# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d835fc70-846f-59d2-bb46-4e72b8cd20df
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 26.11.2018 SB180123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180123_2018-11-26.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB180123-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

lic. iur. Ch. Prinz sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. T. Walthert 

 

Urteil vom 26. November 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Fürsprecher X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. U. Krättli,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

Angriff etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung,  
vom 29. Juni 2017 (DG160226) 

- 2 - 

 

Anklage: 

Die Anklage der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 20. Juli 2016 ist diesem 

Urteil beigeheftet (Urk. 1/1000209).  

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 32 S. 113 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB; 

− der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 155 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 

20 Tagessätzen zu Fr. 20.–, welche als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 24. November 2016 ausgefällten Geld-

strafe ausgefällt wird. 

3. Der Vollzug der Freiheits- sowie der Geldstrafe wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt.  

4. Folgende, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 30. Januar 

2014 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich bzw. bei der Kasse 

der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat lagernden Gegenstände werden als Be-

weismittel bei den Akten belassen: 

− Lederhut, schwarz (Asservat-Nr. A005'986'323); 
− Trinkglas/Trinkgefäss (Asservat-Nr. A005'986'221); 
− Schirm, Griff und Stiel (Asservat-Nr. A005'986'232); 
− Schirm, defekter oberer Teil (Asservat-Nr. A005'986'243); 
− Bierflasche "Schützengraben" (Asservat-Nr. A005'986'254); 
− CD/Videodatensicherung (Asservat-Nr. A006'044'184).  

- 3 - 

5. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Schadener-

satz von Fr. 113.55 zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern.  

6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte A._____ gegenüber dem Privatkläger 

B._____ im Übrigen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss Dossier 1 dem 

Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist, unter solidarischer Haftung mit weite-

ren Mittätern. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzan-

spruchs wird der Privatkläger B._____ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

7. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 4'000.– 

zuzüglich 5% Zins ab 24. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen, unter 

solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren des Privatklägers B._____ abgewiesen. 

8. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Schadener-

satz von Fr. 848.– sowie Fr. 847.80, je zuzüglich 5% Zins ab 1. November 2013, zu 

bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag wird 

das Schadenersatzbegehren des Privatklägers C._____ abgewiesen. 

9. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte A._____ gegenüber dem Privatkläger 

C._____ im Übrigen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss Dossier 1 dem 

Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist, unter solidarischer Haftung mit weite-

ren Mittätern. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzan-

spruchs wird der Privatkläger C._____ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

10. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Fr. 9'000.– 

zuzüglich 5% Zins ab 24. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen, unter 

solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungs-

begehren des Privatklägers C._____ abgewiesen. 

11. Der amtliche Verteidiger Fürsprecher X._____ wird mit Fr. 10'952.50 (inkl. Mehr-

wertsteuer und Barauslagen) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

12. Die Höhe der Entschädigung der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläger 

B._____ und C._____ wird mit separatem Beschluss festgelegt.  

13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf  

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Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'000.–   Gebühr Untersuchung, 

Fr. 2'289.55   Gutachten/Expertisen etc., 

Fr. 8'565.70   amtliche Verteidigung Untersuchung, 

 Fr. 2'386.80   amtliche Verteidigung, 

Fr. 1'410.75   Vertreter Geschädigte/Privatkläger. 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Pri-

vatklägerschaft, werden dem Beschuldigten A._____ auferlegt. Die Kosten der un-

entgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft werden definitiv auf die Gerichtskas-

se genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die 

Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO. 

15. (Mitteilungen) 

16. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____: 

 (Urk. 55 S. 2 f.) 

1. Freispruch 

Der Berufungskläger sei von den Vorwürfen des Angriffs im Sinne von 

Art. 134 StGB und der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 

StGB freizusprechen. 

2. Eventualantrag 

Im Falle eines Schuldspruchs wegen Teilnahme an einem Angriff im 

Sinne von Art. 134 StGB sei der Berufungskläger mit einer bedingten 

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Freiheitsstrafe von höchstens 8 Monaten, unter Anrechnung der bereits 

erstandenen Haft (155 Tage) und Ansetzung einer Probezeit von 

2 Jahren zu bestrafen. 

 Im Falle eines Schuldspruchs wegen Beschimpfung im Sinne von 

Art. 177 Abs. 1 StGB sei der Berufungskläger mit einer bedingten Zu-

satzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug 

vom 24. November 2016 von 5 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 10.00 zu 

bestrafen. 

3. Schadenersatz / Genugtuung  

Bei einem Freispruch wegen Teilnahme an einem Angriff im Sinne von 

Art. 134 StGB seien sämtliche von der Privatklägerschaft geltend ge-

machten Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen abzuweisen. 

 Für den Fall eines Schuldspruchs wegen Teilnahme an einem Angriff 

im Sinne von Art. 134 StGB seien sämtliche Schadenersatzforderun-

gen der Privatklägerschaft auf den Zivilweg zu verweisen und der Beru-

fungskläger zu folgenden Genugtuungszahlungen unter solidarischer 

Haftung mit den Mittätern zu verpflichten: 

 - B._____: Fr. 2'000.00  

- C._____: Fr. 4'000.00 

4. Kosten etc.  

Die Verfahrenskosten der ersten Instanz, resp. der Berufungsinstanz 

seien ausgangsgemäss zu verlegen. Die Kosten der amtlichen Vertei-

digung seien in jedem Fall vollumfänglich auf die Staatskasse zu neh-

men. 

 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich, Urk. 38) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

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c) Der Vertretung des Privatklägers C._____: 

(Prot. II S. 27 f.) 

1. Die Berufung sei abzuweisen. 

2. Das erstinstanzliche Urteil sei zu bestätigen. 

3. Der Berufungskläger habe dem Privatkläger für die Bemühungen  

seiner Rechtsvertreterin eine Parteientschädigung zu bezahlen, alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.  

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum erstinstanzlichen Urteil vom 29. Juni 2017 

kann auf die entsprechenden Ausführungen dort verwiesen werden (Urk. 32 

S. 6 f.). 

1.2. Nach durchgeführter Hauptverhandlung am 19. und 23. Juni 2017 (Prot. I 

S. 7 ff. und 12 ff.) und interner Beratung am 28. und 29. Juni 2017 (Prot. I S. 38 

ff.) eröffnete die Vorinstanz ihren eingangs im Dispositiv wieder gegebenen Ent-

scheid mündlich und verurteilte den Beschuldigten wegen Angriffs und Beschimp-

fung, wofür sie ihn mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten sowie mit 

einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 20.– bestrafte, letztere als Zusatz-

strafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 

24. November 2016 ausgefällten Geldstrafe, unter Ansetzung einer Probezeit von 

3 Jahren (Urk. 24). Innert Frist (Art. 399 Abs. 1 StPO) meldete die Verteidigung 

des Beschuldigten am 10. Juli 2017 Berufung an (Urk. 28). Weitere Berufungen 

wurden weder von der Staatsanwaltschaft noch von der Privatklägerschaft ange-

meldet, weshalb diesen mit Schreiben vom 18. Juli 2017 die Berufungsanmeldung 

des Beschuldigten mitgeteilt wurde (Urk. 30/1-3). 

- 7 - 

1.3. Nach Zustellung des begründeten Urteils an den Beschuldigten am 

20. Februar 2018 (Urk. 31/2) reichte sein Verteidiger innert gesetzlicher Frist 

(Art. 399 Abs. 2 StPO) am 21. Februar 2018 die Berufungserklärung ein (Urk. 33). 

1.4. Mit Präsidialverfügung vom 3. April 2018 wurde der Staatsanwaltschaft und 

den Privatklägern die Berufungserklärung zugestellt und Frist angesetzt, um An-

schlussberufung zu erheben oder um begründet ein Nichteintreten auf die Beru-

fung zu beantragen (Urk. 36). Mit Schreiben vom 16. April 2018 teilte die Staats-

anwaltschaft Verzicht auf Anschlussberufung mit und beantragte Bestätigung des 

vorinstanzlichen Urteils (Urk. 38). Mit Schreiben vom 17. April 2018 teilte die Ver-

treterin des Privatklägers C._____ einerseits Verzicht auf Anschlussberufung mit 

(Urk. 40) und stellte für diesen ein Begehren um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes (Urk. 42). Am 25. April 

2018 teilte der Vertreter des Privatklägers B._____ ebenfalls Verzicht auf An-

schlussberufung mit (Urk. 45). 

1.5. Mit Präsidialverfügung vom 30. April 2018 wurden die diversen Eingaben 

den übrigen Parteien zugestellt und festgehalten, dass die Bestellung eines un-

entgeltlichen Rechtsbeistandes grundsätzlich auch für das Berufungsverfahren 

gelte, weshalb die Vertreterin des Privatklägers C._____, Rechtsanwältin Dr. iur. 

Y1._____, nicht ausdrücklich erneut zu bestellen sei (Urk. 47). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Der Beschuldigte liess mit der Berufungserklärung folgende Anträge er-

heben (Urk. 33 S. 2): 

"1. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beschuldigte das Ur-
teil des Bezirksgerichtes Zürich vom 29. Juni 2017 (DG160226-L) 
vollumfänglich anficht. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.)." 

2.2. Demnach und aufgrund der Ausführungen in der Berufungserklärung sind im 

Berufungsverfahren nicht angefochten, was von den an der Berufungsverhand-

lung anwesenden Parteien auch einstimmig bestätigt wurde (Prot. II S. 14): 

- 8 - 

- die vorinstanzliche Regelung betreffend die beschlagnahmten Gegenstände 

(Urteilsdispositiv-Ziff. 4.) 

- die Entschädigungen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen 

Rechtsvertreterin (Urteilsdispositiv-Ziffern 11. und 12.) 

- die vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Urteilsdispositiv-Ziff. 13.) 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

3. Zur heutigen Berufungsverhandlung erschienen der Beschuldigte in Beglei-

tung seines amtlichen Verteidigers, Fürsprecher X._____, Rechtsanwalt lic. iur. 

Z1._____ namens und in Vertretung des Mitbeschuldigten D._____, der Mitbe-

schuldigte E._____ in Begleitung seiner amtlichen Verteidigerin, Rechtsanwältin 

lic. iur. Z2._____, Staatsanwalt lic. iur. U. Krättli als Vertreter der Anklagebehörde, 

der Privatkläger B._____ in Begleitung seines Vertreters, Rechtsanwalt lic. iur. 

Y2._____, sowie Rechtsanwältin Dr. iur. Y1._____ namens und in Vertretung des 

Privatklägers C._____ (Prot. II S. 4). Vorfragen waren keine zu entscheiden und 

es wurden – abgesehen von der Einvernahme des Beschuldigten (Urk. 54) – den 

Beschuldigten betreffend auch keine Beweisanträge gestellt (Prot. II S. 9 ff. und 

14). Das Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II S. 29 

ff.). 

4. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies 

in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Er-

wähnung findet. Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die 

urteilende Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander-

setzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (BGE 141 

IV 249 E. 1.3.1,mit Hinweisen). Die Berufungsinstanz kann sich somit auf die für 

ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. 

 

- 9 - 

II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

A. Dossier 1 

1. Ausgangslage 

1.1. Politischer Hintergrund 

Bekanntlich ist die eritreische Bevölkerung – vereinfacht dargestellt – in zwei poli-

tische Lager geteilt. In Eritrea gilt ein sogenanntes Einparteiensystem, es ist nur 

eine politische Partei offiziell zugelassen. Oppositionsparteien gelten als illegal 

und sie dürfen bei Wahlen nicht antreten. Der Beschuldigte und die Mitbe-

schuldigten sind Gegner der amtierenden Regierung in Eritrea (Urk. 18 S. 12; 

Urk. 1/052004 S. 4 ff.). Er und die Mitbeschuldigten D._____ und E._____ nah-

men teils regelmässig an politischen Veranstaltungen in der Schweiz und in 

Deutschland teil (Urk. 1/007001 S. 5; Urk. 1/056007 S. 6 f.; Urk. 1/052004 S. 6 

Frage 57; Urk. 1/057005 S. 5 f.; Urk. 55 S. 5). 

Inwiefern der Privatkläger B._____ Anhänger der Regierungspartei und des eritre-

ischen Präsidenten ist, wie es der Mitbeschuldigte D._____ diesem offenbar vor-

geworfen hat (Urk. 1/007002 S. 1 f. Frage 5; Urk. 1/010001 S. 5 Frage 28; 

Urk. 1/010002 S. 3 Frage 18), ist nicht erstellt und mit der Vertreterin des Privat-

klägers C._____ vorliegend auch nicht relevant (Prot. I S. 20), da dieser mut-

massliche politische Hintergrund die dem Beschuldigten und den Mitbeschuldig-

ten vorgeworfenen Taten in keiner Weise zu rechtfertigen vermögen. 

1.2. Beweismittel und deren Verwertbarkeit 

1.2.1. Die Vorinstanz hat zutreffend und abschliessend festgehalten, welche 

Einvernahmen von welchen Personen auch zulasten des Beschuldigten verwert-

bar sind, dass auf die in den Akten liegenden Arztberichte und Fotografien der er-

littenen Verletzungen abgestellt werden kann sowie dass auf das von F._____ am 

24. Juni 2013 mit ihrem Smartphone erstellte Video mangels Relevanz nicht wei-

ter einzugehen ist (Urk. 32 S. 12 ff.). Zwecks Vermeidung von Wiederholungen 

kann auf diese vorinstanzlichen Ausführungen vollumfänglich verwiesen werden, 

- 10 - 

zumal auch keine der Parteien dagegen opponierte oder Gegenteiliges vorge-

bracht hat. 

1.2.2. Festzuhalten ist deshalb zusammenfassend, dass die Aussagen der 

Mitbeschuldigten G._____ und H._____ sowie die Aussagen der lediglich polizei-

lich befragten I._____, J._____, F._____, K._____ und L._____ mangels Wah-

rung des Teilnahmerechts des Beschuldigten bzw. mangels Konfrontation mit de-

ren Aussagen nicht zu seinem Nachteil verwendet werden dürfen. 

1.3. Glaubwürdigkeit der involvierten Personen 

1.3.1. Die Vorinstanz hat sich in ihrem Urteil ausführlich und zutreffend zur 

allgemeinen Glaubwürdigkeit der verschiedenen einvernommenen Personen ge-

äussert und sinngemäss festgehalten, dass bei all den einvernommenen Perso-

nen gewisse Zweifel und Vorbehalte angebracht bzw. bei der Würdigung ihrer 

Aussagen gewisse Vorsicht geboten ist, da sie entweder als (Mit-)Beschuldigte 

oder Privatkläger ein eigenes Interesse am Ausgang des gerichtlichen Verfahrens 

haben oder es sich dabei um Kollegen der Privatkläger handelt (Urk. 32 S. 15 ff.). 

Darauf kann vollumfänglich verwiesen werden, zumal auch dies von keiner Partei 

beanstandet wurde. 

1.3.2. Zutreffend konkludiert die Vorinstanz dann auch, dass nicht die pro-

zessuale Stellung der Beschuldigten bzw. der Privatkläger, der Zeugen sowie der 

weiteren befragten Personen, sondern der materielle Gehalt ihrer Aussagen in 

erster Linie massgebend ist (Urk. 32 S. 18). Denn nach herrschender Praxis darf 

nicht einfach auf die Persönlichkeit oder die allgemeine Glaubwürdigkeit der aus-

sagenden Person abgestellt werden, sondern es ist vor allem die Glaubhaftigkeit 

ihrer konkreten, sachverhaltsrelevanten Aussagen zu berücksichtigen. Diese sind 

einer Analyse und einer kritischen Würdigung zu unterziehen (vgl. hierzu ausführ-

lich Bender/Nack/Treuer, Tatsachenfeststellung vor Gericht, Glaubwürdigkeits- 

und Beweislehre, Vernehmungslehre, 3. Aufl., München 2007, S. 68 ff. und S. 84 

ff. und Bender, Die häufigsten Fehler bei der Beurteilung von Zeugenaussagen, 

SJZ 81 [1985], S. 53 ff.). Auf die Glaubhaftigkeit und die entsprechende Wür-

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digung der Aussagen der diversen involvierten Personen wird nachfolgend ge-

nauer einzugehen sein. 

2. Beweiswürdigung 

2.1. Vorinstanzliches Beweisergebnis 

2.1.1. Die Vorinstanz ist nach ausführlicher und akribischer Prüfung und 

Würdigung sämtlicher relevanten Aussagen des Privatklägers B._____ (Urk. 32 

S. 21-33), des Privatklägers C._____ (Urk. 32 S. 33-40) und des Beschuldigten 

(Urk. 32 S. 40-49), der Zeugen M._____, N._____, O._____, P._____ und 

Q._____ (Urk. 32 S. 49-61), der zumindest nicht zulasten des Beschuldigten aus-

fallenden Aussagen der Mitbeschuldigten R._____, S._____ und E._____, des 

Mitbeschuldigten D._____ und der nicht zu seinen Lasten verwertbaren Aussagen 

der Mitbeschuldigten G._____ und H._____ (Urk. 32 S. 61-66) sowie der lediglich 

polizeilich befragten J._____, F._____, I._____, K._____ und L._____ (Urk. 32 

S. 66-68) zum Schluss gekommen, dass die Aussagen der Privatkläger B._____ 

und C._____ glaubhaft seien und das Aussageverhalten des Beschuldigten dem-

gegenüber nicht zu überzeugen vermöge. 

2.1.2. Die Vorinstanz erachtete deshalb den folgenden Sachverhalt als 

rechtsgenügend erstellt (Urk. 32 S. 69-73): 

Am 24. Juni 2013 sei es im Restaurant ... zu einem tätlichen Übergriff gekommen, 

an welchem namentlich der Beschuldigte und die Mitbeschuldigten R._____, 

D._____, E._____ und G._____ beteiligt gewesen seien. Der Vorfall habe dabei 

damit begonnen, dass der Mitbeschuldigte D._____ den Privatkläger B._____ im 

Restaurant ... auf seine politische Haltung zur eritreischen Regierung angespro-

chen, worauf dieser den Mitbeschuldigten D._____ vors Lokal geführt habe. Im 

Eingangsbereich sei der Mitbeschuldigte D._____ sodann tätlich gegen den Pri-

vatkläger B._____ vor gegangen, wobei offen bleiben müsse, ob er ihm einen 

Stoss mit den Händen gegen die Brust oder einen Kopfstoss gegen den Stirn-

bereich versetzt habe. Vor dem Lokal sei der Privatkläger B._____ alsdann von 

einer Gruppe von Männern körperlich mit Händen und Füssen angegriffen wor-

- 12 - 

den. Nachdem der Privatkläger B._____ nicht mehr ins Restaurant zurückgekehrt 

sei, hätten mehrere Gäste das Lokal verlassen wollen, was ihnen jedoch nicht ge-

lungen sei, da der Beschuldigte im Eingang gestanden, ihnen den Weg versperrt 

und sie zurück ins Restaurant gestossen habe. Als der Privatkläger B._____ da-

raufhin ins Lokal habe zurückkehren wollen, habe ihm der Beschuldigte einen 

Fusstritt bzw. -kick gegen die Stirn versetzt. Der Privatkläger B._____ sei in der 

Folge zurück ins Restaurant gerannt, wobei ihm die Angreifer jedoch gefolgt sei-

en. Dort habe ihn der Mitbeschuldigte R._____ am Kragen gepackt. Zudem habe 

er den Privatkläger B._____ – ein Messer in der Hand haltend – aufgefordert, sich 

hinzusetzen. Dieser Aufforderung sei der Privatkläger B._____ indes nicht nach 

gekommen, sondern sei zurück gewichen, worauf ihm der Mitbeschuldigte 

R._____ mit dem Messer in der Hand gefolgt sei und dabei leichte Schwingbe-

wegungen gemacht habe. 

Währenddessen hätten die weiteren Angreifer im Inneren des Lokals mit ver-

schiedenen Gegenständen, so insbesondere mit Flaschen und Gläsern, auf die 

Gäste eingeschlagen. Unter den Personen, welche mit Stühlen, Flaschen und 

Gläsern geworfen hätten, hätten sich dabei insbesondere der Beschuldigte und 

die Mitbeschuldigten D._____ und E._____ befunden. Der Mitbeschuldigte 

E._____ habe den Privatkläger C._____ dabei mit einer (Wodka) Flasche im Ge-

sicht getroffen, wodurch mehrere seiner Zähne ausgefallen bzw. beschädigt wor-

den seien, er aus dem Mund geblutet habe und seine Lippe habe genäht werden 

müssen. Der Beschuldigte habe zudem einen Stuhl hoch gehoben, welchen er 

habe herumwerfen bzw. womit er habe auf Gäste einschlagen wollen. Insbeson-

dere habe er diesen gegen die Zeugin O._____ werfen bzw. sie damit schlagen 

wollen. Überdies habe der Beschuldigte einem der Gäste mindestens eine Ohr-

feige verpasst. Der Mitbeschuldigte S._____ habe sich im Verlauf des Gesche-

hens seinerseits irgendwann beim Eingang des Lokals aufgehalten. Der Vorfall 

habe schliesslich damit geendet, dass der Mitbeschuldigte G._____ den Mitbe-

schuldigten R._____ aufgefordert habe zu verschwinden, worauf alle Angreifer 

das Restaurant verlassen hätten und davon gerannt seien. 

- 13 - 

Aufgrund der Unterlagen der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des 

Universitätsspitals Zürich sowie den Ausführungen des Privatklägers B._____ 

könne als gegeben erachtet werden, dass dieser sich im Rahmen der tätlichen 

Auseinandersetzung am 24. Juni 2013 eine Schaft-Schrägfraktur des Fingerknö-

chelchens des rechten Mittelfingers zugezogen habe. Ebenso könne davon aus-

gegangen werden, dass er die in der Anklageschrift aufgeführten Prellungen an 

der Stirn im Zuge des eingeklagten Vorfalles erlitten habe. Was den Privatkläger 

C._____ anbelange, müsse aufgrund der vorstehenden Ausführungen alsdann als 

erwiesen gelten, dass seine Gebissverletzungen bzw. -beeinträchtigungen sowie 

die Rissquetschwunde an seiner Unter- und Oberlippe ebenfalls von den Ereig-

nissen vom 24. Juni 2013, nämlich vom Wurf einer Falsche in sein Gesicht, her-

rühren würden. 

2.1.3. Nicht erstellen lasse sich gemäss Ausführungen der Vorinstanz hinge-

gen, dass der Mitbeschuldigte D._____ zu K._____ gerannt sei, sie verfolgt und 

eingeholt habe, sie an den Haaren gerissen sowie ihr einmal gegen den Nacken 

und mindestens zweimal ins Gesicht geschlagen habe. Auch dass der Mitbe-

schuldigte D._____, nachdem er sich im Anschluss an den tätlichen Übergriff auf 

den Privatkläger B._____ zurück ins Lokal begeben habe, mit einer Art Eisen-

stange bewaffnet gewesen sein soll, lasse sich nicht rechtsgenügend nachweisen 

(Urk. 32 S. 68 f.). 

2.1.4. Nach der Vorinstanz sei bezüglich den Beschuldigten somit erstellt, 

dass er in jener Phase der tätlichen Auseinandersetzung, als mehrere Personen 

vor dem Restaurant ... auf den Privatkläger B._____ eingeschlagen hätten, am 

Eingang des Restaurants gestanden sei, den Gästen, welche das Restaurant hät-

ten verlassen wollen, den Weg versperrt und sie ins Restaurant zurück gestossen 

habe. Erwiesen sei sodann, dass der Beschuldigte dem Privatkläger B._____ ei-

nen Fusstritt bzw. -kick gegen die Stirn versetzt habe, als dieser in der Folge ins 

Lokal habe zurückkehren wollen, und einem der Gäste mindestens eine Ohrfeige 

verpasst habe. Als gegeben sei zudem zu erachten, dass der Beschuldigte im In-

nern des Lokals einen Stuhl hochgehoben habe, welchen er gegen die Zeugin 

O._____ habe werfen bzw. mit welchem er diese habe schlagen wollen, wovon er 

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nach einer verbalen Intervention durch die Zeugin Q._____ jedoch abgelassen 

habe (Urk. 32 S. 73 f.). 

2.2. Würdigung 

2.2.1. Die Vorinstanz hat sich zudem einlässlich mit den Einwänden und Ar-

gumenten der Verteidigung auseinander gesetzt, weshalb grundsätzlich auf die 

zutreffenden Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden kann. An-

lässlich der Berufungsverhandlung hat sich die Verteidigung sehr kurz gehalten 

und sich auf die Darstellung beschränkt, die vorinstanzliche Schlussfolgerung sei 

unhaltbar, da die Aussagen der Zeugen, auf welche sich die Vorinstanz verlasse, 

offensichtlich und gerichtsnotorisch abgesprochen und nicht glaubhaft seien 

(Urk. 55 S. 5). Woraus die Verteidigung diese offensichtlichen und gar gerichts-

notorischen Absprachen ableiten will, behält sie, abgesehen vom Hinweis auf die 

politischen Gründe, aber für sich. Die Vorinstanz hat jedoch richtig erkannt, dass 

der Beschuldigte selber eingestanden hat, sich im Eingangsbereich des Restau-

rants aufgehalten zu haben. Die entsprechende Zeugenaussage von N._____ be-

stätigt somit letztlich nur, was der Beschuldigte bereits selber deponierte. Dass 

andere Zeugen ihn nicht als einer derjenigen, welche die Tür blockiert haben, 

identifizieren konnten, macht die Aussagen des Beschuldigten und der Zeugin 

N._____ damit weder unglaubhaft noch widersprüchlich. Wie die Vorinstanz zu-

treffend ausgeführt hat, handelte es sich um ein tumultartiges, dynamisches Ge-

schehen, wobei es ohne Weiteres möglich war, dass sich der Beschuldigte und 

weitere Personen bei der Blockierung des Eingangs abgewechselt oder sich in ei-

nem bestimmten Zeitpunkt weitere Personen zu ihm und dem Mitbeschuldigten 

G._____ gesellt haben (Urk. 32 S. 53). 

2.2.2. Weiter hat die Vorinstanz auch zutreffend festgehalten, der Umstand, 

dass der Privatkläger B._____ durch den Kick des Beschuldigten an seine Stirn 

nicht K.O. gegangen oder zumindest hingefallen ist – so die Ansicht der Verteidi-

gung (Urk. 18 S. 7 oben), – schliesst den inkriminierten Fusstritt nicht aus. Nicht 

jeder Fusstritt gegen die Stirn führt per se zur Bewusstlosigkeit oder zumindest 

zum Verlust der Balance. Zumal, wie die Vorinstanz ebenfalls richtig bemerkt hat, 

- 15 - 

dem Beschuldigten in der Anklage nicht vorgeworfen wird, einen Tritt mit voller 

Wucht ausgeführt zu haben (Urk. 32 S. 48). 

2.3. Es ist deshalb mit der Vorinstanz der von ihr umschriebene Sachverhalt 

(Urk. 32 S. 73 f.) als erstellt zu erachten. 

3. Rechtliche Würdigung 

3.1. Die Vorinstanz ist der Anklage gefolgt und hat den Beschuldigten hinsichtlich 

Dossier 1 des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig gesprochen (Urk. 32 

S. 74 ff.). 

3.2. Die Verteidigung hat vor Vorinstanz geltend gemacht, es könne beim Be-

schuldigten nicht von einer Beteiligung an einem Angriff gesprochen werden, da 

ihm höchstens der Vorwurf einer Ohrfeige – als Reaktion auf eine Beleidigung – 

gemacht werden könne. Allein aus der physischen Präsenz lasse sich keine für 

den Tatbestand des Angriffs hinreichende Beteiligung ableiten (Urk. 18 S. 8). Die-

se Ausführungen sind jedoch bereits durch den erstellten Sachverhalt widerlegt. 

Auch hat die Vorinstanz zutreffend ausgeführt, dass entgegen der Ansicht der 

Verteidigung eben nicht jeder der Anwesenden im Rahmen der Auseinander-

setzungen seinen eigenen kleinen Schauplatz innehatte (a.a.O.). Beim Beschul-

digten handelte es sich um einen Kollegen der Mitbeschuldigten, die teilweise 

schon zuvor gemeinsam unterwegs waren und sich in der Folge alle zur selben 

Zeit im Restaurant ... einfanden, wo sie in irgend einer Form tätlich auf die Gäste 

des Lokals einwirkten. Mit der Vorinstanz mag zwar sein, dass ein gemeinsamer 

gewaltsamer Übergriff nicht zum vornhinein geplant und abgesprochen war. Es ist 

jedoch mit der Vorinstanz auch als lebensfremd zu bezeichnen, dass jeder der 

Beschuldigten zufällig gleichzeitig im Restaurant ... in eine unabhängige tätliche 

Auseinandersetzung verwickelt gewesen sein soll (Urk. 32 S. 74). Der ganze An-

griff mag zwar vom Mitbeschuldigten D._____ initiiert worden sein, hernach er-

folgte aber ein regelrechter Überfall sämtlicher Mitbeschuldigten und mutmasslich 

noch weiterer Personen auf das Restaurant ... und dessen Gäste, wobei in die-

sem hektischen und sehr dynamischen Geschehen ein jeder Mitbeschuldigte sei-

- 16 - 

nen eigenen Beitrag zum gesamten Angriff geleistet hat, je nach dem, welche 

Möglichkeiten und Gegenstände sich ihm gerade boten. 

3.3. Der vorinstanzliche Schuldspruch wegen Angriffs im Sinne von Art. 134 

StGB ist deshalb zu bestätigen. 

B. Dossier 9 

1. Ausgangslage 

1.1. Dem Beschuldigten wird in Dossier 9 der Anklage vorgeworfen, sich am 

4. August 2015 anlässlich einer Kontrolle durch die Zugbegleiterinnen T._____ 

und U._____ im Zug zwischen Brugg und Aarau sehr aggressiv verhalten zu ha-

ben, wobei er die Geschädigte T._____ als "Rassistin" bezeichnet habe 

(Urk. 1/1000209 S. 5 f.). 

1.2. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, ist der Beschuldigte hinsicht-

lich dieses Sachverhaltes vollumfänglich geständig, so auch im Berufungsverfah-

ren (Urk. 55 S. 5 ff.), weshalb der eingeklagte Sachverhalt mit der Vorinstanz als 

erstellt erachtet werden kann (Urk. 32 S. 76). 

1.3. Der Beschuldigte vertritt vielmehr die Auffassung, die Äusserung "Rassistin" 

erfülle im vorliegenden Kontext den Tatbestand der Beschimpfung nicht bzw. er-

scheine nicht strafwürdig (Urk. 33 S. 4; Urk. 55 S. 5 ff.). 

2. Rechtliche Würdigung 

2.1. Der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB macht sich schuldig, 

wer jemanden in anderer Weise als durch Verleumdung bzw. üble Nachrede 

durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angreift. 

2.2. Die Vorinstanz hat sich theoretisch und auch konkret mit der rechtlichen 

Würdigung des eingeklagten Sachverhaltes auseinander gesetzt, weshalb zur 

Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden kann (Urk. 32 S. 77 

f.). Zutreffend kam sie zum Schluss, dass sowohl in objektiver als auch in subjek-

tiver Hinsicht alle Merkmale für das Vorliegen einer Beschimpfung gegeben sind. 

- 17 - 

Die Kritik der Verteidigung am vorinstanzlichen Schuldspruch erschöpft sich denn 

auch in einer Wiederholung der bereits im Hauptverfahren vorgebrachten Argu-

mentation. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, darf der von der Ver-

teidigung vorgebrachte Einwand, der Begriff "Rassist" verdiene heutzutage auf-

grund des inflationären Gebrauchs keinen rechtlichen Schutz mehr, nicht dazu 

führen, dass deren Verwendung von vornherein als nicht ehrenrührig oder herab-

setzend gelten darf. Dass der Begriff "Rassist" heutzutage tatsächlich inflationär 

gebraucht wird, ist denn auch lediglich eine Behauptung der Verteidigung, die in 

der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Stütze findet. Gerade in Zeiten einer 

verstärkten Sensibilisierung zum Thema Rassismus aber auch der vermehrten 

und dezidierten Anprangerung desselben, wie es durch teils weltweite Beweg-

ungen getan wird (vgl. Black Lives Matter), und des nach wie vor vorhandenen 

tatsächlichen Rassismus, ist es in keinster Weise angezeigt, die Bedeutung die-

ses Wortes rein aufgrund der Häufigkeit dessen Verwendung zu bagatellisieren. 

Da ein rassistisches Verhalten einen eigenen Straftatbestand erfüllen kann 

(Art. 261bis StGB), ist der Vorwurf, ein "Rassist" zu sein, durchaus als ehrenrührig 

anzusehen. Entgegen der impliziten Auffassung der Verteidigung hat der inflatio-

näre Gebrauch dieses Begriffes, sofern dies denn tatsächlich zutrifft, nicht zu ei-

ner Verharmlosung der damit einher gehenden Botschaft geführt (vgl. auch den 

entsprechenden Schuldspruch im Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich 

SB180059 vom 13. Juli 2018 S. 15 ff.).  

2.3. Der vorinstanzliche Schuldspruch wegen Beschimpfung im Sinne von 

Art. 177 Abs. 1 StGB ist deshalb zu bestätigen. 

 
 
 
 

III. Sanktion 

1. Anwendbares Recht 

Am 19. Juni 2015 beschloss die Bundesversammlung diverse Änderungen des 

Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches (AS 2016 1249 ff.), welche gemäss Mit-

- 18 - 

teilung des Bundesrates vom 29. März 2016 auf den 1. Januar 2018 in Kraft ge-

setzt wurden. Die dadurch erfolgte Revision des Sanktionenrechts hat vorliegend 

auf die Sanktionsandrohungen der eingeklagten Straftatbestände und die damit 

einher gehende Möglichkeit der Ausfällung einer Geldstrafe Auswirkung. 

Da die mit der Revision vorgenommenen Änderungen primär den Anwendungs-

bereich der Geldstrafe betreffen bzw. einschränken (Wegfall des teilbedingten 

Vollzugs, Verkürzung der maximalen Anzahl Tagessätze auf 180, Festlegung ei-

ner Tagessatzuntergrenze) bzw. die Wiedereinführung der kurzen Freiheitsstrafen 

(bis sechs Monate) mit sich bringen, kann das neue Recht gegenüber dem bis-

herigen Recht grundsätzlich kaum als milder qualifiziert werden (vgl. Art. 2 Abs. 2 

StGB). Im vorliegenden Fall, wie nachfolgend noch zu zeigen sein wird, ist jedoch 

eine Freiheitsstrafe, welche weit über der Grenze einer allenfalls noch möglichen 

Geldstrafe liegt, und andererseits eine Geldstrafe auszusprechen, die bereits aus 

prozessualen Gründen (Verschlechterungsverbot) nicht höher als die vorinstanz-

lich ausgefällten 20 Tagessätze ausfallen kann, weshalb der Beschuldigte von 

dieser Gesetzesrevision nicht betroffen ist. Deshalb ist das alte Recht anzuwen-

den. 

2. Ausgangslage 

Die Staatsanwaltschaft beantragte im Hauptverfahren eine Bestrafung des Be-

schuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten und einer Geldstrafe von 

30 Tagessätzen zu Fr. 30.–, beides bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von 

3 Jahren (Urk. 1/1000209 S. 7; Urk. 13 S. 7). Die Verteidigung war im Haupt-

verfahren im Eventualantrag der Ansicht, der Beschuldigte sei mit einer an-

gemessenen bedingten Geldstrafe für den Angriff zu bestrafen, hinsichtlich der 

Beschimpfung sei aufgrund der geringfügigen Schuld und Tatfolgen im Sinne von 

Art. 52 StGB von einer Strafe abzusehen (Urk. 18 S. 3 und S. 10 ff.). Die Vor-

instanz hat eine bedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten sowie eine Geldstrafe 

von 20 Tagessätzen zu Fr. 20.– ausgesprochen, letztere als Zusatzstrafe zu der 

mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 24. November 2016 

ausgefällten Geldstrafe, unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren (Urk. 32 

S. 113 Ziff. 2. und 3.). Im Berufungsverfahren bringt die Verteidigung vor, der Be-

- 19 - 

schuldigte sei eventualiter wegen Teilnahme am Angriff mit einer bedingten Frei-

heitsstrafe von höchstens 8 Monaten, unter Ansetzung einer Probezeit von 

2 Jahren, und einer Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu Fr. 10.– als Zusatzstrafe 

zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 24. November 

2016 zu bestrafen (Urk. 55 S. 2).  

3. Strafzumessung 

3.1. Die Vorinstanz hat vorab den anwendbaren Strafrahmen des Angriffs im 

Sinne von Art. 134 StGB als schwerste vom Beschuldigten begangene Straftat 

korrekt bemessen und die theoretischen Grundsätze der richterlichen Strafzu-

messung angeführt, worauf zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen wird 

(Urk. 32 S. 78-81). 

Zutreffend hat die Vorinstanz auch bemerkt, dass die heute zu beurteilenden Ta-

ten vor der Verurteilung des Beschuldigten mit Strafbefehl vom 24. November 

2016 liegen, wonach er wegen Führens eines Motorfahrzeuges ohne erforder-

lichen Führerausweis, Führens eines Motorfahrzeuges trotz Verweigerung, Ent-

zugs oder Aberkennung des Ausweises sowie Übertretung des Nationalstrassen-

abgabengesetzes zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 40 Tagessätzen 

zu Fr. 30.– sowie zu einer Busse von Fr. 700.– bestraft wurde (Urk. 32 S. 78 f.). 

Der Vorinstanz noch nicht bekannt waren die weiteren Bestrafungen des Be-

schuldigten am 7. Dezember 2017 durch die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

wegen Diebstahls zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.–, 

unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren, und am 15. Februar 2018 durch 

das Bezirksgericht Dietikon wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und 

Beamte zu einer unbedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu Fr. 30.– als Zu-

satzstrafe zum Urteil vom 7. Dezember 2017 der Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat. Hinsichtlich der Bestrafung vom 24. November 2016 wurde der Beschul-

digte mit Urteil der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 7. Dezember 2017 

verwarnt, mit Urteil des Bezirksgericht Dietikon vom 15. Februar 2018 wurde die 

Probezeit um ein Jahr verlängert (Urk. 35). Diese Umstände ändern jedoch nichts 

daran, dass mit der Vorinstanz eine Zusatzstrafe zur Verurteilung vom 

- 20 - 

24. November 2016 auszufällen ist, zumindest im Zusammenhang mit der heute 

auszufällenden (zwingenden) Geldstrafe. 

Die Vorinstanz vertrat die Ansicht, es sei aus Präventionsüberlegungen für den 

Angriff eine Freiheitsstrafe auszufällen, und hat mutmasslich allein deshalb die 

Anwendbarkeit von Art. 49 Abs. 1 StGB ausgeschlossen (Urk. 32 S. 80 f.). Dies 

mag, wie nachfolgend in Bestätigung der vorinstanzlichen Strafen ersichtlich wird, 

im Resultat zwar zutreffen, die Anwendbarkeit von Art. 49 Abs. 1 StGB bestimmt 

sich jedoch nicht nach allgemeinen und eher theoretischen Überlegungen, son-

dern anhand der sogenannten konkreten Methode, mithin erst nach konkreter 

Prüfung des Strafmasses und insbesondere der Strafart eines jeden Deliktes 

(vgl. statt vieler BGE 144 IV 217, E.2.2). Die mit Art. 49 Abs. 1 StGB einher ge-

hende Asperation ist folglich, wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat (Urk. 32 

S. 81), nur im Zusammenhang mit der auszufällenden Zusatzstrafe zu berück-

sichtigen. 

3.2. Dossier 1 

3.2.1. Hinsichtlich Dossier 1 hat die Vorinstanz ausgeführt, der Beschuldigte 

habe sich aktiv an einem heftigen Angriff mit einer Vielzahl von Tätern beteiligt. 

Die durch diesen Angriff geschaffene abstrakte Gefahr habe insbesondere in den 

erheblichen Verletzungen einerseits des Privatklägers C._____, welcher mehrere 

Zähne verloren und auch sonst massive Gebissschäden davon getragen habe, 

was eine längere Behandlungszeit und Gebissrekonstruktionen erforderlich ge-

macht habe, sowie andererseits des Privatklägers B._____, welcher einen Bruch 

des rechten Mittelfingers, resultiert, wenngleich die Schwere der Verletzungen bei 

der Strafzumessung für das Strafmass nicht relevant sein könnten. Daneben sei 

es zu beachtlichen Sachschäden gekommen. Der Angriff sei bewusst vom Mitbe-

schuldigten D._____ provoziert worden, ohne dass die Gruppe der angegriffenen 

Personen hierzu irgend einen Anlass geliefert hätte. Die Angreifer hätten auch 

nicht davor zurück geschreckt Gegenstände wie Stühle, Gläser, Flaschen und so-

gar ein Messer einzusetzen. Es sei deshalb von einem hohen deliktischen Willen 

sowie einer erheblichen kriminellen Energie seitens der Angreifer auszugehen. 

Der Beschuldigte selber habe sich dabei in mannigfacher Weise am Angriff betei-

- 21 - 

ligt, indem er zum einen von seinen Akrobatikkünsten Gebrauch gemacht und 

dem Privatkläger B._____ einen Fusstritt bzw. -kick gegen die Stirn versetzt habe. 

Zum anderen habe er die Zeugin O._____ mit einem Stuhl bedroht und einem 

weiteren Gast zumindest eine Ohrfeige versetzt. Hinzu komme, dass er die Gäste 

während einer gewissen Zeit am Verlassen des Lokals gehindert habe, indem er 

sie in die Räumlichkeiten zurück gestossen habe. Der Beschuldigte habe somit 

keinesfalls eine untergeordnete Rolle eingenommen, sei aber immerhin nicht der 

Initiator oder einer der Hauptprotagonisten der tätlichen Auseinandersetzung ge-

wesen. Auch habe er von sich aus wieder davon abgesehen, die Zeugin O._____ 

mit dem hochgehobenen Stuhl zu schlagen, nachdem ihm die Zeugin Q._____ 

gesagt habe, man schlage keine Frauen. Zudem würde der Tatbestand des An-

griffs im Sinne von Art. 134 StGB Verletzungsfolgen umfassen, welche bis zum 

Tod eines Angegriffenen oder eines Dritten reichen könnten, weshalb durchaus 

noch wesentlich massivere Vorgehensweisen denkbar seien. Die Vorinstanz wer-

tete schliesslich das objektive Verschulden des Beschuldigten als nicht mehr 

leicht (Urk. 32 S. 82 f.). 

In subjektiver Hinsicht attestierte die Vorinstanz dem Beschuldigten ebenfalls ein 

nicht mehr leichtes Verschulden. Er habe direktvorsätzlich gehandelt, habe er sich 

doch der im Gang befindlichen tätlichen Auseinandersetzung wissentlich und wil-

lentlich angeschlossen, auch wenn der Angriff möglicherweise nicht im Voraus 

geplant gewesen sei. Der Angriff sei zwar offensichtlich politisch motoviert ge-

wesen und es möge sein, dass die Abneigung des Beschuldigten gegenüber der 

eritreischen Regierung berechtigt sei, keinesfalls würde dies jedoch ein derart 

gewalttätiges Vorgehen gegen die Privatkläger sowie die übrigen, friedlich bei-

sammen sitzenden Gäste des Restaurants ... rechtfertigen. Vielmehr wäre seine 

Beteiligung am tätlichen Übergriff ohne Weiteres vermeidbar gewesen. Dasselbe 

gelte für das Vorbringen des Beschuldigten, wonach sie als "Agame" beleidigt 

worden seien, würde doch auch dies keine Entschuldigung für einen solch ge-

waltsamen Übergriff auf eine Vielzahl von Personen darstellen. Bei einer rückge-

rechneten Blutalkoholkonzentration von maximal 1.07 Promille sei entgegen der 

Ansicht der Verteidigung auch noch nicht von einer verminderten Schuldfähigkeit 

auszugehen (Urk. 32 S. 83 f.).  

- 22 - 

Gemessen an der objektiven und subjektiven Tatschwere erachtete die Vor-

instanz eine Einsatzstrafe von 16 Monaten als dem Verschulden des Beschuldig-

ten angemessen (Urk. 32 S. 84). 

3.2.2. Diese vorinstanzliche Begründung und Wertung des Tatverschuldens 

kann ohne Weiterungen übernommen werden, da sie zutreffend, nachvollziehbar 

und in der daraus resultierenden Einsatzstrafe angemessen erscheint. Im Beru-

fungsverfahren wendet die Verteidigung dagegen eventualiter ein, das Verschul-

den sei als leicht zu werten, da der Beschuldigte eine klar untergeordnete Rolle 

eingenommen habe und auch kein direkter Vorsatz erkennbar sei. Der Beschul-

digte sei ohne Absicht in die Schlägerei gerutscht und habe sich am Schluss einer 

Teilnahme nicht mehr entziehen können (Urk. 55 S. 7 f.). Diese Argumente ver-

mögen jedoch an der zutreffenden vorinstanzlichen Strafzumessung nichts zu än-

dern, da sie lediglich den Tatbeitrag des Beschuldigten entgegen dem erstellten 

Sachverhalt beschönigen.. 

3.2.3. Unter dem Titel Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang 

und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten korrekt zusammengefasst 

und wiedergegeben, worauf verwiesen werden kann (Urk. 32 S. 84 f.). Im Beru-

fungsverfahren führt der Beschuldigte ergänzend und aktualisierend aus, dass 

sein Asylgesuch gutgeheissen worden sei und er nun im Besitze der Aufenthalts-

bewilligung B sei. Mit der Frau in Eritrea sei es zu Ende gegangen und er habe 

hier in der Schweiz erneut eine eritreische Frau geheiratet, mit der er zwei Kinder 

habe. Sie und die Kinder würden zur Zeit noch im Kanton ... wohnen, er warte nun 

noch auf Antwort, damit sie zu ihm nach Zürich ziehen könnten. Er lebe von der 

Sozialhilfe und erhalte monatlich Fr. 500.–. Er arbeite nun mit Velos, flicke diese, 

nehme sie auseinander und bereite sie für den Versand vor, unter anderem auch 

nach Afrika (Urk. 54 S. 2 ff.). Auch unter Miteinbezug der neuesten Entwicklungen 

in den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ergeben sich keinerlei straf-

zumessungsrelevanten Erkenntnisse. Sie wirken sich vielmehr strafzumessungs-

neutral aus. Mit der Vorinstanz ist entgegen der Auffassung der Verteidigung 

(Urk. 18 S. 12) klar festzuhalten, dass der Umstand, wonach der Beschuldigte an 

den erschwerten Lebensumständen nicht selber Schuld sei, weder eine Strafmin-

- 23 - 

derung noch eine – wie es die Verteidigung gar proklamiert – Strafmilderung zu-

lässt. Entgegen der Verteidigung (Urk. 18 S. 13) stellt mit der Vorinstanz das Alter 

des Beschuldigten sicherlich kein derart jugendliches Alter dar, dass von einer 

besonderen Strafempfindlichkeit auszugehen wäre (Urk. 32 S. 86). Ebenso wenig 

ist die Vorstrafenlosigkeit des Beschuldigten zum Tatzeitpunkt ein Strafminde-

rungsgrund, wie es die Verteidigung geltend macht (Urk. 18 S. 13), sondern ist mit 

der Vorinstanz anhand höchstrichterlicher Praxis als strafzumessungsneutral zu 

gewichten (BGE 136 IV 1 E. 2.6.4). Zutreffend attestierte die Vorinstanz dem Be-

schuldigten gewisse Eingeständnisse, welche sie aber ebenso zutreffend unter 

Berücksichtigung der fehlenden Einsicht und Reue des Beschuldigten nur leicht 

strafmindernd gewichtete (Urk. 32 S. 86). Zudem gewährte die Vorinstanz eine 

zusätzliche Strafreduktion in "minimaler" Höhe aufgrund einer zutreffend festge-

stellten, wenn auch nicht krassen Verletzung des Beschleunigungsgebots im Lau-

fe der Untersuchung (Urk. 32 S. 86 f.). Dies ist ohne Weiterungen zu überneh-

men, jedenfalls drängt sich eine weiter gehende Strafreduktion nicht auf, insbe-

sondere in Anbetracht der auch seit dem vorinstanzlichen Urteil andauernden De-

linquenz des Beschuldigten (vgl. Urk. 35), was nicht auf ein positives Nachtatver-

halten bzw. einen positiven Gesinnungswandel des Beschuldigten schliessen 

lässt. 

Die von der Vorinstanz vorgenommene Reduktion der Einsatzstrafe aufgrund der 

Täterkomponente um 2 Monate auf 14 Monate Freiheitsstrafe erscheint unter die-

sen Umständen sogar eher milde. Aufgrund des Verbots der reformatio in peius 

(Art. 391 Abs. 2 StPO) und des Umstandes, dass keine Gründe ersichtlich sind, 

das vorinstanzlich festgelegte Strafmass zu reduzieren, ist die Freiheitsstrafe von 

14 Monaten für den Angriff nach Dossier 1 folglich zu bestätigen. 

3.3. Dossier 9 

3.3.1. Die Vorinstanz hat sich in ihrem Urteil zutreffend zur Vorgehensweise 

und Strafzumessung bei einer Zusatzstrafe – zum Ersturteil gemäss Strafbefehl 

der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 24. November 2016 – und zum 

massgeblichen Strafrahmen geäussert, weshalb darauf verwiesen werden kann 

(Urk. 32 S. 87 f.). Hinsichtlich des Tatverschuldens führte die Vorinstanz aus, bei 

- 24 - 

der Bezeichnung "Rassistin" handle es sich entgegen der Ansicht der Vertei-

digung um eine relativ massive Beschimpfung, welche einzig darauf abgezielt ha-

be, die Geschädigte Zugbegleiterin bei der Ausübung ihrer amtlichen Funktion 

herabzusetzen, ohne dass irgendwelche Anhaltspunkte dafür vorgelegen hätten, 

dass der Beschuldigte wegen seiner Hautfarbe anders behandelt worden wäre als 

die übrigen Fahrgäste. Andererseits sei die Beschimpfung jedoch allgemein ge-

halten gewesen und nicht auf eine bestimmte persönliche Eigenschaft der Ge-

schädigten gerichtet. Das Tatverschulden gewichtete die Vorinstanz mit noch 

leicht bis nicht mehr leicht (Urk. 32 S. 88). 

In subjektiver Hinsicht attestierte die Vorinstanz dem Beschuldigten rein egoisti-

sche Motive, indem er davon habe ablenken wollen, dass er über keinen gültigen 

Fahrschein verfügt habe. Er möge sich dabei zwar in einer Stresssituation be-

funden haben, in welcher er sich zu unüberlegten Äusserungen habe hinreissen 

lassen, was jedoch keinesfalls eine solche Herabsetzung der Geschädigten recht-

fertige, welche lediglich ihrer Arbeit nach gegangen sei. In diese Stresssituation 

habe sich der Beschuldigte indes selbst gebracht, indem er kein gültiges Zugbillett 

gelöst habe. Auch das subjektive Verschulden gewichtete die Vorinstanz deshalb 

mit noch leicht bis nicht mehr leicht (Urk. 32 S. 88). 

Hinsichtlich der Täterkomponente verwies die Vorinstanz grundsätzlich und zu-

treffend auf die Ausführungen, die sie im Zusammenhang mit Dossier 1 festgehal-

ten hat, führte aber ergänzend und ebenfalls zutreffend an, dass der Beschuldigte 

die Beschimpfung während des laufenden Strafverfahrens bezüglich des Angriffs 

gemäss Dossier 1 verübt habe, was zumindest leicht straferhöhend zu berück-

sichtigen ist. Zudem attestierte die Vorinstanz dem Beschuldigten unter diesem 

Titel ein vollumfängliches Geständnis (Urk. 32 S. 89).  

3.3.2. Diese Ausführungen sind zutreffend und können ohne Weiterungen 

übernommen werden. Entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 55 S. 8) 

ist eben nicht von einer geringfügigen Beschimpfung auszugehen, welche "mehr 

oder weniger als unerheblich" zu qualifizieren ist. Die schliesslich von der Vor-

instanz festgelegte Strafhöhe von 20 Tagen und Tagessatzhöhe von Fr. 20.–, als 

Zusatzstrafe zur mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 

- 25 - 

24. November 2016 ausgefällten Geldstrafe, erscheint in einer Gesamtbe-

trachtung angemessen und ist zu bestätigen.  

3.4. In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils ist der Beschuldigte deshalb mit 

einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten sowie mit einer Geldstrafe von 20 Tages-

sätzen zu Fr. 20.–, welche als Zusatzstrafe zur mit Strafbefehl der Staatsan-

waltschaft des Kantons Zug vom 24. November 2016 ausgefällten Geldstrafe 

auszufällen ist, zu bestrafen. Die bereits erstandenen 155 Tage Haft sind ihm 

selbstredend gestützt auf Art. 51 StGB an die Strafe anzurechnen. 

4. Vollzug 

Die Vorinstanz gewährte dem Beschuldigten den bedingten Strafvollzug und setz-

te die Probezeit auf drei Jahre fest (Urk. 32 S. 90 ff.). Auch diese Regelung ist 

ohne weiteres und mit Blick auf das zuvor erwähnte Verschlechterungsverbot und 

den Bedenken hinsichtlich seiner Legalprognose zu übernehmen. 

IV. Zivilansprüche 

1.  Die Vorinstanz hat sich in ihrem Urteil ausführlich, akribisch und zutreffend 
mit den diversen Zivilansprüchen der Privatkläger auseinander gesetzt (Urk. 32 

S. 92-112). Da sich weitere Ausführungen dazu in Wiederholungen erschöpfen 

würden, ist vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Ausführungen zu verweisen 

und das nachvollziehbar begründete Ermessen der Vorinstanz zu bestätigen. Die 

teils pauschalen Vorbringen der Verteidigung – "es geht ihm [dem Privatkläger 2] 

heute nicht schlechter als vor dem (vermeintlichen) Angriff" (Urk. 18 S. 17) – ver-

mögen die vorinstanzliche Begründung nicht zu kippen und die quantitativen Ein-

wände (Urk. 18 S. 16 f.) zum Schadenersatzbegehren des Privatklägers C._____ 

wurden von der Vorinstanz allesamt bereits ausführlich abgehandelt (Urk. 32 

S. 104 ff.). 

Die vorinstanzlich festgelegten Genugtuungssummen sind schlüssig begründet, 

im vertretbaren Ermessen und entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 55 

S. 9) nicht zu hoch. 

- 26 - 

2. Folglich ist der Beschuldigte zu folgenden Schadenersatz- und Genug-

tuungszahlungen zu verpflichten: 

Privatkläger B._____: 

- Schadenersatz von Fr. 113.55, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mit-

tätern 

- zudem ist festzustellen, dass der Beschuldigte im Übrigen aus dem ein-

geklagten Ereignis gemäss Dossier 1 dem Grundsatze nach schadener-

satzpflichtig ist, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern, wobei der 

Privatkläger B._____ zur genauen Feststellung des Umfangs auf den Weg 

des Zivilprozesses zu verweisen ist 

- Genugtuung von Fr. 4'000.– zuzüglich 5% Zins ab 24. Juni 2013, unter soli-

darischer Haftung mit weiteren Mittätern; Abweisung im Mehrbetrag 

Privatkläger C._____ 

- Schadenersatz von Fr. 848.– und Fr. 847.80, je zuzüglich 5% Zins ab 

1. November 2013, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern; Ab-

weisung im Mehrbetrag 

- zudem ist festzustellen, dass der Beschuldigte im Übrigen aus dem ein-

geklagten Ereignis gemäss Dossier 1 dem Grundsatze nach schadener-

satzpflichtig ist, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern, wobei der 

Privatkläger C._____ zur genauen Feststellung des Umfangs auf den Weg 

des Zivilprozesses zu verweisen ist 

- Genugtuung von Fr. 9'000.– zuzüglich 5% Zins seit 24. Juni 2013, unter  

solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern; Abweisung im Mehrbetrag 

V. Kosten- und Entschädigungsfolge 

1. Ausgangsgemäss ist die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-

Ziffer 14.) zu bestätigen (Art. 426 StPO). 

- 27 - 

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 4'000.– festzu-

setzen. 

3. Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte mit seinen Hauptanträ-

gen vollumfänglich. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive derjenigen 

der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretungen der Privatkläger, 

sind deshalb dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, un-

ter Vorbehalt einer Rückforderung nach Art. 135 Abs. 4 StPO. Der dem Beschul-

digten anteilsmässig aufzuerlegende Teil der Kosten der unentgeltlichen Ver-

tretungen der Privatkläger ist angesichts der finanziellen Verhältnisse des Be-

schuldigten definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 Abs. 4 StPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, 

vom 29. Juni 2017 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"1. (…) 

 2. (…) 

 3. (…) 

 4. Folgende, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 30. Januar 2014 

beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich bzw. bei der Kasse der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat lagernden Gegenstände werden als Beweismittel 

bei den Akten belassen: 

- Lederhut, schwarz (Asservat-Nr. A005'986'323); 

- Trinkglas/Trinkgefäss (Asservat-Nr. A005'986'221); 

- Schirm, Griff und Stiel (Asservat-Nr. A005'986'232); 

- Schirm, defekter oberer Teil (Asservat-Nr. A005'986'243); 

- Bierflasche "Schützengraben" (Asservat-Nr. A005'986'254); 

- CD/Videodatensicherung (Asservat-Nr. A006'044'184).  

 5. (…) 

- 28 - 

 6. (…) 

 7. (…) 

 8. (…) 

 9. (…) 

10. (…) 

11. Der amtliche Verteidiger Fürsprecher X._____ wird mit Fr. 10'952.50 (inkl. Mehrwert-

steuer und Barauslagen) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

12. Die Höhe der Entschädigung der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläger  

B._____ und C._____ wird mit separatem Beschluss festgelegt.  

13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf  

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'000.–   Gebühr Untersuchung, 

Fr. 2'289.55   Gutachten/Expertisen etc., 

Fr. 8'565.70   amtliche Verteidigung Untersuchung, 

 
Fr. 2'386.80   amtliche Verteidigung, 

Fr. 1'410.75   Vertreter Geschädigte/Privatkläger. 

 Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

14. (…)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB und 

− der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB. 

- 29 - 

2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe, wo-

von bis und mit heute 155 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer 

Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 20.–, welche als Zusatzstrafe zu der 

mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 24. November 

2016 ausgefällten Geldstrafe ausgefällt wird. 

3. Der Vollzug der Freiheits- sowie der Geldstrafe wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. 

4. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ 

Schadenersatz von Fr. 113.55 zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit 

weiteren Mittätern. 

5. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte A._____ gegenüber dem Privat-

kläger B._____ im Übrigen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss Dossier 

1 dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist, unter solidarischer Haf-

tung mit weiteren Mittätern. Zur genauen Feststellung des Umfanges des 

Schadenersatzanspruchs wird der Privatkläger B._____ auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen. 

6. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ 

Fr. 4'000.– zuzüglich 5% Zins ab 24. Juni 2013 als Genugtuung zu 

bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag 

wird das Genugtuungsbegehren des Privatklägers B._____ abgewiesen. 

7. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ 

Schadenersatz von Fr. 848.– zuzüglich 5% Zins ab 1. November 2013 sowie 

Fr. 847.80 zuzüglich 5% Zins ab 1. November 2013 zu bezahlen, unter 

solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag wird das 

Schadenersatzbegehren des Privatklägers C._____ abgewiesen. 

8. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte A._____ gegenüber dem Privat-

kläger C._____ im Übrigen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss Dossier 

1 dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist, unter solidarischer Haf-

tung mit weiteren Mittätern. Zur genauen Feststellung des Umfanges des 

- 30 - 

Schadenersatzanspruchs wird der Privatkläger C._____ auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen. 

9. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ 

Fr. 9'000.– zuzüglich 5% Zins ab 24. Juni 2013 als Genugtuung zu 

bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag 

wird das Genugtuungsbegehren des Privatklägers C._____ abgewiesen. 

10. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 14.) wird bestätigt. 

11. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'147.70   amtliche Verteidigung 

Fr. 800.–   unentgeltliche Vertretung des Privatklägers B._____  
  (anteilsmässig ein Drittel von insgesamt Fr. 2'400.–) 

Fr. 1'800.–   unentgeltliche Vertretung des Privatklägers C._____ 
  (anteilsmässig ein Drittel von insgesamt Fr. 5'400.–) 

12. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretungen der Privat-

kläger, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 

vorbehalten. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretungen der Privatkläger 

werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen. 

13. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, c/o Staatsanwaltschaft IV des 
Kantons Zürich, Büro …, Molkenstr. 15/17, 8004 Zürich  

− die Vertretung des Privatklägers B._____ im Doppel für sich und die 
Privatklägerschaft  

− die Vertretung des Privatklägers C._____ im Doppel für sich und die 
Privatklägerschaft  

- 31 - 

(Eine begründete Urteilsausfertigung – und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) – wird den Privatklägern nur 
zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, c/o Staatsanwaltschaft IV des 
Kantons Zürich, Büro …, Molkenstr. 15/17, 8004 Zürich  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Ver-

nichtung des ED-Materials" 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

14. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

- 32 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 26. November 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. T. Walthert 
 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 
 

	Urteil vom 26. November 2018
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 32 S. 113 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB;
	 der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 155 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 20.–, welche als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsa...
	3. Der Vollzug der Freiheits- sowie der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt.
	4. Folgende, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 30. Januar 2014 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich bzw. bei der Kasse der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat lagernden Gegenstände werden als Beweismittel bei den Akt...
	 Lederhut, schwarz (Asservat-Nr. A005'986'323);
	 Trinkglas/Trinkgefäss (Asservat-Nr. A005'986'221);
	 Schirm, Griff und Stiel (Asservat-Nr. A005'986'232);
	 Schirm, defekter oberer Teil (Asservat-Nr. A005'986'243);
	 Bierflasche "Schützengraben" (Asservat-Nr. A005'986'254);
	 CD/Videodatensicherung (Asservat-Nr. A006'044'184).

	5. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Schadenersatz von Fr. 113.55 zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern.
	6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte A._____ gegenüber dem Privatkläger B._____ im Übrigen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss Dossier 1 dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Zur...
	7. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 4'000.– zuzüglich 5% Zins ab 24. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren des Priva...
	8. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Schadenersatz von Fr. 848.– sowie Fr. 847.80, je zuzüglich 5% Zins ab 1. November 2013, zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag wird das Sch...
	9. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte A._____ gegenüber dem Privatkläger C._____ im Übrigen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss Dossier 1 dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Zur...
	10. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Fr. 9'000.– zuzüglich 5% Zins ab 24. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren des Pri...
	11. Der amtliche Verteidiger Fürsprecher X._____ wird mit Fr. 10'952.50 (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	12. Die Höhe der Entschädigung der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläger B._____ und C._____ wird mit separatem Beschluss festgelegt.
	13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden dem Beschuldigten A._____ auferlegt. Die Kosten der unentgeltlichen V...
	15. (Mitteilungen)
	16. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 29. Juni 2017 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. (…)
	2. (…)
	3. (…)
	4. Folgende, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 30. Januar 2014 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich bzw. bei der Kasse der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat lagernden Gegenstände werden als Beweismittel bei den Ak...
	- Lederhut, schwarz (Asservat-Nr. A005'986'323);
	- Trinkglas/Trinkgefäss (Asservat-Nr. A005'986'221);
	- Schirm, Griff und Stiel (Asservat-Nr. A005'986'232);
	- Schirm, defekter oberer Teil (Asservat-Nr. A005'986'243);
	- Bierflasche "Schützengraben" (Asservat-Nr. A005'986'254);
	- CD/Videodatensicherung (Asservat-Nr. A006'044'184).

	5. (…)
	6. (…)
	7. (…)
	8. (…)
	9. (…)
	10. (…)
	11. Der amtliche Verteidiger Fürsprecher X._____ wird mit Fr. 10'952.50 (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	12. Die Höhe der Entschädigung der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläger  B._____ und C._____ wird mit separatem Beschluss festgelegt.
	13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	14. (…)"
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB und
	 der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 155 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 20.–, welche als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsa...
	3. Der Vollzug der Freiheits- sowie der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Schadenersatz von Fr. 113.55 zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern.
	5. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte A._____ gegenüber dem Privatkläger B._____ im Übrigen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss Dossier 1 dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Zur...
	6. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 4'000.– zuzüglich 5% Zins ab 24. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren des Priva...
	7. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Schadenersatz von Fr. 848.– zuzüglich 5% Zins ab 1. November 2013 sowie Fr. 847.80 zuzüglich 5% Zins ab 1. November 2013 zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mit...
	8. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte A._____ gegenüber dem Privatkläger C._____ im Übrigen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss Dossier 1 dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Zu...
	9. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Fr. 9'000.– zuzüglich 5% Zins ab 24. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit weiteren Mittätern. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren des Priva...
	10. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 14.) wird bestätigt.
	11. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	12. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretungen der Privatkläger, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Ger...
	13. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, c/o Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, Büro …, Molkenstr. 15/17, 8004 Zürich
	 die Vertretung des Privatklägers B._____ im Doppel für sich und die Privatklägerschaft
	 die Vertretung des Privatklägers C._____ im Doppel für sich und die Privatklägerschaft
	(Eine begründete Urteilsausfertigung – und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) – wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, c/o Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, Büro …, Molkenstr. 15/17, 8004 Zürich
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A

	14. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.