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**Case Identifier:** b0635bb3-d859-5122-a99b-3ed0b880fee2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.03.2014 200 2013 951
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-951_2014-03-25.pdf

## Full Text

200 13 951 UV
SCI/BOC/MAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. März 2014

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Dr. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Visana Versicherungen AG
Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 25. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2014, UV/13/951, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) ist durch ihre Arbeitgeberin bei der Visana Versicherungen AG 
(nachfolgend: Visana bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen Be-
rufs- und Nichtberufsunfälle sowie gegen Berufskrankheiten versichert. Am 
… Februar 2013 stürzte sie auf verschneiter Strasse, wobei sie in der Ba-
gatell-Unfallmeldung vom 21. Februar 2013 Schmerzen am Steissbein und 
nach einigen Stunden aufgetretene Kopfschmerzen, Schwindel und Un-
wohlsein angab (Akten der Visana, Antwortbeilage [AB] 1 f.). Mit Schreiben 
vom 26. Februar 2013 anerkannte die Visana das Ereignis vom … Februar 
2013 als Unfall und stellte der Versicherten die Ausrichtung von Versiche-
rungsleistungen in Aussicht (Akten der Versicherten, Beschwerdebeilage 
[BB] 8). 

Nachdem die Visana das Dossier ihrem beratenden Arzt Dr. med. 
C.________ unterbreite hatte (AB 17), verneinte sie mit Verfügung vom 
10. Juli 2013 den Anspruch auf Versicherungsleistungen aus der obligatori-
schen Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom … Fe-
bruar 2013, da von Beginn weg der natürliche Kausalzusammenhang nicht 
gegeben gewesen sei. Gleichzeitig verzichtete sie auf die Rückforderung 
der allenfalls bereits erbrachten Leistungen und entzog einer allfälligen 
Einsprache die aufschiebende Wirkung (AB 18). Mit der dagegen am 
14. August 2013 erhobenen Einsprache beantragte die Versicherte neben 
der Aufhebung der Verfügung und der Zusprache der Leistungen die Wie-
derherstellung der aufschiebenden Wirkung der Einsprache (AB 19). Letz-
teres lehnte die Visana mit Zwischenverfügung vom 2. September 2013 ab 
(AB 20). Nachdem die Visana eine weitere Stellungnahme ihres beraten-
den Arztes Dr. med. C.________ eingeholt hatte (AB 21), wies sie die Ein-
sprache mit Entscheid vom 25. September 2013 ab (AB 24), da initial der 
natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom … Februar 
2013 und den geltend gemachten Beschwerden zu verneinen sei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2014, UV/13/951, Seite 3

B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Dr. iur. B.________, am 
28. Oktober 2013 Beschwerde. Sie stellt die folgenden Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 
25. September 2013, einschliesslich deren Verfügung vom 
10. Juli 2013, soweit darin nicht auf die Rückforderung allen-
falls erbrachter Leistungen verzichtet wird, sei aufzuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, alle mit dem Un-
fall der Beschwerdeführerin vom … Februar 2013 ausgelösten 
Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversi-
cherung zu erbringen. 

3. Das Verfahren sei für die Beschwerdeführerin kostenlos.

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2014 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 25. September 2013 
(AB 24). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwerdegeg-
nerin aus der obligatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom … Februar 2013.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Ursa-
chen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 
ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 
gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 
oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 

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das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der 
Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio sine qua non"; 
BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 
S. 121 E. 5.1).

Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein allfällig 
bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit 
nicht rechtsgenüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche Kausalzu-
sammenhang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden (BGE 135 V 465 
E. 5.1 S. 472).

2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.4 Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychi-
schen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 
133) für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall 
zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Er-
werbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann 
zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 

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ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Un-
fallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.4) – zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren 
Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren 
Bereich unterschieden wird. Dabei können die erlittenen Verletzungen 
Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestat-
ten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 37 E. 4.2.2). Während der adäquate Kausal-
zusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht 
und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Un-
fallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv er-
fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang 
stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Je nach 
den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann 
zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fäl-
len im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem 
schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren 
Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgepräg-
ter Weise erfüllt ist. Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Ein-
zelkriterien in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so 
müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kri-
terien erfüllt sein (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um ei-
nen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müs-
sen für die Bejahung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 
UV Nr. 25 S. 102 E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit 
den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366, 117 V 369 E.4c S. 
384). 

In Präzisierung der Rechtsprechung hat das Bundesgericht den Katalog 
der adäquanzrelevanten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 117 V 369 
E. 4b S. 383) in BGE 134 V 109, E. 10.2 S. 127 und E. 10.3 S. 130, neu 
gefasst, wobei die Aufzählung der Kriterien abschliessend ist:

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- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalls;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
- erhebliche Beschwerden;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

Im Rahmen der Schleudertrauma-Praxis wird bei der Beurteilung der vor-
stehend genannten Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen 
und psychischen Komponenten verzichtet, weil hier nicht entscheidend ist, 
ob Beschwerden medizinisch eher als organisch und/oder psychischer Na-
tur bezeichnet werden (BGE 117 V 359 E. 5d aa S. 364 und E. 6a S. 367; 
RKUV 1999 U 341 S. 409 E. 3b, 1997 U 272 S. 174 E. 4a). Voraussetzung 
für die Anwendung dieser Praxis ist aber, dass die psychischen Beschwer-
den aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Be-
schwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein 
komplexes Gesamtbild ergeben (SVR 2001 UV Nr. 13 S. 48 E. 3b).

Diese Rechtsprechung betrifft nicht nur „klassische“ Schleudertraumen 
(d.h. Beschleunigungsmechanismen der Halswirbelsäule ohne Kopfanprall 
mit der Diagnose einer Distorsion der Halswirbelsäule bzw. des Nackens), 
sondern auch „äquivalente“ Unfallmechanismen, wenn es zum Kopfanprall 
mit Abknickung der Halswirbelsäule kommt. Voraussetzung ist jedoch, dass 
Beeinträchtigungen bestehen, die zum typischen Beschwerdebild eines 
Schleudertraumas der Halswirbelsäule (vgl. BGE 117 V 359 E. 4b S. 360) 
gehören (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a). Auch wenn und soweit sich 
die Folgen eines Schädel-Hirntraumas mit jenen eines Schleudertraumas 
der Halswirbelsäule vergleichen lassen, rechtfertigt es sich, die zu Verlet-
zungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung 
sinngemäss anzuwenden (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 
1 S. 2 E. 3). Erreicht ein allfälliges Schädel-Hirntrauma höchstens den 
Schweregrad einer Commotio cerebri nicht im Grenzbereich zu einer Con-
tusio cerebri, so genügt dies grundsätzlich nicht für die Anwendung der 
Schleudertrauma-Praxis (SVR 2008 UV Nr. 35 S. 135 E. 4.1.3).

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2.5 Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex 
nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wieder-
erwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzu-
schliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei 
richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. In gleichem Sinne ist auch hin-
sichtlich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Ge-
sundheitsschaden zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz 
vorheriger Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung 
auf Wiedererwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen 
und gestützt hierauf die Leistungen ex nunc einstellen. Nur im Rahmen 
einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvorausset-
zungen zu beachten (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384). 

3.

Im Zusammenhang mit dem Ereignis vom … Februar 2013 ist den Akten 
zum Unfallgeschehen und in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das 
Folgende zu entnehmen:

3.1

 In der Unfallmeldung vom 21. Februar 2013 (AB 1) wurde festgehalten, 
die Beschwerdeführerin habe ihren Sohn in die … gebracht. Auf dem 
Weg zurück zum Auto sei sie auf der verschneiten Strasse ausge-
rutscht und sie sei ohne Abstützen aufs Steissbein gefallen. Während 
einiger Sekunden habe sie nur noch Sternchen gesehen. Nebst dem 
Schmerz am Steissbein seien nach einigen Stunden Kopfschmerzen, 
Schwindel und Unwohlsein aufgetreten. 

 Mit Schreiben vom 25. März 2013 (AB 11) machte die Beschwerdefüh-
rerin einen Nachtrag zur Umschreibung des Unfallgeschehens und führ-
te aus, auf dem kurzen Weg die Strasse hinunter zum Auto sei sie auf 
der vereisten Strasse ausgerutscht und sei hingefallen. Sie habe das 
Bewusstsein verloren. Als sie wieder zu sich gekommen sei, habe sie 
sich im Vierfüsser-Stand vorgefunden. Etwas weiter entfernt habe sie 

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einige Eltern in ein Gespräch vertieft gesehen. Diese habe sie rufen 
wollen, um ihr beim Aufstehen behilflich zu sein. Sie habe jedoch kei-
nen Ton herausgebracht. Etwas später habe sie langsam aufstehen 
und sich zum Auto begeben können. In diesem Moment habe sie einen 
starken Schmerz im Steissbein und am Hinterkopf verspürt. Die starken 
Kopfschmerzen und der Schwindel hätten im Laufe der Zeit zu- und die 
Schmerzen im Steissbein abgenommen. Auch nach sechs Wochen lei-
de sie noch stark an Kopfschmerzen und Schwindel.

 In der Einsprache (AB 19) wie auch in der Beschwerde wurde zum Un-
fallhergang ausgeführt, auf dem Rückweg zum Fahrzeug sei die Be-
schwerdeführerin plötzlich auf der vereisten Strasse ausgelitten und sei 
zu Boden gestürzt. Wie sie genau gefallen sei, wisse sie nicht mehr; ei-
nen Moment lang habe sie nur noch Sternchen gesehen und müsse 
das Bewusstsein verloren haben. Als sie wieder zu sich gekommen sei, 
sei sie auf allen Vieren am Boden gewesen. Sie habe einige etwas von 
ihr entfernt stehende Leute um Hilfe rufen wollen, doch sie habe keinen 
Ton herausgebracht. Etwas später habe sie wieder aufstehen können; 
dabei habe sie einen starken Schmerz am Steissbein und am Hinter-
kopf verspürt.

3.2 Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin FMH, hielt im Arztzeugnis vom 24. Mai 2013 (AB 
14) fest, es habe ein Sturz auf Glatteis stattgefunden, zudem erwähnte er 
eine Schädelkontusion, eine kurze Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit, Desorien-
tierung, in der Folge Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörun-
gen. Dr. med. D.________ führte die folgenden Diagnosen auf: Commotio 
cerebri: Cervicocephales Syndrom, postkontusionelles Syndrom. Es wurde 
ab dem 26. Februar 2013 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, ab 
dem 25. April 2013 habe die Beschwerdeführerin die Arbeit wieder voll auf-
genommen.

3.3 Die Beschwerdeführerin suchte auf Zuweisung von Dr. med. 
D.________ Dr. med. E.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie 
FMH, auf, welcher im Bericht vom 21. März 2013 (AB 8) den dringenden 
Verdacht auf ein HWS-Schleudertrauma diagnostizierte. Bezüglich der 
Anamnese hielt Dr. med. E.________ fest, die Beschwerdeführerin sei am 

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… Februar 2013 enorm heftig auf ihr Gesäss gestürzt und habe sich eine 
Steissbeinprellung zugezogen. Für einige Sekunden bestehe eine Amne-
sie. … Tage nach dem Unfall habe sie Dr. med. D.________ aufgesucht, 
sie habe Schmerzen im Bereich Nacken und Schultern gehabt, eine gewis-
se Steifigkeit der HWS, ein dauerndes Benommenheitsgefühl mit Konzen-
trationsschwächen, angedeutete Wortfindungsstörungen und ein allgemei-
nes Schwächegefühl. Dr. med. E.________ führte aus, die Befunde pass-
ten perfekt zu einem HWS-Schleudertrauma, welches es ja juristisch gese-
hen gar nicht mehr gebe. Aus Sicht des Fachgebiets HNO sei die Be-
schwerdeführerin eigentlich gesund. Wegen des Protein S Mangels und der 
Zunahme der Beschwerden mit Kopfschmerzen werde noch ein MRI des 
Endocraniums zum Ausschluss von Gefässveränderungen durchgeführt. 
Dieses ergab keinen Nachweis einer intrakraniellen Blutung, Ischämie oder 
Dissektion; es handelte sich um ein altersentsprechendes unauffälliges 
MRI des Neurokraniums (AB 10).

3.4 Am 21. März 2013 suchte die Beschwerdeführerin das Notfallzen-
trum des Spitals F.________ auf (AB 9), wo unter anderem ein neurologi-
sches Konsilium durchgeführt wurde. Zur Anamnese wurde diesbezüglich 
festgehalten, am … Februar 2013 habe ein Sturz auf das Steissbein mit 
vermutlich kurzer Bewusstlosigkeit ohne klaren Sturz auf den Kopf stattge-
funden. Seither bestünden mit gewisser Latenz aufgetretene Beschwerden 
mit Schwindel wechselnder Qualität (initial Benommenheitsgefühl, am letz-
ten Wochenende Drehschwindel) und wechselnder Ausprägung. Es kom-
me zu einer Verschlechterung beim Blick nach unten und Kopfwendungen 
nach rechts. Die Beschwerdeführerin habe Mühe beim Lesen kleingedruck-
ter Schrift (Konzentrationsanstrengung), es bestehe allgemein eine gerin-
gere Leistungsfähigkeit, eine schnellere Ermüdung und eine leichtere Über-
forderung durch multiple Tasks. Es bestünden Kopfschmerzen im Nacken-
/Hinterkopfbereich etwas rechtsbetont. Zuletzt sei die Beschwerdeführerin 
so eingeschränkt gewesen, dass die Arbeit für zwei Wochen nicht mehr 
habe ausgeübt werden können und vermehrt Ruhephasen notwendig ge-
wesen seien. Zudem hätten Ein-/Durchschlafschwierigkeiten an einigen 
Tagen bestanden. Es seien keine psychosozialen Belastungsfaktoren bis 
auf einen Unfall vor 24 Jahren mit Koma für sieben Tage und multiplen 
Frakturen erhebbar. Es wurde bis und mit 31. März 2013 eine 100 %-ige 

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Arbeitsunfähigkeit attestiert, danach habe in Rücksprache mit dem Haus-
arzt ein schrittweiser Wiedereinstieg zu erfolgen. Dabei sollte in dieser ge-
samten Zeit eine Überforderung vermieden werden, ein angemessenes 
Mass an körperlicher, geistiger und sozialer Aktivität in steigendem Masse 
sei aber anzustreben. 

3.5 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. med. C.________ 
hielt in der Stellungnahme vom 27. Juni 2013 (AB 17) fest, mit einem Sturz 
auf das Sacrum könne biomechanisch keine Commotio cerebri ausgelöst 
werden. Möglich sei eine kurzzeitige schmerzbedingte Bewusstseins-
störung. Ein Hirnschaden könne biomechanisch aufgrund eines Gesäs-
saufpralls weder pathophysiologisch noch biomechanisch überwiegend 
wahrscheinlich begründet werden, zumal zwischen Ereignis und Erstkon-
sultation eine Latenz von über einem Monat bestehe. Insofern bestünden 
mit den angegebenen Konzentrationsstörungen bzw. den kognitiven Defizi-
ten Beschwerden, die mit dem Ereignis vom … Februar 2013 nicht begrün-
det werden könnten. Da die natürliche Kausalität des vorliegenden Be-
schwerdespektrums nicht mit einer Sacrumkontusion begründet werden 
könne, entfalle die Leistungspflicht. Kontusionsbedingte Beschwerden des 
Sacrums könnten sicher mehrere Wochen anhalten. Wobei bereits keine 
unfallbedingten Symptome im Bereich des Sacrums bzw. des Gesässes 
bei den Untersuchungen bestanden hätten, so dass zum Zeitpunkt der ärzt-
lichen Abklärungen und Behandlungen vom 21. März 2013 von einem sta-
tus quo ante auszugehen sei.

3.6 Dr. med. D.________ führte am 15. Juli 2013 aus (Beilage zu AB 
19), im Wissen um die Bedeutung einer genauen Unfallanamnese habe er 
die Beschwerdeführerin im Laufe des protrahierten Verlaufes mit Schwin-
del, Konzentrationsstörung, Müdigkeit und unklarem Sehen beim Versuch 
zu lesen nach dem Erstbesuch vom 20. Februar 2013 nochmals genauer 
befragt und auf die Wichtigkeit, sich an Details zu erinnern, hingewiesen. 
Dabei sei Folgendes herausgekommen. Im Moment des Sturzes habe sie 
heftigste Schmerzen im Steissbein verspürt. Sie wisse dann aber nicht, 
wieso sie zu einem Zeitpunkt X auf allen Vieren gewesen sei und dabei 
auch Schmerzen im Hinterkopf verspürt habe. In dieser Stellung habe sie 
aus der Ferne Stimmen gehört und sei unfähig gewesen, die Leute um Hil-

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fe zu rufen. Es sei also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so, 
dass die Beschwerdeführerin beim Sturz ohne Abstützung auf die Hände 
nicht nur auf das Steissbein gefallen, sondern auch mit dem Kopf aufge-
schlagen und für kurze Zeit bewusstlos gewesen sei. Zumindest habe sie 
nicht gewusst, wie sie von der Fallposition in den Vierfüsserstand gekom-
men sei. Es müsse also mindestens von einer Bewusstseinstrübung oder 
starken Benommenheit ausgegangen werden, um hierfür eine Erklärung zu 
haben. Der Unfallmechanismus und die von der Beschwerdeführerin ge-
schilderten Tatsachen sprächen für eine Commotio cerebri. Die in der Fol-
gezeit aufgetretenen Beschwerden seien durch ein solches Ereignis hin-
länglich erklärt.

3.7 In einer weiteren Stellungnahme vom 5. September 2013 (AB 21) 
hielt der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. med. C.________ 
fest, zur Beurteilung der Kausalität spiele es keine Rolle, ob im Arztzeugnis 
UVG vom 24. Mai 2013 als Erstbehandlungsdatum fälschlicherweise der 
21. März 2013 anstatt der 20. Februar 2013 angegeben worden sei. Denn 
eine eindeutige Commotio cerebri Symptomatik führe initial zu einer not-
fallmässigen Behandlung. Mit einer Commotio cerebri sei es nicht möglich, 
am nächsten Tag arbeiten zu gehen. Eine Arbeitsunfähigkeit sei aus nicht 
erklärbaren Gründen jedoch erst ab dem 20. Februar 2013 attestiert wor-
den. Zum Zeitpunkt der Erstkonsultation rund … Tage nach dem Ereignis 
sei die Symptomatik weitgehend abgeklungen gewesen. Äussere Prellmar-
ken seien nicht gefunden worden. Weiter hielt Dr. med. C.________ fest, 
der geltend gemachte Kopfsturz sei möglich, aber nicht überwiegend wahr-
scheinlich. Aus den Unterlagen ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin 
nur auf das Steissbein gefallen sei. Daher sei von einer Kontusion des 
Schädels mit kurzzeitiger Schwindelsymptomatik auszugehen. Klinische 
Kriterien für eine Commotio cerebri lägen nicht vor. Die späteren Abklärun-
gen bezögen sich nicht auf die Sacrumkontusion. Eine damit verbundene 
Symptomatik habe bereits bei den späteren Abklärungen beim Hausarzt 
am 21. Februar 2013 nicht mehr im Vordergrund gestanden. Die Be-
schwerdeführerin schildere Symptome, die mit einem Sturz auf das Sacrum 
nicht ausreichend begründet werden könnten. Weder die in der Einsprache 
vom 14. August 2013 vorgebrachten Gründe noch die Ergänzungen des 
Hausarztes vom 15. Juli 2013 führten zu einem anderen Ergebnis. 

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4.

4.1 Einleitend ist festzuhalten, dass zwischenzeitlich erstellt und unbe-
stritten ist, dass die Erstbehandlung beim Hausarzt Dr. med. D.________ 
am 20. Februar 2013 (AB 24 S. 2; Beschwerdeantwort S. 3 und 7) und 
nicht erst am 21. März 2013 stattgefunden hat (vgl. AB 18).

Es ist zu Recht unbestritten, dass das Ereignis vom … Februar 2013 einen 
Unfall im Rechtssinn darstellt. Jedoch ist umstritten, ob zusätzlich zum 
Sturz auf das Steissbein ein Kopfanprall erfolgte und welche gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen der Unfall ausgelöst und wie lange die Beschwer-
degegnerin Leistungen zu erbringen hat.

4.2 Hinsichtlich des Unfallereignisses vom … Februar 2013 hat die Be-
schwerdeführerin in der Bagatell-Unfallmeldung vom 21. Februar 2013 (AB 
1) ausgeführt, sie sei auf der verschneiten Strasse ausgerutscht und ohne 
Abstützen aufs Steissbein gefallen. Während einiger Sekunden habe sie 
nur noch Sternchen gesehen. Nebst dem Schmerz am Steissbein seien 
nach einigen Stunden Kopfschmerzen, Schwindel und Unwohlsein aufge-
treten. Diese Schilderung durch die Beschwerdeführerin ist einlässlich und 
konsistent. Dass die Beschwerdeführerin abweichend davon im Schreiben 
vom 25. März 2013 (AB 11) wie auch einsprache- (AB 19) und beschwer-
deweise geltend macht, bereits kurze Zeit nach dem Sturz einen Schmerz 
am Hinterkopf verspürt zu haben, ist mit Zurückhaltung zu würdigen. Denn 
es ist zu beachten, dass die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten 
Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Dar-
stellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 
versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 
121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 
1.2). In der ersten Unfallschilderung finden sich jedenfalls keinerlei Anga-
ben über einen Kopfanprall. Dass die Beschwerdeführerin nach einigen 
Stunden Kopfschmerzen verspürte, ändert daran nichts, denn Kopfschmer-
zen bedeuten nicht, dass ein Kopfanprall stattgefunden hat. Von einem 
solchen kann nicht ausgegangen werden, denn ein derartiges Ereignis hät-
te beim Aufschlagen auf die Strasse zweifellos zu einer schmerzhaften 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2014, UV/13/951, Seite 14

Stelle (insbesondere etwa Prellmarken, „Beule“ oder ähnlichem) geführt. 
Die Beschwerdeführerin hätte einen Kopfanprall oder eine schmerzhafte 
Stelle am Kopf bei ihrer bereits initial einlässlichen Schilderung mit Sicher-
heit erwähnt, was sie jedoch nicht getan hat. Dass Dr. med. D.________ im 
Arztzeugnis vom 24. Mai 2013 (AB 14) auf der Basis der Schilderungen der 
Beschwerdeführerin eine Schädelkontusion erwähnt, ist mit Blick auf die 
erste Unfallschilderung der Beschwerdeführerin und das Schreiben von Dr. 
med. D.________ vom 15. Juli 2013 (Beilage zu AB 19) als Vermutung und 
nicht als Schilderung einer klar wahrgenommenen Tatsache zu qualifizie-
ren. Auch gegenüber Dr. med. E.________ hat die Beschwerdeführerin 
allein eine Steissbeinprellung angeführt. Dieser Arzt hat die Beschwerden 
in der Folge einem „klassischen HWS-Schleudertrauma“ zugeschrieben 
(AB 8). Wenn Dr. med. D.________ ausführt (Beilage zu AB 19), im Verlauf 
der späteren Behandlung seien auf Nachfrage weitere Umstände geschil-
dert worden, so kann darauf nicht abgestellt werden. Ein solches Vorgehen 
schliesst Suggestion wie auch Projektion nicht aus. Abgesehen davon kön-
nen diese späteren Aussagen mit dem Umstand, dass anlässlich der Erst-
behandlung keine äusseren Verletzungsspuren erhoben werden konnten 
und Kopfschmerzen erst Stunden nach dem Sturz aufgetreten sind, nicht in 
Übereinstimmung gebracht werden.

Hinsichtlich des Unfallereignisses ist damit allein ein Sturz auf das Steiss-
bein erstellt. Weder gestützt auf die unmittelbar am Unfallereignis liegen-
den Schilderungen zum Ereignis selbst noch auf der Basis der geklagten 
Beschwerden kann eine Commotio cerebri angenommen werden. Ab-
klärungsmöglichkeiten, die weitergehende Klarheit bzw. restlose Sicherheit 
schaffen könnten, bestehen nicht. Es hat damit sein Bewenden, dass eine 
Commotio cerebri nicht mit mindestens dem im Sozialversicherungsrecht 
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 
218 E. 6 S. 221) nachgewiesen ist bzw. nachgewiesen werden kann. 

4.3 In medizinischer Hinsicht konnten keine Folgen des Sturzes bildge-
bend oder in anderer Weise apparativ nachgewiesen werden. Im Gegenteil 
waren die entsprechenden Erhebungen ohne Befund. Sowohl der untersu-
chende HNO-Facharzt (AB 8) wie auch das Notfallzentrum des Spitals 
F.________ (inklusive neurologischem Konsilium [AB 9]) konnten keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2014, UV/13/951, Seite 15

massgeblichen Befunde erheben. Das Spital F.________ hat insoweit am 
21. März 2013 allein den Verdacht auf ein postkontusionelles Syndrom 
gestellt, eine entsprechende Medikation mit abnehmender Arbeitsunfähig-
keit (bis 31. März 2013 100 %) attestiert (AB 9) und eine kontinuierliche 
und rasche Wiederaufnahme des Aktivitätsniveaus empfohlen. Ein allfälli-
ger Zusammenhang zum Unfall vor 24 Jahren mit Koma für sieben Tage 
und multiplen Frakturen (vgl. AB 9) wurde weder seitens des Spitals 
F.________ noch seitens der anderen behandelnden Ärzte je hergestellt, 
so dass sich diesbezüglich keine weiteren Abklärungen aufdrängen. Es 
bestehen dementsprechend keine Anhaltspunkte für eine richtunggebende 
Verschlechterung eines Vorzustands. Abgesehen davon wird auch von den 
behandelnden Ärzten ein beeinträchtigender Vorzustand ausdrücklich ver-
neint (vgl. insbesondere Schreiben von Dr. med. D.________ vom 15. Juli 
2013 [Beilage zu AB 19]). Dies bedeutet jedoch nicht den Nachweis der 
Unfallkausalität der geklagten Beschwerden. Eine gesundheitliche Schädi-
gung gilt nicht schon dann als durch einen Unfall verursacht, wenn sie nach 
diesem aufgetreten ist (Unzulässigkeit der Formel "post hoc, ergo propter 
hoc"; BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

Die somatischen Beschwerden zufolge des Sturzes (Steissbeinbeschwer-
den) sind rasch abgeklungen. Die weitergehenden Beschwerden wie Kopf-
schmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit usw. traten 
rasch (d.h. bereits innert Stunden bzw. Tagen) an deren Stelle. Bereits an-
lässlich der Erstkonsultation beim Hausarzt am 20. Februar 2013 waren es 
diese weitergehenden Beschwerden, die thematisiert wurden (vgl. AB 14). 
Damit liegt, wie vom HNO-Facharzt Dr. med. E.________ plakativ festge-
halten (AB 8), ein klassischer HWS-Fall vor. Wenn Dr. med. E.________ 
geltend macht, diese Erkrankung gebe es (juristisch gesehen) nicht mehr, 
so verkennt er jedoch, dass es bei dieser seiner Auffassung nicht um die 
medizinische Beurteilung geht, sondern um die Frage der sozialversiche-
rungsrechtlichen Relevanz der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Es han-
delt sich mithin um eine rechtliche Fragestellung, die zu beantworten Auf-
gabe der Versicherung bzw. im Bestreitungsfall des Gerichts ist. Dement-
sprechend kann hier die Frage nach der natürlichen Kausalität zwischen 
den geklagten (nicht mehr objektivierbaren) Beschwerden offen gelassen 
werden, wenn bereits die adäquate Kausalität fehlt (vgl. E. 2.2 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2014, UV/13/951, Seite 16

4.4 Bei der Adäquanzprüfung ist zuerst die Schwere des Unfallereignis-
ses zu bestimmen, wobei bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem 
Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfäl-
len wie z.B. einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen der adäquate 
Kausalzusammenhang zwischen Unfall und den Gesundheitsstörungen in 
der Regel ohne weiteres verneint werden kann (BGE 134 V 109 E. 10.1 
S. 126; vgl. auch BGE 115 V 133 E. 6a S. 139). Beim Ereignis vom … Fe-
bruar 2013 handelt es sich um einen solchen leichten Unfall. Selbst wenn 
ein mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen vorlie-
gen würde, wäre die Adäquanz hier zu verneinen, da entweder ein einziges 
Adäquanzkriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt oder vier der 
Kriterien gegeben sein müssten (vgl. E. 2.4 hiervor), was hier klar nicht der 
Fall ist; keines der Adäquanzkriterien (vgl. E. 2.4 hiervor) ist auch nur an-
satzweise erfüllt.

4.5 Nach dem Ausgeführten sind die über den Zeitpunkt der Erstkonsul-
tation bei Dr. med. D.________ vom 20. Februar 2013 hinaus geklagten 
Beschwerden nicht mehr unfallkausal und die Leistungseinstellung auf den 
genannten Zeitpunkt hin ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist 
demnach abzuweisen.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2014, UV/13/951, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Dr. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Visana Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.