# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14afb679-4ac7-50ff-a2ff-419327634e62
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 08.10.2020 ZK2 2020 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2020-34_2020-10-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 8. Oktober 2020

(Mit Urteil 4D_66/2020 vom 01. Dezember 2020 ist das Bundesgericht auf die gegen diesen Ent-
scheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Referenz ZK2 20 34

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender

Parteien A._____, 
Beschwerdeführer

Gegenstand unentgeltliche Rechtspflege

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Albula, Einzelrichter, vom 20.08.2020, 
mitgeteilt am 26.08.2020 (Proz. Nr. 135-2020-92)

Mitteilung 13. Oktober 2020

2 / 5

In Erwägung,

– dass A._____ mit Eingabe vom 27. Juli 2020 das Regionalgericht Albula dar-
um ersuchte, ihm für das Mieterausweisungsverfahren Proz.Nr. 135-2020-74 
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren,

– dass der Einzelrichter am Regionalgericht Albula das Gesuch mit Entscheid 
vom 20. August 2020 abwies,

– dass er begründend ausführte, die vom Gesuchsteller im Hauptverfahren ge-
stellten Begehren seien als aussichtslos zu taxieren,

– dass er nämlich die Abweisung des Mieterausweisungsbegehrens beantrage, 
obschon die Gültigkeit der Kündigung rechtskräftig festgestellt sei, und ob-
schon das Mietobjekt bisher nicht zurückgegeben worden sei,

– dass sein Einwand, wonach der Vermieter ihn und seinen Mitbewohner aufge-
fordert habe, bis Ende Juli 2020 auszuziehen, keine Rolle spiele, zumal nicht 
erstellt sei, dass sich die Mieter dem Vermieter gegenüber bereiterklärt hätten, 
tatsächlich innert dieser Frist auszuziehen,

– dass A._____ gegen den abweisenden Entscheid mit Eingabe vom 7. Sep-
tember 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden einreichte,

– dass er im Wesentlichen beantragte, den angefochtenen Entscheid aufzuhe-
ben und die unentgeltliche Rechtspflege im beantragten Sinne gutzuheissen,

– dass er zur Begründung des Entscheids auf seine Beschwerde gegen den in 
der Hauptsache ergangenen Ausweisungsentscheid vom 21. August 2020 
verwies, woraus sich ergebe, dass das Verfahren für ihn keineswegs aus-
sichtslos sei,

– dass eine zivilrechtliche Beschwerde gemäss Art. 321 ZPO innert der 
Rechtsmittelfrist schriftlich und begründet enzureichen ist,

– dass in der Beschwerdebegründung darzulegen ist, worauf der Beschwerde-
führer seine Legitimation stützt, inwieweit er beschwert ist, auf welchen Be-
schwerdegrund (Art. 320 ZPO) er sich beruft und an welchen Mängeln der an-
gefochtene Entscheid leidet,

– dass dies voraussetzt, dass sich der Beschwerdeführer im Einzelnen mit den 
vorinstanzlichen Erwägungen auseinandersetzt und darlegt, inwiefern diese 
nicht zutreffen sollen,

3 / 5

– dass die Begründung in der Beschwerde selbst enthalten sein muss und blos-
se Verweise auf Vorakten oder gar auf Akten anderer Verfahren nicht genü-
gen, 

– dass der Beschwerdeführer vorliegend zur Begründung auf seine Beschwerde 
in der Hauptsache (Verfahren ZK2 20 33) verweist, was nach dem Gesagten 
den Begründungsanforderungen nicht genügt,

– dass die Begründung der Beschwerde eine Eintretensvoraussetzung darstellt,

– dass somit vorliegend mangels rechtsgenügender Begründung auf die Be-
schwerde nicht einzutreten ist, 

– dass sich im Übrigen die Beschwerde im Verfahren ZK2 20 33 entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers als aussichtslos erwies,

– dass sich der Vermieter in jenem Verfahren auf ein rechtskräftiges Urteil stüt-
zen konnte, mit welchem die Gültigkeit der Kündigung per 31. August 2016 
und eine maximale Erstreckungsdauer bis zum 30. September 2019 bestätigt 
wurden (Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 20 33 vom 8. 
Oktober 2020), 

– dass sich demgegenüber die Einwände der Mieter als blosse Schutzbehaup-
tungen erwiesen, 

– dass namentlich keine Anhaltspunkte vorlagen, die die Behauptung der Mieter 
bestätigt hätten, wonach sie mit dem Vermieter eine Frist bis zum 31. Juli 
2020 für die Wohnungsräumung vereinbart hätten,

– dass sich die Mieter auch tatsächlich nicht an eine solche Frist hielten und 
selbst im Ausweisungsverfahren nicht vorbehaltlos zusicherten, das Mietobjekt 
bis zum 31. Juli 2020 zu räumen und zurückzugeben, 

– dass sie vielmehr noch in ihrer Stellungnahme vom 10. August 2020 die Ab-
weisung des Ausweisungsgesuchs beantragten,

– dass sich der Beschwerdeführer zumindest bis zum Zeitpunkt des Auswei-
sungsentscheids vom 21. August 2020 wie auch noch zu jenem der Be-
schwerdeerhebung am 7. September 2020 - also noch nach Ablauf des an-
geblich vereinbarten Auszugstermins - nach wie vor im Mietobjekt aufhielt und 
dieses nicht geräumt hatte, 

4 / 5

– dass sich die Mieter aufgrund des Ausgeführten spätestens nach rechtskräfti-
ger Feststellung der Gültigkeit der Kündigung und nach Ablauf der gewährten 
Erstreckung per 30. September 2019 auf keinen Rechtsgrund mehr stützen 
konnten, um weiterhin im Mietobjekt zu verweilen, 

– dass sich damit ihr Antrag auf Abweisung des Gesuchs als offensichtlich aus-
sichtslos erwies,

– dass demzufolge das vor Vorinstanz gestellte Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege zu Recht abgewiesen wurde,

– dass damit auch vorliegende Beschwerde abgewiesen werden müsste, soweit 
darauf einzutreten wäre,

– dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten zu Lasten des Be-
schwerdeführers gehen (Art. 106 Abs. 2 ZPO), zumal sein Gesuch um unent-
geltliche Rechtspflege für vorliegendes Verfahren mit Verfügung des Vorsit-
zenden der II. Zivilkammer vom 8. Oktober 2020 abgewiesen wurde (ZK2 20 
35),

– dass die Höhe der Kosten in Anwendung von Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Art. 13 Abs. 
1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 
320.210) auf CHF 1'000.00 festgelegt wird,

– dass Verfügungen betreffend unentgeltliche Rechtspflege und damit auch da-
gegen erhobene Beschwerden dem Rechtsweg in der Hauptsache folgen 
(Frank Emmel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommen-
tar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 1 
zu Art. 121 ZPO),

– dass vorliegend in der Hauptsache von einem Streitwert von weniger als CHF 
15'000.00 auszugehen ist,

5 / 5

wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'000.00 gehen zu Lasten 
des Beschwerdeführers.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 15'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Be-
schwerde an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 
stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 
113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundes-
gericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfer-
tigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG. 

4. Mitteilung an: