# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fdf7e4e-e06c-5ccf-a3ae-99e090d7d6b8
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-15
**Language:** de
**Title:** Ausnahmebewilligung für Bauten ausserhalb der Bauzonen. Befristete Bauvorhaben.
**Docket/Reference:** BRGE II Nr. 0005/2013
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/entscheidauszug_aus_brge_ii_nr._0005-2013_vom_15._januar_2013.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 
2. Abteilung 

G.-Nr. 
BRGE II Nr. 

R2.2012.00115 
0005/2013 

Entscheid vom 15. Januar 2013 

Mitwirkende 

Abteilungspräsident  Peter  Rütimann,  Baurichter  Adrian  Bergmann,  Bau-
richter Stefano Terzi, Gerichtsschreiber Andreas Mahler     

in Sachen 

Rekurrierende 

1.  M. und C. L., [….] 
2.  E. R. und L. T., [….] 

gegen 

Rekursgegnerschaft 

1.  Gemeinderat S., [….]  
2.  Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 

8090 Zürich  

3.  Politische Gemeinde S., [….] 

betreffend 

Gemeinderatsbeschluss vom 30. Mai 2012 und Verfügung der Baudirektion 
Kanton  Zürich  BVV  Nr.  12-0786  vom  18.  Juni  2012;  befristete  Baubewilli-
gung  bzw. 
für  zwei  Dopppel-
wohncontainer und Aufenthalts- und Sanitätscontainer 
_______________________________________________________ 

raumplanungsrechliche  Bewilligung 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 

Mit Beschluss vom 30. Mai 2012 erteilte der Gemeinderat S. der politischen 

Gemeinde S. die auf drei Jahre befristete baurechtliche Bewilligung für die 

Aufstellung  von  zwei  Doppelwohncontainern  und  eines  Aufenthalts-  und 

Sanitärcontainers  für  Asylsuchende  in  S.  Gleichzeitig  wurde  die  raumpla-

nungsrechtliche und strassenpolizeiliche Bewilligung der Baudirektion Kan-

ton Zürich vom 18. Juni 2012 für das Bauvorhaben eröffnet. Einem allfälli-

gen  Rekurs  gegen  diese  Entscheide  wurde  die  aufschiebende  Wirkung 

entzogen. 

B. 

Gegen diesen Entscheid erhoben M. und C. L., E. R. und L. T. mit Eingabe 

vom 25. Juli 2012 fristgerecht  Rekurs beim Baurekursgericht des Kantons 

Zürich und beantragten die Aufhebung des Entscheides unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen  zulasten  der  Rekursgegnerschaft.  Ausserdem  sei 

die aufschiebende Wirkung des Rekurses wieder herzustellen. 

C. 

Mit Präsidialverfügung vom 27. Juli 2012 wurde der Rekurseingang vorge-

merkt  und  das  Vernehmlassungsverfahren  eröffnet,  vorab  zur  verlangten 

Herstellung der aufschiebenden Wirkung.  

D. 

Mit Eingabe vom 3. August 2012 nahm die Baudirektion zur Frage der auf-

schiebenden  Wirkung  Stellung  und  beantragte  Abweisung  des  entspre-

chenden  Antrags.  Der  Gemeinderat  und  die  politische  Gemeinde  S.  ver-

zichteten stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Mit Präsidialverfügung 

vom  9.  August  2012  wurde  dem  Gesuch  der  Rekurrierenden  um  Herstel-

lung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses stattgegeben. 

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Seite 2 

 
 
E. 

Mit  Eingaben  vom  24.  August  2012  beantragten  die  beiden  Vorinstanzen 

die Abweisung des Rekurses.  

F. 

Mit  Präsidialverfügung  vom  11.  September  2012  wurde  den  Rekurrieren-

den  antragsgemäss  eine  Frist  zur  Replik  angesetzt.  Mit  Eingabe  vom  1. 

Oktober 2012 nahmen sie zu den Rekursantworten Stellung und hielten an 

ihren Anträgen fest. 

G. 

Mit Präsidialverfügung vom 3. Oktober 2012 wurde die Rekursgegnerschaft 

eingeladen, zur Replik der Rekurrierenden Stellung zu nehmen. Mit Einga-

be  vom  24.  Oktober  2012  reichte  der  Gemeinderat  seine  Stellungnahme 

ein. Die Baudirektion verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung. 

H. 

Mit  Präsidialverfügung  vom  30.  Oktober  2012  wurden  die  Rekurrierenden 

eingeladen, zur Duplik des Gemeinderates Stellung zu nehmen. Mit Einga-

be vom 20. November 2012 reichten die Rekurrierenden ihre Stellungnah-

men ein, wobei sie an ihren Anträgen festhielten.  

I. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit für den Entscheid erforderlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen. 

Es kommt in Betracht: 

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Seite 3 

 
 
1. 

Die beiden Rekurrentschaften sind Eigentümer von Grundstücken, welche 

einzig durch die Z.-Strasse von der südöstlich davon gelegenen Bauparzel-

le  getrennt  sind.  Sie  beanstanden  eine  zonenwidrige  Nutzung  des  Bau-

grundstücks.  Aufgrund  der  engen  räumlichen  Beziehung  und  der  vorge-

brachten  Rüge  sind  sie  zur  Rekurserhebung  im  Sinne  von  §  338a  Abs. 1 

des Planungs- und Baugesetzes (PBG) legitimiert. Da die übrigen Prozess-

voraussetzungen ebenfalls erfüllt sind, ist auf den Rekurs einzutreten. 

2. 

Das  Baugrundstück  liegt  in  der  Landwirtschaftszone.  Geplant  ist  das  Auf-

stellen zweier Doppelwohncontainer sowie eines Aufenthalts- und Sanitär-

containers  für  die  provisorische  Unterbringung  von  zehn  Asylsuchenden 

südöstlich  des  dort  bestehenden  Ökonomiegebäudes.  Hintergrund  ist  die 

Aufforderung des  Sozialamtes des Kantons Zürich zur Aufnahme von fünf 

Asylsuchenden und zur Bereitstellung einer geeigneten Unterkunft bis An-

fang Juni 2012. Im Sinne einer überkommunalen Zusammenarbeit soll die 

Wohnanlage so ausgelegt werden, dass sie auch die der Nachbargemein-

de zugeteilten fünf Asylsuchenden aufnehmen kann. 

3. 

Das  Vorhaben  ist  in  der  Landwirtschaftszone  und  damit  ausserhalb  der 

Bauzone  unbestritten  nicht  zonenkonform.  Die  raumplanungsrechtliche 

Bewilligung  wird  damit  begründet,  dass  in  den  Bauzonen  des  Gemeinde-

gebietes von  S. keine Möglichkeit bestehe, solche Unterkünfte zu realisie-

ren. Der Bedarf sei jedoch dringend und entspreche einem hohen öffentli-

chen Interesse. Mangels Standortgebundenheit könne eine Bewilligung im 

Sinne  von  Art. 24  des Raumplanungsgesetzes (RPG)  nicht erteilt werden. 

Eine befristete Baubewilligung könne jedoch mangels Alternativstandort er-

teilt werden, wenn eine definitive Bewilligung aus rechtlichen Gründen nicht 

möglich  oder  wenn  die  typischen  Merkmale  eines  Provisoriums  gegeben 

seien. Diese Voraussetzungen seien hier erfüllt. 

Den Erwägungen des angefochtenen Bauentscheids ist zu entnehmen, die 

intensiven  Abklärungen  nach  einer  Unterkunft  innerhalb  der Bauzone  hät-
ten keinen Erfolg gezeitigt. Die Gemeinde verfüge über keine eigenen frei-

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en  Unterkünfte  und  Private  seien  nicht  gewillt,  ihre  Lokalitäten  zur  Verfü-

gung zu stellen. Die wenigen gemeindeeigenen Grundstücke innerhalb der 

Bauzone  seien  nicht  geeignet,  da sie sich entweder in der Kernzone oder 

in der Zone für öffentliche Bauten sowie grossmehrheitlich im Bereich von 

Ortsbildern von überkommunaler bzw. nationaler Bedeutung befinden wür-

den.  Die  Anforderungen  des  Ortsbildschutzes,  die  Kernzonenvorschriften 

und  die  schulische  oder  kirchliche  Nutzung  würden  das  Aufstellen  von 

Wohncontainern nicht zulassen. 

4.1. 

Die  Rekurrierenden  machen  geltend,  die  Wohncontainer  seien  zonenwid-

rig,  ihnen  fehle  es  an  der  Standortgebundenheit  und  der  zonenwidrigen 

Nutzung stünden überwiegende öffentliche Interessen entgegen. Die Bau-

behörde  habe  den  Nachweis,  dass  eine  vorschriftsgemässe  Ausführung 

oder ein rechtskonformer Standort nicht möglich sei, nicht erbracht. Es sei 

auch  nicht  ersichtlich,  weshalb  das  Aufstellen  der  Wohncontainer  in  der 

Landwirtschaftszone weniger störend sein soll  als in der Kernzone oder in 

der  Zone  für  öffentliche  Bauten.  Objektiv  bestehe  die  Möglichkeit,  die 

Wohncontainer  auf  gemeindeeigenen  oder  privaten  Grundstücken  in  der 

Kernzone oder in der Zone für öffentliche Bauten aufzustellen. Die Rekur-

rentschaft 2 sei  als Eigentümer eines solchen Grundstücks im Beizugsge-

biet  des  Gestaltungsplans  "K."  nicht  angefragt  worden,  sei aber bereit, ihr 

Grundstück gegen ein angemessenes Entgelt zur Verfügung zu stellen. 

4.2. 

Der Gemeinderat führt vernehmlassungsweise aus, es sei ein Standort auf 

der  Wiese  neben  dem  Gemeindehaus  in  Betracht  gezogen  worden.  Dort 

sei im kommunalen Zonenplan jedoch kein Platz für "zusätzliche Neubau-

ten"  im  Sinne  von  Art.  10  BZO  eingetragen.  Ohnehin  sei in  der Kernzone 

auch  für  das  nur  befristete  Aufstellen  von  bewohnbaren  Containern  eine 

Ausnahmebewilligung  notwendig,  an  welche  die  Anforderungen  gemäss  § 

220  des  Planungs-  und  Baugesetzes  (PBG)  zu  stellen  seien.  Eine  solche 

Ausnahmebewilligung sei auch deshalb erforderlich, weil die im Handel er-

hältlichen  Containerbehausungen  im  Widerspruch  zu  den  Kernzonenvor-

schriften  (Art.  15  und  16  BZO)  und  zu  den  Anforderungen  des  Ortsbild-

schutzes stehen würden. Andernfalls müssten die Container mit unverhält-

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nismässigem  Aufwand  kernzonen-  und  ortsbildgerecht  ausgestaltet  wer-

den. 

4.3. 

Die  Baudirektion  erklärt,  die  Container  seien  weder  zonenkonform  noch 

standortgebunden. Beim Bauvorhaben handle es sich nicht um den Regel-

fall,  weshalb  auch  keine  raumplanungsrechtliche  Bewilligung  möglich  sei. 

Deshalb sei von vornherein eine bloss provisorische und befristete Bewilli-

gung  erteilt  worden.  Die  Gemeinde  habe  dargelegt,  dass  in  der  Bauzone 

kein  Standort vorhanden  sei und  sich  der vorliegende Standort eigne. Die 

Container  sollen  auf  einem  bereits  bestehenden,  befestigten  Platz  aufge-

stellt  werden.  In  diesem  Fall  könne  der  vorübergehende  Eingriff  auf  das 

blosse  Installieren  der  Container  beschränkt  werden,  ohne  Kulturland  zu 

beanspruchen. Die Container könnten später auch wieder einfach entfernt 

werden. 

4.4. 

Die Rekurrierenden führen in ihrer Replik aus, die Voraussetzungen für ei-

ne  Ausnahmebewilligung  nach  §  220  PBG  seien  erfüllt.  Besondere  Ver-

hältnisse  könnten  in  der  zeitlichen  Dringlichkeit  und  der  Verpflichtung  der 

Gemeinde  zur  Unterbringung  von  Asylsuchenden  erblickt  werden.  Eine 

temporäre Bewilligung verstosse nicht gegen Sinn und Zweck der Ästhetik-

vorschriften,  von  denen  dispensiert  werde.  Zum  Angebot  der  Rekurrent-

schaft 2 nehme der Gemeinderat keine Stellung. 

4.5. 

Der Gemeinderat erklärt in seiner Duplik, das Angebot der Rekurrentschaft 

2  könne  nicht  angenommen  werden,  weil  die  Baubestimmungen  für  das 

Gestaltungsplangebiet  "K."  an  Bauten  hohe  ortsbauliche  und  architektoni-

sche  Ansprüche  stellen  würden.  Die  Gestaltungsplanvorschriften  in  einem 

national  geschützten  Ortsbild  würden  das  Platzieren  von  Wohncontainern 

nicht zulassen. 

4.5.1. 

In der Landwirtschaftszone sind Bauten und Anlagen zonenkonform, wenn 

sie der bodenabhängigen Bewirtschaftung (landwirtschaftliche Bewirtschaf-

tung bzw. produzierender Gartenbau) oder der inneren Aufstockung dienen 
(Art.  16a  Abs. 1  und  2  des  Raumplanungsgesetzes  [RPG];  Art.  34  Abs. 1 

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der  Raumplanungsverordnung  [RPV]).  Die  vorliegend  streitbetroffenen 

Wohncontainer  für  Asylsuchende  sind  in  der  Landwirtschaftszone  offen-

sichtlich nicht zonenkonform. 

4.5.2. 

Gemäss Art. 24 RPG kann die Errichtung von Bauten und Anlagen ausser-

halb  der  Bauzonen  sowie  deren  Zweckänderung  abweichend  von  Art. 22 

Abs. 2  lit. a  RPG  bewilligt  werden,  wenn  der Zweck  der Bauten  und  Anla-

gen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. a) und der Be-

willigung keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). 

Eine  Baute  oder  Anlage  ist  dann  standortgebunden,  wenn  sie  aus  techni-

schen  oder  betrieblichen  Gründen  oder  aber  aus  Gründen  der  Bodenbe-

schaffenheit auf einen bestimmten Standort ausserhalb der Bauzonen an-

gewiesen  ist.  Ausreichend  ist  eine  relative  Standortgebundenheit.  Es  ist 

demnach  nicht  (im  Sinne  einer absoluten  Standortgebundenheit)  erforder-

lich, dass überhaupt kein anderer Standort in Betracht fällt. Es müssen  je-

doch besonders wichtige und objektive Gründe vorliegen, die den vorgese-

henen Standort gegenüber andern Standorten innerhalb einer Bauzone als 

wesentlich  vorteilhafter  erscheinen  lassen.  Subjektive,  in  der  Person  des 

Gesuchstellers  liegende  Motive  wie  namentlich  finanzielle  Verhältnisse 

oder  persönliche  Zweckmässigkeit  stellen  regelmässig  keine  solchen 

Gründe  dar.  An  das  Erfordernis der Standortgebundenheit  sind  stets  sehr 

strenge  Anforderungen  zu  stellen,  weil  andernfalls  die  vom  Raumpla-

nungsgesetz bezweckte Trennung zwischen Bau- und Nichtbaugebiet nicht 

mehr gewährleistet ist. 

Die Standortgebundenheit kann eine positive oder eine negative sein. Posi-

tiv standortgebunden ist eine Baute oder Anlage dann, wenn sie aus tech-

nischen oder betrieblichen Gründen oder aber aus Gründen der Bodenbe-

schaffenheit auf einen bestimmten Standort ausserhalb der Bauzonen an-

gewiesen ist. Dies trifft etwa auf Energie- oder Rohstoffgewinnungsanlagen 

oder  auf  Bergrestaurants  zu.  Negative  Standortgebundenheit  liegt  vor, 

wenn eine Baute oder Anlage auf Grund der von ihr ausgehenden Auswir-

kungen oder Gefahren nicht in einer Bauzone realisiert werden kann (z.B. 

ein Schiessstand, eine Abfalldeponie oder ein Tierheim). Können die Aus-

wirkungen  gestützt  auf  das  Umweltschutzrecht  soweit  begrenzt  werden, 
dass  das  Vorhaben  in  einer  Bauzone  realisiert  werden  kann,  fällt  die  An-

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nahme  der  negativen  Standortgebundenheit  ausser  Betracht  (Walter  Hal-

ler/Peter  Karlen,  Raumplanungs-,  Bau-  und  Umweltrecht,  Band  I,  3.  Aufl., 

Zürich 1999, Rz. 709 ff. und dortige Hinweise auf die Rechtsprechung). 

4.5.3. 

Die  Baudirektion  verneint  die  Standortgebundenheit  der  Wohncontainer 

und schliesst eine Bewilligung nach Art. 24 RPG folgerichtig aus.  Auf wel-

cher Rechtsgrundlage die raumplanungsrechtliche Bewilligung trotzdem er-

teilt wird, geht aus den Erwägungen jenes Entscheides nicht hervor. Jeden-

falls  wurde  eine  Ausnahme  für eine  Baute  ausserhalb  der Bauzone  zuge-

lassen, die über die in Art. 24 RPG vorgesehenen Ausnahmen hinaus geht. 

Inwieweit dies zulässig ist, wird nachfolgend zu prüfen sein. 

4.5.4. 

Im  Entscheid  vom  16.  November  1990  (VB  90/0136  in  BEZ  1991  Nr.  1  = 

RB  1990  Nr.  83)  betreffend  eine  zonenwidrige  Aufstellung  von  Wohncon-

tainern für Asylbewerber in einer Gewerbezone hat das Verwaltungsgericht 

zwischen Bewilligungen für provisorische Bauten und Bewilligungen für be-

fristete  Projekte  unterschieden.  An  provisorische,  d.h.  einfach  konstruierte 

Bauten  von  vergleichsweise  kurzer  Existenz,  wie  Bauten  für  Sport-  und 

Festanlässe,  Baubaracken,  Ausstellungshallen,  Zirkuszelte  und  ähnliches, 

könne  in  materieller  Hinsicht  ein  milderer  Massstab  angelegt  werden  und 

könnten  Ausnahmebewilligungen  unter  wesentlich  leichteren  Vorausset-

zungen erteilt werden als für dauerhaft konzipierte Projekte. Bei befristeten 

Projekten  (die  in  der  Regel  auf  eine  längere  Zeitdauer  angelegt  seien  als 

ein  blosses  Provisorium)  spiele  vor  allem  die  Möglichkeit  eine  Rolle,  ein 

Projekt  mit  Blick  auf  seine  beschränkte  Bestandesdauer zu  tolerieren, ob-

wohl es im Grunde rechtswidrig sei (vgl. zur befristeten Bewilligung rechts-

widriger Vorhaben auch VGr, 3. Oktober 1991, ZBl 93/1992, S. 184 E. 5a). 

Die  in  jenem  Entscheid  streitbetroffene  Asylbewerber-Unterkunft  stellte 

nach  Auffassung  des  Verwaltungsgerichts  nicht  bloss  ein  Provisorium  im 

dargelegten  Sinn  dar.  Sowohl  die  Konstruktionsweise  als  auch  der  Ver-

wendungszweck  der  Baute  sei  nämlich  auf  einen  mehrjährigen  Gebrauch 

ausgerichtet. Dass die Container ohne besonderen Aufwand entfernt bzw. 

verlegt  werden  könnten,  rechtfertige  keine  andere  Betrachtungsweise; 

denn die Einwirkungen des Bauvorhabens auf die Umgebung würden nicht 
wesentlich von dessen fester Verankerung im Erdboden abhängen.  

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Somit  sind  auch  die  vorliegend  streitbetroffenen  Wohncontainer  nicht  als 

Provisorien sondern als befristete Bauten zu qualifizieren. Werden befriste-

te  Bauten  zugelassen,  obwohl  sie  die  Voraussetzungen  für  eine  Bewilli-

gung nach Art. 24 RPG nicht erfüllen, so rückt dies die entsprechende Be-

willigung in die Nähe einer (weitergehenden) Ausnahmebewilligung. Das ist 

insofern  problematisch,  als  Ausnahmebewilligungen  einer  ausdrücklichen 

gesetzlichen  Grundlage  bedürfen  (vgl.  VB.2002.00130  vom  11.  Juli  2002, 

E. 3.d.aa, mit Hinweis) und Art. 24 RPG bereits eine abschliessende Rege-

lung  der  Ausnahmen  für  Bauten  ausserhalb  der  Bauzone  darstellt.  Gerin-

gere Anforderungen an befristete Bauten sind im Bundesrecht nicht vorge-

sehen,  und  den  Kantonen  ist  es  verwehrt,  mildere  Anforderungen  als das 

Bundesrecht aufzustellen bzw. diese Anforderungen zu durchbrechen.  

Das Verwaltungsgericht hat sich im Entscheid VB.2002.00130 vom 11. Juli 

2002,  E.  3.d.aa  f.  (mit  Hinweisen  auf  die  Lehre),  mit  der  Frage  von  über 

Art.  24  RPG  hinausgehenden  Ausnahmebewilligungen  auseinanderge-

setzt.  Es  erwog,  dass,  wenn  eine  über  Art.  24  RPG  hinausgehende  Aus-

nahmebewilligung erteilt werden solle, dies eine im Bundesrecht begründe-

te  Rechtfertigung  voraussetze.  Diese  lasse  sich  allenfalls  im  verfassungs-

rechtlichen  Grundsatz  der  Verhältnismässigkeit  finden  (Art.  5  Abs.  2  und 

Art. 36 Abs. 3 BV), der einen Dispens rechtfertigen könne, obwohl eine ge-

setzliche Grundlage dafür nicht vorhanden sei. Der Grundsatz der Verhält-

nismässigkeit  enthalte  verschiedene  Teilgehalte;  unter  anderem  verlange 

er, dass zwischen dem angestrebten Zweck einer Massnahme und den zu 

seiner Erreichung notwendigen Eingriffen für den Betroffenen ein vernünf-

tiges  Verhältnis  bestehe.  Es  sei  deshalb  eine  wertende  Abwägung  vorzu-

nehmen,  welche  im  konkreten  Fall das  öffentliche  Interesse  an  der Mass-

nahme und die durch den Eingriff beeinträchtigten privaten Interessen der 

Betroffenen miteinander vergleiche. Solle aus Gründen der Verhältnismäs-

sigkeit  von  einer  gesetzlichen  Regelung  abgewichen  werden,  die  bereits 

den  Ausnahmefall  zum  Gegenstand  habe,  sei  allerdings  mit  Blick  auf  die 

präjudizielle  Wirkung  solcher  Abweichungen  grösste  Zurückhaltung  gebo-

ten 

4.5.5. 

Die  nach  dieser  Rechtsprechung  zulässige  "Abweichung"  von  der  Aus-

nahmebestimmung gemäss Art. 24 RPG kann nicht zur Folge haben, dass 
die  Voraussetzung  der  Standortgebundenheit  im  Sinne  von  Art.  24  lit.  a 

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Seite 9 

 
 
RPG  ausser Acht gelassen werden kann und die Zulässigkeit einer Baute 

ausserhalb der Bauzone nur noch aufgrund von Verhältnismässigkeitsüber-

legungen einschliesslich einer Interessenabwägung im Sinne von Art. 24 lit. 

b  RPG  zu  beurteilen  ist.  Auch  der  Begriff  der  Standortgebundenheit  setzt 

eine Interessenabwägung voraus, um zu entscheiden, ob eine Anlage aus 

objektiven  wichtigen Gründen auf einen Standort ausserhalb der Bauzone 

angewiesen  ist.  Diese  Interessenabwägung  lässt  sich  von  derjenigen  ge-

mäss Art. 24 lit. b RPG nicht sinnvoll abgrenzen (BGr 1A.187/2002 vom 23. 

Mai 2003, E. 3 und 3.4; s. auch BGr  1C_107/2010 vom 17. Juni 2010, E. 

4.1). Sinnvollerweise werden daher die Anforderungen der Standortgebun-

denheit  sowie  fehlender  entgegenstehender  Interessen  in  einer  einzigen, 

umfassenden Standortevaluation und Interessenabwägung geprüft. Für die 

Berücksichtigung  wichtiger Interessen  stehen  neben der Bauverweigerung 

alle  verhältnismässigen  Bedingungen  und  Auflagen  zur  Verfügung.  Eine 

Standortverlegung,  eine  Befristung  oder  bauliche  Begleitmassnahmen 

können  dazu  führen,  dass  entgegenstehenden  Interessen  ausreichend 

Rechnung  getragen  wird  (vgl.  Rudolf  Muggli,  Kommentar  zum  Bundesge-

setz  über  die  Raumplanung,  hrsg.  von  Heinz  Aemisegger/Alfred  Kutt-

ler/Pierre  Moor/Alexander  Ruch,  Zürich  2009,  Art.  24  Rz.  17  ff.,  sowie 

Bernhard  Waldmann/Peter  Hänni,  Raumplanungsgesetz,  Bern  2006,  Art. 

24 Rz. 22). Wird die Standortgebundenheit unter Berücksichtigung der re-

levanten  privaten  Interessen  am  Standort  ausserhalb  der  Bauzone  ver-

neint,  bleibt  kein  Raum  für  weitergehende  Interessenabwägungen,  die  zu 

einer  Bewilligung  führen  könnten.  Mit  andern  Worten  ist  in  jedem  Fall  zu-

mindest  eine  relative  Standortgebundenheit  unabdingbar  vorauszusetzen. 

Auflagen und Bedingungen sind erst bei gegebener Standortgebundenheit 

in  Betracht  zu  ziehen.  Sollte  das  Verwaltungsgericht  dies  mit 

VB.2002.00130 vom 11. Juli 2002 verneint haben wollen, könnte dem nicht 

gefolgt werden.   

4.5.6. 

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die angefochtene raumplanungsrecht-

liche Bewilligung auf einer falschen bzw. widersprüchlichen Anwendung der 

Bestimmung  von  Art.  24  RPG  beruht,  indem  diese  trotz  verneinter Stand-

ortgebundenheit  aber  mangels  Alternativstandort  und  unter  Berücksichti-

gung der Befristung der Bewilligung und des provisorischen Charakters der 

Bauten erteilt wurde. Richtigerweise hätte einzig ein hinreichend begründe-
tes Fehlen eines Alternativstandortes zur Bejahung der Standortgebunden-

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Seite 10 

 
 
heit führen können. Die Gesichtspunkte wie Befristung oder provisorischer 

Charakter von Bauten sind bei der Prüfung der Interessenlage (Art. 24 lit. b 

RPG) zu berücksichtigen.  

Somit ist in einem ersten Schritt danach zu fragen, ob die Standortgebun-

denheit  mangels  Alternativstandorten  bejaht  werden  kann.  Dabei  ist  von 

der  Unterbringung  von  fünf  Asylbewerbenden  auszugehen,  entsprechend 

der Aufnahmequote der Gemeinde S. (vgl. § 8 der Asylfürsorgeverordnung 

[AfV]).  Zur  Aufnahme  der weiteren  fünf  Asylbewerbenden  der  Nachbarge-

meinde ist die Gemeinde S. nicht verpflichtet, weshalb für deren Unterbrin-

gung eine Standortgebundenheit in der Landwirtschaftszone der Gemeinde 

S.  zum  Vornherein  ausgeschlossen  werden  kann.  Allfällige  wirtschaftliche 

Vorteile  aus  der  Kooperation  mit  der  Nachbargemeinde  begründen  keine 

Standortgebundenheit. 

4.5.7. 

Bezüglich der Realisierung der Unterkünfte auf privaten Grundstücken bzw. 

der  Unterbringung  der  Asylbewerbenden  in  privaten  Liegenschaften  stützt 

die  Baudirektion  ihren  Entscheid  auf  die  Behauptung  des  Gemeinderates, 

dass von Privatpersonen keine Zusagen vorliegen würden und in absehba-

rer  Zeit  kaum  entsprechende  Angebote  gemacht  werden  dürften  (act. 

18.6). Es ist indes nicht ersichtlich, welche konkreten Bemühungen in diese 

Richtung unternommen wurden. Auch aus der beigebrachten Liste "Stand-

orte  von  Asylunterkünften"  (act.  18.7.  und  20.18)  geht  nicht  hervor,  ob 

sämtliche  der  aufgeführten  privaten  Eigentümer  von  bestehenden  Wohn-

gebäuden  eine  definitive  Absage  erteilt  haben  oder  ob  von  diesen  noch 

Antworten ausstehend sind. Immerhin schliesst der Gemeinderat "entspre-

chende  Angebote"  nicht  ganz  aus.  Im  Weiteren  bestehen  innerhalb  der 

Bauzone  zahlreiche  private,  unüberbaute  Grundstücke,  von  denen  verein-

zelte in der besagten Liste als mögliche "Containerplätze" aufgeführt sind, 

darunter das  Gebiet  "K.".  Die  Errichtung der Wohncontainer innerhalb der 

Kernzone  und  im  Bereich des geschützten Ortsbildes hat die Baubehörde 

jedoch  aus  Gründen  der  Einordnung  zum  Vornherein  ausgeschlossen  (zu 

Unrecht,  wie  noch  zu  zeigen  sein  wird).  Dies  erklärt,  weshalb  die  Rekur-

rentschaft  2  als  Eigentümerin  eines  unüberbauten  Grundstücks  in  der 

Kernzone "K." von der Gemeinde gar nicht erst angefragt wurde. 

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Seite 11 

 
 
Die  fehlende  Eignung  der  gemeindeeigenen  Grundstücke  wird  allgemein 

mit deren Lage in der Kernzone bzw. in der Zone für öffentliche Bauten und 

im  Perimeter  des  schutzwürdigen  Ortsbildes  sowie  mit  der  schulischen 

oder kirchlichen Nutzung begründet (s. Erwägung der angefochtenen Bau-

bewilligung,  act.  3).  In  seiner  Rekursantwort  führt  der  Gemeinderat  zum 

Standort auf der Wiese neben dem Gemeindehaus (Kernzone) näher aus, 

dass  dort  im  kommunalen  Zonenplan  kein  Platz  für  sogenannte  "Zusätzli-

che Neubauten" eingetragen sei (vgl. Art. 10 BZO). Ausserdem bedürfe es 

einer  Ausnahmebewilligung  gemäss  §  220  PBG,  da  die  Containerbehau-

sungen den Gestaltungsvorschriften gemäss Art. 15 und 16 BZO und den 

Anforderungen  des  Ortsbildschutzes  nicht  entsprechen  würden.  Der  Auf-

wand  für  eine  kernzonen-  und  ortsbildgerechte  Ausgestaltung  der  Contai-

ner  stehe  in  keinem  Verhältnis  zu  einer  eventuell  in  Aussicht  gestellten 

Bewilligung auf Zeit.  

Zum Standort neben dem Gemeindehaus ist festzuhalten, dass nebst den 

vorliegend  gewählten  Wohncontainern  auch  andere,  innert nützlicher Frist 

realisierbare Lösungen in Frage kommen, die den gestalterischen Ansprü-

chen besser gerecht werden. Sodann ist gestützt auf § 321 Abs. 1 PBG ei-
ne vorübergehende Tolerierung eines baurechtswidrigen Zustandes – auch 
in Bezug auf die Bestimmung von Art. 10 BZO (zusätzliche Neubauten) – in 
Betracht  zu  ziehen. Ausschlaggebend dafür, ob eine befristete Baubewilli-

gung  erteilt  werden  darf,  ist  der  Gesichtspunkt,  welche  baurechtlichen 

Rechtsgüter  in  welchem  Ausmass  verletzt  werden  (vgl.  VB  91/0054  und 

0055  vom  3.  Oktober  1991  in  ZBl  93/1992  S.  184  ff.,  E.  5b,  sowie 

VB.2009.00308,  E.  8.2.).  Eine  Güterabwägung  zwischen  dem  Ortsbild-

schutz  und  der  raumplanerischen  Ordnung,  mithin  dem  gewichtigen 

Grundsatz  der  Trennung  des  Baugebiets  vom  Nichtbaugebiet,  muss  zu-

gunsten  des  Letzteren  ausfallen.  Das  Gesagte  gilt  auch  für  die  weiteren 

unbebauten Grundstücke in der Kernzone.  

Was  die  weiteren  in  der  Liste  der  möglichen  Standorte  (act.  18.7  bzw. 

20.18)  enthaltenen  gemeindeeigenen  Grundstücke  des  Werkhofes  und 

"O." angeht, werden abgesehen von den allgemeinen Bedenken bezüglich 

der Einordnung und des Ortsbildes keine konkreten Gründe genannt, wes-

halb  dort  keine  Asylbewerberunterkunft  erstellt  werden  kann.  Das  Grund-
stück "O." weist eine unüberbaute Fläche von 2'747 m2 auf und untersteht 
der  Gestaltungsplanpflicht  (Art.  3  BZO).  Beim  Gestaltungsplan  handelt  es 

R2.2012.00115 

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sich um eine planungsrechtliche Festlegung gemäss § 234 PBG. Eine be-

fristete  Baute  beeinflusst  den  fehlenden  Gestaltungsplan  jedoch  nicht.  In-

soweit hat die Gestaltungsplanpflicht nicht zur Folge, dass das Grundstück 

"O." nicht baureif ist. Im Weiteren liegen auch in der Nähe zum Sportplatz, 

zur  Schule  und  zur  Gemeindebibliothek  keine  ersichtlichen,  gewichtigen 

Gründe,  die  gegen  eine  Unterkunft  für  lediglich  fünf  Asylbewerbende  an 

diesem Ort sprechen würden. Ausserdem liegt dieses Grundstück ausser-

halb des Perimeters des schützenswerten Ortsbildes (s. act. 20.19). 

Schliesslich  ist  mit  Blick  auf  das  an  das  Schulhaus  angrenzende  private, 

unüberbaute Grundstück, welches teilweise der Zone für öffentliche Bauten 

zugeordnet  ist,  darauf  hinzuweisen,  dass  Unterkünfte  für  Asylbewerber 

auch  in  der  Zone  für  öffentliche  Bauten  zonenkonform  sind  (BRKE  I 

Nrn. 0041/2010 und 0042/2010 vom 12. Februar 2010 in BEZ 2010 Nr. 20; 

www.baurekursgericht-zh.ch). 

4.5.8. 

Die Darstellung der Vorinstanzen, wonach es nicht möglich sein soll, innert 

angemessener  Frist  und  innerhalb  der  Bauzone  eine  baurechtskonforme 

oder  zumindest  vorübergehend  tolerierbare  Lösung  für  die  Unterbringung 

von  lediglich  fünf  Asylbewerbenden  zu  finden  bzw.  zu  verwirklichen,  ver-

mag  nicht  zu  überzeugen.  Es  werden  keine  besonders  wichtigen  und  ob-
jektiven  Gründe  nachgewiesen,  weshalb  das  geplante  Vorhaben  –  wenn 
auch  nur  vorübergehend  –  auf  den  Standort  ausserhalb  der  Bauzone  an-
gewiesen  ist  oder  die  diesen  Standort  gegenüber  anderen  Standorten  in-

nerhalb  der  Bauzone  als  wesentlich  vorteilhafter  erscheinen  liessen.  Die 

Standortgebundenheit  und  damit  die  Voraussetzung  für  eine  Ausnahme-

bewilligung nach Art. 24 RPG sind daher nicht gegeben. Dies führt in Gut-

heissung des Rekurses zur Aufhebung der angefochtenen Entscheide. 

5. 

Zusammengefasst ist der Rekurs gutzuheissen.  Demgemäss sind der Ge-

meinderatsbeschluss vom 30. Mai 2012 sowie die Verfügung der Baudirek-

tion Kanton Zürich vom 18. Juni 2012 aufzuheben. 

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