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**Case Identifier:** 02664592-d747-5bad-8785-c66240da172a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.11.2021 200 2021 621
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-621_2021-11-10.pdf

## Full Text

200 21 621 AHV
FUE/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. November 2021

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Beschwerdeführer

B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Beiträge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. August 2021 (Referenz: 1844522; 
1844523)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Mit Verfügungen vom 19. März 2021 setzte die Ausgleichskasse des Kan-
tons Bern (nachfolgend AKB bzw. Beschwerdegegnerin) die von den Ehe-
leuten A.________ und B.________ für die Jahre 2016 bis 2020 als 
Nichterwerbstätige zu entrichtenden persönlichen AHV/IV/EO-Beiträge so-
wie Verwaltungskostenbeiträge definitiv (2016-2017) bzw. provisorisch 
(2018-2020) auf gesamthaft Fr. 25'625.80 (A.________) respektive 
Fr. 33'511.25 (B.________) fest (Akten der AKB [act. II] 4 f.). Die von 
A.________ und B.________ dagegen erhobene Einsprache (act. II 8) wies 
die AKB – soweit sie darauf eintrat – mit Entscheid vom 3. August 2021 
(act. II 1) im Wesentlichen mit der Begründung ab, A.________ sei mit 
Blick auf das abgerechnete Jahreseinkommen von Fr. 15'000.-- sowie ei-
nem nicht belegten jährlichen Mindestarbeitspensum von mindestens 50% 
nicht dauernd voll erwerbstätig, womit für A.________ und B.________ im 
Lichte der in der Folge zur Anwendung gelangenden Vergleichsrechnung 
eine Beitragspflicht als Nichterwerbstätige resultiere.

B.

Dagegen erhoben A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) und 
B.________ (nachfolgend Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 30. Au-
gust 2021 Beschwerde. Sie beantragen sinngemäss die Aufhebung des 
Einspracheentscheides vom 3. August 2021, wobei sie die beitragsrechtli-
che Qualifikation als Nichterwerbstätige bzw. Gleichstellung mit Nichter-
werbstätigen bestreiten.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2021 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführer sind im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb 
sie zur Beschwerde befugt sind (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit 
ist gegeben (Art. 84 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Da auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, 
ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 3. August 2021 (act. 
II 1). Streitig und zu prüfen ist die Höhe der von den Beschwerdeführern für 
die Jahre 2016-2020 zu entrichtenden persönlichen AHV/IV/EO-Beiträge 
und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Be-
schwerdeführer im nämlichen Zeitraum zu Recht der Beitragspflicht als 
Nichterwerbstätige unterstellte. Soweit die Beschwerdeführer auch die 
"Festlegung der Lohnbeiträge 2021" beanstanden (vgl. Beschwerde, S. 4), 
ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, nachdem weder im angefochte-
nen Einspracheentscheid vom 3. August 2021 (act. II 1) noch in den ihm 
zugrundeliegenden Verfügungen vom 19. März 2021 (act. II 4 f.) darüber 
befunden wurde, womit es insoweit an einem Anfechtungsobjekt fehlt. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 4

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 1a Abs. 1 lit. a AHVG sind nach diesem Gesetz u.a. die 
natürlichen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz versichert. Gemäss 
Art. 3 Abs. 1 AHVG sind die Versicherten beitragspflichtig, solange sie eine 
Erwerbstätigkeit ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitrags-
pflicht am 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dauert bis 
zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer das 65. Al-
tersjahr vollendet haben. 

Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten des 
Einkommens aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit fest-
gesetzt (Art. 4 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 6 AHVV). Nichterwerbstätige bezah-
len einen Beitrag nach ihren sozialen Verhältnissen (Art. 10 Abs. 1 Satz 1 
AHVG; ferner Art. 3 Abs. 1bis des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] i.V.m. Art. 1bis Abs. 2 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 
SR 831.201] und Art. 27 Abs. 2 Satz 4 des Bundesgesetzes vom 25. 
September 1952 über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei 
Mutterschaft [Erwerbsersatzgesetz, EOG; SR 834.1] i.V.m. Art. 36 Abs. 2 
der Verordnung vom 24. November 2004 zum Erwerbsersatzgesetz [EOV; 
SR 834.11]). 

2.2 Im sozialversicherungsrechtlichen Sinne bedeutet der Begriff der 
Erwerbstätigkeit, wie er namentlich Art. 4 Abs. 1 AHVG zu Grunde liegt, die 
Ausübung einer auf die Erzielung von Einkommen gerichteten bestimmten 
(persönlichen) Tätigkeit, durch welche die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit 
erhöht wird. Für die Beantwortung der Frage, ob Erwerbstätigkeit vorliegt, 
kommt es nicht darauf an, wie ein Beitragspflichtiger sich selber – subjektiv 
– qualifiziert. Entscheidend sind vielmehr die tatsächlichen wirtschaftlichen 
Verhältnisse und Gegebenheiten, die durch eine Tätigkeit begründet 
werden oder in deren Rahmen eine solche ausgeübt wird. Mit anderen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 5

Worten muss die behauptete Erwerbsabsicht aufgrund der konkreten 
wirtschaftli-chen Tatsachen nachgewiesen sein. Wesentliches Merkmal 
einer Erwerbstätigkeit ist sodann eine planmässige Verwirklichung der 
Erwerbsabsicht in der Form von Arbeitsleistung, welches Element ebenfalls 
rechtsgenüglich erstellt sein muss. Entsprechend der Legaldefinition 
besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit der 
versicherten Person und dem daraus resultierenden Zufluss von 
geldwerten Leistungen (BGE 143 V 177 E. 3.1 S. 183, 139 V 12 E. 4.3 S. 
15).

2.3

2.3.1 Als nichterwerbstätig gemäss Art. 10 Abs. 1 AHVG gelten 
Personen, die keine Erwerbstätigkeit im eben genannten Sinne (vgl. E. 2.2 
hiervor) ausüben (BGE 143 V 177 E. 3.2 S. 183). Ebenfalls als 
Nichterwerbstätige gelten Personen, deren Erwerbstätigkeit in zeitlicher 
und masslicher Hinsicht unbedeutend ist (Art. 10 Abs. 1 AHVG und Art. 
28bis Abs. 1 AHVV). Dies trifft – jedenfalls für Unselbständigerwerbende – 
einmal dann zu, wenn die Erwerbstätigenbeiträge unter dem 
Mindestbeitrag nach Art. 28 AHVV liegen (Art. 10 Abs. 1 dritter Satz AHVG; 
BGE 140 V 338 E. 1.1 S. 339). Für Versicherte, die nicht dauernd voll (vgl. 
Art. 28bis Abs. 1 AHVV), d.h. während mindestens neun Kalendermonaten 
und (kumulativ) während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit 
erwerbstätig sind (BGE 140 V 338 E. 1.2 S. 340; Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 26. September 2017, 9C_255/2017, E. 3.2; 
UELI KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Auflage, 
Rz. 6 zu Art. 10 AHVG; vgl. dazu auch Rz. 2035 und 2039 der Wegleitung 
des BSV über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und 
Nichterwerbstätigen [WSN] in der AHV, IV und EO), kann der Grenzbetrag 
auch höher liegen (Art. 10 Abs. 1 vierter Satz AHVG). 

Zur Beurteilung der Frage, ob volle Erwerbstätigkeit gegeben sei, ist überall 
dort, wo nicht (nur) eine Erwerbsabsicht verfolgt, die Tätigkeit vielmehr 
(auch) als gemeinnütziges Ehrenamt oder aus persönlichem Interesse 
versehen wird, nicht die gesamte zeitliche Inanspruchnahme massgebend; 
der Zeitaufwand ist vielmehr nur im Umfang seiner Erwerbsorientierung zu 
berücksichtigen. Damit bei Betätigungen, denen sowohl eine ehrenamtliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 6

wie auch eine erwerbliche Motivation zugrundeliegen, von voller 
Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 28bis Abs. 1 AHVV ausgegangen werden 
kann, muss für einen Teil, der mindestens der halben üblichen Arbeitszeit 
entspricht, Erwerbsabsicht zum Ausdruck kommen. Dies geschieht in Form 
eines angemessenen Verhältnisses zwischen Leistung und Entgelt (vgl. 
BGE 140 V 338 E. 2.2.2 f. S. 341).

2.3.2 Die (im Sinne von E. 2.3.1 hiervor) Beitragspflichtigen werden 
nach Art. 28bis Abs. 1 AHVV nicht als Nichterwerbstätige qualifiziert, 
sondern diesen gleichgestellt: Nicht dauernd voll Erwerbstätige leisten 
Beiträge wie Nichterwerbstätige, wenn ihre Beiträge vom 
Erwerbseinkommen zusammen mit denen ihres Arbeitgebers in einem 
Kalenderjahr nicht mindestens der Hälfte des Beitrages nach Art. 28 AHVV 
entsprechen (Bemessungsgrundlage: Vermögen und/oder mit 20 
multiplizierter jährlicher Rentenbetrag [vgl. Abs. 1]). Ihre Beiträge vom 
Erwerbseinkommen müssen auf jeden Fall den Mindestbeitrag nach Art. 28 
AHVV erreichen. Diese beziffern sich gemäss Art. 2 Abs. 2 der Verordnung 
15 vom 15. Oktober 2014, der Verordnung 19 vom 21. September 2018 
und der Verordnung 20 vom 13. November 2019 über Anpassungen an die 
Lohn- und Preisentwicklung bei der AHV/IV/EO (SR 831.108) für die Jahre 
2016-2018 auf Fr. 392.--, pro 2019 auf Fr. 395.-- und für das Jahr 2020 auf 
Fr. 409.--. Für das betreffende Jahr bezahlte Beiträge vom 
Erwerbseinkommen werden auf Verlangen angerechnet (Art. 28bis Abs. 2 
i.V.m. Art. 30 AHVV; vgl. BGE 140 V 338 E. 1.1 S. 339).

2.4 Die Beiträge werden für jedes Beitragsjahr festgesetzt. Als Bei-
tragsjahr gilt das Kalenderjahr (Art. 29 Abs. 1 AHVV). Die Beiträge bemes-
sen sich aufgrund des im Beitragsjahr erzielten Renteneinkommens und 
des Vermögens am 31. Dezember (Art. 29 Abs. 2 Satz 1 AHVV). Die kan-
tonalen Steuerbehörden ermitteln das für die Beitragsbemessung massge-
bende Vermögen auf Grund der entsprechenden rechtskräftigen 
kantonalen Veranlagung (Art. 29 Abs. 3 Satz 1 AHVV). 

3.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 7

3.1 Die Beschwerdeführer besitzen "insgesamt ca. 240 Wohnungen" 
(gemäss Einsprache, vgl. act. II 8 S. 1 Ziff. 1; vgl. auch Beschwerde, S. 1) 
bzw. "über 250 Objekte" (gemäss Angaben des Treuhänders der Be-
schwerdeführer, vgl. act. II 8 – Schreiben vom 12. Mai 2021), welche von 
ihnen verwaltet und vermietet werden. Davon stehen gemäss Darstellung 
in der Einsprache ca. 40 Wohnungen im Gesellschaftseigentum der 
C.________ GmbH, ca. 80 Wohnungen im Eigentum der D.________ AG 
und ca. 60 Objekte im Privateigentum der Beschwerdeführer (vgl. act. II 8 
S. 1 Ziff. 1). Die diesbezüglichen Angaben des Treuhänders im vorgenann-
ten Schreiben vom 12. Mai 2021 weichen leicht ab, was hier jedoch nicht 
entscheidend ist. 

Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 3. August 2021, mittels eingereichten Rechnungen der C.________ 
GmbH an andere Firmen unter Angaben der vom Beschwerdeführer geleis-
teten Arbeitsstunden seien in Bezug auf Letzteren für das Jahr 2016 276 
geleistete Arbeitsstunden verteilt auf 61 Tage, für das Jahr 2017 72 Ar-
beitsstunden verteilt auf 13 Tage und für das Jahr 2018 155 Arbeitsstunden 
verteilt auf 37 Tage geltend gemacht worden. Für die D.________ AG und 
die Verwaltung der Liegenschaften im Privatbesitz seien keine Arbeitsstun-
den geltend gemacht worden. Demnach gehe der Beschwerdeführer einer 
Erwerbstätigkeit nach, dies "allenfalls" auch dauernd während dem ganzen 
Jahr, jedoch sei er nicht voll erwerbstätig. Bis heute sei von ihm nicht be-
legt worden, dass er während dem ganzen Jahr ein Mindestarbeitspensum 
von 50% ausübe. Somit gelte er als nicht dauernd voll erwerbstätig. Es 
komme eine Vergleichsrechnung zur Anwendung, woraus eine Beitrags-
pflicht als Nichterwerbstätige für die Beschwerdeführer resultiere (act. II 1 
E. 2 S. 3).

