# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf15b349-c96f-5298-b425-b15a45dea76d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.08.2011 UV 2011/6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-6_2011-08-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/6

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.03.2020

Entscheiddatum: 26.08.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2011
Art. 6 Abs. 1 UVG: Einstellung der Versicherungsleistungen. Natürlicher 
Kausalzusammenhang zwischen Tendovaginitis und Kontusion des 
Vorderarms beim Volleyball spielen nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 26. August 2011, UV 2011/6). Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_755/201.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 26. August 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Matthias Gmünder, Bahnhofstrasse 7, 

9630 Wattwil,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ war seit 5. Januar 2009 bei der B.___ als Lehrerin angestellt und dadurch 

bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert. Gemäss Bagatellunfallmeldung vom 14. Mai 2009 zog sie sich am 

6. Januar 2009 beim Volleyball spielen eine Kontusion am linken Unterarm zu, als sie 

ein "sehr starker Schuss" am linken Arm getroffen habe (UV-act. 1).

A.b   Gemäss Arztbericht von Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, vom 11. Juni 

2009 diagnostizierte dieser noch am Unfalltag eine Prellung am linken Vorderarm. 

Anlässlich einer Kontrolluntersuchung am 9. Januar 2009 klagte die Versicherte 

weiterhin über Schmerzen. Dr. C.___ stellte eine regrediente Schwellung sowie ein 

minimes lokales Hämatom fest. Am 15. April 2009 teilte die Versicherte telefonisch mit, 

dass sie immer noch Schmerzen habe. Bei einer Konsultation vom 18. April 2009 klagte 

sie über Schmerzen im Bereich Dig. I-III dorsal, bei Belastung bis in den Ellbogen und 

teilweise bis in die Schulter. Eine Röntgenaufnahme des linken Vorderarms ergab keine 

ossäre Läsion. Dr. C.___ stellte die Differentialdiagnosen Tendovaginitis, Epicondylitis 

und Thrombose. Eine Kausalität zum geschilderten Vorfall beim Volleyball wurde 

bejaht. Der Behandlungsabschluss sei unbekannt. Die Versicherte habe sich seit dem 

18. April 2009 nicht mehr gemeldet (UV-act. M3). Dr. med. D.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin, führte im Bericht vom 18. Juni 2009 aus, dass die volle Belastbarkeit 

wieder hergestellt sei und keine Behandlung mehr stattfinde (UV-act. M6). In der 

Stellungnahme vom 9. Juli 2009 führte der beratende Arzt der AXA, Dr. med. E.___, 

Facharzt FMH Rheumatologie und Innere Medizin, im Wesentlichen aus, dass am 28. 

April 2009 ausgedehnte Blutuntersuchungen veranlasst worden seien, wobei es sich 

vor allem um eine Infektserologie gehandelt habe, wie sie bei reaktiven Arthritiden 

(Gelenksentzündungen) durchgeführt würden. Es sei auch das Antibiotikum Minocyclin 

rezeptiert worden, so dass Dr. D.___ offensichtlich von einer infektiösen Genese 

ausgehe. Somit sei primär von einem krankhaften Zustand auszugehen, wobei 

unfallkausal eine Algodystrophie und eine Borreliose ausgeschlossen werden müssten. 

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Eine definitive Beurteilung der Kausalität sei allerdings nur mit aktuellen Angaben 

möglich, wobei zumindest der Bericht des durchgeführten MRI benötigt werde. 

Generell sei davon auszugehen, dass die von Dr. C.___ beschriebene Schwellung 

innerhalb einiger Tage bis Wochen folgenlos ausheile. Weiter anhaltende Beschwerden 

seien allenfalls Ausdruck einer Algodystrophie, ansonsten unfallfremd. Die 

ausgedehnten Laborabklärungen seien unfallkausal kaum ausgewiesen (UV-act. M9). 

Im Bericht von Dr. med. F.___, Praxis für Radiologie-Strahlentherapie-Nuklearmedizin, 

vom 27. Juli 2009 wurde ausgeführt, dass das MRI des linken Handgelenks und des 

Unterarms nativ vom 24. April 2009 ausser einem mässigen Erguss im Erbsbeingelenk 

keinen sicheren Nachweis einer pathologischen Veränderung ergeben habe (UV-act. 

M7). In einer weiteren Stellungnahme vom 17. September 2009 führte Dr. E.___ u.a. 

aus, dass der Befund nur in einem möglichen natürlichen Kausalzusammenhang zum 

Ereignis vom 6. Januar 2009 stehe. Eine weitere Heilbehandlung sei unfallkausal nicht 

mehr nötig. Die durchgeführten Laboruntersuchungen liessen sich nicht mit den 

aufgeführten Diagnosen Prellung und Hämatom begründen (UV-act. M8).

A.c   Mit Verfügung vom 19. März 2010 eröffnete die AXA der Versicherten, dass die 

Behandlung ab 18. April 2009 nicht mit dem geforderten Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 6. Januar 2009 

zurückzuführen sei, weshalb die daraus resultierenden Kosten nicht zu Lasten der 

obligatorischen Unfallversicherung gehen würden (UV-act. 9).

A.d   Im Bericht von Dr. med. G.___, Facharzt Handchirurgie und Orthopädische 

Chirurgie, Orthopädie am Rosenberg, vom 25. März 2010 wurde eine posttraumatische 

chronische Tendovaginitis stenosans de Quervain Vorderarm links bei Status nach 

direkter Kontusion mit Hämatombildung diagnostiziert. Durch die Traumatisierung des 

linken, distalen Vorderarms vor einem Jahr sei es zu einer Hämatombildung mit jetzt 

chronischer Tenosynovitis gekommen. Klinisch imponiere eine Schwellung und 

Einengung sowohl im ersten Strecksehnenfach als auch an der Überkreuzungsstelle 

zwischen erstem und zweitem Fach (UV-act M9 und M10).

A.e   Gegen die Verfügung vom 19. März 2010 erhob die Versicherte durch ihren 

Rechtsvertreter am 29. April 2010 Einsprache (UV-act. 16).

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A.f    Der beratende Arzt der AXA, Dr. med. H.___, Spezialarzt FMH Chirurgie, führte in 

seiner Stellungnahme vom 5. Oktober 2010 aus, dass nicht ganz auszuschliessen sei, 

dass durch einen festen Schlag mit dem Vorderarm auf einen Ball eine 

Weichteilkontusion resultiere, die nachfolgend ein kleines Hämatom bewirken könne. 

Finde dieses Hämatom innerlich einen Weg ins Strecksehnenfach des Daumens, sei 

nicht auszuschliessen, dass es da selbst hämatombedingt zu einer Schwellung und 

damit zu einer Stenosierung mit Behinderung der Sehnenfunktion kommen könne. Ein 

solcher natürlicher Kausalzusammenhang sei mit dem Beweisgrad der Möglichkeit 

gegeben. Es sei aber darauf hinzuweisen, dass posttraumatische Tendovaginitiden de 

Quervain ausserordentlich selten und in der Literatur kaum beschrieben seien. Dies im 

Gegensatz zu Tendovaginitiden crepitans, die gelegentlich posttraumatisch nach 

schweren Kontusionen gesehen würden (UV-act. M11).

A.g   Mit Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2010 wies die AXA die Einsprache 

vom 29. April 2010 ab (UV-act. 20).

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. 

Matthias Gmünder, Wattwil, im Namen der Versicherten eingereichte Beschwerde vom 

24. Januar 2011 mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2010 

sei aufzuheben, es sei festzustellen, dass die heutigen Schmerzen der 

Beschwerdeführerin am linken Unterarm Folgen des Ereignisses vom 6. Januar 2009 

seien; eventuell seien die notwendigen medizinischen Abklärungen durch einen 

unabhängigen Experten durchzuführen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In der 

Krankengeschichte der Beschwerdeführerin fänden sich keine diffusen Verletzungen, 

Schmerzen und Krankheiten irgendwelcher Art. Auch in ihrer Familie seien keine 

Krankheiten an den Extremitäten in irgendeiner Form bekannt. Den Berichten der 

Vertrauensärzte komme kein Beweiswert zu, da die Ärzte die Beschwerdeführerin 

weder gesehen, mit ihr gesprochen noch untersucht hätten. Da sie zudem Beauftragte 

der Beschwerdegegnerin seien, würden sie als objektive Gutachter ohnehin 

ausscheiden. Angesichts der wenigen medizinischen Akten und der fehlenden 

Untersuchung und Befragung, könnten keine sicheren Schlussfolgerungen getroffen 

werden. Die Beschwerdeführerin leide nach wie vor unter den Folgen des Unfalls. Der 

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verletzte linke Unterarm sei zudem stark kälteempfindlich, was sich vor allem beim 

Ausüben ihrer Schwerpunkt-Sportarten, im Winter Snowboarden und im Sommer 

Windsurfen, sehr negativ auswirke. Sodann sei die Kraft im Unterarm erheblich 

beeinträchtigt (act. G 1).

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 7. März 2011 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Gestützt auf die medizinische Aktenlage könne ein 

natürlicher Kausalzusammenhang der nach der Nachkontrolle vom 9. Januar 2009 

geklagten Beschwerden zum Ereignis vom 6. Januar 2009 nicht als überwiegend 

wahrscheinlich gelten. Dass die Beschwerdeführerin vor dem fraglichen Ereignis 

angeblich beschwerdefrei gewesen sei, vermöge daran mit Blick auf die 

Rechtsprechung zur Formel "post hoc ergo propter hoc" nichts zu ändern. Angesichts 

der in den Monaten April bis Mai 2009 erfolgten unfallfremden Abklärungen erscheine 

die Übernahme der Leistungen bis zum 18. April 2009 vielmehr als äusserst 

grosszügig. Bei diesem Ergebnis könne offen gelassen werden, ob das Ereignis vom 6. 

Januar 2009 überhaupt ein Unfall im rechtlichen Sinn gewesen sei. Die Leistungspflicht 

im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 6. Januar 2009 sei zu Recht per 18. April 

2009 verneint worden (act. G 5).

B.c   Mit Replik vom 27. Mai 2011 hält der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

unverändert an den gestellten Anträgen fest (act. G 12).

B.d   Mit Duplik vom 9. Juni 2011 hält auch die Beschwerdegegnerin am gestellten 

Antrag fest (act. G 14).

Erwägungen:

1.      

1.1    Zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die 

Versicherungsleistungen per 18. April 2009 eingestellt hat.

1.2    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

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Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1). Die von der Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Einspracheentscheid wiedergegebenen Ausführungen zur natürlichen 

und adäquaten Kausalität zwischen Gesundheitsschaden und versichertem Unfall als 

Haftungsvoraussetzung sowie die massgeblichen Beweisgrundsätze samt den 

Verweisen auf die jeweils einschlägige höchstrichterliche Rechtsprechung sind 

zutreffend; darauf kann verwiesen werden.

1.3    Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder seine Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a 

mit Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311).

2.        

2.1     Streitig ist zwischen den Parteien, ob die von der Beschwerdeführerin über den 

18. April 2009 hinaus geklagten Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 6. Januar 2009 stehen.

2.2    Anlässlich der Untersuchung vom 18. April 2009 stellte Dr. C.___ die 

Differentialdiagnosen Tendovaginitis, Epicondylitis und Thrombose. Dr. med. I.___, 

Facharzt für Innere Medizin FMH, hielt im Bericht vom 29. Januar 2010 einen Verdacht 

auf eine Tendovaginitis im Bereich des linken Vorderarms radial fest und veranlasste 

eine handchirurgische Beurteilung bei Dr. G.___ (UV-act. M10). Dieser bestätigte im 

Bericht vom 25. März 2010 eine posttraumatische chronische Tendovaginitis stenosans 

de Quervain am linken Vorderarm. Aufgrund der vorliegenden Aktenlage ist 

ausgewiesen und grundsätzlich unbestritten, dass die Beschwerdeführerin an einer 

Tendovaginitis stenosans de Quervain am linken Vorderarm leidet.

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2.3    Dr. G.___ ist gemäss seinem Bericht vom 25. März 2010 der Ansicht, dass diese 

auf die Kontusion vom 6. Januar 2009 zurückzuführen sei. Dr. I.___ führt im Schreiben 

vom 31. Mai 2010 aus, dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfallereignis keine 

Vorderarmschmerzen gehabt habe, weshalb an der Unfallkausalität keine Zweifel 

bestehen würden (UV-act. M10 S. 4). In den Stellungnahmen vom 9. Juli und 17. 

September 2009 vertrat Dr. E.___ die Meinung, dass der Befund nur in einem 

möglichen natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 6. Januar 2009 stehe. 

Auch Dr. H.___ teilte in der Stellungnahme vom 5. Oktober 2010 mit, dass die 

Beschwerden lediglich mit dem Beweisgrad der Möglichkeit in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 6. Januar 2009 stehen würden.

2.4    Im Beschwerdeverfahren unterbreitete die Beschwerdegegnerin die vorliegenden 

Akten zusätzlich ihrem beratenden Arzt Dr. med. J.___, Physikalische Medizin und 

Rehabilitation spez. Rheumaerkrankungen FMH. Dieser hielt im Bericht vom 3. März 

2011 fest, dass die Entwicklung der von der Beschwerdeführerin am 18. April 2009 

geschilderten Schmerzen ungewöhnlich sei. Eine Prellung sei selbst wenn ein 

Hämatom in eine Sehnenscheide hinein blute, in der Regel nach drei bis spätestens 

sechs Wochen ausgeheilt. Eine Ausweitung der Beschwerden entlang der 

extensorischen Belastungslinie bis zum Schultergelenk sei sehr ungewöhnlich. Die 

Kernspintomographie des linken Handgelenks und Vorderarms vom 24. April 2009 

zeige keinerlei traumatische Veränderungen der knöchernen Strukturen, des 

Bandapparats und des Diskus triangularis. Sie zeige auch kein Knochenmarködem und 

insbesondere keine Tendovaginitis. Im Bereich des Os pisiforme werde ein kleiner 

Erguss beschrieben. Bei der von Dr. G.___ ca. 11 Monate später beschriebenen 

chronischen Tendovaginitis stenosans de Quervain am linken Vorderarm, welche er 

dem Ereignis vom 6. Januar 2009 zuweise, handle es sich offensichtlich um einen 

neuen Befund, denn eine Tendovaginitis stenosans de Quervain wäre als 

Weichteilbefund in der Kernspintomographie vom 24. April 2009 zur Darstellung 

gekommen. Offensichtich würden Umstände, die aber nicht dem Ereignis vom 6. 

Januar 2009 zugeordnet werden könnten, zu krankhaften Veränderungen im Bereich 

des linken Vorderarms führen, die sich nachweislich einige Wochen nach jenem 

Ereignis noch nicht hätten nachweisen lassen. Die häufigste Ursache einer 

Tendovaginitis de Quervain sei die sogenannte idiopathische, d.h. die eigentliche 

Ursache bleibe verborgen und stehe natürlich nicht im Zusammenhang mit einem 

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Unfall oder einer unfallähnlichen Körperschädigung. Auch wenn scheinbar eine 

Brückensymptomatik vorliege bzw. seit dem 6. Januar 2009 Beschwerden vermeldet 

würden, seien diese bei präziser chronologischer Betrachtungsweise durch 

verschiedene Ursachen bedingt. Zweifellos und auch authentisch beschrieben mit 

Hämatom und Schwellung sei am Anfang eine Prellung im Vordergrund gestanden. 

Hätte eine Blutung in die Sehnenscheiden der Daumenextensoren diese damals 

beeinträchtigt, wäre dies in der Kernspintomographie vom April 2009 zur Darstellung 

gelangt. Die aktuell vom Handchirurgen beschriebene Tendovaginitis sei demnach erst 

später aufgetreten und könne nicht im Zusammenhang mit der Prellung vom 6. Januar 

2009 entstanden sein. Das vorliegende Beschwerdebild sei demnach einer anderen, 

vermutlich idiopathischen, Ätiologie zuzuordnen (UV-act. M12).

2.5    Die Stellungnahme von Dr. J.___ setzt sich hinreichend mit sämtlichen relevanten 

medizinischen Vorakten auseinander. Er begründet ausführlich und nachvollziehbar, 

dass die über den 18. April 2009 hinaus geklagten Beschwerden, insbesondere die 

diagnostizierte Tendovaginitis, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem 

natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 6. Januar 2009 stehen. Es sind 

keine Indizien auszumachen, welche gegen die Zuverlässigkeit der Stellungnahme 

sprechen. Die hinreichend dokumentierte medizinische Aktenlage ermöglichte es 

Dr. J.___, sich ein lückenloses Bild über den Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin zu machen, weshalb - entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin - dem Aktengutachten volle Beweiskraft zukommt (vgl. PVG 1996, 

265 E. 3b). Dem Bericht von Dr. G.___ vom 25. März 2010 ist hingegen keine 

(rechtsgenügliche) Begründung zu entnehmen, inwiefern die Tendovaginitis auf den 

Unfall vom 6. Januar 2009 zurückzuführen sei. Insbesondere setzt er sich auch nicht 

mit möglichen anderen Ursachen der geklagten Beschwerden auseinander, weshalb 

dem Bericht für die streitige Frage des Kausalzusammenhangs kein ausreichender 

Beweiswert beigemessen werden kann. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin 

kann aufgrund der Formel "post hoc ergo propter hoc" eine gesundheitliche 

Schädigung nicht schon dann als durch den Unfall verursacht gelten, wenn sie nach 

diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Zusammenfassend ist aufgrund der 

gesamten medizinischen Aktenlage nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt, dass die über den 18. April 2009 hinaus geklagten Beschwerden in einem 

natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 6. Januar 2009 stehen. Die von 

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der Beschwerdegegnerin verfügte Leistungseinstellung per 18. April 2009 ist daher 

nicht zu beanstanden.

2.6    Dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin, es seien weitere medizinische 

Abklärungen vorzunehmen, ist nicht stattzugeben. Da die medizinische Aktenlage 

genügend Klarheit über den rechtserheblichen Sachverhalt vermittelt und von weiteren 

medizinischen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, kann darauf 

verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d).

3.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2010 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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