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**Case Identifier:** 56451836-adb0-55e6-949b-fbaaae5f8098
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.10.2020 200 2020 320
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-320_2020-10-05.pdf

## Full Text

200 20 320 IV
KNB/IMD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Oktober 2020

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. März 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/320, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1998 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
meldete sich am 23. Januar 2017 unter Hinweis auf seit ca. dem 12. Le-
bensjahr bestehende psychische Probleme (Depression) bei der Eidgenös-
sischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, 
Antwortbeilage [AB] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
tätigte medizinische Abklärungen und sprach Frühinterventionsmassnah-
men in Form eines dreimonatigen Belastbarkeitstrainings mit Beginn am 
4. Dezember 2017 in der Band-Genossenschaft zu (AB 40). Unter Hinweis 
auf die Nichterfüllung der Mitwirkungspflicht wurde dieses vorzeitig abge-
brochen (AB 48), nachdem die Versicherte von der IVB zuvor auf ihre dies-
bezüglichen Pflichten sowie auf die Konsequenzen bei Widersetzlichkeit 
aufmerksam gemacht worden war (AB 42). Mit derselben Begründung ver-
neinte die IVB mit Verfügung vom 15. März 2018 (AB 52) einen Anspruch 
auf berufliche Eingliederungsmassnahmen.

Die IVB holte in der Folge weitere medizinische Akten ein und beauftragte 
Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit 
einer psychiatrischen Begutachtung (Gutachten vom 9. November 2019 
[AB 93.1]). Gestützt hierauf stellte sie der Versicherten mit Vorbescheid 
vom 16. Dezember 2019 (AB 94) die Abweisung des Leistungsgesuchs in 
Aussicht. Zur Begründung führte sie aus, es sei keine Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen. Nach dagegen vorgebrach-
ten Einwänden (AB 97) verfügte die IVB am 10. März 2020 (AB 99) wie 
angekündigt.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 6. Mai 2020 Beschwerde mit den folgenden 
Rechtsbegehren:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/320, Seite 3

1. Die angefochtene Verfügung vom 10. März 2020 sei aufzuheben 
und es seien der Beschwerdeführerin berufliche Massnahmen, so 
insbesondere eine erstmalige berufliche Ausbildung nach Art. 16 
IVG, zu gewähren.

2. Die angefochtene Verfügung vom 10. März 2020 sei aufzuheben 
und es sei der Beschwerdeführerin mindestens eine befristete 
Rente, soweit rechtens, zuzusprechen.

Eventualiter sei die Verfügung vom 10. März 2020 aufzuheben und 
die Sache zu weiteren Abklärungen, insbesondere zur Rentenbe-
rechnung und zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen, 
unter Wahrung der Mitwirkungsrechte der Parteien gemäss 
Rechtsbegehren Ziffer 2 hiervor, an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen.

3. Es sei der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor dem Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern das Recht auf unentgeltliche 
Rechtspflege zu erteilen.

4. Es sei der Beschwerdeführerin die Unterzeichnende als gerichtli-
che Rechtsbeiständin beizuordnen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Mit Eingabe vom 4. Juni 2020 reichte die Beschwerdegegnerin aufforde-
rungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 19. Mai 2020) Unterla-
gen betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. Juni 
2020 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 29. Juli 2020 reichte die Beschwerdegegnerin ein vom 
23. Juli 2020 datierendes Schreiben der Gemeindeverwaltung Worb, Sozi-
aldienste, ein, wonach A.________ per 1. Juli 2020 eine Namensänderung 
habe vornehmen lassen und neu A.________ heisse.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. März 2020 
(AB 99). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf Leistungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-

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beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheits-
beeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist 
(BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades Erwerbstätiger wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

