# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0cd09876-e147-5a78-b9fb-afe9ac052637
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.09.2014 200 2014 187
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-187_2014-09-18.pdf

## Full Text

200 14 187 IV
KNB/JAP/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. September 2014

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Januar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborenen A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdefüh-
rerin) wurde gestützt auf eine Anmeldung zum Leistungsbezug vom 31. Juli 
1985 ab 1. Dezember 1985 eine halbe und ab 1. Dezember 1993 eine gan-
ze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen (vgl. Akten der IV-Stelle 
Bern [fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. IIA], 90.1/270-273, 
90.1/381-384, 90.1/473-478). 

Am 6. Juli 2004 verfügte die IVB (Akten der IVB [act. II], 11) unter Berück-
sichtigung des mit der 4. IV-Revision geänderten Rentensystems sowie 
einem Invaliditätsgrad von 67 % eine Reduktion der laufenden ganzen 
Rente auf eine Dreiviertelsrente. Eine hiergegen erhobene Einsprache 
(act. II 17) wies sie mit Entscheid vom 24. März 2005 (act. II 24) ab, hob 
diesen Einspracheentscheid während dem beim Verwaltungsgericht 
rechtshängig gewesenen Beschwerdeverfahren IV 65569 am 2. September 
2005 jedoch wiedererwägungsweise auf (vgl. act. II 35 f.). Nach weiteren 
Abklärungen ermittelte sie unter der Annahme, die Versicherte wäre im 
Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig bzw. zu 20 % im Haushalt beschäf-
tigt, erneut einen Invaliditätsgrad von 67 % und reduzierte die laufende 
ganze Rente mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 5. Januar 
2007 (act. II 58) per 1. März 2007 auf eine Dreiviertelsrente. Diesen Ren-
tenanspruch bestätigte sie mit Verfügung vom 22. Juli 2009 (act. II 65), 
nachdem die Versicherte im Rahmen einer ordentlichen Rentenrevision 
angegeben hatte, ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert.

B.

Mit Schreiben vom 4. Februar 2011 (act. II 71) machte die Versicherte ge-
genüber der IVB erneut eine Gesundheitsverschlechterung geltend, worauf 
die letztere Abklärungen traf und, gestützt auf eine neurochirurgische bzw. 
psychiatrische Begutachtung (vgl. act. II 87.1, 88 f.) sowie eine Erhebung 
an Ort und Stelle, bei einem unveränderten Status, Invaliditätsgrade von 

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54 % im Februar 2011, 87 % im Dezember 2011 bzw. 54 % im Februar 
2013 ermittelte (vgl. Akten der IVB [act. IIB], 105). Mit Vorbescheid vom 
19. Juni 2013 (act. IIB 106) stellte sie der Versicherten in Aussicht, die lau-
fende Rente rückwirkend ab 1. März 2012 auf eine ganze und ab 1. Juni 
2013 auf eine halbe Invalidenrente anzupassen.

Hiergegen erhob die Versicherte am 21. August 2013 Einwand (act. IIB 
116), worauf die IVB, nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD; vgl. act. IIB 119) sowie ihrem Abklärungsdienst (vgl. act. IIB 
124), am Vorbescheid festhielt und am 24. Januar 2014 (vgl. act. IIB 139) 
verfügte, dass ab 1. März 2012 ein Anspruch auf eine ganze Rente beste-
he und die Reduktion auf eine halbe Rente auf den ersten Tag des zweiten 
der Verfügung folgenden Monats erfolge.

C.

Mit Eingabe vom 24. Februar 2014 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Fürsprecher B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochtene 
Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur weiteren Ab-
klärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 28. März 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin, unter Beilage einer Stellungnahme des RAD vom 3. März 2014, 
auf Abweisung der Beschwerde.

Replicando ergänzte die Beschwerdeführerin am 9. Mai 2014 ihr Rechtbe-
gehren dahingehend, dass eventualiter ab 1. März 2014 weiterhin eine 
Dreiviertelsrente auszurichten sei. Zudem legte sie weitere Unterlagen ins 
Recht (Akten der Beschwerdeführerin [act. I], 4-6).

Mit Duplik vom 20. Juni 2014 bestätigte die Beschwerdegegnerin den ge-
stellten Antrag.

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Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. Januar 2014 
(act. IIB 139). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenren-
te und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die Rente zulässi-
gerweise ab 1. März 2012 auf eine ganze Rente erhöhte bzw. auf den ers-
ten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats – mit-
hin per 1. März 2014 – auf eine halbe Rente reduzierte.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-

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gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 
IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 
8C_441/2012, E. 3.1.2).

3.

3.1 Ob die letzte rechtskräftige Verfügung vom 22. Juli 2009 (act. II 65) 
gestützt auf eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsabklärung 
und Beweiswürdigung ergangen ist, erscheint fraglich (vgl. Beschwerde 
S. 6 Ziff. III Ziff. 6). Sie basierte in medizinischer Hinsicht – wie bereits die 
Verfügung vom 5. Januar 2007 (act. II 58) – auf einer Expertise von 
Dr. med. C.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, vom 20. Februar 
2006 (act. II 49). Zusätzlich wurde lediglich der Bericht der behandelnden 
Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine Medizin FMH, vom 9. Mai 
2009 (act. II 61), inkl. Ergänzung vom 20. Mai 2009 (act. II 63), berücksich-
tigt. Aufgrund des unveränderten Gesundheitszustandes ist jedoch uner-
heblich, ob der Verwaltungsakt vom 5. Januar 2007 oder jener vom 22. Juli 
2009 als letztmalige materielle Überprüfung des Rentenanspruchs im Sinne 
der erwähnten Rechtsprechung (vgl. E. 2.3.3 hievor) verstanden werden 
kann (vgl. Entscheid des BGer vom 29. August 2013, 9C_903/2012, 
E. 2.1). Grundsätzlich kann somit der Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten 

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Rentenverfügung vom 22. Juli 2009 (act. II 65) als Ausgangslage herange-
zogen und mit der Sachlage in den jeweiligen Zeitpunkten der nachfolgen-
den Anpassungen des Rentenanspruchs verglichen werden. Es ist somit 
einerseits der Sachverhalt im Juli 2009 mit jenem im Zeitpunkt der ange-
ordneten Rentenerhöhung per März 2012 und andererseits jener mit der 
Situation im Zeitpunkt der hier angefochtenen Revisionsverfügung vom 
24. Januar 2014 (act. IIB 139) zu vergleichen.

3.2

3.2.1 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Gutachten vom 20. Februar 
2006 (vgl. act. II 49/5 lit. A Ziff. 4) ein zerviko-zephales Syndrom (ICD-10: 
M53.0) nach operativer Stabilisierung einer Instabilität auf Stufe C1/2 (ICD-
10: M53.2), eine klinisch stumme Diskushernie auf Stufe C5/6 rechts (ICD-
10: M50.2), eine Migräne (ICD-10: G4[3].9) sowie ein wechselnd intensiver 
spontaner Tremor (ICD-10: R25.1). Er gelangte zum Schluss, dass im Ver-
gleich zu den Voruntersuchungen im Jahr 1993 keine wesentliche Verän-
derung des Gesundheitszustandes eingetreten (vgl. act. II 49/6 lit. B) und 
die bisherige Tätigkeit weiterhin zumutbar sei (vgl. act. II 49/6 lit. C Ziff. 2). 

3.2.2 Im Verlaufsbericht vom 9. Mai 2009 (act. II 61) vermerkte Dr. med. 
E.________, unter Beilage weiterer Konsiliarberichte (act. II 61/9 ff.), die 
folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. act. II 
61/4 lit. A):

Chronisches zerviko-vertrebrales Schmerzsyndrom rechts mit 
Ausstrahlung rechts auf Stufe C5/6 seit 1986

Psychovegetative und psychophysische Störungen, dokumentiert 
seit 1993 (Klinik J.________), bestätigt im Jahr 2007 mit/bei:

- Status nach Hyperflexionstrauma der Halswirbelsäule (HWS) 
mit Subluxation C1/2 im Jahr 1984

- Status nach posteriorer transartikulärer Spondylodese C1/2 
und lateraler Verschraubung mit autologer Spondylodese im 
Jahr 1986

- Status nach Schleudertrauma der HWS im Jahr 1988
Zervikale Diskushernie rechts auf Stufe C5/6 mit/bei:

- zerviko-radikulärem Schmerzsyndrom C5/6 im Jahr 2005 mit 
Schwäche und Sensibilitätsstörungen der Hand und des 
Kleinfingers, intermittierend

- konservativer Behandlung
Migräne seit 1986

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Eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts dominant, seit 1996

Die Hausärztin gab an, der Gesundheitszustand verschlechtere sich (vgl. 
act. II 61/2 lit. C Ziff. 1). Die Beschwerdeführerin leide nach eigenen Anga-
ben fast dauernd unter Kopf- und Nackenschmerzen sowie zusätzlich re-
gelmässig an Migräneanfällen. An der linken Hand seien Sensibilitätss-
törungen sowie ein Kraftverlust zu verzeichnen. Sie sei bereits in den tägli-
chen Verrichtungen wie Putzen und Hausarbeit limitiert. Es seien kognitive 
Veränderungen wie Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen sowie eine 
Stimmungslabilität eingetreten. Schmerzbedingt leide sie schliesslich unter 
schweren Schlafstörungen und chronischer Müdigkeit (vgl. act. II 61/5 
Ziff. 4). Auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin ergänzte Dr. med. 
E.________ am 20. Mai 2009 insbesondere, die kognitiven Beeinträchti-
gungen hätten sich nicht qualitativ, sondern quantitativ verschlechtert, dies 
vor allem in der subjektiven Wahrnehmung der Beschwerdeführerin. Die 
Diskushernie verursache weiterhin belastungsabhängig ein inkonstantes 
radikuläres Schmerzsyndrom am linken Arm und in der linken Hand. Das 
Hauptproblem stelle die verminderte körperliche Belastbarkeit dar, bei zu 
grosser körperlicher Belastung träten Schmerzen in Nacken und Arm bis in 
den kleinen Finger auf (vgl. act. II 64).

3.3 Die per März 2012 angeordnete Rentenerhöhung stützte sich auf 
die Beurteilungen des behandelnden Dr. med. F.________, Facharzt für 
Medizinische Onkologie FMH sowie Allgemeine Innere Medizin FMH.

Nachdem die Beschwerdeführerin mitgeteilt hatte, dass bei ihr ein Mamm-
akarzinom diagnostiziert worden sei, sie sich im Dezember 2011 einer 
Operation unterzogen habe und nun chemotherapeutisch behandelt werde 
(vgl. act. IIB 92), holte die Beschwerdegegnerin bei Dr. med. F.________ 
Berichte ein. Der Onkologe führte in diagnostischer Hinsicht am 7. März 
2012 im Wesentlichen Folgendes aus (vgl. act. IIB 99/1 Ziff. 1.1 [vgl. zur 
TNM-Tumorklassifikation: PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 263. Aufl. 
2011, S. 2074; WITTEKIND/MEYER, TNM Klassifikation maligner Tumoren, 
7. Aufl. 2010]):

Mittelgradig differenziertes invasiv duktales Mammakarzinom 
rechts (pT2 pN1a [3/15] cM0 L1 R0, Östrogenrezeptor positiv 
[80 %], Progesteronrezeptor positiv [100 %], Proliferationsfraktion 
Antigen Ki-67: 30 %, HER2-Status negativ) mit/bei:

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- am 22. Dezember 2011: Segmentektomie rechts, Sentinel-
lymphonodektomie und axilläre Lymphonodektomie rechts. 
Umgebungsabklärungen mittels Thorax-Röntgen, Abdomen-
sonographie und Skelettszintigraphie negativ

- aktuell: Einleitung dosisdichte (dose dense) adjuvante Che-
motherapie mit Epirubicin/Cyclophosphamid (EC) viermal, 
gefolgt von Taxol wöchentlich ab 17. Januar 2012, anschlies-
send Radiotherapie und adjuvante endokrine Therapie

Er erklärte, die Beschwerdeführerin beziehe eine Invalidenrente bei einem 
Invaliditätsgrad von 67 %, aufgrund der Chemotherapie bestehe eine zu-
sätzliche vollständige Arbeitsunfähigkeit (vgl. act. IIB 99/2 Ziff. 1.6). Nach 
Abschluss der multimodalen Therapie sei theoretisch eine schrittweise 
Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit bis auf das vorherige Niveau von 
33 % zu erwarten. Eine bleibende Verschlechterung der vormaligen Be-
schwerden (insbesondere der Zerviko-Zephalgie) nach Abschluss der ak-
tuellen adjuvanten Therapien sei nicht auszuschliessen, was aber erst nach 
Therapieabschluss beurteilt werden könne (vgl. act. IIB 99/3 Ziff. 1.9 und 
1.11). Am 15. Juni 2012 beschrieb er den Gesundheitszustand als stationär 
und attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis mindestens im Septem-
ber 2012 (act. IIB 101/1 Ziff. 1, 101/2 Ziff. 5). Nach der Chemotherapie er-
stattete er am 21. Februar 2013 einen weiteren Verlaufsbericht (act. IIB 
104).

3.4 Die Beschwerdegegnerin ging anhand der Angaben von Dr. med. 
F.________ davon aus, dass aufgrund der diagnostizierten Krebserkran-
kung ab der Operation vom 22. Dezember 2011 bis zum Bericht vom 
21. Februar 2013 (act. IIB 104) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit be-
stand, was aufgrund der Aktenlage (vgl. act. IIB 99, 101, 104) nachvoll-
ziehbar und allseits unbestritten ist. Da durch die Krebserkrankung bzw. -
therapie eine vorübergehende wesentliche Verschlechterung eintrat, lag ein 
Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG vor, denn nach Art. 88a Abs. 2 der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; 
SR 831.201) ist nicht verlangt, dass die Änderung, nachdem sie ohne we-
sentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat, voraussichtlich wei-
terhin andauern muss. Das gesetzliche Erfordernis einer auf Dauer gerich-
teten Änderung ist mit Ablauf der dreimonatigen Wartezeit grundsätzlich 
erfüllt (vgl. Entscheid des BGer vom 21. September 2012, 9C_530/2012, 
E. 5.2). Damit kann letztlich offen bleiben, ob in der Volljährigkeit des Soh-

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nes der Beschwerdeführerin ein (zusätzlicher) Revisionsgrund zu erblicken 
wäre (vgl. Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 1.2; Replik S. 3 Ziff. III Ziff. 1). Zu 
prüfen ist im Weiteren, ob im Vergleich zwischen der angeordneten Ren-
tenerhöhung per März 2012 und der nachfolgenden Rentenreduktion per 
März 2014 ebenfalls eine wesentliche Änderung im Sinne von Art. 17 
ATSG eintrat.

4.

4.1 Die Rentenreduktion per 1. März 2014 (vgl. act. IIB 13) basierte ei-
nerseits auf den Erkenntnissen aus der interdisziplinären neurochirurgi-
schen bzw. psychiatrischen Begutachtung im September 2011 (vgl. act. II 
87.1, 88 f.) sowie andererseits auf dem Bericht von Dr. med. F.________ 
vom 21. Februar 2013 (act. II 104).

4.1.1 Die Dres. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, und H.________, Fachärztin für Neurochirurgie, erstatteten ihre 
Expertisen am 20. (act. II 88) bzw. 21. Oktober 2011 (act. II 87.1). Der 
Psychiater konnte keine geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen 
feststellen und ging dementsprechend von einer uneingeschränkten Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit aus (vgl. act. II 88/22 Ziff. 1 und 4 f.). Die Neu-
rochirurgin führte in ihrem Gutachten die folgenden Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit auf (vgl. act. II 87.1/29 lit. A Ziff. 4):

Chronisches zervikales Schmerzsyndrom mit/bei:
- HWS-Fehlform/-haltung
- Degenerativen HWS-Veränderungen (Osteochondrose C5/6 

und C6/7, begleitende Spondylose/Unkovertebralarthrose mit 
möglicher Irritation der Nervenwurzel C6 rechts, leichtgradige 
Spondylarthrose)

- Diskushernie C5/6 ohne Neurokompression
- Status nach posteriorer Spondylodese und transartikulärer 

Verschraubung C1/2 beidseits im Jahr 1986
- Anamnestisch Status nach HWS-Trauma mit Verdacht auf 

Subluxation C1/2 im Jahr 1984

Sie gab an, insgesamt hätten im Vergleich zu den Voruntersuchten aus 
dem Jahr 2006 und 2010 bzw. anfangs 2010 keine wesentlichen Verände-
rungen festgestellt werden können, insbesondere sei keine anhaltende 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten. Eine vorüberge-

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hende Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch die in den Jah-
ren 2005 und 2010 symptomatische zervikale Diskushernie auf Stufe C5/6 
rechts respektive durch die intermittierende radikuläre Reizsymptomatik C6 
rechts sei im heutigen Zeitpunkt nicht mehr relevant (vgl. act. II 87.1/33 
lit. B). Für Tätigkeiten ohne körperliche Belastung und körperlich leichte 
konsequent wechselbelastende Tätigkeiten in Neutralstellung der HWS 
attestierte sie eine Arbeitsfähigkeit von sechs Stunden täglich an fünf Ta-
gen pro Woche, wobei die Leistungsfähigkeit um 20 % bis 30 % vermindert 
sei. Ausgeschlossen seien körperlich schwere und mittelschwere Verrich-
tungen, die HWS statisch belastende Tätigkeiten, Arbeiten mit Haltungs- 
und Positions-Monotonie der HWS, in Zwangshaltungen der HWS, insbe-
sondere repetitive Verrichtungen über Schulterhöhe und über Kopf, mit 
repetitiven Rotationsbewegungen der HWS, sowie Tätigkeiten mit Vibratio-
nen und Schlägen auf das Achsenorgan. Zudem sei das repetitive Heben, 
Tragen und Bewegen von Lasten auf fünf Kilogramm limitiert. Arbeiten in 
Nässe und Kälte sollten weitgehend vermieden werden (vgl. act. II 87.1/36 
f. lit. C Ziff. 11 und 13 f.). Die entsprechende medizinisch-theoretische Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit sowie das Zumutbarkeitsprofil bestätigten die 
Dres. med. H.________ und G.________ in ihrer interdisziplinären Beurtei-
lung (act. II 89/3). 

4.1.2 Im Verlaufsbericht vom 21. Februar 2013 (act. IIB 104) bestätigte 
Dr. med. F.________ eine stationäre Situation und gab an, die Beschwer-
deführerin leide aufgrund der adjuvanten endokrinen Therapie mit Tamoxi-
fen unter mässigen Wallungen, welche zu Durchschlafproblemen führten, 
sowie intermittierend unter auftretenden Muskelkrämpfen wechselnder In-
tensität. Diese Therapie habe am 23. Juli 2012 begonnen und sollte über 
insgesamt fünf Jahre fortgesetzt werden. Im Rahmen der Nachsorgeunter-
suchungen hätten sich keine Hinweise auf ein Krankheitsrezidiv ergeben. 
Somit bestehe weiterhin eine hohe kurative Chance im Bezug auf das 
Mammakarzinom. Er könne lediglich die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
durch die Nebenwirkungen der Therapie des Mammakarzinoms beurteilen. 
Es bestehe dabei allenfalls eine leichte Beeinträchtigung der körperlichen 
und kognitiven Belastbarkeit mit rascher Erschöpfung. Ebenfalls bekannt 
sei, dass nach einer Chemotherapie eine längerfristige, klinisch schwierig 
fassbare kognitive Leistungsminderung auftreten könne. Durch die Mamm-

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akarzinom-Therapie sei somit allenfalls maximal eine Arbeitsunfähigkeit 
von 30 % begründet (vgl. act. IIB 104/1 Ziff. 1 und 4 f.; 104/2 Ziff. 1).

4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt durch 
eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. 
Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer entschei-
dungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen zu ent-
nehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision er-
stellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausrei-
chend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – 
bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren 
und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erst-
malige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, mangelt es 
daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die 
(von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend 
darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheits-
zustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es 
evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben 
(Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 6.1.2).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 13

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). Eine von anderen mit 
der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung ver-
mag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört viel-
mehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial 
auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf 
welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwal-
tungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswür-
digung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

4.3 Die interdisziplinäre Beurteilung der Dres. med. G.________ und 
H.________ vom Oktober 2011 (act. II 87.1, 88 f.) überzeugt und erfüllt die 
von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines me-
dizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.2 hievor). Zwar 
ist in formeller Hinsicht zu bemerkten, dass die Administrativbegutachtung 
bereits unter Herrschaft der geänderten Bundesgerichtspraxis von 
BGE 137 V 210 veranlasst, jedoch nicht mittels Zwischenverfügung ange-
ordnet wurde, obwohl die Beschwerdeführerin sie – im Sinne einer materi-
ellen Einwendung – explizit für unnötig bzw. überflüssig betrachtete (vgl. 
act. II 81 f.). Da im damaligen Zeitpunkt jedoch höchstrichterlich noch nicht 
gänzlich geklärt war, ob sich der entsprechende Verfahrensstandard auf 
Medizinische Abklärungsstellen (MEDAS) beschränkt oder auch auf mono- 
oder bidisziplinäre Begutachtungen erstreckt (vgl. nunmehr: BGE 139 V 
349 E. 5.1 S. 354), sich die Beschwerdeführerin überdies schliesslich der 
Begutachtung unterzog und auch beschwerdeweise keine entsprechende 
Rüge erhob, vermag dieser Umstand den Beweiswert der gutachterlichen 
Beurteilung grundsätzlich nicht zu schmälern. Ohnehin war der Ab-
klärungsbedarf aufgrund der am 4. Februar 2011 geltend gemachten Ver-
schlechterung (act. II 71) ohne weiteres ausgewiesen, zumal die nachträg-
liche gegenteilige Äusserung offenbar von der versicherungsrechtlichen 
Überlegung getragen war, keinen Revisionsprozess auszulösen (vgl. 
act. II 81). Ebenfalls nicht entscheidend ist, dass der von Dr. med. 
H.________ zusätzlich angeforderte Operations- bzw. Hospitalisationsbe-
richt aus dem Jahre 1986 bis zur Fertigstellung des Gutachtens nicht ein-
traf (vgl. act. II 87.1/19), denn die Neurochirurgin kannte die entsprechen-
den anamnestischen Befunde bzw. Diagnosen und konnte sich anhand der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 14

übrigen vollständigen Vorakten ein lückenloses Bild über die medizinische 
Situation verschaffen. Ihre fachärztliche Einschätzung basiert zudem auf 
einer klinischen Untersuchung der Explorandin sowie auf einem zusätzlich 
veranlassten elektropyhsiologischen Untersuchungsbefund von Dr. med. 
I.________, Facharzt für Neurologie (vgl. act. II 87.1/24-29 lit. A Ziff. 1). 
Auch inhaltlich lassen sich die Gutachten der Dres. med. G.________ und 
H.________ nicht beanstanden. Die Kritik, dass die Neurochirurgin mit 
Blick auf das Vorgutachten von Dr. med. C.________ vom 20. Februar 
2006 (act. II 49) lediglich eine unterschiedliche Beurteilung eines im We-
sentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts vorgenommen haben soll (vgl. 
Beschwerde S. 7 Ziff. III Ziff. 7), beschlägt einzig die Frage des Revisions-
grundes (vgl. BGE 112 V 371 E. 2b S. 372; SVR 2009 IV Nr. 57 S. 178 
E. 3.2.1) und verfängt in beweisrechtlicher Hinsicht damit nicht, zumal sich 
die Revisionsgründe aus der mit der Krebserkrankung einhergehenden 
vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit nach-
folgender (weitgehenden) Remission ergaben (vgl. E. 3.4 hievor bzw. 
E. 4.6 hienach). Vorderhand wäre ohnehin nicht ohne weiteres klar, ob 
überhaupt eine unterschiedliche Beurteilung vorliegt. Denn die Neurochir-
urgin wies zu Recht darauf hin, dass vergleichende Betrachtungen mit den 
Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit in den vorangehenden medizinischen 
Unterlagen – wenn überhaupt – nur sehr eingeschränkt möglich seien, da 
diese grösstenteils unscharf formuliert und teilweise auch widersprüchlich 
seien (vgl. act. II 87.1/34 lit. B). Damit nahm sie wohl Bezug auf die Ein-
schätzung von Dr. med. C.________, wonach der Beschwerdeführerin «die 
bisherige Tätigkeit […] weiterhin zugemutet werden» könne (act. II 49/6 
lit. C Ziff. 2), welche ohne das Beiziehen weiterer Akten einen sehr be-
schränkten Aussagegehalt aufweist. Offenbar referenzierte Dr. med. 
C.________ auf das Gutachten der Klinik J.________ vom 20. Dezember 
1993 (act. IIA 90.1/229-242), welches der Motorfahrzeughaftpflichtversiche-
rer im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall vom 7. Dezember 1984 in 
Auftrag gegeben hatte und in welchem entsprechend dem zuletzt tatsäch-
lich ausgeübten Pensum eine «Erwerbsunfähigkeit» (richtig wohl: Arbeits-
unfähigkeit) von 50 % attestiert worden war (vgl. act. IIA 90.1/241 Ziff. 5 
bzw. 5a). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 15

Schliesslich weist die gutachterliche Beurteilung der Dres. med. 
G.________ und H.________ auch eine hinreichende Aktualität auf, da 
weder den Akten zu entnehmen ist noch geltend gemacht wird, dass sich 
der Gesundheitszustand unter rein psychiatrischen oder neurochirurgi-
schen Gesichtspunkten bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
24. Januar 2014 (act. IIB 139) verändert hätte.

4.4 Für die Zeit nach Februar 2013 nahm die Beschwerdegegnerin an, 
dass die von Dr. med. F.________ bescheinigte maximale Einschränkung 
von 30 % (vgl. act. IIB 104/1) in der seitens der Dres. med. G.________ 
und H.________ attestierten Restarbeitsfähigkeit aufgehe (vgl. act. IIB 
105/4 Ziff. 3.7), während die Beschwerdeführerin dafür hält, dass diese 
Frage abklärungsbedürftig sei bzw. die aus onkologischer und neurochirur-
gischer Sicht postulierten Einschränkungen additiv zu berücksichtigen sei-
en (vgl. Beschwerde S. 8 Ziff. 3 Ziff. 8; Replik S. 4 Ziff. III Ziff. 1). Beide 
Partien haben im Rahmen des Beschwerdeverfahrens weitere medizini-
sche Berichte ins Recht gelegt:

4.4.1 Im Bericht vom 18. Februar 2014 (act. I 3) gab Dr. med. F.________ 
gegenüber dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an, vom 22. De-
zember 2011 bis 31. August 2012 habe aufgrund der Krebstherapie eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Eine schrittweise Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit über zwei Monate bis zur Arbeitsfähigkeit bei Beginn der 
Mammakarzinom-Erkrankung sei anschliessend üblicherweise möglich. Bei 
der Beschwerdeführerin seien unter der antihormonellen Therapie mit Ta-
moxifen ausgeprägtere subjektive Nebenwirkungen in Form von Wallun-
gen, vermehrtem Schwitzen mit ausgeprägtem Nachtschweiss und damit 
verbundene Schlafstörungen aufgetreten. Dadurch sei eine persistierende 
Arbeitsunfähigkeit von zirka 20 % bis 30 % (zusätzlich zur bereits vorbe-
stehenden unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit) begründbar. Diese zusätzli-
che Reduktion der Arbeitsfähigkeit werde voraussichtlich mindestens bis 
zum Abschluss der antihormonellen Therapie im Sommer 2017 andauern. 
Nach Abschluss der besagten Therapie sei davon auszugehen, dass die 
Arbeitsfähigkeit durch die Brustkrebserkrankung nicht mehr beeinträchtigt 
sei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 16

4.4.2 Die RAD-Ärztin med. pract. K.________, Fachärztin für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation, hielt den Ausführungen von Dr. med. 
F.________ in ihrer Stellungnahme vom 3. März 2014 (in den Verfahrens-
akten) hauptsächlich entgegen, die Beschwerdeführerin klage bei Lichte 
betrachtet über Symptome, wie sie auch bei Wechseljahrbeschwer-
den/Klimakterium bei der Hälfte der Bevölkerung mehr oder weniger stark 
aufträten. Identische Symptome zu einer banalen Wechseljahrerkrankung 
könnten medizinisch nicht, nur weil sie durch Medikamente hervorgerufen 
würden, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen.

4.4.3 Dr. med. F.________ bestätigte am 25. April 2014 (vgl. act. I 5), 
dass es sich bei den angegebenen Beschwerden um einen Symptomen-
komplex handle, welcher den Wechseljahrbeschwerden in der Qualität 
identisch sei. Die Intensität der Beschwerden könne im Einzelfall jedoch 
deutlich über denjenigen der üblichen Wechseljahrbeschwerden liegen. Da 
es sich um rein subjektive Beschwerden handle, sei eine Quantifizierung 
sowie die Beurteilung der potenziellen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
sehr schwierig. Die Beschwerdeführerin habe vor Therapiebeginn nur unter 
sehr leichten perimenopausalen Beschwerden gelitten, weshalb die aktuel-
le und anhaltende subjektive Verschlechterung zum allergrössten Teil 
durch die Therapie mit Tamoxifen zu begründen sei. Es sei eine zusätzli-
che maximal 30%ige Reduktion der Arbeitsfähigkeit nicht auszuschliessen 
und begründbar.

4.5 In sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beeinträchtigungen ist es 
nicht allein Sache der mit dem konkreten Einzelfall befassten Arztperson, 
selber abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, 
Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Lei-
den zu einer Arbeitsunfähigkeit führt. Vielmehr nimmt sie zur Arbeitsun-
fähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab (vgl. BGE 140 V 193 
S. 195 f. E. 3.2). 

Zwar erlauben die von den Parteien ins Recht gelegten und erst nach dem 
Erlass der angefochtenen Verfügung verfassten Berichte gewisse Rück-
schlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens 
bestehende Situation, weshalb sie prinzipiell berücksichtigt werden können 
(vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Zu beachten ist indes, dass die Stel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 17

lungnahmen von Dr. med. F.________ vom 18. Februar 2014 (act. I 3) und 
25. April 2014 (vgl. act. I 5) zur Unterstützung seiner Patientin im Be-
schwerdeverfahren im Auftrag ihres Rechtsvertreters verfasst wurden, 
weshalb ihnen ein reduzierter Beweiswert beizumessen ist (vgl. BGE 125 V 
351 E. 3b cc S. 353; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). 
Hinzu kommt, dass die besagten Berichte des behandelnden Onkologen 
unberücksichtigt lassen, dass beim Zusammentreffen verschiedener Ge-
sundheitsbeeinträchtigungen sich deren erwerbliche Auswirkungen in der 
Regel überschneiden, sodass jedenfalls eine blosse Addition der mit Bezug 
auf einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten Ar-
beitsunfähigkeitsgrade nicht zulässig ist (vgl. Urteil des EVG vom 30. Juni 
2006, I 904/05, E. 3.4). So räumte er anfänglich denn auch ein, dass er 
lediglich die Einschränkung durch die Nebenwirkungen der endokrinen 
Therapie beurteilen könne (vgl. act. IIB 104/2 Ziff. 2). Am 25. April 2014 
erklärte er überdies, dass eine zusätzliche Reduktion der Arbeitsfähigkeit 
«letztlich aber nicht auszuschliessen» sei (act. I 5), was mit Blick auf den 
massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. 
BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) nicht hinreichend wäre. Es ist einleuchtend, 
dass insbesondere die von ihm beschriebenen Durchschlafprobleme ge-
eignet sind, eine Tagesmüdigkeit hervorzurufen und damit eine negative 
Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit zu zeitigen. Es darf indes nicht aus-
ser Acht gelassen werden und ist notorisch, dass die aus neurochirurgi-
scher Sicht postulierte Reduktion der Präsenzzeit auf sechs Stunden täg-
lich diesbezüglich kompensatorisch wirkt. Zudem bewirken nach Auffas-
sung sowohl von Dr. med. F.________ (vgl. act. I 5) als auch von med. 
pract. K.________ (vgl. Stellungnahme vom 3. März 2014 [in den Verfah-
rensakten]) die üblichen Wechseljahrbeschwerden keine Beeinträchtigung 
der Arbeitsfähigkeit, weshalb lediglich die darüber hinausgehenden subjek-
tiven Beschwerden zu beachten wären. Es ist primär vom letzten vor der 
angefochtenen Verfügung (act. IIB 139) verfassten Bericht von Dr. med. 
F.________ vom 21. Februar 2013 (act. IIB 104) auszugehen, worin eine 
bloss leichte Beeinträchtigung beschrieben wurde, weshalb die Beschwer-
degegnerin zu Recht annahm, dass die aus onkologischer Sicht bloss al-
lenfalls und höchstens im Umfang von 30 % bestehende Einschränkung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 18

durch die insgesamt eingeschränktere neurochirurgische Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit konsumiert wird (vgl. act. IIB 105/4 Ziff. 3.7). 

4.6 Als Zwischenergebnis ist somit festzustellen, dass in medizinischer 
Hinsicht nach dem 21. Februar 2013 bis zum Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügung vom 24. Januar 2014 (act. IIB 139) eine Restarbeits- bzw. Leis-
tungsfähigkeit gemäss der interdisziplinären Beurteilung der Dres. med. 
G.________ und H.________ (act. II 89) bestand. Zumutbar war somit ab 
diesem Zeitpunkt ein Rendement von sechs Stunden täglich an fünf Tagen 
pro Woche. Weil Dr. med. H.________ die Leistungseinschränkung in einer 
Bandbreite von 20 % bis 30 % angab, ist vom arithmetischen Mittel von 
25 % auszugehen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. Au-
gust 2009, 9C_226/2009, E. 3.2). Damit lag zwischen der Rentenerhöhung 
per März 2012 und der Revisionsverfügung (act. IIB 139) ebenfalls eine 
wesentliche Änderung im Sinne eines Revisionsgrundes nach Art. 17 
ATSG vor und durften bzw. dürfen der Rentenanspruch frei geprüft und die 
medizinische Einschätzung der Dres. med. G.________ und H.________ 
berücksichtigt werden. 

Zu prüfen bleibt, wie sich diese medizinische Ausgangslage in erwerblicher 
Hinsicht auswirkt bzw. wie es sich mit der Einschränkung im Haushalt ver-
hält.

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hy-
pothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- 
und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 19

allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 
Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsver-
hältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1). Hat 
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 
jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenom-
men, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom 
Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 
herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 
S. 162 E. 4.3.1).

5.3 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 20

keit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegat-
ten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

5.4 Die Beschwerdegegnerin ermittelte bei einem unbestrittenen Status 
von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalt anhand der gemischten Me-
thode ab Dezember 2011 einen Invaliditätsgrad von 92 % und ab Februar 
2013 einen solchen von 54 %. Für die Einschränkung im Erwerb ging sie 
vom Valideneinkommen in der Tätigkeit vor der Umschulung als Bereiterin 
gemäss Einkommensvergleich vom 2. März 1994 aus (vgl. act. IIA 
90.1/225, 90.1/227), aufindexiert auf das Jahr 2011 bzw. 2012 (vgl. act. IIB 
105/5 Ziff. 3.8), woraus ein Bruttojahreseinkommen von Fr. 63‘292.05 im 
Jahr 2011 bzw. Fr. 63‘924.-- im Jahr 2013 resultierte (Fr. 49‘851.-- [vgl. 
act. IIA 90.1/225] / 2‘051 x 2‘604 bzw. 2‘630 [vgl. Bundesamt für Statistik 
{BFS}, Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenprei-
se und der Reallöhne, Frauen, Index Jahr 1994, 2011 bzw. 2012]). Für das 
Jahr 2011 wurde kein Invalideneinkommen und für das Jahr 2013 basie-
rend auf der LSE 2010 ein solches von Fr. 26‘889.63 ermittelt (Fr. 4‘226.-- 
[BFS, LSE 2010, Tabelle TA1, Total, Anforderungsniveau 4, Frauen] x 12 
Monate / 2‘604 x 2‘630 [BFS, Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, 
der Konsumentenpreise und Reallöhne, Frauen, Index Jahr 2011 bzw. 
2012] x 70 % [Restarbeitsfähigkeit] ./. 25 % [Leistungsminderung]). Dass 
für das Invalideneinkommen im Jahr 2013 die durchschnittliche Wochenar-
beitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit [BUA], Total 
2012) unberücksichtigt blieb und die Aufindexierung nicht vom Jahr 2011 
(2‘604 Indexpunkte), sondern von 2010 (2‘579 Indexpunkte) erfolgte, wirkt 
sich im Ergebnis nicht aus und ist deshalb unerheblich. Ein zusätzlicher 
leidensbedingter Abzug (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 
4.1.1) war hier – entgegen der seitens der Beschwerdeführerin im Einwand 
vom 21. August 2013 (act. IIB 116/3 Ziff. 2.3) noch vertretenen Auffassung 
– nicht zu gewähren. Die leidensbedingte Einschränkung fällt bereits mit 
der verringerten Arbeits- und Leistungsfähigkeit zusammen. Zudem wäre 
die lange Abstinenz vom Arbeitsmarkt unter dem Merkmal (fehlender) 
Dienstjahre nicht zu berücksichtigen, da deren Bedeutung im privaten Sek-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 21

tor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist, und diesem Merkmal 
deshalb keine relevante Bedeutung zukommt (vgl. Entscheid des BGer 
vom 15. Januar 2009, 8C_586/2008, E. 4.3). Auch die weiteren möglichen 
Aspekte fallen hier offensichtlich nicht in Betracht. 

Aus der Gegenüberstellung der jeweiligen Vergleichseinkommen ergeben 
sich Einschränkungen im Erwerb von 100 % (Fr. 63‘292.-- ./. Fr. 0.-- / 
Fr. 63‘292.-- x 100) bzw. 57.93 % (Fr. 63‘924.-- ./. Fr. 26‘890.-- / 
Fr. 63‘924.-- x 100), was gewichtet zu Werten von 80 % (100 % x 0.8) und 
46.34 % (57.93 % x 0.8) führt. Die unbeanstandet gebliebenen Einschrän-
kungen im Haushalt betragen 60 % (Dezember 2011) und 36.5 % (Februar 
2013) bzw. gewichtet 12 % (60 % x 0.2) und 7.3 % (36.5 % x 0.2). Auf-
grund der daraus resultierenden Invaliditätsgrade von 92 % (80 % + 12 %) 
im Dezember 2011 und 54 % (46.34 % + 7.3 %) im Februar 2013, passte 
die Beschwerdegegnerin die bisherige Rente in Anwendung von Art. 88a 
Abs. 2 Satz 1 IVV bzw. Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV zulässigerweise per 
1. März 2012 auf eine ganze bzw. per 1. März 2014 auf eine halbe Rente 
an.

Die angefochtene Verfügung vom 24. Januar 2014 (act. IIB 139) ist nach 
dem Dargelegten nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwer-
de vom 24. Februar 2014 erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/187, Seite 22

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.