# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cec9bab5-d970-5e37-a001-a936bb0123ac
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 04.04.2014 LY130041
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY130041_2014-04-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: LY130041-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. M. Schaffitz und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. L. Stünzi 

Beschluss und Urteil vom 4. April 2014 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Gesuchsteller und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____, 
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen) 
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 15. November 2013 (FE100118-G) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 

A. Der Gesuchstellerin (VI-Urk. 137 S. 2): 

" 1. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für 
die drei Kinder ab dem 1. Mai 2013 im Voraus zahlbare, monatli-
che Unterhaltsbeiträge von CHF 2'750.– pro Kind zu leisten, zu-
züglich weitergeleitete Kinderzulagen. 

 2. Der Gesuchsgegner sei zusätzlich zu verpflichten, die gesamten 
Schulkosten der Privatschule, welche Sohn C._____ noch bis im 
Juli 2013 besucht, von CHF 2'880.– pro Quartal zu übernehmen. 

 3. Der Gesuchsgegner sei zusätzlich zu verpflichten, die gesamten 
Schulkosten der Privatschule, welche Tochter D._____ seit dem 
Sommer 2013 besucht, von CHF 2'690.– pro Quartal zu über-
nehmen. 

 4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 
dem 1. Mai 2013 einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Unter-
haltsbeitrag von CHF 12'200.– zu leisten. 

 5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen 
Prozesskostenvorschuss von vom Gericht zu bestimmender Höhe 
für die Gerichtskosten im vorliegenden Verfahren sowie von 
CHF 10'000.– für Parteikosten zu leisten. 

  – unter Kosten und Entschädigungsfolge –" 
 

Modifiziertes Rechtsbegehren der Gesuchstellerin (VI-Urk. 161 S. 2) 

" An den Rechtsbegehren 1 sowie 3 bis 5 des Gesuchs um vorsorgli-
che Massnahmen vom 6. Mai 2013 wird vollumfänglich festgehalten. 
Das Rechtsbegehren 2 wird infolge Bezahlung der entsprechenden 
Kosten durch den Gesuchsgegner zurückgezogen. 

 Somit ergeben sich folgende Rechtsbegehren: 
 1. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für 

die drei Kinder ab dem 1. Mai 2013 im Voraus zahlbare, monatli-
che Unterhaltsbeiträge von CHF 2'750.– pro Kind zu leisten, zu-
züglich weitergeleitete Kinderzulagen. 

 2. Der Gesuchsgegner sei zusätzlich zu verpflichten, die gesamten 
Schulkosten der Privatschule, welche Tochter D._____ seit dem 
Sommer 2013 besucht, von CHF 2'690.– pro Quartal zu über-
nehmen. 

 3. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 
dem 1. Mai 2013 einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Unter-
haltsbeitrag von CHF 12'200.– zu leisten. 

- 3 - 

 4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen 
Prozesskostenvorschuss von vom Gericht zu bestimmender Höhe 
für die Gerichtskosten im vorliegenden Verfahren sowie von 
CHF 10'000.– für Parteikosten zu leisten. 

  – unter Kosten und Entschädigungsfolge –" 
 

B. Des Gesuchstellers (VI-Urk. 153 S. 1): 

" 1. Das Gesuch der Gesuchstellerin um Anordnung vorsorglicher 
Massnahmen und Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses 
sei vollumfänglich abzuweisen; 

 2. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MwSt) zu Las-
ten der Gesuchstellerin." 

 

Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am  
Bezirksgerichtes Meilen: 

1. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die weitere Dauer 

des Scheidungsverfahrens einen monatlichen Unterhaltsbeitrag für die drei 

Kinder von je CHF 2'950.– zuzüglich Kinder- und Erziehungszulagen rück-

wirkend ab 1. Juni 2012 und für die Gesuchstellerin persönlich von 

CHF 10'916.– ab 1. Juni 2013 zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus je-

weils auf den Ersten eines jeden Monats. 

Der Gesuchsteller ist berechtigt, bereits geleistete Unterhaltszahlungen an 

die ausstehenden Unterhaltsbeiträge anzurechnen. 

2. Mit Bezug auf den ursprünglichen Antrag der Gesuchstellerin um Übernah-

me der gesamten Schulkosten der Privatschule, welche C._____ bis im Ju-

li 2013 besuchte (Rechtsbegehren Ziff. 2 von act. 137), wird das Verfahren 

als durch Rückzug des Begehrens erledigt abgeschrieben. 

3. Über den Antrag der Gesuchstellerin betreffend die Privatschulkosten der 

Tochter D._____ (Rechtsbegehren Ziff. 3 von act. 137) wird in einer separa-

ten Verfügung entschieden. 

- 4 - 

4. Der Antrag der Gesuchstellerin betreffend Prozesskostenvorschuss 

(Rechtsbegehren Ziff. 5 von act. 137) wird abgewiesen. 

5. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen werden dem Endentscheid vorbehal-

ten. 

6. (Schriftliche Mitteilung) 

7. (Rechtsmittel) 

 

Berufungsanträge: 

Des Gesuchstellers und Berufungsklägers (Urk. 1): 
 

" 1. Disp. Ziff. 1 der Verfügung vom 15. November 2013 des Einzelge-
richts des Bezirksgerichts Meilen (Geschäfts-Nr. FE100118) sei 
aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen: 

  Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die 
Dauer des Scheidungsverfahrens für die drei Kinder C._____, 
E._____ und D._____ einen monatlichen, jeweils auf den Ersten 
eines jeden Monates zum Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag 
von je CHF 1'750.– zuzüglich Familienzulage von CHF 250.– zu 
bezahlen, zahlbar ab 1. Juni 2013. 

  Des Weiteren wird der Gesuchsteller verpflichtet, der Gesuchstel-
lerin persönlich einen monatlichen, jeweils auf den Ersten eines 
jeden Monates zum Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 
7'500.– zu bezahlen, zahlbar ab 1. Juni 2013. 

  Der Gesuchsteller ist berechtigt, bereits geleistete Unterhaltszah-
lungen an die ausstehenden Unterhaltsbeiträge anzurechnen. 

 2. Eventualiter sei der Gesuchsteller für berechtigt zu erklären, von 
den Kinderunterhaltsbeiträgen gemäss Rechtsbegehren Ziffer 1 
Abs. 2 jeweils den monatlichen Nettobetrag des Lehrlingslohns 
eines jeden Kindes in Abzug zu bringen. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MwSt) zulasten 
der Gesuchstellerin." 

Der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 9): 

" Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen und der erstinstanzliche 
Entscheid (Verfügung vom 15. November 2013) sei zu bestätigen.  

- 5 - 

– unter Kosten und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu Lasten des 
Berufungsklägers –" 
 
********************************************************************************* 

Erwägungen: 

A. Sachverhaltsübersicht und Prozessgeschichte 

1. Die Parteien haben am tt. August 1995 in Bern geheiratet. Aus der Ehe gin-

gen die Kinder C._____ (geboren am tt.mm.1996), E._____ (geboren am 

tt.mm.1997) und D._____ (geboren am tt.mm.1999) hervor. Nachdem die 

Parteien den gemeinsamen Haushalt per 1. April 2008 aufgehoben und das 

Getrenntleben aussergerichtlich durch eine Trennungsvereinbarung geregelt 

haben (VI-Urk. 4), stehen sie seit Juni 2010 vor Vorinstanz in einem Schei-

dungsverfahren (VI-Urk. 1). In diesem Rahmen hat die Gesuchstellerin mit 

Eingabe vom 6. Mai 2013 ein Begehren um Anordnung von vorsorglichen 

Massnahmen mit eingangs genannten Anträgen gestellt (VI-Urk. 137). Nach 

einer Stellungnahme des Gesuchstellers zum Massnahmebegehren der Ge-

suchstellerin (VI-Urk. 153) und einer Novenstellungnahme seitens der Ge-

suchstellerin (Urk. 161) fällte die Vorinstanz am 15. November 2013 den 

eingangs wiedergegebenen Entscheid (Urk. 2). 

2. Hiergegen hat der Gesuchsteller innert Frist Berufung erhoben und die ein-

gangs aufgeführten Anträge gestellt (Urk. 1). Die Berufungsantwort der Ge-

suchstellerin datiert vom 17. Januar 2014 (Urk. 9). Der Gesuchsteller reichte 

unter dem Datum vom 5. Februar 2014 unaufgefordert eine Stellungnahme 

ins Recht (Urk. 13), welche der Gegenseite zur Kenntnisnahme zugestellt 

wurde (Urk. 13 Seite 1 und 14). 

B. Vorbemerkungen 

1. Was die Ausführungen zum summarischen Verfahren sowie zu den an-

wendbaren Prozessmaximen anbelangt, kann auf die zutreffenden Erwä-

gungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 2 S. 5-7). 

- 6 - 

2. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind die Ehegatten- sowie Kin-

derunterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 1 der angefochtenen Verfü-

gung. Die Dispositiv-Ziffern 2, 3, 4 und 5 blieben unangefochten und sind 

damit in Rechtskraft erwachsen. Dies ist vorzumerken.  

3. Neue Tatsachen und Beweismittel sind im Berufungsverfahren nur noch zu 

berücksichtigen, wenn sie - kumulativ - ohne Verzug vorgebracht werden 

(Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor ers-

ter Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Das hat 

unter dem Gesichtspunkt der Verfahrensbeschleunigung insbesondere auch 

für das summarische Massnahmeverfahren zu gelten (BGE 138 III 625, ins-

besondere Erw. 2.2. S. 628 [für vereinfachtes Verfahren]). Die von der Ge-

suchstellerin vorgetragenen Behauptungen in Urk. 9 S. 6 Abs. 2 und 3, 

S. 10-12, S. 14 Abs. 4 und 5, S. 15 Abs. 4, S. 16 Abs. 1, S. 19 Abs. 2 und 3 

sowie S. 20 Abs. 3 und S. 22 Abs. 4 sind vor diesem Hintergrund unbeacht-

lich. 

C. Unterhalt 

1. Die Vorinstanz hat den Unterhaltsanspruch der Gesuchstellerin anhand des 

Bedarfs der Parteien und dem Einkommen des Gesuchstellers aus dem 

Jahr 2007 berechnet. Sie führte diesbezüglich aus, der Unterhalt knüpfe an 

den in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Standard (zuzüglich schei-

dungsbedingter Mehrkosten) an, auf dessen Fortführung bei genügenden 

Mitteln beide Teile Anspruch hätten. Dieser Standard bilde gleichzeitig die 

Obergrenze des Unterhaltes. Bedarfskosten, welche erst nach der Aufhe-

bung des gemeinsamen Haushaltes anfielen und nicht als trennungsbeding-

te Mehrkosten bezeichnet werden könnten, seien entsprechend nicht zu be-

rücksichtigen. Nacheheliche Karrieresprünge oder ausserordentlich grosse 

Einkommenssteigerungen des unterhaltsverpflichteten Ehegatten würden 

entsprechend ebenfalls nicht in die Unterhaltsberechnung einbezogen wer-

den, ausser sie seien im Scheidungszeitpunkt unmittelbar bevorgestanden 

und daher noch als ehebedingt zu betrachten (Urk. 2 S. 8-13).  

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 Diesen zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ist nichts beizufügen. Die 

Parteien haben sich im April 2008 getrennt, weshalb sich die Unterhaltsbe-

rechnung im vorliegenden Fall nach den Bedarfs- und Einkommensverhält-

nissen des Jahres 2007 zu richten hat. Entgegen der Darstellung der Ge-

suchstellerin im Berufungsverfahren (vgl. Urk. 9 S. 7) hat sie im vorinstanzli-

chen Verfahren nicht geltend gemacht, dass die Einkommenssteigerung des 

Gesuchstellers (von Fr. 35'677.– im Jahr 2007 auf rund Fr. 51'000.– im Jahr 

2011) ehebedingt gewesen sei. Solches ist aus den Akten auch nicht er-

sichtlich. Entsprechend bleibt es dabei, dass für die Unterhaltsberechnung 

für den Ehegattenunterhalt das Einkommen des Gesuchstellers und der Be-

darf der Parteien zuzüglich trennungsbedingter Mehrkosten aus dem Jahr 

2007 relevant sind.  

 Mit Blick auf die Kinderunterhaltsbeiträge hat die Vorinstanz ebenso zutref-

fend ausgeführt, dass diese im Gegensatz zum getrennt lebenden Ehegat-

ten Anspruch darauf haben, am aktuellen Lebensstandard - und damit auch 

an der Einkommenssteigerung - des Unterhaltsverpflichteten teilzuhaben 

(Urk. 2 S. 24). Bei der Berechnung des Kinderunterhaltsbeitrages ist daher 

vom aktuellen Einkommen des Gesuchstellers von rund Fr. 51'000.– auszu-

gehen.  

2. Ehegattenunterhalt 

2.1 Ausgehend von einem Einkommen des Gesuchstellers im Jahr 2007 von 

netto Fr. 35'677.– pro Monat und einem Bedarf der Parteien von Fr. 10'551.– 

(Gesuchstellerin mit den Kindern) resp. Fr. 17'446.– (Gesuchsteller) ver-

pflichtete die Vorinstanz den Gesuchsteller, der Gesuchstellerin ab 1. Juni 

2013 für die weitere Dauer des Verfahrens Unterhaltsbeiträge in der Höhe 

von Fr. 10'916.– zu bezahlen.  

2.2 Der Gesuchsteller erachtet einen Unterhaltsbeitrag für die Gesuchstellerin 

von maximal Fr. 7'500.– für angemessen. Er kritisiert die von der Vorinstanz 

gewählte Berechnungsmethode (nachstehend Erw. 2.3) sowie die der vo-

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rinstanzlichen Unterhaltsberechnung zugrunde gelegten Bedarfszahlen bei-

der Parteien (nachstehend Erw. 2.4 und 2.5).  

2.3 Berechnungsmethode 

a) Die Vorinstanz hat die Ehegattenunterhaltsbeiträge mittels der zweistufigen 

Methode (Existenzminimaberechnung mit Überschussbeteiligung) berechnet 

und die Methodenwahl damit begründet, dass die Gesuchstellerin anstelle 

des massgebenden Bedarfs des Jahres 2007 ihren aktuellen Bedarf sub-

stantiiert habe (Urk. 2 S. 15 f.). 

b) Der Gesuchsteller stellt sich berufungsweise auf den Standpunkt, die Vo-

rinstanz habe zu Unrecht der zweistufigen Berechnungsmethode den Vor-

zug gegeben. Zum einen sei die einstufige Berechnungsmethode unter den 

Parteien im Scheidungsverfahren unumstritten gewesen, und zum anderen 

habe sich die Vorinstanz selber bereits für die einstufige Berechnungsme-

thode entschieden, indem sie sich im angefochtenen Entscheid mit dem ge-

bührenden Bedarf der Gesuchstellerin auseinandergesetzt habe. Es stelle 

eine unzulässige Kehrtwende der Vorinstanz dar, wenn diese alleine auf-

grund der mangelnden Substantiierung des gebührenden Bedarfs durch die 

Gesuchstellerin auf die zweistufige Berechnungsmethode ausweiche (Urk. 1 

S. 4-7). 

c) Das Gesetz schreibt dem Sachrichter keine bestimmte Methode zur Unter-

haltsberechnung vor (BGE 128 III 411 Erw. 3.2.2). Dieser geniesst im Rah-

men des grossen Ermessens bei der Unterhaltsfestsetzung (vgl. Art. 4 ZGB) 

denn auch relativ weitreichende Freiheiten in der Gewichtung der relevanten 

Kriterien. Es ist zutreffend, dass im Falle von ausserordentlich guten wirt-

schaftlichen Verhältnissen oft der einstufigen Berechnungsmethode der Vor-

zug gegeben wird. Dies, da vermutet wird, dass Parteien in guten wirtschaft-

lichen Verhältnissen nicht ihr ganzes Einkommen ausgeben, sondern etwas 

sparen. In diesem Fall kann der gemeinsam gelebte Standard nicht anhand 

des Einkommens, sondern nur anhand der Ausgaben bestimmt werden. 

Insbesondere würde in diesem Fall, wenn der unterhaltsberechtigten Partei 

- 9 - 

die Hälfte des den Familienbedarf übersteigenden Betrages zugesprochen 

würde, die Möglichkeit eröffnet, den gemeinsamen Standard weiterzuleben 

und zusätzlich aus den Beiträgen der unterhaltsverpflichteten Partei Erspar-

nisse zu äufnen. Es würde mit anderen Worten zu einer Vermögensbildung 

bzw. -verschiebung kommen, die im Massnahmeverfahren zu vermeiden ist, 

da diese Gegenstand der güterrechtlichen Auseinandersetzung im Schei-

dungsverfahren ist. Zwingend ist die Wahl der einstufigen Berechnungsme-

thode indes nicht. Es ist stets auf den Einzelfall abzustellen und die für die 

konkreten Umstände geeignetste Vorgehensweise zu wählen. Es darf nicht 

geschlossen werden, dass wenn eine Sparquote besteht, stets die einstufige 

Methode anzuwenden ist. Der Sparquote kann auch begegnet werden, in-

dem sie als Bedarfsposition des Unterhaltsverpflichteten einbezogen oder 

von einem allfälligen Überschuss abgezogen wird, bevor dieser geteilt wird. 

Es darf dabei nie aus den Augen gelassen werden, dass im Massnahmever-

fahren nur einstweilige Regelungen zu treffen sind, die aufgrund der Verfah-

rensart nicht mit letzter Präzision bestimmt werden können. Definitive und 

differenzierte Lösungen sind hernach im Scheidungsverfahren zu erarbeiten. 

Dabei bieten abstrakte Berechnungsmethoden den Vorteil, dass nicht jede 

einzelne Bedarfsposition erforscht werden muss und dennoch eine nachvoll-

ziehbare und objektivierte Unterhaltsberechnung erfolgen kann. So kann die 

zweistufige Berechnungsmethode zweckmässig erscheinen, wenn sich die 

Ermittlung des gebührenden Bedarfs - wie im vorliegenden Fall - nachvoll-

ziehbar schwierig gestaltet, da ein rund sechs Jahre zurückliegender Bedarf 

dargetan werden muss. Dem kann mit der zweistufigen Berechnungsmetho-

de durch die Möglichkeit der Pauschalisierung der Bedarfspositionen be-

gegnet werden. Unter Berücksichtigung der Sparquote des Unterhaltsbe-

rechtigten sollte die zweistufige Berechnungsmethode sodann zum gleichen 

Ergebnis führen, wie die einstufige Unterhaltsberechnung. Aus diesem 

Grund ist das Vorgehen der Vorinstanz nicht zu beanstanden. Sie hat das 

ihr zustehende Ermessen mit der Wahl der zweistufigen Berechnungsme-

thode nicht verletzt. 

 

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2.4 Bedarf Gesuchstellerin 

a) Die Vorinstanz hat den Bedarf der Gesuchstellerin zusammen mit den drei 

Kindern im Jahr 2007 auf Fr. 10'551.– veranschlagt (Urk. 2 S. 17 f.). Der 

Gesuchsteller kritisiert in seiner Berufung die Bedarfspositionen Auto und 

Krankheitskosten (Urk. 1 S. 7). 

b) Mit Bezug auf die Autokosten moniert der Gesuchsteller, der von der Vo-

rinstanz berücksichtigte Betrag von Fr. 602.– pro Monat sei für eine Nichter-

werbstätige zu hoch. Die Ausgaben seien grösstenteils weder substantiiert 

behauptet noch mittels Belegen glaubhaft gemacht worden. Insbesondere 

die monatlichen Benzinkosten von Fr. 100.– sowie die Servicekosten von 

Fr. 223.– seien nicht belegt. Anerkannt werde ein Betrag von Fr. 380.–, wo-

rin ein Betrag für Benzin/Service von Fr. 100.– inbegriffen sei (Urk. 1 S. 7). 

 Beim von der Vorinstanz berücksichtigen Betrag für Benzin handelt es sich 

um eine Schätzung, welche im Bereich des der Vorinstanz zustehenden Er-

messens liegt. Es ist unbestritten, dass die Gesuchstellerin während der Ehe  

ein Fahrzeug zur Verfügung hatte, weshalb ein gewisser Benzinverbrauch 

die logische Konsequenz davon ist. Der von der Vorinstanz berücksichtigte 

Betrag von Fr. 223.– für Servicekosten ist hingegen nicht schlüssig. Die Ge-

suchstellerin hat die Servicekosten der Jahre 2009 bis 2013 mittels Belegen 

dokumentiert (Urk. 114/62-68). Da es sich bei den Ausgaben für den Auto-

service um regelmässige, in etwa gleichem Umfang anfallende Kosten han-

delt, ist es nicht verfehlt, die eingereichten Belege aus den Jahren 2009 bis 

2013 als Richtgrösse heranzuziehen. Ausgewiesen sind durch die Rech-

nungen lediglich Kosten von Fr. 13'488.15 in fünf Jahren. Dies entspricht ei-

nem monatlichen Betrag von rund Fr. 225.–. Da der Gesuchstellerin im Be-

darf aber lediglich eines der beiden Fahrzeuge angerechnet werden kann, 

ist ein Betrag von monatlich Fr. 112.– für Servicekosten zu berücksichtigen.  

 Gesamthaft resultiert daraus - zusammen mit den unangefochten gebliebe-

nen Kosten von Fr. 110.10 für die Motorfahrzeugversicherung, Fr. 120.– für 

den Parkplatz und Fr. 49.– für die Strassenverkehrsgebühren mit Wechsel-

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schild - ein im Bedarf der Gesuchstellerin zu berücksichtigender Betrag für 

das Auto von (gerundet) Fr. 490.–.  

c) Die Vorinstanz hat im Bedarf der Gesuchstellerin Krankheitskosten von 

Fr. 233.– berücksichtigt (Urk. 2 S. 17). Der Betrag setzt sich zusammen aus 

der Franchise der Gesuchstellerin von Fr. 1'500.– und dem Selbstbehalt von 

Fr. 700.– im Jahr. Die Franchise und der Selbstbehalt der Kinder wurde mit 

Fr. 50.– pro Monat veranschlagt (Urk. 2 S. 20).  

 Der Gesuchsteller stellt sich auf den Standpunkt, die Krankheitskosten der 

Gesuchstellerin und der Kinder seien nicht glaubhaft gemacht (Urk. 1 S. 7). 

 Dem Gesuchsteller ist zu widersprechen. Es ist unbestritten, dass sich die 

Gesuchstellerin im Jahr 2004 einer Diskushernie-Operation unterziehen 

musste (vgl. Urk. 22 S. 6, Urk. 24 S. 9). Gemäss gerichtlichem Gutachten 

von Prof. Dr. med. F._____ leidet die Gesuchstellerin an einer "multietage-

ren frühzeitigen Degeneration der Bandscheiben, und zwar LS2/3, LS3/4, LS 

4/5, L5/S1, so genannten "Black Discs", wobei die unterste Bandscheibe zu-

dem ein Zustand nach Diskushernie-Operation ist auf  der rechten Seite, mit 

deutlich verschmälerter Bandscheibe, Desintegration der Bandscheibe und 

kleinem Flüssigkeitspool im Zentrum sowie einem weiter bestehenden Se-

quester auf der rechten Seite und zudem subchondralen Ödemen, bzw. Ver-

fettungen, als Zeichen einer chronischen Irritation in diesem Segment." Es 

handle sich um eine progrendiente Erkrankung, die meistens schon in jun-

gen Jahren beginne. Die Patientin sei im Alltag wesentlich beeinträchtigt (VI-

Urk. 94 Ad. 1). Aufgrund dieser gutachterlichen Ausführungen liegt es nahe, 

dass die Gesuchstellerin zur Behandlung ihrer chronischen Rückenschmer-

zen (Medikamente, Physiotherapie, etc.) ihre Franchise sowie ihren Selbst-

behalt seit der Diskushernie-Operation im Jahr 2004 vollumfänglich auf-

braucht. Inwiefern die Kinder ihre Franchisen sowie den Selbstbehalt regel-

mässig aufgebraucht haben, ist demgegenüber nicht ersichtlich. Vor diesem 

Hintergrund ist lediglich der auf die Gesuchstellerin entfallende Anteil von 

Fr. 183.– im Bedarf zu berücksichtigen. 

- 12 - 

d) Die Gesuchstellerin kritisiert im Rahmen ihrer Berufungsantwort die unter-

lassene Berücksichtigung der Positionen Nachhilfeunterricht, Haushaltshilfe, 

alternative Therapien, Zahnarzt- bzw. Medikamentenkosten sowie Vorsorge 

(Urk. 9 S. 17). 

 Zu den Kosten für den Nachhilfeunterricht ist festzuhalten, dass diese - wie 

die Gesuchstellerin selber ausführt (vgl. Urk. 161 S. 3) - im Jahr 2007 nicht 

angefallen sind, weshalb sie nicht zum zuletzt gelebten ehelichen Standard 

gehören. Die Vorinstanz hat diese Auslagen daher zu Recht nicht berück-

sichtigt. 

 Die Kosten für die Haushaltshilfe sind ebenfalls nicht im Bedarf der Gesuch-

stellerin aufzunehmen. Massgebend ist der gelebte Standard des Jahres 

2007. Die Gesuchstellerin führt selber aus, dass sie im Jahr 2007 noch nicht 

auf eine Haushaltshilfe angewiesen gewesen sei (Urk. 137 S. 13). Vielmehr 

begründet sie diese Bedarfsposition mit einem erneuten Bandscheibenvor-

fall im Jahr 2013, welcher ihr die Haushaltsarbeit während sechs bis acht 

Wochen verunmöglicht habe (Urk. 161 S. 5). Damit gehören diese Ausga-

ben aber weder zum zuletzt gelebten ehelichen Standard noch stellen sie 

trennungsbedingte Mehrkosten dar. Sie wurden entsprechend zu Recht 

nicht im Bedarf der Gesuchstellerin berücksichtigt. 

 Die geltend gemachten Kosten für die alternativen Therapien sind mangels 

ausreichender Substantiierung nicht im Bedarf zu berücksichtigen. Die Ge-

suchstellerin machte in ihrem Massnahmebegehren lediglich geltend, auf-

grund der Rückenprobleme benötige sie zahlreiche Therapien und Medika-

mente. Im Umfang der Franchise und des Selbstbehaltes haben diese Kos-

ten Eingang in die Bedarfsrechnung der Gesuchstellerin gefunden. Krank-

heitskosten im darüber hinausgehenden Ausmass sind hingegen nicht dar-

getan. Ob die ins Feld geführten Therapien (welche?) allenfalls von der 

Krankenkasse übernommen wurden oder seit dem erneuten Bandscheiben-

vorfall im Jahr 2013 vermehrt nötig geworden sind, kann den Ausführungen 

der Gesuchstellerin nicht entnommen werden. Damit bleibt es bei der Be-

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rücksichtigung der Krankheitskosten im Umfang der Franchise und dem 

Selbstbehalt.  

 Gleiches gilt für die Zahnarztkosten. Die Gesuchstellerin hat in ihrem Mass-

nahmebegehren lediglich ausgeführt, für die Kinder würden regelmässig 

Zahnarztkosten anfallen (Urk. 137 S. 7). Welcher Betrag dabei angefallen ist 

oder ob allenfalls Leistungen aus einer Zusatzversicherung vergütet wurden, 

ist nicht ersichtlich.  

 Schliesslich wurde auch der geltend gemachte Betrag von Fr. 800.– für den 

Aufbau einer angemessenen Vorsorge zu Recht nicht in die Bedarfsrech-

nung miteinbezogen. Für die Berücksichtigung eines Betrages zum Aufbau 

der Altersvorsorge der Gesuchstellerin besteht keine Rechtsgrundlage. Dem 

Massnahmeverfahren - während welchem die Gesuchstellerin aufgrund der 

nach wie vor bestehenden Ehe am Vorsorgeguthaben des Gesuchstellers 

partizipiert - ist ein Zuschlag für Altersvorsorge unbekannt. Im Übrigen steht 

es der Gesuchstellerin frei, den ihr zur Verfügung stehenden Freibetrag (vgl. 

Erw. 7.1) für die Äufnung ihrer Altersvorsorge zu verwenden.  

e) Gesamthaft ist der Bedarf der Gesuchstellerin zusammen mit den Kindern 

auf (gerundet) Fr. 10'389.– festzusetzen. 

2.5. Bedarf Gesuchsteller 

a) Die Vorinstanz hat den Bedarf des Gesuchstellers auf Fr. 17'446.– festge-

setzt (Urk. 2 S. 17 f.). Der Gesuchsteller kritisiert in seiner Berufung die Be-

darfspositionen Auto, Sparquote sowie Steuern (Urk. 1 S. 8-10). 

b) Die Vorinstanz hat im Bedarf des Gesuchstellers den Pauschalbetrag von 

Fr. 500.– für Autokosten berücksichtigt. Sie führte diesbezüglich aus, dass 

der Gesuchsteller aufgrund seiner unregelmässigen Arbeitszeiten auf ein 

Fahrzeug angewiesen sei, die zur Zeit anfallende Leasingrate hingegen 

nicht zum ehelichen Standard gehört habe (Urk. 2 S. 20). 

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 Der Gesuchsteller hält berufungsweise dafür, dass die Leasingraten von 

monatlich Fr. 524.– für das Fahrzeug der unteren Mittelklasse zu berück-

sichtigten seien, da auch auf Seiten der Gesuchstellerin das Fahrzeug Volvo 

XC 90 V8 für bedarfsrelevant erachtet worden sei, obwohl dieses Fahrzeug 

rund dreieinhalb Monate vor Auflösung des gemeinsamen Haushaltes ge-

kauft worden sei und damit offensichtlich nicht zum ehelichen Standard ge-

hört habe. Weitere Fr. 220.– seien für die Strassenverkehrsabgabe sowie für 

den Fahrzeugunterhalt einzusetzen (Urk. 1 S. 8). 

 Der Ansicht des Gesuchstellers kann nicht gefolgt werden. In der Tat wurde 

während der Ehe der Parteien kein Fahrzeug geleast, womit Leasingraten 

nicht zum ehelichen Standard gehören. Das auf Seiten der Gesuchstellerin 

berücksichtigte Fahrzeug wurde hingegen während bestehender Ehe ge-

kauft und bildet daher Teil des zuletzt gelebten Standards. Dass dieser Kauf 

erst dreieinhalb Monate vor der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes 

erfolgt ist, ist dabei nicht relevant. Es ist unbestritten, dass beide Parteien 

während der gelebten Ehe ein Fahrzeug zur Verfügung hatten (die entspre-

chende gegenteilige Behauptung der Gesuchstellerin in Urk. 9 S. 14 stellt 

ein unzulässiges Novum dar), weshalb im Bedarf beider Parteien ein Fahr-

zeug zu berücksichtigen ist. Um welches Fahrzeug es sich dabei konkret 

handelt, ist nicht von Belang. Vor diesem Hintergrund bleibt es beim durch 

die Vorinstanz ermessensweise auf Fr. 500.– festgesetzten Betrag für Auto-

kosten. Dies erscheint auch gerade mit Blick auf die Gleichbehandlung der 

beiden Ehegatten angemessen. 

c) Die Vorinstanz hat im Bedarf des Gesuchstellers einen Betrag von 

Fr. 7'396.– als Sparquote berücksichtigt. Sie erwog diesbezüglich, das Ver-

mögen der Parteien habe im Jahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 

Fr. 40'710.– zugenommen. Im Jahr 2007 habe der Vermögenszuwachs hin-

gegen nur Fr. 2'342.– betragen. Der Gesuchsteller habe aber glaubhaft ma-

chen können, dass im Jahr 2007 ein Betrag von Fr. 64'800.– in seine Alters-

vorsorge investiert und ein Auto zum Preis von Fr. 72'000.– gekauft worden 

sei. Entgegen der Ansicht des Gesuchstellers seien seine Berufsauslagen 

- 15 - 

nicht zur Sparquote hinzuzurechnen, da diese zum laufenden Bedarf der 

Familie gehören würden. Verluste bei den Aktien seien ebenfalls nicht zur 

Sparquote zu addieren. Damit resultiere gesamthaft eine Sparquote von 

Fr. 139'142.– für das Jahr 2007. Angesichts der Schwankungen in den bei-

den der Trennung vorausgehenden Jahren sei auf den Durchschnitt der Jah-

re 2006 und 2007 abzustellen und daher von einer durchschnittlichen Spar-

quote von Fr. 88'755.– pro Jahr auszugehen, was einem monatlichen Betrag 

von Fr. 7'396.– entspreche (Urk. 2 S. 21). 

- Zunächst wehrt sich der Gesuchsteller gegen die fehlende Hinzurechnung 

seiner Berufsauslagen. Die in der Steuererklärung 2007 ausgewiesenen Be-

rufsauslagen im Betrag von Fr. 33'047.– seien auf seine Tätigkeit als … 

[Funktion als Arzt] zurückzuführen und würden klarerweise nicht die Familie, 

sondern lediglich ihn persönlich betreffen. Dies sei von der Gesuchstellerin 

auch nie bestritten worden. Entweder seien die Berufsauslagen als separate 

Bedarfsposition oder als Teil der Sparquote in seinem Bedarf zu berücksich-

tigen (Urk. 1 S. 9).  

 Unumgängliche Berufsauslagen sind im Bedarf zu berücksichtigen. In der 

Steuererklärung 2007 haben die Parteien Berufsauslagen des Gesuchstel-

lers von Fr. 33'047.– ausgewiesen (VI-Urk. 162/24). Der darin enthaltene 

Betrag von Fr. 6'630.– für das Fahrzeug wurde im Bedarf des Gesuchstel-

lers bereits unter der Bedarfsposition Auto angemessen berücksichtigt, wes-

halb sie nicht erneut in die Berechnung einfliessen kann. Die im Zusammen-

hang mit der auswärtigen Verpflegung anfallenden Mehrkosten von Fr. 

3'200.– sind zu berücksichtigen (vgl. III.3.2 des Kreisschreibens der Verwal-

tungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich zur Berechnung des 

betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. September 2009). Die 

Weiterbildungskosten von Fr. 11'150.– sind in der Steuererklärung mittels 

Belegen dokumentiert. Es handelt sich dabei nicht um fiktive Kosten. Die üb-

rigen Berufsauslagen im Betrag von Fr. 11'267.– werden im Umfang von 

Fr. 3'800.– für Beiträge an die Berufsverbände sowie Fachliteratur ausge-

wiesen. Dies erscheint glaubhaft. Weitere Fr. 7'467.– werden für die regel-

- 16 - 

mässige Nutzung eines privaten Arbeitszimmers im eigenen Haus verbucht. 

Dabei handelt es sich augenscheinlich nicht um einen zusätzlich zur Miete 

anfallenden Betrag, sondern es wird ein Neuntel des Jahresmietzinses der 

damaligen ehelichen Liegenschaft als steuerrechtlichen Aufwand verbucht. 

Da im Bedarf des Gesuchstellers bereits sämtliche Auslagen im Zusam-

menhang mit seinen Wohnkosten berücksichtigt worden sind, kann kein zu-

sätzlicher Betrag für ein privates Arbeitszimmer als Berufsauslage in die Be-

rechnung einfliessen, da der genannte Betrag ansonsten doppelt berück-

sichtigt würde. Wenn der Gesuchsteller geltend macht, die Gesuchstellerin 

habe erst im Berufungsverfahren und damit verspätet auf das private Ar-

beitszimmer als fiktive Berufsauslage hingewiesen, ist er damit nicht zu hö-

ren. Die Zusammensetzung der geltend gemachten Berufsauslagen ist aus 

der im Recht liegenden Steuererklärung des Jahres 2007 (VI-Urk. 162/24) 

ersichtlich und aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes zu wür-

digen. Schliesslich weist der Gesuchsteller für seinen Nebenerwerb aus der 

Privatsprechstunde an der …klinik G._____ Berufsauslagen von Fr. 800.– 

aus, was glaubhaft erscheint. Gesamthaft ist im Bedarf des Gesuchstellers 

ein Betrag von Fr. 18'950.– als Berufsauslage zu berücksichtigen. 

- Die Verluste bei den Aktien im geltend gemachten Betrag von Fr. 14'178.– 

hat die Vorinstanz ohne weitere Begründung nicht zur Sparquote hinzuge-

rechnet (Urk. 2 S. 21).  

 Der Gesuchsteller kritisiert diese Vorgehensweise und macht geltend, dieser 

Betrag habe nicht der Lebenshaltungsbestreitung der Familie gedient und 

schmälere die aus dem Vergleich der Steuererklärung 2007 und der Steuer-

erklärung 2006 ermittelte Vermögenszunahme. Bei Werterhalt der genann-

ten Wertschriften hätte das Vermögen um Fr. 14'178.– zugenommen (Urk. 1 

S. 9).  

 Dem Gesuchsteller ist beizupflichten, dass sich die Kursverluste der Wert-

schriften auf die zu ermittelnde Vermögenszunahme auswirken und daher 

bei der Berechnung der Sparquote miteinzubeziehen sind. Der in die Wert-

schriften investierte Betrag diente nicht der Bestreitung des Familienunter-

- 17 - 

haltes. Damit sind die ausgewiesenen Fr. 14'178.– bei der Ermittlung der 

Sparquote zu berücksichtigen. 

- Der Gesuchsteller kritisiert schliesslich die Berücksichtigung des Jahres 

2006 für die Berechnung der Sparquote. Die Vorinstanz gehe selber davon 

aus, dass für die Ermittlung des gebührenden Bedarfs der Parteien auf das 

Jahr 2007 abzustellen sei. Weshalb bei der Sparquote anderes gelten soll, 

sei nicht ersichtlich (Urk. 1 S. 8).  

 Die Vorgehensweise der Vorinstanz überzeugt. Mit der Berücksichtigung ei-

nes Durchschnittswertes kann den ausgewiesenen Schwankungen in der 

Vermögenszunahme angemessen Rechnung getragen werden. Unzutref-

fend ist dagegen die vorinstanzliche Bezifferung der Vermögenszunahme im 

Jahr 2006 auf Fr. 40'710.–. In der Steuererklärung 2005 wiesen die Parteien 

ein Vermögen von Fr. 322'633.– (VI-Urk. 162/22) aus, in der Steuererklärung 

2006 ein solche von Fr. 363'000.– (VI-Urk. 162/23). Das Vermögen nahm 

entsprechend um rund Fr. 40'370.– zu. Hinzuzurechnen sind - entsprechend 

dem unter Ziffer 4.3.b gemachten Erwägungen - die Berufsauslagen im Be-

trag von Fr. 6'950.– (deklarierte Berufsauslagen abzüglich Autokosten sowie 

privates Arbeitszimmer, vgl. Urk. 162/123) sowie der unbestritten gebliebene 

Betrag von Fr. 30'000.– aus dem Autokauf im Jahr 2006 (vgl. VI-Urk. 115 S. 

4) sowie der für den Umzug sowie neue Möbel aufgewendete Betrag von 

Fr. 25'000.– (vgl. VI-Urk. 115 S. 4), welcher von der Gesuchstellerin erst im 

Berufungsverfahren und damit verspätet bestritten wurde (vgl. Urk. 9 S. 12). 

Damit resultiert im Jahr 2006 eine Sparquote von gesamthaft Fr. 102'320.–.  

- Ausgehend von einer Sparquote im Jahr 2006 von Fr. 102'320.– pro Jahr 

und Fr. 172'270.– für das Jahr 2007 resultiert ein durchschnittlicher Betrag 

von Fr. 11'441.– pro Monat, welcher unter dem Titel Sparquote im Bedarf 

des Gesuchstellers zu berücksichtigen ist.  

d) Die Vorinstanz hat dem Gesuchsteller einen Betrag von Fr. 5'059.– für Steu-

ern angerechnet. Sie ging dabei vom durch die Steuererklärung 2007 aus-

gewiesenen Steuerbetrag von Fr. 7'184.30 im Monat aus. Davon zog sie die 

- 18 - 

aktuelle Steuerbelastung der Gesuchstellerin von Fr. 2'017.– ab (Urk. 2 S. 

22). 

 Der Gesuchsteller rügt die Tatsache, dass der auf die Gesuchstellerin entfal-

lende Steueranteil mit der aktuell ausgewiesenen Steuerlast gleichgesetzt 

worden sei (Urk. 1 S. 10). 

 In der Tat überzeugt die Vorgehensweise der Vorinstanz nicht. Es geht nicht 

an, auf der einen Seite mit der Steuerbelastung der Parteien im Jahr 2007 

zu rechnen, auf Seiten der Gesuchstellerin aber die aktuelle Steuerbelas-

tung zu berücksichtigen. Am zu berücksichtigenden Betrag im Bedarf des 

Gesuchstellers ändert sich allerdings nichts. Ausgehend vom ausgewiese-

nen steuerbaren Einkommen des Gesuchstellers im Jahr 2007 von 

Fr. 295'235.– (vgl. VI-Urk. 162/24) und in Berücksichtigung der (abzugsfähi-

gen) Unterhaltsbeiträge an die Gesuchstellerin und die Kinder sowie des 

wegfallenden Kinderabzuges auf Seiten des Gesuchstellers erscheint ein 

Betrag von Fr. 5'059.– für Steuern den Verhältnissen angemessen.  

e) Gesamthaft beläuft sich der Bedarf des Gesuchstellers nach den erfolgten 

Korrekturen auf Fr. 21'491.–. Der Hinweis des Gesuchstellers, wonach die 

Gesuchstellerin selber in ihrem Massnahmebegehren einen Bedarf des Ge-

suchstellers von Fr. 22'724.– anerkannt habe (vgl. Urk. 1 S. 11), ist nicht zu 

hören. Die Gesuchstellerin gibt an der genannten Stelle den vom Gesuch-

steller aufgestellten Bedarf wieder und kommentiert es als grotesk, dass der 

Gesuchsteller gleichzeitig einen solchen Bedarf und seine mittelständig be-

scheidene Lebenshaltung geltend mache (Urk. 137 S. 10). Eine Anerken-

nung des Bedarfs kann daraus nicht abgeleitet werden. Überdies handelt es 

sich offensichtlich nicht um die Berechnung des gebührenden Bedarfs aus 

dem Jahr 2007, sondern des aktuellen Bedarfs, weshalb eine Anerkennung 

für das Jahr 2007 von Vornherein ausser Betracht fällt. 

 

 

- 19 - 

2.6 Konkrete Berechnung des Ehegattenunterhaltes 

a) Nach erfolgter Korrektur des angefochtenen Urteils weist die Gesuchstellerin 

im Jahr 2007 mit den Kindern einen Bedarf von Fr. 10'389.– auf, wovon (ge-

rundet) Fr. 4'905.– auf die Kinder entfallen (Grundbeträge Fr. 1'800.–, Kran-

kenkasse Fr. 257.35 [VI-Urk. 114/43-45], Wohnkostenanteil Fr. 2'295.– [vgl. 

Erw. Ziffer 3.d] und Kosten für das Generalabonnement der Kinder 

Fr. 552.55 [vgl. Urk. 2 S. 19]). Der Bedarf des Gesuchstellers ist auf 

Fr. 21'491.– festzusetzen. Die Unterhaltsberechnung präsentiert sich damit 

wie folgt: 

- Einkommen Gesuchstellerin CHF           0.– 
Einkommen Gesuchsteller CHF 35'677.– 

Total Einkommen CHF 35'677.– 

 

Bedarf Gesuchstellerin CHF 5'484.– 
Bedarf der drei Kinder (2007) CHF 4'905.– 
Bedarf Gesuchsteller inkl. Sparquote CHF 21'491.– 

Total Bedarf CHF 31'880.– 

 

Überschuss CHF 3'797.– 

b) Die Vorinstanz hat den Überschuss zu 2/3 der Gesuchstellerin mit den Kin-

dern und zu 1/3 dem Gesuchsteller zugeteilt. Dies blieb unangefochten. Auf 

die Gesuchstellerin und die Kinder entfallen daher rund Fr. 2'531.– des 

Überschusses. Vom Bedarf der Gesuchstellerin mit den Kindern im Jahr 

2007 entfallen rund 55% auf die Gesuchstellerin persönlich. Ihr ist daher der 

anteilige Überschuss in diesem Verhältnis zuzusprechen, woraus eine Über-

schussbeteiligung der Gesuchstellerin von Fr. 1'392.– resultiert. Der auf die 

Kinder entfallende Anteil des Überschusses findet in der vorliegenden Be-

rechnung des Ehegattenunterhaltes keine Berücksichtigung, da die Gesuch-

stellerin ansonsten überdurchschnittlich am Überschuss partizipieren würde. 

Bei der Berechnung der Kinderunterhaltsbeiträge wird der individuelle Be-

darf der Kinder nämlich unter Berücksichtigung der aktuellen, sehr guten fi-

nanziellen Verhältnisse des Gesuchstellers einstufig bestimmt (vgl. Erw. 3 

- 20 - 

nachstehend), weshalb eine Überschussverteilung zu Gunsten der Kinder 

unterbleiben kann.  

c) Damit resultiert folgender Ehegattenunterhaltsbeitrag:  

- Bedarf Gesuchstellerin ohne Kinder Fr. 5'484.– 
Anteil Überschuss Fr. 1'392.– 
./. Einkommen Gesuchstellerin Fr. 0.– 

Unterhaltsbeitrag Fr. 6'876.– 

d) Der Gesuchsteller anerkennt einen Unterhaltsbeitrag für die Gesuchstellerin 

von Fr. 7'500.– pro Monat. Mit Verweis auf die Dispositionsmaxime ist der 

Gesuchstellerin der vom Gesuchsteller anerkannte Betrag von Fr. 7'500.– 

als Unterhalt zuzusprechen.  

3. Kinderunterhalt 

3.1 Die Vorinstanz hat für die Kinder unter Berücksichtigung des seit dem Jahr 

2007 auf rund Fr. 51'000.– angestiegenen Monatseinkommens des Gesuch-

stellers rückwirkend ab 1. Juni 2012 einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'950.– 

pro Kind und Monat festgesetzt. Der Gesuchsteller kritisiert in seiner Beru-

fung die Bedarfsberechnung der Kinder (nachstehend Erw. 3.2), die unter-

lassene Anrechnung des Lehrlingslohnes von C._____ (nachstehend 

Erw. 3.3) sowie die rückwirkende Zusprechung der Kinderunterhaltsbeiträge 

(nachstehend Erw. 3.4). 

3.2 Bedarf der Kinder 

a) Die Vorinstanz hat den Bedarf der drei Kinder anhand der "Empfehlungen 

zur Bemessung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder" des Amtes für Jugend 

und Berufsberatung des Kantons Zürich (www.lotse.zh.ch, Stichwort "Unter-

haltsbedarf"; im Folgenden: Zürcher Tabellen) ermittelt und den konkreten 

Verhältnissen angepasst. Sie führt diesbezüglich aus, dass die Kinder im 

Gegensatz zur unterhaltsberechtigten Gesuchstellerin nicht bloss Anspruch 

auf den zuletzt gelebten, sondern auf den aktuellen Standard hätten. Des-

halb rechtfertige es sich, dass der monatliche Barbedarf von Fr. 1'585.– pro 

Kind und Monat um 25% erhöht werde. Damit werde dem überdurchschnitt-

- 21 - 

lichen Einkommen des Gesuchstellers Rechnung getragen. Schliesslich sei 

ein Zuschlag von Fr. 775.– pro Monat und Kind für Freizeit und Ferien zu 

machen, da der Gesuchsteller die Kinder nur jedes sechste Wochenende 

und eine Woche in den Ferien betreue, was lediglich einem Bruchteil des 

üblichen Besuchsrechts entspreche. Dies bedeute für die Gesuchstellerin 

einen erheblichen finanziellen Mehraufwand, welcher mit diesem Zuschlag 

abgegolten werde. Der genannte Zuschlag sei wiederum um 25% zu erhö-

hen und so dem überdurchschnittlichen Einkommen des Gesuchstellers an-

zupassen. Gesamthaft resultiere daraus ein Kinderunterhaltsbeitrag von 

Fr. 8'850.– für alle drei Kinder (Urk. 2 S. 24 ff.). 

b) Der Gesuchsteller erklärt sich mit der Erhöhung des Barbedarfs der Kinder 

gemäss Zürcher Tabellen um 25% einverstanden. Zum einen betrage der 

Barbedarf der Kinder aber nicht Fr. 1'585.–, sondern lediglich Fr. 1'470.– 

(Unterhaltsbedarf von Fr. 1'665.– abzüglich Fr. 195.– für Pflege und Erzie-

hung als Naturalleistung), was zu einem um 25% erhöhten Barbedarf von 

Fr. 1'837.50 führe. Zum anderen sei davon gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung die Familienzulage (heute Kinderzulage) abzuziehen. Eine 

zusätzliche Erhöhung des Barbedarfs um Fr. 968.75 (Fr. 775.– zuzüglich 

Zuschlag von 25%) pro Monat und Kind für Ferien und Freizeit sei hingegen 

unhaltbar. Zum einen verkenne die Vorinstanz, dass im Barbedarf gemäss 

den Zürcher Tabellen bereits ein (vorliegend um 25% erhöhter) Betrag für 

Ferien und Freizeit beinhaltet sei. Zum anderen habe die Gesuchstellerin nie 

behauptet, geschweige denn belegt, dass die Parteien Geld für Ferien in 

dieser Grössenordnung ausgegeben hätten. Der im Verhältnis zu den be-

reits im Barbedarf gemäss Zürcher Tabellen beinhalteten zusätzlich zuge-

sprochenen Betrag von Fr. 34'875.– für Ferien und Freizeit führe zu einer 

massiven Vermögensbildung auf Seiten der Gesuchstellerin. Die Vorinstanz 

spreche der Gesuchstellerin mit Blick auf die Kosten für Ferien und Freizeit 

mit einer abenteuerlichen Begründung das Dreifache dessen zu, was die 

Gesuchstellerin selber verlangt habe (Urk. 1 S. 11 ff.) 

- 22 - 

c) Die Gesuchstellerin hält die Erwägungen der Vorinstanz für zutreffend. Bei 

den Zürcher Tabellen handle es sich lediglich um schematische Berechnun-

gen, welche eben nicht den konkreten Einzelfall wiederspiegeln würden. 

Dies sei gerade mit Blick auf die Wohnkosten ersichtlich, welche in den Zür-

cher Tabellen mit Fr. 285.– angegeben seien, während gleichzeitig statuiert 

werde, dass bei drei Kindern rund 78% der Wohnkosten auf die Kinder ent-

fallen würden, was im konkreten Fall einem Wohnkostenanteil von Fr. 716.– 

pro Kind entsprechen würde (Urk. 9 S. 18-22). 

d) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zulässig und von den Partei-

en auch nicht bestritten ist der Beizug der Zürcher Tabellen zur Ermittlung 

der Bedürfnisse des Kindes (BGE 120 II 285, Erw. 3a/cc; 116 II 110, Erw. 3; 

BGer 5C.66/2004 vom 7. September 2004, Erw. 2). Ebenfalls zutreffend ist, 

dass die pauschalisierten Vergleichs- bzw. Erfahrungswerte der Zürcher Ta-

bellen anhand der individuellen Bedürfnislage jedes Einzelfalls zu konkreti-

sieren und auf ihre Angemessenheit hin zu prüfen sind. Dass die Parteien im 

Jahr 2007 in ausserordentlich guten finanziellen Verhältnissen gelebt haben, 

zeigt alleine die ehemals eheliche Liegenschaft mit 9 Zimmern in H._____. 

Wenn der Gesuchsteller daher geltend macht, die Familie habe trotz seines 

überdurchschnittlichen Einkommens mittelständig bescheiden gelebt, ist er 

damit nicht zu hören. Der Gesuchsteller selber anerkennt denn auch eine 

Erhöhung des Barbedarfs um 25%.  

 Der Barbedarf eines Kindes zwischen 13 bis 18 Jahre mit zwei oder mehr 

Geschwistern beträgt gemäss Zürcher Tabellen Fr. 1'665.–. Darin enthalten 

sind Fr. 195.– für Pflege und Erziehung, welche als Naturalleistung durch 

den obhutsberechtigten Elternteil erbracht werden. Zur Ermittlung des Bar-

bedarfs ist dieser Betrag in Abzug zu bringen. Es verbleibt damit ein zu de-

ckender Barbedarf der drei Kinder von monatlich je 1'470.–. 

 Diesen Bedarf gemäss Zürcher Tabellen gilt es den individuellen Bedürfnis-

sen der drei gemeinsamen Kinder der Parteien anzupassen. Aufgrund der 

äusserst guten finanziellen Verhältnisse des Gesuchstellers rechtfertigt sich 

eine pauschale Erhöhung des Grundbedarfs um 30% auf Fr. 1'911.–. Damit 

- 23 - 

wird den gesteigerten Bedürfnissen der Kinder (bspw. Kosten Generalabon-

nement) Rechnung getragen. Weiter ist der Wohnkostenanteil der Kinder 

konkret zu berechnen. Die Zürcher Tabellen gehen von einem Kostenanteil 

von Fr. 285.– pro Kind für Wohnkosten aus. Gemäss den Empfehlungen zur 

Bemessung der Unterhaltsbeiträge für Kinder (vgl. www.ajb.zh.ch, fortan 

Empfehlungen) ist der Wohnkostenanteil bei einem Kind mit einem Drittel zu 

veranschlagen, welcher sich bei einem zweiten Kind um einen weiteren Vier-

tel und bei einem dritten Kind um einen weiteren Fünftel erhöht (vgl. S. 13 

der Empfehlungen). Ausgehend von den aktuellen Wohnkosten der Ge-

suchstellerin von Fr. 2'930.– entfällt auf die drei Kinder ein Wohnkostenanteil 

von Fr. 2'295.–, was einem solchen von Fr. 765.– pro Kind entspricht. Die 

gemäss Zürcher Tabelle vorgesehenen Wohnkosten von Fr. 285.– sind ent-

sprechend um Fr. 480.– zu erhöhen. Daraus resultiert ein zu deckender 

Barbedarf von Fr. 2'391.–. Mit diesen Erhöhungen wird den guten finanziel-

len Verhältnissen des Gesuchstellers, an welchen die Kinder partizipieren, 

ausreichend Rechnung getragen. Der von der Vorinstanz zusätzlich gewähr-

te Zuschlag für Ferien und Freizeit von rund Fr. 968.– pro Kind und Monat ist 

nicht angezeigt. Zum einen sind in den Zürcher Tabellen unter dem Titel 

"weitere Kosten" bereits Fr. 750.– dafür vorgesehen. Diese Bedarfsposition 

in den Zürcher Tabellen soll sodann neben Ferien und Freizeitaktivitäten 

gemäss den Empfehlungen auch die private Schulung der Kinder abdecken, 

welche im vorliegenden Fall vom Gesuchsteller aber mittels Direktzahlungen 

separat übernommen wird. Somit steht den Kindern des Gesuchstellers der 

volle Betrag von Fr. 750.– für die Ferien- und Freizeitgestaltung zur Verfü-

gung. Durch die Erhöhung dieses Betrages um 30% auf Fr. 975.– ist den gu-

ten finanziellen Verhältnissen des Gesuchstellers ausreichend Rechnung 

getragen. Dass der eheliche Lebensstandard weit über diesem Betrag gele-

gen habe, wurde nicht substantiiert geltend gemacht und ist aus den Akten 

auch nicht ersichtlich. Dass die Kinder ihre Ferien - ihrem Alter entspre-

chend - lediglich eine Woche im Jahr mit dem Gesuchsteller verbringen, än-

dert daran nichts. Der ermittelte Betrag für Ferien und Freizeit gemäss Zür-

cher Tabellen umfasst sämtliche Ferien- und Freizeitaktivitäten. Verbringen 

- 24 - 

die Kinder diese teilweise mit dem Gesuchsteller, müsste korrekterweise ein 

Teil des Betrages für ihn ausgeschieden werden. Die umgekehrte Vorge-

hensweise der Vorinstanz, wonach der Gesuchstellerin aufgrund des geleb-

ten reduzierten Besuchsrechts mehr Kosten entstehen, als in den Zürcher 

Tabellen vorgesehen, ist daher nicht überzeugend. 

e) Der Barbedarf der Kinder beläuft sich damit unter Berücksichtigung der Er-

höhung des Gesamtbedarfs um 30% sowie der erhöhten Wohnkosten auf 

Fr. 2'391.– pro Kind. Hiervon sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

Leistungen Dritter, wie beispielsweise Kinderzulagen, in Abzug zu bringen 

(BGE 5A_207/2011 vom 26. September 2011, Erw. 4.3; BGE 5A_775/2011 

vom 8. März 2012, Erw. 3.1 mit Hinweis auf BGE 137 III 59 Erw. 4.2.3), was 

die Vorinstanz ausser Acht gelassen hat. Für die drei Kinder ist eine Kinder-

zulage von je Fr. 250.– erhältlich (vgl. www.svazurich.ch). Gesamthaft be-

läuft sich der Bedarf der Kinder daher auf (gerundet) Fr. 2'140.– pro Kind 

und Monat zuzüglich gesetzlich oder vertraglich geschuldete Kinderzulagen. 

3.3 Anrechnung des Lehrlingslohnes 

a) Der Gesuchsteller hat im vorinstanzlichen Massnahmeverfahren auf eine 

Anrechnung des Lehrlingslohnes seines Sohnes C._____ an die Kinderun-

terhaltsbeiträge verzichtet (VI-Urk. 153 S. 3). Im Berufungsverfahren führt er 

nun aus, dieser Verzicht sei unter der Bedingung erfolgt, dass Kinderunter-

haltsbeiträge im von ihm beantragten Sinne zugesprochen würden. Sollte 

hingegen ein Unterhaltbeitrag von über Fr. 1'750.– zuzüglich Fr. 250.– Kin-

derzulage zugesprochen werden, bestehe er auf einer vollständigen An-

rechnung des Lehrlingslohnes (Urk. 1 S. 17). 

b) Es weist nichts darauf hin, dass der Verzicht des Gesuchstellers auf An-

rechnung des Lehrlingslohnes von C._____ an die Kinderunterhaltsbeiträge 

bedingt erfolgt wäre. Der Gesuchsteller macht auch in keiner Weise geltend, 

dass sich die Verhältnisse seit dem erklärten Verzicht verändert hätten, so-

dass sein Verzicht nicht mehr sachgerecht wäre. Vor diesem Hintergrund 

bleibt es dabei, dass das Lehrlingseinkommen von C._____ nicht in die Un-

- 25 - 

terhaltsberechnung einzubeziehen ist. Nur der Vollständigkeit halber sei er-

wähnt, dass eine vollständige Anrechnung des Lehrlingslohnes ohnehin 

nicht in Frage käme. Der Eigenverdienst des Kindes ist lediglich angemes-

sen zu berücksichtigen. In der Lehre wird ein Freibetrag zwischen 20% und 

40% des Lehrlingslohns postuliert (Summenmatter, in: FamPra 2012, S. 38, 

S. 60; BSK ZGB I-Breitschmid, Art. 276 N 35).  

3.4 Rückwirkung 

a) Die Vorinstanz hat die Kinderunterhaltsbeiträge ohne entsprechenden An-

trag der Gesuchstellerin rückwirkend ab 1. Juni 2012 zugesprochen. Zur 

Begründung führt sie an, das Gericht sei ihm Rahmen der Offizialmaxime 

nicht an die Parteianträge gebunden und angesichts des Einkommens-

sprunges des Gesuchstellers während der Trennungszeit rechtfertige sich 

eine rückwirkende Zusprechung der Kinderunterhaltsbeiträge (Urk. 2 S. 27). 

b) Dies erscheint nicht sachgerecht. Zwar ist es zutreffend, dass das Gericht im 

Zusammenhang mit Kinderbelangen nicht an die Parteianträge gebunden ist 

(Art. 296 Abs. 3 ZPO). Es sollte indes nicht ohne Not von den Anträgen der 

Parteien abgewichen werden. Es gibt keinen plausiblen Grund, weshalb die 

Kinderunterhaltsbeiträge rückwirkend festzusetzen wären, zumal der Ge-

suchsteller seit der Trennung monatlich Fr. 5'000.– zuzüglich Kinderzulagen 

an Kinderunterhaltsbeiträgen geleistet hat. 

4. Zusammenfassung 

 Nach erfolgter Korrektur des angefochtenen Urteils resultiert folgende Un-

terhaltspflicht des Gesuchstellers: 

Unterhaltsbeitrag GSin persönlich  Fr. 7'500.– 
Unterhaltsbeitrag für die drei Kinder  Fr. 6'420.– 

Unterhaltsbeitrag Total  Fr. 13'920.– 

 

 

- 26 - 

D. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Im Berufungsverfahren ist die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 5 Abs. 1 

i.V.m. § 8 der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 

2010 auf Fr. 4'500.– festzusetzen.  

2. Der Kläger verlangte im Berufungsverfahren die Festsetzung eines Ehegat-

ten- und Kinderunterhaltsbeitrages ab 1. Juni 2013 von gesamthaft 

Fr. 12'750.– pro Monat. Ausgehend von einer Geltungsdauer der vorsorgli-

chen Massnahme von zwei Jahren ab Gesuchseinreichung entspricht dies 

einem Betrag von Fr. 306'000.–. Die Gesuchstellerin beantragte die Bestäti-

gung des angefochtenen Entscheides und damit Unterhaltsbeiträge von 

Fr. 10'916.– für sich persönlich ab 1. Juni 2013 und von Fr. 2'950.– pro Kind 

ab 1. Juni 2012. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von Fr. 580'584.–. 

Nach erfolgter Korrektur des angefochtenen Urteils wird der Gesuchsteller 

verpflichtet, der Gesuchstellerin und den Kindern gesamthaft Fr. 13'920.– ab 

1. Juni 2013 zu bezahlen. Damit werden bei einer mutmasslichen Geltungs-

dauer der Massnahme von zwei Jahren ab Gesuchseinreichung Unterhalts-

beiträge von Fr. 334'080.– zugesprochen. Der Gesuchsteller obsiegt daher 

im Umfang von rund 8/9. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind dem 

Gesuchsteller daher im Umfang von 1/9 und der Gesuchstellerin im Umfang 

von 8/9 aufzuerlegen. Die Gesuchstellerin ist überdies zu verpflichten, dem 

Gesuchsteller eine in Anwendung von § 5 Abs. 1 i.V.m § 6 Abs. 1, § 9 sowie 

§ 13 Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 8. Sep-

tember 2010 auf 7/9 reduzierte Parteientschädigung von Fr. 4'900.– zuzüg-

lich 8% Mehrwertsteuer zu bezahlen.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 2 bis 5 der Verfügung des 

Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht im ordentlichen Verfahren vom 

15. November 2013 (Geschäfts-Nr.: FE100118) in Rechtskraft erwachsen 

sind. 

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2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die weitere Dauer 

des Scheidungsverfahrens ab 1. Juni 2013 einen monatlichen Unterhaltsbei-

trag für die drei Kinder von je Fr. 2'140.– zuzüglich Kinderzulagen und für die 

Gesuchstellerin persönlich von Fr. 7'500.– zu bezahlen, zahlbar monatlich 

im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. 

Der Gesuchsteller ist berechtigt, bereits geleistete Unterhaltszahlungen an 

die ausstehenden Unterhaltsbeiträge anzurechnen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'500.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren werden dem Gesuchsteller 

im Umfang von 1/9 und der Gesuchstellerin im Umfang von 8/9 auferlegt 

und mit dem vom Gesuchsteller geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller den Kostenvor-

schuss im Umfang von Fr. 4'000.– zu ersetzen. 

4. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller für das Berufungs-

verfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 4'900.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Meilen, je 

gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
über Fr. 30'000.–, 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 4. April 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. L. Hunziker Schnider 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. L. Stünzi 
 
 
versandt am: 
dz 

	Beschluss und Urteil vom 4. April 2014
	Rechtsbegehren:
	Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am  Bezirksgerichtes Meilen:
	1. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens einen monatlichen Unterhaltsbeitrag für die drei Kinder von je CHF 2'950.– zuzüglich Kinder- und Erziehungszulagen rückwirkend ab 1. Juni 2012 u...
	Der Gesuchsteller ist berechtigt, bereits geleistete Unterhaltszahlungen an die ausstehenden Unterhaltsbeiträge anzurechnen.
	2. Mit Bezug auf den ursprünglichen Antrag der Gesuchstellerin um Übernahme der gesamten Schulkosten der Privatschule, welche C._____ bis im Juli 2013 besuchte (Rechtsbegehren Ziff. 2 von act. 137), wird das Verfahren als durch Rückzug des Begehrens e...
	3. Über den Antrag der Gesuchstellerin betreffend die Privatschulkosten der Tochter D._____ (Rechtsbegehren Ziff. 3 von act. 137) wird in einer separaten Verfügung entschieden.
	4. Der Antrag der Gesuchstellerin betreffend Prozesskostenvorschuss (Rechtsbegehren Ziff. 5 von act. 137) wird abgewiesen.
	5. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen werden dem Endentscheid vorbehalten.
	6. (Schriftliche Mitteilung)
	7. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 2 bis 5 der Verfügung des Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht im ordentlichen Verfahren vom 15. November 2013 (Geschäfts-Nr.: FE100118) in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.

	Es wird erkannt:
	1. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens ab 1. Juni 2013 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag für die drei Kinder von je Fr. 2'140.– zuzüglich Kinderzulagen und für die Gesuchstellerin p...
	Der Gesuchsteller ist berechtigt, bereits geleistete Unterhaltszahlungen an die ausstehenden Unterhaltsbeiträge anzurechnen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'500.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren werden dem Gesuchsteller im Umfang von 1/9 und der Gesuchstellerin im Umfang von 8/9 auferlegt und mit dem vom Gesuchsteller geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet...
	4. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller für das Berufungsverfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 4'900.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...