# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd13f4de-b694-560e-8b00-838560c05840
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-18
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 18.03.2022 S1 21 268
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_S1-21-268_2022-03-18.pdf

## Full Text

S1 21 268 

 

 

URTEIL VOM 18. MÄRZ 2022 

 

Kantonsgericht Wallis 

Sozialversicherungsrechtliche Abteilung 

 

Dr. Thierry Schnyder, Einzelrichter; Renata Kreuzer, Gerichtsschreiberin  

 

in Sachen 

 

X _________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Graziella Walker  

Salzmann, 

 

gegen 

 

KANTONALE IV-STELLE, Beschwerdegegnerin 

 

 

 

(Revisionsgesuch / Invaliditätsgrad) 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 15. November 2021 

  

- 2 - 

 

eingesehen 

- die Verfügung der kantonalen IV-Stelle Wallis vom 15. November 2021, mit der das 

Revisionsgesuch vom 12. Mai 2021 abgewiesen und festgehalten wurde, aufgrund des 

im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustandes sei es dem Versicherten nach 

wie vor zumutbar, eine angepasste Tätigkeit zu 50% auszuüben; 

- die Beschwerde vom 17. Dezember 2021 an die Sozialversicherungsrechtliche Ab-

teilung des Kantonsgerichts Wallis, mit der die Erhöhung der IV-Rente auf eine ganze 

Rente beantragt wurde; 

- die Vernehmlassung der kantonalen IV-Stelle Wallis vom 15. März 2022, in der ge-

stützt auf den RAD-Bericht vom 8. März 2022 die Gutheissung der Beschwerde bean-

tragt wurde; 

- die übrigen Akten; 

 

erwägend 

- dass gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetztes über die Invalidenversi-

cherung (IVG) für Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stellen das Ver-

sicherungsgericht am Ort der IV-Stelle zuständig ist, mithin die Sozialversicherungs-

rechtliche Abteilung des Kantonsgerichts Wallis; 

- dass in Anwendung von Art. 20 Abs. 1 des Gesetzes über die Rechtspflege vom  

11. Februar 2009 (RPflG) der Präsident des Kollegialgerichtes oder ein delegierter Rich-

ter als Einzelrichter entscheiden kann; 

- dass gemäss Art. 56 Abs. 1 ATSG gegen Verfügungen, gegen welche eine Einspra-

che ausgeschlossen ist, innert einer Frist von 30 Tagen nach deren Eröffnung Be-

schwerde bei einem vom Kanton bestellten Versicherungsgericht eingereicht werden 

kann (Art. 57 ATSG und Art. 60 ATSG); 

- dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 59 ATSG); 

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- dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde eingetreten wer-

den kann; 

- dass der IV-Stelle die Bemessung der Invalidität und Hilflosigkeit und die Verfügung 

über die Leistungen der Invalidenversicherung obliegt; 

- dass die IV-Stelle die zur Prüfung der Begehren notwendigen Abklärungen von Am-

tes wegen vornimmt (Art. 43 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 69 IVV); 

- dass die kantonale IV-Stelle in ihrer Stellungnahme vom 15. März 2022 schreibt, es 

sei mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass angesichts der Verschlechterung der Polyneuropathie keine Arbeitsfähigkeit  

mehr bestehe, weshalb dem Beschwerdeführer rückwirkend per 1. Mai 2021  

(Monat des Revisionsgesuchs, Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV) eine ganze Rente 

zuzusprechen sei; 

- dass demnach die angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde aufzu-

heben und dem Beschwerdeführer rückwirkend ab dem 1. Mai 2021 eine ganze Rente 

zuzusprechen ist; 

- dass das Verfahren kostenpflichtig ist (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und die vorliegend in 

ihrem Vermögensinteresse handelnde und im Verfahren unterlegene Kantonale  

IV-Stelle die reduzierten (Art. 12 GTar) Gerichtskosten in der Höhe von CHF 250 zu 

tragen hat (Art. 89 Abs. 1 VVRG; vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 8C_102/2007 

vom 25. Oktober 2007 E. 4, 8C_67/2007 vom 25. September 2007 E. 6, 9C_101/2007 

vom 12. Juni 2007 E. 4 und 9C_313/2007 vom 8. Januar 2008); 

- dass bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer einen Anspruch 

auf Parteientschädigung hat, die das Gericht unter Würdigung der Bedeutung und 

Schwierigkeit der Streitsache, des Umstandes, dass das Verfahren nicht bis zum Urteil 

fortgeführt wurde, sowie der durch den Rechtstreit entstandenen Auslagen, auf 

CHF 1’200 festsetzt (Art. 61 lit. g ATSG; Art. 4, 27 und 40 GTar); 

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wird erkannt 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschwerdeführer hat rückwirkend per 

1. Mai 2021 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. 

2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 250 werden der IV-Stelle auferlegt. 

3. Dem Beschwerdeführer wird der Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 500  

zurückbezahlt. 

3. Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von 

CHF 1'200 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

Sitten, 18. März 2022