# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6cd5a1f7-698d-5f5e-8961-f19016ed2c6c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Gesundheits-, Sozial und Integrationsdirektion 07.03.2022 2021.GSI.934
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Weitere/BE_VB_003_2021-GSI-934_2022-03-07.pdf

## Full Text

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Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion 

 

 

 

Rathausgasse 1 

Postfach 

3000 Bern 8 

+41 31 633 79 20 (Telefon) 

+41 31 633 79 09 (Fax) 

info.gsi@be.ch 

www.be.ch/gsi  

 

 

 

Referenz: 2021.GSI.934 / ang, fgi, kr   

Beschwerdeentscheid vom 7. März 2022 

in der Beschwerdesache 

 

A.____ [ Adresse] 

Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Amt für Integration und Soziales (AIS), Rathausgasse 1, Postfach, 3000 Bern 8  

Vorinstanz 

 

 

 
betreffend Ausfallentschädigung im Bereich familienergänzende Kinderbetreuung für entgangene Be-

treuungsbeiträge infolge der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19)  

(Verfügung der Vorinstanz vom 4. März 2021) 

   

 
 

Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion 
2021.GSI.934 

 

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I. Sachverhalt 

1. Im Frühjahr 2020 baten das Amt für Integration und Soziales (AIS, fortan: Vorinstanz) 

und das Kantonale Jugendamt (KJA) Eltern, die Kinder in einer Institution der familienergänzen-

den Kinderbetreuung betreuen liessen, in einem Schreiben, ihre Kinder während der Coronavirus-

Krise wenn möglich privat zu betreuen. Gleichzeitig wurden die Eltern gebeten, die Rechnungen 

weiterhin zu bezahlen, auch wenn sie ihre Kinder privat betreuen.1  

2. Bei der A.____ handelt es sich um eine Einzelfirma, deren Inhaberin und Geschäftsfüh-

rerin A.____ (fortan: Beschwerdeführerin) ist.2 Als private Institution der familienergänzenden Kin-

derbetreuung ist sie berechtigt, Finanzhilfe zu beantragen. 

3. Die Beschwerdeführerin reichte fristgerecht vor dem 17. Juli 2020 (vgl. Art. 5 Abs. 1 Co-

vid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung3) bei der Vorinstanz über die Online-

Plattform «KiBon» ein Gesuch um Ausfallentschädigung in der Höhe von CHF 6'570.15 ein. 

4. Gestützt auf dieses Gesuch erliess die Vorinstanz am 9. September 2020 folgende pro-

visorische Verfügung: 

1. Der Anspruch auf eine Ausfallsentschädigung ist gegeben.  

2. Unter Vorbehalt einer späteren Korrektur wird die Ausfallentschädigung festgesetzt auf 6'570.15 Franken.  

3. Eine Auszahlung oder Rückforderung der Differenz zu den bereits überwiesenen 35'947.05 Franken erfolgt 

erst im Anschluss an die definitive Verfügung. 

5. Nachdem die Beschwerdeführerin sämtliche Dokumente zur Corona-Erwerbsersatzent-

schädigung vorgelegt hatte, verfügte die Vorinstanz am 4. März 2021 folgende Schlussabrech-

nung: 

1. Es wird Ihnen eine Ausfallentschädigung von 13'136.90 Franken gewährt.  

2. Ziffer 2 der Verfügung vom 09.09.2020 betreffend Ausfallentschädigung im Bereich familienergänzende Kin-

derbetreuung für entgangene Betreuungsbeiträge infolge der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus 

(Covid-19) wird aufgehoben.  

3. Unter Berücksichtigung der Vorfinanzierung haben Sie 22'810.15 Franken zurückzuerstatten. Ein entspre-

chender Einzahlungsschein folgt mit separater Post. 

 
 
1 Vgl. Musterschreiben «Kinderbetreuung: Information für Eltern» vom Frühjahr 2020 
2 Vgl. Ziff. 1.1 des Organisations- und Betriebskonzept der Beschwerdeführerin (https://www.A.____) 
3 Verordnung vom 20. Mai 2020 über die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen zur Be-
kämpfung des Coronavirus (Covid19) auf die institutionelle familienergänzende Kinderbetreuung (Covid -19-Verord-
nung familienergänzende Kinderbetreuung, SR 862.1) 

 
 

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2021.GSI.934 

 

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6. Gegen diese Verfügung hat die Beschwerdeführerin bei der Gesundheits-, Sozial- und 

Integrationsdirektion des Kantons Bern (GSI) Beschwerde erhoben. Ihre undatierte Beschwerde 

ist am 17. März 2021 bei der GSI eingegangen. Sie beantragt sinngemäss, die Schlussabrech-

nung bzw. die angefochtene Verfügung vom 4. März 2021 sei auf ihre Rechtmässigkeit hin zu 

überprüfen und auf die Rückforderung der CHF 22’810.15 sei zu verzichten. 

7. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die GSI leitete,4 holte die Vorakten 

ein und führte den Schriftenwechsel durch.  

8. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Beschwerdevernehmlassung vom 20. April 2021 sinn-

gemäss die Abweisung der Beschwerde. 

