# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 77cc6636-ac33-5255-9808-fbd81bac6d15
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 02.09.2020 810 19 318
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-318_2020-09-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 2. September 2020 (810 19 318, 810 19 319) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Platzierung der Kinder in einem Heim 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin Yaël 
Heymann 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Eleonor Gyr, Advokatin 
 
B.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Simon Gass, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Platzierung der Kinder, 

Erteilen von Weisungen  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
17. Oktober 2019) 

 

 
 
A.  D.____ (geb. 2011), E.____ (geb. 2015) und F.____ (geb. 2016) sind die gemeinsa-
men Kinder von B.____ und A.____. Die Eltern sind nicht verheiratet und leben getrennt. 
 

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B.  Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ (KESB) vom 
12. April 2018 wurde für D.____, E.____ und F.____ eine Erziehungsbeistandschaft gemäss 
Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 
1907 errichtet und eine Beiständin ernannt. Sie wurde mit den Aufgaben betraut, mit den Kinds-
eltern ein praktikables Besuchsrecht zu erarbeiten, den Kindseltern als Kontaktperson bezüglich 
der Ausübung der Besuche zur Verfügung zu stehen, zwischen den Kindseltern hinsichtlich der 
Besuche zu vermitteln und eine lösungsorientierte Kommunikation zu ermöglichen sowie die 
Kindseltern betreffend die gemeinsame elterliche Sorge zu informieren und zu beraten.  
 
C.  Nachdem es zu mehreren Polizeieinsätzen aufgrund eskalierender Konflikte zwischen 
den Kindseltern gekommen war, entzog die KESB der Kindsmutter mit Entscheid vom 17. Sep-
tember 2018 das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.____, E.____ und F.____ und platzierte 
die Kinder für die Dauer von sechs Monaten im Mutter-Kind-Haus in Basel. Gleichzeitig wurde 
der Kindsmutter die Weisung erteilt, sich gemeinsam mit den Kindern im Mutter-Kind-Haus in 
Basel aufzuhalten. Durch den Aufenthalt solle einerseits die familiäre Situation beruhigt, das 
Wohl der Kinder sichergestellt und die Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter verbessert werden 
und anderseits solle dadurch die Durchführung eines geregelten Besuchsrechts ermöglicht 
werden.  
 
D.  Mit Entscheid vom 8. November 2018 entliess die KESB die bisherige Beiständin aus 
dem Amt und ernannte G.____, Kindesschutzdienst H.____, rückwirkend per 1. November 
2018 als Beiständin der drei Kinder. 
 
E.  Mit Schreiben vom 31. Januar 2019 beantragte die Beiständin die Aufhebung des Ent-
zugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Kindsmutter sowie die Rückkehr der Kindsmutter 
mit den gemeinsamen Kindern in die eigene Wohnung, da sich die Situation zunehmend beru-
higt habe. Nachdem die KESB am 28. Februar 2019 die Meldung erhalten hatte, die Kindseltern 
hätten erneut einen heftigen Streit im Beisein der Kinder im Mutter-Kind-Haus ausgetragen, 
verlängerte die KESB mit Entscheid vom 4. März 2019 die Platzierung der Kinder in der Institu-
tion um weitere drei Monate. Die Kindseltern wurden angewiesen, zwei Mal wöchentlich an ei-
ner Mediation teilzunehmen und sich nicht im Beisein der Kinder zu treffen. Dem Kindsvater 
und den drei Kindern wurde ein gegenseitiges begleitetes Besuchsrecht eingeräumt. Die Kinds-
eltern wurden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die KESB die Fremdplatzierung von 
D.____, E.____ und F.____ werde prüfen müssen, sollten die mittels dieses Entscheids verfüg-
ten Massnahmen von den Kindseltern nicht erfolgreich umgesetzt werden können.  
 
F.  Am 18. April 2019 teilte I.____, Mediator/Supervisor (BSO), in seinem Abschlussbericht 
mit, dass der Mediationsprozess beendet worden sei, da zum gegebenen Zeitpunkt keine weite-
re Entwicklung ersichtlich sei. Es sei im Laufe der Sitzungen offenkundig geworden, dass Ver-
einbarungen auf der Elternebene immer wieder durch Beziehungskonflikte der Kindseltern ver-
unmöglicht worden seien. Es werde deshalb zunächst das Bearbeiten der Konflikte auf der Be-
ziehungsebene im Einzelsetting oder mit beiden Parteien zusammen empfohlen. Sollte die El-
ternebene nicht mehr durch diese Konflikte auf der Beziehungsebene überlagert werden, so 

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habe sich in Ansätzen gezeigt, dass die Elternteile durchaus konstruktiv mit ihren Kindern um-
gehen könnten.  
 
G.  Mit Schreiben vom 22. Mai 2019 reichte die Beiständin bei der KESB den Bericht des 
Mutter-Kind-Hauses vom 7. April 2019 ein, in welchem eine stationäre Platzierung der Kinder in 
einem Kinderheim empfohlen wird, und beantragte selber die Aufhebung der verfügten Platzie-
rung im Mutter-Kind-Haus. Mit Entscheid der KESB vom 6. Juni 2019 wurde entsprechend der 
Empfehlung der Beiständin der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Kindsmutter 
über D.____, E.____ und F.____ aufgehoben und die Platzierung der drei Kinder im Mutter-
Kind-Haus in J.____ beendet. Die Kindseltern wurden angewiesen, die begonnene Mediation 
weiterzuführen, im Beisein der Kinder nicht zu streiten sowie dafür besorgt zu sein, dass 
D.____ eine psychotherapeutische Begleitung in Anspruch nimmt. Ferner wurde dem Kindsva-
ter ein Besuchsrecht im Umfang von drei Tagen pro Woche eingeräumt.   
 
H.  Auf Antrag des Kindsvaters wurde mit Entscheid der KESB vom 20. Juni 2019 
den Kindseltern die gemeinsame elterliche Sorge erteilt. 
 
I.  Nachdem es am 14. Juni 2019 zu einem heftigen Streit zwischen den Kindseltern im 
Beisein der Kinder gekommen war, lud die KESB die Kindseltern am 24. Juni 2019 kurzfristig zu 
einer Besprechung ein. Am 26. Juni 2019 kam es erneut zu einer Auseinandersetzung zwi-
schen den Kindseltern in der Wohnung der Kindsmutter, welche zu einem Polizeieinsatz führte. 
In der Folge fand am 28. Juni 2019 ein weiteres Gespräch zwischen den Kindseltern und der 
KESB statt. Am 11. Juli 2019 informierte die Beiständin die KESB über einen weiteren Streit, 
bei dem unter anderem D.____ weinend im Büro der Beiständin erschienen sei und berichtet 
habe, Angst zu haben, weil der Kindsvater ein Messer in der Hand habe und sie nicht wisse, 
was nun passiere. Am 19. August 2019 berichtete die Beiständin erneut über einen Vorfall, bei 
dem es zu einem massiven Streit mit physischer Gewalt gekommen sei. Zudem habe der 
Kindsvater eine neue Arbeitsstelle, weswegen er sich nicht mehr an den vereinbarten Betreu-
ungsplan halte. Er wolle die Kinder nun täglich vor der Arbeit besuchen. In der Folge habe sie 
mit den Kindseltern und deren Rechtsanwälten einen neuen Besuchsplan per 29. August 2019 
ausgearbeitet. 
 
J.  Mit Schreiben vom 19. September 2019 beantragte die Beiständin bei der KESB die 
Fremdplatzierung der drei Kinder in einem Kinderheim. Sie verwies dabei auf die Vorfälle häus-
licher Gewalt, die sich seit der Aufhebung der Platzierung im Mutter-Kind-Haus ereignet hätten, 
und führte zudem aus, dass sich die Kindseltern nicht an die Besuchsregelung halten würden 
und eine Therapie für D.____ ablehnen würden. Der Kindsvater könne und wolle den Besuchs-
plan nicht akzeptieren, da er die Kinder täglich sehen müsse und dies nur in der Wohnung der 
Kindsmutter, wo er "zum Rechten schauen" müsse. Durch die anhaltenden Streitigkeiten zwi-
schen den Eltern seien Langzeitfolgen für die Kinder auf emotionaler, kognitiver und sozialer 
Ebene vorprogrammiert und zeigten sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt bei jedem Kind mehr 
oder weniger deutlich.  
 

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K.  Mit Entscheid vom 17. Oktober 2019 entzog die KESB den Kindseltern das Aufent-
haltsbestimmungsrecht über D.____, E.____ und F.____ (Ziffer 1) und platzierte die Kinder im 
Kinderheim L.____ in M.____ (Ziffer 2). Ein Austritt oder eine Umplatzierung aus dieser Institu-
tion könne nur nach Rücksprache mit der KESB erfolgen (Ziffer 3). Den Kindseltern wurde vor-
erst ein begleitetes und den Grosseltern ein angemessenes Besuchsrecht eingeräumt (Ziffer 4). 
Die Beiständin wurde insbesondere mit den Aufgaben betraut, in Zusammenarbeit mit den 
Fachpersonen des Kinderheims einen Besuchsplan auszuarbeiten (Ziffer 4), die Platzierung der 
Kinder zu begleiten (Ziffer 5), in Absprache mit den Kindseltern für das gesundheitliche Wohl 
und die Beschulung der Kinder besorgt zu sein (Ziffer 6), zusammen mit der Kindsmutter die 
Wohnung kindsgerecht einzurichten (Ziffer 11) und in Zusammenarbeit mit dem Kinderheim für 
D.____ eine geeignete therapeutische Unterstützung zu organisieren (Ziffer 12). Ferner wurde 
der Kindsvater angewiesen, das Lernprogramm gegen häusliche Gewalt zu absolvieren und bei 
der Beratungsstelle K.____ eine Beratung bezüglich lösungsorientierter Kommunikation in An-
spruch zu nehmen (Ziffer 8). Die Kindsmutter ihrerseits wurde ebenfalls angewiesen, bei der 
Beratungsstelle K.____ eine Beratung bezüglich lösungsorientierter Kommunikation in An-
spruch zu nehmen (Ziffer 9). Weiter wurde den Kindseltern die Weisung erteilt, nach erfolgter 
Einzelberatung an einer gemeinsamen Beratung als Eltern teilzunehmen (Ziffer 10). Einer allfäl-
ligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Ziffer 7). 
 
