# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60561877-0873-5ea9-b1d5-6a44529d595f
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 26.06.2024 ZK1 2022 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2022-29_2024-06-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 26. Juni 2024
ZK1 2022 29

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichter Pius Schuler, Jörg Meister,
Josef Reichlin und Jeannette Soro,
Gerichtsschreiberin Antoinette Hürlimann.

In Sachen 1. tempoX Personaldienstleistungen AG, Albisriederstrasse 252, 
8047 Zürich,

2. tempoX GmbH, Aegeristrasse 27, 6300 Zug,
3. tempoX Personal AG, Mellingerstrasse 20, 5400 Baden,
Klägerinnen,
vertreten durch Rechtsanwalt A.________,

gegen

Tempo Swiss AG, Summelenweg 91, 8808 Pfäffikon SZ,
Beklagte,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

betreffend Firmen- und Markenrecht sowie unlauterer Wettbewerb
(Direktprozess);-

hat die 1. Zivilkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. Der Unternehmenszweck der tempoX Personaldienstleistungen AG und 
der tempoX Personal AG besteht in der Personalvermittlung und dem Perso-
nalverleih (KG-act. 1/4 und 1/8). Die tempoX GmbH ist im Bereich Arbeitsver-
mittlung, Personalverleih und Erbringung von Dienstleistungen im Facility Ma-
nagement tätig (KG-act. 1/5-7). Die Tempo Swiss AG bezweckt die Personal-
vermittlung und den Personalverleih (KG-act. 1/9).

B. Am 16. Juni 2022 erhoben die tempoX Personaldienstleistungen AG, die 
tempoX GmbH und die tempoX Personal AG (nachfolgend Klägerinnen) beim 
Kantonsgericht Schwyz wie folgt Klage gegen die Tempo Swiss AG (nachfol-
gend Beklagte; KG-act. 1):

1. Es sei der Beklagten zu verbieten, sich und/oder ihre Dienstleis-
tungen im Zusammenhang mit der Personalvermittlung, Personal-
verleih sowie weitere Dienstleistungen im Personalsektor mit Tem-
po Swiss zu bezeichnen;

2. Es sei die Beklagte zu verpflichten, ihre Firma innert 30 Tagen 
nach Rechtskraft des Urteils zu ändern;

3. Die Verpflichtungen und Verbote gemäss Rechtsbegehren Zif-
fern 1-2 seien unter Androhung der Bestrafung der verant-
wortlichen Organe und geschäftsführenden Personen wegen Un-
gehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne von Art. 292 
StGB für den Zuwiderhandlungsfall aufzuerlegen;

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Mit Klageantwort vom 22. August 2022 beantragte die Beklagte die Abwei-
sung der Klage, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Kläge-
rinnen (zzgl. MWST; KG-act. 4). Nach Rücksprache mit den Parteien wurde 
die auf den 6. Dezember 2022 anberaumte Instruktionsverhandlung verfah-
rensleitend abzitiert und ein zweiter Schriftenwechsel mit Novenschluss ange-
ordnet (KG-act. 7, 11 und 12). Mit Replik vom 31. März 2023 und Duplik vom 

Kantonsgericht Schwyz 3

17. August 2023 hielten die Parteien an ihren Anträgen fest (KG-act. 15 und 
22). Im Rahmen des unbedingten Replikrechts reichten die Klägerinnen am 
4. September 2023 eine Stellungnahme zur Duplik ein (KG-act. 28). Auf An-
frage der Verfahrensleitung verzichteten die Parteien vollständig auf die 
Durchführung einer Hauptverhandlung (KG-act. 23, 24 und 29);-

in Erwägung:

1. Für Streitigkeiten im Zusammenhang mit geistigem Eigentum einsch-
liesslich der Streitigkeiten betreffend Nichtigkeit, Inhaberschaft, Lizenzierung, 
Übertragung und Verletzung solcher Rechte, Streitigkeiten über den Gebrauch 
einer Firma und solche nach dem UWG mit einem Streitwert von mehr als 
Fr. 30’000.00 ist das Kantonsgericht als einzige kantonale Instanz zuständig 
(Art. 5 Abs. 1 lit. a, c und d ZPO i.V.m. § 19 Abs. 1 EGzOR). Die Klägerinnen 
stützen ihre Rechtsbegehren auf das Firmen-, das Marken- und das Lauter-
keitsrecht und beziffern den Streitwert auf schätzungsweise Fr. 100’000.00 
(KG-act. 1 S. 4). Die Beklagte anerkennt diese Bezifferung (KG-act. 4 S. 3 f.). 
Es ist somit auf den von den Parteien übereinstimmend genannten Streitwert 
abzustellen (Art. 91 ZPO; Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 91 
ZPO N 6). Mithin ist die sachliche wie im Übrigen auch die örtliche Zuständig-
keit (Art. 10 Abs. 1 lit. b und Art. 36 ZPO) des Kantonsgerichts gegeben.

2. a) Die Firma einer Handelsgesellschaft oder einer Genossenschaft muss 
sich von allen in der Schweiz bereits eingetragenen Firmen von Gesellschaf-
ten in der Rechtsform der AG, der GmbH und der Genossenschaft deutlich 
unterscheiden (Art. 951 Abs. 2 OR), ansonsten kann der Inhaber der älteren 
Firma wegen Verwechslungsgefahr auf Unterlassung des Gebrauchs der jün-
geren Firma klagen (vgl. Art. 956 Abs. 2 OR; BGE 131 III 572 E. 3). Mit Han-

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Kantonsgericht Schwyz 4

delsgesellschaften sind insbesondere Aktiengesellschaften und Gesellschaf-
ten mit beschränkter Haftung gemeint (Siffert, in: Aebi-Müller/Müller [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Das Obligationenrecht, 
Die Geschäftsfirmen, Art. 944-956 OR, 2017, Art. 951 OR N 12 und Art. 956 
OR N 11). Das Recht zum ausschliesslichen Gebrauch einer Firma ist an die 
Priorität der Eintragung im schweizerischen Handelsregister geknüpft; auf die 
Eintragung einer Firma in einem ausländischen Register kann nicht abgestellt 
werden (Altenpohl, in: Honsell/Vogt/Watter [Hrsg.], Basler Kommentar, Obliga-
tionenrecht II, 5. A. 2016, Art. 951 OR N 2 und Art. 956 N 2; Siffert, in: Aebi-
Müller/Müller [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 
Das Obligationenrecht, Die Geschäftsfirmen, Art. 944-956 OR, 2017, Art. 951 
OR N 12 und Art. 956 OR N 16). 

Die Klägerinnen 1 und 3 wie auch die Beklagte sind Aktiengesellschaften und 
die Klägerin 2 ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, sodass der fir-
menrechtliche Ausschliesslichkeitsgrundsatz in der vorliegenden Konstellation 
zum Tragen kommt. Die Klägerin 1 ist unbestrittenermassen seit dem 22. De-
zember 2006 im Handelsregister eingetragen und firmiert seit dem 1. Juli 2014 
als „tempoX Personaldienstleistung AG“ (zuvor „TempoX Personaldienstleis-
tung AG“ bzw. „TempoJob AG“). Die Klägerin 2 ist seit dem 22. Februar 2010 
als „tempoX GmbH“ eingetragen und die Klägerin 3 seit dem 28. Oktober 
2013 als „tempoX Personal AG“ (KG-act. 1 S. 5 f.; KG-act. 4 S. 4 f.). Damit 
geniessen die Firmen der Klägerinnen Priorität gegenüber der Beklagten, de-
ren Firma erst seit dem 20. Oktober 2021 im Handelsregister eingetragen ist.

b) aa) Ausschliesslichkeit heisst, dass sich jüngere von älteren eingetrage-
nen Firmen so hinreichend unterscheiden müssen, dass keine Verwechs-
lungsgefahr im Rechtsverkehr entsteht (KUKO OR-Kuprecht/Hofstetter, 
Art. 951 OR N 4, m.N.). Der Begriff der Verwechslungsgefahr ist nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung für das gesamte Kennzeichenrecht ein-
heitlich zu umschreiben. Das bedeutet, dass die Zeichenähnlichkeit im We-

