# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d58871d-292b-5b38-af12-401ef69617c6
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-24
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 24.08.2017 605 2016 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2016-161_2017-08-24.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2016 161

Urteil vom 24. August 2017

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Susanne Genner 
Gerichtsschreiber: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt 
Daniel Schilliger, Procap     

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz 

Gegenstand Invalidenversicherung

Beschwerde vom 4. Juli 2016 gegen die Verfügung vom 30. Mai 2016

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________ (geb. 1961) absolvierte zunächst eine kaufmännische Lehre und erwarb 1986 
das Diplom als Betriebsökonom HWV (höhere Wirtschafts- und Verwaltungsschule). Er arbeitete 
während mehrerer Jahre bei verschiedenen Krankenkassen, zuletzt bis Ende Dezember 2007 als 
Gesundheitsökonom bei B.________ in C.________ (Vorakten S. 81).

Der Versicherte war bereits als Kind in psychiatrischer Behandlung. Seit 1995 besuchte er regel-
mässig eine Psychotherapie wegen Ängsten, Überforderung und Schlafproblemen.

Am 24. März 2009 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherungstelle des Kantons 
Freiburg (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Dr. med. D.________, Allgemeine Medizin FMH, 
nannte im Bericht zu Handen des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen Bern/Freiburg/So-
lothurn (RAD) vom 9. Juli 2009 (Vorakten S. 132) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine rezidivierende depressive Episode mit somatischem Syndrom sowie eine Persön-
lichkeit mit zwanghaften und abhängigen Zügen (F33.1 und F61.1). Die Arbeitsunfähigkeit betrage 
50% seit dem 1. Januar 2008, könnte aber auf 20% gesenkt werden. Nach Durchführung von be-
ruflichen Wiedereingliederungsmassnahmen (vgl. Schlussbericht des Job Coach Placements der 
E.________ vom 31. August 2010 [Vorakten S. 226]) konnte der Versicherte am 24. Juli 2010 eine 
Stelle in der Administration eines Alters- und Pflegeheims in einem Pensum von 70% antreten 
(Vorakten S. 215). Nachdem Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie FMH, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, im Gutachten vom 7. Oktober 2011 (Vorakten S. 273) diese 
Tätigkeit als gut angepasst und ein Pensum von 70% oder mehr als zumutbar erachtet hatte, 
sprach die IV-Stelle dem Versicherten am 4. Januar 2012 eine halbe Rente (Invaliditätsgrad: 59%) 
mit Wirkung ab Februar 2012 zu (Vorakten S. 296). Mit Vertrag vom 30. September 2011 
(Vorakten S. 389) wurde das Arbeitspensum im Alters- und Pflegeheim per 1. Januar 2012 aus 
betrieblichen Gründen auf 50% reduziert (vgl. auch Vorakten S. 388). 

B. Am 11. November 2014 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren von Amtes wegen ein. Im 
Fragebogen für die Rentenrevision, unterzeichnet am 24. November 2014 (Vorakten S. 310) gab 
der Versicherte an, sein Gesundheitszustand habe sich in den letzten 2 Jahren schleichend ver-
schlechtert, insbesondere seit dem Vorgesetztenwechsel im August 2014. Seither gebe es mehr 
Druck. Er sei weniger stressresistent und ermüde schneller. Zudem leide er an einem Pigment-
Epithel auf der Netzhaut des rechten Auges; dies sei in den IV-Akten nicht dokumentiert. Der be-
handelnde Psychiater Dr. med. G.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, 
attestierte dem Versicherten im Bericht vom 9. Januar 2015 (Vorakten S. 320) eine Arbeitsfähigkeit 
von 50%. Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: „22. Januar 2014: 
extrem zwanghaft abhängige Persönlichkeit wahrscheinlich seit jeher, Angsterkrankung. 
Rezidivieren[de] depressive Episoden gegenwärtig stabil anamnestisch seit 1994; ICD 10 
Diagnose F33.00 F60.5-6; 15. Dezember 2014: Adipositas BMI 31.6“. 

Dr. med. H.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, kam in seinem Bericht 
zu Handen des RAD vom 23. Februar 2015 (Vorakten S. 332) zu folgendem Ergebnis: Der Ver-
gleich des Gutachtens von Dr. med. F.________ vom 7. Oktober 2011 und des Berichts von
Dr. med. G.________ vom 9. Januar 2015 zeige, dass beide Ärzte die Persönlichkeitsstörung als 
Ursache für die Arbeitsunfähigkeit erkennen würden. Beide seien der Ansicht, dass die einmal 

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bestandene depressive Verstimmung remittiert bzw. seit Jahren stabil sei und somit keine zusätz-
liche Arbeitsunfähigkeit begründen könne.

