# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09b87599-7926-5766-87d1-ac8020ce1792
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.06.2015 PQ150001
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ150001_2015-06-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ150001-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Kröger. 

Urteil vom 8. Juni 2015 

 

in Sachen 

 
A._____, lic. iur.,  

Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

betreffend Handlungen des Beistandes (Art. 419 ZGB) 

 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Uster vom 8. Dezember 2014 

i.S. B._____, geb. tt.06.1914; VO.2014.14 (Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Dübendorf) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. 

1.1. Gegenstand der Beschwerde von A._____ (Beschwerdeführerin) ist die 

Mandatsführung von C._____ in seiner Funktion als (ehemaliger) Beistand von 

B._____, der Mutter der Beschwerdeführerin. Mit Beschluss vom 30. Mai 2012 

hatte die damals zuständige Sozialbehörde D._____ für B._____, geboren am tt. 

Juni 1914, eine kombinierte Beistandschaft im Sinne von aArt. 392 Ziff. 1 und 

aArt. 393 Ziff. 2 ZGB errichtet, C._____ zum Beistand ernannt und diesen mit den 

Aufgaben betraut, B._____ in den finanziellen und administrativen Angelegenhei-

ten, namentlich auch den sozialversicherungsrechtlichen Fragen, zu vertreten, de-

ren Einkünfte und Vermögen sorgfältig zu verwalten, für eine hinreichende per-

sönliche, medizinische und soziale Betreuung besorgt zu sein, ein Inventar über 

das Vermögen aufzunehmen und der Vormundschaftsbehörde regelmässig Be-

richt zu erstatten (BR-act. 16/41). Wegen Zwistigkeiten unter den Töchtern von 

B._____, E._____, A._____ (Beschwerdeführerin) und F._____, welche die Be-

treuung der Mutter bis zu diesem Zeitpunkt organisiert hatten, erteilte die Sozial-

behörde D._____ dem Beistand mit Beschluss vom 26. September 2012 den zu-

sätzlichen Auftrag, B._____ in ihren Aufgaben als Arbeitgeberin des Betreuungs-

personals zu vertreten und für sie zu handeln (BR-act. 16/46). 

1.2. Am 3. November 2013 (BR-act. 16/50) wandte sich die Beschwerdeführerin 

vorab per E-Mail und am 11. und 14. November 2013 (BR-act. 16/51 und 55) mit 

weiteren schriftlichen Eingaben an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

Dübendorf (KESB), welche mit Inkrafttreten des neuen Kindes- und Erwachse-

nenschutzrechts per 1. Januar 2013 die Aufgabe der Sozialbehörde D._____ 

übernommen hatte. Sie warf darin dem Beistand vor, die Betreuung ihrer Mutter 

ungenügend zu organisieren und zu kontrollieren. Konkret ging sie auf zwei The-

men ein: Zum einen würden die Mitglieder des Betreuungsteams von ihrer 

Schwester, F._____, schikaniert, was schon zu Kündigungen und krankheitsbe-

dingten Ausfällen geführt habe. Der Beistand schreite dagegen nicht ein und un-

ternehme nichts, um die Arbeitsbedingungen des Personals, das den Tagesdienst 

- 3 - 

leiste, zu verbessern. Zum anderen sei die Koordination mit dem Personal des 

Nachtdienstes, den der Beistand im Rahmen einer "Hau-Ruck-Übung" einer priva-

ten Spitexorganisation übertragen habe, nicht gewährleistet. Um dieses Problem 

zu lösen, beabsichtige der Beistand, die Betreuung ihrer Mutter ganz in die Hände 

der privaten Spitexorganisation zu legen. Es bestehe daher die Gefahr, dass die 

bisherigen Betreuer und Betreuerinnen, welche den Tagesdienst leisten und an-

ders als das Nachtpersonal für ihre Mutter wichtige Bezugspersonen seien, künf-

tig wegfallen, was nicht im Interesse ihrer Mutter sei. Die Beschwerdeführerin 

appellierte an die Aufsicht der KESB und ersuchte darum, den Beistand daran zu 

hindern, den vorgesehenen Vertrag mit der privaten Spitexorganisation abzu-

schliessen. 

Der Beistand liess sich dazu schriftlich vernehmen (BR-act. 16/53) und gab zu-

dem die Erklärung ab, bis zum Entscheid der KESB keine Kündigungen auszu-

sprechen (BR-act. 16/56). Es folgten unter anderem eine Anhörung der Kontra-

henten durch die KESB (BR-act. 16/60) und weitere schriftliche Stellungnahmen 

(BR-act. 16/62, 63 f., 70, 72). In ihrer Stellungnahme vom 10. Dezember 2013 

stellte die Beschwerdeführerin die folgenden (erweiterten) Anträge (BR-act. 16/63 

S. 2): 

"3. Es sei die Beistandschaft von C._____ als Beistand von B._____ so rasch 

als möglich zu ersetzen. 

 4. Es sei zu prüfen ob C._____ die Beistandschaft bei B._____ ordnungsge-

mäss führte; insbesondere sei zu prüfen: 

a. ob die von C._____ abgeschlossenen Verträge sinnvoll, verhältnis-

mässig, zweckmässig und marktkonform waren 

b. ob C._____ die Betreuung sinnvoll und zweckmässig organisierte, 

kontrollierte und unterstützte 

c. ob die von ihm ausgelösten Lohnzahlungen zu Lasten von B._____ 

ordnungsgemäss erfolgten und seinen Anordnungen entsprachen 

- 4 - 

d. ob die von ihm getroffenen Abmachungen zum Schutz von B._____ 

sinnvoll und genügend waren 

5. Es sei ein neuer Beistand zu benennen, der für die Führung der Beistand-

schaft die nötige Qualifikation und die nötige Zeit hat. 

6. Es sei C._____ zu untersagen mit dem "Betreuungsdienst G._____" einen 

neuen Vertrag abzuschliessen. 

7. Es sei der Vertrag für die Nachtbetreuung vom "Betreuungsdienst 

G._____" umgehend aufzulösen und die Nachtbetreuung neu zu organisie-

ren. 

8. Es sei Dr. H._____ als Hausarzt zu entlassen und eine neue Hausärztin / 

ein neuer Hausarzt zu bestimmen, die / der dem Willen von B._____ ent-

spricht und die /der mit keiner der 3 Töchter in einer freundschaftlichen o-

der kollegialen Beziehung steht." 

In prozessualer Hinsicht beantragte sie: 

"1. Alle Mitarbeiter/innen vom Tagesteam seien anzuhören 

I._____, … [Adresse] 

J._____, … [Adresse] 

K._____, … [Adresse] 

L._____, … [Adresse] 

2. Es sei mir vollständige Akteneinsicht über die Führung der Beistandschaft 

zu gewähren und nach Einsicht derselben erneut Frist zur Stellungnahme 

und allenfalls weiteren Anträgen zu gewähren." 

Der Beistand nahm dazu mit Eingabe vom 20. Januar 2014 Stellung (BR-

act. 16/72). Am 6. Februar 2014 hörte eine Delegation der KESB B._____ und 

I._____, eine der Betreuerinnen, an (BR-act. 16/79). Am 13. Februar 2014 konnte 

die Beschwerdeführerin Einsicht in die Akten der KESB nehmen (BR-act. 16/84 

S. 2). 

Am 21. Februar 2014 fällte die KESB folgenden Entscheid (BR-act. 16/84 

S. 12 f.): 

- 5 - 

"1. Die Beschwerde gemäss Art. 419 ZGB gegen die Handlungen des Bei-

standes wird abgewiesen. 

 2. Der Beschwerdegegner wird angewiesen, der KESB Dübendorf im Sinne 

der Erwägungen Offerten inkl. Kosten für die Organisation der zukünftigen 

24-Stunden-Betreuung der Verbeiständeten unter Beibehaltung des bishe-

rigen Tagesteams bis spätestens 31. März 2014 zu unterbreiten. 

 3. Vom Antrag auf einen Mandatsträgerwechsel wird unter Hinweis auf den 

diesbezüglich noch zu ergehenden separaten Entscheid Vormerk genom-

men. 

 4. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 950.− festgelegt. 

 5. Die Entscheidgebühr wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 6. (Rechtsmittel) 

 7. (Mitteilung)" 

1.3. Mit Eingabe an den Bezirksrat Uster vom 27. März 2014 erhob die Be-

schwerdeführerin Beschwerde mit folgenden Anträgen (BR-act. 1): 

"1. 

Die Ziffern 1, 3, 4 und 5 des Entscheides der KESB vom 21. Februar 2014 seien 

aufzuheben. 

2. 

Es sei der Beschwerdegegner C._____ als Beistand von Frau Dr. B._____ mit 

sofortiger Wirkung zu ersetzen und es sei ein neuer Beistand zu benennen, der 

für die Führung der Beistandschaft die nötige Qualifikation und die nötige Zeit 

hat. 

3. 

Es sei zu prüfen ob der Beschwerdegegner C._____ die Beistandschaft bei Dr. 

B._____ ordnungsgemäss führte; insbesondere sei zu prüfen: 

a. ob die vom Beschwerdegegner C._____ abgeschlossenen Verträge sinnvoll, 

verhältnismässig, zweckmässig und marktkonform waren; 

- 6 - 

b. Der Beschwerdegegner die Betreuung sinnvoll und zweckmässig organisierte, 

kontrollierte und unterstützte; 

c. die von ihm ausgelösten Lohnzahlungen zu Lasten von Frau Dr. B._____ ord-

nungsgemäss erfolgten und seinen Anordnungen entsprachen; 

d. ob die von ihm getroffenen Anordnungen zum Schutz von Dr. B._____ sinnvoll 

und genügend waren. 

4. 

Es sei C._____ zu untersagen, mit dem "Betreuungsdienst G._____" einen neu-

en Vertrag abzuschliessen. 

5. 

Es sei der Vertrag für die Nachtbetreuung vom "Betreuungsdienst G._____" um-

gehend aufzulösen und die Nachtbetreuung neu zu organisieren. 

6. 

Es sei Dr. H._____ nicht mehr als Hausarzt zu mandatieren und es sei eine neue 

Hausärztin / ein neuer Hausarzt zu bestimmen, die / der dem Willen von 

Dr. B._____ entspricht und die /der mit keiner der 3 Töchter in einer freundschaft-

lichen oder kollegialen Beziehung steht. 

7. 

Im Sinne von vorsorglichen Massnahmen gemäss Art. 445 ZGB i.V.m. §§ 44 
und 72 EG KESR sei der Beschwerdegegner anzuweisen, die Organisation und 

Koordination des Tagesbetreuungsteams umgehend wieder an Frau I._____ zu 

übertragen und während der Dauer dieses Verfahrens keine Umstrukturierungen 

in der Organisation des Tagesteams ohne Zustimmung der KESB vorzunehmen. 

8. 

Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen (zuzüglich gesetzliche MWSt.) zu 

Lasten des Beschwerdegegners bzw. der Staatskasse." 

