# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2056d158-e7bd-50ca-a408-c85d9c1cedc1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2010 C-4779/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4779-2008_2010-12-01.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4779/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig,
Richter Beat Weber,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Revision, Invalidenrente, Verfügung vom 10. Juni 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4779/2008

Sachverhalt:

A.
A.______, geboren am (...) 1955, ist Schweizer Staatsangehörige mit 
Wohnsitz  in  Serbien  seit  dem  30.  November  2005  (act.  31).  Sie 
arbeitete  in  der  Schweiz  von  September  1980  bis  1996  als  Fabrik-
arbeiterin  und von 1999 bis  Dezember  2001 je  Teilzeit  als  Betriebs-
mitarbeiterin Textilreinigung, Raumpflegerin und Hausfrau. Dazwischen 
war sie arbeitslos (act. 5, 6). Sie zahlte die obligatorischen Beiträge an 
die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 
(act.  5).  Am  23.  Mai  2003  (eingegangen  bei  der  Ausgleichskasse 
Glarus  am  26.  Juni  2003)  meldete  sich  die  Versicherte  wegen 
Rückenproblemen  zum  Bezug  einer  Invalidenrente  bei  der  Aus-
gleichskasse Glarus an (act. 6).

Die  IV-Stelle  Glarus  klärte  im  Folgenden  die  wirtschaftliche  und 
medizinische  Situation  der  Versicherten  ab. Insbesondere  führte  sie 
eine  Abklärung  der  beruflichen  Eingliederungsmassnahmen  durch 
(act. 11-13). 

B.
Am 26. Juni  2003  verfügte  die  IV-Stelle  Glarus  die  Gewährung  von 
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (Arbeitsvermittlung; 
act. 15). 

Zur Prüfung des Leistungsgesuchs nahm die IV-Stelle Glarus folgende 
Unterlagen zu den Akten:

- Arztbericht  von  Dr. med. B._______,  Facharzt  Innere  Medizin/Rheumato-

logie, vom 2. September 2003 (act. 9 und 10)

- Abklärungsbericht  der  beruflichen  Eingliederungsmassnahmen  der 

Sozialversicherungsanstalt  (SVA) des Kantons Zürich vom 15. Dezember 

2003 (act. 13)

- Ärztliches Zeugnis von Dr. med. C._______, Facharzt Allgemeine Medizin, 

vom 26. März 2004 (act. 17)

- Ärztliches Zeugnis von Dr. med. C._______ vom 3. September 2004 (act.  

26).

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C-4779/2008

C.
Die IV-Stelle Glarus verfügte am 16. April 2004 die Ausrichtung einer 
ordentlichen  halben  Rente  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  57%  mit 
Wirkung ab 1. Juni 2002 (act. 18-20). 

D.
Infolge des Wegzugs der Versicherten aus der Schweiz nach Serbien 
wurden  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (IVSTA)  am 
2. Dezember  2005  die  Akten  übermittelt  (act.  31).  Sie  verfügte  am 
24. Januar  2006  weiterhin  eine  halbe  Rente  ab  1.  Februar  2006 
(act. 32) und leitete zugleich ein Revisionsverfahren ein (act. 33). Die 
IVSTA erteilte u.a. einen Auftrag für eine orthopädische Untersuchung 
inkl. Röntgenbilder in der Schweiz (act. 35).

E.
Die IVSTA nahm folgende Unterlagen zu den Akten:

- Gutachten von Prof. Dr. med. D._______,  Facharzt  Chirurgie  und Ortho-

pädie, vom 10. September 2007 (act. 44)

- Fragebogen für die IV-Rentenrevision vom 15. Oktober 2007 (act. 41/42)

Dr. E._______, Regionalärztlicher Dienst der IV-Stelle (RAD), beurteilte 
anschliessend  den  Gesundheitszustand  und  die  Arbeitsfähigkeit  der 
Versicherten aufgrund der Akten und kam zum Schluss, dass bei der 
Versicherten für Tätigkeiten als Hausfrau weiterhin eine Arbeitsfähig-
keit von 100% besteht und ihr leichte Arbeiten ebenfalls zu 100% ab 
3. September 2007 zumutbar seien (act. 46).

F.
Die  IVSTA  teilte  daraufhin  der  Versicherten  mit  Vorbescheid  vom 
28. Dezember 2007 mit, dass kein Anspruch mehr auf die Ausrichtung 
einer Rente bestünde (act. 48). Die Versicherte erhob am 26. Januar 
2008  Einwand  und  forderte  eine  weitere  ärztliche  Untersuchung 
(act. 49).

G.
Die IVSTA unterbreitete die Akten erneut dem RAD und verfügte am 
10. Juni  2008  die  Einstellung  der  Invalidenrente  ab 1. August  2008 
(act. 57).

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H.
Die  Versicherte  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  beantragte  mit 
Beschwerde  vom  12.  Juli  2008  (Poststempel)  an  das  Bundesver-
waltungsgericht, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin 
eine halbe Rente auszurichten, da sich ihr Gesundheitszustand nicht 
verbessert  habe.  Sie  fügte  ihrer  Beschwerde  einen  Arztbericht  von 
Dr. F._______, Facharzt für Orthopädie, vom 12. März 2007 und einen 
Arztbericht von Dr. G._______ vom 7. Juli 2008 bei.

I.
Am 13. August  2008  leistete  die  Beschwerdeführerin  einen  Kosten-
vorschuss von CHF 400.-.

J.
Die  IVSTA  (nachfolgend:  Vorinstanz)  beantragte  in  ihrer  Vernehm-
lassung vom 19. Dezember 2008 die Abweisung der Beschwerde. Dr. 
E._______ habe die im Beschwerdeverfahren zusätzlich eingereichten 
Arztberichte am 15. Dezember 2008 (act. 61) nochmals beurteilt  und 
sei weiterhin zum Schluss gekommen, dass die Beschwerdeführerin in 
ihrer  bisherigen  Tätigkeit  als  Fabrikarbeiterin  zu  75%  seit  dem  3. 
September  2007  und in  Verweisungstätigkeiten  gänzlich  arbeitsfähig 
sei. Die erstellten Diagnosen des begutachtenden Prof. Dr. D._______ 
würden  mit  jenen  seiner  serbischen  Kollegen  weitgehendst  überein-
stimmen.

K.
Die  Beschwerdeführerin  liess  sich  replikweise  nicht  vernehmen. Die 
Instruktionsrichterin schloss mit Verfügung vom 26. Februar 2009 den 
Schriftenwechsel.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zuständig  für  die  Beurteilung 
von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968 

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(Verwaltungsverfahrensgesetz,  VwVG, SR 172.021),  sofern  kein Aus-
nahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 des Bundesgesetzes über das 
Bundesverwaltungsgericht  vom  17. Juni  2005  [Verwaltungsgerichts-
gesetz,  VGG,  SR 172.32]).  Zulässig  sind  Beschwerden  gegen  Ver-
fügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IVSTA ist  eine 
Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d  VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 
Bst. b  des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom 
19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]).

Die angefochtene Verfügung ist als Verfügung im Sinn von Art.  5 VwVG 
zu qualifizieren, und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zur  Beurteilung  der  vor-
liegenden Beschwerde zuständig.

1.2 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung be-
sonders  berührt  und  hat  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  ein 
schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]). Sie ist daher zur Be-
schwerde legitimiert.

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art.  50 
Abs. 1,  Art. 52  Abs. 1  VwVG; vgl.  auch  Art. 60  ATSG),  und  die  Be-
schwerdeführerin  hat  den  einverlangten  Kostenvorschuss  innert  der 
gesetzten Frist bezahlt (Art. 64 Abs. 4 VwVG). Auf die Beschwerde ist 
daher einzutreten.

2.
Anfechtungsobjekt  bildet  die  Verfügung  der  Vorinstanz  vom 10. Juni 
2008.  Streitig  und  zu  prüfen  ist  vorliegend  die  revisionsweise  Auf-
hebung der Invalidenrente.

2.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2),  unter  Vorbehalt  der spezialgesetzlichen Übergangs-
bestimmungen.

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3).

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2.2 Die Beschwerdeführerin ist Schweizer Staatsangehörige, weshalb 
sich vorliegend der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen 
der Invalidenversicherung nach schweizerischem Recht richtet.

2.3 Mit  der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  rechts-
erheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.4 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut -
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Auflage,  Bern  1983,  S. 212, 
vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b).

3.
Für  die  Beurteilung  eines  Rentenanspruchs  sind  die  Feststellungen 
des ausländischen Versicherungsträgers, der Ärzte etc. bezüglich In-
validitätsgrad  und  Anspruchsbeginn  für  die  rechtsanwendenden  Be-
hörden in  der  Schweiz  nicht  verbindlich  (vgl. BGE 130V 253 E.  2.4; 
AHI-Praxis 1996 S. 177 E. 1).

3.1 Vorab  ist  zu  prüfen,  welche  materiellen  Rechtsnormen  im  vor-
liegenden Verfahren anwendbar sind.

3.2 Im  vorliegenden  Verfahren  sind  grundsätzlich  jene  Rechtsvor-
schriften anwendbar, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
10. Juni 2008 in Kraft standen, weiter aber auch solche, die zu jenem 
Zeitpunkt bereits ausser Kraft waren, die aber für die Beurteilung ei-
nes  allenfalls  früher  entstandenen  Leistungsanspruchs  von  Belang 
sind.

3.3 Nach  der  ständigen  Rechtsprechung  des  Schweizerischen 
Bundesgerichts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzlich die 
tatsächlichen  Verhältnisse  zur  Zeit  des  Erlasses  der  angefochtenen 
Verfügung massgebend (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen, vgl. auch 
THOMAS LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  3. Auflage, 
Bern 2003, S. 489 Rz. 20).

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Im Rentenrevisionsverfahren ist  nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung  als  zeitlicher  Referenzpunkt  für  die  Prüfung  einer  an-
spruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades die letzte rechts-
kräftige Verfügung massgeblich, welche auf einer materiellen Prüfung 
des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des  Gesundheitszustands)  beruht  (BGE  133  V  108 E.  5.4).  Der 
rechtserhebliche  Sachverhalt  wird  somit  im  vorliegenden  Revisions-
verfahren durch die Verfügung vom 16. April  2004 (act. 18-20) einer-
seits und die Verfügung vom 10. Juni 2008 (act. 57) andererseits be-
stimmt. Es wird daher zu prüfen sein, ob zwischen dem 16. April 2004 
und dem 10. Juni 2008 eine anspruchsbeeinflussende Änderung des 
Gesundheitszustands eingetreten ist. 

Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des 
Erlasses des angefochtenen Entscheides eingetreten sind, können im 
vorliegenden  Beschwerdeverfahren  grundsätzlich  nicht  berücksichtigt 
werden.  Allerdings  können  Tatsachen,  die  den  Sachverhalt  seither 
verändert  haben,  unter  Umständen  Gegenstand  einer  neuen  Ver-
waltungsverfügung  bilden  (BGE  121  V  362  E.  1b  mit  weiteren  Hin-
weisen). 

3.4 Demzufolge ist das ATSG in der Fassung vom 6. Oktober 2006, in 
Kraft seit 1. Januar 2008 (5. IV-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 
5155) anwendbar, bzw. das ATSG in der Fassung vom 6. Oktober 2000 
für die Prüfung des Leistungsanspruchs zwischen dem 1. Januar 2003 
und dem 31. Dezember 2007 (vgl. auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 
2. Auflage, Zürich Basel Genf 2009, Art. 82 Rz. 5). Weiter ist die Ver-
ordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar.

3.5 Das IVG ist grundsätzlich in der Fassung vom 6. Oktober 2006, in 
Kraft  seit  dem  1. Januar  2008  anwendbar  (5. IV-Revision;  AS  2007 
5129; BBl 2005 4459), bzw. pro rata temporis vom 1. Januar 2004 bis 
31. Dezember 2007 in der Fassung vom 21. März 2003 (4. IV-Revision; 
AS  2003  3837  3835;  BBl  2001  3205);  ferner  die  Verordnung  vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) seit 
dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 28. September 2007 (5. IV-
Revision; AS 2007 5155) bzw. vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 

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2007  in  der  Fassung  vom  21. Mai  2003  (4. IV-Revision;  AS  2003 
3859).

3.6 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung 
mit  Art. 1  Abs. 1  IVG  zu  berücksichtigenden  ATSG-Normen  zur 
Arbeitsunfähigkeit  (Art. 6),  Erwerbsunfähigkeit  (Art. 7),  Invalidität 
(Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur 
Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 17) hat 
das  Schweizerische  Bundesgericht  (vormals:  Eidgenössisches  Ver-
sicherungsgericht  [EVG])  erkannt,  dass  es  sich  bei  den  in  Art. 3-13 
ATSG enthaltenen  Legaldefinitionen  in  aller  Regel  um  eine  formell-
gesetzliche Fassung der  höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den 
entsprechenden Begriffen vor Inkrafttreten des ATSG handelt und sich 
inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte 
Rechtsprechung  übernommen  und  weitergeführt  werden  kann  (vgl. 
BGE 130 V 343 E. 3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt 
nicht  zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditäts-
bemessung  bei  erwerbstätigen  Versicherten,  welche  weiterhin  nach 
der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist 
(zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 in Kraft ge-
standenen Fassung bzw. Art. 28a Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 
geltenden Fassung; vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und 
b).

4.
4.1 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art.  8  Abs.  1 
ATSG).  Die  Invalidität  kann  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit 
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).

Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invalidität"  
demnach nicht  nach medizinischen Kriterien  definiert,  sondern nach 
der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E. 4, 
BGE 110 V 273  E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Auf-
gabenbereich  zu  betätigen.  Dabei  sind  die  Erwerbs-  bzw.  Arbeits-
möglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. in der bisherigen 
Tätigkeit,  sondern  auch  in  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  zu 
prüfen. 

Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG (sowohl in der Fassung vom 6. Oktober 2000, 
in  Kraft  vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007 als auch in  der 
Fassung vom 6. Oktober 2006, in Kraft seit 1. Januar 2008) ist die In-

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validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Art. 4 IVG führt dazu aus, dass 
die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein 
kann;  nach  Abs.  2  dieser  Norm  gilt  die  Invalidität  als  eingetreten, 
sobald  sie  die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die  jeweilige 
Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat.

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder  geistigen  Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG, Fassung vom 6. Oktober 2000, 
in Kraft vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007). Mit der 5. IV-Re-
vision hält Art. 7 Abs. 2 ATSG neu fest, dass für die Beurteilung des 
Vorliegens  einer  Erwerbsunfähigkeit  ausschliesslich  die  Folgen  der 
gesundheitlichen  Beeinträchtigung  zu  berücksichtigen  sind.  Eine  Er-
werbsunfähigkeit  liegt  zudem nur  vor,  wenn sie  aus  objektiver  Sicht 
nicht  überwindbar  ist.  Mit  dieser  neuen  Regelung  beabsichtigte  der 
Gesetzgeber, dass eine Rente erst dann gesprochen wird, wenn die 
versicherte Person alle zumutbaren Schritte zur Vermeidung oder Ver-
ringerung der Invalidität vorgenommen hat (BBl 2005 4531).

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu  leisten. 
Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 
Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

4.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 1. Januar 2004 bis 31. De-
zember 2007 in Kraft gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf 
eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, der-
jenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. 
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf 
eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 
ein solcher auf eine Viertelsrente. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts 
geändert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas-
sung). 

Laut Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig ge-
wesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 1. Januar 2008 
geltenden Fassung) werden jedoch Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

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ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art. 13  ATSG)  in  der 
Schweiz  haben,  was  laut  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  eine 
besondere Anspruchsvoraussetzung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c).

4.3 Zu  bemerken  ist,  dass  aufgrund  des  im  gesamten  Sozialver-
sicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungs-
pflicht  ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsun-
fähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem 
anderen  Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen, 
soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 504 E. 4, BGE 
113  V  22  E. 4a,  BGE  111  V  235  E. 2a).  Deshalb  ist  es  am  be-
handelnden  Arzt  bzw.  am  Vertrauensarzt  einer  IV-Stelle  zu  ent-
scheiden,  in  welchem  Ausmass  ein  Versicherter  seine  verbliebene 
Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte 
Verweisungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen  zu  lassen 
(leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK 1986  S. 204 f.),  wobei 
es  unerheblich  ist,  ob  er  seine  Restarbeitsfähigkeit  tatsächlich  ver-
wertet oder nicht.

4.4 Das  sozialversicherungsrechtliche  Verfahren  ist  vom  Unter-
suchungsgrundsatz  beherrscht  (Art. 43  ATSG).  Danach  hat  die  Ver-
waltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht  von Amtes wegen 
für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachver-
halts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; 
er  findet  zum  einen  sein  Korrelat  in  den  Mitwirkungspflichten  der 
Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, 
je mit Hinweisen). Zum anderen umfasst die behördliche und richter-
liche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was  von  einer  Partei 
behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im 
Rahmen  des  streitigen  Rechtsverhältnisses  (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen  Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder anders zu entscheiden ist (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechts-
pflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben 
Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche Ab-
klärungen stets  vorzunehmen oder  zu  veranlassen,  wenn hiezu auf-
grund  der  Parteivorbringen  oder  anderer  sich  aus  den  Akten  er-
gebender  Anhaltspunkte  hinreichender  Anlass  besteht  (BGE  117  V 
282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts [vormals EVG] vom 
20. Juli 2000, I 520/99).

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4.5 Eine Invalidenrente wird von Amtes wegen oder auf  Gesuch hin 
für die Zukunft  entsprechend erhöht,  herabgesetzt oder aufgehoben, 
wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert 
(Art.  17  Abs.  1  ATSG).  Die  Invalidenrente  ist  deshalb  nicht  nur  bei 
einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des 
an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert  
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann ge-
geben, wenn eine andere Art  der Bemessung der Invalidität  zur An-
wendung  gelangt  oder  eine  Wandlung  des  Aufgabenbereichs  ein-
getreten  ist  (BGE  130  V  343  E.3.5  mit  Hinweisen).  Unerheblich  ist 
unter  revisionsrechtlichen  Aspekten  die  unterschiedliche  Beurteilung 
eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts  (BGE 112 V 
371 E. 2b mit Hinweisen).

In seiner neusten Rechtsprechung hält das Bundesgericht an der bis -
herigen Praxis fest,  dass eine geänderte Gerichts-  und Verwaltungs-
praxis im Prinzip keinen Anlass dafür bilde, in eine laufende, auf einer 
formell  rechtskräftigen  Verfügung  beruhenden  Dauerleistung  einzu-
greifen. Sie kann aber ausnahmsweise zur Abänderung einer rechts-
kräftigen  Verfügung  (mit  Wirkung  für  die  Zukunft)  führen,  wenn  die 
neue Praxis in einem solchen Masse allgemeine Verbreitung er fährt, 
dass ihre Nichtbefolgung als Verstoss gegen das Gleichheitsgebot er-
schiene, insbesondere wenn die alte Praxis nur in Bezug auf eine ein-
zige versicherte Person oder eine geringe Zahl von Versicherten bei-
behalten würde. Die Rechtsprechung hat  bisher  einen Eingriff  in  ein 
Dauerrechtsverhältnis  zu  Lasten  einer  versicherten  Person  gestützt 
auf eine neue Rechtspraxis nur zugelassen, wenn es besonders kras-
se,  stossende  Leistungszusprachen  zu  korrigieren  galt  (BGE 135  V 
201  E. 6.1.1  ff.  mit  Verweis  auf  BGE 112  V  387  und  weiteren  Hin-
weisen). Das Bundesgericht führt in BGE 135 V 201 E 6.4 aus, unter 
dem Aspekt der Rechtssicherheit  und des Vertrauensschutzes sei es 
sachlich nicht gerechtfertigt,  die neue in BGE 130 V 352 entwickelte 
Praxis  zur  somatoformen Schmerzstörung auf  alle  rechtskräftig  fest-
gelegten Dauerleistungen anzuwenden. Dies entspreche im Ergebnis 
der  Praxis  der  öffentlichrechtlichen Abteilungen des Bundesgerichts, 
welche  nur  einen  Eingriff  in  ein  Dauerverhältnis  zulasse,  wenn  be-
sonders wichtige öffentliche Interessen betroffen seien. 

4.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
- und im Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die 

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ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti -
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können. Es sind dem-
nach nicht nur die Erwerbsmöglichkeiten im angestammten Beruf, son-
dern  auch  in  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  zu  prüfen.  Bei  der 
Bemessung der Invalidität ist auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen 
der funktionellen Behinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit 
dem  vom  Arzt  festgelegten  Grad  der  funktionellen  Einschränkung 
übereinstimmen müssen (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; 
AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b.cc).

4.7 Die Verwaltung und das Gericht haben die medizinischen Unter-
lagen - wie auch alle anderen Beweismittel - nach dem Grundsatz der 
freien  Beweiswürdigung,  d. h.  ohne  Bindung  an  förmliche  Beweis-
regeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu  würdigen.  Dies  be-
deutet, dass alle Beweismittel objektiv zu prüfen sind - unabhängig da-
von, von wem sie stammen - und danach zu entscheiden ist,  ob die 
verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige  Beurteilung  des  streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einan-
der widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er-
ledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi -
nische  These  abstellt.  Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arzt-
berichtes  ist  entscheidend,  ob der  Bericht  für  die  streitigen Belange 
umfassend  ist,  auf  allseitigen  Untersuchungen  beruht,  auch  die  ge-
klagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der 
medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin  oder  des Experten  begründet  sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 
BGE 122 V 157 E. 1c mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
Der erhöhte Beweiswert  umfasst allerdings nur medizinische Fragen, 
zu  deren  Beantwortung  Ärzte  im  Sozialversicherungsverfahren  bei-
gezogen werden,  nicht  aber  weitere  Fragen wie  z. B. die  wirtschaft-
liche Beurteilung.

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4.8 Bei einer  Verbesserung der  Erwerbsfähigkeit  oder  der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, 
dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall  
zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei 
Monate  angedauert  hat  und  voraussichtlich  weiterhin  andauern  wird 
(Art. 88a Abs. 1 IVV).

4.9 Die  Herabsetzung  oder  Aufhebung  der  Renten  und 
Hilflosenentschädigungen  erfolgt: a.)  frühestens vom ersten Tag des 
zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an; b.) rück-
wirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn 
die  unrichtige  Ausrichtung  einer  Leistung  darauf  zurückzuführen  ist, 
dass der Bezüger sie unrechtmässig erwirkt hat oder der ihm gemäss 
Artikel 77 zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist (Art. 88bis 

Abs. 2 IVV).

5.
5.1 Handelt  es sich wie vorliegend um einen Revisionsfall,  ist  vorab 
abzuklären, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 
seit  der  Rentenzusprache  bzw. seit  der  letzten  rechtskräftigen  Ver-
fügung (hier  16. April  2004) in  einem Mass verbessert  hat,  dass ihr 
keine Rente mehr zusteht (BGE 130 V 343).

5.2 Grundlage  für  die  medizinische  Beurteilung  des  Gesundheits-
zustands der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Verfügung vom 16. 
April 2004 bildeten folgende Unterlagen:

- Arztbericht  von  Dr. med. B._______,  Facharzt  Innere  Medizin/Rheumato-

logie,  vom 2. September 2003 (act. 9 und 10), wonach die Patientin seit  

vielen  Jahren  an  allmählich  progredienten  lumbalen  Schmerzen  (be-

lastungs-  und  bewegungsabhängig)  leide.  Früher  nur  intermittierend, 

würden seit Frühjahr 2001 dauernde tägliche Beschwerden auftreten. Die 

Befunde  seien:  lumbale  Hyperlordose,  linkskonvexe  Skoliose,  Aufrichte-

schmerz,  Druckdolenzen  L4-S1  vertebral  und  paravertebral  rechtsbetont 

über  den  Intervertebralgelenken. Fortgeschrittene  Osteochondrosen L4/5 

und  L5/S1,  ventrale  Spondylosen  an  LWK  4  (Tractionsspurs), 

Spondylarthrosen L4-S1. Die HWS habe eine Streckhaltung, sonst normal 

chronisches  Lumbovertebralsyndrom bei  fortgeschrittenen  degenerativen 

LWS-Veränderungen,  unspezifisches  rezidivierendes  zerviko-cephales 

Syndrom seit mehreren Jahren. Der Gesundheitszustand sei stationär und 

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könne nicht verbessert werden. Verminderte lumbale Belastbarkeit (langes 

Stehen, Sitzen, häufiges Bücken, repetitives Heben bez. Tragen von Lasten 

über  10kg).  Die  frühere  Tätigkeit  als  Fabrikarbeiterin  sei  nicht  mehr 

zumutbar und diejenige als Reinigungsangestellte sei im Umfang von 50% 

(4  Stunden  täglich)  zumutbar.  Für  alle  körperlich  leichten  bis 

mittelschweren Tätigkeiten liege eine Arbeitsfähigkeit von 50% vor, sofern 

es  sich  um eine  wechselbelastete  Tätigkeit  ohne  repetitive  Lasten  über 

10kg handle.

- Abklärungsbericht  der  beruflichen  Eingliederungsmassnahmen  der 

Sozialversicherungsanstalt  (SVA) des Kantons Zürich vom 15. Dezember 

2003 (act. 13), worin folgende Diagnosen aufgeführt wurden: chronisches 

Lumbovertebralsyndrom  bei  fortgeschrittenen  degenerativen  LWS-Ver-

änderungen, rezidiv zerviko-cephales Syndrom, unspezifisch. Es bestehe 

eine  verminderte  Belastung  der  LWS  durch  die  radiologisch  fort -

geschrittenen degenerativen Veränderungen. Als Reinigungsangestellte sei 

die  Patientin  zu 50% arbeitsfähig. Für  alle  körperlich  leichten bis  mittel-

schweren Arbeiten sei ihr eine Arbeitsfähigkeit von 50% zumutbar, sofern 

es sich um eine wechselbelastende Tätigkeit ohne repetitive Lasten über 

10kg handle.

- Ärztliches Zeugnis von Dr. med. C._______, Facharzt Allgemeine Medizin, 

vom 26. März 2004 (act. 17), worin er  bestätigte, dass die Patientin seit  

dem 9. Februar  1995 regelmässig  in  seiner  Behandlung  stehe. Das Be-

schwerdebild  betreffe  hauptsächlich  ein  chronisches  Rückenleiden,  in 

dessen  Verlauf  spezialärztliche  Abklärungen  eingeleitet  hätten  werden 

müssen.

- Ärztliches Zeugnis von Dr. med. C._______ vom 3. September 2004 (act.  

26), in dem er bestätigte, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 1995 

bis  1996 wegen chronischer  Rückenleiden  bei  ihm in  der  Sprechstunde 

gewesen sei. Die Beschwerdeführerin sei wegen dieser Leiden immer von 

der Arbeit ausgefallen, sie habe schätzungsweise insgesamt über ein Jahr 

eine Arbeitsfähigkeit von 50% nicht überschritten.

5.3 Im  Rahmen  des  Rentenrevisionsverfahrens  holte  die  Vorinstanz 
folgende  Unterlagen  für  die  medizinische  Beurteilung  des  Gesund-
heitszustandes  im  Zeitpunkt  der  angefochtenen  Verfügung  vom  10. 
Juni 2008 ein:

- Prof. Dr. med.  D._______,  Facharzt  Chirurgie  und  Orthopädie,  fasste  in 

seinem Gutachten vom 10. September 2007 (act. 44)  zusammen, dass die 

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Patientin an leichtgradigen degenerativen Veränderungen der  Halswirbel-

säule  leide,  mit  einer  geringfügigen  Bewegungseinschränkung  und 

Symptomen  eines  Cervicalsyndroms.  Die  belastungsabhängigen 

Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule seien bedingt durch erheb-

liche  degenerative  Veränderungen,  insbesondere  in  Form  einer 

Osteochondrose L4/L5 und L5/S1. Als Hausfrau sei die Patientin zu 100% 

arbeitsfähig.  Als  Fabrikarbeiterin  sei  ihr  bei  einem angepassten  Arbeits-

platz eine mindestens 50%ige eher jedoch 75%ige Arbeitstätigkeit zumut-

bar. Ideal  sei  eine Arbeit,  bei  der  sie wechseln könne zwischen Stehen, 

Gehen und Sitzen. Der Zustand der Patientin werde sich in naher Zukunft  

nicht  ändern.  Bei  einer  leichten  Arbeit  ohne  Heben  und  Tragen  von 

schweren Gewichten beurteile  er  die Arbeitsfähigkeit  zwischen 75% und 

100%  z.B. als  Verkäuferin,  Büroangestellte  oder  in  einer  Fabrik  mit  an-

gepasster Tätigkeit. 

- im  Fragebogen  für  die  IV-Rentenrevision  vom  15.  Oktober  2007 

(act. 41/42)  gab  die  Beschwerdeführerin  an,  seit  August  2005  aus 

gesundheitlichen  Gründen  (chronisches  Rückenleiden)  und  Wegzug  ins 

Ausland nicht mehr arbeiten zu können.

- mit Schlussbericht vom 6. Dezember 2007 hielt Dr. E._______, Fachärztin 

für  Physikalische  Medizin  und  Rehabilitation  (act.  46),  fest,  dass 

Dr. B._______ im Jahr 2003 bei der Untersuchung der Beschwerdeführerin 

einen  Aufrichteschmerz  und  Druckdolenz  L4/S1  vertebral  und  para-

vertebral rechtsbetont über Intervertebralgelenke angegeben habe. Bei der 

Untersuchung  bei  Prof.  Dr. D._______  im  Jahr  2007  habe  sich  bei  der 

Prüfung  der  Beweglichkeit  der  HWS  eine  leichte  Flexions-  und  Re-

klinationshemmung bei normaler Rotation und Seitenneigungsfähigkeit und 

bei der Prüfung der Lendenwirbelsäule eine Einschränkung der Flexion der 

LWS bei guter Reklinations- und Seitenneigungsmöglichkeit  ergeben. Bei 

einer leichten Arbeit ohne Heben und Tragen von schweren Gewichten sei 

eine Arbeitstätigkeit zu 100% ab 3. September 2007 zumutbar. Als zumut-

bare Verweisungstätigkeiten nannte Dr. E._______ den Verkauf  auf  dem 

Korrespondenzweg (via Telefon/Internet), wenn die versicherte Person die 

notwendigen  Kenntnisse  dafür  habe (sitzende  Tätigkeit),  Verkäuferin  all -

gemein (Geschäft, Einkaufscenter, Kiosk, Tankstellen-Shop), Registrieren, 

Klassieren, Archivieren, interne Kurierdienste und Bote.

- im  Schlussbericht  RAD  vom  24.  April  2008  wiederholte  Dr. E._______ 

(act. 54)  die  Diagnosen,  welche  Prof. Dr. D._______ aufführte  und  kam 

zum Schluss, dass bei der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 

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35% in der bisherigen Tätigkeit,  von 0% für Tätigkeiten im Haushalt und 

von 0% in einer angepassten Tätigkeit je ab 3. September 2007 bestehe.

5.4 Im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  legte  Dr. E._______ am 
15. Dezember 2008 auf Nachfrage der Vorinstanz nochmals dar, worin 
die wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit  der Beschwerde-
führerin gegenüber den Feststellungen aus dem Jahr 2004 bestehe. 
Im  Jahr  2003  habe  Dr. B._______ festgestellt,  dass  die  Patientin  an 
einem  Aufrichteschmerz  und  Druckdolenzen  L4-S1  vertebral  und 
paravertebral  rechtsbetont  über  Intervertebralgelenke  leide.  Diese 
Beschwerden  habe  Prof. Dr. D._______ anlässlich  seiner  Unter-
suchung  vom  3.  September  2007  nicht  feststellen  können.  Zudem 
würden  die  im  Beschwerdeverfahren  neu  zu  den  Akten  gegebenen 
Arztberichte von Dr. F._______ vom 12. März 2007 und Dr. G._______ 
vom  7.  Juli  2008  die  erwähnten  Diagnosen  von  Prof. Dr. D._______ 
bestätigen und keine Veränderung des Gesundheitszustandes seit der 
Untersuchung  von  Prof. Dr. D._______ vom  3.  September  2007  er-
geben.

5.5 Es gilt zu beurteilen, ob aufgrund der Akten tatsächlich eine Ver-
besserung  des  Gesundheitszustandes  mit  rentenrelevanten  Aus-
wirkungen der Beschwerdeführerin erkennbar ist.

Identisch gebliebene Diagnosen schliessen eine revisionsrechtlich er-
hebliche  Steigerung des  tatsächlichen  Leistungsvermögens (Arbeits-
fähigkeit)  grundsätzlich  nicht  aus  (Urteil  des  Bundesgerichts 
9C_88/2010  E. 2.2.2 f.).  Dies  gilt  namentlich  dann,  wenn  der 
Schweregrad  eines  Leidens  sich  verringert  hat  oder  es  der  ver-
sicherten Person gelungen ist, sich besser an das Leiden anzupassen. 
Ob  eine  derartige  tatsächliche  Änderung  vorliegt  oder  aber  eine 
revisionsrechtlich  unbeachtliche  abweichende  ärztliche  Einschätzung 
eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustands, be-
darf  auch mit  Blick auf  die mitunter  einschneidenden Folgen für  die 
versicherte  Person  einer  sorgfältigen  Prüfung  (vgl.  ULRICH MEYER, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts  zum IVG,  1997,  S. 259). Dabei 
gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse 
Möglichkeit einer Verbesserung tatsächlicher Art genügt nicht. 

5.5.1 Die  Diagnosestellung  von  Prof. Dr. D._______ ist  nicht  grund-
legend  anders  als  diejenige  von  Dr. B._______.  Denn  auch 
Prof. Dr. D._______ sieht  eine  degenerative  Veränderung  der  Hals-
wirbelsäule  mit  einer  geringfügigen  Bewegungseinschränkung  und 

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Symptomen  eines  Cervicalsyndroms  sowie  erhebliche  degenerative 
Veränderungen  insbesondere  in  Form  einer  Osteochondrose  L4/L5 
und L5/S1 als gegeben.

5.5.2 Bei  der  Einschätzung der  Arbeits-  und  Erwerbsfähigkeit  ergibt 
die  Aktenlage  kein  einheitliches  Bild.  Dr. B._______ wie  auch  der 
damalige  RAD  kamen  im  Jahr  2003  zum  Schluss, dass  der  Be-
schwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit als Fabrikarbeiterin nicht 
mehr  zumutbar  sei  und sie  die  Arbeit  als  Reinigungsangestellte  nur 
noch  im  Umfang  von  50% (4  Stunden  täglich)  ausüben  könne. Die 
Vorinstanz  ergänzte  in  ihrer  Verfügungsbegründung  vom 9.  Februar 
2004 (act. 16), aufgrund der Akten sei der Versicherten eine körperlich 
leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne repetitives 
Heben von Lasten über  10kg  im Rahmen einer  Arbeitsfähigkeit  von 
50% zumutbar sei.

Prof. Dr. D._______ beurteilte  im  Jahr  2007,  dass  der  Beschwerde-
führerin bei einem angepassten Arbeitsplatz als Fabrikarbeiterin (ideal 
sei  eine  Arbeit,  bei  der  sie  zwischen  Stehen,  Gehen  und  Sitzen 
wechseln könne, ohne Heben und Tragen von Gewichten über 10kg) 
eine  Arbeitstätigkeit von mindestens 50%, eher 75% zumutbar sei. In 
übrigen  Verweisungstätigkeiten  wie  auch  im  Haushalt  sah  der  Gut-
achter eine 100%ige Arbeitsfähigkeit als gegeben (act. 44 Seite 9/10). 
Obwohl  Prof. Dr. D._______ nicht  explizit  erwähnt  hat,  dass  der  Be-
schwerdeführerin  die angestammte,  d.h effektiv  ausgeübte  Tätigkeit 
als  Fabrikarbeiterin  nicht mehr  zumutbar  ist,  muss  aufgrund  seiner 
Formulierungen im Gutachten dieser Schluss gezogen werden, da der 
Gutachter  auch  im  Zusammenhang  mit  der  Tätigkeit  als  Fabrik-
arbeiterin durchwegs von einer angepassten Tätigkeit ausgeht.

Das Gutachten von Prof. Dr. D._______ entspricht weitgehend den all-
gemein beweisrechtlichen Anforderungen an objektiv erstellt  ärztliche 
Gutachten (BGE 125 V 351). Es wurde aufgrund einer ausführlichen 
Anamnese, der Akten sowie einer persönlichen Untersuchung erstellt. 
Die geklagten Leiden wurden berücksichtigt und die Leistungsfähigkeit 
beurteilt.  Es  kann  daher  auf  dieses  Gutachten  grundsätzlich  ab-
gestützt werden. Die Arztberichte von Dres. F._______ und G._______ 
hingegen  sind  äusserst  kurz  und  geben  lediglich  die  bekannten 
Diagnosen  wieder,  ohne  Begründung  und  ohne  Einschätzung  der 
Arbeitsfähigkeit.

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Der Zusammenfassung von Dr. E._______ kann insofern nicht gefolgt 
werden, als die von ihr postulierte Arbeitsfähigkeit von 65% in der an-
gestammten  Tätigkeit  als  Fabrikarbeiterin  sich  weder  auf  das  Gut-
achten von Prof. Dr. D._______ stützen lässt noch in nachvollziehbarer 
Weise begründet wurde. 

5.6 Insgesamt kommt das Gericht daher zum Schluss, dass gemäss 
dem  im  Sozialversicherungsrecht  massgeblichen  Beweisgrad  der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit  (BGE 126 V 360 E. 5b) zwischen 
der letzten materiellen Überprüfung vom 16. April  2004 und der Ver-
fügung  vom  10.  Juni  2008  eine  revisionsrechtlich  erhebliche 
Steigerung des tatsächlichen Leistungsvermögens (Erwerbsfähigkeit) 
bei der Beschwerdeführerin eingetreten ist. Obwohl der Beschwerde-
führerin die Ausübung ihrer angestammten Tätigkeit nach wie vor nicht 
zumutbar ist, besteht eine Arbeitsfähigkeit von 100% in Verweisungs-
tätigkeiten ab dem 3. September 2007.

6.
6.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog. 
Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

Die Ermittlung des Invaliditätsgrads erfolgt vorliegend nach dieser all -
gemeinen  Methode  für  Erwerbstätige,  da  die  Beschwerdeführerin 
immer klar betont hat, dass sie zu 100% arbeiten würde, wenn sie dies 
gesundheitlich verwirklichen könnte (act. 13, 33).

6.2 Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer 
und abstrakter Begriff,  welcher dazu dient,  den Leistungsbereich der 
Invalidenversicherung von jenem der  Arbeitslosenversicherung abzu-
grenzen.  Der  Begriff  umschliesst  einerseits  ein  bestimmtes  Gleich-
gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; 
andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur 
her  einen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen 
Gesichtspunkten  bestimmt  sich  im Einzelfall,  ob  die  invalide  Person 
die Möglichkeit  hat,  ihre restliche Erwerbsfähigkeit  zu verwerten und 
ob  sie  ein  rentenausschliessendes  Einkommen  zu  erzielen  vermag 

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oder  nicht  (BGE 110  V  273  E. 4b; ZAK 1991  S. 320 E. 3b).  Daraus 
folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist,  
ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt  werden  kann,  sondern  einzig  darauf,  ob  sie  die  ihr  ver-
bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die ver-
fügbaren  Arbeitsplätze  dem  Angebot  an  Arbeitskräften  entsprechen 
würden (AHI-Praxis 1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit 
im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen wer-
den, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form mög-
lich  ist,  dass  sie  der  allgemeine  Arbeitsmarkt  praktisch  nicht  kennt 
oder  dass  sie  nur  unter  nicht  realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen  Arbeitgebers  möglich  wäre  (SVR  2009  IV  Nr. 8, 
S. 17, E. 3c; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4).

Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich,  die an der grundsätzlichen 
Verwertbarkeit  der  Arbeitsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  zweifeln 
lassen,  war sie doch bereits  bisher  in  Verweisungstätigkeiten als  zu 
50%  arbeitsfähig  qualifiziert.  Die  Beschwerdeführerin  hat  die 
medizinisch  attestierte  Verbesserung  ihrer  Arbeitsfähigkeit  auf  dem 
Weg der Selbsteingliederung zu verwerten (Urteil des Bundesgerichts 
9C_768/2009 E. 4.1.2 vom 10.09.2010).

6.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die  versicherte  Person  im  Zeitpunkt  der  Änderung  der  Arbeits-  und 
Erwerbsfähigkeit  (hier: 2007)  nach  dem  Beweisgrad  der  über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. 
Dabei  wird in der Regel  am zuletzt  tatsächlich erzielten,  nötigenfalls 
der  Teuerung  und  der  realen  Einkommensentwicklung  angepassten 
Verdienst  angeknüpft  (BGE 129  V  222  E. 4.3.1;  RKUV 2006  U 568 
S. 66 E. 2). 

Da  die  Beschwerdeführerin  ihre  Arbeitstätigkeit  als  Fabrikarbeiterin 
bereits  vor  Entstehung  des  Rentenanspruchs  aus  gesundheitlichen 
Gründen  von  100%  auf  50%  reduziert  und  im  Umfang  von  20% 
Reinigungsarbeiten  übernommen  hat,  ist  zur  Ermittlung  des 
Validenlohn ausnahmsweise nicht auf den effektiv erzielten Lohn ab-
zustellen,  sondern  auf  den  durchschnittlichen  Lohn  gemäss  Lohn-
strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik, LSE 2006,  Privater 
Sektor,  TA1, Wirtschaftszweig  verarbeitendes Gewerbe/Industrie,  An-
forderungsniveau  4,  Spalte  Frauen,  was  ein  monatliches 
Valideneinkommen von CHF 4'047.- ergibt. Nach der Indexierung auf 

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das Jahr 2007 (+ 1.5%) ist von einem monatlichen Valideneinkommen 
von CHF 4'107.- auszugehen.

6.4 Zur  Bestimmung  des  Invalideneinkommens  ist  auf  den  durch-
schnittlichen  Lohn  der  LSE 2006,  Privater  Sektor,  TA1,  Wirtschafts-
zweig  Dienstleistungen,  Anforderungsniveau  4,  Spalte  Frauen  abzu-
stellen,  was  ein  monatliches  Invalideneinkommen  von  CHF 4'011.- 
ergibt. Zusätzlich ist der Beschwerdeführerin aufgrund ihres Alters und 
der  gesundheitlichen Beeinträchtigungen ein  leidensbedingter  Abzug 
von  15%  auf  dem  Invalideneinkommen  zu  gewähren.  Nach  der 
Indexierung per 2007 (+ 1.5%) und dem leidensbedingten Abzug von 
15% ist von einem monatlichen Invalideneinkommen von CHF 3'460.- 
auszugehen.

6.5 Beim  Vergleich  des  Valideneinkommens  und  des  erwähnten  In-
valideneinkommens resultiert ein Invaliditätsgrad von 15.75% ([{4107-
3460} x 100] : 4107).

Die Beschwerdeführerin hat somit keinen Rentenanspruch mehr.

7.
In Anwendung von Art. 88bis  Abs. 2 Bst. a IVV hat  die Vorinstanz mit 
Verfügung  vom  10. Juni  2008  die  Rentenaufhebung  per  1. August 
2008 korrekt festgelegt.

Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

8.
Sollte sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit dem 
10. Juni  2008  verschlechtert  haben,  so  steht  es  der  Beschwerde-
führerin frei, ein neues Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente zu 
stellen (BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen).

9.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

9.1 Die  Verfahrenskosten  werden  grundsätzlich  der  unterliegenden 
Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens  sind  die  Verfahrenskosten  der  Beschwerdeführerin  aufzu-
erlegen. Die  Verfahrenskosten  werden  auf  pauschal  CHF 400.-  fest-

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gesetzt  und  mit  dem  bereits  einbezahlten  Kostenvorschuss  von 
CHF 400.- verrechnet.

9.2 Der  unterliegenden  Beschwerdeführerin  ist  keine  Parteient-
schädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario i.V.m. Art.  
7 Abs. 1 e contrario über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Christine Schori Abt

Seite 21

C-4779/2008

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten. Der  an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). 

Versand: 

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