# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e7f5355-e864-55a2-9fb2-2426bfed85a3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-26
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 26.04.2021 BK 2021 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2021-14_2021-04-26.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 21 14

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 26. April 2021

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, 
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiber i.V. Purtscheller 

Verfahrensbeteiligte A.________

Beschuldigter

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

B.________

Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer

Gegenstand Nichtanhandnahme

Strafverfahren wegen Betrugs und Diebstahls

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Emmental-Oberaargau vom 4. Januar 2021 (EO 20 12379)

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Erwägungen:

1. Mit Verfügung vom 4. Januar 2021 nahm die Regionale Staatsanwaltschaft Em-
mental-Oberaargau (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das vom Straf- und Zivilklä-
ger B.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) gegen A.________ (nachfol-
gend: Beschuldigter) initiierte Strafverfahren wegen Betrugs und Diebstahls nicht 
an die Hand. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer am 9. Januar 2021 Be-
schwerde. Er beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 
und die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, ein Strafverfahren gegen den Beschul-
digten und C.________ wegen Diebstahls, Betrugs etc. zu eröffnen. Mit Verfügung 
vom 18. Januar 2021 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, innert 10 Tagen 
eine Sicherheitsleistung von CHF 1'000.00 zu bezahlen. Dem kam der Beschwer-
deführer innert Frist nach. Mit prozessleitender Verfügung vom 3. Februar 2021 
wurde der Generalstaatsanwaltschaft sowie dem Beschuldigten Gelegenheit zur 
Stellungnahme eingeräumt. Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte mit Stel-
lungnahme vom 12. Februar 2021 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, 
soweit darauf einzutreten sei. Der Beschuldigte liess sich innert Frist nicht verneh-
men. Mit Eingabe vom 9. März 2021 (Eingang: 16. März 2021) hielt der Beschwer-
deführer sinngemäss an den bereits gestellten Anträgen fest. 

2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei 
der Beschwerdekammer in Strafsachen innert 10 Tagen schriftlich und begründet 
Beschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der 
Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist als Straf- und Zivilkläger durch 
die angefochtene Nichtanhandnahmeverfügung unmittelbar in seinen rechtlich ge-
schützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert 
(Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die – als Laieneingabe – form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde wird – unter Vorbehalt des Nachstehenden – eingetreten.

Der Streitgegenstand ist durch das Anfechtungsobjekt begrenzt und kann folglich 
durch den Beschwerdeführer nicht frei bestimmt werden (vgl. Entscheid des Bun-
desstrafgerichts BB.2006.67 vom 24. Januar 2007 E. 1.3.2). Vorliegend bilden ein-
zig die dem Beschuldigten vorgeworfenen Delikte Betrug und Diebstahl den Ver-
fahrensgegenstand. Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers gegen C.________ 
ist nicht einzutreten, weil ein vom Beschwerdeführer gefordertes Verfahren gegen 
diesen, welchem der identische Sachverhalt wie der vorliegende zugrunde lag, mit 
Verfügung (EO 20 10970) vom 1. Dezember 2020 rechtskräftig eingestellt worden 
ist. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die dem Beschuldigten vorgeworfenen 
Ehrverletzungsdelikte gerichtsstandsmässig an den Kanton H.________ abgetre-
ten wurden, weshalb darauf ebenfalls nicht einzutreten ist. Soweit der Beschwerde-
führer dem Beschuldigten Hausfriedensbruch vorwirft, ist anzumerken, dass die 
Staatsanwaltschaft bereits mit Verfügungen vom 9. April 2019 (EO 19 1719) sowie 
vom 27. August 2019 (EO 19 8203) ein entsprechendes Strafverfahren nicht an die 
Hand genommen hat. Da kein Grund für die Wiederaufnahme ersichtlich ist und 

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auch vom Beschwerdeführer nicht dargetan wurde, ist darauf nicht einzutreten 
(Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 323 Abs. 1 StPO)

3.

3.1 Gemäss Art. 310 Abs. 1 Bst. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtan-
handnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, 
dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig 
nicht erfüllt sind. Im Zweifelsfall ist eine Untersuchung zu eröffnen. Ergibt sich nach 
durchgeführter Untersuchung, dass kein Straftatbestand erfüllt ist, stellt die Staats-
anwaltschaft das Strafverfahren gestützt auf Art. 319 StPO ein (BGE 137 IV 285 
E. 2.3 mit Hinweisen).

3.2 Die Staatsanwaltschaft und die Gerichte ziehen Akten anderer Verfahren bei, wenn 
dies für den Nachweis des Sachverhalts oder die Beurteilung der beschuldigten 
Person erforderlich ist (Art. 194 Abs. 1 StPO). Nach der Rechtsprechung des Bun-
desgerichts stellt der Beizug von Akten gemäss Art. 194 StPO eine Untersu-
chungshandlung dar, die erst nach der Eröffnung des Strafverfahrens zu tätigen ist. 
In diesem Verfahrensstadium hat die Staatsanwaltschaft, wenn sie zur Überzeu-
gung gelangt, dass kein Straftatbestand erfüllt ist, das Verfahren durch Einstellung 
nach Art. 319 ff. StPO, nicht durch Nichtanhandnahme nach Art. 310 StPO, abzu-
schliessen (Urteil des Bundesgerichts 6B_617/2016 vom 2. Dezember 2016 
E. 3.2.2; 6B_962/2013 vom 1. Mai 2014 E. 2; je mit Hinweis auf Urteil des Bundes-
gerichts 1B_731/2012 vom 8. Februar 2013 E. 2). Nach der Praxis der Beschwer-
dekammer in Strafsachen führt der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft das Ver-
fahren mit einer Nichtanhandnahmeverfügung erledigt hat, obwohl es aufgrund des 
erfolgten Aktenbeizugs faktisch eröffnet worden war und demnach eine Verfah-
renseinstellung unter vorgängiger Ansetzung der Beweisantragsfrist nach Art. 318 
StPO erforderlich gewesen wäre, zu einer Verletzung des rechtlichen Gehörs des 
Beschwerdeführers (Art. 3 Abs. 2 Bst. c StPO; vgl. Beschlüsse des Obergerichts 
des Kantons Bern BK 20 250 vom 1. September 2020 E. 7; BK 19 144 vom 4. Juni 
2019 E. 3; BK 17 280 vom 28. September 2017 E. 3.1; BK 17 165 vom 19. Juni 
2017 E. 3.3; BK 17 73 vom 31. Mai 2017 E. 3.2; BK 16 197 vom 4. August 2016 
E. 6.1; BK 15 271 vom 11. Dezember 2015 E. 2.3). 

3.3 Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann 
ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit er-
hält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie 
auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber 
hinaus – im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden 
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache 
an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem forma-
listischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit 
dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer be-
förderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGE 137 I 195 
E. 2.3.2 mit Hinweisen; vgl. auch STEINER, in: Basler Kommentar, Schweizerische 
Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 16 zu Art. 318 StPO mit Hinweisen).

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3.4 Vorliegend nahm die Staatsanwaltschaft das Verfahren mit Verfügung vom 4. Ja-
nuar 2021 nicht an die Hand, nachdem sie bei der Schlichtungsbehörde Emmental-
Oberaargau die amtlichen Akten EO 19 495 ediert hatte. Der Beizug der Akten der 
Schlichtungsbehörde stellt eine Untersuchungshandlung dar, zumal aus der Nicht-
anhandnahmeverfügung hervorgeht, dass die Staatsanwaltschaft die Nichtanhand-
nahme hinsichtlich des Betrugsvorwurfs mit ebendiesen Akten begründet. Somit 
hat die Staatsanwaltschaft Untersuchungshandlungen vorgenommen, welche erst 
nach Eröffnung des Verfahrens zu tätigen sind. Dadurch hat die Staatsanwaltschaft 
das Verfahren gegen den Beschuldigten faktisch eröffnet und hätte dieses – wenn 
sie zur Überzeugung gelangt, dass kein Straftatbestand erfüllt ist – unter vorgängi-
ger Gewährung der Frist nach Art. 318 StPO durch Einstellung gemäss Art. 319 
StPO abschliessen müssen. Die Frist nach Art. 318 Abs. 1 StPO wurde dem Be-
schwerdeführer nicht gewährt. Damit wurde sein rechtliches Gehör verletzt.

Die Gehörsverletzung wiegt nicht besonders schwer. Der Beschwerdeführer hatte 
im Beschwerdeverfahren die Gelegenheit, seine Einwände vorzubringen, was er 
mit Eingaben vom 9. Januar und 9. März 2021 nutzte. Weiter verfügt die Be-
schwerdekammer über volle Kognition (Art. 393 Abs. 2 StPO) und der Sachverhalt 
erweist sich als liquid. Die Rückweisung würde zu einem formalistischen Leerlauf 
führen. Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern eine Heilung der Gehörsverletzung 
dem Beschwerdeführer zum Nachteil gereichen könnte. Die Gehörsverletzung 
kann unter diesen Umständen ausnahmsweise als geheilt betrachtet werden. Sie 
ist jedoch im Dispositiv förmlich festzustellen und bei der Kostenfolge entsprechend 
zu berücksichtigen (vgl. dazu namentlich Beschlüsse des Obergerichts des Kan-
tons Bern BK 20 250 vom 1. September 2020 E. 7; BK 19 144 vom 4. Juni 2019 
E. 3; BK 17 416 vom 23. November 2017 E. 3; BK 16 376 vom 26. September 
2016 E. 4). 

4. Hinsichtlich des der Strafanzeige zugrunde liegenden Sachverhalts wird auf die 
Ausführungen der Staatsanwaltschaft in der angefochtenen Verfügung verwiesen 
(vgl. S. 2 f. der Verfügung):
B.________ war Mieter einer Werkstatt, welche dem Beschuldigten A.________ gehört. B.________ 
führte aus, er habe per Ende Oktober 2018 die Kündigung von A.________ erhalten mit der Begrün-
dung «Eigenbedarf». Er habe dann bei der Schlichtungsbehörde Emmental-Oberaargau geklagt und 
Erstreckung bis Oktober 2019 erhalten, womit er aber nicht einverstanden gewesen sei, da es sich 
seiner Meinung nach in keinster Weise um Eigenbedarf gehandelt habe. Im August 2019 habe er er-
neut die Kündigung durch Herr A.________ erhalten, wiederum begründet mit «Eigenbedarf», was 
erneut gelogen gewesen sei. Er habe dann nach einer Werkstatt suchen müssen, was sich beinahe 
als unmöglich herausgestellt habe. Im Oktober 2019 habe er die Lagerhalle am D.________ in 
E.________ mieten und Anfangs November 2019 seine gesamte Werkstatt dorthin verschieben müs-
sen, wobei ihm Umzugskosten im Umfang von über CHF 2'000.00 entstanden seien, welche er sich 
hätte sparen können. Kurz nach seinem Auszug habe dann Herr C.________ seine ehemalige Werk-
statt bei Herrn A.________ bezogen. Mit E-Mail vom 12.10.2020 reichte B.________ etliche «Beweis-
fotos» ein. Diese zeigen vorwiegend diverse (Oldtimer-)Autos auf dem Gelände des Beschuldigten. 
[…]
Weiter führte B.________ an, dass seine Post am neuen Standort in E.________ wie bereits früher 
an seinem alten Standort in F.________ gestohlen werde.

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5.

5.1 Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine Untersuchung, wenn sich aus den Informatio-
nen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Fest-
stellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 Bst. a StPO). 
Gemäss Art. 310 Abs. 1 Bst. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtan-
handnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, 
dass die fraglichen Straftatbestände oder Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht 
erfüllt sind. Die zur Eröffnung einer Strafuntersuchung erforderlichen tatsächlichen 
Hinweise auf eine strafbare Handlung müssen erheblich und konkreter Natur sein. 
Blosse Vermutungen oder Gerüchte genügen nicht. Der Anfangsverdacht soll eine 
plausible Tatsachengrundlage haben, aus der sich die konkrete Möglichkeit der 
Begehung einer Straftat ergibt (Urteil des Bundesgerichts 6B_897/2015 vom 
7. März 2016 E. 2.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
6B_178/2017 / 6B_191/2017 vom 25. Oktober 2017 E. 2.2.2). Gemäss Art. 319 
Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft u.a. die Einstellung des Strafverfah-
rens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (Bst. a) oder 
kein Straftatbestand erfüllt ist (Bst. b). 

5.2 Des Betrugs macht sich strafbar, wer in der Absicht, sich oder einen anderen un-
rechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung 
von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so 
den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen 
anderen am Vermögen schädigt (Art. 146 Abs. 1 des Schweizerischen Strafge-
setzbuches [StGB; SR 311.0]).

5.3 Des Diebstahls macht sich strafbar, wer jemandem eine fremde bewegliche Sache 
zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu be-
reichern (Art. 139 Abs. 1 StGB)

5.4 Die Staatsanwaltschaft begründet die Nichtanhandnahme des Strafverfahrens wie 
folgt: 
Im vorliegenden Strafverfahren wurden die Akten der Schlichtungsbehörde Emmental-Oberaargau 
ediert. Aus diesen geht hervor, dass das Mietverhältnis durch Herrn A.________ gültig gekündigt 
worden war und dass B.________ am 30.09.2019 vom Regionalgericht Emmental-Oberaargau unter 
Androhung der Zwangsvollstreckung verurteilt wurde, das Gewerbeobjekt und den Abstellplatz bis am 
15.10.2019 zu verlassen. Es kann also festgehalten werden, dass es sich bei vorliegendem Sachver-
halt um eine klassische Mietstreitigkeit handelt und somit um eine Zivilrechtsangelegenheit. Weiter 
führte B.________ an, dass seine Post am neuen Standort in E.________ wie bereits früher an sei-
nem alten Standort in F.________ gestohlen werde. B.________ kann diesen Vorwurf nicht belegen. 
Objektive Beweise oder Zeugen, welche seine Aussage beweisen könnten, gibt es keine. Es ist auch 
kein Motiv ersichtlich, warum der Beschuldigte dies tun sollte. Selbst wenn es so wäre, dass die Post 
von B.________ tatsächlich gestohlen wird, gäbe es keinerlei Beweise bzw. Hinweise dafür, dass es 
sich bei der Täterschaft um den Beschuldigten handelt.

5.5 Die Staatsanwaltschaft hat in zutreffender Weise dargelegt, dass vorliegend kein 
hinreichender Tatverdacht betreffend die vom Beschwerdeführer angezeigten De-
likte Betrug und Diebstahl ersichtlich ist. Die Beschwerdekammer schliesst sich 
diesen zutreffenden Ausführungen an und verweist darauf (vgl. E. 5.4 hiervor; vgl. 

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S. 2 f. der angefochtenen Verfügung; vgl. zudem auch die Ausführungen der Gene-
ralstaatsanwaltschaft auf S. 3 f. der oberinstanzlichen Stellungnahme).

Gestützt auf den in der Strafanzeige geschilderten Sachverhalt (vgl. E. 4 hiervor) 
sind keine konkreten Hinweise auf ein strafbares Verhalten des Beschuldigten er-
sichtlich. Der Beschwerdeführer zeigt sich in erster Linie nicht einverstanden mit 
der Kündigung bzw. dem auf «Eigenbedarf» lautenden Kündigungsgrund. Die Wer-
tung der Frage, ob die Kündigung resp. der Kündigungsgrund rechtens sind, obliegt 
nicht der Staatsanwaltschaft. Vielmehr handelt es sich dabei um eine zivilrechtliche 
Streitigkeit, über die zivilrechtliche Behörden zu befinden haben (vgl. hierzu denn 
auch den Entscheid des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau CIV 19 2187 vom 
30. September 2019, wonach der Mietervertag rechtsgültig auf den 31. Juli 2019 
gekündigt worden sei). In seiner Beschwerdeschrift führt der Beschwerdeführer 
selbst auf, dass es sich seiner Ansicht nach um eine Vertragsverletzung handle. 
Inwiefern dem Beschuldigten in der Angelegenheit betreffend die Kündigung ein 
strafrechtlich relevanter Vorwurf zu attestieren ist, erschliesst sich weder aus der 
Strafanzeige noch der Beschwerdeschrift. Der Beschwerdeführer bringt in seiner 
Beschwerdeschrift und der Eingabe vom 9. März 2021 im Wesentlichen dieselben 
Ausführungen vor wie in der Strafanzeige. Diese vermögen am Umstand, dass die 
Voraussetzungen des Betrugs (Art. 146 StGB) eindeutig nicht erfüllt sind, nichts zu 
ändern. Hinsichtlich des vom Beschwerdeführer vorgebrachten Postdiebstahls ist 
festzuhalten, dass die Vorwürfe des Beschwerdeführers, welche sich aus der 
Strafanzeige ergeben, zu wenig konkret sind. Es liegen weder objektive Beweise 
vor noch ist ein mögliches Motiv des Beschuldigten auszumachen. In der Be-
schwerdeschrift sowie der Eingabe vom 9. März 2021 schildert der Beschwerdefüh-
rer zwar einen konkreten Fall des Postdiebstahls, welcher ein Postangestellter be-
zeugen könne. Allerdings soll in ebendiesem Fall gemäss Ausführungen des Be-
schwerdeführers nicht der Beschuldigte, sondern C.________ die Tat begangen 
haben. Da die Vorwürfe gegen C.________ nicht Gegenstand des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens sind, ist die Begründung in der Beschwerdeschrift sowie 
der Eingabe vom 9. März 2021 insoweit nicht behilflich (vgl. E. 2 hiervor). 

5.6 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Es wurde das 
rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt. Diese Verletzung konnte aber 
letztendlich geheilt werden. Hinsichtlich des vom Beschwerdeführer initiierten 
Strafverfahrens ist festzuhalten, dass die Straftatbestände eindeutig nicht erfüllt 
sind. In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist daher 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

6.

6.1 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens, bestimmt auf CHF 1'000.00, tragen die 
Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 423 Abs. 1 i.V.m. 
428 Abs. 1 StPO). Obwohl der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen in der Sache 
nicht durchdringt, rechtfertigt es sich mit Blick auf die festgestellte Gehörsverlet-
zung, die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1’000.00, zu 2/5, 
ausmachend CHF 400.00, dem Kanton Bern aufzuerlegen. Die verbliebenen 3/5 
der Verfahrenskosten, ausmachend CHF 600.00, sind dem Beschwerdeführer auf-

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zuerlegen. Sie werden der geleisteten Sicherheit von CHF 1’000.00 entnommen. 
Dem Beschwerdeführer ist der überschiessende Teil der Sicherheitsleistung von 
CHF 400.00 zurückzuerstatten. 

6.2 Der Beschwerdeführer unterliegt grundsätzlich in der Sache. Zudem sind dem an-
waltlich nicht vertretenen Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren keine ent-
schädigungswürdigen Nachteile entstanden. Er hat insbesondere keine aufgrund 
des Beschwerdeverfahrens angefallenen wirtschaftlichen Einbussen dargetan 
(WEHRENBERG/FRANK, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessord-
nung, 2. Aufl. 2014, N. 18 zu Art. 433 StPO). Es ist ihm daher keine Entschädigung 
auszurichten, zumal eine solche auch nicht beantragt worden ist. Der Beschuldigte 
liess sich im Beschwerdeverfahren nicht vernehmen. Dieser hat daher von vorn-
herein keine entschädigungswürdigen Nachteile erlitten. 

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird festgestellt, dass das rechtliche Gehör 
des Beschwerdeführers verletzt wurde.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'000.00, werden zu 3/5, 
ausmachend CHF 600.00, dem Beschwerdeführer auferlegt; die restlichen 2/5, aus-
machend CHF 400.00, trägt der Kanton Bern.

3. Dem Beschwerdeführer wird die geleistete Sicherheit im Umfang von CHF 400.00 
zurückerstattet.

4. Es wird keine Entschädigung zugesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer (per Einschreiben)
- dem Beschuldigten (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau, Staatsanwältin 

G.________ (mit den Akten – per Einschreiben)

Bern, 26. April 2021 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler

Der Gerichtsschreiber i.V.:

Purtscheller 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.