# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4105372e-f7cf-509d-b8ee-4650589fd384
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 12.06.2019 LZ180014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ180014_2019-06-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LZ180014-O/U 

damit vereinigt Geschäfts-Nr.: LZ180015-O 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech  

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Faoro 

Beschluss und Urteil vom 12. Juni 2019 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Klägerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

betreffend Besuchsrecht (vorsorgliche Massnahmen) 
 
Berufungen gegen Verfügungen des Einzelgerichts im vereinfachten  
Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 18. Mai 2018 sowie vom 26. Juni 
2018 (FK170010-F) 
1. Berufung gegen die Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten  

Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 18. Mai 2018: 

Rechtsbegehren der Klägerin betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen: 
(Urk. 7/44 S. 2) 

 "Das Besuchsrecht des Beklagten sei vorläufig zu sistieren." 

- 2 - 

 

Verfügung des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht im vereinfachten  
Verfahren, vom 18. Mai 2018: 

(Urk. 7/97 S. 5 f. = Urk. 2 S. 5 f.) 

1. Das Begehren um Sistierung des Besuchsrechts des Beklagten wird abgewie-
sen. 

2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen werden dem Endentscheid vorbehal-
ten. 

3. [Schriftliche Mitteilung.] 

4. [Rechtsmittelbelehrung.] 

Berufungsanträge: 

der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 2): 
1.  Es sei festzustellen, dass der angefochtene Entscheid nichtig ist und dass 

die Parteien sich hinsichtlich des weiteren Besuchsrechts dahingehend ge-
einigt haben, vorerst drei bis auf die Übergaben begleitete Besuche im 
Vier-Wochen-Abstand durchzuführen, danach die Erkenntnisse daraus 
auszuwerten und in einer nächsten Besprechung gemeinsam die Ausge-
staltung der weiteren Besuche festzulegen. 

2. Eventualiter sei das Besuchsrecht des Berufungsbeklagten während der 
Dauer der Erstellung des Gutachtens zu sistieren, und es sei den Gutach-
terinnen zu überlassen, im Rahmen der Begutachtung Kontakte zwischen 
C._____ und dem Berufungsbeklagten festzulegen sowie über die Ausge-
staltung der Besuche zu bestimmen. 

3. Subeventualiter sei dem Berufungsbeklagten während der Begutachtung 
das Recht einzuräumen, C._____ jeden vierten Sonntag von 8.30 bis 
13 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen, wobei die Besuche bis 
auf die Übergaben begleitet zu erfolgen hätten. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu 
Lasten des Berufungsbeklagten. 

 
2. Berufung gegen die Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten  

Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 26. Juni 2018: 

Rechtsbegehren des Beklagten betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen: 
(Urk. 7/76 S. 2 und Urk. 7/94 S. 2) 

1. Es sei der Beklagte während der Dauer des vorliegenden Verfahrens für be-
rechtigt zu erklären, die Tochter C._____ jeden zweiten Sonntag von 9.30 Uhr 
bis 15.00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.  

Eventualiter sei der Beklagte während der Dauer des vorliegenden Verfahrens für be-
rechtigt zu erklären, die Tochter C._____ jeden dritten Sonntag von 9.30 Uhr bis 
18.00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

- 3 - 

2. […] 

3. Es sei festzuhalten, dass es in der Kompetenz des Beistandes D._____ liege, die Be-
suchsbegleitung durch die Besuchsbegleiterin E._____ zu beschränken oder aufzu-
heben.  

4. Die Kosten der Besuchsbegleitung seien der Klägerin aufzuerlegen. 

5. Es sei die Klägerin zur Einhaltung der Besuchsrechtsregelung unter Androhung der 
Bestrafung mit Busse gemäss Art. 292 StGB in Höhe von CHF 1'000.00 für jede Zu-
widerhandlung, das heisst für jeden nicht gewährten Besuchstag, zu verpflichten. 

6. Der Antrag der Klägerin Ziffer 2 in der Eingabe vom 2. Mai 2018 sei abzuweisen und 
auf den Antrag Ziffer 3 sei nicht einzutreten.  

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Klägerin 
im Endentscheid.  

 
Rechtsbegehren der Klägerin betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen: 

(Urk. 7/81) 

1. Dem Beklagten sei das Recht zu erteilen, C._____ ab dem 6. Mai 2018 jeden vierten 
Sonntag von 8.30 bis 14 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

 Diese Besuche seien vollständig begleitet durchzuführen bis auf die Übergaben von 
C._____; diesbezüglich sei es dem Beistand in Absprache mit Frau E._____ und 
Frau F._____ zu überlassen, die Begleitung abzubauen. 

 Eine andere Besuchsregelung insbesondere hinsichtlich von Rhythmus und Dauer 
der Besuche sowie der Begleitung sei der freien Vereinbarung zwischen den Parteien 
zu überlassen. 

2. Die Parteien seien zu verpflichten, an einer Mediation bei Herrn G._____, … [Ort], 
teilzunehmen. 

3. Der Gutachtensauftrag sei bis zum Abschluss der Mediation zu sistieren. 

4. Die Kosten der Besuchsbegleitung seien von den Parteien weiterhin je zur Hälfte zu 
bezahlen. 

5. Von der Androhung einer Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB gegenüber der 
Klägerin sei abzusehen. 

Verfügung des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht im vereinfachten  
Verfahren, vom 26. Juni 2018: 

(Urk. 7/122 S. 16 f. = Urk. 32/2 S. 16 f.) 

1. Der Beklagte ist während der Dauer des vorliegenden Verfahrens berechtigt 
und verpflichtet, die Tochter C._____ jeden dritten Sonntag von 9.00 Uhr bis 
16.00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.  

2. Es wird festgestellt, dass die Organisation der Besuche und somit die konkrete Aus-
gestaltung der Besuchsbegleitung in der Kompetenz des Beistandes D._____ liegt. 

3. Der Antrag des Beklagten um alleinige Auferlegung der Kosten der Besuchsbeglei-
tung auf die Klägerin wird abgewiesen.  

4. Der Antrag der Klägerin um Sistierung des Gutachtensauftrags bis zum Abschluss 
der Mediation wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 

- 4 - 

5. Der Antrag der Klägerin auf Verpflichtung der Parteien zur Teilnahme an einer Media-
tion bei Mediator G._____ wird abgewiesen. 

6. Der Antrag des Beklagten auf Verpflichtung der Klägerin zur Einhaltung der Besuchs-
rechtsregelung unter Androhung der Bestrafung mit Busse gemäss Art. 292 StGB in 
Höhe von Fr. 1'000.00 für jede Zuwiderhandlung, das heisst für jeden nicht gewähr-
ten Besuchstag, wird abgewiesen. 

7. [Schriftliche Mitteilung.] 

8. [Rechtsmittelbelehrung.] 

Berufungsanträge: 

der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 32/1 S. 2): 
1. In Abänderung von Ziffer 1 des angefochtenen Entscheides sei festzustellen, dass 

diese nichtig ist und dass die Parteien sich hinsichtlich des weiteren Besuchsrechts 
dahingehend geeinigt haben, vorerst drei bis auf die Übergaben begleitete Besuche 
im Vier-Wochen-Abstand durchzuführen, danach die Erkenntnisse daraus auszuwer-
ten und in einer nächsten Besprechung gemeinsam die Ausgestaltung der weiteren 
Besuche festzulegen.  

 Eventualiter sei das Besuchsrecht des Berufungsbeklagten während der Dauer der 
Erstellung des Gutachtens zu sistieren, und es sei den Gutachterinnen zu überlas-
sen, im Rahmen der Begutachtung Kontakte zwischen C._____ und dem Berufungs-
beklagten festzulegen sowie über die Ausgestaltung der Besuche zu bestimmen. 

 Subeventualiter sei dem Berufungsbeklagten während der Begutachtung das Recht 
einzuräumen, C._____ jeden vierten Sonntag von 8.30 bis 13 Uhr zu sich oder mit 
sich auf Besuch zu nehmen, wobei die Besuche bis auf die Übergaben begleitet zu 
erfolgen hätten.  

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen, 
und die gegenseitigen Prozessentschädigungen seien wettzuschlagen. 

des Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 32/13 S. 2): 

Die Berufung sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulas-
ten der Klägerin und Berufungsklägerin. 

3. Vereinigtes Verfahren: 

modifizierter Berufungsantrag der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 34 S. 1): 
"In Abänderung der Berufungsanträge gemäss Eingaben vom 31. Mai 2018 sowie 9. Juli 
2018 sei das Besuchsrecht des Beklagten während der Dauer des Hauptverfahrens zu sis-
tieren." 

Erwägungen: 

I. 
(Sachverhalt/Prozessgeschichte) 

- 5 - 

1. Die Klägerin und Berufungsklägerin (fortan Klägerin) sowie der Beklagte und 

Berufungsbeklagte (fortan Beklagter), die nie zusammenlebten, sind die unverhei-

rateten Eltern von C._____, geboren am tt.mm.2016. C._____ lebt seit ihrer Ge-

burt bei der Klägerin. Vor Vorinstanz stehen sich die Parteien in einem Verfahren 

betreffend elterliche Sorge, Unterhaltsbeiträge sowie Erstausstattung gegenüber. 

2. Dem vorinstanzlichen Verfahren ging ein Verfahren bei der KESB Horgen 

voraus (siehe Urk. 7/7-9). Mit Errichtungsbeschluss vom 5. September 2016 wur-

de für C._____ eine Beistandschaft errichtet und D._____ zu ihrem Beistand er-

nannt (Urk. 7/12/7 Disp. Ziff. 1 und 2). Mit Beschluss vom 6. Februar 2017 regelte 

die KESB Horgen den persönlichen Verkehr zwischen dem Beklagten und 

C._____ dahingehend, dass sie den Beklagten für berechtigt erklärte, C._____ 

jeden Sonntag von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder mit 

sich auf Besuch zu nehmen, wobei die Besuche in den ersten vier Monaten be-

gleitet und anschliessend unbegleitet stattzufinden hätten. Gleichzeitig wurde der 

Beistand von C._____ beauftragt, nach sechs Monaten (spätestens Ende August 

2017) zu überprüfen, ob das Besuchsrecht erweitert werden könne, und einen 

entsprechenden Antrag zu stellen (Urk. 7/9/102 Disp. Ziff. 1-3).  

3. Mit Eingabe vom 6. April 2017 machte die Klägerin das Verfahren betreffend 

elterliche Sorge, Unterhaltsbeiträge und Erstausstattung bei der Vorinstanz an-

hängig (Urk. 7/1). Mit Eingabe vom 14. Juli 2017 stellte der Beistand (bei der 

KESB Horgen) einen Antrag auf Weiterführung der begleiteten Besuche 

(Urk. 7/14). Nachdem der Beklagte vor Vorinstanz zu diesem Antrag Stellung ge-

nommen hatte (Urk. 7/19 Disp. Ziff. 1 und Urk. 21-22), berechtigte und verpflichte-

te die Vorinstanz den Beklagten mit Verfügung vom 29. August 2017, C._____ 

jeweils am Sonntag der ungeraden Wochen von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr zu sich 

oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Diese Besuche hätten während der nächs-

ten sechs Monate ab dem Entscheid begleitet stattzufinden, wobei dem Beistand 

der Auftrag erteilt wurde, für die Dauer des begleiteten Besuchsrechts eine Be-

suchsbegleitung zu bestellen (Urk. 7/27 Disp. Ziff. 1 und 2).  

4. Am 30. Januar 2018 stellte die Klägerin ein Gesuch um Erlass vorsorglicher 

Massnahmen mit dem Begehren, das Besuchsrecht des Beklagten sei vorläufig 

- 6 - 

zu sistieren (Urk. 7/44 S. 2), im Wesentlichen mit der Begründung, dass die Be-

suche massive negative Auswirkungen auf C._____ hätten und auch die Klägerin 

unter C._____s Schlaf- und Verhaltensstörungen leide. Eine "Pause" sei nötig, 

damit sich C._____ von den Besuchen und deren Auswirkungen erholen könne 

(vgl. Urk. 7/44 S. 8 f.). Der Beklagte nahm hierzu am 12. Februar 2018 Stellung, 

wobei er auf Abweisung des Begehrens schloss sowie eigene Anträge zu einem 

(erweiterten) Besuchsrecht stellte (Urk. 7/55). Am 22. Februar 2018 liess der Bei-

stand der Vorinstanz ein Schreiben zukommen, in welchem er festhielt, dass die 

Parteien eine Vereinbarung geschlossen hätten. Darin hätten sie sich über die 

Daten der nächsten drei Besuche (25. März, 22. April und 20. Mai 2018) geeinigt. 

Nach diesen drei Besuchen würde eine Auswertung der Besuche stattfinden. Zu-

sätzlich würden die Parteien eine Mediation in Anspruch nehmen (Urk. 7/63). Die 

Vorinstanz setzte den Parteien daraufhin Frist an, um ihr schriftliches Einver-

ständnis zur ergänzten Besuchsrechtsregelung mit folgendem Wortlaut zu geben: 

"Der Vater ist berechtigt und verpflichtet, die Tochter C._____ am 25. März 2018, 

22. April 2018 und 20. Mai 2018 von 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr zu sich oder mit sich 

auf Besuch zu nehmen. Findet einer dieser Besuchstage nicht statt, ist er am 

nächstmöglichen Sonntag nachzuholen" (Urk. 7/65 Disp. Ziff. 2). Der Beklagte er-

klärte sich einverstanden (Urk. 7/68), die Klägerin bemängelte die Formulierung 

der Vorinstanz, da der Beklagten damit zu unbegleiteten Besuchen berechtigt 

würde. Zudem müsste ihrer Ansicht nach unterschieden werden, wer die Ursache 

für die Verschiebung des Besuchstags gesetzt habe (Urk. 7/70). Mit Verfügung 

vom 24. April 2018 teilte die Vorinstanz den Parteien mit, dass zur Abklärung des 

Kindswohls ein Gutachten eingeholt werde (Urk. 7/74 Disp. Ziff. 1). 

5. Am 26. April 2018 stellte sodann der Beklagte ein Gesuch um Erlass vor-

sorglicher Massnahmen mit den eingangs zitierten Rechtsbegehren, die er mit 

Eingabe vom 16. Mai 2018 noch ergänzte (siehe Urk. 7/76 S. 2; Urk. 7/94 S. 2; 

siehe auch vorstehend S. 3). In ihrer Gesuchsantwort vom 2. Mai 2018 stellte die 

Klägerin die vorstehend wiedergegebenen Rechtsbegehren (Urk. 7/81 S. 1; siehe 

auch vorstehend S. 3).  

- 7 - 

6. Mit Verfügung vom 18. Mai 2018 wies die Vorinstanz das (Massnahme-)Ge-

such der Klägerin vom 30. Januar 2018 betreffend Sistierung des Besuchsrechts 

ab (Urk. 7/97 Disp. Ziff. 1). Gegen diesen Entscheid erhob die Klägerin mit Einga-

be vom 31. Mai 2018 (Poststempel 1. Juni 2018) rechtzeitig (siehe Urk. 7/98/2) 

Berufung (Urk. 1; angelegt unter der Geschäfts-Nr. LZ180014-O). Am 23. Mai 

2018 erteilte die Vorinstanz dem H._____ [Institut] (H._____) den Auftrag zur Er-

stellung eines rechtspsychologischen Fachberichts (Urk. 7/102). Am 26. Juni 

2018 erliess die Vorinstanz die eingangs wiedergegebene Verfügung, wobei sie 

dem Beklagten im Wesentlichen ein unbegleitetes Besuchsrecht einräumte 

(Urk. 7/122 Disp. Ziff. 1 und 2; siehe auch vorstehend S. 4). Gegen diesen Ent-

scheid erhob die Klägerin mit Eingabe vom 9. Juli 2018 rechtzeitig (siehe 

Urk. 7/123/1) Berufung (Urk. 32/1; angelegt unter der Geschäfts-Nr. LZ180015-

O).  

7. Sowohl im Verfahren LZ180014-O als auch im Verfahren LZ180015-O wur-

de der einverlangte Kostenvorschuss geleistet (Urk. 8-11, Urk. 32/6 und 32/9). Die 

vom Beklagten bis anhin mandatierte Rechtsvertreterin orientierte das Gericht mit 

Eingaben vom 23. Juli 2018 darüber, dass sie den Beklagten nicht mehr vertrete 

(Urk. 12 und Urk. 32/8). Das im Verfahren LZ180015-O von der Klägerin gestellte 

Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wurde mit Verfügung vom 

31. Juli 2018 abgewiesen (Urk. 32/11). Die Berufungsantwort im Verfahren 

LZ180015-O datiert vom 4. September 2018 (Urk. 32/12-13). Im Verfahren 

LZ180014-O wurde den Parteien mit Verfügung vom 27. August 2018 Frist ange-

setzt, um hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen bei Abschreibung 

des Verfahrens infolge Gegenstandslosigkeit Stellung zu nehmen (Urk. 13). Der 

Beklagte nahm mit Eingabe vom 4. September 2018 Stellung (Urk. 14), die Kläge-

rin mit Eingabe vom 17. September 2018 (Urk. 15). In ihrer Eingabe beantragte 

die Klägerin zudem, es seien die Verfahren LZ180014-O und LZ180015-O zu 

vereinigen und über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Verfahrens 

LZ180014-O sei mit dem Endentscheid im Verfahren LZ180015-O zu befinden, 

eventualiter sei das Verfahren wegen Gegenstandslosigkeit abzuschreiben, wobei 

die dortige Berufungsbegründung inklusive eingereichter Unterlagen zu den Akten 

des Verfahrens LZ180015-O zu nehmen, die Kosten des Verfahrens LZ180014-O 

- 8 - 

dem Staat aufzuerlegen und die beiderseitigen Anwaltskosten wettzuschlagen 

seien (Urk. 15 S. 1). Mit Eingabe vom 18. Oktober 2018 ersuchte die Klägerin da-

rum, mit dem (Rechtsmittel-)Entscheid zuzuwarten, bis das von der Vorinstanz 

eingeholte Gutachten vorliege, und machte weitere Ausführungen zu den zuletzt 

stattgefundenen Besuchskontakten (Urk. 17 und Urk. 32/15). Am 5. November 

2018 orientierte die Rechtsvertreterin der Klägerin über ihre Ferienabwesenheit 

bis zum 28. November 2018 (Urk. 19). Im Dezember 2018 liess die Vorinstanz der 

I. Zivilkammer den von ihr eingeholten kinderpsychologischen Fachbericht des 

H._____ vom 25. November 2018 zukommen (Urk. 20/138 = Urk. 32/17/138; vgl. 

auch Urk. 21). Dieser Fachbericht wurde den Parteien von der Vorinstanz mit Ver-

fügung vom 7. Dezember 2018 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 21 = 

Urk. 32/18). Mit Eingabe vom 12. Dezember 2018 ersuchte die Klägerin mit Hin-

weis auf ihre Auslandsabwesenheit um Fristansetzung zur Stellungnahme zum 

Gutachten im Rechtsmittelverfahren bis mindestens 28. Januar 2019 (Urk. 22 = 

Urk. 32/19). Mit Verfügung vom 25. Januar 2019 wurde den Parteien sodann im 

Berufungsverfahren Frist angesetzt, um zum Fachbericht Stellung zu nehmen 

(Urk. 23; Urk. 32/20). Der Beklagte nahm mit Eingabe vom 1. Februar 2019 Stel-

lung (Urk. 27; vgl. auch Urk. 32/24), die Klägerin innert erstreckter Frist am 

18. Februar 2019, wobei sie gleichzeitig den Antrag stellte, "das Besuchsrecht 

des Beklagten sei während der Dauer des Verfahrens zu sistieren" (Urk. 28, 29 

und 30; vgl. auch Urk. 32/25-27). Mit Eingabe vom 28. Januar 2019 stellte die 

Klägerin den Antrag, die Gutachterin I._____ sei im Rahmen einer Anhörung als 

sachverständige Person aufzufordern, ihr Gutachten mündlich zu erläutern, und 

es seien im Anschluss daran in Anwesenheit und unter Mitwirkung der Gutachte-

rin Vergleichsgespräche durchzuführen. Zudem ersuchte sie um "umgehende 

Antwort" auf den Antrag, es sei den Parteien erneut eine Frist von 10 Tagen ab 

Eingang eines allfällig ablehnenden Entscheids bezüglich des Erläuterungsbegeh-

rens anzusetzen, um zum Gutachten Stellung zu nehmen (Urk. 24; Urk. 32/21). 

Mit Verfügung vom 29. Januar 2019 wurden die Anträge der Klägerin abgewie-

sen, soweit darauf eingetreten wurde (Urk. 26; Urk. 32/23). Mit Beschluss vom 

25. Februar 2019 wurde das Berufungsverfahren Geschäfts-Nr. LZ180015-O mit 

dem Berufungsverfahren Geschäfts-Nr. LZ180014-O vereinigt und als dadurch er-

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ledigt abgeschrieben. Gleichzeitig wurde der Antrag der Klägerin gemäss Eingabe 

vom 18. Februar 2019 abgewiesen (Urk. 31; siehe auch Urk. 32/28).  

8. Mit Eingabe vom 4. März 2019 stellte die Klägerin schliesslich den eingangs 

zitierten modifizierten Berufungsantrag (Urk. 34; siehe vorstehend S. 5). Der Be-

klagte nahm hierzu auf Aufforderung des Gerichts mit Eingabe vom 12. März 

2019 Stellung, wobei er auf Abweisung schloss (Urk. 35 und Urk. 36). Diese Ein-

gabe wurde der Klägerin zur Kenntnisnahme zugestellt. Weitere Eingaben erfolg-

ten nicht.  

9. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Die vorinstanzlichen Akten 

(Urk. 7) wurden beigezogen. Auf die Vorbringen der Parteien ist nachfolgend nur 

insoweit einzugehen, als diese entscheidrelevant sind.  

II. 
(Formelles) 

1. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfra-

gen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheits-

prüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). Im Berufungsverfahren 

gilt sodann auch im Bereich der Untersuchungsmaxime die Rüge- bzw. Begrün-

dungsobliegenheit, was bedeutet, dass die Berufung führende Partei sich sach-

bezogen mit den Entscheidgründen der Vorinstanz im Einzelnen auseinanderzu-

setzen und konkret aufzuzeigen hat, was am angefochtenen Urteil oder am Ver-

fahren der Vorinstanz falsch war. Was nicht in einer den gesetzlichen Begrün-

dungsanforderungen genügenden Weise beanstandet wird, braucht von der 

Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden. 

2. Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) können im Berufungsverfahren 

nur unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO berücksichtigt werden, 

d.h. wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorg-

falt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Art. 296 

ZPO statuiert für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie 

- 10 - 

vorliegend zu beurteilen sind – den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, wes-

halb das Gericht in diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht 

und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. In Verfahren, welche der um-

fassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, können die Parteien auch im Be-

rufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt vorbringen. Die 

Bestimmung von Art. 317 Abs. 1 ZPO gilt somit nicht für Verfahren, in welchen 

Kinderbelange zu beurteilen sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1). 

3. Eine Klageänderung ist im Berufungsverfahren nur noch eingeschränkt zu-

lässig (vgl. Art. 317 Abs. 2 ZPO). Bei Geltung der Offizialmaxime sind Änderun-

gen von Begehren indes jederzeit und uneingeschränkt möglich, freilich ohne 

dass die Rechtsmittelinstanz an diese gebunden wäre (vgl. ZK ZPO-Reetz/Hilber, 

Art. 317 N 76 m.w.H.). Der mit Eingabe vom 4. März 2019 gestellte modifizierte 

Berufungsantrag der Klägerin erweist sich damit ohne Weiteres als zulässig, gilt 

vorliegend doch die Offizialmaxime (vgl. Art. 296 Abs. 3 ZPO). 

III. 
(Berufung gegen die Verfügung vom 18. Mai 2018) 

Die Vorinstanz wies mit Verfügung vom 18. Mai 2018 das von der Klägerin im 

Sinne einer vorsorglichen Massnahme gestellte Gesuch um Sistierung des mit 

Verfügung vom 29. August 2017 angeordneten Besuchsrechts des Beklagten ab. 

Dagegen erhob die Klägerin am 31. Mai 2018 Berufung. Mit Verfügung vom 

26. Juni 2018 entschied die Vorinstanz erneut materiell über das Besuchsrecht 

und räumte dem Beklagten ein erweitertes Besuchsrecht ein, wobei dieser Ent-

scheid ebenfalls mittels Berufung angefochten wurde (siehe vorstehend Ziff. I./6). 

Da mit der Verfügung vom 26. Juni 2018 ein neuer materieller Entscheid gefällt 

wurde und eine Regelung bzw. Sistierung des Besuchsrechts bis zu diesem Zeit-

punkt obsolet ist, ist das Rechtsmittelverfahren gegen die Verfügung des Bezirks-

gerichts Horgen vom 18. Mai 2018 daher in Anwendung von Art. 242 ZPO gegen-

standslos geworden und entsprechend abzuschreiben (vgl. BK ZPO-Killias, 

Art. 242 N 1 und N 4; ZK ZPO-Leumann Liebster, Art. 242 N 3). 

- 11 - 

IV. 
(Berufung gegen die Verfügung vom 26. Juni 2018) 

1. Vorbemerkungen 

Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Klägerin in ihrer Eingabe vom 4. März 

2019 zum modifizierten Berufungsantrag erklärte, es gebe in materieller Hinsicht 

nichts zu ergänzen, und grundsätzlich auf ihre bisherigen Ausführungen verwies 

(Urk. 34 S. 2). Entsprechend ist auf ihre zuvor gemachten Ausführungen näher 

einzugehen. 

2. Zulässigkeit der Abänderung vorsorglicher Massnahmen 

Die Klägerin wirft in ihrer Berufungsschrift die Frage auf, ob die Vorinstanz über-

haupt berechtigt gewesen sei, einen Entscheid über die Abänderung vorsorglicher 

Massnahmen bezüglich des Besuchsrechts zu treffen, nachdem sich die Parteien 

am 22. Februar 2018 anlässlich einer Besprechung beim AJB J._____ über das 

weitere Besuchsrecht geeinigt hätten (Urk. 32/1 S. 8 mit Verweis auf Urk. 1). Der 

Beistand habe in der Folge in einem Schreiben an die Vorinstanz festgehalten, 

worüber die Parteien sich geeinigt hätten, wobei er dieses Schreiben zuerst den 

Parteien vorgelegt habe und dieses erst nach deren Bestätigung an die Vor-

instanz gesandt habe (siehe Urk. 1 S. 7). Diesbezüglich ist jedoch festzuhalten, 

dass sich der vom Beistand D._____ unterzeichneten und der Vorinstanz einge-

reichten "Teilvereinbarung" lediglich eine einvernehmliche Regelung der "nächs-

ten drei Besuche" entnehmen lässt, nämlich derjenigen am 25. März, 22. April 

und 20. Mai 2018. Danach sollte eine Auswertung dieser Besuche stattfinden 

(siehe Urk. 7/63). Eine einvernehmliche Regelung sämtlicher zukünftigen Besu-

che lässt sich dem Wortlaut dieser "Vereinbarung" hingegen nicht entnehmen. 

Zudem hielt die Klägerin in ihrer Berufungsschrift vom 31. Mai 2018 selbst fest, 

dass sich die Parteien an einem Auswertungsgespräch über die weiteren Besu-

che hätten einigen und die Modalitäten festlegen wollen (Urk. 1 S. 9). Dies ist in 

der Folge jedoch offenbar nicht geschehen, jedenfalls wird nichts dergleichen 

vorgebracht. Insofern ist nicht ersichtlich, dass sich die Parteien bereits einver-

nehmlich über das künftige Besuchsrecht geeinigt hätten (siehe im Übrigen auch 

Urk. 7/65-70). 

- 12 - 

3. Besuchsrecht 

3.1. Ausgangslage 

3.1.1. Die Vorinstanz berechtigte und verpflichtete den Beklagten, die Tochter 

C._____ jeden dritten Sonntag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr zu sich oder mit sich 

auf Besuch zu nehmen. Hierzu erwog sie im Wesentlichen, dass aufgrund der po-

sitiven Berichte der involvierten Personen (Familienbegleiterin K._____ und Be-

suchsbegleiterin E._____) dem Beklagten ein regelmässiges Besuchsrecht zuzu-

sprechen sei. Die von der Klägerin geschilderten Schlaf- und Verhaltensstörungen 

von C._____ nach den Besuchen beim Beklagten seien zwar zu berücksichtigen, 

doch lasse sich den Akten nichts entnehmen, wonach C._____s Verhaltensauffäl-

ligkeiten auf den Beklagten zurückzuführen seien. Diese würden nun gutachterlich 

abgeklärt, sodass nach Erstellung des Gutachtens die Sachlage neu zu beurteilen 

und die allfällig hierzu erforderlichen Massnahmen anzuordnen seien. Um 

C._____ die nötige Erholung zwischen den Besuchen beim Beklagten zu ermögli-

chen und bis die Schlaf- und Verhaltensstörungen von C._____ definitiv durch 

das Gutachten abgeklärt seien, sei der mit Verfügung vom 29. August 2017 

(Urk. 7/27) festgesetzte Besuchsrhythmus unter Berücksichtigung der Empfeh-

lungen des behandelnden Kinderarztes Dr. L._____, der Psychologin F._____ 

sowie der Besuchsbegleiterin E._____ von bisher zwei Wochen auf drei Wochen 

– mithin jeden dritten Sonntag – zu verlängern. Um dem Beklagten und C._____ 

dennoch genügend persönlichen Verkehr zu ermöglichen, seien die Besuchszei-

ten etwas zu verlängern. Auch der behandelnde Kinderarzt erachte eine Be-

suchszeit von einigen Stunden als sinnvoll (mit Verweis auf Urk. 7/112). Die Par-

teien hätten die in der Verfügung vom 29. August 2017 festgelegten Besuchszei-

ten aus Rücksicht auf die Schlafenszeiten von C._____ einvernehmlich auf 9.30 

Uhr bis 15.00 Uhr abgeändert (mit Verweis auf Urk. 7/94 Rz. 16 und Urk. 7/114 

S. 5). Der Schlafrhythmus eines Kleinkindes ändere sich naturgemäss rasch mit 

der Entwicklung. Es wäre nicht sachgerecht, die Besuchszeiten ausschliesslich 

von diesen Gegebenheiten abhängig zu machen. Unter dem Gesichtspunkt des 

Kindeswohls sei vielmehr entscheidend, dass C._____ regelmässige Kontakte 

zum Beklagten pflege – nämlich in Form von Besuchen, die jeweils über mehrere 

- 13 - 

Stunden andauerten. Entsprechend seien die Besuchszeiten neu von 9.00 Uhr bis 

16.00 Uhr festzusetzen (Urk. 2 E. 1.4.). 

3.1.2. Die Klägerin moniert in ihrer Berufungsschrift im Wesentlichen, dass 

C._____ unter den Besuchen des Beklagten leide und bis zu zwei Wochen benö-

tige, um sich davon zu erholen. Ob ein Verhalten des Beklagten hierfür ursächlich 

sei oder nicht, sei irrelevant. Nichts anderes ergebe sich auch aus Art. 274 Abs. 2 

ZGB: Es genüge, dass eine Kindswohlgefährdung vorliege, es sei nicht erforder-

lich, dass der besuchsberechtigte Elternteil hierfür verantwortlich sei. Die Vo-

rinstanz bringe denn auch keine anderen Gründe vor, die es rechtfertigten, 

C._____ weiter leiden zu lassen, ebensowenig nenne die Vorinstanz Umstände, 

die C._____s Leiden durch Vorteile aufwiegen würden. Auch führe die Vorinstanz 

zu Recht nicht mehr das Argument an, ein regelmässiger Kontakt verhindere eine 

Idealisierung oder Dämonisierung des Elternteils, mit dem das Kind nicht zusam-

menlebe, wie sie es noch in einem früheren Entscheid getan habe.  

 Hinsichtlich der Kadenz der Besuche stütze sich die Vorinstanz zunächst auf 

den Kinderarzt Dr. L._____. Entgegen der Vorinstanz habe dieser jedoch nicht ei-

nen Abstand von drei Wochen zwischen den Besuchen empfohlen, sondern einen 

solchen von vier Wochen (mit Verweis auf Urk. 7/112). Ohne jegliche Begründung 

setze sich die Vorinstanz darüber hinweg. Die Besuchsbegleiterin E._____ habe 

zwar tatsächlich einen Abstand von drei Wochen befürwortet, allerdings kenne sie 

C._____s Befinden nicht aus eigener Wahrnehmung, sehe sie C._____ doch le-

diglich an den Besuchssonntagen. Ihre Empfehlungen würden einzig darauf grün-

den, dass die Besuche "nicht unharmonisch ablaufen sollten", was aber nicht 

massgebend sei. Die Vorinstanz führe sodann aus, die Besuchsbegleiterin 

E._____ sei den Empfehlungen von C._____s Psychologin F._____ gefolgt. Indes 

habe Letztere bei allen Sitzungen, an denen die Klägerin teilgenommen habe, nie 

einen Abstand von drei, sondern immer einen solchen von vier Wochen empfoh-

len. Soweit sich die Vorinstanz auf ein E-Mail der Psychologin F._____ stütze, 

wonach C._____ im Moment wieder gut schlafe und einen deutlichen Entwick-

lungsschub gemacht habe, sei darauf hinzuweisen, dass dieses E-Mail vom 

30. April 2018 datiere. Die letzten zwei zuvor stattgefundenen Besuche hätten je-

doch jeweils im Abstand von vier und fünf Wochen stattgefunden und der letzte 

- 14 - 

Besuch habe ebenfalls bereits fünf Wochen zurückgelegen. Dass ein Abstand von 

drei Wochen zwischen den Besuchen genüge, damit C._____ sich erholen könne, 

lasse sich dem E-Mail damit gerade nicht entnehmen. Sollte davon ausgegangen 

werden, dass Besuche stattfinden müssten, so erscheine es in Übereinstimmung 

mit dem Kinderarzt als angemessen, diese höchstens alle vier Wochen durchzu-

führen. Ein solcher Abstand entspreche auch der Vereinbarung der Parteien vom 

22. Februar 2018 (mit Verweis auf Urk. 7/63). Die Vorinstanz wolle sodann die 

längeren Abstände zwischen den Besuchen mit einer längeren Dauer der Besu-

che kompensieren und verlängere die Kontaktdauer von fünfeinhalb auf sieben 

Stunden. Unter Verweis auf den Kinderarzt, dem gemäss Urk. 7/112 eine Be-

suchszeit von höchstens einigen Stunden jeden Monat als sinnvoll erscheine, ge-

he sie sodann davon aus, mit "einigen Stunden" könnten sieben Stunden gemeint 

sein. Dies treffe nicht zu. Vielmehr habe der Kinderarzt nun klar gestellt, dass vier 

bis fünf Stunden sinnvoll wären (Urk. 32/1 S. 3 ff.; siehe auch Urk. 1 S. 9 ff.). Der 

Beklagte nahm zu den diesbezüglichen Vorbringen der Klägerin nicht explizit Stel-

lung (siehe Urk. 32/13).  

3.1.3. Am 30. November 2018 ging bei der Vorinstanz der kinderpsychologische 

Fachbericht des H._____ vom 25. November 2018 ein (Urk. 20/138; nachfolgend: 

Fachbericht), der von der Vorinstanz im Dezember 2018 an die I. Zivilkammer 

weitergeleitet wurde (siehe Urk. 21). Dieser stellt grundsätzlich ein zulässiges und 

beachtliches Novum im Berufungsverfahren dar (vgl. vorstehend Ziff. II./2.). Auf 

die darin enthaltenen Ausführungen und Empfehlungen sowie die in diesem Zu-

sammenhang gemachten Ausführungen der Parteien ist nachfolgend bei der Be-

urteilung des konkreten Besuchsrechts näher einzugehen (nachstehend Ziff. 3.3.). 

3.2. Rechtliches 

Gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut 

nicht zusteht, und das minderjährige Kind Anspruch auf "angemessenen" persön-

lichen Verkehr. Was angemessen ist, lässt sich grundsätzlich nur anhand der 

Umstände des Einzelfalls unter Berücksichtigung des Zwecks des Besuchsrechts 

bestimmen (BSK ZGB I-Schwenzer/Cottier, Art. 273 N 10 m.w.H.). Es ist zu beto-

nen, dass das Besuchsrecht nicht nur ein Recht des nicht obhutsberechtigten El-

- 15 - 

ternteils, sondern insbesondere auch ein Recht des Kindes selbst darstellt. 

Oberste Richtschnur ist auch hier das Kindswohl, allfällige Interessen der Eltern 

müssen dahinter zurückstehen (BSK ZGB I-Schwenzer/Cottier, Art. 273 N 10 

m.w.H.). In diesem Sinne hat auch der persönliche Verkehr zum Zweck, die posi-

tive Entwicklung des Kindes zu gewährleisten und zu fördern. In der Entwicklung 

des Kindes sind seine Beziehungen zu beiden Elternteilen wichtig, da sie bei sei-

ner Identitätsfindung eine entscheidende Rolle spielen können (BGE 131 III 209 

E. 5; 123 III 445 E. 3b; BGer 5A_968/2016 vom 14. Juni 2017, E. 4.1.). Wird das 

Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, üben die Eltern ihn 

pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind gekümmert oder lie-

gen andere wichtige Gründe vor, so kann ihnen das Recht auf persönlichen Ver-

kehr verweigert oder entzogen werden (Art.274 Abs. 2 ZGB).  

 Das Persönlichkeitsrecht des nicht obhutsberechtigten Elternteils, der 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit, aber auch der Sinn und Zweck des persönli-

chen Verkehrs verbieten dessen gänzliche Unterbindung, wenn die befürchteten 

nachteiligen Auswirkungen für das Kind durch die persönliche Anwesenheit einer 

Drittperson in Grenzen gehalten werden können. Wie die Verweigerung oder der 

Entzug nach Art. 274 Abs. 2 ZGB bedarf auch die Anordnung eines begleiteten 

Besuchsrechts – welches eine Kindesschutzmassnahme im Sinne von Art. 307 ff. 

ZGB darstellt – konkreter Anhaltspunkte für die Kindeswohlgefährdung, eine bloss 

abstrakte Gefahr reicht nicht aus (BGer 5P.349/2003 vom 21. Oktober 2003, 

E. 2.1.). Das begleitete Besuchsrecht kann ein Mittel sein, der Gefährdung des 

Kindes wirksam zu begegnen, Krisensituationen zu entschärfen, Ängste abzu-

bauen resp. dem Kind ein realistisches Bild vom abwesenden Elternteil sowie Hil-

festellungen für eine Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung zu vermitteln. Ein 

begleitetes Besuchsrecht erscheint insbesondere bei stark gestörtem Verhältnis 

der Eltern, Überforderungen und Ängsten des Kindes, psychischer Belastung o-

der einem längeren Kontaktunterbruch zwischen einem Elternteil und dem Kind 

als indiziert (vgl. BGer 5A_968/2016 vom 16. Juni 2017, E. 4.1.; BSK ZGB I-

Schwenzer/Cottier, Art. 273 N 26). Das begleitete Besuchsrecht stellt aber ledig-

lich eine Übergangslösung dar, weshalb es stets nur für eine begrenzte Dauer – 

im Regelfall für ein halbes oder ein ganzes Jahr – anzuordnen ist. Es scheidet 

- 16 - 

aus, wenn klar ist, dass die Besuche nicht innert absehbarer Zeit ohne Begleitung 

ausgeübt werden können (vgl. BSK ZGB I-Schwenzer/Cottier, Art. 273 N 27). 

3.3. Besuchsrecht im konkreten Fall 

3.3.1. Die Referentin I._____ hält im Fachbericht fest, dass C._____ mit der aktu-

ellen Elternsituation weit mehr belastet zu sein scheine, als bisher angenommen. 

Das zwischen den Parteien durch ein tiefes gegenseitiges Misstrauen belastete 

Verhältnis müsse bei C._____ zu einer "ungeheuren Verunsicherung und Belas-

tung" führen. Zudem spüre C._____ bei den Übergaben die Verunsicherung der 

Klägerin, die einerseits unter Druck stehe, die Besuche zu ermöglichen, und 

gleichzeitig überzeugt sei, dass sie C._____ nicht guttun würden. Bei den von der 

Referentin des Fachberichts begleiteten Übergaben habe sich C._____ in ihrer 

Verzweiflung auch von der Mutter abgewendet, als ob sie deren Dilemma gespürt 

hätte. Es sei für C._____s Entwicklung höchst gefährdend, wenn sie sich in 

Stresssituationen von niemanden beschützt fühle. Zur Zeit habe C._____ selbst 

offenbar eine (Not-) Lösung gefunden: Sie verweigere sich dem Beklagten ganz 

grundsätzlich (Urk. 20/138 S. 23). In der Folge wird von der Referentin empfohlen, 

das Besuchsrechts für einige Zeit "in der jetzigen Form" auszusetzen. Ein voll-

ständiger Kontaktabbruch, mithin eine Sistierung des Besuchsrechts, wäre für 

C._____ nicht einzuordnen, zumal sie sich intensiv mit dem Beklagten beschäfti-

ge. Darüber hinaus bestünde die Gefahr, dass sich die entstehende Lücke mit 

weiteren Phantasien fülle, die einen späteren Kontaktaufbau behindern würden 

(Urk. 20/138 S. 24). Im Weiteren wird empfohlen, dass die Parteien sich zum 

Wohl von C._____ mit ihren Vorbehalten, Ansprüchen und Erwartungen gegen-

über dem jeweils anderen Elternteil vertieft auseinandersetzen. Dabei sei es wich-

tig, die Ambivalenzen gegenüber dem anderen Elternteil, die sich aktuell in der 

Not von C._____ ausdrückten, offen zu benennen (Urk. 20/138 S. 25). Entspre-

chend wird von der Referentin im Fachbericht angeregt, durch eine Fachperson 

begleitete Treffen der Kindsmutter mit C._____ und dem Kindsvater durchzufüh-

ren, anfänglich alle vier bis sechs Wochen. Derartige Kontakte würden es den 

Kindseltern ermöglichen, sich kindsbezogen mit ihrer gemeinsamen Elternschaft 

auseinanderzusetzen. Die Besuchskontakte könnten dabei durch das H._____ 

- 17 - 

begleitet und in dessen Räumlichkeiten durchgeführt werden oder durch eine an-

dere geeignete Institution (Urk. 20/138 S. 24).  

3.3.2. Mit Blick auf die schlüssigen und nachvollziehbaren Erwägungen des 

Fachberichts ist davon auszugehen, dass das unbegleitete Besuchsrecht, wie es 

von der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung angeordnet wurde, aktuell 

nicht im Kindswohl liegt. Indes ist auch von einer Sistierung, wie es die Klägerin 

verlangt, abzusehen, würde dies C._____ doch ebenfalls negativ belasten und ei-

nen für sie wichtigen Beziehungsaufbau zum Beklagten behindern. Die Klägerin 

moniert, die Referentin habe beim Abschlussgespräch geraten, bis zum vierten 

Lebensjahr von C._____ auf jegliche Kontakte zu verzichten (Urk. 30 S. 2). Dem 

ist jedoch entgegenzuhalten, dass die Referentin solches bei der finalen Ausar-

beitung des Berichts – nach "langer Diskussion" mit ihren Kolleginnen (siehe 

Urk. 25) – offenbar nicht mehr als im Kindswohl gelegen erachtete und zu einem 

anderen Schluss gelangte. Ebenfalls ins Leere geht der Einwand der Klägerin, es 

sei nicht verständlich, inwiefern einerseits eine Pause und andererseits begleitete 

Eltern-Kind-Kontakte empfohlen werden (Urk. 30 S. 2 f.). Im Fachbericht wird le-

diglich die Aussetzung der Besuchskontakte in der jetzigen Form empfohlen und 

nicht – wovon die Klägerin auszugehen scheint – das Aussetzen der Besuchskon-

takte generell. Sollten "weitere Auskünfte" oder "Erläuterungen von der Gutachte-

rin"– wie die Klägerin vorbringt (Urk. 30) – nachträglich tatsächlich zu neuen Er-

kenntnissen führen, wäre über eine vorsorgliche "Sistierung" des Besuchsrechts 

gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu befinden.  

 Im Weiteren scheint die Installierung einer Besuchsbegleitung mit Blick auf 

C._____s aktuelle Überforderung und damit einhergehend ihre (psychische) Be-

lastung sowie die Ursache hierfür als im Interesse des Kindswohls geboten. Auch 

soll die (mögliche) Beziehung zwischen dem Beklagten und C._____ nicht weiter 

gefährdet, sondern unter fachlicher Begleitung auf- und ausgebaut werden. Ange-

sichts der schwelenden Konflikte und dem von Misstrauen geprägten Verhältnis 

zwischen den Kindseltern sowie der weitreichenden Konsequenzen für C._____ 

vermag eine Begleitung durch die (bisherigen) Besuchsbegleiterinnen im vorlie-

genden Fall offensichtlich nicht mehr zu genügen (siehe hierzu auch Urk. 20/138 

- 18 - 

S. 23 f.). Nachdem eine Mediation zwischen den Parteien nicht weitergeführt bzw. 

abgebrochen wurde (siehe Urk. 20/138 S. 8 und S. 9) und nicht ersichtlich ist, in-

wiefern den zwischen den Parteien bestehenden Differenzen und damit der (wei-

teren) Gefährdung des Kindswohls anders beizukommen wäre, erscheint es vor-

liegend – wie im Fachbericht empfohlen – angezeigt, die Besuchskontakte mit 

C._____ für die Dauer des Verfahrens unter Begleitung einer Institution mit ent-

sprechender Fachkompetenz sowie in Anwesenheit der Kindsmutter stattfinden 

zu lassen. Da indes Besuchskontakte – auch begleitete – in der Regel ohne den 

anderen Elternteil stattfinden sollten, ist dem Beistand die Aufgabe zu übertragen, 

stetig zu überprüfen, ob die Anwesenheit der Kindsmutter weiterhin erforderlich 

erscheint, und gegebenenfalls diesbezüglich einen Antrag zu stellen.  

 Soweit der Beklagte sich gegen ein begleitetes Besuchsrecht ausspricht, 

insbesondere auch gegen dessen Durchführung im H._____, und Ausführungen 

in Bezug auf den Fachbericht macht (siehe Urk. 24; Urk. 36), ist Folgendes fest-

zuhalten: In Ziffer 4.1. des Fachberichts werden lediglich die Ausführungen der 

Klägerin wiedergeben. Es handelt sich hierbei nicht um Feststellungen der Refe-

rentin (siehe Urk. 24 S. 2 sowie auch Urk. 20/138 S. 6 ff.). Dass die Referentin 

diese Ansichten teilte und ihre Empfehlungen darauf abstützte, ist nicht ersicht-

lich. Auch ist für die Referentin hinsichtlich ihrer Empfehlungen nicht ausschlag-

gebend, ob sich C._____ während der begleiteten Besuche an die Besuchsbe-

gleiterin E._____ gebunden und sich aufgrund von deren Abwesenheit am (letzt-

lich abgebrochenen) Besuchstag vom 2. September 2018 dem Beklagten wider-

setzt habe. Diese Überlegungen erfolgten im Zusammenhang mit der Frage, 

weshalb sich die Besuche des Beklagten nicht besser aufbauen liessen, obwohl 

die Berichte der Besuchsbegleiterinnen derart positiv ausgefallen seien (siehe 

Urk. 20/138 S. 23 f.). Im Übrigen stellt der Beklagte lediglich seine Sicht der Dinge 

dar, ohne konkrete Beanstandungen zu erheben (Urk. 24 S. 2 zu Ziff. 4.3.3. und 

Ziff. 4.3.6. sowie Urk. 24 S. 3 ). Insgesamt vermag der Beklagte damit die Darle-

gungen des Fachberichts nicht in Zweifel zu ziehen.  

3.3.3. Hinsichtlich der Häufigkeit und der Dauer der Kontakte ist festzuhalten, 

dass der Kinderarzt Dr. L._____ – worauf die Klägerin zutreffend hinweist – in 

- 19 - 

seinem Bericht vom 27. Mai 2018 eine Besuchszeit von einigen Stunden einmal 

pro Monat für sinnvoll hielt, um aufgrund der anhaltenden Regulationsprobleme 

genügend Erholungszeit für C._____ zu gewährleisten (Urk. 7/112 S. 2). Die Be-

suchsbegleiterin E._____ thematisierte in ihrem Bericht vom 7. Februar 2018 le-

diglich die Anregung der Psychologin F._____, wonach die Besuchskontakte im 

Abstand von drei anstatt zwei Wochen stattfinden sollten, und bezeichnete sie als 

"mögliche Lösung". Eine tatsächliche Empfehlung hinsichtlich eines angemesse-

nen Abstands zwischen den Besuchen lässt sich diesem Bericht nicht entnehmen 

(siehe Urk. 7/52). Die Psychologin F._____ hielt in ihrem E-Mail vom 30. April 

2018 fest, dass C._____ aktuell wieder gut schlafe und einen deutlichen Entwick-

lungsschub gemacht habe (Urk. 7/82/73 S. 1). Die Klägerin führte aus, diese Ein-

schätzung sei indes nach grösseren Besuchsabständen (fünf und sechs Wochen, 

siehe Urk. 1 S. 7) erfolgt, was seitens des Beklagten unbestritten blieb. Vorlie-

gend ist davon auszugehen, dass C._____ aktuell mit Besuchskontakten, die im 

Abstand von weniger als vier Wochen stattfinden, überfordert ist. Dennoch ist ein 

regelmässiges Kontaktrecht zum Beklagten zu gewährleisten, wobei die Abstände 

bei Kleinkindern wie C._____ grundsätzlich nicht zu gross sein sollten (siehe hier-

zu Ziff. 3.2.). Insgesamt erscheint es daher vorliegend im Kindswohl gelegen, die 

Besuchskontakte in Übereinstimmung mit dem Fachbericht auf einmal pro Monat 

festzulegen. Die Festlegung des konkreten Besuchstags ist dem Beistand zu 

überlassen, zumal der Besuchstag von der zeitlichen Kapazität der Begleitperson, 

bei einer Institution zudem von deren Öffnungszeiten, abhängt. Nach Möglichkeit 

hat der Besuchstag jeweils in der ersten Woche des Monats stattzufinden.  

 Zur Dauer der jeweiligen Kontakte äussert sich die Referentin im Fachbe-

richt nicht (siehe Urk. 20/138). Die Klägerin reicht ein E-Mail des Kinderarztes 

Dr. L._____ ins Recht (Urk. 32/4/2). Darin führt dieser auf entsprechende Frage 

der Klägerin aus, dass er vier bis fünf Stunden pro Besuch als sinnvoll erachte. 

Indes hält er einschränkend fest, "die Frage an sich" sei, ob C._____s Reaktion 

mit der Dauer der Kontakte zusammenhänge oder auf deren Häufigkeit zurückzu-

führen sei (Urk. 4/2). Wie erwähnt sieht der Fachbericht im Wesentlichen die Ur-

sache für C._____s Verhaltensauffälligkeiten im tiefen gegenseitigen Misstrauen 

zwischen den Kindseltern (Urk. 20/138 S. 23). Es ist damit nicht davon auszuge-

- 20 - 

hen, dass C._____s Reaktion auf die Dauer der Kontakte zurückzuführen ist. Mit 

Verfügung vom 29. August 2017 räumte die Vorinstanz dem Beklagten eine Be-

suchszeit von sechs Stunden ein, welche die Parteien nach eigenen Angaben in 

der Folge einvernehmlich auf 5.5 Stunden abänderten (siehe Urk. 7/27; Urk. 7/94 

Rz. 16 und Urk. 7/114 Rz. 16). Diese Besuchszeit wollten die Parteien offenbar 

auch für die Besuche vom 25. März, 22. April und 20. Mai 2018 beibehalten (sie-

he Urk. 7/63). Auch in ihren Massnahmebegehren vor Vorinstanz beantragten 

beide Parteien eine Besuchszeit von 5.5 Stunden, wenngleich mit einer unter-

schiedlichen Besuchskadenz (siehe Urk. 7/76 S. 2; Urk. 7/94 S. 2 und Urk. 7/81). 

Inwiefern eine Besuchszeit von 7 Stunden dem Kindswohl besser entsprechen 

soll als die bisherigen 5.5 Stunden, wird von der Vorinstanz nicht näher dargelegt 

(siehe Urk. 32/2 E. 1.4. S. 10) und ist auch nicht ersichtlich. Entsprechend ist – 

auch mit Blick auf das Alter von C._____ – die Besuchszeit auf 5.5 Stunden pro 

Besuch festzulegen.  

3.3.4. Im Fachbericht wird empfohlen, "aufgrund der verfahrenen Situation" die 

Besuche beim Beklagten für einige Zeit, aber mindestens bis zum vollendeten 

vierten Lebensjahr von C._____ "in dieser Form auszusetzen" (Urk. 20/138 

S. 25). Damit wird offengelassen, bis wann ein begleitetes Besuchsrecht indiziert 

erscheint. Die Installierung eines unbegleiteten Besuchsrechts ab C._____s voll-

endetem viertem Lebensjahr wird damit aber durchaus für möglich gehalten. Da-

mit kann die Rechtsmittelinstanz aber im heutigen Zeitpunkt nicht abschliessend 

beurteilen, ab wann das Besuchsrecht wieder unbegleitet ausgeübt werden könn-

te. Dies dürfte denn auch von den Fortschritten im Rahmen des begleiteten Be-

suchsrechts abhängen. Entsprechend ist für die Dauer des Verfahrens ein beglei-

tetes Besuchsrecht im Sinne der vorstehenden Erwägungen anzuordnen. Die Be-

urteilung und Anordnung eines unbegleiteten Besuchsrechts ist einem Abände-

rungsverfahren oder dem Endentscheid im Hauptverfahren vorzubehalten.  

3.3.5. Die Kosten des begleiteten Besuchsrechts sind den Parteien je zur Hälfte 

aufzuerlegen, nachdem vorliegend nicht davon auszugehen ist, dass das beglei-

tete Besuchsrecht durch das Verhalten eines Elternteils allein verursacht wurde 

(siehe BSK ZGB I-Schwenzer/Cottier, Art. 273 N 28). 

- 21 - 

3.4. Zusammenfassend ist der Beklagte damit für die Dauer des Verfahrens zu 

berechtigen und verpflichten, C._____ in Begleitung einer vom Beistand zu be-

stimmenden Fachperson (H._____, eine ähnliche Institution oder eine über ähnli-

che Kompetenzen verfügende Fachperson) sowie in Anwesenheit der Klägerin 

jeweils einmal pro Monat (nach Möglichkeit in der ersten Woche des jeweiligen 

Monats) für die Dauer von 5.5 Stunden zu besuchen. Die Kosten des begleiteten 

Besuchsrechts sind von den Parteien je hälftig zu tragen. Dem Beistand ist die 

Aufgabe zu übertragen, das begleitete Besuchsrecht im vorerwähnten Sinne zu 

installieren, stetig zu überprüfen, ob eine (weitere) Anwesenheit der Klägerin bei 

den begleiteten Besuchskontakten erforderlich erscheint, und gegebenenfalls ei-

nen Antrag zu stellen. Über ein unbegleitetes Besuchsrecht wird im Rahmen ei-

nes Abänderungsverfahrens oder im Endentscheid zu befinden sein.  

4. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Vorinstanz hat in den angefochtenen Entscheiden keine Kosten festgesetzt. 

Diesbezüglich gilt es daher keine Anordnungen zu treffen. 

V. 
(Kosten- und Entschädigungsfolgen) 

1. Die Entscheidgebühr für das vereinigte Berufungsverfahren ist gestützt auf 

§ 12 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 GebV OG auf insgesamt Fr. 4'000.– 

(Fr. 1'000.– für das gegenstandslos gewordene Rechtsmittelverfahren gegen die 

Verfügung vom 18. Mai 2018 und Fr. 3'000.– für dasjenige gegen die Verfügung 

vom 26. Juni 2018) festzusetzen.  

2. Die Klägerin beantragt, es seien die Kosten für das gegenstandslos gewor-

dene Berufungsverfahren gegen die Verfügung vom 18. Mai 2018 auf die Staats-

kasse zu nehmen. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen aus, es sei einzig 

der Vorinstanz anzulasten, die beiden in kurzen Abständen gestellten Gesuche 

der Parteien um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen in Bezug auf das 

Besuchsrecht separat – und nicht gemeinsam behandelt – und damit unnötig 

Aufwand provoziert zu haben. Dadurch sei die Klägerin gezwungen gewesen, 

zweimal Berufung zu erheben, da sie sich mit den beiden Entscheiden nicht habe 

- 22 - 

einverstanden erklären können (mit Verweis auf BGer 5A_61/2012 vom 23. März 

2012, E. 4; Urk. 15).  

 Eine Kostenauflage an den Kanton gestützt auf Art. 107 Abs. 2 ZPO kommt 

insbesondere in Fällen regelrechter Justizpannen zur Anwendung. Vorausgesetzt 

ist eine krasse Fehlleistung der Erstinstanz, welche eine Kostenauflage an die 

Parteien als unbillig erscheinen lassen würde. Der blosse Umstand, dass der 

Erstinstanz Fehler unterlaufen sind, welche weder einer Partei noch Dritten ange-

lastet werden können, vermag mithin nicht zu genügen, da dies nach der Beurtei-

lung der Rechtsmittelinstanz doch regelmässig der Fall ist, ansonsten keine Kas-

sation und Rückweisung erfolgen würde (BGer 4A_364/2013 vom 5. März 2014, 

E. 15.4; 5A_104/2012 vom 11. Mai 2012, E. 4.4.2; 5A_61/2012 vom 23. März 

2012, E. 4). Selbst wenn vorliegend das Vorgehen der Vorinstanz als unzweck-

mässig anzusehen wäre, kann nicht von einer eigentlichen Justizpanne im Sinne 

des zuvor Ausgeführten gesprochen werden, die eine Kostenauflage an den Kan-

ton rechtfertigen würde. 

3. Sofern das Gesetz nichts anderes vorsieht, kann das Gericht bei der Ab-

schreibung eines Verfahrens infolge Gegenstandslosigkeit von den allgemeinen 

Verteilungsgrundsätzen (Art. 106 ZPO) abweichen und die Prozesskosten nach 

richterlichem Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Dabei kann das Ge-

richt u.a. berücksichtigen, welche Partei Anlass zur Klage gegeben bzw. welche 

Partei die Gegenstandslosigkeit veranlasst hat oder welche Partei vermutlich ob-

siegt hätte (ZK ZPO-Leumann Liebster, Art. 242 N 9). Das voraussichtliche Pro-

zessergebnis in Bezug auf die Berufung gegen die Verfügung vom 18. Mai 2018 

kann vorliegend unberücksichtigt bleiben, da in familienrechtlichen Verfahren die 

Kosten ohnehin nicht zwingend nach Obsiegen und Unterliegen verteilt werden 

müssen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). In Verfahren mit Bezug auf Kinderbelange 

werden nach Praxis der Kammer die Verfahrenskosten unabhängig vom Verfah-

rensausgang den Eltern je hälftig auferlegt, da in aller Regel beide Elternteile in 

guten Treuen ihren je unterschiedlichen Standpunkt im Interesse ihrer Kinder ver-

treten (OGer ZH RV150007 vom 21.12.2015, E. IV.2; OGer ZH RV150002 vom 

10.04.2015, E. III.2; ZR 84 [1985] Nr. 41). Anlass, um vorliegend von dieser Pra-

- 23 - 

xis abzuweichen, besteht nicht. Entsprechend rechtfertigt es sich, die Gerichts-

kosten für das vereinigte Berufungsverfahren den Parteien je zur Hälfte aufzuer-

legen und die gegenseitigen Parteientschädigungen für das Berufungsverfahren 

wettzuschlagen. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Berufung gegen die Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Ver-

fahren am Bezirksgericht Horgen vom 18. Mai 2018 wird als gegenstandslos 

geworden abgeschrieben. 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis.  

Es wird erkannt: 

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung gegen die Verfügung des Einzelge-

richts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 26. Juni 

2018 wird deren Dispositiv-Ziffer 1 aufgehoben und durch folgende Fassung 

ersetzt: 

"1. a) Der Beklagte ist für die Dauer des Verfahrens berechtigt und 
verpflichtet, C._____ in Begleitung einer vom Beistand zu 
bestimmenden Fachperson sowie in Anwesenheit der Kläge-
rin jeweils einmal pro Monat (nach Möglichkeit in der ersten 
Woche des jeweiligen Monats) für die Dauer von 5.5 Stun-
den zu besuchen.  

  Die Kosten des begleiteten Besuchsrechts sind von den Par-
teien je hälftig zu tragen. 

 b) Dem Beistand werden folgende zusätzliche Aufgaben über-
tragen: 

− den monatlichen Besuchstag sowie die Begleitperson 
(H._____, eine ähnliche Institution oder eine über ähn-
liche Kompetenzen verfügende Fachperson) zu be-
stimmen und das begleitete Besuchsrecht zu installie-
ren.  

− zu überprüfen, ob die Anwesenheit der Klägerin bei 
den begleiteten Besuchskontakten weiterhin erforder-

- 24 - 

lich erscheint und gegebenenfalls einen entsprechen-
den Antrag zu stellen. 

Im Übrigen wird die Berufung der Klägerin abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren werden der Klägerin sowie 

dem Beklagten je zur Hälfte auferlegt und mit den von der Klägerin geleiste-

ten Kostenvorschüssen verrechnet. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klä-

gerin den geleisteten Vorschuss im Umfang von Fr. 2'000.– zu ersetzen.  

4. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen.  

5. Schriftliche Mitteilung an  

− die Parteien, je gegen Empfangsschein 

− den Beistand D._____, kjz J._____, …-Strasse …, Postfach …, … [Ort] 

− die KESB Horgen, Dammstrasse 12, 8810 Horgen 

− die Vorinstanz. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG sowie ein Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. Es handelt sich um eine nicht 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine 
aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

- 25 - 

Zürich, 12. Juni 2019 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. C. Faoro 
 
 
versandt am: 
mc 
 

	Beschluss und Urteil vom 12. Juni 2019
	1. Berufung gegen die Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten  Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 18. Mai 2018:
	Rechtsbegehren der Klägerin betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen: (Urk. 7/44 S. 2)
	Verfügung des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht im vereinfachten  Verfahren, vom 18. Mai 2018: (Urk. 7/97 S. 5 f. = Urk. 2 S. 5 f.)
	Berufungsanträge:
	2. Berufung gegen die Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten  Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 26. Juni 2018:
	Rechtsbegehren des Beklagten betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen: (Urk. 7/76 S. 2 und Urk. 7/94 S. 2)
	Rechtsbegehren der Klägerin betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen: (Urk. 7/81)
	Verfügung des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht im vereinfachten  Verfahren, vom 26. Juni 2018: (Urk. 7/122 S. 16 f. = Urk. 32/2 S. 16 f.)
	Berufungsanträge:
	3. Vereinigtes Verfahren:
	Erwägungen:
	1. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslic...
	2. Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) können im Berufungsverfahren nur unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO berücksichtigt werden, d.h. wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor er...
	3. Eine Klageänderung ist im Berufungsverfahren nur noch eingeschränkt zulässig (vgl. Art. 317 Abs. 2 ZPO). Bei Geltung der Offizialmaxime sind Änderungen von Begehren indes jederzeit und uneingeschränkt möglich, freilich ohne dass die Rechtsmittelins...

	1. Vorbemerkungen
	Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Klägerin in ihrer Eingabe vom 4. März 2019 zum modifizierten Berufungsantrag erklärte, es gebe in materieller Hinsicht nichts zu ergänzen, und grundsätzlich auf ihre bisherigen Ausführungen verwies (Urk. 34 S. 2)...

	2. Zulässigkeit der Abänderung vorsorglicher Massnahmen
	Die Klägerin wirft in ihrer Berufungsschrift die Frage auf, ob die Vorinstanz überhaupt berechtigt gewesen sei, einen Entscheid über die Abänderung vorsorglicher Massnahmen bezüglich des Besuchsrechts zu treffen, nachdem sich die Parteien am 22. Febru...

	3. Besuchsrecht
	3.1. Ausgangslage
	3.1.1. Die Vorinstanz berechtigte und verpflichtete den Beklagten, die Tochter C._____ jeden dritten Sonntag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Hierzu erwog sie im Wesentlichen, dass aufgrund der positiven Berichte ...
	3.1.2. Die Klägerin moniert in ihrer Berufungsschrift im Wesentlichen, dass C._____ unter den Besuchen des Beklagten leide und bis zu zwei Wochen benötige, um sich davon zu erholen. Ob ein Verhalten des Beklagten hierfür ursächlich sei oder nicht, sei...
	Hinsichtlich der Kadenz der Besuche stütze sich die Vorinstanz zunächst auf den Kinderarzt Dr. L._____. Entgegen der Vorinstanz habe dieser jedoch nicht einen Abstand von drei Wochen zwischen den Besuchen empfohlen, sondern einen solchen von vier Woc...
	3.1.3. Am 30. November 2018 ging bei der Vorinstanz der kinderpsychologische Fachbericht des H._____ vom 25. November 2018 ein (Urk. 20/138; nachfolgend: Fachbericht), der von der Vorinstanz im Dezember 2018 an die I. Zivilkammer weitergeleitet wurde ...
	3.2. Rechtliches
	Gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind Anspruch auf "angemessenen" persönlichen Verkehr. Was angemessen ist, lässt sich grundsätzlich nur anhand der Umstände des Einzelf...
	Das Persönlichkeitsrecht des nicht obhutsberechtigten Elternteils, der Grundsatz der Verhältnismässigkeit, aber auch der Sinn und Zweck des persönlichen Verkehrs verbieten dessen gänzliche Unterbindung, wenn die befürchteten nachteiligen Auswirkungen...
	3.3. Besuchsrecht im konkreten Fall
	3.3.1. Die Referentin I._____ hält im Fachbericht fest, dass C._____ mit der aktuellen Elternsituation weit mehr belastet zu sein scheine, als bisher angenommen. Das zwischen den Parteien durch ein tiefes gegenseitiges Misstrauen belastete Verhältnis ...
	3.3.2. Mit Blick auf die schlüssigen und nachvollziehbaren Erwägungen des Fachberichts ist davon auszugehen, dass das unbegleitete Besuchsrecht, wie es von der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung angeordnet wurde, aktuell nicht im Kindswohl lie...
	Im Weiteren scheint die Installierung einer Besuchsbegleitung mit Blick auf C._____s aktuelle Überforderung und damit einhergehend ihre (psychische) Belastung sowie die Ursache hierfür als im Interesse des Kindswohls geboten. Auch soll die (mögliche)...
	Soweit der Beklagte sich gegen ein begleitetes Besuchsrecht ausspricht, insbesondere auch gegen dessen Durchführung im H._____, und Ausführungen in Bezug auf den Fachbericht macht (siehe Urk. 24; Urk. 36), ist Folgendes festzuhalten: In Ziffer 4.1. d...
	3.3.3. Hinsichtlich der Häufigkeit und der Dauer der Kontakte ist festzuhalten, dass der Kinderarzt Dr. L._____ – worauf die Klägerin zutreffend hinweist – in seinem Bericht vom 27. Mai 2018 eine Besuchszeit von einigen Stunden einmal pro Monat für si...
	Zur Dauer der jeweiligen Kontakte äussert sich die Referentin im Fachbericht nicht (siehe Urk. 20/138). Die Klägerin reicht ein E-Mail des Kinderarztes Dr. L._____ ins Recht (Urk. 32/4/2). Darin führt dieser auf entsprechende Frage der Klägerin aus, ...
	3.3.4. Im Fachbericht wird empfohlen, "aufgrund der verfahrenen Situation" die Besuche beim Beklagten für einige Zeit, aber mindestens bis zum vollendeten vierten Lebensjahr von C._____ "in dieser Form auszusetzen" (Urk. 20/138 S. 25). Damit wird offe...
	3.3.5. Die Kosten des begleiteten Besuchsrechts sind den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen, nachdem vorliegend nicht davon auszugehen ist, dass das begleitete Besuchsrecht durch das Verhalten eines Elternteils allein verursacht wurde (siehe BSK ZGB ...
	3.4. Zusammenfassend ist der Beklagte damit für die Dauer des Verfahrens zu berechtigen und verpflichten, C._____ in Begleitung einer vom Beistand zu bestimmenden Fachperson (H._____, eine ähnliche Institution oder eine über ähnliche Kompetenzen verfü...

	4. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Die Vorinstanz hat in den angefochtenen Entscheiden keine Kosten festgesetzt. Diesbezüglich gilt es daher keine Anordnungen zu treffen.
	V. (Kosten- und Entschädigungsfolgen)

	Es wird beschlossen:
	1. Die Berufung gegen die Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 18. Mai 2018 wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
	2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Berufung gegen die Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 26. Juni 2018 wird deren Dispositiv-Ziffer 1 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	Im Übrigen wird die Berufung der Klägerin abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren werden der Klägerin sowie dem Beklagten je zur Hälfte auferlegt und mit den von der Klägerin geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den geleisteten Vorsch...
	4. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an
	 die Parteien, je gegen Empfangsschein
	 den Beistand D._____, kjz J._____, …-Strasse …, Postfach …, … [Ort]
	 die KESB Horgen, Dammstrasse 12, 8810 Horgen
	 die Vorinstanz.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...