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**Case Identifier:** c1737e01-0420-5a6c-91e7-3a65397e265e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 09.11.2022 ZK2 2022 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2022-24_2022-11-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 9. November 2022

Referenz ZK2 22 24

Instanz II. Zivilkammer

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Nydegger und Bergamin
Bernhard, Aktuarin

Parteien A._____AG
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Horák
Feldeggstrasse 12, Postfach, 8008 Zürich

gegen

B._____AG
Berufungsbeklagte
vertreten durch Betreibungs- und Konkursamt der Region Plessur
Grabenstrasse 15, Postfach 55, 7001 Chur
wiederum vertreten durch Rechtsanwalt Dominik Gasser
Länggassstrasse 7, Postfach 7161, 3001 Bern

Gegenstand gesellschaftsrechtliche Verantwortlichkeit (Neuregelung der Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen)

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Plessur vom 21.05.2019, mitgeteilt am 
22.07.2019 (Proz. Nr. 115-2018-80)

Mitteilung 18. November 2022

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Sachverhalt

A. Die B._____ AG war ein im Jahre 1996 gegründetes, überregional bekann-
tes Treuhand-, Revisions- und Beratungsunternehmen mit Sitz in C._____. Die 
A._____ AG amtete vom 8. Dezember 2009 bis zum 8. Januar 2015 als Revisi-
onsstelle der B._____ AG. Am 30. Januar 2015 wurde über Letztere der Konkurs 
eröffnet.

B. Am 12. Dezember 2018 reichte die Konkursmasse der B._____ AG in Li-
quidation beim Regionalgericht Plessur eine Klage ein. Sie verlangte, die A._____ 
AG sei zu verurteilen, ihr einen CHF 100'000.00 übersteigenden Betrag zu bezah-
len, nebst Zins zu 5% seit dem 30. Januar 2015. Die A._____ AG beantragte mit 
Eingabe vom 22. Januar 2019, auf die Klage sei nicht einzutreten, unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen. Die Frist zur Erstattung der Klageantwort sei ihr bis 
zum rechtskräftigen Entscheid über den Antrag auf Nichteintreten abzunehmen.

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. Januar 2019 wurde der Konkursmasse 
der B._____ AG in Liquidation Frist zur Einreichung einer Stellungnahme zum An-
trag auf Nichteintreten angesetzt. Die Frist zur Klageantwort wurde der A._____ 
AG einstweilen abgenommen.

Die Konkursmasse der B._____ AG in Liquidation nahm hierzu am 12. März 2019 
Stellung und schloss auf kosten- und entschädigungsfällige Abweisung des An-
trags auf Nichteintreten.

Am 21. Mai 2019 führte das Regionalgericht Plessur eine auf die Eintretensfrage 
beschränkte Hauptverhandlung durch und wies gleichentags den Nichteintre-
tensantrag der A._____ AG ab. Es kam zum Schluss, dass das (unbeziffert) ge-
stellte Klagebegehren zulässig sei.

C. Gegen diesen Entscheid erhob die A._____ AG (fortan: Berufungsklägerin) 
mit Eingabe vom 5. September 2019 beim Kantonsgericht von Graubünden Beru-
fung. Das Kantonsgericht wies die Berufung mit Urteil vom 30. September 2021 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsklägerin ab, so-
weit es darauf eintrat (KGer GR ZK2 19 71 v. 30.09.2021).

D. Die Berufungsklägerin gelangte mit Beschwerde in Zivilsachen an das Bun-
desgericht. Sie verlangte die Aufhebung des Urteils des Kantonsgerichts und das 
Nichteintreten auf die Klage.

Das Bundesgericht hiess die Beschwerde am 3. Mai 2022 gut. Es hob das Urteil 
des Kantonsgerichts von Graubünden vom 30. September 2021 auf und trat auf 

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die Klage der Konkursmasse der B._____ AG in Liquidation (fortan: Berufungsbe-
klagte) nicht ein. Es wies die Sache zur Neuregelung der Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen des kantonalen Verfahrens an das Kantonsgericht zurück (BGer 
4A_581/2021 v. 03.05.2021).

E. Mit verfahrensleitender Verfügung des Vorsitzenden der II. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden vom 15. Juni 2022 wurden die Parteien aufge-
fordert, zur Frage der Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolge der kan-
tonalen Verfahren (erste und zweite Instanz) Stellung zu beziehen.

F. Die Stellungnahme der Berufungsklägerin erfolgte am 16. Juni 2022. Sie 
beantragte, die Kosten ausgangsgemäss der Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

G. Die Berufungsbeklagte beantragte mit Eingabe vom 1. Juli 2022 die Kür-
zung der Kostennoten des Rechtsvertreters der Berufungsklägerin.

H. Die Akten des Berufungsverfahrens ZK2 19 71 und des Verfahrens 
Proz. Nr. 115-2018-80 vor Regionalgericht Plessur wurden beigezogen.

Erwägungen

1. Im vorliegenden Verfahren verbleibt einzig über die Neuregelung der Pro-
zesskosten des kantonalen Verfahrens (erste und zweite Instanz) zu befinden 
(act. A.1; Art. 68 Abs. 5 BGG). Das Verfahren ist spruchreif (vgl. BGer 
5A_101/2017 v. 14.12.2017 E. 4.3; 2C_133/2017 v. 08.02.2018 E. 2 ff.; act. D.1).

2. Der Streitwert bestimmt sich nach der Hauptsache. Nach einem Rückwei-
sungsentscheid des Bundesgerichts ist der ursprünglich vor der kantonalen 
Rechtsmittelinstanz streitige Betrag massgebend, nicht der Betrag, über den Letz-
tere nach dem Rückweisungsentscheid noch zu entscheiden hat (BGer 
4A_74/2020 v. 28.05.2020 E. 1; 4A_225/2011 v. 15.07.2011 E. 1; vgl. schon BGE 
57 II 550). Das gilt auch, wenn nach einem Rückweisungsentscheid des Bundes-
gerichts nur noch über die Kosten- und Entschädigungsfolgen für das kantonale 
Verfahren zu befinden ist (BGer 4A_94/2018 v. 28.09.2018 E. 1.1; 4A_200/2011 
v. 29.06.2011 E. 1.1; 5A_619/2015 v. 21.12.2015 E. 1, nicht publ. in: BGE 142 III 
110). Der Streitwert betrug gemäss Klage mindestens CHF 100'000.00 (RG 
act. I/1). Der Eintretensentscheid als Zwischenentscheid folgt bezüglich Streitwert 
der Hauptsache (act. F.1 [ZK2 19 71] E. 1.1).

3. Die Prozesskosten, bestehend aus den Gerichtskosten und der Parteien-
tschädigung, sind nach dem Ausgang des Verfahrens zu verteilen (Art. 106 ZPO 

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i.V.m. Art. 95 Abs. 1 ZPO). Bei Nichteintreten gilt die klagende Partei als unterlie-
gend (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Nachdem das Bundesgericht mit Urteil vom 3. Mai 
2022 auf die Klage nicht eingetreten ist, sind die Prozesskosten vollumfänglich 
von der Berufungsbeklagten (Klägerin im erstinstanzlichen Verfahren) zu tragen 
(BGer 4A_581/2021 v. 03.05.2022).

4.1. Die Berufungsklägerin bringt vor, das Regionalgericht hätte keine Haupt-
verhandlung betreffend Eintretensfrage durchführen dürfen (act. A.2). Ob sie mit 
dieser Bemerkung die Höhe der Gerichtsgebühren für das Verfahren 
Proz. Nr. 115-2018-80 vor Regionalgericht Plessur beanstandet, sei dahingestellt, 
da die Berufungsbeklagte die Kosten tragen muss und selbige nicht bestreitet 
(act. A.3). Die Gerichtsgebühren von CHF 4'000.00 (Verfahren Proz. Nr. 115-
2018-80 vor Regionalgericht Plessur) und CHF 8'000.00 (Verfahren ZK2 19 71 vor 
Kantonsgericht von Graubünden) sind zu belassen.

4.2. Im Verfahren vor Regionalgericht hat die Berufungsbeklagte (und dortige 
Klägerin) einen Kostenvorschuss von CHF 7'500.00 geleistet (RG act. IV/1). Die 
der Berufungsbeklagten auferlegten Gerichtsgebühren von CHF 4'000.00 werden 
davon bezogen und die Differenz von CHF 3'500.00 wird der Berufungsbeklagten 
durch den Kanton Graubünden (Gerichtskasse Regionalgericht Plessur) zurücker-
stattet. Für das Verfahren vor Kantonsgericht hat die Berufungsklägerin einen 
Kostenvorschuss von CHF 8'000.00 geleistet (act. D.1 [ZK2 19 71]). Die Gerichts-
gebühren für das Verfahren vor Kantonsgericht in selbiger Höhe werden davon 
bezogen. Die Berufungsbeklagte wird verpflichtet, der Berufungsklägerin den Kos-
tenvorschuss in der Höhe von CHF 8'000.00 zu ersetzen (Art. 111 Abs. 2 ZPO).

5.1. In Bezug auf die Parteientschädigung weist der Rechtsvertreter der Beru-
fungsklägerin in der Stellungnahme vom 16. Juni 2022 darauf hin, dass der mit der 
Berufungsklägerin vereinbarte Honoraransatz von CHF 350.00 zuzüglich Ausla-
genpauschale von 3% zuzüglich Mehrwertsteuer direkt aus der Rechnungsstel-
lung und der widerspruchslosen Begleichung der Honorarnote folge. Eine schriftli-
che Honorarvereinbarung sei zur zivilrechtlichen Gültigkeit dieses Rechtsge-
schäfts nicht erforderlich (act. A.2). Ob dieser Argumentation zu folgen wäre, ist 
vorliegend unerheblich, denn in den Akten des Regionalgerichts befindet sich ein 
schriftlicher Auftrag der A._____ AG an Rechtsanwalt David Horák. Darin ist ver-
einbart, dass sich das Honorar zum Stundenansatz von CHF 350.00 bemisst (RG 
act. III/1/3).

5.2. Gemäss Art. 105 Abs. 2 ZPO spricht das Gericht die Parteientschädigung 
nach den kantonalen Tarifen zu (Art. 96 ZPO). Die Tarife im Kanton Graubünden 

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sind in der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen 
und Rechtsanwälte geregelt (Honorarverordnung; HV [BR 310.250]).

Art. 2 HV sieht vor, dass die urteilende Instanz die Parteientschädigung der obsie-
genden Partei nach Ermessen festsetzt (Abs. 1). Sie geht vom Betrag aus, wel-
cher der entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung in 
Rechnung gestellt wird, soweit der vereinbarte Stundenansatz zuzüglich allfällig 
vereinbartem Interessenwertzuschlag üblich ist und keine Erfolgszuschläge enthält 
(Abs. 2 Ziff. 1), der geltend gemachte Aufwand angemessen und für die Prozess-
führung erforderlich ist (Abs. 2 Ziff. 2) und die geforderte Entschädigung nicht eine 
von der Sache beziehungsweise von den legitimen Rechtsschutzbedürfnissen her 
nicht gerechtfertigte Belastung der unterliegenden Partei zur Folge hat (Abs. 2 
Ziff. 3).

5.3. Gemäss Art. 3 Abs. 1 HV gilt im Kanton Graubünden ein Stundenansatz 
zwischen CHF 210.00 und CHF 270.00 als üblich. Wird eine Honorarvereinbarung 
mit einem höheren Stundenansatz eingereicht, wird dieser auf den maximal übli-
chen Stundenansatz von CHF 270.00 reduziert. Dies gilt auch dann, wenn die ob-
siegende Partei die Rechnung des Rechtsvertreters vorbehaltlos beglichen hat. 
Die vorliegenden Honorarnoten von Rechtsanwalt David Horák sind dem soeben 
Ausgeführten entsprechend herabzusetzen.

5.4.1. Die Berufungsbeklagte beantragte, für das erstinstanzliche Verfahren sei 
der Berufungsklägerin (und erstinstanzlich Beklagten) eine Parteientschädigung 
für einen anwaltlichen Aufwand von höchstens 36 Stunden zuzusprechen 
(act. A.3). Das Regionalgericht hatte den zu entschädigenden Aufwand der 
Rechtsvertretung der Berufungsbeklagten (und dortigen Klägerin) auf 36 Stunden 
reduziert, weil es davon ausging, dass die nicht in unmittelbarem Zusammenhang 
mit der Eintretensfrage stehenden Aufwendungen mit der Hauptsache verbucht 
werden können (act. B.1 [ZK2 19 71] E. 5.2). Da nun aber mit dem Nichteintre-
tensentscheid des Bundesgerichts das hängige Verfahren abgeschlossen wird, 
sind grundsätzlich alle Kosten mit vorliegendem Entscheid zu liquidieren. Sollte 
die Berufungsbeklagte eine neue Klage in der Sache einreichen, müsste das da-
mit befasste Gericht gegebenenfalls berücksichtigen, ob dannzumal verrechnete 
Positionen mit der vorliegend zugesprochenen Parteientschädigung bereits abge-
golten worden sind.

5.4.2. Eine Parteientschädigung soll denjenigen Aufwand abdecken, der für die 
Prozessführung erforderlich war (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 2 HV). Die Bemessung hat auf 
einer individuellen Würdigung zu beruhen, bei welcher dem Gericht ein erheblicher 

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Ermessensspielraum zukommt. Wird eine detaillierte Honorarnote eingereicht, so 
sind allfällige Kürzungen grundsätzlich unter Bezugnahme auf die einzelnen Posi-
tionen zu begründen (vgl. z.B. KGer GR ZK2 20 8 E. 3.2 m.w.H.; vgl. zum Ganzen 
auch KGer GR PKG 2021 9 E. 6.4.4).

5.4.3. Mit Honorarnote vom 24. Januar 2019 (RG act. VI/6) machte Rechtsanwalt 
David Horák für das erstinstanzliche Verfahren (Zeitraum 14. Dezember 2018 − 
24. Januar 2019) einen Aufwand von 31.62 Stunden geltend. Auf die Ausarbeitung 
des Prozessantrags entfielen rund 16 Stunden (Positionen vom 08.01.2019, 
13.01.2019, 21.01.2019 und 22.01.2019). Für separates Aktenstudium und 
Rechtsstudium sind gemäss Honorarnote rund 8 Stunden angefallen, für Korre-
spondenzen und Telefonate noch rund 4 Stunden. Alles in allem ist der geltend 
gemachte Aufwand nicht zu beanstanden, mit einer Ausnahme: 3.5 Stunden am 
22. und 28. Dezember 2018 betreffen Aktenstudium und Analyse der "Akten der 
D._____". In welchem Zusammenhang diese Akten zum erstinstanzlichen Verfah-
ren stehen, erschliesst sich nicht und wurde nicht näher begründet. Die 3.5 Stun-
den sind deshalb nicht zu berücksichtigen. Am 8. April 2019 stellte Rechtsanwalt 
David Horák eine zweite Honorarnote für das erstinstanzliche Verfahren (Zeitraum 
vom 25. Januar 2019 − 8. April 2019) aus (RG act. VI/7). Damit machte er weitere 
31.63 Stunden Aufwand geltend. Davon entfallen 11.5 Stunden auf die Ausarbei-
tung der "Stellungnahme Nichteintreten/Verfahrensgang/unbezifferte Leistungs-
klage inkl. Rechtsprechung" und weitere 11.58 Stunden auf die "Stellungnahme 
Nichteintreten: Vorbereitung HV". Dabei fällt auf, dass Rechtsanwalt David Horák 
für die Ausarbeitung der zweiten Stellungnahme bzw. des Plädoyers (die Eintre-
tensfrage wurde anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vom 21. Mai 2019 
behandelt; vgl. RG act. IV/8 und IV/9) mehr Zeitaufwand benötigte, als für die Er-
stellung des ersten Prozessantrags. Vergleicht man aber den Zeitaufwand von 
Rechtsanwalt David Horák mit demjenigen der Rechtsvertretung der Berufungs-
beklagten (und erstinstanzlichen Klägerin) erscheint der geltend gemachte Auf-
wand durchaus plausibel. Rechtsanwalt Dominik Gasser hat für die "Stellungnah-
me Eintreten", für die "Vorbereitung Hauptverhandlung" und für das "Abhalten 
Hauptverhandlung" insgesamt 36 Stunden in Rechnung gestellt (und für das erst-
instanzliche Verfahren einen Gesamtaufwand von 106 Stunden, vgl. RG act. IV/5). 
In Anbetracht der sich stellenden komplexen Sach- und Rechtslage und ange-
sichts des in Frage stehenden Streitwerts erscheint die Honorarnote von Rechts-
anwalt David Horák vom 8. April 2019 durchaus als angemessen.

5.4.4. Insgesamt sind demnach 57.16 Stunden à CHF 270.00 (s. E. 5.3) und 
2.59 Stunden à CHF 150.00 zu entschädigen, was einen Honoraranspruch von 

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CHF 15'821.70 für das erstinstanzliche Verfahren ergibt. Hinzu kommt eine Ausla-
genpauschale von CHF 474.65 (3% von CHF 15'821.70) und eine Auslage von 
CHF 52.00 für das Urteil des Handelsgerichts St. Gallen (RG act. III/1/2). Die 
Mehrwertsteuer ist nicht zu entschädigen, da die Berufungsklägerin gemäss Un-
ternehmens-Identifikationsregister UID mehrwertsteuerpflichtig ist und daher die 
ihrer Rechtsvertretung bezahlte Mehrwertsteuer als Vorsteuer abziehen kann (vgl. 
KGer GR ZK2 18 56 v. 28.12.2021 E. 8.2). Die Parteientschädigung für das erstin-
stanzliche Verfahren ist demnach auf CHF 16'348.35 (inkl. Spesen) festzusetzen.

5.5.1. Die Berufungsbeklagte machte in ihrer Stellungnahme vom 1. Juli 2022 gel-
tend, dass die Honorarnote von Rechtsanwalt David Horák für das Berufungsver-
fahren in einem offensichtlichen Missverhältnis zur Kostennote ihres Rechtsvertre-
ters stehe (act. A.3). In der Tat machte der Rechtsvertreter der Berufungsklägerin 
einen Stundenaufwand von knapp 56 Stunden geltend (act. G.1 [ZK2 19 71]), wo-
hingegen der von Rechtsanwalt Dominik Gasser angegebene Zeitaufwand die 
Hälfte betrug (act. G.2 [ZK2 19 71]).

5.5.2. Im Rahmen der Parteientschädigung ist nicht jeder Aufwand zu ersetzen, 
auch nicht jeder Aufwand, den der Anwalt als notwendig und angemessen erach-
tet. Vielmehr hat das Gericht in pflichtgemässem Ermessen zu entscheiden, was 
im konkreten Fall unter den konkreten Umständen für eine Prozessführung lege 
artis notwendig war (KGer GR ZK2 20 8 v. 29.10.2020 E. 3.2.4). In Fällen, in de-
nen der geltend gemachte Aufwand gesamthaft als übermässig erscheint, es je-
doch schwierig ist, die ungerechtfertigten konkreten Aufwandsposten im Einzelnen 
festzulegen, ist es grundsätzlich zulässig, pauschale Kürzungen vorzunehmen 
(vgl. z.B. KGer GR ZK2 20 8 v. 29.10.2020 E. 3.2 m.w.H.).

5.5.3. Der von Rechtsanwalt David Horák geltend gemachte Aufwand erscheint 
hoch. Es werden 50 Stunden für "Ausarbeitung von Berufung" verrechnet. Im Be-
rufungsverfahren stellten sich im Wesentlichen dieselben Fragen wie im Verfahren 
vor Vorinstanz. Dementsprechend sind die rechtlichen Ausführungen in der Beru-
fung grundsätzlich dieselben, die bereits ins erstinstanzliche Verfahren einge-
bracht worden waren (act. A.1 [ZK2 19 71] Rz. 17 bis 45). Die Berufungsklägerin 
selbst verweist auf ihre Ausführungen vor Vorinstanz (act. A.1 [ZK2 19 71] Rz. 47). 
Dort hatte sie bereits aufgezeigt, inwiefern die Klage ihrer Ansicht nach ungenü-
gend begründet bzw. beziffert gewesen sei. Auffällig ist, dass die Berufungskläge-
rin ihre Ausführungen vor Vorinstanz nicht nur wiederholt, sondern sehr viel weit-
schweifiger gestaltet. In der Berufung musste sich die Berufungsklägerin haupt-
sächlich mit dem Entscheid der Vorinstanz auseinandersetzen, was sie auch aus-
führlich getan hat. Indes fällt auf, dass die Berufungsschrift dreimal länger ist als 

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das angefochtene Urteil des Regionalgerichts. Die Ausführungen in den Randzif-
fern 52 ff. weisen – wie von der Berufungsbeklagten ausgeführt – einige Redun-
danzen auf (vgl. act. A.2 [ZK2 19 71] Rz. 8). Alles in allem scheint der Aufwand für 
die Ausarbeitung der Berufung auch im Verhältnis zu dem vor Vorinstanz generier-
ten Aufwand als zu hoch. Als angemessen erachtet das Gericht einen solchen von 
maximal 32 Stunden, was rund 4 Arbeitstagen entspricht. Da der Aufwand für die 
"Ausarbeitung von Berufung" pauschal ausgewiesen ist, ist auch eine pauschale 
Kürzung um 18 Stunden (50 Stunden – 32 Stunden) zulässig. Für das Berufungs-
verfahren ist damit ein Aufwand von 37.68 Stunden (55.68 Stunden – 18 Stunden) 
zu entschädigen.

5.5.4. In Bezug auf den Stundenansatz gilt auch hier, dass dieser maximal 
CHF 270.00 beträgt, weshalb die Honorarnote auch diesbezüglich zu kürzen ist 
(s. E. 5.3). Für das Berufungsverfahren schuldet die Berufungsbeklagte der Beru-
fungsklägerin demnach eine Parteientschädigung von CHF 10'131.20 (Honorar 
CHF 10'478.80 [37.68 Stunden à CHF 270.00] zzgl. Spesenpauschale [3%] 
CHF 305.20). Es gilt auch hier zu beachten, dass die Berufungsklägerin gemäss 
Unternehmens-Identifikationsregister UID mehrwertsteuerpflichtig ist und daher 
die ihrer Rechtsvertretung bezahlte Mehrwertsteuer als Vorsteuer abziehen kann. 
Demzufolge kann im konkreten Fall die Mehrwertsteuer nicht zugesprochen wer-
den (vgl. KGer GR ZK2 18 56 v. 28.12.2021 E. 8.2).

5.6.1. Mit Mandatsvertrag vom 21. Januar 2019 zwischen der Berufungsklägerin 
und Rechtsanwalt David Horák wurde ein Interessenwertzuschlag von 2% auf Ba-
sis des geschätzten Streitwerts von CHF 5'000'000.00 vereinbart. Der effektive 
Zuschlag bemesse sich nach dem vom Gericht im Endurteil festgelegten Streitwert 
(RG act. III/1/3). Mit Eingabe vom 22. Januar 2019 beantragte die Beklagte (und 
hiesige Berufungsklägerin), die erstinstanzliche Prozessentschädigung auf Basis 
der Honorarvereinbarung zuzusprechen (RG act. I/2 Rz. 62). Auch im Berufungs-
verfahren beantragte die Berufungsklägerin die Zusprechung einer Prozessent-
schädigung gestützt auf die Vergütungsvereinbarung, also inkl. Interessen-
wertzuschlag von 2% auf den vom Gericht festgelegten Streitwert (act. A.1 [ZK2 
19 71] Rz. 164).

5.6.2. Der Interessenwert bestimmt sich sinngemäss nach den verfahrensrechtli-
chen Regeln über den Streitwert (Art. 3 Abs. 3 HV). Die Klägerin und Berufungs-
beklagte ging von einem Streitwert von mindestens CHF 100'000.00 aus, wohin-
gegen die Beklagte und Berufungsklägerin diesen auf mindestens CHF 5 Mio. be-
zifferte (RG act. I/2 Rz. 61). Dabei handelt es sich jedoch nur um den Mindest-
streitwert. Dieser gilt als vorläufiger Streitwert. Bei der unbezifferten Forderungs-

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klage wird der Streitwert in zwei Stufen festgelegt. Die Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen bestimmen sich endgültig nach der in der zweiten Phase festgehalte-
nen definitiven Bezifferung (vgl. BGer 4A_502/2019 v. 15.06.2020 E. 5.2 m.w.H.). 
Bis anhin liegen erst Prozessurteile vor, die sich mit der Frage des Eintretens be-
fassen. Ein materieller Endentscheid, aus dem sich der Streitwert ergibt, müsste 
erst noch gefällt werden. Der Streitwert lässt sich auch nicht anhand der von den 
Parteien gemachten Angaben verlässlich feststellen. Mangels Definition des end-
gültigen Streitwerts kann der Interessenwertzuschlag nicht berechnet werden, 
weshalb er im vorliegenden Verfahren auch nicht als Parteientschädigung zuge-
sprochen werden kann. Für diese Handhabung spricht die Formulierung im Man-
datsvertrag ("Der effektive Zuschlag bemisst sich nach dem vom Gericht im En-
durteil festgelegten Streitwert"). Dementsprechend hat der Rechtsvertreter der 
Berufungsklägerin in keiner der im Recht liegenden Honorarnoten einen Interes-
senwertzuschlag ausgewiesen und beziffert (RG act. VI/6, VI/7, act. G. 1 [ZK2 19 
71]). Somit ist davon auszugehen, dass er einen solchen bislang auch nicht in 
Rechnung gestellt hat. Festzuhalten ist schliesslich, dass die Berufungsklägerin in 
ihrer Eingabe vom 16. Juni 2022 im vorliegenden Verfahren einen Interessenwert-
zuschlag nicht explizit geltend machte (act. A.2). Aus den dargelegten Gründen 
kann kein Interessenwertzuschlag zugesprochen werden.

6. Für das vorliegende Verfahren sind praxisgemäss keine Verfahrenskosten 
zu erheben (vgl. KGer GR ZK2 20 8 v. 29.10.2020 E. 4.1; ZK1 11 45 v. 
03.11.2011 E. 4). Mangels nennenswertem Aufwand entfällt ebenso die Zuspre-
chung von Parteientschädigungen.

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Demnach wird erkannt:

1. Ziffern 3a und 3b des Dispositivs des Entscheids des Regionalgerichts 
Plessur vom 21. Mai 2019 im Verfahren Proz. Nr. 115-2018-80 werden auf-
gehoben.

2. Die Gerichtskosten des Regionalgerichts Plessur für das Verfahren 
Proz. Nr. 115-2018-80 in der Höhe von CHF 4'000.00 gehen zu Lasten der 
Konkursmasse der B._____AG in Liquidation und werden mit dem von ihr 
geleisteten Gerichtskostenvorschuss in Höhe von CHF 7'500.00 verrechnet. 
Die Differenz von CHF 3'500.00 wird der Konkursmasse der B._____ AG in 
Liquidation durch den Kanton Graubünden (Gerichtskasse Regionalgericht 
Plessur) erstattet.

3. Die Konkursmasse der B._____ AG in Liquidation hat die A._____ AG für 
das Verfahren Proz. Nr. 115-2018-80 vor Regionalgericht Plessur mit 
CHF 16'348.35 (inkl. Spesen) zu entschädigen.

4. Die Gerichtskosten des Kantonsgerichts von Graubünden für das Beru-
fungsverfahren ZK2 19 71 in der Höhe von CHF 8'000.00 gehen zu Lasten 
der Konkursmasse der B._____ AG in Liquidation und werden mit dem von 
der A._____ AG geleisteten Kostenvorschuss in selbiger Höhe verrechnet. 
Die Konkursmasse der B._____ AG in Liquidation wird verpflichtet, der 
A._____ AG den geleisteten Kostenvorschuss zu ersetzen.

5. Die Konkursmasse der B._____ AG in Liquidation hat die A._____ AG für 
das Berufungsverfahren ZK2 19 71 vor Kantonsgericht von Graubünden mit 
CHF 10'478.80 (inkl. Spesen) zu entschädigen.

6. Für das vorliegende Verfahren ZK2 22 24 werden keine Gerichtskosten er-
hoben und es ist keine Parteientschädigung geschuldet.

7. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 
90 ff. BGG.

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8. Mitteilung an: