# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a6eee5a-6c68-587a-aaaf-b0ec7870c026
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 17.05.2017 810 16 271
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-271_2017-05-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 17. Mai 2017 (810 16 271) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung / nachehelicher Härtefall 

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Christian  

Haidlauf, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Daniela Spitteler 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Matthias Aeberli, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 1198 vom 30. August 2016) 
 
 
 
A. Die serbische Staatsangehörige A.____, geboren 1970, heiratete am 14. April 2009 
den in der Schweiz niedergelassenen serbischen Staatsangehörigen B.____. Am 23. August 
2009 reiste sie im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und bezog zunächst im 
Kanton C.____ und anschliessend im Kanton Basel-Landschaft Wohnsitz. Sie verfügt über eine 
Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrem Ehemann. 
 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

B. B.____ sprach am 27. April 2011 beim Amt für Migration Basel-Landschaft (AfM) vor 
und teilte mit, dass er und seine Frau zwar noch zusammen wohnten, aber keine Ehe mehr 
führten. Deshalb habe er in Serbien die Scheidung beantragt (vgl. Aktenbericht AfM vom 
27. April 2011, Übersetzung der Klageschrift an das Amtsgericht in D.____ vom 1. April 2011). 

 
C. Am 4. Juni 2011 zog A.____ aus der ehelichen Wohnung aus. 
 
D. Das AfM gewährte A.____ am 16. Juni 2011 das rechtliche Gehör zum allfälligen Wi-
derruf ihrer Aufenthaltsbewilligung, welches sie am 6. Juli 2011 wahrnahm. 

 
E. Mit Verfügung vom 15. August 2011 widerrief das AfM die Aufenthaltsbewilligung von 
A.____ und ordnete deren Wegweisung bis spätestens 4. September 2011 an. 
 
F. A.____ erhob gegen die Verfügung des AfM vom 15. August 2011 am 26. August 2011 
Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). 
 
G. Am 21. Oktober 2011 begründete A.____ ihre Beschwerde und beantragte in verfah-
rensrechtlicher Hinsicht die Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum rechtskräftigen Ab-
schluss des gegen ihren Ehemann angestrebten Strafverfahrens. Gleichentags erstattete sie 
Anzeige gegen ihren Ehemann bei der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft (Staatsanwalt-
schaft) wegen Gefährdung des Lebens, einfacher Körperverletzung sowie Drohung. 
 
H. Die Ehe von A.____ und B.____ wurde am 1. Dezember 2011 geschieden (vgl. Über-
setzung des Scheidungsurteils des Amtsgerichts in D.____ vom 1. Dezember 2011). 

 
I. Mit Verfügung vom 16. Februar 2012 sistierte der Rechtsdienst des Regierungsrats 
(Rechtsdienst) das Beschwerdeverfahren. 
 
J. Am 25. April 2013 stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen B.____ ein. 
Die Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Strafrecht, mit Urteil vom 23. Juli 2013 ab. Das Bundesgericht hiess die darauffolgen-
de Beschwerde in Strafsachen am 3. April 2014 gut und wies die Sache zur Fortführung der 
Strafuntersuchung an die Staatsanwaltschaft zurück (vgl. Urteil des BGer 6B_856/2013 vom 
3. April 2014). Das Strafgericht Basel-Landschaft sprach den Ehemann mit Urteil vom 
16. Januar 2015 vollumfänglich frei (Verfahrensnummer 300 14 146). 

 
K. Am 31. März 2016 verfügte der Rechtsdienst die Aufhebung der Verfahrenssistierung. 
 
L. Der Regierungsrat wies die Beschwerde vom 26. August 2011 mit Regierungsratsbe-
schluss (RRB) Nr. 1198 vom 30. August 2016 ab. 
 
M. Gegen den RRB Nr. 1198 vom 30. August 2016 erhob A.____ am 13. September 
2016, vertreten durch Matthias Aeberli, Advokat in Basel, Beschwerde beim Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie bean-
tragt, es sei der Entscheid des Regierungsrats vom 30. August 2016 vollumfänglich aufzuheben 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

und von einem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung sowie einer Wegweisung abzusehen, unter 
o/e-Kostenfolge für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren. 
 
N. Der Regierungsrat liess sich am 5. Dezember 2016 vernehmen und schloss auf kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde. 

 
O. Mit präsidialer Verfügung vom 22. Dezember 2016 wurde der Fall der Kammer zur Be-
urteilung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen.  

 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Als Adressatin des angefochtenen Entscheids 
ist die Beschwerdeführerin berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung auf. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl die örtliche als 
auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, ist auf die vorliegende 
Beschwerde einzutreten. 
 
2. Die Kognition des Kantonsgerichts beschränkt sich gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO darauf, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu über-
prüfen bzw. zu prüfen, ob die Vorinstanz ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. 
Im Weiteren kann beurteilt werden, ob diese den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig fest-
gestellt hat. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen im vorlie-
genden Fall verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3.1 Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob der Widerruf der Aufenthaltsbewilli-
gung der Beschwerdeführerin und deren Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolgten. 
 
3.2 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine 
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. AuG und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge 
mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder 
ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Anwesenheitsbewilli-
gung hat die ausländische Person grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtli-
che Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: Uebersax/ 
Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
3.3 Vorab ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Serbien keine staatsvertragli-
che Vereinbarung besteht, welche der Beschwerdeführerin einen Anspruch auf Aufenthalt in der 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Schweiz einräumt. Auf den mit Serbien am 16. Februar 1888 geschlossenen Niederlassungs-
vertrag (Niederlassungs- und Konsularvertrag zwischen der Schweiz und Serbien vom 16. Feb-
ruar 1888) können sich rechtsprechungsgemäss nur noch Personen berufen, welche gemäss 
der landesrechtlichen Fremdenpolizeiordnung endgültig zugelassen sind, mithin eine Niederlas-
sungsbewilligung nach dem nationalen Recht besitzen (Urteile des Kantonsgerichts, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 11. Januar 2017 [810 16 62] E. 3.3 sowie 
vom 24. März 2010 [810 09 321] E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Dies trifft auf die Beschwerde-
führerin nicht zu. 
 
4.1 Gestützt auf das AuG kommt vorliegend einzig ein Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b 
AuG in Frage: Danach besteht der Anspruch des Ehegatten nach Auflösung der Familien-
gemeinschaft auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn wichtige 
persönliche Gründe einen Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Solche können 
namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder 
die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im 
Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG). Der Schutz von Art. 50 Abs. 1 
lit. b AuG in Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 AuG bezieht sich auf Situationen, in denen die im 
Familiennachzug zugelassene Person durch das Zusammenleben in ihrer Persönlichkeit ernst-
lich gefährdet ist und ihr eine Fortführung der ehelichen Beziehung nicht länger zugemutet wer-
den kann (Urteil des BGer 2C_590/2010 vom 29. November 2010 E. 2.5.3; Botschaft zum Bun-
desgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, Bundesblatt [BBl] 2002 
S. 3754). Beim Aufenthaltsanspruch gestützt auf einen nachehelichen Härtefall wegen häusli-
cher Gewalt gilt es ferner zu beachten, dass die eheliche Gemeinschaft primär deswegen 
aufgegeben worden sein muss. Kann dieser Zusammenhang nicht bejaht werden, weil die 
Auflösung der Ehegemeinschaft überwiegend andere Ursachen hat, liegt kein nachehelicher 
Härtefall vor (vgl. Urteil des BGer 2C_451/2014 vom 24. Dezember 2014 E. 6.1; KGE VV vom 
17. August 2016 [810 15 355] E. 5.3.4). 
 
4.2 Die Beschwerdeführerin führt aus, dass sie am 4. Juni 2011 Opfer massiver häuslicher 
Gewalt geworden sei. Ihr Mann habe sie ins Gesicht geschlagen, sie ans Fenster gezerrt und 
ihr gedroht, sie hinaus zu werfen. Schliesslich habe er ihr ein grosses Küchenmesser mit einer 
Klingenlänge von ca. 20 cm an die Kehle gehalten und ihr gedroht, sie zu enthaupten, mit ihrem 
Kopf Fussball zu spielen sowie ihren Bauch aufzuschlitzen und ihre Gedärme herauszuschnei-
den. Noch in derselben Nacht habe sie die eheliche Wohnung verlassen und sich zu einer Kol-
legin begeben. Sie habe mehreren Personen von diesem Vorfall berichtet und die Spuren der 
Misshandlungen seien für die genannten Personen gut sichtbar gewesen. Lediglich aus Todes-
angst habe sie in den ersten Wochen nach der Tat auf die Einreichung einer Strafanzeige ver-
zichtet. Das Bundesgericht habe ihre Beschwerde, welche sie erhoben hatte, nachdem das 
Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, die Einstellung des Strafverfahrens gegen ihren Ehemann 
geschützt habe, am 3. April 2014 gutgeheissen und festgestellt, dass ein Freispruch des Ex-
Ehemanns nicht wahrscheinlicher erscheine als eine Verurteilung. Auch wenn das Strafgericht 
Basel-Landschaft ihren Ex-Ehemann schliesslich freigesprochen habe, bedeute dies nicht, dass 
sich die von ihr geschilderten Vorfälle nicht so zugetragen hätten. Aufgrund der Gutheissung 
des Bundesgerichts vom 3. April 2014 müsse davon ausgegangen werden, dass es sich beim 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Freispruch des Ehemanns um einen nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" handle. Daneben 
sei die Feststellung der Vorinstanz aktenwidrig, dass sie sich nicht in ärztliche Behandlung be-
geben habe, da eine solche durch E.____ stattgefunden habe. Daneben sei die Behauptung 
der Vorinstanz falsch, dass die von E.____ geschilderte Anpassungsstörung mit depressiver 
Reaktion keinen direkten Zusammenhang zum Vorfall vom 4. Juni 2011 herstellen würde. 
Überdies sei es unzutreffend, dass die Ehe am 4. Juni 2011 bereits gescheitert gewesen sein 
soll. Auch wenn ihr Ehemann am 27. April 2011 beim AfM vorgesprochen habe, dürfe daraus 
nicht geschlossen werden, es wäre ohnehin zu einer Trennung gekommen, da sie bis zum 
4. Juni 2011 noch zusammen gewohnt hätten. Vielmehr sei der Übergriff des Ehemanns am 
4. Juni 2011 kausal für die Trennung und eine Fortsetzung des ehelichen Zusammenlebens sei 
ihr aufgrund der erlebten häuslichen Gewalt nicht zuzumuten gewesen. Die zeitliche Abfolge 
der Geschehnisse zeige dies klar, da die Beschwerdeführerin erst danach ausgezogen sei. 
 
4.3 Der Regierungsrat erwog demgegenüber in seinem Entscheid vom 30. August 2016, 
dass kein wichtiger persönlicher Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vorliege, weil zwi-
schen dem angeblichen Übergriff am 4. Juni 2011 und dem Scheitern der Ehe kein Bezug be-
stehe. Der Ehemann habe dem AfM bereits am 27. April 2011 mitgeteilt, dass die Ehe nicht 
mehr intakt sei und er in Serbien die Scheidung beantragt habe. Auch die Beschwerdeführerin 
habe dargelegt, dass sich ihr Ehemann bereits vor dem angeblichen Übergriff verändert habe. 
So habe er seine persönlichen Gegenstände aus der ehelichen Wohnung geschafft und der 
Beschwerdeführerin wiederholt ein Blanko-Papier vorgehalten, welches sie für die Scheidung 
hätte unterschreiben sollen. Damit sei die Ehe jedenfalls seitens des Ex-Ehemanns der Be-
schwerdeführerin bereits vor dem 4. Juni 2011 gescheitert und es sei gar nicht möglich gewe-
sen, dass der Vorfall häuslicher Gewalt die Beschwerdeführerin in das Dilemma habe stürzen 
können, wegen ihrer Aufenthaltsbewilligung in einer von Gewalt geprägten Ehe auszuharren 
(vgl. RRB Nr. 1198 vom 30. August 2016 E. 5d). Ferner führt der Regierungsrat aus, dass sich 
die Beschwerdeführerin ohnehin nicht auf einen nachehelichen Härtefall berufen könne, da 
nicht davon auszugehen sei, dass die häusliche Gewalt im anspruchsbegründenden Umfang 
stattgefunden habe. Zunächst sei festzuhalten, dass für die Vorwürfe der Beschwerdeführerin 
praktisch keine objektiven Beweise bestehen würden. Weiter habe sich die Beschwerdeführerin 
nicht in ärztliche Behandlung begeben und erst Monate nach dem Vorfall und ihrer erstinstanz-
lichen Wegweisung aus der Schweiz Strafanzeige gegen ihren Ex-Ehemann erstattet. Vor die-
sem Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin durch den 
drohenden Verlust der Aufenthaltsbewilligung verleitet worden sei, Anzeige zu erstatten. Zu-
sammenfassend sei es ihr nicht gelungen, glaubhaft zu machen, dass sie Opfer ehelicher Ge-
walt geworden sei. 
 
4.4 Es kann festgestellt werden, dass bereits ab März 2011 erste eheliche Schwierigkeiten 
erkennbar waren. So habe B.____ gemäss Angaben der Beschwerdeführerin ab diesem Zeit-
punkt jeweils im Wohnzimmer übernachtet und angefangen Gegenstände aus der gemeinsa-
men Wohnung zu entfernen (vgl. Protokoll vom 9. März 2012 N 73 f.). Ferner habe er sie wie-
derholt aufgefordert, sich eine eigene Wohnung zu suchen, da er sich scheiden lassen wolle 
(vgl. Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 6. Juli 2011 Frage 3). Beim AfM sprach 
B.____ sodann am 27. April 2011 vor und teilte mit, dass seine Ehe nicht mehr intakt sei und er 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

die Scheidung eingereicht habe. Gleichzeitig hat er entsprechende Belege vorgelegt (vgl. Ak-
tennotiz AfM vom 27. April 2011; Übersetzung der Klageschrift an das Amtsgericht in D.____ 
vom 1. April 2011). Das Argument der Beschwerdeführerin, die zeitliche Abfolge der Gescheh-
nisse würde zwingend darauf schliessen lassen, dass der angebliche Übergriff vom 4. Juni 
2011 kausal für die Trennung gewesen sei, verfängt damit nicht. Vielmehr ergibt sich aus den 
voranstehenden Ausführungen, dass seitens des Ex-Ehemanns bereits am 27. April 2011 kein 
Ehewille mehr vorhanden war, womit es ab diesem Zeitpunkt an einer Ehegemeinschaft fehlte, 
da diese voraussetzt, dass ein gegenseitiger Ehewille besteht. Den Verfahrensakten lässt sich 
entnehmen, dass der Beschwerdeführerin dieser Umstand bewusst war. Darüber hinaus ist 
darauf hinzuweisen, dass die angebliche häusliche Gewalt rund zwei Monate nach Einreichung 
der Scheidungsklage durch den Ex-Ehemann stattgefunden haben soll und somit konnte der 
angebliche Vorfall vom 4. Juni 2011 nicht primär der Grund für die Trennung gewesen sein. 
Damit ist der Schutzbereich von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG nicht eröffnet und die Beschwerdefüh-
rerin kann sich nicht auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG in Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 AuG berufen. 
 
5.1 Selbst wenn vorliegend davon ausgegangen würde, dass der angebliche Vorfall vom 
4. Juni 2011 ursächlich für die Trennung gewesen sei, wären die Voraussetzungen zur Erfül-
lung eines wichtigen Grundes ‒ wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen werden ‒ nicht er-
füllt. 
 
5.2.1 Häusliche Gewalt bedeutet systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kon-
trolle auszuüben und nicht eine einmalige Ohrfeige oder eine verbale Beschimpfung im Verlauf 
eines eskalierenden Streits (vgl. Urteile des BGer 2C_293/2017 vom 30. Mai 2017 E. 3.1 und 
2C_73/2013 vom 3. April 2014 E. 2). Dabei ist jede Form ehelicher bzw. häuslicher Gewalt, sei 
es körperlicher oder psychischer Natur, ernst zu nehmen (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2), wobei die 
physische und psychische Zwangsausübung und deren Auswirkungen von einer gewissen 
Konstanz bzw. Intensität sein müssen. Auch psychische bzw. sozioökonomische Druckaus-
übung wie dauerndes Beschimpfen, Erniedrigen, Drohen oder Einsperren kann einen für die 
Annahme eines nachehelichen Härtefalls relevanten Grad an unzulässiger Oppression errei-
chen. Es muss feststehen, dass die eheliche Gewalt die betroffene Person so stark zu belasten 
droht, dass ihr die Fortführung der ehelichen Gemeinschaft nicht länger zugemutet werden 
kann. Nicht jede unglückliche, belastende und nicht den eigenen Vorstellungen entsprechende 
Entwicklung in einer Beziehung begründet indessen bereits einen nachehelichen Härtefall und 
ein weiteres Anwesenheitsrecht (vgl. Urteil des BGer 2C_73/2013 vom 3. April 2014 E. 2). Die 
anhaltende, erniedrigende Behandlung muss derart schwerwiegen, dass von der betroffenen 
Person bei Berücksichtigung sämtlicher Umstände vernünftigerweise nicht erwartet werden 
kann, dass sie einzig aus bewilligungsrechtlichen Gründen die Ehe aufrechterhält und in einer 
ihre Menschenwürde und Persönlichkeit verneinenden Beziehung verharrt. Eine glaubhaft ge-
machte oppressionsbedingte Aufhebung der Hausgemeinschaft soll für die betroffene Person 
keine ausländerrechtlichen Nachteile zur Folge haben, wenn sie durch das Zusammenleben in 
ihrer Persönlichkeit ernsthaft gefährdet wäre und ihr eine Fortführung der ehelichen Gemein-
schaft bei objektiver Betrachtungsweise nicht mehr zugemutet werden kann (vgl. BGE 138 II 
229 E. 3.2.2 mit weiteren Hinweisen). 
 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.2.2 Das Vorliegen eines wichtigen persönlichen Grunds im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b 
AuG in Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 AuG ist von der betroffenen Person in geeigneter Weise 
glaubhaft zu machen, wobei diese eine weitreichende Mitwirkungspflicht trifft (vgl. BGE 138 II 
229 E. 3.2.3). Als Beweismittel für häusliche Gewalt kommen Arztberichte, psychologische oder 
psychiatrische Gutachten, Berichte von Fachstellen wie Frauenhäusern oder Opferhilfestellen, 
Polizeirapporte oder Zeugenaussagen in Frage (Art. 77 Abs. 5, 6 und 6bis der Verordnung über 
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 24. Oktober 2007, vgl. Urteil des BGer 
2C_451/2014 vom 24. Dezember 2014 E. 6.2). Allgemein gehaltene Behauptungen oder Hin-
weise auf punktuelle Spannungen genügen nicht; wird häusliche Gewalt in Form psychischer 
Oppression behauptet, muss vielmehr die Systematik der Misshandlung bzw. deren zeitliches 
Andauern und die daraus entstehende subjektive Belastung objektiv nachvollziehbar konkreti-
siert und beweismässig unterlegt werden. Dasselbe gilt, soweit damit verbunden geltend ge-
macht werden soll, bei einer Rückkehr erweise sich die soziale Wiedereingliederung als stark 
gefährdet. Auch hier genügen allgemeine Hinweise nicht; die befürchtete Beeinträchtigung 
muss im Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft erscheinen (vgl. Urteil des BGer 
2C_1072/2014 vom 9. Juli 2015 E. 2.4). 
 
5.3 Zunächst kann vorliegend festgehalten werden, dass es sich bei der von der Be-
schwerdeführerin behaupteten häuslichen Gewalt vom 4. Juni 2011 lediglich um einen einmali-
gen Vorfall handelt. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, anderweitige häusliche Ge-
walt erlebt zu haben. Sie behauptet, der Vorfall vom 4. Juni 2011 habe sie in Todesangst ver-
setzt. Diesbezüglich fällt gestützt auf die Akten allerdings auf, dass die Beschwerdeführerin die 
Wohnung nicht etwa fluchtartig verlassen hat, sondern gemäss ihren Angaben um entspre-
chende Erlaubnis bei ihrem Ex-Ehemann ersucht hat (vgl. Protokoll vom 9. März 2012 N 131 f.). 
Weiter lässt sich den Verfahrensakten entnehmen, dass sie am darauf folgenden Tag alleine in 
die eheliche Wohnung zurückkehrte, um ihre persönlichen Gegenstände zu holen (Protokoll 
vom 9. März 2012 N 169 ff.), was angesichts der geschilderten Umstände etwas seltsam anmu-
tet. Zudem konnten die im Strafverfahren als Zeugen vernommenen Personen mehrheitlich nur 
die von der Beschwerdeführerin ihnen gegenüber erwähnten Schilderungen wiedergeben. Ei-
gene Feststellungen sind kaum erfolgt (vgl. Protokoll zur Einvernahme von F.____ vom 11. April 
2012 N 31 ff.; Protokoll zur Einvernahme von G.____ vom 16. Mai 2012 N 53 f.; Protokoll zur 
Einvernahme von H.____vom 24. Mai 2012). Gemäss Aussage der Freundin, bei welcher die 
Beschwerdeführerin am 4. Juni 2011 übernachtete, sei die Beschwerdeführerin nervös gewe-
sen, habe geweint und einen kleinen Kratzer unter einem Auge gehabt (vgl. Protokoll zur Ein-
vernahme von H.____vom 24. Mai 2012 N 85 ff.). F.____ bestätigte die Verletzung unter dem 
Auge (Protokoll zur Einvernahme von F.____ vom 11. April 2012 N 109). Der Vorgesetzte der 
Beschwerdeführerin sagte, dass die Beschwerdeführerin ihm zwei bis drei blaue Flecken in der 
Grösse von Zweifrankenstücken auf ihrem Unterarm gezeigt habe (Protokoll zur Einvernahme 
von G.____ vom 16. Mai 2012 N 55 f.). Nach Angaben der Tochter von B.____ im Rahmen der 
strafrechtlichen Untersuchungen sei es am 4. Juni 2011 in der ehelichen Wohnung, wo sie an-
wesend gewesen sei, zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen ihrem Vater und der Be-
schwerdeführerin gekommen, doch von Gewalttätigkeiten habe sie nichts mitbekommen (vgl. 
Protokoll zur Einvernahme von I.____vom 20. März 2012 N 64 f. und N 74). Auch wenn auf-
grund der übrigen Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden kann, dass es am 4. Juni 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2011 zu Handgreiflichkeiten zwischen den Ehegatten gekommen ist, kann daraus nicht auf eine 
systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben, geschlossen wer-
den. Daran ändert auch die Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin in psychiatrische Be-
handlung begeben hatte, nichts. Dem Schreiben der Psychiaterin E.____ vom 12. Mai 2016 
lässt sich einzig entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im zur Frage stehenden Behand-
lungszeitraum an einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion, welche die Psychiaterin 
als Folge der Misshandlung und der Gewalt in der ehelichen Beziehung erachte, litt. Aus die-
sem kurzen Schreiben kann allenfalls abgeleitet werden, dass die psychische Beeinträchtigung 
der Beschwerdeführerin in einem Zusammenhang zu Erlebnissen in der Ehe stehen könnte. 
Dennoch ist dem Regierungsrat zuzustimmen, wenn er ausführt, dass dieses Schreiben keinen 
direkten Zusammenhang zum angeblichen Vorfall vom 4. Juni 2011 herzustellen vermag. Wei-
tere Belege hat die Beschwerdeführerin nicht eingereicht. Demzufolge erwiesen sich die Aus-
führungen der Beschwerdeführerin zusammenfassend als beweismässig nicht unterlegt. Insge-
samt liegen damit kaum objektive Hinweise vor, und es ist ihr nicht gelungen, glaubhaft zu ma-
chen, Opfer ehelicher Gewalt im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG geworden zu sein. Deshalb ist 
davon auszugehen, dass der angebliche Vorfall vom 4. Juni 2011, selbst wenn dieser für die 
Trennung ursächlich gewesen wäre, nicht die für einen nachehelichen Härtefall erforderliche 
Intensität erreichen würde. 
 
6.1 Demnach bleibt zu prüfen, ob die soziale Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin 
bei einer Rückkehr in die Republik Serbien gefährdet wäre. Dabei ist massgebend, ob die per-
sönliche, berufliche und familiäre Eingliederung der betroffenen ausländischen Person bei einer 
Rückkehr als stark gefährdet zu gelten hätte, und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher 
wäre und – aus welchen Gründen auch immer – vorgezogen würde. Ein persönlicher, nachehe-
licher Härtefall setzt aufgrund der gesamten Umstände eine erhebliche Intensität der Konse-
quenzen für das Privat- und Familienleben voraus, die mit der Lebenssituation nach dem Dahin-
fallen der abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sein muss (BGE 139 II 393 E. 6). 
Hat der Aufenthalt der ausländischen Person nur kürzere Zeit gedauert und wurden keine en-
gen Beziehungen zur Schweiz geknüpft, lässt sich der Anspruch auf einen weiteren Verbleib 
nicht begründen, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme 
bereitet (BGE 138 II 229 E. 3.1). 
 
6.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihre soziale Wiedereingliederung im Heimat-
land sei stark gefährdet, da sie im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids traumatisiert und in 
psychiatrischer Behandlung gewesen sei und die Behandlung erst vor rund einem halben Jahr 
beendet habe. Seit dem Vorfall im Juni 2011 habe sie ferner keine Beziehung mehr eingehen 
können und habe die Schweiz seit fünf Jahren nicht mehr verlassen. 
 
6.3 Die 47-jährige Beschwerdeführerin lebt lediglich seit acht Jahren in der Schweiz und 
verbrachte 39 Jahre in ihrer Heimat Serbien. Die psychiatrische Behandlung durch E.____ ist 
zwischenzeitlich seit rund einem Jahr abgeschlossen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern diese 
Umstände ihre soziale Wiedereingliederung in der Republik Serbien gefährden könnten. Ferner 
führt die Beschwerdeführerin keine weiteren Gründe an, welche ihr einen Anspruch auf Verlän-

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gerung ihrer Aufenthaltsbewilligung aus Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG in Verbindung mit Art. 50 
Abs. 2 AuG verleihen könnten (vgl. E. 9.4 hiernach). 
 
7.1 In einem weiteren Schritt ist zu prüfen, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung verhältnismässig ist, d.h. ob die Massnahme geeignet und erforderlich ist, um die öffent-
lichen Interessen an der Nichtverlängerung der Bewilligung zu verwirklichen und ob diese die 
privaten Interessen der Beschwerdeführerin am Verbleib in der Schweiz gestützt auf eine um-
fassende Güterabwägung überwiegen (Art. 96 AuG; BGE 139 I 16 E. 2.2.1; BENJAMIN 
SCHINDLER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG], Bern 2010, N 10 ff. zu Art. 96 AuG). 
 
7.2 Als zulässiges öffentliches Interesse fällt dabei grundsätzlich das Durchsetzen der 
Einwanderungspolitik in Betracht. Die Schweiz verfolgt gegenüber Ausländern ausserhalb des 
EU- und EFTA-Raums in Fragen der Aufenthaltsberechtigung eine restriktive Politik. Eine sol-
che rechtfertigt sich im Hinblick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen schweizerischer 
und ausländischer Wohnbevölkerung, auf die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die 
Eingliederung der in der Schweiz bereits ansässigen Ausländer und die Verbesserung der Ar-
beitsmarktstruktur sowie auf eine möglichst ausgeglichene Beschäftigung (BGE 137 I 247 
E. 4.1.2; BGE 135 I 153 E. 2.2.1). 
 
7.3 Es steht ausser Frage, dass eine Wegweisung für die Erreichung der restriktiven Ein-
wanderungspolitik gegenüber Ausländern ausserhalb des EU- und EFTA-Raums eine geeigne-
te Massnahme ist. Dieses fremdenpolizeiliche Ziel kann im vorliegenden Fall auch nicht durch 
eine weniger einschneidende Massnahme erreicht werden. Die Nichtverlängerung der Aufent-
haltsbewilligung und Wegweisung erweisen sich damit als geeignet und erforderlich, um das 
öffentliche Interesse durchzusetzen. 
 
7.4 Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen der Beschwerdeführerin 
gegenüberzustellen. Entscheidend ist stets das Gesamtbild eines jeden Einzelfalles, welches 
anhand von sämtlichen der massgeblichen Kriterien zu beurteilen ist (BGE 139 I 145 E. 2.4). 
Die Beschwerdeführerin reiste am 23. August 2009 im Alter von 39 Jahren in die Schweiz ein 
und wurde damit in ihrem Heimatland sozialisiert, mithin liegt bei der Beschwerdeführerin damit 
eine achtjährige Aufenthaltsdauer vor. Es gilt zu berücksichtigen, dass das AfM die Beschwer-
deführerin bereits per 4. September 2011 weggewiesen hat und sie sich damit zu diesem Zeit-
punkt lediglich zwei Jahre in der Schweiz aufgehalten hatte. Während des regierungsrätlichen 
Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdeführerin sodann Strafanzeige gegen ihren Ehe-
mann ein, weshalb das Verfahren für sechs Jahre sistiert war. Diese Zeitspanne ist zwar in die 
Interessenabwägung einzubeziehen, aufgrund der Tatsache, dass der Aufenthalt nur noch dank 
der Sistierung bestanden hat, kommt ihr jedoch eine geringere Bedeutung zu (vgl. Urteil des 
BGer 2C_205/2015 vom 24. November 2015 E. 2.2.2). Insgesamt und insbesondere gemessen 
an der im Ausland verbrachten Zeit ist die Aufenthaltsdauer der Beschwerdeführerin darum 
nicht als besonders lang zu werten. Bezüglich der beruflichen und finanziellen Situation der Be-
schwerdeführerin gilt es festzustellen, dass sie seit dem 30. September 2009 bei der J.____AG 
als Unterhaltsreinigerin arbeitet, sich immer an die Rechtsordnung gehalten hat und im Betrei-

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

bungsregister nicht verzeichnet ist (vgl. Arbeitsbestätigung der J.____ AG vom 26. April 2016; 
Führungsbericht des Polizeiposten K.____ vom 25. Mai 2011 sowie Auszug des Betreibungsre-
gisters vom 23. Mai 2011). Auch wenn ihre Situation dahingehend als positiv zu bewerten ist, ist 
dennoch zu bemerken, dass sie keine besonders qualifizierte Tätigkeit ausübt, die aus wirt-
schaftlicher oder arbeitsmarktlicher Sicht eine Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung gebie-
ten würde. Ferner hat die Beschwerdeführerin zwar drei Deutschkurse besucht, dies jedoch 
gemäss der Kursbestätigung vom Februar 2014 erst ab dem 19. Oktober 2013, also bereits 
zwei Jahre nachdem sie vom AfM erstinstanzlich weggewiesen wurde und damit unter dem 
Druck des vorliegenden ausländerrechtlichen Verfahrens. Daneben hat sie mit dem Niveau A1 
das Mindestreferenzniveau A2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen 
des Europarats gemäss Art. 62 VZAE, welches auf eine erfolgreiche Integration hinweist, nicht 
erreicht (vgl. Deutschkursbestätigungen vom Februar, Juli und Dezember 2014). Hinsichtlich 
der Zumutbarkeit einer Rückkehr in die Republik Serbien ist davon auszugehen, dass die Be-
schwerdeführerin keine überdurchschnittlichen Schwierigkeiten zu gewärtigen haben wird. Mit 
den serbischen Verhältnissen ist sie bestens vertraut. Sie ist in Serbien geboren und hat dort 
eine achtjährige Grundschulausbildung absolviert. Daneben leben in ihrer Heimat ihre Eltern 
und ihre Schwester (vgl. Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 6. Juli 2011 Frage 13 und 
14). Als die Beschwerdeführerin im Alter von 39 Jahren in die Schweiz auswanderte, war sie 
gemäss ihren Angaben in Serbien beruflich und finanziell sehr gut integriert (vgl. Stellungnahme 
der Beschwerdeführerin vom 6. Juli 2011 Frage 3). Die Beschwerdeführerin wird bei ihrer 
Rückkehr in ihre Heimat ihre erworbenen Deutschkenntnisse allenfalls nutzen und auf die Un-
terstützung ihrer Eltern sowie Schwester zählen können. Es sind somit keine Gründe ersichtlich, 
welche eine Rückkehr nach Serbien als unzumutbar erscheinen liessen. Allfällige ungünstige 
wirtschaftliche Perspektiven in Serbien lassen eine Rückkehr ferner nicht ohne weiteres unzu-
mutbar erscheinen. Damit erweist sich der angefochtene Entscheid als verhältnismässig. Dies 
führt zur Abweisung der Beschwerde. 
 
8. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in 
der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). 
Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- entsprechend dem Verfah-
rensausgang der unterlegenen Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 2‘100.-- zu verrechnen. Der zu viel geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. Nach § 21 
Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts 
bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zuge-
sprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 
VPO). Die Parteikosten sind damit wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 und 2 VPO). 
 
 

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Beschwerdeführerin hat die Schweiz bis spätestens dreissig Tage 

nach Rechtskraft dieses Urteils zu verlassen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 2‘100.-- verrechnet. Der zu viel geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 700.-- wird der Beschwerdeführerin zurücker-
stattet. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
 
 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 7. November 2017 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-
fahrensnummer 2C_958/2017) erhoben.