Am 3. März 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, bei der Überprüfung des Invaliditäts-
grades (59%) sei keine anspruchswirksame Änderung festgestellt worden, weshalb weiterhin 
Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bestehe (Vorakten S. 334). Der Versicherte könne eine 
beschwerdefähige Verfügung verlangen. Die dem Versicherten auf dessen Verlangen hin eröffnete 
Verfügung vom 20. März 2015 (Vorakten S. 337) wurde – wiederum auf dessen Ersuchen hin – 
annulliert und durch einen Vorbescheid vom 24. April 2015 (Vorakten S. 357) ersetzt. Darin hielt 
die IV-Stelle fest, der Versicherte habe Anspruch auf eine halbe Invalidenrente basierend auf 
einem Invaliditätsgrad von 59%. Dagegen erhob dieser, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt 
Daniel Schilliger, Procap, am 27. Mai 2015 Einwand (Vorakten S. 385). Er machte geltend, seit der 
Begutachtung durch Dr. med. F.________ im Jahr 2011 habe sich die Situation wesentlich 
verändert. Infolge eines Vorgesetztenwechsels im Jahr 2014 sei ihm per Ende Jahr 2015 die 
Kündigung des Arbeitsverhältnisses in Aussicht gestellt worden, weil er kaum mehr in der Lage 
sei, ein 50%-iges Arbeitspensum zu erbringen. Zum Beweis legte er eine Mitarbeiterbeurteilung 
vom 4. März 2015 (Vorakten S. 383) und ein Gesprächsprotokoll vom 16. März 2015 (Vorakten S. 
375), jeweils unterzeichnet von ihm – dem Versicherten – und seiner Vorgesetzten, ins Recht. 
Ferner machte er geltend, der psychische Zustand habe sich verschlechtert, was sich in Aus-
rastern und Beschimpfungen am Arbeitsplatz manifestiert habe. Auch das Augenleiden habe sich 
verschlechtert, weshalb er die IV-Stelle ersuche, einen Bericht bei seinem Augenarzt einzuholen.

Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens holte die IV-Stelle weitere Arztberichte ein. Der Hausarzt 
Dr. med. I.________ bezeichnete den Gesundheitszustand des Versicherten im Verlaufsbericht 
vom 9. Juni 2015 (Vorakten S. 397) als verschlechtert seit Anfang 2015. Durch Stress am Arbeits-
platz hätten sich die Angst und die emotionale Labilität verstärkt. Das Eingliederungspotenzial 
betrage 50%. Der behandelnde Psychiater Dr. med. G.________ gab im Verlaufsbericht vom
16. Juni 2015 (Vorakten S. 395) an, der Gesundheitszustand habe sich seit der Zunahme des 
Drucks am Arbeitsplatz verschlechtert; es bestünden starke Differenzen und Unklarheiten mit der 
neuen Chefin. Das Eingliederungspotenzial liege bei 50%. Dr. med. G.________ sprach sich für 
eine „konsequente Begleitung mit coaching Charakter“ sowie eine ergänzende medizinische 
Abklärung aus. 

Am 29. Juni 2015 (Vorakten S. 410) sprach die IV-Stelle dem Versicherten berufliche Massnah-
men in Form von Job Coaching vom 20. Mai 2015 bis 30. September 2015 zu.

Am 14. Juli 2015 (Vorakten S. 425) kündigte die Arbeitgeberin des Versicherten den Arbeitsvertrag 
per 31. Oktober 2015. Da der Versicherte ab 14. Juli 2015 zu 100% krankgeschrieben war (Vor-
akten S. 422, 423), verschob sich die Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf den 30. April 2016. In 
der Folge liess sich der Versicherte durch Dr. med. J.________, Facharzt FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, behandeln. Dieser nannte im Verlaufsbericht vom 21. August 2015 (Vorakten
S. 451) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Stö-
rung, gegenwärtig mittelgradige Episode F33.1, eine Hypnotikaabhängigkeit F13.25 und eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit zwanghaften und abhängigen Anteilen F60.5/F60.7. An-
fang September 2015 sei eine stationäre Entgiftung und Entwöhnung von Zolpidem in K.________ 
geplant. Im Beiblatt zum Arztbericht vom 21. August 2015 (Vorakten S. 442) erachtete Dr. med. 
J.________ eine Tätigkeit als Sachbearbeiter in stressfreier Umgebung während 4 bis 5 Stunden 
pro Tag als zumutbar. Die Frage, ob in diesem Rahmen eine verminderte Leistungsfähigkeit 

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bestehe, bejahte Dr. med. J.________ mit dem Vermerk „ca. 50-70%“. Die Leistungsfähigkeit in 
der bisherigen Tätigkeit bezifferte er mit „ca. 50%“.

Vom 9. September 2015 bis 4. November 2015 befand sich der Versicherte zur stationären Be-
handlung in K.________. Im Austrittsbericht von Dr. med. L.________, leitender Arzt, und 
M.________, klinische Psychologin, vom 5. November 2015 (Vorakten S. 506) wurden folgende 
Diagnosen genannt: „F13.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika; 
Abhängigkeitssyndrom, F 40.1 Soziale Phobien, F61 Kombinierte und andere Persönlichkeits-
störungen, F33.1 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode“. 

Dr. med. H.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, empfahl in seinem 
Bericht zu Handen des RAD vom 10. November 2015 (Vorakten S. 485), ein psychiatrisches 
Folgegutachten bei Dr. med. F.________ einzuholen. Dieser stellte im Gutachten vom 11. Mai 
2016 (Vorakten S. 590) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: F33.00 rezidi-
vierende depressive Störung, zur Zeit leichte Episode; sie bestehe in leichter bis maximal mittel-
gradiger Ausprägung spätestens seit Mitte der neunziger Jahre, und F61.0 kombinierte Persön-
lichkeitsstörung mit zwanghaft-anankastischen, ängstlich-vermeidenden und abhängigen Zügen; 
diese bestehe definitionsgemäss bereits seit der Adoleszenz. Der Gutachter kam zum Schluss, 
das Zustandsbild des Versicherten sei im Vergleich zur Untersuchung im Jahr 2011 weitgehend 
unverändert. Eine erneute, vorübergehende Zunahme der psychischen Symptome mit phasen-
weiser Akzentuierung gewisser anxiodepressiver Symptome und anderer Neurotizismen erkläre 
sich eindeutig reaktiv durch die Schwierigkeiten am bisherigen Arbeitsplatz, durch den Stellen-
verlust und die bis heute bestehenden Unsicherheiten im Hinblick auf die berufliche und finanzielle 
Zukunft. Eine tatsächliche Verschlechterung im Sinn einer dauerhaften, invalidisierenden Zunahme 
der Krankheitssymptome sei hingegen nicht feststellbar. Dem Versicherten sei die Wiederauf-
nahme einer gut angepassten Tätigkeit in eher ruhiger Umgebung, mit wenig Anforderungen an 
die Eigenorganisation, gleichmässiger Belastung und guter Strukturierung auch weiterhin zeitlich 
reduziert während maximal 6 Stunden täglich und unter Anerkennung einer Leistungsminderung 
von 10% zumutbar. Dr. med. N.________, Allgemeine Medizin FMH, bestätigte in seinem Bericht 
zu Handen des RAD vom 23. Mai 2016 (Vorakten S. 598), dass sich aufgrund der Aktenlage eine 
weitere Abklärung der Sehfähigkeit erübrige.

Am 30. Mai 2016 ordnete die IV-Stelle an, der Versicherte habe weiterhin Anspruch auf eine halbe 
Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 59%. Gemäss dem Gutachten von
Dr. med. F.________ vom 11. Mai 2016 sei der psychische Gesundheitszustand im Vergleich zum 
Zustand bei der Rentenzusprache am 4. Januar 2012 unverändert. Es sei diesbezüglich allenfalls 
von einer reaktiv bedingten passageren Verschlechterung auszugehen. Sodann habe die Abklä-
rung durch den RAD ergeben, dass aus den vorhandenen medizinischen Unterlagen keine 
invalidisierende Verschlechterung des Augenleidens hervorgehe (Vorakten S. 601).

C. Gegen die Verfügung vom 30. Mai 2016 erhebt der Versicherte, weiterhin vertreten durch 
Rechtsanwalt Daniel Schilliger, Procap, am 4. Juli 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht mit den 
Anträgen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihm mindestens eine Dreiviertelsrente 
zuzusprechen. Er moniert, die IV-Stelle habe das rechtliche Gehör verletzt, indem sie ihm keine 
Möglichkeit eingeräumt habe, sich zum Gutachten von Dr. med. F.________ vom 11. Mai 2016 zu 
äussern. Die angefochtene Verfügung sei daher ohne materiell-rechtliche Prüfung aufzuheben und 
die Sache zum Erlass eines Vorbescheids an die IV-Stelle zurückzuweisen. In materieller Hinsicht 
werde das Invalideneinkommen bestritten. Bei dessen Festlegung seien statistische Werte heran-

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zuziehen, da er – der Versicherte – seine Anstellung im Pflegeheim mittlerweile aus gesundheit-
lichen Gründen verloren habe. Eine angepasste Tätigkeit, wie sie sich aus den Rückmeldungen 
des letzten Arbeitgebers, aus dem psychiatrischen Gutachten und aus dem Schlussbericht des 
Job Coach Placements vom 31. August 2010 ergebe, entspreche dem Kompetenzniveau 2 der 
Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 des Bundesamts für Statistik. Der Lohn gemäss TA 1, Position 
77, 79 bis 82 im Kompetenzniveau 2 für Männer betrage CHF 64‘789.-. Umgerechnet auf das zu-
mutbare Pensum von 72% und einer Leistungsminderung von mindestens 10% gemäss Gutachten 
ergebe sich ein Invalideneinkommen von CHF 41‘983.- bezogen auf das Jahr 2014. Dem stehe ein 
Valideneinkommen von CHF 135‘512.- (angepasst auf 2014) gegenüber. Der Einkommensver-
gleich ergebe somit einen Invaliditätsgrad von 69%, wobei noch kein leidensbedingter Abzug be-
rücksichtigt sei. Ein solcher dränge sich infolge der Notwendigkeit von Teilzeitarbeit sowie der 
altersbedingt eingeschränkten Chancen auf dem Arbeitsmarkt auf. Es sei ihm daher mindestens 
eine Dreiviertelsrente zuzusprechen.

Am 15. Juli 2016 hat der Versicherte einen Kostenvorschuss von CHF 800.- bezahlt.

Mit Bemerkungen vom 13. Oktober 2016 erklärt die IV-Stelle, sie habe das Gutachten vom 11. Mai 
2016 dem Versicherten am 12. Mai 2016 zugestellt. Darin, dass keine Vernehmlassungsfrist einge-
räumt worden sei, liege keine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Das Vorbringen sei zudem nicht 
verständlich, nachdem der Versicherte die Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit des Gutachtens 
nicht in Frage stelle. Das Invalideneinkommen sei auf der Basis des Kompetenzniveaus 3 der LSE 
zu berechnen, weil der Versicherte über ein hohes Fachwissen verfüge und somit in der Lage sei, 
auch komplexere Arbeiten zu erledigen. Das Jahreseinkommen betrage für ein Pensum von 70% 
CHF 57‘245.-. Die Leistungsminderung von 10% sei nicht berücksichtigt worden, weil der Gut-
achter einen im Vergleich zum Jahr 2009 (gemeint wohl: 2011) unveränderten Gesundheits-
zustand festgestellt habe; im Gutachten vom 7. Oktober 2011 sei ein Arbeitspensum von 70% 
ohne Leistungsminderung in einer optimal angepassten Tätigkeit als zumutbar erachtet worden. 
Gemäss Auskunft der B.________ würde der Versicherte heute ca. CHF 133’000.- verdienen. Mit 
diesem Wert als Valideneinkommen ergebe sich eine Einkommenseinbusse von CHF 75‘754.40 
bzw. von 57%. Aufgrund des reduzierten Beschäftigungsgrades sei ein leidensbedingter Abzug 
von 5% vorzunehmen, woraus ein Invalideneinkommen von CHF 54‘383.30 und eine Erwerbsein-
busse von CHF 78‘616.70 resultiere. Der Invaliditätsgrad betrage 59%, weshalb die angefochtene 
Verfügung im Ergebnis zu bestätigen sei.

Mit Gegenbemerkungen vom 21. November 2016 wiederholt der Versicherte seinen Standpunkt, 
wonach er seine Stelle nicht aus betrieblichen, sondern aus gesundheitlichen Gründen verloren 
habe. Die IV-Stelle habe ihre Untersuchungspflicht verletzt, indem sie es unterlassen habe, einen 
Schlussbericht der Eingliederungsfachperson einzuholen. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
müsse die vom Gutachter festgestellte leistungsmässige Einschränkung von 10% zusätzlich zur 
zeitlichen Einschränkung berücksichtigt werden. Hinsichtlich des Invalideneinkommens sei auf das 
Kompetenzniveau 2 der LSE abzustellen. Im Kompetenzniveau 3 fänden sich Buchhalter, Wert-
papierhändler, Versicherungsvertreter, Arbeits- und Personalvermittler, Sekretariatsleiter etc. Er – 
der Versicherte – sei nur eine Hilfskraft im administrativen Bereich, weshalb auf das Niveau 2 
abzustellen sei. Schliesslich sei der Leidensabzug von 5% zu tief angesetzt. Zusätzlich zum Alter 
und zur Teilzeitarbeit sei der Tatsache, dass er auf ein wohlwollendes, gut strukturiertes Umfeld 
mit viel Unterstützung angewiesen sei, mit einem leidensbedingten Abzug von 15% Rechnung zu 
tragen.

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Mit Schlussbemerkungen vom 11. Januar 2017 hält die IV-Stelle an ihren Bemerkungen vom
13. Oktober 2016 fest.

Die Personalvorsorgestiftung der B.________ hat sich am 31. März 2017 den Anträgen der IV-
Stelle angeschlossen.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. Mai 2016 ist rechtzeitig im Sinn von Art. 60 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG; SR 830.1) eingereicht worden. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist 
gehörig bevollmächtigt, und die Formerfordernisse gemäss Art. 61 lit. b ATSG sind erfüllt. Der 
Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch den Entscheid direkt be-
troffen und damit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 59 ATSG). Das Kantonsgericht ist zur 
Behandlung der Beschwerde zuständig (Art. 58 Abs. 1 ATSG, Art. 114 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
des Kantons Freiburg vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). 

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Der Beschwerdeführer rügt vorab eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Indem die 
Vorinstanz nach Einholung des psychiatrischen Gutachtens keinen zweiten Vorbescheid erlassen 
habe, habe sie ihm verunmöglicht, sich zum Beweisergebnis zu äussern.

b) Das Vorbescheidverfahren ermöglicht der versicherten Person vor dem Endentscheid 
über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher gewährten Leis-
tung bei der Abklärung des Sachverhalts mitzuwirken und sich zum vorgesehenen Endentscheid 
zu äussern (vgl. Art. 57a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung [IVG; SR 831.20]). Das Recht, sich zum Beweisergebnis zu äussern, ist ein Teilaspekt 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinn von Art. 42 ATSG bzw. Art. 29 Abs. 2 BV, während 
das Recht, zur vorgesehenen Erledigung Stellung zu nehmen, darüber hinausgeht (BGE 134 V 97 
E. 2.8.2). 

Der Beschwerdeführer hatte sich im von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gegen die 
Weiterausrichtung der halben Invalidenrente zur Wehr gesetzt und geltend gemacht, er habe An-
spruch auf mindestens eine Dreiviertelsrente. Entgegen der gesetzlichen Regelung (Art. 74quater 
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] in 
Verbindung mit Art. 74ter lit. f IVV) hatte er einen Vorbescheid verlangt. Indem die Vorinstanz den 
Vorbescheid erliess und auf Einwand des Versicherten hin weitere Abklärungen tätigte, behandelte 
sie die Angelegenheit fortan als Revisionsgesuch im Sinn von Art. 87 Abs. 2 IVV. Weil es sich 
nunmehr um ein Leistungsbegehren handelte, wäre gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG nach Einholung 
des psychiatrischen Gutachtens ein weiterer Vorbescheid angezeigt gewesen. Für die Frage, ob 
im Verzicht darauf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt, ist entscheidend, ob der Be-
schwerdeführer Gelegenheit hatte, sich zum Beweisergebnis zu äussern. 

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c) Nach der Rechtsprechung zum Replikrecht (entwickelt im Kontext gerichtlicher Ver-
fahren, aber analog anwendbar auf das Verwaltungsverfahren) kann den Parteien eine Eingabe 
zur Kenntnisnahme bzw. Orientierung, d.h. ohne Fristansetzung zugestellt werden, wenn von 
ihnen, namentlich von anwaltlich Vertretenen oder Rechtskundigen, erwartet werden kann, dass 
sie unaufgefordert Stellung nehmen (BGE 138 I 484 E. 2.4; vgl. auch BGE 138 III 252 E. 2.2; Urteil 
des EGMR Joos gegen Schweiz vom 15. November 2012 [43245/07]; Urteil BGer 9C_193/2013 
vom 22. Juli 2013 E. 2.1 mit Hinweisen). Nach der Zustellung zur Kenntnisnahme ist die Behörde 
gehalten, eine angemessene Zeitspanne abzuwarten; vor Ablauf von zehn Tagen darf sie im Allge-
meinen nicht von einem Verzicht auf das Replikrecht ausgehen (Urteil BGer 2C_469/2014 vom 
9. Dezember 2014 E. 2.2). Diese Wartefrist schliesst die Zeit, welche die Partei zur Übermittlung 
ihrer (Replik-) Eingabe benötigt, bereits ein (Urteil BGer 5D_81/2015 vom 4. April 2016 E. 2.3.4 
und 2.4). Demgemäss obliegt es einer Partei, die eine Stellungnahme für erforderlich hält, diese 
grundsätzlich unverzüglich einzureichen oder eine entsprechende Frist zu beantragen (BGE 133 I 
100 E. 4.8 S. 105). 

Die Vorinstanz hatte das Gutachten vom 11. Mai 2016 am 12. Mai 2016 an den Beschwerdeführer 
gesandt; zum Zeitpunkt des Erhalts äussert sich dieser nicht. Die streitige Verfügung erging am 
30. Mai 2016. Nachdem davon auszugehen ist, dass zwischen der Zustellung des Gutachtens und 
dem Erlass der Verfügung ein Zeitraum von ca. zwei Wochen liegt, ist der Anspruch auf rechtliches 
Gehör gewahrt.

3. a) Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 
Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein-
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objek-
tiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf 
eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

b) Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbin-
dung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in 
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge-
worden wäre (sog. Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) 
und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29).

Praxisgemäss kann von dem anhand der LSE-Tabellenlöhne ermittelten Invalideneinkommen 
unter bestimmten Voraussetzungen ein leidensbedingter Abzug vorgenommen werden. Damit soll 

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der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 
Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 142 V 178 E. 1.3). Der 
Abzug darf 25% nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2).

c) Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend 
erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede 
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeig-
net ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher 
nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern auch 
dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands erheblich geändert 
haben oder eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt (BGE 130 V 
343 E. 3.5). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich 
gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (Urteile BGer 
8C_133/2013 vom 29. Mai 2013 E. 4.1; 8C_972/2009 E. 3.2). Liegt ein Revisionsgrund im er-
wähnten Sinn vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend 
("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3). 
Zeitlicher Referenzpunkt für die anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrades ist die letzte 
rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht (BGE 
134 V 131 E. 3). Der Überprüfungszeitraum endet für die Beschwerdeinstanz mit dem Zeitpunkt 
des Erlasses der streitigen Verfügung (BGE 131 V 242 E. 1.1).

4. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere 
Rente als die von der IV-Stelle gewährte halbe Rente hat.

a) Die Vorinstanz durfte auf die Schlussfolgerungen von Dr. med. F.________ abstellen. 
Dieser legt im Gutachten vom 11. Mai 2016 (Vorakten S. 573 ff.) einlässlich dar, dass die Ursache 
für die Zunahme der anxiodepressiven Symptome im veränderten Umfeld am bisherigen Arbeits-
platz (Vorgesetztenwechsel), im Verlust der Stelle und in den damit verbundenen Sorgen zu 
suchen ist. Es handle sich eindeutig um eine reaktiv bedingte, nicht dauerhafte Verschlechterung. 
Trotz des subjektiv zweifelsohne bestehenden Leidensdrucks sei diese Symptomatik aufgrund des 
klinischen Eindrucks und bei Anwendung der psychometrischen Skalen nur noch leicht bis maxi-
mal mittelgradig ausgeprägt. Der Explorand sei in der Lage, einen geregelten Tagesablauf mit 
diversen ausserhäuslichen Tätigkeiten einzuhalten. Er stehe früh auf, erledige Einkäufe und Teile 
der Hausarbeit, fahre Auto und kümmere sich um seinen betagten Vater, dem er auch sämtliche 
administrativen Arbeiten abnehme. Seit einigen Wochen arbeite er ehrenamtlich als Fahrer bei 
einer gemeinnützigen Einrichtung für Gehörlose, was ihm keine grösseren Probleme bereite. 
Zudem erwäge er, einem Tennisclub beizutreten. Er besuche gelegentlich Kulturveranstaltungen 
und bedaure, dass er sich viele Aktivitäten oder gar teurere Urlaubsreisen nicht mehr leisten 
könne. Der Explorand könnte – so der Gutachter – auf dem ersten Arbeitsmarkt grundsätzlich 
weiterhin mit einer gewissen zeitlichen Einschränkung und unter Anerkennung einer Leistungs-
minderung tätig sein. Die Leistungsminderung werde dabei umso geringer sein, je besser struktu-
riert und je weniger anspruchsvoll diese Tätigkeit effektiv sei; zudem würden Faktoren wie die 
Atmosphäre am Arbeitsplatz oder das Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten eine Rolle spielen. 
Die psychopathologischen Symptome würden sich schnell wieder zurückbilden, wenn der Explo-
rand einen geeigneten Arbeitsplatz hätte, an dem er sich nach einer gewissen Einarbeitungszeit 
eine Routine erwerben könnte. In einer gut angepassten Tätigkeit mit wenig Anforderungen an die 

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Eigenorganisation, gleichmässiger Belastung und guter Strukturierung, in ruhiger Umgebung (z.B. 
wenig direkte Kundenkontakte und Publikumsverkehr) und in einem möglichst konstanten Umfeld 
läge die Leistungsminderung über die Zeit bei maximal 10%; der Explorand wäre dadurch 
zumindest theoretisch weniger schnell erschöpft und könnte daher streng genommen sogar ein 
wenig länger arbeiten.

b) Der Beschwerdeführer beanstandet die von der Vorinstanz festgelegte Arbeitsunfähig-
keit von 70% nicht direkt, ja er legt seinem "Vorschlag" für den Einkommensvergleich gar einen 
Beschäftigungsgrad von 72% zugrunde. Er verlangt jedoch die Berücksichtigung der im Gutachten 
erwähnten Leistungsminderung von 10%. 

Der Gutachter geht von einer zumutbaren Arbeitszeit von 2 mal 3 Stunden täglich aus, wobei in 
einer optimal angepassten Tätigkeit eine Leistungsminderung von 10 % anzunehmen sei. Er prä-
zisiert die Leistungsminderung dahingehend, dass die zumutbare Arbeitszeit um den Anteil der 
Leistungsminderung verlängert werde; ein Arbeitskollege ohne Leistungsminderung würde die 
gleiche Arbeit in einer um diesen Anteil verkürzten Zeit verrichten. Bei einer zumutbaren Arbeits-
zeit von 6 Stunden bedeutet eine Leistungsminderung von 10% somit, dass die ohne Minderung 
der Leistungsfähigkeit notwendige Zeit um 36 Minuten verkürzt wäre. Praxisgemäss wird der in 
Prozenten ausgedrückte Wert der Minderung von der zumutbaren Arbeitszeit bzw. vom zumut-
barerweise erzielbaren Lohn subtrahiert (vgl. etwa Urteil BGer 8C_418/2015 vom 7. Oktober 2015 
E. 6.4). Demnach beträgt die voll verwertbare Arbeitsfähigkeit im vorliegenden Fall 5 Stunden und 
24 Minuten, d.h. 5.4 Stunden pro Tag.

Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen, dass diese Leistungsminderung bei der Festset-
zung der Arbeitsfähigkeit bzw. des Invalideneinkommens nicht unberücksichtigt bleiben darf. Der 
Einwand der Vorinstanz, der Gutachter habe keinen Unterschied zum Gesundheitszustand im Jahr 
2009 (gemeint wohl: 2011) festgestellt und damals habe keine Leistungsminderung bestanden, ist 
unbehelflich: Während im Zeitpunkt der Rentenverfügung vom 4. Januar 2012 der tatsächliche 
Lohn des Beschwerdeführers als Invalideneinkommen gelten konnte mit der Folge, dass eine all-
fällige Leistungsminderung nicht zu berücksichtigen war, musste im Jahr 2016 das Invalidenein-
kommen aufgrund statistischer Löhne berechnet werden, was die Prüfung einer Leistungsmin-
derung nahelegt.

Dies namentlich auch unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass ebenso der Gutachter, trotz 
grundsätzlich unveränderter Situation, im Vergleich zu seinem Vorgutachten ebenfalls in einer 
optimal angepassten Tätigkeit nun von einer leicht um 10% verminderten Leistungsfähigkeit aus-
geht, wohingegen er im Vorgutachten explizit festhielt, in einer optimal angepassten Tätigkeit sei 
nicht von einer verminderten Leistungsfähigkeit auszugehen.

Überdies ist dies auch unter Berücksichtigung der gesamthaften Situation angebracht, da anzu-
nehmen ist, dass heute die psychischen Krankheiten nach der erneuten schwierigen Situation 
beim letzten Arbeitgeber und auch aufgrund des Alters wohl einen leicht grösseren Einfluss auf 
seine Leistungsfähigkeit haben.

c) Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, für die Bestimmung des Invalideneinkom-
mens sei nicht das Kompetenzniveau 3 der LSE, sondern das Kompetenzniveau 2 heranzuziehen. 

