# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 756544b4-d2b7-557f-9d04-c8b52dc63cf8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.07.2014 A-2479/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2479-2014_2014-07-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-2479/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), 

Richter Jürg Steiger,  

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,    

Gerichtsschreiber Oliver Herrmann. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______ AG, 

vertreten durch Dr. iur. Paul-Lukas Good, Rechtsanwalt,  

Dufourstrasse 42, Postfach, 8008 Zürich 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
Verkehrsbetriebe Glattal VBG, 

Sägereistrasse 24, 8152 Glattbrugg,   

vertreten durch lic. iur. Norbert Mattenberger, Rechtsanwalt, 

Narzissenstrasse 5, Postfach 2119, 8033 Zürich, 

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10,  

c/o Dr. iur. Kaspar Plüss, Vizepräsident, Verwaltungsge-

richt Zürich, Postfach, 8090 Zürich,   

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Enteignungsentschädigung (Zwischenverfügung). 

 

A-2479/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens für die Glattalbahn schlos-

sen die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG (nachfolgend: VBG) und die 

Schweizerische Eidgenossenschaft am 20. August bzw. am 5. November 

2003 zur Erledigung der Einsprache der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft einen enteignungsrechtlichen Vergleich: Auf dem der Eidgenos-

senschaft gehörenden Grundstück Kat.-Nr. (…) wurden zugunsten der 

VBG Dienstbarkeiten für die Schüttung eines Eisenbahndammes im Be-

reich (…), für den Bau und den Betrieb der Eisenbahnanlage, für den Bau 

von zwei Wartehallen sowie für den Bau einer Bike + Ride Anlage be-

gründet. Zugunsten des Kantons Zürich wurde zudem ein Fuss- und 

Fahrradwegrecht vereinbart. Das Projekt der Glattalbahn sollte vom 

Grundstück Kat.-Nr. (…) eine Fläche von 4'075 m
2 
in Anspruch nehmen. 

B.  

Am 5. Dezember 2006 erwarb die A._______ AG (…) das Grundstück 

Kat.-Nr. (…) von der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu Eigentum, 

wobei ihr der abgeschlossene Vergleich von August bzw. November 2003 

überbunden wurde. Am 20. Juni 2007 bezahlten die VBG der 

A._______ AG Fr. 1'426'250.– zuzüglich Zins für die vereinbarten 

Rechtseinräumungen. 

C.  

Aufgrund der Entwicklung der Projekte der Glattalbahn durch die VBG 

und der Überbauung des Grundstücks Kat.-Nr. (…) durch die 

A._______ AG kamen beide Parteien überein, von der ursprünglich vor-

gesehenen Dammschüttung im Bereich (…) abzusehen und das Grund-

stück Kat.-Nr. (…) mit einem Brückenbauwerk (sog. Viadukt […]) zu que-

ren. Da die Eisenbahnbrücke eine geringere Dienstbarkeitsfläche in An-

spruch nimmt (2'097.4 m
2
) als die ursprünglich geplante Dammschüttung, 

verpflichtete sich die A._______ AG, der VBG für die Reduktion der 

Dienstbarkeitsfläche eine Ausgleichszahlung von Fr. 692'160.– zu leisten. 

Die A._______ AG verpflichtete sich zudem, an die Baukosten des Brü-

ckenbauwerks einen Betrag von Fr. 800'000.– zu bezahlen. Zur rechtli-

chen Sicherung des neuen Eisenbahnviadukts, zur Revision der bereits 

begründeten Dienstbarkeiten und zur Sicherung des Kostenbeitrages 

schlossen die VBG und die A._______ AG am 20. Januar 2011 einen öf-

fentlich beurkundeten Dienstbarkeitsvertrag mit Errichtung von zwei 

Grundpfandrechten. Die entsprechende eisenbahnrechtliche Projektände-

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Seite 3 

rung war vom Bundesamt für Verkehr (nachfolgend: BAV) bereits mit Ver-

fügung vom 16. April 2009 genehmigt worden. 

D.  

Nachdem die A._______ AG die Ausgleichszahlung von Fr. 692'160.– 

nicht bezahlt hatte, leitete die VBG am 25. Januar 2012 die Betreibung 

gegen sie ein.  

E.  

Am 18. Juni 2012 focht die A._______ AG den im Januar 2011 abge-

schlossenen Dienstbarkeitsvertrag sowie ein Abnahmeprotokoll vom 

2. März 2011 wegen Vorliegen eines Grundlagenirrtums im Sinne von 

Art. 31 OR an und machte gegenüber der VBG gestützt auf den enteig-

nungsrechtlichen Vergleich aus dem Jahr 2003 Forderungen in der Höhe 

von Fr. 2'418'454.65 geltend. 

F.  

Mit Schreiben vom 2. August 2012 überwies die VBG die Entschädi-

gungsforderungen der A._______ AG als enteignungsrechtliche Nachfor-

derungen im Sinne von Art. 41 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 

20. Juni 1930 über die Enteignung (EntG, SR 711) dem BAV, das die An-

gelegenheit seinerseits am 9. August 2012 der Eidgenössischen Schät-

zungskommission Kreis 10 (nachfolgend: ESchK 10) zur Behandlung wei-

terleitete. 

G.  

Von der ESchK 10 zur Mitteilung aufgefordert, ob sie die im Überwei-

sungsschreiben des BAV erwähnten Forderungen gegenüber der VBG 

bei ihr anmelden wolle, stellte die A._______ AG am 11. Januar 2013 u.a. 

den Antrag, es sei festzustellen, dass es sich bei den im Überweisungs-

schreiben des BAV aufgeführten Forderungen der A._______ AG gegen 

die VBG nicht um Nachforderungen im Sinne von Art. 41 Abs. 1 Bst. b 

EntG handle. Zur Begründung führte sie aus, die VBG habe ihre Forde-

rungsansprüche ohne jegliche Ankündigung und Rücksprache mit ihr 

beim BAV anhängig gemacht, obwohl diese nichts mit dem Enteignungs-

verfahren zu tun hätten.  

H.  

Am 14. Oktober 2013 stellte die A._______ AG im Verfahren vor der 

ESchK 10 den Antrag, das Verfahren sei vorerst auf die Frage der Zu-

ständigkeit zu beschränken und es sei auf das Verfahren in Feststellung, 

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dass die Schätzungskommission sachlich nicht zuständig sei, nicht einzu-

treten. Nicht sie habe den fraglichen Sachverhalt der Schätzungskom-

mission unterbreitet, sondern die VBG. Sie selbst habe sich von Anfang 

an auf den Standpunkt gestellt, dass ihre Forderungen nicht als enteig-

nungsrechtliche Nachforderungen zu qualifizieren seien. Vielmehr basier-

ten ihre Forderungen auf dem enteignungsrechtlichen Vergleich aus dem 

Jahr 2003. Dieser sei als verwaltungsrechtlicher Vertrag zu qualifizieren, 

weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich für die Beurteilung 

ihrer Forderungen zuständig sei. 

I.  

Mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 16. April 2013 wurde der VBG in 

der Betreibung auf Verwertung eines Grundpfandes Nr. (…) provisorische 

Rechtsöffnung erteilt für Fr. 692'160.– nebst Zinsen zu 5% seit 10. Mai 

2011, für Fr. 5'167.50 Vertragszins nebst Zinsen zu 5% seit 25. Januar 

2012, für das Pfandrecht lastend auf Grundbuch (…) Kataster Nr. (…) 

sowie für die Betreibungskosten und für Kosten und Entschädigung des 

Verfahrens vor dem Bezirksgericht. Eine von der A._______ AG dagegen 

eingereichte Beschwerde wies das Obergericht mit Urteil vom 7. Novem-

ber 2013 ab. 

J.  

Am 9. Dezember 2013 reichte die A._______ AG beim Handelsgericht 

des Kantons Zürich eine Aberkennungsklage ein und beantragte, es sei 

festzustellen, dass die Forderungen von Fr. 692'160.– nebst Zins zu 5% 

seit 10. Mai 2011 und für Fr. 5'167.50 nebst Zins zu 5% seit 25. Januar 

2012, für welche das Bezirksgericht Uster mit Urteil vom 16. April 2013 

provisorische Rechtsöffnung erteilt habe, nicht bestehen. Zusätzlich ver-

langte sie, das Verfahren sei zu sistieren, bis die ESchK 10 rechtskräftig 

über ihre sachliche Zuständigkeit entschieden habe. Zur Begründung 

führte die A._______ AG aus, sie bringe mit den bestrittenen Forderun-

gen der VBG Gegenforderungen in der Höhe von mindestens 

Fr. 2'418'454.65 zur Verrechnung, weshalb jene vollständig getilgt seien. 

Da ihre Gegenforderungen bereits bei der ESchK 10 anhängig gemacht 

worden seien, sei das Verfahren vor dem Handelsgericht zu sistieren, bis 

ein rechtskräftiger Entscheid betreffend die sachliche Zuständigkeit in je-

nem Verfahren vorliege.  

K.  

Mit Beschluss vom 20. Februar 2014 wies das Handelsgericht des Kan-

tons Zürich den Sistierungsantrag der A._______ AG ab.  

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Seite 5 

L.  

Nachdem sich die ESchK 10 in Bezug auf die Zuständigkeit für die beiden 

Verfahren, die vor Handelsgericht bzw. der Schätzungskommission hän-

gig sind, vergeblich um einen Meinungsaustausch mit dem Handelsge-

richt des Kantons Zürich bemüht hatte, sistierte sie das bei ihr hängige 

Verfahren mit Verfügung vom 4. April 2014, bis feststeht, ob und – falls ja 

– wie das Handelsgericht die Klagebegehren der A._______ AG beurteilt. 

M.  

Gegen diese Verfügung erhebt die A._______ AG (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin) am 7. Mai 2014 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Sie beantragt, die Verfügung der ESchK 10 (nachfolgend: 

Vorinstanz) vom 4. April 2014 sei aufzuheben und das Verfahren unver-

züglich fortzuführen. 

N.  

Die Vorinstanz verzichtet mit Eingabe vom 16. Mai 2014 auf das Einrei-

chen einer Vernehmlassung. 

O.  

Die VBG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) reicht am 25. Juni 2014 ei-

ne Beschwerdeantwort ein. Sie beantragt, die Beschwerde sei abzuwei-

sen, soweit darauf eingetreten werden könne. 

P.  

Die Beschwerdeführerin lässt dem Bundesverwaltungsgericht am 21. Juli 

2014 Schlussbemerkungen zukommen, in denen sie vollumfänglich an ih-

ren Ausführungen in der Beschwerdeschrift vom 7. Mai 2014 festhält. 

Q.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Nach Art. 77 Abs. 1 EntG können Entscheide der Schätzungskom-

mission beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden. Das Bun-

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Seite 6 

desverwaltungsgericht ist somit zuständig für die Beurteilung der vorlie-

genden Beschwerde. Das Verfahren richtet sich nach dem Verwaltungs-

gerichtsgesetz (VGG, SR 173.32), soweit das EntG nichts anderes be-

stimmt (Art. 77 Abs. 2 EntG). Das VGG seinerseits verweist in Art. 37 er-

gänzend auf das Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG, SR 172.021). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Als Verfügungen im 

Sinne von Art. 5 VwVG gelten auch selbständig eröffnete Zwischenverfü-

gungen wie die vorliegend angefochtene (vgl. Art. 5 Abs. 2 VwVG). Eine 

Beschwerde gegen eine solche Verfügung ist allerdings nicht in jedem 

Fall zulässig. Stets möglich ist einzig die Anfechtung von Zwischenverfü-

gungen über die Zuständigkeit und den Ausstand (vgl. Art. 45 Abs. 1 

VwVG). Gegen andere Zwischenverfügungen kommt eine Beschwerde 

nach Art. 46 Abs. 1 VwVG dagegen nur in Frage, wenn diese entweder 

einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Bst. a) 

oder die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbei-

führen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 

weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Bst. b). 

Mit dem Erfordernis des nicht wieder gutzumachenden Nachteils wird die 

Voraussetzung eines schutzwürdigen Interesses an der sofortigen Aufhe-

bung oder Änderung der angefochtenen Zwischenverfügung umschrie-

ben. Demnach liegt das Rechtsschutzinteresse im Schaden, der entstün-

de, wenn der Nachteil auch durch einen an sich günstigen Endentscheid 

nicht oder nur teilweise behoben werden könnte (vgl. BGE 131 V 362 

E. 3.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5432/2013 vom 23. April 

2014 E. 1.1; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwal-

tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, 

Rz. 910). Der Nachteil kann rechtlicher oder tatsächlicher, namentlich 

auch wirtschaftlicher Natur sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_86/2008 vom 23. April 2008 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts A-3930/2013 vom 13. November 2013 E. 1.1 m.w.H.; ANDRÉ MO-

SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.45 ff.). Er muss nicht gerade-

zu irreparabel, jedoch von einigem Gewicht sein (vgl. Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts A-5432/2013 vom 23. April 2014 E. 1.1; KÖLZ/HÄ-

NER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 910). Nicht erforderlich ist, dass er tatsächlich 

entsteht; es reicht aus, dass er entstehen bzw. nicht von vornherein aus-

geschlossen werden kann (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-

3930/2013 vom 13. November 2013 E. 1.1 m.w.H.; MARTIN KAYSER, in: 

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Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar VwVG, 2008, Art. 46 N. 10). 

Die Beweislast für das Vorliegen eines entsprechenden Nachteils trägt 

die beschwerdeführende Partei (vgl. BGE 125 II 620 E. 2a; Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts B-5436/2011 vom 5. März 2012 E. 3.4 

m.w.H.; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 909). 

1.3 Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde geltend, die von 

der Vorinstanz verfügte Verfahrenssistierung verteure und verlängere das 

Verfahren ohne Not. Es bestehe die Gefahr, dass sich der Beweisgegen-

stand während der Dauer der Sistierung unwiderruflich verändere. So-

dann sei es ihr nicht zuzumuten, dass die Beurteilung ihrer Forderung in 

der Höhe von Fr. 2'418'454.65 über Jahre ausbleibe. Durch das Zuwarten 

vergrössere sich ihr Schaden, da sie das ihr zustehende Geld nicht an-

derweitig investieren könne. Ob insofern von einem (tatsächlichen) Nach-

teil im Sinne von Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG, der – für die Dauer des Ver-

fahrens – auch nicht mit einem günstigen Endentscheid behoben werden 

könnte, gesprochen und ein schutzwürdiges Beschwerdeinteresse der 

Beschwerdeführerin bejaht werden kann, kann an dieser Stelle offen ge-

lassen werden, da die Beschwerde, wie sogleich zu sehen ist, ohnehin 

abzuweisen ist. 

1.4 Zur Beschwerdeerhebung sind nach Art. 78 Abs. 1 EntG zunächst die 

Hauptparteien (d.h. die Inhaber der enteigneten Rechte bzw. der Enteig-

ner) legitimiert. Als Nebenparteien werden die Grundpfandgläubiger, 

Grundlastberechtigten und Nutzniesser erwähnt; sie sind zur Beschwerde 

berechtigt, soweit sie infolge des Entscheides der Schätzungskommission 

zu Verlust gekommen sind. Im Übrigen gelten die allgemeinen Vorausset-

zungen gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG, wonach zur Beschwerde berechtigt 

ist, wer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat, durch den an-

gefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges In-

teresse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (vgl. hierzu Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-2163/2012 vom 1. April 2014 E. 1.2 m.H.). 

Die Beschwerdeführerin ist formelle Adressatin der angefochtenen Verfü-

gung und durch diese auch materiell beschwert. Sie ist deshalb zur Erhe-

bung der vorliegenden Beschwerde legitimiert. 

1.5 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 

52 VwVG) ist somit – vorbehältlich der vorstehenden Erwägung zum Er-

fordernis des nicht wieder gutzumachenden Nachteils (E. 1.3) – einzutre-

ten. 

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Seite 8 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der 

Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 

VwVG). 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerde vor, es sei ausge-

schlossen, dass sich das Handelsgericht des Kantons Zürich für die bei 

der Vorinstanz hängigen Forderungen als zuständig erkläre. Diese Forde-

rungen stammten aus einem enteignungsrechtlichen Vergleich und seien 

folglich öffentlich-rechtlicher Natur, weshalb ein Zivilgericht nicht zustän-

dig sei, über ihren Bestand zu urteilen. Das Verfahren vor dem Handels-

gericht des Kantons Zürich habe somit keine präjudizielle Bedeutung für 

das Verfahren vor der Vorinstanz, weshalb ein genügender Grund für eine 

Sistierung dieses Verfahrens fehle. 

3.2 Die Vorinstanz führt in ihrer Verfügung vom 4. April 2014 aus, dass 

dem bei ihr hängigen Enteignungsverfahren der gleiche Sachverhalt und 

die gleichen Rechtsfragen wie dem vor Handelsgericht hängigen Aber-

kennungsklageverfahren zugrunde liegen würden, weshalb die Gefahr 

widersprüchlicher Entscheide bestünde, wenn sowohl das Handelsgericht 

als auch sie ihre Zuständigkeit bejahten und die von der Beschwerdefüh-

rerin geltend gemachten Forderungen bzw. Gegenforderungen unter-

schiedlich beurteilt würden. Das Interesse an der Verhinderung wider-

sprüchlicher Entscheide sei höher zu gewichten als jenes der Parteien an 

einem raschen – aber möglicherweise mit Kompetenzkonflikten verbun-

denen – Entscheid der Vorinstanz. 

3.3 Die Vorinstanz kann auf Antrag einer Partei oder von Amtes wegen 

ein bei ihr eingeleitetes Verfahren bis auf Weiteres bzw. bis zu einem be-

stimmten Termin oder Ereignis sistieren. Der Aufschub der Behandlung 

einer Eingabe muss durch zureichende Gründe gerechtfertigt sein, an-

dernfalls von einer mit dem Beschleunigungsverbot von Art. 29 Abs. 1 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 (BV, SR 101) nicht zu vereinbarenden Rechtsverzögerung auszu-

gehen wäre (BGE 134 IV 43 E. 2.3; BVGE 2009/42 E. 2.2). Eine Verfah-

renssistierung fällt – selbst gegen den Willen von Verfahrensbeteiligten – 

namentlich dann in Betracht, wenn sich unter den gegebenen Umständen 

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ein sofortiger Entscheid über die Beschwerde mit Blick auf die Prozess-

ökonomie nicht rechtfertigen würde. Als Grund für die Sistierung des Ver-

fahrens kommt etwa die Hängigkeit eines anderen (gerichtlichen) Verfah-

rens in Frage, dessen Ausgang für das bei der Entscheidbehörde hängige 

Verfahren von präjudizieller Bedeutung ist. Ein anderer Sistierungsgrund 

kann darin gesehen werden, dass Verhandlungen betreffend eine allfälli-

ge einvernehmliche Lösung zwischen den Beteiligten aufgenommen wur-

den. Eine Sistierung ist auch zulässig, wenn sie aus anderen wichtigen 

Gründen geboten erscheint und ihr keine überwiegenden öffentlichen 

oder privaten Interessen entgegenstehen (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 

a.a.O., Rz. 3.14 ff.). Beim Entscheid darüber, ob ein Verfahren sistiert 

werden soll, kommt der Vorinstanz ein erheblicher Beurteilungsspielraum 

zu (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5581/2012 vom 11. Novem-

ber 2013 E. 4 m.H.). 

3.4 Die Beschwerdeführerin hat am 9. Dezember 2013 beim Handelsge-

richt des Kantons Zürich eine Aberkennungsklage eingereicht und darin 

geltend gemacht, die von ihr bestrittenen Forderungen der Beschwerde-

gegnerin aus dem Dienstbarkeitsvertrag vom 20. Januar 2011 in der Hö-

he von Fr. 692'160.– und Fr. 5'167.50 seien als getilgt zu erachten auf-

grund von Gegenforderungen der Beschwerdeführerin gegen die Be-

schwerdegegnerin in der Höhe von Fr. 2'418'454.65 aus zusätzlicher Mie-

te für den beanspruchten Installationsplatz (Fr. 1'434'000.–), unbefugter 

Materialentnahme (Fr. 525'654.95), Ersatzanspruch für erstellte Wegbau-

ten (Fr. 133'000.–) sowie Ersatz von Planungskosten (Fr. 325'799.70). 

Dieselben Gegenforderungen der Beschwerdeführerin wurden von der 

Beschwerdegegnerin bei der Vorinstanz als enteignungsrechtliche Nach-

forderungen im Sinne von Art. 41 Abs. 1 Bst. b EntG anhängig gemacht. 

Wie die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 4. April 2014 zurecht festhält, 

liegen somit dem bei ihr hängigen Enteignungsverfahren sowie dem 

Aberkennungsklageverfahren vor dem Handelsgericht des Kantons Zü-

rich zumindest teilweise der gleiche Sachverhalt und teilweise identische 

Rechtsfragen zugrunde. Das Handelsgericht des Kantons Zürich hat den 

in diesem Verfahren gestellten Sistierungsantrag der Beschwerdeführerin 

mit Beschluss vom 20. Februar 2014 abgewiesen, weil die Beurteilung 

der von der Beschwerdeführerin mit Aberkennungsklage eingebrachten 

Forderung nicht vom Ausgang des Schätzungsverfahrens abhänge. Ent-

gegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist es deshalb nicht ausge-

schlossen, dass sich das Handelsgericht für die Beurteilung der Aberken-

nungsklage als zuständig erachten wird, womit effektiv die Gefahr wider-

sprüchlicher Entscheide bestünde, wenn sowohl das Handelsgericht des 

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Seite 10 

Kantons Zürich als auch die Vorinstanz ihre Zuständigkeit bejahten und 

die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Forderungen bzw. 

Gegenforderungen unterschiedlich beurteilen würden. Nachdem die Be-

schwerdeführerin in ihrer Aberkennungsklage sowie in ihren Stellung-

nahmen an die Vorinstanz vorbringt, ihre Forderungen seien nicht als 

enteignungsrechtliche Nachforderungen zu qualifizieren, weshalb zu ihrer 

Beurteilung nicht einmal die Vorinstanz, sondern das Verwaltungsgericht 

des Kantons Zürich sachlich zuständig sei, und in ihrer Klageschrift auch 

eine zivilrechtliche Anspruchsgrundlage nicht ausschliesst, ist das Inte-

resse an der Verhinderung widersprüchlicher Entscheide höher zu ge-

wichten als ihr Interesse an einem raschen Entscheid der Vorinstanz. Mit 

ihrem Entscheid, das bei ihr anhängig gemachte Enteignungsverfahren 

zu sistieren, bis feststeht, ob und – falls ja – wie das Handelsgericht die 

Klagebegehren der Beschwerdeführerin im Verfahren HG(…) beurteilt, 

hat die Vorinstanz den ihr bei einer Sistierung zustehenden erheblichen 

Beurteilungsspielraum deshalb sachgerecht und pflichtgemäss ausgeübt, 

weshalb sich die Beschwerde der Beschwerdeführerin als unbegründet 

erweist.  

4.  

Die Kosten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht, ein-

schliesslich einer Parteientschädigung an den Enteigneten, hat der Ent-

eigner zu tragen. Werden die Begehren der Enteigneten ganz oder zum 

grösseren Teil abgewiesen, so können die Kosten auch anders verteilt 

werden. Unnötige Kosten trägt in jedem Fall, wer sie verursacht (Art. 116 

Abs. 1 EntG). 

Aufgrund des zumindest teilweise widersprüchlichen Verhaltens der Be-

schwerdeführerin rechtfertigt es sich im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren, ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen. Diese werden auf Fr. 1'000.–

festgelegt. Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin zudem 

eine Parteientschädigung von Fr. 500.– zu bezahlen. Ihr Antrag auf Zu-

sprechung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 

 

 

 

 

A-2479/2014 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2.  

Die Verfahrenskosten vor Bundesverwaltungsgericht von Fr. 1'000.– wer-

den der Beschwerdeführerin auferlegt. 

Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegen-

den Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung 

des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. 

3.  

Der Beschwerdegegnerin wird eine Parteientschädigung von Fr. 500.– 

(inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zugesprochen, welche ihr von der 

Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

zu entrichten ist. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Kathrin Dietrich Oliver Herrmann 

 

 

 

A-2479/2014 

Seite 12 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still 

vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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