# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 067f34f6-1626-5f7b-b4fb-f6fbadb20d72
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 13.09.2017 810 17 92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-17-92_2017-09-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 13. September 2017 (810 17 92) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Prüfung des Schlussberichts 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Christian  

Haidlauf, Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess,  
Gerichtsschreiberin i.V. Daniela Spitteler 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, gesetzlich vertreten durch B.____,  
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Prüfung des Schlussberichts mit Rechnung für die Zeit vom 01.11.2015 

bis 22.09.2016  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.___ vom 
7. März 2017) 

 
 
 
A. A.____, geb. 2008, ist die Tochter von B.____ und D.____ sel. Für den Kindsvater 
D.____ bestand seit dem 18. Dezember 2007 eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögens-
verwaltung. 
 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

B. Mit Entscheid vom 28. Juni 2016 genehmigte die Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde C.____ (KESB) den Bericht mit Rechnung vom 12. November 2015 des Beistands 
E.____ für die Zeit vom 1. November 2013 bis 31. Oktober 2015 und setzte dessen Entschädi-
gung auf Fr. 8‘014.90, die Spesen auf Fr. 827.10, die Verfahrenskosten auf Fr. 340.-- sowie die 
Aufwendungen der F.____ AG auf Fr. 444.-- fest (insgesamt: Fr. 9‘626.--). Der Entscheid er-
wuchs unangefochten in Rechtskraft. 

 
C. Der Kindsvater verstarb am 22. September 2016. Das Vermögen des Verstorbenen 
belief sich zu diesem Zeitpunkt auf Fr. 198‘137.12 (vgl. Vermögensnachweis per 22. September 
2016). Die Tochter des Verstorbenen, A.____, trat das Erbe des Verstorbenen als Alleinerbin 
an (vgl. Erbbescheinigung vom 7. Februar 2017). 

 
D. Mit Entscheid vom 7. März 2017 genehmigte die KESB den vom Beistand eingereich-
ten Schlussbericht für die Zeit vom 1. November 2015 bis zum 22. September 2016 und die 
Schlussrechnung vom 11. Oktober 2016. Ferner entliess sie den Beistand aus dem Amt und 
sprach ihm eine Mandatsträgerentschädigung in der Gesamthöhe von Fr. 6‘774.70 (Aufwand: 
Fr. 5‘798.40, Sozialversicherungsabgaben: Fr. 457.50 [7.89 %], Spesen: Fr. 518.80) zulasten 
des Vermögens der betroffenen Person bzw. der Alleinerbin des Verstorbenen zu. Die Verfah-
renskosten setzte die Vorinstanz auf Fr. 540.-- und die Aufwendungen der F.____ AG auf 
Fr. 456.15 fest. Diese Kosten gingen ebenfalls zulasten der Alleinerbin. 

 
E. A.____, gesetzlich vertreten durch ihre Mutter B.____, erhob mit Eingabe vom 7. April 
2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kan-
tonsgericht), gegen den Entscheid der Vorinstanz vom 7. März 2017. Sie beantragt, 1) der Ent-
scheid sei aufzuheben und zur vertieften Abklärung und Überprüfung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen, 2) der Beschwerdeführerin sei umfassende Akteneinsicht zur Rechnungslegung der 
entlassenen Mandatsperson zu gewähren, 3) es sei festzustellen, ob und in welchem Zeitraum 
der beauftragte Beistand die Sorgfaltspflicht verletzt habe und die Unterhaltspflicht gemäss 
Art. 285 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907, in Vertretung 
des unter umfassender Beistandschaft stehenden Kindsvaters, vernachlässigt habe, 4) alles 
unter o/e-Kostenfolge. 
 
F. Mit Eingabe vom 16. Mai 2017 erklärte die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung zu 
verzichten. Stattdessen zog sie den Entscheid vom 7. März 2017 in Wiedererwägung und ent-
schied: 1) Der Entscheid ersetze den am 7. März 2017 ergangenen Entscheid der Vorinstanz. 
2) Der Schlussbericht mit Rechnung vom 11. Oktober 2016 der Mandatsperson für die Zeit vom 
1. November 2015 bis 22. September 2016 werde genehmigt und 3) der Beistand werde, unter 
Verweis auf die Bestimmungen über die Verantwortlichkeit gemäss Art. 454 ZGB, aus dem Amt 
entlassen. 4) Der Beistand habe sämtliche Ernennungsurkunden im Original an die Vorinstanz 
zu retournieren. 5) Der Aufwand der Mandatsperson werde auf Fr. 6‘624.95 (Aufwand: 
Fr. 5‘659.60, Sozialversicherungsabgaben: Fr. 446.55 [7.89 %], Spesen: Fr. 518.80) sowie 
6) die Verfahrenskosten des Entscheids vom 7. März 2017 auf Fr. 540.-- und die Aufwendun-
gen der Treuhandfirma auf Fr. 456.15 zulasten des Vermögens der betroffenen Person bzw. 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