Kantonsgericht Schwyz 5

sentlichen nach denselben Kriterien beurteilt wird. Je nach Zeichenart beste-
hen allerdings unterschiedliche Beurteilungsgrundlagen, so knüpft beispiels-
weise das Markenrecht an den Registereintrag an, das Lauterkeitsrecht hin-
gegen an die tatsächliche Gebrauchslage etc. (BGE 128 III 401 E. 5; 127 III 
160 E. 2a; 126 III 239 E. 3a; Joller, in: Noth/Bühler/Thouvenin [Hrsg.], Mar-
kenschutzgesetz, 2. A. 2017, Art. 3 MSchG N 71 f.; Müller/Simon, Handbuch 
Kollidierende Kennzeichen, 2. A., AD.________ 2024, N 274 ff.). Weil Han-
delsgesellschaften und Genossenschaften ihre Firma grundsätzlich frei 
wählen können, sind gemäss der Praxis des Bundesgerichts an die Unter-
scheidbarkeit der Firmen im Allgemeinen strenge Anforderungen zu stellen. 
So sind Firmen auch gegenüber Unternehmen geschützt, die in einer anderen 
Geschäftsbranche tätig sind (mithin gilt im Firmenrecht kein Branchenprinzip). 
Die Anforderungen an die Unterscheidbarkeit der Firmen sind noch strenger, 
wenn zwei Unternehmen aufgrund der statutarischen Bestimmungen im Wett-
bewerb stehen können oder sich aus einem anderen Grund an die gleichen 
Kundenkreise wenden. Entsprechendes gilt bei geografischer Nähe der Un-
ternehmen. Ob sich zwei Firmen hinreichend deutlich unterscheiden, ist auf-
grund des Gesamteindrucks zu prüfen, den sie beim Publikum hinterlassen. 
Die Firmen müssen nicht nur bei gleichzeitigem, aufmerksamem Vergleich 
unterscheidbar sein, sondern auch in der Erinnerung auseinandergehalten 
werden können. Im Gedächtnis haften bleiben namentlich diejenigen Firmen-
bestandteile, die durch ihren Klang oder ihren Sinn hervorstechen. Solche 
Bestandteile haben daher für die Beurteilung des Gesamteindrucks einer Fir-
ma erhöhte Bedeutung. Dies trifft insbesondere für reine Fantasiebezeichnun-
gen zu, die in der Regel eine stark prägende Kraft haben. Umgekehrt verhält 
es sich bei gemeinfreien Sachbezeichnungen. Die Gefahr der Verwechslung 
besteht, wenn die Firma eines Unternehmens für die eines anderen gehalten 
werden kann (unmittelbare Verwechslungsgefahr) oder wenn bei Aussenste-
henden der unzutreffende Eindruck entsteht, die Unternehmen seien wirt-
schaftlich oder rechtlich miteinander verbunden (mittelbare Verwechslungsge-
fahr). Der Firmenschutz soll jedoch nur diejenigen Verwechslungen verhin-

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Kantonsgericht Schwyz 6

dern, denen der durchschnittliche Firmenadressat mit einer gewissen Wahr-
scheinlichkeit unterliegt (BGer, Urteile 4A_617/2021 vom 23. August 2022 
E. 3.1.2-3.1.4 und 4A_170/2019 vom 24. September 2019, je zum Ganzen 
und mit Hinweisen). Dem Umstand, dass die Bildung neuer Bezeichnungen 
durch die wachsende Zahl von Firmen immer schwieriger wird, ist dadurch 
Rechnung zu tragen, dass unter Umständen auch ein verhältnismässig 
schwacher individualisierender Zusatz – etwa ein solcher, der auf die Tätigkeit 
Bezug nimmt – bei der jüngeren Firma, die aus einer identischen oder ähnli-
chen Bezeichnung besteht, genügen kann (Altenpohl, in: Honsell/Vogt/Watter 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5. A. 2016, Art. 951 OR N 11 
f.; Siffert, in: Aebi-Müller/Müller [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerisches 
Zivilgesetzbuch, Das Obligationenrecht, Die Geschäftsfirmen, Art. 944-956 
OR, 2017, Art. 951 OR N 40; Oertli, in: Roberto/Trüeb [Hrsg.], Handkommen-
tar zum Schweizer Privatrecht, Personengesellschaften und Aktiengesell-
schaften, 3. A. 2016, Art. 951 OR N 19).

Bei der Beurteilung der Verwechselbarkeit sind die Firmen als Ganzes zu ver-
gleichen, wobei eine allfällige grafische Gestaltung der Firma keine Rolle 
spielt. Massgeblich sind v.a. diejenigen Bestandteile, die der Firma ihr charak-
teristisches Gepräge geben. Aus dem blossen Gebrauch des wesentlichen 
Merkmals einer älteren Firma als Bestandteil einer jüngeren Firma ergibt sich 
nicht schon per se eine Verwechslungsgefahr. Eine solche erscheint aber in-
diziert, wenn die jüngere Firma dieselbe oder ähnliche stark prägende Fir-
menbestandteile enthält wie die ältere. Die daraus resultierende fehlende 
deutliche Unterscheidbarkeit kann nicht allein durch die Hinzufügung schwa-
cher Elemente kompensiert werden. Im umgekehrten Fall, also wenn die älte-
re Firma lediglich Gemeinsamkeiten oder Ähnlichkeiten im Hinblick auf 
schwache, nicht prägende Firmenbestandteile der früheren Firma aufweist, ist 
die Verwechslungsgefahr nur schwach indiziert, sodass relativ geringfügige 
Unterschiede genügen, um eine deutliche Unterscheidbarkeit herbeizuführen. 
Bei der Beurteilung der Ähnlichkeit von Firmen sind das Schriftbild, der Klang, 

Kantonsgericht Schwyz 7

die Stellung und der Sinngehalt des beanstandeten Zeichens innerhalb der zu 
vergleichenden Firmen massgeblich und zu gewichten. Typischerweise kenn-
zeichnungskräftige Firmenbestandteile sind insbesondere Fantasiewörter, 
Elemente mit stark individualisierender Sinnesassoziation, nicht gebräuchliche 
Familien- und Eigennamen, Abkürzungen und Buchstaben, wenn sie originell 
sind und wie Fantasieworte ausgesprochen werden können bzw. als Akrony-
me infolge Verkehrsgeltung stark individualisierend sind, sowie Fantasiebe-
zeichnungen mit besonderer Schreibweise oder Klangfarbe der Firma. Als 
kennzeichenschwache Firmenbestandteile gelten die Bezeichnung der 
Rechtsform, Worte des sprachlichen Gemeingebrauchs mit wenig Fantasie-
gehalt („integra“, vgl. BGer, Urteil 4C.31/2003 vom 1. Mai 2003 E. 1.2), Hin-
weise auf den geschäftlichen Tätigkeitsbereich, Akronyme ohne Verkehrsgel-
tung sowie Ortsbezeichnungen (zum Ganzen Altenpohl, in: Hon-
sell/Vogt/Watter [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5. A. 2016, 
Art. 951 OR N 7 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Ob Verwechslungsgefahr be-
steht, ist im Firmenrecht im Gegensatz zum Markenrecht nicht nur aus Sicht 
der Abnehmer bestimmter Waren oder Dienstleistungen zu prüfen, mass-
gebend ist vielmehr, wie das allgemeine Publikum die Firma verstehen darf 
(BGer 4A_617/2021 vom 23. August 2022 E. 3.3, zum Ganzen).

bb) Die Klägerinnen bringen vor, die Klägerinnen 1 und 2 würden ihre 
Dienstleistungen in der gesamten Deutschschweiz anbieten, die Klägerin 2 
primär im Grossraum T.________ (Zweigniederlassung U.________) und im 
Bezirk V.________ (Zweigniederlassung W.________). Alle beteiligten Partei-
en seien in den Bereichen des Personalverleihs und der Arbeitsvermittlung 
tätig (die Klägerin 2 erbringe zusätzlich Dienstleistungen im Bereich Facility 
Management), sodass sich deren Geschäftszwecke überschneiden würden. 
Die Beklagte habe sich die Firmenbezeichnung in Anlehnungsabsicht bewusst 
gegeben, was sich auch daran zeige, dass sie ihr Firmendomizil in unmittelba-
rer Nähe der Zweigniederlassung der Klägerin 2 in W.________ gewählt ha-
be. Die Beklagte habe zwei zuvor für die Zweigniederlassung in W.________ 

Kantonsgericht Schwyz 8

tätig gewesene Mitarbeiter, nämlich C.________ und D.________, abgewor-
ben. Insbesondere C.________ habe versucht, weitere Mitarbeiter der Kläge-
rin 2 abzuwerben. Es bestehe Verwechslungsgefahr zwischen den Firmen der 
Klägerinnen und der deutlich jüngeren Firma der Beklagten. Der Hauptbe-
standteil der Zeichen der Klägerinnen bestehe aus „Tempo“ und „X“. Das Zei-
chen der Beklagten bestehe aus dem Element „Tempo“ und werde durch 
„Swiss“ ergänzt. Die übrigen Zusätze „Personal“, „Personaldienstleistung“ und 
die Rechtsform seien nicht zu berücksichtigen. Die Betonung liege jeweils auf 
„Tempo“. Spreche man die beiden Firmen laut aus, liessen sich kaum Unter-
schiede zwischen „tempoX“ und „Tempo Swiss“ wahrnehmen, es bestehe 
eine starke akustische Ähnlichkeit. Dies gelte auch für das Schriftbild. In bei-
den prägenden Bestandteilen sei „tempo“ enthalten, wobei es sich um eine 
Abkürzung für „temporär“ handle. Der Buchstabe „X“ bei den klägerischen 
Firmen habe keine Bedeutung und sei daher nicht beachtenswert. Die Ähn-
lichkeit der Schriftbilder habe bereits zu Verwechslungen geführt; so sei wie-
derholt korrekt an die Beklagte adressierte Post fälschlicherweise der Klägerin 
2 zugestellt worden. Das Angebot der Klägerinnen richte sich an ein breites 
Zielpublikum, das heisst sämtliche Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Bau-
Hauptgewerbe und Bau-Nebengewerbe (KG-act. 1 S. 6 ff.).

cc) Die Beklagte bestreitet das Vorliegen einer Verwechslungsgefahr. Sie 
führt aus, dem zentralen Firmenindex sei zu entnehmen, dass 30 weitere Un-
ternehmen den Begriff „tempo“ enthielten, so insbesondere: Y.________ AG 
mit Sitz in Z.________ (Zurverfügungstellen temporärer und festangestellter 
Arbeitskräfte aus allen Berufen, in unmittelbarer Nähe zur Klägerin 3), 
AA.________ AG mit Sitz in AB.________ (Vermittlung temporärer Angestell-
ten und Festangestellten, in unmittelbarer Nähe zur Klägerin 3), AC.________ 
AG mit Sitz in AD.________ (Vermittlung und Verleih von Personal), 
AE.________ AG mit Sitz in AD.________ (Dienstleistungen im Bereich Per-
sonalmanagement), AF.________ (Arbeitsvermittlung und Personalverleih), 
AG.________ mit Sitz in AH.________ (Arbeitsvermittlung und Personalver-

Kantonsgericht Schwyz 9

leih) etc. Der Begriff „tempo“ weise somit keine besondere Prägekraft auf. Das 
Wort existiere in der deutschen und der italienischen Landessprache und stel-
le keinen Fantasiebegriff dar. Es treffe nicht zu, dass der Firmenbestandteil 
„tempo“ auf die Tätigkeit des Personalverleihs und die Personalvermittlung 
hinweise. Der Begriff werde im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Syn-
onym für Geschwindigkeit verwendet. Es sei naheliegend, dass damit betont 
werden solle, dass die Arbeitgebenden rasch, das heisst mit „Tempo“, mit ent-
sprechenden Mitarbeitern bedient würden. Es bestehe eine hinreichende Un-
terscheidbarkeit, denn die Klägerinnen würden ausschliesslich Kleinbuchsta-
ben verwenden, während die Beklagte auf ihrer Homepage nur Grossbuch-
staben benütze. Weiter sei „tempoX“ als Einheit konzipiert, während „Tempo 
Swiss AG“ aus drei einzelnen Bestandteilen bestehe. Der Unterschied sei vom 
allgemeinen Publikum auch phonetisch wahrnehmbar. Die Beklagte offenbare 
zudem mittels „since 2021“, dass die Gesellschaft erst seit dem Jahr 2021 
bestehe. Bei den Firmen der Klägerin steche die verwendete grüne Farbe des 
„X“ ins Auge, während dies bei der Beklagten rot und dunkelblau sei. Die Klä-
gerinnen würden sich somit eindeutig von der Firma der Beklagten abheben. 
Irrelevant sei, dass vormalige Mitarbeiter der Klägerin 2 nunmehr für die Be-
klagte tätig seien. Sodann würden sich die Domizile der Klägerin 2 und der 
Beklagten an unterschiedlichen Verkehrsachsen befinden. Ansonsten lägen 
die Domizile der Parteien in vier verschiedenen Kantonen. Bestritten werde, 
dass wiederholt Briefe an die falsche Zustelladresse geliefert worden seien, es 
handle sich vielmehr um einen einmaligen Fehler der Post (KG-act. 4 S. 4 ff.; 
KG-act. 22 S. 8 ff.). 

dd) Die statutarischen Zwecke der Klägerinnen 1 und 3 und der Beklagten 
überschneiden sich mit demjenigen der Beklagten (Personalvermittlung und 
Personalverleih); die Klägerin 2 erbringt neben ihrer Tätigkeit im Bereich Faci-
lity Management ebenfalls Dienstleistungen in der Arbeitsvermittlung und dem 
Personalverleih, sodass auch im Verhältnis der Klägerin 2 und der Beklagten 
von weitgehend übereinstimmenden Geschäftsfeldern auszugehen ist. Der 

Kantonsgericht Schwyz 10

Sitz der Klägerinnen befindet sich in den Kantonen Zürich, Zug und Aargau 
(KG-act. 1/4, 1/5 und 1/8). Zudem verfügt die Klägerin 2 über je eine Zweig-
niederlassung in AI.________ (AJ._______strasse xx; KG-act. 1/6) und eine 
solche in U.________ (KG-act. 1/7). Inwieweit dort tatsächlich Dienstleistun-
gen angeboten werden, was die Beklagte ohne nähere Begründung bestreitet 
(KG-act. 4 S. 4; KG-act. 22 S. 8), erscheint im vorliegenden Kontext nicht ent-
scheidend und kann daher offenbleiben. Denn so oder so blieb unbestritten, 
dass zumindest die Klägerinnen 1 und 3 sowie die Beklagte ihre Dienstleis-
tungen in der gesamten Deutschschweiz anbieten und somit sowohl bezüglich 
der Geschäftsbereiche als auch in geografischer Hinsicht im Wettbewerb ste-
hen. Darüber hinaus sind die Klägerin 2 und die Beklagte, die ihren Sitz im 
Kanton Schwyz unter der Domiziladresse AK.________weg yy hat (KG-
act. 1/9), im Bezirk V.________ tätig. Es trifft zu, dass sich die Klägerin 2 und 
die Beklagte in W.________ am selben Ort und in einer gewissen räumlichen 
Nähe befinden (KG-act. 15 S. 17), jedoch, wie die Beklagte zu Recht anführt, 
an unterschiedlichen Verkehrsachsen (KG-act. 4 S. 6; KG-act. 4/6). Vor die-
sem Hintergrund, also dass die Prozessparteien konkurrieren und sich auch 
ihre Tätigkeit geografisch überschneidet und zwar in Bezug auf die gesamte 
Deutschschweiz als auch spezifisch auf den Bezirk V.________, ist nach der 
Rechtsprechung für die Frage der Unterscheidbarkeit grundsätzlich ein stren-
gerer Massstab anzulegen. Trotzdem dürfen keine überhöhten Anforderungen 
an die Unterscheidbarkeit gestellt werden, dies mit Blick auf die immer schwie-
riger werdende Bildung neuer Firmen (vgl. E. 2b/aa vorstehend).

ee) Wie unter E. 2b/aa zuvor dargelegt, ist für die Frage der Unterscheid-
barkeit nicht bloss auf die Kreise, mit denen die Unternehmen geschäftlich 
verkehren abzustellen, sondern es ist der Eindruck des allgemeinen Publi-
kums massgebend. Was den aus dieser Sicht zu beurteilenden Gesamtein-
druck betrifft, gehen die Klägerinnen davon aus, dass die prägenden Bestand-
teile ihrer Firmen aus „tempo“ einerseits und „X“ anderseits bestehen, wobei 
nach ihrer Auffassung das „X“ keine Bedeutung haben soll und daher nicht zu 

Kantonsgericht Schwyz 11

beachten ist. Die Beklagte ist demgegenüber der Ansicht, „tempoX“ stelle ei-
nen einzigen Begriff dar bzw. dieser sei als Einheit konzipiert.

In Bezug auf die Bedeutung des bei den Firmen der Klägerinnen und auch 
derjenigen der Beklagten am Anfang stehenden Elements „tempo“ halten die 
Klägerinnen dafür, der Begriff stehe für die Abkürzung von „temporär“, wobei 
sie der Auffassung sind, es handle sich nicht um eine Fantasiebezeichnung 
bzw. sie bringen vor, es liege keine reine Sachbezeichnung vor, der Begriff 
solle lediglich Assoziationen mit „temporär“ wecken (KG-act. 15 S. 20). Die 
Beklagte betrachtet „tempo“ als einen in der deutschen und italienischen 
Sprache verwendeten Ausdruck, wobei dieser ihrer Ansicht nach im allgemei-
nen Sprachgebrauch als Synonym für Geschwindigkeit verwendet werde. Weil 
sowohl die Klägerinnen als auch die Beklagten im Bereich des Personalver-
leihs tätig sind, ist naheliegend, dass das allgemeine Publikum „tempo“ als 
Abkürzung für „temporär“ versteht, auch wenn die Klägerinnen dies nicht 
näher mit Belegen untermauern. Mit der beklagtischen Argumentation, es sol-
le damit zum Ausdruck gebracht werden, dass Arbeitgebende „mit Tempo“, 
das heisst zeitnah, die von ihnen gesuchten Arbeitnehmenden zur Verfügung 
gestellt erhalten, setzen sich die Klägerinnen nicht auseinander, bestreiten 
aber wie erwähnt, dass es sich bei „tempo“ um eine reine Sachbezeichnung 
handelt (KG-act. 15 S. 20). Das Bundesgericht erwog betreffend „integra“, der 
Ausdruck lehne sich an Wörter des allgemeinen Sprachgebrauchs an und sei 
geeignet, Assoziationen zu verschiedenen Wörtern wie „integral“, integriert“ 
etc. zu wecken. Es könne nicht von einer reinen Sachbezeichnung ausgegan-
gen werden, vielmehr enthalte der Firmenbestandteil „integra“ einen gewis-
sen, allerdings geringen Fantasiegehalt (zit. Urteil 4C.31/2003 E. 1.2). Ähnlich 
wie „integra“ ist „tempo“ grundsätzlich dem allgemeinen Sprachgebrauch zu-
zuordnen, unabhängig davon, ob es sich nun um eine Abkürzung für „tem-
porär“ handelt oder ob der Ausdruck als Hinweis auf eine speditive Dienstleis-
tung verstanden werden soll. In beiden Fällen wäre in Anlehnung an die zitier-
te Rechtsprechung zwar nicht von einer reinen Sachbezeichnung auszuge-

Kantonsgericht Schwyz 12

hen, aber, weil es sich um einen Ausdruck des allgemeinen Sprachgebrauchs 
handelt, kommt dem Firmenelement höchstens geringer Fantasiegehalt zu. 
Dass der Fantasiegehalt überwiegt, belegen die Klägerinnen nicht, im Gegen-
teil, sie räumen selbst ein, es handle sich um eine Abkürzung für „temporär“. 
„Tempo“ ist folglich als kennzeichenschwacher Firmenbestandteil einzuord-
nen.

Betrachtet man die Firma der Beklagten, leistet die Grossschreibung als Vari-
ante der grafischen Gestaltung keinen Beitrag zur Unterscheidbarkeit. Das-
selbe gilt für die verwendeten Farben (blau und rot bei der Beklagten). Ohne-
hin ausser Acht zu lassen sind Elemente, die nicht Teil der Firma sind („since 
2021“). Im Weiteren enthält die Firma der Beklagten lediglich eine Gebietsbe-
zeichnung („Swiss“) und die Bezeichnung der Rechtsform, Elemente also, die 
kennzeichenschwach sind.

Zu prüfen ist die Unterscheidbarkeit weiter anhand der Kriterien des Schriftbil-
des und des Klanges der sich gegenüberstehenden Firmen. Die Beklagte hält 
dafür, dass ein wahrnehmbarer phonetischer Unterschied bestehe und sich 
das Schriftbild deutlich unterscheide (KG-act. 4 S. 8). Festzuhalten ist 
zunächst, dass auch hier weder die Grossschreibung noch die für das „X“ 
verwendete Farbe (grün) eine Rolle spielt, wie die Klägerinnen zu Recht aus-
führen (KG-act. 15 S. 19). Die Klägerinnen erklären weiter, das „X“ sei für die 
Frage der Verwechslungsgefahr im Firmenrecht nicht von Bedeutung und 
selbst wenn dies der Fall wäre, würde trotzdem der erste Wortteil „tempo“ 
herausstechen. Auch sei das Schriftbild von „tempoX“ und „Tempo Swiss“ 
ähnlich, denn „X“ und „Swiss“ würden nicht in Erinnerung bleiben. Im akusti-
schen Verkehr würden sich „tempo-iks“ und „tempo-swis“ gegenüberstehen. 
Der Wortanfang sei identisch, in der Vokalfolge e-o-i würden die Firmen eben-
falls übereinstimmen. Beide Firmen würden mit dem „iks“ bzw. „is“ mit einem 
stimmhaften Frikativ enden (KG-act. 15 S. 19 f. Rz. 45 und 49 mit Hinweis auf 
Rz. 25). Die Beklagten bestreiten dies und halten fest, es sei falsch, von ei-

Kantonsgericht Schwyz 13

nem „ersten Wortteil“ zu sprechen, denn es insinuiere, es gäbe einen zweiten 
Wortteil, was unzutreffend sei, weil es zwischen „tempo“ und „X“ keinen Ab-
stand gebe (KG-act. 22 S. 11). Des Weiteren stünden sich entgegen der Auf-
fassung der Klägerinnen akustisch „tempoks“ und „tempo-swiss“ gegenüber. 
Es sei nicht nachgewiesen, dass „tempox“ nicht als einsilbiges Wort gespro-
chen werde (KG-act. 22 S. 6). Die Klägerinnen sind der Auffassung, das „X“ 
sei firmenrechtlich unbeachtlich, weil es nicht in der Erinnerung des Publikums 
haften bleibe. Allerdings ist das „X“ unstrittig Teil der im Handelsregister ein-
getragenen Firmen, es besteht also kein Grund, es nicht in Würdigung des 
Gesamteindrucks einfliessen zu lassen. Darüber hinaus erklären die Klägerin-
nen nicht, weshalb das „X“ beim Publikum a priori keinen bleibenden Eindruck 
hinterlassen soll. Was nun das Schriftbild anbelangt, so ist aufgrund der Ver-
wendung des „X“ unmittelbar augenfällig, dass sich die Firmenteile „tempoX“ 
und „Tempo“ – diese Letztere eben ohne dieses „X“ – deutlich voneinander 
unterscheiden. Hinsichtlich des Klanges bestreitet die Beklagte, dass die Fir-
ma der Klägerinnen als „tempo-iks“ ausgesprochen wird. Die hierfür nach den 
allgemeinen Regeln von Art. 8 ZGB beweisbelasteten Klägerinnen offerieren 
aber keine Beweise dafür, dass ihre Firmen auf diese Weise ausgesprochen 
werden. Entsprechend tragen sie diesbezüglich die Folgen der Beweislosig-
keit. Wenn aber nicht feststeht, dass sich, wie die Klägerinnen behaupten, in 
akustischer Hinsicht „tempo-iks“ und „tempo-swis“ gegenüberstehen, ist eine 
Ähnlichkeit unter diesem Aspekt nicht erwiesen. 

ff) In der Gesamtbetrachtung ergibt sich, dass das prägende Element, also 
„tempo“, in den sich gegenstehenden Firmen identisch ist. Die Beklagte legte 
aber dar, dass das Zeichen insbesondere im Geschäftsfeld des der Arbeits-
vermittlung und des Personalverleihs von 30 weiteren Unternehmen verwen-
det wird (vgl. E. 2b/cc vorstehend), was die Klägerinnen nicht bestritten. Somit 
handelt es sich bei „tempo“ um einen in der Branche durchaus häufig ge-
brauchten Firmenbestandteil. Daher kommt ihm, wie bereits vorstehend unter 
E. 2b/ee ausgeführt, als einem kennzeichenschwachen Firmenbestandteil 

Kantonsgericht Schwyz 14

keine besondere Prägekraft zu. Folglich kann bereits eine verhältnismässig 
geringfügige Änderung ausreichen, um genügend Abstand zur älteren Firma 
zu schaffen, auch wenn vorliegend wegen der geografischen Nähe der betei-
ligten Unternehmen an die Unterscheidbarkeit an sich höhere Anforderungen 
zu stellen sind. Die nur schwach kennzeichnenden Zusätze „Swiss“ und die 
Rechtsform vermögen zwar nur einen geringen Beitrag an die Unterscheid-
barkeit zu leisten. Allerdings ist an dieser Stelle wiederum zu berücksichtigen, 
dass die Firmen der Klägerinnen nebst dem prägenden Zeichen „tempo“ zu-
sätzlich das zuvor unter E. 2b/ee behandelte Element des „X“ aufweisen, das 
sich bei der Beklagten nicht findet und im Schriftbild und der Aussprache ei-
nen wesentlichen Unterschied begründet. Aus diesem Grund und dem er-
wähnten Umstand, dass den älteren Firmen der Klägerinnen eher wenig Prä-
gekraft zukommen, ist der Abstand zwischen den älteren Firmen und derjeni-
gen der Beklagten noch als gewahrt anzusehen und damit Verwechslungsge-
fahr zu verneinen. Zwar behaupten die Klägerinnen, die Post habe wiederholt 
an die Beklagte adressierte Briefe der Klägerin 2 zugestellt. Erwiesen ist auf-
grund von KG-act. 1/11, dass zwei an die Beklagte adressierte Schreiben an 
die Klägerin 2 gingen. Darüber hinaus sind keine weiteren Falschzustellungen 
erstellt, es kann also, wie die Beklagte vorbringt, von zwei Einzelfällen ausge-
gangen werden, die zwar ein Indiz für das Vorliegen einer Verwechslungsge-
fahr darstellen können, aber mangels stärkerer Häufung nicht derart ins Ge-
wicht fallen, dass sie eine Verwechslungsgefahr entgegen des vorstehend 
Gesagten begründen. Die Klägerinnen führen in diesem Zusammenhang wei-
ter an, es sei eine für die Beklagte bestimmte E-Mail an C.________ (einem 
ehemaligen Mitarbeiter der Klägerin 2, nunmehr für die Beklagte tätig) an die 
E-Mail Domain @tempox.ch gesandt worden (KG-act. 1 S. 9). Auch hier han-
delt es sich um einen Einzelfall. Zudem ist der Beklagten insofern zuzustim-
men, dass als Ursache der Fehlzustellung jedenfalls nicht ausschliesslich die 
Domain @tempox.ch bzw. @temposwiss.ch in Frage kommt, sondern zumin-
dest auch der jeweils gleichlautende Empfängername C.________ (KG-act. 4 
S. 9 f.). Ob und wie eine allfällige Autovervollständigung eine Rolle spielt, ist 

Kantonsgericht Schwyz 15

nicht entscheidend (KG-act. 4 S. 10; KG-act. 15 S. 20 f.), denn so oder so 
vermag auch dieser einzelne Fehlversand mangels Erheblichkeit das Ge-
samtergebnis, wonach Verwechslungsgefahr zu verneinen ist, nichts zu än-
dern. Für die Beurteilung der firmenrechtlichen Verwechslungsgefahr schliess-
lich nicht relevant sind die von Seiten der Klägerinnen angestrengten Strafver-
fahren gegen ehemalige Mitarbeitende (KG-act. 15 S. f.). Zusammengefasst 
vermögen die Klägerinnen einen auf Art. 956 Abs. 2 OR gestützten Unterlas-
sungsanspruch nicht zu begründen.

3. a) Die Klägerinnen stützen ihren Verbotsanspruch alsdann auf das Mar-
kenschutzgesetz. Nach Art. 13 Abs. 2 lit. c MSchG kann der Markeninhaber 
anderen verbieten, ein Zeichen zu gebrauchen, das nach Artikel 3 Absatz 1 
vom Markenschutz ausgeschlossen ist, so insbesondere unter dem Zeichen 
Dienstleistungen anzubieten oder zu erbringen. Art. 3 Abs. 1 MSchG ist die 
zentrale Norm, um bei Kollisionen zwischen Zeichen den Schutzumfang einer 
Marke zu bestimmen, und kommt insb. auch bei Verletzungsklagen wie vorlie-
gend zur Anwendung (Joller, in: Noth/Bühler/Thouvenin [Hrsg.], Marken-
schutzgesetz, 2. A. 2017, Art. 3 MSchG N 2). Nach Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG 
sind vom Markenschutz unter anderem Zeichen ausgeschlossen, die einer 
älteren Marke ähnlich und für gleiche oder gleichartige Waren oder Dienstleis-
tungen bestimmt sind, sodass sich daraus eine Verwechslungsgefahr ergibt. 
Eine solche besteht, wenn das jüngere Zeichen die ältere Marke in ihrer Un-
terscheidungsfunktion beeinträchtigt. Dies ist der Fall, wenn zu befürchten ist, 
dass die massgebenden Verkehrskreise sich durch die Ähnlichkeiten der Zei-
chen irreführen lassen und Waren oder Dienstleistungen, die das eine oder 
das andere Zeichen tragen, dem falschen Markeninhaber zurechnen, oder 
falls das Publikum die Zeichen zwar auseinanderzuhalten vermag, aufgrund 
ihrer Ähnlichkeit aber falsche Zusammenhänge vermutet. Für die Verwechsel-
barkeit von Marken ist der Gesamteindruck massgebend, den sie in der Erin-
nerung der Adressaten hinterlassen (BGer 4A_154/2023 vom 17. Juli 2023 
E. 2.1.1 mit Hinweis auf 128 III 96 E. 2a, 441 E. 3.1; 127 III 160 E. 2a; 122 III 

Kantonsgericht Schwyz 16

382 E. 1, 128 III 441 E. 3.1). Ob sich zwei Marken hinreichend deutlich unter-
scheiden oder verwechselbar sind, ist nicht aufgrund eines abstrakten Zei-
chenvergleichs, sondern vor dem Hintergrund der gesamten Umstände zu 
beurteilen. Je näher sich die Waren sind, für welche die Marken registriert 
sind, desto grösser wird das Risiko von Verwechslungen und desto stärker 
muss sich das jüngere Zeichen vom älteren abheben, um die Verwechslungs-
gefahr zu bannen (BGer 4A_12/2015 vom 25. August 2015 E. 5.2.1 insb. mit 
Hinweis auf BGE 128 III 96 E. 2a; 122 III 382 E. 1; 128 III 441 E. 3.1). Der 
Schutzumfang einer Marke bestimmt sich nach ihrer Kennzeichnungskraft. Für 
schwache Marken ist der geschützte Ähnlichkeitsbereich kleiner als für starke. 
Wer sich mit seiner Marke dem Gemeingut annähert, nimmt eine geringe 
Kennzeichnungskraft in Kauf, solange er seine Marke dem Publikum nicht 
durch Werbeanstrengungen in besonderem Masse als Kennzeichen seiner 
Waren einprägte. Bei schwachen Marken genügen daher schon bescheiden-
ere Abweichungen, um eine hinreichende Unterscheidbarkeit zu schaffen. Als 
schwach gelten insbesondere Marken, deren wesentliche Bestandteile sich 
eng an Sachbegriffe des allgemeinen Sprachgebrauchs anlehnen. Stark sind 
demgegenüber Marken, die entweder aufgrund ihres fantasiehaften Gehalts 
auffallen oder aber sich im Verkehr durchsetzten (zit. Urteil 4A_12/2015 
E. 5.2.1 insb. mit Hinweis auf 122 III 382 E. 2a). 

Was die für die Beurteilung der Zeichenähnlichkeit zu bestimmenden mass-
geblichen Verkehrskreise anbelangt, ergeben sich diese aus dem Waren- und 
Dienstleistungsverzeichnis der älteren Marke. Sie bilden die aktuellen und 
potentiellen Abnehmer der normativ objektiviert definierten Waren und Dienst-
leistungen. Zu ermitteln ist der Grad der Aufmerksamkeit dieser Verkehrskrei-
se, wobei dieser je nach Art der Waren oder Dienstleistungen unterschiedlich 
sein kann (Joller, in: Noth/Bühler/Thouvenin [Hrsg.], Markenschutzgesetz, 
2. A. 2017, Art. 3 MSchG N 51 ff.). Bei Massenartikeln des täglichen Bedarfs, 
wie beispielsweise bei Lebensmitteln, ist mit einer geringeren Aufmerksamkeit 
und einem geringeren Unterscheidungsvermögen der Konsumenten zu rech-

Kantonsgericht Schwyz 17

nen als bei Spezialprodukten, deren Absatzmarkt auf einen mehr oder weni-
ger geschlossenen Kreis von Berufsleuten beschränkt bleibt 
(BGer 4A_265/2020 vom 28. Dezember 2020 E. 8.3.1 mit Hinweis 
insb. BGE 126 III 315 E. 6b/bb). Es ist also von Bedeutung, an welche Ab-
nehmerkreise sich die Waren und Dienstleistungen richten und unter welchen 
Umständen sie gehandelt bzw. in Anspruch genommen werden 
(vgl. BGer 4A_651/2018 vom 14. Juni 2019 E. 3.3.1).

b) Die Klägerinnen machen geltend, die Klägerin 1 sei Inhaberin der 
Schweizer Marke Nr. zz „tempoX – Menschen für Stellen“. Indem die Beklagte 
die Firma Tempo Swiss AG insbesondere auf ihrer Website 
„www.temposwiss.ch“ (KG-act. 1/13) verwende, verletze sie das Markenrecht 
der Klägerin 1. Zur Begründung führen sie an, der beim Publikum bleibende 
Gesamteindruck werde vom kennzeichnungskräftigen Bestandteil „tempo“ 
geprägt, der gegenüber dem lediglich beschreibenden Claim „Menschen für 
Stellen“ auch aufgrund der grösseren Schriftgrösse deutlich hervorgehoben 
werde (KG-act. 1 S. 6 und 10 f.). Die Beklagte erwidert, der wesentliche Be-
standteil „tempo“ lehne sich eng an Sachbegriffe des allgemeinen Sprachge-
brauchs an, weshalb die klägerische Marke als schwach einzustufen sei. So-
dann bilde das gross geschriebene und grün eingefärbte „X“ bei der klägeri-
schen Marke einen markanten und entsprechend hervorstehenden Bestand-
teil. Weiter unterscheide sich das Schriftbild markant. Der Zusatz „Swiss“ ma-
che aus dem einsilbigen „Tempo“ ein zweisilbiges Zeichen und führe sowohl 
akustisch wie optisch zu einem anderen Eindruck mit einer divergierenden 
bildlichen Wirkung. Zwischen der Marke „tempoX Menschen für Stellen“ und 
der beklagtischen Darstellung bestehe auch deshalb keine Verwechslungsge-
fahr, weil letztere Zusätze beinhalte und überdies eine grafische Gestaltung 
(Bauarbeiter mit verschränkten Armen) aufweise (KG-act. 4 S. 4 und 12). Die 
Klägerinnen halten dem entgegen, dass sich im akustischen Verkehr „tempo-
iks“ und „tempo-swis“ gegenüberstünden, wobei eine Übereinstimmung 
bzw. Ähnlichkeit im Wortanfang und der Vokalfolge wie auch in der Endung 

Kantonsgericht Schwyz 18

„iks“ bzw. „is“ bestehe. Des Weiteren sei die Marke „tempoX Menschen für 
Stellen“ seit dem 18. Dezember 2008 als Marke eingetragen. Der Begriff 
„Tempo“ habe sich in der entsprechenden Branche durchgesetzt und werde 
eng mit den von den Klägerinnen geführten Betrieben verbunden. Aufgrund 
dieses über ein Jahrzehnt dauernden Gebrauchs geniesse die Marke zumin-
dest eine normale, wenn nicht gar starke Kennzeichnungskraft. Darüber hin-
aus lasse die Beklagte ausser Acht, dass die Firma und insb. die Domain aus-
schliesslich aus Buchstaben bestehe, sodass das Publikum dort nur mit 
„Tempo Swiss“ in Berührung komme, dasselbe gelte für den akustischen Ver-
kehr. „Swiss“ als geografischer Zusatz habe für die Beurteilung der Verwechs-
lungsgefahr keine Bedeutung (KG-act. 15 S. 14 und 21 f.). Die Beklagte macht 
schliesslich geltend, im akustischen Verkehr stünden sich, wie bereits zum 
Firmenrecht ausgeführt, „tempoks“ und „tempo-Swiss“ gegenüber. Der Begriff 
„tempo“ habe sich keineswegs durchgesetzt und werde nicht als mit der Mar-
ke der Klägerin verbunden wahrgenommen (KG-act. 22 S. 16 f.). 

c) Aus dem von den Klägerinnen eingereichten Swissregauszug vom 
13. Februar 2023 ergibt sich, dass die Klägerin 1 das Markenrecht für die Wa-
ren und Dienstleistungsklasse 35, Unternehmensberatung, Personal- und 
Stellenvermittlung, beansprucht (KG-act. 15/5). Zwar ist Rechtsfrage, wie der 
massgebende Adressatenkreis für die beanspruchten Waren oder Dienstleis-
tungen abzugrenzen ist und wie die Adressaten aufgrund der erwarteten Auf-
merksamkeit das Zeichen wahrnehmen (BGer 4A_65/2022 vom 6. Mai 2022 
E. 3.2 mit Hinweisen). Hingegen haben die Klägerinnen Sachbehauptungen 
dazu aufzustellen, unter welchen Umständen ihre Dienstleistungen von den 
sich aus dem Dienstleistungsverzeichnis ergebenen Abnehmerkreisen in An-
spruch genommen werden. Die Klägerinnen erklären zwar im Zusammenhang 
mit ihren firmenrechtlichen Ausführungen, sie würden sich an sämtliche Ar-
beitgebenden und Arbeitnehmenden im Bauhaupt- und Baunebengewerbe 
richten (vgl. vorstehend E. 2b/bb). Allerdings fehlen konkrete Darlegungen zu 
den Umständen, wie diese Kreise die von den Klägerinnen angebotenen 

Kantonsgericht Schwyz 19

Dienstleistungen beanspruchen. Daher ist eine Prüfung des Masses der Auf-
merksamkeit des nachfragenden Publikums nicht möglich und folglich kann 
auch die Frage der Zeichenähnlichkeit nicht beurteilt werden. Damit kann 
ebenso das Tatbestandselement der Verwechselbarkeit nicht erstellt werden, 
sodass ein allfälliger (Verbots-)Anspruch aus Markenrecht bereits in diesem 
Stadium scheitert. Sodann umschreiben die Klägerinnen die behauptete 
Durchsetzung in der Branche nicht näher und belegen diese ebenso wenig. 
Ohnehin wurde unter E. 2b/ee dargelegt, dass das prägende Element „tempo“ 
dem allgemeinen Sprachgebrauch zuzuordnen ist und ihm höchstens geringer 
Fantasiegehalt zukomme, sodass es sich um einen kennzeichenschwachen 
Firmenbestandteil handelt. In Nachachtung des Grundsatzes, wonach der 
Begriff der Verwechslungsgefahr im gesamten Kennzeichenrecht grundsätz-
lich einheitlich umschrieben wird, gelten diese Überlegungen, wenngleich un-
ter Berücksichtigung einer abweichenden Beurteilungsgrundlage, auch im 
Bereich des Markenrechts (vgl. E. 2b/aa vorstehend). Es dürfte also unbese-
hen von den fehlenden Behauptungen als Grundlage für das zu bestimmende 
Mass an Aufmerksamkeit so oder so von einer schwachen Marke auszugehen 
sein, zumal die Klägerinnen selbst dafürhalten, der Zusatz „Menschen für Stel-
len“ sei lediglich beschreibend und folglich nicht kennzeichenkräftig. Dies hat 
aber zur Folge, dass bereits geringfügige Abweichungen beim beklagtischen 
Zeichen für eine genügende Unterscheidbarkeit sorgen. So weist das beklag-
tische Zeichen kein „X“ auf, hingegen einen, wenn auch bloss geografischen 
Zusatz („Swiss“), und ausserdem wird auf der Homepage die Firma mit „since 
2021“ ergänzt. Mithin wurde damit eine genügende Unterscheidbarkeit ge-
schaffen. Abgesehen davon ist fraglich, ob die Klägerinnen 2 und 3 überhaupt 
zur Klage aus Markenrecht legitimiert wären, weil lediglich die Klägerin 1 als 
Inhaberin der fraglichen Marke angeführt ist, was indessen aus den angeführ-
ten Gründen nicht weiter zu vertiefen ist.

