# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa412ca7-0aec-58ed-b729-6794c7f2ca0f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 19.10.2020 SB200167
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200167_2020-10-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB200167-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

Ersatzoberrichterin lic. iur. M. Knüsel sowie der Gerichtsschreiber 

MLaw L. Zanetti 

 

Urteil vom 19. Oktober 2020 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. U. Hubmann,  

Anklägerin und I. Berufungsklägerin (Rückzug) 

 

sowie 

 

A._____,  
Privatkläger und III. Berufungskläger 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschuldigter und II. Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw X1._____,  

 

betreffend mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das  
Betäubungsmittelgesetz etc. und Widerruf 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung,  
vom 29. Januar 2020 (DG190205) 
  

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 10. Juli 2019 

(Urk. 40) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 89 S. 50 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Das Verfahren betreffend mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen Art. 19 

Ziff. 1 Abs. 3 und 4 i.V.m. Ziff. 2 lit. a aBetmG (Vorgang 4, Anklageziffern 1.1. und 

1.2.) wird eingestellt. 

2. Der Beschuldigte ist schuldig des Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB und der 

einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Anklageziffer 

1.12.). 

3. Der Beschuldigte wird von folgenden Vorwürfen freigesprochen: 

− mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 

i.V.m. Ziff. 2 lit. a aBetmG (Vorgänge 9 und 15, Anklageziffern 1.4. bis 1.10. 

und 1.11.) 

− Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 aBetmG i.V.m. 

Art. 25 StGB (Vorgang 6, Anklageziffer 1.3.). 

4. Die mit Entscheid des Vollzugs- und Bewährungsdiensts des Kantons Luzern vom 

20. März 2018 verfügte bedingte Entlassung wird widerrufen. Der Beschuldigte wird 

in den Vollzug der noch ausstehenden Reststrafe von 3 Jahren und 123 Tagen 

Freiheitsstrafe rückversetzt. 

5. Der Beschuldigte wird unter Einbezug dieses Strafrestes bestraft mit einer Frei-

heitsstrafe von 48 Monaten als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 658 Tage 

durch Untersuchungshaft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind. 

6. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 6 Jahre des Landes ver-

wiesen. 

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7. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird 

angeordnet. 

8. Der Privatkläger A._____ wird mit seinem Schadenersatz- und seinem Genugtu-

ungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

9. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 5'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'000.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 272.20   Auslagen 

Fr. 384.–   Entschädigung Zeuge 

Fr. 1'125.–   Entschädigung Dolmetscher (Vorverfahren) 

Fr. 51'585.15   amtliche Verteidigung (Vorverfahren) 
 
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

10. Die Gebühr für das Vorverfahren sowie die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, 

ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden zu 1/10 dem Be-

schuldigten auferlegt und zu 9/10 auf die Gerichtskasse genommen. Die weiteren 

Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen.  

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang 

von 1/10. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem 

Beschluss entschieden. 

12. Der Antrag des Beschuldigten auf Zusprechung von Schadenersatz und Genug-

tuung wird abgewiesen.  

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittel)" 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 141): 

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, 

Kollegialgericht in Strafsachen, vom 29. Januar 2020 bezüglich der Disposi-

tivziffern 1, 3, 9, 10 und 11 in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Die Dispositivziffer 2 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und es sei 

der Beschuldigte der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 

Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

3. Die Dispositivziffer 4 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und es sei 

von einer Rückversetzung in den Strafvollzug der noch ausstehenden Rest-

strafe von 3 Jahren und 123 Tagen Freiheitsstrafe abzusehen. 

4. Die Dispositivziffer 5 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und es sei 

der Beschuldigte für die einfache Körperverletzung mit einer bedingten Frei-

heitsstrafe von 7 Monaten zu bestrafen. 

Es sei festzustellen, dass bis und mit heute 922 Tage durch Untersuchungs-

haft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. Entsprechend sei der 

Beschuldigte umgehend aus dem Strafvollzug zu entlassen. 

5. Die Dispositivziffern 6 und 7 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben 

und es sei von einer Landesverweisung sowie einer Ausschreibung im 

Schengener Informationssystem abzusehen. 

6. Die Zivilforderungen des Privatklägers A._____ seien auf den Zivilweg zu 

verweisen. 

7. Die Dispositivziffer 12 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und es sei 

der Beschuldigte für die Überhaft eine Genugtuung von Fr. 142'400.– zu 

entrichten. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. 

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b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 130): 

(schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

c) Des Privatklägers: 

1. Der Beschuldigte sei des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB, der schweren 

Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB, eventuell der einfachen 

Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff.1 i.V.m. Ziff. 2 Abs. 3 StGB, schuldig 

zu sprechen. 

2. Der Beschuldige sei zu verpflichten, dem Privatkläger CHF 12'000.-- für 

Zahnarztbehandlungskosten zu bezahlen. 

3. Der Beschuldige sei zu verpflichten, dem Privatkläger CHF 100.30 für 

Trainingsbücher zu bezahlen. 

4. Der Beschuldige sei zu verpflichten, dem Privatkläger CHF 700.-- für 

Physiotherapiekosten zu bezahlen. 

5. Der Beschuldige sei zu verpflichten, dem Privatkläger CHF 1'145.-- für 

Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Zürich zu bezahlen. 

6. Der Beschuldige sei zu verpflichten, dem Privatkläger CHF 600.-- für die 

Miete eines Laptops und weitere Auslagen (Kopien etc.) zu bezahlen. 

7. Der Beschuldige sei zu verpflichten, dem Privatkläger CHF 72.40 für juristi-

sche Bücher (ZGB und "DIEGO GFELLER, Untersuchungshaft – ein Leitfaden 

für die Praxis") zu bezahlen. 

8. Der Beschuldige sei – unter Einbezug einer Entschädigung für das 

vorliegende Verfahren – zu verpflichten, dem Privatkläger CHF 6'000.-- als 

Genugtuung zu bezahlen. 

 

 

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Erwägungen: 

I.  Prozessuales 

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

29. Januar 2020 wurde der Beschuldigte B._____ anklagegemäss des Angriffs 

sowie der einfachen Körperverletzung schuldig gesprochen und unter Einbezug 

eines zu verbüssenden Strafrestes mit einer Gesamtstrafe von 48 Monaten be-

straft (Urk. 89 S. 50). Betreffend die gegen den Beschuldigten weiter erhobenen 

Tatvorwürfe des mehrfachen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz 

sowie der Gehilfenschaft dazu stellte die Vorinstanz das Verfahren ein, respektive 

sprach den Beschuldigten frei (Urk. 89 S. 50).  

2. Gegen diesen Entscheid meldeten sowohl die Anklagebehörde, der Be-

schuldigte als auch der Privatkläger A._____ mit Eingaben vom 31. Januar 2020, 

7. Februar 2020 und 3. April 2020 innert gesetzlicher Frist Berufung an (Art. 399 

Abs. 1 StPO; Urk. 79, 81 und 93 i.V.m. Prot. I S. 5 und 29 sowie Urk. 88/3). Die 

Berufungserklärung der Anklagebehörde und der Verteidigung gingen ebenfalls 

innert gesetzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; 

Urk. 91 und 100). Dem an der Hauptverhandlung nicht anwesenden Privatkläger 

A._____ wurde das vorinstanzliche Urteil begründet in den Strafvollzug – persön-

lich – zugestellt. Bereits seine Berufungsanmeldung vom 3. April 2020, ergänzt 

mit Eingabe vom 11. Mai 2020 (Urk. 104), erfüllte die Vorgaben an eine Beru-

fungserklärung (Art. 399 Abs. 3 StPO). Entgegen dem Antrag der Verteidigung 

(Urk. 117) trat die Kammer mit Beschluss vom 2. Juni 2020 begründet auf die Be-

rufung des Privatklägers ein (Urk. 119). Im selben Entscheid wurde von einer 

Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz abgesehen, der Beweisantrag der 

Anklagebehörde auf Erstellung eines Stimmengutachtens abgewiesen und der 

Beweisantrag auf Einholen von Führungsberichten über den Beschuldigten der 

Vollzugsinstitutionen gutgeheissen (Urk. 119 S. 6 mit Verweisen, vgl. Urk. 124 

und 128). Mit Präsidialverfügung vom 29. April 2020 war sodann der bisherige 

amtliche Verteidiger entlassen und dem Beschuldigten der aktuelle amtliche Ver-

teidiger bestellt worden (Urk. 105). Mit Eingabe vom 15. Juli 2020 zog die Ankla-

gebehörde ihre Berufung zurück (Urk. 130), was vorzumerken ist. 

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3. Gemäss den verbleibenden Berufungsanträgen der Parteien sind im Beru-

fungsverfahren nicht angefochten  

- die vorinstanzliche Einstellung eines Teils des Verfahrens (Urteilsdispositiv-

Ziff. 1.)  

- die vorinstanzlichen Freisprüche (Urteilsdispositiv-Ziff. 3.) sowie 

- die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung (Urteilsdispositiv-

Ziff. 9., 10. und 11.). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

II. Schuldpunkt 

1.1 Dem Beschuldigten wird im – noch zur Beurteilung verbleibenden – Ankla-

gepunkt 1.12 der Anklageschrift vom 10. Juli 2019 zusammengefasst vorgewor-

fen, er habe am 17. Februar 2019 um ca. 8:30 Uhr im Spazierhof 1 des Gefäng-

nisses Limmattal in Dietikon den Mitgefangenen Privatkläger A._____ zusammen 

mit dem weiteren Mitgefangenen C._____ angegriffen. Der Beschuldigte habe 

dem Privatkläger einen Kopfstoss versetzt, worauf C._____ den Privatkläger mit 

Faustschlägen niedergestreckt habe. In der Folge habe der Beschuldigte den am 

Boden liegenden Privatkläger mit dem Fuss gegen den Kopf getreten, worauf 

schliesslich C._____ dem Privatkläger mehrere Faustschläge und Tritte gegen 

Kopf und Körper versetzt habe. Als Folge habe der Privatkläger mehrere Verlet-

zungen an Kopf und Körper erlitten (Urk. 40 S. 7). 

1.2 Der Beschuldigte hat an der Hauptverhandlung den ihm vorgeworfenen 

Kopfstoss gegen A._____ anerkannt und betreffend den Fusstritt gegen den am 

Boden liegenden Privatkläger geltend gemacht, er könne sich nicht erinnern, habe 

dies jedoch auf der Aufnahme der Überwachungskamera gesehen. Vor dem 

Kopfstoss habe A._____ ihn wüst beschimpft und schlagen wollen. Sodann habe 

A._____ ihn – wie auch alle übrigen Häftlinge – provoziert (Urk. 72 S. 4-6). Im Be-

rufungsverfahren anerkennt die Verteidigung ausdrücklich den äusseren Anklage-

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sachverhalt (Urk. 91 S. 3; Urk. 141 S. 3). Dies tat bereits die vormalige Verteidi-

gung an der Hauptverhandlung (Urk. 73 S. 16 und S. 30). 

1.3 Die aktuelle wie bereits die frühere amtliche Verteidigung beantragen, der 

Beschuldigte sei lediglich der einfachen Körperverletzung schuldig zu sprechen 

(Urk. 70 S. 1; Urk. 91 S. 1; Urk. 141 S. 2).  

2.1 An der Hauptverhandlung argumentierte die vormalige Verteidigung, sowohl 

der Beschuldigte wie der Mittäter C._____ hätten auf den Privatkläger einge-

schlagen, wodurch dieser als einfache Körperverletzungen zu qualifizierende 

Schädigungen erlitten habe. Gemäss herrschender Lehre und Rechtsprechung 

konsumiere ein Körperverletzungsdelikt den Angriffstatbestand, weshalb der 

Beschuldigte der einfachen Körperverletzung, nicht jedoch des Angriffs schuldig 

zu sprechen sei (Urk. 73 S. 30 f.). Auf diese Argumentation stützte sich an der 

Berufungsverhandlung schliesslich auch die aktuelle Verteidigung (Urk. 141 

S. 4 f.). Sie stellt sich konkret auf den Standpunkt, eine gleichzeitige Bestrafung 

wegen Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB und Körperverletzung im Sinne von 

Art. 122 ff. StGB komme nur dann in Betracht, wenn die verletzte Person durch 

den Angriff einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt war und somit die 

Gefährdung den Erfolg an Intensität übertreffe. Im vorliegenden Fall seien sowohl 

die Handlungen des Beschuldigten als auch diejenigen von C._____ nicht derart 

intensiv, dass sie eine weitergehende Gefährdung begründen würden (Urk. 141 

S. 4).  

2.2 Die Vorinstanz hat vorab zum strittigen Tatbestand des Angriffs im Sinne 

von Art. 134 StGB die notwendigen theoretischen Ausführungen gemacht, worauf 

zu verweisen ist (Urk. 89 S. 33 f.). Erneut ist hinsichtlich des Verhältnisses des 

Angriffs zu einem Verletzungsdelikt zu betonen, dass eine Konkurrenz zwischen 

Art. 134 StGB und den Art. 122 ff. StGB nach der Rechtsprechung u. a. dann in 

Betracht kommt, wenn die Person, die während des Angriffs verletzt wurde, ledig-

lich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefähr-

dung ausgesetzt war. Der als Verbrechen (Art. 10 Abs. 2 StGB) ausgestaltete 

Tatbestand des Angriffs wird dabei grundsätzlich nicht durch die weniger schwere 

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einfache Körperverletzung konsumiert (Urteil des Bundesgerichts 6B_98/2013 

vom 10. Juni 2013, E. 3.2 f.; mit Hinweis auf BGE 135 IV 152, E. 2.1). 

2.3 Beide Mittäter, der Beschuldigte und C._____, haben den Privatkläger nicht 

nur mit Faustschlägen traktiert, sondern auch mit den Füssen gegen Kopf und 

Torso des am Boden liegenden Privatklägers getreten. Diese Schläge und 

Fusstritte waren dabei entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 141 S. 4 f.) 

von einiger Intensität, obschon der Beschuldigte bei seinem eigenen Fusstritt 

nicht stark ausgeholt hat. Doch auch bereits der "Schwedenkuss" war keine Lap-

palie, was sich daran zeigt, dass der Privatkläger in der Folge wegtorkelte und 

somit bereits dadurch ausser Gefecht gesetzt wurde. Entgegen der Ansicht der 

Verteidigung (Urk. 141 S. 4) sind im Rahmen des Angriffes auch die Handlungen 

der anderen Teilnehmer dem Beschuldigten zuzurechnen, zumal sich der Vorsatz 

beim Angriff einzig auf die Beteiligung beziehen muss (vgl. TRECHSEL/MONA, Pra-

xiskommentar StGB, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2018, N 4 zu Art. 134 StGB). 

Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang erneut, dass der Beschuldigte vor 

Beginn der Auseinandersetzung mit C._____ sprach und er – nachdem er dem 

Privatkläger den "Schwedenkuss" verpasst hat – in Richtung des Geschehens 

blickte und die Schläge von C._____ somit ohne Weiteres wahrgenommen hat. In 

der Folge beteiligte er sich durch einen Fusstritt gegen den Privatkläger wiederum 

selbst am Geschehen, woraufhin schliesslich erneut C._____ einen heftigen 

Fusstritt gegen den Kopf des Privatklägers ausführte. Der Beschuldigte hat sich 

somit vor den Handlungen von C._____ in keiner Weise vom Geschehen distan-

ziert, sondern sich vielmehr abwechslungsweise mit diesem am Angriff beteiligt. 

Die Handlungen von C._____ sind im Rahmen des Angriffs daher ohne Weiteres 

auch dem Beschuldigten zuzurechnen. Der letzte Tritt von C._____ gegen den 

Kopf des Privatklägers, welcher mit einiger Intensität ausgeführt wurde, ist daher 

ebenfalls Teil des Angriffs, an welchem sich der Beschuldigte beteiligt hat, und 

erhöhte die daraus resultierende Gefährdung nochmals deutlich. Dem Privatklä-

ger drohte aufgrund dieser Schläge und Fusstritte gegen den Körper und insbe-

sondere den Kopf ohne Weiteres und gemäss konstanter Praxis das naheliegen-

de Risiko, schwerere Verletzungen als die letztlich tatsächlich resultierten zu er-

leiden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1005/2017 vom 9. Mai 2018, E. 2.2.2: 

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Bei Tritten gegen den Kopf eines am Boden Liegenden ist mit dem Eintritt schwe-

rer Körperverletzungen zu rechnen). Die Ausführungen der Verteidigung, wonach 

aus dem Verletzungsbild, welches noch keine gravierenden Verletzungen zeige, 

Rückschlüsse auf die Intensität der Einwirkung und damit die vom Angriff ausge-

hende Gefährdung gezogen werden könnten (Urk. 141 S. 5), treffen nicht zu. So 

ist aus dem Umstand, dass letztendlich bloss leichtere Verletzungen resultierten, 

als aufgrund der auf dem Video ersichtlichen Intensität der Einwirkungen zu er-

warten wären, vielmehr gerade zu schliessen, dass die vom Angriff ausgehende 

Gefährdung die erlittenen Verletzungen überstieg.  

Mit Verweis auf die höchstrichterliche Praxis (Urteil des Bundesgerichts 

6B_98/2013 vom 10. Juni 2013, E. 3.2 f.; mit Verweis auf BGE 135 IV 152, E. 2.1) 

ist diesfalls – da die vom Angriff ausgehende Gefährdung die erlittene Verletzung 

des Privatklägers übersteigt – echte Konkurrenz der genannten Straftatbestände 

anzunehmen. Die Lehre geht im Übrigen zutreffenderweise noch deutlich weiter 

und postuliert, zwischen Angriff (als abstraktem Gefährdungsdelikt) und vorsätz-

lichen oder fahrlässigen Verletzungs- oder Tötungsdelikten sei immer echte 

Konkurrenz anzunehmen (BSK-StGB, MAEDER, 4. Auflage, Basel 2018, Art. 134 

N 14). Es ist daher von echter Konkurrenz zwischen Angriff im Sinne von Art. 134 

StGB und einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 

auszugehen. 

2.4 Der Privatkläger brachte anlässlich der Berufungsverhandlung vor, der 

Beschuldigte sei der schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB bzw. 

eventualiter der einfachen Körperverletzung zum Nachteil eines Wehrlosen im 

Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 3 StGB schuldig zu sprechen (Prot. II S. 12). Diese 

rechtliche Würdigung fällt vorliegend indessen von vornherein ausser Betracht, da 

die zur Erfüllung dieser Straftatbestände notwendigen Sachverhaltselemente im 

Anklagesachverhalt nicht umschrieben sind.  

3. Folglich ist der angefochtene Schuldspruch betreffend Angriff im Sinne von 

Art. 134 StGB und einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB zu bestätigen. 

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III. Sanktion 

1.1 Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten für die Angriffstat eine Freiheitsstrafe 

von 12 Monaten bemessen (Urk. 89 S. 36 ff.). Die vormalige Verteidigung kritisier-

te dieses Strafmass in der Berufungserklärung namentlich dahingehend als zu 

hoch, als der Beschuldigte lediglich der einfachen Körperverletzung schuldig zu 

sprechen sei (Urk. 91 S. 3). Die aktuelle Verteidigung hat an der Berufungs-

verhandlung erneut geltend gemacht, das Strafmass von 12 Monaten sei deshalb 

zu hoch, weil der Beschuldigte bloss wegen einfacher Körperverletzung zu ver-

urteilen sei. Zudem habe die Vorinstanz den Umstand, dass die Tat im Gefängnis 

begangen wurde, zu Unrecht straferhöhend gewertet, da unter den beengten 

Verhältnissen schneller Spannungen unter den Häftlingen auftreten könnten 

(Urk. 141 S. 6 ff.).  

1.2 Die Vorinstanz hat vorab die theoretischen Grundsätze der richterlichen 

Strafzumessung angeführt und den anwendbaren Strafrahmen korrekt abge-

steckt, worauf verwiesen wird (Urk. 89 S. 36 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

1.3 Die Vorinstanz hat den Beschuldigten formell korrekt sowohl des Angriffs wie 

auch der einfachen Körperverletzung schuldig gesprochen. Bei der Strafzumes-

sung hat sie anschliessend die einfache Körperverletzung in der Beurteilung des 

Angriffs als schwereres Delikt aufgehen lassen (Urk. 89 S. 36 ff.). Der Angriff 

steht vorliegend verschuldensmässig im Vordergrund. Eine für die einfache 

Körperverletzung auszufällende Strafe hat gemessen am betreffenden Unrechts-

gehalt neben dem Angriff höchstens noch eine marginale eigenständige Bedeu-

tung. Aufgrund der engen Verflechtung der beiden Tathandlungen ist das Vorge-

hen der Vorinstanz daher sachgerecht und zu übernehmen. Sodann kritisiert auch 

die Verteidigung dieses Vorgehen im Berufungsverfahren nicht (vgl. Urk. 141).  

1.4 Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere hat die Vorinstanz 

zusammengefasst erwogen, der Beschuldigte habe dem Privatkläger erst unver-

mittelt einen Kopfstoss (sog. Schwedenkuss) verpasst und in einem zeitlich klar 

davon abgrenzbaren späteren Zeitpunkt – nachdem nämlich auch C._____ tätlich 

gegen diesen vorgegangen war – dem am Boden liegenden Privatkläger noch ei-

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nen Fusstritt gegen den Kopf versetzt. Er habe sich somit zweimal zu einem tätli-

chen Vorgehen gegenüber dem Privatkläger hinreissen lassen. Ein Fusstritt ge-

gen den Kopf weise ein erhebliches Potenzial für schwere Verletzungen auf. Der 

Eingriff des Beschuldigten in die physische Integrität des Privatklägers wiege nicht 

mehr leicht und der Beschuldigte habe eine erhebliche Gewaltbereitschaft ge-

zeigt. Das Vorgehen des Beschuldigten zeige eine grosse Geringschätzung ge-

genüber der physischen Integrität des Privatklägers und lasse auf eine nicht un-

erhebliche kriminelle Energie schliessen. Die vom Privatkläger erlittenen Verlet-

zungen (Schädelkontusion, Rissquetschwunde an der Unterlippe, Zahnlockerung 

und Thoraxkontusion) hätten zwar ärztlich behandelt werden müssen, sich aber 

insgesamt als nicht besonders schwer erwiesen (Urk. 89 S. 37 ff.). Diese Erwä-

gungen sind allesamt zutreffend und zu übernehmen. Illustrativ ist die Visionie-

rung der Aufzeichnung der am Tatort montierten Überwachungskamera, welche 

das mehrfach gewalttätige Vorgehen der beiden Angreifer wiedergibt (Urk. DS 

2/9/4). 

1.5 Zur subjektiven Tatschwere hat die Vorinstanz zusammengefasst erwogen, 

der Angriff auf den Privatkläger sei ungeplant, spontan und aus nichtigem Anlass 

erfolgt. Der Beschuldigte habe unangemessen und unbeherrscht auf eine gemäss 

eigenen Angaben vorangegangene verbale Provokation des Privatklägers rea-

giert. Er habe vorsätzlich gehandelt. Die Tat sei sinnlos und absolut vermeidbar 

gewesen. Aufgrund der vorliegenden Videoaufnahmen sei eine behauptete 

Notwehrsituation des Beschuldigten klar zu verneinen, zeigten diese doch, dass 

die physische Aggression vom Beschuldigten ausgegangen sei (Urk. 89 S. 38 f.). 

Auch diese Erwägungen sind korrekt und zu übernehmen. Eine unflätige verbale 

Provokation durch den Privatkläger ist dem Beschuldigten leicht entlastend anzu-

rechnen. Der Privatkläger bringt hierzu vor, eine Provokation könne nicht bewie-

sen werden (Prot. II S. 18). Da die Videoaufnahme keine Audiospur enthält, kann 

nicht nachvollzogen werden, was vor dem Vorfall gesprochen wurde. Aufgrund 

der Videoaufnahme kann aber immerhin gesagt werden, dass der Privatkläger vor 

dem Vorfall mit Bällen gespielt hat, was wiederum die Aussage des Beschuldigten 

stützt, wonach er den Privatkläger aufgefordert habe, dies zu unterlassen 

(Urk. 140A S. 6). Zu Gunsten des Beschuldigten muss davon ausgegangen 

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werden, dass eine gewisse verbale Provokation stattgefunden hat. Entgegen der 

Vorinstanz ist das Tatverschulden hingegen noch nicht als "nicht mehr leicht" zu 

qualifizieren, da ansonsten eine Einsatzstrafe im mittleren Bereich/Drittel des 

Strafrahmens anzusetzen wäre. Eine Einsatzstrafe von 20 Monaten Freiheitsstra-

fe oder mehr (ausgehend von einem Strafrahmen von bis zu 5 Jahren Freiheits-

strafe) wäre hingegen den konkreten Tatumständen – ohne diese zu bagatellisie-

ren – nicht mehr angemessen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_837/2015 vom 

18. Februar 2016, E. 1.4.3 mit Verweis auf BGE 136 IV 55, E. 5.9 und Urteil 

6B_1096/2010 vom 7. Juli 2011, E. 4.2: Nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung haben die Formulierung des Verschuldens und die Festsetzung des 

Strafmasses begrifflich in Einklang zu stehen). Gemäss dieser Prämisse werden 

in konstanter Praxis bei leichtem Verschulden Strafen im unteren Drittel des 

Strafrahmens bemessen, bei mittlerem Verschulden Strafen im mittleren Drittel 

des Strafrahmens und bei schwerem Verschulden Strafen im oberen Drittel des 

Strafrahmens.  

Die durch die Vorinstanz nach der Beurteilung der Tatkomponente angesetzte 

hypothetische Einsatzstrafe von acht Monaten Freiheitsstrafe ist – auch wenn von 

einem noch leichten Verschulden ausgegangen wird – eher milde ausgefallen. 

1.6 Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persön-

lichen Verhältnisses des Beschuldigten angeführt (Urk. 89 S. 39 f.). An der Beru-

fungsverhandlung wurden die persönlichen Verhältnisse bestätigt. Der Beschul-

digte gab zudem erneut zu Protokoll, dass er an gesundheitlichen Problemen 

leide (Urk. 140A S. 3 f.). Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten wirken 

sich strafzumessungsneutral aus. Eine gesteigerte Strafempfindlichkeit weist er 

nicht auf. Das Delinquieren während laufender Probezeit wirkt sich straferhöhend 

aus. Entgegen der Kritik des vormaligen Verteidigers hat die Vorinstanz sehr wohl 

das Geständnis des Beschuldigten berücksichtigt (Urk. 89 S. 40 f.; Urk. 91 S. 3). 

Allerdings hat sie dessen strafmindernde Wirkung zurecht relativiert, da der Be-

schuldigte anfänglich die Schuld für seinen Übergriff gänzlich auf den Privatkläger 

schob und er sodann zum äusseren Sachverhalt durch die Aufnahmen der Über-

wachungskamera ohnehin überführt war. Eine gewisse späte Einsicht kann dem 

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Beschuldigten zugestanden werden, zumal er anlässlich der Berufungsverhand-

lung wiederholt zum Ausdruck brachte, dass es ihm leid tue, was geschehen sei 

(Urk. 140 A S. 6; Prot. II S. 19). Die Vorstrafe des Beschuldigten wegen Vergehen 

und Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist entgegen der Ansicht der 

Vorinstanz (Urk. 89 S. 40) straferhöhend zu berücksichtigen. Da die betreffende 

Verurteilung aber bereits über 20 Jahre her ist, fällt sie nur noch marginal ins 

Gewicht. 

1.7 Wenn die Vorinstanz die nach der Beurteilung der Tatkomponente be-

messene hypothetische Einsatzstrafe nach der Beurteilung der Täterkomponente 

auf letztlich 12 Monate Freiheitsstrafe erhöht hat, ist dies im Ergebnis zu über-

nehmen, da die Einsatzstrafe wie vorstehend erwogen tendenziell ohnehin zu tief 

ausgefallen ist.  

2. Zur Vollzugsfrage hat die Vorinstanz zusammengefasst und sinngemäss 

erwogen, der Beschuldigte habe nach Verbüssung eines mehrjährigen Strafteils 

einer Vorstrafe, während laufender Probezeit seiner bedingten Entlassung und im 

geordneten Rahmen einer Justizvollzugsanstalt eine gravierende Straftat be-

gangen. Daher sei ihm eine ungünstige Legalprognose zu stellen und die aktuell 

auszufällende Freiheitsstrafe zu vollziehen (Urk. 89 S. 41 f.; Art. 42 Abs. 1 StGB). 

Die Verteidigung scheint bei ihrem Antrag auf Gewährung des bedingten Straf-

vollzugs namentlich davon auszugehen, der Beschuldigte werde lediglich einer 

einfachen Körperverletzung und somit eines wesentlich weniger schwer wiegen-

den Delikts schuldig gesprochen. Ob der Beschuldigte sich ferner zwischen der 

Verurteilung im Jahr 2000 und der aktuell zu beurteilenden Tat wohlverhalten hat 

(Urk. 91 S. 3; Urk. 141 S. 9), ist für die ihm nach dieser (wie erwogen: gravieren-

den) Tat zu stellende Legalprognose nicht relevant. Massgeblich ist, dass der 

Beschuldigte sich auch durch die Verbüssung einer empfindlichen Strafe und die 

laufende Probezeit nicht von erneuter Delinquenz abhalten liess. Schliesslich hat 

bereits die Vorinstanz zurecht auf den Vorfall vom 21. November 2019 in der JVA 

Pöschwies verwiesen (Urk. 89 S. 42; Urk. 67), anlässlich dessen der Beschuldigte 

sich erneut zu einer aggressiven Unbeherrschtheit hinreissen liess und sein 

offensichtlich vorhandenes Gewaltpotential demonstriert hat. Der Verteidigung 

- 15 - 

kann insoweit gefolgt werden (vgl. Urk. 141 S. 9), dass der Umstand, dass sich 

der vorliegend zu beurteilende Vorfall im Gefängnis zugetragen hat, nicht gegen 

die Bewährung des Beschuldigten spricht. Demgegenüber führt dieser Umstand 

aber auch nicht dazu, dass im Umkehrschluss ohne Weiteres von der Bewährung 

des Beschuldigten in Freiheit auszugehen und die Tatbegehung im Gefängnis 

eine günstige Legalprognose vermuten liesse. Mit anderen Worten kann daraus in 

Bezug auf die Legalprognose nichts Relevantes abgeleitet werden. Dies ändert 

indessen nichts an der zutreffenden Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass dem 

Beschuldigten insbesondere aufgrund der Begehung eines gravierenden Delikts 

während einer laufenden Probezeit eine ungünstige Prognose zu stellen und die 

Freiheitsstrafe daher zu vollziehen ist. 

3.1 Der Beschuldigte wurde mit Entscheid des Vollzugs- und Bewährungs-

dienstes des Kantons Luzern vom 20. März 2018 bedingt aus dem Vollzug einer 

früher verhängten Freiheitsstrafe entlassen und es wurde ihm eine Probezeit von 

der Dauer des offenen Strafrests bis zum 12. August 2021 angesetzt (Urk. 57, 

vgl. Art. 87 Abs. 1 StGB). Die vorliegend zu beurteilende Angriffstat beging er am 

17. Februar 2019 und somit während laufender Probezeit. Die Vorinstanz hat ge-

stützt auf Art. 89 Abs. 1 und 2 StGB die Rückversetzung des Beschuldigten in den 

Vollzug des offenen Strafrests geprüft. Sie hat zutreffend festgestellt, dass dem 

Beschuldigten (wie bereits vorstehend erwogen) aufgrund der Begehung einer 

gravierenden Straftat während laufender Probezeit und nach Verbüssung einer 

längeren Freiheitsstrafe sowie der erneuten Manifestation seines Deliktspotentials 

hinsichtlich erneuter Begehung von Gewaltdelikten eine ungünstige Prognose zu 

stellen ist (Urk. 89 S. 43). Aus den eingeholten Führungsberichten der Justiz-

vollzugsanstalt Grosshof (Kt. Luzern) vom 1. März 2018 (Urk. 126/2) sowie der 

Justizvollzugsanstalt Pöschwies vom 30. Juni 2020 (Urk. 128) kann zwar – abge-

sehen von zwei Disziplinierungen – ein Wohlverhalten im Vollzug erkannt werden, 

dies ist indessen bloss neutral zu werten. Angesichts der zuvor ausgeführten Um-

stände ist daher zwingend eine Rückversetzung in den bedingt aufgeschobenen 

Strafvollzug anzuordnen (Art. 89 Abs. 1 und 2 StGB).  

- 16 - 

3.2 Gemäss Art. 89 Abs. 6 StGB hat das Gericht unter Berücksichtigung der neu 

ausgefällten Sanktion sowie der nun vollziehbar erklärten Reststrafe eine 

Gesamtstrafe zu bilden. Die für die neue Straftat ausgefällte Freiheitsstrafe bildet 

als Einsatzstrafe die Grundlage der Asperation. Das Gericht hat diese folglich mit 

Blick auf den Vorstrafenrest angemessen zu erhöhen. Daraus ergibt sich die 

Gesamtstrafe im Rückversetzungsverfahren (BGE 135 IV 146, E. 2.4.1).  

3.3 Die Vorinstanz hat folgerichtig aus der in Abgeltung des aktuell zu be-

urteilenden Delikts bemessenen Strafe von 12 Monaten Freiheitsstrafe und dem 

offenen Strafrest von 3 Jahren und 123 Tagen Freiheitsstrafe in Anwendung von 

Art. 89 Abs. 6 StGB und in Beachtung des Asperationsprinzips eine Gesamtstrafe 

von 48 Monaten Freiheitsstrafe gebildet (Urk. 89 S. 42 f.). Die Verteidigung mo-

niert, die Vorinstanz habe das Asperationsprinzip nicht genügend berücksichtigt, 

da die ausgefällte Gesamtstrafe im Vergleich zur Addition der Strafen bloss 

123 Tage tiefer sei, was eine zu geringe Reduktion darstelle (Urk. 141 S. 11). 

Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Würde die Strafe weiter gesenkt, würde 

dies eine ungerechtfertigte Privilegierung des Beschuldigten bewirken. Bereits die 

Vorinstanz hat durch die Asperation eine Gesamtstrafe ausgefällt, welche rund 

vier Monate weniger lang dauert als die Addition der für die einzelnen Delikte 

angemessenen Strafen. Dies ist insgesamt sachgerecht und zu übernehmen. 

3.4 An diese Sanktion sind erstandene Haft (12. April 2018 bis 29. Mai 2019) 

bzw. vorzeitiger Strafvollzug (29. Mai 2019 bis 19. Oktober 2020) von insgesamt 

922 Tagen anzurechnen (Art. 51 StGB).  

4.1 Die Vorinstanz hat für den Beschuldigten eine Landesverweisung von 

6 Jahren angeordnet (Urk. 89 S. 50). Die Verteidigung beantragt, es sei von einer 

Landesverweisung abzusehen (Urk. 91; Urk. 141 S. 12 f.).  

4.2 Mit der Vorinstanz und entgegen der Verteidigung (Urk. 91 S. 4; Urk. 141 

S. 12) ist der Beschuldigte einer Katalogtat nach Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB schul-

dig zu sprechen, was grundsätzlich zu einer obligatorischen Landesverweisung 

führt. Inwiefern beim Beschuldigten eine Wegweisung aus der Schweiz zu einem 

Härtefall nach Art. 66a Abs. 2 StGB führen sollte, was zu einem ausnahmsweisen 

- 17 - 

Absehen von einer Landesverweisung führen könnte (BGE 146 IV 105 vom 

4. Dezember 2019 E. 3.4.2. mit Verweisen), vermag die Verteidigung in keiner 

Weise darzutun (Urk. 91 S. 4; Urk. 141 S. 12 f.).  

Die Vorinstanz hat sich zur Frage einer obligatorischen Landesverweisung aus-

führlich und zutreffend geäussert (Urk. 89 S. 44-47). Darauf ist zu verweisen.  

4.3 Die Vorinstanz hat ausgehend von einem nicht mehr leichten Tatverschul-

den überzeugend eine nicht minimale Dauer der Landesverweisung von 6 Jahren 

(Art. 66a Abs. 1 StGB) bemessen (Urk. 89 S. 47). Wie vorstehend erwogen, ist 

zwar heute von einem noch leichten Tatverschulden auszugehen. Ein sehr 

leichtes Verschulden, welches zu einer minimalen Dauer der Landesverweisung 

führen müsste, liegt jedoch klar nicht vor. Eine gegenüber dem Minimum von 

5 Jahren leicht erhöhte Dauer von 6 Jahren ist immer noch angemessen. Diese 

ist somit zu bestätigen 

4.4 Auch die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informa-

tionssystem ist zu bestätigten, zumal der Beschuldigte während laufender Probe-

zeit bzw. trotz seiner Vorstrafe ein Gewaltdelikt verübt hat. 

IV. Zivilforderungen 

1. Die Vorinstanz hat den Privatkläger mit seiner Schadenersatz- und Genug-

tuungsforderung auf den Weg des ordentlichen Zivilprozesses verwiesen (Urk. 89 

S. 51). Der Privatkläger erhebt dagegen Berufung, worauf mit Beschluss der 

Kammer vom 2. Juni 2020 eingetreten wurde (Urk. 119).  

2.1 Die Vorinstanz hat ihren Entscheid dahingehend begründet, der Privatkläger 

habe seine Schadenersatzforderung nicht beziffert und belegt sowie die Genug-

tuungsforderung nicht begründet (Urk. 89 S. 48). Der (nicht anwaltlich vertretene) 

Privatkläger hat im Verlauf des Berufungsverfahrens diverse Eingaben gemacht, 

welche den Aufwand der von ihm als Schaden geltend gemachten Zahnbe-

handlung aber nicht belegen (Urk. 93, 107, 111, 121). Erstmals mit Eingabe vom 

7. September 2020 (Urk. 137/1-2) hat der Privatkläger zwei Kostenaufstellungen 

- 18 - 

für Zahnbehandlungen beigelegt. Beide sind jedoch ausdrücklich als Kosten-

voranschlag deklariert; sodann ist nicht ersichtlich, ob beide Behandlungen 

durchzuführen sind, ob sie sich ergänzen sollen, oder überlagern.  

2.2 An der Berufungsverhandlung bezifferte der Privatkläger seine Zivilansprü-

che und begründete diese (Urk. 142 und Prot. II S. 12 ff.). Die Forderungen wer-

den vom Beschuldigten insbesondere hinsichtlich deren Höhe und der Kausalität 

bestritten (Prot. II S. 14 ff.). 

Zunächst stellt der Privatkläger den Antrag, der Beschuldigte sei zu verpflichten, 

ihm für Zahnbehandlungskosten Fr. 12'000.-- zu bezahlen. Dazu reichte er einen 

Kostenvoranschlag des Zentrums für Zahnmedizin der Universität Zürich 

(Urk. 143/10), einen Kostenvoranschlag der D._____ AG (Urk. 143/11) sowie ein 

Versicherungsformular (Urk. 143/12), ein Schreiben des Spital Limmattals vom 

29. Oktober 2019 (Urk. 143/13) und ein von ihm verfasstes Schreiben an Dr. med. 

dent. E._____ betreffend eines Kostenvoranschlages (Urk. 143/14) ein. Auch mit 

diesen Dokumenten hat der Privatkläger aber nicht dargelegt, dass ihm bereits 

ein Schaden entstanden ist. Dies macht er zudem auch gar nicht geltend. Viel-

mehr ist auch er sich bewusst, dass es sich beim geforderten Betrag um eine 

Schätzung handelt (vgl. Urk. 142 S. 9). Der behauptete zukünftige Schaden ist 

daher naturgemäss auch zum heutigen Zeitpunkt unsubstantiiert und nicht belegt. 

Weiter stellte der Privatkläger den Antrag, der Beschuldigte sei zu verpflichten, 

dem Privatkläger Fr. 100.30 für Trainings- bzw. Gesundheitsbücher zu bezahlen. 

Hierzu macht er geltend, er habe die Bücher infolge des Vorfalles gekauft, um die 

vom Arzt verordnete Selbsttherapie zu machen (Urk. 142 S. 9). Er reicht hierzu 

eine Rechnung von Ex-Libris ein (Urk. 143/1). Aus den eingereichten Unterlagen 

ergibt sich die Kausalität zwischen dem geltend gemachten Schaden und dem 

vorliegend zu beurteilenden Vorfall aber nicht. 

Weiter stellte der Privatkläger den Antrag, der Beschuldigte sei zu verpflichten, 

dem Privatkläger Fr. 700.-- für Physiotherapiekosten zu bezahlen, die er selbst zu 

tragen habe. Die Physiotherapie werde zwar grundsätzlich von der Krankenkasse 

übernommen, nicht aber die Domizilbehandlungen. Bei 10 Sitzungen à Fr. 70.-- 

- 19 - 

ergebe dies den geltend gemachten Betrag von Fr. 700.-- (Urk. 142 S. 9). Der 

Privatkläger reichte hierzu zahlreiche Dokumente ein (Urk. 143/2, 143/4, 143/5 

143/6 143/7, 143/8 und 143/9). Einerseits geht daraus die Kausalität zwischen der 

Physiotherapie und dem vorliegend zu beurteilenden Vorfall nicht zweifelsfrei 

hervor. Hinzuweisen ist insbesondere auf den Hinweis im Schreiben der F._____ 

vom 1. November 2019 (Urk. 143/6), wonach die nicht übernommenen Domizil-

behandlungen im Fall des Privatklägers medizinisch nicht indiziert seien. 

Andererseits ist auch die Höhe des geltend gemachten Schadens nicht belegt.  

Der Privatkläger macht weiter geltend, der Beschuldigte sei zu verpflichten, ihm 

Fr. 1'145.-- für ihm vom Verwaltungsgericht Zürich auferlegte Kosten zu bezahlen. 

Als Begründung führt er an, dass das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht 

Zürich aufgrund einer nicht gerechtfertigten Disziplinierung in Folge des vor-

liegend zu beurteilenden Vorfalles geführt worden sei (Urk. 142 S. 9). Auch hin-

sichtlich dieser Forderung ist insbesondere die Kausalität nicht ausreichend dar-

gelegt worden. So ist aus der eingereichten Rechnung des Verwaltungsgerichts 

des Kantons Zürich vom 11. September 2020 (Urk. 143/18) bloss die Höhe der 

von ihm zu bezahlenden Kosten ersichtlich. Dass diese Kosten in einem kausalen 

Zusammenhang mit dem vorliegend zu beurteilenden Vorfall stehen und vom 

Beschuldigten in widerrechtlicher Art verursacht worden seien, wird nicht substan-

tiiert und ist auch nicht ersichtlich. Hinzu kommt, dass der Privatkläger selber 

ausführte, die betreffende Angelegenheit sei noch nicht rechtskräftig erledigt, da 

er den Entscheid des Verwaltungsgerichts an das Bundesgericht weitergezogen 

habe und jener Entscheid noch ausstehend sei. 

Weiter stellt der Privatkläger den Antrag, der Beschuldigte sei zu verpflichten, 

dem Privatkläger Fr. 600.-- für die Miete eines Laptops zu bezahlen. Zur Begrün-

dung führt er aus, er habe den Laptop im Gefängnis mieten müssen, um die Ein-

gaben im vorliegenden Verfahren schreiben zu können (Urk. 142 S. 9 f.). Er reicht 

dazu ein Dokument des Amts für Justizvollzug ein, aus welchem die Konditionen 

der Laptopmiete ersichtlich sind (Urk. 143/17). Auch diesbezüglich substantiiert 

der Privatkläger aber die Kausalität zwischen den geltend gemachten Kosten und 

- 20 - 

dem Vorfall mit dem Beschuldigten nicht ausreichend. Zudem ist auch die geltend 

gemachte Höhe von Fr. 600.-- nicht belegt. 

Weiter stellt der Privatkläger den Antrag, der Beschuldigte sei zu verpflichten, 

dem Privatkläger Fr. 72.40 für juristische Bücher zu bezahlen, welche er ange-

schafft habe (Urk. 142 S. 10). Diese Forderung blieb sowohl hinsichtlich der Höhe 

der Forderung als auch betreffend Kausalität unsubstantiiert. 

2.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Privatkläger seine Schaden-

ersatzansprüche auch zum heutigen Zeitpunkt nicht ausreichend substantiiert und 

belegt hat. Sie sind daher auf den Weg des Zivilprozesses zu verweisen. 

3. Schliesslich beantragt der Privatkläger, der Beschuldigte sei – unter Einbe-

zug einer Entschädigung für das vorliegende Verfahren – zu verpflichten, dem 

Privatkläger Fr. 6'000.-- als Genugtuung zu bezahlen. Der Privatkläger macht gel-

tend, dass er aufgrund des Vorfalles massive Schmerzen im Schulter-, Rücken- 

und Nackenbereich gehabt habe und dies ihm das Sitzen und Schreiben er-

schwert habe. Insbesondere sei das Schreiben von Hand eine "Schmerzorgie". 

Zudem stelle das Verfahren für ihn eine grosse Belastung für die Nerven und die 

Psyche dar (Urk. 142 S. 10). Hinsichtlich der Genugtuungsforderung ist belegt 

und unstrittig, dass der Privatkläger als Folge des Angriffs des Beschuldigten 

Schädel- und Thoraxkontusionen und einen Zahnschaden erlitten hat (Urk. 

DS 2/10/3). Dass er darüber hinaus während einiger Zeit an Schmerzen litt, hat er 

überzeugend ausgesagt und dies kann aufgrund der Intensität des Übergriffs 

auch als notorisch angenommen werden (vgl. erneut die Aufzeichnung der am 

Tatort montierten Überwachungskamera, Urk. DS 2/9/4). Entsprechend ist der 

Beschuldigte zu verpflichten, dem Privatkläger eine Genugtuung zu bezahlen. 

Diese ist unter Berücksichtigung der gesamten Umstände auf Fr. 1'500.-- festzu-

setzen. Ein Zins wurde anlässlich der Berufungsverhandlung nicht mehr be-

antragt. Im Mehrbetrag ist das Genugtuungsbegehren abzuweisen. 

- 21 - 

V. Kostenfolgen 

1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- festzu-

setzen.  

2. Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte mit seiner Berufung 

vollumfänglich. Der Privatkläger obsiegt zumindest teilweise. Die Anklagebehörde 

unterliegt aufgrund ihres Berufungsrückzugs ebenfalls. Der Rückzug erfolgte 

jedoch noch in einem relativ frühen Verfahrensstadium. 

Somit sind die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive Kosten der amtlichen 

Verteidigung, zu 2/3 dem Beschuldigten aufzuerlegen und im verbleibenden 1/3 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine Kostenauflage an den teilweise unter-

liegenden Privatkläger rechtfertigt sich – noch – nicht (Art. 428 StPO).  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung – welche ergänzt um den Aufwand für die 

Berufungsverhandlung mit Fr. 10'600.-- ausgewiesen (Urk. 140) und insbesonde-

re aufgrund der anfänglichen Berufung der Staatsanwaltschaft in Bezug auf die 

BetmG-Delikte auch angemessen sind – sind zu 1/3 definitiv und zu 2/3 einst-

weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen; unter Vorbehalt einer Rückforderung 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO für 2/3 der Kosten. Die Parteien werden darauf hin-

gewiesen, dass im versandten Urteilsdispositiv die Kosten des vormaligen amt-

lichen Verteidigers, welcher bereits mit Verfügung vom 29. April 2020 (Urk. 105) 

mit Fr. 438.45 aus der Gerichtskasse entschädigt wurde, irrtümlicherweise nicht 

im Kostenblock aufgeführt sind. Dieses offensichtliche Versehen wird in Anwen-

dung von Art. 83 Abs. 1 StPO im Dispositiv des begründeten Urteils korrigiert. 

3. Dem Beschuldigten ist ausgangsgemäss entgegen seinem Antrag für das 

gesamte Verfahren weder Schadenersatz noch Genugtuung zuzusprechen 

(Urk. 91 S. 4; Art. 429 StPO). Der Privatkläger hat neben seiner Genugtuungs-

forderung keine Entschädigung verlangt. 

 

- 22 - 

Es wird beschlossen: 

1. Vom Rückzug der Berufung der Anklagebehörde wird Vormerk genommen.  

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, 

vom 29. Januar 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

 "1.  Das Verfahren betreffend mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 
Abs. 3 und 4 i.V.m. Ziff. 2 lit. a aBetmG (Vorgang 4, Anklageziffern 1.1. und 1.2.) wird 

eingestellt. 

 2. (…) 

3.  Der Beschuldigte wird von folgenden Vorwürfen freigesprochen: 

− mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 i.V.m. 

Ziff. 2 lit. a aBetmG (Vorgänge 9 und 15, Anklageziffern 1.4. bis 1.10. und 

1.11.) 

− Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 aBetmG i.V.m. 

Art. 25 StGB (Vorgang 6, Anklageziffer 1.3.). 

4.  (...) 

5.  (...) 

6.  (...) 

7.  (...) 

8.  (...) 

9.  Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 5'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'000.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 272.20   Auslagen 

Fr. 384.–   Entschädigung Zeuge 

Fr. 1'125.–   Entschädigung Dolmetscher (Vorverfahren) 

Fr. 51'585.15   amtliche Verteidigung (Vorverfahren) 
 
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

- 23 - 

10.  Die Gebühr für das Vorverfahren sowie die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, 

ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden zu 1/10 dem Beschul-

digten auferlegt und zu 9/10 auf die Gerichtskasse genommen. Die weiteren Kosten 

werden auf die Gerichtskasse genommen.  

11.  Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 

1/10. (...) 

12. (…) 

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittel)" 

3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig des Angriffs im Sinne von Art. 134 

StGB sowie der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 

Abs. 1 StGB. 

2. Die mit Entscheid des Vollzugs- und Bewährungsdiensts des Kantons 

Luzern vom 20. März 2018 verfügte bedingte Entlassung wird widerrufen. 

Der Beschuldigte wird in den Vollzug der noch ausstehenden Reststrafe von 

3 Jahren und 123 Tagen Freiheitsstrafe rückversetzt. 

3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug dieses Strafrestes bestraft mit einer 

Freiheitsstrafe von 48 Monaten als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 

922 Tage durch Untersuchungshaft sowie durch vorzeitigen Strafantritt 

erstanden sind. 

4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 6 Jahre des Landes 

verwiesen. 

5. Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informa-

tionssystem angeordnet. 

- 24 - 

6. Der Privatkläger A._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ eine 

Genugtuung von Fr. 1'500.-- zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genug-

tuungsbegehren des Privatklägers A._____ abgewiesen. 

8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 438.45   amtliche Verteidigung (RA X2._____) 

Fr. 10'600.--   amtliche Verteidigung (RA X1._____) 

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 2/3 auferlegt und im 

verbleibenden 1/3 auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amt-

lichen Verteidigung werden zu 2/3 einstweilen und zu 1/3 definitiv auf die 

Gerichtskasse genommen. Im Umfang von 2/3 bleibt die Rückzahlungs-

pflicht des Beschuldigten im Sinne von Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.  

10. Dem Beschuldigten wird für das gesamte Verfahren kein Schadenersatz und 

keine Genugtuung zugesprochen.  

11. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versandt) 

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (versandt) 
− den Privatkläger (versandt) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 
− den Privatkläger 

- 25 - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 
Abs. 1 PolG) betr. der vorinstanzlichen Dispositivziffern 1 und 3. 

− die Kasse des Bezirksgerichts Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B.  

12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 

Zürich, 19. Oktober 2020 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Prinz 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw L. Zanetti 
 

 
 

	Urteil vom 19. Oktober 2020
	Anklage:
	"Es wird erkannt:
	1. Das Verfahren betreffend mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 i.V.m. Ziff. 2 lit. a aBetmG (Vorgang 4, Anklageziffern 1.1. und 1.2.) wird eingestellt.
	2. Der Beschuldigte ist schuldig des Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB und der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Anklageziffer 1.12.).
	3. Der Beschuldigte wird von folgenden Vorwürfen freigesprochen:
	 mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 i.V.m. Ziff. 2 lit. a aBetmG (Vorgänge 9 und 15, Anklageziffern 1.4. bis 1.10. und 1.11.)
	 Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 aBetmG i.V.m. Art. 25 StGB (Vorgang 6, Anklageziffer 1.3.).
	4. Die mit Entscheid des Vollzugs- und Bewährungsdiensts des Kantons Luzern vom 20. März 2018 verfügte bedingte Entlassung wird widerrufen. Der Beschuldigte wird in den Vollzug der noch ausstehenden Reststrafe von 3 Jahren und 123 Tagen Freiheitsstraf...
	5. Der Beschuldigte wird unter Einbezug dieses Strafrestes bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 658 Tage durch Untersuchungshaft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind.
	6. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 6 Jahre des Landes verwiesen.
	7. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird angeordnet.
	8. Der Privatkläger A._____ wird mit seinem Schadenersatz- und seinem Genugtuungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	9. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	10. Die Gebühr für das Vorverfahren sowie die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden zu 1/10 dem Beschuldigten auferlegt und zu 9/10 auf die Gerichtskasse genommen. Die weiteren Kosten werden auf...
	11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 1/10. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss ent...
	12. Der Antrag des Beschuldigten auf Zusprechung von Schadenersatz und Genugtuung wird abgewiesen.
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, Kollegialgericht in Strafsachen, vom 29. Januar 2020 bezüglich der Dispositivziffern 1, 3, 9, 10 und 11 in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Die Dispositivziffer 2 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und es sei der Beschuldigte der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.
	3. Die Dispositivziffer 4 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und es sei von einer Rückversetzung in den Strafvollzug der noch ausstehenden Reststrafe von 3 Jahren und 123 Tagen Freiheitsstrafe abzusehen.
	4. Die Dispositivziffer 5 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und es sei der Beschuldigte für die einfache Körperverletzung mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 7 Monaten zu bestrafen.
	Es sei festzustellen, dass bis und mit heute 922 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. Entsprechend sei der Beschuldigte umgehend aus dem Strafvollzug zu entlassen.
	5. Die Dispositivziffern 6 und 7 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben und es sei von einer Landesverweisung sowie einer Ausschreibung im Schengener Informationssystem abzusehen.
	6. Die Zivilforderungen des Privatklägers A._____ seien auf den Zivilweg zu verweisen.
	7. Die Dispositivziffer 12 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und es sei der Beschuldigte für die Überhaft eine Genugtuung von Fr. 142'400.– zu entrichten.
	Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.
	Erwägungen:
	I.   Prozessuales
	Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 StPO).

	II. Schuldpunkt
	1.1 Dem Beschuldigten wird im – noch zur Beurteilung verbleibenden – Anklagepunkt 1.12 der Anklageschrift vom 10. Juli 2019 zusammengefasst vorgeworfen, er habe am 17. Februar 2019 um ca. 8:30 Uhr im Spazierhof 1 des Gefängnisses Limmattal in Dietikon...
	1.2 Der Beschuldigte hat an der Hauptverhandlung den ihm vorgeworfenen Kopfstoss gegen A._____ anerkannt und betreffend den Fusstritt gegen den am Boden liegenden Privatkläger geltend gemacht, er könne sich nicht erinnern, habe dies jedoch auf der Auf...

	III. Sanktion
	1.5 Zur subjektiven Tatschwere hat die Vorinstanz zusammengefasst erwogen, der Angriff auf den Privatkläger sei ungeplant, spontan und aus nichtigem Anlass erfolgt. Der Beschuldigte habe unangemessen und unbeherrscht auf eine gemäss eigenen Angaben vo...
	Die durch die Vorinstanz nach der Beurteilung der Tatkomponente angesetzte hypothetische Einsatzstrafe von acht Monaten Freiheitsstrafe ist – auch wenn von einem noch leichten Verschulden ausgegangen wird – eher milde ausgefallen.
	1.6 Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönlichen Verhältnisses des Beschuldigten angeführt (Urk. 89 S. 39 f.). An der Berufungsverhandlung wurden die persönlichen Verhältnisse bestätigt. Der Beschuldigte gab zudem erneut ...

	IV. Zivilforderungen
	V. Kostenfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Vom Rückzug der Berufung der Anklagebehörde wird Vormerk genommen.
	2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 29. Januar 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1.  Das Verfahren betreffend mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 i.V.m. Ziff. 2 lit. a aBetmG (Vorgang 4, Anklageziffern 1.1. und 1.2.) wird eingestellt.
	2. (…)
	3.  Der Beschuldigte wird von folgenden Vorwürfen freigesprochen:
	 mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 i.V.m. Ziff. 2 lit. a aBetmG (Vorgänge 9 und 15, Anklageziffern 1.4. bis 1.10. und 1.11.)
	 Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 aBetmG i.V.m. Art. 25 StGB (Vorgang 6, Anklageziffer 1.3.).
	4.  (...)
	5.  (...)
	6.  (...)
	7.  (...)
	8.  (...)
	9.  Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	10.  Die Gebühr für das Vorverfahren sowie die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden zu 1/10 dem Beschuldigten auferlegt und zu 9/10 auf die Gerichtskasse genommen. Die weiteren Kosten werden au...
	11.  Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 1/10. (...)
	12. (…)
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)"
	3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB sowie der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.
	2. Die mit Entscheid des Vollzugs- und Bewährungsdiensts des Kantons Luzern vom 20. März 2018 verfügte bedingte Entlassung wird widerrufen. Der Beschuldigte wird in den Vollzug der noch ausstehenden Reststrafe von 3 Jahren und 123 Tagen Freiheitsstraf...
	3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug dieses Strafrestes bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 922 Tage durch Untersuchungshaft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind.
	4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 6 Jahre des Landes verwiesen.
	5. Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem angeordnet.
	6. Der Privatkläger A._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ eine Genugtuung von Fr. 1'500.-- zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren des Privatklägers A._____ abgewiesen.
	8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 2/3 auferlegt und im verbleibenden 1/3 auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zu 2/3 einstwei...
	10. Dem Beschuldigten wird für das gesamte Verfahren kein Schadenersatz und keine Genugtuung zugesprochen.
	11. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (versandt)
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (versandt)
	 den Privatkläger (versandt)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich
	 den Privatkläger
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG) betr. der vorinstanzlichen Dispositivziffern 1 und 3.
	 die Kasse des Bezirksgerichts Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B.

	12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.