# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31eb09ce-a147-58bf-a359-bea750291c03
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 08.12.2021 810 21 263
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-263_2021-12-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 8. Dezember 2021 (810 21 263) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Wechsel der Mandatsperson / Aufteilung der Mandatsträgerentschädigung 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichterin Helena Hess, Kantons-

richter Markus Clausen, Claude Jeanneret, Jgnaz Jermann, Gerichts-
schreiber i.V. Dimitri Schärer 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Änderung der Beistandschaft / periodische Berichts- und Rechnungs-

prüfung für die Zeit vom 14.05.2019 bis 30.04.2021  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
17. August 2021) 

 
 
 
 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. D.____ (geb. 2007) ist der gemeinsame Sohn der Eheleute A.____ (geb. 1965) und 
C.____ (geb. 1974). Am 16. Dezember 2011 nahmen die Eheleute das Getrenntleben auf. Für 
die Dauer der Trennung wurde D.____ unter die Obhut der Kindsmutter gestellt und der Kinds-
vater berechtigt und verpflichtet, ihn jedes zweite Wochenende zu sich zu nehmen. 
 
B. Nach der Trennung der Kindseltern entspann sich zwischen ihnen ein tiefgreifender 
Paar- und Elternkonflikt. 
 
C. Im Rahmen des Scheidungsverfahrens einigten sich die Kindseltern (in einem Beru-
fungsverfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen) vor Kantonsgericht vergleichsweise auf 
die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft für ihren Sohn. Im entsprechenden Abschrei-
bungsentscheid vom 19. Juli 2017 beauftragte das Kantonsgericht, Abteilung Zivilrecht, die Kin-
des- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) B.____ mit der Errichtung einer Erziehungsbei-
standschaft. Die KESB B.____ errichtete in der Folge mit Entscheid vom 12. September 2017 
für D.____ eine Erziehungsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 des Schwei-
zerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 und setzte E.____ als Beiständin 
ein. Sie wurde beauftragt, das Besuchs- und Ferienrecht zu überwachen und zu begleiten, bei 
Kommunikationsschwierigkeiten und Auseinandersetzungen betreffend die Kinderbelange zwi-
schen den Kindseltern zu vermitteln und diesen beratend zur Seite zu stehen sowie dafür zu 
sorgen, dass der Kindsvater wichtige Informationen betreffend schulische und gesundheitliche 
Aspekte des Sohnes erfährt. Nötigenfalls habe sie Antrag auf Anpassung der behördlichen 
Massnahme zu stellen. 
 
D. Im Zwischenbericht vom 10. Juli 2018 für den Zeitraum vom 12. September 2017 bis 
10. Juli 2018 hielt die Beiständin fest, dass die Situation von D.____ geprägt sei vom elterlichen 
Konflikt, welcher sich in den verschiedenen Lebensbereichen sowie in der Erziehung zu mani-
festieren scheine. Insbesondere die Fremdbetreuung aufgrund der Arbeitstätigkeit der Kinds-
mutter habe mehrfach zu Beschwerden seitens des Kindsvaters geführt. Die Eltern seien derart 
auf ihre Konfliktsituation fixiert, dass eine kooperative Lösungsfindung bisher nicht möglich ge-
wesen sei. 
 
E. Am 20. Dezember 2018 genehmigte die KESB den Bericht der Beiständin und bestä-
tigte diese im Amt, die Mandatsträgerentschädigung und Verfahrenskosten wurden je hälftig 
den Eltern auferlegt. Gegen diesen Entscheid reichte A.____ mit Eingabe vom 26. Dezember 
2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht), ein, wobei er die Auswechslung der Beistandsperson und die voll-
umfängliche Kostenauflage an die Kindsmutter verlangte. Im Laufe des Verfahrens zog die 
KESB B.____ ihren Entscheid in teilweise Wiedererwägung und ernannte mit Entscheid vom 
14. Mai 2019 neu F.____ zum Beistand. Soweit sie nicht gegenstandslos geworden war und 
darauf eingetreten werden konnte, wies das Kantonsgericht die Beschwerde in der Folge ab 
(Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 
19. September 2019 [810 18 339]). 
 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

F. Mit Entscheid der Gerichtspräsidentin des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West 
vom 2. Mai 2019 wurde die Ehe der Eltern geschieden und die elterliche Sorge über den ge-
meinsamen Sohn beiden Eltern gemeinsam belassen. In der gerichtlich genehmigten Schei-
dungsvereinbarung einigten sich die Eltern darauf, dass D.____ in der Obhut der Mutter ver-
bleibt und der Vater berechtigt und verpflichtet ist, ihn jedes zweite Wochenende zu sich zu 
nehmen. Zusätzlich übernachtet das Kind jede Woche einmal beim Vater (dieser Teil der Ver-
einbarung wird offenbar nicht gelebt) und verbringt mit ihm mindestens drei Wochen Ferien pro 
Jahr. 
 
G. Am 18. April 2021 gelangte der Kindsvater per E-Mail an die KESB und verlangte die 
Absetzung des Beistands F.____. Dieser habe die Kommunikation zwischen den Eltern nicht 
verbessert, seine Fragen wiederholt unbeantwortet gelassen und seine "Aufdeckung diverser 
negativer Punkte von D.____" nicht objektiv abgeklärt. Der Beistand schätze die Lage nicht kor-
rekt ein. Mit der Arbeit des Beistands sei er nicht zufrieden und werde daher keinen Kontakt 
mehr mit ihm pflegen. 
 
H. Die KESB B.____ wartete zunächst den Eingang des in Kürze erwarteten ersten or-
dentlichen Rechenschaftsberichts des Beistands ab und holte bei diesem zusätzlich eine Stel-
lungnahme zum Antrag des Kindsvaters ein. Nach Anhörung des Kindes und der Mutter wies 
die KESB mit Entscheid des Spruchkörpers vom 17. August 2021 den Antrag des Vaters auf 
Absetzung des Beistands ab. Die Verfahrenskosten wurden auf Fr. 880.-- festgelegt und den 
Eltern in solidarischer Haftung je zur Hälfte auferlegt. Mit integriertem Entscheid des Referenten 
wurde der Bericht des Beistands vom 10. Juni 2021 für die Zeit vom 14. Mai 2019 bis 30. April 
2021 genehmigt. Dem Beistand wurde eine Gesamtentschädigung von Fr. 3'715.65 zugespro-
chen, die je hälftig zu Lasten der solidarisch haftenden Eltern ging. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen ausgeführt, dass der Vater den Beistand als verlängerten Arm betrachte, um ge-
genüber der Mutter seine Erziehungsvorstellungen durchzusetzen oder deren vermeintliche 
Erziehungsunfähigkeit zu beweisen. Würde seinem Antrag gefolgt, so wäre die nächste Man-
datsperson wieder der Forderung ausgesetzt, die Erziehungshaltung des Vaters bei der Mutter 
zu erzwingen. Diese Erwartungshaltung sei mit der Abweisung des Antrags zu durchbrechen 
und der eingesetzte Beistand in seinem Amt zu bestätigen. 
 
I. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ mit Eingabe vom 17. September 2021 Be-
schwerde beim Kantonsgericht. Er begehrt sinngemäss, dass der Entscheid der KESB B.____ 
vom 17. August 2021 aufzuheben und der Beistand auszuwechseln sei. Die Entschädigung des 
Beistands sei im Umfang von 80 % zu Lasten der Beschwerdegegnerin und von 20 % zu seinen 
Lasten zu verlegen. Der Beschwerdeführer bringt zusammengefasst vor, dass er sich vom Bei-
stand nicht ernst genommen fühle und das Vertrauen verloren habe, da dieser auf seine Ein-
wände und Fragen nicht eingegangen sei. Ihm gehe es als Vater darum, dass es dem Sohn gut 
gehe und dieser in jeglichen Belangen unterstützt werde (seelisch, geistig, schulisch, gesund-
heitlich, sport- und freizeitmässig), damit er zu einem gesunden, selbstbewussten Jungen her-
anwachse. Der Beschwerdeführer listet eine Reihe von Vorfällen auf, die der Beistand in Verlet-
zung seiner Amtspflicht nicht untersucht habe. 
 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

J. In der Vernehmlassung vom 8. Oktober 2021 stellt die Vorinstanz Antrag auf kostenfäl-
lige Abweisung der Beschwerde. 
 
K. Am 18. Oktober 2021 lässt sich die Kindsmutter vernehmen mit dem sinngemässen 
Antrag auf Abweisung der Beschwerde. 
 
L. Der Beschwerdeführer hat am 13. November 2021 unaufgefordert Gegenbemerkungen 
eingereicht. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 

1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer 
Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständiges 
Gericht im Sinne dieser Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die 
Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht. Das 
Verfahren richtet sich nach den Art. 450 ZGB bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestim-
mungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB; §§ 43 ff. 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 
16. Dezember 1993). Als direkter Verfahrensbeteiligter und Kindsvater ist der Beschwerdefüh-
rer ohne weiteres zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB). Da auch 
die übrigen Prozessvoraussetzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und 
§§ 43 ff. VPO erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
3. Streitgegenstand bildet zunächst die Frage, ob die KESB B.____ den Antrag des Be-
schwerdeführers auf Wechsel der Mandatsperson zu Recht abgewiesen hat. 
 
3.1 Die Vorinstanz hielt in ihrer Verfügung vom 17. August 2021 fest, dass es bei der Ein-
schätzung der Situation von D.____ zu unterschiedlichen Sichtweisen der Eltern komme. Von 
Seiten des Beschwerdeführers würden Gefährdungen gesehen, die ein Einschreiten der Behör-
de bzw. des beauftragten Erziehungsbeistands erfordern würden. Aus den Äusserungen des 
Kindsvaters gehe aber hervor, dass dieser betreffend den Bereich der schulischen Förderung, 
der Gesundheitsfürsorge und der Beaufsichtigung von D.____ zu einer Haltung neige, die einer 
Überbehütung nahekomme oder gar entspreche. Diese Haltung könne nicht als allgemeiner 
Massstab gelten. Die Kindsmutter dürfe ihre Erziehungsmethoden frei vom Einfluss des Vaters 
wählen, solange damit das Kindeswohl nicht gefährdet werde. Die Gefährdung von D.____ se-
he die Behörde allerdings darin, dass der Kindsvater bereits in der Vergangenheit versucht ha-
be, seine Erziehungshaltung gegenüber der Mutter und - nach deren Kommunikationsredukti-
on - gegenüber den Mandatspersonen durchzusetzen. Die bisherigen Mandatspersonen hätten 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

als sein verlängerter Arm fungieren sollen, um dies zu erreichen oder die vermeintliche Erzie-
hungsunfähigkeit der Kindsmutter zu beweisen. Hierfür sei aus Sicht des Beschwerdeführers 
auch mit spontanen, das heisst unangekündigten, Besuchen zu arbeiten gewesen. Seien die 
Mandatspersonen den Forderungen des Beschwerdeführers nicht (ausreichend) nachgekom-
men, so seien Anträge an die KESB zur Absetzung dieser Personen erfolgt. Deswegen sei da-
von auszugehen, dass eine neu eingesetzte Mandatsperson später wieder Forderungen des 
Kindsvaters ausgesetzt sein werde, die darauf abzielen würden, die Erziehungshaltung des 
Kindsvaters bei der Kindsmutter durchzusetzen. Vorliegend würden die Kontakte von D.____ 
zum Kindsvater stattfinden und der Auftrag des Beistands, die Besuchs- und Ferienregelungen 
zu überwachen, würde als erfüllt gelten. Da es vorliegend immer noch Diskrepanzen in der Er-
ziehungshaltung zwischen dem Kindsvater und der Kindsmutter gebe und diese Diskrepanz für 
das Kind mit zunehmendem Alter und Grad an Selbstbestimmung zu einem Problem werden 
könne, sei die Beibehaltung der Massnahme unter Festhaltung am eingesetzten Beistand an-
gezeigt. 
 
3.2 Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, dass die Kommunikation zwi-
schen den Elternteilen zerrüttet und unterbrochen sei, da von Seiten der Kindsmutter jeglicher 
Kontakt zu ihm verweigert werde. Über die Einsetzung eines Beistands sei er deswegen sehr 
froh gewesen. Leider habe er nun feststellen müssen, dass der Beistand auf Einwände und 
Fragen teilweise keine Antworten geliefert habe und dass keine ordentlichen Abklärungen 
durchgeführt worden seien. Er fühle sich nicht ernst genommen und habe das Vertrauen in den 
Beistand verloren. Ihm gehe es darum, dass es seinem Sohn gut gehe und er in jeglichen Be-
langen (seelisch, geistig, schulisch, gesundheitlich, sport- und freizeitmässig) unterstützt werde, 
damit er zu einem gesunden, selbstbewussten Jungen heranwachse. Er sehe diese Entwick-
lung jedoch aufgrund folgender beispielhafter Zwischenfälle als gefährdet: Zum einen habe ihm 
im Jahr 2019 eine Lehrerin mitgeteilt, dass D.____ ihr weinend gesagt habe, dass er zuhause 
immer alleine sei und alleine lerne müsse. Zudem habe die Lehrerin im Jahr 2020 mitgeteilt, 
dass D.____ von der Klasse nicht akzeptiert und von den Gruppen ausgeschlossen werde, vor 
allem weil er noch sehr kindlich wirke. Der Beschwerdeführer führt aus, dass D.____ seit Jah-
ren von der Kindsmutter unbeaufsichtigt gelassen werde, teilweise bis spät in den Abend hinein. 
Vorschläge von ihm, wie diesen Vorkommnissen begegnet werden könnte, würden vom Bei-
stand ignoriert. Der Beistand sei in der Pflicht, solche Meldungen genauer zu untersuchen und 
festzustellen, ob das Kindeswohl gefährdet oder "die Obhut unterlassen" worden sei. Es sei 
zudem die Pflicht des Beistands, die Eltern darauf hinzuweisen, dass der Sohn nicht instrumen-
talisiert werden dürfe. Er könne dem Beistand nicht mehr vertrauen, weil dieser in seinem Be-
richt vom 10. Juni 2021 viele Unwahrheiten geschildert habe sowie mehrmaligen begründeten 
Meldungen über Kindeswohlverletzungen nicht nachgegangen sei und dadurch weder zum Kin-
deswohl noch zur Harmonie zwischen den Elternteilen beigetragen habe. Zudem sei das Klima 
abgekühlt und die Chemie zwischen den Parteien stimme nicht mehr. Er wolle deswegen nicht 
mehr mit dem Beistand zusammenarbeiten. 
 
3.3 Die Vorinstanz führt in der Vernehmlassung ergänzend aus, dass sich der Beschwer-
deführer seit der Errichtung der Beistandschaft über die Mandatsführung der jeweiligen Bei-
standspersonen beklagt habe und diesen eine ungenügende Einwirkung auf die gesundheitli-

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

che und schulische Entwicklung des Kindes vorgeworfen habe. F.____ sei ein sehr erfahrener 
Beistand, der mit dem Kind und der Mutter eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflege. Diese 
sei aus einer kindesschutzrechtlichen Sichtweise höher zu gewichten als der Wunsch des Va-
ters nach einer neuen Mandatsperson, mit der wiederum Konflikte zu erwarten seien. Aufgrund 
der defizitorientierten Sichtweise des Beschwerdeführers werde sich kaum eine konstruktive 
Zusammenarbeit mit Mandatspersonen ergeben. 
 
3.4 Die Beschwerdegegnerin betont in ihrer Stellungnahme, dass die Mandatsführung des 
Beistands bei ihrem Sohn viel Positives bewirkt habe. D.____ sei aufgeblüht und fühle sich ge-
stärkt. Die Eltern würden über den Beistand kommunizieren, was hervorragend klappe. Es sei 
per se nicht die Aufgabe des Beistands, "auf Biegen und Brechen" die direkte Kommunikation 
zwischen den Eltern zu ermöglichen. Die Einschränkung der direkten Kontakte mit dem Be-
schwerdeführer sei für sie die einzige legitime Möglichkeit, um sich und ihren Sohn zu schützen. 
 
4.1 Im Gesetz findet sich für die Besuchsrechts- und Erziehungsbeistandschaft nach 
Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB keine Regelung betreffend die Entlassung und damit den Wechsel 
der Beistandsperson. Die Rechtsprechung zieht insoweit stillschweigend die analogen Bestim-
mungen des Erwachsenenschutzrechts bei, wobei sie bei deren Anwendung den Zielen und 
Zwecken des Kindesschutzes Beachtung schenkt, namentlich dem Kindeswohl (Urteil des Bun-
desgerichts 5A_469/2018 vom 14. Dezember 2018 E. 2 mit Hinweisen; KGE VV vom 
20. Januar 2021 [810 20 223] E. 5). Gemäss Art. 400 Abs. 1 ZGB kann das Amt eines Bei-
stands oder einer Beiständin von einer natürlichen Person ausgeübt werden, die für die vorge-
sehenen Aufgaben persönlich und fachlich geeignet ist. Die Eignung ist ein relativer Begriff und 
bezieht sich auf die Aufgaben der Mandatsperson. Die Frage der Eignung bedarf einer Bilanzie-
rung der vorhandenen und fehlenden Fähigkeiten der Mandatsperson in Bezug auf Sozial-, 
Selbst-, Methoden- und Fachkompetenz für das konkrete Mandat (vgl. DANIEL ROSCH, in: Büch-
ler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 7 zu Art. 423 
ZGB; KGE VV vom 28. Oktober 2020 [810 20 140] E. 5.1). 
 
4.2 Gemäss Art. 423 Abs. 1 ZGB entlässt die KESB eine Person unabhängig von ihrem 
Willen aus dem Amt, wenn die Eignung für die Aufgabe nicht mehr besteht (Ziff. 1) oder wenn 
ein anderer wichtiger Grund vorliegt (Ziff. 2). Die Entlassung eines Beistands ist auch auf An-
trag der betroffenen oder einer ihr nahestehenden Person möglich (Art. 423 Abs. 2 ZGB). Der 
KESB kommt bei der Beurteilung der Entlassung grosses Ermessen zu. Sie hat sich dabei nach 
den Interessen und dem Wohl des betroffenen Kindes zu richten (BGE 143 III 65 E. 6.1). Für 
die Entlassung ist eine erhebliche (ernstliche) Gefährdung der Interessen bzw. des Wohls des 
Kindes zu verlangen (vgl. PATRICK FASSBIND, in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser 
[Hrsg.], Orell Füssli Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 4. Aufl., Zürich 2021, N 1 zu Art. 423 
ZGB). Es gilt eine Interessensabwägung zwischen den Interessen an der Weiterführung des 
Mandats und denjenigen an dessen Beendigung vorzunehmen (vgl. ROSCH, a.a.O., N 7 zu 
Art. 423 ZGB). Das Vorliegen eines wichtigen Grundes darf jedoch nicht leichthin angenommen 
werden. Der wichtige Grund setzt ein dem Beistand oder der Beiständin zuzuschreibendes 
Handeln oder Unterlassen voraus, das in schwerwiegender Weise eine Pflichtverletzung im 
Zusammenhang mit der erwachsenen- bzw. hier kindesschutzrechtlichen Tätigkeit darstellt (Ur-

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

teil des Bundesgerichts 5A_706/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.5 mit Hinweis). Dazu zählen 
Ursachen wie etwa grobe Nachlässigkeiten, Amtsmissbrauch, Amtsanmassungen, Persönlich-
keitsverletzungen oder Rollenkonflikte (vgl. YVO BIDERBOST, in: Fountoulakis/Affolter-Fringeli/
Biderbost/Steck [Hrsg.], Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, Zürich 2016, 
Rz. 8.394; FASSBIND, a.a.O., N 2 zu Art. 423 ZGB). Auch ein völliger Vertrauensverlust oder 
eine unüberwindbar gestörte Beziehung kann ein wichtiger Grund im Gesetzessinne für den 
Wechsel der Person des Beistands sein (BGE 143 III 65 E. 6.1). Dies hat sinngemäss auch für 
die Beziehung zu gelten zwischen den Eltern und dem Mandatsträger, wobei dem Vertrauens-
verhältnis zwischen Kind und Beistand grundsätzlich Priorität einzuräumen ist. Dabei ist ebenso 
im Auge zu behalten, dass eine behauptete Zerrüttung in der Beziehung zum Beistand auch im 
Zusammenhang mit der Kindeswohlgefährdung stehen kann, die ursprünglich zur Errichtung 
der Beistandschaft geführt hat. 
 
5.1 Es sind vorliegend keine Indizien ersichtlich, die darauf hinweisen, dass der Beistand 
nicht geeignet wäre, das vorliegende Mandat zu führen. F.____ ist ehemaliger Leiter der Sozi-
alberatung G.____ und ein professioneller Beistand mit langjähriger Erfahrung (vgl. Vernehm-
lassung der Vorinstanz vom 8. Oktober 2021, S. 2). Er verfügt über die spezifischen fachlichen 
und persönlichen Kompetenzen für die Mandatsführung, was der Beschwerdeführer zu Recht 
nicht in Frage stellt. Der Entlassungsgrund von Art. 423 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB ist damit nicht erfüllt. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer macht im Kern einen anderen wichtigen Grund für eine Entlas-
sung nach Art. 423 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB geltend, indem er dem Beistand wiederholte Pflichtverlet-
zungen vorwirft. Dieser sei den zahlreichen von ihm gemeldeten kindeswohlgefährdenden Vor-
kommnissen nicht nachgegangen und verschliesse seine Augen vor dem Umstand, dass die 
Beschwerdegegnerin keinen Wert auf gute Erziehung lege. 
 
5.3.1 Aus den vorinstanzlichen Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seit Errichtung 
der Beistandschaft die zeitlichen Ressourcen der jeweiligen Mandatsträger intensiv bean-
spruchte. Er gelangte in regelmässigen Abständen an die Beistände, wobei er hauptsächlich 
Vorwürfe gegen die Beschwerdegegnerin erhob und Abklärungen zu sämtlichen Lebensberei-
chen seines Sohnes verlangte. Zum Teil unterbreitete der Beschwerdeführer ganze Fragenka-
taloge zur Abarbeitung. Mit der Zeit wurde der Ton gegenüber beiden Beiständen drängender 
und vorwurfsvoller. Der Inhalt war zirkulär und die Themen immer wiederkehrend. Sie kreisten 
um die vorgeblich mangelhafte Erziehung, gesundheitliche Betreuung und schulische Förde-
rung durch die Beschwerdegegnerin sowie deren Kommunikationsverhalten dem Beschwerde-
führer gegenüber. Von den Beiständen erwartete der Beschwerdeführer eine engmaschige 
Kontrolle der Kindsmutter und detaillierteste Informationen zu sämtlichen Alltagsangelegenhei-
ten seines Sohnes. Insbesondere die Fremdbetreuung des Kindes aufgrund der Berufstätigkeit 
der Mutter führte zu Interventionen des Beschwerdeführers, der ihr fehlende Fürsorge unter-
stellte und auf die konkrete Betreuungssituation und die Strukturierung des Tagesablaufs direkt 
Einfluss zu nehmen versuchte. Kleinste vermeintliche Unzulänglichkeiten rapportierte er penibel 
an die Beistände. Die Einmischung ging so weit, dass er von der Beiständin beispielsweise ver-
langte, die Qualität des Frühstücks von D.____ bei der Beschwerdegegnerin zu kontrollieren. In 
gesundheitlicher Hinsicht berichtete der Beschwerdeführer von mannigfachen Problemen sei-

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nes Sohnes, welche angeblich undiagnostiziert und untherapiert geblieben seien. Obwohl etwa 
eine Asthmaerkrankung mehrfach ärztlich abgeklärt und ausgeschlossen worden war, beharrte 
er darauf, dazu Dritt- und Viertmeinungen von weiteren Spezialisten einzuholen. Aus der Amts-
zeit von F.____ sei für die Art der Kommunikation beispielhaft die E-Mail-Nachricht vom 
1. November 2020 herausgegriffen. Darin fragte der Beschwerdeführer beim Beistand nach, ob 
er das Spiel der Kindsmutter nicht durchschaut habe, indem diese ihm nur die guten Noten von 
D.____ zeigen würde. Dies kaschiere die unangenehme Frage, wie viele Stunden sein Sohn 
alleine zu Hause sei. Es scheine aber, dass dieser Umstand den Beistand nicht interessiere, 
weil er den diesbezüglichen Informationen nicht nachgehe. D.____ brauche jemanden, der auf 
ihn aufpasse und zu ihm schaue, da es um seine Zukunft gehe und die Mutter mehr Wert auf 
ihre eigene Karriere und ihr Geschäft lege. Der Sohn sei nicht ihre Priorität. Er wünsche sich 
diesbezüglich eine Stellungnahme vom Beistand mitsamt einem detaillierten Betreuungsplan. 
 
5.3.2 Die Wahrnehmung des Beschwerdeführers, wonach das Kindeswohl seines Sohnes 
schwer gefährdet sei, kontrastiert mit den aktenkundigen Berichten der Beistände und Rück-
meldungen weiterer Fachpersonen, die ein schlüssiges Gesamtbild ergeben. So wird beiden 
Elternteilen attestiert, dass sie viel Wert auf eine gute Erziehung von D.____ legen und auch 
gute Erziehungsarbeit leisten würden, wobei sie unterschiedliche Gewichtungen und Schwer-
punkte setzten. Das 14-tägige Besuchsrecht und das Ferienrecht des Beschwerdeführers wird 
weitgehend problemlos ausgeübt. D.____ steht in einem Loyalitätskonflikt, er ist aber physisch 
und psychisch grundsätzlich gesund. Er leidet zwar an einer Zöliakie sowie einer Neurodermitis 
und neigt zu bronchialen Infekten, die gesundheitlichen Probleme waren aber nie dramatisch 
und haben sich heute weitgehend normalisiert. Die körperliche und seelisch-geistige Entwick-
lung wird als altersgerecht beschrieben. Nach der Einschätzung einer Kinderpsychiaterin aus 
dem Sommer 2019 ist D.____ psychisch gesund und es gibt keine Indikation für eine Therapie. 
In der Schule, wo der Beschwerdeführer ebenfalls mit Kritik an den Verantwortlichen und mit 
einer markanten Forderungshaltung auffiel, bekundete D.____ ursprünglich Mühe, sich zu kon-
zentrieren und die Hausaufgaben zuverlässig zu erledigen. Seit dem Übertritt in die Sekundar-
schule hat er einen erheblichen Entwicklungsschritt gemacht und erzielt im Niveau A gute No-
ten. Er weiss seine Freizeit aktiv zu gestalten und verfügt über einen festen Freundeskreis. In 
den gesamten vorinstanzlichen Akten findet sich kein einziger Hinweis einer Fachperson aus 
dem erweiterten Lebensumfeld, dass D.____s Bedürfnisse vernachlässigt würden oder dass 
von einer problematischen Situation des Kindes ausgegangen werden müsse. 
 
5.4 In Würdigung der umfangreichen Aktenlage sind entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers keine Fehlleistungen des Beistands ersichtlich. 
 
5.4.1 Der Beschwerdeführer übersieht zunächst, dass der Beistand nicht dem subjektiv ge-
prägten Erziehungsprogramm eines Elternteils, sondern in erster Linie dem objektiven Kindes-
wohl verpflichtet ist. Vorliegend bestehen keine Hinweise dafür, dass der Beistand dieses Ziel in 
seinem Handeln aus den Augen verloren hätte oder trotz erkennbarer Gefährdung des Wohls 
nicht eingeschritten wäre. Der Beschwerdeführer konstruiert aus isolierten, subjektiv bewerteten 
Ereignissen jeweils in dramatisierender Weise eine akut kindeswohlgefährdende Situation, wo 
in Wirklichkeit keine ist. Die zeigt sich deutlich in seiner bei der Vorinstanz eingereichten 42-

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

seitigen Stellungnahme vom 9. Juli 2021 zum Zwischenbericht des Beistands vom 10. Juni 
2021. Bei dieser fällt auf, dass sich der Beschwerdeführer auf einzelne, teils in weiter Vergan-
genheit liegende Punkte fixiert und D.____s gute Entwicklung vollkommen ausblendet. Insofern 
betreffen seine Einwände nur den Erziehungsstil der Mutter, in welchem aber keine behördlich 
zu korrigierenden Defizite zu erblicken sind. Eine Kindeswohlgefährdung, die zusätzliche Kin-
desschutzmassnahmen erheischen würde, ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers bei 
objektiver Betrachtungsweise nicht erkennbar. Wenn sich ein dreizehnjähriger Junge ab und zu 
ohne Aufsicht eines Erwachsenen allein im Elternhaus aufhält, deutet dies nicht auf eine Kin-
deswohlgefährdung hin. Der Beschwerdeführer verkennt, dass die Kindsmutter im Umgang mit 
ihrem Sohn an ihren Wochenenden sowie unter der Woche frei ist und ihren Erziehungsstil oh-
ne Vorabinformation und frei vom Einfluss des Beschwerdeführers ausüben darf, auch wenn 
letzterer mit ihren elterlichen Entscheidungen häufig nicht einverstanden ist. Sein erzieheri-
sches Idealbild, in der sein Sohn einer permanenten medizinischen Überwachung, strengen 
Ernährungskontrolle, schulischem Erwartungs- und Leistungsdruck sowie straff durchgetakteten 
organisierten Freizeitaktivitäten ausgesetzt wäre, erweckt im Übrigen aus kinderpsychologi-
scher Perspektive Bedenken, wie die Vorinstanz zu Recht festhält. Derartige Überbehütung 
kann ähnlichen Schaden in einer Kinderseele anrichten wie eine Vernachlässigung und ist dem 
erklärten Ziel des Beschwerdeführers, einen selbständigen und selbstbewussten Jungen her-
anwachsen zu sehen, alles andere als zuträglich. Wenn der Beistand nicht im Sinne des Be-
schwerdeführers bei der KESB intervenierte und keine Verschärfung der Kindesschutzmass-
nahmen beantragte, kann ihm dies nicht zum Vorwurf gereichen. Nachdem der Beschwerdefüh-
rer seine Beobachtungen jeweils auch der Vorinstanz zu melden pflegt, war der Informations-
fluss ohnehin schon sichergestellt und die Behörde auch ohne Zutun des Beistands über die 
Situation im Bild. 
 
5.4.2 Ein Beistand soll im Elternkonflikt eine vermittelnde und beratende Rolle einnehmen. 
Es ist nicht seine Aufgabe, die erzieherischen Wunschvorstellungen des einen Elternteils ge-
genüber dem anderen durchzusetzen. Er ist kein Kontroll- und Untersuchungsorgan, der das 
Privatleben und die Erziehungsarbeit der Eltern beständig zu durchleuchten und zu begutach-
ten hat. Er hat weder die Aufgabe noch die Befugnis, bestimmte Erziehungs- und Betreuungs-
methoden vorzuschreiben, solange sich diese - wie hier im Falle der Beschwerdegegne-
rin - innerhalb einer kindeswohladäquaten, gesellschaftlich akzeptierten Bandbreite bewegen. 
Der Beistand ist ebenso wenig Weisungsunterworfener der Eltern und diesen gegenüber auch 
nicht rechenschaftspflichtig. Allfällige Abklärungsaufträge erhält er einzig von der KESB. Es 
gehört namentlich nicht zu seinem Auftrag, Listen möglicher Gefährdungen abzuarbeiten oder 
allfällige Fremdbetreuungsanteile zu erforschen und dem Beschwerdeführer Bericht darüber zu 
erstatten. Die Darstellung des Beschwerdeführers, wonach der Beistand nicht auf seine Anlie-
gen eingehen würde und teilweise seine Fragen nicht beantworte, ist tendenziös. Wie sich aus 
den Akten ergibt, hat sich der Beistand immer wieder die Zeit genommen, um dem Beschwer-
deführer in langen Mails seine Einschätzung der Lage darzulegen und ihm situativ zu erläutern, 
weshalb er keinen Handlungsbedarf sieht. Er war nicht gehalten, auf jedes einzelne Mail und 
auf alle - teilweise suggestiven - Fragen zu antworten und sich ein weiteres Mal eingehend mit 
den im Kern immer gleichen Reklamationen des Beschwerdeführers auseinanderzusetzen. 
Dies gilt insbesondere auch, weil der Beschwerdeführer auf die Argumente des Beistands re-

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gelmässig gar nicht einging und die früheren Vorwürfe stereotyp zu wiederholen pflegte. Eine 
Nachlässigkeit oder Pflichtverletzung des Beistands ist bezüglich der Kommunikation mit dem 
Beschwerdeführer zu verneinen. Die vom Beschwerdeführer geforderte Neutralität bedeutet im 
Übrigen in der vorliegenden Konstellation nicht, dass der Beistand sowohl auf die Begehren der 
Mutter wie auch die des Vaters gleichermassen eingehen muss. 
 
5.4.3 Bezüglich der Elternarbeit räumt auch der Beistand selber ein, dass es ihm nicht ge-
lungen ist, die Kommunikation zwischen den Kindseltern wieder zu aktivieren. Sein diesbezügli-
ches Scheitern ist aber offenkundig nicht ihm zuzuschreiben, sondern dem Beschwerdeführer. 
Mit seinem übergriffigen, destruktiven und oftmals ungebührlichen Verhalten hat dieser in den 
letzten Jahren einzig erreicht, dass sich die Beschwerdegegnerin mehr und mehr abgegrenzt 
hat und - verständlicherweise - keinen direkten Kontakt mehr zu ihm wünscht. Der Entscheid 
der Beschwerdegegnerin, die Kommunikation mit dem Beschwerdeführer nur noch über den 
Beistand als Drittperson abzuwickeln, erging zu ihrem eigenen Schutz, wie sie in der Vernehm-
lassung vom 18. Oktober 2021 unterstreicht. Dieses Vorgehen führte gemäss ihren Angaben 
und denjenigen des Beistands zu einer Deeskalation und auch für D.____ zu einer Entspan-
nung, da er weniger direkt im Konfliktfeld der Kindseltern stand und steht. Es liegt weder am 
Beistand noch an der Kindesschutzbehörde, die Kindsmutter gegen ihren expliziten Willen dazu 
zu bringen, mit dem Beschwerdeführer wieder direkt Kontakt aufzunehmen. 
 
5.4.4 Aus den soeben genannten Gründen macht der Beschwerdeführer ein zerrüttetes Ver-
trauensverhältnis zum Beistand geltend. Wie sich in den obigen Erwägungen aber ebenfalls 
gezeigt hat, besteht kein vernünftiger Grund, der einen Vertrauensverlust objektiv nachvollzieh-
bar erscheinen liesse. Vielmehr ist der Vertrauensentzug die Reaktion des Beschwerdeführers 
auf enttäuschte, vermessene Erwartungen. Es steht ihm nicht zu, dem Beistand das Vertrauen 
zu entziehen, die Zusammenarbeit einzustellen und dadurch eigenmächtig einen Wechsel der 
Mandatsperson herbeizuführen. Der Beschwerdeführer ist gestützt auf Art. 308 ZGB zur kon-
struktiven Zusammenarbeit mit dem Beistand verpflichtet, ob ihm die Person passt oder nicht 
(KGE VV vom 27. Oktober 2021 [810 21 137] E. 5.4). Wie sich im bisherigen Massnahmenver-
lauf gezeigt hat, wird er bei jeder Mandatsperson, die sich seinem Willen nicht bedingungslos 
unterwirft, auf die Absetzung hinarbeiten. In dieser Situation ändert ein Beistandswechsel erfah-
rungsgemäss nichts, da der Vertrauensverlust nicht von der individuellen Persönlichkeit der das 
Amt ausführenden Person abhängig ist und bei jeder neu eingesetzten Person über kurz oder 
lang ebenfalls eintreten würde (vgl. URS VOGEL, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kom-
mentar zum Zivilgesetzbuch, 6. Aufl., Basel 2018, N 26 zu Art. 421-424 ZGB; KGE VV vom 
17. Mai 2017 [810 17 16] E. 3.7). Der Beistand ist des Weiteren Vertrauens- und Ansprechper-
son aller Betroffener und soll insbesondere auch zum Kind eine tragfähige Beziehung aufbauen 
(PETER BREITSCHMID, in: Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch, a.a.O., N 4 zu Art. 308 ZGB). 
Dies ist dem Beistand vorliegend gelungen. Zwischen D.____ und dem Beistand herrscht nach 
beidseitiger Darstellung ein vertrautes Verhältnis und das Kind kann sich eine weitere Zusam-
menarbeit mit dem Beistand vorstellen (vgl. Zwischenbericht des Beistands vom 10. Juni 2021; 
Protokoll der Kindsanhörung vom 26. Juli 2021). Auch die Beschwerdegegnerin spricht sich für 
die Beibehaltung des Beistands aus, von dem sie sich besser vor dem Beschwerdeführer be-
schützt fühlt. Eine konstante, verlässliche und vertrauenswürdige Bezugsperson ist für das in 

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

einem Loyalitätskonflikt stehende Kind wichtig. Dem Vertrauensverhältnis zwischen Kind und 
Beistand ist deshalb grösseres Gewicht beizumessen als jenem zwischen Beistand und Eltern. 
Vorliegend ist das Verhältnis zwischen dem Kind und dem Beistand sowie dasjenige zwischen 
dem Beistand und der Mutter ungetrübt und von Vertrauen geprägt. Die Ablehnung des Bei-
stands durch den Beschwerdeführer kann zwar die erfolgreiche Mandatsführung beeinträchti-
gen. Der Vorinstanz ist aber darin beizupflichten, dass das Kindeswohl durch die Beibehaltung 
des vertrauten Beistands besser gewahrt wird als durch einen angesichts der bisherigen Man-
datsführung nicht gebotenen Wechsel. 
 
5.5 Zusammenfassend ist kein wichtiger Grund für die Entlassung des Beistands ersicht-
lich und das Interesse an der Weiterführung des Mandats, namentlich das vorrangig zu beach-
tende Kindeswohl (BGE 146 III 313 E. 6.2.2), überwiegt das auf nicht stichhaltigen Motiven be-
ruhende Anliegen des Beschwerdeführers an dessen Beendigung. Die Beschwerde erweist sich 
in diesem Punkt als unbegründet. 
 
6. Im Weiteren ist die vorinstanzliche Aufteilung der dem Beistand zugesprochenen Ent-
schädigung inklusive Spesenersatz strittig. Nicht angefochten ist deren Höhe. 
 
6.1 Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, dass die Entschädigung für die 
Mandatsführung nach der gesetzlichen Regelung je hälftig von den Kindseltern zu tragen sei. 
 
6.2 Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass der 
Beistand hauptsächlich wegen der Beschwerdegegnerin Aufwand gehabt habe, da er als 
Sprachrohr der Kindsmutter fungiert habe und sich um deren Versäumnisse habe kümmern 
müssen. Ihre Kontaktverweigerung sei letztlich ursächlich für den generierten Aufwand. Es liege 
somit ein besonderer Fall in Sinne der anwendbaren Gebührenverordnung vor und eine Kos-
tenverteilung im Umfang von 80 % zu Lasten der Beschwerdegegnerin und von 20 % zu seinen 
Lasten sei "fairnesshalber" angebracht. 
 
6.3 In der Vernehmlassung verneint die Vorinstanz aussergewöhnliche Umstände, die eine 
Abweichung von der ordentlichen Kostenregelung zulassen würden. Die einseitige Weigerung 
eines Elternteils, mit dem Beistand zu kommunizieren, erschwere dessen Mandatsführung, ha-
be aber auf dessen Zusammenarbeit mit dem Kind oder Jugendlichen nicht die Wirkung, die 
eine Verschiebung der Kostenanteile auf den kooperationsbereiten Elternteil rechtfertigen wür-
de. 
 
6.4 Die Beschwerdegegnerin äussert sich vor Kantonsgericht nicht zur Kostenaufteilung. 
 
7.1 Gemäss Art. 404 Abs. 1 ZGB sowie § 18 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren 
zum Zivilrecht (GebV) vom 8. Januar 1991 hat der Beistand oder die Beiständin Anspruch auf 
eine angemessene Entschädigung und auf Ersatz der notwendigen Spesen. Als Kosten für zivil-
rechtliche Kindesschutzmassnahmen gehören die Mandatsträgerentschädigung und der Spe-
senersatz zum Unterhalt des Kindes, für den nach Art. 276 Abs. 1 ZGB die Eltern aufzukommen 
haben. 

Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7.2 Gemäss § 6 Abs. 2bis GebV werden Gebühren und Auslagen, die in kindesschutzrecht-
lichen Verfahren anfallen, beiden Eltern je zur Hälfte auferlegt. In besonderen Fällen kann eine 
andere Kostenaufteilung verfügt werden (§ 6 Abs. 2

bis
 GebV). Der Wortlaut der Bestimmung 

macht deutlich, dass der Grundsatz die hälftige Aufteilung der Verfahrenskosten ist und eine 
Abweichung davon die Ausnahme darstellt. Wie der Beschwerdeführer bereits aus dem ihn be-
treffenden Urteil vom 19. September 2019 weiss, kann ein besonderer Fall im Sinne von § 6 
Abs. 2

bis
 Satz 2 GebV nicht leichthin angenommen werden (vgl. KGE VV vom 19. September 

2019 [810 18 339] E. 5.2). Wenn er geltend macht, dass sämtliche Aufwendungen des Bei-
stands einzig auf die Erziehungsdefizite und die Verweigerungshaltung der Kindsmutter zurück-
zuführen seien, kann ihm nicht gefolgt werden. Zunächst spielt die "Schuldfrage" im Kindes-
schutzverfahren keine Rolle. Es ist für die Kostenverlegung unerheblich, worauf die Gefährdung 
des Kindes zurückzuführen ist und ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. So-
dann haben vorliegend beide Elternteile kostenpflichtige Aufwendungen des Beistands gene-
riert. Nicht zuletzt hat der Beschwerdeführer durch seine zahlreichen Interventionen einen 
massgeblichen Teil des Aufwands direkt verursacht. Ist die Ursache der Errichtung der Mass-
nahme gleichzeitig auch (Haupt-)Ursache für die mit der Beistandschaft zusammenhängenden 
Aufwendungen, so kann darin kein besonderer Fall erblickt werden. Eine einseitig nicht stattfin-
dende elterliche Kommunikation in einer Trennungssituation lässt sich nach der Praxis des Kan-
tonsgerichts nicht unter einen besonderen Fall subsumieren (so auch schon den Beschwerde-
führer betreffend KGE VV vom 19. September 2019 [810 18 339] E. 5.2; vgl. auch KGE VV vom 
10. Mai 2017 [810 17 12] E. 8.2; KGE VV vom 23. September 2015 [810 15 120] E. 5.2). Vom 
ordentlichen Verteilungsschlüssel gemäss § 6 Abs. 2bis GebV erster Satz ist deshalb im vorlie-
genden Fall nicht abzuweichen. Folglich ist die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen. 
 
8. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten 
umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie-
genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem 
Ausgang des vorliegenden Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'800.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem von ihm geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 1'200.-- zu verrechnen. Der Beschwerdeführer hat noch restliche 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- zu bezahlen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen 
(§ 21 VPO).  

Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'200.-- verrechnet. Der Beschwerdeführer hat noch 
restliche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- zu bezahlen. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.