# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eaa92d79-a5f4-52da-a888-b8330eaf4465
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-05-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 20.05.2003 ZF 2003 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2003-11_2003-05-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 20. Mai 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 03 11

Urteil
Zivilkammer

Vizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Heinz-Bommer, Lazzarini, Rehli und 
Sutter-Ambühl, Aktuar ad hoc Cavegn.

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In der zivilrechtlichen Berufung

des A., Beklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Christian Clopath, Bahnhofstrasse 6, 7250 Klosters, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtes Prättigau/Davos vom 30. Januar 2003, mitgeteilt am 
12. Februar 2003, in Sachen des I. B., Kläger und Berufungsbeklagter, vertreten 
durch Rechtsanwalt Dr. iur. Patrik Wagner, Rosenhügelweg 6, 7270 Davos Platz, 
gegen den Beklagten und Berufungskläger,

betreffend Wiederherstellung des Dachlukarne-Umbaus und eines eingebauten 
Fensters,

hat sich ergeben:

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A. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft „C.“, Parzelle Nr. 2904 des 
Grundbuchs der Gemeinde D., besteht aus fünf Stockwerkeigentumseinheiten. I. B. 
ist Alleineigentümer von Hauptbuchblatt-Nr. 51'077 mit einem Sonderrecht an der 
4½-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss mit einer Wertquote von 200/1000. A. ist 
Eigentümer von Hauptbuchblatt-Nr. 51'076 mit einem Sonderrecht an der 3½-
Zimmer-Wohnung mit einer Wertquote von 189/1000. Der Miteigentümer E. ist 
Eigentümer von zwei Wohnungen mit einer Wertquote von je 239/1000, während 
die Miteigentümer F. Eigentümer einer Wohnung mit einer Wertquote von 133/1000 
sind. Die Verwaltung wird von der G. besorgt.

Im Frühling 2000 beabsichtigte A., eine Decke in seinen Wohnraum 
einzuziehen, eine Dachlukarne auf der südlichen Dachhälfte zu erstellen und ein 
Fenster in die Westfassade einzubauen. Die G. informierte mit Schreiben vom 13. 
März 2000 die Stockwerkeigentümer über das Vorhaben und bat diese, zum 
Umbauvorhaben Stellung zu nehmen. I. B. widersetzte sich mit Schreiben vom 22. 
März 2000 an die Verwaltung und vom 30. Mai 2000 an A. dem Umbauvorhaben 
infolge geltend gemachter übermässiger Einwirkungen auf sein Eigentum. Die 
Eigentümer E. und F. dagegen stimmten dem Vorhaben zu. Das Baugesuch wurde 
am 17. März 2000 publiziert. Nach unbenutzter Einsprachefrist wurde die 
Baubewilligung von der Gemeinde H. am 12. April 2000 erteilt. Eine privatrechtliche 
Einsprache wurde ebenfalls nicht erhoben.

Im Frühling 2001 liess A. die Umbauarbeiten ausführen. Am 11. Juli 2001 
bemerkte dies die Ehefrau von I. B., K. B., anlässlich eines Ferienbesuches und 
beanstandete dies bei der G.. Am 21. September 2001 fand eine ausserordentliche 
Stockwerkeigentümerversammlung statt mit dem Traktandum der Genehmigung 
des Ausbaus der Wohnung A.. Dabei gab der Miteigentümer E. bekannt, dass er 
gegen den Ausbau keine Einwendungen habe, die Miteigentümer F. erachteten den 
Ausbau zwar als nicht sehr schön, verzichteten im Sinne eines guten 
Einvernehmens aber auf eine Klage. I. B. wehrte sich hingegen weiterhin.

B. Am 19. Oktober 2001 liess I. B. beim Vermittleramt des Kreises Klosters 
eine Klage auf Verpflichtung von A. zur Versetzung des Einbaus des Fensters, der 
Dachlukarne und der Wohnraumerweiterung in den ursprünglichen Zustand 
anhängig machen. Ebenso verlangte er die Androhung von Art. 292 StGB bei 
allfälliger Widerhandlung sowie die Ermächtigung, im Falle des Widerhandelns 
gegen das Urteil die Wiederherstellung auf Kosten des Beklagten selbst vornehmen 
zu lassen. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 12. Dezember 2001 

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wurde am 29. Januar 2002 der Leitschein ausgestellt. I. B. liess die Streitsache 
alsdann mit Prozesseingabe vom 5. Februar 2002 dem Bezirksgericht 
Prättigau/Davos mit folgendem Rechtsbegehren unterbreiten:

„1. Es sei der Beklagte gerichtlich zu verpflichten, die ohne Zustimmung der 
Stockwerkeigentümer in seiner Ferienwohnung in der „C.“, im Frühjahr 
2001 vorgenommenen baulichen Veränderungen mit Einbau eines 
Fensters, Dachlukarne und Wohnraumerweiterung wieder in den 
ursprünglichen Zustand zu versetzen.

2. Es sei das Urteil auf Wiederherstellung ausdrücklich unter der 
Strafandrohung von Art. 292 StGB zu erlassen, wonach mit Haft oder 
Busse bestraft wird, wer einer gerichtlichen Verfügung keine Folge leistet.

3. Es sei der Kläger bereits heute unabhängig eines allfälligen 
Strafverfahrens zu ermächtigen, im Falle der Widerhandlung gegen das 
Urteil auf Wiederherstellung der unrechtmässig vorgenommenen 
Umbauten in vorstehender Ziff. 1 auf Kosten des Beklagten die 
Wiederherstellung selbst vorzunehmen oder in Auftrag zu geben.

3. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6% MWSt.“

Der Kläger habe bereits nach dem ersten Schreiben der Hausverwaltung 
dieser telefonisch mitgeteilt, dass er dem Bauvorhaben nicht zustimme. Der 
Beklagte habe das Bauvorhaben trotzdem und ohne Kenntnis der Miteigentümer 
und der Hausverwaltung realisiert. Damit sei eindeutig in das äussere 
Erscheinungsbild eingegriffen worden. Die Dachlukarne verändere die Ansicht der 
Südfassade wesentlich und erheblich negativ, sei weder proportional noch vermöge 
sie architektonisch zu überzeugen. Das äussere Ansehen der Westfassade sei 
durch das Fenster wesentlich beeinträchtigt. Ebenso tangiere die Erweiterung des 
Innenraums seine Wohnung. Insbesondere das Fenster sei zu weit an den Balkon 
des Klägers herangebaut, was ihn beim Aufenthalt auf dem Balkon störe und ihn in 
seiner Bewegungsfreiheit einenge. Wie in das Eigentum des Klägers eingegriffen 
worden sei, zeige auch der in seine Wohnung eingeschlagene Nagel. Seine 
Eigentumsrechte seien erheblich verletzt worden. 

C. A. liess mit Prozessantwort vom 12. März 2002 die Abweisung der Klage 
beantragen. Die Stellungnahme der Parteien auf die Aufforderung der 
Hausverwaltung hin habe eine Zustimmung von vier Stockwerkeigentümern mit 
einer Wertquote von 800/1000 ergeben. Das Baugesuch sei korrekt eingereicht und 
die Bewilligung erteilt worden. Einsprachen seien nicht eingegangen. Die 
Stockwerkeigentümerversammlung vom 21. September 2001 habe das gleiche Bild 
gezeigt. Der Kläger habe als einziger Eigentümer opponiert. Die 

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Stockwerkeigentümer hätten den Bauarbeiten mit einem qualifizierten Mehr 
zugestimmt. Die Planabweichung sei auf einen unkorrekten Begründungsplan 
zurückzuführen. Das Fenster läge nicht so nahe am Balkon, wenn dieser 
entsprechend dem Begründungsplan erstellt worden wäre.

D. In seiner Stellungnahme entgegnete der Kläger, die Wertquote des 
Klägers betrage nur 198/1000, der angebliche Zirkulationsbeschluss sei nicht im 
Verhältnis 800 zu 200, sondern von 611/1000 mit einer Enthaltung von 189/1000 
erfolgt. Die Zustimmung der Miteigentümer F. sei unter Bedingungen erfolgt. 
Unzutreffend sei, dass der Kläger die Balkonlage verändert habe. Vielmehr habe 
eine Veränderung mit zusätzlichem Balkon bereits im Jahre 1979 unter Zustimmung 
aller Miteigentümer stattgefunden.

E. Mit Urteil vom 30. Januar 2003, mitgeteilt am 12. Februar 2003, erkannte 
das Bezirksgericht Prättigau/Davos:

„1. Die Klage des I. B. gegen A. wird teilweise gutgeheissen und A. wird 
verpflichtet, die jüngst erstellte Dachlukarne (Südfassade) und das jüngst 
erstellte Fenster (Westfassade) so zurückzubauen, dass die 
Umfassungsmauer, Fassade und das Dach aussehen, als wäre dort nie 
eine Dachlukarne und ein Fenster eingebaut gewesen. Zudem hat A. den 
in die Wohnung durchgeschlagenen Nagel zu entfernen. Im übrigen wird 
die Klage abgewiesen.

2. Die Kosten des Kreises Klosters von Fr. 132.00 gehen je hälftig zulasten 
des I. B. und des A.. Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, 
bestehend aus 
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.00
- Schreibgebühren von Fr. 460.00 
- Barauslagen von Fr. 75.20
total somit von Fr.  5'535.20

gehen je hälftig (= je Fr. 2'767.60) zulasten des I. B. und des A.. Sie werden 
mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet.

3. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung).“

Der Kläger habe dem Umbaubegehren des Beklagten nie zugestimmt. Dass 
er keine Einsprache gegen das Baugesuch erhoben habe, ändere an seinen 
zivilrechtlichen Ansprüchen nichts. Das klägerische Rechtsbegehren genüge. Nach 
dem Benützungs- und Verwaltungsreglement der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft wie auch nach Art. 712a ZGB sei es den 

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Stockwerkeigentümern nicht gestattet, Veränderungen an gemeinschaftlichen 
Teilen des Gebäudes, an dessen Untergrund sowie an der Liegenschaft überhaupt 
vorzunehmen. Es handle sich dabei um eine gesetzliche Eigentumsbeschränkung. 
Dies gelte insbesondere für die Erstellung einer Dachlukarne sowie eines Fensters 
bei nicht im Sondereigentum stehenden Bauteilen. Dafür sei die Zustimmung aller 
Stockwerkeigentümer notwendig. Ein Stockwerkeigentümer könne jede 
ungerechtfertigte Einwirkung abwehren, wobei es keine Rolle spiele, von wem diese 
ausgehe. Es sei offensichtlich, das der Kläger durch die Dachlukarne und das 
Fenster in seinem Stockwerkeigentum ungerechtfertigt beeinträchtigt sei. Dies treffe 
für die Schaffung des neuen Innenwohnraums demgegenüber nicht zu. 

F. Gegen dieses Urteil liess A. am 27. Februar 2003 Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden erheben mit folgenden Anträgen:

„1. Ziffer 1, Sätze 1 und 2, sowie die Ziffern 2 und 3 des Dispositivs des 
angefochtenen Urteils seien aufzuheben.

2. Die Klage des Berufungsbeklagten I. B. sei abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“

G. An der mündlichen Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht vom 20. 
Mai 2003 waren A. und I. B. sowie die Rechtsvertreter beider Parteien anwesend. 
Gegen die Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichts wurden keine 
Einwände erhoben. Der Rechtsvertreter von A. bestätigte seine in der 
Berufungserklärung gestellten Anträge. Der Rechtsvertreter von I. B. beantragte in 
seinem Plädoyer die vollumfängliche Abweisung der gegnerischen Begehren.

Die Rechtsvertreter beider Parteien gaben im Sinne von Art. 51 Abs. 1 lit. b 
OG die schriftliche Ausfertigung ihrer Vorträge zu den Akten.

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Urteil sowie der Parteien 
in ihren Vorträgen wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

1. Nach Art. 219 Abs. 1 ZPO kann gegen Urteile der Bezirksgerichte innert 
der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit der schriftlichen Mitteilung des Urteils 
Berufung an das Kantonsgericht erklärt werden. Diese hat die formulierten Anträge 
auf Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue 

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Einreden, soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten. Der Berufungskläger hat 
sein Rechtsmittel frist- und formgerecht eingereicht.

2. Was den von der Dachlukarne aus in die Wohnung des 
Berufungsbeklagten hineingeschlagenen Nagel betrifft, hat sich der 
Berufungskläger anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung bereit erklärt, 
diesen zu entfernen. Von dieser Bereitschaft wird Vormerk genommen. Zur 
einvernehmlichen Erledigung sind die Parteien gehalten, den Zugang in ihre 
Wohnungen für die entsprechenden Arbeiten zu gewährleisten. Damit bildet der in 
die Wohnung des Berufungsbeklagten ragende Nagel nicht mehr weiter 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Es braucht daher nicht weiter 
entschieden zu werden, ob hinsichtlich der Beseitigung des Nagels keine 
genügende Vermittlung stattgefunden hat oder der Nagel als Teil der gerügten 
Dachlukarne zu betrachten wäre. Zu entscheiden bleibt hingegen, ob die 
Dachlukarne und das Fenster an der Westfassade zu Recht erbaut worden sind.

3.a) Die Vorinstanz hat den Rückbau der Dachlukarne sowie des Fensters 
angeordnet. Sie hat ausgeführt, jeder Eigentümer sei gemäss Art. 641 Abs. 2 ZGB 
legitimiert, sich gegen Beeinträchtigungen seines Eigentums zur Wehr zu setzen, 
auch wenn diese durch einen Miteigentümer erfolge. Vorliegend seien 
gemeinschaftliche Teile beeinträchtigt worden. Veränderungen an 
gemeinschaftlichen Bauteilen dürften von Stockwerkeigentümern aber nach dem 
Benützungs- und Verwaltungsreglement, welches in Wiederholung von Art. 712a 
Abs. 2 ZGB eine unmittelbare gesetzliche Eigentumsbeschränkung wiedergebe, 
nicht vorgenommen werden. Dies gelte insbesondere für die Dachlukarne und den 
Neueinbau des Fensters, welche in nicht im Sonderrecht stehene Bauteile 
eingreifen würden. A. hätte den Umbau nur ausführen dürfen, wenn er über die 
Zustimmung aller Stockwerkeigentümer verfügt hätte. Damit bestehe eine 
ungerechtfertigte Beeinträchtigung von I. B..

b) Der Berufungskläger liess anlässlich der mündlichen 
Berufungsverhandlung ausführen, das Rechtsbegehren des Klägers sei derart 
verfasst gewesen, dass es nicht habe durchgesetzt werden können. An dieser 
Einrede werde festgehalten. Es sei nicht Sache des Richters, dieses umzudeuten. 
In rechtlicher Hinsicht sei massgebend, ob für die Umbauarbeiten die Zustimmung 
der Stockwerkeigentümer vorliege. Soweit dies mit dem Zirkularbeschluss nicht 
geschehen sei, könne die Zustimmung durchaus später mit einer qualifizierten 
Mehrheit nachgeholt werden. Diese sei spätestens bei der ausserordentlichen 

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Generalversammlung vom 21. September 2001 erfolgt. Sowohl der Einbau des 
Fensters sowie auch die Dachlukarne würden eine Wertsteigerung darstellen und 
die Wirtschaftlichkeit und Gebrauchsfähigkeit der Wohnung des Berufungsklägers 
und letztlich auch der Stockwerkeigentümergemeinschaft erhöhen. Es handle sich 
dabei um nützliche bauliche Massnahmen im Sinne von Art. 647d ZGB. Verfehlt sei 
der Einwand der Einstimmigkeit im Sinne der Verschönerung und Bequemlichkeit 
der Massnahme. Die qualifizierte Mehrheit liege vor, wenn drei von fünf 
Stockwerkeigentümer mit einer Wertquote von insgesamt 611/1000 zugestimmt 
hätten. Betroffenen Stockwerkeigentümern stehe dagegen ein Vetorecht im Sinne 
von Art. 647d Abs. 2 ZGB zu. Der betroffene Stockwerkeigentümer müsse aber 
beweisen, dass die Ausbauarbeiten die Nutzung der Sache zum bisherigen Zweck 
erheblich und dauernd erschwerten oder die Sache unwirtschaftlich gemacht würde. 
Solches sei nicht der Fall. Eine Beeinträchtigung der Wohnung B. liege nicht vor. 
Dass die mögliche Einsehbarkeit des Balkons eine Gebrauchsminderung darstelle, 
sei spitzfindig, zumal der Balkon auch vom zweiten Stock aus einsehbar sei. Der 
Berufungskläger könne im Sinne der Verhältnismässigkeit höchstens dazu 
verpflichtet werden, den Rückbau derart vorzunehmen, dass das Fenster nicht 
geöffnet werden könne. K. B. habe sich in ihrer Zeugenaussage ohnehin nicht auf 
die Einsehbarkeit, sondern auf die Abhörbarkeit der Gespräche berufen. Der 
Berufungsbeklagte habe die dauernde Beeinträchtigung seines Nutzungs- und 
Gebrauchsrechts seiner Wohnung weder behauptet noch bewiesen. Er habe nur 
das äussere Erscheinungsbild der Stockwerkeigentumsliegenschaft bemängelt. 
Das klägerische Rechtsbegehren sei im Übrigen aufgrund seiner Formulierung gar 
nicht durchsetzbar. Eventualiter stellte sich der Berufungskläger auf den 
Standpunkt, dass ihm ein Überbaurecht nach Art. 674 ZGB zustehe, welches er 
einredeweise geltend mache. Art. 674 Abs. 3 ZGB schliesse ein solches zwar aus, 
wenn der beeinträchtigte Nachbar rechtzeitig Einsprache erhebe. Nach dem Umbau 
im Frühling/Frühsommer 2001 habe der Berufungsbeklagte indessen erst im 
September 2001 interveniert, was nicht mehr rechtzeitig sei. Die Einsprachefrist 
gegen das Baugesuch sei ebenfalls verwirkt worden. Der Überbau sei gutgläubig 
erfolgt, zumal der Berufungskläger sich gutgläubig auf den Zirkulationsbeschluss 
habe berufen können und die Hausverwaltung auch nach Erteilung der 
Baubewilligung nichts von sich habe hören lassen. Der Berufungskläger habe davon 
ausgehen dürfen, dass sein Nachbar die Opposition aufgegeben habe. Beim 
Überbaurecht zu würdigen seien die besonderen Umstände. Es sei eine 
Interessenabwägung vorzunehmen. Die Nachteile für den Berufungsbeklagten 
seien marginal. Es frage sich, ob nicht gar ein Rechtsmissbrauch von Seiten von I. 

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B. vorliege, wenn dieser erst interveniert habe, als die Umbauten bereits ausgeführt 
worden seien.

c) Der Berufungsbeklagte liess anlässlich der mündlichen 
Berufungsverhandlung entgegnen, es gelte der Grundsatz der Unantastbarkeit der 
elementarsten Gebäudeteile. Die Dachlukarne und das Fenster würden die 
konstruktive Gliederung, die Festigkeit des Gebäudes und die architektonische 
Konzeption des Hauses verändern. Im Zweifelsfall sei zu Gunsten des bestehenden 
Zustandes auszugehen. Kein Stockwerkeigentümer könne von sich aus 
Änderungen an der äusseren Sache vornehmen. Im Benützungsreglement sei 
ausdrücklich eine Unterlassungspflicht statuiert, die einer unmittelbaren 
gesetzlichen Eigentumsbeschränkung gleichkomme. Der Berufungskläger habe 
von Anfang an um die Bedeutung dieser Vorschriften gewusst und die 
Einstimmigkeit gekannt. Er habe auch gewusst, dass die Miteigentümer F. die 
Zustimmung nur unter bestimmten Voraussetzung abgegeben hätten. Ebenso habe 
er die Praxis und Übung in der Stockwerkeigentümergemeinschaft gekannt, habe 
doch vor Jahren ein Eigentümer an der Ostfassade einen Balken bauen wollen. 
Wenn der Berufungskläger sich auf einen nachträglichen Beschluss für eine 
nützliche Baute nach Art. 647d ZGB berufe, so sei im Zweifelsfall eine luxuriöse 
Baute anzunehmen. Dazu seien verschiedene Kriterien massgebend, nämlich der 
Sachnutzen der Betroffenen, welcher vorliegend nur für den Beklagten zutreffe, die 
Wertsteigerung, welche im konkreten Fall nur dem Berufungskläger zukomme 
sowie Unterhalts-, Wiederherstellungs- und Erneuerungsarbeiten nach dem 
Wortlaut von Art. 647d ZGB, nicht aber Neubauten. Das Reglement habe die 
Arbeiten ebenfalls geregelt. Vorliegend sei wegen des grösseren 
Minderheitenschutzes auf eine luxuriöse Massnahme zu schliessen. Selbst 
andernfalls sei das Vetorecht nach Art. 647d Abs. 2 ZGB zu beachten. Es liege eine 
dauernde und erhebliche Beeinträchtigung von I. B. vor. Aus einer ruhigen und 
abgesonderten Dachwohnung sei mit dem Umbau eine normale Ferienwohnung mit 
erheblicher Mehrbelastung geworden.

4. Soweit der Berufungskläger wie bereits vor der Vorinstanz das 
Klagebegehren des Berufungsbeklagten als ungenügend qualifiziert, so ist mit der 
Vorinstanz festzuhalten, dass das klägerische Rechtsbegehren dem 
Berufungskläger fraglos vor Augen gehalten hat, was der Berufungsbeklagte damit 
bezwecken will, nämlich die Beseitigung der vom Berufungskläger erstellten 
Dachlukarne und des Fensters an der Westfassade. Der Kläger hat ausgeführt, 
dass die ohne Zustimmung der Stockwerkeigentümer erstellten Umbauten in den 

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ursprünglichen Zustand zu versetzen seien. Seine Begehren sind für den 
Prozessgegner letztlich klar erkennbar. Eine andere Auffassung würde, wie die 
Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, einen überspitzten Formalismus darstellen. Ob 
für die fragliche Umbaute eine genügende Zustimmung besteht, ist für die 
Zulässigkeit des Rechtsbegehrens nicht relevant (vgl. dazu PKG 1987 Nr. 2).

5. Nach Art. 641 Abs. 2 ZGB hat, wer Eigentümer einer Sache ist, das Recht, 
jede ungerechtfertigte Einwirkung abzuwehren. Er kann dazu die Beseitigung einer 
bestehenden Störung durch die Wiederherstellung des früheren Zustandes oder die 
Unterlassung einer künftigen Störung verlangen. Nicht jeder Eingriff berechtigt 
indessen den Eigentümer zur Abwehr, sondern nur derjenige, welcher als 
ungerechtfertigt qualifiziert werden kann (Meier-Hayoz, Berner Kommentar zum 
schweizerischen Privatrecht, Bd. IV, 1. Abteilung, 1. Teilband, Art. 641 - 654 ZGB, 
5. Aufl., Bern 1981, N 100 zu Art. 641 ZGB). Ob der durch die Einwirkung dem 
Eigentümer zugefügte Nachteil unverhältnismässig geringer ist als die dem Störer 
entstehenden Kosten der Behebung, ist nicht beachtlich. Eine solche 
Interessenabwägung ist nicht vorzunehmen (vgl. BGE 68 II 374; Meier-Hayoz, 
Berner Kommentar, N 105 zu Art. 641 ZGB). Zur Klage legitimiert ist der 
beeinträchtigte Eigentümer von Grundstücken. Darunter fallen auch 
Stockwerkeigentümer oder gewöhnliche Miteigentümer, selbst wenn die Störung 
von anderen Miteigentümern ausgeht (Meier-Hayoz, Berner Kommentar, N 91 f. zu 
Art. 641 ZGB, N 100 zu Art. 646 ZGB; Wiegand, Basler Kommentar zum 
Schweizerischen Privatrecht, Zivilgesetzbuch II, Art. 457 - 977 ZGB, Art. 1 - 61 
SchlT ZGB, 2. Aufl., Basel 2003, N 59 zu Art. 641 ZGB). Der Berufungsbeklagte hat 
vor der Vorinstanz die Beseitigung unter anderem der Dachlukarne sowie des in die 
Westfassade eingebauten Fensters beantragt. Die Vorinstanz hat diese alsdann 
angeordnet. Dies ist nur dann zu Recht erfolgt, wenn die entsprechenden baulichen 
Massnahmen zu Unrecht umgesetzt wurden und in die Rechte des 
Berufungsbeklagten als Stockwerkeigentümer eingegriffen wurde.

6.a) Nach Art. 712a Abs. 1 ZGB ist Stockwerkeigentum der 
Miteigentumsanteil an einem Grundstück, der dem Miteigentümer das Sonderrecht 
gibt, bestimmte Teile eines Gebäudes ausschliesslich zu benutzen und innen 
auszubauen. Der Stockwerkeigentümer ist in der Verwaltung, Benutzung und 
baulichen Ausgestaltung seiner eigenen Räume frei, darf jedoch keinem anderen 
Stockwerkeigentümer die Ausübung des gleichen Rechts erschweren und die 
gemeinschaftlichen Bauteile, Anlagen und Einrichtungen in keiner Weise 
beeinträchtigen (Art. 712a Abs. 2 ZGB). Der konkrete Umfang der sich aus dem 

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Sonderrecht ergebenden Befugnisse eines bestimmten Stockwerkeigentümers 
ergibt sich nicht bloss aus dem Gesetz, sondern kann auch im Errichtungsakt, im 
Reglement und allenfalls in der Hausordnung umschrieben werden (Bösch, Basler 
Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, a.a.O., N 5 zu Art. 712a ZGB). 
Welche Bauteile nicht als Sonderrecht ausgeschieden werden können und den in 
Art. 712a ZGB ausgeführten Beschränkungen unterliegen, wird in Art. 712b ZGB 
umschrieben. Bauteile, die für den festen Bestand, die konstruktive Gliederung und 
Festigkeit des Gebäudes oder der Räume anderer Stockwerkeigentümer von 
Bedeutung sind oder die die äussere Gestalt und das Aussehen bestimmen, sind 
gemeinschaftliche Bauteile (Art. 712b Abs. 2 Ziff. 2 ZGB). Mit der Regelung des 
Sonderrechts wird indessen bloss umschrieben, welche Befugnisse dem einzelnen 
Stockwerkeigentümer in der Ausübung seines Sonderrechts zukommen und wo 
deren Grenzen liegen. Dies bedeutet indessen entgegen der Auffassung der 
Vorinstanz noch nicht, dass in gemeinschaftliche Bauteile eingreifende bauliche 
Massnahmen durch einen Miteigentümer überhaupt nicht oder ausschliesslich unter 
Zustimmung sämtlicher Miteigentümer rechtens sind. Für die Zuständigkeit zu 
Verwaltungshandlungen und baulichen Massnahmen gelten nämlich nach der 
Verweisungsnorm von Art. 712g Abs. 1 ZGB die Bestimmungen über das 
Miteigentum (Art. 647 - 647e ZGB). Diese Bestimmungen wiederum können - 
ausschliesslich im Begründungsakt oder mit einstimmigem Beschluss aller 
Stockwerkeigentümer - durch eine andere Ordnung ersetzt werden, soweit sie es 
nicht selber ausschliessen (Art. 712g Abs. 2 ZGB). Art. 712g Abs. 1 ZGB verweist 
damit integral auf die Bestimmungen des gewöhnlichen Miteigentums von Art. 647 
bis 647e ZGB.

b) Die Bestimmungen über das gewöhnliche Miteigentum sehen hinsichtlich 
baulicher Massnahmen vor, dass notwendige Unterhalts-, Erneuerungs- und 
Umbauarbeiten, die für die Erhaltung des Wertes und der Gebrauchsfähigkeit der 
Sache nötig sind, mit Zustimmung der Mehrheit aller Miteigentümer ausgeführt 
werden dürfen (Art. 647c Abs. 1 ZGB), es für Erneuerungs- und Umbauarbeiten, die 
eine Wertsteigerung oder Verbesserung der Wirtschaftlichkeit oder 
Gebrauchsfähigkeit der Sache bezwecken, der Zustimmung der Mehrheit aller 
Mitglieder, die zugleich den grösseren Teil der Sache vertritt, bedarf (Art. 647d Abs. 
1 ZGB) und schliesslich der Verschönerung und Bequemlichkeit dienende 
Bauarbeiten nur mit Zustimmung aller Miteigentümer ausgeführt werden dürfen (Art. 
647e Abs. 1 ZGB). Damit sind bei Bauarbeiten an gemeinschaftlichen Teilen je nach 
deren Natur unterschiedliche Mehrheitsverhältnisse notwendig. Entgegen der 
Auffassung der Vorinstanz bedarf es nicht in allen Fällen der Einstimmigkeit. Die 

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von der Vorinstanz genannte gesetzliche Eigentumsbeschränkung von Art. 712a f. 
ZGB bezieht sich demgegenüber auf die Befugnisse des Miteigentümers in der 
Ausübung seines Sonderrechts. Diese können sich nicht auf gemeinschaftliche 
Bauteile erstrecken. Strikt davon zu trennen sind Bauarbeiten an 
gemeinschaftlichen Bauteilen. Diese unterstehen der Ordnung von Art. 647c ff. ZGB 
sowie einer allfällig im Sinne von Art. 712g Abs. 2 ZGB abgeänderten Regelung.

c) Bei den vom Berufungsbeklagten beanstandeten Bauarbeiten handelt es 
sich nicht um Fragen der ungestörten Ausübung des Sonderrechts, sondern um 
einen baulichen Eingriff in gemeinschaftliche Bauteile. Dessen Zulässigkeit richtet 
sich nach den in Art. 647c ff. ZGB aufgeführten Voraussetzungen. Es kann 
entgegen der Vorinstanz nicht gesagt werden, es bedürfe dafür zum Vornherein der 
Einstimmigkeit. Entscheidend ist vielmehr, welcher Art der in Art. 647c ff. ZGB 
genannten Bauarbeiten die vorliegenden Eingriffe zuzuordnen sind und ob die 
Stockwerkeigentümer in ihrem Reglement diesbezüglich allenfalls vom Gesetz 
abweichende Kompetenzordnungen getroffen haben.

7.a) Soweit zu prüfen ist, ob die Stockwerkeigentümergemeinschaft andere 
Kompetenzordnungen kennt, ist auf deren Benutzungs- und Verwaltungsreglement 
hinzuweisen. Dieses regelt in Kapitel 2 und 3 die Benützung der gemeinschaftlichen 
Teile und der den Sondereigentümern zu Sonderrecht zustehenden Teile. Die 
Vorinstanz hat zur Prüfung der Zuständigkeit der baulichen Vorhaben insbesondere 
auf Art. 9 Abs. 1 und auf Art. 13 Abs. 1 lit. d des Reglementes abgestellt, der 
Berufungsbeklagte zusätzlich auf Ziff. 5. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die 
Regelung zur Erstellung notwendiger, nützlicher oder luxuriöser Bauten, sondern 
um die Festlegung beziehungsweise Abgrenzung des Sonderrechts gegenüber den 
gemeinschaftlichen Teilen. In Art. 9 und 13 werden dem einzelnen 
Stockwerkeigentümer Schranken in der Benützung auferlegt. Insbesondere wird 
festgehalten, dass ein Stockwerkeigentümer die gemeinschaftlichen Teile nicht 
derart benützen darf, dass er sie von sich aus verändert. Diese Bestimmung lehnt 
sich klar an Art. 712a Abs. 2 ZGB an und zeigt jedem Stockwerkeigentümer die 
Schranken auf, innerhalb welcher er sich kraft seiner Stellung als Miteigentümer und 
Inhaber eines Sonderrechts alleine bewegen darf. Nicht geregelt wird damit die 
Zuständigkeit respektive das Quorum, mit welchem einem Bauvorhaben, welches 
gemeinschaftliche Teile betrifft, zugestimmt werden muss. Dies geht insbesondere 
aus Art. 36 lit. f und Art. 37 lit. b des Reglements hervor, nach welchen es für 
Erneuerungs- und Umbauarbeiten, die eine Wertsteigerung oder Verbesserung der 
Wirtschaftlichkeit oder Gebrauchsfähigkeit der Sache bezwecken, eine qualifizierte 

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Mehrheit im Sinne der Mehrheit aller Stockwerkeigentümer und gleichzeitig der 
Mehrheit der Anteile bedarf, während für luxuriöse Aufwendungen Einstimmigkeit 
erforderlich ist. Damit knüpft das Stockwerkeigentümerreglement diesbezüglich 
uneingeschränkt an die gesetzliche Ordnung von Art. 647d (nützliche 
Aufwendungen) und Art. 647e ZGB (luxuriöse Aufwendungen) an und ist für die 
Beurteilung der Zulässigkeit der Bauarbeiten respektive der dafür erforderlichen 
Zustimmung auf die gesetzlichen Bestimmungen über das gewöhnliche 
Miteigentum abzustellen.

b) Gegenstand der gerichtlichen Beurteilung sind die eingebaute 
Dachlukarne sowie ein in die Westfassade eingebautes Fenster im neu 
geschaffenen Wohnraum. Bezüglich der Wohnraumerweiterung wurde das 
vorinstanzliche Urteil nicht angefochten. Weil es sich bei den durchgeführten 
Bauarbeiten fraglos nicht um notwendige bauliche Massnahmen handelt, ist 
entsprechend den Vorbringen der Parteien festzustellen, ob die ausgeführten 
Bauarbeiten als nützliche oder gar luxuriöse Aufwendungen zu verstehen sind.

c) Nützliche Aufwendungen sind Erneuerungs- und Umbauarbeiten, die eine 
Wertsteigerung oder Verbesserung der Wirtschaftlichkeit oder Gebrauchsfähigkeit 
der Sache bezwecken. Die Arbeiten sind in diesem Hinblick vorzunehmen. Selbst 
Neubauten können entgegen der Auffassung des Berufungsbeklagten ebenfalls 
darunter fallen und entsprechend beschlossen werden (Brunner/ Wichtermann, 
Basler Kommentar, a.a.O., N 5 zu Art. 647d ZGB). Luxuriöse Bauarbeiten sind 
solche, die lediglich der Verschönerung, der Ansehnlichkeit der Sache oder der 
Bequemlichkeit im Gebrauch dienen. Die Abgrenzung der nützlichen zu den 
luxuriösen Massnahmen ist unter diesem Gesichtspunkt nicht immer einfach. Ein 
für den Gebrauch der Sache absolut unnötiger Um- und Einbau kann den 
Verkehrswert erheblich steigern, ebenfalls die künstlerische Gestaltung einer 
Sache. Zur Zuordnung nur beschränkt brauchbar ist die Unterscheidung zwischen 
Verbesserung der Gebrauchsfähigkeit der Sache und Steigerung der reinen 
Bequemlichkeit, da sich auch das bloss Angenehme wertsteigernd auswirken kann 
(Brunner/Wichtermann, Basler Kommentar, N 7 zu Art. 647d ZGB). Die betreffenden 
Massnahmen bzw. die widerstreitenden Zuordnungskriterien sind in solchen Fällen 
am Kriterium von getätigten Investitionen und objektiver Verbesserung der Sache 
zu messen. Ist das Verhältnis zwischen der Investition und der Wertsteigerung 
günstig, das heisst sind beide Werte möglichst identisch, ist von einer nützlichen 
Baute auszugehen. Sind die Kosten der Arbeiten im Vergleich zur erreichten 
Steigerung hoch, ist eher von einer luxuriösen Massnahme auszugehen (Meier-

13

Hayoz, Berner Kommentar, N 2 zu Art. 647e ZGB). Zwar kann auch die Realisierung 
von luxuriösen Baumassnahmen den Sachwert steigern. Jedoch darf die 
Wertsteigerung nicht der Investition entsprechen. Je höher diese im Vergleich zum 
geschaffenen Mehrwert ist, desto eher liegt eine luxuriöse bauliche Massnahme vor. 
Bei ihr ist die Wertsteigerung primär affektiver Art (Meier-Hayoz, a.a.O., N 1 f. zu 
Art. 647e ZGB; Brunner/Wichtermann, Basler Kommentar, N 1 und 3 ff. zu Art. 647e 
ZGB). Als Beispiele für nützliche bauliche Massnahmen werden in Literatur und 
Rechtsprechung Um-, Aus- und Anbau von Gebäuden aller Art, Abbruch und 
Neubau eines Gebäudes unter Beibehaltung des Zwecks genannt, etwa die 
Aufstockung eines Gebäudes, der Ausbau von abgeschrägten Dachzimmern, unter 
Umständen auch ein Fensterdurchbruch, das Ausgraben von Kellerräumen zum 
Zwecke einer Kantine, ebenfalls die Aufstockung eines Gebäudes durch den 
obersten Stockwerkeigentümer (vgl. Friedrich, Das Stockwerkeigentum, 2. Aufl., 
Bern 1972, N 11 zu § 25; Meier-Hayoz, Berner Kommentar, N 16 ff. zu Art. 647d 
ZGB; Brunner/Wichtermann, Basler Kommentar, N 8 zu Art. 647d ZGB). Beispiele 
für luxuriöse Bauten sind etwa der Einbau eines Luxusbads, die Erstellung eines 
Springbrunnens, die Auskleidung mit Marmor, die Anlage eines Dachgartens 
(Meier-Hayoz, Berner Kommentar, N 4 zu Art. 647e ZGB). Das Kantonsgericht 
Graubünden qualifizierte in PKG 1996 Nr. 7 die Erstellung eines weiteren Zuganges 
mit Aussentreppe, eines zusätzlichen Fensters und einer Dachlukarne durch einen 
Stockwerkeigentümer klar als nützliche bauliche Massnahme und nicht als luxuriöse 
Aufwendung. Unbeachtlich ist bei der Beurteilung einer baulichen Massnahme, ob 
- ebenso wie bei der obgenannten Aufstockung durch einen Stockwerkeigentümer 
oder bei dem in PKG 1996 Nr. 7 behandelten Fall - die Umbaute in erster Linie dem 
Gebrauch des betroffenen Stockwerkeigentümers dient. Massgebend ist vielmehr 
ob eine Wertsteigerung damit auch bei der gesamten Liegenschaft zu verzeichnen 
ist.

d) Die vorliegend erstellte Dachlukarne sowie das in die Westfassade 
eingebaute Fenster sind als nützliche Aufwendungen im Sinne von Art. 647d Abs. 
1 ZGB zu qualifizieren. Zwar liegt es auf der Hand, dass eine Dachlukarne, ein 
Fenster und ein - vorliegend nicht mehr angefochtener - erweiterter Wohnraum den 
Gebrauch der Sache durchaus auch bequemer machen. Wesentlich verbessert 
wurde aber vor allem die Gebrauchsfähigkeit der Wohnung, welche mit dem 
weiteren Raum, der Dachlukarne, dem neuen Fenster und dem damit verbundenen 
Lichteinfall erheblich erhöht wurde. Mit dem Ausbau der Wohnung des 
Berufungsklägers ist zudem fraglos eine Wertsteigerung der 
Stockwerkeigentumseinheit verbunden. Diese führt im gleichen Umfang zu einer 

14

Wertsteigerung der gesamten Liegenschaft, weil sich deren Wert aus der Summe 
der Werte der einzelnen Stockwerkeigentumseinheiten ergibt. Es kann unter diesen 
Umständen nicht gesagt werden, der Ausbau der Wohnung des Berufungsklägers 
durch eine Dachlukarne und ein Fenster diene lediglich der Verschönerung der 
Sache oder der Bequemlichkeit im Gebrauch. Vergleicht man den Umbau mit den 
greifbaren Präjudizien - insbesondere des Kantonsgerichts gemäss PKG 1996 Nr. 
7 -, liegt fraglos ein Anwendungsfall von Art. 647d ZGB und nicht ein solcher von 
Art. 647e ZGB vor. Nichts an der Qualifikation als nützliche bauliche Massnahme 
kann wie erwähnt ändern, dass deren Nutzen praktisch ausschliesslich dem 
Berufungskläger zukommt. Nicht zuletzt ist dieser auch für die Kosten der baulichen 
Massnahmen aufgekommen.

8.a) Stellen die Dachlukarne und das Fenster an der Westfassade nützliche 
Aufwendungen dar, war gemäss Art. 647d Abs. 1 ZGB die Zustimmung der Mehrheit 
aller Miteigentümer notwendig, die zugleich den grösseren Teil der Sache vertritt. 
Damit ist ein sogenanntes qualifiziertes Mehr für die Zulässigkeit nützlicher Bauten 
notwendig. Ist dieses nicht zustande gekommen, wurden die Dachlukarne sowie 
das Fenster zu Unrecht erstellt. 

b) Wie die Beschlussfassung der Stockwerkeigentümergemeinschaft 
zustande zu kommen hat, ist im Gesetz nicht ausdrücklich geregelt. Aufgrund des 
Legalverweises von Art. 712m Abs. 2 ZGB ist auf das Vereinsrecht zurückzugreifen. 
Beschlüsse von Stockwerkeigentumsgemeinschaften sind grundsätzlich in der 
Stockwerkeigentümerversammlung zu fassen. Allerdings ist es möglich, im 
Reglement oder im Begründungsakt die Zulässigkeit vor Zirkulationsbeschlüssen 
oder von Urabstimmungen vorzusehen. Nach Art. 712m Abs. 2 ZGB in Verbindung 
mit Art. 66 Abs. 2 ZGB ist die schriftliche Zustimmung aller Mitglieder zu einem 
Antrag einem Beschluss der Versammlung gleichgestellt. Es müssen sich aber 
sämtliche Stockwerkeigentümer in einer schriftlichen Beschlussfassung einig sein; 
verweigert auch nur ein einziger seine Stimme, muss eine Versammlung abgehalten 
werden (Rey, Schweizerisches Stockwerkeigentum, 2. Aufl., Zürich 2001, N 333; 
Meier-Hayoz/Rey, Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bd. IV, 1. 
Abteilung, 5. Teilband, Art. 712a - 712t ZGB, Bern 1988, N 118 zu Art. 712m ZGB). 
Zustande gekommen ist ein Zirkulationsbeschluss im Moment, in welchem die letzte 
Zustimmungserklärung eingegangen ist. Mit anderen Worten bedarf ein 
Zirkularbeschluss - unabhängig von der gesetzlichen Kompetenzordnung - der 
Zustimmung sämtlicher Stockwerkeigentümer (PKG 1995 Nr. 18). Im Reglement 
der Stockwerkeigentümergemeinschaft findet sich eine entsprechende Regelung. 

15

So können Beschlüsse der Eigentümerversammlung auch auf dem Weg der 
schriftlichen Zustimmung zu einem gestellten Antrag gefasst werden, sofern nicht 
ein Eigentümer die mündliche Beratung verlangt (Art. 30 Abs. 1). Stimmen alle 
Stockwerkeigentümer vor dem Versammlungstage schriftlich den Anträgen zu, die 
in der Einladung zur Eigentümerversammlung aufgeführt sind, unterbleibt die 
Versammlung.

c) Ein Zirkulationsbeschluss ist vorliegend nicht zustande gekommen. Die 
Stockwerkeigentümer sind mit Schreiben vom 13. März 2000 von der G. über die 
Umbaupläne des Berufungsklägers informiert und zu einer Stellungnahme innert 
zwei Wochen aufgefordert worden. Bereits mit Schreiben vom 22. März 2000 
verweigerte der Berufungsbeklagte seine Zustimmung zum Umbauprojekt. Damit 
fehlten die Voraussetzungen für einen Zirkulationsbeschluss zum vornherein. 
Selbst der Berufungskläger hat in seinem Schreiben vom 18. Mai 2000 an den 
Berufungsbeklagten festgehalten, dass das Umbauvorhaben damit blockiert sei. 
Eine Anfechtung des Beschlusses im Sinne von Art. 75 ZGB durch den 
Berufungsbeklagten war nicht erforderlich, da ein genügender Beschluss auf dem 
Zirkulationsweg gar nie zustande gekommen war. Es fehlte zum vornherein an 
einem Anfechtungsobjekt und es kann nicht angehen, in einem solchen Fall den die 
Zustimmung verweigernden Stockwerkeigentümer zusätzlich noch auf den 
gerichtlichen Weg zu zwingen (vgl. auch Rey, a.a.O., N 344).

d) Der Berufungskläger führt indessen zutreffend aus, dass einem 
Stockwerkeigentümer die Zustimmung zu einer bereits erstellten nützlichen Baute 
im Rahmen eines ordentlichen Beschlusses nachträglich erteilt werden kann. 
Vorliegend wurde am 21. September 2001 eine ausserordentliche 
Stockwerkeigentümerversammlung abgehalten. Wie dem Protokoll zu entnehmen 
ist, bildete der Ausbau der Wohnung des Berufungsklägers dabei das 
Haupttraktandum der Sitzung. Anwesend waren dabei vier von fünf 
Stockwerkeigentümern mit Wertquoten von insgesamt 811/1000. In der 
Versammlung liess der Miteigentümer E. mit Vollmacht mitteilen, dass er gegen den 
Ausbau keine Einwendungen habe. Die Miteigentümer F. erachteten die 
Dachlukarne zwar als nicht sehr schön, verzichteten jedoch im Sinne des guten 
Einvernehmens auf eine Klage und gaben auf diese Weise ihre Zustimmung zu den 
durchgeführten baulichen Massnahmen. Einzig der Berufungsbeklagte hielt an der 
Stockwerkeigentümerversammlung an seinem Widerspruch gegen die Bauarbeiten 
fest. Damit aber sprachen sich mit dem Miteigentümer E., welcher zwei 
Miteigentumsanteile à 239/1000 hat, sowie den Miteigentümern F., welche eine 

16

Wertquote von 133/1000 vertreten, die Mehrheit der Stockwerkeigentümer, welche 
zugleich auch die Mehrheit der Miteigentumsanteile besitzt, für die Bauarbeiten aus. 
Das nach Art. 647d Abs. 1 ZGB an einer Versammlung erforderliche qualifizierte 
Mehr wurde damit an der Stockwerkeigentümerversammlung vom 21. September 
2001 erreicht. Dass im Protokoll dies nicht als eigentlicher formeller Beschluss 
festgehalten wurde, kann daran nichts ändern, weil aus dem Wortlaut des Protokolls 
unmissverständlich hervor geht, dass die Mehrheit der Stockwerkeigentümer 
beschloss, die durchgeführten Bauarbeiten zu akzeptieren.

