# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f02c748e-25ee-5b1b-9638-ef9e52a0ff6a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 19.01.2022 III 2021 204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-204_2022-01-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 204

Entscheid vom 19. Januar 2022 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Milena Pesic, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Führerausweisentzug)

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Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2021 hat das Verkehrsamt Schwyz für 
A.________ (geb. _._.19_) einen Führerausweisentzug für die Dauer von vier 
Monaten angeordnet u.a. mit der folgenden Begründung:

Am 26.08.2021 lenkten Sie auf der Autobahn A1 in Regensdorf einen Personen-
wagen. Dabei wurde Sie von einer zivilen Polizeipatrouille beobachtet, wie Sie mit 
ca. 70 km/h auf dem Überholstreifen Ihr Mobiltelefon in der rechten Hand auf Lenk-
radhöhe hielten und dieses während ca. 10 Sekunden mit dem Daumen bedienten. 
Ihr Blick war dabei abwechselnd auf das leuchtende Display Ihres Mobiltelefons 
und auf die Strasse gerichtet.
Es handelt sich dabei um eine mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassen-
verkehrsvorschriften im Sinne von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG.
Nach einer mittelschweren Widerhandlung muss der Führerausweis für mindes-
tens vier Monate (…).
Im Massnahmenregister weisen Sie folgende Eintragung(-en) auf:

Verfügungs-
datum

Verfügende
Behörde

Massnahme Ablauf Schweregrad der 
Widerhandlung

09.03.2020 SZ 1 Mt. Entzug des Ausweises 10.04.2020 mittelschwer

(…)

B. Gegen diese Verfügung liess A.________ am 9. Dezember 2021 fristge-
recht beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen mit den folgenden Anträ-
gen:

1. In Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin 
(Verkehrsamt des Kantons Schwyz) vom 6. Dezember 2021 aufzuheben;

2. Es sei auf eine leichte Widerhandlung i.S. von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG zu er-
kennen;

3. Es sei dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 16a Abs. 2 SVG der Führer-
ausweis für einen Monat zu entziehen;

4. Von einem Verkehrskundeunterricht zur Nachschulung im Sinne von Art. 40 
VZV sei abzusehen;

5. Es sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen;
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.

C. Mit Vernehmlassung vom 21. Dezember 2021 beantragte das Verkehrs-
amt, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf diese einzutreten 
sei, unter Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Gesetz unterscheidet zwischen der leichten, mittelschweren und 
schweren Widerhandlung (Art. 16a-c Strassenverkehrsgesetz [SVG; SR 741.01] 
vom 19.12.1958). Gemäss Art. 16a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer 

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durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit    
anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). 
Nach einer leichten Widerhandlung wird der Führerausweis für mindestens einen 
Monat entzogen, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis ent-
zogen war oder eine andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Abs. 2). Die 
fehlbare Person wird verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der 
Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verfügt 
wurde (Abs. 3). 

Gemäss Art. 16b SVG begeht eine mittelschwere Widerhandlung, wer durch Ver-
letzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder 
in Kauf nimmt (Abs. 1 lit. a). Nach einer mittelschweren Widerhandlung wird der 
Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen (Abs. 2 lit. a). Der Führer-
ausweis wird für mindestens vier Monate entzogen, wenn in den vorangegange-
nen zwei Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren oder mittelschweren 
Widerhandlung entzogen war (Abs. 2 lit. b). Leichte und mittelschwere Wider-
handlungen werden von Art. 90 Ziff. 1 SVG als einfache Verkehrsregelverletzun-
gen erfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_250/2017 vom 7.9.2018 Erw. 2.1 
mit Verweis auf BGE 135 II 138 Erw. 2.4). 