9. Mit Schreiben vom 17. Mai 2021 bat die Beschwerdeführerin die Vorinstanz um Erläute-

rung, weshalb die Kurzarbeit in der Verrechnung abgezogen werde. Die entgangenen Elternbei-

träge und die fehlende Möglichkeit, im Jahr 2020 neue Kinder einzugewöhnen, hätten bei ihr zu 

einem grossen finanziellen Engpass geführt. Sie wisse nicht, wie sie den grossen Betrag zurück-

zahlen solle. Daher appelliere sie an den Staat, ihr in dieser Hinsicht entgegenzukommen.  

10. Mit Stellungnahme vom 1. Juni 2021 erläuterte die Vorinstanz die Berechnung der Aus-

fallentschädigung nochmals. Zudem hielt sie fest, dass ein Entgegenkommen seitens des Kantons 

nicht möglich sei, da die massgebenden Rechtsgrundlagen bezüglich der Berücksichtigung von 

Kurzarbeitsentschädigung keinen Spielraum offen lassen würden. 

11. Mit der Reorganisation der GSI per 1. August 2021 wurde das Rechtsamt in das Gene-

ralsekretariat überführt. Die Instruktion der Beschwerdeverfahren und die Erarbeitung von Be-

schwerdeentscheiden erfolgt daher neu durch die Rechtsabteilung des Generalsekretariats (Art. 7 

Abs. 1 Bst. m OrV GSI5 i.V.m. Art. 14a DelDV GSI6). 

12. Mit Instruktionsverfügung vom 9. Dezember 2021 forderte die Rechtsabteilung des Ge-

neralsekretariats der GSI die Beschwerdeführerin auf, den Unterschied zwischen den in der Excel-

Tabelle aufgeführten Rückerstattungsbeträgen an die Eltern (CHF 27'835.15) einerseits und den 

von ihr in der Beschwerde sowie der damit eingereichten Tabelle angegebenen Rückerstattungs-

beträgen (CHF 23'324.80) andererseits zu erklären sowie den effektiv an die Eltern zurückerstat-

teten Betrag zu belegen. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin die Gelegenheit gegeben, 

 
 
4 Art. 10 der Verordnung vom 29. November 2000 über die Organisation und die Aufgaben der Gesundheits-, Sozial- 
und Integrationsdirektion (Organisationsverordnung GSI, OrV GSI; BSG 152.221.121) 
5 Verordnung vom 30. Juni 2021 über die Organisation und die Aufgaben der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdi-
rektion (Organisationsverordnung GSI, OrV GSI; BSG 152.221.121) 
6 Direktionsverordnung vom 17. Januar 2001 über die Delegation von Befugnissen der Gesundheits-, Sozial- und In-
tegrationsdirektion (DelDV GSI; BSG 152.221.121) 

 
 

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sich zu einer möglichen Änderung der angefochtenen Verfügung vom 4. März 2021 zu ihren Un-

gunsten zu äussern oder den Rückzug der Beschwerde mitzuteilen.  

13. Mit Stellungnahme vom 20. Dezember 2021 führte die Beschwerdeführerin sinngemäss 

aus, sie habe festgestellt, dass auf der von ihr eingereichten Liste nicht alle Elternbeiträge aufge-

listet seien. Die Berechnung der entgangenen Elternbeiträge der Vorinstanz (CHF 27'835.15) sei 

somit korrekt. Die Stellungnahme der Beschwerdeführerin wurde mit Instruktionsverfügung vom 

27. Dezember 2021 den Parteien zur Kenntnis gebracht. 

Auf die Rechtsschriften und Akten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen 

1. Sachurteilsvoraussetzungen 

1.1 Angefochten ist die Verfügung der Vorinstanz vom 4. März 2021. Diese Verfügung ist ge-

mäss Art. 60 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG7 bei der GSI als der in der Sache zustän-

digen Direktion anfechtbar. Somit ist die GSI zur Beurteilung der (undatierten) Beschwerde zuständig. 

1.2 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der Verfügung ohne Weiteres zur Beschwerde-

führung befugt (Art. 65 VRPG). 

1.3 Auf die gemäss Art. 67 VRPG form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutre-

ten. 

1.4 Die GSI prüft, ob die Vorinstanz von einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des 

Sachverhalts ausgegangen ist, ob sie Recht verletzt hat (einschliesslich allfälliger Rechtsfehler bei der 

Ausübung des Ermessens) und ob die angefochtene Verfügung unangemessen ist (Art. 66 VRPG). 

Der GSI steht somit volle Kognition zu. 

2. Streitgegenstand 

2.1. Beschwerden sind nur im Rahmen des Streitgegenstandes zulässig. Dieser braucht sich 

nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht darüber hinausgehen. Streitgegen-

stand ist, was die beschwerdeführende Partei anbegehrt und die Behörde nicht zugestehen will. Zur 

Bestimmung des Streitgegenstandes ist das Rügeprinzip massgebend. Konkret bezeichnen die Par-

 
 
7 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 

 
 

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teien den Streitgegenstand durch ihre Eingaben. Der Streitgegenstand kann im Verlaufe des Verfah-

rens grundsätzlich nicht erweitert, sondern höchstens eingeengt werden. Ausserhalb des Streitgegen-

standes liegende Rügen sind unzulässig, auf sie ist nicht einzutreten.8 

2.2. Anfechtungsobjekt ist vorliegend die Verfügung der Vorinstanz vom 4. März 2021. Streitge-

genstand und damit zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht gestützt auf Art. 4 Abs. 4 Covid-19-

Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung die Corona-Erwerbsersatzentschädigung sowie die 

Kurzarbeitsentschädigung von den entgangenen Elternbeiträgen abgezogen und die Beschwerdefüh-

rerin zur Rückerstattung der Differenz zwischen der definitiven Ausfallentschädigung zur Vorfinanzie-

rung, ausmachend CHF 22'810.15, verpflichtet hat. 

3. Rechtliche Grundlagen 

3.1 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 

Die Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung hat zum Ziel, die durch die Be-

kämpfung des Coronavirus im Bereich der institutionellen familienergänzenden Kinderbetreuung 

entstandenen wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern, eine nachhaltige Schädigung der Insti-

tutionen zu verhindern und so zum Erhalt des Betreuungsangebots beizutragen.9 Die Massnah-

men nach dieser Verordnung ergänzen diejenigen der Kantone und Gemeinden im Bereich der 

institutionellen familienergänzenden Kinderbetreuung.10 Sie kommen nur so weit zum Tragen, als 

nicht bereits andere Massnahmen des Bundes in Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Folgen 

der Bekämpfung des Coronavirus im Bereich der institutionellen familienergänzenden Kinderbe-

treuung zur Anwendung kommen.11  

Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung sind Kindertagesstätten, Einrichtungen für 

die schulergänzende Betreuung und Strukturen für die Koordination der Betreuung in Tagesfami-

lien; Kindertagesstätten wiederum werden definiert als Institutionen, die Kinder im Vorschulalter 

betreuen.12  

Die Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung sieht als Unterstützungsmass-

nahmen Ausfallentschädigungen für Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung vor.13 

Institutionen, die von der öffentlichen Hand betrieben werden, erhalten keine Entschädigungen.14 

 
 
8 Vgl. zum Ganzen: Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, Art. 72 N. 12 ff. sowie Daum, a.a.O., Art. 20a N. 5 
ff. 
9 Art. 1 Abs. 1 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
10 Art. 1 Abs. 2 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
11 Art. 1 Abs. 3 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
12 Art. 2 Bst. a und b Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
13 Art. 3 Abs. 1 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
14 Art. 3 Abs. 2 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 

 
 

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Die Ausfallentschädigung deckt 100 Prozent der entgangenen Betreuungsbeiträge der Eltern, wo-

bei Ersatzleistungen der Sozialversicherungen an die Lohnkosten und allfällige weitere Leistun-

gen des Bundes zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen zur Be-

kämpfung des Coronavirus von der Ausfallentschädigung in Abzug zu bringen sind.15 Die Institu-

tionen, die Ausfallentschädigungen geltend machen, müssen die von den Eltern bezahlten Bei-

träge für die in der Zeit vom 17. März 2020 bis zum 17. Juni 2020 nicht in Anspruch genommenen 

Betreuungsleistungen zurückerstatten.16  

Gesuche waren von den Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung bis zum 

17. Juli 2020 bei den von den Kantonen bezeichneten zuständigen Stellen einzureichen. Örtlich 

zuständig war der Kanton am Sitz der Institution der familienergänzenden Kinderbetreuung.17 

3.2 Richtlinien des BSV vom 17. Juni 2020 

Gestützt auf Art. 5 Abs. 5 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung hat das Bun-

desamt für Sozialversicherung (BSV) Richtlinien über die Einzelheiten, wie Gesuchs-, Berechnungs- 

und Zahlungsmodalitäten erlassen. Auch diese Richtlinien sehen unter Punkt 2 die Subsidiarität der 

Ausfallentschädigung vor. Ersatzleistungen der Sozialversicherungen an die Lohnkosten (Kurzarbeits-

entschädigung, Erwerbsausfallentschädigung) sind von der Ausfallentschädigung abzuziehen. Weiter 

wird festgehalten, dass allenfalls zu Unrecht ausbezahlte Ausfallentschädigungen durch die Kantone 

zurückzufordern sind. Dadurch werden Überentschädigungen vermieden.18 

3.3 CKKBV19 

Die kantonalbernische CKKBV regelt grundsätzlich das Gleiche wie die Covid-19-Verordnung fami-

lienergänzende Kinderbetreuung, wobei, im Gegensatz zur Bundesverordnung, keine Beschränkung 

auf private Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung vorgesehen ist.20 Mit den Finanz-

hilfen im Sinne von Ausfallentschädigungen übernahm der Kanton die Gebühren für nicht mehr in 

Anspruch genommene Betreuungsleistungen.21 Das Subsidiaritätsprinzip gilt auch gemäss der 

kantonalen Gesetzgebung; so erfolgen Leistungen nach der CKKBV subsidiär zu Leistungen des 

 
 
15 Art. 4 Abs. 4 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
16 Art. 4 Abs. 3 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
17 Art. 5 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
18 Richtlinien des BSV vom 17. Juni 2020 zur Verordnung über die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der 
Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) auf die institutionelle familienergänzende Kinderbetreuung 
(Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung), Punkt 2, S. 1 f. und Punkt 4.5, S. 5 
19 Verordnung vom 22. April 2020 über Massnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise im Bereich der familiener-
gänzenden Kinderbetreuung (CKKBV; BSG 101.6) 
20 Vgl. Art. 2 CKKBV 
21 Vortrag der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) an den Regierungsrat vom 22. April 2020 zur Ver-
ordnung über Massnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreu-
ung (CKKBV), S. 1 f. 

 
 

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Bundes, des Kantons oder Dritter.22 Die CKKBV sieht zudem in Art. 10 vor, dass die Vorinstanz 

die zuständige Behörde für die Antragstellung um Ausfallentschädigung ist.23 

4. Argumente der Verfahrensbeteiligten 

4.1 In der Verfügung vom 4. März 2021 nennt die Vorinstanz zunächst die rechtlichen Grundla-

gen der Ausfallentschädigung für entgangene Betreuungsbeiträge infolge der Massnahmen zur Be-

kämpfung des Coronavirus. Sie erwähnt explizit, dass die Gewährung der Ausfallentschädigung für 

entgangene Betreuungsbeiträge subsidiär zu anderen Massnahmen des Bundes im Zusammenhang 

mit den wirtschaftlichen Folgen der Bekämpfung des Coronavirus, insbesondere Kurzarbeits- und 

Corona-Erwerbsausfallentschädigungen, erfolge. Auch sei der Verzicht auf die Geltendmachung sol-

cher anderweitigen Ersatzleistungen nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig. 

Die Vorinstanz hält weiter fest, mit Verfügung vom 9. September 2020 habe sie den Anspruch auf eine 

Ausfallentschädigung im Grundsatz bejaht und unter Vorbehalt einer späteren Korrektur auf 

CHF 6'570.15 festgesetzt. Mittlerweile habe sie das Gesuch der Beschwerdeführerin abschliessend 

beurteilen können. Daraus ergebe sich ein Anspruch auf Ausfallentschädigung im Umfang von 

CHF 13'136.90.  

Die Vorinstanz weist darauf hin, dass das Total der entgangenen Elternbeiträge in kiBon 

(CHF 25’883.30) nicht dem Wert im von der Beschwerdeführerin am 24. November 2020 hochgela-

denen Excel-Dokument für privat betriebene Kitas zur Erfassung der Angaben für die Gesuchseinrei-

chung (CHF 27'835.15) entspreche. Die Berechnung der Ausfallentschädigung stütze sich jedoch auf 

den automatisch berechneten Wert im Excel-Dokument (CHF 27'835.15).  

In ihrem Gesuch nenne die Beschwerdeführerin zudem einen Betrag von CHF 8'727.40 als voraus-

sichtliche Kurzarbeitsentschädigung. Gemäss den von der Beschwerdeführerin auf kiBon geladenen 

Abrechnungen betrage die tatsächliche Kurzarbeitsentschädigung nun CHF 4’112.50. Die Ausfallent-

schädigung falle somit um CHF 6'566.75 höher aus als beantragt.  

Im Sinne einer Vorfinanzierung habe die Vorinstanz der Beschwerdeführerin bereits CHF 35'947.05 

überwiesen. Aus der ihr effektiv zustehenden Ausfallsentschädigung und der erfolgten Vorausfinan-

zierung ergebe sich ein Saldo von CHF 22'810.15 zu Gunsten der Vorinstanz. 

Aus diesen Gründen gewährte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin abschliessend eine Ausfallent-

schädigung in der Höhe von CHF 13'136.90 und verpflichtete sie zur Rückerstattung der Differenz 

 
 
22 Art. 9 CKKBV 
23 Art. 12 Abs. 2 Bst. g der Verordnung vom 29. November 2000 über die Organisation und die Aufgaben der Gesund-
heits-, Sozial- und Integrationsdirektion (Organisationsverordnung GSI, OrV GSI; BSG 152.221.121), Version in Kraft 
bis 31. Juli 2021 

 
 

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zwischen der Vorfinanzierung und der effektiven Ausfallentschädigung im Umfang von 

CHF 22'810.15. 

4.2 Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrer Beschwerde, die Pflicht zur Rückerstattung der 

Kosten von CHF 22'810.15 sei ihr zu erlassen. Sie führt aus, sie habe den Eltern gewissenhaft die 

vollen Betreuungsausfälle zurückerstattet. Sie habe ihre Kita in dieser Zeit offenlassen und die Betreu-

ung der Kinder so niedrig wie möglich halten müssen. Die Angestellten hätten zum Teil ihrer Arbeit 

nicht nachkommen können, und sie habe Erwerbsersatz beantragen müssen. Auch in diesem Bereich 

habe sie ihre Verpflichtungen als Arbeitgeberin zu 100 % erfüllt. Die Endabrechnung der Vorinstanz 

habe sie entsprechend sauer gemacht. Sie solle CHF 22’810.15 zurückerstatten, obwohl sie 

CHF 23’324.80 den Eltern zurückbezahlt habe. Auch ihren Angestellten habe sie in dieser Zeit den 

vollen Lohn ausbezahlt. 

