# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 186bbfea-42b6-5b9e-90b8-0be53a43297f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.06.2021 725 20 398/175
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-398-175_2021-06-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. Juni 2021 (725 20 398 / 175) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Verfrühter Fallabschluss des Unfallversicherers 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Josef Flury, Rechtsan-
walt, Hirschmattstrasse 1, 6003 Luzern 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1965 geborene A.____ war seit 1. Oktober 2009 als Schaler bei der B.____ GmbH 
tätig und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 11. Oktober 
2010 stürzte er bei Schalungsarbeiten in einen Liftschacht und zog sich dabei eine offene dista-
le Unterschenkelfraktur links zu, welche gleichentags im Spital C.____ operativ versorgt wurde 
(vgl. den Operationsbericht vom 20. Oktober 2010). In der Folge erbrachte die Suva die gesetz-
lichen Leistungen für diesen Unfall, vorerst in Form von Heilbehandlung und Taggeldern. Später 

 

 
 
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sprach sie A.____ mit Verfügung vom 14. Mai 2013 für die verbleibenden Beeinträchtigungen 
aus dem Unfallereignis mit Wirkung ab 1. Juni 2013 eine auf einer Erwerbsunfähigkeit von 11 % 
basierende Invalidenrente und eine auf einer Integritätseinbusse von 5 % beruhende Integri-
tätsentschädigung zu. Der Versicherte erhob gegen diese Verfügung vorerst Einsprache bei der 
Suva, welche diese mit Entscheid vom 20. September 2013 abwies, und anschliessend gegen 
diesen Einspracheentscheid Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt, die mit 
Urteil vom 18. November 2014 ebenfalls abgewiesen wurde.  
 
Nachdem die Suva im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens zur Auffassung gelangt war, 
dass die Erwerbsfähigkeit des Versicherten trotz weiterhin vorhandener geringer Unfallfolgen 
nicht mehr in einem ins Gewicht fallenden Ausmass beeinträchtigt sei, hob sie mit Verfügung 
vom 5. April 2017 die laufende Rente des Versicherten rückwirkend ab 1. November 2016 auf. 
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  
 
Im Januar 2019 ersuchten der Versicherte bzw. das Spital C.____ die Suva um Kostengutspra-
che für eine dort vorgesehene OSG-Arthroskopie mit anteriorem Débridement sowie partieller 
Metallentfernung OSG links. Die Suva nahm dieses Gesuch als Rückfallmeldung zum Unfall 
vom 11. Oktober 2010 entgegen und erteilte Kostengutsprache für die geplante Spitalbehand-
lung, worauf der Eingriff am 5. Februar 2020 durchgeführt wurde. Am 11. Februar 2020 sprach 
A.____ am Schalter der Suva vor und ersuchte wegen der bestehenden Arbeitsunfähigkeit zu-
sätzlich um Ausrichtung von Taggeldern. Am 20. Februar 2020 erliess die Suva eine Verfügung, 
mit der sie einen Taggeldanspruch des Versicherten verneinte. Zur Begründung machte sie 
geltend, der Versicherte sei bereits vor dem Rückfall aufgrund von Rückenbeschwerden voll-
ständig arbeitsunfähig gewesen. Diese Rückenbeschwerden stünden in keinem Zusammen-
hang mit dem Unfallereignis vom 11. Oktober 2010, sondern seien krankheitsbedingt. Eine sol-
che krankheitsbedingte volle Arbeitsunfähigkeit, die bereits vor dem Rückfall bestanden habe, 
schliesse ein Taggeld des Unfallversicherers aus. Sodann prüfte die Suva in der erwähnten 
Verfügung vom 20. Februar 2020, ob der Versicherte aufgrund der verbleibenden Unfallfolgen 
(wieder) Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine weitere Integritätsentschädigung habe. 
Gestützt auf den von ihr ermittelten Invaliditätsgrad von 7,6 % lehnte sie einen Rentenanspruch 
mit der Begründung ab, dass keine erhebliche unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfä-
higkeit von mindestens 10 % vorliege. Gleichzeitig sprach sie A.____ auf der Basis eines Integ-
ritätsschadens von gesamthaft 15 % und in Berücksichtigung der im Jahr 2013 bereits ausge-
richteten, auf einer Einbusse von 5 % berechneten Entschädigung eine Integritätsentschädi-
gung entsprechend einer zusätzlichen Einbusse von 10 % zu. Die vom Versicherten gegen die-
se Verfügung vom 20. Februar 2020 erhobene Einsprache wies die Suva mit Einspracheent-
scheid vom 11. September 2020 ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Josef 
Flury, am 15. Oktober 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht), wobei er folgende Anträge stellte:  

 
„1. Die Verfügung vom 20. Februar 2020 und der Einsprache-Entscheid vom 11. September 2020 

seien aufzuheben. 

 

 
 
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2. Die Vorinstanz sei zu verpflichten, rückwirkend ab November 2018 die gesetzlichen Leistungen 

bis auf Weiteres auszurichten.  

 

3. Die Vorinstanz sei zu verpflichten, den medizinischen Sachverhalt weiter abzuklären und ein 

neutrales Gutachten in Auftrag zu geben, welches sich zur Kausalität der Rückenbeschwerden 

zum Unfallereignis, zum Endzustand und zu allfälligen bleibenden Einschränkungen in Bezug auf 

die Erwerbstätigkeit äussert. 

 

4. Nach Abschluss der unfallbedingten Behandlung sowie bei Klarheit über die verbleibende Rest-

arbeitsfähigkeit sei der Rentenanspruch neu zu berechnen und gegebenenfalls auszurichten. 

Dabei sei ein leidensbedingter Abzug von mindestens 15% zu berücksichtigen.  

 

5. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.  

 

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.“ 

 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 20. November 2020 beantragte die Suva die Abweisung 
der Beschwerde.  
 
D. Im Hinblick auf die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zog des Kantonsgericht 
bei der IV-Stelle Basel-Landschaft die IV-Akten des Versicherten bei. Nach deren Eingang gab 
es den Parteien Gelegenheit, sich hierzu zu äussern.  
 
E. Während die Suva am 1. Dezember 2020 mitteilte, dass sie auf die Einreichung einer 
Stellungnahme zu den beigezogenen IV-Akten verzichte, äusserte sich der Beschwerdeführer 
mit Eingabe vom 30. Dezember 2020 hierzu. Gleichzeitig nahm er im Sinne einer Replik zu den 
Ausführungen der Suva in der Vernehmlassung vom 20. November 2020 Stellung. Dabei hielt 
er an seinen in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren und den wesentlichen bisherigen 
Vorbringen fest. Am 3. Februar 2021 machte die IV-Stelle von der Möglichkeit Gebrauch, sich 
zur Replik der Gegenpartei zu äussern. Dabei erneuerte sie unter Hinweis auf die Darlegungen 
in der Vernehmlassung ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in D.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-

 

 
 
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richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 15. Oktober 2020 ist demnach 
einzutreten. 
 
1.2 In ihrer Verfügung vom 20. Februar 2020 lehnte die Suva einen Anspruch des Versi-
cherten auf Taggelder und einen solchen auf eine Invalidenrente ab. Gleichzeitig sprach sie ihm 
aber eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer zusätzlichen Integritätseinbusse von 
10 % zu. Die vom Versicherten hiergegen erhobene Einsprache richtete sich ausschliesslich 
gegen die Ablehnung des Taggeld- und des Rentenanspruchs. Darüber hinaus enthielt die Ein-
gabe keine Anhaltspunkte, dass der Versicherte zusätzlich auch die Höhe der Integritätsent-
schädigung, wie sie in der Verfügung festgesetzt worden war, anfechten wollte. Die Suva sah 
somit - zu Recht - keine Veranlassung, diese im Rahmen des Einspracheentscheids von Amtes 
wegen in die Beurteilung einzubeziehen. Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
zum Rügeprinzip im Einspracheverfahren und zur Frage der Teilrechtskraft von nicht angefoch-
tenen Verfügungsbestandteilen ist vielmehr festzuhalten, dass die Verfügung vom 20. Februar 
2020 bezüglich der darin festgesetzten Integritätsentschädigung mangels Anfechtung in (Teil-) 
Rechtskraft erwachsen ist (vgl. dazu BGE 144 V 354 E. 4.3 mit Hinweisen; BGE 119 V 347). Im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren zu beurteilen sind somit einzig der Taggeld- und der Ren-
tenanspruch des Versicherten. 
 
2.1 In der obligatorischen Unfallversicherung werden nach Art. 6 Abs. 1 UVG, soweit die-
ses Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtbe-
rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte 
Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die 
versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie Anspruch 
auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent 
des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt 
(Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach 
dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Be-
ginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalls zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist und sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenal-
ters ereignet hat. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Be-
handlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr 
erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 
abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistun-
gen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).  
 
2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicher-
ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integri-

 

 
 
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tätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 
E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 
dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis-
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begrün-
dung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Für eine Bejahung der Leistungspflicht des Unfallversicherers muss zwischen dem 
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, sondern auch ein adä-
quater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Im Bereich organisch objektiv ausge-
wiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürli-
chen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, 
da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 
E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb).  
 
2.4 Laut Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 
1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle gewährt. Dabei handelt es sich 
um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Be-
handlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Rückfälle schliessen 
begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht 
des (damaligen) Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschä-
digung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht.  
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall 
- das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be-
stehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren 
Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

 

 
 
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überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach-
verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz 
schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache 
des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusam-
mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin 
die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 
zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 
 
3.2 Da es sich beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs im Bereich der 
obligatorischen Unfallversicherung um eine leistungsbegründende Tatfrage handelt, liegt hierfür 
die Beweislast - im vorstehend umschriebenen Sinne - bei der versicherten Person.  
 
3.3 Bei der Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung gemäss Art. 11 UVV für 
Rückfälle und Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des natürlichen 
und adäquaten Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder bei früheren Rückfällen behaftet 
werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt dem 
Leistungsansprecher, das Vorliegen eines Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall 
oder Spätfolge geltend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn 
die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leis-
tungspflicht des Unfallversicherers; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso stren-
gere Anforderungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem 
Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezem-
ber 2016, 8C_592/2016, E. 2.2 mit Hinweisen). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten 
der versicherten Person aus (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Juni 2014, 8C_193/2014, E. 2 
mit Hinweisen).  
 
4.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte (Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit 
der versicherten Person, Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen schädi-
gendem Ereignis und gesundheitlicher Störung) bedarf es verlässlicher medizinischer Entschei-
dungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversi-
cherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie 
alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizini-
schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 
und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische The-

 

 
 
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se abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist dem-
nach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hin-
weis). 
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versi-
cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3). 
 
5. Als erstes ist zu prüfen, ob die Suva dem Beschwerdeführer für die von ihm ab Okto-
ber/November 2018 geklagten Rückenbeschwerden Leistungen in Form von Heilbehandlung 
und Taggeldern zu erbringen hat.  
 
5.1 Die Suva verneint eine diesbezügliche Leistungspflicht mit der Begründung, dass die 
vom Beschwerdeführer geltend gemachten Rückenschmerzen in keinem Zusammenhang zum 
Unfallereignis von 2010 stünden. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass der Versicherte ge-
mäss seinen eigenen Angaben und laut der Hausärztin Dr. med. E.____, Allgemeine Innere 
Medizin FMH, seit rund 20 Jahren unter Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule und 
an der linken Hüfte leide. Zudem weist sie darauf hin, dass im Rahmen der Behandlung des 
Unfallereignisses vom 11. Oktober 2010 radiologische Abklärungen der Wirbelsäule durchge-
führt worden seien. In der damaligen Röntgenaufnahme der Halswirbelsäule seien bereits eine 
leichte Segmentdegeneration C5/6 und leichte Facettengelenksarthrosen tiefcervical ersichtlich 
gewesen. Im CT der Lendenwirbelsäule seien keine unfallkausalen strukturellen Läsionen er-
sichtlich gewesen, insbesondere habe sich auch kein Hinweis für eine Wirbelfraktur ergeben. 
Demgegenüber hätten sich bereits damals eine mehrsegmentale Spondylosis deformans und 
bilaterale Facettengelenksarthrosen gezeigt. Dass die Rückenbeschwerden des Versicherten 
degenerativen Ursprungs sind, wird sodann auch durch den Radiologie-Rapport des Spitals 
F.____ vom 14. Juni 2019 bestätigt, wird darin doch unter anderem von multisegmentalen Dis-
kusdegenerationen ab LWK 1/2 bis LWK 4/5 berichtet. Im Lichte der eigenen Angaben des Ver-
sicherten (vgl. die Aktennotiz der Suva vom 11. Februar 2019 über die Vorsprache des Versi-
cherten am Schalter) und der geschilderten medizinischen Unterlagen ist deshalb die Beurtei-

 

 
 
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lung der Suva, wonach die geltend gemachten Rückenbeschwerden in keinem Zusammenhang 
zum Unfallereignis vom 11. Oktober 2010 stehen, klarerweise nicht zu beanstanden.  
 
5.2 In seiner Beschwerde bringt der Versicherte vor, er habe am 9. November 2018 bei der 
Arbeit ein Verhebetrauma erlitten. Seither leide er an sehr starken Rückenschmerzen, die aber 
auch in das linke Bein und die Hüfte ausstrahlen würden. Als Belege für diese Darstellung ver-
weist er auf den Arztbericht des Spitals C.____ vom 16. Januar 2019, die Aktennotiz der Suva 
vom 11. Februar 2019 sowie die Arztzeugnisse von Dr. E.____ vom 27. Februar 2019 und 
18. März 2019. Mit diesen Dokumenten lässt sich aber kein neues, am 9. November 2018 erlit-
tenes Unfallereignis belegen. So wird im angeführten Bericht des Spitals C.____ lediglich fest-
gehalten, dass der Versicherte parallel zu der dort laufenden Behandlung des Sprunggelenks 
bezüglich "eines nicht näher definierten Rückenleidens" in Behandlung im Spital F.____ sei. In 
der Aktennotiz der Suva vom 11. Februar 2019 über die Vorsprache des Versicherten am 
Schalter werden zwar anhaltende Rückenschmerzen seit dem 9. November 2019 genannt, ein 
angebliches Verhebetrauma hat der Versicherte aber nicht erwähnt, vielmehr hat er offenbar 
erklärt, er habe die Arbeit aufgrund krankhafter Rückenschmerzen aussetzen müssen. Sodann 
ist im Schreiben der Hausärztin vom 27. Februar 2019 überhaupt nicht von Rückenschmerzen, 
sondern vielmehr von im Dezember 2018 vermehrt aufgetretenen Schmerzen im linken Bein die 
Rede. Im Schreiben vom 18. März 2019 wiederum erwähnt Dr. E.____ zwar seit November 
2018 bestehende Rückenschmerzen, eine Ursache dafür nennt sie aber nicht. Auffallend ist im 
Übrigen auch, dass der Versicherte gegenüber der Suva ein am 9. November 2018 erlittenes 
Verhebetrauma in den Monaten danach nie erwähnte. Erst mit Schreiben vom 22. Mai 2019 
machte der Rechtsvertreter des Versicherten der Suva gegenüber geltend, sein Mandant sei 
bei der Arbeit auf dem Bau verunglückt, als er zusammen mit einem Polier einen Tisch ge-
schleppt habe und dabei plötzlich ausgerutscht sei. Nur kurze Zeit später (anlässlich der kreis-
ärztlichen Besprechung vom 5. Juni 2019) erklärte dann allerdings der Versicherte selber - ab-
weichend von der Schilderung seines Rechtsvertreters - dass die langjährigen Rückenbe-
schwerden im Oktober 2018 während des Tragens von Fenstern erneut aufgetreten seien. Im 
Lichte der geschilderten medizinischen Aktenlage sowie der erst mehr als ein halbes Jahr nach 
dem angeblichen Ereignis erfolgten und zudem widersprüchlichen Darstellung des Versicherten 
ist nicht einzusehen, weshalb die Suva von einem die Rückenleiden auslösenden oder ver-
schlimmernden, im November 2018 erlittenen Verhebetrauma hätte ausgehen müssen, bzw. 
weshalb sie - entgegen der heute vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung - verpflichtet 
gewesen wäre, diesbezüglich weitere Sachverhaltsabklärungen zu treffen.  
 
5.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass es die Suva zu Recht abgelehnt hat, 
dem Versicherten im Zusammenhang mit seinem Rückenleiden Versicherungsleistungen (Heil-
behandlung und insbesondere die beantragte Ausrichtung von Taggeldern) zu erbringen. Die 
vorliegende Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. 
 
6. Strittig ist im Weiteren, ob die Suva den medizinischen Sachverhalt bezüglich der vom 
Versicherten geklagten und auch medizinisch aktenkundigen Beschwerden im linken OSG ge-
nügend abgeklärt hat und ob sie im angefochtenen Einspracheentscheid bezüglich der Sprung-
gelenksbehandlung zu Recht von einem Endzustand ausgegangen ist.  

 

 
 
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6.1 Wie im obigen Sachverhalt ausgeführt, ersuchten der Versicherte bzw. das Spital 
C.____ die Suva im Januar 2019 um Kostengutsprache für eine dort vorgesehene OSG-
Arthroskopie mit anteriorem Débridement sowie partieller Metallentfernung OSG links. Die Suva 
nahm dieses Gesuch als Rückfallmeldung zum Unfall vom 11. Oktober 2010 entgegen und er-
teilte Kostengutsprache für die geplante Spitalbehandlung, worauf der Eingriff am 5. Februar 
2020 durchgeführt wurde. Im Operationsbericht vom genannten Tag wurde als weitere Diagno-
se eine OSG-Arthrose links, differentialdiagnostisch posttraumatisch, festgehalten. Am 30. März 
2019 berichtete das Spital C.____ im Zusammenhang mit dem erfolgten Eingriff von einem zu-
friedenstellenden Verlauf mit deutlicher Regredienz der Schwellung. Die behandelnden Ärzte 
empfahlen eine Vorstellung beim kreisärztlichen Dienst der Suva zur weiteren Abklärung der 
beruflichen Eingliederung. Gleichzeitig hielten sie fest, dass ein Wiedereinstieg als Bauarbeiter 
unwahrscheinlich sei. In einem weiteren Verlaufsbericht von Ende April 2019 bezeichnete das 
Spital C.____ die Situation wiederum als zufriedenstellend, die Schwellung sei regredient und 
die Schmerzen würden deutlich abnehmen. Die Beweglichkeit des OSG bleibe unverändert.  
 
6.2.1 Am 8. Mai 2019 fand die durch die behandelnden Ärzte empfohlene kreisärztliche Un-
tersuchung des Versicherten durch Dr. med. G.____, Fachärztin für Chirurgie, statt. In ihrem 
Bericht vom 9. Mai 2019 wies die Kreisärztin darauf hin, dass der Versicherte erhebliche Be-
schwerden nach der Metallentfernung im Bereich der distalen Tibia geschildert habe. Die Be-
lastbarkeit des linken Beins habe deutlich abgenommen, es komme zu Unsicherheitsgefühlen 
und starken Schmerzen, vor allem nach Bewegung und Belastung. Da die vom Versicherten 
geklagten Beschwerden nicht vollumfänglich erklärbar seien, ersuchte Dr. G.____ die Administ-
ration der Suva, zunächst die perioperativen Röntgenbilder aus dem Spital C.____ anzufordern. 
Nach Vorlage der Bilder könne entschieden werden, ob gegebenenfalls eine CT-Untersuchung 
erforderlich sei, um eine straffe Pseudoarthrosenbildung auszuschliessen. Die Beurteilung der 
Unfallfolgen und deren Veränderung seit der letzten kreisärztlichen Untersuchung vom 17. April 
2013 könne, so Dr. G.____ weiter, ohne die Röntgenbilder und gegebenenfalls eine weiterfüh-
rende Diagnostik nicht vorgenommen werden.  
 
6.2.2 In der Folge stellte die Administration der Suva der Kreisärztin lediglich das im An-
schluss an das Unfallereignis vom 11. Oktober 2010 erstellte Bildmaterial zu. Wie ihrem Bericht 
vom 5. Juni 2019 zu entnehmen ist, sah Dr. G.____ durch dieses Bildmaterial zwar ihre Auffas-
sung bestätigt, dass die vom Versicherten aktuell geklagten Rückenbeschwerden in keinem 
Zusammenhang zum Unfallereignis vom 11. Oktober 2010 stünden. Bezüglich der Sprungge-
lenkbeschwerden konnte sie aus dem alten Bildmaterial jedoch keine Schlüsse ziehen und das 
von ihr angeforderte neue Material wurde ihr - soweit ersichtlich - offenbar nicht vorgelegt. Ent-
sprechend hielt die Kreisärztin in ihrem Bericht über die Besprechung vom 5. Juni 2019 fest, 
dass die vom Versicherten geschilderte Zunahme der Beschwerdesymptomatik nach der am 
5. Februar 2019 erfolgten Entfernung des Osteosynthesematerials aus kreisärztlicher Sicht 
nicht vollumfänglich erklärbar bleibe. Insgesamt sollte, so das Fazit von Dr. G.____, die nächste 
ärztliche Kontrolle im Spital C.____ abgewartet werden. Dort könnten dann weitere, gegebe-
nenfalls auch operative Therapiemöglichkeiten, abgewogen werden.  
 

 

 
 
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6.3 Diese von der Kreisärztin angesprochene nächste Kontrolle des Versicherten im Spital 
C.____ fand am 25. Juni 2019 statt. Im hierzu erstellten Bericht hielten die untersuchenden Ärz-
te fest, bezüglich der Behandlung des OSG sei zurzeit ein Endzustand in dem Sinne erreicht, 
als weitere medizinischen Behandlungen - abgesehen von intermittierender Physiotherapie zum 
Erhalt der Beweglichkeit und Bedarfs-Analgesie - keine Aussicht auf eine relevante Verbesse-
rung der Situation hätten. Man könne deshalb die Behandlung abschliessen, obwohl gemäss 
den Angaben des Patienten die Schmerzen im Gelenksbereich - auch wenn sie im Vergleich 
zum Zustand vor der Operation etwas regredient seien - weiterhin bestehen würden.  
 
6.4 Gestützt auf die geschilderten medizinischen Unterlagen - und insbesondere auf den 
Bericht des Spitals C.____ vom 25. Juni 2019 - ging die Suva davon aus, dass bezüglich der 
Unfallfolgen im Bereich des linken OSG der Endzustand erreicht sei. Sie nahm deshalb den 
Fallabschluss vor und prüfte, ob der Versicherte aufgrund der verbleibenden Unfallfolgen (wie-
der) Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine weitere Integritätsentschädigung habe. Die-
ser vorinstanzliche Fallabschluss erweist sich, wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend 
macht, jedoch als verfrüht.  
 
6.5.1 Den Akten kann entnommen werden, dass der Versicherte auch in der Zeit nach dem 
25. Juni 2019 weiterhin in ärztlicher Behandlung war und zwar nicht nur wegen seines Rücken-
leidens, sondern auch bezüglich seiner Beschwerden im linken OSG. Insbesondere wurde er 
am 1. September 2020 in der Klinik H.____ erneut am linken OSG operiert. Laut Suva war 
(auch) dieser Eingriff mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 11. Oktober 
2010 zurückzuführen, weshalb sie hierfür eine Kostengutsprache erteilte.  
 
6.5.2 In diesem Zusammenhang gilt es nun zu berücksichtigen, dass nach ständiger Recht-
sprechung das Sozialversicherungsgericht die Gesetzesmässigkeit der Verwaltungsverfügun-
gen in der Regel nach dem Sachverhalt beurteilt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben 
war (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). In den Rechtsgebieten, in denen - wie im hier zur Be-
urteilung stehenden Bereich des Unfallversicherungsrechts - gesetzlich ein Einspracheverfah-
ren vor dem Versicherungsträger vorgesehen ist, ist der Sachverhalt zu berücksichtigen, wie er 
sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids entwickelt hat (Urteil des dama-
ligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Ab-
teilungen] vom 3. Januar 2005, I 172/04). Der hier angefochtene Einspracheentscheid datiert 
vom 11. September 2020, d.h. die am 1. September 2020 erfolgte erneute Operation des linken 
OSG und die medizinischen Gründe, die zu diesem Eingriff geführt haben, sind daher bei der 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde mit zu berücksichtigen.  
 
6.5.3 Der Umstand, dass es beim Versicherten im September 2020 zu einem erneuten ope-
rativen Eingriff im Bereich des linken OSG gekommen ist, stellt zumindest ein Indiz dar, dass 
der von der Suva bezüglich der Unfallfolgen im Bereich des linken OSG per Sommer 2019 vor-
genommene Fallabschluss verfrüht erfolgt war. Wie es sich damit verhält, hätte die Suva vor 
Erlass des Einspracheentscheids genauer abklären müssen.  
 

 

 
 
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6.6 Für die Annahme, dass der Fallabschluss bezüglich der Unfallfolgen im Bereich des 
linken OSG verfrüht erfolgt war, sprechen aber auch die Berichte von Dr. G.____ vom 9. Mai 
2019 und 5. Juni 2019. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 6.2 hiervor), war die Kreisärztin anlässlich 
der Untersuchung vom 8. Mai 2019 zur Auffassung gelangt, dass eine Beurteilung der Unfallfol-
gen im Bereich des linken OSG und deren Veränderung seit der letzten kreisärztlichen Unter-
suchung ohne die aktuellen Röntgenbilder und gegebenenfalls eine weiterführende Diagnostik 
nicht vorgenommen werden könne. Sie ersuchte deshalb die Administration der Suva, zunächst 
die perioperativen Röntgenbilder aus dem Spital C.____ anzufordern. Nach Vorlage der Bilder 
könne entschieden werden, ob gegebenenfalls eine CT-Untersuchung erforderlich sei. In der 
Folge wurden jedoch der Kreisärztin diese Bilder - jedenfalls soweit ersichtlich - nicht zugestellt. 
Sie hielt deshalb in ihrem Bericht über die Besprechung vom 5. Juni 2019 fest, dass die vom 
Versicherten geschilderte Zunahme der Beschwerdesymptomatik nach der am 5. Februar 2019 
erfolgten Entfernung des Osteosynthesematerials aus kreisärztlicher Sicht nicht vollumfänglich 
erklärbar bleibe. Die Kreisärztin sah sich somit im Zeitpunkt ihrer Untersuchung aufgrund der 
ihres Erachtens unvollständigen medizinischen Aktenlage (noch) gar nicht in der Lage, zur Fra-
ge Stellung zu nehmen, ob bezüglich der Unfallfolgen im Bereich des linken OSG ein Endzu-
stand erreicht sei. Ebenso hielt sie fest, dass die Beurteilung der Unfallfolgen und deren Verän-
derung seit der letzten kreisärztlichen Untersuchung vom 17. April 2013 ohne die Röntgenbilder 
und gegebenenfalls eine weiterführende Diagnostik nicht vorgenommen werden könne. Folge-
richtig verfasste die Kreisärztin in ihrem Bericht vom 9. Mai 2019 im Hinblick auf die Beurteilung 
der Rentenfrage denn vorerst auch lediglich ein provisorisches Zumutbarkeitsprofil.  
 
6.7 Aus dem Gesagten folgt, dass die Vorinstanz den medizinischen Sachverhalt nicht 
ausreichend abgeklärt hat. Angesichts des fehlenden Beizugs der von ihr angeforderten medi-
zinischen Akten konnte die Kreisärztin relevante Fragen gar nicht beantworten und lediglich 
auch nur eine provisorische Zumutbarkeitsbeurteilung abgeben. Zudem ist zu berücksichtigen, 
dass sich der Versicherte anfangs September 2020 einem erneuten Eingriff am linken OSG 
unterzog. Unter den geschilderten Umständen bleibt offen, ob die Suva im angefochtenen Ein-
spracheentscheid in Bezug auf die Unfallfolgen im Bereich des linken OSG von einem Endzu-
stand ausgehen und den Fallabschluss vornehmen durfte. Die Angelegenheit ist deshalb an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. Diese wird die offen gebliebenen Fragen durch ein versicherungs-
externes fachärztliches Gutachten abklären zu lassen haben. 
 
7. Im Zusammenhang mit dem vom Beschwerdeführer geltend gemachten Taggeldan-
spruch ist immerhin noch Folgendes festzuhalten: In tatsächlicher Hinsicht kann als erstellt gel-
ten, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt, in welchem er am Schalter der Suva vorsprach 
(11. Februar 2019) und im Zusammenhang mit dem am 5. Februar 2019 erfolgten operativen 
Eingriff am linken oberen Sprunggelenk um Ausrichtung von Taggeldern ersuchte, bereits auf-
grund seines Rückenleidens vollständig krankgeschrieben war. Dies ergibt sich, nachdem hier-
zu anfänglich missverständliche und zum Teil widersprüchliche Angaben vorgelegen hatten, 
aus der entsprechenden, den Sachverhalt nunmehr klarstellenden Erklärung der Hausärztin 
Dr. E.____ vom 18. März 2019. Somit konnte der Versicherte - jedenfalls im damaligen Zeit-
raum - im Zusammenhang mit der Behandlung der Unfallfolgen im Bereich des linken OSG kei-
ne Taggelder der Beschwerdegegnerin beanspruchen. Ab welchem Zeitpunkt die attestierte 

 

 
 
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Arbeitsunfähigkeit gegebenenfalls auf die Beschwerden im linken OSG und nicht mehr auf das 
unfallfremde Rückenleiden zurückzuführen war, lässt sich anhand der aktuellen Aktenlage nicht 
entscheiden. Die Suva wird diese Frage im Hinblick auf die Beurteilung eines allfälligen unfall-
versicherungsrechtlichen Taggeldanspruchs des Versicherten im Rahmen ihrer ergänzenden 
Sachverhaltsabklärungen zusätzlich zu prüfen und zu beurteilen haben. 
 
8. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass eine abschliessende Beurteilung 
der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich ist. Der 
angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb aufzuheben und die Angelegenheit ist zur Ver-
vollständigung des medizinischen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
Anschliessend wird diese gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung über den Leistungs-
anspruch des Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem 
Sinne gutzuheissen. 
 
9.1 Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren Fassung 
(vgl. Art. 83 ATSG) hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien 
kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
9.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht - wie hier - einen bei ihm angefochtenen Ent-
scheid auf und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung an 
die Verwaltung zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als 
(vollständig) obsiegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit 
Hinweisen). Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner 
Honorarnote vom 9. Februar 2021 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
17,75 Stunden geltend gemacht. Dieser Aufwand erweist sich zwar als hoch, in Anbetracht, 
dass ein doppelter Schriftenwechsel durchgeführt wurde, letztlich aber noch als vertretbar. Die 
Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung ge-
langenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die aus-
gewiesenen Auslagen von Fr. 133.15. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 4‘922.60 (17,75 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 133.15 
zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 

 

 
 
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Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Suva vom 11. September 2020 aufgeho-
ben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Suva zurück-
gewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 4‘922.60 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen.  

 

 

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