# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff3c4f8e-65fe-5244-a225-28e0c98b7d5d
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2003-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 19.11.2003 U 381/00
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_016_U-381-00_2003-11-19.html

## Full Text

{T 7} 

U 381/00 

 

Urteil vom 19. November 2003 

III. Kammer 

 

Präsident Borella, Bundesrichter Meyer und Kernen; Gerichtsschreiber Lanz 

 

B.________, 1947, Beschwerdeführer, vertreten durch den Verband Q.________, 

 

gegen 

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern, 

Beschwerdegegnerin 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern 

 

(Entscheid vom 28. Juli 2000) 

 

Sachverhalt: 

 

A. 

A.a Der 1947 geborene gelernte Schreiner B.________ war ab 1981 als 

Küchenmonteur bei M.________, Vertretung X.________, tätig. Er verletzte sich 

am 26. Oktober 1984 beim Tragen von Marmorplatten am Rücken und musste sich 

im Januar 1985 einer Chemonucleolyse L4/L5 und L5/S1 unterziehen. In der Zeit 

bis Februar 1997 traten vier Rückfälle ein. Im Mai 1997 wurde eine 

mikrotechnische Fenestration und Diskektomie L4/L5 rechts vorgenommen. Die 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) als obligatorischer 

Unfallversicherer erbrachte für den Grundfall und die Rückfälle die 

gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Nach medizinischen und 

erwerblichen Abklärungen stellte sie das Taggeld per 30. Juni 1998 ein und 

sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 27. Januar 1999 für die 

Unfallrestfolgen eine ab 1. Juli 1998 laufende Invalidenrente auf der 

Grundlage einer Erwerbsunfähigkeit von 33,33 % sowie eine 

Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 15 % zu. Mit 

Einsprache hiegegen verlangte B.________ eine höhere Rente. 

Am 19. Januar 1999 erlitt der Versicherte einen fünften Rückfall. Die SUVA 

richtete vorübergehend erneut Taggeld aus. Am 13. April 1999 eröffnete sie 

B.________ schriftlich die Einstellung dieser Leistung auf den 25. April 

1999. Dies beanstandete der Versicherte mit Schreiben vom 16. April 1999. 

Der Unfallversicherer behandelte dieses Schreiben als Einsprache gegen seine 

als materielle Verfügung qualifizierte Mitteilung vom 13. April 1999 und wies 

sie, wie auch die Einsprache gegen die Verfügung vom 27. Januar 1999, ab 

(Einspracheentscheid vom 28. Mai 1999). 

 

A.b Im März 1997 meldete sich B.________ bei der Invalidenversicherung zum 

Rentenbezug an. Darüber wurde nach Lage der Akten bislang nicht verfügt. 

 

B. Die von B.________ gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 28. Mai 1999 

erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern nach 

zweifachem Schriftenwechsel mit Entscheid vom 28. Juli 2000 ab. 

 

C. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt B.________ beantragen, in Aufhebung 

von Einspracheentscheid und kantonalem Gerichtsentscheid sei die Sache zur 

ergänzenden Abklärung an die Vorinstanz resp. den Unfallversicherer 

zurückzuweisen, und es seien ihm Rentenleistungen in gesetzlicher Höhe 

auszurichten. 

Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das 

Bundesamt für Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen. 

 

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist einzig die Höhe der am 27. Januar 1999 vom 

Unfallversicherer verfügten, mit Einspracheentscheid vom 28. Mai 1999 und dem 

hier angefochtenen kantonalen Gerichtsentscheid vom 28. Juli 2000 bestätigten 

Invalidenrente. 

 

Hinsichtlich der Integritätsentschädigung blieb bereits die Verfügung vom 27. 

Januar 1999 unangefochten, und mit dem im Einspracheverfahren noch 

umstrittenen Taggeldanspruch setzt sich weder die kantonale Beschwerde noch 

die Verwaltungsgerichtsbeschwerde substanziiert auseinander, weshalb darauf 

nicht weiter einzugehen ist. 

 

2. Im kantonalen Gerichtsentscheid und im Einspracheentscheid sind die 

Gesetzesbestimmung zum Anspruch auf eine Invalidenrente der 

Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 [in der hier massgebenden, bis 30. Juni 

2001 gültig gewesenen Fassung] und 2 UVG) sowie die Grundsätze über den für 

die Bejahung der anspruchsbegründenden Tatsachen mindestens erforderlichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 9 Erw. 3c/aa, 118 

V 289 f. Erw. 1b; vgl. auch BGE 126 V 360 Erw. 5b und 125 V 195 Erw. 2), die 

Aufgabe des Arztes bei der Invaliditätsbemessung (BGE 115 V 134 Erw. 2, 114 V 

314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1; ferner BGE 125 V 261 Erw. 4) und die 

Schadenminderungspflicht des Versicherten (BGE 113 V 28 Erw. 4a, 107 V 20 f. 

Erw. 2c; zudem BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, 400 je mit 

Hinweisen) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass 

die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden 

(Krankheit, Invalidität, Tod) voraussetzt (BGE 129 V 181 Erw. 3.1 und 3.2 mit 

Hinweisen). 

Anzufügen bleibt, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 

2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden 

Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 28. Mai 

1999) eingetretene Rechts- und Sachverhaltsänderungen vom 

Sozialversicherungsgericht nicht berücksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 

121 V 366 Erw. 1b). 

 

3. 3.1In Bezug auf die trotz der unfallbedingten Gesundheitsschädigung noch 

vorhandene Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Einspracheentscheides geht die 

SUVA davon aus, dass der Beschwerdeführer in der Lage ist, vorzugsweise 

sitzende Tätigkeiten mit kurzen Stehpausen ganztags bei voller Leistung 

auszuüben. In Betracht kommen etwa Arbeiten mit kleinen Gewichten, das 

Bedienen von Tastaturen, Kleinmontagen und Botengänge, wobei auch längere 

Gehstrecken bewältigt werden können. Hingegen sind ausgiebige 

Rotationsbewegungen sowie Arbeiten mit vornübergeneigtem Sitzen oder 

vornübergeneigtem Stehen zu vermeiden. 

Diese Beurteilung stützt sich auf die überzeugenden kreisärztlichen 

Untersuchungsberichte vom 11. Mai 1998 sowie - den fünften Rückfall mit 

berücksichtigend - 8. April 1999 und ist mit der Vorinstanz nicht zu 

beanstanden. Zu Recht haben Unfallversicherer und kantonales Gericht auch die 

Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen verneint, da hievon keine 

für die hier zu beantwortenden Fragen wesentlichen neuen Ergebnisse zu 

erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 

 

3.4 mit Hinweisen, 2002 Nr. U 469 S. 527 Erw. 2c mit Hinweis). 

 

3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorgebracht, der Versicherte 

habe im Juni 1999 eine Stelle als Verkaufsberater angetreten. Dieses 

Anstellungsverhältnis sei aber von der Arbeitgeberin am 22. März 2000 

gekündigt worden, da er die geforderte Leistung nicht habe erbringen können. 

Grund hiefür seien Rückenbeschwerden und eine berufsbedingte Schwerhörigkeit 

gewesen, welche Leiden die SUVA bei ihrer Beurteilung der verbliebenen 

Arbeitsfähigkeit zu wenig berücksichtigt habe. 

Dass der Beschwerdeführer eine volle Leistung nur in einer in der zuvor 

dargelegten Weise dem Rückenschaden angepassten Tätigkeit erbringen kann, ist 

unbestritten. Diesem Erfordernis konnte im besagten Anstellungsverhältnis 

offensichtlich nicht entsprochen werden. Denn nach Darstellung in der 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde führten lange Autofahrten ohne Pausen sowie das 

Vornüberbeugen des Rumpfes und Rotationsbewegungen, also gerade die 

Körperhaltungen und Bewegungsabläufe, welche gemäss der kreisärztlichen 

Zumutbarkeitsbeurteilung zu vermeiden sind, zu den die Leistungsfähigkeit 

beeinträchtigenden Rückenschmerzen. Wenn der Versicherte in diesem 

Arbeitsverhältnis gesundheitsbedingt nicht eine volle Leistung erbringen 

konnte, ergibt sich daraus mithin nicht, dass Gleiches auch für andere, der 

Behinderung besser angepasste Tätigkeiten gilt. 

Von Gehörproblemen ist in den Akten erstmals im Bericht des Hausarztes vom 

21. Mai 1997 die Rede, worin anamnestisch ein Tinnitus und eine 

Hochtonschwerhörigkeit aufgeführt werden. Sodann klagte der Beschwerdeführer 

gegenüber der Berufsberatung der Invalidenversicherung über eine 

Höreinschränkung im Sinne störender Geräusche bei bestimmten hohen Tönen 

(Bericht vom 24. Juli 1997), und es wird in einem Schreiben der Rehaklinik 

Y.________ vom 11. August 2000 eine Schwerhörigkeit diagnostiziert. In keinem 

der zahlreichen Arztberichte wird aber erwähnt, dass die Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten wegen einer Gehörschädigung beeinträchtigt sei, geschweige denn 

ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einem solchen Leiden sowie einer 

dadurch bedingten Beeinträchtigung des Leistungsvermögens einerseits und dem 

versicherten Unfallereignis anderseits dargetan. Soweit mit dem - nicht näher 

begründeten - Hinweis auf eine berufsbedingte Schwerhörigkeit eine allenfalls 

unfallversicherungsrechtliche Leistungen auslösende Berufskrankheit im Sinne 

von Art. 14 UVV geltend gemacht werden sollte, hat es mit dem Hinweis sein 

Bewenden, dass ein solcher Sachverhalt nicht Gegenstand von 

Einspracheentscheid und vorinstanzlichem Verfahren bildete. 

 

3.3 Das bereits erwähnte Schreiben der Rehaklinik Y.________ vom 11. August 

2000 ist an den behandelnden Dr. med. A.________, Spez. Arzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, gerichtet. Die Klinikärzte schliessen sich darin der 

Einschätzung dieses Arztes an, wonach der Beschwerdeführer aus körperlichen 

Gründen zu 70-75 % und wegen einer Depression resp. einer depressiven 

Verstimmung vollumfänglich arbeitsunfähig sei. Dr. med. A.________ bestätigt 

in verschiedenen Eingaben im vorliegenden Verfahren, dass er den Versicherten 

weiter behandle und sich die physischen und psychischen Beschwerden, welche 

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bewirkten, nicht verändert hätten. 

Der Beschwerdeführer hat gemäss eigener Darstellung Dr. med. A.________ erst 

im Januar 2000 zur Behandlung aufgesucht. Der Bericht der Rehaklinik beruht 

auf einer noch späteren Hospitalisation des Versicherten vom 15. März bis 5. 

April 2000. Dies wirft bereits die Frage auf, ob Psychiater und Klinikärzte 

überhaupt den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im hier massgebenden 

Zeitpunkt des Einspracheentscheides (Erw. 2 in fine hievor) vom 28. Mai 1999 

beschreiben, zumal sie sich nicht entsprechend äussern, und ein psychisches 

Leiden in den vorhergehenden, immerhin einen Zeitraum von rund 16 Jahren 

umfassenden Arztberichten auch nirgends erwähnt wird. Die Stellungnahmen von 

Psychiater und Klinik sind sodann sehr kurz gehalten, und es wird darin in 

keiner Weise ein kausaler Zusammenhang zwischen den aufgeführten Leiden und 

dem versicherten Unfallereignis hergestellt. Sie vermögen schon von daher 

ebenfalls nicht, die eingehend begründeten kreisärztlichen Feststellungen in 

Frage zu stellen, oder in Bezug auf die hier zu beurteilende unfallbedingte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Einspracheentscheides die 

Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen zu begründen. 

 

4. Streitig und zu prüfen bleiben mittels Einkommensvergleich die erwerblichen 

Auswirkungen der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Massgebend hiefür sind 

die Verhältnisse im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginnes (BGE 129 V 222, 

128 V 174). 

 

4.1 SUVA und kantonales Gericht gehen von einem mutmasslichen 

Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers ohne unfallbedingte 

Gesundheitsschädigung (Valideneinkommen) im Jahr 1998 (Rentenbeginn) von Fr. 

81'000.- aus. Demgegenüber wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein 

wesentlich höheres Valideneinkommen geltend gemacht. 

 

4.1.1 Im Zeitpunkt des Unfalles vom 26. Oktober 1984 arbeitete der 

Beschwerdeführer als Küchenmonteur bei M.________, Vertretung X.________. 

Danach war er beim gleichen Arbeitgeber (resp. dessen Rechtsnachfolgerin 

Z._________ AG mit dem ehemaligen Arbeitgeber M.________ als Direktor) im 

Aussendienst, später als Verkaufstechniker tätig. Ab 1. September 1989 war er 

als Aussendienstmitarbeiter bei der Firma R.________ und vom 1. September 

1990 bis 30. Juni 1992 als Verkaufsleiter Region Bern bei der Firma 

K.________ AG angestellt. In der Folge war er arbeitslos. 

Der Bruttojahresverdienst des Versicherten als Küchenmonteur belief sich im 

Unfallzeitpunkt auf Fr. 43'550.- im Jahr (Unfallmeldung vom 29. Oktober 1984) 

und als Verkaufstechniker beim Rückfall vom 26. August 1987 auf Fr. 63'552.(einschliesslich Provision; Unfallmeldung vom 15. September 1987). Im Jahr 

1998 hätte der Beschwerdeführer als bewährter Küchenmonteur bei der 

Z.________ AG mutmasslich einen Bruttolohn von Fr. 78'000.- bezogen (Angabe 

des Direktors M.________ vom 24. Februar 1998). Diese Einkommenszahlen lassen 

die Annahme eines Einkommens ohne unfallbedingte Gesundheitsschädigung von 

Fr. 81'000.- nicht als unrealistisch tief erscheinen. Nichts anderes ergibt 

sich aus den - teilweise auch vom erzielten Umsatz abhängig gemachten -Lohnangaben für Küchenmonteure und -verkäufer, welche die SUVA bei 

verschiedenen anderen Arbeitgebern eingeholt hat. 

 

4.1.2 Der Beschwerdeführer verweist zur Begründung eines höheren 

Valideneinkommens im Wesentlichen auf den im damaligen Anstellungsverhältnis 

bei der K.________ AG bezogenen Jahreslohn von Fr. 104'000.- (13 x Fr. 

8000.-), der bis zum Jahr 1998 weiter angestiegen wäre. 

Gemäss Fax der K.________ AG vom 21. Juli 1998 an die SUVA wäre das 

Monatseinkommen des Beschwerdeführers bei einer Fortführung der Anstellung 

tatsächlich von Fr. 8000.- in den Jahren 1990-1992 auf Fr. 8470.- im Jahr 

1998 angewachsen. Diese Lohnangaben wurden indessen in der Folge korrigiert. 

Am 28. September 1998 hielt das Unternehmen fest, dass mit der 

vorgezeichneten Lohnsteigerung einzig die Teuerung im besagten Zeitraum 

aufgerechnet worden sei. Indessen hätte der Beschwerdeführer im Jahr 1998 

nicht einmal mehr das frühere Einkommen erzielen können. Dies sei auf eine 

verschlechterte Auftragslage und eine Neueinteilung der Verkaufsregionen 

zurückzuführen. Es gebe denn auch keine Vergleichspersonen im Betrieb mehr, 

die einen solchen Lohn erzielten. Der beste Küchenverkäufer verdiene noch Fr. 

5500.- (x 13). Bei einem Verbleib des Versicherten im Anstellungsverhältnis 

hätte man seinen Lohn wohl herabgesetzt. Sodann führte die K.________ AG mit 

Schreiben vom 29. September 1998 aus, der Monatslohn belaufe sich derzeit 

beim "Verkaufschef Gebiet VD" auf Fr. 6000.-, bei einem 

Aussendienst-Verkäufer für die ganze Schweiz auf Fr. 4500.- und bei einem 

Aussendienst-Verkäufer im 25km-Umkreis auf Fr. 3500.-. Bei einem Umsatz von 

Fr. 3'700'000.- und einer Provision von 0,8 % sei der erzielbare Monatslohn 

realistischerweise auf etwa Fr. 7000.- anzusetzen. 

Aus dem Gesagten wird deutlich, dass das in den Jahren 1990-1992 bei der 

K.________ AG bezogene Gehalt keine zuverlässige Grundlage für die Annahme 

eines Fr. 81'000.- übersteigenden Valideneinkommens im Jahr 1998 bilden kann. 

Soweit der Beschwerdeführer geltend machen will, er hätte ohne 

gesundheitliche Probleme bei einem anderen Arbeitgeber einen solchen höherer 

Lohn erzielt, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Anstellung bei der 

K.________ AG endete per 30. Juni 1992 durch Kündigung der Arbeitgeberin. Den 

Anlass hiefür bildeten nicht etwa - gegebenenfalls durch den Unfall 

verursachte - Gesundheitsprobleme des Beschwerdeführers, sondern eine 

wirtschaftlich bedingte betriebliche Umstrukturierung, in deren Rahmen mit 

dem Versicherten einer der vier Verkäufer entlassen wurde. Die der Entlassung 

folgende Arbeitslosigkeit währte dann jedenfalls bis zur Berentung am 1. Juli 

1998 und wurde nach Lage der Akten nur durch eine befristete Tätigkeit des 

Beschwerdeführers in der Firma seiner Ehefrau unterbrochen. Es gelang ihm 

mithin über Jahre hinweg nicht, eine Anstellung zu finden, die hinsichtlich 

Funktion und Lohn mit der bei der K.________ AG innegehabten vergleichbar 

gewesen wäre. Dass hiefür nicht Unfallfolgen verantwortlich waren, ergibt 

sich schon daraus, dass der dritte Rückfall vom Februar 1991 die K.________ 

AG nicht zur Auflösung des damals noch bestehenden Anstellungsverhältnisses 

veranlasste, und der vierte Rückfall erst im Februar 1997, mithin fast fünf 

Jahre nach Beginn der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen war. Es erübrigt sich 

daher auch, bei anderen Arbeitgebern nachzufragen, was ein Verkaufsleiter im 

Jahr 1998 verdiente. Denn selbst wenn ein höheres Einkommen angegeben würde, 

wäre damit nicht überwiegend wahrscheinlich, dass auch der Beschwerdeführer ohne Unfallfolgen - angestellt und entsprechend entlöhnt worden wäre. 

Zusammenfassend ergibt sich, dass nicht von einem Fr. 81'000.- übersteigenden 

hypothetischen Valideneinkommen ausgegangen werden kann. 

 

4.2 Das trotz Unfallfolgen zumutbarerweise erzielbare Einkommen 

(Invalideneinkommen) hat die SUVA gestützt auf Beispiele aus ihrer 

Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) auf Fr. 54'000.- festgesetzt. 

 

4.2.1 Für die Festlegung des Invalideneinkommens ist primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine 

Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile 

Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr 

verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 

erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 

nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst 

als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder 

Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die sog. DAP (Dokumentation 

von Arbeitsplätzen der SUVA)-Zahlen herangezogen werden (BGE 126 V 76 Erw. 3b 

mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). Zum Verhältnis der beiden 

Methoden hat das Eidgenössische Versicherungsgericht im letztgenannten Urteil 

festgestellt, den DAP-Zahlen komme kein genereller Vorrang gegenüber den 

Tabellenlöhnen zu (RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 Erw. 4b/aa). Offen blieb, auf 

welche Methode im Einzelfall abzustellen ist. 

Im zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimmten Urteil C. vom 28. 

August 2003, U 35/00 und U 47/00, räumte das Eidgenössische 

Versicherungsgericht ein, dass ein ungeregeltes Nebeneinander der beiden 

Verfahren in dem Sinne, dass nach freiem Ermessen entweder die eine oder die 

andere Methode gewählt werden kann, nicht zu befriedigen vermag. Eine 

einheitliche und rechtsgleiche Praxis liesse sich am ehesten über eine 

Prioritätenordnung gewährleisten. Diese abschliessend festzulegen ist beim 

gegenwärtigen Stand der Dinge indessen schwierig (eben zitiertes Urteil, Erw. 

4.2.1). Nach Darstellung der sich je aus ihrer Entstehung und Eigenart 

ergebenden Vor- und Nachteile der beiden Methoden umschrieb das 

Eidgenössische Versicherungsgericht die Voraussetzungen dafür, dass die 

Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf die Lohnangaben aus der DAP 

im Einzelfall bundesrechtskonform ist. Das Abstellen auf DAP-Löhne setzt 

demnach voraus, dass, zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf 

DAP-Blättern, Angaben gemacht werden über die Gesamtzahl der auf Grund der 

gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über 

den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der 

entsprechenden Gruppe. Sind die erwähnten verfahrensmässigen Anforderungen 

nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden 

(zitiertes Urteil, Erw. 4.2.1. und 4.2.2). Schliesslich sind bei der 

Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile Abzüge nicht 

sachgerecht und nicht zulässig (zitiertes Urteil, Erw. 4.2.3; Urteil R. vom 

1. Oktober 2003 Erw. 3.1, I 479/00). 

 

4.2.2 Im Lichte dieser Grundsätze fällt die Ermittlung des 

Invalideneinkommens gestützt auf die DAP der SUVA im hier zu beurteilenden 

Fall bereits deshalb ausser Betracht, weil mit den bloss vier DAP-Blättern, 

die bei den Akten liegen, die Basis für die Beurteilung der Repräsentativität 

der verwendeten DAP-Dokumentationen zu schmal ist. Kann demnach, entgegen 

Unfallversicherer und Vorinstanz, nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt 

werden, sind die Durchschnittslöhne gemäss LSE heranzuziehen. 

 

4.2.3 In den LSE werden je nach persönlicher Qualifikation des Arbeitnehmers 

vier Anforderungsniveaus von Tätigkeiten unterschieden. Der Beschwerdeführer 

verfügt über eine abgeschlossene Schreinerlehre und jahrelange 

Berufserfahrung als Küchenmonteur und Aussendienstmitarbeiter. Er ist damit 

nicht nur zur Verrichtung lediglich einfacher und repetitiver Tätigkeiten 

(Anforderungsniveau 4) fähig. Anderseits steht der Einstufung im 

nächsthöheren Anforderungsniveau entgegen, dass er zwar über Berufs- und 

Fachkenntnisse verfügt, was hiefür vorausgesetzt wird, diese Fähigkeiten aber 

in dem in Anbetracht der gesundheitlichen Unfallfolgen noch zumutbaren 

Tätigkeitsspektrum (Erw. 3.1 hievor), welches beispielsweise den erlernten 

Beruf eines Schreiners und die Arbeit eines Küchenmonteurs ausschliesst, 

nicht tel quel umsetzen kann. Insgesamt ist es sachgerecht, auf den 

Mittelwert zwischen den Durchschnittslöhnen der beiden Anforderungsniveaus 3 

und 4 abzustellen. Dieser beträgt für Männer im gesamten privaten Sektor Fr. 

4719.50 (Fr. 4268.- + Fr. 5171.- : 2; LSE 1998 Tabelle TA1 S. 25). Die 

Umrechnung auf ein Jahr (x 12) und auf die betriebsübliche wöchentliche 

Arbeitszeit (41,9 Stunden; Die Volkswirtschaft 7/2003 Tabelle B 9.2 S. 90) 

ergibt ein Jahreseinkommen von Fr. 59'324.10 Trotz der Unfallfolgen ist der 

Beschwerdeführer fähig, eine volle Leistung zu erbringen. Sein 

Einsatzspektrum ist aber auf der Behinderung angepasste Tätigkeiten 

beschränkt, was als lohnsenkender Faktor eine Herabsetzung des Tabellenlohnes 

rechtfertigt (vgl. BGE 126 V 75). Wird dieser Abzug auf 10 % angesetzt, was 

eher hoch erscheint, resultieren Fr. 53'391.70, womit sich das von der SUVA 

angenommene und von der Vorinstanz bestätigte Invalideneinkommen von Fr. 

54'000.- auch bei Anwendung der LSE nicht beanstanden lässt. Die 

Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt einen 

Invaliditätsgrad von 33,33 %. Einspracheentscheid und kantonaler 

Gerichtsentscheid sind damit im Ergebnis rechtmässig. 

 

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: 

 

1. 

Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, 

Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für 

Sozialversicherung zugestellt. 

Luzern, 19. November 2003 

 

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

 

Der Präsident der III. Kammer:   Der Gerichtsschreiber: