# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 088e57f3-c4de-5b98-b2c7-1ef2a9a734b5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 02.02.2023 SB210257
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210257_2023-02-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB210257-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. B. Amacker  

und lic. iur. R. Faga sowie der Gerichtsschreiber MLaw S. Zuber 

 

Urteil vom 2. Februar 2023 
 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____, 
3. C._____, 
Beschuldigte und I. Berufungskläger (2. Nichteintreten, 3. Rückzug) 

1 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

2 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

3 amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin MLaw Z1._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, 
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. M. Oertle, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin 

 

sowie 

 

D._____, 
Privatklägerin und II. Berufungsklägerin 

 

betreffend gewerbsmässiger Betrug etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung,  
vom 12. Februar 2021 (DG190284)  

- 2 - 

Anklage 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 

18. September 2019 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. D1/56). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 135 S. 244 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Die Prozess Nr. DG190285-L und DG190286-L werden mit dem vorliegenden Prozess 

Nr. DG190284-L vereinigt und unter der letztgenannten Prozess Nr. weitergeführt. Die 

Prozess Nr. DG190285-L und DG190286-L werden als dadurch erledigt abgeschrieben. 

2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Abs. 2 StGB, 

− des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 

im Sinne von Art. 147 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB, 

− der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB, 

− der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB, 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Abs. 1 StGB, 

− der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Ver-

bindung mit Art. 100 Ziff. 1 SVG, Art. 29 SVG und Art. 58 Abs. 4 VTS, 

− des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 und 3 SVG 

und  

− des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. b 

SVG. 

3. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig  

− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Abs. 2 StGB, 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Abs. 1 StGB, 

− des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 Satz 2 in Ver-

bindung mit Art. 63 SVG und  

- 3 - 

− des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. a 

SVG. 

4. Der Beschuldigte C._____ ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Abs. 2 StGB, 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Abs. 1 StGB, 

− der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB und  

− der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB. 

5. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, wovon 

192 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 

100 Tagessätzen zu CHF 10. 

6. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten A._____ wird vollzogen. Der Vollzug der Geldstrafe 

wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. 

7. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten, wovon 

29 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 

30 Tagessätzen zu CHF 50. 

8. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe des Beschuldigten B._____ wird aufge-

schoben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

9. Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, wovon 

28 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

10. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben unter An-

setzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

11. Die Schadenersatzbegehren der Privatklägerinnen E._____ AG und F._____ AG gegen die 

Beschuldigten A._____, B._____ und C._____ werden auf den Zivilweg verwiesen. 

12. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, nachfolgenden Privatklägern Schadenersatz 

wie folgt zu bezahlen: 

− G._____ AG CHF 1'250.90 zuzüglich 5% Zins seit 15. November 2015; 

− H._____ AG CHF 100 zuzüglich 5% Zins seit 15. Dezember 2014; 

− I._____ AG CHF 714.80 ohne Zins; 

− J._____ AG CHF 207.90 zuzüglich 5% Zins seit 7. April 2015;  

− K._____ CHF 1'045.40 ohne Zins; 

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− L._____ CHF 2'635 zuzüglich 5% Zins seit 15. Februar 2015; 

− M._____ SA CHF 235.20 zuzüglich 5% Zins seit 25. März 2015; 

− N._____ CHF 516.60 zuzüglich 5% Zins seit 15. September 2015; 

− D._____ CHF 1'065 ohne Zins; 

− O._____ AG CHF 95 ohne Zins; 

− P._____ GmbH CHF 599.50 zuzüglich 5% Zins seit 2. November 2015; 

− Q._____ CHF 1'942.30 zuzüglich 5% Zins seit 15. Februar 2015; 

− R._____ SE CHF 39'299 zuzüglich 5% Zins seit 6. August 2014; 

− S._____ CHF 548.50 zuzüglich 5% Zins seit 15. September 2015; 

− B._____ CHF 1'949.15 zuzüglich 5% Zins seit 1. Oktober 2015. 

 Im allfälligen Mehrbetrag werden die Schadenersatzbegehren der Privatkläger auf den Zi-

vilweg verwiesen oder es wird darauf nicht eingetreten. 

13. Die Schadenersatzbegehren der nachfolgenden Privatklägerinnen gegen den Beschuldig-

ten A._____ werden auf den Zivilweg verwiesen oder es wird darauf nicht eingetreten: 

− T._____ AG; 

− U._____; 

− V._____. 

14. Die Genugtuungsbegehren der nachfolgenden Privatkläger gegen den Beschuldigten 

A._____ werden auf den Zivilweg verwiesen oder es wird darauf nicht eingetreten: 

− G._____ AG; 

− H._____ AG; 

− J._____ AG; 

− K._____; 

− L._____; 

− Q._____; 

− S._____; 

− B._____; 

− V._____. 

15. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 

(act. D1/36/18) und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 

14. Juni 2019 (act. D3/9/6) beim Beschuldigten A._____ beschlagnahmten Gegenstände 

werden als Beweismittel bei den Akten belassen. 

16. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 

(act. D1/34/7) beim Beschuldigten B._____ beschlagnahmten Gegenstände werden als 

Beweismittel bei den Akten belassen.  

- 5 - 

17. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 

(act. D1/35/8) beim Beschuldigten C._____ beschlagnahmten Gegenstände werden als 

Beweismittel bei den Akten belassen. 

18. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 30'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

CHF 10'900.00   Gebühr Strafuntersuchung Beschuldigter 1 

CHF 8'700.00   Gebühr Strafuntersuchung Beschuldigter 2 

CHF 8'700.00   Gebühr Strafuntersuchung Beschuldigter 3 

CHF 160.00   Kosten Kantonspolizei Zürich betr. Beschuldigter 1 

CHF 160.00   Kosten Kantonspolizei Zürich betr. Beschuldigter 2  

CHF 160.00   Kosten Kantonspolizei Zürich betr. Beschuldigter 3  

CHF 17.60   Entschädigung Zeuge betr. Beschuldigter 1 

 Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.  

19. Die separat ausgewiesenen Kosten der Untersuchung, ausgenommen diejenigen ihrer amt-

lichen Verteidigungen und diejenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privat-

klägerin U._____ sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers N._____, 

werden den jeweiligen Beschuldigten auferlegt. 

20. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen ihrer amtlichen Vertei-

digungen und diejenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin U._____ 

sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers N._____, werden dem Be-

schuldigten A._____ zur Hälfte sowie den Beschuldigten B._____ und C._____ zu je einem 

Viertel auferlegt. 

21. Die Kosten der amtlichen Verteidigungen, der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privat-

klägerin U._____ und der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers N._____ 

werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung für die 

Kosten der jeweiligen amtlichen Verteidigungen gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

22. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als amtlicher 

Verteidiger des Beschuldigten A._____ mit CHF 85'525.95 (inkl. Mehrwertsteuer, abzüglich 

der bereits geleisteten Akontozahlung von CHF 43'321.80) aus der Gerichtskasse entschä-

digt. 

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23. Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als amtlicher 

Verteidiger des Beschuldigten B._____ mit CHF 69'936.45 (inkl. Mehrwertsteuer, abzüglich 

der bereits geleisteten Akontozahlung CHF 56'374.75) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

24. Rechtsanwältin MLaw Z1._____ und Rechtsanwalt Dr. iur. Z2._____ werden für ihre Be-

mühungen und Barauslagen als amtliche Verteidigung des Beschuldigten C._____ mit 

CHF 63'865.90 (inkl. Mehrwertsteuer, abzüglich der bereits geleisteten Akontozahlung 

CHF 40'000) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

25. Rechtsanwältin lic. iur. W._____ wird für ihre Bemühungen und Barauslagen als unentgelt-

liche Rechtsvertreterin der Privatklägerin U._____ mit CHF 11'231.95 (inkl. Mehrwertsteu-

er) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

26. Rechtsanwalt lic. iur. AA._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als unentgelt-

licher Rechtsvertreter des Privatklägers N._____ mit CHF 2'491.45 (inkl. Mehrwertsteuer) 

aus der Gerichtskasse entschädigt. 

27. [Mittteilungen] 

28. [Rechtsmittel]" 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 183) 

" 1. Es sei vorzumerken, dass der Berufungskläger die Verurteilungen der 
Vorinstanz betreffend Dossiers 43-45 (insgesamt als gewerbsmässiger 
Betrug und mehrfache Urkundenfälschung gewertet) sowie Dossier 72 
(gewerbsmässiger Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage) nun-
mehr akzeptiert und den diesbezüglichen Berufungsantrag somit ent-
sprechend zurückzieht. 

2. Ebenfalls zurückgezogen wird der Anpassungsantrag mit Bezug auf 
Dispositivziffer 12 des Urteils der Vorinstanz. 

3. In Anpassung von Dispositivziffer 2 des Urteils sei der Beschuldigte und 
Berufungskläger A._____ (nachfolgend Berufungskläger) in folgenden 
Anklagepunkten freizusprechen: 

 - betr. Dossiers 1, 3-5, 7-8, 20-22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61, 63-68 
mit Bezug auf (gewerbsmässigen) Betrug, (gewerbsmässige) Hehle-
rei sowie mehrfache Urkundenfälschung. 

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Im Übrigen sei der Berufungskläger gemäss Anklage bzw. gemäss Urteil 
Vorinstanz schuldigt zu sprechen. 

4. In Anpassung von Dispositivziffer 5 des Urteils sei der Berufungskläger 
mit einer deutlich milderen Strafe von maximal 2 Jahren Freiheitsstrafe 
zu bestrafen, dies unter Anrechnung der von ihm erstandenen 
192 Tagen Untersuchungshaft. An der zusätzlichen Geldstrafe für die 
SVG-Delikte sei nichts zu ändern. 

5. In Anpassung von Dispositivziffer 6 des Urteils sei dem Berufungskläger 
der bedingte Strafvollzug nebst der Geldstrafe auch für die Freiheitsstra-
fe zu gewähren. Unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

6. In Anpassung von Dispositivziffer 11 des Urteils sei auf die Zivilforde-
rung der E._____ AG sowie der F._____ AG nicht einzutreten. 

7. In Anpassung von Dispositivziffer 19 des Urteils seien die separat aus-
gewiesenen Kosten der Untersuchung dem Berufungskläger nur anteil-
mässig aufzuerlegen. Entsprechend der Freisprüche seien die Kosten 
somit lediglich zu einem Viertel dem Berufungskläger aufzuerlegen. 

8. In Anpassung von Dispositivziffer 20 des Urteils seien die Kosten des 
gerichtlichen Verfahrens dem Berufungskläger ebenfalls nur anteilmäs-
sig bzw. nach Ausgang des Verfahrens aufzuerlegen (entsprechend - 
neu- rund der Hälfte der von ihm von der Vorinstanz auferlegten Kos-
ten). 

9. In Anpassung von Dispositivziffer 21 des Urteils sei die mögliche Nach-
forderung für die Kosten der amtlichen Verteidigung des Berufungs-
klägers sodann ebenfalls -neu- auf die Hälfte zu beschränken. 

10. Die Berufung der Privatklägerin 12 - D._____ - sei vollumfänglich abzu-
weisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann. 

11. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive der Kosten der amtlichen 
Verteidigung, seien ausgangsgemäss bzw. anteilsmässig auf die 
Staatskasse zu nehmen. " 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

Formelles (Urk. 180) 

" 1. Die Anträge des Berufungsklägers auf weiteren Aktenbeizug seien ab-
zuweisen. " 

Materielles (Urk. 182) 

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" 1. Ziff. 5 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
12. Februar 2021 sei aufzuheben und es sei der Beschuldigte A._____ 
mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren und einer Geldstrafe von 
100 Tagessätzen zu CHF 10.00 zu bestrafen. 

2. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 12. Februar 
2021 zu bestätigen, unter gänzlicher Abweisung der Berufung des 
Beschuldigten. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien dem Beschuldigten aufzu-
erlegen. " 

c) Der Privatklägerin 12 (D._____): 

[keine Anträge] 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang, Berufungsumfang, Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Ver-

meidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 135 S. 13 ff.). 

1.2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, vom 12. Februar 2021 

wurden die drei Beschuldigten gemäss dem eingangs wiedergegebenen Urteils-

dispositiv schuldig gesprochen. Gegen das Urteil liessen die drei Beschuldigten 

sowie die Privatklägerin 12 (D._____) rechtzeitig Berufung anmelden (Urk. 119, 

120, 121, 125). Das begründete Urteil wurde dem Beschuldigten B._____ am 

26. April 2021 zugestellt, den übrigen Beschuldigten am 22. April 2021 (Urk. 134). 

Die Berufungserklärung des Beschuldigten C._____ ging rechtzeitig am 12. Mai 

2021 ein (Urk. 139), diejenige des Beschuldigten A._____ am 12. Mai 2021 

(Urk. 141). Der Beschuldigte B._____ und die Privatklägerin 12 (D._____) liessen 

sich innert Frist nicht vernehmen. Mit Präsidialverfügung vom 15. Juni 2021 wurde 

auf die Berufung des Beschuldigten B._____ nicht eingetreten (Urk. 146). 

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1.3. Hinsichtlich der Berufung der Privatklägerin 12 (D._____) gilt was folgt: Die 

gesetzliche Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Urteils zur Einrei-

chung der Berufungserklärung ist für die Privatklägerin 12 (D._____) am 

12. Mai 2021 verstrichen. In der Rechtsmittelbelehrung des Urteils des Bezirksge-

richts Zürich wurde sie auf die Frist von 20 Tagen zur Einreichung einer schriftli-

chen Berufungserklärung beim Obergericht des Kantons Zürich korrekt hingewie-

sen (Urk. 135, Dispositiv-Ziffer 28, S. 250). Mit Präsidialverfügung vom 

15. Juni 2021 wurde einstweilen auf die Berufung eingetreten, obwohl die Privat-

klägerin 12 (D._____) keine Berufungserklärung eingereicht hat (Urk. 146). 

Die StPO sieht für die Einlegung der Berufung ein zweistufiges Verfahren vor. 

Nach Art. 399 Abs. 1 StPO ist die Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 

10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich zu Protokoll anzu-

melden. Nach Ausfertigung des begründeten Urteils übermittelt das erstinstanzli-

che Gericht die Anmeldung zusammen mit den Akten dem Berufungsgericht 

(Art. 399 Abs. 2 StPO). Die Partei, die Berufung angemeldet hat, reicht dem Beru-

fungsgericht gemäss Art. 399 Abs. 3 StPO innert 20 Tagen seit Zustellung des 

begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung ein. Die am Prozess be-

teiligten Parteien, welche mit dem erstinstanzlichen Urteil nicht einverstanden 

sind, müssen mithin in der Regel zweimal ihren Willen kundtun, das Urteil nicht zu 

akzeptieren, nämlich einmal im Rahmen der Anmeldung der Berufung bei der ers-

ten Instanz nach Eröffnung des Dispositivs (siehe Art. 84 StPO zur Eröffnung so-

wie Art. 81 Abs. 4 StPO zum Inhalt des Dispositivs) und ein zweites Mal nach 

Eingang des begründeten Urteils durch eine Berufungserklärung beim Berufungs-

gericht (BGE 138 IV 157 E. 2.1 f.; BGer 6B_444/2011 vom 20. Oktober 2011 

E. 2.5). 

Wohl machte die Privatklägerin 12 (D._____) geltend, die Berufung bereits münd-

lich angemeldet zu haben. Ebenfalls war die als Berufung bezeichnete Eingabe 

nach Zustellung des Urteilsdispositivs mit einer Begründung versehen (Urk. 125). 

Trotzdem genügt dieses Vorgehen nicht den gesetzlichen Erfordernissen. Die Pri-

vatklägerin 12 (D._____) machte ihre Eingaben bereits vor dem Versand der Ur-

teilsbegründung. Ein Verzicht auf die schriftliche Erklärung beim Berufungsgericht 

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ist aber grundsätzlich nicht möglich (BGer 6B_458/2013 vom 04.11.2013 

E. 1.3.2). Mangels rechtzeitig eingegangener Berufungserklärung ist somit auf die 

Berufung der Privatklägerin 12 (D._____) nicht einzutreten. Praxisgemäss kann 

bei Nichteinreichen einer Berufungserklärung auf die Einholung von Stellungnah-

men im Sinne von Art. 403 Abs. 2 StPO verzichtet werden. 

1.4. Mit Präsidialverfügung vom 30. Juni 2021 wurde den Parteien Frist ange-

setzt, um Anschlussberufung zu erklären oder um ein begründetes Nichteintreten 

auf die Berufung zu beantragen (Urk. 148). Mit Eingaben vom 6. Juli 2021 und 

22. Juli 2021 liessen die Beschuldigten A._____ und C._____ ihren Verzicht auf 

Anschlussberufung erklären (Urk. 150, 157). Mit Eingabe vom 12. Juli 2021 er-

klärte die Staatsanwaltschaft je Anschlussberufung, beschränkt auf die Sanktio-

nen (Urk. 153, 155). Mit Eingabe vom 27. August 2021 liess der Beschuldigte 

C._____ seine Berufung zurückziehen (Urk. 164), wovon mit Präsidialverfügung 

vom 8. September 2021 Vormerk genommen wurde (Urk. 166). Es verbleibt somit 

einzig die Berufung des Beschuldigten A._____ (nachfolgend: Beschuldigter) so-

wie die entsprechende Anschlussberufung zu entscheiden. Am 28. Oktober 2022 

wurde auf den heutigen Tag zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 171). 

1.5. Zur Berufungsverhandlung erschienen der Beschuldigte, sein amtlicher 

Verteidiger sowie die Staatsanwältin. Ebenfalls waren der Privatkläger 11 und Be-

schuldigte im Verfahren SB220040, N._____, und sein amtlicher Verteidiger, 

Rechtsanwalt AA._____, bis und mit der Befragung des Beschuldigten anwesend 

(Prot. II S. 10 und S. 15). Das Urteil erging im Anschluss an die Berufungsver-

handlung und wurde den Parteien im Dispositiv versendet (Prot. II S. 20 ff.). 

2. Berufungsumfang 

2.1. In seiner Berufungserklärung sowie anlässlich der Berufungsverhandlung 

akzeptierte der Beschuldigte die Schuldsprüche der Vorinstanz (Teile von Dispo-

sitivziffer 2) wegen des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in 

Verbindung mit Abs. 2 StGB mit Bezug auf die Dossiers 2, 23 und 43 bis 45, des 

gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 

im Sinne von Art. 147 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB, der mehrfachen 

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Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen Unterlassung 

der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung 

im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB mit Bezug auf die Dossiers 43 bis 45, der gro-

ben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbin-

dung mit Art. 100 Ziff. 1 SVG, Art. 29 SVG und Art. 58 Abs. 4 VTS, des Fahrens 

ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 und 3 SVG und des 

Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG. 

Ebenfalls zog der Beschuldigte die Anträge auf Anpassung der vorinstanzlichen 

Dispositivziffer 12 zurück (Urk. 141; Urk. 183; Prot. II S. 10 ff.). Dies ist vorab mit-

tels Beschluss festzustellen (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

2.2. Sodann sind weiter die vorinstanzlichen Dispositivziffern 1 (Verfahrens-

vereinigung), 3 (Verurteilung Beschuldigter B._____), 4 (Verurteilung 

Beschuldigter C._____), 7 bis 10 (Sanktionen der Beschuldigten B._____ und 

C._____), 11 bis 14 (Schadenersatz und Genugtuung), 15 bis 17 (Verfügungen 

über beschlagnahmte Gegenstände), 18 (Kostenfestsetzung) und 22 bis 26 

(Entschädigungen Parteivertreter) in Rechtskraft erwachsen. Dies ist ebenfalls 

vorab mittels Beschlusses festzustellen. 

2.3. Demzufolge stehen vorliegend nunmehr die vorinstanzlichen Schuldsprü-

che betreffend den gewerbsmässigen Betrug sowie die mehrfache Urkundenfäl-

schung mit Bezug auf die Dossiers 1, 3 bis 5, 7 bis 18, 20 bis 22, 26, 27, 29 bis 

42, 47 bis 55, 59, 61 und 63 bis 68 (Teil der vorinstanzlichen Dispositivziffer 2), 

die vorinstanzlichen Dispositivziffern 5 und 6 (Sanktion), 11 (mit Bezug auf die 

Schadenersatzbegehren gegenüber dem Beschuldigten) sowie 19 bis 21 (Kos-

tenauflage) zur Disposition (Urk. 141; Urk. 183; Prot. II S. 10 ff.). 

3. Antrag auf Beizug von weiteren Akten 

 Der Rechtsvertreter des Privatklägers 11 (N._____) brachte wiederholt vor, 

die Akten des vorliegenden Verfahrens seien unvollständig. Die Staatsanwalt-

schaft habe es unterlassen, die Endentscheide der getrennt geführten Strafver-

fahren gegen die weiteren "Abo-Käufer" beizuziehen (Urk. 174; Urk. 176). Hierzu 

ist zu sagen, dass N._____ im vorliegenden Verfahren Stellung als Privatkläger 

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zukommt. Ihm wird nicht etwa Mittäterschaft vorgeworfen. Es erschliesst sich 

deshalb in keiner Weise, was er aus den Verfahrensakten gegen weitere "Abo-

Käufer" in diesem Verfahren zu seinen Gunsten ableiten könnte. Allenfalls gegen 

andere Personen geführte oder nicht geführte Strafverfahren sind für die Beurtei-

lung des Anspruchs des Privatklägers 11 nicht von Relevanz. Ebenfalls entfalten 

in anderen Verfahren ergangene Freisprüche oder Einstellungsverfügungen keine 

präjudizielle Wirkung auf das vorliegende Verfahren. Der Antrag auf Beizug weite-

rer Akten ist vor diesem Hintergrund abzuweisen. 

4. Anklageprinzip 

4.1. Die Verteidigung sieht hinsichtlich der im Zusammenhang mit den Mobil-

telefonverkäufen angeklagten Vorwürfen das Anklageprinzip verletzt (Urk. 109 

S. 6 ff.; Urk. 183 S. 8 f.): Der subjektive Tatbestand des Betrugs bei allen 

einzelnen Vertragsnehmern zum Nachteil der Provider und Geräteverkäufer sei 

völlig mangelhaft umschrieben. Das minimale Wissen bezüglich jedes einzelnen 

Tatbestandselementes des Betrugs sowie die Absicht der Inkaufnahme einer 

entsprechenden angeklagten Schädigung sämtlicher Vertragsnehmer müsse in 

der Anklage umschrieben werden, was nicht der Fall sei. Es sei in der Anklage 

noch nicht einmal erwähnt, dass die weiteren Vertragsnehmer selbst wissentlich 

und willentlich gehandelt und eine Schädigung der Vertragsgegner bereits in den 

Tatzeitpunkten zumindest eventualvorsätzlich in Kauf genommen hätten. Zudem 

werde dem Beschuldigten die gewerbsmässige Anstiftung zum Betrug, die 

Hehlerei sowie die Urkundenfälschung lediglich pauschal vorgeworfen, nicht 

jedoch bei jedem Einzelfall, weshalb nicht klar sei, was ihm bei den einzelnen 

Vertragsnehmern jeweils vorgeworfen werde. Ebenso wenig sei klar, in welchen 

Fällen er des Vorwurfs der  Hehlerei bezichtigt werde (Urk. 109 S. 6 ff.). Im 

Weiteren enthalten die Ausführungen zur Verletzung des Anklageprinzips 

überwiegend Ausführungen zum Sachverhalt, auf welche an entsprechender 

Stelle einzugehen ist. 

4.2. Das Gericht überprüft die Anklage von Amtes wegen. Die Anklageschrift 

bezeichnet unter anderem die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit 

- 13 - 

Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung möglichst 

kurz aber genau (Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO). 

4.3. Die Rügen der Verteidigung zielen an der Sache vorbei. Sie vermischt die 

verschiedenen Verhältnisse untereinander. Wie die Vorinstanz zu Recht festge-

halten hat, ist keine Verletzung des Anklageprinzips zu erkennen (Urk. 135 S. 22). 

Die Besonderheit des vorliegenden Verfahrens liegt in der Vielzahl der gleich-

gelagerten Delikte bei jeweils gleicher Vorgehensweise. Dies stellt besondere 

Anforderungen an Aufbau und Gliederung der Anklageschrift, welchen die Staats-

anwaltschaft umfassend nachgekommen ist. Zunächst wird dem Beschuldigten 

und den Mitbeschuldigten unmissverständlich Mittäterschaft vorgeworfen. Sodann 

beschreibt die Anklage in einem ersten Abschnitt sehr ausführlich die Vorgehens-

weise des Beschuldigten und der übrigen Beteiligten, welche in allen Fällen gleich 

war. Individuell unterschiedliche Elemente wurden als Varianten und damit als 

Eventualsachverhalte aufgeführt. So war beispielsweise allen Vertragsnehmern 

das jugendliche Alter gemein, nicht jedoch die berufliche und wirtschaftliche Situa-

tion. Die gewählte Formulierung in der Anklage "Bei den Kollegen und Bekannten 

des Beschuldigten A._____ handelte es sich allesamt um junge Erwachsene, 

welche entweder arbeitslos oder in der Lehre waren oder Schulden hatten, mithin 

in einer finanziellen Situation waren, in welcher ihnen die in Aussicht gestellten 

CHF 1'000.– als viel Geld erschienen …" (Urk. 56 S. 4) deckt sämtliche Typen der 

Vertragsnehmer ab. Eine individuelle Zuordnung eines jeden Einzeltäters zu einer 

bestimmten Gruppierung, etwa in die Gruppe der Lehrlinge oder Arbeitslosen, ist 

unter dem Aspekt des Anklageprinzips nicht notwendig, da dies für die 

Subsumtion nicht entscheidend ist. Die für die Subsumtion notwendigen 

"Variablen" der einzelnen Delikte, insbesondere Personalien, Deliktsort, Deliktsgut 

oder Schaden sind jedoch sehr wohl individualisiert, wenngleich in stichwortartiger 

und tabellarischer Form, was jedoch die notwendige Übersicht verschafft und 

Wiederholungen zu vermeiden hilft. Mithin genügt die Anklage bei jedem 

Einzeldelikt dem Anklageprinzip. 

4.4. Als unzutreffend erweist sich die Behauptung, dass den Vertragsnehmern 

nicht vorgeworfen werde, wissentlich und willentlich gehandelt zu haben. Die ent-

- 14 - 

sprechenden Vorwürfe sind in der Anklage im allgemeinen Teil klar und uneinge-

schränkt ausformuliert (Urk. 56 S. 4 f.). Ob in sämtlichen Fällen die 

entsprechenden Nachweise gelingen, ist, sofern für die Subsumtion überhaupt 

erforderlich, im Rahmen der Sachverhaltsermittlung zu untersuchen. Dies gilt 

auch für das von der Verteidigung geltend gemachte Fehlen des vorsätzlichen 

Handelns der Vertragsnehmer. Dem ist als reine Tatfrage im Rahmen der 

Beweiswürdigung nachzugehen, beschlägt jedoch das prozessuale Thema des 

Anklageprinzips nicht. 

4.5. Schliesslich kann, mit der Vorinstanz, im Lichte der nachfolgenden recht-

lichen Würdigung auch offenbleiben, ob die Vertragsnehmer als Mittäter oder 

Tatmittler zu qualifizieren sind (Urk. 135 S. 23). Die Rüge der Verletzung des An-

klageprinzips erweist sich somit als unbegründet. 

5. Verwertbarkeit Einvernahmen der Vertragsnehmer 

 Die Verteidigung bringt sodann zusammengefasst vor, die Vertragsnehmer 

seien falsch einvernommen worden. Diese hätten bei der ersten polizeilichen Ein-

vernahme als beschuldigte Personen und nicht als Auskunftspersonen einver-

nommen werden müssen (Urk. 181 S. 9 und S. 15). Dieser Einwand findet mit 

Blick auf die bundesrechtliche Rechtsprechung (BGer 1B_48/2016 vom 

23. Mai 2016) keine Stütze und die Einvernahmen der Auskunftspersonen (sowie 

des Beschuldigten) sind ohne Weiteres verwertbar. 

6. Anwendbares Recht 

 Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der 

Vorinstanz verwiesen werden. Nachdem sich das alte Recht als das mildere er-

weist, kommt dieses zur Anwendung. 

- 15 - 

II. Sachverhalt 

 Dossiers 1, 3-5, 7-18, 20-22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61, 63-68  
(Mobiltelefonverkäufe) 

1. Die Vorinstanz hat die Grundlagen der Beweiswürdigung ausführlich und zu-

treffend dargelegt. Auf all dies kann vollumfänglich verwiesen werden (Urk. 135 

S. 32 - 34). Die Vorinstanz hat ebenfalls die einzelnen Beweismittel zu diesem 

Anklagepunkt, insbesondere die Aussagen aller Beteiligten, ausführlich wiederge-

geben (Urk. 135 S. 35 - 90). Auch die ausführliche und sorgfältige Würdigung der 

Beweismittel ist in keiner Weise zu beanstanden. Damit ist auch der erstinstanz-

lichen Schlussfolgerung, wonach der äussere Ablauf der Geschehnisse erstellt ist, 

ohne Weiteres zu folgen. 

2. Wohl fällt bei der Würdigung der Aussagen des Beschuldigten auf, dass er 

sowohl in der Schlusseinvernahme als auch anlässlich der erstinstanzlichen 

Hauptverhandlung zwar in allgemeiner und pauschaler Form angibt, den Sach-

verhalt nicht anzuerkennen und sich nicht zu den Vorwürfen äussern zu wollen 

(Urk. D1/4/30 S. 114; Prot. I S. 7 ff.). Aus den detaillierten Einvernahmen der 

Staatsanwaltschaft zu den einzelnen Dossiers geht hingegen hervor, dass er in 

den relevanten Punkten zumindest mit Bezug auf den äusseren Ablauf der Ge-

schehnisse geständig ist. Diese wesentlichen Punkte sind: 

- das Anwerben und Instruieren von Bekannten, teilweise alleine oder im Zu-

sammenwirken oder vertreten durch die Mitbeschuldigten sowie die Entschädi-

gung der Vertragsnehmer, 

- der Vertragsabschluss für die Geräte durch die Vertragsnehmer mit den 

Mobilfunkgesellschaften – ohne Leistungswillen – und Übergabe der Geräte an 

den Beschuldigten oder dessen Vertreter sowie 

- der gewinnbringende Verkauf der Geräte. 

3. Weder in der Schlusseinvernahme (Urk. D1 4/30 S. 114 ff.) noch im Rahmen 

der erstinstanzlichen Hauptverhandlung wollte sich der Beschuldigte zu den An-

klagevorwürfen äussern. Hingegen gab er an der Berufungsverhandlung zu Pro-

- 16 - 

tokoll, dass die befragten Vertragsnehmer die in der Anklage beschriebene Vor-

gehensweise zutreffend widergegeben hätten, sich der Sachverhalt demnach wie 

angeklagt zugetragen hätte. Der Beschuldigte stellte sich jedoch auf den Stand-

punkt, dass er nicht gewusst habe, dass er etwas Illegales mache (Urk. 181 

S. 5 ff.). Dazu lässt sich folgendes ergänzen: 

3.1. Auf entsprechende Belastung des Mitbeschuldigten B._____ anerkannte 

der Beschuldigte, dass er letzteren angegangen und für den Abschluss von mög-

lichst vielen Handyabos angeworben und dafür eine Entschädigung von je 

Fr. 1'000.– versprochen habe ("Die meisten Sachen [gemeint waren die 

Belastungen von B._____, welche unter anderem den Vorwurf enthielten, dass 

der Beschuldigte mit Mitarbeitern geprahlt habe] stimmen. Ausser das mit den 

Mitarbeitern. Ich habe nie gesagt, dass ich Mitarbeiter habe oder so"; Urk. D1/5 

S. 4 ff.). In diesem Zusammenhang kann auch festgehalten werden, dass der 

Beschuldigte ausdrücklich anerkannte, dass er den Vertragsnehmern angab, die 

abgeschlossenen Verträge auf seine Firmen umzuschreiben, dies indes gar nie 

vorgehabt habe. Auch gab er das anlässlich der Berufungsverhandlung zu, wo er 

ausserdem erklärte, dass er gewusst habe, dass ein Umschreiben der Verträge 

auf seine Firma nicht möglich gewesen sei (Urk. 181 S. 6). Der modus operandi 

wurde ausdrücklich auch von den Beschuldigten C._____ und B._____ bestätigt, 

insbesondere das Anwerben von weiteren Vertragsnehmern aus dem eigenen 

Bekanntenkreis (Urk. D1/5 S. 18 und S. 20). Deren Verurteilung ist inzwischen 

rechtskräftig. Der Beschuldigte korrigierte einzig die genaue Höhe der 

ausbezahlten Vermittlungsprovisionen, welche jedoch nicht entscheidrelevant ist 

(Urk. D1/5 S. 22).  

3.2. Auch der Inhalt der Anwerbegespräche und die Zusicherungen, welche der 

Beschuldigte den Vertragsnehmern direkt oder über Dritte abgab, lassen sich 

zweifelsfrei erstellen. Wohl gab er an, dass er nie einen Vertragspartner zu diesen 

Geschäften überredet habe (Urk. D1/4/28 S. 21). Dass er diesen aber in Aussicht 

stellte, dass er oder eine seiner Gesellschaften die Verträge übernehmen würden, 

sie mit letzteren nichts mehr zu tun hätten und dafür eine finanzielle Entschädi-

gung erhielten, steht ausser Zweifel: Der Mitbeschuldigte B._____ beschrieb aus-

- 17 - 

führlich die erste Begegnung mit dem Beschuldigten, anlässlich welcher ihm der 

Ablauf der Geschäfte erläutert und hinsichtlich der Wahl der Verkäufer und der Art 

und Anzahl der abzuschliessenden Abonnemente genaue Instruktionen abgege-

ben wurde. Ebenso detailliert beschrieb er die Entschädigung von Fr. 1'000.– für 

die übergebenen Geräte (Urk. D1/5 S. 6 f.). Diese Schilderungen wurden vom 

Beschuldigten ausdrücklich bestätigt. So antwortete er auf die Frage, was er den 

einzelnen Vertragsnehmern jeweils erzählt habe: "Ich habe immer dieselbe Ge-

schichte erzählt" (Urk. D1/4/28 S. 27). So sind auch in diesem Punkt die Aussa-

gen der Vertragsnehmer deckungsgleich (vgl. nachstehend Ziff. 3.4.4.). 

3.3. Sodann beschrieb B._____ ausführlich und detailliert, wie er die Verträge 

einzig zum Zwecke abschloss, um die Geräte gegen Entgelt an den Beschuldig-

ten zu übergeben und nicht etwa, um diese für sich zu behalten und zu verwen-

den (Urk. D1/5 S. 5 ff.). Auch diese Angaben bestätigten C._____ sowie der Be-

schuldigte (Urk. D1/5 S. 7). Insbesondere bestätigte der Beschuldigte, dass jeder 

Vertragsnehmer für seine Dienste Geld bekommen habe (Urk. D1/4/28 S. 17). Es 

sei mit den Geräten immer dasselbe passiert: Abos gemacht, Handys verkauft, 

Geld bekommen, aufgeteilt und dann getrennte Wege gegangen (Urk. D1/4/28 

S. 21). Beim Verkauf der Geräte hätten ihn die Vertragsnehmer teilweise begleitet 

(Urk. D1/4/28 S. 28). Dabei habe er nie vorgehabt, die Verträge auf seine Firma 

zu "überschreiben", sprich zu übernehmen (Urk. D1/5 S. 7; Urk. 181 S. 5 ff.). Es 

ist aus diesem Grund auch nicht von Belang, inwieweit der Beschuldigte den 

"wirtschaftlichen Background" der Vertragsnehmer kannte (vgl. Urk. 183 S. 18). 

3.4. Von besonderem Interesse sind in diesem Zusammenhang auch die Aus-

sagen derjenigen Personen, welche mit den Beschuldigten Kontakt hatten, letzt-

lich aber keine Verträge abschlossen. Wie bereits erwähnt, bestätigte der Be-

schuldigte, dass deren Angaben korrekt seien (Urk. 181 S. 6): 

3.4.1.  So gab die Zeugin AB._____ an, dass sie von C._____ angefragt worden 

sei, ob sie legal Fr. 500.– verdienen wolle. Die Verwendung des Wortes "legal" 

habe bei ihr Misstrauen hervorgerufen. Er habe ihr dann geschildert, wie sie ein-

fach möglichst viele Aboverträge abschliessen solle, diese auf Firmen überschrie-

ben würden und sie damit fein raus sei und erst noch Fr. 500.– bekommen würde. 

- 18 - 

Er sei dabei sehr hartnäckig vorgegangen und habe mehrmals – über Wochen 

und Monate – intensiv nachgehakt. Eigentlicher Zwang sei allerdings nicht ange-

wendet worden (Urk. D1/7/4). Ihre Ausführungen sind klar und widerspruchsfrei. 

Eigeninteressen sind nicht erkennbar, weshalb ihre Aussagen als glaubwürdig zu 

qualifizieren sind, zumal bei ihr als nicht im Strafverfahren involvierte Person kei-

nerlei Interessen an einem bestimmten Verfahrensausgang zu erkennen sind. 

3.4.2.  Dasselbe gilt für den Zeugen AC._____. Auch er schilderte, wie er von 

C._____ angegangen und zu Vertragsabschlüssen angegangen worden sei und 

ihm dafür eine Entschädigung bei Übernahme der Verträge auf die Firmen des 

Beschuldigten angeboten worden sei. Er beschrieb jedoch die Anwerbebemühun-

gen als insgesamt zwar hartnäckig, aber nicht penetrant (Urk. D1/7/5 S. 5). 

3.4.3.  Dasselbe Anwerbemuster, insbesondere mit denselben Angaben hinsicht-

lich Legalität der Geschäfte, Umschreiben der Verträge auf die Firmen des Be-

schuldigten und einer in Aussicht gestellten Entschädigung von Fr. 500.– schilder-

ten der Zeuge AD._____ (Urk. D1/7/6) sowie die Auskunftspersonen AE._____ 

(Urk. D1/7/7). 

3.4.4.  Schliesslich bestätigten auch die Vertragsnehmer selbst in ihren Aussagen 

den Ablauf der Geschäfte. Beginnend mit dem Anwerben, dem Erzählen von er-

fundenen Geschichten, den erteilten Instruktionen, dem Abschluss der Verträge 

und dem anschliessenden Verkauf der Geräte sowie die dafür erhaltene Entschä-

digung (vgl. Urk. 135 S. 82 ff.). 

3.5. Bei den Akten befinden sich ebenfalls zahlreiche Urkunden, namentlich die 

schriftlichen Verträge zwischen den Vertragsnehmern und den Mobilfunkunter-

nehmen. Diesen lassen sich die individuellen Tatumstände der einzelnen getätig-

ten Geschäfte, wie Vertragsnehmer, Deliktsort, Deliktszeit, Deliktsgut, Erfüllung 

der Kosten aus abgeschlossenen Abos, direkt zu bezahlende Kosten bei den 

Vertragsabschlüssen, Geschädigte und deren Schadensbetrag sowie Schadens-

total entnehmen (AF._____: Urk. D1/12/4-5 [CDs], AG._____: Urk. D1/14/3-6, 

E._____: Urk. D1/13/3 [CD], F._____: Urk. D1/11/34-36). Die Schadenssummen 

ergeben sich aus der Addition der einzelnen Schadenspositionen. Die via die Fir-

- 19 - 

ma AH._____ erzielten Umsätze vom Verkauf der jeweiligen Geräte ergeben sich 

aus den eingereichten Belegen (Urk. D1/17/2, 17/8 und 17/9/11-13). Wo keine 

Belege vorhanden sind, hat die Staatsanwaltschaft die Umsätze geschätzt. Diese 

Schätzungen basieren auf den nachgewiesenen Erlösen von vergleichbaren 

Geräten. Der Gesamtgewinn ergibt sich aus der Addition der jeweils je Dossier 

erzielten Gewinne (Urk. 56 S. 111). Daraus ergibt sich eine lückenlose und 

schlüssige Beweiskette, welche der Beschuldigte, soweit er sich überhaupt 

konkret zu diesen Anklagevorwürfen äusserte, nicht zu unterbrechen vermochte. 

Zusammen mit der Vorinstanz kann schliesslich davon ausgegangen werden, 

dass auch trotz einiger Rückzahlung der Vertragsnehmer, ein 

Gefährdungsschaden bestand. Die Vertragsnehmer verfügten nicht ohne 

Weiteres über genügen finanzielle Mittel, um neben ihren normalen 

Lebenshaltungskosten mehrere Mobiltelefon-Abonnemente mit 

Abzahlungsverträgen zu finanzieren. 

3.6. Ebenfalls war der Beschuldigte geständig, dass er die bei den Vertrags-

abschlüssen erhaltenden Geräte weiterverkauft hat – meistens bei AH._____ in 

AI._____ – und dabei eine Bestätigung unterzeichnet hat, wonach er uneinge-

schränkter Eigentümer der Geräte sei und diese aus keiner strafbaren Handlung 

stammen würden (Urk. 181 S. 7). Damit wollte der Beschuldigt seine Handlungen 

legalisieren. Wenn er an der Berufungsverhandlung angab, er habe nicht ge-

wusst, dass er etwas Illegales tue, so muss dies als Schutzbehauptung gewertet 

werden, vor dem Hintergrund, dass der Beschuldigte ebenfalls angab, er habe bei 

seinem Vorgehen immer auch Angst gehabt, weil er vermutete habe, dass er da-

für ins Gefängnis kommen könne (Urk. 181 S. 13). 

3.7. Im Lichte dieser Beweislage ist der Sachverhalt anklagegemäss erstellt. 

III. Rechtliche Würdigung 

1. Gewerbsmässiger Betrug (Dossiers 1, 3-5, 7-18, 20-22, 26, 27, 29-42, 
47-55, 59, 61, 63-68, Mobiltelefonverkäufe) 

1.1. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen ausführlich und zutreffend 

dargestellt, weshalb vollumfänglich darauf verwiesen werden kann (Urk. 135 

- 20 - 

S. 129 ff.). Als ebenso ausführlich und zutreffend erweist sich die rechtliche Wür-

digung der Vorinstanz in concreto (Urk. 135 S. 143 ff.). Die hierzu angebrachte 

Kritik der Verteidigung verfängt nicht (Urk. 109 S. 3 ff.; Urk. 183 S. 4 ff.): Wenn 

diese ausführen lässt, dass vorliegend die wahren Geschädigten die Vertrags-

nehmer seien und von vermeintlichen Opfern zu Tätern gemacht würden, diese 

aber keinesfalls arglistig von den Beschuldigten dieses Verfahrens getäuscht 

worden seien, so zielt dies an der Sache vorbei (Urk. 109 S. 3 ff.). 

1.1.1.  Einerseits sind die Vertragsnehmer nicht an diesem Verfahren beteiligt und 

andererseits ist – mit der Vorinstanz – gemäss erstelltem Sachverhalt davon aus-

zugehen, dass der Beschuldigte die Vertragsnehmer direkt oder indirekt über sei-

ne Mitbeschuldigten bezüglich des Vorgehens detailliert instruierte und durch den 

Bestellvorgang begleitete. So wurden vom Beschuldigten die Taten geplant, dies 

von langer Hand und systematisch, wovon das schneeballartige System, die ein-

gespielten Abläufe des Anwerbens von Vertragsnehmern, die Instruktion dersel-

ben sowie die Begleitung beim Vertragsabschluss bei anschliessender Abnahme 

und Weitergabe der Geräte zeugen. Weiter bestand ein organisiertes Vorgehen 

zwischen dem Beschuldigten und seinen Mitbeschuldigten. Die Vertragsnehmer 

wurden stets vom Beschuldigten oder den Mitbeschuldigten begleitet und instru-

iert sowie im Anschluss bezahlt. Zutreffend ist ebenfalls, dass sich die Betrugs-

handlungen nicht wie vorgeworfen ereignet hätten, wenn sich der Beschuldigte 

nicht anklagegemäss beteiligt hätte. Es war eben gerade nicht so wie von der 

Verteidigung behauptet, dass ab Herbst 2014 die Geschäfte von alleine liefen und 

der Beschuldigte praktisch nichts mehr habe tun müssen (Urk. 109 S. 11; 

Urk. 183 S. 10). Vielmehr ist gemäss erstelltem Sachverhalt davon auszugehen, 

dass die Vertragsnehmer nach wie vor durch den Beschuldigten oder dessen Mit-

täter instruiert und begleitet wurden. Damit ist, wie die Vorinstanz zu recht fest-

hielt, von Mittäterschaft und nicht blosser Anstiftung auszugehen. Letztere ver-

neint auch die Verteidigung (Urk. 109 S. 6 ff.). Auf deren ausführliche Erwägun-

gen zur Frage der Strafbarkeit der Vertragsnehmer ist jedoch an dieser Stelle 

nicht weiter einzugehen. Wie die Vorinstanz zu recht festgehalten hat, ist für die 

rechtliche Würdigung des Verhaltens des Beschuldigten nicht entscheidend, ob 

die Vertragsnehmer gegenüber den Providern mit Betrugsvorsatz handelten: So-

- 21 - 

weit zumindest ein Eventualvorsatz gegeben war, wären sie ebenfalls im Rahmen 

ihrer Mitwirkung als Mittäter oder Teilnehmer zu qualifizieren, hatten sie dagegen 

keinen Vorsatz, waren sie Tatmittler und liegt mittelbare Täterschaft vor. Für die 

Würdigung des Verhaltens des Beschuldigten ist dies jedoch nicht von Bedeutung 

(Urk. 135 S. 146). 

1.1.2.  Dass der Beschuldigte die Verträge mit den Mobilfunkunternehmen nicht 

selbst abgeschlossen hat, ändert nichts an dieser Qualifikation. Die Mittäterschaft 

verlang in objektiver Hinsicht keine direkte Beteiligung an der (oder gar "Herr-

schaft" über die) Ausführung der konkreten Straftat. Der Beschuldigte hat bei der 

Planung der Tat einen sehr hohen Einfluss ausgeübt. Er hat die Ladengeschäfte 

für die Vertragsabschlüsse ebenso ausgesucht, wie die Vertragsarten. Zudem hat 

er – wie vorgehend beschrieben – den Vertragsnehmern Instruktionen für das 

Ausfüllen der Antragsformulare erteilt. 

1.2. Was die geltend gemachte fehlende Arglist anbelangt, kann vollumfänglich 

auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Dies betrifft insbesonde-

re auch die Ausführungen zur Opfermitverantwortung (Urk. 109 S. 145). Bei ei-

nem Massengeschäft wie dem Verkauf von Mobiltelefonen kann den Vertragspar-

teien nicht zugemutet werden, umfangreiche Unterlagen zu den finanziellen 

Verhältnissen einzuverlangen bzw. einreichen zu müssen, dies umso weniger, als 

sich das finanzielle Risiko beim Abschluss eines Vertrags über ein Mobiltelefon in 

Grenzen hält (BGer 6B_1007/2010 vom 28. März 2011 E. 2.4.2.). 

1.3. Auch der weitere Einwand, wonach die abgeschlossenen Mobiltelefon-

verträge nichtig seien, verfängt nicht (Urk. 109 S. 28). Die Verteidigung brachte 

vor, dass die abgeschlossenen Mobiltelefonverträge unter das Konsumkreditge-

setz (KKG) fallen und die entsprechenden Vorschriften umgangen worden seien 

(Urk. 109 S. 16). Gemäss Art. 7 Abs. 1 lit. c KKG fallen Kredite die zins- und 

gebührenfrei gewährt oder zur Verfügung gestellt werden nicht unter das Kon-

sumkreditgesetz. Aus den aktenkundigen Verträgen geht klar hervor, dass die 

einzelnen Ratenzahlungen reine Teilzahlungen waren und weder Gebühren noch 

Zinsen enthielten. Das KKG kommt nicht zur Anwendung und der entsprechende 

Einwand der Verteidigung zielt ins Leere. Wie die Verteidigung selbst an früherer 

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/cef69ccb-ca48-4934-b494-2d65c91244a9/citeddoc/8f358c2e-483b-4529-ae62-915afdb9011f/source/document-link

- 22 - 

Stelle festhält, fielen bei den abgeschlossenen Mobiltelefonverträgen weder Ge-

bühren noch Zinsen an (Prot. I S. 20). 

1.4. Schliesslich machte die Verteidigung geltend, dass sich "hier eventualiter 

sodann tatsächlich auch noch bestreiten" liesse, dass überhaupt eine massgeb-

liche Vermögensgefährdung oder gar Schaden vorliegen würden, welcher straf-

rechtlich relevant wäre (Urk. 109 S. 28). Diese Ausführungen beschlagen indes-

sen den Sachverhalt und unter den entsprechenden Erwägungen wurden die 

Einwände der Verteidigung bereits als unzutreffend verworfen (vgl. vorstehend II. 

Ziff. 1.9.). 

1.5. Zur Gewerbsmässigkeit und zu den subjektiven Elementen kann vollum-

fänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 109 S. 146). 

1.6. Nach der Auffassung des Gerichts, wäre vorliegend auf mehrfachen ge-

werbsmässigen Betrug zu erkennen. Zufolge des Verschlechterungsverbots hat 

es mit einem Schuldspruch wegen gewerbsmässigen Betrugs sein Bewenden. 

Der Beschuldigte ist somit des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 

Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB hinsichtlich der Dossiers 1, 3-5, 7-18, 20-

22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61 und 63-68 schuldig zu sprechen. 

1.7. Hinsichtlich des in der Anklage erhobenen Vorwurfs der Hehlerei hat kein 

gesonderter Freispruch zu erfolgen, da der eingeklagte Sachverhalt lediglich an-

ders gewürdigt wird. 

2. Mehrfache Urkundenfälschung (Dossiers 1, 3-5, 7-18, 20-22, 26, 27, 29-42, 
47-55, 59, 61, 63-68, Mobiltelefonverkäufe) 

2.1. Die Vorinstanz qualifizierte das Unterzeichnen der Erklärungen, wonach 

die der Firma AH._____ verkauften Geräte in seinem rechtmässigen Eigentum 

stünden, als mehrfache Urkundenfälschung (Urk. 135 S. 147 f.). Die Verteidigung 

beantragte auch hinsichtlich des Vorwurfs der mehrfachen Urkundenfälschung 

einen Freispruch (Urk. 109 S. 28; Urk. 183). 

- 23 - 

2.2. Der Beschuldigte stellte sich selber Bescheinigungen aus, wonach er die 

Geräte legal erworben habe, d.h. er sich nichts habe zuschulden lassen kommen. 

Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 135. S. 147) ist es unerheblich, 

für was die Erklärungen gebraucht worden wären. Ihnen kann jedenfalls keine er-

höhte Überzeugungskraft oder Glaubwürdigkeit zukommen, schon nur deshalb 

nicht, weil die Schriftstücke als Beweis, dass die Geräte legal erworben wurden, 

nicht genügten. Vielmehr verfasste der Beschuldigte in eigenem Namen sog. 

blosse schriftliche Lügen und keine qualifizierten Lügen im Sinne der Falschbeur-

kundung. 

2.3. Damit ist – entgegen der Vorinstanz – der Beschuldigte vom Vorwurf der 

mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB hinsichtlich der 

Dossiers 1, 3-5, 7-18, 20-22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61 und 63-68 freizuspre-

chen. 

IV. Sanktion 

1. Urteil Vorinstanz / Parteistandpunkt 

1.1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer unbedingten Frei-

heitsstrafe von 5 Jahren sowie einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 10.–, 

wobei der Vollzug der Geldstrafe unter einer Probezeit von 3 Jahren aufgescho-

ben wurde. 

1.2. Die Verteidigung beantragt eine deutlich mildere Strafe von maximal 

2 Jahren Freiheitstrafe und eine Bestätigung der Höhe der Geldstrafe unter Ge-

währung des bedingten Strafvollzugs (Urk. 141 S. 3; Urk. 183). 

2. Grundsätze der Strafzumessung 

2.1. Die Vorinstanz hat die Grundsätze zum anwendbaren Recht, zur Strafart, 

zum Strafrahmen sowie die Strafzumessungsregeln ausführlich und zutreffend 

dargelegt, weshalb vollumfänglich darauf verwiesen werden kann (Urk. 135 

S. 175 ff.). 

- 24 - 

2.2. Die Vorinstanz hat die persönlichen Strafzumessungsfaktoren/Täter-

komponenten sowie die weiteren Strafzumessungsgründe nach der Festlegung 

der Gesamtstrafe berücksichtigt (Urk. 135 S. 189). 

2.3. Als ebenso zutreffend erweisen sich die Ausführungen der Vorinstanz zu 

den Grundsätzen der Festlegung der Einsatz- und der Einzelstrafen, weshalb 

vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen verwiesen werden kann 

(Urk. 135 S. 181 ff.). 

3. Tatkomponenten 

3.1. Einsatzstrafe: Gewerbsmässiger Betrug (Mobiltelefonverkäufe Dossiers 1, 

3-5, 7-18, 20-22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61 und 63-68) 

3.1.1.  Objektive Tatschwere 

Als "schwerste Tat" zur Bestimmung der Einsatzstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 

StGB ist vom gewerbsmässigen Betrug (Mobiltelefonverkäufe: Dossiers 1, 3-5,  

7-18, 20-22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61 und 63-68) auszugehen. 

Die Verteidigung macht hinsichtlich der Tatkomponente geltend, dass der Scha-

den wohl hoch, die kriminelle Energie beim Beschuldigten jedoch sehr gering ge-

wesen sei, wovon sein spielerischer Umgang mit der ganzen Sache zeuge 

(Urk. 109 S. 39). Die Vorinstanz qualifizierte das Verschulden in objektiver Hin-

sicht als keinesfalls mehr leicht, weil ein sehr grosser Schaden von ca. einer hal-

ben Million entstanden sei. Die Vorgehensweise sei nicht raffiniert gewesen und 

es sei bei den Mobilfunk-Providern nur ein Gefährdungsschaden entstanden. In 

subjektiver Hinsicht seien jedoch einzig finanzielle, egoistische Motive die Trieb-

feder gewesen. Der Beschuldigte sei ein eigentlicher Berufsbetrüger gewesen 

(Urk. 135 S. 182). 

Dieser letzte Punkt darf jedoch im Rahmen des Verschuldens nicht zu Ungunsten 

des Beschuldigten berücksichtigt werden. Er wurde wegen gewerbsmässigen Be-

trugs verurteilt. Umstände, die zur Anwendung eines höheren oder tieferen Straf-

rahmens führen, dürfen jedoch innerhalb des geänderten Strafrahmens nicht noch 

einmal als Straferhöhungs- oder Strafminderungsgrund berücksichtigt werden, 

- 25 - 

weil dem Täter sonst der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zu-

gutegehalten würde (BGE 142 IV 14 E. 5.4 mit Hinweisen). Einzig die Frage, in 

welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben 

ist, darf bei der Strafzumessung berücksichtigt werden. 

Der Gesamtwert der erbeuteten Geräte beläuft sich auf gegen Fr. 450'000.– 

(Fr. 446'109.55; Urk. 56 S. 10), der Nettogewinn für die drei Beschuldigten auf 

Fr. 138'830.56. Unter Berücksichtigung der relativ langen Deliktsdauer von rund 

3 Jahren kommt dem derart erzielten Jahreseinkommen allerdings, wenn nicht 

der Charakter eines Zusatzeinkommens, so doch eines vergleichsweise 

bescheidenen Einkommens, zu. Sodann war die Vorgehensweise – in diesem 

Punkt ist der Verteidigung zuzustimmen – alles andere als raffiniert. Bei dieser Art 

"Geschäftsmodell" ist es lediglich eine Frage der Zeit, bis der Schwindel auffliegt. 

Damit erscheint das Handeln besonders dreist. Dies umso mehr, als der 

Beschuldigte einen grösseren Personenkreis in seine Delikte involvierte und diese 

Personen zu Opfern wurden, indem sie oft auf grösseren Schuldenbergen sitzen 

blieben. Dass die involvierten Personen wiederum zu leichtgläubig und naiv 

waren, entlastet den Beschuldigten nicht. Seine Geschichte, wonach er die 

Verträge auf eine seiner Firmen "umschreiben" würde, war durchaus geeignet, bei 

den allesamt sehr jungen und geschäftsunerfahrenen Personen – insbesondere in 

Anbetracht des grossspurigen Auftretens des Beschuldigten – Zweifel zu 

zerstreuen. Der Umstand, dass es auch einige Jugendliche gab, welche dem 

Beschuldigten nicht auf den Leim krochen, ändert daran nichts. Entgegen dem 

Vorbringen der Verteidigung (Urk. 183 S. 11), kann aus dem Umstand, wen der 

Beschuldigte für seine Pläne ausgesucht hat, auch auf seine kriminelle Energie 

geschlossen werden. 

Schliesslich gilt es zu berücksichtigen, dass die geschädigten Mobilfunkanbieter 

zwar keine Opfermitverantwortung trifft, die so weit geht, dass die 

Vorgehensweise des Beschuldigten als nicht mehr arglistig erscheint. Sie, bzw. 

deren für sie handelnden Angestellte, haben aber offensichtlich jegliches gesunde 

Misstrauen missen lassen, welches beim Abschluss von gleichzeitig mehreren 

langjährigen und sehr kostspieligen Mobiltelefonabonnementen durch 

- 26 - 

Jugendliche am Platz gewesen wäre und haben den Beteiligten sehr leichtes 

Spiel gelassen. 

Insgesamt erscheint somit das Tatverschulden – innerhalb der sehr hohen Straf-

rahmenobergrenze – als gerade noch leicht. Betont sei dabei, dass mit dieser 

Qualifikation die Taten nicht bagatellisiert werden sollen, sondern sie einzig der 

Einordnung innerhalb des Sanktionen-Spektrums dient. Es gilt sich vor Augen zu 

halten, dass innerhalb des Strafrahmens von 10 Jahren Freiheitsstrafe oder Geld-

strafe nicht unter 90 Tagessätzen auch diejenige Konstellation eine angemessene 

Sanktion finden muss, bei der ein Täter über viele Jahre mit hoher krimineller 

Energie eine Vielzahl von Opfern um Millionen bringt und sich in eben solchen 

Dimensionen bereichert. Davon kann vorliegend nicht die Rede sein. Eine 

Einsatzstrafe von 2 Jahren Freiheitstrafe erscheint somit als angemessen. 

3.1.2.  Subjektives Tatverschulden 

Es sind offensichtlich rein finanzielle Motive, welche den Beschuldigten zur Tat 

getrieben haben. Andere Beweggründe sind nicht erkennbar. Dabei fällt ins Ge-

wicht, dass er nicht aus unverschuldeter Not heraus gehandelt hat. Er liess sich 

von Mutter, Schwester und Freundin aushalten (Urk. D1/4/4 S. 8 und S. 13). Die 

angebliche Spielsucht des Beschuldigten kann hier nur in geringem Ausmass zu 

seinen Gunsten gewertet werden. Hindernisse, welche es ihm zum Tatzeitpunkt 

verunmöglicht hätten, zumindest teilweise einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, 

sind nicht erkennbar. Es wäre ihm somit ohne weiteres möglich gewesen, seine 

Energie und Kreativität, welche er für seine gewerbsmässigen kriminellen 

Handlungen verwendet hat, für eine legale berufliche Tätigkeit einzusetzen. Dies 

alles lässt darauf schliessen, dass der Beschuldigte arbeitsscheu ist und mit 

seinen kriminellen Handlungen auf einfache Weise zu viel Geld kommen wollte 

und dieses für einen verschwenderischen Lebensstil einsetzte, wie etwa das 

Fahren von teuren Autos, das Glücksspiel und unentgeltliche Zuwendungen an 

Dritte. 

In subjektiver Hinsicht wiegt das Verschulden somit leicht schwerer als in 

objektiver, weshalb die Einsatzstrafe auf 2.5 Jahre Freiheitsstrafe festzusetzen ist. 

- 27 - 

3.2. Asperation: Konkursdelikte (Dossier 2) 

3.2.1.  Mehrfache Misswirtschaft 

Objektive Tatschwere: 

Der Beschuldigte handelte über einen längeren Zeitraum in einer Vielzahl von 

Fällen. Wohl waren die übernommenen Gesellschaften bereits in erheblichem 

Masse verschuldet und er ging mit diesen keiner weiteren Geschäftstätigkeit 

nach. Der Schaden, welchen der Beschuldigte nach den jeweiligen 

Geschäftsübernahmen durch seine eigenen Handlungen zusätzlich zu den 

gesondert angeklagten Mobiltelefonverkäufen und Bestellungsbetrügen 

(Dossier 2 und 23) verursachte, ist weder in der Anklage aufgeführt, noch lässt 

sich dieser aus den Akten herleiten. Dementsprechend ist unter diesem 

Anklagepunkt zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen, dass er mit 

seinem Vorgehen den Gesellschaften keine weiteren Geschäftsschulden 

aufbürdete, sondern einzig den Zeitpunkt deren Liquidation hinauszögerte und 

diese als Vehikel für weitere, vergleichsweise geringe Vermögensdelikte, zu 

seinen Gunsten missbrauchte. Auch hier war die Vorgehensweise plump, er traf 

keine besonderen Verschleierungsvorkehren und auch da war es einzig eine 

Frage der Zeit, bis seine Delinquenz aufflog. Das Verschulden erscheint leicht 

und es ist eine Einzelstrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe festzusetzen. 

Subjektives Tatverschulden: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. sub-

jektives Tatverschulden beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.2.) verwiesen 

werden. Die Vorgehensweise und Motivlage sind dieselben. Das Verschulden er-

scheint hier nicht mehr leicht. Die Einzelstrafe ist damit leicht zu erhöhen. In An-

wendung des Asperationsprinzips ist die die Einsatzstrafe um 7 Monate Freiheits-

strafe zu erhöhen. 

- 28 - 

3.2.2.  Mehrfache Unterlassung der Buchführung 

Objektive Tatschwere: 

Ins Gewicht fallen die Vielzahl der Fälle und die langen Zeiträume. Zu berücksich-

tigen gilt es allerdings, dass die Gesellschaften bereits erheblich administrativ 

vernachlässigt waren und das Unausweichliche lediglich nur noch hinausgezögert 

wurde. Zudem steht die mehrfache Unterlassung der Buchführung in sehr engem 

Zusammenhang mit der Misswirtschaft und wird durch diese regelrecht absorbiert. 

Für das insgesamt leichte Verschulden erscheint eine Einzelstrafe von 4 Monaten 

Freiheitsstrafe angemessen. 

Subjektives Tatverschulden: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. sub-

jektives Tatverschulden beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.2.) verwiesen 

werden, denn die Vorgehensweise und Motivlage sind dieselben. Das Verschul-

den wiegt zwar immer noch leicht, es erscheint jedoch hier angemessen, die Ein-

zelstrafe leicht zu erhöhen. In Anwendung des Asperationsprinzips führt dies zu 

einer Erhöhung der Einsatzstrafe um weitere 2 Monate Freiheitsstrafe. 

3.3. Asperation: Mobiltelefonverträge auf überschuldete Gesellschaften und 

Warenbezüge (Dossier 2) 

Gewerbsmässiger Betrug und gewerbsmässiger Missbrauch einer Datenverarbei-

tungsanlage. 

Auf Grund des sehr engen Sachzusammenhangs rechtfertigt es sich hier, die 

beiden deliktstypen zusammen zu behandeln. 

Objektive Tatschwere: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf vorstehenden Ausführungen (vgl. objektive 

Tatschwere beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.1.) verwiesen werden mit der 

Ergänzung, dass sich unter diesem Anklagepunkt die Schadenssumme auf rund 

Fr. 64'000.– und der Gewinn des Beschuldigten mindestens Fr. 14'100.– betrug 

- 29 - 

und der Beschuldigte keine Dritten mit in seine Delinquenz einbezog. Dem sehr 

leichten Verschulden erscheint eine Einzelstrafe von 9 Monaten Freiheitsstrafe 

angemessen. 

Subjektives Tatverschulden: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. sub-

jektives Tatverschulden beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.2.) verwiesen 

werden, denn die Vorgehensweise und Motivlage sind dieselben. Das 

Verschulden wiegt angesichts des Strafrahmens jedoch immer noch leicht und es 

erscheint angemessen, die Einzelstrafe leicht zu erhöhen. Angemessen erscheint 

hier – wiederum in Anwendung des Asperationsprinzips – die Einsatzstrafe nur 

marginal um weitere 2 Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen. 

3.4. Gewerbsmässiger Betrug (Warenbezüge Internet, Dossier 23) 

Objektive Tatschwere: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. ob-

jektive Tatschwere beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.1.) verwiesen werden 

mit der Ergänzung, dass sich unter diesem Anklagepunkt die Schadenssumme 

auf Fr. 14'666.84 beläuft. Bei einem sehr leichten Verschulden erscheint eine Ein-

zelstrafe von 6 Monaten Freiheitsstrafe angemessen. 

Subjektives Tatverschulden: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. sub-

jektives Tatverschulden beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.2.) verwiesen 

werden, denn die Vorgehensweise und Motivlage sind dieselben. Die Einzelstrafe 

ist leicht zu erhöhen. In Anwendung des Asperationsprinzips führt dies zu einer 

Erhöhung der Einsatzstrafe um weitere 2 Monate Freiheitsstrafe. 

- 30 - 

3.5. Asperation: Betrug (Konsumkreditabschlüsse, Dossier 43 - 45) 

3.5.1.  Gewerbsmässiger Betrug 

Objektive Tatschwere: 

Diesbezüglich kann vorab auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. objektive Tat-

schwere beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.1.) verwiesen werden mit der 

Ergänzung, dass sich unter diesem Anklagepunkt die Schadenssumme auf 

Fr. 105'193.20 beläuft. Erschwerend fällt bei diesen Delikten ins Gewicht, dass 

das Vorgehen des Beschuldigten hier nicht mehr ganz so "plump" war und er sei-

ne vorgeschobenen Kreditnehmerinnen mit komplexeren Lügengeschichten um-

garnte und diese ebenfalls ins Verderben zog und diese mit erheblichen Schulden 

zurückliess. Eine Einzelstrafe von 12 Monaten Freiheitsstrafe erscheint bei leich-

tem Verschulden als angemessen. 

Subjektives Tatverschulden: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. sub-

jektives Tatverschulden beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.2.) verwiesen 

werden, denn die Vorgehensweise und Motivlage sind dieselben. Das Verschul-

den wiegt angesichts des Strafrahmens immer noch leicht und es erscheint ange-

messen, die Einzelstrafe zu erhöhen. In Anwendung des Asperationsprinzips führt 

dies zu einer Erhöhung der Einsatzstrafe um weitere 10 Monate Freiheitsstrafe. 

3.5.2.  Urkundenfälschung 

Objektive Tatschwere: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. ob-

jektive Tatschwere beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.1.) verwiesen werden, 

wobei es hier um lediglich drei Fälle geht. Das Verschulden ist – gemessen an 

denkbaren Urkundenfälschungen – als sehr leicht zu bezeichnen und angemes-

sen erscheint eine Einzelstrafe von 6 Monaten Freiheitsstrafe. 

- 31 - 

Subjektives Tatverschulden: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. sub-

jektives Tatverschulden beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.2.) verwiesen 

werden. Die Einzelstrafe ist bei einem noch immer leichten Verschulden zu erhö-

hen. In Anwendung des Asperationsprinzips führt dies zu einer Erhöhung der Ein-

satzstrafe um weitere 2 Monate Freiheitsstrafe. 

3.6. Asperation: Gewerbsmässiger Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage 

(Zahlungen mit SIM-Karten, Dossier 72) 

Objektive Tatschwere: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen vgl. objek-

tive Tatschwere beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.1.) verwiesen werden mit 

der Ergänzung, dass sich unter diesem Anklagepunkt die Schadenssumme auf 

Fr. 13'856.20 beläuft. Das Verschulden ist – gemessen an denkbaren Urkunden-

fälschungen – als sehr leicht zu bezeichnen und angemessen erscheint eine Ein-

zelstrafe von 6 Monaten Freiheitsstrafe. 

Subjektives Tatverschulden: 

Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. sub-

jektives Tatverschulden beim gewerbsmässigen Betrug, Ziff. 3.1.2.) verwiesen 

werden, denn die Vorgehensweise und Motivlage sind dieselben. Die Einzelstrafe 

ist bei einem noch immer leichten Verschulden zu erhöhen. In Anwendung des 

Asperationsprinzips führt dies zu einer Erhöhung der Einsatzstrafe um weitere 

4 Monate Freiheitsstrafe. 

3.7. Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz (Dossier 6) 

Der Beschuldigte hat die vorinstanzliche Strafzumessung nicht beanstandet und 

die Bestätigung der vorinstanzlichen Sanktion beantragt (Urk. 141 S. 2). So eben-

falls die Staatsanwaltschaft (Urk. 180). Nachdem sich die vorinstanzliche Straf-

zumessung als angemessen erweist, kann diese bestätigt werden. Die Einzelstra-

fen von zwei Mal 60 Tagessätze Geldstrafe (grobe Verletzung der Verkehrsregeln 

- 32 - 

und Fahren ohne Haftpflichtversicherung) und einmal 20 Tagessätze Geldstrafe 

oder 20 Tage Freiheitsstrafe (Missbrauch von Ausweisen und Schildern) führen 

demnach in Anwendung des Asperationsprinzips zu 100 Tagessätzen Geldstrafe 

(Urk. 135 S. 188). 

4. Sanktionsart 

4.1. Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, sind einzig für die Sanktionen 

hinsichtlich der Verurteilungen wegen den Strassenverkehrsdelikten Geldstrafen 

auszusprechen und für die übrigen Delikte Freiheitsstrafen (Urk. 135 S. 187). Eine 

Freiheitsstrafe für die übrigen Delikte erscheint gerechtfertigt. Diese stehen in 

einem engen sachlichen Zusammenhang. Sie sind allesamt Ausdruck davon, mit 

kriminellen Handlungen den Lebensunterhalt zu verdienen. Die Taten wurden 

ausserdem in einem Zug begangen und zwar sowohl in zeitlicher als auch in 

tatsächlicher Hinsicht. Teils waren die Taten derart ineinander verwoben – so 

etwa die Urkundenfälschungen und die Vermögensdelikte –, so dass derjenige 

Deliktsteil, welcher bloss Mittel zum Zweck war, insgesamt nur unwesentlich ins 

Gewicht fällt. Das sind namentlich die Urkundenfälschungen, welche als Arglist 

begründende Tatbestandselemente durch die Betrüge fast absorbiert werden. 

4.2. Zusammengefasst ergibt sich damit insgesamt eine Sanktion von 4 Jahren 

und 11 Monaten Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen. 

5. Täterkomponente 

5.1. Der Beschuldigte war im erstinstanzlichen Verfahren einzig hinsichtlich der 

Warenbezüge im Internet (Dossier 23) vollumfänglich geständig (Art. 135 S. 189). 

Nunmehr ist er auch hinsichtlich der Konkursdelikte (Dossier 2), der eigenen Mo-

biltelefonverkäufe (Dossier 2), der Widerhandlungen gegen das Strassenver-

kehrsgesetz (Dossier 6), der Konsumkreditabschlüsse (Dossier 43-45) sowie der 

Zahlungen mit SIM-Karten (Dossier 72) geständig (Urk. 141; Urk. 183; Prot. II 

S. 10). Zudem war er bei den übrigen Delikten bezüglich der äusseren Abläufen 

der Geschehnisse im Wesentlichen geständig. An der vorinstanzlichen Gewich-

tung der Strafminderung ändert dies nichts: Die Geständnisse wurden sehr spät 

und bei erdrückender Beweislage abgelegt. Sie haben weder zur Vereinfachung 

- 33 - 

noch Beschleunigung des Verfahrens beigetragen. Dies ist nicht zu seinen Un-

gunsten zu werten, es bleibt aber in diesem Zusammenhang doch darauf hinzu-

weisen, dass der Beschuldigte mit dem Ablegen eines umfassenden Geständnis-

ses zu Beginn der Untersuchung auch zu einer erheblichen Vereinfachung und 

Beschleunigung des Verfahrens hätte beitragen können, was zu einer merklichen 

Strafreduktion geführt hätte. 

5.2. Anlässlich der Berufungsverhandlung zeigte sich der Beschuldigte gross-

mehrheitlich einsichtig. Wiedergutmachung hat er bisher jedoch keine getätigt. 

Auch unter diesem Titel lässt sich nichts Massgebliches zu seinen Gunsten ab-

leiten. 

5.3. Die Vorinstanz qualifizierte die Vorstrafen sowie das Delinquieren während 

laufenden Verfahren als leicht straferhöhend. Da sich die Begründung als zu-

treffend erweist, kann auf diese verwiesen werden (Urk. 135 S. 189 ff.). 

5.4. Die persönlichen Verhältnisse und das Vorleben des Beschuldigten hat die 

Vorinstanz ausführlich und zutreffend dargestellt (Urk. 135 S. 191 f.). Anlässlich 

der Berufungsverhandlung ergänzte der Beschuldigte, dass er seit März 2022 ver-

heiratet sei und in Kürze Vater werde. Ausserdem arbeite er seit Anfang 2023 als 

Sachbearbeiter bei der AJ._____ AG in AK._____ (Urk. 181 S. 2). Dies ändert je-

doch nichts an der vorinstanzlichen Beurteilung, wonach die persönlichen Ver-

hältnisse als strafzumessungsneutral zu bewerten sind. 

5.5. Die begangenen Delikte liegen mittlerweile rund 6 bis 9 Jahre zurück. Seit 

seiner zweiten Haftentlassung vor rund 6 Jahren hat sich der Beschuldigte wohl-

verhalten. Zwar hat sich das Verfahren erheblich in die Länge gezogen, doch liegt 

dies in erster Linie an der Vielzahl der begangenen Delikte und der dadurch – 

auch mangels eines Geständnisses – zu tätigenden umfangreichen Untersu-

chungshandlungen und zahlreichen Einvernahmen Dritter. Lücken in der Untersu-

chungsführung sind eben so wenig zu erkennen, wie bei den gerichtlichen Verfah-

ren, zumal der Aktenumfang von rund 50 Bundesordnern einen erheblichen Vor- 

und Nachbearbeitungsaufwand notwendig machte. In Übereinstimmung mit der 

Vorinstanz kann der Zeitablauf leicht strafmindernd berücksichtigt werden. 

- 34 - 

5.6. Fazit bezüglich Täterkomponente 

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass sich die Vorstrafen sowie das 

Delinquieren während laufenden Verfahren leicht straferhöhend auswirken, die 

lange Verfahrensdauer jedoch strafmindernd zu berücksichtigen ist. Es rechtfertigt 

sich deshalb die festgesetzte Freiheitsstrafe um 3 Monate auf insgesamt 4 Jahre 

und 8 Monate zu reduzieren. Die Geldstrafe ist ebenfalls um 10 Tagessätze auf 

90 Tagessätze zu reduzieren. 

Hinsichtlich der Höhe des Tagessatzes der Geldstrafe gilt es zu berücksichtigen, 

dass der Beschuldigte heute wieder berufstätig ist und nach eigenen Angaben 

rund Fr. 4'300.– verdient (Urk. 181 S. 2). Die Vorinstanz setzte die Tagessatzhö-

he auf Grund der bescheidenen finanziellen Verhältnisse auf Fr. 10.– fest, ohne 

darzulegen, welche Tatsachen sie zu diesem Schluss führten (Urk. 135 S. 194). 

Dies ist nun zu korrigieren. Zufolge der verbesserten finanziellen Verhältnisse des 

Beschuldigten, rechtfertigte es sich, die Tagessatzhöhe auf Fr. 30.– festzusetzen. 

6. Schlussfazit 

Nach Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsfaktoren resultiert eine Frei-

heitsstrafe von 4 Jahren und 8 Monaten sowie eine Geldstrafe von 

90 Tagessätzen zu Fr. 30.–. Der Anrechnung der 192 Tage Untersuchungshaft 

auf die heute auszufällende (Freiheits-)Strafe steht nichts entgegen (Art. 51 

StGB). 

V. Vollzug 

1. Die Freiheitsstrafe übersteigt die Dauer von 3 Jahren, weshalb sie im ge-

samten Umfange zu vollziehen ist (aArt. 43 Abs. 1 StGB). 

2. Bei der Geldstrafe von 90 Tagessätzen steht deren Dauer dem bedingten 

Vollzug nicht im Wege. Die Voraussetzungen zum Aufschub sind erfüllt. Es ist da-

von auszugehen, dass das umfangreiche Verfahren, die Untersuchungshaft sowie 

der Vollzug der mehrjährigen Freiheitsstrafe ihre Wirkung nicht verfehlen werden 

und der Beschuldigte sich inskünftig wohl verhalten wird. Die leicht negative Aus-

- 35 - 

wirkung des Vorlebens des Beschuldigten auf die Prognose hat eine Probezeit 

von 2 Jahren zur Folge.  

VI. Zivilforderungen 

1. Bezüglich der allgemeinen Voraussetzungen von Schadenersatz sowie der 

Möglichkeit, als geschädigte Person Zivilforderungen adhäsionsweise im Strafver-

fahren geltend zu machen, kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 135 S. 218 ff.). Das Gericht entscheidet über die anhän-

gig gemachte Zivilklage, wenn es die beschuldigte Person schuldig spricht 

(Art. 126 Abs. 1 lit. a StPO). 

2. Der Beschuldigte nahm zu den geltend gemachten Zivilforderungen lediglich 

pauschal Stellung: angesichts der Freisprüche sei mangels Verurteilung auf viele 

Forderungen gar nicht einzutreten, in den restlichen Fällen seien die Ansprüche 

nicht ausgewiesen (Urk. 109 S. 42; Urk. 183 S. 30). 

2.1. Die Privatklägerin 1 (E._____ AG) verlangte die Zusprechung von 

Fr. 27'543.50, ohne darzulegen, wie sich dieser Betrag zusammensetzt und wo-

rauf sie den Anspruch stützt. Damit kommt die Privatklägerin 1 (E._____ AG) ihrer 

Substantiierungspflicht ungenügend nach, zumal sich auch mit den Erkenntnissen 

aus dem Strafverfahren der Betrag nicht nachvollziehen lässt (Urk. D1/8/4). 

Nachdem der Beschuldigte seinen Antrag auf Nichteintreten einzig mit dem Frei-

spruch begründete, ist – zusammen mit der Vorinstanz (Urk. 135 S. 220) – das 

Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 1 (E._____ AG) auf den Zivilweg zu 

verweisen. 

2.2. Dasselbe gilt für die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 2 (F._____ 

AG). Diese machte gegenüber dem Beschuldigten einen Schadenersatzanspruch 

von Fr. 192'274.15 geltend (Urk. D1/8/6). Auch für diese Forderung beantragte 

der Beschuldigte ein Nichteintreten zufolge eines Freispruchs. Zusammen mit der 

Vorinstanz (Urk. 135 S. 220) ist deshalb ebenfalls das Schadenersatzbegehren 

der Privatklägerin 2 (F._____ AG) auf den Zivilweg zu verweisen. 

- 36 - 

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Nachdem es im Berufungsverfahren beim vorinstanzlichen Schuldspruch 

bleibt, ist das erstinstanzliche Kostendispositiv (Dispositiv-Ziffern 19, 20 und 21) 

zu bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO). 

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist dem Aufwand entspre-

chend auf Fr. 6'000.– festzusetzen. 

3. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte wird 

vorliegend vom Vorwurf der mehrfachen Urkundenfälschung hinsichtlich der 

Dossiers 1, 3-5, 7-18, 20-22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61 und 63-68 freigespro-

chen und erzielt eine leichte Reduktion des Strafmasses. Entgegen seinem An-

trag wird er für dieselben Dossiers des gewerbsmässigen Betrugs schuldig ge-

sprochen. Die übrigen vorinstanzlichen Schuldsprüche wurden in diesem Verfah-

ren rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft unterliegt mit ihrem Antrag auf Erhöhung 

der Sanktion. Auf die Berufung der Privatklägerin 12 (D._____) wird mangels 

fristgerechter Berufungsbegründung nicht eingetreten. Praxisgemäss werden ihr 

keine Kosten auferlegt. Es rechtfertigt sich somit, dem Beschuldigten die Kosten 

des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, 

zu 4/5 aufzuerlegen und zu 1/5 auf die Staatskasse zu nehmen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten im Umfang von 4/5 ist gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorzubehalten. 

4. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt X._____, reichte 

anlässlich der Berufungsverhandlung seine Honorarnote ins Recht (Urk. 185). 

Insgesamt beantragte er eine Entschädigung über Fr. 15'998.65 (inkl. MwSt.). 

Nachdem die Berufungsverhandlung weniger lange andauerte als veranschlagt, 

erscheint für das Berufungsverfahren eine pauschale Entschädigung in der Höhe 

von Fr. 15'000.– (inkl. Barauslagen und MwSt.) angemessen. 

- 37 - 

5. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Privatklägers 11 (N._____), Rechts-

anwalt AA._____, hat in diesem Verfahren keine Honorarforderung geltend 

gemacht. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung der Privatklägerin 12 D._____ vom 25. Februar 2021 wird 
nicht eingetreten. 

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, 

vom 12. Februar 2021 (DG190284) wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt: 

1. Die Prozess Nr. DG190285-L und DG190286-L werden mit dem vorliegenden 

Prozess Nr. DG190284-L vereinigt und unter der letztgenannten Prozess Nr. wei-

tergeführt. Die Prozess Nr. DG190285-L und DG190286-L werden als dadurch er-

ledigt abgeschrieben. 

2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Abs. 2 StGB mit Bezug auf die Dossiers 2, 23 und 43-45, 

− des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungs-

anlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB, 

− der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB, 

− der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB, 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB mit 

Bezug auf die Dossiers 43-45, 

− der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in 

Verbindung mit Art. 100 Ziff. 1 SVG, Art. 29 SVG und Art. 58 Abs. 4 VTS, 

− des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 und 3 

SVG und  

− des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 

lit. b SVG. 

- 38 - 

3. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig  

− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Abs. 2 StGB, 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Abs. 1 StGB, 

− des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 Satz 2 in 

Verbindung mit Art. 63 SVG und  

− des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 

lit. a SVG. 

4. Der Beschuldigte C._____ ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Abs. 2 StGB, 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Abs. 1 StGB, 

− der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB und  

− der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB. 

5.-6. […] 

7. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten, 

wovon 29 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe 

von 30 Tagessätzen zu CHF 50. 

8. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe des Beschuldigten B._____ wird 

aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

9. Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, 

wovon 28 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

10. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben unter 

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

11. Die Schadenersatzbegehren der Privatklägerinnen E._____ AG und F._____ AG 

gegen die Beschuldigten […] B._____ und C._____ werden auf den Zivilweg ver-

wiesen. 

12. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, nachfolgenden Privatklägern Schaden-

ersatz wie folgt zu bezahlen: 

− G._____ AG CHF 1'250.90 zuzüglich 5% Zins seit 15. November 2015; 

- 39 - 

− H._____ AG CHF 100 zuzüglich 5% Zins seit 15. Dezember 2014; 

− I._____ AG CHF 714.80 ohne Zins; 

− J._____ AG CHF 207.90 zuzüglich 5% Zins seit 7. April 2015; 

− K._____ CHF 1'045.40 ohne Zins; 

− L._____ CHF 2'635 zuzüglich 5% Zins seit 15. Februar 2015; 

− M._____ SA CHF 235.20 zuzüglich 5% Zins seit 25. März 2015; 

− N._____ CHF 516.60 zuzüglich 5% Zins seit 15. September 2015; 

− D._____ CHF 1'065 ohne Zins; 

− O._____ AG CHF 95 ohne Zins; 

− P._____ GmbH CHF 599.50 zuzüglich 5% Zins seit 2. November 2015; 

− Q._____ CHF 1'942.30 zuzüglich 5% Zins seit 15. Februar 2015; 

− R._____ SE CHF 39'299 zuzüglich 5% Zins seit 6. August 2014; 

− S._____ CHF 548.50 zuzüglich 5% Zins seit 15. September 2015; 

− B._____ CHF 1'949.15 zuzüglich 5% Zins seit 1. Oktober 2015. 

 Im allfälligen Mehrbetrag werden die Schadenersatzbegehren der Privatkläger auf 

den Zivilweg verwiesen oder es wird darauf nicht eingetreten. 

- 40 - 

13. Die Schadenersatzbegehren der nachfolgenden Privatklägerinnen gegen den Be-

schuldigten A._____ werden auf den Zivilweg verwiesen oder es wird darauf nicht 

eingetreten: 

− T._____ AG; 

− U._____; 

− V._____. 

14. Die Genugtuungsbegehren der nachfolgenden Privatkläger gegen den Beschuldig-

ten A._____ werden auf den Zivilweg verwiesen oder es wird darauf nicht eingetre-

ten: 

− G._____ AG; 

− H._____ AG; 

− J._____ AG; 

− K._____; 

− L._____; 

− Q._____; 

− S._____; 

− B._____; 

− V._____. 

15. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 

(act. D1/36/18) und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 

14. Juni 2019 (act. D3/9/6) beim Beschuldigten A._____ beschlagnahmten Gegen-

stände werden als Beweismittel bei den Akten belassen. 

16. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 

(act. D1/34/7) beim Beschuldigten B._____ beschlagnahmten Gegenstände werden 

als Beweismittel bei den Akten belassen. 

17. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 

(act. D1/35/8) beim Beschuldigten C._____ beschlagnahmten Gegenstände werden 

als Beweismittel bei den Akten belassen. 

- 41 - 

18. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 30'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

CHF 10'900.00   Gebühr Strafuntersuchung Beschuldigter 1 

CHF 8'700.00   Gebühr Strafuntersuchung Beschuldigter 2 

CHF 8'700.00   Gebühr Strafuntersuchung Beschuldigter 3 

CHF 160.00   Kosten Kantonspolizei Zürich betr. Beschuldigter 1 

CHF 160.00   Kosten Kantonspolizei Zürich betr. Beschuldigter 2  

CHF 160.00   Kosten Kantonspolizei Zürich betr. Beschuldigter 3  

CHF 17.60   Entschädigung Zeuge betr. Beschuldigter 1 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.  

19.-21. […] 

22. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als 

amtlicher Verteidiger des Beschuldigten A._____ mit CHF 85'525.95 

(inkl. Mehrwertsteuer, abzüglich der bereits geleisteten Akontozahlung von 

CHF 43'321.80) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

23. Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als 

amtlicher Verteidiger des Beschuldigten B._____ mit CHF 69'936.45 (inkl. Mehr-

wertsteuer, abzüglich der bereits geleisteten Akontozahlung CHF 56'374.75) aus 

der Gerichtskasse entschädigt. 

24. Rechtsanwältin MLaw Z1._____ und Rechtsanwalt Dr. iur. Z2._____ werden für ihre 

Bemühungen und Barauslagen als amtliche Verteidigung des Beschuldigten 

C._____ mit CHF 63'865.90 (inkl. Mehrwertsteuer, abzüglich der bereits geleisteten 

Akontozahlung CHF 40'000) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

25. Rechtsanwältin lic. iur. W._____ wird für ihre Bemühungen und Barauslagen 

als  unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin U._____ mit CHF 11'231.95 

(inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

26. Rechtsanwalt lic. iur. AA._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als 

unentgeltlicher Rechtsvertreter des Privatklägers N._____ mit CHF 2'491.45 (inkl. 

Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

27. [Mitteilungen] 

28. [Rechtsmittel]" 

- 42 - 

3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen vom Vorwurf der mehrfachen 
Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB hinsichtlich der Dos-

siers 1, 3-5, 7-18, 20-22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61 und 63-68. 

2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des gewerbsmässigen Betrugs im 
Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB hinsichtlich der 

Dossiers 1, 3-5, 7-18, 20-22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61 und 63-68. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren und 8 Monaten Freiheitsstrafe 

(wovon 192 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind) sowie mit einer 

Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.–. 

4. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufge-

schoben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

5. Die Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 1 (E._____ AG) und der Pri-

vatklägerin 2 (F._____ AG) gegen den Beschuldigten werden auf den Zivil-

weg verwiesen. 

6. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziffern 19, 20 und 21) wird bestätigt. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 6'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 15'000.–   amtliche Verteidigung (inkl. Barauslagen und MwSt.) 

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden zu 4/5 dem Beschuldigten auferlegt und zu 1/5 

auf die Staatskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten im Umfang von 4/5 bleibt gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

- 43 - 

9. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versendet) 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (versendet) 
− die Vertretung des Privatklägers 11 (N._____) im Doppel für sich und 

den Privatkläger (versendet) 
− die Vertretung der Privatkläger 15 (U._____), 20 (S._____) und 21 

(B._____) je im Doppel für sich und die Privatkläger (versendet) 
− die Privatkläger 1 (E._____ AG), 2 (F._____ AG), 3 (G._____ AG), 4 

(H._____ AG), 5 (I._____ AG), 6 (J._____ AG), 7 (K._____), 8 
(L._____), 9 (M._____ SA), 10 (T._____ AG), 12 (D._____), 13 
(O._____ AG), 16 (P._____ GmbH), 18 (Q._____), 19 (R._____ SE) 
und 22 (V._____) (versendet) 

(Eine begründete Urteilsausfertigung – und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) – wird den Privatklägern nur 
zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
− die Vertretung des Privatklägers 11 (N._____) im Doppel für sich und 

den Privatkläger 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, Be-

währungs- und Vollzugsdienste 
− die Kordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des 

DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung 
der Vernichtungs- und Löschungsdaten betreffend des Beschuldigten 
A._____ 

− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A betreffend des 
Beschuldigten A._____ 

− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Bereich Administrativ-
massnahmen betreffend des Beschuldigte A._____ (PIN Nr. …) 

- 44 - 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 2. Februar 2023 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Prinz 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw S. Zuber 
 

 
 

- 45 - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 2. Februar 2023
	Anklage
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 135 S. 244 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Die Prozess Nr. DG190285-L und DG190286-L werden mit dem vorliegenden Prozess Nr. DG190284-L vereinigt und unter der letztgenannten Prozess Nr. weitergeführt. Die Prozess Nr. DG190285-L und DG190286-L werden als dadurch erledigt abgeschrieben.
	2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB,
	 des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB,
	 der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB,
	 der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB,
	 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Abs. 1 StGB,
	 der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 100 Ziff. 1 SVG, Art. 29 SVG und Art. 58 Abs. 4 VTS,
	 des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 und 3 SVG und
	 des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG.

	3. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig
	 des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB,
	 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Abs. 1 StGB,
	 des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit Art. 63 SVG und
	 des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. a SVG.

	4. Der Beschuldigte C._____ ist schuldig
	 des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB,
	 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Abs. 1 StGB,
	 der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB und
	 der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB.

	5. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, wovon 192 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu CHF 10.
	6. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten A._____ wird vollzogen. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren.
	7. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten, wovon 29 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu CHF 50.
	8. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe des Beschuldigten B._____ wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	9. Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, wovon 28 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	10. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	11. Die Schadenersatzbegehren der Privatklägerinnen E._____ AG und F._____ AG gegen die Beschuldigten A._____, B._____ und C._____ werden auf den Zivilweg verwiesen.
	12. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, nachfolgenden Privatklägern Schadenersatz wie folgt zu bezahlen:
	 G._____ AG CHF 1'250.90 zuzüglich 5% Zins seit 15. November 2015;
	 H._____ AG CHF 100 zuzüglich 5% Zins seit 15. Dezember 2014;
	 I._____ AG CHF 714.80 ohne Zins;
	 J._____ AG CHF 207.90 zuzüglich 5% Zins seit 7. April 2015;
	 K._____ CHF 1'045.40 ohne Zins;
	 L._____ CHF 2'635 zuzüglich 5% Zins seit 15. Februar 2015;
	 M._____ SA CHF 235.20 zuzüglich 5% Zins seit 25. März 2015;
	 N._____ CHF 516.60 zuzüglich 5% Zins seit 15. September 2015;
	 D._____ CHF 1'065 ohne Zins;
	 O._____ AG CHF 95 ohne Zins;
	 P._____ GmbH CHF 599.50 zuzüglich 5% Zins seit 2. November 2015;
	 Q._____ CHF 1'942.30 zuzüglich 5% Zins seit 15. Februar 2015;
	 R._____ SE CHF 39'299 zuzüglich 5% Zins seit 6. August 2014;
	 S._____ CHF 548.50 zuzüglich 5% Zins seit 15. September 2015;
	 B._____ CHF 1'949.15 zuzüglich 5% Zins seit 1. Oktober 2015.

	Im allfälligen Mehrbetrag werden die Schadenersatzbegehren der Privatkläger auf den Zivilweg verwiesen oder es wird darauf nicht eingetreten.
	13. Die Schadenersatzbegehren der nachfolgenden Privatklägerinnen gegen den Beschuldigten A._____ werden auf den Zivilweg verwiesen oder es wird darauf nicht eingetreten:
	 T._____ AG;
	 U._____;
	 V._____.

	14. Die Genugtuungsbegehren der nachfolgenden Privatkläger gegen den Beschuldigten A._____ werden auf den Zivilweg verwiesen oder es wird darauf nicht eingetreten:
	 G._____ AG;
	 H._____ AG;
	 J._____ AG;
	 K._____;
	 L._____;
	 Q._____;
	 S._____;
	 B._____;
	 V._____.

	15. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 (act. D1/36/18) und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 (act. D3/9/6) beim Beschuldigten A._____ beschlagnahmten Gegenstände w...
	16. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 (act. D1/34/7) beim Beschuldigten B._____ beschlagnahmten Gegenstände werden als Beweismittel bei den Akten belassen.
	17. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 14. Juni 2019 (act. D1/35/8) beim Beschuldigten C._____ beschlagnahmten Gegenstände werden als Beweismittel bei den Akten belassen.
	18. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	19. Die separat ausgewiesenen Kosten der Untersuchung, ausgenommen diejenigen ihrer amtlichen Verteidigungen und diejenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin U._____ sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers N...
	20. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen ihrer amtlichen Verteidigungen und diejenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin U._____ sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers N._____, wer...
	21. Die Kosten der amtlichen Verteidigungen, der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin U._____ und der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers N._____ werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderun...
	22. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten A._____ mit CHF 85'525.95 (inkl. Mehrwertsteuer, abzüglich der bereits geleisteten Akontozahlung von CHF 43'321.80) aus der Gerich...
	23. Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten B._____ mit CHF 69'936.45 (inkl. Mehrwertsteuer, abzüglich der bereits geleisteten Akontozahlung CHF 56'374.75) aus der Gerichtskas...
	24. Rechtsanwältin MLaw Z1._____ und Rechtsanwalt Dr. iur. Z2._____ werden für ihre Bemühungen und Barauslagen als amtliche Verteidigung des Beschuldigten C._____ mit CHF 63'865.90 (inkl. Mehrwertsteuer, abzüglich der bereits geleisteten Akontozahlung...
	25. Rechtsanwältin lic. iur. W._____ wird für ihre Bemühungen und Barauslagen als unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin U._____ mit CHF 11'231.95 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	26. Rechtsanwalt lic. iur. AA._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als unentgeltlicher Rechtsvertreter des Privatklägers N._____ mit CHF 2'491.45 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	27. [Mittteilungen]
	28. [Rechtsmittel]"
	Berufungsanträge:
	" 1. Es sei vorzumerken, dass der Berufungskläger die Verurteilungen der Vorinstanz betreffend Dossiers 43-45 (insgesamt als gewerbsmässiger Betrug und mehrfache Urkundenfälschung gewertet) sowie Dossier 72 (gewerbsmässiger Missbrauch einer Datenverar...
	2. Ebenfalls zurückgezogen wird der Anpassungsantrag mit Bezug auf Dispositivziffer 12 des Urteils der Vorinstanz.
	3. In Anpassung von Dispositivziffer 2 des Urteils sei der Beschuldigte und Berufungskläger A._____ (nachfolgend Berufungskläger) in folgenden Anklagepunkten freizusprechen:
	- betr. Dossiers 1, 3-5, 7-8, 20-22, 26, 27, 29-42, 47-55, 59, 61, 63-68 mit Bezug auf (gewerbsmässigen) Betrug, (gewerbsmässige) Hehlerei sowie mehrfache Urkundenfälschung.
	Im Übrigen sei der Berufungskläger gemäss Anklage bzw. gemäss Urteil Vorinstanz schuldigt zu sprechen.
	4. In Anpassung von Dispositivziffer 5 des Urteils sei der Berufungskläger mit einer deutlich milderen Strafe von maximal 2 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen, dies unter Anrechnung der von ihm erstandenen 192 Tagen Untersuchungshaft. An der zusätzli...
	5. In Anpassung von Dispositivziffer 6 des Urteils sei dem Berufungskläger der bedingte Strafvollzug nebst der Geldstrafe auch für die Freiheitsstrafe zu gewähren. Unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	6. In Anpassung von Dispositivziffer 11 des Urteils sei auf die Zivilforderung der E._____ AG sowie der F._____ AG nicht einzutreten.
	7. In Anpassung von Dispositivziffer 19 des Urteils seien die separat ausgewiesenen Kosten der Untersuchung dem Berufungskläger nur anteilmässig aufzuerlegen. Entsprechend der Freisprüche seien die Kosten somit lediglich zu einem Viertel dem Berufung...
	8. In Anpassung von Dispositivziffer 20 des Urteils seien die Kosten des gerichtlichen Verfahrens dem Berufungskläger ebenfalls nur anteilmässig bzw. nach Ausgang des Verfahrens aufzuerlegen (entsprechend - neu- rund der Hälfte der von ihm von der Vor...
	9. In Anpassung von Dispositivziffer 21 des Urteils sei die mögliche Nachforderung für die Kosten der amtlichen Verteidigung des Berufungsklägers sodann ebenfalls -neu- auf die Hälfte zu beschränken.
	10. Die Berufung der Privatklägerin 12 - D._____ - sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.
	11. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive der Kosten der amtlichen Verteidigung, seien ausgangsgemäss bzw. anteilsmässig auf die Staatskasse zu nehmen. "
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang, Berufungsumfang, Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermeidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 135 S. 13 ff.).
	1.2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, vom 12. Februar 2021 wurden die drei Beschuldigten gemäss dem eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositiv schuldig gesprochen. Gegen das Urteil liessen die drei Beschuldigten sowie die Privatklä...
	1.3. Hinsichtlich der Berufung der Privatklägerin 12 (D._____) gilt was folgt: Die gesetzliche Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Urteils zur Einreichung der Berufungserklärung ist für die Privatklägerin 12 (D._____) am 12. Mai 2021 vers...
	Die StPO sieht für die Einlegung der Berufung ein zweistufiges Verfahren vor. Nach Art. 399 Abs. 1 StPO ist die Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich zu Protokoll anzumelden. Nach A...
	Wohl machte die Privatklägerin 12 (D._____) geltend, die Berufung bereits mündlich angemeldet zu haben. Ebenfalls war die als Berufung bezeichnete Eingabe nach Zustellung des Urteilsdispositivs mit einer Begründung versehen (Urk. 125). Trotzdem genügt...
	1.4. Mit Präsidialverfügung vom 30. Juni 2021 wurde den Parteien Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erklären oder um ein begründetes Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 148). Mit Eingaben vom 6. Juli 2021 und 22. Juli 2021 liesse...
	1.5. Zur Berufungsverhandlung erschienen der Beschuldigte, sein amtlicher Verteidiger sowie die Staatsanwältin. Ebenfalls waren der Privatkläger 11 und Beschuldigte im Verfahren SB220040, N._____, und sein amtlicher Verteidiger, Rechtsanwalt AA._____,...

	2. Berufungsumfang
	2.1. In seiner Berufungserklärung sowie anlässlich der Berufungsverhandlung akzeptierte der Beschuldigte die Schuldsprüche der Vorinstanz (Teile von Dispositivziffer 2) wegen des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit A...
	2.2. Sodann sind weiter die vorinstanzlichen Dispositivziffern 1 (Verfahrensvereinigung), 3 (Verurteilung Beschuldigter B._____), 4 (Verurteilung Beschuldigter C._____), 7 bis 10 (Sanktionen der Beschuldigten B._____ und C._____), 11 bis 14 (Schadene...
	2.3. Demzufolge stehen vorliegend nunmehr die vorinstanzlichen Schuldsprüche betreffend den gewerbsmässigen Betrug sowie die mehrfache Urkundenfälschung mit Bezug auf die Dossiers 1, 3 bis 5, 7 bis 18, 20 bis 22, 26, 27, 29 bis 42, 47 bis 55, 59, 61 u...

	3. Antrag auf Beizug von weiteren Akten
	Der Rechtsvertreter des Privatklägers 11 (N._____) brachte wiederholt vor, die Akten des vorliegenden Verfahrens seien unvollständig. Die Staatsanwaltschaft habe es unterlassen, die Endentscheide der getrennt geführten Strafverfahren gegen die weiter...

	4. Anklageprinzip
	4.1. Die Verteidigung sieht hinsichtlich der im Zusammenhang mit den Mobiltelefonverkäufen angeklagten Vorwürfen das Anklageprinzip verletzt (Urk. 109 S. 6 ff.; Urk. 183 S. 8 f.): Der subjektive Tatbestand des Betrugs bei allen einzelnen Vertragsnehm...
	4.2. Das Gericht überprüft die Anklage von Amtes wegen. Die Anklageschrift bezeichnet unter anderem die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung möglichst kurz aber genau (Art...
	4.3. Die Rügen der Verteidigung zielen an der Sache vorbei. Sie vermischt die verschiedenen Verhältnisse untereinander. Wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, ist keine Verletzung des Anklageprinzips zu erkennen (Urk. 135 S. 22). Die Besonderh...
	4.4. Als unzutreffend erweist sich die Behauptung, dass den Vertragsnehmern nicht vorgeworfen werde, wissentlich und willentlich gehandelt zu haben. Die entsprechenden Vorwürfe sind in der Anklage im allgemeinen Teil klar und uneingeschränkt ausform...
	4.5. Schliesslich kann, mit der Vorinstanz, im Lichte der nachfolgenden rechtlichen Würdigung auch offenbleiben, ob die