# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a81a227f-86bb-5028-aeb0-09a5f290e8b1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2008 E-7133/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7133-2008_2008-11-17.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7133/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. November 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7133/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  -  ein  nigerianischer  Staatsbürger  aus 
B._______ (C._______) und dem Stamme der  Igbo zugehörig -  sein 
Heimatland  eigenen  Angaben  zufolge  Anfang  August 2008  verliess, 
per Schiff in ein ihm unbekanntes Land gelangte und von dort mit dem 
Zug in die Schweiz einreiste, wo er am 27. August 2008 um Asyl nach-
suchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Transitzentrum Altstätten vom 
26. September 2008  sowie  der  direkten Anhörung  vom  20. Okto-
ber 2008 zur  Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 
machte, dass er allein mit seiner Mutter aufgewachsen und im Novem-
ber 2007 zu seinem Onkel nach D._______ (...) gezogen sei, 

dass er dort mit der Tochter eines Obersten eine Beziehung unterhal-
ten habe, diese von ihm schwanger geworden und bei einem Abtrei-
bungsversuch gestorben sei,  

dass der Oberst darauf zum Haus seines Onkels gekommen sei und 
diesen getötet habe, da er den Beschwerdeführer dort nicht vorgefun-
den habe,

dass der Beschwerdeführer den Onkel nach seiner Rückkehr von einer 
Kirchenversammlung tot aufgefunden habe und zum Polizeiposten ge-
eilt  sei,  um sich in Sicherheit  und der Polizei die Tötung des Onkels 
zur Kenntnis zu bringen,

dass der Oberst die Polizeibeamten habe bestechen wollen, damit er 
den Beschwerdeführer umbringen könne, 

dass  ein  Sicherheitsmann des Polizeipostens  den Beschwerdeführer 
mitten  in  der  Nacht  zu  sich  gerufen und ihm gesagt  habe,  wenn er 
noch fünf Minuten länger bleibe, würde ihn der Oberst töten,

dass  der  Beschwerdeführer  daraufhin  zum  Busbahnhof  gerannt  sei, 
den  Bus  nach  Lagos  genommen  und  Nigeria  per  Schiff  verlassen 
habe,  

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dass das BFM den Beschwerdeführer anlässlich der Einreichung sei-
nes Asylgesuchs am 27. August 2008 und im Rahmen der Kurzbefra-
gung vom 26. September 2008 aufforderte, innert 48 Stunden rechts-
genügliche  Papiere  einzureichen  und  der  Beschwerdeführer  dieser 
Aufforderung bis heute nicht nachgekommen ist,

dass das BFM mit Verfügung vom 3. November 2008 – am folgenden 
Tag eröffnet -  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylge-
such nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und de-
ren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem seien 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass nämlich der Beschwerdeführer anlässlich der Erstbefragung zu-
nächst angegeben habe, nie einen Reisepass oder eine Identitätskarte 
beantragt oder besessen zu haben und bereits der Umstand, dass er 
ohne Identitätsdokument problemlos von einem Staat in den anderen 
gereist sein wolle, zweifelhaft sei, 

dass er im Weiteren angegeben habe, er habe eine Geburtsurkunde, 
die sich bei seiner Mutter in Nigeria befinde, mit dieser aber auch zum 
Zeitpunkt  der  zweiten  Anhörung  noch  nicht  in  Kontakt  getreten  sei, 
obschon man ihn bereits mehrere Wochen zuvor im Empfangszentrum 
ausdrücklich auf seine Pflicht zur Einreichung von Dokumenten hinge-
wiesen habe,

dass zudem realitätsfremd anmute, dass der Beschwerdeführer keinen 
einzigen Verwandten kennen wolle, den er hätte kontaktieren können, 
zumal er gemäss eigenen Angaben sein gesamtes Leben bis zur Aus-
reise im Heimatland verbracht habe,

dass  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  nicht 
festgestellt werden könne, zumal seine Schilderung des Sachverhalts 

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den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht 
genüge, 

dass dem Beschwerdeführer  nicht  geglaubt  werden könne,  dass  ein 
Oberst  nach  Belieben  einen  Menschen  umbringen  und  sich  danach 
auf  den  Polizeiposten  begeben  könne,  um  dort  mittels  Bestechung 
auch noch einen zweiten, schutzsuchenden Menschen umzubringen,

dass auch unglaubhaft sei, dass der Oberst sein Foto in ganz Nigeria 
habe publizieren lassen,  zumal  die lokalen Polizisten angesichts  der 
öffentlichen Wahrnehmung unmöglich zwei Morde hätten ungeahndet 
lassen können,

dass  die  Angabe  des  Beschwerdeführers,  er  wisse  nicht,  wo  der 
Oberst  tätig  gewesen  sei,  sich  nicht  mit  der  Behauptung  verbinden 
lasse, wonach der Oberst ein solch einflussreicher Mann sei, dass er 
sich ein dermassen gesetzloses Verhalten leisten könne,

dass  der  Beschwerdeführer  schliesslich  weder  erklären könne,  wes-
halb  der  Oberst  ihn  sofort  als  Schuldigen  ausgemacht  habe,  noch 
woher er sogleich gewusst habe, dass der Oberst der Mörder seines 
Onkels sei,

dass der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat zulässig, zumutbar 
und praktisch durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  10. November 2008 
(Poststempel) beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und 
die Sache sei zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen;  eventualiter  sei  die  Vorinstanz  anzuweisen,  den  Vollzug  der 
Wegweisung zugunsten einer vorläufigen Aufnahme auszusetzen, 

dass er ferner beantragte, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 
im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zu ge-
währen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzich-
ten,

dass schliesslich aus der Begründung der Antrag hervorgeht, dem Be-
schwerdeführer sei eine angemessene Frist zur Beschaffung weiterer 
Beweismittel einzuräumen,

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dass  die  Akten  am  13. November 2008  beim  Bundesverwaltungsge-
richt eingegangen sind (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. EMARK 2004 
Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 

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der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

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dass  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers  im  Empfangszentrum 
Vallorbe, zeitlebens nie einen Reisepass oder eine Identitätskarte be-
sessen beziehungsweise beantragt zu haben und auch sonst über kei-
nerlei Ausweispapiere zu verfügen (vgl. A1 S. 3), mit Blick auf die all-
gemeine Lebensrealität wenig plausibel anmutet,

dass  im  Übrigen  ausgeschlossen  werden  kann,  dass  es  dem  Be-
schwerdeführer angesichts strenger Grenzkontrollen möglich gewesen 
wäre, ohne authentische Ausweispapiere von Nigeria per Schiff an ei-
nen ihm unbekannten Hafen und von dort per Zug in die Schweiz ge-
langt zu sein (A1 S. 5),

dass überdies offensichtlich realitätsfremd erscheint, dass sein Beglei-
ter  die Reise organisiert  und ihn bis in  die  Schweiz begleitet  haben 
soll, ohne dafür eine geldwerte Gegenleistung zu verlangen (A1 S. 5),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetz-
lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Behörden nicht aushändigte, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  die  Flüchtlingseigenschaft  verneint  hat  und  zusätzliche  Ab-
klärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Befragung  im  Transitzentrum  Altstätten  vom  26. Septem-
ber 2008 und der  direkten Anhörung vom  20. Oktober 2008 darstellt, 
unter  Verzicht  auf  zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklä-
rungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der eindeutige 
Schluss gezogen werden kann, dass der Beschwerdeführer offensicht-
lich die Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt,  und einem Vollzug seiner 
Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG),

dass das BFM in der Entscheidbegründung zu Recht ausführt, die Vor-
bringen seien in wesentlichen Aspekten realitätsfremd und konstruiert, 
wobei zur Vermeidung von Wiederholungen im Übrigen auf die zutref-

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fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG), 

dass sich hieraus die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur 
direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass  die  knappen  und  unsubstanziierten  Ausführungen  in  der  Be-
schwerdeschrift,  wonach der  Beschwerdeführer die Gefährdungslage 
in Nigeria glaubhaft geschildert  habe, an dieser Erkenntnis nichts zu 
ändern vermögen,

dass insbesondere das Vorbringen, ein Oberst verfüge in Nigeria über 
eine derart umfangreiche Macht, dass er dem Beschwerdeführer nach 
Belieben Schaden zufügen könne, nicht zu hören ist,

dass Straflosigkeit und Korruption in Nigeria zwar relativ verbreitet sein 
mögen, jedoch nach richtiger Auffassung des BFM undenkbar ist, dass 
sich  der  Oberst  nach der  –  vom Beschwerdeführer  zur  Anzeige ge-
brachten – angeblichen Tötung des Onkels ungehindert auf den Poli-
zeiposten hätte begeben können, um dort  über die Tötung auch des 
Beschwerdeführers zu verhandeln,

dass zudem die Asylgewährung wegen nichtstaatlicher Verfolgung vor-
aussetzt, dass die übrigen Voraussetzungen für die Anerkennung der 
Flüchtlingseigenschaft gegeben sind, 

dass selbst im Falle, dass der genannte Oberst den Beschwerdeführer 
nach dessen Rückkehr in der geschilderten Art  und Weise verfolgen 
sollte, es sich hierbei in jedem Fall um lokal beschränkte Behelligun-
gen handeln würde, welchen sich der Beschwerdeführer durch geeig-
nete Wahl des Aufenthaltsortes entziehen könnte,

dass nämlich der Einflussbereich auch eines ranghohen Militärs – zu-
mindest  was illegale  Machenschaften  anbelangt  –  regional  begrenzt 
ist,  wie  bereits  die  Vorinstanz  zutreffend  reflektierte,  indem  sie 
feststellte, dem Beschwerdeführer könne nicht geglaubt werden, dass 
der Oberst sein Foto in ganz Nigeria habe publizieren lassen,   

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass  in  der  Beschwerde  beantragt  wird,  dem Beschwerdeführer  sei 
eine angemessene Nachfrist zur Einreichung ergänzender Beweismit-
tel anzusetzen,

dass  jedoch  nicht  einsehbar  ist,  inwiefern  die  in  Aussicht  gestellten 
Beweismittel (Todesschein des Onkels, Fotos der Freundin) vorliegend 
relevant  sein  sollten,  weshalb  keine  Veranlassung  zur  Gewährung 
einer Nachfrist besteht,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 

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ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die ihm in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  seit  Geburt  bis  November  2007  in 
B._______ (C._______) gelebt  hat,  und er  demgemäss nebst  seiner 
Mutter  auch  über  ein  soziales  Beziehungsnetz  verfügen  dürfte, 
weshalb  nicht  davon  auszugehen  ist,  er  gerate  dort  nach  seiner 
Rückkehr in eine existenzbedrohende Lage,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimat-  bzw. Herkunftsstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2 
AuG), da keine Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde als 
aussichtslos darstellte, 

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- das (...) (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: 

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