4. a) Schliesslich stützen die Klägerinnen ihren Verbotsanspruch auf einen 
Verstoss gegen das Lauterkeitsrecht, namentlich gegen die Bestimmungen 

Kantonsgericht Schwyz 20

von Art. 2 UWG und insbesondere Art. 3 Abs. 1 lit.  d UWG. Unlauter und wi-
derrechtlich ist demnach jedes täuschende oder in anderer Weise gegen den 
Grundsatz von Treu und Glauben verstossende Verhalten oder Geschäftsge-
baren, welches das Verhältnis zwischen Mitbewerbern oder zwischen Anbie-
tern und Abnehmern beeinflusst (Art. 2 UWG). Unlauter handelt insbesondere, 
wer Massnahmen trifft, die geeignet sind, Verwechslungen mit den Waren, 
Werken, Leistungen oder dem Geschäftsbetrieb eines anderen herbeizu-
führen (Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG). Ziel dieser Bestimmung ist der sog. wettbe-
werbsrechtliche Kennzeichenschutz, womit der Schutz der äusserlichen, von 
den Konkurrenten verschiedenen Kennzeichnung eines Wettbewerbers, sei-
nes Unternehmens und seiner Leistungen gemeint ist. Sie schützt aber 
grundsätzlich nicht vor Nachahmung, sondern soll lediglich Fehlzuordnungen 
untersagen (OFK Wettbewerbsrecht II-Heizmann, Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG N 1 
f.). Im Unterschied zum Firmenrecht als Registerrecht ergibt sich die Normver-
letzung im UWG aus dem Verhalten des Beklagten und damit aus den 
tatsächlichen Gegebenheiten. Im Lauterkeitsrecht können deshalb die beglei-
tenden Umstände eine Verwechslungsgefahr begründen oder aufheben. 
Massgebend ist somit sowohl ein Vergleich der Kennzeichen und das weitere 
Verhalten des Mitbewerbers (BGer 4A_617/2021 vom 23. August 2022 
E. 4.1.3 mit Hinweisen; OFK Wettbewerbsrecht II-Heizmann, Art. 3 Abs. 1 lit. d 
UWG N 17 f.). Der Schutz eines Kennzeichens erfordert, dass ihm Kenn-
zeichnungskraft zukommt, das heisst, wenn das Kennzeichen ermöglicht, ein 
Produkt seiner betrieblichen Herkunft zuzuordnen. Entweder besteht originäre 
Kennzeichnungskraft oder diese wird (derivativ) mittels Verkehrsdurchsetzung 
erlangt. Originäre Kennzeichnungskraft liegt vor, wenn von Anfang an eine 
gewisse Originalität, Ungewöhnlichkeit oder Eigenart gegeben ist, wobei auf 
den Gesamteindruck abzustellen ist. Für die für eine derivative Kennzeich-
nungskraft erforderliche Verkehrsdurchsetzung ist massgebend, ob sich ein 
Zeichen im Verkehr als Folge eines intensiven oder langen und im Wesentli-
chen unbestritten gebliebenen Alleingebrauchs durchsetzte. Im Sinne einer 
Faustregel ist bei einem Bekanntheitsgrad von mindestens zwei Dritteln von 

Kantonsgericht Schwyz 21

Verkehrsdurchsetzung auszugehen (Spitz/Brauchbar Birkhäuser, in: Jung/
Spitz [Hrsg.], Handkommentar zum Bundesgesetz gegen den unlauteren 
Wettbewerb, 2. A. 2016, Art. 13 Abs. 1 lit. d UWG N 12 ff.; OFK Wettbewerbs-
recht II-Heizmann, Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG N 13 ff.). Massgebend ist das Un-
terscheidungsvermögen der angesprochenen Verkehrskreise und die Auf-
merksamkeit, die sie gewöhnlich anwenden (OFK Wettbewerbsrecht II-
Heizmann, Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG N 18). 

b) Die Klägerinnen machen geltend, nebst der Zeichenähnlichkeit und der 
Verwechslungsgefahr sei die Beklagte weniger als einen Kilometer von der 
Zweigniederlassung V.________ der Klägerin 2 entfernt domiziliert und damit 
in derselben Region aktiv. Ferner habe die Beklagte mit C.________ (früher 
Co-Filialleiter der Zweigniederlassung V.________ bei der Klägerin 2) und 
D.________ zwei ehemalige Mitarbeitende der Klägerin 2 abgeworben, was 
die Verwechslungsgefahr erhöhe. Sodann komme es im akustischen Verkehr 
zu Verwechslungen bei Kunden. So habe die Klägerin 2 eine E-Mail einer Mit-
arbeiterin eines Kunden mit folgender Nachricht erhalten: „Hoi G.________, 
Du, arbeitet D.________ wieder bei euch? Lg F.________“. Die Mitarbeiterin 
des Kunden habe „Tempo Swiss“ als „TempoX“ verstanden. Die E-Mail sei nur 
dadurch zu erklären, das sich D.________ gegenüber der Mitarbeiterin des 
Kunden als Mitarbeiter der TempoX ausgegeben habe (KG-act. 1 S. 11 f.). Die 
Beklagte hält dem entgegen, „Tempo“ fehle es an hinreichender Kennzeich-
nungskraft. Die von den Klägerinnen erwähnte E-Mail zeige nur, F.________ 
sei bewusst gewesen, dass D.________ nicht mehr bei der Klägerin 2 gear-
beitet habe. Das von ihr verwendete Wort „wieder“ erkläre, dass sie von 
D.________ Abgang gewusst habe, weshalb die Anfrage, ob D.________ 
wieder zur Klägerin 2 zurückgekehrt sei, nicht auf einer Verwechslung der 
beiden Unternehmen beruhen könne. Auch überzeuge nicht, wenn die Kläge-
rinnen behaupteten, D.________ habe sich als Mitarbeiter der Klägerin 2 aus-
gegeben. Darüber hinaus gäben die Klägerinnen nicht den gesamten Inhalt 
der E-Mailkorrespondenz wieder (KG-act. 4 S. 12 ff.). Die Klägerinnen erwi-

Kantonsgericht Schwyz 22

dern, die Beklagte beschäftige nun sogar drei ehemalige Arbeitnehmer der 
Klägerin 2 und C.________ habe versucht, weitere Arbeitnehmer der Klägerin 
abzuwerben. Durch die Verwendung ähnlicher Firmen sei Verwechslungsge-
fahr begründet worden. Obwohl F.________ vom Abgang D.________ ge-
wusst habe, sei ihr wohl nicht klar gewesen, ob es sich dabei nur um eine wei-
tere Zweigniederlassung der tempoX GmbH handle. Der Umstand, dass 
F.________ von „wieder“ spreche, weise darauf hin, dass die Umstände be-
treffend den Abgang der zwei ehemaligen Mitarbeiter der Klägerin 2 nicht ge-
klärt gewesen seien. Anders lasse es sich nicht erklären, dass eine Kundin 
innerhalb weniger Monate nach der Gründung der Beklagten am 20. Oktober 
2021 eine Nachfrage bezüglich der Wiederverfügbarkeit eines Arbeitnehmers 
anstelle. Sodann hätten sich zwischenzeitlich weitere Verwechslungen ereig-
net. Ein Kunde habe die Büros der Klägerin 2 aufgesucht, wobei sich heraus-
gestellt habe, dass dieser die Beklagte gesucht habe, Gleiches gelte für einen 
bei der Klägerin 2 eingegangenen Anruf betreffend einen Vorschuss, welche 
Anfrage aber die Beklagte betroffen habe (KG-act. 15 S. 23 ff.; KG-act. 15/14 
und 15/15). Die Beklagte führt aus, C.________ habe nie Mitarbeitende der 
Klägerinnen abgeworben. Die von den Klägerinnen neu behaupteten angebli-
chen Verwechslungen würden darauf beruhen, dass die Klägerinnen dafür 
gesorgt hätten, dass bei der Google-Suche „Tempo Swiss“ auf der rechten 
Seite die Adresse und die Telefonnummer der Zweigniederlassung der Kläge-
rinnen automatisch angezeigt werde. Dieses Vorgehen müsse bei Google 
bestellt und bezahlt werden (KG-act. 22 S. 18 ff.). Die Klägerinnen bestreiten 
eine gezielte Platzierung. Wenn dies der Fall wäre, bestünde eine Deklarati-
onspflicht, allerdings fehle bei GoogleMaps ein solcher Eintrag. Der Umstand 
zeige aber, dass zwischen beiden Firmen Verwechslungsgefahr aufgrund der 
Ähnlichkeit bestehe (KG-act. 28 S. 3). 

c) Wie vorstehend unter E. 4a ausgeführt, haben die Klägerinnen darzutun, 
dass ihrem Kennzeichen die erforderliche Kennzeichnungskraft zukommt. 
Allerdings ist aufgrund ihrer Darlegungen im Zusammenhang mit der von ih-

Kantonsgericht Schwyz 23

nen behaupteten Verletzung des Lauterkeitsrechts nicht erkennbar, ob dem 
Kennzeichen „tempoX“ originäre oder derivative Kennzeichnungskraft zu-
kommen soll. So legen sie weder dar, inwiefern das Zeichen eine gewisse 
Originalität, Ungewöhnlichkeit oder Eigenart aufweist, noch substanziieren sie, 
dass es sich im Verkehr durchgesetzt hätte. Im Zusammenhang mit dem Mar-
kenrecht behaupten sie zwar, ihre Marke „tempox – Menschen für Stellen“ 
habe sich in der entsprechenden Branche durchgesetzt und aufgrund des 
über ein Jahrzehnt dauernden Gebrauchs geniesse die Marke zumindest eine 
normale, wenn nicht gar starke Kennzeichnungskraft (vgl. E. 3b vorstehend). 
Allerdings ist diese Behauptung, wie bereits dargelegt, nicht näher umschrie-
ben und ebenso wenig mit entsprechenden Belegen untermauert (vgl. E. 3c). 
Insbesondere lässt sich daraus nicht ableiten, wie gross der Bekanntheitsgrad 
des Zeichens sein soll. Darüber hinaus fehlt es an Darlegungen zum Unter-
scheidungsvermögen der massgeblichen Verkehrskreise. Somit scheitert der 
wettbewerbsrechtliche Schutz schon an der Bestimmung der Kennzeich-
nungskraft. Ohnehin ist von einem einheitlichen Verwechslungsbegriff auszu-
gehen, was zur Verneinung der Verwechslungsgefahr führt (vgl. vorstehend 
E. 3c mit Hinweis auf E. 2b/aa). Zwar trifft es zu, dass die Beklagte in Bezug 
auf die Klägerin 2 in unmittelbarer geografischer Nähe tätig ist. Dieser Um-
stand und die Tatsache allein, dass bei der Beklagten ehemalige Mitarbeiter 
der Klägerin 2 tätig sind, begründet noch keine lauterkeitsrechtlich relevante 
Verwechslungsgefahr, denn, wie erwähnt, schützt das Lauterkeitsrecht 
grundsätzlich nicht vor blosser Nachahmung. Aus der E-Mailanfrage, ob 
D.________ wieder bei der Klägerin 2 tätig sei, lässt sich sodann nicht eindeu-
tig schliessen, dass die fragliche Kundin die beiden Unternehmen tatsächlich 
verwechselte. Plausibel erscheint, wie die Beklagte zutreffend erwähnt, dass 
ihr anscheinend D.________ Abgang bekannt war und die Verwendung des 
Wortes „wieder“ nahelegt, dass sie sich nicht an die Beklagte, sondern an die 
Klägerin 2 wenden wollte, was sie dann auch tat. Anders gesagt ist nicht er-
stellt, dass sich die Kundin eigentlich an die Beklagte und nicht an die Klägerin 
2 wenden wollte. Was die E-Mails von H.________ und I.________ an 

Kantonsgericht Schwyz 24

J.________ betreffend Personen betrifft, die nach der Darstellung der Kläge-
rinnen eigentlich die Räumlichkeiten der Beklagten hätten aufsuchen wollen 
(KG-act. 15/14 und 15/15), vermögen diese grundsätzlich auf eine Fehlzuord-
nung hinzudeuten. Es ist denn auch nicht ersichtlich, weshalb die E-Mail vom 
6. Oktober 2022 von H.________ betreffend K.________ (KG-act. 15/14) im 
Hinblick auf den vorliegenden Prozess verfasst worden sein soll, wie die Be-
klagte behauptet; jedenfalls vermag der Umstand, dass die Klägerinnen 
H.________ hierzu nicht als Zeugen offerieren, ein solches Vorgehen noch 
nicht zu beweisen (KG-act. 22 S. 18). Ob schliesslich die von den Klägerinnen 
erwähnten Personen, die fälschlicherweise die Klägerin 2 und nicht die Be-
klagte aufsuchten, dies wegen der fraglichen Google Ads taten, ist nicht er-
stellt bzw. ein ursächlicher Zusammenhang zwischen den Google Ads und der 
Fehlzuordnung ist nirgends belegt. Es muss denn auch nicht näher untersucht 
werden, wie es zur Platzierung der fraglichen Ads kam. So oder so erscheint 
das von den Klägerinnen der Beklagten zur Last gelegte Verhalten in der Ge-
samtbetrachtung insbesondere in quantitativer Hinsicht nicht ausreichend, um 
eine lauterkeitsrechtlich relevante Verwechslungsgefahr zu begründen. Denn 
es kann lediglich von zwei Fällen gesprochen werden, in denen Personen, die 
sich an die Beklagte wenden wollten, versehentlich bei der Klägerin 2 vorstel-
lig wurden; mithin kann höchstens von sporadisch auftretenden Fehlzuord-
nungen ausgegangen werden, die aber angesichts der fraglichen Kennzeich-
nungskraft der klägerischen Zeichen zu wenig ins Gewicht fallen, um eine 
Verwechslungsgefahr doch noch bejahen zu können. 

5. Zusammenfassend ist die Klage abzuweisen. Die Höhe der Gerichtsge-
bühr bestimmt sich nach Art. 96 ZPO i.V.m. § 34 Rz 8 und § 33 Rz 6 GebO, 
wonach die Ansätze des Bezirksgerichts gelten, wenn das Kantonsgericht 
erste Instanz ist, wobei ein Rahmen von Fr. 100.00 bis Fr. 100’000.00 vorge-
geben ist. Unter Berücksichtigung des Streitwerts von Fr. 100’000.00 (vgl. E. 1 
vorstehend) und des Umstands, dass kein übermässiger Aufwand entstand, 
bedingt auch dadurch, dass keine Hauptverhandlung stattfand, sind die Ver-

Kantonsgericht Schwyz 25

fahrenskosten am unteren Ende des Tarifs, mithin auf Fr. 6’000.00 festzuset-
zen. Sie werden den unterliegenden Klägerinnen unter solidarischer Haftbar-
keit auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Klägerinnen haben die Beklagte zu-
dem angemessen zu entschädigen. Es liegt eine vermögensrechtliche Strei-
tigkeit vor, weil mit der Klage letztlich ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt wird 
(BGE 118 II 528 E. 2c). Wie erwähnt ist von einem Streitwert von 
Fr. 100’000.00 auszugehen. Gemäss § 8 Abs. 2 GebTRA beträgt das Grund-
honorar bei einem Streitwert von Fr. 50’001.00 bis Fr. 100’000.00 Fr. 3’300.00 
bis Fr. 9’250.00. Innerhalb dieses Tarifrahmens bestimmt sich die Höhe des 
Honorars nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Um-
fang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 
GebTRA). Unter Berücksichtigung, dass die Beklagte zwei Rechtsschriften 
einzureichen hatte, diese aber nicht übermässig umfangreich waren, wie vor-
stehend ausgeführt keine Hauptverhandlung stattfand, die Schwierigkeit nicht 
über das Übliche hinausgeht, sich der Zeitaufwand mithin in einem mittleren 
Bereich bewegte, andererseits die Streitsache angesichts der grundlegenden 
Bedeutung für die Geschäftstätigkeit der Prozessparteien wichtig erscheint 
und der Streitwert am oberen Ende des massgeblichen Tarifrahmens liegt, 
rechtfertigt es sich, die Entschädigung dennoch im mittleren bis oberen Be-
reich des Tarifs anzusiedeln und diese somit ermessensweise auf pauschal 
Fr. 8’000.00 festzulegen (inkl. Auslagen und MWST, vgl. § 2 Abs. 2 Satz 1 
GebTRA);-

Kantonsgericht Schwyz 26

erkannt:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 6’000.00 festgesetzt und den Klä-
gerinnen unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. Sie werden von den 
Kostenvorschüssen der Klägerinnen von je Fr. 3’000.00 (insgesamt 
Fr. 9’000.00) bezogen. Den Klägerinnen wird der Rest von je 
Fr. 1’000.00 zurückerstattet. 

3. Die Klägerinnen werden verpflichtet, die Beklagte unter solidarischer 
Haftbarkeit mit Fr. 8’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädi-
gen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 
Der Streitwert beträgt Fr. 100’000.00.

5. Zufertigung an Rechtsanwalt A.________ (4/R), Rechtsanwalt 
B.________ (2/R) sowie nach definitiver Erledigung an die Kantonsge-
richtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der 1. Zivilkammer
Der Kantonsgerichtspräsident Die Gerichtsschreiberin

Versand 28. Juni 2024  amu