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**Case Identifier:** 7e632277-1520-5735-8ab9-e0a95fb8a31c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.12.2016 100 2015 345
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-345_2016-12-02.pdf

## Full Text

100.2015.345/346U
HAT/RED/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 2. Dezember 2016

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiber Rechsteiner

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführerin 

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin 

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2012 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
27. Oktober 2015; 100 14 265, 200 14 240)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.12.2016, Nrn. 100.2015.345/
346U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Steuerverwaltung des Kantons Bern veranlagte A.________ für das 
Steuerjahr 2012 abweichend von deren Selbstdeklaration auf ein steuer-
bares Einkommen von Fr. 39'800.-- bei den Kantons- und Gemeindesteu-
ern und Fr. 48'100.-- bei der direkten Bundessteuer (Verfügungen vom 
15.1.2014). Die Abweichung beruhte im Wesentlichen darauf, dass die 
Steuerverwaltung Auslagen für ein Studium in der Höhe von Fr. 9'750.-- 
nicht als Weiterbildungskosten zum Abzug zuliess.

B.

Nach erfolglosem Einspracheverfahren (Entscheide vom 15.4.2014) ge-
langte A.________ am 13. Mai 2014 mit Rekurs und Beschwerde an die 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). Diese wies die 
Rechtsmittel mit Entscheiden vom 27. Oktober 2015 ab.

C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 26. November 2015 hat A.________ 
sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch der direkten 
Bundessteuer 2012 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie 
beantragt, die vorinstanzlichen Entscheide aufzuheben und Auslagen von 
Fr. 9'750.-- als Weiterbildungskosten zum Abzug zuzulassen. Eventuell sei 
die Sache unter Aufhebung der angefochtenen Entscheide an die Steuer-
verwaltung zurückzuweisen.

Mit Verfügung vom 27. November 2015 hat der Abteilungspräsident die 
Verfahren betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte 
Bundessteuer vereinigt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.12.2016, Nrn. 100.2015.345/
346U, Seite 3

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Beschwerdevernehm-
lassung vom 15. Dezember 2015 bzw. Beschwerdeantwort vom 6. Januar 
2016 je auf Abweisung der Beschwerden.

Mit Eingabe vom 25. Februar 2016 hat sich A.________ erneut zur 
Streitsache geäussert und weitere Unterlagen eingereicht. Die Steuerver-
waltung hat dazu am 11. März 2016 Stellung genommen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Voll-
zug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Beschwerdefüh-
rerin hat am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilge-
nommen, ist durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 
i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Auf die form- und fristgerecht eingereichten 
Beschwerden ist grundsätzlich einzutreten; nicht einzutreten ist indessen 
auf das Eventualbegehren, zumal die Beschwerdeführerin den entspre-
chenden Rückweisungsantrag in ihrer Beschwerdeschrift nicht näher be-
gründet, sondern bloss die unbestimmte Möglichkeit erwähnt, der verfü-
genden Behörde könnten allenfalls nicht näher erläuterte «konkrete Hand-
lungsanweisungen» zu erteilen sein (vgl. Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
Abs. 2 VRPG; vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum berni-
schen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.12.2016, Nrn. 100.2015.345/
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1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Ver-
waltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern 
handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten 
Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und 
derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 135 II 260 E. 1.3.1, 
130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmungen des 
kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, recht-
fertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich kommu-
naler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Eine Gutheissung der Beschwerden würde sowohl bei den Kantons-
und Gemeindesteuern als auch bei der direkten Bundessteuer zu einer 
Steuerersparnis von deutlich weniger als Fr. 20'000.-- führen, womit die 
Behandlung der Beschwerden in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt 
(Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Kanton und Bund erheben von den natürlichen Personen insbesondere 
eine Einkommenssteuer (Art. 1 Abs. 1 Bst. a StG; Art. 1 Bst. a DBG). Zu 
diesem Zweck wird das Reineinkommen der Steuerpflichtigen ermittelt, 
indem von deren gesamten steuerbaren Einkünften (Art. 19-29 StG; 
Art. 16-24 DBG) die mit der Einkommenserzielung zusammenhängenden 
Aufwendungen (Gewinnungskosten) und die allgemeinen Abzüge (Art. 31-
39 StG; Art. 26-33 DBG) abgezogen werden (Art. 30 Abs. 1 StG; Art. 25 
DBG). – Bezüglich der Auslagen für Aus- und Weiterbildungen gelten fol-
gende Regeln:

2.1 Nach geltendem Recht können (unter gewissen Voraussetzungen) 
Kosten einer berufsorientierten Aus- oder Weiterbildung im Umfang von 
höchstens Fr. 12'000.-- zum Abzug gebracht werden (vgl. Art. 38 Abs. 1 

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Bst. n StG; Art. 33 Abs. 1 Bst. j DBG; Art. 9 Abs. 2 Bst. o des Bundesge-
setzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten 
Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Der entspre-
chende allgemeine Abzug ist aufgrund der Gesetzesänderungen vom 
9. September 2015 bzw. 27. September 2013 an die Stelle des Gewin-
nungskostenabzugs gemäss Art. 31 Abs. 1 Bst. d StG (BAG 00-124 S. 13) 
bzw. Art. 26 Abs. 1 Bst. d DBG (AS 1991 1194) getreten. Nach diesen 
Bestimmungen war der Abzug auf «die mit dem Beruf zusammenhängen-
den Weiterbildungs- und Umschulungskosten» beschränkt. Da die Ver-
anlagungen des Steuerjahrs 2012 im Streit liegen, findet hier noch diese 
bis 31. Dezember 2015 geltende Regelung Anwendung (vgl. 
BGer 2C_588/2015 und 2C_589/2015 vom 1.2.2016, in StE 2016 B 27.6 
Nr. 21 E. 4.1; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 
3. Aufl. 2016, Art. 26 N. 58b). 

2.2 Nach der Rechtsprechung von Bundesgericht und Verwaltungs-
gericht zu Art. 31 Abs. 1 Bst. d StG und Art. 26 Abs. 1 Bst. d DBG können 
Aufwendungen für eine Weiterbildung zum Abzug gebracht werden, die in 
einem objektiven und unmittelbaren Zusammenhang mit dem gegenwärti-
gen Beruf steht. Ein solcher besteht nur, wenn die Kosten im Rahmen des 
bereits erlernten und ausgeübten Berufs anfallen. Abzugsfähig sind Auf-
wendungen, welche dazu dienen, dass die steuerpflichtige Person den 
Anforderungen ihrer bisherigen Tätigkeit besser gerecht wird. Dazu ge-
hören nicht nur Anstrengungen, um den Stand schon erworbener Fähig-
keiten zu erhalten (Bestandessicherung), sondern auch der Erwerb verbes-
serter Kenntnisse zur Sicherung der bisherigen Stelle, ohne im Wesentli-
chen zusätzliche Berufschancen zu vermitteln (Fortsetzungsausbildung; 
vgl. VGE 2012/277/278 vom 6.1.2014, E. 2.1.1; BGer 2C_666/2014 und 
2C_667/2014 vom 16.2.2015, E. 2.1, 2C_743/2012 und 2C_744/2012 vom 
7.12.2012, E. 2.1, 2C_1001/2012 und 2C_1002/2012 vom 1.5.2013, in 
StE 2013 B 27.6 Nr. 18 E. 2.1; vgl. auch Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 
a.a.O., Art. 26 N. 71 f.). 

2.3 Nicht abziehbar sind umgekehrt Ausbildungskosten (Art. 39 Bst. b 
StG [BAG 00-124 S. 17] bzw. Art. 34 Bst. b DBG [AS 1991 1197], beide in 
Kraft bis 31.12.2015). Zu diesen zählen nicht nur die Auslagen für Schulbil-

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dung und Studium sowie für das erstmalige Erlernen eines Berufs, sondern 
auch Aufwendungen im Hinblick auf die Aufnahme eines andern oder zu-
sätzlichen Berufs. Letztere umfassen Aufwendungen, welche die steuer-
pflichtige Person tätigt, um einen Ausbildungsstand zu erlangen, der sie 
befähigt, eine höhere Stellung zu bekleiden, als es der gegenwärtige Beruf 
erlauben würde, oder einen neuen Beruf auszuüben. Gemeint sind Aus-
lagen für eine Fortbildung, die zum Aufstieg in eine eindeutig vom bisheri-
gen Beruf zu unterscheidende höhere Berufsstellung (sog. Berufsauf-
stiegskosten) oder gar zum Umstieg in einen anderen Beruf dient. Solche 
Aufwendungen werden nicht für eine Weiterbildung im Rahmen des bereits 
erlernten und ausgeübten Berufs erbracht und sind selbst dann nicht ab-
zugsfähig, wenn die Fortbildung berufsbegleitend absolviert wird. Um Be-
rufsaufstiegskosten handelt es sich namentlich, wenn die absolvierte Aus-
bildung zu wesentlichen Zusatzkenntnissen mit eigenem Wert führt und die 
Berufsaussichten deutlich verbessert, im Gegensatz zu einer blossen Aktu-
alisierung und Vertiefung vorhandener Kenntnisse (vgl. VGE 2012/277/278 
vom 6.1.2014, E. 2.1.2; BGer 2C_588/2015 und 2C_589/2015 vom 
1.2.2016, in StE 2016 B 27.6 Nr. 21 E. 4.2, 2C_666/2014 und 2C_667/2014 
vom 16.2.2015, E. 2.2, 2C_743/2012 und 2C_744/2012 vom 7.12.2012, 
E. 2.2, 2C_1001/2012 und 2C_1002/2012 vom 1.5.2013, in StE 2013 
B 27.6 Nr. 18 E. 2.2). 

2.4 Wesentlich für die Beurteilung der Abzugsfähigkeit von Aufwendun-
gen als Weiterbildungskosten ist dabei nicht nur der Vergleich der vorhan-
denen Grundausbildung mit den neu erworbenen Kenntnissen, vielmehr 
sind auch der aktuell ausgeübte Beruf einerseits und die Auswirkungen der 
Zusatzausbildung auf die gegenwärtige und künftige Berufstätigkeit ande-
rerseits zu berücksichtigen (statt vieler VGE 2012/277/278 vom 6.1.2014, 
E. 2.1.3; BGer 2C_588/2015 und 2C_589/2015 vom 1.2.2016, in StE 2016 
B 27.6 Nr. 21 E. 4.3.2).

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3.

3.1 Die Beschwerdeführerin hat im Februar 2011 ihr Studium an der 
Universität Bern mit dem Titel «Master of Science in Psychology» abge-
schlossen. Im Oktober 2011 begann sie ein berufsbegleitendes Studium 
der systemischen Psychotherapie, welches drei bis vier Jahre dauert und 
mit einem Master of Advanced Studies (MAS) abgeschlossen wird (vgl. 
Studienbestätigung vom 26.9.2012 [act. 3B pag. 68]; Teilnahmebestätigung 
vom 13.6.2012 [act. 3A pag. 32]). Für diese Ausbildung fallen insgesamt 
Kosten von Fr. 28'800.-- zuzüglich Auslagen für «Selbsterfahrung und 
Supervision im Einzelsetting» sowie allfällige Gebühren für die Erlangung 
eines Fachtitels an (Kursinformationen, act. 3A pag. 35), wobei die Be-
schwerdeführerin im Jahr 2012 unbestrittenermassen Fr. 11'733.-- für 
Kurskosten und Fr. 903.-- für Fachliteratur ausgegeben hat; unter Berück-
sichtigung der Beiträge Dritter von Fr. 2'886.-- ergibt dies selbstgetragene 
Aufwendungen von Fr. 9'750.-- (Steuererklärung, act. 3B pag. 44). Berufs-
tätig war die Beschwerdeführerin nach Abschluss ihres Psychologiestu-
diums zunächst befristet vom 1. September 2011 bis 16. April 2012 bei den 
B.________ als klinische Psychologin mit einem Beschäftigungsgrad von 
60-75 % (Arbeitsvertrag vom 2./6.9.2011, act. 3A pag. 26-24). Seit 
6. August 2012 arbeitet sie nun zu 80 % als klinische Psychologin an der 
Klinik C.________ in … (Anstellungsvertrag vom 15.6.2012, act. 3A 
pag. 20).

3.2 Die Vorinstanz hat erwogen, zwar bestehe ein objektiver Zusam-
menhang zwischen der Ausbildung der Beschwerdeführerin zur Psycholo-
gin und dem streitbetroffenen Studiengang Systemische Psychotherapie. 
Indes vermittle ihr diese neue Ausbildung erst die Kenntnisse und Fähig-
keiten, die für eine eigenverantwortliche Tätigkeit als Psychotherapeutin 
erforderlich seien, zumal das Psychologiestudium fast ausschliesslich theo-
retische Grundausbildung umfasst habe. Auch wenn die Beschwerdeführe-
rin bereits psychotherapeutische Behandlungen durchzuführen habe, sei 
sie als Psychologin angestellt worden. Eine entsprechende Berufstätigkeit 
stelle Zulassungsbedingung für den Studiengang Systemische Psychothe-
rapie dar, der seinerseits Voraussetzung für die Anstellung der Beschwer-
deführerin bei den B.________ und an der Klinik C.________ bilde. Weiter 

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erfordere die Berufsausübungsbewilligung für eine selbständige Betätigung 
als Psychotherapeutin im Kanton Bern unter anderem eine fachliche 
Weiterbildung von mindestens vier Jahren nach Abschluss des 
Psychologiestudiums, sodass das in Angriff genommene Studium eine 
Spezialausbildung zur Psychotherapeutin im Sinn der einschlägigen 
gesetzlichen Regelung darstelle. Dieses diene mithin dem beruflichen 
Aufstieg der Beschwerdeführerin in eine eindeutig vom bisherigen Beruf zu 
unterscheidende höhere Berufsstellung. Die Kosten für die entsprechende 
Ausbildung stellten demnach steuerlich nicht abziehbare 
Berufsaufstiegskosten dar (angefochtene Entscheide, E. 4.1).

3.3 Die Beschwerdeführerin wendet zunächst ein, die StRK sei zu Un-
recht von einer Anstellung als Psychologin ausgegangen, ergebe sich doch 
aus ihren Arbeitsverträgen, dass sie im klinischen Bereich als Psychothe-
rapeutin tätig sei. Weiter unterschlage die Vorinstanz, dass die begonnene 
Weiterbildung Voraussetzung für ihre Anstellung und Letztere Voraus-
setzung für ihre Zulassung zur Weiterbildung darstelle (Verwaltungs-
gerichtsbeschwerden, S. 4). Ferner liege insoweit eine Verletzung des An-
spruchs auf rechtliches Gehör vor, als der Weiterbildungsbegriff des Bun-
desgesetzes vom 18. März 2011 über die Psychologieberufe (Psychologie-
berufegesetz, PsyG; SR 935.81) in den angefochtenen Entscheiden nicht 
erörtert worden sei (Verwaltungsgerichtsbeschwerden, S. 5). – Diese Ein-
wände sind nicht stichhaltig: Die Beschwerdeführerin ist an der Klinik 
C.________ wie zuvor bei den B.________ als klinische Psychologin 
angestellt (vorne E. 3.1), wobei die StRK nicht übersehen hat, dass sie im 
beruflichen Alltag bereits psychotherapeutische Behandlungen 
durchzuführen scheint (vorne E. 3.2; angefochtene Entscheide, E. 4.1.3 
[S. 11]). Ebenso wenig hat die Vorinstanz verkannt, dass sich der 
Studiengang Systemische Psychotherapie und die Anstellung an der Klinik 
C.________ wechselseitig bedingen (vorne E. 3.2; angefochtene 
Entscheide, E. 4.1.3 [S. 12]). Schliesslich liegt keine Verletzung des 
Anspruchs auf rechtliches Gehör vor (vgl. Art. 21 ff. VRPG; Art. 26 Abs. 2 
der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]), ist doch nicht erforderlich, dass sich die 
StRK mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes 
einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt; vielmehr kann sie sich in ihren 

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Erwägungen auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken 
(BVR 2012 S. 109 E. 2.3.3, 2009 S. 168 E. 2.3.1; BGE 142 II 154 E. 4.2, 
138 I 232 E. 5.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 52 N. 5 f.). Nicht 
zu diesen zählt die Art und Weise, in welcher der Begriff der Weiterbildung 
innerhalb des PsyG verwendet wird. Für die vorliegende Streitigkeit sind 
allein die dargestellten steuerrechtlichen Kriterien zur Abgrenzung von Aus- 
und Weiterbildung massgebend, weshalb sich die Vorinstanz zum Hinweis, 
dass Art. 8 Abs. 1 Bst. a PsyG einen «Weiterbildungstitel» in 
Psychotherapie anerkenne (Eingabe vom 23.7.2014 im vorinstanzlichen 
Verfahren, act. 3A pag. 90), nicht eigens zu äussern brauchte. Im Übrigen 
hat sie in diesem Zusammenhang immerhin festgehalten, dass die 
Bezeichnung des Lehrgangs nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
nicht massgebend sei (angefochtene Entscheide, E. 3.3 a.E. und Bst. F). 

3.4 In materieller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin geltend, es 
bestehe nicht nur ein objektiver, sondern auch ein unmittelbarer Zusam-
menhang zwischen ihrer beruflichen Tätigkeit und dem Studiengang Sys-
temische Psychotherapie. Entgegen der Auffassung der StRK vermittle ihr 
dieser keine wesentlichen Zusatzkenntnisse. Im Psychologiestudium seien 
die Bereiche klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychopathologie 
bereits behandelt worden, wobei sie ihr entsprechendes Wissen in Praktika 
habe anwenden können. Durch den nunmehr begonnen Studiengang wür-
den diese Kenntnisse lediglich dem aktuellen Entwicklungsstand angepasst 
(Verwaltungsgerichtsbeschwerden, S. 7 f.). Weiter sei sie im therapeuti-
schen Bereich bereits jetzt fachlich eigenverantwortlich tätig; ein Abschluss 
der Ausbildung sei lediglich im Hinblick auf eine wirtschaftlich selbständige 
Tätigkeit erforderlich. So setze zwar die Betätigung als Psychotherapeutin 
mit eigener Praxis eine Berufsausübungsbewilligung voraus, nicht aber 
beispielsweise eine Tätigkeit in einem Spital. Deshalb führe der Abschluss 
des streitbetroffenen Studiengangs nicht zu einem Aufstieg in eine eindeu-
tig vom bisherigen Beruf zu unterscheidende höhere Berufsstellung, son-
dern ermögliche ihr lediglich, ihre bisherige Tätigkeit künftig besser zu 
meistern (Verwaltungsgerichtsbeschwerden, S. 7 f.; Eingabe vom 
25.2.2016, S. 1 f.).

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3.4.1 Zwar ist die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Anstellung an der 
Klinik C.________ offenbar bereits therapeutisch tätig. Dies ändert jedoch 
nichts an der Tatsache, dass sie erst über eine abgeschlossene Ausbildung 
als Psychologin verfügt und die Zusatzausbildung als Psychotherapeutin 
neu in Angriff genommen hat. So besteht zwischen dem streitbetroffenen 
Studiengang und der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin auch 
kein unmittelbarer, sondern lediglich ein mittelbarer Zusammenhang, da 
Ersterer nicht in Bezug auf Letztere, sondern beides zusammen im Hinblick 
auf eine künftige Tätigkeit als Psychotherapeutin in Angriff genommen 
wurde. Deshalb kann es sich bei der begonnenen Zusatzausbildung von 
vornherein nicht um eine blosse Aktualisierung der Kenntnisse ihrer 
(Grund-)Ausbildung bzw. eine Verbesserung schon erworbener Kenntnisse 
im Sinn der Rechtsprechung zu Art. 31 Abs. 1 Bst. d StG und Art. 26 Abs. 1 
Bst. d DBG handeln. Es ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern eine Aktu-
alisierung bereits vorhandener Kenntnisse erforderlich wäre, nachdem die 
Beschwerdeführerin ihr Psychologiestudium erst neun Monate vor Beginn 
der Zusatzausbildung abgeschlossen hat. Ein Blick auf die Ausbildung, 
welche die Beschwerdeführerin im Rahmen ihres Universitätsstudiums ge-
nossen hat, bestätigt dieses Bild: In einem direkten Zusammenhang zur 
streitbetroffenen Zusatzausbildung stehen nur Haupt- und Vertiefungs-
modul «Klinische Psychologie und Psychotherapie», für welche insgesamt 
(einschliesslich Praktikum) 56 ECTS-Punkte erteilt werden (Diplom vom 
10.2.2011, act. 3A pag. 84). Aus dem Umstand, dass im Rahmen der Aus-
bildung zur Psychotherapeutin weitere 73 ECTS-Punkte zu erwerben sind 
(Studienprogramm, act. 3A pag. 38), ergibt sich ohne weiteres, dass dieser 
Studiengang nicht bloss der Vertiefung des Grundstudiums dient, sondern 
zusätzliche Kenntnisse von bedeutendem Umfang vermittelt. Dementspre-
chend sind mit dem Studiengang auch relativ hohe Kosten verbunden, was 
zusätzlich für dessen Qualifikation als Ausbildung gemäss Art. 39 Bst. b 
StG bzw. Art. 34 Bst. b DBG und nicht als blosse Weiterbildung im Sinn 
von Art. 31 Abs. 1 Bst. d StG bzw. Art. 26 Abs. 1 Bst. d DBG spricht (vgl. 
BGer 2A.182/2005 vom 17.10.2005, E. 3.3). Soweit die Beschwerdeführe-
rin beanstandet, dadurch werde die Erarbeitung neuer Erkenntnisse steu-
erlich «bestraft», was Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung wider-
spreche (Verwaltungsgerichtsbeschwerden, S. 8 f.), verkennt sie offenbar 
den Charakter der Auslagen für Weiterbildung als Gewinnungskosten. Dem 

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Erwerb zusätzlicher Kenntnisse, die auf eine höhere Berufsstellung oder 
einen Umstieg in einen andern Beruf ausgerichtet sind, fehlt der erforderli-
che unmittelbare Zusammenhang mit der gegenwärtigen Einkommens-
erzielung (vgl. auch Botschaft des Bundesrats über die Steuerharmonisie-
rung, in BBl 1983 III 166).

3.4.2 Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin nur beschränkt mit den 
Aufgaben argumentieren kann, die sie in ihrer gegenwärtigen Anstellung 
erfüllt. Wie sie selber zugesteht, hat sie Letztere überhaupt erst im Hinblick 
auf das Absolvieren ihrer Zusatzausbildung erhalten. Dies bedeutet nichts 
anderes, als dass sie von ihrer Arbeitgeberin als (blosse) Psychologin nicht 
angestellt worden wäre oder jedenfalls nicht für die Durchführung von The-
rapien eingesetzt würde. Es trifft denn auch nicht zu, dass sie bereits auf-
grund ihres Psychologiestudiums in eigener fachlicher Verantwortung als 
Psychotherapeutin tätig sein darf: Die Bewilligungspflicht gemäss Art. 22 
Abs. 1 PsyG erfasst jede privatwirtschaftliche Ausübung der Psychothera-
pie in eigener fachlicher Verantwortung, also sowohl eine selbständige als 
auch eine unselbständige Berufsausübung im Angestelltenverhältnis (Bot-
schaft des Bundesrats zum PsyG, in BBl 2009 S. 6936). Mangels Rege-
lungskompetenz des Bundes gilt diese Vorschrift zwar nicht für Tätigkeiten 
im öffentlichen Dienst (vgl. Art. 22 Abs. 1 PsyG), namentlich an kantonalen 
Spitälern. Im Kanton Bern wird indes nicht zwischen privatwirtschaftlicher 
Ausübung und öffentlichem Dienst unterschieden und gestützt auf 
Art. 14 ff. des Gesundheitsgesetzes vom 2. Dezember 1984 (GesG; 
BSG 811.01) i.V.m. Art. 2 Bst. e der Verordnung vom 24. Oktober 2001 
über die beruflichen Tätigkeiten im Gesundheitswesen (Gesundheitsver-
ordnung, GesV; BSG 811.111) für jegliche Betätigung als Psycho-
therapeutin in eigener fachlicher Verantwortung eine Berufsausübungs-
bewilligung verlangt. Keiner Bewilligung bedarf gemäss Art. 15a Bst. a 
GesG einzig, wer unter fachlicher Aufsicht und Verantwortung einer Fach-
person mit der entsprechenden Berufsausübungsbewilligung steht (vgl. 
auch Vortrag des Regierungsrats zum GesG [Teilrevision], in Tagblatt des 
Grossen Rates 2001, Beilage 45, S. 11). Die Erteilung einer solchen setzt 
unter anderem eine mindestens vierjährige fachliche Zusatzausbildung 
nach Studienabschluss (Art. 24 Abs. 2 und 3 GesV) bzw. einen «eidge-
nössischen Weiterbildungstitel» in Psychotherapie voraus (Art. 24 Abs. 1 

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Bst. a i.V.m. Art. 5 ff. PsyG). Der Studiengang Systemische Psychotherapie 
stellt eine entsprechende fachliche Zusatzausbildung dar (vgl. Anhang 2 
der Verordnung vom 15. März 2013 über die Psychologieberufe [Psycholo-
gieberufeverordnung, PsyV; SR 935.811]), weshalb die Beschwerde-
führerin (erst) nach Abschluss der streitbetroffenen Ausbildung in eigener 
fachlicher Verantwortung als Psychotherapeutin tätig sein darf. 

3.4.3 Nach dem Gesagten dient der Abschluss der Zusatzausbildung der 
Beschwerdeführerin nicht bloss einer besseren Ausübung des erlernten 
Berufs, sondern bildet vielmehr unerlässliche Voraussetzung für die Ertei-
lung einer Berufsausübungsbewilligung und damit für die Durchführung von 
Psychotherapie in eigener fachlicher Verantwortung. Der Studiengang 
Systemische Psychotherapie ermöglicht ihr mithin den Aufstieg in eine ein-
deutig vom bisherigen Beruf einer Psychologin zu unterscheidende höhere 
Berufsstellung als Psychotherapeutin. Die Beschwerdeführerin wird denn 
auch nur darum offenbar bereits heute als eigenverantwortliche Therapeu-
tin eingesetzt, weil sie den streitbetroffenen Studiengang absolviert. Die 
Argumentation, da sie bereits als fachlich selbständige Therapeutin tätig 
sei, führe die Therapeutenausbildung nicht zu einem beruflichen Aufstieg, 
greift daher ins Leere. Gleichzeitig zeigt sich daran, dass die Ausbildung 
der Beschwerdeführerin bereits in gewissem Masse zu verbesserten Be-
rufsaussichten verholfen hat. Letztlich ist die Situation der Beschwerdefüh-
rerin mit jener einer Ärztin vergleichbar, die im Anschluss an ihr Univer-
sitätsstudium einen Facharzttitel in Medizin erwirbt und deren entspre-
chende Zusatzausbildung (ebenfalls) als steuerlich nicht absetzbare Aus-
bildung behandelt wird (BGer 2A.182/2005 vom 17.10.2005, E. 3.1.1 und 
3.4, wobei diese in Art. 1 Abs. 3 i.V.m. Art. 17 ff. des Bundesgesetzes vom 
23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe [Medizinalberufe-
gesetz, MedBG; SR 811.11], gleich die Ausbildung zur Psychotherapeutin 
im PsyG, als «Weiterbildung» bezeichnet wird).

3.5 Zusammenfassend besteht zwar ein objektiver, aber kein unmittel-
barer Zusammenhang zwischen dem zu beurteilenden Studiengang und 
dem Beruf der Beschwerdeführerin. Die Fortbildung vermittelt vielmehr we-
sentliche Zusatzkenntnisse von eigenem Wert und führt zu einer deutlichen 
Verbesserung der Berufsaussichten, welche es der Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.12.2016, Nrn. 100.2015.345/
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erlauben nach ihrem Abschluss eine höhere Stellung zu bekleiden. Des-
wegen sind die dafür notwendigen Auslagen nicht als Weiterbildung im 
Sinn von Art. 31 Abs. 1 Bst. d StG bzw. Art. 26 Abs. 1 Bst. d DBG, sondern 
als steuerlich nicht abziehbare Berufsaufstiegskosten bzw. als Ausbildung 
gemäss Art. 39 Bst. b StG bzw. Art. 34 Bst. b DBG zu qualifizieren. – Daran 
ändert der Einwand der Beschwerdeführerin nichts, im Zusammenhang mit 
der Neuregelung des Abzugs der Aus- und Weiterbildungskosten sei das 
hier noch anwendbare Recht als geradezu untauglich bezeichnet worden 
(Verwaltungsgerichtsbeschwerden, S. 10 f.). Die erwähnte Passage der 
bundesrätlichen Botschaft bezieht sich entgegen der Behauptung der Be-
schwerdeführerin nicht auf die Abgrenzung von Aus- und Weiterbildung 
nach bisherigem Recht, sondern vielmehr auf die Ausgestaltung des neuen 
allgemeinen Abzugs gemäss Art. 33 Abs. 1 Bst. j DBG und Art. 9 Abs. 2 
Bst. o StHG. Konkret ging es um Folgendes: Die Motion der ständerätli-
chen Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S), auf welche die 
Gesetzesänderung zurückgeht, verlangte die Abzugsfähigkeit der berufs-
orientierten Aus- und Weiterbildung, aber unter Ausschluss der berufsqua-
lifizierenden Erstausbildung. Der Bundesrat wendet sich in seinen Ausfüh-
rungen dagegen, auf die Erstausbildung abzustellen, und schlägt statt-
dessen vor, den Abschluss der Sekundarstufe II und das vollendete 
20. Altersjahr für massgebend zu erklären (vgl. Botschaft des Bundesrats 
zum Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung der berufsorientierten 
Aus- und Weiterbildungskosten, in BBl 2011 S. 2611 und 2626 ff.).

4.

Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin noch eine Verletzung des Gleich-
behandlungsgebots; die Praxis der Steuerverwaltung sei bezüglich der 
Qualifikation des Studiengangs Systemische Psychotherapie uneinheitlich, 
da andere im Kanton Bern veranlagte Teilnehmende ihre Aufwendungen 
ganz oder teilweise als Weiterbildungskosten hätten zum Abzug bringen 
können. Als Beleg reicht die Beschwerdeführerin die erste Seite einer Ein-
spracheverfügung der Steuerverwaltung ein, die angeblich eine Kommilito-
nin betrifft (act. 7A) und bietet die Nachreichung weiterer Unterlagen an; 
zudem beantragt sie einen Amtsbericht zur Praxis der Steuerverwaltung in 

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vergleichbaren Fällen. Allerdings hat sie zwischenzeitlich präzisiert, sie 
beantrage keine Gleichbehandlung im Unrecht, sondern verlange lediglich 
die korrekte Anwendung der geltenden rechtlichen Bestimmungen (Ver-
waltungsgerichtsbeschwerden, S. 10; Eingabe vom 25.2.2016, S. 2). – Da 
die Rechtsanwendung von Steuerverwaltung und Vorinstanz nicht zu be-
anstanden ist (vorne E. 3), ist nicht ersichtlich (und auch nicht dargetan), 
inwiefern das Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 Abs. 1 BV und Art. 10 
Abs. 1 KV in anderer Hinsicht als bezüglich des Anspruchs auf Gleichbe-
handlung im Unrecht verletzt sein könnte. Einen solchen anerkennt die 
Rechtsprechung nur sehr zurückhaltend und verlangt insbesondere, dass 
die betroffene Behörde in ständiger Praxis vom Gesetz abweicht sowie zu 
erkennen gibt, auch in Zukunft nicht gesetzeskonform entscheiden zu wol-
len (vgl. etwa BVR 2013 S. 85 E. 8.1, 2012 S. 494 E. 7.6; BGE 139 II 49 
E. 7.1, 136 I 65 E. 5.6). Diese Voraussetzungen sind hier offensichtlich 
nicht erfüllt, erklärt die Steuerverwaltung doch nachdrücklich, «postgradual 
absolvierte Studiengänge in Psychotherapie» würden in ständiger Praxis 
als Ausbildungskosten qualifiziert (Beschwerdeantwort, S. 3; Eingabe vom 
11.3.2016). Selbst wenn bei Kommilitoninnen Abzüge für Weiterbildungs-
kosten gewährt worden sein sollten, die sich nicht durch andere Umstände 
des konkreten Einzelfalls (Ausbildung, beruflicher Werdegang) rechtfertigen 
sollten, könnte die Beschwerdeführerin deshalb aus einer entsprechenden 
fehlerhaften Rechtsanwendung nichts zu ihren Gunsten ableiten. Bei die-
sen Gegebenheiten sind die gestellten Beweisanträge abzuweisen (antizi-
pierte Beweiswürdigung; statt vieler vgl. BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3).

5.

Nach dem Gesagten sind die Beschwerden abzuweisen, soweit auf sie 
einzutreten ist. Bei diesem Ausgang der Verfahren wird die Beschwerde-
führerin kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 
Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG; Art. 145 
Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 
SR 172.021]).

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346U, Seite 15

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2012 
wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2012 wird abge-
wiesen, soweit darauf einzutreten ist.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.