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**Case Identifier:** 1e16566c-6dff-581c-b4af-e0d7daeb586f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.10.2025 UV 2025/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2025-16_2025-10-14.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2025/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.11.2025

Entscheiddatum: 14.10.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 14.10.2025
Art. 6 Abs. 1 und 2 UVG; Art. 4 ATSG; Neue Sachverhaltsvorbringen nach 
Erhalt der Leistungsablehnung: Es ist auf die Aussagen des 
Beschwerdeführers gemäss Fragebogen abzustellen, wofür die 
Rechtsprechung zu den Aussagen der ersten Stunde und auch die übrigen 
Akten sprechen; Es hat demnach kein Sturz stattgefunden, sondern ein 
Verhebetrauma, welches im vorliegenden Fall jedoch mangels 
aussergewöhnlicher Überanstrengung den Unfallbegriff nicht erfüllt; 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 14. Oktober 2025, UV 2025/16).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/13 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 14. Oktober 2025 

Besetzung  Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam 
Angehrn und Versicherungsrichter Michael Rutz; a.o. Gerichtsschreiber 
Julian Gantenbein  

   

Geschäftsnr.   UV 2025/16 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Nasdim Treuhand GmbH Rheineck Hamid Al-Godari, 
Thalerstrasse 4, 9424 Rheineck,  
 
 

  gegen 

  G r o u p e  M u t u e l  V e r s i c h e r u n g e n  G M A  A G ,  
Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/16 
 

 

2/13 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter), geboren 1975, war seit dem 1. Februar 2023 als 
Geschäftsführer bei der B.___ GmbH (nachfolgend: Arbeitgeberin) beschäftigt und daher bei der 

Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG (nachfolgend: Versicherung) gegen die Folgen von 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten versichert (UV-act. 1).  

A.b Mit Unfallmeldung UVG vom 3. September 2024 meldete die Arbeitgeberin der Versicherung, der 
Versicherte habe am 2. August 2024 einen Unfall erlitten; beim Tragen eines schweren Kartons habe 
er sich an Rücken und Wirbelsäule verletzt und leide nun unter akuten Schmerzen beim Stehen und in 

Bewegung (UV-act. 1).  

A.c Die Erstbehandlung war am 2. August 2024 bei den Dres. med. C.___ und D.___ im 
Wirbelsäulenzentrum des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) erfolgt (UV-act. 1 und 2, act. G 11.1). 

Gemäss «Notfallbericht» zu jener Erstbehandlung klagte der Versicherte über seit knapp vier Tagen 

bestehende Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) und zur rechten Schulter ziehend; ein 

«Trauma [wurde] verneint bei fraglichem Hebetrauma» (act. G11.1; vgl. auch Sachverhalt lit. C.d).  

A.d Am 16. August 2024 war beim Versicherten eine MRT-Untersuchung der HWS durch Dr. med. 
E.___, Facharzt für Radiologie FMH, durchgeführt worden (UV-act. 8).  

A.e Der Versicherte beantwortete am 23. September 2024 einen Fragebogen der Versicherung zum 
Schadenereignis vom 2. August 2024. Zu einer detaillierten Schilderung des Verletzungsereignisses 

aufgefordert, gab er an, am 2. August 2024 beim Entladen von Ware im Ladengeschäft eine über 39 

kg schwere Kiste angehoben und sich dabei verletzt zu haben (im in italienischer Sprache 

beantworteten Fragebogen: «Scaricando la mericia in magasino a preso una scatola pesa più di 39 kg 
spostarla su in alto […] sentito male.»). Weiter gab er an, er habe die Schachtel beim Anheben aus 

dem Griff verloren. Zudem bejahte der Versicherte die Frage, ob es sich um eine für ihn gewöhnliche 

Tätigkeit gehandelt habe. Auf die Frage nach besonderen äusseren Umständen des Ereignisses sowie 

besonderen Vorkommnissen antwortete der Beschwerdeführer jeweils, dass das Ereignis bei der Arbeit 

geschehen sei (UV-act. 9). 

A.f Im vom 9. Oktober 2024 datierenden «ärztlichen Erstbericht» gibt Dr. med. F.___, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, an, der Versicherte habe am 2. August 2024 bereits seit vier Tagen unter 

Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich rechts gelitten. Der Befund («DD HWS & M. trapezius 

rechts») sei mit dem geltend gemachten Ereignis vereinbar und erscheine plausibel (UV-act. 10).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/16 
 

 

3/13 

A.g Mit Beurteilung vom 18. Oktober 2024 (UV-act. 11) verneinte der beratende Arzt der 
Versicherung, Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie und zertifizierte Fachperson SIM, angesichts der 

MRT-Befunde das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20).  

A.h Die Versicherung teilte dem Versicherten mit Verfügung vom 25. Oktober 2024 die Ablehnung 
einer Leistungspflicht aus dem Ereignis vom 2. August 2024 mit; dieses erfülle den gesetzlichen 

Unfallbegriff nicht. Des Weiteren führte sie die Gesetzesbestimmung des Art. 6 Abs. 2 UVG an (UV-act. 

12).  

B.   

B.a Mit Schreiben vom 26. November 2024 erhob der Versicherte Einsprache gegen die Verfügung 
vom 25. Oktober 2024. Er gab an, einige Tage vor dem 2. August 2024 bei sich zu Hause die Treppe 

heruntergefallen und auf den Rücken gestürzt zu sein. Er habe zunächst nur geringe Schmerzen 

verspürt; diese hätten jedoch nach einigen Tagen deutlich zugenommen, insbesondere nachdem er 

«schwere Kartons getragen» habe. Als Beweismittel gab der Versicherte den «Ärztlichen Bericht» von 

Dr. C.___ vom 2. August 2024 sowie die Berichte der Praxis H.___ vom 7., 10. und 21. August 2024 

sowie vom 9. September 2024 an (UV-act. 13). 

B.b Die Versicherung holte eine erneute vertrauensärztliche Einschätzung seitens Dr. G.___ ein. Am 
5. Dezember 2024 beurteilte dieser, es seien keine strukturellen oder organischen Folgen des 
Ereignisses vom 2. August 2024 und insbesondere keine posttraumatischen Läsionen feststellbar. Dr. 

G.___ beurteilte einen Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 2. August und den 

Beschwerden und Befunden des Versicherten lediglich als «möglich» (UV-act. 15).  

B.c Mit Einspracheentscheid vom 7. März 2025 wies die Versicherung die Einsprache des 
Versicherten ab (UV-act. 17). 

C.  

C.a Unentgeltlich (act. G3) vertreten durch Hamid Al-Godari, Nasdim Treuhand GmbH, erhob der 
Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 28. März 2025 (Datum Poststempel) 

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Versicherung (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

vom 7. März 2025. Er beantragte, unter Aufhebung desselben sei das Ereignis vom 28. Juli 2024 als 

Unfall gemäss UVG anzuerkennen und von der Beschwerdegegnerin seien die Kosten für die 

erforderlichen medizinischen Behandlungen zu übernehmen sowie weitere Versicherungsleistungen zu 

erbringen (act. G1). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/13 

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2025, der 
Einspracheentscheid vom 7. März 2025 sei zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen, soweit auf 

sie einzutreten sei, dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers (act. 

G5).  

C.c Der Beschwerdeführer liess die ihm gestellte Frist zur Einreichung einer Replik ungenutzt 
verstreichen (act. G7). 

C.d Das Versicherungsgericht holte (nachdem der Beschwerdeführer die Entbindung des 
zuständigen Arztes vom Arztgeheimnis erklärt hatte, act. G8 f.) beim KSSG den Bericht zur Behandlung 

des Beschwerdeführers vom 2. August 2024 ein (act. G10). Dieser ging am 15. September 2025 beim 

Versicherungsgericht ein (act. G11) und wurde den Parteien zur Kenntnis und allfälligen Stellungnahme 

zugesendet (act. G12).  

C.e In diesem Sinne reagierten der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin mit Eingaben 
vom 20. September 2025 (act. G13) respektive vom 25. September 2025 (act. G14). Wie aus dieser 

Eingabe der Beschwerdegegnerin hervorgeht, hatte sie zuvor eine erneute Stellungnahme bei Dr. 

G.___ eingeholt (vgl. act G14-1). 

C.f Auf den detaillierten Inhalt der Rechtsschriften sowie der übrigen Akten wird, sofern für den 
Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 
1.   

1.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 

1.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei folgenden 
Körperschädigungen, sofern sie nicht überwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen 

sind: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. 

Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen. Diese Liste ist als 

abschliessend anzusehen; es ist demnach nicht zulässig, den Kreis der von Art. 6 Abs. 2 UVG erfassten 

Körperschädigungen auf dem Wege der Analogiebildung zu erweitern (vgl. ANDRÉ NABOLD, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/13 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 86). 

1.3 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach Art. 61 lit. c 

ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen von Art. 43 
Abs. 1 ATSG (MIRIAM LENDFERS, N 106 zu Art. 61, in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam Lendfers 

[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 

5. Aufl. 2024 [nachfolgend zitiert: Kommentar ATSG]). Im Sozialversicherungsrecht herrscht somit der 

Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als bewiesen angenommen werden, wenn die 

zuständige Verwaltungsbehörde bzw. das Gericht von ihrem Bestehen überzeugt ist. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht 

hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 

als die Wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss 

des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58). 

1.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, also 
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle 

Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, 

ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten 

(vgl. BGE 125 V 351 E. 3.a).  

2.   

Zu prüfen ist zunächst, ob das Ereignis vom 28. Juli 2024 als Unfall gemäss Art. 4 ATSG zu qualifizieren 

ist. Damit beurteilt werden kann, ob das genannte Ereignis einen Unfall im Rechtssinne darstellt, ist 

zunächst festzulegen, von welchem überwiegend wahrscheinlichen Geschehensablauf auszugehen ist.  

2.1 Den medizinischen Akten ist betreffend Sachverhalt Folgendes zu entnehmen: Der Bericht zur 
am 2. August 2024 erfolgten Erstbehandlung im KSSG («Notfallbericht») hält keine konkrete 

Sachverhaltsschilderung fest; es ist lediglich von einem «Hebetrauma» und von «seit knapp 4 Tagen 

bestehende[n] Schmerzen» die Rede (act. G11.1). Einige der bei den Akten liegenden 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen geben einen Unfall als Ursache derselben an (UV-act. 2 f., 6 f.). 

Der Bericht zur MRT-Untersuchung vom 16. August 2024 teilt ein «Verhebetrauma am 2.8. mit schwerer 
Kiste», die der Beschwerdeführer «vom Boden über Kopf gehoben habe», mit (UV-act. 8). Mit 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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«ärztlichem Erstbericht» vom 9. Oktober 2024 wird unter «Angaben der versicherten Person» zum 

Unfallhergang von «Schmerzen seit 4 Tagen im Schulter-/Nackenbereich rechts» berichtet (UV-act. 

10). In der Unfallmeldung vom 3. September 2024 (welche der Beschwerdeführer als Geschäftsführer 

und einziger Gesellschafter der GmbH, bei welcher er beschäftigt ist, wahrscheinlich selbst ausgefüllt 

hat, vgl. die fehlenden Angaben zur Kontaktperson beim Arbeitgeber) wird die Angabe gemacht, der 
Beschwerdeführer sei beim Tragen schwerer Kartons verunfallt (UV-act. 1). Der vom Beschwerdeführer 

am 23. September 2024 beantwortete Fragebogen gibt als Schadenereignis das Anheben einer 

Schachtel von mehr als 39 kg Gewicht an (UV-act. 9). Erstmals mit Einsprache vom 26. November 2024 

berichtet der Beschwerdeführer von einem Treppensturz, der sich «einige Tage» vor dem 2. August 

2024 ereignet haben soll. Er habe nach dem Sturz zunächst nur geringe Schmerzen verspürt; diese 

hätten sich nach einigen Tagen jedoch deutlich intensiviert, insbesondere nachdem er «schwere 

Kartons getragen» habe (UV-act. 13). In der Beschwerdeschrift wird der Sachverhalt dann präzisiert: 

Am Abend des 28. Juli 2024 habe der Beschwerdeführer zu Hause einen Treppensturz erlitten, als er 

Wäsche habe erledigen wollen. Die erste ärztliche Behandlung sei am 2. August 2024 im KSSG bei Dr. 

C.___ erfolgt, welcher den Unfallhergang und die daraus resultierenden gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen festgestellt habe. An gleicher Stelle räumt der Vertreter des Beschwerdeführers 

allerdings ein, es treffe zu, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Behandlung vom 2. August 2024 

lediglich von Schmerzen beim Tragen schwerer Kartons berichtet habe; dies sei dem Umstand 
geschuldet, dass in jenem Zeitpunkt der gleichentags beim Anheben eines Kartons akut aufgetretene 

Schmerz im Vordergrund gestanden habe (act. G1).  

2.2 Mit dem Fragebogen der Beschwerdegegnerin erhielt der Beschwerdeführer die Gelegenheit, 
sich nähergehend zu dem von ihm gemeldeten Unfallereignis zu äussern. Die Abklärung mittels 

Fragebogen dient den Unfallversicherern verbreitet zur detaillierten Erhebung der tatsächlichen 

Verhältnisse bei der leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund stehen entsprechend Fragen 

betreffend die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen des 

Unfallgeschehens. Sofern der Unfallversicherer die tatsächlichen Verhältnisse mittels Frageblättern 

detailliert erhoben hat, ist er seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts grundsätzlich rechtsgenüglich nachgekommen (vgl. 

Untersuchungsgrundsatz, vorangehende E. 1.3) und es überzeugt rechtsprechungsgemäss nicht, wenn 

die versicherte Person einen bestimmten, bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als 

Schadensursache erst nach der Leistungsablehnung durch die Beschwerdegegnerin schildert und 

davor unerwähnt lässt. Der Unfallversicherer ist nicht gehalten, die versicherte Person im Nachgang zu 
umfassenden Erhebungen zur weiteren Substantiierung des gemeldeten Geschehnisses aufzufordern 

(Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 26. Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, 

und 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2b). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2.3 Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über den Ereignishergang kann 
praxisgemäss auf die Beweismaxime abgestellt werden, wonach die so genannten spontanen 

«Aussagen der ersten Stunde» in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 

Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der 
Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, in der Regel grösseres 

Gewicht zu als jenen, die sie nach einer Ablehnungsverfügung des Versicherers getan hat. Dabei 

handelt es sich indessen nicht um eine förmliche Beweisregel, sondern lediglich um eine im Rahmen 

der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG [Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 

2021, 9C_549/2020, E. 3.1; Kommentar ATSG-WIEDERKEHR, N 64 zu Art. 43] und Art. 61 lit. c ATSG) 

zu berücksichtigende Entscheidungshilfe. Sie kann zudem nur dann zur Anwendung gelangen, wenn 

von zusätzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind (Urteile des 

Bundesgerichts vom 22. September 2088, 8C_827/2007, E. 5, und 23. Oktober 2009, 8C_319/2009, E. 

2; Urteil des EVG vom 26. Februar 2004, U 64/02, E. 1.2; BGE 121 V 47 E. 1a mit Hinweisen; RKUV 

1988 Nr. U 55 S. 363 E. 3b/aa; ANDRÉ NABOLD, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, in: 

Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 30 f.). Präzisierend ist zu ergänzen, dass auch ein im 

Nachhinein dargelegter Sachverhalt als ausgewiesen gelten und berücksichtigt werden kann, wenn 
spätere Aussagen auf früheren Aussagen aufbauen bzw. sich die späteren einzig durch einen höheren 

Detaillierungsgrad auszeichnen. Die verschiedenen Aussagen müssen kongruent miteinander 

vereinbar sein, damit nicht von widersprüchlichen Aussagen gesprochen werden kann. Wird dagegen 

zu einem späteren Zeitpunkt ein neuer, mit der bisherigen Schilderung nicht zu vereinbarender 

Sachverhalt hinzugefügt, ist er überwiegend wahrscheinlich als zweifelhaft und damit lediglich als 

möglich zu betrachten. 

2.4 Im am 23. September 2024 beantworteten Fragebogen kam der Beschwerdeführer – zunächst 
gefragt nach der Aktivität und den Umständen der erlittenen Verletzung (Frage 1. «Svolgendo quale 

attività e in quale circostanze a subito una lesione corporale?») – in keiner Weise auf den später 

behaupteten Sturz zu sprechen, sondern berichtete einzig von dem am 2. August 2024 erlittenen 

Verhebetrauma. Ebenfalls keinen Sturz nannte er bei der konkreten Nachfrage, wann er zum ersten 

Mal Schmerzen verspürt habe (Frage 3. «Quando è stata la prima volta che ha sentito dolore?»). Auch 

enthielt der Fragebogen eine Frage hinsichtlich der Üblichkeit der Verrichtung («Si trattava per lei di 

un'attività abituale?»), die der Beschwerdeführer bejahte, und Fragen nach besonderen äusseren 
Umständen («Si è svolta in circonstanze esterne normali?») sowie besonderen Vorkommnissen 

(«Oppure si è verificato un evento particolare?»), wobei der Beschwerdeführer in Beantwortung der 

beiden letztgenannten Fragen auf den Umstand verwies, dass sich die Schädigung während der Arbeit 

ereignet habe (UV-act. 9). Es erscheint nicht plausibel, dass der Beschwerdeführer, wenn er am 28. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Juli 2024 einen Treppensturz erlitten hätte, bei der Nachfrage nach dem erstmaligen Auftreten des 

Schmerzes in Verbindung mit den Fragen nach besonderen äusseren Umständen diesen Sturz, der ein 

augenfälliges und typisches Unfallgeschehen darstellt, im Fragebogen nicht erwähnt hätte. Dass der 

Beschwerdeführer, wie sein Vertreter in der Beschwerdeschrift argumentiert, durch den Eindruck des 

Verhebetraumas vom 2. August 2024 quasi überwältigt, nicht von dem angeblich einige Tage davor 
stattgehabten Sturz berichtet habe, erscheint im Falle des Fragebogens nicht nachvollziehbar. So 

beantwortete der Beschwerdeführer den Fragebogen viele Wochen nach dem Ereignis vom 28. Juli 

bzw. 2. August 2024 und hatte demnach genug Zeit, sich – befreit vom ersten womöglich 

überwältigenden Eindruck des Verhebetraumas – über die Umstände der Entstehung seiner 

Beschwerden klar zu werden und zur Annahme eines Zusammenhangs zwischen dem angeblich am 

28. Juli 2024 erfolgten Sturz und dem nach dem Anheben der Schachtel akut gewordenen Schmerz zu 

gelangen. So tat er es nach dem Erhalt der Leistungsablehnung in seiner Einsprache dann auch 

tatsächlich (UV-act. 13). 

2.5 Auch die übrige bei den Akten liegende (medizinische) Dokumentation stimmt mit dem Bild 
überein, welches sich aus dem Fragebogen ergibt. Übereinstimmend enthalten sämtliche Akten 

keinerlei Hinweise auf einen (Treppen-)Sturz, welcher sich vor dem gemeldeten Ereignis vom 2. August 

2024 ereignet haben soll. Insbesondere kann allein daraus, dass in einzelnen der die Arbeitsunfähigkeit 

bescheinigenden und vom Beschwerdeführer als Beweismittel benannten Zeugnisse ein Unfall als 
Ursache angegeben ist (UV-act. 2,3,6,7), nicht auf einen konkreten Unfallsachverhalt geschlossen 

werden. Im MRT-Bericht vom 16. August 2024 (UV-act. 8) und im Erstbericht der Praxis H.___ vom 9. 

Oktober 2024 (UV-act. 10) ist der Sachverhalt übereinstimmend mit den Angaben des 

Beschwerdeführers in Schadenmeldung und Fragebogen angegeben. Ohne Ausnahme wird einzig 

über ein Verhebetrauma berichtet. Es ist üblich, dass der behandelnde Arzt den Patienten anlässlich 

einer Konsultation nicht nur untersucht und behandelt, sondern zunächst in einem Anamnesegespräch 

erörtert, wie es nach Auffassung des Patienten zum fraglichen Leiden gekommen ist bzw. gekommen 

sein könnte. Ist dem Patienten ein konkretes Unfallereignis erinnerlich, so ist davon auszugehen, dass 

er dem behandelnden Arzt davon erzählt und Letzterer die Schilderungen in der Krankengeschichte 

und in allfälligen Berichten festhält. Zwar kann nicht immer mit Sicherheit angenommen werden, dass 

alle Schilderungen des Patienten vom berichtenden Arzt wortwörtlich und vollständig übernommen 

werden, wie auch überhaupt der Umstand, dass der Patient einen allfälligen Unfall unerwähnt lässt, 

nicht zwingend bedeutet, dass sich ein solcher nicht zugetragen hat. Dennoch ist den Angaben in 

Arztberichten und Krankengeschichten ein gewisser Indizwert nicht abzusprechen. Dass sich aus den 
vorliegenden Arztberichten übereinstimmend kein (Treppen-)Sturzereignis entnehmen lässt, spricht 

demnach ebenfalls gegen dieses Sachverhaltsvorbringen des Beschwerdeführers.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2.6 Der Beschwerdeführer macht den angeblichen Treppensturz – wie bereits erwähnt – erstmals im 
Rahmen seiner Einsprache vom 26. November 2024 geltend. Mit dem neu vorgebrachten Sturz datiert 

der Beschwerdeführer den Unfall dann auch nicht mehr auf den 2. August 2024, sondern auf den 28. 

Juli 2024. Starke Schmerzen habe er allerdings nicht nach dem Sturz am 28. Juli 2024, sondern erst 

nach dem Anheben der schweren Kartons verspürt (vgl. UV-act. 13, act. G1). Eindeutig handelt es sich 
bei diesem neuen Vorbringen nicht um eine blosse Präzisierung, welche sich von der ursprünglichen 

Sachverhaltsdarstellung einzig durch einen höheren Detaillierungsgrad auszeichnet, sondern um ein 

völlig neues Sachverhaltselement, das in den übrigen Akten keine Abstützung findet, von dessen 

Anerkennung jedoch die Erfüllung des Unfallbegriffs im vorliegenden Fall gänzlich abhängt (vgl. 

nachfolgende E. 3). Im Sinne der in vorangehender E. 2.4 genannten Rechtsprechung zu den Aussagen 

der ersten Stunde ist das neue Sachverhaltsvorbringen des Treppensturzes als zweifelhaft anzusehen, 

da denkbar ist, dass sich der Beschwerdeführer hier von versicherungsrechtlichen Überlegungen leiten 

liess. Der Umstand, dass im Arztbericht vom 2. August 2024 (act. G11.1) und dem Erstbericht der Praxis 

H.___ vom 9. Oktober 2024 (act. 10) von Beschwerden berichtet wird, welche bereits vier Tage vor dem 

Ereignis vom 2. August 2024 bestanden hätten, genügt nicht, um den behaupteten Sturz vom 28. Juli 

2024 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Vielmehr spricht auch dieser Umstand (nur) 

für das Geschehen eines Verhebetraumas. Die ursprünglichen und die nachträglichen Vorbringen des 

Beschwerdeführers ergeben letztlich kein stimmiges, als überwiegend wahrscheinlich anzunehmendes 
Gesamtbild. Folglich ist davon auszugehen, dass sich der Sachverhalt derart ereignet hat, wie ihn der 

Beschwerdeführer im Fragebogen (UV-act. G9) schilderte, nämlich dass er beim Anheben einer 

Schachtel von 39 kg ein Verhebetrauma erlitt. 

3.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob der in vorangehender E. 2 ermittelte massgebliche Sachverhalt den 

Unfallbegriff des Art. 4 ATSG erfüllt. 

3.1 Der Unfallbegriff des Art. 4 ATSG setzt unter anderem die Einwirkung eines ungewöhnlichen 
äusseren Faktors auf den Körper des Verunfallten voraus. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne 

Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ein äusserer Faktor ist ungewöhnlich, 

wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob 

dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht 

fallen (KOSS UVG-NABOLD, N 42 zu Art. 6; IRENE HOFER, N 32 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-
Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019; 

NABOLD, a.a.O., S. 32; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 

38 E. 1a, je mit Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung oder in einer ausserordentlichen körperlichen 

Anstrengung bestehen (BGE 130 V 118 E. 2.1, 116 V 136 E. 3b mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 13. 

Dezember 2002, U 65/02, E. 1.2; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.). Bei unkoordinierten Bewegungen gilt der 

Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der 
Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam 

«programmwidrig» unterbricht oder stört. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der 

ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper 

und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor 

(BGE 130 V 118 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen). Von einer programmwidrigen Störung der 

körperlichen Bewegung ist beispielsweise dann auszugehen, wenn die versicherte Person stürzt, 

stolpert, sich an einem Gegenstand anstösst, ausgleitet oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, 

eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht (MAURER, a.a.O., S. 176 f.; 

ANDRÉ NABOLD, a.a.O., S. 41 f.). Wo sich die Schädigung auf das Körperinnere beschränkt und sie 

erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von Krankheiten, namentlich von degenerativen 

Veränderungen eines Körperteils innerhalb eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten 

kann, muss die unkoordinierte Bewegung als unmittelbare Ursache der Schädigung indessen unter 

besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 422 E. 2b). Im Falle 
von Überanstrengungen im Zusammenhang mit Verhebetraumata ist die Ungewöhnlichkeit zu bejahen, 

wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und 

zu einer Schädigung führt. Die Ausserordentlichkeit bestimmt sich in Berücksichtigung der Konstitution 

und der beruflichen und/oder ausserberuflichen Belastungsgewöhnung der betreffenden Person (BGE 

116 V 136 E. 3b S. 139; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2; NABOLD, a.a.O., S. 43).  

3.2 Ein ungewöhnlicher äusserer Faktor in Form einer unkoordinierten Körperbewegung ist im 
vorliegenden Fall zu verneinen. Der Beschwerdeführer gibt an, beim Ausladen von Ware im 

Ladengeschäft eine Schachtel von mehr als 39 kg angehoben zu haben und sich dabei verletzt zu 

haben. Die Frage, ob sich die Schädigung unter besonderen Umständen ereignet habe, bejaht der 

Beschwerdeführer zwar, gibt erklärend dann jedoch lediglich an, die Schädigung sei bei der Arbeit 

erfolgt (UV-act. 9). Ein ungewöhnlicher äusserer Faktor lässt sich hierin in keiner Weise erblicken. Auch 

sonst ist in der Sachverhaltsschilderung kein Eingreifen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors (wie 

etwa ein Anstossen, ein Ausgleiten, ein Sturz o.ä.) in den Bewegungsablauf des Anhebens der 

Schachtel zu erkennen; der Beschwerdeführer beschreibt das Anheben der Schachtel ohne jegliche 
Intervention eines (ungewöhnlichen) äusseren Faktors. 

3.3 Auch ein Unfall in Gestalt einer Überanstrengung ist im vorliegenden Fall nicht zu erkennen. Ob 
ein Unfall im Sinne einer mehr als physiologisch normalen Beanspruchung des Körpers zu bejahen ist, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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bestimmt sich nach höchstrichterlicher Rechtsprechung an Gewichten, welche von der konkreten 

Person unter bestimmten Umständen getragen werden können. Ohne Störung des Bewegungsablaufs 

– wie im vorliegenden Fall, vgl. E. 3.2 – durch eine Programmwidrigkeit wird bei Überanstrengungen 

nur selten, d.h. bei sehr hohen Gewichten und allfälligem Hinzutreten weiterer Umstände – wie eine 

unglückliche Bewegung, eine nicht optimale Körperstellung vor dem Anheben einer schweren Last oder 
ein Anheben in hektischer unerwarteter Weise – ein Unfall anerkannt (vgl. Urteil des EVG vom 6. Mai 

2002, U 477/00, E. 3b, und vom 27. Juli 2001, U 7/00, E. 4b/dd; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 39 E. 3b und 

c; Suva-Jahresbericht 1988 Nr. 8 S. 15, vgl. auch MAURER, a.a.O., S. 178 Anm. 359). Eine den 

Unfallbegriff erfüllende Überanstrengung im Sinne eines ungewöhnlichen äusseren Faktors wurde von 

der Rechtsprechung nur bei Lasten von mehr als 100 kg bejaht (Urteil des Bundesgerichts vom 23. 

Oktober 2009, 8C_319/2009, E. 3.3 mit Hinweis auf Urteil des EVG vom 9. Oktober 2003, U 360/02). 

In Fällen, in welchen die zu hebenden Lasten zwischen 50 und 100 kg schwer waren, wurde eine den 

Unfallbegriff erfüllende Überanstrengung im Sinne eines ungewöhnlichen äusseren Faktors verneint 

(Urteil des EVG vom 9. Oktober 2003, U 360/02, E. 3.4 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Januar 2010, 8C_1029/2009, E. 2.1, und 25. August 2011, 8C_246/2011, E. 

4.4). Angesichts dieser Kasuistik ist im Falle des Beschwerdeführers, eines im Unfallzeitpunkt 49-

jährigen Mannes von gutem körperlichem Allgemeinzustand (vgl. UV-act. 10), beim Anheben eines 39 

kg (oder auch etwas schweren) Kartons, wie es vorliegend geschildert wurde, d.h. ohne Hinzutreten 
einer Programmwidrigkeit im Bewegungsablauf oder anderer ungewöhnlicher Umstände, nicht von 

einem ungewöhnlichen äusseren Faktor bzw. einem Unfall auszugehen. In Übereinstimmung hiermit 

gibt der Beschwerdeführer selbst an, es habe sich um eine für ihn übliche Tätigkeit gehandelt (UV-act. 

9). Es liegt entsprechend keine ungewöhnliche Überanstrengung vor. 

3.4 In Ermangelung des Vorliegens eines ungewöhnlichen äusseren Faktors ist der Unfallbegriff des 
Art. 4 ATSG nicht erfüllt und die Beschwerdegegnerin trifft keine Leistungspflicht aus Art. 6 Abs. 1 UVG. 

4.   

Selbst wenn ein Unfall im Rechtssinne vorläge, wäre eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 

auszuschliessen, wenn die Verletzung und die Befunde des Beschwerdeführers derart wären, dass sie 

unmöglich traumatisch verursacht sein könnten.  

4.1 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. G.___, Facharzt für Chirurgie, stellte anlässlich 
seiner medizinischen Beurteilung vom 12. Mai 2025 fest, es seien mittels der bildgebenden 

Untersuchungen keinerlei Verletzungen zur Darstellung gelangt, welche durch das Ereignis vom 2. 

August 2024 hätten ausgelöst werden können. Insbesondere bei den Diskusprotrusionen und -hernien 
könne es sich nicht um traumatisch bedingte Verletzungen handeln, da die medizinische Forschung 

gezeigt habe, dass eine traumatische Einwirkung auf die Wirbelsäule eher zu einer Wirbelfraktur führe, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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bevor sie eine Diskushernie verursache (UV-act. 18). Die von der Beschwerdegegnerin vor ihrer 

Eingabe vom 25. September 2025 eingeholte erneute Beurteilung durch Dr. G.___ stimmt – soweit dies 

aus ebendieser Eingabe nachvollziehbar ist – in Argumentation und Ergebnis mit seiner ersten 

Beurteilung vom 12. Mai überein (act. G14). 

4.2 Der medizinische Erkenntnisstand stellt sich in der Frage der Möglichkeit traumatisch 
verursachter «isolierter» Bandscheibenvorfälle (d.h. solcher ohne knöcherne Begleitverletzungen) 

weniger eindeutig dar, als der Versicherungsmediziner den Eindruck erweckt. Es ist zwar unstrittig, 

dass traumatische Bandscheibenschäden meist gemeinsam mit Verletzungen der benachbarten 

knöchernen oder ligamentären Strukturen entstehen. Gleichwohl wird die Möglichkeit isolierter 

Bandscheibenvorfälle zumindest kontrovers diskutiert. Um eine (isolierte) Diskushernie verursachen zu 

können, sind indessen Krafteinwirkungen höchster Intensität nötig, wie bspw. bei Sprüngen oder 

Stürzen aus mehreren Metern Höhe, Stürzen beim Tragen schwerer Lasten oder Auffahrunfällen mit 

hoher Geschwindigkeit (vgl. RALF-INGO ERNESTUS, Traumatische Bandscheibenschäden, in: Bernhard 

Widder, Peter Geidzig, Referenz-Reihe Neurologie: Methoden: Begutachtung in der Neurologie, S. 

445). Eine derart schwere Einwirkung auf den Körper des Beschwerdeführers wird weder von diesem 

behauptet noch finden sich in der medizinischen Dokumentation entsprechende Hinweise auf eine 

solches Geschehen (vgl. act G11.1).  

5.  

Zu Recht verneinte der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin mit Beurteilung vom 18. Oktober 2024 

das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung (UV-act. 11). Den vorliegenden medizinischen 

Akten, insbesondere dem Bericht zur MRT-Untersuchung vom 16. August 2024, ist keine der in Art. 6 

Abs. 2 UVG genannten Diagnosen zu entnehmen (vgl. UV-act. 8). Insbesondere ist darauf hinzuweisen, 

dass Diskushernien nach konstanter Praxis nicht von Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG – Bandläsionen umfasst 

sind (vgl. BGE 116 V 145 E. 5c). Der Beschwerdeführer hat demnach auch aus Art. 6 Abs. 2 UVG 

keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen.  

6.   

6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. 

6.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 
lit. fbis ATSG). 

6.3 Ausgangsgemäss hat der überdies auch nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 14.10.2025
	Art. 6 Abs. 1 und 2 UVG; Art. 4 ATSG; Neue Sachverhaltsvorbringen nach Erhalt der Leistungsablehnung: Es ist auf die Aussagen des Beschwerdeführers gemäss Fragebogen abzustellen, wofür die Rechtsprechung zu den Aussagen der ersten Stunde und auch die übrigen Akten sprechen; Es hat demnach kein Sturz stattgefunden, sondern ein Verhebetrauma, welches im vorliegenden Fall jedoch mangels aussergewöhnlicher Überanstrengung den Unfallbegriff nicht erfüllt; Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Oktober 2025, UV 2025/16).