1.2 Die mittelschwere Widerhandlung stellt nach Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG 
einen Auffangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht alle privilegierenden Ele-
mente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle 
qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 
lit. a SVG gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts 1C_250/2017 vom 7.9.2017 
Erw. 2.2). Die Annahme einer schweren Widerhandlung setzt kumulativ eine qua-
lifizierte objektive Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden voraus. Ist die 
Gefährdung gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung 
hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor 
(vgl. BGE 136 II 447 Erw. 3.2; siehe auch Botschaft vom 31.3.1999 zur Änderung 
des SVG, BBl 1999 S. 4489; Urteil des Bundesgerichts 1C_634/2017 vom 
10.4.2018 Erw. 5.1). Gleiches gilt bei einer geringen Gefahr und einem mittel-
schweren Verschulden, oder bei einer mittelgrossen Gefahr und leichtem Ver-
schulden, oder bei einer mittelgrossen Gefahr und einem mittelschweren Ver-
schulden (vgl. Bernhard Rütsche/Denise Weber, in: Basler Kommentar, SVG, 
2014, N 13 zu Art. 16b SVG). Eine Gefahr für die Sicherheit anderer im Sinne 
von Art. 16a-c SVG ist bei einer konkreten oder auch bei einer erhöhten abstrak-
ten Gefährdung zu bejahen. Eine erhöhte abstrakte Gefahr besteht, wenn die 
Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung naheliegt. Ob eine sol-

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che Gefährdung vorliegt, ist anhand der jeweiligen Verhältnisse im Einzelfall zu 
beurteilen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_650/2017 vom 28.3.2018 Erw. 2.1). 

1.3 Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG hat der Führer das Fahrzeug ständig so zu 
beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Der 
Fahrzeugführer muss seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr 
zuwenden. Er darf beim Fahren keine Verrichtung vornehmen, welche die 
Bedienung des Fahrzeugs erschwert. Er hat ferner dafür zu sorgen, dass seine 
Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabegeräte sowie 
Kommunikations- und Informationssysteme nicht beeinträchtigt wird (Art. 3 Abs. 1 
der Verkehrsregelnverordnung [VRV; SR 741.11] vom 13.11.62). 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss der Fahrzeugführer 
jederzeit in der Lage sein, auf die jeweils erforderliche Weise auf das Fahrzeug 
einzuwirken und auf jede Gefahr ohne Zeitverlust zweckmässig zu reagieren 
(Urteil des Bundesgerichts 1C_656/2015 vom 8.4.2016 Erw. 2.3). Das Mass der 
Aufmerksamkeit richtet sich nach den gesamten konkreten Umständen, 
namentlich der Verkehrsdichte, den örtlichen Verhältnissen, der Zeit, der Sicht 
und den 
voraussehbaren Gefahrenquellen (BGE 137 IV 290 Erw. 3.6 S. 295 mit Hinweis). 
Demnach darf ein Fahrer, wenn es die Verkehrssituation erlaubt, zum Ablesen 
der Geschwindigkeit oder der Treibstoffreserve kurz auf das Armaturenbrett 
blicken, ohne dass ihm eine ungenügende Aufmerksamkeit zur Last gelegt 
werden könnte. Gleiches gilt auch bei einem kurzen Blick auf die Uhr oder ein im 
Fahrzeug eingebautes Navigationssystem, bei dem die Führung des Lenkers 
auch durch Sprachausgabe erfolgt. Dagegen widmet ein Fahrer dem Verkehr 
nicht die erforderliche Aufmerksamkeit, wenn er während der Fahrt seinen Blick 
zum Schreiben einer Nachricht (SMS) länger auf sein Mobiltelefon richtet (Urteil 
des Bundesgerichts 1C_183/2016 vom 22.9.2016 Erw. 2.1 mit Hinweisen).

1.4 Bereits erwähnt wurde, dass der Fahrzeugführer beim Fahren keine 
Verrichtung vornehmen darf, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert. Er 
darf die Lenkvorrichtung nicht loslassen (vgl. Art. 3 Abs. 3 VRV in der seit dem 
1.1.2021 geltenden Fassung), womit Handgriffe mit der einen Hand, wie z.B. 
Betätigung der Richtungsanzeiger, gegebenenfalls des Schalthebels, der 
Scheibenwischer, des Lichtschalters und dergleichen grundsätzlich möglich und 
zulässig sind. Ob eine Verrichtung das Lenken oder einen der erwähnten 
Handgriffe erschwert bzw. verunmöglicht, hängt grundsätzlich von der Art der 
Verrichtung, dem Fahrzeug und der Verkehrssituation ab. Dauert eine solche 
Verrichtung nur sehr kurz und muss dabei weder der Blick vom Verkehr 
abgewendet noch die Körperhaltung geändert werden, so kann eine 

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Erschwerung der Fahrzeugbedienung in der Regel verneint werden. Ist die 
Verrichtung jedoch von längerer Dauer oder erschwert sie in anderer Weise die 
nötigenfalls sofortige Verfügbarkeit der sich nicht am Lenkrad befindlichen Hand, 
so ist die Fahrzeugbedienung grundsätzlich in unzulässiger Weise behindert (vgl. 
BGE 120 IV 63 Erw. 2d S. 66; Urteil des Bundesgerichts 1C_183/2016 vom 
22.9.2016 Erw. 2.1.1 mit Hinweisen). 

1.5 Ein Strafurteil vermag die Verwaltungsbehörde grundsätzlich nicht zu bin-
den. Allerdings gebietet der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung, wider-
sprüchliche Entscheide im Rahmen des Möglichen zu vermeiden, weshalb die 
Verwaltungsbehörde beim Entscheid über die Massnahme von den tatsächlichen 
Feststellungen des Strafrichters nur abweichen darf, wenn sie Tatsachen fest-
stellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren, 
wenn sie zusätzliche Beweise erhebt oder wenn der Strafrichter bei der Rechts-
anwendung auf den Sachverhalt nicht alle Rechtsfragen abgeklärt, namentlich 
die Verletzung bestimmter Verkehrsregeln übersehen hat. In der rechtlichen 
Würdigung des Sachverhalts - namentlich auch des Verschuldens - ist die Ver-
waltungsbehörde demgegenüber frei, ausser die rechtliche Qualifikation hängt 
stark von der Würdigung von Tatsachen ab, die der Strafrichter besser kennt, 
etwa weil er den Beschuldigten persönlich einvernommen hat (vgl. zit. Urteil des 
Bundesgerichts 1C_250/2017 vom 7.9.2017 Erw. 2.3 mit Hinweisen).

2.1 Aus dem Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 26. August 2021 zum Vor-
fall im Gubristtunnel vom Donnerstag, 26. August 2021 (18.10 Uhr), sind folgen-
de Angaben zum Sachverhalt zu entnehmen (vgl. Vi-act. 2):

Anlässlich der Patrouillentätigkeit durch … im neutralen Dienstfahrzeug fuhren wir 
bei regem Verkehrsaufkommen im Feierabendverkehr im Gubristtunnel auf dem 
Normalstreifen. Dabei konnten wir beobachten, wie der Beschuldigte in seinem 
Fahrzeug mit ca. 70 km/h auf dem Überholstreifen auf gleicher Höhe links von uns 
fuhr, sein Mobiltelefon in der rechten Hand auf Lenkradhöhe hielt und dieses 
während ca. zehn Sekunden mit dem Daumen bediente. Dabei war sein Blick ab-
wechselnd auf das leuchtende Display seines Mobiltelefons und auf die Strasse 
gerichtet. (…)

2.2 Bei der polizeilichen Befragung führte der Beschwerdeführer gemäss den 
Aufzeichnungen der Kantonspolizei Zürich aus (Vi-act. 2/ Rückseite):

Es stimmt, ich habe auf meinem Telefon die Favoritentaste gedrückt, um einen An-
ruf zu tätigen. Genauer gesagt habe ich das Mobiltelefon entsperrt, die Telefonapp 
gewählt, die Favoritentaste gedrückt und die gewünschte Nummer ausgewählt. 
Das waren weniger als fünf Sekunden. Ich sehe den Fehler ein.

2.3 Mit Strafbefehl vom 4. Oktober 2021 hat das Statthalteramt Bezirk Dielsdorf 
den Beschwerdeführer wegen Verletzung von Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 

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Abs. 1 VRV sowie gestützt auf Art. 90 Abs. 1 SVG mit einer Busse von Fr. 250.-- 
bestraft. Den massgebenden Sachverhalt fasste der Strafrichter wie folgt zu-
sammen:

Einfache Verletzung der Verkehrsregeln durch Nichtbeherrschen des Fahrzeuges 
zufolge Beeinträchtigen der Aufmerksamkeit durch Vornahme von Verrichtungen 
während der Fahrt: Dies, indem der Beschuldigte während der Fahrt sein Mobil-
telefon in der rechten Hand auf Lenkradhöhe hielt und dieses während ca. 10 Se-
kunden mit dem Daumen bediente. Dabei war sein Blick abwechselnd auf das 
leuchtende Display seines Mobiltelefons und auf die Strasse gerichtet.

3. In der Folge ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den betreffenden Vorfall in der 
angefochtenen Verfügung zu Recht als mittelschwere Widerhandlung qualifiziert 
hat, oder ob der Argumentation des Beschwerdeführers zu folgen ist, wonach 
von einer leichten Widerhandlung auszugehen sei.

3.1 Der Rechtsprechung des Bundesgerichts im Kontext mit der Ablenkung 
durch ein Navigationsgerät oder durch ein Mobiltelefon sind unter anderem fol-
gende Ausführungen zu entnehmen:

3.1.1  Im Urteil des Bundesgerichts 1C_762/2013 vom 27. Februar 2014 war der 
Fahrzeuglenker deshalb angezeigt worden, weil er - als er das Mobiltelefon in der 
rechten Hand hielt und das GPS seines Mobiltelefons bediente - auf der Auto-
bahn wegen Zickzackfahrt auffiel und dabei vorübergehend auf den Pannenstrei-
fen gelangte ("un véhicule qui zigzaguait sur sa voie de circulation et empiétait 
par moment sur la bande d'arrêt d'urgence"). Für diese ungenügende Aufmerk-
samkeit wurde der Fahrzeuglenker mit einer Busse von Fr. 350.-- bestraft und 
administrativrechtlich wegen Annahme einer mittelschweren Widerhandlung mit 
einem Führerausweisentzug von einem Monat belegt, was vom Bundesgericht im 
Ergebnis bestätigt wurde.

3.1.2  Im Urteil des Bundesgerichts 1C_183/2016 vom 22. September 2016 ging 
es um einen Fahrzeuglenker, welcher während der Fahrt in seinem Personen-
wagen ein Navigationsgerät oder ein Mobiltelefon dazu verwendet hatte, um her-
auszufinden, wo seine Cousine wohnte. Er hatte die Zielwahl bereits vorgängig 
eingegeben, konnte aber die Anzeige aufgrund der Sonneneinstrahlung nicht le-
sen, weshalb er das Gerät vom Beifahrersitz hochhob und beim Lenkrad hielt. 
Dabei wurde er von Polizisten beobachtet, welche im Anzeigerapport ausführten, 
der Lenker habe sein Mobiltelefon auf Höhe des Lenkrades vor sich in der rech-
ten Hand gehalten, während der Blick auf das Mobiltelefon gerichtet gewesen 
sei. Gestützt auf diesen Rapport auferlegte die Staatsanwaltschaft des Kantons 
Bern dem Lenker mit Strafbefehl eine Busse von Fr. 150.-- wegen einfacher Ver-

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letzung der Verkehrsregeln, derweil die zuständige Administrativbehörde wegen 
Vornahme einer Verrichtung, welche die sichere Bedienung des Fahrzeugs er-
schwerte, eine Verwarnung verfügte. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde 
sowohl vom Kantonsgericht Freiburg, als auch vom Bundesgericht abgewiesen. 
Das Bundesgericht hielt dem betreffenden Fahrzeuglenker u.a. vor (vgl. zit. Ur-
teil, Erw. 3.4):

(…) Vorliegend hat der Beschwerdeführer während seiner Fahrt innerorts Informa-
tionen auf einem in der Hand gehaltenen Navigationsgerät abgelesen, was seine 
visuelle, geistige und motorische Aufmerksamkeit während mehr als nur wenigen 
Sekunden beanspruchte. Damit hat er seine Aufmerksamkeit in einem Mass von 
der Strasse abgewendet, das auch bei einem geübten Fahrer und bei übersicht-
lichen Strassenverhältnissen zumindest eine leichte abstrakte Verkehrsgefährdung 
schuf. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz bereits gestützt auf die objek-
tiv geschaffene Gefährdungslage einen besonders leichten Fall verneinen, wes-
halb ihre Beurteilung des Verschuldens bezüglich der ausgesprochenen Verwar-
nung nicht entscheidrelevant ist. (…)

Im Ergebnis erachtete das Bundesgericht im genannten Fall eine Verwarnung 
(bzw. eine Qualifikation als leichte Widerhandlung) als korrekt.

3.1.3  Im Urteil des Bundesgerichts 1C_422/2016 vom 9. Januar 2017 hatte das 
Bundesgericht einen Fall zu beurteilen, in welchem der Betroffene einen Perso-
nenwagen mit angekoppeltem Transportanhänger auf dem Normalstreifen der 
Autobahn A1 in Richtung Bern lenkte und während rund 200 m mehrmals von 
der Ideallinie abkam bzw. dreimal gegen die Leit- und Randlinie fuhr. Dabei 
konnte die Polizei von der Überholspur aus erkennen, wie der Betroffene ein 
weisses A4-Blatt auf der Höhe der Mittelkonsole vor sich hielt und seinen Blick 
während ca. sieben Sekunden ununterbrochen darauf richtete (und in dieser Zeit 
rund 150 m zurücklegte). Das kantonale Strassenverkehrsamt wertete diese 
Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften als leicht im Sinne von 
Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und sprach eine Verwarnung aus, welche vom Bun-
desgericht geschützt wurde.

3.1.4  Im Urteil des Bundesgerichts 1C_566/2018 vom 14. Mai 2019 ging es um 
einen Fahrzeuglenker, welcher während der Autofahrt auf ein Blatt Papier ge-
schrieben hatte, wobei der Blick zeitweise von der Strasse abgewandt war. Dazu 
führte das Bundesgericht (in Erw. 2.5.2) u.a. aus, indem der Beschwerdeführer 
während der Fahrt ein auf dem Lenkrad gehaltenes Blatt Papier mit einem in der 
rechten Hand gehaltenen Kugelschreiber beschrieben und dabei seinen Blick 
zeitweise von der Strasse abgewendet habe, seien die visuelle, geistige und mo-
torische Aufmerksamkeit in ähnlicher Weise beansprucht worden, wie dies beim 
Schreiben einer SMS der Fall sei. Durch dieses Verhalten sei die Verfügbarkeit 

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der rechten Hand und damit die Bedienung des Fahrzeugs in einem Masse er-
schwert worden, bei welchem davon auszugehen sei, dass die verkehrsrelevan-
ten Manipulationen nicht mehr rechtzeitig und in der erforderlichen Weise vorge-
nommen werden konnten. Zusammenfassend pflichtete das Bundesgericht unter 
Berücksichtigung der konkreten Umstände der vorinstanzlichen Folgerung bei, 
dass der Fahrzeuglenker mit seinem Verhalten eine erhöhte abstrakte Gefähr-
dung geschaffen habe, welche nicht mehr als lediglich leicht erhöht eingestuft 
werden könne, sondern als mittelgross gewertet werden müsse (was im betref-
fenden Fall zu einem Führerausweisentzug von einem Monat führte).

3.1.5  Der Sachverhalt im Urteil 1C_212/2019 vom 21. Mai 2019 betraf einen 
Fahrzeuglenker, welcher auf der Autobahn A1 - abgelenkt durch seine Beschäfti-
gung mit dem Natel - unbeabsichtigt von seiner Fahrspur abgekommen und auf 
den Pannenstreifen gelangt war. Dabei ging die zuständige Amtsstelle des Kan-
tons Freiburg davon aus, dass der Lenker die Verkehrssicherheit zumindest in 
abstrakter Weise gefährdet habe, was eine mittelschwere Widerhandlung gegen 
die Verkehrsvorschriften darstelle und zu einem Führerausweisentzug von einem 
Monat führe. Dieser Einschätzung pflichtete das Bundesgericht mit folgenden 
Ausführungen bei:

Wer sich auf der Autobahn durch die (auch nur kurze) Beschäftigung mit dem 
Handy so ablenken lässt, dass er die Spur nicht halten kann und unbeabsichtigt 
auf den Pannenstreifen gerät, schafft klarerweise eine zumindest abstrakte Gefahr 
für die Verkehrssicherheit.

3.2 Im aktuellen Urteil 1C_470/2020 vom 8. Februar 2021, in welchem die 
kantonalen Behörden die Bedienung eines Mobiltelefons während der Fahrt als 
leichte Widerhandlung qualifiziert hatten, fasste das Bundesgericht seine 
Rechtsprechung zu dieser Thematik (ab Erwägung 4.2) wie folgt zusammen:

4.2. In seiner Rechtsprechung zu Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 VRV hat das 
Bundesgericht etwa festgehalten, dass ein Fahrer, wenn es die Verkehrssituation 
erlaubt, zum Ablesen der Geschwindigkeit oder der Treibstoffreserve kurz auf das 
Armaturenbrett blicken darf, ohne dass ihm eine ungenügende Aufmerksamkeit zur 
Last gelegt werden könnte (Urteil 1C_183/2016 vom 22. September 2016 E. 2.1 
mit Hinweisen). Gleiches gilt bei einem Fahrzeugführer, der in Phasen des 
Stillstands seines Fahrzeugs im Stau eine Zeitung liest und diese in den Phasen 
des Aufrückens um einige Meter im Schritttempo teils auf seinen Oberschenkeln, 
teils am Lenkrad aufgestützt lässt (Urteil 6P.68/2006 vom 6. September 2006 E. 
3.3). Auch liegt keine die Fahrzeugbedienung erschwerende Verrichtung vor, wenn 
ein Fahrzeugführer sein Mobiltelefon auf der Autobahn bei einer Geschwindigkeit 
von 80 bis 100 km/h im Kurvenbereich bei regem Verkehrsaufkommen 
ununterbrochen während 15 Sekunden in der linken Hand hält, ohne dabei jedoch 
den Blick von der Strasse abzuwenden und ohne zu telefonieren oder andere 
Manipulationen am Mobiltelefon vorzunehmen (Urteil 6B_1183/2014 vom 27. 
Oktober 2015 E. 1.5 und 1.6).  

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Dagegen widmet ein Fahrer dem Verkehr nicht die erforderliche Aufmerksamkeit, 
wenn er während der Fahrt seinen Blick zum Schreiben einer Nachricht (SMS) 
länger auf sein Mobiltelefon richtet (Urteil 6B_666/2009 vom 24. September 2009 
E. 1.3 f.); auf dem Lenkrad ein Papier beschreibt und den Blick zeitweise von der 
Strasse abwendet (Urteil 1C_566/2018 vom 14. Mai 2019 E. 2.5: mittelschwere 
Widerhandlung gemäss Art. 16b SVG bejaht); ein Blatt Papier auf der Höhe der 
Mittelkonsole vor sich hält und seinen Blick während ca. sieben Sekunden 
ununterbrochen darauf richtet (Urteil 1C_422/2016 vom 9. Januar 2017 E. 3.3); ein 
Navigationsgerät länger als nur wenige Sekunden in der Hand auf der Höhe des 
Lenkrads hält und den Blick darauf richtet (Urteil 1C_183/2016 vom 22. September 
2016 E. 2.6); ein Lasermessgerät aus der Halterung am Gürtel nimmt, dieses 
während rund drei Sekunden bedient und während dieser Zeitspanne darauf 
schaut, um es in der Folge wieder in die Halterung zu stecken (Urteil 
1B_1423/2017 vom 9. Mai 2018 E. 3); mit der rechten Hand ein Mobilgerät bedient 
und die linke im Bereich des Kopfs hält (Urteil 6B_894/2016 vom 14. März 2017 E. 
3.3). Zudem nimmt ein Fahrzeugführer eine Verrichtung vor, welche die 
Fahrzeugbedienung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 VRV in unzulässiger Weise 
erschwert, wenn er während der Fahrt telefoniert und dazu länger als einen kurzen 
Augenblick das Telefongerät mit der einen Hand hält oder es zwischen Kopf und 
Schulter einklemmt (BGE 120 IV 63 E. 2d und e S. 66 f.). Entsprechend wird das 
Verwenden eines Telefons ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt nach 
Anhang 1 Nr. 311 der Ordnungsbussenverordnung vom 16. Januar 2019 (OBV; 
SR 314.11) mit einer Busse von Fr. 100.-- bestraft. 

4.3. Im vorliegenden Fall hielt der Beschwerdeführer ein Mobiltelefon während der 
Fahrt auf der Höhe des Lenkrads in der rechten Hand, um die Musik zu wechseln. 
Dafür blickte er während drei Sekunden auf das Display. Vor dem Hintergrund der 
aufgeführten Rechtsprechung hat er es damit an der erforderlichen 
Aufmerksamkeit im Strassenverkehr fehlen lassen und Art. 31 Abs. 1 SVG sowie 
Art. 3 Abs. 1 VRV verletzt. Der Fall ist in den wesentlichen Punkten vergleichbar 
mit dem Sachverhalt im erwähnten Urteil 1B_1423/2017 vom 9. Mai 2018, wo der 
Beschwerdeführer ebenfalls während rund drei Sekunden ein Gerät bediente und 
während dieser Zeitspanne darauf schaute.  

4.4. Fraglich erscheint einzig, ob unter den konkreten Umständen von einem 
besonders leichten Fall im Sinne von Art. 16a Abs. 4 SVG auszugehen ist. Ein 
solcher liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die Verletzung von 
Verkehrsregeln eine besonders geringe Gefahr für die Sicherheit anderer 
geschaffen hat und den fehlbaren Fahrzeuglenker dafür nur ein besonders leichtes 
Verschulden trifft. Die Auslegung des "besonders leichten Falles" im Sinne dieser 
Bestimmung kann sich an den Verkehrsregelverletzungen orientieren, die nach 
dem Ordnungsbussengesetz erledigt werden und keine Administrativmassnahmen 
nach sich ziehen (zum Ganzen: Urteil 1C_183/2016 vom 22. September 2016 E. 
3.1 mit Hinweisen).  

4.5. Der Beschwerdeführer bringt dazu vor, das Telefonieren ohne 
Freisprechanlage sei eine Ordnungswidrigkeit. Jedoch müsse dazu zunächst das 
Telefon entsperrt, eine Nummer eingegeben oder ein Kontakt gewählt werden. 
Diese Verrichtungen seien wesentlich komplexer als das hier zu beurteilende 
Wechseln der Musik auf einem Mobiltelefon, bei dem die entsprechende Funktion 
im Sperrmodus automatisch aufleuchte und zur Verfügung stehe. Mit dieser 
Argumentation übersieht er, dass zwar das Verwenden eines Telefons ohne 
Freisprecheinrichtung während der Fahrt einen Übertretungstatbestand darstellt, 
der im Ordnungsbussenverfahren geahndet werden kann (s. E. 4.2 hiervor), davon 
jedoch nicht automatisch die zur Herstellung einer Telefonverbindung 
erforderlichen Manipulationen am Gerät erfasst werden. Werden diese (ev. 

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umständlichen) Manipulationen während der Fahrt vorgenommen, kann dies je 
nach den konkreten Verhältnissen eine leichte, mittelschwere oder gar schwere 
Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften darstellen.  

Auch eine Berücksichtigung der weiteren Gegebenheiten des konkreten Falls 
rechtfertigt zudem nicht, einen besonders leichten Fall anzunehmen und damit auf 
jegliche Massnahmen zu verzichten. Zwar ist die in Frage stehende Zeitdauer von 
ca. drei Sekunden relativ kurz und erlaubte dem Beschwerdeführer das Halten des 
Mobiltelefons auf der Höhe des Lenkrads, den Verkehr im Gesichtsfeld zu 
behalten, doch fokussierte er seinen Blick und seine Aufmerksamkeit eben nicht 
auf diesen, sondern auf das Mobiltelefon. Nach den Sachverhaltsfeststellungen der 
Vorinstanz legte er auf diese Weise innerorts immerhin eine Strecke von 40 m 
zurück, ohne auf das Verkehrsgeschehen angemessen reagieren zu können. Dazu 
trug auch bei, dass er gleichzeitig nur mit einer Hand das Steuerrad hielt. 

Insgesamt verletzte das Verwaltungsgericht deshalb kein Bundesrecht, wenn es 
annahm, die Gefahr für die Sicherheit anderer sei nicht besonders gering gewesen 
und das Verschulden nicht besonders leicht. Aufgrund der früheren 
Widerhandlungen des Beschwerdeführers ging es deshalb auch zu Recht davon 
aus, dass damit die Voraussetzungen für den Verfall des Führerausweises auf 
Probe erfüllt seien.

4. Im Lichte dieser höchstrichterlichen Rechtsprechung ist hier von einer 
Fallkonstellation auszugehen, welche es erlaubt, den Vorfall noch als leichte 
Widerhandlung im Sinne von Art. 16a SVG zu qualifizieren. Dabei ist zu Gunsten 
des Beschwerdeführers zu berücksichtigen, dass im aktenkundigen 
Polizeibericht keine unsichere oder schwankende Fahrweise erwähnt wurde, 
mithin der Beschwerdeführer die Spur nach der Aktenlage problemlos halten 
konnte. Aus der im Polizeibericht enthaltenen Formulierung, wonach der 
Beschwerdeführer im Zeitraum von ca. 10 Sekunden seinen Blick abwechselnd 
auf das Display und auf die Strasse richtete, ist abzuleiten, dass sich der 
vorliegende Fall massgeblich vom Urteil des Bundesgerichts 1C_422/2016 
unterscheidet, in welchem der betroffene Fahrzeuglenker auf der Autobahn 
"seinen Blick während ca. sieben Sekunden ununterbrochen" von der Fahrbahn 
abwendete (vgl. oben, Erw. 3.1.3). Nachdem das Bundesgericht im genannten 
Urteil es zuliess, dass ein rund 7 Sekunden dauernder Blick auf den die 
Aufmerksamkeit beanspruchenden Gegenstand im Wageninnern noch als 
leichter Fall (im Sinne von Art. 16a Abs. 3 SVG) gelten kann, muss dies 
grundsätzlich auch dann möglich sein, wenn der Fahrzeuglenker in einer 
Beobachtungszeit von rund 10 Sekunden mehrmals abwechselnd den Blick auf 
die Fahrbahn und auf das Wageninnere (Mobiltelefon) gerichtet hat (siehe auch 
VGE III 2019 117 vom 29.8.2019). Sodann spricht auch der Vergleich mit dem 
Urteil des Bundesgerichts 1C_183/2016 (Erw. 3.1.2) dafür, den vorliegenden Fall 
sowohl hinsichtlich der Gefährdung, als hinsichtlich des Verschuldens einer 
leichten Widerhandlung zuzuordnen.

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5. Aus all diesen Gründen ist in Gutheissung der Beschwerde der dargelegte 
Vorfall vom 26. August 2021 als leichte Widerhandlung im Sinne von Art. 16a 
Abs. 1 lit. a SVG zu beurteilen, wobei gestützt auf Art. 16a Abs. 2 SVG (sowie 
antragsgemäss) der Führerausweisentzug auf einen Monat festzusetzen ist. 
Diesem Ergebnis (mit massgeblicher Herabsetzung der Entzugsdauer) 
entsprechend besteht auch kein Anlass, den Beschwerdeführer zum Besuch von 
Verkehrsunterricht zu verpflichten.

6.1 Nachdem der Beschwerdeführer obsiegt, gehen die Verfahrenskosten zu 
Lasten des Staates. Der vom Beschwerdeführer bezahlte Kostenvorschuss von 
Fr. 900.-- ist seinem Rechtsvertreter aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten.

6.2 Zudem wird dem Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz eine 
Parteientschädigung zugesprochen. Das Honorar wird in Beachtung des Ge-
bührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, 
welcher nach § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, sowie 
unter Beachtung der nach § 2 anwendbaren Kriterien (Wichtigkeit der Streitsa-
che, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem 
notwendigen Zeitaufwand), und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens 
auf insgesamt Fr. 2'200.-- (inkl. Auslagen und MwSt) festgelegt.

12

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. Die ange-
fochtene Verfügung vom 6. Dezember 2021 wird dahingehend abgeändert, 
- dass der zu beurteilende Vorfall vom 26. August 2021 als leichte Widerhand-

lung im Sinne von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG qualifiziert wird;
- dass anstelle eine Führerausweisentzuges von 4 Monaten ein solcher von 

einem Monat angeordnet wird;
- dass die Abgabefrist gemäss Dispositiv-Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung 

auf 30 Tage nach Erhalt dieses Entscheids festgelegt wird;
- und Dispositiv-Ziffer 4 der angefochtenen Verfügung (betreffend Verkehrsun-

terricht) ersatzlos aufgehoben wird.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 900.-- gehen zu Lasten des Staates. Der vom 
Beschwerdeführer bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 900.-- wird seinem 
Rechtsvertreter aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

3. Die Vorinstanz hat dem beanwalteten Beschwerdeführer eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2'200.-- (inkl. MwSt und Auslagen) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Strassen ASTRA, Sekretariat Administrativ-

massnahmen, 3003 Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 9. Februar 2022