# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a99db09-759b-5d91-9a44-664443f0c65e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-06-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.06.2016 A-579/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-579-2016_2016-06-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-579/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  J u n i  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 

Richterin Salome Zimmermann,  

Richter Michael Beusch,    

Gerichtsschreiber Beat König. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Oberzolldirektion (OZD),  

Hauptabteilung Verfahren und Betrieb,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Zoll; aktiver Veredelungsverkehr (Fristsäumnis). 

 

 

 

A-579/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______ AG (nachfolgend: Zollpflichtige) stellt Teigwaren her. Am 

26. März 2014 erteilte ihr die Oberzolldirektion (nachfolgend: OZD) die Be-

willigung, im Verfahren der aktiven Veredelung grenzüberschreitende Wa-

renbewegungen durchzuführen. Mit dieser Bewilligung war die Zollpflich-

tige berechtigt, im Nichterhebungsverfahren «Hartweizengriess mittel 

(HWG-M)» zur Herstellung von Teigwaren zu importieren.   

B.  

In der Zeitspanne vom 22. September bis 16. Oktober 2014 führte die Zoll-

pflichtige unter der Zolltarifnummer 1103.1119 im Nichterhebungsverfahren 

in diversen Sendungen insgesamt 121'781.1 kg (Rohmasse) bzw. 

120'575 kg (Eigenmasse) Hartweizengriess ein (Zollansatz Fr. 23.40 je 

100 kg brutto). Am 21. Dezember 2015 stellte die Zollpflichtige bei der OZD 

für diese Einfuhren einen Abrechnungsantrag betreffend die aktive Vere-

delung im Nichterhebungsverfahren.  

C.  

Die OZD (nachfolgend auch: Vorinstanz) kam nach Überprüfung des Ab-

rechnungsantrages zum Schluss, dass die Abrechnung für die erwähnten 

Einfuhren zu spät eingereicht worden sei und damit die bei diesen Einfuh-

ren bedingt nicht erhobenen Abgaben definitiv fällig würden. Sie erliess 

deshalb am 14. Januar 2016 gegenüber der Zollpflichtigen eine Verfügung, 

mit welcher sie Einfuhrabgaben im Betrag von Fr. 30'742.- erhob (Disposi-

tiv-Ziff. 1 der Verfügung). Dieser (gerundete) Betrag setzt sich zusammen 

aus Fr. 28'496.75 Zoll, Fr. 712.45 Mehrwertsteuern und Fr. 1'533.10 Zins.  

D.  

Mit Eingabe vom 28. Januar 2016 erhob die Zollpflichtige (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) gegen die erwähnte Verfügung der OZD Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht. Sinngemäss beantragt sie die Aufhebung 

des vorinstanzlichen Entscheids. Ebenfalls sinngemäss fordert sie eventu-

aliter die Anwendung eines reduzierten Zollansatzes von Fr. 4.50 je 100 kg 

brutto.  

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 7. April 2016 stellt die OZD den Antrag, die 

Beschwerde sei unter reduzierter Kostenfolge sowie ohne Ausrichtung ei-

ner Parteientschädigung teilweise gutzuheissen. Die OZD führt dabei aus, 

dass sie nunmehr mit Blick auf ein bei Erlass der angefochtenen Verfügung 

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Seite 3 

übersehenes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil A-5887/2009 

vom 22. Juli 2011) den Standpunkt vertrete, dass in der vorliegenden Kons-

tellation aufgrund der Verwendung des eingeführten Hartweizengriesses 

zur Herstellung von Teigwaren ein zollbegünstigter Ansatz von Fr. 4.50 je 

100 kg brutto nachträglich angewendet werden könne. Bei Anwendung die-

ses Zollansatzes resultiere anstelle des Einfuhrabgabebetrages von 

Fr. 30'742.30 ein solcher von Fr. 6'109.75 (Fr. 5'490.15 Zoll, Fr. 185.- Kon-

trollgebühr, Fr. 141.60 Mehrwertsteuern und Fr. 303.- Zins).  

F.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereich-

ten Akten wird – sofern erforderlich – in den folgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfügungen 

nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist 

(Art. 31 VGG). Eine solche Ausnahme liegt nicht vor und der angefochtene 

Entscheid stellt eine Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG dar. Die OZD ist 

zudem eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts (Art. 33 VGG). 

Dieses ist daher für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zustän-

dig. Das Verfahren richtet sich – soweit das VGG nichts anderes bestimmt 

– nach den Vorschriften des VwVG (Art. 37 VGG). 

Die Beschwerdeführerin ist Adressatin des angefochtenen Entscheids und 

somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Be-

schwerde wurde form- und fristgerecht eingereicht (vgl. Art. 50 Abs. 1 

VwVG sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

Auf das Rechtsmittel ist somit einzutreten.   

2.   

2.1  

2.1.1 Waren, die ins Zollgebiet oder aus dem Zollgebiet verbracht werden, 

sind grundsätzlich zollpflichtig und müssen nach dem Zollgesetz vom 

18. März 2005 (ZG; SR 631.0) sowie nach dem Zolltarifgesetz vom 9. Ok-

tober 1986 (ZTG; SR 632.10) veranlagt werden (Art. 7 ZG). Ebenso unter-

liegt die Einfuhr von Gegenständen grundsätzlich der Einfuhrsteuer 

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(Art. 50 ff. des Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni 2009 [MWSTG; 

SR 641.20]). Vorbehalten bleiben Zoll- und Steuerbefreiungen bzw. -er-

leichterungen, die sich aus besonderen Bestimmungen von Gesetzen 

und Verordnungen oder Staatsverträgen ergeben (vgl. Art. 2 Abs. 1 und 

Art. 8 ff. ZG; Art. 1 Abs. 2 ZTG; Art. 53 MWSTG). Der Zollbetrag bemisst 

sich nach Art, Menge und Beschaffenheit der Ware im Zeitpunkt, in dem 

sie der Zollstelle angemeldet wird, und den Zollansätzen und Bemessungs-

grundlagen, die im Zeitpunkt der Entstehung der Zollschuld gelten (Art. 19 

Abs. 1 Bst. a und b ZG).  

2.1.2 Auskunft über die aktuell massgebenden Zollansätze geben der Ge-

neral- sowie der Gebrauchstarif: 

Unter dem Begriff Generaltarif (vgl. Art. 3 ZTG) ist ein unter Beachtung der 

inländischen Gesetzgebung und unter Berücksichtigung der nationalen Be-

dürfnisse geschaffener Zolltarif zu verstehen. Er enthält die Tarifnummern, 

die Bezeichnungen der Waren, die Einreihungsvorschriften, die Zollkontin-

gente sowie die höchstmöglichen Zollansätze, wie sie grösstenteils im 

GATT/WTO-Abkommen (Abkommen vom 15. April 1994 zur Errichtung der 

Welthandelsorganisation [SR 0.632.20], für die Schweiz in Kraft seit 1. Juli 

1995; mit Anhängen) konsolidiert wurden. Die Struktur des Generaltarifs 

basiert auf der Nomenklatur des internationalen Übereinkommens vom 

14. Juni 1983 über das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Co-

dierung der Waren (SR 0.632.11, für die Schweiz am 1. Januar 1988 in 

Kraft getreten). Der Gebrauchstarif (vgl. Art. 4 ZTG) entspricht im Aufbau 

dem Generaltarif und enthält die aufgrund von vertraglichen Abmachungen 

und von autonomen Massnahmen ermässigten Zollansätze. Er widerspie-

gelt die in Erlassen festgelegten gültigen Zollansätze (vgl. zum Ganzen 

auch: Botschaft vom 19. September 1994 zu den für die Ratifizierung der 

GATT/WTO-Übereinkommen [Uruguay-Runde] notwendigen Rechtsan-

passungen, BBl 1994 IV 1004 f.; Botschaft vom 22. Oktober 1985 betref-

fend das Internationale Übereinkommen über das Harmonisierte System 

zur Bezeichnung und Codierung der Waren [HS] sowie über die Anpas-

sung des schweizerischen Zolltarifs, BBl 1985 III 377 f.; Urteile des 

BVGer A-5216/2014 vom 13. April 2015 E. 2.1.6, A-3030/2013 vom 8. Mai 

2014 E. 2.1.1, A-525/2013 vom 25. November 2013 E. 2.1.2, A-5151/2011 

vom 2. Oktober 2012 E. 2.2.1). 

2.1.3 Gemäss Art. 14 Abs. 1 ZG werden, wenn das ZTG dies vorsieht oder 

wenn das Eidgenössische Finanzdepartement (nachfolgend: EFD) die im 

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ZTG festgesetzten Zollansätze herabgesetzt hat, für bestimmte Verwen-

dungen von Waren tiefere Zollansätze angewendet («Zollerleichterungen 

für Waren je nach Verwendungszweck»). Art. 14 Abs. 2 und 3 ZG regeln 

die Voraussetzungen, unter welchen das EFD die Zollansätze herabsetzen 

und in welchen Fällen die OZD die Ansätze anpassen darf. Wer veranlagte 

Waren nachträglich zu Zwecken verwenden oder abgeben will, die tieferen 

Zollabgaben unterliegen, kann in den Fällen und innerhalb der Fristen, die 

das EFD vorsieht, die Differenz mit einem Rückerstattungsgesuch geltend 

machen (Art. 14 Abs. 5 ZG). 

Weitere Einzelheiten sind in der Zollverordnung vom 1. November 2006 

(ZV; SR 631.01) geregelt. Nach Art. 51 Abs. 1 ZV muss, wer für eine be-

stimmte Verwendung von Waren einen reduzierten Zollansatz in Anspruch 

nehmen will, vor der ersten Zollanmeldung bei der OZD eine entspre-

chende schriftliche Verwendungsverpflichtung hinterlegen. Überdies sieht 

Art. 52 Abs. 1 Bst. a ZV mit Bezug auf Zollerleichterungen für Waren je 

nach Verwendungszweck vor, dass der reduzierte Satz in der Zollanmel-

dung zu beantragen ist. Die Waren sind zum entsprechenden Zweck zu 

verwenden (Art. 53 Abs. 1 ZV). Das EFD regelt die Kontroll- und Siche-

rungsmassnahmen zur Einhaltung des Verwendungszwecks sowie 

die Zollanmeldung und die Nachentrichtung oder Rückerstattung von Zoll-

abgaben bei der Änderung des Verwendungszwecks nach Art. 14 Abs. 4 

und 5 ZG (Art. 54 ZV). 

2.2  

2.2.1 Für Waren, welche zur Bearbeitung, Verarbeitung oder Ausbesse-

rung vorübergehend ins Zollgebiet verbracht werden, kann die Zollverwal-

tung im Rahmen des Zollverfahrens der aktiven Veredelung eine Zoller-

mässigung oder Zollbefreiung gewähren, sofern keine überwiegenden öf-

fentlichen Interessen entgegenstehen (vgl. Art. 12 Abs. 1 ZG). Die entspre-

chenden Einfuhren sind auch von der Einfuhrsteuer befreit (vgl. Art. 53 

Abs. 1 Bst. i MWSTG).  

2.2.2 Wer das Verfahren der aktiven Veredelung beanspruchen will, bedarf 

dafür einer Bewilligung der Zollverwaltung (Art. 59 Abs. 2 ZG). Die Bewilli-

gung wird von der Zollverwaltung namentlich erteilt, wenn die in Art. 165 

ZV genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Die Bewilligung kann mit Auf-

lagen verbunden und mengenmässig und zeitlich beschränkt werden 

(Art. 59 Abs. 2 ZG). So enthält sie gemäss Art. 166 Bst. h ZV unter ande-

rem «Auflagen, namentlich Fristen für die Ausfuhr der Veredelungserzeug-

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Seite 6 

nisse und für den Abschluss des Verfahrens der aktiven Veredelung, ma-

terielle Kontroll- und Verfahrensvorschriften sowie formelle Verfahrensvor-

schriften». Die Einhaltung dieser individuellen Vorschriften der EZV ist 

Grundvoraussetzung für den Abschluss des Veredelungsverfahrens und 

die entsprechende Zollermässigung oder -befreiung (IVO GUT, in: Martin 

Kocher/Diego Clavadetscher [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum Zoll-

gesetz [ZG], 2009 [nachfolgend: Zollkommentar], Art. 59 N. 4). 

Mit der Erteilung der Bewilligung wird das im Rahmen der aktiven Verede-

lung anzuwendende Verfahren (Art. 59 Abs. 2 ZG in Verbindung mit 

Art. 166 Bst. a ZV) bestimmt: In der Regel werden die Einfuhrzollabgaben 

im sogenannten Nichterhebungsverfahren mit bedingter Zahlungspflicht 

veranlagt (Art. 59 Abs. 3 Bst. a ZG in Verbindung mit Art. 167 ZV). Das 

heisst, die Erhebung der Zollabgaben wird bei der Einfuhr bedingt ausge-

setzt. 

Wird die Verfügung, mit welcher die Bewilligung erteilt wird, nicht angefoch-

ten, erwächst sie mitsamt den darin aufgeführten Auflagen in formelle 

Rechtskraft. Der Verfügungsadressat hat damit die entsprechenden Aufla-

gen akzeptiert und in der Folge auch einzuhalten. Vorbringen gegen die in 

der Bewilligung enthaltenen Auflagen sind mittels Beschwerde gegen die 

erteilte Bewilligung zu erheben und können später im Abgabeerhebungs-

verfahren nicht mehr mit Erfolg vorgebracht werden (vgl. Urteile des BVGer 

A-201/2015 vom 29. Juni 2015 E. 2.2.2, A-1643/2011 vom 31. Januar 2012 

E. 2.4.2). Nach Eintritt der formellen Rechtskraft der Bewilligungsverfü-

gung rechtsprechungsgemäss verspätet sind auch Rügen, welche darauf 

abzielen, die Gesetzes- sowie Verfassungskonformität der Verordnung, auf 

welche sich die Bewilligung stützt, zu verneinen (Urteile des BVGer 

A-6992/2010 vom 12. Juli 2012 E. 4.1, A-5887/2009 vom 22. Juli 2011 

E. 3.2.2, mit Hinweisen).  

2.2.3 Die bedingt ausgesetzten Zollabgaben werden nicht fällig, wenn das 

Verfahren der aktiven Veredelung ordnungsgemäss abgeschlossen wird. 

Dies ist dann der Fall, wenn der Bewilligungsinhaber die in der Bewilligung 

festgehaltenen Auflagen eingehalten hat (Art. 168 Abs. 1 ZV). Gemäss 

Art. 168 Abs. 2 ZV muss der Bewilligungsinhaber (für einen ordnungsge-

mässen Abschluss des Verfahrens) bei der in der Bewilligung bezeichneten 

überwachenden Stelle: 

a)   innerhalb der vorgeschriebenen Frist das Gesuch um definitive Zollermäs-

sigung oder Zollbefreiung einreichen; 

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b)   in der vorgeschriebenen Art nachweisen, dass die ins Zollgebiet verbrach-

ten Waren oder die im Äquivalenzverkehr verwendeten inländischen Wa-

ren innerhalb der vorgeschriebenen Frist als Veredelungserzeugnisse 

wieder ausgeführt worden sind; und 

c)   die Menge der veredelten Waren und der angefallenen Abfälle oder Ne-

benprodukte unter Vorlage von Rezepturen, Fabrikationsrapporten und 

ähnlichen Dokumenten nachweisen. 

Als Gesuch gemäss Bst. a gilt die Zollanmeldung für die Ausfuhr der Ver-

edelungserzeugnisse (Art. 1 Abs. 1 Bst. c der Verordnung des EFD vom 

4. April 2007 über den Veredelungsverkehr; SR 631.016).  

2.2.4 Werden die Auflagen hingegen nicht eingehalten und wird somit das 

Verfahren der aktiven Veredelung nicht ordnungsgemäss abgeschlossen, 

fällt im Nichterhebungsverfahren der Suspensiveffekt für die Erhebung der 

Einfuhrzollabgaben weg und werden diese fällig. Dies gilt allerdings nicht, 

wenn die veredelten Waren innerhalb der festgesetzten (Ausfuhr-)Frist 

nachweislich ausgeführt worden sind. Das entsprechende Gesuch ist in-

nerhalb von 60 Tagen nach Ablauf der festgesetzten Frist zu stellen (Art. 59 

Abs. 4 ZG; GUT, in: Zollkommentar, Art. 59 N. 7). 

3.  

Einer eingelebten Praxis kommt erhebliches Gewicht zu. Allerdings ist es 

den Behörden und den Gerichten nicht verwehrt, eine bisher geübte Praxis 

zu ändern bzw. muss eine Praxisänderung sogar erfolgen, wenn Behörden 

und Gerichte zur Einsicht gelangen, das Recht sei bisher unrichtig ange-

wendet worden oder eine andere Rechtsanwendung oder Ermessensbe-

tätigung entspräche dem Sinn des Gesetzes oder den veränderten Verhält-

nissen besser. Eine Änderung der Praxis lässt sich jedoch regelmässig nur 

begründen, wenn die neue Lösung besserer Erkenntnis der ratio legis, ver-

änderten äusseren Verhältnissen oder gewandelter Rechtsanschauung 

entspricht; andernfalls ist die bisherige Praxis beizubehalten (BGE 135 I 79 

E. 3, 132 III 770 E. 4). Eine Praxisänderung muss sich deshalb auf ernst-

hafte sachliche Gründe stützen können, die – vor allem aus Gründen der 

Rechtssicherheit – umso gewichtiger sein müssen, je länger die als nicht 

mehr richtig erkannte bisherige Praxis befolgt wurde (BGE 127 I 49 E. 3c, 

126 I 122 E. 5). Eine zulässige neue Praxis ist grundsätzlich sofort und in 

allen hängigen Verfahren anzuwenden. Im Einzelfall kann dieser Regel der 

Schutz von Treu und Glauben (vgl. Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) entgegen-

stehen. Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang vor allem Grund-

satzentscheide, deren Ziel es unter anderem ist, in einer umstrittenen 

Frage Sicherheit und Gewissheit zu schaffen. Der Vertrauensschutz hat 

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sich dabei insbesondere bei verfahrensrechtlichen Änderungen im Bereich 

der Frist- und Formvorschriften sowie bei der Zulässigkeit von Rechtsmit-

teln durchgesetzt; diesfalls darf die neue Praxis nicht ohne vorgängige An-

kündigung Anwendung finden (vgl. zum Ganzen BGE 132 II 153 E. 5.1, 

122 I 57 E. 3c/bb; Urteil des BGer 2C_421/2007 vom 21. Dezember 2007 

E. 3.1; Urteile des BVGer A-1374/2011 vom 5. Januar 2012 E. 3.5.1, 

A-7817/2010 vom 24. November 2011 E. 4.3.1, A-4785/2007 vom 23. Feb-

ruar 2010 E. 2.3). Voraussetzung ist dabei aber unter anderem, dass die 

Person, welche sich auf den Vertrauensschutz beruft, die alte Praxis 

kannte und tatsächlich im Vertrauen darauf handelte (Urteil des BGer 

2C_421/2007 vom 21. Dezember 2007 E. 3.1).  

4.  

4.1 Im vorliegenden Fall wurde der Beschwerdeführerin mittels Verfügung 

vom 26. März 2014 eine Bewilligung für die unbeschränkte Einfuhr von 

«Hartweizengriess mittel (HWG-M)» der Tarifnummer 1103.1119 zur akti-

ven Eigen-Veredelung im Nichterhebungsverfahren für das Herstellen von 

Teigwaren erteilt (Akten Vorinstanz, act. 1). Diese Bewilligung enthält ver-

schiedene Auflagen: Unter Rubrik 3 der Verfügung (mit der Überschrift 

«Geltungsdauer der Bewilligung») wurde als «Einfuhrfrist» der 27. April 

2015 festgelegt. Unter «Ausfuhrfrist» wurde festgehalten, diese betrage 

«12 Monate seit der betreffenden Einfuhr», und unter «Abrechnungsfrist» 

wurden 60 Tage vermerkt. Rubrik 12 enthält «weitere Auflagen». Soweit 

hier interessierend heisst es dort: «Die Frist für die Ausfuhr der Verede-

lungserzeugnisse beträgt 12 Monate seit der Verbringung der Ware [...] ins 

Zollgebiet. Der Abrechnungsantrag (Formular 47.92) ist der überwachen-

den Stelle innert 60 Tagen nach Ablauf der Ausfuhrfrist einzureichen. Wird 

eine dieser Fristen versäumt, werden die Einfuhrabgaben zuzüglich Ver-

zugszinsen fällig.»  

4.2 Die Beschwerdeführerin hat die – wie erwähnt als Verfügung ausge-

staltete – Bewilligung vom 26. März 2014 nicht angefochten, weshalb diese 

mitsamt den genannten Auflagen in formelle Rechtskraft erwachsen ist. Die 

Beschwerdeführerin hat damit die entsprechenden Auflagen akzeptiert und 

sie in der Folge auch einzuhalten. Dies gilt namentlich für die Auflage, dass 

der Abrechnungsantrag innert 60 Tagen nach Ablauf der Ausfuhrfrist einzu-

reichen ist. Die Gesetzes- und Verfassungskonformität dieser Auflage und 

der dieser zugrunde liegenden Regelung der ZV ist mit Blick auf die for-

melle Rechtskraft der Bewilligungsverfügung im vorliegenden Verfahren 

praxisgemäss nicht (mehr) zu überprüfen (vgl. E. 2.2.2). Immerhin ist da-

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rauf hinzuweisen, dass in der Rechtsprechung wiederholt mit der hier frag-

lichen 60-Tagefrist vergleichbare Fristen als rechtskonform qualifiziert wur-

den (vgl. etwa Urteil des BGer 2C_421/2007 vom 21. Dezember 2007 

E. 3.2 f. [Zulässigkeit einer 60-tägigen Frist für die Einreichung eines An-

trages um nachträgliche Zollabfertigung, insbesondere mit Blick auf die 

Notwendigkeit einer beförderlichen zollrechtlichen Behandlung des grenz-

überschreitenden Warenverkehrs]; Urteil des BVGer A-5798/2007 vom 

6. Juli 2009 E. 3.4 [Angemessenheit einer vom zuständigen Zollamt ange-

setzten zweimonatigen Frist zur Nachreichung der erforderlichen Begleit-

dokumente [Ursprungszeugnis] für die Inanspruchnahme eines Präferenz-

zollansatzes).  

4.3 Die erwähnte, in der Bewilligung festgehaltene Frist zur Einreichung 

des Abrechnungsantrages innert 60 Tagen nach Ablauf der Ausfuhrfrist hat 

die Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall unbestrittenermassen nicht 

eingehalten. Diese Fristversäumnis bedeutet, dass mindestens eine in der 

Bewilligung festgehaltene Auflage nicht eingehalten wurde und demge-

mäss das Verfahren der aktiven Veredelung als nicht ordnungsgemäss ab-

geschlossen gilt (vgl. E. 2.2.3). Nach der gesetzlichen Ordnung ist deshalb 

und weil vorliegend unbestrittenermassen innert der gesetzlichen Frist von 

60 Tagen nach Ablauf der Ausfuhrfrist (auch) kein Gesuch im Sinne von 

Art. 59 Abs. 4 ZG gestellt wurde (vgl. E. 2.2.4), der Suspensiveffekt für die 

Erhebung der Einfuhrzollabgaben weggefallen und sind diese Abgaben fäl-

lig geworden. 

4.4 Aus dem Ausgeführten folgt, dass die Beschwerdeführerin für die streit-

betroffenen Einfuhren Zoll und Einfuhrsteuern schuldet. Es bleibt zu klären, 

ob ihre Vorbringen zum Hauptantrag der Beschwerde etwas an diesem Er-

gebnis zu ändern vermögen.  

4.4.1 Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, sie habe die Ab-

rechnungsfrist allein deshalb versäumt, weil sie nicht über eine Praxisän-

derung der Vorinstanz informiert worden sei. Es könne nicht zu ihrem 

Nachteil gereichen, dass sie mangels Kenntnis dieser Praxisänderung 

nach ihrer seit Jahren angewendeten, von der Vorinstanz jeweils nicht be-

anstandeten Vorgehensweise abgerechnet habe.  

4.4.2 Die genannten Ausführungen der Beschwerdeführerin beziehen sich 

auf eine Praxisänderung, welche in einem aktenkundigen Schreiben der 

Vorinstanz vom 27. Mai 2014 festgehalten ist. Gemäss diesem Schreiben 

wurde den Bewilligungsinhabern nach früherer Praxis «bei Nichteinhaltung 

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der Abrechnungsfrist im Nichterhebungsverfahren die Gelegenheit gebo-

ten, den Abrechnungsantrag innert einer Frist von 10 Tagen nachzu-

reichen» (Akten Vorinstanz, act. 10 S. 1). Sodann wird in dem Schreiben, 

das nach Darstellung der Vorinstanz den Bewilligungsinhabern «offiziell 

mitgeteilt» wurde und nach wie vor auf der Internetseite der Eidgenössi-

schen Zollverwaltung abrufbar ist (Vernehmlassung, S. 3), festgehalten, 

dass dieses Zugeständnis bei verpasster Abrechnungsfrist ab dem 1. Juli 

2014 wegfalle (also ab letzterem Zeitpunkt keine Frist zur Nachreichung 

der Abrechnung mehr eingeräumt werde). 

4.4.3 Zu Recht wird vorliegend nicht geltend gemacht, dass sich die neue 

Praxis der OZD nicht auf ernsthafte sachliche Gründe stützt. Denn jeden-

falls in Fällen, bei welchen in der Bewilligung des Verfahrens der aktiven 

Veredelung zur Einreichung des Abrechnungsantrages eine Frist von 

60 Tagen nach Ablauf der Ausfuhrfrist vorgesehen wird, besteht nach dem 

anwendbaren Recht kein Raum für die Ansetzung einer Nachfrist 

(vgl. vorn E. 2.2.3 f.). Es war der Zollverwaltung vor diesem Hintergrund – 

zumindest soweit hier interessierend – nicht verwehrt, auf die als falsch 

erkannte Praxis zurückzukommen. 

Ferner bestehen auch keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass die Zoll-

verwaltung ihre neue Praxis nicht in der gebotenen Weise ab dem ange-

kündigten Zeitpunkt (1. Juli 2014) konsequent und rechtsgleich auf alle 

hängigen und neuen Verfahren angewendet hätte. 

4.4.4 Es stellt sich aber die Frage, ob die Zollverwaltung die potentiellen 

Importeure über die Einführung der neuen verfahrensrechtlichen Praxis in 

geeigneter Weise informiert bzw. die Praxisänderung gebührend angekün-

digt hat. Dies gilt namentlich vor dem Hintergrund, dass die Beschwerde-

führerin geltend macht, nicht rechtzeitig über die erwähnte Praxisänderung 

informiert worden zu sein. 

Die aufgeworfene Frage wäre allenfalls unter dem Gesichtspunkt des Ver-

trauensschutzes massgeblich, kann im vorliegenden Fall jedoch unbeant-

wortet bleiben. Die Beschwerdeführerin kann sich nämlich schon deshalb 

nicht auf den Vertrauensschutz berufen, weil nicht erstellt ist, dass sie die 

alte Praxis zur Gewährung einer zehntätigen Nachfrist bei Nichteinhaltung 

der Abrechnungsfrist kannte und mithin im Vertrauen darauf davon abge-

halten wurde, ihre Pflichten innert der in der Bewilligung festgehaltenen 

Abrechnungsfrist zu erfüllen. Eine solche Kenntnis der früheren Praxis 

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lässt sich der Beschwerdeführerin insbesondere nicht gestützt auf ihre Be-

hauptung zuschreiben, sie habe immer nach dem «gleichen System» ohne 

Beanstandungen seitens der OZD abgerechnet (vgl. Beschwerde, S. 1). 

Diese Behauptung ist nicht näher substantiiert und erscheint nicht als 

glaubhaft, weil das Schreiben der OZD vom 27. Mai 2014 darauf schliessen 

lässt, dass die Zollverwaltung nach ihrer früheren Praxis bei Ansetzung ei-

ner zehntägigen Nachfrist den betroffenen Bewilligungsinhaber jeweils er-

mahnt, also die fehlende Abrechnung beanstandet hat. Es kommt hinzu, 

dass jedenfalls in Bezug auf die älteste der vorliegend streitbetroffenen 

Einfuhren die Abrechnung der Beschwerdeführerin auch nach der früheren 

Praxis, also unter Einbezug einer zehntägigen Nachfrist (sowie der für die 

Nachfristsetzung erforderlichen Zeitspanne), verspätet gewesen wäre (bei 

der entsprechenden Einfuhr vom 22. September 2014 war die Ausfuhrfrist 

am 22. September 2015 abgelaufen, so dass die 60-tägige Abrechnungs-

frist am 23. November 2015 auslief. Die diesbezügliche Abrechnung hat 

die Beschwerdeführerin aber erst rund einen Monat nach letzterem Zeit-

punkt, nämlich am 21. Dezember 2015, eingereicht. Auch bei Ansetzung 

eine Nachfrist von zehn Tagen wäre die Abrechnung vom 21. Dezember 

2015 somit nicht mehr rechtzeitig gewesen [der in Art. 22a Abs. 1 Bst. c 

VwVG vorgesehene Fristenstillstand vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar greift in Bezug auf die fragliche Nachfrist nicht, da das VwVG 

gemäss Art. 3 Bst. e VwVG im Zollveranlagungsverfahren keine Anwen-

dung findet]). 

4.5 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz die definitive Zoll- 

und Steuerbefreiung zu Recht infolge nicht ordnungsgemässen Abschlus-

ses des Verfahrens der aktiven Veredelung verweigert hat. Die Be-

schwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. 

5.  

5.1 Der von der Beschwerdeführerin eingeführte Hartweizengriess fällt ge-

mäss dem im vorliegend massgebenden Zeitraum geltenden Gebrauchs-

tarif (vgl. E. 2.1.2) unter die Tarifnummer 1103.1119. Für solche Waren war 

grundsätzlich ein Ansatz von Fr. 23.40 je 100 kg brutto vorgesehen. Wird 

der Hartweizengriess zur Herstellung von Teigwaren verwendet, gilt ein An-

satz von Fr. 4.50 je 100 kg brutto. Dieser reduzierte Zollansatz ist auf Art. 3 

ZEV in Verbindung mit Anhang 1 ZEV zurückzuführen (vgl. E. 2.1.3). Im 

Gebrauchstarif sind ein entsprechender Code sowie ein «R» vermerkt. Da-

mit wird darauf hingewiesen, dass ein reduzierter Satz besteht und gege-

benenfalls eine Verwendungsverpflichtung hinterlegt werden muss 

(vgl. E. 2.1.3).  

A-579/2016 

Seite 12 

5.2 Die Beschwerdeführerin hat, da die eingeführten Produkte für den Ex-

port bestimmt waren, in korrekter Weise das Verfahren der aktiven Vere-

delung gewählt, die entsprechende Bewilligung eingeholt und in ihren vor-

liegend in Frage stehenden Zollanmeldungen jeweils auf das hierfür spezi-

fisch vorgesehene Nichterhebungsverfahren und auf ihre Bewilligungs-

nummer hingewiesen (vgl. E. 2.2.2). Den Code für den reduzierten Satz 

durfte sie somit gar nicht ausweisen, setzt seine Deklaration doch die Hin-

terlegung einer Verwendungsverpflichtung voraus. Unter diesen Umstän-

den kann ihr nicht vorgehalten werden, der reduzierte Zollansatz komme 

in ihrem Fall überhaupt nicht in Frage, da sie den entsprechenden Code 

nicht deklariert habe. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang 

auch, dass es das Gesetz ausdrücklich zulässt, dass in gewissen Fällen 

sogar bereits veranlagte Waren nachträglich zu bestimmten Zwecken ver-

wendet oder abgegeben werden dürfen (vgl. E. 2.1.3). Letzteres zeigt, dass 

die Zollanmeldung bzw. die Deklaration des entsprechenden Codes für die 

Anwendbarkeit des reduzierten Satzes nicht allein ausschlaggebend ist, 

sondern vielmehr auf die tatsächliche (durch den Zollpflichtigen nachzu-

weisende) Verwendung abzustellen ist. Abgesehen davon ist die Frage 

nach dem anwendbaren Zollansatz grundsätzlich nicht eine solche des 

Zollverfahrens, sondern der Zollbemessung. Der Zollbetrag bemisst sich 

nach Art, Menge und Beschaffenheit der Ware im Zeitpunkt, in dem sie der 

Zollstelle angemeldet wird (vgl. E. 2.1.1). Im Rahmen ihrer Zolldeklaratio-

nen erklärte die Beschwerdeführerin, dass sie Hartweizengriess im Nicht-

erhebungsverfahren mit ihrer Bewilligung Nr. […] für die Herstellung von 

Teigwaren einführe. Ihre Zolldeklarationen enthielten somit alle erforderli-

chen Informationen, welche der Bemessung des Zollbetrages dienen. Da-

mit ist die Beschwerdeführerin grundsätzlich zur Anwendung des reduzier-

ten Zollansatzes gemäss der Zolltarifnummer 1103.1119 berechtigt, zumal 

in materieller Hinsicht die Anforderungen an den Inhaber einer Bewilligung 

für den aktiven Veredelungsverkehr mit denjenigen an den Inhaber einer 

Verwendungsverpflichtung unter den rechtswesentlichen Gesichtspunkten 

vergleichbar sind und die Beschwerdeführerin die Waren unbestrittener-

massen zu Teigwaren verarbeitet hat (vgl. zum Ganzen Urteil des BVGer 

A-5887/2009 vom 22. Juli 2011 E. 4.2).  

In Bezug auf den Eventualantrag, dem sich die Vorinstanz zu Recht an-

schliesst, ist die Beschwerde somit gutzuheissen.  

A-579/2016 

Seite 13 

6.  

Gemäss den insoweit zu Recht unbestritten gebliebenen Ausführungen der 

Vorinstanz in der Vernehmlassung (und in der Vernehmlassungsbei-

lage 13) schuldet die Beschwerdeführerin für die streitbetroffenen Einfuh-

ren bei Gutheissung des Eventualantrages der Beschwerde Einfuhrabga-

ben (Zoll und Einfuhrmehrwertsteuern) von Fr. 6'109.75 inkl. Verzugszins 

und inkl. Kontrollgebühren für die Zollbegünstigung (vgl. zu diesen – vor-

liegend gerundeten – Gebühren Art. 1 Abs. 2 sowie Ziff. 7.11 des Anhanges 

der Verordnung vom 4. April 2007 über die Gebühren der Zollverwaltung, 

SR 631.035). Dementsprechend ist die Beschwerde teilweise gutzuheis-

sen und ist die in Dispositiv-Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung bezifferte 

Leistungspflicht der Beschwerdeführerin auf Fr. 6'109.75 zu reduzieren.  

Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

7.  

7.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt; unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten 

ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG).  

Die Beschwerdeführerin erscheint vorliegend als überwiegend obsiegend 

und nur in einem kleineren Umfang als unterliegend. Deshalb rechtfertigt 

es sich, die auf Fr. 3'500.- festzusetzenden Verfahrenskosten des Verfah-

rens vor dem Bundesverwaltungsgericht (vgl. Art. 2 Abs. 1 in Verbindung 

mit Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

der teilweise unterliegenden Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 700.- 

aufzuerlegen. Dieser Betrag ist dem geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 3'500.- zu entnehmen. Der Restbetrag von Fr. 2'800.- ist der Beschwer-

deführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzu-

erstatten.  

Der Vorinstanz können keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 

Abs. 2 VwVG). 

7.2 Die Beschwerdeführerin ist nicht vertreten. Auch sind ihr keine erhebli-

chen Auslagen erwachsen. Es ist ihr deshalb trotz ihres teilweisen Obsie-

gens für das vorliegende Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 8 und Art. 13 VGKE). 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)  

A-579/2016 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die in Dispositiv-Ziff. 1 der 

angefochtenen Verfügung der OZD vom 14. Januar 2016 bezifferte Leis-

tungspflicht der Beschwerdeführerin wird auf Fr. 6'109.75 reduziert.  

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2.  

Die Kosten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht von insge-

samt Fr. 3'500.- werden der Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 700.- 

auferlegt. Der Betrag von Fr. 700.- wird dem geleisteten Kostenvorschuss 

in der Höhe von Fr. 3'500.- entnommen. Der Restbetrag von Fr. 2'800.- wird 

der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur-

teils aus der Gerichtskasse zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; 

Beilage: Rückerstattungsformular);  

– die Vorinstanz (Ref.-Nr. […]; Gerichtsurkunde).  

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniel Riedo Beat König 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

A-579/2016 

Seite 15 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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