9.a) Damit kann indessen noch nicht abschliessend über die Zulässigkeit der 
beiden baulichen Massnahmen befunden werden. Nach Art. 647d Abs. 2 ZGB 
können Änderungen, die einem Miteigentümer den Gebrauch oder die Benutzung 
der Sache zum bisherigen Zweck erheblich und dauernd erschweren oder 
unwirtschaftlich machen, nicht ohne seine Zustimmung durchgeführt werden. Mit 
anderen Worten kommt jedem einzelnen Miteigentümer bei übermässiger 
Belastung seiner Sache ein Vetorecht zu. In diesen Fällen soll der Miteigentümer 
nicht schutzlos dem Willen der Mehrheit ausgeliefert sein (Brunner/Wichtermann, 
Basler Kommentar, N 11 zu Art. 647d ZGB). Art. 647d Abs. 2 ZGB ist zwingender 
Natur und kann von der Gemeinschaft nicht abgeändert werden. 

b) Die übermässige Belastung muss für den einzelnen Miteigentümer im 
Vergleich zu den anderen Gemeinschaftern unverhältnismässig sein. Wie der 
Berufungskläger in der mündlichen Hauptverhandlung zutreffend darlegen liess, 
beeinträchtigt der Dachlukarnenaufbau den Berufungsbeklagten als Miteigentümer 
nicht übermässig. Der Berufungsbeklagte hat nicht dargetan, inwiefern die 
Dachlukarne die Benützung seiner Wohnung dauernd und erheblich erschwert oder 
seine Sache gar unwirtschaftlich macht. Die in den Akten befindlichen Fotos der 
Dachlukarne zeigen, dass diese auf der Südseite des Daches erstellt wurde und 
von der Wohnung des Berufungsbeklagten gar nicht einsehbar ist. Ob die 
Dachaufbaute für den Berufungsbeklagten in ästhetischer Hinsicht beeinträchtigend 
wirkt, ist in diesem Zusammenhang nicht zu beurteilen. Solches hätte auf die 
Benützung der Sache zum bisherigen Zweck oder auf deren Wirtschaftlichkeit im 
konkreten Fall fraglos keinen Einfluss. Überdies würde eine ästhetische 
Beeinträchtigung die übrigen Miteigentümer in gleichem Masse treffen, da sie von 
der Wohnung des Berufungsbeklagten nicht besser einsehbar ist als von den 
Wohnungen der anderen Miteigentümer. Die Voraussetzungen für die Einsprache 
nach Art. 647d Abs. 2 ZGB sind daher klarerweise nicht gegeben. Die Vorinstanz 
hat die Beseitigung der Dachlukarne vielmehr zu Unrecht angeordnet. Die dagegen 

17

erhobene Berufung ist daher in diesem Punkt gutzuheissen und die Klage des 
Berufungsbeklagten ist abzuweisen.

10.a) Was das eingebaute Fenster betrifft, so führt der Berufungskläger aus, 
der Berufungsbeklagte habe die dauernde Beeinträchtigung seines Nutzungs- und 
Gebrauchsrechtes gemäss Art. 647d Abs. 2 ZGB gar nicht behauptet, wenn er in 
seiner Rechtsschrift das Fenster an der Westfassade als nicht passend und fehl am 
Platz beschrieben und somit einzig das äussere Erscheinungsbild der 
Stockwerkeigentumsliegenschaft, nicht aber Einschränkungen im Nutzungs- und 
Gebrauchswert bemängelt habe. Folglich sei er damit seiner Behauptungslast nicht 
nachgekommen und könne der Vorhalt gar nicht mehr Gegenstand des 
vorliegenden Verfahrens sein. Dies trifft nicht. Zwar hat der Berufungsbeklagte in 
der Tat das äussere Erscheinungsbild der Westfassade bemängelt. In Ziff. 6 seiner 
Prozesseingabe vom 5. Februar 2002 hat er aber klar ausgeführt, dass das Fenster 
zu weit an seinen Balkon herangebaut worden sei, was ihn beim Aufenthalt auf dem 
Balkon störe und ihn in seiner Bewegungsfreiheit einenge. Damit hat er aber 
genügend behauptet, worin er die Nachteile des eingebauten Fensters sehe und ist 
insbesondere mit Bezug auf das Vetorecht betreffend die Beeinträchtigung des 
Balkons zu seinem Gebrauch der Behauptungslast genügend nachgekommen.

b) Aus den Akten ist ersichtlich, dass sich nach dem vorinstanzlichen 
Augenschein die Richter von der räumlichen Nähe des eingebauten Fensters zum 
Balkon des Berufungsbeklagten haben überzeugen können. Das Fenster sei 
offensichtlich nur geschaffen worden, um dem Naturlicht Einlass zu gewähren. Um 
auf den Balkon des Berufungsbeklagten Einsicht zu nehmen, reiche es aus, sich an 
die linke Ecke des Fensters zu stellen und hinauszublicken. Nach den klägerischen 
Fotos befindet sich das neue Fenster in der Tat unmittelbar neben dem Balkon des 
Berufungsbeklagten und besteht kaum ein Abstand zum Balkongeländer. Es ist 
fraglos ohne weiteres möglich, auf einen Teil des Balkons Einsicht zu nehmen und 
ohne jeglichen Aufwand beobachten zu können, was sich auf dem Balkon ereignet. 
Hält sich der Berufungsbeklagte im fraglichen Teil des Balkons auf, kann er mit 
anderen Worten von der Wohnung des Berufungsklägers jederzeit beobachtet 
werden. Ebenso ist es ohne weiteres möglich, die Ereignisse auf dem Balkon 
akkustisch mitzuverfolgen. Es fragt sich dabei, ob diese Umstände dem 
Berufungsbeklagten den Gebrauch oder die Benutzung der Sache zum bisherigen 
Zweck erheblich und dauernd erschweren oder unwirtschaftlich machen und die 
Voraussetzungen des Vetorechts nach Art. 647d Abs. 2 ZGB gegeben sind. 

18

c) Eine dauernde Beeinträchtigung des Gebrauchs des Balkons des 
Berufungsbeklagten besteht fraglos. Dem Berufungskläger wird es jederzeit 
möglich sein, auf den Balkon des Berufungsbeklagten Einsicht zu nehmen. 
Massgebend ist daher, ob eine erhebliche Erschwerung im Gebrauch des Balkons 
vorliegt. Auch dies ist aufgrund der Umstände zu bejahen. Festzuhalten ist dabei, 
dass der Balkon des Berufungsbeklagten bis anhin aus der Wohnung des 
Berufungsklägers nicht hat eingesehen werden können und der Aufenthalt im 
fraglichen Bereich dem Berufungsbeklagten und den anderen Benützern der 
Wohnung gegenüber den Benützern der benachbarten Wohnung eine gewisse 
Intimsphäre garantierte. Diese geht ihm gegenüber dem Berufungskläger nun ab, 
nachdem über das neue Fenster von der Wohnung jederzeit auf zumindest einen 
Teil des Balkons unmittelbar eingesehen werden kann, wenn sich eine Person auf 
die linke Seite des Fensters hinstellt. Damit kann der Berufungsbeklagte sich auf 
seinem Balkon entgegen der bisherigen Konstellation nicht mehr ohne weiteres 
ungestört fühlen und muss damit rechnen, von den Nachbarn aus nächster Nähe 
beobachtet zu werden. Die bisherige Gebrauchsfähigkeit des Balkons ist daher für 
den Berufungsbeklagten mit Bezug auf die Einsehbarkeit aus der Wohnung des 
Berufungsklägers und der damit verbundenen Einschränkung in der Intimsphäre 
nachvollziehbar erheblich eingeschränkt. Festzuhalten ist, dass sich auch die 
Zeugin K. B. durch die Nähe des Fensters durchaus in ihrer Intimsphäre 
beeinträchtigt fühlt. Dies bedeute für sie die gravierendste Störung des Umbaus. 
Soweit der Berufungskläger geltend machen lässt, der Balkon sei vom Balkon des 
zweiten Stocks ohnehin einsehbar, so ist festzuhalten, dass nach den eingereichten 
Fotos (KB 10, BB 11) der Balkon zwar von dem einen Stock tiefer und rechtwinklig 
liegenden Balkon betrachtet werden kann. Auf den Balkon selber kann jedoch von 
unten nicht Einsicht genommen werden, weil das Geländer diesen gut abdeckt. Da 
auch eine grössere Distanz besteht als zum beanstandeten, unmittelbar 
anliegenden Fenster, ist die Beeinträchtigung vom unteren Balkon doch eine 
erheblich geringere und mit dem Fenster nicht vergleichbar. Sie war überdies - im 
Gegensatz zum neu erstellten Fenster - von allem Anfang an Teil der 
Gebrauchsfähigkeit des Balkons des Berufungsbeklagten. Zutreffend ist in diesem 
Zusammenhang, dass die Gespräche auf dem Balkon des Berufungsbeklagten 
durchaus auch von den anderen Balkonen mitgehört werden können und dieser 
Umstand folglich nicht entscheidend sein kann. Die unmittelbare Nähe des Fensters 
indessen verstärkt die bereits mit der unmittelbaren Einsehbarkeit festgestellte 
Beeinträchtigung und verstärkt das Gesamtbild einer klaren, dauernden und 
erheblichen Beeinträchtigung des Balkons der Berufungsbeklagten in seiner 
Benutzung zum bisherigen Zweck. 

19

d) Die Voraussetzungen für die Geltendmachung des Einwandes nach Art. 
647d Abs. 2 ZGB sind daher nach dem Gesagten entgegen der Ansicht des 
Berufungsklägers erfüllt. Es liegt eine Störung des in seinem Miteigentum durch Art. 
647d Abs. 2 ZGB geschützten Stockwerkeigentümers vor. Diese ist zu beseitigen. 
Nur am Rande sei erwähnt, dass es vorliegend einzig dem Berufungskläger möglich 
ist, vom Einbau des Fensters zu profitieren, während der Miteigentümer B. nur die 
Nachteile zu tragen hat und selbst kein entsprechendes Ausbaurecht für sich in 
Anspruch nehmen kann. Umso mehr erscheint es daher billig, die Anforderungen 
an eine dauernde und erhebliche Beeinträchtigung der Sache im Sinne von Art. 
647d Abs. 2 ZGB nicht übermässig streng anzusetzen.

e) Nicht zu hören ist der vom Berufungskläger unter Anrufung des 
Grundsatzes in maiore minus erst anlässlich der Berufungsverhandlung gestellte 
Eventualantrag der Montage eines Fenstergitters oder eines nicht zu öffnenden 
Fensters. Wie bereits erwähnt, beruht die erhebliche und dauernde 
Beeinträchtigung im Sinne von Art. 647d ZGB in der Einsehbarkeit des Balkons von 
der Wohnung des Berufungsklägers aus und nicht in der Tatsache, dass zwecks 
Einsichtnahme auf den Balkon das Fenster geöffnet und der Kopf hinausgestreckt 
werden müsste oder die Gespräche mitgehört werden können. Die Einsehbarkeit 
des Balkons bereits von der linken Ecke des Fensters aus wurde anlässlich des 
vorinstanzlichen Augenscheines festgestellt und vom Berufungskläger nicht 
beanstandet. Sie wird durch ein nicht zu öffnendes Fenster oder die Anbringung 
eines Fenstergitters fraglos nicht wesentlich geringer. Eine entsprechende 
Anordnung könnte daher an der Rechtmässigkeit des Vetorechts gemäss Art. 647d 
Abs. 2 ZGB nichts ändern. Ob das erst im Berufungsverfahren getätigte Vorbringen 
formell überhaupt zulässig ist und solches noch Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens sein kann, kann daher ebenso offen bleiben wie die Frage, ob der 
Berufungskläger überhaupt zu anderen, geringeren, vorliegend von ihm ohnehin 
nicht ausreichend dargelegten Rückbauten angehalten werden kann. Nach 
weiteren Lösungen Ausschau zu halten, kann im Übrigen nicht Aufgabe des 
Gerichts sein.

f) Was die Verhältnismässigkeit betrifft, so ist keine Interessenabwägung 
vorzunehmen, ob der durch die Einwirkung dem Eigentümer zugefügte Nachteil 
unverhältnismässig geringer ist als die dem Störer entstehenden Kosten der 
Behebung des Nachteils (vgl. BGE 68 II 374; Meier-Hayoz, Berner Kommentar, N 
105 zu Art. 641 ZGB). Der Berufungskläger kann sich daher für die Beibehaltung 

20

des eingebauten Fensters nicht dahingehend wehren, dass dessen Kosten im 
Vergleich zur Beeinträchtigung des Nachbars unverhältnismässig seien.

11.a) Der Berufungskläger macht schliesslich einredeweise ein 
Überbaurecht nach Art. 674 ZGB geltend und führt hiezu aus, die Einräumung eines 
Überbaurechts sei von der baulichen Anlage her ohne weiteres möglich. Zwar habe 
der Berufungsbeklagte anfänglich Opposition angemeldet, nach Erteilung der 
Baubewilligung durch die Gemeinde indessen nichts mehr von sich hören lassen. 
Der Umbau sei im Frühling und Frühsommer des Jahres 2001 erfolgt. Der 
Berufungsbeklagte habe erst am 4. September 2001 interveniert, was nicht mehr 
rechtzeitig sei. Wer so lange zuwarte, verwirke die Einsprachefrist. Unter 
Rechtzeitigkeit werde die 30-tägige Frist seit der Publikation oder die Zeit bis zum 
Beginn der Überbauarbeiten verstanden. Es könne sich auf das Überbaurecht 
berufen, wer gutgläubig sei. Die Gutgläubigkeit werde vermutet. Es sei 
nachvollziehbar, dass sich der Berufungskläger auf den Zirkulationsbeschluss 
abgestützt habe. Weil auch die Verwaltung es unterlassen habe, gestützt auf diese 
Baubewilligung die Rechtslage abzuklären, habe der Berufungskläger davon 
ausgehen dürfen, dass die Opposition aufgegeben worden sei. Es seien überdies 
die besonderen Umstände zu würdigen, eine Interessenabwägung sei 
vorzunehmen.

b) Nach Art. 674 Abs. 1 ZGB verbleiben Bauten und andere Vorrichtungen, 
die von einem Grundstücke auf ein anderes überragen, Bestandteil des 
Grundstückes, von dem sie ausgehen, wenn dessen Eigentümer auf ihren Bestand 
ein dingliches Recht hat. Ist ein Überbau unberechtigt und erhebt der Verletzte, 
trotzdem dies für ihn nicht erkennbar geworden ist, nicht rechtzeitig Einspruch, so 
kann, wenn es die Umstände rechtfertigen, dem Überbauenden, der sich in gutem 
Glauben befindet, gegen angemessene Entschädigung das dingliche Recht auf den 
Überbau oder das Eigentum am Boden zugewiesen werden (Art. 674 Abs. 3 ZGB). 
Was den guten Glauben anbetrifft, so soll durch dieses Erfordernis verhindert 
werden, dass ein Grundeigentümer, der wissentlich über die Grenze baut, auf die 
Untätigkeit des Nachbars spekuliert und daraus Nutzen zieht. Wenn auch das 
allgemeine Interesse für die Erhaltung aller einmal erstellten Bauten spricht, so geht 
es zu weit, wenn nur dieses Interesse gewahrt würde und auch einem Bauenden 
zuteil würde, welcher wegen seines Verschuldens nicht schutzwürdig ist (Meier-
Hayoz, Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bd. IV, 1. Abteilung, 
2. Teilband, Art. 655 - 679 ZGB, 3. Aufl., Bern 1974, N 65 zu Art. 674 ZGB). In gutem 
Glaube befindet sich der Überbauende, wenn er ohne grobe Fahrlässigkeit 

21

angenommen hat, dass er das Recht habe, zu bauen. Dabei macht es keinen 
Unterschied, ob er eine falsche Voraussetzung von der richtigen Grenze hatte oder 
aber ohne grobe Fahrlässigkeit angenommen hat, dass der Nachbar mit dem 
Überbau einverstanden sei. Der gute Glaube wird vermutet. Bei bösem Glauben 
des Überbauenden kann der Nachbar hingegen die Beseitigung des Überbaus 
selbst dann fordern, wenn er nicht oder nicht rechtzeitig Einspruch erhoben hat 
(Meier-Hayoz, Berner Kommentar, N 68 zu Art. 674 ZGB).

c) Vorliegend kann sich der Berufungskläger aufgrund der im Recht 
liegenden Beweise nicht auf den guten Glauben berufen. Der Berufungsbeklagte 
hat bereits gegenüber der Verwalterin mit Schreiben vom 22. März 2000 seine 
Zustimmung zu den Umbauplänen des Berufungsklägers verweigert, was dem 
Berufungsbeklagten zur Kenntnis gebracht wurde. Der Berufungskläger hat mit 
Schreiben vom 18. Mai 2000 selbst ausgeführt, dass der Berufungsbeklagte das 
Bauvorhaben blockiert habe. Mit Schreiben vom 30. Mai 2000 wiederholte der 
Berufungsbeklagte gegenüber dem Berufungskläger seine 
Zustimmungsverweigerung. Selbst der Berufungskläger ging damit im Jahre 2000 
von der Blockierung des Bauvorhabens aus und wusste, dass ein gleichwohl 
durchgeführter Ausbau gegen den Willen des Berufungsbeklagten geschah. Im 
Schreiben vom 31. Juli 2001 führte der Berufungskläger gar selbst aus, die 
Opposition des Berufungsbeklagten sei ihm wohl bekannt gewesen. Damit handelte 
der Berufungskläger beim Ausbau aber fraglos bösgläubig und er kann sich nicht 
auf ein Überbaurecht nach Art. 674 Abs. 3 ZGB berufen. Unerheblich ist daher, dass 
der Berufungsbeklagte keine Einsprache gegen das Baugesuch erhoben hat. 
Daraus durfte der Berufungskläger nicht mit gutem Glauben folgern, dass der 
Berufungsbeklagte den Widerstand inzwischen aufgegeben habe, zumal die 
Baubewilligung gerade noch vor den Korrespondenzbriefen des 
Berufungsbeklagten im Mai 2000 erteilt worden war (vgl. auch PKG 1994 Nr. 5). 
Ebenso wenig kann gesagt werden, dass sich der Berufungskläger gutgläubig auf 
einen Zirkularbeschluss hat berufen können, war ein solcher - infolge fehlender 
Zustimmung des Berufungsbeklagten - doch gar nie zustande gekommen. Wenn 
der Berufungskläger schliesslich vorbringt, der Berufungsbeklagte sei nach 
Entdecken des Umbaus nicht tätig geworden, so ist doch darauf hinzuweisen, dass 
dessen Ehefrau nach ihrer Anreise am 11. Juli 2001 den vorgenommenen Umbau 
entdeckt und umgehend die Verwalterin benachrichtigt hat. Diese wiederum setzte 
am darauffolgenden Tag den Berufungskläger davon in Kenntnis.

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d) Fehlt der gute Glauben aber offensichtlich, entfällt der Anspruch des 
Berufungsklägers auf ein entsprechendes Überbaurecht zum vornherein und 
braucht nicht beurteilt zu werden, ob die übrigen Voraussetzungen bestehen. Offen 
gelassen werden kann, ob ein Überbaurecht im vorliegenden Fall überhaupt 
einredeweise geltend gemacht werden könnte.

12. Der Berufungskläger wirft der Gegenpartei Rechtsmissbrauch vor, da 
diese erst interveniert habe, als die Bauten ausgeführt worden seien, obwohl der 
Berufungsbeklagte die Möglichkeit gehabt habe, sich zur Wehr zu setzen. Die 
Ausübung seines Rechts sei für ihn zumutbar gewesen, die Verzögerung dem 
Berufungskläger nun nachteilig. Letzterer habe in guten Treuen auf die Untätigkeit 
vertrauen dürfen. Dem ist nicht so. Wie bereits mehrfach erwähnt, hat sich der 
Berufungsbeklagte unmittelbar nach Bekanntwerden der Umbaupläne gegen diese 
gestellt und seinen Widerstand gegenüber dem Berufungskläger 
unmissverständlich kund getan. Er hat die Zustimmung verweigert, weshalb ein 
gültiger Zirkularbeschluss nie zustande gekommen ist. Es kann dem 
Berufungsbeklagten unter diesen Umständen nicht zum Vorwurf gereichen, dass er 
nach Mai 2000 bis zum Bekanntwerden des realisierten Umbaus nichts mehr 
unternommen hat, zumal der Berufungskläger seinerseits noch nach Erhalt der 
Baubewilligung ausgeführt hat, dass er das Bauvorhaben als blockiert erachte. Der 
Berufungsbeklagte hat daher nicht davon ausgehen müssen, dass trotz seines 
Widerstandes und eines fehlenden Zirkularbeschlusses der Berufungskläger sein 
Vorhaben gleichwohl umsetzen würde. Nach Entdeckung des Umbaus hat er 
zudem über die Verwalterin rasch festhalten lassen, dass er sich damit nicht 
einverstanden erklären könne. Ein rechtsmissbräuchliches Verhalten kann dem 
Berufungsbeklagten daher fraglos nicht vorgeworfen werden. Vielmehr war es der 
Berufungskläger, welcher den ihm wohl bekannten Willen des benachbarten 
Miteigentümers schlicht unbeachtet gelassen hat.

13. Der Berufungskläger hat damit zu Unrecht ein Fenster in die Westfassade 
eingebaut. Damit hat er in das geschützte Miteigentum des Berufungsbeklagten 
eingegriffen. Er ist daher zum Rückbau zu verpflichten und hat folglich das Fenster 
zu entfernen und den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Die Klage des 
Berufungsbeklagten ist in diesem Punkt von der Vorinstanz zu Recht gutgeheissen 
worden. Die Berufung ist folglich bezüglich des in die Westfassade eingebauten 
Fensters abzuweisen. 

23

14.a) Der Berufungskläger beantragte die Aufhebung von Ziffer 2 und 3 des 
angefochtenen Urteils und die Auferlegung der Kosten und Entschädigung an den 
Berufungsbeklagten. Gemäss Art. 122 ZPO sind die Kosten des Gerichtsverfahrens 
in der Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Hat keine der Parteien 
vollständig obsiegt, können die Kosten verhältnismässig verteilt werden; sie werden 
dann den Parteien nach dem Masse ihres Unterliegens überbunden (Vogel/Spühler, 
Grundriss des Zivilprozessrechts, 7. Aufl., Bern 2001, S. 294 ff.). Wie bereits der 
Gesetzeswortlaut erkennen lässt, handelt es sich auch bei Art. 122 Abs. 1 ZPO nicht 
um eine starre Vorschrift; sie lässt vielmehr Ausnahmen zu. Grundsätzlich ist es 
dabei dem richterlichen Ermessen anheim gestellt, ob und in welchem Umfang vom 
üblicherweise Geltenden abgewichen wird. Doch darf dies nicht willkürlich 
geschehen; der Entscheid muss sich vielmehr sachlich vertreten lassen (PKG 1988 
Nr. 14).

b) Was die erstinstanzlichen Kosten betrifft, so ist festzuhalten, dass der 
Kläger und Berufungsbeklagte mit seinem Begehren um Rückversetzung der 
Umbauten in den ursprünglichen Zustand nur bezüglich des Einbaus des Fensters 
durchgedrungen ist, während die Dachlukarne und die Wohnraumerweiterung dem 
Beklagten zugestanden wurden. Da der Einbau des Fensters gegenüber der 
Dachlukarne und der Wohnraumerweiterung eher gering ins Gewicht fällt, 
rechtfertigt es sich, die Kosten für das Verfahren vor der Vorinstanz zu einem Viertel 
dem Berufungskläger und zu drei Vierteln dem Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

c) Nach Art. 122 Abs. 2 ZPO wird die unterliegende Partei in der Regel 
verpflichtet, der obsiegenden alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, 
notwendigen Kosten zu ersetzen. Fällt das Urteil nicht ausschliesslich zu Gunsten 
einer Partei aus, können die aussergerichtlichen Kosten nach den gleichen 
Grundsätzen verteilt werden wie die gerichtlichen. Für die Bemessung der 
Prozessentschädigung wird auf die Bedeutung des Prozesses, vor allem aber auf 
seine Schwierigkeiten und den dadurch erforderlichen Umfang der Bemühungen 
abgestellt (Vogel/Spühler, a.a.O., S. 297; Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur 
zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N 1 ff. zu § 69 ZPO ZH). 
Der für die sachgerechte Prozessführung notwendige Aufwand bildet mit anderen 
Worten Kriterium für die Höhe der ausseramtlichen Entschädigung. Die 
Entschädigung an die obsiegende Partei, welche von einem patentierten 
Rechtsanwalt vertreten wurde, ist nach den Honoraransätzen des bündnerischen 
Anwaltsverbandes festzusetzen (vgl. PKG 1995 Nr. 20, 1989 Nr. 11, 1986 Nr. 11), 
wobei das Gesetz dem Richter bei der Bemessung der ausseramtlichen 

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Entschädigung einen verhältnismässig grossen Spielraum offen lässt (PKG 1986 
Nr. 11).

d) Vorliegend besteht keine Veranlassung, bei der Auferlegung der 
ausseramtlichen Kosten von der obgenannten Kostenverteilung abzuweichen, 
weshalb der Berufungsbeklagte dem Berufungskläger dessen ausseramtliche 
Aufwendungen in reduziertem Umfange zu entschädigen hat. Der 
Berufungsbeklagte reichte keine Urkunden zu seinen Aufwendungen ein. Unter 
Berücksichtigung des notwendigen Aufwandes sowie der Honoraransätze des 
bündnerischen Anwaltsverbandes erscheint für das vorinstanzliche Verfahren eine 
reduzierte ausseramtliche Entschädigung des Berufungsbeklagten an den 
Berufungskläger von Fr. 3'000.-- als angemessen. Damit ist die Berufung auch im 
Kostenpunkt teilweise gutzuheissen.

15. Nach Art. 223 ZPO in Verbindung mit Art. 122 Abs. 1 ZPO wird der 
unterliegende Teil auch im Berufungsverfahren in der Regel zu Übernahme 
sämtlicher Kosten verpflichtet. Hat keine Partei vollständig obsiegt, können die 
Kosten verhältnismässig verteilt werden. Vorliegend ist der Berufungskläger mit 
seiner Berufung im Punkt der Dachlukarne sowie teilweise im Kostenpunkt 
durchgedrungen, während der Berufungsbeklagte beim Fenster in der Westfassade 
obsiegt hat. In Würdigung dieser Umstände rechtfertigt es sich, die Kosten des 
Berufungsverfahrens je zur Hälfte den Parteien aufzuerlegen. Nach den gleichen 
Grundsätzen ist auch mit den ausseramtlichen Kosten zu verfahren. Diese werden 
folglich wettgeschlagen.

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und das angefochtene Urteil wird 
aufgehoben.

2. Von der Bereitschaft von A., den in der Wohnung von I. B. 
durchgeschlagenen Nagel zu entfernen, wird Vormerk genommen.

3. Die Klage von I. B. wird teilweise gutgeheissen und A. wird verpflichtet, das 
neu erstellte Fenster (Westfassade) zu entfernen und den ursprünglichen 
Zustand wieder herzustellen.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

4. Die Kosten des Kreises Klosters von Fr. 132.-- sowie die Kosten des 
Bezirksgerichtes Prättigau/Davos von Fr. 5'535.20 gehen zu einem Viertel zu 
Lasten von A. und zu drei Vierteln zu Lasten von I. B., welcher A. für das 
Verfahren vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos ausseramtlich mit Fr. 
3'000.-- zu entschädigen hat. 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens vor dem Kantonsgericht Graubünden 
von Fr. 5’000.-- und die Schreigebühr von Fr. 375.--, total somit Fr. 5'375.--, 
tragen die Parteien je zur Hälfte. Die ausseramtlichen Entschädigungen für 
das Berufungsverfahren werden wettgeschlagen.

6. Mitteilung an :

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden
Der Vizepräsident Der Aktuar ad hoc