# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f4bd0ad-385a-530e-b519-283d26b28822
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 03.04.2025 B 2024/94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2024-94_2025-04-03.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2024/94

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 15.05.2025

Entscheiddatum: 03.04.2025

Entscheid Verwaltungsgericht, 03.04.2025
Strassenplanverfahren, Berücksichtigung des ISOS, Einbezug der 
Denkmalpflege, Art. 11 VISOS, (Art. 6 Abs. 2 Ingress und Bst. b sowie Abs. 4 
in Verbindung mit) Art. 9 Abs. 1 RPG; Art. 12 ff., Art. 31 ff., Art. 39 ff. StrG. 
Kanton und Gemeinden sind verpflichtet, die Denkmalpflege sowohl bei der 
Strassenplanung als auch beim Strassenbau in das Strassenplanverfahren 
einzubeziehen, sofern sich die entsprechenden Projekte in einem im 
kantonalen Richtplan bezeichneten schützenwerten Ortsbild von nationaler 
oder kantonaler Bedeutung und deren Umgebung befinden. Da die 
Denkmalpflege im vorliegenden Fall in den erstinstanzlichen Verfahren nicht 
beigezogen worden ist, konnte deren Fachbeurteilung nicht in die von der 
Planungsbehörde vorzunehmende umfassende Interessenabwägung zur 
Frage eingeflossen sein, ob das strittige Projekt die Erhaltungsziele des 
ISOS berücksichtigt. Die Sache war daher an die Planungsbehörde zur 
korrekten Verfahrensabwicklung und neuer Entscheidung zurückzuweisen 
(Verwaltungsgericht, B 2024/94).

Entscheid siehe pdf.

Kanton St. Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 
 
Verwaltungsgericht 

Abteilung I 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 3. April 2025 

Besetzung  Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Zindel,  

Verwaltungsrichter Steiner; Gerichtsschreiber Bischofberger  

   

Geschäftsnr.   B 2024/94 

 

   

Verfahrens- 

beteiligte 

 

 A.__, 

B.__, 

beide c/o C.__, 

C.__, 

Beschwerdeführer 1-3,  

 

 

  gegen 

  Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen,  

Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

Politische Gemeinde Z.__, vertreten durch den Gemeinderat,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

  

Gegenstand  Teilstrassenplan / Strassenbauprojekt 

 

 

 

 

 

B 2024/94 

 

2/17 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.  

Vom 30. Mai bis 28. Juni 2017 legte die Politische Gemeinde Z.__ eine Teilrevision ihres 

Zonenplans (vom damaligen Baudepartement [BD] genehmigt am 16. August 2002), ihres 

Baureglements (vom BD genehmigt am 14. Juni 2010) und ihrer Schutzverordnung (vom 

BD genehmigt am 6. November 2006, Änderungen genehmigt am 21. Mai und 4. Juli 2012, 

21. Juli 2016, 28. November und 7. Dezember 2017 sowie 2. Juni 2020, SchutzV) öffentlich 

auf. Die gegen den diesbezüglichen Einspracheentscheid des Gemeinderates Z.__ vom 

7./16. November 2017 erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos; zuletzt wies 

das Verwaltungsgericht mit Entscheid B 2019/165 vom 25. Juni 2020 eine von C.__ und 

B.__ erhobene Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Die dagegen am 1. Septem-

ber 2020 erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil 1C_459/2020 vom 

27. Oktober 2022 gestützt unter anderem auf eine Stellungnahme des Bundesamtes für 

Kultur (BAK) vom 18. Dezember 2020 gut, hob den angefochtenen Entscheid und damit 

insbesondere auch die Genehmigung des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation 

(AREG) vom 21. August 2019 auf und wies die Politische Gemeinde Z.__ an, im Rahmen 

der erforderlichen Neubeurteilung die Erhaltungsziele des Bundesinventars der schützens-

werten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) in die Interessenabwägung einfliessen zu lassen und 

in Ausübung pflichtgemässen Ermessens geeignete Schutzmassnahmen zu ergreifen 

(a.a.O., E. 4.3.1 ff.). Mit Entscheid B 2022/199 vom 24. Januar 2023 verlegte das Verwal-

tungsgericht die Kosten und Entschädigungen für das kantonale Rechtsmittelverfahren neu. 

B.  

a. 

Die Politische Gemeinde Z.__ ist Eigentümerin des mit dem Wohnhaus Assek.-Nr. 0000_ 

und dem Stall Assek.-Nr. 0001_ überbauten Grundstücks Nrn. 0002_, Grundbuch Z.__, so-

wie der unüberbauten Parzelle Nr. 0003_. Nach dem gültigen Zonenplan der Politischen 

Gemeinde Z.__ sind diese Grundstücke der Kernzone (KE) zugewiesen. Im kantonalen 

Richtplan (KRP) ist das Ortsbild von Z.__ mit der Bezeichnung verstädtertes Dorf als schüt-

zenswert von nationaler Bedeutung festgesetzt (vgl. dazu Richtplankarte Süd, Stand: De-

zember 2024, und Karte und Liste im Koordinationsblatt S 31, genehmigt im Rahmen der 

Richtplan-Anpassung 12 durch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, 

Energie und Kommunikation am 5. März 2013, Stand: November 2017). Gemäss dem 

ISOS sind die Parzellen Nrn. 0002_ und 0003_ hauptsächlich Teil der Umgebungszone 

Innerer Grünraum im Ortskern (U-Zo I) in der Aufnahmekategorie a mit dem Erhaltungsziel 

a sowie innerhalb eines rund 10 m breiten Streifens entlang der F.__-strasse (Gemein-

destrasse erster Klasse, Parzelle Nr. 0004_) auch Teil des Gebiets historischer Ortskern 

mit D.__ und E.__, 17.-19. Jahrhundert, einzelne Neubauten (G 1), in der 

 

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3/17 

Aufnahmekategorie AB mit dem Erhaltungsziel A. Nach der SchutzV liegen sie im Ortsbild-

schutzgebiet A. Das Gebäude Assek.-Nr. 0005_ auf Parzelle Nr. 0006_ (F.__-strasse G.__-

haus) ist im Anhang 2 SchutzV (Verzeichnis der Kulturobjekte, Nr. 7) aufgeführt (act. 9/4/2, 

3 [Sachverhalt] und 17 [S. 8 E. 2.1], 16/5, https:// www.geoportal.ch, https://www.are.ad-

min.ch, beide Stand: 3. März 2025). 

b. 

Noch während der Hängigkeit des bundesgerichtlichen Verfahrens 1C_459/2020 (vgl. 

Bst. A hiervor) hatte der Gemeinderat Z.__ am 17. November 2020 auf den Grundstücken 

Nrn. 0002_ und 0003_ den Teilstrassenplan Neubau H.__-weg erlassen und diesen zusam-

men mit dem gleichnamigen Strassenbauprojekt und einer Ergänzung des Teilplans Fuss-

, Wander- und Radwegnetz vom 27. Oktober bis 25. November 2021 öffentlich aufgelegt. 

Mit dem neuen, rund 74 m langen H.__-weg zwischen dem I.__-weg (Gemeindeweg erster 

Klasse, Parzellen Nrn. 0007_ und 0003_) und der F.__-strasse soll eine durchgehende 

Wegverbindung vom J.__ (Parzelle Nr. 0008_) über das K.__ (Parzellen Nrn. 0009_ und 

0010_) zum öffentlich zugänglichen L.__ (Grundstück Nr. 0011_) geschaffen werden. Mit 

Gesamtentscheid vom 13. Juni 2022 wies der Gemeinderat Z.__ die dagegen von A.__, 

B.__ und C.__ erhobene Einsprache unter gleichzeitiger Eröffnung der Genehmigung des 

Tiefbauamtes (TBA) vom 24. Mai 2022 ab (act. 9/4/3-4c, 6-9, 16-18, act. 9/15 f., 

https://www.geoportal.ch, Stand: 3. März 2025). 

c. 

Dagegen rekurrierten A.__, B.__ und C.__ am 1. Juli 2022 an das Bau- und Umweltdepar-

tement (BUD, Verfahren 22-4857). Am 9. November 2022, reichte das TBA Amtsberichte 

des Strasseninspektorats vom 19. September 2022 sowie der Denkmalpflege (DP) vom 

3. November 2022 ein. Am 14. November 2022 versandte das Bundesgericht das Urteil 

1C_459/2020 vom 27. Oktober 2022. Am 2. März 2023 führte das BUD einen Augenschein 

durch. Am 4. Mai 2023 ergänzte das Strasseninspektorat seinen Amtsbericht.   

d. 

Mit Entscheid vom 26. April 2024 vereinigte das BUD das Rekursverfahren 22-4857 mit 

dem Verfahren 22-4855, wies den Rekurs 22-4855 kostenfällig ab, soweit es darauf eintrat 

(Dispositiv-Ziff. 1a, 2a und 2c), hiess den Rekurs 22-4857 teilweise gut und verfügte fol-

gende Auflage (Dispositiv-Ziff. 1b, 1c, 2b und 2d, act. 2, 9/1, 12, 15 f., 22): 

«Der Plan Situation 1:250 wird dahingehend geändert, dass im Sinn der Stellungnahme des 

kantonalen Strasseninspektorats vom 4. Mai 2023 zwei mit einer Kette o.ä. verbundene Poller 

zu erstellen sind und zwecks Beleuchtung der Strassenquerung eine Beleuchtung am Gebäude 

Vers.-Nr. 0001_ anzubringen ist.» 

 

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4/17 

Im Übrigen wies es den Rekurs 22-4857 ab. 

C.  

Gegen den Entscheid des BUD (Vorinstanz) vom 26. April 2024 betreffend das Rekursver-

fahren 22-4857 erhoben A.__, B.__ und C.__ (Beschwerdeführer 1-3) mit Eingabe vom 

13. Mai 2024 und Ergänzung vom 16. Juni 2024 Beschwerde beim Verwaltungsgericht zu-

sammengefasst mit dem Rechtsbegehren, es seien die Dispositiv-Ziffern 1b und 1c des 

angefochtenen Entscheids und damit auch der Gesamtentscheid des Rates der Politischen 

Gemeinde Z.__ (Beschwerdegegnerin) vom 13. Juni 2022 mit-samt der Genehmigung des 

TBA vom 24. Mai 2022 unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben. Eventualiter 

sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.   

 

Am 27. Juni 2024 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwer-

degegnerin trug am 30. August 2024 auf Abweisung der Beschwerde an, soweit darauf 

eingetreten werden könne. Gleichzeitig zog sie ein von ihr am 27. Juni 2024 eingereichtes 

Sistierungsbegehren zurück. Am 24. September 2024 liessen sich die Beschwerdeführer 

abschliessend vernehmen (act. 1, 5, 8, 10-13, 15).   

 

Vom 30. September bis 29. Oktober 2024 lag die Gesamtrevision Strassenplan und Fuss-, 

Wander- und Radwegplan der Beschwerdegegnerin öffentlich auf (Publ.-Nr. 00.173.289, 

https://publikationen.sg.ch, Stand: 3. März 2025). 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 

1.  

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des Strassenge-

setzes; sGS 732.1, StrG, in der Fassung vom 13. April 2021 [nGS 2021-052], in Verbindung 

mit Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die 

Beschwerde wurde mit Eingabe vom 13. Mai 2024 rechtzeitig erhoben und erfüllt zusam-

men mit der Ergänzung vom 16. Juni 2024 formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforde-

rungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Die Be-

schwerdeführer als Adressaten des angefochtenen Entscheids sowie Eigentümer der Par-

zellen Nrn. 1003 (Beschwerdeführerin 1), 1012 (Beschwerdeführer 2) und 994 (Beschwer-

deführer 3, vgl. dazu act. 5, S. 5 lit. A/4) sind zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 

in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP, vgl. dazu auch BGE 147 II 300 E. 2.3 mit Hinweisen, 

wonach Nutzungspläne im Sinne von Art. 14 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raum-

planung, Raumplanungsgesetz [SR 700, RPG] verfahrensrechtlich den Regeln der Einzel-

aktanfechtung unterstellt werden; dasselbe gilt nach der kantonalen Rechtsprechung für 

 

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5/17 

Teilstrassenpläne [vgl. dazu VerwGE B 2022/185 und B 2022/186 sowie B 2022/189 und 

B 2022/190 vom 6. Juli 2023 E. 4.2.4, mit Hinweisen, bestätigt mit BGer 1C_445/2023 und 

1C_473/2023 vom 6. September 2024]). Auf die Beschwerde ist einzutreten; der nicht wei-

ter begründete Nichteintretensantrag der Beschwerdegegnerin (act. 13 Ziff. I, act. 9/4) ist 

ohne Grundlage.  

2.  

Die Beschwerdegegnerin hat ihr Sistierungsgesuch vom 27. Juni 2024 (act. 10) am 30. Au-

gust 2024 zurückgezogen. Anlass, das vorliegende Beschwerdeverfahren von Amtes we-

gen auszusetzen, besteht nicht (vgl. dazu VerwGE B 2024/67 vom 14. November 2024 

E. 3.6.1; B 2024/9 vom 15. August 2024 E. 2.1; B 2024/2 und B 2024/122 vom 15. Au-

gust 2024 E. 3.4; B 2023/151 vom 14. Mai 2024 E. 3.2 f., je mit Hinweisen, sowie act. 11 

und 15, S. 2-5). Im Übrigen ist das Beschwerdeverfahren zwischenzeitlich auch nicht ge-

genstandslos geworden: Der Gemeinderat der Beschwerdegegnerin hat gemäss dem E-

Mail von Gemeinderat und Schulratspräsident M.__ vom 26. Juni 2024 (act. 16/1) sowie 

dem Schreiben des Gemeinderates vom 1. Juli 2024 (act. 16/2) an den Beschwerdefüh-

rer 3 am 25. Juni 2024 beschlossen, den Bau des H.__-wegs zu sistieren, bis die Ortsbild-

planung abgeschlossen sei, um unter anderem den Beschwerdeführer 3 zum Rückzug sei-

nes Rekurses (24-4274) vom 12. Juni 2024 betreffend Erstellung Schulprovisorium auf Par-

zelle Nr. 0012_ (act. 16/4, 6) zu bewegen (vgl. dazu auch Rückzugserklärung vom 7. Juli 

2024, act. 16/3). Allein aufgrund dieser Zusicherung kann aber – ohne Widerruf des Erlas-

ses vom 17. November 2020 (act. 9/4/3) – nicht gesagt werden, die Beschwerdegegnerin 

habe den Teilstrassenplan und das Strassenbauprojekt H.__-weg zurückgezogen (vgl. 

dazu auch act. 1, S. 3). Im Übrigen schreibt das StrG im Unterschied zu Art. 148 des Pla-

nungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) keine Geltungsdauer für ein rechtskräftiges 

Strassenbauprojekt vor. 

3.  

3.1.  

Z.__ ist seit dem 1. April 2009 als verstädtertes Dorf im ISOS aufgenommen (vgl. Anhang 1 

der alten Verordnung über das ISOS vom 9. September 1981, Änderung vom 25. Februar 

2009, AS 2009 1015, vgl. dazu auch Anhang 1 Nr. 50004_ der Verordnung über das ISOS 

vom 13. November 2019, Stand am 1. Mai 2024, SR 451.12, VISOS). Das ISOS ist ein 

Inventar des Bundes von Objekten mit nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (SR 451, NHG). Laut Art. 6 NHG wird 

durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes 

dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber 

unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die 

grösstmögliche Schonung verdient (Abs. 1); ein Abweichen von der ungeschmälerten 

 

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6/17 

Erhaltung im Sinne der Inventare darf bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in Erwägung 

gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen von ebenfalls 

nationaler Bedeutung entgegenstehen (Abs. 2, vgl. zur Zulässigkeit von Eingriffen bei der 

Erfüllung von Bundesaufgaben auch Art. 10 Abs. 1 Satz 1 VISOS; Erläuterungen des Bun-

desamtes für Kultur BAK zur VISOS vom 12. September 2019, S. 10 f. [https://www.bak.ad-

min.ch > Baukultur > ISOS und Ortsbildschutz > Rechtlicher Rahmen, Stand: 3. März 2025]; 

J. LEIMBACHER, in: Keller/Zufferey/Fahrländer [Hrsg.], Kommentar NHG, 2. Aufl. 2019, N 13 

zu Art. 6 NHG). 

3.2.  

Das strittige Projekt regelt keine konkreten bundesrechtlichen Gesichtspunkte, weshalb es 

nicht in Erfüllung von Bundesaufgaben (Art. 2 NHG) ergeht. Die Kantone und Gemeinden 

sind abweichend vom Wortlaut von Art. 6 Abs. 2 NHG («bei Erfüllung von Bundesaufga-

ben») nach Art. 11 VISOS, Art. 6 Abs. 2 Ingress und Bst. b sowie Abs. 4 in Verbindung mit 

Art. 9 Abs. 1 RPG sowie der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf der Grundlage der 

kantonalen Richtpläne verpflichtet, das ISOS im Rahmen von Nutzungsplanungen zu be-

rücksichtigen (vgl. dazu auch BGE 147 II 351 E. 4.3, mit Hinweis auf BGE 135 II 209 E. 2.1; 

BGer 1C_459/2020 vom 27. Oktober 2022 E. 3, mit Hinweisen; Stellungnahme des BAK 

vom 18. Dezember 2020, act. 6.2, S. 3; C. WINZELER, Das Inventar der schützenswerten 

Ortsbilder der Schweiz, in: AJP 2024, S. 1106 ff., S. 1107, kritisch: P. KARLEN, Die Überhö-

hung des Ortsbildschutzes durch den Bund, in: ZBl 2023, S. 115 ff., S. 121 f.). In materieller 

Hinsicht verlangt eine hinreichende Berücksichtigung des ISOS im Rahmen der Nutzungs-

planung, dass die einzelnen Einträge zu beachten und gegen allfällige entgegenstehende 

Interessen abzuwägen sind. Dabei genügt es nicht, wenn die ISOS-Einträge nur wiederholt 

werden; vielmehr müssen sie ernsthaft in die Überlegungen einbezogen werden. Auch 

reicht es nicht aus, die entgegenstehenden Interessen bloss generell anzurufen, sondern 

es muss geprüft werden, welches Gewicht ihnen unter den jeweiligen konkreten Umständen 

zukommt (vgl. dazu BGer 1C_459/2020 vom 27. Oktober 2022 E. 4.3, mit Hinweisen). Ge-

wichtig ist namentlich das Interesse am Schutz von Bauten, die in das ISOS mit dem Erhal-

tungsziel A (Substanzerhaltung) aufgenommen wurden (vgl. BGer 1C_100/2020 vom 

28. Juni 2021 E. 3, mit Hinweisen). 

4.  

Wie die Vorinstanz in Erwägung 4.9.6 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 22) zutref-

fend festgestellt hat, hat die Beschwerdegegnerin die DP nicht in das erstinstanzliche Plan-

verfahren einbezogen. Zu prüfen ist, ob sie dazu verpflichtet gewesen wäre. 

4.1.  

Laut Art. 25 Abs. 2 NHG und Art. 26 Abs. 1 Satz 2 der Verordnung über den Natur- und 

 

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7/17 

Heimatschutz (SR 451.1, NHV) bezeichnen die Kantone (Amtsstellen als) Fachstellen für 

Naturschutz, Heimatschutz und Denkmalpflege. Die Fachstelle Denkmalpflege ist zwingend 

miteinzubeziehen, wenn der Kanton (oder die Gemeinde) Bundesaufgaben erfüllt, welche 

die Denkmalpflege berühren (vgl. dazu Art. 3 Abs. 1 NHG, Art. 2 Abs. 2 und 3 NHV; D. IN-

AUEN, in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.], Handbuch Heimatschutzrecht, 2020, § 8 N 7; W. EN-

GELER, Das Baudenkmal im schweizerischen Recht, 2008, S. 0001_).  

 

Kantonalrechtliche Bestimmungen zur Mitwirkung der Fachstelle Denkmalpflege im (kom-

munalen) Plan- (Art. 39 ff. StrG) oder (kantonalen) Genehmigungsverfahren (Art. 13 Abs. 2 

Satz 2 und Abs. 3 StrG) sind im StrG, insbesondere auch in Bezug auf Art. 108 Abs. 2 In-

gress und lit. b StrG (Ausnahmebewilligung von den Strassenabstandsvorschriften zum Er-

halt von Schutzobjekten), keine enthalten. Hingegen schreibt der KRP behördenverbindlich 

(Art. 9 Abs. 1 RPG) vor, dass Kanton und Gemeinden bei der Erfüllung ihrer eigenen raum-

wirksamen Aufgaben in den im KRP bezeichneten schützenswerten Ortsbildern von natio-

naler und kantonaler Bedeutung und deren Umgebung die DP frühzeitig in das Verfahren 

einzubeziehen haben (vgl. die entsprechende Festsetzung im Koordinationsblatt S 31, 

S. 6). Damit sind Kanton und Gemeinden verpflichtet, die DP sowohl bei der Strassenpla-

nung (Art. 12 ff. StrG) als auch beim Strassenbau (Art. 31 ff.) in das (analog anwendbare, 

vgl. dazu Art. 13 Abs. 2 Satz 1 StrG) Strassenplanverfahren (Art. 39 ff. StrG) einzubezie-

hen, sofern sich die entsprechenden Projekte in den im Richtplan bezeichneten schützens-

werten Ortsbildern von nationaler und kantonaler Bedeutung und deren Umgebung befin-

den. Darüber hinaus ist die Mitwirkung der DP als zuständige kantonale Stelle (vgl. dazu 

Art. 10 Ingress und lit. d der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz, sGS 731.11, PBV, 

in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 und Anhang 3 Nr. DI.B.05.01) im PBG in drei Fällen aus-

drücklich vorgesehen. Neben dem Erlass des Schutzinventars (vgl. dazu Art. 119 Abs. 1 

Ingress lit. a; Art. 120 Abs. 1 Satz 1 PBG sowie Art. 120 Abs. 2 PBG in Verbindung mit 

Art. 10 Ingress und lit. b PBV) und den Verfahren betreffend die Unterschutzstellung von 

Baudenkmälern (Art. 115 Ingress und lit. g PBG) von nationaler oder kantonaler Bedeutung 

(vgl. dazu Art. 121 Abs. 1 und 2 PBG sowie Art. 38 Abs. 1 und 2 PBG in Verbindung mit 

Art. 10 Ingress und lit. b PBV) tangiert dies die Verfahren betreffend die Beseitigung oder 

Beeinträchtigung von unter Schutz gestellten Objekten von nationaler oder kantonaler Be-

deutung: Gemäss Art. 122 Abs. 3 aPBG in der bis 28. Februar 2023 geltenden Fassung 

(nGS 2017-049, geändert mit Nachtrag vom 21. Juli 2020, nGS 2020-065) setzte die Be-

seitigung oder Beeinträchtigung von unter Schutz gestellten Objekten von nationaler oder 

kantonaler Bedeutung die Zustimmung der DP voraus. Laut dem seit dem 1. März 2023 

gültigen Art. 122 Abs. 3 f. PBG (in der Fassung vom 15. November 2022, nGS 2023-004) 

ist die DP in Verfahren betreffend die Beseitigung oder Beeinträchtigung von unter Schutz 

gestellten Objekten von nationaler oder kantonaler Bedeutung nurmehr beizuziehen. Auch 

sind ihr die entsprechenden Entscheide zu eröffnen (vgl. dazu auch Botschaft zum II. und 

 

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III. Nachtrag zum Planungs- und Baugesetz vom 5. Oktober 2021, Geschäft Nr. 22.21.15, 

S. 37, https://www.ratsinfo.sg.ch, Stand: 3. März 2025, wonach die DP sich dabei lediglich 

zu den Schutzzielen und zum Schutzumfang sowie zur Beurteilung der Frage äussern kann, 

ob und in welchem Umfang ein geplanter Eingriff die Schutzziele beeinträchtigt, siehe zur 

Rechtsmittelberechtigung der DP im kantonalen Verfahren auch Art. 157a PBG). 

4.2.  

Das strittige Projekt ergeht nicht in Erfüllung von Bundesaufgaben (vgl. dazu E. 3.2 hiervor). 

Bundesrechtlich bestand für die Beschwerdegegnerin als Erlassbehörde bzw. Strassen-

bauherrin (vgl. dazu Art. 11 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1 und Art. 38 Abs. 1 StrG) und für das TBA 

als Genehmigungsbehörde (vgl. dazu Art. 13 Abs. 2 f. StrG in Verbindung mit Art. 1 der 

Strassenverordnung, sGS 732.11, StrV, vgl. zum Übergangsrecht auch E. 2.1 f. des ange-

fochtenen Entscheids, act. 2, S. 10) daher keine Pflicht, die DP als kantonale Fachstelle im 

Sinne von Art. 25 Abs. 2 NHG in den erstinstanzlichen Verfahren beizuziehen.  

 

Da das Ortsbild von Z.__ mit der Bezeichnung verstädtertes Dorf im KRP als schützenswert 

von nationaler Bedeutung festgesetzt ist und sich die Parzellen Nrn. 0002_ und 0003_ in 

der U-Zo I bzw. im G 1 befinden, war die Beschwerdegegnerin hingegen gestützt auf die 

entsprechende Festsetzung im KRP kantonalrechtlich verpflichtet, die DP frühzeitig ins 

Planverfahren betreffend Teilstrassenplan Neubau H.__-weg mit dem gleichnamigen Stras-

senbauprojekt und Ergänzung des Teilplans Fuss-, Wander- und Radwegnetz einzubezie-

hen. Dasselbe gilt auch für das TBA im entsprechenden Genehmigungsverfahren. Ob sich 

eine entsprechende Verpflichtung auch aus Art. 122 Abs. 3 aPBG bzw. Art. 122 

Abs. 3 f. PBG (analog) ergeben würde, braucht daher nicht abschliessend erörtert zu wer-

den. Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch das TBA haben es somit pflichtwidrig un-

terlassen, die fachkundige DP in den erstinstanzlichen Verfahren mitwirken zu lassen.  

4.3.  

4.3.1.  

Im Rahmen der Nutzungsplanung, wie hier der Teilstrassenplanung (vgl. dazu E. 1 hiervor), 

sind die in Betracht fallenden öffentlichen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schwei-

zerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV) und privaten Interessen zu erfassen und im 

Hinblick auf die anzustrebende räumliche Entwicklung und im Licht der Ziele und Grund-

sätze der Raumplanung gegeneinander abzuwägen (Art. 1 und 3 RPG; Art. 2 und 3 der 

Raumplanungsverordnung, SR 700.1, RPV). Gestützt auf Art. 3 RPV nehmen die Behör-

den bei der Genehmigung der Nutzungsplanung und entsprechend auch bei einer Son-

dernutzungsplanung eine umfassende Interessenabwägung vor. Für die Nutzungsplanung 

präzisiert Art. 47 RPV die Anforderungen an die Entscheidbegründung (vgl. dazu 

BGer 1C_328/2020 vom 22. März 2022 E. 3.3.1, mit Hinweisen, in: ZBl 2023, S. 131 ff.). 

 

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9/17 

Die verschiedenen Planungsziele und Planungsgrundsätze gemäss Art. 1 und 3 RPG bil-

den Entscheidungskriterien und Zielvorgaben, die keine absolute Geltung beanspruchen, 

sondern im Rahmen der Interessenabwägung mit und gegen andere, möglicherweise wi-

dersprechende Planungsgrundsätze sowie anderswo gesetzlich fixierte Zielvorschriften ab-

gewogen werden müssen. Ob die Interessen vollständig erfasst worden sind, ist eine 

Rechtsfrage. Die relative Gewichtung der potenziell widerstreitenden Interessen demge-

genüber weitgehend Ermessensfrage (vgl. dazu BGer 1C_497/2021 vom 19. Dezem-

ber 2023 E. 7.4.1; 1C_270/2019 vom 27. Februar 2020 E. 3.2, in: BR 2020, S. 265; je mit 

Hinweisen). 

4.3.2.  

Soweit sich Nutzungspläne auf das RPG und seine eidgenössischen und kantonalen Aus-

führungsbestimmungen, wie etwa Art. 32 f. StrG und Art. 23 Abs. 1 Ingress und Bst. c Ziff. 1 

sowie Art. 26 PBG, stützen, hat die Rekursinstanz deren Rechts- und Zweckmässigkeit zu 

überprüfen (vgl. dazu Art. 33 Abs. 3 Ingress und Bst. b RPG in Verbindung mit Art. 46 

Abs. 1 VRP sowie BGer 1C_97/2014 vom 9. Februar 2015 E. 3.2 f. mit Hinweisen, in: 

BR 2015, S. 290; AEMISEGGER/HAAG, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Pra-

xiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020, N 11, 41 und 82 f. 

zu Art. 33 RPG, wonach mindestens eine kantonale richterliche oder nichtrichterliche Be-

schwerdebehörde nicht nur den Sachverhalt und die sich stellenden Rechtsfragen voll über-

prüft, sondern auch eine Ermessensprüfung vorzunehmen hat). Diese Funktion wird im 

Kanton St. Gallen durch das BUD wahrgenommen. Das Verwaltungsgericht ist dagegen 

lediglich zur Rechtskontrolle befugt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Eingeschränkt ist die Über-

prüfungsbefugnis des Verwaltungsgerichts auch, soweit zu prüfen ist, ob eine Strasse bzw. 

ein Weg als öffentlich bezeichnet, wieweit gegebenenfalls der Gemeingebrauch gehen (d.h. 

welcher der möglichen Strassenkategorien die Gemeindestrasse zuzuteilen ist) und wie 

das Ausmass der Erschliessungsanlagen festgelegt sowie die genügende Zugänglichkeit 

umschrieben werden soll. Diese Aspekte sind zwar kantonal-rechtlich geregelt (Art. 1 ff., 

7 ff. und 31 ff. StrG sowie Art. 66 Abs. 1 Ingress und Bst. a und Art. 67 Abs. 1 Ingress und 

Bst. a PBG), die entsprechenden Bestimmungen belassen der Gemeinde jedoch einen er-

heblichen Gestaltungsspielraum; die Gemeinden sind diesbezüglich somit autonom (vgl. 

dazu Art. 50 Abs. 1 BV; Art. 89 Abs. 1 der Verfassung des Kantons St. Gallen, sGS 111.1, 

KV; BGer 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020 E. 2.2, mit Hinweis auf BGer 1C_46/2010 

vom 28. April 2010 E. 2.2; und zur Überschreitung des den Gemeinden zustehenden Spiel-

raums: VerwGE B 2024/25 vom 9. September 2024 E. 5.1.4, mit Hinweisen, insbesondere 

auf BGer 1C_204/2023 vom 1. Juli 2024 E. 3.2, siehe dazu auch BGer 1C_4/2023 vom 

18. Dezember 2023 E. 3.4, mit Hinweisen). 

 

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10/17 

4.3.3.  

Da die DP in den erstinstanzlichen Verfahren weder von der Beschwerdegegnerin noch 

dem TBA beigezogen worden ist, konnte deren denkmalpflegerische Fachbeurteilung nicht 

in die Interessenabwägung der Beschwerdegegnerin (vgl. dazu Einspracheentscheid vom 

13. Juni 2022, Beilage zu act. 9/1, S. 9 E. 2.2) einfliessen, der diesbezüglich ein Autono-

miespielraum offenstand. Ohne Einschluss dieser Fachbeurteilung konnte eine rechts-

genügliche, umfassende Interessenabwägung in Bezug auf die Berücksichtigung der Er-

haltungsziele des ISOS nicht stattfinden. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz die DP 

beizog (vgl. Amtsbericht der DP vom 3. November 2022, Beilage zu act. 9/12) und sich 

selbst im Beisein des Leiters der DP einen Eindruck vor Ort verschaffte (vgl. dazu 

act. 9/15 f.). In Erwägung 4.4 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 14) hat sie aus-

drücklich bekräftigt, dass sie nicht gedachte, im Rahmen des Rekursverfahrens ihr eigenes 

Planungsermessen anstelle jenes der Planungsbehörde zu setzen, was angesichts des Au-

tonomiespielraums der Beschwerdegegnerin (vgl. E. 4.3.2 hiervor) auch unzulässig gewe-

sen wäre. Damit konnte sie im Rekursverfahren nicht anstelle der Beschwerdegegnerin als 

Planungsinstanz eine umfassende Interessenabwägung nachholen und den festgestellten 

Mangel «heilen». Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen, die Dispositiv-Ziffern 1b 

und 1c des angefochtenen Entscheids (Verfahren 22-4857) und damit auch der Gesamt-

entscheid der Beschwerdegegnerin vom 13. Juni 2022 aufzuheben und die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zur korrekten Verfahrensabwicklung (Beizug der DP) und zu neuer 

Entscheidung zurückzuweisen. Diesem Vorgehen lässt sich kein öffentliches Interesse an 

einer baldestmöglichen Erstellung des H.__-wegs entgegenhalten, hat die Beschwerdegeg-

nerin dem Beschwerdeführer 3 doch zugesichert, den Bau des Wegs zu sistieren, bis die 

«Ortsbildplanung» abgeschlossen sei (act. 16/1 f., vgl. dazu auch act. 15, S. 5). Auch tut – 

entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin – nichts zur Sache, dass ein Planver-

fahren aus der Strassengesetzgebung und nicht ein klassisches Bauvorhaben im Streit liegt 

(vgl. dazu act. 13 Ziff. II mit Hinweis auf act. 9/4 Ziff. II/4).  

 

Bei diesem Ergebnis erübrigen sich weitere Ausführungen zu den übrigen Anträgen und 

Vorbringen der Beschwerdeführer, insbesondere zu ihren Beweisanträgen (act. 1, S. 2, vgl. 

dazu auch act. 5, S. 5). 

5.  

Lediglich der Vollständigkeit halber bleibt auf Folgendes hinzuweisen: 

5.1.  

Vorweg ist die Beschwerdegegnerin daran zu erinnern, dass sie der Genehmigungsbe-

hörde auch einen Bericht im Sinne von Art. 47 RPV zu erstatten hat (vgl. E. 4.3.1 hiervor). 

In den Akten findet sich kein solcher Bericht (vgl. dazu act. 9/4/13-16). 

 

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11/17 

5.2.  

5.2.1.  

Weiter muss die Nutzungsplanung grundsätzlich aus einer Gesamtsicht der raumbedeut-

samen Belange heraus erfolgen. Der unkoordinierte Erlass von Sondernutzungsordnungen 

für Teile des Gemeindegebiets widerspricht der Planungspflicht von Art. 2 Abs. 1 RPG. 

Diese Pflicht gebietet, dass die Grundordnung überprüft wird, wenn sich für Teilgebiete er-

hebliche Abweichungen von der bisherigen Grundordnung aufdrängen (vgl. dazu 

BGer 1C_65/2023 vom 30. Oktober 2023 E. 4.2, mit Hinweisen, zusammengefasst in: 

BR 2024, S. 59 f., und SJZ 2024, S. 923 f.). Werden Sondernutzungsplanungen im Zuge 

einer Gesamtrevision der kommunalen Zonenplanung vorgezogen, müssen sie sich in de-

ren planerisches Gesamtkonzept einordnen, d.h. sie dürfen nicht ohne Bezug zur übrigen 

Ortsplanung erlassen werden (vgl. dazu BGer 1C_573/2015 vom 5. Juli 2016 E. 2.3; Urteil 

des Verwaltungsgerichts Solothurn VWBES.2022.328 vom 2. August 2023 E. VI/4, je mit 

Hinweisen). 

5.2.2.  

Ausser Frage steht, dass die beschwerdegegnerische Gemeinde gemäss der entsprechen-

den Festsetzung im KRP (Koordinationsblatt S 31, S. 6) verpflichtet gewesen wäre, bis 

4. März 2023 mit Massnahmen der Ortsplanung den Schutz ihres Ortsbildes von nationaler 

Bedeutung parzellenscharf und grundeigentümerverbindlich sicherzustellen. Wie das Bun-

desgericht im Urteil BGer 1C_459/2020 vom 27. Oktober 2022 (in: ZBl 2024, S. 97 ff.) unter 

anderem in Bezug auf die U-Zo I und das G 1 festgehalten hat (vgl. dazu E. 4.1.1, 4.3.1, 

4.3.3, S. 9 f., 13-16), hatte sich die Beschwerdegegnerin bis zum Urteilszeitpunkt nicht mit 

den Interessen des Ortsbildschutzes im Sinne des ISOS auseinandergesetzt und keine 

rechtsgenügliche Interessenabwägung im Sinne von Art. 3 RPV vorgenommen. Für die 

vom Rat der Beschwerdegegnerin ins Spiel gebracht «Ortsbildplanung» (vgl. E. 2 hiervor) 

wurde bis dato weder ein Mitwirkungsverfahren noch eine öffentliche Auflage durchgeführt. 

Auch der dem Streit zugrundeliegende Teilstrassenplan H.__-weg (Sondernutzungsplan, 

vgl. Hinweis unter E. 1 hiervor) enthält keine Festsetzungen, welche, wie vom KRP und 

vom Bundesgericht gefordert, den Ortsbildschutz mit Massnahmen grundeigentümerver-

bindlich und parzellenscharf sicherstellen würden (vgl. dazu auch BGer 1C_100/2020 vom 

28. Juni 2021 E. 3, mit Hinweisen [aufgeführt in: BR 2022, S. 104], wonach das NHG keine 

förmlichen Anforderungen enthält, wie den Anliegen des ISOS Rechnung zu tragen ist). Die 

Ortsbildschutzinteressen gemäss ISOS können deshalb auf dem Hoheitsgebiet der Be-

schwerdegegnerin nach wie vor nicht als umgesetzt gelten. 

5.2.3.  

Die Vorinstanz kam in Erwägung 4.9.6 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 22) mit 

Verweis auf den Einspracheentscheid des Rates der Beschwerdegegnerin vom 13. Juni 

 

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12/17 

2022 (Beilage zu act. 9/1, S. 9 f. E. 2.2 f.) zum Schluss, der geschützte Grünraum erfahre 

keinen Eingriff und behalte seinen Status. Die Interessenabwägung der Beschwerdegeg-

nerin erweise sich als rechtmässig. Die denkmalpflegerischen Interessen seien hinreichend 

berücksichtigt worden. Daraus lässt sich schliessen, dass die Vorinstanz implizit davon aus-

gegangen ist, das vorliegend strittige Projekt stehe nicht in Widerspruch zur anstehenden, 

allerdings noch nicht anhängig gemachten Umsetzung der Ortsbildschutzinteressen ge-

mäss ISOS bzw. präjudiziere diese nicht. Wie es sich damit verhält, lässt sich vorliegend 

jedoch (noch) nicht abschliessend beurteilen (vgl. dazu E. 4.3.3 hiervor und E. 5.3 hier-

nach). Damit wird es auch Sache der Beschwerdegegnerin sein, die Frage, ob der planeri-

sche Stufenbau im Rahmen des strittigen Projekts eingehalten ist und kein Verstoss gegen 

die Planungspflicht nach Art. 2 Abs. 1 RPG bzw. gegen die sinngemäss anwendbare Koor-

dinationspflicht (Art. 25a RPG, vgl. dazu auch BGer 1C_348/2019 vom 27. April 2020 

E. 5.3, mit Hinweisen, in: BR 2020, S. 269) vorliegt, im Rahmen der Rückweisung zu be-

antworten. Dies gilt im Übrigen auch im Verhältnis zu der von der Beschwerdegegnerin vom 

30. September bis 29. Oktober 2024 öffentlich aufgelegten Gesamtrevision Strassenplan 

und Fuss-, Wander- und Radwegplan. 

5.3.  

Ferner äussert sich der Amtsbericht des DP vom 3. November 2022, ergänzt um das Votum 

des Leiters der DP anlässlich des Rekursaugenscheins vom 2. März 2023, nicht detailliert 

zu den im Rahmen des strittigen Projekts geplanten baulichen Massnahmen. Wie sich aus 

den nachfolgenden Erwägungen ergibt, wurde der Sachverhalt in dieser Hinsicht von der 

Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin teilweise unvollständig festgestellt, so dass nicht 

abschliessend hätte beurteilt werden können, ob das strittige Projekt, wie von den Be-

schwerdeführern gerügt (act. 5, S. 3-6 lit. C), die ISOS-Schutzziele in der U-Zo I sowie dem 

G 1 einhält und Art. 11 VISOS dem Projekt nicht entgegensteht. Die Sache wäre auch aus 

diesem Grund zur Ergänzung des Sachverhalts und neuer Entscheidung an die Beschwer-

degegnerin zurückzuweisen gewesen.  

5.3.1.  

Vom strittigen H.__-weg sind die U-Zo I in der Aufnahmekategorie a mit dem Erhaltungsziel 

a und das G 1 in der Aufnahmekategorie AB mit dem Erhaltungsziel A betroffen. Nach den 

Erläuterungen zum ISOS (Fassung vom 4. Mai 2021, https://www.bak.admin.ch > Baukultur 

> ISOS und Ortsbildschutz > Ortsbildaufnahmen, Stand: 3. März 2025) gilt für eine Umge-

bungszone mit dem Erhaltungsziel a: «Erhalten der Beschaffenheit als Kulturland oder Frei-

fläche. Die für das Ortsbild wesentliche Vegetation und Altbauten bewahren, störende Ver-

änderungen beseitigen.» Zusätzlich gelten folgende generellen Erhaltungshinweise: «kein 

Baugebiet; strenge Gestaltungsvorschriften für standortgebundene Bauten; spezielle Vor-

schriften für Veränderungen an Altbauten.» Für ein Gebiet mit Erhaltungsziel A gilt: 

 

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13/17 

«Erhalten der Substanz; alle Bauten, Anlageteile und Freiräume integral erhalten, störende 

Eingriffe beseitigen.» Zusätzlich gelten folgende generellen Erhaltungshinweise: «Abbruch-

verbot, keine Neubauten; Detailvorschriften für Veränderungen.» Die Aufnahmekategorie a 

ist ein unerlässlicher Teil des Ortsbildes, d.h. unverbaut oder mit Bauten, die der ursprüng-

lichen Beschaffenheit der Umgebung entsprechen.  

 

Gemäss der DP (Amtsbericht vom 3. November 2022, Beilage zu act. 9/12, Ziff. 3) lassen 

sich folgende (konkreten) ISOS-Schutzziele für das vom strittigen H.__-weg betroffene Ge-

biet ableiten: «ungeschmälerte Erhaltung des noch unverbauten Freiraums als ehemaliger 

Hof- und Baumgarten-Bereich im Dorfzentrum» (Bst. a, in Bezug auf die U-Zo I); «unge-

schmälerte Erhaltung in Substanz und Wirkung der Häuserzeile westlich der F.__-strasse, 

namentlich mit der charakteristischen Abwechslung von historischen Wohn- und Ökono-

miebauten» (Bst. b, in Bezug auf das G 1). 

5.3.2.  

Gemäss dem Situationsplan vom 23. September 2021 (act. 9/4/4b) soll der H.__-weg auf 

Parzelle Nr. 0003_ über unverbaute Grünfläche (vgl. dazu act. 9/16, Fotos Nrn. 2-7, 22) und 

auf Parzelle Nr. 0002_ mit Ausnahme des überdachten Durchgangs zwischen den Gebäu-

den Assek.-Nrn. 0013_/0000_ und 0001_ über die bestehende Gartenanlage (vgl. dazu 

act. 9/16, Fotos Nrn. 21, 25-28, 32, 34-38) führen. Neu erstellt werden sollen neben der 

Bogenpflästerung (Porphyr, Binderstein zur Einfassung) je zwei Kandelaber sowie Block-

steine (Granit). Auch sollen der Verteilkasten auf Parzelle Nr. 0003_ versetzt, der Zaun ent-

lang der Grenze zur Parzelle Nr. 1001 instandgestellt und die Mauer und der Zaun entlang 

der Grenze der Parzelle Nr. 0002_ zu den Grundstücken Nrn. 1001 und 0003_ abgebro-

chen werden. Ebenfalls abgebrochen werden sollen der Anbau an das Gebäude Assek.-

Nr. 0014_ auf Parzelle Nr. 0006_ bzw. (teilweise) an den Stall Assek.-Nr. 0001_ auf Par-

zelle Nr. 0002_ sowie das Tor zwischen den Gebäuden Assek.-Nrn. 0001_ und 0013_ auf 

Parzelle Nr. 0002_. Der alte Holzbau/Stall (Gebäude Assek.-Nr. 0001_) soll freigelegt wer-

den. Gemäss der Auflage in Dispositiv-Ziff. 1c des angefochtenen Entscheids sollen auf 

Parzelle Nr. 0002_ überdies eine Beleuchtung am Gebäude Vers.-Nr. 0001_ und entlang 

der Grenze zur F.__-strasse (Parzelle Nr. 0004_) zwei mit einer Kette verbundene Poller 

angebracht werden. 

5.3.3.  

Soweit sich dies aus der Ortsbildaufnahme Nr. 50004_ ersehen lässt (vgl. insbesondere 

Aufnahmeplan 1:500, S. 8), befindet sich der Anbau auf Parzelle Nr. 0002_, welcher abge-

brochen werden soll, ausserhalb des G 1, in welchem nach dem Gesagten (vgl. E. 5.3.1 

hiervor) grundsätzlich ein Abbruchverbot gilt. Das ISOS-Schutzziel der ungeschmälerten 

Erhaltung in Substanz und Wirkung der Häuserzeile westlich der F.__-strasse innerhalb 

 

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14/17 

des G 1 kann durch diesen Abbruch mithin nicht tangiert werden. Innerhalb der U-Zo I müs-

sen (lediglich) die für das Ortsbild wesentlichen Altbauten bewahrt werden (vgl. E. 5.3.1 

hiervor). Aus den vorliegenden Akten lässt sich aber nicht entnehmen, ob es sich beim 

fraglichen Anbau um eine für das Ortsbild wesentliche Altbaute handelt. Im Amtsbericht der 

DP vom 3. November 2022 (Beilage zu act. 9/12, Ziff. 4) wird lediglich pauschal festgehal-

ten, dass der neue Weg durch einen bestehenden Zwischenraum zwischen den Wohnhäu-

sern Assek.-Nrn. 0013_ und 0000_ und dem Rundholzstall Assek.-Nr. 0001_ durchgeführt 

werde und keinen negativen Einfluss auf die historische Bausubstanz oder die Wirkung der 

Gebäude habe. Gleiches müsste auch für das zum Abbruch vorgesehene Tor zwischen 

den Gebäuden Assek.-Nrn. 0001_ und 0013_ auf Parzelle Nr. 0002_ gelten, soweit sich 

dieses ebenfalls ausserhalb des G1 befindet. Insofern kann entgegen der Auffassung der 

Vorinstanz (vgl. act. 2, S. 21 E. 4.9.5) bei gegebener Aktenlage nicht ausgeschlossen wer-

den, dass in relevanter Weise in die historische Bausubstanz eingegriffen wird.  

 

Die Freilegung des alten Holzbaus/Stalls (Gebäude Assek.-Nr. 0001_) auf Parzelle 

Nr. 0002_, welcher sich zumindest teilweise innerhalb des G1 befindet, erachtete die DP in 

ihrem Amtsbericht vom 3. November 2022 (Beilage zu act. 9/12, Ziff. 4b Satz 2) implizit als 

mit dem ISOS-Schutzziel der ungeschmälerten Erhaltung in Substanz und Wirkung der 

Häuserzeile westlich der F.__-strasse vereinbar (vgl. zum erhöhten Beweiswert von Stel-

lungnahmen von Fachstellen VerwGE B 2023/30 vom 14. August 2023 E. 3.3.5, mit Hin-

weisen). Die Vorinstanz attestiert dieser Freilegung auch eine Aufwertung des Gebäudes 

(vgl. E. 4.9.5 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 22). Indes hat der Leiter der DP am 

Rekursaugenschein vom 2. März 2023 nicht thematisiert, dass das Bundesgericht die Ge-

nehmigung der Anpassung von Art. 5 SchutzV vom 21. August 2019 mit Urteil 

1C_459/2020 vom 27. Oktober 2022, versandt am 14. November 2022, (mit-)aufgehoben 

hat und die Beschwerdegegnerin damit entgegen den generellen Erhaltungshinweisen im 

ISOS (vgl. dazu E. 5.3.1 hiervor) nach wie vor über keine Detailvorschriften für Verände-

rungen (G1) bzw. über keine speziellen Vorschriften für Veränderungen an Altbauten (U-

Zo I) verfügt. Die Frage, ob sich dieser Umstand auf die Beurteilung der kantonalen Fach-

stelle bezüglich der Vereinbarkeit des Abbruchs des Anbaus/Tors bzw. der Freilegung des 

Stalls mit den ISOS-Schutzzielen auswirken könnte, lässt sich anhand der vorliegenden 

Akten ebenfalls nicht beantworten.  

 

Im Weiteren räumte die DP in ihrem Amtsbericht vom 3. November 2022 – entgegen der 

Darstellung der Vorinstanz in Erwägung 4.9.5 des angefochtenen Entscheids (act. 2, 

S. 21 f.) – ein, dass der von Wiesen und Gärten geprägte Freiraum in der U-Zo I durch die 

baulichen Massnahmen im Zusammenhang mit der Anlage des H.__-wegs (Bogenpfläste-

rung, Kandelaber, Blocksteine, mit einer Kette verbundene Poller, Versetzung des Verteil-

kastens, Instandstellung/Abbruch Zaun/Mauer) – insbesondere innerhalb der unverbauten 

 

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15/17 

Grünfläche auf Parzelle Nr. 0003_ – in seiner Substanz geschmälert werde, allerdings nur 

unwesentlich. In seiner Wirkung werde er dadurch nicht geschmälert (Beilage zu act. 9/12, 

Ziff. 4a). Die von der DP festgestellte, wenn auch unwesentliche, Schmälerung der Sub-

stanz des Freiraums in der U-Zo I scheint in Widerspruch zu stehen zu dem von der kanto-

nalen Fachstelle selbst festgelegten Schutzziel der «ungeschmälerten» Erhaltung des noch 

unverbauten Freiraums als ehemaliger Hof- und Baumgarten-Bereich im Dorfzentrum in 

der U-Zo I (Amtsbericht vom 3. November 2022, Beilage zu act. 9/12, Ziff. 3a). Dies umso 

mehr, als die Beschwerdeführer zutreffend darauf hingewiesen haben, dass die Gesamtflä-

che der auf den Parzellen Nrn. 0002_ und 0003_ bestehenden Wiesen und Gärten durch 

den Bau des H.__-wegs in einem nicht mehr geringfügigen Ausmass reduziert wird (act. 5, 

S. 5).  

 

Der Z.__ betreffende ISOS-Eintrag empfiehlt (S. 17), dass der Kontrast zwischen dichtem 

Kernbereich und lockeren Ortsteilen unbedingt bewahrt werden soll. Die ortsbildgliedern-

den Grünräume, wie der innere Grünraum im Ortskern (N.__-gebiet) in der U-Zo I, sollen 

von jeglichen Neubauten freigehalten werden. Gemäss den Erläuterungen zum ISOS-Er-

haltungsziel a (vgl. dazu bereits E. 5.3.1 hiervor) soll die Beschaffenheit als Kulturland oder 

Freifläche erhalten bleiben (vgl. dazu auch Stellungnahme des BAK vom 18. Dezem-

ber 2020, act. 6.2, S. 1 f.). Daraus könnte geschlossen werden, dass für das Erreichen des 

ISOS-Schutzziels in der U-Zo I nicht in erster Linie entscheidend ist, ob der zu erhaltende 

Freiraum begrünt ist oder nicht bzw. die bestehenden Wiesen und Gärten auf den Parzellen 

Nrn. 0002_ und 0003_ erhalten bleiben, sondern im Vordergrund steht, den verbleibenden 

Freiraum von jeglichen Neubauten – nicht von Anlagen – freizuhalten. Dafür spräche (im-

plizit) auch die Einschätzung des Leiters der DP am Rekursaugenschein vom 2. März 2023 

(act. 9/15, S. 6 f. lit. B/12), wonach der Weg für den Freiraum keine Verschlechterung dar-

stelle. Wie es sich damit letztlich verhält, wird von der Beschwerdegegnerin unter Beizug 

der fachkundigen DP aber ebenfalls noch abschliessend zu klären sein.  

 

Ferner hat die Vorinstanz in Dispositiv-Ziffer 1c des angefochtenen Entscheids auflage-

weise verfügt, dass auf Parzelle Nr. 0002_ im Grenzbereich zur F.__-strasse zwei mit einer 

Kette o.ä. verbundene Poller zu erstellen und am Gebäude Vers.-Nr. 0001_ für die Stras-

senquerung eine Beleuchtung anzubringen seien. In der verfahrensleitenden Anordnung 

vom 15. Mai 2023 (Rekurs 22-4857, act. 9/23) hat sie davon abgesehen, die DP vorgängig 

zum Erlass dieser Auflage zur Vernehmlassung aufzufordern. Nach dem Gesagten (vgl. 

E. 4.1-4.3.3) wäre sie vor Erlass der fraglichen Auflage aber zwingend gehalten gewesen, 

um die Fachbeurteilung der DP zu ersuchen. Deswegen konnte in diesem Zusammenhang 

auch nicht geprüft werden, ob der von der Vorinstanz festgestellte verkehrssicherheitstech-

nische Mangel mit den verfügten Massnahmen innerhalb des Schutzgebietes G 1 unter 

ortsbildschützerischen Gesichtspunkten überhaupt auflageweise behoben werden durfte 

 

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(vgl. dazu Art. 147 Abs. 1 PBG; VerwGE B 2022/132 vom 17. November 2022 E. 4.1 

Abs. 2; B 2022/161 vom 16. März 2023 E. 2.2, je mit Hinweis[en]). 

5.4.  

Demgegenüber kann der fachkundigen Einschätzung der DP im Amtsbericht vom 3. No-

vember 2022 (Beilage zu act. 9/12, Ziff. 4c) ohne Weiteres gefolgt werden, wonach der 

Umgebungsschutz der umliegenden Schutzobjekte – namentlich des Gebäude Assek.-

Nr. 0005_ auf Parzelle Nr. 0006_ (F.__-strasse G.__-haus) – vom strittigen Projekt nicht 

berührt wird (vgl. dazu Art. 5 f. SchutzV). 

5.5.  

Vorausgesetzt, die ortsbild- und denkmalschützerischen Aspekte werden von der Be-

schwerdegegnerin als Planungsbehörde im Rahmen der Rückweisung rechtsgenüglich be-

rücksichtigt (vgl. dazu E. 4.-5.4 hiervor), könnte sich das streitige Wegprojekt (vgl. dazu 

auch Art. 1 Abs. 2 und Art. 2 Abs. 2 StrG) des Weiteren zumindest auf Art. 32 Abs. 1 In-

gress und lit. c StrG stützen (Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere 

von Fussgängern, Radfahrern und Behinderten, vgl. dazu auch VerwGE B 2021/129 und 

130 vom 20. Juni 2022 E. 3.1, mit Hinweisen) und die beim Strassenbau zu berücksichti-

genden Grundsätze nach Art. 33 StrG, insbesondere dessen lit. a-d, sowie die einschlägi-

gen Planungszielen und -grundsätzen, namentlich Art. 1 Abs. 1 Satz 3 sowie Art. 3 Abs. 3 

Ingress und Bst. c und Abs. 4 Ingress und Bst. c RPG, miteinbeziehen (vgl. dazu auch 

Art. 2 Abs. 2 Satz 1, Abs. 3, Art. 6 und 9 des Bundesgesetzes über Fuss- und Wanderwege, 

SR 704, FWG). Trotz gegenteiliger Auffassung der Beschwerdeführer (act. 5, S. 5-8, lit. C, 

act. 15, S. 5) hat die Vorinstanz dies im angefochtenen Entscheid (act. 2, S. 15-18, 22-25, 

E. 4.6-4.13) mit Verweis auf den Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 

13. Juni 2022 (Beilage zu act. 9/1, S. 8, 10-12 E. 2.1, 2.3-2.8) ausführlich und in nachvoll-

ziehbarer Weise dargelegt. Zudem hat das Strasseninspektorat – entgegen der Darstellung 

der Beschwerdeführer – die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sowie von Kin-

dern («Berücksichtigung der tieferen Augenhöhe von Kindern»; Gefälle von ≤ 6%; «ausrei-

chende, sichere und einsehbare Aufstellflächen unter Berücksichtigung des FV oder LZV, 

mitgeführten Kinderwagen, Rollstühlen usw. […]»; «mobilitätseingeschränkte Personen») 

in seine Amtsberichte vom 19. September 2022 und 8. Mai 2023 (Beilage zu act. 9/12; 

act. 9/22) einfliessen lassen. 

6.  

Die Rückweisung der Sache mit noch offenem Ausgang gilt für die Frage der Auferlegung 

der Gerichtskosten wie auch einer Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen, unab-

hängig davon, ob sie beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im 

Eventualantrag gestellt wird (VerwGE B 2023/137 vom 6. Dezember 2024 E. 7.1, mit 

 

B 2024/94 

 

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Hinweis). Von der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin sind keine amtlichen Kosten zu 

erheben (Art. 95 Abs. 3 VRP). Der von den Beschwerdeführern geleistete Kostenvorschuss 

von CHF 3'000 ist ihnen zurückzuerstatten. Da die nicht durch eine Drittperson vertretenen 

Beschwerdeführer keinen besonderen Aufwand nachgewiesen haben, haben sie im Be-

schwerdeverfahren keinen Anspruch auf Entschädigung ausseramtlicher Kosten in Form 

einer Umtriebsentschädigung (vgl. dazu VerwGE B 2023/131 vom 24. April 2024 E. 5.3, mit 

Hinweis).  

 

Der Kostenspruch des vorinstanzlichen Rekursverfahren 22-4857 (Dispositiv-Ziffern 2b, 2d 

und 3 des angefochtenen Entscheids) bleibt unverändert. 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, Dispositiv-Ziffern 1b und 1c des angefochtenen Ent-

scheids (Verfahren 22-4857) werden aufgehoben und die Sache wird zur korrekten Verfah-

rensabwicklung im Sinne der Erwägungen sowie zu neuer Entscheidung an die Beschwer-

degegnerin zurückgewiesen. 

2.  

Es werden keine amtlichen Kosten erhoben. Den Beschwerdeführen wird der geleistete 

Kostenvorschuss von CHF 3'000 zurückerstattet. 

3.  

Es werden keine ausseramtlichen Kosten entschädigt. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 03.04.2025
	Strassenplanverfahren, Berücksichtigung des ISOS, Einbezug der Denkmalpflege, Art. 11 VISOS, (Art. 6 Abs. 2 Ingress und Bst. b sowie Abs. 4 in Verbindung mit) Art. 9 Abs. 1 RPG; Art. 12 ff., Art. 31 ff., Art. 39 ff. StrG. Kanton und Gemeinden sind verpflichtet, die Denkmalpflege sowohl bei der Strassenplanung als auch beim Strassenbau in das Strassenplanverfahren einzubeziehen, sofern sich die entsprechenden Projekte in einem im kantonalen Richtplan bezeichneten schützenwerten Ortsbild von nationaler oder kantonaler Bedeutung und deren Umgebung befinden. Da die Denkmalpflege im vorliegenden Fall in den erstinstanzlichen Verfahren nicht beigezogen worden ist, konnte deren Fachbeurteilung nicht in die von der Planungsbehörde vorzunehmende umfassende Interessenabwägung zur Frage eingeflossen sein, ob das strittige Projekt die Erhaltungsziele des ISOS berücksichtigt. Die Sache war daher an die Planungsbehörde zur korrekten Verfahrensabwicklung und neuer Entscheidung zurückzuweisen (Verwaltungsgericht, B 2024/94).

		2026-01-28T04:33:16+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen