# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db0313c0-9fdc-5742-bdd4-f83bf1282739
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-21
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 21.02.2022 II 2022 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-3_2022-02-21.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 3

Entscheid vom 21. Februar 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Milena Pesic, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________, B.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Erwerbsersatzordnung (Covid-19; Erwerbsersatz)

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Sachverhalt:

A. A.________ führt das Einzelunternehmen "A.________" (CHE-________) 
mit Sitz in C.________ und dem Zweck "________" (vgl. www.zefix.ch; eingese-
hen am 8.2.2022). Mit der Einzelfirma betreibt A.________ namentlich das 
B.________ (https://B.________.ch). 

B. Am 29. Oktober 2021 reichte A.________ bei der Ausgleichskasse Schwyz 
die Anmeldung für die Corona-Erwerbsersatzentschädigung infolge erheblicher 
Umsatzeinbusse für den Monat Oktober 2021 ein (die Anmeldung ist nicht in den 
Vorakten, resp. nur eine Mail vom 29.10.2021, mit welcher A.________ der Aus-
gleichskasse die Umsatzzahlen für den Monat Oktober 2021 lieferte [Vi-act. 1]; 
siehe auch Einspracheentscheid Ingress Bst. A).

C. Mit Verfügung vom 7. November 2021 wies die Ausgleichskasse den An-
trag für den Monat Oktober 2021 ab (Vi-act. 2). Hiergegen erhob A.________ am 
19. November 2021 Einsprache (Vi-act. 3), welche die Ausgleichskasse Schwyz 
mit Entscheid vom 4. Januar 2022 abwies (Vi-act. 6).

D. Am 10. Januar 2022 reicht A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde ein mit dem sinngemässen Antrag, es sei 
ihm die Corona-Erwerbsersatzentschädigung für den Zeitraum 1. Oktober bis 20. 
Dezember [2021] zu entrichten. 

E. Mit Vernehmlassung vom 21. Januar 2022 beantragt die Vorinstanz:

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
ist.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes we-
gen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Ist eine der 
gesetzlichen Voraussetzung nicht erfüllt, trifft das Gericht einen Nichteintreten-
sentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP).

1.2 Die Vorinstanz beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit überhaupt 
darauf einzutreten sei. Denn der Beschwerdeführer beantrage Corona-
Erwerbsersatzentschädigung (CEE) für die Monate Oktober bis Dezember 2021. 
Gegenstand der angefochtenen Verfügung bzw. des angefochtenen Einspra-
cheentscheides sei indes einzig der Monat Oktober 2021 gewesen. 

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1.3 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung 
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiter-
ziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungs-
gegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit 
keine Verfügung ergangen ist (siehe BGE 125 V 414 Erw. 1a mit Verweis auf 
BGE 119 IB 36 Erw. 1b, 118 V 313 Erw. 3b, 110 V 51 Erw. 3b, je mit Hinweisen; 
vgl. auch BGE 123 V 324 Erw. 6c). Diesbezüglich wird in der kantonalen Recht-
sprechung festgehalten, dass nach konstanter Praxis der Umfang der Tätigkeit 
des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegen-
stand abgegrenzt wird. Es kann nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens 
sein, was auch Gegenstand der zugrunde liegenden Verfügung war bzw. nach 
richtiger Gesetzesauslegung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die 
erste Instanz bzw. die Vorinstanz zu Recht (noch) nicht entschieden hat, fallen 
nicht in den Kompetenzbereich des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz 
(vgl. statt vieler VGE III 2019 110 vom 29.8.2019 Erw. 2.1 m.w.H.; Urteil BGer 
2C_314/2019 vom 11.3.2020 Erw. 3.1; siehe auch Bertschi, in: Kommentar zum 
VRG-ZH, 3. A., Zürich 2014, Vorbem. zu §§ 19-28a, Rz. 44-49; 
Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes, 3. A., Zürich 2013, Rz. 685ff.; EGV-SZ 1979, S. 122; VGE III 2017 196 
vom 20.12.2017 Erw. 2.2).

1.4 Es ist der Vorinstanz beizupflichten, dass Gegenstand der angefochtenen 
Verfügung vom 7. November 2021 ausschliesslich der Antrag vom 29. Oktober 
2021 auf CEE für den Monat Oktober 2021 bildete. Nur dies konnte Gegenstand 
des Einspracheentscheides sein. Nach dem Gesagten kann somit auch Gegen-
stand des vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahrens ausschliess-
lich der Anspruch auf CEE für den Monat Oktober 2021 sein. 

Damit aber ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, soweit der Beschwerdefüh-
rer CEE für den Monat November und bis zum 20. Dezember 2021 beantragt.

2. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist somit, ob der Beschwerdeführer für 
den Monat Oktober 2021 Anspruch auf CEE hat.

2.1.1 Gemäss der im Oktober 2021 geltenden Fassung der Verordnung über 
Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus vom 
20. März 2020 (Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall, SR 830.31, Stand 
20.9.2021 und ebenso 28.10.2021; vgl. BGE 147 V 278 Erw. 2.1) können 

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Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG, die im Sinne des AHVG ob-
ligatorisch versichert sind, Anspruch auf CEE haben, 

wenn sie (Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall):
a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur 

Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen; und
b. einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden

oder wenn (Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall):
a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur 

Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich eingeschränkt ist;
b. sie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; und
c. sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen 

von mindestens 10 000 Franken erzielt haben; diese Voraussetzung gilt sinn-
gemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde; wurde 
die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese         
Voraussetzung proportional zu deren Dauer.

2.1.2 Vorliegend ist der Status des Beschwerdeführers als Selbstständigererwer-
bender nach Art. 12 ATSG ebenso unbestritten wie seine obligatorische Versi-
cherung im Sinne des AHVG. Damit ist unbestritten, dass er im Falle der Erfül-
lung der weiteren Voraussetzungen Anspruch auf CEE haben kann.

2.1.3 Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, ihm sei die Erwerbstätigkeit 
aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-
19-Epidemie untersagt worden. Mithin fällt ein Anspruch aus Art. 2 Abs. 3 Covid-
19-Verordnung Erwerbsausfall ausser Betracht. Strittig ist, ob er die Vorausset-
zung nach Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall erfüllt.

2.2 Mit Erlass des Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grundlagen für Ver-
ordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-
Gesetz; SR 818.102) vom 25. September 2020 schuf das Parlament eine gesetz-
liche Grundlage zu Ausrichtung von Entschädigungen des Erwerbsausfalls infol-
ge Pandemiemassnamen (Art. 15 Abs. 1 Covid-19-Gesetz). Dies, nachdem der 
Bundesrat bereits am 20. März 2020 die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall 
zur Milderung der Erwerbsausfälle aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung 
des Coronavirus erlassen hatte. Mit dem Covid-19-Gesetz wurde dem Bundesrat 
die Kompetenz eingeräumt, die Entschädigungen fortzuführen. In seinem Geset-
zesentwurf beabsichtigte er dabei, den Anspruch auf Selbständigerwerbende zu 
beschränken, die ihre Erwerbstätigkeit massnahmebedingt unterbrechen muss-
ten, also von einem direkten Verbot betroffen sind (vgl. BBl 2020 6612; auch BK 
Thurnherr AB 2020 N 1341 ff.). Erst in der parlamentarischen Diskussion (und 

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Differenzbereinigung) wurde der Anspruch erweitert auf Personen, die mass-
nahmebedingt massgeblich in ihrer Arbeit eingeschränkt sind (AB 2020 S 1013; 
AB 2020 N 1764). Dies führte zur (im strittigen Zeitraum gültigen) Formulierung, 
dass der Bundesrat die Ausrichtung von Entschädigungen des Erwerbsausfalls 
bei Personen vorsehen kann, die ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnah-
men im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Epidemie unterbre-
chen oder massgeblich einschränken müssen. Nur Personen mit einem Erwerbs- 
oder Lohnausfall, die in ihrer Unternehmung eine Umsatzeinbusse von mindes-
tens 30 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz in den Jahren 
2015–2019 haben, gelten in ihrer Erwerbstätigkeit als massgeblich eingeschränkt 
(Art. 15 Abs. 1 Covid-19-Gesetz, Stand 2.9.2021). 

2.3 Gestützt auf Art. 15 Abs. 1 Covid-19-Gesetz erliess der Bundesrat die An-
spruchsgrundlage von Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (vgl. 
oben Erw. 2.1.1). Demgemäss können Selbständigerwerbende Anspruch auf 
CEE haben, wenn ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten 
Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich einge-
schränkt ist. 

Die Frage der Massgeblichkeit der Einschränkung ist vorliegend nicht strittig. Re-
spektive wurde sie von der Vorinstanz nicht geprüft, weil sie den Anspruch aus 
anderem Grunde verneinte.

Strittig ist nämlich allein, ob die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers "auf-
grund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-
Epidemie" eingeschränkt war.

2.4.1 Im Zusammenhang mit seinem Antrag auf CEE meldete der Beschwerde-
führer am 29. Oktober 2021 der Vorinstanz seine Umsätze für den Oktober 2021 
(zwei Anlässe mit total Fr. 10'185, Abrechnung eines Anlasses noch offen). Dies 
mit dem Hinweis, alle anderen Veranstaltungen seien ausgefallen (Vi-act 1).

In der Ablehnungsverfügung vom 7. November 2021 erklärte die Vorinstanz, ab 
dem 13. September 2021 gelte an verschiedenen Orten die Zertifikatspflicht. An-
sonsten gebe es kaum noch behördliche Einschränkungen, weshalb die Aus-
gleichskassen die Gründe, welche Versicherte für eine erhebliche Einschränkung 
geltend machen würden, besonders beachten würden. Die Gründe müssten in 
einem engen Zusammenhang mit den Massnahmen zur Bekämpfung des Virus 
stehen. Betriebe, die nicht von einer von Bund oder Kantonen verordneten Mass-
nahme betroffen seien, hätten keinen Anspruch auf CEE. Der Beschwerdeführer 
begründe den Umsatzrückgang mit dem Ausfall von Veranstaltungen. Für die 
Tätigkeit des B.________ seien indes von Bund und Kantonen keine Massnah-

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men verordnet worden, die einen Umsatzeinbruch begründen würden. Monatli-
che Umsatzschwankungen, aus der Pandemie resultierende konjunkturelle 
Schwankungen sowie Veränderungen des gesellschaftlichen Lebens könnten 
nicht grundsätzlich den verordneten Corona-Massnahmen zugeschrieben wer-
den (Vi-act. 2).

2.4.2 In der Einsprache bestätigt der Beschwerdeführer, dass ihn kein 'Berufs-
verbot' treffe. Aber dennoch würden die von ihm besuchten Anlässe zu 90% ab-
gesagt. Viele Anlässe würden aufgrund der Massnahmen oder Tendenzen der 
Fallzahlen vorweg wieder storniert. Per Gesetz dürfe er arbeiten, aber er könne 
nicht arbeiten. Er fragt, was die Freigabe des Bundes nütze, wenn gleichzeitig 
die Anlässe aus Angst der Veranstalter abgesagt würden (Vi-act. 3).

2.4.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid hält die Vorinstanz daran fest, dass 
die Umsatzeinbusse Oktober 2021 nicht auf bestehende kantonale Massnahmen 
oder solche des Bundes zurückzuführen seien. Unter Beachtung der Zertifikats-
pflicht hätten im Oktober Veranstaltungen durchaus durchgeführt werden kön-
nen. Soweit der Beschwerdeführer auf die Angst als Grund der Absage der An-
lässe hinweise, so gehe diese auf das Virus selbst, nicht jedoch auf behördliche 
Massnahmen zurück. Der Beschwerdeführer vermöge nicht rechtsgenüglich dar-
zutun, welche behördlichen Massnahmen zum Umsatzrückgang geführt haben 
sollen. Entsprechend sei der Anspruch auf CEE zu Recht verneint worden.

2.4.4 Vor Verwaltungsgericht bestreitet der Beschwerdeführer, der Umsatzrück-
gang sei nicht auf behördliche Massnahmen zurückzuführen. Der Umsatz sei 
2021 um 90% zurückgegangen. Dies allein wegen behördlichen Massnahmen. 
Beispielhaft führt der Beschwerdeführer auf:

- St. Galler Fest, 1./2. Oktober 2021; Absage infolge Massnahmen des Bundes-
rates,

- Uster Märt 25./26. November 2021, Absage durch Stadtrat und Polizei,
- Adliswil 27./28. November 2021; Absage durch Organisationskomitee,
- Weihnachtsmarkt Rapperswil 2. bis 19. Dezember 2021, Absage, weil der 

Markt aufgrund der Covid-Situation verkleinert worden sei und nicht alle Teil-
nehmer berücksichtigt werden konnten,

- D.________ Weihnachtsessen, 160 Personen, Absage aufgrund der Corona-
Situation.

Es seien dies bloss einige Beispiele dessen, was ihm über das ganze Jahr hin-
weg widerfahren sei. Es seien nicht nur behördliche Schliessungen, sondern 
auch behördliche Einschränkungen und Massnahmen, welche zur Folge hätten, 
dass etliche Veranstalter das Arbeiten verunmöglicht hätten. Der Umsatzrück-

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gang sei nicht Ergebnis, weil man nicht habe arbeiten wollen oder weil Besucher 
gefehlt hätten, sondern weil er schlicht nicht habe arbeiten können oder dürfen. 
Die Stornierungen seien auch nicht auf die Angst der Teilnehmer zurückzu-
führen, sondern auf behördliche Massnahmen und Einschränkungen.

Die Vorinstanz verweist vernehmlassend auf die Ausführungen in ihrem Einspra-
cheentscheid.

3.1 Damit ein Anspruch auf CEE besteht, muss die Erwerbstätigkeit aufgrund 
von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-
Epidemie (massgeblich) eingeschränkt worden sein (Art. 2 Abs. 3bis lit. a Covid-
19-Verordnung Erwerbsersatz). 

Der Erwerbsausfall muss nachweislich aufgrund von behördlichen Massnahmen 
zur Bekämpfung des Covid-19 entstanden sein. Sinn und Zweck der Covid-19-
Verordnung Erwerbsausfall ist das Kompensieren von Erwerbsausfällen, welche 
auf die behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-
Epidemie zurückzuführen sind. Gefordert ist ein überwiegend wahrscheinlicher 
Kausalzusammenhang zwischen den behördlichen Massnahmen zur Bekämp-
fung der Pandemie und dem Ertragsausfall.

3.2 Der Beschwerdeführer bietet ein mobiles Gastronomieangebot an, indem 
er an Anlässen Dritter (keine eigenen Veranstaltungen) mit seinem B.________ 
Speis und Trank verkauft (vgl. https://B.________.ch). Damit der Beschwerdefüh-
rer einen Erwerb erzielen kann, muss er ein attraktives Angebot haben. Vor allem 
aber ist er weitgehend darauf angewiesen, dass erstens Anlässe / Veranstaltun-
gen durchgeführt werden, zweitens sein Angebot durch die Veranstalter berück-
sichtigt wird und drittens Besucher die Anlässe / Veranstaltungen frequentieren 
und seine Dienstleistung beanspruchen. 

Vorliegend ist das Angebot des Beschwerdeführers kein Thema. Auch die Vor-
instanz macht nicht geltend, sein Umsatzrückgang im Vergleich zu den Vorjahren 
hänge mit einer generell tiefen resp. sinkenden Nachfrage nach seiner Dienst-
leistung zusammen. Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, er könne 
seine Dienstleistungen schon gar nicht anbieten, weil keine resp. viel weniger 
Anlässe / Veranstaltungen durchgeführt würden, was auf die behördlichen Mass-
nahmen zurückzuführen sei.

3.3 Was die behördlichen Massnahmen anbelangt, so werden diese vom Bund 
insbesondere in der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur 
Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Verordnung besondere Lage; SR 
818.101.26) vom 23. Juni 2021 geregelt, wobei vorliegend die Versionen Anwen-

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dung finden, welche im Oktober 2021 galten (Stand 20.9., 4.10., 11.10., 
25.10.2021). Zusätzlich haben auch Kantone Massnahmen beschlossen (vgl. et-
wa Kanton Schwyz Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-
19-Epidemie, vom 14.10.2020; SRSZ 571.212). Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-
Verordnung Erwerbsausfall spricht sodann von 'behördlichen Massnahmen', 
weshalb zusätzlich auch solche weiterer Behörden massgebend sein können 
(auch wenn im Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur 
Bekämpfung des Coronavirus - Corona-Erwerbsersatz (KS CE) Rz. 1041.2 nur 
von kantonalen Massnahmen und solchen des Bundes die Rede ist).

Im Oktober 2021 galt für die Organisatoren von Veranstaltungen u.a. die Pflicht, 
ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen, welches die Vorgaben des 
Bundes einhielt (Art. 10 Covid-19-Verordnung besondere Lage). Für Veranstal-
tungen im Freien galt aufgrund der anhaltend angespannten Lage in den Spitä-
lern zudem seit dem 13. September 2021 die Zertifikatspflicht bei mehr als 1000 
Personen (mit Sitzpflicht) resp. mehr als 500 Personen, die sich frei bewegen 
konnten (Art. 14 Covid-19-Verordnung besondere Lage). In Innenräumen galt die 
Pflicht ab 30 Personen (Art. 14a Covid-19-Verordnung besondere Lage). Veran-
staltungen mit mehr als 1000 Personen benötigten zudem eine kantonale Bewil-
ligung (Art. 16 Covid-19-Verordnung besondere Lage). Neben diesen Pflichten 
galten weiterhin die allgemeinen Empfehlungen wie Meidung von Kontakten, Ar-
beiten zu Hause, Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln usw.

3.4.1 Soweit der Beschwerdeführer auf Veranstaltungen im November und De-
zember 2021 verweist und deren Absagen belegt (vgl. Bf-act. 2 bis 5), so ist dies 
für das vorliegende Verfahren unbehilflich (vgl. oben Erw. 1). Auch die zur Absa-
ge dieser Anlässe eingereichten Belege vermögen nicht nachzuweisen, dass der 
Umsatzrückgang im Oktober 2021 auf behördliche Massnahmen zurückzuführen 
ist. 

3.4.2 Dennoch rechtfertigt es sich, auf diese einzugehen, um die Frage der Be-
deutung der Voraussetzung des Kausalzusammenhangs zwischen den behördli-
chen Massnahmen und dem Erwerbsausfall zu klären. Wie erwähnt, muss zwi-
schen den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und dem 
Erwerbsausfall ein Kausalzusammenhang bestehen (vgl. Art. 15. Abs. 1 Covid-
19-Gesetz; Art. 2 Abs. 3bis lit. a Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall; oben Erw. 
3.1). Es ist dies eine zwingende Voraussetzung der CEE. Denn der Zweck der 
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall besteht allein im Kompensieren von Er-
werbsausfällen, die auf behördlich angeordnete Massnahmen zur Bekämpfung 
der COVID-19-Epidemie zurückzuführen sind. D.h. der Staat hat mit dem Covid-
19-Gesetz resp. der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall eine Grundlage ge-

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schaffen nur für Entschädigungen für Ausfälle, die letztlich behördlich verursacht 
sind. Aus diesem Grund verlangt der Gesetzgeber denn auch ausdrücklich, dass 
Personen, die einen Anspruch aus Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbs-
ausfall geltend machen, darlegen müssen, auf welche behördlich angeordneten 
Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie die Umsatzeinbusse 
zurückzuführen ist (Art. 7 Abs. 1bis lit. b Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall). 
Nicht entschädigt werden sollen demgegenüber Ausfälle, die wohl mit der Pan-
demie zusammenhängen, aber nicht durch behördliche Massnahmen verursacht 
wurden. Hierfür wurden andere Instrumente geschaffen wie etwa Härtefallmass-
nahmen für Unternehmen (vgl. Art. 12 Covid-19-Gesetz; RRB Nr. 931/2020 vom 
15.12.2020; Ausgestaltung der Covid-19-Härtefallregelung im Kanton Schwyz 
und spätere Revisionen des Härtefallprogramms 1). 

3.4.3 Was nun die vorliegenden Absagen anbelangt, so ergeben die eingereich-
ten Belege:

Der Uster-Märt 2021 wurde abgesagt, weil das grosse (zu erwartende) Perso-
nenaufkommen von 50'000 bis 60'000 Personen pro Tag angesichts der anhal-
tenden Corona-Pandemie eine sichere Durchführung verunmögliche. Das Risiko, 
sich anzustecken, sei an einem Anlass dieser Art und Grösse zu gross und aus 
Sicht des Stadtrates und der Polizei nicht tragbar (Bf-act. 2).

In der Absage des Adliswiler Weihnachtsmarktes wurde ausgeführt, man habe 
sich lange und intensiv mit der Problematik der Corona-Krise auseinanderge-
setzt. Da sich die Situation nicht verbessert habe, sei man zum Entschluss ge-
langt, den Markt absagen zu müssen (Bf-act. 3).

Der Absage des Rapperswiler Christkindlimarkts kann entnommen werden, dass 
dieser wohl durchgeführt, der Beschwerdeführer aber keinen Standplatz erhalten 
hat (Bf-act. 4). Dem Beisatz, man hoffe, den Markt 2022 wieder im gewohnten 
Rahmen organisieren zu können, kann entnommen werden, dass der Markt 2021 
kleiner als gewohnt und daher mit weniger Standplätzen durchgeführt wurde. Ob 
pandemiebedingt oder aus anderen Gründen erschliesst sich aus der Absage 
nicht (Bf-act. 4).

Der Weihnachtsanlass der Firma D.________ schliesslich wurde abgesagt mit 
der Begründung, die Fallzahlen würden sehr stark ansteigen und man wolle ver-
hindern, dass die Firmenweihnacht zu einem 'Superspreading Event' werde und 
sich mehrere Mitarbeitende mit der Covid-Krankheit anstecken würden. Der An-
lass werde ins neue Jahr verschoben (Bf-act. 5).

3.4.4 Zu den genannten Anlässen finden sich (teilweise) auch offizielle Publikati-
onen im Internet:

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In der Medienmitteilung vom 14. September 2021 begründet der Stadtrat Uster 
die Absage des Uster Märt 2021 gleich wie in der Mitteilung an die Marktfahrer 
(Medienmitteilung Stadtrat Uster vom 14.9.2021; www.uster.ch; eingesehen am 
9.2.2022). Unter den gegebenen Umständen sei Risiko nicht tragbar (vgl. oben). 

Zum Adliswiler Weihnachtsmarkt informieren die Organisatoren, man habe sich 
intensiv mit den Auflagen des BAG auseinandergesetzt. Gemäss diesen Aufla-
gen wäre die Durchführung allein des Weihnachtsmarktes ohne Chlauseinzug 
grundsätzlich möglich gewesen. Die Auflagen für Jahrmärkte würden Min-
destabstände der Ausstellerplätze und unter den Besuchern vor den jeweiligen 
Marktständen vorsehen. Der Markt mit Chlauseinzug wäre eine Grossveranstal-
tung, wozu Zertifikate zu kontrollieren wären oder es dürften nur 500 Personen 
aufs Gelände gelassen werden. Dies hätte Absperrungen und Einlasskontrollen 
auf dem gesamten Festgelände zur Folge gehabt, was die Kapazitäten des OK 
deutlich überschritten hätte. Der Markt ohne den traditionellen Chlauseinzug und 
ohne Festzelt hätte laut Organisator indes massiv an Attraktivität verloren. Aus 
diesen Gründen habe man entschieden, den Weihnachtsmarkt abzusagen (vgl. 
www.hgv-adliswil.ch, Veranstaltungen, eingesehen am 9.2.2022). 

Der Christkindlimärt Rapperswil Jona wurde vom 2. bis 19. Dezember 2021 
durchgeführt mit total 120 Ständen (im Jahr 2019 waren es 250 Aussteller (htt-
ps://linth24.ch/articles/3776-der-weihnachtsmarkt-geht-ins-finale; eingesehen am 
9.2.2022). Der Markt wurde in einen Non-Food-Bereich mit 90 Ständen, Ein-
bahnsystem, ohne Zertifikat aber Maskenpflicht sowie einen Food-Bereich mit 30 
Ständen und Zertifikatspflicht aufgeteilt. Dies erforderte eine kleinere Auswahl an 
Marktständen für den Non-Food-Bereich und im Food-Bereich wurde mit lokalen 
Gastronomen, ohne auswärtige Aussteller, zusammengearbeitet (vgl. 
www.messeinfo.de/Christkindlimaert-M7947/Rapperswil-Jona.html; htt-
ps://linth24.ch/articles/101483-neue-massnahmen-am-christkindlimaert-in-
rapperswil; https://linth24.ch/articles/100675-christkindlimaert-das-sind-die-bilder; 
https://linth24.ch/articles/99695-heute-beginnt-der-christkindlimaert; alle eingese-
hen am 9.2.2022).

3.4.5 Betrachtet man die Absageschreiben sowie die publizierten Informationen, 
so ergibt sich ein gemischtes Bild.

Die Absage des Weihnachtsessens der Firma D.________ steht klarerweise in 
keinem Zusammenhang mit behördlichen Massnahmen. Sie ist ausschliesslich 
auf die Pandemie selbst resp. das durch diese verursachte Risiko und dessen 
Einschätzung durch die Organisatoren zurück zu führen. Ein daraus resultieren-
der Erwerbsausfall berechtigt aber klarerweise nicht zu CEE.

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Anders sieht es mit den öffentlichen Veranstaltungen aus. Deren Organisatoren 
nehmen mehr oder weniger direkt Bezug zu den geltenden Massnahmen und 
Restriktionen, so dass die Absagen bzw. Reorganisationen auf die behördlichen 
Massnahmen zurückzuführen sind oder die Veranstaltung gar direkt behördlich 
abgesagt wurde.

Damit aber kann folgendes festgehalten werden: Einerseits ist unbestritten, dass 
im Herbst 2021 (und mithin namentlich auch im Oktober 2021) die Corona-
Pandemie das öffentliche Geschehen beeinflusst hat. Unbestrittenermassen gal-
ten anderseits auch behördliche Massnahmen, die es zu beachten galt. Zum ei-
nen waren aber offenkundig Veranstaltungen trotz dieser behördlichen Mass-
nahmen möglich und zum andern wurden Veranstaltungen durchaus auch allein 
pandemiebedingt, losgelöst der behördlichen Massnahmen abgesagt. Anderseits 
wurden aber Veranstaltungen offenkundig auch wegen den einzuhaltenden 
Massnahmen und nicht wegen der Pandemie abgesagt. Anspruch auf CEE kann 
jedoch höchstens bestehen, wenn der Erwerbsausfall auf Massnahmen zurück-
zuführen ist. Damit aber kann - wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat - der 
alleinige Verweis auf die behördlichen Massnahmen und Veranstaltungsabsagen 
resp. Erwerbseinbussen nicht ausreichen, um einen Kausalzusammenhang zwi-
schen der Einbusse und den behördlichen Massnahmen als überwiegend wahr-
scheinlich nachzuweisen. Vielmehr sind die Gründe näher aufzuzeigen. An-
spruch auf CEE besteht nur dann, wenn es überwiegend wahrscheinlich ist, dass 
der Erwerbsausfall auf behördliche Massnahmen zurückgeführt werden muss.

3.5.1 Für den - hier einzig relevanten - Monat Oktober 2021 legt der Beschwer-
deführer eine Veranstaltungsabsage ins Recht. 

Mit E-Mail vom 25. August 2021 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, das St. 
Galler Fest im Herbst 2021 werde abgesagt. Man habe verschiedene Szenarien 
durchgespielt und geprüft. Die Hoffnung sei jedoch mit der 'heutigen' Medienin-
formation des Bundesrates geschwunden. Die aktuellen Massnahmen würden 
die Umsetzung derart erschweren, dass man das Fest absagen müsse (vgl. Bf-
act. 1).

Eine entsprechende Information hat der Organisator auch im Internet publiziert 
(www.sgfest.ch; eingesehen am 9.2.2022). Das für August 2021 vorgesehene 
Fest sei nach Absprache mit den Behörden vorerst auf den 1./2. Oktober 2021 
verlegt worden in der Hoffnung, dass sich die Covid-Lage einpendle und die Ver-
schiebung mehr Planungssicherheit biete. Die vom Bundesrat am 25. August 
2021 bekannt gegebenen Massnahmen würden eine Umsetzung aber dermas-
sen schwer realisierbar machen, dass das Fest abgesagt werde.

12

In der angesprochenen Medienmitteilung hat der Bundesrat u.a. die Ausdehnung 
der Zertifikatspflicht in Konsultation gegeben. Diese wurde - wie ausgeführt - per 
13. September 2021 eingeführt. 

3.5.2 Es ist nicht Sache des Gerichtes zu überprüfen und zu entscheiden, ob der 
Verzicht des Veranstalters, das St. Galler Fest 2021 bei den verordneten Mass-
nahmen abzusagen, eine angemessene Reaktion war oder nicht. Der Entscheid 
ist in jedem Fall nachvollziehbar und auf die behördlichen Massnahmen, welche 
die Veranstalter hätten umsetzen müssen, zurückzuführen. Vor allem aber be-
deutete es für den Beschwerdeführer, dass er seine Dienstleistungen nicht an-
bieten konnte. Soweit er dadurch einen Erwerbsausfall erlitt, ist der Kausalzu-
sammenhang zwischen diesem und den behördlichen Massnahmen zur Ein-
dämmung der Pandemie als gegeben zu betrachten, sind doch die Massnahmen 
die Ursache der Festabsage.

3.5.3 Anderseits fällt auf, dass das St. Galler Fest für den 1./2. Oktober 2021 ge-
plant war und der Beschwerdeführer mit seiner Umsatzmitteilung vom 29. Okto-
ber 2021 informierte, an eben diesen Tagen am Vaduzer Jahrmarkt einen Um-
satz erzielt zu haben (vgl. Vi-act. 1). Es stellt sich daher die Frage, ob der Be-
schwerdeführer überhaupt einen Erwerbsausfall erlitten hat (es entzieht sich der 
Kenntnis des Gerichts, ob der Beschwerdeführer mehrere Anlässe parallel be-
dienen kann). Zudem handelt es sich beim St. Galler Fest um die einzige den 
Oktober 2021 betreffende ausgefallene Veranstaltung, welche der Beschwerde-
führer belegt. Andere Erwerbsausfälle macht er für Oktober 2021 gar nicht gel-
tend, weshalb sich in diesem Verfahren auch die Frage einer CEE nicht weiter 
stellen kann.

4. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden:

Auf die Beschwerde wird nur eingetreten, soweit der Beschwerdeführer CEE für 
den Monat Oktober 2021 beantragt (vgl. oben Erw. 1).

Für Oktober 2021 macht der Beschwerdeführer den Ausfall des St. Galler Festes 
vom 1./2. Oktober 2021 mit entsprechendem Erwerbsausfall geltend. Die Absage 
dieser Veranstaltung ist überwiegend wahrscheinlich durch die behördlichen 
Massnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie verursacht, wodurch 
auch ein allfälliger Erwerbsausfall auf diese behördlichen Massnahmen zurück-
zuführen ist.

Nicht spruchreif ist die Feststellung, ob der Beschwerdeführer wegen der Absage 
des St. Galler Festes einen Erwerbsausfall erlitt (oder er diesen durch den Vadu-
zer Jahrmarkt kompensieren konnte).

13

Unbekannt und - soweit ersichtlich - auch durch die Vorinstanz noch nicht ge-
prüft, ist, ob die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers im Oktober 2021 insge-
samt massgeblich einschränkt war (vgl. Art. 2 Abs. 3bis lit. a Covid-19-Verordnung 
Erwerbsausfall) und ob auch die weiteren Voraussetzungen für eine CEE erfüllt 
sind.

Damit erweist sich die Beschwerde insoweit - teilweise - begründet, als der Ein-
spracheentscheid aufzuheben und die Sache zur Prüfung der weiteren An-
spruchsvoraussetzungen im Sinne der Erwägungen und neuem Entscheid an die 
Vorinstanz zurück zu weisen ist. Soweit der Beschwerdeführer einen Erwerbs-
ausfall für Oktober 2021 nicht nur mit dem Wegfall des St. Galler Festes begrün-
den will, hat er nachzuweisen, dass tatsächlich weitere Veranstaltungen resp. 
Erwerbstätigkeiten wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Pan-
demie massgeblich eingeschränkt waren. Abgesagte Veranstaltungen der Mona-
te November oder Dezember vermögen dies - wie aufgezeigt - für den Monat Ok-
tober 2021 nicht zu belegen. Der Beschwerdeführer hat also der Vorinstanz auf-
zuzeigen, dass er im Monat Oktober - neben dem St. Galler Fest - unter weiteren 
Absagen von eingeplanten Erwerbsmöglichkeiten litt und diese Absagen auf 
behördliche Massnahmen (wie oben dargelegt) zurückgeführt werden müssen.

5. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 1 Covid-19-Verordnung Erwerbsaus-
fall i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG).

14

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid 
vom 4. Januar 2022 aufgehoben und die Sache zur weiteren Prüfung der 
Anspruchsvoraussetzungen im Sinne der Erwägungen und neuem Ent-
scheid an die Vorinstanz zurückgewiesen; im Übrigen wird auf die Be-
schwerde nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 21. Februar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 16. März 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II