# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d5f804e-13e4-5594-a54f-488d9d8a5fd1
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-03
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 03.09.2020 605 2019 248
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2019-248_2020-09-03.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2019 248

Urteil vom 3. September 2020

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marc Sugnaux 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch XL Catlin Services SE 
London, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Frey    

gegen

SUVA, Vorinstanz

betreffend B.________

Gegenstand Unfallversicherung – Zuständigkeit Unfallversicherer; Listenverletzung 
(Meniskusriss); Kausalität

Beschwerde vom 25. September 2019 gegen den Einspracheentscheid 
vom 28. August 2019

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Sachverhalt

A. B.________ (nachfolgend: der Versicherte), geboren 1994, wohnhaft in C.________, war 
seit dem 1. Juli 2010 bei der D.________ AG, mit Sitz in E.________, tätig. Er war im Rahmen 
dieser Anstellung bei der Catlin Schweiz AG (heute: XL Catlin Services SE, Zweigniederlassung 
Zürich [nachfolgend: XL Catlin), gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten 
versichert.

Am 22. April 2012 wurde er beim U18 Meisterschaftsspiel F.________ – G.________ in einen 
Zweikampf verwickelt, erhielt einen heftigen Schlag und verdrehte sich dabei das Knie. Er zog sich 
eine vordere Kreuzbandruptur, eine basisnahe mediale Meniskusläsion, eine laterale Meniskus-
Hinterhorn-Läsion und eine Avulsionsfraktur des dorsolateralen Tibiaplateaurandes (Segond-
Fracture) des rechten Knies zu. Er wurde am 9. Mai 2012 operiert (Kniearthroskopie rechts mit 
Teilmeniskektomie sowie arhtroskopisch-assistierte vordere Kreuzband-Rekonstruktion rechts). 
Am 23. Mai 2013 erfolgte eine Ganglionexzision. Die XL Catlin übernahm die gesetzlichen Leistun-
gen.

B. Seit dem 1. Juli 2017 war der Versicherte als Monteur/Parkettleger bei der 
H.________ GmbH, mit Sitz in I.________, tätig. Er war im Rahmen dieser Anstellung bei der 
Suva gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 9. Februar 2018 verdrehte er bei der Arbeit das rechte Knie. Am 23. Mai 2018 wurde er ope-
riert, dabei zeigte sich eine Meniskus- und Knorpelläsion. Gemäss der Suva-Kreisärztin lag eine 
Listendiagnose vor, jedoch handle es sich um einen Rückfall hinsichtlich des Ereignisses von 
2012. Dennoch übernahm die Suva die gesetzlichen Leistungen.

Mit Verfügung vom 22. Mai 2019 stellte die Suva ihre Leistungen per 31. Mai 2019 ein. Der Unfall 
vom 9. Februar 2018 habe einzig zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines vorbestehen-
den degenerativen Vorzustandes geführt.

Dagegen erhoben der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Charles Guerry, am 24. Juni 
2019, sowie die XL Catlin am 25. Juni 2019, Einsprache.

Mit Einspracheentscheid vom 28. August 2019 in französicher Sprache trat die Suva auf die Ein-
sprache der XL Catlin nicht ein, da diese verspätet sei. Die Einsprache des Versicherten wurde 
abgewiesen. 

C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt die Lloyd's, London, Zweigniederlassung Zürich, 
vertreten durch die XL Catlin, ihrerseits vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Frey, am 
25. September 2019 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg und stellt den Antrag, der Ein-
spracheentscheid vom 28. August 2019 sei aufzuheben und die Suva zu verpflichten, dem Versi-
cherten bezüglich des Unfalls vom 9. Februar 2018 die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Zur 
Begründung bringt sie vor, es liege eine Listenverletzung vor, weshalb die Suva leistungspflichtig 
sei. Diese habe anlässlich der Deckungsprüfung nicht den Nachweis erbracht, dass der Meniskus-
riss überwiegend auf Abnützung und Erkrankung zurückzuführen sei.

Mit Verfügung vom 30. Oktober 2019 wird, im Einverständnis mit der Suva, Deutsch als Verfah-
renssprache festgelegt, da das Dossier etwa zur Hälfte auf Deutsch sowie zur Hälfte auf Fran-
zösisch gehalten war.

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Die Suva bestätigt in ihren Bemerkungen vom 22. November 2019 ihre Ausführungen im Ein-
spracheentscheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Am 27. November 2019 wird die Beschwerdeführerin aufgefordert, dem Gericht die Akten betref-
fend den Versicherten einzureichen. Dem kommt sie am 14. Januar 2020 nach und reicht ferner 
spontane Gegenbemerkungen ein, in welchen Sie an ihrem Standpunkt festhält.

Die Suva verzichtet am 4. Februar 2020 auf die Einreichung von Schlussbemerkungen, verweist 
auf die Ausführungen in ihren Bemerkungen vom 22. November 2019 und beantragt die Ab-
weisung der Beschwerde.

Am 23. April 2020 wird dem Versicherten als betroffene Person Gelegenheit zur Stellungnahme 
gegeben, worauf dieser verzichtet.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 25. September 2019 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 
28. August 2019 ist fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich 
und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein 
schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob 
die Suva zu Recht ihre Leistungen per 31. Mai 2019 eingestellt hat, da sich die Suva in ihrem 
Einspracheentscheid auch zur materiellen Seite der Einsprache und nicht nur zur Frage des Ein-
tretens auf die Einsprache der Beschwerdeführerin geäussert hat und überdies im Sozialversiche-
rungsrecht keine zwingende Pflicht besteht, am Einspracheverfahren teilzunehmen (siehe 
BOLLINGER, in Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 61 
N 31 und Art. 59 N 7).

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 ver-
abschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfall-
versicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversi-
cherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten.

Der hier zu beurteilende Vorfall hat sich am 9. Februar 2018 ereignet, weshalb die seit 1. Januar 
2017 in Kraft stehenden Normen Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

3.

3.1. Gemäss Art. 77 UVG erbringt bei Berufsunfällen derjenige Versicherer die Leistungen, bei 
dem die Versicherung zur Zeit des Unfalles bestanden hat (Abs. 1). Bei Nichtberufsunfällen er-
bringt derjenige Versicherer die Leistungen, bei dem der Verunfallte zuletzt auch gegen Berufsun-

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fälle versichert war (Abs. 2). Der Bundesrat ordnet die Leistungspflicht und das Zusammenwirken 
der Versicherer bei einem erneuten Unfall, namentlich wenn er zum Verlust paariger Organe oder 
zu anderen Änderungen des Invaliditätsgrades führt (Abs. 3). Diese Regelungkompetenz gilt gene-
rell für neue Unfälle, nicht nur für die "namentlich" genannten Spezialfälle (MOSIMANN, in Kommen-
tar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG Bundesgesetz über die Unfallversiche-
rung, 2018, Art. 77 N. 7). Bei einem Rückfall oder bei Spätfolgen aufgrund von mehreren versi-
cherten Unfällen erbringt der für den letzten Unfall leistungspflichtige Versicherer die Pflegeleistun-
gen und Kostenvergütungen nach den Art. 10–13 UVG sowie die Taggelder (Art. 100 Abs. 3 UVV).

3.2. Nach Art. 6 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nicht-
berufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwen-
dung kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines unge-
wöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

3.3. Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in einem 
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht. Das Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhanges ist eine Tatfrage und muss daher mit dem im Sozial-
versicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
werden (Urteil BGer 8C_408/2019 vom 26. August 2019 E. 3.1 f. mit Hinweisen). Die blosse Mög-
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 
129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen).

3.4. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst mani-
fest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche 
und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber 
derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie 
der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
sein, die Beweislast liegt hierfür beim Unfallversicherer. Dieser muss nicht den Nachweis unfall-
fremder Ursachen erbringen. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesund-
heitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil BGer 
8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2 mit Hinweisen). Dabei können medizinische Erfahrungs-
sätze, zumindest soweit sie der herrschenden Lehrmeinung entsprechen, berücksichtigt werden 
(Urteil BGer 8C_346/2008 vom 11. November 2008 E. 3.2.1).

Die Beweislastverteilung bezüglich des Wegfalls der Unfallkausalität gilt nur für Schädigungen, die 
bei der Anerkennung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers auch wirklich zur Diskussion 
standen. Der Nachweis des Dahinfallens der Unfallkausalität von Beschwerden, welche im Rah-
men einer Leistungsanerkennung gar nicht thematisiert worden sind, trifft demnach nicht den Un-
fallversicherer. Vielmehr ist es an der versicherten Person nachzuweisen, ob es sich bei einer spä-

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ter festgestellten Verletzung um eine Unfallfolge handelt (Urteil BGer 8C_855/2018 vom 14. März 
2019 E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil BGer 8C_819/2016 vom 4. August 2016 Erw. 6.2).

3.5. Entsprechend der Regelung von Art. 6 Abs. 2 Bst. c UVG erbringt die Versicherung ihre 
Leistungen auch bei Meniskusrissen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen sind.

Obwohl die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG neu keinen äusseren Faktor und damit kein unfall-
ähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein gesteigerte Gefahrenlage mehr voraussetzt, 
bedarf es zwecks zeitlicher Abgrenzung der Versicherungsdeckung des zuständigen Unfallversi-
cherers eines initial erinnerlichen und benennbaren Ereignisses (Urteil BGer 8C_819/2019 vom 
26. Februar 2020 E. 5.1 mit Hinweis auf das zur Publikation vorgesehene Urteil BGer 8C_22/2019 
vom 24. September 2019 [BGE 146 V 51]).

Der Unfallversicherer steht bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht, Leis-
tungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Ab-
nützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht 
(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände 
der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein sol-
ches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den 
Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fach-
personen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage 
stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Um-
stände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indi-
zien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht 
gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf be-
weiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d. h. im gesamten Ursachen-
spektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Urs-
achenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt da-
raus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere 
Abklärungen erübrigen (Urteil BGer 8C_8C_267/2019 vom 30. Oktober 2019 E. 6 mit Hinweis auf 
das vorerwähnte Urteil BGer 8C_22/2019 [BGE 146 V 51]).

3.6. Der Versicherungsträger kann die vorübergehenden Leistungen ohne Berufung auf einen 
Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund "ex nunc et pro futuro" einstellen, etwa mit dem Argu-
ment, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor, oder der Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und dem leistungsbegründenden Gesundheitsschaden sei dahingefallen. 
Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern der Unfallversicherer keine Leis-
tungen zurückfordern will (in BGE 146 V 51 nicht publizierte E. 3 des vorerwähnten Urteil BGer 
8C_22/2019 mit Hinweis unter anderem auf BGE 130 V 380).

3.7. Gemäss Rechtsprechung und Lehre muss die Verwaltung und im Beschwerdefall der Rich-
ter einen Sachverhalt erst dann als gegeben ansehen, wenn sie von seiner Wirklichkeit überzeugt 
sind. Im Bereich des Sozialversicherungsrechts stützt sich der Richter – mit Ausnahme von anders 
lautenden Gesetzesbestimmungen – auf diejenigen Tatsachen, die zumindest mit dem im Sozial-
versicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben sind. 
Dass eine Tatsache bloss eine mögliche Hypothese darstellt, genügt dementsprechend nicht. 
Unter allen möglichen Tatbestandselementen muss der Richter diejenigen berücksichtigen, die ihm 

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als die wahrscheinlichsten scheinen (BGE 126 V 353 E. 5b). Ferner besteht im Sozialversiche-
rungsrecht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der Richter im Zweifelsfall zuguns-
ten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Versicherten die für die Beurteilung 
des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen Zumutbaren zu erbringen, andern-
falls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 126 V 319 E. 5a; ARV 1990 Nr. 12 
S. 67).

3.8. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte von Haus-
ärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen. Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des Administrativver-
fahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht 
durch konkrete Indizien erschüttert wird. Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten 
nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vor-
handen sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit Hinweisen).

Auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für 
Menschenrechte besteht kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine 
solche ist indessen aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4).

4.

Es ist streitig, ob die Suva bezüglich des Unfalls vom 9. Februar 2018 zu Recht ihre Leistungs-
pflicht ab dem 31. Mai 2018 verneint hat.

4.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, es liege eine Listenverletzung (Meniskusriss) vor, wes-
halb die Suva leistungspflichtig sei. Diese habe nicht den Nachweis erbracht, dass die Verletzung 
überwiegend auf Abnützung und Erkrankung zurückzuführen sei, zumal dies nur zum Zeitpunkt der 
Deckungsprüfung berücksichtigt werden könne. Auch ein früherer Unfall, welcher von einem ande-
ren UVG-Versicherer gedeckt worden sei, könne einzig bei der Prüfung der vorwiegenden Verur-
sachung oder Erkrankung berücksichtigt werden. Die Suva könne sich nicht auf BGE 130 V 380 
berufen, um ihre Leistungseinstellung vorzunehmen. Ferner seien nach der Deckungszusage der 
Suva vom 7. November 2018 keine erheblichen Tatsachen entdeckt worden, weshalb eine Wieder-
erwägung nicht möglich sei.

Überdies werde bestritten, dass die Listenverletzung überwiegend auf Abnützung und Krankheit 
zurückzuführen sei. So sei der Versicherte bis zum Ereignis vom 9. Februar 2018 arbeitsfähig ge-
wesen und habe als Fuger seinen Lebensunterhalt verdient. Ausserdem konnte er Fussball spie-
len. Ein körpereigener Zustand ohne Beschwerden und Funktionseinschränkungen gelte medizi-
nisch nicht als eine Vorerkrankung. Die seit dem Ereignis vom 9. Februar 2018 vorliegenden Be-
schwerden ständen in klarem Zusammenhang mit dem Vorfall vom 9. Februar 2018.

4.2. Die Suva ihrerseits ist der Ansicht, zwar liege ein Meniskusriss vor, das Ereignis vom 
9. Februar 2018 sei aber derart bagatellär, dass es sich unter keinen Umständen eigne, einen 
Meniskusriss zu verursachen. Dieser habe mutmasslich bereit vorher bestanden und sei auf das 

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bei der XL Catlin versicherte Ereignis von 2012 zurückzuführen. Ferner habe sich die Anerken-
nung der Leistungspflicht einzig auf die Kniekontusion bezogen, weshalb der Nachweis des Dahin-
fallens der Unfallkausalität von Beschwerden, welche im Rahmen der Leistungsanerkennung gar 
nicht thematisiert worden sind, nicht der Suva obliege, sondern die Beschwerdeführerin die Folgen 
der Beweislosigkeit trage.

4.3. Die Suva bestätigte am 7. November 2018 (Suva-Akten Nr. 60) ihre Leistungspflicht mit fol-
genden Wortlaut: "Gerne teilen wir Ihnen mit, dass wir für die Folgen des Berufsunfalls vom 
9. Februar 2018 (…) die Versicherungsleistungen übernehmen." Ferner wurde auf die Höhe des 
Taggeldes sowie darauf, dass die Suva die Heilbehandlungen den Leistungserbringern direkt ver-
güte, hingewiesen. Weiter informierte die Suva am 22. Februar 2019 (Suva-Akten Nr. 80) den 
Arbeitgeber, dass dem Versicherten voraussichtlich für die Folgen des Unfalles eine Rente oder 
eine Entschädigung in anderer Form zugesprochen werde, und sie verlangte die Lohnangaben 
ein. In einem Schreiben vom 28. Februar 2019 (Suva-Akten Nr. 90) an den Versicherten betreffend 
das Case Management war ebenso einzig festgehalten, die Suva zahle für den Unfall die gesetzli-
chen Leistungen. Eine Beschränkung auf die Kniekontusion ist der Leistungsanerkennung somit 
nicht zu entnehmen, weshalb sich die Suva nicht auf die vorgenannte Rechtsprechung berufen 
kann, wonach es an der Beschwerdeführerin sei, die Unfallkausalität des Meniskusrisses zu 
beweisen.

4.4. Dennoch kann vorliegend im Ergebnis der Suva gefolgt werden, wie nachfolgend aufge-
zeigt werden wird. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann sich die Suva auch bei 
einer Listenverletzung nach neuem Recht sehr wohl auf die Rechtsprechung von BGE 130 V 380 
berufen, wonach die vorübergehenden Leistungen ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- 
oder Revisionsgrund "ex nunc et pro futuro" eingestellt werden kann, etwa mit dem Argument, bei 
richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor, oder der Kausalzusammenhang zwi-
schen Unfall und dem leistungsbegründenden Gesundheitsschaden sei dahingefallen. Eine solche 
Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern der Unfallversicherer keine Leistungen zurück-
fordern will. Diese Rechtsprechung wurde explizit in einem aktuellen Entscheid betreffend die 
Listenverletzungen bestätigt (in BGE 146 V 51 nicht publizierte E. 3 des vorerwähnten Urteils BGer 
8C_22/2019). Für seine gegenteilige Ansicht verweist die Beschwerdeführerin einzig auf die Em-
pfehlungen der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG (Nr. 2/86 betreffend unfallähnliche Körperschä-
digungen, Revision per 24. März 2017), wonach bei Deckungsfragen (namentlich Beginn und 
Ende der Versicherung, Arbeitswegunfall, Abgrenzung Berufs- und Nichtberufsunfall, versicherter 
Verdienst) sowie bei der Abgrenzung der Zuständigkeit bei mehreren Unfallversicherern/ Arbeitge-
bern die massgebende zeitliche Anknüpfungstatsache der Zeitpunkt des erstmaligen Auftretens 
der für die in Frage stehenden Listenverletzung typischen Beschwerden ist. Daraus ergibt sich je-
doch einzig, dass gestützt auf Art. 77 UVG grundsätzlich die Suva für die Listenverletzung zustän-
dig ist, da zum Zeitpunkt des Ereignisses vom 9. Februar 2018 der Versicherte bei der Suva ver-
sichert gewesen war, nicht aber, dass die Suva bereits bei der Deckungszusage vollständig über 
ihre Leistungspflicht entscheiden muss und darauf nicht zurückkommen kann.

Zwar erstaunt, dass die Suva zunächst am 7. November 2018 ihre Leistungspflicht generell zu-
sagte, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits Dr. med. J.________, Fachärztin für Chirurgie der 
Suva, am 29. Oktober 2018 (Suva-Akten Nr. 56) festgehalten hatte, es liege zwar formell eine 
Listenverletzung (Bst. c) vor, insgesamt handle es sich jedoch um einen Rückfall zum suvafrem-
den Unfall von 2012. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Suva nach vertiefter 
Prüfung des Falles darauf zukommen kann, zumal sie nicht die Rückforderung von Leistungen 
verlangte.

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Die Suva stützt sich für ihre Ansicht zunächst auf die Ansicht von Dr. med. K.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin der Suva, vom 10. Mai 2019 (Suva-Akten Nr. 116). Dieser erklärte, 
gemäss den vorhandenen Unterlagen habe das Ereignis vom 9. Februar 2018 zu einer vorüberge-
henden Verschlimmerung eines vorbestehenden degenerativen Zustandes geführt. Deshalb sei ab 
zwei Monaten nach diesem Ereignis davon auszugehen, dass die Beschwerden am rechten Knie 
auf den Vorzustand zurückzuführen sei.

Ferner nahmen Dr. med. L.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates der Suva, sowie Dr. med. M.________, Fachärztin für Allgemeinchirurgie 
und Traumatologie der Suva, am 27. August 2019 (Suva-Akten Nr. 151) eine orthopädische Beur-
teilung vor. Beim Unfall von 2012 sei es unter anderem zu einer Schädigung des Innen- und 
Aussenmeniskus gekommen. Bei der Aussenseite würden fortgeschrittene degenerative Schäden 
bestehen, mit einer Chrondropathie vierten Grades. Es sei daran zu erinnern, dass der Aussenme-
niskus 2012 in seinem mittleren Drittel zu 80% entfernt worden sei. Die Menisken hätten eine 
Dämpfungsfunktion zwischen dem Oberschenkel und dem Schienbein, um eine vorzeitige Abnut-
zung (Arthrose) zu verhindern. Diese vorzeitige Arthrose, nachgewiesen vor allem an der Aussen-
seite, erkläre sich vor allem wegen der fehlenden Struktur des Aussenmeniskus. Es lägen keine 
Hinweise auf eine aktuelle traumatische Einwirkung vor. Die von Dr. med. N.________, Facharzt 
für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 2018 durchgeführte 
Arthroskopie bestätige einen Riss des Hinterhorns des Innenmeniskus und sei dort lokalisiert, wo 
der Meniskus 2012 genäht (suturé) worden sei. Die Verletzung des Innenmeniskus in der Region, 
die bereits durch die Verstauchung von 2012 berührt gewesen sei, die Schlaffheit des vorderen 
wieder aufgebauten Kreuzbandes und das fehlende Meniskusgewebe an der Aussenseite seien 
alles Faktoren, welche das Ausmass der vorzeitigen Arthrose erklären würden. Ferner habe 
Dr. med. N.________ eine Resektion des Vorderhorns des Aussenmeniskus vorgenommen, wobei 
auf dem MRI vom 28. Februar 2018 (Suva-Akten Nr. 8) eine solche Verletzung nicht ersichtlich 
gewesen sei. Überdies führe gemäss der medizinischen Literatur die durch Dr. O.________, Fach-
arzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 2012 angewendete 
Operationsmethode in Fällen wie beim Versicherten langfristig zu 71.4% zu einem Misserfolg. Die 
Ansicht von Dr. med. P.________, wonach keine Hinweise darauf bestehen, dass es vor kurzem 
zu einer relevanten Änderung gekommen sei, sei dies hinsichtlich der Menisken, der Knorpelstruk-
turen, sowie der Kreuzbänder, überzeuge. Der Meniskusriss sei auf die komplexe Knieverletzung 
von 2012 zurückzuführen.

4.5. Der Bericht L.________/M.________ überzeugt. Die Ärzte hatten Kenntnis der vollständi-
gen Akten und sie begründen ihre Sichtweise ausführlich und nachvollziehbar unter der Berück-
sichtigung der medizinischen Literatur.

Zudem deckt sich dies mit den Unterlagen. So erlitt der Versicherte 2012 eine Komplexverletzung 
des rechten Knies, wie es der Krankengeschichte der Jahre 2012 und 2013 von Dr. med. 
O.________ zu entnehmen ist (Suva-Akten Nr. 19), welcher den Versicherten 2012 und 2013 
operiert hat (vgl. Suva-Akten Nr. 20 f.). Es lag eine vordere Kreuzbandruptur, eine basisnahe 
mediale Meniskusläsion, eine laterale Meniskus-Hinterhorn-Läsion, sowie eine Avulsionsfraktur 
des dorsolateralen Tibiaplateaurandes (Segond-Fracture) des rechten Knies vor. Der Verlauf war 
zunächst erfreulich und der Versicherte war am 10. Juli 2012 beschwerdefrei. 2013 kam es dann 
zu rezidivierenden Schmerzen und Schwellung an der Tibiakanal-Austrittsstelle. Weitere Angaben 
bis zum Ereignis vom Februar 2018 ergeben sich aus dem Bericht von Dr. med. Q.________ vom 
17. Oktober 2018 (Suva-Akten Nr. 62), wonach der Versicherte nach dem Unfall von 2012 
während zwei Jahren eine schwierige Rehabilitation mit Fitness und Fussballspielen mit persistie-

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renden Schmerzen und starkem Muskelschwund hatte. Ab 2014 habe er das Fussballspielen 
intensiviert, was aufgrund der Schmerzen und des Muskelschwundes schwierig gewesen sei. Ca. 
2015/2016 habe Dr. med. O.________ wegen den Schmerzen eine Zyste entfernt. Seit dieser 
Operation habe der Versicherte immer diffuse Schmerzen gehabt. Mit Fussballspielen habe er 
2016 aufgehört. Dies wird mehrheitlich bestätigt im Bericht von Dr. med. R.________, Facharzt für 
orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates vom 12. November 2018 
(Suva-Akten Nr. 98), gemäss welchem der Versicherte zwar das Fussballspielen wieder aufneh-
men konnte, jedoch nicht mehr auf dem gleichen Niveau wie vor dem Unfall von 2012, da weiterhin 
Schmerzen bestanden, weshalb er 2016 mit dieser Tätigkeit aufgehört habe. Weiter habe sich eine 
Gonarthrose entwickelt.

