# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 297c2651-1f48-5af6-a3ac-61217f9fa96b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 17.11.2016 SB160199
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160199_2016-11-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB160199-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. B. Gut, und  

Ersatzoberrichter lic. iur. B. Amacker sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Maurer 

 

Urteil vom 17. November 2016 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  

vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. M. Imholz,  

Anklägerin und I. Berufungsklägerin 

 

gegen 

 
A._____,  

Beschuldigter und II. Berufungskläger 

erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

 

betreffend  

Angriff 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich,  

4. Abteilung - Einzelgericht, vom 22. Februar 2016 (GG150306) 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich / Sihl vom 17. Dezember 2015 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 21). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 40 S. 18 ff.) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 60.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

4. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers B._____ wird auf den Weg des Zivilprozesses 

verwiesen.  

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'400.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 4) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 64 S. 1) 

1. Herr A._____ sei vollumfänglich freizusprechen. 

2. Die Kosten seien auf die Staatskasse zu nehmen.  

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3. Herrn A._____ sei eine Entschädigung gemäss eingereichter Honorarnote 

auszurichten. 

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 57 sinngemäss) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

1. Verfahrensgang 

1.1 Hinsichtlich des Verfahrensganges bis zum Abschluss des erstinstanzlichen 

Verfahrens kann vollumfänglich auf die vollständigen und zutreffenden Erwägun-

gen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 40 S. 3; Art. 82 Abs. 4 

StPO).  

1.2 Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 22. Februar 2016 wurde der 

Beschuldigte des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig gesprochen. Dafür 

wurde er mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 60.– bestraft. Der Voll-

zug dieser Geldstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre ange-

setzt. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers wurde auf den Zivilweg ver-

wiesen und es wurden ihm sämtliche Kosten auferlegt (Urk. 40 S. 18 f.).  

1.3 Gegen dieses Urteil meldeten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der 

Beschuldigte rechtzeitig Berufung an: Die Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 

24. Februar 2016 (Urk. 32) und der Beschuldigte mit Eingabe vom 6. März 2016 

(Urk. 36).  

Die Berufungserklärungen der Staatsanwaltschaft und des Berufungsklägers gin-

gen je am 11. Mai 2016 ein (Urk. 43; Urk. 45). Mit Verfügung vom 12. Mai 2016 

wurde den Parteien jeweils Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben 

oder ein Nichteintreten auf die Berufungen zu beantragen. Dem Beschuldigten 

wurde zudem aufgegeben, Angaben zu seinen wirtschaftlichen Verhältnissen zu 

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machen und die entsprechenden Belege einzureichen (Urk. 48). Die Parteien 

liessen sich innert Frist nicht vernehmen. Auf das Stellen von Beweisanträgen 

wurde im Vorverfahren allseits verzichtet.  

1.4 In der Folge wurde zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 55), welche 

heute im Beisein des Beschuldigten sowie seiner Verteidigung stattfand (Prot. II 

S. 4 ff.).  

Mit Eingabe vom 3. November 2016 zog die Staatsanwaltschaft ihre Berufung zu-

rück (Urk. 57).  

1.5 Vorfragen waren anlässlich der Berufungsverhandlung keine zu entschei-

den, und – abgesehen von der Einvernahme des Beschuldigten (Urk. 63) – muss-

ten keine weiteren Beweise erhoben werden (Prot. II S. 5). Das vorliegende Urteil 

erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II S. 6 ff.). 

2. Umfang der Berufung 

2.1 Der Beschuldigte lässt die Dispositivziffern 1., 2. und 6. des vorinstanzlichen 

Urteils anfechten und beantragt nebst einem Freispruch die Übernahme der Ge-

richtskosten auf die Staatskasse und eine angemessene Entschädigung (Urk. 45 

S. 2).  

2.2 Bei dieser Ausgangslage sind lediglich die Dispositivziffern 4. (Verweisung 

des Genugtuungsbegehrens des Privatklägers B._____ auf den Zivilweg) und 5. 

(Bemessung der Gerichtsgebühr) des vorinstanzlichen Urteils nicht angefochten 

und entsprechend in Rechtskraft erwachsen (Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbindung 

mit Art. 402 und 437 StPO, Art. 404 StPO; Prot. II S. 5). Das ist vorab vorzumer-

ken. Obwohl die Verteidigung die Dispositivziffer 3. (Gewährung des bedingten 

Vollzugs) ausdrücklich nicht angefochten hat, kann von deren Rechtskraft noch 

nicht Vormerk genommen werden. Die betreffende vorinstanzliche Regelung steht 

nämlich in engem Zusammenhang mit der im übrigen angefochtenen Strafzumes-

sung und muss daher ganzheitlich zwecks Überprüfung zur Disposition stehen. Im 

übrigen Umfang steht der angefochtene Entscheid im Rahmen des Berufungsver-

fahrens unter Berücksichtigung des Verschlechterungsverbotes zur Disposition 

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(Art. 391 Abs. 2 StPO). Seitens der Verteidigung wird diesbezüglich zwar ange-

führt, zufolge Rückzugs der Berufung der Staatsanwaltschaft sei nur noch der 

Vorwurf, wonach der Beschuldigte dem Geschädigten gefolgt, ihn mehrfach weg-

gestossen und C._____ den Geschädigten mit einem kräftigen Faustschlag zu 

Boden geschlagen habe, wo er bewusstlos liegen geblieben sei, Gegenstand des 

(Berufungs-)Verfahrens (Urk. 64 S. 1 f.). Gemäss BGE 139 IV 282 E. 2.6 (bestä-

tigt bspw. mit Urteil des Bundesgerichtes 6B_863/2013 vom 10. Juni 2014 E. 3.3 

sowie 6B_1213/2014 vom 7. April 2015 E. 1.2) erwächst indes lediglich das  

Dispositiv in Rechtskraft; unzulässig ist es, dieses zu verschärfen. Da vorliegend 

jedoch keine Ausscheidung eines Teils der Anklage (mit einem entsprechenden 

Freispruch) vorliegt, kann der ganze Anklagevorwurf überprüft werden.  

3. (Eventual-)Verfahrensanträge der Verteidigung 

3.1 Die Verteidigung beantragt, es sei die Qualität der Videoaufzeichnung durch 

technische Mittel zu verbessern und es seien sodann aussagekräftige Videoprints 

sowie Zeitlupendarstellungen anfertigen zu lassen. Ferner seien die Akten des 

Strafverfahrens gegen C._____ beizuziehen (Urk. 64 S. 1). Zur Begründung die-

ser Anträge wird angeführt, es sei evident, dass die Qualität der Aufzeichnung, 

die damals herrschenden Lichtverhältnisse sowie das hektisch wechselnde Ge-

schehen eine Rekonstruktion ausgesprochen schwierig mache, was eine  

möglichst objektive und sorgfältige Auswertung des Videos verlange, zumal der 

Vorderrichter einzelne Sequenzen von kürzester Dauer zu Lasten des Beschul-

digten herausgreife (Urk. 64 S. 7).  

3.2 Eine Videoaufzeichnung bzw. die einzelnen Bilder, wie sie mit Urk. 13 vor-

liegen, weisen eine bestimmte Anzahl Pixel (= Bildpunkte) auf. Deren Anzahl 

kann nicht verändert werden. Damit kann die Qualität der Videoaufnahme und de-

ren Auflösung nicht verbessert werden. Bezüglich der Standbilder (Videoprints) ist 

ferner festzuhalten, dass solche immer eine schlechtere Qualität aufweisen als 

ein bewegtes Bild. Es sind daher keine wesentlichen neuen Erkenntnisse zu er-

warten, falls dem (Eventual-)Verfahrensantrag auf Verbesserung der Qualität der 

Videoaufzeichnung stattgegeben würde. 

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3.3 Der Beizug der Verfahrensakten betreffend C._____ erübrigt sich angesichts 

des Freispruchs des Beschuldigten (vgl. sogleich) und erscheint damit ebenfalls 

als nicht nötig.  

4. Formales 

4.1 Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies 

in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne, dass dies jeweils explizit Er-

wähnung findet. 

4.2 Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und je-

des einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (vgl. Entscheid des Bun-

desgerichts 6B_170/2011 vom 10. November 2011 E. 1.2). Die Berufungsinstanz 

kann sich somit auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. 

5. Schuldpunkt 

5.1 Die Vorinstanz hat zu Recht festgehalten, dass die Aussagen der Aus-

kunftsperson D._____ nicht zu Lasten des Beschuldigten verwertbar sind; zur Be-

gründung kann auf die entsprechenden zutreffenden Ausführungen der Vor-

instanz verwiesen werden (Urk. 40 S. 4). Dasselbe gilt für die Aussagen des Be-

schuldigten E._____ (Urk. 12/4; Urk. 12/5).  

Darüber hinaus gilt es festzuhalten, dass auch die Aussagen der als Auskunfts-

person befragten F._____ und des Geschädigten/Privatklägers nicht verwertbar 

sind, weil auch bei deren Einvernahmen die Teilnahmerechte des Beschuldigten 

nicht gewahrt wurden (Urk. 12/7; Urk. 12/9).  

Bleiben als verwertbare Beweismittel somit die Videoaufzeichnung des Tat-

geschehens (Urk. 13), die medizinischen Unterlagen des Universitätsspitals 

(Urk. 15), diverse Fotografien (Urk. 6; Urk. 7; Urk. 11) sowie die Aussagen des 

Beschuldigten.  

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5.2 Die grösste Beweiskraft kommt der Videoaufnahme zu (Urk. 13). Diese er-

möglicht es dem Gericht, das Geschehen aus eigener Wahrnehmung zu be-

urteilen. Es ist Folgendes zu sehen:  

Zur Sekunde 45 der Aufzeichnung (00:45) erscheint der Privatkläger im Bild. Die-

ser begibt sich an den Bartresen und sucht den Kontakt zur Barfrau, welche mit 

der Zubereitung von Mixgetränken beschäftigt ist. 3 Sekunden später tauchen der 

Beschuldigte und C._____ aus dem Hintergrund auf. Der Beschuldigte bewegt 

sich rhythmisch zur Musik, C._____ tänzelt herum. Ab 1:15, also eine halbe Minu-

te nach dem Privatkläger, stellt sich auch C._____ an den Bartresen. Der Privat-

kläger behändigt wiederholt grinsend Gegenstände aus dem Arbeitsbereich des 

Bartresens, welche ihm die Barfrau jeweils wieder wegnimmt. Als sich bei 1:58 die 

Barfrau, immer noch mit dem Abarbeiten von Bestellungen anderer Kunden be-

schäftigt, in Richtung der beiden bewegt, ruft C._____ sie mit einer Handbewe-

gung zu sich, welche jedoch die beiden ignoriert und sich wieder entfernt. Bei 

2:30 behändigt der Privatkläger erneut einen Spiess mit einem Limettenspickel 

aus dem Arbeitsbereich der Bar und gibt diesen C._____, worauf die beiden zu-

sammen lachen. Letzterer winkt mit fordernder Gestik die Bardame zu sich. Der 

Beschuldigte tritt dabei wiederholt auf C._____ zu und spricht jeweils kurz mit die-

sem. Als sich dann bei Minute 3 die Bardame zu den beiden wendet, prescht 

C._____ vor, spricht und gestikuliert mit der Barfrau. Gleichzeitig wendet sich 

auch der Privatkläger zu ihr, beide reden gleichzeitig auf diese ein, worauf bei 

3:10 der Privatkläger C._____ erneut einen Limettenspiess hinlegt, welchen die-

ser jedoch dem ersteren in den Mund zu stecken versucht. Bei 3:20 kommt es zu 

einem kurzem, heftigen, von Gesten begleiteten Wortwechsel, worauf bei 3:23 

C._____ unvermittelt mit der halboffenen Hand dem Privatkläger frontal ins Ge-

sicht schlägt und diesen wegdrückt. Sogleich schlägt der Privatkläger mit der lin-

ken Hand zurück, wobei es dem wesentlich kleineren C._____ gelingt, sich zu 

entwinden. Der Beschuldigte hielt sich während dieser Phase sehr nah bei den 

beiden auf, seinen Blick auf die beiden gerichtet. Unmittelbar nach dem Schlag 

des Privatklägers packt der Beschuldigte diesen mit beiden Armen, nimmt ihn in 

den Schwitzkasten und geht mit diesem unter einer Drehbewegung von rund 270° 

zu Boden (3:28).  

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Danach sieht man den Beschuldigten am Boden kniend und dass C._____ sich 

ebenfalls dort am Boden aufhält. Ferner erkennt man E._____, der gegen den 

Privatkläger tritt. Erst nach dieser Trittbewegung lassen die beiden (C._____ und 

der Beschuldigte) vom Privatkläger ab und stehen auf. Vor dieser Trittbewegung 

sind die beiden jedoch klar erkennbar gebückt am Boden kniend und zumindest 

der Beschuldigte verharrt dabei in einer fixen Position. Unmittelbar darauf stehen 

die beiden auf, wobei sich C._____ hinter E._____ versteckt.  

Was darauf mit dem Privatkläger passiert, ist auf dem Video nicht klar erkennbar, 

da der Boden im dunklen Bereich liegt. Ab 3:38 ist dieser jedoch wieder sichtbar 

und zwar stehend am linken Bildrand. Daraufhin stellen sich die drei eng neben-

einander stehend auf einer Reihe gegenüber dem Privatkläger auf und gehen 

gemeinsam langsam auf diesen zu, der Beschuldigte dem Privatkläger leicht nä-

her als seine beiden Kollegen. Ab 3:45 macht der Beschuldigte ruckartige Bewe-

gungen mit dem Oberkörper und dem Arm in Richtung des Privatklägers, ebenso 

bei 3:49. Ab 4:02 verschwinden die Beteiligten aus dem Bild.  

5.3 Entgegen der Schilderung der Vorinstanz (Urk. 40 S. 8), welche die erste 

Handlung des Beschuldigten nach dem Schlag des Privatklägers gegen C._____ 

als ein Wegziehen beschreibt, handelt es sich dabei um ein kräftiges Zupacken 

mit beiden Armen, wobei der Privatkläger schliesslich in den "Schwitzkasten" ge-

nommen wird. Ebenso wenig zu folgen ist der Vorinstanz darin, dass nicht klar er-

kennbar sei, ob der Beschuldigte den Privatkläger zu Boden führe oder diese 

stolpern. Das zu Boden gehen erfolgt zielgerichtet und gleichförmig in einer kom-

binierten Dreh-/Senkbewegung. Alles wirkt wie aus einem Guss, ohne irgend-

welche ruckartige Unterbrechungen oder Störungen im Ablauf, welche typische 

Stolpermerkmale sind. Auf ein Stolpern deutet somit nichts hin und auch sonst 

wirkt die Aktion des Beschuldigten sehr kontrolliert und auch routiniert, wofür das 

schnelle und zielgerichtete Zupacken und das sofortige in den Schwitzkasten 

nehmen spricht, was ihm die Kontrolle über den Privatkläger erlaubt und offen-

sichtlich auch beabsichtigt war, denn aus purem Zufall ist der Privatkläger nicht in 

dieser Position gelandet. Zudem ist in diesem Bereich des Lokals der Boden eben 

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und nirgends eine Stolperfalle. Der Absatz zur Tanzfläche befindet sich weiter hin-

ten (Urk. 7 S. 11 f.). 

Zu dieser ersten Phase ist ferner zu bemerken, dass eine gegenseitige Provo-

kation zwischen dem Privatkläger und C._____ (an der Bar) nicht zu erkennen ist. 

C._____ hat den Privatkläger – nach einer verbalen Auseinandersetzung – un-

vermittelt mit der Hand ins Gesicht geschlagen, worauf der Privatkläger zurück-

schlug. Der Beschuldigte konnte dieses Geschehen mitverfolgen, stand er doch 

während dessen ganzen Dauer unmittelbar bei bzw. hinter den zwei Kontrahen-

ten. Da zweifelsohne der Schlag des Privatklägers zur Eskalation der Situation 

führte, ist nachvollziehbar, dass der Beschuldigte zwecks Beruhigung den Privat-

kläger packte und zu Boden führte, zumal dieser eine deutlich imposantere Statur 

als C._____ aufweist. Vor diesem Hintergrund war die Intervention des Beschul-

digten geboten; es lag eine Notstandssituation vor. Schliesslich ist noch anzufü-

gen, dass das "zu Boden führen" eine übliche Vorgehensweise (bspw. auch der 

Polizei) ist, um solche Situationen zu entschärfen, da auf diese Weise ein Geran-

gel vermieden werden kann. Dass der Beschuldigte so vorgeht, ist im übrigen 

wohl auf seine Vergangenheit als Sicherheitsangestellter zurückzuführen 

(vgl. Urk. 65). 

Ein strafbares Verhalten des Beschuldigten in dieser (ersten) Phase liegt somit 

nicht vor. Der Vollständigkeit halber ist jedoch anzufügen, dass die (tätliche) Aus-

einandersetzung mit dem Schlag C._____s ins Gesicht des Privatklägers begon-

nen hat. Wenn der Beschuldigte den Standpunkt vertritt, erst bei der vom Privat-

kläger ausgeteilten Faustschlag handle es sich um eine Tätlichkeit, dieser habe 

begonnen (Urk. 63 S. 5; Prot. I S. 9), ist dem mit aller Deutlichkeit zu widerspre-

chen. Die Videoaufnahme zeigt deutlich, dass es sich nicht um einen nur leichten 

Stoss, sondern um einen veritablen Schlag, wenn auch mit offener Hand, gehan-

delt hat. Von einem blossen "Wegschieben mit der Hand" kann keine Rede sein.  

5.4 In der darauf folgenden Sequenz (der Privatkläger ist infolge der Intervention 

des Beschuldigten nun am Boden) sieht man – wie bereits erwähnt –, dass der 

Beschuldigte und C._____ sich auf dem Boden befinden und E._____ den Privat-

kläger tritt. Die Anklage wirft dem Beschuldigten in dieser Phase vor, den Privat-

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kläger blockiert zu haben. Ein solches Fixieren des Privatklägers am Boden ist je-

doch auf der Videoaufzeichnung nicht erkennbar und der Beschuldigte bestreitet 

ein solches Tun (Prot. I S. 9). Andere (verwertbare) Beweismittel existieren nicht. 

Ein Blockieren des Privatklägers kann dem Beschuldigten somit nicht rechts-

genügend nachgewiesen werden. Es kommt hinzu, dass diese Phase am Boden 

nur etwa 5 Sekunden dauerte und der Beschuldigte, C._____ und E._____ dem-

zufolge relativ schnell vom Privatkläger abgelassen haben. 

Es stellt sich allerdings noch die Frage, ob das Verhalten des Beschuldigten als 

Teil des Verhaltens C._____s (der dem Privatkläger Faustschläge gegen den 

Kopf verpasste) und E._____s (der den Privatkläger mit dem Fuss trat) anzuse-

hen ist, da der Tatbestand des Angriffs keine aktive Beteiligung erfordert (MAEDER 

in: Niggli/Wiprächtiger, BSK Strafrecht II, 3. Aufl., Basel 2013, N 8 zu Art. 134). 

Vorab ist hierzu zu bemerken, dass eine Absprache zwischen dem Beschuldigten, 

C._____ und E._____ nicht ersichtlich ist. Zudem haben C._____ und E._____ 

aus einem solchen Winkel agiert, dass der Beschuldigte den Tritt sowie die Faust-

schläge gar nicht sehen konnte – der Beschuldigte wendete C._____ und 

E._____ in jenem Moment nämlich den Rücken zu. Selbst wenn davon auszu-

gehen wäre, dass eine vorgängige Absprache zwischen dem Beschuldigten, 

C._____ und E._____ stattgefunden hätte – allenfalls auch konkludent –, kann 

beweismässig nicht erstellt werden, dass die von C._____ und E._____ ausgeteil-

ten Schläge und Tritte vom Willen des Beschuldigten gedeckt waren.  

5.5 Betreffend die nächste (dritte) Phase gibt die Videoaufzeichnung nicht 

(mehr) viel her; die Bilder sind zu verpixelt und das Geschehen wird nicht mehr 

genügend ausgeleuchtet. Der Privatkläger ist – mit Ausnahme der Bilder um 3:38 

herum – nicht mehr erkennbar. Lediglich aufgrund der jeweiligen Blickrichtung des 

Beschuldigten, C._____s und E._____s, die alle in dieselbe Richtung schauen, 

kann man in der Folge darauf schliessen, wo er sich der Privatkläger (noch immer 

oder wieder) befindet. Nämlich in der oberen linken Ecke des Bildes.  

Mit der Vorinstanz geht aus der Videoaufzeichnung klar hervor, dass sich der Be-

schuldigte, C._____ und E._____ in einer Art Dreiecksformation auf den linken 

oberen Bildrand hinbewegen, wobei der Beschuldigte sich an deren Spitze befin-

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det (Urk. 40 S. 8). Wie bereits angetönt, kann indes aufgrund der Aufnahmen 

nicht erkannt werden, wo genau sich der Privatkläger zu diesem Zeitpunkt befin-

det bzw. wie er sich verhält. Mangels anderer Beweise ist somit – zu Gunsten des 

Beschuldigten – auf dessen diesbezügliche Angaben abzustellen. Er macht  

geltend, der Privatkläger sei nicht ruhig geworden, sondern weiterhin aggressiv 

gewesen. Er habe provoziert, laut geschrien und sei nochmals auf ihn (den Be-

schuldigten), C._____ und E._____ zugekommen (Urk. 63 S. 4). Gestützt werden 

diese Ausführungen zudem durch den Umstand, dass der Privatkläger sich nicht 

vom Schauplatz entfernte – und sich beispielsweise zum Ausgang begeben hat –, 

sondern vor Ort blieb. Nichtsdestotrotz wirkt das Vorgehen in der "Dreiecks-

formation" ziemlich koordiniert. In Anwendung des Grundsatzes in dubio pro reo 

ist – mangels weiterer Beweismittel – jedoch trotzdem davon auszugehen, dass 

der Beschuldigte die Absicht hatte, den Privatkläger von weiteren Provokationen 

und Schlägen abzuhalten. Etwas anderes kann nicht nachgewiesen werden.  

C._____ gelang es schliesslich zwar, dem Privatkläger noch einen heftigen 

Faustschlag zu versetzen (gemäss Aussagen des Beschuldigten [Urk. 63 S. 4; 

Urk. 12/2 und 12/3 je S. 3], auf der Videoaufzeichnung ist dies nicht ganz genau 

zu erkennen). Der Beschuldigte hat es C._____ demgemäss objektiv zwar ermög-

licht, dem Privatkläger den letzten Faustschlag zu versetzen. C._____ kam indes 

aus dem Rücken des Beschuldigten, weshalb der Beschuldigte ihn nicht sehen 

konnte. Ein entsprechender Wille des Beschuldigten kann demgemäss nicht zu 

Grunde gelegt werden.  

5.6 Die Verteidigung stellt den Beschuldigten in ihrem Plädoyer als Schlichter 

und Security-Angestellten ohne Auftrag dar (Urk. 64 S. 2 ff.). Solches kann indes 

aus dem Verhalten und dem Eingreifen des Beschuldigten doch nicht abgeleitet 

werden. Am Schluss der ganzen Situation ist zwar zu erkennen, dass der Be-

schuldigte den Arm ausstreckt und sich (nochmals) zwischen C._____ und den 

Privatkläger stellt. Ein gewisses beschwichtigendes Tätigwerden ist ihm folglich 

durchaus zuzugestehen. Es darf aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass er 

seine Aufmerksamkeit praktisch ausschliesslich auf den Privatkläger richtete und 

er demgegenüber C._____ kaum beachtete, obwohl auch dieser – zumindest 

teilweise – durchaus aggressiv auftrat. Dazu passt, dass sich auf den Videoauf-

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nahmen deutlich erkennen lässt, dass der Beschuldigte jemanden mit beiden Ar-

men stösst. Dass dies der Privatkläger sein muss, ist aufgrund der entsprechen-

den Zugaben des Beschuldigten erstellt (Urk. 63 S. 4). Jemand, der bloss schlich-

ten und deeskalierend wirken möchte, tut solches nicht.  

5.7 Schliesslich kann auch aus den diversen Aussagen des Beschuldigten im 

Laufe des Verfahrens nicht geschlossen werden, dass er bloss schlichtend hat 

eingreifen wollen. Vielmehr deutet sein Aussageverhalten stark darauf hin, dass 

er sein Verhalten zu beschönigen versuchte. Seine Aussagen erweisen sich näm-

lich in wichtigen Punkten als widersprüchlich und teilweise gar tatsachenwidrig. Im 

Einzelnen:  

Anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme schilderte er den Beginn der Aus-

einandersetzung so, dass er anfänglich die Szenerie nicht mitverfolgt habe, sich 

umgedreht und gesehen habe, dass eine unbekannte Person (Privatkläger) auf 

C'._____ (C._____) losgegangen sei. Dann sei er dazwischen gegangen und ha-

be schlichten wollen, es seien dann ein paar Leute dazugekommen, worauf er 

gegangen sei (Urk. 12/1 S. 1).  

Diese Schilderung ist schlicht tatsachenwidrig, sie widerspricht dem auf dem Vi-

deo erkennbaren Ablauf diametral: Der Beschuldigte hatte das gesamte Gesche-

hen stets im Blick und auch dauernd verbalen Kontakt mit C._____. Es war – wie 

bereits dargelegt – nicht der Privatkläger, sondern C._____, welcher den ersten 

Schlag verabreicht hatte. Ebenso klar erkennbar ist, dass der Beschuldigte mit 

dem Privatkläger nicht gestürzt ist, sondern diesen mit einem kontrollierten 

Schwung zu Boden gebracht hat. Bei diesen Unterschieden zwischen Aussage 

und Bildern handelt es sich nicht um kleine Widersprüche, Unschärfen oder  

blosse Nuancen, welche durch den Zeitablauf und die verblassende Erinnerung 

zu erklären wären, sondern um fundamentale und krasse Widersprüche, welche 

vernünftigerweise nur dadurch zu erklären sind, dass der Beschuldigte seine Aus-

sage bewusst so gestaltet hat, um sich in ein besseres Licht zu rücken und weil er 

den wahren Ablauf der Geschehnisse nicht darlegen will. 

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Dies gilt auch für seine Aussagen bei der Staatsanwaltschaft (Urk. 12/2; 

Urk. 12/3) und anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung sowie der Beru-

fungsverhandlung (Prot. I S. 10; Urk. 63 S. 4). Er wiederholte, dass er den Privat-

kläger nicht habe zu Boden reissen wollen, sondern gestolpert sei. Als Ursache 

für das Stolpern gab er an, dass es ein "Hin und Her" gegeben habe und der eine 

auf den anderen losgegangen sei. Dies stimmt nachweislich nicht, denn gleich 

nachdem C._____ aus nichtigem Anlass den Privatkläger geschlagen und dieser 

zurückgeschlagen hatte, packte der Beschuldigte den Privatkläger. Zwei Schläge 

sind weder ein "Hin und Her" noch ein Gerangel. Auch seine Behauptung, wo-

nach er nach dem zu Boden gehen sogleich wieder aufgestanden sei, deckt sich 

nicht mit dem Video (Urk. 12/3 S. 2); vielmehr dauerte die "Szene" am Boden  

– wie bereits erwähnt – rund 5 Sekunden.  

Diese teilweise klar tatsachenwidrigen und mit Widersprüchen behafteten Aus-

sagen sind offensichtlich so zurecht gelegt, um sein Verhalten in einem besseren 

Licht erscheinen zu lassen. Dies ergibt sich im übrigen auch daraus, dass er zu 

Beginn der Untersuchung angab, seine beiden Mitstreiter C._____ und E._____ 

nicht richtig zu kennen. Dies stimmt nicht, was er im Verlaufe der Untersuchung 

denn auch richtigstellen musste; ferner konnte er keine überzeugenden Gründe 

für sein diesbezügliches anfängliches Aussageverhalten anführen (Urk. 63 S. 5). 

Für ein solches Aussageverhalten gäbe es denn auch keine vernünftigen Gründe, 

wenn er nur der "edle" Schlichtende gewesen wäre, wie er sich darstellt und er 

auch von der Verteidigung dargestellt wird. Er hätte diesfalls von Anfang an die 

Wahrheit erzählen können, ohne Nachteile gewärtigen zu müssen. Vernünftiger-

weise lässt sich dieses Aussageverhalten nur damit erklären, dass er im Verfah-

ren als möglichst Unbeteiligter dastehen und eine für ihn günstigere Sachver-

haltsschilderung abgeben wollte.  

5.8 Nichtsdestotrotz ist zusammenfassend festzuhalten, dass der Sachverhalt 

gemäss Anklage aufgrund der vorliegenden und verwertbaren Beweismittel nicht 

erstellt werden kann. Betreffend diejenigen Vorgänge und Handlungen, die auf 

den Videoaufnahmen nicht klar erkennbar sind, ist – mangels anderer Beweis-

mittel – in Anwendung des Grundsatzes in dubio pro reo auf die entsprechenden 

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Aussagen des Beschuldigten abzustellen. Daraus ergibt sich, dass der Beschul-

digte den Privatkläger zwar in einer Art "Schwitzkasten" zu Boden geführt hat, ihm 

indes nicht nachgewiesen werden kann, dass er den Beschuldigten daraufhin am 

Boden blockiert hat. Ferner sind die Faustschläge gegen den Kopf des Privatklä-

gers sowie der Tritt ihm – zumindest in subjektiver Hinsicht – nicht anrechenbar. 

Schliesslich ist – gestützt auf die Aussagen des Beschuldigten – betreffend die 

dritte Phase davon auszugehen, dass der Privatkläger weiterhin aggressiv und 

provozierend auftrat, weshalb dem Beschuldigten nichts anderes nachgewiesen 

werden kann, als dass er den Privatkläger von weiteren Provokationen und 

Schlägen abhalten wollte. Demgemäss liegt kein strafbares Verhalten des Be-

schuldigten vor. Folglich ist der Beschuldigte nicht schuldig und vollumfänglich 

freizusprechen.   

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1 Die Vorinstanz auferlegte dem Beschuldigten gestützt auf Art. 426 Abs. 1 

StPO die gesamten Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens 

(Urk. 40 S. 18 und S. 19). Zufolge des heutigen vollumfänglichen Freispruchs sind 

die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens indes auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. 

6.2 Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren fällt ausser Ansatz.  

6.3 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Im Berufungs-

verfahren obsiegt der appellierende Beschuldigte. Daher sind die Kosten dieses 

Verfahrens ebenfalls auf die Gerichtskasse zu nehmen und dem Beschuldigten 

sind die angefallenen Verteidigungskosten zu ersetzen. 

 

- 15 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 

22. Februar 2016 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

Es wird erkannt: 

1. […] 

2. […] 

3. […] 

4. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers B._____ wird auf den Weg des  
Zivilprozesses verwiesen.  

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 
Fr.  1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 
Fr.  1'400.00  Gebühr Strafuntersuchung 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. […] 

7. [Mitteilungen] 

8. [Rechtsmittel] 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist nicht schuldig und wird vollumfänglich freige-

sprochen.  

2. Die Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des 

Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen. 

 

- 16 - 

3. Dem Beschuldigten wird eine Prozessentschädigung von Fr. 8'124.30 für 

anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.  

4. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt) 
− den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des 

Privatklägers B._____ (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl  

− den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des 
Privatklägers B._____  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss 

Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 58  
− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG). 

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

- 17 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 17. November 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Maurer 
 

 

	Urteil vom 17. November 2016
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 40 S. 18 ff.)
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 60.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers B._____ wird auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 4)
	1. Herr A._____ sei vollumfänglich freizusprechen.
	2. Die Kosten seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	3. Herrn A._____ sei eine Entschädigung gemäss eingereichter Honorarnote auszurichten.
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 22. Februar 2016 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist nicht schuldig und wird vollumfänglich freigesprochen.
	2. Die Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen.
	3. Dem Beschuldigten wird eine Prozessentschädigung von Fr. 8'124.30 für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	4. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt)
	 den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers B._____ (versandt)

	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers B._____
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 58
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG).

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.