# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 88a2c904-81f0-5226-98c4-0be119521c39
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 20.01.2021 IV 2019/101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-101_2021-01-20.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/10

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/101

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 31.03.2021

Entscheiddatum: 20.01.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 20.01.2021
Art. 7 ATSG, Art. 28 Abs. 1 IVG. Die vom Rentenansprecher geltend 
gemachten unspezifischen Symptome sind durch die medizinischen Akten 
nicht belegt, ein Leidensdruck ist mangels Arztbesuchen über lange Zeit 
nicht ersichtlich. Weitere Abklärungen sind nicht notwendig. Rechtmässige 
Verneinung des Rentenanspruchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 20. Januar 2021, IV 2019/101).

Entscheid vom 20. Januar 2021

Besetzung

Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

IV 2019/101

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 1. Juni 2018 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (Eingang bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 22. Juni 

2018, IV-act. 1). Als gesundheitliche Beeinträchtigungen erwähnte er "Krebs im Kopf", 

Gallen-OP mit Notoperation, Hepatitis C therapiert, Bauchkrämpfe, Schüttelfrost, 

Fieber und starken Energieverlust. Er reichte ein Fähigkeitszeugnis als 

Carrosseriespengler vom 8. April 1988 zu den Akten (IV-act. 3). Dr. med. B.___, 

Allgemeinmedizin/Gynäkologie, nannte im Arztbericht vom 5. Juli 2018 die Diagnosen 

chronische Hepatitis C (erfolgreich behandelt), Zustand nach Epipharynx-Karzinom 

2005, iatrogene Gallenwegsverletzung 2011 und Hypothyreose. Der Versicherte sei am 

15. Dezember 2011 zuletzt bei ihm in Behandlung gewesen, er habe kein 

Arbeitsunfähigkeitsattest ausgestellt. Am 25. Mai 2018 sei er u.a. wegen des IV-Antrags 

in seiner Sprechstunde gewesen. Weiter erwähnte Dr. B.___, der Versicherte berichte 

über Bauchschmerzen bei Aufregung. Er nehme Cannabis und beklage 

Rückenschmerz und Schüttelfrost bei körperlicher Anstrengung (IV-act. 7-1). Der 

Versicherte sei seit 5 Jahren von seiner Ehefrau getrennt und lebe in Scheidung. Bisher 

habe er vom Unterhalt der Ehefrau gelebt und nie selber ein regelmässiges Einkommen 

erwirtschaftet. Er möchte mit einer neuen Partnerin unabhängig sein und nicht mehr 

von der Ehefrau abhängig, weshalb nun der IV-Antrag erfolge (IV-act. 7-2).

A.a. 

Im Fragebogen für Arbeitgebende hielt der Versicherte am 27. September 2018 

fest, er habe seit dem Frühjahr 1995 bis 27. November 2012 zu Hause während ca. 15 

Stunden pro Woche als freier Tattoo-Künstler gearbeitet (IV-act. 15-2 f.). Seitens der 

beruflichen Eingliederung wurde am 18. Oktober 2018 festgehalten, dass der 

Versicherte überwiegend Hausmann sei. Berufliche Massnahmen seien somit nicht 

angezeigt und der Fall werde zur Rentenprüfung weitergeleitet (IV-act. 16-4; vgl. auch 

die entsprechende Mitteilung an den Versicherten vom selben Tag, IV-act. 18).

A.b. 

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B.  

Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt vom 

24. Dezember 2018 bejahte der Versicherte die Frage, ob er ohne gesundheitliche 

Einschränkung eine Erwerbstätigkeit ausüben würde. Zum Ausmass hielt er fest: "nur 

so viel um Rechnungen und Essen zu zahlen". Die Frage nach der Betreuung von 

Kindern beantwortete er dahingehend, dass sein __Jahre alter Sohn bei ihm, aber auch 

bei seiner Mutter sei, wie er wolle (IV-act. 20-1 f.). Auf Anfrage der IV-Stelle reichte Dr. 

B.___ mit Formular vom 24. Januar 2019 weitere medizinische Berichte ein. Im 

Formular erwähnte er, den Versicherten seit jener Sprechstunde vom 25. Mai 2018 

nicht mehr gesehen zu haben. Auf die Frage, wieviele Stunden pro Tag die bisherige 

Tätigkeit zumutbar sei, kreuzte Dr. B.___ das Feld "Kann ich nicht beantworten" an. Die 

Frage nach der Prognose zur Eingliederung beantwortete der Arzt mit "schlecht, da 

wenig Tendenz zur Arbeit" (IV-act. 22-2 ff.). In einer Aktenbeurteilung vom 6. Februar 

2019 gelangte Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, 

vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) zur Ansicht, dass der Versicherte in adaptierter 

Erwerbstätigkeit voll arbeitsfähig sei (IV-act. 23-2).

A.c. 

Die Renten-Sachbearbeitung hielt am 8. Februar 2019 fest, aufgrund der 

Lebenssituation werde der Versicherte als zu 100% im Erwerb tätig qualifiziert. Der 

Invaliditätsgrad betrage bei voller Arbeitsfähigkeit 0% (IV-act. 25-1). Mit Vorbescheid 

vom 11. Februar 2019 wurde dem Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs in 

Aussicht gestellt (IV-act. 26). Dagegen erhob der Versicherte sinngemäss Einwand 

(Eingang IV-Stelle: 18. März 2019, IV-act. 28). Er beantragte die nochmalige Prüfung 

und schilderte seine gesundheitlichen Probleme. Die IV-Stelle verfügte am 29. März 

2019 die Abweisung des Rentengesuchs (act. G 1.1).

A.d. 

Gegen die abweisende Rentenverfügung erhob der Versicherte am 27. April 2019 

(Datum Postaufgabe) Beschwerde. Er beantrage die "reelle Prüfung" seiner Invalidität. 

Nach einer verpfuschten Routine-Gallenoperation habe er nach 6 Tagen notoperiert 

werden müssen. Seit der Operation habe er sehr starke Folgeerscheinungen, die er 

aber soweit im Griff habe. Er habe allerdings aufgrund seiner gesundheitlichen 

Einschränkungen sein Tattoo-Studio aufgeben müssen. Er müsse immer wieder nach 

einer Tätigkeit ausruhen und entspannen, damit sein Körper nicht kollabiere und er 

B.a. 

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Erwägungen

1.  

nicht zusammenbreche. Auch für seinen Sohn sei es nicht so schön, wenn er daliege 

und Schüttelfrost und Beinkrämpfe habe. Weiter erwähnte er, dass er bei 

Überanstrengung des Körpers Bauchkrämpfe kriege, die zum Glück kurz seien, dafür 

aber umso intensiver. Bei der Notoperation habe sein Körper einen Operationsschock 

erlitten. Aufgrund dessen sei sein rechter Hoden auf die Grösse seiner Faust 

angewachsen. Laut seinem Arzt sei er mit Wasser gefüllt. Der Beschwerdeführer macht 

weiter geltend, wegen des erlittenen Operationsschocks in der Zwickmühle zu sein. Er 

habe seit der Operation panische Angst vor Ärzten, Krankenhäusern und vor allem 

Operationen (act. G 1).

Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2019 

die Abweisung der Beschwerde. Angesichts der Aktenlage liege kein derart schwerer 

Gesundheitsschaden vor, dass eine Erwerbsunfähigkeit resultieren würde. Die 

Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer mit Ausnahme einer einmaligen 

Sprechstunde bei Dr. B.___ am 25. Mai 2018 seit Jahren nicht mehr in ärztliche 

Behandlung begeben habe, spreche deutlich für einen sehr geringen Leidensdruck. Die 

angegebene panische Angst vor Spitälern und insbesondere Operationen sei für die 

ausbleibende Behandlung kein Rechtfertigungsgrund (act. G 4).

B.b. 

Der Beschwerdeführer verzichtete auf Akteneinsicht und eine nochmalige 

Stellungnahme (vgl. act. G 6).

B.c. 

Zwischen den Parteien umstritten ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

eine Invalidenrente. Während er die Auffassung vertritt, zu 100% arbeitsunfähig zu sein 

(vgl. IV-act. 28-3), erachtet die Beschwerdegegnerin die Aktenlage als ausreichend, um 

eine für die Invaliditätsbemessung relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

auszuschliessen.

1.1. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

1.2. 

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arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine 

ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf 

eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a).

1.4. 

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2.  

An gesundheitlichen Problemen, die es ihm nach seiner Auffassung 

verunmöglichen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, hat der Beschwerdeführer in der 

Anmeldung, dem Einwand und der Beschwerde Bauch- und Beinkrämpfe, 

Schüttelfrost, Fieber und starken Energieverlust erwähnt. Sein Hausarzt Dr. B.___ 

konnte dazu keine schlüssigen Angaben machen. Er sah den Beschwerdeführer nach 

Ende 2011 nur noch einmalig in einer Sprechstunde vom 25. Mai 2018. Gemäss 

Arztbericht vom 5. Juli 2018 suchte der Beschwerdeführer ihn damals wegen des IV-

Antrags und wegen einer "Hydrozele testis", einer Flüssigkeitsansammlung im 

Hodensack, auf (IV-act. 7).

2.1. 

Der Beschwerdeführer führt die geklagten Beschwerden offenbar auf die Folgen 

der Gallen-Operation vom 3. November 2011 zurück. Die relativ unspezifischen 

Symptome, die er nicht näher differenziert oder quantifiziert hat, könnten jedoch – 

zumindest bis zum erfolgreichen Abheilen nach der antiviralen Therapie – auch mit der 

chronischen Hepatitis C zusammenhängen (vgl. dazu etwa www.hepatitis-schweiz.ch; 

Fachleute; Publikationen und Links; Broschüre "Hepatitis C – die wichtigsten Fragen 

und Antworten", 4. Aufl. 2020, S. 17 [abgerufen am 5. Januar 2021]).

2.2. 

Bei der Cholezystektomie vom 3. November 2011 im Spital D.___ war es zu einer 

Gallenwegsverletzung gekommen, die eine schwerste chemische Peritonitis 

(Bauchfellentzündung) und anschliessende Verlegung ins KSSG mit Notoperation 

(9. November 2011) nach sich gezogen hatte (IV-act. 22-60 f.). Von diesen 

Komplikationen hat sich der Beschwerdeführer gemäss den weiteren Berichten des 

KSSG jedoch rasch erholt. So wurde seitens der Klinik für Chirurgie bereits am 

15. Dezember 2011 bezugnehmend auf eine Kontrolle vom 12. Dezember 2011 

festgehalten, es gehe ihm klinisch soweit gut. Er fühle sich leistungsfähig, sei 

beschwerdefrei, habe kein Fieber und keine Zeichen einer Gallenabflussstörung. Da – 

möglicherweise auch in Zusammenhang mit der Hauptdiagnose, der chronischen 

Hepatitis C stehend – die Leberwerte (ALP und GGT) noch erhöht waren, sollte eine 

entsprechende Nachkontrolle erfolgen (IV-act. 22-59). Diese sowie eine Sonographie 

des Abdomens fanden am 6. Januar 2012 statt. Es ergaben sich keine Hinweise auf 

relevante Umbauvorgänge. Im Bericht vom 18./19. Januar 2012 über die 

entsprechende Kontrolle wurde seitens der Klinik für Gastroenterologie/Hepatologie 

des KSSG festgehalten, im Rahmen der Gesamtsituation empfehle man im aktuellen 

Zeitpunkt keine Therapie (IV-act. 22-61). Bei der nächsten Kontrolle an dieser Klinik des 

KSSG vom 31. Juli 2012 wurde erwähnt, dass der Beschwerdeführer sich körperlich 

weiterhin eingeschränkt fühle. Dabei sei er nicht im Alltag, wohl aber bei sportlichen 

2.3. 

http://www.hepatitis-schweiz.ch

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Aktivitäten eingeschränkt. Zudem beschreibe er intermittierend starke epigastrische 

Schmerzen, die für ca. 1 Minute anhielten. Minimal träten diese alle 2-3 Wochen auf, 

maximal dreimal pro Woche. Bei Schmerzepisoden knie sich der Beschwerdeführer hin 

und könne nach eigenen Angaben die Schmerzen durch bewusste Atmung und 

äusserlichen Druck bessern. Psychisch gehe es ihm sehr gut. Unter Hinweis auf den 

günstigen Hepatitis-C-Genotyp 3a wurde – neben einer Medikamenten-Erhöhung 

wegen bekannter Schilddrüsen-Unterfunktion – nun eine antivirale Therapie empfohlen 

(Bericht vom 27. August 2012, IV-act. 22-67). Im Bericht über die Kontrolle vom 

24. Januar 2013 hielten die behandelnden Ärzte des KSSG fest, der Beschwerdeführer 

habe sich betreffend die Hepatitis C bezüglich einer Therapie immer sehr 

zurückhaltend gezeigt. Neu wünsche er jedoch eine antivirale Therapie. Als 

Nebenwirkungs-Risiken wurde auf depressive Entwicklung, grippeartige Beschwerden 

und Blutbildveränderung hingewiesen (Bericht vom 5. Februar 2013, IV-act. 22-72). Mit 

der 24-wöchigen antiviralen Therapie begann der Beschwerdeführer am 1. März 2013. 

Bereits am 11. April 2013 wurde unter Hinweis auf eine aktuelle Laborverlaufskontrolle 

ein sehr erfreuliches, optimales Ansprechen auf die Therapie dokumentiert. Der 

Beschwerdeführer vertrage die Therapie bislang recht ordentlich. Subjektiv falle ihm 

eine erhöhte Aggressivität auf, wobei er dies gut unter Kontrolle habe. An körperlichen 

Beschwerden habe er vor allem am 2. Tag nach einer Interferon-Injektion eine 

verstärkte Müdigkeit bemerkt, ansonsten sei die Leistungsfähigkeit wie vor 

Therapiebeginn. Störend sei für den Beschwerdeführer auch eine gewisse 

Schlaflosigkeit (IV-act. 22-77). In einem Bericht vom 16. September 2013 über eine 

Sprechstunde kurz nach Therapieende (16. August 2013) findet sich der Hinweis, bei 

zunehmenden Nebenwirkungen der antiviralen Therapie (Schlafstörungen, Müdigkeit) 

sei der Beschwerdeführer verständlicherweise froh, die Therapie abgeschlossen zu 

haben (IV-act. 22-81). Am 19. Februar 2014 wurde seitens des KSSG erwähnt, dass 

sich der Beschwerdeführer 24 Wochen nach Therapieende zur serologischen 

Verlaufskontrolle vorgestellt hatte. Insgesamt gehe es ihm sehr gut. Die körperliche 

Leistungsfähigkeit sei noch nicht ganz wie früher. Das HCV-Virus sei nicht 

nachweisbar. Daher sei der Beschwerdeführer definitiv bezüglich seiner Hepatitis C 

erfolgreich behandelt (IV-act. 22-85; siehe auch den Bericht vom 20. November 2013, 

gemäss welchem der Beschwerdeführer 12 Wochen nach Therapieende als 

Hauptproblem Probleme mit den Zähnen [ein Zahn sei abgebrochen, ein weiterer habe 

ein Loch] angegeben hatte, IV-act. 22-83). Dem letzten aktenkundigen Bericht der 

Klinik für Gastroenterologie/Hepatologie des KSSG vom 27. April 2015, der im Rahmen 

der Schweizerischen Hepatitis-C-Kohortenstudie (an der der Beschwerdeführer 

freiwillig teilnahm) erstellt wurde, ist zu entnehmen, dass die chronische Hepatitis C 

erfolgreich behandelt sei (IV-act. 22-86).

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Gestützt auf diese Akten ist davon auszugehen, dass die Hepatitis C austherapiert 

bzw. als geheilt anzusehen ist. Medizinische Hinweise darauf, dass die Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers deswegen auch im Zeitpunkt der IV-

Anmeldung vom Sommer 2018 bzw. der Rentenverfügung noch eingeschränkt 

gewesen sein könnte, ergeben sich aus den Akten nicht. Auch ansonsten liefern die 

Akten keine genügenden Hinweise auf eine relevante gesundheitlich bedingte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Letztmals wurden 

epigastrische Schmerzen im Bericht über die Kontrolle vom 31. Juli 2012 (IV-

act. 22-67) und damit noch vor Beginn der antiviralen Hepatitis-C-Therapie erwähnt. 

Regelmässiges Fieber, Schüttelfrost, Bauch- oder Beinkrämpfe wurden in keinem der – 

während längerer Zeit doch regelmässig erstellten – ärztlichen Berichte dokumentiert. 

Insofern sind die Angaben zu den gesundheitlichen Problemen, die der 

Beschwerdeführer in der IV-Anmeldung, dem Einwand gegen den Vorbescheid und der 

Beschwerde geäussert hat, zu vage, um daraus weiteren Abklärungsbedarf abzuleiten. 

Der Beschwerdeführer behauptet nicht, nach Abschluss der antiviralen Therapie samt 

Nachkontrollen, also seit Anfang 2014, je wieder in fachärztlicher Behandlung 

gestanden zu sein und auch Dr. B.___ verneint seit April 2015 Behandlungen oder 

Laborkontrollen (IV-act. 7-2, wobei sich die Datumsnennung auf den kurzen, an ihn 

adressierten Bericht des KSSG vom 27. April 2015 zur Kohortenstudie beziehen dürfte). 

Ausnahme bildet lediglich das Aufsuchen von Dr. B.___ am 25. Mai 2018. Diese 

Konsultation erfolgte unmittelbar vor dem Ausfüllen der IV-Anmeldung und wurde vom 

Hausarzt auch direkt damit und mit dem Wunsch des Beschwerdeführers in 

Zusammenhang gebracht, von der bisher Unterhaltszahlungen leistenden, getrennt von 

ihm lebenden Ehefrau finanziell unabhängig zu werden. In diesem Kontext erwähnte Dr. 

B.___ auch eine neue Partnerin (vgl. IV-act. 7-2). Dass im Rahmen dieser Sprechstunde 

auch die Hydrozele testis thematisiert wurde, lässt ebenfalls keinen weiteren 

Abklärungsbedarf erkennen. Denn wie die Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort (act. G 4 S. 3 letzter Absatz) zutreffend erwähnt, gab der 

Beschwerdeführer an, dass ihn diese Flüssigkeitsansammlung nicht weiter störe und er 

von einer Hodenoperation absehe (vgl. act. G 1 S. 2). Der Beschwerdegegnerin ist auch 

darin zuzustimmen, dass aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer vor der 

IV-Anmeldung während Jahren keinen Arzt mehr aufgesucht hat, ein geringer 

Leidensdruck naheliegt. Jedenfalls offenbart die Aktenlage keinerlei Hinweise auf das 

Gegenteil. Dass der Beschwerdeführer vor Spitälern und insbesondere vor Operationen 

nach den Komplikationen vom November 2011 Angst hat, wie er geltend macht (IV-

act. 10-1; act. G 1 S. 2), ist überdies zwar durchaus einfühlbar. Dass er deswegen 

jedoch erhebliche gesundheitliche Beschwerden nicht einmal abklären lassen würde, 

ist nicht anzunehmen. So war er denn auch durchaus in der Lage, einige Zeit nach den 

2.4. 

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3.  

Entscheid

Operations-Komplikationen im Jahr 2011 die lange antivirale Hepatitis-C-Therapie 

durchzuführen, die mit zahlreichen Laborkontrollen und Arztbesuchen verbunden war. 

Diese hätte im Übrigen aufgrund ihres positiven Verlaufs höchstens geeignet sein 

können, das Vertrauen in die Ärzte bzw. die Medizin wieder zu fördern.

Der zuständige Arzt des RAD wies darauf hin, dass Bauchkrämpfe offenbar bei 

körperlicher Anstrengung auftreten (IV-act. 23-2). Im Fragebogen zur Rentenabklärung 

betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt hatte der Beschwerdeführer angegeben, bei 

Überanstrengung komme es zu Schüttelfrost und Fieber (IV-act. 20-2). Dort erwähnte 

er auch, dass er keinen Sport mehr treiben könne, was für seinen Sohn schade sei. 

Früher sei er sehr sportlich gewesen (IV-act. 20-6). Für das vorliegende Verfahren bzw. 

die Frage des IV-Rentenanspruchs ist jedoch nicht relevant, ob der Beschwerdeführer 

durch gesundheitliche Beeinträchtigungen seine frühere sportliche Leistungsfähigkeit 

eingebüsst hat. Zentral ist vielmehr, dass ihm auf dem in der Invalidenversicherung 

massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch körperlich nicht 

belastende Arbeitsstellen zur Verfügung stehen und für solche Tätigkeiten eine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht erkennbar ist.

2.5. 

Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist eine relevante Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit beim Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich erstellt. 

Weitere Abklärungen drängen sich nach Würdigung der vorhandenen medizinischen 

Akten nicht auf. In der Invaliditätsbemessung ergibt sich bei Anwendung des 

Einkommensvergleichs (zur diesbezüglich überzeugenden Begründung der 

Beschwerdegegnerin vgl. IV-act. 25) offenkundig kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von mindestens 40%. Folglich kann die genaue Festsetzung der 

Vergleichseinkommen unterbleiben. Die Abweisung des Rentengesuchs ist 

rechtmässig erfolgt und die Beschwerde gegen die Verfügung vom 29. März 2019 

abzuweisen.

3.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer 

aufzuerlegen und durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

gedeckt. Ein Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht bereits mangels 

anwaltlicher Vertretung ungeachtet des Verfahrensausgangs nicht.

3.2. 

bis

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

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