# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0a94a96-3bcf-5b29-accf-71c4b13502c2
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-05
**Language:** de
**Title:** Unfallähnliche Körperschädigung; neue Rechtslage;; auf die kreisärztliche Beurteilung kann nicht abgestellt werden -> Rückweisung zwecks Einholung eines Gutachtens betreffend die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin (Diagnose nach Art. 6 Abs. 2 UVG).
**Docket/Reference:** UV.2017.00239
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2017.00239.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2017.00239
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens
Gerichtsschreiberin Nünlist
Urteil
vom
5. Juni 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Noëlle
Cerletti
Advokatur
Bülach
Sonnmattstrasse 5, Postfach 456, 8180
Bülach
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1983 geborene
X.___
war
hauptberuflich
in einem Voll
zeit
pensum
bei der
de
Y.___
AG, in der Vormontage angestellt
und in dieser Funktion bei der Suva unfallversichert,
als er am 7. Dezember 2015 beim
Hinabsteigen einer Treppe
umgeknickt ist und sich
gemäss
Schaden
meldung
UVG
eine Zerrung
am linken Fussgelenk zugezogen hat (
Urk.
10/1). Die Suva erbrachte daraufhin Versicherungsleistungen u
nd tätigte
insbeso
ndere medizinische Abklärungen, da
der Versicherte in der Folge vollumfänglich arbeitsunfähig
war
(vgl.
Urk.
10/24
, 10/29
).
Am
20
. April 2016 nahm
er
seine Arbeit
bei der de
Y.___
AG
wieder zu 50 % auf (Urk. 10/35
),
ab
Anfang
Mai 2016 war er wieder vollumfänglich arbeitsfähig (
Urk.
10/39 f.).
Die Behandlung
wurde
abgeschlossen (
Urk.
10/43).
1.2
Gemäss Schadenmeldung
UVG
vom 14. Februar 2017 (
Urk.
9/1)
hatte sich
X.___
am 12. Februar 2017 beim Rennen vom Schlafzimmer in das Wohnzimmer den rechten Fuss an einer Kante angeschlagen und verdreht. Festgehalten wurde eine «Schwellung» am rechten Fussgelenk.
Zu diesem Zeitpunkt war
er
bei der
Z.___
AG, als Aushilfschauffeur angestellt und in
dieser Funktion bei der Suva unfallversichert.
Die
se
erbrachte daraufhin Ver
si
ch
e
rungsleistungen (
vgl.
Urk.
9/4
)
und tätigte weitere Abklärungen.
Der Versicherte wurde ab dem 12. Februar
2017 vollumfänglich arbeitsunfähig geschrieben (
Urk.
9/11, 9/16, 9/18, 9/21, 9/24, 9/27, 9/33
), wobei insbesondere Beschwerden am linken Knie
im Vordergrund standen (vgl. Ur
k. 9/20 S. 1, 9/31 [Meniskusriss]).
Nach
der Einholung
zwei
er kreisärztlicher
Beurteilungen
durch
Dr.
med.
A.___
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates,
vom 11. sowie 12. Juli 2017 (
Urk.
9/39, 9/41)
verfügte die Suva am 13.
Juli 2017 (
Urk.
9/46)
die Einstellung der Versicherungsleistungen
auf den gleichen Tag
.
Dies wurde nach Rücksprache mit
Dr.
A.___
(
Urk.
9/53)
unter Abweisung der dagegen erhobenen Einsprache des Versicherten (
Urk.
9/56, vgl. auch
Urk.
9/50
)
mit
Einspracheentscheid
vom 20. September 2017 (
Urk.
2) be
stätigt.
2.
2.1
Gegen den
Einspracheentscheid
der Suva erhob der Versicherte
mit Eingabe vom
18. Oktober 2017 Beschwerde (
Urk.
1) und stellte folgende Anträge
(S. 2)
:
«1.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen für den Schaden am Knie links aus dem Unfallereignis vom 12. Februar 2017 zu erbringen.
2.
Es sei die Beschwerdegegnerin damit zu verpflichten, auch über den 13. Juli 2017 hinaus sämtliche gesetzlich geschuldeten Leistungen, namentlich Tag
gelder und Heilungskosten, weiterhin zu erbringen.
3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der
Beschwerdegegnerin.»
2.2
Mit Beschwerdeantwort vom 7. Dezember 2017 (
Urk.
8)
ersuchte
die Beschwer
degegnerin
um
Abweisung der Beschwerde (S. 2).
In seiner
Replik vom 12. April 2018 (
Urk.
14)
erneuerte
der Beschwerdeführer die bereits mit Beschwerdeschrift gestellten Anträge (S. 2).
Am 27. April 2018
(
Urk.
18)
teilte die Beschwerdegegnerin den Verzicht auf eine Duplik mit
, was dem Beschwerdeführer am 3. Mai 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
19).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).
1.2
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG
in der seit 1. Januar 2017 in Kraft stehenden Fassung
erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschä
di
gung
en, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (
lit
. a); Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskusrisse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Bandläsio
nen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h).
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist ab
schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei
zerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Auflage, Bern 1989, S. 202).
1.
3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
an
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Seit dem Inkrafttreten der Revision des UVG und der dazugehörigen Verordnung (UVV) per 1. Januar 2017 ist das Bestehen einer vom Unfallversicherer zu über
nehmenden unfallähnlichen Körperschädigung nicht länger vom Vorliegen eines äusseren Ereignisses abhängig. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG ge
nannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer über
nom
men werden muss. Dieser kann sich aber von der Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfallverhütung; Organisa
tion und Nebentätigkeiten der Suva] vom 19. September 2014,
BBl
2014 7922 7934 f.).
1.5
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
In ihrem
Einspracheentscheid
vom 20. September 2017 (
Urk.
2) führte die Be
schwerdegegnerin im Wesentlichen aus, gestützt auf die beweiswertige Beurtei
lung von Kreisarzt
Dr.
A.___
sei unbestrittenermassen davon auszugehen, dass die Folgen der
am 12. Februar 2017 zugezogenen
Kontusion der vierten Zehe rechts zum Zeitpunkt der Einstellung der Versicherungsleistungen a
b
geheilt gewesen seien
(S. 6)
.
Sodann sei
aufgrund
der kreisärztlichen Beurteilung
ein Kau
salzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 12. Februar 2017 und dem in der Folge festgestellten Meniskusriss nicht mindestens mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen. Auch ein Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 7. Dezember 2015 könne nicht als mindestens mit überwiegender Wahrschein
lich
keit nachgewiesen gelten. Die Versicherungsleistungen seie
n folglich einzu
stellen (S. 9
).
2.2
Mit
Beschwerdeschrift vom 18. Oktober 2017 (
Urk.
1) machte der Beschwerde
führer insbesondere geltend,
entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin liege ein Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 12. Februar 2017 und den Beschwerden am linken Knie vor.
Im Übrigen
handle es sich
bei der Knie
verletzung
um eine V
erletzung gemäss
Art.
6 Abs. 2 UVG.
Die Argumen
tation der Beschwerdegegnerin
, wonach ein Kausalzusammenhang
nicht gegeben sei, ziele
daher
ins Leere. Ein solcher werde bei einer Listenverletzung
,
wie
d
er vorliegenden
,
nicht vorausgesetzt. Massgebend sei einzig die Frage, ob die Verletzung eher auf Abnützung respektive auf eine Erkrankung zurückzuführen sei oder nicht. Hierbei handle es sich um einen Gegenb
e
weis zur gesetzlichen Vermutung der Leistungspflicht
d
es UVG-Versicherers bei Vorliegen einer Listen
verletzung. Dieser Beweis sei der Beschwerdegegnerin nicht gelungen.
Im Übrigen sei die Beurteilung von
Dr.
A.___
falsch.
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Dezember 2017
(
Urk.
8)
verwies die Be
schwer
degegnerin ergänzend auf die
Urteile des Bundesgerichtes 8C_834/2015 vom 5. April 2016 und 8C_100/2016 vom 17. Mai 2016, welche
sie als mit der vor
liegenden Konstellation vergleichbar erachtete.
2.4
Mit Replik vom 12. April 2018 (
Urk.
14) bracht
e
der Beschwerdeführer vor, die von der Beschwerdegegnerin herangezogenen Urteile des Bundesgerichts seien nach alter Gesetzeslage ergangen und weiter auch nicht mit der vorliegenden
Kon
stellation vergleichbar. Bei ihm liege zweifellos ein Meniskusriss vor. Anläss
lich der durchgeführten Operation habe sich ein anderes Bild als gemäss Mag
netresonanztomographie (MRI) gezeigt, so habe eben gerade keine horizontale Schädi
gung des Meniskus vorgelegen, wie dies der Kreisarzt in seiner Stellung
nahme behauptet habe.
