerin nicht bestritten und es bestehen aufgrund der Akten 
auch keine Anhaltspunkte, an dieser zu zweifeln. Für die Erziehungsfähigkeit des 
Vaters sprechen die aktuellen guten Schulnoten von Y._____ (act. D/5), der posi-
tive Bericht der aktuellen Schule (act. D/7), der Umstand, dass Y._____ einen 
Ausbildungsplatz gefunden hat (act. D/6) sowie die Aussagen von Y._____ selbst 
(Scheidungsakten VI.3). 

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h. Gemäss der Vorinstanz pflegt Y._____ ein enges Verhältnis zu ihrem Vater. 
Gegenteiliges von Relevanz ist weder den Ausführungen der Berufungsklägerin 
noch den Akten zu entnehmen. Ein Indiz für ein enges Verhältnis zwischen Vater 
und Tochter sind die bei den Akten liegenden Briefe von Y._____ sowie von 
Z._____ (Scheidungsakten VI.2, Scheidungsakten VI.5, Scheidungsakten VI.8, 
Scheidungsakten IV.51), die Aussagen von Y._____ anlässlich der Kindesan-
hörung (Scheidungsakten VI.3 S. 2 f.), das gemeinsame Hobby D._____ (act. A/4. 
S. 8) und insbesondere der starke Wunsch von Y._____, beim Vater leben zu wol-
len.

i. Die Vorinstanz ging seitens des Vaters von stabilen Verhältnissen aus, da 
er in einer gefestigten Beziehung lebt und mit seiner neuen Partnerin ein gemein-
sames Kind hat. Den unbestritten gebliebenen Angaben der Berufungsklägerin 
zufolge (act. A/5) ist zwischenzeitlich ein zweites Kind hinzugekommen. Hinsicht-
lich der für die Obhutszuteilung entscheidenden familiären Verhältnisse ist die er-
forderliche Stabilität demnach gegeben. Daran vermögen die von der Berufungs-
klägerin geltend gemachten häufigen Stellenwechsel des Berufungsbeklagten 
(act. A/5.) ebenso wenig zu ändern wie der Umstand, dass letzterer in der Ver-
gangenheit seinen Unterhaltspflichten nur teilweise nachgekommen ist und ihm 
deswegen gar eine strafrechtliche Verurteilung droht. 

j. Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz ist der Vater zusammen mit sei-
ner Partnerin durchaus in der Lage, Y._____ im Sinne ihres Wohles zu betreuen. 
Der Berufungsbeklagte ist in einem 100%-Pensum arbeitstätig und seine Partnerin 
befand sich von Juli 2011 bis Juli 2013 im Mutterschaftsurlaub (act. A/4. S. 6). Es 
ist davon auszugehen, dass der Vater mit Hilfe seiner Partnerin in der Lage ist, 
Y._____ – im Rahmen des Betreuungsbedürfnisses eines 15-jährigen Mädchens – 
persönlich zu betreuen. Dies wird von der Berufungsklägerin auch nicht bestritten. 

k. Die Berufungsklägerin liess in ihrer Berufungsschrift geltend machen, dass 
die Vorinstanz den vom Schulpsychologen B._____ geäusserten Bedenken betref-
fend den Schulwechsel von Y._____ nach L.1_____ nicht nachgegangen sei. 
Schliesslich habe sich Y._____ nur zwei Jahre zuvor in einer schweren schuli-
schen Krise befunden (act. A/1. S. 4). Der Schulpsychologe B._____ äusserte 
gemäss Aktennotiz vom 27. Juni 2012 anlässlich des Telefonats mit dem Ge-
richtspräsidenten zwar Bedenken, ob Y._____ bei einem Wechsel nach L.1_____ 
den Anschluss in der Schule schaffe, allerdings fügte er auch gleich an, dass er 
den österreichischen Lehr- und Schulplan nicht kenne und daher kein abschlies-

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sendes Urteil zu dieser Frage geben könne (Akten Vorsorgliche Massnahmen 
I.4.). Die Vorinstanz kannte somit das Risiko von Schulproblemen aufgrund des 
Wohnortwechsels, gewichtete dieses aber im Verhältnis zum Kinderwunsch offen-
sichtlich als weniger ausschlaggebend. Im Übrigen hat die bisherige Entwicklung 
auch gezeigt, dass die schulische Integration ausgezeichnet gelungen ist (Zeugnis 
act. D/5, Bericht der aktuellen Schule act. D/7, Bestätigung Ausbildungsplatz 
act. D/6). Somit ist ein Verzicht auf weitere Abklärungen durch die Vorinstanz zu 
den Folgen eines Schulwechsels durchaus vertretbar. 

Weiter moniert die Berufungsklägerin, dass die Vorinstanz anstelle des Einholens 
einer schriftlichen Stellungnahme bloss ein Telefongespräch mit dem Schulpsy-
chologen geführt habe (act. A/1. S. 4). Diese Vorgehensweise der Vorinstanz 
muss aufgrund der zeitlichen Dringlichkeit – der Antrag der Berufungsklägerin ging 
vier Tage vor der bevorstehenden Verhandlung ein – sowie in Anbetracht dessen, 
dass die in Kinderbelangen geltende uneingeschränkte Untersuchungsmaxime es 
dem Gericht erlaubt, nach eigenem Ermessen auch auf unübliche Art Beweise zu 
erheben (zum sog. Freibeweis vgl. Jonas Schweighauser, FamKomm Scheidung, 
Band II: Anhänge, Bern 2011, N. 15 zu Art. 296 ZPO), als zulässig bezeichnet 
werden. Sodann hat der Bezirksgerichtspräsident eine Aktennotiz vom Telefonat 
verfasst und den Parteien zur Kenntnisnahme unterbreitet, womit den Parteien 
auch das rechtliche Gehör gewährt wurde (Akten Vorsorgliche Massnahmen II.1).

l. Die Berufungsklägerin zweifelt in ihrer Replik sinngemäss an der Bindungs-
toleranz des Vaters – an der Bereitschaft des Vaters, den Kontakt zwischen 
Y._____ und der Mutter zu fördern (act. A/5 und act. B/20). Die Berufungsklägerin 
schilderte diesbezüglich verschiedene Vorfälle: „Wenn wir Y._____ fragen, wann 
hast du Ferien, gibt sie uns zur Antwort, weiss es nicht. Weiss ein Kind von 14 
Jahren wirklich nicht, wann ihre Ferien sind? Skypen darf Y._____ auch schon seit 
November nicht mehr mit uns, weil ich gesehen habe, wie Y._____ immer wieder 
wegschauen musste, damit ich nicht ihre Träne sah. Wenn wir fragen, wann hast 
du wieder einmal Zeit, um mit uns zu skypen, gibt sie uns immer die gleiche Ant-
wort, entweder, ich muss jetzt lernen (20 00 Uhr) habe keine Zeit. Also haben wir 
nur noch per Handy mit Y._____ kontakt geführt. Aber jetzt hat sie uns mitgeteilt, 
dass die Schule ihr das Handy abgenommen hat für drei Wochen, weil sie mit dem 
Handy in der Schule erwischt worden ist. Kann ich das glauben?“ … „Am Sonntag, 
als der Vater A._____ nach Hause gebracht hatte, kam A._____ ganz vorsichtig 
ins Haus… Als ich nach Y._____ fragte, gab sie mir zu Antwort, sie müsse nach 
Hause, um ihre Hausaufgaben zu machen. Ich habe daraufhin Y._____ … angeru-

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fen und gefragt, warum sie nicht noch schnell nach oben gekommen sei? Ich be-
kam wieder die gleich Antwort, ich muss lernen. Der Vater von Y._____ übernimmt 
jetzt die Erziehung von Y._____. Ist so wirklich den Kontakt … zum Wohle von 
Y._____ gefördert?“ (act. A/5.). Aus den geschilderten Vorfällen geht nicht klar 
hervor, ob es tatsächlich der fehlenden Bereitschaft des Vaters, den Kontakt zwi-
schen Mutter und Tochter zu fördern, zuzuschreiben ist, dass Mutter und Tochter 
sehr wenig Kontakt haben, oder ob es einfach dem Wunsch der fünfzehnjährigen 
Tochter entspricht. Ein Hinweis darauf, dass der seltene Kontakt zwischen Mutter 
und Tochter eher dem Willen der Tochter entspringt, ist folgende Schilderung der 
Berufungsklägerin: „Das erste Mal, wo ich heraus gefunden habe, dass Y._____ 
anfangs November Schulferien hat, musst ich buchstäblich Druck auf Y._____ 
machen, damit sie uns nur einen Tag und eine Nacht besuchen kommt. Und als 
Y._____ uns verliess, sah ich den Zettel auf ihrem Bett, mit Danke viel mol.“ (act. 
A/5). Dass Y._____ regelmässige Besuche und Ferienaufenthalte bei der Beru-
fungsklägerin in den vergangenen Monaten vermieden hat, mag sodann auch mit 
dem noch laufenden Verfahren zusammenhängen. So liegt auf der Hand, dass 
sich das Mädchen nach wie vor in einem Loyalitätskonflikt befindet und sich des-
wegen der direkten Begegnung mit der Mutter samt den damit verbundenen emo-
tionalen Belastungen zu entziehen versucht. Solange sich die Berufungsklägerin 
mit den ihr zustehenden rechtlichen Mitteln gegen den Obhutswechsel zur Wehr 
setzt und sie sich damit gegen den erklärten Wunsch der Tochter stellt, bleibt die 
persönliche Beziehung zwischen ihnen offensichtlich belastet. Nach dem Gesag-
ten vermag der Vorwurf der fehlenden Bindungstoleranz des Vaters in der Replik – 
selbst wenn dieser formell zu berücksichtigen wäre – nicht zu überzeugen und ist 
im Ergebnis nicht entscheidrelevant.

m. Nicht befasst hat sich die Vorinstanz mit dem Aspekt der Trennung der Ge-
schwister. Wie bereits eingangs ausgeführt (vgl. E. 4.a.), ist gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung die Trennung von Geschwistern zu vermeiden. Bei un-
terschiedlichen Bedürfnissen und verschiedenen emotionalen Bindungen und 
Wünschen ist aber eine Trennung nicht ausgeschlossen. Auch eine Geschwister-
beziehung kann bei einem gefestigten Kinderwunsch in den Hintergrund treten. 
Unter diesen Umständen kann der Entscheid der Vorinstanz im Ergebnis nicht 
beanstandet werden. Allerdings ist in Fällen einer Geschwistertrennung verstärkt 
darauf zu achten, dass weiterhin regelmässige Kontakte zwischen den Geschwis-
tern möglich sind, beispielsweise durch ein wechselseitiges Besuchsrecht. In den 
vergangenen Monaten war ein Kontakt zwischen den Geschwistern offenbar nicht 
in ausreichendem Masse möglich, zumal nicht nur Y._____, sondern  - wie sich 

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aus den eigenen Ausführungen der Berufungsklägerin in ihrer Replik ergibt - auch 
A._____ das an sich vereinbarte und gerichtlich genehmigte Besuchsrecht nur 
sporadisch und nicht in vollem Umfang wahrnimmt. Letztere hatte bereits bei der 
Kindesanhörung (Scheidungsakten VI.3) angegeben, im Moment nicht beim Vater 
übernachten zu wollen. Eine allmähliche Verstärkung der Kontakte zum Vater, die 
damals auf gelegentliche Telefonate und Begegnungen bei der Abholung von 
Y._____ beschränkt waren, hatte sie sich gewünscht, wobei sie dabei nicht unter 
Druck gesetzt werden wollte und sie sich einen langsamen Aufbau über gemein-
same Unternehmungen während eines Tages vorstellte. Für den Fall, dass 
Y._____ ihrem Wunsch entsprechend beim Vater leben sollte, bezeichnete 
A._____ es als für sie wichtig, dass sie Y._____ trotzdem regelmässig sehen kön-
ne. In der Kindesanhörung war sodann auch deutlich zum Ausdruck gekommen, 
dass die strittige Familiensituation der Eltern die beiden Mädchen belastete. Als 
Fazit wurde seitens der Anhörung durchführenden Fachperson denn auch festge-
halten, dass die Eltern die Konflikte mit dem Expartner nicht vor den Kindern aus-
tragen und sie nicht vor ihnen über den andern Elternteil negativ sprechen sollten; 
die zerstrittene Expaarebene müsse von der Elternebene zu Gunsten der Kinder 
getrennt werden. Vor diesem Hintergrund werden hiermit beide Elternteile aus-
drücklich ermahnt, die beiden Töchter zu regelmässigen Besuchen beim nicht ob-
hutsberechtigten Elternteil anzuhalten und darauf zu achten, dass die Geschwister 
dabei die Möglichkeit haben, sich regelmässig zu sehen. Dringende Notwendigkeit 
dafür ist eine Verbesserung der Kommunikation zwischen den Eltern, die nicht 
zuletzt als Folge der Unterhaltsausstände und des hängigen Strafverfahrens zum 
Erliegen gekommen ist. Sollten die Eltern nicht in der Lage sein, diese Vorgaben 
umzusetzen, sind gegebenenfalls die erforderlichen Kindesschutzmassnahmen 
wie etwa eine Besuchsrechtsbeistandschaft anzuordnen. Dabei wird allerdings zu 
beachten sein, dass sich mit dem Wechsel des gewöhnlichen Aufenthaltsortes von 
Y._____ die Frage der weiteren Zuständigkeit des Scheidungsgerichts zur Rege-
lung der sie betreffenden Kinderbelange stellen wird. Sowohl der Erlass von Kin-
desschutzmassnahmen wie auch die Zuteilung des Sorgerechts und die Regelung 
des persönlichen Verkehrs fallen nämlich in den sachlichen Geltungsbereich des 
Haager Übereinkommens über die Zuständigkeit, das anwendbare Recht, die An-
erkennung, Vollstreckung und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen 
Verantwortung und der Massnahmen zum Schutz der Kinder (Haager Kindes-
schutzübereinkommen [HKsÜ; SR 0.211.231.011]), welches in den einschlägigen 
Bestimmungen des schweizerischen internationalen Privatrechts explizit vorbehal-
ten wird (vgl. Art. 62 Abs. 3 und Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 85 Abs. 1 des 

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Bundesgesetzes über das Internationale Privatrecht [IPRG; SR 291]). Dieses Übe-
reinkommen ist auch in L.1_____ seit dem 1. April 2011 in Kraft. Gemäss Art. 5 
HKsÜ liegt die Zuständigkeit für die betreffenden Massnahmen in erster Linie bei 
den Behörden des Vertragsstaates, in dem das Kind seinen gewöhnlichen Aufent-
halt hat; bei einem Wechsel des gewöhnlichen Aufenthalts des Kindes in einen 
anderen Vertragsstaat sind vorbehältlich eines - hier nicht zur Diskussion stehen-
den - widerrechtlichen Verbringens im Sinne von Art. 7 HKsÜ die Behörden des 
Staates des neuen Aufenthalts zuständig, welche bei der Ausübung ihrer Zustän-
digkeit auch ihr eigenes Recht anzuwenden haben (Art. 15 HKsÜ). Das Prinzip der 
perpetuatio fori gilt demnach im Geltungsbereich des HKsÜ nicht. In Art. 10 HKsÜ 
bleibt zwar die Zuständigkeit des Scheidungsgerichts zur Regelung der Kinderbe-
lange vorbehalten, welche indessen davon abhängig gemacht wird, dass a) einer 
der Eltern zu Beginn des Verfahrens seinen gewöhnlichen Aufenthalt in diesem 
Staat und ein Elternteil die elterliche Verantwortung für das Kind hat und b) die 
Eltern und jede andere Person, welche die elterliche Verantwortung für das Kind 
hat, die Zuständigkeit des Scheidungsgerichts für das Ergreifen solcher Mass-
nahmen anerkannt haben und diese Zuständigkeit dem Wohl des Kindes ent-
spricht. Diese Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein (vgl. Paul Lagarde, Er-
läuternder Bericht zum HKsÜ, Paris 1997, Rz. 64, abrufbar unter www.hcch.net). 
Das Bezirksgericht Albula bzw. dessen Präsident wird folglich nur noch über die 
Y._____ betreffenden Kinderbelange (Sorgerecht, persönlicher Verkehr, Kindes-
schutzmassnahmen) entscheiden können, wenn beide Eltern dessen Zuständig-
keit ausdrücklich anerkennen oder aber die Voraussetzungen für eine einver-
nehmliche Zuständigkeitsübertragung im Sinne von Art. 8 und 9 HKsÜ erfüllt 
wären.       

n. Nicht unberücksichtigt gelassen werden kann im vorliegenden Fall der 
Grundsatz der Beziehungs- und Erlebniskontinuität. Da der vorinstanzlich bewirkte 
Obhutswechsel inzwischen bereits über ein Jahr her ist und sich die neuen Ver-
hältnisse in der Zwischenzeit derart positiv manifestiert haben (schulische Ent-
wicklung sowie berufliche Zukunftsperspektiven von Y._____), müssten sehr ge-
wichtige Argumente vorliegen, um eine erneute Obhutsumteilung vorzunehmen. 
An dieser Stelle ist die lange Dauer der Entscheidbegründung der Vorinstanz zu 
beanstanden – der Entscheid vom 29. Juni 2012 wurde den Parteien nach knapp 
acht Monaten am 21. Februar 2013 begründet zugestellt. Der Umstand, dass der 
Obhutswechsel mit Entscheid vom 29. Juni 2012 bereits per 1. Juli 2012, d.h. vor 
Eintritt der Rechtskraft des Massnahmeentscheides, verfügt wurde, hätte eine ra-
sche Zustellung der schriftlichen Entscheidbegründung geboten. Dies hätte eine 

http://www.hcch.net

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rechtzeitige Beurteilung durch die Rechtsmittelinstanz ermöglicht, bevor sich die 
neuen Verhältnisse derart stabilisiert haben, dass ein erneuter Wechsel faktisch 
stark erschwert ist. 

o. Im Ergebnis kann zusammenfassend festgehalten werden, dass insbeson-
dere aufgrund des klaren und konstanten Kinderwunsches der inzwischen 15-
jährigen Y._____ die vorsorgliche Umteilung der Obhut zu schützen ist. Die Beru-
fung erweist sich damit in diesem Punkt als unbegründet. Das Besuchs- und Feri-
enrecht der Berufungsklägerin hat diese in ihrem Eventualantrag – für den Fall, 
dass es bei der Umteilung der elterlichen Obhut bleiben würde – nicht angefoch-
ten (act. A/1. S. 2 und 6). Damit braucht darauf nicht weiter eingegangen zu wer-
den.

5.a. Die Berufungsklägerin verlangt in ihrem Eventualantrag – für den Fall, dass 
es bei der vorinstanzlichen Obhutszuteilung bleibt – sie sei von der Pflicht zu ent-
binden, Z._____ an den Unterhalt von Tochter Y._____ monatliche Beiträge zu 
leisten. Die Berufungsklägerin rügt in diesem Zusammenhang, dass die Festset-
zung des Unterhaltbeitrages durch die Vorinstanz ohne Prüfung der aktuellen Ein-
kommens- und Vermögensverhältnisse des Vaters sowie unter Missachtung der 
Schranke der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Rentenschuldners stattfand 
(act. A/1 S. 5 f.). Der Berufungsbeklagte hält dem in seiner Berufungsantwort ent-
gegen, dass die vorinstanzliche Unterhaltsfestsetzung in träfer Weise sowohl die 
Kaufkraftdifferenzen zwischen der Schweiz und L.1_____ als auch das der Beru-
fungsklägerin zumutbare Einkommen berücksichtige und daher nicht zu bean-
standen sei. Mit einem Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.-- bei einem nach den Zür-
cher Tabellen zu bemessenden, kaufkraftbereinigten Bedarf der Tochter von Fr. 
1‘103.-- sei die Vorinstanz der Berufungsklägerin um monatlich Fr. 500.-- entge-
gengekommen. Dieser sei in Anbetracht dessen, dass mit dem Umzug von 
Y._____ ein wesentlicher Betreuungsaufwand weggefallen sei und sie nur noch 
die 13-jährige Tochter A._____ zu betreuen habe, ein Arbeitspensum von 75% als 
Coiffeuse zumutbar, womit sie einen Bruttomonatslohn von Fr. 3‘160.-- erzielen 
könne und damit in der Lage sei, den Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.-- für die Toch-
ter Y._____ ohne Eingriff in den von ihr selbst als gebührend bezeichneten Bedarf 
von Fr. 2‘500.-- zu bezahlen (act. A./4 S. 13 ff.). Auch der Prozessbeistand der 
Berufungsbeklagten vertritt in seiner Berufungsantwort die Auffassung, dass sich 
der richterlich festgesetzte Unterhaltsbeitrag in vergleichsweise bescheidenem 
Rahmen bewege, und beantragt daher die Abweisung des Eventualantrages der 
Berufungsklägerin (act. A./3 S. 3).

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b. Zu bemerken ist in formeller Hinsicht, dass der Kindesvertreter gemäss 
Art. 300 ZPO keine Befugnis hat, in diesem Punkt Anträge zu stellen. Dies galt 
bereits im vorinstanzlichen Verfahren, weshalb auf das entsprechende Begehren 
im Gesuch vom 11. Juni 2012 streng genommen nicht einzutreten gewesen wäre. 
Dies ändert allerdings nichts daran, dass die Vorinstanz als Folge des Obhuts-
wechsels den Unterhalt für Y._____ neu zu regeln hatte, zumal der Berufungsbe-
klagte einen diesbezüglichen, allerdings unbezifferten Antrag gestellt hatte und im 
Übrigen gestützt auf Art. 296 Abs. 3 ZPO der Kindesunterhalt auch von Amtes 
wegen den veränderten Obhutsverhältnissen anzupassen war. Die internationale 
Zuständigkeit der Vorinstanz zur Festsetzung des Unterhaltsbeitrages für Y._____ 
war im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheides zweifellos gegeben und blieb - 
im Gegensatz zur Zuständigkeit für die übrigen Kinderbelange - auch durch den 
seitherigen Wechsel des gewöhnlichen Aufenthalts des Kindes unberührt. Bezüg-
lich der Unterhaltsansprüche bestimmt sich die internationale Zuständigkeit näm-
lich nicht nach dem HKsÜ, sondern nach dem Übereinkommen über die gerichtli-
che Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in 
Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen [LugÜ; SR 0.275.12]), in des-
sen Regelungsbereich der Grundsatz der perpetuatio fori Anwendung findet und 
mithin die Zuständigkeit des zu Recht angerufenen Richters trotz Wohnsitzwech-
sels einer Partei weiter besteht (vgl. Felix Dasser, in: Dasser/Oberholzer, Lugano-
Übereinkommen, Bern 2011, N. 27 ff. zu Art. 2). Hinzu kommt, dass das LugÜ den 
Gerichtsstand am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt des Unterhaltsberech-
tigten (Art. 5 Ziff. 2 lit. a LugÜ) nur alternativ neben dem allgemeinen Gerichts-
stand am Wohnsitz des Beklagten (Art. 2 LugÜ) und den weiteren besonderen 
Gerichtsständen gemäss Art. 5 Ziff. 2 lit. b und c (Entscheid im Rahmen eines Ver-
fahrens über den Personenstand oder die elterliche Verantwortung) zur Verfügung 
stellt. Mit Bezug auf die Unterhaltspflicht der Berufungsklägerin ist die Zuständig-
keit an ihrem Wohnsitz daher jedenfalls weiterhin gegeben. Hat damit ein schwei-
zerisches Gericht über den Unterhalt für die nunmehr in L.1_____ lebende 
Y._____ zu entscheiden, bleibt es auch dabei, dass dies in Anwendung des 
schweizerischen Rechts zu geschehen hat. Zwar verweisen die einschlägigen Be-
stimmungen des IPRG (Art. 62 Abs. 3 und Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 83 
Abs. 1) für die Unterhaltspflicht zwischen Eltern und Kind auf das Haager Überein-
kommen über das auf Unterhaltspflichten anzuwendende Recht (Haager Unter-
haltsstatut-Übereinkommen [HUsÜ; SR 0211.213.01]), welches in Art. 4 primär 
das am gewöhnlichen Aufenthalt des Unterhaltsberechtigten geltende innerstaatli-
che Recht für massgebend erklärt und für den Fall eines Wechsels des gewöhnli-

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chen Aufenthalts ab jenem Zeitpunkt explizit die Anwendung des Rechts am neu-
en gewöhnlichen Aufenthalt vorschreibt. In Art. 15 HUsÜ wird den Vertragsstaaten 
indessen die Möglichkeit eingeräumt, einen Vorbehalt zugunsten des innerstaatli-
chen Rechts anzubringen, wenn sowohl die berechtigte als auch die verpflichtete 
Person die Staatsangehörigkeit dieses Staates besitzen und die verpflichtete Par-
tei dort ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Die Schweiz hat diesen Vorbehalt an-
gebracht, womit vorliegend trotz des Wechsels des gewöhnlichen Aufenthalts des 
Kindes das schweizerische Recht massgeblich bleibt.

c. Gestützt auf Art. 276 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 176 Abs. 3 ZGB 
richten sich die vorsorglichen Massnahmen in Kinderbelangen nach den Be-
stimmungen über die Wirkungen des Kindesverhältnisses. Nach Art. 276 Abs. 1 
ZGB haben die Eltern gemeinsam für den Unterhalt des Kindes einschliesslich der 
Kosten von Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen aufzukommen; 
der Unterhalt wird durch Pflege und Erziehung oder, wenn das Kind nicht in der 
Obhut der Eltern steht, durch Geldzahlung geleistet (Art. 276 Abs. 2 ZGB). Dieser 
Unterhalt mittels Geldzahlung soll nach Art. 285 Abs. 1 ZGB den Bedürfnissen des 
Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen 
und ausserdem Vermögen und Einkünfte des Kindes sowie den Beitrag des nicht 
obhutsberechtigten Elternteils an der Betreuung des Kindes berücksichtigen. Die 
vier Faktoren sind unter sich konnex, d.h. sie beeinflussen sich teilweise gegensei-
tig. Insbesondere lässt sich nur im Zusammenhang mit den andern drei genannten 
Elementen bestimmen, was unter die Bedürfnisse des Kindes fällt (BGE 116 II 110 
E. 3a). Dennoch ist in diesem Geflecht der Bemessungsfaktoren - soweit es die 
Verhältnisse gestatten - als Folge des Vorrangs der elterlichen Unterhaltspflicht in 
erster Linie von den Bedürfnissen des Kindes auszugehen, worauf sich die Eltern 
in ihrer Lebensgestaltung einzustellen haben (Peter Breitschmid, Basler Kommen-
tar, ZGB I, Basel 2010, N. 1 zu Art. 285 ZGB). Dementsprechend dürfen an die 
Leistungspflicht des Unterhaltspflichtigen hohe Anforderungen gestellt werden. Die 
Leistungsfähigkeit der Eltern ergibt sich grundsätzlich aus der Gegenüberstellung 
von Eigenbedarf – ermittelt auf Basis des betreibungsrechtlichen Existenzmini-
mums – und dem tatsächlichen Nettoeinkommen. Soweit dies zur Deckung der 
angemessenen Bedürfnisse des Kindes erforderlich ist, darf aber auch von einem 
hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, sofern ein höherer Verdienst 
des Pflichtigen tatsächlich möglich und zumutbar ist. So kann sich für den Unter-
haltspflichtigen namentlich bei knappen Verhältnissen eine Pflicht zur Aufnahme 
oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit ergeben (Breitschmid, a.a.O., N. 12 f. zu 
Art. 285 mit Verweis auf N. 25 zu Art. 276). Besteht trotz ausreichender Wahr-

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nehmung der Erwerbspflicht keine Leistungsfähigkeit, kann ein Elternteil hingegen 
nicht zu einem Unterhaltsbeitrag verpflichtet werden. Die Schranke der finanziellen 
Leistungsfähigkeit des Rentenschuldners gilt nach der kürzlich bestätigten Praxis 
des Bundesgerichts für alle familienrechtlichen Unterhaltspflichten und damit auch 
für den Kindesunterhalt (BGE 135 III 66). Als Folge davon, dass der Unterhalt des 
Kindes grundsätzlich von beiden Eltern zu leisten ist, sind bei der Festsetzung des 
Unterhaltsbeitrages des nicht obhutsberechtigten Elternteils schliesslich auch die 
finanziellen Verhältnisse des Obhutsinhabers zu berücksichtigen. Letzterer er-
bringt seinen Beitrag zwar in erster Linie durch Leistung von Pflege und Erziehung 
in natura, weshalb es in Verhältnissen, in welchen die Leistungsfähigkeit des un-
terhaltspflichtigen Elternteils jene des obhutsgewährenden Elternteils deutlich 
übertrifft, gerechtfertigt sein kann, dass der wirtschaftlich leistungsfähigere Eltern-
teil für den gesamten materiellen Unterhaltbedarf des Kindes aufzukommen hat 
(BGE 120 II 285 E. 3a/cc). Ansonsten bleibt es aber beim Grundsatz, dass die 
Anteile der Eltern proportional zu ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit zu verlegen 
sind. Dies gilt namentlich bei der Unterhaltsfestsetzung für ein älteres Kind, des-
sen Bedürfnis nach persönlicher Pflege und Erziehung regelmässig nicht mehr 
derart intensiv ist, dass eine zusätzliche Beteiligung am materiellen Unterhaltsbe-
darf des Kindes als unangemessen erscheint (vgl. dazu wiederum Breitschmid, 
a.a.O., N. 15 f. zu Art. 285).   

d. In der Praxis finden unterschiedliche Methoden zur Berechnung der Höhe 
der Unterhaltsbeiträge Anwendung. Mit der Überlegung, dass das Gesetz keine 
bestimmte Methode der Unterhaltsberechnung vorschreibt, belässt das Bundesge-
richt den Sachgerichten einen grossen Ermessensspielraum (BGE 128 III 441 E. 
3.2.2). Nach einer auch bei den Bündner Gerichten verbreiteten Methode werden 
die Kindesunterhaltsbeiträge auf der Basis der betreibungsrechtlichen Grundbe-
träge der Kinder bestimmt und im Rahmen der Überschussteilung erweitert. Zu-
nehmend orientieren sich die Gerichte aber auch an den sog. Zürcher Tabellen, 
welche im Einzelfall nach Massgabe der jeweiligen Verhältnisse angepasst wer-
den (vgl. zur Anwendbarkeit der Zürcher Tabellen im Kanton Graubünden nament-
lich die Urteile der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts ZK1 09 37/38 vom 22. Juni 
2010 E. 4 und ZK1 11 2 vom 26. September 2012 E. 3c). Im Rahmen von ehe-
rechtlichen Verfahren, in welchen zugleich über Ehegatten- und Kindesunterhalt 
zu befinden ist und folglich beide Ansprüche zu koordinieren sind, werden die Kin-
desunterhaltsbeiträge schliesslich häufig erst nach Festsetzung der gesamten Un-
terhaltslast des pflichtigen Ehegatten ausgeschieden, wobei wiederum die Be-
messung anhand der beiderseitigen Existenzminima (unter Einbezug der Kinder 

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auf Seiten des obhutsberechtigten Elternteils) und angemessener Verteilung eines 
allfälligen gesamthaften Einkommensüberschusses im Vordergrund steht (vgl. Rolf 
Vetterli, FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, Bern 2011, N. 35a zu Art. 176). Re-
sultiert bei einer derartigen Gesamtberechnung auf Seiten eines Ehegatten ein 
persönliches Manko, ist damit zugleich gesagt, dass er mit Blick auf den Unterhalt 
für beim anderen Ehegatten lebende Kinder nicht leistungsfähig ist (vgl. Daniel 
Bähler, Scheidungsunterhalt - Methoden und Berechnung, Höhe, Dauer und 
Schranken, in: FamPra 2007 S. 473). Sind die Unterhaltsbeiträge einmal gericht-
lich festgesetzt worden, können sie gemäss Art. 286 Abs. 2 ZGB geändert oder 
aufgehoben werden, wenn sich die Verhältnisse erheblich verändert haben. Glei-
ches ergibt sich für eheschutzrichterlich festgesetzte Unterhaltsbeiträge aus Art. 
179 Abs. 1 ZGB. Sind die Voraussetzungen für eine Abänderung der vorsorgli-
chen Unterhaltsbeiträge gegeben, sind diese an die veränderten Verhältnisse an-
zupassen, ohne dass eine vollständige Neufestsetzung zu erfolgen hat. In der Re-
gel wird daher im Abänderungsverfahren die ursprünglich gewählte Methode der 
Unterhaltsmessung beibehalten und lediglich eine Anpassung an die geänderten 
Faktoren vorgenommen. In diesem Sinne hat das Bundesgericht auch für die 
Abänderung des Kindesunterhalts festgehalten, dass der neue Unterhaltsbeitrag 
anhand einer Aktualisierung sämtlicher Elemente, die im vorangegangenen Ent-
scheid bei der Berechnung berücksichtigt worden sind, festzulegen ist (BGE 137 
III 604 E. 4.1.2). 

e. Die Festsetzung des Unterhaltsbeitrages ist ein Ermessensentscheid, bei 
dem die gesamten Umstände zu würdigen sind. Dabei hat das Gericht als Folge 
der schon unter dem bisherigen Recht (Art. 280 Abs. 2 aZGB) und nunmehr auch 
unter der Herrschaft der Schweizerischen Zivilprozessordnung (Art. 296 Abs. 1 
ZPO) geltenden Untersuchungsmaxime von sich aus alle Elemente in Betracht zu 
ziehen, die entscheidwesentlich sind, und - soweit dies für eine Entscheidung im 
Kindeswohl erforderlich ist - unabhängig von den Anträgen und Vorbringen der 
Parteien Beweise zu erheben. Dies entbindet die Parteien allerdings nicht davon, 
am Verfahren aktiv mitzuwirken und ihre eigenen Standpunkte zu vertreten; an 
ihnen ist es, den Richter über den Sachverhalt zu unterrichten und ihn auf die 
greifbaren Beweismittel hinzuweisen. Immerhin muss das Gericht die Parteien 
entsprechend befragen, soweit es an der Richtigkeit und/oder Vollständigkeit der 
ihm vorliegenden Angaben Zweifel hat oder haben müsste und soweit nicht die 
Abänderung von Unterhaltsbeiträgen, sondern deren erstmalige Festsetzung in 
Frage steht (Urteil des Bundesgerichts 5A_775/2011 vom 8. März 2012 E. 2.1.3 
mit weiteren Hinweisen; vgl. zu der sich aus der Untersuchungsmaxime ergebe-

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nen gerichtlichen Fragepflicht auch Spycher, a.a.O., N 3 ff. zu Art. 272 ZPO). Die 
Untersuchungsmaxime gilt grundsätzlich nicht bloss zu Gunsten des Kindes, son-
dern auch zu Gunsten des Unterhaltspflichtigen (BGE 128 III 441 E. 3.2.1). Aller-
dings entspricht es dem Zweck der primär im Interesse des Kindes statuierten be-
sonderen Verfahrensmaximen (Art. 296 ZPO), dass die Intensität des gerichtlichen 
Tätigwerdens zu Gunsten des Unterhaltspflichtigen weniger weit geht als zu Guns-
ten des Kindes (vgl. Daniel Summermatter, Zur Abänderung von Kinderalimenten, 
in: FamPra 2012 S. 45 ff.). 

f. Vorliegend hat die Vorinstanz die Änderung der Obhutszuteilung zu Recht 
als erhebliche Veränderung der Verhältnisse beurteilt, welche zu einer Aufhebung 
der dem Vater im Eheschutzverfahren auferlegten Verpflichtung zur Leistung von 
Unterhaltsbeiträgen für Y._____ führen musste (act. B/2 S. 9). Insoweit ist der vor-
instanzliche Entscheid für den Fall einer Bestätigung des Obhutswechsels denn 
auch unangefochten geblieben. Eine andere Frage ist indessen, ob die Mutter zur 
Leistung von Unterhaltsbeiträgen verpflichtet werden kann. In diesem Zusammen-
hang hat die Vorinstanz an sich richtig erkannt, dass für die Bestimmung der Bei-
tragspflicht der Mutter von den bisherigen Verhältnissen auszugehen ist. Dies gilt 
allerdings nicht bloss hinsichtlich des Bedarfs des Kindes, welchen die Vorinstanz 
aus dem bisherigen Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 700.-- abgeleitet, mit 
Rücksicht auf die tieferen Lebenshaltungskosten in L.1_____ um Fr. 100.-- redu-
ziert und in diesem Umfang zum von der Mutter zu leistenden Unterhaltsbeitrag 
erhoben hat. In die Bemessung miteinzubeziehen sind vielmehr auch die weiteren 
Faktoren, die bei der ursprünglichen Unterhaltsregelung eine Rolle gespielt haben. 
Dazu gehört neben der Leistungsfähigkeit des Vaters, welche die Vorinstanz im 
bisherigen Unterhaltsbeitrag berücksichtigt sah, auch die Leistungsfähigkeit der 
Berufungsklägerin. Die bisherige Unterhaltsregelung geht zurück auf die Verfü-
gung des Einzelrichters des Kantonsgerichts Graubünden vom 7. Mai 2009 (Akten 
vorsorgliche Massnahmen III.4). Darin sind die für die Ehefrau und die beiden Kin-
der zu leistenden Unterhaltsbeiträge praxisgemäss anhand einer Gesamtrechnung 
festgesetzt worden, wobei auf Seiten des Berufungsbeklagten von Einkünften von 
Fr. 5‘410.-- und einem Grundbedarf von Fr. 3‘100.-- ausgegangen wurde, während 
die Einkünfte der Berufungsklägerin auf Fr. 2'500.-- und ihr Grundbedarf (zusam-
men mit den beiden Töchtern) auf Fr. 4'570.-- beziffert wurden. Unter Berücksich-
tigung des sich daraus ergebenden Überschusses wurde ihr daher ein Unterhalts-
anspruch von Fr. 830.-- für sich persönlich und von je Fr. 700.-- zuzüglich Kinder-
zulagen für die beiden Töchter zuerkannt. Insgesamt sollte der Berufungsklägerin 
und den beiden Kindern damit ein Betrag von monatlich Fr. 4‘730.-- zuzüglich Kin-

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derzulagen zur Verfügung stehen, während dem Berufungsbeklagten ein Betrag 
von Fr. 3‘180.-- verblieb. Wird nun als Folge des Obhutswechsels nicht bloss der 
Unterhaltsbeitrag für Y._____ aufgehoben (womit der Berufungsbeklagte die frei 
werdenden Mittel direkt für deren Unterhalt verwenden kann), sondern die Beru-
fungsklägerin ihrerseits verpflichtet, dem Berufungsbeklagten für Y._____ einen 
Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.-- zu bezahlen, stünden ihr für sich und die Tochter 
A._____ insgesamt Fr. 1‘300.-- weniger zur Verfügung. Die Mittel des Berufungs-
beklagten würden sich dagegen in ebensolchem Umfang erhöhen, obwohl der neu 
bei ihm zu berücksichtigende Bedarf der Tochter Y._____ - der weiterhin gemäss 
den betreibungsrechtlichen Richtlinien zu bestimmen ist - zweifellos tiefer ist. Dass 
ein derartiges Ergebnis mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung der Ehegatten 
und der Geschwister unvereinbar ist, bedarf keiner weiteren Erörterung. Zudem 
würde damit - soweit der Unterhaltsberechnung ansonsten unveränderte Einkom-
mens- und Bedarfsverhältnisse zugrunde zu legen wären - offensichtlich in das 
durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung geschützte Existenzminimum der 
Berufungsklägerin eingegriffen, zumal der für Y._____ zu leistende Unterhaltsbei-
trag von Fr. 600.-- die der Berufungsklägerin im Eheschutzverfahren zusätzlich 
zum betreibungsrechtlichen Grundbedarf angerechneten Positionen (Steuern, 
Überschussanteil) klar übersteigt. Fehlt es auf Seiten der Berufungsklägerin an 
der persönlichen Leistungsfähigkeit, müsste es folglich mit der Aufhebung des Un-
terhaltsbeitrages des Berufungsbeklagten für Y._____ sein Bewenden haben. 
Statt einer Verpflichtung der Berufungsklägerin zur Leistung von Kindesunterhalt 
käme höchstens eine Herabsetzung des ihr im Eheschutzverfahren persönlich 
zugesprochenen Unterhaltsbeitrages in Frage, welche der Berufungsbeklagte je-
doch im vorliegenden Verfahren nicht beantragt hat.

g. Zu beachten ist nun allerdings, dass für die Unterhaltsberechnung im 
Abänderungsverfahren - wie vorstehend dargelegt - sämtliche im ursprünglichen 
Entscheid berücksichtigten Elemente zu aktualisieren sind. Ob auf Seiten der Be-
rufungsklägerin tatsächlich eine Leistungsunfähigkeit besteht, ist daher aufgrund 
ihrer aktuellen Verhältnisse zu beurteilen. Zu diesen hat sich die Berufungskläge-
rin weder vor der Vorinstanz noch in der Berufung geäussert, obwohl sie dazu 
aufgrund ihrer Mitwirkungspflicht gehalten gewesen wäre. Die Abklärung ihrer ak-
tuellen finanziellen Situation liegt nun aber bei der gegebenen Ausgangslage nicht 
allein im Interesse der Berufungsklägerin, sondern in erster Linie in demjenigen 
der Tochter Y._____, hängt davon doch die Möglichkeit zur (erstmaligen) Festset-
zung eines von der Mutter zu leistenden Unterhaltsbeitrages ab. Fehlen dem Ge-
richt die notwendigen Angaben zu den finanziellen Verhältnissen seitens des po-

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tentiellen Unterhaltsschuldners, ist es als Ausfluss der Untersuchungsmaxime 
Aufgabe des Gerichts, diese durch Ausübung der gerichtlichen Fragepflicht zu 
erlangen. Vorliegend hat der Vorderrichter die Parteien an der Verhandlung vom 
29. Juni 2012 zwar zur Antragsstellung für den Fall der Gutheissung des Begeh-
rens um einen Obhutswechsel aufgefordert. Nachdem die Berufungsklägerin da-
von aber keinen Gebrauch gemacht hat, hätte er sich damit nicht begnügen dür-
fen, sondern hätte von Amtes wegen die erforderlichen Unterlagen zu ihrer aktuel-
len finanziellen Situation einholen müssen. Entgegen der vom Berufungsbeklagten 
in seiner Berufungsantwort vertretenen Auffassung können die prozessualen Un-
terlassungen der Berufungsklägerin auch nicht dazu führen, dass ihr einfach ein 
hypothetisches Einkommen angerechnet wird, welches ihr die Leistung eines Un-
terhaltsbeitrages nebst der Deckung ihres persönlichen Bedarfes erlauben würde. 
Zum einen kann aus dem Umstand, dass die Berufungsklägerin im Rahmen der 
Teilkonvention vom 12. November 2010 (Scheidungsakten I.1) auf der Grundlage 
eines Eigenverdienstes von Fr. 2‘500.-- auf nachehelichen Unterhalt im Sinne von 
Art. 125 ZGB verzichtet hat, nicht ohne weiteres abgeleitet werden, dass sie kei-
nen über den Betrag von Fr. 2‘500.-- hinausgehenden (Grund-)Bedarf aufweist. 
Der Verzicht auf nachehelichen Unterhalt könnte nämlich auch mit Rücksicht auf 
eine fehlende Leistungsfähigkeit des Berufungsbeklagten - unter anderem als Fol-
ge der in der Teilkonvention vereinbarten Kinderunterhaltsbeiträge von Fr. 950.-- 
pro Kind - erfolgt sein. Zum andern lässt der Berufungsbeklagte ausser Acht, dass 
die Berufungsklägerin nach wie vor die heute 13-jährige Tochter A._____ zu be-
treuen hat, weshalb von ihr nach der konstanten bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung (BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2) noch keine über ein 50%-Pensum hinausge-
hende Erwerbstätigkeit verlangt werden kann. Eine solche ginge offensichtlich zu-
lasten der berechtigten Interessen der Tochter A._____, welche demjenigen der 
Tochter Y._____ auf Leistung eines Unterhaltsbeitrages in Geld grundsätzlich 
gleichrangig gegenüber stehen (Urteil des Bundesgerichts 5A_309/202 vom 19. 
Oktober 2012 E. 3.4).

h. Nach dem Gesagten fehlt es derzeit an den erforderlichen Angaben und 
Beweisen, um die Leistungsfähigkeit der Berufungsklägerin abschliessend beurtei-
len zu können. Dasselbe gilt hinsichtlich der finanziellen Verhältnisse des Beru-
fungsbeklagten, die bei der Neuberechnung im Abänderungsverfahren ebenfalls 
zu aktualisieren sind. Wie aus den Erwägungen zur Obhutszuteilung hervorgeht, 
haben sich auf seiner Seite seit dem Eheschutzverfahren verschiedenste bemes-
sungsrelevante Faktoren geändert. So hat Z._____ seinen Wohnsitz in der Zwi-
schenzeit nach L.1_____ verlegt, wo er mit einer neuen Partnerin zusammenlebt. 

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Aus dieser Beziehung war im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides eine wei-
tere Tochter hervorgegangen, zu der in diesem Jahr noch ein Sohn hinzugekom-
men ist. Sodann bestehen Hinweise, dass Z._____ in L.1_____ verschiedentlich 
seine Stelle gewechselt hat. Zu den finanziellen Auswirkungen dieser Verände-
rungen hat sich der Berufungsbeklagte bisher nur rudimentär geäussert. Einzig in 
seiner am 20. Juni 2011 eingereichten Replik im Scheidungsverfahren (Schei-
dungsakten I.4 S. 6) finden sich Angaben zu seinem damaligen Nettoeinkommen, 
welches für eine Tätigkeit als Bauleiter € 1‘900.-- betragen haben soll. In seinen 
späteren Eingaben (Scheidungsakten I.6 S. 8 und Akten vorsorgliche Massnah-
men I.2 S. 9) hat er wohl seine aktuellen beruflichen Verhältnissen dargelegt, ohne 
allerdings Angaben zu seinem Verdienst zu machen. Auch zu seinem Bedarf in 
L.1_____ hat er sich nie geäussert. Zu Recht wird in der Berufung daher gerügt, 
dass eine Berechnung des Unterhalts gar nicht möglich sei, solange seitens des 
Kindsvaters keine klaren Angaben zu seiner aktuellen Einkommens- und Vermö-
genslage vorlägen. Erweist sich der Sachverhalt damit hinsichtlich der finanziellen 
Verhältnisse beider Elternteile als nicht ausreichend abgeklärt, ist der angefochte-
ne Entscheid mit Bezug auf die Unterhaltsverpflichtung der Berufungsklägerin auf-
zuheben und die Sache zwecks Einholung der erforderlichen Unterlagen und an-
schliessender neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 318 
Abs. 1 lit. c Ziff. 2 ZPO). 

6.a. Die Berufungsklägerin beantragt schliesslich die Aufhebung der in Ziffer 5 
und 6 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids enthaltene Kosten- und Ent-
schädigungsregelung und verlangt die Auferlegung der gerichtlichen und ausser-
gerichtlichen Kosten - eventuell zumindest teilweise - zulasten der Gegenpartei. 
Gerügt wird die falsche Anwendung von Art. 106 ZPO, indem die Vorinstanz trotz 
Klageanerkennung dem Vater und somit dem Unterliegenden keine Prozesskos-
ten auferlegt habe. Eine andere Verteilung nach Ermessen im Sinne von Art. 107 
ZPO nehme der angefochtene Entscheid genau nicht vor. Auch dann wären die 
Kosten von den Parteien aber mindestens hälftig zu tragen gewesen, sofern dem 
Gesuch im Hauptpunkt überhaupt stattgegeben werden könne (act. A/1. S. 6 f.). 

b. Ist der angefochtene Entscheid hinsichtlich der Unterhaltsverpflichtung der 
Berufungsklägerin aufzuheben, ist auch der Kostenpunkt auszusetzen. Die Vor-
instanz wird im Rahmen der Rückweisung über die Kostenverteilung neu zu ent-
scheiden haben. Dabei wird sie zu berücksichtigen haben, dass die eidgenössi-
sche Zivilprozessordnung wie schon das bisherige kantonale Prozessrecht dem 
Gericht für die Kostenverteilung bei familienrechtlichen Streitigkeiten einen erhöh-

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ten Ermessensspielraum belässt (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Nebst dem Ausgang 
des Verfahrens können daher weitere Umstände wie namentlich das Interesse der 
Parteien an einer gerichtlichen Regelung, das Kindeswohl und die Leistungsfähig-
keit der Parteien berücksichtigt werden. Gerade in Verfahren über die Obhutszu-
teilung erscheint regelmässig eine hälftige Kostentragung als angezeigt, sofern die 
Antragsstellung der Parteien in guten Treuen erfolgte. Von letzterem dürfte vorlie-
gend auszugehen sein, so dass die Frage des Obsiegens oder Unterliegens hin-
sichtlich der Obhut letztlich von untergeordneter Bedeutung ist. Ob in Anbetracht 
dessen, dass der Berufungsbeklagte bereits im Scheidungsverfahren die Zuteilung 
der Obhut über Y._____ beantragt hatte, die Anerkennung des Gesuches des 
Kindesvertreters um vorsorgliche Änderung der Obhut als Unterliegen im Sinne 
von Art. 106 Abs. 1 ZPO zu werten wäre oder er sich damit nicht vielmehr seiner-
seits auf der Klägerseite am Verfahren beteiligt hat, kann daher an dieser Stelle 
offengelassen werden. Was die der Berufungsklägerin auferlegte Parteientschädi-
gung von Fr. 400.-- an die Tochter Y._____ anbelangt, ist sodann darauf hinzu-
weisen, dass die Kosten für die Kindesvertretung gemäss Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO 
unter die Gerichtskosten fallen und entsprechend den obigen Erwägungen auf die 
(Haupt-)Parteien zu verteilen sein werden. Eine Partei- oder Umtriebsentschädi-
gung an den Kindesvertreter ist somit ausgeschlossen. 

c. Wie bereits erwähnt können die Prozesskosten in familienrechtlichen Ver-
fahren gemäss Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO nach Ermessen verteilt werden. Im vor-
liegenden Berufungsverfahren ging es primär um die Obhutszuteilung, wobei da-
von ausgegangen werden kann, dass beide Eheleute in guten Treuen, aus ihrer 
Sicht zum Wohl des Kindes agierten. Zu berücksichtigen ist ferner, dass die Beru-
fungsklägerin in der Unterhaltsfrage mit der Rückweisung an die Vorinstanz einen 
Teilerfolg erzielt hat, sie sich aber wie auch der Berufungsbeklagte eine Verlet-
zung ihrer Mitwirkungspflichten vorwerfen lassen muss. Unter diesen Umständen 
rechtfertigt es sich, den Eheleuten die Kosten des Berufungsverfahrens je zur 
Hälfte aufzuerlegen. Die im Berufungsverfahren angefallenen Parteikosten sind 
entsprechend wettzuschlagen. Zu den Kosten des Berufungsverfahrens gehören 
nebst der Entscheidgebühr, welche gestützt auf Art. 9 der Verordnung über die 
Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf Fr. 3‘000.-- festgesetzt 
wird, auch die Kosten des Kindesvertreters. Nachdem dieser im vorliegenden Ver-
fahren keine Kostenrechnung eingereicht hat, wird seine Entschädigung ermes-
sensweise und unter Berücksichtigung des im vorinstanzlichen Verfahren geltend 
gemachten Stundenansatzes von Fr. 80.-- (Akten vorsorgliche Massnahmen II.3) 
auf Fr. 250.-- festgesetzt.  

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d. Die Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
hat mit Verfügung vom 26. August 2013 dem von der Berufungsklägerin gestellten 
Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege entsprochen und 
Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann für die Dauer seiner Bemühungen im Beru-
fungsverfahren zum Rechtsvertreter ernannt (ERZ 13 93). Die ihr auferlegten amt-
lichen Kosten des Berufungsverfahrens wie auch die in diesem Verfahrensab-
schnitt entstandenen Kosten der Rechtsvertretung sind somit unter Vorbehalt der 
Rückforderung (Art. 123 ZPO) dem Kanton Graubünden in Rechnung zu stellen. 
Mit Honorarnote vom 12. Juli 2013 (act. E.12) macht Rechtsanwalt Portmann ei-
nen Aufwand von 8,8 Stunden geltend, was bei einem Stundenansatz von Fr. 
200.-- ein Honorar nach Zeitaufwand von Fr. 1‘760.-- ergibt. Hinzu kommen die 
geltend gemachten Barauslagen von Fr. 368.80 sowie die Mehrwertsteuer von Fr. 
170.30 (8% auf Fr. 2‘128.80), woraus ein Honoraranspruch von Fr. 2‘299.10 resul-
tiert. Dieser erscheint unter Berücksichtigung des notwendigen Aufwands und der 
Schwierigkeit der Sache als angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, Ziff. 4 Satz 2, Ziff. 5 und Ziff. 6 
des Dispositivs des angefochtenen Entscheides werden aufgehoben und 
die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zur neuen Entschei-
dung zurückgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus der Entscheidgebühr 
von Fr. 3‘000.-- und den Kosten der Kindesvertretung von Fr. 250.--, insge-
samt somit Fr. 3‘250.--, gehen je hälftig zu Lasten von X._____ und 
Z._____. Die Parteikosten für das Berufungsverfahren werden wettgeschla-
gen.

3. Die X._____ auferlegten amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens und 
die in diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten der Rechtsvertre-
tung in Höhe von Fr. 2‘299.10 (inkl. MWSt) werden unter Vorbehalt der 
Rückforderung gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO gestützt auf die entsprechende 
Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 26. August 2013 (ERZ 
13 93) dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt und aus der Ge-
richtskasse bezahlt.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundes-
gericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausferti-
gung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.. 

5. Mitteilung an: