# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7120b8d4-b895-586d-8a74-d59fab6b3353
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-01-22
**Language:** de
**Title:** Aargau Regierungsrat 22.01.2003 AGVE_2003_130
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_RR_001_AGVE-2003-130_2003-01-22.pdf

## Full Text

2003 Personalrecht 549 

VII. Personalrecht 

 

130 Lohngleichheit; Diskriminierungsverbot. 
- Eine lohnmässige Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts ist 

glaubhaft gemacht; deshalb hat der Arbeitgeber zu beweisen, dass 
die Entlöhnung diskriminierungsfrei erfolgte (Erw. 1). 

- Zulässige Gründe für unterschiedliche Entlöhnung (Erw. 2). 
- Im konkreten Fall lassen sich die Lohndifferenzen aufgrund des un-

terschiedlichen Lebensalters und der unterschiedlichen Berufserfah-
rung sowie aufgrund der unterschiedlichen Ausbildung objektiv be-
gründen, weshalb eine Lohndiskriminierung zu verneinen ist (Erw. 3 
- 5). 

- Verletzung der Begründungspflicht (Erw. 6). 

Entscheid des Regierungsrates vom 22. Januar 2003 in Sachen R.F. gegen 
Departement des Innern 

Aus den Erwägungen 

1. a) Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie im Ver-
gleich zu ihren männlichen Kollegen, welche eine gleiche Funktion 
innerhalb ihrer Organisationseinheit innehatten, besoldungsmässig zu 
Unrecht ungleich behandelt worden sei. Die Lohndifferenz sei weder 
durch den Altersunterschied noch die unterschiedliche Berufserfah-
rung oder die unterschiedliche Aus- und Weiterbildung begründbar. 
Den für die Stelle nützlichen Weiterbildungskursen der Beschwerde-
führerin sei keine Rechnung getragen worden. Die Anstellungsbe-
hörde habe die Beschwerdeführerin zudem per 1. April 2000 in der 
Lohnstufe zurückgestuft, während dies für gewisse Kollegen nicht 
geschehen sei. Die Einkommensdifferenz lasse auf eine geschlechts-
spezifische Ungleichbehandlung schliessen.