# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2db54cb-46ff-5edc-9ebc-5915cca27dcf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.08.2013 UE130011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE130011_2013-08-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: UE130011-O/U/HEI 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, die Ersatzoberrichter  

lic. iur. J. Haus Stebler und lic. iur. A. Schärer sowie der 

Gerichtsschreiber Dr. iur. A. Brüschweiler 

 

Beschluss vom 15. August 2013 
 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt X._____  

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Nichtanhandnahme einer Untersuchung 
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 18. Dezember 2012, D-1/2012/8584 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte 

Nachdem die Beschwerdeführerin mit Eingabe an die Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat vom 12. Dezember 2012 Strafanzeige gegen den Beschwerdegegner 1 

wegen Betruges, eventuell ungetreuer Geschäftsbesorgung, betrügerischen 

Konkurses und Pfändungsbetruges, Misswirtschaft, Urkundenfälschung sowie 

Verfügung über mit Beschlag belegte Vermögenswerte erstattet hatte (Urk. 13/1), 

nahm die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat eine Untersuchung mit Verfügung 

vom 18. Dezember 2012 nicht an Hand (Urk. 6). Gegen diese 

Nichtanhandnahmeverfügung liess die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

18. Januar 2013 innert Frist Beschwerde erheben und folgende Anträge stellen 

(Urk. 2 S. 2): 

"1. Die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat vom 18. Dezember 2012 sei aufzuheben. 

2. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat sei anzuweisen, eine 

Untersuchung gemäss Art. 309 StPO zu eröffnen. 

3. Die Akten seien einem/einer anderen als dem/der mit der 

Nichtanhandnahmeverfügung befassten Staatsanwalt/Staatsanwältin 

zur Untersuchung zu übergeben." 

Mit Präsidialverfügung vom 28. Februar 2013 wurde der Beschwerdeführerin Frist 

für die Leistung einer Prozesskaution in der Höhe von Fr. 1'500.– angesetzt 

(Urk. 7), worauf diese am 7. März 2013 eine solche leistete (Urk. 9). Nachdem 

dem Beschwerdegegner 1 und der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat mit 

Präsidialverfügung vom 9. April 2013 Frist zur freigestellten Stellungnahme 

angesetzt worden war (Urk. 10), beantragte die Staatsanwaltschaft in ihrer 

Vernehmlassung vom 18. April 2013 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 14 S. 

1). Der Beschwerdegegner 1 stellte in seiner Stellungnahme vom 23. April 2013 

sinngemäss den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen (Urk. 15 S. 2). Mit 

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Präsidialverfügung vom 2. Mai 2013 wurden die beiden Eingaben der 

Beschwerdeführerin zur freigestellten Replik übermittelt (Urk. 17), worauf diese 

am 13. Mai 2013 eine solche einreichen liess (Urk. 18), die mit Präsidialverfügung 

vom 15. Mai 2013 dem Beschwerdegegner 1 und der Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat zur freigestellten Duplik übermittelt wurde (Urk. 22). Die 

Staatsanwaltschaft verzichtete am 17. Mai 2013 auf eine Vernehmlassung (Urk. 

24). Die Duplik des Beschwerdegegners 1, welche der Beschwerdeführerin am 

29. Mai 2013 zugestellt wurde (Urk. 27), datiert vom 22. Mai 2013 (Urk. 25). 

Wegen Neukonstituierung der hiesigen Strafkammer ergeht der Entscheid nicht in 

der den Parteien ursprünglich angekündigten Besetzung. 

 

II. Materielle Beurteilung 

1. Begründung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zur 
Nichtanhandnahmeverfügung 

Die Staatsanwaltschaft begründete ihre Nichtanhandnahmeverfügung im 

Wesentlichen damit, die Beschwerdeführerin habe geltend gemacht, zum 

Unterhalt ihrer Gebäulichkeiten einen grossen Geldbedarf gehabt zu haben. Sie 

habe Geld bei schweizerischen Banken angelegt und nach Anlagemöglichkeiten 

gesucht, um mit dem Ertrag die laufenden Unterhaltskosten der Gebäude zu 

finanzieren. Im Laufe des Jahres 2000 sei sie erstmals mit dem 

Beschwerdegegner 1 in Kontakt gekommen. Ein damals für die C._____ in … 

tätiger Mitarbeiter und der Direktor der D._____ [Bank] Filiale in … hätten den 

Beschwerdegegner 1 als erfahrene Ansprechperson bei 

Vermögensverwaltungsfragen empfohlen. Im Jahr 2002 habe in der Schweiz ein 

Treffen zwischen dem Abt der Beschwerdeführerin, zwei seiner Mitarbeiter und 

dem Beschwerdegegner 1 stattgefunden. Bis ins Jahr 2007 hätten sich indessen 

keine effektiven und akzeptablen Investitionsmöglichkeiten ergeben. Der 

Beschwerdegegner 1 habe sich dann bei der Beschwerdeführerin gemeldet und 

vorgeschlagen, ihm ein Darlehen zur Investition in eine …-Fabrik im Wallis zu 

gewähren. Diese habe ihm aufgrund der guten Referenzen, des damals schon 

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mehrjährigen Kontaktes und entsprechend der eigenen christlichen Einstellung 

vertraut. Der Beschwerdegegner 1 habe versprochen, die Höhe der Rendite 

schriftlich zu bestätigen. Am 27. April 2007 habe die Beschwerdeführerin eine 

Million US-Dollar auf sein Konto bei der E._____ in … überwiesen. Nach 

mündlichen Aufforderungen, das Darlehen zurückzuzahlen, sei am 29. Oktober 

2010 eine entsprechende schriftliche Aufforderung erfolgt. Später habe sich 

herausgestellt, dass über den Beschwerdegegner 1 bereits am 27. Januar 2004 

der Konkurs eröffnet worden sei. Über diesen Umstand sei die 

Beschwerdeführerin von ihm im Zeitpunkt der Darlehensgewährung nicht 

informiert worden. Das auf die E._____ überwiesene Geld sei nur kurz dort 

gewesen und sodann zur F._____ transferiert worden und von dort zur G._____ 

AG. Aus den Akten des Konkursamtes ergebe sich, dass der Beschwerdegegner 

1 bei der G._____ AG ein USD-Kontokorrent mit einem Guthaben von 1.04 

Millionen geführt habe. Effektiv seien der Konkursverwaltung von dieser Bank 

schliesslich Fr. 753'218.– zugeflossen. Nach Abwicklung des Konkursverfahrens 

sei der Beschwerdeführerin eine Dividende von Fr. 693'811.55 ausgerichtet 

worden. Somit sei sie im Umfang von Fr. 512'088.45 zu Verlust gekommen. Der 

Beschwerdegegner 1 sei verpflichtet gewesen, das ihm gewährte Darlehen in der 

Höhe von einer Million USD für eine im Interesse der Beschwerdeführerin 

liegende und renditeorientierte Anlage zu verwenden. Effektiv habe er das 

Darlehen unter Täuschung über die bereits drei Jahre zuvor erfolgte 

Konkurseröffnung erhalten, und er habe das Geld missbräuchlich verwendet. Da 

er über Mittel verfügt habe, die im Konkursverfahren zur Befriedigung der 

Gläubiger gedient hätten, habe er auch die Tatbestände von Art. 163 und 164 

StGB erfüllt. 

Vorweg sei darauf hinzuweisen, dass sich aufgrund der Vorbringen der 

Beschwerdeführerin keine örtliche Zuständigkeit des Kantons Zürich bzw. der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zur Führung eines Strafverfahrens ergebe, da 

die von der Beschwerdeführerin behauptete Darlehensauszahlung auf ein Konto 

der E._____ [Wallis] erfolgt sei und erst danach Gelder über die F._____ (Bern) 

auf ein Konto der G._____ AG in Zürich geflossen sein sollen. Darüber hinaus 

werde in der Strafanzeige als Adresse des Beschwerdegegners 1, der angeblich 

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unbekannten Aufenthaltes sei, ein Postfach in Bern als Zustelladresse 

angegeben.  

Aus der Strafanzeige ergäben sich keine nur ansatzweise genügenden 

Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner 1 irgendwelche 

Straftatbestände erfüllt hätte. Schon die Darlehensgewährung an sich sei dubios. 

Das Bundesgericht habe in seinem Urteil vom 19. August 2011 hierzu 

festgehalten, die angebliche Darlehensgewährung als solche sei ungereimt. 

Insbesondere falle auf, dass der Klostervorsteher diesbezüglich lapidar und 

undatiert festgehalten habe: "Hiermit gewähre ich Ihnen ein zinsloses Darlehen 

von USD 1'000'000.– (einer Million United States Dollar) auf unbestimmte Zeit. 

Rückzahlbar gemäss gemeinsamer Vereinbarung. Das Kapital steht Ihnen zur 

freien Verfügung und ist keinerlei Einschränkungen unterworfen." Das in der 

Kopfzeile vorgedruckte Klosterwappen unterscheide sich aber deutlich sichtbar 

von demjenigen auf anderen Schreiben. Sodann nenne sich der Klostervorsteher 

in der vorgedruckten Kopfzeile "H._____", während er im gleichen Schreiben mit 

"H1._____" (also mit verändertem Vor- und Nachnamen) unterzeichnet habe. Auf 

anderen Schreiben tauche er mit dem Namen "H2._____" auf und im Formular A 

erscheine er mit "H3._____". Vor diesem Hintergrund sei die 

Sachverhaltsfeststellung der Aufsichtsbehörde, die Umstände seien dubios und 

ein Darlehensvertrag könne nicht als erwiesen gelten, nicht willkürlich. 

Somit sei nicht nur äusserst fraglich, ob die Beschwerdeführerin tatsächlich ein 

unverzinsliches Darlehen gewährt habe (nota bene ohne dass eine 

Rückzahlungsverpflichtung unterzeichnet oder irgendwelche Sicherheiten 

geleistet worden wären), sondern unter diesen Umständen könne auf jeden Fall 

auch nicht von einem Betrug im Sinne von Art. 146 StGB gesprochen werden, da 

die Beschwerdeführerin die elementarsten Vorsichtsmassnahmen unterlassen 

habe. Ebenso wenig seien die weiteren, von der Beschwerdeführerin behaupteten 

Straftatbestände der ungetreuen Geschäftsbesorgung und der Misswirtschaft 

erfüllt. Mit einem undatierten, nicht unterschriebenen Schreiben betreffend 

"Darlehensgewährung" des – unter variierenden Namen erscheinenden – 

angeblichen Klostervorstehers könne nicht eine vertragliche Grundlage für eine 

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angeblich bestehende Forderung nachgewiesen werden. Selbst wenn dieses 

Schreiben tatsächlich vom Abt des Klosters stammen sollte, so hätte die 

Beschwerdeführerin damit dem Beschwerdegegner 1 "freie Hand" im Umgang mit 

den USD 1'000'000.– gewährt und eine ungetreue Geschäftsbesorgung sei 

ausgeschlossen. Darüber hinaus lägen keine genügenden Anhaltspunkte für 

irgendwelche Konkurs- und Betreibungsdelikte vor. Sollte die Beschwerdeführerin 

gegen den Beschwerdegegner 1 tatsächlich eine Forderung von mindestens einer 

Million US-Dollars gehabt haben, so sei nachvollziehbar, dass sie mit dem 

Ausgang des Konkursverfahrens nicht zufrieden sei. Aus den eingereichten 

Beilagen zur Strafanzeige gehe hervor, dass sie nach Abschluss des 

Konkursverfahrens versucht habe, der Reihe nach die E._____, die F._____ und 

schliesslich die G._____ AG haftbar zu machen. Sie habe den Banken und der 

F._____ Sorgfaltspflichtverletzungen vorgeworfen und eine Haftungsanerkennung 

verlangt. Da dieses Vorgehen nicht von Erfolg gekrönt gewesen sei, versuche sie 

nunmehr auf dem Wege einer Strafanzeige ihre angeblich bestehende Forderung 

geltend zu machen. Es fehle indessen an den nötigen Voraussetzungen zur 

Anhebung eines Strafverfahrens. Vorliegend handle es sich um eine 

zivilrechtliche Streitigkeit (Urk. 6 S. 1 ff.).  

 

2. Begründung der Beschwerde 

Zur Begründung ihrer Beschwerde liess die Beschwerdeführerin im Wesentlichen 

vorbringen, die Überweisung des Darlehensbetrages sei von einem ihrer Konten 

bei der Bank I._____ AG in Zürich erfolgt. Auch die Kontakte zwischen dem 

Beschwerdegegner 1 und den Vertretern der Beschwerdeführerin hätten in Zürich 

stattgefunden. Gemäss Art. 8 StGB gelte ein Verbrechen oder Vergehen als da 

begangen, wo es der Täter ausführt, sowie da, wo der Erfolg eingetreten sei. Im 

vorliegenden Fall bestehe der Erfolg in der Vermögensverminderung, die durch 

die Abbuchung des Darlehensbetrages vom Konto der Beschwerdeführerin bei 

der Bank I._____ AG in Zürich entstanden sei. Auch die Tathandlungen des 

Beschwerdegegners 1 seien zumindest teilweise in Zürich erfolgt. Damit sei die 

Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat gegeben. 

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Die Beschwerdeführerin sei in dem vor dem Bundesgericht geführten Verfahren 

nicht als Partei beteiligt gewesen. Damit komme dem im 

Konkursbeschwerdeverfahren ergangenen Entscheid keine materielle Rechtskraft 

für die Beschwerdeführerin zu. Die Frage, ob sie ein Darlehen gewährt habe oder 

nicht, werde nicht durch dieses Beschwerdeverfahren, sondern durch das 

Kollokationsverfahren beurteilt. Die zuständige Konkursverwaltung habe die 

Darlehensforderung vollständig kolloziert. Der Kollokationsplan sei auf dieser 

Basis rechtskräftig geworden und der Beschwerdeführerin sei ein Verlustschein 

ausgestellt worden. Die Annahme der Staatsanwaltschaft, dass die 

Darlehensgewährung äusserst fraglich sei, sei damit klar aktenwidrig. Im Weiteren 

habe die Beschwerdeführerin dargelegt, dass die Darlehenssumme zum Zweck 

der Investition verwendet werden sollte. Damit bestehe ein hinreichender 

Tatverdacht, dass der Beschwerdegegner 1 die Geschäfte ungetreu besorgt 

habe, nachdem im Konkurs nicht die ganze Forderung der Beschwerdeführerin 

gedeckt worden sei. Grund hierfür sei die Tatsache gewesen, dass der 

Beschwerdegegner 1 einen Teil der Gelder für mutmasslich private Zwecke 

verwendet habe. 

Auch die weiteren Straftatbestände (namentlich die Konkursdelikte) seien 

voraussichtlich erfüllt. Es sei aktenkundig, dass der Beschwerdegegner 1 der 

Konkursverwaltung die Konten bei der G._____ AG verschwiegen habe. Es 

bestehe auch ein hinreichender Tatverdacht für die in Zürich begangenen 

Urkundenfälschungen im Zusammenhang mit den durch den Beschwerdegegner 

1 ausgefüllten Formularen A (Urk. 2 S. 4 ff.).   

 

3. Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

Die Staatsanwaltschaft begründete ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde 

im Wesentlichen damit, die Ausführungen im Rahmen der Beschwerdeschrift 

würden nichts daran ändern, dass es im vorliegenden Fall an einem 

hinreichenden Tatverdacht fehle. Selbst wenn die Beschwerdeführerin dem 

Beschwerdegegner 1 tatsächlich ein Darlehen gewährt hätte, so lägen dennoch 

keine genügenden Anhaltspunkte für deliktische Handlungen des 

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Beschwerdegegners 1 vor. Die Beschwerdeführerin habe in ihrer Strafanzeige 

weder einen unterzeichneten Darlehensvertrag noch die angebliche, in den 

Unterlagen erwähnte Rückzahlungsvereinbarung zu den Akten gereicht. Es stelle 

sich die Frage, ob diese Dokumente überhaupt bestünden.  

Im Rahmen einer Strafanzeige könne und müsse von einer Anzeigeerstatterin, die 

durch einen Rechtsanwalt vertreten sei, verlangt werden, die 

Vertragsbedingungen möglichst genau darzulegen. Nur weil die 

Beschwerdeführerin mit ihrer angeblichen Kreditgewährung allenfalls Geld 

verloren habe, gehe es nicht an, eine Strafanzeige einzureichen und zu 

behaupten, der Beschwerdegegner 1 habe sich strafbar gemacht. Sie habe gar 

nichts darüber ausgeführt, ob und wie sie mit ihm betreffend Klärung des 

Verwendungszweckes des Geldes oder die Entwicklung des 

Investitionsgeschäftes in Kontakt gestanden sei.  

Auch bezüglich irgendwelcher Konkursdelikte seien die Behauptungen der 

Beschwerdeführerin ungenügend und es ergebe sich kein hinreichender 

Tatverdacht. Weder das Konkursamt Bern … noch dessen Aufsichtsbehörde (das 

Obergericht des Kantons Bern) noch das Bundesgericht hätten irgendwelche 

Anhaltspunkte für Konkurs- und Betreibungsdelikte erblickt, ansonsten hätten sie 

von Amtes wegen eine Strafanzeige eingereicht (Urk. 14 S. 2 ff.).  

 

4. Stellungnahme des Beschwerdegegners 1 

Der Beschwerdegegner 1 machte im Wesentlichen geltend, bei den gegen ihn 

erhobenen Vorwürfen handle es sich allesamt um haltlose und frei erfundene 

Lügen. Die Ausführungen der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat im Rahmen ihrer 

Nichtanhandnahmeverfügung träfen zu (Urk. 15 S. 2 f.).  

 

5. Replik der Beschwerdeführerin 

Replicando liess die Beschwerdeführerin vorbringen, durch die Vorlage des 

Schreibens des Beschwerdegegners 1 vom 26. April 2007 (Beilage 4 zur 

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Strafanzeige; Urk. 13/3/4) sei rechtsgenügend belegt worden, dass ein 

Darlehensvertrag abgeschlossen worden sei. Dieser sei formlos gültig. Das von 

der Staatsanwaltschaft offenbar angenommene Formerfordernis der Schriftlichkeit 

sei falsch. Der Beschwerdegegner 1 habe im erwähnten Dokument anerkannt, ein 

Darlehen erhalten zu haben. Über die Tatsache der Darlehensgewährung im 

Betrag von einer Million US-Dollar bestehe also zwischen den Parteien Konsens. 

Ebenso sei unbestritten, dass der Beschwerdegegner 1 auf die Gestaltung der 

Darlehensvereinbarung Einfluss genommen und zugesichert habe, dass das 

Darlehen Zins  oder Ertrag abwerfen werde. Das Verhältnis zwischen der 

Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner 1 sei von Vertrauen 

gekennzeichnet gewesen. Die Beschwerdeführerin behaupte, es sei vereinbart 

gewesen, dass der Beschwerdegegner 1 das Darlehen zwecks Investition in eine 

renditeorientierte Anlage verwende solle. Diese Vereinbarungen seien 

grösstenteils mündlich getroffen worden. Es werde Sache der 

Untersuchungsbehörden sein, die Vertreter der Beschwerdeführerin und den 

Beschwerdegegner 1 hierzu zu befragen. 

Die Tatsache, dass der Darlehensbetrag innert kurzer Frist über drei Geldinstitute 

transferiert worden sei, lasse den Verdacht zu, dass entweder die Finanzinstitute 

im Laufe der Geschäftsbeziehung Zweifel über die Identität der Vertragspartei  

oder über deren wirtschaftliche Berechtigung gehabt hätten und der 

Beschwerdegegner 1 diese nicht habe ausräumen können oder dass er es selbst 

gewesen sei, der durch diese ungewöhnlich häufigen Transfers die Spuren habe 

verwischen wollen. Dass er die ihm zur Verfügung gestellten Mittel zumindest 

teilweise für sich selbst verwendet habe, sei aktenkundig: Von der G._____ AG 

seien vom ursprünglichen Darlehensbetrag von einer Million US-Dollars nur noch 

Fr. 753'218.– in die Konkursmasse vergütet worden. Der Beschwerdegegner 1 

habe also erwiesenermassen über das Darlehen im Umfang von Fr. 360'000.– 

entgegen den Interessen der Beschwerdeführerin verfügt. Sie habe nicht in 

Erfahrung bringen können, wofür er diese Gelder verwendet habe. Es bestehe der 

hinreichende Verdacht, dass er die ihm anvertrauten Gelder nicht 

bestimmungsgemäss, sondern zumindest teilweise im eigenen Nutzen verwendet 

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habe. Der Anfangsverdacht einer Veruntreuung und eventuell einer ungetreuen 

Geschäftsbesorgung sei begründet.  

Der Beschwerdegegner 1 habe dadurch, dass er über Mittel verfügt habe, die im 

Konkursverfahren sonst zur Befriedigung der Gläubiger zur Verfügung gestanden 

hätten, den Tatbestand des betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetruges 

durch die Verheimlichung dieser Vermögenswerte erfüllt. Indem er in Kenntnis 

seiner eigenen, desolaten wirtschaftlichen Situation (nachdem über ihn der 

Konkurs eröffnet worden sei) den ihm gewährten Kredit leichtsinnig benützt habe 

und eventuell die Vermögensverwaltung arg nachlässig ausgeübt und dadurch 

seine Vermögenslage verschlimmert habe, habe er auch den Tatbestand der 

Misswirtschaft erfüllt.  

Die Konkursverwaltung sei davon ausgegangen, dass die beschlagnahmten und 

aus dem Darlehen stammenden Mittel gar nicht in die Konkursmasse gehört 

hätten. Aus diesem Grund habe sie keine Strafanzeige wegen Konkursdelikte 

erstattet (Urk. 18 S. 1 ff.).  

 

6. Duplik des Beschwerdegegners 1 

Duplicando machte der Beschwerdegegner 1 im Wesentlichen erneut geltend, die 

gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien gelogen, haltlos, nicht belegt oder 

beweisbar, sondern emotional, subjektiv erfunden, wirr, gesucht und nicht 

gefunden sowie völlig unberechtigt (Urk. 25 S. 1 f.).  

 

7. Rechtliches und Folgerungen 

 a) Nach Art. 8 Abs. 1 StGB gilt ein Verbrechen oder Vergehen als da 

begangen, wo der Täter es ausführt oder pflichtwidrig untätig bleibt, und da, wo 

der Erfolg eingetreten ist. 

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat hat im Rahmen ihrer Vernehmlassung die 

Darstellung der Beschwerdeführerin nicht bestritten, wonach der Erfolg im 

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vorliegenden Fall in der Vermögensverminderung bestehe, die durch die 

Abbuchung des Darlehensbetrages vom Konto der Beschwerdeführerin bei der 

Bank I._____ AG in Zürich entstanden sei; auch die Tathandlungen des 

Beschwerdegegners 1 seien zumindest teilweise in Zürich erfolgt, womit die 

Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat gegeben sei. Darüber hinaus 

hat die Staatsanwaltschaft die Strafanzeige der Beschwerdeführerin auch in 

materieller Hinsicht behandelt. Bei dieser Sachlage ist im Rahmen des 

vorliegenden Verfahrens davon auszugehen, dass die Zuständigkeit der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat gegeben ist. 

 b) Gemäss Art. 309 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die 

Eröffnung einer Untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten 

der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein 

hinreichender Tatverdacht ergibt, wenn sie Zwangsmassnahmen anordnet sowie 

wenn sie von der Polizei über schwere Straftaten oder andere schwer wiegende 

Ereignisse informiert wurde. Gelangt sie hingegen zum Schluss, dass die 

fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht 

erfüllt sind, Verfahrenshindernisse bestehen oder gemäss Art. 8 StPO aus 

Opportunitätsgründen auf eine Strafverfolgung zu verzichten ist, verfügt sie die 

Nichtanhandnahme (Art. 310 Abs. 1 StPO). Der Zweck der Untersuchung besteht 

nach Art. 308 Abs. 1 StPO darin, den Sachverhalt so weit zu ermitteln, dass das 

Vorverfahren entweder mit einem Strafbefehl, einer Anklage oder einer 

Einstellung abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht 

der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Dies bedeutet unter 

anderem, dass die Staatsanwaltschaft nicht jeglicher Spur und jedem Hinweis 

nachzugehen hat, auch wenn sich eine beschuldigte Person oder ein 

Geschädigter solches vorstellt. Die Staatsanwaltschaft darf dann die 

Untersuchung – z.B. aufgrund einer Anzeige – nicht anhand nehmen, wenn mit 

Sicherheit feststeht, dass der zur Beurteilung vorliegende Sachverhalt unter 

keinen Straftatbestand fällt oder wenn mit anderen Worten eine Anzeige zum 

Vornherein aussichtslos ist, weil offensichtlich keine Straftatbestände oder 

Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Ebenso ist keine Untersuchung anhand zu 

nehmen, wenn Prozesshindernisse wie z.B. Verjährung gegeben sind. Eine 

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Nichtanhandnahmeverfügung darf jedoch nicht ergehen, wenn es bloss 

zweifelhaft ist, ob ein Straftatbestand vorliegt (vgl. zum Ganzen: Niklaus Schmid, 

Handbuch des schweiz. Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009, N 1231; 

Niklaus Schmid, StPO Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2009, Art. 309 N 3 f., 

Art. 310 N 1 ff.; Nathan Landshut, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur 

StPO, Zürich 2010, Art. 309 N 11-14, N 19-23, Art. 310 N 2 ff.; sowie auch Niklaus 

Schmid, in: Donatsch/Schmid, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons 

Zürich, Zürich 1999, N 4 ff. zu § 38 alt StPO/ZH). 

Vorab ist die Frage zu klären, ob im Rahmen des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens vom Bestehen eines Darlehensvertrages zwischen der 

Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner 1 auszugehen ist oder nicht, 

denn von der Beantwortung dieser Frage hängt insbesondere ab, ob die (von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachte) Erfüllung des Tatbestandes der 

Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB ausgeschlossen werden 

kann. 

Die Beschwerdeführerin hat in diesem Zusammenhang vorgebracht, die Frage, 

ob sie ein Darlehen gewährt habe oder nicht, werde nicht durch das 

konkursrechtliche Beschwerdeverfahren (Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichts vom 19. August 2011, Urk. 13/3/17), sondern durch das 

Kollokationsverfahren beurteilt. Die zuständige Konkursverwaltung habe die 

Darlehensforderung vollständig kolloziert. Der Kollokationsplan sei auf dieser 

Basis rechtskräftig geworden und der Beschwerdeführerin sei ein Verlustschein 

ausgestellt worden (Urk. 13/3/18). Darüber hinaus sei die Beschwerdeführerin in 

dem vor dem Bundesgericht geführten Verfahren nicht als Partei beteiligt 

gewesen. Damit komme dem im Konkursbeschwerdeverfahren ergangenen 

Entscheid keine materielle Rechtskraft für die Beschwerdeführerin zu. 

Die II. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichts hatte im Rahmen ihres Urteils 

vom 19. August 2011 zu prüfen, ob die Aufsichtsbehörde (d.h. das Obergericht 

des Kantons Bern) den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt hatte. 

Dabei war die Aufsichtsbehörde in den Erwägungen ihres Entscheides vom 10. 

Juni 2011 zum Schluss gekommen, dass kein Darlehensgeschäft mit 

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entsprechender Überweisung belegt sei; dementsprechend hob sie die Verfügung 

des Konkursamtes Bern … vom 29. März 2011 (mit welcher festgestellt worden 

war, dass der von der G._____ AG überwiesene Betrag von Fr. 753'218.15 nicht 

Bestandteil der Konkursmasse bilde) auf. Die II. zivilrechtliche Abteilung des 

Bundesgerichts hielt in der Begründung ihres Urteils vom 19. August 2011 fest, 

massgeblich sei, dass kein Zusammenhang zum angeblich gewährten Darlehen 

dargetan worden sei und sich deshalb die Frage, ob dieses tatsächlich gewährt 

worden sei (was nach dem Gesagten zweifelhaft sei), gar nicht stelle (Urk. 

13/3/17 S. 7).  

Es ist somit festzuhalten, dass die II. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichts 

nicht über die Frage entschied, ob zwischen der Beschwerdeführerin und dem 

Beschwerdegegner 1 ein Darlehensvertrag besteht. Darüber hinaus führt ein 

konkursrechtliches Verfahren betreffend die Festlegung der Bestandteile der 

Konkursmasse nicht zu einem Urteil, dessen materielle Rechtskraft auch Dritte 

(d.h. die Beschwerdeführerin, welche damals nicht Verfahrensbeteiligte war) 

bindet. Da die Konkursverwaltung die Darlehensforderung der 

Beschwerdeführerin vollständig kollozierte und auch ein entsprechender 

Verlustschein vorliegt (Urk. 13/3/18), ist im Rahmen des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens davon auszugehen, dass zwischen der 

Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner 1 ein entsprechender 

Darlehensvertrag besteht. 

 c) Nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 und 3 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf 

Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer ihm anvertraute Vermögenswerte 

unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet. Buchgelder sind 

dem Täter im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB anvertraut, wenn er auf 

einem eigenen Konto Gelder einnimmt, die für einen anderen (Treugeber) 

bestimmt sind oder in dessen Auftrag einem Dritten weitergeleitet werden sollen. 

Damit die für das Anvertrautsein massgebende Pflicht zur Erhaltung des Werts 

des Empfangenen bis zu dessen Weitergabe angenommen werden kann, müssen 

die Beträge – wie bei der Übergabe vertretbarer Sachen – dem Treuhänder in 

seiner Eigenschaft als direkter oder indirekter Stellvertreter des Treugebers 

- 14 - 

zugekommen sein (Andreas Donatsch, Strafrecht III, 9. Auflage, Zürich 2008, S. 

129 f.).  

Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Ausführungen 

in der Beschwerdeschrift und in der Replik grosses Gewicht darauf gelegt, dass 

zwischen ihr und dem Beschwerdegegner 1 ein Darlehensvertrag zustande 

gekommen ist. Bei einem Darlehensvertrag wird dem Darlehensnehmer die 

vertraglich vereinbarte Geldsumme weder in seiner Eigenschaft als direkter oder 

indirekter Stellvertreter des Treugebers überwiesen noch trifft ihn eine vertragliche 

Pflicht zur ständigen Erhaltung des Werts des Empfangenen. Der Zweck eines 

Darlehens besteht für den Darlehensnehmer gerade darin, Geld zu erhalten, das 

er sofort ausgeben kann und erst später (zum Beispiel mittels in der Zwischenzeit 

erarbeiteter Einkünfte) zurückzuzahlen hat. Dementsprechend hat der 

Beschwerdegegner 1 in seinem Schreiben an den Vertreter der 

Beschwerdeführerin vom 26. April 2007 mittels des folgenden Satzes klar 

ausgedrückt, dass Inhalt des Darlehensvertrages gerade keine Pflicht bildet, die 

gewährte Geldsumme in der Eigenschaft als direkter oder indirekter Stellvertreter 

des Treugebers an einen Dritten (unter ständiger Erhaltung des Werts des 

Empfangenen) weiterzuleiten (Urk. 13/3/4 S. 2): 

"Das Kapital steht Ihnen zur freien Verfügung und ist keinerlei 

Einschränkungen unterworfen." 

Bei dieser Sachlage kann die Erfüllung des Tatbestandes der Veruntreuung im 

Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB ausgeschlossen werden. 

 d) Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren 

oder Geldstrafe bestraft, wer in der Absicht, sich oder einen andern 

unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung 

von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so 

den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen 

andern am Vermögen schädigt.  

- 15 - 

Das täuschende Verhalten muss objektiv als arglistige Irreführung zu qualifizieren 

sein. Das Bundesgericht hat dieses Tatbestandselement in seiner Praxis wie folgt 

konkretisiert (BGE 119 IV 35, 120 IV 132 f., 122 IV 204 f., 248, 128 IV 20): Die 

Irreführung ist einerseits arglistig, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude 

errichtet. Arglist kann im Weiteren vorliegen, wenn sich der Täter täuschender 

Machenschaften bedient, d.h. seine Behauptungen durch Belege oder 

Handlungen stützt, die sie als glaubwürdig erscheinen lassen. Als täuschende 

Machenschaften gelten "Erfindungen und Vorkehrungen sowie das Ausnützen 

von Begebenheiten, die allein oder gestützt durch Lügen oder Kniffe geeignet 

sind, das Opfer irrezuführen oder es in seinem Irrtum zu bestärken. Sie 

kennzeichnen sich durch intensive planmässige und systematische Vorkehren, 

nicht aber notwendigerweise durch eine besondere tatsächliche oder intellektuelle 

Komplexität" (BGE 122 IV 205 f.).  

Einfache Lügen, d.h. falsche Vorgaben, welche nicht als ein ganzes 

Lügengebäude oder als täuschende Machenschaften zu qualifizieren sind, 

erfüllen das Merkmal der Arglist nur, wenn mindestens eine der folgenden 

Voraussetzungen erfüllt ist: Die Angaben können nicht oder nur mit besonderer 

Mühe auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden; der Täter hält den Getäuschten 

absichtlich von der Überprüfung seiner Angaben ab; dem Getäuschten ist eine 

Überprüfung nicht zumutbar; der Täter sieht aufgrund bestimmter Umstände 

voraus, dass der Getäuschte eine Überprüfung unterlassen werde. Nicht 

überprüfbar sind namentlich innere Tatsachen, so betreffend Angaben zum 

Erfüllungswillen des Kontrahenten. Dennoch kann die umschriebene Art der 

Täuschung nach der Praxis des Bundesgerichts (BGE 118 IV 361, 125 IV 128) 

nicht als arglistig gelten, wenn ohne Weiteres überprüfbare Tatsachen erkennen 

lassen, dass die zugesagte Leistung nicht erbracht werden kann (Andreas 

Donatsch, Strafrecht III, neunte Auflage, Zürich 2008, S. 199 ff.). 

Die Beschwerdeführerin hat im Rahmen ihrer Strafanzeige zum Vorwurf des 

Betruges ausgeführt, der Beschwerdegegner 1 habe das Darlehen unter 

Täuschung über seine bereits drei Jahre zuvor erfolgte Konkurseröffnung erhalten 

und entgegen der Abmachungen missbräuchlich verwendet (Urk. 13/1 S. 6). 

- 16 - 

In der Begründung ihrer Nichtanhandnahmeverfügung hat die Staatsanwaltschaft 

Zürich-Limmat argumentiert, im vorliegenden Fall könne nicht von einem Betrug 

im Sinne von Art. 146 StGB gesprochen werden, da die Beschwerdeführerin die 

elementarsten Vorsichtsmassnahmen unterlassen habe. Die Beschwerdeführerin 

hat gegen diese Begründung der Staatsanwaltschaft weder in ihrer 

Beschwerdeschrift noch in ihrer Replik Gegenargumente vorgebracht; vielmehr 

hat sie neu den Vorwurf der Veruntreuung erhoben. 

Die Argumentation der Staatsanwaltschaft, weshalb im vorliegenden Fall die 

Erfüllung des Betrugstatbestandes auszuschliessen ist, ist zutreffend. Wenn einer 

Privatperson ein Darlehen in der Höhe von einer Million US-Dollar gewährt 

werden soll, so sind vorab sorgfältige Abklärungen über deren Bonität 

vorzunehmen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat nicht vorgebracht, 

sie habe einen Betreibungsregisterauszug eingeholt und damit die 

grundlegendste Vorsichtsmassregel beachtet.  

Darüber hinaus ist die Relevanz einer allfälligen Täuschung der 

Beschwerdeführerin durch den Beschwerdegegner 1 über die von ihm 

beabsichtigte Verwendung der Darlehenssumme schon aus dem Grund zu 

verneinen, weil dieser schliesslich in seinem Schreiben an den Vertreter der 

Beschwerdeführerin vom 26. April 2007  im angefügten Text 

"Darlehensgewährung" mittels des folgenden Satzes klar und deutlich 

ausgedrückt hatte, dass er sich bei der Nutzung des Darlehens keinerlei 

Einschränkungen unterworfen betrachtet (Urk. 13/3/4 S. 2): 

"Das Kapital steht Ihnen zur freien Verfügung und ist keinerlei 

Einschränkungen unterworfen." 

Bei dieser Sachlage hat die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zu Recht die 

Erfüllung des Betrugstatbestandes verneint.  

 e) Nach Art. 158 Ziff. 2 Abs. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei 

Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen 

Auftrages oder eines Rechtsgeschäfts damit betraut ist, Vermögen eines andern 

- 17 - 

zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und 

dabei unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am 

Vermögen geschädigt wird. Handelt der Täter in der Absicht, sich oder einen 

andern unrechtmässig zu bereichern, so kann gemäss Art. 158 Ziff. 2 Abs. 3 

StGB auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren erkannt werden. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Beschwerdegegner 1 sei aufgrund 

eines mit ihr abgeschlossenen Vertrages verpflichtet gewesen, das ihm gewährte 

Darlehen in der Höhe von einer Million US-Dollars für eine in ihrem Interesse 

liegende und renditeorientierte Anlage zu verwenden. Demgegenüber bestreitet 

der Beschwerdegegner 1 eine derartige vertragliche Verpflichtung. Von 

entscheidender Bedeutung im vorliegenden Fall ist, dass nicht die Konstellation 

"Aussage gegen Aussage" vorliegt, vielmehr wird durch die von der 

Beschwerdeführerin eingereichten Dokumente die Darstellung des 

Beschwerdegegners 1 gestützt, wonach gerade keine vertragliche Verpflichtung 

bestand, die gewährte Darlehenssumme ausschliesslich in einer ganz bestimmten 

Weise (nämlich für Investitionen im Interesse der Beschwerdeführerin) zu 

verwenden: Erstens führte der Abt der Beschwerdeführerin in seinem Schreiben 

vom 29. Oktober 2010 explizit aus, dass der Beschwerdegegner 1 aufgrund eines 

Darlehens ("loan agreement") Verfügungsberechtigter über die Geldsumme in der 

Höhe von einer Million US-Dollars sei (Urk. 13/3/7). Von einem 

Investitionsauftrag, welcher der Beschwerdegegner 1 angenommen hätte, ist in 

diesem Schreiben nichts zu lesen. Zweitens drückte der Beschwerdegegner 1 – 

wie bereits ausgeführt – in seinem Schreiben an den Vertreter der 

Beschwerdeführerin vom 26. April 2007 unmissverständlich aus, dass er sich bei 

der Nutzung des Darlehens keinerlei Einschränkungen unterworfen betrachtet 

(Urk. 13/3/4 S. 2). Die Beschwerdeführerin hat keine von ihr unabhängigen 

Drittpersonen als Zeugen benannt, welche über die behauptete vertragliche 

Vereinbarung mit dem Beschwerdegegner 1 Aussagen machen könnten, sondern 

ausgeführt, es bestünden diesbezüglich nur mündliche Abmachungen. Bei dieser 

Sachlage hat die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zu Recht den hinreichenden 

Tatverdacht einer ungetreuen Geschäftsbesorgung verneint.  

- 18 - 

 f) Nach Art. 163 Ziff. 1 StGB wird der Schuldner, der zum Schaden der Gläu-

biger sein Vermögen zum Scheine vermindert, namentlich Vermögenswerte 

beiseiteschafft oder verheimlicht, Schulden vortäuscht, vorgetäuschte 

Forderungen anerkennt oder deren Geltendmachung veranlasst, im Falle, dass 

über ihn der Konkurs eröffnet oder gegen ihn ein Verlustschein ausgestellt 

worden ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. 

Die Beschwerdeführerin hat sowohl im Rahmen ihrer Strafanzeige als auch im 

Rahmen ihrer Replik argumentiert, der Beschwerdegegner 1 habe den 

Tatbestand des betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetruges i.S.v. Art. 163 

Ziff. 1 StGB erfüllt, indem er über Mittel verfügt habe, die im Konkursverfahren 

sonst zur Befriedigung der Gläubiger zur Verfügung gestanden hätten; er habe 

diese Vermögenswerte verheimlicht (Urk. 13/1 S. 6 und Urk. 18 S. 3); sie [die 

Beschwerdeführerin] habe nicht in Erfahrung bringen können, wofür er diese 

Gelder verwendet habe (Urk. 18 S. 3).  

Das Konkursamt Bern … machte erst am 28. Januar 2009 öffentlich bekannt, 

dass über den Beschwerdegegner 1 bereits am 27. Januar 2004 der Konkurs 

eröffnet worden war (Urk. 13/3/17 S. 2). Da die Darlehenssumme nach der 

Darstellung der Beschwerdeführerin am 27. April 2007 auf das Konto des 

Beschwerdegegners 1 bei der E._____ in … überwiesen wurde, erfolgte die 

Überweisung 21 Monate vor der öffentlichen Bekanntmachung des Konkurses. 

Wenn einem stark überschuldeten Schuldner, über welchen bereits drei Jahre 

zuvor der Konkurs eröffnet worden war, ein Darlehen in Millionenhöhe gewährt 

wird, bevor die Konkurseröffnung bekannt gemacht wird, so ist davon 

auszugehen, dass er zumindest mit einem Teil der Darlehenssumme fällige 

Schulden begleicht. Art. 163 Ziff. 1 StGB stellt eine Verminderung des Vermögens 

zum Scheine unter Strafe. Weder ergeben sich aus den vorliegenden Akten 

Anhaltspunkte noch hat die Beschwerdeführerin konkrete Verdachtsmomente 

vorgebracht, dass der Beschwerdegegner 1 eine Vermögensverminderung zum 

Scheine vorgenommen (und nicht vielmehr einen Teil der ihm gewährten 

Darlehenssumme für die Begleichung von Schulden verwendet) hat. 

- 19 - 

Nach Art. 165 Ziff. 1 StGB wird der Schuldner, der in anderer Weise als nach 

Artikel 164, durch Misswirtschaft (namentlich durch ungenügende 

Kapitalausstattung, unverhältnismässigen Aufwand, gewagte Spekulationen, 

leichtsinniges Gewähren oder Benützen von Kredit, Verschleudern von 

Vermögenswerten oder arge Nachlässigkeit in der Berufsausübung oder 

Vermögensverwaltung) seine Überschuldung herbeiführt oder verschlimmert, 

seine Zahlungsunfähigkeit herbeiführt oder im Bewusstsein seiner 

Zahlungsunfähigkeit seine Vermögenslage verschlimmert, im Fall, dass über ihn 

der Konkurs eröffnet oder gegen ihn ein Verlustschein ausgestellt worden ist, mit 

Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Beschwerdegegner 1 habe den 

Tatbestand der Misswirtschaft erfüllt, indem er in Kenntnis seiner eigenen, 

desolaten wirtschaftlichen Situation (nachdem über ihn der Konkurs eröffnet 

wurde) den ihm gewährten Kredit leichtsinnig benützt habe und eventuell die 

Vermögensverwaltung arg nachlässig ausgeübt und dadurch seine 

Vermögenslage verschlimmert habe. 

Wie bereits ausgeführt, ist im Fall, dass einem stark überschuldeten Schuldner, 

über welchen bereits drei Jahre zuvor der Konkurs eröffnet worden war, ein 

Darlehen in Millionenhöhe gewährt wird (bevor die Konkurseröffnung bekannt 

gemacht wird), davon auszugehen, dass er zumindest mit einem Teil der 

Darlehenssumme fällige Schulden begleicht. Weder ergeben sich aus den 

vorliegenden Akten Anhaltspunkte noch hat die Beschwerdeführerin konkrete 

Verdachtsmomente vorgebracht, dass der Beschwerdegegner 1 einen Teil der 

ihm gewährten Darlehenssumme leichtsinnig benützt bzw. verschleudert oder 

seine Vermögensverwaltung arg nachlässig ausgeübt hat. 

Vollends enthalten die Akten keinerlei Hinweise, dass der Beschwerdegegner 1 

im Sinne von Art. 169 StGB über mit Beschlag belegte Vermögenswerte verfügt 

hat, wie ihm dies die Beschwerdeführerin in ihrer Strafanzeige vorgeworfen hat, 

ohne hierzu jedoch nähere Ausführungen gemacht zu haben. 

- 20 - 

Bei dieser Sachlage hat die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zu Recht einen 

hinreichenden Tatverdacht bezüglich eines Konkurs- und Betreibungsdeliktes 

verneint.  

 g) Die Beschwerdeführerin warf dem Beschwerdegegner 1 im Rahmen ihrer 

Strafanzeige vor, sich der Urkundenfälschung schuldig gemacht zu haben, indem 

er am 31. Mai 2007 mit der Unterzeichnung des Formulars A der G._____ AG 

erklärt habe, dass er an den unter der Kundennummer … geführten 

Vermögenswerten wirtschaftlich berechtigt sei (Urk. 13/1 S. 6).  

Wie oben unter lit. b und e dargelegt, ist im Rahmen des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens vom Abschluss eines Darlehensvertrages (und nicht eines 

Vermögensverwaltungsauftrages) zwischen der Beschwerdeführerin und dem 

Beschwerdegegner 1 auszugehen. Da bei einem Darlehen der Darlehensnehmer 

der wirtschaftlich Berechtigte an der Darlehenssumme ist, beurkundete der 

Beschwerdegegner 1 am 31. Mai 2007 keine rechtlich erhebliche Tatsache 

unrichtig, wenn er sich selbst als den wirtschaftlich Berechtigten bezeichnete. 

Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 

 

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss sind die Kosten für das Beschwerdeverfahren der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Dem 

Beschwerdegegner 1 ist mangels erheblicher Umtriebe keine 

Prozessentschädigung zuzusprechen. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

- 21 - 

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird festgesetzt auf 

Fr. 1'500.– und dem Beschwerdeführer auferlegt; die Gerichtsgebühr wird 

mit der Prozesskaution in der Höhe von Fr. 1'500.– verrechnet.  

3. Dem Beschwerdegegner 1 wird keine Prozessentschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− Rechtsanwalt X._____, in zweifacher Ausfertigung, für sich und 
zuhanden der Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde) 

− den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (gegen Empfangsbestätigung) 

sowie - nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung 
allfälliger Rechtsmittel - unter Rücksendung der beigezogenen Akten 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben 
werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 
Zürich, 15. August 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. A. Brüschweiler 
 
 
 

	Beschluss vom 15. August 2013
	
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte

	1. Begründung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zur Nichtanhandnahmeverfügung
	2. Begründung der Beschwerde
	7. Rechtliches und Folgerungen
	III.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird festgesetzt auf Fr. 1'500.– und dem Beschwerdeführer auferlegt; die Gerichtsgebühr wird mit der Prozesskaution in der Höhe von Fr. 1'500.– verrechnet.
	3. Dem Beschwerdegegner 1 wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.
	 Rechtsanwalt X._____, in zweifacher Ausfertigung, für sich und zuhanden der Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (gegen Empfangsbestätigung) sowie - nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel - unter Rücksendung der beigezogenen Akten