# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9f8e7ad-3964-5327-b0dd-31541f232474
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.07.2009 E-4083/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4083-2009_2009-07-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4083/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

X._______,
Nigeria,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 17. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4083/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  – ein  nigerianischer  Staatsbürger  aus 
A._______  – sein Heimatland eigenen Angaben zufolge Anfang April 
2009 verliess, per  Schiff  in ein ihm unbekanntes Land gelangte und 
von dort  per  Auto und Zug am 29. April  2009 unter  Umgehung der 
Grenzkontrollen in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl 
nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im B._______ vom 14. Mai 2009 
sowie der direkten Anhörung vom 2. Juni 2009 zur Begründung seines 
Asylgesuchs geltend machte, sein Vater sei ein führendes Mitglied des 
Geheimkultes C._______ gewesen und habe ihn heimlich initiiert,

dass er nach dem Tod seines Vaters von einem Freund seines Vaters 
(O.)  kontaktiert  worden sei,  welcher  ihm erzählt  habe,  er  habe sich 
diesem Kult lebendig oder tot anzuschliessen, zumal er die Nachfolge 
seines Vaters übernehmen müsse,

dass er mit Hinweis auf seine religiöse Überzeugung dieses Ansinnen 
abgelehnt  habe,  woraufhin  der  Freund seines  Vaters  ihm verbal  ge-
droht habe, 

dass er deswegen im Januar 2009 bei der Polizei Anzeige gegen O. 
erstattet habe, woraufhin sich der Polizeichef bei O. entschuldigt und 
stattdessen den Beschwerdeführer wegen Falschaussage festgenom-
men und für zwei Tage inhaftiert habe,

dass er daraus geschlossen habe, dass auch der Polizeichef diesem 
Geheimkult angehöre,

dass  er  in  der  Folge  von  Mitgliedern  dieses  Kultes  stets  belästigt 
worden  sei,  weshalb  er  zu  einem Freund  nach  C._______  gezogen 
sei,

dass  er  dafür  seine  Ausweisdokumente  aus  seinem  Versteck  habe 
holen wollen, diese jedoch vom Geheimkult entwendet worden seien,

dass er deshalb ohne Papiere nach C._______ geflüchtet sei,  wo er 
sich einen Monat bei seinem Freund aufgehalten habe,

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dass,  als  er  und  auch  sein  Freund  in  C._______  weiterhin  von 
Kultanhängern  behelligt  worden  seien,  er  sich  zu  seiner  Ausreise 
entschlossen habe,

dass er vor diesem Hintergrund Nigeria anfangs April 2009 verlassen 
habe und am 29. April 2009 illegal in die Schweiz eingereist sei,

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen des Beschwerde-
führers auf die Protokolle bei den Akten verwiesen werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  weder  Identitätsdokumente  noch andere 
Beweismittel  zu den Akten reichte und der schriftlichen Aufforderung 
zur Papierbeschaffung innert 48 Stunden nicht nachgekommen ist,

dass das BFM mit – gleichentags eröffneter – Verfügung vom 17. Juni 
2009 in  Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  und Abs. 3 des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
nicht eintrat,  die  Wegweisung  – unter  Anordnung von Zwangsmitteln 
im  Unterlassungsfall  – aus  der  Schweiz  verfügte  sowie  den  Vollzug 
anordnete, wobei der Beschwerdeführer die Schweiz am Tag nach Ein-
tritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen habe,

dass  es  zudem  die  Aushändigung  editionspflichtiger  Akten  gemäss 
Aktenverzeichnis verfügte,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
gerichteter Beschwerde vom 17. Juni 2009 sinngemäss beantragte, die 
Verfügung des BFM vom 17. Juni 2009 sei aufzuheben und zur Neu-
beurteilung zurückzuweisen,  eventualiter  sei  die Vorinstanz anzuwei-
sen, den Vollzug der Wegweisung infolge Unzulässigkeit und Unzumut-
barkeit zugunsten einer vorläufigen Aufnahme auszusetzen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  26.  Juni  2009  vollständig  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

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und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 
und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbstständigen  mate-
riellen  Prüfung enthält,  die  angefochtene Verfügung aufhebt  und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide des  Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE ebenda E. 2.1 S. 73),

dass  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts 
zudem  in  der  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  nicht  be-
schränkt ist,  weil  das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG 
i.V.m. Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) materiell zur Sache 
zu äussern hat,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht  in  der  Lage (Art. 32 Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf 
Grund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die 
Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird (Art. 32  Abs. 3 Bst. b  AsylG) 
oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche  Abklä-
rungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegwei-
sungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen innert der 48-Stun-
denfrist keine Identitäts- oder Reisepapiere zu den Akten gereicht hat,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend und mit  hinreichender  Begründung dargelegt  hat,  wes-

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halb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren keine 
entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  weshalb  auf  die  vorinstanzlichen 
Erwägungen verwiesen werden kann,

dass die Behauptung des Beschwerdeführers im B._______, er habe 
keine  rechtsgenüglichen  Identitätsdokumente,  weil  diese  "wie  durch 
ein Wunder"  verloren gegangen seien,  und er  habe auch keine Zeit 
gehabt,  einen  neuen  Reisepass  zu  beantragen,  mit  Blick  auf  seine 
Ausreiseumstände wenig plausibel anmutet,

dass er trotz mehrmaliger entsprechender Aufforderung keine ersicht-
lichen Anstrengungen unternahm, um mit  Hilfe von Verwandten oder 
Bekannten Papiere zu beschaffen,

dass es dem Beschwerdeführer bewusst gewesen sein müsste, dass 
er sich in jedem Gast- respektive Asylland identifizieren muss, und es 
für  jede  Person aus Nigeria  möglich  ist,  sich  rechtsgenügliche  Aus-
weise ausstellen zu lassen, zumal er  eigenen Angaben gemäss erst 
eine  Woche  vor  seiner  Ausreise  bei  der  Immigrationsbehörde  in 
Abakalike einen Reisepass beantragt habe,

dass  – wie das BFM zu Recht ausgeführt  hat  – im Übrigen weitest-
gehend ausgeschlossen werden kann, dass es dem Beschwerdeführer 
angesichts  der  strengen  Grenzkontrollen  der  Schengen-Vertrags-
staaten  und  der  für  seine  Reise  notwendigen  Transitländer  möglich 
gewesen  wäre,  ohne  authentische  und  rechtsgenügliche  Ausweis-
papiere  – respektive  ohne  in  diesen  Ländern  jemals  kontrolliert  zu 
werden (vgl. A1 S. 8; A7 S. 18)  – von Nigeria bis in die Schweiz zu 
gelangen,

dass das Bundesverwaltungsgericht damit aufgrund der unglaubhaften 
und realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
er  jedoch  innert  48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner 
gesetzlichen Mitwirkungspflicht  (vgl. Art. 8  Abs. 1 Bst. b  AsylG)  den 
schweizerischen Behörden nicht aushändigte,

dass auch seine Vorbringen zu seiner Flucht respektive den -umstän-
den  aus  Nigeria  mit  Hilfe  eines  Mitarbeiters  der  (...)  nicht  zu 
überzeugen  vermögen,  zumal  sich  solche  Angestellte  mit  Sicherheit 
nicht einem derart hohen Risiko aussetzen würden, um einem fremden 

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Mann zur Flucht zu verhelfen, da diese selbst mit grossen Nachteilen 
zu rechnen hätten,

dass an dieser Beurteilung auch sein Vorbringen in der Rechtsmittel-
eingabe, er werde versuchen, Papiere zu beschaffen und diese umge-
hend  dem  Bundesverwaltungsgericht  nachzureichen,  dazu  jedoch 
sechs bis zwölf  Monate benötige, nichts an der Sachlage zu ändern 
vermag, zumal es bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die 
Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die Schweiz verwen-
deten Papiere geht,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Wegweisungs-
vollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat,

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Befragung im B._______ vom 14. Mai 2009 und der Anhö-
rung vom 2. Juni 2009 darstellt,  unter Verzicht auf zusätzliche tatbe-
ständliche oder rechtliche Abklärungen im Rahmen einer bloss sum-
marischen  Prüfung  der  eindeutige  Schluss  gezogen  werden  kann, 
dass  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht erfüllt, und einem Vollzug seiner Wegweisung keine Hindernisse 
entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 
E. 5.5 und 5.6),

dass  es  sich  bei  den  geltend  gemachten  Behelligungen  klarerweise 
um solche durch Drittpersonen handelt,

dass nach der  Schutztheorie  die flüchtlingsrechtliche Relevanz einer 
nichtstaatlichen  Verfolgung  vom  Vorhandensein  eines  adäquaten 
Schutzes  durch  den  Heimatstaat  oder  unter  gewissen  Umständen 
durch einen sogenannten Quasi-Staat abhängt, und in diesem Sinne 
auch der Unterscheidung zwischen Schutzunwilligkeit und -unfähigkeit 
des  Heimatstaats  (beziehungsweise  allenfalls  eines  Quasi-Staats) 
grundsätzlich keine entscheidende Bedeutung mehr zukommt (EMARK 
2006 Nr. 18 E. 10.2, S. 202),

dass damit Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung im Heimatstaat als 
ausreichend zu qualifizieren ist, wenn die betroffene Person effektiven 
Zugang zu einer funktionierenden und effizienten Infrastruktur hat und 

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ihr  die  Inanspruchnahme  eines  solchen  innerstaatlichen  Schutzsys-
tems individuell  zumutbar ist,  wobei es der entscheidenden Behörde 
obliegt, die konkrete Effektivität des Schutzes im Heimatland abzuklä-
ren und zu begründen (a.a.O. E. 10.3, S. 203),

dass indessen davon auszugehen ist,  der nigerianische Staat  sei  im 
heutigen Zeitpunkt grundsätzlich in der Lage und willens, seine Bürger 
gegen rechtswidrige Übergriffe anderer Personen zu schützen,

dass der Beschwerdeführer als behauptetes Opfer lokaler Behelligun-
gen  in  Nigeria  somit  grundsätzlich  einen  effektiven  und  zumutbaren 
Zugang zu einer funktionierenden Schutzinfrastruktur hat,

dass, wie die Vorinstanz diesbezüglich zutreffend ausführte, dem Be-
schwerdeführer zuzumuten gewesen wäre, sich wegen der angeblich 
anhaltenden Bedrohung in  C._______ auch an die  dort  zuständigen 
Behörden zu wenden und Anzeige zu erstatten, umso mehr, als er zu 
diesem Zeitpunkt im Besitze von Beweismaterial gegen den Geheim-
bund gewesen sei,

dass demnach der Einwand in der Beschwerde, wonach der Polizei-
chef in Awka selbst ein Mitglied des Kultes C._______ gewesen sei, 
weshalb dieser ihn verhaftet habe, nicht überzeugt,

dass sich der Beschwerdeführer im Weiteren auch durch einen Umzug 
innerhalb seines Heimatlandes den geltend gemachten Behelligungen 
durch diesen Geheimbund hätte entziehen können,

dass die  Verfolgungsvorbringen nach dem Gesagten  – und wie  vom 
BFM  zutreffend  festgestellt  – als  offensichtlich  nicht  asylrelevant  zu 
qualifizieren sind,

dass es sich bei dieser Sachlage erübrigt, auf die Ausführungen in der 
Beschwerde noch näher einzugehen, zumal  sie  an den zutreffenden 
Schlussfolgerungen  der  Vorinstanz  – auf  die  an  dieser  Stelle  im 
Übrigen verwiesen werden kann – nichts zu ändern vermögen, 

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG und Art.  33  FK verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschen-
rechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 
die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als  unzu-
mutbar  erweist,  wenn sie im Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund 
von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass die allgemeine wirtschaftliche Lage der Bevölkerung in Nigeria im 
Vergleich zu schweizerischen Verhältnissen zwar schwieriger  ist,  all-
fällige ökonomische Schwierigkeiten, von denen der Beschwerdeführer 
nach  der  Rückkehr  betroffen  sein  könnte,  jedoch  keine  Existenz 
bedrohende Situation darstellen, welche den Vollzug der Wegweisung 
in  den  Heimatstaat  als  unzumutbar  erscheinen  lassen  (vgl.  EMARK 
1994 Nr. 19 S. 149), zumal in Nigeria weder Krieg noch eine Situation 
allgemeiner  Gewalt  herrscht,  sich  die  politische  und  wirtschaftliche 
Situation in letzter Zeit stabilisiert und teilweise sogar leicht verbessert 
hat,

dass der bald (...)-jährige Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge 
über  eine  solide  Schulbildung  verfügt,  keine  gesundheitlichen  Pro-
bleme geltend macht, eigenen Angaben gemäss bis zur Ausreise als 
(...)  tätig  gewesen  sei  und  mit  (...)  Nigeria  auf  ein  familiäres  und 
verwandtschaftliches  Beziehungsnetz  zurückgreifen  kann,  weshalb 
davon auszugehen ist,  dass  er  sich  in  Nigeria  eine eigene Existenz 
aufbauen kann,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: 

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