# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57a69946-6353-56fe-92d3-f35ba1bf16f1
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-11
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 11.09.2025 WBE.2025.154
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2025-154_2025-09-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

2. Kammer 

 

WBE.2025.154 / Bu / lm  
ZEMIS [***]; (E.2025.014)  

Art. 57 

 

Urteil vom 11. September 2025 
 

 

Besetzung  Verwaltungsrichter Busslinger, Vorsitz  

Verwaltungsrichter Clavadetscher  

Verwaltungsrichterin Dambeck  

Gerichtsschreiber Manz 

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____, geboren am tt.mm.jjjj, von Indien 

vertreten durch lic. iur. Willy Bolliger, Rechtsanwalt, Bahnhofplatz 1, 

Postfach, 5400 Baden    

 

gegen 

 

  Amt für Migration und Integration Kanton Aargau, Rechtsdienst, 

Bahnhofplatz 3C, 5001 Aarau    

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Verwarnung 

 

Entscheid des Amtes für Migration und Integration vom 5. März 2025 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

Der Beschwerdeführer reiste 1999 in die Schweiz ein, erhielt eine Aufent-

haltsbewilligung und 2005 die Niederlassungsbewilligung (Akten des Amts 

für Migration und Integration [MI-act.] 40). Im Januar 2013 bewilligte das 

Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) den Kantonswech-

sel (MI-act. 37).  

 

Zwischen 2002 und 2022 wurde der Beschwerdeführer mehrfach straffällig 

und zu Geldstrafen und Bussen verurteilt (MI-act. 16 f., 21, 26 f., 38, 47 f., 

66 f., 87 f., 89 f., 91 ff., 117 f., 126 f. und 142 f.). 

 

Aufgrund seiner Betreibungen und Verlustscheine gewährte ihm das MIKA 

das rechtliche Gehör betreffend eine Verwarnung und verfügte am 14. Ja-

nuar 2025 Folgendes: 

 

1. 
A._____ wird, unter Androhung des Widerrufs seiner Niederlas-
sungsbewilligung und der Wegweisung aus der Schweiz sowie dem 
Schengen-Raum, verwarnt. 
 
2. 
A._____ wird darauf aufmerksam gemacht, dass er inskünftig allen seinen 
öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen vollumfänglich 
nachzukommen und bereits bestehende Schulden zu tilgen hat. 
 
3. 
[Staatsgebühr] 

 

B. 

Gegen die Verfügung des MIKA reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe 

vom 17. Februar 2025 beim Rechtsdienst des MIKA (Vorinstanz) Einspra-

che ein. 

 

Am 5. März 2025 erliess die Vorinstanz folgenden Einspracheentscheid 

(act. 1 ff.): 

 

1. 
Die Einsprache wird abgewiesen. 
 
2. 
Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-
wiesen. 
 
3. 
Es werden keine Gebühren erhoben. 
 
4. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 - 3 - 

 

 

 

Auf die Begründung wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen 

eingegangen. 

 

C. 

Am 4. April 2025 (Postaufgabe 7. April 2025) liess der Beschwerdeführer 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (Verwaltungsgericht) Be-

schwerde erheben und Folgendes beantragen (act. 10 ff.): 

 

1. 
a) 
Es sei die Verfügung vom 14.01.2025 des DVI, MigAmt, Abt. Aufenthalt, 
wie auch der Einspracheentscheid vom 05.03.2025 des DVI Kt. AG, Amt 
für Migration, Rechtsdienst, vollumfänglich aufzuheben. 
 
b) 
Es sei in casu keine Verwarnung auszusprechen. 
 
2. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 
 
3. 
Es sei dem Beschwerdeführer entgegen den Ziffern 2. + 4. Einsprache-
Entscheid vom 05.03.2025 die URP zu gewähren und es sei RA Bolliger 
als unentgeltlicher Vertreter des Beschwerdeführers zu bestellen. 

 

Die Begründung ergibt sich, soweit erforderlich, aus den nachstehenden 

Erwägungen. 

 

Mit Instruktionsverfügung vom 9. Juli 2025 wurde festgehalten, dass über 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nach Ein-

gang der Vorakten entschieden werde. 

 

Aufforderungsgemäss reichte die Vorinstanz die Vorakten sowie ihre Be-

schwerdeantwort ein, welche dem Beschwerdeführer am 21. Juli 2025 zur 

Kenntnisnahme zugestellt wurde. Ein weiterer Schriftenwechsel wurde 

nicht angeordnet. 

 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall auf dem Zirkularweg entschieden (vgl. 

§ 7 des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 6. Dezember 2011 [GOG; 

SAR 155.200]). 

 

  

 - 4 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Einspracheentscheide des MIKA können innert 30 Tagen seit Zustellung 

mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (§ 9 

Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Ausländerrecht vom 25. November 

2008 [EGAR; SAR 122.600]). Beschwerden sind schriftlich einzureichen 

und müssen einen Antrag sowie eine Begründung enthalten; der angefoch-

tene Entscheid ist anzugeben, allfällige Beweismittel sind zu bezeichnen 

und soweit möglich beizufügen (§ 2 Abs. 1 EGAR i.V.m. § 43 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungs-

rechtspflegegesetz, VRPG; SAR 271.200]). 

 

Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Vorinstanz vom 5. März 2025. Die Zuständigkeit des Verwaltungsge-

richts ist somit gegeben und auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist, vorbehältlich nachfolgender Präzisierung, einzutreten. 

 

Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit damit die Aufhebung der 

Verfügung des MIKA vom 14. Januar 2025 beantragt wird. Diese Verfü-

gung ist durch den Einspracheentscheid ersetzt worden (Devolutiveffekt) 

und kann folglich nicht (unmittelbares) Anfechtungsobjekt sein. Sie gilt als 

inhaltlich mitangefochten (BGE 134 II 142, Erw. 1.4; Urteil des Bundesge-

richts 1C_466/2019 vom 31. August 2020, Erw. 1.2, je mit Hinweisen). 

 

2. 

Unter Vorbehalt abweichender bundesrechtlicher Vorschriften oder Be-

stimmungen des EGAR können mit der Beschwerde an das Verwaltungs-

gericht einzig Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung oder 

Missbrauch des Ermessens und unrichtige oder unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Ermessens-

überprüfung steht dem Verwaltungsgericht jedoch grundsätzlich nicht zu 

(§ 9 Abs. 2 EGAR). Schranke der Ermessensausübung bildet das Verhält-

nismässigkeitsprinzip (vgl. BENJAMIN SCHINDLER/ANNE KNEER, in: MARTINA 

CARONI/ DANIELA THURNHERR [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum Aus-

länder- und Integrationsgesetz [AIG], 2. Aufl., Bern 2024, N. 6 zu Art. 96 

AIG mit Hinweisen). In diesem Zusammenhang hat das Verwaltungsgericht 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung insbesondere zu klären, ob 

die Vorinstanz die gemäss Art. 96 des Bundesgesetzes über die Auslände-

rinnen und Ausländer und über die Integration vom 16. Dezember 2005 

(Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) relevanten Kriterien 

(öffentliche Interessen, persönliche Verhältnisse, Integration) berücksich-

tigt hat und ob diese rechtsfehlerfrei gewichtet wurden (vgl. SCHINDLER/ 

KNEER, a.a.O., N. 8 zu Art. 96 AIG). Schliesslich ist im Rahmen einer 

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Gesamtbetrachtung zu entscheiden, ob die getroffene Massnahme durch 

ein überwiegendes öffentliches Interesse gerechtfertigt erscheint (sog. Ver-

hältnismässigkeit im engeren Sinn). 

 

II. 

1.  

1.1.  

Die Vorinstanz hält in ihrem Einspracheentscheid (act. 1 ff.) zutreffend fest, 

dass eine Niederlassungsbewilligung gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG 

unter anderem widerrufen werden kann, wenn die Ausländerin oder der 

Ausländer in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und 

Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat (Einspracheent-

scheid [EE], Erw. II/2.2). Sie legt sodann unter Verweis auf die bundesge-

richtliche Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juli 2023 

[2C_212/2023], Erw. 4 f.) korrekt dar, dass mutwillig angehäufte Schulden, 

die sich in Verlustscheinforderungen manifestieren, den Widerrufsgrund 

von Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG i.V.m. Art. 77a Abs. 1 lit. b der Verordnung über 

Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE; 

SR 142.201) erfüllen können (EE, Erw. II/2.3). Ebenso korrekt sind die Er-

wägungen der Vorinstanz, wonach von einer mutwilligen Schuldenbildung 

auszugehen ist, wenn die betroffene Person ihre Zahlungspflichten selbst-

verschuldet nicht erfüllt und ihr dies qualifiziert vorwerfbar ist und dazu ein 

von Absicht, Böswilligkeit oder zumindest qualifizierter Leichtfertigkeit ge-

tragenes Verhalten erforderlich ist. Der Vorinstanz ist darin zuzustimmen, 

wenn sie die über Jahre kontinuierlich angehäuften Schulden aufgrund der 

selbstverschuldeten nur teilzeitlichen Erwerbstätigkeit des Beschwerdefüh-

rers als mutwillige Schuldenwirtschaft qualifiziert (EE, Erw. II/2.4), da ein 

solches Verhalten zumindest als qualifizierte Leichtfertigkeit einzustufen 

ist, zumal es dem Beschwerdeführer unter dem Druck des migrationsamt-

lichen Verfahrens offensichtlich problemlos gelang, seine Erwerbsquote 

massgeblich zu erhöhen. Die Vorinstanz hat auch nicht verkannt, dass ein 

schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Ordnung zufolge mutwil-

liger Schuldenwirtschaft nur dann vorliegt, wenn die Höhe der Schulden 

einen gewissen Umfang erreicht. Unter korrekter Zitierung der einschlägi-

gen bundesgerichtlichen Rechtsprechung ging die Vorinstanz zutreffend 

davon aus, dass die beim Beschwerdeführer festgestellte Schuldenhöhe 

von über Fr. 165'000.00 als erheblich einzustufen ist, weshalb der Wider-

rufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG auch in dieser Hinsicht erfüllt ist (EE, 

Erw. II/2.5.1). 

 

Auf das Vorbringen des Beschwerdeführers, es seien immer wieder die 

gleichen Forderungen der gleichen Gläubiger in Betreibung gesetzt wor-

den, weshalb nicht auf die Verlustscheinsliste abgestellt werden könne, 

geht die Vorinstanz detailliert ein und verweist auf das öffentlich zugäng-

liche Grundsatzurteil des Verwaltungsgerichts WBE.2022.479 vom 

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17. März 2023, Erw. II/2.2.1, mit welchem festgehalten wurde (EE, 

Erw. II/2.5.2): 

 

Regelmässig werden die angehäuften Schulden durch das MIKA mittels 
Betreibungsregisterauszüge belegt. Hierzu ist Folgendes festzuhalten: Be-
treibungsregisterauszüge enthalten die per Ausstellungsdatum laufenden 
Betreibungen und Verlustscheine. Verlustscheine verjähren innert 20 Jah-
ren und können zwecks erneuter Geltendmachung der Forderung oder 
zwecks Verjährungsunterbrechung erneut in Betreibung gesetzt werden. 
In diesem Fall wird der bisherige Verlustschein nach Abschluss des Ver-
fahrens zufolge Bezahlung oder Ausstellung eines neuen Verlustscheines 
gelöscht. Ist der Schuldner an einen neuen Wohnort gezogen und stammt 
der erneut in Betreibung gesetzte Verlustschein vom früheren Wohnort, 
wird das früher zuständige Betreibungsamt orientiert und der alte Verlust-
schein nach Abschluss des Verfahrens gelöscht bzw. das entsprechende 
Verlustscheinregister bereinigt. Nach dem Gesagten erhellt, dass nicht zu 
beanstanden ist, wenn das MIKA neben dem Betreibungsregisterauszug 
des aktuellen Wohnortes sämtliche Betreibungsregisterauszüge früherer 
Wohnorte einfordert, die offenen Betreibungen und sämtliche Verlust-
scheinforderungen addiert und hieraus auf die Gesamtverschuldung einer 
betroffenen Person schliesst. Wird geltend gemacht, in den Betreibungs-
registerauszügen seien Forderungen doppelt aufgeführt, weil ein Verlust-
schein erneut in Betreibung gesetzt wurde, ist dies durch die betroffene 
Person im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht substanziiert zu belegen. Wird 
geltend gemacht, ein Verlustschein sei im Betreibungsregisterauszug 
einer früheren Wohngemeinde fälschlicherweise noch verzeichnet, da er 
am neuen Wohnort bereits wieder in Betreibung gesetzt und in der Folge 
ein neuer Verlustschein ausgestellt worden sei, ist ein aktueller Betrei-
bungsregisterauszug des früheren Wohnortes beizubringen. 

 

Damit steht fest, dass die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, 

dass der Beschwerdeführer den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b 

AIG wegen mutwilliger Schuldenwirtschaft erfüllt hat. Dies insbesondere 

auch unter Verweis auf seine Straffälligkeit (EE, Erw. II/2.6). 

 

1.2.  

Die Vorinstanz hielt sodann fest, dass die Verwarnung, wie jede behörd-

liche Massnahme, verhältnismässig sein muss und konstatierte, dass die 

Verwarnung selbstredend geeignet ist, den Beschwerdeführer davon abzu-

halten, erneut mutwillig Schulden anzuhäufen und sich zudem auch als not-

wendig erweist, da eine formlose Ermahnung nicht die gewünschte Wir-

kung entfalten und dem Verhalten des Beschwerdeführers auch nicht ge-

recht würde. 

 

Mit Blick auf die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne führte die Vor-

instanz zutreffend aus, dass das öffentliche Interesse, den Beschwerdefüh-

rer auf sein Fehlverhalten hinzuweisen und ihn mittels der Verwarnung zu 

einer Verhaltensänderung zu bewegen, gross ist. Demgegenüber erach-

tete die Vorinstanz dessen privates Interesse, nicht verwarnt zu werden, 

als nicht gewichtig. Dies ist nicht zu beanstanden, hat doch die Verwarnung 

keinen unmittelbaren Einfluss auf den Bestand dessen Niederlassungsbe-

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willigung und hat es der Beschwerdeführer selbst in der Hand, den weiteren 

Aufenthalt in der Schweiz als Niederlassungsberechtigter nicht zu gefähr-

den, indem er nicht erneut mutwillig Schulden anhäuft, sondern alles daran 

setzt, seinen Lebensunterhalt durch vollzeitliche Erwerbstätigkeit zu be-

streiten. Zu Recht ging die Vorinstanz von einem überwiegenden öffent-

lichen Interesse an der Verwarnung und damit von der Verhältnismässig-

keit der Verwarnung aus. 

 

2. 

2.1. 

Was der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde dagegen vorbringt, ver-

mag am zutreffenden Entscheid der Vorinstanz nichts zu ändern. Zur auf 

den ersten Blick umfangreichen Beschwerde ist anzumerken, dass auf den 

ersten 15 Seiten neben den Anträgen und Ausführungen zu formellen Fra-

gen ab Seite 4 lediglich der vorinstanzliche Einspracheentscheid in Kopie 

wiedergegeben wird und gesetzliche Grundlagen zitiert werden. Zum 

Materiellen wird lediglich von Seite 16 bis 18 Stellung genommen, wobei 

eine Auseinandersetzung mit der Argumentation des Einsprache-

entscheids nicht stattfindet. Vielmehr wird Belangloses bestätigt, wie, dass 

der Beschwerdeführer in Q._____ wohne, ihm zwischenzeitlich kein Voll-

zeitpensum angeboten worden sei, er früher schon eine Vollzeitstelle 

gehabt habe, er aufgrund seines Vollzeitpensums nun in der Lage sei, 

Schulden zurückzuzahlen, er nicht auf Sozialhilfe angewiesen sei und unter 

welchen Voraussetzungen eine Niederlassungsbewilligung widerrufen 

werden könne. 

 

2.2. 

Zu den Verlustscheinen wird in der Beschwerde mehrfach ausgeführt, dass 

es sich immer wieder um die gleichen Verlustscheine gehandelt habe, 

diese nicht addiert werden dürften und auf die Verlustscheine nicht abge-

stellt werden dürfe. Zudem wird ein Betreibungsregisterauszug des Regio-

nalen Betreibungsamtes Kleindöttingen vom 13. März 2025 ins Recht ge-

legt, gemäss welchem gegen den Beschwerdeführer 57 Verlustscheine im 

Gesamtbetrag von Fr. 94'603.50 verzeichnet sind. Der Beschwerdeführer 

verkennt offenbar, dass dieser letzte Betreibungsregisterauszug, welcher 

sich bislang nicht in den Akten befand, nicht an die Stelle der bereits be-

rücksichtigten Betreibungsregisterauszüge mit insgesamt 98 Verlustschei-

nen tritt, sondern zu diesen hinzu kommt. So ist dem Betreibungsregister-

auszug vom 13. März 2025 auf Seite 1 (act. 33) unter Bemerkungen zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer weitere Voraufenthalte aufweist, 

womit indirekt auf die entsprechenden Betreibungsregisterauszüge verwie-

sen wird. 

 

Soweit der Beschwerdeführer erneut geltend macht, Schulden seien dop-

pelt berücksichtigt worden, ist er nicht zu hören. Bereits die Vorinstanz hat 

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ihn diesbezüglich auf seine Substanziierungspflicht hingewiesen, welche er 

konstant ignoriert. 

 

3. 

Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer mit seiner mutwilligen Schul-

denwirtschaft den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG erfüllt hat, 

der direkte Widerruf der Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung un-

verhältnismässig wäre und deshalb gestützt auf Art. 96 Abs. 2 AIG eine 

Verwarnung auszusprechen ist, welche sich auch als verhältnismässig er-

weist. 

 

4. 

Bezüglich der beantragten unentgeltlichen Rechtspflege für das Ein-

spracheverfahren ist festzuhalten, dass diese durch die Vorinstanz wegen 

Aussichtslosigkeit zu Recht verweigert wurde, wobei vollumfänglich auf die 

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen wird (EE, Erw. II/5). 

 

5. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. 

 

III. 

1. 

Nachdem der Beschwerdeführer vollumfänglich unterliegt, hat er die ge-

richtlichen Verfahrenskosten zu tragen (§ 31 Abs. 2 VRPG). Ein Partei-

kostenersatz fällt ausser Betracht (§ 32 Abs. 2 VRPG). 

 
2. 

Der Beschwerdeführer beantragt im vorliegenden Verfahren die Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege und Beiordnung seines Rechtsver-

treters als unentgeltlicher Rechtsvertreter. 

 
Den Verfahrensbeteiligten kann die Bezahlung von Kosten erlassen wer-

den, wenn ihnen die nötigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offenbar 

aussichtslos ist. In Fällen, wo die Schwere einer Massnahme es als ge-

rechtfertigt erscheinen lässt, kann auch ein unentgeltlicher Rechtsvertreter 

bestellt werden (§ 34 Abs. 1 und 2 VRPG). 

 
Für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und die Bestellung 

eines unentgeltlichen Rechtsvertreters ist nach kantonalem Recht wie nach 

Art. 29 Abs. 3 BV vorausgesetzt, dass das Verfahren bzw. die gestellten 

Begehren nicht aussichtslos sind. Gemäss Rechtsprechung des Bundes-

gerichts sind Prozessbegehren als aussichtslos anzusehen, bei denen die 

Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und 

die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt 

ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Ver-

lustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind 

 - 9 - 

 

 

als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel ver-

fügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 

würde (BGE 122 I 271; Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide 

[AGVE] 1989, S. 280, Erw. 5a). 

 
Die Vorinstanz hat in ihrem Einspracheentscheid die massgeblichen 

Rechtsgrundlagen korrekt wiedergegeben und angewandt sowie alle rele-

vanten Gesichtspunkte sorgfältig geprüft und eingehend gewürdigt. In 

seiner Beschwerde bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was gegen die-

sen sprechen würde. Unter diesen Umständen ist offensichtlich, dass von 

Beginn an keinerlei Chancen auf ein Obsiegen bestanden und die Gewinn-

aussichten im Verhältnis zu den Verlustgefahren als verschwindend klein 

zu bezeichnen waren. 

 
Damit ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 

Beschwerdeverfahren und die Beiordnung eines unentgeltlichen Rechts-

vertreters wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit abzulehnen. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege wird abgelehnt. 
 

3. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer Ge-

richtsgebühr von Fr. 1'500.00, sind vom Beschwerdeführer zu bezahlen. 

 

4. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 
 
 
 

   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer (Vertreter) 

die Vorinstanz (mit Rückschein) 

das Staatssekretariat für Migration, 3003 Bern 
 

 

  

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Rechtsmittelbelehrung 

 

Migrationsrechtliche Entscheide können wegen Verletzung von Bundes-

recht, Völkerrecht, kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie inter-

kantonalem Recht innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in 

öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden, soweit nicht eine 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 lit. c des Bundesgesetzes über das Bun-

desgericht vom 17. Juni 2005 (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) 

vorliegt. Die Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit 7. Tag nach Ostern, 

vom 15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit 

2. Januar. Das Bundesgericht tritt auf Beschwerden nicht ein, wenn weder 

das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch auf die in Frage 

stehende Bewilligung einräumt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_694/2008 vom 25. September 2008). 

 

In allen anderen Fällen können migrationsrechtliche Entscheide wegen 

Verletzung von verfassungsmässigen Rechten innert 30 Tagen seit Zustel-

lung mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde beim Schweize-

rischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden. 

 

Die unterzeichnete Beschwerde muss das Begehren, wie der Entscheid zu 

ändern sei, sowie in gedrängter Form die Begründung, inwiefern der ange-

fochtene Akt Recht verletzt, mit Angabe der Beweismittel enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind 

beizulegen (Art. 82 ff. BGG bzw. Art. 113 ff. BGG). 
 

   

Aarau, 11. September 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiber:  

 

 

 

Busslinger Manz