# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c359bb8-24fc-5098-9d1b-69f9b0a44c46
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.08.2013 IV 2012/148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-148_2013-08-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/148

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 19.08.2013

Entscheiddatum: 19.08.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 19.08.2013
Art. 43 ATSG. Würdigung eines versicherungsinternen fachärztlichen 
Berichts sowie weiterer medizinischer Berichte. Zweifel am RAD-Bericht 
rechtfertigen die Einholung eines versicherungsexternen Gutachtens 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. 
August 2013, IV 2012/148).

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und 

Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

 

Entscheid vom 19. August 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ meldete sich nach einem Früherfassungsgespräch (IV-act. 1 f.) am 9. März 

2009 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen an (IV-act. 4).

A.b  Am 14. April 2009 führte Dr. med. B.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen 

Dienst (RAD) ein Telefonat mit Dr. med. C.___ vom Psychiatriezentrum D.___. Dr. C.___ 

führte aus, es bestehe der Verdacht auf eine paranoid-halluzinatorische Schizophrenie. 

Zudem lägen Teilleistungsschwächen bei grenzwertiger Normalintelligenz vor. Es sei im 

Jahr 2008 zu einer ersten psychotischen Episode gekommen, welche im Rahmen eines 

gut dreimonatigen stationären Aufenthalts behandelt worden sei. Nach Rückgang der 

psychotischen Symptome hätten sich vorbestehende Teilleistungsstörungen mit 

unrealistischer Selbstüberschätzung und ausgeprägtem Frustrationsverhalten gezeigt. 

Dies habe bereits in der Vergangenheit zu Problemen am Arbeitsplatz geführt. Die 

Berufsausbildung zur Hotelleriefachangestellten sei wohlwollend durch die Lehrherren 

zum Abschluss geführt worden. Eine Tätigkeit in diesem Bereich sollte sich auf 

einfache und überschaubare Arbeiten ohne allzu viel Kundenkontakt und Tragen von 

Verantwortung beschränken. Aktuell werde ausserhalb des geschützten Rahmens 

keine realistische Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit gesehen. Dr. C.___ unterzeichnete 

das Gesprächsprotokoll am 29. April 2009 (IV-act. 22).

A.c  In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine berufliche Abklärung im E.___, welche im 

Zeitraum vom 13. Juli bis zum 30. Oktober 2009 (mit einer dreiwöchigen 

Unterbrechung im September 2009 wegen Ferien) durchgeführt wurde. Die Abklärung 

ergab, dass die Versicherte unter bestimmten Bedingungen im ersten Arbeitsmarkt 

erwerbstätig sein könnte. Es sollte sich um einen kleinen familiären Betrieb mit klarer 

Führung und einfühlsamem sozialem Umfeld handeln. Der Aufgabenbereich dürfe am 

Anfang kaum Führungs- und Organisationsverantwortung beinhalten. Die 

Arbeitsleistung liege bei etwa 70 % (IV-act. 33).

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A.d  Im Rahmen eines vom 3. Mai bis 31. Oktober 2010 durchgeführten 

Arbeitstrainings im Zentrum F.___ ergab sich eine Arbeitsleistung von lediglich 50 %, 

was die Verantwortlichen zum Schluss veranlasste, eine Arbeitsstelle im ersten 

Arbeitsmarkt würde wahrscheinlich bereits in der Probezeit wieder gekündigt werden. 

Die Versicherte müsse eng geführt werden und müsse die vorgesetzte Stelle 

akzeptieren, damit sie Kritik annehmen könne. Der Versicherten dürfe nicht zu viel 

Verantwortung übertragen werden, da sie diese nicht wahrnehmen könne (IV-act. 53).

A.e  In ihrem Bericht vom 7. Dezember 2010 hielt die Eingliederungsverantwortliche der 

IV-Stelle fest, die Versicherte sei in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Die Tätigkeit 

als Hotellerieangestellte sei leidensadaptiert. Für eine zusätzliche Qualifikation würden 

ihr die kognitiven Ressourcen fehlen, weshalb eine berufliche Integration einzig über 

eine berufliche Tätigkeit zu einem reduzierten Leistungslohn erfolgen könne (IV-act. 55). 

Am 9. Dezember 2010 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die beruflichen 

Massnahmen abgeschlossen würden (IV-act. 58).

A.f   Am 31. Januar 2011 erstattete Dr. C.___ einen Arztbericht. Er hielt fest, als 

Etagengouvernante sei die Versicherte seit dem 26. September 2008 zu 100 % arbeits­

unfähig. Eine angepasste Tätigkeit sei ihr jedoch seit dem 3. Januar 2011 zu 80 % zu­

mutbar. Seit Anfang Januar 2011 absolviere die Versicherte ein Praktikum in einem 

Altersheim; die ersten Rückmeldungen der Vorgesetzten seien nach Angaben der Ver­

sicherten positiv (IV-act. 61).

A.g  Am 5. August 2011 ging der IV-Stelle eine Kopie eines befristeten Arbeitsvertrages 

zwischen dem Alters- und Pflegeheim J.___ und der Versicherten zu, wonach die Ver­

sicherte vom 1. April bis 31. Dezember 2011 befristet zu 80 % als Betriebsangestellte 

beschäftigt wurde (IV-act. 65).

A.h  Am 15. Dezember 2011 erstattete Dr. med. G.___, Oberarzt der Psychiatrischen 

Klinik H.___, einen Arztbericht. Er hielt fest, die Versicherte habe im August 2011 eine 

weitere akute psychotische Symptomatik mit katatonen Symptomen gezeigt, weshalb 

sie erneut habe stationär behandelt werden müssen. Unter adäquater Medikation habe 

die Symptomatik relativ rasch gebessert, die Prognose sei günstig. Als 

Hotelfachassistentin sei die Versicherte vom 13. August bis zum 1. November 2011 zu 

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100 %, vom 2. November bis zum 4. Dezember 2011 zu 70 % und ab dem 

4. November 2011 (recte wohl: 5. Dezember 2011) zu 50 % arbeitsunfähig gewesen 

(IV-act. 74).

A.i   In seiner Stellungnahme vom 11. Januar 2012 hielt der RAD-Arzt Dr. B.___ fest, die 

Berichte der behandelnden Mediziner und der beruflichen Abklärungsstellen ergäben 

ein stimmiges Bild. Für adaptierte Tätigkeiten könne von einer Leistungsfähigkeit von 

67–80 % ausgegangen werden (IV-act. 75).

A.j   Mit Vorbescheid vom 2. Februar 2012 teilte die IV-Stelle mit, dass bei einem 

Invaliditätsgrad von 27 % die Abweisung des Rentengesuchs vorgesehen sei (IV-

act. 78). Am 15. März 2012 verfügte die IV-Stelle entsprechend (IV-act. 79).

B.    

B.a  Dagegen richtet sich die am 26. April 2012 erhobene Beschwerde, mit der die 

Überprüfung des Abklärungsergebnisses und des Einkommensvergleichs beantragt 

und zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt wird, anhand der Akten ergäbe sich 

eher eine Leistungsfähigkeit von 50 % denn eine solche von 70 % (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin schliesst auf Abweisung der Beschwerde. In ihrer 

Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2012 führte sie zur Begründung im Wesentlichen 

aus, es seien keine Gründe auszumachen, die gegen die Zuverlässigkeit der 

Beurteilung des RAD-Arztes Dr. B.___ sprechen würden, weshalb darauf abzustellen 

sei (act. G 4).

B.c  Mit Replik vom 27. August 2012 liess die Beschwerdeführerin an ihrem Antrag 

festhalten. Ihrer Replik legte sie ein Schreiben des Vereins I.___ bei, in welchem 

ausgeführt wird, der Einsatz im Altersheim J.___ sei mit Unterstützung des Vereins und 

des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums vermittelt worden. Trotz intensiver Be­

treuung während der Anstellungsdauer sei die Leistung der Beschwerdeführerin massiv 

reduziert geblieben. Der Arbeitsvertrag sei daher nicht verlängert worden (act. G 6.1). 

Weiter lagen der Replik je ein Bericht des Kunst- und Craniosacraltherapeuten K.___ 

(act. G 6.2) und des Psychiaters L.___ (act. G 6.3) bei.

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik.

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Erwägungen:

1.     

1.1   Die Beantwortung der Frage, ob ein Rentenanspruch besteht, setzt die 

Bemessung des Arbeitsunfähigkeits- und Invaliditätsgrades voraus. Dafür sind 

Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 

auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der ärztlichen 

Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 

nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352).

1.2   Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt das Recht der versicherten Person, 

mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit allfälliger ärztlicher 

Feststellungen versicherungsinterner Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Wecken die 

von der versicherten Person aufgelegten Berichte auch nur geringe Zweifel an der Zu­

verlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinterner Ärzte, ist ein 

versicherungsexternes Gutachten zur Klärung der strittigen medizinischen Fragen ein­

zuholen (BGE 135 V 465 E. 4.5 f. S. 470 f.).

2.     

2.1   Die angefochtene Verfügung stützt sich in medizinischer Hinsicht auf die Stellung­

nahme des RAD-Arztes Dr. B.___ vom 11. Januar 2012 (IV-act. 75). Dr. B.___ hat 

ausgeführt, typisch für schizophrene Erkrankungen seien Schwankungen mit Phasen, 

in denen sich ein akutes Krankheitsbild, welches sich nicht mit einer Arbeitsfähigkeit 

vereinbaren lasse, zeige, und Phasen, in denen eine Restarbeitsfähigkeit gegeben sei. 

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Im Wesentlichen hänge die psychische Stabilität und damit die Arbeitsfähigkeit von 

der Balance zwischen Entlastung und Anforderung ab. Bei Überforderung sei in der 

Regel mit einer Dekompensation zu rechnen. Bei der Beschwerdeführerin sei die De­

kompensation Mitte 2011 mit stationärer Behandlungsbedürftigkeit als Folge einer (zu 

vermutenden beruflichen) Überforderung zu verstehen bzw. interpretierbar. Grund­

sätzlich sei davon auszugehen, dass nach erfolgter Behandlung der Vorzustand wieder 

erreicht sei und gegenwärtig wieder von einem stabilen Gesundheitszustand ausge­

gangen werden könne. In Bezug auf die angestammte Tätigkeit könne gemäss Bericht 

von Dr. G.___ und den Ergebnissen des Arbeitstrainings von einer 50%igen Arbeits­

fähigkeit ausgegangen werden. In adaptierten Tätigkeiten sei die Arbeitsfähigkeit 

höher, nämlich etwa 67–80 %. Hierzu verwies Dr. B.___ insbesondere auf den Bericht 

von Dr. C.___ vom 31. Januar 2011 und den Bericht von Dr. G.___ vom 15. Dezember 

2011. Dr. C.___ hatte in seinem Bericht vom 31. Januar 2011 eine Arbeitsfähigkeit von 

80 % für adaptierte Tätigkeiten angegeben, wobei allerdings davon auszugehen ist, 

dass er diesbezüglich auf das Pensum des damals gerade erst begonnenen 

Praktikums im Altersheim abgestellt hatte (vgl. IV-act. 61). Dr. G.___ hatte in seinem 

Bericht vom 15. Dezember 2011 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % angegeben und hin­

sichtlich adaptierter Tätigkeiten ausgeführt, die Versicherte brauche etwa einen Drittel 

bis zur Hälfte mehr Zeit, um ihre Arbeit zu bewältigen (IV-act. 74). Die adaptierten Tätig­

keiten wurden (in Abgrenzung zur angestammten Tätigkeit) allerdings nicht näher 

umschrieben. Die Beschwerdegegnerin hat in der Folge auf den Mittelwert des von 

Dr. B.___ angegebenen Spektrums (67–80 %) abgestellt und entsprechend eine 

Leistungsfähigkeit von 73,5 % bzw. 70 % angenommen.

2.2   Obwohl die Ausführungen von Dr. B.___ theoretisch überzeugend scheinen und in 

gewissem Rahmen Übereinstimmung zwischen seiner Einschätzung und den Ein­

schätzungen sowohl der behandelnden Fachärzte als auch der beruflichen Abklärungs­

stellen vorliegt, bestehen Zweifel an der Zuverlässigkeit des letztlich angegebenen 

Arbeitsfähigkeitsgrades von 70 %. Die Schätzungen sowohl der behandelnden Fach­

ärzte als auch der beruflichen Abklärungsstellen bewegen sich – teilweise bereits unter 

Berücksichtigung adaptierter Arbeitsbedingungen – eher im Bereich von 50 %. Einzig 

Dr. C.___ attestierte eine wesentlich höhere Arbeitsfähigkeit. Seine Schätzung 

überzeugt aber nicht, weil er sich augenscheinlich an den damaligen tatsächlichen Ver­

hältnissen orientierte und auf das mit dem Altersheim vereinbarte Pensum abstellte, 

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obwohl das Arbeitsverhältnis gerade erst begonnen hatte und daher nicht sicher war, 

ob die Beschwerdeführerin die entsprechende Leistung über einen längeren Zeitraum 

hinweg würde erbringen können. Tatsächlich führte die berufliche Belastung im 

Rahmen dieser Tätigkeit zu einer zweiten Dekompensation, und dies obwohl die 

Beschwerdeführerin intensiv begleitet und unterstützt wurde, unter anderem durch eine 

persönliche Ansprechperson des Vereins I.___. Auch Dr. G.___ hat primär eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit attestiert. Der Passus, die Beschwerdeführerin würde in einer adap­

tierten Tätigkeit einen Drittel bis zur Hälfte mehr Zeit benötigen, um ihre Arbeit aus­

zuführen, rechtfertigt es für sich alleine nicht, von einer Arbeitsfähigkeit von 67 % aus­

zugehen, zumal sich Dr. G.___ offenbar auch noch nicht definitiv festlegen wollte. Vor 

diesem Hintergrund erscheint die zusammenfassende Beurteilung des RAD-Arztes 

Dr. B.___ zu optimistisch. Zu bemängeln ist zudem, dass sich weder dem Bericht von 

Dr. B.___ noch den anderen medizinischen Berichten nähere Ausführungen zu leidens­

adaptierten Tätigkeiten entnehmen lassen. Die Ärzte nahmen zwar Bezug auf solche 

adaptierte Tätigkeiten, umschrieben aber nicht näher, wodurch sich diese von der 

angestammten Tätigkeit abgrenzen würden.

2.3   Die Ergebnisse des Arbeitstrainings sowie das Scheitern des Arbeitsversuchs im 

Altersheim wecken zusätzliche Zweifel an der optimistischen Einschätzung des RAD-

Arztes Dr. B.___. Die Beschwerdeführerin konnte zudem ihren Berufsabschluss, den sie 

nach lediglich zweijähriger Ausbildung erhielt, offenbar nur mit Wohlwollen seitens ihrer 

Ausbildner erlangen. Anschlussstellen hat sie in der Folge jeweils relativ rasch wieder 

verloren (vgl. IV-act. 4–5). Wäre die Beschwerdeführerin tatsächlich in der Lage, über 

einen längeren Zeitraum hinweg mehr oder weniger konstant eine Leistung von knapp 

75 % zu erbringen, hätte das Praktikum im Altersheim nicht nach so kurzer Zeit zu 

einer Dekompensation führen dürfen, zumal die Beschwerdeführerin während des 

Praktikums intensiv betreut worden war. Die Zweifel an der Arbeitsfähigkeitsschätzung 

werden auch durch die im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte (act. G 6.1 und 

G 6.2) genährt.

2.4   Gesamthaft rechtfertigt es sich nicht, auf den Bericht des RAD-Arztes Dr. B.___ 

abzustellen. Die Beschwerdegegnerin hat ein versicherungsexternes fachärztliches 

Gutachten einzuholen, das sich zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ins­

besondere in leidensangepassten Tätigkeiten und zur Frage, wodurch sich solche 

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Tätigkeiten auszuzeichnen haben, äussert. Gestützt darauf werden auch berufliche 

Massnahmen nochmals zu prüfen sein.

3.     

3.1   Die angefochtene Verfügung ist mithin in Gutheissung der Beschwerde 

aufzuheben und die Angelegenheit zur Durchführung weiterer Abklärungen und 

anschliessender Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3.2   Die gemäss Art. 69 Abs. 1  des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 

(IVG; SR 831.20) zu erhebenden und angesichts des durchschnittlichen Aufwands auf 

Fr. 600.-- festzusetzenden Gerichtskosten sind ausgangsgemäss der unterliegenden 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete 

Kostenvorschuss im gleichen Betrag zurückerstattet.

 

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 15. März 2012 

aufgehoben und die Angelegenheit zur Durchführung weiterer Abklärungen im Sinne 

der Erwägungen und anschliessender Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zu­

rückgewiesen.

2.      Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückerstattet.

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