# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5d3e686-5de6-55c0-b72b-29a981dab69c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2025 F-7883/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7883-2025_2025-10-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7883/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 2 5    

Besetzung 
 Einzelrichter Basil Cupa, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner;   

Gerichtsschreiberin Andrea Beeler. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

c/o BAZ (…),  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 8. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

F-7883/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 27. August 2025 in der Schweiz um 

Asyl nach. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank 

(Eurodac) ergab, dass der Beschwerdeführer am 25. August 2025 in Kro-

atien aufgegriffen worden war und dort ein Asylgesuch gestellt hatte. 

A.b Am 3. September 2025 ersuchte die Vorinstanz die kroatischen Behör-

den um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 

Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfol-

gend: Dublin-III-VO). 

A.c Am 11. September 2025 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerde-

führer im Rahmen des Dublin-Gesprächs das rechtliche Gehör, unter an-

derem zur Zuständigkeit Kroatiens für die Durchführung des Asyl- und 

Wegweisungsverfahrens, zum beabsichtigten Nichteintretensentscheid, 

zur potenziellen Überstellung nach Kroatien sowie zu seinem Gesundheits-

zustand.  

A.d Die kroatischen Behörden hiessen das Wiederaufnahmeersuchen der 

Vorinstanz am 12. September 2025 gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-

VO gut. 

A.e Mit Verfügung vom 8. Oktober 2025 – gleichentags eröffnet – trat die 

Vorinstanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und ordnete seine Über-

stellung nach Kroatien an. 

B.  

B.a Mit Eingabe vom 14. Oktober 2025 (Datum Poststempel) erhob der 

Beschwerdeführer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und be-

antragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und sein Asylge-

such in der Schweiz zu prüfen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte 

er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung einschliesslich des Verzichts auf Erhebung ei-

nes Kostenvorschusses sowie um Einsetzung eines amtlichen Rechtsbei-

standes. 

F-7883/2025 

Seite 3 

B.b Am 15. Oktober 2025 setzte der Instruktionsrichter den Vollzug der 

Überstellung gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aus.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG (SR 142.31) nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 

Art. 6 AsylG). 

1.2 Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übri-

gen Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist 

[Art. 108 Abs. 3 AsylG] und Form [Art. 52 Abs. 1 VwVG]) sind erfüllt, sodass 

auf die Beschwerde einzutreten ist.  

2.  

2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer 

zweiten Richterin beziehungsweise eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.  

3.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gestützt auf Art. 20 Abs. 5 

Dublin-III-VO grundsätzlich Kroatien für die Behandlung des Asylgesuchs 

des Beschwerdeführers zuständig ist, und das kroatische Asylsystem 

rechtsprechungsgemäss keinen systemischen Mängeln aufweist (vgl. Re-

ferenzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 9.5; zuletzt Ur-

teile des BVGer F-7457/2025 vom 7. Oktober 2025 E. 4.1; F-6866/2025 

vom 30. September 2025 E. 4.2; F-7214/2025 vom 24. September 2025 

E. 2.1), aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO auf die Schweiz überginge. Sodann sind vorliegend keine völkerrecht-

lichen Vollzugshindernisse ersichtlich, welche die Schweiz zu einem 

Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asyl-

verordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) verpflichten 

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würden. Dabei hat die Vorinstanz insbesondere die gesundheitlichen Prob-

leme des Beschwerdeführers (Schmerzen am Schlüsselbein und Bein, 

Schlafstörungen sowie psychische Probleme) berücksichtigt und recht-

sprechungskonform gewürdigt. Schliesslich hat die Vorinstanz in rechtsfeh-

lerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a 

Abs. 3 AsylV 1 zukommenden Ermessens von einem Selbsteintritt der 

Schweiz abgesehen. Sie ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-

getreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG seine Wegweisung nach 

Kroatien angeordnet. Zur näheren Begründung ist auf die korrekten vorin-

stanzlichen Erwägungen zu verweisen.  

3.2 Verbleibt anzumerken, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers auf 

Rechtsmittelebene an der Richtigkeit der angefochtenen Verfügung nichts 

zu ändern vermögen. Es ist daran zu erinnern, dass weder die Dublin-III-

VO noch andere völkerrechtliche Bestimmungen den Gesuchstellenden 

ein Recht einräumen, den für die Durchführung des Asylverfahrens zustän-

digen Staat selber frei zu wählen (BVGE 2010/45 E. 8.3). Es fällt auf, dass 

sich der Beschwerdeführer mit Beschwerdeeingabe vom 14. Oktober 2025 

erstmals als Opfer von illegalen Pushbacks bezeichnet. Aus dem Protokoll 

des Dublin-Gespräches vom 11. September 2025 geht hingegen nicht her-

vor, dass er von der kroatischen Polizei an der Landesgrenze abgewiesen 

oder gegen seinen Willen dahin zurückgeschafft worden sein soll. Im Re-

ferenzurteil E-1488/2020 hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, 

dass der Zugang zum Asylverfahren in Kroatien gewährleistet ist, und dass 

darüber hinaus keine beachtliche Wahrscheinlichkeit einer Verletzung der 

aus dem Refoulement-Verbot fliessenden Rechte besteht (vgl. Referenz-

urteil E-1488/2020 E. 9). Im Weiteren ist in Bezug auf die Vorbringen be-

treffend schlechte Bedingungen in Kroatien (Gewaltanwendung durch die 

kroatischen Behörden, prekäre Haftbedingungen sowie fehlende medizini-

sche Versorgung) anzumerken, dass Kroatien Signatarstaat der EMRK 

und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) ist und die entsprechenden völkerrechtlichen Ver-

pflichtungen zu beachten hat. Auch angesichts der anerkanntermassen 

schwierigen Bedingungen für Asylsuchende in Kroatien lassen die Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers nicht den Schluss zu, er hätte bei einer Über-

stellung nach Kroatien mit hoher Wahrscheinlichkeit eine unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK zu gewärtigen. 

Sollte er nach seiner Rückkehr von Behördenvertretern rechtswidrig be-

handelt werden, hat er sich an das kroatische Justizwesen oder die 

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Seite 5 

dortigen Aufsichtsbehörden zu wenden. Dies gilt auch bei einer allfälligen 

Einschränkung der ihm zustehenden Aufnahmebedingungen (vgl. Art. 26 

der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/33/EU 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Per-

sonen, die internationalen Schutz beantragen [Aufnahmerichtlinie]). Hin-

sichtlich des Gesundheitszustandes hat die Vorinstanz unter Bezugnahme 

auf die Schilderungen des Beschwerdeführers im Rahmen des Dublin-Ge-

sprächs und auf die ihr zum Entscheidzeitpunkt vorliegenden Akten seine 

individuelle Situation abgeklärt und angemessen berücksichtigt. Sie durfte 

bei dieser Ausgangslage ohne Weiteres davon ausgehen, dass allfällige 

gesundheitliche Beschwerden nicht derart gravierend seien, dass sie sich 

entscheidend auf die völkerrechtliche Zulässigkeit oder Angemessenheit 

der verfügten Überstellung nach Kroatien auszuwirken vermöchten (vgl. 

E. 3.1). Der Beschwerdeführer vermag seinerseits nicht aufzuzeigen, dass 

dies der Fall wäre, zumal er es unterlässt, konkrete Ausführungen zu den 

behaupteten Beschwerden zu machen oder aussagekräftige Unterlagen 

einzureichen. Insofern er im vorliegenden Verfahren eine «Terminbestäti-

gung» von «Psy4Asyl» für den 24. Oktober 2025 eingereicht hat, ist nicht 

einmal ersichtlich, dass diese auf seinen Namen lautet, geschweige denn, 

dass dort ein rücküberstellungsrelevantes medizinisches Leiden behandelt 

würde.  

4.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden 

(Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen.  

5.  

5.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Beschwerdeverfahren abgeschlos-

sen, weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

respektive das Gesuch um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschus-

ses als gegenstandslos erweisen und der angeordnete Vollzugsstopp mit 

heutigem Urteil dahinfällt.  

5.2 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung be-

ziehungsweise um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes sind ab-

zuweisen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen 

ergibt – von vornherein als aussichtslos zu bezeichnen waren. Die Verfah-

renskosten sind dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1 ff. 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

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Seite 6 

6.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie 

um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Basil Cupa Andrea Beeler 

 

 

 

Versand: