# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 774f6ea2-664b-5eb3-9603-bc92b72280f6
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 24.06.2020 II 2020 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-48_2020-06-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 48

Entscheid vom 24. Juni 2020

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung; Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1980) stellte am 11. Dezember 2018 Antrag auf Arbeitslo-
senentschädigung per 1. Februar 2019, nachdem ihr von der B.________ GmbH 
als Redaktorin der Zeitschrift "…." per 31. Januar 2019 aus wirtschaftlichen 
Gründen (Verkleinerung der Redaktion) gekündigt wurde (Vi-act. 1). Schon per 
11. Dezember 2018 wurde sie durch das RAV Lachen zur Arbeitsvermittlung an-
gemeldet (Vi-act. 2). 

B. Am 11. November 2019 wurde A.________ vom RAV-Berater eingeladen, 
im Trainings- und Coachingzentrum "projectmythentrade" als arbeitsmarktliche 
Massnahme teilzunehmen. Sie wurde dabei ausdrücklich aufmerksam gemacht, 
dass die Teilnahme verpflichtend ist und eine Missachtung zu einer Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung führe (Vi-act. 4). Mit der "projectmythentrade" wurde 
eine Teilnahme vom 7. Januar 2020 bis 6. April 2020 vereinbart (Vi-act. 5).

C. Mit E-Mail vom 20. Januar 2020 teilte A.________ dem RAV-Berater den 
Abbruch ihres Einsatzes bei der "projectmythentrade" mit (Vi-act. 6, 8). Am 21. 
Januar 2020 wurde sie durch das Amt für Arbeit eingeladen, zum Abbruch der 
Teilnahme sowie der angedrohten Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
Stellung zu nehmen (Vi-act. 7), wovon sie am 29. Januar 2020 Gebrauch machte 
(Vi-act. 9). Mit Verfügung vom 3. Februar 2020 stellte das Amt für Arbeit 
A.________ ab dem 21. Januar 2020 für die Dauer von 20 Tagen in der An-
spruchsberechtigung ein (Vi-act. 10). Hiergegen erhob A.________ am 6. Febru-
ar 2020 Einsprache (Vi-act. 11), welche das Amt für Arbeit mit Entscheid vom 8. 
April 2020 abwies (Vi-act. 13). 

D. Am 30. April 2020 erhebt A.________ gegen den Einspracheentscheid 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde mit dem 
Antrag:

Ich bitte sie, den Einsprache-Entscheid des Amts für Arbeit des Kantons Schwyz 
aufzuheben und meiner Einsprache gegen die Verfügung des Amts für Arbeit des 
Kantons Schwyz vom 6. Februar 2020 stattzugeben.

Mit Vernehmlassung vom 22. Mai 2020 beantragt das Amt für Arbeit die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

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1. Es ist sachverhaltsmässig unbestritten, 

- dass der RAV-Berater die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 11. No-
vember 2019 einlud, an der arbeitsmarktlichen Massnahme (AMM) "project-
mythentrade", Trainings- und Coachingzentrum, Goldau, teilzunehmen (nach-
dem dies bereits am 8. November 2019 vorgeschlagen und am 9. November 
2019 besprochen wurde);

- dass die Einladung den ausdrücklichen Hinweis enthielt, die Beschwerdefüh-
rerin sei von Gesetzes wegen verpflichtet, an der AMM teilzunehmen und eine 
Missachtung könne zu einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung führen;

- dass die Beschwerdeführerin die AMM am 7. Januar 2020 antrat und am 
20. Januar 2020 abbrach, mithin nicht die vereinbarte Dauer bis zum 6. April 
2020 absolvierte;

- dass die Vorinstanz gegenüber der Beschwerdeführerin die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung für 20 Tage verfügt hat infolge Missachtung einer 
Weisung der zuständigen Amtsstelle.

Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den AMM-Abbruch zu 
Recht mit 20 Einstelltagen sanktioniert hat.

2.1 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, 
muss mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unter-
nehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Art. 17 Abs. 1 Satz 
1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die 
Insolvenzentschädigung [Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0] 
vom 25.6.1982). Die versicherte Person ist in der Anspruchsberechtigung einzu-
stellen, wenn sie die Kontrollvorschriften oder die Weisungen der zuständigen 
Amtsstelle nicht befolgt, namentlich eine zumutbare Arbeit nicht annimmt oder 
eine arbeitsmarktliche Massnahme ohne entschuldbaren Grund nicht antritt, ab-
bricht oder deren Durchführung oder Zweck durch ihr Verhalten beeinträchtigt 
oder verunmöglicht (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG). 

2.2 Mit AMM soll die Eingliederung von Versicherten, die aus Gründen des Ar-
beitsmarktes erschwert vermittelbar sind, gefördert werden. Solche Massnahmen 
sollen gemäss Art. 59 Abs. 2 AVIG insbesondere die Vermittlungsfähigkeit der 
Versicherten verbessern, damit diese rasch und dauerhaft wieder eingegliedert 
werden können (lit. a), die beruflichen Qualifikationen entsprechend den Bedürf-
nissen des Arbeitsmarkts fördern (lit. b), die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit 
vermindern (lit. c) oder die Möglichkeit bieten, Berufserfahrungen zu sammeln 
(lit. d). 

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Zu den AMM zählen insbesondere auch Bildungsmassnahmen wie individuelle 
oder kollektive Kurse zur Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung sowie 
Übungsfirmen und Ausbildungspraktika (Art. 60 Abs. 1 AVIG). Weist die zu-
ständige Stelle einen Versicherten an, einen Kurs zu besuchen, so muss sie 
neben der Arbeitsmarktlage auch seine Fähigkeiten und Neigungen angemessen 
berücksichtigen (Art. 83 Satz 1 AVIG, vgl. auch Art. 83 der Verordnung über 
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [Ar-
beitslosenversicherungsverordnung, AVIV; SR 837.02] vom 31.8.1983).

Auch die so genannten Beschäftigungsmassnahmen stellen AMM dar (Art. 64a 
AVIG). Als solche gelten unter anderem vorübergehende Beschäftigungen im 
Rahmen von Programmen öffentlicher und privater, nicht gewinnorientierter In-
stitutionen (Art. 64a Abs. 1 lit. a AVIG). Die vorübergehende Beschäftigung nach 
Art. 64a Abs. 1 lit. a AVIG ist dabei entsprechend ihrem Zweck im Verhältnis 
zu den anderen arbeitsmarktlichen Massnahmen und insbesondere zu einer 
Zwischenverdiensttätigkeit subsidiärer Natur (BGE 125 V 362 Erw. 4b).

2.3 Im Sinne der Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person ge-
halten, analog zur grundsätzlich unverzüglichen Annahme einer jeden Tätigkeit 
auch eine zugewiesene arbeitsmarktliche Massnahme unverzüglich anzutreten 
(SBVR-Soziale Sicherheit, Nussbaumer, ALV, Rz. 685). Zu beachten ist, dass für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit einer Arbeit, für die Zuweisung von zumutbarer 
Arbeit sowie die Erteilung von Weisungen nach Art. 17 Abs. 3 AVIG das regiona-
le Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig ist (vgl. § 2 lit. b Vollzugsver-
ordnung zur AVIV, SRSZ 364.111). 

2.4 Die Anforderungen an die Zumutbarkeit des Besuches einer Bildungs-
massnahme dürfen nicht hoch gesteckt werden (Urteil EVGer C 127/06 vom 
14.9.2006 Erw. 4.1). 

Betreffend die Zumutbarkeit der Teilnahme an einem Programm vorübergehen-
der Beschäftigung hält das Gesetz ausdrücklich fest, diese sei nach Art. 16 
Abs. 2 lit. c AVIG zu beurteilen (vgl. Art. 64a Abs. 2 AVIG). Demgemäss ist eine 
Teilnahme dann unzumutbar - und soweit von der grundsätzlich geltenden An-
nahmepflicht (Art. 16 Abs. 1 AVIG) ausgenommen - wenn eine Arbeit resp. ein 
Beschäftigungsprogramm dem Alter, den persönlichen Verhältnissen oder dem 
Gesundheitszustand des Versicherten nicht angemessen ist (vgl. auch Urteil 
BGer 8C_128/2016 vom 13.4.2016 Erw. 2). Das Vorliegen der weiteren Kriterien 
von Art. 16 Abs. 2 lit. a, b sowie d - i AVIG ist unbeachtlich (Urteil EVGer C 97/00 
vom 4.8.2000 Erw. 2b). Insbesondere ist nicht zu prüfen, ob der Einsatz am Be-
schäftigungsprogramm im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. b AVIG angemessen auf 

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die Fähigkeiten oder die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers Rücksicht 
nimmt. Angesichts von Sinn und Zweck der vorübergehenden Beschäftigung ist 
eine Unzumutbarkeit nur mit Zurückhaltung anzunehmen (SBVR-Soziale Sicher-
heit, Nussbaumer, ALV, Rz. 724).

2.5 Die Rechtmässigkeit einer Zuweisung ist nicht selbständig anfechtbar. Die 
Überprüfung erfolgt im Beschwerdeverfahren gegen die damit zusammen-
hängende Einstellungsverfügung (vgl. VGE 352/03 vom 21.10.2003 Erw. 3a f. mit 
Hinweisen, u.a. auf EVGE C 82/97 vom 10.9.1997, publ. in SVR 1998, ALV 
Nr. 12; EVGE C 286/01 vom 7.12.2001 Erw. 1, mit Verweis auf SVR 1998 ALV 
Nr. 12, S. 37 Erw. 3). 

3.1 Anlässlich des RAV-Gesprächs vom 8. November 2019 wurde die Möglich-
keit einer AMM besprochen. Der RAV-Berater hielt dies zwecks Verbesserung/ 
Auffrischung von kaufmännischen Kenntnissen für angezeigt; die Beschwerde-
führerin hielt es - gemäss Notiz des RAV-Beraters - für sinnlos (Vi-act. 14). Nach 
interner Beratung schrieb der RAV-Berater der Beschwerdeführerin gleichentags 
(Vi-act. 3):

Sie haben Ihre Lehre als Büroangestellte im Jahr 1999 abgeschlossen und danach 
kaum mehr auf dem erlernten Beruf gearbeitet. In der laufenden Rahmenfrist für 
den Leistungsbezug haben Sie bereits 185 von 400 Taggeldern … bezogen. Auf-
grund der Tatsache, dass Sie sich gegenwärtig bereits in der 3. Rahmenfrist für 
den Leistungsbezug befinden muss ich von einer erschwerten Stellensuche aus-
gehen. Damit Sie Ihren Suchbereich auf den KV-Bereich ausweiten können, ver-
füge ich einen Einsatz im Trainings- und Coaching-Zentrum für kaufmännische 
Stellensuchende (projectmythentrade) in Goldau. …

Am 9. November 2019 wurden die Ziele vereinbart. Die Zielvereinbarung liegt 
nicht in den Akten. Aus einer Notiz der Beschwerdeführerin - die seitens Vor-
instanz unwidersprochen bleibt - erhellt, dass die Beschwerdeführerin die Mehr-
heit der vom RAV-Berater anvisierten Ziele als nicht angezeigt erachtete, da die-
se bereits Gegenstand eines im August/September 2019 absolvierten JobKom-
pakt-Kurses bei der SANTIS Training AG mit Überarbeitung der Bewerbungs-
unterlagen, Training von Bewerbungsgesprächen, Coaching etc. gewesen seien. 
Gestrichen werden die Ziele "Bewerbungsdossier ist erstellt" und "Tagesstruktur", 
die übrigen Ziele werden belassen (Bf-act. 6).

Mit der "projectmythentrade" wurde eine AMM-Teilnahme vom 7. Januar 2020 bis 
6. April 2020 vereinbart (Vi-act. 5).

3.2.1 Am 20. Januar 2020 teilte die Beschwerdeführerin ihrem RAV-Berater mit 
(Vi-act. 6):

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Ich habe mich entschieden, den Einsatz im Mythentrade abzubrechen. Während 
der ganzen Zeit habe ich zum grossen Teil nur repetitive Tätigkeiten wie beispiels-
weise Artikelnummern eintippen und kontrollieren ausgeführt. Ich denke nicht, dass 
dies meine Vermittlungsfähigkeit massgeblich verbessert. Des Weitern habe ich 
mich eingesperrt und fremdbestimmt gefühlt und stand unter ständiger Beobach-
tung und Überwachung seitens der Festangestellten dort. Deshalb stand ich unter 
ständiger Anspannung und habe tagelang fast nichts essen können und sehr 
schlecht geschlafen.

Ich hatte Sie mehrmals gebeten, von dieser AMM abzusehen. Auch der Leiter des 
Mythentrade, C.________, hat mit Ihnen gesprochen und sie ersucht, mich aus 
dem Programm zu lassen, weil auch er nicht wollte, dass ich dort bin. Nachdem 
Sie auch ihm einen abschlägigen Bescheid gegeben hatten, sehe ich mich bedau-
erlicherweise gezwungen, selbst die Initiative zu ergreifen. 

3.2.2 Mit dieser Meldung konfrontiert, teilte der Leiter "projectmythentrade" dem 
RAV-Berater gleichentags mit (Vi-act. 6):

Die Ausführungen von Frau A.________ stimmen in keinster Weise.

Zu Beginn ihres Einsatzes wollten wir Frau A.________ ermöglichen, ihre erwor-
benen Fähigkeiten im journalistischen Bereich einzusetzen. Als wir das Dossier 
sahen, waren wir begeistert, weil wir die Chance sahen, unsere Aussenkommuni-
kation weiter zu professionalisieren.

Folgende Möglichkeiten zur Mitarbeit wurden A.________ im Rahmen ihres Ar-
beitseinsatzes geboten:

…

Sie teilte uns klar und deutlich mit, dass sie bei uns "Dienst nach Vorschrift" ma-
che. Für eine konstruktive Zusammenarbeit sei sie absolut nicht bereit. Deshalb 
wiesen wir ihr Arbeiten in der Abteilung Einkauf zu. 

Sie hat uns schon im Vorstellungsgespräch klar gemacht, dass sie einen Weg su-
che, um rasch wieder unser Programm verlassen zu können. Ihre Aussage: "sie 
fühle sich fremdbestimmt, eingeengt und 'vergewaltigt'", hat Sie bereits am 1. Tag 
gemacht. Mit ihrer abweisenden und kritischen Haltung und ihrer respektlosen 
Kommunikationsart hat sie von Beginn weg versucht zu provozieren. Sie hat uns 
auch mitgeteilt, dass sie bereits andere Projekte ohne Folgen verlassen konnte 
und dies wieder versuchen werde. Ihre negative Energie führte rasch zu einer Ver-
schlechterung des Arbeitsklimas. Deshalb habe ich mit dir Kontakt aufgenommen 
und mit dir die Situation besprochen.

Nach unserem Gespräch haben wir (insbesondere ihr Coach …) versucht, einen 
gemeinsamen, pragmatischen Weg aufzuzeigen. Leider ohne Erfolg.

Ihr destruktives Verhalten sollte in den Sanktionen deutlich zum Ausdruck kom-
men.

Am 23. Januar 2020 bestätigte die "projectmythentrade" dem RAV-Berater, die 
Beschwerdeführerin sei am 20. Januar 2020 aus der AMM ausgetreten (Vi-
act. 8).

3.3 Die Vorinstanz informierte die Beschwerdeführerin am 21. Januar 2020 
über die Rückmeldung der Leitung "projectmythentrade" sowie über die Absicht, 

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den AMM-Abbruch zu sanktionieren, wozu sie zur Stellungnahme eingeladen 
wurde (Vi-act. 7).

Am 29. Januar 2020 nahm die Beschwerdeführerin Stellung (Vi-act. 9). Sie be-
kräftigte, ihren RAV-Berater mehrmals gebeten zu haben, von der AMM abzu-
sehen. Der Einsatz sei für mindestens drei Monate Montag bis Freitag je acht 
Stunden verfügt worden. Das habe sich für sie wie eingesperrt angefühlt, wo man 
einfach über sie bestimmen und sie sich - ohne Sanktionen zu gewärtigen - nicht 
dagegen wehren könne. Sie habe sich "vergewaltigt" gefühlt. Ausserdem habe 
sie praktisch kein Mitspracherecht betreffend Zielsetzung erhalten, diese habe 
der RAV-Berater definiert. Weiter erklärt sie, weshalb sie sich ständig beobachtet 
gefühlt habe und dass der AMM-Leiter ihr gegenüber bestätigt habe, den RAV-
Berater gebeten zu haben, sie aus der AMM zu nehmen, da er sie nicht haben 
wolle, weil sie unkooperativ, widerspenstig und renitent sei. Der RAV-Berater 
habe dies nicht zugelassen, so dass der AMM-Leiter von einer Loose-Loose-
Situation gesprochen habe. Des weitern erklärte sie, es sei ihr nie mitgeteilt wor-
den, dass sie aufgrund der journalistischen Fähigkeiten in der Aussenkommuni-
kation eingesetzt werden solle. Sie selber habe auch nie erklärt, nur "Dienst nach 
Vorschrift" leisten zu wollen oder für eine konstruktive Zusammenarbeit nicht be-
reit zu sein. Sie habe die Arbeit kein einziges Mal verweigert, sondern alles er-
ledigt, was man ihr aufgetragen habe, "zwar nicht mit Freude, aber ich habe alles 
gemacht und somit meine Pflichten erfüllt, solange ich dort war". Sie habe auch 
nie gesagt, dass sie einen Weg suchen würde, um rasch wieder rauszukommen. 
"Ich habe lediglich gesagt, dass ich möglichst schnell wieder aus dem Mythen-
trade rauswolle." Auch habe sie gesagt, das AMM nicht ausgesucht zu haben, 
weshalb ihre Stimmung auch nicht gut sei, sie fühle sich "vergewaltigt". Diesen 
Terminus habe sie am zweiten Tag nochmals verwendet, als ihr der AMM-Leiter 
mitgeteilt habe, der RAV-Berater lasse sie nicht aus der AMM. Und schliesslich 
führt die Beschwerdeführerin betreffend die angedrohte Sanktion aus:

Ich bin der Weisung, eine AMM anzutreten, gefolgt. Wie sie dem Protokoll ent-
nehmen können, habe ich die Durchführung und den Zweck dieser AMM durch 
mein Verhalten weder beeinträchtigt noch verunmöglicht. Ich habe wie bereits er-
wähnt keine einzige Tätigkeit verweigert, sondern alle Aufträge ausgeführt, die ich 
erhalten habe. Weil ich nicht freiwillig im Mythentrade war, war meine Stimmung 
nicht die beste. Aber ich habe weder jemanden beleidigt, bedroht oder sonst et-
was. Ich war lediglich schlecht gelaunt. Gute Laune bei einer zugewiesenen AMM 
zu haben gehört meines Wissens nicht zu den Pflichten eines Teilnehmers.

Ich habe die AMM abgebrochen, aber aus einem entschuldbaren Grund wie ich 
meine. Denn eine AMM muss die Vermittlungsfähigkeit von versicherten Personen 
massgeblich verbessern. Ein rein theoretischer Nutzen, der im konkreten Fall die 
Vermittlungsfähigkeit kaum verbessert, ist nicht ausreichend. Ausserdem muss die 
AMM auch der persönlichen Situation, den Fähigkeiten und Neigungen der ver-

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sicherten Person Rechnung tragen (Kreisschreiben AVIG-Praxis AMM Arbeits-
markt und Arbeitslosenversicherung TC, gültig ab 1.1.20, Verbesserung der Ver-
mittlungsfähigkeit, A23 und A24). Ich kann nicht erkennen, wie meine Vermittlungs-
fähigkeit durch repetitive Tätigkeiten wie Artikelnummern kontrollieren und Artikel 
erfassen massgeblich gesteigert werden kann. Auch entsprechen solche Tätig-
keiten nicht meinen Neigungen und Fähigkeiten. Tätigkeiten wie Korrekturlesen, 
Korrekturen ausführen, Bild-Verknüpfungen im InDesign erstellen, InDesign-Doku-
mente als PDF abspeichern oder Bildmontagen anfertigen steigern meine Vermitt-
lungsfähigkeiten wohl ebenfalls kaum, denn es sind Tätigkeiten, die ich als Redak-
torin seit rund 20 Jahren regelmässig und routiniert ausführe.

Der Stellungnahme angefügt war ein von der Beschwerdeführerin über ihre Zeit 
bei der Mythentrade vom 7. bis 17. Januar 2020 angefertigtes Protokoll. 

3.4 Am 3. Februar 2020 verfügte die Vorinstanz die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung für die Dauer von 20 Tagen (Vi-act. 10). Die Beschwerde-
führerin bringe ausschliesslich Gründe vor, weshalb sie an der AMM nicht teil-
nehmen wolle; sie betrachte ausschliesslich ihre Sicht der Dinge und lasse aus-
ser Acht, dass ihr zwischenzeitlich die Langzeitarbeitslosigkeit drohe. Es sei ihr 
bislang offensichtlich nicht gelungen, innert der Rahmenfrist die Arbeitslosigkeit 
zu beenden. Genau aus diesem Grunde sei die Zuweisung in die Praxisfirma er-
folgt. Das RAV habe ihr zu einer Tagesstruktur verhelfen und sie vor Langzeit-
arbeitslosigkeit bewahren wollen. Dass die Massnahme ins Auge gefasst worden 
sei, sei nicht zu beanstanden; eine Massnahme, welche die Vermittlungsfähigkeit 
erhöhe, sei sehr wohl angezeigt gewesen. Fest stehe, dass sie selbst die AMM 
abgebrochen habe, ohne dass hierfür ein entschuldbarer Grund vorgelegen hät-
te. 

3.5 Mit der Einsprache vom 6. Februar 2020 bestreitet die Beschwerdeführerin, 
die AMM durch ihr Verhalten beeinträchtigt oder verunmöglicht zu haben; dies 
ergebe sich aus dem von ihr erstellten Protokoll. Unzutreffend sei sodann, sie 
habe einzig ihre Sicht der Dinge dargelegt. Sie verweist auf die AVIG-Praxis 
AMM, wo die Anforderungen an die AMM festgehalten seien, und betont, aus 
ihrem Protokoll sei ersichtlich, dass sie zum grossen Teil repetitive Tätigkeiten 
habe erledigen müssen. Diese würden ihre Vermittlungsfähigkeit ihres Erachtens 
nicht verbessern. Sie seien nicht qualifizierend da sehr einfach und keinerlei 
besondere Fähigkeiten erfordernd. Auf ihre Fähigkeiten und Neigungen sei nicht 
Rücksicht genommen worden. Es treffe ihrer Meinung nach zu, dass erhebliche 
Zweifel bestanden hätten, dass die AMM in Bezug auf ihre Vermittlungsfähigkeit 
den gewünschten Nutzen gebracht habe. Daraus wiederum folge, dass sie die 
Teilnahme sogar hätte verweigern dürfen, was sie aber nicht getan habe. Sie 
habe sie angetreten und nach rund zwei Wochen abgebrochen, als sie habe 
abschätzen können, dass die ausgeführten Tätigkeiten ihre Vermittlungsfähigkeit 

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nicht verbessern würden. Dass sie in der Stellungnahme ihre Sicht der Dinge 
dargelegt habe, sei ja Sinn und Zweck einer Stellungnahme. Zu Unrecht halte die 
Verfügung fest, Tagesstruktur sei ein Ziel der AMM gewesen; dieses Ziel habe 
der RAV-Berater aus der Zielvereinbarung gestrichen. Dass die AMM vor Lang-
zeitarbeitslosigkeit bewahren wolle, möge subjektiv zutreffend sein; die Teil-
nahme hätte aber nichts daran geändert, da sie ihre Vermittlungsfähigkeit nicht 
gesteigert habe. Eine AMM solle die Vermittlungsfähigkeit massgeblich erhöhen, 
was auf die AMM, die ihr zugewiesen worden sei, nicht zutreffe.

3.6 Im Einspracheentscheid vom 8. April 2020 gibt die Vorinstanz die Darstel-
lung der Beschwerdeführerin wieder (Vi-act. 13). Sie hält dem entgegen, für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit einer Arbeit, für die Zuweisung zumutbarer Arbeit 
sowie die Erteilung von Weisungen nach Art. 17 Abs. 3 AVIG sei das RAV zu-
ständig. Die Anforderungen an die Zumutbarkeit des Besuches einer Bildungs-
massnahme dürfe rechtsprechungsgemäss nicht hoch gesteckt sein. Was die 
Zumutbarkeit der Teilnahme an einem Programm vorübergehender Beschäfti-
gung betreffe, so sei dies nach Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG zu beurteilen und nur 
unzumutbar, wenn das Programm dem Alter, den persönlichen Verhältnissen 
oder dem Gesundheitszustand der versicherten Person nicht angemessen sei; 
unbeachtlich sei, ob der Einsatz angemessen auf die Fähigkeiten oder die bis-
herige Tätigkeit Rücksicht nehme. Unzumutbarkeit sei in Anbetracht von Sinn 
und Zweck der vorübergehenden Beschäftigung nur zurückhaltend anzunehmen. 
Vorliegend mache die Beschwerdeführerin nicht geltend, die Teilnahme sei 
unzumutbar gewesen oder hätte sich negativ auf ihre Stellensuche ausgewirkt. 
Sie stelle die Sinnhaftigkeit der AMM in Frage, die ihr keinen Mehrwert bringe. 
Zum Zeitpunkt der Zuweisung zur AMM sei sie aber schon 11 Monate stellen-
suchend gewesen. Dass eine solche Massnahme ins Auge gefasst worden sei, 
sei nicht zu beanstanden. Sie habe zu diesem Zeitpunkt auf dem Arbeitsmarkt 
als erschwert vermittelbar eingestuft werden müssen; eine Massnahme, welche 
die Vermittlungsfähigkeit erhöhe, sei angezeigt gewesen. Da die konkrete AMM 
dieses Ziel verfolge, sei sie grundsätzlich auch sinnhaft gewesen. 

4.1 In ihrer Beschwerde vom 30. April 2020 wiederholt die Beschwerdeführerin 
ihre Einsprachebegründung und sie hält dem angefochtenen Einspracheent-
scheid entgegen, die AMM habe ihre Vermittlungsfähigkeit nicht gefördert. Ihre 
Teilnahme bei "projectmythentrade" entspreche nicht den Vorgaben, wie sie im 
Kreisschreiben AVIG-Praxis AMM definiert seien. Diese lauten:

Verbesserung der Vermittlungsfähigkeit

A23 AMM bezwecken die Verbesserung der Vermittlungsfähigkeit von versicher-
ten Personen auf dem Arbeitsmarkt. Dies setzt voraus, dass die Massnah-

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men einerseits auf die Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes ausgerich-
tet sind und andererseits der persönlichen Situation, den Fähigkeiten und 
Neigungen der versicherten Person Rechnung tragen.

A24 Das EVG hat schon mehrmals präzisiert, dass die Teilnahme an einer AMM 
die Vermittlungsfähigkeit der versicherten Person massgeblich verbessern 
muss. Ein rein theoretischer Nutzen, der im konkreten Fall die Vermittlungs-
fähigkeit kaum verbessert, ist nicht ausreichend, um die Voraussetzungen 
von Art. 59 AVIG zu erfüllen (ARV 1985, Nr. 23). Bestehen erhebliche Zwei-
fel, dass die Massnahme in Bezug auf die Vermittlungsfähigkeit der ver-
sicherten Person den gewünschten Nutzen bringt, kann die Teilnahme ver-
weigert werden.

Gemäss Beschwerdeführerin hätten ihre Aufgaben bei "projectmythentrade" im 
Wesentlichen aus repetitiven Tätigkeiten bestanden. Sie seien nicht qualifizie-
rend gewesen. Ausserdem habe sie über Stunden gar keine Arbeit gehabt. Da 
die konkrete AMM ihre Vermittlungsfähigkeit nicht gefördert habe, könne die 
Ablehnung ihrer Einsprache nicht mit Verweis auf die allgemeine Zielsetzung der 
AMM begründet werden. Werde die Vermittlungsfähigkeit nicht gefördert, könne 
auch die Langzeitarbeitslosigkeit nicht vermieden werden. Und wenn die konkre-
te AMM das Ziel nicht erreiche, sei auch die Sinnhaftigkeit nicht gegeben. Ein 
rein theoretischer Nutzen genüge nicht. Entsprechend sei ihr Abbruch entschuld-
bar.

4.2 Die Beschwerdeführerin absolvierte eine Berufsausbildung als kaufmänni-
sche Angestellte (1997 bis 1999). Nach Abschluss wechselte sie in den Journa-
lismus und arbeitete seit 2000 im Medienbereich (Vi-act. 1 und 2). Der Begrün-
dung der AMM-Zuweisung lässt sich sodann entnehmen, dass sich die Be-
schwerdeführerin seit dem 1. Februar 2019 in der dritten Rahmenfrist für den 
Leistungsbezug befindet (Vi-act. 3), was die Beschwerdeführerin unwiderspro-
chen lässt.

Vor diesem Hintergrund ist die Ausführung des RAV-Beraters, er müsse von 
einer erschwerten Stellensuche ausgehen, nachvollziehbar. Richtig erscheint 
ebenso seine Schlussfolgerung, die Beschwerdeführerin dem Einsatz in einem 
Trainings- und Coaching-Zentrum für kaufmännische Stellensuchende zuzuwei-
sen, um ihre Stellensuche auf den KV-Bereich auszuweiten. Er berücksichtigt 
dabei, dass dies ihrer Grundausbildung entspricht, sie aber seit dem Abschluss 
nicht mehr auf diesem Beruf arbeitete. Zudem stellte er im November 2019 fest, 
dass ihr Suchbereich sehr eng war (Journalismus, Bereich Polygrafie; vgl. Vi-
act. 14). Ganz offensichtlich gestaltete es sich für die Beschwerdeführerin nicht 
einfach, eine neue Anstellung im Bereich der Redaktionsarbeit zu finden. Auf-
grund ihrer Grundausbildung sind ihr aber jedenfalls auch Tätigkeiten als kauf-
männische Angestellte zumutbar. Solche Stellen zu suchen und anzunehmen ist 

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Ausfluss der sie treffenden Schadenminderungspflicht (vgl. Art. 16 und 17 AVIG). 
Um die Chancen auf eine Anstellung zu erhöhen, war es durchaus angezeigt, 
das entsprechende Wissen aufzufrischen, zu erweitern und Praxiserfahrungen zu 
sammeln und dies auszuweisen. Nicht zu beanstanden ist auch die implizite 
Feststellung, dass die Stellensuche im Bereich Journalismus generell schwierig 
sei und diese Schwierigkeit für die Beschwerdeführerin aufgrund der schon 
dritten Rahmenfrist sowie der bereits elfmonatigen Arbeitslosigkeit ausgewiesen 
ist. Der Vorinstanz ist daher beizupflichten in der Feststellung, die Sinnhaftigkeit 
einer AMM in Form eines Einsatzes der Beschwerdeführerin in einem Trainings- 
und Coaching-Zentrum für kaufmännische Stellensuchende sei zu bejahen. 

4.3 Soweit die Beschwerdeführerin ausführt, die Zuweisung in die AMM "pro-
jectmythentrade" als Trainings- und Coaching-Zentrum für kaufmännische Stel-
lensuchende habe überhaupt keine Rücksicht auf ihre persönliche Situation, ihre 
Fähigkeiten und Neigungen genommen, so ist dem entgegen zu halten, dass 
rechtsprechungsgemäss die Anforderungen an die Zumutbarkeit des Besuches 
einer Bildungsmassnahme - etwa einer Übungsfirma - nicht hoch gesteckt 
werden dürfen (vgl. Urteil EVGer C 127/06 vom 14.9.2006 Erw. 4.1). Beim "pro-
jectmythentrade" handelt es sich um ein im Kanton Schwyz anerkanntes Trai-
nings- und Coachingzentrum für kaufmännische Stellensuchende, das als Wei-
terqualifizierung anerkannt ist. Es handelt sich um eine klassische Praxisfirma 
gemäss Kreisschreiben AVIG-Praxis AMM Kapitel E mit dem Ziel, die 
Arbeitsmarktfähigkeit von kaufmännischen Stellensuchenden durch Sammeln 
von Berufserfahrung, Erwerb von Wissen und Unterstützung in der Stellensuche 
zu steigern. Die eingesetzte Zeit ist entsprechend zu nutzen für den Erwerb von 
Berufserfahrung (60%), Weiterbildung (20%) und die Stellensuche (20%). Inwie-
fern "projectmythentrade" dem nicht zu entsprechen vermöchte, zeigt die Be-
schwerdeführerin nicht auf (soweit sie auf ihre konkrete Betätigung während der 
sieben Tage Anwesenheit hinweist, ist darauf noch zurück zu kommen). Die Be-
schwerdeführerin verfügt über eine Grundausbildung im Bereich Büro (vgl. auch 
Anmeldung zur Arbeitsvermittlung, Vi-act. 2). Es wurde bereits aufgezeigt, dass 
sie verpflichtet war, ihre Stellensuche in diesem Bereich zu intensivieren. Dass 
"projectmythentrade" als Praxisfirma mit den realitätsnahen verschiedenen Ab-
teilungen und fingierten Geschäften sie dabei nicht zu unterstützen vermöchte, 
ist keinesfalls ausgewiesen. Die AMM berücksichtigt daher durchaus, was die 
Beschwerdeführerin an beruflicher Ausbildung und Erfahrung mitbringt und in 
welchen Bereichen sie Stellen suchen kann (vgl. Art. 80 AVIV). Mithin ist die Zu-
mutbarkeit als Bildungsmassnahme ohne weiteres zu bejahen. 

12

Soweit der Massnahme auch die Qualität eines Programms zur vorübergehen-
den Beschäftigung zukam, richtet sich die Zumutbarkeit gar ausdrücklich einzig 
nach Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG und muss entsprechend dem Alter, den persön-
lichen Verhältnissen oder dem Gesundheitszustand der versicherten Person, 
nicht aber etwa den Fähigkeiten oder bisherigen Tätigkeiten angemessen sein 
(Art. 64a Abs. 2 AVIG). Dass dem nicht so gewesen sein soll, trägt die Be-
schwerdeführerin nicht, auf jeden Fall nicht substantiiert vor. 

4.4 Die Beschwerdeführerin bestreitet die Sinnhaftigkeit der Massnahme mit 
Hinweis auf die konkrete AMM, welche bei ihr das angestrebte Ziel gar nicht er-
reichen könne, da konkret das Programm "projectmythentrade" ihre Vermittlungs-
fähigkeit nicht zu erhöhen vermocht habe. Sie habe einzig einfache, repetitive 
Arbeiten oder gar keine gehabt. Sie sei nicht gefordert gewesen.

Diesbezüglich ergibt sich aus den verschiedenen Berichten, dass die Beschwer-
deführerin keineswegs mit der zu erwartenden Offenheit an die AMM heranging. 
Noch vor Zuweisung ins Programm dokumentierte der RAV-Berater am 8. No-
vember 2019, die Beschwerdeführerin halte AMM für sinnlos; sie wolle am liebs-
ten selbstbestimmt suchen. Und am Folgetag - nach Besprechung der Ziele - 
notierte er, an der unmotivierten Haltung der Beschwerdeführerin habe sich 
nichts geändert. Er verweist dabei auch auf die Kursrückmeldung SANTIS, Job-
Kompakt, wo von der damaligen Kursleitung festgehalten wurde: "Von Anfang an 
machte Frau A.________ klar, dass dieser Kurs für sie eine Pflichtveranstaltung 
sei und dass sie nicht sehr motiviert sei, an diesem Kurs teilzunehmen" (vgl. Vi-
act. 14). In der Stellungnahme vom 29. Januar 2020 bestätigte die Beschwerde-
führerin denn auch explizit, sie sei ins "projectmythentrade" geschickt worden, 
"obwohl ich meinen RAV-Berater … mehrmals gebeten hatte, davon abzusehen 
(Vi-act. 9). Mithin opponierte die Beschwerdeführerin gegen die AMM-Teilnahme, 
noch bevor sie diese angetreten hat und somit zu einem Zeitpunkt, wo sie noch 
gar nicht wissen konnte, mit welchen Tätigkeiten sie beschäftigt sein wird und ob 
es ihre Vermittlungsfähigkeit fördert oder nicht. Sie hat der AMM-Zuweisung 
jegliche Sinnhaftigkeit abgesprochen, bevor sie auch nur schon das Aufnahme-
gespräch geführt hatte. 

Von dieser Haltung geprägt war offensichtlich auch der Einstieg ins Programm 
"projectmythentrade". Gemäss eigener Darstellung hat die Beschwerdeführerin 
im Vorstellungsgespräch zwar nicht gesagt, sie werde einen Weg suchen, um 
rasch wieder rauszukommen. Sie bestätigt aber gesagt zu haben, "dass ich mög-
lichst schnell wieder aus dem Mythentrade rauswolle". Auch hält sie selber fest, 
am ersten Tag gesagt zu haben, "dass ich es mir nicht ausgesucht hätte, hier zu 
sein, weshalb meine Stimmung auch nicht gut sei. Ich würde mich vergewaltigt 

13

fühlen". Mithin gab die Beschwerdeführerin sämtlichen Beteiligten von Anbeginn 
weg unmissverständlich zu verstehen, dass sie voll und ganz gegen ihren Willen 
teilnahm, keinen Sinn hinter der Übung zu erkennen vermochte und sie auch 
nicht gewillt war, einen Sinn zu erkennen und dass sie ein zeitnahes Ende her-
beisehnte. Schon den ersten Tag bezeichnete sie in der Besprechung als "ver-
schissen" und sie bat den AMM-Leiter, er möge den RAV-Berater um Be-
endigung des Programms ersuchen. 

Am zweiten Tag (Mittwoch), nachdem der AMM-Leiter sie informierte, der RAV-
Berater wolle die AMM nicht beenden, und er sie erneut über den Zweck der 
"projectmythentrade" und die Praxisfirma orientierte, erklärte die Beschwerdefüh-
rerin, was hier produziert werde, sei heisse Luft und alles andere als sinnstiftend. 
Auch eröffnete sie dem Kursleiter bereits an diesem zweiten Tag, sie wisse, dass 
ein Abbruch Sanktionen zur Folge haben könne, sie werde nun eine Entschei-
dung fällen müssen. Donnerstag und Freitag war die Beschwerdeführerin krank-
heitshalber nicht in der Praxisfirma. Vom 13. bis 17. Januar 2020 begab sie sich 
in die Praxisfirma; am 20. Januar 2020 teilte sie den Abbruch mit. 

4.5 Es mag zutreffen, dass die Beschwerdeführerin all die ihr zugewiesene 
Arbeit erledigt hat, wie sie ausführt. Auch mag es sein, dass sie aufgrund der ihr 
zugewiesenen Arbeit keineswegs acht Stunden pro Tag ausgelastet war und sie 
"während vieler Stunden überhaupt keine Aufgaben hatte". Dies ist aber in erster 
Linie auf ihren Unwillen, am Programm teilzunehmen, zurückzuführen. Ihr Verhal-
ten und ihre Äusserungen können nicht anders interpretiert werden, als dass sie 
nur gewillt war, einzig klar übertragene Aufgaben zu erledigen. Das von ihr selbst 
geführte Protokoll zeugt von keinerlei Bereitschaft, die Praxisfirma und deren 
Zielsetzung zu verstehen und ihre Chancen zu nutzen. Wer den ersten Arbeits-
tag anlässlich der Besprechung als "verschissen" qualifiziert und erneut (wie 
schon im Vorstellungsgespräch) seinen klaren Unwillen zur Teilnahme deklariert, 
der hat mit der AMM innerlich gebrochen ohne eine Bereitschaft zu signalisieren, 
einen Nutzen der Massnahme zu sehen. 

Dem selbst geführten Protokoll kann sodann entnommen werden, dass "project-
mythentrade" sehr wohl den Versuch unternommen hat, die Beschwerdeführerin 
im Bereich Kommunikation/Marketing einzusetzen. Die Aufgaben mögen als Be-
ginn einfach und wenig fordernd gewesen sein. Die Aufgabenerledigung durch 
die Beschwerdeführerin, so wie von ihr protokolliert, zeigt aber auch keinerlei Be-
reitschaft, sich mit der Aufgabe auseinander zu setzen und eigeninitiativ etwas zu 
entwickeln. Dass unter solchen Voraussetzungen die ihr übertragenen Aufgaben 
nicht anspruchsvoller waren und wurden, ist zwar bedauerlich, aber nachvoll-
ziehbar. Die Beschwerdeführerin gab den Projektverantwortlichen jederzeit klar 

14

zu verstehen, dass sie gegen ihren Willen teilnimmt, dass sie nicht motiviert sei, 
dass sie aufgetragene Arbeiten erledigen werde aber nicht mehr und dass sie 
über den Massnahmenabbruch entscheiden werde. Ihrem selbst geführten Pro-
tokoll kann nicht entnommen werden, dass sie die AMM-Leitung auf Wünsche ih-
rerseits, auf persönliche Ziele, Förderungsmassnahmen oder konkrete Arbeiten 
angesprochen hätte. Mithin hat sie die AMM abgebrochen bevor sie überhaupt 
ausgelotet hat, ob sie gefördert werden könnte oder nicht. Sie hat schon gar kei-
nen Versuch unternommen mit der Leitung der Praxisfirma zu klären, wo ggfs. 
noch Defizite bestehen, wie ihre Vermittlungsfähigkeit gefördert werden könnte. 

4.6 Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass aufgrund der Umstände 
(dritte Rahmenfrist, zu enges Suchprofil, bereits elf Monate andauernde Arbeits-
losigkeit) eine AMM angezeigt war. Nicht zu beanstanden ist die Zuweisung in 
ein Trainings- und Coachingzentrum für kaufmännische Stellensuchende, nach-
dem die Beschwerdeführerin über einen Berufsabschluss im Bereich Büro ver-
fügt und die Stellensuche auf diesen Bereich auszuweiten war. Fest steht, dass 
die Beschwerdeführerin der AMM schon vor deren Antritt jegliche Sinnhaftigkeit 
absprach und den Beteiligten ihren Widerwillen klar kommunizierte. Ihre Teil-
nahme war von Anbeginn weg gezeichnet von Unwille und der expliziten Äusse-
rung, die Massnahme möge bald enden, resp. sie selbst werde über das Ende 
befinden. Der Abbruch erfolgte nach sieben absolvierten Tagen (bei einer ge-
planten Dauer von 3 Monaten). Nachdem der "projectmythentrade" als anerkann-
ter Praxisfirma die Eignung zur Förderung der Vermittlungsfähigkeit kaufmänni-
scher Stellensuchender nicht abzusprechen ist und die Beschwerdeführerin ihre 
Abneigung gegenüber der AMM schon vor Beginn klar zum Ausdruck gebracht 
hat, ist die Unmöglichkeit der Steigerung der Vermittlungsfähigkeit nicht der 
AMM, sondern der Verweigerungshaltung der Beschwerdeführerin anzulasten. 
Es ist ihrem eigenen Verhalten zuzurechnen, dass der Zweck der AMM un-
erreichbar blieb. Unbestritten ist sodann, dass sie die AMM nach sieben Tagen 
abbrach. Damit aber hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, die Beschwerde-
führerin habe zu Unrecht und ohne entschuldbaren Grund die RAV-Weisung 
missachtet, die AMM "projectmythentrade" zu absolvieren. 

5.1 Die versicherte Person ist in der Anspruchsberechtigung (u.a.) einzustellen, 
wenn sie die Weisungen der zuständigen Amtsstelle nicht befolgt, namentlich 
eine arbeitsmarktliche Massnahme ohne entschuldbaren Grund nicht antritt, ab-
bricht oder deren Durchführung oder Zweck durch sein Verhalten beeinträchtigt 
oder verunmöglicht (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG). Nachdem die Beschwerdeführerin 
die AMM "projectmythentrade" ohne entschuldbaren Grund abgebrochen hat, 
wurde sie zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt.

15

5.2.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach 
dem Grad, der Schwere des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Die Einstellung 
dauert 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 - 30 Tage bei mittelschwerem 
Verschulden und 31 - 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 AVIV). 

5.2.2 Bei der Bemessung der Einstellungsdauer sind alle Umstände des konkre-
ten Einzelfalls wie Beweggründe, persönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, 
Gesundheit, soziales Umfeld, Bildungsgrad) und Begleitumstände zu berücksich-
tigen (vgl. VGE I 2008 85 vom 25.6.2008 Erw. 4.1 mit Verweisen auf VGE 324/02 
vom 17.7.2002 Erw. 5b, Chopard, a.a.O., S. 167 ff.; AVIG-Praxis ALE, Januar 
2016, D 64). Massgebend ist das Gesamtverhalten der versicherten Person, das 
unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der 
objektiven und subjektiven Gegebenheiten zu würdigen ist (BGE 130 V 125 
Erw. 3.5). Es ist dabei vom Mittelwert des jeweils definierten Rahmens für leich-
tes, mittelschweres und schweres Verschulden auszugehen, welcher bei qualifi-
ziertem Verhalten entsprechend verschärft und bei privilegiertem Verhalten ge-
mindert werden kann (BGE 123 V 153 Erw. 3b).

5.2.3 Das Seco hält in der AVIG-Praxis ALE, Rz. D72 ff. ein Einstellraster für 
verschiedene Einstellungs-Tatbestände bereit. Dieses Einstellraster soll eine 
weitestmögliche Gleichbehandlung der Versicherten auf nationaler Ebene ge-
währleisten und den Vollzugsstellen als Entscheidungshilfe dienen. 

Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. 
Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine 
dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne trifti-
gen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Kon-
kretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben 
der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen-
dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 141 V 365 Erw. 2.3; BGE 138 
V 346 Erw. 6.2; BGE 137 V 1 Erw. 5.2.3).

Den Nichtbesuch eines länger andauernden Kurses ohne entschuldbaren Grund 
qualifiziert das Seco-Einstellraster als mittleres bis schweres Verschulden, das 
mit mindestens 21 Einstelltagen zu sanktionieren ist (vgl. AVIG-Praxis ALE, 
Rz. D79 Ziff. 3D/6). 

5.2.4 Die Festlegung der Einstellungsdauer stellt schliesslich eine typische Er-
messensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, das sie pflicht-
gemäss auszuüben hat. Die Kognition des Verwaltungsgerichtes ist in diesem 
Zusammenhang zwar nicht auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt 

16

sich auch auf die Beurteilung der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung. 
Bei der Angemessenheit geht es dabei um die Frage, ob der zu überprüfende 
Entscheid, den die Vorinstanz nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang 
mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht 
zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Ver-
waltungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle des-
jenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen 
können, die seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erschei-
nen lassen (BGE 137 V 71 Erw. 5.2; Urteil BGer 8C_331/2019 vom 18.9.2019 
Erw. 3.3; VGE II 2016 6 vom 22.3.2016 Erw. 4.1; VGE II 2015 20 vom 22.7.2015 
Erw. 4.1).

5.3 Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin für den Abbruch der auf drei 
Monate festgelegten AMM für eine Dauer von 20 Tagen in der Anspruchsberech-
tigung eingestellt. Mithin hat sie in Beachtung des Seco-Rasters das Verschulden 
als mittelschwer beurteilt und die Dauer in der unteren Hälfte des Rahmens für 
mittelschweres Verschulden (16 bis 30 Tage) festgesetzt. Es ist dies nicht zu be-
anstanden.

6.1 Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 
Weder ist die Zuweisung der Beschwerdeführerin in die arbeitsmarktliche Mass-
nahme "projectmythentrade" zu beanstanden, noch liegt ein entschuldbarer 
Grund für den Abbruch durch die Beschwerdeführerin vor, und auch die durch 
die Vorinstanz festgesetzte Einstelldauer von 20 Tagen gibt zu keiner Beanstan-
dung Anlass.

6.2 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.3 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Partei-
entschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen 
Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 24. Juni 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 16. Juli 2020