# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d4014286-bc3e-5924-9014-ca249a768278
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-09-26
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 2018
**Docket/Reference:** ST.2022.108
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-st.2022.108.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 ST.2022.108 

Entscheid 

 26. September 2022 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Hans Heinrich Knüsli, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuer-
richter Christian Griesser und Gerichtsschreiber Marius Obertüfer 

A ,    

vertreten durch RA lic.iur. B, 

In Sachen 

gegen 

Rekurrent,  

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Stadt Zürich,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2018 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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In der Erwägung,  

dass  die  Steuerverwaltung  des  Kantons  Graubünden  A  (nachfolgend  der 

Pflichtige) wegen persönlicher Zugehörigkeit für die Steuerperiode 2018 von einer un-

beschränkten Steuerpflicht in C/GR ausging und den Pflichtigen für diese Steuerperio-

de am 30. Oktober 2019 veranlagte;  

dass die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden eine gegen die Veranla-

gung  erhobene  Einsprache  am  8.  November  2019  guthiess,  was  –  bei  nach  wie  vor 

unbestrittener  unbeschränkter  Steuerpflicht  –  zu  einer  Reduktion  der  Steuerfaktoren 

führte;  

dass der Einspracheentscheid des Kantons Graubünden Ende 2019 unange-

fochten in Rechtskraft erwuchs; 

dass  das  kantonale  Steueramt  Zürich  den  Pflichtigen  mit  Schreiben  vom 

15. Juli  2021  darüber  informierte,  dass  es  für  die  Steuerperiode  2018  und  die  darauf 

folgenden Steuerperioden ein Steuerhoheitsverfahren eröffnet habe;  

dass  das  kantonale  Steueramt  nach  durchgeführter  Untersuchung  zum  Le-

bensmittelpunkt des Pflichtigen mit Vorentscheid vom 25. November 2021 für den Kan-

ton Zürich die (unbeschränkte) Steuerhoheit ab Steuerperiode 2018 beanspruchte; 

dass der Steuerhoheitsentscheid unangefochten in Rechtskraft erwuchs; 

dass  das  kantonale  Steueramt  den  Pflichtigen  danach,  am  20.  Januar 2022, 

für die Steuerperiode 2018 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 321'200.- (satz-

bestimmend  Fr.  340'700.-)  und  einem  steuerbaren  Vermögen  von  Fr. 1'992'000.- 

(satzbestimmend Fr. 2'786'000.-) einschätzte; 

dass der Pflichtige hiergegen am 7. Februar 2022 Einsprache erhob mit dem 

einzigen  (sinngemässen)  Antrag,  es  sei  die  Einschätzung  wegen  der  interkantonalen 

Doppelbesteuerung aufzuheben; 

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dass  das  kantonale  Steueramt  auf  das  Rechtsmittel  eintrat,  und  es  mit  Ent-

scheid vom 4. Mai 2022 unter Bestätigung der Steuerfaktoren abwies; 

dass  es erwog,  der  Pflichtige  habe  sein  Recht  zur  Anfechtung  der  Steuerho-

heit im Kanton Zürich verwirkt, weil er den Vorentscheid über die Beanspruchung der 

Steuerhoheit vom 25. November 2021 nicht angefochten habe; 

dass  der  Pflichtige  mit  rechtzeitig  erhobenem  Rekurs  vom  1. Juni  2022  die 

Höhe der durch die Steuerbehörde festgelegten Steuerfaktoren nicht Frage stellt, son-

dern einzig  verlangt,  der  Einspracheentscheid  sei  zwecks  Vermeidung  einer  interkan-

tonalen Doppelbesteuerung aufzuheben; 

dass  er  gleichzeitig  betont,  das  Rekursverfahren  nicht  zur  Bestreitung  der 

Steuerhoheit des Kantons Zürich oder der durch diesen verfügten Steuerfaktoren ein-

geleitet  zu  haben,  sondern  einzig,  um  den  kantonalen  Instanzenzug  auszuschöpfen, 

und  anschliessend  beim  Bundesgericht  die  verfassungswidrige  Doppelbesteuerung 

durch den Kanton Graubünden zu rügen; 

dass  das  kantonale  Steueramt  mit  Rekursantwort  vom  22.  Juli  2022  auf  Ab-

weisung des Rechtsmittels schloss; 

dass  damit  (sinngemäss)  übereinstimmende  Anträge  vorliegen,  denen  unter 

Vorbehalt der Gesetzeskonformität stattzugeben ist;  

dass  es  sich  bei  einem  Steuerhoheitsentscheid  um  einen  Teilentscheid  han-

delt,  der  in  Rechtskraft  erwächst,  wenn  er  nicht  innert  der  30-tägigen  Einsprachefrist 

angefochten wird (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Kommentar zum Zürcher Steu-

ergesetz, 4. A., 2021, § 3 N 105 f. StG); 

dass  es  sich  bei  der  Einsprachefrist  um  eine  Verwirkungsfrist  handelt,  die 

nicht erstreckbar ist, und nach deren Ablauf Klarheit darüber bestehen soll, ob der er-

gangene  Entscheid  angefochten  oder  anerkannt  worden  ist  (Richner/Frei/Kauf-

mann/Rohner, § 140 N 48 StG); 

dass  das  kantonale  Steueramt  in  der  vorliegenden  Streitsache  somit  richtig-

erweise  davon  ausging,  es  handle  sich  bei  der  Steuerhoheitsfrage  aufgrund  der 

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Rechtskraft des Hoheitsentscheids vom 25. November 2021 um eine res iudicata, wel-

che durch den Pflichtigen im nachfolgenden Einschätzungsverfahren nicht wieder auf-

geworfen werden dürfe; 

dass das kantonale Steueramt auf diese Frage gar nicht hätte eintreten dürfen 

und dies korrekterweise in einer separaten Dispo-Ziffer hätte festhalten müssen; 

dass dem Pflichtigen aus diesem Fehler kein Nachteil erwächst, weil die Ver-

wirkung seines Rechts in der zutreffenden Begründung des Einspracheentscheids ein-

gehend behandelt wurde; 

dass im vorliegenden Rekursverfahren einzig darüber zu befinden ist, ob  das 

an sich angezeigte teilweise Nichteintreten der Vorinstanz auf die einzig strittige Frage 

der  Steuerhoheit  bzw.  der  unbeschränkten  Steuerpflicht  im  Kanton  Zürich  im  Rekurs-

verfahren Bestand hätte; 

dass diese Frage ohne Weiteres zu bejahen ist, weil der Pflichtige es wie ge-

sehen versäumt hat, gegen den Hoheitsentscheid rechtzeitig Einsprache zu erheben; 

dass der Pflichtige nicht in guten Treuen davon ausgehen durfte, der Kanton 

Graubünden würde ohne Weiteres auf die Besteuerung verzichten; 

dass Fristwiederherstellungsgründe somit nicht zu erkennen sind; 

dass  die beantragte  Abweisung  des  Rekurses  somit mit  dem Gesetz  im  Ein-

klang steht;  

dass  die  reduzierten  Kosten  des  Rekursverfahrens  ausgangsgemäss  dem 

vollumgänlich unterliegenden Pflichtigen aufzuerlegen sind (§ 151 Abs. 1 StG) und  

dass Letzterem keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (§ 152 StG i.V.m. 

§  17  Abs.  2  des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes  vom  24.  Mai  1959/6.  Septem-

ber 1997),  

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erkennt die Kammer: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…] 

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