# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2639e45-ae68-540a-847c-35246360da96
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 03.07.2018 S 2017 115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2017-115_2018-07-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN

DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN

TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 115

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Racioppi
Richter von Salis, Audétat 

Aktuarin ad hoc Hemmi

URTEIL

vom 3. Juli 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungen nach IVG

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1. A._____ ist gelernter Autolackierer und seit dem Jahr 2010 als Trainer bei 

einem Sportclub und in der Administration bei der B._____ AG  tätig. Am 

9. Februar 2016 erlitt er eine Aortendissektion Typ A mit schwerer Aorten-

insuffizienz mit anschliessendem operativem Eingriff. Vom 25. Februar 

2016 bis 2. April 2016 befand sich A._____ in stationärer Behandlung in 

einem Rehabilitationszentrum. Anschliessend war er während mehrerer 

Monate in ambulanter Behandlung im besagten Rehabilitationszentrum. 

Am 29. Juli 2016 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) für Massnahmen zur beruflichen In-

tegration bzw. für eine Rente an.

2. Im Arztbericht vom 12. August 2016 attestierte der behandelnde Arzt, Dr. 

med. C._____, Rehabilitationszentrum,  A._____ eine 100%ige Arbeitsun-

fähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Trainer. Gleichzeitig ging 

Dr. med. C._____ von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer adaptierten 

Tätigkeit (Schreibtischtätigkeit, 4-6 Stunden pro Tag) aus.

3. Am 10. Mai 2017 hielt der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 

Ostschweiz, Dr. med. D._____, in seiner Abschlussbeurteilung fest, bei 

stattgehabter Aortendissektion mit persistierender PT-Sektion sollte 

A._____ wegen der oralen Antikoagulation keine Tätigkeiten mit erhöhtem 

Verletzungsrisiko ausüben. Zudem seien körperliche oder psychische An-

strengungen, die zu einem Blutdruckanstieg führen könnten, zu vermeiden. 

Zusätzlich bestehe ein eingeschränktes Konzentrationsvermögen, wobei 

davon auszugehen sei, dass sich dies im Verlauf noch erholen könne. Der 

behandelnde Kardiologe sei in seinem Bericht vom August 2016 von einer 

derzeitigen Arbeitsfähigkeit für Schreibtischtätigkeiten von 50 % ausgegan-

gen. Es könne angenommen werden, dass ab Januar 2017 die Arbeits-

fähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit rund 70 % betragen habe.

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4. Im Arztbericht vom 2. Juni 2017 führte Dr. med. C._____ aus, dass der 

Krankheitsverlauf seit September 2016 erfreulich stabil sei. Bei anhaltender 

Dissektion der absteigenden Körperschlagader seien Tätigkeiten, die zu ei-

nem Blutdruckanstieg führen könnten, zu vermeiden. Die anhaltend einge-

schränkte Konzentrationsfähigkeit ergebe sich aus dem umfangreichen 

Eingriff sowie der persistierenden Dissektion. Damit liege das Arbeitspen-

sum für Schreibtischarbeiten ohne Publikumsverkehr bei ca. 60 -70 %. Wei-

terhin seien Tätigkeiten mit erhöhtem Verletzungspotential zu vermeiden. 

5. Mit Vorbescheid vom 16. Mai 2017 stellte die IV-Stelle A._____ in Aussicht, 

dass er bei einem Invaliditätsgrad von 19.76 bzw. 25.20 % keinen Anspruch 

auf eine Invalidenrente habe. Gegen den Vorbescheid erhob A._____ am 

9. Juni 2017 Einwand. Mit Verfügung vom 22. Juni 2017 bestätigte die IV-

Stelle die Rentenablehnung aufgrund eines rentenausschliessenden Inva-

liditätsgrades von 19.76, 25.20, 31.22 bzw. 35.88 %. 

6. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe 

vom 23. August 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit den Anträgen auf Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung, Verpflichtung der IV-Stelle zur Gewährung von IV-Leistungen in 

Form von beruflichen Massnahmen und/oder Rente sowie Durchführung 

von zusätzlichen Abklärungen insbesondere zur Ermittlung der Leistungs-

fähigkeit. Zur Begrünung führte er im Wesentlichen aus, aufgrund der erlit-

tenen Aortendissektion Typ A mit schwerer Aorteninsuffizienz sei seine 

Leistungsfähigkeit dauerhaft eingeschränkt. Fest stehe, dass er seine bis-

herige Berufstätigkeit nicht mehr ausüben könne. In Betracht kämen nur 

noch leichte, nicht belastende Schreibtischtätigkeiten. Nicht belastend be-

deute, dass er sowohl körperliche als auch psychische Anstrengungen ver-

meiden müsse, die zu einem Blutdruckanstieg führen könnten. In der an-

gefochtenen Verfügung werde als Beispiel eine Bürotätigkeit genannt. Be-

reits in seiner Einsprache habe er ausgeführt, dass Bürotätigkeiten mit 

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Druck und Stress verbunden seien und hohe Anforderungen an die Kon-

zentration stellen würden. Dass er nicht irgendeine Büro- oder Schreib-

tischtätigkeit verrichten könne, sondern ein Arbeitsplatz besonderen Anfor-

derungen genügen müsse, werde in der angefochtenen Verfügung nicht 

berücksichtigt. Sodann sei Dr. med. C._____ im Bericht vom 2. Juni 2017 

von einer Arbeitsfähigkeit von ca. 60 - 70 % für Schreibtischtätigkeiten ohne 

Publikumsverkehr ausgegangen. Nicht korrekt sei, wenn die IV-Stelle diese 

bloss geschätzte Präsenzzeit mit einer effektiven Leistungsfähigkeit gleich-

setze. Denn aus diversen Arztberichten gehe hervor, dass etwa sein Kon-

zentrationsvermögen eingeschränkt sei. Zudem seien für ihn äussere Ein-

flüsse (Lärm, Hitze) belastend, was sich negativ auf seine tatsächliche Ar-

beitsleistung auswirke. Daher seien weitere Abklärungen zur Ermittlung 

seiner effektiven Leistungsfähigkeit durchzuführen. Ferner sei die Ein-

schätzung bezüglich seiner Arbeitsfähigkeit von ca. 60 - 70 % im Juni 2017 

erfolgt. Er bestreite, dass diese Einschätzung für die Monate zuvor gelte 

und rückwirkend für die Rentenberechnung verwendbar sei. Ausserdem sei 

die angefochtene Verfügung unklar. Die IV-Stelle habe diverse Berechnun-

gen mit unterschiedlichen Invaliditätsgraden vorgenommen. Schlicht unre-

alistisch sei, dass er für eine 60 % Schreibtischtätigkeit ohne Publikums-

verkehr als ungelernte Person ein Invalideneinkommen von Fr. 30'124.-- 

bis Fr. 47'626.50 erzielen könnte. Aktuell könne er bei seinem bisherigen 

Arbeitgeber eine Bürohilfstätigkeit verrichten, bei der er auf seine gesund-

heitliche Verfassung Rücksicht nehmen könne und grosse Freiheit bei der 

Zeiteinteilung habe. Ob er diese Arbeitsstelle in Zukunft behalten könne, 

wenn die Versicherungsleistungen erschöpft seien und wie hoch der Leis-

tungslohn dannzumal sein werde, sei noch völlig offen. Deshalb sei es zu 

früh, um über den Rentenanspruch zu entscheiden. Schliesslich seien noch 

berufliche Massnahmen (Weiterbildung, Umschulung) zu prüfen.

7. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer Ver-

nehmlassung vom 12. September 2017 die kostenfällige Abweisung der 

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Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung verwies sie 

primär auf die angefochtene Verfügung. Zudem wurde ausgeführt, dass 

vorliegend lediglich der Rentenanspruch des Beschwerdeführers Streitge-

genstand bilde. Vom Verfügungsgegenstand nicht umfasst werde der An-

spruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen. Somit würden 

berufliche Massnahmen im vorliegenden Rechtsmittelverfahren auch nicht 

Streitgegenstand bilden, so dass auf den diesbezüglichen Antrag des Be-

schwerdeführers nicht einzutreten sei. Die Beschwerdegegnerin sei aller-

dings grundsätzlich bereit, den Beschwerdeführer bei Bedarf bei der beruf-

lichen Eingliederung zu unterstützen. Sodann könne auf die Beurteilung 

des RAD Ostschweiz vom 10. Mai 2017 abgestellt werden. Demnach sei 

der Beschwerdeführer in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit trotz der 

diagnostizierten Leiden seit Januar 2017 70 % arbeitsfähig. Gemäss Dr. 

med. C._____ liege das dem Beschwerdeführer zumutbare Arbeitspensum 

in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit bei ca. 60 - 70 %. Allerdings 

halte Dr. med. C._____ nicht fest, dass im Rahmen des zumutbaren Ar-

beitspensums eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe. Eine solche 

liege denn auch nicht vor. Folglich sei davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit trotz der ge-

sundheitlichen Beschwerden mindestens 65 % ([60+70 %] : 2) arbeitsfähig 

sei. Ferner habe Dr. med. C._____ in seinen Berichten vom 19. Dezember 

2016, 30. April 2017 und 2. Juni 2017 ausnahmslos von einem stationären 

bzw. stabilen Gesundheitszustand berichtet. Somit habe sich der Gesund-

heitszustand des Beschwerdeführers im Zeitraum vom 1. Februar 2017 bis 

2. Juni 2017 nicht wesentlich verändert, so dass die mindestens 65%ige 

Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit bereits ab 1. Fe-

bruar 2017 Gültigkeit habe. Zudem sei die Verwertbarkeit der Restarbeits-

fähigkeit gegeben, zumal es auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt für den 

Beschwerdeführer genügend behinderungsgeeignete Einsatzmöglichkei-

ten (Bürotätigkeit, leichte Maschinenbedienung etc.) gebe. Dementspre-

chend seien zur Ermittlung des dabei erzielbaren Verdienstes die Tabel-

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lenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) heranzuziehen. Gemäss 

Tabelle TA 1 der LSE 2014 habe der monatliche Bruttolohn für Tätigkeiten 

mit Kompetenzniveau 1 im privaten Sektor bei Männern im Jahr 2014 

Fr. 5'312.-- betragen. Auf der Basis der üblichen durchschnittlichen Arbeits-

zeit von 41.7 Wochenstunden und bei einer 65%igen Arbeitsfähigkeit er-

gebe dies unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ein Invali-

deneinkommen von Fr. 44'224.45. Der Tabellenlohn im hier relevanten 

Kompetenzniveau 1 umfasse eine Vielzahl von körperlich leichten, stres-

sarmen, keine hohe Konzentration fordernde Tätigkeiten, so dass der Be-

schwerdeführer eine behinderungsgeeignete Tätigkeit zu 65 % ausüben 

könne, ohne dass ein Arbeitgeber gesundheitlich bedingte Einschränkun-

gen des Leistungsvermögens hinzunehmen hätte. Dem vom Beschwerde-

führer geltend gemachten Umstand, dass er ungelernt sei, werde genü-

gend Rechnung getragen, indem das Kompetenzniveau 1 beigezogen 

werde. In Bezug auf das Alter des Beschwerdeführers sei anzumerken, 

dass sich der Faktor Alter nicht lohnsenkend auswirke. Schliesslich sei die 

Höhe des Invalideneinkommens unabhängig von der Frage, ob der Be-

schwerdeführer die jetzige Arbeitsstelle in Zukunft behalten könne und wie 

hoch der Leistungslohn dannzumal sein werde, zu ermitteln. Der Vergleich 

des Invalideneinkommens von Fr. 44'224.45 mit dem unbestrittenen Vali-

deneinkommen von (höchstens) Fr. 63'670.25 führe demnach im hier rele-

vanten Zeitraum ab dem 1. Februar 2017 zu einem Invaliditätsgrad von 

30.54 %, weshalb der Beschwerdeführer keinen Rentenanspruch habe. 

8. Im Rahmen einer freigestellten Replik reichte der Beschwerdeführer am 27. 

September 2017 die ärztliche Stellungnahme von Dr. med. C._____ vom 

26. September 2017 ein. In der besagten Stellungnahme ging Dr. med. 

C._____ von einer Arbeitsfähigkeit von ca. 60 % in einer adaptierten Tätig-

keit aus, wobei diese krankheitsbedingt deutlichen Schwankungen unter-

liegen könne.

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9. In ihrer Stellungnahme vom 4. Oktober 2017 führte die Beschwerdegegne-

rin aus, dass Dr. med. C._____ in seiner ärztlichen Stellungnahme vom 26. 

September 2017 im Rahmen der als zumutbar erachteten Arbeitsfähigkeit 

von 60 % keine verminderte Leistungsfähigkeit attestiere. Auch bei einer 

60%igen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit hätte 

der Beschwerdeführer keinen Rentenanspruch.

10. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie 

auf die angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachste-

henden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

cherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen di-

rekt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die 

Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22. Juni 2017, mit welcher diese 

einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint hat, stellt dem-

nach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche Zuständigkeit 

des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100). Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Be-

schwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde ist somit einzutreten.

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2. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob der Beschwerdeführer ab dem 

1. Februar 2017 einen Rentenanspruch hat bzw. ob die Beschwerdegeg-

nerin zu Recht gestützt auf den RAD-Abschlussbericht vom 10. Mai 2017 

(vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 53 S. 10) einen Rentenan-

spruch verneint hat, wobei der sich bis zum Zeitpunkt der angefochtenen 

Verfügung vom 22. Juni 2017 verwirklichte Sachverhalt massgebend ist 

(vgl. BGE 134 V 39 E.6, 129 V 1 E.1.2). Umstritten ist die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit und damit das Invalidenein-

kommen. Demgegenüber sind die 100%ige Arbeitsunfähigkeit des Be-

schwerdeführers in angestammter Tätigkeit als Trainer sowie das Validen-

einkommen von (höchstens) Fr. 63ꞌ670.25 unbestritten.

3. Der Beschwerdeführer macht u.a. geltend, es seien ihm IV-Leistungen in 

Form von beruflichen Massnahmen zuzusprechen. Gehalt der angefochte-

nen Verfügung vom 22. Juni 2017 bildet einzig der Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers (vgl. Bg-act. 50 S. 1 ff.), während der Anspruch auf be-

rufliche Massnahmen nicht Verfügungsgegenstand bildet und daher auch 

nicht Streitgegenstand darstellen kann. Somit ist auf den diesbezüglichen 

Antrag des Beschwerdeführers nicht einzutreten. Die Beschwerdegegnerin 

weist in ihrer Vernehmlassung vom 12. September 2017 allerdings darauf 

hin, dass sie grundsätzlich bereit sei, den Beschwerdeführer bei der beruf-

lichen Eingliederung zu unterstützen (vgl. act. A.2 S. 3). Sollte also seitens 

des Beschwerdeführers in dieser Hinsicht Bedarf bestehen, kann er sich 

an die Beschwerdegegnerin wenden. 

4.1. Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden verursachte, 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), welche die Folge von Ge-

burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Die 

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Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An-

spruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht 

hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in die-

sem Fall aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a 

Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 

der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage er-

zielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensver-

gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe-

tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdif-

ferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Ein-

kommensvergleichs; vgl. BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein ren-

tenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte Person 

ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann, während mindestens ei-

nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 

40 % im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen 

ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 

Abs. 1 IVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten 

Person nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des An-

spruchs, frühestens im Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 

Abs. 1 IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertels-

rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe Rente, 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % eine ganze Rente zu (Art. 

28 Abs. 2 IVG).

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4.2. Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig-

keiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet werden 

kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene Gericht 

auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fach-

leute zur Verfügung stellen. Dabei können sich die IV-Stellen und im Streit-

fall die Sozialversicherungsgerichte auf die Regionalen Ärztlichen Dienste 

(Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der behandelnden Ärztinnen 

und Ärzte oder auf externe medizinische Sachverständige abstützen (Art. 

59 Abs. 3 IVG). Die Aufgabe des Arztes besteht darin, den Gesundheitszu-

stand zu beurteilen und  ̶  wenn nötig  ̶  seine Entwicklung im Laufe der Zeit 

zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung 

unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben 

und gestützt darauf eine Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine 

genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht 

kompetent sind. Bei der Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitli-

chen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen 

keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur 

Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus 

seiner Sicht so substanziell wie möglich zu begründen hat. Die ärztlichen 

Auskünfte bilden sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet 

werden können (vgl. BGE 140 V 193 E.3.2 m.w.H.).

4.3. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu wür-

digen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbe-

schwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach 

haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 

frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, 

dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam-

men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

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Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizini-

schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis-

material zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine 

und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-

weiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streiti-

gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Ana-

mnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zu-

sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-

leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. 

BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a m.w.H.). Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stel-

lungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 

122 V 157 E.1c m.w.H.). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf 

bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 

die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 

E.1b, 112 V 30 E.1a m.w.H.). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund ein-

gehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 

Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 

Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu-

zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 

Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter auch der Er-

fahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 

auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4 und 

4.5, 125 V 351 E.3a und 3b). Sodann kommt auch den Berichten und Gut-

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achten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache al-

lein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versiche-

rungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Be-

fangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche 

das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begrün-

det erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche 

den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpar-

teilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. 

zum Ganzen BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c m.w.H.). Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ver-

sicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-

klärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

5.1. Vorliegend geht die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Abschlussbeur-

teilung des RAD-Arztes Dr. med. D._____ vom 10. Mai 2017 (vgl. Bg-act. 

53 S. 10) ab Januar 2017 von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer ad-

aptierten Tätigkeit (körperlich leichte, keine hohe Konzentration fordernde 

Tätigkeit, ohne Stress/Hektik) aus (vgl. Bg-act. 50 S. 1 und act. A.2 S. 3). 

Damit ist der Beschwerdeführer nicht einverstanden. Er macht geltend, 

dass seine Leistungsfähigkeit aufgrund der erlittenen Aortendissektion Typ 

A mit schwerer Aorteninsuffizienz dauerhaft eingeschränkt sei. Fest stehe, 

dass er seine bisherige Berufstätigkeit nicht mehr ausüben könne. In Be-

tracht kämen nur noch leichte, nicht belastende Schreibtischtätigkeiten. 

Nicht belastend bedeute, dass er sowohl körperliche als auch psychische 

Anstrengungen vermeiden müsse, die zu einem Blutdruckanstieg führen 

könnten. In der angefochtenen Verfügung werde als Beispiel eine 

Bürotätigkeit genannt. Bereits in seiner Einsprache habe er ausgeführt, 

dass Bürotätigkeiten mit Druck und Stress verbunden seien und hohe An-

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forderungen an die Konzentration stellen würden. Dass er nicht irgendeine 

Büro- oder Schreibtischtätigkeit verrichten könne, sondern ein Arbeitsplatz 

besonderen Anforderungen genügen müsse, werde in der angefochtenen 

Verfügung nicht berücksichtigt. Sodann sei sein Arzt, Dr. med. C._____, im 

Bericht vom 2. Juni 2017 von einem Arbeitspensum von ca. 60 - 70 % aus-

gegangen. Nicht korrekt sei, wenn die Beschwerdegegnerin diese bloss ge-

schätzte Präsenzzeit am Arbeitsplatz mit einer effektiven Leistungsfähig-

keit gleichsetze. Denn aus diversen Arztberichten gehe hervor, dass etwa 

sein Konzentrationsvermögen eingeschränkt sei. Zudem seien für ihn äus-

sere Einflüsse wie Lärm oder Hitze belastend, was sich negativ auf seine 

tatsächliche Arbeitsleitung auswirke. Daher seien zusätzliche Abklärungen 

zur Ermittlung seiner effektiven Leistungsfähigkeit durchzuführen. 

Schliesslich sei im Zusammenhang mit der bestrittenen Arbeitsfähigkeit 

von 60 – 70 %, die wie gesagt nicht seiner effektiven Leistungsfähigkeit 

entspreche, anzufügen, dass diese Einschätzung im Juni 2017 erfolgt sei. 

Diese Einschätzung gelte für die Monate zuvor nicht und sei rückwirkend 

für die Rentenberechnung nicht verwendbar.

5.2. Angesichts der kardiologischen Beurteilung des Dr. med. C._____ erweist 

sich die von der Beschwerdegegnerin angenommene adaptierte Arbeits-

fähigkeit von 70 % ab Januar 2017 als nicht ganz korrekt. Der RAD-Arzt Dr. 

med. D._____ begründet in seiner Abschlussbeurteilung vom 10. Mai 2017 

denn auch nicht, weshalb ab Januar 2017 von einer 70%igen Arbeitsfähig-

keit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen sei (vgl. Bg-act. 53 S. 10). 

Auch kann solches den Beurteilungen von Dr. med. C._____ nicht entnom-

men werden. Im Arztbericht vom 12. August 2016 attestierte Dr. med. 

C._____ dem Beschwerdeführer eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (4-6 Stun-

den pro Tag, später ggf. 8 Stunden pro Tag) in einer adaptierten Tätigkeit 

(Schreibtischtätigkeit) (vgl. Bg-act. 24 S. 3 und 5). Der besagte Arzt ging 

also von einer möglichen Steigerung der Arbeitsfähigkeit aus. Ebenfalls 

hielt Dr. med. C._____ im Arztbericht vom 19. Dezember 2016 fest, dass 

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eine Schreibtischtätigkeit bei eingeschränktem Konzentrationsvermögen 

derzeit zu ca. 50 % (5 Stunden pro Tag) möglich sei (vgl. Bg-act. 36 S. 6). 

Sodann ging Dr. med. C._____ im Arztbericht vom 30. April 2017 von einer 

Arbeitsfähigkeit von anfänglich 50 % aus, wobei er anmerkte, dass diese 

entsprechend der Konzentrationsfähigkeit des Beschwerdeführers gestei-

gert werden könnte (vgl. Bg-act. 41 S. 6). Des Weiteren ist darauf hinzu-

weisen, dass Dr. med. C._____ den Gesundheitszustand des Beschwer-

deführers in den erwähnten Berichten vom 19. Dezember 2016 und 30. 

April 2017 jeweils als stationär beschrieb (vgl. Bg-act. 36 S. 2 und 41 S. 1). 

Schliesslich wurde dem Beschwerdeführer im Arztbericht von Dr. med. 

C._____ vom 2. Juni 2017 eine ca. 60 - 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit attestiert. Insbesondere führte Dr. med. C._____ aus, 

dass der Krankheitsverlauf seit September 2016 erfreulich stabil sei. Bei 

anhaltender Dissektion der absteigenden Körperschlagader seien Tätigkei-

ten, die zu einem Blutdruckanstieg führen könnten, zu vermeiden. Die an-

haltend eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit ergebe sich aus dem um-

fangreichen Eingriff sowie der persistierenden Dissektion. Weiterhin seien 

Tätigkeiten mit erhöhtem Verletzungspotential zu vermeiden (vgl. Bg-act. 

45 S. 2). Angesichts der dargelegten Einschätzungen des Kardiologen ist 

somit im Zeitraum vom 1. Februar 2017 bis 2. Juni 2017 von einer mindes-

tens 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit (5 Stunden pro 

Tag [4+6 Stunden : 2] = 62.5 %) auszugehen, wobei dieser Wert auf der 

Annahme beruht, dass Ärzte in der Regel von einem Vollzeitpensum von 8 

Stunden pro Tag ausgehen. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

ab dem 3. Juni 2017 ist sodann auf 65 % festzulegen (Mittelwert der Schät-

zung von 60 - 70 %). Letztlich ist allerdings  ̶  wie nachfolgend aufzuzeigen 

sein wird (vgl. E.6.1 ff.)  ̶  nicht entscheidrelevant, ob der Beschwerdeführer 

in einer adaptierten Tätigkeit zu 60 oder 65 % arbeitsfähig ist, zumal in bei-

den Fällen kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert.

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5.3. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hielt Dr. med. C._____ 

in seinen Arztberichten nicht fest, dass im Rahmen des zumutbaren Ar-

beitspensums in einer adaptierten Tätigkeit (gemäss Dr. med. C._____ z.B. 

Schreibtischarbeiten ohne Publikumsverkehr [vgl. Bg-act. 36 S. 6 und 45 

S. 2]) eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe. Dies zu Recht, zumal 

die gesundheitlichen Beschwerden und insbesondere das reduzierte Kon-

zentrationsvermögen des Beschwerdeführers keine verminderte Leis-

tungsfähigkeit im Rahmen des reduzierten Arbeitspensums zu begründen 

vermögen. Solches wird von Dr. med. C._____ denn auch nicht ausgeführt, 

auch nicht in seinem aktuellsten Arztbericht vom 26. September 2017 (vgl. 

beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2).

6.1. In der angefochtenen Verfügung führte die Beschwerdegegnerin bezüglich 

des Valideneinkommens aus, der Beschwerdeführer habe als Trainer ohne 

Gesundheitsschaden ein an die Lohnentwicklung angepasstes Jahresein-

kommen von Fr. 43ꞌ801.70 erzielen können. Verglichen mit den Zahlen der 

LSE 2014 inkl. Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung habe er ei-

nen um 31.21 % unterdurchschnittlichen Lohn erzielt, weshalb bei der Be-

rechnung des Invalideneinkommens ein Abzug von 26.21 % für die Paral-

lelisierung gewährt werde. Zudem legte die Beschwerdegegnerin das Vali-

deneinkommen des Beschwerdeführers, gestützt auf die LSE 2014, Wirt-

schaftszweig 45-96 Sektor 3 Dienstleistungen, Kompetenzniveau 1, männ-

lich, Pensum 100 %, nominallohnindexiert, auf Fr. 63ꞌ670.25 fest (vgl. Bg-

act. 50 S. 2). Die Berechnung des Valideneinkommens bestreitet der Be-

schwerdeführer zu Recht nicht. Sodann errechnete die Beschwerdegegne-

rin auf der Basis der Tabellenlöhne der LSE 2014, Wirtschaftszweig 45-96 

Sektor 3 Dienstleistungen, Kompetenzniveau 1, männlich, Arbeitsfähigkeit 

70 bzw. 60 %, nominallohnindexiert, mit bzw. ohne Parallelisierung des In-

valideneinkommens, ein Invalideneinkommen von Fr. 35ꞌ145.80, 

Fr. 47ꞌ626.50, Fr. 30ꞌ124.95 bzw. Fr. 40ꞌ822.70 (vgl. Bg-act. 43, 44, 50 S. 

2 f., 51 und 52). Der Beschwerdeführer beanstandet das Invalideneinkom-

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men. Seine diesbezüglichen Einwände erweisen sich allerdings  ̶  wie nach-

folgend aufgezeigt wird  ̶  als unbegründet.

6.2. Wie der Beschwerdeführer zwar zu Recht ausführt, nahm die Beschwerde-

gegnerin in der angefochtenen Verfügung verschiedene Berechnungen mit 

jeweils abweichenden Invaliditätsgraden vor (vgl. Bg-act. 43, 44, 50 S. 2 f., 

51 und 52), was für einen Laien durchaus verwirrlich erscheinen mag. Al-

lerdings zeigen sie auf, dass für den Beschwerdeführer in jedem Fall kein 

Rentenanspruch resultiert. Die besagten Berechnungen sind allesamt kor-

rekt und somit nicht zu beanstanden, was ebenfalls für die Berechnung in 

der Vernehmlassung bezüglich einer 65%igen Arbeitsfähigkeit gilt (Invali-

deneinkommen von Fr. 44ꞌ224.45 [vgl. act. A.2 S. 5]). Soweit der Beschwer-

deführer vorbringt, das Invalideneinkommen sei viel zu hoch bemessen, als 

ungelernte Person und angesichts seiner gesundheitlichen Einschränkun-

gen und seines Alters könne er kein solches Invalideneinkommen erzielen, 

kann ihm nicht gefolgt werden. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 

ausführt, umfasst das vorliegend relevante tiefste Lohnniveau (Kompetenz-

niveau 1) eine Vielzahl von körperlich leichten, stressarmen, keine hohe 

Konzentration fordernde Tätigkeiten, womit der Beschwerdeführer eine ad-

aptierte Tätigkeit zu 60 bzw. 65 % ausüben kann, ohne dass ein Arbeitge-

ber gesundheitlich bedingte Einschränkungen des Leistungsvermögens 

hinzunehmen hätte. Zudem setzen Tätigkeiten im Kompetenzniveau 1 

keine Berufskenntnisse voraus und das Alter des Beschwerdeführers (im 

Verfügungszeitpunkt 54 Jahre alt und somit noch nicht im fortgeschrittenen 

Alter) wirkt sich nicht lohnsenkend aus (vgl. MEYER/REICHMUTH, Rechtspre-

chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 

28a Rz. 100 ff.). Des Weiteren kann auch nicht von einer erschwerten Ver-

wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit  ̶  soweit der Beschwerdeführer solches 

mit seinem Einwand geltend machen sollte  ̶  ausgegangen werden. Auf 

dem ausgeglichenem Arbeitsmarkt gibt es für den Beschwerdeführer genü-

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gend behinderungsgeeignete Einsatzmöglichkeiten. Zu denken ist etwa an 

Bürotätigkeiten, leichte Maschinenbedienung etc. (vgl. act. A.2 S. 5). Somit 

kommt die Beschwerdegegnerin zu Recht zum Schluss, dass die Restar-

beitsfähigkeit des Beschwerdeführers invalidenrechtlich verwertbar ist (vgl. 

MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 131 ff.). Schliesslich zielt der Ein-

wand des Beschwerdeführers, wonach noch völlig offen sei, ob er seine 

jetzige Bürohilfstätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber künftig behalten 

könne und wie hoch der Leistungslohn dannzumal sein werde, ebenfalls 

ins Leere. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, ist für die Be-

stimmung des Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne abzustel-

len, wenn die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 

aufgenommen hat (vgl. MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 89 f. 

m.w.H.; BGE 142 V 178 E.2.5.7 m.w.H.). Dies ist vorliegend gegeben. So-

mit ist das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers  ̶  unabhängig von 

derzeitigen Unsicherheiten bezüglich der aktuellen Arbeitsstelle und der 

Höhe des Leistungslohns  ̶  gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE 2014 

zu ermitteln. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist daher nicht zu be-

anstanden. 

7. Zusammenfassend kann nach dem Gesagten festgehalten werden, dass 

sich beim Vergleich des Valideneinkommens mit dem Invalideneinkommen 

in jedem Fall (bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 60, 65 und 70 % in einer 

adaptierten Tätigkeit) kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ergibt. Die 

Beschwerdegegnerin hat den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente ab dem 1. Februar 2017 demnach zu Recht verneint. Die 

angefochtene Verfügung vom 22. Juni 2017 erweist sich somit als rechtens, 

was zur vollumfänglichen Bestätigung derselben und zur Abweisung der 

dagegen erhobenen Beschwerde führt.

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8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abwei-

chung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantona-

len Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1ꞌ000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs des Be-

schwerdeverfahrens rechtfertigt es sich vorliegend, dem unterliegenden 

Beschwerdeführer Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden (vgl. Art. 

73 Abs. 1 VRG). Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine Partei-

entschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kan-

tons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]