Meniskusrisse könnten traumatischen oder degenerativen Ursprungs sein. Der Beschwerdeführer sei im Zeitpunkt des
(zweiten)
Unfalles
erst 34 Jahre alt gewesen, demnach sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer degenerativen Ursache auszugehen. Dies umso
weniger
, als dass die
bild
gebenden Abklärungen nach dem Unfallereignis vom 7. Dezember 2015 unauf
fällig gewesen seien. Es sei demnach umso unwahrscheinlicher, das
s sich der Zustand des Meniskus
innert eines knappen Jahres dermassen verschlechtert haben solle. Somit sei eindeutig nicht von einer degenerativen Ursache auszu
gehen, sondern vielmehr von einem traumatischen Geschehen.
Dies werde auch durch die aktuellen Berichte der behandelnden Fachärztin untermauert. Aufgrund der seit 1. Januar 2017 geltenden Rechtslage erübrige sich ohnehin die Frage, ob
sich
der Beschwerdeführer am 12. Februar 2017 tatsächlich das Knie gestossen habe oder nicht. Nichts desto trotz sei darauf hinzuweisen, dass er sich noch in der Nacht nach dem
Unfall
beim Spital
B.___
wegen der
schweren
Schmer
zen am linken Knie gemeldet hab
e. Ebenso habe er sich zeitnah nach dem Ereignis bei seinem Hausarzt vorgestellt, weil die Kniebeschwerden
links
so stark gewesen seien. Der Beschwerdeführer könne somit ein Ereignis benennen, bei dem die Beschwerden erstmals aufgetreten seien.
Die vom Kreisarzt behandelte Frage nach der natürlichen Kausalität sei gemäss neuer Rechtslage nicht von Belang. Die Aussagen betreffend die Art des Meniskusrisses sei
e
n aufgrund der aktuellen Unterlagen zudem klar widerlegt. Es liege kein horizontaler Riss vor, der auf eine degenerative Ursache schliessen lassen könnte (S. 3 ff.).
3.
3.1
Vorab ist festzuhalten, dass die Beurteilung von
Dr.
A.___
vom 12. Juli 2017 (
Urk.
9/41)
, wonach
hinsichtlich der
Beschwerden am rechten Fuss
innert
drei bis
allerspätestens
vier Monaten
nach dem Ereignis vom 12.
Februar
2017
keine Unfallfolgen mehr vorgelegen hätten
,
z
u Recht unbestritten ist
(vgl. auch
Urk.
9/20 S. 1 f.)
. Die
diesbezügliche
Leistungspflicht wurde somit
für den Zeit
raum ab dem 13. Juli 2017
zu Recht verneint (
Urk.
9/46,
Urk.
2).
3.2
Zu prüfen
is
t, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht hinsichtlich der Kniebeschwerden links zu Recht
ablehnt
. Im Zusammenhang mit dem linken Knie
respektive dem Ereignis vom 12. Februar 2017
ist d
en Akten
im Wesentlichen
Folgendes zu entnehmen:
3.2.
1
Gemäss Arztzeugnis
UVG vom 21. Mä
rz 2016 (
Urk.
10/24 S. 2)
war der Beschwer
deführer am 7. Dezember 2015
bei
der
Arbeit
auf der Treppe ausgerutscht und
hatte
sich dabei das linke Bein und den Fuss verdreht. Er
hatte
sich an einem Schrank festhalten können und sich leicht die Nase angeschlagen.
Diagnostiziert
wur
de
n
eine
Distorsion am linken
Knie und
linken
obere
n
Sprunggelenk (OSG)
mit dringendem Ver
dacht auf Bänderzerrung
/
riss.
3.2.
2
Am 7. Dezember 2015
waren
das
linke OSG, Knie und Unterschenkel geröntgt
worden
(Urk. 10/32)
. Im Befund betreffend das linke Knie und den Unterschenkel wurde
Folgendes
festgehalten: «Normale Form und Stellu
ng des abgebildeten Knie
gelenkes. Mineralgehalt und Knochenstruktur sind unauffällig. Die gelenk
bil
denden Flächen sind kongruent sowie glatt und scharf begrenzt. Der Abstand der gelenkbildenden Flächen zueinander ist regelrecht. Glatte und scharfe
Korti
kalisbegrenzung
vom Femur und Tibia. Die Patella ist normal geformt. Sie weist glatt begrenzte Gelenkflächen auf. Keine intra- bzw.
periartikulären
Verkal
kungen oder Fremdkörper. Unauffällige
Weichteile.»
In der Beurteilung wurde festgehalten, es lägen keine
ossären
Läsionen vor.
3.2
.
3
Im
a
mbulanten Bericht des Spitals
B.___
vom 12. Februar 2017 (
Urk.
9/14) wurde als Diagnose eine Kontusion des
Digitus
IV des re
chten Fusses festgehalten (S. 1).
Es wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer sei gleichen abends durch die Wohnung geeilt und dabei mit voller Wucht mit
Digitus
IV an einer Türschwelle hängen geblieben respektive an die Türschwelle geprallt. Initial sei es noch ge
gangen, im Verlauf seien aber zunehmende Schmerzen aufgetreten sowie ein Häma
tom
an der entsprechenden Zehe des rechten Fusses
. Das Röntgenbild des rechten
Vorf
usses (
Urk.
9/12) zeige
keinen Frakturnachweis.
3.2.
4
In der Schadenmeldung
UVG
vom 14. Februar 2017 (
Urk.
9/1) wurde als Verletz
ung eine Schwellung am rechten Fussgelenk festgehalten.
3.2.
5
Am 13. März 2017 wurd
e
das linke Kniegelenk einem MRI unterzogen (
Urk.
9/31
). Als Befund wurde am medialen Kniegelenkskompartiment ein komplexer Menis
kusriss mit horizontal und radiär die Unterfläche erreichenden Risskomponenten im
Meniskushinterhorn
festgestellt. Es lag keine Meniskusdislokation vor. Der Gelenkknorpel war altersentsprechend,
eine
posttraumatische Läsion oder ein Knochenmarködem waren nicht vorhanden. Das mediale Kollateralband war in der Kontinuität erhalten
, wobei der tiefe Anteil signal
alteriert und verbreitert war und hierbei eine Reizung der B
ursa bestand. Die Sehnen des
P
e
s
anserinus
waren intakt, die grosse
Baker
zyste
befand sich in loco
typico
.
Am lateralen und
femoropatellären
Kniegelenkkompartiment lag ein kleiner Kniegelenkerguss vor, so
dann war wenig Erguss auf der Hö
he
des
posterolateralen
Bandapparates
ersichtlich (differenzialdiagnostisch Ganglion, weniger wahrscheinlich
P
lica
medio
- und
suprapatellaris
). Ansons
ten zeigte sich keine fassbare P
athologie. Am
interkondylären
Kompartiment bestand ein gering signalalteriertes, in der Konti
nuität erhaltenes vorderes
und hinteres Kreuzband (diff
e
re
nzialdiagnostisch dis
krete Überdrehung möglich). Zusammenfassend wurde auf einen
undislozierten
komplexen Meniskusriss im medialen
Hinterhorn
, wenig Kniegelenkerguss sowie eine
Baker
zyste
geschlossen.
3.2.
6
Am 29. März 2017 (
Urk.
9/15) diagnostizierte
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für
Chirurgie,
einen Kniebinnenschaden links.
Er führte aus, d
er Beschwerdeführer habe am 12. Februar 2017 in seinem Schlafzimmer
de
n
rechten Fuss
an der Tür
kante
angeschlagen. Daraufhin sei er gestürzt und habe sich dabei das linke Knie verdreht. Die erste ärztliche Versorgung sei im Spital
B.___
erfolgt, wo keine Fraktur festgestellt
worden sei
. Es sei aber nur der rechte Fuss gerön
t
gt wo
r
den. Von den Kniebeschwerden habe der Beschwerdeführer damals nichts erzählt. In der folgenden Nacht sei es zu erheblichen Knieschmerzen links gekommen. Eine
MRT
vom linken Kniegelenk
(E. 3.2.5)
habe einen Aussenmeniskusschaden gezeigt
. Die Bandstrukturen seien im Kernspinn unauffällig gewesen. Die klinische Unter
suchung zeige aber e
inen abweichenden Befund und der
Aussenmeniskusriss mache dem Beschwerdeführer keinerlei Beschwerden. Sowohl die Provokation von Innen- und Aussenmeniskus lösten keinen Kniebinnenschmerz aus. Ein Knie
binnenerguss finde sich auch nicht. Die Kniescheibe sei reizlos. Vorderes und hinteres Kreuzband seien stabil. Es fänden sich eindeutig Zeichen
einer
Innen
banddistorsion zumindest
2.
Grades. Der Bereich sei
druck- und b
ewegungs
schmerz
haft und lasse sich klinisch
geringgradig
aufklappen.
Chirurgischerseits
sei zurz
eit ein operatives Vorgehen nicht indiziert. Sollte der Aussenmeniskus einmal Beschwerden machen im Sinne einer E
i
nklemmung, wäre an eine Ope
ration zu denken. Die Innenbanddistorsion werde konservativ behandelt. Der
Beschwerdeführer habe eine
Ge
nu
Classic Knieschiene erhalten. Diese sollte er konsequent die nächsten vier bis sechs Wochen tragen. Aus der Schiene heraus könne Physiotherapie erfolgen, insbesondere zur Stabilisierung der Oberschenkel
muskulatur.
3.2.
7
In seinem ärztlichen Zwischenb
eri
cht vom 12. Mai 2017 (
Urk.
9/23)
diagnos
ti
zierte
Dr.
med.
D.___
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin,
einen Status
nach Sturz am 12. Februar 2017 (Türschwelle mit Fuss rechts angeschlagen, Knie links an der lateralen Türenwand,
Digitus
IV Fuss rechts Kontusion, Knie links Distor
sion/Kontusion,
undislozierter
komplexer Meniskusriss im medialen
Hinterhorn
links gemäss
MRI
vom 13. März 2017
;
vgl. auch
Urk.
9/50 S. 2
,
wo auf die Knieschmerzen links in der Nacht nach dem Ereignis vom 12. Februar 2017 hingewiesen wird
).
Angesichts der persistierenden, starken Knieschmerzen sei ein MRI veranlasst worden, das einen
undislozierten
komplexen Meniskusriss im
medialen
Hinterhorn
links gezeigt habe.
Dr.
C.___
habe einen Kniebinnen
schaden links diagnostiziert und eine
Gen
u
plastik
-Knieschiene
und daneben Physiotherapie verordnet. Unter dieser Behandlung sei es zu keiner Besserung der Beschwerden gekommen
, weshalb weitere Abklärungen vorgesehen seien
. Die Prognose sei unklar. Besondere Umstände, die den Heilungsverlauf beeinflussen könnten, wie z.B. frühere Erkrankungen, Unfälle und soziale Umstände, würden keine vorliegen.
Die voraussichtliche Dauer der Behandlung sei unklar, eine Arbeits
aufnahme sei zurzeit nicht möglich.
Ein bleibender Nachteil sei nicht zu erwarten.
3.2.
8
Im Sprechstundenbericht des Spitals
B.___
vom 1. Juni 2017 (
Urk.
9/36)
diag
nostizierte
Dr.
med.
E.___
, Fachärztin für Ortho
p
ädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates,
eine Komplexläsion des medialen
Meniskus
hinterhorns
ohne
Dislokation
am
linken Kniegelenk, eine kleine
Bakerzyste
sowie eine
Plica
mediopatellaris
.
In der Anamnese
hiel
t
sie fest,
es erfolge die Zuwei
sung des Beschwerdeführers durch den Hausarzt zur weiteren Beurteilung bei
anhaltenden Beschwerden des linken Kniegelenkes. Der Beschwerdeführer
berichte
über ein Unfallereignis vor mehr als einem Jahr. Er sei dabei die Treppe herab
gestürzt und habe sich das Knie
gelenk
verdreht. Es sei wohl eine Rönt
g
en
diag
nostik zum Ausschluss einer Fraktur erfolgt.
Im weiteren Verlauf hätten über ein halbes Jahr anhaltende Schmerzen bestanden, die dann nach und nach ver
schwunden seien. Nach längerer Zeit der Beschwerdefreiheit seien die Beschwer
den im linken Knie dann wieder aufgetreten nach vermehrter Belastung, nachdem sich der Beschwerdeführer den rechten Fuss angeschlagen hatte. E
r
klage nun über anhaltende Schmerzen, im Wesentlichen über dem medialen Gelenksaspekt, vor allen Dingen bei Flexion des Kniegelenkes. Blockaden oder grössere
S
chwel
lungszustände würden verneint.
Weiter
legte
die
Fachärztin
dar
, beim Beschwer
deführer bestünden anhaltende Knieschmerzen linksseitig, die auch nach neun Einheiten Physiotherapie nicht wesentlich gelindert seien. Der Beschwerdeführer fühle sich im Alltag erheblich eingeschränkt, so dass
sie
hier die
ar
throskopische
Revision empfehle (S. 1).
3.2.
9
Mit Aktenbeurteilung vom 11. Juli 2017 (
Urk.
9/39) führte
Dr.
A.___
aus, das Ereignis vom 12. Februar 2017 habe nicht zu zusätzlichen strukturellen Läsionen am linken Knie geführt, welche objektivierbar seien. In der Konsequenz sei die
(
im Spital
B.___
vorgesehene)
Operation
(Urk. 9/35)
vom 14. Juli 2017 auch nicht Folge dieses Ereignisses. Die Beschwerden am linken Kniegelenk hätten zumindest mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keinem Zeitpunkt im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 12. Februar
2017 eine Rolle gespielt (S. 2).
Als Begründung
legte
der Kreisarzt
dar
, in Erst- und Echtzeit noch am Tag des Ereignisses vom 12. Februar 2017 sei
dessen Hergang
im Rahmen des ambulanten Berichtes des Spitals
B.___
(E.
3.2.3
)
dokumentiert. Hier sei vom Beschwerde
führer ausschliesslich ein Anprall des rechten Fusses angegeben worden, kein Sturz. Es seien keinerlei Beschwerden im Bereich des linken Kniegelenkes doku
mentiert, es fänden sich ausschliesslich
Beschwerden
im Bereich der vierten Zehe des rechten Fusses. Auch in der zeitnah zum Ereignis angefertigten
Schaden
meldung seien ausschliesslich Verletzungsfolgen am rechten Fuss benannt. Es sei praktisch ausgeschlossen, dass bei einem Anprall des re
c
hten Fusses mit Ver
letzung der vier
t
en Zehe eine Meniskusläsion auf der Gegenseite, das heisse am linken Knie, en
t
stehe.
Dazu komme, dass es sich
i
n der Bildgebung bei der Läsion am
Innenmeniskushinterhorn
um eine komplexe, vorwiegend horizontal ausge
richtete Läsion handle. Sollte eine derartige komplexe Läsion tatsächlich in seltenen Fällen durch ein Unfallereignis entstehen, so seien sofortige und relativ heftige Beschwerde
n
nahezu zwingend zu erwarten. Es sei aber auch bekannt, dass an der Prädilektionsstelle des Innenmeniskushorns vorwiegend horizontal ausgerichtete Läsionen des Meniskus praktisch ausschliesslich durch abnutzungs
bedingte Veränderungen entstünden. Durch immer wiederkehrende Belastungen des Kniegelenkes bei physiologischen Bewegungen komme es zunächst im Innern des Meniskus zu einer sogenannten «
mukoiden
Degeneration», diese schreite fort und erreiche irgendwann die Oberfläche des Meniskus. Dann sei diese abnutz
ungsbedingte Veränderung auch von aussen zu sehen und könne einen Riss vor
täuschen, obwohl es sich nicht um einen Riss handle. Bei weiterem Fortschreiten des Krankheitsprozesses kämen weitere Läsionen hinzu und es resultiere letzt
endlich eine komplexe Läsion, wie
im vorliegenden
Fall. Im Bericht
des
Spital
s
B.___
vom 1. Juni 2017
(E.
3.2.8
)
werde auch eine völlig abweichende Entsteh
ungsgeschichte der Läsion dokumentiert. Gemäss dieser habe der Beschwerde
führer weit über ein Jahr zuvor bereits ein Sturzereignis auf der Treppe gehabt, nachfolgend Beschwerden im linken Knie, welche auch wieder abgeklungen seien. Aber auch zu diesem Ereignis sehe der Kreisarzt aufgrund der relativ ein
deutigen Bildgebung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einen natürli
ch
kausalen Zusammenhang. Zum Ereignis vom Februar 2017 sehe
er,
der Kreisarzt
,
bezüglich der beklagten Beschwerden am linken Kniegelenk zu keinem Zeitpunkt eine natürliche Kausalität (S. 2 f.).
3.2.1
0
Im Operationsbericht vom 14. Juli 2017
(
Urk.
9/74 S. 14)
betreffend die diag
nos
tische Arthroskopie am Kniegelenk links sowie die
arthroskopische
Meniskusnaht mit Fast-Fix all
inside
und
Plica
-Resektion
wurde eine mediale
Meniskus
hinter
hornläsion
sowie
Plica
mediopatellaris
am linken Kniegelenk diagnostiziert.
3.2.1
1
Am 27. Juli 2017 (
Urk.
9/53) hielt
Dr.
A.___
fest, es sei mit Stellungnahme vom 6.
(richtig 11.)
Juli 2017
(E. 3.2.9)
ausführlich begründet worden, weshalb die Bildgebung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegen strukturelle unfall
bedingte Läsionen spreche.
Ausserdem sei nach wie vor unklar, wie in einem Echt- und Erstzeitbericht
vom Unfalltag dokum
entierten
Unfallhergang
mit An
schlagen des rechten Fusses eine Läsion am Knie des and
e
ren Beines entstehen könne. Abgesehen davon, dass die in der Bildgebung zur Darstellung kommende Läsion wie begründet überwiegend wahrscheinlich nicht unfallkausal sei, sage die Erfahrung, dass unfallkausale Meniskusläsionen sofort und in hohem Aus
mass Beschwerden verursachten. Eine unfallkausale Meniskusläsion werde am Unfalltag bei der Präsentation im Spital nicht einfach vergessen, weil man sich auf der anderen Seite eine Fusszehe angeschlagen habe.
3.2.1
2
Am 9. November 2017 (
Urk.
15/1) legte
Dr.
E.___
dar, intraoperativ habe sich
,
nicht wie im MRI-Bericht vom 14. März 2017 beschrieben
,
ein radiärer
Ein
riss des Meniskus gezeigt. Es
habe sich eine basisnahe Ruptur des Meniskus an
der Unter
f
läche gezeigt, diese Risskomponente sei genäht worden. Allgemein sei zu radiären Rissen zu sagen, dass diese häufig nicht genäht werden könnten
(
und auch nicht müssten
)
. Es handle sich hier um den gelenkszugewandten Rand
be
reich des Meniskus in der nicht durchbluteten Zone, daher bestehe hier keine Heilungspotenz. Solche Meniskusrisse wü
r
den üblicherweise reseziert. Relevant seien hingegen kapselnahe Einrisse, wie
dies
auch beim Beschwerdeführer der Fall gewesen sei. Hier könne sich auf Dauer der ganze Meniskus von seiner Befestigung lösen und sei damit nicht mehr in der Lage
,
biomechanisch zu funk
tionieren.
3.2.
13
Am 9. April 2018 (
Urk.
15/4) führte
Dr.
E.___
aus, beim Beschwerdeführer sei am 14. Juli 2017 eine Arthroskopie des Kniegelenks links vorgenommen worden. Dabei habe sich eine Unterflächenläsion des medialen Meniskus mit einer kapsel
nahen Ruptur gezeigt. Eine Degeneration
des Meniskus habe nicht festges
tellt werden können. Eine derart gestaltete Risskonfiguration sei mit üb
e
rwiegender
Wahrscheinlichkeit
auf eine unfallbedingte Ursache zurückzuführen, dies auch vor dem Hintergrund, dass keinerlei degenerative Veränderungen des Meniskus sichtbar gewesen seien. Degenerative Meniskusrisse seien üblicherweise sonst horizontal oder auch teilweise radiär auslaufend.
4.
4.1
Vorab fällt mit Blick auf die Beurteilung
en
von
Dr.
A.___
(E. 3.2.9, 3.2.11)
auf,
dass er sich hinsichtlich des Ereignisherganges
vom 12. Februar 2017
sowie der geklagten Beschwerden
selektiv nur auf diejenigen Akten stütz
t
e, in welchen
keine Rede von einer Verdrehung des linken Knies war
und in
denen
lediglich
von
Beschwerden am rechten Fuss
gesprochen wurde
.
Dabei ist
verschiedenen
echtzeitlichen
Dokumenten
zu entnehmen, dass das linke Knie beim Ereignis am 12. Februar 2017 ebenfalls verdreht wurde und
in der Nacht auf das Unfall
ereig
nis
akute Knieschmerzen links aufgetreten sind
(E. 3.2.6
f.
).
Im Zusammenhang mit der Argumentation, die MRI-Bildgebung habe eine vor
wie
gend horizontal ausgerichtete Läsion gezeigt, welche praktisch ausschliesslich durch Abnutzung entstehe, ist
weiter darauf hinzuweisen,
dass Dr.
E.___
am 9. November 2017 (E. 3.2.12)
beschrieb
, intraoperativ habe sich ein radiärer Einriss des Meniskus gezeigt.
Es habe eine basisnahe Ruptur des Meniskus an der Unterfläche
vorgelegen
,
welche genäht
worden
sei
.
Am 9. April 2018
(E. 3.2.13)
führte die Fachärztin sodann aus, anlässlich der operativen Sanierung des linken Knies habe
k
eine Degeneration des Meniskus
festgestellt werden können. Ein
wie vorliegend
gestaltete Risskonfiguration
sei mit überwiegender Wahrscheinlichk
e
it auf eine unfallbedingte Ursache zurückzuführen, dies auch vor dem Hintergrund der fehlenden sichtbaren degenerativen Veränderungen am Meniskus.
Mit Blick auf das Dargelegte bestehen aufgrund der medizinischen Aktenlage
somit
mindestens geringe Zweifel
(E. 1.5) an der kreisärztlichen Beurteilung
hin
sichtlich
des
fehlenden
natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem Ereig
nis vom 12. Februar 2017 und den linksseitigen Kniebeschwerden des Beschwer
de
führers.
4.2
Ins Gewicht fällt jedoch, dass
es s
ich bei dem beim Beschwerdeführer
erhob
enen Meniskusriss um eine
Verletzung
im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG
handelt
. Bei diesen ist eine Leistungspflicht der Unfallversicherung zu bejahen, sofern die Pro
b
lematik nicht vorwiegend auf Abnützung
oder
Erkrankung zurückzuführen ist
, was vom Versicherer zu beweisen ist
(E. 1.
4
; vgl. zum ganzen auch Samuelsson, Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädigung, in SZS 2018 S. 335-366
)
.
Eine explizite Stellungnahme hierzu lassen die Beurteilungen von
Dr.
A.___
gänzlich
vermissen.
Abschliessend bleibt darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin aus den Verweisen auf die Urteile des Bundesgerichts 8C_834/2015 vom 5. April 2016 sowie 8C_100/2016 vom 17. Mai 2016 nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. So ist die erste Konstellation insbesondere daher nicht mit der vorliegenden ver
gleich
bar, weil die Kniebeschwerden dort erst zwei Monate nach dem in Frage stehenden Ereignis aufgetreten sind, der Versicherte im Anschluss an das Ereignis weiterarbeitete und im Unfallhergang - entgegen der vorliegenden Sachlage - keinerlei Anhaltspunkte für eine unfallbedingte Entstehung der Knieverletzung
vorlagen (Urteil des Bundesgerichts 8C_834/2015 vom 5. April 2016 E. 3.3). Inwi
e
fern die Konstellation im zweiten Urteil mit der vorliegenden vergleichbar sein soll, ist sodann weder ersichtlich noch wird dies seitens der Beschwerdegegnerin begründet dargelegt (
Urk.
8). Sofern sich die Beschwerdegegnerin darauf berufen sollte, dass die Leistungspflicht ohne Prüfung der Frage der unfallähnlichen Körperschädigung abgelehnt worden sei (S. 3), so ist sie darauf hinzuweisen, dass die beiden von ihr herangezogenen Fälle noch nach altem Recht zu beurteilen waren, vorliegend jedoch die neue, seit 1. Januar 2017 geltende Rechtslage zur Anwendung gelangt. Auch diesbezüglich zielt die Argumentation der Beschwer
degegnerin somit ins Leere.
4.3
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine Verneinung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteil
ungen von
Dr.
A.___
, an denen aufgrund der Aktenlage mindestens geringe Zweifel bestehen und
welch
e
die
in Frage stehende
medizinische
Sachlage
im Z
usammenhang mit der aktuellen Rechtslage
nicht
beurteilen, nicht hätt
e
erfolgen dürfen.
Weil auch die übrigen medizinischen Berichte keine abschliessende Beurteilung hinsichtlich der Frage der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für di
e
links
seitigen Kniebeschwerden zulassen, ist die Sache
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat
ein
G
utachten betreffend
d
iese
Frage einzuholen und danach neu über
ihre
Leistungspflicht zu entscheiden.
Dabei wird beiden Ereig
nissen vom 7. Dezember 2015 und vom 12. Februar 2017 sowie dem Umstand, dass es sich bei der Knieverletzung des Beschwerdeführers um eine Verletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG handelt, Rechnung zu tragen sein.
In diesem Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur ergänzenden Abklärung und neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver
waltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57).
Dem Beschwerdeführer
steht ausgangsgemäss eine Pro
zess
ent
schädigung zu, welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeit
aufwand und den Barauslagen festgesetzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Entsprechend ist
ihm
eine Pro
zessentschädigung von Fr.
3'000.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) auszurichten.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der
Einspracheentscheid
vom 20. September 2017 insoweit
aufgehoben wird
, als eine Leistungspflicht im Zusammen
hang mit den linksseitigen Kniebeschwerden verneint wird,
und es wird die Sache an
die Beschwerdegegnerin
zurückgewie
sen, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über ihre Leistungspflicht neu entscheide.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine Prozessent
schädigung von
Fr.
3'000
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Noëlle
Cerletti
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubNünlist