# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a930230-4997-5ecc-80dc-bec7587f4810
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 05.06.2024 ZK1 2024 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2024-62_2024-06-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 05. Juni 2024

Referenz ZK1 24 62

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand Behandlung ohne Zustimmung

Anfechtungsobj. Anordnung Psychiatrische Dienste Graubünden (PDGR) vom 
13.05.2024, mitgeteilt am  

Mitteilung 05. Juni 2024

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In Erwägung,

– dass A._____ mit ärztlicher Einweisung vom 11. Mai 2024 in der Klinik 
B._____ fürsorgerisch untergebracht wurde,

– dass gegenüber ihm von der stellvertretenden Chefärztin am 13. Mai 2024 
eine Behandlung ohne Zustimmung angeordnet worden war, 

– dass A._____ mit Eingabe vom 16. Mai 2024 beim Kantonsgericht von 
Graubünden Beschwerde gegen die angeordnete Behandlung ohne Zustim-
mung erhob,

– dass die Beschwerde mit Entscheid vom 28. Mai 2024 nach Einholung eines 
Gutachtens vom 27. Mai 2024 und nach Durchführung einer mündlichen 
Hauptverhandlung vom 28. Mai 2024 abgewiesen wurde (ZK1 24 60), 

– dass A._____ am 30. Mai 2024 mit zwei Eingaben an das Kantonsgericht ge-
langte und einerseits Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung 
und andererseits erneut Beschwerde gegen die Anordnung der Behandlung 
ohne Zustimmung vom 13. Mai 2024 erhob,

– dass beide Beschwerden nicht innert der Frist von 10 Tagen seit Mitteilung 
des Entscheids der ärztlichen Unterbringung vom 11. Mai 2024 bzw. der An-
ordnung der Behandlung ohne Zustimmung vom 13. Mai 2024 eingereicht 
wurden,

– dass die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung als Gesuch um 
Entlassung im Sinne von Art. 426 Abs. 2 ZGB der Klinik B._____ zur weiteren 
Bearbeitung weitergeleitet wurde, 

– dass demgegenüber bei einer Behandlung ohne Zustimmung eine jederzeitige 
Anrufung des Gerichts bzw. der Klinik im Gegensatz zum Entlassungsgesuch 
im Sinne von Art. 426 Abs. 2 ZGB nicht im Gesetz vorgesehen ist, 

– dass die Anordnung der Behandlung ohne Zustimmung als ein Ganzes anzu-
sehen ist, weshalb es möglich ist, eine über eine längere Zeit dauernde Be-
handlung in einer einzigen Verfügung anzuordnen, wobei mit Blick auf die Frist 
von Art. 431 ZGB die Behandlung nicht über eine längere Zeit als sechs Mo-
nate anzuordnen ist (BGE 143 III 342 E. 2.4.3; Thomas Geiser/Mario Etzens-
berger, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 
7. Aufl., Basel 2022, N 27 zu Art. 434/435 ZGB),

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– dass eine Weiterleitung der Beschwerde an die Klinik folglich mit Bezug auf 
die Anordnung der Behandlung ohne Zustimmung ausser Betracht fällt, 

– dass über die Beschwerde gegen die Anordnung der Behandlung ohne Zu-
stimmung bereits entschieden worden ist,

– dass folglich auf die erneute Beschwerde gegen die gleiche Anordnung der 
Behandlung ohne Zustimmung vom 13. Mai 2024 nicht einzutreten ist, 

– dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 200.00 aufgrund der 
bekannten finanziellen Umstände des Beschwerdeführers in Anwendung von 
Art. 63 Abs. 3 EGzZGB beim Kanton Graubünden verbleiben, 

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichter-
licher Kompetenz ergeht,

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wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde vom 30. Mai 2024 gegen die Anordnung der Behand-
lung ohne Zustimmung vom 13. Mai 2024 wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Verfahrens von CHF 200.00 gehen zu Lasten des Kantons 
Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: