# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba597619-1f14-53e0-ad74-02f3ba857e21
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP ARGVP 1990 1191
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_ARGVP-1990-1191_nodate.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 11911192

1. Verwaltungsverfahren

1191

Ausstand (Art. 4 des Gesetzes über das Verwaltungsverfahren, bGS 143.5).

Beanstandet wird im vorliegenden Verfahren, dass der Gemeindehaupt­
mann von H. als Mitglied des Stiftungsrates der X.-Stiftung bei der Be­
schlussfassung im Gemeinderat nicht in den Ausstand getreten sei. Gleich­
zeitig wird der Ausstand des Volkswirtschaftsdirektors beantragt. Sowohl 
der jeweilige Gemeindehauptmann von H. als auch der jeweilige Volks­
wirtschaftsdirektor gehören gemäss Art. 6 der Statuten der Stiftung von 
Amtes wegen an. Beide nehmen im Stiftungsrat die öffentlichen Interes­
sen wahr. Es liegt somit kein Ausstandsgrund im Sinne des Verwaltungs­
verfahrensgesetzes vor (vgl. dazu H.J. Schär, Kommentar zum Verwal­
tungsverfahrensgesetz, N.22 zu Art. 4 mit Hinweis auf BGE107 la 187).

RRB 18.12.1991

1192

Einbezug von Dritten in ein Verfahren

Die Rekurrentin hat dagegen protestiert, dass die B. AG ins vorliegende 
Verfahren miteinbezogen (beigeladen) wurde. Die Beiladung -  im Gesetz 
über das Verwaltungsverfahren (bGS 143.1) nicht geregelt-bedeutet, dass 
in das Verfahren eine Partei miteinbezogen wird, die schutzwürdige Inter­
essen am Ausgang des Verfahrens hat, im vorinstanzlichen Verfahren 
jedoch nicht beteiligt war. Mit der Beiladung wird die Gewährung des 
rechtlichen Gehörs sichergestellt. Besteht die Möglichkeit, dass eine Partei 
von einem zu fällenden Entscheid betroffen wird, ist diese Partei aber am 
Verfahren noch nicht beteiligt, so muss sie von der Rechtsmittelbehörde

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