3.2 Die Beschwerdeführer bestreiten die im angefochtenen Entscheid 
dargelegten Arbeitsstunden für die C.________ GmbH (zu Recht, vgl. dazu 
act. II 10) nicht. Sie machen jedoch zunächst geltend, mit Blick auf frühere 
Beitragsverfügungen widerspreche das Vorgehen der Beschwerdegegnerin 
Treu und Glauben (Beschwerde, S. 3). Dem kann nicht gefolgt werden: Wie 
die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort richtig festhält (vgl. 
S. 4), wurde das Beitragsstatut betreffend den nämlichen Zeitraum für die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 8

Beschwerdeführer erstmals verfügt. Dass dem nicht so wäre, behaupten 
und belegen sie nicht. Damit liegt – anders als noch im Einspracheverfah-
ren geltend gemacht (act. II 8 S. 3 Ziff. 5) – keine allein unter dem Blickwin-
kel von Art. 53 ATSG zulässige rückwirkende Änderung formell 
rechtskräftiger Verfügungen vor. Auch aus den im vorliegenden Beschwer-
deverfahren aufgelegten Dokumenten können die Beschwerdeführer nichts 
zu ihren Gunsten ableiten, beschlagen diese doch ausnahmslos einen 
(mehrere Jahre) vor 2016 liegenden Zeitraum respektive beziehen sich die 
ins Recht gelegten Verfügungen ausdrücklich und ausschliesslich auf die 
Jahre 2000 bzw. 2002-2004 (Akten der Beschwerdeführer [act. I] 4), 2005-
2006 (act. I 5) und 2006-2008 (act. I 6 f.). Die nach den Akten letzte Bei-
tragsverfügung datiert vom 24. Februar 2011 und bezieht sich – ebenso 
explizit und exklusiv – auf das Jahr 2011 (act. II 11). Schliesslich stellt die 
Schlussrechnung vom 3. März 2021 (act. I 8) einerseits keine
(Beitrags-)Verfügung dar; andererseits werden darin keine irreführenden 
oder falschen Angaben weder zum Beitragsstatut im Allgemeinen noch 
betreffend die Beschwerdeführer für den hier streitigen Zeitraum im Kon-
kreten gemacht, so dass sich gestützt darauf ebenso wenig eine von der 
materiellen Rechtslage abweichende Behandlung rechtfertigen lässt. 

3.3 Ferner bringen die Beschwerdeführer vor, die im angefochtenen 
Einspracheentscheid aufgeführten Leistungen (vgl. E. 3.1 vorne) ent-
sprächen dem Aufwand, der für Dritte erbracht worden sei, ohne persönli-
che Leistungen für die eigenen Liegenschaften. Letztere, durch die 
Beschwerdeführerin erbrachten Leistungen, welche rund 875 Arbeitsstun-
den betrügen (Beschwerde, S. 2), würden nicht berücksichtigt (S. 1).

3.3.1 Diesbezüglich fällt zunächst auf, dass weder im Schreiben des 
Treuhänders vom 12. Mai 2021 noch in der ausführlichen Einsprachebe-
gründung vom 18. Mai 2021 (act. II 8) eine derartige Behauptung, welche 
auf das Bestehen einer (selbständigen) Erwerbstätigkeit der Beschwerde-
führerin in Zusammenhang mit der Verwaltung der im Privatbesitz stehen-
den Liegenschaften abzielt, aufgestellt wurde. Dabei blieb es auch im 
weiteren Verlauf des Einspracheverfahrens, obschon die Beschwerdegeg-
nerin nach Vorliegen der Einspracheergänzung mit Schreiben vom 9. Juni 
2021 (act. I 9) den damaligen Rechtsvertreter der Beschwerdeführer aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 9

drücklich auch nach allfälligen Arbeitsverträgen mit der Beschwerdeführerin 
gefragt hat. Mit Schreiben vom 19. Juli 2021 (act. II 10) stellte Ersterer der 
Beschwerdegegnerin zwar diverse Unterlagen zu, hielt jedoch in Bezug auf 
nicht näher bezeichnete "Arbeitsverträge" lediglich fest, diese seien nur 
mündlich vorhanden und könnten folglich nicht vorgelegt werden. Nament-
lich äusserte sich der Rechtsvertreter weder zu einer allfälligen Erwerbs-
tätigkeit der Beschwerdeführerin noch lassen seine Ausführungen auch nur 
den entfernten Schluss zu, dass eine solche im streitbetroffenen Zeitraum 
vorgelegen haben könnte. Dabei erschliesst sich nicht, weshalb sich die 
Beschwerdeführer auch in der Folge nicht näher zur neu geltend gemach-
ten angeblichen (selbständigen) Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin 
äusserten bzw. ihre beschwerdeweise Darstellung – es handelt sich hierbei 
um ein signifikantes Sachverhaltselement – nicht bereits im (streitigen) 
Verwaltungsverfahren vorgebracht und belegt haben. Dass dies damals 
unterblieb, legt den Schluss nahe, dass die nunmehr im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren erstmals gemachten Vorbringen von nachträglichen 
Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 
könnten (zur auch im ahv-rechtlichen Kontext beweisrechtlichen Relevanz 
der sogenannten Aussage der ersten Stunde vgl. Entscheid des BGer vom 
13. Dezember 2013, 9C_534/2013, E. 4.1.2). Dies umso mehr, als auch die 
im Recht liegenden Akten die beschwerdeweise Darstellung der Be-
schwerdeführer nicht stützen. Insbesondere steht aufgrund der rechtskräf-
tigen, die Jahre 2016 und 2017 betreffenden und auch für die Bestimmung 
des beitragsrelevanten Erwerbseinkommens massgebenden Steuerveran-
lagungen (vgl. Art. 23 Abs. 1 AHVV) fest, dass die Beschwerdeführerin im 
nämlichen Zeitraum weder ein Erwerbseinkommen aus selbständiger noch 
aus unselbständiger Erwerbstätigkeit erwirtschaftete (act. II 3). Zwar liegen 
für die hier ebenfalls streitigen Beitragsjahre 2018-2020 noch keine rechts-
kräftigen Veranlagungen vor. Dass sich die Verhältnisse (steuer- und in der 
Folge beitragsrechtlich relevant) geändert hätten, machen die Beschwerde-
führer indes nicht geltend und derlei ergibt sich namentlich nicht aus den 
auszugsweise ins Recht gelegten Steuererklärungen für die Jahre 2018-
2020 (act. I 10). Auch die übrigen Akten ergeben keine Anhaltspunkte im 
Sinne der beschwerdeweisen Darstellung. Die Beschwerdegegnerin hat die 
Beschwerdeführerin denn auch – soweit in den Akten dokumentiert – in der 
Vergangenheit beitragsrechtlich stets als Nichterwerbstätige eingestuft (act. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 10

I 4-7; act. II 11). Die geltend gemachten 875 Arbeitsstunden der Beschwer-
deführerin in Zusammenhang mit der Verwaltung der Liegenschaften sind 
somit nicht rechtsgenüglich erstellt. 

3.3.2 Doch selbst wenn auf die beschwerdeweisen Angaben zum gel-
tend gemachten Arbeitsaufwand der Beschwerdeführerin abgestellt würde, 
könnten die Beschwerdeführer daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, 
fällt doch die blosse Verwaltung des eigenen Vermögens – hier der im Ei-
gentum der Beschwerdeführer stehenden Mietobjekte – nicht unter den 
Begriff der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 
AHVG und Art. 17 AHVV (BGE 141 V 234 E. 4.2 S. 238; SVR 2019 AHV 
Nr. 9 S. 25 E. 4.1.1). Daran ändert nichts, wenn das Vermögen umfang-
reich ist, professionell verwaltet wird, kaufmännische Bücher geführt wer-
den und der Vermieter die Wohnungen instandhalten und nötigenfalls neue 
Mieter suchen muss (vgl. Entscheid des BGer vom 21. März 2017, 
9C_591/2016, E. 3.2.2 und 3.3). Wie das BGer zudem in Bezug auf möb-
lierte Wohnungen erkannte, kann für die Beurteilung, ob blosse Vermö-
gensverwaltung oder Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht entscheidend sein, wie 
stark – abhängig von der Anzahl der Wohnungen – der Eigentümer bzw. 
dessen Hilfsperson beansprucht wird (ZAK 1987 S. 519 E. 3a), welcher 
Grundsatz analog auch auf die Vermietung unmöblierter Wohnungen und 
Räume bzw. Liegenschaften im Allgemeinen zu gelten hat. 

3.3.3 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerde-
führerin (im hier strittigen Zeitraum) zu Recht als Nichterwerbstätige qualifi-
ziert.

3.4 Schliesslich machen die Beschwerdeführer geltend, der Aufwand 
für den Unterhalt, Abwartstätigkeiten und für Renovationen der eigenen 
Liegenschaften, inklusive derjenigen der C.________ GmbH und der 
D.________ AG, die der Beschwerdeführer ...  in eigener Regie ausführe, 
betrage jährlich mehr als 1’500 Stunden (Beschwerde, S. 2). Damit sei er 
entgegen der Darstellung im angefochtenen Einspracheentscheid dauernd 
voll erwerbstätig.

3.4.1 Hierzu ist zunächst festzuhalten, dass mit den eingereichten Un-
terlagen betreffend die Kosten für den Unterhalt der Liegenschaften (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 11

act. I 2; 9) und mit den mittels (eine Momentaufnahme darstellenden) Mie-
terspiegel ausgewiesenen Mieterwechseln (act. II 8) die geltend gemachten 
Arbeitsstunden des Beschwerdeführers nicht hinreichend substanziiert, 
geschweige denn quantifiziert sind. Ferner ist auch keine hinreichende Zu-
ordnung der geltend gemachten 1’500 Stunden auf die zwei juristischen 
Personen (C.________ GmbH und D.________ AG) sowie die im Eigen-
tum der Beschwerdeführer stehenden Liegenschaften möglich. Damit ist 
bereits aus diesen Gründen eine dauernde volle Erwerbstätigkeit im Sinne 
von Art. 28bis Abs. 1 AHVV nicht erstellt.

3.4.2 Entscheidend ist jedoch ein anderer Punkt: Es ist unbestritten und 
aufgrund der Akten ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer in den streit-
betroffenen Jahren 2016-2020 bei der C.________ GmbH ein Einkommen 
von konstant Fr. 15’000.-- erzielte bzw. die Beschwerdeführer als Inhaber 
und Geschäftsführer dieser Gesellschaft (vgl. www.zefix.ch) ihm 
Fr. 15’000.-- als Lohn auszahlten (act. II 12). Für die Ermittlung der daraus 
resultierenden Jahresarbeitszeit kann auf die Schweizerische Lohnstruk-
turhebung (LSE) abgestellt werden (vgl. auch Entscheid des BGer vom 
9. Juli 2021, 9C_228/2021, E. 4.2 f.). Gestützt auf die hier massgebende 
Tabelle TA1_tirage_skill_level, Ziff. 41-43 (Baugewerbe), Männer, Kompe-
tenzniveau 2 der LSE 2018 (vgl. NOGA 2008, Allgemeine Systematik der 
Wirtschaftszweige, Erläuterungen zu Ziff. 432203, 433302, 439903, abruf-
bar unter www.bfs.admin.ch) ergibt dies einen Stundenansatz von Fr. 34.40 
(Fr. 5'962.-- / [4.33 Wochen x 40 Wochenstunden]), woraus eine Jahresar-
beitszeit von rund 436 Stunden resultiert (Fr. 15'000.-- / Fr. 34.40). Ob der 
Beschwerdeführer seine diversen Tätigkeiten für die C.________ GmbH 
über das ganze Jahr verteilt, mithin während mehr als neun Kalendermona-
ten, verrichtete, ist fraglich (namentlich wäre diese Voraussetzung für das 
Jahr 2017 ausweislich der Akten wohl nicht gegeben, vgl. act. II 10), kann 
aber offen bleiben. So oder anders erfüllte er mit Blick auf die im Bereich 
der Tabellenposition gemäss Ziff. 41-43 jährliche Normalarbeitszeit von 
rund 1'750 Stunden (vgl. Tabelle T 03.02.03.01.01.02, Komponenten der 
tatsächlichen Jahresarbeitszeit und der tatsächlichen wöchentlichen Ar-
beitszeit nach Geschlecht, Nationalität, Beschäftigungsgrad und Wirt-
schaftsabschnitten, abrufbar unter www.bfs.admin.ch ->Statistiken finden -
>Arbeit und Erwerb ->Arbeitszeit, Absenzen und Ferien) die für die 

http://www.zefix.ch
http://www.bfs.admin.ch
http://www.bfs.admin.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 12