Es könne nicht sein, dass sie für die Kosten der Betreuungsausfälle selber in die Tasche greifen 

müsse. Die Leistungen, welche der Bund und der Kanton den Kitas versprochen habe, kämen nicht 

für die Gesamtkosten auf. Die Beschwerdeführerin als privates Unternehmen müsse sich überlegen, 

wie oder ob sie ihr Unternehmen noch weiterführen könne, da sie mit diesen Finanzen fest gerechnet 

habe. 

Die Kitas müssten schon so kämpfen. Mit dem neuen Betreuungssystem, den Betreuungsgutschei-

nen, würden ebenfalls Beiträge ausfallen. So hätten beispielsweise Eltern ihre Plätze gekündigt, da 

sie nicht mehr mit der gleichen Unterstützung des Kantons und der Gemeinde rechnen könnten. Auch 

die Betreuungsprozente seien den Eltern gekürzt worden, da die Eltern eventuell weniger gearbeitet 

hätten. Dies, obwohl es für die Kinder wichtig sei, sich in einer Kindergruppe zu entwickeln, da sie z.B. 

in den sozialen Kompetenzen oder anderen Entwicklungsbereichen und Bedürfnissen gestärkt wer-

den müssten. Leider habe sie auch die neuen Kinder nicht eingewöhnen können und habe somit eine 

zusätzlich finanzielle Einbusse.  

Die Beschwerdeführerin bittet die GSI um nochmalige Überprüfung der Schlussabrechnung, damit sie 

nicht in ein finanzielles Loch falle und die Institution eventuell sogar schliessen müsse. 

4.3 Die Vorinstanz beantragt in ihrer Beschwerdevernehmlassung vom 20. April 2021 die Ab-

weisung der Beschwerde. Sie führt aus, die Beschwerdeführerin habe ihr Gesuch um Ausfallentschä-

digung fristgerecht am 15. Juli 2020 via kiBon eingereicht. Aufgrund diverser offener Fragen habe sie 

die Gesuchsbearbeitung bis Mitte September 2020 nicht definitiv abschliessen können. Sie habe des-

halb am 9. September 2020 eine provisorische Verfügung für die Beschwerdeführerin ausgestellt, die 

voraussichtliche Ausfallentschädigung in der Höhe von CHF 6'570.15 unter Vorbehalt einer späteren 

Korrektur festgestellt und festgehalten, dass eine Auszahlung oder Rückforderung der Differenz zu 

der bereits überwiesenen Vorfinanzierung erst im Anschluss an die definitive Verfügung erfolge.  

 
 

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Am 24. November 2020 seien mit der Eingabe eines neuen Excels,24 in dem total CHF 27’835.15 

entgangener Elternbeiträge festgestellt worden seien, die offenen Fragen zum Gesuch geklärt worden.  

Die Gewährung einer Ausfallentschädigung für entgangene Betreuungsbeiträge erfolge subsidiär zu 

anderen Massnahmen des Bundes in Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Folgen der Bekämp-

fung des Coronavirus, insbesondere Kurzarbeits- und Covid-Erwerbsausfallentschädigungen.25 Er-

satzleistungen der Sozialversicherungen an die Lohnkosten sowie allfällige weitere Leistungen des 

Bundes würden von der Ausfallentschädigung abgezogen.26 

Gemäss den von der Beschwerdeführerin eingereichten Belegen habe diese insgesamt 

CHF 10’585.75 Corona-Erwerbsersatzentschädigung27 und CHF 4’112.50 Kurzarbeitsentschädi-

gung28 erhalten. Folglich habe die Vorinstanz von den CHF 27’835.15 entgangene Elternbeiträge ins-

gesamt CHF 14’698.25 für die erhaltenen Corona-Erwerbsersatz- und die Kurzarbeitsentschädigung 

abziehen müssen. Somit resultiere die am 4. März 2021 verfügte Ausfallentschädigung von 

CHF 13’136.90. 

Die von der Beschwerdeführerin beanstandete Rückforderung von CHF 22’810.15 entspreche der 

Differenz zwischen dem definitiv verfügten Betrag von CHF 13’136.90 und der durch die Beschwer-

deführerin beantragten Vorfinanzierung von CHF 35’947.05.  

Um die Liquidität der Institutionen sicherzustellen, seien die Auszahlungen der Vorfinanzierungen auf-

grund der Eingaben der Institutionen umgehend durch den Kanton ausgelöst worden. Erst in einem 

zweiten Schritt sei aufgrund detaillierter Abrechnungen die genaue Ausfallentschädigung festgestellt 

worden. Unter anderem in ihrem Schreiben vom 22. April 2020 habe die Vorinstanz auf dieses Proze-

dere hingewiesen. In der provisorischen Verfügung vom 9. September 2020 sei die Beschwerdefüh-

rerin erneut darauf hingewiesen worden, dass die Ausfallentschädigung unter Vorbehalt einer späte-

ren Korrektur verfügt worden sei und eine allfällige Rückforderung erfolgen könne.  

Die Beschwerdeführerin erwähne in der Beschwerde, dass sie die vollen Elternbeiträge in der Höhe 

von CHF 23’324.80 den Eltern zurückerstattet habe. Allerdings mache sie im massgebenden Excel 

ein Total von CHF 27’835 geltend.29 Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die Beschwerdeführerin 

zwingend auch diesen Betrag den Eltern rückerstatten müsse (vgl. Art. 7. Abs. 1 CKKBV und Art. 4 

Abs. 3 der Covid-19-Verordnung familienergänzender Kinderbetreuung). 

4.4 Mit Eingabe vom 17. Mai 2021 ersucht die Beschwerdeführerin die GSI um Erläuterung, 

weshalb die Kurzarbeit in der Verrechnung abgezogen werde. Sie fände dies nicht in Ordnung, da sie 

 
 
24 Vgl. Vernehmlassungsbeilage 2 
25 Art. 1 Abs. 3 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
26 Art. 4 Abs. 4 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 
27 Vgl. Vernehmlassungsbeilage 3 
28 Vgl. Vernehmlassungsbeilage 4 
29 Vgl. Vernehmlassungsbeilage 2 

 
 

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die Kindertagesstätte in der Zeit des Lockdowns habe offenlassen müssen. Sie habe in dieser Zeit die 

Beiträge der Eltern nicht gehabt und ihre Mitarbeiterinnen hätten deshalb sehr flexibel sein müssen. 

Auch habe sie im Jahr 2020 keine neuen Kinder eingewöhnen können. Dies führe heute, im Jahr 2021, 

zu einem grossen finanziellen Engpass. In der Endabrechnung der subventionierten Plätze sei des-

wegen ein sehr grosses finanzielles Loch entstanden. Somit wisse sie nicht, wie sie diesen grossen 

Betrag an die Vorinstanz zurückzahlen solle. Sie habe auch alle Gelder, welche die Eltern zu Gute 

gehabt hätten, vollumfänglich zurückerstattet. Die Beschwerdeführerin appelliere an den Staat und an 

die GSI ihr in dieser Hinsicht entgegenzukommen. 

4.5 Die Vorinstanz hat dazu im Schreiben vom 1. Juni 2021 an die Beschwerdeführerin Stellung 

genommen. Sie führt aus, dass ein Entgegenkommen leider nicht möglich sei. Weder die CKKBV, 

noch die Covid-19-Verordnung familienergänzender Kinderbetreuung würden bezüglich der Berück-

sichtigung von Kurzarbeitsentschädigung Spielraum lassen. 

In den Richtlinien des Bundesamts für Sozialversicherungen zur Covid-19-Verordnung familienergän-

zende Kinderbetreuung stehe als Erläuterung zum massgebenden Verordnungsartikel: 

2. Subsidiarität  

(Art. 1 Abs. 2 und 3)  

Die Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung ist subsidiär ausgestaltet. Das heisst, 

sie kommt nur so weit zur Anwendung, als nicht bereits andere Massnahmen des Bundes in Zusam-

menhang mit den wirtschaftlichen Folgen der Bekämpfung des Coronavirus im Bereich der institutio-

nellen familienergänzenden Kinderbetreuung zur Anwendung kommen.  

Die Ersatzleistungen der Sozialversicherungen an die Lohnkosten (Kurzarbeitsentschädigung, Er-

werbsausfallentschädigung) werden daher von der Ausfallentschädigung abgezogen. Allfällige zur Si-

cherstellung der Liquidität aufgenommene Überbrückungskredite (Covid-19-Kredite) werden hingegen 

nicht von den Ausfallentschädigungen abgezogen, da diese rückzahlbar sind.  

Dies werde so umgesetzt, um eine Doppelfinanzierung zu verhindern, welche entstehe, wenn einer-

seits die Elternbeiträge voll gedeckt seien und trotzdem Kurzarbeitsentschädigung fliesse. Das be-

deute auch, dass eine allfällige nach Ablauf des Zeitraums der Corona-Finanzierung erhaltene Kurz-

arbeitsentschädigung (z.B. wegen des Nachfrageeinbruchs) bei der Beschwerdeführerin verbleibe.  

Ziel der Corona-Finanzierung und auch der Kurzarbeitsentschädigung sei die Sicherung des Überle-

bens der Kitas, nicht jedoch die vollständige Deckung aller Mehrkosten einzelner Betriebe (z.B. für 

Schutzmaterial, Administration). 

4.6 Nachdem die Beschwerdeführerin mit Instruktionsverfügung vom 9. Dezember 2021 aufge-

fordert wurde, die Differenz zwischen den in der Excel-Tabelle aufgeführten Rückerstattungsbeträgen 

 
 

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an die Eltern (CHF 27'835.15) und den in der Beschwerde/Tabelle aufgeführten Rückerstattungsbe-

trägen (CHF 23'324.80) zu erklären sowie den effektiv an die Eltern zurückerstatteten Betrag zu bele-

gen, führte die Beschwerdeführerin am 20. Dezember 2021 aus, sie habe festgestellt, dass auf der 

von ihr eingereichten Liste nicht alle Elternbeiträge aufgelistet seien. Somit sei die Berechnung der 

entgangenen Elternbeiträge durch die Vorinstanz (CHF 27'835.15) korrekt. Selbstverständlich habe 

sie die Elternbeiträge vollumfänglich den Eltern zurückerstattet. 

5. Würdigung 

5.1 Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin haben ihr die Eltern (wie vorgesehen) wäh-

rend der fraglichen Zeit die Elternbeiträge bezahlt, ohne die Leistungen der Beschwerdeführerin in 

Anspruch zu nehmen. Die bezahlten Elternbeiträge für nicht in Anspruch genommene Betreuungsleis-

tungen belaufen sich, wie von der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 20. Dezember 2021 bestätigt, 

auf insgesamt CHF 27'835.15.  

5.2 Die Beschwerdeführerin hat von der Vorinstanz im Sinne einer Vorfinanzierung 

CHF 35'947.05 erhalten, damit sie aufgrund der Massnahmen gegen das Coronavirus nicht in eine 

existenzielle Notlage gerät. Die Beschwerdeführerin verfügte somit buchhalterisch über 

CHF 63'782.2030. Davon musste sie, wie sie in ihrer Beschwerde richtig ausführt, den Eltern die ge-

leisteten Elternbeiträge in Höhe CHF 27'835.15 zurückzahlen. Nach der Rückerstattung der Elternbei-

träge verblieb der Beschwerdeführerin somit der vorfinanzierte Betrag von CHF 35'947.05. 

5.3 Zusätzlich zum vorfinanzierten Betrag von CHF 35'947.05 hat die Ausgleichskasse des Kan-

tons Bern der Beschwerdeführerin eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung im Umfang von 

CHF 10'585.75 ausbezahlt. Zudem wurde die Beschwerdeführerin von der Arbeitslosenkasse mit ei-

ner Kurzarbeitsentschädigung von insgesamt CHF 4'112.50 unterstützt. Die Beschwerdeführerin 

wurde damit im Umfang von CHF 14'698.75 in ihrer Lohnzahlungspflicht, der sie in der Regel durch 

die Einnahmen der Elternbeiträge nachkommt, entlastet. Die Beschwerdeführerin verfügte damit buch-

halterisch insgesamt über CHF 50’645.3031, um die Löhne der Arbeitnehmenden und weitere Fixkos-

ten zu begleichen. Normalerweise bezahlt die Beschwerdeführerin diese Kosten mittels Elternbeiträ-

gen. Die entgangenen Elternbeiträge belaufen sich für die fragliche Periode auf CHF 27'835.15. Mit 

dem vorfinanzierten Betrag und der Corona-Erwerbsersatzentschädigung sowie der Kurzarbeitsent-

schädigung verfügte die Beschwerdeführerin jedoch buchhalterisch über CHF 50'645.30 und damit 

über CHF 22'810.1532 mehr als im Normalbetrieb. 

 
 
30 CHF 27'835.15 (entgangene Elternbeiträge) + CHF 35'947.05 (Vorfinanzierung Vorinstanz) 
31 CHF 35'947.05 (Vorfinanzierung Vorinstanz) + CHF 10'585.75 (Corona-Erwerbsersatzentschädigung) + 
CHF 4'112.50 (Kurzarbeitsentschädigung) 
32 CHF 50'645.30 (Vorfinanzierung Vorinstanz und Corona-Erwerbsersatz- sowie Kurzarbeitsentschädigung) - 
CHF 27'835.15 (entgangene Elternbeiträge) 

 
 

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5.4 In Anwendung von Art. 4 Abs. 4 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung 

deckt die Ausfallentschädigung 100 Prozent der entgangenen Betreuungsbeiträge der Eltern, wobei 

aufgrund des geltenden Subsidiaritätsprinzips Ersatzleistungen der Sozialversicherungen an die 

Lohnkosten von der Ausfallentschädigung in Abzug zu bringen sind. Konkret bedeutet dies vorliegend, 

dass 100 Prozent der entgangenen Betreuungsbeiträge der Eltern zu ersetzen sind (CHF 27'835.15), 

wobei der Ersatz dieser Beiträge in erster Linie durch die Sozialversicherungen (Corona-Erwerbser-

satz- sowie der Kurzarbeitsentschädigung) und in zweiter Linie durch die Ausfallentschädigung im 

Sinne der Covid-19-Verordnung familienergänzender Kinderbetreuung erfolgt. 

5.5 In der verfügten Endabrechnung hat die Vorinstanz deshalb von den entgangenen Elternbei-

trägen in der Höhe von CHF 27'835.15 die Corona-Erwerbsersatzentschädigung von CHF 10'585.75 

sowie die Kurzarbeitsentschädigung von CHF 4'112.50 abgezogen und die definitive Ausfallentschä-

digung auf CHF 13'136.90 festgelegt. Damit sind die entgangenen Betreuungsbeiträge der Eltern ge-

mäss Art. 4 Abs. 4 Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung zu 100 Prozent ge-

deckt33 – wenn auch aus verschiedenen Kassen des Kantons. 

5.6 Die Vorinstanz hat bei der geleisteten Vorfinanzierung (CHF 35'947.05) bewusst den voraus-

sichtlichen Betrag der Corona-Erwerbsersatz- und Kurzarbeitsentschädigung noch nicht in Abzug ge-

bracht, damit die Beschwerdeführerin genügend finanzielle Mittel zur Verfügung hatte, um die Betreu-

ungsbeiträge der Eltern zurückzuerstatten und ihre Mitarbeitenden zu entlohnen. Wie oben ausgeführt, 

würde die Beschwerdeführerin ohne Abzug der Corona-Erwerbsersatzentschädigung und Kurzar-

beitsentschädigung über mehr als 100 Prozent der entgangenen Betreuungsbeiträge der Eltern ver-

fügen; sie wäre mit anderen Worten übersubventioniert. Um die Lohnkosten der ausgefallenen Mitar-

beiterinnen nicht doppelt zu subventionieren, müssen die Corona-Erwerbsersatzentschädigungen so-

wie die Kurzarbeitsentschädigung in Abzug gebracht werden. Der die definitiv festgesetzte Ausfallent-

schädigung von CHF 13’136.90 übersteigenden Teil der Vorfinanzierung (CHF 35'947.05) beträgt 

CHF 22'810.15 und ist zurückzuerstatten. 

5.7 Die Beschwerdeführerin musste bezahlte Elternbeiträge für nicht in Anspruch genommene 

Betreuungsleistungen zurückzahlen und gleichzeitig ihren Mitarbeitenden weiterhin den vollen Lohn 

entrichten. Es ist nachvollziehbar, dass aufgrund des Abzugs der Corona-Erwerbsersatz- und Kurzar-

beitsentschädigung bei der Beschwerdeführerin der Eindruck entstehen kann, sie müsse schliesslich 

komplett selber für die entgangenen Elternbeiträge aufkommen. Es ist jedoch zu beachten, dass die 

Beschwerdeführerin CHF 10'585.75 Corona-Erwerbsersatzentschädigung sowie CHF 4'112.50 Kurz-

arbeitsentschädigung und CHF 13'136.90 Ausfallentschädigung erhalten hat. Dies entspricht insge-

samt genau dem Betrag der entgangenen Elternbeiträge von CHF 27'835.15. Die Beschwerdeführerin 

 
 
33 CHF 13'136.90 (Ausfallentschädigung) + CHF 10'585.75 (Corona-Erwerbsersatzentschädigung) + CHF 4'112.50 
(Kurzarbeitsentschädigung) = CHF 27'835.15 (entgangene Elternbeiträge) 

 
 

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war damit unter dem Strich so gestellt, wie wenn sie die Kita normal betrieben hätte und musste keine 

Kosten selber tragen. 

5.8 Schliesslich beruft sich die Beschwerdeführerin auf ihre schwierige finanzielle Lage. Mit dem 

neuen Betreuungssystem und den Betreuungsgutscheinen würden Beiträge ausfallen, Eltern würden 

Plätze kündigen und sie hätte keine neuen Kinder eingewöhnen können. Dass die (finanzielle) Lage 

für die Beschwerdeführerin aufgrund der aktuellen Situation besonders schwierig ist, erscheint nach-

vollziehbar. Gesetzlich ist hierfür jedoch keine Härtefallregelung vorgesehen. Deshalb kann die Be-

schwerdeführerin nicht von der Rückerstattung entbunden werden. 

5.9 Nach dem Geschriebenen hat die Vorinstanz zu Recht in Anwendung des Subsidiaritätsprin-

zips die Corona-Erwerbsersatz- und die Kurzarbeitsentschädigung von den entgangenen Elternbei-

trägen abgezogen und die Beschwerdeführerin zur Rückerstattung des Betrags von CHF 22’810.15 

verpflichtet. 

6. Ergebnis 

Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen. 

7. Kosten 

7.1 Die Verfahrenskosten bestehen aus einer Pauschalgebühr. Diese beträgt für Entscheide in 

Verwaltungsjustizsachen CHF 200.00 bis 4’000.00 (Art. 103 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 und 

Art. 4 Abs. 2 GebV34). Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, 

das prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Um-

stände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG).  

Nach dem Ausgang dieses Verfahrens unterliegt die Beschwerdeführerin vollumfänglich. Um die Be-

schwerdeführerin in dieser anspruchsvollen Zeit nicht zusätzlich finanziell zu belasten, werden die 

Verfahrenskosten im unteren Bereich angesetzt. Der Beschwerdeführerin sind die gesamten Verfah-

renskosten, pauschal festgesetzt auf CHF 600.00, zur Bezahlung aufzuerlegen. 

7.2 Parteikosten sind keine angefallen (Art. 104 VRPG) und demzufolge keine zu sprechen 

(Art. 108 Abs. 3 VRPG). 

  

 
 
34 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21) 

 
 

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III. Entscheid 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten, festgelegt auf CHF 600.00, werden der Beschwerdeführerin zur 

Bezahlung auferlegt. 

Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwach-

sen ist. 

3. Parteikosten werden keine gesprochen. 

IV. Eröffnung 

‒ Beschwerdeführerin, per Einschreiben 

‒ Vorinstanz, per Kurier 

 

 

  

 Gesundheits-, Sozial- und  

Integrationsdirektion 

 

 

 

 

Pierre Alain Schnegg 

Regierungsrat 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Rechtsmittelbelehrung 

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit schriftlicher und begründeter Beschwerde beim Ver-

waltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten wer-

den. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in 2 Exemplaren einzureichen ist, muss einen Antrag, die 

Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift enthalten; der angefochtene Ent-

scheid und greifbare Beweismittel sind beizulegen.