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**Case Identifier:** fc9feabf-aed1-5fba-822f-6fa5e11e0770
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 24.10.2023 400 23 141
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_400-23-141_2023-10-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

vom 24. Oktober 2023 (400 23 141) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Zivilprozessrecht / Obligationenrecht 

 

 
Ein von einer Partei in Auftrag gegebenes Havariegutachten ist ein Parteigutachten und 
kein Beweismittel im Sinne von Art. 168 Abs. 1 lit. d und Art. 183 ff. ZPO (E. 3.3.1 ff.); An-
forderungen an die Substantiierungspflicht der Klage (E. 4.1 ff.). 

 
 
 
Besetzung  Präsidentin Christine Baltzer-Bader, Richterin Barbara Jermann Richter-

ich (Ref.), Richter Philippe Spitz; Gerichtsschreiber Giuseppe Di Marco 
  

 

Parteien  A.____ AG,  
vertreten durch Rechtsanwalt Robert Vogel, LL.M., Jurastrasse 4, Post-
fach, 5001 Aarau,  
Klägerin und Berufungsklägerin 

  gegen 

  B.____ B.V.,  
vertreten durch Rechtsanwalt Raphael Brunner, MME Legal,  
Zollstrasse 62, 8031 Zürich,  
Beklagte 1 und Berufungsbeklagte 1 

C.____,  
vertreten durch Rechtsanwalt Raphael Brunner, MME Legal,  
Zollstrasse 62, 8031 Zürich,  
Beklagte 2 und Berufungsbeklagte 2 

   

Gegenstand  Forderung  
Berufung gegen das Urteil des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost 
vom 15. Dezember 2022 

 
 
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A. Nach einem gescheiterten Schlichtungsversuch beantragte die in Pratteln ansässige 

A.____ AG, vertreten durch Rechtsanwalt Robert Vogel, mit Klage an das Zivilkreisgericht Ba-

sel-Landschaft Ost vom 6. Oktober 2020, es seien die B.____ B.V. sowie die C.____, beide mit 

Domizil in Utrecht in den Niederlanden, solidarisch zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 

Euro 96'876.29 nebst Zins zu 5 % seit dem 7. März 2019 zu bezahlen, unter Kosten- und Ent-

schädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten. Zur Begründung führte die 

Klägerin im Wesentlichen an, dass die D.____ AG und deren Tochtergesellschaft D.____ B.V. 

(nachfolgend zusammen die D.____ Gruppe) am 10. November 2016 einen Speditionsdienst-

leistungsvertrag mit der Klägerin abgeschlossen hätten. Die Klägerin habe dabei die speditio-

nelle Transport-, Lager- und Verzollungslogisitk für Bio-zertifizierte Zucker- und Kakaohalbfabri-

kate erbracht. Als Spediteurin habe die Klägerin die auszuführenden Dienstleistungen an die 

beiden Beklagten als Subunternehmer vergeben. Ein entsprechender Speditionsdienstleis-

tungsvertrag sei am 13./18. Februar 2017 unterzeichnet worden. Demgemäss sei es die Aufga-

be der Beklagten gewesen, die Lagerlogistik sicherzustellen und je nach Umfang Dienstleis-

tungen im Bereich der Transport- und Verzollungslogistik zu erbringen. Die Beklagten hätten 

unter anderem Zucker- und Kakaofabrikate vom Hafen in Rotterdam abholen und anschlies-

send in das Lager nach Utrecht überführen und dort einlagern müssen. Dort hätten die Beklag-

ten die Ware auf Abruf bereitgehalten und verschiedene Warenabnehmer je nach Auftrag der 

Klägerin in Europa beliefert. Gemäss dem Speditionsdienstleistungsvertrag zwischen den Par-

teien sei das schweizerische Recht für anwendbar erklärt und Liestal BL als Gerichtsstand für 

Streitigkeiten aus diesem Vertrag vereinbart worden.  

B. In der Klagebegründung hielt die Klägerin fest, dass im Frühjahr 2019 verschiedene Re-

klamationen eines Kunden bei ihr eingegangen seien, worin jeweils Warenkontaminationen 

durch Mäusekot beanstandet worden seien. Alle beanstandeten Zuckerlieferungen hätten aus 

dem Lager der Beklagten gestammt. Der in der Folge von der Klägerin zur Beweissicherung 

beigezogene Havariekommissär habe festgestellt, dass die verunreinigten Waren grösstenteils 

in einem für Lebensmittel ungeeigneten Lager untergebracht worden seien. Der Havariebericht 

habe festgehalten, dass die Warenlager 1 bis 3 keine Spuren eines Zugangs von Mäusen auf-

gewiesen hätten. Jedoch seien in den Lagern 4 bis 7 verschiedenen Spuren von Mäusepräsen-

zen gefunden worden. Dabei sei insbesondere in den Lagern 5 bis 7 Mäusekot und aus den 

Säcken ausgelaufener Zucker festgestellt worden. Zusätzlich habe der Havariekommissär fest-

gestellt, dass die Ware verschiedene mechanisch verursachte Schäden aufgewiesen habe, 

welche durch eine nicht korrekte Stapelung von Paletten, Anfahrungen und unvorsichtige 

Handhabungen während der Lagerzeit entstanden seien. Mit der Klage vom 6. Oktober 2020 

mache die Klägerin am vereinbarten Gerichtsstand Forderungen wegen verunreinigter Ware, 

beschädigter Ware, Fehlmengen, Reise- und Umlagerungskosten, zusätzliche Wareneingangs-

kontrollen sowie Gutachterkosten geltend. 

C. Die Beklagten, beide vertreten durch Rechtsanwalt Raphael Brunner, beantragten mit 

Klagantwort und Widerklage vom 19. März 2021 die Abweisung der Klage sowie widerklage-

weise die Verpflichtung der Klägerin, der Beklagten 2 Euro 114'546.50 nebst Zins von 5% seit 

dem 15. Januar 2020 zu bezahlen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehr-

wertsteuer zulasten der Klägerin. Zur Begründung der Klageabweisung führten die Beklagten 

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im Wesentlichen aus, dass die Klägerin nicht Eigentümerin des Zuckers und somit auch nicht 

geschädigt sei. Der Zucker sei im Auftrag der D.____ Gruppe bei den Beklagten als Subunter-

nehmer der Klägerin eingelagert worden. Die Klägerin habe aus einem allfälligen Verderb oder 

Verlust von Zucker folglich nur einen Schaden erlitten, wenn sie einen entsprechenden Scha-

den der D.____ Gruppe hätte vergüten müssen und dazu auch rechtlich verpflichtet gewesen 

sei. Dies habe die Klägerin weder behauptet noch substantiiert, weshalb sie auch nicht geschä-

digt sei. Selbst wenn die Klägerin geschädigt wäre, hätte sie den Schaden nicht rechtsgenü-

gend substantiiert. Es erschliesse sich nämlich nicht, an welchen Paletten in Bezug auf welche 

Säcke Zucker zu welchem Zeitpunkt welcher Schaden bzw. Mangel festgestellt und auf welcher 

Grundlage zu welchem Wert dieser Zucker bewertet worden sei. Dasselbe gelte für die weitere 

Forderung von gesamthaft Euro 22'434.10 für Reise-, Umlagerungs- und Gutachterkosten, wel-

che allesamt nicht substantiiert dargelegt und auch nicht bewiesen worden seien. Die Widerkla-

ge begründete die Beklagte 2 mit ihrem Anspruch auf Vergütung von zusätzlichen Kosten für 

die Umpalettierung und Auslagerung sowie für den Transport der Ware von Utrecht an einen 

anderen Ort. 

D. Nach durchgeführtem zweiten Schriftenwechsel erklärte die Beklagte 2 / Widerklägerin 2 

mit Schreiben vom 30. November 2022 den Rückzug ihrer Widerklage vom 19. März 2021. 

E. Im Anschluss an die Hauptverhandlung vom 15. Dezember 2022 wies die Dreierkammer 

des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost (nachfolgend Vorinstanz) mit Urteil desselben 

Tages die Klage ab (Dispositivziffer 1). Hinsichtlich der Widerklage stellte sie den Rückzug der-

selben fest (Dispositivziffer 2). Ausgangsgemäss auferlegte die Vorinstanz die Kosten des 

Schlichtungsverfahrens von CHF 240.00 und des vorinstanzlichen Gerichtsverfahrens von 

CHF 30'000.00 den Parteien je zur Hälfte, wobei jede Partei ihre eigenen Parteikosten selbst 

übernehmen musste (Dispositivziffer 3). Laut Urteilsbegründung gelangte die Vorinstanz im 

Wesentlichen zum Schluss, dass die beweisbelastete Klägerin zum einen die behaupteten 

Schäden durch Verderb (Euro 24'214.94), Beschädigung (Euro 21'322.25) und Verlust 

(28'905.00) von Zucker mit Verweis auf das Havariegutachten der E.____ Group vom 11. No-

vember 2019 (nachfolgend Havariegutachten E) nicht habe nachweisen können. Das Havarie-

gutachten E sei vom Versicherer der Klägerin in Auftrag gegeben worden und könne nicht als 

neutrales, objektives Gutachten betrachtet werden. Das Havariegutachten E stelle daher eine 

blosse Parteibehauptung dar. Selbst wenn das Havariegutachten E als Beweis zugelassen 

würde, wäre mit dem pauschalen Verweis der Klägerin auf dieses Gutachten und auf die Foto-

dokumentation zu diesem Gutachten nicht substantiert dargelegt und bewiesen, wieviel Zucker 

beschädigt worden sei und in welcher Höhe sich der Schaden belaufen würde. Die Klägerin 

habe zwar am 8. September 2021 Rechnungen und Überweisungsbelege zum Nachweis und 

zur Bemessung des Schadens eingereicht. Diese Unterlagen könnten jedoch zufolge verspäte-

ter Einreichung im Verfahren nicht berücksichtigt werden. Der Aktenschluss sei nach Ablauf der 

Replikfrist eingetreten. Aber auch wenn die am 8. September 2021 eingereichten Unterlagen 

berücksichtigt würden, sei damit nicht nachgewiesen, dass die Klägerin gegenüber der D.____ 

Gruppe schadenersatzpflichtig geworden sei. Schliesslich habe die Klägerin auch die weiteren 

geltend gemachten Schadenspositionen (Reise- und Umlagerungskosten, zusätzliche Waren-

eingangskontrollen sowie Gutachterkosten) nicht substantiiert nachweisen können.  

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F. Gegen das Urteil vom 15. Dezember 2022 erhob die Klägerin mit Eingabe an das Kan-

tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, vom 7. Juni 2023 Berufung mit den Anträ-

gen, es seien in Abänderung von Dispositivziffer 1 des angefochtenen Urteils die Beklagten 

(nachfolgend zusammen die Berufungsbeklagten) solidarisch zu verpflichten, Euro 90'937.03 

zuzüglich Zins zu 5 % seit 7. März 2019 an die Klägerin (nachfolgend Berufungsklägerin) zu 

leisten. Eventualiter sei die Klage zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Berufungsbeklagten. 

G. Nach Eingang des verfügten Kostenvorschusses für das Berufungsverfahren von 

CHF 10'000.00 reichten die Berufungsbeklagten am 17. August 2023 ihre Berufungsantwort ein, 

mit welcher sie um kostenfällige Abweisung des Rechtsmittels ersuchten.  

H. Mit Schlussverfügung vom 29. August 2023 liess das Kantonsgericht Basel-Landschaft, 

Abteilung Zivilrecht (nachfolgend Kantonsgericht), die Berufungsantwort zur Kenntnisnahme an 

die Berufungsklägerin zustellen, schloss unter Hinweis auf die Praxis zum unbedingten Replik-

recht den Schriftenwechsel und kündigte den Berufungsentscheid auf Grundlage der Akten an.  

I. Mit Eingabe vom 11. September 2023 teilte die Berufungsklägerin mit, dass sie auf die 

Abgabe von freiwilligen Bemerkungen verzichte.  

J. In den nachfolgenden Erwägungen werden die Parteistandpunkte zusammengefasst wie-

dergegeben, soweit sie für den Berufungsentscheid rechtserheblich sind. 

Erwägungen 

1. Das angefochtene Urteil der Vorinstanz vom 15. Dezember 2023 stellt einen erstinstanzli-

chen Endentscheid im Sinne von Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO dar, der aufgrund des Rechtsmittel-

streitwerts von weit über CHF 10'000.00 mit Berufung anfechtbar ist (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Das 

schriftlich begründete Urteil der Vorinstanz wurde der Klägerin am 9. Mai 2023 fristauslösend 

zugestellt. Mit der am 7. Juni 2023 eingereichten Berufung ist die Rechtsmittelfrist von 30 Ta-

gen gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO gewahrt worden. Der Kostenvorschuss für das Berufungsver-

fahren von CHF 10'000.00 wurde ebenfalls fristgerecht geleistet und auch die Berufungsantwort 

der Beklagten ist innert Frist nach Art. 312 Abs. 2 ZPO eingereicht worden. Entgegen den Aus-

führungen der Berufungsbeklagten geht aus der Berufung zumindest sinngemäss hervor, dass 

die Berufungsklägerin eine unrichtige Rechtsanwendung sowie eine unrichtige Feststellung des 

Sachverhaltes durch die Vorinstanz rügt (dazu nachstehende Erwägungen 3.1 ff.), womit sie 

zulässige Berufungsgründe gemäss Art. 310 ZPO geltend macht. In der Berufung setzt sich die 

Berufungsklägerin auch hinreichend mit dem angefochtenen Urteil auseinander, indem sie aus-

drücklich auf einzelne Urteilserwägungen Bezug nimmt und diese inhaltlich kritisiert. Da auch 

die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Berufung grundsätzlich einzutreten 

(vgl. dazu nachstehende Erwägung 2). Gemäss § 6 Abs. 1 lit. d des Einführungsgesetzes zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung (EG ZPO, SGS 221) ist die Dreierkammer der Abteilung 

Zivilrecht des Kantonsgerichts für die Beurteilung der vorliegenden Berufung zuständig. Der 

Entscheid ergeht in Anwendung von Art. 316 Abs. 1 ZPO aufgrund der Akten. 

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2. Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel nur noch berücksichtigt, 

wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster 

Instanz vorgebracht werden konnten (vgl. Art. 317 Abs. 1 ZPO). Das Berufungsverfahren dient 

nicht der Vervollständigung des vorinstanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Kor-

rektur des erstinstanzlichen Entscheids auf konkret vorgebrachte Beanstandungen hin. In der 

Praxis wird zwischen echten und unechten neuen Vorbringen (sogenannte Noven) unterschie-

den. Als echte Noven gelten Tatsachen und Beweismittel, die erst nach der Hauptverhandlung 

im erstinstanzlichen Verfahren entstanden sind. Echte Noven finden im Berufungsverfahren 

grundsätzlich immer Beachtung, wenn sie ohne Verzug nach Entdeckung vorgebracht werden. 

Als unechte Noven werden Tatsachen und Beweismittel bezeichnet, die bereits bei Ende der 

erstinstanzlichen Hauptverhandlung entstanden sind. Wer unechte Noven vorbringt, hat in der 

Berufung detailliert zu begründen, weshalb er die Tatsache oder das Beweismittel trotz zumut-

barer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz in den Prozess eingebracht hat (BGer 4A_24/2020 

E. 4.1.4.3; BGE 143 III 42 E. 4.1). Dabei ist von einem objektivierten Sorgfaltsmassstab auszu-

gehen, d. h. auf die subjektiven Umstände bei der betreffenden Partei kommt es nicht an 

(REETZ/HILBER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ Leuenberger, ZPO Komm., 3. Aufl., Art. 317 

N 62). Ob die vorgetragenen Noven zulässig sind, entscheidet die Berufungsinstanz von Amtes 

wegen (BGE 142 III 48 E. 4.1.2). Im vorliegenden Berufungsverfahren hat die Berufungskläge-

rin den von ihr im erstinstanzlichen Verfahren vorgetragenen Sachverhalt teilweise ergänzt, 

ohne jedoch zu erläutern, dass die sachverhaltlichen Ergänzungen ohne Verzug eingebracht 

worden seien und weshalb sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon im erstinstanzlichen Ver-

fahren hätten vorgebracht werden können. Um welche sachverhaltlichen Ergänzungen der Be-

rufungsklägerin es sich konkret handelt, die gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO im Berufungsverfah-

ren nicht berücksichtigt werden können, ergibt sich aus den nachfolgenden Erwägungen 3.3.2 

und 5. Soweit die Berufungsklägerin gestützt auf den im Berufungsverfahren ergänzten Sach-

verhalt eine unrichtige Rechtsanwendung oder falsche Sachverhaltsfeststellung durch die Vor-

instanz behauptet, ist auf die entsprechende Rüge nicht einzutreten. 

3.1 In der Berufung wird zunächst mit Bezug auf die Beweisqualität des Havariegutachtens 

E vom 11. November 2019 eine unrichtige Rechtsanwendung und Feststellung des Sachver-

halts durch die Vorinstanz moniert. Diese habe das von der Berufungsklägerin eingereichte Ha-

variegutachten E zu Unrecht lediglich als Parteigutachten und nicht als Beweismittel qualifiziert. 

Der Sachverhalt präsentiere sich anders als im Bundesgerichtsurteil 4A_588/2017 (richtig: 

4A_261/2017) vom 30. Oktober 2017, welches von der Vorinstanz zitiert werde. Im bundesge-

richtlichen Verfahren habe die Beklagte die Ware nicht besichtigen können und der Begutach-

tung durch das Sachverständigenbüro nie zugestimmt. Demgegenüber seien vorliegend die 

Vertreter der Berufungsbeklagten 1 an allen Besichtigungen und Besprechungen anwesend 

gewesen. Ebenso sei der Vertreter des Versicherers der Berufungsbeklagten 1 immer präsent 

gewesen. Selbst ein Vertreter der Kundin der Berufungsklägerin sei am letzten Besprechungs-

termin mit dabei gewesen. Hingegen habe der Vertreter der Berufungsklägerin an der Nachbe-

sichtigung nicht teilgenommen. Diese Feststellungen seien deshalb wesentlich, weil dadurch 

die Vorbringen der Berufungsbeklagten vor der ersten Instanz widerlegt würden, dem Gutach-

ten fehle die Beweiskraft für den Schaden und dessen Höhe. Die beschädigte Ware sei durch 

die Berufungsbeklagte 1 in Eigenregie, d.h. ohne Zutun der Berufungsklägerin, aussortiert wor-

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den, weshalb die im Gutachten festgehaltene Schadensmenge als von der Berufungsbeklag-

ten 1 im Sinne eines Zugeständnisses anerkannt worden sei. Die Mehrheit der Kilopreise seien 

zudem durch den Havariekommissär auf deren Marktkonformität geprüft worden. Aufgrund der 

Anwesenheit und Beteiligung der Berufungsbeklagten 1 bei der Beschaffung der Grundlagen für 

das Havariegutachten E könne nicht davon gesprochen werden, dass sie der Begutachtung 

nicht zugestimmt hätte. Das Havariegutachten E sei als kontradiktorisches Gutachten, welches 

neutral und objektiv verfasst worden sei, einzustufen. Das Gutachten müsse als Beweismittel 

mit erhöhter Beweiskraft zugelassen und bei der Beweiswürdigung berücksichtigt werden. Dies 

umso mehr, als es sich im vorliegenden Fall um eine von beiden Parteien hautnah begleitete 

Beweisaufnahme handle, die nach deren Aufnahme und Berichterstattung durch den Havarie-

kommissär von beiden Parteien zum Zeichen ihres Einverständnisses unterzeichnet worden 

sei. Diese Tatsache bleibe im Urteil der Vorinstanz unberücksichtigt.  

3.2 Die Berufungsbeklagten bestreiten die Darlegungen der Berufungsklägerin im Wesentli-

chen unter Hinweis auf das angefochtene Urteil der Vorinstanz und die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung. Entsprechend BGE 141 III 433 stelle ein Parteigutachten kein Beweismittel im 

Sinne von Art. 168 Abs. 1 lit. d ZPO dar. Auch die Anwesenheit der Vertreter der Berufungsbe-

klagten bei der Besichtigung der Örtlichkeiten durch den Havariekommissär führe nicht dazu, 

dass das Havariegutachten E kein Parteigutachten mehr sei und die Berufungsbeklagten mit 

den Schlüssen des Havariegutachters einverstanden wären. Das Havariegutachten E beruhe 

weder auf einer Vereinbarung der Parteien, wonach das Gutachten für diese bindend sein solle, 

noch sei es kontradiktorisch erstellt worden. Die Parteien hätten sich im Gegenteil nicht auf ei-

nen Gutachter einigen können, weshalb die Berufungsbeklagten bzw. deren Versicherer mit 

Herrn G.____ einen eigenen Gutachter mit der Erstellung eines Parteigutachten beauftragt hät-

ten. Die beiden Gutachter F.____ und G.____ seien nicht zu denselben Schlüssen gekommen, 

obwohl beide denselben Sachverhalt beurteilt hätten. Alleine schon deshalb könnten die 

Schlüsse des Havariegutachtens E nicht mit jenen eines gerichtlichen Gutachtens gleichgestellt 

werden. 

3.3.1 Nach Art. 168 Abs. 1 ZPO sind das Zeugnis (lit. a), die Urkunde (lit. b), der Augen-

schein (lit. c), das Gutachten (lit. d), die schriftliche Auskunft (lit. e) sowie die Parteibefragung 

und die Parteiaussage (lit. f) als Beweismittel zugelassen. Diese Aufzählung ist abschliessend; 

im Zivilprozess besteht insofern ein numerus clausus (BGE 141 III 433 E. 2.5.1 m.w.H.; KUKO 

ZPO-SCHMID/BAUMGARTNER, 3. Aufl., 2021, Art. 168 N 1). Aus den Gesetzesmaterialien ergibt 

sich, dass der Vorentwurf zur ZPO neben dem gerichtlich bestellten Gutachten explizit auch das 

Privatgutachten als Beweismittel vorsah (Art. 182 VE ZPO). Unter Privatgutachten wird ein Gut-

achten verstanden, das eine Partei selber in Auftrag gegeben hat. Aufgrund der Kritik in der 

Vernehmlassung wurde das Privatgutachten in der Folge nicht als Beweismittel in das Gesetz 

aufgenommen. Privatgutachten sind daher – anders als vom Gericht eingeholte Gutachten – 

kein Beweismittel, sondern Parteibehauptungen (BGE 141 III 433 E. 2.6; 140 III 16 E. 2.5 

m.w.H.; Botschaft zur ZPO, BBl 2006, 7325; BSK ZPO-HAFNER, 3. Aufl., 2017, Art. 168 N 4). 

Der Beweiswert eines gerichtlichen Gutachtens nach Art. 183 ff. ZPO ist ungleich höher, da es 

unter Strafandrohung von Art. 307 StGB für ein wissentlich falsch erstelltes Gutachten steht 

(Art. 184 Abs. 1 und 2 ZPO) und beiden Parteien im Verfahren Gelegenheit geboten wird, eine 

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Erläuterung des Gutachtens oder Ergänzungsfragen zu beantragen (Art. 187 Abs. 4 ZPO). Das 

Bundesgericht hat seine oben erwähnte Rechtsprechung zum Unterschied zwischen Gutachten 

im Sinne von Art. 168 Abs. 1 lit. d und Art. 183 ff. ZPO und Parteigutachten in späteren Ent-

scheiden mehrfach explizit bestätigt (vgl. u.a. BGer 4A_247/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 4.1 

m.w.H.). Diese Rechtsprechung, welche von einem Teil der Lehre kritisiert wird, war Gegen-

stand der laufenden ZPO-Revision (Botschaft zur Änderung der ZPO, BBl 2020, 2751 f.; BGer 

4A_247/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 5.1). Mit Inkrafttreten der ZPO-Revision am 1. Januar 

2025 werden Privatgutachten neu als Urkunden eingeordnet (Art. 177 E-ZPO; HONEGGER-

MÜNTENER/RUFIBACH/SCHUMANN, Die Revision der ZPO, in: AJP 10/2023, 1191 f.). Gleichwohl 

ist der vorliegende Fall anhand der heute geltenden Rechtsprechung gemäss BGE 141 III 433 

zu beurteilen. Wird demgemäss eine Parteibehauptung von der Gegenpartei substantiiert be-

stritten, so vermögen Parteigutachten als reine Parteibehauptung diese allein nicht zu bewei-

sen. Immerhin vermögen Parteigutachten allenfalls zusammen mit – durch Beweismittel nach-

gewiesenen – Indizien den Beweis zu erbringen. Werden sie aber nicht durch Indizien gestützt, 

so dürfen Parteigutachten als bestrittene Behauptungen nicht als erwiesen erachtet werden 

(BGE 141 III 433 E. 2.6 m.w.H.; BGer 4A_247/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 4.1 m.w.H.).  

3.3.2 Welche Beweiskraft dem Havariegutachten E für den behaupteten Schaden und des-

sen Höhe zukommt, ist eine Rechtsfrage, welche das Gericht von Amtes wegen zu prüfen hat. 

Vorliegend wurde das Havariegutachten E vom 11. November 2019 von der Berufungsklägerin 

bzw. deren Versicherung in Auftrag gegeben. Dabei handelt es sich klarerweise nicht um ein 

gerichtlich eingeholtes Gutachten im Sinne von Art. 168 Abs. 1 lit. d und Art. 183 ff. ZPO, zumal 

weder die Vorinstanz noch ein anderes vergleichbares Gericht den Auftrag zur Erstellung eines 

Gutachtens erteilt hat. Vielmehr liegt ein Parteigutachten vor, welches nach der bundesgericht-

lichen Rechtsprechung die Qualität von Parteibehauptungen hat. Dem von der Berufungskläge-

rin eingereichten Havariegutachten E von F.____ kommt daher nicht derselbe Beweiswert eines 

Gerichtsgutachtens gemäss Art. 183 ff. ZPO zu. Daran ändert auch nichts, dass die Berufungs-

beklagte 1 bei der ersten Besichtigung des Schadensortes durch den Havariekommissär 

F.____ am 21. März 2019, bei den Nachbesichtigungen vom 25. März 2019 und 9. Juli 2019 

sowie bei der anschliessenden Besprechung mit dem Havariekommissär F.____ vom 9. Juli 

2019 jeweils anwesend war und beschädigte Ware aussortiert haben soll. Weder kann die Teil-

nahme der Berufungsbeklagten 1 an den Besichtigungen und der anschliessenden Bespre-

chung rechtlich als Zustimmung zur Begutachtung des vermeintlichen Schadens durch den Ha-

variekommissär F.____ bezeichnet werden, noch kann das Aussortieren beschädigter Ware 

durch die Berufungsbeklagte 1 als Anerkennung eines von den Berufungsbeklagten zu verant-

wortenden Schadens qualifiziert werden. Zum einen haben die Berufungsbeklagten im erstin-

stanzlichen Verfahren die sachverhaltlichen und rechtlichen Schlussfolgerungen des Havarie-

kommissärs F.____ in seinem Havariegutachten E vom 11. November 2019 stets bestritten. 

Zum anderen haben die Berufungsbeklagten bzw. deren Versicherer unstreitig selbst einen Ha-

variekommissär beauftragt, welcher an den vorstehend erwähnten drei Besichtigungen sowie 

an der Besprechung vom 7. Juli 2019 teilnahm und ein Havariegutachten für die Berufungsbe-

klagten erstellte. Der von den Berufungsbeklagten engagierte Havariekommissär, Herr G.____, 

kam in seinem Gutachten vom 19. Februar 2020 zum Ergebnis, dass kein Schaden vorlag, der 

von den Berufungsbeklagten zu verantworten war. Die im Berufungsverfahren erstmals vorge-

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brachte Behauptung der Berufungsklägerin, wonach die Beweisaufnahme und Berichterstattung 

durch den Havariekommissär F.____ von beiden Parteien zum Zeichen ihres Einverständnisses 

unterzeichnet worden sein soll, ist nicht nur ein im Rechtsmittelverfahren nicht zu beachtendes 

unechtes Novum gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO (dazu vorstehende Erwägung 2), sondern – 

wenn dieses Novum berücksichtigt würde – eine aktenwidrige und zudem bestrittene Parteibe-

hauptung, die nicht gehört werden könnte. 

3.3.3 In einem kürzlich publizierten Entscheid hielt das Bundesgericht fest, dass nicht einmal 

der Umstand, dass die Parteien aussergerichtlich einen gemeinsamen Gutachterauftrag erteilen 

und die Kosten hälftig teilen würden, dazu führe, dass ein Schiedsgutachten nach Art. 189 ZPO 

vorliege. Erforderlich sei vielmehr der Nachweis eines gemeinsamen Willens der Parteien, die 

Feststellungen des Schiedsgutachtens als verbindlich anzuerkennen (BGer 4A_200/2023 vom 

16. Juni 2023 E. 4.2.2 m.w.H.). Die Berufungsklägerin hat im vorinstanzlichen Verfahren keinen 

Nachweis dafür erbringen können, dass es dem Willen beider Parteien entsprochen hätte, die 

Feststellungen des Havariegutachters F.____ als verbindlich anzuerkennen. Das Havariegut-

achten E stellt demzufolge nicht nur kein Gerichtsgutachten nach Art. 168 Abs. 1 lit. d und Art. 

183 ff. ZPO dar, sondern auch kein Schiedsgutachten gemäss Art. 189 ZPO, welches das Ge-

richt hinsichtlich der darin festgestellten Tatsachen binden würde (Art. 189 Abs. 3 ZPO; BGer 

4A_200/2023 vom 16. Juni 2023 E. 4.2.2 m.w.H.). Selbst wenn sich die Parteien gemeinsam 

auf ein verbindliches Havariegutachten durch den Havariekommissär F.____ geeinigt hätten, 

wie die Berufungsklägerin behauptet und von der Gegenseite bestritten wird, würde das von 

ihm erstellte Gutachten E vom 11. November 2019 nur dann einem in der Transport- und Logis-

tik-Industrie gängigen Vorgehen zur Erstellung eines kontradiktorischen Havariegutachtens ent-

sprechen, wenn der Gutachter beiden Parteien die Möglichkeit gegeben hätte, sich zum Ergeb-

nis des Gutachtens zu äussern. Das Havariegutachten E erfüllt jedoch auch diese Vor-

aussetzung nicht, weshalb kein neutrales und kontradiktorisches Gutachten vorliegt. Die Aus-

führungen der Berufungsklägerin zu den Gründen, weshalb im globalen und schnelllebigen Wa-

rentransport spezialisierte Havariekommissäre bei Warenbeschädigungen bzw. -verlusten be-

auftragt würden und das Institut der vorsorglichen Beweisführung gemäss Art. 158 ZPO hier 

untauglich wäre, vermögen daran nichts zu ändern. Das Havariegutachten E ist von der Vor-

instanz zu Recht und im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als Parteigut-

achten, mithin als Parteibehauptung und nicht als Beweismittel gemäss Art. 168 Abs. 1 lit. d und 

Art. 183 ff. ZPO, gewürdigt worden, so dass die tatsächlichen Feststellungen im Havariegutach-

ten E, welche von den Berufungsbeklagten bestritten wurden, nur zusammen mit weiteren Be-

weismitteln einen rechtlich relevanten Schaden und dessen Schadenshöhe nachweisen können 

(dazu nachfolgende Erwägungen 4.1 ff.). Die Berufung ist in diesem Punkt abzuweisen.  

4.1 Die Berufungsklägerin beanstandet, die Vorinstanz habe zu hohe Anforderungen an die 

Substantiierungspflicht in Bezug auf die Schadenspositionen Nr. 1 (angeblich durch Mäuse kon-

taminierter Zucker), Nr. 2 (Zucker in beschädigten Säcken) und Nr. 3 (Bestandesdifferenzen) 

gestellt. Die Vorinstanz habe verlangt, dass die Berufungsklägerin substantiiert darlegen und 

beweisen müsse, wieviel Zucker beschädigt worden sei und in welcher Höhe sich der Schaden 

belaufe. Diesem Substantiierungserfordernis sei die Berufungsklägerin durch Verweis auf das 

Havariegutachten E vom 11. November 2019 nicht nachgekommen, so die irrige Meinung der 

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Vorinstanz. Nach Ansicht der Berufungsklägerin, welche auf BGer 4A_588/2017 [richtig: 

4A_261/2017] vom 30. Oktober 2017 E. 4.6 hinweist, dürfte jedoch für das Bundesgericht der 

Verweis auf ein Havariegutachten der Substantiierungspflicht genügen. Die Berufungsklägerin 

verweise in Rz. 15 ihrer Klage auf die Seite 23 des Havariegutachtens E, aus welcher die 

Schadenshöhe von Euro 74'441.93 klar hervorgehe. Durch die Berufungsbeklagte 1 sei die 

Menge der beschädigten Ware anerkannt worden, indem sie diese in Eigenregie und ohne Mit-

wirkung der Berufungsklägerin aussortiert habe. Weiter habe die Berufungsklägerin mit der Kla-

gebeilage 9 eine Kostenübersicht der eingetretenen Schäden inklusive der Schadensursache 

ins Recht gelegt. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz könne dem Gutachten E klar entnom-

men werden, dass der Gutachter die Schadenshöhe überprüft und festgelegt habe. Die Beru-

fungsbeklagten seien wie bereits erwähnt an der Berechnung der Schadenshöhe beteiligt ge-

wesen. Somit sei der Schaden, welcher ziffernmässig aus dem Gutachten E entnommen wer-

den könne, von der Berufungsklägerin rechtsgenüglich nachgewiesen worden. Die Berufungs-

klägerin habe darüber hinaus den Havariegutachter F.____ als Zeugen offeriert, welcher über 

die korrekte Ermittlung der Schadenshöhe hätte aussagen können.  

4.2 Die Berufungsbeklagten weisen auf einschlägige Bundesgerichtsentscheide zum Sub-

stantiierungserfordernis hin und halten gestützt darauf die Ausführungen und Schlussfolgerun-

gen der Vorinstanz für korrekt. Die von der Berufungsklägerin im vorinstanzlichen Verfahren 

angebrachten Verweise auf die Seiten 8, 9, 10 und 14 des Havariegutachtens E seien nicht 

ausreichend, weil auf diesen Seiten im Gutachten nur festgestellt würde, dass Mäusekot im 

Lager 6 und 7 gefunden worden sei und verschiedene Säcke des Zuckers undicht gewesen 

seien. Damit sei jedoch nicht substantiiert dargelegt und bewiesen worden, wie viel Zucker kon-

taminiert, wie viele Säcke beschädigt worden seien und/oder wie viele Säcke aus welchem 

Grund fehlen würden und in welcher Höhe daraus ein Schaden entstanden sei. Auf Seite 23 

des Gutachtens E werde erwähnt, dass Euro 74'442.19 (Schadenspositionen 1-3 zusammen) in 

einer Schadensberechnung Nr. 19117 der Berufungsklägerin festgehalten sei. Als Nachweis für 

diese Schadensaufstellung der Berufungsklägerin seien die Rechnungen Nr. 39713, 39714, 

23225, 39997, 39998 und 40010 vorgelegen. Das Havariegutachten E zitiere ausschliesslich 

einen von der Berufungsklägerin behaupteten Schaden und enthalte nirgends einen Hinweis, 

dass die Rechnungen und die Höhe des Schadens überprüft worden wären oder durch den 

Gutachter festgestellt worden wären. Die erwähnten Rechnungen hätte die Berufungsklägerin 

mit der Klage oder Replik einreichen müssen, um von der Vorinstanz berücksichtigt werden zu 

können.  

4.3.1 Das Kantonsgericht hält auch diese Rüge der Berufungsklägerin, wonach die Vor-

instanz zu hohe Anforderungen an die Substantiierungspflicht bezüglich der Schadenspositio-

nen 1-3 gestellt habe, für unberechtigt. Gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. d und e ZPO muss eine Kla-

ge die Tatsachenbehauptungen und die Bezeichnung der einzelnen Beweismittel zu den be-

haupteten Tatsachen enthalten. Zweck dieses Erfordernisses ist, dass das Gericht erkennen 

kann, auf welche Tatsachen sich der Kläger stützt und womit er diese beweisen will, sowie dass 

die Gegenpartei weiss, gegen welche konkreten Behauptungen sie sich verteidigen muss (Art. 

222 Abs. 2 ZPO; BGer 4A_443/2017 vom 30. April 2018 E. 2.2; SUTTER-SOMM/SEILER, Hand-

komm. ZPO, 2021, Art. 221 N 6 m.w.H.). Nach der Lehre und bundesgerichtlichen Rechtspre-

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chung ist der Behauptungs- und Substantiierungslast deshalb im Prinzip in den Rechtsschriften 

nachzukommen. Der blosse pauschale Verweis auf Beilagen genügt in aller Regel nicht. Es 

geht darum, dass nicht das Gericht und die Gegenpartei aus den Beilagen die Sachdarstellung 

zusammensuchen müssen. Es ist nicht an ihnen, Beilagen danach zu durchforsten, ob sich da-

raus etwas zu Gunsten der behauptungsbelasteten Partei ableiten lässt (BGer 4A_443/2017 

vom 30. April 2018 E. 2.2.1; 4A_284/2017 vom 22. Januar 2018 E. 4.2; 4A_281/2017 vom 

22. Januar 2018 E. 5 m.w.H.; SUTTER-SOMM/SEILER, Handkomm. ZPO, 2021, Art. 221 N 6; BSK 

ZPO-WILLISEGGER, 3. Aufl., 2017, Art. 221 N 32; BK ZPO-KILLIAS, 2012, Art. 221 N 22 f.). Dar-

aus folgt nicht, dass es nicht ausnahmsweise zulässig sein kann, den Substantiierungsoblie-

genheiten durch Verweis auf eine Beilage nachzukommen. Gerade wenn zur Substantiierung 

von Tatsachen, die in ihren wesentlichen Zügen oder Umrissen im Schriftsatz behauptet sind, 

eine Vielzahl von Einzelinformationen nötig sind, stellt die Auslagerung der Informationen in 

eine Beilage unter Umständen keine Erschwerung dar, sondern kann sowohl die Lesbarkeit der 

Rechtsschrift als auch den Zugriff auf die entsprechenden Informationen erleichtern, so dass es 

überspitzt formalistisch wäre, eine Übernahme in den Schriftsatz zu verlangen, da dies einem 

blossen Leerlauf gleichkäme (BGer 5A_837/2019 vom 8. Mai 2020 E. 4.2; 4A_284/2017 vom 

22. Januar 2018 E. 4.3). Dabei genügt es freilich nicht, dass in den Beilagen die verlangten In-

formationen in irgendeiner Form vorhanden sind. Es muss auch ein problemloser Zugriff darauf 

gewährleistet sein, und es darf kein Interpretationsspielraum entstehen. Der entsprechende 

Verweis in der Rechtsschrift muss spezifisch ein bestimmtes Aktenstück nennen und aus dem 

Verweis muss selbst klar werden, welche Teile des Aktenstücks als Parteibehauptung gelten 

sollen. Ein problemloser Zugriff ist gewährleistet, wenn eine Beilage selbsterklärend ist und ge-

nau die verlangten (beziehungsweise in der Rechtsschrift bezeichneten) Informationen enthält. 

Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, kann ein Verweis nur genügen, wenn die Beilage 

in der Rechtsschrift derart konkretisiert und erläutert wird, dass die Informationen ohne weiteres 

zugänglich werden und nicht interpretiert und zusammengesucht werden müssen (BGer 

5A_837/2019 vom 8. Mai 2020 E. 4.2). 

4.3.2 Bereits die Vorinstanz hat zutreffend auf die vorstehend dargestellte Rechtsprechung 

hingewiesen und namentlich aus BGer 4A_261/2017 vom 30. Oktober 2017 E. 4.4 zitiert, aus 

welchem sich ebenso ergibt, dass ein blosser Verweis auf das Gutachten den Substantiie-

rungsanforderungen nicht genügt, und zwar unabhängig davon, ob es sich dabei um ein Partei-

gutachten handelt, deren Feststellungen von der beklagten Partei bestritten werden. Vorliegend 

hätte sich die beweisbelastete Berufungsklägerin hinsichtlich des Nachweises eines vertragli-

chen Schadenersatzanspruches gemäss Art. 97 Abs. 1 OR, insbesondere des Schadens und 

der Schadenshöhe, nicht mit dem Verweis auf das 30-seitige Parteigutachten vom 11. Novem-

ber 2019 oder auf die 62-seitige Fotodokumentation zum Gutachten begnügen dürfen. Auf den 

Seiten 8, 9 und 10 (betreffend die Schadensposition 1, Verderb) sowie auf Seite 14 (betreffend 

die Schadensposition 2, Beschädigung) wird im Havariegutachten E zwar festgestellt, dass im 

Lager 6 und 7 der Berufungsbeklagten Mäusekot aufgefunden worden sei und verschiedene 

Säcke des Zuckers undicht gewesen seien. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Urteil zu 

Recht festgestellt hat, ist damit jedoch noch nicht substantiiert dargelegt und bewiesen, wie viel 

Zucker konkret durch Mäuse kontaminiert worden sein soll (Schadensposition 1), wieviel Zucker 

sich in den beschädigten Säcken befunden haben soll (Schadensposition 2) sowie wieviel Zu-

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cker in den Lagern der Berufungsbeklagten gefehlt haben soll (Schadensposition 3). Auch der 

pauschale Verweis der Berufungsklägerin auf die Kostenübersicht mit Zuweisung nach Scha-

densart vom 30. September 2019 (Klagebeilage 9) hilft der Berufungsklägerin bei der Substanti-

ierung des Schadens nicht weiter. Darüber hinaus hätte die Berufungsklägerin darlegen und 

belegen müssen, welchen Wert dieser Zucker gehabt habe und inwiefern sie selbst und nicht 

die Eigentümerin des Zuckers, die D.____ Gruppe, aus dem dargestellten und nachgewiesenen 

Sachverhalt geschädigt worden sei. Für den geltend gemachten Schaden von Euro 74'442.19 

(Schadenspositionen 1-3 zusammen) verweist die Berufungsklägerin in der Klage pauschal auf 

Seite 23 des Havariegutachtens E, worin ausgeführt wird, dass von der Berufungsklägerin eine 

Schadenberechnung Nr. 19117 vom 22. Oktober 2019 ausgestellt und den Berufungsbeklagten 

vorgelegt worden sei. Als Nachweis für diese Summe seien der Berufungsklägerin Schaden-

rechnungen von der D.____ AG übermittelt worden. Es seien folgende Rechnungen vorgele-

gen: Nr. 39713, 39714, 23225, 39997, 3998 und 40010 in Höhe von total Euro 74'441.93. Das 

Havariegutachten E enthält jedoch nirgends einen Hinweis, dass diese Rechnungen bzw. die 

Höhe des Schadens vom Havariekommissär überprüft bzw. festgestellt worden seien. Die  

Berufungsklägerin behauptet zu Recht keine Gehörsverletzung gemäss Art. 53 Abs. 1 ZPO und 

Art. 29 Abs. 2 BV durch die Vorinstanz, denn der von ihr als Zeuge angerufene Havariegutach-

ter F.____ hätte im vorinstanzlichen Verfahren ohnehin nur den Sachverhalt bestätigen können, 

der sich bereits aus seinem Havariegutachten E vom 11. November 2019 ergibt. Die rechtser-

hebliche Tatsache, dass der Havariegutachter keine inhaltliche Prüfung der Rechnungen und 

des auf Euro 74'441.93 bezifferten Schadens vorgenommen hat, ist eindeutig und nicht inter-

pretationsbedürftig, weshalb die Befragung von F.____ durch die Vorinstanz ausbleiben durfte.  

4.3.3 Die Berufungsklägerin hätte die oben genannten Rechnungen mit der Klage vom 

6. Oktober 2020 bzw. spätestens innerhalb der bis 18. August 2021 laufenden Replikfrist einrei-

chen müssen, um den behaupteten Schaden und dessen Höhe substantiiert geltend zu machen 

und zu beweisen. Die Berufungsklägerin reichte die Rechnungen Nr. 39713, 39714, 23225, 

39997, 3998 und 40010 indes erst mit Eingabe vom 8. September 2021 und somit nach Ablauf 

der Replikfrist ein. Gemäss mittlerweile herrschender Lehre und Rechtsprechung zu Art. 229 

Abs. 1 ZPO tritt der Aktenschluss im ordentlichen Verfahren nach dem zweiten Schriftenwech-

sel ein, unabhängig davon, ob noch eine Instruktionsverhandlung stattfindet. Der Aktenschluss 

hat zur Folge, dass neue Tatsachen und Beweismittel nur noch unter den restriktiven Voraus-

setzungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO in den Prozess eingebracht werden können (BGE 140 III 

132 E. 6.3.2; KUKO ZPO-SOGO/NAEGELI, 3. Aufl., 2021, Art. 229 N 4 ff.; SUTTER-SOMM/SEILER, 

Handkomm. ZPO, 2021, Art. 229 N 14 ff.). Zumal die vorgenannten Rechnungen schon vor Ab-

lauf der Replikfrist vorlagen, hätten sie spätestens mit der Replik eingereicht werden müssen, 

um vom Gericht im Rahmen der Beweiswürdigung berücksichtigt werden zu können. Für die 

Fristwahrung genügt es nicht, dass die Berufungsklägerin mit der Replik vom 17. August 2023 

lediglich angekündigt hat, die Rechnungen noch nachreichen zu wollen. Doch selbst wenn die-

se Rechnungen rechtzeitig in das Verfahren eingebracht worden wären, ist mit der Vorinstanz 

festzuhalten, dass damit noch keine substantiierte Geltendmachung des Schadens erfolgt wäre. 

Die Berufungsklägerin hätte spätestens in der Replik den Umfang des Schadens und die Scha-

denshöhe konkret darlegen müssen, zumal auch mit den Rechnungen beispielsweise unklar 

bleibt, in welchem Lager die Einheit Zucker von 6'400.00 kg im Betrag von Total Euro 8'320.00 

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(Rechnung Nr. 39998, Pos 01) gelagert wurde, woraus sich der Schaden konkret ergab und wie 

sich die Höhe des Schadens konkret berechnen würde.  

4.3.4 Schliesslich geht auch die Rüge der Berufungsklägerin fehl, dass die Vorinstanz zu 

hohe Anforderungen an die Haftungsvoraussetzungen nach Art. 97 Abs. 1 OR durch die Beru-

fungsklägerin gestellt haben soll, indem von ihr der Nachweis verlangt werde, dass sie gegen-

über ihren Auftraggebern schadenersatzpflichtig geworden wäre. Die Vorinstanz hat unter Hin-

weis auf BGer 4A_588/2011 vom 3. Mai 2012 E. 2.2.2 zutreffend festgehalten, dass die Beru-

fungsklägerin nur dann geschädigt sei, wenn sie gegenüber der D.____ Gruppe für einen bei 

dieser nachgewiesenen Schaden aufgrund des abgeschlossenen Speditionsdienstleistungsver-

trags schadenersatzpflichtig geworden wäre.  

5. Was die Schadenposition 4 der Berufungsklägerin anbelangt, mit welcher sie Reisekosten 

von der Schweiz nach Utrecht in Höhe von Euro 6'900.00 für die Besichtigungen vor Ort geltend 

macht, ist darauf hinzuweisen, dass dieser angebliche und von der Gegenseite bestrittene 

Schaden im vorinstanzlichen Verfahren lediglich behauptet und nicht bewiesen wurde. Es bleibt 

auch unklar, weshalb die Berufungsbeklagten für die Reisekosten einzustehen hätten. Die Be-

rufungsklägerin holt die Begründung der Reisekosten im Berufungsverfahren nach, was ge-

stützt auf die Novenschranke von Art. 317 Abs. 1 ZPO klar verspätet ist (vgl. dazu vorstehende 

Erwägung 2). Die Vorinstanz hat zudem im angefochtenen Urteil zu Recht festgehalten, dass 

aus der eingereichten Kostenübersicht nicht entnommen werden kann, wofür diese Rechnun-

gen der Berufungsklägerin in Höhe von gesamthaft Euro 6'032.20 für Reisen und Euro 2'000.00 

für zusätzliche Wareneingangskontrollen gestellt worden seien und weshalb die Berufungsbe-

klagten für den Schaden in Höhe dieser Rechnungen verantwortlich seien. Entgegen der An-

nahme der Berufungsklägerin wurde der angebliche Schaden von Euro 6'032.20 von den Beru-

fungsbeklagten nicht anerkannt. Bezüglich der Schadensposition 5, welche den Kosten für das 

Havariegutachten E in Höhe von Euro 7'501.90 entspricht, kann die Berufungsklägerin sodann 

keine Rechtsgrundlage darlegen, gemäss welcher die Berufungsbeklagten zur Übernahme die-

ser Kosten für die Erstellung des Parteigutachten verpflichtet werden könnten. Die Vorinstanz 

hat dementsprechend das Recht nicht falsch angewendet, indem sie die Kosten für die Erstel-

lung des Havariegutachtens E nicht den Berufungsbeklagten auferlegt hat. Die Berufung ist 

somit auch in Bezug auf die Schadenspositionen 4 und 5 abzuweisen, soweit darauf eingetre-

ten werden kann.  

6. Den vorstehenden Erwägungen folgend gelingt es der Berufungsklägerin nicht, eine un-

richtige Feststellung des massgeblichen Sachverhalts oder eine unrichtige Rechtsanwendung 

durch die Vorinstanz darzulegen. Ihre Rügen erweisen sich allesamt als unbegründet, weshalb 

ihre Berufung vom 7. Juni 2023 vollumfänglich abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten wer-

den kann. Dieses Ergebnis ist bei der Verteilung und Liquidation der Prozesskosten des Beru-

fungsverfahrens zu berücksichtigen, wobei diesbezüglich die Bestimmungen von Art. 95 ff. ZPO 

massgebend sind. In Anwendung von Art. 106 Abs. 1 ZPO sind die Prozesskosten der unterlie-

genden Berufungsklägerin aufzuerlegen. Diese hat damit zum einen die zweitinstanzliche Ent-

scheidgebühr, welche gestützt auf § 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. f Ziff. 3 der Verordnung über 

die Gebühren der Gerichte (SGS 170.31) auf CHF 10'000.00 festgelegt wird, zu übernehmen. 

Zum anderen hat die Berufungsklägerin den Berufungsbeklagten eine streitwertabhängige Par-

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teientschädigung zu bezahlen, die sich mangels Vorliegen einer Honorarnote von Amtes wegen 

nach der kantonalen Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte bemisst (§ 18 TO, SGS 

178.112). Gemäss § 10 i.V.m. § 7 Abs. 1 lit. f TO beläuft sich das Grundhonorar für die Partei-

kosten bei einem Streitwert von mehr als Euro 90'000.00 im Bereich zwischen CHF 6'000.00 

und CHF 10'500.00, beträgt im zweitinstanzlichen Verfahren jedoch zwischen 51 % und 100 % 

des Grundhonorars und allfälliger Zuschläge. Für das vorliegende zweitinstanzliche Verfahren 

erachtet die Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts ein Grundhonorar von CHF 10'000.00 als 

angemessen. Zuschläge zum Grundhonorar gemäss § 8 TO sind keine zu erheben. Ein Spe-

senersatz ist ebenso nicht geschuldet, da entgegen § 15 und 16 TO keine Aufstellung der tat-

sächlichen Auslagen durch den Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten vorliegt, um diese auf 

ihre Angemessenheit prüfen zu können (KGE BL 400 20 135 vom 25. August 2020 E. 7.1; 400 

20 204 vom 29. Dezember 2020 E. 14). Schliesslich ist dem Rechtsvertreter der Berufungsbe-

klagten auch keine Mehrwertsteuer zu entrichten, da in der Schweiz erbrachte juristische 

Dienstleistungen für Empfänger mit Geschäftssitz oder Wohnsitz im Ausland mehrwertsteuerbe-

freit sind (vgl. Art. 8 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer, MWSTG). Die 

Berufungsklägerin ist daher zu verpflichten, der Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung 

in Höhe von CHF 10'000.00 zu bezahlen. 

Demnach wird erkannt: 

://: 1.  Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 2.  Die Entscheidgebühr von CHF 10'000.00 für das Berufungsverfahren 

wird der Berufungsklägerin auferlegt. 

Die Forderung des Staates wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss 

von CHF 10'000.00 verrechnet. 

 3.  Die Berufungsklägerin hat den Berufungsbeklagten für das zweitinstanz-

liche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 10'000.00 zu bezah-

len. 

Präsidentin 
 
 
Christine Baltzer-Bader 

Gerichtsschreiber 
 
 
Giuseppe Di Marco 

 

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