# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a27049d4-a0fa-5e40-8efe-6a9fc6d18db4
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 12.05.2025 BEK 2024 159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2024-159_2025-05-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 12. Mai 2025
BEK 2024 159 und 160

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Viviane Liebherr,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen 1. A.________,
2. B.________ GmbH,

Privatkläger und Beschwerdeführer,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, 6431 Schwyz,
Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________, 

2. D.________,
Beschuldigter und Beschwerdegegner,

betreffend Einstellung Strafverfahren
(Beschwerden gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 
3. September 2024, SU 2024 5236);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Am 11. März 2024 stellte A.________ als persönlicher Geschädigter 
„wegen Sachentziehung und aller in Frage kommenden Straftatbestände des 
Vorfalls“ an der F.________strasse xx vom November 2021 bis 11. März 2024 
Strafantrag gegen D.________ (U-act. 8.1.002). Er beschuldigt ihn, ein ihm 
ausgeliehenes E-Bike trotz Aufforderung nicht zurückgebracht zu haben (U-
act. 8.1.003 und 8.2.005). Am 24. April 2024 stellte er als Geschäftsführer 
namens der B.________ GmbH wegen „Diebstahl und aller in Frage kom-
menden Straftatbeständen des Vorfalls“ an der G.________strasse yy im No-
vember 2022 einen weiteren Strafantrag gegen den Beschuldigten (U-
act. 8.2.002) aufgrund des Verdachts, dass dieser ihr Mustersteine im Wert 
von ca. Fr. 15’000.00 bis Fr. 20’000.00 entwendet habe (U-act. 8.2.003 f.). Die 
Staatsanwaltschaft stellte das Strafverfahren mit Verfügung 3. September 
2024 in beiden Fällen ein. Der Strafantragsteller erhob gegen diese Verfügung 
in eigenem Namen (BEK 2024 159) und namens seiner Gesellschaft 
(BEK 2024 160) je separat aber inhaltlich deckungsgleich Einspruch bei der 
Staatsanwaltschaft, welche die Eingaben als Beschwerden ans Kantonsge-
richt weiterleitete. Die Staatsanwaltschaft beantragt die kostenpflichtige Ab-
weisung der Beschwerden und verzichtet auf Beschwerdevernehmlassungen. 

2. Nach Art. 396 Abs. 1 StPO ist die Beschwerde schriftlich und begründet 
bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Nach den allgemeinen Grundsätzen 
des Rechtsmittelrechts und Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO muss die schriftliche 
Begründung in der Rechtsmittelschrift selber enthalten sein; Verweise auf an-
dere Rechtsschriften oder die Akten reichen nicht aus. Die Rechts-
mittelbegründung hat regelmässig den Anfechtungsgrund anzugeben, d.h. die 
tatsächlichen und/oder rechtlichen Gründe, die einen anderen Entscheid 
nahelegen (BGer 7B_257/2022 vom 4. Dezember 2023 E. 2.2.2 m.H., 
BGer 6B_182/2020 vom 6. Januar 2021 E. 2.5; BEK 2024 38 vom 11. Juli 

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2024 E. 2 m.H.; Bähler, a.a.O., Art. 385 StPO N 2). Auch ein Laie muss sich 
innert der Rechtsmittelfrist die Mühe nehmen, in der Beschwerde zumindest 
kurz anzugeben, was an Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft sei-
ner Ansicht nach falsch ist. Dies ist auch einer Person ohne juristische Kennt-
nisse zuzumuten (BGer 6B_866/2020 vom 8. November 2021 E. 3.5.3 = SJZ 
4/2022 S. 193 ff.). Sind Tatverdachtsangaben allgemein gehalten respektive 
wenig substanziert und fehlen weitere Beweise, verletzt eine Einstellung den 
Grundsatz von in dubio pro duriore nicht (BGE 143 IV 241). 

a) Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass der Beschuldigte das E-
Bike einem Fahrradhändler zum Service übergeben und dort nicht mehr ab-
geholt habe, womit er sich aber das Fahrrad nicht habe zueignen wollen. Im 
Übrigen sei der Strafantrag vom 12. Februar 2024 (recte: 11. März 2024; 
vgl. U-act. 8.1.002) klar verspätet, nachdem der Strafanzeigeerstatter bereits 
im Mai 2023 erfahren habe, dass das E-Bike beim Fahrradhändler deponiert 
worden sei. Dass keine Aneignung und damit keine Veruntreuung durch den 
Beschuldigten vorliegt, bestreitet der Beschwerdeführer nicht. Zufolge dieser 
fehlenden Auseinandersetzung mit der angefochtenen Verfügung ist auf die 
Beschwerde nicht einzutreten. Es ist zudem aktenkundig, dass der Beschwer-
deführer bereits Ende Mai 2023 in Erfahrung brachte, dass der Beschuldigte 
das E-Bike dem Fahrradhändler übergeben hatte (U-act. 8.1.010). Deshalb 
geht die Staatsanwaltschaft in Bezug auf eine Sachentziehung zutreffend von 
einem verspäteten Strafantrag im Februar 2024 aus. Schon über drei Monate 
vor Strafantrag hatte der Beschwerdeführer hinreichende Kenntnis vom mass-
gebenden Sachverhalt, nämlich davon, dass der Beschuldigte das angeblich 
privat von ihm ausgeliehene und nicht als Dienstfahrzeug überlassene E-Bike 
nicht gewartet zurückgab, sondern beim Händler im Service liess. Er forderte 
denn den Beschuldigten auch schon im Januar/Februar 2023 erfolglos auf, 
das Fahrrad zurückzugeben (U-act. 8.1.005 Nr. 19 f.). Aus diesen Gründen ist 

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die Beschwerde (BEK 2024 159) abzuweisen, soweit darauf überhaupt einzu-
treten ist.

b) Dass zwischen der angeblichen Entwendung der Mustersteine im No-
vember 2022 und der Feststellung des Fehlens von Steinen rund ein Jahr lie-
ge, liess die Staatsanwaltschaft nicht ausschliessen, die Steine könnten auch 
auf andere Weise als durch einen Diebstahl verlustig gegangen sein. Sie hielt 
eine Verurteilung als unwahrscheinlich, zumal der Beschuldigte eine Entwen-
dung nicht unglaubhaft bestritten habe und weitere Beweise fehlten. Diese 
Schlussfolgerung ist umso weniger zu beanstanden, als die von der Be-
schwerdeführerin als Zeugin für ihre Sachdarstellung angebotene Lebens-
partnerin ihres Geschäftsführers für die Strafverfolgungsbehörden nicht er-
reichbar war (vgl. U-act. 8.2.001 S. 3 unten). Wenn die Zeugin das angebliche 
Verladen einer grossen Anzahl von Steinen schon im November 2022 beob-
achtet haben soll, ist nicht nachvollziehbar, dass das Fehlen von Steinen erst 
bei der Inventur im Dezember 2023 bemerkt worden sein soll. Es ist denn 
auch zugegebenermassen ungeklärt, ob es sich dabei um die gleichen Steine 
handelte (U-act. 8.2.004 Nr. 29). Angesichts der schwer nachvollziehbaren 
Behauptungen der Beschwerdeführerin und fehlender weiterer Beweise er-
wartet die Staatsanwaltschaft zu Recht keine Verurteilung des Beschuldigten 
(dazu BGE 143 IV 241 E. 2.2.2). Aus diesen Gründen ist auch die Beschwer-
de der Gesellschaft (BEK 2024 160) abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
ist.

3. Zusammenfassend sind die Beschwerden abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten ist. Ausgangsgemäss werden die Kosten der vereinigten Be-
schwerdeverfahren gegen denselben Beschuldigten den Beschwerdeführern 
auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO);-

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beschlossen:

1. Die Beschwerden werden, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen.

2. Die Kosten der Beschwerdeverfahren von je Fr. 1’500.00 werden den 
Beschwerdeführern auferlegt und aus den Sicherheitsleistungen ge-
deckt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an den Beschwerdeführer 1 (2/R für sich und die Beschwer-
deführerin 2), die Staatsanwaltschaft (je 1/A an die 2. Abteilung und an 
die Amtsleitung/zentraler Dienst) und nach definitiver Erledigung an die 
2. Abteilung der Staatsanwaltschaft (1/R mit den Akten) und die Kan-
tonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv).

Namens der Beschwerdekammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 14. Mai 2025  amu