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**Case Identifier:** 6aa4beb2-1c9e-553d-8973-d90ab3c144b8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.02.2014 200 2013 616
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-616_2014-02-05.pdf

## Full Text

200 13 616 IV
FUR/ABE/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Februar 2014

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. Juni 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2014, IV/13/616, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 19. Januar 2012 unter Hinweis auf eine koronare 3-
Gefässerkrankung bzw. Bypass-Operation, Schulterschmerzen/Gelenks-
arthrose und Diabetes mellitus Typ II bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Antwortbeilage [AB] 2). Dar-
aufhin tätigte die IVB erwerbliche und medizinische Abklärungen (AB 7 ff.); 
insbesondere veranlasste sie eine psychiatrische Untersuchung (AB 27). 
Gestützt auf das entsprechende Gutachten vom 10. September 2012 
(AB 33.1) stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 1. Oktober 
2012 (AB 34) in Aussicht, das Leistungsbegehren mangels eines invalidi-
sierenden Gesundheitsschadens abzulehnen. Nachdem der Versicherte 
dagegen opponiert hatte (AB 35, 39), stellte die IVB nach Rücksprache mit 
ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 40) mit neuem Vorbescheid 
vom 1. Februar 2013 (AB 41) erneut die Abweisung des Leistungsbegeh-
rens in Aussicht, nunmehr mit der Begründung, der Invaliditätsgrad (10%) 
sei nicht rentenbegründend. Auch dagegen erhob der Versicherte Einwand 
(AB 48). Zum eingereichten Bericht des behandelnden Arztes (AB 59) liess 
die IVB den RAD Stellung nehmen (AB 64); am 5. Juni 2013 verfügte sie 
wie vorgesehen (AB 67).

Am 6. März 2013 gewährte die IVB Eingliederungsberatung (AB 51) resp. 
erteilte Kostengutsprache für eine berufliche Grundabklärung durch die 
Abklärungsstelle C.________ vom 3. Juni bis 2. September 2013 (AB 52).

B.

Gegen die Verfügung vom 5. Juni 2013 lässt der Versicherte, vertreten 
durch Fürsprecher B.________, mit Eingabe vom 2. Juli 2013 Beschwerde 
erheben. Er beantragt die kostenfällige Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung und die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin. Zur 
Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, es seien weitere Abklärun-

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gen erforderlich; die Ergebnisse der Abklärung in der Abklärungsstelle 
C.________ seien in die Beurteilung miteinzubeziehen. Gleichzeitig stellt 
der Beschwerdeführer ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und 
Beiordnung von Fürsprecher B.________ als amtlicher Anwalt. 

Mit Beschwerdeantwort vom 3. September 2013 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 23. September 2013 wies 
die Instruktionsrichterin das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und 
Beiordnung von Fürsprecher B.________ wegen Aussichtslosigkeit der 
Beschwerde im Sinne des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege ab.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

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vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. Juni 2013 (AB 67). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 
fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 
S. 282). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes 
auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als 
solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die 
somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Wil-
lensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die 
Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wieder-

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einstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte 
Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen not-
wendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ent-
scheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund 
steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere 
Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähri-
ger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter 
Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in 
allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr be-
einflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch 
aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht 
in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu-
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeu-
tischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je 
mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechen-
den Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraus-
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 
V 64 E. 4.1 S. 67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den Akten Folgendes entnehmen: 

3.1.1 Im Austrittsbericht des Spitals D.________ vom 21. März 2012 (sta-
tionärer Aufenthalt vom 20. Februar bis 15. März 2012; AB 24/7) wurden im 
Wesentlichen folgende Diagnosen aufgeführt: 

1. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen An-
teilen (ICD-10 F45.41)

- frozen Shoulder, zervokothorakale Fehlhaltung

- erschwerte KH-Verarbeitung n. Myokardinfarkt

- psychosoziale Belastungssituation

2. Anpassungsstörung (ICD-10 F43.0) i.R.m. Diagnose 4

- Kriterien für PTBS nicht erfüllt

3. Omarthritis beidseits

4. St. n. 4-fach aortokoronarer Bypass-Operation bei inferiorem Myo-
kardinfarkt am 28. Juni 2011

- postoperativ Narbenschmerzen und am linken Unterschenkel

5. Diabetes mellitus Typ 2

6. Substituierte Hypothyreose unklarer Ätiologie

7. Hypomagnesiämie

8. Vitamin D-Mangel

Für den Patienten scheine es derzeit noch keine differenzierte Wahrneh-
mung von gesunden und kranken Aspekten zu geben. Er verharre in seiner 
Vorstellung, dass er krank und damit vom Teilhaben an einem geregelten 
Leben mit Rechten und Pflichten ausgeschlossen sei. Hier spielten sicher-
lich kulturelle Prägungen eine wesentliche Rolle. Durch den Aufenthalt hät-
ten sich die Schmerzen leicht (ca. 10%) gebessert. Der Patient würde von 
einer betreuten Wiedereingliederung profitieren; um eine solche zu erleich-
tern sei ein Deutschkurs empfehlenswert. Am 1. März 2012 sei eine Infiltra-
tion der linken Schulter vorgenommen worden; diese habe eine deutliche 
Schmerzlinderung erbracht. Hinweise auf eine entzündliche Systemerkran-
kung hätten sich laborchemisch aber nicht gefunden. Empfehlenswert sei 
eine konsequente Physiotherapie.

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3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
nannte im Bericht vom 13. April 2012 (AB 24/2) folgende Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Chronische Schmerzstörung mit soma-
tischen und psychischen Anteilen, St. n. 4-fach ACB (aorto-coronary by-
pass); inferiorer Myokardinfarkt 28. Juni 2011. Als Diagnosen ohne Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit beständen ein Diabetes mellitus Typ 2, eine 
substituierte Hypothyreose und ein Vitamin D-Mangel. Aktuelle Symptome 
seien starke Schmerzen thorakal und eine frozen shoulder beidseits. Kar-
dial sei der Beschwerdeführer kompensiert; AP (abdominal pains) seien 
nicht vorhanden. Seit dem 30. Juni 2011 bestehe eine 100%-ige Arbeitsun-
fähigkeit. Wegen der Schmerzen sei der Beschwerdeführer kaum bewe-
gungsfähig. Es beständen aber keine somatischen Störungen, die zu einer 
erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen würden.

3.1.3 Im psychiatrischen Gutachten vom 10. September 2012 (AB 33.1) 
nannte Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
folgende Diagnosen: 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
Keine

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto-
ren (ICD-10 F45.41)

Die Schmerzbewältigung sei durch ein passives Copingverhalten gekenn-
zeichnet. Der Explorand delegiere die Verantwortung für die Verbesserung 
seines gesundheitlichen Zustands an die Ärzte und Therapeuten. Die Auf-
merksamkeit sei auf die körperlichen Beschwerden und Schmerzen fokus-
siert. Neben der diagnostizierten Schmerzstörung liege keine komorbide, 
insbesondere keine depressive oder Angststörung vor. Auch die Kriterien 
einer Persönlichkeitsstörung seien nicht erfüllt. Im psychopathologischen 
Befund zeige sich ausser einer ausgeprägten formalgedanklichen Einen-
gung auf das Schmerzleben keine wesentliche Psychopathologie (S. 10). 
Zwar trete der Schmerz in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder 
psychosozialen Belastungen auf; diese seien aber Folge und nicht Ursache 
der Schmerzen, was gegen das Vorliegen einer anhaltenden somatofor-
men Schmerzstörung spreche (S. 11). Aus psychiatrischer Sicht sei auf-

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grund der chronischen Schmerzstörung ohne Komorbidität von einer 100%-
igen Arbeitsfähigkeit in einer den Fähigkeiten und körperlichen Möglichkei-
ten des Exploranden entsprechenden Arbeitstätigkeit auszugehen. Eigent-
lich sei bei dieser Art Störung eine psychotherapeutische Behandlung eine 
wichtige Therapieoption. Das rigide körperbezogene Krankheitskonzept 
des Beschwerdeführers und vor allem die ungünstigen psychosozialen 
Kontextfaktoren würden die Erfolgschancen eines solchen Behandlungsan-
satzes aber als deutlich limitiert erscheinen lassen. Einer günstigen Pro-
gnose im Hinblick auf eine Eingliederung ständen vorrangig invaliditäts-
fremde (psychosoziale) Hemmfaktoren im Wege (S. 12). Angesichts der 
subjektiven Insuffizienzüberzeugung seien berufliche Massnahmen wenig 
erfolgsversprechend und deshalb nicht indiziert (S. 13).

3.1.4 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Physikalische 
Medizin und Rehabilitation, für Tropen- und Reisemedizin und für Allge-
meine Innere Medizin FMH, legte im Bericht vom 7. Dezember 2012 
(AB 40/2) dar, aufgrund der kardiologischen Situation sollte die berufliche 
Tätigkeit körperlich wenig belastend sein. Die Tätigkeit sollte also leicht 
sein, mit Gewichten von repetitiv höchstens 5-10 kg (vereinzelt auch 15 kg) 
und einer sitzenden oder wechselbelastenden Position. Die bisherige 
Tätigkeit als … könne weiterhin ausgeübt werden, wenn die genannten 
Kriterien erfüllt seien. Vermutlich sei aber eine leichte, industrielle, serielle 
Tätigkeit, vorwiegend im Sitzen, besser geeignet als die Tätigkeit als … . 
Weil das Zumutbarkeitsprofil medizinisch klar formuliert werden könne, sei 
eine arbeitsmarktlich-medizinische Abklärung nicht notwendig.

3.1.5 Dr. med. E.________ legte im Bericht vom 25. März 2013 (AB 58/3) 
dar, es bestehe eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Anteilen. Von Seiten des Herzens sei der Beschwerdeführer 
im Moment gesund und gut belastbar. Ebenso stelle der Diabetes kein 
Problem dar. Einziges Problem seien die quälenden Schmerzen, die den 
Patienten teilweise immobilisierten. Alle bisherigen Versuche einer 
Schmerzbehandlung seien ohne grossen Erfolg geblieben. Der Beschwer-
deführer sei für die frühere Arbeit, die körperlich doch recht belastbar ge-
wesen sei, zu 100% arbeitsunfähig. Für eine körperlich leichtere Arbeit be-

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stehe aber keine wesentliche Einschränkung. Der Arbeitsbeginn müsste 
stufenweise erfolgen, zu Beginn mit einer eingeschränkten Arbeitszeit. 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.3 Das psychiatrische Gutachten vom 10. September 2012 (AB 33.1) 
erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (E. 3.2 hiervor) und 
überzeugt. Es basiert auf einer einlässlichen Untersuchung und wurde in 
Kenntnis der Vorakten, nach Auseinandersetzung mit diesen und unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden erstattet. Der Expertise 
kommt somit volle Beweiskraft zu (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). Die 
Beurteilung findet auch in den Akten ihren Rückhalt. Insbesondere haben 
sämtliche involvierten Ärzte übereinstimmend eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) dia-
gnostiziert (AB 24/2, 24/7, 33.1/9, 58/3). Dieses Beschwerdebild ist den 
somatoformen Schmerzstörungen zuzuordnen (vgl. DIL-
LING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer 

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Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 8. Aufl. 
2011, S. 233 [Fussnote]). Damit ist nachfolgend anhand der massgeblichen 
Kriterien (vgl. E. 2.2 hiervor) zu prüfen, ob ein invalidisierender Gesund-
heitsschaden im Rechtssinne vorliegt.

3.3.1 Die im Vordergrund stehende Frage nach dem Vorliegen einer psy-
chischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer ist 
zu verneinen. Der psychiatrische Gutachter legte dar, es liege keine ko-
morbide, insbesondere keine depressive oder Angststörung vor. Eine Per-
sönlichkeitsstörung oder eine andere wesentliche Psychopathologie wurde 
ebenfalls ausdrücklich verneint (AB 33.1/10). Soweit von den Ärzten des 
Spitals D.________ eine Anpassungsstörung diagnostiziert wurde, ist ei-
nerseits aufgrund der Umstände davon auszugehen, dass es sich dabei um 
eine (reaktive) Begleiterscheinung der Schmerzstörung und nicht um eine 
selbstständige, vom Schmerzsyndrom losgelöste psychische Komorbidität 
handelt (vgl. BGE 130 V 352 E. 3.3.1 S. 358). Zum anderen wurde die Dia-
gnose explizit in Relation mit der Bypass-Operation aufgeführt (vgl. AB 
24/7, Ziff. 2 und 4). Von vornherein ausser Betracht fällt eine posttraumati-
sche Belastungsstörung (vgl. AB 24/7, Ziff. 2). Eine eigenständige psychi-
sche Erkrankung im Sinne einer Komorbidität liegt somit nicht vor. 

3.3.2 Auch die weiteren massgeblichen Kriterien sind nicht oder nicht in 
einem Ausmass erfüllt, um von einem invalidisierenden psychischen
Gesundheitsschaden ausgehen zu können. Anzeichen für einen primären 
Krankheitsgewinn sind nicht ersichtlich. Ebenso wenig kann die Behand-
lung als gescheitert bezeichnet werden, fand doch bis anhin keine psychia-
trische oder psychologische Behandlung, mithin auch keine psychophar-
makologische Therapie statt (AB 33.1/6 unten). Schliesslich fehlen auch 
Hinweise für einen sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens; im-
merhin unternimmt der Beschwerdeführer regelmässig Spaziergänge und 
lebt bzw. pflegt zumindest innerfamiliäre Beziehungen (AB 33.1/4), wobei 
nach seinen Angaben auch der Freundeskreis intakt sei (AB 33.1/5). Ob 
das Kriterium eines mehrjährigen chronifizierten Krankheitsverlaufs mit 
Bezug auf die Schmerzproblematik zu bejahen ist, kann offen bleiben, denn 
ein solcher ist für Somatisierungsstörungen diagnosespezifisch und damit 
nicht ausschlaggebend (vgl. Urteil des BGer vom 30. November 2007, 

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I 937/06, E. 4.3). Zwar liegen mit dem St. n. Myokardinfarkt und dem Dia-
betes mellitus körperliche Begleiterscheinungen vor. Da der Beschwerde-
führer jedoch kardiologisch kompensiert resp. von Seiten des Herzens ge-
sund und gut belastbar ist (AB 58/3) und sich der Diabetes nicht auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirkt, lässt dieses Kriterium eine Willensanstrengung 
zur Überwindbarkeit der Schmerzen nicht als unzumutbar erscheinen. Aus 
rechtlicher Sicht ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-
rer aus psychiatrischer Sicht über hinreichende Ressourcen verfügt, um in 
einer Verweistätigkeit eine volle Erwerbstätigkeit auszuüben.

3.4 Die Verweistätigkeit sollte aus somatischer Sicht resp. aufgrund der 
kardiologischen Erkrankung wenig belastend sein. Die Tätigkeit sollte leicht 
sein, mit Gewichten von repetitiv höchstens 5-10 kg (vereinzelt auch 15 kg) 
und einer sitzenden oder wechselbelastenden Position ausgeführt werden 
(AB 40/2). Eine solchermassen angepasste Tätigkeit ist vollzeitlich zumut-
bar (AB 26). Die diesbezügliche Einschätzung des RAD deckt sich mit der 
Beurteilung des behandelnden Arztes: Dr. med. E.________ geht ebenfalls 
davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine körperlich leichtere Arbeit 
zumutbar sei und dabei keine wesentlichen Einschränkungen beständen 
(AB 58/3). Auf der Basis dieses Zumutbarkeitsprofils, was den gesundheit-
lichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers hinreichend Rechnung 
trägt, ist nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen. 

4.

4.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt.

Die Beschwerdegegnerin hat sowohl das Validen- wie auch das Invaliden-
einkommen auf der (gleichen) Basis der Tabellenlöhne gemäss den vom 
Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE 
2010, TA1, Total, Männer, Anforderungsprofil 4) ermittelt. Aufgrund der 
Schwankungen in den zuletzt erzielten Verdiensten (vgl. AB 7/2) und da 
der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, ist dieses 

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Vorgehen nicht zu beanstanden. Wird zur Bestimmung der Vergleichsein-
kommen dieselbe Vergleichsgrösse herangezogen, entspricht der Invali-
ditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines 
allfälligen Abzuges gemäss BGE 126 V 75 (vgl. SVR 2008 IV Nr. 2 E. 5.4). 
Die Beschwerdegegnerin gewährte aufgrund der kardiologischen Ein-
schränkungen einen Abzug von 10% vom Invalideneinkommen. Anlass in 
das diesbezügliche Ermessen der Verwaltung einzugreifen, besteht nicht 
(vgl. BGE 126 V 75 E. 6 S. 81). Dies ergibt einen rentenausschliessenden 
Invaliditätsgrad von 10%.

4.2 Da nach dem Ausgeführten ein Rentenanspruch von vornherein zu 
verneinen ist, durfte die Beschwerdegegnerin den Rentenentscheid – ent-
gegen der in der Beschwerde (S. 7) vertretenen Auffassung – unabhängig 
von den zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses noch laufenden (zwischen-
zeitlich abgebrochenen [AB 73]) beruflichen Eingliederungsmassnahmen 
fällen (Entscheide des BGer vom 25. September 2012, 9C_575/2012, E. 3, 
und vom 20. Oktober 2010, 8C_515/2010, E. 2.2). Unter Berücksichtigung 
der genannten Praxis ist nicht ersichtlich, warum das Vorgehen der Be-
schwerdegegnerin widersprüchlich sein resp. gegen den Grundsatz von 
Treu und Glauben verstossen soll. Hinzu kommt, dass die Einschätzung 
der funktionellen Leistungsfähigkeit in erster Linie den medizinischen 
Fachpersonen – und nicht den Eingliederungsfachleuten – obliegt. Ange-
sichts der engen, sich gegenseitig ergänzenden Zusammenarbeit zwischen 
Ärzteschaft und Berufsberatung (der Invalidenversicherung) können die 
Ergebnisse einer konkreten leistungsorientierten beruflichen Abklärung 
zwar durchaus bedeutsam sein. Das heisst aber nicht, dass bei klarer me-
dizinischer Sachlage – wie der vorliegenden – immer auch ein Bericht einer 
beruflichen Abklärungsstelle eingeholt werden müsste (Entscheid des BGer 
vom 28. Mai 2009, 9C_332/2009, E. 3.4). Ausserdem war Gegenstand der 
hier zugesprochenen beruflichen Massnahme in erster Linie die Eruierung 
einer möglichen Verweistätigkeit (vgl. AB 56/2) und die Referenzerarbei-
tung (AB 73); das Zumutbarkeitsprofil ist und war medizinisch definiert (vgl. 
AB 40/2) resp. bedurfte keiner weiteren Abklärungen.

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4.3 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 5. Juni 
2013 (AB 67) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde 
erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Verfahrensausgang hat der unterliegende Beschwerdeführer 
die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2014, IV/13/616, Seite 14

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.