Damit ist von einem Vorzustand auszugehen und auch nach der Operation von Mai 2013, wenn 
auch in geringerem Ausmass, bestand weiterhin eine Knieproblematik. Dies ist explizit ebenso 
dem von der Beschwerdeführerin genannten Bericht von Dr. med. S.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin, vom 19. September 2013 (XL Catlin Dossier M20) zu entnehmen, wonach 
der Verlauf des rechten Knies zufriedenstellend sei, es durch die Entlastung des rechten Knies 
aber immer wieder zu Schmerzen und Verspannungen im Bereich des linken Oberschenkel Trak-
tus mit funktionellem Beckentiefstand und Dysbalance gekommen sei. Er ging von einem Behand-
lungsabschluss in voraussichtlich zwei Monaten aus.

Gemäss der Unfallmeldung vom 20. Februar 2018 (Suva-Akten Nr. 1) hat sich der Versicherte am 
9. Februar 2018 auf der Arbeit das rechte Knie verdreht. Als Schädigung wurde eine Verdrehung/ 
Verstauchung aufgeführt. Nach dem genauen Unfallvorgang befragt, gab der Versicherte im von 
ihm am 12. März 2018 (Suva-Akten Nr. 5) ausgefüllten Fragebogen an, am 10. Februar 2018, 
nach dem Beginn Trainings, habe er sich das Knie verstaucht, seitdem habe er grosse Schmerzen 
und das Knie sei stark geschwollen. Zur Frage, ob was Besonderes vorgefallen sei, gab er an, als 
er sich auf eine Seite drehen wollte, habe er den Eindruck gehabt, etwas habe geknackt. Erneut 
nach dem Unfallvorgang befragt, gab er an, er sei auf der Arbeit am Bohren und Montieren gewe-
sen und habe ein Knie auf dem Boden gehabt und mit dem anderen Bein sei er auf dem Fuss ge-
standen (Bein angewinkelt). Als er die Position wechseln wollte, habe er ein Knacken gehört (vgl. 
Telefonnotiz vom 26. April 2018; Suva-Akten Nr. 15). Es gibt bei dieser Aktenlage nichts daran 
auszusetzen, dass die Suva in ihren Bemerkungen vom 22. November 2019 das Ereignis vom 
9. Februar 2018 als bagatellär bezeichnete, da der Versicherte am 10. Februar 2018 ins Fussball-
training ging. Auch bei diesem ist nichts Spezielles vorgefallen, weshalb mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nicht davon ausgegangen werden kann, dass eines dieser Ereignisse zum Menis-
kusriss führte, sondern dass dieser vorwiegend auf Abnützung und Erkrankung zurückzuführen ist. 
Diesbezüglich ist daran zu erinnern, dass zwar die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG neu, wie 
dargestellt, keinen äusseren Faktor und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine 
allgemein gesteigerte Gefahrenlage mehr voraussetzt, es zwecks zeitlicher Abgrenzung der Versi-
cherungsdeckung des zuständigen Unfallversicherers aber dennoch eines initial erinnerlichen und 
benennbaren Ereignisses bedarf.

Ferner bestätigt sich durch die bildgebenden Unterlagen, dass erneut die gleiche Region wie 2012 
betroffen war. Im Bericht des T.________ vom 8. Mai 2012 (Suva-Akten Nr. 37) werden die Ergeb-
nisse eines MRI vom 23. April 2012 erwähnt, wonach hinsichtlich des rechten Knies unter anderem 
ein vertikal in die Meniskusunterfläche ziehender Riss am Übergang der Pars intermedia in das 
Hinterhorn des medialen Meniskus sowie ein durchgehender vertikaler Riss am Übergang der Pars 
intermedia in das Vorderhorn des lateralen Meniskus vorlag. Ein MRI des rechten Knies vom 
28. Februar 2018 ergab eine intakte Ersatzplastik des vorderen Kreuzbandes sowie ein stabiler 

Kantonsgericht KG
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Riss des Hinterhorns des Innenmeniskus. Im Operationsbericht von Dr. med. N.________ vom 
23. Mai 2019 (UV-Akten Nr. 30) wurde zudem die Diagnose eines Risses des Vorderhornes des 
Aussenmeniskus gestellt. Gemäss einem MRI vom 15. Oktober 2018 (Suva-Akten Nr. 64) lag 
namentlich ein Rezidiv des horizontalen Risses des Hinterhorns des Innenmeniskus bei Status 
nach Teilmeniskektomie, ein Knochenödem des medialen Tibiaplateau sowie eine Chondropathie 
Grad IV des äusseren Gelenkfortsatzes vor. Ein weiteres IRM vom 22. Februar 2019 (Suva-Akten 
Nr. 102) bestätigte diese Diagnosen und präzisierte, hinsichtlich des medialen Tibiaplateaus liege 
eine Chrondropathie Grad III vor. Damit betraf der gemäss der Beschwerdeführerin als neu 
bezeichneter Riss des Vorderhornes des Aussenmeniskus ebenfalls eine Region, die bereits durch 
den Unfall von 2012 betroffen war, da damals beim Aussenmeniskus (= lateraler Meniskus) ein 
durchgehender vertikaler Riss am Übergang der Pars intermedia in das Vorderhorn vorlag.

Überdies wird die Ansicht der Suva bestätigt durch die Aktenbeurteilung vom 12. Juni 2019 (Suva-
Akten Nr. 148) von Dr. med. P.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Vertrauens-
arzt der XL Catlin, der auf die Frage, ob die zurzeit vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen sicher, überwiegend wahrscheinlich oder nur möglicherweise in natürlichem Kausalzusam-
menhang zum Ereignis vom 22. April 2012 stehen, mit Ja antwortete. Beim Ereignis von 2012 sei 
es nicht nur zu einer sogenannten Unhappy-Triad mit Beteiligung des Innen- sondern auch des 
Aussenmeniskus gekommen. Der Schaden am rechten Kniegelenk sei erheblich gewesen, zumal 
es ebenfalls eine Segond-Fraktur gegeben habe. Es sei zwar 2012 eine Teilmeniskektomie sowie 
ein vorderer Kreuzbandersatz durchgeführt worden, dies habe jedoch langfristig die Degeneration 
im lateralen Kompartiment erheblicher Art, aber auch teilweise im medialen Kompartiment nicht 
verhindern können. Das neue Ereignis vom 9. Februar 2018 habe hingegen nicht zu einer neuen 
Verletzung von Kniebinnengelenkstrukturen geführt. Somit habe das neue Ereignis mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit lediglich eine vorübergehende Verschlimmerung verursacht.

Schliesslich ist es von Interesse, dass der Rechtsvertreter des Versicherten, der, wie gesehen, 
ebenfalls Einsprache gegen die Suva-Verfügung vom Mai 2018 erhob, in einem Schreiben vom 
3. September 2019 (XL Catlin Akten Nr. A2) an die XL Catlin festhielt, nach eingehender Durch-
sicht der Beurteilung L.________/M.________ sei er der Ansicht, der Einspracheentscheid der 
Suva sei sehr wahrscheinlich korrekt.

5.

Zusammenfassend hat die Suva zu Recht ihre Leistungspflicht aus dem Unfall vom 9. Februar 
2018 per 31. Mai 2019 eingestellt. Der Einspracheentscheid vom 28. August 2019 ist zu bestätigen 
und die Beschwerde abzuweisen.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

(Dispositiv auf nachfolgender Seite)

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde der Lloyd's London wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesge-
richt ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 3. September 2020/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: