# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 12e0f94e-5aaf-5d58-b4c1-e22b613c0e15
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.09.2017 100 2017 100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-100_2017-09-12.pdf

## Full Text

100.2017.100U
DAM/BDE/CES

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. September 2017

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kan-
tons Bern vom 6. März 2017; 2016.POM.284)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.09.2017, Nr. 100.2017.100U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ... 1984), Staatsbürger von Sri Lanka, reiste Mitte 
November 2008 illegal in die Schweiz ein und ersuchte erfolglos um Asyl. 
Am 21. August 2009 heiratete er eine ursprünglich aus Sri Lanka 
stammende Schweizerin und erhielt gestützt auf diese Ehe eine 
Aufenthaltsbewilligung, zuletzt gültig bis 20. August 2014. Am … 2014 
wurde der gemeinsame Sohn B.________ geboren; die Geburt des zweiten 
Kindes wurde im … 2017 erwartet. Mit Urteil des Obergerichts des Kantons 
Bern vom 1. Juli 2014 wurde A.________ wegen versuchter vorsätzlicher 
Tötung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Er befindet sich 
seit dem 4. Mai 2015 im Strafvollzug. Der Zeitpunkt der frühestmöglichen 
bedingten Entlassung fällt auf den 17. August 2018, der (reguläre) Vollzug 
endet am 17. April 2020. 

Am 20. April 2016 verfügte das Amt für Migration und Personenstand des 
Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung von A.________, wies ihn aus der Schweiz weg und 
ordnete an, dass er die Schweiz am Tag der Entlassung aus dem 
Strafvollzug zu verlassen habe.

B.

Hiegegen erhob A.________ am 23. Mai 2016 Beschwerde bei der Polizei- 
und Militärdirektion des Kantons Bern (POM), welche das Rechtsmittel am 
6. März 2017 abwies. Die POM verweigerte ihm zudem wegen 
Aussichtslosigkeit die unentgeltliche Rechtspflege für das Be-
schwerdeverfahren.

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C.

Gegen den Entscheid der POM hat A.________ am 6. April 2017 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene 
Entscheid sei aufzuheben und seine Aufenthaltsbewilligung sei zu 
verlängern. Gleichzeitig hat er für das verwaltungsgerichtliche Verfahren 
um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters 
als amtlicher Anwalt ersucht; eventuell sei ihm eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 5ʹ000.-- zuzuerkennen.

Mit Vernehmlassung vom 20. April 2017 beantragt die POM die Abweisung 
der Beschwerde. Hinsichtlich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege 
hat sie sich eines Antrags enthalten.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.2 hier-
nach).

1.2 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid sowohl die Be-
schwerde in der Sache als auch das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege abgewiesen (vorne Bst. B). Der (anwaltlich vertretene) Beschwer-
deführer verlangt im verwaltungsgerichtlichen Verfahren zwar die Aufhe-
bung des (gesamten) angefochtenen Entscheids. Weshalb ihm die Vor-
instanz die unentgeltliche Rechtspflege zu Unrecht verweigert haben soll, 

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führt er aber nicht näher aus. Mit den entsprechenden Erwägungen der 
POM setzt er sich in keiner Art und Weise auseinander. Damit genügt die 
Beschwerde in diesem Punkt den minimalen Begründungsanforderungen 
nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist (vgl. BVR 2006 S. 470 E. 2.4; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 32 N. 15). Abgesehen davon wäre die Beschwerde insoweit unbegrün-
det (vgl. hinten E. 8).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin. Gerügt werden können die unrichtige oder unvoll-
ständige Feststellung des Sachverhalts sowie andere Rechtsverletzungen 
einschliesslich Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens (Art. 80 
Bst. a und b VRPG).

2.

Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz.

2.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) haben 
ausländische Ehegatten von Schweizerinnen Anspruch auf Erteilung und 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammen-
wohnen. Der Anspruch erlischt unter anderem dann, wenn Widerrufs-
gründe nach Art. 63 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 1 Bst. b AuG). Ein auslän-
derrechtlicher Widerrufsgrund liegt insbesondere dann vor, wenn eine 
ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wor-
den ist (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. b AuG), d.h. zu einer 
solchen von mehr als einem Jahr, wobei mehrere Strafen nicht kumuliert 
werden dürfen und keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder 
unbedingt ausgesprochen wurde (BGE 139 I 31 E. 2.1, 139 I 16 E. 2.1). 
Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen ist 
(BVR 2015 S. 391 E. 3.1, 2013 S. 543 E. 3.1). – Das Obergericht des 
Kantons Bern hat den Beschwerdeführer am 1. Juli 2014 rechtskräftig 
wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von fünf 

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Jahren verurteilt (Akten MIDI pag. 245 ff.). Damit hat er den erwähnten Wi-
derrufsgrund gesetzt, was er zu Recht nicht bestreitet. Der Beschwerdefüh-
rer erachtet die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die damit 
verbundene Wegweisung indes als unverhältnismässig.

2.2 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. die Wegwei-
sung ist auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nach Art. 62 Abs. 1 AuG 
nur zulässig, wenn sie aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interes-
senabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundes-
verfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser Prüfung sind 
die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen 
der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die privaten Interessen der 
betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander 
abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen 
Umstände im Einzelfall, namentlich die Schwere des Verschuldens, das 
Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemei-
nen, die Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen Anwesenheit bzw. die 
Integration sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie oder ande-
ren Angehörigen drohenden Nachteile (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 139 I 31 
E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, je mit Hinweisen). Wird durch die Entfer-
nungsmassnahme die weitere Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von 
Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; 
SR 0.101) bzw. des inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV beein-
trächtigt, bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK 
und Art. 36 BV (BGE 143 I 21 E 5.1, 142 II 35 E. 6.1 mit Hinweisen auf die 
Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]; 
BVR 2015 S. 391 E. 4.1). Hat die betroffene Person minderjährige Kinder, 
so sind in die Beurteilung zusätzlich die Interessen im Zusammenhang mit 
dem Kindeswohl gemäss dem Übereinkommen vom 20. November 1989 
über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV einzubezie-
hen (BGE 143 I 21 E. 5.5.1, 135 I 153 E. 2.2.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.1).

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3.

Zum öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung und Wegweisung des Beschwerdeführers ist Folgendes festzuhal-
ten:

3.1 Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen Interesses ist das 
Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen Frei-
heitsstrafe auf sich geladen hat. Die Schwere des Verschuldens bemisst 
sich regelmässig nach der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe 
(BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 4.2). Pra-
xisgemäss sprechen Freiheitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres Ver-
schulden, da dieses bereits als so gravierend eingestuft wird, dass ein voll-
ständiger Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage kommt und mindestens 
ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus fremdenpolizeilicher 
Sicht bedeutet danach eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr 
als 24 Monaten in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen 
die schweizerische Rechtsordnung (BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4; vgl. für 
die hinsichtlich des Verschuldens massgeblichen Erwägungen 
BGE 135 II 377 E. 4.4; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3).

3.1.1 Der Beschwerdeführer wurde am 1. Juli 2014 vom Obergericht des 
Kantons Bern wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheits-
strafe von fünf Jahren verurteilt (Akten MIDI pag. 245 ff.). Gestützt auf die-
ses hohe Strafmass hat die Vorinstanz ein sehr schweres Verschulden des 
Beschwerdeführers festgestellt (angefochtener Entscheid E. 3b). Demge-
genüber beruft sich der Beschwerdeführer auf die Beurteilung des Strafge-
richts, welches von einem leichten bis mittelschweren Verschulden ausge-
gangen sei (Beschwerde S. 4 Ziff. 4.1). 

3.1.2 Wie die POM zutreffend erwogen hat, zeugt die strafrechtliche Ver-
urteilung von einem sehr schweren Verschulden, übersteigt doch das 
Strafmass die Grenze für einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die 
schweizerische Rechtsordnung deutlich (vgl. E. 3.1 hiervor). Nichts ande-
res ergibt sich mit Blick auf die konkreten Umstände des Delikts: An einer 
Aussprache am 7. Juli 2012 in der Wohnung seines Schwagers behändigte 
der Beschwerdeführer in der Küche unbemerkt ein Messer, trat überra-

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schend an einen Landsmann heran und fügte diesem in Tötungsabsicht 
eine horizontale, 15 cm lange Schnittwunde am Hals zu (Akten MIDI 
pag. 251 ff., 267 f., 275). Die Verletzung war nicht akut, jedoch potenziell 
lebensgefährlich; mit nur wenig mehr Schnitttiefe hätte sie mit einiger 
Wahrscheinlichkeit zum Tod geführt (Akten MIDI pag. 261). Das Motiv blieb 
unklar; aus den Aussagen des Beschwerdeführers schloss das Oberge-
richt, dass die Rettung der Familienehre in die Beweggründe miteingeflos-
sen ist (Akten MIDI pag. 258). Nach Feststellung des Obergerichts war das 
Handeln des Beschwerdeführers von heftiger Wut bestimmt. Er habe dem 
Störer «seiner» Familie auf diese Weise einen Denkzettel verpassen wol-
len. Seine Reaktion sei völlig unverhältnismässig gewesen (Akten MIDI 
pag. 275). Dies spricht ebenso wenig für ihn wie sein Verhalten während 
des Strafverfahrens (Bestreitung, Schönrederei; vgl. Akten MIDI 
pag. 276 f.). Mit Blick auf die konkreten Tatumstände kann der Beschwer-
deführer in ausländerrechtlicher Hinsicht entgegen seiner Auffassung aus 
dem vom Strafgericht angenommenen «leichten bis mittelschweren» Ver-
schulden nichts zu seinen Gunsten ableiten. 

3.1.3 Sodann ist daran zu erinnern, dass die Rechtsprechung bei schwe-
ren Straftaten, darunter Gewaltdelikten, ausländerrechtlich eine strenge 
Praxis verfolgt. Demgemäss wird das Interesse an der Fernhaltung von 
ausländischen Personen, die sich wie der Beschwerdeführer schwerer Ge-
waltdelinquenz schuldig gemacht haben, als bedeutend eingestuft (vgl. 
BGE 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3). Im Übrigen gehört die 
vorsätzliche Tötung gemäss Art. 66a Abs. 1 Bst. a des Schweizerischen 
Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) zu den Anlasstaten, die zwingend zu 
einer Landesverweisung führen sollen (Umsetzung von Art. 121 Abs. 3-4 
BV). Auch wenn diese Bestimmung hier nicht anwendbar ist, unterstreicht 
sie die Schwere der Gesetzesverletzung und ist den darin enthaltenen 
verfassungsrechtlichen Wertungen (Art. 121 Abs. 3 Bst. a BV) im Rahmen 
der ausländerrechtlichen Interessenabwägung insoweit Rechnung zu tra-
gen, als dies zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht führt 
(BGE 139 I 31 E. 2.3.2; jüngst statt vieler etwa BGer 2C_1003/2016 vom 
10.3.2017 E. 4.4).

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3.2 Zu berücksichtigen ist weiter das Verhalten des Beschwerdeführers 
gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei 
Personen, die mehrfach oder sogar regelmässig delinquiert haben, besteht 
aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches 
Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder gar notori-
sche Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betreffende Per-
son von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, 
dass sie nicht willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu 
halten (BGE 137 II 297 E. 3.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit Hinweisen). – 
Der Beschwerdeführer wurde mit Strafbefehl vom 13. Oktober 2011 wegen 
Strassenverkehrsdelikten zu einer bedingten Geldstrafe von 5 Tagessätzen 
zu je Fr. 80.-- sowie zu Bussen von insgesamt Fr. 400.-- verurteilt (Akten 
MIDI pag. 200). Diese Widerhandlungen sind zwar nicht zu bagatellisieren; 
von einer regelmässigen oder gar notorischen Delinquenz kann jedoch 
nicht gesprochen werden (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 4.2). Weitere Strafta-
ten sind denn auch nicht aktenkundig: Das mit Anzeige der Ehefrau vom 
17. Mai 2010 angehobene Strafverfahren wegen häuslicher Gewalt wurde 
auf Wunsch der Ehefrau eingestellt (Akten MIDI pag. 171 f.). Der von 
Frankreich ausgestellte Strafregisterauszug aus dem Jahr 2010 weist keine 
Einträge auf (Beschwerdebeilage [BB] 5). Im Ergebnis wird das sicher-
heitspolizeiliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts durch das 
allgemeine Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen (wenn überhaupt) nicht signifikant 
erhöht; insoweit kann der vorinstanzlichen Würdigung nicht in allen Teilen 
beigepflichtet werden (vgl. angefochtener Entscheid E. 3c).

3.3 Die Rückfallgefahr ist wie folgt zu beurteilen: 

3.3.1 Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat (angefochtener Ent-
scheid E. 3d), ist aus fremdenpolizeilicher Sicht das Risiko eines Rückfalls 
umso weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die auslän-
dische Person verübt hat. Bei schweren Straftaten muss angesichts der 
von diesen Delikten ausgehenden potenziellen Gefahr für die Gesellschaft 
ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht hinge-
nommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 139 I 31 E. 2.3.2). Da Art. 5 An-
hang I des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen 

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Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und 
ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsab-
kommen, FZA; SR 0.142.112.681) hier nicht Anwendung findet, ist das 
Vorliegen einer konkreten gegenwärtigen Gefahr nicht Voraussetzung einer 
Wegweisungsmassnahme. Vielmehr dürfen auch generalpräventive Über-
legungen mitberücksichtigt werden (BGE 136 II 5 E. 4.2 im Umkehrschluss; 
jüngst etwa BGer 2C_986/2016 vom 4.4.2017 E. 2.2). Der konkreten Prog-
nose über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem 
Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der um-
fassenden fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rechnung 
zu tragen; die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag 
(BGE 136 II 5 E. 4.2; zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1 mit Hinwei-
sen).

3.3.2 Die POM hat das Vorliegen einer nicht hinzunehmenden Rückfallge-
fahr bejaht. Zu Gunsten des Beschwerdeführers sei zwar zu würdigen, 
dass er seit der Tat vom 7. Juli 2012 strafrechtlich nicht mehr in Erschei-
nung getreten ist. Dieses Wohlverhalten sei aber angesichts des damals 
hängigen Strafverfahrens und des Umstands, dass im Strafvollzug auf-
grund der engmaschigen Betreuung und der intensiven Kontrollen ein 
klagloses Verhalten erwartet werden kann, zu relativieren (angefochtener 
Entscheid E. 3d/bb). Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen zutreffen-
den Erwägungen der POM kaum auseinander; er macht in diesem Zu-
sammenhang einzig geltend, dass ihm im Rahmen der Vollzugsprogression 
Ausgänge und Urlaube gewährt würden, weshalb sein Wohlverhalten 
«nicht mehr einzig auf die engmaschige Betreuung und die intensiven 
Kontrollen innerhalb der Strafanstalt» zurückzuführen seien (Beschwerde 
S. 4 Ziff. 3.4). Die Vorinstanz hat die Strafvollzugsberichte zur Kenntnis 
genommen und entsprechend gewürdigt (angefochtener Entscheid 
E. 3d/bb). Anders als der Beschwerdeführer meint, kann er aus den ihm 
gewährten Vollzugslockerungen nichts Wesentliches für sich ableiten; ta-
delloses Verhalten wird während des (gelockerten) Strafvollzugs allgemein 
erwartet und erlaubt wenig Rückschlüsse auf die Bewährungsaussichten 
nach Ablauf dieser Zeitspanne (BGE 139 II 121 E. 5.5.2 [Pra 103/2014 
Nr. 1], 139 I 31 E. 3.2, 137 II 233 E. 5.2.2; BGer 2C_1032/2016 vom 
9.5.2017 E. 6.3). Der Beschwerdeführer steht zudem bis zum heutigen 

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Zeitpunkt unter dem drohenden Druck der Wegweisung. Zu bemerken ist 
weiter, dass seine Beweggründe für die Tat während des ganzen Strafver-
fahrens nicht ganz klar geworden sind (vgl. vorne E. 3.1.2). Wohl spielten 
Wut und Gedanken zur Wiederherstellung der Familienehre entscheidend 
mit. Dass er zukünftig unter anderen Umständen vor gewalttätigem Han-
deln gefeit sei, lässt sich aber nicht sagen. Eine Unwägbarkeit bleibt damit. 

3.3.3 Bei dieser Sachlage ist es nicht rechtsfehlerhaft, wenn die Vor-
instanz ein gewisses Rückfallrisiko angenommen hat. Ein solches ist ge-
rade bei einem so schweren Gewaltdelikt wie dem vorliegenden nicht hin-
zunehmen, zumal eine gegenwärtige Gefährdung wie aufgezeigt nicht 
Grundvoraussetzung für eine aufenthaltsbeendende Massnahme ist, son-
dern auch generalpräventive Gesichtspunkte einbezogen werden dürfen. 

3.4 Im Ergebnis ist der Auffassung der Vorinstanz zuzustimmen, es 
bestehe ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse an der strittigen Fern-
haltemassnahme.

4.

Hinsichtlich der privaten Interessen am Verbleib des Beschwerdeführers in 
der Schweiz sind die Dauer der Anwesenheit und die Integration in die hie-
sigen Verhältnisse sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile 
zu berücksichtigen.

4.1 Der Beschwerdeführer reiste Mitte November 2008 illegal in die 
Schweiz ein und hält sich faktisch seit knapp neun Jahren hier auf. Diese 
Anwesenheitsdauer ist allerdings praxisgemäss insofern zu relativieren, als 
jene Jahre, welche die betroffene Person in Illegalität, im Strafvollzug oder 
bloss aufgrund einer vorläufigen Duldung verbracht hat, für die Interessen-
abwägung nicht ausschlaggebend sein können (BGE 137 II 10 E. 4.6, 
137 II 1 E. 4.3 mit Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 5.1). Der Aufenthalt des 
Beschwerdeführers wurde erst nach der Eheschliessung vom 21. August 
2009 ordnungsgemäss bewilligt; seit dem 4. Mai 2015 befindet er sich zu-
dem in Unfreiheit. Die POM ist daher zu Recht von einer noch nicht langen 
Aufenthaltsdauer ausgegangen (angefochtener Entscheid E. 4a).

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4.2 Zur Integration des Beschwerdeführers ist Folgendes festzuhalten:

4.2.1 In beruflich-wirtschaftlicher Hinsicht ist zunächst positiv zu werten, 
dass der Beschwerdeführer nie Sozialhilfe bezogen hat und im Betrei-
bungsregister nicht verzeichnet ist (angefochtener Entscheid E. 4b mit 
Verweisen). Nach eigenen Angaben hat er jedoch offene Gerichts- und 
Anwaltskosten in der Höhe von Fr. 30ʹ000.-- (Akten MIDI pag. 374). Nach 
seiner Einreise in die Schweiz übte er verschiedene Erwerbstätigkeiten 
aus; zeitweise war er bei der Regionalen Arbeitsvermittlung angemeldet 
(angefochtener Entscheid E. 4b). Seit dem 1. April 2014 verfügte er über 
eine unbefristete Anstellung bei einem Unternehmen, das auf Oberflä-
chentechnik spezialisiert ist (Akten MIDI pag. 239). Zu seinen Gunsten ins 
Gewicht fällt, dass der Beschwerdeführer im Strafvollzug die Attestlehre 
zum Bäcker-Konditor-Confiseur EBA begonnen und das erste Semester 
erfolgreich absolviert hat (Zeugnis vom 27.1.2017; BB 4). Insgesamt kann 
in beruflich-wirtschaftlicher Hinsicht von einer gelungenen bzw. durch-
schnittlichen Integration ausgegangen werden. Als unbegründet erweist 
sich der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf der unrichtigen Fest-
stellung des Sachverhalts (Beschwerde S. 3 Ziff. 3.1). Die POM geht nicht 
von einem anderen Sachverhalt aus als der Beschwerdeführer, sondern 
weicht bloss in der rechtlichen Würdigung von dessen Position ab.

4.2.2 In sozialer Hinsicht bestreitet der Beschwerdeführer die Feststellun-
gen der POM nicht, wonach er keinen engen Bezug zur Schweiz und zur 
Schweizer Bevölkerung hat, sich hauptsächlich im angestammten Kultur-
kreis bewegt und ausserhalb des familiären Bereichs über kein soziales 
und stabiles Umfeld verfügt (angefochtener Entscheid E. 4b). Hinsichtlich 
seiner sprachlichen Integration ist zwar anzuerkennen (Beschwerde S. 3 
Ziff. 3.2), dass er sich aktiv um das Erlernen der deutschen Sprache be-
müht und mittlerweile das Niveau A2 erreicht hat (vgl. Bildungsattest vom 
27.3.2017; BB 3). Gemessen an seiner faktischen Aufenthaltsdauer fallen 
die Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers aber eher bescheiden aus 
und sind daher insgesamt in der Interessenabwägung nicht wesentlich zu 
seinen Gunsten zu berücksichtigen. Schliesslich hat die Vorinstanz zu 
Recht erwogen, dass die schwere Delinquenz des Beschwerdeführers ge-
gen eine erfolgreiche Integration spricht, da die Respektierung der rechts-

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staatlichen Ordnung einen wichtigen Aspekt jeglicher Integration darstellt 
(Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration 
von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). 

4.2.3 Gesamthaft betrachtet lässt sich die Integration des Beschwerde-
führers insbesondere in sozialer Hinsicht nicht als besonders gelungen 
bezeichnen. 

4.3 Zu würdigen sind weiter die Auswirkungen der Entfernungsmass-
nahme auf den Beschwerdeführer und seine Angehörigen.

4.3.1  Der heute 33-jährige Beschwerdeführer reiste im Alter von 
24 Jahren in die Schweiz ein. Er hat somit den überwiegenden und prä-
genden Teil seines Lebens in Sri Lanka verbracht. Die vorinstanzlichen 
Erwägungen, wonach er mit der Sprache sowie den sozialen und kulturel-
len Gepflogenheiten seines Heimatlandes noch bestens vertraut sei und 
dort über Familienangehörige verfüge (angefochtener Entscheid E. 4c/aa), 
stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede. Vor seiner Ausreise lebte er 
zuletzt während mehrerer Jahre in … und war als Händler tätig (vgl. Akten 
MIDI pag. 69 und 71). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist der 
Beschwerdeführer als arbeitsfähiger gesunder Mann in den Dreissigern in 
der Lage, in Sri Lanka (wieder) einer Arbeit nachzugehen. Dabei dürften 
ihm die in der Schweiz getätigten Erfahrungen im Erwerbsleben sowie die 
Ausbildung während des Strafvollzugs den Einstieg ins Erwerbsleben in 
seinem Heimatland erleichtern. Folglich ist mit der Vorinstanz grundsätzlich 
von intakten Rückkehr- und Integrationsmöglichkeiten auszugehen.

4.3.2 Der Beschwerdeführer verweist im Zusammenhang mit der Zumut-
barkeit der Rückkehr allerdings auf seine Fluchtgründe und die aktuelle 
politische Lage in Sri Lanka (Beschwerde S. 5 Ziff. 4.3). Eine konkrete Ge-
fährdung in seinem Herkunftsland substanziiert er jedoch nicht ausreichend 
und ist auch nicht erkennbar: Das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
wurde im Jahr 2009 wegen fehlender Flüchtlingseigenschaft rechtskräftig 
abgewiesen. Die Asylbehörde stellte dabei fest, dass die vorgebrachten 
Verfolgungsmassnahmen im Heimatstaat aufgrund widersprüchlicher Aus-
sagen nicht glaubhaft seien und es keine Anhaltspunkte gebe, dass der 
Beschwerdeführer vor seiner Ausreise aus Sri Lanka gesucht worden sei. 

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Von den srilankischen Behörden in … sei ihm ein Reisepass ausgestellt 
worden und er habe vom dortigen Flughafen ungehindert ausreisen 
können. Dass der Beschwerdeführer in Sri Lanka offensichtlich keine asyl-
relevanten Schwierigkeiten gehabt habe, ergebe sich zudem aus der Ab-
lehnung seines Asylgesuchs in Frankreich (vgl. Akten MIDI pag. 70 ff.). 
Gemäss dem neusten Lagebild des Staatssekretariats für Migration (SEM) 
zu Sri Lanka (Focus Sri Lanka, Lagebild, Version 16.8.2016, S. 16, einseh-
bar unter <http://www.sem.admin.ch>, Rubriken «Internationales», «Her-
kunftsländerinformationen», «Asien und Nahost») hat sich die Situation im 
Land, insbesondere die Sicherheitslage seit dem Regierungswechsel im 
Januar 2015, merklich verbessert. Der Beschwerdeführer stammt ur-
sprünglich aus dem Norden Sri Lankas, lebte aber zuletzt wie erwähnt in … 
(vgl. E. 4.3.1 hiervor), wohin gemäss aktueller Rechtsprechung des 
Bundesverwaltungsgerichts der Wegweisungsvollzug grundsätzlich 
zumutbar ist (vgl. BVGer D-1735/2015 vom 27.1.2017 E. 8.3 mit Verweis 
auf BVGE 2011/24). Dass er sich in eine Gegend mit instabiler Sicher-
heitslage niederlassen müsste, bringt der Beschwerdeführer nicht vor. Da-
mit ist nicht erkennbar, dass er im Herkunftsland gegenwärtig einer kon-
kreten Gefahr ausgesetzt wäre. Nicht ersichtlich ist, was der Beschwerde-
führer aus dem Urteil 16744/14 des EGMR vom 26. Januar 2017 i.S. X. 
gegen Schweiz für sich ableiten will (Beschwerde S. 5 Ziff. 4.3). Der die-
sem Urteil zugrunde liegende Sachverhalt unterscheidet sich in wesentli-
chen Punkten vom vorliegenden Fall (Näheres zum Erkenntnis des EGMR 
bei Seraina Nufer, Folter nach Ausschaffung eines tamilischen Asylsu-
chenden: unzureichende Risikoabklärung der Behörden im Asylverfahren, 
in Asyl 1/2017 S. 25 ff.). Insbesondere war der Beschwerdeführer in jenem 
Verfahren für die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) tätig; seine Aus-
schaffung erfolgte zudem im August 2013 und damit vor dem Regierungs-
wechsel im Januar 2015. Hier liegen die Verhältnisse grundlegend anders. 
Der entscheidwesentliche Sachverhalt erscheint dabei genügend erstellt, 
weshalb auf die beantragte Einholung der Asylakten verzichtet werden 
kann. Der entsprechende Beweisantrag (Beschwerde S. 5 Ziff. 4.3) wird 
daher abgewiesen.

4.3.3 Die Ehefrau und der heute dreijährige Sohn sind Schweizer Bürge-
rin und Bürger; im … 2017 wurde das zweite gemeinsame Kind erwartet. 

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Diese tatsächlich gelebten familiären Beziehungen sind unstrittig vom 
Recht auf Familienleben nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV 
geschützt. Ob der Ehefrau die Ausreise nach Sri Lanka zumutbar wäre, 
erscheint nicht ohne weiteres klar, auch wenn sie ihre ersten neun Le-
bensjahre dort verbracht hat und mit der Sprache sowie den dortigen Ge-
pflogenheiten nach wie vor vertraut sein mag. Die Wegweisung des Be-
schwerdeführers würde das Familienleben unbestrittenermassen stark be-
einträchtigen, sollten seine Ehefrau und die Kinder in der Schweiz bleiben. 
Was den Beschwerdeführer selber angeht, hat er sich diese familiären 
Konsequenzen selbst zuzuschreiben, hat ihn doch auch seine Verantwor-
tung als Ehemann nicht von schwerer Gewaltdelinquenz abhalten können. 
Sein eigenes Interesse, nicht von seiner Familie getrennt zu werden, ver-
mag daher von vornherein nicht entscheidend zu gewichten. Bezüglich der 
Ehefrau ist anzuerkennen, dass sie (längerfristig) einer grossen psychi-
schen und finanziellen Mehrbelastung ausgesetzt wäre, sollte sie mit den 
Kindern in der Schweiz zurückbleiben. Indes ist zu bemerken, dass sie auf-
grund der Inhaftierung des Beschwerdeführers bereits heute den Alltag 
alleine bewältigen muss und finanziell auf sich gestellt ist. Die Eheleute 
haben sich sodann zur Familiengründung entschieden, nachdem der Be-
schwerdeführer bereits erstinstanzlich zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe 
verurteilt worden war. Sie durften daher nicht davon ausgehen, das Fami-
lienleben künftig in der Schweiz leben zu können (vgl. zu einer ähnlichen 
Konstellation VGE 2015/145 vom 27.10.2015 E. 4.3.4 [bestätigt durch BGer 
2C_1087/2015 vom 22.4.2016]). Zudem können die familiären Beziehun-
gen, wenn auch in eingeschränktem Rahmen, über die Distanz gelebt wer-
den, da namentlich Besuche der Ehefrau und Kinder in Sri Lanka möglich 
sind. Nicht von vornherein ausgeschlossen erscheint sodann, dass der 
Beschwerdeführer seine Familie sporadisch in der Schweiz besucht. Selbst 
ein etwaig angeordnetes Einreiseverbot kann praxisgemäss zwecks Er-
möglichung der Pflege des Familienlebens vorübergehend aufgehoben 
werden (vgl. Art. 67 Abs. 5 AuG; BGer 2C_1140/2012 vom 27.11.2012 
E. 2.2; BVR 2015 S. 391 E. 7.2). Überdies kann der Kontakt mittels der 
üblichen Kommunikationsmittel gepflegt werden. Schliesslich ist zu berück-
sichtigen, dass der durch die Entfernungsmassnahme bewirkte Eingriff in 
das Familienleben nicht zwingend unbeschränkt wirkt, da die Verurteilung 
aus dem Jahr 2014 einen neuen Aufenthaltstitel für den Beschwerdeführer 

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nicht für immer ausschliesst. Besteht aufgrund der Ehe ein Bewilligungsan-
spruch fort und wird dannzumal anzunehmen sein, dass sich der Be-
schwerdeführer in seiner Heimat bewährt und keine Gefahr mehr für die 
hiesige Sicherheit und Ordnung darstellt, kann um Neuerteilung einer Be-
willigung ersucht werden (vgl. BVR 2015 S. 391 E. 4 und 7.4; 
BGer 2C_659/2015 vom 20.8.2015 E. 5.2.4, 2C_898/2014 vom 6.3.2015 
E. 4.2.8, je mit Hinweisen).

4.4 Zusammenfassend begründen die familiären Beziehungen ein nicht 
unerhebliches privates Interesse am Verbleib des Beschwerdeführers in 
der Schweiz, während die Aufenthaltsdauer und die Integration des Be-
schwerdeführers dem privaten Interesse kein zusätzliches Gewicht verlei-
hen. Ebenso wenig stehen der Rückkehr und Wiedereingliederung im Hei-
matland massgebliche Hindernisse entgegen. 

5.

5.1 Die Abwägung der auf dem Spiel stehenden öffentlichen und priva-
ten Interessen ergibt Folgendes: Der Beschwerdeführer wurde wegen 
versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verur-
teilt. Mit diesem Gewaltdelikt hat er ein sehr schweres Verschulden auf sich 
geladen. Es besteht zudem eine nicht hinzunehmende Rückfallgefahr. Ge-
mäss der ständigen strengen ausländerrechtlichen Praxis bei derartigen 
Delikten und den generalpräventiven Überlegungen, welche zulässiger-
weise in die Beurteilung einfliessen dürfen, müssten in der vorliegenden 
Konstellation daher ausserordentliche Umstände vorliegen, um den Bewilli-
gungswiderruf und die Wegweisung als unverhältnismässig erscheinen zu 
lassen (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 6.1 mit Hinweis). Derartige Umstände sind 
im vorliegenden Fall nicht auszumachen: Der Beschwerdeführer hält sich 
noch nicht besonders lang hier auf und ist nach wie vor eng mit seinem 
Heimatland verbunden. Die Rückkehr nach Sri Lanka ist ihm zumutbar. In 
familiärer Hinsicht sind mit der Entfernungsmassnahme zwar erhebliche 
Einschränkungen verbunden, sollten die Ehefrau und die Kinder dem Be-
schwerdeführer nicht in das Heimatland folgen. Diese Einschränkungen 
sind aufgrund der gravierenden Straffälligkeit des Beschwerdeführers aber 

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hinzunehmen. Insoweit fällt wesentlich ins Gewicht, dass die Kinder ge-
zeugt wurden, als der Beschwerdeführer erstinstanzlich bereits zu einer 
fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Die Beziehungen können 
sodann in einem gewissen Rahmen auch vom Ausland her aufrechterhal-
ten werden. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz erweisen sich somit 
auch im Licht von Art. 8 EMRK, Art. 13 BV und der KRK als verhältnismäs-
sig.

5.2 Da der Beschwerdeführer den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 
Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. b AuG gesetzt hat und sich die Nichtverlän-
gerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 Abs. 1 AuG (Anspruchsbe-
willigung) auch als verhältnismässig erweist, fällt die ermessensweise 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ausser Betracht (Art. 33 Abs. 3 AuG; 
vgl. dazu BVR 2011 S. 289 E. 6, bestätigt mit BVR 2013 S. 73 E. 3.2; 
s. auch BVR 2015 S. 391 E. 8.1).

6.

Soweit der Beschwerdeführer kritisiert, die POM habe sich im angefochte-
nen Entscheid zur beanstandeten Gebühr von Fr. 500.-- für das Verwal-
tungsverfahren nicht geäussert (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 5.2), ist ihm zwar 
zuzustimmen, dass die POM diesen Punkt nicht behandelt hat. Jedoch 
kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, da er offenbar von einer 
falschen Ausgangslage ausgegangen ist: Gemäss Art. 10 Abs. 6 der Ver-
ordnung vom 16. Dezember 1987 über die Gebühren in Fremdenpolizeisa-
chen (BSG 122.26), die sich unter anderem auf die Verordnung vom 
24. Oktober 2007 über die Gebühren zum Bundesgesetz über die Auslän-
derinnen und Ausländer (Gebührenverordnung AuG, GebV-AuG; 
SR 142.209) stützt, können die Fremdenpolizeibehörden für fremdenpoli-
zeiliche Verfahren zwar Gebühren bis zu Fr. 500.-- verlangen. Mit Verfü-
gung vom 20. April 2016 auferlegte das MIP (MIDI) dem Beschwerdeführer 
jedoch lediglich eine Bearbeitungsgebühr von Fr. 300.-- (Akten MIDI 
pag. 352). Die Rüge des Beschwerdeführers, wonach ihm die Maximalge-

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bühr von Fr. 500.-- belastet worden sei (Beschwerde an die POM vom 
23.5.2016 S. 6 Ziff. 5.2), war demnach offensichtlich unbegründet. 

7.

Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vorne E. 1.2). Der Beschwerde-
führer befindet sich derzeit im Strafvollzug; mit Verfügung vom 20. April 
2016 wurde angeordnet, dass er die Schweiz nach der Entlassung zu ver-
lassen habe (vorne Bst. A). Bei diesen Gegebenheiten kann auf die Anset-
zung einer Ausreisefrist verzichtet werden.

8.

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Be-
schwerdeführer an sich kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Partei-
kostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat indessen für das ver-
waltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege unter amtli-
cher Beiordnung seines Rechtsvertreters ersucht. 

8.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess 
ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, 
das heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie 

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auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb aus-
tragen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1; 
BGE 142 III 138 E. 5.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 111 N. 12).

8.3 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss in der Sache als von 
vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Die Vorinstanz hat im ange-
fochtenen Entscheid unter zutreffender Wiedergabe der massgeblichen 
Praxis ausführlich begründet, weshalb die aufenthaltsbeendende Mass-
nahme rechtmässig ist. Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im oberinstanzlichen Rechtsmittelverfahren berücksichtigt 
werden (vgl. BVR 2015 S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen). Gegen die vor-
instanzlichen Erwägungen bringt der Beschwerdeführer nichts wesentlich 
Neues vor; seine Argumente erschöpfen sich vielmehr – ähnlich wie bereits 
im vorinstanzlichen Verfahren – im Hinweis auf seine Integrationsbemü-
hungen, seiner Nichtdelinquenz in Frankreich, seiner familiären Situation 
sowie den nicht näher substanziierten Schwierigkeiten bei der Rückkehr 
nach Sri Lanka. Bei dieser Sachlage kann nicht davon ausgegangen wer-
den, dass sich zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung im verwaltungsge-
richtlichen Verfahren die Gewinn- und Verlustaussichten ungefähr die 
Waage hielten bzw. jene nur geringfügig kleiner waren als diese. Das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege ist bereits aus diesem Grund abzu-
weisen, ohne dass die Prozessarmut zu prüfen wäre.

8.4 Da über das Gesuch erst im Rahmen des vorliegenden Sachent-
scheids befunden wird und der Beschwerdeführer keine Gelegenheit hatte, 
die Beschwerde nach Abweisung des Gesuchs zurückzuziehen und damit 
Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss in der Höhe der üblichen 
Abschreibungsgebühr zu erheben (BVR 2014 S. 437 E. 7.9). Für den Ent-
scheid über das Gesuch sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 112 
Abs. 1 VRPG).

8.5 Im Kostenpunkt stellt der Beschwerdeführer das Eventualbegehren, 
ihm sei eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5ʹ000.-- zuzuerken-
nen. – Bei aufwendigen Verfahren können Verwaltungsjustizbehörden Pri-
vaten, die ihren Prozess selber geführt haben, eine angemessene Partei-
entschädigung und Auslagenersatz zuerkennen (Art. 104 Abs. 2 VRPG). 
Der Beschwerdeführer unterliegt im vorliegenden Verfahren vollständig, 

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weshalb eine Parteientschädigung und ein Auslagenersatz nach Art. 104 
Abs. 2 VRPG bereits aus diesem Grund ausser Betracht fällt (Art. 108 
Abs. 3 VRPG; VGE 2015/195 vom 30.5.2016 E. 5.2; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 13). Im Übrigen wären hier 
die Voraussetzungen für eine solche Billigkeitsentschädigung, welche nur 
ausnahmsweise und mit grosser Zurückhaltung zugesprochen wird (vgl. 
BVR 2013 S. 423 E. 4.2, 2012 S. 1 E. 6; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 104 N. 12 mit Hinweisen), ohnehin nicht erfüllt, da der anwalt-
lich vertretene Beschwerdeführer seinen Prozess nicht selber geführt hat. 
Schliesslich handelt es sich nicht um ein aufwendiges Verfahren im Sinn 
der genannten Anforderungen. Demnach sind keine Parteikosten zu spre-
chen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwer-
deführer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.