# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 143686a1-4913-5588-9f74-967aa65e9ae5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-11-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 01.11.2006 SKG 2006 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKG-2006-47_2006-11-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 01. November 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKG 06 47

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Möhr und Hubert 
Aktuarin ad hoc Vanoni

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In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

der G e s e l l s c h a f t  A . , Gläubigerin, Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Suenderhauf, Postfach, Gäugge-
listrasse 29, 7001 Chur,

gegen

den Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 14. 
August 2006, mitgeteilt am 23. August 2006, in Sachen der Gesuchstellerin und 
Beschwerdeführerin gegen die G e s e l l s c h a f t  B . , Schuldnerin, Gesuchsgeg-
nerin und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Claudio Al-
lenspach, Bardill Advokatur & Notariat, Poststrasse 43, 7002 Chur,

betreffend provisorische Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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A. Am 25. November 2005 schlossen die Gesellschaft A. als Verkäuferin 
und die Gesellschaft B. als Käuferin einen Kaufvertrag über eine Schalung zum 
Preis von Fr. 55'000.-- ab. Gleichentags kam es zwischen denselben Parteien of-
fenbar auch zum Abschluss eines Kaufvertrages bezüglich eines Krans. Für die 
Schalung wurde eine Abholfrist bis zweite Woche 2006 - welche schliesslich bis 31. 
März 2006 verlängert wurde - und Zahlung in bar bei Abholung vereinbart. Die Käu-
ferin unterliess es aber, die Schalung abzuholen und zu bezahlen, worauf die Ge-
sellschaft A. ihr mit Schreiben vom 10. April 2006 für den Betrag von Fr. 55'000.-- 
Rechnung stellte.

B. Mit Zahlungsbefehl vom 14. Juni 2006, zugestellt am 26. Juni 2006, in 
der Betreibung Nr. 20601276 des Betreibungsamtes Kreis F. wurde die Gesellschaft 
B. von der Gesellschaft A. für den Betrag von Fr. 55'000.-- nebst Zins zu 5 % seit 1. 
Februar 2006 betrieben. Als Forderungsurkunde wurde die Auftragsbestätigung 
vom 25. November 2005 angegeben. Dagegen erhob die Beschwerdegegnerin am 
6. Juli 2006 Rechtsvorschlag.

C. Mit Eingabe vom 18. Juli 2006 liess die Gesellschaft A. das Bezirks-
gerichtspräsidium Imboden um Gewährung der provisorischen Rechtsöffnung für 
den Betrag von Fr. 55'000.-- nebst Zins zu 5 % seit 1. Februar 2006 ersuchen.

D. Die Rechtsöffnungsverhandlung vor dem Bezirksgerichtspräsidium 
Imboden fand am 14. August 2006 in Anwesenheit von C. von der Gesellschaft B., 
deren Rechtsvertreters und des Rechtsvertreters der Gesellschaft A. statt.

Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 14. August 2006, mitgeteilt am 23. August 
2006, erkannte der Bezirksgerichtspräsident Imboden:

„1. Das Gesuch betreffend Rechtsöffnung in der Betreibungs-Nr. 206012-
76 des Betreibungsamtes Kreis F. wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von Fr. 350.00 
gehen zu Lasten der Gesuchstellerin.

Ausseramtlich hat die Gesuchstellerin die Gesuchsgegnerin für ihre Um-
triebe mit Fr. 220.00 zu entschädigen.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Mitteilung).“

In seinem Entscheid führte der Bezirksgerichtspräsident aus, dass die Auf-
tragsbestätigung vom 25. November 2005 zwar eine Schuldanerkennung und somit 
einen provisorischen Rechtsöffnungstitel darstelle. Die Gesuchsgegnerin habe je-

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doch Mängel an dem ebenfalls von der Gesuchstellerin gekauften Kran und damit 
eine nicht gehörige Erfüllung jenes Vertrages geltend gemacht. Dabei handle es 
sich um eine Einwendung, welche die Schuldanerkennung entkräfte.

E. Gegen diesen Entscheid liess die Gesellschaft A. am 31. August 2006 
beim Kantonsgerichtsausschuss Graubünden Rechtsöffnungsbeschwerde erheben 
und folgende Rechtsbegehren stellen:

„1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und der Beschwerdeführe-
rin sei in der Betreibung Nr. 20601276 gegen die Beschwerdegegnerin 
für den Betrag in Höhe von Fr. 55'000.-- nebst 5 % Zins seit dem 31. 
März 2006 provisorische Rechtsöffnung zu erteilen.

2. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6 % MWSt. zulasten 
der Beschwerdegegnerin.“

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Beschwerdegegne-
rin könne mit keinem Dokument belegen, dass eine Mängelhaftung seitens der Ge-
sellschaft A. betreffend des Krangeschäfts bestehe. Die Anforderungen an die 
Glaubhaftmachung seien somit nicht gegeben, womit die provisorische Rechtsöff-
nung zu erteilen sei.

Die Beschwerdeführerin reichte mit ihrer Beschwerdeschrift zudem eine Ko-
pie einer Auftragsbestätigung betreffend Kauf eines Krans zu den Akten.

F. Die Beschwerdegegnerin liess sich mit Eingabe vom 5. Oktober 2006 
vernehmen und stellte folgende Anträge:

„1. Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerde-
führerin.“

Begründend wurde dargelegt, es sei unzweifelhaft, dass die Beschwerdefüh-
rerin für die Mängel am Kran einzustehen habe. Die Ansprüche der Gesellschaft B. 
aufgrund der Mangelhaftigkeit des Krans seien mehr als glaubhaft dargetan.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung:

1. Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten in Rechtsöffnungssachen 
können innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung beim Kantonsgerichtsaus-
schuss von Graubünden angefochten werden (Art. 236 Abs. 1 ZPO in Verbindung 

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mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 GVV zum SchKG). Die Beschwerde hat gemäss Art. 236 
Abs. 3 in Verbindung mit Art. 233 Abs. 1 und 2 ZPO schriftlich zu erfolgen, wobei 
mit kurzer Begründung anzugeben ist, welche Punkte des Entscheides angefochten 
und welche Änderungen beantragt werden. Auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde der Gesellschaft A. wird eingetreten.

2. Der Kantonsgerichtsausschuss überprüft nach Art. 236 Abs. 3 in Ver-
bindung mit Art. 235 Abs. 1 ZPO nur im Rahmen der Beschwerdeanträge, ob der 
angefochtene Entscheid oder das diesem vorangegangene Verfahren Gesetzesbe-
stimmungen verletzt, welche für die Beurteilung der Streitfrage wesentlich sind. Ab-
gestellt wird dabei auf die Entscheidgrundlagen, wie sie bereits dem vor-instanzli-
chen Richter zur Verfügung standen (Art. 236 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 235 Abs. 
2 ZPO). Die Einlage neuer Beweismittel im Beschwerdeverfahren ist unzulässig 
(Art. 236 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 233 Abs. 2 ZPO), es sei denn, es handle sich 
um solche zu prozessualen Fragen, die von Amtes wegen abzuklären sind, wie etwa 
örtliche Zuständigkeit bzw. Wohnsitz und Gerichtsstand, fristgerechte Parteivorla-
dung oder die Frage der Partei- und Prozessfähigkeit (PKG 1981 Nr. 24; PKG 1979 
Nr. 19; Nay, Zivilprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz des Kantons 
Graubünden, Chur 1986, N 6 zu Art. 236 ZPO). Der Kantonsgerichtsausschuss als 
Beschwerdeinstanz hat somit bei der Beurteilung eines Falles von den gleichen 
tatsächlichen Voraussetzungen auszugehen wie der Vorderrichter (vgl. auch PKG 
2000 Nr. 14).

Die Beschwerdeführerin reichte mit ihrer Beschwerdeschrift eine Kopie einer 
Auftragsbestätigung betreffend Kauf eines Krans zu den Akten. Dieses Dokument 
hat der Vorinstanz bei der Entscheidung nicht vorgelegen und ist somit - da es sich 
nicht auf von Amtes wegen zu prüfende Fragen bezieht - aus dem Recht zu weisen. 
Anzufügen ist, dass der Abschluss eines Kaufvertrages zwischen der Gesellschaft 
A. und der Gesellschaft B. über einen Kran jedoch schon aufgrund der bei der Vor-
instanz eingereichten Akten genügend dargetan ist.

3. a) Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens bildet ausschliesslich die 
Frage, ob für den in Betreibung gesetzten Betrag ein Rechtstitel besteht, der die 
hemmende Wirkung des Rechtsvorschlages zu beseitigen vermag und somit die 
Betreibung fortgesetzt werden kann. Das Rechtsöffnungsverfahren hat mit anderen 
Worten rein betreibungsrechtlichen Charakter. Über den materiellen Bestand der 
Forderung hat der Rechtsöffnungsrichter hingegen nicht zu befinden (vgl. PKG 1996 
Nr. 24; PKG 1995 Nr. 25). Der Rechtsvorschlag ist richterlich zu beseitigen und 

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provisorische Rechtsöffnung ist zu erteilen, falls die Betreibungsforderung auf einer 
durch Unterschrift des Schuldners bekräftigten Schuldanerkennung beruht, und der 
betriebene Schuldner nicht sofort Einwendungen glaubhaft macht, welche die 
Schuldanerkennung entkräften (vgl. Art. 82 Abs. 2 SchKG). Glaubhaftmachen be-
deutet weniger als beweisen aber mehr als behaupten. Die Einwände sind vor dem 
Richter mit liquiden Beweismitteln wahrscheinlich zu machen. Der Richter muss 
überwiegend geneigt sein, an die vom Betriebenen geltend gemachten Umstände 
zu glauben. Erkennt er, dass es sich nicht um leere Ausflüchte, sondern um ernst-
haft vertretbare Gründe handelt, hat er die Rechtsöffnung zu verweigern. Es muss 
somit nur die Wahrscheinlichkeit dargetan werden (vgl. BGE 104 Ia 408 E. 4 S. 412 
sowie PKG 1993 Nr. 21 mit Hinweisen; D. Staehelin, Kommentar zum Bundesge-
setz über Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG I, Art. 1-87 SchKG, Ba-
sel/Genf/München 1998, N. 87 ff. zu Art. 82 SchKG). Gelingt es dem Schuldner 
nicht, den Richter von der Glaubhaftigkeit (überwiegende Wahrscheinlichkeit) sei-
ner Darlegungen zu überzeugen, so wird die Rechtsöffnung erteilt.

b) Ein synallagmatischer, also wesentlich zweiseitiger Vertrag - als sol-
cher ist auch der vorliegende Kaufvertrag über eine Schalung zu qualifizieren -, bei 
welchem regelmässig die Pflicht zur Erbringung der eigenen Leistung grundsätzlich 
davon abhängt, dass die Gegenleistung vertragsgemäss erfolgt, stellt, soweit er ein 
Zahlungsversprechen enthält, keine vorbehaltlose Schuldanerkennung dar. Nach 
der sog. „Basler Rechtsöffnungspraxis“ kann aufgrund vollkommen zweiseitiger 
Verträge provisorische Rechtsöffnung erteilt werden, solange der Schuldner im 
Rechtsöffnungsverfahren nicht glaubhaft darlegt, die Gegenleistung sei nicht oder 
nicht ordnungsgemäss erbracht worden oder wenn sich seine Darlegungen offen-
sichtlich als haltlos erweisen. Des Weiteren kann provisorische Rechtsöffnung erteilt 
werden, wenn der Gläubiger die Einwendung des Schuldners, die Gegenleistung 
sei nicht oder nicht ordnungsgemäss erbracht worden, sofort durch Urkunden li-
quide widerlegen kann, oder wenn der Schuldner gemäss Vertrag vorleisten muss 
(vgl. D. Staehelin, a.a.O., N. 99 zu Art. 82 SchKG). Zum Klagefundament des aus 
einem synallagmatischen Vertrag Betreibenden gehört deshalb notwendigerweise 
der Beweis dafür, dass er selber vertragskonform erfüllt hat, beziehungsweise al-
lenfalls der Beweis dafür, dass er hierzu aus gesetzlichen oder vertraglichen Grün-
den nicht verpflichtet gewesen ist. Erst mit diesem Beweis erlangt der wesentlich 
zweiseitige Vertrag die Qualität eines Rechtsöffnungstitels.

Die Einwendungen eines Schuldners, welche sich auf das Fehlen einer Ge-
genleistung oder auf sonstige mangelhafte Erfüllung des Vertrages durch den Gläu-

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biger beziehen, fallen dabei nicht etwa unter Art. 82 Abs. 2 SchKG, der allein die 
gegen die Schuld als solche gerichteten Einwendungen betrifft, sondern richten sich 
gegen die Schuldanerkennung selbst, mithin gegen das Vorliegen eines gültigen 
Rechtsöffnungstitels im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG. Dieser Umstand ist be-
weisrechtlich von erheblicher Bedeutung, denn der Gläubiger ist grundsätzlich für 
das Vorliegen eines gültigen Rechtsöffnungstitels und somit auch im Fall der Be-
streitung durch den Schuldner voll dafür beweispflichtig, dass er seine Vertragsleis-
tung ordnungsgemäss erbracht hat. Der vom Gläubiger zu erbringende Beweis sei-
ner vertragskonform erbrachten Leistung ist ohne Mitwirkung des Schuldners kaum 
je erbringbar. Dieser Umstand führt dazu, dass Erfüllungsmängel in diesem Sinne, 
die auf das Fehlen eines Rechtsöffnungstitels gerichtet sind, vom Betriebenen 
zunächst geltend zu machen sind, worauf der Gläubiger den positiven Beweis sei-
ner ordnungsgemässen Vertragsleistung zu erbringen hat (vgl. PKG 1993 Nr. 21; 
D. Staehelin, a.a.O., N. 101 ff. zu Art. 82 SchKG).

4. Es ist unbestritten, dass es am 25. November 2005 zum Abschluss 
eines Kaufvertrages betreffend einer Schalung zwischen der Gesellschaft A. und 
der Gesellschaft B. kam. Mit seiner Unterschrift auf der Auftragsbestätigung ver-
pflichtete sich C. zur Abholung und Bezahlung der Schalung (act. II/3 Akten Bezirks-
gericht Imboden). Spätestens mit Ablauf der Abholfrist am 31. März 2006 wurde die 
Kaufpreisforderung der Gesellschaft A. fällig. Die Voraussetzungen eines 
Rechtsöffnungstitels im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG sind erfüllt und unbestritten.

5. a) Die Gesellschaft B. bringt nun aber Einwendungen hiergegen vor. So 
machte sie im Rahmen des Rechtsöffnungsverfahrens geltend, sowohl die Scha-
lung als auch der Kran würden Mängel aufweisen.

Die Vorinstanz führte einerseits aus, für die Behauptung, dass die Schalung 
mangelhaft sei, befinde sich kein einziger Beleg in den Akten. Die Gesellschaft B. 
habe weder einen allfälligen Mangel glaubhaft gemacht, noch habe sie rechtzeitig 
Mängelrüge erhoben. Hingegen führte die Vorinstanz aus, die Gesellschaft B. habe 
Mängel an dem von der Gesellschaft A. gelieferten Kran und damit eine nicht gehö-
rige Erfüllung des diesbezüglichen Kaufvertrages glaubhaft gemacht. Gestützt auf 
diese Einwendung hat die Vorinstanz der Gesellschaft A. die Rechtsöffnung verwei-
gert.

b) Die Vorinstanz setzte sich insbesondere mit der Frage auseinander, 
ob die Gesuchsgegnerin berechtigt sei, den Kaufpreis für die Schalung zurückzu-

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behalten für angebliche Mängel an einer anderen bei der Gesuchstellerin gekauften 
Kaufsache. Sie führte dazu aus, in einem ordentlichen Zivilverfahren könne ein Be-
klagter geltend machen, dass er die eingeklagte Leistung nicht erbringe, weil eine 
andere Leistung vom Kläger nicht vertragskonform erbracht worden sei.

Diesen Ausführungen kann nicht gefolgt werden. So kann die Einrede der 
nichtgehörigen Erbringung der Gegenleistung nur bei synallagmatischen Verträgen 
zur Verweigerung der Rechtsöffnung führen (D. Staehelin, a.a.O., N 101 ff. zu Art. 
82 SchKG). Vorliegend hielt die Beschwerdegegnerin aber den Kaufpreis für die 
Schalung aufgrund von angeblichen Mängeln am Kran - also an einer anderen 
Kaufsache, welche zur Kaufpreiszahlung gerade nicht in einem synallagmatischen 
Verhältnis steht - zurück.

Das Verhalten der Beschwerdegegnerin ist daher nicht als Einrede der nicht-
gehörigen Erbringung der Gegenleistung, sondern als Verrechnungseinrede zu in-
terpretieren.

c) Macht der Schuldner Tilgung durch Verrechnung geltend, so muss er 
Bestand, Höhe und Fälligkeit der Gegenforderung glaubhaft machen. Ein liquider 
Urkundenbeweis ist nicht erforderlich (D. Staehelin, a.a.O., N 93 zu Art. 82 SchKG). 
Eine Verrechnung gemäss Art. 120 OR kann nur stattfinden, wenn sich die Verrech-
nungsforderung gegen den Verrechnungsgegner und die Hauptforderung gegen 
den Verrechnenden richtet (Peter, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1 - 
529 OR, 3. Aufl., N 5 zu Art. 120 OR). Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die 
Kaufgeschäfte betreffend Schalung und betreffend Kran zwischen den gleichen 
Parteien erfolgten.

Die Gesellschaft A. bestreitet in ihrer Beschwerde nun aber die Glaubhaft-
machung der Verrechnungseinrede durch die Gesellschaft B.. Zur Begründung wird 
im Wesentlichen ausgeführt, die Beschwerdegegnerin könne mit keinem Dokument 
belegen, dass eine Mängelhaftung seitens der Gesellschaft A. betreffend des Kran-
geschäfts bestehe.

Aus den Akten ergibt sich, dass es am 25. November 2005 zum Abschluss 
eines Kaufvertrages über einen Kran zwischen der Gesellschaft A. und der Gesell-
schaft B. kam. Offenbar war der Kran aber mit Mängeln belastet. Aus einem Schrei-
ben der Firma Gesellschaft D. - welche im Geschäft zwischen der Gesellschaft A. 
und der Gesellschaft B. als Vermittlerin auftrat - an die Firma Gesellschaft E. vom 
17. Februar 2006 (act. III/2 Akten Bezirksgericht Imboden) geht hervor, dass letztere 

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mit der Reparatur des Kranes beauftragt wurde. Aus diesem Schreiben geht auch 
hervor, dass zwischen der Verkäuferin und der Käuferin des Krans kein Konsens 
über die Tragung der Reparaturkosten herrschte. Bei den Akten befinden sich zu-
dem eine Offerte der Gesellschaft E. an die Gesellschaft A. vom 17. Februar 2006 
für die Reparatur des Krans in Höhe von Fr. 13'500.-- (act. III/1 S. 3 Akten Bezirks-
gericht Imboden) und diverse Rechnungen der Gesellschaft E. an die Gesellschaft 
B. im Gesamtbetrag von Fr. 30'528.50 (act. III/6 Akten Bezirksgericht Imboden). All 
dem lässt sich aber nicht entnehmen, wer denn letztlich für die Behebung der Män-
gel aufzukommen und in welchem Umfang dies allenfalls zu geschehen hat.

Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 5. 
Oktober 2006, dass verschiedene Indizien (beispielsweise die Offertanfrage der Ge-
sellschaft A. an die Gesellschaft E.) für eine Haftung der Beschwerdeführerin spre-
chen würden, stellen blosse Behauptungen dar. Bestand und Höhe einer allfälligen 
Gegenforderung sind dadurch nicht glaubhaft dargetan.

Nach Ansicht des Kantonsgerichtsausschusses von Graubünden liegen also 
keine objektiven Anhaltspunkte vor, welche den Bestand und die Höhe einer allfäl-
ligen Gegenforderung der Gesellschaft B. glaubhaft erscheinen lassen würden.

d) Soweit die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 5. Ok-
tober 2006 erneut auch Mangelhaftigkeit der Schalung geltend machen lässt, kann 
auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Es handelt sich hierbei um 
blosse Behauptungen, die in gar keiner Weise belegt werden können.

e) Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin 
mit dem Kaufvertrag vom 25. November 2005 einen gültigen Rechtsöffnungstitel im 
Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG vorgelegt hat, es der Beschwerdegegnerin - ent-
gegen den Ausführungen der Vorinstanz - aber nicht gelungen ist, die Schuldaner-
kennung durch allfällige Einwendungen zu entkräften. Die Rechtsöffnungsbe-
schwerde ist daher gutzuheissen.

f) Beim Rechtsöffnungsverfahren handelt es sich um ein summarisches 
Verfahren (vgl. Art. 25 Ziffer 2 lit. a SchKG in Verbindung mit Art. 137 ff. ZPO). 
Daher lassen sich weder die Behauptungen der Gesellschaft B. betreffend ihrer Ge-
genforderung noch die Einwände der Gesellschaft A. hiergegen - soweit sie Weg-
bedingung der Gewährleistung geltend macht - überprüfen. Der Beschwerdegegne-
rin bleibt es indessen unbenommen, mit allen ihr allenfalls zur Verfügung stehenden 

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Beweismitteln eine Klage im ordentlichen Zivilverfahren anzuheben (Aberken-
nungsklage nach Art. 83 Abs. 2 SchKG).

6. Gemäss Art. 48 GebV SchKG wird für einen gerichtlichen Entscheid 
in betreibungsrechtlichen Summarsachen mit einem Streitwert über Fr. 10'000.-- bis 
Fr. 100'000.-- eine Spruchgebühr von Fr. 60.-- bis Fr. 500.-- verlangt. Das obere 
Gericht, an das eine Summarsache weitergezogen wird, kann für seinen Entscheid 
eine Gebühr erheben, die höchstens das Anderthalbfache der für die Vorinstanz 
zulässigen Gebühr beträgt (Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG). Nach Art. 62 Abs. 1 GebV 
SchKG können die Gerichte zudem der obsiegenden Partei auf Verlangen für Aus-
lagen auf Kosten der unterliegenden Partei eine angemessene Entschädigung zu-
sprechen.

Mit ihrer Beschwerde obsiegt die Beschwerdeführerin. Unter diesen Umstän-
den gehen die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens von Fr. 350.-- und die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens von Fr. 600.-- zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die 
Höhe der an die obsiegende Partei zuzusprechenden angemessenen Entschädi-
gung richtet sich bei Vertretung durch einen Anwalt für die Auslegung der Angemes-
senheit nach den Honoraransätzen des Bündnerischen Anwaltsverbandes (vgl. 
PKG 1973 Nr. 19, PKG 1990 Nr. 32). Der Kantonsgerichtsausschuss erachtet im 
vorliegenden Fall für das Rechtsöffnungsverfahren eine ausseramtliche Entschädi-
gung von Fr. 800.-- inkl. MwSt. und für das Beschwerdeverfahren eine ausseramt-
liche Entschädigung von Fr. 600.-- inkl. MWSt als angemessen.

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid wird 
aufgehoben.

2. In der Betreibungsnummer 20601276 des Betreibungsamtes F. wird die pro-
visorische Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 55'000.-- nebst Zins zu 5% 
seit 1. April 2006 erteilt.

3. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens von Fr. 350.-- gehen zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin, welche die Beschwerdeführerin mit Fr. 800.-- inkl. 
MWSt zu entschädigen hat.

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 600.-- gehen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin, welche die Beschwerdeführerin mit Fr. 600.-- inkl. 
MWSt zu entschädigen hat.

5. Mitteilung an:

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Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: