# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b132509-c4a1-5820-bcfc-7c905d272c21
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-13
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 13.01.2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-13-01_2023-01-13.pdf

## Full Text

EDÖB-D-0D8A3401/55
 

Feldeggweg 1 
3003 Bern 
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www.edoeb.admin.ch 

Eidgenössischer Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB 

 
 

 

Bern, 13. Januar 2023 

 Empfehlung 
nach Art. 14 des Öffentlichkeitsgesetzes 

im Schlichtungsverfahren zwischen 

X. 
(Antragstellerin) 

und 

Nachrichtendienst des Bundes NDB 

I Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Am 26. Januar 2022 eröffnete das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungs-
schutz und Sport (VBS) im Zusammenhang mit Informationsbeschaffung des Nachrichtendienstes 
des Bunds (NDB) für die keine Genehmigungen vorlagen, eine Administrativuntersuchung. In die-
sem Rahmen hat die Antragstellerin (Journalistin) am 11. Februar 2022 gestützt auf das Bundes-
gesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ; SR 152.3) 
beim NDB um Zugang zu folgenden Dokumenten ersucht:  
- "Leistungsvereinbarung Cyber NDB: das aktuellste (oder falls mehrere: alle aktuellsten) Ser-

vice Level Agreements (SLA) / Leistungsvereinbarung, welche die Zusammenarbeit zwischen 
"FUB ZEO[1]" und Cyber NDB" regelt." In Bezug auf dieses Dokument präzisierte die Antrag-
stellerin, dass konkrete Informationen zur Informationsbeschaffung oder sicherheitsrelevanten 
Informationen geschwärzt werden können. 

- Crypto AG: Bericht Oberholzer zu Handen VBS" 

2. Am 17. Februar 2022 nahm der NDB Stellung und verweigerte den Zugang zu der Leistungsver-
einbarung basierend auf Art. 67 des Bundesgesetzes über den Nachrichtendienst (Nachrichten-
dienstgesetz, NDG; SR 121). Laut dem NDB gilt "das Öffentlichkeitsgesetz nicht für den Zugang 
zu amtlichen Dokumenten betreffend die Informationsbeschaffung. Da es sich gegebenenfalls bei 
der ersuchten Leistungsvereinbarung um ein auf das engste mit der Informationsbeschaffung ver-
bundenes Dokument handelte, äussert sich der NDB zum Vorhandensein oder Nichtvorhanden-
sein dieser Art Dokumente generell nicht und das Zugangsgesuch ist abzuweisen." In Bezug auf 

 
1  Führungsunterstützungsbasis - Zentrum für elektronische Operationen (FUB ZEO) 

  

 

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den Bericht informierte der NDB die Antragstellerin, dass er ihren Antrag an die zuständige Be-
hörde weitergeleitet hatte.  

3. Am 22. Februar 2022 reichte der Antragstellerin einen Schlichtungsantrag beim Eidgenössischen 
Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Beauftragter) ein. Mit ihrem Schlichtungsantrag 
übermittelte die Antragstellerin dem Beauftragten einen Auszug aus dem Bericht Wirksamkeits-
überprüfung NCS [Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken] vom 30. No-
vember 20162, in dem auf Seite 38 Folgendes steht: "Leistungsvereinbarung zwischen NDB und 
FUB ZEO: Der NDB greift zur Erfüllung seiner Aufgaben im Cyber-Bereich teilweise auf das tech-
nische Know-how der FUB-ZEO zurück. Grundlage dieser Zusammenarbeit ist die entsprechende 
Leistungsvereinbarung." 

4. Mit Schreiben vom 25. Februar 2022 bestätigte der Beauftragte gegenüber der Antragstellerin den 
Eingang des Schlichtungsantrages und forderte gleichentags den NDB dazu auf, die betroffenen 
Dokumente sowie bei Bedarf eine ergänzende, begründete Stellungnahme einzureichen. 

5. Am 3. März 2022 reichte der NDB eine Stellungnahme ein, in der er u.a. ausführte, dass "[i]m 
Gesetzgebungsverfahren zum NDG […] seinerzeit umstritten [war], ob der NDB als Ganzes oder 
ob "nur" dessen Informationsbeschaffung vom BGÖ auszunehmen sei. Schlussendlich obsiegte 
in der Differenzbereinigung die Meinung, dass die Ausnahme vom BGÖ auf die Informationsbe-
schaffung zu beschränken sei. Damit setzte sich der ursprüngliche Vorschlag des NDB bzw. die 
vom Bundesrat im Gesetzesentwurf und Botschaft vertretene Sehweise durch." Der NDB erläu-
terte anschliessend, wenn "[…] deshalb eine Leistungsvereinbarung der ersuchten Art mit der 
FUB ZEO bestehen [sollte], wäre sie gestützt auf Artikel 67 NDG vom BGÖ ausgenommen, weil 
dem Kernbereich der Informationsbeschaffung zurechenbar bzw. weil tiefste Einblicke in den Auf-
gabenbereich ermöglicht würden und Erkenntnisse über den modus operandi von Cyber NDB 
abgeleitet werden könnten (d.h. die konkrete Vorgehensweise von Cyber NDB bei Angriffen auf 
die Schweiz)." Weiter hielt der NDB fest, dass, sollte es solche Dokumente geben und diese dem 
Öffentlichkeitsgesetz unterliegen würden, das Zugangsgesuch auch wegen einer Gefährdung der 
inneren oder äusseren Sicherheit der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ) abzuweisen wäre. 
Schliesslich erwähnte der NDB, dass es "[a]uch […] die laufende Administrativuntersuchung im 
Bereich Cyber des NDB zu berücksichtigen [gilt], deren zielkonforme Durchführung bzw. freie 
Meinungs- und Willensbildung nicht beeinträchtig werden darf (Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b BGÖ) 
und deren Berichterstattung es abzuwarten gilt."  

Der NDB reichte dem Beauftragten keine Dokumente ein.  

6. Am 8. März 2022 verlangte der Beauftragte, dass der NDB ihm bis zum 15. März 2022 gemäss 
seiner Mitwirkungspflicht die von der Antragstellerin angeforderten Dokumente zur Verfügung 
stellt.  

7. Mit E-Mail vom 15. März 2022 verweigerte der NDB die Herausgabe der Dokumente, weil diese 
dem BGÖ nicht unterstellt seien, und teilte dem Beauftragten mit, dass er sie anlässlich der 
Schlichtungssitzung vorlegen werde. 

8. Mit E-Mail vom 21. März 2022 verlangte der Beauftragte erneut die Zustellung der Dokumente 
und erinnerte den NDB an seine Mitwirkungspflicht.  

9. Am 22. März 2022 stellte der NDB "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" dem Beauftragten 
einen Teil der Dokumente zu.  

10. Am 24. März 2022 fand eine Schlichtungssitzung statt, in welcher sich die Parteien nicht einigen 
konnten. 

11. Am 12. Dezember 2022 publizierte das VBS das Ergebnis der Administrativuntersuchung im NDB. 
Laut die Medienmitteilung zeigte «Die Untersuchung des ehemaligen Bundesrichters Niklaus 

 
2  AWK Group, Bericht "Wirksamkeitsüberprüfung NCS" vom 30. November 2016, S. 38. (Abrufbar unter Berichte und Studien (admin.ch)). 

  

 

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Oberholzer […], dass der NDB nicht schuldhaft gegen Bestimmungen des Nachrichtendienstge-
setzes (NDG) verstossen hat, sondern die Rechtslage verkannt und die fernmelderechtliche Di-
mension der Datenbeschaffung und -bearbeitung nicht erkannt hatte.»3 

12. Auf die weiteren Ausführungen der Antragstellerin und des NDB sowie auf die eingereichten Un-
terlagen wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

II Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

13. Die Antragstellerin reichte ein Zugangsgesuch nach Art. 10 BGÖ beim NDB ein. Dieser verwei-
gerte den Zugang zu den verlangten Dokumenten. Die Antragstellerin ist als Teilnehmerin an ei-
nem vorangegangenen Gesuchsverfahren zur Einreichung eines Schlichtungsantrags berechtigt 
(Art. 13 Abs. 1 Bst. a BGÖ). Der Schlichtungsantrag wurde formgerecht (einfache Schriftlichkeit) 
und fristgerecht (innert 20 Tagen nach Empfang der Stellungnahme der Behörde) beim Beauf-
tragten eingereicht (Art. 13 Abs. 2 BGÖ). 

14. Das Schlichtungsverfahren findet auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder 
allen Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten statt, der das Verfahren im Detail festlegt.4 
Kommt keine Einigung zustande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche Lösung, 
ist der Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der Angelegenheit 
eine Empfehlung abzugeben.  

B. Materielle Erwägungen 

15. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der Ver-
waltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR 152.31) die Rechtmässigkeit und die Angemes-
senheit der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde. 

16. Die Antragstellerin hat den Zugang zur "aktuellste[n] (oder falls mehrere: alle aktuellsten)" Service 
Level Agreements (SLA)/ Leistungsvereinbarung, welche die Zusammenarbeit zwischen "FUB 
ZEO und Cyber NDB regelt", und zum "Bericht Oberholzer zu Handen VBS" verlangt. Der NDB 
hatte den zweiten Teil des Zugangsgesuchs aus Zuständigkeitsgründen an das Generalsekreta-
riat des VBS zur Bearbeitung weitergeleitet5. Dieses Teilgesuch ist somit nicht Gegenstand des 
vorliegenden Schlichtungsverfahrens. In Bezug auf die Leistungsvereinbarung legte die Antrag-
stellerin ihrem Schlichtungsantrag einen Auszug aus dem Bericht "Wirksamkeitsüberprüfung 
NCS" vom 30. November 2016 bei. Dieser Bericht betrifft die Nationale Strategie zum Schutz der 
Schweiz vor Cyber-Risiken, die der Bundesrat mit Beschluss vom 27. Juni 2012 eingeführt hat. 
Im genannten Bericht wird die Zusammenarbeit der FUB ZEO und dem NDB erwähnt ebenso wie 
die Tatsache, dass diese mithilfe einer Leistungsvereinbarung geregelt wird. Aufgrund der von der 
Antragstellerin eingereichten Unterlagen betrifft der Gegenstand des Verfahrens die "aktuellste 
(oder falls mehrere: alle aktuellsten)" Vereinbarung, die die Zusammenarbeit zwischen der FUB 
ZEO und dem NDB im Bereich Schutz von Cyber-Risiken regeln.  

17. Der NDB übergab dem Beauftragten nur nach mehrmaligem Nachhaken die verlangten Doku-
mente. In Art. 12 Abs. 1 Bst. b VBGÖ, der eine Ausführungsbestimmung von Art. 20 BGÖ ist, wird 
festgehalten, dass die Behörden dem Beauftragten im Schlichtungsverfahren die erforderlichen 
Dokumente vorlegen müssen. In Artikel 20 BGÖ hat der Gesetzgeber das Zugangsrecht des Be-
auftragten ausdrücklich auch für Dokumente, die der Geheimhaltung unterliegen, festgehalten. 
Gleichzeitig hat er den Beauftragten und dessen Personal Amtsgeheimnispflichten unterstellt. 
Würde "eine Behörde dem Beauftragten den Zugang zu den verlangten Dokumenten unter 

 
3  VBS, Medienmitteilung vom 12. Dezember 2022 –Resultat der Administrativuntersuchung im NDB liegt vor. 

4 Botschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003, BBl 2003 1963 
(zitiert BBl 2003), BBl 2003 2024. 

5  Siehe Empfehlung des EDÖB vom 18. August 2022: GS-VBS / Schlussbericht Forschungsauftrag. 

  

 

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Berufung auf Geheimhaltungsinteressen oder andere Argumente, wie den Geltungsbereich des 
BGÖ [verweigern], verstösst sie gegen die ausdrücklichen Gebote in Art. 20 Abs. 1 BGÖ und Art. 
12b VBGÖ, die für alle Dokumente gelten, auch wenn sie der Geheimhaltung unterliegen."6  

18. In seiner an die Antragstellerin gerichteten Stellungnahme hielt der NDB u.a. fest: "Da es sich 
gegebenenfalls bei der ersuchten Leistungsvereinbarung um ein auf das engste mit der Informa-
tionsbeschaffung verbundenes Dokument handelte, äussert sich der NDB zum Vorhandensein 
oder Nichtvorhandensein dieser Art Dokumente generell nicht und das Zugangsgesuch ist [ge-
stützt auf Art. 67 NDG] abzuweisen." Darüber hinaus fügte der NDB in seiner ergänzenden Stel-
lungnahme an den Beauftragten hinzu, dass "[er] im Bereich Cyberabwehr bei der Wahl seiner 
Partner frei (anders als bei der Funk- und Kabelaufklärung) [ist]. Sollte der NDB über solche Part-
ner verfügen, wären diese Firmen oder Personen vor Gegenaufklärung und einschlägigen Bedro-
hungen zu schützen (z.B. vor gezielter Infiltration entsprechender Firmen durch fremde Nachrich-
tendienste oder Schutz der Mitarbeitende vor Korruption oder Erpressung). Der NDB äussert sich 
deshalb grundsätzlich nicht zum Vorhandensein oder Nichtvorhandensein amtlicher Dokumente 
der ersuchten Art, zumal damit auch die Sicherheit der Schweiz im Sinne von Artikel 7 Absatz 1 
Buchstabe c BGÖ gefährdet würde." 

19. Im Tätigkeitsbericht 20217 der unabhängigen Aufsichtsbehörde über die nachrichtendienstlichen 
Tätigkeiten (AB-ND) steht Folgendes: "Operative und technische Analyse sind im NDB im Ressort 
Cyber zusammengefasst. Parallel dazu verfügt auch das ZEO im Bereich Cyber Network Opera-
tions (CNO) über eine Einheit Cyber Threat Intelligence (CTI), die sich mit der Cyberbedrohungs-
analyse beschäftigt. […] Bei Genehmigung eines Antrags des NDB, gemäss Art. 37 Abs. 1 NDG 
gegen einen Angreifer vorzugehen, würde der NDB das ZEO mit der Durchführung des Gegen-
angriffs beauftragen, da der NDB selbst über keine Kräfte zur Durchführung einer Cyberattacke 
verfügt. Diese sind gemäss Strategie Cyber des VBS Aufgabe der Armee. Eine über das reine 
Auftraggeber Auftragnehmer-Verhältnis hinausgehende Zusammenarbeitsform stellt das Joint 
Cyber Technical Analysis Center (JCTAC) dar. Hierbei handelt es sich nicht um eine neue Orga-
nisationseinheit, sondern um die Zusammenführung von Mitarbeitenden des NDB und des ZEO 
zur gemeinsamen technischen Analyse von Cyberbedrohungen."  

20. Aus dem Vorangegangenen ergibt sich, dass eine Zusammenarbeit zwischen der FUB ZEO und 
dem NDB im Bereich Schutz von Cyber Risiken besteht und bekannt ist. Darüber hinaus legte die 
Antragstellerin mit ihrem Schlichtungsantrag einen Auszug aus einem offiziellen Bericht der Bun-
desverwaltung vor, in dem auf eine Leistungsvereinbarung zwischen dem NDB und der Zentrale 
verwiesen wird.8 Somit handelt es sich dabei um ein bestimmtes Dokument, das von zwei ver-
schiedenen offiziellen, allgemein zugänglichen Quellen erwähnt wurde.9 Damit steht die Existenz 
dieses Dokumentes oder dieser Dokumente ausser Zweifel.  

21. In seiner an den Beauftragten gerichteten Stellungnahme weist der NDB darauf hin, dass eine 
solche Vereinbarung, sollte sie denn existieren, in Anwendung von Art. 67 NDG vom Öffentlich-
keitsgesetz ausgenommen sei (siehe Ziffer 5). 

22. Art. 4 BGÖ regelt das Verhältnis zwischen dem Öffentlichkeitsgesetz und jenen bundesrechtlichen 
Normen, die eine Sonderregelung für den Zugang zu Verwaltungsdokumenten vorsehen. Nach 
Bst. a sind Normen anderen Bundesgesetzes vorbehalten, die bestimmte Informationen als ge-
heim bezeichnen. Das spezielle Verwaltungsrecht enthält eine Vielzahl an Geheimhaltungsnor-
men. Einige sind darauf ausgerichtet, wichtige öffentliche Interessen wie die Verteidigung oder die 
innere Sicherheit zu schützen. Gemäss Bst. b BGÖ bleiben spezielle Bestimmungen anderer Bun-
desgesetze, die vom Öffentlichkeitsgesetz abweichende Voraussetzungen für den Zugang zu be-
stimmten Informationen vorsehen, vorbehalten. 

 
6  Siehe Fragen- und Antwortenkatalog des EDÖB vom 13. Oktober 2022 für die Anhörung durch dies GSK vom 28. Oktober 2022 zum 

BGÖ, S. 4 und 5. 
7  AB-ND, Tätigkeitsbericht 2021, S. 14. 
8  AWK Group, Bericht "Wirksamkeitsüberprüfung NCS" vom 30. November 2016, S. 38. 
9  BVGer Urteil A-1751/2017 vom 1. Mai 2020, E. 8.4.5. 

  

 

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23. Mit dem Inkrafttreten des neuen Nachrichtendienstgesetzes am 1. September 2017 wurde die 
nachrichtendienstliche Informationsbeschaffung dem Anwendungsbereich des Öffentlichkeitsge-
setzes entzogen. Es handelt sich dabei gemäss Botschaft zum Nachrichtendienstgesetz um eine 
"sachliche Ausnahme für die Unterlagen über die nachrichtendienstliche Informationsbeschaf-
fung".10 Art. 67 NDG besagt, dass das Öffentlichkeitsgesetz nicht für den Zugang zu amtlichen 
Dokumenten betreffend die Informationsbeschaffung nach dem Nachrichtendienstgesetz gilt. Es 
steht ausser Frage, dass Art. 67 NDG eine Spezialbestimmung im Sinne von Art. 4 BGÖ ist. Um-
stritten ist die Anwendung von Art. 67 NDG im vorliegenden Fall.  

24. In der Botschaft11 heisst es zu Art. 67 NDG, dass "die bisherigen Zugangsgesuche […] jeweils 
vorwiegend Dokumente und Dossiers über die Beschaffung von Informationen durch den NDB 
oder über Aktionen [betrafen], die der NDB (oder seine Vorgänger) durchgeführt hatte. Vereinzelt 
wurde auch ausdrücklich Einsicht in andere Unterlagen, z.B. über den Verkehr mit ausländischen 
Nachrichtendiensten und Sicherheitsbehörden, verlangt. Mit Rücksicht auf die beteiligten Perso-
nen oder ausländischen Dienste und im Einklang mit den Ausnahmeregelungen des BGÖ muss 
der NDB die Einsicht in Beschaffungs- und Zusammenarbeitsdossiers nach ausführlicher Prüfung 
und interner Begründung jeweils ablehnen. Es ist deshalb nicht sinnvoll, hier den Grundsatz auf-
recht zu erhalten, dass in Dokumente über die nachrichtendienstliche Beschaffung Einsicht gege-
ben werden muss, wenn von vornherein feststeht, dass diese den Ausnahmebestimmungen des 
BGÖ unterstehen." Gemäss der Botschaft besteht der Hauptzweck der Ausnahme darin, dem 
NDB die Prüfung von Zugangsgesuchen zu ersparen, die sich auf Dokumente im Zusammenhang 
mit der Informationsbeschaffung beziehen, die ohnehin Gegenstand einer im Öffentlichkeitsgesetz 
enthaltenen Ausnahme wären. 

25. Der Begriff der Informationsbeschaffung, der weder im Gesetz noch in der Botschaft zum Nach-
richtendienstgesetz definiert wird, bezieht sich auf das 3. Kapitel, welches den Titel "Informations-
beschaffung" trägt. In der Botschaft steht dazu: "Nach der umfassenden Definition des Datenbe-
arbeitungsbegriffs im Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG; 235.1) ist zwar die Beschaffung 
im Begriff der Bearbeitung enthalten (vgl. Art. 3 Bst. e DSG). Da die Beschaffung der Daten jedoch 
für einen Nachrichtendienst zum einen von zentraler Bedeutung ist und zum anderen aus Sicht 
der betroffenen Personen mit den stärksten Grundrechtseingriffen verbunden sein kann, ist es 
gerechtfertigt, die Beschaffung und die weitere Bearbeitung in eigenständigen Kapiteln zu re-
geln."12 Nach der Botschaft zum 3. Kapitel umfasst die Informationsbeschaffung also nur die Da-
tensammlung, während die Datenbearbeitung speziell in einem eigenständigen Kapitel geregelt 
ist, nämlich in 4. Kapitel. Kapitel 3 definiert die Massnahmen, die mit oder ohne gerichtliche Ge-
nehmigung durchgeführt werden können, d.h. die Mittel, die dem NDB zur Verfügung stehen, um 
Informationen zu sammeln, sowie den Schutz von Informationsquellen und die Zusammenarbeit 
mit anderen Diensten oder Privatpersonen. Somit ergibt sich, dass die Informationsbeschaffung 
die Umsetzung einer konkreten Massnahme zur Informationsbeschaffung betrifft. Aus der Bot-
schaft geht somit nicht hervor, dass sich die Informationsbeschaffung auf alles bezieht, was der 
eigentlichen Informationserhebung vorausgeht, wie Vorbereitungsarbeiten, Vereinbarungen usw. 
Die administrativen Vorbereitungshandlungen, wie bspw. die vorliegend herausverlangten Leis-
tungsvereinbarungen, die die Einführung oder Durchführung der künftigen Informationsbeschaf-
fungsmassnahme ermöglichen, sind nach Ansicht des Beauftragten nicht durch das 3. Kapitel des 
NDG abgedeckt. Wenn alle derartigen Informationen, die in irgendeiner Weise die Informations-
beschaffung betreffen, ausgeschlossen werden, würde nur ein sehr kleiner Teil der Tätigkeiten 
des NDB dem Öffentlichkeitsgesetz unterliegen. Eine solche extensive Auslegung würde nach 
Ansicht des Beauftragten dem Willen des Gesetzgebers zuwiderlaufen, der beschlossen hat, nur 
die eigentliche Informationsbeschaffung, nicht aber den NDB insgesamt vom Geltungsbereich des 
Öffentlichkeitsgesetzes auszunehmen.  

26. Die von der Antragstellerin verlangte Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit zwischen zwei Ver-
waltungseinheiten, der FUB ZEO und dem NDB, im Bereich Schutz von Cyber-Risiken. Sie betrifft 
die administrative Zusammenarbeit, die der Durchführung einer konkreten Massnahme zur 

 
10  Botschaft zum Nachrichtendienstgesetz vom 19. Februar 2014, BBl 2014 2161. 
11  BBl 2014 2195s. 

12  BBl 2014 2148. 

  

 

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Informationsbeschaffung vorausgeht. Aus Sicht des Beauftragten handelt es sich also um vorbe-
reitende Handlungen, die keine Informationsbeschaffung im Sinne des 3. Kapitel NDG darstellen.  

Nach Ansicht des Beauftragten liegt in Bezug auf die herausverlangte Vereinbarung kein Anwen-
dungsfall von Art. 67 NDG vor. 

27. Aufgrund der Nichtanwendbarkeit von Art. 67 NDG muss nachfolgend geprüft werden, ob eine 
oder mehrere Ausnahmen nach Art. 7 oder 8 BGÖ vorliegen.  

28. Der Zugang zu amtlichen Dokumenten kann insbesondere aus einem der in Art. 7 Abs. 1 BGÖ 
genannten Gründe eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert werden. Nach der Rechtspre-
chung muss die aufgrund der Zugangsgewährung drohende Verletzung der jeweiligen öffentlichen 
oder privaten Interessen zwar nicht mit Sicherheit eintreten, jedoch darf eine Gefährdung auch 
nicht lediglich denkbar oder (entfernt) möglich erscheinen; zudem muss diese ernsthaft sein, wes-
halb eine bloss geringfügige oder unangenehme Konsequenz nicht als Beeinträchtigung gelten 
kann. Eine eigentliche Interessenabwägung ist nicht vorzunehmen. Vielmehr hat der Gesetzgeber 
diese bereits vorweggenommen, indem er in Art. 7 Abs. 1 BGÖ in abschliessender Weise die 
Gründe aufzählt, aus denen das Geheimhaltungs- das Transparenzinteresse überwiegen kann.13 
Liegt ein Ausnahmetatbestand nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ vor, darf der Zugang nicht ohne Weiteres 
verweigert werden, sondern es ist im Einzelfall zu prüfen, ob gegebenenfalls in Anwendung des 
Verhältnismässigkeitsprinzips (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV) ein eingeschränkter Zugang in Frage kommt, 
etwa durch Anonymisierung, Einschwärzen, Teilveröffentlichung oder zeitlichen Aufschub.14 

29. Der NDB argumentiert in seiner Stellungnahme, dass es "die laufende Administrativuntersuchung 
im Bereich Cyber des NDB15 [auch] zu berücksichtigen gilt, deren zielkonforme Durchführung bzw. 
freie Meinungs- und Willensbildung nicht beeinträchtigt werden darf (Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b 
BGÖ) und deren Berichterstattung abzuwarten gilt." Da der NDB die Argumentation für diese bei-
den Ausnahmegründe vermischt, prüft der EDÖB im Folgenden deren Anwendung separat. 

30. In Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ kann der Zugang zu amtlichen Dokumenten einge-
schränkt, aufgeschoben oder verweigert werden, wenn durch seine Gewährung die freie Mei-
nungs- und Willensbildung einer diesem Gesetz unterstellten Behörde, eines anderen legislativen 
oder administrativen Organes oder einer gerichtlichen Instanz wesentlich beeinträchtigt werden 
kann. Laut Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz soll der Schutz der freien Meinungs- und Willens-
bildung verhindern, dass die Verwaltung durch eine verfrühte Bekanntgabe von Informationen 
während eines Entscheidungsprozesses unter allzu starken Druck der Öffentlichkeit gerät, 
wodurch die Bildung einer eigenen Meinung und eines eigenen Willens verhindert werden könnte. 
Nach dem Wortlaut des Gesetzes muss der Zugang zu einem amtlichen Dokument zu einer we-
sentlichen Beeinträchtigung der Meinungs- und Willensbildung führen. Diese Bedingung ist nicht 
erfüllt, wenn z.B. die Veröffentlichung eines Dokuments das blosse Risiko beinhaltet, eine heftige 
öffentliche Auseinandersetzung zu provozieren. Nicht jede Verzögerung oder Erschwerung im 
Entscheidungsprozess, welche sich aus der öffentlichen Auseinandersetzung ergibt, ist automa-
tisch als wesentliche Beeinträchtigung der freien Meinungs- und Willensbildung einer Behörde zu 
betrachten.16 Zudem ist die Schwelle für das Ausmass der Beeinträchtigung bei Art. 7 Abs. 1 Bst. 
a BGÖ höher angesetzt als bei den übrigen Ausnahmebestimmungen und bedingt für eine Zu-
gangsbeschränkung eine wesentliche Beeinträchtigung.17 

31. Gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ wird der Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeschränkt, 
aufgeschoben oder verweigert, wenn durch seine Gewährung die zielkonforme Durchführung kon-
kreter behördlicher Massnahmen beeinträchtigt würde. Dieser Ausnahmegrund stellt sicher, dass 
Informationen geheim gehalten werden können, die der Vorbereitung konkreter behördlicher Mas-
snahmen dienen (z.B. Inspektionen oder Aufsichtsmassnahmen). Gemäss der Rechtsprechung 
des Bundesverwaltungsgerichts ist Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ auf einzelne, konkrete behördli-

 
13  Urteil des BVGer A-2565/2020 vom 17. Januar 2022 E. 3.1. 
14  Urteil des BVGer A-2565/2020 vom 17. Januar 2022 E. 3.4. 
15  Der Bundesrat, Medienmitteilung vom 26.01.22, Administrativuntersuchung im Bereich Cyber des NDB. 

16  BBl 2003 2007. 

17  COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 7 Rz. 15. 

  

 

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che Massnahmen zugeschnitten und es ist dabei zu verlangen, "dass im Zeitpunkt der Beurteilung 
des Zugangsgesuchs die Durchführung einer (oder von einzelnen) klar definierten behördlichen 
Massnahme beeinträchtigt zu werden droht."18 Die aufgrund der Zugangsgewährung drohende 
Verletzung der mit der behördlichen Massnahme verfolgten Ziele muss von einem gewissen Ge-
wicht sein19 und die Geheimhaltung der Information muss Bedingung für den Erfolg der entspre-
chenden Massnahme bilden. Geschützt sind insbesondere die Inspektionen, die Ermittlungen und 
die administrativen Überwachungen, mit denen sichergestellt werden soll, dass sich die Bürgerin-
nen und Bürger an das Gesetz halten.20 Nicht von Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ erfasst ist jedoch die 
allgemeine Aufgabenerfüllung oder Aufsichtstätigkeit einer Behörde insgesamt. 

32. Der NDB hat sich darauf beschränkt, die Anwendung der zwei oben genannten Ausnahmegründe 
(Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b BGÖ) summarisch zu begründen, ohne jedoch deren Anwendung auf 
den konkreten Fall darzulegen. Die Behörde belegt somit nicht eingehender, dass die angeforder-
ten Dokumente in direktem Zusammenhang mit einer laufenden Behördenuntersuchung stehen 
und wie ihre Offenlegung die Untersuchung beeinträchtigen oder ihr Ergebnis beeinflussen 
könnte. Darüber hinaus ist die Administrativuntersuchung inzwischen abgeschlossen (Ziffer 11). 
Da die Behörde, die die Beweislast trägt, die Anwendung der Ausnahmetatbestände bislang nicht 
mit dem von der Rechtsprechung geforderten ausreichenden Begründungsdichte nachgewiesen 
hat und da die Administrativuntersuchung nun beendet ist, erachtet der Beauftragte die Tatbe-
stände von Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b BGÖ als nicht nachgewiesen.  

33. Letztendlich begründet der NDB in seiner Stellungnahme (siehe Ziffer 5) die Verweigerung des 
Zugangs mit einer Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz (art. 7 Abs. 1 
Bst. c BGÖ). Der NDB hält dazu fest, sofern amtliche Dokumente "der ersuchten Art existieren 
[würden] und dies [sic!] wider Erwarten dem Öffentlichkeitsprinzip unterstehen – was ausdrücklich 
bestritten würde -, wäre das Zugangsgesuch auch wegen einer Gefährdung der inneren oder 
äusseren Sicherheit der Schweiz abzuweisen. Dies weil im Falle einer Zugangsgewährung einer-
seits direkte Rückschlüsse auf das operative Vorgehen bzw. die Arbeitsweise des NDB möglich 
wären. Anderseits ist der NDB im Bereich Cyberabwehr bei der Wahl seiner Partner frei (anders 
als bei der Funk- und Kabelaufklärung). Sollte der NDB über solche Partner verfügen, wären diese 
Firmen oder Personen vor Gegenaufklärung und einschlägigen Bedrohungen zu schützen (z.B. 
vor gezielter Infiltration entsprechender Firmen durch fremde Nachrichtendienste oder Schutz der 
Mitarbeitenden vor Korruption oder Erpressung)."  

34. Nach Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ ist der Zugang zu amtlichen Dokumenten einzuschränken, aufzu-
schieben oder zu verweigern, wenn durch seine Gewährung die innere oder äussere Sicherheit 
der Schweiz gefährdet werden kann. Gemäss der Botschaft21 zum Öffentlichkeitsgesetz betrifft 
diese Ausnahmebestimmung in erster Linie die Tätigkeit des Polizei-, Zoll-, Nachrichten- und Mi-
litärwesens und bezweckt die Geheimhaltung von Massnahmen zum Erhalt der Handlungsfähig-
keit der Regierung in ausserordentlichen Lagen, zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Landes-
versorgung, Informationen über technische Einzelheiten oder den Unterhalt von Rüstungsgütern 
oder Informationen, deren Zugänglichmachung zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit wichtiger 
Infrastrukturen oder gefährdeter Personen führen würde. Dabei ist nach der Rechtsprechung22 
nicht die Abgrenzung nach den tätigen Behörden massgeblich, sondern die Abgrenzung von ge-
fährdeten Interessen und Rechtsgütern. Sicherheit ist hierbei sowohl als Unverletzlichkeit der 
Rechtsgüter der Einzelnen wie auch des Staates und seiner Einrichtungen sowie der Rechtsord-
nung insgesamt zu verstehen. Die innere und äussere Sicherheit der Schweiz kann durch Angriffe 
und Bedrohungen wie Kriminalität im Allgemeinen, Extremismus und Terrorismus sowie militäri-
sche und nachrichtendienstliche Aktivitäten gefährdet sein. Von der Bestimmung erfasst wird 
ebenfalls der Schutz von sicherheitsrelevanten Informationen im Zusammenhang mit kritischen 

 
18  Urteil des BVGer A-4571/2015 vom 10. August 2016 E. 6.1. 
19  BGE 144 II 77 E. 4.3. 
20  Urteile des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 6.1; A-4571/2015 vom 10. August 2016 E. 6.1; A-683/2016 vom 20. Oktober 2016 E. 

5.4.2. 
21  BBl 2003 2009. 
22  Urteil des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 5.1 m.w.H. 

  

 

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Infrastrukturen der Landesversorgung wie informations-, kommunikations- und energietechni-
schen Einrichtungen. Allerdings muss nach der Rechtsprechung23 selbst bei legitimen Sicherheits-
zwecken sorgfältig geprüft werden, ob die Offenlegung der verlangten Dokumente die öffentliche 
Sicherheit ernsthaft gefährden könnte. Als Leitlinie der Prüfung dient dabei das Kriterium, wie weit 
es verantwortbar ist, dass über die Bekanntgabe von Informationen, die danach auch der gesam-
ten Öffentlichkeit offen stünden, Zugang zu Wissen besteht, das sich in unerwünschter bzw. für 
die innere Sicherheit der Schweiz nachteiliger Weise nutzen liesse. 

35. Wie bereits erwähnt, veröffentlichte die AB ND in ihrem Tätigkeitsbericht Informationen über die 
Zusammenarbeit zwischen dem NDB und der FUB ZEO und nannte damit auch namentlich den 
Partner des NDB. Diese Informationen scheinen die Sicherheit der FUB ZEO oder der Schweiz 
nicht beeinträchtigt zu haben. Im Übrigen formulierte der NDB seine Begründung bis anhin ledig-
lich mit generell abstrakten Gefährdungssituationen und Risiken, ohne sich auf bestimmte Sach-
lagen oder konkret Gefährdungen zu beziehen. Diese Ausführungen sind mit Blick auf die von der 
Rechtsprechung gestellten Anforderungen an die Begründungsdichte einer Zugangsverweige-
rung bis anhin zu allgemein und zu pauschal, um eine Gefährdung der inneren oder äusseren 
Sicherheit der Schweiz hinreichend zu begründen. Der Beauftragte kann jedoch nicht ausschlies-
sen, dass Passagen die in den verlangten Dokumenten enthaltenen Informationen die innere oder 
äussere Sicherheit der Schweiz beeinträchtigen könnten. Diese Informationen müssen vom NDB 
identifiziert und die verlangten Dokumente unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprin-
zips geschwärzt werden. 

 

  

 
23  Urteil des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 5.1 m.w.H. 

  

 

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III Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlich-
keitsbeauftragte:  

36. Der Nachrichtendienst des Bundes NDB identifiziert, ob Passagen der "aktuellsten (oder falls 
mehrere: alle aktuellsten)" Leistungsvereinbarung(en), die die Zusammenarbeit zwischen der 
FUB ZEO und dem NDB regelt bzw. regeln, unter die Ausnahme von Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ 
fallen, und schwärzt sie ggf. unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprinzips.  

37. Der Nachrichtendienst des Bundes NDB gewährt Zugang zu den übrigen Inhalten der "aktuellsten 
(oder falls mehrere: alle aktuellsten)" Leistungsvereinbarung(en), die die Zusammenarbeit zwi-
schen der FUB ZEO und dem NDB regelt bzw. regeln. 

38. Die Antragstellerin kann innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt dieser Empfehlung beim Nachrich-
tendienst des Bundes NDB den Erlass einer Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das 
Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) verlangen, wenn sie 
mit der Empfehlung nicht einverstanden ist (Art. 15 Abs.1 BGÖ). 

39. Der Nachrichtendienst des Bundes NDB erlässt eine Verfügung, wenn er mit der Empfehlung nicht 
einverstanden ist (Art. 15 Abs. 2 BGÖ). 

40. Der Nachrichtendienst des Bundes NDB erlässt die Verfügung innert 20 Tagen nach Empfang 
dieser Empfehlung oder nach Eingang eines Gesuches um Erlass einer Verfügung (Art. 15 Abs. 3 
BGÖ). 

41. Diese Empfehlung wird veröffentlicht. Zum Schutz der Personendaten der am Schlichtungsver-
fahren Beteiligten wird die Antragstellerin anonymisiert (Art. 13 Abs. 3 VBGÖ). 

42. Die Empfehlung wird eröffnet: 

- Einschreiben mit Rückschein (R)  
X. 

- Einschreiben mit Rückschein (R)  
Nachrichtendienst des Bundes 
Papiermühlestrasse 20 
3003 Bern 
 

 

  

Adrian Lobsiger 

Der Beauftragte 

Mélissa Beutler 

Juristin