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2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Den medizinischen Akten ist zum Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin bzw. ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit – soweit ent-
scheidwesentlich – das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Gemäss Bericht vom 30. Juli 2015 (AB 29 S. 2 ff.) war die Versi-
cherte zwischen dem 5. März und dem 10. Juli 2015 bei diagnostizierter 
mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10: F32.1) in der Klinik 
D.________ hospitalisiert. Es wurde ausgeführt, die Patientin weise eine 
depressive Symptomatik sowie Rückzugs- und schulvermeidendes Verhal-
ten auf. Die Symptomatik dürfte ihren Ursprung vor knapp vier Jahren ha-
ben, sei über lange Zeit aber nur ungenügend erfasst und somit nicht ent-
sprechend behandelt worden. Zum aktuellen Zeitpunkt könne davon aus-
gegangen werden, dass die depressive Symptomatik in ihren Kernsympto-
men bereits deutlich zurückgegangen sei. Die Patientin habe sich aber im 
Verlaufe der letzten Jahre maladaptive Emotionsregulationsstrategien an-
geeignet, welche sich durch ein vordergründig überangepasstes Verhalten 
und ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten bei Konflikten und Leistungs-
anforderungen sichtbar machten. Der Austritt am 10. Juli 2015 sei entge-
gen dem ärztlichen Rat erfolgt.

3.1.2 Im Bericht des Spitals E.________ vom 11. April 2017 (AB 21 S. 2 
f.) betreffend Hospitalisation vom 21. Dezember 2016 bis 8. April 2017 
wurde eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelschwere 

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bis schwere Episode diagnostiziert. Anamnestisch seien eine Impulss-
törung mit Selbstverletzung und psychosoziale Belastungen (frühe Tren-
nung der Eltern, Ausgrenzung in Schule, familiäre Belastung) zu erheben. 
Es liege ein Verdacht auf eine aktuelle Traumatisierung vor. Es bestünden 
ein ausgesprochenes Rückzugs-/Vermeidungsverhalten (Autonomiekon-
flikt), ein Selbstwertkonflikt und Somatisierung bei Konfrontation mit Konflik-
ten/Schwierigkeiten/Leistungsanforderungen. Unter Medikation mit Cipra-
lex/Sinquan seien depressive Verstimmung, Unruhe und Schlafstörung 
remittiert.

3.1.3 Aus dem Bericht des Zentrums F.________ vom 29. Mai 2017 (AB 
23 S. 2 ff.) geht hervor, dass sich die Versicherte vom 4. bis zum 23. Mai 
2017 in stationärer Behandlung befand. Diagnostiziert wurde eine rezidivie-
rende depressive Störung, mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), auf dem 
Hintergrund einer Traumageschichte. Differentialdiagnostisch seien eine 
Traumafolgestörung und eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung zu 
erwägen. Es sei ein multimodales Therapiesetting mit medikamentöser 
Therapie, Gesprächstherapie und kreativen Therapien aufgegleist worden. 
Die Patientin sei therapiemotiviert gewesen und habe die Therapiemöglich-
keiten wahrgenommen. Bei Austritt sei sie stabiler und etwas selbstsicherer 
gewesen. Suizidalität habe keine vorgelegen.

3.1.4 Im Bericht vom 7. Juli 2017 (AB 25 S. 8 ff.) führte Dr. med. 
G.________, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und 
-psychotherapie, aus, die Patientin habe sich vom 12. November 2014 bis 
zum 22. Dezember 2017 bei ihr in ambulanter Therapie befunden. Die 
Erstvorstellung sei wegen eines zunehmenden sozialen Rückzugs und ei-
ner depressiven Entwicklung erfolgt. Bei zunehmender depressiver Sym-
ptomatik und Schulabsentismus habe sie die Patientin im Januar 2015 zu 
einer stationären Therapie in die Klinik D.________ zugewiesen, zumal sie 
es damals auch nicht mehr geschafft habe, ambulante Therapieangebote 
wahrzunehmen. Nach Klinikaustritt sei die ambulante psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung fortgesetzt worden. Zeitweise habe sich 
die Symptomatik deutlich gebessert und es hätten symptomfreie Phasen 
bestanden, wie es einer rezidivierenden depressiven Störung entspreche. 
Seit ca. Mitte Oktober 2016 habe sich die Stimmung und der Antrieb ver-

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schlechtert. Im Dezember 2016 sei die Patientin durch die zunehmenden 
Stimmungsschwankungen belastet gewesen und sie habe eine erneute 
stationäre Behandlung gewünscht.

3.1.5 Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, berichtete am 26. Juni 2018 (AB 56 S. 1 ff.) von Angstsymptomen, de-
pressiver Symptomatik, sozialer Rückzugstendenz und verminderter 
Stressresistenz. Er diagnostizierte neben einer rezidivierenden depressiven 
Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1), eine Angststörung (ICD-
10: F41.9). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei in Anbetracht des zäh-
flüssigen Verlaufs und der Abbrüche in der Vorgeschichte (Lehrabbruch, 
Abbruch in der Band-Genossenschaft) wahrscheinlich nicht günstig. Die 
Therapie sollte Vorrang haben. Erst bei einem positiven und zufriedenstel-
lenden Therapieergebnis sollte man an eine berufliche Eingliederung den-
ken.

3.1.6 Im Bericht der Praxis I.________ vom 12. März 2019 (AB 74) wur-
de ein stationärer Gesundheitszustand festgehalten. Attestiert wurden die 
folgenden Diagnosen: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig teil-
remittiert (ICD-10: F33.4), Dysthymia (ICD-10: F34.1), Agoraphobie ohne 
Angabe einer Panikstörung (ICD-10: F40.01), soziale Phobie (ICD-10: 
F40.1), posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), ängstliche 
(vermeidende) Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und emotional-
instabilen Persönlichkeitszügen, narzisstische Persönlichkeitsstörung, 
chronische Kopf- und Rückenschmerzen. Der aktuelle Zustand sei weitge-
hend unverändert. Die Patientin schaffe es phasenweise, die Arzttermine 
regelmässig wahrzunehmen, phasenweise träten häufige kurzfristige Ab-
sagen auf. Zu Hause gehe es ihr mehrheitlich gut, bei angstauslösenden 
respektive schwierigen Situationen (Verlassen der Wohnung, Wahrnehmen 
vom Terminen, Aufstehen am Morgen, Telefonate, neue unbekannte Situa-
tionen, Leistungskontext) trete häufig ein Vermeidungsverhalten auf. Die 
Patientin lehne unter Hinweis auf frühere Erfahrungen eine empfohlene 
antidepressive Medikation ab. Seit dem 26. Juni 2018 (Beginn der Behand-
lung) bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Berufliche Massnahmen 
seien momentan zu früh, zuerst müsste eine Stabilisierung des psychi-

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schen Befindens mittels einer engmaschigeren Therapie, als es das ambu-
lante Setting biete, erzielt werden.

3.1.7 Im Gutachten vom 9. November 2019 (AB 93.1) hielt Dr. med. 
C.________ fest, die Versicherte sei mit einer rezidivierenden depressiven 
Störung vordiagnostiziert. Aktuell fehlten bei ihr sowohl auf Beschwerde- 
wie auch auf Befundebene dauerhaft vorhandene Defizite in den Bereichen 
Affektivität, Hedonie und Psychomotorik, sodass die Störung gegenwärtig 
als remittiert anzusehen sei (ICD-10: F33.4). Die Versicherte habe von 
anamnestisch sehr stark ausgeprägten agoraphobischen Ängsten berich-
tet. Inzwischen könne sie weitestgehend unproblematisch den öffentlichen 
Verkehr nutzen und vergrössere ihre Reichweite beträchtlich. Die Ängste 
würden zwar immer noch auftreten, würden jedoch die klinische Grenze 
einer Angststörung nach ICD-10 nicht überschreiten. Eine andere nach 
ICD-10 diagnostizierbare Störung liege nicht vor. Eine Diagnose mit Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit sei aus rein psychiatrischer Sicht nicht vorlie-
gend. Es erscheine überwiegend wahrscheinlich, dass sich bei der Versi-
cherten im heranwachsenden Alter eine rezidivierende depressive Störung 
manifestiert habe, zu welcher sich ungefähr zur Zeit des Schulabschlusses 
eine Agoraphobie hinzugesellt habe, sodass sie gehäuft nur mit grossen 
Schwierigkeiten, wenn überhaupt, nach draussen habe treten können 
(S. 15). Die Versicherte berichte von einer inzwischen stattgefundenen und 
seit Anfang 2019 anhaltenden Besserung im psychischen Zustandsbild. Es 
bestehe keine Veranlassung, an diesen Angaben zu zweifeln, zumal die 
subjektiven Angaben dem beobachtbaren Teil des psychopathologischen 
Befundes entsprochen hätten. Die Prognose des Krankheitsgeschehens 
sei als günstig anzusehen (S. 16). Bis Anfang 2019 sei die Arbeitsfähigkeit 
der Versicherten überwiegend wahrscheinlich anhaltend signifikant beein-
trächtigt gewesen, die meiste Zeit bei einer Arbeitsunfähigkeit zwischen 
z0 % [sic] und 100 %. Ab spätestens Februar 2019 sei es zu einer umfas-
senden Besserung im Zustandsbild und der Wiederherstellung der Arbeits-
fähigkeit gekommen. Ausgenommen aus dieser Beurteilung seien Tätigkei-
ten, welche nachts und im frequentierten Schichtbetrieb ausgeführt werden 
müssten. Für solche Tätigkeiten sei die Versicherte dauerhaft nicht arbeits-
fähig (S. 18).

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3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezial-
ärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Werden bei 
deren Anordnung Beteiligungsrechte der versicherten Person (vgl. insbe-
sondere BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258, 139 V 349 E. 5.4 S. 357) ver-
letzt, so machen bereits relativ geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der Expertise eine neue Begutachtung erforderlich (BGE 139 
V 99 E. 2.3.2 S. 103, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2019 IV Nr. 40 
S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte die angefochtene Verfügung vom 
10. März 2020 (AB 99) auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 

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C.________ vom 9. November 2019 (AB 93.1), worin dieser von einer um-
fassenden Besserung im Zustandsbild und der Wiederherstellung der Ar-
beitsfähigkeit ab spätestens Februar 2019 ausgeht. Diese Einschätzung 
überzeugt, hat sich doch der Gutachter in Kenntnis der medizinischen Vor-
akten sorgfältig mit den geklagten Beschwerden auseinandergesetzt und 
seine Schlussfolgerungen gestützt auf eine eigene Untersuchung der Be-
schwerdeführerin getroffen (vgl. AB 93 S. 1). Die Ausführungen in der Be-
urteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die 
gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand der Beschwerde-
führerin nachvollziehbar begründet. Das Gutachten erbringt (zumindest 
hinsichtlich des Zeitraums ab Februar 2019; vgl. sogleich) vollen Beweis. 

Soweit die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die Stellungnahme von 
J.________, Eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin, vom 25. März 
2020 (Akten der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeilage 3) vorbringt, die 
gutachterliche Feststellung, wonach zum Explorationszeitpunkt die rezidi-
vierende depressive Störung als remittiert anzusehen sei, stehe in Wider-
spruch zu den Einschätzungen der behandelnden Fachpersonen (Be-
schwerde S. 7 f.), vermag dies keine Zweifel an der Zuverlässigkeit des 
Gutachtens zu wecken. Der Gutachter hat den Bericht der Praxis 
I.________ vom 12. März 2019 (AB 74), welcher von der Psychotherapeu-
tin J.________ mitunterzeichnet war, berücksichtigt und seine Einschät-
zung, weshalb aufgrund der darin enthaltenen Informationen weder eine 
diagnostische Beurteilung gemäss aktuellen Vorgaben noch eine reliable 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit möglich sei, nachvollziehbar begründet 
(AB 93. 1 S. 17). Hinzu kommt, dass die Psychotherapeutin J.________ 
über keinen Facharzttitel und damit nicht über die fachliche Qualifikation 
verfügt, um die psychiatrische Beurteilung von Dr. med. C.________ zu 
entkräften. Des Weiteren ist ihre Einschätzung mit Blick auf die Verschie-
denheit von Expertise und Therapie ohnehin mit Vorbehalt zu würdigen 
(Entscheid des Bundesgerichts vom 6. Oktober 2014, 9C_139/2014, E. 
5.2).

Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass die rezidivierende depressive 
Störung ab Februar 2019 remittiert war und ab diesem Zeitpunkt keine Ar-
beitsunfähigkeit mehr bestand.

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3.5 Für den Zeitraum vor Februar 2019 erachtete der Gutachter 
Dr. med. C.________ die Arbeitsfähigkeit als überwiegend wahrscheinlich 
anhaltend signifikant beeinträchtigt, die meiste Zeit bei einer Arbeitsun-
fähigkeit von z0 % [sic] bis 100 % (AB 93.1 S. 18). Bei der Angabe "z0 %" 
handelt es sich offensichtlich um einen Tippfehler, wobei aufgrund der Tas-
taturbelegung mit dem Buchstaben "z" direkt unterhalb der Ziffern "6" und 
"7" sowohl eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % als auch von 70 % gemeint 
gewesen sein könnte, was die Beschwerdegegnerin nicht geklärt hat. So 
oder anders ist der Gutachter damit für den Zeitraum vor Februar 2019 von 
einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen, wobei er sich betreffend 
den effektiven Umfang der Einschränkung (jedenfalls) zu wenig genau 
festgelegt hat. Daran ändert nichts, dass der Gutachter insbesondere den 
diagnostischen Einschätzungen im Bericht der Praxis I.________ vom 
12. März 2019 (AB 74) nicht folgen konnte, besteht doch hinsichtlich der 
die Arbeitsunfähigkeit verursachenden rezidivierenden depressiven 
Störung Einigkeit zwischen dem Gutachter und den behandelnden medizi-
nischen Fachpersonen (vgl. AB 93.1 S. 17). Unklar bleibt somit – auch mit 
Blick auf den hiervor wiedergegebenen Tippfehler – das genaue Ausmass 
sowie der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit vor Februar 2019, weswegen der 
Sachverhalt hinsichtlich der Frage nach einem allfälligen befristeten Ren-
tenanspruch (unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] bis 
spätestens April 2019) nicht liquid ist und sich als punktuell ergänzungsbe-
dürftig erweist. Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich im vorliegenden 
Verfahren Weiterungen hinsichtlich der erwerblichen Aspekte der Invali-
ditätsbemessung (Beschwerde S. 7). Die der Verwaltung obliegende, den 
höchstrichterlichen Anforderungen genügende Erstabklärung fehlt vorlie-
gend. Die Beschwerdegegnerin hat das Erforderliche nachzuholen. Damit 
kommt diese Aufgabe hier nicht dem angerufenen Gericht, sondern in ers-
ter Linie der Verwaltung zu, welche bisher ihren Abklärungspflichten (vgl. 
Art. 43 Abs. 1 ATSG) nur ungenügend nachgekommen ist. Die höchstrich-
terliche Rechtsprechung sieht denn auch vor, dass eine Rückweisung der 
Sache möglich ist, wenn sie allein in der notwendigen Klarstellung, Präzi-
sierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist 
(BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.), was nach dem Dargelegten hier der 
Fall ist. Die Beschwerdegegnerin – an welche in diesbezüglicher Gutheis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/320, Seite 13

sung der Beschwerde die Akten zurückzuweisen sind – hat demnach bei 
Dr. med. C.________ ein ergänzendes bzw. präzisierendes Gutachten be-
züglich der Frage nach dem Ausmass und dem Verlauf der Arbeitsunfähig-
keit vor Februar 2019 einzuholen. Hierzu werden vorgängig bei den behan-
delnden Ärzten die echtzeitlichen Behandlungsaufzeichnungen (Kranken-
geschichten) zu edieren sein. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin 
über den streitigen befristeten Rentenanspruch neu zu verfügen haben.

4.

Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf berufliche Ein-
gliederungsmassnahmen, insbesondere eine erstmalige berufliche Ausbil-
dung (Art. 16 IVG), hat (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I./1.).

Aus den Akten ergibt sich diesbezüglich, dass die Beschwerdeführerin ihre 
im Sommer 2016 begonnene Lehre als … bereits in der 3. Schulwoche 
abgebrochen hat (AB 1 S. 5). Der Abbruch erfolgte unbestrittenermassen 
aus gesundheitlichen Gründen (AB 25 S. 4, 10). Dementsprechend sprach 
die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin denn auch ein Belastbar-
keitstraining im Rahmen von Frühinterventionsmassnahmen zu (AB 40). 
Aufgrund zahlreicher Absenzen (vgl. dazu AB 41, 43 ff.) verneinte die Be-
schwerdegegnerin nach erfolgter Aufforderung zur Mitwirkung (AB 42) mit 
Verfügung vom 15. März 2018 (AB 52) einen Anspruch auf berufliche Ein-
gliederungsmassnahmen. Der Gutachter Dr. med. C.________ führte diese 
Absenzen auf die psychische Problematik zurück (AB 93.1 S. 15). Dies 
deckt sich mit seiner Einschätzung einer doch erheblichen Arbeitsunfähig-
keit vor Februar 2019 (vgl. E. 3.5 hiervor). Die Beschwerdeführerin hat da-
mit grundsätzlich Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen, 
woran nichts ändert, dass sie seit Februar 2019 vollständig arbeitsfähig ist 
(vgl. dazu die zutreffenden Ausführungen in der Beschwerde S. 5 f. Art. 3 
mit Hinweis auf BGE 126 V 461). 

Die Beschwerde ist dementsprechend (auch) hinsichtlich der beantragten 
beruflichen Eingliederungsmassnahmen gutzuheissen und die angefochte-
ne Verfügung vom 10. März 2020 (AB 99) diesbezüglich aufzuheben. Die 
Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach den 

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hierfür allenfalls erforderlichen Zusatzabklärungen die spezifischen 
Anspruchsvoraussetzungen bezüglich der in Frage kommenden 
Massnahmen beruflicher Art prüft.

Vorliegend fällt auf, dass die Beschwerdeführerin zwar grundsätzlich thera-
piemotiviert ist (vgl. E. 3.1.3 hiervor), wobei aber u.a. – entgegen dem ärzt-
lichen Rat – Therapieabbrüche bzw. Klinikaustritte erfolgten (vgl. E. 3.1.1 
hiervor) und eine ärztlich empfohlene antidepressive Medikation trotz frühe-
rer positiver Ergebnisse von der Beschwerdeführerin abgelehnt wurde (vgl. 
E. 3.1.2 und 3.1.6 hiervor). Die Ärzte erachteten denn auch eine berufliche 
Eingliederung erst bei positiven und zufriedenstellenden Therapieergebnis-
sen für angezeigt (vgl. E. 3.1.5 f. hiervor), was mit Blick auf die vom Gut-
achter festgestellte vollständige Arbeitsfähigkeit offenbar nunmehr der Fall 
ist. Bereits an dieser Stelle ist die Beschwerdeführerin diesbezüglich auf 
ihre Mitwirkungspflicht (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG) hinsichtlich allfälliger künf-
tiger Auflagen medizinischer und therapeutischer Art hinzuweisen. Gege-
benenfalls wird die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin im Rah-
men eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG) zur 
entsprechenden Einhaltung aufzufordern haben.

5.

Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene 
Verfügung vom 10. März 2020 (AB 99) insoweit aufzuheben, als darin der 
Anspruch auf eine Rente bis April 2019 sowie auf berufliche Eingliede-
rungsmassnahmen abgewiesen wurde. Die Sache ist an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen, damit sie nach Vornahme der Abklärungen 
gemäss den vorstehenden Erwägungen neu verfüge.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 

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dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Wie im Rahmen des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteien-
tschädigung (vgl. BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61), gilt es auch unter dem Ge-
sichtspunkt der Verfahrenskosten bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht. Die Be-
schwerdeführerin beantragte die Gewährung beruflicher Eingliederungs-
massnahmen sowie die Zusprache mindestens einer befristeten Rente 
(Beschwerde S. 2). Bezüglich beider Rechtsbegehren wird die Beschwer-
degegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen verpflichtet, womit von 
einem vollständigen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen ist. 
Dementsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

6.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Die Beschwerdeführerin wird durch Rechtsanwältin B.________ vertreten. 
Entsprechend deren angemessener Kostennote vom 17. August 2020 wird 
die Parteientschädigung auf Fr. 3'594.40 festgesetzt (Honorar von 
Fr. 3'207.50 zuzüglich Auslagen von Fr. 129.90 sowie Mehrwertsteuer von 
Fr. 257.--). Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerde-
führerin zu ersetzen.

6.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Verfahren betreffend 
das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von Rechts-
anwältin B.________ als amtliche Anwältin als gegenstandslos geworden 
vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 10. März 2020 insoweit aufgehoben, als darin der 
Anspruch auf eine Rente bis April 2019 sowie auf berufliche Eingliede-
rungsmassnahmen abgewiesen wurde. Die Sache wird an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägun-
gen verfahre und anschliessend neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'594.40 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin 
wird vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.