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**Case Identifier:** 5f6c2b6d-6fca-5dbe-ad92-6a7956d9e3ca
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.11.2017 200 2017 484
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-484_2017-11-27.pdf

## Full Text

200 17 484 IV
SCJ/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. November 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. April 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1969 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 19. Februar 2013 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 2). Die-
se ermittelte gestützt auf ein medizinisches Gutachten (act. II 65.1) Invali-
ditätsgrade von 100 % ab September 2013, 59 % ab April 2014, 100 % ab 
Januar 2015, 59 % ab August 2015 sowie 18 % ab August 2016. Mit Vor-
bescheid vom 14. November 2016 (act. II 69) stellte sie ihm ab September 
2013 eine ganze, ab Juli 2014 eine halbe, ab April 2015 wiederum eine 
ganze, sowie ab November 2015 eine bis Ende Oktober 2016 befristete 
halbe Rente in Aussicht. Nach einer dreimonatigen Abklärung im Rahmen 
der Berufsberatung (act. II 77, 83) sprach sie dem Versicherten mit Verfü-
gung vom 13. April 2017 (act. II 86) eine entsprechend dem Vorbescheid 
abgestufte und befristete Rente zu bzw. verneinte für die Zeit ab 1. No-
vember 2016 einen Anspruch auf eine Invalidenrente.

B.

Mit Eingabe vom 19. Mai 2017 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. B.________, Beschwerde und beantragte, die angefoch-
tene Verfügung sei insoweit kostenfällig abzuändern, als ihm ab 1. Novem-
ber 2015 eine unbefristete ganze Invalidenrente zuzusprechen sei.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2017 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 25. September 2017 bzw. Duplik vom 24. Oktober 2017 
hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. April 2017 (act. II 
86), mit welcher ab September 2013 eine ganze, ab Juli 2014 eine halbe, 
ab April 2015 wiederum eine ganze, sowie ab November 2015 eine bis 
Ende Oktober 2016 befristete halbe Rente zugesprochen wurde. Zwar be-
schränkt sich die Beschwerde auf die Zeit ab November 2015, in der eine 
unbefristete ganze Rente beantragt wird (Beschwerde S. 2 Ziff. I Ziff. 1 f.), 
die unbestritten gebliebenen Rentenbezugszeiten werden dadurch jedoch 
nicht von der richterlichen Prüfung ausgenommen, denn in anfechtungs- 
und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein einziges Rechtsverhältnis vor 
(vgl. BGE 125 V 413). Streitig und zu prüfen ist vorliegend folglich der ge-
nerelle Anspruch auf eine Invalidenrente, unter Einschluss der von Sep-
tember 2013 bis Ende Oktober 2015 abgestuft zugesprochenen Rente.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 4

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 

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ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349). Bei rückwirkender Zuspre-
chung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind diese für die Ren-
tenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden (BGE 109 V 125 
E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 13. April 2017 (act. II 86) basiert 
in medizinischer Hinsicht auf dem bidisziplinären (orthopädischen und 
psychiatrischen) Gutachten der MEDAS C.________ vom 27. Oktober 
2015 (act. II 65.1). Darin wurden die folgenden Diagnosen vermerkt (act. II 
65.1/20 f. Ziff. 5):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Chronisches rechtsseitiges sakropelvines Schmerzsyndrom mit 
Ausstrahlung bis zum rechten Kniegelenk, zeitweise bis zum 
rechten Fuss (ICD-10: M79.60)
 Hüft-Totalprothese (TP) rechts seit 20. Januar 2015 (ICD-

10: Z96.6)
 Status nach Verkehrsunfall am 2. September 2012 mit kon-

servativ therapierter Beckenringfraktur unter Beteiligung des 
Os sacrum (Kreuzbein) sowie des oberen und unteren 
Schambeinasts beidseits, stabile ossäre Ausheilung unter 
konservativer Behandlung (ICD-10: V43.6, T91.8)

 aktuell vorwiegend myofasziales Beschwerdebild mit Tendi-
nopathien von Psoas und Rectus femoris bei postoperativ 
leichter Beinverlängerung

 klinischer Verdacht auf Meralgia paraesthetica
 Verdacht auf gewisse organisch nicht erklärbare Schmerz-

komponenten
2. Chronisches zervikovertrebrales Schmerzsyndrom ohne radi-

kuläre Symptomatik (ICD-10: M54.2)
3. Status nach konservativ behandelter Fraktur des Kondylus occi-

pitalis links sowie der Fazettengelenksfortsätze Halswirbelkörper 
(HWK) 3/4 links (ICD-10: T91.1)

4. Beginnende degenerative Veränderungen an der Hüfte links bei 
Coxa vara et profunda, aktuell ohne wesentliche Schmerzsym-
ptomatik (ICD-10: M16.0)

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Status nach längerer depressiver Reaktion in den Jahren 2014 
bis 2015 (ICD-10: F43.21)

2. Anamnestisch chronisch rezidiverendes thorakolumbales 
Schmerzsyndrom ohne ausstrahlende Symptomatik (ICD-10: 
M54.85)
 aktuell unauffälliger klinischer Befund

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Die Gutachter attestierten seit dem Verkehrsunfall vom September 2012 
eine rein orthopädisch bedingte andauernde vollständige Arbeitsunfähigkeit 
im angestammten Beruf (act. II 65.1/19 Ziff. 4.5). Aus psychiatrischer Sicht 
habe in jeglicher Tätigkeit zirka im Jahr 2015 eine vorübergehende 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden (act. II 65.1/10 Ziff. 3.5). Bidisziplinär be-
scheinigten sie in einer leidensadaptierten Tätigkeit (körperlich leichte, 
wechselbelastende Arbeit mit regelmässig sitzendem Anteil, ohne repetiti-
ves Heben und Tragen von Lasten über zehn Kilogramm, vereinzelt 15 
Kilogramm) ab September 2012 eine 100%ige, ab April 2014 eine 50%ige, 
ab Januar 2015 erneut eine 100%ige und ab August 2015 wiederum eine 
50%ige Arbeitsunfähigkeit; spätestens ab August 2016 bestehe in einer 
Verweisungstätigkeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (act. II 65.1/22 
Ziff. 6).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.3 Die MEDAS C.________-Expertise vom 27. Oktober 2016 (act. II 
65.1) erfüllt die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen 
(vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis, womit sich weitere medizi-

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nische Sachverhaltserhebungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung 
[BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Die Dres. med. D.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
sowie E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stützten 
ihre Schlussfolgerungen auf die wesentlichen Vorakten sowie die Erkennt-
nisse aus den klinischen Explorationen und labortechnischen Zusatzab-
klärungen (act. II 65.1/16 Ziff. 4.2.4). Sie setzten sich insbesondere auch 
mit dem früheren polydisziplinären Gutachten der MEDAS F.________ 
(act. II 27.2-27.5) auseinander (act. II 65.1/6 f. Ziff. 2.2, 65.1/10 Ziff. 3.7; 
vgl. auch: Urteil des Verwaltungsgerichts vom 30. März 2017, 
UV/2015/873; Entscheid des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2017, 
8C_362/2017). Dem Vorgutachten ist im Zweig der final konzipierten Invali-
denversicherung (vgl. BGE 124 V 174 E. 3b S. 178) jedoch nur eine be-
schränkte Bedeutung beizumessen, da es von der Trägerin der obligatori-
schen Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall vom 
2. September 2012 (act. II 5.1/23) veranlasst wurde; zudem datiert es vom 
23. Dezember 2014 und konnte damit die Implantation der rechtsseitigen 
Hüft-TP vom 20. Januar 2015 (act. II 65.2/25 f.) noch nicht berücksichtigen. 
Die Beurteilungen der Dres. med. D.________ und E.________ sind nach-
vollziehbar und überzeugen. Die seitens des Beschwerdeführers gegen die 
MEDAS C.________-Expertise vorgebrachte Kritik, die sich auf den soma-
tischen Gesundheitsschaden beschränkt, verfängt nicht.

3.3.1 Soweit der Beschwerdeführer vorab geltend macht, das Administra-
tivgutachten vom 27. Oktober 2016 (act. II 65.1) sei nicht umfassend, da es 
keine neurologische Beurteilung enthalte (Beschwerde S. 5 Ziff. III Art. 7), 
ist ihm nicht zu folgen. Hätte er es für zwingend gehalten, dass das 
MEDAS C.________-Gutachten – wie die frühere Expertise (act. II 27.2-
27.5) – sich auf die neurologische Fachdisziplin erstreckt, hätte er dies 
nach Treu und Glauben innert der ihm angesetzten Frist (act. II 50) ein-
wenden müssen (vgl. BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275). Zudem stellten auch 
die MEDAS C.________-Gutachter die vom Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD; act. II 48) empfohlenen Disziplinen gegenüber der Auftraggeberin 
nicht zur Diskussion (vgl. BGE 139 V 349 E. 3.3 S. 352). Sodann traten 
offensichtlich auch anlässlich der Begutachtung und des dabei erhobenen 
neurologischen Status (act. II 65.1/15 f. Ziff. 4.2.2) keine wesentlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 9

Aspekte zu Tage, die eine zusätzliche fachneurologische Abklärung hätten 
als indiziert erscheinen lassen. So zeigte sich in Bezug auf das 
zervikovertebrale Schmerzsyndrom keine radikuläre Symptomatik (act. II 
65.1/21 Ziff. 5.1) und wurde aufgrund der Hinweise auf eine Problematik 
am Nervus cutaneus femoris lateralis (NCFL) ein Verdacht auf eine 
Meralgia paraesthetica mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnosti-
ziert (act. II 65.1/18 Ziff. 4.4, 65.1/21 Ziff. 5.1). Mit anderen Worten erachte-
te der orthopädische Gutachter dieses Engpasssyndrom in der Leistenge-
gend aufgrund des klinischen Bildes zugunsten des Exploranden 
grundsätzlich als ausgewiesen und zog die damit einhergehende Sympto-
matik bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bzw. des medizinischen Zu-
mutbarkeitsprofils mit ein, womit sich eine neurologische Diagnosesiche-
rung (vgl. dazu: HANS ASSMUS, Nervenkompressionssyndrome, 2003, 
S. 114) erübrigte. Die Beschwerdegegnerin wies in diesem 
Zusammenhang denn auch zutreffend darauf hin (Beschwerdeantwort S. 3 
lit. C lit. b Ziff. 10), dass die von Dr. med. D.________ als sinnvoll erachtete 
definitive Bestätigung eines Neurologen (act. II 65.1/20 Ziff. 4.9), sich allein 
auf mögliche Behandlungsoptionen bezog (vgl. auch act. II 65.1/18 
Ziff. 4.4).

3.3.2 Inwiefern das MEDAS C.________-Gutachten vom 27. Oktober 
2016 (act. II 65.1) nicht mehr aktuell sein soll, ist nicht einzusehen. Weder 
lag es im Zeitpunkt der Replik «mehr als ein Jahr» zurück (Replik S. 2 
Ziff. III Art. 2), noch wäre dies im vorliegenden Verfahren angesichts des 
gerichtlichen Überprüfungshorizonts (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 
130 V 138 E. 2.1 S. 140) relevant. Die besagte Expertise ging bei der Be-
schwerdegegnerin am 4. November 2016 ein (vgl. act. II 65.1/1). Diese 
leitete gestützt darauf unverzüglich das Vorbescheidverfahren ein (act. II 
69) und erliess nach einer dreimonatigen beruflichen Massnahme (act. II 
77, 83) am 13. April 2017 die angefochtene Verfügung (act. II 86). Hinweise 
auf eine wesentliche Gesundheitsveränderung ergaben sich im Nachgang 
zur Begutachtung vom 15. August 2015 nicht, zumal die stationäre or-
thopädische Rehabilitation vom 22. August bis 21. September 2016 in der 
Klinik G.________ in der MEDAS C.________-Expertise vom 27. Oktober 
2016 (act. II 65.1) noch berücksichtigt werden konnte (act. II 65.1/23 Ziff. 8, 
65.2/3 f.). Zudem benannte der behandelnde Dr. med. H.________, Fach-

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arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, im neuen Bericht vom 4. Januar 
2017 (act. II 78) keine Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung uner-
kannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 
2.2.1); die Rügen des Beschwerdeführers beziehen sich denn auch nicht 
auf den psychiatrischen Teil des MEDAS C.________-Gutachtens. Auch 
die Erkenntnisse aus der dreimonatigen Abklärung im Rahmen der Berufs-
beratung (act. II 77, 83; IV-Protokoll [in den Gerichtsakten] S. 7 f.) sind 
nicht geeignet, den Beweiswert des Administrativgutachtens zu erschüt-
tern. Bei der zwischen 9. Januar bis 2. April 2017 durchgeführten Ab-
klärung in einer spezialisierten Institution (…) ging es darum zu eruieren, 
welche Tätigkeiten sich für den Beschwerdeführer eignen, unter Berück-
sichtigung seiner Fähigkeiten und Neigungen sowie seiner gesundheitli-
chen Beeinträchtigung (vgl. Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], 
Kreisschreiben über die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art [KS-
BE], gültig ab 1. Januar 2014, Rz. 2004). Auf das dabei subjektiv präsen-
tierten Leistungsvermögen kann nicht abgestellt werden, denn derartige 
Berichte von Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung 
mögen zur Ergänzung der medizinischen Unterlagen wohl dienlich sein, die 
verbindliche Feststellung der noch zumutbaren Arbeitsleistung fällt hinge-
gen in die Kompetenz der rechtsanwendenden Stelle (vgl. BGE 140 V 193 
E. 3.2 S. 196). Immerhin ist augenfällig, dass die MEDAS C.________-
Gutachter zwar die Aufnahme einer gut angepassten Tätigkeit trotz der 
bestehenden Restbeschwerden für zumutbar und wünschenswert hielten, 
gleichzeitig aber nicht den Eindruck gewannen, dass der Beschwerdeführer 
in nächster Zeit mit einer Rückkehr in den Erwerbsprozess rechne (act. II 
65.1/20 Ziff. 4.7 f.).

3.3.3 Dr. med. D.________ befasste sich mit den Berichten des seit Juli 
2015 behandelnden Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Facharzt 
Physikalische Medizin und Rehabilitation (act. II 37/2-6, 42/1-3, 60/1 f., 
65.2/5-9). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde 
S. 5 Ziff. III Art. 7) begründete er hinreichend, weshalb auf die von Dr. med. 
I.________ postulierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit höchstens in Bezug auf 
den ursprünglichen Einsatzbereich, nicht aber hinsichtlich einer Verwei-
sungstätigkeit abgestellt werden kann (act. II 65.1/20 Ziff. 4.7). Da sich der 

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behandelnde Orthopäde nie differenziert über die verbleibenden Ressour-
cen und die zumutbare Restarbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten 
Tätigkeit äusserte, sind dessen Berichte von vornherein nicht geeignet, das 
schlüssige Administrativgutachten in Frage zu stellen. Dies gilt unabhängig 
davon, ob die Krankentaggeldversicherung gestützt auf seine Atteste Leis-
tungen ausrichtete (Beschwerde S. 4 f. Ziff. III Art. 6). Selbstredend vermag 
der Beschwerdeführer schliesslich auch aus dem im Beschwerdeverfahren 
aufgelegten Bericht von Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine In-
nere Medizin, vom 5. Mai 2017 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 4) 
nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Der Hausarzt beschränkte sich darauf 
seine persönliche Auffassung kundzutun, dass die Beschwerdegegnerin 
nicht gerecht urteile und es nicht rechtens sei, dass sie ab November 2016 
keine Rente mehr leisten wolle. 

3.3.4 Wie die Beschwerdegegnerin richtigerweise hervorhob (Duplik S. 3 
lit. C lit. b Ziff. 8) ist hier allein der Sachverhalt massgebend, wie er sich zur 
Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 13. April 2017 (act. II 
86) präsentierte (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 
S. 140). Vor diesem Hintergrund ist weder die weitere Entwicklung der Ge-
sundheitssituation (Replik S. 4 Ziff. III Art. 5) noch der Grund für die im Au-
gust 2017 in Aussicht gestellte Einstellung der beruflichen Eingliederung 
(Replik S. 3 Ziff. III Art. 4; Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIA] 104) 
entscheidend. Im Übrigen offenbarte auch die am 16. Mai 2017 erfolgte 
MRI-Untersuchung des Iliosakralgelenks (ISG; act. IIA 105) keinerlei patho-
logischen Befunde, geschweige denn solche, die relevante Rückschlüsse 
auf die Situation im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens 
erlauben würden (vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Die mit der Replik 
eingereichten Unterlagen zu einer im August 2017 in ... erfolgten Abklärung 
(Akten des Beschwerdeführers [act. IA] 2) sind ebenfalls nicht geeignet, 
Zweifel am Beweiswert des bidisziplinären MEDAS C.________-
Gutachtens (act. II 65.1) zu begründen. Es handelt sich um einen Laborbe-
fund, ein Kardiogramm, zwei konventionelle Röntgenbilder (der Hüft- bzw. 
Kniegelenke [anterior-posterior-Projektionen] und des Fusses [latero-
lateral-Projektion ohne Seitenmarkierung]) sowie ein Sonogramm des Ab-
domens. Zum einen fehlen die dazugehörigen (Befund-)Berichte, zum an-
deren würde die angeblich mündlich geäusserte Vermutung des konsultier-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 12

ten Spezialisten, wonach eine Fehlstellung der Hüfte zu einem Druck auf 
die Nerven im unteren Rückenbereich führe (Replik S. 4 Ziff. III Art. 6), le-
diglich eine andere Einschätzung der bereits bekannten Symptomatik dar-
stellen (vgl. ASSMUS, a.a.O., wonach bei einer Meralgia paraesthetica diffe-
rentialdiagnostisch an ein Wurzelkompressionssyndrom auf Stufe L2 und 
L3 gedacht werden muss).

3.4 Aufgrund des beweiskräftigen MEDAS C.________-Gutachtens 
vom 27. Oktober 2016 (act. II 65.1) ist nach dem massgebenden Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) 
erstellt, dass die angestammte Tätigkeit seit dem Verkehrsunfall vom 2. 
September 2012 nicht mehr zumutbar ist, in einer Verweisungstätigkeit 
hingegen nach zunächst ebenfalls vollständiger Arbeitsunfähigkeit ab April 
2014 eine 50%ige, ab Januar 2015 erneut eine 100%ige und ab August 
2015 wiederum eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vorlag bzw. spätestens ab 
August 2016 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit besteht (act. II 65.1/22 
Ziff. 6). Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser medizini-
schen Ausgangslage, wobei die jeweiligen Änderungen in der medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit Revisionsgründe im Sinne von Art. 17 ATSG 
darstellen (vgl. E. 2.4 hiervor).

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 13

tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 
E. 2.5.7 S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 
E. 2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

5.

5.1 Die Beschwerdegegnerin führte richtigerweise für jede Phase mit 
unterschiedlicher Arbeitsfähigkeit eine separate Invaliditätsbemessung 
durch (act. II 86/8). Ebenso wenig zu beanstanden ist, dass sie im Zeit-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 14

punkt des frühestmöglichen Rentenbeginns im September 2013 (vgl. 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. act. II 21/3 Ziff. 1.6, 49/3 [betreffend Warte-
zeit] bzw. Art. 29 Abs. 1 IVG i.V.m. act. II 2/6 Ziff. 11 [betreffend Karenz-
frist]) anhand der Angaben der letzten Arbeitgeberin ein Valideneinkommen 
von Fr. 64‘680.-- ermittelte (Fr. 5‘390.-- x 12 Monate [act. II 8/3 f. 
Ziff. 2.10 f.]). Denn dieses Arbeitsverhältnis wurde nach gescheitertem Ar-
beitsversuch letztlich aus medizinischen Gründen aufgelöst (IV-Protokoll [in 
den Gerichtsakten] S. 5; act. II 65.1/8 Ziff. 3.1.2) und wäre im hypotheti-
schen Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich weitergeführt worden. 
Im betreffenden Wirtschaftszweig (NOGA-Abschnitt H, Verkehr und Lage-
rei; vgl. BFS, NOGA 2008, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige, 
Erläuterungen S. 154 ff.) waren die Löhne im Folgejahr rein statistisch be-
trachtet um ein halbes Prozent rückläufig (vgl. BFS, Tabelle T1.1.10, Nomi-
nallohnentwicklung, Männer, Wirtschaftszweig Ziff. 49-53, Veränderung 
gegenüber Vorjahr), es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass der Be-
schwerdeführer im Gesundheitsfall im Rahmen des weiter bestehenden 
Arbeitsverhältnisses eine Lohneinbusse hätte hinnehmen müssen, womit 
das Valideneinkommen auch für das Jahr 2014 auf Fr. 64‘680.-- zu veran-
schlagen ist. Im Jahr 2015 hätte er hingegen von einer Lohnerhöhung auf 
Fr. 65‘190.-- profitiert (Fr. 64‘680.-- / 101.4 x 102.2 [BFS, Tabelle T1.1.10, 
Nominallohnentwicklung, Männer, Wirtschaftszweig Ziff. 49-53, Index 2014 
bzw. 2015]) und im Jahr 2016 wäre der Verdienst (moderat) auf 
Fr. 65‘255.-- gestiegen (Fr. 65‘190.-- / 100 x 100.1 [BFS, Tabelle T1.1.15, 
Nominallohnindex, Männer, Wirtschaftszweig Ziff. 49-53, Indexbasis 2015 
bzw. Index 2016]).

5.2 Der Beschwerdeführer war in den Phasen von September 2013 
bis März 2014 sowie Januar bis Juli 2015 in jeglicher Tätigkeit zu 100 % 
arbeitsunfähig und konnte demgemäss kein Invalideneinkommen erzielen. 
Zwischen April und Dezember 2014 sowie August bis Juli 2015 verwertete 
er seine medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 50 % nicht, wo-
mit für diese Zeiten das Invalideneinkommen anhand der LSE zu ermitteln 
ist. Angesichts der fehlenden Berufsbildung (act. II 2/4 Ziff. 5.3) und des 
medizinischen Zumutbarkeitsprofils (act. II 65.1/22 Ziff. 6) ist dabei auf den 
Totalwert für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art ab-
zustellen. Für das Jahr 2014 ergibt sich ein Betrag von Fr. 33‘227.-- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 15

(Fr. 5‘312.-- [BFS, LSE 2014, Tabelle TA1, Männer, Total, Kompetenzni-
veau 1] x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeits-
stunden [BUA, 2014, Total] x 50 % Arbeitsfähigkeit), für das Jahr 2015 ein 
solcher von Fr. 33‘324.-- (Fr. 33‘227.-- / 103.2 x 103.5 [BFS, Tabelle 
T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, Total, Index 2014 bzw. 2015]) und im 
Jahr 2016 bei uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit Fr. 67‘046.-- (Fr. 5‘312.-- 
[BFS, LSE 2014, Tabelle TA1, Männer, Total, Kompetenzniveau 1] x 12 
Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BUA, 
2015, Total] / 103.2 x 103.5 [BFS, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, 
Männer, Total, Index 2014 bzw. 2015] / 100 x 100.6 [BFS, Tabelle T1.1.15, 
Nominallohnindex, Männer, Total, Indexbasis 2015 bzw. Index 2016]).

Die Beschwerdegegnerin liess ohne nähere Begründung einen leidensbe-
dingten Abzug von 20 % zu (act. II 86/8), was zumindest wohlwollend er-
scheint. Selbst bei einem angemessenen Abzug von höchstens 10 % ergibt 
sich jedoch kein anderes Ergebnis. Diesfalls beträgt das Invalideneinkom-
men Fr. 29‘904.-- (Fr. 33‘227.-- ./. 10 %) im Jahr 2014, Fr. 29‘992.-- 
(Fr. 33‘324.-- ./. 10 %) im Jahr 2015 und Fr. 60‘341.-- (Fr. 67‘046.-- ./. 
10 %) im Jahr 2016.

5.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultieren 
für die einzelnen Phasen die folgenden abgerundeten (vgl. BGE 130 V 121 
E. 3.2 und 3.3 S. 123) Invaliditätsgrade: 100 % ab September 2013 (Invali-
deneinkommen Fr. 0.--), 54 % ab April 2014 ([Fr. 64‘680.-- ./. Fr. 29‘904.--] / 
Fr. 64‘680.-- x 100), 100 % ab Januar 2015 (Invalideneinkommen Fr. 0.--), 
54 % ab August 2015 ([Fr. 65‘190.-- ./. Fr. 29‘992.--] / Fr. 65‘190.-- x 100) 
und 8 % ab August 2016 ([Fr. 65‘255.-- ./. Fr. 60‘341.--] / Fr. 65‘255.-- x 
100). In Anwendung von Art. 88a der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) führt dies ab September 
2013 zu einem Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab Juli 2014 zu 
einem Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Ab April 2015 kann der Be-
schwerdeführer erneut eine ganze Rente und ab November 2015 wiederum 
eine halbe Rente beanspruchen. Schliesslich entfällt der Rentenanspruch 
ab November 2016. 

Zwar weicht das Dispositiv (die Entscheidformel) der angefochtenen Verfü-
gung vom 13. April 2017 (act. II 86) insoweit vom hier ermittelten Resultat 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 16

ab, als bereits ab August 2015 erneut eine halbe Rente zugesprochen wur-
de (act. II 86/7). Damit wird Art. 88a Abs. 1 IVV missachtet, zudem wider-
spricht dies auch dem im Vorbescheid in Aussicht gestellten Dispositiv 
(act. II 69/3). Aus der Begründung der Verfügung geht jedoch klar hervor, 
dass die Reduktion auf eine halbe Rente in Anwendung von Art. 88a IVV 
erst ab 1. November 2015 erfolgen soll (act. II 86/8), was denn auch der 
Umsetzung im Verfügungsteil der Ausgleichskasse entspricht (act. II 86/3; 
vgl. zur Aufgabenteilung zwischen den IV-Stellen und den Ausgleichskas-
sen: Art. 57 und 60 IVG; BSV, Kreisschreiben über das Verfahren in der 
Invalidenversicherung [KSVI], gültig ab 1. Januar 2010, Rz. 3039 ff.). Es ist 
vor diesem Hintergrund ohne weiteres von einem offensichtlichen Irrtum 
auszugehen. Die Verfügung ist nach dem Grundsatz von Treu und Glauben 
(vgl. BGE 108 V 232 E.  2b S. 234) so zu verstehen, wie sie in Aussicht 
gestellt, begründet und ausgleichskassenmässig umgesetzt wurde. Die 
Beschwerde ist in diesem Sinne abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 17

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Nov. 2017, IV/17/484, Seite 18

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.