# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7881227-a32f-511b-b93c-774423ec65d8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 08.06.2020 ZK1 2020 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2020-33_2020-06-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

1 / 4

Entscheid vom 8. Juni 2020

Referenz ZK1 20 33

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Brunner, Vorsitzender
Wiher, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Sascha M. Duff
Via dil Parc 2b, 7018 Flims Waldhaus 

gegen

B._____
Berufungsbeklagte

Gegenstand vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Surselva, Einzelrichter vom 
10.02.2020, mitgeteilt am 20.02.2020 (Proz. Nr. 135-2019-508)

Mitteilung 09. Juni 2020

2 / 4

In Erwägung,

– dass A._____ am 24. Dezember 2019 beim Regionalgericht Surselva gestützt 
auf Art. 837 ff. ZGB um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfand-
rechts auf dem Grundstück Nr. _____ in der Gemeinde O.1_____, im Eigen-
tum von B._____, ersuchte,

– dass der Einzelrichter am Regionalgericht Surselva mit Entscheid vom 10. Fe-
bruar 2020, gleichentags mitgeteilt, das Gesuch abwies und die Prozesskos-
ten A._____ auferlegte (act. B.1),

– dass A._____ (fortan Berufungskläger) gegen diesen Entscheid am 21. Fe-
bruar 2020 beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung einreichte 
(act. A.1), 

– dass der Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
den Berufungskläger mit Verfügung vom 24. Februar 2020 gestützt auf Art. 98 
und Art. 101 ZPO zur Bezahlung eines Gerichtskostenvorschusses in der 
Höhe von CHF 2'500.00 bis zum 09. März 2020 aufforderte (act. D.1),

– dass B._____ (fortan Berufungsbeklagte) mit Eingabe vom 03. März 2020 eine 
Berufungsantwort erstattete (act. A.2),

– dass der Gerichtskostenvorschuss innert Frist nicht einging, so dass dem Be-
rufungskläger mit Verfügung vom 17. März 2020 eine Nachfrist zur Bezahlung 
des Gerichtskostenvorschusses bis zum 30. März 2020 angesetzt wurde 
(act. D.4),

– dass ihm gleichzeitig angedroht wurde, das Kantonsgericht von Graubünden 
trete gestützt auf Art. 101 Abs. 3 ZPO auf das Rechtsmittel nicht ein, wenn der 
Vorschuss innert der Nachfrist nicht geleistet werde (act. D.4),

– dass der Kostenvorschuss auch innert Nachfrist nicht beim Kantonsgericht 
von Graubünden einging, 

– dass der Berufungskläger am 02. April 2020 ein Gesuch um Wiederherstel-
lung der Frist zur Bezahlung des Gerichtskostenvorschusses einreichte 
(act. A.3), 

– dass der Vorsitzende dieses Gesuch mit Verfügung vom 03. April 2020 abwies 
(act. F.1),

3 / 4

– dass diese Verfügung dem Berufungskläger am 08. April 2020 zugestellt wur-
de,

– dass auch bis heute keine entsprechende Zahlung einging,

– dass demnach nicht auf die Berufung eingetreten werden kann (Art. 101 
Abs. 3 ZPO),

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisa-
tionsgesetzes (GOG; BR 173.000) in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,

– dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Prozesskosten des Berufungs-
verfahrens, bestehend aus den Gerichtskosten und einer Parteientschädi-
gung, zulasten des Berufungsklägers gehen (Art. 95 ZPO in Verbindung mit 
Art. 106 Abs. 1 ZPO; BGE 139 III 334 E. 3.1),

– dass das Kantonsgericht von Graubünden im Berufungsverfahren gemäss 
Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; 
BR 320.210) eine Entscheidgebühr zwischen CHF 1'000.00 und 
CHF 30'000.00 erhebt,

– dass die Entscheidgebühr in Verfahren gemäss Art. 18 Abs. 3 GOG nach Er-
messen des Gerichts herabgesetzt werden kann (Art. 13 VGZ),

– dass vorliegend die Entscheidgebühr auf CHF 1'000 festgesetzt wird,

– dass die Parteientschädigung aufgrund der sich stellenden Sach- und Rechts-
fragen und unter Berücksichtigung der eingereichten Berufungsantwort er-
messensweise auf CHF 1'000 festgelegt wird,

4 / 4

wird erkannt:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 1'000 gehen zulasten von 
A._____.

3. A._____ hat B._____ für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung 
von CHF 1'000 zu bezahlen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: