# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb836e5e-f595-548a-8ecd-d1f576abed27
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-03-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.03.2017 C-25/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-25-2015_2017-03-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-25/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  M ä r z  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richterin Caroline Bissegger, Richter David Weiss,  

Gerichtsschreiberin Sonja Andrea Fünfkirchen. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (wohnhaft in der Republik Kosovo),  

vertreten durch B._______, (wohnhaft in Deutschland), 

Beschwerdeführer,  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom  

28. November 2014. 

 

 

 

C-25/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der im Jahre 1949 geborene, verheiratete und in seiner Heimat wohn-

hafte kosovarische Staatsangehörige A._______ (im Folgenden: Ver-

sicherter oder Beschwerdeführer) war gemäss IVSTA sowie dem Auszug 

aus dem Individuellen Konto (IK) von April bis Dezember 1973 (9 Monate) 

sowie von April bis Oktober 1974 (7 Monate) als Saisonnier in der Schweiz 

bei der Firma C._______ AG in Z._______ erwerbstätig. Zudem arbeitete 

er vom 15. August bis zum 14. Dezember 1990 (5 Monate) als Bauarbeiter 

bei der Firma D._______ AG in der Schweiz. Laut Angaben des 

Versicherten war die Stelle als Bauarbeiter seine letzte Erwerbstätigkeit 

(IVSTA-act. 39/2, 52). 

B.  

B.a Am 10. Januar 2008 ging bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

(nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) ein vom Beschwerdeführer am 

27. Dezember 2007 unterzeichnetes Gesuch um Rentenleistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung (IV) ein (IVSTA-act. 1, 3). In 

diesem gab er an, dass er infolge Rückenbeschwerden seit dem Jahre 

2000 nicht mehr in der Lage sei, eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Nach 

Erlass von zwei Vorbescheiden vom 18. Dezember 2008 sowie 1. Mai 

2009 (IVSTA-act. 17, 27), wonach der Rentenanspruch zunächst nach der 

spezifischen und später nach der allgemeinen Methode geprüft wurde, 

sowie nach Prüfung der im Vorbescheidverfahren vorgelegten Unterlagen 

wies die Vorinstanz das Leistungsgesuch mit Verfügung vom 25. Juni 2009 

mangels rentenanspruchsbegründender Invalidität ab (IVSTA-act. 32). 

B.b Mit Beschwerde vom 4. Juli 2009 beantragte der Beschwerdeführer 

durch seinen bevollmächtigten Rechtsvertreter, Ernest Osmani, vor dem 

Bundesverwaltungsgericht, in Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung 

vom 25. Juni 2009 (IVSTA-act. 32) sei ihm eine ganze Rente der IV 

zuzusprechen. Zur Begründung seiner Beschwerdeanträge führte er im 

Wesentlichen aus, dass er angesichts seiner somatischen und 

psychischen Leiden nicht mehr in der Lage sei, eine Erwerbstätigkeit 

auszuüben. Es bestehe für ihn im Kosovo realistischerweise auch kein 

Arbeitsmarkt (IVSTA-act. 33/3-6). 

B.c Das Bundesverwaltungsgericht hob mit Urteil C-4371/2009 vom 

6. Februar 2012 die angefochtene Verfügung vom 25. Juni 2009 (IVSTA-

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Seite 3 

act. 32) auf und wies die Sache an die Vorinstanz zurück, damit diese eine 

die aktenkundigen ärztlichen Beurteilungen ergänzende, multidisziplinäre 

fachärztliche Begutachtung (insbesondere in orthopädischer, 

neurologischer, kardiologischer, pneumologischer und psychiatrischer 

Hinsicht) des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und der 

Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit durchführen lasse sowie den 

Status und die Einkommensverhältnisse des Beschwerdeführers 

ergänzend abkläre, um anschliessend neu zu verfügen (IVSTA-act. 39). 

B.d Unter Berücksichtigung des polydisziplinären medizinischen Gut-

achtens vom 4. April 2014 (nachfolgend: Gutachten E._______; IVSTA-

act. 73), der Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes Y._______ 

(nachfolgend: RAD) vom 25. April 2014 und 13. Mai 2014 (IVSTA-act. 77, 

79) stellte die Vorinstanz dem Versicherten mit Vorbescheid vom 30. Mai 

2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Aus den der 

IVSTA zur Verfügung stehenden Unterlagen gehe hervor, dass der 

Versicherte seit seiner Ausreise aus der Schweiz im Dezember 1990 keine 

gewinnbringende Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt habe. Demzufolge sei 

die spezifische Methode anzuwenden. Relevante Beeinträchtigungen im 

bisherigen Aufgabenbereich (Haushalt) würden nach der polydisziplinären 

Abklärung keine resultieren. Aus den Akten gehe hervor, dass im 

bisherigen Aufgabenbereich eine Arbeitsunfähigkeit von 21% bestehe. 

Dieser Invaliditätsgrad begründe keinen Anspruch auf eine Invalidenrente 

(IVSTA-act. 80). 

B.e Nach Einwand des Versicherten vom 20. Juni 2014 sowie 8. August 

2014 (IVSTA-act. 81, 85 f.) und Stellungnahme des RAD vom 11. Septem-

ber 2014 (IVSTA-act. 93) wies die IVSTA mit Verfügung vom 28. November 

2014 (IVSTA-act. 96) das Rentengesuch vom 27. Dezember 2007 respek-

tive 8. Januar 2008 ab. 

C.  

C.a Gegen die abweisende Verfügung vom 28. November 2014 liess 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) durch seinen 

bevollmächtigten Schwager, B._______ (nachfolgend: Parteivertreter), am 

24. Dezember 2014 Beschwerde erheben. Er beantragte (sinngemäss) die 

Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 28. November 2014 und 

die Zusprache einer ganzen Rente der Invalidenversicherung (IV). In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung. Zur Begründung der materiellen Anträge 

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führte er an, dass seine Gesundheit aufgrund der erlebten 

Kriegsgeschehnisse im Kosovo – insbesondere in den Jahren 1999/2000 

– physisch und psychisch beeinträchtigt sei. Er leide seitdem unter hohem 

Blutdruck, Kopfschmerzen, Schmerzen im HWS-Bereich, an den 

Schultern, Händen, Arm- und Kniegelenken; sein linker und rechter Arm 

seien taub; zudem leide er an einem Tinnitus, Schlaf- und Durch-

schlafstörungen, Depression und er ertrage auch die Nähe von Menschen 

nicht. Er sei seit dem Jahr 2000 bis dato bei verschiedenen Ärzten in 

neuropsychiatrischer, orthopädischer und psychiatrischer Behandlung – 

wie dies die beiliegenden Konsultations- und Facharztberichte belegen 

würden. Ein Behandlungserfolg habe sich bis heute jedoch nicht eingestellt 

(vgl. Beschwerdeakten [nachfolgend: C-act.] 1, 1/1-28, 3/1 und 5/1 im Be-

schwerdeverfahren C-25/2015). 

C.b Mit ergänzender Eingabe vom 26. Januar 2015 reichte der Be-

schwerdeführer erneut diverse Beweismittel aus den Jahren 2000 bis 

Anfang 2015 ein, die zum grössten Teil bereits aktenkundig sind. Der 

Beschwerdeführer äusserte sich dahingehend, dass er nicht verstehe, 

weshalb er im Rahmen der medizinischen Untersuchungen nicht ernst 

genommen worden sei beziehungsweise seine gesundheitlichen 

Beschwerden von den Ärzten völlig ignoriert worden seien. Sinngemäss 

zweifelt er an den Ausführungen der medizinischen Gutachter im 

polydisziplinären Gutachten vom 4. April 2014 (C-act. 3, 5). 

C.c Am 10. April 2015 nahm der RAD zu den 32 neu eingereichten 

medizinischen Unterlagen Stellung (IVSTA-act. 99 f.). 

C.d In ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2015 (C-act. 6) beantragte die 

Vorinstanz unter Bezugnahme auf das Gutachten E._______ und die 

Stellungnahmen des RAD die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung 

der angefochtenen Verfügung.  

C.e Mit Zwischenverfügung vom 5. Mai 2015 (C-act. 8) hiess der zu-

ständige Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung 

gut. Zudem wurde dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung der 

Vorinstanz zur Kenntnis gebracht und er eingeladen, eine Replik in 2 

Exemplaren sowie entsprechende Beweismittel einzureichen. 

C.f Mit Replik vom 30. Mai 2015 (Datum Posteingang BVGer: 2. Juni 2015) 

reichte der Beschwerdeführer einen Ultrasonographiebericht von 

Dr. F.a._______ vom 22. Mai 2015, einen Konsultationsbericht des Instituts 

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der Arbeitsmedizin Kosovo in X._______ vom 22. Mai 2015 (C-act. 11/1-7) 

je in der Originalfassung und einer beglaubigten Übersetzung sowie eine 

„gutachterliche Stellungnahme“ von Dr. F.b._______ vom 27. Mai 2015 

(Originalfassung und nicht beglaubigte Übersetzung des Parteivertreters) 

beim Bundesverwaltungsgericht ein (C-act. 11, 13). 

C.g Am 9. Juni 2015 (Datum Posteingang BVGer) reichte der 

Beschwerdeführer erneut die mit Replik vom 30. Mai 2015 beigelegten 

Beweismittel ein (C-act. 13). 

C.h Die Vorinstanz teilte mit Schreiben vom 14. September 2015 (C-

act. 18) und unter Hinweis auf den beigelegten RAD-Bericht vom 30. Juni 

2015 (C-act. 18/3) und die konsiliarische Stellungnahme eines Facharztes 

der Psychiatrie des medizinischen Dienstes der IVSTA vom 4. September 

2015 (C-act. 18/1) mit, dass sich keine neuen Sachverhaltselemente 

ergeben hätten und insofern an der Darlegung in der Vernehmlassung 

festgehalten werde. Die Vorinstanz beantragte weiterhin die Abweisung der 

Beschwerde beziehungsweise die Bestätigung der angefochtenen 

Verfügung vom 28. November 2014. 

C.i Mit verfahrensleitender Verfügung vom 18. September 2015 wurde 

dem Beschwerdeführer die Duplik der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht 

und der Schriftenwechsel abgeschlossen (C-act. 19). 

D.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 

– soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren vor dem Bundesver-

waltungsgericht richtet sich im Wesentlichen nach den Vorschriften des 

Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 

vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021, vgl. auch Art. 37 VGG) so-

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wie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-

sicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1, vgl. auch Art. 3 

lit. dbis VwVG).  

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 

vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als 

Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen 

gehört auch die IVSTA, die mit Verfügungen über Leistungsgesuche 

befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des 

Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, 

SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesver-

waltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt 

ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 

hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).  

Der nicht-anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 

Verfahren teilgenommen; er ist durch die ihn betreffende Verfügung berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). 

Die Beschwerde ist im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht worden 

(Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung 

vom 5. Mai 2015 die unentgeltliche Prozessführung gewährt und auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet wurde (C-act. 5, 8), sind 

sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt. Auf die Beschwerde ist daher 

einzutreten. 

Die Parteiinteressen des Beschwerdeführers werden durch seinen bevoll-

mächtigten Schwager, B._______, vertreten (C-act. 3.1, 5, 13). 

1.4 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 28. November 2014 (IVSTA-act. 96), mit welcher die IVSTA 

das Rentengesuch des Beschwerdeführers vom 27. Dezember 2007 

(Posteingang IVSTA: 10. Januar 2008; vgl. IVSTA-act. 1, 3) abgewiesen 

hat.  

  

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2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger der Republik Kosovo und 

hat dort seinen Wohnsitz (IVSTA-act. 1). Die Schweiz hat mit diversen 

Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens neue Abkommen über 

soziale Sicherheit abgeschlossen, nicht aber mit dem Kosovo. Bis zum 

31. März 2010 galt praxisgemäss das Abkommen vom 8. Juni 1962 

zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen 

Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1; 

im Folgenden: Sozialversicherungsabkommen) sowie die Verwaltungsver-

einbarung vom 5. Juli 1963 betreffend die Durchführung des Sozialver-

sicherungsabkommens (SR 0.831.109. 818.12; im Folgenden: Ver-

waltungsvereinbarung) Anwendung (vgl. dazu BGE 139 V 263; vgl. auch 

Art. 17 Abs. 2 Bst. a Sozialversicherungsabkommen). 

Demnach bestimmt sich vorliegend die Frage ob, und gegebenenfalls ab 

wann Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung 

besteht, allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften (vgl. 

Art. 1, 2 und 4 des Sozialversicherungsabkommens). Ferner besteht für die 

rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz keine Bindung an die Fest-

stellungen ausländischer Versicherungsträger, Behörden und Ärzte bezüg-

lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 253 E. 4 und 

AHI 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen 

auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürdi-

gung des Gerichts (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-

6398/2009 vom 18. Mai 2012 E. 2.1 mit Hinweis auf den Entscheid des 

EVG [seit 1. Dezember 2007: Bundesgericht] vom 11. Dezember 1981 i.S. 

D.; zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung: BGE 125 V 351 E. 3a). 

2.2 Seit dem 1. April 2010 ist das Abkommen zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und der (ehemaligen) Föderativen Volksrepublik 

Jugoslawien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831. 

109.818.1; nachfolgend: Sozialversicherungsabkommen) nicht weiter auf 

kosovarische Staatsangehörige anwendbar (BGE 139 V 263). Dies hat 

namentlich zur Folge, dass IV-Renten von Staatsangehörigen des 

Kosovos, die für den Zeitraum nach dem 31. März 2010 zugesprochen 

werden, gemäss Art. 6 Abs. 2 Satz 2 IVG nicht mehr ins Ausland exportier-

bar sind. Sie werden nurmehr innerhalb der Schweiz gewährt. Die laufen-

den Renten geniessen demgegenüber gemäss Art. 25 des Sozialver-

sicherungsabkommens den Besitzstand (BGE 139 V 335 E. 6.1).  