L.  Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Dr. Eleonor Gyr, Advokatin in 
Basel, mit Eingabe vom 25. November 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er stellte die 
Rechtsbegehren, es seien Ziffer 1 bis 4 und Ziffer 8 hinsichtlich der Weisung zur Absolvierung 
des Lernprogramms gegen häusliche Gewalt des Entscheids vom 17. Oktober 2019 aufzuhe-
ben (Ziffer 1); D.____, E.____ und F.____ seien unter seine Obhut zu stellen, wobei der Kinds-
mutter ein angemessenes Besuchsrecht einzuräumen sei (Ziffer 2); eventualiter sei die Vor-
instanz anzuweisen, eine Rückplatzierung der Kinder zum Beschwerdeführer zu prüfen und die 
Kinder entsprechend vorzubereiten (Ziffer 3); die Kindsmutter sei anzuweisen, ein Lernpro-
gramm gegen häusliche Gewalt zu absolvieren (Ziffer 4); dem Beschwerdeführer sei die unent-
geltliche Prozessführung und Verbeiständung zu bewilligen (Ziffer 5 ); die Vorakten seien bei-
zuziehen (Ziffer 6); unter o/e-Kostenfolge (Ziffer 7). In der Folge eröffnete das Kantonsgericht 
das Beschwerdeverfahren 810 19 318. 
 
M.  Gegen den Entscheid vom 17. Oktober 2019 erhob B.____, vertreten durch Simon 
Gass, Advokat in Basel, mit Eingabe vom 25. November 2019 ihrerseits Beschwerde beim Kan-
tonsgericht. Sie stellte die Rechtsbegehren, es seien Ziffer 1 bis 7 des Entscheids vom 
17. Oktober 2019 aufzuheben (Ziffer 1); es sei der Kindsvater psychiatrisch zu begutachten 
(Ziffer 2); bis zum Vorliegen der Ergebnisse des Gutachtens gemäss Rechtsbegehren Ziffer 2 
seien die drei gemeinsamen Kinder unter die alleinige Obhut der Beschwerdeführerin zu stellen 
und es sei danach, je nach Ergebnis des Gutachtens, ein angemessener Besuchsplan zu er-
stellen (Ziffer 3); eventualiter seien die Kindseltern anzuweisen, die Betreuungszeiten gemäss 
dem Besuchsplan vom 29. August 2019 einzuhalten, subeventualiter und für den Fall, dass sich 
wesentliche Grundlagen geändert haben sollten, sei die Beiständin anzuweisen, einen neuen 
Plan zu erarbeiten, und die Kindseltern seien anzuweisen, diesen neuen Plan einzuhalten  

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(Ziffer 4); dem Kindsvater sei unter Androhung der Bestrafung nach Art. 292 StGB zu verbieten, 
jeglichen Kontakt mit der Kindsmutter aufzunehmen sowie die Wohnung der Kindsmutter zu 
betreten (Ziffer 5); für eine befristete Dauer von vorerst sechs Monaten sei eine sozialpädagogi-
sche Familienbegleitung zu installieren, welche die Kindsmutter begleitet und unterstützt  
(Ziffer 6); die Kindsmutter sei in ihrer Bereitschaft zu behaften, einen Deutschkurs zu besuchen, 
und es sei die Beiständin damit zu beauftragen, einen Deutschkurs für die Kindsmutter zu orga-
nisieren (Ziffer 7); der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Prozessführung und Verbei-
ständung zu bewilligen (Ziffer 8); unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Staats, eventualiter zu-
lasten des Kindsvaters (Ziffer 9). In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte die Beschwerde-
führerin, es seien den gemeinsamen Kindern für das Beschwerdeverfahren eine Kindsvertre-
tung zu bestellen, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es seien 
die Rechtsbegehren gemäss Ziffer 2 und 3 sowie 5 bis 7 für die Dauer des Verfahrens vorsorg-
lich anzuordnen. In der Folge eröffnete das Kantonsgericht das Beschwerdeverfahren 810 19 
319. 
 
N.  Mit Verfügung vom 27. November 2019 hat das Kantonsgericht die beiden Beschwer-
deverfahren 810 19 318 und 810 19 319 vereinigt. 
 
O.  Am 18. Dezember 2019 reichte die Beschwerdeführerin ihre Stellungnahme zur Be-
schwerde des Beschwerdeführers ein und beantragte, es sei das Rechtsbegehren in Ziffer 1 
der Beschwerde des Kindsvaters abzuweisen, soweit die Aufhebung von Ziffer 8 des angefoch-
tenen Entscheids betreffend die Weisung für die Absolvierung des Lernprogramms gegen häus-
liche Gewalt beantragt werde. Weiter seien auch die Rechtsbegehren in Ziffer 2 bis 4 abzuwei-
sen, alles unter o/e-Kostenfolge. 
 
P.  Am 13. Januar 2020 reichte der Beschwerdeführer seine Stellungnahme zur Be-
schwerde der Beschwerdeführerin ein und beantragte, es seien die Rechtsbegehren in Ziffer 2, 
3 und 5 sowie die vorsorgliche Anordnung derselben abzuweisen, unter o/e-Kostenfolge. 
 
Q.  Mit gleichentags datierter Eingabe liess sich die KESB vernehmen und beantragte die 
Abweisung der Beschwerden, unter o/e-Kostenfolge. Mit ebenfalls am 13. Januar 2020 datierter 
Eingabe reichte die Beschwerdeführerin diverse Fotos von "Whatsapp"-Konversationen zwi-
schen den Beschwerdeführern ein. 
 
R.  Am 14. Februar 2020 fand eine Vorverhandlung am Kantonsgericht statt, anlässlich 
welcher die Vorinstanz ausführte, dass im Juni 2020 eine Standortbestimmung der KESB hin-
sichtlich des weiteren Vorgehens bzw. einer allfälligen Rückplatzierung der Kinder stattfinden 
werde. Im Einverständnis mit den Beschwerdeführern wurde in der Folge mit Verfügung vom 
19. Februar 2020 das Beschwerdeverfahren bis zum 30. Juni 2020 sistiert. Mit gleicher Verfü-
gung wurde den Beschwerdeführern für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozess-
führung und Verbeiständung bewilligt. 
 
S.  Mit Eingabe vom 30. Juni 2020 orientierte die Vorinstanz das Kantonsgericht über den 
Stand der Angelegenheit und führte aus, dass sie keine Möglichkeit und keinen Anlass sehe, 

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ihren Entscheid vom 17. Oktober 2019 in Wiedererwägung zu ziehen. Beigeschlossen reichte 
die KESB den Bericht der Beratungsstelle K.____ vom 25. März 2020 samt ergänzendem Be-
richt vom 19. Juni 2020 sowie die Berichte des Kindesheims L.____ vom 3. Februar 2020 und 
22. Juni 2020 ein. 
 
T.  Mit Verfügung vom 16. Juli 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im Rah-
men einer Parteiverhandlung überwiesen und verfügt, dass die Beschwerdeführer persönlich 
zur Parteiverhandlung zu erscheinen haben. Als Auskunftsperson wurde G.____ vorgeladen 
und die weiteren Beweisanträge wurden abgewiesen. Die Beiständin sowie das Kinderheim 
L.____ wurden ersucht, dem Kantonsgericht einen kurzen schriftlichen Bericht über die aktuelle 
Situation von D.____, E.____ und F.____ zu erstatten. Weiter wurde eine vorgängige Anhörung 
von D.____ angeordnet und die Anträge der Beschwerdeführerin auf Wiederherstellung der 
aufschiebenden Wirkung, Anordnung vorsorglicher Massnahmen sowie Einsetzung einer 
Kindsvertretung wurden abgewiesen. 
 
U.  Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 28. Juli 2020 zur Eingabe der KESB 
vom 30. Juni 2020 zwecks Richtigstellung der vorinstanzlichen Behauptung, er habe das Lern-
programm gegen häusliche Gewalt nicht angetreten, Stellung. Als Beilage reichte er eine Teil-
nahmebestätigung der Leiterin der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt Basel-
Landschaft ein. 
 
V.  Am 3. bzw. 17. August 2020 reichten die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 
bzw. der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ihre Honorarnoten ein. 
 
W.  Die Berichte der Beiständin und des Kinderheims L.____ über die aktuelle Situation 
von D.____, E.____ und F.____ datieren vom 10. August 2020. 
 
X.  Am 21. August 2020 fand die Anhörung von D.____ durch den Vizepräsidenten des 
Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, statt (vgl. Anhörungsprotokoll 
vom 21. August 2020). 
 
Y.  An der heutigen Parteiverhandlung nehmen die Kindseltern mit ihren Rechtsvertretern, 
zwei Vertreter der KESB, eine Dolmetscherin sowie die Beiständin als Auskunftsperson teil. Die 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reicht ihre korrigierte Honorarnote ein, welche jene 
vom 3. August 2020 ersetzt. Die Parteien halten an ihren bereits gestellten Rechtsbegehren 
fest. Auf die Ausführungen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Urteilserwägungen 
eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer 
Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des 
kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 

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2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich 
nach den Art. 450 bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Ver-
waltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB).  
 
1.2  Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren 
beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben 
(Ziff. 3).  
 
1.3  Der Beschwerdeführer ist als direkt Verfahrensbeteiligter und Vater der drei Geschwis-
ter D.____, E.____ und F.____ zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Pro-
zessvoraussetzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
erfüllt sind, ist auf die Beschwerde des Beschwerdeführers einzutreten. 
 
1.4.1  Die Beschwerdeführerin ist ebenfalls direkt am Verfahren beteiligt und Mutter der drei 
Kinder, weshalb ihre Beschwerdelegitimation ohne Weiteres zu bejahen ist. Da auch die weite-
ren formellen Voraussetzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. 
VPO erfüllt sind, ist auch auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin grundsätzlich einzutre-
ten.  
 
1.4.2  Zu prüfen ist, ob auf alle von der Beschwerdeführerin gestellten Rechtsbegehren ein-
zutreten ist. Vorliegend ist der Entscheid der KESB vom 17. Oktober 2019 angefochten und 
bildet damit das Beschwerdeobjekt. Das Beschwerdeobjekt ist jedoch nicht identisch mit dem 
Streitgegenstand. In der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege (worunter auch das vorliegen-
de Beschwerdeverfahren vor Kantonsgericht fällt) ist Streitgegenstand das Rechtsverhältnis, 
das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, soweit es im Streit liegt (RENÉ RHINOW/
HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Pro-
zessrecht, 3. Aufl., Basel 2014, Rz. 987 und 1051). Streitgegenstand kann somit nur sein, was 
bereits Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen. Ge-
genstände, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat und über 
welche sie nicht entscheiden musste, darf die obere Instanz – abgesehen von hier nicht vorlie-
genden äusserst seltenen Ausnahmefällen – nicht beurteilen, da sie sonst in die funktionelle 
Zuständigkeit der Vorinstanz eingreifen würde. Ein Antrag, der über das hinausgeht, was von 
der Vorinstanz entschieden wurde, oder der mit dem Gegenstand der angefochtenen Verfügung 
nichts zu tun hat, ist ungültig (Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts A-5781/2007 vom  
18. Juni 2008 [BVGE 2009/37] E. 1.3.1; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 18. März 2015 [810 14 186] E.1.3; KGE VV vom 19. Dezem-
ber 2018 [810 18 260] E. 1.2.1; RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O.,  
Rz. 988). 
 
1.4.3  In der vorliegenden Sache wurde mit dem angefochtenen Entscheid den Kindseltern 
das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die drei Kinder entzogen und wurden diese fremdplat-

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ziert, wurde ein vorerst begleitetes Besuchsrecht angeordnet sowie wurden gegenüber den 
Kindseltern diverse Weisungen erteilt. Hingegen war die Erstellung eines psychiatrischen Gut-
achtens zur Abklärung der Erziehungsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht von dem ange-
fochtenen Entscheid erfasst. Der Antrag der Beschwerdeführerin, es sei ein psychiatrisches 
Gutachten über den Kindsvater mit Fokus auf seine Erziehungsfähigkeit in Auftrag zu geben, 
geht somit über den Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens hinaus, weshalb das Kan-
tonsgericht darauf nicht eintreten kann. Ein Gesuch um psychiatrische Begutachtung des Be-
schwerdeführers wäre nach dem Gesagten bei der KESB anhängig zu machen. Auf die Be-
schwerde ist mithin gemäss den vorangehenden Ausführungen teilweise einzutreten.  
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerden somit volle Kognition zu. 
 
3.  Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz den beschwerdefüh-
renden Parteien zu Recht das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.____, E.____ und F.____ 
entzogen und die Kinder fremdplatziert hat sowie zu Recht dem Beschwerdeführer die Weisung 
erteilt hat, das Lernprogramm gegen häusliche Gewalt zu absolvieren.  
 
4.1 Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe 
oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB 
die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes. Art. 307 Abs. 1 ZGB enthält die Aufforde-
rung, die im Einzelfall geeigneten, vom Gesetz vorgesehenen Massnahmen (Art. 307 Abs. 3 bis 
Art. 312 ZGB) zu treffen (KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, N 13 zu Art. 307 ZGB). Alle 
Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein (Subsidiarität), und es ist immer die mil-
deste, einen Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese soll elterli-
che Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität; vgl. BGE 136 III 353 E. 
3.3; Urteile des Bundesgerichts 5A_724/2015 vom 2. Juni 2016 E. 6.3; 5A_70/2016 vom 
25. April 2016 E. 3.1; 5A_548/2015 vom 15. Oktober 2015 E. 4.3; 5A_875/2013 vom 10. April 
2014 E. 3.1; YVO BIDERBOST, in: Peter Breitschmid/Alexandra Jungo [Hrsg.], Handkommentar 
zum Schweizer Privatrecht, Personen und Familienrecht, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, N 1 
zu Art. 310 ZGB). Aus dem Subsidiaritätsprinzip folgt das Zurückstehen stärkerer vor hinrei-
chend schwächeren Massnahmen (AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., N 22 zu Art. 307 ZGB). 
Im Sinne einer Stufenfolge gilt, wo absehbar ist, dass mit der Anordnung von milderen Mass-
nahmen im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB und auch mit ihrer Kombination die gebotene Wir-
kung nicht erreicht werden kann, entweder eine Beistandschaft anzuordnen (vgl. Art. 308 ZGB), 
das Aufenthaltsbestimmungsrecht gemäss Art. 310 ZGB aufzuheben oder nach Art. 311 ZGB 
die elterliche Sorge zu entziehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_156/2016 vom 12. Mai 
2017 E 4.2). Massnahmen nach Art. 307 Abs. 3, Art. 308 ZGB und Art. 310 ZGB können kom-
biniert werden, soweit sie in ihrer Summe nicht faktisch den Entzug der elterlichen Sorge bewir-
ken (PETER BREITSCHMID, in: Thomas Geiser/Christiana Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1 - 456 ZGB, 6. Aufl., Basel 2018, N 1 ff. zu Art. 307 ZGB).  

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4.2 Die Behörde, die Kindesschutzmassnahmen anordnet, verfügt über grosses Ermessen 
(Art. 4 ZGB; Urteile des Bundesgerichts 5A_156/2016 vom 12. Mai 2017 E. 4.2 und 
5A_656/2010 vom 13. Januar 2011 E. 3). Die Anordnung oder Abänderung einer Massnahme 
setzt in einem gewissen Ausmass die Prognose über die künftige Entwicklung der massgeben-
den Umstände voraus. Diese wird durch das bisherige Verhalten der betroffenen Personen we-
sentlich mitbestimmt (BGE 120 II 384 E. 4d). Es ist die sachlich richtige Massnahme nicht auf-
grund bloss juristischer Klassifikation, sondern unter Würdigung der im Einzelfall bestimmenden 
sozialen, medizinischen und erziehungswissenschaftlichen Gesichtspunkten anzuordnen (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_840/2010 vom 31. Mai 2011 E. 3.1.2 m.w.H.). Wo absehbar ist, dass 
mit der Anordnung von Massnahmen im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB und auch mit ihrer 
Kombination die gebotene Wirkung nicht erreicht werden kann, sind die schärferen Behelfe von 
Art. 308, 310 bzw. 311 ZGB zu ergreifen. Ob Weisung und/oder Überwachung genügen oder 
eine Beistandschaft anzuordnen ist, hängt von der Intensität der Gefährdung, vor allem aber 
auch von der Kooperationsbereitschaft der Angesprochenen ab (Urteil des Bundesgerichts 
5A_156/2016 vom 12. Mai 2017 E. 4.2; BREITSCHMID, a.a.O., N 24 zu Art. 307 ZGB). 
 
4.3 Nach Art. 310 Abs. 1 ZGB hat die Kindesschutzbehörde, wenn einer Gefährdung des 
Kindes nicht anders begegnet werden kann, dieses den Eltern wegzunehmen und in angemes-
sener Weise unterzubringen. Wie jede andere Kindesschutzmassnahme setzt die Fremdplatzie-
rung eine Gefährdung des Kindeswohls voraus und muss als solche geeignet sein, diese Ge-
fährdung zu beseitigen. Die Massnahme hat zur Folge, dass das Recht, den Aufenthaltsort des 
Kindes zu bestimmen, den Eltern bzw. einem Elternteil entzogen und der Kindesschutzbehörde 
übertragen wird, die nunmehr für die Betreuung des Kindes verantwortlich ist (Urteil des Bun-
desgerichts 5A_335/2012 vom 21. Juni 2012 E. 3.1; AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., N 141 
zu Art. 310/314b ZGB). Die Gefährdung des Kindes, die Anlass zum Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts gibt, muss darin liegen, dass das Kind im Umfeld der Eltern bzw. des Eltern-
teils nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und sittliche 
Entfaltung nötig wäre (Urteile der Bundesgerichts 5A_404/2016 vom 10. November 2016 E. 3; 
5A_875/2013 vom 10. April 2014 E. 3.1; 5A_729/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 4.1; 
5A_335/2012 vom 21. Juni 2012 E. 3.1). Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung 
zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der 
Eltern oder der weiteren Umgebung liegen (AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., N 17 zu Art. 307 
ZGB). Desgleichen spielt es keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. 
Massgebend ist, dass die Vorkehr das richtige Mittel zur Verwirklichung des Ziels ist; d.h. die 
Unterbringung (z.B. in einem Heim) muss besser als jene beim bisherigen Obhutsinhaber Ge-
währ dafür bieten, dass das Kind in seiner Entfaltung geschützt und gefördert wird (Urteile des 
Bundesgerichts 5A_322/2014 vom 14. Juli 2014 E. 2; 5C.34/2002 vom 3. April 2002 E. 2a; KGE 
VV vom 13. August 2014 [810 14 61] E. 3.2; vgl. auch CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindes-
rechts, 5. Aufl., Bern 1999, Rz. 27.36). Eine Kindeswohlgefährdung kann sich unter anderem 
bei Unfähigkeit der Eltern ergeben, sich adäquat um das Kind zu kümmern, weil sie durch per-
sönliche Probleme übermässig absorbiert oder weil sie allgemein überfordert sind  
(vgl. BREITSCHMID, a.a.O., N 5 zu Art. 310 ZGB; CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und 
Erwachsenenschutz, 2. Aufl., Bern 2016, S. 413). 

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5.1.1  Die KESB führt in ihrer Begründung des angefochtenen Entscheids zusammenfassend 
aus, dass der Fremdplatzierung eine über 2-jährige Unterstützungsphase vorausgegangen sei 
und die KESB in den letzten eineinhalb Jahren bereits diverse Massnahmen ergriffen habe, da 
zwischen den Kindseltern seit Jahren grosse Konflikte herrschen würden, welche auch mehr-
fach zu Gewaltanwendung und Polizeieinsätzen geführt hätten. So sei mit Entscheid vom  
18. April 2018 eine Erziehungsbeistandschaft für die drei Kinder errichtet worden, unter ande-
rem mit dem Auftrag, gemeinsam mit den Kindseltern ein praktikables Besuchsrecht zu erarbei-
ten. Da sich die Situation im Herbst 2018 nicht beruhigt habe, habe die KESB mit Entscheid 
vom 17. September 2018 eine Platzierung der Kinder zusammen mit der Beschwerdeführerin 
im Mutter-Kind-Haus verfügt, welche aufgrund erneuter massiver Konflikte mit Entscheid vom  
4. März 2019 um weitere drei Monate verlängert worden sei. Die Kindseltern seien zudem an-
gewiesen worden, eine Mediation in Anspruch zu nehmen und sich nicht im Beisein der Kinder 
gemeinsam zu treffen (Entscheid der KESB vom 17. Oktober 2019, S. 1 f. und S. 7). Im Rah-
men des Aufenthalts hätten wichtige fachliche Abklärungen vorgenommen werden können und 
die Fachpersonen hätten in ihrem Bericht vom 7. April 2019 eine Fremdplatzierung der Kinder 
empfohlen. Im Bericht sei festgehalten worden, dass die Grundproblematik in den massiven 
verbalen Konflikten zu sehen sei, welche teils mit tätlichen Übergriffen zwischen den Kindsel-
tern erfolgen würden. Die Konflikte würden dazu führen, dass die Kinder sich für einen Elternteil 
entscheiden müssten, was wiederum zu einem massiven Loyalitätskonflikt und damit einherge-
henden permanenten Schuldgefühlen bei den Kindern führen würde. Bezüglich des Verhaltens 
der Kinder sei zudem ausgeführt worden, dass alle Geschwister massiv mit Angstzuständen auf 
die Streitigkeiten zwischen den Kindseltern reagieren würden (Entscheid der KESB vom  
17. Oktober 2019, S. 7). Die Beobachtungen im Rahmen des Aufenthalts im Mutter-Kind-Haus 
würden die Auswirkungen der Partnerschaftsgewalt auf die Kinder bestätigen. Vor allem D.____ 
zeige klare Anzeichen, einerseits massiv unter den Streitigkeiten zu leiden und anderseits aus 
Verlustängsten das System der Eltern aufrechterhalten zu wollen, indem sie die familiäre Situa-
tion zu bagatellisieren versuche. Sie begebe sich bei Streitigkeiten auch in gefährliche Situatio-
nen, in dem sie bei fremden Personen Hilfe suche. Die Kindseltern seien während den Streitig-
keiten vollends mit sich selber so stark absorbiert, dass sie der Aufsicht gegenüber ihren Kin-
dern in keiner Weise nachkommen könnten. Es bestehe der Anschein, dass die Kindseltern die 
Bedürfnisse der Kinder dabei komplett aus den Augen verlieren würden. Auch durch die unzäh-
ligen Gespräche mit den Kindseltern habe nicht ansatzweise eine Veränderung herbeigeführt 
werden können. Der Kindsvater könne offenbar nicht begreifen, dass mit der Trennung zwi-
schen ihm und der Kindsmutter der Verlust des täglichen Kontakts zu den Kindern einhergehe. 
Die Kindsmutter ihrerseits schaffe es ebenfalls nicht, ihre Kinder vor den Streitigkeiten mit dem 
Kindsvater zu bewahren, wenn dieser sich bei einem Zusammentreffen mit ihr streite. Trotz der 
in der Vergangenheit erwirkten Kontaktverbote habe sie den Kindsvater immer wieder kontak-
tiert und habe so die Belastungen der Kinder durch die Streitigkeiten mitzuverantworten. Zudem 
bleibe nach der Anhörung vom 24. September 2019 unklar, ob die Kindseltern nicht doch eine 
Beziehung pflegen würden. Der Kindsvater habe angegeben, aus seiner Sicht bestehe die Be-
ziehung zur Kindsmutter immer noch, was diese jedoch bestritten habe, wenn auch nicht klar. 
Hinzu komme, dass die Kindseltern die mit der Aufhebung der Platzierung im Mutter-Kind-Haus 
verbundene und mit Entscheid vom 6. Juli 2019 erteilte Weisung, die begonnene Mediation wei-

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terzuführen, nicht befolgt hätten. Auch hätten die Kindseltern die therapeutische Unterstützung 
für D.____ abgelehnt, was zeige, dass sich die Kindseltern nicht bewusst seien, welchen Belas-
tungen ihre Kinder durch die Streitigkeiten ausgesetzt würden (Entscheid der KESB vom  
17. Oktober 2019, S. 7). 
 
5.1.2  Zusammenfassend hält die KESB fest, dass sie diverse Massnahmen zum Schutz der 
Kinder ergriffen habe, deren Erfolg aber durch das Verhalten der Kindseltern unterlaufen wor-
den sei, weshalb der jetzige Eingriff nun als zwingend notwendig erachtet werde, damit die Kin-
der endlich zur Ruhe kommen könnten. Die Fachpersonen hätten die Fremdplatzierung bereits 
in ihrem Bericht vom 7. April 2019 empfohlen, doch habe die Beiständin mildere Massnahmen 
beantragt, weshalb mit Entscheid vom 6. Juni 2019 entgegen der Empfehlung des Mutter-Kind-
Hauses die Platzierung in der Institution aufgehoben worden sei. Insbesondere die Rückmel-
dung des Mutter-Kind-Hauses nach der Verlängerung des Aufenthalts, wonach sich die Situati-
on zwischen den Kindseltern beruhigt habe und sie sich enorm bemüht hätten, dass kein Streit 
entstehe, sowie die Rückmeldung der Mediatoren, dass bei den gemeinsamen Sitzungen erste 
Fortschritte erkennbar seien, hätten hoffen lassen, durch die beantragten milderen Massnah-
men auf eine Platzierung verzichten zu können (Entscheid der KESB vom 17. Oktober 2019,  
S. 2 und 9). Rückblickend bestehe die Vermutung, dass die Beruhigung der Situation haupt-
sächlich auf die Tatsache zurückzuführen sei, dass sich die Kindsmutter wegen einer Operation 
und Rekonvaleszenz nicht um die Kindern habe kümmern können und der Kindsvater deshalb 
auch keine Veranlassung gehabt habe, die Aktivitäten der Kindsmutter zu überwachen. Die er-
hoffte Einsicht der Kindseltern, im Rahmen der Mediation die Unklarheiten auf der Beziehungs-
ebene bearbeiten zu können, so dass der Weg für die Arbeit als Eltern klarer werde, sei leider 
bis anhin ausgeblieben. Schliesslich hält die Vorinstanz betreffend die Weisung an den Be-
schwerdeführer, das Lernprogramm gegen häusliche Gewalt zu absolvieren, fest, dass das 
Verhalten der Kindseltern seit deren Trennung von massiven Auseinandersetzungen geprägt 
sei, bei denen es von beiden Seiten zu Gewalt gegen den anderen gekommen sei. Zusätzlich 
zur Weisung an beide Elternteile, eine Beratung bei der Beratungsstelle K.____ in Anspruch zu 
nehmen, erscheine für den Beschwerdeführer das Lernprogramm gegen häusliche Gewalt als 
angezeigt (Entscheid der KESB vom 17. Oktober 2019, S. 9). 
 
5.2  Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, dass der im angefochtenen Ent-
scheid dargelegte Sachverhalt unrichtig bzw. unvollständig wiedergegeben worden sei. Zwi-
schen den Kindseltern bestehe ein enormes Machtgefälle zugunsten der Kindsmutter, die ein 
stark schädigendes, manipulatives und von Lügen geprägtes Verhalten aufweise. Zum einen 
habe sie die Konflikte angeheizt und verschlimmert, indem sie trotz fehlender Grundlage wie-
derholt Wegweisungen und superprovisorische Kontakt- und Annäherungsverbote erwirkt habe. 
Zum anderen stelle sie sich als Opfer des Kindsvaters dar und sage gegenüber Behörden im-
mer wieder aus, sie fürchte sich vor ihm, doch würde mit ihm gleichzeitig eine on-off-Beziehung 
führen und ihn seit Jahren regelmässig, wenn nicht gar täglich kontaktieren und gemeinsam mit 
den Kindern viel Zeit mit ihm verbringen (Beschwerdebegründung des Beschwerdeführers vom 
25. November 2019, S. 3 bis 5). Hauptursache der Konflikte zwischen den Kindseltern sei die 
fehlende Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter, weshalb schliesslich mit Entscheid vom 17. Sep-
tember 2018 die gemeinsamen Kinder in das Mutter-Kind-Haus platziert worden seien. Die Er-

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ziehungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei hingegen nie beanstandet worden. Es bestehe 
zudem der Verdacht, dass die Kindsmutter an einer psychischen Erkrankung leide, was ihr am-
bivalentes Verhalten erklären könne. Dass der Gesundheitszustand der Kindsmutter zeitweise 
stark besorgniserregend sei, könne den Akten entnommen werden, wobei dies in den vo-
rinstanzlichen Ausführungen keinen Eingang gefunden habe. Ferner habe sich der Beschwer-
deführer entgegen den Ausführungen der Vorinstanz nicht ohne Grund nicht mehr an den ver-
einbarten Besuchsplan gehalten. Vielmehr sei aufgrund seiner neuen Arbeitsstelle im Einver-
ständnis mit der Kindsmutter eine neue Besuchsregelung ausgearbeitet worden, was zeige, 
dass die Kindseltern sehr wohl in der Lage seien, sich auf neue Situationen einzulassen und 
neue Lösungen und Kompromisse zu vereinbaren (Beschwerdebegründung des Beschwerde-
führers vom 25. November 2019, S. 5 bis 9). Weiter rügt der Beschwerdeführer, dass die Vo-
raussetzungen für eine Fremdplatzierung der gemeinsamen Kinder nicht erfüllt seien. Zum ei-
nen seien die während des Aufenthalts im Mutter-Kind-Haus getätigten Beobachtungen bezüg-
lich der Kinder nicht geeignet, ein hinreichendes Bild über eine bestehende oder drohende 
Kindsgefährdung zu vermitteln, zumal die Kinder nur für einen begrenzten Zeitraum beobachtet 
worden seien und es sich dabei auch nicht um eine ärztliche oder psychologische Einschätzung 
handle. Vielmehr habe es die Vorinstanz unterlassen, eine fachkundige Abklärung im Sinne 
einer ärztlichen oder zumindest psychologischen Beobachtung durchführen zu lassen. Zum 
anderen sei eine mildere Massnahme, wie die Zuteilung der Obhut an den Beschwerdeführer, 
nie ernsthaft in Erwägung gezogen worden, obwohl aus den Akten klar hervorgehe, dass die 
Erziehungsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht bezweifelt werde. Als weitere mildere Mass-
nahme hätte auch eine sozialpädagogische Familienbegleitung zur Unterstützung der Kinds-
mutter angeordnet werden können, zumal diese starke Defizite in ihrer Erziehungsfähigkeit 
aufweise. Dadurch hätte der Kindsvater weniger Anlass gehabt, die Kindsmutter zu kritisieren 
und die Konfliktspirale hätte zumindest abgeschwächt werden können. Schliesslich sei darauf 
hinzuwesen, dass die angefangene Mediation in Absprache mit der Beiständin zugunsten von 
Einzelberatungen nicht weitergeführt worden sei, wobei diese durch die Beiständin hätten orga-
nisiert werden müssen, was nicht erfolgt sei. Ferner führt er hinsichtlich der erteilten Weisung 
aus, dass es für ihn nicht nachvollziehbar sei, weshalb er einen Kurs gegen häusliche Gewalt 
absolvieren müsse, wenn die Tätlichkeiten hauptsächlich von der Kindsmutter ausgehen wür-
den. Vielmehr sei diese zu verpflichten, ein Lernprogramm gegen häusliche Gewalt aufzusu-
chen (Beschwerdebegründung des Beschwerdeführers vom 25. November 2019, S. 12 f.). 
 
5.3  Die Beschwerdeführerin rügt ebenfalls die Sachverhaltsdarstellung im angefochtenen 
Entscheid und bringt zusammenfassend vor, dass der Standortbericht des Mutter-Kind-Hauses 
vom 31. Dezember 2018 zu Unrecht nicht von der Vorinstanz berücksichtigt worden sei, obwohl 
der Bericht sich deutlich über das jeweilige Verhalten der Kindseltern äussere. Die Konflikte 
zwischen den Kindseltern würden einseitig vom Kindsvater ausgehen, welcher nicht akzeptie-
ren könne, dass die Kindseltern getrennt seien und dass er sich an eine Besuchsregelung hal-
ten müsse. Den Akten könne unzählige Beispiele für das Besuchsverhalten des Kindsvaters 
sowie unzählige Vorfälle von häuslicher Gewalt gegenüber der Kindsmutter entnommen wer-
den, welche jeweils nach identischem Muster verlaufen würden. Der Kindsvater attackiere die 
Kindsmutter und behaupte, die Kindsmutter habe ihn geschlagen bzw. er habe nur deshalb ge-
schlagen, weil sie ihn provoziert habe. Es sei zutreffend, dass sie den Kindsvater zeitweise an-

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gerufen habe und ihn um Unterstützung bei der Betreuung gebeten habe, wobei dies seit Mona-
ten aber nicht mehr der Fall sei (Beschwerdebegründung der Beschwerdeführerin vom 25. No-
vember 2019, S. 4 bis 7). Die Vorinstanz sei sich bewusst, dass der Kindsvater der Aggressor 
sei, doch anstelle ihn abzuklären oder ihm Grenzen aufzuzeigen, werde der Rest der Familie 
platziert (Beschwerdebegründung der Beschwerdeführerin vom 25. November 2019, S. 9). Die 
Erziehungsfähigkeit des Kindsvaters sei zwingend fachärztlich abzuklären und bis dahin seien 
die Kinder unter die alleinige Obhut der Beschwerdeführerin zu stellen (Beschwerdebegründung 
der Beschwerdeführerin vom 25. November 2019, S. 14). Ferner seien die vorinstanzlichen 
Ausführungen unzutreffend, wenn den Kindseltern nebst dem Konflikt vorgeworfen werde, sie 
hätten sich an verschiedene Weisungen nicht gehalten. Anlässlich der Anhörung durch die 
KESB vom 24. September 2019 habe die Kindsmutter sehr wohl in die Therapie für D.____ ein-
gewilligt. Auch sei die vorinstanzliche Feststellung, es sei unklar, ob die Kindseltern nicht doch 
eine Beziehung pflegen würden, absolut stossend, zumal die Kindsmutter anlässlich der Anhö-
rung vom 24. September 2019 deutlich geäussert habe, dass sie nicht wolle, dass der Kindsva-
ter sie besuchen komme. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass die Vorausset-
zungen der Fremdplatzierung nicht erfüllt seien. Es sei am 29. August 2019 ein Besuchsplan 
erarbeitet worden, welcher grundsätzlich umsetzbar sei und mit Nachdruck hätte durchgesetzt 
werden können. Anstelle die Kinder zu platzieren, müsse der Kindsvater abgeklärt oder eventu-
aliter müsse ihm mit aller Klarheit aufgezeigt werden, dass er den Besuchsplan einzuhalten und 
sich von der Wohnung der Kindsmutter fernzuhalten habe (Beschwerdebegründung der Be-
schwerdeführerin vom 25. November 2019, S. 18 f.). Eine Zuteilung der Obhut an den Kindsva-
ter sei aber ausgeschlossen (Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 18. Dezember 2019, 
S. 5). Schliesslich bringt auch die Beschwerdeführerin vor, dass die notwendige fachliche Ab-
klärung für eine Fremdplatzierung zu Unrecht nicht vorgenommen worden sei (Beschwerdebe-
gründung der Beschwerdeführerin vom 25. November 2019, S. 19 f.). 
 
5.4.1 In ihrer Vernehmlassung vom 13. Januar 2020 entgegnet die KESB, dass die einge-
reichten Beschwerdeschriften der Kindseltern ihre unterschiedlichen Haltungen verdeutlichen 
und die Uneinigkeit bezüglich der Unterbringung der Kinder aufzeigen würden. Sie seien sich 
auch nach der Platzierung der Kinder in grundlegenden Fragen uneinig und würden nur bei der 
Gegenpartei ein Fehlverhalten sehen. Die extremen Belastungen der Kinder würden sie aber 
ganz ausser Acht lassen, was für die Beziehung der Kindseltern symptomatisch sei. Unabhän-
gig davon, bei welchem Elternteil die Kinder zukünftig leben werden, brauche es eine Verhal-
tensänderung der Kindseltern im Umgang untereinander, zumal auch in Zukunft beide Elterntei-
le ein grosszügiges Besuchsrecht einfordern würden, womit Absprachen und verbindliche Ab-
machungen zwingend seien. Dies sei in der Vergangenheit jedoch nicht möglich gewesen. Der 
Kindsvater habe sich wiederholt nicht an die Besuchszeiten gehalten und habe seine Bezie-
hung zur Kindsmutter noch immer als fortbestehend erachtet, habe ihr nachgestellt und sei wie-
derholt ihr gegenüber gewalttätig geworden, teilweise auch vor den Kindern. Die Kindsmutter 
ihrerseits habe sich ebenfalls nicht an die Besuchszeiten gehalten, habe den Kindsvater entge-
gen den Vorgaben der Behörde kontaktiert und um Hilfe ersucht, um ihn dann bei der Polizei zu 
denunzieren. Dies gehe deutlich aus dem Entscheid des Zivilkreisgerichts West vom 3. Oktober 
2018 hervor. Die Kindsmutter habe sich auch noch in den Folgemonaten bis zur Platzierung 
nach diesem Muster verhalten. Eine Zuteilung der Obhut an den Kindsvater würde daran kaum 

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etwas ändern, sondern lediglich den Konflikt verlagern. Auch die Kindsmutter sei gegenüber 
dem Kindsvater vor den Kindern gewalttätig geworden. Trotz anwaltschaftlicher Hilfe schaffe sie 
es nicht, den Kontakt zum Kindsvater zu unterlassen bzw. diesen konsequent abzuweisen. Um 
die zwingend notwendige Verhaltensänderung als Voraussetzung für eine Rückplatzierung zu 
erreichen, müssten die Kindseltern zuerst einzeln und anschliessend zusammen eine Therapie 
besuchen (Vernehmlassung der KESB vom 13. Januar 2020, S. 1 f.). 
 
5.4.2  Bezüglich der bisherigen Massnahmen und durchgeführten Abklärungen führt die 
KESB weiter aus, durch die errichtete Erziehungsbeistandschaft sei es nicht möglich gewesen, 
die mit der Trennungssituation verbundenen Belastungen aufzufangen, was insbesondere für 
die Kinder wichtig gewesen wäre, damit diese rasch wieder einem gewohnten Tagesablauf hät-
ten nachgehen können. Die Auseinandersetzungen zwischen den Kindseltern hätten ein Aus-
mass angenommen, welches die Entwicklung der Kinder längerfristig schädige. Die Abklärun-
gen im Rahmen der daraufhin angeordneten Platzierung im Mutter-Kind-Haus hätten ergeben, 
dass jeder Elternteil für sich mit den Kindern einen guten Umgang pflege, jedoch die Kindsel-
tern untereinander massive Konflikte hätten, die sie vor den Kindern austragen würden. Mit der 
verfügten Rückkehr der Kinder zur Mutter sei als flankierende Massnahme die Weiterführung 
der Mediation angeordnet worden. Eine sozialpädagogische Familienbegleitung habe die KESB 
nicht als dringlich erachtet, da der Kindsmutter von Seiten des Mutter-Kind-Hauses grundsätz-
lich Erziehungskompetenz attestiert worden sei. Die KESB habe aber sehr wohl eine fundierte 
Sachverhaltsabklärung vorgenommen und die Meinungen von anerkannten Fachpersonen ein-
geholt. Die von der KESB durchgeführte Abklärung über einen längeren Zeitraum unter Einbe-
zug der Fachstellen (Mediatoren, Beiständin und Mutter-Kind-Haus) beinhalte die Erfahrungen 
eines längeren und alltagstauglicheren Zeitraums im Gegensatz etwa zu einem Gutachten der 
Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste Baselland, welches oft auf Momentaufnahmen ba-
siere und statische Empfehlungen mache (Vernehmlassung der KESB vom 13. Januar 2020,  
S. 2 f.). 
 
5.4.3  Zur aktuellen Platzierung bringt die Vorinstanz insbesondere vor, dass gemäss dem 
Kurzbericht des Kindesheims L.____ vom 7. Januar 2020 die Kinder gut im Heim angekommen 
seien und die Besuche der Kindseltern stattfinden würden. Im Zusammenhang mit der Zahnhy-
giene seien Behandlungen notwendig, wobei die Eltern unterschiedlicher Meinungen seien und 
so die Intervention blockieren würden. Dieses Spannungsfeld zeige sich in verschiedenen Be-
reichen und übe nach wie vor eine grosse Wirkung auf die Kinder aus. Der Bericht zeige auf, 
dass die Platzierung zumutbar sei und die Kinder gut versorgt seien. Die Kindseltern hätten nun 
genügend Zeit, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen und Lösungen zu finden, wie sie 
inskünftig miteinander umgehen wollten (Vernehmlassung der KESB vom 13. Januar 2020,  
S. 3). 
 
5.5  In ihrem Orientierungsbericht vom 30. Juni 2020 stützt sich die KESB unter anderem 
auf die Berichte der Beratungsstelle K.____ vom 25. März 2020 und 19. Juni 2020. Den Berich-
ten kann entnommen werden, dass sowohl Einzelgespräche als auch gemeinsame Elternge-
spräche stattgefunden hätten. Die Kindseltern könnten zwischenzeitlich benennen, dass sie 
getrennt seien, doch es sei nicht erkennbar, dass sie das akzeptieren könnten und wirklich ver-

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stehen würden, was damit gemeint sei. Sobald die Kindseltern zusammenkommen würden, 
würden sie anfangen zu streiten. Damit werde weitergelebt, was in den letzten Jahren zu etli-
chen Problemen geführt habe.  
 
5.6  In den Verlaufsberichten des Kinderheims L.____ vom 22. Juni 2020 und 10. August 
2020 wird festgehalten, dass E.____ und F.____ mittlerweile gut im Heim angekommen seien 
und die klaren Strukturen und ritualisierte Übergänge ihnen Sicherheit bieten würden. E.____ 
beginne sich zunehmend von F.____ abzulösen, für den sie anfangs viel Verantwortung über-
nommen habe, und könne sich mittlerweile auf Gleichaltrige einlassen. Die zu Beginn schwieri-
ge Einschlafsituation würde E.____ nun selbständiger meistern und meistens ohne zu weinen. 
Auch bei F.____ könne eine zunehmende Ablösung von E.____ beobachtet werden. Mittlerwei-
le zeige sich eine zunehmende Ich-Entwicklung und er könne sich alleine beschäftigen und al-
leine in seinem Zimmer schlafen. Zu Beginn der Platzierung habe er ruhig, angepasst und in 
sich gekehrt gewirkt. Inzwischen erkenne er seine Bedürfnisse und könne dafür einstehen. Bei 
beiden Geschwistern sei aber ein deutlicher Loyalitätskonflikt spürbar. Mehrmals würden sie 
erzählen, dass die Kindseltern streiten und sich laut anschreien würden. Auffallend sei, dass 
F.____ in Gegenwart seiner Eltern zu verstummen scheine und seine Bedürfnisse eher mit 
Gestik und Geräuschen formuliere. E.____ äussere nach den Besuchen der Eltern des Öfteren, 
dass sie nicht erzählen dürfe, dass der Kindsvater zu Besuch bei der Kindsmutter vorbeige-
kommen sei. Wie E.____ und F.____ habe auch D.____ im Heim Anschluss gefunden, wirke 
gut integriert und sei bei den anderen Kindern und Jugendlichen beliebt. Es könne beobachtet 
werden, dass sie noch immer ihrer Umwelt mit einem gewissen Misstrauen gegenübertrete und 
nach wir vor oft traurig und in sich gekehrt sei. Regeln und Vereinbarungen würden ihr aber 
grossen Halt geben. Anfänglich habe D.____ gegenüber ihren Geschwistern Abstand genom-
men, habe aber später ihnen gegenüber ein starkes Schutzbedürfnis gezeigt. Es bestehe der 
Eindruck, D.____ fühle sich unter Druck, die Mutterrolle übernehmen zu müssen. D.____ gebe 
sich für den Streit ihrer Eltern die Schuld und könne überhaupt nicht darauf eingehen, dass sie 
am Konflikt unschuldig sei. Auch sie befinde sich in einem konstanten Loyalitätskonflikt und 
wirke oftmals zerrissen. Sie habe das Gefühl, für die ganze Familie verantwortlich zu sein, und 
versuche daher, als Vermittlerin und Übersetzerin zwischen der Mutter und dem Vater, aber 
auch zwischen den Kindseltern und dem Heim zu agieren. Insgesamt könne festgehalten wer-
den, dass die Kinder durch die Platzierung im Kinderheim mittels Klarheit und Verbindlichkeit 
zur Ruhe hätten kommen können und sich positiv hätten entwickeln können. Dennoch würden 
alle drei Kinder in einem massiven Loyalitätskonflikt zwischen der Mutter, dem Vater und dem 
Heim stehen. So dürften sich die Kinder im Heim nicht wohlfühlen. Bei einer Rückplatzierung 
der Kinder sei das Kindswohl mittel- und langfristig gefährdet, solange der Konflikt auf der 
Paarebene nicht geklärt sei und die Kindseltern nicht in der Lage seien, den Kindern adäquate 
Strukturen zu bieten. 
  
5.7  In ihrem Bericht vom 10. August 2020 führt die Beiständin bezüglich der Zusammenar-
beit mit den Kindseltern aus, dass diese von Misstrauen, inadäquaten Forderungen, Schuldzu-
weisungen und zeitweilig auch Drohungen geprägt sei, wobei kurze Phasen von positiven Inter-
aktionen möglich seien. Auffällig sei, dass die konstruktiven Phasen jeweils im Wechsel stattfin-
den würden. Wenn zu einem Elternteil ein guter Kontakt bestehe, sei der Kontakt mit dem ande-

Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ren Elternteil mit massiven Schwierigkeiten verbunden; dies obwohl von der Beiständin aus kei-
ne Informationen mit dem jeweils anderen Elternteil ausgetauscht würden. Die Kindsmutter hal-
te sich nicht an die Regelung, dass gewisse Themen nur unter den Erwachsenen besprochen 
werden könnten. Die Kinder würden aufgrund der Unstimmigkeiten zwischen den Kindseltern 
und wegen den miterlebten Eskalationen zwischen der Kindsmutter und den involvierten Fach-
personen in einem dauernden Loyalitätskonflikt stehen. Die Kindseltern würden sich dauernd 
über das Heim und die Mitarbeitenden beschweren, da nach ihrem Verständnis es den Kindern 
sehr schlecht gehe. Sie müssten oft alleine in ihren Zimmern bleiben, würden zu wenig Essen 
erhalten, seien schmutzig, ungepflegt und sollten auch schon geschlagen worden sein. Der un-
geklärte Beziehungsstatus verhindere eine konstruktive Erarbeitung einer gemeinsamen Erzie-
hungshaltung und die Kindseltern würden eine mangelnde Einsicht bezüglich ihrer Verhaltens-
weisen und deren Wirkung auf die Kinder zeigen, wodurch sie deren gesunde, altersadäquate 
Entwicklung gefährden würden. 
  
5.8  In der Anhörung vom 21. August 2020 gab D.____ an, dass sie ihre Geschwister jeden 
Tag sehe und regelmässig mit ihnen spiele. Sie habe auch zu gleichaltrigen Kindern Kontakt, 
was sie im Heim als positiv werte. Negativ hingegen sei die neue Schule in M.____, da der 
Schulweg nun länger sei als früher und es schwierig sei, neue Freundschaften zu schliessen. 
Auch früheren Hobbies wie Voltigieren könne sie jetzt nicht mehr nachgehen, probiere aber 
Neues aus. D.____ äussert, dass sie sich im Heim unwohl fühle und traurig sei, denn sie könne 
es immer noch nicht glauben, in einem Kinderheim sein zu müssen. Sie könne aber jede Wo-
che die Eltern besuchen gehen, wenn sie keine Schule habe. Teilweise sehe sie einen Elternteil 
auch ohne ihre Geschwister, die sich dann beim anderen Elternteil befinden würden. Sie sei 
immer fröhlich, wenn sie bei den Eltern sei, egal ob beim Vater oder bei der Mutter. Diese seien 
während den Besuchstagen auch immer gut gelaunt und würden mit ihr spielen oder ins 
Schwimmbad gehen. Manchmal würden sich die Eltern sehen, wenn ihr Vater zur Wohnung der 
Mutter komme. Er stehe dann plötzlich vor der Wohnungstüre, wobei die Mutter ihn nicht immer 
hereinlasse. Dennoch komme er ab und zu einfach in die Wohnung herein oder drücke sich 
durch die Türe durch. Bei Streitigkeiten seien beide Elternteile handgreiflich geworden, wobei 
die Mutter nie angegriffen habe. In solchen Situationen versuche sie, den Streit zwischen den 
Eltern zu schlichten, und fordere sie auf, damit aufzuhören. Manchmal sage sie ihrem Vater, er 
solle nach Hause gehen, was teilweise auch funktioniere. Die Eltern würden zwar in ihrer An-
wesenheit immer noch schlecht über den anderen Elternteil reden, würden aber in letzter Zeit 
nicht mehr so oft streiten.  
 
5.9.1  Aus den obigen Ausführungen und den Akten ergibt sich, dass das Kindswohl von 
D.____, E.____ und F.____ aufgrund der ständigen Konflikte zwischen den Kindseltern gefähr-
det ist. Die Beziehung zwischen den Kindseltern ist von wiederkehrenden Streitigkeiten und 
heftigen Auseinandersetzungen geprägt, welche nicht selten zu gewalttätigen Übergriffen mit 
Polizeieinsätzen geführt haben. Dass sich diese andauernden Streitigkeiten negativ auf die 
Entwicklung der Kinder auswirken und sie dadurch einer übermässigen Belastung ausgesetzt 
werden, wird in den zahlreichen Berichten der Fachpersonen bestätigt. So wird insbesondere 
im jüngsten Verlaufsbericht des Kinderheims L.____ vom 10. August 2020 zunächst betreffend 
E.____ und F.____ festgehalten, dass die ambivalente Beziehung zwischen den Kindseltern vor 

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den Kindern ausgelebt werde und für die psychische Gesundheit belastend sei. Alle drei Ge-
schwister würden in einem massiven Loyalitätskonflikt stehen und das Kindswohl sei bei einer 
Rückplatzierung mittel- und langfristig gefährdet, solange eine Klärung des Konflikts auf Paar-
ebene nicht erreicht werden könne und die Kindseltern nicht in der Lage seien, den Kindern 
adäquate Strukturen zu bieten. Das Kinderheim L.____ stützt sich bei ihrer Einschätzung der 
Lage auf die von ihr getätigten Beobachtungen. Entgegen der Ansicht der beschwerdeführen-
den Parteien kann aus dieser fachlichen Abklärung durchaus auf eine Kindswohlgefährdung 
geschlossen werden, ohne dass zusätzlich ein ärztliches oder psychologisches Gutachten not-
wendig wäre. Unter den gegebenen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern ein solches Gut-
achten zusätzlich zu den bereits getätigten Abklärungen unter Beizug der verschiedenen invol-
vierten Fachpersonen für die Feststellung einer Kindswohlgefährdung erforderlich gewesen 
wäre. Insofern kann der Vorinstanz auch nicht eine ungenügende Sachverhaltsabklärung vor-
geworfen werden. Dass eine Gefährdung des Kindswohls vorliegt, wird auch nicht ernstlich be-
stritten, zumal die beschwerdeführenden Parteien sich dazu in keiner Weise äussern. Vielmehr 
begnügen sie sich damit, ihre eigene Sicht der Dinge und Einschätzung des Sachverhalts dar-
zulegen und dem jeweils anderen Elternteil die Schuld zuzuweisen. Die KESB war folglich ge-
mäss Art. 307 Abs. 1 ZGB verpflichtet, geeignete Massnahmen zum Schutz des Kindswohls 
von D.____, E.____ und F.____ zu treffen.  
 
5.9.2  Die beschwerdeführenden Parteien rügen weiter, der Entzug des Aufenthaltsbestim-
mungsrechts sei eine unverhältnismässige Kindesschutzmassnahme.  
 
Zunächst ist festzuhalten, dass die KESB als mildestes Mittel zuerst eine Beistandschaft ge-
mäss Art. 308 ZGB errichtet hat, insbesondere mit der Aufgabe, mit den Kindseltern ein prakti-
kables Besuchsrecht zu erarbeiten und eine lösungsorientierte Kommunikation zu ermöglichen. 
Nichtsdestotrotz hielten die heftigen Konflikte zwischen den Kindseltern an, weshalb die Vor-
instanz sich veranlasst sah, eine Platzierung der Kinder im Mutter-Kind-Haus zu verfügen. 
Schliesslich hat die Vorinstanz, nachdem der Aufenthalt im Mutter-Kind-Haus wegen erneuten 
Eskalationen um weitere drei Monaten verlängert worden war, die Platzierung zu Gunsten flan-
kierender Massnahmen und entgegen der Empfehlung der Institution aufgehoben. Dennoch 
kam es erneut zu heftigen Streitigkeiten im Beisein der Kinder. Zusammenfassend ist damit 
festzuhalten, dass die Vorinstanz diverse Massnahmen zum Schutz der Kinder ergriffen hat und 
eine Platzierung der Kinder in einem Heim soweit wie möglich zu verhindern versucht hat, bevor 
sie als letzte Massnahme die Fremdplatzierung verfügte. Die Vorinstanz hat dabei mit grösster 
Zurückhaltung und damit richtig gehandelt. Eine mildere Massnahme als die Platzierung der 
Kinder im Heim erscheint vorliegend nicht zweckmässig. Bezüglich des Vorbringens des Be-
schwerdeführers, die Kinder seien unter seine Obhut zu stellen, da an seiner Erziehungsfähig-
keit keine Zweifel bestehen würden, während die Kindsmutter in ihrer Erziehungsfähigkeit star-
ke Defizite aufweise, ist festzuhalten, dass entgegen seiner Ansicht das Problem nicht in der 
fehlenden Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter besteht. Ihre Erziehungskompetenz wird von 
Seiten der Fachpersonen auch nicht mehr ernsthaft in Frage gestellt. Zwar wurde mit Entscheid 
vom 17. September 2018 die Platzierung der Kinder zusammen mit der Beschwerdeführerin im 
Mutter-Kind-Haus unter anderem zur Verbesserung der Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter 
angeordnet, da bei ihr eine gewisse Überforderung bei der Kindsbetreuung festgestellt werden 

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konnte, doch wird im Zwischenbericht des Mutter-Kind-Hauses vom 31. Dezember 2018 die 
Erziehungskompetenz bestätigt und im Bericht der Beiständin vom 31. Januar 2019 festgehal-
ten, dass jeder Elternteil je einzeln einen guten und adäquaten Umgang mit den Kindern pflege. 
Abgesehen von der Tatsache, dass sich demzufolge die Zuteilung der Obhut an den Be-
schwerdeführer zumindest nicht mit der fehlenden Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter begrün-
den liesse, führt die Vorinstanz zurecht aus, dass die Zuteilung der Obhut an den Kindsvater 
lediglich die Konflikte verlagern, nicht aber verhindern würde. Da zudem der Kindsmutter ein 
angemessenes Besuchsrecht einzuräumen wäre, der Beschwerdeführer aber die Erziehungs-
fähigkeit der Kindsmutter wiederholt in Frage stellt und sich deshalb veranlasst sieht, diese zu 
überwachen, könnten erneute Konflikte nicht ausgeschlossen werden. Vor dem Hintergrund der 
anhaltenden Auseinandersetzungen und Gewaltanwendungen im Beisein der Kinder erscheint 
auch eine sozialpädagogische Familienbegleitung als mildere, ambulante Massnahme kein 
taugliches Mittel zu sein. Auch das von der Beschwerdeführerin verlangte Kontakt- und Annä-
herungsverbot unter Strafandrohung verbunden mit der Weisung, den Besuchsplan vom  
29. August 2019 einzuhalten, erscheint nicht geeignet, weitere Konflikte zu verhindern. Zum 
einen ist darauf hinzuweisen, dass der Kindsvater wiederholt den Besuchsplan nicht eingehal-
ten hat, da er den täglichen Kontakt zu den Kindern wünsche (Schreiben der Beiständin vom 
19. September 2019, S. 2). Dass der Kindsvater inzwischen die erforderliche Einsicht erlangt 
hat und sich folglich an die Weisung unter Strafandrohung halten wird, ist nicht ersichtlich. Zum 
anderen ist festzuhalten, dass die Kindsmutter bereits in der Vergangenheit trotz erwirkter Kon-
taktverbote den Kontakt mit dem Kindsvater aufgenommen hat und es damit nicht schafft, sich 
konsequent vom Kindsvater abzugrenzen. Aus Sicht der Fachpersonen scheint der Bezie-
hungsstatus auch nicht eindeutig zu sein (Stellungnahme der Beiständin vom 10. August 2020, 
S. 2, Bericht der Beratungsstelle K.____ vom 19. Juni 2020). Zwar wird im Bericht der Bera-
tungsstelle K.____ vom 19. Juni 2020 ausgeführt, dass die Kindseltern inzwischen benennen 
könnten, dass sie getrennt seien, doch sei nicht erkennbar, dass sie das akzeptieren könnten 
und wirklich verstehen würden, was damit gemeint sei. Zusammenfassend kann festgehalten 
werden, dass die von den beschwerdeführenden Parteien beantragten Massnahmen nicht ge-
eignet und zielführend erscheinen, um die Kinder vor weiteren Konflikten zu schützen. Nur mit 
der Platzierung im Heim kann den Bedürfnissen der Kinder genügend Rechnung getragen und 
gewährleistet werden, dass die Kinder zur Ruhe kommen und hinreichend unterstützt werden. 
Mittlerweile sind die Kinder im Heim auch gut integriert, können zur Ruhe kommen und erhalten 
durch klare Strukturen Halt und Sicherheit, was für ihre gesunde Entwicklung von zentraler Be-
deutung ist. Von den anhaltenden Konflikten zwischen den Kindseltern bleiben sie durch ihren 
Aufenthalt im Kinderheim verschont, können ihre Eltern aber mindestens jedes Wochenende 
besuchen gehen. Vor diesem Hintergrund erweisen sich der von der Vorinstanz angeordnete 
Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts sowie die Fremdplatzierung im Kinderheim als er-
forderliche und mildeste Erfolg versprechende Massnahme, um einer Kindeswohlgefährdung 
begegnen zu können. Sofern eine Verhaltensänderung im Umgang der Kindseltern untereinan-
der zum Wohl der Kinder nicht erreicht werden kann, besteht kein Anlass, die Platzierung auf-
zuheben. 
 
5.10  Nach dem Gesagten erweisen sich der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und 
die damit verbundene Platzierung von D.____, E.____ und F.____ im Kinderheim L.____ als 

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sachgerecht, verhältnismässig und angemessen. Was die Weisung an den Beschwerdeführer, 
ein Lernprogramm gegen häusliche Gewalt zu absolvieren, anbelangt, erweist sich diese in An-
betracht der zahlreichen Vorfälle häuslicher Gewalt gegen die Kindsmutter als angezeigt und 
nachvollziehbar (beispielhaft sind die Vorfälle vom 14. Juni 2019 und 11. Juli 2019 zu nennen). 
Zwar ist nicht auszuschliessen, dass auch die Kindsmutter im Rahmen der Streitigkeiten ge-
walttätig wird. Gestützt auf die Akten kann aber dem Vorbringen des Beschwerdeführers, die 
Tätlichkeiten würden hauptsächlich von der Kindsmutter ausgehen, nicht gefolgt werden. Es ist 
davon auszugehen, dass durch die Teilnahme am Lernprogramm gegen häusliche Gewalt zu-
sammen mit der Beratung der Kindseltern bei der Beratungsstelle K.____ eine gewaltfreie, lö-
sungsorientierte Kommunikation zwischen den Kindseltern erreicht und dadurch eine nachhalti-
ge Verbesserung der familiären Situation herbeigeführt werden könnte, was für eine Rückplat-
zierung der Kinder von grundlegender Bedeutung ist. Eine Teilnahme der Kindsmutter am 
Lernprogramm gegen häusliche Gewalt drängt sich vorliegend zur Erreichung dieses Ziels nicht 
auf. Die angeordnete Weisung ist folglich nicht zu beanstanden. Im Übrigen ist vollständigkeits-
halber festzuhalten, dass in Anbetracht der zu Recht angeordneten Platzierung der Kinder das 
vorerst begleitete Besuchsrecht und die der Beiständin im Zusammenhang mit der Unterbrin-
gung der Kinder übertragenen Aufgaben und Kompetenzen sich als erforderlich und sachge-
recht erweisen, was von der Beschwerdeführerin auch nicht ernstlich bestritten wird. Die Be-
schwerden erweisen sich insgesamt als unbegründet und sind deshalb abzuweisen. 
 
6.1  Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2‘200.-- sind dem 
Ausgang des Verfahrens entsprechend den beschwerdeführenden Parteien je zur Hälfte, d.h. 
im Umfang von je Fr. 1’100.--, aufzuerlegen und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung zulasten der Gerichtskasse. 
 
6.2.1  Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Par-
teikosten wettzuschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers und dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein 
Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
6.2.2  In ihrer Honorarnote vom 2. September 2020 macht die Rechtsvertreterin des Be-
schwerdeführers einen Aufwand von gesamthaft 31.5 Stunden à Fr. 200.-- pro Stunde sowie 
Auslagen in der Höhe von Fr. 92.80 geltend. Dieser Stundenaufwand erscheint in drei Punkten 
überhöht: Zum einen enthält die Honorarnote Aufwendungen im Umfang von 1.75 Stunden, die 
das vorinstanzliche Verfahren betreffen und somit im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht 
zu entschädigen sind. Zum anderen wird ein Aufwand von 0.5 Stunden für ein Telefonat mit 
dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geltend gemacht, wobei nicht ersichtlich und 
nachvollziehbar ist, inwiefern dieser Aufwand für das vorliegende Beschwerdeverfahren nötig 
gewesen sein sollte. Demzufolge ist auch dieser Aufwand nicht zu entschädigen. Schliesslich 

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erscheint der Aufwand von 10.5 Stunden für die Beschwerdeeingabe sowie 6.75 Stunden für 
das Aktenstudium und die Ausarbeitung der Vernehmlassung angesichts deren Umfang von 
drei Seiten deutlich überhöht und ist deshalb um die Hälfte zu reduzieren. Hinzuzurechnen sind 
aber noch zwei Stunden für die heutige Parteiverhandlung. Daraus resultiert ein Gesamtauf-
wand von 22.65 Stunden und damit ein Gesamthonorar von Fr. 4'978.75 (22.65 Stunden  
à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe von Fr. 92.80 und 7.7 % Mehrwertsteuer). Der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ist folglich ein Honorar in der Höhe von Fr. 4'978.75 
(inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten.  

 
6.2.3  In seiner Honorarnote vom 17. August 2020 macht der Rechtsvertreter der Beschwer-
deführerin einen Aufwand von gesamthaft 34.42 Stunden à Fr. 200.-- pro Stunde sowie Ausla-
gen in der Höhe von Fr. 174.90 geltend. Die geltend gemachten Aufwendungen erscheinen 
überhöht. Der für das Aktenstudium geltend gemachte Aufwand von 5 Stunden ist auf einen 
Wechsel in der Person des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin zurückzuführen, weshalb 
es angezeigt erscheint, den Aufwand um die Hälfte zu reduzieren. Des Weiteren wird ein Auf-
wand von 0.58 Stunden für diverse Telefonate, unter anderem mit der Rechtsvertreterin des 
Beschwerdeführers, geltend gemacht. Da auch hier nicht ersichtlich und nachvollziehbar er-
scheint, inwiefern die Telefonate mit der Gegenpartei für das Beschwerdeverfahren relevant 
sein sollten, ist der aufgeführte Aufwand auf 0.17 Stunden zu kürzen. Schliesslich erscheinen 
der Aufwand von 10 Stunden für die Beschwerdeeingabe sowie der Aufwand von 4 Stunden für 
das Durchlesen der Beschwerdeschrift der Gegenpartei und die Ausarbeitung der Stellungnah-
me als zu hoch und sind ebenfalls um die Hälfte zu kürzen. Hinzuzurechnen sind aber noch 
zwei Stunden für die heutige Parteiverhandlung. Daraus resultiert ein Gesamtaufwand von 
26.50 Stunden und damit ein Gesamthonorar von Fr. 5'896.45 (26.50 Stunden à Fr. 200.-- zu-
züglich Auslagen in der Höhe von Fr. 174.90 und 7.7 % Mehrwertsteuer). Dem Rechtsvertreter 
der Beschwerdeführerin ist folglich ein Honorar in der Höhe von Fr. 5'896.45 (inkl. Auslagen und 
7.7 % MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten.  
 
6.2.4  Die beschwerdeführenden Parteien werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie 
zur Nachzahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 
der Gerichtskasse belasteten Kosten verpflichtet sind, sobald sie dazu in der Lage sind 
(§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, 
GOG] vom 22. Februar 2001).   

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 

kann.  
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2’200.-- werden den Be-

schwerdeführenden je zur Hälfte, d.h. im Umfang von je Fr. 1’100.--, 
auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung zulasten der Gerichtskasse.  

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der Rechts-
vertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 
4'978.75 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) aus der Gerichtskasse ausge-
richtet.   
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 5'896.45 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet.   

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 

Gerichtsschreiberin