# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 957221f2-ca21-58da-afba-dde610cb4ca1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.10.2011 D-5734/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5734-2011_2011-10-21.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­5734/2011
law/rep

U r t e i l   v om   2 1 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Walter Lang,
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Philipp Reimann.

Parteien A._______, geboren am (…),
und B._______, geboren am (…),
Eritrea,
(…),
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­
Verfahren); Verfügung des BFM vom 11. Oktober 2011
N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  eigenen  Angaben  zufolge  ein  eritreischer 
Staatsangerhöriger  aus C._______, Eritrea  nach eigenem Bekunden  im 
April 2008 verliess und in der Folge in den Sudan gelangte, wo er im Mai 
2008 seine jetzige (religiös angetraute) Ehefrau, die Beschwerdeführerin, 
welche  gleichfalls  die  eritreische  Staatsangehörigkeit  besitzt, 
kennenlernte,

dass  die  Beschwerdeführenden  am  1. April  2011  nach  einem  längeren 
Aufenthalt  in  Libyen  nach  Italien  gelangten,  wo  der  Beschwerdeführer, 
nicht  aber  die  Beschwerdeführerin,  nach  Stellung  eines  Asylantrages 
daktyloskopisch erfasst wurde (vgl. act. A4/2 und A5/2),

dass die Beschwerdeführenden Italien in der Folge wieder verliessen und 
am  18. Mai  2011  illegal  in  die  Schweiz  einreisten,  um  gleichentags  um 
Asyl nachzusuchen,

dass  das  BFM  am  23. Mai  2011  im Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ) Chiasso die Beschwerdeführenden summarisch befragte und ihnen 
dabei das  rechtliche Gehör zu einer möglichen Zuständigkeit  Italiens  für 
das vorliegende Verfahren sowie zu einer allfälligen Wegweisung dorthin 
gewährte,

dass das BFM die  italienischen Behörden am 21. Juli  2011 gestützt auf 
Art. 14  (bezüglich  der  Beschwerdeführerin)  beziehungsweise  Art. 16 
Abs. 1  Bst.  c  (bezüglich  des  Beschwerdeführers)  der  Verordnung 
Nr. 343/2003  des  Rates  vom  18. Februar  2003  zur  Festlegung  von 
Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des Mitgliedstaats,  der  für  die 
Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines 
Drittlandes  in  einem  Mitgliedstaat  gestellt  hat  (Dublin­II­VO),  darum 
ersuchte, die Beschwerdeführenden aufzunehmen,

dass  die  italienischen  Behörden  einer  Rückübernahme  der 
Beschwerdeführenden  mit  Schreiben  vom  20. September  2011 
zustimmten,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  11. Oktober  2011  –  eröffnet  am 
12. Oktober  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche 
der  Beschwerdeführenden  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  nach  Italien 
verfügte,  die  Beschwerdeführenden  –  unter  Androhung  von 
Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz spätestens 

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am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  feststellte,  der 
Kanton  D._______  sei  verpflichtet,  die  Wegweisungsverfügung  zu 
vollziehen,  den  Beschwerdeführenden  die  editionspflichtigen  Akten 
gemäss  Aktenverzeichnis  aushändigte,  und  feststellte,  eine  allfällige 
Beschwerde gegen die vorliegende Verfügung habe keine aufschiebende 
Wirkung,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  17. Oktober  2011 
gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhoben  und  beantragten,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben 
und  die Vorinstanz  anzuweisen,  ihr Recht  zum Selbsteintritt  auszuüben 
und sich für das vorliegende Asylverfahren für zuständig zu erklären,

dass  sie  zudem  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragten,  der 
Beschwerde sei  im Sinne vorsorglicher Massnahmen die aufschiebende 
Wirkung  zu  erteilen  und  die  Vollzugsbehörden  seien  anzuweisen,  von 
einer  Überstellung  nach  Italien  abzusehen,  bis  das 
Bundesverwaltungsgericht über die vorliegende Beschwerde entschieden 
habe,  und  es  sei  ihnen  die  unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von 
Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  zu  gewähren  und  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  19. Oktober  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der 
Regel  –  so  auch  vorliegend  –  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 

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Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105  AsylG  i. V. m.   Art. 37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG;  Art.  105  AsylG  i. V. m.   Art. 37 
VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig zu prüfen  ist, ob das 
BFM  gestützt  auf  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG  auf  die  Asylgesuche  der 
Beschwerdeführenden  zu Recht  nicht  eingetreten  ist  und  infolgedessen 
die Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  die  italienischen  Behörden  am  20. September  2011  eine 
Rückübernahme  der  Beschwerdeführenden  bis  zum  5. Februar  2012 
gestützt  auf  Art.  14  beziehungsweise  16  Abs.  1  Bst.  c  Dublin­II­VO 
zugesichert haben (vgl. act. A17/1),

dass  angesichts  dieses  Umstands  ohne  Weiteres  Italien  als  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig zu erachten ist,

dass  der  Beschwerdeführenden  im  Rahmen  der  Gewährung  des 
rechtlichen Gehörs zu einer allfälligen Rückführung nach Italien erklärten, 
sie hätten dort keine Arbeitsmöglichkeiten und keine Unterkunft (vgl. act. 
A6/9 S. 7 Ziff. 18 und act. A7/9 S. 7 Ziff. 18),

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dass  sie  ferner  in  ihrer  Beschwerde  geltend  machten,  die 
Beschwerdeführerin  sei  im  6. Monat  schwanger,  weshalb  ihr  als  zur 
Gruppe der verletzlichen Personen zählend bei einer Wegweisung nach 
Italien  als  Asylsuchende  und  Dublin­Rückkehrerin  mit  grosser 
Wahrscheinlichkeit keine ausreichende Unterstützung gewährt würde,

dass die Zustände  im  italienischen Asylwesen derart prekär seien, dass 
weder eine adäquate medizinische Behandlung noch eine Unterbringung 
in einem Zentrum gewährleistet werden könne,

dass deshalb ein Rücktransfer der Beschwerdeführenden nach Italien im 
Rahmen des Dublin­Verfahrens aus humanitären Gründen  im Sinne von 
Art.  29a  Abs.  3  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über 
Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) als unzumutbar zu bewerten sei,

dass  die  Einwände  der  Beschwerdeführenden  gegen  den 
vorinstanzlichen Entscheid indessen unbehelflich sind, da es gemäss den 
Zuständigkeitsregeln  der  Dublin­II­Verordnung  nunmehr  in  der 
Verantwortung  von  Italien  liegt,  das  Asylverfahren  betreffend  die 
Beschwerdeführenden nach den geltenden völkerrechtlichen Regeln und 
Standards  durchzuführen  und  dabei  eine  allfällige  für  die 
Flüchtlingseigenschaft relevante oder unter dem Aspekt des Schutzes der 
Menschenrechte zu beachtende Gefährdung zu prüfen,

dass  Italien  unter  anderem  Signatarstaat  des  Abkommens  vom 
28. Juli1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30), 
der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  und  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) ist,

dass Italien als nach Art. 3 Abs. 1 Dublin­II­VO zuständiger Staat zudem 
gehalten  ist,  unter  anderem  die  Richtlinie  2005/85/EG  des  Rates  vom 
1. Dezember  2005  über  Mindestnormen  für  Verfahren  in  den 
Mitgliedstaaten  zur  Zuerkennung  und  Aberkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft  (sog.  Verfahrensrichtlinie)  und  die  Richtlinie 
2003/9/EG  des  Rates  vom  27. Januar  2003  zur  Festlegung  von 
Mindestnormen  für  die  Aufnahme  von Asylbewerbern  in Mitgliedstaaten 
(sog. Aufnahmerichtlinie) anzuwenden respektive umzusetzen,

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dass keine Anhaltspunkte bestehen, die darauf hinweisen, dass Italien in 
genereller  Weise  seinen  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  nicht 
nachkommen  respektive  in  völkerrechtswidriger  Weise  gegen  die 
Verfahrens­  und  Aufnahmerichtline  verstossen  würde  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts D­7654/2010 vom 20. April 2011 E. 5.8.1),

dass aufgrund der Aktenlage  insbesondere nicht davon auszugehen  ist, 
Italien werde die Beschwerdeführenden  in Verletzung der  vorgenannten 
völkerrechtlichen Abkommen in ihr Heimatland zurückschaffen,

dass das italienische Fürsorgesystem für Asylsuchende zwar in der Kritik 
steht,  in  den  Aufenthalts­  und  Verfahrensbedingungen  für  Personen, 
welche  sich  im  Rahmen  eines  Asylverfahrens  in  Italien  aufhalten, 
indessen kein Vollzugshindernis zu erkennen ist,

dass  im  Übrigen  auch  die  allgemeine  Situation  von  Asylsuchenden  in 
Italien  nicht  darauf  schliessen  lässt,  die  Beschwerdeführenden  würden 
bei ihrer Rückkehr mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Gefahr laufen, die 
notwendige  soziale  Hilfe  zur  Bewältigung  des  existenziellen 
Lebensbedarfs nicht zu erhalten, und in den – im Vergleich zur Schweiz – 
erschwerten Aufenthaltsbedingungen kein Grund  für eine grundsätzliche 
Nichtanwendung  der  einschlägigen  Bestimmungen  der  Dublin­II–VO  zu 
erblicken ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D­7654/2010 vom 
20. April 2011 E. 5.8.1 mit weiteren Hinweisen),

dass  Dublin­Rückkehrende  und  verletzliche  Personen  bezüglich 
Unterbringung  von  den  italienischen  Behörden  bevorzugt  behandelt 
werden  und  sich  –  neben  den  staatlichen Strukturen  –  auch  zahlreiche 
private  Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und 
Flüchtlingen annehmen,

dass  beispielsweise  die  Organisation  Arci  con  Fraternità  seit  dem 
1. Januar  2009  die  Betreuung  der  Flüchtlinge  im  Flughafen  Fiumicino 
(Rom)  organisiert  und  dort  den  Asylsuchenden  kostenlose 
Rechtsberatung anbietet,

dass  unter  diesen  Umständen  keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür 
ersichtlich sind, die darauf hindeuten, die Beschwerdeführenden würden 
im Falle einer Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten,

dass,  selbst wenn den Beschwerdeführenden bei  seiner Rückkehr nicht 
sofort eine Unterkunft zugeteilt werden könnte, darin noch kein Verstoss 

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gegen die Aufnahmerichtlinie respektive gegen Art. 3 EMRK zu erblicken 
wäre,  zumal  bis  dato  auch  nicht  angenommen  werden  kann,  die  von 
Italien  bereitgestellten  Geldleistungen  würden  zur  Deckung  des 
notwendigen  Lebensunterhaltes  eines  Asylsuchenden  nicht  ausreichen 
(vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­7654/2010  vom  20. April 
2011 E. 5.8.1),

dass den Beschwerdeführenden ausserdem die Möglichkeit offen stünde, 
sich  mit  Hilfe  einer  Rechtsberatungsstelle  einer  italienischen 
Hilfsorganisation  in  Italien  gegen  eine  allfällige  Nichteinhaltung  der 
gemäss Aufnahmerichtlinie geltenden Mindeststandards zu wehren,

dass  im Weiteren keine  individuellen Erschwernisse ersichtlich  sind, die 
einer  Überstellung  der  Beschwerdeführenden  nach  Italien 
entgegenstehen könnten,

dass insbesondere davon auszugehen ist, dass in Italien entsprechendes 
Fachpersonal  zur  Schwangerschaftsbegleitung,  zur  Entbindung  und  zur 
Behandlung  von  sich  allfällig  im  Zusammenhang  mit  der  Geburt  bei 
Mutter oder Kind ergebenden Komplikationen vorhanden ist,

dass  somit  entgegen  den  Beschwerdevorbringen  nicht  davon 
auszugehen  ist,  das  BFM  hätte  Veranlassung  zu  einem  Selbsteintritt 
(Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) gehabt,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d 
AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der 
Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 
auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E. 9  S. 733, 
BVGE 2008/34 E. 9 S. 510, EMARK 2001 Nr. 21), weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass es sich beim Dublin­Verfahren um ein Überstellungsverfahren in den 
für die Prüfung des Asylgesuches zuständigen Staat handelt,

dass  deshalb  das  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen 
regelmässig  bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des 

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gestützt  auf  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG  erfolgenden 
Nichteintretensentscheides ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10.2 S. 645),

dass mithin allfällige völkerrechtliche und humanitäre Vollzugshindernisse 
im  Rahmen  der  eventuellen  Anwendung  der  sogenannten 
Souveränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO i.V.m. Art. 29a Abs. 3 der 
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR  142.311])  zu  prüfen  sind,  und  folglich  kein  Raum  für 
Ersatzmassnahmen  im  Sinne  von  Art. 44  Abs. 2  i.V.m.  Art. 83  Abs. 1­4 
des Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20) besteht,

dass  in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach 
Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat,

dass  es  den  Beschwerdeführenden  demnach  nicht  gelungen  ist, 
darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt, 
den  rechtserheblichen Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass die Gesuche, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu 
gewähren  und  es  sei  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  zu 
verzichten,  angesichts  des  vorliegenden  Entscheids  in  der  Hauptsache 
gegenstandslos werden,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.–  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Philipp Reimann

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