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Seite 8 

2.3 Gemäss dem Grundsatz, wonach in zeitlicher Hinsicht regelmässig die-

jenigen Rechtssätze heranzuziehen sind, die bei der Erfüllung des zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, bildet für die Frage, 

ob das für Angehörige der heutigen Republik Kosovo per Ende März 2010 

ausser Kraft gesetzte Sozialversicherungsabkommen weiterhin zur 

Anwendung gelangt, die Entstehung des IV-Rentenanspruchs den mass-

gebenden Anknüpfungspunkt (BGE 139 V 335 E. 6.2; Urteil BGer 9C_793/ 

2013 vom 27. März 2014 E. 3.2). Vorliegend finden jene Vorschriften 

Anwendung, die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 28. November 

2014 in Kraft standen (so auch die Normen des auf den 1. Januar 2012 in 

Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-Revision [IV-Revision 6a], 

AS 2011 5659); weiter aber auch Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt 

bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls 

früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind (für das IVG: ab 

dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 

4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 

2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; zudem die Verordnung vom 

17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] in den 

entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision).  

Ferner ist für das vorliegende Verfahren das per 1. Januar 2003 in Kraft 

getretene ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) an-

wendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunfähigkeit, 

Erwerbsunfähigkeit, Invalidität und der anwendbaren Methode der Invalidi-

tätsbemessung entsprechen den bisherigen von der Rechtsprechung zur 

Invalidenversicherung entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. 

BGE 130 V 343 E. 3.1 ff.). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Re-

vision des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und 

ATSV vom 28. September 2007 (5. IV-Revision [AS 2007 5129 bzw. 

AS 2007 5155], in Kraft seit 1. Januar 2008) nichts geändert, weshalb im 

Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird, sofern 

nichts Gegenteiliges vermerkt ist. 

3.  

Im Folgenden werden für die Beurteilung der Streitsache wesentlichen 

Bestimmungen und von der Rechtsprechung dazu entwickelten Grunds-

ätze dargestellt. 

3.1 Kosovarische Staatsangehörige mit Wohnsitz im Kosovo die – wie der 

Beschwerdeführer – einen Anspruch auf Leistungen der IV erheben, haben 

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sich auf dem von der Schweizerischen Ausgleichskasse (SAK) hierfür er-

stellten amtlichen Formular "YU/CH 4" beim heimatlichen Sozialver-

sicherungsträger anzumelden. Dieser vermerkt den massgebenden An-

meldungszeitpunkt auf dem Gesuchformular und leitet dasselbe an die 

IVSTA weiter (vgl. Art. 4 Abs. 1 bis 4 der Verwaltungsvereinbarung; vgl. 

auch Art. 20 des Sozialversicherungsabkommens sowie Art. 29 Abs. 1 und 

2 ATSG). Wird eine Anmeldung nicht formgerecht oder bei der unzuständi-

gen Stelle eingereicht, so ist für die Einhaltung der Fristen und für die an 

die Anmeldung geknüpften Rechtswirkungen trotzdem der Zeitpunkt 

massgebend, in dem sie der Post übergeben oder bei der unzuständigen 

Stelle eingereicht wird (vgl. Art. 29 Abs. 3 ATSG).  

Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits mit Urteil C-4371/2009 E. 3.1 

festgestellt, dass der Beschwerdeführer ein von ihm am 27. Dezember 

2007 unterzeichnetes Formular "Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen 

für Erwachsene" der Vorinstanz am 8. Januar 2008 per Einschreiben zu-

gestellt hat, welches am 10. Januar 2008 eingegangen ist (vgl. IVSTA-

act. 1, 3). Mangels eines formgerecht mittels Formular "YU/CH 4" beim zu-

ständigen heimatlichen Sozialversicherungsträger eingereichten 

Leistungsgesuchs ist folglich – zugunsten des Beschwerdeführers – davon 

auszugehen, dass er sich frühestens am 8. Januar 2008 rechtsgenüglich 

zum Bezug von Rentenleistungen der IV angemeldet hat. 

3.2 Anspruch auf eine Rente der IV hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes 

ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz 

vorgesehenen Dauer (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der vorliegend 

anwendbaren, bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung [Beitragsdauer 1 

Jahr]; vgl. Rundschreiben Nr. 253 des Bundesamtes für 

Sozialversicherungen, 5. IV-Revision und Intertemporalrecht, S. 2) 
Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Inva-

lidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat. Diese Bedingungen müssen 

kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, 

selbst wenn die andere erfüllt ist. 

Laut Auszug aus dem individuellen Konto vom 13. Februar 2015 hat der 

Beschwerdeführer in den Jahren 1973, 1974 und 1990 während insgesamt 

21 Monaten Beiträge an die AHV/IV geleistet (B-act. 21), so dass bei 

frühestmöglichem Anspruchsbeginn ab dem 8. Januar 2007 die Voraus-

setzung der gesetzlichen Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine 

ordentliche Invalidenrente erfüllt war (vgl. Urteil BVGer C-4371/2009 

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Seite 10 

E. 3.2. mit Hinweis auf Art. 48 Abs. 2 IVG in der diesbezüglich anwend-

baren, bis Ende 2007 in Kraft gestandenen Fassung; vgl. Rundschreiben 

Nr. 253, S. 1 f.). 

3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis Ende 2007 gültig gewesenen 

Fassung) beziehungsweise Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Januar 

2008 geltenden Fassung) besteht bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine halbe 

Rente und bei einem solchen von mindestens 40% Anspruch auf eine 

Viertelsrente. 

Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, 

werden jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ge-

wöhnlichen Aufenthalt (vgl. Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (vgl. 

Art. 28 Abs. 1ter erster Satz IVG in den bis Ende 2007 gültig gewesenen 

Fassungen bzw. Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG in der seit dem 1. Januar 

2008 geltenden Fassung), was laut Rechtsprechung eine besondere An-

spruchsvoraussetzung darstellt (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Aus-

nahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger 

und Staatsangehörige der Europäischen Gemeinschaft (EU), denen bei 

einem Invaliditätsgrad ab 40% eine ordentliche Rente ausgerichtet wird, 

auch wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben. Keine der-

artige Ausnahme gilt indessen für Staatsangehörige des Kosovo (vgl. Art. 8 

Bst. e Sozialversicherungsabkommen). 

3.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger 

dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem 

in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt respektive der Mög-

lichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invaliditäts-

begriff enthält damit zwei Elemente (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 

3. Aufl. 2015 [im Folgenden: KIESER, ATSG], Rz. 7 zu Art. 8): Ein medizini-

sches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) 

und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauernde 

Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbe-

reich). 

C-25/2015 

Seite 11 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-

fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 

leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 

anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Er-

werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-

lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

3.5 Der Rentenanspruch entsteht frühestens in jenem Zeitpunkt, in dem 

der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) 

geworden ist oder während eines Jahres (Wartezeit) ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig und her-

nach mindestens im gleichen Grad erwerbsunfähig beziehungsweise inva-

lide gewesen ist (vgl. Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in den bis Ende 2007 

gültig gewesenen Fassungen). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der ab dem 1. 

Januar 2008 geltenden Fassung) haben jene Versicherten Anspruch auf 

eine Rente, welche ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 

können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres (Wartezeit) ohne 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40% 

arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens durchschnittlich 40% invalid (Art. 8 Abs. 1 ATSG) 

sind (Bst. b und c). Vorbehältlich abweichender staatsvertraglicher 

Regelungen ist bei Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt 

im Ausland in diesem Zusammenhang eine Arbeitsunfähigkeit 

beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von 50% gefordert (vgl. Art. 28 

Abs. 1ter erster Satz IVG in den bis Ende 2007 gültig gewesenen 

Fassungen bzw. Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG in der seit dem 1. Januar 

2008 geltenden Fassung). Das vorliegend anwendbare Sozial-

versicherungsabkommen sieht diesbezüglich keine Ausnahme vor. 

3.6 Weiter ist zu beachten, dass nach Art. 48 Abs. 2 IVG (in der bis Ende 

2007 in Kraft gestandenen Fassung) Rentenleistungen für die zwölf der 

Anmeldung zum Leistungsbezug vorangehenden Monate und die folgende 

Zeit ausgerichtet werden können. Nach Art. 29 Abs. 1 IVG (in der seit dem 

1. Januar 2008 [5. IV-Revision] in Kraft stehenden Fassung) entsteht der 

C-25/2015 

Seite 12 

Rentenanspruch hingegen frühestens sechs Monate nach Geltend-

machung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG 

beziehungsweise nach der Anmeldung zum Leistungsbezug. In Fällen, in 

denen der Versicherungsfall vor dem 1. Januar 2008 eintrat respektive die 

einjährige gesetzliche Wartezeit vor diesem Zeitpunkt zu laufen begann 

und im Jahre 2008 erfüllt wurde, gilt indessen unter der Voraussetzung, 

dass die Anmeldung zum Leistungsbezug spätestens Ende Juni 2008 

eingereicht wurde, das alte Recht beziehungsweise der Art. 48 Abs. 2 IVG 

in der bis Ende 2007 in Kraft gestandenen Fassung (vgl. BGE 138 V 475). 

3.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und 

im Beschwerdeverfahren das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärzt-

liche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 

haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten der Versicherte im jeweils massgebenden Aufgabenbereich 

(Haushaltsbereich und/oder Erwerbsbereich) arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zu-

gemutet werden können (vgl. BGE 115 V 133 E. 2 mit Hinweisen; AHI-

Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit (sog. 

leidensangepasste Verweisungstätigkeit; vgl. ZAK 1986 S. 204 f.) hat sich 

der Versicherte infolge seiner Schadenminderungspflicht anrechnen zu 

lassen (vgl. BGE 113 V 22 E. 4a und BGE 111 V 235 E. 2a, je mit Hin-

weisen). Ebenso ist ein nichterwerbstätiger oder teilweise erwerbstätiger 

Versicherter gehalten, im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren Ver-

haltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen seiner Be-

hinderung im ihn betreffenden Aufgabenbereich reduzieren – im Haushalt 

insbesondere solche, die ihm eine möglichst vollständige und unabhängige 

Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 

mit Hinweisen). 

3.8 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-

legung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und 

Experten begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc mit Hin-

weisen). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

C-25/2015 

Seite 13 

weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-

reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als 

Gutachten (vgl. dazu Urteil des EVG I 268/2005 vom 26. Januar 2006 

E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a).  

So ist den im Rahmen des im Verwaltungsverfahren eingeholten Gut-

achten externer Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtun-

gen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten 

und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 

bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 

dazu das Urteil des EVG vom 26. Januar 2006 [I 268/2005] E. 1.2, mit Hin-

weis auf BGE 125 V 352 E. 3a und weiteren Hinweisen).  

Berichte der behandelnden Ärzte sind – obschon deren Erkenntnissen 

durchaus Gehör zu schenken ist – aufgrund ihrer auftragsrechtlichen 

Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für 

den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden 

Spezialarzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 

E. 2.3.2, BGE 125 V 351 E. 3b/cc sowie Urteil des EVG I 655/05 vom 

20. März 2006 E. 5.4, je mit Hinweisen). Ferner müssen ver-

sicherungsinterne Ärzte oder solche eines RAD über die zur Beurteilung 

des Einzelfalles erforderlichen persönlichen und fachlichen Qualifikationen 

verfügen, andernfalls ein gewichtiges Indiz gegen die Zuverlässigkeit ihrer 

Expertise oder Stellungnahme vorliegt (vgl. dazu Urteile des Bundesge-

richts I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 ff. und I 362/06 vom 

10. April 2007 E. 3.2.1, je mit Hinweisen). 

3.9 Nach der Rechtsprechung bestimmt sich der Beweiswert prognosti-

scher Angaben zur Arbeitsfähigkeit im rechtlich massgebenden Beur-

teilungszeitpunkt danach, ob sie im Lichte der erhobenen medizinischen 

Befunde und Diagnosen sowie der vorher oder später erstatteten, beweis-

kräftigen Arztberichte nachvollziehbar, einleuchtend und konkret überzeu-

gend sind und namentlich nichts für eine seitherige, objektive Ver-

schlechterung des Gesundheitszustands spricht, welche ernsthafte Zweifel 

an der Richtigkeit der früheren Prognose respektive der ursprünglich zuge-

muteten Restarbeitsfähigkeit begründet (vgl. unveröffentlichtes Urteil des 

BGer I 783/06 vom 6. September 2007 E. 4 mit Hinweisen; Urteil des 

BVGer C-2573/2006 vom 8. Juli 2008 E. 8.1). 

http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-351

C-25/2015 

Seite 14 

4.  

Vorliegend ist unter den Parteien umstritten und vom Bundesverwaltungs-

gericht im Folgenden in Würdigung der relevanten Dokumente zu beur-

teilen, ob die Vorinstanz mit ihrer Verfügung vom 28. November 2014 das 

Leistungsbegehren des Beschwerdeführers vom 8. Januar 2008 zu Recht 

mangels anspruchsbegründender Invalidität abgewiesen hat. Insbe-

sondere ist zu prüfen, ob im Zeitraum vom 8. Januar 2007 (vgl. E. 3.2 mit 

Hinweis zum frühestmöglichen Rentenanspruch) bis spätestens 31. März 

2010 (vgl. E. 2.3 mit Hinweisen zum Rentenexport in den Kosovo) neue 

medizinische Sachverhaltselemente vorliegen, die einen allfälligen Ren-

tenanspruch rechtfertigen. 

4.1  

4.1.1 Zunächst ist die medizinische Vorgeschichte des Beschwerdeführers 

und die Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit, wie sie sich bis zur Aufhebung 

der Verfügung vom 25. Juni 2009 (IVSTA-act. 32) gemäss Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] C-4371/2009 vom 6. Februar 2012 

darstellte, darzulegen: Gemäss Urteil BVGer beruhe die vorinstanzliche 

Verfügung vom 25. Juni 2009 im Wesentlichen auf den Leistungskalkülen 

vom 12. August 2008, 12. Dezember 2008 und 23. März 2009 des RAD 

(Dr. med. F.c._______) sowie dem am 27. April 2009 durchgeführten Ein-

kommensvergleich (IVSTA-act. 26). Dr. med. F.c._______ seien insbe-

sondere Berichte von im Kosovo auf den Gebieten der Inneren Medizin, 

Neurologie sowie Neuropsychiatrie praktizierenden Fachärzten aus der 

Zeit vom 7. Juni 2000 bis zum 20. Januar 2009 sowie der vom Be-

schwerdeführer am 12. September 2009 ausgefüllte "Fragebogen für die 

im Haushalt tätigen Versicherten" (im Folgenden: Fragebogen Haushalt) 

zur Beurteilung vorgelegen.  

Als Hauptdiagnose habe Dr. med. F.c._______ eine chronische Cervi-

kalgie mit degenerativen Problemen genannt; als Diagnosen ohne Auswir-

kungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers habe er eine 

depressive Störung, eine arterielle Hypertonie sowie eine vertebrobasiläre 

Insuffizienz (eingeschränkter Blutdurchfluss Arterie vertebralis/basilaris) 

erwähnt. In seinem Leistungskalkül vom 12. Dezember 2008 habe er im 

Wesentlichen ausgeführt, angesichts der chronischen Cervikalgie mit 

degenerativen Problemen sei der Beschwerdeführer seit dem 17. Dezem-

ber 2004 in einer körperlich schweren Erwerbstätigkeit, wie einer solchen 

als Bauarbeiter, zu 100% arbeitsunfähig. Seit dem 1. Januar 2005 sei er 

dagegen in der Lage, leichte wechselbelastende Erwerbstätigkeiten – ohne 

C-25/2015 

Seite 15 

Heben und Tragen von Lasten über 15 kg, ohne Arbeiten über Schulter-

höhe und ohne Tätigkeiten, bei welchen Druck sowie Zugkraft auf die 

oberen Extremitäten ausgeübt wird – vollschichtig auszuüben. In seinem 

gestützt auf den Fragebogen Haushalt am 12. Dezember 2008 

durchgeführten Betätigungsvergleich sei Dr. med. F.c._______ ferner zum 

Schluss gelangt, der Beschwerdeführer sei im Aufgabenbereich Haushalt 

angesichts der erwähnten Hauptdiagnose seit dem 17. Dezember 2004 zu 

17% invalide. Seine Leistungskalküle habe Dr. med. F.c._______ am 

23. März 2009 bestätigt (vgl. vgl. C-4371/2009 E. 4.1). 

4.1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hielt in seinem Urteil C-4371/2009 

vom 6. Februar 2012 fest, dass es erhebliche Zweifel an der Zuverlässig-

keit der aktenkundigen fachärztlichen Berichten habe (auch an denjenigen 

vom 18. Dezember 2007 und 13. Januar 2009 der Dres. med. 

F.d._______, F.b._______ und F.e._______), zumal nicht entnommen 

werden könne, auf welche konkreten Vorakten (Anamnese) sie erstellt 

worden seien. Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 

(vgl. BGE 131 V 49 E. 1.2) führte es weiter aus, dass ohne eine von einem 

Facharzt der Psychiatrie nach einem anerkannten wissenschaftlichen 

Klassifikationssystem spezifizierte Diagnose nicht zuverlässig beurteilt 

werden könne, ob sich ein psychisches Leiden invalidisierend auswirke 

oder nicht. Es finde sich in den Akten keine spezifizierte psychiatrische 

Diagnose – insbesondere auch nicht im neuropsychiatrischen Bericht vom 

18. Dezember 2007 von Dr. med. F.b._______, der nebst einer Depression 

auch eine posttraumatische Belastungsstörung angeführt habe (C-

4371/2009 E. 4.2.2.2). Dr. med. F.c._______, der Allgemeinmediziner und 

nicht Facharzt für Psychiatrie sei, sei auf dieses psychische Leiden mit 

keinem Wort eingegangen (E. 4.2.2.3). Von den Dr. med. F.c._______ 

unterbreiteten ärztlichen Berichten enthielten einzig jene der 

Dres. med. F.d._______, F.b._______ und F.e._______ Schluss-

folgerungen zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Erwerbs-

bereich, wonach der Beschwerdeführer angesichts der diagnostizierten 

Leiden seit dem Jahre 2006 zu 60% bis 70% arbeitsunfähig sei. Diese 

erwiesen sich allerdings als unzuverlässig und teilweise widersprüchlich. 

Nicht ausreichend auseinandergesetzt habe sich Dr. med. F.c._______ 

auch mit der von Dr. med. F.f._______ am 5. Januar 2009 gestellten 

Diagnose einer Diskushernie (E. 4.2.2.4). Im Übrigen betonte das 

Bundesverwaltungsgericht, dass kein einziger aktenkundiger fachärztlicher 

Bericht Schlussfolgerungen zur Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers 

im Aufgabenbereich Haushalt enthalte. Dr. med. F.c._______ habe nicht 

dargelegt, aus welchen Gründen der Beschwerdeführer seit dem 

C-25/2015 

Seite 16 

17. Dezember 2004 in den Bereichen Einkauf zu 50% und 

Wohnungspflege sowie Wäsche und Kleiderpflege zu je 33% 

arbeitsunfähig sein soll, so dass diese Einschätzung nicht nachvollziehbar 

sei (E. 4.2.2.5). Die zugrunde liegenden aktenkundigen fachärztlichen 

Berichte und der Fragebogen Haushalt beinhalteten weder eine 

zuverlässige multidisziplinäre Gesamtbeurteilung des Gesundheitszu-

standes noch schlüssige beziehungsweise widerspruchsfreie zusammen-

fassende Feststellungen zum Grad der Arbeitsunfähigkeit des Be-

schwerdeführers im Erwerbsbereich und/oder Aufgabenbereich Haushalt. 

Zum anderen habe Dr. med. F.c._______ sein Leistungskalkül weder 

nachvollziehbar noch schlüssig begründet. Die Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers im Erwerbs- und Haushaltsbereich sei demnach un-

genügend abgeklärt (E. 4.2.3). Unklar sei auch die Statusfrage: es fehlten 

verlässliche Angaben über den Anstellungsgrad und Verdienst in der 

letzten Tätigkeit als Bauarbeiter in der Schweiz, unklar bleibe, ob er im 

Kosovo aus gesundheitlichen Gründen (nicht) als Landwirt auf dem 

Bauernbetrieb seiner Ehefrau gearbeitet habe und ob und in welchem 

Ausmass er ohne Gesundheitsschaden im Haushalt tätig wäre (E. 4.3.2). 

Da im vorinstanzlichen Verfahren infolge unvollständiger Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts entscheidrelevante, nicht nur medizinische 

Aspekte vollständig ungeklärt geblieben seien, rechtfertige sich eine Rück-

weisung an die Vorinstanz, damit diese eine ergänzende multidisziplinäre 

Begutachtung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und die 

Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit durchführen lasse sowie den Sta-

tus und die Einkommensverhältnisse ergänzend abkläre (E. 5). 

4.2 Mit Verfügung vom 28. November 2014 (IVSTA-act. 96) hat die 

Vorinstanz den Anweisungen des Bundesverwaltungsgerichts gemäss Ur-

teil C-4371/2009 vom 6. Februar 2012 (IVSTA-act. 39) Rechnung ge-

tragen, indem sie den Status, die Einkommensverhältnisse sowie das 

Leistungsgesuch des Beschwerdeführers erneut abgeklärt und – gestützt 

auf das polydisziplinäre Gutachten (E._______) vom 4. April 2014 (IVSTA-

act. 73/1-64) sowie die medizinischen Stellungnahme des RAD vom 

25. April 2014 (IVSTA-act. 77/1-5), 13. Mai 2014 (IVSTA-act. 79/1-3) und 

11. September 2014 (IVSTA-act. 93) – eine Neubeurteilung vorgenommen 

hat. Zur Begründung der erneuten Abweisung des Rentengesuchs vom 

8. Januar 2008 führte sie im Wesentlichen an, dass der Beschwerdeführer 

seit seiner Ausreise aus der Schweiz im Dezember 1990 keine 

gewinnbringende Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt habe. Demzufolge 

werde die spezifische Methode angewendet. Relevante Beeinträchti-

C-25/2015 

Seite 17 

gungen im bisherigen Aufgabenbereich (Haushalt) würden nach der poly-

disziplinären Abklärung nicht resultieren. Aus den Akten gehe hervor, dass 

im bisherigen Aufgabenbereich eine Arbeitsunfähigkeit von 21% bestehe. 

Dieser Invaliditätsgrad gebe kein Recht auf eine Rente. Die IV-Stelle habe 

ebenfalls von den Bemerkungen des Beschwerdeführers vom 20. Juni 

2014 (IVSTA-act. 81 f.) und vom 8. August 2014 (IVSTA-act. 85 f.) 

Kenntnis genommen und sei zum Schluss gekommen, dass diese an der 

Richtigkeit des Vorbescheides vom 30. Mai 2014 (IVSTA-act. 80) nichts zu 

ändern vermöchten. Die neuen Unterlagen (diverse Arztzeugnisse) seien 

dem RAD unterbreitet worden. Dieser habe seine vorgängige Stellung-

nahme bestätigt. Ausserdem hätten anhand der durchgeführten Nach-

forschungen die (fehlenden) Beiträge aus dem Jahr 1990 bei der Firma 

D._______ AG eruiert (und an die Beitragszeiten angerechnet) werden 

können. Unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_109/2013 

vom 8. Juli 2013, wonach ein Rentenexport in den Kosovo nur möglich sei, 

wenn der Anspruch auf eine Rente bis spätestens am 31. März 2010 

entstanden sei, wies die IVSTA das Rentengesuch ab.  

4.3 Die gutachterliche und vorinstanzliche Prüfung der medizinischen 

Situation des Beschwerdeführers sowie die Einschätzung zur Arbeitsfähig-

keit stützt sich bis zum Verfügungszeitpunkt (28. November 2014) auf 

folgende (relevanten) Akten (in chronologischer Reihenfolge):  

– 07.06.2000: Kurzbericht von Dr. F.b._______, Neuropsychiater, 
Regionalspital von X._______; Diagnosen: unleserlich, Spondylose, 
Bluthochdruck, PTSD (IVSTA-act. 4/6; C-act. 3/57) 

– 30.12.2004: Entlassungsschein mit Epikrise, Regionalspital von X._______, 
Neurologische Abteilung, Dr. F.b._______, Neuropsychiater; Hospitalisation 
vom 17. bis 30. Dezember 2004; Diagnosen beim Austritt: Cervicale Spondy-
lose, vertebrobasiläre Insuffizienz, Angststörung (IVSTA-act. 4/7, 
Übersetzung: IVSTA-act. 6; C-act. 3/52) 

– 11.12.2007: Kurzbericht Dr. F.g._______, Internist; Diagnosen: arterieller 
Bluthochdruck, Spondylosis vertebralis cervicalis, Syndrom vertiginosum, 
Polyarthralgia (IVSTA-act. 4/5; C-act. 3/50, 3/56) 

– 18.12.2007: Fragebogen für den Arzt (Dr. F.b._______, Regionalspital 
„H._______“), Diagnosen: Spondylosis deformans vertebralis zervikalis, 
vertebrobasiläre Insuffizienz, Bluthochdruck, Herzklappenfehler, chronisch 
depressives PTSD (IVSTA-act. 4/1-2, 7/2-5; C-act. 3/54) 

– 18.12.2007: Fragebogen für den Arzt (Dr. F.d._______, „H._______“): 
Diagnosen: Herzklappenfehler mit kompensiertem Herz, Hypertonie, Herpes 
Zoster, Tinnitus rechts, Bluthochdruck, Schwindelsyndrom (IVSTA-act. 4/3-4, 
Übersetzung: IVSTA-act. 7; C-act. 3/55) 

C-25/2015 

Seite 18 

– 27.12.2007: Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen für Erwachsene, 
IVSTA; Ausbildung: Mittelschule als Tierarzt. Rückenprobleme seit 2000 
(IVSTA-act. 1) 

– 27.12.2007: Fragebogen für den Versicherten. Hinweis: Es werde keine 
Tätigkeit ausgeübt. Probleme: Rückenbeschwerden; Arbeitsaufgabe 1975 
wegen fehlender Arbeitsbewilligung; zuletzt als Hilfsarbeiter im Baugewerbe 
bei der Firma D._______ AG 9 Stunden/Tag gearbeitet, ca. 
45 Stunden/Woche; Versicherter beziehe seit 2006 eine Invalidenrente der 
Sozialversicherung des Wohnsitzstaates (IVSTA-act. 2) 

– 27.03.2008: Kurzbericht Dr. F.h._______, HNO; Diagnosen: 
Schwindelsyndrom, Residus (unleserlich), Bluthochdruck (IVSTA-act. 21/6; C-
act. 3/45) 

– 23.07.2008: Exposé; Versicherungsperiode in der Schweiz: 1973-1974 
(16 Monate); Versicherter sei als Hilfsarbeiter im Baugewerbe tätig gewesen; 
Grund der Arbeitsaufgabe: Ausreise aus der Schweiz (keine Arbeits-
bewilligung). Keine Arbeit seit 2000. Hospitalisierung vom 17.12.-30.12.2004 
im Kosovo (IVSTA-act. 9) 

– 12.08.2008: Stellungnahme Dr. F.c._______, RAD Y._______, 
Hauptdiagnose: Cervicalgien degenerativer Ursache (M47.8). Diagnosen 
ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit: depressive Störung, Bluthochdruck, 
vertebrobasiläre Insuffizienz. Arbeitsunfähigkeit 100% seit dem 17.12.2004 in 
der bisherigen Tätigkeit, in einer Verweistätigkeit 0% seit dem 01.01.2005. 
Arbeitsfähigkeit ganztags, keine schweren Lasten heben (max. 15 kg), keine 
Überkopfarbeiten (IVSTA-act. 10) 

– 12.09.2008: Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versicherten; Hinweis: im 
Haushalt leben keine dauernd pflegebedürftigen Personen; der Versicherte 
könne keine strengen Haushaltsarbeiten und Tätigkeiten in der Landwirtschaft 
verrichten; er könne jedoch das Geflügel und Kleintiere versorgen und ein 
wenig seiner Ehefrau im Haushalt helfen (IVSTA-act. 14) 

– 19.09.2008: Kurzbericht Dr. (unleserlich); Diagnosen: Spondylosis deformans, 
Insuffizienz vertebro-basilaris, Schwindel, Bluthochdruck (IVSTA-act. 21/1; C-
act. 3/49) 

– 12.12.2008: Ergänzende Stellungnahme RAD Y._______: Arbeitsunfähigkeit 
für Haushaltstätigkeiten: 12% seit dem 17.12.2004 (IVSTA-act. 16) 

– 05.01.2009: Kurzbericht Dr. F.f._______, Allgemeinmedizin; Diagnosen: 
Diskushernie L4/L5/S1, Lumboischialgie rechts, Bluthochdruck (IVSTA-act. 
21/3; C-act. 3/48) 

– 20.01.2009: Kurzbericht Dr. F.a._______, Orthopädie; Diagnosen: 
Lumbalsyndrom, Diskushernie L4/L5 und L5/S1, symptomatische 
Lumboischialgie rechts (IVSTA-act. 21/2; C-act. 3/49) 

– 20.01.2009: Bericht Dr. F.e._______, Allgemeine Medizin. Der Versicherte 
habe seit seiner Geburt einen Herzfehler (Vitium aortico mitralis), gleichzeitig 

C-25/2015 

Seite 19 

hohen Blutdruck und COPD. Der Versicherte klage auch seit Jahren über Be-
schwerden wegen Uncarthrose der Halswirbelsäule. Er müsse mit 
Antirheumatika behandelt werden. Aus der Sicht des Arztes sei der 
Versicherte seit 13.01.2009 arbeitsunfähig (IVSTA-act. 21, Übersetzung: 
IVSTA-act. 22]; C-act. 3/47) 

– 03.02.2009: Kurzbericht Dr. F.f._______, Allgemeinmedizin; Diagnosen: 
oszillierender arterieller Bluthochdruck (IVSTA-act. 31/2; C-act. 3/43) 

– 03.02.2009: Kurzbericht Dr. F.f._______, Allgemeinmedizin; Diagnosen: 
Lumboischialgie rechts, Diskushernie L1-S1 (C-act. 3/43) 

– 10.02.2009: Kurzbericht Dr. (unleserlich); Diagnosen: Schwindel, 
Spondylosis, vertebrobasiläre Insuffizienz, PTSD, Bluthochdruck (IVSTA-act. 
31/5; C-act. 1/5, 3/44) 

– 20.02.2009: Kurzbericht Dr. F.i._______, Internist; Diagnosen: akute COPD, 
Herzklappenfehler, kompensiertes Herz (IVSTA-act. 31/1; C-act. 3/42) 

– 23.03.2009: Stellungnahme RAD Y._______; Hauptdiagnose: Cervicalgien 
degenerativer Ursache (M47.8). Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit: Depressive Störung, vertebrobasiläre Insuffizienz, Bluthochdruck. 
Zwischendurch notwendige Hospitalisierung wegen Lungenentzündung. 
Arbeitsunfähigkeit in bisheriger Tätigkeit: 100% seit 17.12.2004. Arbeitsun-
fähigkeit für Haushaltstätigkeiten: 12% seit 17.12.2004. Arbeitsunfähigkeit in 
einer Verweistätigkeit: 0% seit 01.01.2005 (IVSTA-act. 24) 

– 20.05.2009: Kurzbericht Dr. (unleserlich); Diagnosen: Spondylosis, 
Diskopathie C5/6 und C6/7, vertebrobasiläre Insuffizienz, PTSD (IVSTA-act. 
31/4; C-act. 1/5, 3/44) 

– 21.05.2009: Kurzbericht Dr. F.i._______, Internist; Diagnosen: 
Herzklappenfehler, kompensiertes Herz, COPD, respiratorische Insuffizienz 
(IVSTA-act. 31/6; C-act. 1/3, 3/41) 

– 29.05.2009: Kurzbericht Dr. F.f._______, Allgemeinmedizin; Diagnosen: 
Lumboischialgie rechts, Diskushernie L1-S1 (IVSTA-act. 31/3; C-act.1/6, 3/43) 

– 09.07.2009: Bericht Dr. F.a._______, Orthopädie/Traumatologie; Diagnosen: 
Spondylosis deformans cervical und lumbal, cervicale/vertebrale Uncarthrose, 
Discopathie L5 und C5-C7 (IVSTA-act. 37; C-act. 1/4, 3/40) 

– 23.12.2011: Entlassungsbericht, Regionalkrankenhaus „H._______“, 
Neurologische Abteilung, Dr. F.b._______, Neuropsychiater. Diagnose bei 
Aufnahme: Schwindel; Diagnose bei Entlassung: Spondylosis vertebralis, 
cervical und lumbal, vertebrobasiläre Insuffizienz (eingeschränkter 
Blutdurchfluss Arterie vertebralis/basilaris), arterielle Hypertonie, H.B.P., 
depressives Syndrom. Die Aufnahme sei aufgrund einer Verschlechterung 
des gesundheitlichen Zustandes in Form von Schwindelgefühlen, Nacken-
schmerzen sowie Taubheitsgefühlen an der linken Hand erfolgt. Die Be-
schwerden seien seit vielen Jahren vorhanden, es komme wiederholt zu einer 

C-25/2015 

Seite 20 

Verschlimmerung. Behandlung mit Infusionen, schmerzlindernden Nonstero-
iden, Vitaminen, angstlösenden Mitteln, Antidepressiva (IVSTA-act. 58; C-act. 
1/10; C-act. 3/30) 

– 30.05.2012: Fragebogen für den Versicherten. Der Versicherte habe „privat“ 
im Tageslohn gearbeitet; von 1976 als Landwirt und Hilfsarbeiter auf privater 
Basis; er arbeite seit 10 Jahren [seit 2002] nicht mehr und beziehe seit 
7 Jahren [2005] eine Invalidenrente der Sozialversicherung des Wohnsitz-
staates (IVSTA-act. 47) 

– 30.05.2012: Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versicherten; Hinweis: 
Der Versicherte beziehe seit 7 Jahren im Wohnsitzstaat eine Invalidenrente 
der Sozialversicherung und übe keine Haupt- oder Nebenerwerbstätigkeit aus. 
Er helfe gerne bei leichteren Haushaltsarbeiten seiner Ehefrau (z.B. Staub 
saugen, Besorgung der Wäsche). Er habe kein Geflügel oder Kleintiere mehr, 
weshalb die diesbezügliche Versorgung der Tiere entfalle (IVSTA-act. 47/3-6) 

– 28.06.2012: Schreiben des Versicherten: Der Versicherte habe von 1970-
1974 und 1990 (für rund 4 Jahre) jeweils in einem vollem Arbeitspensum in 
der Schweiz gearbeitet. Seit seiner Rückkehr in den Kosovo lebe er mit seiner 
Ehefrau in einem Bauernhaus. Er habe im Kosovo als „Landarbeiter“ ge-
arbeitet und helfe gerne – soweit es seine Gesundheit zulasse – seiner Ehe-
frau im Haushalt (z.B. kochen, Reinigungsarbeiten). Seit dem Krieg im Kosovo 
(Februar 1998 bis Juni 1999) sei er krank (IVSTA-act. 49) 

– 23.09.2012: Fragebogen für selbständige Landwirte. Der Versicherte „glaube 
nicht, dass er wieder arbeiten könne“ (IVSTA-act. 53/1-3) 

– 23.09.2012: Fragebogen für den Arbeitgeber über Arbeits- und Lohnverhält-
nisse von Unselbständigerwerbenden. Der Versicherte sei „nirgends ange-
stellt“ (IVSTA-act. 53/4 f.) 

– 04.02.2014: Psychiatrisches (Teil-) Gutachten E._______ AG (IVSTA-act. 
73/33) 

– 04.02.2014: Orthopädisches/traumatologisches (Teil-) Gutachten E._______ 
AG (IVSTA-act. 73/18) 

– 05.02.2014: Röntgen Halswirbelsäule, CD des Röntgeninstituts und MR 
Zentrums J._______ (IVSTA-act. 73/64, 95) 

– 05.02.2014: Kardiologisches Teilgutachten E._______ AG (IVSTA-act. 73/52) 

– 05.02.2014: Neurologisches Teilgutachten E._______ AG (IVSTA-act. 73/39) 

– 11.02.2014: Internistisches (Teil-) Gutachten E._______ AG (IVSTA-act. 
73/26) 

– 13.02.2014: Pneumologisches Teilgutachten E._______ AG (IVSTA-act. 
73/46) 

– 04.04.2014: Polydisziplinäres medizinisches Gutachten der E._______  AG, 
W._______ (IVSTA-act. 73/1-64)  

C-25/2015 

Seite 21 

– 25.04.2014: Stellungnahme Dr. F.c._______, RAD Y._______; Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: vertebrobasiläre Insuffizienz, 
Nebendiagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: degenerative 
Störungen im Bereich des Wirbelkörpers L5, Diagnosen ohne Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit: gemeine Zervikalgien / Lumbalgien, beidseitiger 
Tinnitus, arterieller Bluthochdruck, Symptome eines gastro-ösophagischen 
Refluxes, Hypercholesterinämie, Hypertrophie der Prostata. 
Arbeitsunfähigkeit: 100% in bisheriger Tätigkeit seit 01.12.2014, 20% in 
angepasster Tätigkeit seit 01.12.2014 (IVSTA-act. 77/1-5) 

– 13.05.2014: Stellungnahme des RAD Y._______ betreffend Einschätzung der 
Invalidität bei Tätigkeiten im Haushalt (IVSTA-act. 79/1-3) 

– 12.06.2014: Überweisung zur Konsultation an das Regionalkrankenhaus 
„H._______“ durch das Zentrum für Familienmedizin I._______; 
Verdachtsdiagnose: Spondylitis ankylosans (IVSTA-act. 82/1, Übersetzung: 
88; C-act. 1/8, 3/24) 

– 16.06.2014: Konsultationsbericht von Dr. F.a._______, Facharzt für Orthopä-
die und Traumatologie; Diagnosen: Syndrom cervikobrachialis, PHS (IVSTA-
act. 82/2; Übersetzung: IVSTA-act. 89; C-act. 1/9, 3/23).  

– Undatierte und zum Teil unleserliche Überweisung zur diagnostischen Unter-
suchung von Dr. _______, Facharzt für Familienmedizin; Befund: Tinnitus 
(IVSTA-act. 82/4, Übersetzung: 90/3-4; C-act. 1/12) 

– Undatierter und zum Teil unleserlicher Arztbericht von Dr. F.k._______; 
Diagnose: Schwindel; Behandlung: Diklofen op/u – (unleserlich); TA 110/80, 
Röntgen Vert. Cervical (unleserlich), lab komplett (unleserlich); (IVSTA-
act. 82/3, Übersetzung: 90/1 f.; C-act. 1/13) 

– 23.06.2014: Konsultationsbericht, Dr. F.b._______, Neuropsychiater: „Nach 
unserer Einschätzung leidet der Patient erheblich an Gesundheitsstörungen, 
die Einfluss auf die Invaliditätseinstufung von über 50% haben.“ Diagnosen: 
Spondylosis vertebralis cervicalis, vertebrobasiläre Insuffizenz Drop Atac, 
arterieller Bluthochdruck, Depression, COPD (IVSTA-act. 82/6, Übersetzung: 
91/3 f.; C-act. 1/16, 3/22) 

– 23.06.2014: Konsultationsbericht von Dr. F.a._______, Orthopädie und 
Traumatologie. Diagnosen: PHS fin, Sy. [unleserlich]“ (IVSTA-act. 82/5, 
Übersetzung: 91/1 f.; C-act. 3/21) 

– 04.08.2014: Konsultationsbericht von Dr. F.b._______, Neuropsychiater; Dia-
gnosen: Arterieller Bluthochdruck, vertebrale zervikale Spondylose, ängstlich-
depressive Störung (IVSTA-act. 86/1, Übersetzung: 87/1 f.; C-act. 1/14, 3/6, 
3/17) 

– 04.08.2014: Konsultationsbericht von Dr. F.g._______, Internist, X._______; 
Diagnosen: arterieller Bluthochdruck, Cardiopathie, Gastritis, Lumbal-
syndrom, ängstlich-depressives Syndrom (IVSTA-act. 86/3, Übersetzung: 
87/5-6; C-act. 1/11; C-act 3/8, 3/18) 

C-25/2015 

Seite 22 

– 04.08.2014: Fachärztlicher Bericht vom Kosovarischen Institut für Arbeits-
medizin; 1. Teil: Diagnose: Otitis media; 2. Teil: Therapie: 1. Ciloxan Tropfen, 
2. und 3. unleserlich (IVSTA-act. 86/2, Übersetzung: 87/3 f.; C-act. 3/7, 3/19) 

– 11.09.2014: Stellungnahme Dr. F.c._______, RAD Y._______. Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: vertebrobasiläre Insuffizienz, 
Nebendiagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: chronische 
Lumbalgien gestützt auf degenerative Störungen im Bereich L5, Diagnosen 
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: gemeine Zervikalgien, 
beidseitiger Tinnitus, arterieller Bluthochdruck, Symptome eines gastro-
ösophagischen Refluxes, Hypercholesterinämie, Hypertrophie der Prostata, 
Depression, COPD. Die Lungenfunktion sei in der Expertise 2014 als normal 
beurteilt worden, dasselbe gelte für die psychischen Probleme; es sei eine 
Minimaldosis an Antidepressiva verschrieben worden. Festhalten an 
bisheriger Beurteilung (IVSTA-act. 93). 

4.4 In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob das von der Vorinstanz in Auf-

trag gegebene Gutachten E._______, das dem Beschwerdeführer eine 

Arbeitsfähigkeit von 80% in angepasster Verweistätigkeit seit Dezember 

2004 attestiert, den Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten 

genügt. 

4.4.1 Das polydisziplinäre Gutachten der E._______ AG (Swiss Medical 

Assessment- and Business-Center in W._______) vom 4. April 2014 

(IVSTA-act. 73) umfasst 64 Seiten einschliesslich die Protokolle der durch-

geführten medizinischen Tests (u.a. Lungenfunktionsprüfung vom 

31. Januar 2014 [S. 51], arterielle Blutgasanalyse [ABGA] vom 31. Januar 

2014, Echokardiographie vom 3. Februar 2014 [S. 54], Belastungs-EKG 

vom 3. Februar 2014 [57 ff.], Ruhe-EKG vom 3. Februar 2014 [S. 63], 

Röntgenbefund betreffend die HWS ap. Lateral, Dens vom 5. Februar 2014 

[S. 64]), eine umfassende medizinische Einschätzung des 

Gesundheitszustandes und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

durch die einzelnen Fachgutachter, sowie eine Synthese aus allen 

untersuchten Fachgebieten nach der Konsensbeurteilung vom 31. März 

2014 durch die Fachärzte der E._______ AG (S. 10-12). Es basiert auf den 

dargelegten Vorakten (S. 3-5) sowie persönlichen Untersuchungen vom 

31. Januar 2014 und vom 3. bis 5. Februar 2014 durch die Fachgutachter 

für Orthopädie und Traumatologie (S. 18-25), Innere Medizin (S. 26-32), 

Psychiatrie und Psychotherapie (S. 33-38), Neurologie (S. 39-45) sowie 

Pneumologie (S. 46-50) – im Beisein eines „profesionellen Übersetzers“ 

(S. 3). Nach Darlegung der persönlichen Angaben und zu-

sammenfassenden medizinischen Vorgeschichte des Beschwerdeführers 

(S. 3) beginnt das Gutachten mit einer rund dreiseitigen Auflistung der von 

der Vorinstanz zur Verfügung gestellten Aktendokumente und Zusammen-

fassung der wesentlichen Arztberichte und medizinischen Stellungnahmen 

C-25/2015 

Seite 23 

(S. 4-6). Im Anschluss daran folgt eine Zusammenfassung der 

Fachgutachten (die vollständigen Gutachten befinden sich im Anhang des 

Gutachtens), die zusätzlich durchgeführten Untersuchungen, sowie die 

Diagnosen aus allen untersuchten Fachgebieten (S. 6-9). Zudem 

beinhaltet das Gutachten interdisziplinäre Antworten auf Fragen betreffend 

die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, Verbesserung der 

Restarbeitsfähigkeit, sowie interdisziplinäre Antworten auf Zusatzfragen 

der Vorinstanz (S. 12-16).  

4.4.2 Die Gutachter zitierten aus den von ihnen angeführten Arztberichten 

im Wesentlichen die Diagnosen, durchgeführten Therapien und Hinweise 

zur Arbeitsunfähigkeit, die sich mit den vorliegenden Gerichtsakten 

decken. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann nicht von 

einer unvollständigen Berücksichtigung der Akten durch die Gutachter ge-

sprochen werden, wie im nachfolgenden aufgezeigt wird. Die Teilgutachten 

enthalten eine ausführliche Anamnese nach Angaben des Beschwerde-

führers, einen ausführlichen Befund, die Diagnosen, die fachmedizinische 

Beurteilung der jeweiligen Gutachter sowie die Gutachtenfragen (u.a. zu 

den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit). Das Gutachten entspricht 

somit in formaler Hinsicht den bundesgerichtlichen Anforderungen an ein 

beweiskräftiges Gutachten (vgl. E. 3.9 m.w.H.). 

4.5 Die Gutachter beurteilten den Gesundheitszustand des Beschwerde-

führers und dessen verbleibende beziehungsweise zumutbare Arbeits-

fähigkeit wie folgt: 

4.5.1 Der orthopädische Befund von Dr. F.m._______ vom 4. Februar 2014 

beinhaltet die detaillierten Untersuchungsergebnisse betreffend Kopf und 

Hals, Schultergürtel und obere Extremitäten, Wirbelsäule und Rumpf, 

sowie Becken und untere Extremitäten. Der Gutachter finde keine orthopä-

disch-/traumatologische Diagnose mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit. 

Orthopädisch-/traumatologische Diagnosen ohne Relevanz für die 

Arbeitsfähigkeit in letzter Tätigkeit seien: subjektive cervicale und lumbale 

Schmerzsyndrome bei klinisch unauffälligen Befunden, röntgenologisch 

altersassoziierte degenerative HWS-Veränderungen, subjektive un-

spezifische Beinschmerzen ohne korrelierende Klinik, Senk-/Spreizfüsse 

ohne funktionelle Einbussen. Im Rahmen des orthopädischen Gesamt-

status falle allenfalls eine geringe Einschränkung der HWS-Beweglichkeit 

in Verbindung mit subjektiv beklagten Nackenschmerzen auf. Ein gering-

gradiger hochthorakaler Rundrücken gelte gemäss Dr. F.m._______ als 

altersassoziiert. Die Beweglichkeit des Rumpfes sei uneingeschränkt. Alle 

C-25/2015 

Seite 24 

lasttragenden Gelenke der unteren Extremitäten gälten als klinisch völlig 

unauffällig. Für die vom Versicherten mitgeteilten Beschwerden im Bereich 

der Halswirbelsäule und des Rumpfes sowie im Bereich beider Beine 

würden sich keine plausiblen korrelierenden pathologischen Befunde 

finden. Die röntgenologisch beschriebenen degenerativen Aufbrauch-

befunde der Halswirbelsäule entsprächen der Altersnorm. Im Übrigen 

seien die Beweglichkeit und die Belastbarkeit in allen Teilbereichen des 

Bewegungsapparates altersadäquat und unauffällig. In Würdigung des 

Entlassungsscheins mit Epikrise von Dr. F.b._______ (Neuropsychiater im 

Regionalspital von X._______) vom 30. Dezember 2004 (IVSTA-act. 4/7, 

6; C-act. 3/52), der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen vom 

27. Dezember 2007 (IVSTA-act. 1), des Arztberichts von Dr. F.e._______ 

(Allgemeine Medizin) vom 20. Januar 2009 (IVSTA-act. 21, 22; C-

act. 3/47) und des Konsultationsberichts von Dr. F.a._______ (Orthopäde 

und Traumatologe) vom 9. Juli 2009 (IVSTA-act. 37; C-act. 3/40) kam 

Dr. F.m._______ zum Schluss, dass all diese Befunde aktuell klinisch 

funktionell „so gut wie nicht“ in Erscheinung treten würden. Aus orthopädi-

scher Sicht bestünden keine pathologischen Befunde, welche die Arbeits-

fähigkeit des Versicherten über das altersübliche Mass hinaus beein-

trächtigen würden. Dem knapp 65-jährigen Versicherten seien alle Tätig-

keiten (sei es in der bisherigen Tätigkeit oder in einer Verweistätigkeit) zu-

mutbar, die einem altersgleichen gesunden Mann zumutbar seien. Eine 

Arbeitsunfähigkeit sei aus orthopädischer Sicht retrospektiv nicht erkenn-

bar. Prognostisch werde sich an der Arbeitsfähigkeit nichts ändern (IVSTA-

act. 73/4, 73/18 ff.). 

4.5.2 Das pneumologische Gutachten von Dr. F.n._______ vom 31. Januar 

2014 beschreibt eine Lungenfunktionsprüfung sowie eine arterielle Blut-

gasanalyse (ABGA). Der Gutachter habe keine pneumologischen Diagno-

sen mit und ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) ge-

funden. Die Epikrise und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Fachgebiet 

Pneumologie habe folgendes ergeben: In einem Arztbericht vom Hausarzt, 

datiert vom Januar 2009 (Bericht vom 20. Januar 2009 von 

Dr. F.e._______, Allgemeine Medizin; vgl. IVSTA-act. 21, 22; C-act. 3/47), 

werde u.a. eine COPD (chronisch obstruktive Pneumopathie) erwähnt, 

welche mit Bronchodilatatoren behandelt werde. Der Versicherte habe 

(jedoch) nie geraucht und einzig über produktiven Husten während 

Erkältungen berichtet, die zirka zwei bis drei Mal pro Jahr während den 

Wintermonaten aufgetreten seien. Zudem bestehe eine Anstrengungs-

dyspnoe mMRC Grad 1. Die körperliche Untersuchung sei bis auf die 

hypertensiven Blutdruckwerte unauffällig. Lungenfunktionell bestünden 

C-25/2015 

Seite 25 

supranormale statische und dynamische Lungenvolumina. Bei normalem 

Tiffenau-Quotient könne keine obstruktive Ventilationsstörung 

nachgewiesen werden. Somit könne eine COPD ausgeschlossen werden. 

Die leichte respiratorische Partialsuffizienz in der ABGA in liegender 

Position sei am ehesten durch einen Rechts-Links-Shunt bei Ventilations-

/Perfusions-Mismatch im Rahmen einer basalen Lungenbelüftungsstörung 

(wahrscheinlich infolge des abdominal betonten Übergewichts) bedingt – 

insbesondere, weil es unter Belastung am Fahrradergometer zu einer 

Normalisierung des Sauerstoffpartialdruckes gekommen sei. Die 

Anstrengungsdyspnoe sei am ehesten auf eine Dekonditionierung und 

eine allfällige Belastungshypertonie zurückzuführen. Die Diagnose COPD 

werde in einem einzigen Bericht erwähnt und könne lungenfunktionell 

widerlegt werden. Ansonsten lägen keine pneumologischen Berichte vor. 

Aus rein pneumologischer Sicht bestehe eine Atemreserve von 127%, 

womit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit oder der 

Leistungsfähigkeit gegeben sei (IVSTA-act. 73/6, 73/46 ff.).  

4.5.3 In seinem internistischen Teilgutachten beschreibt Dr. F.n._______, 

Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, den Allgemeinzustandes 

des Exploranden, dessen Haut, Bewegungsapparat, Lymphknoten, Kopf, 

Hals, Thorax, Lunge, Abdomen sowie das Nervensystem. Als internistische 

Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) gab der 

Gutachter „keine“ an. Auch aus internistisch-somatischer Sicht seien ge-

mäss Dr. F.n._______ keine klinisch-funktionellen Defizite feststellbar ge-

wesen. Von internistischer Seite her sei in erster Linie eine arterielle 

Hypertonie seit mindestens 2004 bekannt. Trotz antihypertensiver Thera-

pie mit einem ACE-Hemmer in Kombination mit einem Diuretikum be-

stünden anamnestisch stark schwankende Blutdruckwerte (140/60, 160/85 

sowie 220/100 mmHg). Bei der aktuellen Körperuntersuchung hätten sich 

insbesondere diastolisch betont erhöhte Blutdruckwerte bestätigt. Die 

formulierten Diagnosen einer arteriellen Hypertonie (ED 12/2004), 

differenzialdiagnostisch sekundär bei Phäochromozytom, einer 

anamnestisch gastroösophagealen Refluxkrankheit, einer 

Hypercholesterinämie und einer benignen Prostatahyperplasie würden die 

Arbeitsfähigkeit jedoch nicht beeinträchtigen. Sollte ein Phäochromozytom 

(hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks) diagnostiziert 

werden, wäre dieses behandelbar und würde somit nicht zu einer 

anhaltenden Arbeitsunfähigkeit führen. Gemäss Dr. F.n._______ sei die 

Aktenlage bezüglich internistischer Berichte äusserst spärlich. Der 

Gutachter erklärte, dass bei anhaltend hypertensiven Blutdruckwerten 

mittelschwere und schwere Tätigkeiten (in der bisherigen Tätigkeit sowie 

C-25/2015 

Seite 26 

in einer Verweistätigkeit) zu meiden seien. Keine Einschränkungen 

bestünden hingegen bei gut eingestellter antihypertensiver Therapie. 

Prognostisch wies der Gutachter darauf hin, dass eine ungenügend 

behandelte arterielle Hypertonie sowie eine allenfalls – trotz Diät – 

persistierende Hypercholesterinämie ein erhöhtes Risiko für kardiovas-

kuläre Ereignisse darstellten (IVSTA-act. 73/7, 73/26 ff.). 

4.5.4 Der kardiologische Gutachter, Dr. F.o._______, attestierte dem 64-

jährigen Exploranden einen guten Allgemein- und Ernährungszustand bei 

einer Körpergrösse von 173 cm und einem Körpergewicht von 74 kg. Der 

Gesamtstatus ergebe keine Hinweise auf eine Rechts- oder Linksherzin-

suffizienz und eine unauffällige Herzauskultation. Im Weiteren beschrieb er 

die Ergebnisse des EGKs, Echokardiogramms und des Belastungs-EKGs. 

In der Gesamtbeurteilung habe der Gutachter einen normalen kardialen 

Befund mit normaler körperlicher Leistungsfähigkeit und ohne Hinweis auf 

eine koronare Herzkrankheit (KHK) oder eine andere Kardiopathie vorge-

funden. Eine im Echokardiogramm nachgewiesene geringe Aortenin-

suffizienz sei hämodynamisch vollständig irrelevant. Somit bestehe aus 

kardiologischer Sicht eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (IVSTA-act. 73/7, 

73/52 ff.).  

4.5.5 Im psychiatrischen Befund berichtete die Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherpie, Dr. F.p._______, ausführlich über Orientierung, 

Äusseres, Kontaktverhalten, Aufmerksamkeit und Konzentration, 

Gedächtnis, Denken, Sprache, Sprechen und Wahrnehmung, Ich-

Bewusstsein, Persönlichkeit, Intelligenz, Willens- und Antriebsbildung, 

Psychomotorik, Affektivität, Zwänge und Phobien, Realitätsorientierung 

sowie Motivation. Sie habe keine fachspezifischen Diagnosen mit 

Relevanz oder ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) 

feststellen können. In der Epikrise und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

erklärte sie, dass die psychiatrische Vorgeschichte unauffällig sei. 

Störungsspezifische psychische Beschwerden seien vom Versicherten 

nicht angegeben worden. Er habe allerdings vor einigen Jahren – offenbar 

im Zusammenhang mit einer hypertensiven Krise – unter gewissen 

depressiven Symptomen gelitten. Im jetzigen psychischen Befund 

präsentiere er sich „aufgeräumt“, emotional gut schwingungsfähig und 

ohne psychopathologische Funktionsstörungen. Eine psychiatrische 

Behandlung werde nicht durchgeführt, allerdings sei der behandelnde 

Internist des Versicherten im Kosovo wohl auch psychotherapeutisch 

ausgebildet. Eine spezielle Psychotherapie oder Verabreichung einer 

psychotropen Medikation finde nicht statt. Eine Therapie-Indikation 

C-25/2015 

Seite 27 

bestehe aus gutachterlicher Sicht nicht. Die Arbeitsfähigkeit sei aus 

psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt. Psychiatrische Unterlagen lägen 

ihr nicht vor. Medizinisch-theoretisch bestehe auf dem psychiatrischen 

Fachgebiet eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sowie 

in einer Verweistätigkeit. Aus retrospektiver Sicht habe weder nach den 

vorliegenden Unterlagen noch nach den Angaben des Versicherten ein 

Anhalt für eine vorgängige Arbeitsunfähigkeit auf dem psychiatrischen 

Fachgebiet bestanden. Eine allfällige Prognose entfalle daher (IVSTA-

act. 7, .73/33 ff.). 

4.5.6  Als „Neurologische Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit 

(letzte Tätigkeit)“ gab Dr. F.q._______ (Facharzt für Neurologie) in seinem 

neurologischen Teilgutachten eine vertebrobasiläre Insuffizienz sowie eine 

L5-Wurzelreizung rechts an. Als „Neurologische Diagnosen ohne Relevanz 

für die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit)“ nannte er einen 

Spannungskopfschmerz und einen Tinnitus aurium beidseitig. Zur 

neurologischen Epikrise und Arbeitsfähigkeit hielt er fest, der annähernd 

65-jährige, aus dem Kosovo stammende und dort wieder lebende 

Versicherte leide seit vielen Jahren unter rezidivierenden, Minuten 

anhaltenden Zuständen mit Sehstörungen, periokulären Parästhesien, 

Schwankschwindel, der durch abrupten Lagewechsel auch provoziert 

werden könne. Darüber hinaus seien Nackenschmerzen, zeitweise 

beidseits in die Stirn ausstrahlend angegeben worden, die auch mit 

Gesichtsrötung verbunden sein können. Weiter seien Müdigkeit, auch 

Ängste, beidseitiger Tinnitus sowie Schmerzen vom Lendenbereich in das 

rechte Bein ausstrahlend angeführt worden. Während der aktuellen 

neurologischen Untersuchung seien keine Ausfälle zu objektivieren 

gewesen. Insbesondere hätten keine Paresen oder Reflexauffälligkeiten, 

keine vegetativen oder koordinativen Defizite bestanden. Abgesehen von 

der Angabe einer taktilen Hypästhesie, die am ehesten dem Dermatom L5 

rechts entspreche, zeigten sich keine sensiblen Auffälligkeiten. Die im 

Vordergrund stehenden Beschwerden seien angesichts der kar-

diovaskulären Erkrankungen des Versicherten (Hypertonus, laut Unter-

lagen angeborenes Herzvitium, Rhythmusstörungen?) als Ausdruck von 

passagerer symptombildender Durchblutungsstörungen im Sinne 

transitorischer Ischämien im vertebrobasilären Stromgebiet zu werten. 

Eine Minderung seiner Arbeitsfähigkeit sei nachvollziehbar hierdurch 

bedingt. Auch der Wurzelreiz L5 rechts besitze eine geringe Relevanz für 

die Arbeitsfähigkeit des Versicherten. Die von ihm angegebenen, vom 

Nacken zur Stirn ziehenden Kopfschmerzen könnten trotz der dabei 

bestehenden Gesichtsrötung nicht als Erythroprosopalgie kategorisiert 

C-25/2015 

Seite 28 

werden, da wesentliche Voraussetzungen hierfür bezüglich 

Schmerzintensität und –ausbreitung nicht vorlägen. Die Symptomatik 

entspreche am ehesten einem Spannungskopfschmerz, der keine 

besondere Minderung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten bewirke. 

Gleiches gelte für den Tinnitus angesichts fehlender wesentlicher 

Begleiterscheinungen. Dr. F.q._______ äusserte sich zur Aktenlage 

dahingehend, dass in keinem der vorliegenden Berichte ein ausreichender 

neurologischer Befund dargestellt sei. In den Berichten der neurologischen 

Abteilungen des Regionalspitals von X._______ vom 30. Dezember 2004 

(IVSTA-act. 4/7, 6; C-act. 3/52) und des Regionalkrankenhauses 

„H._______“ vom 23. Dezember 2011 (IVSTA-act. 58) sei ebenfalls unter 

anderem eine vertebrobasiläre Insuffizienz, auch ein Bluthochdruck sowie 

eine Spondylosis vertebralis diagnostiziert worden, so dass bezüglich der 

neurologischen Diagnose keine Differenzen zur jetzigen bestehe. Aus rein 

neurologischer Sicht könne der Versicherte körperlich leichte, 

rückenschonende Tätigkeiten, die ohne Überkopfarbeiten, Tragen, 

Hantieren und Heben von über 5 kg schweren Gewichten einhergehen und 

die nicht auf Leitern, Gerüsten etc. zu verrichten seien, ausüben. Die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit – laut Unterlagen als Landwirt und Hilfsarbeiter 

– könne der Versicherte aufgrund der damit verbundenen zu grossen 

körperlichen Belastungen nicht ausüben. In einer dem angeführten 

Belastungsprofil entsprechenden Verweistätigkeit sei die Arbeitsfähigkeit 

des Versicherten aus neurologischer Sicht um 20% reduziert. Hinsichtlich 

des retrospektiven Verlaufs der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in 

einer leidensadaptierten Tätigkeit stellte der Gutachter fest, dass die aus 

neurologischer Sicht relevanten Beschwerden – entsprechend der 

Angaben des Versicherten und soweit aus den Unterlagen erkennbar 

gewesen sei (Bericht der Hospitalisation vom 17. Dezember bis 

30. Dezember 2004) – sich seit 10 Jahren nicht wesentlich geändert 

hätten. Die Prognose auf eine Besserung sei angesichts des bisherigen 

Verlaufs als ungünstig einzuschätzen (IVSTA-act. 73/39 ff.). 

4.5.7 Zusammenfassend ergeben sich aus den einzelnen Teilgutachten 

folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätig-

keit): 

– vertebrobasiläre Insuffizienz 

– L5-Wurzelreizung rechts 

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) 

wurden genannt: 

C-25/2015 

Seite 29 

– subjektive cervicale und lumbale Schmerzsyndrome bei klinisch unauffälligen 
Befunden; röntgenologisch altersassoziierte degenerative HWS-Veränderun-
gen 

– subjektive, unspezifische Beinschmerzen ohne korrelierende Klinik 

– Senk-Spreizfüsse ohne funktionelle Einbussen 

– Spannungskopfschmerz 

– Tinnitus aurium beidseits 

– arterielle Hypertonie, ED 12/2004, DD: sekundär bei Phäochromozytom 

– anamnestisch gastroösophageale Refluxkrankheit 

– Hypercholesterinämie 

– Benigne Prostatahyperplasie 

Nach der Konsensbeurteilung vom 31. März 2014 ergab die Synthese aus 

allen untersuchten Fachgebieten (IVSTA-act. 73/10 ff.), dass aus polydis-

ziplinärer Sicht mittelschwere bis schwere Tätigkeiten dem Beschwerde-

führer nicht mehr zumutbar seien, in leichten Tätigkeiten bestehe „seit ca. 

12/2004 eine Arbeitsfähigkeit von 80%. Ferner hielten die Fachgutachter 

im Belastungs-/Ressourcenprofil im polydisziplinären Konsens zusammen-

fassend fest, dass dem knapp 65-jährigen Versicherten rückenadaptierte, 

leichte, wechselbelastende Arbeiten in einem Arbeitspensum von 100% zu-

mutbar seien. Die Wiederaufnahme schwerer und statisch belastender 

Tätigkeiten (wie zuletzt im Dezember 1990 als Hilfsarbeiter im Bauge-

werbe) überfordere das lebensalterstypische Restbelastungsprofil des an-

nähernd 65-jährigen Versicherten. Im Rahmen der neurologischen Ab-

klärung sei mit Hinweis auf die vertebrobasiläre Insuffizienz – assoziiert an 

eine arterielle Hypertonie – ein weitergehend reduziertes Belastungsprofil 

wie folgt formuliert worden: Aus rein neurologischer Sicht könne der Ver-

sicherte körperlich leichte, rückenschonende Tätigkeiten, die ohne Über-

kopfarbeiten, Tragen, Hantieren und Heben von Gewichten über 5 kg ein-

hergehen und die nicht auf Leitern, Gerüsten etc. zu verrichten seien, aus-

üben. Retrospektiv gelte diese neurologische Einschätzung bereits seit 

zirka 10 Jahren und gleichlautend mit einem Entlassungsbericht vom 

Regionalspital X._______ vom Dezember 2004 mit der bereits damaligen 

manifesten Diagnose einer vertebrobasilären Insuffizienz und einer arteri-

ellen Hypertension.  

In einer leidensadaptierten Tätigkeit bestehe mit Hinweis auf die 

neurologische Diagnose einer vertebrobasilären Insuffizienz und einer L5-

Wurzelreizung rechts eine Minderung der Leistungsfähigkeit von 20% und 

somit eine Restarbeitsfähigkeit von 80%. Rückblickend könne von 

neurologischen Beeinträchtigungen „ab ca. 12/2004“ ausgegangen 

C-25/2015 

Seite 30 

werden. Auch im Entlassungsbericht der neurologischen Abteilung des 

Regionalspitals von X._______ sei bereits von einer vertebrobasilären 

Insuffizienz mit assoziierter arterieller Hypertension die Rede gewesen. Die 

Gutachter der E._______ bestätigten, dass aus neurologischer Sicht die 

Prognose angesichts des bisherigen Verlaufes der vertebrobasilären 

Insuffizienz ungünstig sei. Eine ungenügend behandelte arterielle 

Hypertonie sowie eine allenfalls (trotz Diät) persistierende Hyper-

cholesterinamie würden ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse 

darstellen. Auf die Frage der Vorinstanz, wie sich der Grad der Arbeits-

fähigkeit seit Dezember 2004 bis zum 25. Juni 2009 (Datum der ange-

fochtenen Verfügung) und seit diesem Zeitpunkt bis heute entwickelt habe, 

antworteten die Gutachter, dass der Grad der Arbeitsfähigkeit seither bis 

zum 25. Juni 2009 unverändert geblieben sei. Bezüglich einer möglichen 

Verbesserung der Restarbeitsfähigkeit sei eine konsequente antihyperten-

sive Medikation und eine regelmässige Kontrolle durch den Hausarzt (auch 

im Heimatland Kosovo) erforderlich, wobei sich an der neurologischen 

Diagnose der vertebrobasilären Insuffizienz zunächst nichts ändere und 

weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 80% zu erwarten sei. Zudem schlossen 

die Gutachter bei den Zusatzfragen der Vorinstanz eine somatoforme 

Schmerzstörung, eine ausgewiesene psychiatrische Komorbidität von er-

heblicher Schwere, Ausprägung und Dauer sowie eine chronische körper-

liche Begleiterkrankung aus. Hinsichtlich der offenen Frage zum Status des 

Beschwerdeführers respektive zur Restarbeitsfähigkeit im bisherigen 

Aufgabenbereich (Tätigkeiten im eigenen Haushalt) hielten die Gutachter 

fest, dass keine relevanten Beeinträchtigungen im Haushalt nach der poly-

disziplinären Abklärung resultieren würden (IVSTA-act. 73). 

4.6  

4.6.1 Am 25. April 2014 nahm Dr. F.c._______ (FMH Allgemeine Medizin 

und IVSTA-Arzt, RAD Y._______) zum polydisziplinären Gutachten 

ergänzend Stellung und stützte die Beurteilung der Gutachter. Er bestätigte 

die vertebrobasiläre Insuffizienz (G 45.0) als Hauptdiagnose und 

degenerative Beschwerden im L5-Wurzelbereich, die Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hätten. Der Beschwerdeführer 

sei demnach seit dem 1. Dezember 2004 in seiner bisherigen Tätigkeit (als 

Hilfsarbeiter im Baugewerbe) zu 100% sowie in einer angepassten 

Tätigkeit zu 20% funktionell eingeschränkt und daher arbeitsunfähig. Die 

Beschwerden seien insbesondere in Form einer arteriellen Unzulänglich-

keit des Rumpfes ernst zu nehmen. Eine angepasste Tätigkeit im Umfang 

von 80% sei dem Beschwerdeführer jedoch zumutbar, wie es von den 

C-25/2015 

Seite 31 

Kollegen der E._______ AG in ihrer Expertise überzeugend dargelegt 

worden sei (IVSTA-act. 77/1-5).  

4.6.2 Da gemäss dem Urteil des Bundesverwaltungsgericht C-4371/2009 

vom 6. Februar 2012 auch noch die Statusfrage abzuklären war und laut 

IVSTA der Beschwerdeführer nach der spezifischen Methode zu beurteilen 

sei (IVSTA-act. 78), schätzte der zuständige RAD-Arzt am 13. Mai 2014 

die Erwerbsunfähigkeit bei Tätigkeiten im Haushalt mit insgesamt 21% ein 

(IVSTA-act. 79/1-3).  

4.6.3 Nachdem der Beschwerdeführer mit Einwand vom 8. August 2014 

weitere Arztberichte einreichte (IVSTA-act. 86-91; vgl. auch E. 4.3), nahm 

Dr. F.c._______ vom RAD am 11. September 2014 dazu Stellung: Er hielt 

mit den nachfolgenden Ausnahmen dieselben Diagnosen wie in der 

Stellungnahme vom 25. April 2014 fest. Als ohne Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit nannte er (um die Lumbalgien reduziert) gemeine 

Zervikalgien und neu mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit chronische 

Lumbalgien bei degenerativen Störungen im Bereich des Wirbelkörpers 

L5. Als ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er neu eine 

Depression sowie eine COPD auf. Nach Einschätzung des RAD-Arztes 

seien die Gefässerkrankung (vertebrobasiläre Insuffizienz) sowie die 

orthopädischen Störungen bekannt und bereits bei der früheren 

Stellungnahme mitberücksichtigt worden. Zwar sei eine COPD angezeigt 

worden, jedoch sei die Lungenfunktion normal, weshalb nicht auf eine 

ernste Lungenkrankheit geschlossen werden könne. Die beigebrachten 

Arztberichte würden auf eine Depression hinweisen; gemäss der 

psychiatrischen Expertise (E._______-Gutachten) seien jedoch keine 

diesbezüglichen Auffälligkeiten festgestellt worden. Auch das ausgestellte 

Rezept, in dem eine sehr kleine Dosis von Antidepressiva (Citalopram 

10 mg täglich) verschrieben wurde, zeige, dass die Störung nicht 

bedeutend sei. In Ermangelung neuer medizinischer Erkenntnisse 

beziehungsweise einer nicht festgestellten schweren gesundheitlichen 

Beeinträchtigung oder objektiven Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes des Versicherten ergäben sich keine neuen 

Schlussfolgerungen, weshalb die früheren Stellungnahmen des RAD ihre 

Gültigkeit behielten (IVSTA-act. 93). Diese Beurteilung erscheint aus Sicht 

des Gerichts schlüssig und deckt sich mit den gutachterlichen Aussagen. 

  

C-25/2015 

Seite 32 

4.7  

4.7.1 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der 

Beschwerdeführer zahlreiche Arztberichte ein, die der Vorinstanz zum Teil 

bereits vorlagen (doppelt eingereichte Arztberichte sind in E. 4.3 aufgeführt 

und entsprechend referenziert): 

– 05.04.2004: Konsultationsbericht von Dr. F.b._______, Neuropsychiater; 
Diagnose: Schwindel (C-act. 1/25) 

– 22.10.2004: unleserlicher Konsultationsbericht eines Arztes im Spital 
„H._______“ (C-act. 3/38, 3/53) 

– 14.06.2006: Facharztbericht von Prim. Dr. med. sci. F.i._______, Internist; 
z.T. unleserlich; Diagnose: „Herpes zoster“ (C-act. 3/51) 

– 03.02.2008: Facharztbericht von Dr. med. F.f._______, in albanischer 
Sprache, z.T. unleserlich (C-act. 1/6, 3/43) 

– 20.01.2009: Facharztbericht von Prim. Dr. med. sci. F.i._______, Internist; 
z.T. unleserlich; Diagnosen u.a.: COPD (C-act. 3/46) 

– 21.10.2009: Arztbericht von Dr. F.r._______; Diagnosen: H.T.A, Colicae 
abdominales (C-act. 3/39) 

– Undatierter Facharztbericht von Prim. Dr. med. sci. F.i._______, Internist; 
Diagnosen: Herzklappenfehler, kompensiertes Herz, Echokardiographie (C-
act. 3/29) 

– 07.03.2010: Konsultationsbericht von Dr. F.b._______, Neuropsychiater; 
Diagnosen: hypertensive Krisen, arterieller Bluthochdruck, Epistaxis 
(Nasenbluten), Spondylosis vertebrae C 6/7, Depression (C-act. 3.37) 

– 23.09.2010: Facharztbericht („Ambulance specialistike“) von Dr. F.s._______, 
Facharzt für Urologie; Diagnose: gutartige Prostatahyperplasie/BPH (C-
act. 1/7) 

– 29.09.2010: Arztbericht; Diagnosen: unleserlich, HTA (C-act. 3/35) 

– 11.10.2010: Mikrobiologische Analyse (C-act. 3/34) 

– 09.03.2011: Konsultationsbericht von Dr. F.a._______, Orthopäde und Trau-
matologe; Diagnosen: Spondylose … et cervicalis, Diskopathie L5, 
Uncarthrose zervikal (C-act. 1/28) 

– 09.03.2011: Rezept von Dr. F.t._______; Medikation: Intenid, Bivocin … (C-
act. 3/33) 

– Undatierter Arztbericht von Dr. F.k._______, z.T. unleserlich und 
unvollständig; Therapie: Prolosin … 1x1 (C-act. 3/32) 

C-25/2015 

Seite 33 

– 19.04.2011: Blutauswertung durch Dr. F.y._______ (C-act. 3/31) 

– 27.03.2012: Konsultationsbericht, unleserlich, Therapie: medikamentöse 
Behandlung (C-act. 1/27) 

– 27.03.2012: Konsultationsbericht von Dr. F.b._______, Neuropsychiater; 
Diagnosen: hypertensive Krisen, arterieller Bluthochdruck, Epistaxis 
(Nasenbluten), Spondylosis vertebrae C 6/7, Depression (C-act. 1/15) 

– 16.01.2013: Konsultationsbericht von Dr. F.b._______, Neuropsychiater; 
Diagnosen: arterieller Bluthochdruck, unleserlich, Schwindel (C-act. 1/24) 

– 05.11.2013: Arztbericht ohne Diagnosenangaben (C-act. 3/27) 

– 16.01.2014: Konsultationsbericht Regionalspital „H._______“, Neurologie; 
Diagnosen: Spondylose, arterieller Bluthochdruck, Syndrom unleserlich (C-
act. 1/26) 

– 30.06.2014: Konsultationsbericht von Dr. F.x._______, Diagnosen: 
Spondylose (M47); C-act. 3/20) 

– 11.08.2014: Konsultationsbericht, Dr. F.x._______; Diagnosen: Spondylose 
(M47), Rest unleserlich (C-act. 1/22) 

– 21.08.2014/01.09.2014/22.09.2014: Konsultationsberichte, Dr. F.h._______, 
HNO; Diagnose: Otitis (B-act. 1/21; C-act. 16) 

– 03.09.2014: Überweisungsschreiben des Regionalspitals „H._______“ (B-act. 
1/17; C-act. 3/15) 

– 22.09.2014: Konsultationsbericht von Dr. F.x._______, Physikalische Medizin 
& Rehabilitation; Diagnosen: Syndrom unleserlich (C-act. 3/13) 

– 02.10.2014: Konsultationsbericht von Dr. F.g._______, Internist; Diagnose: 
Gastritis (K29; C-act. 1/23) 

– 03.11.2014: Konsultationsbericht von Dr. F.x._______; Diagnose: Spondylose 
(M47; C-act. 1/19, 3/28) 

– 22.12.2014: Konsultationsbericht von Dr. F.x._______, Physikalische Medizin 
& Rehabilitation; Diagnosen: Syndrom cervicalis et lumbalis, PHS links, 
Cervikobrachialgie rechts, unleserlich .. cervicalis, essentielle Hypertonie (C-
act. 3/10) 

– 22.12.2014: Biochemische Analyse, Dr. F.y._______ (C-act. 3/26) 

– 23.12.2014: Facharztbericht von Dr. F.b._______, Neuropsychiater; 
Diagnosen: Depression, arterieller Bluthochdruck, Spondylosis vertebre 
cervicalis C6/C7; Der Patient befinde sich seit 2000 in neuropsychiatrischer 
Behandlung (C-act. 1/1 f., 3/11 f.) 

C-25/2015 

Seite 34 

– Undatierter Konsultationsbericht von Dr. F.z._______, z.T. unleserlich und 
ohne Angaben von Diagnosen; Therapie: Th./Zeloxim, 2x1 Tablette; 
Pontoponozol Tab. 0.40, 2x1; Fostum gel, 2x1 (C-act. 3/9) 

– 20.01.2015: Echokardiogramm (C-act. 3/4). Konsultationsbericht von 
Dr. F.g._______, Internist; Diagnose: HTA (C-act. 3/5) 

– 21.01.2015: Konsultationsbericht von Dr. F.b._______, Neuropsychiater, 
Diagnosen: Depression, H.T.A. Spondylosis cervicalis; Therapie: Aspirin 100, 
abends 1 Tablette; Talom, morgens und abends je 1 Tablette; Adovim, zwei 
Mal täglich; Omif…, 1 Mal täglich (C-act. 3/2) 

4.7.2 Der RAD hielt dazu mit weiterer Stellungnahme vom 10. April 2015 

(IVSTA-act. 99 f.) fest, dass aus den 32 neu eingereichten medizinischen 

Unterlagen, die zum Teil handgeschrieben und schwer lesbar seien, im 

Wesentlichen nichts Neues hervorgehen würde. Die neuen medizinischen 

Informationen zeigten eine normale Dosierung des PSA (Prostata-

spezifisches Antigen), was gegen einen Prostatakrebs spreche. Das 

Blutbild sei normal, so auch das EKG, das keine Zeichen einer Ischämie 

(Blutarmut) oder einer Störung des Herzrhythmus zeige. Arterieller 

Bluthochdruck und Wirbelsäulenstörungen seien bereits beurteilt worden. 

Hervorzuheben sei, dass der Neuropsychiater, Dr. F.b._______, in seinem 

Konsultationsbericht von Dezember 2014 darauf hingewiesen habe, die 

diagnostizierte Depression des Beschwerdeführers werde (bereits) seit 

dem Jahr 2000 behandelt, was im Widerspruch zu den 

Expertenbeurteilungen im Gutachten E._______ vom 4. April 2014 stehe. 

Insbesondere habe der psychiatrische Gutachter keine psy-

chopathologische Auffälligkeit beim Beschwerdeführer festgestellt. Der 

RAD kam zum Schluss, dass kein objektiver medizinischer Grund erkenn-

bar sei, der den Verdacht eines schlechteren Gesundheitszustandes – im 

Verhältnis zu jenem im E._______-Gutachten vom 4. April 2014 

attestierten – zulasse. Daher seien die Schlussfolgerungen der früheren 

Stellungnahmen des RAD (datiert vom 25. April 2014 und 13. Mai 2014; 

vgl. IVSTA-act. 79 und 77) weiterhin von Aktualität. 

4.7.3 Mit Replik vom 30. Mai 2015 (C-act. 11) reichte der Beschwerde-

führer abermals diverse Arztberichte und eine gutachterliche 

Stellungnahme von Dr. F.b._______ ein: 

– 22.05.2015: fachärztlicher Ultrasonographiebericht von Dr. F.a._______, 
Orthopäde und Traumatologe; Diagnosen: Syndrom Cervicale chr. Recc. 
Incarthrosis vertebrae cervicale, Parenstesiones extr superior bill intermitens, 
Discopathia vertebrae lumbale, Spondylarthrosis vertebrae lumbale, Sy 
vertiginosum; Meinung: „Der Patient ist arbeitsunfähig. Anweisung zur 
Invalidenkommission.“ (C-act. 11/2 f., 13/2 f.) 

C-25/2015 

Seite 35 

– 22.05.2015: Konsultationsbericht von Dr. F.g._______, Internist, Zentrum für 
Familienmedizin in X._______; Diagnosen: essentielle arterielle Hypertensio, 
chronische Cardiomyopathia hyp., chronische Gastritis hyp., chronisches 
lumbales Syndrom, ängstlich-depressives Syndrom; Therapie: Lorista – H 
Tabletten 50 mg, 1x1; Cornitol Tabletten 100mg, 2x1/2; Rupurut Tabletten, 
3x1; Xanax Tabletten, 2x1 (C-act. 11/4 f., 13/4 f.) 

– 27.05.2015: gutachterliche Stellungnahme von Dr. F.b._______, Neuro-
psychiater (Originalfassung und nicht beglaubigte Übersetzung von Mirashi 
Tom [Schwager]); (C-act. 11/6 f., 13/6) 

4.7.4 Dr. F.b._______ führt als psychiatrische Diagnosen in seiner gut-

achterlichen Stellungnahme vom 27. Mai 2015 eine chronifizierte Depres-

sion, Angststörungen, mangelnde „Vitalsymptome“ und Schlafstörungen 

an. Aus neurologischer Sicht habe er Konzentrations- und Merkfähigkeits-

störungen, eine erschwerte Auffassungs- und Umstellungsfähigkeit, ein 

vermindertes Durchhaltevermögen, einen gravierenden sozialen Rückzug 

sowie eine Traumatisierung vom Krieg beim Beschwerdeführer festgestellt. 

Als Diagnosen nannte er mehrfache transitorisch-ischämische Attacken 

(erstmals erwähnt), eine schwere degenerative Halswirbelsäule 

(chronische Wurzelkompressionssyndrom), chronischen Schwindel, der 

sich durch Bewegungen der Halswirbelsäule verschlimmere 

(„ungerichteten vertebragenen Schwindel“), chronische Kopfschmerzen, 

die hauptsächlich „occipital“ und „parietal“ beidseitig sowie häufig 

auftreten, internistische und orthopädische Beschwerden; Die 

Verschleisserscheinungen der Halswirbelsäule seien als schwer 

einzustufen. Aus seiner Sicht sei der Patient „seit Jahren wegen seiner 

chronifizierten Erkrankungen, insbesondere aber wegen seiner 

Depression, arbeitsunfähig“ (C-act. 11/6 f., 13/6). Ob und inwieweit der 

Beschwerdeführer auch in Verweistätigkeiten sowie im Haushalt 

arbeitsunfähig sei, liess der Neuropsychiater offen. 

4.7.5 Am 30. Juni 2015 nahm der Allgemeinmediziner und RAD-Arzt, 

Dr. F.c._______, zum Arztbericht von Dr. G.a._______ von Mai 2015 und 

zum psychiatrischen Arztzeugnis von Dr. F.b._______ vom 27. Mai 2015 

Stellung. In somatischer Hinsicht werde keine neue Erkrankung genannt 

und eine Verschlechterung des Gesundheitszustands belegt. 

Dr. F.b._______ nenne in psychiatrischer Hinsicht eine „chronische 

Depression“, intensiv behandelt seit Jahren. Die Experten des E._______ 

hätten jedoch keine Anhaltspunkte für eine psychopathologische Störung 

festgestellt. Auch werde keine Verschlechterung des Gesundheitszu-

standes seit April 2014 nachgewiesen. Die gegenwärtige medikamentöse 

Behandlung mit Xanax, zwei Tabletten täglich, entspreche nicht der 

Behandlung einer schweren und invalidisierenden Psychopathologie. 

C-25/2015 

Seite 36 

Dr. F.c._______ habe bereits im September 2014 darauf hingewiesen, 

dass die angegebene Behandlung nicht derjenigen einer schweren 

Störung entspreche. 

Der um eine konsiliarische Zweitmeinung gebetene Dr. G.b._______, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie des medizinischen Dienstes 

der IVSTA, führte am 4. September 2015 ergänzend aus, dass er sich mit 

der Beurteilung des RAD-Arztes völlig einverstanden erkläre. Effektiv finde 

sich im psychiatrischen Teil des polydisziplinären Gutachtens vom 4. April 

2014, ausgeführt von Frau Dr. F.p._______, kein Hinweis auf eine 

psychiatrische Störung. Das Gutachten sei von guter Qualität und müsse 

als schlüssig betrachtet werden. Dr. F.b._______ habe aus psychiatrischer 

Sicht folgende Diagnosen aufgrund der Beschwerden des Exploranden 

abgeleitet: „DEPRESSIO MAJORIS, PTSD CR, H.T.A. INSUFFICIENCA 

VERTEBROBASILARIS, UNCARTHROSIS ET SPONDYLOSIS VERTE 

BRE CERVICALIS ET LUMBALISA“. Aus den oben genannten Befunden 

könne jedoch keine „Majore Depression“, auch keine posttraumatische 

Belastungsstörung abgeleitet werden. Es fehlten schlicht die dazu 

notwendigen Befunde. Wäre, wie angedeutet, eine bipolare Störung 

vorhanden gewesen, hätte das einst verschriebene Xanax (ein 

Benzodiazepin [C-act. 1/14, 3/6, 3/17]) keine Wirkung erzielt, weder für 

eine manische noch für eine depressive Phase. Die Aussagen würden im 

kompletten Widerspruch zum Gutachten E._______ stehen. Somit könne 

aus den vorliegenden Dokumenten in keinem Zeitpunkt eine psychiatrische 

Störung mit Krankheitswert und damit eine medizinisch begründete 

Arbeitsunfähigkeit abgeleitet werden (C-act. 18/1). 

4.8  

4.8.1 Dieser Beurteilung kann gefolgt werden, zumal im Gutachten 

E._______ vom 4. April 2014 eingehend und anhand der erhobenen 

Befunde überzeugend dargelegt wurde, dass eine psychiatrische 

Erkrankung von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer 

ausgeschlossen werden kann. Zum Zeitpunkt der psychiatrischen 

Begutachtung habe der Beschwerdeführer sich „aufgeräumt“, emotional 

gut schwingungsfähig und ohne psychopathologische Funktionsstörungen 

präsentiert, weshalb auf dem psychiatrischen Fachgebiet eine 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und in einer Verweistätigkeit 

bestehe (E. 4.5.5, 4.5.7). Eine seither eingetretene Verschlechterung ist 

nicht objektiviert worden, zumal die Berichte der behandelnden Ärzte keine 

sich chronifizierende und zur Depressio majoris ausbildende Erkrankung 

C-25/2015 

Seite 37 

anhand entsprechender Befunde und eingehender Herleitung begründet 

haben.  

Gegen die von Dr. F.b._______ erstmals am 27. Mai 2015 angeführten 

mehrfachen transitorisch-ischämischen Attacken spricht, dass diese 

Diagnose weder durch einen neurologischen Befund belegt noch in der 

Vergangenheit (vor dem Verfügungszeitpunkt am 28. November 2014) je 

diagnostiziert wurde. Gleiches gilt für die von den Dres F.e._______ 

(Allgemeinmediziner) und F.i._______ (Internist) erstmals am 20 Januar 

2009 und in der Folge von Dr. F.b._______ (Neuropsychiater) 

diagnostizierte COPD. Es liegt kein Befund eines behandelnden Arztes vor 

(beispielsweise ein Lungenfunktionstest), der eine Lungenerkrankung des 

Beschwerdeführers belegen würde. Der Beschwerdeführer gab in der 

Anamnese des pneumologischen Teilgutachtens vom 31. Januar 2014 

selber an, er sei Nichtraucher und habe auch nie länger passiv geraucht 

(IVSTA-act. 73/46; C-act. 3/46; vgl. auch C-act. 1/3, 3/40, 1/16, 3/22). Laut 

dem pneumologischen Gutachter des E._______ bestehe nach der im 

E._______ durchgeführten Lungenfunktionsüberprüfung ein 

„supranormales statisches und dynamisches Lungenvolumina“ und bei 

normalem Tiffenau–Quotient könne keine obstruktive Ventilationsstörung 

nachgewiesen werden, weshalb eine COPD ausgeschlossen werde. Die 

Ergebnisse der pneumologischen Untersuchungen im Gutachten vom 

4. April 2014 erscheinen nachvollziehbar und begründet.  

4.9 Unter Gesamtwürdigung des bisher Dargelegten ist festzuhalten, dass 

– entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – das Gutachten 

E._______ vom 4. April 2014 die formellen und materiellen Anforderungen 

an ein Gutachten erfüllt (vgl. E. 3.8), auf persönlichen Untersuchungen in 

den vorliegend zentralen Fachbereichen und aktueller Bildgebung beruht, 

die Vorakten und abweichende fachliche Beurteilungen berücksichtigt und 

diskutiert, in seinen Schlussfolgerungen bezüglich der medizinischen 

Situation und der daraus folgenden Arbeitsfähigkeit schlüssig erscheint 

und ihm daher voller Beweiswert zuzuerkennen ist.  

Demgegenüber und abweichend vom schweizerischen Gutachtens-

Standard weisen die vom Beschwerdeführer zahlreich beigebrachten und 

Hausarzt- und Facharztberichte aus dem Kosovo verschiedene formelle 

und materielle Mängel auf. Beispielsweise fehlen das Datum und/oder der 

Grund der Untersuchung sowie fundierte Befunde, die auf die Diagnose 

schliessen lassen. Abgesehen davon legte kein Arzt aus dem Kosovo dar, 

weshalb und in welchem Umfang der Beschwerdeführer aus medizinischer 

C-25/2015 

Seite 38 

Sicht arbeitsunfähig oder, ob er allenfalls in einer anderen adaptierten 

Tätigkeit leistungs- und arbeitsfähig sei. Damit haben die zum Teil mit den 

Ergebnissen der polydisziplinären Begutachtung im Widerspruch 

erscheinenden Hausarzt- und Facharztberichte herabgesetzte Beweiskraft 

(vgl. E. 3.9) und vermögen die Beurteilung der Gutachter der E._______ 

AG nicht umzustossen.  Nicht zu beanstanden sind zudem die 

Ausführungen des RAD zu den nach der Begutachtung eingereichten 

Arztberichten im Zeitraum von 2000 bis 2015.  

4.10 Es ist daher in Übereinstimmung mit den Gutachtern davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der 

Einschränkungen in neurologischer Hinsicht (vertebrobasiläre Insuffizienz 

in Verbindung mit der arteriellen Hypertonie und einer Wurzelreizung am 

Wirbelkörper L5 rechts) in einer angepassten, körperlich leichten, 

rückenschonenden Verweistätigkeit ohne Überkopfarbeiten, ohne Tragen 

und Hantieren sowie Heben von Gewichten über 5 kg zu 80% arbeitsfähig 

ist, dies ab Dezember 2004 (Datum der Entlassung aus der 

vorübergehenden stationären Behandlung im Regionalspital von 

X._______).  

5.  

Abschliessend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den Beschwerdeführer zu 

Recht als Nichterwerbstätigen, der im Aufgabenbereich Haushalt tätig ist, 

qualifiziert hat (sog. Statusfrage). 

5.1 Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss beurteilt werden, ob 

die versicherte Person als (teil-)erwerbstätig oder nichterwerbstätig 

einzustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzuwendende 

Methode der Invaliditätsgradbemessung hat. Bei einer erwerbstätigen 

versicherten Person wird das Erwerbseinkommen, das diese nach Eintritt 

der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs, Art. 16 

ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, insbesondere bei 

Hausfrauen und Hausmännern, wird für die Bemessung der Invalidität 

darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im bisherigen 

Aufgabenbereich zu betätigen (spezifische Methode des 

Betätigungsvergleichs, Art. 28a Abs. 2 IVG). Als Aufgabenbereich der im 

Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Personen gelten insbesondere die 

C-25/2015 

Seite 39 

übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie 

gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 IVV). Bei 

Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im 

Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil 

die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im 

Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach 

Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der 

Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des 

Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im 

Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen 

zu bemessen (gemischte Methode, Art. 28a Abs. 3 IVG). 

5.2  

5.2.1 Zu prüfen ist, was die versicherte Person bei im Übrigen 

unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche 

Beeinträchtigung bestünde. So sind insbesondere bei im Haushalt tätigen 

Versicherten die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen 

Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben 

gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die 

Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu 

berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den 

Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung 

entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im 

Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im 

Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ausreicht (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3, 133 V 477 

E. 6.3, 125 V 146 E. 2c, je mit Hinweisen). 

5.2.2 Der abweisenden Verfügung vom 25. Juni 2009 (IVSTA-act. 32), die 

vom Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-4371/2009 vom 6. Februar 

2012 aufgehoben wurde, legte die Vorinstanz einen Einkommensvergleich 

(IVSTA-act. 26) zu Grunde, wobei sie auf Seiten des Valideneinkommens 

auf das zuletzt in der Schweiz erzielte Einkommen abstellte. Das 

Invalideneinkommen wurde anhand eines Durchschnittseinkommens der 

in Frage kommenden adaptierten Tätigkeiten ermittelt. Folglich wurde der 

Beschwerdeführer ursprünglich als Erwerbstätiger qualifiziert. In der 

nunmehr angefochtenen Verfügung vom 28. November 2014 (IVSTA-

act. 96) führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer habe seit seiner 

Ausreise aus der Schweiz (Dezember 1990) keine gewinnbringende 

C-25/2015 

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Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt. Demzufolge gelange die spezifische 

Methode zur Anwendung. 

5.2.3 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt 

der Arbeitsaufgabe (Dezember 1990) 41 Jahre alt und verheiratet war. Im 

Rentengesuch vom 8. Januar 2008 hat er angegeben, dass er eine 

Mittelschule mit Berufsabschluss als „Veterinär“ absolviert habe (IVSTA-

act. 1/4). Bei der Befragung nach seinem beruflichen Werdegang während 

der polydisziplinären Begutachtung stellte sich heraus, dass er acht Jahre 

lang eine Primarschule besucht und im Anschluss daran einen 

„sechsmonatigen Kurs in Veterinärwesen“ besucht habe. Er habe „etliche 

Monate als Tierarzthelfer“ und in der Folge als „Allrounder“ im Detailhandel 

gearbeitet. Ein Nachweis für diese Erwerbstätigkeiten ist nicht 

aktenkundig. Fest steht, dass der Beschwerdeführer gemäss Auszug aus 

dem Individuellen Konto (IK; C-act. 21) von April bis Dezember 1973 

(9 Monate) sowie von April bis Oktober 1974 (7 Monate) als Saisonier in 

der Schweiz bei der Firma C._______ AG in Z._______ erwerbstätig war. 

Zudem arbeitete er vom 15. August bis zum 14. Dezember 1990 

(5 Mo