# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0cecb575-0884-529d-846e-76528b5c9590
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 30.10.2025 VR3 2024 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-60_2025-10-30.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 30. Oktober 2025
mitgeteilt am 31. Oktober 2025

Referenz VR3 24 60

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Brun, Vorsitz
Audétat und Schmid Christoffel
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego F. Schwarzenbach

gegen

B.________
Beschwerdegegnerin 1
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Otmar Bänziger

und

C.________
Beschwerdegegnerin 2
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marc E. Wieser

Gegenstand Baueinsprache (Verlängerung Baubewilligung)

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Sachverhalt

A. Am 3. Juli 2018, mitgeteilt am 5. Juli 2018, erteilte der Gemeindevorstand 
D.________ die Baubewilligung für das mit Gesuchen vom 26. April 2017 
eingereichte Bauvorhaben Neubau Hotel E.________ (Bauherrin C.________) und 
Abbruch und Neubau Infrastrukturbauten Sportpavillon (Bauherrin Politische 
B.________) auf den Parzellen Z.1.________ und Z.2.________, D.________ 
(Baugesuche Nrn. Z.3.________ und Z.4.________) und wies die dagegen 
erhobenen Einsprachen ab. Die gegen die Baubewilligung erhobene Beschwerde 
wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil vom 10. März 
2021 ab, soweit darauf einzutreten war (Verfahren R 18 46). 

B. Das Bundesgericht wies in der Folge die gegen das Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden erhobene Beschwerde mit Urteil 
vom 25. Juli 2022 ab, soweit es darauf eintrat, obwohl die im Generellen 
Erschliessungsplan (GEP) für die Zufahrt vorgesehenen Zufahrtsrechte über das 
Grundstück Z.5.________ noch nicht geklärt waren (Verfahren 1C_287/2021).

C. Am 25. Mai 2023 ersuchte der Rechtsvertreter der C.________ die 
Baubehörde D.________, die Baubewilligung vom 3. Juli 2018 bis zwei Jahre nach 
rechtskräftig erteilter Baufreigabe zu verlängern. Der Gemeindevorstand 
D.________ beschloss am 6. Juni 2023 auf Antrag des Bausekretariates, das 
Verfahren für eine Verlängerung der Baubewilligung einzuleiten. Daraufhin 
publizierte die Gemeinde vom 10. bis 30. Juni 2024 eine vorgesehene Verlängerung 
der Baubewilligung um drei Jahre seit Rechtskraft derselben.

D. Gegen die Verlängerungsgesuche gingen drei Einsprachen ein, unter 
anderem am 30. Juni 2023 von der A.________. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen vorgebracht, dass einerseits die Verlängerungsgesuche nicht 
ausreichend begründet seien und die Parzelle Nr. Z.5.________ nicht genügend 
erschlossen sei. Zudem sei nicht bekannt, ob die einjährige Baufrist schon 
abgelaufen sei. 

E. Nach Erlass des Bundesgerichtsurteils vom 25. Juli 2022 wurden seitens der 
Bauherrschaft Vergleichsgespräche mit den durch das vorgesehene Zufahrtsrecht 
belasteten Miteigentümern der Parzelle Z.5.________ geführt. Die 
Enteignungsrechtliche Vereinbarung zwischen der Bürgergemeinde D.________, 
der Politischen B.________ und der C.________ einerseits sowie F.________ und 
G.________ und Mitbeteiligten als Miteigentümer am Grundstück Z.5.________ 
andererseits kam am 13. Februar 2024 formell zustande und wurde grundbuchlich 
vollzogen.

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F. Mit Verfügung vom 30. April 2024, mitgeteilt am 2. Mai 2024, wies die 
B.________ die Einsprache der A.________ ab, soweit darauf eingetreten werden 
konnte. Die weiteren Einsprachen wurden infolge Rückzugs und Verzichts durch die 
Rechtsnachfolger der Einsprechenden abgeschrieben. Der Gemeinde und der 
C.________ wurden die Fristen, um mit den am 3. Juli 2018 bewilligten 
Bauvorhaben (Baugesuche Nrn. Z.3.________ und Z.4.________) beginnen zu 
können, bis zum 25. Juli 2026 verlängert. Die Gemeinde begründete in ihrer 
Verfügung unter Hinweis auf Lehre und Rechtsprechung, dass entgegen der 
Auffassung der Einsprecher, die Baubewilligungen frühestens mit Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. Juli 2022 rechtskräftig geworden seien, womit für den 
Baubeginn in jedem Fall noch eine Frist bis zum 25. Juli 2024 zur Verfügung 
gestanden habe. Die Verlängerungsgesuche seien rechtzeitig erfolgt. 

G. Gegen diese Verfügung erhob die H.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 5. Juni 2024 Beschwerde beim ehemaligen 
Verwaltungsgericht nunmehr Obergericht des Kantons Graubünden, mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. "Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung sei aufzuheben und auf die Einsprache der 
H.________ sei vollständig einzutreten und diese sei abzuweisen (recte: gutzuheissen).

2. Ziff. 4 der angefochtenen Verfügung sei aufzuheben und es seien die letztjährigen und die 
diesjährigen Gesuche betreffend Verlängerung der Baubewilligungen Neubau I.________ 
E.________ sowie Infrastrukturbauten Sportplatz Parzelle Nr. Z.1.________, Grundbuch 
D.________ (Baugesuche Z.6.________ und Nr. Z.4.________) bis zum 25. Juli 2026 
abzuweisen.

3. Es sei festzustellen, dass die Baubewilligung Neubau I.________ E.________ und 
Infrastrukturbauten Sportplatz infolge ungenutzten Fristenablaufs erloschen sind.

4. Dem Antrag gemäss Ziff. 1 und 2 sei die aufschiebende Wirkung superprovisorisch zu 
erteilen.

5. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. 8.1% MwSt.)."

Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, die 
bundesgerichtliche Beschwerde sei nicht in den Genuss des Suspensiv-Effekts 
gelangt, weshalb die erteilten Baubewilligungen ab Urteil des Verwaltungsgerichts 
vom 10. März 2021 gewirkt hätten. Von diesem Zeitpunkt an sei die Frist für den 
Baubeginn gemäss Baugesetz gelaufen. Die Bauherrschaft habe somit bis zum 10. 
Mai 2022 (bei einer einjährigen Frist gemäss der früheren KRG-Bestimmung) bzw. 
bis zum 10. Mai 2023 (bei der zweijährigen Frist gemäss der aktuellen KRG-
Bestimmung) beginnen müssen. Im Zeitpunkt des Verlängerungsgesuches vom 25. 
Mai 2023 seien diese Fristen abgelaufen gewesen. Nach unbenutztem Ablauf der 
Frist für den Baubeginn verliere die erteilte Baubewilligung ihre Rechtswirkung und 

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erlösche von Amtes wegen. Zudem hätte die B.________ eine Interessenabwägung 
vornehmen und insbesondere auf die inzwischen veränderten Verhältnisse 
eingehen müssen. Dies sei unterblieben, weshalb sich die Vorinstanz willkürlich 
verhalten habe.

H. Mit prozessleitender Verfügung vom 12. Juni 2024 wies der stellvertretende 
Instruktionsrichter den Antrag auf superprovisorische Erteilung der aufschiebenden 
Wirkung ab.

I. Mit Vernehmlassung vom 24. Juni 2024 beantragte die C.________ 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin 2) die kosten- und entschädigungsfällige 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Sie führte 
aus, dass die Beschwerdeführerin Rügen geltend mache, welche durch das 
Verwaltungsgericht und das Bundesgericht bereits behandelt und abgewiesen 
worden seien. Die Praxis bezüglich Rechtskraft der Baubewilligung sei eindeutig. 
Die Baubewilligung vom 3. Juli 2018 sei frühestens am 25. Juli 2022 rechtskräftig 
geworden. Die Fristen für den Baubeginn seien daher im Zeitpunkt der Einreichung 
des Verlängerungsgesuches für den Baubeginn noch nicht abgelaufen gewesen. 
Wenn sodann neun Monate nach Mitteilung des Bundesgerichtsurteils das Gesuch 
um Fristverlängerung eingegeben worden sei, hätten sich seit Mitteilung dieses 
Urteils keine massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Verhältnisse wesentlich 
verändert. Das Bundesgericht und insbesondere das BAFU hätten die Verhältnisse 
auch zum Zeitpunkt der Urteilsfällung berücksichtigt. Die Vorinstanz habe sich 
daher nicht willkürlich verhalten.

J. Mit Vernehmlassung vom 2. Juli 2024 beantragte die B.________ 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1) die kostenfällige Abweisung der 
Beschwerde. Unter Verweis auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid vom 
30. April 2024 verzichtete sie auf eine Vernehmlassung.

K. Mit Replik vom 16. September 2024 verzichtete die Beschwerdeführerin auf 
ihr Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und hielt an den restlichen 
gestellten Rechtsbegehren und an deren Begründung fest.

L. Die Beschwerdegegnerin 1 verzichtete mit Schreiben vom 26. September 
2024 auf die Einreichung einer weiteren Stellungnahme.

M. Mit Duplik vom 28. Oktober 2024 hielt die Beschwerdegegnerin 2 an ihren 
gestellten Rechtsbegehren sowie an deren Begründung fest und vertiefte ihre 
Argumente. 

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N. Nach Abschluss des Schriftenwechsels reichte die Beschwerdeführerin im 
Rahmen ihres unbedingten Replikrechts am 21. November 2024 eine Triplik ein, 
wobei sie an ihren bisherigen Ausführungen festhielt.

O. Die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 verzichteten am 26. November 2024 
und 5. Dezember 2024 auf eine Quadruplik und verwiesen auf ihre vorherigen 
Eingaben.

Auf die weiteren Ausführungen der Gemeinde im angefochtenen Entscheid sowie 
der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen

1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht des 
Kantons Graubünden, auf das die bei Inkrafttreten des neuen GOG (BR 173.000) 
am 1. Januar 2025 hängigen Verfahren des ehemaligen Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden übertragen worden sind (vgl. Art. 122 Abs. 5 GOG), 
Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer 
anderen Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder 
eidgenössischem Recht endgültig sind. Die angefochtene Verfügung vom 30. April 
2024 (act. B.1) stellt einen kommunalen Endentscheid im Sinne von Art. 49 Abs. 1 
lit. a VRG dar. Er ist weder endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz 
angefochten werden. Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde fällt 
demzufolge in die Zuständigkeit des angerufenen Obergerichts. Die 
Parzelle Z.7.________ der A.________ grenzt unmittelbar an die Bauparzelle 
Z.1.________. Die Beschwerdeführerin ist damit als direkte Nachbarin sowie 
formelle und materielle Adressatin der Verfügung des Gemeindevorstandes 
D.________ vom 30. April 2024 betroffen und hat grundsätzlich ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Überprüfung. Sodann hat sie als 
Stockwerkeigentümergemeinschaft mit Zirkulationsbeschluss vom 5. April 2024 
beschlossen, rechtlich gegen die beantragte Verlängerung der Baubewilligungen 
vorzugehen und hat zur Vertretung Rechtsanwalt Diego F. Schwarzenbach 
bestimmt (act. B.3). Damit ist sie zur Beschwerdeerhebung legitimiert (vgl. Art. 50 
VRG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 
einzutreten (vgl. Art. 52 Abs. 1 sowie Art. 38 Abs. 1 und 2 VRG). 

2. Der Sachverhalt ergibt sich vorliegend aus den Akten, Plänen und den 
vorangegangenen Urteilen in hinreichendem Masse, weshalb auf den beantragten 
Augenschein in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden kann. Es ist nicht 

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ersichtlich, inwiefern ein Augenschein und/oder die Akten des rechtskräftigen 
Baubewilligungsverfahrens zusätzliche, entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern 
könnten. Dasselbe gilt für die beantragten Editionen bei der Planungskommission 
D.________ und bei der J.________ (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 
144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 E. 3.3 m.w.H.; Urteile des Bundesgerichts 2D_6/2023 
vom 22. Februar 2024 E. 6.2, 1C_760/2021 vom 24. Januar 2023 E. 4.2, 
1C_311/2021 vom 16. März 2022 E. 3.3). Die B.________ hat sodann die Akten 
des vorinstanzlichen (Verlängerungs-)Verfahrens wie auch das am 21. März 2023 
vom Gemeindevorstand beschlossene Kommunale Räumliche Leitbild und den 
dazugehörigen Mitwirkungsbericht eingereicht. Damit ist sie dem Editionsbegehren 
der Beschwerdeführerin in genügender Weise nachgekommen.

3. Unbestritten ist vorliegend, dass die von der Beschwerdegegnerin 1 mit 
Verfügung vom 3. Juli 2018 erteilte Baubewilligung in Rechtskraft erwachsen ist. 
Auf die von der Beschwerdeführerin erhobenen Rügen, welche das bewilligte 
Bauvorhaben betreffen, ist demnach nicht einzutreten. Dies betrifft insbesondere 
die Vorbringen bezüglich Baunebenbestimmungen. Wenn die Beschwerdeführerin 
rügt, die Zufahrtsstrasse sei als Auflage in der Baubewilligung angeordnet worden, 
so ist ihr entgegenzuhalten, dass die Zulässigkeit dieser Auflage durch das 
Bundesgericht im Entscheid 1C_287/2021 vom 25. Juli 2022 ausführlich 
abgehandelt und begründet wurde. Ebenso hat das Bundesgericht in genanntem 
Entscheid die Frage betreffend Einfügung des Bauprojektes ins Ortsbild geprüft. 
Auch die Rügen mit Bezug auf das Kommunale Räumliche Leitbild, das 
Mitwirkungsverfahren und die Gesamtrevision Ortsplanung bilden nicht Gegenstand 
der angefochtenen Verfügung. Streitgegenstand bildet vorliegend einzig die 
Verfügung der Beschwerdegegnerin 1 vom 30. April 2024, mit der die Frist für den 
Baubeginn bis zum 25. Juli 2026 verlängert wurde. 

4. Zunächst gilt es zu prüfen, welches Recht im Zeitpunkt des Erlasses der 
angefochtenen Verfügung anwendbar war.

4.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Baubewilligung vom 3. Juli 2018 
sei mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 10. März 2021 
in Rechtskraft erwachsen. Somit habe die Frist für den Baubeginn ab dem Zeitpunkt 
des verwaltungsgerichtlichen Urteils zu laufen begonnen, sodass die Bauherrschaft 
je nach Anwendbarkeit der früheren oder der aktuellen Fassung von Art. 91 Abs. 2 
KRG bis zum 10. Mai 2022 oder bis zum 10. Mai 2023 mit dem Bau habe beginnen 
oder ein Verlängerungsgesuch habe einreichen müssen. Das 
Verlängerungsgesuch vom 25. Mai 2023 sei in jedem Fall verspätet erfolgt, sodass 
die Baubewilligung erloschen sei (act. A.1).

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4.2. Die Beschwerdegegnerin 2 hält in ihrer Vernehmlassung vom 24. Juni 2024 
fest, die Praxis bezüglich Rechtskraft der Baubewilligung sei eindeutig. Die formelle 
Rechtskraft trete ein, sobald das Urteil nicht mehr mit einem ordentlichen 
Rechtsmittel angefochten werden könne. Eine Beschwerde, welche als ordentliches 
Bundesrechtsmittel ergriffen werde, hemme den Eintritt der formellen und 
materiellen Rechtskraft des angefochtenen Entscheides ganz unabhängig davon, 
ob ihm die aufschiebende Wirkung erteilt werde oder nicht. In Bezug auf die 
anwendbare Fassung des Art. 91 Abs. 2 KRG setzt sich die Beschwerdegegnerin 2 
mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 19 27 vom 25. 
August 2020 (= PVG 2021 Nr. 14) auseinander und weist darauf hin, dass mit Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 21 99 vom 31. Mai 2022 eine 
Praxisänderung stattgefunden habe, mit welcher die sofortige Anwendbarkeit der 
neuen Bestimmung von Art. 91 Abs. 2 KRG ab deren Inkrafttreten festgelegt worden 
sei. Die Baubewilligung sei nicht mit Mitteilung des Urteils des Verwaltungsgerichts, 
sondern erst mit Mitteilung des bundesgerichtlichen Urteils in Rechtskraft 
erwachsen. Die Frist zum Baubeginn habe deshalb mit Mitteilung des Urteils des 
Bundesgerichts am 30. August 2022, somit am 1. September 2022, zu laufen 
begonnen. Mit der Eingabe vom 25. Mai 2023 sei somit die zweijährige Frist zur 
Verlängerung der Baubewilligung eingehalten (act. A.3). 

4.3. Im angefochtenen Entscheid vom 30. April 2024 (act. B.1) erwog die 
Beschwerdegegnerin 1 unter Hinweis auf das Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden R 21 99 vom 31. Mai 2022, dass in einem Fall, in welchem 
die Baubewilligung zwar noch unter dem alten Recht erteilt worden, das Gesuch um 
Verlängerung der Baubeginnfrist und der Entscheid darüber aber erst nach der 
erwähnten Gesetzesänderung erfolgt sei, Art. 91 KRG in der neuen Fassung zur 
Anwendung gelange. Vorliegend bestehe eine gleiche Konstellation, weshalb für 
die Beurteilung der Frage, ob die vorliegenden Baubewilligungen bereits erloschen 
seien, der Zeitpunkt massgebend sei, in welchem diese in Rechtskraft erwachsen 
seien. Einschlägig sei BGE 138 II 169 E.3.3., auf welchen sich auch der Basler 
Kommentar in N. 5 zu Art. 103 BGG beziehe. Die Baubewilligungen vom 3. Juli 2018 
seien daher frühestens am 25. Juli 2022 in Rechtskraft erwachsen, weshalb den 
Bauherrschaften für den Baubeginn in jedem Fall noch eine Frist bis zum 25. Juli 
2024 zur Verfügung gestanden habe. 

4.4. Gemäss Art. 91 Abs. 1 KRG (BR 801.100), sowohl in der bis zum 31. März 
2019 in Kraft gewesenen wie auch in der seit dem 1. April 2019 gültigen Fassung, 
dürfen Bauvorhaben begonnen werden, sobald die Baubewilligung schriftlich 
vorliegt; vorbehalten bleiben anderslautende Anordnungen in einem 

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Rechtsmittelverfahren (Abs. 1). Baubewilligungen erlöschen, wenn gemäss 
ursprünglicher Fassung von Art. 91 Abs. 2 KRG mit den Bauarbeiten nicht innert 
Jahresfrist seit zulässigem Baubeginn begonnen worden ist. Bauvorhaben sind 
innert zwei Jahren nach Baubeginn zu vollenden. Die für die Bewilligung zuständige 
Behörde kann diese Fristen auf begründetes Gesuch hin angemessen verlängern. 
Gemäss neuer Fassung von Art. 91 Abs. 2 KRG erlöschen Baubewilligungen, wenn 
mit den Bauarbeiten nicht innert zwei Jahren seit Rechtskraft der Baubewilligung 
begonnen worden ist, oder wenn Bauvorhaben nicht innert drei Jahren nach 
Baubeginn vollendet worden sind. Die für die Bewilligung zuständige Behörde kann 
diese Fristen auf begründetes Gesuch hin angemessen verlängern und gibt eine 
Verlängerung auch allfälligen Einsprechenden bekannt. Allerdings besteht kein 
Rechtsanspruch auf Verlängerung der Baubewilligung, vielmehr liegt der 
entsprechende Entscheid im Ermessen der Behörden (vgl. dazu Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 21 99 vom 31. Mai 2022 E. 4.2 
m.V.a. R 19 16 vom 15. April 2020 E. 8, R 13 186 vom 4. Februar 2014 E. 2a und 
R 07 01 vom 26. Juni 2007 E. 4d). Das Gesuch ist vor Ablauf der gesetzlichen Frist 
einzureichen (BERNER, in: Walder (Hrsg.), Luzerner Planungs- und Baurecht, 1. Aufl. 
2012, Rz. 98).

Für den Baubeginn wie auch die Bauvollendung gilt rechtsprechungsgemäss die 
Verwirkungsfolge (vgl. dazu u.a. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden R 14 57 vom 1. Februar 2017 E. 3c mit Hinweis). Läuft die Frist zum 
Baubeginn ab, erlischt die Baubewilligung von Gesetzes wegen (vgl. dazu BERNER, 
a.a.O., Rz. 92). Will ein Bauherr das in Frage stehende Bauvorhaben nach dem 
Ablauf der Fristen dennoch realisieren, muss er ein neues Baugesuch einreichen, 
über welches die Baubehörde auf der Grundlage der dazumal geltenden 
Regelungen zu entscheiden hat (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden R 16 52 vom 6. Dezember 2016 E. 4a mit Hinweisen).

4.5. Art. 91 KRG, dessen Abs. 2 mit Gesetzesänderung vom 25. Oktober 2018 
neu formuliert wurde (vgl. Botschaft der Regierung an den Grossen Rat, Heft Nr. 
5/2018-2019, S. 444), regelt den Baubeginn, das Erlöschen der Baubewilligung und 
die Bauvollendung. Diese Regelung gehört zum formellen Baurecht, womit sie 
gemäss Art. 107 Abs. 2 Ziff. 6 KRG unmittelbar zur Anwendung gelangt und 
kommunalen Vorschriften vorgeht, sofern diese nicht über die kantonalen Vorgaben 
hinausgehen (Urteil des Bundesgerichts 1C_322/2014 vom 22. April 2015 E. 4.3). 
Das KRG enthält zu dieser Gesetzesänderung keine Übergangsbestimmung (vgl. 
Art. 108a und Art. 108b KRG). Im Entscheid R 19 27 vom 25. August 2020 (= PVG 
2021 Nr. 14) hielt das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden fest, dass in 

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analoger Anwendung von Art. 89 Abs. 2 KRG, wonach Baugesuche nach dem 
Recht beurteilt würden, das zur Zeit des Entscheids gelte, auf die Frage der 
Fristverlängerung Art. 91 KRG in der ursprünglichen Fassung (aArt. 91 KRG) 
anzuwenden sei. Dies gelte umso mehr, als nicht nur das Fristverlängerungsgesuch 
noch vor Inkrafttreten der neuen Version von Art. 91 KRG am 1. April 2019 gestellt, 
sondern auch der angefochtene Entscheid (über die Verlängerung der 
Baubeginnfrist) vom 6. November 2018 davor erlassen worden seien (Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 19 27 vom 25. August 2020 E. 5).

4.6. Damit hat das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden einzig 
festgestellt, dass der Entscheid über die Verlängerung der Frist zum Baubeginn 
nach dem Recht, das zu diesem Zeitpunkt gilt, zu treffen ist und in jenem Fall, da 
dieser vor Inkrafttreten des neuen Rechts gefällt wurde, keine Rückwirkung des 
neuen Rechts stattfand (vgl. dazu auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden R 19 16 vom 15. April 2020 E. 8). Dies entspricht auch der in der Lehre 
und Rechtsprechung vertretenen Auffassung, wonach neues Recht nicht ohne 
ausdrückliche Regelung in einer Übergangsbestimmung auf Sachverhalte, welche 
sich unter früherem Recht verwirklicht haben, angewendet wird (vgl. z.B. 
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 268 ff. 
mit Hinweisen).

4.7. Der vorliegende Entscheid der Beschwerdegegnerin betreffend 
Verlängerung der Frist zum Baubeginn wurde unbestritten am 30. April 2024, d.h. 
nach Inkrafttreten und unter Anwendung des neuen Rechts am 1. April 2019, 
getroffen. Die diesem Entscheid zugrundeliegende Baubewilligung wurde hingegen 
am 3. Juli 2018 und damit noch vor Inkrafttreten des neuen Rechts erlassen. Die 
dagegen erhobenen Beschwerden wies das Verwaltungsgericht des Kantons 
Graubünden mit Urteil vom 10. März 2021 ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren R 
18 46). Während des laufenden Rechtsmittelverfahrens am 1. April 2019 trat der 
revidierte Art. 91 Abs. 2 KRG in Kraft. Das Bundesgericht wies in der Folge die 
gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden erhobene 
Beschwerde mit Urteil vom 25. Juli 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Der 
Sachverhalt unterscheidet sich demnach von demjenigen im Urteil R 19 27 vom 25. 
August 2020 (= PVG 2021 Nr. 14).

4.8. Tritt ein neues Gesetz oder eine neue Verfahrensbestimmung in Kraft, stellt 
sich die Frage der intertemporalen Anwendung der neuen Vorschriften. Bei der 
Regelung gemäss Art. 91 Abs. 2 KRG handelt es sich um formelles Baurecht 
(Art. 107 Abs. 2 Ziff. 6 KRG), das der Regelung des Verfahrens dient. Solche 
Verfahrensvorschriften sind grundsätzlich ab dem Tag des Inkrafttretens 

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vollumfänglich auf alle hängigen Verfahren anwendbar. Dies gilt – ohne 
anderslautende übergangsrechtliche Regelung – nicht nur für Verwaltungs-, 
sondern auch für Rechtsmittelverfahren (vgl. hierzu Urteil des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Graubünden R 21 99 vom 31. Mai 2022 E. 4.8 f. m.w.H.). Dieser 
Grundsatz beruht auf der relativen Wertneutralität des Prozessrechts und erscheint 
jedenfalls dann zweckmässig sowie geboten, wenn mit dem neuen Recht keine 
grundlegend neue Verfahrensordnung geschaffen wird, mithin zwischen neuem und 
altem Recht eine Kontinuität des verfahrensrechtlichen Systems besteht (vgl. BGE 
144 II 273 E. 2.2.4, 136 II 187 E. 3.1; 132 V 368 E.2.1 m.w.H.). Auch der 
Vertrauensschutz kann einer unmittelbaren Anwendung neuer 
Verfahrensvorschriften entgegenstehen. Ist z.B. eine Frist im Zeitpunkt des 
Inkrafttretens noch nicht abgelaufen, bestimmen sich der Fristenlauf und die 
Rechtsmittelinstanz nach bisherigem Recht (vgl. BGE 136 II 187 E. 3 m.w.H.; 132 
V 93 E. 2). Gesetze im prozessualen intertemporalen Kollisionsrecht knüpfen in der 
Regel an den Zeitpunkt der Eröffnung der anfechtbaren Verfügungen und 
Entscheide an, um allfällige Änderungen von Rechtsmittelfristen während laufender 
Frist zu vermeiden. Findet die Eröffnung vor Inkrafttreten des neuen Prozessrechts 
statt, so ist das alte, im andern Fall das neue Recht anwendbar (vgl. BGE 130 V 1 
E. 3.4.2; KÖLZ, Intertemporales Verwaltungsrecht, in: ZSR 1983, 2. Halbbd., S. 223; 
Art. 85 VRG). Vorliegend erfolgte die Rechtsänderung während des hängigen 
Verfahrens vor Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und vor Erlass des 
bundesgerichtlichen Urteils vom 25. Juli 2022, mithin vor Ergehen eines 
rechtskräftigen Urteils (zur Frage der Rechtskraft siehe E. 5 nachfolgend).

4.9. Gemäss altem Recht erlosch die Baubewilligung innert Jahresfrist nach 
zulässigem Baubeginn (aArt. 91 Abs. 2 Satz 1 KRG), nach neuem Recht innert zwei 
Jahren nach Rechtskraft der Baubewilligung (Art. 91 Abs. 2 Satz 1 KRG). Im bereits 
zitierten Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 21 99 vom 
31. Mai 2022 wurde nach eingehender Auseinandersetzung mit der Lehre und 
Rechtsprechung festgehalten, dass diese Neuerung lediglich zu einer Präzisierung 
der alten, meist umständlich zu berechnenden Regelung, und damit zu einer 
einfacheren Berechnung des Beginns der Baufrist führe. Die Änderung erscheine 
angesichts der vorgenannten Rechtsprechung nicht derart tiefgreifend wie bei 
anderen gesetzlichen Erlassen, werde doch dabei neu an die Rechtskraft der 
Baubewilligung geknüpft und nicht mehr an den oft schwierig zu beurteilenden 
"zulässigen Baubeginn". Es lasse sich zudem beim Vergleich der alt- und 
neurechtlichen Bestimmung zum Beginn der Baufrist nicht sagen, dass überhaupt 
keine Verzahnung zwischen altem und neuen Verfahrensrecht und in diesem Sinne 
keine Kontinuität bestehe. Mit der neuen Bestimmung sei der Zeitpunkt klarer und 

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eindeutiger nachvollziehbar festgelegt worden. Das spreche bei einer 
grundsätzlichen Betrachtungsweise für die sofortige Anwendbarkeit der neuen 
Bestimmung Art. 91 Abs. 2 KRG ab deren Inkrafttreten (E. 4.10 und 4.11). Von 
dieser Rechtsprechung abzuweichen, besteht vorliegend kein Grund, weshalb auf 
die zweijährige Frist für den Baubeginn abzustellen ist.

5. Damit ist zu prüfen, ob das Gesuch um Verlängerung der Frist für den 
Baubeginn der Beschwerdegegnerin 2 vom 25. Mai 2023 und der Antrag der 
Beschwerdegegnerin 1, beschlossen an der Sitzung des Gemeindevorstands vom 
6. Juni 2023, rechtzeitig gestellt worden sind (vgl. act. D.7 und C1). Hierzu ist auf 
das (umstrittene) Eintreten der Rechtskraft der Baubewilligung abzustellen.

5.1. Die Beschwerdeführerin vertritt die Auffassung, dass mit dem Bau ab Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 10. März 2021 hätte 
begonnen werden können bzw. von diesem Zeitpunkt an die Frist für den Baubeginn 
gelaufen sei. Dies, weil der bundesgerichtlichen Beschwerde keine aufschiebende 
Wirkung erteilt worden und diese nicht in den Genuss des Suspensiv-Effekts 
gelangt sei. Die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 hingegen stellen sich auf den 
Standpunkt, dass die Baubewilligung vom 3. Juli 2018 erst mit dem Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. Juli 2022 in Rechtskraft erwachsen sei und daher die Frist 
für den Baubeginn ab diesem Zeitpunkt begonnen habe. 

5.2. Formelle Rechtskraft tritt ein, sobald das Urteil nicht mehr mit einem 
ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden kann. Der Eintritt der formellen 
Rechtskraft zieht die materielle Rechtskraft nach sich. Die Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht ist ein ordentliches, devolutives 
und grundsätzlich reformatorisches (Art. 107 Abs. 2 BGG) Rechtsmittel. Die 
Rechtskraft tritt daher erst mit dem bundesgerichtlichen Urteil ein (BGE 138 II 169 
E. 3.3). Diese Auffassung wird auch in der Lehre vertreten. So hält der Basler 
Kommentar fest, dass die Einheitsbeschwerde – vorbehältlich der erst im 
Nachhinein ins Gesetz aufgenommenen subsidiären Verfassungsbeschwerde – als 
einziger Rechtsbehelf der letztinstanzlichen Bundesrechtspflege ein ordentliches 
Bundesrechtsmittel sei. Als solches hemme es – solange die Möglichkeit zu seiner 
Ergreifung bestehe oder sofern es erhoben werde und solange es anhängig sei – 
den Eintritt der formellen und materiellen Rechtskraft des angefochtenen 
Entscheides, ganz unabhängig davon, ob ihm aufschiebende Wirkung erteilt werde 
oder nicht (DORMANN, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, Art. 103 N. 5). 

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5.3. Zu unterscheiden von der formellen und materiellen Rechtskraft ist die 
Vollstreckbarkeit des angefochtenen Entscheides. Sie verläuft nicht parallel zum 
Eintritt der formellen (und materiellen) Rechtskraft, dies schon deswegen nicht, weil 
ein vollstreckter Entscheid – grundsätzlich – rückgängig gemacht werden kann. Der 
Suspensiveffekt entfaltet sich auf dieser Ebene der Vollstreckbarkeit des 
angefochtenen Entscheides: Die angeordnete Rechtsfolge kann vorläufig nicht 
verwirklicht werden. Aufschiebende Wirkung bedeutet somit fehlende 
Vollstreckbarkeit des vorinstanzlichen Entscheides während der Rechtshängigkeit 
des letztinstanzlichen Verfahrens, dies unter Vorbehalt der Anordnung einer 
abweichenden vorsorglichen Massnahme (vgl. DORMANN, a.a.O., Art. 103 N. 6 f.). 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt der Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten zwar in der Regel keine aufschiebende Wirkung zu 
(Art. 103 Abs. 1 BGG). Doch wirkt diese nur der sofortigen Vollstreckbarkeit des 
angefochtenen Entscheids entgegen. Auf den Eintritt der Rechtskraft hat eine 
Verfügung über die aufschiebende Wirkung grundsätzlich keinen Einfluss, ausser 
es ist ausdrücklich angeordnet worden oder ergibt sich aus der Natur der Sache 
(BGE 138 II 169 E. 3.3. m.w.H.). 

5.4. Die Annahme der Beschwerdeführerin, dass aufgrund der Tatsache, dass im 
bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren keine aufschiebende Wirkung erteilt 
worden sei, die Baubewilligungen ab Urteil des Verwaltungsgerichts vom 10. März 
2021 wirken würden, greift zu kurz. Zwar hätten die Beschwerdegegnerinnen ab 
diesem Zeitpunkt ihr Begehren um Erteilung der Baufreigabe vorantreiben können, 
doch bedeutet dies eben gerade nicht, dass damit auch die Baubewilligung 
rechtskräftig geworden war. Der revidierte Art. 91 Abs. 2 KRG stellt auf die 
Rechtskraft der Baubewilligung ab und diese ist im vorliegenden Fall erst mit 
Rechtskraft des Urteils des Bundesgerichts am 25. Juli 2022 eingetreten (vgl. Art. 
61 BGG). Ab diesem Zeitpunkt begann die zweijährige Frist für den Baubeginn zu 
laufen. Damit war die Baubewilligung vom 3. Juli 2018 zum Zeitpunkt sowohl des 
Gesuchs um Verlängerung der Baubeginnfrist der Beschwerdegegnerin 2 am 25. 
Mai 2023 als auch des Antrages der Beschwerdegegnerin 1, beschlossen an der 
Sitzung des Gemeindevorstands vom 6. Juni 2023, (act. D.7, C.1) noch nicht 
erloschen. Die Gesuche um Verlängerung der Frist zum Baubeginn erfolgten damit 
rechtzeitig und die Beschwerdegegnerin 1 hat diese zu Recht behandelt.

6. Nachfolgend sind noch die Voraussetzungen zur Erteilung der Verlängerung 
der Frist zum Baubeginn zu prüfen. 

6.1. Art. 91 Abs. 2 VRG umschreibt die Voraussetzungen für eine Regelung nicht. 
Aufgrund der 'Kann'-Formulierung ergibt sich, dass diese Bestimmung keinen 

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Rechtsanspruch auf Verlängerung der Baubewilligung vermittelt, vielmehr liegt der 
entsprechende Entscheid im pflichtgemässen Ermessen der Behörde (vgl. Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 21 99 vom 31. Mai 2022 
E. 7.1 m.w.H.). Die Verwaltungsbehörden dürfen das ihnen gesetzlich gewährte 
Ermessen indessen nicht nach Belieben ausüben. Sie sind dabei an die ratio legis, 
an Sinn und Zweck des im konkreten Fall anzuwendenden Rechtssatzes sowie an 
allgemeine Rechtsgrundsätze gebunden. Auf Grund dieser Bindung haben sie alle 
sachdienlichen und -erheblichen Interessen zu berücksichtigen und gegeneinander 
abzuwägen. Eine Verlängerung ist nach der verwaltungsgerichtlichen 
Rechtsprechung dann ausgeschlossen, wenn sich die massgebenden rechtlichen 
oder tatsächlichen Verhältnisse seit dem Bauentscheid wesentlich verändert haben 
(Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 21 99 vom 31. Mai 
2022 E. 7.1, R 19 27 vom 25. August 2020 E. 5.3.1, R 19 16 vom 15. April 2020 E. 
8 f.).

6.2. Art. 51 Abs. 1 VRG beschränkt die Überprüfungsbefugnis des Obergerichts 
auf Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensüberschreitung oder -
missbrauch sowie auf die Überprüfung der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz. 
Das Obergericht kann nur dann eingreifen, wenn sich der angefochtene Entscheid 
als sachlich unvertretbar erweist oder gegen allgemeine Rechts- und 
Verfassungsgrundsätze verstösst (vgl. zum Ganzen Urteile des 
Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden R 08 93 vom 10. März 2009 E. 2, 
R 07 1 vom 26. Juni 2007 E. 4). Die Kognition des Obergerichts beschränkt sich 
damit praktisch auf eine Willkürprüfung, womit es nur dann eingreifen kann, wenn 
sich der angefochtene Entscheid als sachlich nicht vertretbar erweist oder gegen 
allgemeine Rechts- und Verfassungsgrundsätze verstösst (Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 07 01 vom 27. Juni 2007 E. 4).

6.3. Die Beschwerdeführerin bringt vor, aufgrund der Kann-Formulierung bestehe 
kein Rechtsanspruch auf Verlängerung der Baubewilligung. Eine Verlängerung der 
Frist sei nach verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung dann ausgeschlossen, 
wenn sich die massgebenden rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse seit der 
Erteilung der Baubewilligung vom 3. Juli 2018 verändert hätten. Seit Erteilung der 
Baubewilligung seien bis zur vorliegenden Beschwerde bereits sechs Jahre 
verstrichen. Die Beschwerdegegnerin 1 habe nebst dem Augenmerk des 
Fristablaufs auch eine Interessenabwägung vornehmen und auf die veränderten 
Verhältnisse eingehen müssen. Da dies unterblieben sei, habe sich die Vorinstanz 
willkürlich verhalten. Sie habe in ihrem Entscheid lediglich geäussert, dass das 
Bauvorhaben mit dem Umweltrecht im Einklang stehe. Es müsse ihr bekannt sein, 

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dass sich die Verhältnisse in den letzten sechs Jahren wesentlich geändert hätten, 
so seien die Wohnungsproblematik und die Baukosten in der B.________ ein 
grosses und wichtiges Thema (act. A.1 Rz. 18. ff.). In der Replik präzisiert die 
Beschwerdeführerin, dass es nicht um das Anliegen gehe, in der Gesetzgebung 
eine gewisse Rechtsbeständigkeit zu pflegen, sondern darum, das Privatinteresse 
des Bauherrn, sein Projekt nach zehn bis zwölf Jahren zu realisieren, mit dem 
öffentlichen Interesse abzuwägen und den seit 2018 eingetretenen erheblichen 
Veränderungen der massgeblichen Verhältnissen Rechnung zu tragen. Diese 
Abwägung der Interessen sei beim Entscheid über die Fristverlängerung 
unterblieben. Die Beschwerdeführerin verweist u.a. auf die zeitliche Komponente, 
die Gästebedürfnisse, welche sich seit 2018 geändert haben, die bundesrechtliche 
Verpflichtung zur Siedlungsentwicklung nach innen, die Initiative K.________ und 
auch die wirtschaftliche Komponente, die Rentabilität des geplanten Hotelbetriebes, 
welche die Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt habe (act. A.5 Rz. 5.2 ff.). 
Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin noch vor, dass gemäss 
Baurechtsvertrag zwischen der Bürgergemeinde D.________ und der 
Beschwerdegegnerin 2 diese innert 12 Monaten nach rechtskräftig erteilter 
Baubewilligung hätte mit dem Bau beginnen müssen (act. A.5 Rz. 6).

6.4. In ihrer Vernehmlassung vom 24. Juni 2024 hielt die Beschwerdegegnerin 2 
fest, nachdem die Baubewilligung über sämtliche Instanzen angefochten und das 
Urteil des Bundesgerichts erst am 25. Juli 2022 gefällt worden sei, habe erst nach 
dieser Mitteilung mit der Detailplanung und der Erfüllung der Auflagen gemäss 
Baubewilligung begonnen werden können. Wenn neun Monate nach Mitteilung des 
Urteils das Gesuch um Fristverlängerung eingegeben worden sei, hätten sich seit 
Mitteilung des Urteils des Bundesgerichts keine massgebenden rechtlichen und 
tatsächlichen Verhältnisse wesentlich verändert. Das Bundesgericht und 
insbesondere das BAFU hätten die Verhältnisse auch zum Zeitpunkt der Fällung 
des Urteils berücksichtigt. Auch seit dem 3. Juli 2018 hätten sich die Verhältnisse 
nicht wesentlich verändert, sodass sich die Vorinstanz auch nicht willkürlich 
verhalten habe (act. A.3 S. 8). Dass mit dem Bau noch nicht begonnen worden sei, 
könne nicht der Beschwerdegegnerin 2 angelastet werden. Dies sei einzig auf die 
sehr langen Rechtsmittelverfahren zurückzuführen, welche im Übrigen zu Gunsten 
der Beschwerdegegnerinnen ausgefallen seien (act. A. 7 S. 2).

6.5. Die Beschwerdegegnerin 1 hat sich in der angefochtenen Verfügung vom 
30. April 2024 mit den vorgebrachten Rügen und den Voraussetzungen zur 
Verlängerung der Frist zum Baubeginn auseinandergesetzt. Nachvollziehbar 
begründete sie, dass die enteignungsrechtliche Vereinbarung erst jetzt zustande 

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gekommen sei, weshalb den beiden Bauherrschaften ohne Verlängerung für den 
Baubeginn praktisch keine Zeit mehr zur Verfügung stehen würde. Zudem müsse 
die B.________ noch den Baukredit einholen, was einige Monate in Anspruch 
nehme. Zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend veränderte 
Verhältnisse brachte sie vor, sowohl das Bundesgericht wie auch das Bundesamt 
für Umwelt (BAFU) – letzteres mit Vernehmlassung vom 6. September 2021 – 
hätten den Bauvorhaben attestiert, dass sie in Einklang mit den einschlägigen 
Vorgaben des Umweltrechts stehen würden. Das Hotelprojekt halte aber auch die 
mittlerweile strengeren Vorgaben der Energiegesetzgebung ein. Andere gesetzliche 
Veränderungen seien nicht erkennbar. Der über Jahren erstrittenen Baubewilligung 
jetzt die nachgesuchten Verlängerungen abzuschlagen, liesse sich unter keinem 
Titel rechtfertigen und wäre unverhältnismässig, zumal sich die Bauherrschaften 
während des ganzen Prozederes nichts hätten zu Schulden kommen lassen (act. 
B.1 Rz. 38 ff.).

6.6.1. Vorliegend ist in Übereinstimmung mit den Ausführungen der 
Beschwerdegegnerinnen festzustellen, dass sich – soweit ersichtlich – die 
massgeblichen tatsächlichen Verhältnisse und/oder die baurechtlichen 
Bestimmungen in der Zeitspanne zwischen dem 3. Juli 2018, als der 
Baubewilligungs- und der Einspracheentscheid ergingen, und dem Zeitpunkt, in 
dem das Verlängerungsgesuch der Beschwerdegegnerin 2 am 25. Mai 2023 bzw. 
der Antrag der Beschwerdegegnerin 1 vom 6. Juni 2023 eingereicht wurden, nicht 
wesentlich verändert haben. Das Bundesgericht hat sich im Entscheid 
1C_470/2018 vom 4. März 2019 betreffend die Ungültigkeit der Initiative 
K.________ detailliert mit den veränderten Verhältnissen in der B.________ unter 
Berücksichtigung des Bauprojektes der Beschwerdegegnerin 2 auseinandergesetzt 
(E. 5). Es ist zum Ergebnis gekommen, dass nicht auf eine erhebliche Veränderung 
der Verhältnisse im Sinne von Art. 21 Abs. 2 RPG (SR 700) geschlossen werden 
könne. Auf diese Erwägungen kann verwiesen werden (vgl. auch Urteil des 
Bundesgerichts 1C_287/2021 vom 25. Juli 2022 E. 3.4). 

6.6.2. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin haben die 
Beschwerdegegnerin 2 am 23. Mai 2025 ein begründetes Gesuch und das 
Bausekretariat der Beschwerdegegnerin 1 am 6. Juni 2023 einen begründeten 
Direktantrag beim Gemeindevorstand eingereicht (act. C.1). Die beiden Gesuche 
wurden vom 10. bis 30. Juni 2023 öffentlich aufgelegt (act. C.1). Die dargelegten 
Gründe für die Verlängerung der Frist sind nachvollziehbar. So beriefen sich beide 
Gesuchsteller darauf, dass gemäss Auflage in der Baubewilligung vor Baubeginn 
die Erschliessung rechtlich sichergestellt werden müsse. Nachdem eine Einigung 

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mit den Eigentümern der betroffenen Liegenschaft gescheitert sei, müsse das 
Enteignungsverfahren durchgeführt werden, was eine gewisse Zeit in Anspruch 
nehmen werde. Die Baubewilligung sei somit bis Vorliegen der Baufreigabe nicht 
vollstreckbar. 

6.6.3. Die Baufreigabe ist gemäss Baubewilligung vom 3. Juli 2018 an diverse 
Auflagen gebunden (vgl. act. D.5, insbesondere Ziff. II. b. 1 betreffend vorgesehene 
Zufahrts- und Parkierungsanlagen). In Ziff. II. d wurde verfügt, dass die Baufreigabe 
mit separater Verfügung erfolge, sobald der Nachweis erbracht sei, dass sämtliche 
vor Baubeginn zu erfüllende Auflagen erfüllt worden seien (act. D.5). Ausweislich 
der Akten wurden seitens der Bauherrschaft nach Erlass des Bundesgerichtsurteils 
vom 25. Juli 2022 und damit nach Rechtskraft der Baubewilligung 
Vergleichsgespräche mit den durch das vorgesehene Zufahrtsrecht belasteten 
Miteigentümern der Parzelle Z.5.________ geführt. Da sich offenbar schnell 
abzeichnete, dass diese Verhandlungen länger dauern würden, wurde das 
Verlängerungsgesuch vorausschauend bereits knapp ein Jahr nach dem 
bundesgerichtlichen Urteil eingereicht. Eine Einigung konnte erst am 13. Februar 
2024 erzielt und grundbuchlich vollzogen werden. Ohne diese Einigung konnte die 
Baufreigabe nicht beantragt bzw. erteilt werden, die Gründe für die Verlängerung 
der Baubeginnfrist hängen somit zwingend mit dem Bau an sich zusammen. Dass 
dann bis zum Ablauf der zweijährigen Frist am 22. Juli 2024 nicht mit dem Bau hat 
begonnen werden können, erscheint realistisch und nachvollziehbar. Nach 
Auffassung des Obergerichts ist die Beschwerdegegnerin 1 deshalb nicht in Willkür 
verfallen, wenn sie das Verlängerungsgesuch, mit allen notwendigen Angaben, inkl. 
Sachverhalt unter Bezugnahme auf das ursprüngliche Baugesuch, und näherer 
Begründung zur konkreten Fristverlängerung bewilligte. Darüber hinaus sind auch 
keine anderweitigen öffentlichen oder privaten Interessen ersichtlich, welche den 
Interessen der Beschwerdegegnerinnen an der Verlängerung der Frist zum 
Baubeginn entgegenstünden.

6.7. Auch aus der Rüge, mit der die Beschwerdeführerin das Nichteinhalten des 
Baurechtsvertrages zwischen der Bürgergemeinde D.________ und der 
Beschwerdegegnerin 2 geltend macht, kann sie Nichts zu ihren Gunsten ableiten. 
Die Beschwerdegegnerin 2 belegt nämlich, dass dieser Punkt mit der 
Ortsbürgergemeinde D.________ besprochen wurde und aufgrund der 
vorliegenden Sachlage für die Baubeginnfrist von 12 Monaten nicht auf die 
rechtskräftig erteilte Baubewilligung, sondern auf die rechtskräftig erteilte 
Baufreigabe abgestellt wird (act. A.7 Rz. 11 sowie act. D. 14). Selbst eine 
Überschreitung dieser Frist würde die Grundeigentümerin lediglich zur 

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Geltendmachung des vorzeitigen Heimfalls berechtigen. Dass sie dieses Recht 
auch ausüben würde, steht damit aber noch nicht fest.

7. Zusammenfassend kommt das Obergericht zum Schluss, dass die 
Vorinstanz ihr Ermessen weder missbraucht noch überschritten hat, wenn sie die 
Baubewilligung und die Frist zum Baubeginn mit der angefochtenen Verfügung bis 
zum 25. Juli 2026 verlängert und die Einsprache der Beschwerdeführerin 
abgewiesen hat. Der angefochtene Entscheid vom 30. April 2024 erweist sich somit 
als rechtens, womit die Beschwerde abzuweisen ist. Damit erübrigen sich weitere 
Ausführungen zum Rechtsbegehren drei der Beschwerdeführerin, wonach 
festzustellen sei, dass die Baubewilligung Neubau Hotel E.________ und 
Infrastrukturbauten Sportplatz erloschen seien.

7.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die Kosten 
zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Verfahrenskosten, bestehend aus der 
Staatsgebühr sowie den Gebühren und Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG), sind 
somit der vollumfänglich unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die 
Staatsgebühr ist unter Berücksichtigung des Aufwandes mit dreifachem 
Schriftenwechsel auf CHF 4'000.00 festzusetzen (Art. 75 Abs. 2 VRG).

7.2. Die unterliegende Partei wird zudem verpflichtet, der obsiegenden Partei die 
durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 78 Abs. 
1 VRG). Die Parteientschädigung wird gemäss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über 
die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 
(Honorarverordnung, HV; BR 310.250) i.V.m. Art. 19 des kantonalen 
Anwaltsgesetzes (BR 310.100) durch die urteilende Instanz nach Ermessen 
festgesetzt. Ausgangspunkt bildet die Kostennote (Art. 2 Abs. 2 HV). Dabei hat 
insbesondere der vereinbarte Stundensatz üblich (vgl. Art. 3 Abs. 1 HV) und der 
geltend gemachte Aufwand angemessen und für die Prozessführung erforderlich zu 
sein. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 2 reichte mit Schreiben vom 5. 
November 2024 eine Kostennote in der Höhe von insgesamt CHF 3'532.35 ein 
(Honorar nach Zeitaufwand CHF 3'172.50 [11.75 h à CHF 270.00], 3 % 
Barauslagen CHF 95.15; 8.1 % MWST CHF 264.70). Das Obergericht erachtet den 
geltend gemachten Zeitaufwand von 11.75 Stunden als angemessen. Es liegt 
allerdings keine Honorarvereinbarung im Recht, weshalb der geltend gemachte 
Stundenansatz von CHF 270.00 praxisgemäss auf CHF 240.00 herabzusetzen ist 
(vgl. statt vieler Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 17 86 
vom 17. April 2018 E.5.2 m.w.H.). Die Beschwerdeführerin hat der 
Beschwerdegegnerin 2 somit eine aussergerichtliche Entschädigung von insgesamt 

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CHF 3'139.85 (= 11.75 h à CHF 240.00, zzgl. 3 % Kleinspesenpauschale und 
8.1 % MWST) zu bezahlen. 

7.3. Der Beschwerdegegnerin 1 steht, da sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis 
obsiegt, keine Parteientschädigung zu (Art. 78 Abs. 1 VRG). Davon abzuweichen 
besteht vorliegend kein Anlass.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 4'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 453.00

Total CHF 4'453.00

gehen zulasten der A.________.

3. Die A.________ hat die C.________ aussergerichtlich mit CHF 3'139.85 zu 
entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]