# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 848b1922-29cf-559c-81a4-e7faba6a5bce
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 23.01.2015 V-2014/209
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_V-2014-209_2015-01-23.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: V-2014/209

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Kindes- und Erwachsenenschutz

Publikationsdatum: 23.01.2015

Entscheiddatum: 23.01.2015

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 23.01.2015
Art. 415, Art. 425 ZGB (SR 210), Ziff. 51.12. GebT (sGS 821.5). Die Gebühr für 
die Berichts- und Rechnungskontrolle richtet sich nach dem verwalteten 
Vermögen. Das nutzniessungsbelastete Vermögen des Beschwerdeführers 
war für die Gebührenberechnung deshalb nicht zu berücksichtigen. Auch 
wenn die Gebühr unter Berücksichtigung des Vermögens pauschal erfolgt 
und damit mit einem gewissen Schematismus folgt, muss die Gebühr einem 
Vergleich auf dem freien Markt standhalten. Die verfügende Behörde hat die 
Gebührenhöhe, insbesondere wenn sie wie im hier zu beurteilenden Fall sehr 
hoch angesetzt wird, nachvollziehbar zu begründen 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung V, 23. Januar 2015, V-2014/209).

Präsident Stefan Zürn, Fachrichter Heinz Erismann und Fachrichterin Sieglinde Marte, 

Gerichtsschreiber Philipp Lenz

X, Beschwerdeführer,

vertreten durch lic.iur. Titus Bossart, Rechtsanwalt, Schmiedgasse 28, 9000 St. Gallen,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B, Vorinstanz,

betreffend

Beistandschaft (Gebühren und Entschädigung)

Sachverhalt:

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A.- Für X wurde mit Entscheid der Vormundschaftsbehörde A vom 23. August 2006 

eine Mitwirkungs- und Verwaltungsbeiratschaft gemäss aArt. 395 Abs. 1 und 2 ZGB 

angeordnet und seine Mutter H als Beirätin eingesetzt. Per 1. Januar 2013 ging der Fall 

in die Verantwortung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (nachfolgend: 

KESB) B über. Die Anpassung der vormundschaftlichen Massnahme an das am 1. 

Januar 2013 in Kraft getretene neue Kindes- und Erwachsenschutzrecht ist noch 

pendent.

B.- Am 25. Februar 2014 reichte H der KESB den Bericht und die Rechnung über die 

Betreuungsperiode vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2013 ein. Sie wies ein 

Vermögen von Fr. 1'771'644.33 aus. Die KESB genehmigte den Bericht und die 

Rechnung mit Verfügung vom 9. Juli 2014, wobei sie dem von der Beiständin 

ausgewiesenen Vermögen weitere Vermögenswerte in der Höhe von Fr. 1'525'072.– 

zurechnete. Es betrug demnach per 31. Dezember 2013 Fr. 3'296'716.33 (Ziff. 1 des 

Beschlusses). Der Beiständin wurde für die persönlichen Bemühungen im Sinne von 

Art. 404 ZGB eine Entschädigung von Fr. 10'000.– zugesprochen (Ziff. 3) und eine 

Gebühr in der Höhe von Fr. 10'000.– erhoben (Ziff. 4).

C.- Mit Eingabe vom 11. August 2011 erhob X durch seinen Rechtsvertreter 

Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission. Er beantragte, die Ziffern 3 und 4 

des Beschlusses der KESB vom 9. Juli 2014 seien aufzuheben; der Beiständin sei für 

die persönlichen Bemühungen eine Entschädigung von Fr. 3'000.– zuzusprechen; es 

sei eine Gebühr von Fr. 2'000.– zu erheben; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz. Die KESB beantragte mit 

Vernehmlassung vom 12. September 2014 die Abweisung der Beschwerde. X 

replizierte mit Stellungnahme vom 24. September 2014. Mit Schreiben vom 

28. November 2014 teilte H mit, dass sie mit einer Reduktion der Entschädigung auf 

Fr. 3'000.– einverstanden sei.

Auf die Ausführungen der Parteien zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit 

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

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1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 11. August 2014 

(Poststempel) wurde rechtzeitig eingereicht und erfüllt in formeller und inhaltlicher 

Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 450 und 450b ZGB, Art. 27 des 

Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht [sGS 912.5; 

abgekürzt: EG-KES] sowie Art. 41  des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[sGS 951.1; abgekürzt: VRP]). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.- Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz vom 9. Juli 2014. Umstritten ist, 

ob die für die Kontrolle des Berichts und der Rechnung (1. Januar 2011 bis 

31. Dezember 2013) erhobene Gebühr von Fr. 10'000.– (hinten E. 3) und die 

Entschädigung der Beirätin in der Höhe von Fr. 10'000.– (hinten E. 4) angemessen 

waren.

3.- a) Die Gebühr für die Berichts- und Rechnungskontrolle nach Art. 415 und 425 ZGB 

richtet sich nach dem Gebührentarif für die Kantons- und Gemeindeverwaltung (sGS 

821.5, abgekürzt: GebT). Sie beträgt für Berichtsperioden bis zu zwei Jahren bis 3 

Promille des verwalteten Vermögens, jedoch wenigstens Fr. 100.– und höchstens 

Fr. 10'000.– (Nr. 51.12 GebT). Der Gebührentarif wurde in Anwendung von Art. 100 

VRP und in Ausführung von Art. 3 der Verordnung über Kosten und Entschädigungen 

im Verwaltungsverfahren (sGS 821.1, abgekürzt: VGV), in der die Kosten und 

Entschädigungen im Verfahren vor den Verwaltungsbehörden des Staates, der 

Gemeinden und der öffentlich-rechtlichen Korporationen und Anstalten geregelt sind, 

erlassen (vgl. Art. 1 VGV). Gemäss Art. 3 VGV richten sich die Gebührenansätze nach 

dem vom Regierungsrat erlassenen Gebührentarif (GebT). Art. 11 VGV äussert sich zur 

Bemessung der Gebühr. Besteht für die Gebühr ein Mindest- und ein Höchstsatz, so ist 

sie innerhalb dieses Rahmens nach dem Wert und der Bedeutung der Amtshandlung, 

dem Zeit- und Arbeitsaufwand und der erforderlichen Sachkenntnis zu bemessen.

Mit den umschriebenen, auf Gesetzes- und Verordnungsstufe angesiedelten 

Bestimmungen wird den Vorgaben des verfassungsrechtlichen Legalitätsprinzips 

Rechnung getragen. Dieses verlangt, dass Gebühren wie die vorliegend beanstandete 

in rechtssatzmässiger Form festgelegt sein müssen, so dass den rechtsanwendenden 

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Behörden kein übermässiger Spielraum verbleibt und die möglichen Abgabepflichten 

voraussehbar und rechtsgleich sind (BGE 128 II 112 E. 5a S. 117). Ebenso wird mit 

dem pauschalen Gebührenrahmen sichergestellt, dass die Gebühr dem 

Kostendeckungsprinzip entspricht, gemäss welchem die Gesamteingänge den 

Gesamtaufwand für den betreffenden Verwaltungszweig nicht oder nur geringfügig 

überschreiten sollen (BGE 126 I 180 E. 3a/aa mit Hinweisen). Sodann wird damit auch 

dem Äquivalenzprinzip zum Durchbruch verholfen, welches in Konkretisierung des 

Verhältnismässigkeitsgrundsatzes insbesondere verlangt, dass eine Gebühr nicht in 

einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der bezogenen Leistung 

stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen bewegen muss (BGE 128 I 46 E. 4a). Mit 

der Festlegung eines pauschalen Gebührenrahmens und der Bezeichnung der 

Kriterien, aufgrund welcher die konkrete Gebühr festzulegen ist, wird der verfügenden 

Behörde ein Ermessensspielraum zugestanden, welchen es im Rechtsmittelverfahren 

zu beachten gilt.

Das der verfügenden Behörde zugestandene Ermessen wird in diesem Sinne denn 

auch als Befugnis zur individualisierenden Zumessung von Rechtsfolgen verstanden. 

Den Behörden kommt ein Entscheidungsspielraum zu, ob, wann und wie im konkreten 

Einzelfall gehandelt bzw. welche Rechtsfolge innerhalb eines gewissen Spektrums – 

bspw. eines bestimmten Gebührentarifs – gewählt werden sollen und dürfen (vgl. Kölz/

Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 

3. Aufl. 2013, N 1047; Kiener/Rütsche/Kuhn, Öffentliches Verfahrensrecht, N 1498). Wie 

oben unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung angeführt, bedeutet 

dies indes nicht, dass die Behörden in ihrer Entscheidung, d.h. bei der 

Gebührenbemessung, völlig frei sind. Sie sind, wie erwähnt, an die Verfassung 

gebunden und müssen insbesondere das Rechtsgleichheitsgebot, das 

Verhältnismässigkeitsprinzip und die Pflicht zur Wahrung der öffentlichen Interessen 

befolgen. Die Behörde hat das Ermessen rechtmässig und angemessen auszuüben 

(Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, N 441). 

Unangemessen ist ein Entscheid, wenn er sich zwar innerhalb des gesetzlich 

eingeräumten Ermessensspielraums bewegt, das Ermessen jedoch nicht 

einzelfallgerecht gehandhabt wird, sondern unzweckmässig ist bzw. den konkreten 

Umständen nicht genügend Rechnung trägt (Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., N 1501).

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b) Die Vorinstanz führte im Wesentlichen an, der von der Beiständin eingereichten 

Buchhaltung seien nicht alle von ihr eingeforderten Bank- und Zahlungsbelege 

beigelegen. Dies habe die Prüfung der Buchhaltung verunmöglicht. Deshalb seien 

verschiedene Nachfragen notwendig gewesen. So am 9. April 2014 wegen des in der 

Buchhaltung aufgeführten Fahrzeugs, der Lebensversicherung und der Aktien. Mit E-

Mails vom 15. April, 2. und 16. Juni 2014 seien die eingeforderten Unterlagen 

eingereicht bzw. die Fragen beantwortet worden. Am 9. Juli 2014 habe sie mit der 

Beiständin erneut Kontakt aufnehmen müssen, weil der Wert der 

Lebensversicherungspolice aus den eingereichten Unterlagen nicht hervorgegangen 

sei. Dies zeige, dass die Rechnung nicht termingerecht und nicht in der vorgegebenen 

Form eingereicht worden sei und verschiedene zusätzliche Abklärungen notwendig 

gewesen seien. Zudem sei das Formular "Rechnung über die persönlichen 

Verhältnisse" unvollständig und offensichtlich falsch ausgefüllt worden. Abgesehen 

davon, dass darauf weder Aktiven noch Passiven aufgeführt worden seien, hätten auch 

die Herleitung der Vermögensveränderung aus dem Saldovergleich und die Herleitung 

aus der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben nicht miteinander 

übereingestimmt. Dies habe zu einem überdurchschnittlichen Zeitaufwand geführt, was 

bei der Festlegung der Gebühr zu berücksichtigen sei. Zudem erfordere die Prüfung 

aufgrund der Höhe und der Komplexität des Vermögens entsprechende Sachkenntnis. 

Aufgrund dieser Umstände sei es gerechtfertigt gewesen, den Maximalansatz von 3 

Promille des Vermögens – dazu gehöre auch das nutzniessungsbelastete Vermögen – 

anzuwenden, was eine Gebühr von Fr. 10'000.– ergebe.

Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer vor, aus dem Beschluss der Vorinstanz 

und aus den sauber geführten Unterlagen ergebe sich, dass die Prüfung reibungslos 

und ohne grossen Aufwand vonstattengegangen sei. Es seien lediglich wenige 

Korrekturen notwendig gewesen. Die Vorinstanz habe ihren Prüfungsaufwand nicht 

beziffert. Es sei nachlässig, ein Mandat nicht stundenmässig zu erfassen; der Aufwand 

sei zu dokumentieren. Die K GmbH habe für die Erstellung der Buchhaltung für die drei 

Jahre Fr. 2'000.– in Rechnung gestellt. Es gehe deshalb nicht an, für die Überprüfung 

der Buchhaltung eine Gebühr von Fr. 10'000.– zu erheben. Es stelle sich zudem die 

Frage, ob es sinnvoll und verhältnismässig sei, sämtliche Belege einzufordern, wenn 

die doppelte Buchhaltung von einem anerkannten Treuhandbüro erstellt worden sei. Da 

nur eine stichprobenweise Überprüfung vorgenommen worden sei, gehe er von einem 

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Aufwand von 20 Stunden aus. Bei einem Ansatz von Fr. 40.– ergebe sich eine Gebühr 

von Fr. 800.–. Dieser Betrag entspreche ungefähr der in den vergangenen Jahren 

erhobenen Gebühr von Fr. 500.–. Im Übrigen sei die Vorinstanz von einem falschen 

Vermögen ausgegangen; es habe lediglich Fr. 1'772'644.33 betragen. Die mit 

Nutzniessung belasteten Aktien der X AG seien dem Vermögen fälschlicherweise 

zugerechnet worden.

c) aa) Fest steht, dass das Vermögen des Beschwerdeführers ein Depot bei der C Bank 

umfasste, welches zwei Konten, Kassenobligationen und 25 Namenaktien dieser Bank, 

je fünf Anteile der Genossenschaften "B" und "Alterswohnungen C", 17'096 Aktien der 

X AG, 4 Aktien "M", eine Lebensversicherungspolice sowie ein Fahrzeug umfasste. 

Dem Vermögen sind zudem weitere 20'240 mit Schenkungsvertrag vom 20. Dezember 

2011 an den Beschwerdeführer übergangene Aktien der X AG zuzurechnen. Die 

Nutzniessung dieses Vermögenswertes verblieb jedoch bei den Schenkern (Eltern), 

weshalb sie nicht unter das von der Beiständin zu verwaltende Vermögen fielen. 

Gemäss Schenkungsvertrag vom 20. Dezember 2011 – abgeschlossen im Rahmen der 

Nachfolgeregelung – wurde den schenkenden Eltern ein lebenslängliches umfassendes 

Nutzniessungsrecht an sämtlichen geschenkten Namenaktien der X AG eingeräumt 

(act. 6/B9). Damit gehörten diese Wertpapiere wohl zum Vermögen des 

Beschwerdeführers, nicht aber zum von der Beiständin zu verwaltenden Vermögen 

gemäss Art. 405 Abs. 2 ZGB (vgl. BSK Erw.Schutz-Affolter Art. 405 N 19). Dies 

erscheint sachgerecht, da die geldwerten Leistungen aus dem Nutzungsvermögen 

steuerlich bei den Schenkern erfasst werden (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. 

gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 114) und ein Verkauf der Aktien oder Teilen 

davon aufgrund der Nutzniessungsklausel im Schenkungsvertrag nicht möglich ist. Da 

der Berechnung der Gebühr nach Ziff. 51.12 GebT nur das verwaltete Vermögen zu 

Grunde liegt, war das nutzniessungsbelastete Vermögen somit nicht zu 

berücksichtigen. Zu prüfen waren folglich im Wesentlichen die Depot-Transaktionen, 

die auf den zwei Konten verbuchten Beträge – insbesondere der vollständige Eingang 

der Rentenzahlungen – und allfällige das Aktienpaket "X AG" betreffende 

Finanztransaktionen. Damit erwies sich die Vermögensstruktur nicht als besonders 

komplex, sodass von einem eher geringen Prüfungsaufwand auszugehen ist, zumal 

auch der Bericht der Beiständin im Umfang einer knappen A4-Seite sehr knapp ausfiel 

und, soweit aus der vorinstanzlichen Verfügung ersichtlich, zu keinen Fragen Anlass 

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bot. Zu berücksichtigen ist zudem, dass die Kontrolle der Rechnung gemäss den 

Ausführungen der Vorinstanz nur stichprobenartig erfolgte; es fand demnach keine 

vollständige Kontrolle aller Buchungen statt (Verfügung vom 9. Juli 2014 E. 2). Dass 

sich im Rahmen der Revisionstätigkeit Fragen ergaben, die weitere Abklärungen 

bedingten, ist nicht aussergewöhnlich und in der Regel auch bei Vorliegen sämtlicher 

Belege nicht gänzlich zu vermeiden. Im vorliegenden Fall beschränkten sich die 

erforderlichen Zusatzabklärungen auf wenige Rückfragen, sodass nicht von einem 

überdurchschnittlichen Abklärungsaufwand auszugehen ist. In diesem Zusammenhang 

ist darauf hinzuweisen, dass die Einkünfte und Ausgaben – entgegen der Meinung des 

Beschwerdeführers – anhand der eingereichten Belege grundsätzlich lückenlos zu 

überprüfen sind, ebenso die Ausweise über die Vermögensbestände (BSK Erw.Schutz-

Vogel, Art. 415 N 7). In der Anleitung zum Formular "Rechnung über die persönlichen 

Verhältnisse" wies die Vorinstanz unter Ziffer C deshalb zu Recht darauf hin, dass der 

Rechnung sämtliche Belege beizulegen seien (vgl. act. 6/B 4). Daran ändert nichts, 

dass die Buchhaltung von einem Treuhandunternehmen geführt wurde.

bb) Die Gebühr für die Berichts- und Rechnungskontrolle umfasst für eine 

Berichtsperiode von bis zu zwei Jahren bis drei Promille des verwalteten Vermögens 

(Ziff. 51.12 GebT); die Obergrenze liegt bei Fr. 10'000.–. Damit wurde vom 

Verordnungsgeber ein Rahmen festgelegt, innerhalb dem die Gebühr festzulegen ist. 

Das Einfordern der maximalen Gebühr ist demnach nur bei sehr komplexen Fällen 

angemessen. Bei einem durchschnittlichen Prüfungsaufwand ist es sachgerecht, von 

einer durchschnittlichen Gebühr von 1,5 Promille auszugehen. In diesem 

Zusammenhang ist festzustellen, dass die Vorinstanz nicht verpflichtet war, den 

Kontrollaufwand im Sinne einer Stundenabrechnung zu protokollieren. Gemäss 

Verordnung bemisst sich die Gebühr eben gerade nicht nach dem effektiven Aufwand. 

Vielmehr wird sie unter Berücksichtigung des verwalteten Vermögens pauschalisiert 

festgelegt. Damit ist zwangsläufig ein gewisser Schematismus verbunden. Trotzdem 

hat die Gebühr dem Äquivalenzprinzip bzw. einem Drittvergleich standzuhalten. Das 

heisst, die Gebühr muss sich in einem Rahmen bewegen, der einem Vergleich auf dem 

freien Markt standhält. Hingegen hat die verfügende Behörde den Umfang der Gebühr 

– insbesondere wenn sie derart hoch angesetzt wird wie im vorliegenden Fall – 

nachvollziehbar zu begründen. Dies ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches 

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Gehör (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz 

1672 ff.).

cc) Ausgehend von einem eher geringen Prüfungsaufwand für die Dreijahresperiode 

ergibt sich somit ein Gebührenansatz von 1 Promille für die Zweijahresperiode bzw. 1.5 

Promille für die Dreijahresperiode. Diesem ist ein Vermögen von Fr. 1'774'644.33 zu 

Grunde zu legen. Die beiden nutzniessungsbelasteten Vermögenswerte in der 

Gesamthöhe von Fr. 1'524'072.– ( Aktienpakete von Fr. 1'297'569.60 bzw. 

Fr. 226'502.40) sind wie dargelegt nicht zu berücksichtigen. Somit ergibt sich eine 

Gebühr für die Prüfung der Rechnung und des Berichts in der Höhe von Fr. 2'661.95 

(Fr. 1'774'644.33 x 1‰ x 1,5). Bei Anwendung eines für einen qualifizierten 

Revisionsexperten angemessenen Stundenansatzes von Fr. 150.– (vgl. statt vieler: 

Honorarordnung des Vereins zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen, unter 

www.vqf.ch) entspricht diese Gebühr einem Arbeitsaufwand von rund zwei 

Arbeitstagen. Dies erscheint angesichts des Prüfungsumfangs angemessen. Unter 

Berücksichtigung des Ermessenspielraums der Vorinstanz ist die in Rechnung gestellte 

Gebühr daher auf Fr. 3'000.– zu reduzieren. Die Beschwerde ist in diesem Punkt 

deshalb teilweise gutzuheissen.

4.- Der Beschwerdeführer beantragt weiter, die der Beiständin in Ziffer 3 der Verfügung 

vom 9. Juli 2014 auf Fr. 10'000.– festgelegte Entschädigung in der Höhe von 

Fr. 8'000.– (Fr. 10'000.– abzüglich der bereits dem Konto des Beschwerdeführers 

belasteten Kosten für die Buchführung von Fr. 2'000.–) sei auf Fr. 3'000.– zu senken. 

Die Beiständin habe sich damit einverstanden erklärt. Letztere bestätigte dies mit 

Schreiben vom 28. November 2014 zuhanden des Gerichts. Die Vorinstanz hielt in der 

Beschwerdevernehmlassung vom 12. September 2014 dazu fest, es stehe der 

Beiständin frei, einen geringeren Betrag zu beziehen. Dies erfordere keine Änderung 

des Beschlusses vom 9. Juli 2014. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden, da die 

Beiständin in Ziffer 3 der vorinstanzlichen Verfügung ermächtigt wurde, dem Vermögen 

des Beschwerdeführers Fr. 8'000.– zu belasten. Letzterer hat darauf keinen Einfluss. Im 

Ergebnis stimmen die Parteien jedoch darin überein, die Entschädigung auf Fr. 3'000.– 

zu reduzieren, so dass die Beschwerde in diesem Punkt gutzuheissen ist.

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5.- Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist. Die 

Ziffern 3 und 4 der Verfügung der Vorinstanz vom 9. Juli 2014 sind aufzuheben. Die 

Beiständin wird für die persönlichen Bemühungen im Sinne von Art. 404 ZGB mit 

Fr. 3'000.– entschädigt (Ziff. 3). Die Gebühr gemäss Ziffer 4 der vorinstanzlichen 

Verfügung ist auf Fr. 3'000.– festzusetzen.

6.- Nach Art. 11 lit. a EG-KES i.V.m. Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener 

Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen 

werden. Es gilt der Grundsatz der Kostentragung nach Massgabe des Obsiegens und 

Unterliegens. Der Verfahrensausgang entspricht betragsmässig im Wesentlichen einem 

Obsiegen des Beschwerdeführers. Entsprechend sind die amtlichen Kosten von 

Fr. 800.– (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12) der 

Vorinstanz aufzuerlegen. Auf die Erhebung wird nicht verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP). 

Der Kostenvorschuss von Fr. 800.– ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine volle ausseramtliche 

Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP). Der Rechtsvertreter hat eine 

Honorarnote über Fr. 4'000.– zzgl. Fr. 160.– Barauslagen eingereicht. In Verfahren vor 

der Verwaltungsrekurskommission wird das Honorar pauschal festgelegt. Es beträgt 

zwischen Fr. 1'000.– und Fr. 12'000.– (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt: HonO). Im vorliegenden 

Fall erscheint eine Entschädigung von Fr. 2'500.– (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen (vgl. Art. 6, Art. 19, Art. 22 Abs. 1 lit. b, Art. 28 und 

Art. 29 HonO). Kostenpflichtig ist die unterliegende Vorinstanz.

Entscheid:

1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen.

2.  Die in Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung der Vorinstanz vom 9. Juli 2014 

festgelegte

     Entschädigung wird auf Fr. 3'000.– reduziert.

3.  Die in Ziffer 4 der angefochtenen Verfügung vom 9. Juli 2014 festgelegte Gebühr 

wird

bis

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     auf Fr. 3'000.– reduziert.

4.  Die amtlichen Kosten von Fr. 800.– werden der Vorinstanz auferlegt.

     Der Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

5.  Die KESB hat den Beschwerdeführer mit Fr. 2'500.– (inkl. Barauslagen und MWST) 

zu

     entschädigen.

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