# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3423177-e206-5ca8-82d1-9398aafc8722
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2008 D-7178/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7178-2008_2008-11-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7178/2008/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. November 2008 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7178/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  –  ein  nigerianischer  Staatsangehöriger 
aus  B._______ –  eigenen Angaben zufolge sein  Heimatland im Ap-
ril 2008  ohne  Reisepapiere  auf  dem  Seeweg  verliess  und  mit  dem 
Auto nach C._______ gebracht wurde, wo er am 5. Mai 2008 um Asyl 
nachsuchte,

dass er keine Ausweispapiere vorlegte, worauf er mit einem Informa-
tionsblatt  zur  Abgabe  von  Identitätsdokumenten  innerhalb  von  48 
Stunden aufgefordert wurde,

dass er am 23. Mai 2008 summarisch befragt und am 4. Juni 2008 im 
Rahmen einer Direktanhörung zu seinen Fluchtgründen angehört wur-
de,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, er sei homosexuell und habe seit dem 
Jahre 2005 in B._______ bei seinem Meister gewohnt,

dass  er  im  Dezember  2007  zuerst  seine  Mutter  im  Heimatdorf 
D._______ und anschliessend seine drei  homosexuellen Freunde im 
Nachbardorf E._______ besucht habe,

dass er das Bedürfnis verspürt habe, mit einem Knaben sexuelle Kon-
takte zu haben, weshalb die drei Freunde einen zwölfjährigen Buben 
entführt hätten,

dass  der  Beschwerdeführer  den  Knaben  sexuell  missbraucht  habe, 
dieser jedoch zu schreien und stark aus dem After zu bluten begonnen 
habe,

dass der Beschwerdeführer deshalb geflohen sei, die drei Freunde je-
doch von der Polizei festgenommen worden seien,

dass der Knabe, der angeblich der Neffe des Dorfchefs gewesen sei, 
später im Spital verstorben sei,

dass  die  Jungen  von  E._______  den  Beschwerdeführer  erfolglos  in 
D._______ gesucht und das Haus seiner Mutter in Brand gesteckt hät-
ten,

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dass der  Beschwerdeführer  nach  B._______ zu seinem Meister  ge-
gangen sei, die Jungen den Beschwerdeführer jedoch dort aufgesucht 
und ihn zum Polizeikommissariat gebracht hätten,

dass die Jungen auch das Haus des Meisters niedergebrannt hätten,

dass der Beschwerdeführer auf dem Polizeikommissariat über die Ge-
schehnisse befragt und anschliessend für zwei Monate inhaftiert wor-
den sei,

dass er  vor einen Mann gebracht  worden sei,  der eine Perücke und 
eine schwarze Robe getragen habe,

dass dieser Mann den Beschwerdeführer aufgrund seiner Homosexua-
lität und der begangenen Tötung zum Tode durch den Strang verurteilt 
habe,

dass es ihm mit  Hilfe einer Person des Sicherheitsdienstes des Ge-
fängnisses gelungen sei zu fliehen,

dass das BFM mit  Verfügung vom 3. November  2008 – eröffnet  am 
5. November 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  des  Nichteintretens  auf  das 
Asylgesuch  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe 
innert  48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und seien zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses in  seinem Fall  aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuhe-
ben, das Asylgesuch sei gutzuheissen; eventuell sei die Wegweisungs-
verfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

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dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) ersuchte,

dass für den Inhalt der Beschwerdebegründung auf die Akten zu ver-
weisen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen einzutreten 
ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48  Stunden  nach  Einreichung  des  Asylgesuchs  sachverhaltsmässig 
erstellt ist,

dass es nämlich der Beschwerdeführer unterliess, im Moment der Ein-
reichung  seines  Asylgesuchs  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
C._______ beziehungsweise in den 48 Stunden nach der diesbezügli-
chen  Aufklärung  mittels  eines  Informationsblattes  ein  Dokument  zu 
seiner zweifelsfreien Identifizierung (vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 
ff.) abzugeben,

dass somit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere erfüllt ist,

dass  der  Beschwerdeführer  sodann  keine  entschuldbaren  Gründe 
(vgl. hierzu BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa 
S. 109 f.) für die Nichtabgabe eines rechtsgenüglichen Identitätsdoku-
ments innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylge-
suchs namhaft zu machen vermag,

dass er sich in seiner Beschwerde vom 12. November 2008 in keiner 
Weise  mit  den  diesbezüglichen  vorinstanzlichen  Erwägungen  aus-
einandersetzt,

dass  daher  vollumfänglich  auf  die  zutreffenden Ausführungen in  der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass in Würdigung aller Umstände das BFM somit in der angefochte-
nen Verfügung zu Recht zum Schluss gekommen ist, es sei dem Be-
schwerdeführer nicht gelungen, den Umstand, wonach die Nichteinrei-
chung von rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapieren auf ent-

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schuldbaren Gründen basiere, glaubhaft zu machen (vgl. Art. 32 Abs. 3 
Bst. a AsylG),

dass nach dem Gesagten zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht vom 
offensichtlichen Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft sowie davon 
ausgegangen ist, es seien aufgrund der Anhörung keine zusätzlichen 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungshindernisses nötig (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass  bereits  aufgrund  der  unrealistischen  Angaben  bezüglich  des 
Reiseweges in die Schweiz an der persönlichen Glaubwürdigkeit des 
Beschwerdeführers Zweifel anzubringen sind, 

dass sodann die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe in 
ihrer Gesamtheit  von einem Mangel an Substanz und Realitätskenn-
zeichen geprägt sind sowie zahlreiche Ungereimtheiten enthalten, 

dass der Beschwerdeführer beispielsweise erklärte, er sei sofort nach 
der Festnahme auf dem Polizeikommissariat (A4 S. 4) befragt worden 
beziehungsweise dies sei erst eine Woche später geschehen, weil er 
zwischenzeitlich im Spital behandelt worden sei (A8 S. 12),

dass auch der angebliche sexuelle Missbrauch widersprüchlich darge-
legt wurde, der Beschwerdeführer nämlich zuerst zu Protokoll gab, er 
habe den Jungen alleine vergewaltigt (A8 S. 9) später jedoch erklärte, 
alle vier Freunde hätten die sexuelle Handlung durchgeführt (A4 S.4),

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  das  Datum  der  Vergewaltigung 
während  den  Befragungen  nicht  identisch  wiedergeben  konnte  (A8 
S. 8),

dass  ausserdem  der  Beschwerdeführer  seinen  Fluchtgehilfen  unter-
schiedlich  darstellte,  einmal  soll  ihm eine Frau beziehungsweise ein 
Mann des Sicherheitsdienstes geholfen haben (A4 S. 4), ein andermal 
soll es ein Mann oder Junge gewesen sein (A8 S. 6),

dass demnach die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe 
in ihrer Gesamtheit unglaubhaft sind,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmittelschrift  einzig 
darauf  beschränkt,  den tatbeständlichen Sachverhalt  zu wiederholen 
und sein Bedauern über das Geschehene kundzutun,

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dass mangels substanzieller  Einwände die zutreffenden Erwägungen 
der Vorinstanz offensichtlich nicht entkräftet werden,

dass vor diesem Hintergrund der festgestellten Haltlosigkeit der Asyl-
vorbringen  des  Beschwerdeführers  das  Bestehen  der  Flüchtlings-
eigenschaft ohne weiteres ausgeschlossen werden kann und sich zu-
sätzliche Abklärungen, auch in Bezug auf allfällige Wegweisungsvoll-
zugshindernisse, erübrigen,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise 
Herkunftsstaat  des  Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf 
eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer jung sowie gesund ist und über ein familiä-
res Beziehungsnetz in seinem Heimatland verfügt (Mutter  und ältere 
Schwester; vgl. A4 S. 2 und 4),

dass der Beschwerdeführer während fünf Jahren die Schule besucht 
(A4 S. 2)  und gelernt  hat,  Getreide anzubauen (A4 S. 2)  respektive 
Handel zu treiben (A8 S.4),

dass  unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
der  Beschwerdeführer  gerate  bei  einer  Rückkehr  in  eine  Existenz 
bedrohende Situation,  die  als  konkrete Gefährdung im Sinne der zu 
beachtenden Bestimmung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht-
serheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  oder 
unangemessen  ist  (Art.  106 AsylG),  weshalb  die  Beschwerde abzu-
weisen ist, 

dass die  Begehren gestützt  auf  die  obenstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu bezeichnen sind und daher das Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr.  600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: Einzahlungsschein, 
vorinstanzliche Verfügung vom 3. November 2008 im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Milva Franceschi

Versand:

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