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**Case Identifier:** 8e59585c-d911-5d7b-a54c-9ad87d81dd59
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.03.2014 UV 2012/94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-94_2014-03-18.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/94

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.03.2014

Entscheiddatum: 18.03.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 18.03.2014
Art. 19 Abs. 3 UVG; Art. 30 UVV. Anspruch auf eine Übergangsrente der 
Unfallversicherung, solange die Eingliederung der Invalidenversicherung 
noch nicht abgeschlossen ist. Anspruch auf Integritätsentschädigung. 
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. März 2014, UV 
2012/94).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_347/2014.Präsident 
Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 
undMiriam Lendfers; a.o. Gerichtsschreiberin Franziska Müller

Entscheid vom 18. März 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 

9410 Heiden,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. Dezember 2006 zu 100% bei der 

B.___ AG als LKW-Chauffeur arbeitstätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert (Suva-act. 9). Er hatte eine Anlehre als Metzgereigehilfe absolviert 

(IV-act. 6). Am 20. April 2008 stürzte er mit dem Motorrad und zog sich mehrere 

Verletzungen zu (Suva-act. 1, 4, 6, 135). Dr. med. D.___, Allgemeine Medizin FMH 

bescheinigte dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit zu 100% ab Unfalldatum (Suva-

act. 9, 43, 55, 64, 69). Gemäss Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E.___, Facharzt 

FMH für Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, vom 2. September 2008 

(Suva-act. 20) bestanden eine LWK 3-Vorderkanten-Abrissfraktur, eine BWK 12-Fraktur 

und eine Contusio spinalis. Dr. E.___ erwartete in den folgenden ein bis zwei Monaten 

eine deutliche Besserung und empfahl dann eine neurologische Kontrolle im 

Kantonsspital St. Gallen (KSSG) mit Objektivierung allfälliger Residuen. Erst dann 

könne die Stellungnahme zur beruflichen Prognose erfolgen. Für leichte Tätigkeiten sei 

der Versicherte heute einsatzfähig.

A.b  Am 1. Dezember 2008 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen zum Bezug von Invalidenleistungen an (IV-act. 3). Die B.___ AG kündigte das 

Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf den 28. Februar 2009 (Suva-act. 35).

A.c  Bei einer Untersuchung vom 7. Januar 2009 in der Klinik für Neurologie des KSSG 

wurde eine Rehabilitation, einerseits für ein "Auftrainieren", andererseits zur Abklärung 

der Restarbeitsfähigkeit, empfohlen (Suva-act. 37). Vom 3. Februar bis 1. Mai 2009 hielt 

sich der Versicherte stationär in der Rehaklinik Bellikon auf (Suva-act. 41, 49). Bei der 

ehemaligen Arbeitgeberin konnte der Versicherte im August und Oktober 2009 

tageweise bei einem Kollegen im LKW mitfahren mit dem Ziel, ihn allmählich wieder an 

die beruflichen Belastungen zu gewöhnen (Suva-act. 61, 68, 72).

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A.d  Nach einer ambulanten neurologischen Re-Evaluation vom 10. November 2009 

(Suva-act. 74) empfahlen die Ärzte der Rehaklinik Bellikon eine rückenschonende, 

wechselbelastende, leichte bis selten mittelschwere angepasste Tätigkeit. Eine 

ganztägige Präsenz sei möglich, die Präsenzzeit sei ca. halbschichtig zu beginnen und 

sukzessive zu steigern. Das Risiko einer übermässigen Belastung sei aufgrund eines 

Status nach inkompletter Querschnittverletzung nach Sinterungsfraktur von BWK 12 

als LKW-Chauffeur sehr hoch. Zusätzlich sei der Versicherte nicht geeignet für 

Arbeiten, bei denen die Wirbelsäule Vibrationen ausgesetzt sei, wie beispielsweise als 

LKW-Fahrer. Gemäss neuropsychologischem Bericht vom 10. November 2009 (Suva-

act. 75) war die Fahreignung für das Lenken von motorisierten Fahrzeugen zu privaten 

Zwecken aus neuropsychologischer Sicht äusserst fraglich, die Fahreignung als LKW-

Chauffeur klar nicht gegeben. Der Arbeitsversuch bei der ehemaligen Arbeitgeberin 

wurde daraufhin abgebrochen (vgl. Suva-act. 141).

A.e  Am 11. März 2010 schlug Dr. med. F.___, praktische Ärztin FMH, Universität 

Zürich, Institut für Rechtsmedizin, nach verkehrsmedizinischer Begutachtung des Ver­

sicherten am 9. Februar 2010 (Suva-act. 101) vor, dass dem Versicherten ein 

Lernfahrausweis erteilt werden solle, wobei Fahrten nur mit einem konzessionierten 

Fahrlehrer durchgeführt werden dürften und eine ärztlich begleitete Kontrollfahrt 

durchzuführen sei. Aufgrund der beschriebenen Symptome mit Schwindel und 

vermehrten Schmerzen im Rückenbereich bei Fahrten mit einem Lastwagen sei die 

Fahreignung mit den beschriebenen neuropsychologischen Defiziten für diese 

Kategorie aktuell nicht gegeben.

A.f   Vom 7. Juni 2010 bis 2. Juli 2010 wurde eine berufliche Abklärung in der 

Rehaklinik Bellikon durchgeführt (Suva-act. 115, 124). Eine am 29. Juni 2010 

durchgeführte Kontrollfahrt mit einem Experten des Strassenverkehrsamts St. Gallen 

absolvierte der Versicherte erfolgreich, sodass ihm der Führerausweis für 

Personenwagen wieder erteilt wurde (Suva-act. 121f.).

A.g  Am 4. Februar 2011 wurde eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung 

vorgenommen (Suva-act. 150). Sie ergab eine verbliebene diskrete Belastungs- und 

Bewegungseinschränkung bei leichter Keildeformation von LWK3 und BWK12. Die 

Unfallfolgen seien dauernd und erheblich und begründeten eine 

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Integritätsentschädigung, so Dr. E.___. Betreffend medizinischer Zumutbarkeit aus 

Unfallfolgen bestehe vom Rücken her eine Einschränkung für das Aussetzen an 

Vibrationen, das Heben und Tragen von über mittelschweren Gewichten. Günstig seien 

Tätigkeiten in Wechselpositionen, vollschichtig mit Gewichtsbelastungen von ca. 10 kg 

am Boden und 15 kg auf Tischhöhe. Die Integritätsentschädigung schätzte Dr. E.___ 

auf 7.5% (Suva-act. 149). Die Suva beauftragte am 2. März 2011 die externe 

Stellenvermittlung G.___ GmbH mit der beruflichen Eingliederung des Versicherten 

(Suva-act. 156ff., 161, 167f., 170) und richtete weiterhin Taggelder aus (Suva-act. 163). 

Der Versicherte konnte ab 1. Juni 2011 einen befristeten Einsatz zu 50% im Bereich 

Fleischverarbeitung/Verkauf der H.___ AG beginnen (Suva-act. 170f., 176, 178, 182, 

189). Per 31. Dezember 2011 beendete die Arbeitgeberin den Arbeitsversuch wegen 

ungenügender Leistungen des Versicherten (vgl. Suva-act. 189, 191, 193). Die 

Arbeitsvermittlung wurde ebenfalls beendet und die Suva kündigte die Einstellung der 

Taggeldzahlungen auf Ende Januar 2012 an (Suva-act. 194ff.; siehe auch Schreiben 

der Suva vom 20. Januar 2012, Suva-act. 197). Dr. med. I.___, Chiropraktor, erachtete 

im Bericht vom 15. Februar 2012 nach 17 Behandlungen seit Oktober 2011 eine 

Arbeitsfähigkeit zu 50% als "angebracht" (Suva-act. 202).

A.h  Mit Verfügung vom 27. März 2012 sprach die Suva dem Versicherten ab 1. Februar 

2012 eine Invalidenrente von monatlich Fr. 658.05, gestützt auf einen Invaliditätsgrad 

von 16%, sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 9'450.--, gründend auf eine 

Integritätseinbusse von 7,5%, zu (Suva-act. 212). Die gegen diese Verfügung erhobene 

Einsprache vom 10. Mai 2012 (Suva-act. 216) wurde mit Einspracheentscheid vom 

10. Oktober 2012 (act. G 1.2; Suva-act. 221) abgewiesen.

B.    

B.a  Mit Beschwerde vom 14. November 2012 (act. G 1) liess der Versicherte durch 

Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Heiden, beantragen, der Einspracheentscheid vom 

10. Oktober 2012 sowie die Verfügung vom 27. März 2012 seien aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer eine höhere 

Übergangsrente und eine höhere Integritätsentschädigung auszurichten; unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen. Zudem liess er den Beizug der IV-Akten sowie die 

Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragen. Der Beschwerdeführer habe 

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sich durch die Arbeit als Lastwagenchauffeur und den selbständigen Betrieb einer 

kleinen Lohnmetzgerei trotz einer sehr schwierigen Ausgangslage mit Einschränkungen 

durch ADHS und Legasthenie in bewundernswerter Weise eine Nische geschaffen. 

Aufgrund der Folgen des Motorradunfalls vom 20. April 2008 könne er unfallbedingt 

sowohl die Tätigkeit als Hilfsmetzger wie auch diejenige als Lastwagenchauffeur nicht 

mehr ausüben. Eine berufliche Eingliederung bei der H.___ AG sei aufgrund eines 

falschen Arbeitsplatzprofils gescheitert. Mangels Alternativen führe der 

Beschwerdeführer aktuell wieder – bei entsprechendem Arbeitsanfall und sporadisch 

im Taglohn – einen Lastwagen für die Genossenschaft J.___. Die von der 

Beschwerdegegnerin zugesprochene Integritätsentschädigung von 7,5% sei zu tief 

bemessen. Bei der Bemessung der Übergangsrente seien krankhafte Vorzustände zu 

berücksichtigen, wenn sich diese erst zum aktuellen Zeitpunkt und aufgrund der 

Unfallfolgen auswirkten. Es sei daher auf das tatsächlich noch erzielte Einkommen 

abzustellen. Mit der Beschwerde liess der Versicherte ein von ihm in Auftrag 

gegebenes Gutachten vom 4. Juni 2012 (act. G 1.4) einreichen. Darin hatte Dr. med. 

K.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie die Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten in den bisherigen Tätigkeiten als angelernter Hilfsmetzger und als 

Lastwagenfahrer als nicht mehr gegeben bezeichnet. Für den Schaden an der 

Wirbelsäule sei eine Integritätseinbusse von 25% anzunehmen.

B.b  Am 7. Februar 2013 liess der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dem Ver­

sicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verlangten MRI-Bilder der Uniklinik 

Balgrist zukommen, die der Beschwerdegegnerin am 11. Februar 2013 zur 

Kenntnisnahme zugestellt wurden (act. G 9f.).

B.c  Mit Beschwerdeantwort vom 25. April 2013 (act. G 13) beantragte die 

Beschwerdegegnerin, die Beschwerde vom 14. November 2012 sei abzuweisen und 

der Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2012 zu bestätigen. Zur Begründung führte 

sie im Wesentlichen an, gestützt auf die neurologische und orthopädische Beurteilung 

vom 12. März 2013 (Suva-act. 237) von PD Dr. med. L.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie FMH, und Dr. med. M.___, Fachärztin für Neurologie FMH, sei am 

kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofil festzuhalten. Bei der Legasthenie und der 

neuropsychologisch eingeschränkten Bildungsfähigkeit des Beschwerdeführers handle 

es sich um vorbestandene, unfallfremde Aspekte, die bei der Bestimmung der 

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unfallbedingten Invalidität ausser Acht zu bleiben hätten. Unfallkausale 

neuropsychologische Einschränkungen lägen unbestrittenermassen nicht vor. In 

Anbetracht der neuen Tatsache, dass die neurologische Untersuchung bei Dr. N.___ 

keinerlei neurologische Defizite zutage gebracht habe, müsse der kreisärztlich 

geschätzte Prozentsatz von 7,5% sogar als überhöht und grosszügig bezeichnet 

werden.

B.d  Mit Replik vom 9. Juli 2013 (act. G 17) und Duplik vom 20. August 2013 (act. G 19) 

hielten die Parteien an ihren jeweiligen Anträgen fest.

B.e  Am 5. September 2013 wurde der Beschwerdeführer vom Gericht über den Beizug 

der IV-Akten orientiert (act. G 20). Hierzu nahm er am 30. September 2013 Stellung 

(act. G 23) und reichte unter anderem den Vorbescheid der IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen vom 6. August 2013 (act. G 23.1) ein, wonach das Leistungsbegehren um 

berufliche Massnahmen abgewiesen worden war.

B.f   Der Antrag um Durchführung einer mündlichen Verhandlung mit Befragung des 

Beschwerdeführers zum Sachverhalt und zu seiner Person wurde am 16. September 

2013 dahingehend abgeändert, dass der Rechtsvertreter einer Parteibefragung des 

Beschwerdeführers den Vorzug geben würde. Diese wurde am 19. Dezember 2013 

durchgeführt (act. G 25ff.). Mit Schreiben vom 20. Dezember 2013 (act. G 27) und vom 

31. Januar 2014 (act. G 30) stellte die Beschwerdegegnerin den Antrag, das Protokoll 

über die Gerichtssitzung vom 19. Dezember 2013 sei wegen formeller Mängel aus dem 

Recht zu weisen und bei der gerichtlichen Beweiswürdigung unberücksichtigt zu 

lassen.

B.g  Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit entscheidwesentlich, im 

Rahmen der Erwägungen eingegangen.

B.h  Gegen eine Verfügung der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 4. November 

2013, in der diese einen Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen 

abgewiesen hatte, hatte der Beschwerdeführer am 5. Dezember 2013 Beschwerde 

erheben lassen. Die IV-Stelle widerrief diese Verfügung am 24. Februar 2014 pendente 

lite (act. 6.1 im Verfahren IV 2013/610).

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Erwägungen:

1.

Zunächst ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Grundsatz des 

Devolutiveffekts verletzt hat, als sie am 12. März 2013 eine neurologische und 

orthopädische Beurteilung durch PD Dr. L.___ und Dr. M.___ erstellen liess (Suva-

act. 237). Der Beschwerde kommt als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu. Die 

Behandlung der Angelegenheit geht mit Einreichung der Beschwerde auf die 

Beschwerdeinstanz über. Insoweit ist es dem Versicherungsträger grundsätzlich 

verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde weitere oder zusätzliche Abklärungen 

vorzunehmen. Nach der Rechtsprechung sind lediglich punktuelle Abklärungen (wie 

z.B. Einholen von Bestätigungen oder Rückfragen) zugelassen (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 2. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2009, N 73 zu Art. 61). Eine Ausnahme vom 

Prinzip des Devolutiveffekts gilt im Beschwerdeverfahren insofern, als der 

Versicherungsträger den angefochtenen Einspracheentscheid bis zu seiner 

Vernehmlassung in Wiedererwägung ziehen kann (Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, [ATSG; SR 830.1]; Kieser, 

a.a.O., N 74 zu Art. 61 und N 46 ff. zu Art. 53). Wegleitende Gesichtspunkte für die 

Beantwortung der Frage, was im kantonalen Verfahren noch zulässiges 

Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inhaltliche Bedeutung der 

Sachverhaltsvervollständigung für die (Streit-)Sache und die zeitliche Intensität 

allfälliger weiterer Abklärungsmassnahmen (BGE 127 V 228 E. 2b/bb). Vorliegend gab 

insbesondere das mit der Beschwerde eingereichte Gutachten von Dr. K.___ vom 

4. Juni 2012 Anlass zu weiteren Abklärungen seitens der Beschwerdegegnerin. Mit der 

neurologischen und orthopädischen Beurteilung vom 12. März 2013 wurde vor allem 

ein Vergleich zu den kreisärztlichen Beurteilungen vom 4. und 7. Februar 2011 von Dr. 

E.___ gezogen. An dieser Vorgehensweise ist nichts auszusetzen, zumal der 

Beschwerdegegnerin das auf den 4. Juni 2012 datierende Gutachten von Dr. K.___ mit 

der Beschwerde vom 14. November 2012 erstmals vorgelegt wurde und sie davor 

keine Gelegenheit hatte, sich dazu zu äussern oder darauf gründend Abklärungen zu 

tätigen. Zur sinnvollen Antragsstellung im Gerichtsverfahren war die 

Beschwerdegegnerin gehalten, medizinische Rückfragen zu stellen. Der Devolutiveffekt 

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ist folglich nicht als verletzt zu betrachten und die neurologische und orthopädische 

Beurteilung vom 12. März 2013 in die Beurteilung miteinzubeziehen.

2.

2.1 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 18 ff. des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 16% zugesprochen. Die rechtlichen Grundlagen für diese 

Bemessung hat sie zutreffend wiedergegeben (E. 1 lit. a bis d des angefochtenen 

Einspracheentscheids). Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass der 

Rentenanspruch gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht, wenn von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des 

Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Der Bundesrat erlässt gemäss Art. 19 

Abs. 3 UVG nähere Vorschriften über die Entstehung des Rentenanspruchs, wenn von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands mehr zu erwarten ist, der Entscheid der IV über berufliche 

Eingliederung jedoch erst später gefällt wird. Diesem Auftrag ist der Verordnungsgeber 

mit Regelung der sog. Übergangsrente in Art. 30 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) nachgekommen (vgl. auch BGE 116 V 246 

E. 2b). Nach dessen Abs. 1 gilt Folgendes: Ist von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten 

mehr zu erwarten, wird jedoch der Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung 

erst später gefällt, so wird vom Abschluss der ärztlichen Behandlung an 

vorübergehend eine Rente ausgerichtet; diese wird aufgrund der in diesem Zeitpunkt 

bestehenden Erwerbsunfähigkeit festgesetzt. Der Anspruch erlischt beim Beginn des 

Anspruchs auf ein Taggeld der IV (Art. 30 Abs. 1 lit. a UVV), mit dem negativen 

Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung (Art. 30 Abs. 1 lit. b UVV) oder mit 

der Festsetzung der definitiven Rente (Art. 30 Abs. 1 lit. c UVV).

2.2 In der Verfügung vom 27. März 2012 wollte die Beschwerdegegnerin offensichtlich 

eine definitive Rente und keine Übergangsrente zusprechen. Im Einspracheentscheid 

hielt sie demgegenüber unter Hinweis auf einen Vorbescheid der IV vom 20. April 2012 

fest, dass der definitive Entscheid der IV über berufliche Massnahmen offenbar immer 

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noch ausstehend sei. Daher sei die von ihr zugesprochene Rente als Übergangsrente 

im Sinn von Art. 30 UVV anzusehen (E. 5.b). Dies ist zutreffend und wird vom 

Beschwerdeführer nicht beanstandet. Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens ist 

folglich über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Übergangsrente im Sinn 

von Art. 30 UVV zu entscheiden.

3.

3.1 Der Beschwerdeführer kritisiert unter Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. K.___ 

das von der Beschwerdegegnerin bzw. ihrem Kreisarzt formulierte Zumutbarkeitsprofil.

3.1.1 Im MRI der Uniklinik Balgrist vom 23. April 2012 wurden – gemäss Wiedergabe im 

Gutachten von Dr. K.___ – keine Kompressionen neurogener Strukturen sichtbar. 

Multisegmental wurden leichte degenerative Veränderungen mit Hauptbefund auf Höhe 

LWK4 bis SWK1 festgestellt. Eine substantielle Fehlhaltung nach 

Deckplattenimpressionsfraktur an BWK12 und LWK3 wurde verneint (vgl. act. G 1.4 S. 

9). Die von der Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren angefragten Ärzte des 

Kompetenzzentrums Versicherungsmedizin der Suva, der orthopädische Chirurg PD 

Dr. L.___ und die Neurologin Dr. M.___, haben in ihrer Aktenbeurteilung vom 12. März 

2013 nachvollziehbar darauf hingewiesen, dass die anamnestischen Angaben in den 

Berichten von Dr. E.___ und Dr. K.___ in Lokalisation und Ausmass der beklagten 

Beschwerden keine wesentlichen Diskrepanzen aufweisen (vgl. Suva-act. 237 S. 2 f.). 

In der Zumutbarkeitsbeurteilung weichen die beiden Ärzte jedoch erheblich 

voneinander ab.

3.1.2      Dr. E.___ formulierte im Rahmen seiner Abschlussuntersuchung vom 

4. Februar 2011 betreffend Zumutbarkeit eine Einschränkung für das Aussetzen an 

Vibrationen und für das Heben und Tragen von über mittelschweren Gewichten. Bei 

Wechselhaltung erachtete er Tätigkeiten vollumfänglich für zumutbar, sofern am Boden 

Gewichte von nicht mehr als 10 kg und auf Tischhöhe von 15 kg gehandhabt werden 

müssten (Suva-act. 150). Der Beschwerdeführer sieht darin einen "krassen 

Widerspruch" zur Feststellung des Kreisarztes, dass geringe Ruheschmerzen, aber 

zunehmende Schmerzen bei Beanspruchung und Belastung bestünden. In seinem 

Bericht hatte der Kreisarzt die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers 

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wiedergegeben, wonach die Beschwerden im Rückenbereich in Ruhe leicht vorhanden 

seien und sich bei Belastung verstärkten. Bezugnehmend auf die objektiven Befunde 

hielt Dr. E.___ fest, beim Versicherten bestehe eine leichte muskuläre Schwäche am 

rechten Bein bei sonst negativem Lasègue und Bragard-Zeichen mit guter 

Beweglichkeit und ohne Anhaltspunkte für Nervenirritation. Die Veränderungen am 

rechten Bein sah der Kreisarzt im Rahmen des degenerativen Wirbelsäulenleidens bei 

der gefundenen Pathologie auf Höhe LWK5/SWK1. Zudem wies er auf die aus dem 

Unfall verbliebene Keildeformation LWK3 und BWK12 hin. Ansonsten bestehe eine 

gute Konsolidation und die Funktion der Wirbelsäule sei gut. Widersprüche können in 

diesem Bericht nicht gefunden werden. Der Kreisarzt hat die subjektiven 

Schmerzangaben des Versicherten abgefragt und protokolliert, seine 

Schlussfolgerungen und die Zumutbarkeitsbeurteilung aber – lege artis – gestützt auf 

die objektiven Befunde und klinischen Erhebungen vorgenommen.

3.1.3 Dr. K.___ hat sich auf den Standpunkt gestellt, das von Dr. E.___ umschriebene 

Anforderungsprofil gehe völlig an der Realität vorbei. Im Zusammenhang mit dem 

Arbeitsversuch (bei der H.___ AG) habe der Versicherte glaubhaft erzählt, dass die 

Belastung vom Hantieren mit 3 kg schweren Fleischstücken 400mal am Tag nicht 

gegangen sei. Auch längeres Sitzen, wie es für einen LKW-Fahrer angezeigt sei, liege 

nicht mehr drin (S. 11). Der Beschwerdeführer lässt in der Beschwerde geltend 

machen, dass beim Arbeitsversuch das Arbeitsplatzprofil falsch gewesen sei. 

Offenkundig war die Belastung tatsächlich ungeeignet bzw. zu einseitig, wodurch die 

Schmerzen nach Angabe des Beschwerdeführers exazerbierten. Eine 

Wechselbelastung ohne nennenswerte Konfrontation mit Lasten war beim 

Arbeitsversuch offenbar nicht gewährleistet. Der Beschwerdeführer musste die Arbeit 

nach Angabe des Arbeitsgebers vollumfänglich stehend verrichten und konnte nur 

zwischendurch für kurze Zeit Entlastungspositionen einnehmen (vgl. Suva-act. 189). 

Aus dem Arbeitsversuch, der nicht zu einer Festanstellung bzw. Wiedereingliederung 

des Beschwerdeführers geführt hat, kann jedenfalls – entgegen der offenbar von Dr. 

K.___ vertretenen Auffassung – nicht darauf geschlossen werden, dass das von Dr. 

E.___ skizzierte Arbeitsplatzprofil bzw. seine Zumutbarkeitsbeurteilung unzutreffend 

seien. Dr. K.___ umschrieb eine geeignete Tätigkeit für den Beschwerdeführer wie folgt: 

teils sitzend, teils stehend ohne repetitives Gewichtheben bis höchstens 5 kg 

körpernahe eher selten und eine Sitzdauer in Kontinuität von höchstens 45-60 Minuten 

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und mit der Möglichkeit, danach genügend Pausenzeit zu haben, um den Rücken im 

Stehen oder Liegen für 10-15 Minuten zu entlasten. Ideal wäre eine Tätigkeit im KV-

Betrieb. Aufgrund des klar ausgewiesenen ADHS und der Legasthenie-Problematik sei 

eine solche KV-Tätigkeit nicht möglich. Wegen der reduzierten Leistungsfähigkeit und 

der benötigten vermehrten Pausen sei höchstens noch ein Pensum von 50% möglich. 

Die vom Beschwerdeführer favorisierte Tätigkeit als Kipperfahrer werde aufgrund der 

eingeschränkten Sitzfähigkeit und der nötigen Pausenzeiten nur mit einem 50%-

Pensum realisiert werden können (S. 11). Diese letztgenannte Angabe von Dr. K.___ 

lässt darauf schliessen, dass er bei der attestierten Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 

50% nicht von einem ideal adaptierten Arbeitsplatz ausgegangen ist. Sogar die von 

ihm als nicht optimal geeignet bezeichnete Tätigkeit als Kipperfahrer (langes Sitzen, 

Schaukeln und Vibrationen) erachtete er als grundsätzlich zu 50% möglich. 

Offenkundig würde der Beschwerdeführer in einer Tätigkeit, in der er zwischen Sitzen, 

Stehen und Gehen flexibel je nach Bedarf wechseln könnte, eine 50% klar 

übersteigende Arbeitsfähigkeit aufweisen. Insgesamt erscheint es als gerechtfertigt, auf 

die Einschätzung von Dr. E.___ abzustellen (vgl. diesbezüglich auch die Stellungnahme 

von PD Dr. L.___, Suva-act. 237 S. 8). Zur mit jener des Kreisarztes weitgehend 

übereinstimmenden Zumutbarkeitsbeurteilung gelangten im Übrigen auch die Ärzte der 

Rehaklinik Bellikon im Rahmen der Re-Evaluation vom 10. November 2009 nach dem 

stationären Aufenthalt vom 3. Februar bis 1. Mai 2009 (leichte bis selten mittelschwere 

angepasste Tätigkeit, ganztägige Präsenz sei möglich; Suva-act. 74).

3.1.4 Die vom Versicherten veranlasste neurologische Untersuchung vom 21. März 

2012 im nerv! zentrum für neurologie, Zürich, ergab keine Hinweise auf neurologische 

Ausfälle (act. G 1.4.1), sodass sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen.

3.2

3.2.1      Der Beschwerdeführer stellt sich unter Hinweis auf Art. 36 Abs. 2 UVG auf den 

Standpunkt, dass sich die unbestrittenermassen unfallfremden (neuro-)kognitiven 

Defizite erst in Kombination mit den Unfallfolgen auf die Arbeitsfähigkeit auswirken und 

zu berücksichtigen seien. Art. 36 UVG trägt den Gliederungstitel "Zusammentreffen 

verschiedener Schadensursachen". Abs. 2 sieht die angemessene Kürzung von 

Invalidenrenten, Integritätsentschädigungen und Hinterlassenenrenten vor, wenn die 

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Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise Folge eines Unfalls ist. 

Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung der 

Erwerbsfähigkeit geführt haben, werden nach Abs. 2 Satz 2 dabei nicht berücksichtigt.

3.2.2 Vorliegend geht es nicht um die Frage, ob wegen unfallfremder Vorschädigung 

eine Leistungskürzung zu erfolgen hat. Insofern bleibt für eine direkte Anwendung von 

Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG jedenfalls kein Raum. Der Beschwerdeführer dürfte wohl 

implizit die Ansicht vertreten, dass wegen des sich vor dem Unfall nicht auswirkenden 

Vorzustands (kognitive Einschränkungen) in Kombination mit der unfallbedingten 

Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule die Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertet 

werden kann und dies – abgeleitet aus einer analogen Anwendung von Art. 36 Abs. 2 

Satz 2 UVG – von der Unfallversicherung vollumfänglich auszugleichen sei. Der 

Beschwerdeführer betont, dass es ihm weder möglich noch zumutbar sei, sich im 

Rahmen der Selbsteingliederung beruflich neu zu orientieren. Zwar liegt auf der Hand, 

dass durch die zumindest teilweise auf den Unfall zurückzuführende somatische 

Schmerzproblematik das Spektrum der für den Beschwerdeführer möglichen 

Arbeitstätigkeiten nochmals erheblich kleiner geworden ist und die kognitiven 

Einschränkungen diesbezüglich zusätzlich ungünstig sind. Dass die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers in einer optimal adaptierten Tätigkeit nicht mehr verwertbar 

wäre, kann vorliegend beim zu unterstellenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt aber nicht 

angenommen werden. Der Beschwerdeführer hat bei der aktuellen, real existierenden 

Arbeitsmarktlage bei der Wiedereingliederung nachvollziehbarerweise erhebliche 

Schwierigkeiten. Dies hat für die in der Unfallversicherung relevante Frage der 

Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf dem – in Abgrenzung zum Risiko der 

Arbeitslosigkeit – ausgeglichenen Arbeitsmarkt aber keine Bedeutung. Im Weiteren ist 

grundsätzlich unbestritten, dass mit Blick auf Art. 6 Satz 2 ATSG nicht massgebend 

sein kann, ob der Beschwerdeführer in seinen angestammten Tätigkeiten als LKW-

Chauffeur oder angelernter Metzger weiterhin arbeitsfähig ist, sondern dass er sich 

auch andere Tätigkeiten anrechnen lassen muss. Wie der Beschwerdeführer selbst 

einräumt, sind allfällige Ansprüche auf berufliche Massnahmen nicht gegenüber der 

Beschwerdegegnerin geltend zu machen, sondern von der Invalidenversicherung zu 

prüfen.

4.

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4.1 Die Beschwerdegegnerin hat sich bei der Invaliditätsbemessung auf fünf 

Arbeitsplätze aus der von ihr erhobenen Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) 

gestützt. In der Beschwerdeantwort betont sie, sie habe nur intellektuell anspruchslose 

Hilfstätigkeiten gewählt, die keinerlei Vorkenntnisse voraussetzen und den 

Beschwerdeführer aus neuropsychologischer Sicht keinesfalls überfordern würden. 

Gestützt auf die ausgewählten DAP-Profile hat die Beschwerdegegnerin ein 

Invalideneinkommen von Fr. 55'438.-- berechnet (Basis 2012), was verglichen mit dem 

Valideneinkommen von Fr. 66'300.--eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von 16.38% 

ergeben hat. Die fünf ausgewählten Arbeitsplatzprofile umfassen die Tätigkeiten 

Hilfsmagaziner, Mitarbeiter Hochregallager, Staplerfahrer, Speditionsarbeiter und 

Lagerangestellter (Suva-act. 207). Ob diese Auswahl tatsächlich nur geeignete 

Tätigkeiten beinhaltet, erscheint fraglich. So dürfte etwa die Tätigkeit des 

Staplerfahrers (DAP-Nr. 11058) in Bezug auf die Anforderungen an die 

Wechselbelastung nur mässig geeignet sein. Zudem ist gemäss DAP-Erfassungsblatt 

bei dieser Tätigkeit das Einschalten von Pausen mit Blick auf den Arbeitsablauf nicht 

möglich (Suva-act. 207 S. 16), was beim Beschwerdeführer wohl ebenfalls ungünstig 

sein dürfte.

4.2 Genügen die von der Suva verwendeten Arbeitsplatzprofile im Einzelfall den 

Anforderungen der Rechtsprechung nicht (dazu zusammenfassend etwa BGE 139 V 

592 E. 6.3), hat das Gericht die Sache gegebenenfalls an die Suva zurückzuweisen 

oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die 

Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) vorzunehmen (siehe auch BGE 129 V 472 

E. 4.7.2). Vorliegend kann offen bleiben, ob die von der Beschwerdegegnerin 

verwendeten DAP-Arbeitsplätze hinreichend beweistauglich sind, wie sich nachfolgend 

ergibt. Zieht man nämlich die Werte LSE bei (vgl. dazu etwa BGE 129 V 472, 135 V 

297, 139 V 592) und stellt auf die Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4 (einfache und 

repetitive Tätigkeiten), Männer, ab, so beläuft sich der statistische Jahreslohn bei einer 

wöchentlichen durchschnittlichen Normalarbeitszeit von 41.6 Stunden auf Fr. 61'414.-- 

(LSE 2010), was für das Jahr 2012 angepasst an die Nominallohnentwicklung (Index 

Männer 2010: 2151, 2012: 2188) Fr. 62'470.-- ergibt. Damit übersteigt der 

Durchschnittslohn nach LSE jenen gemäss der von der Beschwerdegegnerin 

beigezogenen DAP-Profile um über 12%. Zwar wäre die Gewährung eines Abzugs vom 

Tabellenlohn angezeigt (vgl. BGE 126 V 75), erscheint der Beschwerdeführer 

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insbesondere aufgrund seiner kognitiven Beeinträchtigungen verglichen mit gesunden 

Konkurrenten doch eingeschränkt, was sich auf sein zumutbarerweise erzielbares 

Einkommen auswirken dürfte. Den Abzug aber in einer Höhe festzusetzen, der im 

Ergebnis zu einem Überschreiten des von der Beschwerdegegnerin berechneten 

Invaliditätsgrads von 16% führen würde, erscheint den Umständen gesamthaft (auch in 

Berücksichtigung des noch nicht fortgeschrittenen Alters des Beschwerdeführers und 

der Tatsache, dass er zumutbarerweise eine ideal adaptierte Tätigkeit vollzeitlich 

ausüben kann) aber nicht angebracht. Somit ist zusammenfassend festzuhalten, dass 

die Beschwerdegegnerin die Invaliditätsbemessung nicht rechtsfehlerhaft 

vorgenommen hat. Der Invaliditätsgrad von 16% und die darauf gestützte 

Rentenzusprache sind nicht zu beanstanden. Auch gegen den Rentenbeginn per 

1. Februar 2012 (Fallabschluss und Ende des Taggeldanspruchs, siehe auch E. 5 des 

angefochtenen Einspracheentscheids) ist nichts einzuwenden; diesbezüglich hat der 

Beschwerdeführer in der Beschwerde denn auch keine Beanstandungen mehr 

vorgebracht.

5.

5.1 Zu prüfen bleibt die Höhe des Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine 

Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegner hat die rechtlichen Grundlagen dafür 

im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend wiedergegeben (E. 6 a-d). Darauf 

wird verwiesen.

5.2 Dr. E.___ hat in seiner Beurteilung vom 7. Februar 2011 (Suva-act. 149) 

festgehalten, im Rahmen der unfallkausalen Frakturen LWK3 und BWK12 verbleibe 

eine diskrete Belastungs- und Bewegungseinschränkung bei leichter Keildeformation 

der beiden Wirbelkörper. Unfallfremd beständen ein degeneratives Wirbelsäulenleiden 

mit sequestrierter Diskushernie L5/S1 und ischialgieforme Beschwerden mit leichter 

muskulärer Schwäche. Er setzte die Integritätsentschädigung auf 7.5% fest. Dazu zog 

er Tabelle 7 (Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen) des von der 

medizinischen Abteilung der Suva entwickelten Feinrasters zur bundesrätlichen Skala 

der Integritätsentschädigung (Anhang 3 der UVV) bei. Der Versicherte habe geringe 

Ruheschmerzen, seltene Funktionsstörung, zunehmend Schmerzen bei 

Beanspruchung und Belastung. Daher erachtete der Kreisarzt auf der 

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Schmerzfunktionsskala 0 (keine nennenswerten Schmerzen, geringe, seltene 

Funktionsstörung vor allem bei starker Belastung) bis + (mässige 

Beanspruchungsschmerzen, in Ruhe selten oder keine, gute und rasche Erholung [1-2 

Tage]) für massgebend und gelangte betreffend Deformität für Ziffer 1 (Frakturen LWS/

BWS/HWS) zu 5% Integritätsschaden. Zusätzlich nahm er eine Erhöhung um 2.5% vor 

unter Hinweis auf Ziffer 4 (Sparte bleibende neurologische Ausfälle). Dr. K.___ kritisierte 

die kreisärztliche Einschätzung des Integritätsschadens in seinem Bericht vom 4. Juni 

2012 als eindeutig zu tief. Das aktuelle MRI zeige die Aufhebung der Lordose der LWS, 

es bestehe eine unnatürliche Streckhaltung, diese werde gefördert durch die 

Lordosierung der beiden frakturierten Wirbelkörper LWK3 und BWK12. Dr. K.___ 

möchte gestützt auf Tabelle 7 Ziffer 1 Zeile 2 (10-20°), Sparte ++ (geringe 

Dauerschmerzen, bei Belastung verstärkt, auch in Ruhe) von einem Integritätsschaden 

von 20% ausgehen und für die bleibenden neurologischen Ausfälle zusätzlich 5% 

anerkannt wissen (act. G 1.4).

5.3 Im Rahmen der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung hatte der Beschwerdeführer 

angegeben, zweimal wöchentlich Krafttraining zu machen. Wenn er fest belaste, 

verspüre er im Rücken Beschwerden, und zwar oben mehr als unten. Bei Belastung 

nähmen die Schmerzen zu, etwa auf das Doppelte der normalen geringen 

Ruheschmerzen (wobei nicht protokolliert ist, auf welche Körperregion diese Angabe 

bezogen ist). Dann erholten sie sich am besten beim Liegen so innerhalb von zwei 

Stunden (Suva-act. 150 S. 2). Dr. K.___ hielt fest, der Versicherte klage über 

Schmerzen auf Höhe BWK, die dann kreisförmig nach vorne zögen. Die 

Rückenschmerzen nähmen bei längerem Sitzen klar zu, sodass der Versicherte 

abliegen müsse. Der Gutachter ging gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers 

von einer Sitzdauer von gut einer Stunde aus (act. G 1.4 S. 6, 11). Hinweise auf das 

Vorhandensein von auch in Ruhe vorhandenen Dauerschmerzen, die eine Einordnung 

unter ++ der Schmerzfunktionsskala der Tabelle 7 rechtfertigen würden, finden sich im 

Bericht von Dr. K.___ nicht. In den übrigen Akten wurden die Schmerzen im 

Wesentlichen nur unter Belastung erwähnt und auf die gute Erholung bei Einnahme von 

Entlastungsstellungen hingewiesen (vgl. etwa Suva-act. 103 S. 1 i.V.m. 133 S. 1, 131 S. 

1). Folglich erscheint eine Einordnung auf der Schmerzfunktionsskala unter + eher 

angemessen als unter ++. Zum zweiten Parameter der Tabelle 7, der Deformität, führte 

PD Dr. L.___ am 12. März 2013 aus, es müsse jeweils der Winkel zwischen den an 

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Deck- und Grundplatte eines Wirbelkörpers angelegten Tangenten gemessen werden. 

Die anhand der Bildgebung vom 23. April 2012 gemessenen Werte seien 

demgegenüber über mehrere Wirbelkörper hinweg erhoben worden. Er wiederholte die 

Messung von Dr. E.___ (vgl. auch die Darstellung auf S. 4 von Suva-act. 237) und 

gelangte zu im Wesentlichen übereinstimmenden Ergebnissen (LWK3: Winkel von 6° 

statt wie Dr. E.___ 8°; BWK12 Winkel von 8° statt wie Dr. E.___ 6°). Einzeln betrachtet 

beläuft sich die Deformität folglich auf jeweils unter 10° und zusammen auf 14°. Bei 

Schmerzfunktionsskala + und Deformität zwischen 10° und 20° ist die 

Integritätseinbusse in der Spannweite zwischen 5 und 10% festzulegen. Insgesamt ist 

bei den vorliegenden Werten nicht zu beanstanden, dass der Kreisarzt in 

Berücksichtigung der an den beiden Wirbelkörpern persistierenden Schäden von 5% 

Integritätsschaden ausgegangen ist.

5.4 Dr. E.___ begründete die Erhöhung um 2.5% mit einem Hinweis auf Ziffer 4 der 

Tabelle 7 (Sparte bleibende neurologische Ausfälle), womit er die Folgen der Contusio 

spinalis mit den Sensibilitätserscheinungen berücksichtigen wollte. Im 

Einspracheentscheid wurde diesbezüglich festgehalten, eine Erhöhung des Grundwerts 

im Rahmen von Ziffer 4 der Suva-Tabelle 7 sei grundsätzlich nur bei einem Status nach 

Laminektomie und Spondylodese erforderlich und daher als grosszügig zu betrachten. 

Dieser Ansicht ist entgegen zu halten, dass Ziffer 4 drei Zeilen enthält: "Laminektomie 

und Spondylodese Erhöhung um +5 – 15%", "bleibende neurol. Ausfälle Erhöhung um 

+5 – 15%" sowie "besonders starke funkt. Einschränkungen Erhöhung um +5 – 20%". 

Dies legt den Schluss nahe, dass die Erhöhung bei bleibenden neurologischen 

Ausfällen stets erfolgen soll und nicht zusätzlich eine Laminektomie oder 

Spondylodese vorliegen muss. Der Kreisarzt erachtete beim Beschwerdeführer eine 

Erhöhung wegen neurologischer Ausfälle als angezeigt, wobei er offenbar 

Sensibilitätsstörungen an den Oberschenkeln aussenseitig und im unteren 

Stammbereich berücksichtigen wollte (vgl. Suva-act. 150 S. 3). Dr. N.___ hielt 

anamnestisch fest, es sei zu einer Abnahme der sensiblen Querschnitts-Symptomatik 

gekommen, es persistierten jedoch Missempfindungen im Rumpfbereich und an der 

Aussenseite der Oberschenkel. Objektivieren liessen sich diese offenbar nicht; die von 

Dr. N.___ vorgenommenen klinischen neurologischen Untersuchungsbefunde ergaben 

unter Berücksichtigung der elektrophysiologischen Diagnostik eine normale Funktion 

des zentralen und peripheren Nervensystems. Das Vorliegen neurologischer Ausfälle 

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wurde verneint (act. G 1.4.1). Die von der Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort geäusserten Ansicht, ein neurologischer Integritätsschaden von 

2.5% müsse vor diesem Hintergrund als überhöht und grosszügig bezeichnet werden, 

lässt sich nicht ohne weiteres von der Hand weisen. Zu beachten ist jedoch auch, dass 

sich die Suva-interne Neurologin Dr. M.___ in Kenntnis der Erhebungen von Dr. N.___ 

in ihrer Beurteilung vom 12. März 2013 (Suva-act. 237 S. 8) dem Kreisarzt anschloss 

und eine Erhöhung des Integritätsschadens um 2.5% wegen bleibender neurologischer 

Ausfälle als angezeigt erachtete. Folglich drängt es sich – dem Ermessensspielraum bei 

der Festsetzung des Integritätsschadens Rechnung tragend – nicht auf, die 

Integritätsentschädigung auf 5% zu reduzieren; was die Beschwerdegegnerin im 

Übrigen auch nicht beantragt. Insgesamt ist die Integritätsentschädigung von 7.5% 

nicht zu beanstanden.

6.

6.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt es sich, näher auf die formalen 

Beanstandungen der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der vom Gericht am 

19. Dezember 2013 durchgeführten mündlichen Befragung des Beschwerdeführers 

einzugehen (vgl. act. G 27, 30), zumal die im Rahmen der Befragung gemachten 

Aussagen betreffend Beweisrelevanz unbedeutend sind und entsprechend nicht in die 

Beweiswürdigung des Gerichts eingeflossen sind.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.03.2014
	Art. 19 Abs. 3 UVG; Art. 30 UVV. Anspruch auf eine Übergangsrente der Unfallversicherung, solange die Eingliederung der Invalidenversicherung noch nicht abgeschlossen ist. Anspruch auf Integritätsentschädigung. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. März 2014, UV 2012/94).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_347/2014.Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider undMiriam Lendfers; a.o. Gerichtsschreiberin Franziska Müller

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