# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a8157c2-bd03-580d-9d8f-33c78dd94720
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 16.05.2017 I 2016 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-98_2017-05-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2016 98

Entscheid vom 16. Mai 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Hanspeter Riedener,
Langstrasse 4, 8004 Zürich,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________1961________) reiste im März 1982 in die 
Schweiz ein und arbeitete seither bis im Juni 2007 bei B.________ als Hilfsarbei-
ter. Im Februar 2007 meldete er der Suva einen Unfall, wonach er beim Abladen 
von Armierungsstahlrollen von einem LKW von einer Leiter gestürzt, auf den Hin-
terkopf gefallen und eine gewisse Zeit bewusstlos gewesen sei (Suva-act. 2-
61/61). Nach Einholung von Arztberichten und weiteren Abklärungen verfügte die 
Suva am 17. September 2007 die Einstellung der Versicherungsleistungen ab 
dem 1. Oktober 2007, weil keine organischen Unfallfolgen im Sinne struktureller 
Verletzungen hinreichend nachgewiesen werden konnten (Suva-act. 2-9/61).

B. Am 6. Mai 2008 meldete sich A.________ bei der IV-Stelle Schwyz zum 
Leistungsbezug an, wobei die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie folgt um-
schrieben wurden: „Nacken- und Kopfbeschwerden. Konzentrationsstörungen, 
Schlafstörungen, sehr nervös und unruhig. (…) seit ca. 2000“ (IV-act. 1).

C. Nach Einholung diverser Arztberichte veranlasste die IV-Stelle eine Unter-
suchung beim C.________. Das Gutachten wurde am 5. Januar 2009 erstattet 
(IV-act. 24-1/35). Gestützt auf eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes teilte die IV-Stelle A.________ mit Vorbescheid vom 27. Februar 2009 
mit, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 29). Dagegen liess 
A.________ am 2. April 2009 Einwände erheben (IV-act. 35).

D. Am 16. April 2009 veranlasste die IV-Stelle eine Untersuchung bei der 
D.________(IV-act. 40). Das Psychiatrische Gutachten wurde am 27. August 
2009 erstattet (IV-act. 49).

E. Mit Vorbescheid vom 16. November 2009 teilte die IV-Stelle A.________ 
mit, dass ab 1. Februar 2008 ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente bestehe (IV-
act. 54). Einen provisorischen Einwand liess A.________ am 13. Januar 2010 
zurückziehen (IV-act. 58f.). Am 2. März 2010 verfügte die IV-Stelle, dass (bei 
einem Invaliditätsgrad von 65%) ab 1. Februar 2008 ein Anspruch auf eine Drei-
viertelsrente bestehe. Eine Intensivierung der psychiatrischen Therapie im Sinne 
einer stationären Behandlung mit integrativem Vorgehen sei zur Verbesserung 
des Gesundheitszustandes empfehlenswert. Falls A.________ an beruflichen 
Massnahmen interessiert sei, könne er sich schriftlich bei der IV-Stelle melden 
(IV-act. 60+65).

F. Am 8. Mai 2012 eröffnete die IV-Stelle ein Rentenrevisionsverfahren (IV-
act. 69). A.________ wurde am 31. Oktober 2013 von der IV-Stelle zum Ge-

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spräch hinsichtlich einer eingliederungsorientierten Rentenrevision eingeladen, 
welches am 27. November 2013 stattgefunden hat (IV-act. 82f.). Am 4. Dezem-
ber 2013 wurde das eingliederungsorientierte Revisionsverfahren abgeschlos-
sen, weil sich A.________ nicht als arbeits- und eingliederungsfähig betrachtete 
(IV-act. 83-5/5). Im Zeitraum vom 15. Mai bis 12. September 2013 erfolgte an 
drei Tagen eine Observation, wobei A.________ nicht gesichtet wurde. Im Zeit-
raum vom 23. September bis 16. Oktober 2014 folgte eine weitere Observation 
an vier Tagen (IV-act. 89-9/12).

G. Mit Verfügung vom 1. Dezember 2014 wurde die Dreiviertelsrente von der 
IV-Stelle per sofort sistiert (IV-act. 91). Gleichentags veranlasste die IV-Stelle ei-
ne polydisziplinäre medizinische Untersuchung in den Fachgebieten Allgemeine 
Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Orthopädie und 
Traumatologie (inkl. Rheumatologie). Der Auftrag wurde der E.________ zuge-
wiesen (IV-act. 92ff.). Das polydisziplinäre Gutachten wurde am 24. Juni 2015 
erstattet (IV-act. 104). 

H. Mit Vorbescheid vom 14. Januar 2016 teilte die IV-Stelle A.________ mit, 
dass die Rente rückwirkend per 1. September 2014 aufgehoben und auf die 
Rückforderung verzichtet werde (IV-act. 116). Dagegen liess A.________ am 12. 
Februar 2016 bzw. ergänzend am 20. April 2016 Einwände erheben (IV-act. 
119). Mit Verfügung vom 26. August 2016 hob die IV-Stelle die Rente rückwir-
kend per 1. September 2014 auf, verzichtete auf die Rückforderung und entzog 
einer Beschwerde gegen die Verfügung die aufschiebende Wirkung (IV-act. 127).

I. Dagegen liess A.________ am 12. September 2016 fristgerecht Beschwer-
de beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen mit den 
folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26.8.2016 sei aufzuheben und es 
sei dem Versicherten weiterhin mind. eine Dreiviertelsrente bei einem Invali-
ditätsgrad von mind. 65% auszurichten.

2. Eventualiter sei ein neues polydisziplinäres Gutachten einzuholen.
3. Subeventualiter seien dem Beschwerdeführer berufliche Eingliederungsmass-

nahmen zu gewähren.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

J. Mit Vernehmlassung vom 7. November 2016 beantragte die IV-Stelle, die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten 
des Beschwerdeführers. Die Replik erfolgte am 7. Februar 2017 mit folgenden 
leicht modifizierten Anträgen:

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1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26. August 2016 sei aufzuheben 
und es sei dem Versicherten weiterhin mindestens eine 3/4-Rente bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 65% auszurichten.

2. Eventualiter seien das gesamte Observationsmaterial inkl. Daten-CDs, das 
Gutachten der E.________ vom 24. Juni 2015 sowie alle übrigen Akten, die 
einen Bezug zur Observation oder zu den darin enthaltenen Daten haben, aus 
den Akten zu entfernen und es sei ein neues polydisziplinäres Gutachten ein-
zuholen.

3. Subeventualiter seien dem Beschwerdeführer berufliche Eingliederungsmass-
nahmen zu gewähren.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Duplik vom 9. März 2017 wiederholte die IV-Stelle ihre in der Vernehm-
lassung gestellten Anträge.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der Beschwerdeführer rügt mit Verweis auf das Urteil Vukota-Bojic gegen 
die Schweiz (Urteil Nr. 61838/10 vom 18. Oktober 2016 des Europäischen Ge-
richtshofs für Menschenrechte [EGMR]), dass das Observationsmaterial illegal 
erworben worden sei, weshalb es zusammen mit dem E.________-Gutachten 
und allen übrigen Akten, die einen Bezug zur unzulässigen Observation oder zu 
den darin enthaltenen Daten haben, aus den Akten zu entfernen sei.

1.2.1 Im oben zitierten Urteil Vukota-Bojic gegen die Schweiz erkannte der 
EGMR eine Verletzung von Art. 8 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) vom 28. November 
1974 (Inkrafttreten für die Schweiz) betreffend Observationen im 
Unfallversicherungsverfahren.

Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens) lautet wie folgt:

(1) Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer 
Wohnung und ihrer Korrespondenz.
(2) Eine Behörde darf in die Ausübung dieses Rechts nur eingreifen, soweit der 
Eingriff gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft notwendig 
ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des 
Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum 
Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten 
anderer.

Der EGMR hat erwogen, dass durch die Observation das Recht auf Achtung des 
Privat- und Familienlebens der Beschwerdeführerin betroffen sei (zit. EGMR-
Urteil Ziff. 59) und prüfte die Rechtfertigungsgründe, insbesondere das Vorliegen 
der gesetzlichen Grundlage, welche u.a. notwendig ist um einen Eingriff in das 
Recht zu rechtfertigen.

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Die vom Bundesgericht für die Observation einer versicherten Person als genü-
gend erachteten Art. 43 (Abklärung) und 28 (Mitwirkung beim Vollzug der Sozial-
versicherungsgesetze) des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 i.V.m. Art. 96 
(Bearbeiten von Personendaten) des Bundesgesetzes über die Unfallversiche-
rung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 wurden vom EGMR als ungenügen-
de rechtliche Grundlagen erachtet, weil sich daraus weder Verfahrens- und 
Überwachungsvorschriften ergeben, noch Beschränkungen der Dauer der Ob-
servation, Rechtsmittelmöglichkeiten für die versicherte Person oder Regelungen 
zur Aufbewahrung, zum Zugang, zur Nutzung, Weitergabe oder Zerstörung der 
durch Observation erlangten Daten entnehmen lassen. Der Schutz vor Miss-
brauch wurde als ungenügend erachtet (zit. EGMR-Urteil Ziff. 74ff.).

1.2.2 Indes verneinte der EGMR im konkreten Fall eine Verletzung von Art. 6 
EMRK (Abs. 1: Jede Person hat ein Recht darauf, dass über Streitigkeiten in 
Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen oder über eine 
gegen sie erhobene strafrechtliche Anklage von einem unabhängigen und 
unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht in einem fairen Verfahren, 
öffentlich und innerhalb angemessener Frist verhandelt wird […]) durch die 
Beweisverwertung der rechtswidrig erlangten Informationen. Er prüfte jedoch 
nicht im Grundsatz die Zulässigkeit rechtswidrig erlangter Beweise. Zu prüfen 
war im konkreten Fall insbesondere, ob eine Anfechtung der Beweise und deren 
Verwendung möglich gewesen seien. Zudem seien die Beweisqualität und die 
Umstände der Beweisgewinnung zu berücksichtigen, sowie ob die Umstände 
Zweifel an der Schlüssigkeit des Beweises aufkommen lassen. Schliesslich sei 
wichtig, ob der fragliche Beweis für den Verfahrensausgang ausschlaggebend 
gewesen sei (zit. EGMR-Urteil Ziff. 93ff.).

Der EGMR gelangte zum Ergebnis, dass die Observation nicht der einzige 
Beweis für die Entscheidung im konkreten Fall war, sondern dass weitere ver-
wertbare Beweise (insbesondere Widersprüche in Arztberichten, welche vor der 
Observation erstellt wurden) vorgelegen hätten (zit. EGMR-Urteil Ziff. 99).

1.3 Mit Art. 59 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
(IVG; SR 831.20) vom 19. Juni 1959 besteht im invalidenversicherungsrecht-
lichen Verfahren gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vgl. BGE 137 I 
327) eine andere gesetzliche Grundlage für die Observation als bei der Unfall-
versicherung (welche im zit. EGMR-Urteil massgebend war). Gemäss der IVG-
Bestimmung können die IV-Stellen zur Bekämpfung des ungerechtfertigten 
Leistungsbezugs Spezialisten beiziehen. Unter Berücksichtigung des erwähnten 
EGMR-Urteils ist demnach fraglich und zu prüfen, ob Art. 59 Abs. 5 IVG eine 

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genügende gesetzliche Grundlage für eine Observation darstellt (diese Frage 
wurde vor dem EGMR-Urteil mit BGE 137 I 327 bejaht).

1.3.1 Gemäss Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 hat jede Person Anspruch 
auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie ihres Brief-, 
Post- und Fernmeldeverkehrs (Abs. 1). Jede Person hat Anspruch auf Schutz vor 
Missbrauch ihrer persönlichen Daten (Abs. 2). Der Wortlaut von Abs. 1 entspricht 
überwiegend dem Wortlaut von Art. 8 Abs. 1 EMRK. 

Nach Art. 36 BV bedürfen Einschränkungen von Grundrechten einer gesetzlichen 
Grundlage. Schwerwiegende Einschränkungen müssen im Gesetz selbst 
vorgesehen sein. Ausgenommen sind Fälle ernster, unmittelbarer und nicht 
anders abwendbarer Gefahr (Abs. 1). Einschränkungen von Grundrechten 
müssen durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von 
Grundrechten Dritter gerechtfertigt sein (Abs. 2). Einschränkungen von 
Grundrechten müssen verhältnismässig sein (Abs. 3). Der Kerngehalt der 
Grundrechte ist unantastbar (Abs. 4).

1.3.2 Das Bundesgericht hat mit BGE 137 I 327 (Urteil 8C_272/2011 vom 
11.11.2011) festgehalten, dass die Erhebung und Aufbewahrung 
erkennungsdienstlicher Daten, worunter auch Videoaufnahmen fallen, im 
öffentlich-rechtlichen Verhältnis den Schutz der Privatsphäre berühren (Erw. 4.4). 
Neben Art. 28 Abs. 2 ATSG bestehe für das invalidenversicherungsrechtliche 
Verfahren mit Art. 59 Abs. 5 IVG eine spezialgesetzliche Grundlage, welche zur 
Bekämpfung des ungerechtfertigten Leistungsbezugs den Beizug von 
Spezialisten ermögliche. Dass damit der Einsatz von Privatdetektiven gemeint 
sei, stehe nicht in Frage (zit. BGE Erw. 5.2). Die Voraussetzungen einer 
zulässigen privatdetektivlichen Observation sei durch die Spezialgesetzgebung 
nicht weiter eingeschränkt. Bei Beachtung des damals zu berücksichtigenden 
Sachverhalts sei der Eingriff in die Privatsphäre nach Art. 13 BV nicht als schwer 
einzustufen gewesen, weshalb in Art. 59 Abs. 5 IVG - auch wenn sich die 
Observation nicht auf den öffentlichen Raum beschränkte, sondern den von 
jedermann ohne weiteres einsehbaren 
Privatbereich miteinbezog - von seinem Wortlaut sowie seinem Sinn und Zweck 
her eine hinreichende gesetzliche Grundlage für die Observation gesehen wurde 
(zit. BGE Erw. 5.2).

Zusammenfassend hielt das Bundesgericht fest: Wenn konkrete Anhaltspunkte 
bestehen, die Zweifel an der behaupteten Arbeitsunfähigkeit wecken (objektive 
Gebotenheit der Observation), die Observation nur während einer 

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verhältnismässig kurzen, begrenzten Zeit stattfindet und einzig Verrichtungen 
des Alltags ohne engen Bezug zur Privatsphäre gefilmt werden, ist der 
Persönlichkeitsbereich auch bei einer Observation im öffentlich einsehbaren, 
privaten Raum nur geringfügig tangiert und wiegt der Eingriff in die 
Persönlichkeitsrechte nicht schwer. Umgekehrt hat die Versicherung und die 
dahinter stehende Versichertengemeinschaft ein erhebliches schutzwürdiges 
Interesse daran, dass nicht zu Unrecht Leistungen erbracht werden. Mit anderen 
Worten wird bei der erfolgten Observation kein Rechtsgut verletzt, welches 
Vorrang vor dem öffentlichen Interesse der Missbrauchsbekämpfung hat, und 
unter Einbezug sämtlicher Umstände sind die Interessen der Beschwerdeführerin 
(IV-Stelle) gegenüber den privaten Interessen der Beschwerdegegnerin 
(Versicherte) als höherwertig einzustufen (zit. BGE Erw. 5.6).

1.3.3 Die Frage, ob die Observation eines Versicherten in einem IV-Verfahren 
(Eingriff in Art. 13 Abs. 1 und 2 BV) mit dem Legalitätsprinzip (Art. 36 Abs. 1 BV) 
vereinbar ist, hat das St. Galler Versicherungsgericht unter Berücksichtigung des 
EGMR-Urteils in seinem Entscheid Nr. IV 2016/145 vom 6. Dezember 2016 
erneut geprüft und verneint. Im zitierten Entscheid wurde festgehalten, dass im 
konkreten Fall die heimliche Überwachung mit Unterstützung von 
bildaufzeichnenden Geräten und in einem mehrwöchigen Zeitraum durchgeführt 
worden sei und sich nicht nur auf öffentliche Plätze beschränkte, sondern auch 
das Verhalten des Beschwerdeführers festhielten, als sich dieser auf privatem 
Grundeigentum bzw. in privaten Räumen befunden habe. Dabei erscheine 
fraglich, ob die Abklärungsperson das Einverständnis des privaten Besitzers für 
den Aufenthalt zum Zweck der heimlichen und gezielten Überwachung von 
Gästen eingeholt habe. Zudem seien heimlich Informationen über den 
Gesundheitszustand einer Person beschafft worden, die zu den heiklen, 
sensitiven Daten gehörten und die Intimsphäre im Kern berühren könnten. 
Angesichts dieser qualitativen und zeitlichen Intensität der heimlichen und 
gezielten Überwachung des Beschwerdeführers könne offensichtlich nicht von 
einem lediglich geringfügigen Eingriff gesprochen werden (zit. Entscheid des St. 
Galler Versicherungsgerichts Erw. 3.2.3).

Das einschlägige Recht enthalte sodann keine Norm, welche zumindest 
ansatzweise die Voraussetzungen für die Anordnung einer zielgerichteten und 
heimlichen Überwachung von Versicherten in der Invalidenversicherung regle 
(wie etwa Schwere der Tat, die eine heimliche Überwachung rechtfertige, 
Anfangsverdacht und namentlich dessen Intensität oder Verhältnis zu nicht 
heimlichen Abklärungsmassnahmen). Dies gelte auch für Art. 59 Abs. 5 IVG. Aus 
der parlamentarischen Debatte gehe einzig hervor, dass Regelungsgegenstand 

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der Versicherungsmissbrauch bilde, wobei der Wortlaut der Bestimmung darüber 
hinausgehe und unbekümmert um das Verhalten oder mutmassliche 
Verschulden der Betroffenen jede Möglichkeit eines objektiv ungerechtfertigten 
Leistungsbezugs zum Tatbestandsmerkmal erhebe. Näheres zum 
Regelungsgegenstand dieser inhaltlich vagen Norm lasse sich indessen weder 
den Materialien noch dem Wortlaut entnehmen. Insbesondere würden nähere 
Hinweise zu den „Spezialisten“ fehlen, deren Tätigkeit der von ihnen 
einzusetzenden Mittel und zu den Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, 
damit sie überhaupt beauftragt werden dürfen. Auch der Personenkreis, der 
Gegenstand des Interesses von „Spezialisten“ bilden könnten, werde nicht 
definiert. Damit bleibe unbestimmt und nicht vorhersehbar, welche konkreten 
Folgen die Norm für die möglichen Betroffenen habe. Art. 59 Abs. 5 IVG stelle 
demnach keine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage für die 
Durchführung der zielgerichteten und heimlichen Überwachung von Versicherten 
dar (zit. Entscheid des St. Galler Versicherungsgerichts Erw. 3.2.5f.).

Dieser Entscheid ist derzeit beim Bundesgericht hängig (vgl. Internetseite der 
Gerichte des Kantons St. Gallen, Entscheidpublikation des erwähnten 
Entscheides; vgl. auch Duplik vom 9.3.2017 S. 3).

1.3.4 Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau hielt mit Urteil vom 16. 
Februar 2017 fest, dass in der Invalidenversicherung - anders als in der 
Unfallversicherung - mit Art. 59 Abs. 5 IVG eine gesetzliche Grundlage für die 
Durchführung von Observationen bestehe. Im Übrigen wären die Erkenntnisse 
der Observation auch verwertbar, wenn von einer unzulässigen Observation 
auszugehen wäre. Hinsichtlich der Frage der Verwertbarkeit von rechtswidrig 
erlangten Beweismitteln sei das kantonale Recht massgebend, welches auf das 
Zivilprozessrecht verweise. Art. 152 Abs. 2 der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) vom 19. Dezember 2008 sehe vor, dass 
rechtswidrig beschaffte Beweismittel nur dann berücksichtigt werden dürfen, 
wenn das Interesse an der Wahrheitsfindung überwiege. Das Gericht habe 
deshalb eine Abwägung zwischen dem Schutzinteresse des Rechtsgutes, das 
bei der Beweismittelbeschaffung verletzt worden sei, und dem Interesse an der 
Wahrheitsfindung vorzunehmen (zit. Entscheid Erw. 3.2.2). Im konkreten Fall 
stehe ein erhebliches Interesse an der Wahrheitsfindung (grosse Bedeutung der 
materiellen Wahrheit bei Untersuchungsgrundsatz; Versichertengemeinschaft hat 
gewichtiges Interesse an der gesetzmässigen Mittelverwendung besonders in 
der ersten Säule; hoher Streitwert bei Rente) einem jedenfalls nicht erhöhten 
Schutzinteresse (umfangreiche Auskunfts- und Mitwirkungspflichten der 
versicherten Person, umfassende Meldepflicht bei veränderten Verhältnissen; 

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Geheim- oder Intimsphäre nicht verletzt, da Beschränkung der Observation auf 
den öffentlichen Raum; keine Tonaufnahmen; kein umfassendes 
Bewegungsprofil) gegenüber, weshalb das Interesse an der Wahrheitsfindung 
überwiege. Die Observationsergebnisse wären deshalb, sollten sie denn auch 
widerrechtlich beschafft worden sein, verwertbar.

1.4 Im konkreten Fall kann aus nachfolgenden Gründen offen bleiben, ob die 
Observation vorliegend widerrechtlich war und falls diese Frage zu bejahen wäre, 
ob die Observationsergebnisse trotz allfälliger widerrechtlicher Beschaffung ver-
wertbar sind oder nicht, da auch ohne Observationsergebnisse genügend ver-
wertbare Beweise vorliegen, welche für eine Verbesserung des Gesundheits-
zustands des Beschwerdeführers sprechen.

2.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird nach Art. 17 Abs. 1 ATSG die Rente von 
Amtes 
wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt 
oder aufgehoben. 

2.2 Eine revisionsrechtliche Rentenherabsetzung oder Rentenaufhebung im 
Sinne von Art. 17 ATSG setzt eine anspruchserhebliche Änderung der tatsäch-
lichen Verhältnisse - eine objektive Verbesserung des Gesundheitszustands mit 
entsprechend gesteigerter Arbeitsfähigkeit oder geänderte erwerbliche 
Auswirkungen einer im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Gesundheitsbeeinträchtigung - voraus. Demgegenüber stellt eine bloss andere, 
abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhalts keine revisionsrechtlich relevante Änderung dar (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_149/2009 vom 14.7.2009 Erw. 3.2.1 mit Hinweisen auf BGE 
112 V 372; VGE I 2012 104 vom 4.12.2013, bestätigt durch BGE 8C_73/2014 
vom 2.5.2014).

2.3 Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss 
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des 
Invaliditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens-
vergleichs beruht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_418/2010 vom 29.8.2011 
Erw. 3.1 mit Verweis auf BGE 133 V 108). Ist eine anspruchserhebliche 
Änderung des Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, 
bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen 

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Rechtszustand (vgl. SVR 2010 IV Nr. 30 S. 94, Urteil des Bundesgerichts 
9C_961/2008 Erw. 6.3).

2.4 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt durch 
eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. 
Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den - beispielsweise dem medizinischen 
Gutachten zu entnehmenden - Tatsachen. Die Feststellung des aktuellen 
gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar 
Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird 
nur entscheidungserheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der 
Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks 
Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es 
sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche Änderung(en) des 
Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, 
nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick 
auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre (vgl. 
dazu BGE 134 V 231 Erw. 5.1 S. 232; BGE 125 V 351 Erw. 3a S. 352), mangelt 
es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von 
einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber 
ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes 
stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass 
die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (vgl. zit. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_418/2010 Erw. 4.2).

2.5 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen 
Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von 
bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die 
Fakten, mit denen die Veränderung begründet werden, neu sind oder dass sich 
vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass 
substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung der tatsächlich 
eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist als erforderliche 
Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer 
Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung 
eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen genügend untermauert, wenn 
die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in 
der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen 
diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen 
geführt haben (vgl. zit.
Urteil des Bundesgerichts 9C_418/2010 Erw. 4.3).

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2.6 Ein Sachverständiger kann eine bestimmte Entwicklung regelmässig nicht 
aus eigener Wahrnehmung beschreiben (ausser er sei schon als Vorgutachter 
tätig gewesen). Daher ist es erforderlich, dass er sich, soweit verfügbar, mit den 
Fakten fundiert auseinandersetzt, wie sie sich aus den für den früheren 
Entscheid massgebenden medizinischen Vorakten ergeben (vgl. Alfred Bühler, 
Beweismass und Beweiswürdigung bei Gerichtsgutachten, in: Fellmann/ Weber 
[Hrsg.], Der Haftpflichtprozess, 2006, S. 67). Dem Gutachten, welches die 
medizinischen Vorakten unzureichend berücksichtigt, fehlt die erforderliche 
Überzeugungs- und Beweiskraft selbst dann, wenn die Schlussfolgerungen, 
welche auf der Grundlage der vom Sachverständigen selber erhobenen 
Befundtatsachen gezogen worden sind, an sich einleuchten und vom 
Rechtsanwender prüfend nachvollzogen werden können (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_744/2007 Erw. 4.4; Bundesgerichtsurteil I 568/06 vom 
22.11.2006 Erw. 5.1). Diesem Beweiswertkriterium kommt hinsichtlich der 
Entscheidungsgrundlagen namentlich in Revisionsfällen - mit Blick auf deren 
vergleichende Natur - eine besondere Bedeutung zu (Urteil des Bundesgerichts 
9C_418/2010 Erw. 4.3).

2.7 Zeitliche Referenzpunkte für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheb-
lichen Änderung bilden im konkreten Fall hinsichtlich des Rentenanspruchs auf 
der einen Seite die angefochtene Verfügung vom 26. August 2016, mit welcher 
die bisher seit 1. Dezember 2014 sistierte Dreiviertelsrente per 1. September 
2014 aufgehoben wurde. Auf der anderen Seite ist die ursprüngliche Rentenver-
fügung vom 2. März 2010 heranzuziehen, mit welcher dem Versicherten mit Wir-
kung ab 1. Februar 2008 eine Dreiviertelsrente (IV-Grad 65%) zugesprochen 
wurde.

2.8 Wie das Bundesgericht in BGE 125 V 351 erkannt hat, haben 
Versicherungsträger und Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 
würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie 
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu 
würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

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Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch 
die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_971/2012 vom 
11.6.2013 Erw. 3.1 mit Verweis auf BGE 125 V 351 Erw. 3a S. 352).

2.9 Anzufügen ist, dass nach höchstrichterlicher Rechtsprechung der 
Sozialversicherungsrichter grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses 
der streitigen Verfügung (hier: 26.8.2016) eingetretenen Sachverhalt abzustellen 
hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_980/2012 vom 18.4.2013 Erw. 3 mit 
Verweis auf BGE 131 V 11 mit Hinweisen). 

3. Zum gesundheitlichen Zustand des Versicherten und dessen Auswirkungen 
auf seine Arbeitsfähigkeit sind der Aktenlage u.a. die nachfolgenden Angaben zu 
entnehmen, welche mit Verfügung vom 2. März 2010 zur Zusprechung einer 
Dreiviertelsrente führten.

3.1 Gemäss Bericht von Dr.med. F.________ (Facharzt FMH für Allgemeinme-
dizin, ________) vom 19. Mai 2008 liegt beim Beschwerdeführer eine „schwerste 
Somatisierungsstörung vor einerseits, andererseits auch ein Schmerzsyndrom bei 
degenerativen Veränderungen und St. n. mehreren Kontusionen des Kopfes 
(Commotio cerebri usw.)“ (IV-act. 15-1/60). Der Beschwerdeführer leide an ver-
minderter Leistungstoleranz, Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörung, 
Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, 
Armschmerzen links und Atemnot. Er könne gehen, Lasten bis 9kg tragen, aber 
es werde befürchtet, dass die Rückenschmerzen auch bei diesen leichten Lasten 
schlimmer würden. Beim Bücken komme es zu Schwindel und Kopfschmerzen. 
Eine Rotation des Körpers, Knien und Kniebeugen führten zu mehr Rücken-
schmerzen. Langes Sitzen und Stehen führe zu Schmerzen. Gehen auf uneben-
em Gelände könne zu einem Sturz führen, da der Beschwerdeführer auch auf 
geradem Boden stürze. Treppensteigen sei problematisch aufgrund des Schwin-
dels. Bei Arbeiten in Nässe und Kälte nehme die Bronchitis zu. Es bestünden 
enorme Gleichgewichtsprobleme. Das Auffassungsvermögen sei eingeschränkt 
und eine Anpassungsfähigkeit sowie Belastbarkeit sei überhaupt nicht gegeben.

Dr.med. F.________ reichte zudem bei der IV-Stelle weitere (frühere) Arztberich-
te ein (vgl. nachfolgende Erwägungen).

13

3.1.1 Dr.med. G.________ und Dr.med. H.________ des Sozialpsychiatrischen 
Dienstes (________) diagnostizierten gemäss Bericht vom 8. September 2005 
beim Beschwerdeführer vorläufig eine reaktive depressive Episode mit 
Suizidgedanken und psychosomatischen Beschwerden (ICD-10:F32.0) (IV-act. 
15-56/60).

3.1.2 Am 4. November 2005 diagnostizierte Dr.med. I.________ (Facharzt für 
Rheumatologie und Innere Medizin FMH, ________) laterale Ellenbogenschmer-
zen rechts mit Schmerzmaximum humero-radial (unklare Ätiologie) sowie eine 
deutliche soziale Problematik (IV-act. 15-57/60).

3.1.3 Am 21. Dezember 2006 wurde durch Dr.med. J.________ (Facharzt FMH 
für Gastroenterologie und Innere Medizin, ________) eine Oesophago-Gastro-
Duodenoskopie durchgeführt. Für die Beschwerden des Patienten konnte jedoch 
kein pathologisches Korrelat gefunden werden. Eine Refluxösophagitis (welche 
mit Bericht desselben Arztes vom 29.3.2006 diagnostiziert wurde; IV-act. 15-
51/60) sei unter PPl-Therapie nicht mehr nachweisbar. Am ehesten sei ein Infekt 
für die akute Exazerbation verantwortlich (IV-act. 15-53/60).

3.1.4 Nach einem Unfall (vgl. Ingress lit. A) war der Beschwerdeführer vom 6. bis 
8. Februar 2007 im Spital ________ hospitalisiert. Im Kurzbericht vom 8. Februar 
2007 von Dr.med. K.________ lauteten die Diagnosen wie folgt (IV-act. 15-
45/60; vgl. auch Austrittsbericht vom 9.2.2007, IV-act. 15-40/60):

1. Commotio cerebri m/b
 Nach Sturz von 2m Höhe
 GCS 6
 Anschliessend 2 malig Krampfanfall ohne Zungenbiss oder Einnässung

2. St.n. unklarer Sturz im Badezimmer 8/05
 DD Synkope, Krampfanfall
 EEG unauffällig

3. Panvertebrales Schmerzsyndrom
 bekannter St. n. HWS-Schleudertrauma 05/2002
 bekanntes Lumbospondylogenes Schmerzsyndrom
 MRI LWS vom 15.11.2002: Diskusprotrusionen L2/3 rechtslateral, mediane 

Diskusprotrusion L4/5
4. Rezidivierende Gastritiden seit 1985
5. St. n. inkarzerierter Inguinalhernie links 1982

 Operation, später Entwicklung einer linksseitigen Hodenatrophie

3.1.5 Am 19. Februar 2007 berichtete Dr.med. L.________ (Neurologie FMH, 
________) Dr.med. M.________ nach Durchführung eines EEG am 16. Februar 
2007, dass keine Hinweise auf ein primär epileptisches Geschehen vorliegen 
würden. Die zwei Grand Mal-Anfälle seien im Anschluss an die Commotio cerebri 
aufgetreten. Damit sei auch eine antikonvulsive Therapie vorläufig nicht notwen-

14

dig. Es bestehe auch keine Einschränkung der Autofahrtauglichkeit (IV-act. 15-
37f./60).

Gemäss Doppler-Bericht vom 13. März 2007 bestünden seit dem Unfall am 
6. Februar 2007 Schwankschwindel, abhängig von Kopfdrehungen (klinische An-
gaben). Die eingehende Dopplerstrahluntersuchung zeigte durchwegs normale 
Strömungsverhältnisse (UV-act. 2-60/61).

3.1.6 Dr.med. N.________ (Facharzt Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie, 
________) diagnostizierte gemäss Bericht vom 30. März 2007 beim Beschwer-
deführer ein multifaktorielles Wirbelsäulenschmerzsyndrom mit vegetativer Be-
gleitsymptomatik und Funktionseinschränkungen der oberen HWS. Des Weiteren 
ergänzte er, dass vorliegend von einer Kombination vegetativ-psychischer Pro-
bleme, einer erheblich erniedrigten Schmerzschwelle schon bei kleinen Reizen 
und Funktionsstörungen der HWS auszugehen sei (IV-act. 15-35/60). Am 4. April 
2007 führte er ergänzend aus, dass aus fachärztlich-orthopädischer Sicht die 
vom Patienten geäusserten Beschwerden zu 20% funktionell-vertebral bedingt 
und 80% sicher nicht orthopädischer Natur seien. Damit sei der Beschwerde-
führer vollschichtig für alle Arbeiten unter Vermeidung von Überkopftätigkeiten 
einsetzbar (IV-act. 15-33/60).

3.1.7 Dr.med. J.________ diagnostizierte (im Dienst als Notfallarzt) mit Bericht 
vom 9. April 2007 ein posttraumatisches HWS-Syndrom. Bei den klinischen Be-
funden wurde u.a. ein schmerzreduzierter Allgemeinzustand mit theatralischem 
Gebärden, kein Meningismus, verspannte Schulter-Nacken-Muskulatur sowie 
schmerzbedingte Bewegungseinschränkung festgehalten (IV-act. 15-32/60).

3.1.8 Dr.med. O.________ (FMH für Allgemeinmedizin, ________) berichtete 
Dr.med. F.________ am 11. April 2007 folgende Diagnosen (IV-act. 15-30/60):

 Massive Aggravation bei psychosozialer Belastungssituation (familiäre und 
finanzielle Probleme, Streit am Arbeitsplatz)

 Multifaktorielles Wirbelsäulenschmerzsyndrom, nach Ansicht diverser Spezia-
listen ohne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit

Eine Arbeitsunfähigkeit hat gemäss Dr.med. O.________ vom 16. bis 25. Febru-
ar 2007 zu 100%, vom 26. Februar bis 2. März 2007 zu 50% und vom 13. bis 17. 
März 2007 zu 100% vorgelegen.

3.1.9 Am 11. Mai 2007 berichtete Dr.med. P.________ (Facharzt FMH für Psych-
iatrie und Psychotherapie, Facharzt FMH für Pharmazeutische Medizin, Arzt für 
Neurologie und Psychiatrie) Dr.med. F.________, dass er das Krankheitsbild 
diagnostisch einer schweren Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) bzw. einem 

15

chronifizierten Schmerzsyndrom (F45.4) zuordne. Der psychopathologische 
Befund sei durch ausgeprägtes Klagen über diverse körperliche Beschwerden 
gekennzeichnet. Hinweise für psychotisches Denken, Erleben oder Verhalten 
fänden sich nicht. Hinweise für Eigen- oder Fremdgefährdung lägen ebenfalls 
nicht vor. Die Beschwerden des Patienten seien nicht aggraviert oder simuliert. 
Es sei offensichtlich, dass man es hier mit einem biologisch vorgealterten und 
mittlerweile - aus psychischen Gründen - invaliden Mann zu tun habe. Es sei 
komplett illusorisch anzunehmen, dass der Beschwerdeführer jemals wieder ar-
beitsfähig werde. Therapeutisch sei eine spezifisch psychiatrische Intervention im 
Sinne von psychotherapeutischen Massnahmen als wenig erfolgreich zu betrach-
ten. Dr.med. P.________ empfehle die Fortführung der antidepressiven Medika-
tion (IV-act. 15-28f./60).

3.1.10 Am 11. Juli 2007 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung des Beschwer-
deführers durch Dr.med. Q.________ (FMH Orthopädische Chirurgie). Die Dia-
gnose lautete wie folgt (IV-act. 15-24/60):

Unklare Schwindel-Attacken mit Sturz am 6.2.07
Discopathien im Bereiche der HWS und LWS mit zum Teil medianen Discusprotru-
sionen
Kopf-/Nacken-/Armsyndrom links

In der Beurteilung führte Dr.med. Q.________ des Weiteren aus, dass die neuro-
logischen Abklärungen betreffend Schwindel keine Resultate ergeben hätten. 
Diese seien jedenfalls keine Folge des Sturzes, sondern seien vorbestehend ge-
wesen, wie auch die Schulterschmerzen, da bereits im Jahre 1999 die Schulter 
mit einem Schwedenstatus abgeklärt worden sei. Auch seien die diversen Schä-
del-CT’s ohne Pathologie, also ohne posttraumatische strukturelle Läsion, gewe-
sen. Das MRI der HWS vom 4. September 2003 habe Discopathien auf ver-
schiedenen Niveaus mit z.T. medianen Protrusionen ergeben. Die Sensibilitätss-
törung im Bereich des linken Armes entspreche keinem radikulären Dermatom 
und sei schwierig einzuordnen. Man habe den Eindruck eines demonstrativen 
Verhaltens, insbesondere da der Patient sich immer wieder den Arm reibe und 
gewisse Bewegungen bei Ablenkung auch im Nackenbereich gut durchführbar 
seien. Ob es überhaupt anlässlich des letzten Unfalles am 6. Februar 2007 zu 
einer HWS-Distorsion gekommen sei, sei fraglich. Trotzdem sei hier ein MRI 
nötig. Der Beschwerdeführer bleibe vorläufig 100% arbeitsunfähig. Die Schulter-
schmerzen links sollten ebenfalls mittels MRI abgeklärt werden.

3.1.11 Am 17. August 2007 wurde beim Beschwerdeführer ein MRI der HWS 
durchgeführt. Gemäss Beurteilung von Dr.med. R.________ (Facharzt FMH Ra-
diologie, ________) sei kein sicherer posttraumatischer Schaden MR-

16

tomographisch im Bereich der ossären wie auch discalen und ligamentären 
Strukturen dokumentierbar. Verifizieren lassen würden sich beginnende Band-
scheibenschäden in Form von mässigen osteodiscären Protrusionen wodurch in 
C5/C6 eine bilaterale, leichtgradige linksseitig betonte foraminale Einengung re-
sultiere. Somit sei allenfalls noch ein gewisses Mass einer C6-Problematik links 
vorstellbar. Eine eigentliche Kompression dieser Nervenwurzel könne er nicht ve-
rifizieren (IV-act. 15-16/60).

3.1.12 Gemäss Bericht von Dr.med. F.________ an die Suva am 21. August 
2007 stehe die Lumbalgie im Vordergrund (IV-act. 15-15/60). Daraufhin wurde 
am 6. September 2007 von Dr.med. S.________ (Facharzt FMH Radiologie, 
________) ein MRI der LWS durchgeführt. Gemäss Beurteilung ergab sich eine 
unauffällige MRT der Lendenwirbelsäule bzw. kein Korrelat für die beklagte 
Symptomatik (IV-act. 15-13/60).

3.1.13 Dr.med. T.________ (Allgemeine Medizin FMH, ________) diagnostizierte 
mit Bericht vom 30. Januar 2008 einen Verdacht auf cervicalen Schwindel und 
stellte die Frage einer psychischen Überlagerung (IV-act. 15-10/60).

3.1.14 Mit Erstbericht vom 7. Februar 2008 diagnostizierte Dr.med. H.________ 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD10:F45.4) und eine leichte 
bis mittelgradige depressive Episode (ICD10:F32.1). Seit Oktober habe die ver-
einbarte regelmässige stützend begleitende Gesprächstherapie mit bisher vier 
Terminen in regelmässigen Abständen etabliert werden können. Die Medikation 
sei umgestellt worden. Die depressive Symptomatik liege etwa im Rahmen einer 
leichten depressiven Episode (IV-act. 15-8f./60).

Gegenüber der Krankenversicherung ergänzte Dr.med. H.________ am 11. Fe-
bruar 2008, dass bisher diverse medikamentöse Umstellungen, ohne Erfolg, ver-
sucht worden seien. Die Therapiebereitschaft und Compliance sei gegeben. Der 
Beschwerdeführer scheine aber über keine verwertbaren Ressourcen zu verfü-
gen, daher bis heute kein Therapieerfolg. Die Arbeitsunfähigkeit betrage vom 
1. September 2007 bis 29. Februar 2008 100%. Mit einer Teilarbeitsfähigkeit in 
absehbarer Zeit sei zu rechnen (KVG-act. 3-34/51).

3.1.15 Mit Bericht vom 12. April 2008 hielt Dr.med. U.________ (Spezialarzt 
Psychiatrie und Psychotherapie, ________) gegenüber der Krankenversicherung 
folgende Diagnosen fest (KVG-act. 3-13/51):

 Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4 ICD-10)
 Atypische depressive Störung (F32.8 ICD-10) mit dissoziativen Elementen 

(F44.8 ICD-10)

17

Gemäss Beurteilung sei der Beschwerdeführer depressiv. Es handle sich um 
eine sogenannte atypische Depressionsform mit Mischbildern von wechselnden 
depressiven Symptomen mit Symptomen von Spannung, Sorgen und Verzweif-
lung oder Schmerzen. Man finde bei ihm auch affektive Störungen, welche dieser 
Mann durch unangepasste Verhaltensweisen (Wut, Zorn, Aggression) zum Aus-
druck bringe. Bei einfachen Leuten bestehe auch die Neigung zu konversiven 
Verhaltensweisen. Der Beschwerdeführer demonstriere eine Hirnleistungs-
schwäche und verbinde diese mit dem Unfall. Die möglichen somatischen Be-
schwerden würden vom Beschwerdeführer deutlich überlagert und seien als eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu sehen. Die bisherige Behandlung 
bzw. Arbeitsunfähigkeit seien grösstenteils krankheitsbedingt gewesen, wobei die 
nicht krankheitskausalen Gründe wie Verlust der Arbeitsstelle und damit verbun-
dene Kränkung, die familiären und sozialen Probleme auch einen Beitrag geleis-
tet hätten. Der Beschwerdeführer solle krankheitshalber bis am 10. April 2008 als 
voll arbeitsunfähig und ab diesem Tag bis Mitte Mai nur noch 50% arbeitsunfähig 
gelten. Anschliessend sei er voll arbeitsfähig. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
gelte sowohl für die angestammten als auch für die angepassten Tätigkeiten. Die 
laufende psychiatrische Behandlung solle fortgesetzt werden. Es störe etwas, 
dass man dem Beschwerdeführer bei diesen psychischen Störungen keine Psy-
chopharmaka gebe. Es könne nicht sein, dass kein Medikament helfe und ver-
tragen werde. Es stelle sich vielmehr die Frage, ob der Beschwerdeführer 
tatsächlich die verordneten Medikamente bislang verordnungsgemäss einge-
nommen habe. Die Prognose sei sehr unsicher, da Beschwerdeführer mit 
Schmerzstörungen zu einer Chronifizierung und Verstärkung der dissoziativen 
Verhaltensweisen neigen würden. Diese Tendenz gelte es mit allen Mitteln zu 
verhindern (KVG-act. 3-13ff./51).

3.1.16 Gemäss Kurzaustrittsbericht des Spitals _______ (________) vom 9. Mai 
2008 war der Beschwerdeführer vom 7. bis 9. Mai 2008 im Spital _______ hospi-
talisiert. Er habe 2002 ein Schleudertrauma erlitten und leide seitdem unter ei-
nem cervikalen Schmerzsyndrom. Er sei wegen erneuten starken Schmerzen im 
Schulter-Nackenbereich und am BWS-Übergang (Schmerzexazerbation) einge-
wiesen worden. Zudem leide er beim Gehen unter Kopfschmerzen und einem 
Gefühl von Druck und Wärme im Kopf. Des Weiteren würden epigastrische 
Bauchschmerzen bestehen. Bei multiplen seit Jahren bestehenden Beschwer-
den, die organisch nicht zugeordnet werden könnten und einer begleitenden de-
pressiven Stimmungslage sei beim Beschwerdeführer von einer psychogenen 
Ursache der Beschwerden auszugehen, DD somatoforme Störung. Der Be-
schwerdeführer gebe auch an, in der psychiatrischen Behandlung beim SPD 
________ zu stehen und mit mehreren Antidepressiva behandelt zu werden, die 

18

jedoch aufgrund des fehlenden Erfolgs jedes Mal haben abgesetzt werden müs-
sen. Eine physiotherapeutische Behandlung mit dem Schwerpunkt auf Rücken-
schulung sei angefangen worden. Die analgetische Therapie sei angepasst wor-
den, so dass die Schmerzen vor dem Austritt vom Beschwerdeführer als erträgli-
cher empfunden worden seien (IV-act. 15-6f./60).

3.2 Dr.med. V.________ (________ SPD ________) führte gegenüber der IV-
Stelle mit Bericht vom 26. Mai 2008 die Diagnosen: „Rezidivierende depressive 
Episoden, aktuell mittelgradig, agitiert (ICD-10:F33.1), ca. 2005, exacerbiert seit 
Herbst 2007“ und „Somatoforme Schmerzstörung (ICD-10:F45.4)“ auf (IV-act. 17-
2/8). Die Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hilfsarbeiter 
habe vom 1. September 2007 bis 29. Februar 2008 100% und seit 1. März 2008 
50% betragen. Verschiedene Behandlungsversuche mit antidepressiver Medika-
tion (Citalopram, Paronex, Efexor, Remeron) seien wegen Nebenwirkungen im 
Verlauf wieder abgesetzt worden. Remeron sei wegen Hypercholesterinämie 
durch den Hausarzt abgesetzt worden. Aktuell bestehe keine antidepressive Me-
dikation, die Wiedereinführung eines eher sedierenden Antidepressivums sei ge-
plant. Psychiatrisch-psychotherapeutische Einzelgespräche würden in ihrem 
Dienst erfolgen. Aufgrund des langjährigen Verlaufs und der eingeschränkten 
Ressourcen des Patienten sei die Prognose eher als ungünstig zu sehen (IV-act. 
17-7f./8).

3.3 Mit Stellungnahme vom 6. Juni 2008 erachtete der RAD-Arzt Dr.med. 
W.________ (Allgemeinmedizin FMH) eine MEDAS-Begutachtung als erforder-
lich (IV-act. 18-3/3).

3.4 Am 5. Januar 2009 wurde das C.________-Gutachten erstattet. Die Unter-
suchungen erfolgten während eines stationären Aufenthaltes vom 17. bis 22. No-
vember 2008 durch Dr. X.________ (Allgemeinstatus), Dr. Y.________ (Or-
thopädischer Status), Dr. Z.________ (Neurologischer Status) und Dr. 
AA.________ (Psychiatrischer Status). Die Gesamtbeurteilung erfolgte durch die 
Kommission für medizinische Begutachtung (Dres. AA.________, X.________, 
Prof. AB.________) und lautete wie folgt (IV-act. 24-30/35):

4. Diagnosen
4.1. Hauptdiagnosen (mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit)

 Cervikocephales Schmerzsyndrom mit/bei 
-  erheblichen degenerativen Veränderungen insbesondere der oberen 

 HWS und Spangenbildung C3/4
-  mit Funktionseinschränkung der oberen HWS

 Anhaltende somatoforme Schmerzstörung
 DD: Psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts 

klassifizierten Krankheiten

19

 Persönlichkeit mit akzentuierten (narzisstischen) Zügen

4.2. Nebendiagnosen (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit)
 Lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit pseudoradikulären 

Beinschmerzen rechts ohne objektiv fassbare radikuläre Reiz- und 
Ausfallsymptome

 Schwindelbeschwerden ohne Zeichen einer peripheren beziehungsweise 
zentral-vestibulären Läsion

 Status nach Schädelprellung mit Commotio cerebri und zwei cerebralen 
Anfällen 02/2007

 Status nach Verkehrsunfall mit Kopfanprall und möglicher Distorsion der 
HWS 05/2002

 Status nach Helicobacter positiver Gastritis und erosiver 
Refluxösophagitis

 Status nach Inguinalhernien-Operation und zweimaliger Reoperation mit 
Orchidektomie links 1982 respektive 1996

5. Grad der Arbeitsfähigkeit im bisherigen Arbeitsverhältnis bzw. Aufgabenbereich 
(in %)
(…)
Anlässlich unserer heutigen interdisziplinären Untersuchung haben wir im 
somatischen Fachgebiet im Bereiche der HWS erhebliche degenerative 
Veränderungen diagnostizieren müssen, welche auf den Voraufnahmen (2003) 
bereits vorhanden waren. Heute besteht eine Spangenbildung C3/4, darüber 
hinaus finden sich verschiedene osteophytäre Ausziehung. Die Veränderungen im 
Bereich der oberen HWS sind deutlich. Sie haben sich offensichtlich rasch 
zwischen dem 21.05.2002 (HWS-Röntgen) und dem MRT vom 04.09.2003 
entwickelt, so dass der Verdacht auf eine Reaktion eines Überstreckungstraumas 
der HWS-Weichteile besteht. Ungewöhnlich im Rahmen reiner degenerativen 
Veränderungen sind auch die starken Ausprägungen im Bereich der oberen HWS. 
Die radiomorphologischen Befunde sind geeignet zumindest einen Teil der vom 
Versicherten beklagten Schmerzen in diesem Bereich zu begründen, darüber 
hinaus ist zu erwähnen, dass der Versicherte nach dem Unfall von 2002 mit einem 
Halskragen behandelt wurde. Die in den Akten beschriebene Blockierung der HWS 
C3/4 ist damit auch gut zu begründen.
Andere wesentliche somatische Befunde, welche die übrigen vom Versicherten 
heute beklagten Beschwerden erklären könnten, haben wir nicht diagnostizieren 
müssen. Insbesondere finden sich heute im Bereich der LWS keine oder keine 
wesentlichen degenerativen Veränderungen, keine wesentlichen 
Muskelverkürzungen und so weiter, welche das erhebliche vom Versicherten 
beklagte Schmerzsyndrom begründen könnten. Ebenfalls keine Ursache findet 
sich heute für die vom Versicherten beklagten Schwindelbeschwerden.
Die Arbeitsfähigkeit des Versicherten wird aufgrund der erhobenen somatischen 
Befunde, insbesondere in einer nicht HWS-adaptierten Tätigkeit erheblich 
eingeschränkt.
Im psychiatrischen Fachgebiet haben wir heute die Diagnose einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung stellen müssen, dies bei akzentuierten 
(narzisstischen) Persönlichkeitszügen und erheblicher psychosozialer 
Belastungssituation. Der Versicherte zeigt hierbei auch vegetative 
Begleitsymptome, die von ihm geschilderten Schwindelbeschwerden interpretieren 
wir heute im Rahmen dieses psychischen Leidens, ebenso wie die bei uns 

20

gefundene Tachykardie und die vermehrte Schweisssekretion. Die Mechanismen 
welche zur Entstehung der somatoformen Schmerzstörung geführt haben sind im 
psychiatrischen Teilstatus ausführlich beschrieben. Das psychische Leiden 
schränkt die Arbeitsfähigkeit des Versicherten ebenfalls ein (…).
Insgesamt erachten wir den Versicherten heute in seiner angestammten Tätigkeit 
als Mitarbeiter einer Stahlbaufirma als nicht mehr arbeitsfähig. Wir sind der 
Ansicht, dass diese Tätigkeit mit den heute vorhandenen degenerativen 
Veränderungen im Bereich der HWS einerseits und auch dem Schmerzerleben 
aufgrund der somatoformen Schmerzstörung andererseits nicht mehr zumutbar ist. 
Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit datiert unseres 
Erachtens auf Februar 2007, als der Versicherte von einer Leiter stürzte.

6. Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch medizinische 
Massnahmen, Hilfsmittel oder berufliche Umstellung, inkl. Angaben über die 
Arbeitsfähigkeit (in %) nach Durchführung der vorgeschlagenen Massnahmen.
Medizinische Massnahmen, welche zu einer wesentlichen Verbesserung der 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Schweisser führen könnten, 
können wir heute nicht angeben.
(…)
In einer Verweistätigkeit, das heisst einer Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten, ohne 
Arbeiten mit fixierter Haltung der HWS ist der Versicherte in seiner Arbeitsfähigkeit 
heute lediglich aufgrund des psychischen Leidens eingeschränkt. Wir beurteilen 
die diesbezügliche Einschränkung aufgrund des vermehrten Schmerzerlebens und 
der psychischen Symptomatik auf circa 50%. Die hier attestierte Einschränkung 
bezieht sich insbesondere auf ein vermindertes Rendement des Versicherten, dem 
eine vollschichtige Präsenz an einem Arbeitsplatz zugemutet werden kann.
Stellungnahme zu bisherigen Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit
(…)
Obwohl wir eine gewisse aggravatorische Komponente beim Versicherten nicht 
ausschliessen können muss doch gesagt werden, dass das psychischen Leiden 
auch deutlich imponierte, es besteht ein erheblicher subjektiver Leidensdruck, eine 
doch deutliche vegetative und affektive Begleitkomponente.
Bezüglich der Kriterien nach Förster muss gesagt werden, dass der Versicherte 
bisher unseres Wissens erst seit kurzem wieder in einer regelmässigen 
psychiatrischen Behandlung steht, er nimmt die verordneten Medikamente aber 
sehr unregelmässig, es kann heute also bezüglich der somatoformen 
Schmerzstörung noch nicht von einer lege-artis Behandlung gesprochen werden. 
Andererseits besteht heute eine deutliche Chronifizierungstendenz auch aus 
psychiatrischer Sicht, es besteht eine (somatische) Komorbidität, es ist bisher nie 
zu einer wesentlichen Besserung des Leidens gekommen, im Gegenteil zeigt sich 
ein eher progressiver Verlauf. Es finden sich auch erhebliche psychosoziale 
Belastungsfaktoren, welche lang andauernd vorhanden sind (Schädelhirntrauma 
eines Sohnes mit entsprechender Verhaltensauffälligkeit) die den Versicherten 
auch belasten. Schliesslich hat der Versicherte heute keinen Arbeitsplatz, kaum 
Ressourcen.
Für eine Rehabilitation erforderlich wäre also ein integratives Vorgehen, der 
Versicherte arbeitet heute unregelmässig zu 50% via RAV an einem wenig 
fordernden Arbeitsplatz, unter entsprechender Behandlung sollte das jetzt 
vorhandene Pensum stabilisiert werden können und der Versicherte belastbarer 
werden.

21

3.5 Der RAD-Arzt Dr.med. W.________ nahm am 10. Februar 2009 zum 
C.________-Gutachten wie folgt Stellung (IV-act. 25-4f./5):

Das GA befriedigt in keiner Art und Weise. Inhaltlich - hinsichtlich der Befunder-
hebung - ist es zwar brauchbar, in der Beurteilung der AF aber nicht schlüssig.
Letztlich ist es so, dass die Gutachter offenbar nicht recht wissen, welche AF sie 
im Konsens attestieren sollen. Im psychiatrischen Teil-GA AA.________ wird zur 
AF gar nicht Stellung genommen. Im Konsens geht man primär von einer voll-
schichtigen AF (ganztägiges Pensum) in angepasster Tätigkeit aus. Die Leistungs-
fähigkeit wird auf ca. (!!) 50% geschätzt, dies wegen des Schmerzerlebens des V. 
Diese vage Annahme kann nicht zu einer Rentenberechnung herangezogen wer-
den.
Zum Psychiatrischen: Hier lässt hauptsächlich die Diagnostik zu wünschen übrig. 
(…)
Was haben wir also hier faktisch aus versicherungsmedizinischer Sicht im Bereich 
Psychiatrie:
Einen Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung, dd - lediglich psychologi-
sche Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten. 
Eine weitere Diagnose besteht nicht.
Somit geht es höchstens um ASS [nicht im Original: anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung], ohne Komorbidität.
Foerster Kriterien:
Eine anhaltende schwerwiegende somatische Erkrankung liegt nicht vor. Die de-
generativen Veränderungen in der HWS sind zwar mittelschwer, schränkten die AF 
in einer schweren Tätigkeit ein, sind aber insgesamt ein doch oft gesehener Be-
fund in der Altersgruppe des V. Die Angabe des Psychiaters AA.________ im Me-
das GA, der diese cervicale Problematik als anhaltende somatische Komorbidität 
beurteilt ist nicht nachvollziehbar (Ref: Häufig gesehenes Problem, dass die 
Psychiater in Ermangelung einer schwerwiegenden psychiatrischen Diagnose so-
matische Befunde in den Vordergrund stellen).
Ein ausgeprägter sozialer Rückzug besteht nicht; immerhin geht der V. noch 
regelmässig in ein Beschäftigungsprogramm über das RAV. Auch Freunde trifft er 
noch - leider komme es dabei zu Konflikten.
Eine stationäre Behandlung in einer Schmerzklinik, o.ä. wurde nicht durchgeführt. 
Ein gesicherter primärer und therapierefraktärer Krankheitsgewinn wird nicht 
erwähnt.
IVfremde Faktoren: Aggravation, ungenügende psychiatrische Behandlung, 
schlechte Compliance bei der Medikamenteneinnahme.
(…)
Somit gilt:
Körperliche schwere Tätigkeiten: 100% AUF
Ergonomie: körperlich leichte und mittelschwere Tätigkeiten, ohne Überkopfarbei-
ten, ohne Zwangshaltung der HWS.
AF: ganztags, zusätzliche Leistungseinschränkung: medizinisch theoretisch keine 
= 0%.

3.6 Gemäss Bericht des SPD von Dr.med. V.________ vom 2. April 2009 liege 
eine Comorbidität zwischen einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10:F45.4) 
und rezidivierenden depressiven Episoden, meist agitiert (ICD-10:F33.1) vor. 

22

Aufgrund des bereits chronischen Verlaufes beim Beschwerdeführer und den ge-
schilderten primärpersönlichen Ressourcen sei die Überwindbarkeit deutlich in 
Frage zu stellen. Verschiedene medikamentöse Behandlungsversuche seien er-
folgt, welche meist jedoch an Nebenwirkungen scheiterten. 
Die gesprächstherapeutische Behandlung sei aufgrund der Sprachbarriere nur 
eingeschränkt möglich. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer ein geringes 
Bildungsniveau besitze und bereits prämorbid nur eingeschränkte Ressourcen 
von Seiten seiner Primärpersönlichkeit habe (z.B. geringe Introspektionsfähigkeit, 
schon prämorbid wenig soziale Vernetzung, geringes Interessenfeld auch in 
nicht-beruflichen Aktivitäten). Die sprachlichen sowie primärpersönlichen Fakto-
ren seien auch der Hauptgrund, weshalb bisher noch keine intensivierte stationä-
re Behandlung stattgefunden habe. Angesichts der Vorbedingungen sei fraglich, 
inwieweit diese erfolgsversprechend sein würde. Diese Faktoren würden bezüg-
lich der Prognose eine eher ungünstige Rolle spielen (IV-act. 36-16f./17).

3.7 Am 18. Oktober 2008 erstellte Dr.med. AC.________ (Spezialarzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH) ein psychiatrisches Gutachten im Auftrag 
der AD.________ Versicherung, welches der IV-Stelle am 27. Februar 2009 zu-
gestellt wurde (IV-act. 30-1/2). Nach einer Untersuchung am 7. Oktober 2008 
hielt er folgende psychiatrische Diagnosen sowie Beurteilung fest (IV-act. 31-
8/12; KVG-act. 4-2ff./13):

 Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F 45.4)
 Mittelgradige depressive Episode (F 33.1) mit Suizidalität
 Persönlichkeit mit narzisstischen, passiv-aggressiven-neurotischen und 

histrionischen Zügen (F 60.8)
 Sonstige dissoziative Störung (F 44.8) mit Schwindel und episodischen Ohn-

machtsanfällen möglich
 Multiple psychosoziale Belastungsmomente: Arbeitsplatzschwierigkeiten, Ehe-

probleme, psychosoziale Belastung durch Behinderung eines Kindes, Schul-
den

(…)
5. Beurteilung und Prognose:
(…)
Zum Zeitpunkt der Untersuchung muss eine eindeutige psychosomatische 
Schmerzfehlverarbeitung im Sinne einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung mit Ausweitung und wechselhafter Schmerzsymptomatik in 
diversen Körperkompartimenten angenommen werden. Der Versicherte zeigt auch 
eine deutliche Aggravationstendenz und ein zumindest zeitweilig grotesk 
anmutendes Krankheitsverhalten. Er ist narzisstisch, ausgesprochen gekränkt und 
auch kränkbar, sehr vulnerabel. Er ist gereizt, neigt zumindest zu verbalen 
Impulshandlungen und zu unüberlegten Verhaltensweisen wegen emotionaler 
Überforderung.
Zum Zeitpunkt der Untersuchung scheint er mir emotional ziemlich in einer 
ausweglosen Situation zu sein, äussert auch eindeutige suizidale Gedanken im 

23

Sinne eines totalen Wegtretens und sich erschiessen müssen. Er äussert auch 
eine massive narzisstische Kränkungsreaktion durch die Begutachtung bei Dr. 
U.________, die er gemäss seiner psychischen Überforderung und seiner 
emotionalen Instabilität verbal und emotional nicht mehr adäquat steuern kann.
Aus psychiatrischer Sicht muss eine deutliche Komorbidität neben der 
Somatisierungsstörung angenommen werden im Sinne einer gesichert 
mittelgradigen depressiven Symptomatik, die sich auch in der Untersuchung zeigt. 
Obwohl der Versicherte laut, impulshaft, dysphorisch gereizt und sich aufregend 
gibt, lauert dahinter eine völlige depressive Instabilität mit Affektinstabilität, die als 
mittelgradig depressiv interpretiert werden muss.
Daneben bestehen noch dissoziativ anmutende Symptome, die schon seit einigen 
Jahren rezidivierend auftreten mit Schwindel und Bewusstseinsverlusten sowie 
Kopfzuständen, die er nicht recht einordnen kann.
Gesamthaft muss eine Komorbidität von Belang ausgemacht werden, die es dem 
Versicherten verunmöglicht, Ressourcen aufzubringen, sich beruflich wieder voll zu 
rehabilitieren.
Auch angesichts der Tatsache, dass die Therapie bereits seit 2005 andauert und 
keine wesentliche Besserung hat erzielt werden können und 2007 noch ein Unfall 
dazu gekommen ist, ist von einer schlechten Prognose auszugehen.
Der Versicherte hat sich immer über die Arbeit definiert, das zeigt sich auch klar 
darin, dass er 25 Jahre im gleichen Betrieb gearbeitet hat. Es kann davon 
ausgegangen werden, dass er durch psychosoziale Umstände, insbesondere 
durch den verunfallten Sohn 2000 und durch die Grossfamilie mit vier 
pubertierenden Kindern mit entsprechend finanzieller Belastung in eine 
zunehmende Überforderung geraten ist in den letzten Jahren. Es spielen einige 
invaliditätsfremde Faktoren mit eine Rolle, die die Arbeitsunfähigkeit begünstigen.
Grad der Arbeitsfähigkeit:
Aufgrund der klinischen Untersuchung vom September 2008 muss von einer weiter 
bestehenden Teilarbeitsunfähigkeit aus psychiatrischen Gründen ausgegangen 
werden. Der Versicherte ist deutlich kränker, instabiler und auch auffälliger, so 
dass er sich nicht mehr voll wieder in den Arbeitsprozess einlassen können wird.
Eine 50 % ige AUF muss ab 06.02.07 angenommen werden. Die AUF kann nicht 
über 50 % gesteigert werden. Seine Ressourcen und seine Instabilität reichen 
dazu nicht aus.

3.8 Der RAD-Arzt Dr.med. W.________ hielt in seiner Stellungnahme vom 6. 
April 2009 fest, dass der Beschwerdeführer und seine Arbeitsfähigkeit sehr un-
terschiedlich beurteilt worden seien. Es bleibe unklar, ob die Diagnose einer af-
fektiven Störung zu stellen sei oder nicht, sowie ob die auffälligen Persönlich-
keitszüge Krankheitswert hätten oder nicht (beides sowohl hinsichtlich der eigent-
lichen Diagnosekodierung als auch im Hinblick auf die erwähnten Befunde). Es 
sei deshalb ein Obergutachten durchzuführen (IV-act. 37-1/2).

3.9 Im psychiatrischen Gutachten der D.________ vom 27. August 2009, wel-
ches von med.pract. AE.________ (Oberarzt) und Dr.med. AF.________ (Ass.-
Arzt) nach Untersuchungen vom 4. und 15. Juni 2009 unterzeichnet wurde, wur-
de u.a. was folgt festgehalten (IV-act. 49-13/21, Hervorhebungen im Original):

24

Diagnostisch besteht bei dem Explorand eine rezidivierende depressive 
Störung, ggw. mittelgradig mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11). Hier 
imponieren klinisch Konzentrationsstörungen, ein eingeengtes Denken auf den 
erlittenen Unfall, ein deprimierter Affekt und eine Antriebshemmung mit einer 
reduzierten allgemeinen Belastbarkeit und ausgeprägten Schlafstörungen. Dabei 
zeigen sich eine ausgeprägte emotionale Instabilität, ein beeinträchtigtes 
Selbstwertgefühl und die Tendenz zu Impulskontrollverlust bei Überforderung im 
Sinne einer narzisstischen Charakterprägung ohne Krankheitswert. Der Explorand 
erfüllt gleichzeitig die Kriterien einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) im Rahmen einer langjährigen chronischen 
Schmerzproblematik bei mehreren somatischen und rheumatologischen 
Krankheiten. Beim Exploranden besteht eine multilokuläre chronische 
Schmerzproblematik mit gravierenden sozialen und emotionalen Auswirkungen. Es 
besteht weiter eine sonstige dissoziative Störung (ICD-10 F 44.8) aufgrund 
anamnestisch vorbestehender und seit einigen Jahren rezidivierend auftretender 
Schwindel und episodischen Ohnmachtsanfällen, denen ein hinreichendes 
somatisches Korrelat fehlt.
Die Arbeitsfähigkeit ist durch die depressive Symptomatik mit rascher 
Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörung, kognitive Beeinträchtigungen, Schmerzen 
und depressiver Stimmungslage insgesamt stark beeinträchtigt. Die aktuelle 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht vor allem aufgrund der psychischen 
Störung im Rahmen einer mittelgradigen depressiven Episode und anhaltender 
chronische Schmerzstörung. Die Störung ist nicht auf psychosoziale Faktoren 
zurückzuführen. Es handelt sich um ein psychisches Leiden mit Krankheitswert.
Bei ausgeprägtem sozialem Rückzug, fehlendem Ansprechen auf bisherige 
Therapieversuche langjähriger Chronifizierung der Schmerzsymptomatik sowie 
maladaptive kognitiv-affektive Krankheitsverarbeitung (katastrophisieren, Hilfs- und 
Hoffnungslosigkeit) und psychische Stressoren im familiären Umfeld ist die 
Prognose als ungünstig zu beurteilen.

Eine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Schweisser von Armierungs-
eisen sei durch die depressive Symptomatik mit rascher Ermüdbarkeit, Konzen-
trationsstörung, kognitiven Beeinträchtigungen und die Schmerzproblematik nicht 
mehr gegeben. Eine Beschäftigung zu 50% in einer angepassten Tätigkeit sei 
aus psychiatrischer Sicht und zur Förderung des Selbstwertgefühls sowie der 
Tagesstruktur sinnvoll und aus psychiatrischer Sicht zumutbar, könne aber erst 
nach Intensivierung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung erwar-
tet werden. Eine Arbeit in angepasster Tätigkeit sollte keine sehr grossen An-
forderungen an die sozialen Kompetenzen, im Speziellen nicht an die Durch-
setzungsfähigkeit, stellen. Es sollte kein Kundenkontakt bestehen, die Tätigkeiten 
sollten einfach, repetitiv und wenig anspruchsvoll sein, sie sollte abwechselnd 
sitzend, stehend, zum Teil gehend ausgeführt werden können. Die körperliche 
Belastung sollte möglichst gering sein.

Zur Frage nach den Foerster-Kriterien im Zusammenhang mit der somatoformen 
Schmerzstörung wurde im Gutachten festgehalten, dass beim Beschwerdeführer 
eine chronische körperliche Begleiterkrankung (degenerative Erkrankung der 

25

Wirbelsäule) und ein mehrjähriger Krankheitsverlauf bei einer progredienten 
Symptomatik ohne längerfristige Remission vorlägen. Zudem sei ein verfestigter 
therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss-
glückten, psychisch aber entlastenden, Konfliktbewältigung (primärer Krankheits-
gewinn) feststellbar. Die Behandlungsergebnisse seien trotz konsequent durch-
geführter ambulanter Therapie schlecht. Es fänden sich auch erhebliche psycho-
soziale Belastungsfaktoren wie Verlust des Arbeitsplatzes, Stressoren im fami-
liären Umfeld und Verlust persönlicher Interessen. Die Prognose sei ungünstig.

Eine stationäre Behandlung mit integrativem Vorgehen wäre zur Verbesserung 
des Gesundheitszustandes empfehlenswert.

3.10 Der RAD-Arzt Dr.med. W.________ fasste die vorliegenden Arztberichte 
und Gutachten in seiner Stellungnahme vom 4. September 2009 im Ergebnis wie 
folgt zusammen (IV-act. 50-4/4):

GS: Rezidivierende depressive Störung, mittelschwer, mit somatischem Syndrom 
(ICD-10 F33.11), ASS, St.n. dissoziativer Störung, deg. Veränderungen der HWS 
(…)
AF: unter günstigen Bedingungen 50% AF
Ergonomie: körperlich leichte Tätigkeiten in Wechselposition, kleines wohlwollen-
des Team, kein Kundenkontakt, keine Stressoren.
Auflage zur stationären Therapie nicht sinnvoll. BM nur sinnvoll, falls vom V. aus-
drücklich gewünscht, IM nicht indiziert.
Neben GS liegen auch ivfremde Faktoren vor. Ein Teil des Geschehens ist aus 
meiner Sicht als sekundärer Krankheitsgewinn zu werten, Stichworte: Aggravation, 
Flucht in die Krankheit wegen ungünstigen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.
Selbsteinschätzung des V. punkto AF 0%

4.1 Mit Verlaufsbericht vom 1. Juni 2012 bestätigte Dr.med. F.________ einen 
stationären Gesundheitszustand (IV-act. 73).

4.2 Am 30. Dezember 2011 berichtete Dr.med. V.________, dass im Jahr 2010 
nur noch vereinzelte Gespräche in 2-3monatigem Abstand und im Jahr 2011 nur 
noch eine einzelne Konsultation im April 2011 stattgefunden hätten (IV-act. 75-
2/3). Die zuletzt installierte antidepressive und Schlaf anstossende Medikation 
mit Trimin habe zur Besserung des Schlafs wie auch zu einer Verminderung der 
Reizbarkeit beigetragen. Der Beschwerdeführer habe aber durchgehend über 
Nebenwirkungen in Form von Tagesmüdigkeit geklagt. An den Diagnosen wurde 
keine Änderung vorgenommen. Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, dass 
keine verwertbare Arbeitsfähigkeit bestehe und der Beschwerdeführer seit dem 
1. Februar 2008 eine Dreiviertel-IV-Rente erhalte.

4.3 Gemäss Stellungnahme von RAD-Arzt Dr.med. W.________ vom 6. Juli 
2012 bestätige der weitere Verlauf im SPD die prognostische Einschätzung im 

26

D.________-Gutachten, wonach die psychiatrische Störung einer Therapie nicht 
wirklich zugänglich sei und eine relevante Verbesserung trotz mehrjähriger am-
bulanter Therapie nicht habe erreicht werden können (IV-act. 76-4/4).

4.4 Am 5. Mai 2015 führte Dr.med. AG.________ (FMH Chirurgie, spez. Hand-
chirurgie) beim Beschwerdeführer bei radio-humeraler Arthrose am Ellenbogen 
links sowie Epicondylitis radialis links eine Denervation nach Wilhelm und eine 
Arthrotomie des radio-humeralen Gelenkes mit lokaler Synovialektomie durch 
(IV-act. 105-18/19).

5.1 Am 24. Juni 2015 wurde das E.________-Gutachten, unterzeichnet von 
AH.________ (Geschäftsführer), Dr.med. AI.________ (Fachärztin für Innere 
Medizin FMH), Dr.med. AJ.________ (Facharzt für Orthopädie und Traumatolo-
gie), Dr.med. AK.________ (Fachärztin für Neurologie FMH), Dr.med. M. 
AL.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH) und Dr.med. 
AM.________ (Facharzt für Allg. Innere Medizin), erstattet. Die Diagnosen aus 
allen untersuchten Fachgebieten (Orthopädie/Traumatologie am 11.5.2015, Neu-
rologie am 8.5.2015, Psychiatrie am 8.5.2015 und Innere Medizin am 11.5.2015) 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) lauten wie folgt (IV-act. 
104-22/68):

1. Panvertebrales Schmerzsyndrom mit/bei
 mässiggradiger Bewegungsschmerzhaftigkeit der HWS und LWS
 röntgenologisch fortgeschrittener mehrsegmentaler zervikaler Spondylose 

C3-C7 mit ventraler segmentaler Überbrückung C3/4 und bei nur diskreten 
degenerativen Veränderungen der oberen LWS sowie lumbosakral

 anamnestisch Status nach HWS-Distorsionstrauma 2002, keine Folgen
2. Radiohumerale Arthrose am linken Ellenbogen einbezüglich Epicondylitis radi-

alis links mit/bei
 Status nach operativer Behandlung mit Denervation nach Wilhelm und 

nach Arthrotomie des radiohumeralen Gelenkes mit lokaler Synovialekto-
mie 05.05.2015

 noch nicht abgeschlossener, postoperativer medizinische Rehabilitation - 
zurzeit Ruhigstellung des Ellenbogengelenkes in einem Oberarmgipsver-
band

3. Arthrose des Grundgelenkes D3 der rechten Hand mit im Röntgenbild be-
schriebener Subluxationsfehlstellung sowie röntgenologisch beschriebener be-
ginnender Fingergelenkpolyarthrose

4. Chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Anteilen (ICD-
10 F45.41)

5. Akzentuierte Persönlichkeit mit vor allem histrionischen, aber auch narzissti-
schen Anteilen (ICD-10 F61.0)

Die Gesamtbeurteilung lautet wie folgt (IV-act. 104-24/68):

Dieser 54-jährige Versicherte ist sowohl aus Gründen der orthopädisch-somatisch 
beschriebenen Organschäden im Bereich der HWS, der dominanten linken oberen 

27

Extremität und der rechten Hand und auch aus psychiatrischer Sicht mit Hinweis 
auf die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somati-
schen Anteilen (F45.41) und auf die akzentuierte Persönlichkeit für die Wiederauf-
nahme der schweren und körperlich belastenden Tätigkeit die von 1982 bis 2007 
als Metallarbeiter und Schweisser ausgeübt worden ist, nicht mehr geeignet. In ei-
ner angepassten Tätigkeit ist jedoch aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit nicht mehr gegeben.
Nach einer am 05.05.2015 wegen einer schmerzhaften Chondrokalzinose durch-
geführten operativen Behandlung des linken Ellenbogengelenkes ist das linke El-
lenbogengelenk derzeit noch in einem Oberarmgipsverband ruhiggestellt. Die 
postoperative Rehabilitation der linken oberen Extremität ist noch nicht abge-
schlossen. Es ist davon auszugehen, dass ca. acht Wochen nach dem Eingriff vom 
05.05.2015 somit per ca. 05.07.2015 nach Abschluss der noch ausstehenden Phy-
siotherapie und Bewegungstherapie der linke Ellenbogen wieder entsprechend der 
Kriterien des Belastungsprofils eingesetzt werden kann. Aus orthopädisch-trauma-
tologischer Sicht ist per Mitte Juli von einem Wiedereintritt einer 100%igen Arbeits-
fähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen.
Im Übrigen war im Rahmen einer videodokumentierten Observation - diese Video-
dokumentation war zur gutachterlichen Auswertung zur Verfügung gestellt worden 
- auszumachen, dass die allgemeine Mobilität des Versicherten nicht relevant be-
einträchtigt gewesen ist.
Nach internistisch und neurologisch somatischer Abklärung resultieren keine weite-
ren Beeinträchtigungen.
Zusammenfassendes Belastungs-/Ressourcenprofil im polydisziplinären 
Konsens
Das wie folgt formulierte Belastungsprofil gilt vorbehaltlich eines ungestörten 
Heilverlaufes des linken Ellenbogengelenkes.
Diesem 54-jährigen Versicherten sind rückenadaptierte und insbesondere den 
Abschnitt der HWS statisch schonende, leichte Arbeiten zumutbar. Somit keine 
Arbeiten einhergehend mit repetitiven Bewegungsanforderungen für die HWS, 
keine Tätigkeiten, welche Zwangshaltungen für die HWS wie z.B. längerfristige 
Bildschirmarbeiten voraussetzen. Gelegentliche Bildschirmarbeiten sind zumutbar. 
Aus überwiegend präventiven Gründen auch keine schweren rumpfbelastenden 
Arbeiten wie Tätigkeiten längerfristig vornübergebeugt stehend, kniend, hockend, 
kauernd. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten ist mit 10 kg bis maximal 
15 kg limitiert.
Bei der dokumentierten Arthrose im Grundgelenk des 3. Fingers der rechten Hand 
und der zusätzlichen gering- bis mässigen Fingergelenkpolyarthrose keine 
Tätigkeiten, die ein festes Zupacken und Festhalten oder Feinarbeiten mit der 
rechten Hand verlangen. Nach Abklingen des OP-Folgen am linken 
Ellenbogengelenk und nach Abschluss der postoperativen Ellenbogen-
Rehabilitation auch keine schweren Gewichtsbelastungen mit dem linken 
dominanten Arm. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten mit dem 
dominanten linken Arm sollte mit 5 kg limitiert bleiben. Mit dem gegenseitigen 
rechten Arm Gewichtsbelastungen von 10-15 kg und beidarmig ebenfalls von 10-
15 kg möglich.
Tätigkeiten, welche mit diesem Profil einhergehen, sind auf einem 100%-Niveau 
zumutbar.
Psychiatrisch wurde zum Belastungsprofil ausgeführt: Aufgrund der ausgeprägten 
Krankheitsüberzeugung ist eine Rückkehr in den Arbeitsprozess grundsätzlich 

28

eher schwer vorstellbar, körperlich anspruchsvolle Arbeiten sind dem Versicherten 
aber sicher nicht mehr zumutbar. Dagegen ist aus rein psychiatrischer Sicht eine 
Aufnahme einer angepassten Tätigkeit, die mit Wechselbelastung verbunden ist, 
leichte repetitive Arbeiten beinhaltet und ohne zeitlichen Druck auskommt, zu 
empfehlen.

Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als z.B. Schweisser in der Metall-
branche bleibe dauerhaft seit Aufgabe der beruflichen Tätigkeit 2007 aufge-
hoben. Tätigkeiten, welche mit dem vorbeschriebenen Profil korrelieren würden, 
seien - mit Hinweis auf die Observation und Videodokumentation - bis zum OP-
Datum des linken Ellenbogengelenkes im Mai 2015 auf einem 100%-Niveau 
möglich gewesen. Nach Abklingen der perioperativen Rehaphase (ca. max. drei 
Monate nach dem OP-Datum) seien angepasste Tätigkeiten wie vorbeschrieben 
auf einem 100%-Niveau zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwer-
deführer in jeder Verweistätigkeit, welche seinem körperlichen und psychischen 
Profil angepasst sei, aus rein psychiatrischer Sicht dazu in der Lage, eine 100%-
ige Arbeitsleistung zu erbringen. Angesichts der langen Abstinenz vom Arbeits-
markt sei hier jedoch ein stufenweises Herangehen an die volle Arbeitsfähigkeit 
über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten zu empfehlen. Auch wenn 
angesichts der Persönlichkeitskomponente eine erfolgreiche Reintegration in 
den ersten Arbeitsmarkt eher schwierig sein werde, betrage die Arbeitsfähigkeit 
in einer Verweistätigkeit aus psychiatrischer Sicht 100% (IV-act. 104-25f./68).

Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit wurde aus psychiatrischer Sicht ausgeführt, 
dass vor allem angesichts der Aktenlage davon ausgegangen werden könne, 
dass der Beschwerdeführer auf dem Boden der akzentuierten Persönlichkeit und 
der somatoformen Schmerzstörung eine depressive Entwicklung erlebt habe, die 
das Ausmass einer mittelgradigen depressiven Episode erreicht habe und in die-
ser Zeit eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bedingt habe. 
Der letzte psychiatrische Bericht, der eine entsprechende mittelgradige depressi-
ve Episode dokumentiere, sei der Bericht des SPD, der auf April 2011 datiert 
werde. In der Folge habe der Beschwerdeführer keine psychiatrische Therapie 
mehr besucht, offenbar auch aufgrund eines Leistungsstopps wegen ausstehen-
der Prämien. Somit sei davon auszugehen, dass ab April 2011 eine Besserung 
der Situation eingesetzt habe, die eine psychiatrische Therapie nicht mehr nötig 
gemacht habe (IV-act. 104-26f./68).

5.2 Gemäss Verlaufsbericht vom 28. August 2015 von Dr.med. AG.________ 
blieben die arthrosebedingten Schmerzen trotz Operation bestehen. Es bestehe 
eine verminderte Leistungsfähigkeit, wobei das Ausmass aufgrund der IV-Rente 
offen gelassen wurde. Die Arthrose am Ellenbogen werde über die Jahre zu-
nehmen. Im Moment seien keine medizinischen Massnahmen sinnvoll. Eine Ein-

29

gliederung in eine Arbeit sei absolut unrealistisch, da manuelle Belastungen über 
längere Zeit nicht toleriert würden (IV-act. 110-1ff./9).

Am 24. August 2015 berichtete Dr.med. AG.________ dem Hausarzt Dr.med. 
F.________ über den weiteren Verlauf und führte folgende Diagnosen auf (IV-
act. 110-8/9):

Arthrose des linken Ellenbogens (Chondrokalzinose)
Status nach Denervation nach Wilhelm mit Arthrotomie am Ellenbogen links am 
05.05.2015
Verdacht auf lagebedingtes, funktionelles TOS nachts beidseits
Verdacht auf diskretes Sulcus ulnaris Syndrom links
Status nach erfolgreicher Denervation nach Wilhelm am Ellenbogen rechts bei 
Epikondylitis radialis am 23.08.2006
Unklare Handgelenksschmerzen links (DD: Schübe einer Chondrokalzinose)
Arthrose des MP III rechts
Langzeitarbeitslosigkeit seit 2007

Des Weiteren führte er u.a. aus: Bei Bedarf würde zur Verbesserung der Situati-
on noch Physiotherapie eingeleitet. Dadurch werde die Arthrose des Ellenbogens 
zwar nicht besser, aber man könnte unter Umständen die Nervenkompressions-
problematik etwas entschärfen. 3.5 Monate nach der Revision am Ellenbogen 
links sei der Verlauf der Diagnose entsprechend. Die geschilderten Schmerzen 
im Ellenbogenbereich seien arthrosebedingt und könnten durch einen Eingriff im 
Bereich der Muskelansätze nicht gelöst werden. Überlagert würden die arthro-
tisch bedingten Beschwerden im Ellenbogenbereich wohl noch durch ein funktio-
nelles Thoracic-outlet-Syndrom, das sich in der Nacht in gewissen Lagen be-
merkbar mache. Auch dies sei in der Regel kein Grund, operativ vorzugehen. 
Angegeben würden noch diskrete, sensible Sulcus ulnaris Beschwerden, die 
allerdings bis jetzt nicht zu motorischen Ausfällen geführt hätten. Im Moment er-
folge der Behandlungsabschluss.

5.3 Der RAD-Arzt Dr.med. W.________ führte in seiner Stellungnahme zur El-
lenbogenoperation am 14. Oktober 2015 aus, dass die Operation - wie zu erwar-
ten bei einem Versicherten mit einer chronischen generalisierten Schmerz-
störung - aus subjektiver Sicht wenig erfolgreich („unverändert Schmerzen“) ge-
wesen sei. Immerhin könne gesagt werden, dass es durch die Operation nicht zu 
einer Verschlechterung gekommen sei. Somit gelte das Resultat des 
E.________-Gutachtens ab Behandlungsabschluss beim Chirurgen bzw. ab En-
de der postoperativen Rehabilitation im August 2015 (IV-act. 111-4/4).

5.4 Dr.med. AN.________ diagnostizierte mit Bericht vom 9. Februar 2016 ein 
leichtgradiges chronisches Sulcus ulnaris Syndrom links (IV-act. 123-9/19).

30

5.5 Am 22. Februar 2016 wurde beim Beschwerdeführer durch Dr.med. 
AO.________ (Facharzt für Radiologie FMH) und med.pract. AP.________ ein 
MRI der HWS durchgeführt. Die Beurteilung lautete wie folgt (IV-act. 123-7/19):

Mässige Einengung des Neuroforamens HWK 5/HWK 6 links mit möglicher Kom-
pression der Nervenwurzel C6 links bei globaler dorsaler Diskusprotrusion.
Leichte Einengung der Neuroforamina HWK 4/HWK 5 - HWK 6/HWK 7 rechts 
durch Diskusprotrusionen, jedoch ohne Nervenwurzelkompression.
Aktivierte Facettengelenksarthrose HWK 4/HWK 5 links.
Leichte Kontrastmittelaufnahme um den Dens axis sowie interspinös auf Höhe 
HWK 6/HWK 7. Rheumatoide Arthritis?
Generalisierte Chondrose in der HWS.
Kein Hinweis auf eine Nervenwurzelkompression C8 beidseits.

5.6 Mit Bericht des SPD ________ vom 10. März 2016 diagnostizierten lic.phil. 
AQ.________ (Fachpsychologin für Psychotherapie FSP) und G.________ (Lei-
tender Arzt) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Symptomen (F45.41), einen Verdacht auf rezidivierende depressive Störung, ge-
genwärtig mittelgradige Episode (F33.1) sowie einen Verdacht auf Agoraphobie 
mit Panikstörung (F40.1). Die behandelnden Fachpersonen hätten den Be-
schwerdeführer bisher zwei Mal gesehen (22.2.2016 und 7.3.2016). Eine Ver-
ständigung mit ihm sei zwar möglich, eine vertiefte und detaillierte Exploration 
durch die eingeschränkten Deutschkenntnisse jedoch erschwert. Eine Einschät-
zung einer möglichen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit lasse sich 
nach fast acht Jahren ohne Erwerbsarbeit zum aktuellen Zeitpunkt nicht beurtei-
len. Ein entsprechender Arbeitsversuch in einem geschützten Rahmen sei hierfür 
notwendig. Der Beschwerdeführer habe eine antidepressive Medikation erhalten 
mit dem Ziel, ihn etwas zu stabilisieren, die innere Distanznahmen zu unterstüt-
zen und die Schlafqualität zu verbessern (IV-act. 123-18f./19).

5.7 Am 22. März 2016 diagnostizierte der Hausarzt Dr.med. F.________ was 
folgt (IV-act. 123-4f./19):

• Rezidivierende Gastritiden seit 1985
 Reflux
 St. n. Barettmucosa

• Schwindel
 nur nach dem Aufstehen, am ehesten Orthostase

• Panvertebrales Schmerzsyndrom 05/2002
 St. n. HWS-Schleudertrauma 05/2002
 bekanntes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom
 MRI LWS vom 15.11.02: Diskusprotrusionen L2/3 rechtslateral; medi-

ane Diskusprotrusion L4/5
• St. n. unklarer Sturz im Badezimmer 08/2005

 DD Synkope, Krampfanfall
 EEG unauffällig

31

• Chronisch persistierende, therapierefraktäre, gemischte Hyperlipidämie
• Leichtgradiges chronisches Sulcus ulnaris Syndrom links
• Chronisches Cervicalsyndrom mit massiven degenerativen Veränderungen der 

HWS MRI 2016
• Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Formen 

(F45.41)
• Verdacht auf rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig mittelgradige 

Episode (F:33.1)
• Verdacht auf Agoraphobie mit Panikstörung (F:40.1)

Zudem führte er zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus, dass er 
letzteren seit 2011 praktisch monatlich sehe und es gegenüber dem Jahr 2011 
zu keiner Heilung gekommen sei. Vielmehr sei es zu einer Verschlimmerung der 
Schmerzhaftigkeit im Nacken-, Kopf- und Armbereich links gekommen, weshalb 
mehrere Therapien und spezialärztliche sowie radiologische Abklärungen vorge-
nommen worden seien. Der Ellbogen sei nach der Operation lokal gut verheilt, 
die Arm- und Nackenschmerzen persistierten jedoch. Der Beschwerdeführer sei 
nochmals einer neurologischen Untersuchung zugeführt worden und es habe 
eine erneute Bildgebung der Halswirbelsäule stattgefunden, wo sich mehrere 
Pathologien gezeigt hätten, welche die Schmerzhaftigkeit im Nackenbereich und 
die Einschränkung der Beweglichkeit genügend erklärten. Bei diesen mehreren 
Problemen scheine eine therapeutische Heilung praktisch unmöglich, da nicht 
überall operiert und gespritzt werden könne. Der Beschwerdeführer sei zu 50% 
arbeitsunfähig. Limitierend seien hier vor allem der Nacken und die Armproble-
matik. Bezüglich der psychischen Problematik müsste ein Psychiater Stellung 
nehmen. Aus Sicht des Hausarztes habe er jedoch eine chronische Depression.

5.8 Mit Stellungnahme vom 11. August 2016 führte der RAD-Arzt Dr.med. 
W.________ aus, dass sich aus den neu eingereichten Akten nichts wesentlich 
Neues ergebe. Die recht ausgeprägten degenerativen Veränderungen der HWS 
seien bekannt; ein diskretes Sulcus ulnaris Syndrom ohne motorischen Ausfälle 
schränke die Arbeitsfähigkeit nicht ein; im neuen Bericht des SPD würden Ver-
dachtsdiagnosen auf eine mittelschwere Depression sowie eine phobische 
Angststörung gestellt, welche demnach nicht gesichert sind. Die aktuelle, rein 
subjektive Zunahme der Schmerzen bei bekanntem langjährigen Schmerz-
syndrom sei wenig erstaunlich im jetzigen Fallstand (soziale und finanzielle Un-
sicherheiten), sei jedoch ohne zu Grunde liegendes neues organisches Korrelat 
nicht iv-relevant. Des Weiteren könnten die sogenannten Indikatoren aus dem 
schon etwas älteren E.________-Gutachten problemlos extrahiert werden. Be-
schrieben werden: Klare Diagnosen mit Befunden, mit Definition der Schwere-
grade; das soziale Funktionsniveau des Beschwerdeführers im Alltag („Tagesab-
lauf“); der Verlauf der Krankheitsentwicklung; Angaben über allfällige Suchtpro-

32

bleme; die durchgeführten Therapien inkl. deren Erfolg und Misserfolg; die Per-
sönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers (S. 58 des psych. Teilgutachtens). 
Der RAD-Arzt empfehle deshalb, weiterhin auf das E.________-Gutachten vom 
Juni 2015 abzustellen (IV-act. 125-6/6).

6. Vorliegend ist unbestritten, dass die Rentenzusprache hauptsächlich auf-
grund der psychiatrischen Befunde: Rezidivierende depressive Störung, mittel-
schwer, mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11) und anhaltende somato-
forme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie somatisch bei degenerativen Ver-
änderungen der HWS erfolgte (Beschwerde vom 12.9.2016 S. 4 Ziff. 3; IV-act. 
119-3/10 Ziff. 2; vgl. vorstehende Erw. 3.10).

Zudem ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten 
Tätigkeit (als Schweisser) weiterhin nicht arbeitsfähig ist (angefochtene Verfü-
gung, IV-act. 127-2/4).

Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob in angepasster Tätigkeit weiterhin eine 
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% (wie vom Beschwerdeführer geltend ge-
macht) oder eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (gemäss IV-Verfügung) vorliegt.

7.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass das E.________-Gutachten 
vom 24. Juni 2015 auf dem illegal erworbenen Observationsmaterial vom Sep-
tember/ Oktober 2014 beruhe, weshalb es zusammen mit den übrigen Akten, die 
einen Bezug zur unzulässigen Observation oder zu den darin enthaltenen Daten 
haben, aus den Akten zu entfernen sei.

7.2 Aus der Meldung zur Bekämpfung von Versicherungsmissbrauch (BVM) 
ergibt sich, dass die IV-Stelle am 21. November 2012 einen Hinweis erhalten ha-
be, wonach der Beschwerdeführer ca. 30 Stunden pro Woche bei 
AR.________in ________ arbeiten soll (IV-act. 89-7/12). Des Weiteren hätten 
Anhaltspunkte bestanden, dass sich der Beschwerdeführer oft im Kosovo aufge-
halten habe. Diese Hinweise bzw. Anhaltspunkte widersprächen Stellungnahmen 
des Beschwerdeführers gegenüber der IV-Stelle, wonach er nicht so lange sitzen 
könne. Des Weiteren verneinte er zu arbeiten, Freunden in einem Betrieb auszu-
helfen oder sonstige Tätigkeiten (Arbeitsversuche, Vereinstätigkeiten, Nachbar-
schaftshilfen etc.) auszuüben. Hobbies habe er keine, sondern schaue fern.

Nach dem Gesagten ergaben sich (auch ohne Observationsergebnisse) für die 
IV-Stelle genügend Gründe, um eine MEDAS-Begutachtung anzuordnen. Dies 
ergibt sich sinngemäss auch aus der Stellungnahme BVM vom 26. April 2013, 
wonach eine MEDAS-Begutachtung bereits in Erwägung gezogen wurde, bevor 

33

die Observation erfolgte. Die Observation sollte nur zur allfälligen Ergänzung des 
Sachverhalts vor der Begutachtung durchgeführt werden (IV-act. 89-8/12).

7.3 Das E.________-Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, be-
ruht auf allseitigen Untersuchungen (orthopädisch/traumatologisch, neurologisch, 
psychiatrisch und innere Medizin), ist in Kenntnis der Vorakten ergangen und hat 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt.

7.3.1 Im neurologischen Teilgutachten wird ausführlich zu den früher erfolgten 
(2005 und 2007) Stürzen (bzw. Anfällen) des Beschwerdeführers Bezug genom-
men. Dazu wurde ausgeführt, dass eine symptomatische Genese dieser Anfälle 
bei einer Raumforderung höchst unwahrscheinlich sei, da der neurologische Sta-
tus fokal nicht gestört sei. Des Weiteren seien die geklagten Kopfschmerzen auf-
grund eines Medikamentenübergebrauchs nicht auszuschliessen und auch nicht 
solche psychogener Natur. Im Zusammenhang mit den Rückenschmerzen hätten 
bei der Untersuchung weder im Bereich der Halswirbelsäule noch der Lenden-
wirbelsäule Hinweise für ein radikuläres Syndrom gefunden werden können. Eine 
somatoforme Störung könne von neurologischer Seite her bei weiterhin normalen 
Befunden nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Zusammenfassend 
bestehen aus neurologischer Sicht keine Hinweise für eine Krankschreibung (IV-
act. 104-48f./68). Diese Beurteilung ist nachvollziehbar, begründet und schlüssig, 
wobei die Observationsergebnisse lediglich am Schluss kurz zum Vergleich 
erwähnt wurden, für die Beurteilung jedoch nicht massgebend waren. Somit kann 
den Ausführungen im E.________-Gutachten aus neurologischer Sicht vorlie-
gend ohne weiteres gefolgt werden.

7.3.2 Aus internistischer Sicht seien lediglich die Refluxösophagitis Grad I bei 
axialer Hiatushernie, die nicht erosive Helicobacter Gastritis und die nicht erosive 
Bulbitis duodeni sowie eine chronische Bronchitis erwähnenswert. Diese Erkran-
kungen würden jedoch leitliniengerecht therapiert und führten nicht zu einer Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus internistischer Sicht bestehe demnach eine 
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (IV-act. 104-66/68). Auch diese Beurteilung ist 
nachvollziehbar und schlüssig. Die Observationsergebnisse wurden dafür nicht 
berücksichtigt bzw. waren irrelevant. Auch dieses Teilgutachten ist vorliegend 
nicht zu beanstanden.

7.3.3 Im orthopädisch/traumatologischen Teilgutachten wurde zur Wirbelsäulen-
funktion (begründet auf Röntgenuntersuchungen der HWS und LWS vom 
11.5.2015) festgehalten, dass es sich dabei vordergründig um Funktionseinbus-
sen im Abschnitt der HWS handle. Die Beweglichkeit der HWS sei nur als end-
phasig schmerzhaft festgestellt worden. Die Palpationsempfindlichkeit über den 

34

Dornfortsätzen C5-7 sowie über den jeweiligen Interspinalräumen korreliere mit 
röntgenologisch dokumentierten fortgeschrittenen mehrsegmentalen spondylo-
osteophytären Aufbrauchbefunden mit einer segmentalen ventralen Spangen-
bildung C3/4. Zusammenfassend gelte die statische Belastbarkeit der HWS somit 
als deutlich dezimiert. Auch die Beweglichkeit der LWS und des Rumpfes sei mit 
einem mit 22 cm erreichbaren FBA nur mässiggradig eingeschränkt. Auch verfü-
ge der Beschwerdeführer über eine suffiziente muskuläre Stützung und Führung. 
Röntgenologisch seien im Abschnitt der LWS nur leichtgradige degenerative 
Veränderungen im Sinne von angedeuteten ventralen Spondylosen der oberen 
lumbalen Segmente sowie lumbosakral beschrieben worden. Eine Arbeitsfähig-
keit in der bisherigen Tätigkeit als Schweisser wurde weiterhin verneint. Eine an-
gepasste Tätigkeit (rückenadaptierte, den Abschnitt der HWS statisch schonen-
de, leichte Arbeiten; keine Arbeiten einhergehend mit repetitiven Bewegungs-
anforderungen für die HWS, keine Tätigkeiten, welche Zwangshaltungen für die 
HWS voraussetzen; überwiegend präventiv keine schweren rumpfbelastenden 
Arbeiten; das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei mit 10kg bis max. 
15kg bzw. ausschliesslich mit dem linken Arm mit 5kg limitiert) sei, nach Abklin-
gen der perioperativen Rehaphase (vgl. nachfolgende Ausführungen zum linken 
Ellbogen des Beschwerdeführers), zu 100% zumutbar.

Zwar wird im orthopädischen Teilgutachten auf die Observationsergebnisse ver-
wiesen, indem festgehalten wird, dass (unter Berücksichtigung der Observation 
und Videodokumentation, in welcher die Bewegungsabläufe des Beschwerdefüh-
rers beobachtet werden konnten) bis zur Ellbogenoperation im Mai 2015 in einer 
angepassten Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit bestanden hat. Allerdings 
kann auch unter Berücksichtigung der übrigen Akten davon ausgegangen wer-
den, dass aus orthopädischer Sicht (im Vergleich zur ursprünglichen Rentenzu-
sprache) keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands erfolgt ist.

Bereits im C.________-Gutachten vom 5. Januar 2009 wurden erhebliche dege-
nerative Veränderungen im Bereich der HWS diagnostiziert. Schon damals be-
stand eine Spangenbildung C3/4. Zudem fanden sich verschiedene osteophytäre 
Ausziehungen (vgl. die beginnende osteochondrotische Spondylophytenbildung 
bei HWK4/5 und 5/6, IV-act. 24-17/35). In einem Radiologiebericht aus dem Jahr 
2007 (welcher im C.________-Gutachten berücksichtigt wurde, vgl. IV-act. 24-
7/35) wurde festgehalten, dass sich beginnende Bandscheibenschäden in Form 
von mässigen osteodiscären Protrusionen verifizieren liessen, wodurch in C5/6 
eine bilaterale, leichtgradige linksseitig betonte foraminale Einengung resultierte. 
Ein gewisses Mass an C6-Problematik links wurde als vorstellbar erachtet, eine 
eigentliche Kompression der Nervenwurzel konnte jedoch nicht verifiziert werden 
(vgl. dazu den Röntgenbericht vom 22.2.2016, vorstehende Erw. 5.5). Als unge-

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wöhnlich wurden von den C.________-Gutachtern auch die starken Ausprägun-
gen im Bereich der oberen HWS beurteilt. Die radiomorphologischen Befunde 
wurden als geeignet erachtet, einen Teil der vom Beschwerdeführer beklagten 
Schmerzen zu begründen. Im Bereich der LWS konnten keine wesentlichen de-
generativen Veränderungen gefunden werden (vgl. vorstehende Erw. 3.4). Die 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wurde, wie im E.________-
Gutachten, verneint, da diese Tätigkeit mit den degenerativen Veränderungen im 
Bereich der HWS (und dem Schmerzerleben aufgrund der somatoformen 
Schmerzstörung) nicht mehr zumutbar war. In einer angepassten Tätigkeit (ohne 
Überkopfarbeiten, ohne Arbeiten mit fixierter Haltung der HWS) wurde der Be-
schwerdeführer jedoch aus orthopädischer Sicht als nicht eingeschränkt beurteilt.

Am 1. Juni 2012 bestätigte Dr.med. F.________ einen stationären Gesundheits-
zustand (vgl. vorstehende Erw. 4.1). In seiner Beurteilung vom 22. März 2016 
führte Dr.med. F.________ jedoch aus, dass sich die Schmerzhaftigkeit im Na-
cken-, Kopf- und Armbereich links verschlimmert habe, weshalb weitere Ab-
klärungen vorgenommen worden seien. Die Bildgebung der Halswirbelsäule 
zeigten mehrere Pathologien, welche die Schmerzhaftigkeit im Nackenbereich 
und die Einschränkung der Beweglichkeit genügend erklärten (vgl. vorstehende 
Erw. 5.5. und 5.7).

Dazu hat der RAD-Arzt Dr.med. W.________ am 11. August 2016 nachvollzieh-
bar dargelegt, dass sich aus den neu eingereichten Akten (u.a. dem obgenann-
ten Bericht von Dr.med. F.________ sowie der Bildgebung vom 22.2.2016) 
nichts wesentlich Neues ergebe und die recht ausgeprägten degenerativen Ver-
änderungen der HWS bereits bekannt gewesen seien, was sich auch den vor-
stehend dargelegten Teilgutachten sowie den Röntgenberichten entnehmen 
lässt. Nachvollziehbar ist auch, dass ein diskretes Sulcus ulnaris Syndrom ohne 
motorische Ausfälle die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkt.

Nach dem Gesagten ergibt sich, dass es allenfalls subjektiv beim Beschwerde-
führer zu einer Verschlimmerung der Schmerzen gekommen ist. Ein neues orga-
nisches Korrelat liegt jedoch nicht vor. Somit ist das E.________-Gutachten in-
soweit auch in orthopädischer Hinsicht nachvollziehbar und schlüssig, als (ohne 
Berücksichtigung der Ellbogenproblematik) der Beschwerdeführer in seiner an-
gestammten Tätigkeit weiterhin nicht und in einer leidensangepassten Tätigkeit 
unter Berücksichtigung des Belastungsprofils zu 100% arbeitsfähig ist.

7.3.4 Zur Ellbogenproblematik (die Operation erfolgte nur wenige Tage vor den 
jeweiligen Untersuchungen für das Gutachten) wurde im E.________-Gutachten 
ausgeführt, dass nach Abschluss der postoperativ vorgesehenen Physiotherapie 
eine deutliche Funktionsbesserung des linken Ellenbogengelenkes zu erwarten 

36

sei. Nach Abklingen der perioperativen Rehaphase (ca. max. drei Monate nach 
dem OP-Datum) seien angepasste Tätigkeiten auf einem 100%-Niveau zumut-
bar. Zudem wurde im Belastungsprofil festgehalten, dass auch nach Abklingen 
der OP-Folgen am linken Ellenbogengelenk und nach Abschluss der postopera-
tiven Ellenbogen-Rehabilitation keine schweren Gewichtsbelastungen mit dem 
linken dominanten Arm erfolgen sollten. Das Heben, Tragen und Bewegen von 
Lasten mit dem dominanten linken Arm sollte bei 5kg limitiert bleiben. Beidarmig 
seien Belastungen von 10-15kg möglich.

Dr.med. AG.________ hielt am 28. August 2015 fest, dass die arthrosebedingten 
Schmerzen trotz Operation bestehen blieben und eine verminderte Leistungs-
fähigkeit bestehe, wobei das Ausmass offen gelassen wurde. Manuelle Belas-
tungen würden über längere Zeit nicht toleriert (vgl. vorstehende Erw. 5.2). Im 
Übrigen wurde der Behandlungsverlauf bzw. die Heilung des Ellbogens sowohl 
von Dr.med. AG.________ als auch vom Hausarzt als gut beurteilt. 

Dazu hat der RAD-Arzt Dr.med. W.________ am 14. Oktober 2015 ausgeführt, 
dass die Operation - wie zu erwarten bei einem Versicherten mit einer chroni-
schen generalisierten Schmerzstörung - aus subjektiver Sicht wenig erfolgreich 
(„unverändert Schmerzen“) gewesen sei. Immerhin sei es durch die Operation 
nicht zu einer Verschlechterung gekommen. Somit gelte das Resultat des 
E.________-Gutachtens ab Behandlungsabschluss beim Chirurgen bzw. ab En-
de der postoperativen Rehabilitation im August 2015 (vgl. vorstehende Erw. 5.3).

Dabei ist zu berücksichtigen, dass Schmerzen im linken Arm bzw. Sensibilitätss-
törungen bereits im Juli 2007 (vgl. vorstehende Erw. 3.1.10) und im Mai 2008 
(Erw. 3.1) bekannt waren und berücksichtigt wurden.

Nach dem Gesagten sind die Ausführungen des RAD-Arztes nachvollziehbar. 
Eine (gegenüber dem im E.________-Gutachten veranschlagten Belastungsprofil 
zusätzlich) verminderte Leistungsfähigkeit aufgrund der Beschwerden am linken 
Ellbogen ist nicht aktenkundig; eine solche Einschränkung im Belastungsprofil 
des E.________-Gutachtens wurde wie erwähnt berücksichtigt. Die Arbeitsun-
fähigkeitsbeurteilung von Dr.med. F.________, welcher aus somatischen Grün-
den von 50% ausgeht, ist zusammenfassend nicht nachvollziehbar.

7.3.5 Der Beschwerdeführer rügt zudem, dass eine Verbesserung der psychi-
schen Beschwerden nicht vorliege. Es könne ihm nicht vorgeworfen werden, 
dass er sich ab 2011 nicht mehr habe behandeln lassen, nachdem stets von 
einer schlechten Prognose ausgegangen worden sei.

Der Beschwerdeführer berücksichtigt vorliegend nicht, dass im E.________-
Gutachten nicht (nur) aufgrund des Behandlungsendes im Jahr 2011 oder der 

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Observationsergebnisse von einer Verbesserung des psychischen Gesundheits-
zustands des Beschwerdeführers ausgegangen wurde. Vielmehr zeigte die Un-
tersuchung selbst einen affektiv schwingungsfähigen Beschwerdeführer, der sich 
allenfalls wütend über die Behandlung durch die IV äusserte, aber keine depres-
siven Symptome mehr zeigte. Er stelle die multifokale Schmerzsymptomatik in 
den Vordergrund seiner Beschwerden, zeige anderseits aber auch eine klare 
Überwindbarkeit der Schmerzen, sowohl in anamnestischer Hinsicht als auch 
aufgrund des Verhaltens während der Exploration. Anderseits seien ein direkter 
Zusammenhang mit Stressbelastung, die bisherige weitgehende Therapieresis-
tenz und eine ausgeprägte Krankheitsüberzeugung im Sinne eines primären 
Krankheitsgewinns klare Hinweise auf den somatoformen Anteil der Beschwer-
den. Erschwerend und die Überwindbarkeit der Schmerzstörung beeinträchti-
gend im Sinne einer psychiatrischen Komorbidität sei die akzentuierte Persön-
lichkeit zu verstehen, die zwar das Ausmass einer Persönlichkeitsstörung nach 
den Kriterien des ICD-10 nicht erreiche und für sich genommen die Arbeitsfähig-
keit nicht einschränke, in Verbindung mit der Schmerzstörung aber eine Auswir-
kung auf alle Bereiche des täglichen Lebens zeige und deshalb auch eine F-
Diagnose erhalte. Die aufgrund der somatoformen Komponente bestehende 
massive Krankheitsüberzeugung in Verbindung mit den histrionischen Anteilen 
sei der Grund dafür, dass eine Rückkehr in die bisherige körperlich stark bean-
spruchende Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei.

Damit wird im E.________-Gutachten, entgegen dem Vorbringen des Beschwer-
deführers, begründet, weshalb aus psychiatrischer Sicht eine Rückkehr in die 
angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar, eine angepasste Tätigkeit, die mit 
Wechselbelastung verbunden ist, leichte repetitive Arbeiten beinhaltet und ohne 
zeitlichen Druck auskommt, hingegen vollumfänglich ausgeübt werden kann. In 
diesem Sinne decken sich die Ausführungen im E.________-Gutachten teilweise 
auch mit den Ausführungen im D.________-Gutachten, gemäss welchem die 
bisherige Tätigkeit (im Gegensatz zu einer angepassten Tätigkeit) u.a. aufgrund 
dem Schmerzerleben bei der somatoformen Schmerzstörung nicht mehr zumut-
bar war (vgl. IV-act. 49-14/21). Es ist nachvollziehbar und somit vorliegend nicht 
zu beanstanden, dass psychische Beschwerden je nach Arbeitstätigkeit und ins-
besondere in Anbetracht unterschiedlicher Anforderungen an eine Arbeitstätig-
keit, verschiedene Arbeitsfähigkeitsgrade ergeben können.

Die im E.________-Gutachten festgestellte Verbesserung der Depression zeigt 
sich auch im Vergleich zum D.________-Gutachten. Damals wurd