# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 074bd67b-c740-561e-8cc7-86479cdbdccf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.07.2023 U 2022 86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2022-86_2023-07-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 22 86

1. Kammer 

Vorsitz Audétat

RichterIn Paganini und Brun

Aktuar Gross

URTEIL

vom 11. Juli 2023

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Flavio Decurtins, Caviezel Partner,

Beschwerdeführerin

gegen

Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität Graubünden,

Beschwerdegegner

B._____ AG, 

                                                                          Beigeladene/Zuschlagsempfängerin

C._____ AG,

                                                                                  Beigeladene/Mitkonkurrentin

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betreffend Submission

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I. Sachverhalt:

1. Das Tiefbauamt des Kantons Graubünden (TBA) schrieb am 14. Juli 2022 

die Ingenieurarbeiten 'D._____, Bauprojekt bis PAW' im offenen Verfahren 

im Binnenmarktbericht auf simap.ch und im Kantonsamtsblatt öffentlich 

aus. Varianten wurden im Ausschreibungstext ausgeschlossen; ebenfalls 

wurde betont, dass das Angebot auf dem Vorprojekt mit gegebener 

Materialisierung und definiertem Tragwerkskonzept aufgebaut werden 

müsse. Weiter wurden in den Ausschreibungsunterlagen 

Eignungskriterien hinsichtlich des für die Planung vorgesehenen 

Projektleiters formuliert. Die Zuschlagskriterien wurden wie folgt definiert:

- Projektbezogene Aufgabenanalyse 40%

- Qualität 30%

- Preis 30%

2. Innert Frist reichten zwölf Anbieter ihr Angebot ein; die Offertöffnung fand 

am 16. August 2022 statt. Dabei zeigte sich folgendes Bild:

A._____ AG, E._____ CHF 298'613.85

B._____ AG, F._____ CHF 299'836.80 0.4% Diff.

G._____, H._____/E._____ CHF 304'737.15 2.1% Diff.

I._____ AG, E._____ CHF 331'640.60 11.1% Diff.

J._____, K._____/E._____ CHF 333'493.05 11.7% Diff.

L._____, M._____/E._____ CHF 348'700.30 16.8% Diff.

C._____ AG, E._____ CHF 416'346.65 39.4% Diff.

N._____ SA, M._____ CHF 418'900.25 40.3% Diff.

O._____ AG, E._____ CHF 422'073.60 41.3% Diff.

P._____ AG, Q._____ CHF 432'663.20 44.9% Diff.

R._____ AG, K._____ CHF 461'119.70 54.4% Diff.

S._____ AG, E._____ CHF 481'634.40 61.3% Diff.

3. Nach Prüfung der eingegangenen Angebote durch die Vergabebehörde 

wurde die Offerte der P._____ AG infolge Nichterfüllung der 

Eignungskriterien vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Aufgrund der 

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Bewertungen gemäss den Zuschlagskriterien ergab sich folgende 

Reihenfolge:

B._____ AG, F._____ 2.65 Punkte

C._____ AG, E._____ 2.50 Punkte

A._____ AG, E._____ 2.45 Punkte

4. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2022 vergab das Departement für 

Infrastruktur, Energie und Mobilität des Kantons Graubünden (DIEM) den 

Zuschlag für die ausgeschriebenen Ingenieurarbeiten der B._____ AG, 

F._____, als Anbieterin mit dem wirtschaftlich günstigsten Angebot. Diesen 

Entscheid eröffnete das TBA am 5. Oktober 2022 allen am 

Submissionsverfahren beteiligten Anbietern. 

5. Gegen diese Verfügung erhob die A._____ AG (Beschwerdeführerin) am 17. 

Oktober 2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Sie beantragte dabei die Aufhebung des Vergabeentscheids 

und die Erteilung des Zuschlags an sich selber, eventualiter die Rückweisung 

der Angelegenheit zur Neubeurteilung und Neuvergabe unter Ausschluss 

des Angebots der Zuschlagsempfängerin an das TBA sowie subeventualiter 

die Rückweisung der Angelegenheit zur Neubeurteilung und Neuvergabe an 

das TBA. In verfahrensrechtlicher Hinsicht stellte die Beschwerdeführerin 

den Antrag auf Edition sämtlicher Angebote der übrigen 

Verfahrensteilnehmer sowie der Bewertungsunterlagen. Die 

Beschwerdeführerin begründete ihre Anträge im Wesentlichen damit, dass 

die Bewertung der Angebote unsachlich und willkürlich erfolgt sei. 

Ausserdem bemängelte sie den Beurteilungsmechanismus der 

Vergabestelle. 

6. Der Instruktionsrichter forderte am 18. Dezember 2022 das DIEM und die 

beigeladene B._____ AG zur Vernehmlassung auf. Ausserdem ordnete er 

superprovisorisch an, dass bis zum Entscheid über die aufschiebende 

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Wirkung jegliche Vollzugshandlungen zu unterbleiben hätten, insbesondere 

der Vertragsabschluss. 

Aufgrund des Schreibens des DIEM vom 21. Oktober 2022, welchem es die 

Tabelle 'Offertbeurteilung' beilegte und ausführte, dass der 

Beschwerdeführerin bis anhin noch nicht bekannt sei, dass sie Dritt- und nicht 

Zweitplatzierte sei, nahm der Instruktionsrichter die Frist für 

Vernehmlassungen ab und setzte der Beschwerdeführerin eine kurze Frist 

für Ergänzung ihrer Beschwerde. 

7. Am 1. November 2022 ging die Vernehmlassung der B._____ AG 

(Zuschlagsempfängerin) vom 28. Oktober 2022 ein. Darin beantragte sie die 

Abweisung der Beschwerde und eine Beschränkung der Akteneinsicht 

dergestalt, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr Akteneinsicht erhalte, als 

sie zu geben bereit sei.

8. Die Beschwerdeführerin reichte ihre ergänzte Beschwerde am 4. November 

2022 ein. Dabei passte sie ihre Rechtsbegehren dahingehend an, dass auch 

ein Vertragsabschluss mit der C._____ AG zu unterbleiben habe und dass 

diese ebenfalls dem Verfahren beizuladen sei. Im Weiteren hielt sie 

vollumfänglich an ihrer Beschwerde fest. 

9. Mit Schreiben vom 9. November 2022 lud der Instruktionsrichter die C._____ 

AG neu zum Verfahren bei, setzte ihr und dem DIEM Frist zur 

Vernehmlassung sowie der B._____ AG Frist zur allfälligen Ergänzung ihrer 

Vernehmlassung. 

10. Das DIEM (Beschwerdegegner) liess sich am 5. Dezember 2022 vernehmen 

und beantragte die Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge gemäss 

Gesetz. Sie begründete ihren Antrag damit, dass sie die von den Anbietern 

eingereichten Aufgabenanalysen nachvollziehbar bewertet habe; zudem 

habe sie die Angebote auch im Hinblick auf die objektspezifische Relevanz 

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der eingereichten Referenzen als auch auf die Qualität der abgegebenen 

Unterlagen jeweils korrekt beurteilt. Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass 

zwischen dem Angebot der Zuschlagsempfängerin und demjenigen der 

Beschwerdeführerin noch dasjenige der C._____ AG rangiere.

11. Gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung hatte der 

Beschwerdegegner (DIEM) aus prozessökonomischen Gründen nichts 

einzuwenden. Bezüglich der Akteneinsicht macht der Beschwerdegegner 

den üblichen Geheimnisschutz geltend und legt daher eine geschwärzte 

Version der Auftragsanalyse der beigeladenen C._____ bei; betreffend die 

Grundlagen zur Ermittlung des Globalhonorars sowie der Stundenansätze für 

Arbeiten im Zeittarif macht der Beschwerdegegner einen umfassenden 

Geheimnisschutz geltend.

12. Die C._____ AG (Mitkonkurrentin) hat keine Vernehmlassung eingereicht 

und die B._____ AG hat ihre Vernehmlassung nicht ergänzt.

13. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2022 legte der Instruktionsrichter den 

Umfang der Akteneinsicht fest und erkannte der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung zu. 

14. In ihrer Replik vom 26. Januar 2023 hielt die Beschwerdeführerin unverändert 

an ihren Rechtsbegehren fest. Sie argumentierte im Wesentlichen damit, 

dass der Beschwerdegegner bei der Beurteilung der Referenzen wesentliche 

Elemente gar nicht erst in die Bewertung habe einfliessen lassen und 

zahlreiche Aspekte offenkundig falsch gewürdigt habe. Indem sie 

Erkundigungen über die Referenzen sehr selektiv und teilweise gar nicht 

eingeholt habe sowie die Angebote nach unterschiedlichen Kriterien und 

basierend auf falschen Annahmen bewertet habe, sei der Grundsatz der 

Gleichbehandlung verletzt. Sowohl die ursprüngliche als insbesondere auch 

die nachgeschobene Begründung sei offensichtlich nicht mehr vom 

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Ermessensspielraum einer Vergabebehörde gedeckt. Mit einer korrekten 

Bewertung verändere sich die Schlussrangierung zu Gunsten der 

Beschwerdeführerin.

15. Auch der Beschwerdegegner hielt in seiner Duplik vom 28. Februar 2023 an 

seinen Anträgen fest. Er vertieft dabei seine Argumentation, wonach er die 

eingegangenen Angebote im Rahmen seines Ermessens bewertet und 

mithin weder willkürlich noch in Über- oder Unterschreitung seines 

Ermessens entschieden habe. So habe er insbesondere die Beurteilung der 

Referenzen sämtlicher Anbieterinnen korrekt vorgenommen. Das Einbringen 

von Präzisierungen im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens liege in der 

Natur der Sache und habe nichts mit 'nachgeschobenen Begründungen' zu 

tun.

16. In ihrer Duplik vom 2. März 2023 hielt auch die Zuschlagsempfängerin 

(Beigeladene) an ihren Anträgen fest. Sie führt aus, dass die Kritik der 

Beschwerdeführerin an der Bewertung der Referenzen nicht begründet sei; 

vielmehr müsse man die Bewertung der Referenzen des Projektleiters der 

Beschwerdeführerin hinterfragen. Insgesamt handelte der 

Beschwerdegegner aber im Rahmen seines pflichtgemässen Ermessens. 

17. Im Rahmen eines dritten Schriftenwechsels vom 3./13./14. April 2023 

vertieften die Parteien ihre Standpunkte.

18. Am 3. April 2023 reichte der Rechtsvertreter (RA MLaw F. Decurtins) der 

Beschwerdeführerin aufforderungsgemäss seine Honorarnote beim Gericht 

ein. 

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II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die 

Verfügung vom 4. Oktober 2022, mitgeteilt am 5. Oktober 2022, worin der 

Beschwerdegegner (DIEM) die ausgeschriebenen Ingenieurarbeiten an 

die Beigeladene (Zuschlagsempfänger [mit höchster Punktzahl 2.65]) mit 

der Begründung 'wirtschaftlich günstigstes Angebot' erteilte und somit 

nicht das drittrangierte Angebot der Beschwerdeführerin mit 2.45 Punkten 

berücksichtigte, wogegen letztere am 17. Oktober 2022 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erhob und darin die 

Aufhebung des angefochtenen Vergabeentscheids und die Direktvergabe 

an sie selber beantragte; evtl. Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung 

unter Ausschluss der Zuschlagsempfängerin an den Beschwerdegegner. 

Streitgegenstand ist die Rechtmässigkeit der durchgeführten 

Auftragsvergabe.

1.2. Die vorliegende Auftragsvergabe untersteht klarerweise und unbestritten 

dem öffentlichen Beschaffungsrecht. Nebst dem Bundesgesetz über den 

Binnenmarkt (BGBM; SR 943.02) kommen hier konkret die einschlägigen 

Normen der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche 

Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB; SR 12.056 [BR 803.510]) 

sowie das Submissionsgesetz für den Kanton Graubünden (SubG; BR 

803.300) mitsamt zugehöriger Submissionsverordnung (SubV; BR 

803.310) zur Anwendung. Die totalrevidierten Bestimmungen der IVöB 

vom 15. November 2019 kommen laut Übergangsrecht (Art. 64 Abs. 1 

IVöB) noch nicht zum Zuge, da Vergabeverfahren, die vor Inkrafttreten 

dieser Vereinbarung eingeleitet wurden, nach bisherigem Recht zu Ende 

geführt werden. Das Verfahren vor Verwaltungsgericht richtet sich nach 

dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). 

1.3. An der schriftlich eingereichten Beschwerde vom 17. Oktober 2022 gibt es 

bezüglich ihrer Form (Erfordernis an Rechtsschriften laut Art. 38 VRG) als 

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auch betreffend Einhaltung der 10-tägigen Beschwerdefrist nach Art. 15 

Abs. 2 IVöB und Art. 26 Abs. 1 SubG nichts auszusetzen, da die Rügefrist 

gegen die am 6. Oktober 2022 in Empfang genommene Verfügung erst 

tags darauf zu laufen begonnen hat. Die Beschwerde ist deshalb frist- und 

formgerecht eingereicht worden.

1.4. Nach Art. 15 Abs. 1 IVöB (Beschwerde an unabhängige kantonale Instanz 

zulässig) und Art. 25 Abs. 2 lit. c SubG (Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht) kann namentlich gegen den Zuschlag und den (Nicht-

) Ausschluss vom Vergabeverfahren Beschwerde erhoben werden. Die 

örtliche und sachliche Zuständigkeit des angerufenen 

Verwaltungsgerichts ist damit gegeben, weil es um die gerichtlich 

unabhängige Überprüfung der angefochtenen Mitteilung der 

Auftragsvergabe vom 4./5. Oktober 2022 geht.

1.5. Zur Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist 

legitimiert, wer durch den strittigen Entscheid berührt ist und ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (Art. 

50 VRG). Die Legitimation ist gegeben, wenn die Beschwerdeführerin als 

unterlegene Bewerberin eine reelle Chance hat, bei Gutheissung ihres 

Rechtsmittels den Zuschlag zu erhalten; ob das zutrifft, ist aufgrund der 

Begehren und Rügen der Beschwerdeführerin zu beurteilen. Die 

Legitimation ist in diesem Sinne zu verneinen, falls beispielsweise der 

viertrangierte Anbieter lediglich den Ausschluss der 

Zuschlagsempfängerin verlangt, jedoch zu bejahen, falls dieser Anbieter 

z.B. den Ausschluss aller vor ihm rangierten Konkurrenten oder die 

Wiederholung des gesamten Verfahrens fordert (vgl. BGE 141 II 14 E.4.1 

m.w.H.). Im konkreten Fall beantragt die Beschwerdeführerin eine 

Anhebung ihrer Bewertung für das Zuschlagskriterium 'Qualität' von der 

Note 2.5 auf 3.0 bei gleichzeitiger Reduktion der Note 2.5 der 

Zuschlagsempfängerin auf 2.0. Bei einer Gewichtung dieses 

Zuschlagskriteriums von 40 % würde die Gesamtnote der 

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Beschwerdeführerin von aktuell 2.45 auf 2.6 ansteigen, wogegen 

gleichzeitig diejenige der Zuschlagsempfängerin von aktuell 2.65 auf 2.30 

sinken würde. Die Beschwerdeführerin würde so neben der 

Zuschlagsempfängerin auch die aktuell Zweitplatzierte mit ihren 2.45 

Punkten überholen. Die Legitimation der Beschwerdeführerin zur 

Anfechtung der Vergabe ist somit gegeben.

1.6. Die Überprüfung von Vergabeentscheiden beschränkt sich gemäss Art. 16 

Abs. 1 IVöB i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SubG auf Rechtsverletzungen inklusive 

Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie auf unvollständige 

oder unrichtige Sachverhaltsfeststellungen. Dabei kann das 

Verwaltungsgericht sein Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der 

Vorinstanz setzen (Art. 16 Abs. 2 IVöB i.V.m. Art. 27 Abs. 2 SubG). 

Vielmehr hat es Lösungen der Vergabebehörde zu akzeptieren, die mit 

sachlichen Gründen vertretbar sind, auch wenn eine andere Lösung als 

zweckmässiger erschiene (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts U 22 87 

vom 24. Januar 2023 E.1.6, U 22 22 vom 1. November 2022 E.1.6 sowie 

U 19 14 vom 19. März 2019 E.2.2.3.1 und U 19 7 vom 19. März 2019 E.7).

1.7. Der prozessuale Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung der 

erhobenen Beschwerde wird mit der materiellen Urteilsfällung hinfällig. 

2. In materieller Hinsicht gilt es zuerst den Vorwurf der Beschwerdeführerin 

betreffend Gehörsverletzung (nachfolgend E.3.1.ff.) zu prüfen und zu 

entscheiden. Weiter wird die Bewertung des Zuschlagskriteriums 

'Projektbezogene Aufgabenanalyse', Bewertung 'Technischer Wert' 

(Gewichtung 40 %) zu analysieren und zu klären sein (E.4.1.ff.). Sodann 

gilt es die Bewertung des Zuschlagskriteriums 'Qualität', Bewertung 

'Referenzen' (Gewichtung 30 %) zu überprüfen und darüber inhaltlich zu 

befinden (E.5.1.ff.). Abschliessend wird das Fazit inkl. Gesamtresümee 

gezogen (E.6.) und die Kostenverteilung gestützt darauf geregelt 

(E.7.1.ff.). 

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3.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) 

umfasst als Mitwirkungsrecht all jene Befugnisse, die einer betroffenen 

Person einzuräumen sind, damit sie ihren Standpunkt wirksam zur 

Geltung bringen kann (BGE 144 II 427 E.3.1, 135 II 286 E.5.1). Daraus 

folgt das Recht auf Einsicht in die Akten (BGE 144 427 E.3.1, 132 II 485 

E.3.1), sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden 

Entscheids zur Sache zu äussern sowie der Anspruch auf Abnahme der 

rechtzeitig und formrichtig angebotenen rechtserheblichen Beweismittel 

(BGE 144 II 427 E.3.1, 140 I 99 E.3.4). Die Behörde hat die Vorbringen 

der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich zu 

hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen (BGE 

146 II 335 E.5.1, 136 I 229 E.5.2; Urteile des Verwaltungsgerichts R 21 

118 vom 14. März 2023 E.1.2 sowie S 22 112 vom 20. Dezember 2022 

E.4.1). Weiter folgt aus Art. 29 Abs. 2 BV die Verpflichtung der Behörde, 

ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist nicht erforderlich, dass sie sich 

mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes 

einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die 

für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung 

muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die 

Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis 

der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn 

müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt 

(BGE 146 II 335 E.5.1, 143 III 65 E.5.2, 141 III 28 E.3.2.4, 138 IV 81 E.2.2, 

136 I 229 E.5.2, 134 I 83 E.4.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

2C_336/2022 vom 29. November 2022 E.4.1, 2C_942/2021 vom 2. März 

2022 E.4.1; sowie Urteile des Verwaltungsgerichts R 21 47 vom 13. 

September 2022 E.3.1, S 21 89 vom 7. September 2022 E.4.1, A 21 11 

vom 25. Januar 2022 E.3, U 21 89 vom 8. Februar 2022 E.3.1).

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3.2. Die Beschwerdeführerin macht dazu geltend, dass sie keine umfassende 

Akteneinsicht erhalten habe. Insbesondere sei ihr eine transparente 

Einsicht in die Beurteilung der projektbezogenen Auftragsanalyse 

verwehrt worden; dabei handle es sich nicht um schützenswerte 

Geschäftsgeheimnisse, weshalb sie weiterhin an einer Einsichtnahme 

festhalte. 

3.3. Der Beschwerdegegner verweist auf das mehr als einstündige Gespräch, 

in dessen Verlauf die Beschwerdeführerin Auskunft über die 

Detailbewertung ihrer Offerte wie auch derjenigen der 

Zuschlagsempfängerin erhalten habe; im Rahmen dieser 

Auskunftserteilung sei der Beschwerdeführerin zudem eine summarische 

Begründung gegeben worden, weshalb die Zuschlagsempfängerin in den 

qualitativen Kriterien, u.a. betreffend die projekttechnische 

Aufgabeanalyse, besser abgeschnitten habe; die Offerten der 

Mitkonkurrenten seien hingegen aus Gründen der Vertraulichkeit nicht 

abgegeben worden.

3.4. Nicht umstritten ist, dass der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin 

in einem längeren Gespräch Auskunft über ihre Detailbewertung und auch 

derjenigen der Zuschlagempfängerin erteilt hat. Diese Vorgehensweise ist 

in diesem Verfahrensstadium sicherlich ausreichend, weil es dort darum 

geht, in groben Zügen die Überlegungen des Beschwerdegegners 

nachvollziehen zu können, um gegebenenfalls in einer Beschwerdeschrift 

konkrete Rügen formulieren zu können. Eine umfassendere Akteneinsicht 

kann im anschliessenden Beschwerdeverfahren beurteilt werden, in dem 

dann auch die Zuschlagsempfängerin ihre allfälligen Schutzinteressen 

anmelden kann. Indem der Beschwerdegegner die Offerten der Parteien 

inklusive Auswertungsdokumente ins Recht gelegt hat, die Akteneinsicht 

in reduziertem Umfang infolge Geheimhaltungsinteressen gewährt 

worden ist (vgl. Verfügung vom 19. Dezember 2022 [U 22 86 a]) und der 

Beschwerdegegner im Rahmen der Rechtsschriften alle relevanten 

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Informationen für die Bewertungen benannt hat, herrschte im gerichtlichen 

Verfahren volle Transparenz. Die Rüge der Gehörsverletzung ist demnach 

abzuweisen.

4.1. Zur Bewertung des Zuschlagskriteriums 'Projektbezogene 

Aufgabenanalyse', Bewertung 'Technischer Wert' (Gewichtung 40 %) 

bemängelt die Beschwerdeführerin eine nicht gerechtfertigte 

Höherbewertung dieses Kriteriums bei der Zuschlagsempfängerin 

(nachfolgend Beigeladene genannt). So seien in der Aufgabenanalyse der 

Beigeladenen keine wesentlichen Punkte erwähnt, welche die 

Beschwerdeführerin nicht auch thematisiert habe. Zudem habe sie auf 

gewichtige Schwachstellen im Vorprojekt hingewiesen und die Prüfung 

eines anderen Vorgehens vorgeschlagen, was vom Beschwerdegegner 

nicht entsprechend honoriert worden sei. Die Beigeladene habe hingegen 

banale Vorgänge wiedergegeben und keinerlei zielführende Hinweise 

oder Lösungsansätze vorgebracht.  

4.2. Der Beschwerdegegner weist die Vorwürfe zurück. Die Beigeladene habe 

zur Behebung der Schwachpunkte im Vorprojekt Lösungsvorschläge im 

Rahmen des Projekts eingebracht, während die Beschwerdeführerin eine 

vollständig andere technische Lösung vorgeschlagen habe, welche eine 

neue Auflage des Projekts nach sich ziehen würde. Mit der Offerte der 

Beschwerdeführerin würden erhebliche Zweifel einhergehen, ob diese 

überhaupt gewillt sei, die Amtsvariante umzusetzen. Schliesslich 

beschränke sich der Beurteilungsmechanismus – nicht wie von der 

Beschwerdeführerin behauptet – auf das Erwähnen oder Nichterwähnen 

einzelner Punkte nach einer Tabelle oder Checkliste; der 

Beschwerdegegner habe für die Bewertung der Aufgabenanalyse sogar 

ein besonders aufwändiges Verfahren mit Mehrfachprüfung in 

anonymisierter Form gewählt, um auch eine ungewollte 

Ungleichbehandlung zu verhindern. 

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4.3. Aus den Ausschreibungsunterlagen ergibt sich, dass das 

Zuschlagskriterium ‘Projektbezogene Auftragsanalyse’ mit 40 % gewichtet 

ist. Das Kriterium wird unterteilt in die Unterkriterien ‘Erkennen der 

technisch kritischen Belange' und 'Stellungnahme zu den abgegebenen 

Unterlagen', wobei die beiden Unterkriterien je hälftig gewichtet wurden, 

was sich aus der Beilage 13 des Beschwerdegegners (Note gemittelt) 

ergibt. Als Bewertungsmassstab wird eine Notenskala von 3 

'ausgezeichnet' über 2 'gut', 1 'genügend' und 0 'ungenügend' festgelegt 

mit dem Zusatz, dass für die Bewertung dieses Zuschlagskriteriums die 

Vergabe von halben Punkten möglich sei. Die Beschwerdeführerin erhielt 

für dieses Kriterium die Note 2, die zweiplatzierte C._____ AG 

(Mitkonkurrentin) die Note 3 und die Beigeladene (Zuschlagsempfängerin) 

die Note 2.5.

4.4. Nach Ansicht des Gerichts ist das Vorgehen des Beschwerdegegners mit 

Anonymisierung und Bewertung durch verschiedene Fachpersonen 

geradezu vorbildlich. Der Beschwerdegegner hat sodann in seiner 

Vernehmlassung detailliert dargelegt, worauf sich die Bewertungsdifferenz 

in diesem Zuschlagskriterium zurückführen lässt. So wurde darin (vgl. 

dazu Vernehmlassung Ziff. IV. 4-6; unter Einbezug Beilage 13 [DIEM]) 

festgestellt, dass auch die Aufgabenanalyse der Beschwerdeführerin 

einige wesentliche Schwachstellen des Vorprojekts erkenne. Statt jedoch 

Lösungen im Rahmen der definierten Aufgabe zu präsentieren, schlage 

sie ein vollständig anderes Tragwerk in Stahlbeton vor, dessen 

Umsetzung eine erneute Auflage des Projekts bedingen würde. Eine 

Würdigung dieser Lösung erübrige sich, da sie keine Antwort auf die 

Aufgabenstellung darstelle. Die Wahl einer solchen Lösung mit einer 

erneuten Auflage des Projekts wäre ein Affront an die Anbieter, welche 

sich an die definierten Vorgaben der Ausschreibung gehalten hätten. In 

der Aufgabenanalyse der Beschwerdeführerin fehlten zudem konkrete 

Verbesserungsmöglichkeiten – ähnlich derjenigen der Beigeladenen 

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(Zuschlagsempfängerin). Dies habe letztlich zur Beurteilung mit der 

Bewertung der Note 2, d.h. gut geführt. Diese Darstellung und 

Einschätzung ist für das Gericht – mit Hinweis auf den erheblichen 

Ermessensspielraum des Beschwerdegegners bei solchen Bewertungen 

– vorliegend daher auch nicht zu beanstanden. Bezeichnenderweise 

scheint die Beschwerdeführerin diese Bewertung in ihrer Replik (vgl. dort 

Rz. 6, S. 3) selbst akzeptiert zu haben, jedenfalls bringt sie dazu nichts 

mehr Neues vor. Die Rüge ist somit abzuweisen.

5.1. Zur Bewertung des Zuschlagskriteriums 'Qualität', Bewertung der 

Referenzen (Gewichtung 30 %) rügt die Beschwerdeführerin, dass der 

Beschwerdegegner keine hinreichende Beurteilung der Referenzen 

vorgenommen habe. Zwar müsse diese nicht sämtliche Referenzen 

'abtelefonieren', doch dürfe und müsse erwartet werden, dass der 

Beschwerdegegner sämtliche Anbieter nach gleichen Kriterien beurteile. 

Die Bewertung der Referenzen erweise sich als qualifiziert unhaltbar. So 

seien gewisse Referenzen der Beschwerdeführerin aufgrund 

unzutreffender Mutmassungen oder falscher Würdigung gar nicht erst in 

die Bewertung eingeflossen (T._____, Hilfsbrücke), die Referenzen mit 

ungleichen Massstäben bewertet worden (Gleichbehandlungsgrundsatz) 

oder falsche resp. wahrheitswidrige Referenzangaben der Beigeladenen 

mit der Maximalnote bewertet worden (U._____ und V._____). 

5.2. Der Beschwerdegegner bringt dazu vor, dass er bei der Beurteilung der 

Referenzen auf die 'objektspezifische Relevanz' abgestellt habe. Konkret 

seien die folgenden Parameter positiv beurteilt worden: Stahl- und 

Stahlverbundbrücken, insbesondere mit schwierigen Details für Montage 

und/oder Korrosionsschutz, gekrümmte Linienführung und der Umgang 

mit offenen Querschnitten. Auf das Einholen von Referenzauskünften 

habe er zulässigerweise verzichtet, da in seinem Ermessen liegend. 

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5.3. Dem Beschwerdegegner ist zuzustimmen, wenn er vorbringt, dass es in 

seinem Ermessen liege, Referenzauskünfte einzuholen oder auf die 

eingereichten Unterlagen abzustellen, solange nicht konkrete Hinweise 

bestehen, dass diese unwahr sind (BGE 139 II 489 E.3.2, 141 II 14 E.8.4.4, 

Urteil des Bundesgerichts 2C_346/2013 vom 20. Januar 2014 E.1.3.3). 

5.4. Den Ausschreibungsunterlagen ist zu entnehmen, dass das 

Zuschlagskriterium ‘Qualität’ mit 30 % gewichtet ist. Auch hier wird das 

Kriterium unterteilt, und zwar in die Unterkategorien 'objektspezifische 

Relevanz der Referenzen' und 'Qualität der abgegebenen Unterlagen'. 

Dabei unterteilte der Beschwerdegegner die Gewichtung in den 

Unterkriterien wie folgt:

- Projektleiter 45 %
- Projektleiter Stv. 25 %
- HSB     5 %
- Qualität der abgegebenen Unterlagen                 5 %

Als Bewertungsmassstab wird auch hier eine Notenskala von 3 

'ausgezeichnet' über 2 'gut', 1 'genügend' und 0 'ungenügend' festgelegt 

mit dem Zusatz, dass für die Bewertung dieses Zuschlagskriteriums die 

Vergabe von halben Punkten möglich sei. 

5.5. Nachfolgend gilt es die 'Referenzen des Hauptsachbearbeiters' zu klären:

5.5.1. Die Beschwerdeführerin rügt, dass der Beschwerdegegner die Hilfsbrücke 

zur T._____ bei der Bewertung der Referenzen nicht berücksichtigt habe.

 

5.5.2. Der Beschwerdegegner verneint dies und präzisiert, dass er diese 

Referenz gemeinsam mit der Referenz 'T._____' bewertet habe. 

5.5.3. In den Ausschreibungsunterlagen wurde die Angabe von drei 

Referenzobjekten pro verantwortlicher Person eingefordert. Indem die 

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Beschwerdeführerin bei der Referenz 'T._____ auch noch die im 

Zusammenhang mit demselben Projekt realisierte Hilfsbrücke als 

Referenz angibt, hält sie sich nicht an die Vorgabe in den 

Ausschreibungsunterlagen. Der Beschwerdegegner weist zu Recht darauf 

hin, dass die beiden in Zusammenhang stehenden Referenzen 'T._____' 

und 'Hilfsbrücke zur T._____' gemeinsam nicht besser bewertet werden 

bzw. nicht höher gewichtet werden dürfen als eine andere, einzelne 

Referenz, also nicht mehr als ein Drittel der gesamten Gewichtung in 

diesem Unterkriterium. Es ist somit korrekt, diese beiden Referenzobjekte 

als eine gemeinsame Referenz zu betrachten und zu bewerten. Insofern 

trifft der Vorwurf der Beschwerdeführerin nicht zu, die Referenz 

'Hilfsbrücke zur T._____' sei nicht berücksichtigt worden.

5.5.4. Zum Einwand der Beschwerdeführerin, die Referenz 'T._____ als 

Bogentragwerk sei unzureichend bewertet worden, hat der 

Beschwerdegegner ebenfalls plausibel aufgezeigt, dass sowohl die 

T._____ Hauptbrücke als auch die Hilfsbrücke bei der Bewertung 

berücksichtigt worden sind, allerdings auch hier insgesamt nur zu einem 

Drittel. Die Beschwerdeführerin hat bezüglich der beim 

Hauptsachbearbeiter (HSB) angegebenen zwei Referenzobjekte ' 

W._____ ' und ' X._____ ' deren projektspezifische Relevanz auch im 

Beschwerdeverfahren nicht aufzuzeigen vermocht. Deshalb ist die 

Bewertung mit der Note 2 angesichts von nur einer (von drei) 

projektrelevanten Referenzen nicht zu Ungunsten der Beschwerdeführerin 

ausgefallen.

5.5.5. Zur Rüge betreffend unzutreffende Feststellungen bringt die 

Beschwerdeführerin vor, dass der Beschwerdegegner bei den Referenzen 

des Hauptsachbearbeiters (HSB) zahlreiche Aspekte falsch gewürdigt 

habe; so sei er etwa zu Unrecht davon ausgegangen, dass bei der 

T._____ Hilfsbrücke entscheidende Details unternehmerseitig geplant 

- 18 -

worden seien. Der HSB habe sowohl bei der Hilfsbrücke wie auch bei der 

Hauptbrücke T._____ in sämtlichen Phasen ab Bauprojekt bis Bauleitung 

die Brücken projektiert und bearbeitet. Die Stahlbaudetails seien bis und 

mit Detailprojekt ' Y._____ ' in prüffähiger Form durch den HSB bearbeitet 

und erstellt worden. Der HSB habe sämtliche relevanten Stahlbaudetails 

stufengerecht ausgearbeitet; dass ein externer Prüfingenieur diese 

Arbeiten abgesegnet habe und der Rüstträger der Brücke nach den 

Vorgaben '131 K9.8.2 Statische Berechnungen Hilfsbrücke T._____' durch 

den Unternehmer abgestimmt worden sei, heisse nicht, dass der 

Unternehmer die Details gelöst habe. Weiter habe sich der HSB bei der 

Hilfsbrücke T._____ sehr wohl mit Fragen des Korrosionsschutzes 

befassen müssen, habe diese Konstruktion doch den Anforderungen für 

eine Mindestnutzdauer von 5 Jahren zu entsprechen, was faktisch 

bedeute, dass die Anforderungen gleich seien wie bei einem permanenten 

Bauwerk. Schliesslich bestehe die streitgegenständliche D._____ aus 

Cortenstahl, mithin einem wetterfesten Baustahl; deshalb sei hier der 

Korrosionsschutz nicht von grosser Relevanz, sondern eher eine Frage 

der konstruktiven Details. 

5.5.6. Der Beschwerdegegner weist darauf hin, dass die Beschwerdeführerin 

selbst einräume, dass die Rüstträger der Hilfsbrücke T._____ vom 

Unternehmer abgestimmt worden seien; entsprechend seien diese Träger 

und deren Verbindungen nicht von der Beschwerdeführerin entworfen und 

bemessen worden. Was die Argumentation der Beschwerdeführerin 

bezüglich des Korrosionsschutzes angeht, sei zu beachten, dass die 

Schutzdauer des Anstriches bei der Hilfsbrücke T._____ auf kurz, d.h. 2-

5 Jahre, festgelegt worden sei; es handle sich somit um ein temporäres 

Bauwerk mit kurzer Schutzdauer. Deshalb sei es mit dem 

streitgegenständlichen Projekt D._____, das mindestens 80 Jahre sowohl 

der Witterung als auch Taumitteln ausgesetzt sein werde, nicht zu 

vergleichen. Das Vorprojekt D._____ sehe tatsächlich ein Projekt aus 

- 19 -

wetterfestem Baustahl (Corten-Stahl) vor. Der Korrosionssschutz eines 

Bauwerks umfasse aber sehr viel mehr als nur die Frage des Anstrichs. 

Ausgesprochen wichtig seien sowohl bei Brücken aus angestrichenem 

Stahl als auch bei solchen aus wetterfestem Stahl die konstruktiven 

Details; bei Letzteren gelte es etwa unbedingt mögliche Schmutzdepots 

mit stark korrosiven Ablagerungen (Chloride, Vogelausscheidungen etc.) 

zu vermeiden. 

5.5.7. Auch hierzu ist die Argumentation des Beschwerdegegners für das Gericht 

stringent und schlüssig. Vor diesem Hintergrund hält die Bewertung der 

Referenzen des HSB mit der Note 2 einer näheren Überprüfung unter 

Berücksichtigung des zulässigen Ermessensspielraumes stand. 

5.5.8. Weiter wird eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots gerügt. Die 

Beschwerdeführerin macht dazu geltend, dass sich die von der 

Beigeladenen für den HSB angegebenen Referenzprojekt 'U._____' noch 

gar nicht in Ausführung befinde und deshalb bei der Bewertung nicht 

berücksichtigt werden dürfe. Die entsprechenden Pläne seien erst nach 

Offerteingabe in dieser Submission abzugeben gewesen (Edition Protokoll 

Startsitzung). Bei der Z._____ und Gleisquerung AA._____ handle es sich 

nicht um Stahlbrücken, sondern um Stahl- bzw. 

Spannbetonkonstruktionen; exakt dieser Umstand sei beim HSB der 

Beschwerdeführerin bemängelt worden. Dass der HSB der Beigeladenen 

für zwei Stahl- und Spannbetonbrücken sowie einer nicht zu 

berücksichtigenden dritten Referenz um eine Note (3) besser bewertet 

worden sei als der HSB der Beschwerdeführerin, sei stossend und 

willkürlich. Weiter sei bei der Beschwerdeführerin bemängelt worden, dass 

es sich bei sämtlichen ihrer Referenzobjekte um solche mit 

geschlossenem Querschnitt handle – abgesehen davon, dass dies nicht 

zutreffe, sei es bemerkenswert, dass die Beigeladene die volle Punktezahl 

erhalten habe, obschon ihr Referenzobjekt ' Z._____ ' ebenfalls über einen 

- 20 -

geschlossenen Querschnitt verfüge. Auch sei bemängelt worden, dass es 

sich bei sämtlichen Referenzobjekten der Beschwerdeführerin um gerade 

Brücken handle, was aber mit einer einzigen Ausnahme (Z._____) auch 

auf die Referenzen der Beigeladenen zutreffe. Die Beschwerdeführerin 

fährt weiter mit der Kritik, dass bei ihr der Umstand, dass zwei Referenzen 

Rahmenbrücken sind, negativ bewertet worden sei, das Referenzobjekt 

'Z._____' der Beigeladenen nicht einmal eine Rahmenbrücke sondern nur 

eine vorgespannte Betonbrücke sei. Bei der Referenz 2 der Beigeladenen 

habe der Beschwerdegegner zur Montage und den hoch anspruchsvollen 

Montagestössen ausgeführt, sie seien von hoher projektspezifischer 

Relevanz; wenn der Beschwerdegegner die Referenz 'T._____' der 

Beschwerdeführerin mit demselben Massstab bewertet hätte, wäre sie 

nicht umhingekommen, die auch dort sehr komplexen Bauzustände mit 

Hilfsabspannungen, Abstützungen und dergleichen positiv zu würdigen. 

Schliesslich zeige sich die ungleiche und willkürliche Ungleichbehandlung 

der Referenzen anhand eines Vergleichs zwischen der D._____ 

(Ausschreibungsobjekt), der Hilfsbrücke T._____ (Referenz 

Beschwerdeführerin) und der U._____ (Referenz Beigeladene) (vgl. 

Beilage 15 der Beschwerdeführerin [gelber Zettel] und Tabelle S. 10 

Replik), woraus ersichtlich sei, dass die Hilfsbrücke T._____ sehr viel mehr 

der ausgeschriebenen D._____ entspreche als die U._____. 

5.5.9. Der Beschwerdegegner führt dazu aus, dass die Startsitzung für dieses 

Projekt mit der Unternehmung am 4. Juli 2022 stattgefunden habe und 

somit noch vor der Publikation der streitgegenständlichen Submission. 

Entsprechend würde es eher das Gleichbehandlungsverbot verletzen, 

diese Referenz nicht zu berücksichtigen; ausserdem sei in den 

Ausschreibungsunterlagen gar nicht gefordert worden, dass sich die 

Referenzobjekte zumindest in der Ausführung befinden müssten. Zu den 

von der Beschwerdeführerin in Frage gestellten projektspezifischen 

- 21 -

Relevanz der Referenzobjekte der Beigeladenen bringt der 

Beschwerdegegner folgendes vor:

- Gleisquerung AA._____ = aufwändige Stahlverbundbrücke und 

nicht – wie von der Beschwerdeführerin behauptet – um eine 

Stahlbetonkonstruktion. Dies wird zudem von der Beigeladenen 

belegt mit Einlage des Dokuments 'Stahlbauplan Gleisquerung 

AA._____' (vgl. Beilage 2 der Beigeladenen).

- Die projektspezifische Relevanz der Wegfahrbrücke aus dem 

Parkhaus AB._____ am Flughafen ergebe sich aus dem Umstand, 

dass es sich um ein stark gekrümmtes Bauwerk handle; bezüglich 

des Umgangs mit den Auswirkungen (=Schnittkräfte) dieser 

Krümmung sei es von sämtlichen Referenzen, welche die 

Beschwerdeführerin und die Beigeladene aufgeführt hätten, das 

Massgebendste.

- Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin sei die 

'T._____' als sehr gute Referenz der Beschwerdeführerin eingestuft 

worden, ansonsten die sehr gute Note für den Projektleiter und die 

gute Note für den Hauptsachbearbeiter nicht möglich gewesen 

wären. 

- Die von der Beschwerdeführerin zu Vergleichszwecken 

zusammengestellte Tabelle der Referenzobjekte basiere auf 

eigenen, willkürlichen und wenig relevanten Anforderungen und 

Vergleichsparameter, mit der die Vorteile und bzw. die 

Ähnlichkeiten der eigenen Referenz zum Ausschreibungsobjekt 

hervorgehoben werden sollten; Parameter hingegen, welche die 

Unzulänglichkeit der eigenen Referenzen erkennen lassen würden, 

habe sie aber bewusst weggelassen: Die Schutzdauer des 

Korrosionsschutzes 2-5 Jahre (T._____) <> 40 Jahre (U._____) 

und die Baugrubensicherung mit Spritzbeton (T._____) [= 

Standardaufgabe Bauingenieur im konstruktiven Ingenieurbau] 

stellten sicher kein Bewertungskriterium für die Beurteilung der 

- 22 -

Referenzen einer Stahlverbundbrücke dar; tatsächlich weise die 

T._____ Hilfsbrücke ein grösseres Längsgefälle auf als die U._____ 

– allerdings sie der Abtrag der daraus resultierenden Lasten bei 

beiden Brückensystemen (Trägerbrücken) nicht mit derjenigen der 

D._____ (Bogen-Sprengwerk) vergleichbar und deshalb in diesem 

Vergleich irrelevant; sowohl die Brückenlänge, Spannweite und 

Breite würden für sich alleine betrachtet keine relevanten Kriterien 

darstellen, sondern – etwa in Bezug auf horizontale Einwirkungen 

oder den Umgang mit Torsion – erst im Verhältnis zueinander; bei 

allen Brücken liege dieses Verhältnis etwa bei 10:1, weshalb hier 

keines der Objekte besonders hervorsteche; die Positionierung der 

Kämpfer bzw. Stützen im Gelände sei bei den Referenzobjekten 

nicht beurteilt worden, da es sich nicht um die Hauptschwierigkeiten 

bei der Projektierung der D._____ handle; auch der grosse Teil der 

Referenzobjekte der Beschwerdeführerin stehe nicht in steilem 

Gelände bzw. stehen auf bestehenden Fundationen (T._____, 

XX_____ AC._____, AD._____, YY._____, X._____, AE._____); 

schliesslich sei die Höhe des Tragwerks über Grund und die Höhe 

der Abstützungen bei den im Fall der D._____ vorliegenden, noch 

überschaubaren Dimensionen von untergeordneter Bedeutung. 

5.6.1. Der Beschwerdegegner weist zu Recht darauf hin, dass es in seinem 

Ermessen liegt, die Parameter zu definieren, welche für die Bewertung der 

Zuschlagskriterien, d.h. vorliegend der Referenzen, entscheidend sind. 

Hier hat der Beschwerdegegner für die Beurteilung der projektspezifischen 

Relevanz folgende Parameter definiert, deren Erfüllung zu einer positiven 

Bewertung führt:

- Stahl- und Stahlverbundbrücken, insbesondere mit schwierigen 
Details für Montage und/oder Korrosionsschutz;

- Gekrümmte Linienführungen;
- Umgang mit offenen Querschnitten.

- 23 -

5.6.2. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Bewertungen der Referenzen der 

Beigeladenen wie auch der Beschwerdeführerin durch den 

Beschwerdegegner als sachlich nachvollziehbar und überzeugend. 

Insbesondere ist dem Beschwerdegegner zuzustimmen, dass die 

Beurteilung der Referenzen des Hauptsachbearbeiters (HSB) der 

Beschwerdeführerin mit der Note 2 (=gut) bei nur einer von drei 

angegebenen Referenzen mit grösserer projektspezifischer Relevanz 

(T._____ mit Hilfsbrücke wurden zu Recht als eine Referenz betrachtet), 

als wohlwollend bezeichnet werden kann. Schliesslich ist der Versuch der 

Beschwerdeführerin als untauglich zu qualifizieren, die durch den 

Beschwerdegegner nach sachlichen Kriterien festgelegte Relevanz der 

Bewertungsparameter zu ihren Gunsten umzudeuten bzw. diese mit einer 

eigenen Deutungshoheit bzw. eigenen Parametern zu ersetzen. 

5.7. Zur Kritik an der Beurteilung 'Referenzen Projektleiter' gilt es festzuhalten: 

5.7.1. Die Beschwerdeführerin rügt, dass der von der Beigeladenen 

vorgesehene Projektleiter gemäss eigenen Angaben erst 2015 zur 

Unternehmung gestossen sei und er deshalb an der Projektierung der 

V._____, welche in den Jahren 2009 – 2012 erfolgte, gar nicht habe 

beteiligt sein können; das Bauwerk sei sodann in den Jahren 2014 – 2017 

in Betrieb genommen worden. Insofern stimme die Referenz gar nicht, 

weshalb die Bewertung mit der Note 2.5 qualifiziert unhaltbar sei; vielmehr 

müsse ein Verfahrensausschluss wegen falschen Angaben in Betracht 

gezogen werden bzw. sei die Note 1 (genügend) oder maximal die Note 2 

(gut) angebracht. 

5.7.2. Dem hält der Beschwerdegegner entgegen, dass im Referenzblatt 

korrekterweise aufgeführt sei, dass der Projektleiter die Projektleitung im 

Jahr 2015 übernommen habe. Bei grösseren Projekten wie bei der 

V._____ sei es durchaus üblich, dass die Planung während dem Bau 

- 24 -

weiterlaufe. Angesichts der langen Bauzeit dürfe deshalb ohne Weiteres 

von einem massgebenden Engagement des Projektleiters in diesem 

Projekt ausgegangen werden. 

5.7.3. Die Beigeladene verwahrt sich gegen den Vorwurf falscher Angaben und 

betont, dass der Projektleiter unmittelbar nach Eintritt in die Firma als 

Projektleiter Kunstbau massgeblich in die Ausführungsplanung der 

V._____ involviert gewesen sei. Es sei selbstverständlich, dass die 

Ausführungsplanung auch zur Projektierung zähle, zumal dort wesentliche 

Punkte zu konstruktiven Details noch ausgearbeitet werden müssten.

5.7.4. Nach Auffassung des Gerichts treffen die Argumentationen des 

Beschwerdegegners und der Beigeladenen zu: So liegt sicher keine 

Falschangabe seitens der Beigeladenen vor. Die Bewertung des 

Projektleiters mit dieser Referenz sowie der AF._____ Autobahnbrücke 

(AG._____, Kt. AG) und die Ponte AH._____ (AI._____, IT) als zwei 

komplexe Stahlbrücken, denen beiden offensichtlich eine sehr hohe 

projektspezifische Relevanz zukommt, mit der Note 2.5 (gut – 

ausgezeichnet) erweist sich somit als sachlich gerechtfertigt und ist somit 

nicht zu beanstanden. 

6. Zusammengefasst ergibt sich (als Fazit), dass es der Beschwerdeführerin 

nicht gelingt, die von ihr als nicht gerechtfertigt empfundene 

Höherbewertung des Kriteriums ‘Projektbezogene Aufgabenanalyse’ bei 

der Beigeladenen zu plausibilisieren. Beim Zuschlagskriterium ‘Qualität’ 

vermag die Beschwerdeführerin zwar eine leicht bessere Bewertung ihrer 

eigenen Offerte im Zuschlagskriterium zu begründen, dringt aber mit ihrer 

Rüge dennoch nicht durch, weil sie gleichzeitig eine Minderbewertung der 

Beigeladenen in diesem Kriterium beantragt hat, für die aber kein Anlass 

besteht. Dieser Minderbewertung hätte es aber bedurft, damit die 

Beschwerdeführerin die Beigeladene in der Gesamtnote hinter sich hätte 

- 25 -

lassen können. Schliesslich hält auch die unterschiedliche Bewertung des 

'Hauptsachbearbeiters Strassenbau' einer Überprüfung stand. Die 

Beschwerde ist daher insgesamt materiell unbegründet und die 

Beschwerde somit abzuweisen.

7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtkosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten der Beschwerdeführerin. In Anbetracht der 

Höhe des Betrags der strittigen Vergabe (Auftragswert gemäss Offerte 

Beschwerdeführerin rund CHF 300'000.--) und dem gleichzeitig eher 

hohen verursachten Aufwand (diverse Rügen, sehr detailliert) erachtet das 

Gericht vorliegend eine Staatsgebühr in der Höhe von CHF 4'000.-- für 

angemessen (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts U 22 87 vom 24. Januar 

2023, U 21 1 vom 13. April 2021, U 20 68/80 vom 22. Januar 2020, U 20 

39 vom 26. Juni 2020 und U 2021 vom 6. April 2020, wo bei jeweils 

vergleichbarem Streitwert eine Staatsgebühr von CHF 3'000.-- erhoben 

wurde; vorliegend ist jedoch von einem grösseren Bearbeitungsaufwand 

auszugehen, weshalb die Staatsgebühr ermessensweise auf CHF 4'000.-- 

anstatt CHF 3'000.-- festgelegt wird).  

7.2. Dem Beschwerdegegner (DIEM) steht gestützt auf Art. 78 Abs. 2 VRG 

keine Parteientschädigung zu, da er lediglich im amtlichen Wirkungskreis 

obsiegt hat.

7.3. Die beigeladene Zuschlagsempfängerin hat sich einzig in ihrem eigenen 

Interesse ohne Rechtsvertretung am Verfahren beteiligt, weshalb ihr 

gestützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG ebenfalls keine Parteientschädigung 

zusteht. 

7.4. Die beigeladene C._____ AG (Mitkonkurrentin) hat sich am Verfahren 

nicht beteiligt, weshalb auch ihr keine Parteientschädigung zusteht.

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 4'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 647.--

zusammen CHF 4'647.--

gehen zulasten der A._____ AG.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]