# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fc86c4d-7f53-59d4-9f87-b741322e15d6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.05.2013 PS130058
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS130058_2013-05-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PS130058-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzrichterin Prof. Dr. I. Jent-

Sørensen sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. F. Gohl Zschokke. 

Urteil vom 27. Mai 2013 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Klägerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin, 

 

betreffend Arrest 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes Audienz des Bezirksgerichtes 
Zürich vom 25. März 2013 (EQ130049) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1. Die Klägerin und Beschwerdeführerin (im Folgenden: Beschwerdeführerin) 

gelangte mit Arrestbegehren vom 18. März 2013 (act. 1) an das Einzelgericht 

Audienz des Bezirksgerichtes Zürich. Sie verlangte die Verarrestierung der 

Lohnforderung der Beklagten und Beschwerdegegnerin (im Folgenden: 

Beschwerdegegnerin) gegenüber der C._____AG bis zur Deckung einer 

Arrestforderung von Fr. 2'750.31 nebst Zins. Als Arrestgrund berief sich die 

Beschwerdeführerin auf Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG. Überdies nannte sie einen 

Vollstreckungsbescheid des Amtsgerichts Stuttgart vom 21. Juli 2003 als 

Forderungsurkunde, welchen sie zu den Akten reichte (vgl. act. 2/1). Mit Urteil 

vom 25. März 2013 (act. 3 = act. 6 = act. 8) wies das Einzelgericht Audienz des 

Bezirksgerichtes Zürich das Arrestbegehren der Beschwerdeführerin ab und 

auferlegte ihr die auf Fr. 300.-- festgesetzte Spruchgebühr. 

1.2. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

18. April 2013 (act. 7) rechtzeitig Beschwerde (vgl. act. 4). Sie beantragt die 

Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Bewilligung des vor Vorinstanz 

gestellten Arrestbegehrens; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin (act. 7 S. 4). 

1.3. Mit Verfügung vom 22. April 2013 (act. 10) wurde der Beschwerdeführerin 

eine Frist von zehn Tagen zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 450.-- 

für das Beschwerdeverfahren angesetzt. Dieser Betrag wurde innert der mit 

Verfügung vom 13. Mai 2013 (act. 13) angesetzten Nachfrist bei der 

Obergerichtskasse einbezahlt (vgl. act. 14 und act. 15). Die vorinstanzlichen 

Akten wurden beigezogen (vgl. act. 1-4). 

2. Zur Beschwerde 

2.1. Der Arrest wird vom Gericht am Betreibungsort oder am Ort, wo die 

Vermögensgegenstände sich befinden, bewilligt, wenn die Gläubigerin glaubhaft 

macht, dass ihre Forderung besteht, ein Arrestgrund vorliegt und 

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Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Schuldner gehören (Art. 272 

Abs. 1 SchKG). Glaubhaftmachen bedeutet weniger als Beweisen, hingegen 

mehr als blosses Behaupten. Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache, wenn das 

Gericht sie aufgrund der ihm vorgelegten Elemente für wahrscheinlich hält, d.h. 

wenn es den Eindruck gewinnt, dass der behauptete Sachverhalt wirklich vorliegt, 

ohne ausschliessen zu müssen, dass es sich auch anders verhalten könnte. 

Vorausgesetzt ist damit zum einen ein schlüssiges Vorbringen und zum anderen, 

dass die Tatsachendarlegungen dem Gericht als wahrscheinlich erscheinen. Die 

Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis dürfen nicht zu hoch angesetzt 

werden, doch eine Beweisführung mindestens in den Grundzügen ist erforderlich. 

Blosse Behauptungen der Arrestgläubigerin genügen also nicht, auch wenn sie 

schlüssig sind. Vielmehr müssen objektive Anhaltspunkte vorliegen, die auf das 

Vorhandensein der behaupteten Tatsachen schliessen lassen (BSK SchKG II-

Stoffel, Art. 272 N 4 ff.; KUKO SchKG-Meier-Dieterle, Art. 272 N 14; BSK ZGB I-

Schmid, Art. 8 N 20 f.). 

2.2. Im angefochtenen Entscheid zog die Vorinstanz korrekt in Betracht, dass 

der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Arrestgrund gemäss Art. 271 

Abs. 1 Ziff. 4 SchKG nur in Frage kommt, wenn die Schuldnerin Wohnsitz im 

Ausland hat (sog. Ausländerarrest), während die Beschwerdegegnerin offenbar in 

Zürich wohnt (act. 3 S. 2). Sowohl in ihrem Arrestbegehren als auch in ihrer 

Beschwerdeschrift hat die Beschwerdegegnerin die ... [Adresse] als Wohnadresse 

der Beschwerdegegnerin genannt (vgl. act. 1 S. 1 und act. 7 S. 1). Vor diesem 

Hintergrund hat die Beschwerdeführerin zu Recht nicht beanstandet, dass die 

Vorinstanz zum Schluss kam, es mangle an einer für einen Ausländerarrest im 

Sinne von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG erforderlichen Vor-aussetzung, 

namentlich am Fehlen eines Wohnsitzes in der Schweiz (act. 7 S. 2). 

2.3. Des weiteren hat die Vorinstanz festgehalten, es seien keine weiteren 

Arrestgründe zu prüfen, da sich die Beschwerdeführerin ausschliesslich auf den 

Ausländerarrest berufen habe (act. 3 S. 2). Letzteres bezeichnet die 

Beschwerdeführerin als unzutreffend. Zwar sei es richtig, dass sie Art. 271 Abs. 1 

Ziff. 4 SchKG (allein) erwähnt habe. Daraus lasse sich jedoch noch nicht folgern, 

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dass sie sich ausschliesslich auf diese Bestimmung berufe. Es sei nämlich der 

Grundsatz "da mihi factum - dabo tibi ius" zu berücksichtigen (act. 7 S. 2). Bei 

ihrer diesbezüglichen Argumentation scheint die Beschwerdeführerin zu 

verkennen, dass sie im vorinstanzlichen Verfahren nicht ansatzweise einen 

Sachverhalt behauptet hat, welcher einem der weiteren in Art. 271 Abs. 1 SchKG 

genannten Arrestgründe entsprechen könnte oder sonst eine 

Sicherungsmassnahme in Form eines Arrestes zu rechtfertigen vermöchte (vgl. 

act. 1). Hierzu wäre sie jedoch gehalten gewesen. Die Vorinstanz war deshalb 

auch nicht dazu verpflichtet zu prüfen, ob ein anderer Arrestgrund als derjenige 

gemäss Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG bestehen könnte. 

2.4. Dennoch hat die Vorinstanz die Beschwerdeführerin – zu Recht – darauf 

hingewiesen, dass der von ihr eingereichte Vollstreckungsbescheid des 

Amtsgerichts Stuttgart vom 21. Juli 2003 (act. 2/1) für einen Arrest gestützt auf 

Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG nicht genügen würde (vgl. act. 3 S. 2).  

Am 1. Januar 2011 traten für die Schweiz neben der schweizerischen 

Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (SR 101) auch das 

Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und 

Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-

Übereinkommen, revLugÜ; SR 0.275.12) sowie der Bundesbeschluss über die 

Genehmigung und die Umsetzung des Übereinkommens über die gerichtliche 

Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in 

Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen) vom 11. Dezember 2009 

samt den diesbezüglichen Änderungen des SchKG in Kraft (vgl. AS 2010 5601). 

Mit Art. 3 des erwähnten Bundesbeschlusses wurde auch der neue Arrestgrund 

gemäss Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG eingeführt. Dieser setzt voraus, dass die 

Gläubigerin gegen die Schuldnerin einen definitiven Rechtsöffnungstitel besitzt. 

Im unter Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG genannten Fall entscheidet das Gericht bei 

ausländischen Entscheiden, die nach dem Übereinkommen vom 30. Oktober 

2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung 

von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen zu vollstrecken sind, auch über 

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deren Vollstreckbarkeit (Art. 271 Abs. 3 SchKG). Das SchKG setzt somit das 

Recht auf eine Sicherungsmassnahme gemäss Art. 47 Abs. 2 revLugÜ um.  

Ein deutscher Vollstreckungsbescheid ist vergleichbar mit einem Zahlungsbefehl, 

gegen den die Schuldnerin keinen Rechtsvorschlag erhoben hat. Er ergeht, wenn 

die Schuldnerin gegen den Mahnbescheid keinen Widerspruch eingelegt hat 

(§ 699 Abs. 1 der deutschen Zivilprozessordnung; ZPO/D). Im Gegensatz zum 

schweizerischen Zahlungsbefehl schafft der deutsche Vollstreckungsbescheid 

formelle und materielle Rechtskraft. Er ist dem Säumnisurteil eines Gerichts 

gleichgestellt (§ 700 ZPO/D). Nach der Zustellung gemäss § 699 Abs. 4 ZPO/D ist 

er ohne weiteres vollstreckbar unter dem Vorbehalt, dass die Vollstreckung nicht 

infolge eines Einspruches einstweilen (gerichtlich, vgl. § 719 i.V.m. § 707 ZPO/D) 

eingestellt wird. Solange solches nicht erfolgt, ist der Vollstreckungsbescheid 

uneingeschränkt vollstreckbar (vgl. Vollkommer, in: Zöller, Zivilprozessordnung, 

Kommentar zur Zivilprozessordnung, 29. Auflage 2012, § 699 ZPO/D N 15, § 700 

ZPO/D N 1 und N 15). Der deutsche Vollstreckungsbescheid ist daher der 

Anerkennung und der Vollstreckbarerklärung zugänglich. 

Vorliegend ist indessen zu beachten, dass der Vollstreckungsbescheid des 

Amtsgerichts Stuttgart vom 21. Juli 2003 vor dem Inkrafttreten des revLugÜ für 

die Schweiz am 1. Januar 2011 erlassen worden ist. Bezüglich einer 

Anerkennung und Vollstreckung in der Schweiz kommen daher gemäss Art. 63 

revLugÜ die Bestimmungen des aLugÜ vom 16. September 1988 zur Anwendung 

(BGE 138 III 82 und 84). Die kontroverse Frage, ob der Arrestgrund gemäss Art. 

271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG auch für altrechtliche LugÜ-Titel zur Verfügung stehe, 

hat die Kammer wiederholt abschlägig beantwortet (OGer PS 110030 vom 1. Juni 

2011 Erw. 3 und OGer PS110177 vom 31. Oktober 2011, Erw. II.3, je mit weiteren 

Hinweisen und Erörterungen; vgl. auch Reiser/Jent-Sørensen, Exequatur und 

Arrest im Zusammenhang mit dem revidierten Lugano-Übereinkommen, in: SJZ 

107/2011, S. 453 ff., S. 459). Es besteht heute kein Anlass, von dieser Praxis 

abzuweichen, auch wenn in der Literatur vereinzelt die Ansicht vertreten wird, aus 

den Erwägungen eines Urteils des Bundegerichts vom 21. Dezember 2012 

(BGE 5A_355/2012) lasse sich etwas Gegenteiliges ableiten (vgl. Naegeli, Und 

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nochmals zum neuen Arrestgrund des definitiven Rechtsöffnungstitels: Klärende 

Worte des Bundesgerichtes, in: Jusletter vom 22. April 2013). Der betreffende 

Bundesgerichtsentscheid äussert sich nicht zur fraglichen Kontroverse. 

Selbst wenn jedoch ein altrechtlicher LugÜ-Titel unter Berücksichtigung von 

Art. 80 SchKG als definitiver Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 271 Abs. 1 

Ziff. 6 SchKG zu qualifizieren wäre, so hätte man zu beachten, dass die 

Gläubigerin nach herrschender Ansicht und geltender obergerichtlicher Praxis für 

die Arrestlegung gestützt auf einen Entscheid, der nach revLugÜ zu vollstrecken 

sei, einen entsprechenden Antrag auf Vollstreckbarerklärung zu stellen hat (vgl. 

Reiser/Jent-Sørensen, a.a.O., S. 454 f. und BSK Lugü-Hofmann/Kunz, Art. 47 N 

62; OGer PS110177 vom 31. Oktober 2011, Erw. II.2.b, OGer PS110169 vom 8. 

November 2011, Erw. III.3, OGer PS120140 vom 5. April 2013, Erw. II.2, je mit 

weiteren Hinweisen und Erörterungen). Nichts anderes würde für einen unter dem 

Geltungsbereich des aLugÜ ergangenen Rechtsöffnungstitel gelten. Der einzige 

Unterschied läge darin, dass die Vollstreckbarerklärung nach den Bestimmungen 

von Art. 31 ff. aLugÜ und nicht nach denjenigen der Art. 38 ff. revLugÜ zu prüfen 

wären (vgl. BGE 138 III 82 und 84). Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin 

hat es jedoch versäumt, den erforderlichen Exequaturantrag zu stellen (vgl. 

act. 1). Lediglich der Vollständigkeit halber ist bereits hier festzuhalten, dass 

einem entsprechenden Begehren – wie noch zu zeigen sein wird (vgl. Erwägung 

2.6 hiernach) – ohnehin kein Erfolg beschieden gewesen wäre.  

2.5. In ihrer Beschwerdeschrift bringt die Beschwerdeführerin neu vor, sie könnte 

einen definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG 

kurzfristig beschaffen (act. 7 S. 2). Hierzu ist zu bemerken, dass im 

Beschwerdeverfahren neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel 

(ebenso wie neue Anträge) grundsätzlich ausgeschlossen sind (vgl. Art. 326 Abs. 

1 ZPO). Zwar bleiben besondere Bestimmungen des Gesetzes vorbehalten (vgl. 

Art. 326 Abs. 2 ZPO). So können in einer Beschwerde gegen den 

Arresteinspracheentscheid gemäss Art. 278 Abs. 3 SchKG neue Tatsachen 

geltend gemacht werden. Für die Beschwerde gegen die Nichtgewährung des 

Arrestes gibt es jedoch keine Ausnahmeregelung. Da ein abgewiesenes 

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Arrestbegehren mit ergänzter Sachverhaltsdarstellung jederzeit neu gestellt 

werden kann kann (KUKO SchKG-Meier-Dieterle, Art. 272 N 20), gibt es dafür 

auch keine Veranlassung (vgl. zum Ganzen: OGer PS110148 vom 5. Oktober 

2011, Erw. II.3). 

2.6. Schliesslich zog die Vorinstanz in ihrem Entscheid die Möglichkeit eines 

Arrests als Sicherungsmassnahme im Sinne von Art. 39 Abs. 2 aLugÜ in Betracht 

und erwog, eine solche würde einen vollstreckbaren ausländischen Entscheid 

voraussetzen. Die Beschwerdeführerin habe im vorliegenden Fall keinen Antrag 

auf (hauptfrageweise) Vollstreckbarerklärung des erwähnten 

Vollstreckungsbescheids (des Amtsgerichts Stuttgart vom 21. Juli 2003) gestellt, 

was denn auch unbehelflich wäre, weil die Zustellungsbescheinigung des 

verfahrenseinleitenden Schriftstücks (hier des Mahnbescheids) fehle (act. 3 S. 2).  

In ihrer Beschwerdeschrift vertritt die Beschwerdeführerin demgegenüber den 

Standpunkt, dass ihrem Arrestbegehren insgesamt vier Vollstreckungsbescheide 

zu Grunde liegen würden, welche – wie sich eigentlich schon aus dem Namen 

ergebe – von Amtes wegen vollstreckbar seien (act. 7 S. 3). Soweit die 

Beschwerdeführerin drei im vorinstanzlichen Verfahren nicht thematisierte 

Vollstreckungsbescheide anführt (vgl. act. 1), handelt es sich um ein neues 

Vorbringen, welches im Beschwerdeverfahren nicht zu hören ist (vgl. Art. 326 

Abs. 1 ZPO). Hinsichtlich der Frage der Vollstreckbarkeit ist die 

Beschwerdeführerin auf die Art. 31 ff. aLugÜ zu verweisen. Erst eine 

Entscheidung, durch welche die Zwangsvollstreckung zugelassen wird, gibt die 

Befugnis, eine Sicherungsmassnahme (in Form eines Arrestes) zu erlassen (Art. 

39 Abs. 2 aLugÜ).  

Gemäss Art. 31 Abs. 1 aLugÜ werden die in einem Vertragsstaat ergangenen 

Entscheidungen, die in diesem Staat vollstreckbar sind, in einem anderen 

Vertragsstaat vollstreckt, wenn sie dort auf Antrag eines Berechtigten für 

vollstreckbar erklärt worden sind. Der Umstand allein, dass der 

Vollstreckungsbescheid des Amtsgerichts Stuttgart vom 21. Juli 2003, d.h. eine in 

Deutschland ergangene Entscheidung in diesem Vertragsstaat des aLugÜ 

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vollstreckbar ist, genügt folglich nicht, um eine Vollstreckung in der Schweiz, 

einem weiteren Vertragsstaat des aLugÜ, zu bewirken. 

Nach Art. 46 Nr. 2 aLugÜ hat die Partei, welche die Anerkennung einer 

Entscheidung geltend macht oder die Zwangsvollstreckung betreiben will, bei 

einer in einem Versäumnisverfahren ergangenen Entscheidung die Urschrift oder 

eine beglaubigte Abschrift der Urkunde vorzulegen, aus der sich ergibt, dass das 

den Rechtsstreit einleitende Schriftstück der säumigen Partei zugestellt worden 

ist. Der Mahnbescheid ist das verfahrenseinleitende Schriftstück im Sinne von Art. 

46 Nr. 2 aLugÜ (vgl. Naegeli, in: Kommentar zum Lugano-Übereinkommen, Bern 

2008, Art. 46 N 16 f. mit Hinweis auf Walther, in: Kommentar zum Lugano-

Übereinkommen, Bern 2008, Art. 27 N 44 mit FN 62). Entgegen der von der 

Beschwerdeführerin vertretenen Ansicht (vgl. act. 7 S. 3 f.) handelt es sich folglich 

nicht um ein Missverständnis, wenn die Vorinstanz das Fehlen eines solchen 

Dokumentes moniert hat. Der Umstand allein, dass nach der deutschen 

Zivilprozessordnung ein Vollstreckungsbescheid erst dann erlassen werden kann, 

wenn der zugrunde liegende Mahnbescheid ordnungsgemäss zugestellt und nach 

dem Ablauf einer Frist von zwei Wochen kein Widerspruch eingelegt worden ist, 

genügt entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht. 

2.7. Auf Grund der dargelegten Erwägungen erweisen sich die Beanstandungen 

der Beschwerdeführerin als unbegründet. Ihre Beschwerde ist deshalb 

abzuweisen. 

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von Art. 48 und 

Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 450.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Sie ist mit dem 

geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO). Eine 

Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen. 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 450.-- festgesetzt, der 

Beschwerdeführerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.  

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin und an das Einzelgericht 

Audienz des Bezirksgerichtes Zürich sowie an die Obergerichtskasse, je 

gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 2'750.31. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. F. Gohl Zschokke 
versandt am: 

	Urteil vom 27. Mai 2013
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
	1.1. Die Klägerin und Beschwerdeführerin (im Folgenden: Beschwerdeführerin) gelangte mit Arrestbegehren vom 18. März 2013 (act. 1) an das Einzelgericht Audienz des Bezirksgerichtes Zürich. Sie verlangte die Verarrestierung der Lohnforderung der Beklag...
	1.2. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. April 2013 (act. 7) rechtzeitig Beschwerde (vgl. act. 4). Sie beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Bewilligung des vor Vorinstanz gestellten Arrestbegehr...
	1.3. Mit Verfügung vom 22. April 2013 (act. 10) wurde der Beschwerdeführerin eine Frist von zehn Tagen zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 450.-- für das Beschwerdeverfahren angesetzt. Dieser Betrag wurde innert der mit Verfügung vom 13. Mai ...

	2. Zur Beschwerde
	2.1. Der Arrest wird vom Gericht am Betreibungsort oder am Ort, wo die Vermögensgegenstände sich befinden, bewilligt, wenn die Gläubigerin glaubhaft macht, dass ihre Forderung besteht, ein Arrestgrund vorliegt und Vermögensgegenstände vorhanden sind, ...
	2.2. Im angefochtenen Entscheid zog die Vorinstanz korrekt in Betracht, dass der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Arrestgrund gemäss Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG nur in Frage kommt, wenn die Schuldnerin Wohnsitz im Ausland hat (sog. Auslän...
	2.3. Des weiteren hat die Vorinstanz festgehalten, es seien keine weiteren Arrestgründe zu prüfen, da sich die Beschwerdeführerin ausschliesslich auf den Ausländerarrest berufen habe (act. 3 S. 2). Letzteres bezeichnet die Beschwerdeführerin als unzut...
	2.4. Dennoch hat die Vorinstanz die Beschwerdeführerin – zu Recht – darauf hingewiesen, dass der von ihr eingereichte Vollstreckungsbescheid des Amtsgerichts Stuttgart vom 21. Juli 2003 (act. 2/1) für einen Arrest gestützt auf Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 ...
	Am 1. Januar 2011 traten für die Schweiz neben der schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (SR 101) auch das Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Han...
	Ein deutscher Vollstreckungsbescheid ist vergleichbar mit einem Zahlungsbefehl, gegen den die Schuldnerin keinen Rechtsvorschlag erhoben hat. Er ergeht, wenn die Schuldnerin gegen den Mahnbescheid keinen Widerspruch eingelegt hat (§ 699 Abs. 1 der deu...
	Vorliegend ist indessen zu beachten, dass der Vollstreckungsbescheid des Amtsgerichts Stuttgart vom 21. Juli 2003 vor dem Inkrafttreten des revLugÜ für die Schweiz am 1. Januar 2011 erlassen worden ist. Bezüglich einer Anerkennung und Vollstreckung in...
	Selbst wenn jedoch ein altrechtlicher LugÜ-Titel unter Berücksichtigung von Art. 80 SchKG als definitiver Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG zu qualifizieren wäre, so hätte man zu beachten, dass die Gläubigerin nach herrsch...
	2.6. Schliesslich zog die Vorinstanz in ihrem Entscheid die Möglichkeit eines Arrests als Sicherungsmassnahme im Sinne von Art. 39 Abs. 2 aLugÜ in Betracht und erwog, eine solche würde einen vollstreckbaren ausländischen Entscheid voraussetzen. Die Be...
	In ihrer Beschwerdeschrift vertritt die Beschwerdeführerin demgegenüber den Standpunkt, dass ihrem Arrestbegehren insgesamt vier Vollstreckungsbescheide zu Grunde liegen würden, welche – wie sich eigentlich schon aus dem Namen ergebe – von Amtes wegen...
	Gemäss Art. 31 Abs. 1 aLugÜ werden die in einem Vertragsstaat ergangenen Entscheidungen, die in diesem Staat vollstreckbar sind, in einem anderen Vertragsstaat vollstreckt, wenn sie dort auf Antrag eines Berechtigten für vollstreckbar erklärt worden s...
	Nach Art. 46 Nr. 2 aLugÜ hat die Partei, welche die Anerkennung einer Entscheidung geltend macht oder die Zwangsvollstreckung betreiben will, bei einer in einem Versäumnisverfahren ergangenen Entscheidung die Urschrift oder eine beglaubigte Abschrift ...

	3. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von Art. 48 und Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 450.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschu...

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 450.-- festgesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin und an das Einzelgericht Audienz des Bezirksgerichtes Zürich sowie an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...