Annahme einer Erwerbstätigkeit erforderliche kumulative Voraussetzung 
einer mindestens 50%igen Erwerbstätigkeit (vgl. E. 2.3.1 vorne) offensicht-
lich nicht. Allfällige darüberhinausgehende, nicht entgoltene Arbeit des Be-
schwerdeführers kann nicht berücksichtigt werden, da nicht die gesamte 
zeitliche Inanspruchnahme massgeblich ist, sondern tatsächlich geleistete 
Arbeit einzig im Umfang ihrer Erwerbsorientierung als Erwerbstätigkeit an-
zurechnen ist, welche sich durch ein angemessenes Verhältnis zwischen 
Leistung und Entgelt auszeichnet (vgl. E. 2.3.1 vorne). Dies ist bei unbe-
zahlter Arbeit zum vornherein nicht der Fall, womit auch allfällige geleistete 
Arbeit zu Gunsten der D.________ AG nicht berücksichtigt werden kann. 
Daran ändert nichts, dass – wie der Beschwerdeführer an sich zu Recht 
vorbringt (Beschwerde, S. 2) – keine Verpflichtung besteht, sich einen an-
gemessenen Lohn zu bezahlen bzw. sich sämtliche Arbeiten über die von 
ihm beherrschten Gesellschaften vergüten zu lassen. Denn AHV-
beitragsrechtlich ist nicht relevant, welche (allfälligen steuer- und/oder bei-
tragsrechtlichen Optimierungs-) Überlegungen dieser Vorgehensweise 
zugrunde liegen, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend vorbringt (vgl. 
Beschwerdeantwort, S. 3). 

Was schliesslich die geltend gemachten Arbeiten für die im Eigentum der 
Beschwerdeführer stehenden Liegenschaften betrifft, die offenbar vom Be-
schwerdeführer geleistet werden, sind diese als Teil der Vermögensverwal-
tung zu qualifizieren (vgl. E. 3.3.2 vorne), wobei nicht entscheidend ist, ob 
der Unterhalt und die Sanierungen als Eigenleistung erbracht oder von Drit-
ten geleistet werden. Dass mit selbst erbrachten Arbeiten die Unterhalts-
kosten tief gehalten und damit erhebliche Kosteneinsparungen erzielt 
werden können, womit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Beschwer-
deführer erhöht wird (Beschwerde, S. 2), leuchtet zwar ein, führt AHV-
beitragsrechtlich indes nicht zur Qualifikation als Erwerbstätigkeit. 
Entsprechende beweisrechtliche Weiterungen, namentlich in Form des 
offerierten Augenscheins von einer gegenwärtig sanierten Wohnung (vgl. 
Beschwerde, S. 2), erübrigen sich in antizipierter Beweiswürdigung (zu 
deren Zulässigkeit vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 
122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 13

3.4.3 Nach dem Dargelegten ist der Beschwerdeführer beitragsrechtlich 
nicht als voll erwerbstätig im Sinne von Art. 28bis Abs. 1 AHVV zu qualifizie-
ren.

3.5

3.5.1 Beträgt die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers pro Kalender-
jahr – wie gezeigt – weniger als 50%, ist ergänzend eine Vergleichsrech-
nung durchzuführen (vgl. UELI KIESER, Alters- und 
Hinterlassenenversicherung, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 
2016, S. 1288 Rz. 296; Entscheid des BGer vom 25. August 2021, 
9C_303/2021, E. 3.3; Rz. 2041 ff. WSN). Dabei gelten – wie in E. 2.3.2 
vorne gezeigt – Versicherte, die nicht dauernd voll erwerbstätig sind, in 
jedem Fall als Nichterwerbstätige, wenn die Beiträge vom Erwerbseinkom-
men (zusammen mit den Beiträgen der Arbeitgebenden) im Kalenderjahr 
den Mindestbeitrag nicht erreichen. Sie gelten ebenfalls als Nichterwerbs-
tätige, wenn die Beiträge vom Erwerbseinkommen (zusammen mit den 
Beiträgen der Arbeitgebenden) tiefer sind als die Hälfte der Beiträge, die 
sie als Nichterwerbstätige bezahlen müssten (vgl. Rz. 2041 WSN; zur Ver-
bindlichkeit von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 146 V 224 E. 4.4.2 S. 
228). 

3.5.2 Der Beschwerdeführer bzw. die C.________ GmbH entrichtete in 
den Jahren 2016-2020 AHV/IV/EO-Beiträge in der Höhe von Fr. 1'537.50 
(2016-2019) bzw. Fr. 1'582.50 (2020 [act. II 12]). Diese Beträge überschrei-
ten zwar die in den nämlichen Jahren geltenden Mindestbeiträge (vgl. 
E. 2.3.2 vorne), erreichen jedoch die Hälfte der Nichterwerbstätigenbeiträge 
von Fr. 2'741.90 (2016; 50% von Fr. 5'483.75), Fr. 3'356.90 (2017-2019; 
50% von Fr. 6'713.75) bzw. Fr. 3'455.15 (2020; 50% von Fr. 6'910.25 [act. 
II 4]) nicht, womit der Beschwerdeführer für die gesamte Beurteilungsperi-
ode (2016-2020) den Nichterwerbstätigen gleichzustellen ist bzw. Beiträge 
als Nichterwerbstätiger zu entrichten hat (vgl. E. 2.3.2 vorne). Im Übrigen 
bestreitet der Beschwerdeführer die Höhe der nach Massgabe von Art. 28 
AHVV ermittelten Nichterwerbstätigenbeiträge in masslicher Hinsicht nicht 
und es sind keine offenkundigen Fehler ersichtlich, womit sich insoweit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 14

Weiterungen erübrigen (BGE 110 V 48 E. 4a S. 53). Sodann hat die Be-
schwerdegegnerin die Erwerbstätigenbeiträge jeweils an die geschuldeten 
Nichterwerbstätigenbeiträge angerechnet (Art. 30 Abs. 1 AHVV; vgl. 
E. 2.3.2 vorne). 

3.5.3 Was schliesslich die von der Beschwerdeführerin erhobenen, in 
masslicher Hinsicht ebenfalls zu Recht unbestritten gebliebenen (vgl. 
E. 3.5.2 vorne) Beiträge als Nichterwerbstätige anbelangt, so fällt bei der 
gegebenen Sachlage eine Beitragsbefreiung gestützt auf die Bestimmung 
des Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG, wonach die eigenen Beiträge der nichter-
werbstätigen Ehegatten von erwerbstätigen Versicherten als bezahlt gelten, 
wenn letztere Beiträge von mindestens der doppelten Höhe des Mindest-
beitrages bezahlt haben, nicht mehr in Betracht. Denn als erwerbstätig im 
Sinne von Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG gilt nur die versicherte Person, der die-
ser Beitragsstatus zukommt. Der Anwendungsbereich der Bestimmung 
erstreckt sich dagegen nicht auf Versicherte, die – wie der Ehemann der 
Beschwerdeführerin (vgl. E. 3.4 vorne) – zwar erwerbstätig sind, jedoch wie 
Nichterwerbstätige Beiträge zu leisten haben (Entscheid des BGer vom 
13. November 2018, 9C_454/2018 E. 5; UELI KIESER, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum AHVG, 4. Aufl. 2020, N. 43 zu Art. 3 AHVG). Somit 
hat auch die Beschwerdeführerin Beiträge als Nichterwerbstätige zu leis-
ten. 

3.6 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerde-
führer für die Jahre 2016-2020 zu Recht als Nichterwerbstätige qualifiziert 
bzw. den Nichterwerbstätigen im AHV-beitragsrechtlichen Sinne gleichge-
stellt und die zu entrichtenden Beiträge rechtskonform festgesetzt. Der an-
gefochtene Entscheid ist demnach nicht zu beanstanden und die dagegen 
erhobene Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

4.

4.1 Das vorliegende Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 61 Ingress 
ATSG i.V.m. Art. 102 ff. VRPG und Art. 1 des Dekrets vom 24. März 2010 
betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskostendekret; VKD; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 15

BSG 161.12]; vgl. auch BBl 2018 1639). Die Verfahrenskosten bestehen 
aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 Satz 1 VRPG). Die Behörde 
setzt die Gebühr gestützt auf die gesetzliche Gebührenordnung nach 
pflichtgemässem Ermessen fest (Art. 103 Abs. 2 VRPG). Die Gebühren für 
die Beurteilung von Streitigkeiten durch das Verwaltungsgericht betragen 
auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts Fr. 200.-- bis Fr. 2'500.-- 
(Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 51 lit. e VKD).

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1’500.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens den Beschwerdeführern zur Be-
zahlung auferlegt, wobei Fr. 800.-- dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen werden. Die Restanz von Fr. 700.-- wird separat 
in Rechnung gestellt. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG 
[Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- werden den Beschwerdeführern 
unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 800.-- zur 
Bezahlung auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________ und B.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Nov. 2021, AHV/21/621, Seite 16

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom «D_END», 
«D_RGB»/«D_DNJ»/«D_DNN», Seite 17