Das Kompetenzniveau 2, welches der Beschwerdeführer angewendet haben will, wird in der LSE 
2014 wie folgt beschrieben: „Praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Ad-

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ministration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst“. 
Demgegenüber heisst es bei Kompetenzniveau 3: „Komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein 
grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen“. Aus dem Fragebogen an den Arbeitgeber 
vom 29. Januar 2015 (Vorakten S. 330) geht hervor, dass die Anforderungen bzw. Belastungen 
des Beschwerdeführers in Bezug auf das Auffassungsvermögen, das vernetzte Denken, die 
Stressresistenz und die Sorgfalt hoch waren bzw. sich dort Schwierigkeiten zeigten. Aus Sicht die-
ses Arbeitgebers könnte der Mitarbeiter in der Administration mit klar delegierten Aufgaben, in PC-
Anwendungen (erlernte Systeme, weniger Office-Erstellen) in einem Arbeitsumfeld mit wenig 
Druck tätig sein; das Erkennen von Zusammenhängen verbessere sich, wenn der Arbeitgeber 
Ressourcen bieten könne. Es geht jedoch fehl, aus diesen Ausführungen den Schluss zu ziehen, 
der Beschwerdeführer sei für qualifizierte Arbeiten nicht geeignet. Der Beschwerdeführer ist sehr 
gut ausgebildet und konnte sich durch die jahrelange Tätigkeit im Versicherungsbereich ein 
grosses Fachwissen aneignen. Wenngleich er bei seiner letzten Anstellung im Alters- und Pflege-
heim vorwiegend einfachere administrative Aufgaben erledigte, verfügt er doch über höhere Fähig-
keiten, als wenn er Zeit seines Lebens als kaufmännischer Angestellter gearbeitet hätte. Dem-
entsprechend sind die Möglichkeiten des Beschwerdeführers nicht auf einfachste Bürotätigkeiten 
beschränkt, wie er behauptet. In seiner letzten Tätigkeit konnte der Beschwerdeführer in einem 
70%-Pensum (2011) CHF 54‘600.- verdienen, in den folgenden Jahren in einem 50%-Pensum 
CHF 39‘377.- (2012) und CHF 39‘832.- (2013), wie aus dem Fragebogen an den Arbeitgeber vom 
29. Januar 2015 (Vorakten S. 330) hervorgeht. Das entsprechende Jahresgehalt für ein 100%-
Pensum liegt zwischen CHF 78‘000.- und CHF 79‘664.-, was ungefähr dem statistischen Lohn in 
der von der Vorinstanz (und auch vom Beschwerdeführer) verwendeten Position 77, 79-82 („sons-
tige wirtschaftliche Dienstleistungen ohne Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“) im 
Kompetenzniveau 3 für Männer sowohl der LSE 2012 (CHF 76‘200.-) als auch der LSE 2014 (CHF 
77‘700.-) entspricht (die statistischen Löhne werden hier nicht auf die betriebsübliche Arbeitszeit 
umgerechnet; sie basieren auf 40 Wochenstunden). Demgegenüber beträgt der entsprechende 
statistische Lohn im Kompetenzniveau 2 nur CHF 62‘544.- (LSE 2012) bzw. CHF 62‘148.- (LSE 
2014). Es ist kein Grund ersichtlich, warum der Beschwerdeführer im Jahr 2016, bei nahezu unver-
ändertem Gesundheitszustand, ein derart tiefes Gehalt erzielen sollte. Auch wenn seine psy-
chischen Probleme beim Verlust der Arbeitsstelle eine Rolle gespielt haben mögen, so ist doch 
offenkundig, dass das Arbeitsumfeld nach dem Vorgesetztenwechsel dem Beschwerdeführer nicht 
mehr zuträglich war und dass es in erster Linie deswegen zur Kündigung gekommen ist. Dies 
geschieht indessen auch bei Arbeitnehmern, die nicht von Invalidität betroffen sind, und lässt nicht 
den Schluss zu, dass ein neues Arbeitsverhältnis mit denselben Schwierigkeiten behaftet sein 
muss. Die Gründe für den Verlust der Stelle sind wohl in einer Kombination von betrieblichen Not-
wendigkeiten, gesundheitlichen Problemen und persönlichen Schwierigkeiten im Zusammenhang 
mit der Chefin zu sehen. Hinsichtlich der Zumutbarkeit einer Arbeitsaufnahme und der Anforderun-
gen des künftigen Arbeitsplatzes lässt sich daraus nichts ableiten, weshalb die Vorinstanz auch 
keinen Schlussbericht der Eingliederungsfachperson einholen musste. Aufgrund der Ausbildung 
des Beschwerdeführers, seiner beruflichen Erfahrung, seiner persönlichen Ressourcen (welche im 
Gutachten vom 11. Mai 2016 [Vorakten S. 568] als „durchaus vorhanden“ bezeichnet werden) und 
nicht zuletzt aufgrund der Höhe des zuletzt erzielten Lohns ist für die Festlegung des Invalidenein-
kommens das Kompetenzniveau 3 der LSE heranzuziehen.

d) Die Vorinstanz legt dem Invalideneinkommen die Position 77, 79-82 („sonstige wirt-
schaftliche Dienstleistungen ohne Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“) der LSE 2014 
zugrunde. Der entsprechende Wert im Kompetenzniveau 3 beträgt monatlich CHF 6‘475.-, was 

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(bei 40 Wochenstunden) ein Jahreseinkommen von CHF 77‘700.- ergibt. Umgerechnet auf die be-
triebsübliche Arbeitszeit von 42.1 Stunden resultiert ein Jahreslohn von CHF 81‘779.25. Indexiert 
mit dem Nominallohnindex bis ins Jahr 2016 (das Jahr, in dem der Beschwerdeführer die Er-
werbstätigkeit aufgab [vgl. E. 4a]), wobei das (seinerseits bereits indexierte) Vorjahreseinkommen 
für jedes Jahr einzeln zu indexieren ist (vgl. Urteil BGer 8C_193/2013 vom 4. Juni 2013 E. 3.2), 
ergibt sich bei einem Index von -0.2% für das Jahr 2015 (vgl. Tabelle T.1.10 des Bundesamtes für 
Statistik [BFS]) und einem Index von 0.2% für das Jahr 2016 (vgl. Tabelle T.1.15 des BFS) ein 
Valideneinkommen von CHF 81'778.92. Das zumutbare Arbeitspensum des Beschwerdeführers 
von 6 Stunden pro Tag entspricht bei der betriebsüblichen Tagesarbeitszeit von 8.42 Stunden 
einem Beschäftigungsgrad von 71.26%, was einen Jahreslohn von CHF 58'275.66 ergibt. Unter 
der Berücksichtigung einer Leistungsminderung von 10% beträgt der Jahreslohn
CHF 52'448.09.Aufgrund des reduzierten Pensums erscheint ein leidensbedingter Abzug (vgl. E. 
3b zweiter Abschnitt) von 5% angemessen. Ein weitergehender Abzug kann nicht gewährt werden, 
denn die Leistungseinschränkung wurde bereits berücksichtigt und ein leicht fortgeschrittenes Alter 
(55 Jahre im Zeitpunkt der streitigen Verfügung) rechtfertigt für sich allein genommen keinen 
Leidensabzug (Urteil BGer 8C_354/2016 vom 25. Oktober 2016 E. 7 mit Hinweis auf BGE 138 V 
457 E. 3.1 und 3.3), zumal der Beschwerdeführer bis vor Kurzem erwerbstätig war. Es ergibt sich 
somit für das Jahr 2016 ein Invalideneinkommen von CHF 49'825.68. 

e) Für das Valideneinkommen hat die Vorinstanz den Wert von CHF 133‘000.- eingesetzt. 
Gemäss Auskunft der B.________ als letzte Arbeitgeberin vor Eintritt des Gesundheitsschadens 
vom 7. Oktober 2016 (vgl. Vernehmlassungsbeilage der Vorinstanz) könnte der Beschwerdeführer 
dieses Gehalt „heute“, d.h. im Jahr 2016 verdienen. Weil der Beschwerdeführer am 1. Mai 2016 
die Erwerbstätigkeit aufgegeben hat und nur die erwerbliche Seite der Invaliditätsbemessung 
kritisiert (vgl. E. 4b), ist dieser Zeitpunkt für eine allfällige Änderung des Rentenanspruchs mass-
geblich (der frühstmögliche Zeitpunkt für eine Rentenerhöhung gemäss Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV 
war Mai 2015, denn der Einwand vom 27. Mai 2015 entspricht einem Revisionsgesuch). Es ist 
somit korrekt, wenn die Vorinstanz das Valideneinkommen mit CHF 133‘000.- beziffert und als 
Zeitpunkt für eine allfällige Erhöhung des Rentenanspruchs den 1. Mai 2016 genannt hat.

f) Die Gegenüberstellung von Valideneinkommen (CHF 133‘000.-) und Invalideneinkom-
men (CHF 49'825.68) ergibt eine Lohneinbusse von 62.54%. Aus dem Invaliditätsgrad von (ge-
rundet) 63% resultiert der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (vgl. E. 3a zweiter Abschnitt) mit 
Wirkung ab 1. Mai 2016.

5. a) Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als begründet und ist gutzuheissen. 
Der Beschwerdeführer hat ab 1. Mai 2016 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (Invaliditätsgrad: 
63%). Die angefochtene Verfügung ist aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen zum Erlass einer entsprechenden Rentenverfügung. 

b) Es werden Gerichtskosten in der Höhe von CHF 800.- zu Lasten der IV-Stelle erhoben. 

Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Entschädigung seiner Parteikosten. Es 
rechtfertigt sich, die Parteientschädigung angesichts des doppelten Schriftenwechsels und der 
Schwierigkeit des vorliegenden Falls, der sich indessen nicht durch aussergewöhnliche Komple-
xität auszeichnet, ausnahmsweise pauschal auf CHF 1'560.- (12 Stunden à CHF 130.-[Urteil BGer 
9C_688/2009 vom 19. November 2009 E. 5]) festzusetzen. Dieser Betrag enthält Honorar und 

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Auslagen des Rechtsvertreters. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer von CHF 124.80 (8% 
von CHF 1'560.-) ergibt sich ein Totalbetrag von CHF 1'684.80.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen.

Die Verfügung vom 30. Mai 2016 wird in dem Sinne angepasst, dass A.________ ab dem 
1. Mai 2016 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat.

II. Es werden Gerichtskosten von CHF 800.- zu Lasten der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg, Givisiez, erhoben.

III. Die Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg, hat A.________ eine Parteientschä-
digung von CHF 1‘560.- (Honorar und Auslagen), zuzüglich der Mehrwertsteuer von
CHF 124.80 (8% von CHF 1'560.-) und damit insgesamt von CHF 1'684.80 zu bezahlen.

IV. Zustellung:

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist kostenpflichtig.

Freiburg, 24. August 2017/sge

Präsident Gerichtsschreiber