# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cae4be5d-1cf7-54e3-89f8-63285ea67cd7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.01.2024 200 2023 869
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-869_2024-01-30.pdf

## Full Text

200 23 869 IV
SCP/ZID/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. Januar 2024

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. November 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/869, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
gelernter … und zuletzt vom 20. Dezember 2021 bis 31. März 2023 als … 
der C.________ AG angestellt, meldete sich im Oktober 2023 unter Hin-
weis auf ein Burnout und Depressionen (mit attestierter Arbeitsunfähigkeit 
ab 20. Juni 2022) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Antwortbeilage der IV [AB] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte erwerbliche sowie medizinische Ab-
klärungen; unter anderem holte sie die Akten des Krankentaggeldversiche-
rers (AB 15, 33) ein. Sie gewährte zunächst Frühinterventionsmassnahmen 
(Rückentraining [AB 19] und Ausbildungskurs [AB 25; vgl. auch AB 23]), 
stellte dann aber nach Konsultationen des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; AB 27, 38; vgl. auch AB 30) mit Vorbescheid vom 8. August 2023 
die Abweisung beruflicher Massnahmen in Aussicht (AB 39). Auf Einwand 
des Versicherten (AB 43) hin, in dessen Rahmen er ein vom Krankentag-
geldversicherer zwecks 'Plausibilisierung der Arbeitsfähigkeit' veranlasstes 
Kurzgutachten des Dr. med. univ. D.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 18. Juni 2023 (AB 43/10 ff.) einreichte, holte die 
IVB eine Stellungnahme des RAD vom 18. September 2023 (AB 46) ein. In 
der Folge stellte sie mit weiterem Vorbescheid vom 21. September 2023 
mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens die Abweisung des 
Leistungsbegehrens sowohl in Bezug auf berufliche Massnahmen als auch 
auf eine Rente in Aussicht (AB 47). Auf erneuten Einwand des Versicherten 
hin (AB 48) und nach Einholung einer Stellungnahme des RAD vom 6. No-
vember 2023 (AB 51) verfügte die IVB am 9. November 2023 (AB 52) wie 
angekündigt.

B.

Hiergegen liess der Versicherte, wie schon im Vorbescheidverfahren ver-
treten durch Rechtsanwältin B.________, mit Eingabe vom 7. Dezember 
2023 Beschwerde erheben. Er beantragt, in Aufhebung der angefochtenen 

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Verfügung sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den medizinischen 
Sachverhalt rechtsgenüglich abzuklären und auf dieser Basis den Renten-
anspruch erneut zu prüfen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2024 schliesst die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 9. November 
2023 (AB 52). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf Leistungen der IV.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 
148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Mit Blick auf die 
(Erst-)Anmeldung zum Leistungsbezug im Oktober 2023 (AB 1) liegt der 
frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Entstehung eines Rentenan-
spruchs nach dem 1. Januar 2022 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG), weshalb die 
diesbezüglichen Bestimmungen des IVG, des ATSG und der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in 
der ab dem 1. Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung finden (Rz. 9100 
des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 
[KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 
E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-

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glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss 
Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen 
Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 
50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b 
Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine 
ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 
und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b 
Abs. 4 IVG.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten das Folgende zu entneh-
men:

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3.1.1 In somatischer Hinsicht sind beim Beschwerdeführer ein schwerstes 
obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (unter gut funktionierender CPAP-The-
rapie seit Dezember 2019 ohne exzessive Tagesschläfrigkeit), eine Adipo-
sitas (unter Diät), eine Dyslipidämie, eine Hyperferritinämie, ein Verdacht 
auf Praxishochdruck, ein Status nach nichtprovozierter erstmaliger idiopa-
thischer Lungenembolie beidseits mit/bei fehlendem Hinweis auf Thrombo-
philie (Februar 2020), eine allergische Lokalreaktion frontal links mit 
Ödembildung nach Insektenstich (August 2020), eine Knie-Meniskus-
Operation rechts (2012) und eine Hand-Operation (1990) aktenkundig 
(AB 11/4 ff.; vgl. auch AB 43/12).

3.1.2 Am 20. Juni 2022 wurde der Beschwerdeführer von seinem Haus-
arzt dem psychiatrischen Notfalldienst der psychiatrischen Dienste 
E.________ zugewiesen. Im Anamnesegespräch erklärte der Beschwerde-
führer, dass es ihm in letzter Zeit immer schlechter gegangen sei und er 
zuletzt konkrete Suizidpläne entwickelt habe. Seine Probleme hätten vor 
allem mit seiner derzeitigen Arbeitsstelle zu tun, in der er seit einem halben 
Jahr in leitender Position im … tätig sei. Er stehe beruflich unter starkem 
Druck; er habe immer mehr zusätzliche Aufgaben übertragen bekommen. 
Psychische Vorerkrankungen sowie traumatische Erlebnisse in seinem 
Leben seien nicht bekannt; er habe eine schöne Kindheit gehabt. Von den 
Behandlern wurde der Beschwerdeführer mangels Hinweisen auf akute 
Selbst- oder Fremdgefährdung gleichentags entlassen, dies verbunden mit 
der Empfehlung, die fruchtenden Gespräche (v.a. mit dem Hausarzt) fortzu-
führen und sich im Falle von Suizidgedanken wieder auf dem Notfall zu 
melden. Als Diagnose wurde der Verdacht auf eine Anpassungsstörung 
(ICD-10 F43.2) gestellt (AB 11/2 f.).

In der Folge attestierte der Hausarzt eine volle Arbeitsunfähigkeit ab 
20. Juni 2022 für voraussichtlich drei bis vier Wochen (AB 15.2/1).

3.1.3 Der den Beschwerdeführer seit Juli 2022 in wöchentlichen Interval-
len ambulant behandelnde Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 19. September 2022 
(zu Handen des Krankentaggeldversicherers) eine schwere depressive 
Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) sowie eine Anpas-
sungsstörung (ICD-10 F43.2) und attestierte aktuell (seit Behandlungsbe-

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ginn) eine volle Arbeitsunfähigkeit (jedoch mit Ferienfähigkeit vom 29. Au-
gust bis 10. September 2022 sowie vom 8. bis 12. Mai 2023; AB 15.2/5 f. 
Ziff. 1, 4, 7, 12 und 14; vgl. auch AB 15.2/2 ff. und /9 f. sowie 31/1 ff.). Auf-
grund der Anpassungsstörung sei noch keine Steigerung der Arbeitsfähig-
keit in der bisherigen Tätigkeit möglich (AB 15.2/6 Ziff. 18). In der Kranken-
anamnese vermerkte er eine Überforderung beim jetzigen Arbeitgeber mit 
Anpassungsstörung, Überbelastung, mangelnder Stressbewältigung, ge-
drückter Stimmung, Schlafstörung und akuter Suizidalität (AB 15.2/6 
Ziff. 9). Auf die Frage nach dem bisherigen Therapieerfolg antwortete er mit 
"gute Entwicklung, keine Suizidalität, Aufhellung der Stimmungslage" 
(AB 15.2/6 Ziff. 17). Er erachtete eine andere, dem Krankheitsverlauf an-
gepasste Tätigkeit als möglich und zumutbar, wobei er den Zeitpunkt als 
noch unklar bezeichnete (AB 15.2/7 Ziff. 19).

Auch gegenüber der Beschwerdegegnerin führte Dr. med. F.________ im 
Bericht vom 12. Dezember 2022 bei unveränderten Diagnosen (AB 18/5 
Ziff. 2.5) aus, die depressive Symptomatik sei deutlich zurückgegangen, die 
Stimmungslage sei (leicht) aufgehellt, Antriebslosigkeit bestehe nur noch 
teilweise, der Schlaf sei ohne grosse Störungen und eine Suizidalität sei zu 
verneinen (AB 18/4 f. Ziff. 2.2 und 2.4). Noch stehe die Angstsymptomatik 
im Vordergrund (AB 18/5 Ziff. 2.4). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit er-
weise sich als ungünstig (AB 18/5 Ziff. 2.7), ausser im Fall einer optimalen 
Lösung (in Bezug auf ein menschliches Arbeitsklima, die Anforderungen 
und den Arbeitsort; AB 18/8 Ziff. 4.3 f.).

3.1.4 Nach Meinung der RAD-Ärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, im Bericht vom 8. März 2023 sei unter 
Berücksichtigung des von Dr. med. F.________ dokumentierten Psycho-
status (vgl. AB 15.2/8) von einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-
10 F32.1) auszugehen (AB 27/5); das Vorliegen einer schwereren Depres-
sion sei nicht plausibel. So würden seit Juli 2022 keine Behandlungsinten-
sivierungen dokumentiert und trotz berichteter Aufhellung der Stimmungs-
lage und erhaltener Ferienfähigkeit durch den ambulant behandelnden 
Psychiater weiterhin unverändert eine schwere depressive Episode postu-
liert. Medizinisch-theoretisch klinge eine einmalige depressive Episode 
nach fünf bis sechs Monaten wieder vollständig ab. Anschliessend seien 

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den Betroffenen wieder sämtliche Tätigkeiten, die ihren Fähigkeiten und 
Fertigkeiten entsprächen, in einem Pensum bis 100 % ohne qualitative 
Leistungsminderung zumutbar (AB 27/6 Ziff. 3). Auch Anpassungsstörun-
gen dauerten nicht länger als sechs Monate an. Hielten die Symptome län-
ger als sechs Monate an, sollte die Diagnose in Übereinstimmung mit dem 
gegenwärtigen klinischen Bild geändert und die andauernden Belastungen 
unter Verwendung der Z-Codierung verwendet werden (AB 27/6 Ziff. 1).

3.1.5 Damit (vgl. E. 3.1.4 hiervor) konfrontiert, nahm der behandelnde 
Psychiater gegenüber der Eingliederungsfachperson der Beschwerdegeg-
nerin dahingehend Stellung, dass die Diagnose zu Beginn gestellt werde 
und sich dann nicht verändere. Die Situation habe sich dank der guten 
Compliance des Beschwerdeführers deutlich verbessert, doch bestehe 
weiterhin eine affektive Störung insbesondere in Stresssituationen. Deswe-
gen sei ein langsamer Einstieg in einem wohlwollenden Umfeld wichtig; 
geplant sei eine Reduktion der Arbeitsunfähigkeit ab Juni 2023 auf 60 %. 
Eingliederungsmassnahmen seien möglich und erwünscht (Aktennotiz vom 
am 18. April 2023; AB 30; vgl. auch AB 33.2/14 ff.).

Gemäss ärztlichem Zeugnis des behandelnden Psychiaters vom 30. Mai 
2023 befand er den Beschwerdeführer auch im Juni 2023 voll arbeitsun-
fähig (AB 34/2).

3.1.6 Im Verlaufsbericht vom 30. Mai 2023 ging der behandelnde Psych-
iater von einem verbesserten Gesundheitszustand aus (AB 36/1 Ziff. 1). Als 
Diagnosen nannte er (ohne Codierung) eine schwere depressive Episode 
und eine posttraumatische Belastungsstörung (AB 36/2 Ziff. 3). Der Be-
schwerdeführer klage weiterhin über Müdigkeit, Antriebslosigkeit, innere 
Unruhe und Schlafstörungen (AB 36/2 Ziff. 5; vgl. auch AB 43/6 Ziff. 2). Die 
Prognose sei günstig (AB 36/3 Ziff. 9). Die bisherige Erwerbstätigkeit sei 
wegen des langen Arbeitswegs, der Verantwortung und der Überforderung 
in Bezug auf die übernommenen Aufgaben nicht mehr zumutbar (AB 36/4 
Ziff. 13; vgl. auch AB 43/6 ff. Ziff. 4, 7 f. und 18), wogegen Tätigkeiten mit 
kurzem Arbeitsweg und mit Verantwortung in einer Führungsfunktion 
durchaus zumutbar seien (AB 36/4 Ziff. 14; vgl. auch AB 43/9 Ziff. 19). Be-
rufliche Massnahmen seien nicht angezeigt (AB 36/4 Ziff. 16).

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3.1.7 Nach Einschätzung der RAD-Psychiaterin im Bericht vom 2. August 
2023 seien die vom psychiatrischen Behandler attestierten Einschränkun-
gen bzw. Arbeitsunfähigkeiten nicht nachvollziehbar. Insbesondere werde 
der Gesundheitszustand als verbessert und die Prognose als günstig beur-
teilt, in Widerspruch dazu würden aber berufliche Massnahmen abgelehnt 
und die bisherige Tätigkeit als nicht mehr zumutbar erachtet (AB 38/5 
Ziff. 1). Neu werde erstmals eine posttraumatische Belastungsstörung pos-
tuliert, doch sei nicht ersichtlich, wie der psychiatrische Behandler diese 
Diagnose hergeleitet habe (AB 38/5 f. Ziff. 2).

3.1.8 Erst nach Erlass des Vorbescheids vom 8. August 2023 (AB 39) 
wurde der Beschwerdegegnerin mit den Einwänden (AB 43) das vom 
Krankentaggeldversicherer zwecks 'Plausibilisierung der Arbeitsfähigkeit' 
veranlasste Kurzgutachten des Dr. med. univ. D.________ vom 18. Juni 
2023 (AB 43/10 ff.) zur Kenntnis gebracht. Nach Meinung des Gutachters 
entsprächen die vom Behandler im psychopathologischen Befund vom 
September 2022 ausgewiesenen Symptome (vgl. E. 3.1.3 hiervor) einem 
mittleren Schweregrad einer depressiven Episode und diejenigen vom Mai 
2023 (vgl. E. 3.1.6 hiervor) einer weitgehend remittierten depressiven Epi-
sode (AB 43/12). In Würdigung der Aktenlage sei festzustellen, dass sich 
als Basis für die Krankschreibung ab September 2022 eine mittelgradig 
depressive Episode habe objektivieren lassen; anhand der im psychopa-
thologischen Befund von Mai 2023 ausgewiesenen Symptome hätte keine 
Depressionsdiagnose mehr gestellt werden dürfen. Im Rahmen der aktuel-
len Untersuchung habe der Beschwerdeführer Beschwerden geltend ge-
macht, die vor allem mit Ängsten betreffend einen Stellenantritt verbunden 
seien, u.a. die Angst, erneut eine Anstellung zu verlieren, was sich mit Blick 
auf die fehlende Motivation, sich beim RAV anzumelden, als Vermeidungs-
verhalten interpretieren lasse. Fehlende Motivation und Lustlosigkeit lägen 
denn auch nicht in allen Lebensbereichen vor und seien somit nicht als 
Symptome einer affektiven Störung zu interpretieren. Gesamthaft sei unter 
Würdigung der Aktenlage festzuhalten, dass sich zum aktuellen Zeitpunkt 
mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine affekti-
ve Störung mehr feststellen lasse. Gegenwärtig dürfe vom Vorliegen einer 
remittierten depressiven Episode (ICD-10 F32.4) ausgegangen werden 
(AB 43/13 f. ad Frage 3). So liege subjektiv ein befriedigender Nachtschlaf 

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ohne Tagesmüdigkeit vor. Aktuell fühle sich der Beschwerdeführer von der 
Stimmungslage ausgeglichen; Freude könne er wieder erleben und seinen 
Interessen (hobbymässig … und [Wochenend-]Ausflüge mit dem Camper) 
gehe er regelmässig nach. Es bestünden keine Belastungen im Leben. Der 
Haushalt werde infolge Vollerwerbstätigkeit der Ehefrau durch ihn erledigt. 
Eine Tagesstruktur liege vor. Suizidgedanken hätten einmalig im Juli 2022 
vorgelegen (AB 43/13 ad Fragen 1 und 2). Anhand der eigenanamnesti-
schen Schilderungen (aufgrund seiner aufbrausenden Art habe er mehrere 
Arbeitsstellen verloren; vgl. AB 43/13 ad Frage 1) sei zudem vom Vorliegen 
einer Impulskontrollstörung (ICD-10 F63.9) auszugehen. Da im Rahmen 
der aktuellen Untersuchung auf Basis der festgestellten Diagnosen keiner-
lei Fähigkeitsbeeinträchtigungen im Alltagsleben zu erwarten seien, seien 
die remittierte Episode wie auch die Impulskontrollstörung als Diagnosen 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auszuweisen (AB 43/14 ad Fra-
ge 3).

3.1.9 Dr. med. G.________ kam im Bericht vom 18. September 2023 
(AB 46) zum Schluss, dass in der Gesamtschau auch der im Anhörungs-
verfahren eingegangene fachärztliche Bericht (vgl. E. 3.1.8 hiervor) gegen 
das Vorliegen einer versicherungsmedizinisch relevanten Erkrankung im 
psychiatrischen Fachgebiet spreche: Dr. med. univ. D.________ habe ei-
nen Psychostatus ohne Krankheitswert dokumentiert und der Beschwerde-
führer habe über einen aktiven Tagesablauf und über Freude beim Ausü-
ben verschiedener Hobbies und Freizeitaktivitäten berichtet. Auch die gut-
achterliche Einschätzung, dass sodann die Impulskontrollstörung keinen 
Einfluss auf das funktionelle Leistungsvermögen des Beschwerdeführers 
habe, sei vor dem Hintergrund, dass die Anstellungsverhältnisse gemäss 
IK-Auszug jeweils zwischen drei bis zehn Jahren angedauert hätten (vgl. 
AB 8), medizinisch plausibel und nachvollziehbar. Entsprechend seien dem 
Beschwerdeführer sämtliche seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten entspre-
chenden Tätigkeiten in einem Pensum bis zu 100 % zumutbar.

Am 6. November 2023 ergänzte Dr. med. G.________, dass bei einer le-
diglich aus den Selbstauskünften des Beschwerdeführers hergeleiteten 
Diagnose bei gleichzeitig fehlenden krankheitswertigen objektiven Befun-
den im psychiatrischen Fachgebiet und gutachterlich dokumentierten feh-

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lenden Fähigkeitsbeeinträchtigungen im Alltagsleben überwiegend wahr-
scheinlich weiterhin von einem uneingeschränkten funktionellen Leistungs-
vermögen des Beschwerdeführers ausgegangen werden könne. Für die 
von der Rechtsvertreterin in diagnostischer Hinsicht neu zur Diskussion 
gestellte leistungslimitierende Persönlichkeitsstörung (vgl. AB 48/2 Ziff. 1 
i.f.) lägen keinerlei objektiv erhobene Befunde im psychiatrischen Fachge-
biet vor. Es würden durch die Rechtsvertreterin auch keine neuen fachärzt-
lichen Berichte vorgelegt, in denen diese Diagnose festgestellt worden wä-
re. Unter Berücksichtigung sämtlicher medizinischer Vorberichte, der in den 
Akten dokumentierten objektiv erhobenen Befunde, der vom Beschwerde-
führer vorgebrachten Klagen und der sich daraus ableitenden Diagnose 
einer einmaligen depressiven Episode und einer lediglich aus den Selbst-
auskünften des Beschwerdeführers hergeleiteten Diagnose einer nicht 
näher bezeichneten Impulskontrollstörung habe der RAD auf eine volle 
Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten erkannt (AB 51).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den 
Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxis-
gemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutach-
ten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einho-
lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur ge-
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin-
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-
sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 
V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3). Sofern RAD-
Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches Gutachten 
(BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der erforderli-
chen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren Beweiswert 
wie ein anderes Gutachten (SVR 2018 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.2, 2009 IV Nr. 53 
S. 165 E. 3.3.2).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/869, Seite 13

hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stel-
lungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 
E. 4.3).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich vorliegend massgeblich auf 
die RAD-Stellungnahmen vom 18. September (AB 46) und 6. November 
2023 (AB 51; vgl. Beschwerdeantwort, S. 2 Ziff. 4) und damit auf die RAD-
ärztliche Würdigung des vom Krankentaggeldversicherer veranlassten 
Kurzgutachtens des Dr. med. univ. D.________ vom 18. Juni 2023 
(AB 43/10 ff.). Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass 
der angefochtenen Verfügung entwickelt hat, womit der angefochtene Ent-
scheid unter Einbezug des vom Krankentaggeldversicherer zwecks 'Plausi-
bilisierung der Arbeitsfähigkeit' veranlassten Kurzgutachtens des Dr. med. 
D.________ getroffen wurde. Unabhängig voneinander kamen der RAD 
und der Gutachter des Krankentaggeldversicherers zum Schluss, dass im 
Sommer 2022 höchstens eine mittelgradige depressive Episode vorgele-
gen habe (AB 27/5 f., 38/4, 43/12 und /13 ad Frage 3), diese in der Folge 
abgeklungen (AB 27/6 Ziff. 3) bzw. remittiert (AB 43/12 und /14 ad Frage 3) 
sei und sich folglich nicht (mehr) auf die Arbeitsfähigkeit auswirke (AB 27/6 
Ziff. 3, 43/14 ad Frage 3). All diese Berichte erfüllen die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert medizinischer 
Berichte gestellten Anforderungen und überzeugen. Der Umstand, dass die 
RAD-Beurteilungen allein aufgrund der Akten erstellt wurden, vermag keine 
Schmälerung des Beweiswerts zu begründen, beruhen diese doch auf 
einer vollständigen medizinischen Aktenlage (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Zudem 
führte Dr. med. univ. D.________ (zusätzlich) eine klinische Exploration 
des Beschwerdeführers durch (vgl. AB 43/10). Gestützt darauf werden die 
medizinischen Zusammenhänge einleuchtend und die daraus gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand und dessen Verlauf sowie 
zur medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar 
begründet dargestellt. Was der Beschwerdeführer dagegen einwenden 
lässt, überzeugt nicht:

3.3.1 Dr. med. univ. D.________ hat im Rahmen der persönlichen Unter-
suchung den Psychostatus selber erhoben und dabei namentlich eine aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/869, Seite 14

geglichene Stimmung festgestellt (AB 43/13 ad Frage 2). Das erweist sich 
aufgrund der anamnestisch erhobenen Angaben des Beschwerdeführers, 
wonach er sich von der Stimmungslage ausgeglichen fühle, wieder Freude 
erleben und seinen Freizeitbeschäftigungen nachgehen könne (AB 43/13 
ad Frage 1; vgl. betreffend Freizeitaktivitäten auch AB 15.3/5), als nach-
vollziehbar. Dagegen sind die Statusberichte des behandelnden Psychia-
ters, wonach eine objektiv schwer gedrückte Stimmungslage vorliege 
(AB 15.2/8, 43/6), stereotyp verfasst und diese stehen zudem in Wider-
spruch zu den angegebenen Therapieerfolgen, wonach von einer guten 
Entwicklung und Aufhellung der Stimmungslage (AB 15.2/6 Ziff. 17) bzw. 
einer unter Therapien ausgeglicheneren und stabileren Stimmung (AB 43/8 
Ziff. 9) berichtet wird. Auf diesen Widerspruch wies schon die RAD-Psy-
chiaterin hin (AB 27/6 Ziff. 3, 38/5 Ziff. 1).

3.3.2 Dass der Beschwerdeführer, welcher seinen sonstigen Interessen 
regelmässig nachgeht (AB 43/13 ad Frage 1), keine Motivation verspürt, 
sich auch der beruflichen Wiedereingliederung zu stellen oder sich beim 
RAV anzumelden (vgl. AB 43/11), interpretiert Dr. med. univ. D.________ 
nachvollziehbar als Vermeidungsverhalten und nicht als Symptom einer 
affektiven Störung (AB 43/14 ad Frage 3). Dies korreliert denn auch mit der 
Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers im Abklärungsbericht des 
Krankentaggeldversicherers vom 12. Oktober 2022, wonach er sich eine 
Arbeitstätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber oder in einer anderen Funk-
tion im Moment unmöglich vorstellen könne (vgl. dazu auch AB 12/3) und 
er denn auch Zeit habe bzw. sich nehme, um sich bis zum Ende der Kündi-
gungsfrist zu erholen (AB 15.3/4 f.). Soweit er vortragen lässt, er sei seit 
Jahren – von Suizidgedanken geplagt – psychisch angeschlagen (vgl. Be-
schwerde, S. 6 Ziff. 3.2), widerspricht dies den echtzeitlichen Angaben ge-
genüber den behandelnden Ärzten, wonach keine psychischen Vorerkran-
kungen, namentlich in der Vergangenheit keine Suizidversuche, vorlägen 
(AB 11/3). Gegenüber Dr. med. univ. D.________ führte der Beschwerde-
führer denn auch präzisierend aus, Suizidgedanken seien einmalig im Juli 
2022 vorgelegen (AB 43/13 ad Frage 2). In Übereinstimmung mit Dr. med. 
univ. D.________ (AB 43/14 ad Ziff. 3) ist nach dem eben Ausgeführten 
eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich-

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baren Lebensbereichen und damit eine affektive Störung zu verneinen bzw. 
von einer Remission der depressiven Episode auszugehen.

3.3.3 Ebenso wenig vermag der Beschwerdeführer mit seiner Kritik 
durchzudringen, der von ihm berichteten gestörten Impulskontrolle sei zu 
Unrecht nicht Krankheitswert beigemessen worden (vgl. Beschwerde, S. 6 
f. Ziff. 3.3). Dass Dr. med. univ. D.________ und die Psychiaterin des RAD 
aus der geltend gemachten Störung namentlich aufgrund der Erwerbsbio-
graphie keine Funktionsbeeinträchtigungen ableiten, erweist sich als über-
zeugend begründet. Der Beschwerdeführer durchlief nach eigenen Anga-
ben eine schöne Kindheit, frei von traumatischen Erlebnissen (AB 11/3), 
schloss eine Berufslehre erfolgreich ab, bildete sich später während drei 
Jahren als … (2008 - 2010) weiter und war in seinen bis 2014 (gemäss IK-
Auszug; AB 8) langjährigen Anstellungen auch als … tätig (AB 12/1). Auf-
grund dieser Feststellungen durften sowohl Dr. med. univ. D.________ als 
auch die RAD-Psychiaterin ohne Weiteres annehmen, die geltend gemach-
ten Impulskontrollverluste, für welche der Beschwerdeführer sich im Übri-
gen steuerungs- bzw. behandlungseinsichtig zeigte (vgl. AB 43/13 ad Fra-
ge 1), seien nicht funktionsbeeinträchtigend. In Anbetracht der bis ins 
46. Altersjahr (2014) unauffälligen Gesundheits- und Erwerbsbiographie 
kann denn auch das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung, welche im 
Übrigen auch von den behandelnden Ärzten nie in Erwägung gezogen 
wurde, ohne weiteres ausgeschlossen werden.

3.3.4 Zwar hat der Beschwerdeführer seit 2014 deutlich kürzere Arbeits-
verhältnisse (sowie Zeiten von Arbeitslosigkeit) zu verzeichnen (vgl. AB 8). 
Indessen begründete er die häufigeren Stellenwechsel selber mit Unwohl-
sein und Unzufriedenheit seinerseits (AB 12/2 oben). Beschwerdeweise 
(S. 7 Ziff. 3.4) macht er nun (sinngemäss) geltend, aus medizinischer Sicht 
nicht in der Lage zu sein, sowohl seine erlernte Tätigkeit als … als auch die 
zuletzt innegehabte Funktion eines (Co-)Geschäftsführers ausüben zu 
können. Wie dargelegt ist dafür jedoch kein medizinischer Grund ersicht-
lich. Wenn die RAD-Ärztin ausführt, der Beschwerdeführer könne Tätigkei-
ten ausüben, die seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprächen (AB 27/6 
Ziff. 3), meint sie damit offensichtlich nicht medizinische Aspekte, insbe-
sondere da aus somatischer Sicht keine Einschränkungen bestehen (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/869, Seite 16

E. 3.3.5 nachfolgend). Dass schliesslich im … seit den Ausbildungsab-
schlüssen des Beschwerdeführers ein Umbruch (mit der damit verbunde-
nen Unzufriedenheit des Beschwerdeführers) stattgefunden hat, stellt 
schliesslich ein wirtschaftlich bedingtes und nicht ein gesundheitsbedingtes 
Hindernis dar.

3.3.5 Abschliessend rechtfertigt sich noch der Hinweis, dass die somati-
schen Befunde (vgl. E. 3.1.1 hiervor) weder einschränkend sind noch einer 
weitergehenden Behandlung bedürfen. Befragt nach dem körperlichen Ge-
sundheitszustand wies der Beschwerdeführer gegenüber Dr. med. 
D.________ einzig auf das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom hin, welches 
mit einer CPAP-Maske therapiert werde und womit sich Lustlosigkeit, Ab-
geschlagenheit und Tagesmüdigkeit gebessert hätten (AB 43/12).

3.4 Nach dem Dargelegten gestatten die verfügbaren Unterlagen ent-
gegen der Auffassung des Beschwerdeführers eine zuverlässige Beurtei-
lung des Leistungsbegehrens. Die Beschwerdegegnerin hat den medizini-
schen Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt. Weiterer Abklärung (wie im 
beschwerdeweisen Rechtsbegehren beantragt) bedarf es nicht (BGE 144 V 
361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 
2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

Gestützt darauf ist erstellt, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden 
besteht. Die Beschwerdegegnerin hat damit einen Anspruch auf Leistungen 
der Invalidenversicherung mit Verfügung vom 9. November 2023 (AB 52) 
zu Recht verneint. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als 
unbegründet und ist ohne Weiterungen abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/869, Seite 17

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als öffent-
lich-rechtliche Anstalt des Kantons Bern keinen Entschädigungsanspruch 
(Art. 104 Abs. 3 VRPG; vgl. dazu auch BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kosten-
vorschuss entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.