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**Case Identifier:** 6cd5f74f-22d8-5810-96d9-1affe18b640d
**Source:** Bern (entscheidsuche) (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2026-01-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.01.2026 200 2025 740
**Docket/Reference:** 200 2025 740
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-740_2026-01-05.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 740 
JAP/BRO/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 5. Januar 2026

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern
Recht und Dienste, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 2. Oktober 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2026, ALV 200 2025 740

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Sachverhalt:

A.

Die 2005 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 16. Juli 2024 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
(RAV) Biel zur Arbeitsvermittlung an (Akten des Amtes für Arbeitslosenver-
sicherung des Kantons Bern [AVA bzw. Beschwerdegegner], Dossier RAV 
[act. II] 60) und stellte am 7. Oktober 2024 Antrag auf Arbeitslosenentschä-
digung ab 1. August 2024 (Akten des AVA, Dossier Arbeitslosenkasse des 
Kantons Bern [act. IIA] 51). 

Mit Schreiben vom 4. März 2025 (act. II 30) wies das AVA, Arbeitsvermitt-
lung, die Versicherte an, vom 18. März bis 18. Juli 2025 an der von der 
B.________ AG (Durchführungsstelle) angebotenen arbeitsmarktlichen 
Massnahme (AMM) … mit einem Beschäftigungsgrad von 100 % teilzu-
nehmen. Am 21. März 2025 blieb die Versicherte der AMM unentschuldigt 
fern. Hierauf forderte die Durchführungsstelle sie – unter Hinweis auf die 
Folgen bei Unterlassung – auf, sich innerhalb von drei Arbeitstagen zu 
melden und ein Arztzeugnis einzureichen (act. II 28). Da die Versicherte 
dieser Aufforderung nicht nachkam, schloss die Durchführungsstelle sie 
androhungsgemäss per 26. März 2025 aus der AMM aus (act. II 27), was 
das AVA, Arbeitsvermittlung, mit Schreiben vom 26. März 2025 (act. II 26 
pag. 62) bestätigte. Nach vorgängiger Möglichkeit zur Stellungnahme 
(act. II 23 f.) stellte das AVA, Arbeitsvermittlung, die Versicherte mit Verfü-
gung vom 18. Juli 2025 (act. II 8) wegen erstmaligem Abbruch einer AMM 
ab dem 27. März 2025 für 20 Tage in der Anspruchsberechtigung auf Ar-
beitslosenentschädigung ein. Eine dagegen erhobene Einsprache (act. II 7) 
wies das AVA, Recht und Dienste, mit Entscheid vom 2. Oktober 2025 
(act. II 5) ab. 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1. November 2025 
(Postaufgabe) Beschwerde mit den folgenden Anträgen: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2026, ALV 200 2025 740

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1. Der Einspracheentscheid des AVA Bern vom 2. Oktober 2025 sei auf-
zuheben. 

2. Die Dauer der Einstellung der Anspruchsberechtigung von 20 Tagen 
sei aufzuheben oder auf höchstens 5 Tage zu reduzieren. 

3. Es seien keine Verfahrenskosten zu erheben. 

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2025 schloss der Beschwerde-
gegner auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung vom 31. August 
1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 2. Oktober 
2025 (act. II 5). Streitig und zu prüfen ist die Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung im Umfang von 20 Tagen ab 27. März 2025 wegen erstmali-
gem Abbruch einer AMM. 

1.3 Bei einer Einstelldauer von 20 Tagen und einem Taggeldanspruch 
von Fr. 64.50 (act. IIA 3) liegt der Streitwert mit Fr. 1'290.-- unter 
Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterli-
che Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht vorab eine Verlet-
zung der Begründungspflicht und damit des rechtlichen Gehörs (Be-
schwerde S. 2 Ziff. 5). 

2.2 Die Begründungspflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung 
(BV; SR 101). Sie soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen 
Motiven leiten lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Verfügung ge-
gebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl 
die betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Trag-
weite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies 
bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständli-
chen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen 
muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Ge-
sichtspunkte beschränken (BGE 150 V 474 E. 4.1 S. 478, 136 I 229 E. 5.2 
S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181; SVR 2022 IV Nr. 37 S. 121, 8C_572/2021 
E. 5.1).

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2.3 Der Beschwerdegegner nannte im angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 2. Oktober 2025 (act. II 5) die wesentlichen Überlegungen, von 
denen er sich leiten liess und auf welche sich seine Entscheidung stützt. 
Unter anderem ging er auf die Frage der Zielsetzung der angeordneten 
AMM ein und setzte sich dadurch – entgegen der Ansicht in der Beschwer-
de (S. 2 Ziff. 5) – mit der arbeitsmarktlichen Indikation der AMM auseinan-
der. Die Begründungsdichte genügt den Anforderungen. Der Beschwerde-
führerin war es denn auch ohne Weiteres möglich, den Einspracheent-
scheid sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
respektive der Begründungspflicht liegt somit nicht vor.

3.

3.1 Gemäss Art. 1a Abs. 2 AVIG gehört es zu den Zielen des Gesetzes, 
drohende Arbeitslosigkeit zu verhüten, bestehende Arbeitslosigkeit zu 
bekämpfen und die rasche und dauernde Eingliederung in den Arbeits-
markt zu fördern. Diesem Zweck dienen u.a. die AMM (Art. 59 ff. AVIG).

3.2 Auf Weisung der zuständigen Amtsstelle hat die versicherte Person 
an AMM teilzunehmen, die ihre Vermittlungsfähigkeit fördern (Art. 17 Abs. 3 
lit. a AVIG). 

Der zuständigen Amtsstelle kommt bei der Anordnung arbeitsmarktlicher 
Massnahmen ein relativ weiter Ermessensspielraum zu. Sie sind zu absol-
vieren, soweit sie der versicherten Person nicht unzumutbar sind (vgl. Urteil 
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht 
{BGer}] C 349/05 vom 20. Februar 2006 E. 2.2.1). 

Wenn die versicherte Person die Weisungen der zuständigen Amtsstelle 
nicht befolgt, namentlich eine AMM ohne entschuldbaren Grund nicht an-
tritt, abbricht oder deren Durchführung oder Zweck durch ihr Verhalten be-
einträchtigt oder verunmöglicht, ist sie in der Anspruchsberechtigung ein-
zustellen (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG; vgl. Staatssekretariat für Wirtschaft 
[SECO], AVIG-Praxis AMM Rz. A72 und AVIG-Praxis ALE Rz. D34 
[<www.arbeit.swiss> unter Publikationen/Weisungen/AVIG-Praxis]; zur Be-
deutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 

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148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 
S. 228). 

4.

4.1 Erstellt und unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin der ange-
ordneten AMM am 21. März 2025 unentschuldigt fernblieb und der darauf-
folgenden Aufforderung der Durchführungsstelle, sich innerhalb von drei 
Arbeitstagen zu melden und ein Arztzeugnis einzureichen (act. II 28), nicht 
nachkam (act. II 27). Die Beschwerdeführerin begründet ihr Fernbleiben 
von der AMM im Wesentlichen damit, dass die fragliche Massnahme kei-
nen Bezug zu ihrer Ausbildung und ihren beruflichen Zielen gehabt habe 
und folglich ungeeignet gewesen sei, ihre Vermittlungsfähigkeit zu fördern 
(Beschwerde S. 2 Ziff. 2). 

4.2 Die Beschwerdeführerin absolvierte von August 2021 bis Juli 2024 
eine Ausbildung zur … auf schulischem Weg (inklusive eines Praktikums 
von August 2023 bis Juli 2024; act. II 37 f.) und war seit Abschluss der 
Ausbildung – und damit im Zeitpunkt der Anordnung der AMM im März 
2025 (act. II 30) bereits seit sieben Monaten – arbeitslos (act. IIA 51). Bei 
dieser Ausgangslage war eine AMM arbeitsmarktlich durchaus angezeigt. 
Dabei kommt dem Beschwerdegegner ein relativ weiter Ermessensspiel-
raum hinsichtlich der Auswahl der konkreten AMM zu (vgl. E. 3.2 hiervor). 
Der Beschwerdegegner ordnete die AMM … bei der Durchführungsstelle 
B.________ AG an. Als Ziel der AMM wurde die Erarbeitung von Suchstra-
tegien genannt (act. II 30). Die B.________ AG bezweckt auf gemeinnützi-
ger Basis die Planung, Finanzierung, Unterstützung, Durchführung und 
Führung von Projekten jeglicher Art, welche dazu beitragen, arbeitslose 
Menschen wieder in einen Arbeitsprozess einzugliedern (<www.zefix.ch>). 
Damit ist der Durchführungsstelle die Eignung zur Förderung der Vermitt-
lungsfähigkeit nicht abzusprechen. Sodann ist oberstes Ziel der AMM … 
die nachhaltige Integration der Teilnehmenden in den ersten Arbeitsmarkt 
(<www….-info.ch> unter Integrationsangebote/…). Vor diesem Hintergrund 
und weil die Arbeitsmarktattraktivität über fachliche Kenntnisse hinaus bei-
spielsweise auch persönliches Verhalten und ein überzeugendes Bewer-

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bungsdossier umfasst, war die AMM …– entgegen der Ansicht in der Be-
schwerde (S. 2 Ziff. 2) – geeignet, die Vermittlungsfähigkeit der Beschwer-
deführerin zu fördern. 

Die Beschwerdeführerin vermochte sodann nicht substanziiert darzulegen, 
weshalb ihr die Teilnahme an der AMM nicht zumutbar gewesen sein sollte. 
Allein in ihrer subjektiven Auffassung, dass die AMM nicht geeignet gewe-
sen sei, ihre Vermittlungsfähigkeit zu fördern (Beschwerde S. 2 Ziff. 2) re-
spektive sie darin keinen Sinn zu erblicken vermochte, ist jedenfalls kein 
sachlicher Grund für eine Unzumutbarkeit der AMM zu erblicken (Urteil des 
BGer 8C_471/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 4.5.3). Die blosse Tatsache, 
dass die AMM nicht im Bereich ihrer bisherigen Tätigkeit erfolgte (Be-
schwerde S. 2 Ziff. 2), vermag keine Unzumutbarkeit zu begründen. In die-
sem Zusammenhang ist denn auch zu betonen, dass die Beschwerdefüh-
rerin als unter 30-jährige (act. II 60 pag. 132) gar verpflichtet gewesen wä-
re, (seit Beginn ihrer Arbeitslosigkeit) Stellen ausserhalb ihres bisherigen 
Tätigkeitsbereichs anzunehmen (SECO, AVIG-Praxis ALE Rz. B286a). 
Ungeachtet dessen, ob die AMM, wie vom Beschwerdegegner angenom-
men (act. II 5 pag. 19 f.), als Beschäftigungsmassnahme zu qualifizieren ist 
(vgl. zur Zumutbarkeit von Beschäftigungsmassnahmen Art. 64a Abs. 2 
AVIG; Urteil des BGer 8C_384/2018 vom 23. August 2018 E. 3.2; Urteil des 
EVG C 97/00 vom 4. August 2000 E. 2b), liegt folglich keine Unzumutbar-
keit der AMM vor. Damit erfolgte die Anweisung zur Teilnahme an der AMM 
… zu Recht.

Letztlich werden entschuldbare Gründe für das Fernbleiben von der AMM 
nicht geltend gemacht und dergleichen ergibt sich auch nicht aus den Ak-
ten. 

4.3 Dadurch, dass die Beschwerdeführerin ohne entschuldbaren Grund 
der arbeitsmarktlich indizierten sowie zumutbaren AMM fernblieb und deren 
Abbruch bewirkte, verstiess sie gegen eine Weisung der zuständigen 
Amtsstelle. Der Beschwerdegegner sanktionierte sie folglich zu Recht mit 
einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung.

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5.

Zu prüfen bleibt die Angemessenheit der Sanktion von 20 Einstelltagen. 

5.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst 
sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG) und 
nicht nach der tatsächlichen Dauer der Arbeitslosigkeit (BGE 113 V 154; 
ARV 2023 S. 279 E. 4.1). Massgebend ist das Gesamtverhalten der versi-
cherten Person, das unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände 
des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven Gegebenheiten zu wür-
digen ist (BGE 141 V 365 E. 4.1 S. 369). Die Dauer der Einstellung beträgt 
1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 
60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 lit. a - c AVIV). Die Ein-
stellung gilt nur für Tage, für die die arbeitslose Person die Voraussetzun-
gen der Anspruchsberechtigung erfüllt (Art. 30 Abs. 3 Satz 1 AVIG). 

Innerhalb dieses Rahmens entscheiden die Organe der Arbeitslosenversi-
cherung nach pflichtgemässem Ermessen. Das Sozialversicherungsgericht 
darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desjenigen der Ver-
waltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, 
die seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 
lassen (BGE 123 V 150 E. 2 S. 152; SVR 2020 ALV Nr. 11 S. 35, 
8C_331/2019 E. 3.3; ARV 2023 S. 279 E. 4.3, S. 197 E. 5.3, 2022 S. 444 
E. 3.3).

5.2 Bei der mit der Verfügung vom 18. Juli 2025 (act. II 8) festgesetzten 
und im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2. Oktober 2025 (act. II 5) 
bestätigten Einstelldauer in der Anspruchsberechtigung von 20 Tagen geht 
der Beschwerdegegner vom unteren Bereich des mittleren Verschuldens 
aus, was in Würdigung der gesamten objektiven und subjektiven Umstände 
einer Ermessensprüfung (vgl. E. 5.1 hiervor) standhält. Zu berücksichtigen 
ist dabei vorliegend insbesondere, dass die Beschwerdeführerin der AMM 
bereits am vierten Tag fernblieb (act. II 28, 30 pag. 69) und deren vorgese-
hene Dauer noch rund drei Monate betragen hätte (act. II 5 pag. 20, 8 
pag. 27 unten). Zudem korrespondiert das Sanktionsmass mit dem "Ein-
stellraster" der vom SECO herausgegebenen AVIG-Praxis ALE (Rz. D79 
Ziff. 3.D). Es sind keine triftigen Gründe ersichtlich, die ein Eingreifen in das 

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Ermessen des Beschwerdegegners rechtfertigen würden; insbesondere 
begründen die subjektive Auffassung der Beschwerdeführerin, dass die 
AMM nicht geeignet gewesen sei, ihre Vermittlungsfähigkeit zu fördern, und 
der Umstand, dass sie sich weiterhin bewarb (Beschwerde S. 2 Ziff. 4), ein 
solches Eingreifen nicht. Die verfügte Sanktion von 20 Einstelltagen ist da-
mit nicht zu beanstanden.

6.

Nach dem Dargelegten ist der Einspracheentscheid vom 2. Oktober 2025 
(act. II 5) weder in grundsätzlicher noch in masslicher Hinsicht zu bean-
standen; die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

7.

7.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Recht und 

Dienste 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.