# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62d06f68-bb9d-5dfa-b9e5-dc8bdb9a1cfc
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.01.2024 725 2023 301 / 14 (725 23 301 / 14)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-301---14_2024-01-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Januar 2024 (725 23 301 / 14) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung  

 

 

Ein Kausalzusammenhang zwischen den dokumentierten Beschwerden und dem Ze-

ckenbiss ist aufgrund der beweiskräftigen Kreisarztbeurteilungen nicht mit überwiegen-

der Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Erforderliche weitere neurologische und labor-

chemische Untersuchungen scheitern an der Mitwirkungspflicht des Versicherten.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1979 geborene A.____ arbeitete bei der B.____ AG und war in dieser Eigenschaft 
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 16. August 2022 entdeckte 
der Versicherte im Rahmen von Tätigkeiten in Haus und Garten am 22. Juli 2022 eine Zecke 
am Rücken und entfernte diese. Die erstbehandelnden Ärzte diagnostizierten am 2. August 

 

 
 
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2022 einen Status febrilis und Kopfschmerzen sowie einen Status nach Zeckenstich vor 10 Ta-
gen. An der Einstichstelle am Oberschenkel (nicht am Rücken) war keine Rötung sichtbar und 
es wurde ein unauffälliger neurologischer Status erhoben. Am 5. August 2022 suchte der Versi-
cherte die interdisziplinäre Notfallstation des Kantonsspitals C.____ auf. Im entsprechenden 
Austrittsbericht wurde ein Verdacht auf eine Borrelieninfektion diagnostiziert. Laboranalytisch 
zeigten sich ein erhöhtes CRP von 33 mg/1 und erhöhte Neutrophile von 84.1%, bei ansonsten 
blandem Befund. Die Beschwerden wurden als mögliche Borrelieninfektion interpretiert und es 
wurde eine antibiotische Therapie initiiert. Ferner attestierten die Behandler eine volle Arbeits-
unfähigkeit bis zum 12. August 2022. In der Folge klärte die Suva den medizinischen Sachver-
halt ab und legte das Dossier unter anderem ihrem beratenden Arzt Dr. med. D.____, Facharzt 
für Neurologie, vor. Dieser wies im weiteren Verlauf mehrfach darauf hin, dass für eine ab-
schliessende Kausalitätsbeurteilung eine neurologische Abklärung erforderlich sei. Der Versi-
cherte weigerte sich in der Folge wiederholt, zuletzt unter Androhung der Säumnisfolgen (Erlass 
einer Nichteintretensverfügung), sich einer neurologischen Untersuchung zu unterziehen. 
Dr. D.____ kam schliesslich mit Beurteilung vom 21. April 2023 zum Schluss, dass bei fehlen-
den labortechnischen und klinischen Kriterien eine Neuroborreliose oder eine Frühsommer-
Meningoenzephalitis (FSME) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestätigt werden kön-
ne. Gestützt darauf verneinte die Suva mit Verfügung vom 24. Mai 2023 einen Anspruch auf 
Versicherungsleistungen. Daran hielt sie auch auf Einsprache des Versicherten hin mit Ein-
spracheentscheid vom 29. August 2023 unter Hinweis auf einen weiteren Bericht von 
Dr. D.____ vom 27. Juli 2023 fest.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 27. September 2023 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Darin beantragte er, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, den Zeckenbiss 
als Unfall anzuerkennen und die im Zusammenhang mit dem Zeckenbiss entstandenen Kosten 
für die ärztliche Behandlung und den Arbeitsausfall zu übernehmen. Zur Begründung machte er 
im Wesentlichen geltend, dass ein Laborbericht vorliege, der vereinbar sei mit einer akuten In-
fektion einer FSME. Die pauschale Aussage der Beschwerdegegnerin, dass ein Test allein für 
den Nachweis der Erkrankung nicht genüge, sei nicht weiter begründet. Ferner liege ein Labor-
befund vor, der eine aktive Lyme-Borreliose nachweise, womit erwiesen sei, dass er gleichzeitig 
an einer Borreliose und einer FSME erkrankt sei. Passend zu diesen Diagnosen habe er an 
Rückenschmerzen, starken Kopfschmerzen, Fieber, Gleichgewichtsstörungen, Erschöpfung 
und Appetitlosigkeit gelitten. Ferner sei auch eine Wanderröte vorhanden gewesen, was die 
Hausärztin fotografisch festgehalten habe. Die Beschwerdegegnerin habe somit die Kausalität 
zwischen dem Zeckenbiss und den behandelten Beschwerden zu Unrecht verneint. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 6. Oktober 2023 schloss die Beschwerdegegnerin im 
Wesentlichen unter Verweis auf die Erwägungen des Einspracheentscheids auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 

 
 
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1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG), dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung 
mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 
auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Unfallversi-
cherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zu-
ständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versi-
cherte Person zurzeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend hatte der Be-
schwerdeführer im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz im Kanton Basel-
Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzi-
ge gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger gemäss Art. 56. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 
27. September 2023 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat 
der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts ande-
res bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs-
krankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf 
die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person 
infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG 
Anspruch auf ein Taggeld. Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 
Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). 
 
2.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi-
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat 
(BGE 134 V 72 E. 2.3). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts erfüllt ein Zeckenbiss 
sämtliche Merkmale des Unfallbegriffs gemäss Art. 4 ATSG (vgl. BGE 122 V 230 E. 4 und 5). 
Dabei ist nicht entscheidend, ob sich die versicherte Person an einen Zeckenstich erinnern 
kann. Massgeblich ist, ob aufgrund der fachärztlichen Stellungnahmen darauf geschlossen 
werden kann, dass im Zeitpunkt der vorhandenen Versicherungsdeckung überwiegend wahr-
scheinlich von einem Zeckenstich auszugehen ist, der die Gesundheitsschädigung bewirkt hat 
(Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2012, 8C_924/2011, E. 3 mit Hinweis).  
 
3. Zwischen den Parteien ist vorliegend unbestritten, dass der Versicherte am 22. Juli 
2022 einen Zeckenbiss erlitt und dieser den Unfallbegriff erfüllt. Streitig und zu prüfen ist hinge-
gen, ob die geltend gemachten Beschwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum 
Zeckenbiss stehen. 
 

 

 
 
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4.1 Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht nur, wenn die Gesundheitsbe-
schwerden die natürliche und adäquate Folge des Unfallereignisses sind. Ursachen im Sinne 
des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur glei-
chen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und 
einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im 
Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit ei-
nes Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1). Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen 
möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 353 
E. 5b). 
 
4.2 Der erfolgte Kontakt mit dem Borreliose-Erreger kann mit serologischen Untersuchun-
gen belegt werden; indessen genügen diese nicht für den Schluss auf eine daraus entstandene 
Lyme-Borreliose. Deren Diagnose – gleich welchen Stadiums – setzt ein entsprechendes klini-
sches Beschwerdebild und den Ausschluss von Differenzialdiagnosen voraus, wobei je nach 
Krankheitsstadium ein pathologischer laborchemischer Test die Wahrscheinlichkeit der Diagno-
se erhöhen kann. Ebenso hilfreich können bei rückblickender Einschätzung der Verlauf und die 
Ergebnisse einer Therapie sein (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. März 2017, 
8C_831/2016, E. 2.2, vom 7. März 2012, 8C_924/2011, E. 3 und vom 9. Juni 2011, 8C_695/2010, 
E. 5). 
 
4.3 Bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang ursprünglich gegeben ist, ist die versi-
cherte Person beweisbelastet. Die Unfallversicherung trägt dagegen die Beweislast für einen 
behaupteten Wegfall der Kausalität aufgrund des Erreichens des Zustandes, wie er vor dem 
Unfall bestand oder sich ohne diesen ergeben hätte (Status quo sine vel ante). Allerdings tra-
gen die Parteien im Sozialversicherungsprozess in der Regel eine Beweislast nur insofern, als 
im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des im Verwaltungsverfahren wie auch im kan-
tonalen Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Be-
weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 138 V 218 E. 6; Urteil des Bundesgerichts vom 
4. April 2017, 8C_17/2017, E. 2.2 mit Hinweisen).  
 
5.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist das Gericht auf ärztliches Fachwissen 
angewiesen (BGE 132 V 93 E. 4). Es hat die medizinischen Unterlagen sodann nach dem für 
den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 
lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisre-
geln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversi-
cherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

 

 
 
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streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu 
würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizini-
sche These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entschei-
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-
geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Dagegen sind bei Ent-
scheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder 
ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne 
medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzu-
ordnen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
6.1 Zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit erweisen sich im Wesentlichen die 
nachfolgenden Berichte als von Relevanz: 
 
6.2 Wie eingangs dargelegt, wurden im ersten Bericht (Notfallpraxis des Kantonsspitals 
C.____) nach dem erlittenen Unfallereignis vom 2. August 2022 ein Status febrilis und Kopf-
schmerzen sowie ein Status nach Zeckenstich vor 10 Tagen erhoben. An der Einstichstelle am 
rechten Oberschenkel sei keine Rötung sichtbar. Der Patient berichte von seit sieben Tagen 
bestehenden intermittierenden und seit drei Tagen bestehenden dauernden Kopfschmerzen 
(frontal). Er habe deswegen nicht schlafen können. Appetitlosigkeit, Husten oder Halsschmer-
zen konnten nicht ausgemacht werden. Ferner wurde ein unauffälliger neurologischer Status 
erhoben. Der entsprechende Bericht erging zuhanden der vormaligen Hausärztin des Versi-
cherten, Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin. 
 
6.3 Im vorliegenden Fall liegt kein eigentlicher Bericht der behandelnden Hausärztin 
Dr. E.____ vor. Aus ihrem Wiedererwägungsgesuch vom 10. Mai 2023 (vgl. E. 6.13 hiernach) 
geht indessen hervor, dass sie eine Borrelien-Serologie bestimmte. Der entsprechende Labor-
bericht vom 4. August 2022 findet sich denn auch bei den Akten. Diesem Bericht zufolge wurde 

 

 
 
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der Versicherte positiv auf Lyme-Borreliose getestet. In der Beurteilung des Laborberichts wur-
de ausgeführt, dass der Befund, je nach Klinik, für eine aktive (gegen Ende der Serokonversion) 
oder chronisch aktive Infektion spreche.  
 
6.4 Im Austrittsbericht des Kantonsspitals C.____ (Notfallstation) vom 5. August 2022 wur-
de die Verdachtsdiagnose einer Borrelieninfektion gestellt. Der Patient berichte, dass er am 
22. Juli 2022 eine Zecke am rechten proximalen medialen Oberschenkel entfernt habe, die sei-
ner Meinung nach mindestens 2-3 Wochen dort gewesen sei. Es sei keine Rötung im Verlauf 
aufgetaucht. Am selben Tag seien Kopf- und Gliederschmerzen aufgetreten. Die Kopfschmer-
zen seien im weiteren Verlauf immer wieder aufgetreten. Der Patient klage über anhaltende 
Kopfschmerzen und ein schwindelartiges Gefühl im Kopf. Am Vortag habe er kurzfristig Dop-
pelbilder gesehen. Er verneine Nackensteifigkeit, Schüttelfrost, Bauchschmerzen, Stuhlgangs- 
oder Miktionsbeschwerden. Ein Erythema migrans (Wanderröte) sei nicht sichtbar. Der Patient 
sei nicht gegen FSME geimpft. Laboranalytisch zeige sich ein erhöhtes CRP von 33 mg/I und 
erhöhte Neutrophile von 84.1% bei ansonsten blandem Befund. Die Beschwerden seien als 
mögliche Borrelieninfektion zu interpretieren. Es werde daher eine antibiotische Therapie initi-
iert. Bis zum 12. August 2022 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. 
 
6.5 Am 16. August 2022 wurde die Serologie bezüglich der FSME erhoben. Auch dieser 
Test war positiv. In der hierzu ergangenen Beurteilung wurde das Ergebnis als vereinbar be-
zeichnet mit einer akuten FSME-Infektion oder einer kürzlich abgelaufenen Infektion mit persis-
tierenden Antikörper (IgM). Differenzialdiagnostisch sei das Ergebnis vereinbar mit einer kürz-
lich erfolgten Impfung gegen FSME oder einer Kreuzreaktion mit Gelbfieber, Japanischer Enze-
phalitis, dem West-Nil Virus oder Dengue. Bei einem weiterbestehenden klinischen Verdacht 
auf eine FSME werde eine Serumverlaufskontrolle in 7-14 Tagen und eine Abnahme von Se-
rum und Liquor zur Bestimmung einer intrathekalen Antikörpersynthese, einer Schrankenfunkti-
onsstörung sowie der Zellzahl im Liquor empfohlen. Der Befund müsse in einer Zusammen-
schau mit der Anamnese, der Impfanamnese, der klinischen Symptomatik und weiteren Befun-
den beurteilt und interpretiert werden. Im weiteren Verlauf haben jedoch keine ärztlichen Unter-
suchungen oder Laboranalysen mehr stattgefunden. 
 
6.6 Am 26. September 2022 legte die Beschwerdegegnerin das Dossier Dr. med. F.____, 
Facharzt für Arbeitsmedizin und Allgemeinmedizin, vor. In Würdigung der vorliegenden Berichte 
der behandelnden Ärzte stellte dieser fest, dass aus den medizinischen Unterlagen nicht her-
vorgehe, ob Borrelien-Serologien bestimmt worden seien. Er postulierte, dass die entsprechen-
den Laborbefunde nachgefordert bzw. erhoben werden.  
 
6.7 In einem weiteren Bericht vom 12. Oktober 2022 würdigte Dr. F.____ die inzwischen 
erhaltenen Laborwerte betreffend die FSME und erachtete die Vorlage des Dossiers an einen 
Neurologen als erforderlich. Erstaunlich sei, dass die Borrelien-Antikörpertiter nicht zugestellt 
worden seien. Aus diesen Ausführungen kann geschlossen werden, dass der Laborbericht be-
züglich der Ergebnisse der Lyme-Borreliose der Beschwerdegegnerin zu diesem Zeitpunkt noch 
nicht zugestellt worden war. 
 

 

 
 
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6.8 Mit Beurteilung vom 5. November 2022 äusserte sich der Kreisarzt Dr. D.____ zur An-
gelegenheit. Er gelangte im Wesentlichen zum Schluss, dass aus neurologischer Sicht die Kau-
salitätsfrage aufgrund der vorliegenden Informationen nicht möglich sei. Es würden weder ent-
sprechende Laborbefunde zur Bestätigung einer Borreliose/Neuroborreliose vorliegen, noch sei 
es möglich, ausschliesslich aufgrund eines einzigen serologischen Befunds eine FSME zu be-
stätigen. Der Kreisarzt empfahl daher eine Komplettierung der Laborbefunde einschliesslich 
Borrelien-Serologie sowie eine Verlaufsuntersuchung durch die Neurologie des Kantonsspitals 
C.____. 
 
6.9 Mit Schreiben vom 14. November 2022 teilte Dr. E.____ der Beschwerdegegnerin mit, 
dass sie den Versicherten nicht mehr behandle und daher die Überweisung an die Neurologie 
ihrem Nachfolger überlasse. In der Beilage zu diesem Schreiben übermittelte die Behandlerin 
die Laborbefunde.  
 
6.10 In einer weiteren Beurteilung vom 17. Januar 2023 wies Dr. D.____ erneut darauf hin, 
dass eine Beurteilung der Unfallfolgen nicht möglich sei, da entsprechende Laborbefunde zur 
Bestätigung einer Borreliose/Neuroborreliose nicht vorliegen würden. Ferner sei es auch nicht 
möglich, aufgrund eines einzigen serologischen Befunds eine FSME zu bestätigen. Als weitere 
Massnahme empfahl er deshalb, den Versicherten auf seine Mitwirkungspflicht hinzuweisen, 
um die erforderliche neurologische Untersuchung im Kantonsspital C.____ oder alternativ bei 
einem niedergelassenen Neurologen durchführen zu können. Hintergrund des Hinweises auf 
die Mitwirkungspflicht bildete unter anderem der Umstand, dass der Versicherte anlässlich ei-
nes Telefonats mit der Beschwerdegegnerin vom 10. Januar 2023 mitgeteilt hatte, dass er nicht 
(mehr) an einer neurologischen Untersuchung teilnehmen werde, da die Befunde ja vorliegen 
würden. 
 
6.11 Mit Schreiben vom 20. Januar 2023 forderte die Beschwerdegegnerin den Versicherten 
auf, bis zum 15. Februar 2023 mitzuteilen, ob ein Aufgebot zu einer neurologischen Untersu-
chung veranlasst werden könne; dies unter der Androhung, dass andernfalls eine Nichteintre-
tensverfügung erlassen werde. Daraufhin erfolgte ein weiteres Telefonat und es ergingen weite-
re E-Mail-Korrespondenzen, in deren Rahmen die Suva dem Versicherten unter anderem dar-
legte, weshalb weitere Untersuchungen erforderlich seien (vgl. Suva-act. 41 ff.). In der Folge 
wurde die Frist mit E-Mail vom 21. Februar 2023 (Suva-act. 56) zunächst bis zum 27. Februar 
2023 und schliesslich bis zum 3. März 2023 (Suva-act. 64) verlängert. Der Versicherte liess sich 
innerhalb dieser Frist nicht vernehmen.  
 
6.12 In einem weiteren Bericht vom 21. April 2023 führte Dr. D.____ aus, dass das Kan-
tonsspital C.____ am 5. April 2023 in Ergänzung zum Austrittsbericht vom 5. August 2022 mit-
geteilt habe, nach Rücksprache mit dem leitenden Arzt des Notfallzentrums habe es sich ledig-
lich um eine klinische Verdachtsdiagnose gehandelt. Eine definitive Diagnose wäre erst im wei-
teren Verlauf möglich gewesen, wozu aber keine Aussagen gemacht worden seien. Neurolo-
gisch-versicherungsmedizinisch bestünden keine für die Diagnosestellung notwendigen Krite-
rien, um eine Neuroborreliose bei fehlender typischer klinischer Symptomatik (Radikulopathie 
bzw. Fazialisparese) zu bestätigen. Ebenso fehle es an den notwendigen labortechnischen Kri-

 

 
 
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terien, wie einem entzündlichen Liquor (Pleozytose [=krankhafte Vermehrung von Zellen]). Fer-
ner fehle es auch an den Kriterien für eine FSME. Bei einem klinisch nicht bestätigten Verlauf 
mit lediglich Fieber und Kopfschmerzen, ohne jegliche neurologische Begleitsymptomatik (ab-
gestützt auf den Bericht der hausärztlichen Notfallpraxis vom 2. August 2022), könne eine 
FSME nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit diagnostiziert werden. Ein Zeckenbiss mit 
typischer Hauteffloreszenz im Sinne eines Erythema chronicum migrans habe nicht vorgelegen. 
Bei fehlenden und nicht erfüllten labortechnischen und klinischen Kriterien könne eine FSME 
oder Neuroborreliose nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestätigt werden. 
 
6.13 Am 10. Mai 2023 ersuchte die vormalige Behandlerin Dr. E.____ um Wiedererwägung 
der Kostenübernahme, wobei sie bekräftigte, dass sie seit November 2022 nicht mehr die be-
handelnde Ärztin des Versicherten sei. Am 22. August 2022 habe ihr der Infektiologe des Kan-
tonsspitals C.____ jedoch bestätigt, dass die FSME-Serologie zusammen mit der Symptomatik 
des Patienten sehr gut zu einer kürzlich durchgemachten FSME-Infektion passen würde. Die 
Bestimmung der Borrelien-Serologie sei gemäss Infektiologe zusammen mit der fehlenden typi-
schen Klinik für eine Neuroborreliose eher nicht ursächlich für die Beschwerden gewesen. Ent-
sprechend sei die Ablehnung des Entschädigungsanspruchs zu reevaluieren.  
 
6.14 Mit Stellungnahme vom 26. Juli 2023 äusserte sich Dr. D.____ zum Wiedererwä-
gungsgesuch von Dr. E.____. Erstmals erwähnte er in der Zusammenfassung des Gesuchs von 
Dr. E.____ die Borrelien-Serologie, ohne aber näher darauf einzugehen. Vielmehr hielt er fest, 
dass dem Dossier weder ein neurologischer noch ein infektiologischer Befund zu entnehmen 
und eine weitere Abklärung über ein Jahr nach dem Ereignis nach Abheilung nicht mehr zielfüh-
rend sei. Entsprechend werde an der Vorbeurteilung festgehalten. Hierbei bekräftigte er Fol-
gendes: 1. Ein Zeckenbiss mit typischer Hauteffloreszenz im Sinne eines Erythema chronicum 
migrans habe nicht vorgelegen; 2. Bei fehlender typischer klinischer Symptomatik (Radikulopa-
thie bzw. Fazialisparese) und fehlenden notwendigen labortechnischen Kriterien (Pleozytose), 
ohne Nachweis eines entzündlichen Liquors, könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
von einer Neuroborreliose ausgegangen werden; 3. Ebenso mangle es bei Vorliegen von ledig-
lich Fieber und Kopfschmerzen an den notwendigen klinischen Kriterien (neurologische fokale 
oder enzephalitische Begleitsymptomatik) für die Diagnose einer FSME.   
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des vorliegend strittigen me-
dizinischen Sachverhalts auf die vorstehend zitierten Beurteilungen ihres beratenden Arztes 
Dr. D.____ vom 5. November 2022, 17. Januar 2023, 7. März 2023 und 21. April 2023. Demzu-
folge ging sie davon aus, dass die geltend gemachten Beschwerden nicht in einem natürlichen 
Kausalzusammenhang zum Zeckenbiss vom 22. Juli 2022 stehen. 
 
7.2 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Be-
urteilungen von Dr. D.____ erfüllen sämtliche Voraussetzungen, die das Bundesgericht an eine 
beweistaugliche Beurteilungsgrundlage stellt (vgl. E. 5.2 hiervor). Dr. D.____ setzte sich hinrei-
chend mit den wesentlichen medizinischen Unterlagen auseinander und vermittelte insgesamt 
ein vollständiges Bild des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers. Alsdann nahm er eine 
schlüssige Beurteilung der Kausalitätsfrage vor. Unschön ist zwar, dass die positive Borrelien-

 

 
 
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Serologie erst in der Beurteilung vom 26. Juli 2022 ausdrückliche Erwähnung fand, obgleich die 
Ergebnisse der Beschwerdegegnerin bzw. ihrem beratenden Arzt bereits zu einem früheren 
Zeitpunkt vorgelegen haben dürften (vgl. E. 6.9 hiervor). Gleichwohl vermag dies die Kausali-
tätsbeurteilung von Dr. D.____ nicht infrage zu stellen. Entscheidend ist, dass Dr. D.____ seine 
Einschätzung letztlich in Kenntnis der gesamten Aktenlage, mithin auch unter Berücksichtigung 
dieser Befunde, abgab.  
 
7.3.1 Die Beurteilung von Dr. D.____ steht auch im Einklang mit der hierzu ergangenen 
Rechtsprechung des Bundesgerichts. Wie dargelegt (vgl. E. 4.2 hiervor), kann der erfolgte Kon-
takt mit dem Borreliose-Erreger zwar mit serologischen Untersuchungen belegt werden; indes-
sen genügen diese nicht für den Schluss auf eine daraus entstandene Lyme-Borreliose. Der 
Umstand, dass lediglich ein sehr geringer Prozentsatz der Personen mit positiver Borrelien-
Serologie an Neuroborreliose erkranken und die Symptome weitgehend unspezifisch sind, 
spricht dafür, dass für die Diagnose der Neuroborreliose neben dem klinischen Bild qualifizierte 
Laborbefunde gegeben sein müssen und keine anderen Ursachen für die Symptomatik vorhan-
den sein dürfen. Gemäss den von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie verfassten Richt-
linien der deutschen Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesell-
schaften (AWMF) gelte eine Neuroborreliose als wahrscheinlich, wenn neben dem typischen 
klinischen Bild Borrelien-spezifische lmmunoglobulin G (lgG) und/oder lmmunoglobulin M (lgM) 
Antikörper im Serum und ein positiver Liquorbefund mit lymphozytärer Pleozytose, 
Blut/Liquorschrankenstörung und/oder intrathekaler lmmunglobulinsynthese vorhanden sind 
(vgl. Urteil des damaligen Eidgenösischen Versicherungsgericht [EVG; heute: Bundesgericht, 
öffentlich-rechtliche Abteilungen] vom 17. August 2005, U 180/2005, E. 4.1). Auch zu diesen 
Voraussetzungen äusserte sich Dr. D.____ und bekräftigte, dass es vorliegend sowohl an der 
typischen klinischen Symptomatik (Radikulopathie bzw. Fazialisparese) als auch an einem ent-
zündlichen Liquor (Pleozytose) fehle (vgl. E. 6.12 und 6.14 hiervor). 
 
7.3.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers genügt es demnach nicht, dass An-
tikörper im Serum nachgewiesen wurden. Gleichermassen verhält es sich in Bezug auf die 
FSME. In Bezug auf den positiv ausgefallenen FSME-Befund wurde zwar festgehalten, dass 
dieser mit einer akuten oder abgelaufenen Infektion vereinbar sei. Indessen wurde ergänzend 
bemerkt, dass bei einem weiterbestehenden Verdacht auf eine klinische FSME, eine Abnahme 
von Serum und Liquor zur Bestimmung einer Schrankenfunktionsstörung und der Zellzahl im 
Liquor zu erfolgen habe, da der Befund in der Zusammenschau mit der Anamnese, der klini-
schen Symptomatik und weiteren Befunden beurteilt und interpretiert werden müsse (vgl. Suva-
act. 31 und E. 6.5 hiervor). Ferner konnte Dr. D.____ auch in Bezug auf die FSME in klinischer 
Hinsicht keine neurologischen Auffälligkeiten erheben (vgl. E. 6.12 und 6.14 hiervor). Der Kreis-
arzt ordnete deshalb weitere neurologische Untersuchungen an, was der Versicherte jedoch 
auch nach Androhung eines Nichteintretensentscheids ablehnte.  
 
7.3.3 Ferner fehlt es auch an abweichenden medizinischen Beurteilungen, welche geringe 
Zweifel an der Einschätzung von Dr. D.____ zu begründen vermöchten. Entgegen der von 
Dr. E.____ vertretenen Auffassung (vgl. E. 6.13 hiervor) reicht die vorliegende Aktenlage – wie 
dargelegt – nicht aus, um eine FSME bzw. die Frage nach der Kausalität der damals geklagten 

 

 
 
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Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu bestätigen. Hierzu wären weitere Abklä-
rungen erforderlich gewesen. Insofern lässt sich zwar durchaus argumentierten, dass der medi-
zinische Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt wurde. Zu berücksichtigen gilt es nun aber 
diesbezüglich, dass Dr. D.____ bereits in seiner Beurteilung vom 5. November 2022 sowie 
dann erneut am 17. Januar 2023 auf diesen Umstand hinwies. Der Versicherte weigerte sich 
jedoch wiederholt und unter Androhung von Säumnisfolgen, sich entsprechenden Untersu-
chungen zu unterziehen. Ferner liess er auch die mit E-Mail zuletzt bis 3. März 2023 verlänger-
te Frist zur Mitwirkung an einer entsprechenden Untersuchung unbeantwortet verstreichen. Es 
sind sodann keine Gründe ersichtlich noch werden solche seitens des Beschwerdeführers gel-
tend gemacht, wonach ihm entsprechende ärztliche Untersuchungen nicht zumutbar gewesen 
wären. Ungeachtet des Untersuchungsgrundsatzes trägt vor diesem Hintergrund daher der ma-
teriell beweisbelastete Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit (vgl. E. 4.3 hiervor).  
 
7.4 Nach dem Gesagten kann gestützt auf die überzeugenden Beurteilungen von 
Dr. D.____ davon ausgegangen werden, dass aufgrund der vorliegenden klinischen Befunde 
und Laborergebnisse eine Erkrankung an einer FMSE oder einer Lyme-Borreliose und damit 
ein Kausalzusammenhang zwischen den dokumentierten Beschwerden und dem Zeckenbiss 
vom 22. Juli 2022 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Ferner ist 
rechtsgenüglich dargetan, dass für diesen Nachweis weitere positive neurologische und labor-
chemische Untersuchungen erforderlich gewesen wären, die letztlich jedoch an der Mitwirkung 
des Beschwerdeführers scheiterten. Folglich hat er die Konsequenzen seiner Weigerung zu 
tragen. 
 
8. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 29. August 2023 im Ergebnis daher nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen. 
 
9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis

 
ATSG ist das Verfahren bei 

Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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