# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25df166a-5bb3-5142-bc59-118fdabbd13c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-07-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 07.07.2008 ZB 2008 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ZB-2008-17_2008-07-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 7. Juli 2008 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZB 08 17

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Riesen-Bienz, Hubert
Aktuarin ad hoc Huwiler Notter

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In der zivilrechtlichen Beschwerde

des l i c.  i u r.  X., Rechtsanwalt, Beklagter und Beschwerdeführer,

gegen

das das Urteil des Bezirksgerichtspräsidiums Prättigau/Davos vom 17. April 2008, 
mitgeteilt am 8. Mai 2008, in Sachen des Beschwerdeführers gegen Y., Klägerin 
und Beschwerdegegnerin, und Dr. Z., Kläger und Beschwerdegegner, beide vertre-
ten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Audétat, Hartbertstrasse 1, 7000 Chur, 

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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A. Zwischen A. und B. einerseits und Y. andererseits war im Jahre 2002 
ein Zivilprozess vor Bezirksgericht Prättigau/Davos hängig, in welchem es um den 
Umfang einer Dienstbarkeit ging. Diese Dienstbarkeit besteht zu Lasten der Parzelle 
Nr. 1652 von Y. und zu Gunsten der Parzelle Nr. 1650 von A.. A. und B. gingen von 
einem unbeschränkten Durchfahrtsrecht aus, Y. lediglich von einer Zufahrt zu den 
Garagen Nr. 1 und 2 sowie zu den Parkplätzen Nr. 2 und 3 auf Parzelle Nr. 1652. 
Letztlich entschied das Bundesgericht mit Urteil vom 23. Dezember 2003, dass das 
Fahrwegrecht auf Parzelle Nr. 1652 nicht anders genutzt werden dürfe, als als Zu-
fahrt zu den Garagen und den Parkplätzen auf Parzelle Nr. 1652. 

B. Im November 2003 liess Y. durch die C. auf ihrem Grundstück beim 
Durchgang zur Parzelle Nr. 1650 von A. drei Einschubhülsen und drei demontier-
bare Sperrpfosten montieren, womit die Zufahrt zur Parzelle Nr. 1650 verhindert 
wurde.

C. Rechtsanwalt lic. iur. X., Rechtsvertreter von A., beauftragte am 6. No-
vember 2003, auf eigene Verantwortung und eigene Kosten, die D. mit der Entfer-
nung der drei Eisenpfosten. Die Eisenpfosten wurden umgehend von der D. ent-
fernt, wobei die Zementverankerungen zerstört wurden.

D. Y. reichte gegen lic. iur. X. Strafantrag wegen Sachbeschädigung ein. 
Mit Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Prättigau/Davos wurde er der Sachbe-
schädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig befunden und verpflichtet, Y. 
und Dr. Z. CHF 500.00 zu bezahlen. Beide Parteien legten gegen diesen Entscheid 
Berufung beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden ein. Dieser verwies mit 
Urteil vom 7. Dezember 2005 die Adhäsionsklage auf den Zivilweg und wies die 
Berufungen im Übrigen ab.

E. Mit Vermittlungsbegehren vom 22. Dezember 2006 wurde die Zivil-
klage von Y. und Dr. Z. beim Kreispräsidenten Klosters anhängig gemacht. Anläss-
lich der Sühneverhandlung vom 31. Januar 2007 konnten sich die Parteien nicht 
einigen, so dass die Kläger beantragten, lic. iur X. sei zu verpflichten, ihnen den 
Betrag von CHF 2‘928.70 nebst Zins zu 5% unter Kosten - und Entschädigungsfolge 
zu Lasten von lic. iur. X. zu bezahlen.

F. An diesen Anträgen hielten Y. und Dr. Z. auch in ihrer Prozesseingabe 
vom 26. Februar 2007 fest. Zur Begründung führten sie aus, nach dem gewaltsa-
men Entfernen der Eisenpfosten hätten sie von der C. einen Findling anliefern und 
an die selbe Stelle setzen lassen. Der Materialwert der Pfosten und Bodenhülsen 
inklusive der Beschaffungs- und Lieferkosten habe CHF 1‘328.00 betragen. Dazu 

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seien ein Zusatzpfosten sowie zwei Schliesszylinder Kaba im Wert von insgesamt 
CHF 208.75 hinzugekommen. Die unerlaubte Entfernung der Pfosten habe gezeigt, 
dass diese Methode der Absperrung die gewünschte Wirkung nicht erzielen ver-
mochte, weshalb sie auf den 1.12 Tonnen schweren Findling zurückgegriffen hät-
ten. Die Kosten der Absperrpfosten inklusive deren Beschaffung und Lieferung 
seien deshalb unnütz gewesen und seien von lic. iur. X. zu entschädigen.

G. Mit Schreiben vom 23. April 2007 verzichtete lic. iur. X. auf die Einrei-
chung einer Prozessantwort unter Bestreitung der Ausführungen in der Prozessein-
gabe und beantragte die Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungs-
folge.

H. Am Tage vor der Hauptverhandlung begab sich lic. iur. X. auf die Ge-
richtskanzlei und gab sein Plädoyer zu den Akten. An der Hauptverhandlung vom 
17. April 2008 nahm er nicht teil. Y. und Dr. Z. reduzierten ihre Forderung anlässlich 
der Hauptverhandlung um CHF 500.00 auf CHF 2‘428.70.

I. Mit Urteil vom 17. April 2008, mitgeteilt am 8. Mai 2008 erkannte das 
Bezirksgerichtspräsidium Prättigau/Davos wie folgt:

„1. Die Klage von Y. und Z. gegen X. wird teilweise gutgeheissen und X. 
wird verpflichtet, Y. und Z. CHF 2‘210.50, zuzüglich Zins von 5% seit 
dem 6. November 2003, zu bezahlen.

X. kann die drei Absperrpfosten als sein Alleineigentum nach Rechts-
kraft dieses Urteils unter Vorlage eines Belegs, wonach er seine Schuld 
gemäss Abs.1 vorstehend bezahlt hat, auf der Kanzlei des Bezirksge-
richts Prättigau/Davos abholen.

2. Die Kosten des Kreisamtes Klosters in Höhe von Fr. 234.00 tragen zu 
drei Vierteln (= Fr. 175.50) X. und zu einem Viertel (= Fr. 58.50) Y. und 
Z.. Y. und Z. werden ermächtigt, die Fr. 175.50 direkt bei Herrn X. ein-
zufordern.

Die Kosten des Bezirksgerichtspräsidiums Prättigau/Davos, bestehend 
aus.

- einer Gerichtsgebühr von Fr. 1‘800.00

- einer Schreibgebühr von Fr.    580.00

- Barauslagen von Fr.      20.00

total somit von Fr. 2‘400.00

gehen zu drei Vierteln (= Fr. 1‘800.00) zu Lasten des X. und zu einem 
Viertel (= Fr. 600.00) zu Lasten der Y. und des Z.. Sie werden mit den 
geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet.

3. X. wird verpflichtet, Y. und Z. ausseramtlich mit Fr. 1‘825.75 (inkl. Spe-
sen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilungen)“

J. In seinen Erwägungen führte das Bezirksgerichtspräsidium Prätti-
gau/Davos aus, es sei nicht erkennbar, inwiefern lic. iur. X. damals nicht schuldhaft 
gehandelt haben soll. Er habe der D. in Kenntnis, dass drei Eisenpfosten montiert 
worden waren, die die Zufahrt zur Liegenschaft seines Mandanten blockierten, per 
Fax beauftragt, diese auf seine Verantwortung und auf seine Kosten zu entfernen. 
Inwiefern kein Tatverschulden vorliege, sei nicht ersichtlich. Ein Schaden sei auch 
nach Auffassung des Kantonsgerichtsausschusses in seinem Entscheid vom 7. De-
zember 2005 zweifelsohne entstanden. Es sei Geldersatz geschuldet, weil sich die 
Wiederherstellung des alten Zustandes als wenig sinnvoll entpuppen würde, da neu 
ein Findling den Durchgang versperre. Die Beschaffungskosten und die Kosten der 
Einbauarbeiten zuzüglich Mehrwertsteuer und abzüglich eines Skonto von 2% er-
gäben einen geschuldeten Betrag von CHF 2‘210.50. Die Schadenersatzforderung 
sei mit Eintritt des schädigenden Ereignisses sofort fällig, weshalb Zinsen seit dem 
6. November 2003 geschuldet seien. Schliesslich seien auch die Voraussetzungen 
der Widerrechtlichkeit und der Kausalität offensichtlich gegeben und von lic. iur. X. 
nicht ausdrücklich bestritten worden.

K. Gegen diesen Entscheid reichte lic. iur. X. am 28. Mai 2008 Be-
schwerde beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden ein mit dem Antrag, 
das vorinstanzliche Urteil sei aufzuheben und die Klage sei abzuweisen, unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung hält er fest, die Vorinstanz habe 
sein Verschulden allein gestützt auf die Strafurteile von Bezirksgericht und Kantons-
gerichtsausschuss bejaht. Damit habe sie Art. 53 Abs. 2 OR verletzt, wonach diese 
Urteile für die Beurteilung der Schuld nicht verbindlich seien. Sie hätte für die Vor-
nahme der eigenen Würdigung die Akten der Strafverfahren beiziehen müssen. 
Dies sei nicht erfolgt, weshalb auch die Schuld nicht erwiesen sei. Im Weiteren fehle 
der Schadensnachweis. Y. und Z. hätten ihr Grundstück an Herrn B. verkauft, ohne 
wegen der fehlenden Abschrankung einen Mindererlös erzielt zu haben. Schliess-
lich sei gestützt auf Art. 43 Abs. 1 OR Realersatz möglich und zugesagt gewesen. 
Es sei unverhältnismässig, die Lieferung und Montage der Pfosten dem Schaden 
gleich zu setzen, da jeder Maurer die Eisenpfosten mit geringstem Zeitaufwand wie-
der hätte einsetzen können. Damit sei der Grundsatz der Schadensminderung ver-
letzt. Zudem dürfe der Schaden nicht dem Neuanschaffungswert sondern höchs-
tens den Reparaturkosten entsprechen, welche aber nicht nachgewiesen seien. 
Schliesslich seien die Gerichtskosten und die Kosten der ausseramtlichen Entschä-
digung übersetzt und hätten offensichtlich pönalen Charakter, da er es gewagt 

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habe, gegen die Mitglieder des Bezirksgerichts die Einrede der Befangenheit wegen 
Willkür zu erheben. Aus all diesen Gründen sei deshalb die Klage abzuweisen.

L. In ihrer Beschwerdeantwort vom 28. Januar 2008 beantragen Y. und 
Z. die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Las-
ten des Beschwerdeführers. In ihrer Begründung bringen sie vor, ihre Vorbringen 
vor der Vorinstanz hätten als unbestritten zu gelten, da lic. iur. X. keine Prozessant-
wort eingereicht und nicht an der Hauptverhandlung teilgenommen habe. Das zu 
Handen der Akten abgegebene Plädoyer sei unbeachtlich, da die ZPO die Abgabe 
des schriftlichen Plädoyers nicht vorsehe, sondern nur die Zulassung zum mündli-
chen Parteivortrag. Die Vorinstanz habe sich über das Verschulden eine eigene 
Meinung gebildet, sei aber nicht verpflichtet, nochmals das ganze Strafverfahren 
aufzurollen und die Strafakten beizuziehen. Zudem sei auch den Erwägungen der 
Vorinstanz zuzustimmen. Letztlich seien die Vorbringen zum Realersatz unbewie-
sen und nur dem schriftlichen Plädoyer zu entnehmen. Die Beschwerde sei aus all 
diesen Gründen abzuweisen.

O. Das Bezirksgerichtspräsidium Prättigau/Davos liess sich innert Frist 
nicht vernehmen und stellte die Akten mit Aktenverzeichnis zu. 

P. Auf die Ausführungen in der Beschwerdeschrift sowie im angefochte-
nen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gemäss Art. 232 ZPO kann beim Kantonsgerichtsausschuss wegen 
Gesetzesverletzung Beschwerde geführt werden gegen nicht berufungsfähige Ur-
teile sowie prozesserledigende Entscheide der Einzelrichter, des Bezirksgerichts-
ausschusses und des Bezirksgerichtes, ferner gegen Entscheide dieser Instanzen 
im Sinne von Art. 232 Ziff. 1 bis 8 ZPO. Sie ist schriftlich unter Beilage des ange-
fochtenen Entscheids und der dem Beschwerdeführer bereits erstatteten Beweisur-
kunden innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen beim Kantonsgerichtspräsi-
denten einzureichen (vgl. Art. 233 Abs. 1 ZPO). In der Beschwerde ist mit kurzer 
Begründung anzugeben, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche 
Abänderungen beantragt werden; neue Rechtsbegehren und neue Beweismittel 
sind ausgeschlossen (Art. 233 Abs. 2 ZPO). Auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde ist somit einzutreten.

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2. Der Kantonsgerichtsausschuss greift auf die Beschwerde wegen Ge-
setzesverletzung gemäss Art. 235 Abs. 1 ZPO nur ein, wenn der angefochtene Ent-
scheid oder das diesem vorausgegangene Verfahren Gesetzesbestimmungen ver-
letzt, welche für die Beurteilung der Streitfrage wesentlich sind. Die Feststellungen 
der Vorinstanz über tatsächliche Verhältnisse sind für die Beschwerdeinstanz bin-
dend, es sei denn, sie seien unter Verletzung von Beweisvorschriften zustandege-
kommen, erwiesen sich als willkürlich oder beruhten auf offensichtlichen Versehen 
(vgl. Art. 235 Abs. 2 ZPO). Wenn nun das Gesetz als Beschwerdegrund die willkür-
liche Tatsachenfeststellung in den Vordergrund stellt, bedeutet dies, dass nicht jede 
Beweiswürdigung auf ihre Richtigkeit oder Unrichtigkeit überprüft werden kann. 
Dazu braucht es ein mehreres, nämlich eine offensichtlich unhaltbare Wertung der 
Beweise, die sich mit sachlichen Gründen nicht mehr vertreten lässt (vgl. PKG 1981 
Nr. 18). Dabei liegt Willkür nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht 
schon vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar erscheint oder gar 
vorzuziehen wäre. Der angefochtene Entscheid muss vielmehr offensichtlich unhalt-
bar sein, mit der tatsächlichen Situation im Widerspruch stehen, eine Norm oder 
einen unumstrittenen Grundsatz krass verletzen oder in stossender Weise dem Ge-
rechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen (vgl. BGE 125 II 10 mit Hinweisen). Dasselbe 
gilt grundsätzlich auch dort, wo das Gesetz dem Richter einen Ermessensspielraum 
einräumt. Es liegt nur dann eine Rechtsverletzung vor, wenn sich der Gebrauch des 
Ermessens als missbräuchlich erweist oder das Ermessen überschritten wird, d.h., 
wenn sich ein Ermessensentscheid nicht auf sachlich vertretbare Gründe abstützen 
lässt oder dem Gerechtigkeitsgedanken in stossender Weise zuwiderläuft. Die Be-
schwerde ist folglich unter dieser beschränkten Kognitionsbefugnis zu prüfen (vgl. 
PKG 1987 Nr. 17).

3. Grundsätzlich müssen gemäss Art. 41 Abs. 1 OR für die Zusprechung 
von Schadenersatz aus unerlaubter Handlung vier Voraussetzungen erfüllt sein: 
Schaden, Widerrechtlichkeit, Kausalität und Verschulden. 

a) Der Beschwerdeführer macht geltend, ein Verschulden seinerseits sei 
nicht ausgewiesen. Die Vorinstanz habe sich keine eigene Meinung gebildet, son-
dern nur auf die Strafurteile verwiesen, was Art. 53 Abs. 2 OR widerspreche. Vor-
aussetzung für eine Verschuldenshaftung nach Art. 41 Abs. 1 OR ist ein vorsätzli-
ches oder fahrlässiges Verhalten des Haftpflichtigen, vorliegend des Beschwerde-
führers (Anton K. Schnyder, in Honsell/Vogt/Wiegand, Basler Kommentar zum Ob-
ligationenrecht I, 4. Aufl., Basel 2007, N 45 zu Art. 41 OR). Die Vorinstanz stützte 
sich für die Beurteilung des Verschuldens auf die Strafurteile des Bezirksgerichts 
und des Kantonsgerichtsausschusses. Gemäss Art. 53 Abs. 2 OR ist das strafrecht-

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liche Erkenntnis mit Bezug auf die Beurteilung der Schuld und die Bestimmung des 
Schadens für den Zivilrichter nicht verbindlich. Die Bestimmung von Art. 53 Abs. 2 
OR hat eine strafrechtliche Verurteilung im Auge und statuiert die Unverbindlichkeit 
der strafgerichtlichen Erkenntnisse in Bezug auf Verschulden und die Bestimmung 
des Schadens (BGE 123 III 312). Da sich die Begriffe des Strafrechts und des Pri-
vatrechts nicht notwendigerweise decken, ist der Zivilrichter an das strafrechtliche 
Erkenntnis über Schuld und Nichtschuld, Urteilsfähigkeit oder Urteilsunfähigkeit 
nicht gebunden. Nach der Rechtsprechung ist  der Zivilrichter folglich verpflichtet, 
über die Schuldfrage selbständig zu bestimmen und anzugeben, von welchen Fest-
stellungen tatsächlicher Natur er ausgeht (BGE 107 II 158, 107 II 497 und Art. 108 
II 426). Gemäss Praxis des Kantonsgerichts soll der Zivilrichter jedoch nicht ohne 
Not vom Straferkenntnis abweichen (PKG 1981 Nr. 8, 1986 Nr. 3). Die Vorinstanz 
stützt sich auf die in der Sache ergangenen Strafurteile, führt aber in ihren Erwä-
gungen in 3.1.3 zudem aus, dass nicht erkennbar sei, inwiefern der Beschwerde-
führer damals nicht schuldhaft gehandelt haben soll. Er habe der Bauunternehmung  
in Kenntnis des Umstandes, dass drei Eisenpfosten montiert worden waren, die die 
Zufahrt zur Liegenschaft seines Mandanten blockierten, per Fax beauftragt, die drei 
Eisenpfosten bei den Liegenschaften Y./A. auf seine Verantwortung und auf seine 
Kosten zu entfernen. Es liege folglich ein relevantes Tatverschulden vor. In der Tat 
handelt es sich bei der Vorgehensweise des Beschwerdeführers um verbotene Ei-
genmacht, welche die Pflicht zum Schadenersatz nach sich zieht. Zudem sind keine 
Gründe ersichtlich, die das Verschulden des Beschwerdeführers als milder erschei-
nen liessen. Er hat mit der Erteilung des Auftrags an die D. die Entfernung der Ei-
senpfosten ohne Weiteres beabsichtigt. Die Vorinstanz hat sich genügend mit der 
Verschuldensfrage auseinandergesetzt und ist zum Schluss gelangt, dass ein Ver-
schulden des Beschwerdeführers offensichtlich vorliegt, weshalb eine Abweichung 
von den Straferkenntnissen zu Recht nicht erfolgt ist. Die Beschwerde erweist sich 
folglich in diesem Punkt als unbegründet.

b) Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer, ein Schaden sei nicht ausge-
wiesen, da die Entfernung der Pfosten auf den Hausverkauf keinen Einfluss gehabt 
habe. Schliesslich sei gestützt auf Art. 43 Abs. 1 OR Realersatz möglich und zuge-
sagt gewesen. Es sei unverhältnismässig, die Lieferung und Montage der Pfosten 
dem Schaden gleich zu setzen, da jeder Maurer die Eisenpfosten mit geringstem 
Zeitaufwand wieder hätte einsetzen können. Damit sei der Grundsatz der Scha-
densminderung verletzt. Zudem dürfe ein allfälliger Schaden nicht dem Neuan-
schaffungswert entsprechen, sondern es wären nur die Reparaturkosten zu erset-
zen. 

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Schaden ist eine unfreiwillige Vermögensverminderung. Er stellt eine (hypo-
thetische) Differenz dar zwischen dem Vermögensstand des Geschädigten infolge 
schädigenden Ereignisses und dem Vermögensstand bei Ausbleiben des Ereignis-
ses (BGE 127 III 104, 127 III 76, 126 III 393). Schaden kann in einer direkten Ab-
nahme des Vermögens des Geschädigten bestehen (damnum emergens), indem 
die Beschädigung regelmässig zu einer Verminderung der Aktiven und durch ent-
stehende Kosten zu einer Erhöhung der Passiven führt. Allenfalls kann Schaden 
auch der entgangene Gewinn (lucrum cessans) darstellen, wenn ein Vermögen sich 
wegen des schädigenden Ereignisses nicht vermehren konnte (Schnyder, a. a. o., 
N 6 zu Art. 41 OR). Beim Sachschaden geht es um denjenigen Schaden, der durch 
Beschädigung, Zerstörung oder Verlust einer Sache entsteht (BGE 118 II 176, 116 
II 480). Eine Sachbeschädigung kann mehrere Schadensfolgen nach sich ziehen. 
Im Vordergrund stehen zunächst Reparaturkosten oder, wenn eine Sache total zer-
stört ist, die Anschaffungskosten für einen gleichwertigen Ersatzgegenstand 
(Schnyder, a. a. o., N 12 zu Art. 41 OR). Bei Zerstörung oder Verlust einer Sache 
ist zunächst der Verkehrswert zu ersetzen, d.h. die Kosten, die für eine Wiederbe-
schaffung am Markt aufgewendet werden müssen. Bei wertbeständigen Sachen 
entspricht dies dem Preis einer Neuanschaffung (Schwenzer, Schweizerisches Ob-
ligationenrecht Allgemeiner Teil, 1998, N 18.02). Wird eine beschädigte Sache re-
pariert, so sind zunächst die für die Reparatur erforderlichen Kosten zu ersetzen. 
Übersteigen die Reparaturkosten den aktuellen Verkehrswert der Sache, so liegt 
ein wirtschaftlicher Totalschaden vor (Schwenzer, Schweizerisches Obligationen-
recht Allgemeiner Teil, 1998, N 18.07). In diesem Fall kann der Geschädigte nicht 
die höheren Reparaturkosten, sondern lediglich die Kosten für die Anschaffung ei-
ner Ersatzsache verlangen. Bei Beschädigung von grundsätzlich austauschbaren 
marktgängigen Sachen erscheint dies sachgerecht und entspricht der Pflicht des 
Geschädigten, den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Vorliegend sind den Beschwerdegegnern die Anschaffungskosten der drei 
Eisenpfosten mit Armierungen angefallen. Der Beschwerdeführer hält dem entge-
gen, es sei Realersatz angeboten worden und möglich. Auf die Einreichung einer 
Prozessantwort hat der Beschwerdeführer verzichtet. Die Behauptung des angebo-
tenen Realersatzes hat der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren weder 
behauptet noch bewiesen. Nach bündnerischer Zivilprozessordnung sind sämtliche 
Behauptungen in den Rechtsschriften vorzubringen und nur diese rechtzeitig gel-
tend gemachte Tatsachen können dem Urteil zugrunde liegen (Art. 118 ZPO). Auf 
diesen (verspäteten) Einwand kann somit grundsätzlich gar nicht eingegangen wer-
den. Im übrigen können die Beschwerdegegner mit den beschädigten Pfosten auch 

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den bisherigen Zustand nicht wieder herstellen, da die Zementverankerungen zer-
stört worden sind. Zudem hat sich gezeigt, dass die Eisenpfosten sich aufgrund des 
Verhaltens des Beschwerdeführers als unwirksam erwiesen haben. Aufgrund des 
Auftrags des Beschwerdeführers an die D. haben sich somit die Anschaffungskos-
ten der Eisenpfosten als nutzlos erwiesen. Die Beschwerdeführer mussten nämlich 
andere Massnahmen ergreifen, weshalb sie einen Findling an die gleiche Stelle set-
zen liessen. Richtig wird wohl sein, dass die Pfosten auf den Verkaufspreis des 
Grundstücks keinen Einfluss hatten. Indessen haben sich die Aktiven der Beschwer-
degegner um den Betrag der Anschaffungskosten der Eisenpfosten vermindert und 
ist den Beschwerdegegnern trotzdem ein Schaden entstanden. Folglich ist der Vor-
instanz zuzustimmen, dass der Aufwand für die Anschaffung der Eisenpfosten zu 
ersetzen ist. 

Wer Schadenersatz verlangt, hat diesen nachzuweisen (Art. 42 Abs. 1 OR). 
Hierzu gehört auch der Nachweis der Höhe des Schadens (Guhl, Das Schweizeri-
sche Obligationenrecht, 9. Auflage, § 10 N 35). Die Beschwerdegegner haben im 
vorinstanzlichen Verfahren die Anschaffungskosten für die Eisenpfosten mit Rech-
nungen der C. dargetan. Gegen diese einzelnen Schadensposten hat der Be-
schwerdeführer keine Einwände erhoben. Der von der Vorinstanz bezifferte Scha-
den erscheint deshalb als ausgewiesen, weshalb der Beschwerde auch in diesem 
Punkt kein Erfolg beschieden ist.

4. Schliesslich erachtet der Beschwerdeführer die von der Vorinstanz 
ihm überbundenen Gerichtskosten und ausseramtlichen Kosten als zu hoch. Art. 2 
der Verordnung über die Verfahrenskosten und Entschädigungen im Zivilverfahren 
(BR 320.070) hält fest, dass den Parteien als Verfahrenskosten Gerichtsgebühren, 
Schreibgebühren und Barauslagen belastet werden dürfen. Gemäss Art. 2 lit. a des 
Kostentarifs im Zivilverfahren (BR 320.075) dürfen die Gerichtsgebühren bei Ver-
fahren vor dem Einzelrichter im Zivilverfahren vermögensrechtlicher Art zwischen 
Fr. 100.00 und Fr. 3‘000.00 betragen. Dabei steht dem Richter ein weiter Ermes-
sensspielraum zu. Für das vorinstanzliche Verfahren verfügte das Bezirksgerichts-
präsidium Prättigau/Davos eine Gerichtsgebühr von Fr. 1‘800.00, Schreibgebühren 
von Fr. 580.00 und Barauslagen von Fr. 20.00. Die vorinstanzlichen Gerichtskosten 
sind innerhalb des Kostentarifs. Zudem sind die Verfahrenskosten auch hinsichtlich 
des Aufwandes nicht zu beanstanden.

 Für die ausseramtlichen Kosten hat sich die Vorinstanz auf die anlässlich 
der Hauptverhandlung vom Rechtsvertreter der Beschwerdegegner eingereichte 
Honorarnote gestützt und hat diese für angemessen erachtet. Konkrete Einwände 

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gegen diese Honorarnote hat der Beschwerdeführer nicht vorgebracht. Ein Ein-
schreiten der Beschwerdeinstanz erscheint deshalb auch in diesem Punkt nicht als 
angebracht.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwerdever-
fahrens in Höhe von Fr. 1‘500.00 (inkl. Schreibgebühren) gestützt auf Art. 122 Abs. 
1 ZPO zu Lasten des Beschwerdeführers. Gemäss Art. 122 Abs. 2 ZPO wird die 
unterliegende Partei verpflichtet, der obsiegenden Partei alle ihr durch den Rechts-
streit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen, weshalb der Beschwerdefüh-
rer verpflichtet wird, die Beschwerdegegner ausseramtlich mit Fr. 800.00 (inklusive 
Mehrwertsteuer) zu entschädigen. 

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 Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von Fr. 1‘500.00 inkl. 
Schreibgebühren gehen zu Lasten des Beschwerdeführers, welcher die Be-
schwerdegegner für das Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit Fr. 800.00 
inklusive Mehrwertsteuer zu entschädigen hat. 

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30‘000.00 Franken betref-
fende Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht geführt werden, falls sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-
cher Bedeutung stellt. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Ta-
gen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zuläs-
sigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident: Die Aktuarin ad hoc: