# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8eba12bb-365f-5903-9380-a4e98e3c92b8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.08.2014 C-5656/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5656-2013_2014-08-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-5656/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  A u g u s t  2 0 1 4   

Besetzung 

 
Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richter Beat Weber,  

Richter Daniel Stufetti,    

Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
Gegen 

 

 
Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond-

Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
AHV, Beitragsrückvergütung; 

(Einspracheverfügung vom 30. Juli 2013) 

 

 

C-5656/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______, geboren am (…) , deutsch-südafrikanischer Doppelbürger (im 

Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer), war gemäss eigenen 

Angaben von Januar 2003 bis März 2011 in der Schweiz erwerbstätig und 

entrichtete in dieser Zeit obligatorische Beiträge an die schweizerische Al-

ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Seit (…) lebt 

er in registrierter Partnerschaft mit B._______. Am 31. August 2012 mel-

dete er sich bei der Wohngemeinde ab und verliess die Schweiz endgültig 

(Akten der SAK [im Folgenden: act.] 1, S. 2; 4, S. 1; 5, S. 1 f.).  

B.  

B.a Am 5. April 2013 (Datum Posteingang: 16. April 2013) stellte er bei 

der Schweizerischen Ausgleichskasse (im Folgenden: SAK oder Vorin-

stanz) ein Gesuch um Rückvergütung der einbezahlten AHV-Beiträge 

(act. 1). 

B.b Mit Verfügung vom 14. Mai 2013 (act.6) wies die SAK das Begehren 

ab mit der Begründung, gemäss den ihr zur Verfügung stehenden Akten 

verfüge der Versicherte sowohl über eine deutsche als auch über eine 

südafrikanische Staatsangehörigkeit. Die Schweiz habe mit Deutschland 

ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen, und diese Staatsan-

gehörigkeit sei massgebend. Das Abkommen sehe keine Rückvergütung, 

sondern eine Leistung im Rentenalter vor (act. 6). 

B.c Mit Einsprache vom 29. Mai 2013 (Posteingang: 4. Juni 2013) hielt 

der Versicherte sinngemäss an seinem Antrag auf Rückvergütung der 

Beiträge fest. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass 

er zwar über einen deutschen Pass verfüge; allerdings habe er nie in 

Deutschland gelebt und habe auch nicht die Absicht, dies zu tun. Er spre-

che kein Deutsch und habe auch keinerlei Verbindung zu Deutschland. 

Vor und nach seiner Erwerbstätigkeit in der Schweiz habe er durchwegs 

in Südafrika gewohnt. Falls dem Begehren nicht stattgeben werden kön-

ne, sei ihm mitzuteilen, wie hoch seine Rente aller Voraussicht nach aus-

falle und ob er weiterhin Beiträge entrichten könne beziehungsweise 

müsse, auch wenn er nicht mehr in der Schweiz wohnhaft sei (act. 8). 

B.d Mit Einspracheentscheid vom 30. Juli 2013 wies die SAK die Ein-

sprache ab und bestätigte die Verfügung vom 14. Mai 2013. Zur Begrün-

dung führte sie an, es bestehe zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

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Seite 3 

senschaft und Deutschland ein Abkommen über Soziale Sicherheit (Be-

standteil des zwischen der Schweiz und den EU-Staaten am 21. Juni 

1999 abgeschlossenen Abkommens über die Personenfreizügigkeit). 

Dieses Abkommen sei aufgrund seiner deutschen Staatsangehörigkeit 

anwendbar, weshalb kein Anspruch auf Rückvergütung der Beiträge be-

stehe. Vielmehr habe der Versicherte auch bei Wohnsitz im Ausland An-

spruch auf eine Altersrente, sobald er das ordentliche Rentenalter erreicht 

habe (act. 10). 

C.  

C.a Mit Eingabe vom 27. September 2013 (Postaufgabe: 28. September 

2013) gelangte der Versicherte erneut an die Vorinstanz und erneuerte 

darin sinngemäss sein Rechtsbegehren. Zur Begründung machte er im 

Wesentlichen geltend, er sei in Südafrika geboren und sei, wie seine El-

tern, südafrikanischer Staatsbürger; er habe seine gesamte Ausbildung in 

Südafrika absolviert und - mit Ausnahme der Zeit der Erwerbstätigkeit in 

der Schweiz - auch stets in Südafrika gewohnt. Er spreche kein Deutsch 

und habe auch nie in Deutschland gewohnt oder gearbeitet (Akten im Be-

schwerdeverfahren [im Folgenden: BVGer act.] 1).  

C.b Die SAK leitete die Eingabe vom 27. September 2013 am 7. Oktober 

2013 zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht weiter 

(BVGer act. 1, Beilage). 

C.c Trotz entsprechender Aufforderung durch das Bundesverwaltungsge-

richt mittels verfahrensleitender Zwischenverfügung vom 5. Dezember 

2013 (BVGer act. 3) sowie Zustellung über die südafrikanische Botschaft 

(BVGer act. 4) gab der Beschwerdeführer kein Zustelldomizil in der 

Schweiz an.  

C.d Am 6. Februar 2014 übermittelte die Schweizerische Botschaft in 

Pretoria dem Bundesverwaltungsgericht ein E-Mail-Schreiben des Be-

schwerdeführers vom 28. Januar 2014, worin dieser den Empfang der 

Zwischenverfügung bestätigte und gleichzeitig zur Begründung seiner 

Beschwerde ergänzend vorbrachte, dass seine Heimat offensichtlich in 

Südafrika liege; mangels zwischenstaatlicher Vereinbarung zwischen der 

Schweiz und Südafrika habe er Anspruch auf Rückvergütung der Beiträge 

(BVGer act. 5, samt Beilage).  

C.e Mit Schreiben vom 21. Februar 2014 liess die Schweizerische Bot-

schaft in Pretoria dem Bundesverwaltungsgericht die Bestätigung betref-

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Seite 4 

fend die am 27. Januar 2014 erfolgte Zustellung der verfahrensleitenden 

Zwischenverfügung zukommen (act. 15, S. 5-9).  

C.f Mit Vernehmlassung vom 28. März 2014 beantragte die SAK die Ab-

weisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentschei-

des vom 30. Juli 2013. Neben der bereits im Einspracheentscheid vorge-

brachten Begründung führte sie ergänzend aus, der Beschwerdeführer 

sei im Zeitpunkt seines Rückvergütungsgesuchs vom 5. April 2013 bereits 

deutsch-südafrikanischer Doppelbürger gewesen. Er besitze somit unter 

anderem die Staatsangehörigkeit eines Vertragsstaates und könne die 

Rückvergütung der AHV-/IV-Beiträge nicht verlangen, da zwischen der 

Schweiz und Deutschland eine zwischenstaatliche Vereinbarung (Freizü-

gigkeitsabkommen und Verordnungen [EG] Nrn. 883/2004 und 987/2009) 

bestehe. Ferner sei eine Beitragsrückvergütung in der genannten zwi-

schenstaatlichen Vereinbarung auch nicht vorgesehen. Vielmehr habe der 

Beschwerdeführer nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters An-

spruch auf eine (Teil-)Rente der AHV (BVGer act. 11).  

C.g Mit verfahrensleitender Verfügung vom 15. April 2014, publiziert am 

29. April 2014, gab das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdefüh-

rer Gelegenheit, innert 30 Tagen ab Publikation der Verfügung im Bun-

desblatt eine Replik samt allfälligen Beweismitteln einzureichen (BVGer 

act. 12). 

C.h Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik. Das Bundesver-

waltungsgericht schloss den Schriftenwechsel mit Verfügung vom 13. Ju-

ni 2014 ab (BVGer act. 19).  

D.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien und auf die eingereichten Akten wird, 

soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

 

 

 

 

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 85
bis

 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-

gungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine Ausnahme 

im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit 

zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  

1.2  Aufgrund von Art. 3 lit. d
bis

 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das 

VwVG keine Anwendung auf das Verfahren in Sozialversicherungssa-

chen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei-

nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im 

ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, 

soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor-

sieht. 

1.3 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Einspracheent-

scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-

bung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerde-

legitimiert ist.  

1.4 Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innert 30 Tagen 

nach Eröffnung des Einspracheentscheides einzureichen. 

1.4.1 Diese Frist gilt als gewahrt, wenn die Einsprache spätestens am 

letzten Tag der Frist bei der urteilenden Behörde eingereicht oder zu de-

ren Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben wird. Eine Frist be-

ginnt an dem auf die Zustellung folgenden Tag zu laufen (Art. 38 Abs. 1 

ASTG, auch Art. 20 Abs. 1 VwVG). Für die Fragen der Tatsache sowie 

des Zeitpunktes der Zustellung einer Verfügung ist der Absender - somit 

die Behörde - in dem Sinn objektiv beweisbelastet, als dass diese mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erfolgt sein müssen (BGE 136 V 295 

E. 5.9 S. 309; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_679/2012 vom 12. 

Dezember 2012; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Ver-

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waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 

2013, N. 577 ff.). Die Auslösung einer Frist setzt demnach voraus, dass 

diese ordnungsgemäss mitgeteilt, die Verfügung mithin ordnungsgemäss 

zugestellt wurde. Aus einer mangelhaften Eröffnung darf den Parteien 

kein Nachteil erwachsen (Art. 49 Abs. 3 ATSG; UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 2. Aufl. 2009, Art. 49 N. 40 ff.; vgl. URS PETER CAVELTI, in: 

Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Art. 20 N. 21). Für die Beur-

teilung, ob ein allfälliges Rechtsmittel rechtzeitig ergriffen worden ist, ist 

im Einzelfall zu prüfen, ob die betroffene Person nach Kenntnisnahme 

vom Bestand der sie betreffenden Verfügung im Rahmen des ihr Zumut-

baren die sich aufdrängenden Schritte unternommen hat (BGE 139 IV 

228 E. 1.3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] C-6171/2008 

vom 7. Dezember 2009 E. 5.4). 

1.4.2 Aufgrund des völkerrechtlichen Prinzips der Souveränität ist ein 

Staat nicht berechtigt, auf dem Gebiet eines anderen Staates Hoheitsakte 

vorzunehmen. Die Zustellung von Verfügungen und Entscheiden ins Aus-

land wird als Amtshandlung beziehungsweise als Hoheitsakt qualifiziert 

(vgl. dazu JÜRG STADELWIESER, Die Eröffnung von Verfügungen, St. Gal-

len 1994, S. 196 f.) und hat daher grundsätzlich auf dem diplomatischen 

oder konsularischen Weg zu erfolgen. Eine direkte Postzustellung ist ein-

zig zulässig, wenn die Schweiz mit dem entsprechenden Staat ein derlei 

erlaubendes Abkommen abgeschlossen hat (vgl. URS PETER CAVELTI, in: 

Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Art. 20 N. 20). 

1.4.3 Vorliegend datiert der angefochtene Entscheid vom 30. Juli 2013 

(act. 10, S. 1), und die Beschwerde vom 27. September 2013 wurde am 

28. September 2013 der Post übergeben (Beilage zu BVGer act. 1). Die 

Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid (mit 

uneingeschriebener Briefpostsendung) direkt an seine südafrikanische 

Wohnadresse in Kapstadt zugestellt. Nachdem zwischen der Schweiz 

und Südafrika weder eine zwischenstaatliche Vereinbarung über Soziale 

Sicherheit noch ein Abkommen besteht, welches die direkte postalische 

Zustellung erlauben würde, hat die Vorinstanz den angefochtenen Ent-

scheid mangelhaft eröffnet; zudem erfolgte die Zustellung uneingeschrie-

ben. Der Zeitpunkt der Eröffnung des Entscheides lässt sich unter diesen 

Umständen nicht verlässlich ermitteln. Dem Beschwerdeführer dürfen in-

des aus der fehlerhaften Eröffnung keine Rechtsnachteile erwachsen. 

Dementsprechend hat die Eingabe vom 27. September 2013 als rechtzei-

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Seite 7 

tig erfolgt zu gelten. Die Frist zur Erhebung der Beschwerde ist damit ge-

wahrt.  

1.5 Da die Beschwerde auch formgerecht (Art. 61 Bst. b ATSG; vgl. dazu 

auch Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten. 

2.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 

Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 Der Beschwerdeführer war gemäss eigenen Angaben von Januar 

2003 bis März 2011 in der Schweiz erwerbstätig und entrichtete in dieser 

Zeit obligatorische Beiträge an die schweizerische AHV/IV. Neben der 

südafrikanischen besitzt er auch die deutsche Staatsbürgerschaft; er 

wohnt seit seinem endgültigen Wegzug aus der Schweiz in Südafrika 

(act. 1, S. 1-3, act. 4, S. 1 + act. 5, S. 1 f.). Der vorliegend zu beurteilende 

Sachverhalt weist mithin einen Auslandsbezug auf. Zu prüfen ist dem-

nach vorab die Frage der Anwendbarkeit eines Sozialversicherungsab-

kommens. 

2.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind für die Beurtei-

lung eines Gesuchs auf Rückvergütung von Beiträgen die im Zeitpunkt 

des Gesuchs massgebenden gesetzlichen Bestimmungen anwendbar 

(BGE 136 V 24 E. 4.4).  

Vorliegend ging das Gesuch am 16. April 2013 bei der Vorinstanz ein 

(act. 1, S. 1). Der nachfolgenden Beurteilung sind demnach die zu die-

sem Zeitpunkt in Kraft gestandenen Rechtsvorschriften zugrunde zu le-

gen.  

2.3 In einem grenzüberschreitenden Sachverhalt wie dem vorliegenden 

ist das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und 

ihren Mitgliedern andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 

0.142.112.681) zu beachten. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage 

des Art. 8 des FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bil-

denden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der sozia-

len Sicherheit") FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wen-

den die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Verordnung 

(EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. 

April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 

0.831.109.268.1; im Folgenden: VO 883/2004) und die Verordnung (EG) 

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Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Sep-

tember 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der VO 

883/2004 (SR 0.831.109.268.11; im Folgenden: VO 987/2009) oder 

gleichwertige Vorschriften an.  

2.4 Die beiden genannten gemeinschaftsrechtlichen Verordnungen sind 

für die Schweiz durch den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Aus-

schusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung des Anhangs II des Abkom-

mens über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit per 1. 

April 2012 in Kraft getreten (AS 2012 2345; vgl. auch Urteil des BGer 

8C_455/2011 vom 4. Mai 2012 E. 2.1). Die VO 883/2004 hat die Verord-

nung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung 

der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige 

sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und 

abwandern (SR 0.831.109.268.1; im Folgenden: VO Nr. 1408/71) grund-

sätzlich ersetzt (vgl. zu den übergansrechtlichen Besonderheiten: Art. 87 

VO 883/04 sowie zu den Ausnahmen: 10-jährige Übergangsfrist gemäss 

Art. 87 Abs. 8 VO 883/04 und Art. 93 VO 987/09, in welchen weiterhin die 

Verordnungen VO 1408/71und VO 574/72 gelten; [Art. 90 Abs. 1 Bst. c 

VO 883/04 und Art. 96 Abs. 1 Bst. c VO 987/09]; vgl. dazu auch Ziff. 2.7 

der Mitteilungen an die AHV-Ausgleichskassen und EL-

Durchführungsstellen Nr. 301).  

2.5 Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin gel-

tenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union in-

soweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). 

Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit 

koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der 

Vertragsstaaten zu gewährleisten.  

2.6 Mit Blick auf den Zeitpunkt der Gesuchsstellung vom 5. April 2013 

(Datum Posteingang: 16.04.2013) finden vorliegend grundsätzlich die am 

1. April 2012 in Kraft getretenen VO Nr. 883/2004 sowie die VO Nr. 

987/2009 An-wendung. Nach Art. 2 Abs. 1 VO 883/2004 gilt diese Ver-

ordnung insbesondere für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates. Ge-

mäss Art. 4 VO 883/2004 haben Personen, für welche diese Verordnung 

gilt (sofern in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist) die gleichen 

Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaa-

tes wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, soweit besondere 

Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. Dabei ist im 

http://www.koordination.ch/de/online-handbuch/abkommen/vo-8832004-details/uebergangsbestimmung/#c36499
http://www.koordination.ch/de/online-handbuch/abkommen/vo-9872009-details/sonstige-vorschriften/#c36942
http://www.koordination.ch/fileadmin/files/abkommen/vo_574_72.pdf
http://www.koordination.ch/fileadmin/files/abkommen/vo_574_72.pdf
http://www.koordination.ch/fileadmin/files/abkommen/vo_574_72.pdf
http://www.koordination.ch/fileadmin/files/abkommen/vo_574_72.pdf

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Rahmen des FZA und der Verordnung auch die Schweiz als „Mitglied-

staat“ zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA). Der Gleichbe-

handlungsgrundsatz gilt neu auch für alle Personen, die in den Anwen-

dungsbereich der Verordnung fallen und die ausserhalb eines EU-

Mitgliedstaates Wohnsitz haben (Art. 7 VO 883/04). Bei Staatsangehöri-

gen der Europäischen Union werden Leistungen der AHV demnach welt-

weit exportiert.   

Wird ein Leistungsantrag gestellt, so stellen alle zuständigen Träger die 

Leistungsansprüche nach den Rechtsvorschriften aller Mitgliedstaaten 

fest, die für die betreffende Person galten (Art. 50 Abs. 1 VO 883/04). Der 

zuständige Träger berechnet den geschuldeten Leistungsbetrag grund-

sätzlich allein nach den für ihn geltenden Rechtsvorschriften, wenn die 

Voraussetzungen für den Leistungsanspruch ausschliesslich nach natio-

nalem Recht erfüllt wurden (autonome Leistung; Art. 52 Abs. 1 VO 

883/04).  

2.7 Im Rahmen ihres Geltungsbereichs tritt die VO 883/04 an die Stelle 

aller zwischen den Mitgliedstaaten geltenden Abkommen über soziale Si-

cherheit. Einzelne Bestimmungen von Abkommen über soziale Si-

cherheit, die von den Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung 

dieser Verordnung geschlossen wurden, gelten jedoch fort, sofern sie für 

die Berechtigten günstiger sind oder sich aus besonderen historischen 

Umständen ergeben und ihre Geltung zeitlich begrenzt ist. Um weiterhin 

Anwendung zu finden, müssen diese Bestimmungen in Anhang II aufge-

führt sein. Ist es aus objektiven Gründen nicht möglich, einige dieser Be-

stimmungen auf alle Personen auszudehnen, für die diese Verordnung 

gilt, so ist dies anzugeben (Art. 8 Abs. 1 VO Nr. 883/2004).  

2.8 In Bezug auf die Rückvergütung von AHV-/IV-Beiträgen wird in der 

VO Nr. 883/2004 nichts geregelt. Für die Beurteilung der Frage, ob und 

gegebenenfalls in welchem Umfang AHV-Beiträge rückvergütet werden 

können, gelten dementsprechend die Bestimmungen des schweizeri-

schen Rechts. Es sind mithin die Bestimmungen des AHVG und der Ver-

ordnung über die Rückvergütung der von Ausländern an die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung bezahlten Beiträge vom 29. November 1995 

(RV-AHV, SR 831.131.12) anwendbar, die im Zeitpunkt des Rückvergü-

tungsgesuchs Geltung hatten und in der Folge zitiert werden.  

2.9 Für die Beurteilung im Bereich der Sozialversicherung ist grundsätz-

lich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungs-

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Seite 10 

aktes (hier: Einspracheentscheid vom 30. Juli 2013) eingetretenen Sach-

verhalt abzustellen (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen).   

3.  

Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob 

der Beschwerdeführer einen Anspruch auf Rückerstattung der AHV-

Beiträge hat. 

3.1 Der Beschwerdeführer begründet seinen Antrag damit, dass seine ei-

gentliche Heimat und primäre Staatsangehörigkeit diejenige von Südafri-

ka sei, zumal seine Eltern südafrikanische Staatsbürger seien, er in die-

sem Land geboren sei, dort auch sämtliche Schulen absolviert habe und - 

mit Ausnahme des rund 10-jährigen Aufenthaltes zu Erwerbszwecken in 

der Schweiz - immer in Südafrika gelebt habe (BVGer act. 1 und Beilage 

zu BVGer act. 4).  

Dagegen wendet die Vorinstanz ein, der Beschwerdeführer sei im Zeit-

punkt seines Rückvergütungsgesuchs vom 5. April 2013 deutsch-

südafrikanischer Doppelbürger gewesen. Er besitze somit unter anderem 

die Staatsangehörigkeit eines Vertragsstaates und könne die Rückvergü-

tung der Beiträge nicht verlangen, da zwischen der Schweiz und 

Deutschland eine zwischenstaatliche Vereinbarung (Freizügigkeitsab-

kommen und Verordnungen [EG] Nrn. 883/2004 und 987/2009) bestehe. 

Ferner sei eine Beitragsrückvergütung in der genannten zwischenstaatli-

chen Vereinbarung auch nicht vorgesehen. Vielmehr habe der Beschwer-

deführer nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters Anspruch auf eine 

(Teil-)Rente der AHV (BVGer act. 11). 

3.2 Wie vorstehend ausgeführt, beurteilt sich die Frage, ob und gegebe-

nenfalls in welchem Umfang ein Anspruch auf Leistungen der schweizeri-

schen AHV besteht, grundsätzlich nach den innerstaatlichen schweizeri-

schen Vorschriften, insbesondere nach dem AHVG und der RV-AHV. Im 

Folgenden sind demnach die für die Beurteilung des Begehrens massge-

benden gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwi-

ckelten Grundsätze darzulegen  

3.2.1 Gemäss Art. 18 Abs. 3 AHVG können den Ausländern, die ihren 

Wohnsitz im Ausland haben und mit deren Heimatstaat keine zwischen-

staatliche Vereinbarung besteht, die gemäss Art. 5, 6, 8, 10 oder 13 be-

zahlten Beiträge rückvergütet werden. Der Bundesrat regelt die Einzelhei-

ten, insbesondere das Ausmass der Rückvergütung.  

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Seite 11 

3.2.2 Art. 1 Abs. 1 RV-AHV präzisiert die gesetzliche Regelung in Art. 18 

Abs. 3 AHVG dahingehend, dass Ausländer und ihre Hinterlassenen, mit 

deren Heimatstaat keine zwischenstaatliche Vereinbarung besteht, ge-

mäss den nachstehenden Bestimmungen die der Alters- und Hinterlasse-

nenversicherung entrichteten Beiträge zurückfordern können, sofern die-

se gesamthaft während mindestens eines vollen Jahres geleistet worden 

sind und keinen Rentenanspruch begründen. Massgebend ist dabei die 

Staatsangehörigkeit im Zeitpunkt der Rückforderung (Art. 1 Abs. 2 RV-

AHV). Nach Art. 2 Abs. 1 RV-AHV können die Beiträge zurückgefordert 

werden, sobald die Person aller Voraussicht nach endgültig aus der Ver-

sicherung ausgeschieden ist und sowohl sie selber als auch die Ehefrau 

oder der Ehemann und ihre noch nicht 25-jährigen Kinder nicht mehr in 

der Schweiz wohnen. Die Rückvergütung ist ausgeschlossen, wenn ein 

Rentenanspruch besteht (Art. 1 Abs. 1 RV-AHV [e contrario] sowie Art. 6 

RV-AHV und Rz. 25 der Weisungen des Bundesamtes für Sozialversiche-

rung [BSV] über die Rückvergütung der von den Ausländern an die AHV 

bezahlten Beiträge [Rück], in der ab 1. Januar 2003 geltenden Fassung). 

3.2.3 Nach der früheren Praxis des Bundesgerichts ist bei versicherten 

Personen, die Leistungen der AHV beanspruchen und mehrere Staatsan-

gehörigkeiten haben, Art. 23 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Inter-

nationale Privatrecht vom 18. Dezember 1987 (IPRG, SR 291) anzuwen-

den. Dieser besagt, dass für die Bestimmung des anwendbaren Rechts 

bei Personen, welche mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen, die An-

gehörigkeit zu dem Staat massgebend ist, mit dem die Person am engs-

ten verbunden ist, dies unter Vorbehalt der Regelungen des IPRG (vgl. 

BGE 112 V 89 E. 2b). In BGE 119 V 1 E. 2b und 2c hat das Bundesge-

richt diese Praxis allerdings insofern präzisiert, als es ausgeführt hat, so-

fern die versicherte Person mehrere Staatsangehörigkeiten besitze, da-

runter die schweizerische oder diejenige eines Staates, welcher mit der 

Schweiz ein Abkommen über Soziale Sicherheit abgeschlossen habe, so 

sei immer diese letztere Staatsangehörigkeit als massgebend zu betrach-

ten, und zwar zur Zeit der Entrichtung der AHV-Beiträge oder zur Zeit der 

Entstehung des Rentenanspruchs. Diese Praxis hat das Bundesgericht 

zuletzt in BGE 139 V 263 E. 9.2 wiederum grundsätzlich bestätigt, jeden-

falls betreffend den Sozialversicherungszweig der AHV (siehe zum Gan-

zen auch UELI KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 

3. Aufl. 2012, Art. 18, N 7 f.; Art. 18 Abs. 2
bis

 AHVG, AS 2011 4745, in 

Kraft seit 1. Januar 2012). 

C-5656/2013 

Seite 12 

3.3 Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer während mehr 

als einem Jahr AHV-Beiträge geleistet (BVGer act. 1 und 11) und noch 

keinen Rentenanspruch begründet hat. Zwei Voraussetzungen zur Rück-

erstattung von AHV-Beiträgen sind demnach erfüllt (oben E. 3.2.2). 

3.4 Demnach bleibt die entscheidende Frage nach der massgebenden 

Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers zu prüfen (Art. 1 Abs. 1 Teil-

satz 1 RV-AHV). 

3.4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer sowohl die 

Staatsbürgerschaft von Deutschland als auch jene von Südafrika besitzt 

(act. 4, S. 1). Das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft und Deutschland über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109. 

136.1) wurde mit dem Inkrafttreten des FZA (in Kraft getreten per 1. Juni 

2002 beziehungsweise per 1. April 2012) ausgesetzt, soweit in diesem 

Abkommen derselbe Sachbereich geregelt wird (vgl. Art. 20 FZA). Es be-

stand demnach ein Sozialversicherungsabkommen zwischen der 

Schweiz und Deutschland, und zwar sowohl zum Zeitpunkt, als der Be-

schwerdeführer ab Januar 2003 als (mitunter) deutscher Staatsangehöri-

ger AHV-Beiträge leistete wie auch zur Zeit der Einreichung des Rückver-

gütungsgesuchs im April 2013. 

3.4.2 Die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach bei Doppelbür-

gern auf die Staatsangehörigkeit abgestellt wird, mit welchen ein Staats-

vertrag besteht, wurde zu Gunsten der versicherten Personen entwickelt, 

weil sie damit - falls sie mindestens während eines Jahres Beiträge ge-

leistet haben - einen Leistungsanspruch gegenüber der AHV/IV erhalten 

(vgl. BGE 119 V 1 E 2c S. 5). Aus diesem Grund geht der Staatsvertrags-

heimatstaat in diesen Fällen auch dann vor, wenn der versicherte Dop-

pelbürger zum Staat ohne staatsvertragliche Regelung - wie vom Be-

schwerdeführer geltend gemacht - eine engere Bindung hat als zum Staat 

mit staatsvertraglicher Regelung (Urteil des BVGer C-4236/2011 vom 22. 

August 2013 E. 4.2.3). 

3.4.3 Vorliegend besteht aufgrund der deutschen Staatsangehörigkeit des 

Beschwerdeführers eine zwingend zu beachtende zwischenstaatliche 

Vereinbarung. Dementsprechend scheidet die Berufung auf Art. 18 Abs. 3 

AHVG und damit auch ein Rückerstattungsanspruch aus. 

3.4.4 Der Beschwerdeführer ist in diesem Zusammenhang allerdings da-

rauf hinzuweisen, dass der Ausschluss der Rückvergütung von AHV-

C-5656/2013 

Seite 13 

Beiträgen im Gegenzug bedeutet, dass seine Rentenanwartschaft ge-

wahrt bleibt. Der Anspruch auf entsprechende Leistungen der AHV im 

Sinne von Art. 21 ff. AHVG (und gegebenenfalls der IV) kann somit zu ei-

nem späteren Zeitpunkt noch geprüft werden.  

4.  

4.1 Zur Ermittlung der mutmasslichen Höhe einer Alters- oder Hinterlas-

senenleistung (vgl. hierzu act. 8) kann der Beschwerdeführer im Übrigen 

bei der SAK ein entsprechendes "Antragsformular für eine provisori-

sche/prognostische Rentenberechnung" (abrufbar unter: http://www.zas. 

admin.ch/dienstleistungen/00724/index.html?lang=de) einreichen; Ren-

tenvorausberechnungen sind dabei grundsätzlich unentgeltlich vorzu-

nehmen (vgl. Art. 58 Abs. 2 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über 

die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV, SR 831.101]).  

4.2 Der Beschwerdeführer hat sich in seiner Einsprache vom 29. Mai 

2013 sinngemäss auch nach der Möglichkeit eines Beitritts zur freiwilligen 

Versicherung erkundigt (act. 8). Im Hinblick auf die der Behörde oblie-

gende Beratungspflicht (Art. 27 Abs. 2 ATSG) wäre die Vorinstanz ver-

pflichtet gewesen, den Beschwerdeführer über die entsprechende Mög-

lichkeit und die Beitrittsvoraussetzungen (Art. 2 AHVG und Art. 7 f. Ver-

ordnung über die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-

cherung; VFV, SR 831.111) aufzuklären. Nachdem der Beschwerdeführer 

per 31. August 2012 aus der schweizerischen AHV ausgeschieden ist 

(vgl. act. 5, S. 3) und die Anfrage des Beschwerdeführers vom 29. Mai 

2013 (Posteingang: 4. Juni 2013) datiert (act. 8), kann ihm die einjährige 

Beitrittsfrist nicht entgegen gehalten werden, sofern die weiteren Voraus-

setzungen gegeben sind und sich der Beschwerdeführer zum Beitritt zur 

freiwilligen Versicherung entschliessen sollte. Die Angelegenheit ist dem-

entsprechend diesbezüglich zur weiteren Behandlung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. 

5.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer gestützt 

auf Art. 18 Abs. 3 AHVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 RV-AHV und das 

im Verhältnis zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer-

seits und Deutschland anderseits bestehende Sozialversicherungs-

abkommen, keinen Anspruch auf Rückvergütung der AHV-Beiträge hat. 

Die Beschwerde ist dementsprechend als unbegründet abzuweisen. In 

Bezug auf die von der Vorinstanz nicht beantwortete Anfrage nach der 

http://www.zas.admin.ch/dienstleistungen/00724/index.html?lang=de
http://www.zas.admin.ch/dienstleistungen/00724/index.html?lang=de

C-5656/2013 

Seite 14 

Möglichkeit zum Beitritt in die freiwillige Versicherung ist die Angelegen-

heit zur weiteren Behandlung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

6.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

6.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85
bis

 Abs. 2 AHVG), 

so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 

6.2 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdefüh-

rer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Als Bundesbehörde 

hat die obsiegende Vorinstanz ebenfalls keinen Anspruch auf die Partei-

entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG [e contrario] und Art. 7 Abs. 1 [e 

contrario] und Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(für das Urteildispositiv wird auf die folgende Seite verwiesen). 

 

C-5656/2013 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

In Bezug auf die Prüfung des Beitritts in die freiwillige Versicherung ist die 

Angelegenheit zur weiteren Behandlung im Sinne der Erwägungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (durch Publikation im Bundesblatt) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. ______) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Roland Hochreutener 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

C-5656/2013 

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