# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f928064-4fd0-5e51-bce3-d10ade1bdef1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 03.10.2017 S 2017 77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2017-77_2017-10-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 77

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuar ad hoc Specchia

URTEIL

vom 3. Oktober 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG,

Beschwerdeführer

gegen 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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1. A._____ arbeitete seit dem 9. März 2009 für die B._____ AG in X._____. 

Gemäss Arbeitsvertrag vom 14. September 2015 arbeitete er in der 

Funktion als Maschinist/Schneeräumung. Am 8. Dezember 2016 kündigte 

die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis fristlos per 8. Dezember 2016.

2. A._____ meldete am 19. Dezember 2016 einen Anspruch auf 

Arbeitslosenentschädigung im Umfang von 100 % ab selbigem Datum an. 

Mit Schreiben vom 21. Dezember 2016 wurde er von der 

Arbeitslosenkasse Graubünden aufgefordert, insbesondere zum Vorhalt, 

dass ihm seine Arbeitgeberin wegen des Führerausweisentzuges fristlos 

gekündigt habe, Stellung zu nehmen. Auf die Möglichkeit zur 

Stellungnahme verzichtete er.

3. Mit Verfügung vom 23. Februar 2017 stellte die Arbeitslosenkasse 

Graubünden A._____ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 46 

Tage in der Anspruchsberechtigung ein.

4. Am 20. März 2017 erhob A._____ gegen die Verfügung vom 23. Februar 

2017 Einsprache. Begründend wurde ausgeführt, dass der Führerausweis 

erst vorsorglich habe abgegeben werden müssen. Er habe tatsächlich 

Alkohol getrunken und anschliessend ein Fahrzeug gelenkt. Dafür sei er 

indes schon bestraft worden. Er habe aber damit keinen Stellenverlust 

beabsichtigt bzw. in Kauf genommen. Auch sei er kein Alkoholiker, es 

handle sich um ein einmaliges Ereignis.

5. Die Einsprache wies das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit 

Graubünden (KIGA) mit Entscheid vom 3. Mai 2017 ab. Begründend 

wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass ein Chauffeur, welcher trotz 

beträchtlichem Alkoholkonsum Auto fahre, den Entzug des 

Fahrausweises und den Verlust der Arbeitsstelle in Kauf nehme, weil der 

Besitz des Führerausweises eine entscheidende Voraussetzung für die 

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Anstellung als Chauffeur sei. Eine Einstellung im Bereich des schweren 

Verschuldens sei zu bejahen, auch wenn sich der Vorfall ausserhalb der 

Arbeitszeit ereignet habe.

6. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 30. Mai 

2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. 

Der Beschwerdeführer beantragte, der Einspracheentscheid sei 

aufzuheben und auf eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung sei 

zu verzichten. Eventualiter sei der Einspracheentscheid aufzuheben und 

es sei die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung 

angemessen zu reduzieren. Der Beschwerdeführer führte in seiner 

Beschwerde aus, dass mindestens ein eventualvorsätzliches 

Herbeiführen der Entlassung vorausgesetzt sei, damit überhaupt von 

einem Selbstverschulden gesprochen werden könne. Vorliegend sei kein 

solcher Vorsatz gegeben bzw. zu erkennen. Entsprechend könne auch 

nicht von selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit gesprochen werden. Der 

Beschwerdeführer habe mit seinem Alkoholkonsum und dem 

anschliessenden Führen eines Fahrzeuges nie eine Kündigung 

beabsichtigt bzw. eine solche in Kauf genommen. Diese Konsequenz 

hätte er nicht in Erwägung gezogen, da es bei der B._____ AG diverse 

Arbeitsstellen gäbe, bei welchen man nicht auf den Führerschein 

angewiesen sei. So arbeite der Beschwerdeführer zwischenzeitlich auch 

wieder bei der gleichen Arbeitgeberin. Die entscheidende Voraussetzung 

des Eventualvorsatzes sei vom KIGA nicht erkannt bzw. negiert worden. 

Das KIGA habe selber festgehalten, dass der Beschwerdeführer nicht 

eventualvorsätzlich gehandelt habe. Folglich sei das KIGA selbst davon 

ausgegangen, dass in casu kein Eventualvorsatz vorliege. Die 

Voraussetzung einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit sei nicht 

gegeben, folglich sei die Einstellung in der Anspruchsberechtigung im 

Umfang von 46 Tagen nicht korrekt. Selbst wenn sich der 

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Beschwerdeführer tatbestandsmässig widerrechtlich und schuldhaft 

verhalten hätte, sei die Sanktion unverhältnismässig.

7. Das KIGA (nachfolgend: Beschwerdegegner) beantragte in seiner 

Vernehmlassung vom 15. Juni 2016 (recte: 2017) die Abweisung der 

Beschwerde. Der Beschwerdegegner bekräftigte in der Vernehmlassung 

die bereits im Einspracheentscheid vorgebrachte Sichtweise.

8. Auf Ersuchen der Instruktionsrichterin vom 24. Juli 2017 reichte das 

Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden die definitive Verfügung 

vom 26. Juli 2017 betreffend Führerausweisentzug des 

Beschwerdeführers ein. Die Parteien verzichteten auf eine 

Stellungnahme.

9. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften, auf 

den angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Mai 2017 sowie auf die 

im Recht liegenden Beweismittel wird, soweit erforderlich und 

rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens ist der 

Einspracheentscheid des Beschwerdegegners vom 3. Mai 2017. Gemäss 

Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 

837.0) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der 

Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim kantonalen 

Versicherungsgericht erhoben werden. Laut Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m 

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Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV; 

SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 

(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das 

Versicherungsgericht desselben Kantons örtlich zuständig. Der 

angefochtene Einspracheentscheid wurde vom Amt für Industrie, 

Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) als kantonale Amtsstelle im 

Sinne von Art. 85 AVIG erlassen, sodass die örtliche Zuständigkeit des 

angerufenen Gerichts gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (Art. 

59 ATSG). Auf die von ihm zudem frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist damit einzutreten. 

2. a) In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer vorab sinngemäss eine 

Verletzung seines verfassungsmässigen Anspruchs auf rechtliches 

Gehör, indem er vorbringt, der Beschwerdegegner sei im 

Einspracheentscheid nur rudimentär auf seine Vorbringen eingegangen.

b) Die Verletzung des Gehörsanspruchs führt, ungeachtet der 

Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst, zur Aufhebung 

des angefochtenen Entscheids (BGE 132 V 387 E.5.1). Nach der 

Rechtsprechung kann ein Verfahrensmangel, insbesondere eine 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, zwar geheilt werden, 

wenn die Kognition der urteilenden Instanz nicht eingeschränkt ist und 

dem Beschwerdeführer daraus kein Nachteil erwächst. Verlangt wird 

ferner, dass kein für die Beurteilung der Angelegenheit relevantes 

Kognitionsgefälle besteht (vgl. WIEDERKEHR, Die Begründungspflicht nach 

Art. 29 Abs. 2 BV und die Heilung bei Verletzung, in: ZBl 9/2010, S. 502 

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ff.). Eine Heilung ist aber immer dann ausgeschlossen, wenn es sich um 

eine besonders schwerwiegende Verletzung der Parteirechte handelt; 

zudem soll sie die Ausnahme bleiben (BGE 124 I 331 E.3.1; BGE 126 I 

68 E.2 mit Hinweisen; PVG 2008 Nr. 1). Verfügungen oder Entscheide, 

die unter Missachtung des rechtlichen Gehörs ergangen sind, sind daher 

grundsätzlich aufzuheben und zur Durchführung eines 

ordnungsgemässen Verwaltungsverfahrens an die Verwaltungsbehörden 

zurückzuweisen (statt vieler: PVG 2011 Nr. 31). Nur wenn es sich aus 

verfahrensökonomischen Gründen geradezu aufdrängt, ist die Heilung 

einer allfälligen Gehörsverletzung im Rechtsmittelverfahren nach der 

zitierten Praxis ausnahmsweise zuzulassen.

c) Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich zunächst aus den 

sozialversicherungsrechtlichen Spezialbestimmungen (vgl. Art. 42 ATSG). 

Darüber hinaus gelten die aus der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) folgenden 

Verfahrensregeln zur Sicherung des rechtlichen Gehörs. Der durch Art 29 

Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör dient einerseits 

der Sachaufklärung und garantiert andererseits ein 

persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren, 

soweit dies Einfluss auf ihre Rechtsstellung haben kann. Die 

Gehörsgarantie ist somit ein verfassungsmässig geschütztes 

Individualrecht, hat also den Charakter eines selbständigen Grundrechts 

(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., 

Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 1001 und 1003). Aus Art. 29 Abs. 2 BV folgt 

insbesondere auch ein Mindestanspruch auf Begründung eines 

hoheitlichen Aktes. Der Sinn und Zweck der Begründungspflicht liegt 

darin, dass der Bürger wissen soll, warum eine Behörde entgegen seinem 

Antrag entschieden hat. Die Begründung eines Entscheids muss deshalb 

so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht 

anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die 

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Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild 

machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die 

Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess 

und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Es ist insbesondere nicht nötig, 

dass sie sich mit jeder tatbestandlichen Behauptung und jedem 

rechtlichen Einwand auseinandersetzt, sondern sie kann sich vielmehr auf 

die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (statt 

vieler BGE 133 I 270 E.3.1). Ob die Begründung rechtlich zutreffend und 

haltbar ist, ist wiederum keine Frage des formellen Anspruchs auf 

rechtliches Gehör, sondern der materiellen Beurteilung der Streitfrage.

d) Vorliegend ist der Beschwerdegegner seiner Begründungspflicht 

nachgekommen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt worden sein könnte. Im 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Mai 2017 legte der 

Beschwerdegegner sowohl den massgebenden Sachverhalt als auch die 

einschlägigen Rechtsgrundlagen und rechtlichen Überlegungen dar. In 

diesem Entscheid wurde sowohl zur Frage des Vorsatzes bzgl. des 

Arbeitsplatzverlustes im Zusammenhang mit dem Entzug des 

Führerausweises wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand als auch zur 

Frage des Verschuldens Stellung genommen, und die 

Schlussfolgerungen wurden auch klar begründet. Auf jeden Fall war der 

Beschwerdeführer ohne Weiteres in der Lage, den missliebigen Entscheid 

sachgerecht anzufechten. Folglich ist der Beschwerdegegner seiner 

Begründungspflicht hinreichend nachgekommen.

e) Selbst wenn vorliegend mit Blick auf die gerügte Begründungspflicht eine 

allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs bejaht würde, dürfte der 

Mangel als nachträglich geheilt qualifiziert werden, weil es sich aufgrund 

des vorstehend Gesagten um keine schwerwiegende Verletzung der 

Parteirechte handelt, dem Verwaltungsgericht volle Kognition zukommt 

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(vgl. Art. 51 Abs. 1 VRG) und sich der Beschwerdeführer im vorliegenden 

Verfahren im Rahmen eines doppelten Schriftenwechsels ausführlich zu 

allen Fragen äussern konnte. Im Übrigen würde vorliegend eine 

Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids zu einem in 

prozessökonomischer Hinsicht nicht vertretbaren Leerlauf führen. Gegen 

eine Rückweisung sprechen somit auch verfahrensökonomische 

Überlegungen.

3. a) Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner den 

Beschwerdeführer zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit 

für 46 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat.

b) Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist der Versicherte in der 

Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn er durch eigenes Verschulden 

arbeitslos ist. Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV konkretisiert Art. 30 Abs. 1 lit. a 

AVIG auf Verordnungsstufe und legt fest, dass die Arbeitslosigkeit 

insbesondere dann als selbstverschuldet gilt, wenn der Versicherte durch 

sein Verhalten, insbesondere wegen Verletzung arbeitsvertraglicher 

Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses 

gegeben hat.

c) Auf den vorliegenden Sachverhalt findet sodann Art. 20 lit. b des 

Übereinkommens Nr. 168 der internationalen Arbeitsorganisation (IAO) 

über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit 

vom 21. Juni 1988 (Übereinkommen; SR 0.822.726.8) Anwendung. 

Danach können Leistungen, auf die eine geschützte Person bei Voll- oder 

Teilarbeitslosigkeit oder Verdienstausfall infolge einer vorübergehenden 

Arbeitseinstellung ohne Unterbrechung des Beschäftigungsverhältnisses 

Anspruch gehabt hätte, in einem vorgeschriebenen Masse verweigert, 

entzogen, zum Ruhen gebracht oder gekürzt werden, wenn die 

zuständige Stelle festgestellt hat, dass der Betreffende vorsätzlich zu 

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seiner Entlassung beigetragen hat. Damit wird klargestellt, dass eine 

durch den Versicherten verschuldete Kündigung des Arbeitsgebers nur 

bei nachgewiesenem Vorsatz des Versicherten zu einer Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung führen darf. Dabei genügt jedoch 

Eventualvorsatz, welcher anzunehmen ist, wenn die betroffene Person 

vorhersehen kann oder damit rechnen muss, dass ihr Verhalten zu einer 

Kündigung durch den Arbeitgeber führt (NUSSBAUMER THOMAS, 

Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, 

Band XIV, Soziale Sicherheit, MEYER ULRICH [Hrsg.], 3. Aufl., 

Basel/Genf/München 2016, S. 2512 N. 831; vgl. auch AVIG-Praxis ALE 

[Arbeitslosenentschädigung] Rz. D18). Art. 20 lit. b des Übereinkommens 

ist im Einzelfall direkt anwendbar und geht den nationalen Bestimmungen 

für den Erlass einer Einstellverfügung vor (CHOPARD JACQUELINE, Die 

Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Art. 30/30a AVIG unter 

Berücksichtigung des Übereinkommens Nr. 168 der IAO, Diss. Zürich 

1998, S. 71; vgl. auch BGE 124 V 234 E.3c betreffend Art. 20 lit. c des 

Übereinkommens). Ein Selbstverschulden im Sinne der 

Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt der 

Arbeitslosigkeit nicht auf objektive Faktoren zurückzuführen ist, sondern 

in einem vermeidbaren Verhalten des Versicherten liegt, für das die 

Arbeitslosenversicherung die Haftung nicht übernimmt (ARV 1998 Nr. 9 

S. 44; GERHARDS GERHARD, Kommentar zum 

Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Band I [Art. 1-58], Bern 1987, 

Art. 30 N. 8). Dieses Verhalten muss beweismässig klar feststehen (BGE 

112 V 242 E.1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39; SVR 1996 ALV Nr. 72 S. 220; 

GERHARDS, a.a.O., Art. 30 N. 11; vgl. auch AVIG-Praxis ALE Rz. D20) und 

gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens vorsätzlich erfolgt sein, wobei 

Eventualvorsatz genügt. Dabei reicht es nach dem bundesgerichtlichen 

Urteil 8C_466/2007 vom 19. November 2007 E.3 aus, dass das 

allgemeine Verhalten am Arbeitsplatz aus sachlich gerechtfertigten 

Gründen vom Arbeitgeber missbilligt wurde und der Arbeitnehmer trotz 

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Wissens um diese Missbilligung sein Verhalten nicht geändert hat, womit 

er dem Arbeitgeber Anlass zur Kündigung gab bzw. eine solche in Kauf 

nahm. Ausschlaggebend ist, ob der Versicherte wissen konnte und 

musste, dass er durch sein Handeln womöglich eine Kündigung bewirkt. 

Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter 

Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG setzt keine Auflösung 

des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 bzw. 

Art. 346 Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) 

voraus. Es genügt, dass das allgemeine Verhalten der versicherten 

Person Anlass zur Kündigung bzw. Entlassung gegeben hat; 

Beanstandungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht vorgelegen haben 

(BGE 112 V 242 E.1; AVIG-Praxis ALE/D21). Mithin gehören dazu auch 

charakterliche Eigenschaften im weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer für 

den Betrieb als untragbar erscheinen lassen (Urteil des Bundesgerichts C 

277/06 vom 3. April 2007 E.2 m.H. auf BGE 112 V 242).

4. a) Der Verfügung des Strassenverkehrsamtes des Kantons Graubünden 

vom 9. Februar 2017 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 2. 

Dezember 2016 in angetrunkenem Zustand (Blutalkoholkonzentration von 

2.00 Gewichtspromillen) einen Autounfall verursachte, indem er in 

X._____ zuerst mit einer Verkehrsinsel und darauf mit einem 

Laternenpfahl kollidierte. Der Beschwerdeführer fuhr dann noch ca. 900 m 

weiter, wo er erneut mit einem Laternenpfahl kollidierte und schliesslich 

zum Stillstand gelangte (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 11). 

Dem Beschwerdeführer wurde der Führerausweis mit Verfügung vom 26. 

Juni 2017 für acht Monate entzogen (vgl. edierte Akten 

Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden). Der 

Führerausweisentzug hatte für den Beschwerdeführer zur Folge, dass 

ihm durch die Arbeitgeberin per 8. Dezember 2016 fristlos gekündigt 

wurde. In der Arbeitgeberbescheinigung vom 15. Dezember 2016 wurde 

die fristlose Kündigung damit begründet, dass der Beschwerdeführer bei 

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der Schneeräumung gearbeitet habe, dies nach dem Entzug des 

Fahrausweises in diesem Winter nicht mehr möglich sei und keine andere 

Möglichkeit bestanden habe, ihn anderweitig zu beschäftigen (vgl. Bg-act. 

8). Dass der Beschwerdeführer in angetrunkenem Zustand das Fahrzeug 

führte, ist unbestritten. Er bestreitet hingegen, seine Arbeitslosigkeit 

vorsätzlich verschuldet zu haben.

b) Nach dem Gesagten ist somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführer seine 

Arbeitslosigkeit nachweisbar vorsätzlich – und nicht bloss fahrlässig – 

verschuldet hat. 

aa) Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 30. Mai 2017 

geltend, dass der Beschwerdegegner selber in seinem 

Einspracheentscheid vom 3. Mai 2017 (sowie in der wörtlich 

gleichlautenden Vernehmlassung vom 15. Juni 2017) schreibe, dass der 

Beschwerdeführer den Verlust des Arbeitsplatzes zumindest 

grobfahrlässig in Kauf genommen habe. Folglich gehe der 

Beschwerdegegner selber davon aus, dass kein Eventualvorsatz 

gegeben sei und er die zwingende Rechtsfolge hieraus nicht erkannt bzw. 

diese ohne weiteres übergangen habe. Die vom Beschwerdegegner 

verwendete Terminologie des "grobfahrlässig in Kauf nehmens" in diesem 

Zusammenhang erscheint tatsächlich etwas irreführend und missglückt. 

Betrachtet man die Argumentation des Beschwerdegegners als Ganzes, 

und nicht nur die genannte Textstelle, ist jedoch klar, dass der 

Beschwerdegegner damit ausdrücken wollte, der Beschwerdeführer habe 

wissen müssen, dass er, indem er am 2. Dezember 2016 trotz 

beträchtlichen Alkoholkonsums Auto fuhr, nicht nur den Entzug des 

Führerausweises, sondern notwendigerweise auch den Verlust seiner 

Arbeitsstelle in Kauf nahm. Der Beschwerdegegner schreibt neben der 

erwähnten Formulierung in der gleichen Erwägung 3 des angefochtenen 

Entscheids auch, dass wer "trotz beträchtlichem Alkoholkonsum Auto 

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fährt, nimmt den Entzug des Führerausweises in Kauf". Diese 

Formulierung spricht eindeutig für den Eventualvorsatz. Aus dem Kontext 

geht damit klar hervor, dass der Beschwerdegegner zumindest von einem 

eventualvorsätzlichen Handeln des Beschwerdeführers ausgegangen ist, 

andernfalls das Verhalten des Beschwerdeführers gar nicht hätte 

sanktioniert werden dürfen.

bb) Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass er mit seinem 

Alkoholkonsum und dem anschliessenden Führen eines Fahrzeugs nie 

eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses beabsichtigt bzw. eine solche in 

Kauf genommen habe. Diese Konsequenz habe er nicht für möglich 

gehalten, da es bei der B._____ AG diverse Arbeitsstellen gäbe, bei 

welchen man nicht auf den Fahrausweis angewiesen sei. Der 

Beschwerdeführer arbeite zwischenzeitlich auch wieder ohne 

Führerschein bei derselben Arbeitgeberin. Eine Kündigung sei deshalb 

nicht vorhersehbar gewesen und folglich könne nicht von einer 

Inkaufnahme der Kündigung gesprochen werden. Das Gericht kann 

dieser Argumentation aus den nachfolgend zu erläuternden Gründen 

nicht folgen. Gemäss Arbeitsvertrag vom 14. September 2015 (Bg-act. 5) 

war der Beschwerdeführer als Maschinist im Sommer und im Winter als 

Chauffeur Schneeräumung angestellt und somit für seine Tätigkeiten auf 

den Führerausweis angewiesen. Der Beschwerdeführer, der als 

Chauffeur angestellt gewesen war, wusste bzw. musste wissen, dass der 

Besitz des Führerausweises entscheidende Voraussetzung und conditio 

sine qua non für seine Anstellung und Tätigkeit war, konnte er die ihm 

obliegenden arbeitsvertraglichen Pflichten doch nur mit der 

entsprechenden Qualifikation überhaupt erfüllen. Insbesondere ereignete 

sich hier der Verkehrsunfall im Winter (Dezember 2016), in einer Zeit 

also, in welcher der Beschwerdeführer als Chauffeur mit einer erhöhten 

Verfügbarkeit bezüglich der Schneeräumung auszugehen hatte und sich 

über die Konsequenzen eines Führerausweisentzuges in Bezug auf seine 

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Arbeitsstelle bewusst sein musste. Der Beschwerdeführer konnte auch 

nicht ernsthaft darauf vertrauen, dass er bei einem allfälligen 

Stellenverlust sofort eine neue Tätigkeit bei der Firma B._____ AG 

angeboten bekommen würde, bei welcher der Besitz des 

Führerausweises nicht Voraussetzung gewesen wäre. Vorliegend ist es 

nicht relevant, ob der Beschwerdeführer - wie er selber geltend macht - 

nicht ausschliesslich als Chauffeur tätig war, sondern angeblich auch 

andere Tätigkeiten verrichtete, ohne auf den Führerschein angewiesen zu 

sein. Tatsache ist, dass der Beschwerdeführer, welcher als Maschinist 

und für die Schneeräumung eingestellt war, diese Aufgaben nach dem 

Entzug des Führerausweises nicht mehr ausüben konnte. Dies wurde 

denn auch durch die Arbeitgeberin in der Arbeitgeberbescheinigung vom 

15. Dezember 2016 bestätigt, indem diese ausführte, dass der 

Beschwerdeführer in der Schneeräumung arbeite, eine Weiteranstellung 

nach Entzug des Fahrausweises diesen Winter nicht mehr möglich 

gewesen sei, und keine andere Möglichkeit bestanden habe, ihn 

anderweitig zu beschäftigen (vgl. Bg-act. 8). Dem Beschwerdeführer 

musste somit als vernünftig und redlich urteilender Mensch nach Treu und 

Glauben klar gewesen sein, dass er im Falle eines Führerausweisentzugs 

mit der Konsequenz einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses rechnen 

musste, zumal er ohne Fahrerlaubnis seinen arbeitsvertraglichen 

Pflichten nicht nachkommen konnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts C 

215/05 vom 29. November 2005 E.2.3). Der Einwand, dass der 

Beschwerdeführer nicht um die Möglichkeit des Verlustes seiner 

Arbeitsstelle gewusst habe bzw. habe wissen müsste, vermag somit nicht 

zu überzeugen.

cc) Indem der Beschwerdeführer am 2. Dezember 2016 mit beträchtlichen 

2.00 Alkoholpromille im Blut Auto fuhr und einen Unfall verursachte, nahm 

er nicht nur den Entzug des Fahrausweises, sondern notwendigerweise 

auch den Verlust der Arbeitsstelle in Kauf. Zu Recht wertet das 

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Bundesgericht ein solches Verhalten als schweres Verschulden (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts C 215/05 vom 29. November 2005 E.2.3; ARV 

2001 Nr. 19 S. 121 [C 221/01] E.2c). Überdies ist von Bedeutung, dass 

der Beschwerdeführer als Chauffeur, dem von Berufes wegen besonders 

hohe Sorgfaltspflicht obliegt und von dem überdurchschnittliche 

Kenntnisse des Strassenverkehrsrechts verlangt werden, wissen musste, 

dass das Führen eines Personenwagens in angetrunkenem Zustand mit 

qualifizierter Blutalkoholkonzentration ausnahmslos den 

Fahrausweisentzug nach sich zieht (Art. 55 Abs. 6 des 

Strassenverkehrsgesetzes [SVG: SR 741.01] i.V.m. Art. 2 der Verordnung 

der Bundesversammlung über Alkoholgrenzwerte im Strassenverkehr [SR 

741.13] und Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG). Der Umstand, dass das 

fehlerhafte Verhalten des Beschwerdeführers nicht in die ordentliche 

Arbeitszeit fiel, mindert sein Verschulden nicht. Denn dies ändert nichts 

an der Tatsache, dass der Beschwerdeführer mit seinem Fehlverhalten 

die Erfüllung seiner arbeitsvertraglichen Verpflichtungen bewusst 

gefährdete und durch den erfolgten Führerausweisentzug schliesslich 

auch tatsächlich verunmöglichte, womit er die unmittelbare Grundlage für 

die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin 

schuf (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts C 221/01 

vom 7. November 2001 E. 2c). Die vorliegende Beurteilung eines 

schweren Verschuldens spielt insbesondere, wie nachfolgend in 

Erwägung 5 dargestellt, bei der Beurteilung der Dauer der Einstellung in 

der Anspruchsberechtigung eine Rolle.

dd) Ferner bestreitet der Beschwerdeführer die Kausalität zwischen dem 

geltend gemachten Grund zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses und der 

eingetretenen Arbeitslosigkeit. Inwiefern die Kausalität in casu nicht 

gegeben sein soll, ist nicht ersichtlich. Es ist aktenmässig ausgewiesen, 

dass wegen des schuldhaften Entzugs des Führerausweises die 

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(fristlose) Kündigung durch die Arbeitgeberin ausgesprochen wurde (vgl. 

Bg-act. 8). Die Kausalität ist damit zweifelsfrei gegeben.

c) Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in 

seiner beruflichen Eigenschaft als Chauffeur die Bedeutung des Füh-

rerausweises für den Bestand des Arbeitsverhältnisses und die 

Konsequenzen eines Entzugs des Führerausweises entweder gekannt 

hat oder hätte kennen müssen. Dennoch lenkte der Beschwerdeführer in 

stark alkoholisiertem Zustand ein Fahrzeug, verursachte einen Unfall und 

beging damit eine schwere Widerhandlung gegen das 

Strassenverkehrsgesetz (Art. 16c SVG). Entsprechend musste der 

Beschwerdeführer wissen oder hätte wissen müssen, dass sein Verhalten 

womöglich eine Kündigung bewirkt. Folglich hat er diese auch in Kauf 

genommen und zumindest eventualvorsätzlich zu seiner Entlassung 

beigetragen. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Sinne von 

Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG und Art. 20 lit. b des Übereinkommens ist damit 

zu Recht erfolgt. 

5. a) Damit bleibt zu prüfen, ob die Dauer der Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung von 46 Tagen rechtens ist. Gemäss Art. 30 Abs. 

3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung nach dem Grad des 

Verschuldens und beträgt je nach Einstellungsgrund 1 bis 15 Tagen bei 

leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei 

schwerem Verschulden (vgl. Art. 45 Abs. 3 AVIV). Da es sich dabei 

naturgemäss um einen Ermessensentscheid handelt, bei welchem den 

Verfügungsinstanzen ein grosser Ermessensspielraum zusteht, ist dem 

Verwaltungsgericht bei der Beurteilung der Einstellungsdauer 

Zurückhaltung geboten (BGE 126 V 353 E.5d; Urteil des Bundesgerichts 

8C_22/2008 vom 5. März 2008 E.3). Es darf sein Ermessen nicht ohne 

triftige Gründe an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen, sondern 

muss sich bei der Korrektur auf Gegebenheiten abstützen können, welche 

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eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 

lassen (BGE 126 V 353 E.5d; BGE 123 V 150 E.2 mit weiteren 

Hinweisen; BGE 133 V 593,596 f. E.6).

b) Die Einschätzung des Beschwerdegegners, das Verhalten des 

Beschwerdeführers als schweres Verschulden einzustufen, ist auch unter 

dem Gesichtspunkt der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu 

beanstanden (vgl. Urteil des Bundesgerichts C 215/05 vom 29. November 

2005 E.2.3). Bei schwerem Verschulden beträgt der Sanktionsrahmen 

gemäss Art. 45 Abs. 3 lit. c AVIV 31 bis 60 Einstelltage. Die verfügte 

Einstelldauer von 46 Tagen bewegt sich somit im mittleren Rahmen des 

schweren Verschuldens und ist entgegen den Ausführungen des 

Beschwerdeführers nicht unverhältnismässig. Nicht 

verschuldensmindernd berücksichtigt werden kann, dass der 

Beschwerdeführer nach eigenen Angaben offenbar wieder bei der 

gleichen Arbeitgeberin angestellt ist, da für die Bemessung der 

Einstelldauer einzig der Grad des Verschuldens eine Rolle spielt, nicht 

aber die tatsächliche Dauer einer Arbeitslosigkeit (BGE 113 V 154 E.3; 

CHOPARD, a.a.O., S. 165 f.). Ins Gewicht fällt der Umstand, dass der 

Beschwerdeführer den zulässigen Alkoholgrenzwert um 1.5 

Gewichtspromille überschritten und dabei auch einen Unfall verursacht 

hat. Der Beschwerdeführer wurde denn auch nicht nur wegen Fahrens in 

angetrunkenem Zustand, sondern zusätzlich wegen Gefährdung der 

Verkehrssicherheit und Verletzung anderer Verkehrsvorschriften 

sanktioniert (vgl. edierte Verfügung des Strassenverkehrsamt des 

Kantons Graubünden vom 26. Juni 2017). Hingegen ist der Umstand, 

dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen über einen ungetrübten 

automobilistischen Leumund verfügte, verschuldensmindernd zu werten. 

Unter Berücksichtigung aller Umstände ist die Dauer von 46 Einstelltagen 

als angemessen und verhältnismässig zu werten.

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6. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit in allen 

Punkten als begründet und rechtens, weshalb die Beschwerde 

abzuweisen ist.

7. Gerichtskosten werden keine erhoben, da das Verfahren vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht - ausser bei mutwilliger oder 

leichtsinniger Prozessführung - gemäss Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. 

Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. Dem obsiegenden Beschwerdegegner 

steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e 

contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]