# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13e6c56e-d9a8-5f7d-b984-7f30a9bd9c77
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-07-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 26.07.2006 SB 2006 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2006-29_2006-07-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 26. Juli 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 06 29 (nicht mündlich eröffnet)

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Vital und Hubert 
Aktuar ad hoc Hartmann

——————

Zum Gesuch

des A., Gesuchsteller, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jakob Rhyner, Postfach 
945, St. Gallerstrasse 5, 9471 Buchs

betreffend Entschädigung nach Art. 161 StPO,

hat sich ergeben:

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A. Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete am 26. Februar 2003 
gegen A. ein Strafverfahren wegen sexueller Handlungen mit Kindern. Bereits am 
24. Februar 2003 wurde A. in K. festgenommen und noch am gleichen Tag der 
Kantonspolizei Graubünden zugeführt. Die Entlassung aus der Haft erfolgte am 27. 
Februar 2003, nachdem der Haftrichter des Bezirksgerichtes Plessur dem Ersuchen 
der Staatsanwaltschaft Graubünden auf Anordnung von Untersuchungshaft nicht 
stattgegeben hatte.

B. Nach Abschluss der Untersuchungen erhob die Staatsanwaltschaft 
Graubünden gegen A. mit Verfügung vom 14. Oktober 2004 Anklage wegen sexu-
ellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie des unvollendeten 
Versuchs dazu gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB 
und überwies den Fall dem Bezirksgericht Hinterrhein zu Beurteilung. Der Anklage 
lag gemäss Anklageschrift folgender Sachverhalt zugrunde:

„1. Am Mittwoch, 18. September 2002, zwischen 16.00 Uhr und 16.30 
Uhr, sprach der Angeklagte in L. bei der Verzweigung S.-Weg die 
damals zehn Jahre alte O. an. Er sagte ihr, dass das "Pfiffli" so 
dick werden könne. Dabei beschrieb er mit seinen Händen den 
Durchmesser. Weiter fragte er das zehnjährige Mädchen, ob sie 
zwischen den Beinen schon Haare und ob sie schon Brüste hätte. 
Er stellte ihr für den Fall, dass sie ihm diese zeigen würde, Fr. 
10.-- in Aussicht. Da das Mädchen seinem Ansinnen nicht nach-
kam, entfernte er sich von ihm und verliess die Umgebung mit sei-
nem in der Nähe parkierten Fahrzeug.

2. Am Montag, 11. November 2002, zwischen 15.00 Uhr und 15.45 
Uhr, fragte der Angeklagte in M., Höhe Bushaltestelle "R.-Strasse" 
aus seinem Fahrzeug heraus die damals knapp siebenjährige P., 
wo sie wohne. Nachdem sich letztere seinem Fahrzeug genähert 
hatte, stellte sie fest, dass er sein Geschlechtsteil in der Hand hielt. 
Gleichzeitig wollte der Angeklagte vom Mädchen wissen, ob sie 
sein Geschlechtsteil ("Knett") anfassen wolle. Ohne auf diese 
Frage einzugehen, begab sich das Mädchen sofort nach Hause.“

A. bestritt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

C. Mit Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 10. März 2005, mitge-
teilt am 25. Mai 2005, wurde A. im Sinne der Anklage wegen sexuellen Handlungen 
mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie des unvollendeten Versuchs dazu 
gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB schuldig ge-
sprochen und mit 20 Tagen Gefängnis unter Anrechnung der erstandenen Polizei-
haft von vier Tagen sowie unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges bei einer 

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Probezeit von drei Jahren bestraft. Zudem wurden ihm die gesamten Verfahrens-
kosten in der Höhe von Fr. 10'614.-- auferlegt. 

D. Am 26. Oktober 2005, mitgeteilt am 22. Februar 2006, hiess der Kan-
tonsgerichtsausschuss von Graubünden die strafrechtliche Berufung von A. gegen 
das erstinstanzliche Urteil vom 10. März 2005 gut und sprach ihn von der Anklage 
der sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie des un-
vollendeten Versuchs dazu gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 
Abs. 1 StGB frei. Sämtliche Kosten wurden auf die Staatskasse genommen. Das 
Urteil ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

E. A. liess am 4. Juli 2006 beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubün-
den ein Entschädigungsbegehren gemäss Art. 161 StPO einreichen mit folgenden 
Anträgen:

„1. A. sei eine Genugtuung zuzüglich Zins von 5 % seit 24. Februar 2003 
nach richterlichem Ermessen zuzusprechen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates.“

Die Staatsanwaltschaft Graubünden verzichtete mit Schreiben vom 11. Juli 
2006 auf eine eigentliche Vernehmlassung.

Auf die Begründung des Gesuchs und auf die vorliegenden Akten wird, so-
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. a) Wird der Angeschuldigte freigesprochen, wird das gegen ihn geführte 
Verfahren eingestellt oder erweist sich eine ihm gegenüber durchgeführte Zwangs-
massnahme als ungerechtfertigt, so ist ihm nach Art. 161 Abs. 1 StPO auf sein Be-
gehren eine durch den Staat auszurichtende Entschädigung (Schadenersatz, Ge-
nugtuung) zuzusprechen für Nachteile, die er durch das Untersuchungsverfahren 
erlitten hat. Über Entschädigungsbegehren entscheidet jene Instanz, bei welcher 
das Verfahren zuletzt anhängig war (Art. 161 Abs. 2 StPO). Diese Bestimmung ist 
nach der Praxis des Kantonsgerichtsausschusses dahingehend zu verstehen, dass 
grundsätzlich bei fehlender Rechtshängigkeit hinsichtlich entschädigungsbegrün-
dender Punkte das Entschädigungsbegehren bei jener Instanz zu stellen ist, bei 
welcher der entschädigungsbegründende Entscheid rechtskräftig gefällt worden ist, 

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und in Fällen bestehender Rechtshängigkeit hinsichtlich entschädigungsbegrün-
dender Punkte bei jener Instanz, bei der die Rechtshängigkeit besteht (PKG 1996 
Nr. 35 E. c S. 146; auch zur hier nicht relevanten Ausnahme). Es ist zulässig, dass 
dieselben Richterinnen und Richter, welche die Strafsache beurteilt haben, auch 
über das Entschädigungsbegehren befinden (BGE 119 Ia 221 ff., 226; Willy Padrutt, 
Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, 2. Aufl., Chur 
1996, Ziff. 1.2 zu Art. 161 StPO, S. 414 mit Hinweisen). Innert den Schranken der 
Verjährung und Verwirkung kann das Gesuch jederzeit gestellt werden (PKG 1996 
Nr. 35; Padrutt, a.a.O., Ziff. 1.2 zu Art. 161 StPO, S. 413; vgl. BGE 109 IV 63 ff. zur 
Verjährung von Entschädigungsansprüchen nach BStP). 

b) Das Entschädigungsbegehren des Gesuchstellers wurde am 4. Juli 
2006 beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden eingereicht, der ihn mit Ur-
teil vom 26. Oktober 2005, mitgeteilt am 22. Februar 2006, von der Anklage der 
sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie des unvoll-
endeten Versuchs dazu gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 
1 StGB rechtskräftig freigesprochen hatte. Auf das korrekt eingereichte Gesuch wird 
eingetreten.

2. Der Gesuchsteller hat sein Entschädigungsbegehren unter Hinweis 
auf die Akten und auf ein früheres Urteil des Kantonsgerichtsauschusses Graubün-
den in einem vergleichbaren Fall begründet. Er zeigte die Bereitschaft an, über die 
Höhe der Genugtuung zu verhandeln. Nachdem er jedoch die Höhe der geforderten 
Genugtuung nicht konkret beziffert und den Entscheid ins Ermessen des Gerichts 
gelegt hat und sich zudem keine Fragen zur Person oder zum Sachverhalt stellen, 
die sich nicht schon hinlänglich aus den Akten beantworten lassen, kann auf eine – 
in diesem Verfahren ohnehin nicht übliche –Verhandlung verzichtet werden. Das 
Gericht hat die Entschädigung vielmehr in Berücksichtigung und in Abwägung aller 
relevanten Umstände selbst festzulegen.

3. a) Nach Art. 161 Abs. 1 StPO ist dem Angeschuldigten auf sein Begehren 
eine durch den Staat auszurichtende Entschädigung (Schadenersatz, Genugtuung) 
für Nachteile zuzusprechen, die er durch Untersuchungsmassnahmen erlitten hat, 
wenn er freigesprochen oder das gegen ihn geführte Verfahren eingestellt wird oder 
wenn sich eine ihm gegenüber durchgeführte Massnahme als ungerechtfertigt er-
weist. Die Entschädigung kann verweigert oder herabgesetzt werden, wenn er 
durch verwerfliches oder leichtfertiges Verhalten die Untersuchung veranlasst oder 
erschwert hat. 

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Grundlage des Entschädigungsanspruchs bildet ein ungerechtfertigtes staat-
liches Handeln, das zu einem spürbaren Nachteil, das heisst zu einer Schädigung 
von einer gewissen Schwere geführt hat. Er beschränkt sich also auf wesentliche 
Umtriebe, denn Bürgerinnen und Bürger müssen grundsätzlich das durch die Not-
wendigkeit der Verbrechensbekämpfung bedingte Risiko einer gegen sie geführten 
Strafuntersuchung in geringfügigem Umfang auf sich nehmen (Padrutt, a.a.O., Ziff. 
1.3 zu Art. 161 StPO, S. 414, Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 3. Aufl., Zürich 
1997, N 1220). Ein Verschulden der Strafverfolgungsbehörden ist nicht Vorausset-
zung (Schmid, a.a.O.). Nach Art. 5 Ziff. 5 EMRK hat jeder Anspruch auf Schaden-
ersatz und Genugtuung, der ungerechtfertigt (unverschuldet) und rechtswidrig ver-
haftet worden ist. Rechtswidrig ist eine Haft dann, wenn sie auf einer Verletzung 
von Rechtsnormen beruht. Ungerechtfertigt ist sie hingegen, wenn sie zwar recht-
mässig angeordnet wurde, sich hinterher aber wegen Einstellung des Verfahrens 
oder Freispruch als grundlos erweist. Bei bloss ungerechtfertigter Haft ergibt sich 
die Anspruchsgrundlage für Schadenersatz und Genugtuung allein aus dem kanto-
nalen Recht, vorliegend also aus Art. 161 Abs. 1 StPO. Gemäss dem Wortlaut die-
ser Bestimmung ist eine Entschädigung für ungerechtfertigte Zwangsmassnahmen 
zuzusprechen. Rechtswidrigkeit wird nicht verlangt (so Padrutt, a.a.O., Ziff. 1.6 zu 
Art. 161 StPO, S. 416; vgl. Hütte/Ducksch, Die Genugtuung 3. Aufl., Zürich 1999, 
I/103). Bei Art. 161 StPO handelt es sich um eine Kausalhaftung des Staates. Un-
erlässlich ist indessen, dass ein bezügliches Begehren gestellt wird, wobei der An-
sprecher den Kausalzusammenhang zwischen Untersuchungshandlung und erlitte-
nem Nachteil, sowie die Höhe der Entschädigung (Schadenersatz, Genugtuung) 
beweisen muss (Padrutt, a.a.O., Ziff. 1.7 zu Art. 161 StPO). 

b) Der Gesuchsteller wurde mit Urteil des Kantonsgerichtsausschusses 
vom 26. Oktober 2005 freigesprochen. Es ist somit davon auszugehen, dass die 
gegen ihn geführte Strafuntersuchung sowie die Untersuchungshaft nicht gerecht-
fertigt waren. Ihm kann auch nichts vorgeworfen werden, was gemäss Art. 161 Abs. 
1 letzter Satz StPO zu einer Kürzung oder Verweigerung der Entschädigung führen 
würde. Insofern besteht grundsätzlich auch ein Entschädigungsanspruch des Ge-
suchstellers gestützt auf Art. 161 Abs. 1 StPO.

4. a) Der Gesuchsteller verlangt gestützt auf Art. 161 Abs. 1 StPO die Zu-
sprechung einer Genugtuung, die nach richterlichem Ermessen zuzusprechen sei. 

Voraussetzung für die Ausrichtung einer Genugtuung ist eine ungerechtfer-
tigte Untersuchungshandlung, die zu einem durch diese Untersuchungshandlung 

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verursachten erheblichen Nachteil führt. Auch gemäss Art. 49 OR, der subsidiär zur 
Ergänzung und Auslegung von Art 161 StPO heranzuziehen ist, ist eine Genugtu-
ung nur geschuldet, sofern die Schwere der Verletzung es rechtfertigt. Art 49 OR 
verlangt einerseits eine objektive Verletzung der Persönlichkeit und andererseits 
eine subjektive Beeinträchtigung des Wohlbefindens (Brehm, Berner Kommentar, 
Bd. VI, 1. Abt., 3. Teilbd., 1 Unterteilbd., 2. Aufl., Bern 1998, N. 17 zu Art. 49 OR). 
Leichte Persönlichkeitsverletzungen bleiben ausser Betracht. Genugtuungsbegrün-
dend ist nur eine schwere Verletzung in den persönlichen Verhältnissen, welche als 
seelischer Schmerz empfunden wird (BGE 120 II 98; PKG 1993 Nr. 40; Brehm, 
a.a.O., N. 19 ff. zu Art. 49 OR; Padrutt, a.a.O, Ziff. 1.5 zu Art. 161 StPO). Je grösser 
das Interesse des Betroffenen am verletzten Rechtsgut ist, desto schwerer wiegt 
die Verletzung. Es muss sich auf jeden Fall um eine ausserordentliche Kränkung 
handeln, die in ihrem Ausmass über die gewöhnliche Aufregung und Sorge so hin-
ausgeht, dass sie einen besonderen Anspruch gegen den Störer zu begründen ver-
mag (Brehm, a.a.O. N. 20 zu Art. 49 OR). Art. 49 OR liegt ein weit gefasster Per-
sönlichkeitsbegriff zugrunde; davon werden alle physischen, psychischen, morali-
schen und sozialen Werte erfasst, die einer Person kraft ihrer Existenz zukommen 
(vgl. BBl 1982 II 658; zu den möglichen Rechtsgutverletzungen: Brehm, a.a.O. N. 
46 zu Art. 49 OR; Hütte/Ducksch, a.a.O., I/22f.). Auch das Erdulden einer Haus-
durchsuchung und dergleichen kann zu einer Genugtuung führen (BGE 84 IV 44 E. 
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Keine Auswirkungen auf die Zusprechung und die Bemessung einer Genug-
tuung gestützt auf Art. 161 StPO können aber eine (erstinstanzliche) Verurteilung 
und die sich daraus ergebenden Folgen, wie etwa Berichte über die Verurteilung in 
der Tagespresse, haben, weil nach dem klaren und eindeutigen Wortlaut von Art. 
161 StPO vom Staat einzig eine Entschädigung für Nachteile zuzusprechen ist, die 
der Angeschuldigte durch Untersuchungsmassnahmen erlitten hat. Dabei versteht 
sich von selbst, dass entschädigungsbegründend nur diese Untersuchungsmass-
nahmen sein können, welche – zumindest mittelbar – auch durch die im konkreten 
Verfahren zuständigen Strafverfolgungsbehörden vorgenommen wurden. Lässt 
sich also die erlittene Unbill nicht auf Untersuchungsmassnahmen der im Verfahren 
zuständigen Strafverfolgungsbehörden zurückführen, kann dafür keine Genugtuung 
zugesprochen werden. 

b) Der Gesuchsteller befand sich vom 24. bis 27. Februar 2003 in Poli-
zeihaft. Die Dauer des Freiheitsentzuges war mit 4 Tagen zwar relativ kurz, jedoch 
ist im vorliegenden Fall als besonders einschneidend zu werten, dass er direkt in 

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die psychiatrische Klinik V. eingewiesen wurde und dort für die gesamte Haftdauer 
verblieb. Zu berücksichtigen ist hier aber nur der Zeitraum der Polizeihaft von 24. 
bis 27. Februar 2003, zumal nach Ablehnung der Untersuchungshaft Haftentlas-
sung angeordnet wurde, er mithin danach freiwillig im Rahmen des fürsorgerischen 
Freiheitsentzugs in der Klinik verblieb. Weiter gilt es die Vorgehensweise der Unter-
suchungsbehörden bei der Verhaftung und der anschliessenden Hausdurchsu-
chung am 24. Februar 2003 zu beachten. So wurde der Gesuchsteller um die Mit-
tagszeit direkt am Arbeitsort festgenommen und noch dort erstmals befragt. Ansch-
liessend an die Festnahme wurde unter entsprechendem Polizeiaufgebot eine 
Hausdurchsuchung am Wohnsitz in N. in Anwesenheit der Ehefrau des Gesuchstel-
lers durchgeführt. Auch wurde sein Arbeitsplatz sowie der Garderobenkasten durch-
sucht. Während der Dauer der Polizeihaft und der anschliessenden Untersuchung 
wurde der Gesuchsteller betreffend das hier interessierende Verfahren wiederholt 
sowohl polizeilich als auch untersuchungsrichterlich zur Person und zur Sache ein-
vernommen. Zudem wurde am 2. April 2003 mit einem Grossteil der geschädigten 
Kinder ein Personenkonfront durchgeführt. Diese wiederholten Befragungen zum 
Thema sexueller Übergriffe auf Kinder und die Personengegenüberstellungen sind 
geeignet, die Persönlichkeit des Angeschuldigten schwer zu verletzen. Dass jedoch 
zwischen der Untersuchungseröffnung am 24. Februar 2003 und der Anklageerhe-
bung am 14. Oktober 2004 beinahe zwei Jahre verstrichen, kann angesichts des 
komplexen Sachverhaltes und insbesondere der Anzahl der möglichen Opfer nicht 
beanstandet werden. Dass das Verfahren aus Sicht des Betroffenen dennoch lange 
dauerte und für ihn mit immer wiederkehrenden Ängsten, Unsicherheiten und 
Schuldvorwürfen verbunden war, erscheint aber ebenso klar. A. war damals als Po-
lizeikorporal beim Posten Mels tätig. Sein direkter Vorgesetzter, seine Arbeitskolle-
gen sowie der Kommandant der Kantonspolizei St. Gallen wurden über die Strafun-
tersuchung wegen sexueller Handlungen mit Kindern informiert, bzw. haben im 
Zuge der Ermittlungen davon erfahren. Diese schwerwiegenden Vorwürfe konnten 
in diesem Berufsfeld nicht ohne einschneidende Auswirkungen bleiben. Der Ge-
suchsteller musste dann auch seinen Beruf aufgeben. Aus den Akten ergibt sich 
sodann, dass im Rahmen der Untersuchungen auch das Steueramt der Gemeinde 
N. involviert wurde, welches zumindest teilweise von den gegenüber dem Gesuch-
steller erhobenen Vorwürfen erfuhr (act. 4.17). Berücksichtigt man die Umstände 
bei der Verhaftung des Angeschuldigten und den ersten Ermittlungen sowie die Viel-
zahl involvierter Personen, ist angesichts der ländlichen Verhältnisse im Raume K. 
auch ohne weiteres nachvollziehbar, dass die dem Angeschuldigten vorgeworfenen 
sexuellen Handlungen zum Dorfgespräch in N. wurden, wie im Gesuch erörtert wird. 
In diesem Zusammenhang ist auch auf die vom Gesuchssteller angesprochenen 

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Artikel in verschiedenen Printmedien einzugehen. Konkrete Verlautbarungen ge-
genüber den Medien – es wurde lediglich auf entsprechende Anfrage des Q. hin 
bestätigt, dass die Untersuchung nicht abgeschlossen sei – über die im vorliegen-
den Verfahren angehobene Untersuchung wurden seitens der für dieses Verfahren 
zuständigen Strafverfolgungsbehörden des Kantons Graubünden nicht vorgenom-
men, mithin lässt sich eine objektive Verletzung der Persönlichkeit durch die Artikel 
nicht auf Untersuchungshandlungen der Strafverfolgungsbehörden des Kantons 
Graubünden zurückführen. Wesentlich in diesem Zusammenhang ist, dass im Fürs-
tentum Lichtenstein bereits Untersuchungen im Gange waren, bevor die Untersu-
chungsbehörden des Kantons Graubünden ihrerseits tätig wurden. Wurden im Kan-
ton Graubünden insgesamt 14 Fälle untersucht, waren es im Fürstentum Liechten-
stein 16 Fälle. Lange bevor die Gerichtsbehörden im Kanton Graubünden tätig wur-
den, erfolgte am 10. Dezember 2003 durch das Fürstliche Landgericht eine Verur-
teilung, welche alsdann am 31. März 2004 durch das Fürstliche Obergericht in einen 
Freispruch umgewandelt wurde. Die Verurteilung durch das Fürstliche Landegericht 
war denn auch eigentlicher Anlass für die Zeitungsartikel. Bezeichnend ist nun, dass 
die Zeitungsartikel vordergründig auf das Strafverfahren im benachbarten Ausland 
Bezug nehmen, wobei eine Untersuchung im Kanton Graubünden nicht oder nur 
nebenbei Erwähnung findet (vgl. X.; Y.; Z.; Q.). Parallel geführte Untersuchungs-
handlungen im benachbarten Ausland in einem anderen Strafverfahren bzw. die 
sich daraus ergebenden Nachteile können aber in keinem Fall zu einer Entschädi-
gungspflicht des Kantons Graubünden führen und sind demzufolge für die Bemes-
sung einer Genugtuung ausser acht zu lassen. Abgesehen davon wurde in den an-
gegebenen Artikeln vordergründig über ein – das Verfahren im Kanton Graubünden 
nicht betreffendes – erstinstanzliches Urteil des Fürstlichen Landgerichtes berichtet. 

Zusammenfassend ergibt sich aus dem Gesagten, dass A. durch die Unter-
suchungshandlungen im Strafverfahren gegen ihn wegen sexueller Handlungen mit 
Kindern und dem Versuch dazu in seiner persönlichen Freiheit, in seiner Ehre sowie 
in seiner persönlichen Sphäre verletzt wurde, und zwar in einem Ausmass, das er-
heblich über eine gewöhnliche Aufregung und Sorge hinausgeht und damit objektiv 
als schwer bezeichnet werden kann (vgl. Brehm, a.a.O, NN. 46, 57, 60, 65 und 67 
zu Art. 49 OR). 

c) Dass der Gesuchsteller die gegen ihn durchgeführte Strafuntersu-
chung bzw. die einzelnen Untersuchungshandlungen in diesem Verfahren auch 
subjektiv als schwere Beeinträchtigung seiner Persönlichkeit empfunden hat, liegt 
im vorliegenden Fall auf der Hand. Als seelischen Schmerz empfinden wird der Ge-

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suchsteller, dass sein privates Leben durch den Vorwurf sexueller Handlungen mit 
Kindern erheblich beeinträchtigt wurde und er zumindest vorübergehend auch so-
zial und beruflich aus der Bahn geworfen wurde. Die für die Zusprechung einer Ge-
nugtuung vorausgesetzte subjektive Verletzung der Persönlichkeit ist damit gege-
ben. Allerdings gilt es auch hier für die Bemessung der Genugtuung hinsichtlich der 
subjektiven Beeinträchtigung zu beachten, dass diese, abgesehen von der viertägi-
gen Polizeihaft, nicht alleine auf Untersuchungshandlungen im Rahmen des im Kan-
ton Graubünden angehobenen Verfahrens beruhen kann. Bleibt doch auch hier zu 
berücksichtigen, dass im Ausland zeitgleich ein Strafverfahren gegen den Gesuch-
steller geführt wurde, in welchem ihm ähnliche Vorwürfe gemacht wurden.  

5. a) Steht fest, dass der Gesuchsteller durch Untersuchungshandlungen der 
Polizei und der Untersuchungsbehörden in seiner Persönlichkeit objektiv und sub-
jektiv schwer verletzt wurde und kann das begangene Unrecht nicht anders wieder 
gutgemacht werden (vgl. PKG 1993 Nr. 40), so hat er Anspruch auf eine Genugtu-
ung in Form einer Geldsumme. In Anlehnung an die geltende Gerichtspraxis ist fest-
zustellen, dass bei einer ungerechtfertigt veranlassten Verhaftung oder Untersu-
chungshaft die Pflicht des Staates zur Leistung einer Genugtuung in der Regel be-
jaht wird (vgl. BGE 120 II 97; Entscheid der Beschwerdekammer vom 13. Dezember 
2000 in Sachen R.R., BK 00 44; Willy Padrutt, a.a.O., S. 415 mit Hinweisen; Schmid, 
a.a.O., § 67, N 1224a.). 

b) Bereits bei der Festlegung der Höhe der Entschädigung für den durch 
ungerechtfertigte Polizeihaft erlittenen immateriellen Schaden ist es allerdings un-
möglich, allgemein gültige Kriterien aufzustellen. Dies muss um so mehr für den 
vorliegenden Fall gelten, in dem die Haft nur vier Tage dauerte, die Umstände sowie 
die folgenden Untersuchungshandlungen bei der Bemessung folglich stärker ins 
Gewicht fallen. Grundsätzlich soll mit der Zusprechung einer Genugtuung primär ein 
Gefühl des Wohlbefindens geschaffen werden. Schwierig ist dabei, dass das Mass 
des Eingriffes in die Persönlichkeit und das dadurch bedingte Unwohlempfinden we-
der messbar noch objektivierbar ist, zumal Geld nicht für jeden denselben Stellen-
wert hat. Im Rahmen des für die Bemessung der Genugtuung geltenden freien rich-
terlichen Ermessens muss daher ein angemessener Ausgleich gefunden werden, 
indem das Unwohlempfinden des Geschädigten nach objektiven Kriterien ange-
messen und für alle vergleichbar abgegolten wird (Hütte/Ducksch, a.a.O., I/16). Aus 
der Rechtsprechung und der Lehre ergeben sich Anhaltspunkte, welche bei der Be-
messung der Genugtuung berücksichtigt werden können (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 19. Juni 2000, 8G.25/2000 E. 6c, wo für eine Nacht Haft und einen gros-

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sen „Presserummel“ Fr. 1'000.-- gesprochen wurde; VPB 68.118, wo eine Genug-
tuung von Fr. 10'000.-- für das gesamte Verfahren, insbesondere wegen der Veröf-
fentlichungen in den Medien und der 24 Tage Untersuchungshaft als angemessen 
beurteilt wurden; weitere Beispiele bei Brehm, a.a.O., N. 45 ff.; Hütte/Ducksch, 
a.a.O., I/106 ff., 109 betreffend Freiheitsentzug, I/118 ff. bei Rufschädigungen oder 
sonstigen Persönlichkeitsverletzungen, XI/6 1998-2000 Ziff. 2: Die Adoptivtochter 
des Anspruchstellers beschuldigte fälschlicherweise den Adoptivvater, einen ange-
sehenen, unbescholtenen Bürger, er habe sie über Jahre hinweg sexuell miss-
braucht. Er war 7 Tage in Haft, Genugtuung Fr. 9'500.--, XI/6 1998-2000 Ziff. 2a: 
Ein Familienvater wurde wegen angeblicher sexueller Übergriffe 3 Wochen in Hafte 
genommen, weshalb er seine Arbeit verlor. Das Verfahren dauerte 4 Jahre, Genug-
tuung Fr. 10'000.--, XI/8 2001/2005 Ziff. 7: Untersuchungshaft wegen des Verdachts 
der Vornahme sexueller Handlungen an einer 3-Jährigen, Genugtuung Fr. 23'000.-
- für 179 Tage Haft). 

c) Im konkreten Fall können die bei der Begründung der Schwere der 
Persönlichkeitsverletzung geschilderten Umstände (vgl. oben E. 4. b und c) der Be-
messung der Höhe der Genugtuung zu Grunde gelegt werden. Auszugehen ist zwar 
von einer relativ kurzen Haftdauer, allerdings musste der Angeschuldigte zahlreiche 
Befragungen zu sehr intimen Belangen über sich ergehen lassen. Besonders zu 
berücksichtigen ist, dass der Grund des Freiheitsentzuges und des Strafverfahrens 
der Vorwurf sexueller Handlungen mit Kindern gebildet hat. Dieser Verdacht wiegt 
schwer (so Hütte, a.a.O., I/106). Zudem hatte die rund zwei Jahre dauernde Stra-
funtersuchung den Stellenverlust sowie negative Auswirkungen im sozialen Umfeld 
zufolge; die Vorwürfe bildeten zeitweise Dorfgespräch. Durch den Vorwurf der se-
xuellen Handlungen mit Kindern litt folglich sein guter Ruf. Insgesamt ist aufgrund 
der Lebenserfahrung anzunehmen, dass die Strafuntersuchung im vorliegenden 
Verfahren zwar gewisse Spuren im Leben von A. hinterlassen haben dürfte, welche 
mit der Zeit aber verblassen werden. Von einer Verletzung, welche einen Dauerzu-
stand schaffen würde, kann jedenfalls nicht gesprochen werden. In beruflicher Hin-
sicht wird A. seine Berufserfahrung als Polizist und die Tatsache zu gute kommen, 
dass er vor seiner Laufbahn als Polizist in verschiedenen Bereichen tätig war. Bis 
zu seiner Verhaftung galt A. als unbescholtener Bürger.

Nicht ins Gewicht fallen kann vorliegend, wie bereits erwähnt, der entstan-
dene Medienrummel und die sich daraus ergebende Unbill, da hierfür nicht die im 
Kanton Graubünden durchgeführten Untersuchungen kausal waren, sondern das 
im Fürstentum Liechtenstein durchgeführte Verfahren. Schliesslich gilt es zu 

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berücksichtigen, dass sich die übrige erlittene Persönlichkeitsverletzung zu einem 
erheblichen Teil auch auf Untersuchungsmassnahmen in anderen im Fürstentum 
Liechtenstein geführten Verfahren zurückführen lässt.

d) Unter Berücksichtigung sämtlicher aufgeführter Umstände und insbe-
sondere der Tatsache, dass eben auch im Fürstentum Leichtenstein Untersuchun-
gen und Verfahren geführt wurden, für welche der Kanton Graubünden selbstre-
dend nicht einzustehen hat, erscheint dem Kantonsgerichtsausschuss eine Genug-
tuung von Fr. 3’000.-- für die ungerechtfertigte Haft und erlittene Persönlichkeitsver-
letzung als angemessen. 

