# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b51895db-513b-5281-a70e-b53d96903eae
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.01.2007 IV 2006/24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-24_2007-01-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/24

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 11.05.2020

Entscheiddatum: 03.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 03.01.2007
Art. 17 Abs. 1 ATSG IV-Rentenrevision. Frage der hypothetischen 
Validenkarriere einer Familienfrau, deren Kinder erwachsen sind. Von den 
möglichen verschiedenen Annahmen ist die mutmassliche volle 
Erwerbstätigkeit am plausibelsten (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 3. Januar 2007, IV 2006/24). Teilweise aufgehoben 
durch Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2007.

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; a.o. Gerichtsschreiber Adrian Schnetzler

Entscheid vom 3. Januar 2007

In Sachen

E.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber Hofer, procap,

Schweizerischer Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rentenrevision

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- Der 1953 geborenen E.___ wurde mit Verfügung vom 17. Mai 1996 bei einem 

Invaliditätsgrad von 50% eine halbe IV-Rente zugesprochen (IV-act. 19). Am 11. März 

2005 stellte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA) der 

Versicherten einen Fragebogen für die Revision der Invalidenrente zu. Die Versicherte 

gab darin an, ihr Gesundheitszustand sei gleich geblieben. Sie vermerkte auch, dass 

sie eine Nebenerwerbstätigkeit als Korrespondentin ausübe (IV act. 34). Dr. med. X.___ 

als behandelnder Arzt der Versicherten bestätigte im Verlaufsbericht vom 5. April 2005, 

dass der Gesundheitszustand stationär sei. Es habe sich jedoch ein 

Schmerzmittelabusus eingestellt, der zu behandeln sei (IV-act. 36). Die Gemeinde Y.___ 

bestätigte am 25. April 2005, dass die Versicherte seit dem 1. Oktober 2002 zweimal 

pro Jahr als Stromzählerableserin tätig sei und damit in der Vergangenheit zwischen Fr. 

1'012.-- und Fr. 1'433.-- verdient habe. Die Z.___ AG bestätigte am 26. April 2005, 

dass die Versicherte seit 1996 als Korrespondentin für sie tätig sei und dabei jährliche 

Einkommen von Fr. 4'590.-- (2002), Fr. 3'720.-- (2003) und Fr. 1'460.-- (2004) sowie ein 

Einkommen von Fr. 1'250.-- im ersten Quartal 2005 erzielt habe (IV-act. 38). Am 19. 

Mai 2005 teilte Dr. med. X.___ der SVA auf Anfrage mit, dass die Versicherte in ihrer 

bisherigen Tätigkeit als Korrespondentin oder als Stromzählerableserin täglich etwa 4 

Stunden arbeiten könne. In einer leichteren, leidensadaptierten Tätigkeit betrage die 

Arbeitszeit nicht mehr (IV-act. 40). Am 25. Juli 2005 verfügte die SVA die Aufhebung 

der Invalidenrente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats 

(IV-act. 44).

B.- Am 13. August 2005 erhob die Versicherte Einsprache gegen diese Verfügung und 

beantragte deren Aufhebung. Sie sei falsch interpretiert worden. Die Tätigkeiten als 

Stromzählerableserin und als Korrespondentin entsprächen keiner 20-prozentigen 

Erwerbstätigkeit. Unterdessen habe sich die Situation jedoch geändert. Sie arbeite an 

zwei Nachmittagen pro Woche als kaufmännische Angestellte bei der Firma W.___ AG. 

Den Tätigkeiten als Korrespondentin und als Stromzählerableserin werde sie nicht 

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mehr nachgehen. Durch die Erwerbstätigkeit sei sie jedoch im Haushalt mehr 

eingeschränkt. Bei der Tätigkeit als kaufmännische Angestellte habe sie dank den 

Positionswechseln (Sitzen, Laufen, Stehen) weniger Schmerzen als bei der Hausarbeit. 

Im Moment könne sie keine grössere Belastung verkraften. Sie sei froh, wenn sie die 

beiden Nachmittage bewältigen könne (IV-act. 45). Die W.___ AG bestätigte in der 

Folge, dass die Versicherte an zwei bis drei Tagen pro Woche während ca. 4 Stunden 

zu einem Stundenlohn von Fr. 23.-- beschäftigt werde (IV-act. 50). Mit Entscheid vom 

6. Januar 2006 wies die SVA die Einsprache der Versicherten ab. Die Versicherte habe 

mittlerweile eine Erwerbstätigkeit von 20% aufgenommen. Es sei davon auszugehen, 

dass sie als Gesunde auch in diesem Umfang erwerbstätig wäre. Somit stehe fest, 

dass sich die erwerblichen Auswirkungen des möglicherweise unveränderten 

Gesundheitszustands erheblich verändert hätten, weshalb zu prüfen sei, ob die 

Versicherte aus gesundheitlichen Gründen eine Erwerbseinbusse erleide. Es seien 

keine Gründe ersichtlich, die darauf schliessen liessen, dass die Einsprecherin aus 

gesundheitlichen Gründen zu einem Lohn arbeite, der unter jenem einer Gesunden 

liege. Mit ihrem Erwerb im Umfang von 20% erleide sie keine gesundheitsbedingte 

Erwerbseinbusse. Somit sei nur noch von einer invaliditätsbedingten Einschränkung 

von 44 Prozent im auf 80% gewichteten Haushalt auszugehen. Da sie im 

Erwerbsbereich nicht eingeschränkt sei, ergebe sich daraus ein Invaliditätsgrad von 

35%, womit kein Anspruch mehr auf eine IV-Rente bestehe (IV-act. 53).

C.- Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 6. Februar 

2006, worin die Beschwerdeführerin die Aufhebung des Einspracheentscheides und die 

weitere Ausrichtung einer Invalidenrente beantragen lässt. Eventualiter sei die 

Angelegenheit zur weiteren Prüfung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (act. 

G 1). Mit Beschwerdeergänzung vom 28. Februar 2006 lässt sie ausführen, es sei 

mittlerweile nicht mehr davon auszugehen, dass sie als Gesunde nur zu 20% 

erwerbstätig wäre. Ihre Lebensumstände hätten sich bedeutend verändert. Zum 

Zeitpunkt der Rentenzusprache sei der jüngste Sohn noch nicht 5 Jahre alt gewesen. 

Mittlerweile seien zwei Kinder bereits volljährig, in der Ausbildung und ganztägig ausser 

Haus. Der 16-jährige Sohn wohne gegenwärtig nicht zuhause. Sie habe eine gute 

Berufsausbildung und finde in der ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit eine wichtige 

Bestätigung und Erfüllung. Ohne Gesundheitsschaden wäre sie heute zu mindestens 

70% erwerbstätig. Der Hausarzt Dr. med. X.___ habe seine Einschätzung einer 

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Arbeitsfähigkeit von 50% nicht alleine auf die Erwerbstätigkeit bezogen, wie eine 

Nachfrage bei ihm ergeben habe. Vielmehr könne die Aussage auch so verstanden 

werden, dass eine Tätigkeit von 4 Stunden pro Tag entweder im häuslichen Bereich 

oder im Erwerb möglich sei. Dies entspreche denn auch der Angabe, dass sich der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht verändert habe. Tatsächlich könne 

sie am Morgen keine Hausarbeit verrichten, wenn sie am Nachmittag arbeiten gehe, 

weil sie sonst nicht leistungsfähig sei. Die Hausarbeit erledige sie an den Tagen, an 

denen sie nicht arbeite. Zudem beschäftige sie während etwa eines halben Tages pro 

Woche eine Putzfrau. Der Einkommensvergleich sei sodann gestützt auf ein zu tiefes 

Valideneinkommen vorgenommen worden. Beim Invalideneinkommen sei zudem die 

Ferienentschädigung nicht abgezogen worden. Es sei auch nicht berücksichtigt 

worden, dass es bei der Arbeitsaufnahme im ausserhäuslichen Bereich zu 

Wechselwirkungen gekommen sei, die gemäss der Rechtsprechung des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG) zu berücksichtigen seien (act. G 3). Mit 

Beschwerdeantwort vom 10. März 2006 beantragt die Beschwerdegegnerin Abweisung 

der Beschwerde. Es sei zwar nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin als 

Gesunde ihr Arbeitspensum erhöht hätte, jedoch sei weder glaubhaft noch 

überwiegend wahrscheinlich, dass sie jetzt zu mindestens 70% erwerbstätig wäre. Es 

könne unter den gegebenen Umständen nicht als überwiegend wahrscheinlich gelten, 

dass sie als Gesunde in einem Pensum von über 50% arbeiten würde. Die 

Beschwerdeführerin erziele ein Einkommen, wie sie es auch als Gesunde erzielen 

könnte. Beim Einkommensvergleich sei zutreffend von der Lohnstrukturerhebung (LSE) 

ausgegangen worden. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit könne auf die Einschätzung von 

Dr. med. X.___ abgestellt werden, wonach der Beschwerdeführerin ein 

Halbtagespensum zumutbar sei. Es sei davon auszugehen, dass es ihr zumutbar sei, 

der gegenwärtig wahrgenommenen, wechselbelasteten Erwerbstätigkeit zu 50% 

nachzugehen. Damit erleide sie keine krankheitsbedingte Erwerbseinbusse. Die von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachten Wechselwirkungen zwischen Haushalts- und 

Erwerbstätigkeit seien nach der Rechtsprechung des EVG unbeachtlich. Ohnehin sei 

im vorliegenden Fall fraglich, ob überhaupt eine krankheitsbedingte Wechselwirkung 

vorliege. Es sei normal, dass der Ehemann seine Frau vermehrt entlaste, wenn diese 

den beruflichen Wiedereinstieg suche. Auch unter der Beachtung einer 

Wechselwirkung ergebe sich kein Anspruch auf eine IV-Rente, weil davon 

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ausgegangen werden könne, dass die Hausarbeit bei der Aufnahme einer 

Erwerbstätigkeit vermehrt an den Wochenenden verrichtet werde, wie dies auch bei 

Gesunden üblich sei. Auch wenn von einer Erwerbstätigkeit von 70% ausgegangen 

würde, bestehe noch kein Anspruch auf eine IV-Rente (act. G 5). Mit Replik vom 4. April 

2006 lässt die Beschwerdeführerin ausführen, dass sie ohne Gesundheitsschaden 

heute zu mindestens 70%, vorzugsweise jedoch zu 80% erwerbstätig wäre. Im 

Fragebogen zur Rentenrevision sei nicht gefragt worden, ob die Beschwerdeführerin 

ohne Behinderung eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte. Daher könne die 

Beschwerdegegnerin nicht davon ausgehen, dass sie eine hypothetische Ausweitung 

der Erwerbstätigkeit hätte melden müssen. Die Rechtsprechung des EVG zur 

Wechselwirkung zwischen Erwerbstätigkeit und Aufgabenbereich sei nicht eindeutig 

(act. G 7). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 9).

II.

1.- a) Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2004 gültigen Fassung) besteht der 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 

%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

b) Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 

erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

c) Anlass zur Rentenrevision gibt nach der auch unter neuem Recht massgeblichen 

Rechtsprechung jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die 

geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Als 

Revisionsgründe fallen namentlich erhebliche Änderungen der gesundheitlichen oder 

erwerblichen Verhältnisse in Betracht (BGE 109 V 106; ZAK 1983 S. 401; BGE 112 V 

371 E. 2b und 387 E. 1b; BGE 113 V 273 E. 1a mit Hinweisen; ZAK 1988 S. 249; Rz 

5005 ff des vom Bundesamt für Sozialversicherung erlassenen, seit 1. Januar 2004 

gültigen Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der 

Invalidenversicherung = KSIH). Eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im 

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wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes stellt dagegen praxisgemäss keine 

revisionsbegründende Änderung dar (BGE 112 V 372 E. 2b; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 

203). Ob eine revisionsbegründende Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch 

Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung bzw. 

derjenigen Verfügung bestanden hat, welche die laufende Rente aufgrund eines neu 

festgesetzten Invaliditätsgrades letztmals geändert hat (BGE 109 V 265 E. 4a; vgl. BGE 

105 V 30), mit dem Sachverhalt zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 

369 E. 2; ZAK 1984 S. 350 E. 4a; ZAK 1987 S. 36) bzw. des Einspracheentscheids. Im 

übrigen erfolgt die Ermittlung des Invaliditätsgrades im Revisionsverfahren nach den 

allgemeinen, für die Invaliditätsbemessung geltenden Vorschriften (Rz 5015 KSIH).

d) Im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches stellt sich die Frage 

nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode. Ob eine versicherte Person 

als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist

was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung 

(Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) Anlass geben 

würde -, ergibt sich aus der Prüfung, was die versicherte Person - bei im Übrigen 

gleich gebliebenen Umständen - täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung 

bestünde (BGE 104 V 150, 98 V 264 und 268 Erw. 1c). Diese Grundsätze gelten u.a. 

auch bei der Rentenrevision. Hier führen sie gegebenenfalls dazu, dass ein 

Rentenanspruch neu entstehen kann, nicht nur bei wesentlicher Veränderung des 

Gesundheitszustandes, der erwerblichen Auswirkungen (oder der Auswirkungen in 

Bezug auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) und bei Wandlung des 

Aufgabenbereichs (vgl. BGE 105 V 30 mit Hinweisen und BGE 113 V 275 Erw. 1a), 

sondern auch dadurch, dass in dem für die Methodenwahl massgeblichen 

hypothetischen Sachverhalt wesentliche Änderungen eingetreten sind. Die in einem 

bestimmten Zeitpunkt relevante Methode der Invaliditätsschätzung präjudiziert die 

künftige Rechtsstellung der versicherten Person somit nicht. Vielmehr können die 

alternativen Kriterien der Erwerbsunfähigkeit einerseits und der Unmöglichkeit der 

Betätigung im nicht erwerblichen Aufgabenbereich anderseits einander ablösen 

(BGE 117 V 199 Erw. 3b mit Hinweisen).

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2.- a) Der Beschwerdeführerin war mit Verfügung vom 17. Mai 1996 ab dem 1. April 

1995 eine halbe IV-Rente zugesprochen worden, die in der Folge unverändert 

ausgerichtet wurde. Somit ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenzusprechung als 

Vergleichsbasis massgebend.

b) Aus den Akten geht nicht hervor, auf welcher Grundlage der Invaliditätsgrad von 

50% anlässlich der Rentenzusprache bemessen wurde (vgl. auch IV-act. 22). Es ergibt 

sich jedoch, dass die Versicherte als Teilerwerbstätige zu 20% und zu 80% als 

Hausfrau betrachtet wurde und der Invaliditätsgrad letztlich bei der Prüfung einer 

Rentenrevision im Jahr 1997 aufgrund einer Einschränkung im Haushalt von 44% und 

einer 85-prozentigen Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich auf 52 % eingeschätzt 

wurde (vgl. IV-act. 8, IV-act.22, IV-act. 27). Die Arbeitsunfähigkeit von 85% beruhte auf 

der Angabe des Hausarztes der Versicherten, Dr. med. X.___, vom 4. September 1995 

(vgl. IV-act. 10).

c) Die Verfügung vom 25. Juli 2005 und der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. 

Januar 2006 stützen sich auf die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin eine 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, und auf die Auskunft von Dr. med. X.___ vom 19. 

Mai 2005, wonach der Beschwerdeführerin eine leichte, wechselbelastete Tätigkeit von 

täglich etwa 4 Stunden zumutbar sei (vgl. IV-act. 40). Zuvor hatte Dr. med. X.___ der 

Beschwerdegegnerin mitgeteilt, dass der Gesundheitszustand stationär sei und dass 

mit Ausnahme des aufgetretenen Schmerzmittelabusus und dessen 

Entzugsbehandlung keine veränderte Diagnose zu stellen sei sowie keine neuen 

therapeutischen Massnahmen erforderlich und keine berufliche Massnahmen angezeigt 

seien (vgl. IV-act. 36).

d) Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ist nach Einschätzung des 

Hausarztes seit der Rentenzusprache stabil. Die einzige Veränderung, auf die der 

Hausarzt seit der Rentenzusprache aufmerksam gemacht hat, betrifft die Folgen der 

Schmerzmitteleinnahme (vgl. IV-act. 21, IV-act. 26, IV-act. 30, IV-act. 36). Trotz dieser 

unveränderten Einschätzung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin kommt 

Dr. med. X.___ im Bericht vom 19. Mai 2005 zu einer neuen, tieferen Einschätzung der 

Arbeitsunfähigkeit. Worauf diese veränderte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gründet, 

ist nicht ersichtlich. Dr. med. X.___ begründet die tiefere Einschätzung der 

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Arbeitsunfähigkeit gegenüber seinen früheren Angaben nicht. Er verzeichnet in 

mehreren Arztberichten jedoch einen zu behandelnden Schmerzmittelabusus. Es stellt 

sich daher die Frage, ob die Beschwerdeführerin eine höhere Arbeitsfähigkeit allenfalls 

durch eine zu hohe, zum Abusus führende Schmerzmitteleinnahme erreicht. Auch ist 

der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Dr. med. X.___ offensichtlich über die Situation 

der Beschwerdeführerin nicht immer vollständig im Bild war. So hat er im Arztbericht 

vom 11. Januar 2002 angegeben, die Beschwerdeführerin bewältige den Haushalt 

seines Wissens alleine, obwohl die Beschwerdeführerin anscheinend schon seit 

längerem eine Putzfrau beschäftigt (vgl. IV-act. 13). Unter diesen Umständen kann 

nicht unbesehen auf die Arbeitsunfähigkeitsschätzung von Dr. med. X.___ abgestellt 

werden. Insgesamt erscheint der Sachverhalt medizinisch nicht genügend abgeklärt. 

Die Beschwerdegegnerin hat den Widerspruch zwischen dem stationären 

Gesundheitszustand und der höheren Arbeitsfähigkeit sowie die Auswirkungen einer 

überhöhten Schmerzmitteleinnahme nicht zum Anlass für eine vertiefte Abklärung 

genommen. Damit hat sie ihre Untersuchungspflicht verletzt. Die medizinische 

Abklärung ist nachzuholen, wobei im vorliegenden Fall aufgrund der Hinweise auf 

psychische Ursachen der Arbeitsunfähigkeit (vgl. IV-act. 21, IV-act. 26, IV-act. 36) eine 

polydisziplinäre Begutachtung angezeigt ist.

3.- a) Bei der Prüfung der Revisionsfrage ist auch die Verteilung des Erwerbs- und des 

Aufgabenbereichs neu zu gewichten. Mit den wegfallenden Betreuungspflichten 

können sich diesbezüglich Veränderungen ergeben haben. Die Kinder der 

Beschwerdeführerin sind zum jetzigen Zeitpunkt 16, 18 und 20 Jahre alt. Gemäss den 

Ausführungen der Beschwerdeführerin sind die beiden älteren in einer Ausbildung und 

den ganzen Tag ausser Haus. Das jüngste Kind lebt gegenwärtig nicht zu Hause. Der 

Ehemann der Beschwerdeführerin ist als Elektromonteur tätig und erzielt ein 

durchschnittliches Einkommen (act. G 1 S. 4).

b) Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts ist 

abzuklären, ob die versicherte Person ohne den Gesundheitsschaden mit Rücksicht 

auf die gesamten Umstände (persönlicher, familiärer, sozialer und erwerblicher Art) 

erwerbstätig oder im Aufgabenbereich tätig wäre. Dabei sind die finanzielle 

Notwendigkeit der Aufnahme oder der Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit, allfällige 

Erziehungs- und Betreuungsaufgaben, das Alter der versicherten Person, deren 

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berufliche Fähigkeiten, Neigungen und Begabungen massgebend. Abzustellen ist auf 

die hypothetischen Verhältnisse in tatsächlicher Hinsicht, wie sie sich bis zum 

massgebenden Zeitpunkt entwickelt haben würden (vgl. etwa BGE 125 V 150).

c) Im vorliegenden Fall kann angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin als 

Gesunde heute nicht mehr zu 20% erwerbstätig wäre und zu 80% den Haushalt 

besorgen würde. Die Kinder der Beschwerdeführerin sind nicht mehr 

betreuungsbedürftig. Da sie jedoch allesamt in Ausbildung sind, dürfte eine finanzielle 

Notwendigkeit für eine wesentliche Ausweitung der Erwerbstätigkeit gegeben sein. Die 

Beschwerdeführerin ist zudem als 53-Jährige in einem Alter, in dem eine 

Erwerbstätigkeit üblich ist. Dem von ihr eingereichten Lebenslauf ist zu entnehmen, 

dass sie eine kaufmännische Ausbildung absolviert und nach dem Ende ihrer 

Ausbildung vielfältige Berufserfahrung gesammelt hat. Bis zur Geburt ihres ersten 

Kindes war sie erwerbstätig. Auch war sie vor und nach der Invalidität mit grossem 

Engagement in der Freiwilligenarbeit tätig, wo sie auch leitende Positionen bekleidete 

(vgl. act. G 7.1). Bei der hypothetischen Betrachtung der Verhältnisse in der 

Entwicklung der Validenkarriere bis heute ist sodann den gewandelten Anschauungen 

und Wertvorstellung Rechnung zu tragen, wonach für Frauen, die keine familiären 

Betreuungspflichten mehr zu tragen haben, in der heutigen Zeit die Aufnahme einer 

Erwerbstätigkeit, die einer eigentlichen zweiten Berufslaufbahn gleichkommt, die Regel 

und nicht mehr die Ausnahme darstellt, insbesondere wenn der arbeitstätige Ehemann 

nur ein durchschnittliches Einkommen erzielt. Es kann angenommen werden, dass die 

Besorgung des Haushalts durch die Beschwerdeführerin, deren Ehemann und die 

derzeit im Haus lebenden zwei erwachsenen Kinder im Falle einer vollen 

Erwerbstätigkeit der Ehefrau gemeinsam in der Freizeit getragen würde. Zu 

berücksichtigen ist nämlich auch, dass in der heutigen Zeit die Haushaltsführung 

generell weniger Zeit benötigt und der diesbezügliche Aufwand von Erwerbstätigen 

auch eher gering gehalten werden kann. Soweit in einem Revisionsverfahren die 

Aufteilung zwischen Aufgaben- und Erwerbsbereich neu zu prüfen ist, sind die 

Verhältnisse aufgrund objektiver Umstände festzustellen. Die Aussagen der 

Beschwerdeführerin können als Indiz mitberücksichtigt werden, jedoch kann nicht 

entscheidend darauf abgestellt werden. Wichtiger ist, dass in tatsächlicher Hinsicht 

nach allen Umständen eine volle Erwerbstätigkeit objektiv als plausible 

Validenkarrierenannahme erscheint. Sie ist weniger spekulativ als die Annahme eines 

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50%-, 70%- oder 80%-Pensums. Damit wird die IV-Stelle auf den gegebenen 

Sachverhalt nicht mehr die gemischte Methode anwenden dürfen (Art. 8 Abs. 3 ATSG). 

Diese besteht rechtlich einzig zum Schutz jener Versicherten, denen eine Vollpensums-

Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall nicht zugemutet werden kann.

4.- Die Sache ist somit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den 

Sachverhalt in medizinischer Hinsicht - unter Umständen mittels polydisziplinärer 

Begutachtung - genügend abklärt. Gestützt auf diese Angaben wird sodann der 

Invaliditätsgrad neu zu bemessen sein.

5.- a) Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 6. Januar 2006 teilweise gutzuheissen und 

die Sache im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

b) Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat die durch 

procap, den Schweizerischen Invaliden-Verband, vertretene Beschwerdeführerin bei 

diesem Ausgang des Verfahrens Anspruch auf Ersatz der Parteikosten (vgl. BGE 122 V 

278), die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 

Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g 

ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der Streitsache und 

dem Aufwand erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (einschliesslich 

Bar¬auslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 6. 

Januar 2006 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'000.-- auszurichten.

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		2025-07-19T16:47:27+0200
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