# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5efb2691-825c-5cd9-94ae-7b2d7af41d4c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2008 D-6180/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6180-2008_2008-10-06.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6180/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi, 
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 12. September 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6180/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer,  eigenen Angaben zufolge ein  nigeriani-
scher Staatsangehöriger der Volksgruppe Igbo aus Z._______ (Enugu 
State), am 6. April 2008 um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 28. April 2008 im Transitzentrum Altstätten die Per-
sonalien des Beschwerdeführers erhob und ihn summarisch zum Rei-
seweg sowie zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes be-
fragte und ihn am 21. August 2008 einlässlich zu den Asylgründen an-
hörte,

dass das BFM mit Verfügung vom 12. September 2008 in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, 
die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordne-
te,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  26. September 2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben 
und zur materiellen Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 
auf sein Asylgesuch sei einzutreten und es sei ihm eine Nachfrist zur 
Einreichung der Beschwerde zu gewähren,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, ihm sei die unent-
geltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 
20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021) zu gewähren, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüfte, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich vol-
le Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Eingabe  vom  26. Septem-
ber 2008 erklärt, es handle sich um eine Standardbeschwerde, die ihm 
zugestellt  worden  sei,  als  er  versucht  habe,  einen  Termin  für  eine 
Rechtsberatung zu erhalten, ihm dieser aber nicht vor Ablauf der Be-
schwerdefrist habe gewährt werden können, weshalb er um Ansetzung 
einer Nachfrist ersuche,

dass er keine juristischen Kenntnisse habe und auch aus sprachlichen 
Gründen die angefochtene Verfügung nicht verstehe und deshalb sein 
Beschwerderecht ohne fremde Hilfe nicht wahrnehmen könne,

dass  ihm  lediglich  mitgeteilt  worden  sei,  dass  auf  sein  Asylgesuch 
nicht  eingetreten worden sei,  weil  er  keine Reisepapiere abgegeben 
habe, und er gegen den Entscheid innerhalb von fünf Arbeitstagen Be-
schwerde führen könne, was er hiermit tue,

dass  dem  Beschwerdeführer  die  von  anonymer  Hand  verfasste  Be-
schwerde, welche die gesetzlichen Formerfordernisse erfüllt, von drit-
ter Seite zugestellt wurde, und er diese innert Frist einreichte,

dass er mithin insoweit Hilfe Dritter in Anspruch nehmen konnte und 
trotz der geltend gemachten Schwierigkeiten in der Lage war, seine In-
teressen im Asylverfahren hinreichend zu wahren,

dass der Beschwerdeführer behauptet, es habe kein Termin bei einer 
Rechtsberatungsstelle  innerhalb  der  Beschwerdefrist  zur  Verfügung 
gestanden,

dass  er  allerdings  nicht  darlegt,  bei  welcher  Beratungsstelle  und zu 
welchem  nächstmöglichen  Termin  er  sich  dort  hätte  beraten  lassen 
können bzw. beraten lassen kann, 

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dass mithin nicht feststeht, ob überhaupt und gegebenenfalls wann der 
Beschwerdeführer zwecks Wahrung seiner Interessen demnächst die 
Dienste einer Rechtsberatungsstelle in Anspruch nehmen wird,

dass  unter  diesen  Umständen  von  vornherein  kein  Anlass  besteht, 
eine Nachfrist  zur  Einreichung einer Beschwerdeergänzung anzuset-
zen,  zumal  die  vorliegende  Beschwerdeeingabe  den  Anforderungen 
von Art. 52 Abs. 1 VwVG genügt und die Beschwerdesache weder be-
sonders umfangreich noch komplex im Sinne von Art. 53 VwVG ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht  innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im EVZ Vallorbe bzw. in den 48 Stunden nach der 
diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein 
Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- 
oder  Identitätspapieren  erklärte,  er  habe  weder  je  einen  Pass,  eine 
Identitätskarte noch andere Papiere - auch keinen Geburts- oder Tauf-
schein - gehabt (vgl. act. B1/9, S. 3),

dass  seine  Reise  aus  Lagos  von  einem  Mann  namens  B._______ 
organisiert  worden  sei,  der  am  Hafen  in  Lagos  mit  einem  Weissen 
gesprochen habe, welchem er dann ohne eigene Dokumente auf das 
Schiff gefolgt sei (vgl. act. A11/17, S. 13),

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dass  das  BFM  das  Vorliegen  von  entschuldbaren  Gründen  für  das 
Nichtabgeben  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  verneinte,  mit  der 
Begründung, es sei  nicht ersichtlich, warum er sich nicht an die ihm 
nahe stehenden Personen wenden könne, beispielsweise an den Re-
verend  Father  oder  B._______,  die  ihn  bereits  bei  der  Ausreise 
tatkräftig unterstützt hätten, 

dass ihm ferner nicht geglaubt werden könne, dass er ohne jegliche 
Reisepapiere und nur in Begleitung einer Person nach Europa gelangt 
sei,

dass seine Antworten stereotypen Vorbringen der Asylsuchenden ent-
sprächen, die nicht bereit seien, ihre Identität mit Ausweispapieren zu 
belegen,  und auch das Bundesverwaltungsgericht  derartige Behaup-
tungen als zu realitätsfremd erachte, um geglaubt werden zu können,

dass auch die Angabe wenig glaubhaft sei, wonach der Beschwerde-
führer nichts für die Reise habe bezahlen müssen bzw. dass dies wo-
möglich B._______ getan habe, 

dass es nämlich eine Tatsache sei, dass für die Schlepper die illegalen 
Auswanderer aus Afrika ein extrem ertragreiches Geschäft  seien; so 
müsse für den Transport nach Europa zwischen 1000 und 3000 Dollar 
pro Person bezahlt werden und da es bei diesem Handel grundsätzlich 
um sehr viel Geld gehe, die entsprechende Aussage des Beschwerde-
führers nicht überzeugend sei,

dass aufgrund der wenig plausiblen oder unglaubhaften Ausführungen 
des  Beschwerdeführers  davon  ausgegangen  werde,  dass  er  für  die 
Reise in die Schweiz echte Reisepapiere verwendet habe, welche er 
den schweizerischen Behörden nicht ausgehändigt habe, weshalb kei-
ne entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es dem Beschwerde-
führer verunmöglichen würden, Reise- oder Identitätspapiere einzurei-
chen,

dass eine interkontinentale Schiffsreise von Nigeria nach Europa ohne 
Reisepapiere aufgrund der strengen Kontrollen der Hafenbehörden tat-
sächlich realitätsfremd erscheint,

dass zudem die Schilderung des Reisewegs äusserst unsubstanziiert 
ausgefallen  ist  und  der  Beschwerdeführer  auch  nicht  weiss,  ob  das 
Schiff von Zeit zu Zeit irgendwo angelegt hat (vgl. act. A11/17, S. 13),

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dass im Übrigen auch die Darstellung des Beschwerdeführers, in La-
gos ein grosses Schiff bestiegen zu haben, ohne zu wissen, wohin die-
ses fährt (vgl. act. A11/17, S. 13), nicht plausibel erscheint,

dass dies den Schluss zulässt,  die Behauptung des Beschwerdefüh-
rers, keine Identitätspapiere zu besitzen, entspreche nicht der Wahr-
heit,

dass deshalb anzunehmen ist, der Beschwerdeführer sei nicht willens, 
Identitätspapiere  einzureichen,  und  enthalte  die  durchaus  vorhande-
nen Papiere bewusst vor, um eine allfällige Wegweisung zu erschwe-
ren,

dass  das  BFM  demnach  zu  Recht  davon  ausgegangen  ist,  für  das 
Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der Frist 
von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs würden keine ent-
schuldbaren Gründe vorliegen,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuchs im We-
sentlichen geltend  machte,  dass  sein  Vater  von den  Dorfbewohnern 
umgebracht worden sei, weil er die Verantwortung für den Schrein Odo 
nicht habe übernehmen wollen und diese das Haus in Brand gesteckt 
und seine Mutter und Schwester gefangen genommen hätten; er sel-
ber habe zum Reverend Father flüchten können,

dass die Dorfbewohner ihn hätten zwingen wollen, Hüter des Schreins 
zu werden, was er jedoch ablehne, weshalb er Nigeria verlassen habe,

dass für die weiteren Einzelheiten betreffend den zur Begründung des 
Asylgesuchs  geltend  gemachten  Sachverhalt  auf  die  Protokolle  der 
Befragung  vom  28. April  2008,  der  Anhörung  vom  21. August 2008 
und auf die Verfügung vom 12. September 2008 zu verweisen ist,

dass das  BFM in der  angefochtenen Verfügung mit  zutreffender  Be-
gründung dargelegt hat, weshalb die Ausführungen des Beschwerde-
führers  einerseits  der  Asylrelevanz  entbehren  und  andererseits  un-
glaubhaft sind,

dass diesbezüglich auf  die Erwägungen in  der angefochtenen Verfü-
gung zu verweisen ist,

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dass ergänzend zu den Erwägungen des BFM festzuhalten ist,  dass 
es den Odo-Kult im Enugu-State gibt und gemäss nigerianischen Zei-
tungsberichten diesem Schrein tatsächlich Leute geopfert  und Chris-
ten gezwungen worden seien, dem Schrein zu dienen verbunden mit 
der Drohung, sie andernfalls umzubringen, 

dass derartige Vorfälle aber auch bei der Polizei gemeldet worden sei-
en und diese entsprechende Ermittlungen eingeleitet habe, 

dass unter diesen Umständen, wie schon vom BFM festgehalten, der 
nigerianische  Staat  grundsätzlich  in  der  Lage und  Willens  ist,  seine 
Schutzpflichten bei Übergriffen durch private Drittpersonen zu erfüllen, 
indem die lokalen Polizeiorgane solche Meldungen entgegen nehmen 
und die üblichen Untersuchungshandlungen in die Wege leiten, 

dass schliesslich den vom BFM geäusserten Zweifeln an der Glaub-
haftigkeit  der  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  hinzuzufügen  ist, 
dass dieser anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen beteuerte, er 
werde in Nigeria immer noch gesucht, indessen nicht ersichtlich wird, 
wie  der  Beschwerdeführer  über  diese  Gewissheit  verfügen  konnte, 
nachdem er  gleichzeitig  erklärte,  er  habe  seit  seiner  Ankunft  in  der 
Schweiz keinen Kontakt mehr zu Menschen in seiner Heimat gehabt 
(vgl. act. A11/17, S. 13),

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der  Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers offensichtlich ausgeschlossen werden kann und auch 
zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG nicht 
notwendig sind, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die im Heimat- oder Her-
kunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass der Beschwerdeführer jung und den Akten zufolge gesund ist, in 
Nigeria ein familiäres Beziehungsnetz besitzt  (vgl. act. A11/17, S. 4), 
über eine 6-jährige Schulausbildung verfügt (vgl. act. A1/9, S. 2) und 

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gelegentlich auf Baustellen als Tagelöhner gearbeitet hat, weshalb es 
ihm möglich sein sollte, sich im Falle der Rückkehr eine wirtschaftliche 
Existenzgrundlage aufzubauen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  auch  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass somit keine Wegweisungshindernisse vorliegen und auch zusätz-
liche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG offensicht-
lich nicht notwendig sind, weshalb die Anordnung der vorläufigen Auf-
nahme nicht in Betracht fällt und der Vollzug der Wegweisung zu be-
stätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und der unentgeltlichen Rechtsver-
beiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG zufolge Aussichtslosig-
keit der Beschwerde abzuweisen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und der 
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (eingeschrieben;  Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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