In jedem Fall ist aber die vom Gesuchsteller unter Hinweis auf einen früheren 
Entscheid des Kantonsgerichtsausschusses von Graubünden erwähnte Genugtu-
ung im Betrag von Fr. 30'000.-- erheblich zu hoch (vgl. KGA SB 01 58). So wurde 
in jenem Fall, welcher etwas anders lag und schwerer als der vorliegende Fall wog, 
lediglich eine Genugtuung von Fr. 7'000.-- zugesprochen, nachdem dort der Ge-
suchsteller Fr. 30'000.-- gefordert hatte. Hinzuweisen ist ferner auch darauf, dass 
gestützt auf Art. 161 StPO einzig A., nicht aber die von der Strafuntersuchung indi-
rekt betroffene Familie Anspruch auf eine Genugtuung hat. Deren erlittene Unbill 
kann nicht Gegenstand des Entschädigungsbegehrens sein.   

e) Nachteile, welche gemäss Art. 161 StPO zu entschädigen sind, sind 
als immaterieller Schaden zu qualifizieren, weshalb sich die Forderung eines Scha-
denszinses rechtfertigt. Geschuldet ist der Zins ab Entstehung der Unbill, das heisst 
normalerweise ab Datum der Verletzung (vgl. in Bezug auf Art. 49 OR: Brehm, 
a.a.O., N. 95 zu Art. 49 OR). Der ab dem Zeitpunkt der Verhaftung, mithin ab dem 
24. Februar 2003 verlangte Zins von 5 % ist daher zuzusprechen.

6. Der Gesuchsteller macht vorbehältlich der Anwaltskosten für das Ent-
schädigungsverfahren keinen weiteren Schaden geltend, welchen er im Zusam-
menhang mit der Strafuntersuchung allenfalls erlitten hat, weshalb mangels Begeh-
ren darauf nicht näher einzugehen ist und ihm kein Schadenersatz zugesprochen 
werden kann, ist doch ein diesbezügliches Begehren samt Beweisen Vorausset-
zung für dessen Zuspruch.

7. Abschliessend ist nochmals festzuhalten, dass nicht jede ungerecht-
fertigte Untersuchungsmassnahme eine Entschädigungspflicht des Staates auslöst. 
Im vorliegenden Fall ist es die Summe der durch die ungerechtfertigte Untersu-
chungsmassnahme im vorliegenden Verfahren – und nur in diesem – ausgelösten 

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Kriterien, welche zu einem spürbaren Nachteil, das heisst zu einer Schädigung von 
einer gewissen Schwere geführt hat und schliesslich die zugesprochene Genugtu-
ung rechtfertigt.

8. Der Gesuchsteller ist mit seinem Antrag auf Zusprechung einer Ge-
nugtuung nebst Zinsen durchgedrungen. Für das Verfahren werden daher keine 
Kosten erhoben. Der Kanton Graubünden hat den Gesuchsteller ausseramtlich an-
gemessen zu entschädigen. Gerechtfertigt erscheint in Anbetracht der mit zwei Sei-
ten doch sehr kurz gehaltenen Eingabe und der ebenso knappen Begründung, die 
sich – obschon gerade der Beweis des Kausalzusammenhangs zwischen Untersu-
chungshandlung und erlittenem Nachteil, sowie der Höhe der geltend gemachten 
Entschädigung dem Gesuchsteller obliegt (vgl. E. 3. a) – im Wesentlichen auf Hin-
weise auf die Untersuchungsakten beschränkt, ein Betrag von Fr. 500.--. 

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Das Entschädigungsbegehren wird dahin entschieden, als der Kanton 
Graubünden verpflichtet wird, A. eine Genugtuung von Fr. 3'000.-- nebst 5% 
Zins seit dem 24. Februar 2003 zu bezahlen.

2. Für das Verfahren werden keine Kosten erhoben. Der Kanton Graubünden 
hat A. ausseramtlich mit Fr. 500.-- (inkl. MWST) zu entschädigen.

3. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: