# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4825034f-0a44-52de-a594-67696b64cdd2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.10.2020 C-4647/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4647-2020_2020-10-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4647/2020 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  1 9 .  O k t o b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichter Daniel Stufetti, 

Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland), 

vertreten durch B._______, (Deutschland),  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Anspruch auf eine Invalidenrente,  

undatierte Verfügung der IVSTA. 

 

 

 

C-4647/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vo-

rinstanz) das Gesuch des Beschwerdeführers zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung, eingegangen bei der SVA C._______ am 

28. April 2020 (vgl. Akten der Vorinstanz [nachfolgend: IVSTA-act.] 26, 37), 

mit undatierter Verfügung abgewiesen hat (IVSTA-act. 48), 

dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Eingabe vom 17. Septem-

ber 2020 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten und sinngemäss 

beantragt hat, die Verfügung sei aufzuheben (Akten im Beschwerdeverfah-

ren [nachfolgend: BVGer-act.] 1), 

dass die Vorinstanz mit E-Mail vom 21. September 2020 darauf aufmerk-

sam gemacht wurde, dass die Verfügung kein Ausstellungsdatum trägt 

(BVGer-act. 2), 

dass die IVSTA mit Schreiben an den Beschwerdeführer vom 22. Septem-

ber 2020 ihre Verfügung für nichtig erklärte und in Aussicht stellte, das Ver-

fahren betreffend das Leistungsgesuch wiederaufzunehmen (BVGer-act. 3 

Beilage), 

dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde gegen die undatierte Ver-

fügung der Vorinstanz mit Eingabe vom 8. Oktober 2020 zurückgezogen 

und eine Vollmacht für seine Partnerin B._______ beigelegt hat, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 VGG Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass das Bundeverwaltungsgericht für die Beurteilung von Beschwerden 

gegen Verfügungen der IVSTA im Bereich der Invalidenversicherung zu-

ständig ist (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG [SR 

831.20]), 

dass sich gemäss Art. 37 VGG das Verfahren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht nach dem VwVG richtet, soweit das VGG nichts anderes bestimmt, 

indes das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in 

Sozialversicherungssachen findet, soweit das ATSG (SR 830.1) anwend-

bar ist, wie dies vorliegend aufgrund von Art. 1 Abs. 1 IVG der Fall ist, 

C-4647/2020 

Seite 3 

dass die Vorinstanz mit Schreiben vom 22. September 2020 die Nichtigkeit 

der angefochtenen undatierten Verfügung festgestellt und die materielle 

Behandlung des Leistungsgesuchs in Aussicht gestellt hat, womit sie dem 

Beschwerdebegehren vollumfänglich entsprochen hat, 

dass es damit zwar nicht an einem Anfechtungsobjekt fehlt, da auch gegen 

eine nichtige Verfügung Beschwerde geführt werden kann (vgl. zur An-

fechtbarkeit von nichtigen Verfügungen: FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs-

rechtspflege, 2. Auflage, 1983, S. 127 und 144),  

dass das Gericht hier aber nur die Nichtigkeit derselben feststellen kann, 

was die Vorinstanz bereits getan hat, dies mit der Begründung, dass die 

Verfügung offensichtlich zuständigkeitswidrig erlassen worden sei, 

dass unter diesen Umständen das Beschwerdeverfahren im einzelrichter-

lichen Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 

Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass im vorliegenden Fall die Gegenstandslosigkeit von der Vorinstanz be-

wirkt worden ist,  

dass aber unterliegenden Vorinstanzen unabhängig vom Verfahrensaus-

gang keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG),  

dass daher keine Verfahrenskosten zu erheben sind,  

dass gemäss Art. 15 VGKE, falls ein Verfahren gegenstandslos wird, das 

Gericht prüft, ob eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, und für die 

Festsetzung der Parteientschädigung Art. 5 VGKE sinngemäss gilt,  

dass aber die Vorinstanz als Bundesbehörde unabhängig vom Verfahren-

sausgang keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat und dem nicht an-

waltlich vertretenen Beschwerdeführer, dem keine verhältnismässig hohen 

Kosten entstanden sind, keine Parteientschädigung auszurichten ist (vgl. 

Art. 15 VGKE i.V.m. Art. 5, Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE). 

(Dispositiv nächste Seite) 

C-4647/2020 

Seite 4 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Es wird festgestellt, dass die undatierte Verfügung der Vorinstanz nichtig 

ist. 

2.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieser Entscheid geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Mirjam Angehrn 

 

  

C-4647/2020 

Seite 5 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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