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**Case Identifier:** eb53b5db-50a2-5874-9556-f4982830d053
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.01.2024 200 2023 512
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-512_2024-01-17.pdf

## Full Text

200 23 512 UV
LOU/FRN/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Januar 2024

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG  
Generaldirektion, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357,
8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 6. Juni 2023 (UVG 44.012.612/91)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2024, UV/23/512, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1956 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war bei der C.________ GmbH als … angestellt und dadurch bei der AXA 
Versicherungen AG (AXA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfall-
versichert. Gemäss «Unfallmeldung UVG» vom 23. Juni 2021 erlitt die Ver-
sicherte am 9. Juni 2021 auf der Autobahn einen Autounfall und zog sich 
dabei Thoraxverletzungen (Akten der AXA [act. II] A1). Die AXA erbrachte 
die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Sie holte verschiedene Arztbe-
richte und eine Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med. D.________, 
Facharzt für Chirurgie, vom 15. Juli 2022 (Akten der AXA [act. IIA] M16) 
ein. Mit formlosem Schreiben vom 3. August 2022 (act. II A43) führte sie 
aus, ab diesem Tag bestehe kein Anspruch mehr auf Leistungen der Un-
fallversicherung, da die Beschwerden nicht mehr mit der gesetzlich festge-
legten überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Er-
eignis vom 9. Juni 2021 stünden. Nachdem sich die Versicherte damit nicht 
einverstanden gezeigt hatte (act. II A48 f.), hielt die AXA nach Einholung 
eines weiteren Berichts des beratenden Arztes Dr. med. D.________ vom 
11. Oktober 2022 (act. IIA M18) mit Verfügung vom 2. November 2022 
(act. II A51) an ihrer Beurteilung fest und stellte die Versicherungsleistun-
gen per 2. August 2022 ein. Zudem verneinte sie den Anspruch auf eine 
Integritätsentschädigung. Hiergegen erhob die Versicherte am 1. Dezem-
ber 2022 Einsprache (act. II A55), woraufhin die AXA die Sache ihrer bera-
tenden Ärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vorlegte (Stellungnahme 
vom 26. April 2023 [act. IIA M20]). Mit Entscheid vom 6. Juni 2023 (act. II 
A61) wies die AXA die Einsprache ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2024, UV/23/512, Seite 3

B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 3. Juli 2023 Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. Juni 2023 sei aufzuhe-
ben.

2. Es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen nach 
UVG auch über den 2. August 2022 hinaus zu erbringen.

3. Eventualiter sei ein versicherungsexternes Gutachten zur Klärung des 
Leistungsanspruchs einzuholen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 
2023 auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 6. Juni 2023 
(act. II A61). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im Zusammen-
hang mit dem Ereignis vom 9. Juni 2021 und diesbezüglich insbesondere, 
ob auch über den 2. August 2022 hinaus eine Leistungspflicht besteht. 
Weiter zu prüfen ist der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181, 148 V 356 E. 3).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

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Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialver-
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges 
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 
435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 
5.1).

Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate 
Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier 
praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358; 
SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 147 V 161 E. 3.3 S. 163).

2.4 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 

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des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

3.

3.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin am 9. Juni 2021 einen 
Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 hiervor). Die Beschwerdegeg-
nerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht. 
Umstritten ist hingegen, ob die Beschwerdeführerin – basierend auf dem 
besagten Unfall – über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstel-
lung per 2. August 2022 hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen der ob-
ligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob die nach dem 
2. August 2022 geklagten gesundheitlichen Beschwerden in einem an-
spruchsbegründenden Kausalzusammenhang zum Unfall vom 9. Juni 2021 
stehen. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich 
das folgende Bild:

3.1.1 Im Austrittsbericht der Klinik F.________ des Spitals G.________ 
vom 12. Juni 2021 (act. IIA M1) diagnostizierten die Ärzte ein stumpfes 
Thoraxtrauma bei Verkehrsunfall am 9. Juni 2021 mit/bei dislozierter Ster-
numfraktur, nicht-dislozierten Rippenserienfrakturen Costa II-V rechts so-
wie einer Lungenkontusion Oberlappen rechts (S. 1). Im CT Ganzkörper 
vom 9. Juni 2021 war zudem eine Deckplattenimpression BWK 7, differen-
tialdiagnostisch frische A1-Fraktur, ältere Fraktur, kleines Ossikel dorsal 
des Processus spinosus BWK 7 diagnostiziert worden (S. 3). Die Be-
schwerdeführerin sei als Fahrerin eines PKW mit ca. 80 km/h auf der Auto-
bahn unterwegs gewesen und sei von einem neben ihr fahrenden Lastwa-
gen abgedrängt worden. Sie sei von der Fahrbahn abgekommen, ihr Auto 
habe sich überschlagen und sei schlussendlich auf dem Dach liegen ge-
blieben. Es sei eine stationäre Aufnahme zur rhythmologischen, hämody-
namischen sowie respiratorischen Überwachung erfolgt. Der weitere Ver-
lauf habe sich komplikationslos gestaltet (S. 1).

Am 28. Juni 2021 erfolgte eine Verlaufskontrolle mit klinisch erfreulichem, 
schmerzarmem Verlauf (act. IIA M2). 

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3.1.2 In der Folgeuntersuchung der Klinik H.________ des Spitals 
G.________ vom 15. Juli 2021 berichtete die Beschwerdeführerin über 
leichte Rückenschmerzen in der mittleren BWS. Die Ärzte diagnostizierten 
im Bericht vom 19. Juli 2021 (act. IIA M3) eine Deckplattenimpressionsfrak-
tur BWK 7 sowie ein stumpfes Thorax-trauma bei Verkehrsunfall vom 9. 
Juni 2021. Das Röntgen vom 15. Juli 2021 zeige weiterhin stabile Stel-
lungsverhältnisse und kein sekundäres Einsintern der Fraktur. In Bezug auf 
die BWK 7-Fraktur zeige sich ein erfreulicher Verlauf. Die Beschwerdefüh-
rerin könne ihre alltäglichen Erledigungen ohne Einschränkungen aus-
führen. Sie empfahlen, für weitere sechs Wochen keine Lasten über 10 kg 
zu heben. Es seien keine Kontrollen geplant. 

3.1.3 Am 2. März 2022 wurde im Spital I.________ ein CT Thorax durch-
geführt und beurteilt, es bestünden Rippenfrakturen beidseits. Zwei davon 
(Costa II rechts und Costa V links) seien nicht vollständig konsolidiert. Es 
bestehe zudem eine alte Deckplattenimpressionsfraktur BWK 7 
(act. IIA M14). 

3.1.4 Der Hausarzt Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, führte im Bericht vom 24. Mai 2022 (act. IIA M15) aus, nuchal links 
bestünden massive Myogelosen und eine deutlich verspannte Trapezius-
muskulatur. Es handle sich um Restbeschwerden durch das Accelerations-
trauma. 

3.1.5 Der beratende Arzt Dr. med. D.________ hielt in der Aktenbeurtei-
lung vom 15. Juli 2022 (act. IIA M16) fest, die beklagten Beschwerden 
stünden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (> 50 %) in natürlichem 
Kausalzusammenhang (zumindest im Sinne einer Teilursache) zum ge-
meldeten Ereignis. Im Rahmen des Unfallereignisses sei es zu einer Tho-
raxverletzung mit Rippenfrakturen und einer undislozierten BWK 7-
Deckplattenimpressionsfraktur sowie einer Fingerkontusion gekommen. Die 
damit verbundenen Beschwerden seien bis zur Abheilung der Frakturen 
nach spätestens sechs Monaten als unfallkausal zu beurteilen. Die Ge-
sundheit der Beschwerdeführerin sei schon vor dem Ereignis beeinträchtigt 
gewesen. Am 15. Juli 2021 sie eine wirbelsäulenchirurgische Beurteilung 
erfolgt, welche in der klinischen Untersuchung eine leichte Druckdolenz 
über BWK 7 bei ansonsten unauffälligen Befunden gezeigt habe. Radiolo-

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gisch bestünden weiterhin stabile Stellungsverhältnisse ohne sekundäres 
Einsintern der BWK-Fraktur. Es zeige sich eine vorbestehende Hyperky-
phose sowie eine Hyperlordose (act. IIA M7) und ebenfalls eine mögliche 
zusätzliche skoliotische Veränderung. Das Ereignis habe nur zu einer vor-
übergehenden Verschlimmerung geführt. Die seitens der Wirbelsäule erho-
benen Beschwerden (Myogelosen und Verkrampfungen) seien vorbeste-
hend und degenerativ bedingt. Die Kausalität sei aufgrund des bisher güns-
tigen Verlaufs nach Ausheilen der Frakturen in anatomisch unverschobener 
Stellung im Sinne des Erreichens des medizinischen Endzustandes erlo-
schen. Das Thoraxtrauma und die stabile leichtgradige Deckenplattenim-
pressionsfraktur hauptsächlich des BWK 7 bzw. der leichtgradigen Mitreak-
tion der Weichteile und subakuten Deckplattenimpression mit absteigender 
Ausprägung von BWK 7, BWK 2 und BWK 1 sowie auch HWK 7 hätten zu 
einer vorübergehenden Verschlimmerung der überwiegend wahrscheinlich 
vorbestehenden Rückenbeschwerden geführt. Dies insbesondere, da die 
Lotabweichungen der Wirbelsäule sicher vorbestehend sein müssten und 
auch zu entsprechenden vorbestehenden Rückenbeschwerden geführt 
hätten. Die Deckplattenimpressionsfraktur des BWK 7 bewirke eine geringe 
Keilbildung des Wirbels und könne eine konsekutive Kyphosierung der 
ganzen BWS alleine bei weiterhin zusätzlich bestehender LWS-Lordose 
nicht erklären. Auf der Höhe der übrigen Wirbelveränderungen sei es nicht 
zu einer Keilwirbelbildung gekommen. Die angegebenen bestehenden 
Myogelosen und Verkrampfungen seien dadurch nicht erklärt (S. 4). Der 
medizinische Endzustand sei erreicht. Aufgrund des bisherigen Verlaufs 
und der computertomographisch dokumentierten Konsolidation bzw. dem 
Fehlen der Dislokation und Pseudarthrosenbildung der Frakturen lasse sich 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der medizinische Endzustand fest-
stellen, da von einem regelhaften Verlauf spätestens ein Jahr nach Trauma 
mit folgenloser Ausheilung ausgegangen werden könne (S. 5). 

3.1.6 Dr. med. J.________ führte im Bericht vom 20. August 2022 
(act. IIA M17) aus, die Beschwerdeführerin habe seit dem 12. April 2010 
nie über Rückenbeschwerden geklagt. Wahrscheinlich trage die zwischen 
der Voruntersuchung und der aktuellen Aufnahme zugenommene traumati-
sche Keilwirbelbildung von 4° des eingebrochenen BWK 7 zu der Diagnose 
einer Hyperkyphose bei. Eine Zunahme von 4° bezüglich einer Bogenstruk-

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tur führe zunehmend zu anderen Kräfteverhältnissen auf die stabilisierende 
Struktur. Somit könnte die Zunahme von 4° der BWK-Veränderungen 
durchaus zu vermehrten Rückenschmerzen führen. Die durch die veränder-
te Statik entstehende Veränderung des Kraftaufwandes, um den Bogen zu 
halten, könnte mathematisch berechnet werden, wobei er nicht über das 
nötige mathematische Grundzeug für die Berechnung verfüge. Allenfalls 
lohne es sich, einen Biomechaniker um Rat zu fragen.

3.1.7 Der beratende Arzt Dr. med. D.________ führte in der Aktenbeurtei-
lung vom 11. Oktober 2022 (act. IIA M18) aus, es bestehe keine dauernde 
und erhebliche Schädigung gemäss Art. 36 der Verordnung über die Un-
vallversicherung vom 20. Dezember 1982 (UVV; SR 832.202), Anhang 3. 
Die vermehrte Kyphose- bzw. Lordosebildung lasse sich durch die geringe 
Keilwirbelbildung des BWK 7 nicht erklären. Die computertomographisch 
dokumentierten statistischen Werte seien bis auf die geringgradige Keilwir-
belbildung in der Norm. Die geringe Keilwirbelbildung stelle somit keinen 
ereigniskausalen Integritätsschaden dar, da deren Ausprägung geringen 
Ausmasses sei und es zu keinen funktionellen Einschränkungen mit direkt 
und indirekt bildgebend verifizierbaren Instabilitäten bzw. Hypermobilität im 
Bereich der ehemaligen und als ausgeheilt zu beurteilenden BWK 7-Fraktur 
gekommen sei. Im Abschlussbericht des Spitals G.________ sei eine 
vollständige Ausheilung der BWK 7-Fraktur festgehalten und auf weitere 
Kontrollen verzichtet worden. Die Beschwerdeführerin könne ihre alltägli-
chen Erledigungen ohne Einschränkungen wieder ausführen (act. IIA M3). 
Die Fraktur sei ausgeheilt. Funktionseinschränkungen bestünden nicht, 
ebenfalls bestünden in der Dokumentation keine Hinweise für eine seg-
mentale Hypermobilität oder segmentale Instabilität. Es hätten zu diesem 
Zeitpunkt keine belastungsabhängigen Restbeschwerden seitens der erlit-
tenen Fraktur bestanden. Es werde kein Nachsintern der Fraktur zu diesem 
Zeitpunkt im wirbelsäulenorthopädischen Bericht festgestellt. Es würden 
weiter keine neurologischen segmentalen Ausfälle dokumentiert. Die Be-
schwerden der BWS zeigten mit zunehmender Ausheilung der BWK 7-
Fraktur einen erwarteten Decrescendo-Charakter, wie sie bei folgenloser 
Ausheilung erwartet werden könnten. Die vom Hausarzt dokumentierten 
segmental variierenden Myogelosen beträfen auch Segmente fern ab von 
der ehemaligen Deckplattenimpression des BWK 7. Die vermehrte Kypho-

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se- bzw. Lordosebildung sei primär als anlagebedingt zu beurteilen. Die 
computertomographisch dokumentierten statischen Werte seien bis auf die 
geringe Keilwirbelbildung in der Norm. Eine ereigniskausal bedingte Verän-
derung der Wirbelsäulenstatik könne daraus nicht abgeleitet werden. Es 
bestehe eine computertomographisch festgestellte diffuse Osteopenie, die 
per se eine osteoporotische Keilwirbelbildung bzw. Nachsinterung aller 
Wirbel und die damit verbundenen Beschwerden im Verlauf ereignisfremd 
und anlagebedingt erklären könne. Die hausärztlicherseits dokumentierten 
Myogelosen seien nach Ausheilung der Fraktur nicht mehr von anderweiti-
gen allfällig möglichen posttraumatischen Symptomen zu unterscheiden.  

3.1.8 Die beratende Ärztin Dr. med. E.________ legte in der Aktenbeurtei-
lung vom 26. April 2023 (act. IIA M20) dar, es habe ein klinisch stummer 
Vorzustand bestanden. Im CT vom 9. Juni 2021 sei eine Spondylolyse von 
L5 bds. zu sehen mit domförmiger Ausbildung der Deckplatte von S1 und 
angepasster Bodenplatte von L5 sowie einer Spondylolisthese Meyerding 
Grad I. Aufgrund der abgerundeten Boden- und Deckplatte sei diese mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit anlagebedingt. Des weiteren zeige sich 
eine Facettengelenksarthrose in diesem Bereich. Im CT Thorax seien leich-
te degenerative Veränderungen der BWS nachweisbar. Zudem weise die 
Beschwerdeführerin einen Beckenschiefstand von ca. 5 mm auf (S. 4). 
Auch dies habe Auswirkungen auf das Achsenskelett. Die Deckplattenim-
pressionsfraktur habe weder zu einer segmentalen Instabilität noch zu ei-
ner sagittalen Dysbalance geführt, welche die Beschwerden erklären könn-
ten. Ausserdem würden cervicale Myogelosen beschrieben. Am cervicotho-
rakalen Übergang seien im MRI lediglich bone bruises sichtbar gewesen. 
Die Boden- und Deckplatte der Wirbelkörper seien intakt geblieben, somit 
habe das Ereignis vom 9. Juni 2021 nicht zu einer strukturellen Änderung 
geführt. In den Akten fänden sich keine Informationen bezüglich allfälliger 
Beschwerden vor dem Ereignis. Zweifelsohne habe jedoch ein klinisch 
stummer Vorzustand bestanden (S. 5). Es lägen nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit (< 50 %) nachweisbare organische Unfallfolgen vor. Es 
bestehe ein Status nach BWK 7-Impressionsfraktur, dies sei eine organi-
sche Unfallfolge. Die zuletzt noch beschriebenen Beschwerden seien mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr Folge des gemeldeten Er-
eignisses. Die Frakturen seien konsolidiert bis auf die Frakturen der Costa 

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V links ventral und II rechts ventral. Dies sei dem CT vom 2. März 2023 
(recte: 2022) zu entnehmen. Zwischenzeitlich sei ein Jahr vergangen und 
es sei davon auszugehen, dass die Frakturen nun vollständig konsolidiert 
seien (S. 5). 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 8 
E. 3.2). Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungs-
verhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, wenn ein frei 
praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die E-stellung 
von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, 
welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als 
begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, 
welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die 
Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen 
(BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Urteilt das Gericht in-

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dessen abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem Ver-
fahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Beweis-
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellun-
gen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 
65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162). 

3.3

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat in medizinischer Hinsicht im angefoch-
tenen Einspracheentscheid vom 6. Juni 2023 (act. II A61) massgeblich auf 
die Beurteilungen ihrer beratenden Ärzte Dres. med. D.________ und 
E.________ vom 17. Juli 2022 (act. IIA M16), 11. Oktober 2022 (act. IIA 
M18) sowie 26. April 2023 (act. IIA M20) abgestellt. Diese Beurteilungen 
erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
eines versicherungsinternen medizinischen Berichts gestellten Anforderun-
gen (vgl. E. 3.2 hiervor) und überzeugen. Dabei ist nicht zu beanstanden, 
dass die Ärzte im Rahmen ihrer Beurteilungen nicht zusätzlich eine persön-
liche Untersuchung der Beschwerdeführerin vornahmen, da sie sich auf die 
umfassenden medizinischen Akten inklusive der bildgebenden Abklärungen 
stützen konnten (vgl. etwa act. IIA M1-M9; vgl. Rüge, Beschwerde S. 8 
Rz. 28). Insbesondere sind Anamnese, Verlauf und die bildgebenden Ab-
klärungen ausführlich in den Akten dokumentiert.

Die Dres. D.________ und E.________ haben sich in Kenntnis der medizi-
nischen Vorakten sorgfältig mit den von der Beschwerdeführerin geklagten 
gesundheitlichen Einschränkungen auseinandergesetzt. Beim Autounfall 
vom 9. Juni 2021 zog sich die Beschwerdeführerin ein stumpfes Thorax-
trauma mit einer dislozierten Sternumfraktur, nicht-dislozierten Rippenseri-
enfrakturen Costa II-V rechts, mit einer Lungenkontusion Oberlappen 
rechts und einer Deckplattenimpressionsfraktur BWK 7 sowie eine Finger-
kontusion zu (act. IIA M1-3). Die beratenden Ärzte gehen übereinstimmend 
davon aus, dass die damit verbundenen Beschwerden bis zur Abheilung 
der Frakturen nach spätestens sechs Monaten als unfallkausal zu beurtei-
len sind (act. IIA M16 S. 4; M20 S. 4). Sie haben unter Bezugnahme auf die 
klinischen Befunde und die Bildgebung nachvollziehbar dargelegt, dass die 
Deckplattenimpressionsfraktur weder zu einer segmentalen Instabilität 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2024, UV/23/512, Seite 13

noch zu einer sagittalen Dysbalance geführt hat, welche die Beschwerden 
erklären könnten. Am cervicothorakalen Übergang waren im MRI vom 
2. Juli 2021 lediglich bone bruises (Knochenmarksödeme) sichtbar. Die 
Boden- und Deckplatten der Wirbelkörper blieben intakt, womit der Unfall 
vom 9. Juni 2021 nicht zu einer strukturellen Änderung geführt hat (act. IIA 
M20 S. 5, M18 S. 3, M9). 

Die Einschätzung der beratenden Ärzte, dass ein klinisch stummer Vorzu-
stand bestand (act. IIA M16 S. 4, M18 S. 3, M20 S. 4), überzeugt. Im CT 
vom 9. Juni 2021 (act. IIA M6) war eine Spondylolyse von L5 bds. zu sehen 
mit domförmiger Ausbildung der Deckplatte von S1 und angepasster Bo-
denplatte von L5 sowie einer Spondylolisthese Meyerding Grad I. Diesbe-
züglich hat Dr. med. E.________ plausibel dargelegt, dass diese aufgrund 
der abgerundeten Boden- und Deckplatten überwiegend wahrscheinlich 
anlagebedingt ist. Des Weiteren zeigen sich eine Facettengelenksarthrose 
sowie leichte degenerative Veränderungen der BWS und ein Becken-
schiefstand von ca. 5 mm, was gemäss Dr. med. E.________ ebenfalls 
Auswirkungen auf das Achsenskelett hat (act. IIA M20 S. 4 f.). Der Unfall 
vom 9. Juni 2021 hat lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung 
geführt (act. IIA 16 S. 4). Die vermehrte Kyphose- bzw. Lordosebildung 
lässt sich nicht durch die geringe Keilwirbelbildung des BWK 7 erklären. 
Die im CT dokumentierten statischen Werte sind bis auf die geringgradige 
Keilwirbelbildung in der Norm (act. IIA M18 S. 4). Die vom Hausarzt am 
21. März bzw. 24. Mai 2022 diagnostizierten Myogelosen und Verkramp-
fungen (act. IIA M13, M15) sind überwiegend wahrscheinlich vorbestehend 
und degenerativ bedingt (act. IIA M18 S. 4, M20 S. 5). Ferner hat Dr. med. 
D.________ schlüssig dargelegt, dass aufgrund des bisherigen Verlaufs 
und der computertomographisch dokumentierten Konsolidation bzw. dem 
Fehlen der Dislokation und Pseudarthrosenbildung der Frakturen der Sta-
tus quo sine spätestens ein Jahr nach Trauma erreicht wurde (act. IIA M16 
S. 5). 

3.3.2 Die gegen diese Einschätzung vorgebrachte Kritik verfängt nicht. 

Der Hausarzt Dr. med. J.________ vermag nicht darzutun, inwiefern die 
geklagten Restbeschwerden bei der 65-jährigen Beschwerdeführerin noch 
unfallkausal wären. Allein der Hinweis auf eine allenfalls lohnende biome-

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chanische Abklärung (act. IIA M17) deutet die von ihm selbst gehegten 
Zweifel an der eigenen Einschätzung an und vermag die fachärztliche Mei-
nung angesichts des gesamthaft erfreulichen gesundheitlichen Verlaufs seit 
dem Unfall nicht zu erschüttern. Soweit er darauf verweist, die Beschwer-
deführerin habe vor dem Unfallereignis über keine Beschwerden geklagt 
(act. IIA M17), vermag dies keine Unfallkausalität zu begründen. Denn be-
weisrechtlich gilt eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als 
durch den Unfall verursacht, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. zur 
Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc, ergo propter hoc": vgl. BGE 
119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 156 E. 4.2). Ebenso 
lässt sich aus dem Umstand, dass ein allfälliger stummer, unfallfremder 
Vorzustand erst nach einem Unfallereignis symptomatisch wird, nicht auf 
einen unfallbedingten, anspruchsbegründenden Kausalzusammenhang 
schliessen (Entscheid des Bundesgerichts vom 29.  Mai 2020, 
8C_241/2020, E. 6.1).   

Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Beschwerdegegnerin könne ihre 
Leistungspflicht nicht beenden, wenn der Beweis des Wegfalls der Teilkau-
salität nicht erbracht werden könne. Eine Beweislosigkeit wirke sich zum 
Nachteil der Beschwerdegegnerin aus, wobei diese die Beweislast trage 
(Beschwerde S. 6 Ziff. 20, S.  8 f. Ziff. 29). Die Beschwerdegegnerin hat 
diesbezüglich ausgeführt, die Veränderungen der Statik der Wirbelsäule 
sowie Myogelosen an verschiedenen Stellen seien für die heutigen Pro-
bleme verantwortlich. Da es sich hier um anspruchsbegründende Tatsa-
chen handle, trage die Beschwerdeführerin die Folgen einer allfälligen Be-
weislosigkeit (Beschwerdeantwort S. 1). Aufgrund der Akten steht überwie-
gend wahrscheinlich fest, dass ein Jahr nach dem Trauma der Status quo 
sine erreicht war (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Mit Blick auf die ausgewiesenen 
degenerativen Vorzustände kann es letztlich offenbleiben, ob die Beweis-
last zu diesem Punkt der Beschwerdegegnerin oder der Beschwerdeführe-
rin obliegt, denn anhand der Akten steht fest, dass für diese erstellten vor-
bestehenden Schäden infolge der weggefallenen Kausalität nicht die Be-
schwerdegegnerin aufzukommen hat. 

Weitere medizinische Sachverhaltserhebungen - insbesondere in Form 
eines versicherungsexternen Gutachtens (Beschwerde S. 9) - erübrigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2024, UV/23/512, Seite 15

sich in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 
90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

3.3.3 Zusammenfassend bestehen keine auch nur geringen Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Vollständigkeit der Aktenbeurteilungen der bera-
tenden Ärzte Dres. med. D.________ und E.________ vom 17. Juli 2022 
(act. IIA M16), 11. Oktober 2022 (act. IIA M18) sowie 26. April 2023 (act. 
IIA M20), weshalb auf diese abzustellen ist. Demnach besteht zwischen 
dem Ereignis vom 9. Juni 2021 und den nach dem 2. August 2022 geklag-
ten Rückenbeschwerden nach dem erforderlichen Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit kein natürlicher Kausalzusammenhang 
mehr. Damit entfällt auch ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung 
(vgl. E. 2.4 hiervor). Demnach hat die Beschwerdegegnerin im angefochte-
nen Einspracheentscheid vom 6. Juni 2023 (act. II A61) ihre Leistungs-
pflicht für die Zeit nach dem 2. August 2022 zu Recht verneint.  

4.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
6. Juni 2023 (act. II A61) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzu-
weisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben. 

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Versicherungen AG, Generaldirektion  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.