# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0e5f16d-f0b2-5393-9410-8ac1f0fd8f12
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-03
**Language:** de
**Title:** Wettbewerbskommission 03.09.2025 Zusammenschlussvorhaben Baloise/Helvetia
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_WEKO/CH_WBK_001_Zusammenschlussvorha_2025-09-03.pdf

## Full Text

Wettbewerbskommission WEKO 
Commission de la concurrence COMCO 
Commissione della concorrenza COMCO 
Competition Commission COMCO 
 

 
 

 

 

Stellungnahme der Wettbewerbskommis-
sion vom 3. September 2025 
 

 
betreffend das Zusammenschlussvorhaben  
 
41-1122 Baloise Holding AG / Helvetia Holding AG 
 

  

 

 2 

 

 

Inhaltsverzeichnis 

A Sachverhalt ................................................................................................................ 3 

A.1 Kurzbeschreibung des Zusammenschlussvorhabens .................................................. 3 
A.2 Kurzbeschreibung der beteiligten Unternehmen und ihrer Geschäftstätigkeiten ........... 3 
A.3 Fusionskontrollrechtliche Meldungen in weiteren Jurisdiktionen .................................. 6 
A.4 Vorphase 0 zum Zusammenschlussvorfahren und Antrag auf erleichterte Meldung .... 6 
A.5 Die Ergebnisse der Fragebogenrunde im Überblick ..................................................... 8 

B Erwägungen ............................................................................................................. 10 

B.1 Geltungsbereich ......................................................................................................... 10 
B.1.1 Unternehmen ........................................................................................................ 10 
B.1.2 Unternehmenszusammenschluss .......................................................................... 10 
B.2 Vorbehaltene Vorschriften ......................................................................................... 10 
B.3 Meldepflicht ............................................................................................................... 10 
B.4 Erleichterte Meldung .................................................................................................. 11 
B.5 Beurteilung des Zusammenschlussvorhabens im Rahmen der vorläufigen Prüfung .. 12 
B.5.1 Relevante Märkte .................................................................................................. 13 
B.5.1.1 Einleitende Bemerkungen ..................................................................................... 13 
B.5.1.2 Rechtliche Grundlagen .......................................................................................... 15 
B.5.1.3 Relevante Märkte soweit nicht auch «betroffene Märkte» i. S. v. Art. 11 Abs. 1 lit. d 

VKU ...................................................................................................................... 15 
B.5.1.3.1. Markt für Rückversicherungen .......................................................................... 15 
B.5.1.3.2. Markt für Underwriting- und Managementdienstleistungen für Erst- und 

Rückversicherer .................................................................................................... 16 
B.5.1.3.3. Lebensversicherungen ...................................................................................... 16 
B.5.1.3.4. Nicht-Lebensversicherungen ............................................................................ 18 
B.5.1.3.5. Markt für die Vermittlung von Versicherungen................................................... 24 
B.5.1.3.6. Weitere Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen und ihre Märkte .................... 25 
B.5.1.3.7. Übrige Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen (Übersicht) ............................. 29 
B.5.2 Relevante Märkte und voraussichtliche Stellung in vom Zusammenschluss 

betroffenen Märkten .............................................................................................. 30 
B.5.2.1 Markt für Kollektiv-Lebensversicherungen ............................................................. 31 
B.5.2.2 Markt für Transportversicherungen ........................................................................ 35 
B.5.2.3 Markt für Feuer-, Elementar- und übrige Sachversicherungen .............................. 40 
B.5.2.4 Zum behaupteten Markt für «Technische Versicherungen» gemäss SVV ............. 44 
B.5.3 Ergebnis ................................................................................................................ 46 
  

  

 

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A Sachverhalt 

A.1 Kurzbeschreibung des Zusammenschlussvorhabens 
1. Am 4. August 2025 hat die Wettbewerbskommission die Meldung über ein Zusammen-
schlussvorhaben zwischen den zwei unabhängigen Unternehmen Baloise Holding AG 
(«Baloise») und Helvetia Holding AG («Helvetia») erhalten (gemeinsam: «beteiligte Unterneh-
men»). Danach beabsichtigen Baloise und Helvetia eine Fusion unter Gleichen («Merger of 
Equals»). Das Zusammenschlussvorhaben wird als Absorptionsfusion gemäss dem Schwei-
zer Fusionsgesetz1 strukturiert, bei der Baloise aufgelöst und alle ihre Aktiven und Passiven 
gesamthaft auf Helvetia übertragen werden. Als Fusionsentschädigung erhalten die Aktionäre 
von Baloise 1.0119 neu auszugebende Helvetia-Aktien für jede Baloise-Aktie («Umtauschver-
hältnis»). Das Umtauschverhältnis ist im Fusionsvertrag festgelegt und ist unabhängig von 
Aktienkursschwankungen. Das fusionierte Unternehmen wird seine Firma in Helvetia Baloise 
Holding AG ändern und seinen Hauptsitz nach Basel verlegen.2 

2. Die Verwaltungsräte der beteiligten Unternehmen haben am 21. April 2025 einen Fusi-
onsvertrag genehmigt und unterzeichnet. Am 23. Mai 2025 haben die beiden ausserordentli-
chen Generalversammlungen auf Antrag des jeweiligen Verwaltungsrates insbesondere die 
Fusion und den Fusionsvertrag genehmigt.3 

3. Baloise und Helvetia verbinden mit ihrem geplanten Zusammenschluss das Ziel, ihre 
vergleichbaren Strategien und komplementären Stärken zu einem umfassenden Angebot an 
Versicherungsprodukten und Finanzdienstleistungen zusammenzubringen. Gemäss den be-
teiligten Unternehmen biete der Zusammenschluss aufgrund des grösseren Prämienvolumens 
die Möglichkeit, erhebliche Skalen- und Verbundeffekte zu erzielen. Mittelfristig würden 
dadurch zusätzliche Wachstumschancen, ein verbessertes Risikoprofil sowie Kosteneinspa-
rungen erwartet. Darüber hinaus existiere ein deutliches Wertsteigerungspotenzial durch Bün-
delung der Kräfte. Aus ihrer überschneidenden Präsenz in der Schweiz und in Deutschland 
liessen sich Synergiepotenziale erschliessen. Zudem ergänzten sich die beiden Unternehmen 
sowohl regional als auch hinsichtlich ihres Produktportfolios. Das Zusammenschlussvorhaben 
biete damit die Chance, durch Cross-Selling-Aktivitäten zusätzliche Umsatzsynergien zu rea-
lisieren.4 

A.2 Kurzbeschreibung der beteiligten Unternehmen und ihrer 
Geschäftstätigkeiten 

4. Die Baloise Holding AG mit Sitz in Basel ist eine Aktiengesellschaft nach schweizeri-
schem Recht, deren Aktien an der SIX Swiss Exchange kotiert sind. Sie ist die Konzernmutter 
der Baloise-Gruppe. 

5. Die Baloise-Gruppe ist ein Schweizer Versicherungskonglomerat. In der Schweiz bietet 
die Baloise-Gruppe über die Baloise Leben AG und die Baloise Versicherung AG Versiche-
rungsdienstleistungen in den Bereichen Lebens- und Nicht-Lebensversicherungen an. Die 
Baloise Asset Management AG verwaltet sowohl konzernintern als auch für externe Kunden 

 
1 Bundesgesetz vom 3.10.2003 über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung 
(Fusionsgesetz, FusG; 221.301). 
2 Meldung für das Zusammenschlussvorhaben Baloise/Helvetia gemäss Art. 9 Abs. 1 KG vom 
4.8.2025 (zit. «Meldung»), Rz 16 ff. 
3 Meldung (Fn 2), Rz 18 und ihre Beilage 7 (Fusionsvertrag vom 21.4.2025). 
4 Meldung (Fn 2), Rz 20 ff. 

  

 

 4 

 

 

Vermögenswerte. Im Rahmen ihrer Anlagestrategie investiert die Baloise-Gruppe unter ande-
rem in Immobilien. Die Baloise-Gruppe ist zudem über die Baloise Bank AG als Finanzdienst-
leisterin tätig. Darüber hinaus hält sie […] und konsolidierte Beteiligungen an Unternehmen 
ausserhalb der vorerwähnten Kerntätigkeitsbereiche, namentlich: 

§ Drei Linden Immobilien AG: Der Gesellschaftszweck besteht im Erwerb, Halten und 
der Veräusserung von Verwertungsliegenschaften, insbesondere solchen aus dem Hy-
pothekargeschäft der Baloise, sowie von Liegenschaften zu Anlagezwecken, die nicht 
der primären Immobilienstrategie der Baloise entsprechen. 

§ Houzy AG («Houzy»): Die Baloise-Gruppe verfügt über […]. Der Gesellschaftszweck 
besteht im Betrieb und der Vermarktung einer Plattform im Immobilienbereich für 
Wohneigentümer sowie in der Vermittlung damit verbundener Dienstleistungen.5 

§ Movu AG: Der Gesellschaftszweck besteht im Betrieb und der Vermarktung einer Platt-
form zum Zwecke der Vermittlung von Umzugsdienstleistungen.6 

§ Parcandi AG («Parcandi»): Baloise hält […] an der Parcandi, deren Gesellschafts-
zweck im Betrieb und der Vermarktung einer Plattform zum Zwecke der Vermittlung 
von Parkplätzen besteht.7 

6. Neben dem Hauptmarkt Schweiz verfügt die Baloise-Gruppe über Niederlassungen und 
kontrollierte Tochtergesellschaften in Belgien, Deutschland, Frankreich8, Liechtenstein, Lu-
xemburg, Polen, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich.  

7. Die zur Baloise-Gruppe gehörenden Gesellschaften ergeben sich aus der vollständigen 
Liste der Konzerngesellschaften im Geschäftsbericht der Baloise-Gruppe 2024.9 

8. Die Helvetia Holding AG mit Sitz in St. Gallen ist eine Aktiengesellschaft nach schwei-
zerischem Recht, deren Aktien an der SIX Swiss Exchange kotiert sind. Sie ist die Konzern-
mutter der Helvetia-Gruppe. 

  

 
5 Vgl. ‹www.houzy.ch› (19.8.2025). 
6 Vgl. ‹www.movu.ch› (19.8.2025). 
7 Vgl. ‹info.parcandi.ch› (19.8.2025). 
8 Das operative Geschäft der FRIDAY Insurance S.A. wurde der Allianz Direct Versicherungs-AG ver-
kauft. Die zuständige Aufsichtsbehörde hat der Rückgabe der Versicherungsbewilligung der FRIDAY 
Insurance S. A. zugestimmt. 
9 Vgl. zum Ganzen: Abschnitt A.2 bis Rz 7: Meldung (Fn 2), Rz 2 ff. und ihre Beilagen 1 (Konzern-
struktur Baloise-Gruppe) und 2 (Geschäftsbericht Baloise-Gruppe 2024). 

  

 

 5 

 

 

9. Die Helvetia-Gruppe ist eine Schweizer Versicherungs-Gruppe. In der Schweiz bietet die 
Helvetia-Gruppe über die Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG und 
die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG Versicherungsdienstleistungen in 
den Bereichen Lebens- und Nicht-Lebensversicherungen für Private und Unternehmen an. Sie 
vermittelt zudem über verschiedene Gruppengesellschaften Versicherungen und Hypothe-
karkredite über die Plattform der MoneyPark AG («MoneyPark»).10 Die Helvetia Asset Ma-
nagement AG verwaltet sowohl konzernintern als auch für externe Kunden Vermögenswerte. 
Die Helvetia-Gruppe ist ferner mit verschiedenen Gesellschaften im Immobiliengeschäft tätig 
(Vermietung und Verkauf von Geschäfts- und Wohnliegenschaften, Betrieb eines Immobilien-
portals, Vermittlung damit zusammenhängender Dienstleistungen). Darüber hinaus hält sie 
[…] und konsolidierte Beteiligungen an Unternehmen ausserhalb dieser Kerntätigkeitsberei-
che, namentlich: 

§ Emeda AG: Gemeinsam […] der Medicall AG. Der Geschäftszweck besteht in der me-
dizinischen und pharmazeutischen Versorgung von Bewohnern von Alters- und Pfle-
gezentren.11 

§ Europäische Reiseversicherung ERV (Zweigniederlassung der Helvetia Schweizeri-
sche Versicherungsgesellschaft AG): Der Geschäftszweck der Zweigniederlassung 
besteht im Vertrieb und in der Vermittlung von Reise-, Unfall-, Kranken-, Geschäfts- 
und Haustierversicherungen sowie von Assistance Leistungen.12 

§ Finovo AG: Der Geschäftszweck besteht in der Hypothekarbewirtschaftung für institu-
tionelle Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen und Anlagestiftungen.13 

§ Helvetia Consulta AG: Der Geschäftszweck besteht in der Erbringung von internen und 
externen Beratungsdienstleistungen mit Fokus auf das BVG-Geschäft.14 

§ Helvetia Consulting AG: Der Geschäftszweck besteht in der Erbringung von internen 
und externen Beratungsdienstleistungen mit Kernkompetenzen in den Bereichen Ge-
neral Management und Projektmanagement.15 

§ Helvetia I Funds Europe und Helvetia I Funds North America: Dabei handelt es sich 
um zwei vollkonsolidierte Anlagefonds nach schweizerischem Recht, welche europäi-
sche und amerikanische Aktien enthalten und von Helvetia gemanagt werden. 

§ Helvetia Service AG: Der Geschäftszweck besteht in der Erbringung und Bereitstellung 
von versicherungsfremden Geschäften wie Administrierung, Marketing, Entwicklung 
von Software sowie digitalen Services und Dienstleistungen. 

§ Helvetic Warranty GmbH: Der Geschäftszweck besteht im Vertrieb von massgeschnei-
derten Objektversicherungen (für Handys, Elektronikgeräte, Möbel, Hörgeräte etc.) im 
Bereich Embedded Insurance. Das Angebot richtet sich an Unternehmen (wie z. B. 
Händler für Elektronikgeräte), die ihren Kunden eine Versicherung für die gekauften 
Produkte anbieten wollen (sog. B2B2C-Bereich).16 

 
10 Vgl. ‹moneypark.ch› (19.8.2025). 
11 Vgl. ‹emeda.ch› (19.8.2025). 
12 Vgl. ‹www.erv.ch› (19.8.2025). 
13 Vgl. ‹moneypark.ch/finovo/home› (19.8.2025). 
14 Vgl. ‹www.helvetia.com/ch/consulta/de/home.html› (19.8.2025). 
15 Vgl. ‹www.helvetia-consulting.ch› (19.8.2025). 
16 Vgl. ‹helvetic-warranty.ch/de› (19.8.2025). 

  

 

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§ Medicall AG: Der Geschäftszweck besteht in der Erbringung von medizinischen und 
technischen Assistance-Dienstleistungen, medizinischen Dienstleistungen sowie von 
Personennotruf-Dienstleistungen.17 

§ Smartlife Care AG: Der Geschäftszweck besteht in der Erbringung von Notruflösungen 
für Seniorinnen und Senioren.18 

§ smile.direct Versicherungen (Zweigniederlassung der Helvetia Schweizerische Versi-
cherungsgesellschaft AG): Der Geschäftszweck besteht im Vertrieb und in der Vermitt-
lung von Auto-, Haushalts-, Motorrad-, Reise-, Rechtsschutz-, Todesfall- und Kranken-
versicherungen.19 

§ Traveo AG: Der Geschäftszweck besteht in der Erbringung von Assistance- und wei-
teren Dienstleistungen für Geschäftsreisende.20 

10. Neben dem Hauptmarkt Schweiz verfügt die Helvetia-Gruppe über Niederlassungen und 
Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien, Spanien und Andorra, Österreich, Frankreich, 
Belgien, Liechtenstein, Luxemburg, Malaysia, Singapur, den USA und im Vereinigten König-
reich. 

11. Die zu der Helvetia-Gruppe gehörenden Gesellschaften ergeben sich aus der vollstän-
digen Liste der Konzerngesellschaften im Geschäftsbericht der Helvetia-Gruppe 2024.21 

A.3 Fusionskontrollrechtliche Meldungen in weiteren Jurisdiktionen 
12. Zusätzlich zur Schweiz wurde das Zusammenschlussvorhaben bei der EU-Kommission 
sowie in Ägypten, im Königreich Saudi-Arabien (KSA) und in der Türkei gemeldet.  

13. Am 4. August 2025 hat die EU-Kommission den beteiligten Unternehmen die Genehmi-
gung für den geplanten Zusammenschluss erteilt.22 

14. Die ägyptische Wettbewerbsbehörde hat mit Entscheid vom 9. Juli 2025 ihre Zuständig-
keit verneint. Die Wettbewerbsbehörde im KSA hat den Zusammenschluss am 3. August 2025 
freigegeben. Die Freigabe in der Türkei steht noch aus. 

A.4 Vorphase 0 zum Zusammenschlussvorfahren und Antrag auf 
erleichterte Meldung 

15. Am 16. April 2025 nahmen die beteiligten Unternehmen erstmals Kontakt mit dem Sek-
retariat auf und ersuchten es um ein Treffen am 28. April 2025. 

16. Am 28. April 2025 haben die beteiligten Unternehmen dem Sekretariat ihr Zusammen-
schlussvorhaben präsentiert sowie mit ihm die Parameter einer möglichen erleichterten Mel-
dung besprochen. 

  

 
17 Vgl. ‹www.medicall.ch› (19.8.2025). 
18 Vgl. ‹smartlife-care.ch› (19.8.2025). 
19 Vgl. ‹www.smile-insurances.com/ch/main/de/home.html› (19.8.2025). 
20 Vgl. ‹www.traveo.ch/angebot› (19.8.2025). 
21 Vgl. zum Ganzen: Abschnitt A.2 ab Rz 8: Meldung (Fn 2), Rz 8 ff. und ihre Beilagen 3 (Konzern-
struktur Helvetia-Gruppe) und 4 (Geschäftsbericht Helvetia-Gruppe 2024). 
22 ‹competition-cases.ec.europa.eu/cases/M.12003› (19.8.2025). 

  

 

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17. Im Rahmen des Treffens empfahl das Sekretariat den beteiligten Unternehmen, in einer 
Vorphase 0 zum eigentlichen Zusammenschlussverfahren einen Meldungsentwurf einzu-
reichen – so könne dieser, ggfs. in mehreren Schritten, auf seine grundsätzliche Vollständig-
keit geprüft sowie gleichzeitig beurteilt und entschieden werden, ob und inwieweit eine erleich-
terte Meldung möglich wäre. Zusätzlich informierte das Sekretariat die beteiligten 
Unternehmen über seine Absicht, die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA 
(«FINMA»), Geschäftsbereich Versicherungen, zu kontaktieren, um sich zu dem Zusammen-
schlussvorhaben und der Versicherungsbranche im Allgemeinen sowie deren Marktentwick-
lung auszutauschen. Überdies machte es die beteiligten Unternehmen darauf aufmerksam, 
dass es angezeigt sein könnte, bereits in dieser Vorphase 0 Fragebogen an Marktteilnehmer 
und Branchenverbände zu versenden. 

18. Am 14. Mai 2025 reichten die beteiligten Unternehmen dem Sekretariat ihren ersten Mel-
dungsentwurf ein. 

19. Am 27. Mai 2025 fand der Austausch zwischen der FINMA und dem Sekretariat statt. 

20. Am 4. Juni 2025 teilte das Sekretariat den beteiligten Unternehmen mit, dass der Mel-
dungsentwurf nicht vollständig ist. Zudem bat es die beteiligten Unternehmen um Zustimmung, 
bereits in dieser Vorphase 0 Fragebogen an Marktteilnehmer und Branchenverbände versen-
den zu dürfen. Inhaltlich erläuterte das Sekretariat den beteiligten Unternehmen, welche zu-
sätzlichen Informationen zur Marktabgrenzung und den Marktanteilen sowie der wettbewerbs-
rechtlichen Beurteilung des Zusammenschlussvorhabens erforderlich sind, damit eine 
vollständige Meldung vorliegt. 

21. Am 30. Juni 2025 reichten die beteiligten Unternehmen einen überarbeiteten und er-
gänzten, zweiten Meldungsentwurf ein. 

22. Am 8. Juli 2025 teilte das Sekretariat den beteiligten Unternehmen mit, dass es den 
zweiten Meldungsentwurf als weitgehend vollständig erachtet, es aber weiterer Informationen 
zu gewissen Versicherungszweigen, -branchen und -sparten bedarf. 

23. Am 17. Juli 2025 reichten die beteiligten Unternehmen ihren dritten Meldungsentwurf 
ein. 

24. Am 22. Juli 2025 teilte das Sekretariat den beteiligten Unternehmen mit, dass sie ihre 
erleichterte Meldung auf der Grundlage des dritten Meldungsentwurf, der als grundsätzlich 
vollständig betrachtet wurde, einreichen können. 

25. Am 24. Juli 2025 versandte das Sekretariat insgesamt elf Auskunftsbegehren an sieben 
grosse Versicherungsunternehmen (Allianz Suisse, AXA Versicherungen AG, Generali 
[Schweiz] Holding AG, Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Swiss Life AG, 
Vaudoise Assurances Holding SA und Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG) und vier Bran-
chenverbände (ASIP – Schweizerischer Pensionskassenverband, inter-pension, Schweizeri-
scher Versicherungsverband [«SVV»] und Swiss Insurance Brokers Association). Alle Befrag-
ten haben bis zum 13. August 2025 zu den Fragebogen Stellung genommen. Teilweise 
wurden anschliessend weitere, ergänzende und detailliertere Auskünfte von Befragten einver-
langt. 

26. Während der ganzen Vorphase 0 bis zur Einreichung der Meldung am 4. August 2025 
fanden zusätzlich diverse mündliche Austausche zu offenen Fragen und sachverhaltlichen 
Präzisierungen zwischen dem Sekretariat und den beteiligten Unternehmen, teilweise aber 
auch mit Dritten, statt. 

  

 

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27. Den beteiligten Unternehmen wurde seitens des Sekretariats offengelegt, dass ihm die 
Vorphase 0 auch dazu dient, die Praxis der Wettbewerbskommission zu Versicherungsmärk-
ten zu überprüfen.  

A.5 Die Ergebnisse der Fragebogenrunde im Überblick 
28. Mit den am 24. Juli 2025 versandten elf Auskunftsbegehren hat das Sekretariat sieben 
grosse Versicherungsunternehmen, welche mit den beteiligten Unternehmen in direkter Kon-
kurrenz stehen, und vier grosse Brancheverbände zu den Auswirkungen des Zusammen-
schlusses auf das Marktumfeld und den Wettbewerb befragt (s. Rz 25).  

29. Alle Befragten weisen aus Gesamtmarktperspektive darauf hin, dass der Zusammen-
schluss zweier Hauptakteure im Versicherungsgeschäft die stattfindende Marktkonsolidierung 
widerspiegelt und die Marktkonzentration verstärkt. Obwohl das fusionierte Unternehmen im 
Lebens- und Nicht-Lebensversicherungsgeschäft gesamthaft zur Nummer 2 im Schweizer 
Versicherungsmarkt aufsteige, erwarten alle Befragten als Folge des Zusammenschlusses 
keine signifikant negativen Auswirkungen auf das Marktumfeld und den Wettbewerb auf dem 
Gesamtmarkt. Insbesondere sehen sie nicht, dass deswegen das Produktangebot, die Wahl-
möglichkeit und -freiheit der Versicherungsnehmer oder die Innovationskraft des schweizeri-
schen Versicherungsmarktes eingeschränkt würden. Der übergreifende Tenor der Befragten 
lautet, dass der Versicherungsmarkt trotz des Zusammenschlusses insgesamt diversifiziert 
und fragmentiert bleibt – es bleibt bei einer Vielzahl von etablierten Anbietern in den verschie-
denen Versicherungszweigen, -branchen und -sparten. Darunter befinden sich verschiedene 
starke Wettbewerber, welche sich in den verschiedenen Versicherungszweigen, -branchen 
und -sparten auf Augenhöhe mit dem fusionierten Unternehmen bewegen. Ein Teil der Befrag-
ten – so z. B. der SVV – geht sogar davon aus, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb 
intensivieren wird: Durch den Zusammenschluss entstehe ein neuer, starker Wettbewerber, 
der insbesondere näher zu den Marktführern in den Versicherungszweigen Leben und Nicht-
leben aufschliesse, was den Wettbewerbsdruck auf alle dort etablierten und führenden Versi-
cherungsunternehmen erhöhe. Der SVV betont zudem, dass durch den Zusammenschluss ein 
weiterer starker, international tätiger Versicherer mit Sitz in der Schweiz entstehe, was den 
Versicherungsstandort Schweiz stärke. 

30. Es liegt auf der Hand, dass dieser Zusammenschluss die Marktanteile und damit die 
Marktmacht des fusionierten Unternehmens auf dem Gesamtmarkt spürbar erhöht, in gewis-
sen Versicherungsbranchen und -sparten – und somit unter Umständen auch auf relevanten 
Märkten im Sinne des Kartellgesetzes23 – sogar deutlich. Nichtsdestotrotz gehen alle Befrag-
ten im Ergebnis davon aus, dass das fusionierte Unternehmen dadurch keine übergreifende 
Marktdominanz erreicht. Einige Befragte weisen explizit darauf hin, dass dieser Zusammen-
schluss nicht zu einer marktbeherrschenden Stellung des fusionierten Unternehmens in den 
Versicherungszweigen Leben und Nichtleben führe. 

31. Dennoch vermerken einige Befragte auch, dass der Zusammenschluss merkliche, punk-
tuelle Auswirkungen in einigen wenigen, spezifischen Versicherungssparten haben dürfte. 
Diese sollten aus wettbewerblicher Sicht zufolge dort begründeter, höherer gemeinsamer 
Marktanteile (Marktanteilsaddition) sorgfältig beurteilt und weiter beobachtet werden. So wird 
zum einen von einem der befragten Versicherungsunternehmen darauf hingewiesen, dass ne-
ben den bereits starken auf dem Markt positionierten Versicherungsgruppen nun ein weiterer 
wichtiger Akteur bei den Schadenversicherungen entsteht, der insbesondere bei Unterneh-
mensversicherungen und standardisierten Risiken über einen bedeutenden kumulierten Anteil 

 
23 Bundesgesetz vom 6.10.1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen (Kartellge-
setz, KG; SR 251). 

  

 

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am Markt verfüge. Zum anderen erwähnen einige der befragten Versicherungsunternehmen 
im Zusammenhang mit Sach- und Schadenversicherungen die beiden Sparten «Transportver-
sicherungen» und «Technische Versicherungen», in denen das fusionierte Unternehmen ein 
noch stärker Marktplayer werde. Darauf ist in den nachfolgenden Erwägungen zurückzukom-
men. 

32. Neben den vorgenannten Schadenversicherungen war die Versicherungssparte «Kol-
lektiv-Lebensversicherung» spezifisches Thema der Fragebogen des Sekretariats. Innerhalb 
dieser Versicherungssparte lag der Fokus vor allem auf Marktauskünften zu den Versiche-
rungsmodellen «Vollversicherung» und «teilautonome Lösung». Auch hier haben die Befrag-
ten auf die erfolgende Marktkonzentration und -konsolidierung hingewiesen. Sie betonten, 
dass nur noch wenige Versicherungsunternehmen Vollversicherungsmodelle anbieten und 
diese Anzahl mit dem Zusammenschluss weiter abnimmt. Sie weisen allerdings auch darauf 
hin, dass nachfrageseitig ein klarer Trend der Abkehr von Vollversicherungsmodellen hin zu 
teilautonomen Lösungen bestehe. Dieser strukturelle Wandel sei grundsätzlicher Ausdruck 
der Marktrealität und -dynamik und das Zusammenschlussvorhaben sei auch Teil davon. Es 
beeinflusse diesen Wandel aus wettbewerblicher Sicht aber dennoch nicht wesentlich. Zwar 
fusionierten mit den beteiligten Unternehmen zwei bedeutende Anbieterinnen von Vollversi-
cherungsmodellen, aber selbst bei einer isolierten Betrachtung dieses Marktsegments, sind 
die Befragten der Meinung, dass der wirksame Wettbewerb dank einer weiterhin ausreichen-
den Zahl an etablierten Anbietern auch dort nicht wesentlich beeinträchtigt werde. Darauf ist 
in den nachfolgenden Erwägungen zurückzukommen. 

33. Aus einer langfristigen Gesamtmarktperspektive weist ein Teil der Befragten darauf hin, 
dass die fortschreitende Marktkonzentration zu einer verstärkten Preissetzungsmacht von 
grossen Versicherungsunternehmen führe. Kleinere und mittlere Marktteilnehmer könnten 
nicht in demselben Mass von Synergien, Skaleneffekten, Kosteneinsparungen und sonstigen 
Effizienzen profitieren. Die Marktteilnehmer mit grösseren Zeichnungs- und Bindungskapazi-
täten könnten eine aggressive Preispolitik verfolgen, um Marktanteile zu konsolidieren oder zu 
gewinnen. Die Fusion könnte auch zu einer Zentralisierung der Partnerschaften mit Brokern 
und Vermittlern führen, welche einen Akteur bevorzugen könnte, der als finanziell solider und 
strategisch besser gewappnet gelte. Dies könnte andere Versicherungsunternehmen, insbe-
sondere bei Ausschreibungen, an den Rand drängen und ihren Zugang zu bestimmten Markt-
segmenten einschränken. Aber auch diese langfristen Bedenken werden von den Befragten 
als für sie «überschaubar bleibend» bezeichnet.  

34. Kurz zusammengefasst: Die Befragten erwarten durch den Zusammenschluss der be-
teiligten Unternehmen weder kurzfristig noch mittelfristig und letztlich auch kaum langfristig 
eine grundlegende Beeinträchtigung des wirksamen Wettbewerbs und schon gar nicht die Ge-
fahr der Wettbewerbsbeseitigung.  

35. Die Wettbewerbsbehörden werden die in Rz 31–33 oben geäusserten Bedenken sowie 
die generelle Tendenz der Marktkonsolidierung und Marktkonzentration in der Schweizer Ver-
sicherungsbranche dennoch aufmerksam weiterbeobachten. Im Rahmen der Zusammen-
schlusskontrolle, so auch hier, steht aber primär die Beurteilung der unmittelbaren Auswirkun-
gen eines konkreten Zusammenschlusses auf die Wettbewerbsverhältnisse im Vordergrund. 
Diese beinhaltet sowohl die Beurteilung seiner Auswirkungen hinsichtlich einzelner (betroffe-
ner) Märkte als auch eine Gesamtmarktbetrachtung sowie eine Einschätzung der vorausseh-
baren Marktentwicklung in den direkt auf die Entscheidung folgenden Jahren (S. in diesem 
Zusammenhang Rz 50 ff. unten, wo dieser gesetzgeberische Gedanke weiter ausgeführt 
wird.). 

  

 

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B Erwägungen 

B.1 Geltungsbereich 
36. Das Kartellgesetz gilt für Unternehmen des privaten und öffentlichen Rechts, die Kartell- 
oder andere Wettbewerbsabreden treffen, Marktmacht ausüben oder sich an Unternehmens-
zusammenschlüssen beteiligen (Art. 2 KG). 

B.1.1 Unternehmen 

37. Als Unternehmen gelten sämtliche Nachfrager oder Anbieter von Gütern und Dienstleis-
tungen im Wirtschaftsprozess, unabhängig von ihrer Rechts- oder Organisationsform (Art. 2 
Abs. 1bis KG). Die am Zusammenschluss beteiligten Unternehmen sind als solche Unterneh-
men zu qualifizieren. 

B.1.2 Unternehmenszusammenschluss 

38. Bei der vorliegenden Fusion unter Gleichen («Merger of Equals»), strukturiert als Ab-
sorptionsfusion gemäss dem FusG, bei der Baloise aufgelöst und alle ihre Aktiven und Passi-
ven gesamthaft auf Helvetia übertragen werden (s. oben Rz 1 ff.), handelt es sich um einen 
Zusammenschluss im Sinne von Art. 4 Abs. 3 KG und Art. 1 und 2 VKU24. 

B.2 Vorbehaltene Vorschriften 
39. In den hier zu beurteilenden Märkten gibt es keine Vorschriften, die Wettbewerb nicht 
zulassen. Der Vorbehalt von Art. 3 Abs. 1 KG wurde von den Parteien auch nicht geltend ge-
macht. 

B.3 Meldepflicht 
40. Die beteiligten Unternehmen erzielten im Geschäftsjahr 2024 weltweite Bruttoprämien-
einnahmen (Art. 9 Abs. 3 KG) von insgesamt mehr als 2 Milliarden Franken: 

Weltweiter Umsatz der beteiligten Unternehmen 

Unternehmen Weltweite Bruttoprämienein-nahmen in Mio. CHF 

Baloise 8'604 

Helvetia 11’553 

Total 20'157 

 

  

 
24 Verordnung vom 17.6.1996 über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen (VKU; 
251.4). 
 

  

 

 11 

 

 

41. Der Grenzwert von Art. 9 Abs. 1 lit. a KG ist damit überschritten. Weil dieser Grenzwert 
bereits auf Basis der Bruttoprämieneinnahmen der beteiligten Unternehmen überschritten ist, 
kann auf die Ausweisung von Umsätzen aus ihren versicherungsfremden Tätigkeiten verzich-
tet werden. Die beteiligten Unternehmen erzielten im Geschäftsjahr 2024 schweizweite Brut-
toprämieneinnahmen von je mehr als 100 Millionen Franken: 

Umsatz der beteiligten Unternehmen in der Schweiz 

Unternehmen Schweizweite Bruttoprämien-einnahmen in Mio. CHF 

Baloise 3'785 

Helvetia 4'938 

Total 8'723 

 

42. Der Grenzwert von Art. 9 Abs. 1 lit. b KG ist damit überschritten. Weil dieser Grenzwert 
bereits auf Basis der Bruttoprämieneinnahmen der beteiligten Unternehmen überschritten ist, 
kann auf die Ausweisung von Umsätzen aus ihren schweizweiten versicherungsfremden Tä-
tigkeiten verzichtet werden. 

43. Das Zusammenschlussvorhaben unterliegt gemäss Art. 9 Abs. 1 und 3 KG i. V. m. Art. 6 
VKU der Meldepflicht.  

B.4 Erleichterte Meldung 
44. Die beteiligten Unternehmen und das Sekretariat können vor der Meldung eines Zusam-
menschlusses Einzelheiten des Inhalts der Meldung einvernehmlich festlegen. Das Sekretariat 
kann die beteiligten Unternehmen dabei von der Pflicht zur Vorlage von einzelnen Angaben 
oder Unterlagen nach Art. 11 Abs. 1 und 2 VKU befreien, wenn es der Ansicht ist, dass diese 
für die Prüfung des Falles nicht notwendig sind (Art. 12 VKU). Vorbehalten bleibt die Pflicht 
zur Vorlage von zusätzlichen Angaben und Unterlagen nach Art. 15 VKU. 

45. In der Vorphase 0 haben das Sekretariat und die beteiligten Unternehmen den Inhalt der 
erleichterten Meldung festgelegt. Einerseits besteht eine langjährige und etablierte Praxis der 
Wettbewerbskommission zu Versicherungsmärkten und die beteiligten Unternehmen sind den 
Wettbewerbsbehörden bereits aus früheren Zusammenschlüssen bekannt. Andererseits zeig-
ten die Ermittlungen des Sekretariats in der Vorphase 0, dass der Zusammenschluss praktisch 
nur Wettbewerbsverhältnisse im Versicherungsgeschäft näher tangiert. Die meisten anderen 
Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen, welche über den Kernbereich ihrer Aktivitäten hin-
ausgehen, sind aus Gesamt- und Einzelmarktsicht von untergeordneter Bedeutung. Im Zu-
sammenhang mit diesen Tätigkeiten hat das Zusammenschlussvorhaben keinen merklichen 
Einfluss auf die Wettbewerbsverhältnisse. 

46. Im Versicherungsgeschäft tangiert das Zusammenschlussvorhaben vor allem das Erst-
versicherungsgeschäft, hingegen kaum das Rückversicherungsgeschäft. Im Geschäft für Un-
fallversicherungen und Krankenzusatzversicherungen sind die beteiligten Unternehmen zwar 
auch tätig, spielen aber in diesen beiden Versicherungssparten – und im Gegensatz zu ihrer 
gewichtigen Rolle im übrigen Erstversicherungsgeschäft – eine nur untergeordnete Rolle in 
diesen Sparten und den in diesen Sparten gemäss Praxis der Wettbewerbskommission abge-
grenzten unterschiedlichen relevanten Märkten. 

  

 

 12 

 

 

47. Vor diesem Hintergrund hat das Sekretariat für eine erleichterte Meldung festgelegt, 
dass insbesondere der Versicherungsbereich Erstversicherungsgeschäft und darin vor allem 
der Versicherungszweig Leben (Tod oder Invalidität und Altersvorsorge) und im Versiche-
rungszweig Nichtleben das Schadenversicherungsgeschäft eingehender zu beschreiben sind. 
Weiter sind die Bereiche Versicherungsvermittlung, Hypotheken und ihre Fremdvermittlung, 
Asset Management und Immobilien in der Meldung darzustellen. Alle übrigen Tätigkeiten sind 
hingegen nur übersichtsweise zu erwähnen.  

B.5 Beurteilung des Zusammenschlussvorhabens im Rahmen der 
vorläufigen Prüfung 

48. Meldepflichtige Zusammenschlüsse unterliegen der vertieften Prüfung durch die Wett-
bewerbskommission, sofern sich in einer vorläufigen Prüfung (Art. 32 Abs. 1 KG) Anhalts-
punkte ergeben, dass sie eine marktbeherrschende Stellung begründen oder verstärken 
(Art. 10 Abs. 1 KG). 

49. Um zu beurteilen, ob Anhaltspunkte dafür bestehen, dass durch den Zusammenschluss 
eine marktbeherrschende Stellung begründet oder verstärkt wird, sind zunächst die relevanten 
Märkte abzugrenzen. In einem zweiten Schritt wird die Veränderung der Stellung der beteilig-
ten Unternehmen auf diesen Märkten durch den Zusammenschluss beurteilt. 

50. In grundsätzlicher Hinsicht ist zum Zweck des Zusammenschlussverfahrens ergänzend 
Folgendes anzumerken:  

51. Die (Teil-)Untersagung oder die Zulassung eines Zusammenschlusses nur unter Bedin-
gungen und Auflagen setzt gemäss Art. 10 Abs. 2 KG voraus, dass i) die durch den Zusam-
menschluss kausal entstandene oder verstärkte marktbeherrschende Stellung ii) zusätzlich 
und damit kumulativ die Gefahr der Beseitigung wirksamen Wettbewerbs mit sich bringt. Mithin 
bestehen bei der wettbewerbsrechtlichen Zusammenschlusskontrolle strengere Eingriffsvo-
raussetzungen als bei der Verhaltenskontrolle marktbeherrschender Unternehmen gemäss 
Art. 7 Abs. 1 KG. Ergibt dieser qualifizierte Marktbeherrschungstest, dass die Eingriffsvoraus-
setzungen erfüllt sind, ist unter Wahrung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes das mildeste 
Mittel zu wählen, welches das wettbewerbliche Problem löst. In die Privatautonomie der Par-
teien soll so wenig wie möglich, aber dennoch so viel wie für den Schutz des wirksamen Wett-
bewerbs nötig eingegriffen werden.25 

52. Der Gesetzgeber formulierte damit bewusst eine hohe Interventionsschwelle für Zusam-
menschlusstatbestände. Zusammenschlüsse sollen nur im Falle einer sehr hohen Konzentra-
tion auf dem betreffenden Markt nicht genehmigt werden. Weiter verlangt die Formulierung 
von Art. 10 KG eine dynamische Betrachtungsweise. Massgeblich ist nicht nur die Wettbe-
werbssituation im Zeitpunkt der Beurteilung, sondern auch die voraussehbare Marktentwick-
lung in den auf die Entscheidung folgenden Jahren. Die Prüfung, ob das Zusammenschluss-
vorhaben zur Beseitigung des Wettbewerbs führt, hat neben dem aktuellen Wettbewerb auch 
anhand des potenziellen Wettbewerbs zu erfolgen. Tatsächlich dürfte eine Beseitigung wirk-
samen Wettbewerbs nur in seltenen Fällen hinreichend voraussehbar sein.26 

53. Die Auswirkungen eines Zusammenschlusses müssen für jeden betroffenen Markt 
(s. Art. 11 Abs. 1 lit. d VKU) gesondert untersucht werden. Es ist daher gepflegtes Standard-
vorgehen der Wettbewerbskommission, bei Zusammenschlusstatbeständen zunächst eine 

 
25 Vgl. zum Ganzen: BGE 133 II 104 E. 6.3 und E. 9.2.2 m. w. H., Swissgrid. 
26 Vgl. zum Ganzen: Botschaft zu einem Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbe-
schränkungen vom 23.12.1994, BBl. 1995 I 584 («Botschaft 1994»). 

  

 

 13 

 

 

Einzelmarktprüfung vorzunehmen. Darüber hinaus ist aber auch eine Gesamtmarktbetrach-
tung erforderlich, welche die positiven und negativen Auswirkungen auf verschiedenen sach-
lichen Märkten gegeneinander abwägt sowie die Marktentwicklung und die Stellung der Un-
ternehmen im internationalen Wettbewerb berücksichtigt (Art. 10 Abs. 2 lit. b und Art. 10 
Abs. 4 KG). So kann etwa die Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit auf dem internationalen Markt 
eine gewisse Unternehmensgrösse erforderlich machen, durch die das Unternehmen einen 
für schweizerische Verhältnisse unter Umständen kritischen Konzentrationsgrad erreicht.27 

B.5.1 Relevante Märkte 

B.5.1.1 Einleitende Bemerkungen 

54. Das Sekretariat nahm die Vorphase 0 auch zum Anlass, die seit längerer Zeit beste-
hende Praxis der Wettbewerbskommission zu den Versicherungsmärkten danach zu überprü-
fen, ob sie noch aktuell oder an inzwischen veränderte Marktumstände anzupassen ist.  

55. Diese Praxis unterscheidet das Versicherungsgeschäft zunächst nach den Versiche-
rungsbereichen Erstversicherung und Rückversicherung. Ersterer Versicherungsbereich lässt 
sich weiter in die Versicherungszweige Leben und Nichtleben gliedern. Diese beiden Versi-
cherungszweige werden, sofern eine weitere Unterteilung angezeigt ist, zusätzlich in Versi-
cherungsbranchen und/oder Versicherungssparten unterteilt. Innerhalb von Versicherungs-
zweigen, -branchen oder -sparten lassen sich alsdann grundsätzlich so viele verschiedene 
sachliche Märkte ausmachen, wie es darin Versicherungen für unterschiedliche Risiken gibt. 
Dies bemisst sich danach, ob die einzelnen Versicherungsprodukte sich je nach versichertem 
Risiko derart in ihren Eigenschaften, Prämien und Verwendungsmöglichkeiten unterscheiden, 
dass sie aus Sicht der Marktgegenseite kaum als Substitute betrachtet werden können.28  

56. Aus Praktikabilitätsgründen wurde dieser grundsätzlichen Marktabgrenzungs-Praxis 
«nach versichertem Risiko» bisher allerdings nicht in voller Konsequenz gefolgt, sondern es 
wurden teilweise weitergefasste Marktabgrenzungen vorgenommen, die damit (möglicher-
weise) unterschiedliche Versicherungsrisiken umfassen können. Der Hauptgrund für dieses 
bisherige Vorgehen ist der öffentlich verfügbare FINMA-Versicherer-Report29, dessen statisti-
sche Segmentierung und die dortigen Angaben von Prämienvolumina der einzelnen Versiche-
rungsgesellschaften eine belastbare Grundlage für die genaue Berechnung oder immerhin 
eine «best guess»-Schätzung von Marktanteilen bereithält. Darauf basierende Angaben von 
beteiligten Unternehmen zu ihren Marktanteilen können alsdann von den Wettbewerbsbehör-
den objektiv nachvollzogen werden. Darüber hinaus können es aber auch spezifische Markt-
gegebenheiten, sei es auf Angebots- und/oder Nachfrageseite, und Marktusanzen im Versi-
cherungsgeschäft für angezeigt erscheinen lassen, mehrere Versicherungsprodukte in einem 
relevanten Markt zusammenzufassen, selbst wenn diese im engeren Sinne nicht substituier-
bar sind.  

57. Vor diesem Hintergrund hat das Sekretariat von den beteiligten Unternehmen innerhalb 
der Versicherungszweige Leben und Nichtleben (und den dortigen Versicherungsbranchen 
oder -sparten) teilweise eine feinere Unterteilung verlangt als durch die Segmentierung im 
FINMA-Versicherer-Report vorgegeben. Auf dieser Grundlage sollten die beteiligten Unter-
nehmen dann die Schätzung ihrer Marktanteile und die ihrer wichtigsten Konkurrenten vorneh-

 
27 Botschaft 1994 (Fn 26), 586. 
28 Vgl. statt anderer: RPW 2014/3, 543 Rz 19, Helvetia Holding AG/Schweizerische National-Versiche-
rungsgesellschaft AG. 
29 ‹www.vrep.finma.ch/reports/de/navigation/CAT1› (19.8.2025). 

  

 

 14 

 

 

men sowie weitere Informationen zu ihrer jeweiliger Marktstellung mit Bezug auf dieses versi-
cherte Risiko und der wettbewerblichen Situation nach Zusammenschluss einreichen. Den be-
teiligten Unternehmen war dazu freigestellt, darzulegen, weshalb diese (feiner unterteilten) 
versicherten Risiken jeweils keinen eigenen sachlichen (Teil-)Markt darstellen. 

58. Referenzen für diese feinere Unterteilung nach versichertem Risiko waren neben dem 
FINMA-Versicherer-Report einerseits der Anhang 1 zur AVO30 und andererseits die Branchen-
informationen, die der SVV auf seiner Webpage oder seinen Mitgliedern zur Verfügung stellt 
(inkl. Statistiken, Graphiken und Kennzahlen). 

59. Der daraus gewonnene Erkenntnisgewinn fliesst – insoweit relevant – in die nachfolgen-
den Erwägungen ein. In grundsätzlicher Hinsicht wird aber an der bisherigen Praxis der Wett-
bewerbsbehörden zu Versicherungsmärkten festgehalten, insbesondere wird an der einge-
führten Unterteilung des Versicherungsgeschäfts und der damit verbundenen 
Prüfungskaskade nichts geändert (s. oben Rz 55). Soweit nachfolgend die definitive Marktab-
grenzung offengelassen wird, weil dieser Zusammenschluss auch unter hypothetisch engster 
Marktabgrenzung unbedenklich erscheint, bedeutet dies sachlogisch noch keine Praxisände-
rung. Es ist aber ein Hinweis darauf, dass in künftigen Zusammenschlussvorhaben die bisher 
gepflegte Praxis zur Marktabgrenzung im Versicherungsgeschäft – insbesondere dort, wo un-
terschiedliche, nicht substituierbare Versicherungsrisiken ohne weiterhin überzeugende 
Gründe einem gemeinsamen sachlichen Markt zugeordnet werden – zunehmend kritisch hin-
terfragt wird. Gleiches gilt erst recht in Bezug auf nachfolgend bereits konkreter erwogene, 
aber letztlich nicht umgesetzte engere oder angepasste Marktabgrenzungen, weil diese nicht 
zu einer anderen Einschätzung der grundsätzlichen Unbedenklichkeit dieses Zusammen-
schlusses führen würden.  

60. Wettbewerbs- und Marktverhältnisse sind im steten Wandel. Dennoch bestehen gewisse 
Konstanten und branchenspezifische Usanzen, die über längere Zeiträume Bestand haben. 
Gleichzeitig ist dem Bedürfnis der Marktteilnehmer nach Rechtssicherheit Rechnung zu tra-
gen. Vor diesem Hintergrund gilt trotz vorstehender Hinweise auf eine fortlaufende Überprü-
fung der Praxis der Wettbewerbskommission zu Versicherungsmärkten, dass eine Anpassung 
der Marktabgrenzungspraxis nur dann erwogen wird, wenn wesentliche sachliche Gründe da-
fürsprechen. Bestehen hingegen triftige Gründe, auch künftig bei der bisher gepflegten, teils 
weiten Marktabgrenzungspraxis der Wettbewerbsbehörden zu bleiben – so bspw. aufgrund 
bestehender Marktusanzen oder struktureller Marktgegebenheiten auf der Angebots- und/oder 
Nachfrageseite – umso weniger erscheint eine Praxisänderung hin zu sachlich und räumlich 
enger abgegrenzten relevanten Märkten angezeigt. 

61. Bereits die bisherige Praxis zu sachlichen Versicherungsmärkten führt zu zahlreichen 
relevanten Märkten. Nachfolgend werden nur diejenigen relevanten Märkte eingehender be-
sprochen, in welchen der gemeinsame Schweizer Marktanteil der beteiligten Unternehmen 
20 % oder mehr beträgt oder der Schweizer Marktanteil von einem der beteiligten Unterneh-
men 30 % oder mehr beträgt (sogenannte «betroffene Märkte», vgl. Abschnitt B.5.2). Wo diese 
Schwellen nicht erreicht werden, kann von der Unbedenklichkeit des Zusammenschlusses 
ausgegangen werden. In der Regel erübrigt sich dann eine nähere Prüfung. Alle anderen re-
levanten Märkte gemäss ständiger Praxis, bei denen die Überprüfung ihrer Abgrenzung in 
diesem Zusammenschlussverfahren nicht im Vordergrund steht und in welchen die beteiligten 
Unternehmen gemeinsame Marktanteile von unter 20 % oder einzeln nicht über 30 % Markt-
anteil aufweisen, werden sogleich nur kurz und teils nach Versicherungsbranchen oder Versi-
cherungssparten zusammengefasst dargestellt (Abschnitt B.5.1.3).  

 
30 Verordnung vom 9.11.2005 über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen (Auf-
sichtsverordnung, AVO; SR 961.011). 

  

 

 15 

 

 

62. Zu den nachfolgenden Marktanteilsberechnungen oder -schätzungen der beteiligten Un-
ternehmen ist zu ergänzen, dass das Sekretariat von diesen verlangte, dass ihre ausgewiese-
nen Marktanteilsberechnungen oder -schätzungen nicht durch Captive-Versicherungen, deren 
Prämienvolumina im FINMA-Versicherer-Report auch ausgewiesen werden, verfälscht wer-
den dürfen. Die Tätigkeiten der Captives und ihre entsprechenden Prämienvolumina sind ab-
zuziehen, bevor Marktanteilsberechnungen oder -schätzungen auf Basis des FINMA-
Versicherer-Reports vorgenommen werden. 

B.5.1.2 Rechtliche Grundlagen 

63. Der sachliche Markt umfasst alle Waren oder Leistungen, die von der Marktgegenseite 
hinsichtlich ihrer Eigenschaften und ihres vorgesehenen Verwendungszwecks als substituier-
bar angesehen werden (Art. 11 Abs. 3 lit. a VKU). 

64. Der räumliche Markt umfasst das Gebiet, in welchem die Marktgegenseite die den sach-
lichen Markt umfassenden Waren oder Leistungen nachfragt oder anbietet (Art. 11 Abs. 3 lit. b 
VKU). 

65. Die Beurteilung der Substituierbarkeit erfolgt aus Sicht der Marktgegenseite. Dabei ist 
vom konkreten Untersuchungsgegenstand, hier grundsätzlich vom konkret versicherten Ri-
siko, auszugehen. 

B.5.1.3 Relevante Märkte soweit nicht auch «betroffene Märkte» i. S. v. Art. 11 Abs. 1 
lit. d VKU 

66. Im Sinne der Rz 55 und 61 oben werden unter diesem Abschnitt die relevanten Märkte 
erwähnt, bei denen das Zusammenschlussvorhaben zu keinen betroffenen Märkten gemäss 
Art. 11 Abs. 1 lit. d VKU führt. Insoweit kann das Zusammenschlussvorhaben als unbedenklich 
eingestuft werden, ohne dass die relevanten Märkte ausführlich zu beschreiben sind und/oder 
auf die Wettbewerbsverhältnisse auf diesen Märkten näher einzugehen ist. 

67. Praxisgemäss – und wie schon erwähnt – unterscheidet die Wettbewerbskommission 
auf oberster Ebene nach den Versicherungsbereichen Erstversicherung und Rückversiche-
rung. Davon unterscheidet und grenzt sie einen separaten Markt für Underwriting- und Ma-
nagementdienstleistungen ab. Die Produkte innerhalb dieser Unterteilung verfolgen unter-
schiedliche Ziele und sind auf unterschiedliche Marktgegenparteien ausgerichtet, womit sie 
sowohl auf der Anbieter- als auch auf der Nachfrageseite nicht substituierbar sind.31 

68. Erstversicherungen werden weiter in die Versicherungszweige Lebensversicherungen 
und Nicht-Lebensversicherungen unterteilt. Davon unterscheidet und grenzt die Wettbewerbs-
kommission einen Markt für die Vermittlung von Versicherungsprodukten ab.32 

B.5.1.3.1. Markt für Rückversicherungen 

69. Ein Rückversicherer hilft dem Erstversicherer, die aufgrund von Versicherungsverträgen 
entstehenden Verpflichtungen zu erfüllen. Die Wettbewerbskommission hat die Frage nach 
einer weiteren Unterteilung des sachlich relevanten Marktes für Rückversicherungen in die 

 
31 RPW 2023/2, 381 Rz 21, Blackstone Inc./Resolution Life Group Holdings Ltd.; RPW 2008/3, 469 
Rz 38, Berkshire Hathway/Munich Re/Global Aerospace. 
32 RPW 2024/1, 196 Rz 14, Stiftung Visana Plus/Atupri Gesundheitsversicherung; RPW 2021/1, 271 
Rz 18, Raiffeisen/Mobiliar; RPW 2008/2, 262 f. Rz 25 ff., Swiss Life/AWD. 

  

 

 16 

 

 

Bereiche Leben und Nichtleben bisher offengelassen.33 Diese Frage kann auch vorliegend 
offengelassen werden. 

70. Den räumlichen Markt grenzt die Wettbewerbskommission weltweit ab.34 

71. Die geschätzten Marktanteile von Baloise und Helvetia im weltweiten Markt für Rückver-
sicherungen für das Geschäftsjahr 2023 lagen bei je [0–10] %.35 

72. Das Zusammenschlussvorhaben führt auf dem weltweiten Markt für Rückversicherun-
gen zu keinem betroffenen Markt und hat keine Auswirkungen auf die Wettbewerbsverhält-
nisse in diesem Markt und somit auch nicht in der Schweiz. Es ist insoweit unbedenklich. 

B.5.1.3.2. Markt für Underwriting- und Managementdienstleistungen für Erst- und 
Rückversicherer 

73. Baloise bietet keine Underwriting- und Managementdienstleistungen für andere Versi-
cherer an und Helvetia tut es nur in sehr geringem Umfang. Auf dem räumlich weltweit abge-
grenzten Markt schätzt Helvetia ihren Marktanteil im Geschäftsjahr 2023 auf [0–10] %.36  

74. Vor diesem Hintergrund ist dieser Markt vorliegend nicht weiter zu beschreiben. Nicht 
nur ist der Marktanteil der Helvetia […], sondern es findet durch das Zusammenschlussvorha-
ben auch keine Marktanteilsaddition statt, womit das Zusammenschlussvorhaben keine Aus-
wirkungen auf die Wettbewerbsverhältnisse in diesem Markt und somit auch nicht in der 
Schweiz hat. Es ist insoweit unbedenklich. 

B.5.1.3.3. Lebensversicherungen 

75. Im Erstversicherungszweig Leben, zugleich auch eine Versicherungsbranche, wird pra-
xisgemäss und anhand der Systematik des FINMA-Versicherer-Reports bisher zwischen den 
Versicherungssparten Einzel-Lebensversicherungen, anteilsgebundenen Lebensversicherun-
gen und Kollektiv-Lebensversicherungen unterschieden.37 Alle drei Versicherungssparten 
werden in räumlicher Hinsicht national abgegrenzt.38 

76. Die Darstellung der Versicherungssparte Kollektiv-Lebensversicherungen erfolgt weiter 
hinten, da je nach Marktanteilsberechnung ein vom Zusammenschluss betroffener Markt be-
steht (Abschnitt B.5.2.1). 

a. Markt für Einzel-Lebensversicherungen 

77. In der Versicherungssparte für Einzel-Lebensversicherungen, die zugleich auch einen 
sachlichen Markt bildet, der räumlich national abgegrenzt wird, sind sowohl Baloise wie auch 
Helvetia tätig.39 Die beteiligten Unternehmen schätzen ihren gemeinsamen Marktanteil für das 
Geschäftsjahr 2023 auf knapp unter 20 %.40 

 
33 RPW 2023/2, 381 Rz 21, Blackstone Inc./Resolution Life Group Holdings Ltd.; Meldung (Fn 2), 
Rz 30.  
34 RPW 2023/2, 381 Rz 22, Blackstone Inc./Resolution Life Group Holdings Ltd., m. w. H.; Meldung 
(Fn 2), Rz 31.  
35 Meldung (Fn 2), Rz 202. 
36 Meldung (Fn 2), Rz 204. 
37 RPW 2018/3, 597 Rz 6, AXA SA/XL Group Ltd.; Meldung (Fn 2), Rz 36.  
38 RPW 2014/3, 543 Rz 21, Helvetia Holding AG/Schweizerische National-Versicherungsgesellschaft 
AG; Meldung (Fn 2), Rz 38, Rz 41 sowie Rz 57. 
39 Meldung (Fn 2), Rz 37–39.  
40 Meldung (Fn 2), Rz 207. 

  

 

 17 

 

 

78. Die jeweiligen Marktanteilsschätzungen der beteiligten Unternehmen werden durch den 
FINMA-Versicherer-Report und die öffentlich verfügbaren SVV-Statistiken und -Grafiken ge-
stützt bzw. plausibilisiert. 

79. Es liegt kein betroffener Markt vor, womit das Zusammenschlussvorhaben für die Versi-
cherungssparte Einzel-Lebensversicherung unbedenklich ist.  

80. Diese Einschätzung, obwohl der gemeinsame Marktanteil des fusionierten Unterneh-
mens nahe an der Schwelle zu einem betroffenen Markt ist, wird durch die durchgeführte 
Marktbefragung gestützt: Ein Versicherungsunternehmen bezieht sich explizit auf den «Ein-
zelleben-Markt» und meint dazu, dass es durch den Zusammenschluss für den Einzelleben-
Markt keine signifikanten Auswirkungen auf das Marktumfeld erwarte.41 Ein weiteres Versi-
cherungsunternehmen meint zunächst bezogen auf den ganzen «schweizerischen Lebens-
versicherungsmarkt», dass es aufgrund des Zusammenschlusses keine negativen Auswirkun-
gen auf die Innovationskraft oder die Wahlmöglichkeiten für den Versicherungsnehmer in 
diesem Markt erwarte. Und es ergänzt spezifisch für den Einzelleben-Markt, dass dort nach 
dem Zusammenschluss noch ausreichend andere Mitbewerber auf dem schweizerischen 
Markt tätig seien.42 Gleichermassen ein weiteres Versicherungsunternehmen, welches fest-
hält, dass der Wettbewerb im Lebensversicherungsgeschäft in allen Bereichen weiterhin in-
tensiv spielen werde. Spezifisch im Einzelleben-Geschäft geht es davon aus, dass der Zusam-
menschluss keinen Einfluss auf den Wettbewerb haben werde, da es eine grosse Anzahl von 
etablierten Anbietern gebe und regemässig auch neue Anbieter in den Markt eintreten wür-
den.43  

b. Markt für anteilsgebunden (fondsgebundene) Lebensversicherungen 

81. In der Versicherungssparte für anteilsgebunden (fondsgebundene) Lebensversicherun-
gen, die zugleich auch einen sachlichen Markt bildet, der räumlich national abgegrenzt wird, 
sind sowohl Baloise wie auch Helvetia tätig.44 Die beteiligten Unternehmen schätzen ihren 
gemeinsamen Marktanteil für das Geschäftsjahr 2023 auf deutlich unter 20 %.45 

82. Es liegt kein betroffener Markt vor, womit das Zusammenschlussvorhaben für die Versi-
cherungssparte anteilsgebunden (fondsgebundene) Lebensversicherungen unbedenklich ist. 

c. Markt für kollektive Risikorückdeckung 

83. Die Wettbewerbskommission hat in ihrer Praxis einen nationalen respektive Schweizer 
Markt für kollektive Risikorückdeckung abgegrenzt.46 Auf diesem Markt fragen Vorsorgeein-
richtungen Risikorückdeckungsdienstleistungen (teilautonome Rückdeckung oder Vollversi-
cherung) bei Versicherern nach. Dabei handelt es sich nach Auffassung der beteiligten Unter-
nehmen um einen Teil-Markt des Marktes für Kollektiv-Lebensversicherungen.47 Die 
Wettbewerbskommission hat sich bisher nicht näher dazu geäussert. 

84. Sowohl Helvetia wie auch Baloise bieten Risikorückdeckung für Vorsorgeeinrichtungen 
an.48 Die beteiligten Unternehmen halten dazu fest, Baloise betreibe im Bereich teilautonome 

 
41 Stellungnahme der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG vom 11.8.2025, 2. 
42 Stellungnahme der Generali (Schweiz) vom 5.8.2025, 1 f. 
43 Stellungnahme der Swiss Life AG vom 11.8.2025, 1. 
44 Meldung (Fn 2), Rz 40–42. 
45 Meldung (Fn 2), Rz 210. 
46 RPW 2022/2, 450 Rz 24, 25 und 31 ff., Swiss Life International Holding AG/Elips Life AG/A&H Busi-
ness Portfolio. 
47 Meldung (Fn 2), Rz 60.  
48 Meldung (Fn 2), Rz 61.  

  

 

 18 

 

 

Rückdeckung aktuell nur noch das Bestandesgeschäft (für bestehende Kunden). Das Neuge-
schäft sei per 1. Januar 2024 eingestellt worden. Baloise schliesse somit keine neuen Verträge 
ab, womit der Marktanteil von Baloise in der Zukunft schrumpfen werde.49 

85. Die beteiligten Unternehmen haben ihre Marktanteile basierend auf einer Berechnungs-
methodik geschätzt, die von der Wettbewerbskommission im dafür einschlägigen Zusammen-
schlusskontrollverfahren Swiss Life International Holding AG/Elips Life AG/A&H Business 
Portfolio im Jahr 2022 als geeignet anerkannt wurde.50 Darauf basierend ergibt sich für das 
fusionierte Unternehmen ein kombinierter Marktanteil von aktuell etwas unter 20 %. 

86. Somit führt das Zusammenschlussvorhaben auf dem Schweizer Markt für kollektive Ri-
sikorückdeckung zu keinem betroffenen Mark und ist unbedenklich. Es ist nicht weiter auf die-
sen Markt einzugehen. 

87. Lediglich ergänzend sei darauf hingewiesen, dass die beteiligten Unternehmen damit 
zur Nummer 3 in diesem Markt aufsteigen. Die Marktführerin verfügt allerdings über einen 
deutlich höheren Marktanteil als die Nummern 2 und 3, während letztere beiden ähnliche 
Marktanteile aufweisen. Im Verfahren Swiss Life International Holding AG/Elips Life AG/A&H 
Business Portfolio wurde zum Wettbewerbsumfeld ausgeführt, dass auch nach dem Zusam-
menschluss weiterhin von starkem Wettbewerb unter etablierten Konkurrenten auszugehen 
ist, dem die Parteien ausgesetzt bleiben.51 Dies gilt aktuell weiterhin, trotz fortschreitender 
Marktkonzentration.  

B.5.1.3.4. Nicht-Lebensversicherungen 

88. Der Erstversicherungszweig Nichtleben besteht zunächst aus den drei Versicherungs-
branchen Kranken- und Unfallversicherung sowie Schadenversicherung. Innerhalb dieser Ver-
sicherungsbranchen wird bisher praxisgemäss und anhand der Systematik des FINMA-
Versicherer-Reports weiter zwischen den Versicherungssparten Unfallversicherung, Kranken-
versicherung, Haftpflichtversicherung, Motorfahrzeugversicherung, Transportversicherungen, 
Feuer-, Elementar- und übrige Sachversicherungen sowie übrige Versicherungen (Kredit, Kau-
tion, verschiedene finanzielle Verluste, Rechtsschutz und touristische Beistandsleistungen) 
unterschieden.52 Eine Versicherungssparte bildet entweder zugleich einen einzelnen relevan-
ten Markt oder es werden innerhalb dieser Versicherungssparten mehr als ein relevanter Markt 
abgegrenzt.  

89. In allen diesen Versicherungssparten werden der oder die dortigen sachlichen Märkte in 
räumlicher Hinsicht grundsätzlich national abgegrenzt.53 

90. Die Darstellung der dem Versicherungszweig Nichtleben und darin der Versicherungs-
branche Schadenversicherung zugehörigen Versicherungssparten Transportversicherungen, 
sonstige Schaden- oder Sachversicherungen (Feuer-, Elementar- und andere Sachversiche-
rungen) und einer möglichen neuen Versicherungssparte «Technische Versicherungen» erfol-
gen später (Abschnitt B.5.2). 

  

 
49 Meldung (Fn 2), Rz 62.  
50 RPW 2022/2, 450 Rz 31, Swiss Life International Holding AG/Elips Life AG/A&H Business Portfolio. 
51 RPW 2022/2, 450 Rz 33, Swiss Life International Holding AG/Elips Life AG/A&H Business Portfolio. 
52 Vgl. RPW 2018/3, 597 Rz 7, AXA SA/XL Group Ltd.; Meldung (Fn 2), Rz 96, 100, 114, 131 und 146.  
53 RPW 2014/3, 543 Rz 21, Helvetia Holding AG/Schweizerische National-Versicherungsgesellschaft 
AG; Meldung (Fn 2), Rz 98, 112, 129, 143 und 152. 

  

 

 19 

 

 

a. Unfallversicherungen 

91. In der Versicherungssparte Unfallversicherung unterscheidet die Wettbewerbskommis-
sion die sachlich relevanten Märkte zunächst nach UVG54 und VVG55 und grenzt dort je in 
Einzel- und Kollektiv-Unfallversicherungen ab. Räumlich werden diese vier sachlichen Märkte 
national abgegrenzt.56 

92. Auf den vier relevanten Märkten «Schweizer Markt für Unfallversicherungen UVG (ein-
zel)», «Schweizer Markt für Unfallversicherungen UVG (kollektiv)», «Schweizer Markt für Un-
fallversicherungen VVG (einzel)» und «Schweizer Markt für Unfallversicherungen VVG (kol-
lektiv)» sind beide beteiligten Unternehmen tätig.57 Aufgrund der erfolgenden 
Marktanteilsaddition schätzen die beteiligten Unternehmen ihren gemeinsamen Marktanteil im 
Geschäftsjahr 2023 bei erstgenannter Versicherung auf knapp über 10 % und bei den anderen 
drei Versicherungen auf jeweils knapp unter 10 %.58  

93. Die jeweiligen Marktanteilsschätzungen der beteiligten Unternehmen zu den vier rele-
vanten Märkten werden durch den FINMA-Versicherer-Report und die öffentlich verfügbaren 
SVV-Statistiken oder -Grafiken gestützt bzw. plausibilisiert. 

94. Das Zusammenschlussvorhaben führt in allen vorerwähnten vier Märkten für Unfallver-
sicherungen und auch bei einem davon hypothetisch abgegrenzten Markt für «Motorfahrzeu-
ginsassen-Unfallversicherung (CH)» zu keinem betroffenen Markt (s. zu letzterem Markt unten 
Rz 109 u. 122).  

95. Für die Versicherungssparte Unfallversicherungen ist das Zusammenschlussvorhaben 
unbedenklich. 

b. Krankenversicherungen 

96. In der Versicherungssparte Krankenversicherungen unterscheidet die Wettbewerbs-
kommission die sachlichen Märkte zunächst danach, ob die Versicherungsprodukte dem 
KVG59 oder dem VVG unterstellt sind.60 

97. Weder Baloise noch Helvetia bieten Versicherungen nach KVG an, womit sich die wei-
tere Darstellung der darunterfallenden relevanten Märkte erübrigt.61 

98. Im VVG-Regelungsbereich unterscheidet die Wettbewerbskommission zunächst zwi-
schen Krankenpflegezusatzversicherungen und Krankentaggeldversicherungen und grenzt in-
nerhalb dieser Versicherungen weiter sachliche Märkte für Versicherungen für stationäre oder 
ambulante Leistungen sowie Einzel- oder Kollektiv-Versicherungen ab.62 

 
54 Bundesgesetz vom 20.3.1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20). 
55 Bundesgesetz vom 2.4.1908 über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG; 
SR 221.229.1). 
56 RPW 2024/1, 198 Rz 14, Stiftung Visana Plus/Atupri Gesundheitsversicherung, m. w. H.; Meldung 
(Fn 2), Rz 66, 69, 73 und 76.  
57 Meldung (Fn 2), Rz 67, 70, 74 und 77. 
58 Meldung (Fn 2), Rz 246, 249, 252 und 256. 
59 Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10). 
60 RPW 2024/1, 198 Rz 14, Stiftung Visana Plus/Atupri Gesundheitsversicherung, m. w. H.; Meldung 
(Fn 2), Rz 64.  
61 Meldung (Fn 2), Rz 79. 
62 RPW 2024/1, 198 Rz 14, Stiftung Visana Plus/Atupri Gesundheitsversicherung, m. w. H.; Meldung 
(Fn 2), Rz 78.  

  

 

 20 

 

 

99. Räumlich werden diese unterschiedlichen sachlichen Märkte im Regelungsbereich des 
VVG kantonal oder national abgegrenzt.63 Die beiden hier relevanten Märkte (s. sogleich 
Rz 100) werden räumlich national abgegrenzt.  

100. Baloise und Helvetia sind nur auf den beiden sachlichen Märkten «Schweizer Markt für 
Krankentaggeldversicherung VVG (einzel)» und dem «Schweizer Markt für Krankentaggeld-
versicherung VVG (kollektiv)» tätig.64 65 Im ersten Markt schätzen die beteiligten Unternehmen 
ihren Markanteil auf klar unter 20 %, im zweiten Markt auf klar unter 5 %.66 

101. Insoweit liegen keine betroffenen Märkte vor, womit das Zusammenschlussvorhaben für 
die Versicherungssparte Krankenversicherung unbedenklich ist. 

c. Haftpflichtversicherung 

102. In der Versicherungssparte Haftpflichtversicherung, die zugleich auch einen sachlichen 
Markt bildet, der räumlich national abgegrenzt wird, sind sowohl Baloise wie auch Helvetia 
tätig.67 Die beteiligten Unternehmen schätzen ihren gemeinsamen Marktanteil für das Ge-
schäftsjahr 2023 auf deutlich unter 20 %.68 

103. Diese Marktanteilsschätzung der beteiligten Unternehmen wird durch den FINMA-
Versicherer-Report gestützt. 

104.  Insoweit liegt kein betroffener Markt vor, womit das Zusammenschlussvorhaben für die 
Versicherungssparte Haftpflichtversicherung unbedenklich ist. 

d. Motorfahrzeugversicherung 

105. Praxisgemäss grenzt die Wettbewerbskommission einen nationalen respektive Schwei-
zer Markt für Motorfahrzeugversicherung ab.69 Auf diesem Markt sind sowohl Baloise als auch 
Helvetia tätig.70 

106. In diesem Markt sind Versicherungen zusammengefasst, die unterschiedliche Risiken 
abdecken: 

107. Jeder Halter eines Motorfahrzeuges ist von Gesetzes wegen verpflichtet, eine Motor-
fahrzeug-Haftpflichtversicherung abzuschliessen, die für eigenverantwortlich verursachte 
Schäden an fremden Personen- und/oder Sachen aufkommt. Ergänzend zu dieser obligatori-
schen Versicherung werden – abhängig von den weiteren Bedürfnissen der Versicherungs-
nehmer – in der Regel eine (Voll- oder Teil-)Kaskoversicherung, die Schäden am eigenen 
Motorfahrzeug deckt, sowie weitere, nicht obligatorische Zusatzversicherungen angeboten.71 

 
63 RPW 2024/1, 198 Rz 14, Stiftung Visana Plus/Atupri Gesundheitsversicherung, m. w. H.; Meldung 
(Fn 2), Rz 81 und 84.  
64 Meldung (Fn 2), Rz 80 ff. und 83 ff. 
65 Im kantonalen Markt für «Einzel-Krankenpflegezusatzversicherung VVG (stationär)» ist die Helvetia 
nicht tätig und die Baloise ist per 30. Juni 2025 ebenfalls ausgetreten. Gemäss Baloise hat sich das 
Run-Off-Geschäft dazu inzwischen gänzlich aufgelöst (Meldung [Fn 2], Rz 86 ff.). Es erübrigt sich so-
mit, im Rahmen dieser Zusammenschlussprüfung weiter auf diesen kantonalen Markt einzugehen. 
66 Meldung (Fn 2), Rz 259 und 262. 
67 Meldung (Fn 2), Rz 96 ff.  
68 Meldung (Fn 2), Rz 271. 
69 RPW 2018/3, 597 Rz 7, AXA SA/XL Group Ltd; RPW 2014/3, 543 Rz 19, Helvetia Holding 
AG/Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft AG; Meldung (Fn 2), Rz 100 und 112. 
70 Meldung (Fn 2), Rz 113.  
71 Meldung (Fn 2), Rz 101 f.  

  

 

 21 

 

 

108. Die vorgenannten unterschiedlichen Versicherungsarten werden darüber hinaus für un-
terschiedliche Kategorien von Motorfahrzeugen mit unterschiedlichen Verwendungszwecken 
angeboten. Dazu zählen, wie auch die beteiligten Unternehmen darlegen, insbesondere Per-
sonenwagen und Motorräder sowie gewerblich genutzte Fahrzeuge wie Busse, Lieferwagen, 
Lastwagen, Sattelschlepper oder fahrbare und selbstfahrende Arbeitsmaschinen sowie land-
wirtschaftliche Fahrzeuge wie Traktoren, landwirtschaftliche Kombinations-Fahrzeuge oder 
sonstige fahrbare landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen.72 

109. Schliesslich fällt auch die freiwillige Motorfahrzeuginsassen-Unfallversicherung unter 
diese «traditionelle» Abgrenzungspraxis zu der Motorfahrzeugversicherung (mehr dazu unten 
Rz 122). 

110. Auch die beteiligten Unternehmen räumen dazu ein, dass aus Sicht der Nachfrageseite 
die im Markt für Motorfahrzeugversicherungen zusammengefassten Versicherungen grund-
sätzlich nicht austauschbar sind, da sie unterschiedlichen Versicherungsschutz bieten und die 
Versicherungsleistungen sich unterscheiden. Hinzu kommt, dass Motorfahrzeughalter gesetz-
lich verpflichtet sind, eine Motorfahrzeughaftpflichtversicherung abzuschliessen, während der 
Abschluss einer Kasko- oder anderer Zusatzversicherungen freiwillig ist.73 

111. Zu dieser Versicherungssparte und ihrer Angebots- und Nachfrageseite ist aber auch 
Folgendes notorisch: 

112. In der Marktrealität kombinieren Motorfahrzeughalter die obligatorische Haftpflichtversi-
cherung häufig mit mindestens einer Kaskoversicherung, sodass diese Versicherungsarten in 
aller Regel gemeinsam nachgefragt und abgeschlossen werden. Dabei schliessen die Versi-
cherungsnehmer in den allermeisten Fällen die obligatorische Haftpflichtversicherung, die 
Kaskoversicherung und allfällige weitere Zusatzversicherungen zusammengefasst in einem 
Kombipaket bei einem Versicherungsunternehmen ab.  

113. Dies auch deswegen, weil die Versicherungsunternehmen die Marktusanz pflegen, vor-
genannte Versicherungsarten in Kombinationsverträgen (Kombinationspolicen) anzubieten. In 
der Versicherungssparte Motorfahrzeugversicherung sind Versicherungsprodukte, welche 
Haftpflicht-, Teil- und Kollisionskasko sowie weitere Zusatzversicherungen zusammengefasst 
anbieten, die Norm. In ihrer Ausgestaltung bestehen diese Policen in der Motorfahrzeugversi-
cherung aus verschiedenen Versicherungsbausteinen – darunter die obligatorische Haft-
pflichtversicherung, die optionalen Voll- und Teilkaskoversicherungen sowie weitere Zusatz-
versicherungen. Die Versicherungsnehmer können aus diesen Modulen wählen und so ihren 
Versicherungsschutz individuell nach ihrer Risikoeinschätzung und -bereitschaft zusammen-
stellen.74 

114. Diese Marktrealität spricht dafür, die einzelnen Versicherungsbausteine nicht als ein-
zelne Produkte anzusehen, die von den jeweils anderen komplett unabhängig wären. Vielmehr 
erscheinen die Kasko- und anderen Zusatzdeckungen eher als Nebenprodukte75 der obligato-
rischen Haftpflichtversicherung für Motorfahrzeuge. Es kommt hinzu, dass auf der Ange-
botsseite die Voraussetzungen für das Erbringen der jeweiligen Versicherung, die im Markt für 
Motorfahrzeugversicherung zusammengefasst sind, weitgehend identisch sind. Unter be-

 
72 Meldung (Fn 2), Rz 105.  
73 Meldung (Fn 2), Rz 110. 
74 Meldung (Fn 2), Rz 109.  
75 Bei einem Leasingfahrzeugen ist die Kaskoversicherung ein Hauptprodukt, da deren Abschluss von 
den Leasinggesellschaften für den Abschluss eines Leasingvertrages vorausgesetzt ist. 

  

 

 22 

 

 

stimmten Bedingungen ist dafür nicht einmal eine zusätzliche Bewilligung der FINMA erforder-
lich (vgl. Art. 3 Abs. 2 VAG). Schliesslich bieten die grossen Versicherungsgesellschaften 
diese Versicherungen mit weitgehend identischem Versicherungsschutz an. 

115. Vor diesem Hintergrund spricht vieles dafür, die vorgenannten (unterschiedlichen) Ver-
sicherungsarten als dessen Segmente weiterhin dem gleichen relevanten Versicherungspro-
duktmarkt für Motorfahrzeugversicherungen zuzuordnen.  

116. Damit ist aber die Frage noch nicht beantwortet, ob der vorbeschriebene Gesamtmarkt 
für diese Versicherungsarten auch sämtliche Motorfahrzeugtypen umfasst. Es könnte sachli-
che Gründe geben, in diesem «vorläufigen Gesamtmarkt» – in einem ersten Schritt – Ober-
segmente zu bilden – wie etwa private Personenfahrzeuge, gewerblich genutzte Motorfahr-
zeuge oder landwirtschaftliche Motorfahrzeuge. In einem zweiten Schritt wäre zu diesen 
Segmenten zu überlegen, ob aufgrund der fehlenden Substituierbarkeit konsequenterweise 
eigenständige Teilmärkte respektive engere relevante Märkte innerhalb dieses Gesamtmarkts 
abzugrenzen wären oder ob gewisse dieser Segmente gar einer anderen – u. U. neuen – 
Versicherungssparte zuzuordnen wären, die so in der Praxis der Wettbewerbskommission zu 
den Versicherungsmärkten noch keinen Ausdruck findet. Letzteres könnte z. B. bei Maschi-
nenversicherungen für fahrbare und selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Maschinenkasko-
versicherungen für solche Fahrzeuge der Fall sein. Der SVV ordnet diese Versicherungen 
nicht der «traditionellen» Versicherungssparte Motorfahrzeugversicherung gemäss der Praxis 
der Wettbewerbskommission zu, sondern einer anderen, so von der Wettbewerbskommission 
bisher noch nicht erwogenen Versicherungssparte «Technische Versicherungen». Diese Ver-
sicherungssparte unterteilt der SVV wiederum in weitere Segmente und/oder Versicherungs-
arten 76. Darauf wird an späterer Stelle zurückgekommen (Abschnitt B.5.2.4). 

117. Vorliegend erübrigt es sich aus nachfolgenden Gründen, diese Überlegungen zu einer 
engeren Marktabgrenzung innerhalb der «traditionellen» Versicherungssparte Motorfahrzeug-
versicherung weiter zu vertiefen.  

118. Auf Grundlage der bestehenden Praxis der Wettbewerbskommission schätzen die be-
teiligten Unternehmen ihren gemeinsamen Anteil am «traditionellen» Schweizer Markt für Mo-
torfahrzeugversicherung für das Geschäftsjahr 2023 auf unter 20 %.77 

119. Diese Marktanteilsschätzung der beteiligten Unternehmen wird durch den FINMA-
Versicherer-Report gestützt. 

120. Es liegt kein betroffener Markt vor, womit das Zusammenschlussvorhaben für die «tra-
ditionelle» Versicherungssparte Motorfahrzeugversicherung unbedenklich ist. 

121. Dies auch, weil auf diesem Schweizer (Gesamt-)Markt für Motorfahrzeugversicherung 
zahlreiche Versicherungsunternehmen weitgehend identische Versicherungsprodukte anbie-
ten. Auch nach dem Zusammenschluss hat die Nachfrageseite zahlreiche valable Alternativen 
auf diesem Gesamtmarkt. Es erscheint daher ausgeschlossen, dass der vorliegende Zusam-
menschluss selbst bei engster Marktabgrenzung auf bestimmte Segmente eine marktbeherr-
schende Stellung begründen oder verstärken würde, die den wirksamen Wettbewerb beseiti-
gen könnte. Bezeichnend dafür die Marktbefragung des Sekretariats, die keine 
entsprechenden Anhaltspunkte ergab. Die Befragten äusserten zwar vereinzelt Bedenken hin-
sichtlich merklicher, punktueller Auswirkungen des Zusammenschlusses, diese bezogen sich 
aber nicht auf mögliche Segmente und/oder Versicherungsarten des «traditionellen» Schwei-
zer Markts für Motorfahrzeugversicherung, jedenfalls insoweit es um Strassenfahrzeuge etc. 

 
76 ‹www.svv.ch/de/branche/schadenversicherung/technische-versicherung› (20.8.2025). 
77 Meldung (Fn 2), Rz 274. 

  

 

 23 

 

 

geht und nicht um fahrbare oder selbstfahrende Arbeitsmaschinen (s. oben Abschnitt A.5 und 
Rz 116), die der SVV gemäss seiner Unterteilung innerhalb der Schadenversicherungsbran-
che der Versicherungssparte «Technische Versicherungen» zuordnet. 

122. Auch wenn die freiwillige Motorfahrzeuginsassen-Unfallversicherung (s. vorne Rz 109) 
innerhalb der Versicherungssparte Motorfahrzeugversicherung separat ausgewiesen und als 
eigenständiger (Teil-)Markt betrachtet werden würde, läge der gemeinsame Marktanteil der 
beteiligten Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 in diesem hier nur hypothetisch abgegrenzten 
Markt knapp unter 20 %78, womit kein betroffener Markt vorläge. Vorliegend erübrigt es sich 
somit auch, weiter zu vertiefen, ob das Segment «Motorfahrzeuginsassen-Unfallversicherung 
(CH)» einen separaten relevanten Markt darstellen könnte. 

e. Übrige Versicherungen 

123. Praxisgemäss grenzt die Wettbewerbskommission einen nationalen respektive Schwei-
zer Markt für übrige Versicherungen ab.79 Auf diesem Markt sind sowohl Baloise als auch 
Helvetia tätig.80 

124. In diesem Markt werden zahlreiche Versicherungen der Schaden- und Sachversiche-
rungsbranche zusammengefasst, die offensichtlich unterschiedliche Risiken abdecken. Dies 
zeigt sich bereits an der thematischen Unterteilung im FINMA-Versicherer-Report nach den 
dort eingeschlossenen, breit gefassten Risikokategorien: Kredit, Kaution, verschiedene finan-
zielle Verluste, Rechtsschutz und touristische Beistandsleistungen. Bezeichnenderweise räu-
men denn auch die beteiligten Unternehmen ein, dass aus Sicht der jeweiligen Nachfragesei-
ten die dazu angebotenen Versicherungsprodukte nicht austauschbar sind, da sie jeweils 
unterschiedlichen Versicherungsschutz bieten, also unterschiedliche Risken abdecken und 
sich in ihren Leistungen unterscheiden.81 

125. Zu diesem bisher abgegrenzten (Gesamt-)Markt stellen sich analoge Fragen wie schon 
oben unter lit. d Motorfahrzeugversicherung, so nach weiterer Unterteilung zunächst in unter-
schiedliche Versicherungssparten, z. B. Rechtsschutzversicherung82 und Spezialversicherun-
gen83, und ggfs. ihrer weiteren Segmentierung nach unterschiedlichen Versicherungsarten.  

126. Vorliegend erübrigt es sich aus nachfolgenden Gründen, diese offenen Fragen weiter zu 
diskutieren, um ggfs. auf engere Marktabgrenzungen innerhalb des «traditionellen» Gesamt-
marktes für übrige Versicherungen zu kommen.  

127. Auf Grundlage der bestehenden Praxis der Wettbewerbskommission schätzen die be-
teiligten Unternehmen ihren gemeinsamen Anteil am «traditionellen» Schweizer Gesamtmarkt 
für übrige Versicherungen für das Geschäftsjahr 2023 auf weit unter 10 %.84 

128. Diese Marktanteilsschätzung der beteiligten Unternehmen wird durch den FINMA-
Versicherer-Report gestützt. 

 
78 Meldung (Fn 2), Rz 254. 
79 RPW 2018/3, 597 Rz 7, AXA SA/XL Group Ltd; RPW 2014/3, 543 Rz 19, Helvetia Holding 
AG/Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft AG; RPW 2006/3, 494 Rz. 11 Axa/Win-
terthur; Meldung (Fn 2), Rz 146 und 152. 
80 Meldung (Fn 2), Rz 153.  
81 Meldung (Fn 2), Rz 149. 
82 ‹www.svv.ch/de/branche/schadenversicherung/rechtsschutzversicherung› (20.8.2025). 
83 ‹www.svv.ch/de/branche/schadenversicherung/spezialversicherungen› (20.8.2025). 
84 Meldung (Fn 2), Rz 324. 

  

 

 24 

 

 

129. Es liegt kein betroffener Markt vor, womit das Zusammenschlussvorhaben für den «tra-
ditionellen» Schweizer Gesamtmarkt für übrige Versicherungen unbedenklich ist. 

130. Dies auch, weil auf der Angebotsseite die Voraussetzungen für das Erbringen der jewei-
ligen Versicherung weitgehend identisch sind. Unter bestimmten Bedingungen ist dafür nicht 
einmal eine zusätzliche Bewilligung der FINMA erforderlich (vgl. Art. 3 Abs. 2 VAG). Zudem 
bieten die grossen Versicherungsgesellschaften diese Versicherungen mit weitgehend identi-
schem Versicherungsschutz an. Auch nach dem Zusammenschluss hat die Nachfrageseite 
zahlreiche valable Alternativen auf diesem Gesamtmarkt. Es erscheint daher ausgeschlossen, 
dass der vorliegende Zusammenschluss selbst bei engster Marktabgrenzung auf bestimmte 
Segmente eine marktbeherrschende Stellung begründen oder verstärken würde, die den wirk-
samen Wettbewerb beseitigen könnte. Bezeichnend dafür die Marktbefragung des Sekretari-
ats, die keine entsprechenden Anhaltspunkte ergab. Die Befragten äusserten zwar vereinzelt 
Bedenken hinsichtlich merklicher, punktueller Auswirkungen des Zusammenschlusses, diese 
bezogen sich aber nicht auf mögliche Segmente und/oder Versicherungsarten in diesem «tra-
ditionellen» Gesamtmarkt für übrige Versicherungen (s. oben Abschnitt A.5). 

B.5.1.3.5. Markt für die Vermittlung von Versicherungen 

131. Die Wettbewerbskommission grenzt in ihrer bisherigen Praxis einen nationalen respek-
tive Schweizer Markt für die Vermittlung von Versicherungsprodukten ab.85  

132. Ob dieser Markt weiter zu segmentieren wäre, hat die Wettbewerbskommission ver-
schiedentlich andiskutiert. Ihre Überlegungen gingen dahin, dass möglicherweise zwischen 
der Vermittlung von Lebens- und von Nicht-Lebensversicherungsprodukten einerseits und zwi-
schen Eigen- und Fremdvertrieb andererseits unterschieden werden könnte.86 Bei der Fremd-
vermittlung könnte weiter noch in gebundene und ungebundene Fremdvermittler unterteilt wer-
den.87 Sie hat aber jeweils auf eine definitive Marktabgrenzung verzichtet, weil die damaligen 
Zusammenschlussvorhaben aufgrund jeweils tiefer gemeinsamer Marktanteile oder fehlender 
Marktanteilsaddition auch unter (hypothetisch) engster Marktabgrenzung unbedenklich blie-
ben. Das trifft auch vorliegend zu: 

133. Die beteiligten Unternehmen führen aus, dass die Helvetia nur im Versicherungszweig 
Nichtleben und dort nur im Fremdvertrieb Versicherungen vermittelt. Die Baloise sei nicht in 
der Fremdvermittlung tätig. Der Zusammenschluss hat mit anderen Worten keine Marktan-
teilsaddition auf dem breiten Markt für die Vermittlung von Versicherungen zur Folge, die di-
rekte Auswirkungen auf die Wettbewerbsverhältnisse in diesem Markt haben könnte. Die Hel-
vetia schätzt ihren Marktanteil auf dem breiten Markt für die Vermittlung von Versicherungen 
für das Geschäftsjahr 2023 auf [0–10] %.88 

134. Ergänzend führen die beteiligten Unternehmen aus, dass fusionsbedingte vertikale Ef-
fekte89 – etwa eine Marktabschottung auf nachgelagerten Märkten (input foreclosure) für 
(nachgelagerte) Vertriebspartner der Parteien, insbesondere unabhängiger Broker – aufgrund 

 
85 RPW 2024/1, 196 Rz 14, Stiftung Visana Plus/Atupri Gesundheitsversicherung; RPW 2021/1, 271 
Rz 18, Raiffeisen/Mobiliar; RPW 2008/2, 262 f. Rz 25 ff., Swiss Life/AWD; Meldung (Fn 2), Rz 168 f. 
86 Meldung (Fn 2), Rz 168.  
87 RPW 2021/1, 271 Rz 18 und Fn 3, Raiffeisen/Mobiliar; RPW 2008/2, 262 f. Rz 25 ff., Swiss 
Life/AWD. 
88 Meldung (Fn 2), Rz 170 ff. und 338. 
89 Vgl. dazu erläuternd die Erwägungen der EU-Kommission zu vertikalen Effekten im Versicherungs-
bereich (input forclosure und customer foreclosure): EU-KOMM, COMP/M.10360 vom 21.10.2021, 
Rz 148 ff., Generali / Cattolica und EU-KOMM, COMP/M.10229 vom 29.6.2021, Rz 40 ff., Allianz / 
Aviva Italia. 

  

 

 25 

 

 

der Höhe der Marktanteile der Parteien im Schweizer Versicherungsgeschäft als nicht wahr-
scheinlich erschienen. Es könne davon ausgegangen werden, dass die grossen Schweizer 
Versicherungsunternehmen ihren Vertrieb ähnlich ausgestaltet hätten und einen vergleichba-
ren Anteil ihrer Versicherungsprodukte über unabhängige Vermittler und Broker vertrieben. 
Der Marktanteil von Baloise und Helvetia im Bereich der Nachfrage nach Vermittlungsdienst-
leistungen von unabhängigen Vermittlern und Brokern dürfte deshalb ungefähr […] und somit 
[bei 10–20] % liegen.90 

135. Die Marktbefragung des Sekretariats bei den befragten Versicherungsunternehmen und 
Verbänden – darunter insbesondere auch beim Verband SIBA Swiss Insurance Brokers 
Association – ergab keine Anhaltspunkte dafür, dass der Zusammenschluss wettbewerbliche 
Bedenken im Hinblick auf die Vermittlung von Versicherungen auslösen könnte (s. oben Ab-
schnitt A.5). Besonders bezeichnend dazu diese auszugsweise Antwort des SIBA: «Unsere 
Mitglieder arbeiten als ungebundene Versicherungsvermittler mit allen Versicherungsunter-
nehmen zusammen. Ein Zusammenschluss bringt logischerweise eine Reduktion der Ange-
botsvielfalt. (…) Die erwähnte grosse Zahl an Anbietern von Nicht-Lebensversicherungen und 
die immer noch knapp 20 Anbieter von Lebensversicherungen bieten unseren Mitgliedern aber 
nach wie vor genügend Alternativen.»91  

136. Nicht nur ist somit der Marktanteil der Helvetia auf dem breiten Markt für die Vermittlung 
von Versicherungen – wie gezeigt – verschwindend gering, sondern das Zusammenschluss-
vorhaben führt auch zu keiner Marktanteilsaddition. Ebenso fern liegen negative vertikale Ef-
fekte. Infolgedessen hat das Zusammenschlussvorhaben keine Auswirkungen auf die Wettbe-
werbsverhältnisse in diesem breiten Markt. Daran würde auch eine engere Marktabgrenzung 
nichts Wesentliches ändern. Das Zusammenschlussvorhaben ist insoweit unbedenklich. 

B.5.1.3.6. Weitere Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen und ihre Märkte 

a. Markt für Asset Management für institutionelle Kunden 

137. Die Wettbewerbskommission grenzt in ihrer bisherigen Praxis einen nationalen respek-
tive Schweizer Markt für Asset Management für institutionelle Kunden ab.92 Es bestehen zwar 
Hinweise, dass im Bereich Asset Management für institutionelle Kunden der Markt in weitere 
Segmente zu unterteilen sein könnte, bisher wurde dazu aber offengelassen, ob allfällige Seg-
mente einen eigenständigen Teilmarkt bilden.93 

138. In der bisherigen Praxis wurde das Asset Management für institutionelle Kunden grund-
sätzlich international abgegrenzt, je nach obiger Segmentierung wird allerdings diskutiert, ob 
der oder die sachlichen Märkte räumlich weiterhin international oder teils neu national abzu-
grenzen wären.94 

139.  Beides kann vorliegend offengelassen werden. Es sind zwar beide beteiligten Unter-
nehmen auf dem Markt für Asset Management für institutionelle Kunden tätig,95 aber ihre 

 
90 Meldung (Fn 2), Rz 338, Fn 109. 
91 Stellungnahme SIBA vom 30.7.2025, 1. 
92 Stellungnahme der WEKO vom 26.9.2023 in Sachen Zusammenschluss betreffend UBS Group 
AG/Credit Suisse Group AG, Rz 406; Meldung (Fn 2), Rz 154. 
93 Stellungnahme der WEKO vom 26.9.2023 in Sachen Zusammenschluss betreffend UBS Group 
AG/Credit Suisse Group AG, Rz 409 ff. 
94 Stellungnahme der WEKO vom 26.9.2023 in Sachen Zusammenschluss betreffend UBS Group 
AG/Credit Suisse Group AG, Rz 432 ff; Meldung (Fn 2), Rz 155 f. 
95 Meldung (Fn 2), Rz 157.  

  

 

 26 

 

 

Marktanteile schätzen sie bei nationaler Abgrenzung für das Geschäftsjahr 2023 auf [0–10] % 
(Baloise) und [0–10] % (Helvetia).96 

140. Es ergibt sich, dass das Zusammenschlussvorhaben auf dem Markt für Asset Manage-
ment für institutionelle Kunden aufgrund […] und […] keine Auswirkungen auf die Wettbe-
werbsverhältnisse hat. Das Zusammenschlussvorhaben ist insofern unbedenklich. 

b. Markt für Fonds und fondsähnliche Produkte 

141. Die Wettbewerbskommission grenzt von der Vermögensverwaltung den sachlich rele-
vanten Markt für Fonds und fondsähnliche Produkte ab.97 

142. Der Markt für Fonds und fondsähnliche Produkte wurde von der Wettbewerbskommis-
sion bis anhin national abgegrenzt. Es wurde jedoch in Erwägung gezogen, dass es sich al-
lenfalls auch um einen internationalen Markt handeln könnte.98 

143. Die definitive räumliche Abgrenzung kann auch hier offengelassen werden. Es sind zwar 
beide beteiligten Unternehmen auf dem Markt für Fonds und fondsähnliche Produkte tätig, 
aber ihre Marktanteile schätzen sie selbst bei einer nationalen Abgrenzung für das Geschäfts-
jahr 2023 beidseits auf [0–10] %.99 

144. Es ergibt sich, dass das Zusammenschlussvorhaben auf dem Markt für Fonds und 
fondsähnliche Produkte keine Auswirkungen auf die Wettbewerbsverhältnisse hat angesichts 
des marginalen Marktanteils des fusionierten Unternehmens. Das Zusammenschlussvorha-
ben ist insofern unbedenklich. 

c. Markt für Hypothekarkredite 

145. Die Wettbewerbskommission grenzt in ihrer Praxis einen Markt für Hypothekarkredite 
ab. Hypotheken von Banken oder Versicherungen gelten als Substitute.100 

146. Hinsichtlich der räumlichen Marktabgrenzung ging die Wettbewerbskommission bisher 
grundsätzlich von kantonalen Märkten aus. Eine regionale, überregionale bis nationale Markt-
abgrenzung wird allerdings diskutiert.101 

147. Die definitive räumliche Abgrenzung kann auch hier offengelassen werden. Es sind zwar 
beide beteiligten Unternehmen in allen Kantonen auf den Hypothekarkreditmärkten tätig,102 
aber ihre Marktanteile schätzen sie bei nationaler Abgrenzung für das Geschäftsjahr 2023 
beidseits auf [0–10] %103 und bei kantonaler Abgrenzung ihren gemeinsamen Marktanteil für 

 
96 Meldung (Fn 2), Rz 327. 
97 Stellungnahme der WEKO vom 26.9.2023 in Sachen Zusammenschluss betreffend UBS Group 
AG/Credit Suisse Group AG, Rz 407; Meldung (Fn 2), Rz 158. 
98 Stellungnahme der WEKO vom 26.9.2023 in Sachen Zusammenschluss betreffend UBS Group 
AG/Credit Suisse Group AG, Rz 438; Meldung (Fn 2), Rz 159. 
99 Meldung (Fn 2), Rz 330. 
100 Stellungnahme der WEKO vom 26.9.2023 in Sachen Zusammenschluss betreffend UBS Group 
AG/Credit Suisse Group AG, Rz 225 und 245; Meldung (Fn 2), Rz 162. 
101 Stellungnahme der WEKO vom 26.9.2023 in Sachen Zusammenschluss betreffend UBS Group 
AG/Credit Suisse Group AG, Rz 246 und 267 ff.; Meldung (Fn 2), Rz 163.  
102 Meldung (Fn 2), Rz 167.  
103 Meldung (Fn 2), Rz 333. 

  

 

 27 

 

 

das Geschäftsjahr 2023 in 25 von 26 Kantonen auf [0–10] % und im Kanton Solothurn, wo 
Baloise aus historischen Gründen104 stärker ist als in anderen Kantonen, auf [0–10] %.105 

148. Es ergibt sich, dass das Zusammenschlussvorhaben auf dem Markt für Hypothekarkre-
dite keine merklichen Auswirkungen auf die Wettbewerbsverhältnisse hat, mithin unbedenklich 
ist. 

d. Markt für die Vermittlung von Hypotheken (nur Fremdvertrieb) 

149. Die Wettbewerbskommission grenzt in ihrer Praxis einen nationalen respektive Schwei-
zer Markt für die Vermittlung von Hypotheken im Fremdvertrieb ab.106  

150. Helvetia vermittelt über die Plattform der MoneyPark Hypotheken verschiedener Drittan-
bieter (u. a. UBS, Raiffeisen, Graubündner Kantonalbank) an Hypothekarkunden und erhält 
dafür eine Provision.107 Baloise vermittelt über die Plattform des Gemeinschaftsunternehmens 
Houzy sowie in geringem Umfang über Aussendienstmitarbeitende der Baloise Versicherung 
Hypotheken der Immobilienplattform key4 by UBS. […].108  

151. Die beteiligten Unternehmen führen dazu aus, dass die Vermittlung von Hypotheken 
auch nach dem Zusammenschluss der Parteien unverändert weitergeführt werde. […].  

152. […].109 Auch die Aktivitäten von MoneyPark sollen in diesem Bereich nach dem Zusam-
menschluss wie bisher fortgeführt werden. […].110 

153. Die beteiligten Unternehmen schätzen ihre Anteile an einem Markt für die Fremdvermitt-
lung von Hypothekarkrediten für das Geschäftsjahr 2023 auf [0–10] % (Baloise) und [10–20] % 
(Helvetia).111 Ihr geschätzter gemeinsamer Marktanteil nach Zusammenschluss bleibt somit 
unter 20 %, womit kein betroffener Markt vorliegt. Sie führen dazu aus, dass auf dem Schwei-
zer Markt für die Vermittlung von Hypotheken (nur Fremdvertrieb) zahlreiche grössere und 
kleinere Vermittler tätig sind, wobei erstere, bspw. SwissFEX AG, feyn und Hyrock sowie Re-
solve, geschätzte Marktanteile von jeweils um die 10 % hätten.112 

154. Vor diesem Hintergrund erübrigt es sich, weiter auf diesem Markt einzugehen. Auf dem 
Markt für die Vermittlung von Hypotheken (nur Fremdvertrieb) ist das Zusammenschlussvor-
haben unbedenklich. Dies ergibt sich insbesondere aus der verschwindend geringen Marktan-
teilsaddition, aber auch aus der vom fusionierten Unternehmen erklärten Absicht, ihre diesbe-
züglichen Geschäftstätigkeiten weiterhin unabhängig fortzuführen, und dem weitergeltenden 
Aktionärbindungsvertrag. Negative vertikale und konglomerate Effekte sind daher unwahr-
scheinlich. 

  

 
104 Im Jahr 2000 hat die Baloise die Solothurner Bank SoBa – vormals Solothurner Kantonalbank – 
vom Schweizerischen Bankverein SBV übernommen, der anlässlich seiner Fusion mit der Schweizeri-
schen Bankgesellschaft SGB zur UBS von der Wettbewerbskommission die Auflage erhielt, die Solo-
thurner Bank SoBa abzustossen. 
105 Meldung (Fn 2), Rz 336. 
106 RPW 2021/1, 273 Rz 18 und 27, Raiffeisen/Mobiliar; Meldung (Fn 2), Rz 173 f. 
107 Meldung (Fn 2), Rz 175. 
108 Meldung (Fn 2), Rz 176. 
109 Meldung (Fn 2), Rz 178. 
110 Meldung (Fn 2), Rz 179. 
111 Meldung (Fn 2), Rz 340. 
112 Meldung (Fn 2), Rz 342 ff. 

  

 

 28 

 

 

e. Immobiliengeschäft  

155. Gemäss der Praxis der Wettbewerbskommission umfasst das Immobiliengeschäft die 
Entwicklung, Haltung und Vermietung sowie den Kauf und Verkauf von Liegenschaften. Dabei 
geht es in erster Linie um die Haupttätigkeiten des Haltens und Vermietens von Liegenschaf-
ten, wobei die übrigen Tätigkeiten diesem Ziel untergeordnet sind. Die Marktgegenseite bilden 
daher insbesondere Mieter, Verwaltungen sowie Käufer und Verkäufer von Immobilien. Das 
Immobiliengeschäft kann weiter in die Bereiche Geschäftsliegenschaften (Büroliegenschaften 
und Retailliegenschaften) und Wohnliegenschaften unterteilt werden. Die Wettbewerbskom-
mission hat die definitive Abgrenzung des oder der sachlich relevanten Märkte bisher jedoch 
offengelassen.113 

156. Bisher ebenso offengelassen hat die Wettbewerbskommission die Abgrenzung des 
räumlich relevanten Marktes. Sie hat jedoch aufgrund grosser regionaler Unterschiede in Be-
zug auf die Attraktivität eines Standortes sowie aufgrund der begrenzten geographischen Mo-
bilität eine regionale Abgrenzung des Immobiliengeschäfts als naheliegend empfunden. Dar-
über hinaus hielt sie spezifisch für Geschäftsliegenschaften (Büro- und Retailliegenschaften) 
eine weitere Segmentierung nach wirtschaftlichen Ballungszentren (z. B. Grossraum Zürich 
oder Genf) für denkbar.114 

157. Auch vorliegend kann die definitive Marktabgrenzung offengelassen werden. Die betei-
ligten Unternehmen, die beide in der Schweiz ein Portfolio von Geschäftsliegenschaften und 
Wohnliegenschaften vermieten, liefern Marktanteilsschätzungen für einen Markt für Ge-
schäftsliegenschaften (Büroliegenschaften und Retailliegenschaften) und einen Markt für 
Wohnliegenschaften. Für beide Märkte legen sie jeweils Schätzungen für einen national und 
einen regional abgegrenzten Markt vor. Daraus ergeben sich folgende Marktanteilsschätzun-
gen: 

158. Für das Geschäftsjahr 2023 werden auf dem Markt für Geschäftsliegenschaften (Büro-
liegenschaften und Retailliegenschaften) die Marktanteile national beidseits auf [0–10] % und 
regional oder in Grossregionen beidseits [auf 0–10] % geschätzt. 

159.  Für das Geschäftsjahr 2023 werden auf dem Markt für Wohnliegenschaften die Markt-
anteile national bei Baloise auf [0–10] % und bei Helvetia auf [0–10] % sowie in Grossregionen 
bei Baloise auf [0–10] % und bei Helvetia auf [0–10] % geschätzt. 

160. Vor diesem Hintergrund erübrigt es sich, weiter auf diese Märkte einzugehen. Im Immo-
biliengeschäft ist das Zusammenschlussvorhaben unbedenklich. 

  

 
113 RPW 2019/2, 521 Rz 39; Infracore SA/MPT Switzerland Holdings S.à.r.l./Basler Versicherung 
AG/AEVIS VICTORIA SA; Meldung (Fn 2), Rz 180 und 184. 
114 RPW 2019/2, 521 Rz 43; Infracore SA/MPT Switzerland Holdings S.à.r.l./Basler Versicherung 
AG/AEVIS VICTORIA SA; Meldung (Fn 2), Rz 181 und 185. 

  

 

 29 

 

 

B.5.1.3.7. Übrige Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen (Übersicht) 

a. Baloise115  

161. Baloise ist nicht nur als Versicherungsunternehmen tätig, sondern über die Baloise Bank 
auch als Finanzdienstleisterin. Die Baloise Bank hat Aktivitäten in den Bereichen Konten, Spa-
ren und Karten, Finanzieren sowie Anlegen.116 Sie bietet auch Hypothekarkredite an. Diese 
Tätigkeit wurde vorstehend bei dem Markt für Hypothekarkredite berücksichtigt (s. oben 
Rz 145 ff.). 

162. Zudem erbringt Baloise in einem geringen Ausmass durch die Baloise Leben Dienstleis-
tungen im Bereich Pensions- und Finanzplanung für Privatkunden.117 

163. Baloise hält ausserhalb ihrer Kerntätigkeitsbereiche des Weiteren […] Beteiligungen an 
Unternehmen, namentlich an der Houzy (s. vorne Rz 150 ff.), der Movu und der Parcandi. 
Diese Tochtergesellschaften betreiben Online-Vermittlungsplattformen, ihre Tätigkeiten wur-
den oben unter Rz 5 bereits kurz beschrieben.118  

164. Baloise unterhält darüber hinaus verschiedene vertragliche Kooperationen, unter denen 
sie Kundennamen und -adressen an Drittunternehmen verkauft. Des Weiteren kooperiert 
Baloise mit Drittunternehmen, indem sie deren Produkte oder Angebote gegenüber den 
Baloise-Kunden bewirbt. Für diese Tätigkeiten erhält Baloise teilweise ein geringes Entgelt 
von ihren Kooperationspartnern.119 

165. Über die künftig […] Prevo-System AG120 sind Baloise und Helvetia zudem im Bereich 
der Entwicklung, Betreuung und im Vertrieb von Versicherungssoftware tätig, wobei es sich 
nach Auffassung der Parteien um einen internationalen Markt handelt.121 

b. Helvetia122  

166. Helvetia hält ausserhalb ihrer Kerntätigkeitsbereiche […] Beteiligungen an Unterneh-
men, namentlich an der Emeda AG (über die […] Medicall AG), Medicall AG, Helvetia Consul-
ting AG und der Smartlife Care AG.123 Die Tätigkeiten dieser Tochtergesellschaften wurden 
oben unter Rz 9 bereits kurz beschrieben. 

167. Auch die Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen der Helvetia, die schwerge-
wichtig im Versicherungsgeschäft tätig sind, erbringen zum Teil Tätigkeiten ausserhalb ihrer 
Kerntätigkeitsbereiche:124 

  

 
115 Meldung (Fn 2), Rz 188 ff und Fn 3. 
116 Meldung (Fn 2), Rz 188 f. 
117 Meldung (Fn 2), Rz 190.  
118 Meldung (Fn 2), Rz 191.  
119 Meldung (Fn 2), Rz 192.  
120 Aktuell verfügt die Baloise-Gruppe über eine Minderheitsbeteiligung von 24 % ([…]) an der Prevo-
System AG. Die Helvetia-Gruppe verfügt ebenfalls über eine Minderheitsbeteiligung von 24 %. […] 
Der Geschäftszweck der Gesellschaft besteht in der Entwicklung, Betreuung und im Vertrieb einer 
BVG-Abwicklungssoftware für Lebensversicherer (vgl ‹www.prevo.ch›), die u. a. an die Helvetia-
Gruppe und an die Baloise-Gruppe lizenziert wird. 
121 Meldung (Fn 2), Rz 193.  
122 Meldung (Fn 2), Rz 194 ff. 
123 Meldung (Fn 2), Rz 194.  
124 Meldung (Fn 2), Rz 195.  

  

 

 30 

 

 

§ Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG: 

o Vermittlung verschiedener Dienstleistungen im Bereich der Cyber-Beratungen in 
Zusammenhang mit Cyber-Versicherungen in Kooperation mit verschiedenen Un-
ternehmen aus den Bereichen Cyber-Beratung und Cyber-Prävention;125 

o Leadvermittlung für diverse Plattformen (Yailo, QoQa, findependent, Neon Bank 
etc.) über die Zweigniederlassung Smile.direct Versicherungen. 

§ Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG: 

o Vermittlung von Immobilien von Dritten an potenzielle Käufer über die Plattform der 
MoneyPark; 

o Erbringung von Mobility-as-a-Service-Dienstleistungen für die Mieter von Wohnlie-
genschaften von Tochtergesellschaften der Helvetia in Form eines Car Sharing-
Pools von Elektrofahrzeugen in Kooperation mit der AMAG Group AG; 

o Vermittlung von kollektiven Kapitalanlagen 3a, 3b und 2b der konto- und depotfüh-
renden Bankpartnerin Lienhardt & Partner Privatbank Zürich AG; 

o Leadvermittlung an die Atlanto AG; 

o Dienstleistungen im Bereich Concierge-Service für Kredit- und Debitkartenanbieter; 

o Geschäftsführungsdienstleistungen für die Swisscanto Freizügigkeitsstiftung (FZS). 

168. Zur Prevo-System AG s. oben Rz 165 und Fn 120. 

c. Fazit zu den übrigen Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen 

169. Allen diesen übrigen Tätigkeiten ist gemeinsam, dass das Zusammenschlussvorhaben 
in diesen Geschäftsfeldern unabhängig von der definitiven Marktabgrenzung zu keinen Ver-
änderungen bei den Wettbewerbsverhältnissen führt. Mithin sind diese Tätigkeiten nicht weiter 
zu besprechen. Das Zusammenschlussverfahren ist insoweit unbedenklich.  

B.5.2 Relevante Märkte und voraussichtliche Stellung in vom Zusammenschluss 
betroffenen Märkten 

170. Nachdem vorstehend zunächst diejenigen Versicherungszweige, -branchen und -spar-
ten sowie ihre relevanten Märkte und übrige Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen beschrie-
ben wurden, bei denen die Schwellen für «vom Zusammenschluss betroffene Märkte» im 
Sinne von 11 Abs. 1 lit. d VKU (s. oben Abschnitte B.5.1.3 ff.) nicht erreicht werden, werden 
nachfolgend nun jene Märkte näher erläutert, welche als in diesem Sinne «vom Zusammen-
schluss betroffenen Märkte» gelten. Eine vertiefte Auseinandersetzung erfolgt dort, wo entwe-
der die Schätzungen der beteiligten Unternehmen oder die Ermittlungen des Sekretariats hin-
sichtlich gemeinsamer Marktanteile der beteiligten Unternehmen nach Zusammenschluss auf 
einen Anteil in einem sachlichen und räumlichen Markt in der Schweiz von 20 % oder mehr, je 
nach Erwägung der Marktabgrenzung (unter Umständen lediglich hypothetisch), hinweisen. 

  

 
125 Vgl. ‹www.helvetia.com/ch/web/de/geschaeftskunden/versicherungen/cyber.html› (27.8.2025). 

  

 

 31 

 

 

B.5.2.1 Markt für Kollektiv-Lebensversicherungen 

171. Im Erstversicherungszweig Leben, zugleich auch eine Versicherungsbranche, wird pra-
xisgemäss und anhand der Systematik des FINMA-Versicherer-Reports bisher zwischen den 
Versicherungssparten Einzel-Lebensversicherungen, anteilsgebundene Lebensversicherun-
gen und Kollektiv-Lebensversicherungen unterschieden.126 Alle drei Versicherungssparten 
werden in räumlicher Hinsicht national abgegrenzt.127 128 

172. Auf dem Markt für Kollektiv-Lebensversicherungen sind sowohl Baloise wie Helvetia tä-
tig. Beide Unternehmen bieten Kollektiv-Lebensversicherungen innerhalb und ausserhalb der 
beruflichen Vorsorge an und erbringen gewisse Managementdienstleistungen für die von 
ihnen errichteten Sammelstiftungen. Im Rahmen der beruflichen Vorsorge bieten sowohl 
Baloise wie auch Helvetia Vollversicherungslösungen sowie teilautonome Risikorückdeckung 
für Vorsorgeeinrichtungen und zusätzlich damit zusammenhängende Dienstleistungen wie 
etwa Pensionsplanungsdienstleistungen im Rahmen der Beratungstätigkeit für ihre Versiche-
rungsprodukte an. In diesem Zusammenhang erbringen Baloise und Helvetia auch Beratungs-
dienstleistungen für Unternehmen, wie diese die Altersvorsorge ihrer Mitarbeitenden ausge-
stalten können.129 

173. Die Versicherungssparte Kollektiv-Lebensversicherungen kann wie folgt beschrieben 
werden: 

174. Bei der Kollektiv-Lebensversicherung wird eine Mehrzahl von Personen im gleichen Ver-
trag zusammengefasst. Hauptmerkmal der Kollektiv-Lebensversicherung ist, dass der Ab-
schluss, das Prämien-Inkasso sowie die Vertragspflege nicht mit dem Versicherten direkt, son-
dern via Kollektivvertretung erfolgen. Versichert werden in der Kollektiv-Lebensversicherung 
zunächst die Risiken Tod und Invalidität sowie zum Teil Langlebigkeit.130  

175. Die Marktgegenseite bei Kollektiv-Lebensversicherung sind zumeist Vorsorgeeinrichtun-
gen, gemeinhin Pensionskassen genannt.  

176. Dies ergibt sich daraus, dass die Arbeitgeber nach dem BVG131 verpflichtet sind, eine 
eigene Vorsorgeeinrichtung vorzusehen oder sich einer bestehenden Vorsorgeeinrichtung, 
Sammel- oder Gemeinschaftseinrichtung anzuschliessen. Je nach ihrer Risikotragung wird 
zwischen drei Typen von Vorsorgeeinrichtungen unterschieden:132  

• Autonome Vorsorgeeinrichtungen tragen sämtliche versicherungstechnischen Risiken 
(Alter, Tod, Invalidität) selbst. Autonome Sammelstiftungen sind eher selten, da sie 
hohe Anforderungen an die Governance und das Kapital stellen.133  

• Teilautonome Vorsorgeeinrichtungen tragen nur einen Teil der Risiken selbst. Sie de-
cken entweder das Risiko Alter (insbesondere Lebenserwartung) oder das Risiko In-
validität oder Tod ganz oder teilweise bei einer Versicherungsgesellschaft ab.  

 
126 RPW 2018/3, 597 Rz 6, AXA SA/XL Group Ltd; Meldung (Fn 2), Rz 36. 
127 RPW 2014/3, 543 Rz 21, Helvetia Holding AG/Schweizerische National-Versicherungsgesellschaft 
AG; Meldung (Fn 2), Rz 38, 41 und 57. 
128 S. zum Ganzen auch vorne Rz 75 ff. 
129 Meldung (Fn 2), Rz 58 und 130. 
130 Meldung (Fn 2), Rz 43.  
131 Bundesgesetz vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvor-
sorge (BVG; 831.40). 
132 Vgl. zum ganzen Abschnitt: ‹www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/glossar/vorsorgeeinrichtungen.html› 
(27.8.2025); vgl. zudem Meldung (Fn 2), Rz 48. 
133 Stellungnahme des SVV vom 1.8.2025. 

  

 

 32 

 

 

• Vollversicherte Vorsorgeeinrichtungen sind für sämtliche versicherungs- und anlage-
technischen Risiken bei einer Versicherungsgesellschaft rückversichert.134  

177. Aus der obigen Darstellung ergibt sich, dass die Marktgegenseiten – also die drei Typen 
von Vorsorgeeinrichtungen – unterschiedliche Produkte von Versicherungen, wie es die betei-
ligten Unternehmen sind, nachfragen. Vorliegend interessieren vor allem die beiden Modelle 
Vollversicherung und Teilautonom:  

178. Die grösste Differenz zwischen diesen beiden Modellen ist, dass bei der Vollversiche-
rung zusätzlich zu der Deckung der Risiken Alter (insbesondere Lebenserwartung), Invalidität 
und Tod auch die anlagetechnischen Risiken abdeckt werden. Mit anderen Worten: Anders 
als das teilautonome Modell garantiert die Vollversicherung eine hundertprozentige Deckung 
des Vorsorgevermögens in der zweiten Säule.135 

179. Mit Blick auf die Marktumstände ist zu diesen beiden Modellen bereits jetzt festzuhalten, 
dass sich im Markt ein klarer Trend weg von der Vollversicherungslösung hin zu vor allem 
teilautonomen Lösungen zeigt. […] sämtliche befragten Versicherungsunternehmen und Ver-
bände weisen auf diesen strukturellen Wandel hin.136 Ein Branchenverband ergänzt dazu,