# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0900bf68-35c6-5878-8114-971fb4f31738
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-14
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 2014
**Docket/Reference:** ST.2019.190
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/1-st.2019.190.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 ST.2019.190 

Entscheid 

14. Mai 2020 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Michael Ochsner, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichte-
rin Barbara Collet und Gerichtsschreiberin Verena Bieri 

1.  A ,    
2.  B ,    

vertreten durch C AG,  

In Sachen 

gegen 

Rekurrenten,  

S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2014 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  und  B (nachfolgend  der/die  Pflichtige,  zusammen  die  Pflichtigen) hatten 

2014 ihren Wohnsitz D; der Pflichtige war Teilhaber der Kollektivgesellschaft E (nach-

folgend E) mit Sitz in F/SZ, für welche er auch erwerbstätig war. Gemäss Jahresrech-

nung 2014 der E erzielte er Einkünfte von Fr. 6'607'909.-, die sich aus einem Anteil am 

Reingewinn  von  Fr. 6'209'909.-  und  aus  einem  während  des  Jahres  vorbezogenen 

Betrag von Fr. 398'000.- zusammensetzten. In ihrer Steuererklärung 2014 deklarierten 

die Pflichtigen die Einkünfte als selbstständiges Erwerbseinkommen und wiesen diese 

nahezu vollständig dem Kanton Schwyz als Geschäftsort zur Besteuerung zu.  

Mit  Einschätzungsvorschlag  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  2014  vom 

30. August 2017 qualifizierte der Steuerkommissär einen Anteil von Fr. 1'056'186.- der 

Einkünfte aus der E als am Wohnsitz zu versteuerndes Arbeitsentgelt. Zur Begründung 

verwies er auf die Auszahlung eines "Performance Interest" an Angestellte, und rech-

nete gestützt darauf dem verbuchten Arbeitsentgelt des Pflichtigen einen entsprechen-

den Anteil als "Performance Interest" hinzu.  

Am  11.  Oktober  2017  fand  eine  Besprechung  statt,  und  am  13.  Dezem-

ber 2017  lehnten  die  Pflichtigen  den  Vorschlag  mit  eingehender  Begründung  ab.  Sie 

machten  geltend,  dass  der  im  Kanton  Zürich  steuerbare  Lohn  Fr.  180'000.-  betrage. 

Mit  Auflage  vom  25.  März  2019  verlangte  der  Steuerkommissär  u.a.  den  Gesell-

schaftsvertrag mit Anhängen sowie Angaben zu den Gehaltsleistungen an Kadermitar-

beiter. Die Pflichtigen antworteten am 26. April 2019.  

Am  16.  Mai  2019  traf  der  Steuerkommissär  die  Einschätzung  für  die  Staats- 

und Gemeindesteuern 2014. Darin setzte er das im Kanton Zürich zu besteuernde Ar-

beitsentgelt  auf  Fr.  1'157'000.-  fest,  bestehend  aus  Grundlohn  und  Grundlohn-Bonus 

von Fr. 398'000.- und einem "Performance Interest" von Fr. 759'000.-.  

B.  Hiergegen  liessen  die  Pflichtigen  am  12.  Juni  2019  Einsprache  erheben 

und  u.a.  beantragen,  das  Tätigkeitsentgelt  auf  Fr.  180'000.-  festzusetzen,  mit  einer 

Reihe  von  Eventualanträgen.  Am  15.  Juli  2019  fand  auf  Antrag  der  Pflichtigen  eine 

Besprechung statt.  

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Am  11.  September  2019  hiess  das  kantonale  Steueramt  die  Einsprache  in 

einem nicht mehr streitigen Punkt teilweise gut und setzte folgende Steuerfaktoren fest:  

Steuerbares Einkommen  

Fr.  

1'027'400.- 

Davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen 

27'500.-  

Satzbestimmendes Einkommen 

Steuerbares Vermögen 

Satzbestimmendes Vermögen  

6'272'300.- 

7'515'000.- 

8'451'000.-.  

Mit Bezug auf die Frage des an den Wohnsitz auszuscheidenden Arbeitsent-

gelts hielt es an seiner bisherigen Beurteilung fest.  

C. Mit Rekurs vom 10. Oktober 2019 beantragten die Pflichtigen, die Veranla-

gung  unter  Berücksichtigung  der  inzwischen  erfolgten  definitiven  Veranlagung  des 

Kantons  Schwyz  sowie  der  Vorgaben  des  einschlägigen  interkantonalen  Konkordats 

vorzunehmen und das steuerbare Einkommen im Kanton Zürich dementsprechend auf 

Fr.  180'000.-  festzusetzen.  Eventualiter  sei  das  steuerbare  Einkommen  auf  brutto 

Fr. 398'000.-  festzusetzen,  unter  Abzug  der  anteiligen  Sozialversicherungsbeiträge, 

subeventualiter sei die Veranlagung des Kantons Schwyz anzupassen; alles unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen. Sie rügten, dass sich aus der Einschätzung sowie der-

jenigen  des  Kantons  Schwyz  eine  aktuelle Doppelbesteuerung  ergebe.  Zudem könne 

die  Vergütungsstruktur  eines  unselbstständigen  Mitarbeiters  nicht  vorbehaltlos  auf  ei-

nen  Kollektivgesellschafter  übertragen  werden.  Der  an  bestimmte  Angestellte  ausbe-

zahlte "Performance Interest" sei aufgrund eines einmaligen Ereignisses erfolgt und sei 

auch  deshalb  für  die  Lohnbestimmung  nicht  massgebend.  Die  Lösung  des  Kantons 

Schwyz  entspreche  dem  Konkordat;  eine  Abweichung  sei  nur  nach  Absprache  mög-

lich, was hier nicht erfolgt sei. Auch im Rahmen eines Drittvergleichs liege der verbuch-

te Gewinnvorbezug des Pflichtigen im Bereich eines marktüblichen Tätigkeitsentgelts.  

Das kantonale Steueramt  schloss am  7.  November  2019  auf  Abweisung des 

Rekurses.  

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Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  Bei  persönlicher  Zugehörigkeit  ist  die  Steuerpflicht  unbeschränkt;  sie  er-

streckt  sich  aber  nicht  auf  Geschäftsbetriebe,  Betriebsstätten  und  Grundstücke  aus-

serhalb  des  Kantons  (§  5  Abs.  1  des  Steuergesetzes  vom  8.  Juni  1997,  StG).  Die 

Steuerausscheidung für Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke erfolgt im 

Verhältnis zu andern Kantonen und zum Ausland nach den Grundsätzen des Bundes-

rechts  über  das  Verbot  der 

interkantonalen  Doppelbesteuerung  (§  5  Abs.  3 

Satz 1 StG).  

a) aa) Das Bundesgericht hat in seiner gesetzesvertretenden Rechtsprechung 

zu Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 für die Teilhaber an einer 

Kollektivgesellschaft Ausscheidungsregeln aufgestellt. Demnach sind Beteiligungen an 

kaufmännischen Kollektiv- und Kommanditgesellschaften und deren Ertrag (Kapitalzin-

sen  und Gewinnanteile)  am  Sitz der Gesellschaft  steuerbar (Peter  Mäusli-Allenspach, 

Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Interkantonales  Steuerrecht,  2011, 

§ 18  N  40 ff;  auch  zum Folgenden, mit  Hinweisen;  Peter Locher,  Die Praxis  der  Bun-

dessteuern, III. Teil, Das interkantonale Doppelbesteuerungsrecht, Band 4, § 8, IV A, 1 

Nr. 5; § 8, IV A, 2, insbes. Nr. 17). Da die Beteiligungen und ihr Ertrag den Gesellschaf-

tern  zugerechnet  werden,  haben  diese  am  Gesellschaftssitz  (sofern  dieser  nicht  im 

Kanton  ihres  Hauptsteuerdomizils  gelegen  ist)  ein  Nebensteuerdomizil,  und  zwar  ein 

Spezialsteuerdomizil des Geschäftsorts. Neben diesem bestehen allenfalls sekundäre 

Steuerdomizile  der  Gesellschafter  an  den  Orten,  an  denen  die Gesellschaft  Betriebs-

stätten unterhält. Am Sitz der Gesellschaft ist der Anteil des Gesellschafters am Eigen-

kapital der Gesellschaft steuerbar. Dazu gehört in erster Linie der in den Büchern der 

Gesellschaft  ausgewiesene  Anteil  am  buchmässigen  Gesellschaftskapital  der  Gesell-

schaft.  

Der  Zins  für  das  Gesellschaftskapital  und  die  Anteile  der  Gesellschafter  am 

Reingewinn sind als Ertrag aus Beteiligung an der Personengesellschaft an deren Sitz 

steuerpflichtig.  Hingegen  ist  das  Arbeitsentgelt  des  mitarbeitenden  Gesellschafters 

seinem Hauptsteuerdomizil zur Besteuerung zuzuweisen (Locher, § 8, IV A, 2 mit zahl-

reichen Beispielen). Für die Bestimmung der als Arbeitsentgelt am Hauptsteuerdomizil 

zu besteuernden Quote sind  Vereinbarungen  über  ein Salär  nicht  unbedingt massge-

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bend,  sie sind  aber  zu  beachten,  wenn  sie als  den  Verhältnissen  ungefähr  angemes-

sen  erscheinen  (Locher  §  8,  IV  A,  2  Nr.  10).  Damit  bei  der  Aufteilung  überhaupt  ein 

Salär  Berücksichtigung  findet,  wird  eine  gewisse  Regelmässigkeit  und  Intensität  der 

Arbeitsleistung vorausgesetzt (Locher § 8, IV A, 2 Nr. 12). Zwischen den Gesamtbezü-

gen  und  dem  vereinbarten  Arbeitsentgelt  muss  zudem  ein  angemessenes  Verhältnis 

bestehen  (Locher  §  8,  IV  A,  2  Nr.  9).  Massgebend  ist  der  Betrag,  der  für  die  gleiche 

Arbeitsleistung an einen Dritten bezahlt würde (Locher § 8, IV A, 2 Nr. 17 E. 4; Mäusli-

Allenspach, § 18 N 44; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steu-

ergesetz, 3. A., 2013, § 5 N 42 StG; Andreas Schorno, in: Kommentar zum Aargauer 

Steuergesetz, 4. A., 2015, § 9 N 26).  

bb)  Handelsrechtlich  ist  der  Anspruch  eines  mitarbeitenden  Gesellschafters 

auf ein Arbeitsentgelt bzw. Honorar in Art. 558 Abs. 3 sowie Art. 559 Abs. 1 OR gere-

gelt.  Es  ist  indessen  nur  geschuldet,  wenn  es  im  Gesellschaftsvertrag  vorgesehen  ist 

(Lukas  Handschin,  in:  Basler  Kommentar,  Obligationenrecht  II,  5.  A.,  2016,  N  4  zu 

Art. 558 – 560 OR). Steuerrechtlich wird indessen ungeachtet einer fehlenden Verein-

barung  ein  Anteil  Honorar  festgesetzt,  da  es  sich  um  eine  reine  Ausscheidungsregel 

handelt,  die  letztlich  nur  eine  angemessene  Verteilung  der  bezogenen  Einkünfte  auf 

die interessierten Kantone bezweckt (Locher, § 8, IV A, 2 Nr. 14).  

cc)  Zur  Vermeidung  der  Doppelbesteuerung  bei  der  Festlegung  von  Tätig-

keitsentgelten  bei  Teilhabern  von  Kollektiv-  und  Kommanditgesellschaften  haben  die 

Steuerverwaltungen der Kantone der Ostschweiz (Aargau, Appenzell A.-Rh, Appenzell 

I.-Rh,  Glarus,  Graubünden,  Schaffhausen,  St.  Gallen,  Thurgau  und  Zürich)  mit  der 

Vereinbarung vom 10. Juli 2000 (nachfolgend Vereinbarung) eine gemeinsame Rege-

lung getroffen (Mäusli-Allenspach, § 18 N 47; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 5 N 45 

StG).  In  einer  Tabelle  werden  darin  die  Ansätze  für  eine  Aufteilung  festgehalten;  ge-

mäss  dieser  ist  ab  Fr.  500'000.-  ein  Anteil  von  Fr. 180'000.-  als  Tätigkeitsentgelt  am 

Hauptsteuerdomizil  steuerbar.  Gemäss  Ziff.  6  der  Vereinbarung  gilt  das  Schema 

grundsätzlich für alle zu bearbeitenden Fälle. In Ziff. 7 der Vereinbarung ist ferner vor-

gesehen, dass in ausserordentlichen Fällen durch gegenseitige Absprache eine Einzel-

fall-Lösung getroffen werde.  

Daneben  besteht  eine  weitere  Vereinbarung  vom  23.  Juni  1999  der  gleichen 

Kantone für Partner von Anwaltskanzleien. Diese sieht für solche in Form einer Kollek-

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tivgesellschaft  eine  Aufteilung  von  50%  des  Reingewinns  als  Entschädigung  für  die 

Arbeitsleistung vor (St. Galler Steuerbuch, StB 16 Nr. 4). 

An  diese  Vereinbarungen  ist  das  Steuerrekursgericht  indessen  nicht  gebun-

den,  da  sie  lediglich  eine  Einschätzungspraxis  festlegen  und  daher  frei  überprüfbar 

sind (VGr, 28. Juni 2006, SB.2005.00065 E. 4.1 a.E.). 

dd)  Die  Aussonderung  eines  Arbeitsentgelts  wird  vom  kantonalen  Steueramt 

geltend  gemacht  und  stellt  einen  steuermehrenden  Umstand  dar.  Es  liegt  daher  an 

diesem,  die  Höhe  des  Arbeitsentgelts  nachzuweisen  (RB  1990  Nr.  36  =  StE  1990 

B 92.51 Nr. 3, auch zum Folgenden). Die Steuerbehörde ist dabei in hohem Mass auf 

die  Mitwirkung  der  steuerpflichtigen  Person  angewiesen.  Es  ist  daher  folgerichtig,  an 

die rechtsgenügende Darlegung derartiger Tatsachen durch die Behörden keine hohen 

Anforderungen zu stellen. Erscheint der von der Steuerbehörde angenommene Sach-

verhalt als sehr wahrscheinlich, gilt der Nachweis des Fiskus als geleistet. In der Folge 

liegt es am Steuerpflichtigen, für die behauptete gegenteilige Tatsache den Gegenbe-

weis zu erbringen (RB 1984 Nr. 28 = StE 1984 B 11.1 Nr. 2). 

b)  aa)  Die  Kollektivgesellschaft  E  mit  Sitz  in  G  bezweckt  gemäss  Gesell-

schaftsvertrag das Erbringen von …. Sie hält Anteilsrechte an auf H domizilierten Ltds., 

die als General Partner von sich ebenfalls dort befindlichen Investmentvehikeln in Form 

von 

Limited 

Partnerships 

fungieren. 

Die 

E 

erbringt 

Investment-

Beratungsdienstleistungen an diese. Im Jahr 2014 schüttete eine der Investitionen ei-

nen  ausserordentlich  hohen  Ertrag  an  die  E  aus,  was  zu  ebenfalls  aussergewöhnlich 

hohen Bezügen der Gesellschafter führte. Der Pflichtige deklarierte für dieses Jahr ein 

Gesamteinkommen  aus  der  E  von  Fr.  6'607'909.-  (vgl.  Jahresrechnung).  2013  hatte 

das Total der Bezüge Fr. 1'299'426.- betragen.  

Der  Gesellschaftsvertrag vom  …  2013  enthält keine  Regelung  über  ein  Hono-

rar. Ziff. 5.3 des Gesellschaftsvertrags schreibt einzig vor, dass die Gesellschafter am 

Gewinn und Verlust im Verhältnis ihrer Kapitalanteile teilnehmen. Nach den bundesge-

richtlichen  Vorgaben  ist  deshalb  für  die  interkantonale  Steuerausscheidung  ein  Ar-

beitsentgelt  (Honorar)  festzusetzen,  das  am  steuerrechtlichen  Wohnort  zu  besteuern 

ist.  

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bb)  Die  Vorinstanz  ist  zur  Ermittlung  des  Arbeitsentgelts  auf  die Weise  vorge-

gangen,  dass  sie  auf  die  Entlöhnung  eines  angestellten  Mitarbeiters  (I)  abstellte,  der 

eine  Kaderposition  wie  der  Pflichtige  inne  hatte  (Einspracheentscheid  S.  9).  Diesem 

wurde  2014  neben  dem  Grundlohn  und  dem  Bonus  ein  "Performance  Interest"  von 

Fr. 756'010.-  ausbezahlt.  Das  kantonale  Steueramt  qualifizierte  diesen  "Performance 

Interest" ebenfalls als Teil des Gehalts und schloss daraus, dass auch dem Pflichtigen 

ein  solcher  "Performance  Interest"  zugestanden  hätte.  Gestützt  darauf  kam  es  zum 

Schluss, dass sich das Arbeitsentgelt des Pflichtigen auf die im Lauf des Jahres bezo-

genen Fr. 398'000.- (Entgelt plus Bonus) sowie  denselben "Performance Interest" be-

laufen haben müsse, was zusammen Fr. 1'154'010.- ergebe.  

c) Dieser Beurteilung ist zuzustimmen:  

aa) Grundsätzlich lässt der  Vergleich innerhalb derselben Unternehmung an-

hand der Entlöhnung eines angestellten Mitarbeiters in gleicher Stellung und Funktion 

das genaueste Ergebnis erwarten. Dabei sind die Person des Lohnempfängers sowie 

die Lohnpolitik und die Salarierung von rang- und funktionsmässig Gleichgestellten zu 

würdigen. Einem solchen Vergleich anhand der konkreten Verhältnisse in der betroffe-

nen Unternehmung ist gegenüber einem Benchmarking gestützt auf schweizweite sta-

tistische Angaben, wie es die Pflichtigen zur Begründung des Eventualantrags vertre-

ten, den Vorzug zu geben (VGr, 28. Juni 2006, SB.2005.00065, E. 4.2.2).  

Mit Auflage vom 25. März 2019 hat die Vorinstanz die Details zur Entlöhnung 

von Schlüsselmitarbeitern eingefordert. Gemäss der eingereichten Tabelle der an An-

gestellte  ausbezahlten  Saläre,  Boni  und  "Performance  Interests"  2007  bis  2016  be-

stand  die  Entlöhnung  jeweils  aus  einem  Grundsalär  sowie  einem  Bonus,  die  jeweils 

jedes  Jahr  ausbezahlt  wurden.  Der  Bonus  lag  im  Bereich  von  12%  bis  27%  (2014). 

Nach den Ausführungen der Pflichtigen wurde jeweils für die Mitarbeiter ein Zielbonus 

festgelegt; nach Jahresende sei die Bewertung des Mitarbeiters aufgrund der Zielerrei-

chung  erfolgt.  Nur  2014  und  2015  kam  ein  zusätzlicher  "Performance  Interest"  hinzu. 

Es  liegt  auf  der  Hand,  dass  diese  Lohnstruktur  auch  für  die  Bestimmung  des  Anteils 

des Arbeitsentgelts eines Gesellschafters heranzuziehen ist.  

Der "Performance Interest" ist zudem entgegen der Auffassung der Pflichtigen 

als  im  Arbeitsverhältnis  begründet  zu  qualifizieren.  Nach  ihrer  Sachdarstellung  im 

Schreiben vom 26. April 2019 wurde dieser nur an drei Schlüsselmitarbeiter ausgerich-

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tet und gründete in den jeweiligen Arbeitsverträgen. Der Anteil war individuell verschie-

den und betrug 3,0%, 1,6% bzw. 0,4% am gesamten Performance Interest. Damit wur-

de  es diesen Mitarbeitern  ermöglicht,  nicht  nur  am  Ergebnis  ihrer  unmittelbaren  eige-

nen  Tätigkeit,  sondern  am  Geschäftserfolg  generell  zu  partizipieren.  Es  ist  nicht 

einzusehen,  weshalb  diese  Anknüpfung  am  Geschäftserfolg  gegen  eine  Qualifikation 

als Lohn sprechen sollte. Es ist denn auch keine andere Grundlage für die Ausrichtung 

dieser Leistung ersichtlich, wird doch nicht geltend gemacht, die Mitarbeiter hätten Be-

teiligungsrechte gehalten, die ihnen einen Anspruch auf einen Anteil am Geschäftser-

folg  verschafft  hätten.  Der  individuelle  Anteil  am  "Performance  Interest"  wurde  dem 

betreffenden Mitarbeiter denn auch im Lohnausweis als Teil des Bruttolohns beschei-

nigt.  Wurden  aber  2014  Schlüsselmitarbeitern  solche  "Performance  Interest"  ausge-

richtet, so muss sich ein solcher im Rahmen des hier vorzunehmenden Drittvergleichs 

auch  der  geschäftsleitende  Gesellschafter  anrechnen  lassen.  Der  Umstand,  dass  ein 

Kollektivgesellschafter  an  sich  bereits  kraft  Gesellschafterstellung  am  Gewinn  partizi-

piert und sich deshalb kaum eine solche Gewinnbeteiligung als Bestandteil eines förm-

lich vereinbarten Arbeitsentgelts auszahlt, untermauert gerade die Notwendigkeit eines 

Drittvergleichs mit angestellten Mitarbeitern.  

Beim für  den  Vergleich herangezogenen  Mitarbeiter  handelt  es  sich um  den-

jenigen mit dem höchsten Anteil am "Performance Interest", was darauf hinweist, dass 

er ein wichtiger Kadermitarbeiter war. Gemäss seinem Personalblatt hatte er den Rang 

eines  Investment  Directors  und  war  dem  Pflichtigen  direkt  unterstellt.  Der  Pflichtige 

selber war gemäss demselben Blatt Managing Partner. Daraus ist zu schliessen, dass 

der betreffende Mitarbeiter aufgrund seiner Unterstellung sogar eher einen geringeren 

Anspruch  auf  den  "Performance  Interest"  hatte  als  ein  angestellter  Mitarbeiter  in  der 

Funktion des Pflichtigen. Mithin fährt der Pflichtige mit dem Vergleich eher zu gut. Die 

Pflichtigen  bestreiten  die  Eignung  des  Mitarbeiters  zum  Vergleich  nicht;  sie  machen 

vielmehr  grundsätzliche  methodische  Einwendungen  geltend.  Das  kantonale  Steuer-

amt  hat  dem  Pflichtigen  zudem  nur  denselben  Anteil  am  "Performance  Interest"  (Fr. 

756'010.-) aufgerechnet wie dem genannten Mitarbeiter, und nicht etwa einen höheren 

Betrag  proportional  zum  übrigen Gehalt.  Damit  ist  der  Anteil  des  Pflichtigen  bestimmt 

nicht  zu  hoch,  lag  doch die Summe  der  Bezüge ohne  "Performance Interest"  des ge-

nannten  Mitarbeiters  tiefer  als  der  unter  dem  Jahr  angefallene  Vorbezug  des  hierar-

chisch höher einzureihenden Pflichtigen. Der Vorbezug wird in der von den Pflichtigen 

eingereichten  Übersicht  mit  der  Summe  von  Grundlohn  und  Bonus  von  angestellten 

Mitarbeitern gleichgestellt und erfüllte demnach dieselbe Funktion. 

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bb) Die Pflichtigen wenden dagegen ein, dass in der erwähnten interkantona-

len  Vereinbarung  der  Ostschweizer  Kantone  der  auszuscheidende  Anteil  des  Tätig-

keitsentgelts auf Fr. 180'000.- beschränkt sei.  

Dem ist entgegenzuhalten, dass es im vorliegenden Fall um die Ausscheidung 

der  Einkünfte  im  Verhältnis  zum  Kanton  Schwyz geht,  der  die  Vereinbarung nicht  un-

terzeichnet  hat.  Damit  gelangt  diese  ohnehin  nicht  zur  Anwendung.  Soweit  bekannt, 

besteht keine einschlägige Vereinbarung zwischen dem Kanton Zürich und dem Kan-

ton  Schwyz.  Selbst  wenn  aber  der  Inhalt  der  Vereinbarung  als  Ausdruck  einer  allge-

meinen Einschätzungspraxis betrachtet würde, hilft dies den Pflichtigen nicht weiter, da 

in Ziff. 7 ausserordentliche Fälle vorbehalten werden. Die extreme Höhe seiner Bezüge 

im  Vergleich  zum  in  der  Vereinbarung  geregelten  Maximalbetrag  von  Fr. 500'000.- 

rechtfertigt  die  Annahme  eines  solchen  aussergewöhnlichen  Falles.  Der  weitere  Ein-

wand der Pflichtigen, dass in solchen Fällen zudem eine gegenseitige Absprache der 

Kantone zu erfolgen habe, dringt ebenfalls nicht durch. Die zuständigen Steuerbehör-

den  hatten  im  vorliegenden  Fall  miteinander  Kontakt  aufgenommen,  gelangten  aber 

nicht zu einer Einigung. Scheitert eine Einigung, muss es der kantonalen Steuerbehör-

de unbenommen sein, eine Einschätzung gestützt auf ihre eigene Beurteilung der Ver-

hältnisse vorzunehmen.  

Hinzu  kommt,  dass  Grundlage  der  Ausscheidung  die  bundesgerichtliche 

Rechtsprechung ist, vor der auch solche interkantonalen Vereinbarungen zurücktreten 

müssen. Im Hochlohnbereich in der Finanzdienstleistungsbranche ist bereits seit Jahr-

zehnten  eine  Entwicklung  zu  hohen  variablen  Gehaltsbestandteilen  zu  beobachten. 

Eine  Beschränkung  des  auszuscheidenden  Tätigkeitsentgelts  auf  Fr. 180'000.-  unge-

achtet des effektiven Totals der Bezüge ist deshalb von vornherein nicht mehr sachge-

recht.  Gerade  der  vorliegende  Fall  zeigt  auf,  dass  extrem  hohe  variable  Gehaltsbe-

standteile,  die  in  derselben  Unternehmung  an  angestellte  Mitarbeiter  ausgerichtet 

werden, nicht einfach ausser Acht gelassen werden dürfen, da sonst der vom Bundes-

gericht statuierte Drittvergleich nicht mehr eingehalten würde.  

cc)  Die  bundesgerichtliche  Praxis  statuiert  indessen,  dass  ein  Arbeitsentgelt 

anzunehmen sei, wie es mit einer gewissen Regelmässigkeit – also nicht nur während 

des  betreffenden Jahres  –  erzielt  wird  (Locher,  §  8,  IV  A,  2  Nrn.  10,  14  und  17).  Die 

genannten Entscheide stammen indessen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und 

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wiederspiegeln nicht mehr die in den letzten Jahrzehnten zu beobachtenden Entwick-

lungen mit am Erfolg anknüpfenden variablen Lohnanteilen. Zahlt eine Unternehmung 

wie hier ihren angestellten Kadermitarbeitern solche Erfolgsbeteiligungen aus, verlangt 

der  massgebende  Drittvergleich,  diese  individuelle  Lohnpolitik  auch  beim  Kollektivge-

sellschafter  zu  berücksichtigen.  Der  Rückgriff  auf  den  mehrjährigen  Durchschnitt  ist 

nicht sachgerecht, da dies ja nachgewiesenermassen nicht der Lohnpolitik entspricht.  

d) Damit ist der angefochtene Entscheid zu bestätigen.  

2.  Die  Pflichtigen  beantragen  subeventualiter,  zur  Vermeidung  einer  Doppel-

besteuerung  die  Veranlagung  des  Kantons  Schwyz  aufzuheben  bzw.  diese  entspre-

chend anzupassen.  

Das Steuerrekursgericht  ist für  die Beurteilung  von  Rechtsmitteln gegen Ent-

scheide  anderer  Kantone  örtlich  nicht  zuständig  (§  147  StG).  Die  Veranlagung  von 

Steuerpflichtigen,  die  mehreren  Steuerhoheiten  unterworfen  sind,  erfolgt  nach  dem 

Verfahrensrecht jedes einzelnen betroffenen Kantons (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

§ 5 N 99 StG). Der Einbezug der Einschätzung eines anderen Kantons kann erst nach 

Erschöpfung  des  kantonalen  Instanzenzugs  auf  der  Stufe  des  Bundesgerichts  durch 

Beschwerde  in  öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  erfolgen  (Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, § 154 N 25 StG). Auf den Antrag ist deshalb nicht einzutreten.  

3.  Aufgrund  dieser  Erwägungen  ist  der  Rekurs  abzuweisen,  soweit  darauf 

einzutreten ist. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens den Pflichtigen auf-

zuerlegen  (§  151  Abs.  1  StG)  und  ist  ihnen  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen 

(§ 152 StG 

i.V.m.  § 17  Abs. 2  des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes 

vom 

24. Mai 1959).  

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

1 ST.2019.190 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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1 ST.2019.190