# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16494bda-c0bd-55e9-bce7-37075fd138ab
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2010 E-4372/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4372-2010_2010-11-04.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4372/2010/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Blaise Pagan;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
Sri Lanka,
vertreten durch lic. iur. Emil Robert Meier, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 30. April 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4372/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  tamilischer  Ethnie  und  hinduistischen 
Glaubens,  eigenen  Angaben  zufolge  sein  Heimatland  am 
31. Dezember 2008 mit einem gefälschten Reisepass auf dem Luftweg 
verliess, über die Arabischen Emirate nach Afrika reiste, über ihm un-
bekannte Länder am 5. Januar 2009 in die Schweiz gelangte und hier 
am 7. Januar 2009 um Asyl nachsuchte,

dass  er  am  16.  Januar  2009  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
Chiasso und am 28. September 2009 durch das BFM ergänzend zu 
den Asylgründen angehört wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, er stamme ursprünglich aus dem Bezirk 
Jaffna,  habe  jedoch  mit  seinen  Eltern  und  Geschwistern  seit  dem 
Jahre  1991  in  (...)  gewohnt  und  in  den  Jahren  2005  bis  2008  in 
(ausserhalb Sri Lankas) eine Ausbildung zum (...) absolviert,

dass er teilweise mitgeholfen habe, eine tamilische Nachrichten-Web-
site  zu  programmieren  und  in  diesem  Zusammenhang  mit  zwei 
Personen mit  e-mail  korrespondiert,  mit  den Journalisten jedoch nie 
direkten Kontakt gehabt habe,

dass er für die Website-Betreiber auch zwei- bis dreimal aufgetretene 
technische Probleme gelöst habe,

dass  er  nach  seinem  Studienabschluss  bei  der  Rückkehr  in  sein 
Heimatland am 18. November 2008 auf dem Weg vom Flughafen nach 
(...)  an einem Kontrollposten angehalten und zur  Befragung auf  den 
Polizeiposten mitgenommen worden sei,

dass  am  folgenden  Tag  ein  Gericht  eine  Untersuchungshaft  an-
geordnet habe und ihm während der Haft vorgeworfen worden sei, in 
(Ausland) Gelder für die Liberation Tigers of Tamil Eealam (LTTE) ge-
sammelt  und Kontakte zu der LTTE nahestehenden Journalisten ge-
pflegt zu haben,

dass sein Vater nach einer Woche durch Bestechung der Polizei  er-
reicht habe, dass er erneut  vor Gericht erscheinen konnte und er in 
der Folge freigelassen worden sei,

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dass er  sich  vor diesem Hintergrund  zum Verlassen  seines Heimat-
landes entschlossen und sich bis zu seiner Ausreise bei Bekannten in  
Colombo aufgehalten habe,

dass für den Inhalt der weiteren Aussagen im Einzelnen auf die Akten 
verwiesen wird,

dass das BFM mit  Verfügung vom 30. April  2010 feststellte,  der Be-
schwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  sein  Asyl-
gesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren 
Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, vergangene Ver-
folgung sei nur dann beachtlich, als sie noch andaure oder konkrete 
Hinweise  auf  eine  zukünftige  Verfolgung  bestehe,  da  die  Asylge-
währung nicht  dem Ausgleich vergangenen Unrechts diene,  sondern 
demjenigen  gewährt  werden  soll,  der  aktuell  des  Schutzes  des  Zu-
fluchtlandes bedürfe,

dass  der  Beschwerdeführer gegen  Bezahlung  einer  Kaution  durch 
richterlichen Beschluss freigelassen worden sei,  weshalb davon aus-
gegangen werden müsse, dass kein ernsthafter Verdacht wegen LTTE-
Mitgliedschaft gegen ihn bestanden habe,

dass es vor diesem Hintergrund unwahrscheinlich erscheine, dass ihm 
erneut  wegen  vermuteter  LTTE-Unterstützung  eine  asylrechtlich 
relevante Verfolgung durch die srilankischen Sicherheitskräfte drohen 
würde,

dass er aus den genannten Ereignissen somit keine begründete Furcht 
vor asylrelevanter Verfolgung ableiten könne,

dass auch die vom Beschwerdeführer eingereichten Dokumente diese 
Einschätzung  nicht  ändern  könnten,  die  Zeitungsartikel  keinen 
direkten  Bezug  zum Beschwerdeführer  herstellen  würden  und  somit 
nicht  relevant  seien,  sowie aufgrund der bisherigen Erwägungen auf 
eine  eingehende  Würdigung  der  eingereichten  Quittung  verzichtet 
werden könne,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhalten würden,

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dass bei offensichtlich fehlender Asylrelevanz darauf verzichtet werden 
könne, auf allfällige Unglaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen des 
Beschwerdeführers einzugehen, deren spätere Geltendmachung - ins-
besondere die  widerspüchlichen und unsubstanziierten  Angaben zur 
Inhaftierung, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe und den Ausgang des 
Gerichtsverfahrens - jedoch ausdrücklich vorbehalten werde,

dass  aus  der  Ablehnung  des  Asylgesuches  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz folge und der Vollzug der Wegweisung zu-
lässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe an das Bundesverwaltungs-
gericht vom 16. Juni 2010 die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
vom 30. April  2010 und die Gewährung von Asyl,  sowie eventualiter 
die Feststellung der Unzulässigkeit des Vollzuges der Wegweisung und 
die Anordnung der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz beantragt,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 22. Juni 2010 
den Eingang der Beschwerde bestätigte,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teil -
genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art.  105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtlinge Personen gelten, die in ihrem Hei -
matstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ras -
se, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 
Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nach-
teilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nach-
teilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass die Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung den 
vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten  Sachverhalt  in  seinen  ent-
scheidwesentlichen  Aspekten  in  ausgewogener  Form beurteilen  und 
zu bestätigen sind,

dass die  Entgegnungen des Beschwerdeführers in  der  Rechtsmittel-
eingabe  in  entscheidwesentlicher  Hinsicht  aufgrund  der  Aktenlage 
keine andere Beurteilung zulassen,

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dass der Einwand in der Rechtsmitteleingabe, wonach das BFM von 
einem  teilweise  unvollständig  aufgenommenen  Sachverhalt  aus-
gegangen sei, nicht gehört werden kann,

dass  die  diesbezügliche  Erklärung,  der  Beschwerdeführer  habe  an-
lässlich der Anhörungen aus Besorgnis, er könnte repatriiert  werden, 
sein Engagement für die Webseite klein geredet und den Kontakt zur  
LTTE verneint, als nachgeschobene Steigerung des Sachverhaltes zu 
werten ist und nicht zu überzeugen vermag,

dass kein vernünftiger Grund ersichtlich ist, weshalb der Beschwerde-
führer  anlässlich  der  ausführlichen  Anhörungen  ein  verstärktes 
Engament  für  die  LTTE vor  den  schweizerischen  Asylbehörden,  bei 
denen er um Schutz nachsuchte, hätte verschweigen sollen,

dass zudem bei  dem nun auf  Beschwerdeebene gezeichneten Profil 
des Beschwerdeführers umso unwahrscheinlicher erscheinen müsste, 
dass er gegen Bezahlung einer Kaution durch richterlichen Beschluss 
freigelassen worden wäre, und in der Tat davon ausgegangen werden 
muss, dass kein ernsthafter Verdacht wegen nenneswerten Tätigkeiten 
zu Gunsten der LTTE gegen ihn bestanden hat,

dass das BFM zu Recht folgerte, vor diesem Hintergrund erscheine es 
unwahrscheinlich,  dass  ihm  erneut  wegen  vermuteter  LTTE-
Unterstützung  eine  asylrechtlich  relevante  Verfolgung  durch  die 
srilankischen Sicherheitskräfte drohen würde,

dass  das  Vorbringen  in  der  Beschwerde,  nach  der  Freilassung  des 
Beschwerdeführers  sei  das  Strafverfahren  gegen  ihn  weitergelaufen 
und  Ende  Februar  2009  hätte  eine  Gerichtsverhandlung  stattfinden 
sollen,  durch  nichts  belegt  ist,  obwohl  sich  der  Beschwerdeführer 
seither  längst  um entsprechende Unterlagen hätte  bemühen können 
und im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht  den schweizerischen Asyl -
behörden hätte einreichen müssen,

dass  entgegen  des  entsprechenden  Einwandes  in  der  Rechtsmittel -
eingabe  die  Würdigung  des  BFM, die  vom  Beschwerdeführer  ein-
gereichten  Zeitungsartikel  würden  keinen  direkten  Bezug  zum  Be-
schwerdeführer  herstellen und seien somit  nicht  relevant,  sowie auf-
grund  der  Erwägungen  könne  auf  eine  eingehende  Würdigung  der 
eingereichten  Quittung  verzichtet  werden,  nicht  zu  beanstanden  ist, 

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und  das  BFM  keine  Grundsätze  zur  Glaubhaftmachung  der 
Flüchtlingseigenschaft verletzt hat,

dass das BFM entgegen den Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe zu 
Recht  geschlossen  hat,  dass  der  Beschwerdeführer  keine  persön-
lichen flüchtlingsrechtlich  relevanten Nachteile  hat  glaubhaft  machen 
können, 

dass daran auch seine Herkunft aus einer tamilischen Hindu-Priester-
Familie  in  entschwesentlicher  Hinsicht  offenkundig  nichts  zu  ändern 
vermag,

dass im Weiteren auffällt,  dass der Beschwerdeführer gerade all  die 
Ansätze,  die  hätten  geeignet  sein  können,  von  ihm  vorgetragene 
Sachverhaltselemente zu überprüfen, mit Nichtkenntnis quittiert, wenn 
er den Namen des Anwaltes, der ihm vor Gericht beigestanden habe, 
nicht zu nennen vermag (Akten BFM A9/10 F123), behauptet, es sei 
unmöglich, zu diesem Kontakt aufzunehmen und nicht wisse, wo sich 
seine Eltern aufhielten (A9/10 F126/127),

dass der Beschwerdeführer auch den Namen der Familie, bei der er 
zirka einen Monat vor seiner Ausreise gelebt habe, nicht kennen will  
(A9/10 F 132), so wenig wie den Namen des Politikers, der ihm ent-
scheidend geholfen haben soll (A9/10 F136),

dass  ein  derartiges  Aussageverhalten  einer  überdurchschnittlich  be-
gabten Person den geltend gemachten Sachverhalt bezüglich der Be-
fürchtung,  künftig  ernsthaften Nachteilen durch die heimatlichen Be-
hörden ausgesetzt zu sein, nicht glaubhaft erscheinen lässt,

dass aufgrund der Aktenlage offenkundig keine hinreichenden Anhalts-
punkte erkennbar sind, wonach der Beschwerdeführer in seinem Hei-
matland aus flüchtlingsrechtlich relevanten Motiven ernsthaften Nach-
teilen  ausgesetzt  war  oder  in  absehbarer  Zukunft  mit  erheblicher 
Wahrscheinlichkeit ausgesetzt sein könnte und vor diesem Hintergrund 
die Beschwerde offensichtlich unbegründet erscheint,

dass daran auch die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe nichts zu 
ändern vermögen,

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dass  es  dem Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlings-
eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK]  2001 Nr. 21),  wes-
halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen Be-
stimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und entgegen der entsprechenden Vorbringen in der Rechtsmittelein-
gabe  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-

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handlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  zum  Schutze  der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass das BFM im Resultat zu Recht zum Schluss kommt, im Falle ei -
ner Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland würde weder 
aufgrund der  allgemeinen dortigen  Lage  noch  aufgrund  individueller 
Gründe eine konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Be-
stimmungen drohen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegweisung nicht  un-
zumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass das BFM zu Recht feststellte, der Beschwerdeführer könne in (...)  
auf  ein  tragfähiges  familiäres  Beziehungsnetz  und  eine  gesicherte 
Wohnsituation zurückgreifen,

dass das Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe, wonach seine Eltern 
in den Bezirk Jaffna zurückgekehrt seien, einerseits durch nichts be-
legt wird und andererseits auch nicht entscheidwesentlich wäre,

dass der 28-jährige Beschwerdeführer seit den Jahren 1991 bis 2005 
in (...) wohnhaft war, die Schulen besuchte und somit dort  als 9- bis  
23-Jähriger die wichtigsten Jahre seiner Sozialisation verbrachte und 
sich  trotz  seines  vierjährigen  (Ausland)-Aufenthaltes  dort  auf  ein 
breites soziales Netz stützen kann,

dass  ein  in  (...)  wohnhafter  Onkel  des  Beschwerdeführers  ihn  zu-
mindest in der ersten Zeit nach seiner Rückkehr aufnehmen könnte,

dass die sprachlichen Kenntnisse und die überdurchschnittliche beruf -
liche Ausbildung des Beschwerdeführers als besonders begünstigende 
Faktoren zu werten sind,

dass daher  davon ausgegangen werden kann,  dass  ihm eine beruf-
liche und wirtschaftliche Reintegration in seiner Heimat gelingen wird,

dass  die  in  der  Rechtsmitteleingabe  vorgebrachte  blosse  Annahme, 
der Beschwerdeführer würde von den Sicherheitskräften in den Nord-

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teil  Sri  Lankas  weggewiesen,  in  Berücksichtigung  der  in  Sri  Lanka 
gewährten Niederlassungsfreiheit nicht zu überzeugen vermag,

dass sich nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung - auch in 
Anbetracht  der  jüngsten  Entwicklungen  in  Sri  Lanka  -  als  zumutbar 
erscheint,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art.  8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass der Beschwerdeführer demnach nicht darzutun vermag, inwiefern 
die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheb-
lichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  oder  unan-
gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art.  1-3  des  Reglements  vom 
21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die zuständige kantonale Ausländerbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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