# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dcc82f86-a26c-56fc-af36-35ee5c59b8f6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.11.2015 725 2015 127 / 295 (725 15 127 / 295)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2015-127---295_2015-11-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. November 2015 (725 15 127 / 295) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Die medizinischen Akten lassen eine zuverlässige Einschätzung des streitigen Integri-

tätsschadens zu. 

 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, 

Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin i.V. Stephanie 
Wirz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Radek Janis, Rechtsan-
walt, Usteristrasse 17, 8001 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Rechts-
dienst Personenversicherung, Wuhrmattstrasse 19-23, 
4103 Bottmingen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 

 
A.1 Der 1947 geborene A.____ war seit dem 1. August 1997 Geschäftsführer der 
B____GmbH in X.____ und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen National-
Versicherungs-Gesellschaft AG (heute: Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG 
[nachfolgend: Helvetia]) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

versichert. Am 17. September 2006 erlitt A.____ einen Unfall, wobei er beim Aussteigen aus 
der Badewanne mit dem rechten Bein ausrutschte und sich dabei eine Meniskusverletzung am 
rechten Knie zuzog. Am 16. November 2006 wurde eine Arthroskopie am rechten Knie durch-
geführt. Am 12. Juli 2007 musste aufgrund persistierender Knieschmerzen eine erneute Arthro-
skopie durchgeführt werden. Unmittelbar nach dem zweiten Eingriff verspürte der Beschwerde-
führer linksseitige Schulter- und Brustschmerzen. Nach einer kurzen Periode von vollständiger 
Arbeitsunfähigkeit nahm der Beschwerdeführer seine Arbeit ab dem 17. Juli 2007 wieder auf. 
Mit Verfügung vom 13. Januar 2009 stellte die National die Leistungen für das Knieleiden per 
31. Juli 2007 ein und verneinte eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit den Beschwerden 
im linken Schulterbereich aufgrund fehlender natürlicher Kausalität. Die dagegen gerichtete 
Einsprache wies sie mit Entscheid vom 22. September 2009 ab.  
 
A.2 Die vom Versicherten, vertreten durch Rechtsanwalt Radek Janis, hiergegen erhobene 
Beschwerde hat das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht), mit Urteil vom 28. Mai 2010 abgewiesen. Gegen diesen Entscheid erhob 
A.____ Beschwerde beim Bundesgericht. Mit Urteil vom 15. Dezember 2010 hiess die 
I. sozialrechtliche Abteilung die Beschwerde teilweise gut, hob das Urteil des Kantonsgerichts 
auf und wies die National an, nach Einholung eines versicherungsexternen Gutachtens über 
den Leistungsanspruch des Versicherten bezüglich der linksseitigen Schulterproblematik neu zu 
verfügen. In der Folge beauftragte die National Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Erstellung eines Gutachtens. 
 
A.3 Mit Verfügung vom 11. Juli 2014 hielt die National fest, dass die Einstellung der Versi-
cherungsleistungen mit der Verfügung vom 13. Januar 2009 per 31. Juli 2007 zu früh erfolgt sei 
und sie somit die weiteren Kosten der Heilbehandlung am Knie bis zum Behandlungsabschluss 
im Sommer 2008 übernehme. Die Beschwerden an der linken Schulter würden zudem als un-
fallkausal anerkannt und deren Behandlung sowie die Abklärungskosten ebenfalls bis zum Be-
handlungsabschluss im Sommer 2008 übernommen. Ein Anspruch auf eine Integritätsentschä-
digung sowie eine Invalidenrente lehne sie hingegen ab. Die Heilkosten und die Taggelder wür-
den per 8. Februar 2013 eingestellt. Die dagegen erhobene Einsprache lehnte die National mit 
Einspracheentscheid vom 27. Februar 2015 ab. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch Rechtsan-
walt Radek Janis, am 30. März 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, dass der 
Entscheid aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, ihm eine Integritätsent-
schädigung von mindestens 30% auszurichten. Eventualiter sei die Streitsache an die Be-
schwerdegegnerin mit der Auflage zurückzuweisen, die medizinischen Voraussetzungen gut-
achterlich abzuklären; alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung machte er im Wesentlichen 
geltend, dass die Schulterschmerzen erheblich und dauerhaft seien und er deshalb Anspruch 
auf eine Integritätsentschädigung habe. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 12. Juni 2015 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Abweisung der Beschwerde. 
 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und Art. 1 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 kann gegen Ein-
spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 ATSG das Versi-
cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerde-
erhebung ihren Wohnsitz hat. Gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
des Kantons Basel-Landschaft als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit sachlich 
und örtlich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen 
frist- und formgerecht – eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ist die versicherte Person 
infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente 
(Art. 18 Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 
angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche 
Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Leistungspflicht 
des Unfallversicherers setzt dabei immer voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und 
dem eingetretenen Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu 
BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 mit 
Hinweis) Kausalzusammenhang besteht. 
 
2.2 Im vorliegenden Verfahren ist unbestritten, dass zwischen dem Unfallereignis vom 
1. August 1997 und dem eingetretenen Schaden (linksseitige Knie- und Schulterbeschwerden) 
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Weiter ist zwischen den Parteien 
unbestritten, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist. 
 
2.3 Zu beachten ist, dass sich die von dem Versicherten gegen die Verfügung vom 11. Juli 
2014 erhobene Einsprache ausschliesslich gegen die Ablehnung des Anspruchs auf eine Integ-
ritätsentschädigung richtete. Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Rügeprin-
zip im Einspracheverfahren und zur Frage der Teilrechtskraft von nicht angefochtenen Verfü-
gungsbestandteilen (vgl. BGE 119 V 347 ff.) ist festzustellen, dass der Entscheid betreffend die 
Invaliditätsrente in Rechtskraft erwachsen ist. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerde-
verfahrens bildet somit einzig der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. 
 
3.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemesse-
ne Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verord-

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als 
dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang 
besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, un-
abhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). 
 
3.2 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung 
gewährt. Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der Schwere des Integ-
ritätsschadens, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahres-
verdienstes nicht übersteigen darf. Diese beurteilt sich nach dem medizinischen Befund. Bei 
gleichem medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird 
abstrakt und egalitär bemessen. Die Integritätsentschädigung der Unfallversicherung unter-
scheidet sich daher von der privatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der immaterielle Nachteil 
individuell unter Würdigung der besonderen Umstände bemessen wird. Es lassen sich im Ge-
gensatz zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht (vgl. BGE 112 II 133 E. 2) ähnli-
che Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizinischer Grundlage allgemein gültige 
Regeln zur Bemessung des Integritätsschadens aufstellen; spezielle Behinderungen der be-
troffenen Person durch den Integritätsschaden bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung 
des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; 
auch geht es bei ihm nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-
theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei 
subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 221 E. 4b mit Hin-
weisen; RKUV 2001 Nr. U 445 S. 555 ff.). 
 
3.3 Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von 
dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht, im Anhang 3 zur UVV Richtlinien für 
die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, 
nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 32 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schä-
den prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritäts-
schäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchst-
betrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder 
nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgelei-
tet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen 
Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs 
wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird 
der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, 
wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes 
ergäbe (Ziff. 2). 
 
3.4 Die medizinische Abteilung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) hat 
in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellari-
scher Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen 
stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien und das Gericht nicht verbindlich, 
umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Pro-
zentsatz des Integritätsschadens für den Regelfall gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit de-
nen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem An-
hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a). 
 
3.5 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung han-
delt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztli-
che Unterstützung angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund 
der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen 
offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von 
einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur-
teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 2. Juni 2010, 8C_62/2010, E. 3.2). 
 
3.6 Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen sodann nach dem für den Sozialversi-
cherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie 
alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei-
den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4. Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts sind im Wesentlichen folgende Be-
richte zu berücksichtigen: 
 
4.1 Dr. med. D.____, FMH Anästhesiologie, hielt in seinem Bericht vom 7. September 2007 
fest, dass der Versicherte anfangs über punktförmige und später über flächenförmige bewe-
gungsabhängige Schmerzen in der seitlichen vorderen linken Brustwand geklagt habe, nicht 
jedoch über Schulterschmerzen. Dr. D.____ befand eine muskuläre Dysbalance und myofaszia-
le Beschwerden im Bereich des Nackens, des Schultergürtels und der Brustwandmuskulatur 
auf der linken Seite.  
 
4.2 Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie, diagnostizierte am 18. Juni 2008 einen Schulter-
schmerz links, welcher postoperativ nach Arthroskopie des rechten Knies aufgetreten sei sowie 
eine ausgeprägte muskuläre Dysbalance mit myofaszialem Schmerzsyndrom unklarer Ätiologie. 
In seinem Bericht vom 29. August 2008 führte er aus, dass die vom Versicherten angegebenen 
Schulterschmerzen von mechanischem Charakter seien. Eine durch den Eingriff beziehungs-

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

weise die Narkose provozierte Läsion könne nicht festgestellt werden. Es fänden sich auch mul-
tiple myofasziale Veränderungen im Schultergürtel. Die manuelle Behandlung dieser Strukturen 
habe zu einer Linderung und schliesslich zum Verschwinden der Beschwerden geführt. Das 
Lösen der Fazetten unter Chiropraktik habe zuvor bereits eine Linderung ergeben. Die erneuten 
Manipulationen hätten ein eher wechselndes Ansprechen gezeigt, weshalb man sich für die 
Infiltrationen entschieden habe, welche die Beschwerden sodann zum Verschwinden gebracht 
hätten. 
 
4.3 Dr. C.____ hielt in ihrem Bericht vom 7. Mai 2013 fest, dass die Untersuchung der obe-
ren Extremitäten an beiden Schultergelenken keine Druckschmerzen ergeben habe. Der aktive 
Bewegungsumfang beider Schultergelenke sei in den Ebenen. Die passive Überprüfung der 
Rotation habe rechts altersentsprechende Normalbefunde ergeben. Links sei die Aussenrotati-
on bei herabhängendem Oberarm endphasig eingeschränkt. Die neurologische Untersuchung 
habe eine seitengleiche Sensibilität an den oberen und unteren Extremitäten gezeigt. Die Über-
prüfung der Muskeleigenreflexe sei bei muskulärer Anspannung erschwert gewesen, es habe 
bei Anhalt jedoch auf seitengleiche Normalbefunde geschlossen werden können. Dr. C.____ 
diagnostizierte funktionelle Beschwerden im Musculus pectoralis minor und im Ursprung des 
Musculus supraspinatus der linken Seite. Der Schmerz habe sich während der Befragung des 
Versicherten unter muskulärer Anspannung auf diese beiden Strukturen konzentriert. Die Kau-
salität zwischen der Knie-Operation und den Beschwerden im linken Schulter- und Brustbereich 
sei überwiegend wahrscheinlich gegeben. Den verschiedenen seither unternommenen Thera-
pie- und Behandlungsmassnahmen sei kein Behandlungserfolg zugekommen. Das Vorliegen 
eines Integritätsschadens wurde von Dr. C.____ verneint.  
 
4.4 Die National bat sodann Dr. med. F.____, FMH Manuelle Medizin, um eine schriftliche 
Stellungnahme zur Integritätsentschädigung und zu den objektivierbaren Feststellungen von 
Dr. C.____. In seinem Bericht vom 19. November 2014 führte er aus, dass Dr. C.____ weder im 
Bereich der Schulter noch in demjenigen des rechten Kniegelenks einen pathologischen Befund 
beschrieben habe. Es verblieben somit nur die subjektiven Angaben des Versicherten, welche 
sich nicht objektivieren liessen. Aufgrund dieser rein subjektiven Angaben und der Tatsache, 
dass die beklagten Schmerzen das Erfordernis der Dauerhaftigkeit und dasjenige der Erheb-
lichkeit nicht erfüllten, bestehe kein Integritätsschaden. 
 
5. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts vollumfänglich auf die Berichte von Dr. C.____ vom 7. Mai 2013 und Dr. F.____ vom 
19. November 2014 und verneinte in der Folge das Vorliegen eines Integritätsschadens. Diese 
vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Die von der Beschwerdegegnerin 
übernommenen Ergebnisse, zu denen die Dres. C.____ und F.____ gelangt waren, beruhen 
auf einem sorgfältigen Studium der vorhandenen medizinischen Akten. Die Berichte erweisen 
sich sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der dar-
aus gezogenen Schlussfolgerungen als überzeugend, weshalb vollumfänglich darauf abgestellt 
werden kann. Wenn der Beschwerdeführer dagegen einwendet, dass seine Beschwerden einer 
starken schmerzbedingten Funktionseinschränkung in der Wirbelsäule gleichkommen würden, 
kann ihm nicht gefolgt werden. Nach den überzeugenden Ausführungen von Dr. C.____ kon-

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zentrieren sich die Schmerzen des Versicherten auf die kleine Brustmuskulatur, was höchstens 
zu einer relativ geringen Einschränkung in der Bewegungsfreiheit führt. Nach den vorliegenden 
medizinischen Akten ist die Erheblichkeitsgrenze für die Zusprache einer Integritätsentschädi-
gung nicht erreicht. Der Beschwerdeführer bringt keine Gründe vor, die Zweifel an der Beurtei-
lung der medizinischen Experten Dres. C.____ und F.____ zu rechtfertigen vermögen. Vielmehr 
lassen diese eine zuverlässige Einschätzung des streitigen Integritätsschadens zu, weshalb in 
antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf die 
vom Beschwerdeführer beantragte zusätzliche Abklärung verzichtet werden kann. Nach dem 
Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu beanstanden. Die dagegen erho-
bene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
6. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG 
hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. 
Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentli-
chen Kosten sind entsprechend dem Prozessausgang wettzuschlagen. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht