# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68afd8e3-68da-55d9-a5cb-0c41f0ad77db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-03-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.03.2014 C-4528/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4528-2013_2014-03-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-4528/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  M ä r z  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz), 

Richterin Jenny de Coulon Scuntaro, Richter Jean-Daniel 

Dubey,    

Gerichtsschreiber Daniel Brand. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Schengen-Visum zu Besuchszwecken in Bezug auf 

B._______. 

 

 

C-4528/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Nachdem zwei früheren Einreisebegehren nicht entsprochen worden war, 

beantragte der aus Sri Lanka stammende B._______ (geb. 1981, im Fol-

genden: Gesuchsteller/Eingeladener) am 2. April 2013 bei der Schweize-

rischen Botschaft in Colombo erneut ein Schengen-Visum für die Dauer 

von 90 Tagen. Als Zweck der beabsichtigten Reise gab er an, seine im 

Kanton Basel-Landschaft wohnhafte Cousine C._______ und deren Ehe-

gatten A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer bzw. Gastgeber) be-

suchen zu wollen. Dieser hatte am 7. März 2013 ein entsprechendes Ein-

ladungsschreiben an die Schweizer Botschaft gerichtet. 

B.  

Mit Formularentscheid vom 7. Mai 2013 lehnte es die Schweizer Vertre-

tung in Colombo ab, das gewünschte Visum auszustellen. Sie begründete 

ihre Haltung mit der ihrer Auffassung nach fehlenden Gewähr für die frist-

gerechte Wiederausreise des Eingeladenen aus dem Schengen-Raum 

nach Ablauf des Visums.  

C.  

Gegen diesen Entscheid erhob der Gastgeber mit Eingabe vom 14. Mai 

2013 beim Bundesamt für Migration (BFM) Einsprache. Die Vorinstanz 

habe nicht berücksichtigt, dass der Gesuchsteller von ihm, einem 

Schweizer Bürger, eingeladen worden sei. 

D.  

Nachdem das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft bei den 

Gastgebern ergänzende Auskünfte eingeholt und an das BFM weiterge-

leitet hatte, wies die Vorinstanz die Einsprache am 11. Juli 2013 ab. Dabei 

teilte sie die Einschätzung der Schweizerischen Auslandvertretung, wo-

nach die anstandslose und fristgerechte Wiederausreise nach einem Be-

suchsaufenthalt nicht als hinreichend gesichert betrachtet werden könne. 

Der Gesuchsteller lebe in einer Region, aus welcher als Folge der dorti-

gen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse ein anhaltend starker 

Zuwanderungsdruck festzustellen sei. Im Weiteren seien aus den persön-

lichen, familiären und wirtschaftlichen Verhältnissen des Eingeladenen 

keine Umstände ersichtlich, die besondere Gewähr für die Wiederausrei-

se nach einem Besuchsaufenthalt bieten könnten. Der Gesuchsteller sei 

jung, unverheiratet und erziele laut Angaben der Schweizervertretung als 

Agent im "Civil Security Departement" nur ein bescheidenes Einkommen. 

Ausserdem bestünden Zweifel an der Echtheit der aktuellen Arbeitsbestä-

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tigung, die nunmehr auf die Möglichkeit eines unbezahlten Urlaubs ver-

weise. Im Vergleich zu den Visumsunterlagen aus dem vergangenen Jahr 

sei das fragliche Schriftstück anders "aufgebaut", enthalte ein anderes 

Logo und sei von einem andern Vorgesetzten unterzeichnet worden.  

E.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 12. August 2013 beantragt der Beschwerde-

führer beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der vorinstanzli-

chen Verfügung und die Erteilung des gewünschten Besuchervisums an 

den Gesuchsteller. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, er und 

seine Ehefrau seien Schweizer Bürger, die ein Familienmitglied aus Sri 

Lanka zu sich in die Schweiz einladen möchten und durch das Schengen-

Abkommen nicht abgestraft werden dürften. Es bestehe kein Risiko, dass 

der Eingeladene in der Schweiz bleibe, habe er doch als Gastgeber für 

dessen fristgerechte Wiederausreise garantiert.  

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 19. September 2013 spricht sich die Vorin-

stanz unter Erläuterung der bereits genannten Gründe für die Abweisung 

der Beschwerde aus. Es sei erstaunlich, dass der Beschwerdeführer zu 

den im Einspracheentscheid erwähnten Unstimmigkeiten in den Ge-

suchsunterlagen keine Stellung genommen habe.  

G.  

Mit verfahrensleitender Anordnung vom 30. September 2013 wurde dem 

Beschwerdeführer die Möglichkeit gewährt, zur Vernehmlassung der Vor-

instanz Stellung zu nehmen. Die hierfür gesetzte Frist blieb ungenutzt.  

H.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwä-

gungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbe-

halt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden gegen Ver-

fügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-

zember 1968 (VwVG, SR 172.021), welche von einer in Art. 33 VGG auf-

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geführten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen u.a. Verfügungen 

des BFM, mit denen die Erteilung eines Schengenvisums zu Be-

suchszwecken verweigert wird. In dieser Materie entscheidet das Bun-

desverwaltungsgericht endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

1.2 Sofern das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt, rich-

tet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem 

VwVG (Art. 37 VGG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Be-

schwerde berechtigt. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).  

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-

erheblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als 

Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-

verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 

Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann 

die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage 

zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1, BVGE 

2011/43 E. 6.1 und BVGE 2011/1 E. 2). 

3.  

Der angefochtenen Verfügung liegt das Gesuch eines srilankischen 

Staatsangehörigen um Erteilung eines Visums für einen 90-tägigen Auf-

enthalt in der Schweiz zugrunde. Da sich der Gesuchsteller nicht auf die 

EU/EFTA-Personenfreizügigkeitsabkommen berufen kann und die beab-

sichtigte Aufenthaltsdauer drei Monate nicht überschreitet, fällt die vorlie-

gende Streitsache in den persönlichen und sachlichen Anwendungsbe-

reich der Schengen-Assoziierungsabkommen, mit denen die Schweiz den 

Schengen-Besitzstand und die dazugehörigen gemeinschaftsrechtlichen 

Rechtsakte übernommen hat. Das Ausländergesetz vom 16. Dezember 

2005 (AuG, SR 142.20) und seine Ausführungsverordnung gelangen nur 

soweit zur Anwendung, als die Schengen-Assoziierungsabkommen keine 

abweichenden Bestimmungen enthalten (Art. 2 Abs. 2 bis Abs. 5 AuG). 

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Seite 5 

4.  

Die Voraussetzungen für die Erteilung eines Visums präsentieren sich im 

Anwendungsbereich der genannten Rechtsgrundlagen wie folgt: 

4.1 Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines 

Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Er-

teilung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – 

grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise 

zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen handelt es 

sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. Botschaft zum Bundes-

gesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 

2002 3774; BGE 135 II 1 E. 1.1 mit Hinweisen). Das Schengen-Recht 

schränkt die nationalstaatlichen Befugnisse insoweit ein, als es einheitli-

che Voraussetzungen für Einreise und Visum aufstellt und die Mitglied-

staaten verpflichtet, die Einreise bzw. das Visum zu verweigern, wenn die 

Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Einen Anspruch auf Einreise bzw. Vi-

sum vermittelt auch das Schengen-Recht nicht (a.M. PHILIPP EGLI/TOBIAS 

D. MEYER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis Handkommen-

tar zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 

2010, Art. 5 N. 3 f.). 

4.2 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz gültiger Reisedoku-

mente sind, die zum Grenzübertritt berechtigen. Ferner benötigen sie ein 

Visum, falls ein solches nach Massgabe der Verordnung (EG) 

Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 zur Aufstellung der Liste der 

Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengren-

zen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste der Drittländer, 

deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind, erforderlich 

ist. Kein Visum benötigen Drittstaatsangehörige, die Inhaber eines gülti-

gen Aufenthaltstitels sind oder über ein gültiges Visum für den längerfris-

tigen Aufenthalt verfügen (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. a AuG, Art. 2 Abs. 1 der 

Verordnung vom 22. Oktober 2008 über die Einreise und die Visumertei-

lung [VEV, SR 142.204] i.V.m. Art. 5 Abs. 1 Bst. a und b der Verordnung 

(EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der 

Grenzen durch Personen [nachfolgend: Schengener Grenzkodex, SGK, 

ABl. L 105 vom 13.04.2006, S. 1-32], Art. 4 VEV). 

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4.3 Im Weiteren müssen Drittstaatsangehörige den Zweck und die Um-

stände ihres beabsichtigten Aufenthalts belegen und hierfür über ausrei-

chende finanzielle Mittel verfügen (Art. 5 Abs. 1 Bst. b AuG, Art. 2 Abs. 1 

VEV, Art. 5 Abs. 1 Bst. c und Abs. 3 SGK sowie Art. 14 Abs. 1 Bst. a–c der 

Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft [nach-

folgend: Visakodex]). Namentlich haben sie in diesem Zusammenhang zu 

belegen, dass sie den Schengen-Raum vor Ablauf des bewilligungsfreien 

Aufenthaltes verlassen, bzw. ausreichende Gewähr für eine fristgerechte 

Wiederausreise zu bieten (Art. 14 Abs. 1 Bst. d und Art. 21 Abs. 1 Visako-

dex sowie Art. 5 Abs. 2 AuG; vgl. dazu EGLI/MEYER, a.a.O., Art. 5 N. 33). 

Weiterhin dürfen Drittstaatsangehörige nicht im Schengener Informati-

onssystem (SIS) zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein und kei-

ne Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die öffentli-

che Gesundheit oder die internationalen Beziehungen eines Mitglied-

staats darstellen (Art. 5 Abs. 1 Bst. c AuG, Art. 5 Abs. 1 Bst. d und e 

SGK). 

4.4 Eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 

Bst. e SGK ist auch dann anzunehmen, wenn die drittstaatsangehörige 

Person nicht bereit ist, das Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristge-

recht wieder zu verlassen (vgl. dazu EGLI/MEYER, a.a.O., Art. 5 N. 33; fer-

ner Urteil des deutschen Bundesverwaltungsgerichts 1 C. 1.10 vom 

11. Januar 2011 Rz. 29). Die Behörden haben daher zu prüfen und dritt-

staatsangehörige Personen zu belegen, dass die Gefahr einer rechtswid-

rigen Einwanderung oder einer nicht fristgerechten Ausreise nicht besteht 

(Art. 14 Abs. 1 Bst. d und Art. 21 Abs. 1 Visakodex). Die Gewähr der gesi-

cherten Wiederausreise, wie sie Art. 5 Abs. 2 AuG verlangt, wenn nur ein 

vorübergehender Aufenthalt vorgesehen ist, steht mit dieser Regelung im 

Einklang (vgl. BVGE 2009/27 E. 5 mit Hervorhebung des Zusammen-

hangs zum Einreiseerfordernis des belegten Aufenthaltszwecks nach 

Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK). 

4.5 Sind die vorerwähnten Einreisevoraussetzungen (Visum ausgenom-

men) nicht erfüllt, darf ein für den gesamten Schengen-Raum geltendes 

"einheitliches Visum" (Art. 2 Ziff. 3 Visakodex) nicht erteilt werden (Art. 12 

VEV, Art. 32 SGK). Hält es jedoch ein Mitgliedstaat aus humanitären 

Gründen, aus Gründen des nationalen Interesses oder aufgrund interna-

tionaler Verpflichtungen für erforderlich, so ist er berechtigt, der dritt-

staatsangehörigen Person, welche die ordentlichen Einreisevorausset-

zungen nicht erfüllt, ausnahmsweise ein "Visum mit räumlich beschränk-

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ter Gültigkeit" zu erteilen (Art. 2 Ziff. 4 Visakodex). Dieses Visum ist 

grundsätzlich nur für das Hoheitsgebiet des ausstellenden Staates gültig 

(Art. 32 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 Bst. a Visakodex; unter denselben Voraus-

setzungen kann einer drittstaatsangehörigen Person die Einreise an den 

Aussengrenzen gestattet werden, vgl. Art. 5 Abs. 4 Bst. c SGK). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz verweigerte die Erteilung des beantragten Schengen-

Visums mit der Begründung, die anstandslose und fristgerechte Wieder-

ausreise erscheine nicht als hinreichend gesichert. 

5.2 Wie oben erwähnt, unterliegt der Gesuchsteller als srilankischer 

Staatsangehöriger der Visumspflicht (Anhang I zur Verordnung (EG) 

Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001). Bei der Prüfung der Einrei-

sevoraussetzungen nach Art. 5 Abs. 1 SGK steht die Frage der gesicher-

ten Wiederausreise im Vordergrund, welche die Vorinstanz aufgrund der 

allgemeinen Lage im Heimatland sowie der persönlichen Verhältnisse des 

Eingeladenen anzweifelt. Dazu lassen sich in der Regel keine gesicher-

ten Feststellungen, sondern lediglich Prognosen treffen. Dabei sind sämt-

liche Umstände des konkreten Einzelfalles zu würdigen. 

5.3 Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten Wiederausreise 

können sich aus der allgemeinen Situation im Herkunftsland der Besu-

cherin oder des Besuchers ergeben. 

Die Wirtschaft Sri Lankas befindet sich im Aufschwung. Im Jahr 2011 be-

lief sich das reale Wirtschaftswachstum auf 8,3 Prozent, das stärkste 

Wirtschaftswachstum seit 32 Jahren. Aufgrund notwendiger fiskalpoliti-

scher Massnahmen des Staates im Februar letzten Jahres blieb dieses 

jedoch im Jahr 2012 hinter den Erwartungen (7 Prozent) zurück und be-

trug lediglich 6,4 Prozent. Die Arbeitslosigkeit nahm 2012 weiter von 4,2 

Prozent (2011) auf 4,0 Prozent ab. Problematisch bleibt demgegenüber 

die Jugendarbeitslosigkeit, die von 15,5 Prozent (2011) auf ca. 19 Prozent 

(2012) gestiegen ist. Die wirtschaftliche Entwicklung Sri Lankas weist al-

lerdings grosse regionale Unterschiede auf. Wirtschaftliches Zentrum ist 

die Region rund um Colombo, die fast die Hälfte der gesamten Wirt-

schaftsleistung erbringt (Quelle: Deutsches Auswärtiges Amt, 

http://www.auswaertiges-amt.de, Reise und Sicherheit > Übersicht > Sri 

Lanka > Wirtschaft, Stand: April 2013, besucht im März 2014). Zwar hat 

der im Mai 2009 zu Ende gegangene Bürgerkrieg die Diskussion um eine 

politische Lösung für den ethnischen Konflikt zwischen den Singhalesen 

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und der sich diskriminiert fühlenden tamilischen Minderheit wieder ent-

facht. Eine solche Lösung zeichnet sich allerdings nicht so bald ab, da ei-

ne Aufarbeitung des Konflikts und seiner Ursachen bisher nicht statt-

gefunden hat (Quelle: Schweizerische Flüchtlingshilfe, 

http://www.fluechtlingshilfe.ch > Herkunftsländer > Asien – Pazifik > Sri 

Lanka > Sri Lanka: Aktuelle Situation, Update von Adrian Schuster, 

15. November 2012).  

Vor diesem Hintergrund besteht vielfach der Wunsch zur Auswanderung, 

welcher sich besonders stark bei jüngeren und ungebundenen Personen 

manifestiert. Dabei gilt auch die Schweiz als Zielland vieler Auswanderer 

im erwerbsfähigen Alter, welche sich hier unter besseren Lebensbedin-

gungen eine (neue) Existenz aufbauen möchten. Ein im Ausland bereits 

bestehendes soziales Beziehungsnetz aus Verwandten oder Freunden ist 

zudem ein wichtiges Element, das den Entscheid auszuwandern, erleich-

tern kann. Es gilt nach Möglichkeit zu verhindern, dass Gesuchsteller ihre 

Anwesenheit in der Schweiz – entgegen ihrer ursprünglichen Absichtser-

klärung – dazu nutzen, ein Asylgesuch einzureichen oder die fristgerechte 

Wiederausreise auf andere Weise zu umgehen. 

5.4 Auf Beschwerdeebene wird in diesem Zusammenhang vorgebracht, 

die Berufung auf die Zuwanderung aus der Herkunftsregion des Ge-

suchstellers sowie der Hinweis auf die in mehreren Fällen gemachten Er-

fahrungen sei zu pauschalisiert. So gehe es insbesondere nicht an, allen 

Personen aus Sri Lanka, welche aus bescheidenen wirtschaftlichen Ver-

hältnissen stammten, generell die Einreise in die Schweiz zu verweigern.  

Dazu ist klarzustellen, dass es in der Tat zu schematisch und nicht haltbar 

wäre, generell und ohne spezifische Anhaltspunkte, ausschliesslich auf-

grund der allgemeinen Lage im Herkunftsland bzw. in der Herkunftsregion 

auf eine nicht hinreichend gesicherte Wiederausreise zu schliessen. Im 

Rahmen einer Gesamtwürdigung können jedoch aus der allgemeinen La-

ge im Herkunftsland und der Zuwanderungssituation Anhaltspunkte zur 

Beurteilung der fristgerechten Wiederausreise gewonnen werden. So 

können insbesondere Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus 

Staaten bzw. Regionen mit politisch und/oder wirtschaftlich vergleichs-

weise ungünstigen Verhältnissen darauf hindeuten, dass die persönliche 

Interessenlage in solchen Fällen nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeit-

lich befristeten Einreisebewilligung in Einklang steht. 

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Seite 9 

5.5 Bei der Risikoanalyse sind jedoch nicht nur solch allgemeine Um-

stände und Erfahrungen, sondern auch, wie erwähnt, sämtliche Gesichts-

punkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. Obliegt einer ge-

suchstellenden Person im Heimatland beispielsweise eine besondere be-

rufliche, gesellschaftliche oder familiäre Verantwortung, kann dieser Um-

stand durchaus die Prognose für eine anstandslose Wiederausreise be-

günstigen. So besteht denn auch für srilankische Staatsangehörige aus 

den Nord- oder Ostprovinzen durchaus die Möglichkeit, eine Einreisebe-

willigung zu erhalten, sofern deren persönliche Verhältnisse auf eine frist-

gerechte Rückkehr ins Heimatland schliessen lassen. Andererseits muss 

bei Personen, die in ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen ha-

ben, das Risiko für ein ausländerrechtlich nicht regelkonformes Verhalten 

(nach bewilligter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt 

werden. 

6.  

6.1 Beim Gesuchsteller handelt es sich um einen mittlerweile 33-jährigen, 

unverheirateten Mann, welcher aus Trincomalee im Nordosten Sri Lankas 

– laut Schweizer Vertretung aus einer Gegend mit hohem Migrati-

onsdruck – stammt und offenbar noch nie ins Ausland gereist ist. Zu den 

familiären Verhältnissen wurden von den Beteiligten weder im Gesuchs-

verfahren noch auf Beschwerdeebene nähere Angaben gemacht. Es 

kann demnach nicht davon ausgegangen werden, im persönlichen oder 

familiären Umfeld des Eingeladenen seien Verpflichtungen oder gar Ab-

hängigkeiten vorhanden, die besondere Gewähr für eine Rückkehr ins 

Heimatland bieten könnten. Tritt hinzu, dass in Situationen angespannter 

wirtschaftlicher und/oder politischer Verhältnisse selbst zurückbleibende 

nahe Angehörige regelmässig nicht verlässlich davon abhalten können, 

den Entscheid für eine Emigration zu fällen; sei dies etwa in der Hoffnung, 

die Zurückgebliebenen aus dem Ausland wirtschaftlich effizienter unter-

stützen zu können. 

6.2 Entsprechend grosse Bedeutung kommt deshalb den wirtschaftlichen 

Verhältnissen zu, in denen sich der Gesuchsteller befindet. Nachdem der 

Eingeladene in seinem (ersten) Visumsverfahren von 2011 vom Gastge-

ber noch als selbständiger Taxifahrer (vgl. Verpflichtungserklärung des 

Beschwerdeführers vom 9. Oktober 2011), von der Schweizerischen Ver-

tretung in Colombo präziser als "Tuk-Tuk"-Fahrer (Autorikscha) mit sehr 

bescheidenen Lohneinkünften bezeichnet worden war, gab der Ge-

suchsteller in seinem zweiten Visumsgesuch vom 30. Oktober 2012 an, 

er sei Soldat im "Civil Security Department", was wiederum vom Gastge-

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Seite 10 

ber bestätigt wurde (vgl. Verpflichtungserklärung vom 19. November 

2012) und die Schweizerische Vertretung in Colombo zur Bemerkung 

veranlasste, eine dreimonatige Abwesenheit vom Arbeitsplatz sei doch 

sehr ungewöhnlich. Gemäss Bestätigung des "Civil Security Department" 

vom 5. September 2012 soll der Eingeladene seit August 2006 in dieser 

Einheit dienen. Im aktuellen Visumsverfahren schliesslich reichte der Ge-

suchsteller eine weitere Arbeitsbestätigung des "Civil Security Depart-

ment" vom 4. April 2013 zu den Akten, wonach sich der Arbeitgeber ver-

pflichtet, seinem Angestellten während des (dreimonatigen) Auslandauf-

enthaltes unbezahlten Urlaub zu gewähren.  

Diese, anlässlich der letzten beiden Visumsverfahren eingereichten Ar-

beitsbestätigungen, die sich von Aufbau, Form und Logo her stark von-

einander unterscheiden (vgl. auch Bst. D des Sachverhalts), stehen ei-

nerseits in klarem Widerspruch zu den ursprünglichen Angaben des Ge-

suchstellers zu seiner beruflichen Tätigkeit (Taxi-Fahrer). Sollte es sich 

dabei tatsächlich um Kopien echter Dokumente handeln, ist andererseits 

nicht nachvollziehbar, wieso ein allenfalls seit Mitte 2006 bestehender Ar-

beitsvertrag vom Eingeladenen nicht bereits anlässlich seiner ersten Ge-

suchseinreichung vorgelegt oder zumindest erwähnt wurde. Von der Vor-

instanz sowohl in der Verfügung als auch in der Vernehmlassung auf ver-

schiedene Unstimmigkeiten in den Gesuchsunterlagen zur beruflichen 

Tätigkeit des Gesuchstellers hingewiesen, unterliess es der Beschwerde-

führer trotz ausdrücklich gewährtem Replikrecht in der Folge, zur Klärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts beizutragen (vgl. Urteil des BVGer 

C-2447/2007 vom 16. Oktober 2008 E. 5.1). Abgesehen davon lässt der 

Umstand, dass der Eingeladene ungeachtet der behaupteten beruflichen 

Verpflichtungen die maximal zulässige Aufenthaltsdauer von drei Mona-

ten voll ausschöpfen möchte, zweifellos nicht auf eine starke Verwurze-

lung im Berufsleben schliessen. Dass der Eingeladene nicht in wirtschaft-

lich günstigen Verhältnissen lebt, die ihn verlässlich von einer Emigration 

abzuhalten vermöchten, wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht 

bestritten. 

Vor diesem Hintergrund müssen die Beteuerungen auf Beschwerdeebe-

ne, wonach genügend Garantien für eine fristgerechte Wiederausreise 

vorhanden seien, als nicht ausschlaggebend bezeichnet werden. Dies 

umso weniger, als die von der Schweizervertretung sowie der Vorinstanz 

geäusserten Zweifel am Aufenthaltszweck, die vom Beschwerdeführer im 

Verlaufe des Verfahrens nicht ausgeräumt werden konnten, als durchaus 

begründet erscheinen. 

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Seite 11 

6.3 Vor dem allgemeinen und persönlichen Hintergrund konnte die Vorin-

stanz, die bereits zwei früheren Einreisebegehren nicht stattgegeben hat-

te, demnach willkürfrei davon ausgehen, dass keine hinreichende Ge-

währ für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise des Ge-

suchstellers nach einem Besuchsaufenthalt besteht. An dieser Einschät-

zung vermögen auch die gegenteiligen Zusicherungen des Beschwerde-

führers und seiner Ehefrau, beides Schweizer Bürger, nichts zu ändern. 

Als solche können sie mit rechtlich verbindlicher Wirkung zwar für gewis-

se finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Besuchsaufenthalt, 

nicht aber für ein bestimmtes Tun oder Unterlassen ihres Gastes einste-

hen (vgl. in diesem Zusammenhang BVGE 2009/27 E. 9). 

6.4 Gründe für die Ausstellung eines Visums mit räumlich beschränkter 

Gültigkeit (vgl. E. 4.5 hievor) wurden vom Beschwerdeführer nicht geltend 

gemacht und sind auch nicht ersichtlich. 

7.  

Aus vorstehenden Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung 

im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist 

daher abzuweisen. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 

Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

Dispositiv nächste Seite 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Sie werden mit dem am 27. August 2013 geleisteten Kostenvor-

schuss gleicher Höhe verrechnet. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben) 

– die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. […] zurück) 

– das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Marianne Teuscher Daniel Brand 

 

 

 

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