# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44385ef7-270f-5369-9218-028192412044
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 14.11.2016 SB160156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160156_2016-11-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB160156-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

Ch. von Moos und Ersatzoberrichter lic. iur. J. Meier sowie die  

Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Grieder 

 

Urteil vom 14. November 2016 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  

vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. R. Geisseler,  

Anklägerin und I. Berufungsklägerin 

 

gegen 

 
A._____,  

Beschuldigter und II. Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

betreffend  
mehrfacher bandenmässiger Raub etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Andelfingen vom  
21. August 2015 (DG150007) 

 

- 2 - 

Anklage 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV vom 10 April 2015 (Urk. 2) ist die-

sem Urteil beigeheftet.  

Urteil der Vorinstanz:  
(Urk. 54 S. 205 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 

Abs. 2 StGB,  

− des mehrfachen bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. 

Ziff. 3 Abs. 2 StGB,  

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,  

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB,  

− des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. g WG sowie 

− des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG. 

2. Vom den Anklagevorwürfen gemäss den Dossiers Nr. 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 

33, 34 der Anklageschrift vom 10. April 2015 der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

wird der Beschuldigte A._____ freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig  

− des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 

Abs. 2 StGB,  

− des mehrfachen bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. 

Ziff. 3 Abs. 2 StGB,  

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,  

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB,  

- 3 - 

− des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. g WG sowie 

− der mehrfachen Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes im Sinne von Art. 90 

Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. a 

VRV. 

4. Vom den Anklagevorwürfen gemäss den Dossiers Nr. 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 

33, 34 der Anklageschrift vom 10. April 2015 der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

wird der Beschuldigte B._____ freigesprochen.  

5. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 6 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heu-

te 570 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind. 

6. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 5 ½ Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit 

heute 570 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind, sowie mit einer 

Busse von Fr. 300.–. 

7. Bezahlt der Beschuldigte B._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 3. März 2015 unter 

den Positionen 1 – 2, 6, 8 – 15, 17 – 29, 22 – 29, 31 sowie 34 – 36 beschlagnahmten Ge-

genstände (Imitationspistole Beretta; Handschuhe; Kapuzenshirt, schwarz; Akkuschreiber, 

Marke Hilti, Typ SFC 14-A mit Ladegerät und Reserveakku; 3 Brecheisen; Maschinen-

anschlag, Marke Hilti; Schraubenzieher; Vierkantschlüssel; Umhängetasche, Marke O'Neill; 

3 Abfall-Plastiksäcke, schwarz; Einkaufstaschen [Volg, Kaufland, usw.]; T-Shirt, schwarz 

[ibt Personal]; Teleskopschlagstock, schwarz; 2 Pfefferspray; Pfeffersprayhalter; Klebeband-

rolle, braun; diverse Kabelbinder, verschiedene Grössen; 2 Paar dunkelblaue Stoff-

handschuhe; Geissfuss, orange; Dolch; Handschuhe, blau, mit Noppen, 3 Paar; Rucksack, 

Marke Dakine, schwarz mit 1 Seitenschneider, 1 Schraubenzieher Grösse 5, 1 Schrauben-

zieher Grösse 6 sowie 1 Schraubenzieher Grösse 6) werden eingezogen und vernichtet. 

9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 3. März 2015 unter 

den Positionen 37 sowie 38 beschlagnahmten Zigaretten werden eingezogen. 

10.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 3. März 2015 unter 

den Positionen 4, 5, 7, 17, 30 sowie 33 beschlagnahmten Gegenstände (Turnschuhe,  

Marke Adidas, braun; Schirm-Mütze, Marke Adidas; Jacke, braun; T-Shirt, schwarz [Nike]; 

Faserpelzjacke, leuchtgelb/blau; Laptop, Marke Acer) werden dem Beschuldigten B._____ 

herausgegeben.  

- 4 - 

11.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 3. März 2015 unter 

den Positionen 3, 16, 21 sowie 32 beschlagnahmten Gegenstände (Turnschuhe, Marke 

Reebok, schwarz; 2 Trainerhosen, dunkel; Sturmhaube, schwarz; Laptop, Marke HP) wer-

den dem Beschuldigten A._____ herausgegeben. 

12.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. März 2015 unter 

den Positionen 1, 2 sowie 3 beschlagnahmten Gegenstände (Mobiltelefon Huawei Ascend 

G510 [inkl. Verpackung und Verkaufsquittung], ohne SIM-Karte [Verpackung Lebara SIM-

Karte beiliegend]; Mobiltelefon iPhone 4, Swisscom SIM-Karte [...]; Mobiltelefon Nokia N8, 

gelbe Gummihülle, Lebara SIM-Karte, inkl. Verpackung [...]) werden dem Beschuldigten 

B._____ herausgegeben. 

13.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. März 2015 unter 

den Positionen 4, 5 sowie 6 beschlagnahmten Gegenstände (Mobiltelefon Samsung GT-

E1050, ohne SIM-Karte; Mobiltelefon Nokia N97, inkl. Ladegerät, ohne SIM-Karte; Sunrise 

SIM-Karte […], C.____ SIM-Karte […], unbek. SIM-Karte […]) werden dem Beschuldigten 

A._____ herausgegeben. 

14.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 23. März 2015 unter 

den Positionen 1 und 2 beschlagnahmten Gegenstände (Arbeitsschuhe, Marke Shield; 

Swisscom SIM-Karte […] werden dem Beschuldigten B._____ herausgegeben. 

15.  Die folgenden Zivilklagen werden ganz oder teilweise gutgeheissen, jeweils unter solidari-

scher Haftung der beiden Beschuldigten A._____ und B._____: 

− Die Forderung der D._____ AG, AW._____ [Ortschaft] (Dossier 1) wird im Umfang 

von Fr. 4'000.– gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den 

Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der E._____ Suisse AG, anstelle der F._____ AG (Dossier 3) wird im 

Umfang von Fr. 1'323.45 gutgeheissen. 

− Die Forderung der G._____ Versicherung (Dossier 5) wird im Umfang von Fr. 5'000.– 

gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den Weg des Zivil-

prozesses gewiesen.  

− Die Forderung der H._____ (Dossier 6) wird im Umfang von Fr. 400.– gutgeheissen. 

Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den Weg des Zivilprozesses gewie-

sen. 

- 5 - 

− Die Forderung der G._____ Versicherung, anstelle der Badi Beiz I._____, J._____ 

[Ortschaft] (Dossier 7) wird im Umfang von Fr. 1'537.50 gutgeheissen. Im überstei-

genden Betrag wird die Forderung auf den Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der Politischen Gemeinde J._____ (Dossier 7) wird im Umfang von 

Fr. 960.30 gutgeheissen. 

− Die Forderung der K._____ Versicherung (Dossier 10) wird im Umfang von 

Fr. 1'500.– gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den Weg 

des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der K._____ Versicherung, anstelle der Gemeindeverwaltung L._____ 

(Dossier 13) wird im Umfang von Fr. 6'363.75 gutgeheissen. Im übersteigenden Be-

trag wird die Forderung auf den Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der M._____ AG, N._____ (TG), (Dossier 13) wird im Umfang von 

Fr. 800.– gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den Weg 

des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der K._____ Versicherung, anstelle der Pistolensektion O._____ [Ort-

schaft] (Dossier 17) wird im Umfang von Fr. 1'838.55 gutgeheissen. Im übersteigen-

den Betrag wird die Forderung auf den Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der Schützengesellschaft P._____ [Ortschaft] (Dossier 19) wird im 

Umfang von Fr. 500.– gutgeheissen.  

− Die Forderung der Politischen Gemeinde Q._____ [Ortschaft] (Dossier 19) wird im 

Umfang von Fr. 274.90 gutgeheissen. 

− Die Forderung von R._____, S._____ [Ortschaft] (Dossier 20) wird im Umfang von 

Fr. 500.– gutgeheissen. 

− Die Forderung der T._____ AG, L._____ [Ortschaft] (Dossier 20) wird im Umfang von 

Fr. 1'100.– gutgeheissen. 

− Die Forderung der K._____ Versicherung, anstelle der U._____ (Dossier 21) wird im 

Umfang von Fr. 7'394.95 gutgeheissen. 

− Die Forderung der V._____ (Dossier 23) wird im Umfang von Fr. 6'626.– gutgeheis-

sen. 

- 6 - 

− Die Forderung von W._____, AA._____ [Ortschaft] (Dossier 23) wird im Umfang von 

Fr. 3'000.– gutgeheissen. 

− Die Forderung von AB._____, S._____ (Dossier 24) wird im Umfang von Fr. 1'500.– 

gutgeheissen.  

− Die Forderung der V._____ (Dossier 25) wird im Umfang von Fr. 6'485.– gutgeheis-

sen. 

− Die Forderung von AC._____, vertreten durch RAin lic. iur. Y._____ (Dossier 25) wird 

im Umfang von Fr. 2'500.– gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag wird die Forde-

rung auf den Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der AD._____ Schweiz AG, AE._____ [Ortschaft] (Dossier 26) wird im 

Umfang von Fr. 12'384.35 gutgeheissen.  

− Die Forderung von AF._____, AG._____ [Ortschaft] (Dossier 26) wird im Umfang von 

Fr. 2'000.– gutgeheissen (Schadenersatz und Genugtuung).  

− Die Forderung der AH._____ Genossenschaft, AI._____ [Ortschaft] (Dossier 27) wird 

im Umfang von Fr. 1'800.– gutgeheissen.  

− Die Forderung von AJ._____, AK._____ [Ortschaft] (Dossier 27) wird im Umfang von 

Fr. 2'000.– gutgeheissen. 

16.  Nachgenannte Privatkläger werden mit ihren Forderungen auf den Weg des Zivilprozesses 

verwiesen: 

− AL._____ AG (Dossier 2); 

− AM._____ (Dossier 10); 

− V._____ (Dossier 28); 

− AN._____ (Dossier 28). 

− AC._____ (Dossier 25) (Parteientschädigung für Anwaltskosten). 

17.  Auf folgende Forderungen der Privatkläger wird nicht eingetreten: 

− Die K._____ Versicherung, anstelle der AP._____ AG   

(Dossier 4); 

− Politische Gemeinde J._____ (Dossier 8); 

- 7 - 

− Golfpark AQ._____ (Dossier 15); 

− Die K._____ Versicherung, anstelle der Politischen Gemeinde AR.____ (Dossier 37);  

− Die K._____ Versicherung, anstelle der Gesundheitsbehörde AS._____ (ZH)  

(Dossier 38);  

− AT._____ AG (Dossier 12); 

− AU._____, AV._____ [Ortschaft] (Dossier 33) 

18.  Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 10'000.–. Über die weiteren Kosten gemäss 

Kostenblatt wird die Gerichtskasse Rechnung stellen.  

19.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigungen, werden den Beschuldigten A._____ und B._____ je zur Hälf-

te auferlegt, jedoch infolge Uneinbringlichkeit sofort und definitiv abgeschrieben. 

20.  Die Kosten der amtlichen Verteidigung der Beschuldigten A._____ und B._____ werden auf 

die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO. 

21.  Die Kosten des amtlichen Verteidigers des Beschuldigten A._____ belaufen sich total (ab-

züglich der Akontozahlung vom 12. November 2014 in der Höhe von Fr. 7'280.– sowie der 

Akontozahlung vom 13. Juli 2015 in der Höhe von Fr. 11'507.70) auf Fr. 30'053.20 

(inkl. 8 % MWST). 

22.  Die Kosten des amtlichen Verteidigers des Beschuldigten B._____ belaufen sich total (ab-

züglich der Akontozahlung vom 5. März 2015 in der Höhe von Fr. 16'757.–) auf 

Fr. 35'821.70 (inkl. 8 % MWST). 

23.  (Mitteilungen) 

24.  (Rechtsmittel) 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschuldigten A._____ und B._____ verbleiben bis zur Rechtskraft des Urteils in Si-

cherheitshaft. 

2. Schriftliche Mitteilung dieses Beschlusses zusammen mit dem Urteil an alle Adressaten 

gemäss Verteiler und an die Haftkoordination Zürich." 

- 8 - 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten B._____: 

 (Urk. 102 S. 2) 

1. Der Beschuldigte sei von den Anklagevorwürfen gemäss Dossier 26 

und 36 der Anklageschrift vom 10. April 2015 frei zu sprechen.  

2. Der Beschuldigte sei des mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 

Ziff. 1 StGB und des mehrfachen, zum Teil versuchten Diebstahls im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

schuldig zu sprechen.  

3. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren, unter 

Anrechnung von 1020 Tagen Haft, zu bestrafen. Der Vollzug der Frei-

heitsstrafe sei zu vollziehen. 

4. Die Forderungen der Privatklägerin 29 (AD._____ Schweiz AG, Dossi-

er 26) und der Privatklägerin 30 (AF._____, Dossier 26) seien abzu-

weisen. 

5. Der Beschuldigte sei in solidarischer Haftung des Beschuldigten 

A._____ zu verpflichten, der Privatklägerin 24 (V._____, Dossier 23) 

CHF 3'400.-- zu bezahlen. Im Mehrbetrag sei das Schaden-

ersatzbegehren der Privatklägerin auf den Weg des ordentlichen Zivil-

prozesses zu verweisen.  

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive derjenigen der amt-

lichen Verteidigung, seien auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

7. Die Entschädigung für die amtliche Verteidigung sei gemäss den ein-

gereichten Honorarnoten festzusetzen. 

 

- 9 - 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____: 

(Urk. 103 S. 2 f.) 

 1. Dispositivziffer 1 des Urteils sei aufzuheben und es sei in nachfolgen-

dem Sinne zu entscheiden:  

  A._____ sei wegen mehrfachen Diebstahls (Dossier: 5, 9, 13 und 19), 

mehrfacher Sachbeschädigung (Dossier: 5, 9, 13 und 19), mehrfachen 

Hausfriedensbruchs (Dossier: 5, 9. 13, 19, 24 und 26) und mehrfachen 

Raubs (Dossier: 26 und 27) schuldig zu sprechen;  

 Vom Vorwurf des mehrfachen bandenmässigen Diebstahls und des 

mehrfachen bandenmässigen Raubs sei A._____ freizusprechen; 

 A._____ sei von allen übrigen Vorwürfen in den Dossiers 1, 2, 3, 4, 6, 

7, 8, 10,. 11, 12, 14, 15, 16, 17, 18, 20, 21, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 31, 

33, 34, 35, 36, 37 und 38 freizusprechen; 

 2. Dispositivziffer 2 des Urteils sei zu bestätigen, soweit sie von einer an-

deren Partei angefochten wird; 

 3. In Aufhebung der Dispositivziffer 5 des Urteils sei der Beschuldigte mit 

einer Freiheitsstrafe von einem Jahr zu bestrafen, wobei die bereits er-

standene Haft anzurechnen sei; 

 4. Der Berufungskläger sei für die Überhaft mit CHF 200.-- pro Tag der 

Überhaft zu entschädigen; 

 5. Dispositivziffer 15 sei aufzuheben und es seien die Zivilforderungen 

abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen. Hiervon aus-

genommen sind die nachfolgend genannten Forderungen,  

  - der G._____ Versicherung (Dossier 5), bei der die Schadener-

satzpflicht im Grundsatz anerkannt wird, die zur Bestimmung des 

Quantitativs jedoch auf den Zivilweg zu verweisen ist; 

- 10 - 

  - der K._____ Versicherung anstelle der Gemeindeverwaltung 

L._____ (Dossier 13), bei der die Schadenersatzpflicht im Grund-

satz anerkannt wird, die zur Bestimmung des Quantitativs auf den 

Zivilweg zu verweisen ist; 

  - der Politischen Gemeinde Q._____ und der Schützengesellschaft 

P._____ (Dossier 19), bei der die Schadenersatzpflicht im Grund-

satz anerkannt wird, die zur Bestimmung des Quantitativs jedoch 

auf den Zivilweg zu verweisen ist; 

  - der AD._____ Schweiz AG (Dossier 26) und von AF._____, bei 

denen die Schadenersatzpflicht resp. die Genugtuungspflicht 

(betr. AF._____) im Grundsatz anerkannt wird, die zur Bestim-

mung des Quantitativs auf den Zivilweg zu verweisen sind; 

  - der AH._____ Genossenschaft und von AJ._____ (Dossier 27), 

bei denen die Schadenersatzpflicht resp. die Genugtuungspflicht 

(betr. AJ._____) im Grundsatz anerkannt wird, die zur Bestim-

mung des Quantitativs jedoch auf den Zivilweg zu verweisen sind; 

 6. Dispositivziffer 16 und 17 seien zu bestätigen soweit sie von einer an-

deren Partei angefochten werden; 

 7. Dispositivziffer 19 sei in dem Sinne aufzuheben, dass die Kosten nach 

Massgabe des Obsiegens im Berufungsverfahren neu festzusetzen 

seien, diese jedoch infolge Uneinbringlichkeit umgehend abzuschrei-

ben seien. 

c) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 106 S. 1 f.) 

1. Die beiden Beschuldigten seien im Sinne der Anklageschrift vom 

10. April 2015 schuldig zu sprechen, mithin seien sämtliche Frei-

sprüche 

- 11 - 

 - betr. A._____ gemäss Ziffer 2 des Urteilsdispositivs, also Dossier 

Nr. 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 33, 34 der Anklageschrift  

- betreffend B._____ gemäss Ziffer 4 des Urteilsdispositivs, also Dossi-

er 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 33, 34 der Anklageschrift 

 aufzuheben.  

2. Die Berufungen der Beschuldigten seien abzuweisen. 

3. A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren zu bestrafen. 

4. B._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 7 ½ Jahren zu bestrafen. 

5. Bei beiden Beschuldigten sei die bis heute erstandene Haft an die 

Freiheitsstrafe anzurechnen. 

6. Es sei festzustellen, dass bezüglich beider Beschuldigten die Ziffern  

8 - 14 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Andelfingen in 

Rechtskraft erwachsen sind. 

7. Es sei über die Forderung der Privatkläger gemäss Ziffer 17 des  

Dispositivs betr. Dossier 4, 8, 15, 37, 38, 12, 33 der Anklageschrift zu 

befinden. 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang / Prozessgeschichte 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Der Verlauf des Verfahrens bis zum vorinstanzlichen Urteil ergibt sich aus 

dem Entscheid vom 21. August 2015 (Urk. 54).  

1.2. Mit dem vorstehend aufgeführten Urteil sprach die Vorinstanz den Be-

schuldigten A._____ des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von 

Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 2 StGB, des mehrfachen bandenmässigen Dieb-

- 12 - 

stahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 2 StGB, der mehrfachen 

Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Haus-

friedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB, des mehrfachen Vergehens gegen 

das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. g 

WG sowie des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 

Abs. 1 lit. b SVG schuldig. Von den Anklagevorwürfen gemäss den Dossiers 

Nr. 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 33, 34 der Anklageschrift vom 10. April 

2015 der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich wurde der Beschuldigte 

A._____ freigesprochen. Er wurde mit einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren, abzüg-

lich 570 Tage erstandener Untersuchungs- und Sicherheitshaft, bestraft. Schliess-

lich wurde über diverse beschlagnahmten Gegenstände und Zivilforderungen ent-

schieden (Urk. 54 S. 205-213). 

1.3. Das Urteil wurde den Parteien am 21. August 2015 mündlich eröffnet. Am 

25. August 2015 meldete die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich Berufung 

an, der Beschuldigte liess am 26. August 2015 Berufung anmelden (Urk. 41 u. 

Urk. 43).  

1.4. Mit Beschluss vom 16. März 2016 berichtigte die Vorinstanz Ziff. 15 al. 4 

des Urteilsdispositivs (Urk. 51).  

1.5. Das begründete Urteil (Urk. 52 = Urk. 54) konnte am 17. März 2016 je dem 

amtlichen Verteidiger und der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zugestellt 

werden (Urk. 53/1-2).  

1.6. Mit Eingabe vom 18. März 2016 reichte der amtliche Verteidiger die Beru-

fungserklärung ein (Urk. 55). Die Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft IV 

des Kantons Zürich datiert vom 21. März 2016 (Urk. 57).  

1.7. Mit Präsidialverfügung vom 15. April 2016 (Urk. 61) wurde die Kontrolle der 

ein- und ausgehenden Post des Beschuldigten A._____ während der Sicherheits-

haft der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich übertragen. Sodann wurde 

dem Beschuldigten A._____ sowie den Privatklägern eine Kopie der Berufungser-

klärung der Staatsanwaltschaft zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung 

- 13 - 

zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Der Staatsan-

waltschaft sowie den Privatklägern wurde eine Kopie der Berufungserklärung des 

Beschuldigten zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder 

Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen.  

1.8. Mit Eingabe vom 29. April 2016 teilte der amtliche Verteidiger des Be-

schuldigten A._____ mit, dass er an den Anträgen der Berufungserklärung vom 

18. März 2016 festhalte (Urk. 66). Mit Eingabe vom 19. Mai 2016 (Urk. 68) teilte 

die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich mit, dass auf Anschlussberufung 

verzichtet werde und ersuchte darum, die Zimmerbelegungsliste des AX._____ 

Pubs in Q._____ (Urk. 69) zu den Akten zu nehmen. Mit Präsidialverfügung vom 

25. Mai 2016 wurde der Staatsanwaltschaft eine Kopie von Urk. 66 und dem amt-

lichen Verteidiger eine Kopie von Urk. 68 und 69 zugestellt. Gleichzeitig wurde 

Urk. 69 zu den Akten genommen (Urk. 70).  

1.9. Am 19. August 2016 wurde auf den Montag, 14. November 2016, zur Beru-

fungsverhandlung vorgeladen (Urk. 79).  

1.10. Mit Eingabe vom 25. August 2016 beantragte der amtliche Verteidiger den 

Beizug der Akten in der Strafuntersuchung gegen AY._____, geb. tt. September 

1988, von AZ._____ [Staat in Mittelosteuropa] (Urk. 82). Mit Präsidialverfügung 

vom 31. August 2016 wurde diese Eingabe der Staatsanwaltschaft IV des Kan-

tons Zürich zur obligatorischen Vernehmlassung zugestellt (Urk. 85). Mit Eingabe 

vom 2. September 2016 teilte die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich mit, 

dass nichts gegen den Beizug der Akten gegen AY._____ betreffend den Raub 

vom 12. Dezember 2013 auf die BA._____ [Bank] in BB._____ [Ortschaft] spre-

che (Urk. 87). In der Folge wurde mit Präsidialverfügung vom 5. September 2016 

der Beweisantrag des Beschuldigten A._____ auf Beizug der Akten des gegen 

AY._____ geführten Strafverfahrens gutgeheissen und das Bezirksgericht Wein-

felden um Zustellung der entsprechenden Akten ersucht (Urk. 89). Das Bezirks-

gericht Weinfelden stellte die Akten mit Begleitschreiben vom 9. September 2016 

(Urk. 91) der ersuchenden Kammer zu.  

- 14 - 

1.11. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten A._____ reichte seine Plädo-

yernotizen vom 8. November 2016 (Urk. 98) vorab ein.  

1.12. Am 14. November 2016 fand die Berufungsverhandlung statt. 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Die Berufung des Beschuldigten A._____ richtet sich gegen den Schuld-

punkt (Dispositiv-Ziffer 1), gegen die Sanktion (Dispositiv-Ziffer 5) und teilweise 

gegen den Entscheid über die Zivilforderungen (Dispositiv-Ziffer 15) (Urk. 103 

S. 2 f.).  

2.2. Die Berufung der Staatsanwaltschaft richtet sich gegen sämtliche Freisprü-

che (Dispositiv-Ziffer 2), gegen die Bemessung der Strafe (Dispositiv-Ziffer 5) und 

das Nichteintreten auf die Forderung der Privatkläger (Dispositiv-Ziffer 17; 

Urk. 106 S. 1 f., Prot. II S. 14). 

2.3. Nicht angefochten und demgemäss in Rechtskraft erwachsen sind die Ein-

ziehungen gemäss Dispositiv-Ziffern 8 und 9, die Herausgabe von diversen be-

schlagnahmten Gegenstände an den Beschuldigten gemäss Dispositiv-Ziffern 11 

und 13, die Verweisung von diversen Privatklägern auf den Weg des Zivilprozes-

ses gemäss Dispositiv-Ziffer 16, die Kostenfestsetzung gemäss Dispositiv-Ziffer 

18, das definitive Abschreiben der Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 19, die Verle-

gung der Kosten der amtlichen Verteidigung gemäss Dispositiv-Ziffer 20 und die 

Entschädigung des amtlichen Verteidigers gemäss Dispositiv-Ziffer 21.  

2.4. Die Rechtskraft der entsprechenden Dispositivziffern des vorinstanzlichen 

Urteils ist vorab mittels Beschluss festzustellen (Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbin-

dung mit Art. 402 und 437 StPO).  

3. Formelles 

3.1. Nachfolgend wird verschiedentlich auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz verwiesen. Dies geschieht in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO,  

ohne dass dies bei jedem Hinweis ausdrücklich erwähnt wird.  

- 15 - 

3.2. Die urteilende Instanz muss sich nicht mit allen Parteistandpunkten ein-

lässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider-

legen (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1.; BGE 139 IV 179 IV 179 E. 2.2; BGE 138 IV 81 

E. 2.2., je mit Hinweisen). Die Berufungsinstanz kann sich somit auf die für ihren 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken.  

3.3. Der Verteidiger hat im Berufungsverfahren erneut geltend gemacht, dass 

die GPS-Daten der vom Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ (Pro-

zess-Nr. SB160157) gemieteten Fahrzeuge nicht verwertet werden dürften 

(Urk. 98 N 13). Die vorinstanzlichen Ausführungen zur Verwertbarkeit dieses Be-

weismittels sind zutreffend und es kann vollumfänglich darauf verwiesen werden 

(Urk. 72 S. 15-18). Es bleibt zu ergänzen, dass hinsichtlich der vom Mitbeschul-

digten B._____ unterschriebenen Mietverträge betreffend die Fahrzeuge Opel  

Corsa und Renault Clio Vertragsexemplare mit den Allgemeinen Geschäftsbedin-

gungen (AGB) auf der Rückseite anlässlich dessen Hausdurchsuchung vom 

29. Januar 2014 (Urk. O7 3/1) gefunden wurden (Urk. O7 3/5, 3/6). Diese Exemp-

lare entsprechen sowohl bezüglich der Vermieterin wie auch des Layouts – abge-

sehen von der fehlenden Rückseite – denjenigen für die weiteren gemieteten 

Fahrzeuge, die vom Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ ausgelie-

hen wurden (Urk. O6 4/3, 4/6, 4/7, 4/10, 4/11, 4/15, 4/16). Es ist deshalb davon 

auszugehen, dass im Zeitpunkt des Unterschreibens bei sämtlichen Vertrags-

exemplaren die entsprechende Rückseite mit den AGB vorhanden war.   

3.4. Die Verteidigung macht weiter geltend, die Zeitverschiebung von zwei 

Stunden bei den GPS-Daten dürfe wegen Verletzung der Teilnahmerechte des 

Beschuldigten nicht korrigiert werden (Urk. 98 N 14). Die Vorinstanz hat diesbe-

züglich umfassende Erwägungen angestellt und kam zum Schluss, dass sich die 

Zeitkorrektur der GPS-Daten nicht auf die E-Mail von BC._____ stütze, sondern 

auf einer Tatsachenfeststellung der Kantonspolizei St. Gallen beruhe und deshalb 

auch die Zeitkorrekturen verwertbar seien (Urk. 54 S. 17 f.). Auf diese Erwägun-

gen ist zu verweisen (Art. 82 Abs. 4 StPO).  

3.5. Dann moniert die Verteidigung, es sei insbesondere in Bezug auf die Dos-

siers 16 und 20 das Anklageprinzip verletzt, da der Tatbeitrag von A._____ bei 

- 16 - 

den entsprechenden Anklagevorwürfen nicht erwähnt werde. A._____ werde le-

diglich vorgeworfen, mit B._____ im Auto gesessen zu haben. Die einleitenden 

Bemerkungen der Staatsanwaltschaft auf Seite 3 der Anklageschrift würden dabei 

dem Anklageprinzip nicht genügen, da dort kein Sachverhalt, sondern eine allge-

meine Umschreibung der Tatbestandsvoraussetzungen ausformuliert werde 

(Urk. 103 S. 4 ff.).  

In den konkreten Anklagevorwürfen der Dossiers 16 und 20 wird in Bezug auf die 

Tatbeteiligung des Beschuldigten lediglich erwähnt, dass dieser zusammen mit 

dem Mitbeschuldigten B._____ zum Tatort gefahren sei. Die Handlungen des Mit-

beschuldigten B._____ werden dagegen ausführlich geschildert (Urk. 2 S. 21, 

S. 24). Wenn man diese Tathandlungen mit dem Ingress der Anklageschrift 

(Urk. 2 S. 3) ergänzt, ist im Umkehrschluss klar, was dem Beschuldigten in den 

Anklagevorwürfen der Dossiers 16 und 20 vorgeworfen wird, nämlich dass er mit 

den Tathandlungen von B._____ ausdrücklich oder konkludent einverstanden 

war, die Tat förderte, indem er mit diesem an den Tatort fuhr und diesen beim Er-

scheinen der Polizei oder sonstigen ungeplanten Ereignissen gewarnt hätte und 

in Bezug auf Dossier 20 beim Abtransport der Beute massgeblich mitwirkte und 

einen Teil derselben erhielt. Eine Verletzung des Anklageprinzips liegt deshalb 

nicht vor.  

3.6. Schliesslich sei das Anklageprinzip in Bezug auf die angeblichen Verstösse 

gegen das Waffengesetz verletzt, da A._____ nie vorgeworfen worden sei, dass 

er selbst je einmal eine Imitationswaffe besessen und verwendet haben soll. 

Vielmehr beschränke sich der Vorwurf darauf, dass B._____ diese Waffe einge-

setzt habe und A._____ davon gewusst habe. Das entspreche aber weder einer 

Umschreibung von Gehilfenschaft, noch Anstiftung, noch Mittäterschaft. Wenn die 

Vorinstanz ausführe, die Verwendung der Imitationswaffe entspreche dann auch 

dem gemeinsamen Tatplan, verletze sie die Umgrenzungsfunktion der Anklage-

schrift. Ausserdem sei es nicht möglich, Mittäter zu einem Verstoss gegen das 

Waffengesetz zu sein (Urk. 103 S. 6). 

Im Ingress der Anklageschrift ist sowohl die Mittäterschaft des Beschuldigten und 

des Mitbeschuldigten B._____ in Bezug auf sämtliche Aspekte der Straftaten um-

- 17 - 

schrieben, wie auch explizit, dass der Mitbeschuldigte B._____ im Wissen und mit 

Billigung des Beschuldigten die täuschend echt aussehende Imitationspistole, Be-

retta Model 92F, auf sich getragen und dann bei Raubüberfällen eingesetzt habe, 

obwohl er nicht über die notwendigen Bewilligungen verfügt habe, was sie ge-

wusst hätten. Damit ist dem Anklageprinzip Genüge getan, da der Beschuldigte in 

Bezug auf die Widerhandlungen gegen das Waffengesetz weiss, was ihm vorge-

worfen wird (zur Frage der Mittäterschaft vgl. Ziff. III. 18.5.). 

II.  Beweisanträge 

Der amtliche Verteidiger stellte den Antrag auf Beizug der Strafakten i.S. Staats-

anwaltschaft Bischofszell gegen AY._____ betreffend versuchten Raubes und 

Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz. Diese Akten wurde beige-

zogen (Urk. 91).  

III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

A. Ausgangslage 

1. Der Beschuldigte lässt beantragen, er sei wegen mehrfachen Diebstahls, mehr-

facher Sachbeschädigung und mehrfachen Hausfriedensbruchs betreffend die 

Dossiers 5, 9, 13 und 19 (betreffend Hausfriedensbruch zusätzlich Dossiers 24 u. 

26) und wegen mehrfachen Raubs betreffend die Dossiers 26 und 27 schuldig zu 

sprechen. Vom Vorwurf der Bandenmässigkeit sei der Beschuldigte sowohl in  

Bezug auf den Diebstahl wie auch auf den Raub freizusprechen. Weiter sei der 

Beschuldigte von allen übrigen Vorwürfen in den Dossiers 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 10, 

11, 12, 14, 15, 16, 17, 18, 20, 21, 23, 24 [betreffend Sachbeschädigung], 25, 26 

[betreffend Vergehen gegen das Waffengesetz], 27 [betreffend Vergehen gegen 

das Waffengesetz], 28, 31, 33, 34, 35, 36, 37 und 38 freizusprechen (Urk. 103 

S. 2).  

- 18 - 

2. Die Staatsanwaltschaft ficht die Freisprüche betreffend der Dossiers Nr. 35, 4, 

6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 33 und 34 der Anklageschrift an und verlangt 

Schuldsprüche (Urk. 106 S. 1 f.).  

3. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die strittigen Sachverhalte aufgrund der Akten 

rechtsgenügend nachgewiesen werden können. Zu den konkreten Anklagevor-

würfen sei auf die Anklageschrift (Urk. 2) verwiesen. 

B. Sachverhalt und rechtliche Würdigung der strittigen Dossiers 

1. Grundsätze der Beweiswürdigung 

Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid zutreffend die Grundsätze, nach denen ei-

ne Beweiswürdigung vorzunehmen ist, nachgezeichnet (Urk. 54 S. 21-24 lit. d). 

Darauf kann verwiesen werden.  

2. Vorbemerkungen zu den GPS-Daten 

2.1. Wie die Vorinstanz richtig ausführte (Urk. 54 S. 49 f. Ziff. 5), dienen zur Er-

stellung der Sachverhalte im Wesentlichen neben den Aussagen des Beschuldig-

ten und des Mitbeschuldigten B._____ sowie weiteren Beweismitteln, die vorhan-

denen GPS-Daten der von den beiden gemieteten Fahrzeuge.  

2.2. Gemäss den Akten haben sowohl der Beschuldigte als auch der Mitbe-

schuldigte B._____ im fraglichen Zeitraum ab dem 20. Juni 2013 verschiedene 

Fahrzeuge gemietet, wobei sie jeweils sich selber und teilweise auch den anderen 

als Fahrer angaben. So ist auf den Mietverträgen für den Renault Twingo, ZH 1, 

und den Renault Clio, ZH 2, als Mieter und Lenker 1 A._____ und als Lenker 2 

B._____ aufgeführt (Urk. O6 4/3, 4/6, 4/7). Auf den Mietverträgen für den VW Po-

lo, ZH 3, den Renault Clio, ZH 4, und Opel Corsa, ZH 5, ist B._____ als Mieter 

und auch als Lenker 1 aufgeführt (Urk. O6 4/10, 4/11, 4/12, 4/13, 4/15, 4/16). Auf 

der Rechnung an B._____ für den Opel Corsa, ZH 5, (Mietdauer 7.11.2013 bis 

08.01.2014) ist A._____ als Fahrer 2 aufgeführt (Urk. O7 2/8). Auf dem Mietver-

trag für den Chevrolet Epica, TG 1, (Urk. O7 1/10, 1/12 und 4/2) und auf dem 

- 19 - 

Mietvertrag für den Kia Rio, TG 2 (Mietdauer 11.01.2014 bis 21.01.2014) (Urk. O7 

3/8) ist ebenfalls B._____ als Mieter aufgeführt.  

2.2.1. Am 13. Januar 2014 wurde BD._____, BE._____ AG, bei der Kantonspoli-

zei St. Gallen als Auskunftsperson befragt (Urk. D16 9/1). Auf den Vorhalt, wo-

nach sein Mietfahrzeug Marke Opel, ZH 5, am Donnerstag, 26. Dezember 2013, 

0541 Uhr, in AI._____, in einer Geschwindigkeitskontrolle erfasst worden sei, sag-

te BD._____, dass das Auto von B._____ am 7. November 2013 angemietet wor-

den sei und schilderte, wie es zu Verlängerungen der Mietdauer gekommen sei. 

Als keine Zahlung mehr erfolgt sei, habe er nach mehrmaligen Mahnungen am 

8. Januar 2014 mit einem Zweitschlüssel das Auto abgeholt. Da sie in ihren Miet-

fahrzeugen GPS eingebaut hätten, habe er den Standort des Mietwagens orten 

können (Urk. D16 9/1 S. 2 Antworten auf Frage 3-5). Auf die Frage, ob bei der 

Anmietung am 11. November 2013 noch eine weitere Person dabei gewesen sei, 

sagte BD._____, dass er sich nicht ganz sicher sei, ob A._____ am 11. November 

2013 auch dabei gewesen sei. Aber sie seien fast immer zusammen aufgetreten. 

Der Mietvertrag sei über B._____ gelaufen. Vom 20. Juni 2013 - 16. Juli 2013 ha-

be A._____ den Mietwagen, Renault Twingo, ZH 1, gemietet. Vom 16. Juli 2013 - 

2. September 2013 habe auch A._____ den Personenwagen, Renault Clio, ZH 2 

gemietet. Vom 2. September 2013 - 11. Oktober 2013 habe B._____ den Pw, VW 

Polo, ZH 3 gemietet. Vom 11. Oktober 2013 - 31. Oktober 2013 habe B._____ 

den Renault Clio, ZH 4, und schliesslich vom 7. November 2013 - 8. Januar 2014 

den Opel Corsa ZH 5 gemietet (Urk. D16 9/1 S. 2 f. Antwort auf Frage 6).  

2.3. Der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ haben nicht bestritten, 

dass die jeweiligen Fahrzeuge durch sie angemietet und auch von ihnen benutzt 

worden sind. Sie machen aber – bei den von ihnen bestrittenen Delikten – gel-

tend, dass auch andere Personen mit den Mietautos hätten fahren können. Ihre 

diesbezüglichen Aussagen sind nochmals aufzuführen:  

2.3.1. In der Befragung im Rahmen der Hauptverhandlung vom 4. August 2015 

(Urk. 25) führte der Beschuldigte auf entsprechende Fragen aus, dass sie ge-

meinsam nach BF._____ [Ortschaft] zur Mietautofirma gegangen seien. Sie hät-

ten Arbeit als Gerüstbauer gehabt, deshalb hätten sie ein Auto mieten wollen und 

- 20 - 

hätten den Mietwagen gebraucht, um zu einer Baustelle zu fahren. Er habe aber 

keinen Führerschein gehabt. Er habe auch die Autos gemietet, weil B._____ 

Schulden bei der Autovermietung gehabt habe. Auf die Frage, wer mit dem Auto 

gefahren sei, sagte der Beschuldigte, dass er jedenfalls nicht gefahren sei, weil er 

keinen Führerschein gehabt habe. Jeder habe aber den Schlüssel nehmen kön-

nen. Bis Ende 2013 habe er zwei Fahrzeuge auf seinen Namen gemietet (Urk. 25 

S. 28 f.). Der Mitbeschuldigte B._____ sagte dazu, dass es stimme, dass A._____ 

das erste Auto auf seinen Namen gemietet habe. Der Grund, weshalb man ein 

solches Auto angeschafft habe, sei, dass man schlechte Busverbindungen von 

Q._____ nach BG._____ [Ortschaft] gehabt habe. Sie hätten damals bei Gerüst-

baufirmen in BG._____ und J._____ gearbeitet. Dafür hätten sie auch ein Auto 

gebraucht. Es sei richtig, dass er die Mietautofirma in BF._____ gekannt habe. Er 

habe damals gedacht, dass er dort noch Schulden aus einem früheren Mietver-

trag habe. Er könne auch bestätigen, dass der Schlüssel des Autos immer allen 

Bewohnern dieses Gasthauses zugänglich gewesen sei. Es seien 13 andere Be-

wohner gewesen. Bezüglich der Mietkosten gab der Mitbeschuldigte B._____ an, 

dass sie sich die Kosten hätten teilen wollen und der Beschuldigte sagte aus, 

dass er auch etwas daran bezahlt habe. Er wisse aber nicht mehr, wieviel 

(Urk. 25 S. 30).  

Der Beschuldigte bestätigte auf entsprechende Frage nochmals, dass die Schlüs-

sel für alle zugänglich gewesen seien (Urk. 25 S. 32). Der Mitbeschuldigte 

B._____ hielt dazu aber fest, dass niemand es gewagt hätte, das Auto von 

A._____ zu nehmen und damit abzuhauen. Es sei aber korrekt, dass die Zimmer 

immer offen gewesen seien. Der Beschuldigte sagte auf die Frage, ob der Wagen 

von einem anderen Bewohner einmal genommen worden sei, das Folgende: 

"Nicht das ich wüsste. Es wäre aber denkbar". Es habe ihn niemand gefragt, ob er 

den Wagen benutzen dürfe (Urk. 25 S. 32). Auch der Mitbeschuldigte B._____ 

sagte, dass er sich betreffend das erste Auto nicht daran erinnern könne, dass ei-

ne andere Person damit gefahren sei (Urk. 25 S. 33). Auf die Frage, ob er auch 

niemandem seinen Mietwagen überlassen habe, sagte der Beschuldigte wörtlich: 

"Nein, definitiv nicht" (Urk. 25 S. 52).  

- 21 - 

2.3.2. In der Berufungsverhandlung erklärte der Mitbeschuldigte B._____, er habe 

den gemieteten Renault Twingo und den Renault Clio nicht wissentlich einer 

Drittperson überlassen. Er könne nicht sagen, ob A._____ dies getan habe. Es sei 

aber gut möglich, dass eine Drittperson die beiden Autos ohne das Wissen der 

beiden Beschuldigten entwendet habe. Es gebe viele Leute, die im Wohnheim im 

AX._____ Pub gewohnt hätten. Seines Wissens habe es aber nur einen Schlüssel 

gegeben, welcher zu 50% bei ihm und zu 50% bei A._____ gewesen sei. A._____ 

sei sicher auch ohne sein Wissen gefahren, das wisse er, da das Auto auch 

schon mal nicht da gestanden habe. Wenn er den Schlüssel nicht gehabt habe, 

sei er davon ausgegangen, dass A._____ diesen habe. Ob dann ein Dritter mit 

dem Auto gefahren sei, könne er nicht beantworten. A._____ sei gefahren, 

obschon er keinen Führerschein besessen habe (Urk. 100 S. 10 f., S. 14). Der 

Beschuldigte erklärte dagegen anlässlich der Berufungsverhandlung, er sei nicht 

gefahren, da er keinen Führerschein besitze. B._____ behaupte viel. Seines Wis-

sens habe es nur einen Schlüssel gegeben, welcher entweder bei ihm oder bei 

B._____ im Zimmer gelegen habe. Jeder habe Zugang zum Schlüssel gehabt. Er 

habe die Verträge unterschrieben, weil B._____ ihn wegen vermeintlicher Schul-

den bei der Mietautofirma darum gebeten habe. Auf die Frage, wieso der Schlüs-

sel dann überhaupt bei ihm im Zimmer gewesen sei, obschon er nie gefahren sei, 

erklärte er, dass B._____ jederzeit Zugang dazu gehabt hätte und er darum nicht 

sehe, wo das Problem sei. Wenn er dabei gewesen sei, sei B._____ gefahren. 

Auf entsprechende Fragen gab er zu Protokoll, er habe die Mietwagen nie einer 

Drittperson überlassen. Er könne nicht sagen, ob B._____ dies getan habe. Er 

wüsste nicht, dass eine Drittperson eines der beiden Autos je entwendet hätte. 

Möglich sei aber alles. Er wisse jedoch nicht, wer dafür in Frage käme und habe 

auch keine entsprechenden Feststellungen gemacht, dass das Auto anders par-

kiert gewesen wäre, weniger Benzin gehabt hätte oder schmutziger gewesen wä-

re. Er bestreite, je mit den beiden Autos gefahren zu sein, da er keinen Führe-

rausweis habe (Urk. 101 S. 5 ff., S. 13). 

2.4. Die Angaben des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten B._____ zeigen, 

dass es zwar rein theoretisch möglich gewesen wäre, dass eine Drittperson sich 

der Autoschlüssel und damit der Mietfahrzeuge bemächtigt hätte. Beide Beschul-

- 22 - 

digte hielten aber fest, dass sie die Schlüssel nicht wissentlich einer Drittperson 

überlassen hätten. Die Annahme einer möglichen Dritttäterschaft, welche mit den 

vom Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ gemieteten Fahrzeugen 

die entsprechenden Deliktsorte angefahren hat, erweist sich damit als rein hypo-

thetisch.  

2.5. Es ist davon auszugehen, dass die Mietfahrzeuge in den fraglichen Zeit-

räumen einzig vom Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ benutzt 

worden sind.  

3. Dossier 1 und 2 

3.1. Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 3-5). Fer-

ner findet sich im vorinstanzlichen Urteil (Urk. 54 S. 12 f. lit. A Ziff. 1) eine zu-

treffende Zusammenfassung, auf die verwiesen werden kann.  

3.2. Der Beschuldigte bestreitet seine Tatbeteiligung an diesen Delikten vollum-

fänglich (Urk. D 1 6 S. 3; Urk. O 4 1 S. 5 und Urk. 3 S. 17; Urk. 25 S. 34 und 36, 

Urk. 101 S. 5) und lässt im Rahmen des Berufungsverfahrens die diesbezüglichen 

Schuldsprüche anfechten (Urk. 55 S. 2, Urk. 103 S. 2).   

3.3. Die Verteidigung führte dazu anlässlich der Berufungsverhandlung aus, 

dass das Einzige, was A._____ mit den Dossiers 1 und 2 in Verbindung bringe, 

die Aussagen von B._____ seien. Dieser sei aber per se ein unglaubwürdiger Be-

lastungszeuge und sage auch unglaubhaft aus. Dies deshalb, weil er alles tue, 

um A._____ in einem möglichst schlechten Licht darzustellen. Es müsse entge-

gen der Darstellung der Vorinstanz von einem Rachegeständnis ausgegangen 

werden. Ausserdem könne bei den Aussagen B._____s von konsistenten Aussa-

gen keine Rede sein (Urk. 98 N 17 ff.). 

3.4. Zur Erstellung des Anklagesachverhaltes sind die folgenden Beweismittel 

zu würdigen: Die Aussagen des Beschuldigten (Urk. D1 6; Urk. O4 1 S. 5 und 

Urk. 3 S. 17; Urk. 25 S. 34 und 36) und des Mitbeschuldigten B._____ (Urk. D1 5 

S. 3; O 4 Urk. 1 S. 5 und Urk. 3 S. 17; Urk. D2 4 S. 3; Urk. 25 S. 34 f.), der An-

zeigerapport der Kantonspolizei Thurgau vom 2. August 2013 (Urk. D1 1), die 

- 23 - 

Auflistung des Deliktsguts und des Sachschaden der Geschädigten D._____ AG 

(Urk. D1 3), die Fotodokumentation (Urk. D1 4) und die Auswertung der GPS-

Daten des vom Beschuldigten A._____ gemieteten Renault Twingo mit Kennzei-

chen ZH 1 (Urk. D1 7/1-2; Urk. D2 6/1-2).  

3.5. Die Aussagen des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten B._____ wur-

den von der Vorinstanz korrekt zusammengefasst (Urk. 54 S. 18 f. lit. c). Der Ein-

wand der Verteidigung, wonach es sich bei den belastenden Aussagen des Be-

schuldigten B._____ um ein Rachegeständnis handeln könnte, hat die Vorinstanz 

ausführlich behandelt und ist zum Schluss gekommen, dass sich jene in Bezug 

auf die Tatbeteiligung des Beschuldigten als glaubwürdig erweisen würden 

(Urk. 54 S. 24 f. lit. e). Es ist mit der Vorinstanz und entgegen der Verteidigung 

mitnichten so, dass der Mitbeschuldigte B._____ versucht hat, den Beschuldigten 

in einem möglichst schlechten Licht darzustellen. Vielmehr hat er den Beschuldig-

ten in Bezug auf die Raubtaten nur zurückhaltend belastet und ausgesagt, dieser 

sei Schmiere gestanden, während dem er in die Lokalitäten eingedrungen sei und 

die anwesenden Personen ausgeraubt habe. Wenn der Mitbeschuldigte B._____ 

den Beschuldigten aus Rache hätte belasten wollen, hätte er ihn stärker belastet 

und ihm eine zentralere Rolle bei den schwerwiegenden Raubtaten zugedacht. Im 

Übrigen belastet der Mitbeschuldigte B._____ durch die Aussagen zulasten des 

Beschuldigten vor allem auch sich selber massiv.  

Es ist zwar zutreffend, dass der Mitbeschuldigte B._____ seine anlässlich der 

Einvernahme vom 20. April 2014 deponierten Aussagen in Bezug auf künftige ge-

plante Delikte und seine Kenntnis über das erbeutete Einbruchswerkzeug später 

teilweise relativierte. Mit der Vorinstanz ist dabei jedoch davon auszugehen, dass 

es sich bei diesen Relativierungen um Schutzbehauptungen handelte, zumal der 

Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ in der Folge tatsächlich zahlreiche 

Einbruchdiebstähle begingen.  

Entgegen der Verteidigung sind die belastenden Aussagen des Mitbeschuldigten 

B._____ verwertbar, da er diese beispielsweise in der Konfrontationseinvernahme 

vom 14. Oktober 2014 in Anwesenheit des Beschuldigten auf Vorhalt bestätigte 

(Urk. O4 1 S. 4 f.). Es spielt dabei keine Rolle, dass der Mitbeschuldigte B._____ 

- 24 - 

das Tatgeschehen nicht erneut mit eigenen Worten schilderte, sondern auf Vor-

halt seiner früheren Aussagen bestätigte, da der Beschuldigte dadurch Kenntnis 

von den ihn belastenden Aussagen hatte, seine Teilnahmerechte wahren konnte 

und hätte Ergänzungsfragen stellen können.  

3.6. Die Vorinstanz kam nach zutreffender Würdigung der relevanten Beweis-

mittel zum korrekten Schluss, dass die Anklagesachverhalte der Dossier 1 und 2 

rechtsgenügend erstellt seien. Darauf kann vollumfänglich verwiesen werden 

(Urk. 54 S. 18-27).  

4. Dossier 3 

4.1. Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 5 f.). Er 

wurde von der Vorinstanz zutreffend zusammengefasst (Urk. 54 S. 30 f. lit. B 

Ziff. 1), worauf zu verweisen ist. 

4.2. Auch bei diesem Sachverhalt streitet der Beschuldigte seine Tatbeteiligung 

konsequent ab (Urk. O4 1 S. 6; Urk. O4 3 S. 18; Urk. 25 S. 43 ff., Urk. 101 S. 5) 

und lässt im Rahmen des Berufungsverfahrens den diesbezüglichen Schuld-

spruch anfechten (Urk. 55 S. 2, Urk. 103 S. 2).   

4.3. Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel vollständig aufgeführt 

(Urk. 54 S. 31 lit. b) und kommt nach umfassender Würdigung aller relevanten 

Beweismitteln zum zutreffenden Schluss, dass der Sachverhalt gemäss Anklage 

erstellt sei (Urk. 54 S. 31-34). Darauf kann verwiesen werden. Präzisierend ist 

Folgendes anzufügen:  

Entgegen der Verteidigung (Urk. 32 S. 16) und der Vorinstanz (Urk. 54 S. 33) sag-

te der Mitbeschuldigte B._____ nicht falsch aus, als er ausführte, sie hätten das 

Delikt an einem Sonntag oder Wochentag begangen, da er am nächsten Tag ha-

be arbeiten müssen (Urk. 25 S. 43). Gemäss Rapport der Kantonspolizei Thurgau 

wurde zwischen dem 29. Juni 2013, 23.50 Uhr und dem 30. Juni 2013, 6.30 Uhr 

in das Restaurant des F._____ eingebrochen (Urk. D3 1). Genauer wird die Tat-

zeit jedoch durch den Standort des vom Beschuldigten und vom Mitbeschuldigten 

B._____ gemieteten Fahrzeugs bestimmt: Gemäss GPS-Daten des Renault 

- 25 - 

Twingo stand dieser am Sonntag, 30. Juni 2013 zwischen 00.46 Uhr und 1.56 Uhr 

an der …strasse in BH._____, also in unmittelbarer Nähe des Tatorts (vgl. google 

maps), weshalb es auf der Hand liegt, dass die Tat vom Beschuldigten und dem 

Mitbeschuldigten B._____ in dieser Zeitspanne begangen wurde, folglich also in 

den frühen Morgenstunden des 30. Juni 2013, einem Sonntag. Demnach sagte 

der Mitbeschuldigte B._____ korrekt aus, dass die Tat an einem Sonntag (oder an 

einem Wochentag) gewesen sein müsse, da er am nächsten Tag habe arbeiten 

müssen.  

Weiter moniert die Verteidigung, der Mitbeschuldigte B._____ belaste den Be-

schuldigten einzig in der delegierten polizeilichen Einvernahme, danach habe er 

nur noch darauf verwiesen und quasi keine eigenen Aussagen mehr gemacht 

(Urk. 98 N 36 f.). Anlässlich der Hauptverhandlung erklärte der Mitbeschuldigte 

B._____, dass A._____ die Türe aufgebrochen habe, wobei er nicht wisse, ob das 

mit einem Hammer geschehen sei. Er selber habe ca. 35 bis 40 Meter weit weg 

gewartet. In der Folge sei er dann rein gegangen, um A._____ zu holen. Es sei 

schon eine gefühlte Weile her gewesen, als A._____ rein gegangen sei. Er habe 

nur gesagt, dass beim Restaurant hinten wieder Licht angegangen sei. Er sei 

dann gegangen und A._____ sei hinterher gekommen. Er wisse nicht mehr, wes-

sen Idee das Ganze gewesen sei, seine aber nicht, da er schon beim ersten De-

likt nicht die Idee dazu gehabt habe. Er sei für alle Taten von A._____ unter Druck 

gesetzt worden, wobei dieser nie gesagt habe, was er vorgehabt habe. Er 

(A._____) habe jeweils nur gesagt, er (B._____) solle ihn da und dorthin fahren 

(Urk. 25 S. 44 f.). Die Behauptung, der Mitbeschuldigte B._____ habe nach der 

polizeilichen Einvernahme keine den Beschuldigten belastenden Aussagen mehr 

gemacht, ist demnach unzutreffend. Im Übrigen ist festzuhalten, dass der Mitbe-

schuldigte B._____ in Anwesenheit des Beschuldigten und dessen Verteidigers 

auf Vorhalt seiner bisherigen Aussagen diese in einer Konfrontationseinvernahme 

bestätigte, wodurch die Teilnahmerechte des Beschuldigte gewährleistet waren, 

konnte er doch Ergänzungsfragen stellen (Urk. O4 1 S. 7). 

In Bezug auf das von der Verteidigung (Urk. 98 N 41) vorgebrachte Argument des 

Rachegeständnisses kann auf die obigen Ausführungen verwiesen werden 

(Ziff. 3.5.). 

- 26 - 

5. Dossier 36 

5.1. Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 9). Eine 

zutreffende Zusammenfassung findet sich im vorinstanzlichen Urteil (Urk. 54 

S. 52 lit. D Ziff. 1).  

5.2. Der Beschuldigte bestritt, etwas mit der Sache zu tun zu haben (Urk. O4 1 

S. 16 und Urk. 3 S. 23; Urk. 25 S. 60, Urk. 101 S. 8). Anlässlich der Berufungs-

verhandlung führte die Verteidigung dazu aus, dass sich die Sachverhaltsdarstel-

lung im Wesentlichen auf die Aussagen von B._____ beschränke. Die GPS-Daten 

würden einzig die unbestrittene Anwesenheit B._____s am Tatort erklären. Die 

Aussagen B._____s in Bezug auf den Tatbeitrag A._____s seien nicht besonders 

glaubhaft, sei doch auch hier davon auszugehen, dass die Tat mit einem anderen 

Teilnehmer begangen worden sei. Zudem sei auch hier wieder das typische Ra-

chegeständnisverhalten feststellbar. Im Übrigen habe das Deliktsgut nicht in ver-

wertbarer Weise nachgewiesen werden können, weshalb der Diebstahl nicht er-

stellt werden könne (Urk. 98 N 43 f.). 

Der Mitbeschuldigte B._____ anerkannte dagegen den äusseren Sachverhalt und 

belastete den Beschuldigten (Urk. D36 5 S. 1 ff.; O 4 Urk. 1 S. 14 ff. und Urk. 3 

S 23; Urk. 25 S. 59), bestritt aber, dass beim Einbruch etwas gestohlen worden 

sei bzw. machte geltend, dass er nichts von der Beute gewusst habe (Urk. D36 5 

S. 2 und S. 5; Urk. 25 S. 60).  

5.3. Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel richtig aufgeführt (Urk. 54 

S. 53 lit. b) und zutreffend gewürdigt (Urk. 54 S. 53 ff.). Darauf ist zu verweisen. 

Ergänzend ist zu konstatieren, dass die Theorie des Rachegeständnisses unter 

Hinweis auf obige Ausführungen zu verwerfen ist (vgl. Ziff. 3.5.) und den Beschul-

digten belastenden Aussagen des Mitbeschuldigten B._____ Glauben zu schen-

ken ist, zumal auch die Auswertungen der GPS-Daten belegen, dass sich das 

vom Beschuldigten gemietete Fahrzeug Renault Clio, ZH 2 (Urk. O6 4/6) zur Tat-

zeit in unmittelbarer Nähe des Tatorts befand (Urk. D36 7/2). 

5.4. Gemäss Polizeirapport wurden bei diesem Einbruch vier Bier und vier 

Chips-Packungen gestohlen (Urk. D36 1 S. 4). Der Mitbeschuldigte B._____ be-

- 27 - 

stritt stets, dass etwas gestohlen worden sei bzw. von einer Beute zu wissen. 

Mangels weiterer Belege über das Deliktsgut ist in dubio pro reo davon auszuge-

hen, dass beim Einbruch in das Areal der Badi BI._____ keine Beute gemacht 

wurde. Im Übrigen ist der Sachverhalt gemäss Dossier 36 erstellt.  

6. Dossier 7 

6.1. Der diesbezügliche Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift 

(Urk. 2 S. 11). Die Vorinstanz hat den Sachverhalt zutreffend zusammengefasst 

(Urk. 54 S. 61 lit. E Ziff. 1).  

6.2. Der Beschuldigte bestreitet auch anlässlich der Berufungsverhandlung, mit 

dem Anklagevorwurf etwas zu tun zu haben (Urk. 101 S. 8).  

6.3. Die Vorinstanz hat die massgebenden Beweismittel zutreffend aufgeführt 

(Urk. 54 S. 62 f. lit. b) und gewürdigt (Urk. 54 S. 63 f. lit. d) und kommt zum 

Schluss, dass der Sachverhalt gemäss Dossier 7 erstellt sei. Darauf kann vollum-

fänglich verwiesen werden. Soweit die Verteidigung einwirft, dass in Bezug auf 

das Deliktsgut nicht auf die Parteibehauptung im Polizeirapport abgestellt werden 

dürfe (Urk. 98 N 48), ist festzuhalten, dass der Mitbeschuldigte B._____ aussagte, 

A._____ sei mit zwei oder drei Taschen aus dem Gebäude herausgekommen. Auf 

Frage, was mit den gestohlenen Gegenständen und dem Bargeld geschehen sei, 

antwortete er, er habe sicher etwas Geld erhalten, er könne aber nicht sagen, wie 

viel. Er könne sich nicht erinnern, ob er auch noch Zigaretten erhalten habe 

(Urk. D7 4 S. 3, 5). Folglich wusste der Mitbeschuldigte B._____, dass bei diesem 

Delikt Zigaretten erbeutet wurden, ohne dass der Einvernehmende dies erwähnt 

hätte. Daher leitet sich zumindest die Art des Deliktsguts nicht nur aus dem Poli-

zeirapport ab, sondern auch aus den glaubhaften Aussagen des Mitbeschuldigten 

B._____. Demnach ist auch die eingeklagte Höhe und Art des Deliktsguts erstellt. 

7. Dossier 10 

7.1. Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 15). Er 

wurde zudem von der Vorinstanz zusammengefasst (Urk. 54 S. 65 lit F. Ziff. 1), 

worauf zu verweisen ist.  

- 28 - 

7.2. Der vorinstanzliche Schuldspruch wird wiederum vom Beschuldigten ange-

fochten, der bestreitet, mit der Sache etwas zu tun zu haben (zuletzt an der Beru-

fungsverhandlung Urk. 101 S. 8 f.). Die Vorinstanz hat die massgeblichen Be-

weismittel vollständig genannt (Urk. 54 S. 66 lit. b) und diese entsprechend aufge-

führt (Urk. 54 S. 66 ff.).  

7.3. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten hat vor Vorinstanz darauf hin-

gewiesen, dass der Mitbeschuldigte B._____ die Tat alleine oder zusammen mit 

einer Drittperson als Komplize verübt haben könnte. Die Aussage wäre diesfalls 

identisch. Deshalb sei der Beweiswert der Aussage gleich null. Die Polizei habe 

beispielsweise nach einem AY._____ gefragt, ohne aber dieser Spur nach-

zugehen. Demgegenüber habe A._____ konstant bestritten, in die Sache invol-

viert zu sein. Selbst die Polizei schien sich ihrer Sache nicht sicher gewesen zu 

sein. Der Verteidiger zitiert in diesem Zusammenhang eine E-Mail von BJ._____  

(KAPO SG): "A._____ will von den beiden Delikten nichts wissen. Es scheint, 

dass er vielleicht recht hat. Ich vermute schwer, dass AY._____, 1988, mit 

B._____ unterwegs war, und als AY._____ verhaftet wurde (12.12.2013-

13.01.2014 in U-Haft) hat B._____ A._____ mit auf die Tour genommen. – ist eine 

Variante, die nicht vergessen werden darf" (Urk. 32 S. 25 f. Rz 82 f.). Auch im Be-

rufungsverfahren bringt der Verteidiger die Möglichkeit der Beteiligung AY._____s 

wieder vor (Urk. 98 N 51).  

7.4. Die E-Mail von BJ._____, Kapo SG, wurde von BK._____, Kapo AI, beant-

wortet. Dort ist zusammenfassend zu lesen, dass beim Einbruchdiebstahl Freibad 

BL._____ eine zweite DNA-Spur – neben derjenigen, welche dem Mitbeschuldig-

ten B._____ zugeordnet werden konnte – gefunden wurde, welche aber weder 

dem Beschuldigten noch AY._____ zugeordnet werden konnte. BK._____ 

schreibt: "Du sprichst weiter einen AY._____, geb. tt.09.1988 an. Dieser 

AY._____ ist im Kanton Thurgau bereits ED-behandelt worden. Wäre unsere 

zweite DNA-Spur von AY._____ gewesen, hätte diese bereits "gehittet". Dieser 

No-Hit auf unsere zweite DNA-Spur bedeutet jedoch nicht, dass, wie Du 

schreibst, B._____ zusammen mit AY._____, den EBD im Freibad BL._____ be-

- 29 - 

gangen hat. Spurenmässig liegt einfach nichts gegen A._____ und AY._____ vor 

betreffend EBD Freibad BL._____" (Urk. O2 4.3).  

7.5. In diesem Zusammenhang hat der amtliche Verteidiger den Beizug der Ak-

ten des gegen AY._____ geführten Strafverfahren beantragt (Urk. 82). Diese Ak-

ten wurden mit Präsidialverfügung vom 5. September 2016 beigezogen (Urk. 89). 

Weder aus den beigezogen Akten noch – wie oben unter Ziff. 7.4. gesehen – auf-

grund der am Tatort gefundenen DNA-Spuren ergeben sich Hinweise auf eine 

Tatbeteiligung von AY._____ beim Einbruchdiebstahl Freibad BL._____ 

in BM._____ vom 6. August 2013.  

7.6. Die Vorinstanz hat die Aussagen des Mitbeschuldigten B._____ gewürdigt 

und ist zum Schluss gekommen, dass diese glaubhaft sind. Zusammen mit den 

entsprechenden GPS-Daten, des vom Beschuldigten A._____ gemieteten 

Renault Clio kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass der diesbezügliche Sach-

verhalt erstellt sei (Urk. 54 S. 71). Dem ist nichts beizufügen. 

8. Dossier 11 

8.1. Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 16). Eine 

zutreffende Zusammenfassung findet sich im vorinstanzlichen Urteil (Urk. 54 

S. 72 lit. G Ziff. 1).  

8.2. Der Beschuldigte hat seine Tatbeteiligung bei diesem Delikt stets ab-

gestritten (zuletzt in der Berufungsverhandlung, vgl. Urk. 101 S. 9) und lässt den 

vorinstanzlichen Schuldspruch anfechten. Im Rahmen des Berufungsverfahrens 

lässt er unter anderem ausführen, dass das Mietfahrzeug entgegen den Erwä-

gungen der Vorinstanz am Vortag der Verübung des Delikts gar nicht in BN._____ 

in der Nähe des Tatorts gestanden habe (Urk. 98 N 56). 

Entgegen diesen Ausführungen befand sich das vom Beschuldigten gemietete 

Fahrzeug jedoch am 13. August 2013 um 15.24 Uhr (die Zeitverschiebung bereits 

berücksichtigt) – also am Nachmittag vor der Tat – gestützt auf die GPS-Daten 

auf der Umfahrungsstrasse in BN._____ (Urk. D 11 7/1 S. 1).  

- 30 - 

8.3. Soweit die Verteidigung anführt, der Mitbeschuldigte B._____ könnte die-

ses Delikt auch mit BO._____ begangen haben, da er gemäss GPS-Daten vor der 

Tat bei dessen Wohnung vorbeigefahren sei (Urk. 98 N 58), ist dem Folgendes zu 

entgegnen: Die besagte BP._____-strasse in BQ._____, welche die Täterschaft 

gemäss GPS-Auswertung des vom Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten 

B._____ gemieteten Autos sowohl vor als auch nach der Tat entlangfuhr 

(Urk. D11 7/1 S. 2, 4), liegt auf dem direkten Weg vom Tatort zum Wohnort des 

Beschuldigten und des Mitbeschuldigten B._____ (vgl. google maps). Daraus 

lässt sich folglich für eine Mittäterschaft von BO._____ nichts ableiten.  

Ebenso wenig lässt sich eine von der Verteidigung vermutete Mittäterschaft von 

AY._____ belegen, denn dass es sich bei den für das vorliegende Delikte ver-

wendeten Handschuhen um dieselben handelt, wie sie offenbar bei AY._____ si-

chergestellt wurden, ist eine unbelegte Vermutung der Verteidigung (Urk. 98 

N 55).  

Die Verteidigung macht im Berufungsverfahren schliesslich erneut geltend, die 

Teilnahmerechte des Beschuldigten seien nicht gewahrt worden, da der Mitbe-

schuldigte B._____ seine den Beschuldigten belastenden Aussagen bei der Poli-

zei in dessen Abwesenheit deponiert und hernach stets einfach darauf verwiesen 

habe (Urk. 98 N 54). Dies ist unzutreffend. Der Mitbeschuldigte B._____ machte 

anlässlich der Konfrontationseinvernahme, nachdem ihm seine polizeilichen Ein-

vernahmen vorgehalten wurden (Urk. O4 1 S. 30), differenzierte Angaben zum 

Anklagevorwurf (Urk. O 4 1 S. 29 - 31). Die Verteidigung hätte im Anschluss da-

ran die Möglichkeit gehabt, Ergänzungsfragen zu stellen, worauf sie verzichtete 

(Urk. O4 1 S. 32 ganz oben). Die Teilnahmerechte des Beschuldigten wurden 

demnach auch hier gewahrt.  

8.4. Die Vorinstanz hat die zur Verfügung stehenden Beweismittel vollständig 

aufgeführt und zutreffend wiedergegeben (Urk. 54 S. 73 ff.). Sie kommt nach ent-

sprechender Würdigung zum Schluss, dass der Sachverhalt erstellt sei (Urk. 54 

S. 79). Dem ist nichts beizufügen.  

- 31 - 

9. Dossier 16 

9.1. Der Anklagesachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 21). 

Die Vorinstanz hat diesen korrekt zusammengefasst (Urk. 54 S. 159 lit. T Ziff. 1), 

worauf zu verweisen ist.  

9.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten von diesem Vorwurf frei gesprochen, 

mit der Begründung, dass die GPS-Daten selber sowie die Randdatenidentifikati-

on seine Anwesenheit am Tatort nicht belegen könnten (Urk. 54 S. 163). In Bezug 

auf das im Mundbereich von Frau BS._____ gefundene Spurenasservat, bei dem 

der Beschuldigte als Spurengeber nicht ausgeschlossen werden kann (Urk. D16 

7/13), hielt die Vorinstanz fest, dass die DNA nur von den Handschuhen des Tä-

ters stammen könne. Der Mitbeschuldigte B._____ habe dazu glaubhaft ausge-

führt, dass seine Handschuhe immer im Kofferraum des Autos gelegen hätten. 

Anders als bei Schuhen, die selten untereinander ausgetauscht würden, sei es 

bei Handschuhen (recte: nicht) abwegig, dass sie gelegentlich auch von anderen 

Personen genommen würden. Es sei deshalb auch mit der Möglichkeit zu rech-

nen, dass eine andere Person bei der Deliktsbegehung die Handschuhe des Mit-

beschuldigten B._____ getragen habe. Weiter gelte es zu bemerken, dass Frau 

BS._____ einen auffälligen Gang des Täters bemerkt habe wolle. Ein solcher ha-

be aber weder beim Beschuldigten noch beim Mitbeschuldigten B._____ beo-

bachtet werden können. Schliesslich lasse sich auch aus den Aussagen von Frau 

BS._____ keine Schlüsse auf die Täterschaft ziehen. Es sei erwiesen, dass das 

vom Beschuldigten und vom Mitbeschuldigten B._____ gemietete silberne Fahr-

zeug zur Tatzeit an diesem Ort abgestellt gewesen sei und es sich bei den von 

Frau BS._____ gesehenen Personen höchstwahrscheinlich um die Täterschaft 

gehandelt habe. Jedoch habe Frau BS._____ die Personen nicht identifizieren 

können (Urk. 54 S. 164).  

9.3. Die Staatsanwaltschaft hat den Freispruch angefochten und dazu in der 

Berufungserklärung und anlässlich der Berufungsverhandlung ausgeführt, dass 

die Indizienkette (DNA des Mitbeschuldigten am Opfer, Auto des Beschuldigten 

und des Mitbeschuldigten B._____ sei gemäss GPS Daten zur Tatzeit vor Ort 

gewesen, Täter hätten hochdeutsch gesprochen, zwei Täter seien gesehen wor-

- 32 - 

den, wenige Stunden vor dem Raubversuch seien der Beschuldigte und der Mit-

beschuldigte B._____ gemäss Randdatenerhebung und GPS-Daten gemeinsam 

im Auto unterwegs gewesen) sei derart erdrückend, dass nur ein Schuldspruch 

erfolgen könne (Urk. 57 S. 3, Urk. 106 S. 5).  

9.4. Die Vorinstanz hat die zur Verfügung stehenden Beweismittel richtig aufge-

führt (Urk. 54 S. 160 lit. b). Sie hat sodann die Aussagen des Beschuldigten und 

des Mitbeschuldigten B._____ ausführlich wiedergegeben (Urk. 72 S. 160 f. lit. c).  

9.5. Die Geschädigte BS._____, Shopinhaberin der BT._____ Tankstelle, 

AW._____, wurde am 24. August 2013 von der Kantonspolizei Zürich befragt 

(Urk. D16 3/1). Sie schilderte, wie sie am frühen Morgen des 24. August 2013 mit 

ihrem Auto an ihrem Arbeitsort eingetroffen sei und von der Rückbank eine flache 

Kartonschachtel behändigt habe. Sie sei dann in Richtung Hintereingang gegan-

gen und habe diese Kartonschachtel neben dem Haupteingang fallen lassen. Es 

habe von der Schachtel einen lauten Knall gegeben. Sie habe noch gedacht, ups, 

dies sei jetzt auch noch laut gewesen, da es gehallt habe. Aus Reflex habe sie 

sich umgekehrt und habe niemanden erschrecken oder aufwecken wollen in der 

Nachbarschaft. Als sie sich gedreht habe, habe sie plötzlich eine Person erkannt. 

Diese habe so ausgesehen, sprich, habe so eine "gorillaartige" Bewegung ge-

macht. Es habe so ausgesehen, als ob sich diese Person auf dem Boden abgefe-

dert und dabei die beiden Arme und Hände in die Höhe gehalten habe. Vermutlich 

sei diese Person von der dortigen Stützmauer auf den Parkplatz herunterge-

sprungen (Urk. D16 3/1 S. 2 Frage und Antwort Nr. 8). Den weiteren Verlauf 

schilderte BS._____ wie folgt: "Plötzlich erkannt ich, dass diese Person eine Mas-

ke trug. Dieser kam gleichzeitig auf mich zu. Ich lief gleichzeitig automatisch re-

tour in Richtung Tankstelle, Haupteingang. Weil dort mehr Licht war. Ich schrie 

schon da, als ich diesen Mann mit der "Töffmaske" erkannte. Der Mann packte 

mich und versuchte gleichzeitig meinen Mund zuzuhalten, da ich laut schrie. Ich 

habe keine Worte geschrien, sondern habe einfach gekreischt. Plötzlich fiel ich zu 

Boden, ich weiss aber nicht mehr, warum. Dabei konnte ich ihm die "Töffmaske" 

einen Teil vom Gesicht einreissen. Dies auf der linken Seite von mir aus gesehen. 

Die Maske ging dabei kaputt. Ich konnte das Gesicht des Täters nicht erkennen. 

- 33 - 

Ich konnte auch keine anderen speziellen Merkmale erkennen. Es ging so 

schnell, ich kann nicht sagen, ob ich gestolpert oder vom Täter gestossen wurde. 

Der Täter drückte mir erneut den Mund mit seiner Hand zu. Dabei bemerkte ich, 

dass dieser Gartenhandschuhe oder Handwerkerhandschuhe mit kleinen Gum-

minoppen trugt. Gleichzeitig wurde ich in hochdeutsch von ihm angesprochen mit 

den Worten: 'Halt deine Fresse, sonst steche ich dich ab'. Er wiederholte sich 

zwei oder dreimal mit denselben Worten in hochdeutsch: 'Halt die Fresse' 

(Urk. D16 3/1 S. 2 Antwort auf Frage 9). Den Täter beschrieb BS._____ mit 

Stichworten unter anderem mit "175 cm bis 180 cm gross, sportliche Statur, 

sprach klar hochdeutsch, (…), auffälliger Gang, analog wie eine Gorilla, O-Beine" 

(Urk. D16 3/1 S. 3 Antwort auf Frage 14).  

9.6. Am 3. Dezember 2014 wurde BS._____ bei der Staatsanwaltschaft IV des 

Kantons Zürich als Zeugin befragt (Urk. D16 3/2). Sie führte nochmals aus, dass 

sie sich – nachdem sie die Kartonschachtel habe fallen lassen, was einen ziemli-

chen Lärm gemacht habe – umgedreht habe. Sie habe in Richtung ihres  

Autos geschaut. An der Wand stehe ein Kleidercontainer, in den man Altkleider 

entsorgen könne. Dort habe sie eine Gestalt stehen sehen. Sie vermute, dass 

dieser Mann von der Stützmauer hinunter gesprungen sei. Jedenfalls sei er mit 

erhobenen Händen dort gestanden, wie ein Gorilla. Ihr erster Gedanke sei gewe-

sen, dass es sich um einen Witz handle. Der Mann sei auf sie zu gekommen und 

habe keinen Ton gesagt. Sie habe dann Angst bekommen und realisiert, dass es 

sich um keinen Witz gehandelt habe. Sie habe dann laut geschrien (…) (Urk. D16 

3/2 S. 3 Antwort auf Frage 12). Er habe in einem schönen hochdeutsch gespro-

chen (…) (Urk. D16 3/2 S. 4 Antwort auf Frage 13). Sie habe das Gefühl gehabt, 

er habe O-Beine, als er weggerannt sei (Urk. D16 3/2 S. 7 Antwort auf Frage 32).  

9.7. Bei den Akten befindet sich die Fotodokumentation des Forensischen Insti-

tuts Zürich (Urk. D16 2/2). Auf der Ergänzungsaufnahme zu Blatt 2 (Urk. D16 2/2 

S. 3) ist die Mauer sichtbar, bei der BS._____ die fragliche Person entdeckt hat. 

Die Mauer ist höher als ein Auto. Dies erklärt auch die Aussage von BS._____, 

die anfänglich nicht etwa von einem Gorilla-Gang gesprochen hat, sondern da-

- 34 - 

von, dass die Person, die sie plötzlich erblickte, so dagestanden habe wie ein Go-

rilla, weil diese wohl von der Mauer gesprungen sei.  

9.8. Aus den GPS-Daten des PW's ZH 2, Renault Clio (Urk. D16 8/4), ergibt 

sich, dass sich das Fahrzeug in der Nacht vom 23. auf den 24. August 2013 zwi-

schen 23:03 und 00:29 Uhr beim Tatort gemäss Dossier 15 (Golfpark AQ._____, 

BV._____) und zwischen 01:51 und 01:53 Uhr und zwischen 01:58 und 02:27 Uhr 

beim Tatort in AW._____ befunden hat. Zwischen 01:10 und 01:17 Uhr befand 

sich das Auto an der BW._____-strasse 1, Q._____, d.h. beim AX._____ Pub, wo 

der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ im fraglichen Zeitraum wohn-

haft waren. Bei allen Zeiten ist eine Zeitverschiebung von plus 2 Stunden zu be-

rücksichtigen (Urk. D16 8/5).  

9.9. Wie bereits festgehalten, kann davon ausgegangen werden, dass die vom 

Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ angemieteten Fahrzeuge aus-

schliesslich von ihnen benutzt worden sind. Weiter liegen eine den Mitbeschuldig-

ten B._____ belastende DNA-Analyse und die Angabe der Zeugin BS._____ vor, 

die im fraglichen Fahrzeug zwei Personen gesehen hat (Urk. D16 6/1 S. 3). Dann 

soll einer der Täter gemäss BS._____ hochdeutsch gesprochen haben. Bezüglich 

der Mobiltelefonranddaten des Beschuldigten ist auffällig, dass dieser ca. 34 Mi-

nuten bevor das gemietete Fahrzeug in der Nähe des Tatort stand (Urk. D16 8/1 

S. 10) eine SMS erhalten hatte (SMMT = Short Message Terminated = eingehen-

de SMS, vgl. im Anhang zu Urk. D16 8/3) und eine Stunde, nachdem das Fahr-

zeug das letzte Mal in der Nähe des Tatorts geortet worden war (Urk. D16 8/1 

S. 10), eine solche versandte (SMMO = Short Message Originated = abgehende 

SMS, vgl. im Anhang zu Urk. D16 8/3), wobei dazwischen und damit während der 

Tat keinerlei Aktivität des Mobiltelefons des Beschuldigten festgestellt werden 

konnte. Gemäss google maps dauert der Weg vom AX._____ Pub bis zur 

BX._____-strasse … in AW._____ mit dem Auto ungefähr 34 Minuten. Gestützt 

auf diese Indizien kann der eingeklagte Sachverhalt erstellt werden.  

- 35 - 

10. Dossier 17 und 18 

10.1. Die diesbezüglichen Anklagevorwürfe ergeben sich aus der Anklageschrift 

(Urk. 2 S. 21 f.) und wurden von der Vorinstanz richtig zusammengefasst (Urk. 54 

S. 80 f. lit. H Ziff. 1).  

10.2. Der Beschuldigte bestritt stets seine Tatbeteiligung (zuletzt an der Beru-

fungsverhandlung, Urk. 101 S. 9) und lässt den vorinstanzlichen Schuldspruch 

anfechten.  

10.3. Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel vollständig aufgeführt 

(Urk. 54 S. 81 lit. b). Sie ist ausführlich auf diese eingegangen und kommt nach 

zutreffender Würdigung zum Schluss, dass die beiden Sachverhalte erstellt seien 

(Urk. 54 S. 81-85). Darauf kann ohne weiteres verwiesen werden.  

10.4. Ergänzend ist anzufügen, dass es – wie die amtliche Verteidigung des Be-

schuldigten einwendet (Urk. 98 N 64) – zutreffend ist, wonach die bei den späte-

ren Raubtaten zum Einsatz gekommene Imitationswaffe von der Geschädigten 

nicht als Deliktsgut angegeben wurde. In der Konfrontationseinvernahme vom 

14. Oktober 2014 bei der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich führte der 

Mitbeschuldigte B._____ auf entsprechende Frage zu den Dossier 17 und 18 aus, 

dass es richtig sei, dass in den Tatvorhalten weder der Harass mit Wein noch die 

Feuerzeugattrappe, welche wie eine Pistole aussehe, erwähnt worden seien. Er 

bestätigte, dass es sich um dieses Feuerzeug in der Form einer Pistole gehandelt 

habe, welches bei der Verhaftung sichergestellt worden und bei den eingestande-

nen Raubüberfällen verwendet worden sei (Urk. O4 1 S. 40 f.). Die entsprechen-

den Aussagen sind glaubhaft und es kann darauf abgestellt werden.  

10.5. Die Verteidigung hat weiter eingewendet, der modus operandi bei den üb-

rigen vom Beschuldigten eingestandenen Delikten unterscheide sich vom hier 

vorliegenden, da er bei jenen die Rollläden ohne grossen Aufwand aufgebrochen 

habe, in den vorliegenden Delikten jedoch die Haupteingangstür aufgewuchtet, 

respektive eine Scheibe eingeschlagen worden sei (Urk. 98 N 63). Dem ist zu 

entgegnen, dass der Beschuldigte nicht bestritten hat, im Zusammenhang mit 

dem Einbruch in Q._____ (Dossier 19) vor dem Aufwuchten eines Rollladens am 

- 36 - 

Tatort – erfolglos – versucht zu haben, die Eingangstür aufzubrechen (Urk. O4 3 

S. 43). Beim Einbruch in BY._____ [Ortschaft] (Dossier 5) brach der Beschuldigte 

unbestrittenermassen eine Holztür auf (Urk. O4 3 S. 21 f.) und beim Einbruch in 

L._____ (Dossier 13) schlug er ein Fenster ein (Urk. O4 S. 3 S. 34 f., Urk. 29 S. 5 

f.). Demzufolge ging der Beschuldigte entgegen der Verteidigung auch in anderen 

Fällen ähnlich wie vorliegend vor.  

10.6. Gestützt auf die obigen Erwägungen können die Anklagevorwürfe der Dos-

siers 17 und 18 erstellt werden. 

11. Dossier 24 

11.1. Der entsprechende Anklagesachverhalt findet sich in der Anklageschrift 

(Urk. 2 S. 28 f.). Die Vorinstanz hat diesen zutreffend zusammengefasst (Urk. 54 

S. 97 lit. M Ziff. 1).  

11.2. Der Beschuldigte hat den Sachverhalt anerkannt mit Ausnahme des Auf-

brechens der Eingangstüre mit einem Geissfuss (O 4 Urk. 3.2. S. 5; Urk. 29 

S. 54). Anlässlich der Hauptverhandlung räumte der Beschuldigte ein, dass er das 

gemacht habe, was ihm in der Anklageschrift vorgehalten werde (Urk. 29 S. 51). 

Auf die Frage, ob die Hütte nicht abgeschlossen gewesen sei, sagte der Beschul-

digte, soweit er sich erinnern könne, sei die Türe offen gewesen. Demgegenüber 

führte der Mitbeschuldigte B._____ aus, dass er gesehen habe, wie der Beschul-

digte die Tür mit einem Kuhfuss aufgebrochen habe. Der Beschuldigte sagte da-

zu, dass ihn das störe. Er habe das nicht gemacht. Er könne sich nicht daran er-

innern. Er habe keinen Kuhfuss in der Hand gehabt (Urk. 29 S. 54). In der Beru-

fungsverhandlung wiederholte der Beschuldigte, sich nicht daran zu erinnern, die 

Eingangstür aufgebrochen zu haben. B._____ lüge (Urk. 101 S. 9). Bei diesen 

Aussagen des Beschuldigten fällt auf, dass er zwar bestreitet, die Tür aufgebro-

chen zu haben, sich aber gleichzeitig nicht daran erinnern will. Es ist deshalb da-

von auszugehen, dass es sich um Schutzbehauptungen handelt.  

11.3. Mit der Vorinstanz (Urk. 54 S. 97) ist gestützt auf den Rapport der Kan-

tonspolizei Thurgau vom 11. Dezember 2013 (Urk. D24 1), die Fotodokumentati-

- 37 - 

on der Kantonspolizei Thurgau vom 11. Dezember 2013 (Urk. D24 3 Bilder 2 und 

3) und die glaubhaften Aussagen des Mitbeschuldigten B._____, erstellt, dass die 

Türe vom Beschuldigten aufgebrochen wurde. Der eingeklagte Sachverhalt ist 

damit erstellt.  

12. Dossier 20 

12.1. Der Anklagesachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 24 f.). 

Die Vorinstanz hat den Sachverhalt zutreffend zusammengefasst (Urk. 54 S. 99 f. 

lit. N Ziff. 1).  

12.2. Der Beschuldigte hat stets bestritten, etwas mit diesem Delikt zu tun ge-

habt zu haben und ficht demensprechend auch den vorinstanzlichen Schuld-

spruch an.  

12.3. Die Vorinstanz hat die massgeblichen Beweismittel zutreffend aufgeführt 

und ausführlich wiedergegeben (Urk. 54 S. 100 ff.). Nach umfassender Würdi-

gung kommt sie zum richtigen Schluss, dass der Sachverhalt erstellt sei (Urk. 54 

S. 108). Soweit der Verteidiger wiederum geltend macht, es komme eine alter-

native Täterschaft in Frage (Urk. 98 N 77), ist dem zu entgegnen, dass es keinen 

erkennbaren Grund für den Mitbeschuldigten B._____ gibt, den Beschuldigten zu 

Unrecht derart zu belasten (vgl. Ziff. 3.5.). Ebenso wenig gibt es Anhaltspunkte 

auf eine Tatbeteiligung von AY._____ (vgl. Ziff. 7.3.). 

13. Dossier 21 

13.1. Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 25 f.). Ei-

ne zutreffende Zusammenfassung findet sich im vorinstanzlichen Urteil (Urk. 54 

S. 111).  

13.2. Der Beschuldigte bestritt eine Tatbeteiligung seinerseits und verlangt im 

Rahmen der Berufung einen Freispruch.  

13.3. Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel vollständig aufgeführt 

und ist entsprechend auf diese eingegangen (Urk. 54 S. 112 ff.). Die Vorinstanz 

- 38 - 

hat die Aussagen des Mitbeschuldigten B._____ umfassend analysiert und als 

glaubhaft eingestuft, was nicht zu beanstanden ist (Urk. 54 S. 115 f. lit. c).  

13.4. Vor Vorinstanz hat der amtliche Verteidiger ausgeführt, dass der Mit-

beschuldigte B._____ behauptet habe, dass A._____ auf der anderen Strassen-

seite in einem Wald gewartet habe. Schaue man sich die Luftaufnahme des Ortes 

an, an dem das Fahrzeug gestanden habe, so falle auf, dass um den Tatort her-

um einzig Felder seien. Von einem Wald sei keine Spur. In der Schlusseinver-

nahme vom 4. März 2015 habe der Mitbeschuldigte B._____ dann ausgesagt, 

dass A._____ in einem Gebüsch auf der anderen Strassenseite gewartet habe. 

Diese Aussagen würden sich somit als unglaubhaft erweisen (Urk. 32 S. 42 f. 

Rz. 149).  

In der Konfrontationseinvernahme vom 15. Oktober 2014 sagte der Mitbeschul-

digte B._____, der Beschuldigte sei auf der gegenüberliegenden Strassenseite in 

einer Art Wäldchen gewesen (Urk. O4 1.1 S. 4). Anlässlich der Hauptverhandlung 

erklärte der Mitbeschuldigte B._____ dann, der Beschuldigte habe im oder hinter 

dem Gebüsch gewartet (Urk. 29 S. 42). Wenn man sich die Luftaufnahmen des 

Tatorts und der daran entlangführenden BZ._____-strasse in CA._____ [Ort-

schaft] anschaut (google maps), kann man eine die Strasse säumende Reihe 

Bäume oder Büsche erkennen. Diese Feststellung deckt sich folglich mit den 

Aussagen des Mitbeschuldigten B._____, wobei diese nicht widersprüchlich sind, 

nur weil er einmal von "einer Art Wäldchen" und ein anderes Mal von "Gebüsch" 

sprach, da es sich dabei lediglich um eine Definitionsfrage handelt.  

13.5. Weiter macht die Verteidigung geltend, dass die GPS-Daten in Bezug auf 

die Anwesenheit von A._____ nichts zu beweisen vermögen. Die Geschädigte 

CB._____ habe wiederholt erklärt, dass sie nur einen Täter gesehen habe. Der 

amtliche Verteidiger hat weiter geltend gemacht, aus den Telefondaten lasse sich 

erkennen, dass A._____ noch um 02:14 Uhr in Q._____ mit seiner damaligen 

Freundin telefonischen Kontakt gehabt habe und auch um ca. 07:10 Uhr wieder 

mit ihr in Kontakt gestanden sei. In der Zwischenzeit habe er geschlafen. Beach-

tenswert sei vorliegend auch, dass ab diesem Delikt und bei sämtlichen nachfol-

genden Delikten das Fahrzeug einzig auf den Namen von B._____ gemietet wor-

- 39 - 

den sei und es somit nicht mehr ein gemeinsam gemietetes Fahrzeug gewesen 

sei. Neben den Aussagen des Mitbeschuldigten B._____ gebe es kein einziges 

Beweismittel, das auf die Anwesenheit des Beschuldigten schliessen lassen wür-

de. Es gebe keine DNA-Spuren und die Geschädigte habe nur einen Täter gese-

hen (Urk. 32 S. 43 Rz 150-153).  

Die GPS-Daten allein beweisen tatsächlich nicht, wer sich im fraglichen Fahrzeug 

befunden hat. Sie zeigen aber auf, dass der VW Polo ab 02:50 Uhr von der 

BW._____-strasse 2, Q._____, weg gefahren wurde, zwischen 03:24 Uhr und 

04:52 Uhr in der Nähe des Tatortes parkiert wurde und um 05:18 Uhr wieder nach 

Q._____ zurück gefahren wurde (Urk. D21 6 S. 1, 2 und 4). Dem Beschuldigten 

war es in zeitlicher Hinsicht ohne weiteres möglich, die vom Verteidiger angeführ-

ten Telefongespräche mit der damaligen Freundin vor der Wegfahrt und nach der 

Rückkehr nach Q._____ zu führen.  

Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass auf der Rechnung der BE._____ AG vom 

8. Januar 2014 (Mietdauer 7. November 2013 bis 8. Januar 2014) an B._____ für 

den Opel Corsa; ZH 5, A._____ als Fahrer 2 aufgeführt ist (Urk. O7 2/8), was im 

Widerspruch zur Behauptung der Verteidigung steht. In den Akten, welche beim 

Beschuldigten sichergestellt wurden, befindet sich sodann eine handschriftliche 

Aufstellung, aus der hervorgeht, dass Autokosten bis 15. Dezember 2013 in der 

Höhe von Fr. 750.- und Tanken etc. bis 26. Dezember 2013 in der Höhe von 

Fr. 480.- angefallen sind (Urk. O7 2/11 S. 3), was wiederum für eine Mitbenutzung 

des Mietfahrzeugs durch den Beschuldigten spricht.  

13.5.1. Mit der Vorinstanz (Urk. 54 S. 116) ist demnach gestützt auf die vorhan-

denen Beweismittel davon auszugehen, dass der Sachverhalt erstellt ist.  

14. Dossier 23 

14.1. Der entsprechende Anklagesachverhalt ist der Anklageschrift zu entneh-

men (Urk. 2 S. 26 f.) und wurde von der Vorinstanz zutreffend zusammengefasst 

(Urk. 54 S. 119).  

- 40 - 

14.2. Wiederum bestreitet der Beschuldigte, mit diesem Delikt etwas zu tun zu 

haben und ficht den vorinstanzlichen Schuldspruch an. Soweit die Verteidigung 

anführt, das Anklageprinzip sei verletzt (Urk. 98 N 82 ff.), ist auf die bereits dazu 

gemachten Erwägungen zu verweisen (Ziff. I. 3.5.). Demnach ist im Ingress der 

Anklageschrift umschrieben, was dem Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten 

B._____ vorgeworfen wird, wie auch, dass der Beschuldigte am Auskundschaften 

des Tatorts in gleich massgeblicher Weise beteiligt gewesen sein soll (Urk. 2 

S. 3).  

14.3. Die Vorinstanz hat die massgeblichen Beweismittel vollständig genannt 

und hat sie ausführlich wiedergegeben (Urk. 54 S. 120 f.). Sie kommt nach ent-

sprechender Würdigung zum zutreffenden Schluss, dass der Sachverhalt erstellt 

sei (Urk. 54 S. 125). Darauf kann vollumfänglich verwiesen werden.  

14.4. Die Verteidigung kritisiert am vorinstanzlichen Urteil, dass dieses verkenne, 

dass die Privatklägerin W._____ den Beschuldigten nie gesehen habe, was ein 

Widerspruch zu den Aussagen des Mitbeschuldigten B._____s sei, wonach der 

Beschuldigte die Postfiliale ausgekundschaftet habe und dabei gesehen habe, 

dass der Tresor offen gewesen sei. Es sei denkbar, dass der Mitbeschuldigte 

B._____ selber die Filiale ausgekundschaftet habe. Ausserdem sei der Raum, in 

dem der Tresor stehe, von aussen nicht einsehbar (Urk. 98 N 86). Die Privatklä-

gerin W._____ hat von sich aus ausgesagt, dass die Post von aussen einsehbar 

sei (Urk. D23 4/5 S. 8). Wie die Verteidigung darauf kommt, dass der Raum mit 

dem Tresor von aussen nicht einsehbar sei, begründet sie nicht. Es ist daher mit 

der Vorinstanz festzuhalten (Urk. 54 S 124), dass die Aussagen des Mitbeschul-

digten B._____ denjenigen der Privatklägerin W._____ nicht widersprechen. 

14.5. Schliesslich ist entgegen der Verteidigung (Urk. 98 N 87) und mit der  

Vorinstanz (Urk. 54 S. 127) davon auszugehen, dass die Verwendung der Imitati-

onswaffe vom gemeinsamen Tatplan der beiden Beschuldigten gedeckt war.  

- 41 - 

15. Dossier 25 

15.1. Der Anklagesachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 26 f.). 

Die Vorinstanz hat diesen zusammengefasst (Urk. 54 S. 128 f.), worauf verwiesen 

werden kann.  

15.2. Der Beschuldigte bestreitet einen Tatbeitrag seinerseits und ficht den vor-

instanzlichen Schuldspruch an.  

15.3. Die Vorinstanz hat die zur Verfügung stehenden Beweismittel genannt 

(Urk. 54 S. 129 lit. b). Ebenfalls hat sie sich mit den Einwänden der Verteidigung 

auseinandergesetzt (Urk. 54 S. 129 f. lit. ba-bc). Nach einer ausführlichen Würdi-

gung aller Beweismittel kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass der Sachverhalt 

erstellt sei (Urk. 54 S. 130-136). Darauf kann verwiesen werden.  

15.4. Der Mitbeschuldigte B._____ hat glaubhaft ausgesagt, dass der Entschluss 

zum Überfall in der Nacht davor gefasst wurde, wobei die Idee schon vorher da 

gewesen sei. Lebensnah schilderte er, wie der Beschuldigte gesagt habe, er 

brauche Geld, um mit seiner Freundin etwas unternehmen zu können und wie er 

(B._____) am Tag der Tat dem Beschuldigten seine Bedenken mitgeteilt habe, 

wobei dieser gemeint habe, dass Frühstückszeit sei und dann alle im Restaurant 

seien und niemand etwas davon mitbekommen würde (Urk. D25 6/5 S. 4 f.). Auch 

wenn die Tat bereits am Tag nach der nächtlichen Entschlussfassung begangen 

wurde, haben die beiden Beschuldigten entgegen der Verteidigung (Urk. 98 N 90) 

die Tat dennoch geplant. Sie besprachen beispielsweise, welche Geschichte der 

Mitbeschuldigte B._____ der Post-Angestellten erzählen sollte (Urk. O4 1.1 

S. 21). Der Beschuldigte wirkte wesentlich bei der Entschlussfassung und der 

Planung der Tat mit, weshalb mit der Vorinstanz von einer mittäterschaftlichen 

Tatbegehung auszugehen ist (Urk. 54 S. 138).  

16. Dossier 26 

16.1. Der Anklagesachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 30 f.) 

und wurde von der Vorinstanz zutreffend zusammengefasst (Urk. 54 S. 139 f. 

Ziff. 1).  

- 42 - 

16.2. Der Beschuldigte hat den Schuldspruch betreffend Raub – mit Ausnahme 

der Qualifikation der Bandenmässigkeit und des Vergehens gegen das Waffenge-

setz – akzeptiert, ist jedoch mit dem Sachverhalt betreffend sein Wissen über die 

Verwendung der Imitationswaffe und der Fesselung der Privatklägerinnen nicht 

einverstanden (Urk. 98 N 99). Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der 

Sachverhalt erstellt ist (Urk. 54 S. 153). In Bezug auf das Wissen des Beschuldig-

ten um die Verwendung der Imitationswaffe durch den Mitbeschuldigten B._____ 

und um die Fesselung der Privatklägerinnen kann auf die ausführlichen und zu-

treffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 54 S. 152 f.).  

17. Dossier 27 

17.1. Der Anklagesachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 32 f.). 

Die Vorinstanz hat den Anklagevorwurf zusammengefasst (Urk. 54 S. 156 f. lit. 

S Ziff. 1). Darauf kann verwiesen werden.  

17.2. Der Sachverhalt ist vom Beschuldigten grundsätzlich anerkannt worden 

(Urk. 98 N 102). Der Beschuldigte lässt jedoch im Berufungsverfahren vorbringen, 

er habe den Tatort vor der Tat nicht ausgekundschaftet, was durch die RDI seines 

Mobiltelefons belegt werde (Urk. 98 N 103). Dem ist wiederum zu entgegnen, 

dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Beschuldigte sein Mobiltelefon 

zu Hause gelassen hat, weshalb auf die glaubhaften Aussagen des Mitbeschul-

digten B._____ abzustellen ist, wonach sie den Tatort zusammen ausgekund-

schaftet hätten (vgl. dazu die Erwägungen des vorinstanzlichen Urteils in Urk. 54 

S. 158). 

18. Rechtliche Würdigung 

Die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz zur Qualifikation als Raub im Sinne 

von Art. 140 Ziff. 1 StGB betreffend die Dossiers 16, 20, 21, 23, 25, 26 und 27 

sowie zur Qualifikation als Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB betreffend 

die Dossiers 1, 2, 3, 5, 36, 7, 9, 10, 11, 13, 17, 18 und 19 sind – mit der Ein-

schränkung, dass es sich beim Vorfall gemäss Dossier 36 um einen Versuch 

(vgl. oben Ziff. 5.4.) handelt – zutreffend und unbestritten. Die Versuche gemäss 

- 43 - 

Dossier  16 und 36 gehen in den übrigen vollendeten qualifizierten Delikten des 

bandenmässigen Diebstahls bzw. des bandenmässigen Raubes auf (BGE 123 

IV 113 E. 2d für Gewerbsmässigkeit, zur Bandenmässigkeit nachfolgend) und 

werden deshalb im Dispositiv nicht explizit erwähnt. 

18.1. Zur Frage der Mittäterschaft hat die Vorinstanz konstatiert (Urk. 54 S. 154), 

dass beide Beschuldigten den Raubüberfall gemeinsam vorbereitet und ausge-

führt hätten und jeder der Beschuldigten mit den Handlungen des anderen aus-

drücklich oder stillschweigend einverstanden gewesen sei, weshalb ihnen die 

Handlungen des jeweils anderen wie ihre eigenen zugerechnet würden. Beide er-

füllten damit den objektiven und subjektiven Tatbestand des Raubes im Sinne von 

Art. 140 Ziff. 1 StGB. Dass der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ die 

ihnen vorgeworfenen Taten in Mittäterschaft begingen, bestreitet die Verteidigung 

nicht, weist jedoch die Annahme der Bandenmässigkeit zurück. Insbesondere 

macht sie geltend, dass an der Kritik der gerichtlichen Praxis festzuhalten sei, 

wonach auch zwei Personen eine Bande darstellen könnten. Es werde für die An-

nahme der Bandenmässigkeit eine besondere Konstellation verlangt, die den 

Ausstieg aus der Bande besonders erschwere, woraus sich die Gefährlichkeit der 

Bande ergebe. Dies liege gemäss Bundesgericht etwa bei besonders freund-

schaftlich oder familiär verbundenen Tätern vor. Davon könne vorliegend keine 

Rede sein. Die Beschuldigten seien weder verwandt, noch besonders befreundet 

gewesen. Es sei keinem der beiden möglich gewesen, den anderen derart unter 

Druck zu setzen, dass ihm der Ausstieg erschwert worden wäre. Diese Voraus-

setzung werde aber vom Bundesgericht für die Annahme der Bandenmässigkeit 

verlangt.  

Die Beschuldigten hätten weiter keinen Vorsatz in Bezug auf die künftige Bege-

hung selbständiger aber derzeit noch unbestimmter Straftaten gehabt. Es habe 

sich um Spontanaktionen gehandelt. Ausserdem müsse dem Beschuldigten für 

jedes einzelne Delikt die Begehung als Mitglied einer Bande nachgewiesen wer-

den. Bei Dossier 23 und 28 sei aber offenkundig ein Einzeltäter am Werk ge-

wesen. Weiter seien gerade die Raubtaten mit wenigen Ausnahmen allein vom 

Mitbeschuldigten B._____ begangen worden, weshalb es an der besonderen Ge-

fährlichkeit fehle. Deshalb sei die von der Anklägerin geforderte Qualifikation des 

- 44 - 

Tatbestands nicht gegeben, weshalb der Strafrahmen auch im Falle einer Schul-

digsprechung nicht erhöht werde und auch keine zweijährige Mindeststrafe zur 

Anwendung gelange (Urk. 103 S. 9 f.). 

18.2. Die Staatsanwaltschaft hält dagegen, dass der Mitbeschuldigte B._____ 

ausgeführt habe, es sei bereits bei den ersten Einbrüchen darum gegangen, Ein-

bruchswerkzeuge zu beschaffen. Das bedeute, dass schon zu diesem Zeitpunkt 

eine bandenmässige Begehung und mehrere Einbruchdiebstähle zumindest ge-

plant gewesen seien. Man habe auch ein spezielles Verhaltensmuster. Zuerst ha-

be es eine Reihe von Einbruchdiebstählen gegeben, dann sei es zu einem ver-

suchten Raub gekommen, der wegen des Widerstands des Opfers gescheitert 

sei. Wenige Tage später sei es zu Einbruchdiebstählen in Schützenhäusern ge-

kommen, wobei eine Imitationswaffe erbeutet worden sei und die Folge sei gewe-

sen, dass es fast nur noch Raubüberfälle gegeben habe, bei denen diese Waffe 

eingesetzt worden sei. Es habe sich also eine Planung vom ersten Moment an auf 

eine fortgesetzte Begehung abgezeichnet, weshalb Bandenmässigkeit sowohl be-

treffend Raub wie auch betreffend Diebstahl gegeben sei (Prot. II S. 17 f.).  

18.3. Die besondere Gefährlichkeit bandenmässiger Tatbegehung besteht darin, 

dass durch den Zusammenschluss und die damit verbundene Kenntnis der ande-

ren Bandenmitglieder der Ausstieg aus der deliktischen Tätigkeit erheblich er-

schwert und die Deliktsverübung selbst erleichtert wird (BSK StGB II,  

Niggli/Riedo, 3. Auflage 2013, Art. 140 N 70). Es kann hierzu auf die zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 54 S. 174 ff.). Ergänzend ist 

zu bemerken, dass der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ zuerst ge-

meinsam Diebstähle begingen, wobei meist der Beschuldigte Schmiere stand, um 

schliesslich mehrere Raubtaten mit meist umgekehrter Arbeitsteilung zu begehen. 

Zudem halfen sie sich gegenseitig in Bezug auf das Fahren, das Abtransportieren 

der Beute und das in-Schach-halten einer zweiten Geschädigten (Dossier 26). 

Durch diese gegenseitigen und für den Erfolg der Taten wichtigen Unter-

stützungsleistungen wurde die deliktische Tätigkeit klar erleichtert. Daraus geht 

auch eine Rollen- bzw. Arbeitsteilung hervor, die für eine gewisse Organisation 

spricht, welche eine Bande ausmacht (vgl. BGE 135 IV 158 E. 3.2.).  

- 45 - 

Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte und der Mitbe-

schuldigte B._____ bereits beim ersten Einbruch (Dossier 1) Werkzeug stahlen, 

um damit die nächsten Einbrüche erfolgreich bewerkstelligen zu können. Dem-

nach planten sie bereits – wenn auch möglicherweise erst in groben Zügen – wei-

tere Diebstähle und haben damit entgegen der Verteidigung ihren Willen für wei-

tere Delikte konkludent zum Ausdruck gebracht.  

Ebenfalls ist mir der Staatsanwaltschaft festzuhalten, dass der Beschuldigte und 

der Mitbeschuldigte B._____ zuerst Einbruchdiebstähle begingen und danach,  

offenbar um mehr Beute zu machen (Urk. O4 3 S. 45), Raubüberfälle, wobei nach 

dem ersten erfolglosen Raub (Dossier 16) kurz darauf eine Imitationswaffe ent-

wendet wurde (Dossier 17) und die nachfolgenden Raubtaten alle – bis auf eine 

(Dossier 25) – mit dieser begangen wurden. Spätestens im Zeitpunkt des Dieb-

stahls der Imitationswaffe planten der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte 

B._____ die Raubtaten – wenn auch möglicherweise nur rudimentär. Dadurch, 

dass sie sich gegenseitig bei den Delikten unterstützten und weitere Delikte je-

weils vorhersehbar waren, entstand ausserdem ein gewisser Druck und ein Aus-

steigen war für jeden der beiden erschwert. Dies umso mehr, als der Beschuldigte 

und der Mitbeschuldigte A._____ auch noch zusammen im selben Haus wohnten, 

wodurch ein gegenseitiges Ausweichen schwierig war. Es kann von einem fest 

verbundenen und stabilen Team gesprochen werden, was über die reine Mittäter-

schaft hinausgeht (dazu BGE 135 IV 158, E. 3.2.), weshalb von Bandenmässig-

keit auszugehen ist.  

18.4. Der Beschuldigte ist deshalb des bandenmässigen Diebstahls im Sinne 

von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB und des bandenmässi-

gen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB 

schuldig zu sprechen.  

18.5. Im Übrigen ist die rechtliche Würdigung der Staatsanwaltschaft betreffend 

die mehrfache Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und den 

mehrfachen Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB, (Urk. 2 S. 2 f., S. 36) 

zutreffend und nicht bestritten (Urk. 103 S. 2). Was die Widerhandlungen gegen 

das Waffengesetz angeht, ist festzuhalten, dass diesbezüglich entgegen der Ver-

- 46 - 

teidigung (Urk. 103 N 13) eine Tatbegehung in Mittäterschaft möglich ist, auch 

wenn der Beschuldigte selber keine Waffe verwendet hat, da es sich bei diesem 

Delikt nicht um ein Sonderdelikt handelt. Die Verwendung der Imitationswaffe war 

wie die übrigen Tathandlungen des Mitbeschuldigten B._____ vom Vorsatz des 

Beschuldigten mitgetragen (vgl. oben Ziff. 14.5, 16.2). Der Beschuldigte ist des-

halb mit der Vorinstanz weiter wegen mehrfachen Vergehens gegen das Waffen-

gesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. g WG schuldig 

zu sprechen.  

19. Dossier 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15 

19.1. Die Anklagesachverhalte dieser Dossiers ergeben sich aus der Anklage-

schrift (Urk. 2 S. 6 f., S. 9 f., S. 12-14, S. 17, S. 19 f.). Die jeweiligen Anklagesa-

chverhalte wurden von der Vorinstanz richtig zusammengefasst (Urk. 54 S. 36-38 

lit. C Ziff. 1 lit. b-i). Die entsprechenden Anklagevorwürfe werden vom Beschuldig-

ten bestritten.  

19.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten von diesen Anklagesachverhalten 

freigesprochen (Urk. 54 S. 52).  

19.3. Die Staatsanwaltschaft ficht die Freisprüche an und führt dazu aus, dass in 

sämtlichen Dossiers, bei denen nicht mindestens einer der beiden Beschuldigten 

geständig gewesen sei, ein Freispruch erfolgt sei. Angesichts der erdrückenden 

Beweislage, welche vor dem Bezirksgericht Andelfingen dargelegt worden sei, 

seien die Freisprüche betreffend die Einbruchdiebstähle (Dossier 35, 4, 6, 8, 37, 

38, 12, 14, 15) nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz habe zwar zutreffend festge-

halten, dass die Annahme, eine unbekannte Drittperson habe die von A._____ 

und B._____ gemieteten Autos entwendet, für die Delikte gebraucht und danach 

unbemerkt wieder zurückgestellt, lebensfremd sei. Die Schlussfolgerung aus die-

sen deutlichen Feststellungen sei dann aber gewesen, dass dennoch nicht zwei-

felsfrei feststehe, dass die Beschuldigten die vorgeworfenen Delikte begangen 

hätten (Urk. 57 S. 3, Urk. 106 S. 4 f.).  

- 47 - 

19.4. Die Vorinstanz hat die Beweismittel zu den einzelnen Sachverhalten zutref-

fend aufgeführt und ist auf diese eingegangen. Sie hat dazu ausgeführt, dass der 

Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ in den vorliegenden Fällen weitge-

hend einzig aufgrund der GPS-Daten der jeweils vom Beschuldigten gemieteten 

Fahrzeuge Renault Twingo, ZH 1, und Renault Clio, ZH 2, mit den Delikten in 

Verbindung gebracht worden seien. Durch die GPS-Daten sei in allen Fällen er-

stellt, dass sich das jeweilige Mietfahrzeug zu den Tatzeiten in unmittelbarer Um-

gebung zu den Tatorten befunden habe. Die Vorinstanz äussert sich weiter zu all 

den Indizien, die für eine Täterschaft des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten 

B._____ sprechen und würdigt auch deren Angaben, wonach es möglich sei, 

dass auch andere Personen mit den Mietautos gefahren seien.  

Weiter führt die Vorinstanz durchaus richtig und nachvollziehbar aus, welche wei-

teren Umstände ebenfalls für die Täterschaft des Beschuldigten und des Mitbe-

schuldigten B._____ sprechen (Urk. 54 S. 49 ff.). Sie kommt dann aber zum 

Schluss, dass selbst wenn davon auszugehen sei, dass der Beschuldigte und der 

Mitbeschuldigte B._____ diesbezüglich mehr wissen würden, als sie zugäben, 

noch nicht zweifelsfrei davon ausgegangen werden könne, dass sie selber die 

vorgeworfenen Delikte begangen hätten. Weitere Beweismittel, wie etwa ein ver-

wertbares DNA-Profil, die eindeutig für ihre Täterschaft in diesen Fällen sprächen, 

würden nicht vorliegen (Urk. 54 S. 51 f.).  

19.5. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz ist zutreffend. Es ist aufgrund der 

GPS-Daten davon auszugehen, dass die jeweils gemieteten Fahrzeuge sich zu 

den Tatzeiten in der Nähe der Tatorte befanden. Weitere Indizien oder Beweismit-

tel für die Täterschaft des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten B._____ lie-

gen nicht vor. Allein gestützt auf die GPS-Daten lassen sich die entsprechenden 

Taten weder dem Beschuldigten noch dem Mitbeschuldigten B._____ zuordnen. 

Es wäre nämlich auch denkbar, dass einer der beiden diese Delikte allein oder mit 

einer Drittperson begangen hat. Demzufolge ist der Beschuldigte mit der Vo-

rinstanz in dubio pro reo von den Anklagevorwürfen der Dossiers 35, 4, 6, 8, 37, 

38, 12, 14 und 15 freizusprechen.  

- 48 - 

20. Dossier 28 

20.1. Der Sachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 33) und wurde 

von der Vorinstanz zutreffend zusammengefasst (Urk. 54 S. 164 f. lit. U Ziff. 1). 

Der Beschuldigte bestreitet diesen Anklagevorwurf.  

20.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten vom Vorwurf gemäss Dossier 28 

freigesprochen und erwogen, dass trotz einiger belastender Indizien vernünftige 

Zweifel daran vorliegen würden, dass sich der Sachverhalt wie in der Anklage-

schrift unter Ziffer 1 Dossier 28 umschrieben, zugetragen habe (Urk. 54 S. 172 f.).  

20.3. Die Staatsanwaltschaft hat den Freispruch angefochten und dazu in der 

Berufungserklärung und anlässlich der Berufungsverhandlung geltend gemacht, 

dass die Indizienkette betreffend B._____ sehr dicht sei und es auch einen Hin-

weis auf A._____ gebe. Die Zeugin AN._____ habe den Mitbeschuldigten 

B._____ bei der sequentiellen Auswalkonfrontation sofort erkannt und es seien 

bei ihr Emotionen hochgekommen. Dieses Beweismittel und auch die weiteren, 

seien im Urteil erwähnt worden (Urk. 54 S. 164-173). Die Mutmassung des Ge-

richts, möglicherweise hätten die Geschädigte AN._____ und auch der Zeuge 

CC._____ B._____ bei der Lebendwahl mit grosser Sicherheit wiedererkannt, weil 

B._____ gemäss dessen Aussagen zwei bis drei Monate vorher in der Post ge-

wesen sei, sei sehr lebensfremd. Noch befremdlicher sei die Schlussfolgerung, 

weil am Tatort nicht die DNA eines Beschuldigten vorgefunden worden sei, spre-

che dies dafür, dass der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ nicht am 

Tatort gewesen seien. Sie seien bestrebt gewesen, am Tatort keine Spuren zu 

hinterlassen. Der Tatnachweis sei durch die dichte Indizienkette erbracht, wes-

halb ein Schuldspruch zu erfolgen habe (Urk. 57 S. 3, Urk. 106 S. 5 f.).   

20.4. Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel richtig genannt (Urk. 54 

S. 165 lit. b). Sie hat die Aussagen der beiden Beschuldigten ausführlich wieder-

gegeben (Urk. 54 S. 165-167).  

20.5. Sowohl die Privatklägerin AN._____ wie auch der Zeuge CC._____ identi-

fizierten den Mitbeschuldigten B._____ mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit als 

Täter. Weder AN._____ noch CC._____ haben ausserdem einen zweiten Täter 

- 49 - 

gesehen (vgl. Urk. 54 S. 168 f.). Weiter geht aus den Akten hervor, dass der Mit-

beschuldigte B._____ dem Vermieter des AX._____ Pubs, CD._____, am 22. Ja-

nuar 2014, um ca. 17.00 Uhr, Fr. 1'200.- für die Miete vom 4. Dezember 2013 bis 

am 4. Januar 2014 für das Zimmer des Beschuldigten A._____ und diejenige für 

das Zimmer des Mitbeschuldigten B._____ vom 11. Januar 2014 bis 11. Februar 

2014, bezahlt hat. Bezahlt wurde vom Mitbeschuldigten B._____ mit einer Tau-

sendernote, einer Hunderternote und der Rest mit einer Fünfzigernote und Zwan-

ziger und Zehnernoten (Urk. D28 8/1). Ebenfalls bezahlte der Mitbeschuldigte 

B._____ gemäss Automiete-Abrechnung vom 22. Januar 2014 der CE._____ AG 

den Betrag von Fr. 467.75 (Urk. D28 11/5). Gleichentags bezahlte der Mitbe-

schuldigte B._____ der CF._____ AG für den Chevrolet Epica für die Mietdauer 

vom 22. Januar 2014 bis 29. Januar 2014, den Betrag von Fr. 1000.- in bar 

(Urk. D28 11/6). Bezüglich der Aussagen, woher dieses Geld stammte, verhed-

derte sich der Mitbeschuldigte B._____ in Widersprüche. Der Sachverhalt konnte 

schliesslich betreffend den Mitbe