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**Case Identifier:** 149f1a47-1e4a-5e17-bb28-b1aa0b86288e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 11.03.2014 B 2013/109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2013-109_2014-03-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2013/109

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 11.03.2014

Entscheiddatum: 11.03.2014

Urteil Verwaltungsgericht, 11.03.2014
Ausländerrecht, Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Art. 33 Abs. 3 
AuG (SR 142.20); Art. 62 lit. b AuG; Art. 96 Abs. 1 AuG, Art. 5 Abs. 2 BV (SR 
101), Art. 8 EMRK (SR 0.101).Die Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung eines rund 30 Jahre alten Mazedoniers, der seit 1997 
in der Schweiz lebt, erweist sich als verhältnismässig. Ausländerrechtliche 
Verwarnungen und eine Vielzahl strafrechtlicher Verurteilungen haben ihn 
nicht davon abgehalten, erneut zu delinquieren (Verwaltungsgericht, 
B 2013/109).

Urteil vom 11. März 2014

Anwesend:  Präsident lic. iur. B. Eugster; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiberin lic. iur. 

R. Haltinner-Schillig

_______________

In Sachen

X.Y.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Vedat Erduran, Erduran & Partner Rechtsanwälte 

AG, Zürcherstrasse 1, Postfach 54, 7320 Sargans,

gegen

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Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Y., geboren am 15. Oktober 1983, Staatsangehöriger von Mazedonien, reiste am 

6. September 1997 mit der Mutter und dem jüngeren Bruder im Rahmen des 

Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung. Am 

3. Dezember 2009 wurde die Aufenthaltsbewilligung letztmals - unter jedem Vorbehalt - 

bis 14. Dezember 2010 verlängert (act. 523 des Migrationsamtes).

B./ Das Verhalten X.Y.s gab in strafrechtlicher Hinsicht wie folgt zu Klagen Anlass:

1) Bussenverfügung des Untersuchungsamtes Altstätten vom 28. November 2002:

Verurteilung wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln (Führen eines 

Motorfahrzeuges in übermüdetem Zustand) und Nichttragen der Sicherheitsgurte als 

Fahrzeugführer zu einer Busse von Fr. 860.–.

2) Strafbescheid des Untersuchungsamtes Uznach (Zweigstelle Flums) vom 13. 

Januar 2004: Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung zu einer unter Ansetzung 

einer Probezeit von zwei Jahren bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 2 

Monaten.

3) Bussenverfügung des Untersuchungsamtes Uznach (Zweigstelle Flums) vom 

18. Mai 2004: Verurteilung wegen Verletzung der Verkehrsregeln (Überschreitung der 

zulässigen Höchstgeschwindigkeit ausserorts) zu einer Busse von Fr. 360.–.

4) Bussenverfügung des Untersuchungsamtes Uznach vom 30. Mai 2005:

Verurteilung wegen Verletzung von Verkehrsregeln (Nichtanpassen der 

Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse) zu einer Busse von Fr. 300.–.

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5) Strafbescheid des Untersuchungsamtes Uznach (Zweigstelle Flums) vom 8. 

November 2006: Verurteilung wegen Tätlichkeit und Drohung zu einer (unbedingten) 

Gefängnisstrafe von 2 Wochen.

6) Strafbescheid des Untersuchungsamtes Uznach vom 4. März 2008: Verurteilung 

wegen Sachbeschädigung (grosser Schaden) und fahrlässiger Störung des 

Eisenbahnverkehrs zu einer unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren bedingt 

ausgesprochenen Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je Fr. 60.– und einer Busse 

von Fr. 800.–.

7) Urteil des Kantonsgerichtes St. Gallen vom 28. September 2011: Verurteilung 

wegen einfacher Körperverletzung, Raufhandels, Widerhandlung gegen das 

Waffengesetz und mehrfachen Betäubungsmittelkonsums zu einer unter Ansetzung 

einer Probezeit von 5 Jahren bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 18 

Monaten und einer Busse von Fr. 300.–. Der vom Kreisgericht Werdenberg-

Sarganserland am 21. Oktober 2010 erstinstanzlich angeordnete Widerruf der mit 

Strafbescheid des Untersuchungsamtes Uznach vom 4. März 2008 bedingt 

ausgesprochenen Geldstrafe wurde bestätigt.

