# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4db33676-237c-5af6-9f1a-cdd70312b3c9
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.05.2019 III 2019 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2019-21_2019-05-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2019 21

Entscheid vom 27. Mai 2019

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin, 

gegen

1. Gemeinderat Freienbach, Unterdorfstrasse 9,
Postfach 140, 8808 Pfäffikon SZ,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,
Postfach 1186, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

3. C.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung; Widerruf einer Auflage)

2

Sachverhalt:

A. A.________ ist Eigentümerin des Grundstücks KTN E.________ 
(4'839 m2). Östlich schliesst das einem Dritteigentümer gehörende Grundstück 
KTN F.________ (1'069 m2) an, an welches wiederum östlich das Grundstück 
KTN G.________ (1'807 m2) angrenzt, welches sich im Eigentum der 
C.________ AG befindet. 

Am 10. Dezember 2013 ersuchte die C.________ AG um eine Baubewilligung für 
den Abbruch eines Gebäudes und den Neubau von zwei Doppeleinfamilienhäu-
sern auf KTN G.________ (J.______-weg __; vgl. ABl Nr. __ vom ________ 
S. ___), welche ihr mit Gemeinderatsbeschluss (GRB) Nr. 114 vom 23. April 
2015 der Gemeinde Freienbach unter gleichzeitiger Eröffnung des Gesamtent-
scheides des Amtes für Raumentwicklung (ARE) vom 1. April 2015 erteilt wurde. 
Eine dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat wurde mit 
Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 69/2016 vom 26. Januar 2016 gutgeheissen, 
und der Gesamtentscheid des ARE vom 1. April 2015 sowie der GRB Nr. 114 
vom 23. April 2015 wurden aufgehoben. Dieser Entscheid ist unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen (vgl. RRB Nr. 318/2017 vom 25.4.2017, Ingress lit. A; 
GRB Nr. 244 vom 17.8.2016 Ingress lit. A).

Zwischenzeitlich wurde A.________ mit GRB Nr. 401 vom 4. Dezember 2014 
verpflichtet, die Mitbenützung der bestehenden Schmutzwasser-Sammelleitung 
auf ihrem Grundstück KTN E.________ durch den jeweiligen Eigentümer des 
Grundstücks KTN G.________ zu dulden. Der Gemeinderat setzte den beiden 
Eigentümern eine dreissigtägige Frist an, um einen entsprechenden Dienstbar-
keitsvertrag abzuschliessen und enteignete zugleich das erforderliche Mitbenut-
zungsrecht für den Fall, dass innert Frist kein Dienstbarkeitsvertrag abgeschlos-
sen wird.

B. Am 17. März 2016 (Posteingang bei der Gemeinde am 23.3.2016) reichte 
die C.________ AG ein neues Baugesuch zum Abbruch bestehender Gebäude 
und zum Neubau eines Zweifamilienhauses mit Nebenbauten auf dem Grunds-
tück KTN G.________ ein (vgl. RRB Nr. 318/2017 vom 25.4.2017, Ingress lit. B). 
Das Gesuch wurde im Amtsblatt (ABl Nr. __ vom ________ S. ___) publiziert und 
öffentlich aufgelegt. Dagegen erhob u.a. A.________ mit Eingabe vom 21. April 
2016 Einsprache beim Gemeinderat Freienbach mit dem Antrag, die Baubewilli-
gung zu verweigern. 

C. Mit Gesamtentscheid vom 6. Juli 2016 erteilte das ARE die kantonale 
Baubewilligung im Sinne der Erwägungen und unter Auflagen und Nebenbe-
stimmungen (Disp.-Ziff. 1). 

3

Mit Beschluss (GRB) Nr. 244 vom 17. August 2016 wies der Gemeinderat Frei-
enbach die Einsprache von A.________ ab (Disp.-Ziff. 2) und erteilte der 
C.________ AG, unter gleichzeitiger Eröffnung des Gesamtentscheides des 
ARE, der Beurteilung der Brandschutzfachstelle vom 11. August 2016 und des 
Ergebnisses der abwassertechnischen Prüfung vom 11. Mai 2016 die Be-
willigung für den Abbruch der bestehenden Gebäude sowie den Neubau eines 
Zweifamilienhauses mit Nebenbauten. Die Bewilligung wurde mit Auflagen, Be-
dingungen und Vorbehalten versehen. Disp.-Ziff. 6 der Baubewilligung lautet wie 
folgt:

6. Mit den Bauarbeiten darf erst begonnen werden resp. die Baufreigabe wird 
erst erteilt, nachdem:
6.1 (Vorlage und Genehmigung der Planunterlagen der Bauplatzinstallation).
6.2 Das Durchleitungsrecht für Abwässer über Drittgrundstücke bis in die 

öffentliche Leitung im Grundbuch eingetragen und belegt ist (z.G. 
KTN H.________/z.L. KTN E.________, I.________ und K.________). 
Die Bestätigung vom Notariat Höfe ist dem Bauamt vorzulegen. 
Sämtliche Kosten gehen zu Lasten der Bauherrschaft.

6.3 Die Wärmeerzeugung geklärt ist und für die Wärmepumpe das Bau-
gesuch vorliegt.

6.4 (Einreichung und Genehmigung Brandschutz- und Energienachweis). 

D. Gegen diese Baubewilligung reichte A.________ mit Eingabe vom 21. Sep-
tember 2016 beim Regierungsrat Beschwerde ein mit den Anträgen auf Aufhe-
bung des GRB Nr. 244 vom 17. August 2016 und des Gesamtentscheides des 
ARE vom 6. Juli 2016, eventualiter seien der GRB Nr. 244 vom 17. August 2016 
und der Gesamtentscheid des ARE vom 6. Juli 2016 aufzuheben und die Streit-
angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

E. Mit Beschluss (RRB) Nr. 318/2017 vom 25. April 2017 hiess der Regie-
rungsrat die Beschwerde gut und hob den GRB Nr. 244 vom 17. August 2016 
und den Gesamtentscheid des ARE vom 6. Juli 2016 auf (Disp.-Ziff. 1). 

F. Gegen diesen Regierungsratsbeschluss (Versand am 2.5.2017) liess die 
C.________ AG mit Eingabe vom 23. Mai 2017 beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz Beschwerde erheben und beantragen, es seien der RRB Nr. 
318/2017 vom 25. April 2017 aufzuheben und der GRB Nr. 244 vom 17. August 
2016 und der Gesamtentscheid vom 6. Juli 2016 zu bestätigen.

G. Mit Entscheid VGE III 2017 105 vom 24. Oktober 2017 hiess das Ver-
waltungsgericht die Beschwerde wie folgt gut:

4

1. In Gutheissung der Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen der 
Regierungsratsbeschluss Nr. 318/2017 vom 25. April 2017 aufgehoben, der 
Gesamtentscheid des ARE vom 6. Juli 2016 bestätigt und der 
Gemeinderatsbeschluss Nr. 244 vom 17. August 2016 insoweit abgeändert 
als die Dispositivziffer 6.3 der kommunalen Baubewilligung neu wie folgt 
lautet: 

6.3 Die Wärmeerzeugung geklärt ist und für die Wärmepumpe die rechtskräftige 
Baubewilligung vorliegt. 

(2.-5. Kosten und Entschädigungen des regierungsrätlichen und verwaltungs-
gerichtlichen Verfahrens; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

H. Am 28. August 2018 teilte die C.________ AG dem Bauamt mit, dass ein 
Eintrag des Durchleitungsrechts für die Abwässer bis dato nicht möglich ge-
wesen sei, da noch kein Entscheid der Schätzungskommission vorliege. Gemäss 
Verwaltungsgerichtsentscheid III 2017 105 vom 24. Oktober 2017 bestehe 
jedoch kein Anlass, die Baubewilligung an eine entsprechende (Suspensiv-) 
Bedingung zu knüpfen. Die Baufreigabe könne daher auch ohne Eintragung der 
Dienstbarkeit erteilt werden. Das Bauamt wurde ersucht, den Sachverhalt zu prü-
fen und mitzuteilen, ob es diese Ansicht teile und die Baufreigabe erteilen werde.

I. Nach Stellungnahmen von A.________ (Bf-act. 3) und der C.________ AG 
beschloss der Gemeinderat mit GRB Nr. 458 vom 19. Dezember 2018 was folgt:

1. Die Dispositivziffer 6.2 des GRB Nr. 244 vom 17. August 2016 wird wider-
rufen.

2. Das Bauamt wird angewiesen, die Baufreigabe für den Neubau auf dem 
Grundstück KTN G.________ zu erteilen, sofern die nach dem Widerruf von 
Dispositivziffer 6.2 des GRB Nr. 244 vom 17. August 2016 verbleibenden Vor-
aussetzungen für die Baufreigabe erfüllt sind.

(3.-5.  Kosten; Rechtsmittelbelehrung; Zufertigung). 

Zur Begründung des Widerrufs führte der Gemeinderat aus, was gemäss Ver-
waltungsgericht für die Wasserleitung gelte, müsse auch für die bestehende 
Abwasserleitung gelten, handle es sich doch bei beiden Leitungen um Grob-
erschliessungsanlagen. Bei der Abwasserleitung komme noch hinzu, dass ein 
rechtskräftiger Enteignungsbeschluss des Gemeinderates gemäss § 41 des 
Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 für die 
Mitbenützung dieser Leitung bestehe (GRB Nr. 401 vom 4.12.2014). 

J. Gegen diesen Widerruf erhebt A.________ mit Schreiben vom 23. Januar 
2019 Beschwerde beim Regierungsrat und beantragt, es sei der Beschluss 
Nr. 458 des Gemeinderates Freienbach vom 19. Dezember 2018 aufzuheben, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Ge-
stützt auf § 52 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 

5

6. Juni 1974 überweist der Regierungsrat die Beschwerde im Sinne einer 
Sprungbeschwerde an das Verwaltungsgericht (Verfügung vom 29.1.2019).

K. Mit Schreiben vom 4. Februar 2019 erklärt das ARE den Verzicht auf eine 
Vernehmlassung. Mit Vernehmlassung vom 20. Februar 2019 ersucht die 
C.________ AG um Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen. Mit Vernehmlassung vom 28. März 2019 ersucht der Gemeinderat 
Freienbach, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, beziehungsweise diese 
sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

L. Mit Eingabe vom 17. Mai 2019 teilt die Beschwerdegegnerin dem Verwal-
tungsgericht mit, dass die kantonale Schätzungskommission für Enteignungen in 
der Zwischenzeit einen Entscheid betreffend vorzeitige Besitzeseinweisung der 
Beschwerdegegnerin erlassen habe. Die vorzeitige Besitzeseinweisung trete an 
die Stelle des Grundbucheintrags des Durchleitungsrechts für Abwässer. Der 
entsprechende Entscheid vom 28. März 2019 (der miteingereicht wurde) sei ihres 
Erachtens in Rechtskraft erwachsen. Damit sei das Rechtsschutzinteresse der 
Beschwerdeführerin weggefallen und auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

Mit dem Entscheid vom 28. März 2019 hat die kantonale Schätzungskommission 
wie folgt entschieden:

1. Dem jeweiligen Eigentümer des Grundstücks KTN G.________ wird zu 
Lasten des jeweiligen Eigentümers des Grundstücks KTN E.________ die 
vorzeitige Erschliessungshilfe und Mitbenützung der bestehenden 
Schmutzwasser-Sammelleitung und des Pumpenschachts auf dem 
Grundstück KTN E.________ gemäss Ausschnitt Werkplan Abwasser 1:500 
vom 20. April 2014 entsprechend dem Beschluss 401 des Gemeinderates 
Freienbach vom 4. Dezember 2014 und die vorzeitige Besitzeseinweisung in 
die Erschliessungsrechte gemäss Beschluss 401 des Gemeinderates 
Freienbach vom 4. Dezember 2014 bewilligt.

(2.-6. Entzug der aufschiebenden Wirkung einer Beschwerde; Kosten; Parteient-
schädigung; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

Gegen diesen Entscheid wurde beim Verwaltungsgericht keine Beschwerde er-
hoben. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss § 27 VRP hat die Behörde vor Erlass eines Entscheides von 
Amtes wegen zu prüfen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt 
sind. Ist eine dieser Voraussetzungen nicht gegeben, so trifft die Behörde einen 
Nichteintretensentscheid.

6

Entscheidungsvoraussetzungen sind unter anderem die Rechtsmittelbefugnis 
(§ 27 Abs. 1 lit. d VRP) sowie die frist- und formgerechte Geltendmachung des 
Rechtsanspruches (§ 27 Abs. 1 lit. f VRP). 

2.1 Der Gemeinderat Freienbach beantragt in seiner Vernehmlassung vom 
28. März 2019, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, weil die Geltend-
machung des Rechtsanspruchs zu spät erfolgt sei. Die Beschwerdefrist habe 
vorliegend 20 Tage betragen. Bei der Fristberechnung werde der Tag der Eröff-
nung einer Frist bzw. Mitteilung eines Entscheides nicht mitgezählt. Die Zustel-
lung werde wiederholt, wenn sie nicht erfolgen könne. Wenn die zweite Zustel-
lung bei der Post nicht abgeholt werde, so gelte sie dennoch als zugestellt. 
Ebenso gelte eine Sendung als zugestellt, wenn der Adressat die Zustellung 
schuldhaft verhindere. 

Vorliegend sei der angefochtene GRB Nr. 458 vom 19. Dezember 2018 am 
21. Dezember 2018 per Einschreiben an die Beschwerdeführerin versandt wor-
den. Gemäss Sendungsverfolgung der Post sei ein erster Zustellversuch am 
22. Dezember 2018 erfolgt. Ebenso sei der Zustellversuch am 24. Dezember 
2018 erfolglos verlaufen. Am 27. Dezember 2018 sei die Sendung von der Post-
stelle Wollerau ins Tessin weitergeleitet und dort vom 28. Dezember 2018 bis 
4. Januar 2019 zur Abholung hinterlegt worden. Am 3. Januar 2019 habe die 
Beschwerdeführerin schliesslich die Sendung abgeholt.

Daraus ergebe sich, dass die Zustellung des angefochtenen GRB am 24. De-
zember 2018 zweitmalig erfolgt sei und als fristlauslösend betrachtet werden 
müsse. Bei schuldhafter Verhinderung der Zustellung gelte bereits die erste 
Zustellung am 22. Dezember 2018 als fristauslösend. Ausgehend von der Zustel-
lung am 24. Dezember 2018 sei die Beschwerde nicht innert Frist eingereicht 
worden, weshalb nicht darauf eingetreten werden könne. Die Beschwerdeführe-
rin äusserte sich dazu nicht.

2.2.1  Gesetzlich vorgeschriebene Fristen dürfen grundsätzlich nicht geändert 
werden (vgl. § 155 Abs. 1 des Justizgesetzes [JG; SRSZ 231.110] vom 
18.11.2009). Gesetzliche Fristen stehen gemäss § 157 Abs. 1 lit. c JG unter 
anderem still vom 18. Dezember bis und mit dem 7. Januar. Diese Vorschrift gilt 
nicht für das Einsprache- und Rechtsmittelverfahren in Planungs- und Bau-
sachen (§ 157 Abs. 2 lit. b JG). 

2.2.2  Der Tag der Eröffnung einer Frist oder der Tag der Mitteilung eines Ent-
scheides wird bei Berechnung der Frist nicht mitgezählt (§ 158 Abs. 1 JG). Ist der 
letzte Tag einer Frist ein Samstag oder ein öffentlicher Ruhetag, oder kann die 

7

Post an diesem Tage nicht wie gewöhnlich benützt werden, so endigt die Frist 
am nächsten Werktag. Samstage und öffentliche Ruhetage während laufender 
Fristen werden mitgezählt (§ 158 Abs. 2 JG). 

Gemäss § 150 Abs. 1 JG gilt eine Zustellung nach dem ersten erfolglosen Zu-
stellungsversuch als erfolgt, a) wenn der Adressat die Zustellung schuldhaft ver-
hindert hat: am Tag der erfolglosen Zustellung und b) bei einer eingeschriebenen 
Postsendung, die nicht abgeholt worden ist: am siebten Tag nach dem erfolg-
losen Zustellungsversuch, sofern die Person mit einer Zustellung rechnen muss-
te. In den übrigen Fällen wird die Zustellung nach einem ersten erfolglosen 
Zustellungsversuch wiederholt. Die Zustellung gilt spätestens am siebten Tag 
nach dem zweiten Zustellungsversuch als erfolgt (§ 150 Abs. 2 JG).

2.2.3  Gemäss Bericht des Regierungsrates vom 20. Juni 2017 (RRB 
Nr. 473/2017) zur Teilrevision der Justizgesetzgebung sollte mit der Revision die 
Bestimmung über die erfolglose Zustellung (§ 150 JG) an die Regelung im Zivil- 
und Strafprozess sowie an die Regelung in Verfahren vor dem Bundesgericht 
und den Verwaltungsbehörden des Bundes angeglichen werden. Entsprechend 
wurde in § 150 Abs. 1 lit. b JG die Zustellfiktion ausdrücklich geregelt, indem eine 
nicht abgeholte eingeschriebene Sendung am siebten Tag nach dem erfolglosen 
Zustellungsversuch als zugestellt gilt, sofern die Person mit einer Zustellung 
rechnen musste. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann die Zustel-
lung eines behördlichen Aktes nur dann fingiert werden, wenn der Empfänger mit 
der Zustellung rechnen musste. Dies ist der Fall, wenn ein Prozessrechtsverhält-
nis besteht, das die Parteien verpflichtet, sich nach Treu und Glauben zu verhal-
ten, d.h. unter anderem dafür zu sorgen, dass ihnen behördliche Akte, die das 
Verfahren betreffen, zugestellt werden können. Diese prozessuale Pflicht ent-
steht mit der Begründung eines Verfahrensverhältnisses (Rechtshängigkeit) und 
gilt insoweit, als während des hängigen Verfahrens mit einer gewissen Wahr-
scheinlichkeit mit der Zustellung eines behördlichen Aktes gerechnet werden 
muss (BGE 141 II 429 Erw. 3.1; BGE 130 III 396 Erw. 1.2.3; BGE 138 III 225 
Erw. 3.1; Urteil BGer 2C_298/2015 vom 26.4.2017 Erw. 3.2).

2.3 Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage (vgl. § 56 Abs. 1 VRP; Disp.-Ziff. 4 
des angefochtenen Beschlusses). 

2.4 Im gemeinderätlichen Bewilligungsverfahren äusserte sich die Beschwer-
deführerin am 10. Oktober 2018. Folglich wusste sie von dem laufenden Verfah-
ren und musste mit der Zustellung eines behördlichen Aktes rechnen. Damit ist 
die Grundlage für die Anwendung der Zustellfiktion nach § 150 Abs. 1 lit. b JG 
gegeben.

8

2.5 Gemäss Sendungsverfolgung war ein Zustellversuch des eingeschrieben 
versandten GRB Nr. 458 am 22. Dezember 2018 erfolglos (Vi-act. 1). Gestützt 
auf die Regelung von § 150 Abs. 1 lit. b JG hat die Sendung folglich (spätestens) 
am 29. Dezember 2018 als zugestellt zu gelten, woraufhin die 20-tägige Be-
schwerdefrist (§ 47 Abs. 1 VRP) am 30. Dezember 2018 zu laufen beginnt und 
bis 18. Januar 2019 dauert. Die Beschwerde vom 23. Januar 2019 erfolgte somit 
verspätet, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann.

2.6 Ein zweiter Zustellversuch scheiterte am 24. Dezember 2018. In diesem 
Fall würde die Zustellfiktion gestützt auf § 150 Abs. 1 lit. b JG per 31. Dezember 
2018 greifen und die Beschwerdefrist gemäss § 47 Abs. 1 VRP am Montag, 
21. Januar 2019 enden. Die Beschwerde wäre auch in diesem Fall zu spät er-
hoben worden. 

2.7 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerde zu 
spät eingereicht wurde, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann.

3.1 Die Rechtsmittelbefugnis setzt unter anderem ein schutzwürdiges Interesse 
an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides oder der Verfügung voraus 
(vgl. § 37 Abs. 1 lit. c VRP). Das Interesse an der Anfechtung bzw. der Auf-
hebung einer Verfügung ist allerdings nur dann schutzwürdig, wenn es aktuell ist 
(vgl. VGE III 2013 221 vom 12.9.2014 Erw. 1.1; VGE III 2012 24 vom 23.5.2012 
Erw. 2.3.2; VGE III 2012 33 vom 12.3.2012 Erw. 1.2), was bedeutet, dass es 
sowohl im Zeitpunkt der Rechtsmittelerhebung als auch im Zeitpunkt des Ent-
scheids vorliegen muss (vgl. Martin Bertschi, in: Kommentar zum Verwaltungs-
rechtspflegegesetz [Kommentar VRG] des Kantons Zürich, 3. Aufl., Zürich 2014, 
§ 21 N 24). Fällt die Rechtsmittelbefugnis während laufendem Verfahren dahin, 
darf auf eine Beschwerde grundsätzlich nicht (mehr) eingetreten werden bzw. ist 
das Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben, ausser betreffend 
die einen Beschwerdeführer allenfalls belastenden Kosten- und Entschädigungs-
folgen (vgl. EGV-SZ 1993 Nr. 3; Bertschi, a.a.O., § 21 N 26; Alain Griffel, in: 
Kommentar VRG, § 28 N 13).

3.2 Die Beschwerdeführerin hat ihre Beschwerde damit begründet, durch den 
Widerruf von Disp.-Ziff. 6.2 der Baubewilligung vom 17. August 2016 werde das 
Verfahren vor der Schätzungskommission und der Eintrag des enteigneten 
Rechts im Grundbuch unterlaufen. 

Mit dem Entscheid der kantonalen Schätzungskommission vom 28. März 2019, 
womit sich diese auch ausführlich zur Notwendigkeit eines allfälligen Grundbuch-
eintrages geäussert und diesbezüglich gefolgert hat (S. 11 f. Erw. 4.2), dass im 

9

konkreten Fall die Abwasserleitung auch ohne Eintrag im Grundbuch durch die 
(kommunalen) Pläne (Kennzeichnung der Abwasserleitung als Groberschlies-
sungsanlage im kommunalen Erschliessungsplan und Leitungskataster) rechtlich 
gesichert sei, hat diese Argumentation ihre Grundlage verloren. 

Das Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin ist somit dahingefallen. 

4.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des verwaltungs-
gerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
insgesamt Fr. 800.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP; 
§ 25 Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechtspflege im Kanton 
Schwyz [GebO; SRSZ 173.111] vom 20.1.1975).

4.2 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Beschwerdeführe-
rin der beanwalteten Gemeinde und der beanwalteten Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung zu entrichten (vgl. § 74 VRP). 

Diese wird nach Massgabe des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
(GebT; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der in § 14 für das Honorar in Ver-
fahren vor dem Verwaltungsgericht einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
vorsieht, unter Berücksichtigung der in § 2 Abs. 1 GebT aufgeführten Kriterien 
und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf je Fr. 1'400.-- (inkl. Bar-
auslagen und MwSt) festgesetzt.

10

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf insgesamt Fr. 800.-- festgelegt. Die Beschwerdeführerin hat 
einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'500.-- bezahlt, so dass ihr 
Fr. 1'700.-- aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten sind. 

3. Die Beschwerdeführerin hat dem beanwalteten Gemeinderat Freienbach 
und der beanwalteten Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von 
je Fr.1'400.-- (je inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:

- die Beschwerdeführerin (R; unter Beilage der Eingabe der Beschwer-
degegnerin vom 17.5.2019) 

- den Rechtsvertreter des Gemeinderats Freienbach (2/R; unter Beilage 
der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 17.5.2019)

- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R)

- den Regierungsrat (2/EB)

- das Sicherheitsdepartement

- und das kantonale Amt für Raumentwicklung ARE (EB).

Schwyz, 27. Mai 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

11

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 5. Juni 2019