der Alleinerbin festgesetzt. 7) Auf die Geltendmachung von Verfahrenskosten betreffend den 
Wiedererwägungsentscheid verzichte die Vorinstanz. 
 
G. Mit Schreiben vom 18. Mai 2017 teilte das Kantonsgericht der Vorinstanz mit, dass der 
Wiedererwägungsentscheid bezüglich des Hauptanliegens der Beschwerdeführerin inhaltlich 
am ursprünglichen Entscheid festhalte, weshalb das Verfahren nicht gegenstandslos geworden 
sei. Der Wiedererwägungsentscheid vom 16. Mai 2017 werde demnach als Vernehmlassung 
entgegengenommen. 
 
H. Mit Verfügung vom 7. Juni 2017 überwies das Gerichtspräsidium den Fall der Kammer 
zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. De-
zember 1907 kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zu-
ständigen Gericht erhoben werden. Nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des 
Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 ist das Kantonsgericht, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht, für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit zuständig. 
Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 ZGB bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Best-
immungen des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Die Beschwerdeführerin ist gemäss 
Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Beschwerde befugt. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzun-
gen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.  
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Vorinstanz den 
Schlussbericht und die Schlussrechnung des Beistands vom 11. Oktober 2016 zu Recht ge-
nehmigt hat. 
 
4.1. Endet das Amt, erstattet der Beistand oder die Beiständin der Erwachsenenschutzbe-
hörde den Schlussbericht und reicht gegebenenfalls die Schlussrechnung ein (Art. 425 Abs. 1 
Satz 1 ZGB). Die Erwachsenenschutzbehörde prüft und genehmigt den Schlussbericht und die 
Schlussrechnung auf die gleiche Weise wie die periodischen Berichte und Rechnungen 
(Art. 425 Abs. 2 ZGB). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt unter dem neuen Er-
wachsenenschutzrecht, was bereits mit Bezug auf das alte Vormundschaftsrecht (in Kraft bis 
31. Dezember 2012) erkannt wurde: Der Schlussbericht dient der Information und nicht der 
Überprüfung der Führung der Beistandschaft. Die Genehmigung ist auszusprechen, soweit der 
Schlussbericht der Informationspflicht genügt. Nicht anders verhält es sich mit der Schlussrech-

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nung. Dadurch unterscheiden sich Schlussbericht und Schlussrechnung von den periodischen 
Berichten und Rechnungen (Art. 415 ZGB), die der Behörde dazu dienen, die Amtsführung des 
Beistands zu steuern und ihm gegebenenfalls Weisungen zu erteilen. Die mit der Genehmigung 
des Schlussberichts und der Schlussrechnung befasste Behörde hat sich nicht über allfällige 
Verfehlungen des Beistands zu äussern. Entsprechend kommt der Genehmigung der Schluss-
rechnung keine unmittelbare materiell-rechtliche Bedeutung zu, noch wird dem Mandatsträger 
damit eine vollständige Décharge erteilt. Allfällige Rechtsansprüche des Schutzbefohlenen 
(namentlich Verantwortlichkeitsansprüche gemäss Art. 454 ZGB) bleiben von der Genehmigung 
unberührt (Urteile des Bundesgerichts 5A_714/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 4.3 und 
5A_151/2014 vom 4. April 2014 E. 6.1, jeweils mit weiteren Hinweisen; KURT AFFOLTER/URS 
VOGEL, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 
2014, Rz 52 zu Art. 425). Die Lehre weist allerdings darauf hin, dass der Genehmigung der 
Schlussrechnung erhöhte Beweiskraft zukommt, da sie sich nicht auf formelle Gesichtspunkte 
beschränken darf. Sie geniesst im Unterschied zum Schlussbericht für sich die Vermutung der 
Richtigkeit (Urteil des Bundesgerichts 5A_714/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 4.3; 
AFFOLTER/VOGEL, a.a.O., Rz 52 zu Art. 425 ZGB am Ende).  
 
4.2. Das ZGB regelt den Inhalt des Berichts über die persönlichen Verhältnisse und die 
Betreuung nur sehr allgemein (vgl. Art. 411 Abs. 1 ZGB). Es ist deshalb Sache der Erwachse-
nenschutzbehörde, nötigenfalls entsprechende Richtlinien zu erlassen. Der Detaillierungsgrad 
des Berichts richtet sich dabei nach der konkreten Situation und der massgeschneiderten Mas-
snahme (vgl. URS VOGEL, a.a.O., Rz 10 zu Art. 415 ZGB). Auch in Bezug auf die Form der 
Rechnungsführung und die Art der Rechnungsablage finden sich im Bundesrecht keine detail-
lierten Vorschriften (vgl. Art. 410 Abs. 1 ZGB). Demnach sind die Kantone frei, entsprechende 
generelle Voraussetzungen im kantonalen Recht zu verankern (vgl. URS VOGEL, in: Honsell/ 
Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, Rz 6 zu Art. 415 
ZGB). Der Kanton Basel-Landschaft hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. So be-
stimmt § 74 Abs. 2 EG ZGB, dass die Rechnung eine Übersicht über den aktuellen Bestand des 
Vermögens, die Veränderung des Vermögens in Bestand und Anlage sowie die Einnahmen und 
Ausgaben während der Rechnungsperiode enthalten muss. Alle Angaben sind überdies zu be-
legen. Die Erwachsenenschutzbehörde hat die Rechnung sodann auf die formelle Richtigkeit 
und Vollständigkeit hin zu prüfen. Dazu ist die Kassarechnung (Ein- und Ausgaben) anhand der 
eingereichten Belege lückenlos zu überprüfen, ebenso die Ausweise über die Vermögensbe-
stände (vgl. Entscheid des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
[KGE VV], vom 11. September 2013 [810 13 36] E. 8; VOGEL, a.a.O., Rz 7 zu Art. 415 ZGB).  
 
5. Die Beschwerdeführerin stellt in ihrer Beschwerde das Rechtsbegehren, es sei ihr “um-
fassende Akteneinsicht zur Rechnungslegung der entlassenen Mandatsperson zu gewähren“. 
Als Begründung dieses Antrags erklärt die Beschwerdeführerin, es liege aufgrund “der festge-
stellten Mängel“ im Interesse der Beschwerdeführerin, “mit der umfassenden Akteneinsicht zu 
prüfen“, ob die Höhe der Entschädigung für den Aufwand des Beistands gerechtfertigt sei und 
ihrer Tochter die Kinderzulagen für die Zeit vom 1. November 2014 bis 13. April 2016 ausge-
händigt worden seien. Dieses Rechtsbegehren ist nicht eindeutig. Soweit die Beschwerdeführe-
rin damit beantragt, – wovon das Kantonsgericht ausgeht –, das Kantonsgericht habe gestützt 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

auf die Akten der Vorinstanz und alle Unterlagen des Beistands den vorliegenden Fall zu ent-
scheiden, ist festzuhalten, dass das Kantonsgericht aufgrund seiner Pflicht, die für den Ent-
scheid wesentlichen Tatsachen festzustellen (vgl. § 12 VPO), die Verfahrensakten der Vor-
instanz beigezogen hat. Diese genügen vollumfänglich, um die sich im vorliegenden Verfahren 
stellenden Fragen zu prüfen. Dem Antrag auf Beizug der Vorakten ist somit bereits Folge ge-
leistet und in diesem Umfang ist er demzufolge auch genehmigt worden. Soweit die Beschwer-
deführerin mit ihrem Antrag verlangt haben sollte, dass das Kantonsgericht alle mit der Man-
datsführung zusammenhängenden Unterlagen und Belege des Beistands einholt, wäre dieser 
Antrag abzuweisen gewesen, da keine weiteren Unterlagen als die von der Vorinstanz beim 
Gericht eingereichten Akten zur Beurteilung des Falles erforderlich sind. Sollte die Beschwerde-
führerin mit ihrem Antrag allenfalls verlangt haben, ihr solle in sämtlichen Belegen und Unterla-
gen des Beistands Akteneinsicht gewährt werden, so hätte sie sich mit diesem Antrag an die 
KESB zu wenden. Das Kantonsgericht könnte aufgrund funktioneller Unzuständigkeit auf einen 
so verstandenen Antrag nicht eintreten.  
 
6.1 Die Beschwerdeführerin moniert, die Vorinstanz habe es unterlassen, zu prüfen, ob der 
Beistand sichergestellt habe, dass der Kindsvater seinen Unterhaltspflichten gegenüber seiner 
Tochter nachgekommen sei. Der Kindsvater habe ab 1. November 2014 erneut Kinderzulagen 
von monatlich Fr. 200.-- bezogen. Diese seien jedoch nicht an A.____ weitergeleitet worden.  
 
6.2. Die angefochtene Verfügung hat die Genehmigung der Schlussrechnung und des 
Schlussberichts für den Zeitraum vom 1. November 2015 bis 22. September 2016 zum Gegen-
stand. Die Rüge der Beschwerdeführerin betreffend die Nichtweiterleitung von Kinderzulagen 
für die Zeit vor dem 1. November 2015 bezieht sich auf eine andere als die im vorliegenden 
Verfahren strittige Abrechnungsperiode und kann somit nicht Gegenstand dieses Verfahrens 
sein. 
 
6.3. In Bezug auf die im vorliegenden Verfahren massgebliche Abrechnungsperiode ab 
1. November 2015 ist festzuhalten, dass die Mandatsperson der KESB den Schlussbericht mit 
Rechnung vom 11. Oktober 2016 für die Zeit vom 1. November 2015 bis 22. September 2016 
zur Genehmigung vorgelegt hat. Die von der KESB beauftragte F.____ AG, hat den Schlussbe-
richt inkl. Schlussrechnung geprüft und eine Genehmigungsempfehlung ausgesprochen. Der 
F.____ AG lagen gemäss ihrem Prüfungsbericht vom 21. Oktober 2016 der Schlussbericht vom 
11. Oktober 2016 inkl. Schlussrechnung sowie die Kontoauszüge und Originalbelege vor. Ge-
mäss ihrem Prüfungsbericht waren die Unterlagen bezüglich Einnahmen und Ausgaben sowie 
bezüglich Vermögensbestands der Rechnungsperiode (inkl. Beilagen) vorhanden und wurden 
eingesehen und nicht bemängelt. Es ist aufgrund der Akten nicht ersichtlich, inwiefern die Man-
datsperson ihrer Informationspflicht nicht nachgekommen sein soll. Die Beschwerdeführerin 
macht im Übrigen auch nicht geltend, dass die Schlussrechnung der Informationspflicht nicht 
genüge, weil beispielsweise Einnahme- oder Ausgabepositionen ganz vergessen, in unrichtiger 
Höhe aufgenommen oder fälschlicherweise berücksichtigt worden wären. Des Weiteren wurde 
im Prüfungsbericht auch ausgeführt, dass der Beistand die Vorschriften der Verordnung über 
die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft (VBVV) vom 
4. Juli 2012 eingehalten habe (vgl. Prüfungsbericht S. 5). Ferner wurde festgestellt, dass der 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Beistand das Mandat entsprechend der Lage der betroffenen Person und den gesetzlichen Zie-
len ausgeführt habe (vgl. Prüfungsbericht S. 4). Die Beschwerde ist somit, soweit sie die Nicht-
weiterleitung der Kinderzulagen zum Gegenstand hat, abzuweisen.  
 
6.4. Ergänzend kann angeführt werden, dass die Familienausgleichskasse GEFAK den 
Anspruch auf Kinderzulagen mit Entscheid vom 25. September 2014 ab März 2014 ablehnt hat. 
Offensichtlich hat der Verbeiständete während der hier massgeblichen Abrechnungsperiode 
wieder Kinderzulagen erhalten (siehe z.B. Abrechnung der Swica betreffend Krankentaggelder 
VVG vom 20. Februar 2016, vom 15. März 2016 und vom 21. April 2016). Wie aus der Korres-
pondenz zwischen der Kindsmutter und dem Beistand aus dem Jahr 2017 hervorgeht (siehe 
z.B. E-Mail der Kindsmutter an den Beistand vom 30. März 2017, Schreiben des Beistands an 
die Kindsmutter vom 6. April 2017) hat der Beistand erklärt, übersehen zu haben, dass dem 
Verbeiständeten nach dem ablehnenden Entscheid betr. Kinderzulagen vom 25. September 
2014 wieder Kinderzulagen entrichtet worden seien. Diese Kinderzulagen seien im Gegensatz 
zur BVG Kinderrente (siehe diesbezüglich Schlussbericht vom 11. Oktober 2016) nicht an 
A.____ weitergeleitet worden. Die Kinderzulagen sind somit in das Vermögen des Verbeistän-
deten geflossen, welches A.____ als Alleinerbin vollumfänglich geerbt hat, so dass der Be-
schwerdeführerin aus diesem Versehen auch kein Schaden erwachsen zu sein scheint.  
 
7.1. Die Beschwerdeführerin moniert weiter, die im Entscheid der Vorinstanz vom 7. März 
2017 zugesprochene Mandatsträgerentschädigung sei unverhältnismässig hoch. 
 
7.2. Gemäss Art. 404 Abs. 1 ZGB hat die Beiständin bzw. der Beistand Anspruch auf eine 
angemessene Entschädigung und auf Ersatz der notwendigen Spesen aus dem Vermögen der 
betroffenen Person. Da die Massnahmen des Erwachsenenschutzes dem Schutz und dem 
Wohl der betroffenen Person dienen, ist es nach dem Verursacherprinzip gerechtfertigt, dass in 
erster Linie die verbeiständete Person bzw. deren Erben aus ihrem Vermögen für die Entschä-
digung und die Spesen des Beistands aufkommen müssen (vgl. RUTH E. REUSSER, in: 
Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, Rz 28 
und Rz 30 zu Art. 404 ZGB; vgl. PATRICK FASSBIND, in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fank-
hauser [Hrsg.], Orell Füssli Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 3. Aufl., Zürich 2016, Rz 1 zu 
Art. 404 ZGB). Die Erwachsenenschutzbehörde legt die Höhe der Entschädigung fest (Art. 404 
Abs. 2 ZGB). Sie bemisst sich nach dem Aufwand, den ihre Amtsführung notwendigerweise 
verursacht, sowie nach der Komplexität der wahrgenommenen Aufgaben. Bei berufsmässiger 
Mandatsführung beträgt die Entschädigung Fr. 95.-- pro Stunde (vgl. § 18 Abs. 2 lit. a der Ver-
ordnung über die Gebühren zum Zivilrecht [GebV, Tarifordnung] vom 8. Januar 1991). 
 
7.3. Die Vorinstanz sprach dem Beistand im Entscheid vom 7. März 2017 eine Entschädi-
gung in der Gesamthöhe von Fr. 6‘774.70 (Aufwand: Fr. 5‘798.40, Sozialversicherungsabga-
ben: Fr. 457.50 [7.89 %], Spesen: Fr. 518.80) zu. Dabei stützte sie sich auf die vom Beistand 
eingereichten Abrechnungen, welchen dieser den tarifordnungskonformen Stundenansatz von 
Fr. 95.-- zugrunde gelegt hatte (Abrechnungen des Beistands betreffend zeitliche Erfassung 
seines Aufwands bzw. Spesen vom 10. Oktober 2016, vom 30. September 2016, vom 30. Juni 
2016, vom 30./31. März 2016 sowie vom 2. Januar 2016). Auch diese Unterlagen wurden von 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

der F.____ AG eingesehen und nicht bemängelt. Aufgrund der Durchsicht der Unterlagen des 
Beistands betreffend zeitlichen Aufwand und Spesen ist nicht ersichtlich, inwiefern der vom Bei-
stand in Rechnung gestellte Stundenaufwand und die in Rechnung gestellten Spesen nicht 
rechtmässig sein sollen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass bereits per 7. September 
2016 ein Betrag von Fr. 9‘626.-- vom Konto des verstorbenen Kindsvaters an die KESB über-
wiesen worden sei und gemäss angefochtenem Entscheid nochmals ein Aufwand von 
Fr. 6‘774.70 zu Gunsten des Beistands geltend gemacht werde. Grund der Zahlung in der Höhe 
von Fr. 9‘626.-- war der rechtskräftige Entscheid der KESB vom 28. Juni 2016, welcher die Ent-
schädigung für den Beistand, die Verfahrenskosten der KESB und die Aufwendungen der 
F.____ AG für die Abrechnungsperiode vom 1. November 2013 bis 31. Oktober 2015 zum In-
halt hatte. Diese Zahlung steht demzufolge in keinem Zusammenhang mit der angefochtenen 
Verfügung. Die Beschwerdeführerin kann folglich aus dem Umstand, dass bereits am 7. Sep-
tember 2016 ein Betrag in der Höhe von Fr. 9‘626.-- an die KESB überwiesen wurde, nichts zu 
ihren Gunsten ableiten.  
 
7.4. In der Vernehmlassung vom 16. Mai 2017 stellt die Vorinstanz fest, dass ihr bei der 
Berechnung der Entschädigung der Mandatsperson ein Rechnungsfehler unterlaufen sei. Sie 
führt aus, dass der Aufwand der Mandatsführung Fr. 5‘659.60 und nicht Fr. 5‘798.40 hätte be-
tragen sollen. So berechnete die Vorinstanz im Entscheid vom 7. März 2017 die Sozialversiche-
rungsabgaben fälschlicherweise gestützt auf die Summe des Aufwandes des Beistands und der 
Spesen des Beistands (Fr. 5‘279.60 [Aufwand] + Fr. 518.80 [Spesen] = Fr. 5‘798.40; 7.89 % 
von Fr. 5‘798.40 = Fr. 457.50) und verrechnete zudem ein zweites Mal die Spesen (Fr. 5‘798.40 
+ Fr. 457.50 + Fr. 518.80 = Fr. 6‘774.70). Im Beschwerdeverfahren vor Kantonsgericht erkannte 
die Vorinstanz diesen Fehler und berichtigte ihn. Gleichzeitig bemerkte sie, dass in der Verfü-
gung vom 7. März 2017 der Aufwand in der Höhe von Fr. 5‘279.60 falsch errechnet worden war. 
Der Beistand hatte für das erste Quartal 2016 in der Abrechnung vom 30. März 2016 einen 
Aufwand von 10 Stunden und 45 Minuten geltend gemacht. Er hatte jedoch als Betrag statt 
Fr. 1‘021.25 (10.75 Stunden x Fr. 95.--) nur Fr. 641.-- in Rechnung gestellt (vgl. zur gesamten 
Korrektur Aktennotiz der KESB vom 15. Mai 2017). Dass es sich dabei lediglich um einen 
Rechnungsfehler handelte, zeigt ein Blick auf die Zusammenstellung des zeitlichen Aufwands in 
der Höhe von 10.75 Stunden der Mandatsperson für die im fraglichen Quartal ausgeführten 
Tätigkeiten (vgl. 1. Quartal 2016 zeitliche Erfassung und Verwaltungskosten Mandat D.____). 
Die Vorinstanz korrigierte innerhalb des Beschwerdeverfahrens auch diesen Fehler. Der dem 
Beistand zustehende Betrag setzt sich damit zusammen aus einem Aufwand der Mandatsper-
son in der Höhe von Fr. 5‘659.60, Sozialversicherungsabgaben in der Höhe von Fr. 446.55 
[7.89 %] und Spesen in der Höhe von Fr. 518.80. Der so errechnete Aufwand der Mandatsper-
son ist gemäss der zeitlichen Erfassung der ausgeführten Tätigkeiten des Beistands für die 
fraglichen Quartale korrekt und nicht zu beanstanden.  
 
7.5. Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Beschwerde nicht aus, weshalb die Verfahrens-
kosten der Vorinstanz in der Höhe von Fr. 540.-- und die Aufwendungen der F.____ AG in der 
Höhe von Fr. 446.15 (Ziffer 5 des angefochtenen Entscheids) fehlerhaft sein sollten. Damit ist 
die Beschwerde mit dem neu errechneten Aufwand der Mandatsperson und somit im Sinne der 
Vernehmlassung der Vorinstanz vom 16. Mai 2017 teilweise gutzuheissen. 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
8. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten 
umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie-
genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem 
Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, der Beschwerdeführerin die gesamten Verfah-
renskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in derselben Höhe zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen. 
  

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Ziffer 4 des Dispositivs 

des Entscheids der Vorinstanz vom 7. März 2017 aufgehoben und wie 
folgt neu gefasst: “4. Der Aufwand der Mandatsperson wird vorliegend 
auf CHF 6‘624.95 (Aufwand in der Höhe von CHF 5‘659.60 zzgl. So-
zialversicherungsabgaben in der Höhe von 7.89 %, d.h. CHF 446.55 und 
Spesen in der Höhe von CHF 518.80) festgesetzt. Die Mandatsentschä-
digung geht zu Lasten des Vermögens der betroffenen Person resp. zu 
Lasten der Alleinerbin des Verstorbenen, A.____. Die Rechnung wird 
nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheides separat zugestellt.“ 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1‘400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.