Nachdem der Bezirksrat die Stellungnahme des Beistandes (BR-act. 6) und der 

KESB (BR-act. 8) zu den vorsorglichen Massnahmen eingeholt hatte, wies er mit 

Beschluss vom 17. April 2014 das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen 

ab (BR-act. 9). Im Folgenden erstatteten der Beistand die Beschwerdeantwort 

- 7 - 

(BR-act. 10) und die KESB ihre Stellungnahme zur Beschwerde (BR-act. 13). Der 

Bezirksrat zog die Akten der KESB und des Beistandes bei und gewährte der Be-

schwerdeführerin Akteneinsicht (BR-act. 27 ff.). Auf eine weitere Stellungnahme 

(Replik) verzichtete sie (BR-act. 30). Mit Schreiben vom 11. Juli 2014 informierte 

die KESB den Bezirksrat darüber, dass der Beistand die Nachtbetreuung für 

B._____ per August 2014 neu organisiert habe (BR-act. 31 ff.). Am 7. November 

2014 fällte die KESB schliesslich einen weiteren Entscheid (BR-act. 34): Sie hob 

die bestehende altrechtliche Massnahme für B._____, die kombinierte Beistand-

schaft nach aArt. 392 Ziff. 1 in Verbindung mit aArt. 393 Ziff. 2 ZGB, per 31. De-

zember 2014 auf und ordnete per 1. Januar 2015 eine Vertretungsbeistandschaft 

mit Einkommens- und Vermögensverwaltung nach Art. 394 Abs. 1 in Verbindung 

mit Art. 395 Abs. 1 ZGB an. Zum Beistand ab 1. Januar 2015 bestellte sie neu 

Rechtsanwalt lic. iur. et dipl. phil. II M._____, und sie forderte den bisherigen Bei-

stand auf, den Schlussbericht und die Schlussrechnung per 31. Dezember 2014 

bis Ende Februar 2015 einzureichen. Für die übrigen Anordnungen der KESB, 

welche für das vorliegende Verfahren nicht von Bedeutung sind, sei auf den Ent-

scheid verwiesen (BR-act. 34). 

Am 8. Dezember 2014 fällte der Bezirksrat folgendes Urteil (act. 6 [= act. 3/1 = 

BR-act. 35]): 

"I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten bzw. sie nicht 

als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird. 

II. Die Entscheidgebühr von Fr. 2'000.− wird der Beschwerdeführerin aufer-

legt. 

III. Der Beschwerdeführerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

IV. Der KESB Dübendorf wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

V. (Rechtsmittel) 

VI. (Mitteilung)" 

- 8 - 

1.4. Mit Eingabe an die Kammer vom 8. Januar 2014 (recte: 2015) erhob die Be-

schwerdeführerin Beschwerde mit folgenden Anträgen (act. 2 S. 2 f.): 

"1. 

Es sei das Urteil des Bezirksrates Uster vom 8. Dezember 2014 aufzuheben. 

2. 

Es sei die Beschwerde gegen die Handlungen des ehemaligen Beistandes und 

Beschwerdegegners gutzuheissen und es sei die KESB Dübendorf anzuweisen, 

zu prüfen ob der Beschwerdegegner C._____ die Beistandschaft bei Dr. B._____ 

ordnungsgemäss führte; insbesondere sei zu prüfen: 

a. ob die vom Beschwerdegegner C._____ abgeschlossenen Verträge sinnvoll, 

verhältnismässig, zweckmässig und marktkonform waren; 

b. der Beschwerdegegner die Betreuung sinnvoll und zweckmässig organisierte, 

kontrollierte und unterstützte; 

c. die von ihm ausgelösten Lohnzahlungen zu Lasten von Frau Dr. B._____ ord-

nungsgemäss erfolgten und seinen Anordnungen entsprachen; 

d. ob die von ihm getroffenen Anordnungen zum Schutz von Dr. B._____ sinnvoll 

und genügend waren. 

3. 

Es seien die Verfahrenskosten der Verfahren vor der KESB und des Bezirksrats 

dem Beschwerdegegner aufzuerlegen oder auf die Staatskasse zu nehmen. 

4. 

Es sei der Beschwerdeführerin für das Rechtsmittelverfahren vor dem Bezirksrat 

eine angemessene Entschädigung, mindestens jedoch CHF 3'000.00 zuzüglich 

gesetzliche MWSt. zuzusprechen. 

5. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzliche MWSt. zulasten 

des Beschwerdegegners." 

Die Akten der Vorinstanz (BR-act. 1-35), beinhaltend die Akten der KESB (BR-

act. 14/1-4, 15/1-12 und 16/1-118) und des Beistandes (BR-act. 20/1-199), wur-

- 9 - 

den beigezogen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Eine Beschwerdeant-

wort einzuholen, erübrigt sich (Art. 450f. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 1 EG KESR). 

2. 

2.1. Der Vertreter der Beschwerdeführerin nahm das Urteil des Bezirksrats am 

10. Dezember 2014 entgegen (BR-act. 35, Anhang). Die Beschwerdeschrift über-

gab er am 8. Januar 2015 der Post (act. 2). Die Beschwerdefrist ist damit einge-

halten (Art. 450b Abs. 1 ZGB). 

2.2. Gegenstand des Verfahrens ist die Tätigkeit und Stellung des (ehemaligen) 

Beistandes C._____. Diese Person zur Stellungnahme zur Beschwerde aufzufor-

dern und in das Verfahren zu involvieren, erweist sich jedenfalls auf der Stufe der 

erstinstanzlich zuständigen KESB als notwendig. Nach Auffassung der Kammer 

ist es indessen falsch, in Verfahren nach Art. 419 ZGB den Beistand als Partei 

des Verfahrens zu behandeln, wie dies die KESB und auch der Bezirksrat mit der 

im Rubrum enthaltenen Bezeichnung als "Beschwerdegegner" (bewusst oder un-

bewusst) zum Ausdruck bringen. Seine verfahrensrechtliche Stellung gleicht viel-

mehr derjenigen einer Vorinstanz. Als Partei wäre er legitimiert, ein Rechtsmittel 

gegen den Entscheid der KESB und der kantonalen Rechtsmittelbehörden zu er-

greifen, was offensichtlich nicht die Meinung ist. Ebenso wenig ist es angebracht, 

dem Beistand im Falle einer Gutheissung einer Beschwerde gegen seine Hand-

lungen und Unterlassungen die Verfahrenskosten aufzuerlegen (Ausnahmefälle 

vorbehalten). C._____ wird in diesem Verfahren vor der Kammer deshalb nicht 

als Beschwerdegegner aufgeführt. Sein Bezug zum Verfahren kommt im "Betreff" 

ausreichend zum Ausdruck. 

2.3. Gemäss Art. 450 Abs. 3 ZGB ist die Beschwerde beim Gericht schriftlich und 

begründet einzureichen. Dies entspricht den Anforderungen, welche auch die Zi-

vilprozessordnung an Rechtsmittel stellt (vgl. namentlich Art. 311 Abs. 1 und 

Art. 321 Abs. 1 ZPO). Lehre und Praxis zu diesen Verfahrensbestimmungen sind 

somit bei der Anwendung von Art. 450 Abs. 3 ZGB zu berücksichtigen, zumal 

Art. 450f ZGB die Bestimmungen der Zivilprozessordnung für sinngemäss an-

wendbar erklärt, soweit die Kantone nichts anderes regeln, was im Kanton Zürich 

- 10 - 

insoweit nicht der Fall ist (vgl. das kantonale Einführungsgesetz zum Kindes- und 

Erwachsenenschutzrecht [EG KESR]). 

In der Beschwerdeschrift sind zunächst konkrete Rechtsmittelanträge zu stellen, 

von Laien wenigstens dem Sinn nach, aus welchen hervorgeht, inwiefern der vor-

instanzliche Entscheid angefochten wird. Sodann hat sich die Beschwerde füh-

rende Partei in der Begründung ihrer Rechtsmittelanträge mit der Begründung des 

vorinstanzlichen Entscheides einlässlich auseinander zu setzen, ist sie Laie zu-

mindest sinngemäss, und sie hat anzugeben, an welchen Mängeln der angefoch-

tene Entscheid leidet. Enthält die Beschwerdeschrift keine Begründung und kei-

nen wenigstens sinngemässen Antrag, ist von Amtes wegen auf die Berufung 

nicht einzutreten. Ist die Begründung nicht geradezu ungenügend, aber in der 

Substanz mangelhaft, d.h. beschränkt sie sich auf rudimentäre, pauschale oder 

oberflächliche Kritik am angefochtenen Urteil, lässt dies das Eintreten auf das 

Rechtsmittel zwar unberührt, kann sich aber in der materiellen Beurteilung zum 

Nachteil des Rechtsmittelklägers auswirken. Mit anderen Worten genügt es nicht, 

in einer Beschwerdeschrift einen blossen Verweis auf die Vorakten anzubringen 

und/oder pauschale Kritik am vorinstanzlichen Entscheid zu üben oder bloss das 

zu wiederholen, was bereits vor Vorinstanz vorgebracht wurde. Diese Grundsätze 

gelten auch, wenn das Verfahren dem Untersuchungsgrundsatz unterliegt, also 

allfälligen Beanstandungen von Amtes wegen (weiter) nachzugehen wäre und 

neue Behauptungen und Beweismittel vorgebracht werden könnten (vgl. BGE 138 

III 374; OGerZH NQ110031 vom 9. August 2011; OGer ZH LY130012 vom 

23. Juni 2013, E. II./3.-5. mit weiteren Hinweisen; ZK ZPO-REETZ/THEILER, 2. Auf-

lage 2013, Art. 311 N 34 ff.; HUNGERBÜHLER, DIKE-Komm-ZPO, Art. 321 N 17 ff.). 

Die Beschwerde von A._____, selber Juristin und durch einen Rechtsanwalt ver-

treten, erfüllt diese Voraussetzungen teilweise nicht. Das ist an zutreffender Stelle 

näher auszuführen. 

3. 

3.1. Der Bezirksrat wies die Beschwerde gegen den Entscheid der KESB vom 

21. Februar 2014 ab, soweit er darauf eintrat bzw. sie nicht als gegenstandslos 

- 11 - 

abschrieb (act. 6, Dispositiv Ziff. 1). Auf welche Punkte der Beschwerde sich die 

jeweilige Art der Verfahrenserledigung bezieht, ergibt sich aus der Begründung 

des vorinstanzlichen Urteils: 

Durch Nichteintreten erledigt wurden der Beschwerdeantrag Ziff. 2, es sei 

C._____ als Beistand abzusetzen und ein neuer Beistand zu bestellen (act. 6 

S. 13 Erw. 5), der Beschwerdeantrag Ziff. 3, es sei zu prüfen, ob der Beistand 

C._____ die Beistandschaft bei B._____ ordnungsgemäss führte, wobei die Be-

schwerdeführerin verschiedene Handlungen näher umschrieb, welche zu prüfen 

seien (act. 6 S. 13 f. Erw. 6), und der Beschwerdeantrag Ziff. 4, es sei C._____ zu 

untersagen, mit dem "Betreuungsdienst G._____" einen neuen Vertrag abzu-

schliessen (act. 6 S. 14 f. Erw. 7). 

Als gegenstandslos betrachtete der Bezirksrat den Beschwerdeantrag Ziff. 5, es 

sei der Vertrag für die Nachtbetreuung vom "Betreuungsdienst G._____" umge-

hend aufzulösen und die Nachtbetreuung neu zu organisieren (act. 6 S. 15 

Erw. 8). 

Materiell behandelt und im Ergebnis abgewiesen wurde die Beschwerde, soweit 

sie sich gegen die Auffassung der KESB richtete, der Beistand, C._____, habe 

insgesamt sein Amt zuverlässig geführt und die KESB die Beschwerde gegen die 

Handlungen des Beistandes abwies (act. 6 S. 8 ff. Erw. 4). Dasselbe trifft zu auf 

den Beschwerdeantrag Ziff. 6, es sei der Hausarzt von B._____ auszuwechseln 

(act. 6 S. 15 ff. Erw. 9). 

3.2. Mit ihrem Antrag Ziff. 1 verlangt die Beschwerdeführerin die Aufhebung des 

Urteils vom 8. Dezember 2014, und damit insbesondere der Dispositiv Ziff. I. Die 

Beschwerde an die Kammer richtet sich also gegen das Nichteintreten auf die 

Beschwerde, das Abschreiben und das Abweisen der Beschwerde durch die Vor-

instanz. 

Welche konkreten Anordnungen die Kammer hinsichtlich der folgenden Punkte 

treffen soll, die der Bezirksrat durch Nichteintreten und durch Abschreiben (zufol-

ge Gegenstandslosigkeit) erledigte − Beistandswechsel und Vertragsschluss mit 

- 12 - 

dem "Betreuungsdienst G._____" −, sagt die Beschwerdeführerin nicht. Insoweit 

mangelt es an einem ausreichenden Antrag und einer Begründung, und es ist in 

diesem Umfang auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

Ein konkreter Antrag der Beschwerdeführerin, was die Kammer anordnen soll, 

fehlt auch hinsichtlich der Abweisung der Beschwerde durch den Bezirksrat was 

die Person des Hausarztes von B._____ betrifft. Ebenso fehlt jegliche Auseinan-

dersetzung mit den Erwägungen des Bezirksrats. Damit ist diesbezüglich auf die 

Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten. 

Was die Art und Weise der Mandatsführung des Beistands betrifft, trat der Be-

zirksrat auf die Beschwerde teilweise nicht ein, teilweise wies er sie ab; diesbe-

züglich stellt die Beschwerdeführerin einen konkreten und damit formell ausrei-

chenden Antrag, wie die Kammer zu entscheiden habe (vgl. Beschwerdeantrag 

Ziff. 2). Auch eine Begründung dieses Antrages liegt vor. Die formellen Anforde-

rungen an die Beschwerdeschrift sind in diesem Punkt erfüllt. Es fehlt allerdings 

an einer anderen Prozessvoraussetzung. Darauf ist nachfolgend einzugehen 

(Erw. 4.). 

Einzutreten ist einzig auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin die Re-

gelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen durch die Vorinstanzen anficht 

(Beschwerdeanträge Ziff. 3 und 4; vgl. dazu nachfolgende Erw. 5). Der Vollstän-

digkeit halber ist festzuhalten, dass sich die Anfechtung des Kostenentscheids der 

Vorinstanzen nur auf die Kostenauflage bezieht, nicht aber auf die Höhe der Ent-

scheidgebühr; diese wird von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. 

4. 

Die Betreuung von B._____ wurde vom Beistand neu organisiert, und zwar noch 

im letzten Jahr. Er beauftragte das bereits bestehende Tagesteam, das er mit zu-

sätzlichem Personal ausstattete, auch mit der Nachtbetreuung und bestimmte 

J._____ als Leiterin des Teams (BR-act. 31 und 32/7). Damit entsprach er dem 

(ursprünglichen Haupt-) Anliegen der Beschwerdeführerin, das Tagesteam zu er-

halten, den Vertrag mit der privaten Spitexorganisation "Betreuungsdienst 

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G._____", welche bis dahin die Nachtbetreuung besorgte, zu kündigen und die 

Koordination zwischen Tages- und Nachtteam sicherzustellen (BR-act. 16/50, 51 

und 55). Der Beistand ist mittlerweile nicht mehr Beistand von B._____. Seit dem 

1. Januar 2015 nimmt Rechtsanwalt lic. iur. et dipl. phil. II M._____ diese Aufgabe 

wahr. 

Damit besteht kein Anlass mehr, die Mandatsführung des Beistands, insbesonde-

re die von ihm abgeschlossenen Verträge, die Art und Weise seiner Betreuung 

der Verbeiständeten, die von ihm ausgelösten Lohnzahlungen und seine Anord-

nungen zum Schutz der Verbeiständeten, im Rahmen des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens zu überprüfen. Das Recht, gegen Handlungen und Unterlas-

sungen des Beistandes die Erwachsenenschutzbehörde anzurufen (Art. 419 

ZGB), bezweckt, innert kurzer Zeit einen materiell richtigen Entscheid in einem 

einfachen Verfahren zu ermöglichen. Sobald ein Rechtsmittel keinen Sinn mehr 

macht, weil vorgenommene Handlungen nicht mehr zu korrigieren sind, Unterlas-

sung nicht mehr gutgemacht werden können oder die Beschwerde aus anderen 

Gründen keinen Einfluss auf das Verhalten des Beistandes mehr haben kann, be-

steht auch keine Möglichkeit zur Beschwerde mehr (die Klärung einer Grundsatz-

frage vorbehalten). Auf diese Grundsätze wies bereits die Vorinstanz hin (act. 6 

S. 9). Die Beschwerdeführerin spricht zwar von einem aktuellen Interesse, sagt 

aber nicht, welchem praktischen Zweck eine solche Überprüfung heute noch die-

nen soll. Sie sagt insbesondere nicht, inwiefern die Kammer auf das Verhalten 

des Beistands Einfluss nehmen soll, welche Handlungen korrigiert und welche 

Unterlassungen gutgemacht werden sollen (act. 2 S. 5 Ziff. 5 und S. 9 Ziff. 11). 

Soweit für die Genehmigung des Schlussberichts des Beistandes, insbesondere 

seiner Schlussrechnung, einzelne Handlungen oder Unterlassungen zu überprü-

fen sind, hat dies dort zu erfolgen. Schlussbericht und Schlussrechnung, sollten 

sie überhaupt schon vorliegen, sind nicht Gegenstand des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens. Ob die Mandatsführung des Beistands Anlass zu einem auf-

sichtsrechtlichen Verfahren gibt, das der Beschwerdeführerin, wie der Bezirksrat 

schon zutreffend festhielt (act. 6 S. 14), keine Parteirechte einräumt, hat die 

KESB, welche (erstinstanzlich) dafür zuständig ist, zu entscheiden. Will die Be-

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schwerdeführerin den Beistand finanziell zur Verantwortung ziehen, steht ihr die 

Verantwortlichkeitsklage nach Art. 454 ZGB zur Verfügung. Auch darüber wurde 

die Beschwerdeführerin bereits von der Vorinstanz aufgeklärt (act. 6 S. 14). 

Ist aber ein aktuelles Interesse der Beschwerdeführerin zu verneinen, ist auf die 

Beschwerde insoweit nicht einzutreten. 

5. 

5.1. Zu überprüfen bleibt das Urteil des Bezirksrats, soweit sich die Abweisung 

der Beschwerde auf die Regelung der Kostenfolge durch die KESB bezog (nach-

folgende Erw. 5.2.) und soweit es die Kosten und Parteientschädigung für das 

Verfahren vor dem Bezirksrat regelt (nachfolgende Erw. 5.3.). Dafür ist auf die 

bekannten Verteilungsgrundsätze in Art. 106 ZPO zu verweisen. Besonders zu 

erwähnen ist die Möglichkeit des Gerichts, die Kosten nach Ermessen zu vertei-

len, namentlich soweit das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben wird 

(Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Verteilung der Kosten hat in diesen Fällen in ers-

ter Linie gemäss dem mutmasslichen Obsiegen und Unterliegen zu erfolgen. Die-

se Beurteilung ist aufgrund einer summarischen Prüfung gestützt auf die Akten 

und ohne Durchführung eines Beweisverfahrens vorzunehmen (KUKO ZPO-

SCHMID, Art. 107 N 9). 

5.2. Thema des Verfahrens vor der KESB war zunächst die Organisation und 

Kontrolle der Betreuung von B._____ durch den Beistand. Die Forderung der Be-

schwerdeführerin an die KESB war es dafür zu sorgen, dass die Koordination 

zwischen dem Tages- und dem Nachtbetreuungsteam sichergestellt ist, und ins-

besondere zu verhindern, dass der Beistand das Personal, das die Tagesbetreu-

ung besorgt, entlässt (BR-act. 16/50, 51 und 55). Im Verlauf des Verfahrens ka-

men die Forderung nach einer umfassenden Überprüfung der Tätigkeit des Bei-

stands, einem Beistandswechsel, einem Arztwechsel und nach einer Kündigung 

des Vertrages mit dem Nachtbetreuungsteam hinzu (BR-act. 16/63 S. 2). 

Die KESB kam im Rahmen der Überprüfung der Tätigkeit des Beistands zum 

Schluss, dass dieser seine Aufgaben grundsätzlich zuverlässig erledigt habe. 

- 15 - 

Handlungsbedarf ortete sie bei der Koordination der beiden Teams, welche für die 

Tages- bzw. Nachtbetreuung zuständig waren. Diesbezüglich wies sie den Bei-

stand an, der Behörde Vorschläge (inkl. Kosten) für die zukünftige Organisation 

der 24-Stunden-Betreuung von B._____ zu unterbreiten. Dabei, so die Auflage 

der KESB, sei darauf zu achten, dass die Tagesbetreuung vom bisherigen Team 

weitergeführt werde. Damit erwies sich die Kritik der Beschwerdeführerin am Bei-

stand zumindest teilweise als berechtigt und ihre Forderung an die KESB, Mass-

nahmen zur Verbesserung der Koordination zu treffen und insbesondere das Per-

sonal für die Tagesbetreuung nicht auszuwechseln, wurde im Grundsatz erfüllt. 

Bei diesem Ergebnis wäre die Beschwerde gemäss Art. 419 ZGB zumindest teil-

weise gutzuheissen und nicht (vollumfänglich) abzuweisen gewesen. Dass die 

Kritik der Beschwerdeführerin zumindest teilweise berechtigt war und sich beim 

Entscheid über die Verfahrenskosten zu ihren Gunsten auswirken muss, war der 

KESB bewusst. Anstatt die gemäss § 60 EG KESR festzusetzende Entscheidge-

bühr nach Massgabe von Obsiegen und Unterliegen, also anteilsmässig, der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen, berücksichtigte die KESB das teilweise Obsiegen 

bei der Festsetzung (Bemessung) der Entscheidgebühr von Fr. 950.− (BR-16/84 

S. 12 Erw. II). Dieses unübliche Vorgehen könnte man akzeptieren, wenn konkret 

nachvollzogen werden könnte, in welchem Ausmass die Entscheidgebühr redu-

ziert wurde. Entsprechende Ausführungen hat die KESB allerdings unterlassen, 

so dass nichts anderes übrig bleibt, als über deren Kostenauflage neu zu befin-

den und dem teilweisen Obsiegen der Beschwerdeführerin mit einer anteilsmäs-

sigen Belastung der Entscheidgebühr Rechnung zu tragen. 

Das Vorgehen der KESB, über den Antrag auf einen Beistandswechsel in einem 

separaten Entscheid zu befinden, ist nicht zu beanstanden (vgl. nachfolgende 

Erw. 5.3. Abs. 3). Auf die Kosten des Entscheids der KESB dürfte sich dieses 

Vorgehen zudem kaum ausgewirkt haben. Über den Antrag auf Auswechslung 

des Hausarztes befand die KESB nicht, ohne dafür eine Erklärung abzugeben. 

Auch wenn sich der Entscheid der KESB damit als unvollständig und in diesem 

Sinn als falsch erweist, gibt es keinerlei Hinweise dafür, dass sich dieser Fehler 

beim Kostenentscheid der KESB zum Nachteil der Beschwerdeführerin auswirkte. 

Kommt hinzu, dass der Bezirksrat im anschliessenden Beschwerdeverfahren die-

- 16 - 

sen Antrag abwies, und es trotz Beschwerde von A._____ an die Kammer bei 

diesem Entscheid bleibt (vgl. Erw. 3.2. Abs. 3). Den Anträgen der Beschwerdefüh-

rerin, mit dem "Betreuungsdienst G._____" sei kein neuer Vertrag abzuschlies-

sen, im Gegenteil, der bestehende Vertrag sei umgehend aufzulösen, folgte die 

KESB zu jenem Zeitpunkt richtigerweise nicht. Die KESB entschied zutreffend, 

zunächst verschiedene Offerten einholen zu lassen. In diesem Punkt ist somit 

ebenfalls von einem Unterliegen der Beschwerdeführerin auszugehen. 

Insgesamt betrachtet ist von einem je hälftigen Obsiegen und Unterliegen der Be-

schwerdeführerin auszugehen. Dementsprechend sind ihr die Kosten der KESB 

zur Hälfte aufzuerlegen und im restlichen Umfang auf die Staats- bzw. Gemein-

dekasse zu nehmen. Insoweit ist Dispositiv Ziff. I. des Urteils des Bezirksrats auf-

zuheben und neu zu fassen. 

5.3. Soweit sich der Bezirksrat mit der Mandatsführung des Beistands befasste 

und die Beschwerde teils abwies, teils darauf gar nicht eintrat (vgl. act. 6 S. 8 ff. 

Erw. 4 und S. 13 f. Erw. 6), erweist sich sein Entscheid bei summarischer Prüfung 

als zutreffend. Hervorzuheben ist insbesondere, dass in (Kindes- und) Erwachse-

nenschutzverfahren der Untersuchungsgrundsatz und die Verpflichtung zur Be-

weiserhebung gelten und die Behörde nicht an die Beweisanträge gebunden ist, 

sondern nach eigener Überzeugung entscheidet, welche Sachverhaltselemente 

mit welchen Beweismassnahmen abzuklären sind (BGer 5A_621/2014 vom 

11. November 2014 Erw. 5.1.). Dass die KESB nicht sämtliche Mitglieder des Ta-

gesbetreuungsteams anhörte, wie dies die Beschwerdeführerin gefordert hatte 

(BR-act. 16/63 S. 2), sondern sich mit der (einlässlichen) Anhörung eines Mit-

glieds des Teams, I._____, begnügte (vgl. BR-act. 16/79), wohlverstanden dieje-

nige Betreuerin, welche damals gewisse Leitungsaufgaben wahrnahm (BR-

act. 16/63 S. 8 f. und S. 11), ist somit nicht zu beanstanden, ebenso wenig der 

Umstand, dass die KESB nicht das gesamte Aktendossier des Beistandes beizog, 

wurde sie doch von Beteiligten mit Unterlagen bedient (BR-act. 16/59, 64, 65, 70, 

72 u.a.) und hörte sie diese persönlich an (BR-act. 16/60). Dass die Beschwerde-

führerin mit ihren Anträgen über das Ziel hinausschoss und den Beistand unnötig 

diskreditierte, zeigt insbesondere auch ihr Antrag an den Bezirksrat, er habe den 

- 17 - 

Beistand im Sinne von vorsorglichen Massnahmen anzuweisen, die Organisation 

und Koordination des Tagesbetreuungsteams umgehend wieder an I._____ zu 

übertragen (BR-act. 1 S. 3). Dieser Antrag war eine Reaktion auf den Entscheid 

des Beistands, ein anderes Mitglied des Tagesbetreuungsteams, nämlich 

J._____, als neue Leiterin einzusetzen. Dies geschah allerdings nicht in der Ab-

sicht, den Entscheid der KESB, das Tagesteam beizubehalten, zu umgehen, wie 

die Beschwerdeführerin dem Beistand unterstellte (BR-act. 1 S. 18 f.), sondern 

war nach der unbestritten gebliebenen Darstellung des Beistands geboten, nach-

dem I._____ auf dessen Anfrage, ob sie die Teamleitung übernehmen bzw. wei-

terführen wolle, abschlägig reagiert hatte (BR-act. 6 f.). 

Die Abweisung der Beschwerde von A._____ durch den Bezirksrat umfasste so-

dann den Antrag auf Auswechslung des Hausarztes ihrer Mutter (vgl. act. 6 S. 15 

ff. Erw. 9). Diesen Entscheid des Bezirksrats focht die Beschwerdeführerin zwar 

an, allerdings ohne einen Antrag zu stellen und ohne sich mit den Entscheidgrün-

den auch nur ansatzweise auseinanderzusetzen. Wie bereits erwähnt ist deshalb 

auf die Beschwerde an die Kammer insoweit nicht einzutreten, und es bleibt dies-

bezüglich beim für die Beschwerdeführerin nachteiligen Entscheid des Bezirks-

rats. 

Auch der Entscheid des Bezirksrats, auf den Antrag auf Auswechslung des Bei-

standes nicht einzutreten, ist richtig, wenn auch aus anderen als vom Bezirksrat 

angenommenen Gründen (vgl. act. 6 S. 13 Erw. 5). Mit ihrer Anordnung, über die-

sen Antrag mit separatem Entscheid zu befinden, nahm die KESB nicht mehr und 

nicht weniger als eine Trennung des Verfahrens vor (§ 40 Abs. 3 EG KESR i.V.m. 

Art. 125 lit. b ZPO). Dabei handelt es sich um einen typischen prozessleitenden 

Entscheid, der nur unter der Voraussetzung anfechtbar ist, dass durch ihn ein 

nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (§ 40 Abs. 3 EG KESR i.V.m. 

Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Dass die Trennung des Verfahrens zu einem derartigen 

Nachteil führt(e), machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde an den Be-

zirksrat mit keinem Wort geltend (BR-act. 1, insbes. S. 10 f.). 

Im Laufe des Beschwerdeverfahrens vor dem Bezirksrat kündigte der Beistand 

den Vertrag mit dem "Betreuungsdienst G._____" und organisierte die Nachtbe-

- 18 - 

treuung neu, indem er diese Aufgabe dem Team übertrug, das bis dahin die Ta-

gesbetreuung leistete und das er mit zusätzlichem Personal aufstockte. Damit 

wurde den Beschwerdeanträgen Ziff. 4 und 5 durch den Beistand entsprochen 

und das Verfahren vor dem Bezirksrat insoweit gegenstandslos. Der Bezirksrat ist 

folgerichtig in diesem Umfang auf die Beschwerde nicht eingetreten bzw. schrieb 

sein Verfahren ab (vgl. act. 6 S. 14 f. Erw. 7 und 8). Nicht gefolgt werden kann al-

lerdings der Auffassung der Vorinstanz, dass dieser Umstand keinen Einfluss auf 

die Kostenauflage hat (vgl. act. 6 S. 19 f. Erw. 12). In diesem Punkt drängt sich 

eine Korrektur des vorinstanzlichen Entscheids auf. 

Die Beibehaltung des Tagesbetreuungsteams und Kündigung des Nachtbetreu-

ungsteams waren wesentliche Anliegen der Beschwerdeführerin. Von unterge-

ordneter Bedeutung erweist sich ihr teilweises Obsiegen, was die Kosten der 

KESB betrifft. Wie gesehen hatte sich der Bezirksrat aber auch mit den Anträgen 

um vollständige Überprüfung der gesamten Mandatsführung des Beistands, um 

Auswechslung des Beistandes und des Hausarztes und auch mit vorsorglichen 

Massnahmen zu befassen. In all diesen Fragen, im Ergebnis mehrheitlich, unter-

lag die Beschwerdeführerin. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist somit 

Dispositiv Ziff. II. des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben, und es ist die Ent-

scheidgebühr von Fr. 2'000.− der Beschwerdeführerin zu 3/5 aufzuerlegen und im 

übrigen Umfang auf die Staatskasse zu nehmen. 

Für die Zusprechung einer (reduzierten) Parteientschädigung, darauf wies bereits 

der Bezirksrat hin, fehlt es an einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage. Die 

Voraussetzungen, um einer (teilweise) obsiegenden Partei ausnahmsweise zu 

Lasten des Staates eine Parteientschädigung zuzusprechen − wie etwa in Fällen 

von Rechtsverzögerung, -verweigerung oder qualifiziert falschen Entscheiden 

(vgl. dazu etwa den von der Beschwerdeführerin angesprochenen Entscheid der 

Kammer PQ140040 vom 25. September 2014) − sind hier nicht erfüllt. In diesem 

Punkt ist die Beschwerde abzuweisen. 

6.  

- 19 - 

Die Beschwerdeführerin obsiegt im Beschwerdeverfahren vor der Kammer teil-

weise hinsichtlich der Auflage der Verfahrenskosten der KESB und des Bezirks-

rats. In den übrigen Punkten − Überprüfung der Mandatsführung des Beistands, 

Verweis des Antrags auf Beistandswechsel in separates Verfahren, Vertrags-

schluss mit dem "Betreuungsdienst G._____", Hausarztwechsel, Parteientschädi-

gung für das Verfahren vor dem Bezirksrat − unterliegt sie. Insgesamt betrachtet 

überwiegt das Unterliegen deutlich. Dementsprechend sind die Kosten dieses 

Verfahrens vor der Kammer, welche auf Fr. 2'000.− festzulegen sind (§ 5 Abs. 1 

GebV OG), der Beschwerdeführerin zu drei Viertel aufzuerlegen und im restlichen 

Umfang auf die Staatskasse zu nehmen. Die Voraussetzungen, um der Be-

schwerdeführerin eine Parteienschädigung zuzusprechen, sind auch im vorlie-

genden Verfahren vor der Kammer nicht erfüllt (vgl. dazu Erw. 5.3. letzter Absatz). 

Es wird erkannt:  

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden Dispositiv Ziff. I. und II. 

des Urteils des Bezirksrats Uster vom 8. Dezember 2014 aufgehoben und 

durch folgende Fassung ersetzt: 

I. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv Ziff. 5 des 

Entscheids der KESB Dübendorf vom 21. Februar 2014 aufgehoben und 

durch folgende Fassung ersetzt: 

5. Die Entscheidgebühr wird der Beschwerdeführerin zur Hälfte auf-

erlegt und im restlichen Umfang auf die Staats- bzw. Gemeinde-

kasse genommen. 

Im übrigen Umfang wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf 

eingetreten bzw. sie nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben 

wird. 

II. Die Entscheidgebühr von Fr. 2'000.− wird der Beschwerdeführerin zu 

3/5 auferlegt und im restlichen Umfang auf die Staatskasse genommen. 

- 20 - 

2. Im übrigen Umfang wird die Beschwerde abgewiesen, soweit auf sie einge-

treten wird. 

3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.− festgesetzt und der Beschwerde-

führerin zu ¾ auferlegt und im Restbetrag auf die Staatskasse genommen. 

4. Der Beschwerdeführerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, C._____, die Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde Dübendorf, die Direktion der Justiz und des In-

nern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung der 

eingereichten Akten – an den Bezirksrat Uster, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich in der Hauptsache um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 8. Juni 2015
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden Dispositiv Ziff. I. und II. des Urteils des Bezirksrats Uster vom 8. Dezember 2014 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	I. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv Ziff. 5 des Entscheids der KESB Dübendorf vom 21. Februar 2014 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	5. Die Entscheidgebühr wird der Beschwerdeführerin zur Hälfte auferlegt und im restlichen Umfang auf die Staats- bzw. Gemeindekasse genommen.
	Im übrigen Umfang wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten bzw. sie nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird.
	II. Die Entscheidgebühr von Fr. 2'000.− wird der Beschwerdeführerin zu 3/5 auferlegt und im restlichen Umfang auf die Staatskasse genommen.
	2. Im übrigen Umfang wird die Beschwerde abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.
	3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.− festgesetzt und der Beschwerdeführerin zu ¾ auferlegt und im Restbetrag auf die Staatskasse genommen.
	4. Der Beschwerdeführerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, C._____, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dübendorf, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezi...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...