# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37f99e08-1a9a-5d84-aed1-c774e0149dfd
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-08-28
**Language:** de
**Title:** Grundstückgewinnsteuer
**Docket/Reference:** GR.2007.53
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_GR_2007_53_dh.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION III 
DES KANTONS ZÜRICH 

3 GR.2007.53 

Entscheid 

28. August 2009 

Mitwirkend: 

Präsident Ch. Mäder, Mitglied M. Thalmann, Ersatzmitglied C. Treyer und Sekretärin 
S. Weigold 

In Sachen 

A,    

vertreten durch RA lic.iur. Hans-Beat Keller,  
Borsari & Keller, 
Dufourstrasse 20, 8008 Zürich,  

gegen 

Rekurrentin,  

B ,    

vertreten durch die Kommission für Grundsteuern,  

Rekursgegnerin,  

betreffend 

Grundstückgewinnsteuer 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. Am 5. Oktober 2005 verkaufte A (nachfolgend die Pflichtige) die Grundstü-

cke Kat.Nr. (3'894 m² Grundstücksfläche, Wohnhaus [Vers.Nr.] und Garage [Vers.Nr.] 

an der strasse 163, in der Gemeinde B) und Kat.Nr. (44 m² Grundstücksfläche, Rampe, 

strasse, B) zum Preis von Fr. 8’820'000.- an die C mit Sitz in D. Zufolge dieser Hand-

änderung auferlegte die Kommission für Grundsteuern der Gemeinde B der Pflichtigen 

am 26. März 2007 Grundstückgewinnsteuern von Fr. 1'645'966.-. 

B. Am 12. April 2007 erhob die Pflichtige Einsprache gegen diesen Einschät-

zungsentscheid und beantragte, es seien diverse Projekt- und Baumanagementkosten 

anzurechnen.  Im  Einspracheverfahren  ersuchte  das  Steueramt  B  die  Pflichtige  mit 

Schreiben vom  26. April  2007  und 9.  Mai  2007 um  Einreichung von  Belegen,  welche 

Art  und  Umfang  der  geltend  gemachten  Arbeiten  belegen  (Datum,  Name  des  Leis-

tungserbringers, Art und Umfang der Leistung, Anzahl Stunden, Ansatz). Die Pflichtige 

beantwortete die Beweisauflage mit Schreiben vom 24. Mai 2007, worauf die Kommis-

sion für Grundsteuern die Einsprache mit Beschluss vom 4. September 2007 abwies.  

C. Am 8. Oktober 2007 liess die Pflichtige hiergegen Rekurs erheben und be-

antragen,  es  seien  die  Kosten  des  Projekts  E  in  Höhe  von  Fr. 469'411.30  und  die 

Baumanagementkosten  der  F  mit  Sitz  in  G  (nachfolgend  F),  in  Höhe  von  Fr. 

601'768.10 als wertvermehrende Aufwendungen anzurechnen.  

In  ihrer  Rekursantwort  vom  21. November  2007  beantragte  die  Kommission 

für Grundsteuern der Gemeinde B Abweisung des Rekurses.  

Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

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Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

1. a) Das zürcherische Einkommens- und Gewinnsteuerrecht beruht auf dem 

Grundgedanken  der  Gesamt-  und  Reineinkommens-  bzw.  Total-  und  Reingewinnbe-

steuerung  (vgl.  Markus  Reich,  Das  Leistungsfähigkeitsprinzip  im  Einkommenssteuer-

recht,  ASA  53,  11  ff.).  Dennoch  unterwirft  der  kantonale  Gesetzgeber  entgegen  den 

Generalklauseln von § 16 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) und § 63 

StG  nicht  alle  Nettoeinkünfte  und  Nettoerträge  der  Einkommens-  bzw.  Gewinnsteuer. 

So sieht er für Kapitalgewinne auf Grundstücken eine besondere Objektsteuer, nämlich 

die  Grundstückgewinnsteuer,  vor  und  nimmt  die  unter  diese  Steuer  fallenden  Vermö-

genszuflüsse  von  der  Einkommens-  bzw.  Gewinnsteuer  aus.  Diese  Ausnahme  er-

streckt  sich  nach  dem so  genannten  monistischen  System  nicht  nur  auf  Grundstücke 

des Privatvermögens, sondern insbesondere auch auf Kapitalgewinne aus der Veräus-

serung  von  Grundstücken  des  Geschäftsvermögens  (§  16  Abs.  3  Satz  2  und  §  64 

Abs. 3  StG).  Mit  dieser  Regelung  hat  der  Gesetzgeber  das  Prinzip  der  Gesamt-  und 

Reineinkommensbesteuerung bzw.  Total- und Reingewinnbesteuerung und damit den 

Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durchbrochen 

bzw.  eingeschränkt  (vgl.  RB  2002 Nr.  120  =  ZStP  2003,  169  =  StR  2003,  501  =  StE 

2003 A 21.16 Nr. 8, StE 2004 B 44 .13.7 Nr. 18 m.w.H.). 

b)  Die  Befugnis  der  Kantone,  Gewinne  aus  der  Veräusserung von  Grundstü-

cken des Geschäftsvermögens mit der Grundstückgewinnsteuer zu erfassen (monisti-

sches  System),  basiert  auf  Art.  12  Abs.  4  des  Bundesgesetzes  über  die  Harmonisie-

rung  der  direkten  Steuern  der  Kantone  und  Gemeinden  vom  14.  Dezember  1990 

(StHG)  und  damit  auf  einem  formellen  Bundesgesetz.  Das  monistische  System  kann 

daher nicht im Grundsatz (wohl aber in der Ausgestaltung) auf seine Verfassungsmäs-

sigkeit  überprüft  werden  (Art.  191  der  Bundesverfassung  vom  18.  April  1999  [BV]; 

Höhn/Mäusli, Interkantonales Steuerrecht, 4. A., 2000, S. 511 f.). 

2.  a)  Die  Grundstückgewinnsteuer  wird  gemäss  § 216  Abs. 1  StG  von  den 

Gewinnen erhoben, die sich bei Handänderungen an Grundstücken oder Anteilen von 

solchen ergeben. Der zu besteuernde Gewinn ist dabei laut § 219 Abs. 1 StG der Be-

trag,  um  welchen  der  Erlös  die  Anlagekosten  (Erwerbspreis  und  anrechenbare  Auf-

wendungen)  übersteigt.  Die  anrechenbaren  Aufwendungen  im  Sinn  von  §  221  StG 

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werden  im  Gesetz  abschliessend  aufgezählt  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Kom-

mentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006, § 221 N 3).  

Lediglich Liegenschaftenhändler können weitere mit der Liegenschaft zusam-

menhängende  Aufwendungen  zur  Anrechnung  bringen,  soweit  sie  auf  deren  Berück-

sichtigung  bei  der  Einkommens-  oder  Gewinnsteuer  ausdrücklich  verzichtet  haben 

(§ 221 Abs. 2 StG). 

b)  aa)  Zu  den  bei  den  Anlagekosten  anrechenbaren  wertvermehrenden  Auf-

wendungen im Sinne von § 221 Abs. 1 lit. a StG gehören nach dem Verwaltungsgericht  

unter anderem die Kosten für jene Bauprojekte, denen ein objektiver liegenschaftlicher 

Wert  zukommt.  Eine  Anrechnung  muss  mithin  dann  unterbleiben,  wenn  das  Projekt 

keinen wertvermehrenden, liegenschaftlichen Wert besitzt, d.h. wenn es weder im posi-

tiven noch im negativen Sinn geeignet ist, dem Erwerber die baulichen Nutzungsmög-

lichkeiten des erworbenen Grundstücks aufzuzeigen. Des Weiteren setzt eine Anrech-

nung von Projektkosten voraus, dass das Projekt (oder allfällig nachfolgende, in einem 

Entwicklungsprozess stehende Projekte) ausgeführt oder zumindest bei der Veräusse-

rung des Grundstücks vom Käufer übernommen wurde (RB 1978 Nrn. 70 und 71 = StR 

34, 259; RB 1983 Nr. 66). Falls eine gesonderte Entschädigung für das Projekt verein-

bart  worden ist, so erfolgt zwar eine Anrechnung; gleichzeitig muss jedoch der mass-

gebende  Erlös  erhöht  werden,  so  dass  im  Ergebnis  keine  Steuerermässigung  resul-

tiert. 

Die  rechtsgeschäftliche  Überlassung  eines  unausgeführten  Bauprojekts  wird 

denn  auch  von  der  jüngeren  Lehre  zum  Zürcher  Steuergesetz  (Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, § 221 N 52) bzw. von einem Teil der ausserkantonalen Lehre und Praxis 

(vgl.  Peter  Christen,  Die  Grundstückgewinnsteuer  des  Kantons  Basel-Landschaft, 

1998, S. 177, mit Hinweisen auf die kantonale Rechtsprechung [insb. VGr BL, 17. De-

zember  1997  =  BstPra  Bd.  XIV  (1998),  S.  67  ff.];  Weidmann/Grossmann/Zigerlig, 

Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. A., 1999, S. 241, ebenfalls mit Hin-

weisen) als unabdingbare Voraussetzung der Anrechenbarkeit bezeichnet.  

3. a) Zur Begründung ihres Rekurses machte die Pflichtige geltend, die Nicht-

anrechnung der geltend gemachten Aufwendungen habe eine Besteuerung eines fikti-

ven Grundstückgewinns zur Folge, verstosse gegen Art. 12 Abs. 1 StHG und sei ver-

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fassungswidrig.  Mit  dem  Projekt  E  sei  die  Realisierung  eines  Kulturzentrums  samt 

Ausstellungsräumen  und  Restaurationsbetrieb  geplant  gewesen.  Unter  der  Federfüh-

rung der Architektin I sei insbesondere ein Gestaltungsplan entworfen worden, der von 

der Baukommission der Gemeinde B und der kantonalen Baudirektion negativ beurteilt 

und deshalb das Projekt nicht mehr weiter verfolgt worden sei. Gleichwohl müssten die 

Kosten mit Ausnahme der Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit  zugelassen werden. 

Entgegen  der  Auffassung  der  Rekursgegnerin komme  dem  Projekt  ein  liegenschaftli-

cher  Wert  zu,  weil  es  die  technischen  und  rechtlichen  Überbauungsmöglichkeiten, 

wenn auch negativ, aufgezeigt habe. Im Einzelnen umfasse das Projekt die folgenden 

Einzelpositionen (Belege in Ordner): 

31.12.1998  J 
09.10.2000  K 
22.02.2000  L 
31.12.2000  M 
10.09.2000  N 
28.09.2001 
12.07.2001  O 
Total 

I, Arch. 

238'233.90 
  11'008.90 
  15'000.00 
    4'517.25 
    8'687.00 
175'354.85 
  16'609.40 
469'411.30 

b)  Das  Folgeprojekt  der  Architekten  P  beinhaltete  die  Erstellung  von  zwei 

Doppeleinfamilienhäusern  mit  UN-Garage  und  unterschied  sich  somit  grundlegend 

vom Projekt E Die beiden Vorhaben stehen damit offensichtlich nicht in einem Entwick-

lungszusammenhang.  Dass  das  Projekt  E  Interessenten  in  negativer  Hinsicht  die 

Überbauungsmöglichkeiten  des  Grundstücks  aufzeigen  könnte,  mag  zutreffen.  Indes-

sen wurde das Vorhaben von der Grundstückserwerberin nicht übernommen, weshalb 

es für diese keine Bedeutung haben konnte.  

Aus  diesen  Gründen  kann  nach  zürcherischem  Grundsteuerrecht  eine  An-

rechnung der Projektkosten E nicht erfolgen. Ob sich eine Anrechnung auf Grund des 

Steuerharmonisierungsgesetzes  oder  des  Bundesverfassungsrechts  aufdrängt,  ist 

nachfolgend in E.6 zu erläutern. 

4. a) Des Weiteren gehört zu den anrechenbaren Aufwendungen (neben dem 

Architekturhonorar)  auch  das  Generalunternehmerhonorar,  soweit  es  sich  auf  wert-

vermehrende  Leistungen  des  Generalunternehmers  bezieht.  Als  solche  fallen  in  Be-

tracht  die  Landaufteilung  als  Erschliessungsmassnahme,  bestimmte  Verhandlungen 

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mit  der  Gemeinde,  namentlich  soweit  sie  mit  der  Erschliessung  oder  Baubewilligung 

zusammenhängen,  die  genau  umschriebene  Koordination  der  Bauführung  (Oberauf-

sicht)  und  die  Überwachung  der  Garantiearbeiten  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

§ 221 N 55 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Für Tätigkeiten, die jeder Bau er-

fordert und die in der Regel dem Bauherrn obliegen, kann grundsätzlich kein General-

unternehmerhonorar  angerechnet  werden,  auch  wenn  es  einem  Dritten  bezahlt  wird 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  § 221  N  56).  Demzufolge  kann  sich  der  Grundeigen-

tümer,  der  Generalunternehmertätigkeiten  durch  Dritte  ausführen  lässt,  nicht  auf  das 

Kostenanrechnungsprinzip berufen. Ausnahmsweise kann ein Generalunternehmerho-

norar  dennoch  zu  einem  angemessenen  Teil  steuermindernd  berücksichtigt  werden, 

sofern die betreffenden Tätigkeiten im konkreten Fall nicht von jedem Bauherrn hätten 

ausgeführt  werden  können  oder  wenn  der  Architekt  durch  den  Generalunternehmer 

derart entlastet worden ist, dass er seinen Honoraransatz gesenkt hat (RB 1972 Nr. 44; 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 221 N 57 und 61).  

b) Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf eines Grund-

stücks  sind  von  der  grundsteuerlichen  Anrechnung  ausgeschlossen,  soweit  es  sich 

dabei  nicht  um  Mäklerprovisionen  (§  221  Abs.  1  lit.  c  StG),  Insertionskosten  (§  221 

Abs.  1  lit.  c  StG)  oder  um  Handänderungskosten  (§  221  Abs.  1  lit.  d  StG)  handelt 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 221 N 76). 

5.  a) Im  Zusammenhang mit  dem Nachfolgeprojekt  Q führt  die  Pflichtige  des 

Weiteren  aus,  dass  die  Nichtanrechnung der spezifischen  Baumanagementleistungen 

der F (vgl. Baumanagementvertrag vom 15. Januar 2003 und Rechnungen in Ordner) 

gegen  das  verfassungsmässige  Verbot  der  Besteuerung  fiktiver  Grundstückgewinne 

und gegen Art. 12 Abs. 1 StHG verstosse. Gerade die Generalunternehmertätigkeiten, 

welche  die  bisherige  Rechtsprechung  von  der  Anrechenbarkeit  ausnehme,  könnten 

nicht durch sie, die Pflichtige, selber erbracht werden. Denn sie sei als Künstlerin tätig 

und ohne jede Erfahrung in baulichen Belangen. Für die Auswahl des Architekten, die 

Planung der konkreten Überbauungsart, die Ausarbeitung des Finanzierungskonzepts 

mit Abwicklung des Zahlungsverkehrs usw. benötige sie fachkundige Hilfe, welche von 

der F geleistet worden sei. Was den Nachweis der durch die F erbrachten Leistungen 

betreffe,  übersehe  die  Vorinstanz,  dass  ein  Pauschalhonorar  vereinbart  worden  sei, 

welches ohne Rücksicht auf den Arbeitsaufwand geschuldet sei. Der Beauftragte kön-

ne  daher  nicht verpflichtet  werden,  seinen Aufwand  zu  spezifizieren.  Es  könne  einzig 

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verlangt  werden, dass er Art und Umfang der Leistungen näher darlege. Der Bauma-

nagementvertrag,  geschlossen  am  15.  Januar  2003  mit  der  F,  nenne  üblicherweise 

durch  einen  Generalunternehmer  erbrachte  Leistungen.  Darüber  hinaus  sei  die  F  mit 

der  Abwicklung  des Verkaufs  betraut  worden.  Im  Einzelnen habe die  F  die  folgenden 

Leistungen erbracht: 

-  Vertragsverhandlungen und Vertragsabschlüsse mit den Architekten P 

-  Auswahl der Ingenieure 

-  Abschluss der Versicherungen 

-  Ausarbeitung  des  Grundfinanzierungskonzeptes  und  Abwicklung  des  Zah-

lungsverkehrs im Zusammenhang mit dem Projekt Q 

-  Organisation und Durchführung der öffentlichen Information über das Projekt Q 

-  Prüfung der Kostenvoranschläge des Architekten, Bewertung des Grundstücks 

und Ermittlung der Gesamtprojektkosten für die Verkaufskalkulation 

-  Ausarbeitung des Kurzbaubeschriebs 

-  Einleitung und Abwicklung des Grundstückverkaufs an die  C: Zwar sei für den 

Verkauf  die  T  hinzugezogen  worden.  Der  Verkauf  des  Projekts  Q  sei  jedoch 

von der F durchgeführt worden, weshalb der T anstelle der ursprünglich verein-

barten 2% weniger als 1% als Verkaufshonorar habe bezahlt werden müssen  

-  Verhandlungen mit Vertragspartnern des Projekts Q im Zusammenhang mit der 

Projektübergabe 

Weiter  führt  die  Pflichtige  aus,  das  Projekt  sei  im  Zeitpunkt  des  Grundstück-

verkaufs  ausführungsreif  gewesen,  so  dass  sofort  mit  dem  Bau  hätte  begonnen  wer-

den können. Infolge des Grundstück- und Projektverkaufs sei der Baumanagementver-

trag  aufgelöst  worden.  Ursprünglich  sei  ein  Honorar  von  5%  der  Anlagekosten  (inkl. 

Land,  zuzüglich  MWST)  vereinbart  worden.  Durch  die  vorzeitige  Vertragsauflösung 

habe  man  sich  auf  eine  Reduktion  auf  55%  des  ursprünglich  vereinbarten  Honorars 

geeinigt. Entscheidend sei, dass die Leistungen der F den Marktwert des Grundstücks 

verbessert  hätten.  Ohne  diese  Leistungen  wäre  es  nicht  möglich  gewesen,  dass 

Grundstück zu den fraglichen Bedingungen an die C zu verkaufen. 

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b)  Bei  den  Leistungen,  welche  die  F  gemäss  der  Schilderung  der  Pflichtigen 

erbracht haben soll, handelt es sich einerseits um Vertragsverhandlungen, Vertragsab-

schlüsse, die Auswahl von Bauunternehmern oder Spezialisten,  die Ausarbeitung des 

Grundfinanzierungskonzepts,  die  Abwicklung  des  Zahlungsverkehrs,  die  Prüfung  der 

Kostenvoranschläge des  Architekten,  die  Bewertung  des  Grundstücks und  die  Ermitt-

lung der Gesamtprojektkosten. Diese Leistungen gehören zu den Aufgaben des Bau-

herrn und sind demgemäss grundsteuerlich nicht anrechenbar. 

Der  Kurzbaubeschrieb  ist  weder  datiert  noch  unterzeichnet  und  lässt  sich 

auch nicht zweifelsfrei dem Projekt Q oder dem behaupteten Urheber zuordnen.  

Die Einleitung und Abwicklung des Grundstückverkaufs an die C und die Ver-

handlungen  im  Zusammenhang  mit  der  Projektübergabe  stellen  sodann  nicht  anre-

chenbare Verkaufsaufwendungen dar. Dass der T, anstelle der ursprünglich vereinbar-

ten  2%  weniger  als  1%  als  Verkaufshonorar  bezahlt  werden  musste,  ist  nicht  von 

Bedeutung.  

Aus  diesen  Gründen  kann  nach  zürcherischem  Grundsteuerrecht  eine  An-

rechnung der Position F nicht erfolgen.  

6. a) Das Steuerharmonisierungsgesetz schreibt den Kantonen nicht vor, wel-

che Aufwendungen sie als Anlagekosten zulassen müssen (Art. 12 Abs. 1 StHG; Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter,  §  221  N  1).  Die  zürcherische  Regelung,  wonach  nicht  alle 

Aufwendungen, welche im Zusammenhang mit einem Grundstück stehen, angerechnet 

werden, ist daher mit dem Steuerharmonisierungsgesetz vereinbar. 

b)  Indessen  unterliegt  die  Ausgestaltung  der  zürcherischen  Grundstückge-

winnsteuer im Allgemeinen und im Besonderen hinsichtlich der beschränkten Anrech-

nung von Aufwendungen der Überprüfung auf ihre Verfassungsmässigkeit. 

Ein Erlass verstösst gegen das Gebot der Rechtsgleichheit, wenn er rechtliche 

Unterscheidungen trifft, für die ein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnis-

sen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlässt, die sich aufgrund der Ver-

hältnisse  aufdrängen,  wenn  also  Gleiches  nicht  nach  Massgabe  seiner  Gleichheit 

gleich  und  Ungleiches  nicht  nach  Massgabe  seiner  Ungleichheit  ungleich  behandelt 

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wird  (vgl.  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  VB zu  StG,  N 52  ff.  mit  zahlreichen  Hinwei-

sen auf die verwaltungs- und bundesgerichtliche Rechtsprechung).  

Das  Gebot  der  Rechtsgleichheit  wird  in  Bezug  auf  die  Steuern  konkretisiert 

durch die Grundsätze der Allgemeinheit und Gleichmässigkeit der Besteuerung sowie 

den Grundsatz der Verhältnismässigkeit der Steuerbelastung nach der wirtschaftlichen 

Leistungsfähigkeit  (Art.  127  Abs.  2  BV;  BGE  112  Ia  244  E.  4b,  110  Ia  14  E.  2b,  mit 

Hinweisen). 

c)  Mit  der  gleichmässigen  Besteuerung  der  Grundstückgewinne  durchbricht 

der  Gesetzgeber  das  Prinzip  der  Gesamt-  und  Reineinkommensbesteuerung  und  da-

mit den Grundsatz der  Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Wie 

in  E.  1a  dargelegt,  basiert  diese  Durchbrechung  im  Grundsatz  auf  einem  Bundesge-

setz im formellen Sinn und kann daher nicht auf ihre Verfassungsmässigkeit überprüft 

werden. Indessen unterliegt die Ausgestaltung der Grundstückgewinnsteuer der Über-

prüfung auf ihre Verfassungsmässigkeit.  

Das Bundesgericht lehnte die Auffassung ab,  wonach der Grundstückgewinn 

ein  allgemein  feststellbarer  wirtschaftlicher  Begriff  sei  und  entsprechend  alle  Aufwen-

dungen und Kosten anzurechnen seien, die nach kaufmännischer Auffassung Gewin-

nungskosten seien (Reimann/Zuppinger/Schärrer,  Kommentar zum Zürcher Steuerge-

setz, Band IV, 1966, § 166 N 4 und 5; zum Begriff der Gewinnungskosten: Philip Funk, 

Der  Begriff  der  Gewinnungskosten  nach  schweizerischem  Einkommenssteuerrecht, 

1989). Diese Regelung bringt es mit sich, dass nicht alle Aufwendungen, die in einem 

Zusammenhang  mit  einem  Grundstück  stehen  und  die  den  Verkäufer  wirtschaftlich 

belasten,  geltend  gemacht  werden  können.  Aus  Gründen  der  Praktikabilität  müssen 

gewisse Aufwendungen, die in einem eher entfernten Zusammenhang mit dem betref-

fenden Grundstück stehen, von der Anrechnung ausgeschlossen werden. 

Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechsprechung  verfügen  die  Kantone  denn 

auch  über  einen  gewissen  Freiraum  bei  der  Frage,  welche  Auslagen  sie  unter  dem 

Titel  "Aufwendungen"  anrechnen  wollen  (BGr,  28.  März  2008  =  ZStP  2008,  164;  vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  § 221  N  1;  Ferdinand  Zuppinger,  Grundstückgewinn- 

und Vermögenssteuer, ASA 61, 309 ff., insbesondere 322 f.). 

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In Bezug auf diese Besonderheiten prüft das Bundesgericht den dem kantona-

len  Gesetzgeber  zustehenden  Spielraum  auf  Willkür  (BGE  131  II  722  E.  2.2  S.  724; 

130 II 202 E. 3.1 S. 205 f.). Es stellt sich demgemäss die Frage, ob die Nichtanrech-

nung der von der Pflichtigen geltend gemachten Aufwendungen als willkürlich  im Sinn 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erscheint. 

Ein  staatlicher  Akt  ist  willkürlich,  wenn  er  offensichtlich  unhaltbar  ist,  zur  tat-

sächlichen Situation in klarem und offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder 

einen  unumstrittenen  Rechtsgrundsatz  krass  verletzt  oder  in  stossender  Weise  dem 

Gerechtigkeitsgedanken  zuwiderläuft.  Willkür  liegt  nicht  schon  dann  vor,  wenn  eine 

andere  Lösung  ebenfalls  vertretbar  erscheint  oder  gar  vorzuziehen  wäre  (Häfe-

lin/Haller/Keller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 7. A., 2008, N 805 ff. mit Hinwei-

sen; BGE 123 I 1 E. 4a S. 5, mit Hinweisen).  

d)  Im  Interesse  einer  effizienten  Einschätzungspraxis  und  im  Bestreben,  den 

Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten, erscheint es vertretbar, die anrechen-

baren Aufwendungen abschliessend zu bestimmen und demgemäss gewisse Aufwen-

dungen von der Anrechnung auszuschliessen. Nicht zuletzt dient eine vereinfachende 

Regelung  auch  dem  Ziel  einer  gleichmässigen  und  rechtsgleichen  Besteuerung  aller 

Grundstückgewinne.  Es  kann  daher  nicht  gesagt  werden,  diese  Beeinträchtigung  des 

Leistungsfähigkeitsprinzips lasse sich nicht vernünftig begründen, sei haltlos oder laufe 

in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider.  

Im  Übrigen  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  die  Baumanagementkosten  der  F 

nach den eigenen Vorbringen der Pflichtigen darauf zurückzuführen sind, dass sie als 

Malerin  ohne  jede  Erfahrung  in  baulichen  Belangen  ist.  Die  Ursache  für  diesen  Auf-

wand  liegt  daher  nicht  zuletzt  auch  im  privaten  Bereich  der  Pflichtigen.  Es  erscheint 

daher  als  fraglich,  ob  der  Position  überhaupt  Gewinnungskostenqualität  zukommt 

(Funk,  S.  199  ff.).  Die  Frage  kann  indessen  offen  bleiben,  da,  wie  dargelegt,  eine 

Nichtanrechnung der Position zumindest nicht willkürlich ist.  

Diese Erwägungen führen zur Abweisung des Rekurses.  

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Rekursverfahrens 

der  Pflichtigen  aufzuerlegen  (§  151  Abs.  1  StG).  Entsprechend  kann  ihr  auch  keine 

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Parteientschädigung zugesprochen werden (§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen.  

[…] 

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