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**Case Identifier:** c58a97d9-4a1c-5a24-ac1d-fa3e534cb19a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-08-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.08.2009 UV 2008/110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-110_2009-08-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/110

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.04.2020

Entscheiddatum: 26.08.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2009
Art. 24 Abs. 1 UVG; Art. 36 UVV: Anspruch auf Integritätsentschädigung für 
einen Schulterhochstand nach einer Kontusion des Schulterblatts wegen 
fehlender Adäquanz des Kausalzusammenhangs in Anwendung der Kriterien 
gemäss BGE 115 V 133 verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 26. August 2009, UV 2008/110). Bestätigt durch Urteil 
des Bundesgerichts 8C_891/2009.

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim 

Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; a.o. Gerichtsschreiber Benedikt Fässler

Entscheid vom 26. August 2009

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bernhard Reeb, Hauptstrasse 11a, 

8280 Kreuzlingen,

gegen

SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

A.a   Am 14. Oktober 2005 wollte A.___ (geboren 1977) an ihrem Arbeitsplatz bei der 

B.___ die Tür eines an der Wand montierten Fotoschranks öffnen. Beim Einstecken des 

Schlüssels löste sich die gemäss Angaben des Arbeitgebers ca. 5 kg, gemäss 

Angaben der Arbeitnehmerin ca. 60 kg schwere Tür aus der Halterung und traf die 

Versicherte im Bereich der Scapula (Schulterblatt) rechts und im Bereich des Musculus 

trapezius rechts. Wegen zunehmender Schmerzen im Bereich des rechtsseitigen 

Schulterblatts suchte die Versicherte noch am Unfalltag die Notfallabteilung des 

Kantonsspitals St. Gallen auf. Dort wurde eine Scapulakontusion (Quetschung des 

Schulterblatts) rechts diagnostiziert. Als äusserlicher Befund wurde eine ca. 5 x 4 cm 

grosse Kontusionsmarke im Bereich der Scapula rechtsseitig und eine Druckdolenz im 

Bereich des Trapezius rechts festgestellt. Die Beweglichkeit der Schulter und der HWS 

war nicht eingeschränkt. Bei der durchgeführten Röntgenuntersuchung der HWS, der 

rechten Schulter und der Scapula fanden sich keine Hinweise auf eine frische 

knöcherne Läsion oder indirekte Frakturzeichen (act. G 3.1/3). Mit Schreiben vom 28. 

Oktober 2005 anerkannte die Swica Versicherungen (nachfolgend Swica), bei der die 

Versicherte als Mitarbeiterin von B.___ obligatorisch gegen Unfälle versichert ist, ihre 

Leistungspflicht für den Unfall (act. G 3.1/5). In der Folge wurde die Versicherte sowohl 

physiotherapeutisch als auch medikamentös behandelt. Mit Arztzeugnis UVG vom 7. 

November 2005 berichtete der weiterbehandelnde Arzt, Dr. med. C.___, Arzt für 

Allgemeine Medizin FMH, über eine ausgeprägte Verhärtung und Druckdolenz der 

Zervical-Muskulatur rechts bis zur Scapula und eine Verstärkung der Schmerzen durch 

Rotation der HWS nach links und Neigung des Kopfs nach beiden Seiten; ferner über 

eine Druckdolenz am rechten Oberarm. Dr. C.___ diagnostizierte eine Kontusion der 

Cervical-Region rechts und eine Kontusion des Oberarms rechts. Er schrieb die 

Versicherte vom 14. Oktober 2005 bis zum 24. Oktober 2005 zu 100 % arbeitsunfähig 

(act. G 3.1/7). Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 6. Dezember 2005 berichtete Dr. 

C.___ über einen stark protrahierten Heilungsverlauf mit persistierenden Schmerzen im 

Bereiche der rechten Cervikalregion, Scapula, Schulter und des Oberarms, ferner über 

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eine noch stark verspannte und druckdolente cervikale Muskulatur und durch Palpation 

paravertebral C5-7 rechts auslösbare, bis zu den Fingern ausstrahlende Schmerzen. Er 

schrieb die Versicherte ab dem 12. Dezember 2005 wieder zu 50 % arbeitsfähig (act. 

G 3.1/10). Am 27. Dezember 2005 konnte die Arbeit wieder zu 100 % aufgenommen 

werden (act. G 3.1/35, 36). Am 12. Januar 2006 wurde von Dr. med. D.___, Facharzt 

medizinische Radiologie FMH, ein MRI der oberen Thoraxapertur durchgeführt. Dabei 

zeigte sich ausser zwei kleinen residuellen Ödemzonen mit wahrscheinlich kleinem 

Hämatom kein Nachweis einer weitergehenden Weichteilverletzung oder ossären 

Läsion (act. G 3.1/20). Dr. med. E.___, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, , an die die 

Versicherte von Dr. C.___ überwiesen worden war, diagnostizierte mit Bericht vom 30. 

Dezember 2005 eine protrahiert verlaufende postkontusionelle cervicobrachiale 

Schmerzsymptomatik rechts inkl. leichter Bursitis subdeltoidea mit beginnender 

Chronifizierung. Die durchgeführte Schultersonographie beidseits vom 9. Dezember 

2005 zeigte abgesehen von einer leichten Bursitis subdeltoidea (verdickte Bursalinie 

rechts) einen Normalbefund. Dr. E.___ schloss eine neurogene Reizsymptomatik nicht 

aus (act. G 3.1/21 bis 23). Zur Abklärung einer neurologischen Schädigung wurde die 

Versicherte an Dr. med. F.___, Spezialärztin für Neurologie FMH, überwiesen. Diese 

hielt mit Bericht vom 18. Januar 2006 fest, dass sich klinisch-neurologisch kein 

konsistentes Defizit feststellen lasse. Myographisch lasse sich in den Kennmuskeln C4-

C8 keine Denervation nachweisen. Somit sei keine primär nervale Störung als Ursache 

der persistierenden Schmerzen fassbar, insbesondere keine Radikulopathie/

Plexusschädigung (act. G 3.1/28).

A.b   Am 4. Juli 2006 stellte Dr. C.___ bei der Swica ein Gesuch um Kostengutsprache 

für eine stationäre Rehabilitation von zwei bis drei Wochen in der Rheinburg-Klinik, 

Walzenhausen AR (act. G 3.1/36). Nach Abklärung durch Dr. med. G.___, Spezialarzt 

FMH für Orthopädische Chirurgie, (act. G 3.1/42) wurde dem Gesuch um Übernahme 

der Kosten für den Reha-Aufenthalt am 16. August 2006 stattgegeben (act. G 3.1/43). 

Die Rehabilitation fand vom 4. bis zum 24. Oktober 2006 statt. Mit Austrittsbericht vom 

31. Oktober 2006 diagnostizieren Dr. med. H.___ und Dr. med. I.___ ein chronisches 

zervikospondylogenes Syndrom rechts nach einer Schulter- und Nackenkontusion, 

seitdem begleitet von Kopfschmerzattacken und Angstzuständen, und eine 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Entwicklung bei psychosozialer 

Belastungssituation. Insbesondere die schwierige familiäre Situation der Versicherten 

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wurde als schwerwiegendes Problem betrachtet (act. G 3.1/53). Nach dem Reha-

Aufenthalt nahm die Versicherte nach eigenen Angaben die Arbeit nicht mehr auf (vgl. 

act. G 11.1, S. 13).

A.c   In der Folge gab die Swica beim Kantonsspital St. Gallen eine polydisziplinäre 

Begutachtung in Auftrag. Im Gutachten vom 26. Februar 2007 stellten Dr. med. J.___, 

FMH Orthopädie und Dr. med. K.___, Leitender Arzt, u.a. einen funktionellen 

Schulterhochstand rechts mit Verkürzung des Musculus trapezius rechts fest. 

Funktionell sei die Beweglichkeit der Halswirbelsäule (HWS) in Inklination und 

Reklination sowie bei Seitwärtsdrehung des Kopfes nach links eingeschränkt. Aus 

orthopädischer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit 100 %, die Versicherte fühle sich 

jedoch wegen der subjektiv empfundenen Schmerzen nicht arbeitsfähig (act. G 3.1/65, 

S. 6/8). Im neurologischen Teilgutachten vom 8. Mai 2007 berichtet Dr. med. L.___, 

Oberarzt der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen, über die ambulante 

Untersuchung vom 24. April 2007. Bei der durchgeführten elektrophysiologischen 

Untersuchung wurde kein Hinweis auf eine Neuropathie des Nervus medianus und 

Nervus ulnaris rechts gefunden. Auch die Elektromyographie des M. biceps, M. 

brachioradialis, sowie des M. serratus anterior war unauffällig. Aus neurologischer Sicht 

seien die Befunde als posttraumatische musculo-skelettale Dysbalance mit deutlicher 

Verkürzung des M. trapezius anterior zu werten. Differenzialdiagnostisch wurde eine 

posttraumatische cervikale Dystonie in Erwägung gezogen (act. G 3.1/59 und 60). Im 

psychiatrischen Teilgutachten von Dr. med. M.___ vom 16. Juli 2007 wurde eine 

längere depressive Reaktion (depressive Verstimmung, Reizbarkeit, Angstattacken, 

Schlaflosigkeit) diagnostiziert (act. G 3.1/63). Im Gesamtgutachten wird die natürliche 

Kausalität zwischen dem Unfall vom 14. Oktober 2005 und den festgestellten 

gesundheitlichen Störungen bejaht (act. G 3.1/65, S. 7/8) und zwar namentlich auch für 

die psychiatrisch festgestellte gesundheitliche Störung (act. G 3.1/63, S. 5/7). Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe eher Aussicht auf eine vollständige Heilung (act. 

G 3.1/63, S. 5 f.). Der rein unfallbedingte Integritätsschaden wurde von den Gutachtern 

mit 20 % bemessen (act. G 3.1/65, S. 8/8).

A.d   Mit Scheiben vom 20. März 2008 stellte die Swica der Versicherten in Aussicht, 

ihre Leistungen per 1. September 2007 einzustellen (act. G 3.1/68). Mit Verfügung vom 

10. Juni 2008 stellte die Swica ihre Leistungen gemäss dem Bundesgesetz über die 

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Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) ein. Ab Erhalt des Gutachterberichts im August 

2007 bestehe keine weitere Leistungspflicht aus dem UVG, weshalb der Fall 

abgeschlossen werde. Ab dem 1. September 2007 bestehe kein Anspruch mehr auf 

Heilbehandlungen, Kostenvergütungen und Taggelder. Bereits erbrachte Leistungen 

würden nicht zurückgefordert. Die Swica anerkannte zwar die gutachterlich 

festgestellte natürliche Kausalität zwischen Unfall und Gesundheitsschaden, verneinte 

jedoch die Adäquanz des Kausalzusammenhangs (act. G 3.1/82).

B.       

B.a   Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 11. Juli 2008 vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. Bernhard Reeb, Kreuzlingen, Einsprache (act. G 3.1/88) mit dem 

Antrag, es sei ihr eine Integritätsentschädigung von 20 % auszurichten. Der 

Rechtsvertreter machte geltend, die SWICA habe sich in ihrer Verfügung vom 10. Juni 

2008 nur zum Anspruch auf Heilbehandlungen, Kostenvergütungen und Taggelder 

geäussert. Der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung sei nicht behandelt worden.

B.b   Mit Einspracheentscheid vom 9. September 2008 (act. G 3.1/89) wies die Swica 

die Einsprache ab. Sie führt zur Begründung aus, sie habe in ihrer Verfügung vom 10. 

Juni 2008 die adäquate Kausalität zwischen dem Unfall und der 

Gesundheitsschädigung verneint. Die Kausalität könne nicht je nach Leistungsart 

einzeln resp. unterschiedlich beurteilt werden, sondern beziehe sich auf die weitere 

Leistungspflicht an sich. Dass ab 1. September 2007 kein Anspruch auf 

Heilbehandlungen, Kostenvergütungen und Taggelder mehr bestehe, sei nur zur 

Präzisierung erwähnt worden und habe sich auf die bis dahin übernommenen 

Schadenspositionen bezogen. Bei fehlender Adäquanz bestehe kein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung, auch wenn ein Integritätsschaden durch die medizinischen 

Fachpersonen bejaht worden sei, weil sich diese nur zur natürlichen Kausalität äussern 

könnten.

C.       

C.a   Gegen den Einspracheentscheid erhob die Versicherte vertreten durch 

Rechtsanwalt Reeb am 10. Oktober 2008 Beschwerde an das Versicherungsgericht 

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des Kantons St. Gallen (act. G 1). Sie lässt die Aufhebung des Einspracheentscheids 

vom 9. September 2008 und die Ausrichtung einer angemessenen 

Integritätsentschädigung beantragen. Eventualiter seien ergänzende medizinische 

Abklärungen vorzunehmen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Beschwerdegegnerin.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 4. November 2008 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 9. September 2008 (act. G 3).

C.c   Mit Replik vom 12. November 2008 hält der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin an den Rechtsbegehren gemäss Beschwerde vom 10. Oktober 

2008 fest. In materieller Hinsicht bringt er vor, die adäquate Kausalität decke sich bei 

organisch nachweisbarem Befund weitgehend mit der natürlichen Kausalität. Da 

gemäss Gutachten vom 26. Februar 2007 die natürliche Kausalität zwischen dem Unfall 

und dem Schulterhochstand erwiesen sei, sei auch der adäquate 

Kausalzusammenhang gegeben und eine Integritätsentschädigung geschuldet (act. 

G 5).

C.d   Am 4. Dezember 2008 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zur 

Vervollständigung der Akten eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) 

vom 15. Oktober 2008 nach (act. G 7). Dabei wurde ebenfalls ein Schulterhochstand 

rechts festgestellt. Die von der Beschwerdeführerin beklagten Schmerzen würden 

durch die ausgeprägte Fehlstellung der Scapula (Schulterblatt) verursacht. Die Ursache 

dieser Fehlstellung liege wohl in der beim Unfall entstandenen Prellung der 

Scapularegion. Durch eine Korrektur der Fehlstellung könnte wohl eine deutliche 

Schmerzreduktion und eine verbesserte Funktion der Schulter / des Armes erreicht 

werden. Ferner bestehe eine leichte Symptomausweitung. Das Ausmass der 

demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren 

pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung 

nur ungenügend erklären; es hätten trotz umfassender Abklärung keine klaren 

somatischen Diagnosen gestellt werden können (act. G 7, S. 4 und 5).

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C.e   Mit Stellungnahme vom 8. Januar 2009 (act. G 9) hielt die Beschwerdegegnerin 

an ihrem Begehren um vollumfängliche Abweisung der Beschwerde fest. Auch die 

Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit EFL ändere nichts an der 

vorgenommenen Adäquanzbeurteilung. Die Beschwerdegegnerin machte zudem 

geltend, der Schulterhochstand und die daraus resultierenden Beschwerden seien 

nicht mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn nachweisbarer 

struktureller Veränderungen erklärbar. Es fänden sich keine hinreichend 

objektivierbaren Beschwerden, welche die Prüfung der Adäquanzfrage erübrigten.

C.f    Am 18. März 2009 liess der Rechtsanwalt der Beschwerdeführerin dem 

Versicherungsgericht ein von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenes 

Gutachten des Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB), Bern, vom 

13. November 2008 zukommen. Das Gutachten datiere zwar nach dem 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin, betreffe aber den Gesundheitszustand 

davor, weshalb es beim Entscheid zu berücksichtigen sei (act. G 11). Darin wird 

festgehalten, dass aus psychiatrischer Optik eine chronifizierte Schmerzsymptomatik 

vorliege. Es ergebe sich jedoch lediglich das Bild einer leichten depressiven Episode 

und es liege keine mittelschwere oder gar schwere depressive Symptomatik vor. Aus 

rein psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (act. G 11.1, S. 16 f.). Aus 

rheumatologischer Sicht wurde ein schmerzhaftes Schulterarmsyndrom, welches sich 

posttraumatisch im Rahmen einer Kontusion des rechten Schulterblattes entwickelt 

habe, diagnostiziert. Die chronifizierten Schmerzen führen zu einem durch 

Schonhaltung bedingten Schulterhochstand und rechtskonvexer skoliotischer 

Fehlhaltung der Brustwirbelsäule mit Ausbildung eines Rippenbuckels. Die skoliotische 

Fehhaltung und der Schulterhochstand werden als weitgehend fixiert betrachtet (act. 

G 11.1, S. 17 f., 19, 28 f.). Aus neurologischer Sicht wurden keine Befunde mit 

Krankheitswert festgestellt (act. G 11.1, S. 18 f., 35). Das SMAB-Gutachten wurde der 

Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt (act. G 12).

Erwägungen:

1.        

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Wie im Einspracheverfahren ist auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig 

umstritten, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat. 

Nicht strittig ist, dass die Beschwerdegegnerin den Fall per 31. August 2007 

abschliessen und ihre Leistungen für Heilbehandlungen und Taggelder einstellen 

durfte.

2.        

2.1    Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Entschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Als dauernd gilt 

ein Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens 

mindestens in gleichem Umfang besteht, und als erheblich, wenn die körperliche oder 

geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark 

beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; 

SR 832.202]). Die Entschädigung wird mit der Invalidenrente, oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt 

(Art. 24 Abs. 2 UVG).

2.2    Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 

Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der diesen Instanzen obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 

335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Weiter ist das Vorhandensein des 

adäquaten Kausalzusammenhangs zu prüfen. Nach der Rechtsprechung hat ein 

Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich 

geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt 

dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 

177 E. 3.2, 125 V 456 E. 5a mit Hinweisen). Während es Aufgabe des Arztes oder der 

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Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, 

die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 

110 E. 3a). Nicht jeder natürliche Kausalzusammenhang ist zugleich in rechtlicher 

Hinsicht adäquat. Der adäquate Kausalzusammenhang ist ein Korrektiv zum 

naturwissenschaftlichen Ursachenbegriff, der vom Recht als natürliche Kausalität 

übernommen wurde, aber der Einschränkung bedarf, um für die rechtliche 

Verantwortlichkeit tragbar zu sein und eine vernünftige Begrenzung der Haftung zu 

ermöglichen (BGE 122 V 415 E. 2c und 123 III 110 E. 3a).

2.3    Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von 

nachweisbaren strukturellen Veränderungen (organisches Substrat konnte mit Bild 

gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] 

nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 

dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne Weiteres zu 

bejahen (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb, mit Hinweisen). Sind dagegen die 

Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen 

Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung der adäquaten Kausalität, können 

doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss auch psychisch ausgelöst werden. 

In diesen Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei 

welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte 

Person beim Unfall ein Schleudertrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die 

Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen dagegen, dass die versicherte Person eine Schleudertraumaverletzung 

erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Bild einer solchen Verletzung 

gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen 

Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend, andernfalls erfolgt die 

Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 E. 6a festgelegten bzw. den 

mit BGE 134 V 109 E. 10.3 modifizierten Kriterien (BGE 127 V 102 E. 5b/bb).

3.        

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Im Gutachten des Kantonsspitals St. Gallen vom 27. Februar 2007 wurden folgende 

Diagnosen gestellt: 1. Schulterhochstand rechts (ca. 2 cm) mit Verkürzung des M. 

trapezius rechts bei Status nach Scapula-Kontusion rechts vom 14.10.2005 2. Zervico-

brachiales und zerviko-cephales Schmerzsyndrom (DD: Zervikale Dystonie) 3. 

Posttraumatische, depressive Reaktion (act. G 3.1/65, S. 5/8). Ferner wird ein 

unfallbedingter Integritätsschaden von 20 % bejaht (act. G 3.1/65, S. 8/8). Die 

Gutachter führen jedoch in keiner Weise aus, auf welchen diagnostizierten 

Gesundheitsschaden sich die Integritätseinbusse bezieht. Weiter ist in keiner Weise 

ersichtlich, worin die für einen Integritätsschaden vorausgesetzte dauernde und 

erhebliche Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität besteht. 

Insbesondere wird nicht erklärt, weshalb die festgestellten Gesundheitsschäden 

irreversibel sein sollen. Die Frage, ob tatsächlich ein Integritätsschaden vorliegt, kann 

jedoch offenbleiben, wenn die diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

nicht (mehr) in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 14. Oktober 

2005 stehen. Diese Frage ist im Folgenden zu prüfen.

4.        

4.1    Als erstes ist zu prüfen, ob bei der Beschwerdeführerin noch hinreichend 

fassbare somatische Unfallfolgen bestehen. Anlässlich der Röntgenuntersuchung der 

rechten Schulter und der HWS am Unfalltag wurde keine frische knöcherne Läsion 

festgestellt (act. G 3.1/3). Auch das MRI vom 12. Januar 2006 zeigte neben zwei 

kleinen residuellen Ödemzonen mit wahrscheinlich kleinem Hämatom keinen Nachweis 

einer weitergehenden Weichteilverletzung oder ossären Läsion (act. G 3.1/20). Die 

sonographischen und neurologischen Untersuchungen durch Dr. E.___ und Dr. F.___ 

Ende 2005 / Anfangs 2006 (act. G 3.1/21-23 und 28, 30) zeigten unauffällige Befunde. 

Auch das polydisziplinäre Gutachten des Kantonsspitals St. Gallen vom 26. Februar 

2007 (act. G 3.1/65) fand kein organisches Korrelat für das posttraumatische Auftreten 

der Schulterproblematik (Schulterhochstand, Schmerzsymptomatik). Das im IV-

Verfahren eingeholte Gutachten vom 13. November 2008 bestätigt die seitens der 

Beschwerdegegnerin gestützt auf das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten 

gezogenen Schlüsse, wonach das Beschwerdebild funktioneller Natur sei, bzw. auf 

eine Symptomausweitung bei psychosozialer Belastungssituation beruhe. So ist im 

rheumatologischen Teil festgehalten, es finde sich eine deutliche Diskrepanz zwischen 

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der dargebotenen klinisch fixierten Symptomatik und den geringen objektivierbaren 

Befunden (act. G 11.1, S. 29). Neurologisch wurde einzig ein chronifiziertes lokales 

Schmerzsyndrom festgestellt (act. G 11.1, S. 35). Auch im Rahmen der im Oktober 

2008 durchgeführten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) konnten 

keine klar somatischen Diagnosen gestellt werden (act. G 7.1, S. 4). Der festgestellte 

Schulterhochstand verbunden mit einer Verkürzung des Musculus trapezius stellt kein 

fassbares organisches Substrat dar. Fehlt ein hinreichend fassbares organisches 

Substrat, so ist der adäquate Kausalzusammenhang nach den vom Bundesgericht für 

psychische Unfallfolgen aufgestellten Kriterien zu prüfen (BGE 115 V 133).

5.        

5.1    Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall 

und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung ist gemäss 

höchstrichterlicher Rechtsprechung zwischen banalen bzw. leichten, mittelschweren 

und schweren Unfällen zu unterscheiden. Während bei banalen Unfällen der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der 

Regel ohne weiteres verneint werden kann, ist der adäquate Kausalzusammenhang bei 

schweren Unfällen in der Regel zu bejahen. Im dazwischenliegenden mittleren Bereich 

lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und psychischem Gesundheitsschaden ein 

adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig 

beantworten. Vielmehr sind weitere objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar 

mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon 

erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als Kriterien sind zu nennen: 

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich 

lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6). Dabei müssen bei einem Unfall im 

mittleren Bereich (im Grenzbereich zu den leichten Unfällen) die weiteren 

unfallbezogenen Kriterien entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein 

einziges Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz 

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bejaht werden kann (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c, SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 ff. E. 2, SVR 

2001 UV Nr. 8 S. 31 ff. E. 3, je mit Hinweisen). Die einzelnen Kriterien sind sodann nur 

im Zusammenhang mit den somatischen Gesundheitsschäden zu beurteilen. Die 

psychischen Beschwerden können, wo es um die Beurteilung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und psychischem Gesundheitsschaden geht, 

keine Berücksichtigung finden (BGE 115 V 133 E. 6c). Sollten also somatische 

Beschwerden aufgrund psychischer Probleme intensiver empfunden werden, so 

können dennoch nur die organisch objektivierten Beschwerden berücksichtigt werden. 

Vorliegend kann somit einzig die diagnostizierte Prellung im Schulter- und 

Nackenbereich berücksichtigt werden.

5.2    Der Unfall der Beschwerdeführerin ist als mittelschwer im Grenzbereich zu den 

leichten Unfällen einzuordnen. Damit die Adäquanz bejaht werden kann, müssen in 

einem solchen Fall die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender 

Weise erfüllt sein. Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls sind nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin hat auch 

keine besonderen oder schweren Verletzungen erlitten, die erfahrungsgemäss geeignet 

sind, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Vielmehr hat sie einzig eine 

Kontusion (Prellung) des Schulterblatts und eine Kontusion im Bereiche des Nackens 

und des Oberarms erlitten. Prellungen können nicht als erfahrungsgemäss geeignet 

bezeichnet werden, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Auch die weiteren 

Zusatzkriterien (ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche 

Dauerschmerzen, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie 

Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit) können ebenfalls nicht zumindest in der 

geforderten Schwere (ungewöhnlich lange, schwierig, erheblich) bzw. hinsichtlich der 

ihnen mehrheitlich zukommenden zeitlichen Komponenten als erfüllt betrachtet 

werden. Da die Genesung der Beschwerdeführerin im Laufe der Zeit immer stärker 

durch die psychische Fehlentwicklung überlagert wurde und der psychische 

Gesundheitsschaden nicht in die Adäquanzbeurteilung einbezogen werden darf, 

können die Kriterien nicht als erfüllt betrachtet werden. Auch eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen verschlimmert hätte, ist nicht ersichtlich.

5.3    Somit ist keines der Adäquanzkriterien erfüllt. Die Beschwerdeführerin hat somit 

im Einspracheentscheid vom 9. September 2008 einen Anspruch auf eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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Integritätsentschädigung zu Recht wegen fehlender Adäquanz des 

Kausalzusammenhangs verneint.

6.        

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten werden keine erhoben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2009
	Art. 24 Abs. 1 UVG; Art. 36 UVV: Anspruch auf Integritätsentschädigung für einen Schulterhochstand nach einer Kontusion des Schulterblatts wegen fehlender Adäquanz des Kausalzusammenhangs in Anwendung der Kriterien gemäss BGE 115 V 133 verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. August 2009, UV 2008/110). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_891/2009.

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