8) Strafbefehl des Untersuchungsamtes Altstätten vom 20. Dezember 2011:

Verurteilung wegen Hinderung einer Amtshandlung und Übertretung gegen das 

Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe – im Zusatz zum 

Urteil des Kantonsgerichtes vom 28. September 2011 – zu einer (unbedingten) 

Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 60.– und einer Busse von Fr. 200.–.

Am 18. November 2010 stellte X.Y. das Gesuch, die Aufenthaltsbewilligung sei zu 

verlängern (act. 539-540 des Migrationsamtes). Nachdem am 28. September 2011 das 

Urteil des Kantonsgerichts betreffend einfache Körperverletzung, Raufhandel, 

Widerhandlung gegen das Waffengesetz (SR 514.54, abgekürzt WG) und mehrfachen 

Betäubungsmittelkonsums und der Strafbefehl des Untersuchungsamtes Altstätten 

vom 20. Dezember 2011 betreffend Hinderung einer Amtshandlung und Übertretung 

gegen das Betäubungsmittelgesetz (SR 812.121, abgekürzt BetmG) ergangen waren 

(act. 596-608 und 609-612 des Migrationsamtes), lehnte das Migrationsamt das 

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Gesuch am 29. Mai 2012 ab und wies X.Y. an, die Schweiz bis 5. August 2012 zu 

verlassen.

C./ Am 13. Juni 2012 erhob X.Y., vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Vedat Erduran, 

Sargans,

gegen die Verfügung des Migrationsamtes vom 29. Mai 2012 Rekurs beim Sicherheits- 

und Justizdepartement. Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 

und die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern (Ziff. 1). Sodann sei dem Rekurs die 

aufschiebende Wirkung zu gewähren, sofern ihm diese Wirkung nicht von Gesetzes 

wegen zukomme (Ziff. 2), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

Vorinstanz (Ziff. 3). Am 3. Mai 2013 wies das Sicherheits- und Justizdepartement den 

Rekurs ab und lud das Migrationsamt ein, X.Y. eine neue Frist zur Ausreise zu setzen.

D./ Am 21. Mai 2013 erhob X.Y. durch seinen Rechtsvertreter gegen den Entscheid des 

Sicherheits- und Justizdepartements vom 3. Mai 2013 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht. Er stellte die Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei 

aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern (Ziff. 1), er sei 

ausländerrechtlich zu verwarnen (Ziff. 2), unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten des Staates (Ziff. 3). Nachdem die Beschwerde am 5. Juli 2013 innert 

erstreckter Frist begründet worden war, verzichtete das Sicherheits- und 

Justizdepartement am 22. Juli 2013 auf eine Stellungnahme und beantragte, die 

Beschwerde sei abzuweisen.

Am 3. Januar 2014 gab das Migrationsamt einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Höfe Einsiedeln vom 15. November 2013 zu den Akten, mit welchem X.Y. des 

Überschreitens der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf der 

Autobahn um 33 km/h schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 600.-- verurteilt 

worden ist.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. (…).

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2. Streitgegenstand ist die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach Art. 33 

Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20, 

abgekürzt AuG) ist die Aufenthaltsbewilligung befristet und kann verlängert werden, 

wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen. Es besteht kein Anspruch auf 

Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

3. Nach Art. 62 lit. b AuG kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden, wenn die 

Ausländerin oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. 

Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er diesen Widerrufsgrund gesetzt hat. Er 

vertritt aber den Standpunkt, die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sei 

unverhältnismässig, weil die Abwägung zwischen privaten und öffentlichen Interessen 

nicht korrekt vorgenommen worden sei. Im Gegensatz zur Auffassung der Vorinstanz 

überwiege sein privates Interesse am Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse 

an seiner Fernhaltung.

3.1. Anhand der gesamten wesentlichen Umstände ist zu prüfen, ob die 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung verhältnismässig ist (Art. 96 Abs. 1 AuG, 

Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [SR 101, abgekürzt BV]).

Nach Art. 96 Abs. 1 AuG berücksichtigen die zuständigen Behörden bei der 

Ermessensausübung sowohl die öffentlichen Interessen als auch die persönlichen 

Verhältnisse sowie den Grad der Integration des Ausländers. Dabei sind namentlich die 

Schwere des Verschuldens bei Straftaten, die Dauer des bisherigen Aufenthalts sowie 

die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (BGE 

135 II 377 E. 4.3 mit Hinweisen). Je länger eine Person in der Schweiz gelebt hat, desto 

strengere Anforderungen sind an die Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen zu 

stellen. Personen die, wie der Beschwerdeführer, bereits ausgesprochen lange hier 

leben, dürfen wie die "Ausländer der zweiten Generation" in der Regel nicht schon 

wegen eines einzelnen Delikts weggewiesen werden, sondern nur bei wiederholten 

Straftaten von einigem Gewicht, insbesondere wenn die ausländische Person - statt 

sich zu bessern - mit der deliktischen Tätigkeit fortfährt und sich namentlich immer 

schwerere Straftaten zu Schulden kommen lässt (BGE 135 II 110 E. 2.1). In Betracht 

fällt weiter, dass der Rückfallgefahr ausserhalb des Anwendungsbereichs des 

Freizügigkeitsabkommens (SR 0.142.112.681) keine zentrale Bedeutung zukommt und 

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dass auch generalpräventive Gesichtspunkte berücksichtigt werden dürfen 

(BGer2C_819/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.2 mit Hinweisen, BGer 2C_282/2012 vom 

31. Juli 2012 E. 2.5 mit Hinweisen). Ausschlaggebend ist die Verhältnismässigkeit der 

Massnahme im Einzelfall, die praxisgemäss gestützt auf die gesamten wesentlichen 

Umstände geprüft werden muss (BGer 2C_224/2013 vom 27. November 2013 E. 2.2, 

BGer 2C_640/2013 vom 25. November 2013 E. 2.2, BGer 2C_160/2009 vom 1. Juli 

2009 E. 3.1; BGer 2A.71/2007 vom 7. Mai 2007 E. 3.2).

Ausgangspunkt und Massstab der ausländerrechtlichen Güterabwägung ist die 

Schwere des strafrechtlichen Verschuldens. Dabei hat sich die Behörde mit den 

Erwägungen des Strafrichters und dessen Würdigung des Verschuldens ("besondere 

Skrupellosigkeit", "Profitgier", "aggressives und brutales Vorgehen", 

"Hemmungslosigkeit und intensives kriminelles Vorgehen" auseinanderzusetzen 

(Nägeli/Schoch, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 

2009, Rz. 22.188). Neben dem strafrechtlichen Verschulden sind insbesondere die Art 

und Schwere der Straftaten, die durch die Straftat verletzten Rechtsgüter, die Art und 

Umstände der Tatbegehung (einfache oder mehrfache Delinquenz) sowie das Verhalten 

nach der Tat zu berücksichtigen (VerwGE B 2012/259 vom 3. Dezember 2013 E. 4.1, 

abrufbar unter www.gerichte.sg.ch, BGer 2C_819/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.3.1).

3.2. Mit dem Kurzurteil vom 28. September 2011 (act. 603-608 des Migrationsamtes), 

mit welchem der Beschwerdeführer wegen einfacher Körperverletzung, Raufhandel, 

Widerhandlung gegen das WG und mehrfachem Betäubungsmittelkonsum zu einer 

Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden ist, ist das Kantonsgericht im 

Wesentlichen den Ausführungen des Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland vom 

21. Oktober 2010 (act. 564-592 des Migrationsamtes) zum Sachverhalt gefolgt. Danach 

hat der Beschwerdeführer anlässlich der Melser Fasnacht vom 20. Februar 2009 A.B. 

mit einer Gewehrattrappe von hinten mit Wucht und gezielt auf den Kopf geschlagen, 

wodurch das Opfer am Schädel eine Impressionsfraktur (eingedrückter Knochenbruch) 

erlitt und operiert werden musste. Am Kopf entstand zudem eine Rissquetschwunde, 

die bis knapp zum Sinus sagitalis sup. reichte, und es sind eine Hirnkontusion und eine 

kleine Blutung in die weichen Hirnhäute festgestellt worden. A.B. musste sich während 

zehn Tagen im Spital behandeln lassen und litt als Folge davon noch Monate später an 

Kopfschmerzen und motorischen Problemen am linken Fuss (act. 574 des 

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Migrationsamtes). Auch hat der Beschwerdeführer gegen das WG verstossen, weil er 

seit Jahren verbotenerweise einen Schlagring in seinem Besitz hatte, der am 3. März 

2009 sichergestellt wurde. Das Kreisgericht qualifizierte das Verschulden des 

Beschwerdeführers als schwer, sein Vorgehen als hinterlistig und brutal und hielt fest, 

der Einsatz des harten Gegenstands als Schlaginstrument zeuge von einer 

Gewaltbereitschaft, die durch überhaupt nichts zu entschuldigen sei. Erschwerend 

komme hinzu, dass die erlittenen Verletzungen an der Schwelle zu einer schweren 

Körperverletzung anzusiedeln seien. Verschuldensmindernd berücksichtigte das 

Gericht, dass ein Gerangel stattgefunden habe und dem Schlag verbale und 

körperliche Provokationen vorangegangen seien. Zudem habe der Alkoholkonsum eine 

gewisse Enthemmung bewirkt. Strafschärfend wirkte sich der Umstand aus, dass der 

Beschwerdeführer mehrere Tatbestände erfüllt hatte. Zu einer Straferhöhung führte der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer mehrfach - teils einschlägig - vorbestraft war 

und dass er während der Probezeit zu einer früheren Verurteilung erneut delinquiert 

hatte (act. 569-570 des Migrationsamtes). Das Kantonsgericht hielt die vom 

Kreisgericht ausgefällte Freiheitsstrafe von 18 Monaten für angemessen und ergänzte 

die Erwägungen der Vorinstanz dahingehend, dass es ausführte, wer mit einem 

schweren Gegenstand mit voller Wucht auf den Hinterkopf einer Person schlage, 

müsse mit einer schweren Schädigung dieser Person rechnen. Insofern sei von einem 

"Glücksfall" auszugehen, dass die Tat keine schlimmeren Folgen gehabt habe. 

Entsprechend schwer wiege das Verschulden des Täters, der sich zusätzlich des 

Raufhandels schuldig gemacht habe (act. 605 des Migrationsamtes).

3.3. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wiegen das Verhalten und das 

Verschulden des Beschwerdeführers nicht nur in strafrechtlicher, sondern auch in 

ausländerrechtlicher Hinsicht ausserordentlich schwer. Er hat seinem Opfer am 

20. Februar 2009 durch massive, hinterlistige Gewalteinwirkung schwerwiegende 

Verletzungen zugefügt. Daran ändert nichts, dass die Freiheitsstrafe von 18 Monaten 

u.a. auch deshalb verhängt worden ist, weil sich der Beschwerdeführer neben der 

einfachen Körperverletzung u.a. auch des Raufhandels schuldig gemacht hat, zumal es 

sich beim Raufhandel um eine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung von 

mindestens drei Personen handelt, die den Tod oder die Körperverletzung eines 

Menschen zur Folge hat (BGE 137 IV 3 E. 4.2.2). Hinzu kommt, dass der 

Beschwerdeführer im Jahr 2009 nicht zum ersten Mal gewalttätig geworden ist. Im Juli 

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2003 hatte er im Zusammenwirken mit R.S. in Walenstadt auf U.T. eingeschlagen, 

sodass dieser mit einer Hirnerschütterung, einer Nasenbeinfraktur, Zahnschäden und 

einer Rissquetschwunde an den Lippen ins Spital Walenstadt eingeliefert und dort 

während vier Tagen behandelt werden musste. Zudem war U.T. während einem Monat 

zu hundert Prozent arbeitsunfähig. Der Beschwerdeführer wurde deshalb der einfachen 

Körperverletzung schuldig erklärt und zu einer bedingten Gefängnisstrafe von zwei 

Monaten verurteilt (act. 71 des Migrationsamtes). Im Gegensatz zur Auffassung des 

Beschwerdeführers handelt es sich bei diesem Vorfall nicht um eine Bagatelle, die bei 

der Interessenabwägung auch deshalb keine oder kaum Berücksichtigung finden 

dürfte, weil sie lange zurückliegt. Vielmehr bringt das Vorgehen des Beschwerdeführers 

im Jahr 2003 zum Ausdruck, dass er bereits damals keine Hemmungen hatte, die 

physische Integrität anderer Menschen zu verletzen. Dafür spricht überdies, dass der 

Beschwerdeführer am 8. November 2006 wegen Tätlichkeit und Drohung gegenüber 

E.G. zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden ist. Er hatte seinem Opfer am 

26. April 2006 per Natel mit Gewaltanwendung gedroht und diesem am 2. Juli 2006 

zumindest eine Ohrfeige verpasst, die einen Arztbesuch notwendig machte (act. 175 

des Migrationsamtes). Aktenkundig ist weiter, dass es im April 2006 zu einer 

Intervention im häuslichen Bereich kam, u.a. weil der Beschwerdeführer einem 

Nachbarn während eines Streits eine Ohrfeige verpasst hatte (act. 151-153 des 

Migrationsamtes). Erschwerend kommt hinzu, dass weder 10 Tage Untersuchungshaft 

(act. 536 des Migrationsamtes) noch das Urteil des Kreisgerichts Werdenberg-

Sarganserland vom 21. Oktober 2010 den Beschwerdeführer davon abgehalten haben, 

sich bereits am 13. November 2010 wieder strafbar zu machen. Am 20. Dezember 

2011 wurde er der Hinderung einer Amtshandlung sowie der Übertretung gegen das 

BetmG schuldig erklärt und mit einer Geldstrafe von 20 Tagesansätzen zu je Fr. 60.-- 

bestraft (act. 609-612 des Migrationsamtes). Im Strafbefehl wird ausgeführt, das 

Verschulden des Beschwerdeführers sei erheblich und sein am 13. November 2010 an 

den Tag gelegtes Verhalten zeuge von langanhaltender Pression, die die Arbeit der 

Polizeibeamten massiv behindert habe. Er sei erwiesenermassen alkoholisiert und 

unter Drogeneinfluss auf den Polizeibeamten zugegangen und habe diesen bei der 

Unfallaufnahme erheblich behindert. Auch hat F.H. am 22. Dezember 2010 gegen den 

Beschwerdeführer Strafantrag gestellt und diesen am 11. Januar 2011 zurückgezogen. 

Sie hatte geltend gemacht, er habe sie per Natel massiv belästigt, tätlich angegangen 

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und gedroht, anzügliche Fotos von ihr ins Internet zu stellen (act. 600 des 

Migrationsamtes). Weiter musste der Beschwerdeführer am 15. November 2013 mit 

einer Busse von Fr. 600.-- bestraft werden, weil er am 21. September 2013, zu einem 

Zeitpunkt als die Beschwerde betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 

beim Verwaltungsgericht hängig war, die signalisierte Höchstgeschwindigkeit auf der 

Autobahn A3 um 33 km/h überschritten hatte. Diese Vorfälle machen deutlich, dass der 

Beschwerdeführer weder willens noch in der Lage ist, sich an die hier geltende 

Rechtsordnung zu halten. Weder die ausländerrechtlichen Verwarnungen vom 2. März 

2004, 7. Dezember 2006 und 29. April 2008 (act. 72-73, 179 und 255 des 

Migrationsamtes) noch die Tatsache, dass die Aufenthaltsbewilligung am 3. Dezember 

2009 in Anbetracht des hängigen Strafverfahrens "unter jedem Vorbehalt" (act. 523 des 

Migrationsamtes) verlängert und am 29. Mai 2012 nicht mehr verlängert worden ist, 

haben den Beschwerdeführer davon abzuhalten vermocht, sich erneut strafbar zu 

machen. Auch haben ihn die vielen strafrechtlichen Verurteilungen ab dem Jahr 2002, 

so auch die schwerwiegendste vom 28. September 2011 wegen einfacher 

Körperverletzung, Raufhandels, Widerhandlung gegen das WG und mehrfachen 

Betäubungsmittelkonsums offensichtlich unbeeindruckt gelassen. Er ist unbelehrbar 

und hat den Verlust des Aufenthaltsrechts in Kauf genommen.

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Vorinstanz zu Recht angenommen hat, 

das Verschulden des Beschwerdeführers wiege schwer und aufgrund seines bisherigen 

Verhaltens könne ihm keine günstige Prognose gestellt werden. Hinzu kommt, dass die 

Rückfallgefahr ohnehin keine zentrale Bedeutung hat. Demzufolge besteht ein 

erhebliches öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 

bzw. an der Wegweisung des dem Beschwerdeführer aus der Schweiz.

3.4. Bei der Würdigung der privaten Interessen des Beschwerdeführers in der Schweiz 

bleiben zu können, fällt zu seinen Gunsten in Betracht, dass er sich seit dem 

14. Altersjahr, somit seit rund 16 1/2 Jahren, hier aufhält. Unbestritten geblieben ist 

allerdings, dass er die prägenden Kindheits- und die frühen Jugendjahre, davon sieben 

Schuljahre, im Herkunftsland verbracht hat. Anschliessend besuchte er in J. drei Jahre 

die Realschule und schloss im Jahr 2002 eine Anlehre als Metallbauschlosser ab. In der 

Folge arbeitete der Beschwerdeführer für verschiedene Arbeitgeber, insbesondere in 

temporärer Anstellung (act. 571 des Migrationsamtes). Unbestritten geblieben ist 

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sodann, dass der Beschwerdeführer, der wie seine ebenfalls aus Mazedonien 

stammenden Eltern und sein Bruder in J. lebt, in der Lage ist, sich in der Sprache 

seines Herkunftslandes auszudrücken, zumal er dort auch sieben Jahre zur Schule 

ging. Er behauptet zwar, es treffe nicht zu, dass ihm die Lebensumstände in der 

Heimat vertraut seien, und er würde sich dort alleine nicht zu Recht finden. Abgesehen 

davon, dass der Beschwerdeführer erst mit 13 Jahren im Rahmen des 

Familiennachzugs in die Schweiz übersiedelte, ist unbestritten, dass er mit seinen 

Eltern und seinem Bruder im Herkunftsland jeweils Ferien verbracht hat. Aktenkundig 

ist zudem, dass ihm am 27. Dezember 2010 ein Rückreisevisum ausgestellt worden ist, 

weil er für eine Beerdigung nach Struga in Mazedonien reisen wollte (act. 562 des 

Migrationsamtes). Fest steht ebenfalls, dass der Beschwerdeführer im Juni 2012 

zwischenzeitlich in die Heimat gereist ist (act. 655-657 des Migrationsamtes). Die 

Behauptung, die Lebensumstände im Herkunftsland seien ihm völlig fremd, erscheint 

deshalb nicht glaubwürdig. Dem gut 30 Jahre alten unverheirateten Beschwerdeführer, 

der über eine Berufsausbildung verfügt, ist es deshalb zumutbar, zum dauernden 

Verbleib in die Heimat zurückzukehren, sich dort beruflich und privat ein 

Beziehungsnetz aufzubauen und sich mit den Gepflogenheiten, die dort herrschen, 

besser vertraut zu machen. Das Gericht verkennt nicht, dass es ihm schwer fallen 

dürfte, auf das ihm vertraute Umfeld in J. - Eltern, Bruder, Freunde - verzichten zu 

müssen und sich im Herkunftsland ein neues Leben aufzubauen. In Betracht fällt in 

diesem Zusammenhang aber, dass der Beschwerdeführer seine Wegweisung aus der 

Schweiz durch seine Uneinsichtigkeit selber zu verantworten hat und dass ihn das 

Umfeld, über das er hier verfügt, offensichtlich nicht davon abhalten konnte, sich 

immer wieder strafbar zu machen. Sodann ist es dem Beschwerdeführer möglich, 

Beziehungen zu Personen in der Schweiz mittels telefonischen, elektronischen und 

brieflichen Kontakten und gegenseitigen Besuchen aufrechtzuerhalten. An dieser 

Beurteilung ändert nichts, dass der Beschwerdeführer geltend macht, er lebe in 

stabilen finanziellen Verhältnissen, gehe seit mehreren Jahren einer geregelten Arbeit 

nach bzw. er sei seit Dezember 2012 bei der Q. AG in J. in einer Festanstellung als 

Metallbauschweisser tätig, und er sei seit mehreren Jahren Vereinsmitglied und 

ehrenamtlicher Trainer bei der "Z." in Mels. Es spricht zwar für den Beschwerdeführer, 

wenn es ihm gelungen ist, hier beruflich Fuss zu fassen und seinen finanziellen 

Verpflichtungen nachzukommen (vgl. dazu act. 597 des Migrationsamtes). 

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Wohlverhalten darf aber nicht nur in strafrechtlicher, sondern auch in beruflicher und 

finanzieller Hinsicht erwartet werden und führt in Anbetracht des strafrechtlich 

relevanten Verhaltens des Beschwerdeführers nicht dazu, dass seinem privaten 

Interesse am Verbleib in der Schweiz höheres Gewicht beizumessen wäre als dem 

öffentlichen Interesse an seiner Wegweisung. Dasselbe gilt für den Umstand, dass er 

sich gemäss Arbeitszeugnis vom 28. Mai 2013 seit Jahren als Trainer einer 

Kampfsportschule betätigt.

3.5. Der Beschwerdeführer beruft sich bezüglich der Zumutbarkeit, ins Herkunftsland 

zurückkehren zu müssen, auch auf Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutz der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, abgekürzt EMRK) und macht wie in 

der Rekursergänzung vom 15. August 2012 geltend, er habe konkrete Heiratspläne. Er 

führt aus, es sei gut möglich, dass er seine derzeitige Freundin, eine schweizerische 

Staatsangehörige, noch während des Beschwerdeverfahrens heirate und mit ihr Kinder 

zeuge.

Art. 8 EMRK gewährleistet den Schutz des Familienlebens, verschafft aber kein Recht 

auf Aufenthalt in einem bestimmten Konventionsstaat. Hat der Ausländer nahe 

Verwandte in der Schweiz und ist diese familiäre Beziehung intakt und wird sie 

tatsächlich gelebt, kann es hingegen das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV 

garantierte Recht auf Achtung des Familienlebens verletzen, wenn ihm die Anwesenheit 

in der Schweiz untersagt wird. Das geschützte Familienleben beschränkt sich dabei 

grundsätzlich auf die Kernfamilie, bzw. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren 

gemeinsamen Kindern (BGE 129 II 11 E. 2). Nach der neueren Rechtsprechung des 

Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte kann der Begriff "Familienleben" das 

Zusammenleben ausserhalb der Ehe umfassen, wobei unter anderem zu 

berücksichtigen ist, ob und wie lange die Partner zusammenleben und ob sie 

gemeinsame Kinder haben. Das Bundesgericht hat für die Berufung auf Art. 8 Ziff. 1 

EMRK in diesem Zusammenhang stets vorausgesetzt, dass die Partner 

zusammenleben, wobei die Dauer von eineinhalb Jahren grundsätzlich nicht genügt. 

Lebt das Paar nicht seit längerer Zeit in einer echten eheähnlichen Gemeinschaft, sind 

konkrete Heiratspläne notwendig, welche sich beispielsweise in der Bekanntmachung 

der Eheschliessung äussern können (BGer 2C_856/2012 vom 25. März 2013 E. 6.3 mit 

Hinweisen).

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Der Beschwerdeführer hat sowohl im Rekurs- als auch im Beschwerdeverfahren darauf 

verzichtet, bezüglich der Beziehung zu einer Freundin konkrete Angaben zu machen. 

Somit bestehen keine Anhaltspunkte, wonach er seit langem in einer echten 

eheähnlichen Gemeinschaft leben könnte oder dass ernst zu nehmende Heiratspläne 

bestehen könnten. Demzufolge fällt die geltend gemachte Beziehung zu einer 

schweizerischen Freundin nicht unter den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK.

4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Der 

angefochtene Entscheid erweist sich als recht- und verhältnismässig. Das öffentliche 

Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers 

überwiegt sein privates Interesse, hier weiterhin ein Bleiberecht zu haben, auch wenn 

die Rückkehr ins Herkunftsland mit persönlichen und wirtschaftlichen Nachteilen 

verbunden ist. Wie sich aus den Erwägungen ergibt, hat der Beschwerdeführer mit 

seinem Verhalten eine bedenkliche Gleichgültigkeit gegenüber der schweizerischen 

Rechtsordnung offenbart. Aus diesem Grund ist es auch nicht gerechtfertigt, ihn im 

Sinn einer milderen Massnahme ein weiteres Mal zu verwarnen, zumal feststeht, dass 

mehrere Verwarnungen wirkungslos geblieben sind.

4.1. (…).

4.2. (…).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./  Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- bezahlt der 

Beschwerdeführer unter Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe.

3./  Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

Der Präsident:                            Die Gerichtsschreiberin:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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lic. iur. Beda Eugster                  lic. iur. Regula Haltinner-Schillig

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	Urteil Verwaltungsgericht, 11.03.2014
	Ausländerrecht, Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Art. 33 Abs. 3 AuG (SR 142.20); Art. 62 lit. b AuG; Art. 96 Abs. 1 AuG, Art. 5 Abs. 2 BV (SR 101), Art. 8 EMRK (SR 0.101).Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung eines rund 30 Jahre alten Mazedoniers, der seit 1997 in der Schweiz lebt, erweist sich als verhältnismässig. Ausländerrechtliche Verwarnungen und eine Vielzahl strafrechtlicher Verurteilungen haben ihn nicht davon abgehalten, erneut zu delinquieren (Verwaltungsgericht, B 2013/109).

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		2025-07-19T10:03:05+0200
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