# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ae86d6d-5b07-5092-a83f-85f0ef921c67
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.05.2008 E-1255/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1255-2007_2008-05-29.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1255/2007

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Beat Weber (Vorsitz), 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli; 
Gerichtsschreiber Thomas Hardegger.

A._______, Sri Lanka, 
wohnhaft B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Einreise und Asyl (Auslandverfahren); Verfügung des 
BFM vom 22. Dezember 2006 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1255/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer -  ein Tamile aus C._______ - mit an die 
Schweizerische Botschaft in Colombo gerichtetem Schreiben vom 14. 
Dezember 2005 (Eingangsstempelung Botschaft)  um Bewilligung der 
Einreise  in  die  Schweiz  und  Gewährung  von  Lebenssicherheit 
ersuchte,

dass  die  Schweizerische  Botschaft  ihn  mit  Schreiben  vom  14. 
Dezember 2005 aufforderte,  seine Asylgründe schriftlich darzulegen, 
allfällige  Beweismittel  in  Englisch  übersetzt  sowie  Identitätspapiere 
einzureichen,

dass der Beschwerdeführer am 19. Januar 2006 (Eingangsstempelung 
Botschaft)  verschiedene Zeitungsausschnitte,  eigene  D._______,  die 
einverlangten Identitätsdokumente sowie zwei Todesregisterauszüge in 
Kopie einreichte, 

dass der Beschwerdeführer am 1. März 2006 (vgl. A 6/9) zu den Ge-
suchsgründen angehört  wurde und gleichentags ein weiteres Schrei-
ben an die Botschaft richtete (vgl. A 5/2),

dass der Beschwerdeführer gegenüber der Botschaft im Wesentlichen 
geltend machte, bis Juli 2003 regelmässig seiner Arbeit als F._______ 
nachgegangen zu sein,

dass er in Sri Lanka bei der tamilischen Bevölkerung als G._______ 
bekannt sei und H._______,

dass die LTTE aus jeder Familie eine Person auf irgendeine Weise für 
sich  verpflichtet  habe  und  im  Februar  2003  auch  an  ihn  mit 
Forderungen herangetreten sei, ihn jedoch erfolglos zu einem Beitritt 
und zu finanziellen Zugeständnissen habe bewegen wollen,

dass die LTTE ihm deshalb - seinen Fähigkeiten entsprechend - aufge-
tragen habe, im Rahmen vorgegebener Richtlinien über die Organisati-
on  und  deren  Führer  I._______  zu  veröffentlichen,  was  er  bis  April 
2004 auch getan habe,

dass im Frühjahr 2004 die LTTE in zwei Fraktionen (Prabakaran und 
Karuna) zerfallen sei und ihn Angehörige der Karuna-Fraktion ab April 

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2004 gezwungen hätten, nur noch über deren Fraktion D._______ zu 
verfassen,

dass er nach April 2004 dreimal von der LTTE aufgefordert worden sei, 
G._______,  andernfalls  er  erschossen  werde,  und  er  zweimal  auch 
telefonisch von der LTTE kontaktiert worden sei,

dass  ihm  schliesslich  von  jeder  Fraktion  vorgehalten  worden  sei, 
D._______ als Unterstützung für  die jeweils andere Fraktion verfasst 
zu haben, weshalb er sich von beiden Fraktionen verfolgt gefühlt habe,

dass  Unbekannte  am  (...)  seinen  unpolitischen  Bruder,  (...),  getötet 
und der  (...)  aufgetragen hätten,  dem Beschwerdeführer  mitzuteilen, 
dass er inskünftig vorsichtig sein müsse,

dass die LTTE ihn am 1. Januar 2006 in (...) letztmals kontaktiert und 
aufgefordert habe, am folgenden Tag im (...) zu erscheinen,

dass er umgehend mit Hilfe eines Freundes zu einem weiteren Freund 
nach Colombo gereist  und  am 19. Januar  2006 nach Malaysia  wei-
tergereist sei, obschon er keine Probleme mit den Sri Lanka Security 
Forces (SLSF) gehabt habe,

dass  er  am  28.  Februar  2006  nach  Sri  Lanka  zurückgereist  sei, 
nachdem  ihm  (...)  mitgeteilt  habe,  dass  ihn  die  Schweizerische 
Botschaft in Colombo anhören wolle,

dass er nun weiterhin - bis der Entscheid aus Bern eintreffe - mit (...) in 
Colombo versteckt leben werde, 

dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Dezem-
ber 2006 - eröffnet am 14. Januar 2007 - die Einreise in die Schweiz 
verweigerte und sein Asylgesuch vom 14. Dezember 2005 ablehnte,

dass das Bundesamt in der angefochtenen Verfügung vom 22. Dezem-
ber 2006 die Abweisung des Asylgesuchs auf der Grundlage von Art. 3 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) begründete, 

dass der Beschwerdeführer mit einer an die Schweizerische Botschaft 
in Colombo adressierten und in Englisch verfassten Eingabe vom 22. 
Januar 2007 gegen die Verfügung vom 22. Dezember 2006 Beschwer-
de erhob und um Neubeurteilung seines Falles beziehungsweise (sinn-

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gemäss) um Aufhebung der angefochtenen Verfügung, Bewilligung der 
Einreise in die Schweiz und Gewährung des Asyls ersuchte, 

dass die Eingabe dem Bundesverwaltungsgericht von der Botschaft in 
Colombo zur Behandlung überwiesen wurde,

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2007 - 
eröffnet  am  31.  Mai  2007  durch  persönliche  Übergabe  auf  der 
Schweizerischen  Botschaft  in  Colombo  -  dem  Beschwerdeführer 
Gelegenheit gab, innert 14 Tagen ab Eröffnung der Zwischenverfügung 
zur  beabsichtigten  Motivsubstitution  eine  allfällige  Stellungnahme 
einzureichen  und  die  eingereichten  fremdsprachigen  Dokumente  in 
eine  Amtssprache  des  Bundes  oder  ausnahmsweise  in  englischer 
Sprache übersetzt einzureichen, unter deren Nichtberücksichtigung im 
Unterlassungsfall,

dass bis zum heutigen Datum keine Eingabe des Beschwerdeführers 
an das Bundesverwaltungsgericht erfolgt ist,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG) und sich gemäss 
ständiger  Praxis  diese  Zuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts 
auf Grund des engen sachlichen Zusammenhangs auch auf die Ver-
weigerung  der  Einreisebewilligung  im  Sinne  von  Art.  20  AsylG  er-
streckt (vgl. die nach wie vor zutreffende Praxis in Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2000 Nr. 12),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art.  6  AsylG  i.V.m.  Art.  48  Abs.  1 
VwVG),

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dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters 
entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel mit der Vorinstanz verzichtet wurde,

dass das BFM ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen kann, 
wenn der Gesuchsteller keine Verfolgung glaubhaft macht oder ihm die 
Aufnahme in  einem Drittstaat  zugemutet  werden kann (Art. 3,  7,  52 
Abs. 2 und 20 Abs. 2 AsylG),

dass restriktive Voraussetzungen für die Erteilung einer Einreisebewil-
ligung gelten, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu-
kommt, indem neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 
3 AsylG namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit 
der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe 
zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit  und objektive Zumut-
barkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche,  sowie  die  voraussichtlichen 
Eingliederungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen 
sind (vgl. EMARK 1997 Nr. 15 S. 126 ff.),

dass die Vorinstanz in ihrer angefochtenen Verfügung hinsichtlich der 
vom  Beschwerdeführer  geschilderten  Vorkommnisse  unter  anderem 
ausführte,  eine für  die Einreisebewilligung relevante Verfolgung liege 
nur dann vor, wenn die asylsuchende Person glaubhaft machen könne, 
dass sie aus einem der im Asylgesetz genannten Gründen ernsthaft 
verfolgt werde und nicht im Heimat- oder Herkunftsstaat Schutz finden 
könne,

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dass  namentlich  Hilfeleistungen  der  angegebenen  Art  durch  einen 
Grossteil der Bevölkerung im Einflussgebiet der LTTE während mehre-
ren Jahren erwartet und erbracht worden seien,

dass der Beschwerdeführer nie aktiv als Mitglied der LTTE oder einer 
anderen tamilischen Organisation tätig gewesen sei und nie nach der 
Spaltung der LTTE konkret und öffentlich für oder gegen eine Gruppie-
rung Stellung bezogen habe,

dass er nach der Spaltung der LTTE die Tätigkeiten für beide Fraktio-
nen eingestellt habe,

dass sich seine Befürchtungen allein auf den Umstand beschränkten, 
die Weigerung, weiterhin D._______ für die Fraktion (...) zu verfassen, 
könnte ihn in lebensbedrohlicher Art und Weise gefährden,

dass indes festzustellen sei, dass sich die geltend gemachten Druck-
versuche über einen Zeitraum von mehr als eineinhalb Jahren verteilt 
und auf den (...)Ort C._______, mithin lokal beschränkt hätten,

dass sich seit jeher unbestrittenermassen beide Fraktionen gewaltsa-
mer Mittel bedienten, um ihren Einfluss vorwiegend auf Personen oder 
Institutionen, die sich gegenüber ihren Fraktionen kritisch und aktiv ex-
poniert hätten, zu vergrössern, 

dass  somit  die  Zurückhaltung  des  Beschwerdeführers  in  Bezug  auf 
das Verfassen von Texten für die (...)-Fraktion (...) keine ausreichend 
intensive  und  über  die  Region  von  C._______  hinausgehende 
Verfolgungslage begründen könne,

dass keine Hinweise aktenkundig seien,  wonach er  im vergangenen 
Jahr erneut Opfer von Druckversuchen geworden sei,

dass er die Möglichkeit habe, sich allfälligen Druckversuchen der LTTE 
durch einen Wegzug in eine andere srilankische Stadt zu entziehen,

dass der Beschwerdeführer somit nicht schutzbedürftig im Sinne von 
Art. 3 AsylG sei, weshalb das Asylgesuch abzulehnen und die Einreise 
in die Schweiz nicht zu bewilligen sei,

dass das Bundesverwaltungsgericht nicht an die Begründung der Vor-
instanz gebunden ist (vgl. Art. 62 Abs. 4 des Bundesgesetzes über das 

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Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1998, VwVG, SR 172.021), 
weshalb im vorliegenden Fall  einer allfälligen Motivsubstitution nichts 
entgegen stehen kann (vgl. A. Kölz/I. Häner, Verwaltungsverfahren und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl. Zürich 1998, S. 240, Rz. 
677),

dass sich das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 
8.  Mai  2007  die  Anwendung  von  Art.  7  AsylG  auf  das  vorliegende 
Asylverfahren  vorbehalten  und  dem  Beschwerdeführer  hierzu  das 
rechtliche Gehör gewährt hat,

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG), 

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerdeeingabe  vom  22. 
Januar  2007  der  Einschätzung  des  BFM  in  seiner  Verfügung  den 
folgenden Sachverhalt zusätzlich entgegen hielt, 

dass er wegen der angefochtenen Verfügung mittlerweile an gesund-
heitlichen Folgen ("mental distress") erkrankt sei,

dass  er  (...)  rund  (...)  lang  im  Lager  der  LTTE  gefangen  gehalten 
worden sei und für diese Organisation habe tätig werden müssen, 

dass  er  insbesondere  nach  dem Zeitpunkt  des  Sieges  der  Fraktion 
Prabakarans  über  diejenige  Karunas  in  grosse  Schwierigkeiten  ge-
kommen und mehrere Male mit dem Tode bedroht worden sei,

dass beide Fraktionen weiterhin sein Engagement gefordert hätten,

dass er und (...) von den (...)Tigers telefonisch bedroht worden seien 
und er aufgefordert worden sei, auf dem LTTE-Büro zu erscheinen, 

dass Unbekannte (...) in Anwesenheit von dessen Familie erschossen 
hätten,

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dass  der  Beschwerdeführer  am  1.  Januar  2006  im  (...)  von  zwei 
Unbekannten aufgesucht und unmissverständlich aufgefordert worden 
sei,  am  nächsten  Tag  im  (...)Büro  zu  erscheinen,  weshalb  er  am 
nächsten Tag nach Colombo gereist sei,

dass Anhänger (...)  herausgefunden hätten, wo er  sich nach seinem 
Aufenthalt in Malaysia versteckt gehalten habe, weil seine Freunde, die 
ihm Schutz gewährt hätten, telefonisch belästigt worden seien,

dass  er  nicht  nach  C._______  habe  zurückkehren  können,  weil  die 
(...)-Fraktion  dort  stark  sei,  eine  (...)  eröffnet  habe,  deren  Camp 
zwischenzeitlich näher zu (...) verlegt worden sei, und P., der diesem 
Camp vorstehe, es sich offenbar zur Aufgabe gemacht habe, ihn (den 
Beschwerdeführer) zu finden,

dass er deshalb mit Hilfe eines singhalesischen Freundes im (...) eine 
Stelle angetreten und sich mit (...) dort niedergelassen habe, um den 
Entscheid aus Bern abzuwarten,

dass  am 5.  Mai  2006  bewaffnete  Angehörige  der  (...)  in  Armeeuni-
formen im  (...)  erschienen  seien  und  ihm die  Weisung  von  P. über-
bracht hätten, wonach er sich bei P. am 7. Mai 2006 einzufinden habe,

dass  er  dieser  Weisung  nicht  nachgekommen  sei,  weshalb  er  (...) 
mehrmals  von  der  (...)-Gruppe  telefonisch  kontaktiert  und  bedroht 
worden sei, 

dass  sich  die  Personen  der  (...)-Gruppe,  da  er  sich  trotz  der 
Drohanrufe weiterhin nicht zum Camp begeben habe, erzürnt hätten, 
(...) und ihn als Mitglied der Tiger denunziert hätten,

dass die Srilankische Armee (SLA) daraufhin viermal (...) erschienen 
sei und ihn bedroht habe,

dass er am 7. August 2006 von Angehörigen der Special Task Force 
(NIB)  (...)  verhaftet,  in  ihr  Camp bei  (...)  mitgenommen und verhört, 
bedroht und über seine Angehörigen und ihn ausgefragt worden sei,

dass er sechsmal auch von den (...)Tigers telefonisch (...) kontaktiert 
und bedroht worden sei,

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dass er sich nun vor beiden Fraktionen der LTTE und vor den srilanki-
schen  Behörden  in  Acht  nehmen  müsse,  unter  anderem  auch,  weil 
Letztere  ihn  als  mutmasslichen  Terroristen  jederzeit  (aufgrund  des 
"Prevention of Terrorism Act") festnehmen könnten,

dass  vorab  anzumerken  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  weder  eine 
Stellungnahme zur Motivsubstitution eingereicht noch die Gelegenheit 
genutzt hat, die mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2007 retournierten 
fremdsprachigen  Beweismittel  in  einer  Amtssprache  oder  Englisch 
übersetzt  einzureichen,  weshalb  diese  im  Urteil  androhungsgemäss 
keine Berücksichtigung finden,

dass den im aktuellen Verfahren eingereichten Beweismitteln - soweit 
sie im vorliegenden Verfahren berücksichtigen werden können - nichts 
Entscheidendes  in  Bezug  auf  eine  drohende  Gefährdungslage 
entnommen werden kann,

dass  einerseits  die  eingereichten  Dokumente  (Eheregisterauszug, 
Geburtsregisterauszug, srilankische Identitätskarten, Auszüge aus [...] 
inklusive teilweise Übersetzungen in  Englisch,  D._______ und Texte, 
Todesregisterauszug  inklusive  Übersetzung  in  Englisch,  Auszug  aus 
dem  srilankischen  Pass,  Führungszeugnis  College  C._______,  Prü-
fungsbestätigung,  Zeugnisbestätigung  vom  12.  Juni  1989,  diverse 
Kursbestätigungen,  Bestätigung  der  [...])  ausschliesslich  in  Kopie 
vorliegen,

dass andererseits  aus den eingereichten Dokumenten zu schliessen 
ist, dass der angeblich am (...) erschossene Schwager [...] heisst (vgl. 
Todesregisterauszug  und  Übersetzungen  der  Zeitungsausschnitte 
[...]), jedoch in den erwähnten Dokumenten weder die Verwandtschaft 
zum  Beschwerdeführer  aufgezeigt  noch  die  Hintergründe  der  Tat 
aufgeführt  werden  und  sie  deshalb  für  die  vom  Beschwerdeführer 
geltend gemachte Verfolgungssituation nicht beweiserheblich sind,

dass sich der Beschwerdeführer im Weiteren bezüglich der Zahl und 
Art seiner Verfolger widersprochen hat und auch seine Tätigkeiten im 
Auftrag  der  LTTE-Fraktionen,  die  Arbeit  als  F._______  und  die 
Bedrohungslage unstimmig geschildert hat,

dass er beispielsweise die Gefangenschaft in einem Camp der LTTE 
während (...) im Jahre 2003/2004 erstmals in seiner Beschwerde vom 
22.  Januar  2007  geltend  machte,  diese  jedoch  in  den  früheren 

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Eingaben  und  der  Anhörung  am  1.  März  2006  mit  keinem  Wort 
erwähnte  und  in  der  Beschwerde  auch  nicht  weiter  substanziierte, 
weshalb diese als nachgeschoben zu qualifizieren ist,

dass  er  in  der  Anhörung durch die  Schweizerische  Botschaft  zuerst 
geltend machte, er arbeite gegenwärtig als F._______ in (...),  später 
jedoch erklärte, er habe wegen seiner Verfolgungssituation nicht mehr 
arbeiten können, er hätte im (...) die Arbeit wieder aufnehmen können, 
habe dies jedoch aus Angst nicht getan (A 6, S. 4 und 7),

dass  im  Weiteren  den  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zu 
entnehmen  ist,  er  habe  sich  noch  eine  längere  Zeit  freiwillig  im 
Machtbereich  der  ihm  angeblich  feindlich  gesinnten  Organisationen 
aufgehalten,

dass  er  seine  Tätigkeit  als  F._______  an  einem  den  angeblichen 
Verfolgern  (Fraktionen  der  LTTE:  Prabakaran-  und  Karuna-Gruppe) 
bekannten Ort trotz früherer Drohungen, mehrmaliger Kontaktnahmen 
und  fehlender  Kooperation  des  Beschwerdeführers  offensichtlich 
unbehelligt  noch  längere  Zeit  ausgeübt  habe,  was  gegen  die 
Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Verfolgung spricht,

dass weder aus den Akten noch seinen Ausführungen in der Anhörung 
und der  Beschwerde schlüssig  hervorgeht,  inwiefern  die  Ermordung 
des  angeblichen  (...)  in  direktem  Zusammenhang  mit  seiner 
Weigerung, für die Gruppen von Prabakaran oder Karuna zu arbeiten, 
gestanden habe,

dass auch realitätsfremd ist, dass die SLA den Beschwerdeführer trotz 
der  Anschuldigung  durch  Dritte,  er  arbeite  für  die  LTTE,  und  trotz 
Vorliegens eines Beweismittels (...) auf dem Postbüro weder verhaftet 
habe noch gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet worden sei,

dass das zentrale fluchtbegründende Ereignis in der (...) vom 1. Januar 
2006  anlässlich  der  Befragung  vom  1.  März  2006  mit  keinem  Wort 
erwähnt wurde, und gleichzeitig als realitätsfremd zu werten ist, dass 
er  von  LTTE-Mitgliedern  an  diesem  Tag  zum  wiederholten  Male 
aufgefordert  worden  sei,  bei  ihnen  zu  einem späteren  Zeitpunkt  zu 
erscheinen, ansonsten er erschossen werde,

dass weiter die geltend gemachten Aufwendungen der beiden LTTE-
Fraktionen  (mehrmaliges  Aufsuchen,  telefonische  Drohungen  über 

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einen  längeren  Zeitraum)  gegenüber  der  Bedeutung  der  Leistungen 
des  Beschwerdeführers  (unpolitische  Person,  Anwerbung  derselben 
als  ...)  in  einem  krassen  Missverhältnis  stehen  und  daher  nicht 
glaubhaft sind,

dass weiter nicht glaubhaft ist, dass der Beschwerdeführer von Malay-
sia  nach  Sri  Lanka  zurückgekommen  wäre  und  die  Stelle  als 
F._______ im (...) ausgeübt hätte, wenn er seit längerem an Leib und 
Leben bedroht gewesen wäre, 

dass nach dem Gesagten keine glaubhaften Hinweise dafür bestehen, 
dass  der  Beschwerdeführer  von  den  staatlichen  Behörden  und  von 
den Fraktionen der LTTE aus für  die Zuerkennung der Flüchtlingsei-
genschaft relevanten Gründen gesucht wurde,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  Bundesamt  das 
Asylgesuch im Ergebnis zu Recht abgelehnt hat,

dass  demzufolge  der  Beschwerdeführer  auch  keine  aktuelle 
Gefährdung  aus  asylrelevanten  Motiven  aufzuzeigen  vermochte, 
welche  die  Bewilligung  der  Einreise  in  die  Schweiz  rechtfertigen 
würde,

dass sich in Sri Lanka die allgemeine Situation zwar nicht befriedet hat 
und  weiterhin  Kriegshandlungen  und  Übergriffe  verschiedenster  Art 
zwischen den Bürgerkriegsparteien festzustellen sind,

dass  die  geltend  gemachte  Gefährdung  in  C._______  -  wie  oben 
aufgezeigt - nicht glaubhaft ist,

dass  der  Beschwerdeführer  zusätzlich  darauf  hinwies,  sich  vor  der 
Ausreise  nach  Malaysia  und  nach  der  Rückkehr  in  Colombo 
aufgehalten zu haben, wo sich auch (...) aufhalte, 

dass zudem eine fehlende Beziehungsnähe zur Schweiz festzustellen 
ist,

dass bei diesem Ausgang der Prüfung seiner Vorbringen selbst unter 
Beachtung  der  neuesten  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  zur 
Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  nach  Sri  Lanka  dem 
Beschwerdeführer zuzumuten ist, in seinem Heimatland zu verbleiben, 

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wo er  seine  Angehörigen  hat  und  auf  ein  soziales  Beziehungsnetz 
zählen kann,

dass  damit  für  eine  Einreise  in  die  Schweiz  keine  überwiegenden 
Anhaltspunkte sprechen (vgl dazu die nach wie vor zutreffende Praxis 
in EMARK 2005 Nr. 19 m.w.H.),

dass das BFM somit im Ergebnis zu Recht die Bewilligung der Einreise 
in die Schweiz verweigert hat,

dass  damit  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  nicht  verletzt, 
den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und 
angemessen ist  (Art. 106 AsylG),  weshalb die Beschwerde abzuwei-
sen ist,

dass trotz Unterliegens des Beschwerdeführers auf die Erhebung von 
Verfahrenskosten  aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  in  Anwen-
dung von Art. 6 Bst. b des Reglements vom 11. Dezember 2006 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
(VGKE, SR 173.320.2) zu verzichten ist.

(Dispositiv: nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (durch Vermittlung der schweizerischen Ver-
tretung in Colombo)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; Kopie)

- die Schweizerische Botschaft in Colombo,  verbunden mit der Bitte 
um  Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer  sowie  um 
Zustellung  der  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht (per  EDA-Kurier,  Beilage:  Urteil  für 
Beschwerdeführer) 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Thomas Hardegger

Versand: 

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EMPFANGSBESTÄTIGUNG

A._______, Sri Lanka, 

Hiermit bestätige ich, heute folgendes Dokument erhalten zu haben:

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom ............................

Ort: ................................................

Datum: ................................................

Unterschrift: ................................................

Bemerkungen:..............................................

Diese Empfangsbestätigung ist nach Unterzeichnung von der eröffnenden Behörde dem 
Bundesverwaltungsgericht, Abt. V, Referenz E-1255/2007 (N_______), Postfach, 3014 Bern 
per Chiffrefax zuzustellen.

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