# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1cedffa7-04e8-5baf-acf2-f7fa1d120036
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 D-2650/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2650-2010_2012-01-30.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­2650/2010

U r t e i l   v om   3 0 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richter Robert Galliker (Vorsitz),
Richter Thomas Wespi, Richter Pietro Angeli­Busi;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

Parteien A._______, 
geboren (…),
Sri Lanka, 
c/o schweizerische Vertretung in Colombo, Sri Lanka,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 10. März 2010 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
A.a  Der  Beschwerdeführer,  ein  sri­lankischer  Staatsangehöriger 
tamilischer  Ethnie,  ersuchte  die  schweizerische  Vertretung  in  Colombo 
mit  englischsprachiger  Eingabe  vom  11.  Juni  2007  (Eingang:  18.  Juni 
2007) um Gewährung von Asyl respektive Migration in die Schweiz. 

A.b Mit dem Asylgesuch wurden unter anderem folgende Dokumente zu 
den Akten gereicht: Ein englischsprachiges Schreiben vom 5. Juni 2007 
des  in  Sri  Lanka  domizilierten  Rechtsanwalts  des  Beschwerdeführers, 
zwei englischsprachige Schreiben der Human Rights Commission of Sri 
Lanka  vom  13.  August  2001  beziehungsweise  3.  April  2007  (in  Kopie), 
ein englischsprachiges Schreiben der Nonviolent Peaceforce vom 11. Mai 
2007 (in Kopie), ein englischsprachiges sri­lankisches Gerichtsurteil vom 
6. November 2001 (in Kopie), zwei englischsprachige Klageschriften vom 
5.  August  2001  (in  Kopie),  ein  Geburtszertifikat  (in  Kopie)  sowie  eine 
Identitätskarte (in Kopie).

A.c  Aus  der  Eingabe  vom  11.  Juni  2007  sowie  den  zu  den  Akten 
gereichten  Beweismitteln  ergibt  sich  im  Wesentlichen  folgende 
Begründung  des  Asylgesuchs:  Der  Beschwerdeführer  stamme  aus 
B._______.  Er  habe  in  C._______  studiert,  habe  jedoch  aufgrund  der 
prekären  Sicherheitslage  im  Jahre  1995  sein  Studium  abbrechen  und 
nach Colombo  fliehen müssen. Dort habe er einen  (…) absolviert, dank 
dem es ihm möglich gewesen sei, im Jahre 2000 ein (…) zu eröffnen. Am 
7. Januar 2000 sei er von der sri­lankischen Polizei verhaftet und bis am 
13. Januar 2000 auf einer Polizeistation festgehalten worden. Am 26. Juni 
2001 sei er von der Terrorist  Investigation Division  (TID)  festgenommen 
worden,  da  man  ihn  verdächtigt  habe,  ein  Agent  der  LTTE  (Liberation 
Tigers of Tamil Eelam)  zu sein;  er  sei  verhört  und misshandelt worden. 
Am 11. Juli 2001 sei er wieder freigelassen worden, nachdem ein Gericht 
mangels  Beweisen  seine  Freilassung  angeordnet  habe.  Anschliessend 
sei er von der Polizei beobachtet worden. In letzter Zeit sei er zudem von 
einer  Gang,  welche  junge  Tamilen  entführe,  beschattet  worden.  In  der 
Folge  habe  er  auf  dem  Polizeiposten  von  D._______  eine  Anzeige 
erstattet, woraufhin ihm die Polizei geraten habe, nicht mehr zu Hause zu 
wohnen. Zurzeit lebe er mit grossen Problemen in Colombo.

B. 
Der  zuständige  Mitarbeiter  der  Botschaft  in  Colombo  überwies  das 

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Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  (inklusive  Beweismittel)  zusammen 
mit einem Kurzbericht vom 14. August 2007 dem BFM. In diesem Bericht 
wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer seine Asylvorbringen mit 
seinem  Asylgesuch  sowie  den  damit  eingereichten  Dokumenten  klar 
dargelegt  habe,  weswegen  darauf  verzichtet  werde,  ihn  aufzufordern, 
weitere schriftliche Ausführungen dazu zu machen. Zudem werde darauf 
verzichtet, ihn zu befragen. 

C. 
Mit  einer  weiteren  Eingabe  vom  12.  November  2007,  welche  von  der 
Vertretung  mit  Begleitschreiben  vom  10.  Dezember  2007  dem  BFM 
überwiesen  wurde,  trug  der  Beschwerdeführer  ergänzend  vor,  im 
Anschluss  an  seine  Asylgesuchstellung  sei  er  mehrere  Male  von 
Mitarbeitern  des  CID  (Criminal  Investigation  Department)  behelligt 
worden.  Er  befürchte,  entführt  zu  werden.  Aufgrund  seiner  Probleme 
habe er sein Geschäft aufgeben müssen. Er stehe unter grossem Druck 
und wechsle ständig seinen Aufenthaltsort. 

D. 
Mit  Schreiben  vom  28.  Mai  2008,  welches  von  der  schweizerischen 
Botschaft mit  Begleitschreiben  vom 5.  Juni  2008  dem BFM überwiesen 
wurde, teilte der Beschwerdeführer seine neue Kontaktadresse mit. 

E. 
Mit  einer  weiteren  Eingabe  vom  22.  August  2008,  welche  von  der 
Vertretung  mit  Begleitschreiben  vom  29.  August  2008  dem  BFM 
übermittelt  wurde, machte  der  Beschwerdeführer  ergänzend  geltend,  er 
habe  aus  Angst  seine  Wohnung  verlassen,  da  unbekannte  Personen 
aufgetaucht seien und sich nach  ihm erkundigt hätten. Deswegen sei er 
sehr beunruhigt; er könne nirgends Anzeige machen. In Colombo fänden 
viele Entführungen und "Killings" statt. 

F. 
Mit zwei Schreiben vom 14. April beziehungsweise 13. Juli 2009, welche 
von  der  schweizerischen  Botschaft  mit  Begleitschreiben  vom  7.  Mai 
respektive  4.  August  2009  dem BFM  überwiesen wurden,  ersuchte  der 
Beschwerdeführer um beschleunigte Behandlung seines Asylgesuchs. 

G. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  6.  Januar  2010  hielt  das  BFM  fest,  der 
Sachverhalt  sei  auf  Grund  der  schriftlichen  Eingaben  des 

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Beschwerdeführers als erstellt zu betrachten, weshalb auf eine Befragung 
des Beschwerdeführers verzichtet werden könne. In der Verfügung führte 
die  Vorinstanz  im  Weiteren  aus,  sie  gedenke  nach  Prüfung  der 
Verfahrensakten  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  abzuweisen. 
Diesbezüglich gewährte sie ihm Frist zur Stellungnahme.

H. 
H.a  In  zwei  identischen,  auf  den  15.  Februar  2010  datierten,  am  18. 
Februar  2010 bei  der Vertretung  in Colombo und am 23. Februar  2010 
beim  BFM  eingelangten  Eingaben  führte  der  Beschwerdeführer  unter 
teilweiser Wiederholung seiner früheren Vorbringen im Wesentlichen aus, 
aufgrund  seiner  erlittenen  Haft  und  Festnahme  sei  er  nach  wie  vor 
gefährdet. Seine Fingerabdrücke seien bei der Polizei registriert, weshalb 
es  wahrscheinlich  sei,  dass  er  in  seinem  Heimatland  immer  wieder 
festgenommen  werde.  Als  Tamile  werde  er  häufig  von  den 
Sicherheitskräften einvernommen und belästigt. Deswegen müsse er sich 
bei einem Freund verstecken. Daher könne er in seinem Heimatland nicht 
in Ruhe leben. 

H.b Die  bei  der  Botschaft  eingereichte  Eingabe  vom  15.  Februar  2010 
wurde  von  der  Vertretung  mit  Begleitschreiben  vom  18.  Februar  2010 
dem BFM überwiesen. 

I. 
Das  BFM  verweigerte  dem  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom 
10. März 2010 die Einreise in die Schweiz und lehnte dessen Asylgesuch 
ab. 

Zur  Begründung  führte  es  im  Wesentlichen  aus,  die  vom 
Beschwerdeführer geltend gemachten Inhaftierungen von 2000 und 2001 
seien  im  Zusammenhang  mit  den  "Emergency  Regulations"  erfolgt, 
welche  den  sri­lankischen  Sicherheitskräften  erlauben  würden, 
verdächtige Personen ohne Anklage für  längere Zeit  in Haft zu nehmen. 
Da jedoch die Bewilligung der Einreise nicht dem Ausgleich vergangenen 
Unrechts diene, komme den Inhaftierungen des Beschwerdeführers keine 
einreiserelevante  Bedeutung  zu.  Angesichts  der  zahlreichen 
Gewaltereignisse  der  letzten  Jahre  sei  verständlich,  dass  auch  der 
Beschwerdeführer  Angst  vor  weiteren  Verfolgungsmassnahmen  habe 
und in die Schweiz ausreisen wolle. Dennoch könne seinem Gesuch um 
Einreise  nicht  entsprochen  werden.  Vorliegend  gelange  das  BFM  zum 
Schluss,  dass  er  nicht  akut  gefährdet  sei.  Belegt  werde  diese  unter 
anderem dadurch, dass er  vom Magistrate Court  von  I._______ am 11. 

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Juli 2001 ohne Auflagen freigesprochen worden sei. Des Weiteren sei er 
seit  2001  nie  mehr  von  den  Behörden  festgenommen  worden.  Es  sei 
davon auszugehen, dass die Behörden ihn längst wieder verhaftet hätten, 
würden diese tatsächlich heute noch aktiv nach ihm fahnden. Vorliegend 
sei auch auf die veränderte Situation  in Sri Lanka hinzuweisen. Seitdem 
der Krieg  zwischen  der  sri­lankischen Regierung  und den  LTTE  im Mai 
2009 mit  der Niederlage der  LTTE zu Ende gegangen sei,  befinde  sich 
das gesamte Land wieder unter Regierungskontrolle. Dadurch habe sich 
die  Sicherheits­  und  Menschrechtslage  verbessert.  Da  der 
Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Angaben  selber  nie  Mitglied  der 
LTTE gewesen sei und sich auch nicht politisch engagiert habe, sei nicht 
davon auszugehen, dass die sri­lankischen Behörden ein Interesse daran 
hätten, ihn zu verfolgen. 

Soweit  der  Beschwerdeführer  geltend  mache,  er  werde  seitens 
Unbekannter  behelligt,  sei  darauf  hinzuweisen,  dass  der  sri­lankische 
Staat  als  schutzfähig  gelte,  weshalb  der  Beschwerdeführer  die 
Möglichkeit  habe,  sich  an  die  Behörden  zu  wenden,  um  Schutz  vor 
Verfolgung von Seiten Dritter zu ersuchen. Des Weiteren könnten aus der 
vorliegenden Aktenlage keine Hinweise entnommen werden, welche auf 
eine Schutzunwilligkeit des Staates hindeuten würden, da seitens der sri­
lankischen  Sicherheitsbehörden  kein  Verfolgungsinteresse  am 
Beschwerdeführer bestehe. Deshalb sei grundsätzlich zu erwarten, dass 
er  solche  Übergriffe  durch  militante  Gruppierungen  und  unbekannte 
Drittpersonen der Polizei melden könne und der sri­lankische Staat seine 
Schutzpflicht  im  Rahmen  des  Möglichen  wahrnehme.  Im  Lichte  dieser 
Erwägungen  könne  festgehalten  werden,  dass  der  Beschwerdeführer 
nicht  auf  den  Schutz  der  Schweiz  angewiesen  sei,  um  vor  zukünftiger 
Verfolgung  seitens  Dritter  sicher  zu  sein.  An  dieser  Einschätzung 
vermöchten auch die von ihm eingereichten Dokumente nichts zu ändern, 
stützten  sie  doch  lediglich  diejenigen  Vorbringen,  deren  Glaubhaftigkeit 
vorliegend nicht in Frage gestellt sei. 

Für  die  weitere  Begründung  wird  auf  die  Verfügung  der  Vorinstanz 
verwiesen. 

J. 
Mit  deutschsprachiger  Eingabe  vom  8.  April  2010  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  (Eingang:  19.  April  2010;  zugleich  Kopie  an 
das  BFM)  erhob  der  Beschwerdeführer  Beschwerde  und  beantragte 

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sinngemäss die Aufhebung der Verfügung des BFM vom 10. März 2010 
und die Gewährung von Asyl sowie die Bewilligung zur Einreise. 

Zur  Begründung  seiner  Beschwerde  wies  der  Beschwerdeführer  unter 
Wiederholung  seiner  Gesuchsgründe  im  Wesentlichen  auf  seine 
anhaltende Gefährdung in Sri Lanka hin. 

Der  Beschwerde  lag  eine  Kopie  des  Schreibens  der  schweizerischen 
Botschaft in Colombo vom 26. März 2010 an den Beschwerdeführer bei. 

K. 
In einer englischsprachigen Eingabe vom 31. August 2010 an das BFM – 
welche  zuständigkeitshalber  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
weitergeleitet wurde – führte der Beschwerdeführer aus, obwohl der Krieg 
in  Sri  Lanka  seit  zirka  eineinhalb  Jahren  beendet  sei,  würden  die 
Einschüchterungen,  Entführungen  und  Verhaftungen  von  Tamilen,  die 
man  als  Unterstützer  der  LTTE  verdächtige,  in  seinem  Heimatland 
weitergehen. Aufgrund der  vergangenen Ereignisse  sei  er  nach wie  vor 
bedroht,  jederzeit  von den sri­lankischen Sicherheitskräften verhört oder 
verhaftet zu werden. 

Der  Eingabe  lagen  mehrere  fremdsprachige  Zeitungsartikel  (inklusive 
teilweiser englischsprachiger Übersetzungen) bei. 

L. 
Mit  englischsprachiger  Eingabe  vom  13.  Mai  2011  –  welche 
zuständigkeitshalber  an  das  Bundesverwaltungsgericht  weitergeleitet 
wurde – wandte sich der Beschwerdeführer ein weiteres Mal an das BFM 
und wies auf die schlechte Sicherheitssituation  für Tamilen  in Sri Lanka 
hin. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 

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Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]).  Eine  solche  Ausnahme  liegt  nicht  vor,  weshalb  das 
Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3. Die Beschwerde ist frist­ und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 
AsylG,  Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art.  52  VwVG).  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung;  er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 
105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Auf  die 
Beschwerde ist somit einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Die  Abteilungen  des  Bundesverwaltungsgerichts  entscheiden  in  der 
Regel  in  der  Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen 
(Spruchkörper;  vgl. Art.  21 Abs.  1 VGG). Gestützt  auf Art.  111a Abs.  1 
AsylG kann das Bundesverwaltungsgericht auch in solchen Fällen auf die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichten.

4. 
4.1.  Ein  Asylgesuch  kann  gemäss  Art.  19  AsylG  im  Ausland  bei  einer 
schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an 
das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG).

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4.2. Bei einem im Ausland gestellten Asylgesuch wird grundsätzlich eine 
Befragung der asylsuchenden Person durchgeführt, es sei denn, dies sei 
unmöglich (vgl. Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Im publizierten Entscheid 
BVGE 2007/30 setzte sich das Bundesverwaltungsgericht eingehend mit 
der  Sachverhaltsermittlung  und  Gewährung  des  rechtlichen 
Gehörsanspruches im Auslandverfahren auseinander und hielt dabei fest, 
die  Unmöglichkeit  der  Durchführung  einer  Befragung  könne  sich  aus 
organisatorischen  oder  kapazitätsmässigen  Gründen  bei  der  Schweizer 
Vertretung,  aus  faktischen Hindernissen  im betreffenden Land oder  aus 
beim  Asylsuchenden  liegenden  persönlichen  Gründen  ergeben  (vgl. 
a.a.O.  E.  5.2­5.3).  Beim  Befragungsverzicht  sei  die  gesuchstellende 
Person  unter  Hinweis  auf  ihre  Mitwirkungspflicht  in  einem 
individualisierten  Schreiben  mittels  konkreter  Fragen  aufzufordern,  die 
Asylgründe schriftlich festzuhalten (a.a.O. E. 5.4). Eine Befragung könne 
sich schliesslich auch erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund 
des  eingereichten  Asylgesuches  als  entscheidreif  erstellt  erscheine, 
wobei diesbezüglich der asylsuchenden Person das rechtliche Gehör zu 
gewähren sei (vgl. a.a.O. E. 5.7 f.).

4.3. Vorliegend hat das BFM auf die Durchführung einer Befragung des 
Beschwerdeführers  verzichtet.  Es  begründete  diesen  Verzicht  damit, 
dass  es  den  Sachverhalt  auf  Grund  der  schriftlichen  Eingaben  des 
Beschwerdeführers als hinreichend erstellt betrachte. Diesbezüglich stellt 
das Bundesverwaltungsgericht  fest, dass die Vorinstanz im vorliegenden 
Fall  zu  Recht  auf  die  Durchführung  einer  Befragung  des 
Beschwerdeführers  verzichtete,  da  dieser  seine  Asylvorbringen  mit 
seinem Asylgesuch und den damit eingereichten Dokumenten ausführlich 
und  klar  darlegte,  weshalb  das  BFM  davon  ausgehen  durfte,  dass  der 
Sachverhalt schon aufgrund des eingereichten Asylgesuchs entscheidreif 
erstellt  sei.  Da  die  Vorinstanz  zudem  dem  Beschwerdeführer  mit 
Zwischenverfügung  vom  6.  Januar  2010  bezüglich  des  sich 
abzeichnenden  negativen  Entscheids  das  rechtliche  Gehör  gewährte, 
sind die in BVGE 2007/30 aufgestellten Formerfordernisse erfüllt. 

5. 
Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn die 
asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann oder  ihr 
die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (vgl. Art. 3, Art. 
7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG).

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Gemäss  Art. 20  Abs.  2  AsylG  bewilligt  das  BFM  Asylsuchenden  die 
Einreise  zur Abklärung  des Sachverhaltes, wenn  ihnen  nicht  zugemutet 
werden kann,  im Wohnsitz­ oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder  in ein 
anderes  Land  auszureisen.  Bei  diesem  Entscheid  sind  die 
Voraussetzungen  zur  Erteilung  einer  Einreisebewilligung  grundsätzlich 
restriktiv  zu  umschreiben,  wobei  den  Behörden  ein  weiter 
Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im 
Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, 
die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat,  die 
Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und 
objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die 
voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in 
Betracht  zu  ziehen  (vgl.  die  weiterhin  massgebende  Praxis  der 
vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  in 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  [EMARK]  1997  Nr.  15,  insbesondere 
S. 131  ff.,  welcher  angesichts  bloss  redaktioneller  Änderungen  bei  der 
letzten  Totalrevision  des  Asylgesetzes  nach  wie  vor  Gültigkeit  hat). 
Ausschlaggebend  für  die  Erteilung  der  Einreisebewilligung  ist  dabei  die 
Schutzbedürftigkeit  der  betroffenen Personen  (vgl.  a.a.O. E. 2c S.  130), 
mithin die Prüfung der Fragen, ob eine Gefährdung  im Sinne von Art. 3 
AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort  für 
die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann.

6. 
6.1. Im Folgenden ist zu prüfen, ob das BFM zu Recht eine unmittelbare 
Gefahr  im  Sinne  von  Art.  20  AsylG  verneinte  und  die  Einreise  des 
Beschwerdeführers in die Schweiz verweigerte. 

6.2.  Vorab  ist  auf  die  ausführliche  Lageanalyse  des 
Bundesverwaltungsgerichts  im  kürzlich  ergangenen,  zur  Publikation 
vorgesehenen Urteil      BVGE E­6220/2006  vom 27. Oktober  2011  zur 
Situation  in  Sri  Lanka  hinzuweisen.  Darin  stellte  das  Gericht  im 
Wesentlichen  fest, dass sich die Lage  in Sri Lanka seit Beendigung des 
militärischen Konflikts zwischen der sri­lankischen Armee und den LTTE 
im Mai  2009  erheblich  verbessert  hat.  Militärisch  würden  die  LTTE  als 
vernichtet gelten und auch die Sicherheitslage habe sich in bedeutsamer 
Weise  stabilisiert.  Gleichzeitig  habe  sich  die  Menschenrechtslage  vor 
allem  hinsichtlich  der  Meinungs­äusserungs­  und  Pressefreiheit  weiter 
verschlechtert. Politisch Oppositionelle würden seitens der Regierung als 
Staatsfeinde  betrachtet  und  müssten  mit  entsprechenden 
Verfolgungsmassnahmen  rechnen.  Angesichts  der  allgemein 

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verbesserten  Lage  definierte  das  Gericht  Personenkreise,  welche  einer 
erhöhten  Verfolgungsgefahr  unterliegen.  Darunter  würden  Personen 
fallen,  welche  auch  nach  Beendigung  des  Krieges  verdächtigt  würden, 
mit  den  LTTE  in  Verbindung  zu  stehen  beziehungsweise  gestanden  zu 
haben.  Auch  unabhängige  Journalisten  beziehungsweise 
regierungskritische  Medienschaffende  verfügten  über  ein  erhöhtes 
Risikoprofil.  Im  Weiteren  sei  bei  Opfern  und  Zeugen  von 
Menschenrechtsverletzungen  und  Personen,  die  entsprechende 
Übergriffe behördlich angezeigt hätten, mit erhöhter Verfolgungsgefahr zu 
rechnen.  Wegen  drohender  Erpressung,  Kidnapping  und  anderen 
Verfolgungshandlungen  bildeten  überdies  Personen,  welche  über 
beträchtliche  finanzielle Mittel  verfügten,  eine weitere Risikogruppe  (vgl. 
a.a.O. E. 8).

6.3. 
6.3.1. Der Beschwerdeführer machte in seinem Asylgesuch vom 11. Juni 
2007  sowie  seinen  übrigen  Eingaben  einerseits  geltend,  in  den  Jahren 
2000  beziehungsweise  2001  sei  er  von  den  sri­lankischen  Behörden 
verhaftet,  misshandelt  und  während  einiger  Tage  inhaftiert  worden.  Als 
Tamile  werde  er  überdies  häufig  von  den  Sicherheitskräften, 
insbesondere  dem  CID,  einvernommen  und  belästigt.  Aufgrund  der 
vergangenen Ereignisse  sei  er  nach wie  vor  bedroht,  jederzeit  von  den 
sri­lankischen Sicherheitskräften verhaftet zu werden.
 
6.3.2.  Einleitend  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  das  schweizerische 
Asylrecht  nicht  dem  Ausgleich  erlittenen  Unrechts  dient.  Insofern 
vermögen  die  Haft  und  die  in  diesem  Zusammenhang  erlittenen 
psychischen  und  physischen  Beeinträchtigungen,  von  denen  der 
Beschwerdeführer  betroffen  gewesen  sein  soll,  heute  eine 
Asylgewährung beziehungsweise eine Einreisebewilligung in die Schweiz 
nicht  zu  begründen.  Im  aktuellen  Zeitraum  können  diese  Ereignisse 
mithin  nicht mehr  als  kausal  für  die  beantragte  Einreise  in  die  Schweiz 
und  die  Asylgewährung  angesehen  werden,  zumal  die  Situation  im 
Zeitpunkt  des  Asylentscheides  im  Rahmen  der  Prüfung  nach  der 
Aktualität der Verfolgungsfurcht wesentlich ist. Im Weiteren ist vorliegend 
mit  der  Vorinstanz  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  mit 
überwiegender  Wahrscheinlichkeit  in  absehbarer  Zukunft  keine 
ernsthaften Nachteile  durch Verfolgungsmassnahmen  der  sri­lankischen 
Sicherheitskräfte  zu  befürchten  hat.  Insgesamt  weist  der 
Beschwerdeführer  trotz  der  geltend  gemachten  Inhaftierungen  in  den 
Jahren 2000 und 2001 sowie der Behelligungen durch die sri­lankischen 

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Sicherheitskräfte  kein  besonderes  Risikoprofil  auf,  das  ihn  aktuell  aus 
objektiver  Sicht  als  gefährdet  erscheinen  liesse. Die  Inhaftierungen  und 
die  Behelligungen  durch  die  sri­lankischen  Sicherheitskräfte  sind  –  vor 
allem  mit  Blick  auf  die  damalige  Bürgerkriegssituation  –  vor  dem 
Hintergrund der allgemeinen Bekämpfung der LTTE zu sehen. Seit dem 
Ende des Bürgerkriegs hat sich die Lage in Sri Lanka allerdings erheblich 
verbessert. Zwar gehören Personen, die einer Verbindung zu den LTTE 
verdächtigt werden, gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts auch 
heute potentiell noch zu einer Risikogruppe (vgl. BVGE E­6220/2006 vom 
27. Oktober  2011  E.  8.1  S.  25).  Indes  sind  den  Akten  kein  Bezug  des 
Beschwerdeführers  zu  den  LTTE  zu  entnehmen.  Da  der 
Beschwerdeführer  zudem  am  11.  Juli  2001  von  einem  Gericht  vom 
Vorwurf,  den  LTTE  anzugehören,  ohne Auflagen  freigesprochen wurde, 
ist  davon  auszugehen,  dass  seitens  der  sri­lankischen Sicherheitskräfte 
nichts gegen ihn vorliegt. Er verfügt  folglich über kein besonderes Profil, 
welches eine Gefährdung  im Sinne von Art.  3 AsylG als wahrscheinlich 
erscheinen  lässt. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, häufig von 
sri­lankischen Sicherheitskräften behelligt zu werden. Der Umstand, dass 
die  geltend  gemachten  Inhaftierungen  in  den  Jahren  2000 
beziehungsweise  2001  zum  heutigen  Zeitpunkt  über  zehn  Jahre 
zurückliegen  und  der  Beschwerdeführer  seither  offenbar  nie 
weitergehenden  Massnahmen  als  Überwachung  und  Befragungen 
unterzogen  wurde,  weist  auf  ein  mangelndes  Verfolgungsinteresse  der 
sri­lankischen  Sicherheitskräfte  hin.  Läge  seitens  der  sri­lankischen 
Behörden  tatsächlich  ein  Interesse  an  seiner  Verfolgung  vor,  ist  davon 
auszugehen,  dass  sie  längst  einschneidende  Massnahmen  getroffen 
hätten.  Die  blosse  Überwachung  respektive  Einvernahme  jedenfalls 
vermag den Anforderungen an die Asylrelevanz mangels  Intensität nicht 
zu genügen. 

6.3.3.  Im Weiteren machte der Beschwerdeführer  in seinem Asylgesuch 
vom 11. Juli 2007 sowie seinen übrigen Eingaben geltend, er werde von 
Seiten Unbekannter beziehungsweise einer Gang bedroht. Er befürchte, 
Opfer einer Entführung oder eines "Killings" zu werden. 

6.3.3.1 Nach  der  Schutztheorie  hängt  die  flüchtlingsrechtliche Relevanz 
einer  Verfolgung  nicht  von  der  Frage  ihres  Urhebers,  sondern  vom 
Vorhandensein eines adäquaten Schutzes durch den Heimatstaat ab (vgl. 
dazu  EMARK  2006  Nr.  18  E.  6.3.1.  und  10.2.1.).  Nichtstaatliche 
Verfolgung ist nach der Schutztheorie flüchtlingsrechtlich relevant, sofern 

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der Heimatstaat  (bzw.  allenfalls  ein Quasi­Staat)  nicht  in  der  Lage oder 
nicht willens ist, adäquaten Schutz vor Verfolgung zu bieten.

Mit  Bezug  auf  die  Frage, welche Art  und welcher Grad  von Schutz  vor 
nichtstaatlicher  Verfolgung  im  Heimatstaat  (bzw.  allenfalls  in  einem 
Quasi­Staat) als adäquat zu erachten ist, ist gemäss EMARK 2006 Nr. 18 
nicht eine faktische Garantie für langfristigen individuellen Schutz der von 
nichtstaatlicher  Verfolgung  bedrohten  Person  zu  verlangen,  weil  es 
keinem Staat  gelingen  kann,  die  absolute Sicherheit  aller  seiner Bürger 
und  Bürgerinnen  jederzeit  und  überall  zu  garantieren.  Erforderlich  ist 
aber,  dass  eine  funktionierende  und  effiziente  Schutzinfrastruktur  zur 
Verfügung  steht,  wobei  in  erster  Linie  an  polizeiliche  Aufgaben 
wahrnehmende  Organe  sowie  an  ein  Rechts­  und  Justizsystem  zu 
denken  ist,  das  eine  effektive  Strafverfolgung  ermöglicht.  Im  Weiteren 
muss  die  Inanspruchnahme  eines  solchen  Schutzsystems  der 
betroffenen Person objektiv zugänglich und individuell zumutbar sein.

6.3.3.2 Diese  Voraussetzungen  sind  in  Sri  Lanka  unter  Beachtung  der 
konkreten Umstände für den Beschwerdeführer als gegeben zu erachten. 
Somit  hat  die  Vorinstanz  richtigerweise  festgestellt,  dass  der 
Beschwerdeführer  die  Möglichkeit  hat,  bei  den  lokalen 
Sicherheitsbehörden  direkt  um  Schutz  vor  den  Unbekannten 
beziehungsweise der Gang zu ersuchen, von denen er gemäss eigenen 
Angaben bedroht sein will, zumal den Akten keine glaubhaften Hinweise 
darauf  entnommen  werden  können,  die  auf  eine  Schutzunwilligkeit  des 
Staates  im  vorliegenden  Fall  hindeuten  würden,  und  –  wie  vorstehend 
ausgeführt  –  davon  ausgegangen  werden  kann,  dass  seitens  der  sri­
lankischen  Sicherheitsbehörden  kein  Verfolgungsinteresse  am 
Beschwerdeführer  besteht.  Die  unsubstanziierte  Behauptung  des 
Beschwerdeführers  in  der Eingabe  vom 13. Mai  2011, wonach Tamilen 
keine  Möglichkeit  hätten,  gegen  Übergriffe  von  bewaffneten  Banden 
Anzeige zu erstatten, da die sri­lankischen Sicherheitsbehörden Letztere 
nicht akzeptierten, ist unglaubhaft, zumal sie durch nichts belegt wird. 

7. 
Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  nicht 
schutzbedürftig im Sinne von Art. 3 AsylG ist. Aufgrund der vorstehenden 
Erwägungen  erübrigt  es  sich,  auf  die  weiteren  Ausführungen  in  den 
Eingaben  und  die  eingereichten  Beweismittel  einzugehen,  da  sie  am 
Ergebnis  nichts  zu  ändern  vermögen. Das BFM hat  demnach  zu Recht 
die Einreise in die Schweiz nicht bewilligt und das Asylgesuch abgelehnt. 

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8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  und  5  VwVG).  Aus 
verwaltungsökonomischen Gründen und  in Anwendung von Art. 63 Abs. 
1 in fine VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  ist  auf  die  Erhebung 
von Verfahrenskosten zu verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige schweizerische Vertretung.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

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