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**Case Identifier:** bf27739a-f603-592a-b76c-6e802e091e1b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.09.2017 200 2017 438
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-438_2017-09-25.pdf

## Full Text

200 17 438 IV
FUR/GUA/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 25. September 2017

Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Gurtner

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin und Notarin lic.iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. März 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2017, IV/17/438, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 25. Februar 2014 unter Hinweis auf eine zystische Raum-
forderung der hinteren Schädelgrube (Hämangioblastom) bei der Invaliden-
versicherung zum Leistungsbezug an (Antwortbeilagen der Invalidenversi-
cherung [AB] 30). Nach Abklärung des medizinischen Sachverhalts und 
Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; 
AB 68) sowie eines polydisziplinären Gutachtens der C.________ (ME-
DAS) vom 9. Juni 2016 (AB 101.1) stellte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) der Versicherten mit Vorbescheid vom 28. Oktober 
2016 (AB 107) eine Viertelsrente in Aussicht. Nach erhobenem Einwand 
(AB 109 und 115) und Einholung einer weiteren Stellungnahme des RAD 
(AB 120), teilte die IVB der Versicherten mit Schreiben vom 15. Februar 
2017 (AB 122) mit, dass eine weitere polydisziplinäre Untersuchung ange-
zeigt sei. Dieses Vorgehen lehnte die Versicherte mit Schreiben vom 
17. Februar 2017 und 16. März 2017 (AB 124 und 129) ab. Nach Einholung 
einer erneuten Stellungnahme des RAD (AB  128) hielt die IVB mit Verfü-
gung vom 27. März 2017 (AB 135) an ihrem Entscheid, der Anordnung 
eines polydisziplinären Gutachtens, fest.

B.

Hiergegen lässt die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 8. Mai 2017 Beschwerde erheben und beantragen, die 
verfahrensleitende Verfügung vom 27. März 2017 sei aufzuheben und ihr 
sei die ihr gesetzlich zustehende Rentenleistung zuzusprechen. Eventuali-
ter sei nach Einholung von Antworten und Ergänzungsfragen an die ME-
DAS-Gutachter über die der Beschwerdeführerin gesetzlich zustehenden 
Rentenleistungen zu entscheiden. Subeventualiter sei die Sache zur Einho-
lung von Antworten und Ergänzungsfragen an die MEDAS-Gutachter und 
zum darauffolgenden Entscheid über den der Beschwerdeführerin zuste-
henden Rentenanspruch an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2017, IV/17/438, Seite 3

Subsub-eventualiter sei ein Gutachten bei einem Neurochirurgen einzuho-
len und sodann über den Rentenanspruch zu entscheiden.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2017 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenver-
fügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 
SR 172.021]); solche können unter anderem dann angefochten werden, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(BGE 132 V 93 E. 6.1 S. 106). Diese Anfechtbarkeitsvoraussetzung ist für 
das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IV-Angelegenheiten zu beja-
hen, womit die entsprechende Verfügung unter Erhebung aller gesetzlich 
vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten wer-
den kann (BGE 138 V 271 S. 275 E. 1.1 und 1.2.1 sowie S. 276 E. 1.2.3, 
137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 
Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 

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[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist grundsätzlich auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 
27. März 2017 (AB 135). Streitig und zu prüfen ist einzig die Frage, ob die 
Beschwerdegegnerin zu Recht eine weitere polydisziplinäre Untersuchung 
angeordnet hat. Soweit die Beschwerdeführerin die Zusprechung einer 
Invalidenrente verlangt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Vorlie-
gend hat sich die Beschwerdegegnerin noch nicht dazu geäussert, die Fra-
ge, ob ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht, ist somit nicht Gegen-
stand des Anfechtungsobjekts (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 
UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.2 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so 
gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gut-

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achter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG). 

2.3 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) so-
wie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht personen-
bezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich 
oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: un-
nötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). 
Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern 
(BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem 
zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die 
durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und bidis-
ziplinären Expertisen die von ihr ausgewählten Gutachter) und die Namen 
der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung 
der Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) 
personenbezogener Einwendungen hinzu (BGE 140 V 507 E. 3.1 S. 510, 
139 V 349 E. 5.2.2.2 S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 
S. 257).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ergibt sich aus den Akten im Wesentlichen 
Folgendes:

3.1.1 Im MEDAS-Gutachten vom 9. Juni 2016 (AB 101.1), welches auf 
einer allgemeininternistischen Untersuchung sowie auf den Fachgutachten 
in den Bereichen Neurologie, Neuropsychologie und Psychiatrie basiert, 
diagnostizierten die Gutachter – unter Berücksichtigung aller Fachgebiete – 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Konzentrations- und Belast-
barkeitsminderung nach Exstirpation eines Hämangioblastoms, WHO 
Grad I cerebellär links, am 31. Januar 2014 sowie eine mittelgradig herab-
gesetzte psychomentale Dauerbelastbarkeit als Folge der Tumorerkran-
kung und bei fortdauernder depressiver Erkrankung. Ohne Auswirkung auf 

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die Arbeitsfähigkeit sei ein Zustand nach einer Depression (weitgehend 
remittiert; AB 101.1 S. 24). Aus interdisziplinärer Sicht ergebe sich eine 
Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in einer 
Verweistätigkeit von 50%; dabei gelte für letztere das seitens der psychia-
trischen und neuropsychologischen Teilgutachter geäusserte Fähig-
keitsprofil, im Sinne einer Tätigkeit mit niedrigerer Konzentrationsanforde-
rung, weniger Kundenkontakt und weniger Stressoren (AB 101.1 S. 27).

Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hielt fest, 
dass sich aufgrund der aktuellen Anamnese, der körperlichen Untersu-
chung sowie hinsichtlich der Aktenlage auf allgemein internistischem Fach-
gebiet keine iv-relevanten Diagnosen oder entsprechende Funktionsein-
schränkungen ergäben (AB 101.1 S. 15).

In neurologischer Hinsicht führte Prof. Dr. med. E.________, Facharzt für 
Neurologie, aus, dass als Ursache der beklagten Belastbarkeitsminderung 
die durch den Tumor bzw. die nachfolgende Operation erlittene Hirnläsion 
prinzipiell in Betracht falle. Die zum Operationszeitpunkt und unmittelbar 
danach noch vorhandenen Defizite hätten sich vollständig zurückgebildet. 
Auf rein neurologischem Fachgebiet lägen damit keine iv-relevanten Funk-
tionsstörungen mehr vor (AB 101.2 S. 8 f.), eine Arbeitsfähigkeit in der bis-
herigen Tätigkeit sei gegeben (AB 101.2 S. 14).

In neuropsychologischer Hinsicht führte lic. phil. F.________, Fachpsycho-
login für Neuropsychologie, aus, dass sich in der hochstrukturierten Unter-
suchungssituation weitgehend unauffällige kognitive Testleistungen hätten 
objektivieren lassen. Die vereinzelten Leistungsschwankungen bei Lern- 
und Konzentrationsanforderungen könnten mit der bei Beanspruchung zu-
nehmenden Müdigkeit und Erschöpfung assoziiert werden. Die erhöhte 
Ermüdbarkeit bei länger andauernder psychomentaler Beanspruchung und 
der gesteigerte Erholungsbedarf (Schlaf- und Ruhebedürfnis) nach psycho-
mentaler Beanspruchung stünden sehr deutlich im Vordergrund. Die in der 
früheren neuropsychologischen Untersuchung vom 8. März 2014 in der 
Klinik G.________ (AB 45.2 S. 8 – 12) beschriebenen kognitiven Defizite 
hätten sich, wie auch die in der Verlaufsuntersuchung durch die behan-
delnden Ärzte des Spitals H.________ vom 19. März 2015 (AB 52) schon 
beurteilt, auch in der aktuellen Testuntersuchung im Detail nicht mehr ob-

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jektivieren lassen. Die leistungsorientierte Beschwerdeführerin vermöge in 
der „Labor-Testuntersuchung“, bei welcher in einem ruhigen Raum wohl-
geordnet eine Aufgabe nach der anderen zu bearbeiten sei, mittlerweile ihr 
Leistungspotential durchaus während drei Stunden so zu mobilisieren, dass 
unauffällige Testresultate resultieren würden. Im Unterschied zur neuro-
psychologischen Untersuchung im Spital H.________, sei in der Klinik 
G.________ auch die angegebene Ermüdbarkeit wenigstens klinisch be-
obachtet und beschrieben worden. Bei der Verlaufskontrolle im Spital 
H.________ seien die subjektiv vorgebrachten Beschwerden (Ermüdbar-
keit, Erschöpfung und Kopfschmerzen bei längerer psychomentaler Bean-
spruchung) allerdings nicht weiter untersucht worden. Die strukturierte Er-
fassung dieser Beschwerden hätten bei der aktuellen Untersuchung eine 
insgesamt mittelgradig herabgesetzte psychomentale Dauerbelastbarkeit, 
persistierend als Folge der Tumorerkrankung und bei fortdauernder de-
pressiver Erkrankung, ergeben (AB 101.3 S. 5). Aus neuropsychologischer 
Sicht vermöge die Beschwerdeführerin die kognitiven Anforderungen ihrer 
angestammten Tätigkeit als ... grundsätzlich zu bewältigen, wenn sie ihre 
Aufgaben ohne Zeitdruck und im Rahmen ihrer verfügbaren psychomenta-
len Belastungsfähigkeit bearbeiten könne. Die verwertbare Arbeitsfähigkeit 
solle aber erst nach Abschluss der laufenden beruflichen Reintegrations-
massnahmen aus gesamtmedizinischer Sicht beurteilt werden (AB 101.3 
S. 6).

Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, kam 
zum Schluss, dass ein Gesundheitsschaden auf psychiatrischem Gebiet im 
Sinne von neuropsychologischen Defiziten nach einem Hirntumor und Ex-
stirpation desselben im Jahr 2014 vorliege. Als Folge davon seien das wie-
derkehrende Auftauchen von Konzentrationsstörungen, sowie das erhöhte 
Auftreten von Fehlern bei der Arbeit und Müdigkeitsgefühlen feststellbar. 
Die Defizite würden über längere Zeit anhalten und hätten durch bisherige 
therapeutische Massnahmen nicht befriedigend reduziert werden können. 
Nicht im Vordergrund stünde eine vormalige depressive Episode, diese 
könne als erfolgreich behandelt gelten. Die im neuropsychologischen Teil-
gutachten beschriebenen Befunde würden sich an der vorhandenen Ar-
beitsstelle als Auftreten vermehrter Fehler nach mehreren Stunden Arbeit 
bzw. vorzeitiger Ermüdung manifestieren (AB 101.4 S. 15). Die Arbeits-

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fähigkeit sei durch Störungsbilder aus den Kapiteln F1 bis F7 der ICD-10 
einschliesslich affektiver Störungen nicht im Sinne eines Gesundheitsscha-
dens eingeschränkt, jedoch würden neuropsychologische Defizite (F06.9) 
Einschränkungen bei der Arbeitsfähigkeit verursachen. Es sei anzuneh-
men, dass diese im Bereich von etwa 50% bei der angestammten Tätigkeit 
und von etwa 33% bei einer medizinisch-theoretisch angepassten Tätigkeit 
liegen würden, wobei hier noch von einem leicht reduzierten Rendement 
auszugehen wäre, so dass die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit mit 
etwa 60% anzugeben wäre (AB 101.4 S. 16).

3.1.2 Hierzu nahm der RAD-Arzt Dr. med. J.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin, im Bericht vom 10. Januar 2017 (AB 120) Stel-
lung. In neuropsychologischer Hinsicht weise lic. phil. F.________ in ihrer 
Beurteilung (AB 101.3) daraufhin, dass sich die in der früheren neuropsy-
chologischen Untersuchung vom 8. März 2014 in der Klinik G.________ 
(AB 45.2 S. 8 – 12) beschriebenen – und in der Verlaufsuntersuchung vom 
19. März 2015 im Spital H.________ (AB 52) bereits nicht mehr nachweis-
baren – kognitiven Defizite bei der aktuell im Rahmen der Begutachtung 
durchgeführten Testuntersuchung im Detail nicht mehr objektivieren lies-
sen. Die anschliessend aufgeführte neuropsychologische Diagnose mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei vor diesem Hintergrund – und 
auch unter Beizug der entsprechenden Testresultate – nicht nachvollzieh-
bar und entspreche einer Befindlichkeitsdiagnose und nicht einer auf die 
Befunde objektiv abgestützten Diagnose. Hinsichtlich der psychiatrischen 
Untersuchung sei bemerkenswert, dass Dr. med. I.________ darauf hin-
weise, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht durch 
Störungsbilder aus den Kapiteln F1 bis F7 der ICD-10 einschliesslich affek-
tiver Störungen im Sinne eines Gesundheitsschadens, sondern durch neu-
ropsychologische Defizite eingeschränkt sei, das heisse, er stütze sich da-
mit bei seiner psychiatrischen Beurteilung nicht auf seine eigene Untersu-
chung und deren Befunde ab, sondern allein auf den neuropsychologi-
schen Bericht. Die Angabe von rein psychiatrischen Diagnosen fehle 
(AB 120 S. 2 f.).

Die Beurteilung von Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeitsprofil im Gesamt-
gutachten vom 9. Juni 2016 (AB 101.1) stütze sich auf die Schlussfolge-

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rungen der Teilgutachten ab. Hier werde aus neuropsychologischer Sicht 
eine Arbeitsunfähigkeit von 50% in der bisherigen und in einer Ver-
weistätigkeit beschrieben. Aus rein psychiatrischer Sicht werde eine Ar-
beitsunfähigkeit von 50% in der bisherigen und 40% in einer Verweistätig-
keit aufgeführt. Hieraus sei aus interdisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähig-
keit von 50% in der bisherigen wie in einer Verweistätigkeit festgelegt wor-
den. Diese Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit werde als nicht nachvoll-
ziehbar erachtet. Da keine wesentlichen funktionellen Einschränkungen in 
den drei Teilgutachten beschrieben worden seien, sei die Arbeitsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit als ..., wie auch in ei-
ner Verweistätigkeit, weiterhin uneingeschränkt gegeben. Vor diesem Hin-
tergrund sei es auch nicht nachvollziehbar, warum das aktuelle Pensum am 
derzeitigen Arbeitsplatz nicht weiter gesteigert werden könne. Aufgrund der 
Diskrepanzen erachte der RAD eine erneute Begutachtung als angezeigt 
(AB 120 S. 3). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

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Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3

3.3.1 Die hier angefochtene Verfügung vom 27. März 2017 (AB 135) 
stützt sich massgeblich auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. 
J.________ vom 10. Januar 2017 (AB 120), auf die abzustellen ist. Er setzt 
sich ausführlich mit dem Gesamtgutachten sowie mit den einzelnen Teil-
gutachten auseinander und weist auf Diskrepanzen hin. Seine Schlussfol-
gerungen sind nachvollziehbar, schlüssig und stützen sich auf die Vorakten 
(AB 120 S. 2 f.). Während internistisch und neurologisch keine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen werden kann (AB 101.1 S. 15, 
101.2 S. 14), basiert die psychiatrische Einschätzung von Dr. med. 
I.________ zur Arbeitsunfähigkeit nicht auf der eigenen Untersuchung und 
deren Befunde, sondern stützt sich ausschliesslich auf die Schlussfolge-
rungen der Neuropsychologin lic. phil. F.________ (AB 101.4 S. 14 f.). Des 
weiteren wirft auch die Einschätzung der Neuropsychologin Fragen auf. So 
führt lic. phil. F.________ aus, dass sich die im Bericht der Klinik 
G.________ vom 8. März 2014 beschriebenen kognitiven Defizite (AB 45.2 
S. 9 f.) – die bereits anlässlich der Untersuchung im Spital H.________ 
vom 19. März 2015 nicht mehr feststellbar waren (AB 52 S. 2 f.) – auch bei 
der aktuellen Testung nicht mehr objektivieren liessen, stellt aber dennoch 
allein gestützt auf die subjektiv geklagten Beschwerden (Ermüdbarkeit, 
Erschöpfung und Kopfschmerzen bei längerer psychomentaler Beanspru-
chung) die Diagnose einer mittelgradig herabgesetzten psychomentalen 
Dauerbelastbarkeit, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke 
(AB 101.3 S. 5 f.). Dies widerspricht sowohl der Einschätzung der behan-
delnden Ärzte des Spitals H.________, die im Bericht vom 20. März 2015 
festhielten, dass aus neuropsychologischer Sicht aufgrund der Befunde 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden könne und die 
beklagte verminderte Belastbarkeit wahrscheinlich im Rahmen von Schwie-
rigkeiten mit der Krankheitsverarbeitung zu interpretieren seien, welche 
fachärztlich psychiatrisch beurteilt werden müssten (AB 52 S. 2), als auch 
der Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. J.________; denn auch er 
bestätigt, dass die aus den Testresultaten gezogenen Schlussfolgerungen 

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von lic. phil. F.________ nicht mit den objektiven Befunden übereinstim-
men können (AB 120 S. 3). Entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh-
rerin ist der Sachverhalt damit nicht genügend abgeklärt resp. das polydis-
ziplinäre MEDAS-Gutachten vom 9. Juni 2016 (AB 101.1) ist weder schlüs-
sig noch nachvollziehbar, darauf kann nicht abgestellt werden.

3.3.2 In der Folge ist die Einholung eines weiteren polydisziplinären Gut-
achtens (AB 133 S. 1) notwendig, um den Gesundheitszustand und die 
daraus resultierende Leistungs- bzw. Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh-
rerin zu beurteilen und stellt somit – entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin (Beschwerde, S. 10 f.) – nicht eine unnötige „second opi-
nion“ dar (vgl. Entscheid des Bundesberichts [BGer] vom 5. Juli 2011, 
8C_148/2011, E. 3.2; SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111). Des weiteren kann 
auch nicht allein auf die Ergebnisse der Reintegrationsmassnahmen 
abgestellt werden, gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts 
ist es grundsätzlich Aufgabe des Arztes, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99); dies ist 
anhand des vorliegenden polydisziplinären Gutachtens und der Berichte 
der behandelnden Ärzte, wie vorangehend dargelegt, nicht möglich. 
Aufgrund dieser Umstände sind – wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 
darlegt (Beschwerdeantwort, S. 4) – auch Zusatzfragen an dieselben 
Gutachter nicht zielführend.

3.3.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht die Wahl der 
medizinischen Disziplinen sei unzutreffend (Beschwerde, S. 12), ist nicht 
ersichtlich inwieweit ein Neurochirurg, der sich vorwiegend mit der Erken-
nung und operativen Behandlung von Erkrankungen des zentralen und 
peripheren Nervensystems befasst (vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches 
Wörterbuch, 266. Aufl. 2014, S. 1480, Stichwort: Neurochirurgie), zur 
Begutachtung besser geeignet sein soll; betreffen die geklagten 
Beschwerden – insbesondere Konzentrationsschwierigkeiten und 
Schwindel (AB 101.2 S. 5) – doch viel mehr das Tätigkeitsgebiet eines 
Neurologen (AB 119 S. 2).

3.4 Nach dem Dargelegten erweist sich das polydisziplinäre Gutachten 
vom 9. Juni 2016 (AB 101.1) als nicht schlüssig und nachvollziehbar, die 
Einholung eines weiteren polydisziplinären Gutachtens ist somit erforder-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2017, IV/17/438, Seite 12

lich. Die vorliegend angefochtene Verfügung vom 27. März 2017 (AB 135) 
ist deshalb nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2017, IV/17/438, Seite 13

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin und Notarin lic.iur. B.________ z.H. der Beschwerde-

führerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2017, IV/17/438, Seite 14

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.