# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8927f79a-77c0-568a-8b43-d1ea1c4910f1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 06.11.2025 ZR1 2024 204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-204_2025-11-06.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 6. November 2025
mitgeteilt am 11. November 2025

Referenz ZR1 24 204 / ZR1 24 205

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Bäder Federspiel, Vorsitz
Schmid Christoffel und Michael Dürst
Casutt, Aktuarin

Parteien A._____, 
Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter
Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau

sowie

B._____
Berufungskläger und Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, Postfach 250, 7001 

Gegenstand Eheschutz

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Imboden, Einzelrichterin, vom 1. 
Oktober 2024, mitgeteilt am 24. Oktober 2024 (Proz. Nr. 135-
2024-229)

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Sachverhalt

A. A._____ (nachfolgend: Ehefrau), geb. am _____, und B._____ (nachfolgend: 
Ehemann), geb. am _____, sind seit dem _____ verheiratet und haben drei 
gemeinsame Kinder, C._____, geb. am _____, D._____, geb. am _____ und 
E._____, geb. am _____. Die Eheleute trennten sich am 1. Mai 2024.

B. Am 14. August 2024 ersuchte die Ehefrau das Regionalgericht Imboden um 
Erlass von Eheschutzmassnahmen in Bezug auf die Obhut über die Kinder sowie 
deren Unterhalt (Proz.-Nr. 135-2024-229). Ferner stellte sie am 29. August 2024 ein 
Gesuch um Erlass eines Kontakt- und Annäherungsverbots gegenüber dem 
Ehemann, wobei sie mit Eingabe vom 9. September 2024 darum ersuchte, das 
Rayonverbot superprovisorisch anzuordnen und jegliches Besuchs- und 
Ferienrecht des Ehemannes bis zur Eheschutzverhandlung auszusetzen. Der 
Ehemann beantragte mit Stellungnahme vom 11. September 2024 sinngemäss die 
Abweisung der Gesuche und die alleinige Obhutszuteilung über die drei Kinder an 
ihn. Mit superprovisorischem Entscheid vom 12. September 2024, gleichentags 
mitgeteilt, wies die Einzelrichterin in Zivilsachen das Gesuch der Ehefrau um Erlass 
superprovisorischer Massnahmen gegenüber dem Ehemann ab und ordnete als 
dringliche Kindesschutzmassnahme für die Kinder C._____, D._____ und E._____ 
vorsorglich eine Erziehungs- und Besuchsrechtsbeistandschaft an. Am 25. 
September 2024 reichte die Ehefrau eine weitere Stellungnahme ein. Die 
Eheschutzverhandlung vor dem Regionalgericht Imboden fand am 1. Oktober 2024 
statt.

C. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2024, schriftlich begründet mitgeteilt am 
24. Oktober 2024, fällte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht 
Imboden folgenden Entscheid:

1. Es wird festgestellt, dass die Parteien berechtigt sind, getrennt zu leben.

2. Die Kinder C._____, geb. _____, D._____, geb. _____, und E._____, 
geb. _____, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die alleinige 
Obhut der Kindsmutter A._____ gestellt. Die elterliche Sorge verbleibt 
bei beiden Kindseltern gemeinsam.

Aufgrund der gemeinsamen elterlichen Sorge sind die Kindseltern 
verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und 
Ausbildung miteinander abzusprechen. Ein Aufenthaltswechsel der 
Kinder bedarf der Zustimmung beider Eltern, wenn der neue 
Aufenthaltsort im Ausland liegt oder ein Wechsel des Aufenthaltsortes 
Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und die 
persönlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und den Kindern hat.

3. Dem Kindsvater B._____ wird das Recht eingeräumt, seine Kinder 
jedes zweite Wochenende von Freitagabend 18:00 Uhr bis 
Sonntagabend 17:00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen und vier 

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Wochen Ferien im Jahr mit ihnen zu verbringen. Diese Regelung gilt als 
Minimalanspruch für den Streitfall. Im Übrigen können die Parteien das 
Besuchs- und Ferienrecht unter Berücksichtigung der Interessen und 
des Wohls der Kinder frei regeln. 

Die Betreuung der Kinder an den Feiertagen (Ostern, Auffahrt, 
Pfingsten, Weihnachten und Neujahr) regeln die Eltern in gegenseitiger 
Absprache. Im Streitfall kommt in Jahren mit gerader Jahreszahl der 
Mutter das Entscheidungsrecht zu, in Jahren mit ungerader Jahreszahl 
dem Vater. Es ist in jedem Fall darauf zu achten, dass jeder Elternteil 
rund die Hälfte dieser Feiertage mit den Kindern verbringen kann.

4. Die mit superprovisorischem Entscheid vom 12. September 2024 für die 
Kinder C._____, D._____ und E._____ gestützt auf Art. 308 Abs. 1 und 
2 ZGB errichtete Erziehungs- und Besuchsrechtsbeistandschaft wird 
aufrechterhalten. Die Beistandsperson wird insbesondere damit betraut, 

• die Kindseltern im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft (Art. 308 
Abs. 1 ZGB) mit Rat und Tat in ihrer Sorge um das Kind, namentlich 
in den Bereichen Betreuung, Persönlichkeitsentwicklung, 
Erziehungsmethoden, gesundheitliche Entwicklung und 
Kindergarten/Schule, zu beraten und zu unterstützen;

• die Kindseltern im Rahmen der Besuchsrechtsbeistandschaft 
(Art. 308 Abs. 2 ZGB) angemessen zu beraten, zu unterstützen und 
zwischen ihnen zu vermitteln sowie die Kontakte im Umfang des 
gerichtlich festgelegten Besuchsrechts zu organisieren und zu 
überwachen;

• die konkreten Modalitäten der Besuchsrechtsausübung zu regeln, 
mit der Kompetenz, bei elterlicher Uneinigkeit die Besuchs- und 
Ferientermine (inklusiv Feiertage) sowie die Kinderübergabe im 
Rahmen der gerichtlichen Regelung verbindlich festzulegen.

5. B._____ wird verpflichtet, A._____ für die Dauer des Getrenntlebens an 
den Unterhalt seiner Kinder mit Wirkung ab 1. September 2024 folgende 
Beiträge zu bezahlen (zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder 
vertraglicher Kinderzulagen):

a) Für C._____: CHF 377.00 (Barunterhalt)

b) Für D._____: CHF 377.00 (Barunterhalt)

c) Für E._____: CHF 377.00 (Barunterhalt)

Diese Unterhaltsbeiträge sind an die Mutter zahlbar, und zwar monatlich 
im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.

6. Die in Ziffer 5 hiervor festgelegten Unterhaltsbeiträge beruhen auf 
folgenden Einkommens- und Bedarfsverhältnissen (Art. 282 Abs. 1 lit. a 
und b ZPO):

Erwerbseinkommen A._____ (ohne Kinderzulagen): CHF 4'500.00 
netto

Erwerbseinkommen B._____ (inkl. 13. Monatslohn, ohne 
Kinderzulagen): CHF 4'609.00 netto

Bedarf A._____: CHF 2'824.00

Bedarf B._____: CHF 3'478.00

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Bedarf C._____: CHF 832.00

Bedarf D._____: CHF 803.00

Bedarf E._____: CHF 811.00

7.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'000.00 werden den Parteien je 
zur Hälfte auferlegt und mit dem von der Ehefrau geleisteten 
Kostenvorschuss von CHF 2'000.00 verrechnet.

b) B._____ wird verpflichtet, A._____ den auf ihn 
entfallenden Kostenanteil in Höhe von CHF 1'000.00 zu bezahlen.

c) Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

8. (Rechtsmittelbelehrungen)

9. (Mitteilungen)

D.a. Gegen diesen Entscheid erhob die Ehefrau am 4. November 2024 beim 
damaligen Kantonsgericht von Graubünden Berufung (Verfahren ZK1 24 204). Sie 
beantragte, was folgt:

1. Ziffer 2 des Einzelgerichturteiles des Regionalgerichtes Imboden vom 
01.10.2024 sei dahingehend abzuändern, dass die Kinder C._____, 
geb. _____, D._____, geb. _____ und E._____, geb. _____ unter die 
alleinige elterliche Sorge der Berufungsklägerin gestellt werden.

2. Ziffer 3 des vorinstanzlichen Urteils sei dahingehend Überwachung 
[recte: abzuändern], dass dem Kindsvater B._____ das Recht 
eingeräumt wird, unter Kontrolle des gerichtlich eingesetzten 
Beistandes seine Kinder einmal pro Monat von Freitagabend 18:00 Uhr 
bis Sonntagabend 17:00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen und mit 
den Kindern maximal zwei Ferienwochen im Jahr zu verbringen.

Dem gerichtlich eingesetzten Beistand sei das Recht einzuräumen, bei 
einer kindeswohlschädlichen Ausübung des Besuchs- und/oder 
Ferienrecht des Berufungsbeklagten dieselben/dasselbe zu sistieren.

Ausser bei der Verhinderung durch höhere Gewalt ist unter Androhung 
von Art. 292 StGB der Kindsvater zu verpflichten, nach Ausführung des 
Besuchsrechtes die Kinder jeweils am Sonntag um 17 Uhr der 
Kindsmutter zu übergeben. 

Bei Nichtantritt des Besuchs- oder Ferienrechtes durch den Kindsvater 
spätestens eine Stunde nach dem gerichtlich festgesetzten Termin 
entfällt dasselbe ersatzlos.

3. Es sei gegenüber dem Berufungsbeklagten ein Kontaktverbot bezüglich 
Telefonate und sämtlichen Socialmedia-Plattformen (WhatsApp, 
Telegramm, Snapchat, Instagram, X, usw.) und ein Rayonverbot 
gegenüber dem Berufungsbeklagten mit einer Distanz von mindestens 
100 Metern gegenüber der Berufungsklägerin sowie deren Wohnung zu 
erlassen unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB.

4. Ziffer 4 des Entscheides des Einzelgerichtes des Regionalgerichtes 
Imboden vom 01.10.2024 sei dahingehend zu ergänzen, dass dem 
Beistand das Recht eingeräumt wird das Besuchs- und Ferienrecht des 
Kindsvaters zu sistieren bei grobem pflichtwidrigem Verhalten bei der 
Ausübung des Ferien- und/oder Besuchsrechtes.

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5. Die von der Vorinstanz in Ziffer 7 verfügten Unterhaltsbeiträge seien ab 
dem 01.10.2024 zu indexieren.

6. Der Berufungsklägerin sei für das vorliegende Verfahren die 
unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren.

Zwecks Beleges der Bedürftigkeit sei der Berufungsklägerin das 
gerichtlich vorgesehene Formular zur Ausfüllung zuzustellen.

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des 
Berufungsbeklagten, resp. des Staates in Folge zu bewilligender 
unentgeltlicher Rechtspflege und Rechtsverbeiständung.

D.b. Mit Berufungsantwort vom 14. November 2024 stellte der Ehemann folgende 
Rechtsbegehren:

1. Die zivilrechtliche Berufung des Herrn B._____ vom 5. November 2024 
sei gutzuheissen.

2. Die Berufung der A._____ sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten 
werden kann.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

D.c. Die Replik der Ehefrau datiert vom 28. November 2024. Die Rechtsbegehren 
lauteten wie folgt:

1. Die Berufung von B._____ sei in den Ziffern 1 bis 4 vollumfänglich 
abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird.

2. An der Berufung von Frau A._____ vom 04.11.2024 wird vollumfänglich 
festgehalten mit der Einschränkung, dass in Abänderung von Ziffer 2 
der Berufung dem Kindsvater bis auf weiteres nur ein begleitetes 
Besuchsrecht gewährt wird und bis auf weiteres das Ferienrecht sistiert 
wird.

Eventualiter ist auch das Besuchsrecht des Berufungsklägers zu 
sistieren.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Staates 
infolge zu bewilligender unentgeltlicher Rechtsverbeiständung sowie 
solidarisch haftend zulasten von B._____.

D.d. Mit Duplik vom 12. Dezember 2024 hielt der Ehemann an seinen bereits in 
der Berufungsantwort gestellten Rechtsbegehren fest und vertiefte seine 
Argumentation.

E.a. Auch der Ehemann erhob gegen den Entscheid der Einzelrichterin am 
Regionalgericht Imboden vom 1. Oktober 2024 Berufung (Verfahren ZK1 24 205), 
wobei er in seiner Eingabe vom 5. November 2024 folgende Rechtsbegehren 
stellte:

1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben.

2. Die Kinder;

C._____, geb. _____

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D._____, geb. _____ und

E._____, geb. _____

seien unter die alleinige Obhut des Kindsvaters, B._____, zu stellen.

Eventualiter sei die alternierende Obhut anzuordnen.

3. Die Angelegenheit sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese 
die übrigen Punkte der Nebenfolgen des Getrenntlebens neu regelt.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

E.b. In ihrer Berufungsantwort vom 18. November 2024 stellte die Ehefrau 
folgende Rechtsbegehren:

1. Die Berufung von B._____ sei in den Ziffern 1 bis 4 vollumfänglich 
abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird.

2. An der Berufung von Frau A._____ vom 04.11.2024 wird vollumfänglich 
festgehalten mit der Einschränkung, dass in Abänderung von Ziffer 2 
der Berufung dem Kindsvater bis auf weiteres nur ein begleitetes 
Besuchsrecht gewährt wird und bis auf weiteres das Ferienrecht sistiert 
wird.

E.c. Mit Replik vom 2. Dezember 2024 hielt der Ehemann unverändert an seinen 
Berufungsanträgen vom 5. November 2024 (ZK1 24 205) sowie an den in der 
Berufungsantwort vom 14. November 2024 (ZK1 24 204) gestellten Anträgen fest.

E.d. Auch die Ehefrau hielt mit Duplik vom 16. Dezember 2024 an den 
Berufungsanträgen vom 4. November 2024 (ZK1 24 204) sowie an den in der 
Berufungsantwort vom 18. November 2024 (ZK1 24 205) gestellten Anträgen fest, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Ehemannes respektive zu 
Lasten des Staates. 

F. Am 17. Dezember 2024 verfügte die Vorsitzende der I. Zivilkammer die 
Vereinigung der Berufungsverfahren ZK1 24 204 und ZK1 24 205. Im Weiteren 
wurden den Parteivertretern die dem Kantonsgericht seitens der Vorinstanz 
weitergeleiteten Akten der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden 
zugestellt.

G. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Totalrevision des 
Gerichtsorganisationsgesetzes vom 14. Juni 2022 (GOG; BR 173.000) 
vollumfänglich in Kraft. Auf diesen Zeitpunkt hin sind das Kantons- und das 
Verwaltungsgericht zum Obergericht des Kantons Graubünden zusammengelegt 
worden. Die hängigen Verfahren des Kantonsgerichts sind per 1. Januar 2025 auf 
das Obergericht übertragen worden (Art. 122 Abs. 5 GOG). Infolge der damit 
verbundenen Anpassung der Verfahrensnummern werden die Verfahren ZK1 24 

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204 und ZK1 24 205 neu unter der Nummer ZR1 24 204 und ZR1 24 205 geführt. 
Die Verfahrensparteien sind hierüber in Kenntnis gesetzt worden.

H.a. Am 10. Februar 2025 erliess die Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer die Beweisverfügung, wobei die von den Parteien eingereichten Urkunden 
sowie der vom Ehemann eingereichte Memory Stick zugelassen wurden und das 
Einholen eines schriftlichen Berichts von F._____, Berufsbeistandschaft Imboden, 
über den Verlauf der Erziehungs- und Besuchsrechtsbeistandschaft für C._____, 
D._____ und E._____ angeordnet wurde.

H.b. Der Bericht des Beistands ging am 4. März 2025 beim Obergericht des 
Kantons Graubünden (fortan: Obergericht) ein. 

H.c. Mit Eingabe vom 17. März 2025 nahm die Ehefrau zum Verlaufsbericht des 
Beistands Stellung, wobei sie die Sistierung des Besuchsrechts des Ehemanns 
beantragte. Die Stellungnahme des Ehemannes erfolgte am 31. März 2025.

I. Im Verlauf des Verfahrens reichten die Parteien weitere Stellungnahmen ein, 
die Ehefrau am 28. April 2025, 12. Mai 2025 und 3. Juni 2025 und der Ehemann am 
5. Mai 2025 und 27. Mai 2025.

J. Am 4. Juni 2025 ging beim Obergericht der Abschlussbericht von G._____, 
J._____, die im Auftrag des Beistands die Übergaben der Kinder begleitet hatte, 
ein. Die Ehefrau bezog dazu mit Eingabe vom 18. Juni 2025 Stellung.

K. Mit Verfügung vom 14. Juli 2025 hiess die Vorsitzende der Ersten 
zivilrechtlichen Kammer das Gesuch der Ehefrau vom 26. Juni 2025 betreffend 
Erlass vorsorglicher Massnahmen während der Berufungsverfahren – nach 
vorgängiger superprovisorischer Anordnung vom 27. Juni 2025 – gut und schränkte 
das dem Ehemann in Dispositiv-Ziffer 3 Abs. 1 des angefochtenen Entscheids vom 
1. Oktober 2024 eingeräumte Recht, mit seinen Kinder C._____, D._____ und 
E._____ vier Wochen Ferien im Jahr zu verbringen, insofern ein, als es dem 
Ehemann untersagt wurde, mit den Kindern die Ferien im Ausland zu verbringen.

L. Am 12. August 2025 informierte der Berufsbeistand F._____ das Obergericht 
über die unklare Wohnsituation des Ehemannes, nachdem jener die Kündigung für 
seine Wohnung erhalten hatte. Der Ehemann nahm dazu mit Eingabe vom 1. 
September 2025 Stellung und führte aus, dass die Vermieterin die Kündigung 
zurückziehen und einen neuen Mietvertrag ausstellen werde. Letzterer wurde dem 
Gericht am 9. September 2025 zugestellt.

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M. Die Ehefrau nahm am 1. September 2025 zu einer weiteren Meldung des 
Beistands vom 19. August 2025 Stellung.

N. Am 11. September 2025 teilte die Vorsitzende den Parteien mit, dass der 
Schriftenwechsel abgeschlossen sei und sich die Angelegenheit fortan in der Phase 
der Urteilsberatung befinde.

O. Mit Eingaben vom 24. September 2025 und vom 15. Oktober 2025 (Ehefrau) 
sowie vom 2. Oktober 2025 und vom 6. Oktober 2025 (Ehemann) wandten sich die 
Parteien erneut an das Obergericht.

P. Die vorinstanzlichen Akten (Proz.-Nr. 135-2024-229) wurden beigezogen. 
Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Anfechtungsobjekt ist der Entscheid der Einzelrichterin in Zivilsachen am 
Regionalgericht Imboden betreffend den Erlass von Eheschutzmassnahmen vom 
1. Oktober 2024. Gegen diesen kann gestützt auf Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO 
Berufung erhoben werden. Da auch nicht vermögensrechtliche Punkte angefochten 
sind, ist die Berufung unabhängig vom Streitwert zulässig (Art. 308 Abs. 2 ZPO; 
Urteil des Bundesgerichts 5A_399/2014 vom 17. Dezember 2014 E. 1).

1.2. Der im summarischen Verfahren ergangene Entscheid datiert vom 1. 
Oktober 2024 und wurde am 24. Oktober 2024 mit schriftlicher Begründung 
mitgeteilt (act. B.1 [ZR1 24 204] / act. B.0 [ZR1 24 205], im Folgenden zitiert als act. 
B.1). Die Berufung der Ehefrau wurde am 4. November 2024 (ZR1 24 204, act. A.1) 
und diejenige des Ehemannes am 5. November 2024 (ZR1 24 205, act. A.1) beim 
Obergericht eingereicht. Ausgehend von der Zustellung des Entscheids am 
25. Oktober 2024 an die Ehefrau sowie am 26. Oktober 2025 an den Ehemann (vgl. 
Zustellungsnachweise RG-act. V./11), ist die 10-tägige Berufungsfrist jeweils 
gewahrt (vgl. Art. 314 Abs. 1 ZPO). Im Übrigen erweisen sich die Berufungen als 
formgerecht (Art. 311 ZPO), weshalb darauf im Grundsatz eingetreten werden kann. 

1.3. Rechtsmittelinstanz war bei Einreichung der Berufung das Kantonsgericht 
von Graubünden, wobei das Verfahren per 1. Januar 2025 auf das Obergericht des 
Kantons Graubünden übertragen wurde (Art. 122 Abs. 5 GOG [BR 173.000]). Die 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZPO (BR 320.100). 
Innerhalb des Obergerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf 

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dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der Ersten zivilrechtlichen Kammer 
(Art. 9 lit. a OGV [BR 173.010]). Gestützt auf den Antrag der Ehefrau (act. A.6 [ZR1 
24 204]) entscheidet das Obergericht in Dreierbesetzung (Art. 7 Abs. 3 EGzZPO).

1.4. Mit der Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung, die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts und – über den Wortlaut hinaus – die 
Unangemessenheit des angefochtenen Entscheides gerügt werden (Art. 310 ZPO). 
Die Berufungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis 
hinsichtlich der Streitsache und kann das erstinstanzliche Urteil sowohl auf 
rechtliche wie tatsächliche Mängel hin frei überprüfen. Dies bedeutet aber nicht, 
dass die Berufungsinstanz gehalten ist, den erstinstanzlichen Entscheid losgelöst 
von konkreten Anhaltspunkten in der Berufungsbegründung von sich aus in jede 
Richtung hin auf mögliche Mängel zu untersuchen, die eine Gutheissung des 
Rechtsmittels ermöglichen könnten. Sie hat sich – abgesehen von offensichtlichen 
Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, 
welche die Parteien in ihren schriftlichen Begründungen (Art. 311 Abs. 1 u. Art. 312 
Abs. 1 ZPO) gegen das erstinstanzliche Urteil erheben (BGE 147 III 176 E. 4.2.1, 
142 III 413 E. 2.2.4; REETZ, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2025, Art. 310 N. 5 
f.). 

1.5. Nach Art. 311 Abs. 1 ZPO ist eine Berufung zu begründen. Aus der 
Begründung muss hervorgehen, welche Erwägungen des erstinstanzlichen 
Entscheids angefochten werden, weshalb der erstinstanzliche Entscheid in den 
angefochtenen Punkten unrichtig sein soll und wie stattdessen zu entscheiden ist. 
Der blosse Verweis auf bereits vor erster Instanz erhobene Rügen oder allgemeine 
Kritik am erstinstanzlichen Entscheid genügen nicht. Die kritisierten Ausführungen 
und die Beilagen sowie die Akten, auf welche sich die Kritik stützt, müssen genau 
bezeichnet werden. Fehlt eine Begründung vollständig, wird lediglich auf die 
Vorakten verwiesen oder ist die Begründung in anderer Hinsicht ungenügend, ist 
auf die Berufung nicht einzutreten (BGE 138 III 374 E. 4.3, in: Pra 2013 Nr. 4; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_141/2014 vom 28. April 2014 E. 2.4; REETZ, a.a.O., Art. 311 
N. 36 m.H. auf die kantonale Rechtsprechung). Die Begründungsobliegenheit ist 
auch dann zu beachten, wenn wie vorliegend (vgl. sogleich E. 1.6) die 
Untersuchungsmaxime zur Anwendung gelangt (BGE 141 III 569 E. 2.3.3, 
in: Pra 2016 Nr. 99; REETZ, a.a.O., Art. 311 N. 37 m.w.H.). Soweit die Ehefrau in 
ihren Eingaben lediglich auf ihre Ausführungen vor der Vorinstanz verweist 
(namentlich in ihrer Berufung, act. A.1, Rz. III.3 und 8), genügt sie der 
Begründungspflicht aufgrund des Gesagten nicht. 

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1.6. Da es im vorliegenden Verfahren um Kinderbelange in einer 
familienrechtlichen Angelegenheit geht, gilt der uneingeschränkte 
Untersuchungsgrundsatz, wonach das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen 
erforscht (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Sodann findet die Offizialmaxime Anwendung, so 
dass das Gericht ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet (Art. 296 Abs. 3 
ZPO). Diese Maximen gelten in sämtlichen Verfahrensstadien und vor allen 
kantonalen Instanzen (BGE 137 III 617 E. 4.5.2; SCHWEIGHAUSER, in: Sutter-
Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2025, Art. 296 N. 3 ff.; PFÄNDER BAUMANN, in: 
Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 
Kommentar, 3. Aufl. 2025, Art. 296 N. 1 ff.). 

Hat die Rechtsmittelinstanz den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen, so 
berücksichtigt sie neue Tatsachen und Beweismittel bis zur Urteilsberatung 
(Art. 317 Abs. 1bis i.V.m. Art. 407f ZPO in Kodifizierung der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung, vgl. etwa BGE 147 III 301 E. 2.2). Die bis zum Stadium der 
Urteilsberatung vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel sind somit zuzulassen 
und, sofern von Relevanz, zu berücksichtigen. Keinen Eingang in das vorliegende 
Urteil fanden die erst im Beratungsstadium eingereichten Eingaben der Parteien 
vom 24. September 2025 (act. D.43 [ZR1 24 204]), 2. Oktober 2025 (act. D.44 [ZR1 
24 204]), 6. Oktober 2025 (act. A.21 [ZR1 24 204]) sowie vom 15. Oktober 2025 
(act. D.45 [ZR1 24 204]).

1.7. Im Eheschutzverfahren ist kein strikter Beweis bzw. keine volle Überzeugung 
des Gerichts erforderlich, sondern es genügt, die behaupteten Tatsachen glaubhaft 
zu machen (vgl. BGE 138 III 97 E. 3.4.2, 127 III 474 E. 2b.bb). Glaubhaft gemacht 
ist eine Tatsache, wenn für ihr Vorhandensein aufgrund objektiver Anhaltspunkte 
eine gewisse Wahrscheinlichkeit spricht, selbst wenn das Gericht noch mit der 
Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte. Es braucht somit 
nicht die volle Überzeugung des Gerichts vom Vorhandensein dieser Tatsache 
herbeigeführt zu werden. Das Gericht darf weder blosse Behauptungen genügen 
lassen noch einen stichhaltigen Beweis verlangen (BGE 142 II 49 E. 6.2 m.w.H., 
130 III 321 E. 3.3).

1.8. Gegenstand der Berufungen bilden die elterliche Sorge über die drei Kinder 
C._____, D._____ und E._____, die Zuteilung der Obhut über die Kinder und die 
Ausgestaltung des Besuchsrechts. Ausserdem ist über die Befugnisse des 
Beistands, ein Kontakt- und Rayonverbot betreffend die Ehefrau sowie die 
Indexierung des Kindesunterhalts zu entscheiden.

http://links.weblaw.ch/de/BGE-130-III-321

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1.9. Gestützt auf Art. 316 Abs. 1 ZPO wird aufgrund der Akten entschieden.

2. Beweisverfahren

2.1. Die Parteien stellen in ihren Berufungsschriften verschiedene 
Beweisanträge. Mit prozessleitender Verfügung vom 10. Februar 2025 wurden die 
vorinstanzlichen Akten sowie die dem Gericht zugestellten Akten der KESB 
beigezogen, die von den Parteien eingereichten Urkunden sowie der vom Ehemann 
eingereichte Memory Stick zugelassen und das Einholen eines schriftlichen 
Berichts von F._____, Berufsbeistandschaft Imboden, über den Verlauf der 
Erziehungs- und Besuchsrechtsbeistandschaft für C._____, D._____ und E._____ 
angeordnet. Die Anträge auf das Einholen weiterer schriftlicher Auskünfte, auf 
verschiedene Editionen sowie auf Einvernahme von Zeugen wurden abgelehnt, 
ebenso das Einholen eines Gutachtens zur Erziehungsfähigkeit der Ehefrau (vgl. 
act. D.16 [ZR1 24 204]). 

2.2. Offen gelassen wurde der Antrag über die Anhörung der Kinder, welcher vom 
Ehemann im Hinblick auf die Zuteilung der Obhut gestellt wurde (vgl. act. A.3 u. A.8 
[ZR1 24 205]). 

2.2.1. Nach Art. 298 Abs. 1 ZPO wird das Kind durch das Gericht oder durch eine 
beauftragte Drittperson in geeigneter Weise persönlich angehört, sofern sein Alter 
oder andere wichtige Gründe nicht dagegen sprechen. Die Respektierung der 
Persönlichkeit des Kindes gebietet es, das Kind nicht nur als Objekt des Verfahrens 
seiner Eltern zu behandeln, sondern in das Verfahren als hauptbeteiligte Person 
miteinzubeziehen. In diesem Sinne stellt die Anhörung des Kindes nicht nur ein 
Mittel zur Sachverhaltsfeststellung, sondern auch ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht des Kindes dar (BGE 146 III 203 E. 3.3.2; STALDER/VAN DE GRAAF, 
in Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2021, Art. 298 N.1 m.w.H.). Was das Alter betrifft, 
enthält das Gesetz keine feste Altersgrenze, ab wann ein Kind anzuhören ist. Das 
Bundesgericht geht im Sinne einer Richtlinie davon aus, dass eine Kindesanhörung 
grundsätzlich ab dem vollendeten sechsten Altersjahr möglich ist, wobei nicht von 
vornherein ausgeschlossen wird, dass sich je nach den konkreten Umständen auch 
die Anhörung eines etwas jüngeren Kindes aufdrängen könnte, etwa wenn von 
mehreren Geschwistern das jüngste kurz vor dem genannten Schwellenalter steht 
(BGE 131 III 553 E. 1.2.; STALDER/VAN DE GRAAF, a.a.O., Art. 298 N. 11 w.H.a. BGE 
131 III 553 E. 1.2.2). Als wichtige Gründe für den Verzicht auf die Kindesanhörung 
sind die Ablehnung durch das Kind selbst, aber auch medizinische Gründe oder die 
besondere Dringlichkeit von Anordnungen in Betracht zu ziehen. Keine 

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Verzichtsgründe sind übereinstimmende Anträge zu den Kinderbelangen, 
Widerstand der Eltern, die Bestellung einer Kindesvertretung oder die starke 
Belastung der Gerichte (STALDER/VAN DE GRAAF, a.a.O., Art. 298 ZPO N. 12). 
Ebenso darf die Anhörung des Kindes gemäss bundesgerichtlicher Praxis nicht mit 
dem Vorwand eines nicht weiter belegten Loyalitätskonfliktes oder einer möglichen 
Belastung des Kindes abgelehnt werden, weil gerade bei kleineren Kindern zu 
erwarten ist, dass sie sich zu beiden Elternteilen hingezogen fühlen, oft in einem 
Loyalitätskonflikt stehen und in aller Regel zu beiden Elternteilen Kontakt pflegen 
möchten, so dass mit dem Verweis auf einen Loyalitätskonflikt oder eine Belastung 
die Anhörung des Kindes fast durchwegs ausgehebelt werden könnte (BGE 131 III 
553 E. 1.3.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_2/2016 vom 28. April 2016 E. 2.3). Dies 
gilt jedoch nicht bei akuten und gravierenden Loyalitätskonflikten, die das übliche 
Mass deutlich übersteigen (MICHEL/BRUTTIN, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 298 N. 
32 m.w.H., u.a. auf das Urteil des Bundesgerichts 5A_983/2019 vom 13. November 
2020 E. 5.2). 

2.2.2. Bereits die Vorinstanz hat zutreffend darauf hingewiesen, dass E._____ und 
D._____ noch zu jung für eine Anhörung seien und auch C._____ im Alter von sechs 
Jahren noch keinen gefestigten Willen bilden könne. Zudem verwies sie auf den 
akuten und belastenden Loyalitätskonflikt, in dem sich die Kinder befänden, und 
wies darauf hin, dass die Anhörung von C._____ auch deshalb nicht mit dem 
Kindeswohl vereinbar sei, weil ihm nicht zugemutet werden könne, auch für seine 
beiden jüngeren Geschwister den Kindeswillen einzubringen (act. B.1 E. 4.2). 
Diesen Ausführungen, mit denen sich der Ehemann in keiner Art und Weise 
auseinandersetzt, kann sich das Obergericht anschliessen, weshalb auch im 
Berufungsverfahren auf eine Kindesanhörung zu verzichten ist. Im konkreten Fall 
liesse das Alter der Kinder höchstens die Befragung von C._____ zu, der 
mittlerweile sieben Jahre alt ist. Allerdings bestehen nach wie vor konkrete 
Hinweise, dass sich die Kinder, namentlich C._____, in einem akuten 
Loyalitätskonflikt befinden. So hielt G._____, die die Übergaben der Kinder im 
Auftrag des Beistands begleitet hatte, in ihrem Bericht fest, dass sich bei C._____ 
bereits ein ausgeprägter Loyalitätskonflikt zeige. Dieser äussere sich insofern, als 
dass C._____ die Verantwortung für seine Geschwister übernehme und diese zum 
Beispiel vom Fahrzeug des Kindsvaters zum Fahrzeug der Kindsmutter begleite. 
Zudem erzähle er beiden Elternteilen jeweils "Schlechtes" über den anderen 
Elternteil (vgl. act. D.28.1, S. 2 unten [ZR1 24 204]). Der Loyalitätskonflikt ergibt sich 
auch aus den Angaben des Beistands, der festhielt, die Kinder hätten beide 
Elternteile gern und würden sagen, was der jeweilige Elternteil vermutungsweise 

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hören wolle. Bezüglich C._____ führte er aus, es sei für diesen wichtig, aber auch 
schwierig, nicht in den Konflikt der Eltern eingespannt zu werden (act. I.1 [ZR1 24 
204]; act. D.33 [ZR1 24 204]). Es bestehen sodann Anhaltspunkte, dass der 
Ehemann die Kinder für seine Anliegen instrumentalisiert, indem er bspw. zu 
Beweiszwecken Video- und Audioaufnahmen von ihnen erstellt (act. C.1 [ZR1 24 
204]), und sie zu beeinflussen versucht, indem er vor den Kindern klagt, wie 
schlecht es ihm gehe und wie traurig er ohne sie sei (act. I.1 [ZR1 24 204]), oder 
ihnen Süssigkeiten kauft. U.a. hielt der Beistand bezüglich C._____ fest, dass der 
Ehemann am neuen Wohnort auf das Kind gewartet, ihm Süssigkeiten und Geld 
gegeben und ihn aufgefordert habe, der Ehefrau nicht zu erzählen, dass er dort 
gewesen sei (act. D.38 [ZR1 24 204]). Unter diesen Umständen ist auf eine 
Befragung von C._____ zu dessen Schutz – insbesondere um zu verhindern, dass 
er im Hinblick auf eine gerichtliche Befragung noch zusätzlich unter Druck gesetzt 
wird –zu verzichten. Hinzu kommt, dass es gemäss bundesgerichtlicher Praxis bei 
jüngeren Kindern gerade nicht um eine konkrete Befragung über 
Zuteilungswünsche geht, sondern in erster Linie darum, dass sich das urteilende 
Gericht ein persönliches – mithin aktuelles und unmittelbar eigenes – Bild vom Kind 
machen kann und über ein zusätzliches Element bei der Sachverhaltsfeststellung 
und Entscheidfindung verfügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_2/2016 vom 28. 
April 2016 E. 2.3 mit Hinweis auf BGE 131 III 553 E. 1.2.2). Die Entscheidungslast 
darf insofern nicht faktisch auf das Kind abgewälzt werden, weshalb bei einer 
Anhörung von C._____ ohnehin darauf zu verzichten wäre, ihn direkt über seine 
Wünsche zu befragen.

3. Elterliche Sorge

3.1. Kinder stehen, solange sie minderjährig sind, unter der gemeinsamen 
elterlichen Sorge von Mutter und Vater (Art. 296 Abs. 2 ZGB). Die elterliche Sorge 
dient dem Wohl des Kindes (Art. 296 Abs. 1 ZGB). Es handelt sich um ein 
Pflichtrecht der Eltern, das die Gesamtheit der elterlichen Verantwortlichkeiten und 
Befugnisse gegenüber dem Kind umfasst, insbesondere in Bezug auf die 
Bestimmung des Aufenthaltsorts, die Erziehung, die gesetzliche Vertretung und die 
Vermögensverwaltung (BGE 136 III 353 E. 3.1; SCHWENZER/COTTIER, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 7. Aufl. 
2022, Art. 296 ZGB N. 2). Oberste Maxime des Kindesrechts in einem umfassenden 
Sinne ist das Kindeswohl, das auch für die Ausübung der elterlichen Sorge durch 
die Eltern massgebende Leitlinie ist (SCHWENZER/COTTIER, a.a.O., Art. 296 ZGB N. 
3 u. N. 8a). Beim Entscheid über die elterliche Sorge hat das Wohl des Kindes 
Vorrang vor allen anderen Überlegungen, insbesondere vor den Wünschen der 

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Eltern (BGE 143 III 361 E. 7.3.1). Die Zuteilung der Sorgerechte orientiert sich 
sodann weder an der "Schuldfrage" auf Elternebene noch darf sie sich von 
Sanktionsgedanken gegenüber einem nicht kooperationswilligen Elternteil leiten 
lassen. Eine über die Ausgestaltung des Sorgerechts erfolgende Massregelung des 
für den Elternkonflikt verantwortlich gemachten Elternteils würde unweigerlich auf 
dem Buckel des Kindes geschehen. Das Kindeswohl kann daher die einzige 
Maxime für die Sorgerechtszuteilung sein (BGE 142 III 197 E. 3.7).

In einem Scheidungs- oder Eheschutzverfahren überträgt das Gericht einem 
Elternteil die alleinige elterliche Sorge, wenn dies zur Wahrung des Kindeswohls 
nötig ist (Art. 176 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 298 Abs. 1 ZGB). In diesem 
Zusammenhang ist zu beachten, dass die gemeinsame elterliche Sorge von Mutter 
und Vater unabhängig von spezifischen familienrechtlichen Konstellationen 
(gemeinsames oder getrenntes Leben der Eltern; verheiratete, geschiedene oder 
unverheiratete Eltern) den Grundsatz bildet. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass 
dem Wohl der minderjährigen Kinder am besten gedient ist, wenn die Eltern das 
Sorgerecht gemeinsam ausüben. Vom Grundsatz soll nur dann abgewichen 
werden, wenn eine andere Lösung die Interessen des Kindes ausnahmsweise 
besser wahrt. Die Zuteilung der elterlichen Sorge an einen Elternteil muss eine eng 
begrenzte Ausnahme bleiben, ohne dass für die Alleinzuteilung der elterlichen 
Sorge aber gleich strenge Voraussetzungen gelten wie für den Entzug der 
elterlichen Sorge im Sinn einer Kindesschutzmassnahme gestützt auf Art. 311 ZGB. 
Sie fällt insbesondere in Betracht, wenn Eltern in einem schwerwiegenden 
Dauerkonflikt stehen oder bezüglich der Kindesbelange anhaltend 
kommunikationsunfähig sind, vorausgesetzt, dass sich die Probleme zwischen den 
Eltern auf die Kinderbelange als Ganzes beziehen und das Kindeswohl konkret 
beeinträchtigen und dass die Zuteilung der elterlichen Sorge an einen Elternteil 
allein eine Entlastung der Situation erwarten lässt bzw. dem Kindeswohl besser 
gerecht wird. In Bezug auf die grundsätzlichen Kinderbelange ist ein bestimmtes 
Mindestmass an Übereinstimmung erforderlich, so dass die Eltern wenigstens im 
Ansatz einvernehmlich handeln können. Ist dies nicht der Fall, führt ein 
gemeinsames Sorgerecht fast zwangsläufig zu einer Belastung des Kindes, welche 
anwächst, sobald dieses das fehlende Einvernehmen der Eltern selbst wahrnehmen 
kann. Im Übrigen drohen auch Gefahren wie die Verschleppung wichtiger 
Entscheidungen, beispielsweise im Zusammenhang mit notwendiger medizinischer 
Behandlung. Es liegt nicht im Kindeswohl, wenn für jede Einzelfrage ein Verfahren 
zu eröffnen wäre, in welches das Kind mit zunehmendem Alter hineingezogen 
würde, weil sich die Eltern chronisch nicht einigen können oder der eine Elternteil 
kaum erreichbar ist (BGE 150 III 97 E. 4.2, 143 III 361 E. 7.3.2, 142 III 197 E. 3.5–

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3.7, 141 III 472 E. 4.1–4.7; Urteile des Bundesgerichts 5A_40/2024 vom 8. Februar 
2024 E. 5 sowie 5A_853/2023 vom 12. Juni 2024 E. 4.1 BÜCHLER/CLAUSEN, 
FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 4. Aufl. 2022, Art. 298 N. 15 m.w.H.). 

3.2. Die Vorinstanz beliess den Eltern die gemeinsame elterliche Sorge (act. B.1, 
Dispositiv-Ziff. 2). Sie begründete dies insbesondere damit, dass von den Parteien 
keine gegenteiligen Anträge gestellt worden seien (act. B.1, E. 4.3). 

3.3. Im vorliegenden Berufungsverfahren beantragt die Ehefrau neu die alleinige 
elterliche Sorge. Sie bringt vor, die Kinder würden bei Ausübung des Besuchsrechts 
durch den Ehemann aufgestachelt und manipuliert. Ausserdem habe er sie (die 
Ehefrau) und ihre Mutter mit dem Tod bedroht (act. A.1, Rz. III.6 f. [ZR1 24 204]). 
Die Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge sei nicht nur notwendig, um die 
Sicherheit und das Wohl der Kinder zu gewährleisten, sondern auch, um praktische 
Hindernisse, wie bspw. Probleme bei der Beantragung neuer Pässe, zu vermeiden. 
Die aktuelle Regelung der gemeinsamen elterlichen Sorge führe zu erheblichen 
Schwierigkeiten und sei nicht im wohlverstandenen Interesse der Kinder (act. A.14, 
S. 5).

Der Ehemann spricht sich für die Beibehaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge 
aus und bestreitet die Ausführungen der Ehefrau (act. A.2, Rz. II.B.5.1 und II.B.6 
[ZR1 24 204]). Er führt aus, die Kinder seien gerne bei ihm, zeigten klare Freude 
und Verbundenheit und würden ihm immer wieder sagen, dass sie gerne Zeit mit 
ihm verbringen. Eine Alleinzuweisung der elterlichen Sorge entspreche daher nicht 
dem Wohl der Kinder (act. A.10.1, Rz. 1 [ZR1 24 204]). 

3.4.1. Wie vorstehend dargelegt (vgl. E. 3.1), ist die gemeinsame elterliche Sorge 
die Regel und eine Alleinzuteilung des Sorgerechts eine eng begrenzte Ausnahme. 
Im vorliegenden Fall besteht gestützt auf die (rudimentären) Ausführungen der 
Parteien kein Anlass, vom Regelfall der gemeinsamen elterlichen Sorge 
abzuweichen. Zwar besteht auf Elternebene zweifellos ein erheblicher Konflikt. Die 
Eltern sind nicht in der Lage, direkt miteinander zu kommunizieren und sich über 
die Kinderbelange auszutauschen; die Ehefrau möchte zur Zeit gar keinen Kontakt 
zum Ehemann haben und fürchtet sich vor ihm (act. A.11 [ZR1 24 204]). Es kann 
aber insoweit noch nicht von einer Chronifizierung des elterlichen Konflikts 
gesprochen werden, als die Eltern erst seit rund eineinhalb Jahren getrennt leben 
und es nicht auszuschliessen ist, dass es nach einer rechtskräftigen Regelung der 
Kinderbelange zu einer gewissen Beruhigung der Situation kommen wird. Zu 
beachten ist sodann, dass die Ausübung der elterlichen Sorge nicht zwingend 
voraussetzt, dass sich die Eltern persönlich treffen. Über die Kinderbelange können 

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sie sich vielmehr auch auf schriftlichem Weg, per E-Mail oder mithilfe von anderen 
Medien austauschen (BGE 142 III 502 E. 2.4.1; Urteil des Bundesgerichts 
5A_490/2021 vom 22. April 2022 E. 4.3.1). Zudem besteht zur Beratung und 
Unterstützung der Eltern eine Beistandschaft. Es ist daher davon auszugehen, dass 
eine zumindest minimale Abstimmung zwischen den Eltern möglich sein sollte. Sie 
sind denn auch darauf hinzuweisen, dass sie die Verantwortung für ihre Kinder trotz 
ihrer Trennung weiterhin gemeinsam tragen und sich darum zu bemühen haben, 
zum Wohl ihrer Kinder in einem gewissen Mass zusammenzuwirken.

3.4.2. Im Weiteren wird nicht geltend gemacht, dass sich die Probleme zwischen 
den Eltern auf die Kinderbelange als Ganzes beziehen, bzw. nicht begründet, 
inwieweit eine konkrete Beeinträchtigung des Kindeswohl vorliegt. Die Konflikte 
drehen sich insbesondere um das Besuchsrecht, namentlich um die Beeinflussung 
und Aufstichelung der Kinder während der Besuche beim Ehemann oder um 
unterschiedliche Erziehungsstile, z.B. was den Zuckerkonsum oder nächtliche 
Besuche bei McDonalds betrifft (act. A.1, Rz. III.6; act. A.14 [ZR1 24 204]). 
Divergenzen bei den Erziehungsansichten bilden indes keinen Anlass für eine 
alleinige Zuteilung der elterlichen Sorge, zumal solche bei vielen zusammen wie 
getrennt lebenden Elternpaaren vorkommen dürften und für ein Kind nicht per se 
schädlich sein müssen (Urteil des Bundesgerichts 5A_186/2016 vom 2. Mai 2016 
E. 4; BÜCHLER/CLAUSEN, a.a.O., Art. 298 N. 23 u. 23a). Sodann schlägt sich der 
Erziehungsstil primär bei der Betreuung der Kinder – wie sie unabhängig von der 
Sorgerechtsfrage im Rahmen der Ausübung der Obhut durch die Ehefrau und des 
Besuchsrechts durch den Ehemann wahrgenommen wird – nieder, und nicht bei 
der Entscheidfindung über die Lebensplanung der Kinder. Es sind denn auch keine 
Situationen bekannt, in denen die gemeinsame elterliche Sorge dazu geführt hätte, 
dass eine wesentliche, die Kinder betreffende Entscheidung nicht oder verspätet 
hätte gefällt werden können. Ebenso wenig wird von der Ehefrau ausgeführt, dass 
bzw. welche wichtigen Entscheidungen im Leben der Kinder aktuell oder in 
absehbarer Zeit anstehen würden. Thematisiert werden lediglich Probleme bei der 
(Neu-)Beschaffung von Reisepässen (vgl. act. A.14, S. 3 [ZR1 24 204]; vgl. auch 
act. D.28.1 [ZR1 24 204]), was für die Alleinzuteilung der elterlichen Sorge indes 
nicht ausschlaggebend sein kann. Die elterlichen Konflikte bei der Ausübung der 
Betreuung können durch eine alleinige Zuteilung der elterlichen Sorge im Übrigen 
nicht entschärft werden. Diesen ist vielmehr auf der Ebene des Besuchsrechts 
Rechnung zu tragen. 

Damit ist weder ersichtlich, dass sich die Elternkonflikte auf die Kinderbelange als 
Ganzes beziehen – mit entsprechenden Auswirkungen auf das Kindeswohl –, noch 

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kann durch die Zuteilung der elterlichen Sorge an die Ehefrau allein eine erhebliche 
Entlastung der Situation herbeigeführt werden. Schliesslich steht nicht grundsätzlich 
in Frage, dass der Ehemann – der regelmässige Kontakte zu den Kindern pflegt – 
seine elterliche Verantwortung nicht wahrnehmen könnte. Auch seine finanziellen 
Schwierigkeiten stehen dem nicht entgegen, da sie nicht ausschliessen, dass er die 
Kinder betreffende Entscheidungen in deren Wohl treffen kann (vgl. 
BÜCHLER/CLAUSEN, FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 4. Aufl. 2022, Art. 298 
N. 23a m.w.H.).

3.5. Es rechtfertigt sich nach dem Gesagten nicht, die elterliche Sorge während 
der Dauer der Trennung allein der Ehefrau zuzuweisen, weshalb ihre Berufung in 
diesem Punkt abzuweisen ist.

4. Obhut

4.1.1. Können sich die Eltern nach der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes 
nicht auf ein Betreuungsmodell einigen, teilt das Gericht die Obhut nach den 
Bestimmungen über die Wirkungen des Kindesverhältnisses zu (Art. 176 Abs. 3 und 
Art. 298 Abs. 2 ZGB). Der Begriff der Obhut umfasst – losgelöst vom Sorgerecht – 
die tatsächliche bzw. faktische Obhut und beinhaltet die Befugnis zur täglichen 
Betreuung des Kindes sowie die Ausübung der Rechte und Pflichten in 
Zusammenhang mit dessen Pflege und laufender Erziehung (BGE 147 III 121 E. 
3.2.2, 142 III 617 E. 3.2.2, 142 III 612 E. 4.1; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_345/2020 vom 30. April 2021 E. 5.1; BÜCHLER/CLAUSEN, a.a.O., 
Art. 298 N. 3; je m.w.H.). Die gemeinsame elterliche Sorge hat keine unmittelbaren 
Auswirkungen auf die tatsächliche Betreuung. Die Tatsache, dass die elterliche 
Sorge den Eltern gemeinsam zusteht, bedeutet nicht zwingend, dass sich die Eltern 
auch die Betreuungs- und Erziehungsaufgaben teilen. Aus dem gemeinsamen 
Sorgerecht kann kein Anspruch eines Elternteils abgeleitet werden, das Kind auch 
tatsächlich zu betreuen. Ebensowenig ergibt sich daraus eine Pflicht zur 
Kinderbetreuung (BGE 142 III 617 E. 3.2.3, 142 III 612 E. 4.2; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_382/2019 vom 9. Dezember 2019 E. 4.2.1; BÜCHLER/CLAUSEN, 
a.a.O., Art. 298 ZGB N. 3 f.).

Das Gericht prüft bei gemeinsamer elterlicher Sorge die Möglichkeit einer 
alternierenden Obhut im Sinne des Kindeswohls, wenn ein Elternteil oder das Kind 
dies verlangt (Art. 298 Abs. 2ter ZGB). Anders als dies bei der gemeinsamen 
elterlichen Sorge der Fall ist, handelt es sich bei der alternierenden Obhut nicht um 
den vom Gesetz vorgegebenen Regelfall. Vielmehr verpflichtet das Gesetz das 
Gericht wie einleitend erwähnt bloss dazu, die Möglichkeit dieser Form der 

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Betreuung zu prüfen, wenn ein Elternteil oder das Kind dies verlangt. Nach 
ständiger Rechtsprechung muss die alternierende Obhut in jedem Fall mit dem 
Kindeswohl als oberster Maxime des Kindesrechts vereinbar sein. Die Interessen 
und Wünsche der Eltern haben in den Hintergrund zu treten. Ob eine alternierende 
Obhut möglich und mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist, muss anhand der 
Umstände des konkreten Einzelfalls geprüft werden. Das bedeutet, dass das 
Gericht gestützt auf festgestellte Tatsachen der Gegenwart und der Vergangenheit 
eine sachverhaltsbasierte Prognose darüber zu stellen hat, ob die alternierende 
Obhut als Betreuungslösung aller Voraussicht nach dem Wohl des Kindes 
entspricht. Der Entscheid über die alternierende Obhut liegt im Ermessen des 
Sachgerichts (Art. 4 ZGB). Bei gegebenen Voraussetzungen kann die alternierende 
Obhut auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden (BGE 143 I 21 
E. 5.5.3, 142 III 617 E. 3.2.3, in: Pra 2018 Nr. 26, 142 III 612 E. 4.2, Urteile des 
Bundesgerichts 5A_800/2022 vom 28. März 2023 E. 5.4.2 und 5A_67/2021 vom 31. 
August 2021 E. 3.1.1 m.w.H.). 

4.1.2. Für die Zuteilung der (faktischen) Obhut an einen Elternteil im 
Eheschutzverfahren gelten grundsätzlich dieselben Kriterien wie im Scheidungsfall. 
In jedem Fall notwendige Voraussetzung für die Anordnung einer alternierenden 
Obhut ist die Erziehungsfähigkeit beider Eltern. Erziehungsfähig sind Eltern, die 
bereit und fähig sind, ihre Kinder persönlich zu betreuen und zu pflegen, auf deren 
Bedürfnis nach harmonischer Entfaltung einzugehen und die dafür notwendige 
Stabilität zu bieten. Dazu gehört auch die als Bindungstoleranz bezeichnete 
Fähigkeit eines Elternteils, den Kontakt zwischen dem Kind und dem andern 
Elternteil zuzulassen und aktiv zu fördern (BGE 142 III 617 E. 3.2.3, in: Pra 2018 
Nr. 26, 142 III 612 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_748/2022 v. 9.2.2022 E. 
3.1.1; BÜCHLER/CLAUSEN, a.a.O., Art. 298 N. 7a m.w.H.).

Weiter erfordert die alternierende Obhut organisatorische Massnahmen und 
gegenseitige Informationen. Insofern setzt die praktische Umsetzung einer 
alternierenden Betreuung voraus, dass die Eltern fähig und bereit sind, in 
Kinderbelangen laufend miteinander zu kommunizieren und im Hinblick auf die 
notwendigen organisatorischen Vorkehren zu kooperieren. Allein aus dem 
Umstand, dass ein Elternteil sich einer alternierenden Betreuungsregelung 
widersetzt, kann nicht ohne Weiteres auf eine fehlende Kooperationsfähigkeit der 
Eltern geschlossen werden, die einer alternierenden Obhut im Wege steht. Ein 
derartiger Schluss könnte nur dort in Betracht fallen, wo die Eltern aufgrund der 
zwischen ihnen bestehenden Feindseligkeiten auch hinsichtlich anderer 
Kinderbelange nicht zusammenarbeiten können mit der Folge, dass sie ihr Kind im 

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Szenario einer alternierenden Obhut dem gravierenden Elternkonflikt in einer Weise 
aussetzen würden, die seinen Interessen offensichtlich zuwiderläuft. Zu 
berücksichtigen ist ferner die geographische Situation, namentlich die Distanz 
zwischen den Wohnungen der beiden Eltern und die Stabilität und Kontinuität der 
Verhältnisse, welche die Weiterführung der bisherigen Regelung für das Kind 
gegebenenfalls mit sich bringt. In diesem Sinne fällt die alternierende Obhut eher in 
Betracht, wenn die Eltern das Kind schon vor ihrer Trennung abwechselnd betreut 
haben. Weitere Gesichtspunkte sind die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich 
zu betreuen, das Alter des Kindes, seine Beziehungen zu (Halb- oder Stief-
)Geschwistern und seine Einbettung in ein weiteres soziales Umfeld. Auch dem 
Wunsch des Kindes ist Rechnung zu tragen, selbst wenn es bezüglich der Frage 
der Betreuungsregelung (noch) nicht urteilsfähig ist (BGE 142 III 617 E. 3.2.3, in: 
Pra 2018 Nr. 26, 142 III 612 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_748/2022 vom 9. 
Februar 2022 E. 3.1.1 u. 4.1; Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 23 
25 vom 15. Oktober 2024 E. 4.1 m.w.H.).

Während die alternierende Obhut in jedem Fall die Erziehungsfähigkeit beider Eltern 
voraussetzt, sind die weiteren Beurteilungskriterien oft voneinander abhängig und 
je nach den konkreten Umständen des Einzelfalls von unterschiedlicher Bedeutung. 
So spielen das Kriterium der Stabilität und dasjenige der Möglichkeit zur 
persönlichen Betreuung des Kindes bei Säuglingen und Kleinkindern eine wichtige 
Rolle. Geht es hingegen um Jugendliche, kommt der Zugehörigkeit zu einem 
sozialen Umfeld grosse Bedeutung zu. Die Kooperationsfähigkeit der Eltern 
wiederum verdient besondere Beachtung, wenn das Kind schulpflichtig ist oder die 
geografische Entfernung zwischen den Wohnorten der Eltern ein Mehr an 
Organisation erfordert (BGE 143 I 21 E. 5.5.3, 142 III 617 E. 3.2.3, in: Pra 2018 Nr. 
26, 142 III 612 E. 4.3).

4.1.3. Kommt das Gericht zum Schluss, dass eine alternierende Obhut nicht im 
Kindeswohl ist, muss es entscheiden, welchem Elternteil er die Obhut über das Kind 
zuteilt. Dabei hat es im Wesentlichen die bereits erörterten Beurteilungskriterien zu 
berücksichtigen. Zusätzlich ist die Fähigkeit eines jeden Elternteils zu würdigen, den 
Kontakt zwischen dem Kind und dem andern Elternteil zu fördern (BGE 142 III 612 
E. 4.4).

4.2. Die Vorinstanz hielt fest, es sei schwierig, sich in der Obhutsfrage ein 
zuverlässiges Bild über die bis anhin gelebten Erziehungs- und 
Betreuungsverhältnisse zu machen, zumal die Aussagen der Parteien im Lichte des 
offenkundig vorhandenen Trennungskonflikts von Dramatisierungen und 
Untertreibungen gleichermassen geprägt zu sein schienen. So dürfte die Aussage 

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der Ehefrau, der Ehemann habe sich wenig bis gar nicht um die Kinderbelange und 
den Haushalt gekümmert, angesichts der doch langjährigen Beziehung der Parteien 
ebenso mit Vorsicht zu geniessen sein wie die Angaben des Ehemannes zu seinen 
Casinobesuchen, welche im Lichte des längeren Betreibungsregisterauszuges nicht 
nur sporadisch erfolgt sein und die Ehe erheblich belastet haben dürften. In Bezug 
auf die Erziehungsfähigkeit der Ehefrau ergäben sich aus den Verfahrensakten, 
namentlich den Arztberichten, keine eindeutigen Hinweise auf eine 
(wiederkehrende) depressive Erkrankung einerseits oder Alkoholprobleme 
andererseits. Der Ehemann habe denn auch keine näheren Angaben zu Häufigkeit 
und Umfang des Alkoholkonsums gemacht und sich ebensowenig darüber 
geäussert, wie sich die depressive Erkrankung der Ehefrau im familiären Alltag 
konkret ausgewirkt habe. Was die Behauptung des Ehemannes betreffe, die 
Ehefrau vermöge die Haushaltsführung wie auch die Kinderbetreuung nicht zu 
bewältigen, so seien seine Aussagen offensichtlich vom Trennungskonflikt geprägt. 
Jedenfalls sei festzustellen, dass sich die Kinder C._____, D._____ und E._____ 
bis anhin normal entwickelt hätten und sich aus den Akten keinerlei Hinweise auf 
Verhaltensauffälligkeiten ergäben. Im Hinblick auf den Wegzug der Ehefrau mit den 
drei Kindern in einen anderen Kanton habe die Ehefrau glaubhaft ausgeführt, alle 
Kinderbelange geregelt und insbesondere den Eintritt der Kinder in den 
Kindergarten sowie in die Schule organisiert zu haben. Zudem beständen keine 
Anzeichen dafür, dass bei beruflicher Abwesenheit der Ehefrau nicht für eine 
hinreichende Fremdbetreuung gesorgt sei. Sodann sei mangels gegenteiliger 
Anzeichen festzuhalten, dass die Ehefrau während der Trennung in der Lage 
gewesen sei, für die Kinder zu sorgen. Die Erziehungsfähigkeit der Ehefrau sei 
daher nicht in grundsätzlicher Weise anzuzweifeln, woran auch nichts ändere, dass 
die Ehefrau in einer emotionalen Ausnahmesituation wenig glücklich agiert habe. 
Im Übrigen habe auch der Ehemann problematische Verhaltensweisen an den Tag 
gelegt. Namentlich seine Schuldenlast lasse sich kaum anders als damit erklären, 
dass er ein nicht unerhebliches Mass an Zeit den diversen Casinobesuchen 
gewidmet habe.  Im Übrigen sei davon auszugehen, dass auch das familiäre Umfeld 
des Ehemannes, insbesondere Eltern und Geschwister, bei der Betreuung der 
Kinder behilflich gewesen sei. Wie der Ehemann die Kinderbetreuung im Falle einer 
Obhutszuteilung genau regeln würde, habe er jedoch weder in den Rechtsschriften 
noch an der Hauptverhandlung näher darzulegen vermocht. Sodann sei zu 
beachten, dass im Eheschutzverfahren im Gegensatz zur Scheidung nicht eine 
definitive und dauerhafte Lösung der Kinderbelange im Vordergrund stehe, sondern 
das Gericht in erster Linie rasch eine optimale Situation für die Kinder zu schaffen 
habe, wobei langwierige Abklärungen nicht die Regel bilden sollten. Nach dem 

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Dargelegten seien die Kinder unter die Obhut der Ehefrau und Kindsmutter zu 
stellen (act. B.1, E. 4.2). 

4.3.1. Im Berufungsverfahren beantragte der Ehemann, die Kinder C._____, 
D._____ und E._____ seien unter seine alleinige Obhut zu stellen. Eventualiter sei 
die alternierende Obhut anzuordnen (act. A.1, Rechtsbegehren Ziffer 2 [ZR1 24 
205]). Er führt aus, der Umstand, dass es für das Gericht schwierig gewesen sei, 
sich in der Obhutsfrage ein einigermassen zuverlässiges Bild der bis anhin gelebten 
Erziehungs- und Betreuungsverhältnisse zu machen, hätte die Vorinstanz gerade 
veranlassen müssen, weitere Abklärungen zu treffen. Allein darauf mit der 
Begründung zu verzichten, im Eheschutz stehe nicht eine definitive und dauerhafte 
Lösung der Kinderbelange im Vordergrund, gehe nicht an (act. A.1, Rz. II.B.3 [ZR1 
24 205]). Die Ehefrau habe lediglich den ältesten Sohn C._____ im ersten Jahr sehr 
gut alleine betreut. Danach sei sie aber auf Unterstützung von Drittpersonen 
angewiesen gewesen, auch durch Verwandte von ihm. Dies sei für sie wichtig 
gewesen, damit sie in den Ausgang habe gehen können. Verschiedene Personen 
könnten bezeugen, dass die Ehefrau nicht in der Lage sei, die Kinder zu betreuen. 
Er selbst könne die Kinder besser betreuen, wobei er zum Schutz der Kinder davon 
absehe, dies beweisende Vorfälle vorzubringen. Auch der Wegzug von Domat/Ems, 
dem Lebensmittelpunkt der Kinder, an einen neuen Wohnort kurz nach der 
mündlichen Hauptverhandlung zeige, dass es der Ehefrau nicht um das Wohl der 
Kinder gehe. Im Weiteren seien die Kinder nach einem Besuchswochenende bei 
ihm von H._____ – bei der es sich im Übrigen nicht um die K._____ handle – 
abgeholt worden, die in O.1._____ und O.2._____ Räumlichkeiten für 
Sexmassagen habe, was keine ideale Umgebung für kleine Kinder sei. Ausserdem 
komme dem Wunsch der Kinder bei der Zuteilung der Obhut grosse Bedeutung zu. 
Es sei nicht einzusehen, weshalb C._____ und allenfalls auch D._____ nicht befragt 
werden könnten. Alle Kinder würden sehr am Vater hängen und insbesondere 
D._____ habe sich die meiste Zeit bei ihm aufgehalten. Er habe mehrere 
Telefonanrufe seiner Kinder aufgenommen, in denen diese ihn weinend bitten 
würden, dass sie zu ihm zurückgehen dürften. Auch am Sonntagabend hätten 
D._____ und C._____ oft nicht zur Mutter zurück gewollt. Es seien deshalb weitere 
Abklärungen zu treffen, insbesondere in Bezug auf die Erziehungsfähigkeit der 
Ehefrau, die aus seiner Sicht krank, namentlich alkoholkrank, sei. Auch zeigten ihre 
Anträge, dass sie offensichtlich nicht bereit sei, den Kontakt der Kinder zum Vater 
aufrecht zu erhalten bzw. zu fördern, was Zweifel an ihrer Erziehungsfähigkeit 
wecke. Sei die Erziehungsfähigkeit der Ehefrau gegeben, sei eine alternierende 
Obhut zu prüfen, was bedinge, dass die Ehefrau wiederum nach O.4._____ 
zurückkehre. Abzuklären sei auch, wer die Kinder neben der Mutter betreut, sowie 

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ihr Umfeld. Was die Betreuung der Kinder betreffe, so sei es ihm möglich, 
Homeoffice zu machen. Zudem könne er auf die Unterstützung seiner Eltern zählen. 
Er sei für einige Zeit arbeitslos gewesen, zur Zeit aber am Aufbau einer eigenen 
Firma (act. A.1, Rz. II.B.4 ff.; act. A.3; act. A.8, Rz. II.B.3 ff. [ZR1 24 205]).

4.3.2. Die Ehefrau bestreitet die Vorbringen des Ehemannes. Sie führt aus, der 
Ehemann behaupte tatsachenwidrig und ohne jegliche Beweise, dass sie krank und 
nicht erziehungsfähig sei. Die von ihm eingereichten Videos dienten der 
Inszenierung und die vorgelegten Bestätigungen seien reine Gefälligkeitsschreiben 
und hätten keinen Beweiswert (act. A.4, Rz. II.3 u. III.3 f. [ZR1 24 205]). Mit seinen 
ehrenrührigen Unterstellungen ihr gegenüber wolle er davon ablenken, dass er 
spielsüchtig und seit 12 Jahren keiner beruflichen Tätigkeit nachgegangen sei. 
Ebenfalls lenke er davon ab, dass ausschliesslich sie durch ihre berufliche Tätigkeit 
für das wirtschaftliche Überleben der Familie gesorgt habe. Der Ehemann habe 
durch die Spielsucht 138 Verlustscheine im Umfang von rund CHF 210'000.00 und 
schulde der Krankenkasse über CHF 50'000.00, da er seit Jahrzehnten keine 
Prämien bezahlt habe. Ihre Prämien sowie diejenigen der Kinder bezahle sie. 
Ebenso habe sie die eheliche Wohnung aus ihrem Lohn bezahlt. Die angebliche 
Tätigkeit des Ehemannes ab September 2024 für ein Gipsergeschäft dürfte von 
fiktiver Natur sein, zumal der Ehemann immer Zeit finde, sie zu stalken, und die 
Tätigkeit angeblich im Homeoffice ausführe. Auch die Unterhaltsbeiträge habe er 
bis anhin nicht geleistet. Es sei daher notwendig, dass sie einer Berufstätigkeit 
nachgehe, um nicht sozialhilfeabhängig zu werden. Sie befürchte, dass der nach 
wie vor erwerbslose Ehemann mit den Kindern O.3._____ ziehen wolle, da er sich 
weigere, die Pässe an sie herauszugeben. H._____ sei ihre Mutter und vermiete 
Wohnungen an Masseurinnen im Erotikbereich, was legal sei. Ausserdem wohne 
ihre Mutter in einer anderen, separaten Wohnung. Ihr Wegzug aus O.4._____ 
hänge ausschliesslich mit den Morddrohungen des Ehemannes sowie damit 
zusammen, dass ein Verbleiben in der Nähe von ihm und seiner Familie aufgrund 
eines dauerhaften Stalkings unzumutbar sei. Der Wegzug liege daher im Wohl der 
Kinder, damit in der Familie Ruhe einkehren könne. C._____ und E._____ hätten 
sich in der neuen Umgebung gut eingelebt. Gegenüber D._____ lege der Ehemann 
ein kindsschädliches Verhalten an den Tag, habe er sich doch bereits zweimal 
geweigert, ihn ihr nach Ausübung des Besuchsrechts zusammen mit den 
Geschwistern zu übergeben, was den Einsatz der Polizei bzw. des Pikettdienstes 
der KESB notwendig gemacht hätte. Dabei habe der Ehemann D._____ durch sein 
theatralisches Verhalten – lautes und provokatives Weinen mit der Erklärung, sehr 
traurig zu sein, wenn er D._____ der Mutter übergeben müsse – in einen 
unakzeptablen Loyalitätskonflikt geführt (act. A.2, Rz. III.1. ff.; act. A.4, Rz. III.2 ff. 

23 / 46

[ZR1 24 205]). Einen solchen verursache er auch durch das Anfertigen von 
Videoaufnahmen der Kinder. Dass C._____ und D._____ nach der Ausübung des 
Besuchsrechts nicht zu ihr zurückkehren wollten, treffe nicht zu (act. A.9, Rz. III.5 
[ZR1 24 205]).

4.4. Aus den vorstehenden Erwägungen geht hervor, dass der Ehemann die 
Erziehungsfähigkeit der Ehefrau in Abrede stellt und in diesem Zusammenhang 
auch beanstandet, es seien keine ausreichenden Abklärungen getroffen worden, 
namentlich kein Erziehungsfähigkeitsgutachten eingeholt worden (vgl. E. 4.3.1). 

4.4.1. Im vorliegenden Summarverfahren (vgl. Art. 271 lit. a ZPO) ist der Beweis 
grundsätzlich durch Urkunden zu erbringen (Art. 254 Abs. 1 ZPO). Andere 
Beweismittel sind nur zulässig, wenn sie das Verfahren nicht wesentlich verzögern, 
es der Verfahrenszweck erfordert oder das Gericht den Sachverhalt von Amtes 
wegen festzustellen hat (Art. 254 Abs. 2 ZPO). Letzteres trifft vorliegend zwar zu 
(vgl. E. 1.6). Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, geht es in 
Eheschutzverfahren indes darum, so schnell wie möglich eine optimale Situation für 
die Kinder zu schaffen, weshalb langwierige Abklärungen, insbesondere durch 
Gutachten, selbst in strittigen Fällen nicht die Regel sind, sondern nur unter 
besonderen Umständen, z.B. bei sexuellem Missbrauch von Kindern, anzuordnen 
sind (Urteil des Bundesgerichts 5A_470/2016 vom 13. Dezember 2016 E. 4.1.2). 
Sodann ist das Gutachten lediglich eine von mehreren möglichen 
Beweismassnahmen (vgl. Art. 168 ZPO). Das Gericht muss ein Gutachten 
anordnen, wenn dieses als einziges geeignetes Beweismittel erscheint; dies ist 
insbesondere dann der Fall, wenn das Gericht nicht über ausreichende persönliche 
Kenntnisse verfügt, um über das Kindeswohl entscheiden zu können, 
beispielsweise wenn ein Kind an einer Krankheit leidet oder ein pathologisches 
Verhalten zeigt, oder wenn das Gericht über keine Beweise für entscheidrelevante 
Tatsachen verfügt. Dem Gericht kommt bei der Entscheidung, ob ein Gutachten in 
Auftrag zu geben ist, ein weiter Ermessensspielraum zu (Urteile des Bundesgerichts 
5A_654/2022 vom 21. Dezember 2023 E. 5.1.2 m.w.H. und 5A_647/2021 vom 
19. November 2021 E. 4.2.2; vgl. SCHWEIGHAUSER, a.a.O., Art. 296 N. 18 f.). 

Vorliegend besteht kein qualifizierter Abklärungsbedarf und auch keine anderen 
besonderen Umstände, die das Einholen eines Gutachtens zur Erziehungsfähigkeit 
der Mutter oder zur Ausgestaltung der Obhut notwendig machen. Wie bereits in der 
Beweisverfügung (act. D.13 Ziff. 6 [ZR1 24 205]) festgehalten wurde, ergeben sich 
aus den Akten keine Anhaltspunkte, dass die Ehefrau grundsätzlich nicht 
erziehungsfähig wäre (vgl. zu ihrer Erziehungsfähigkeit auch die nachfolgenden 
Erwägungen). Die Kinder sind gesund und in ihrer Entwicklung unauffällig. Sodann 

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erweist sich der Sachverhalt auch ohne Einholung eines Gutachtens als 
ausreichend abgeklärt, zumal sich das Gericht neben den Angaben und Urkunden 
der Parteien auch auf den Bericht und die Auskünfte des Beistands stützen kann. 

4.4.2. Was den Gesundheitszustand der Ehefrau anbelangt, ging die Vorinstanz 
u.a. unter Bezugnahme auf ärztliche Berichte von Dr. med. I._____ (RG-act. II.15 
f.) davon aus, dass sich in den Verfahrensakten keine eindeutigen Hinweise auf 
eine (wiederkehrende) depressive Erkrankung oder Alkoholprobleme der Ehefrau 
fänden, woran auch nichts ändere, dass sie sich einmal nach einer ehelichen 
Auseinandersetzung in erheblich alkoholisiertem Zustand in Spitalpflege begeben 
habe (act. B.1 E. 4.2). Damit setzt sich der Ehemann nicht substantiiert auseinander 
und legt auch keine diesbezüglichen Beweise ins Recht. Wie bereits vor der 
Vorinstanz bleiben seine Angaben in Bezug auf Häufigkeit und Umfang des 
Alkoholkonsums der Ehefrau sowie auf Art und Schwere einer psychischen 
Erkrankung, insbesondere aber zu entsprechenden Auswirkungen dieser 
Umstände auf die Fähigkeit der Ehefrau, die Kinder zu betreuen und zu pflegen, 
unsubstantiiert, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.

4.4.3. Ferner wird die Erziehungsfähigkeit der Ehefrau nicht bereits dadurch in 
Frage gestellt, dass sie von Domat/Ems weggezogen ist, zumal sie geltend macht, 
dies sei aufgrund von Drohungen, Gewalt und Belästigungen seitens des 
Ehemanns geschehen (act. A.1, Rz. III.4 [ZR1 24 204]). Wie bereits die Vorinstanz 
festgestellt hat, hat sie sodann im Rahmen ihres Wegzugs die gesamten 
Kinderbelange geregelt und sorgt auch finanziell für die Kinder. C._____ besucht 
die Schule am neuen Wohnort und hat sich dort gemäss Bericht des Beistands gut 
integriert (act. I.1 S. 3). D._____ ist zum Besuch des Kindergartens ab August 2025 
und E._____ in der Kita angemeldet (act. A.9, Rz. III.5 [ZR1 24 205]). 

Das Wohnumfeld der Kinder ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Der Beistand 
bestätigt in seinem Bericht, dass die neue Wohnung für die Kinder gut eingerichtet 
sei und genug Platz biete für die Mutter und die drei Kinder (act. I.1, S. 3 [ZR1 24 
204]). Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Kinder – wie vom Ehemann 
behauptet – grösstenteils in O.1._____ aufhalten, wo die Mutter der Ehefrau, 
H._____, lebt. Dass es sich bei Letzterer um die Mutter der Ehefrau handelt, geht 
im Übrigen aus dem Familienausweis hervor (RG-act. II./1), wobei nicht ersichtlich 
ist, aus welchem Grund der Ehemann dies bestreitet und was er damit erreichen 
möchte. Es ist zudem gerichtsnotorisch, dass sich Enkelkinder teilweise bei ihren 
Grosseltern aufhalten (dürfen), sofern dies gewünscht und möglich ist. Im Weiteren 
bestätigt der Beistand in seinem Bericht, dass die beiden jüngeren Kinder von der 

25 / 46

Mutter oder von verantwortungsvollen Drittpersonen betreut werden (act. I.1 [ZR1 
24 204]).

4.4.4. Was die vom Ehemann angezweifelte Bindungstoleranz der Ehefrau betrifft 
(vgl. z.B. act. A.8, Rz. 3 [ZR1 24 205]), ist festzuhalten, dass jene gemäss ihren 
Anträgen zwar das Besuchsrecht des Ehemannes einschränken möchte. Allerdings 
finden die Besuchswochenenden regelmässig statt, und es ist nicht ersichtlich, dass 
die Ehefrau die Kontakte wissentlich und willentlich verhindern würde. Zudem 
verliefen die Übergaben am Freitagabend, also von der Mutter zum Vater, jeweils 
unproblematisch, was dafür spricht, dass die Mutter die Kinder in Bezug auf die 
Besuche beim Vater positiv vorbereitet. Im Gegenzug kam es bei den Übergaben 
am Sonntagabend regelmässig zu erheblichen Problemen. Dies ist mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht darauf zurückzuführen, dass sich die 
Kinder bei der Ehefrau nicht wohlfühlen würden, sondern vielmehr darauf, dass der 
Ehemann den Loyalitätskonflikt der Kinder schürt, indem er an den 
Besuchswochenenden vor den Kindern klagt, wie schlecht es ihm gehe und wie 
traurig er ohne die Kinder sei (act. I.1, S. 2 f. [ZR1 24 204]), und auch nicht davor 
zurückschreckt, die Kinder für seine Zwecke, namentlich das Erhalten der Obhut, 
zu instrumentalisieren (vgl. E. 2.2.2). Es bestehen daher eher Zweifel an der 
Bindungstoleranz des Ehemannes als an derjenigen der Ehefrau.

4.4.5. Am Gesagten vermögen auch die vom Ehemann zwecks Nachweises der 
Unfähigkeit der Ehefrau, die Kinder zu betreuen, eingereichten Berichte und Video- 
bzw. Audioaufnahmen nichts zu ändern (act. B.1, B.2, B.5-B.8 [ZR1 24 205]; act. 
C.1 [ZR1 24 204]). Soweit die Berichte in deutscher Sprache verfasst sind – zu 
act. B.1 und B.2 fehlt eine Übersetzung, weshalb diese als Beweismittel nicht 
taugen – und sich überhaupt zum erziehungsrelevanten Verhalten der Ehefrau 
äussern, ist festzustellen, dass diese von dem Ehemann nahestehenden Personen 
stammen und offenbar auf dessen Bitten für das vorliegende Verfahren produziert 
wurden, was ihre Aussagekraft deutlich mindert. Teilweise sind die darin 
enthaltenen Angaben, wie zum fehlenden Besuch des Elternabends oder zur 
fehlenden Arbeitstätigkeit der Ehefrau, sodann durch Bestätigungen der Lehrperson 
– wonach sich die Ehefrau aufgrund einer kleinen Operation für den Elternabend 
abgemeldet und später in der Schule an einem Einzelgespräch teilgenommen hat 
(act. C.5 [ZR1 224 205]) – oder durch die erstinstanzlich eingereichten 
Steuerveranlagungen (RG-act. II./4 und II./5) klar widerlegt. Die Video- und 
Audioaufnahmen, die gemäss Ehemann zeigen sollen, dass die Kinder Angst vor 
ihrer Mutter hätten und sich nicht wohlfühlen würden (act. A.2, Rz. II.B.3), wirken 
grossmehrheitlich inszeniert und stellen ausserdem Momentaufnahmen dar. Zudem 

26 / 46

wird die erwähnte Behauptung des Ehemannes von der übrigen Aktenlage nicht 
gestützt. So geht unter anderem aus dem Bericht des Beistands hervor, dass er 
beide Eltern im direkten Umgang mit den Kindern fürsorglich und wohlwollend 
erlebe. Sodann habe er alle drei Kinder bei seinem Besuch bei ihnen und der Mutter 
als ruhig und entspannt erlebt (act. I.1 S. 2 [ZR1 24 204]).

4.4.6. Im Ergebnis ist der vorinstanzliche Schluss, dass die Ehefrau grundsätzlich 
erziehungsfähig ist, nicht zu beanstanden.

4.5. Bei gegebener Erziehungsfähigkeit der Ehefrau beantragt der Ehemann eine 
alternierende Obhut. Er knüpft diesen Antrag indes daran, dass die Ehefrau nach 
Domat/Ems zurückkehrt, was vorliegend nicht absehbar ist. Darüber hinaus liegen 
die Voraussetzungen für eine alternierende Obhut nicht vor. Es fehlt namentlich an 
der Fähigkeit und Bereitschaft der Eltern, in alltäglichen Kinderbelangen 
miteinander zu kommunizieren und im Hinblick auf die notwendigen 
organisatorischen Vorkehrungen zu kooperieren. Die fehlende Kommunikations- 
und Kooperationsbereitschaft ergibt sich nicht nur aus den Rechtsschriften, sondern 
auch aus dem Bericht des Beistands (act. I.1 S. 3 [ZR1 24 204]). Die 
Kooperationsbereitschaft verdient vorliegend indessen besondere Beachtung, da 
die beiden älteren Kinder bereits die Schule bzw. den Kindergarten besuchen und 
die Wohnorte der Eltern rund 40 km auseinander liegen. Im Weiteren legt der 
Ehemann auch nicht dar, wie die Betreuung der Kinder bei einer alternierenden 
Obhut auszugestalten wäre.

4.6. Nicht nur in Bezug auf die beantragte alternierende Obhut, sondern auch 
hinsichtlich seines Antrag auf Alleinzuteilung der Obhut führt der Ehemann sodann 
nicht näher aus, inwieweit ihm seine berufliche Tätigkeit die Betreuung seiner Kinder 
erlauben würde. Er bezeichnet zwar die Ausführungen der Vorinstanz, wonach er 
nicht dargelegt habe, wie er die Betreuung der Kinder im Falle einer 
Obhutszuteilung genau regeln würde, als unzutreffend, macht diesbezüglich aber 
auch im Berufungsverfahren keine konkreten Angaben. In seiner Berufung und in 
der Replik beruft er sich auf die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, womit er 
genügend Zeit habe, die Kinder zu beaufsichtigen und zu betreuen, sowie auf die 
Unterstützung seiner Familie (act. A.1 Rz. II.B.11; act. A.3 Rz. II.B.9 [ZR1 24 205]). 
In der Stellungnahme vom 31. März 2025 (act. A.8 Rz. II.B.2 [ZR1 24 205]) hielt er 
dann fest, er sei für einige Zeit arbeitslos gewesen, zur Zeit aber am Aufbau einer 
eigenen Firma. Nähere Angaben dazu fehlen jedoch, so dass die Zuteilung der 
Obhut an ihn auch aufgrund der ungeklärten Betreuungsmöglichkeit aktuell nicht in 
Frage kommt. 

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4.7. Der Beistand empfiehlt in seinem Bericht vom 3. März 2025, die Obhut über 
die drei Kinder bei der Mutter zu belassen. Nach seinen Erkenntnissen sei C._____ 
gut in der Schule am neuen Wohnort gestartet, habe bereits einige Freunde und sei 
gut integriert. Die beiden jüngeren Kinder würden von der Mutter oder 
verantwortungsvollen Personen betreut. Die Mutter habe bereits einen Krippenplatz 
für D._____ angefragt, damit sie für ihre Arbeit flexibler sei. Die Wohnung sei für die 
Kinder gut eingerichtet und biete genug Platz. Bei seinem Besuch bei der Mutter 
und den Kindern am 11. Dezember 2024 habe er alle drei Kinder ruhig und 
entspannt erlebt. Die Kinder hätten sich an den Rhythmus, in welchem sie ihren 
Vater besuchen, gewöhnt und die ganze Situation sei deutlich besser geworden, 
was vor allem weniger Stress für die Kinder bedeute (act. I.1, S. 2 f. [ZR1 24 204]).

4.8. Unter diesen Umständen besteht kein Grund, die Obhut über die Kinder dem 
Ehemann allein oder alternierend zuzuweisen. Vielmehr ist der Entscheid der Vor-
instanz, die Obhut für die Dauer des Getrenntlebens allein der Ehefrau zuzuweisen, 
zu schützen und die Berufung des Ehemannes abzuweisen. 

5. Persönlicher Verkehr

5.1.1. Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das 
minderjährige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen 
Verkehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). Dabei handelt es sich um ein gegenseitiges 
Pflichtrecht, welches in erster Linie dem Interesse des Kindes dient. Oberste 
Richtschnur für die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs ist das Kindeswohl, 
das anhand der Umstände des konkreten Einzelfalles zu beurteilen ist. Das Gericht 
hat sich deshalb in erster Linie an den Bedürfnissen des Kindes zu orientieren; die 
Interessen der Eltern haben hinter dem vorrangig massgebenden Kindeswohl 
zurückzutreten. In diesem Sinn hat der persönliche Verkehr zum Zweck, die positive 
Entwicklung des Kindes zu gewährleisten und zu fördern. Hierbei sind die 
Beziehungen zu beiden Elternteilen wichtig, da sie bei der Identitätsfindung des 
Kindes eine entscheidende Rolle spielen können. Das Recht auf persönlichen 
Verkehr steht den Eltern und dem Kind um ihrer Persönlichkeit willen zu (BGE 
131 III 209; Urteile des Bundesgerichts 5A_500/2023 vom 31. Januar 2024 E. 4.1.1, 
5A_400/2023 vom 11. Januar 2024 E. 3.3.1, 5A_962/2018 vom 2. Mai 2019 E. 5.2, 
je m.w.H.). Dem Sachgericht bzw. der Kindesschutzbehörde kommt bei der 
Regelung und Ausgestaltung der Besuchsmodalitäten ein weites Ermessen zu (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 5A_290/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 2.2 und 
5A_654/2019 vom 14. Mai 2020 E. 3.1, je m.w.H.; vgl. auch act. B.1, E. 5.1).

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5.1.2. Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, üben 
die Eltern ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind 
gekümmert oder liegen andere wichtige Gründe vor, kann ihnen das Recht auf 
persönlichen Verkehr im Sinne einer ultima ratio verweigert oder entzogen werden 
(Art. 274 Abs. 2 ZGB). Eine Gefährdung des Kindeswohls liegt vor, wenn die 
ungestörte körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung des Kindes durch ein 
auch nur begrenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil 
bedroht ist (Urteil des Bundesgerichts 5A_500/2023 vom 31. Januar 2024, E. 4.1.2 
m.w.H.). Können die negativen Auswirkungen durch eine besondere Ausgestaltung 
des Besuchsrechts begrenzt werden, so verbieten das Persönlichkeitsrecht des 
nicht obhutsberechtigten Elternteils, der Grundsatz der Verhältnismässigkeit, aber 
auch der Sinn und Zweck des persönlichen Verkehrs dessen gänzliche 
Unterbindung. Eine Möglichkeit, das Besuchsrecht besonders auszugestalten, 
besteht in der Anordnung, die Besuche in Anwesenheit einer Drittperson 
durchzuführen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass ein Besuch unter Aufsicht 
einer Begleitperson für die Beteiligten nicht denselben Wert hat wie ein 
unbegleiteter Besuch. Entsprechend darf die Eingriffsschwelle beim begleiteten 
Besuchsrecht nicht tiefer angesetzt werden, als wenn es um die Verweigerung oder 
den Entzug des Rechts auf persönlichen Verkehr überhaupt ginge. Das begleitete 
Besuchsrecht bezweckt, der Gefährdung des Kindes wirksam zu begegnen, 
Krisensituationen zu entschärfen, Ängste abzubauen sowie Hilfestellungen für eine 
Verbesserung der Beziehungen zum Kind zu bieten. Es stellt daher grundsätzlich 
eine Übergangslösung dar, welche nur für eine begrenzte Dauer anzuordnen ist 
(BGE 122 III 404 E. 3c; Urteile des Bundesgerichts 5A_848/2021 vom 5. Mai 2022 
E. 3.1 und 5A_68/2020 vom 2. September 2020 E. 3.2; BÜCHLER, in: Fankhauser 
[Hrsg.], FamKomm Scheidung, 4. Aufl. 2022, Art. 274 N. 15 ff.; 
SCHWENZER/COTTIER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 273 N. 25).

5.2. Die Vorinstanz räumte dem Ehemann, unter Berücksichtigung einer 100%-
igen Arbeitstätigkeit und des Alters der Kinder, ein Besuchsrecht von zwei 
Wochenenden im Monat, jeweils von Freitag 18:00 Uhr bis Sonntag 17:00 Uhr, ein 
Ferienrecht von vier Wochen jährlich sowie das Recht ein, die Hälfte der Feiertage 
mit den Kindern zu verbringen (act. B.1, E. 5.2 sowie Dispositiv-Ziff. 3).

5.3.1. Die Ehefrau beantragt in ihrer Berufung eine Reduktion des Besuchsrechts 
des Ehemannes auf ein Wochenende pro Monat, unter Kontrolle des gerichtlich 
eingesetzten Beistands, sowie des Ferienrechts auf zwei Wochen Ferien pro Jahr. 
Weiter beantragt sie, den Ehemann unter Straffolgen zu verpflichten, ihr die Kinder 

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nach Ausübung des Besuchsrechts jeweils am Sonntag um 17 Uhr zu übergeben, 
und festzuhalten, dass das Besuchs- und Ferienrecht bei Nichtantritt des 
Ehemannes spätestens eine Stunde nach dem gerichtlich festgesetzten Termin 
ersatzlos entfalle (act. A.1, Rechtsbegehren 2 [ZR1 24 204]). Zur Begründung bringt 
sie im Wesentlichen vor, der Ehemann habe sich während des Zusammenlebens 
nie um die Betreuung der gemeinsamen Kinder gekümmert. Vielmehr sei er 
erwerbslos gewesen und habe sich einzig um seine Spielsucht gekümmert, was 
hohe Schulden nach sich gezogen habe. Nach Kenntnisnahme ihres 
Eheschutzgesuchs habe er sich plötzlich in die Kinderbetreuung eingemischt und 
sowohl D._____ als auch C._____ ohne ihre Information zu sich genommen. 
Ausserdem habe er sich nach der Ausübung des Besuchsrechts auch schon 
geweigert, ihr den Sohn D._____ zurückzugeben. Um solche unhaltbaren Zustände 
zu vermeiden, sei das Besuchsrecht auf ein Wochenende pro Monat zu reduzieren 
und der Ehemann unter Strafandrohung zu verpflichten, die Kinder zurückzugeben. 
Ebenso soll der Beistand bei kindeswohlschädlichem Verhalten seitens des 
Ehemannes die Möglichkeit erhalten, das Besuchs- und Ferienrecht zu sistieren 
(act. A.1, Rz. III.2 ff. und Rz. III.9 [ZR1 24 204]). 

5.3.2. Der Ehemann beantragt die Abweisung des Antrags der Ehefrau. Er 
bestreitet die Darlegung der Ehefrau und erwidert, dass er und nicht die Ehefrau es 
gewesen sei, der einer Arbeitstätigkeit nachgegangen sei. Die Schulden habe die 
Ehefrau durch ihr luxuriöses Verhalten verursacht. Zudem habe er sich neben 
seiner Arbeitstätigkeit um die Kinder gekümmert. Sie würden denn auch sehr an 
ihm hängen, im Gegensatz zur Mutter. Im Übrigen sei es nicht so, dass er sich 
geweigert habe, den Sohn D._____ der Mutter zu übergeben, vielmehr habe dieser 
nicht zur Mutter gehen wollen (act. A.2, Rz. 6 [ZR1 24 204]).

5.3.3. In der Replik beantragte die Ehefrau dann, dem Ehemann bis auf Weiteres 
nur ein begleitetes Besuchsrecht zu gewähren und das Ferienrecht bis auf Weiteres 
zu sistieren. Eventualiter sei auch das Besuchsrecht zu sistieren (act. A.3, 
Rechtsbegehren Ziff. 2 [ZR1 24 204]). Sie wies die vom Ehemann erhobenen 
Behauptungen als ungeheuerlich zurück und brachte in Bezug auf die von jenem 
eingereichten Videos vor, diese seien mit einer Ausnahme gespielt. Der Ehemann 
zwinge die Kinder in eine Opferrolle und führe dabei Regie, indem er sie anweise, 
wie sie sich zu verhalten hätten. Bei einem Video, welches er während laufender 
Autofahrt gemacht habe, habe er das dann mitgeführte Kind und die weiteren 
Verkehrsteilnehmer sogar der Lebensgefahr ausgesetzt. Im Weiteren habe er die 
Kinder zu Aussagen gezwungen und D._____ bei der Übergabe derart aufgehetzt, 
dass er sich vorerst weinend geweigert habe, zur Grossmutter zu gehen. Gestützt 

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auf diese Videos seien bis auf weiteres sowohl das Besuchs-, als auch das 
Ferienrecht zu sistieren (act. A.3, Rz. III.3 ff. [ZR1 24 204]). 

5.3.4. Der Ehemann hielt in seiner Duplik fest, dass es ihm einzig und allein um das 
Wohl der Kinder gehe, welches gefährdet sei, wenn sie dauernd bei der Mutter 
seien, da sie nicht in der Lage sei, den Kindern die nötige Betreuung zu geben. Die 
Videos würden beweisen, dass die drei Kinder zum Vater wollten (act. A.4 [ZR1 24 
204]). 

5.3.5. In ihrer Stellungnahme vom 17. März 2025 machte die Ehefrau schliesslich 
geltend, dass die Kündigung der ehemals ehelichen Wohnung drohe, da der 
Ehemann die Mietzinse der Wohnung nicht zahle. Eine neue Wohnung könne er 
aufgrund seiner hohen Schulden kaum anmieten. Ohne eine Wohnung sei das 
Kindeswohl bei der Ausübung des Besuchsrechts gefährdet, so dass dieses bis auf 
Weiteres zu sistieren sei (act. A.7 [ZR1 24 204]). 

5.3.6. Der Ehemann brachte in seiner Stellungnahme vom 31. März 2025 vor, es 
sei klar zu beachten, dass die Kinder C._____ und D._____ am Sonntagabend oft 
nicht mehr zur Mutter zurückwollten und weinten (act. A.8 [ZR1 24 204]). 

5.3.7. Schliesslich hielt die Ehefrau in ihrer Stellungnahme vom 28. April 2025 fest, 
neben der Tatsache, dass der Ehemann bis heute weder Unterhaltsbeiträge 
geleistet noch sich an den Mietkosten beteiligt habe, sei ein weiterer wichtiger 
Grund für die Aussetzung des Besuchsrechts, dass er es vollständig ihr überlasse, 
für das wirtschaftliche Überleben der drei gemeinsamen Söhne zu sorgen. Sodann 
würden die fehlenden Nachweise für eine Begleichung der rückständigen Mietzinse 
hinreichend belegen, dass der Ehemann über keine geeigneten Räumlichkeiten 
verfüge, um das Besuchsrecht mit den Kindern am Wochenende auszuüben. Im 
Übrigen missbrauche er das Besuchsrecht, indem er bis tief in die Nacht Aktivitäten 
mit den Kindern unternehme, z.B. Besuche bei McDonald’s oder langes Fernsehen, 
so dass die Kinder völlig übermüdet zu ihr zurückkehren würden (act. A.9, Rz. III.2 
u. III.5 [ZR1 24 205]).

5.4.1.  Aus dem vom Obergericht u.a. betreffend Verlauf der Besuche und der 
Übergaben eingeholten Bericht des Beistands F._____ (act. I.1 [ZR1 24 204]) geht 
hervor, dass es in der Phase nach dem Umzug der Ehefrau und der Kinder viele 
Momente der Spannung, der Vorwürfe und wenig Toleranz dem anderen Elternteil 
gegenüber gegeben habe. Dem Ehemann sei es in dieser Zeit schwergefallen, die 
Trennung von den Kindern zu akzeptieren, obwohl das Besuchsrecht direkt vom 
ersten Wochenende an umgesetzt worden sei. Unterdessen habe sich die Trennung 

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der Eltern, unterstützt durch die Distanz, etwas etabliert. So habe in Bezug auf 
Ferien und Übergaben an den Besuchswochenenden eine Beruhigung der Situation 
festgestellt werden können. Er habe beide Elternteile im direkten Umgang mit den 
Kindern fürsorglich und wohlwollend erlebt. E._____, der Jüngste, hänge 
erwartungsgemäss mehr an der Mutter, während der mittlere Sohn, D._____, von 
beiden Eltern als "Papakind" eingestuft werde. Er hänge sehr am Vater und habe 
am ehesten Mühe, sich nach den Besuchswochenenden vom Vater zu lösen. 
Zurück bei der Mutter beruhige er sich nach Aussagen der Begleiterin bei den 
Übergaben recht schnell. C._____, der Älteste, verhalte sich etwas differenzierter 
und könne auch seine Bedürfnisse oder Wünsche schon besser ausdrücken. Für 
C._____ sei es wichtig, aber auch schwierig, nicht in den Konflikt der Eltern 
eingespannt zu werden. Bei seinem Besuch bei der Mutter und den Kindern am 11. 
Dezember 2024 habe er alle drei Kinder ruhig und entspannt erlebt. 

Zum Verlauf der Besuche und Übergaben hielt der Beistand fest, die 
Besuchswochenenden würden regelmässig alle zwei Wochen stattfinden, wobei die 
Übergaben aufgrund des Wunsches der Ehefrau, keinen direkten Kontakt mit dem 
Ehemann zu haben und ihren neuen Wohnort nicht preiszugeben, in O.5._____ 
stattfinden würden. Die Übergaben am Freitagabend seien stets unproblematisch 
verlaufen. Die Kinder hätten sich von der Mutter verabschiedet und seien zum Vater 
gegangen. Bei der Rückkehr am Sonntagabend habe es jedoch grosse Probleme 
gegeben, da D._____ und C._____ oft geweint und nicht zur Mutter gewollt hätten. 
Es sei daher mehrmals zu Piketteinsätzen der KESB und auch der Polizei 
gekommen, um die Kinder zur Mutter zu bringen. Nach Gesprächen mit den Kindern 
und dem Vater sowie Rückmeldungen der Mutter habe sich gezeigt, dass der 
Ehemann an den Besuchswochenenden vor den Kindern geklagt habe, wie schlecht 
es ihm gehe und wie traurig er ohne die Kinder sei. Dies bringe die Kinder in einen 
Loyalitätskonflikt, da sie ihren Vater ja nicht traurig machen wollten. Auch mehrere 
Gespräche, die er mit dem Vater geführt habe, hätten keine Verbesserung bewirken 
können. Er habe daher bei der KESB beantragt, eine Begleitung der Übergaben zu 
installieren. Seit Januar 2025 seien die Übergaben am Sonntag von Frau G._____ 
von der Firma J._____ begleitet worden. Die Übergaben fänden nun in O.6._____ 
statt, wobei die Begleitung eine deutliche Beruhigung der Situation bei den 
Übergaben gebracht habe. Die Kooperationsbereitschaft der Eltern ihm gegenüber 
sei gut. Beide kommunizierten respektvoll und adäquat und der Besuchs- und 
Ferienplan werde bis jetzt korrekt umgesetzt. 

Der Beistand empfiehlt, das Besuchsrecht im gleichen Rahmen fortzuführen. Die 
Kinder hätten sich nun an den Besuchsrhythmus mit dem Vater gewöhnt und die 

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ganze Situation sei deutlich besser geworden, was vor allem weniger Stress für die 
Kinder bedeute. 

5.4.2. Mittels Eingabe vom 19. August 2025 informierte der Beistand das 
Obergericht, dass der Ehemann unter der Woche bei der Schule am neuen Wohnort 
aufgetaucht sei, C._____ Süssigkeiten sowie Geld gegeben habe und ihn 
aufgefordert habe, die Mutter anzulügen bzw. nicht zu erzählen, dass er dort 
gewesen sei. Es bestehe keine rechtliche Handhabe, dem Vater dies zu verbieten, 
doch zeige es auf, dass der Fokus des Kindsvaters augenscheinlich nicht beim 
Kindeswohl liege (act. D.38 [ZR1 24 204]). 

5.5. Gemäss Abschlussbericht von G._____, J._____, zu den begleiteten 
Übergaben (act. D.28.1 [ZR1 24 204]), verlaufen diese überwiegend ruhig und 
strukturiert. Der Vater erscheine mit den Kindern regelmässig und pünktlich und es 
habe insgesamt ein stabiler Ablauf etabliert werden können. Der Kindsvater zeige 
sich während der Übergaben auch durchgehend kooperativ, freundlich und 
ansprechbar. Gelegentlich sei zu beobachten, dass eines der Kinder anhänglich 
gegenüber dem Vater reagiere, wobei dies vom Vater gut aufgefangen werde und 
den Ablauf der Übergaben nicht wesentlich in Frage stelle. Auch die Mutter 
erscheine pünktlich und werde jeweils von H._____ begleitet. Während die Mutter 
anfangs im Auto geblieben sei, habe sie im Verlauf der Zusammenarbeit motiviert 
werden können, aus dem Fahrzeug auszusteigen und die Kinder aktiv in Empfang 
zu nehmen, was sich spürbar positiv auf die Kinder ausgewirkt habe und von diesen 
sichtlich begrüsst worden sei. Es sei jedoch auf Seiten der Mutter wiederholt zu 
Unstimmigkeiten im Hinblick auf getroffene Abmachungen gekommen, z.B. was 
Telefonate von C._____ mit dem Vater in ihrer Anwesenheit oder eine geplante 
Schlüsselübergabe betreffe. Sodann habe die Mutter an den Übergaben am Freitag 
nicht teilgenommen. Ein wesentliches Ziel der begleiteten Übergaben – die 
schrittweise Übergabe der Verantwortung an die Eltern selbst – habe innerhalb des 
Begleitzeitraums bis Ende Juni 2025 nicht erreicht werden können. Die Eltern seien 
nicht bereit bzw. in der Lage, die Kinder eigenverantwortlich und ohne ihre 
Unterstützung zu übergeben. Sie empfehle daher eine weiterführende 
professionelle Begleitung.

5.6. Aus den vorstehend zitierten Berichten der involvierten Fachpersonen ergibt 
sich, dass die Besuche der Kinder beim Vater grundsätzlich alle zwei Wochen 
stattfinden und die Kinder sich an den Rhythmus gewöhnt haben. Der Vater hat ein 
gutes Verhältnis zu den Kindern und es bestehen keine Anzeichen, dass das Wohl 
der Kinder während den Besuchsrechtswochenenden beim Ehemann grundsätzlich 
gefährdet wäre, zumal regelmässige nächtliche Aktivitäten, wie sie die Ehefrau 

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geltend macht, nicht aktenkundig sind. Als problematisch erweisen sich vor allem 
die Übergaben, die im Oktober und November 2024 auch Einsätze der Polizei und 
des Pikettdienstes der KESB notwendig gemacht haben (act. D.3.2 [ZR1 24 205]). 
Der Beistand schildert nachvollziehbar, dass die Ursache dieser Schwierigkeiten 
hauptsächlich in dem vom Ehemann verursachten Loyalitätskonflikt liegen dürfte. 
Nachdem anfangs 2025 eine Begleitung der Übergaben installiert wurde, hat sich 
die Situation etwas beruhigt, wenngleich die Eltern die Übergaben nach 
Einschätzung von G._____ immer noch nicht eigenverantwortlich regeln können.

Was die Wohnsituation des Ehemannes betrifft, so wurde ihm seine Wohnung 
tatsächlich aufgrund fehlender Mietzinszahlungen gekündigt (act. A.17; act. B.6 
[ZR1 24 204]). Zwischenzeitlich hat er aber die ausstehenden Mietzinse bezahlt und 
sich mit der Vermieterin auf einen neuen Mietvertrag geeinigt (act. A.18 u. A.20; act. 
C.6 [ZR1 24 204]), weshalb er auch künftig über geeignete Räumlichkeiten für die 
Ausübung des Besuchsrechts verfügt. Wie der Ehemann sodann zutreffend 
ausführt, ist das Nichtbezahlen von Alimenten oder Mietkosten (act. A.8, Rz. II.B.2 
[ZR1 24 205]) kein Grund, das Besuchs- und Ferienrecht zu sistieren. Dass der 
Ehemann von seinen Kindern Video- und Audioaufnahmen erstellt und sie damit in 
den Elternkonflikt einbezieht, ist aus Sicht des Kindeswohl zwar bedenklich – 
insbesondere, wenn er dem Kind ein Handy mit anstössigen Bildern nicht 
wegnimmt, sondern es beim Anschauen der Bilder demonstrativ filmt –, rechtfertigt 
aber ebenfalls keine Aufhebung des Besuchsrechts.

5.7.1. Unter den vorstehenden Umständen besteht kein Grund, das Besuchs- und 
Ferienrecht des Ehemannes einzuschränken oder lediglich begleitet zuzulassen. Es 
erscheint aber im Sinne einer milderen Massnahme als gerechtfertigt, ihm im 
Zusammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts Weisungen zu erteilen. So 
ist das Eheschutzgericht nach Art. 176 Abs. 3 ZGB bei einer Gefährdung des 
Kindeswohls befugt, die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes zu treffen 
(Art. 307 Abs. 1 ZGB). Dazu gehören als mildeste Massnahme in der Stufenfolge 
der Kindesschutzmassnahmen insbesondere Ermahnungen und Weisungen nach 
Art. 307 Abs. 3 ZGB, die sämtliche Bereiche elterlichen Handelns erfassen können 
und die Maximen der Subsidiarität, Komplementarität und Proportionalität erfüllen 
müssen. Weil für Kinderbelange die Offizialmaxime gilt, kann das mit den 
Kinderbelangen befasste Gericht von Amtes wegen Massnahmen im Sinn von Art. 
307 ff. ZGB treffen (BGE 136 III 353 E. 3.3; BREITSCHMID, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, 7. Aufl. 2022, N. 14 u. 19 ff. zu Art. 307 ZGB).

Da das Kindeswohl von C._____, D._____ und E._____ durch das entsprechende 
Verhalten des Ehemannes gefährdet ist, wird der Genannte einerseits angewiesen, 

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sich an die bestehende Besuchsrechtsregelung zu halten, d.h. die festgelegten 
Zeiten einzuhalten und die Kinder nicht ausserhalb der Besuchszeiten aufzusuchen. 
Insbesondere hat er davon abzusehen, C._____ an seiner Schule aufzusuchen. 
Anderseits wird der Ehemann angewiesen, alles zu unterlassen, was das Verhältnis 
der Kinder zur Ehefrau beeinträchtigt (Art. 274 Abs. 1 ZGB). Dies beinhaltet 
insbesondere, dass er die Kinder nicht gegen die Ehefrau aufwiegelt und keine 
Video- und Audioaufnahmen mehr von ihnen (zwecks Beschaffung von Beweisen) 
erstellt.

5.7.2. Da die Übergaben der Kinder seit Ende 2024 soweit bekannt immer 
stattfanden, ist auch davon abzusehen, den Ehemann unter Androhung der 
Straffolgen von Art. 292 StGB zur Übergabe der Kinder nach den 
Besuchswochenenden zu verpflichten. Der Antrag der Ehefrau auf ersatzloses 
Entfallen des Besuchs- und Ferienrechts bei Nichtantritt desselben durch den 
Kindsvater spätestens eine Stunde nach dem gerichtlich festgesetzten Termin blieb 
unbegründet, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Im Übrigen liegt es in der 
Kompetenz des Beistands, die Folgen eines Nichtantritts des Besuchs- und 
Ferienrechts zu regeln.

5.8. Im Ergebnis ist der Antrag der Ehefrau auf Reduktion bzw. Sistierung des 
Besuchs- und Ferienrechts des Ehemannes und auf Begleitung der Besuche 
abzuweisen und die vorinstanzlich angeordnete Besuchsrechtsregelung 
weiterzuführen, unter Erlass der obenstehenden Weisungen.

6. Beistandschaft

6.1. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid die am 12. September 2024 
für die Kinder C._____, D._____ und E._____ vorsorglich errichtete Beistandschaft 
aufrechterhalten. Die Beistandsperson hat sie insbesondere damit betraut, die 
Kindseltern im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft (Art. 308 Abs. 1 ZGB) mit Rat 
und Tat in ihrer Sorge um das Kind, namentlich in den Bereichen Betreuung, 
Persönlichkeitsentwicklung, Erziehungsmethoden, gesundheitliche Entwicklung 
und Kindergarten/Schule, zu beraten und zu unterstützen, die Kindseltern im 
Rahmen der Besuchsrechtsbeistandschaft (Art. 308 Abs. 2 ZGB) angemessen zu 
beraten, zu unterstützen und zwischen ihnen zu vermitteln sowie die Kontakte im 
Umfang des gerichtlich festgelegten Besuchsrechts zu organisieren und zu 
überwachen sowie die konkreten Modalitäten der Besuchsrechtsausübung zu 
regeln, mit der Kompetenz, bei elterlicher Uneinigkeit die Besuchs- und 
Ferientermine (inklusiv Feiertage) sowie die Kindesübergabe im Rahmen der 

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gerichtlichen Regelung verbindlich festzulegen (act. B.1, E. 6 und Dispositiv-Ziff. 4). 
Die Beistandschaft als solche ist grundsätzlich unbestritten. 

6.2.1. In ihrer Berufung beantragt die Ehefrau indes, dem Beistand – unter 
Anpassung seiner Kompetenzen – das Recht einzuräumen, das Besuchs- und 
Ferienrecht bei einer kindeswohlschädlichen Ausübung durch den Ehemann bzw. 
bei grob pflichtwidrigem Verhalten des Genannten zu sistieren (act. A.1, 
Rechtsbegehren 2 u. 4 [ZR1 24 204]).

6.2.2. Nach Rechtsprechung und Lehre ist der Rahmen einer 
Besuchsrechtsregelung – namentlich die Frequenz, der Zeitpunkt und die Dauer der 
Besuche – gerichtlich bzw. behördlich festzulegen. Der Beistandsperson kann also 
nicht die Aufgabe übertragen werden, anstelle des Gerichts die Besuchsordnung zu 
erlassen, zu ergänzen oder zu ändern. Sie könnte lediglich beauftragt werden, 
innerhalb eines gerichtlich bzw. behördlich vorgegebenen Rahmens unter gewissen 
Umständen über den Zeitpunkt der Phasenübergänge zu entscheiden (vgl. BGE 
118 II 241 E. 2.d; Urteile des Bundesgerichts 5A_306/2019 vom 29. Januar 2020 E. 
4.4.1 u. 5A_883/2017 vom 21. August 2018 E. 3.3; BREITSCHMID, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
308 N. 17; AFFOLTER-FRINGELI, Die Besuchsrechtsbeistandschaft oder der Glaube 
an eine dea ex machina, ZKE 2015, S. 192). 

In Anbetracht dessen ist es nicht zulässig, den Entscheid über eine Sistierung des 
Besuchs- und/oder Ferienrechts an die Beistandsperson zu delegieren, weshalb der 
entsprechende Antrag der Ehefrau abzuweisen ist. Sollte aus der Sicht des 
Beistands eine Sistierung der Kontaktrechte notwendig werden, steht es ihm immer 
noch frei, bei der zuständigen Behörde einen entsprechenden Antrag zu stellen.

6.3.1. Der Ehemann beantragt in seiner Stellungnahme vom 31. März 2025 
seinerseits die Auswechslung des Berufsbeistands F._____. Zur Begründung 
macht er insbesondere geltend, dieser vertrete einseitig die Meinung der Ehefrau. 
Ausserdem sei es angebracht, als Beistand eine Person aus der näheren 
Umgebung der Kinder einzusetzen, da ein solcher besser in der Lage sei, das 
Umfeld der Kindsmutter abzuklären (act. A.8, Rz. II.B.3 ff. [ZR1 24 204]). 

6.3.2. Hat das Gericht, das für die Ehescheidung oder wie hier für den Schutz der 
ehelichen Gemeinschaft zuständig ist, die Beziehungen der Eltern zu den Kindern 
zu gestalten, so trifft es auch die nötigen Kindesschutzmassnahmen und betraut die 
Kindesschutzbehörde mit dem Vollzug (Art. 315a Abs. 1 ZGB). Auch bei 
gerichtlicher Anordnung von Kindesschutzmassnahmen infolge 

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Kompetenzattraktion kommt somit die Zuständigkeit zum Vollzug und zur 
Überwachung dieser Massnahmen – wozu auch die Bezeichnung und Instruktion 
der Beistandsperson gehört – ausschliesslich der Kindesschutzbehörde zu. In 
diesem Sinn setzte denn auch die KESB Nordbünden, und nicht die Vorinstanz, mit 
Entscheid vom 16. September 2024 F._____, Berufsbeistandschaft Imboden, als 
Beistand von E._____, D._____ und C._____ ein (RG-act. IV./5). Stellt sich im 
Verlauf der Beistandschaft bei noch hängigem Gerichtsverfahren betreffend 
Regelung der Kinderbelange die Frage nach einer Auswechslung der 
Beistandsperson, handelt es sich auch dabei um eine Vollzugsfrage, welche in die 
Zuständigkeit der Kindesschutzbehörde fällt. Auf den entsprechenden Antrag des 
Ehemannes ist daher nicht einzutreten. 

7. Kontakt- und Rayonverbot

7.1. Die Ehefrau beantragt im Berufungsverfahren, es sei gegenüber dem 
Ehemann ein Kontaktverbot bezüglich Telefonate und sämtlichen Social-Media 
Plattformen (WhatsApp, Telegramm, Snapchat, Instagram, X, usw.) und ein 
Rayonverbot mit einer Distanz von mindestens 100 Metern gegenüber ihr sowie 
ihrer Wohnung zu erlassen, unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB (act. A.1, 
Rechtsbegehren Ziff.  3 [ZR1 24 204]). Zur Begründung macht sie geltend, die 
Vorinstanz habe ihr Begehren um ein Kontakt- und Rayonverbot mit 
superprovisorischem Entscheid vom 12. September 2024 abgewiesen und darin als 
dringliche Kindesschutzmassnahme eine Beistandschaft für die drei Kinder 
errichtet. Diese habe den Ehemann nicht daran gehindert, die Kinder zu entführen, 
sie aufzustacheln, zu manipulieren sowie ihr und ihrer Mutter gegenüber 
Morddrohungen auszusprechen. Aufgrund dieser neuen Fakten und um das 
Schlimmste zu verhindern, sei das erneut beantragte Kontakt- und Rayonverbot 
auszusprechen, zumal der Ehemann den neuen Wohnort von ihr und ihren drei 
Kindern früher oder später ausfindig machen werde, habe er sich doch mehrfach 
durch intensives Stalking ihr gegenüber ausgezeichnet (act. A.1, Rz. IV.1 [ZR1 24 
204]). Er habe sich mehrfach aggressiv, beleidigend und gewalttätig ihr gegenüber 
verhalten, auch in Gegenwart der Kinder (act. A.14 S. 4; vgl. auch act. A.9, Rz. III.5 
[ZR1 24 204]).

7.2. Der Ehemann bestreitet die Darlegungen der Ehefrau. Er führt aus, er werde 
als "Monster" dargestellt, um von der eigentlichen Problematik, der Obhut der Mutter 
über die Kinder, abzulenken. Ausserdem mache ein Rayonverbot lediglich dann 
Sinn, wenn er auch tatsächlich wisse, wo sich seine Ehefrau und die drei Kinder 

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aufhalten würden. Die Voraussetzungen seien allerdings auch dann nicht gegeben 
(act. A.2, Rz. II.B.5.3 u. 6; act. A.10.1 [ZR1 24 204]).

7.3. Das Eheschutzgericht trifft auf Begehren eines Ehegatten die vom Gesetz 
vorgesehenen Massnahmen. Gemäss Art. 172 Abs. 3 Satz 2 ZGB sind die 
Bestimmungen über den Schutz der Persönlichkeit gegen Gewalt, Drohungen oder 
Nachstellungen sinngemäss anwendbar. Der Schutz der Persönlichkeit vor solchen 
Verletzungen ist in Art. 28 ff. ZGB geregelt (MAIER/SCHWANDER, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 172 N. 11a). Nach Art. 28b Abs. 1 ZGB kann die klagenden Person dem Gericht 
zum Schutz gegen Gewalt, Drohungen oder Nachstellungen beantragen, der 
verletzenden Person zu verbieten, sich ihr anzunähern oder sich in einem 
bestimmten Umkreis ihrer Wohnung aufzuhalten (Ziff. 1) oder mit ihr Kontakt 
aufzunehmen, namentlich auf telefonischem, schriftlichem oder elektronischem 
Weg, oder sie in anderer Weise zu belästigen (Ziff. 3). Unter Gewalt ist die 
unmittelbare Beeinträchtigung der physischen, psychischen, sexuellen oder 
sozialen Integrität eines Menschen zu verstehen, wobei diese eine gewisse 
Intensität aufweisen muss (MEILI, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 28b N. 4; SIX, Eheschutz, 
2. Aufl. 2014, Rz. 2.199). Als Drohung gilt das Inaussichtstellen von 
widerrechtlichen Verletzungen der Persönlichkeit. Auch in einem solchen Fall muss 
es sich um eine ernst zu nehmende Bedrohung gegenüber dem Opfer oder einer 
ihm nahestehenden Person (z.B. dem eigenen Kind) handeln. Eine Nachstellung 
(Stalking) ist gegeben bei zwanghaftem Verfolgen und Belästigen einer Person über 
eine längere Zeit, und zwar unabhängig davon, ob zwischen dem Täter und dem 
Opfer eine Beziehung besteht oder nicht (z.B. Ausspionieren, Drang nach 
physischer Nähe). Diese Vorkommnisse müssen wiederholt auftreten und bei der 
betroffenen Person starke Furcht hervorrufen (Urteil des Bundesgerichts 
5A_377/2009 vom 3. September 2009 E. 5.3 m.w.H.; MEILI, a.a.O., Art. 28b N. 4; 
MAIER/SCHWANDER, a.a.O., Art. 172 N. 11b). Da mit dem Anordnen von 
Massnahmen zum Schutz des Opfers in grundrechtlich geschützte Positionen der 
verletzenden Person eingegriffen wird, muss das Gericht den Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit beachten (BGE 144 III 257 E. 4.1; MEILI, a.a.O., Art. 28b N. 7). 

7.4. Die Ehefrau hatte bereits im erstinstanzlichen Verfahren ein Gesuch um 
Anordnung eines Kontakt- und Annäherungsverbots gestellt, wobei dieses mit 
superprovisorischem Entscheid vom 12. September 2024 abgewiesen wurde. Im 
Anschluss wiederholte die Ehefrau ihren Antrag weder in ihrer Stellungnahme vom 
25. September 2024 noch anlässlich der Hauptverhandlung, weshalb die Vorinstanz 

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von einem (stillschweigenden) Rückzug des entsprechenden Rechtsbegehrens 
ausging (act. B.1, E. 2). Dies wird von der Ehefrau nicht gerügt. Vielmehr geht auch 
sie von einem erneut beantragten Kontakt- und Rayonverbot aus. Insofern liegt eine 
Klageänderung vor. Eine solche ist im Berufungsverfahren lediglich dann zulässig, 
wenn erstens die Voraussetzungen von Art. 227 Abs. 1 ZPO gegeben sind und 
zweitens die Klage sich auf neue Tatsachen und/oder Beweismittel stützen kann 
(SPÜHLER, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 317 N. 15). Zu beachten ist in diesem 
Zusammenhang, dass im Eheschutzverfahren, soweit Belange zwischen den 
Ehegatten betroffen sind, lediglich die eingeschränkte Untersuchungsmaxime zur 
Anwendung gelangt (Art. 271 lit. a in Verbindung mit Art. 272 ZPO). Diese 
verpflichtet das Gericht nicht zur eigentlichen Erforschung des Sachverhalts, 
sondern