# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b71819a4-0a8f-5012-835d-1520b84d6045
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.08.2025 E-5244/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5244-2025_2025-08-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5244/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richter Kaspar Gerber; 

Gerichtsschreiberin Karin Parpan. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kamerun,   

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 18. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

E-5244/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer stellte am 8. November 2023 in der Schweiz ein 

Asylgesuch. 

B.  

Das SEM hörte den Beschwerdeführer am 8. Dezember 2023 zu seinen 

Asylgründen an und teilte sein Asylgesuch am 20. Dezember 2023 dem 

erweiterten Verfahren zu. Am 7. Juni 2024 erfolgte eine ergänzende Anhö-

rung. 

C.  

C.a Zur Begründung seines Asylgesuchs führte der Beschwerdeführer 

während seiner ersten Anhörung im Wesentlichen Folgendes aus: In 

B._______, wo er ab dem Jahr 2014 gelebt habe, sei die Bevölkerung von 

bewaffneten Separatisten behelligt worden. Diese hätten von ihm Informa-

tionen verlangt, die sie im Kampf gegen die Armee zu ihrem Vorteil hätten 

verwenden können. Er habe solche nicht liefern können und sei mehrmals 

gezwungen worden, den Milizionären Geld zu bezahlen. Im Oktober 2022 

sei er in seinem (…)-Atelier in B._______ von Soldaten festgenommen und 

zur Befragung in ein Armeecamp gebracht worden, wo er zuvor bereits 

handwerkliche Arbeiten erledigt habe. Man habe ihm vorgeworfen, dass 

während seiner Tätigkeit im Camp Munition verschwunden sei und er damit 

etwas zu tun habe. Er habe diesen Vorwurf zurückgewiesen und sei nach 

drei Tagen wieder freigelassen worden. Im November 2022 sei dieses Ar-

meelager von den Separatisten angegriffen worden, wobei mehr als vierzig 

Soldaten getötet worden seien. In der Folge sei es in der Gegend zu vielen 

Verhaftungen gekommen und die Sicherheitslage habe sich massiv ver-

schlechtert. Zwei seiner Freunde seien im Anschluss an den Angriff verhaf-

tet worden und nicht wieder aufgetaucht. Er habe befürchtet, dass man 

auch ihn wieder festnehmen und ihm Spionage für die Separatisten vor-

werfen würde. Nachdem ein bei der Armee angestellter Bekannter ihm im 

Januar 2023 zur Flucht geraten habe, weil nach ihm gefahndet werde, sei 

er nach C._______ gegangen, wo er bei einem Freund untergekommen 

sei. Der erwähnte Bekannte habe ihn dann nochmals kontaktiert und mit-

geteilt, dass mittlerweile ein Suchbefehl auf seinen Namen ausgestellt wor-

den sei. Sein Atelier in B._______ sei während seiner Abwesenheit von 

den Separatisten in Brand gesetzt worden. Aus Furcht vor Verfolgung habe 

er Kamerun am (…) 2023 mit einem gefälschten Reisepass auf dem Luft-

weg verlassen und sei in die Schweiz gereist. 

E-5244/2025 

Seite 3 

C.b Bei der ergänzenden Anhörung gab der Beschwerdeführer zu Proto-

koll, er habe den Separatisten im Oktober 2022 entgegen seiner ersten 

Angaben doch Informationen zur Armeeeinrichtung geliefert, und entschul-

dige sich für seine Falschaussagen. Die Milizionäre hätten ihn bedroht,  

worauf er ihnen die Lokalitäten des Armeecamps – namentlich den Muniti-

onsraum und die Wachtürme – beschrieben habe. Er habe bei der ersten 

Befragung durch das SEM Angst gehabt und fühle sich mitschuldig am Tod 

der Soldaten, weshalb er davon nichts berichtet habe. Er sei zudem im 

Ergebnis mitverantwortlich für das Verschwinden und den Tod seiner bei-

den Freunde, welche mitgenommen worden seien, weil die Separatisten 

auf der Suche nach ihm gewesen seien. 

C.c Der Beschwerdeführer reichte neben einem Identitätsausweis einen 

USB-Datenträger mit Videos und Fotografien zu den Akten, auf welchen 

die Leichen seiner beiden Freunde und vieler weiterer getöteter Menschen 

zu sehen seien. 

D.  

Mit Verfügung vom 18. Juni 2025 (eröffnet am selben Tag) stellte das SEM 

fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und 

lehnte sein Asylgesuch ab. Er wurde aus der Schweiz weggewiesen und 

verpflichtet, das Staatsgebiet der Schweiz sowie den Schengenraum bis 

am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, ansons-

ten er unter Zwang weggewiesen werden könne. Der Aufenthaltskanton 

D._______ wurde mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragt. 

E.  

E.a Der Beschwerdeführer focht diesen Asylentscheid mit Eingabe vom 

15. Juli 2025 (Datum Poststempel) beim Bundesverwaltungsgericht an.  

Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, er sei als 

Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren; eventualiter sei 

die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung und um Befreiung von der 

Kostenvorschusspflicht. 

E.b Mit der Beschwerde wurden unter anderem ein Ausschnitt aus einer 

kamerunischen Zeitung, ein USB-Stick mit einer Videosequenz (auf der die 

Grossmutter und die Tochter des Beschwerdeführers zu sehen seien) und 

ein Länderbericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 30. April 

2024 zu den Akten gereicht. 

E-5244/2025 

Seite 4 

F.  

F.a Mit Zwischenverfügung vom 22. Juli 2025 wies der Instruktionsrichter 

die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Befreiung von der Kostenvorschusspflicht unter Hinweis auf die Aussichts-

losigkeit der Rechtsbegehren ab und setzte dem Beschwerdeführer Frist 

bis zum 6. August 2025 um einen Kostenvorschuss in der Höhe der mut-

masslichen Verfahrenskosten zu leisten. Er stellte es ihm frei, innert dieser 

Frist die Begründung seines Rechtsmittels in Kenntnis der Begründung der 

Zwischenverfügung zu ergänzen. 

F.b Der Vorschuss wurde am 30. Juli 2025 überwiesen.  

F.c Am 7. August 2025 kündigte die Rechtsvertretung des Beschwerdefüh-

rers an, ihr Klient werde sich am 12. August 2025 zur Aktenlage äussern. 

Mit Schreiben vom 12. August 2025 äusserte sich der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers insbesondere zu den mit der Beschwerde eingereich-

ten Beweismitteln und bekräftigte deren Authentizität. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.3 Auf die Beschwerde ist einzutreten, nachdem auch der einverlangte 

Kostenvorschuss fristgerecht geleistet worden ist. 

E-5244/2025 

Seite 5 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Der eventualiter gestellte Rückweisungsantrag wird nicht konkret begrün-

det. Den Akten ist zu entnehmen, dass das SEM den rechtserheblichen 

Sachverhalt korrekt und vollständig festgestellt hat. Ihnen sind auch keine 

Hinweise auf eine Verletzung der Verfahrensrechte des Beschwerdefüh-

rers zu entnehmen. Das Kassationsbegehren ist abzuweisen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

  

E-5244/2025 

Seite 6 

6.  

6.1 Die Vorinstanz begründete ihren negativen Asylentscheid wie folgt: 

6.1.1 Der Beschwerdeführer habe seine angeblichen Asylgründe im Ver-

lauf des Verfahrens in wesentlichen Punkten unterschiedlich geschildert 

und diese Aussagewidersprüche auf Vorhalt hin nicht plausibel erläutern 

können. Die angeblich fluchtauslösenden Ereignisse seien zudem unsub-

stanziiert beschrieben worden und die Angaben zum Suchbefehl, den er 

erhalten habe, müssten allesamt als undifferenziert und nicht erlebnis- 

geprägt qualifiziert werden. Insgesamt würden die ungereimten Schilde-

rungen nicht den Eindruck vermitteln, der Beschwerdeführer habe das Ge-

schilderte tatsächlich selbst erlebt. Somit vermöchten weder die geltend 

gemachte Vorverfolgung durch Armeeangehörige noch die Angaben zum 

fluchtauslösenden Suchbefehl den Anforderungen an das Glaubhaftma-

chen zu genügen. 

6.1.2 Soweit der Beschwerdeführer geltend mache, dass die Separatisten 

– die ihn gezwungen hätten, Informationen zu den Örtlichkeiten des  

Armeecamp preiszugeben – nach seinem Weggang das (…)-Atelier in 

Brand gesetzt hätten und auf der Suche nach ihm zwei seiner Freunde 

getötet hätten, sei dies unverständlich, nachdem er ja mit ihnen kooperiert 

und ihnen die gewünschten Informationen geliefert haben wolle. Ob sich 

diese Ereignisse tatsächlich auf die geschilderte Art und Weise zugetragen 

hätten, könne aber offenbleiben, weil der Beschwerdeführer angegeben 

habe, dass er Kamerun allein wegen dieser Probleme mit den Separatisten 

nicht hätte verlassen müssen und vor ihnen in C._______ in Sicherheit ge-

wesen wäre, weil sie nicht dorthin gelangen könnten. Nachdem er diesen 

angeblichen Verfolgungsmassnahmen durch einen Wegzug in einen ande-

ren Landesteil habe entgehen können, sei er nicht auf den Schutz der 

Schweiz angewiesen. 

6.1.3 Zusammenfassend würden die Asylvorbringen des Beschwerdefüh-

rers weder den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit noch den Vorausset-

zungen für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft genügen, weshalb 

sein Asylgesuch abzulehnen sei. 

  

E-5244/2025 

Seite 7 

6.2 Sein Rechtsmittel begründete der Beschwerdeführer im Wesentlichen 

folgendermassen: 

6.2.1 Die von ihm in den Anhörungen erwähnte Information eines Freunds, 

laut der gegen ihn ein Haftbefehl existiere, respektive die Kopie dieses 

Haftbefehls hätten zwar nicht mehr aufgefunden werden können; hingegen 

könnten diese Vorgänge nunmehr mit einem Artikel der kamerunischen 

Zeitung "(…)" vom Februar 2023 belegt werden; in diesem Bericht werde 

er mit Foto zur Fahndung ausgeschrieben. Bei der Einreise nach Kamerun 

würde er unverzüglich verhaftet. Angesichts der Verhältnisse im Heimat-

staat wäre von einem unfairen Prozess und seiner anschliessenden Verur-

teilung zu einer Gefängnisstrafe auszugehen. 

6.2.2 Die Grossmutter des Beschwerdeführers, bei der seine Tochter heute 

lebe, habe im Juni ihr Heimatdorf im Süden Kameruns verlassen müssen, 

nachdem Armeeangehörige sie unter Drohungen nach seinem Aufenthalts-

ort befragt hätten; dies könne nun mit einer (ebenfalls als Beschwerde- 

beilage eingereichten) Videoaufnahme belegt werden. Die Grossmutter sei 

danach mit dem Mädchen in ein anderes Dorf geflohen, um der Gewalt der 

Armee zu entkommen. 

6.2.3 Der Beschwerdeführer sei zu seinem Schutz mit einem gefälschten 

Pass aus Kamerun aus- und in die Schweiz eingereist. Die Ausreise mit 

gefälschten Reisepapieren würde bei seiner Rückführung von den kame-

runischen Behörden gegen ihn verwendet werden, zumal die Regierung 

die Migration seit längerem kriminalisiere. Dies ergebe sich auch aus dem 

mit der Beschwerde eingereichten SFH-Länderbericht, gemäss welchem 

abgeschobene Asylsuchende bei ihrer Ankunft mit Inhaftierung rechnen 

müssten. Nachdem kein Rücknahmeabkommen zwischen der Schweiz 

und Kamerun existiere, sei die Sicherheit von rückgeführten Asylsuchen-

den grundsätzlich nicht gewährleistet. 

6.2.4 Die vom SEM festgestellten Aussagewidersprüche seien darauf zu-

rückzuführen, dass sich der Beschwerdeführer während der Anhörungen 

in einer extremen Stresssituation befunden habe. Ihn habe es belastet, 

dass er den Separatisten sensible Informationen gegeben habe, die später 

zu einem Anschlag und zum Tod von mehreren Dutzend Menschen geführt 

hätten. Weil er nicht habe einschätzen können, wie die Schweizer Asyl-

behörden darauf reagieren würden, habe er diese Umstände nachvollzieh-

barerweise zunächst nicht erwähnt.  

E-5244/2025 

Seite 8 

6.2.5 Die vom SEM in seiner Verfügung erwähnte innerstaatliche Aufent-

haltsalternative existiere in Wirklichkeit nicht, zumal die grösste Gefähr-

dung für den Beschwerdeführer, wie erwähnt, bereits bei der Einreise nach 

Kamerun bestehe. 

6.3 In der Beschwerdeergänzung vom 12. August 2025 wurden einerseits 

die Umstände beschrieben, unter welchen der Beschwerdeführer in den 

Besitz des mit der Beschwerde eingereichten Zeitungsberichts und des  

Videos gelangt sei. Der vom Instruktionsrichter in der Zwischenverfügung 

vom 22. Juli 2025 erwähnte Umstand, dass keine Berichte über den An-

schlag auf das Armeecamp vom November 2022 auffindbar seien, stelle 

noch keinen eindeutigen Beleg dafür dar, dass kein solches Ereignis statt-

gefunden habe. Der Medienzugang und unabhängige Ermittlungen seien 

in Konfliktgebieten wie B._______ oft stark eingeschränkt. Dies könne zu 

begrenzter Dokumentation und fehlender Bestätigung von Anschlägen füh-

ren. 

7.  

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht kommt in Übereinstimmung mit der  

Vorinstanz zum Schluss, dass die wesentlichen Fluchtgründe des Be-

schwerdeführers den Anforderungen von Art. 7 AsylG nicht standhalten.  

Es kann vorab auf die überzeugenden Erwägungen des SEM verwiesen 

werden. Ergänzend hält das Gericht folgendes fest: 

7.2 Der Beschwerdeführer hat angegeben, mit einem gefälschten, auf eine 

andere Identität ausgestellten Pass auf dem Luftweg in die Schweiz gereist 

zu sein. Er hat keine originalen Reisepapiere zu den Akten gereicht. Seine 

Identität steht nicht mit Sicherheit fest. 

7.3 Die protokollierten Asylvorbringen wirken konstruiert und sind unbestrit-

tenermassen von einer Vielzahl von Ungereimtheiten geprägt. Für eine 

aussergewöhnliche "Stresssituation" während der Anhörungen, welche 

diese Auffälligkeiten erklären sollen (vgl. Beschwerde S. 4), ergeben sich 

bei Durchsicht der beiden Befragungsprotokolle keine Hinweise. 

7.4 Im eingereichten Artikel aus der kamerunischen Zeitung "(…)" vom 

Februar 2023 wird der angebliche Anschlag auf das Militärcamp von 

B._______ thematisiert. Dazu ist Folgendes festzuhalten: 

7.4.1 Nachdem dieses Ereignis im November 2022 stattgefunden haben 

soll (vgl. SEM-act. 11/14 ad F102), stellt sich vorab die Frage, wieso ein 

lokales Presseerzeugnis darüber erst drei Monate später auf seiner Titel-

seite berichterstatten sollte.  

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Seite 9 

7.4.2 Das Beweismittel ist in Form einer (kaum lesbaren) Fotokopie einge-

reicht worden, die jede Manipulationsmöglichkeit eröffnet. 

7.4.3 In den dem Gericht zur Verfügung stehenden Länderberichten und 

Datenbanken ist für November 2022 in B._______ der vom Beschwerde-

führer erwähnte Anschlag auf eine Militäreinrichtung nicht auffindbar (vgl. 

etwa INTERNATIONAL CRISIS GROUP, Database, Came-roon / November 

2022,< https://www.crisisgroup.org/crisiswatch/database?loca-

tion%5B%5D=4&crsistate=&creted=custom&from_month=11&from_year=

2022&to_month =11&to_year=2022 >; OXFORD HUMAN RIGHTS HUB, 

Cameroon Conflict Human Rights Report 2022/23 

< https://ohrh.law.ox.ac.uk/wp-content/uploads/2023/06/Cameroon-Con-

flict-Human-Rights-Report-2022_23.pdf >; AMNESTY INTERNATIONAL, Jah-

resbericht 2022 / Kamerun < https://www.am nesty.de/informieren/amne-

sty-report/kamerum-2022 > [alle in diesem Urteil erwähnten Internetquel-

len wurden am 15.8.2025 abgerufen]).  

Die in der Beschwerdeergänzung thematisierten Herausforderungen bei 

der Informationsbeschaffung in der Heimatregion des Beschwerdeführers 

sind dem Bundesverwaltungsgericht bewusst. Angesichts der Wichtigkeit 

dieses Ereignisses, insbesondere seiner weit überdurchschnittlich grossen 

Opferzahl, ist jedoch kaum anzunehmen, dass ein derartiger Zwischenfall 

den spezialisierten Beobachtern dieser Region verborgen geblieben sein 

könnte. Dies umso weniger, als es sich bei den Todesopfern nicht um Zivil-

personen, sondern um mehr als 40 Armeeangehörige gehandelt haben soll 

und kaum nachvollziehbar erscheint, dass staatliche Stellen ein Interesse 

daran haben könnten, das Ereignis zu verharmlosen oder seine Aufklärung 

zu hintertreiben (vgl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 12. August 

2025 S. 1 f.). 

7.4.4 Falls es sich beim eingereichten Dokument tatsächlich um die Kopie 

eines Medienberichts handeln sollte, wäre zudem Folgendes zu bedenken: 

Kamerunische Journalisten, insbesondere Journalisten privater Medien, 

arbeiten unter extrem prekären Bedingungen, die ihre Unabhängigkeit be-

einträchtigen; Korruption und Vetternwirtschaft sind weit verbreitet (vgl.  

REPORTERS WITHOUT BORDERS, Cameroon, < https://rsf.org/en/country/ca 

meroon >). In einem Bericht aus dem Jahr 2018 ist die Rede davon, die 

Korruption habe die kamerunische Medienlandschaft zerfressen ("La cor-

ruption a gangrené le paysage médiatique camerounais"; vgl. FRIEDRICH-

EBERT-STIFTUNG, African Media Barometer, Cameroon 2018, S. 105 f. 

< https://library.fes.de/pdf-files/bueros/africa-media/15528.pdf >). Angesichts 

der realen Möglichkeit, dass spezifische Beweismittel für europäische 

E-5244/2025 

Seite 10 

Asylverfahren von kamerunischen Medienschaffenden gegen Bezahlung 

her-gestellt worden sind, ist der Beweiswert solcher Dokumente grundsätz-

lich tief zu veranschlagen. 

7.4.5 Schliesslich geht das Gericht davon aus, dass es der Beschwerde-

führer – durch seine Angehörigen oder durch den befreundeten Armeean-

gehörigen, der ihm sogar eine Fotografie des Fahndungsbefehls habe zu-

kommen lassen – erfahren hätte, wenn er im Februar 2023 auf der Titel-

seite einer Lokalzeitung mit Fotografie erwähnt worden wäre. Er hatte in 

seinen Anhörungen einen solchen Zeitungsbericht indessen nie erwähnt 

und führte in seinem Rechtsmittel mit keinem Wort aus, wie (beziehungs-

weise wieso) er denn nun (erst) zwei Jahre später in Kenntnis dieses an-

geblichen Berichts gelangt sei, respektive warum er den Artikel nicht vorher 

zu den Akten gereicht hat.  

In seiner Beschwerdeergänzung lässt er geltend machen, er sei aufgefor-

dert worden, Beweismittel vorzulegen, worauf er Kontakt zu seiner erwähn-

ten Armee-Bezugsperson aufgenommen habe, die sich daraufhin auf die 

Suche nach entsprechenden Beweismitteln gemacht habe. Der Mann sei 

dann auf den alten Zeitungsartikel gestossen und habe ihm diesen zur Ver-

fügung gestellt (vgl. Eingabe vom 12. August 2025 S. 1). Diese Darstellung 

überzeugt das Gericht nicht: Erstens darf, wie erwähnt, angenommen wer-

den, dass ein derartiger Pressebericht der erwähnten "Bezugsperson" be-

reits im Februar 2023 zur Kenntnis gelangt wäre. Und zweitens ist zu ver-

muten, dass der stets rechtsvertretene Beschwerdeführer die Notwendig-

keit der Vorlage weiterer Beweismittel spätestens nach der ergänzenden 

Anhörung vom 7. Juni 2024 erkannt hätte (damals hatte er bekanntlich zu 

Protokoll gegeben, er habe den Sachverhalt bei der ersten Befragung 

durch das SEM vom 8. Dezember 2023 absichtlich falsch geschildert). 

Dass er sich vor dem Erhalt des negativen Asylentscheids offensichtlich 

nicht um weitere Unterlagen bemüht hat, ist unter diesen Umständen nicht 

nachvollziehbar. 

7.4.6 Angesichts der Vielzahl klarer Unglaubhaftigkeitsindizien ist davon 

auszugehen, dass es sich bei der Kopie des eingereichten Zeitungs- 

berichts um ein fabriziertes, nicht-authentisches Dokument handelt. 

7.5  

7.5.1 Auf der mit der Beschwerde eingereichten Videosequenz sollen ge-

mäss Angaben in der Beschwerde zwei Angehörige der Armee – respek-

tive, angesichts der abgebildeten Uniform, wohl der 

E-5244/2025 

Seite 11 

Gendarmerie Nationale (vgl. auch Eingabe vom 12. August 2025 S. 2 und 

Anhang) – bei der Bedrohung der Angehörigen des Beschwerdeführers zu 

sehen sein.  

7.5.2 Beim Betrachten des kurzen Films drängt sich als erstes die Frage 

auf, ob kamerunische Staatsangestellte sich tatsächlich bei der Bedrohung 

einer Frau und eines Kindes in Gangstermanier filmen lassen und die 

Filmsequenz daraufhin dieser Frau aushändigen würden (vgl. a.a.O. S. 2).  

7.5.3 Das Verhalten der beiden Männer wirkt zudem derart theatralisch-

gestellt, dass auch hier offensichtlich nicht von einem authentischen, son-

dern von einem fabrizierten Beweismittel auszugehen ist. 

7.6 Der zentrale Asylgrund des Beschwerdeführers ist bei dieser Aktenlage 

als unglaubhaft zu qualifizieren. 

7.7 Im Übrigen wäre dem Vorbringen wohl die flüchtlingsrechtliche Rele-

vanz abzusprechen, nachdem kaum von einem relevanten Verfolgungsmo-

tiv auszugehen wäre: Der Beschwerdeführer will durch das Zurverfügung-

stellen vertraulicher Ortskenntnisse einen terroristischen Überfall ermög-

licht haben, der Dutzenden Soldaten das Leben gekostet habe. Eine allfäl-

lige Verfolgung durch die heimatlichen Behörden würde nicht aus einem 

der in Art. 3 Abs. 1 AsylG genannten Gründe, sondern wegen seines  

– strafrechtlich potenziell relevanten – Verhaltens erfolgen; es erschiene 

damit rechtsstaatlich jedenfalls nicht von vornherein illegitim. 

7.8 Die Furcht vor Behelligungen durch die Separatisten hat der Beschwer-

deführer zu Recht bereits selbst als nicht relevant qualifiziert (vgl. SEM-

act. 11/14 ad F98 ff.). 

7.9 Was das Beschwerdevorbringen anbelangt, die Sicherheit von rück- 

geführten Asylsuchenden nach Kamerun sei grundsätzlich nicht gewähr-

leistet (vgl. Beschwerde S. 3 und 4), kann auf die konstante gegenteilige 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts verwiesen werden (vgl. in letzter 

Zeit etwa die Urteile BVGer E-3085/2025 vom 9. Juli 2025 E. 7,  

D-501/2025 vom 24. Juni 2025 E. 3 f. oder D-882/2025 vom 18. Juni 2025 

E. 5 [diese drei Entscheide ergingen im vereinfachten Einzelrichterverfah-

ren gemäss Art. 111 Bst. e AsylG]). 

7.10 Schliesslich macht der Beschwerdeführer unter Hinweis auf einen 

SFH-Bericht geltend, er habe sich wegen der gegen ihn laufenden Fahn-

dung ein gefälschtes Reisepapier beschaffen müssen, um überhaupt aus-

reisen zu können; bei einer Wiedereinreise müsse er mit Problemen wegen 

E-5244/2025 

Seite 12 

dieser illegalen Ausreise rechnen. Diesem Vorbringen ist die Glaubhaftig-

keitsgrundlage entzogen, nachdem es dem Beschwerdeführer nicht ge-

lungen ist, die gegen ihn eingeleitete Fahndung glaubhaft zu machen.  

Im Übrigen wurde der gefälschte Reisepass nicht zu den Akten gereicht. 

7.11 Das Bundesverwaltungsgericht kommt zusammenfassend zum  

Ergebnis, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, glaubhaft 

darzutun, dass er in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise in seinem Hei-

matland verfolgt wurde oder eine künftige Verfolgung zu befürchten hätte. 

Die Vorinstanz hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 

2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den ge-

setzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 83 Abs. 1 AIG 

[SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

10.  

10.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der ausländischen Person in den Heimat-, 

Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

10.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

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zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

10.3 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK (SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 

erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

10.4 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in seinen 

Heimatstaat Kamerun ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG 

rechtmässig. 

10.5 Sodann ergeben sich nach den vorstehenden Ausführungen weder 

aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhalts-

punkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung nach Kamerun dort 

mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK 

verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des 

Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des 

UN-Anti-Folterausschusses müsste er eine konkrete Gefahr im Sinne ei-

nes "real risk" nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer 

Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. 

Urteil des EGMR Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer, 

37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Dies ist ihm nicht gelungen. Auch die all-

gemeine Menschenrechtssituation in Kamerun lässt den Wegweisungs-

vollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen.  

10.6 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne 

der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

11.  

11.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 

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Seite 14 

medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefähr-

dung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläu-

fige Aufnahme zu gewähren. 

11.2 Trotz politischer und interethnischer Spannungen herrscht in Kame-

run keine Situation von Krieg, Bürgerkrieg oder allgemeiner Gewalt, die 

sich über das ganze kamerunische Staatsgebiet erstrecken würde und 

eine Wegweisung dorthin grundsätzlich unzumutbar erscheinen liesse (vgl. 

etwa die Urteile des BVGer E-932/2021 vom 11. Oktober 2023 E. 6.4.2 und 

E-1747/2020 vom 4. August 2022 E. 10.2). Die humanitäre und sicher-

heitspolitische Lage in den englischsprachigen Regionen gilt zwar als in-

stabil; die Zahl der Konfliktvorfälle ist seit Mitte 2022 jedoch signifikant zu-

rückgegangen (vgl. Urteil des BVGer D-3229/2021 vom 16. August 2024 

E. 8.4.2 m.H.). Im Übrigen lebte der Beschwerdeführer gemäss seinen An-

gaben in den neun Monaten vor der Ausreise bei einem Freund in 

C._______, mithin ausserhalb des vom Konflikt um die englischsprachigen 

Regionen direkt betroffenen Gebiet. Eine Wegweisung dorthin erweist sich 

als zumutbar. 

11.3 Auch aus individueller Sicht spricht nichts gegen einen Vollzug der 

Wegweisung: Der Beschwerdeführer ist (…) Jahre alt und gemäss Akten 

in guter gesundheitlicher Verfassung. Er hat seinen Lebensunterhalt vor 

der Ausreise als selbstständiger (…) mit eigenem Atelier verdient und kann 

auf eine langjährige Berufserfahrung zurückblicken. Zudem kann er zwei-

fellos auf ein soziales Beziehungsnetz zurückgreifen, das ihm bei der Wie-

dereingliederung behilflich sein kann.  

11.4 Der Vollzug der Wegweisung ist zumutbar. 

12.  

Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen 

Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reise-

dokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

13.  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vor-

läufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

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Seite 15 

14.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, der rechtserhebliche Sachverhalt richtig sowie 

vollständig feststellt und – soweit überprüfbar – angemessen ist. Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

15.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750.– dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1–3 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher 

Höhe geleistete Kostenvorschuss ist zur Begleichung dieser Kosten zu ver-

wenden. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Begleichung 

dieser Kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Karin Parpan 

 

 

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