# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6e7727f-b59d-507f-bd4f-811969bc3b7c
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-02-08
**Language:** de
**Title:** Gestaltung und Einordnung. Gestaltungsvorschrift für Hochhäuser. Anwendbarkeit dieser Vorschrift auf Reklameanlagen im Gebäudeumschwung.
**Docket/Reference:** BRKE I Nr. 0013/2008
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_I_0013_2008_140.pdf

## Full Text

BRKE I Nr. 0013/2008 vom 8. Februar 2008 in BEZ 2008 Nr. 29

4. Gemäss § 284 Abs. 2 PBG sind Hochhäuser architektonisch besonders sorg-
fältig zu gestalten. Mit dieser Vorschrift wird sichergestellt, dass Hochhäuser, welche 
aufgrund  ihrer  Grösse  besonders  dominant  in  Erscheinung  treten  und  auf  grosse 
Distanzen wirken, hohen gestalterischen Anforderungen genügen. Auf Grund dieser 
Zwecksetzung  wie  auch  schon  ihres  klaren  Wortlautes  ist  (entgegen  BRKE  I  Nr. 
128/2003 vom 6. Juni 2003, E. 5 f.) festzustellen, dass diese Vorschrift nur für das 
betreffende  Hochhaus  selbst  und  nicht  auch  für  dessen  Umschwung  gilt.  Insofern 
unterscheidet sich der Geltungsbereich dieser Vorschrift von jenem von § 238 Abs. 1 
PBG, welche Bestimmung explizit auch den Umschwung erfasst. Erst recht gilt § 284 
Abs. 2 PBG nicht für Bauten und Anlagen, die auf Grund von Grösse und Funktion 
nicht mehr als Teil des Umschwungs, sondern ihrerseits als «selbständige» Bauten 
und  Anlagen  auf  dem  Hochhausgrundstück  zu  beurteilen  sind,  ohne  selbst  Hoch-
hausqualität aufzuweisen (z.B. Garagengebäude).

Allfällige weitere Bauten und Anlagen auf dem Baugrundstück haben sich somit 

§ 238 PBG entsprechend in ihre Umgebung einzuordnen.

Das besonders sorgfältig zu gestaltende Hochhaus hat somit nur indirekten Ein-
fluss auf die Einordnungsfähigkeit einer anderen Baute, indem es die gestalterische 
Qualität von deren baulichem Umfeld massgeblich prägt. Demnach hat die streitbe-
troffene Reklamestelle nicht § 284 Abs. 2 PBG zu entsprechen, sondern hat sich § 
238 Abs. 1 PBG entsprechend befriedigend einzuordnen.