# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9b41f8b-8a3e-5b8a-a098-2e65625b6470
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.12.2022 100 2022 105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-105_2022-12-29.pdf

## Full Text

100.2022.105U
HAM/SAW/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 29. Dezember 2022

Verwaltungsrichter Häusler
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Gemeindeverband Regionaler Sozialdienst B.________
Beschwerdegegner

und

Regierungsstatthalteramt Seeland
Amthaus, Stadtplatz 33, 3270 Aarberg

betreffend Sozialhilfe; Rückerstattung von wirtschaftlicher Hilfe (Entscheid 
der Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Seeland vom 14. März 
2022; vbv 39/2021)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29.12.2022, Nr. 100.2022.105U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ wird seit Juni 2011 vom Gemeindeverband Regionaler Sozial-
dienst B.________, handelnd durch den Regionalen Sozialdienst 
B.________ (nachfolgend: Sozialdienst), wirtschaftlich unterstützt. Mit Ver-
fügung vom 25. November 2021 ordnete der Sozialdienst gegenüber 
A.________ die Rückerstattung unrechtmässig bezogener wirtschaftlicher 
Hilfe im Umfang von Fr. 3'567.15 an, die er bis spätestens am 23. Dezember 
2021 an den Sozialdienst zurückzuzahlen hatte. Sollte die Zahlung ausblei-
ben, würden ab dem 1. Januar 2022 monatliche Raten von Fr. 293.-- von 
seinem Grundbedarf abgezogen werden.

B.

Dagegen reichte A.________ am 27. Dezember 2021 Beschwerde beim Re-
gierungsstatthalteramt (RSA) Seeland ein. Mit Entscheid vom 14. März 2022 
wies die Regierungsstatthalterin die Beschwerde ab.

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 13. April 2022 Verwaltungsge-
richtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei 
aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen resp. 
durch das Verwaltungsgericht neu zu beurteilen. Weiter ersucht er um Aus-
richtung einer Billigkeitsentschädigung sowie um Erteilung der unentgeltli-
chen Rechtspflege.

Der Sozialdienst beantragt mit Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2022 die 
Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 4. Mai 2022 hat das Regie-
rungsstatthalteramt unter Verweis auf den angefochtenen Entscheid sinn-
gemäss auf Abweisung der Beschwerde geschlossen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29.12.2022, Nr. 100.2022.105U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 52 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2001 über die 
öffentliche Sozialhilfe [Sozialhilfegesetz, SHG; BSG 860.1]). Der Beschwer-
deführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den an-
gefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Be-
stimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Der Streitwert liegt unter Fr. 20ʹ000.--, weshalb der vorliegende Ent-
scheid in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 des Geset-
zes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich selber zu sorgen, 
hat nach Art. 12 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 29 Abs. 1 der 
Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1], welcher nicht über die bun-
desverfassungsrechtliche Garantie hinausgeht (BVR 2001 S. 30 E. 3c), An-
spruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwür-
diges Dasein unabdingbar sind. Der kantonalgesetzliche Anspruch auf Sozi-
alhilfe gewährleistet jeder bedürftigen Person persönliche und wirtschaftliche 
Hilfe (Art. 23 Abs. 1 SHG). Als bedürftig gilt, wer für seinen Lebensunterhalt 
nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann 
(Art. 23 Abs. 2 SHG). Für die Ausrichtung und Bemessung der wirtschaftli-
chen Hilfe sind nach Art. 31 SHG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 der Verordnung vom 

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24. Oktober 2001 über die öffentliche Sozialhilfe (Sozialhilfeverordnung, 
SHV; BSG 860.111) die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für So-
zialhilfe über die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe (SKOS-RL) 
in der Fassung der fünften Ausgabe vom 1. Januar 2021 verbindlich, soweit 
das SHG und die SHV keine andere Regelung vorsehen (BVR 2021 S. 530 
E. 2.2). Darüber hinaus ist – im Sinn einer Vollzugshilfe – grundsätzlich das 
Handbuch Sozialhilfe der Berner Konferenz für Sozialhilfe, Kindes- und Er-
wachsenenschutz (BKSE; nachfolgend: Handbuch BKSE, einsehbar unter: 
<www.handbuch.bernerkonferenz.ch>) anwendbar (zum Ganzen BVR 2021 
S. 530 E. 2.1, 2021 S. 159 E. 2.1, 2019 S. 383 E. 2.1).

2.2 Zur materiellen Grundsicherung gehören der Mietzins für eine ange-
messene Wohnung sowie die damit verbundenen, mietrechtlich anerkannten 
Nebenkosten. Die Nebenkosten werden übernommen, soweit sie mietrecht-
lich zulässig sind. Dies gilt für Akontobeiträge ebenso wie für jährliche Nach-
zahlungen, soweit deren Fälligkeit in eine Unterstützungsperiode fällt. Rück-
zahlungen von zu viel geleisteten Akontozahlungen sind im Auszahlungs-
zeitpunkt als Einkommen anzurechnen (SKOS-RL C.4.1 Rz. 2 und Erläute-
rungen Bst. c) sowie D.1 und Erläuterungen Bst. a); Handbuch BKSE, Stich-
wort «Mietzins»).

2.3 Sozialhilfeleistungen unterliegen dem Grundsatz der Subsidiarität 
(Art. 9 Abs. 1 SHG); sie werden nur gewährt, wenn die bedürftige Person 
sich nicht selber helfen kann und Hilfe von dritter Seite nicht oder nicht recht-
zeitig erhältlich ist (Art. 9 Abs. 2 und Art. 23 Abs. 2 SHG). Die eigenen Mittel 
und die Leistungsansprüche gegenüber Dritten werden bei der Bemessung 
der Hilfe in angemessener Weise angerechnet (Art. 30 Abs. 3 SHG; BVR 
2021 S. 530 E. 4.1, 2019 S. 383 E. 2.2; Coullery/Mewes, Sozialhilferecht, in 
Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches Verwaltungsrecht, 3. Aufl. 2021, S. 754 
N. 31 ff.). Die wirtschaftliche Hilfe hat somit ergänzenden Charakter und ver-
langt, dass zunächst alle anderen Möglichkeiten der Hilfe ausgeschöpft wer-
den.

2.4 Personen, die unrechtmässig wirtschaftliche Hilfe bezogen haben, 
sind gemäss Art. 40 Abs. 5 SHG zu deren Rückerstattung samt Zins ver-
pflichtet. Der Rückerstattungsgrund gemäss Art. 40 Abs. 5 SHG knüpft aus-
schliesslich an die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs an und ist daher 

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unabhängig davon erfüllt, ob die betroffene Person eine Pflichtverletzung be-
gangen hat und ob sie ein Verschulden trifft. Ein unrechtmässiger Bezug liegt 
vor, wenn und soweit die unterstützte Person Sozialhilfe erhält, auf die sie 
keinen Anspruch hat (BVR 2008 S. 266 E. 3.2 mit Hinweisen; VGE 2019/34 
vom 12.11.2019 E. 5.2 [bestätigt durch BGer 8C_6/2020 vom 16.4.2020]). 
Entscheidend ist, ob sie objektiv zu viel Leistungen, also Leistungen ohne 
Rechtsgrund erhalten hat. Ein unrechtmässiger Leistungsbezug nach Art. 40 
Abs. 5 SHG liegt ebenfalls vor, wenn eine unterstützte Person für einen be-
stimmten Zeitraum – zusätzlich zur Sozialhilfe – über die Bedürftigkeit hin-
ausgehende Mittel zur Verfügung hat (vgl. Handbuch BKSE, Stichwort 
«Rückerstattungspflicht» Ziff. 1.5). 

2.5 Die Rückerstattungspflicht richtet sich nach Massgabe der fehlenden 
Bedürftigkeit (Guido Wizent, Sozialhilferecht, 2020, N. 809). Auf Antrag hin 
kann in Härtefällen auf eine Rückerstattung ganz oder teilweise verzichtet 
werden (Art. 43 Abs. 3 SHG). Der Sozialdienst, der die wirtschaftliche Hilfe 
gewährt hat, klärt gemäss Art. 44 SHG regelmässig ab, ob die Vorausset-
zungen für eine Rückerstattung gegeben sind (Abs. 1). Sind sie erfüllt, ist der 
Sozialdienst verpflichtet, den Rückerstattungsanspruch geltend zu machen. 
Er trifft mit der pflichtigen Person nach Möglichkeit eine Vereinbarung über 
die Rückerstattungsmodalitäten (Abs. 2). Kommt eine Vereinbarung nicht zu 
Stande, verfügt der Sozialdienst die Rückerstattung (Abs. 3). 

2.6 Der Sozialdienst kann Rückerstattungsansprüche, die gemäss 
Art. 44 SHG festgesetzt worden sind, mit fälligen Leistungen verrechnen, 
wobei die Leistungskürzung den absolut nötigen Existenzbedarf nicht berüh-
ren sowie allein die fehlbare Person selber treffen darf (vgl. Art. 44b Abs. 1 
i.V.m. Art. 36 Abs. 2 SHG; Vortrag des Regierungsrates an den Grossen Rat 
betreffend das Gesetz über die öffentliche Sozialhilfe [Änderung] vom 
16.6.2011, S. 15 [einsehbar unter: <www.gsi.be.ch>, Rubriken «Dienstleis-
tungen/Rechtliche Grundlagen/Vorträge und Erlasse»]). Bei der Festsetzung 
der monatlichen Raten ist darauf zu achten, dass die Höhe der Rückerstat-
tung inkl. einer allfälligen Sanktion nicht weiter geht als die Kürzungslimite 
von maximal 30 % des Grundbedarfs (SKOS-RL C.1 und Erläuterungen Bst. 
a) sowie E.4 Rz. 2; Handbuch BKSE, Stichwort «Rückerstattungspflicht» Ziff. 

http://www.gsi.be.ch

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5.2). Eine Maximaldauer für die Kürzungsmassnahme besteht nicht (vgl. 
VGE 2021/188 E. 5.1.3; hinten E. 5.1).

3.

Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass dem Beschwerde-
führer die Guthaben aus den Heiz- und Nebenkostenabrechnungen 
2017/2018 (Fr. 1'101.30), 2018/2019 (Fr. 1'398.10) und 2019/2020 
(Fr. 1'067.75) in der Höhe von insgesamt Fr. 3'567.15 am 16. April 2021 von 
der Liegenschaftsverwaltung auf sein Konto überwiesen worden sind, ob-
wohl diese dem Sozialdienst hätten überwiesen werden sollen (vgl. Heiz- 
und Nebenkostenabrechnungen vom 14.11.2018, 14.2.2020 und vom 
31.3.2021, Akten RSA [act. 4A1] 1-3 und Beschwerde S. 2). Zudem steht 
ausser Streit, dass der Beschwerdeführer diese Guthaben – trotz Aufforde-
rungen (vgl. Schreiben des Sozialdienstes vom 16.4.2021, act. 4A1 27; Ver-
fügung vom 25.11.2021, Akten RSA [act. 4A] pag. 6) – bisher nicht an den 
Sozialdienst überwiesen, sondern an seine Mutter weitergeleitet hat. 

4.

In der Sache ist streitig, ob der Beschwerdeführer im Umfang von 
Fr. 3'567.15 zu viel wirtschaftliche Hilfe bezogen hat und er diesen Betrag an 
den Sozialdienst zurückbezahlen muss. Der Beschwerdeführer rügt in die-
sem Zusammenhang insbesondere, dass er seine Auskunftspflicht nach 
Art. 28 Abs. 1 SHG nicht verletzt habe, indem er die Gutschrift aus der Ne-
benkostenabrechnung nicht deklarierte.

4.1 Die Vorinstanz hat entschieden, dass es sich bei dem fälschlicher-
weise von der Liegenschaftsverwaltung an den Beschwerdeführer ausbe-
zahlten Überschuss aus den geleisteten Akontozahlungen für Heiz- und Ne-
benkosten in den Jahren 2017-2020 in der Höhe von Fr. 3'567.15 um Ein-
nahmen während laufender Unterstützung handelt und damit der Tatbestand 
des unrechtmässigen Leistungsbezugs gemäss Art. 40 Abs. 5 SHG erfüllt 
sei, da diese Einnahmen dem Sozialdienst nicht überwiesen worden seien 

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(angefochtener Entscheid S. 3 E. 5). Dies ist im Ergebnis nicht zu beanstan-
den: Der unrechtmässige Leistungsbezug löst grundsätzlich und unabhängig 
von einer allfälligen (schuldhaften) Pflichtverletzung oder einem Verschulden 
die Rückerstattungspflicht aus (vgl. vorne E. 2.4; VGE 2020/352 vom 
13.10.2021 E. 3.1). Die Umstände, unter denen es zum unrechtmässigen 
Leistungsbezug kam, sind demnach unerheblich, womit offenbleiben kann, 
ob der Beschwerdeführer seine Auskunfts- und Meldepflicht (vgl. Art. 28 Abs. 
1 SHG) gegenüber dem Sozialdienst verletzt hat. Soweit der Beschwerde-
führer geltend macht, er habe nicht gewusst, dass es sich beim erhaltenen 
Betrag um die Guthaben der Heiz- und Nebenkostenabrechnungen gehan-
delt habe, weshalb der Sachverhalt falsch festgestellt worden und die Rück-
erstattungsverfügung von vorne herein unrechtmässig sei (vgl. Beschwerde 
S. 2), kann ihm nicht gefolgt werden: Gemäss seinen eigenen Angaben (vgl. 
Beschwerde S. 2) wurde ihm am 16. April 2021 eine Gutschrift in der Höhe 
von Fr. 3'567.15 angezeigt und bereits am 17. April 2021 erhielt er aufgrund 
des Schreibens des Sozialdienstes vom 16. April 2021 Kenntnis darüber, 
dass ihm ein Guthaben der Heiz- und Nebenkostenabrechnungen im Ge-
samtbetrag von Fr. 3'567.15 fälschlicherweise ausgerichtet worden ist und 
er dieses an den Sozialdienst zurückzuerstatten hat (act. 4A1 27). Damit 
wurde er umgehend und umfassend über die bei ihm eingegangene Gut-
schrift informiert und hätte die Rückerstattung in die Wege leiten können. 
Dass er das Guthaben seiner Mutter – wie er behauptet – deswegen weiter-
geleitet hat, weil er angeblich davon ausgegangen ist, dieses sei aufgrund 
einer Schimmelsanierung im Jahr 2018/2019 ausbezahlt worden (vgl. E-Mail 
an die Liegenschaftsverwaltung vom 23.4.2021, act. 4A1 28), ändert an der 
Sachlage nichts. Die Überweisung an seine Mutter wurde erst per 19. April 
2021 ausgelöst (vgl. Überweisungsanzeige vom 19.4.2021, Akten Sozial-
dienst [act. 4D] Reg. 1). Es wäre ihm daher ohne weiteres möglich gewesen, 
den Überweisungsauftrag an seine Mutter vor dessen Auslösung zu stornie-
ren und den Betrag an den Sozialdienst zu überweisen. 

4.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde 
S. 2) ist hier zudem unbeachtlich, wer ihm das Guthaben aus den Heiz- und 
Nebenkostenabrechnungen überwiesen hat, mithin, ob das Guthaben we-
gen eines Eigentümerwechsels von der neuen Eigentümerschaft hätte 
zurückbezahlt werden müssen. Gründe, welche für eine Befreiung von der 

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Rückerstattungspflicht (vgl. Art. 43 SHG) sprechen würden, liegen im Übri-
gen nicht vor und werden auch vom Beschwerdeführer nicht vorgebracht. 
Aufgrund der Rückzahlung der Guthaben aus den Heiz- und Nebenkosten-
abrechnungen, die sich der Beschwerdeführer als Einnahmen in seinem 
SKOS-Budget anzurechnen hat (vorne E. 2.2), hat er in der Folge wirtschaft-
liche Hilfe im Umfang von Fr. 3'567.15 bezogen, auf die er keinen Anspruch 
hatte. Insoweit kann mit der Vorinstanz festgestellt werden, dass der Leis-
tungsbezug in diesem Umfang unrechtmässig war und dieser zurückzuer-
statten ist.

5.

Der Beschwerdeführer rügt weiter, dass eine Rückerstattung mittels monat-
licher Verrechnung von 30 % des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt 
(GBL) nicht rechtmässig sei.

5.1 Die Vorinstanz hat entschieden, dass der Grundbedarf nur bei wie-
derholtem und schwerwiegendem Fehlverhalten, um maximal 30 % gekürzt 
werden darf, was hier gegeben sei (angefochtener Entscheid S. 4 E. 16). 
Anders als sie annimmt, gibt es im Rahmen der Rückerstattung unrechtmäs-
sig bezogener Leistungen keine Praxis, wonach die maximale Kürzung von 
30 % des GBL nur bei wiederholtem oder schwerwiegendem Fehlverhalten 
zulässig wäre. Ist doch bei der Rückerstattung gemäss Art. 40 Abs. 5 SHG 
unerheblich, ob die betroffene Person eine Pflichtverletzung begangen hat 
und ob sie ein Verschulden trifft (vorne E. 2.4). Diese Praxis kommt bei den 
Leistungskürzungen als Sanktion zur Anwendung (vgl. SKOS-RL F.2 Rz. 2 
sowie 6 und Erläuterungen Bst. a). Gleich verhält es sich mit der Kürzungs-
dauer. Da die Verrechnung im Rahmen der Rückerstattungspflicht keinen 
Strafcharakter hat, gilt hier – entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers – die Maximaldauer von zwölf Monaten nicht (vgl. SKOS-RL F.2 Rz. 3; 
vorne E. 2.6). Dass die Rückerstattung mit den festgelegten monatlichen Ra-
ten von Fr. 293.--, die 30 % des GBL des Beschwerdeführers im Jahr 2021 
von Fr. 977.-- entsprechen, etwas mehr als ein Jahr dauert, ist demnach 
nicht zu beanstanden, zumal das absolute Existenzminimum des Beschwer-
deführers nicht unterschritten wird. 

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5.2 An der Rechtmässigkeit des Entscheids der Vorinstanz ändert auch 
der pauschale und nicht weiter dargelegte Hinweis des Beschwerdeführers 
auf die Corona-Pandemielage nichts (vgl. Beschwerde S. 3). Inwieweit diese 
hier Einfluss haben sollte auf die verfügte Rückerstattung ist nicht ersichtlich. 
Gemäss den Empfehlungen der SKOS stehen die Massnahmen während 
der besonderen Lage zur Bekämpfung des Coronavirus, welche per 1. April 
2022 aufgehoben worden sind (vgl. Medienmitteilung vom 30. März 2022, 
abrufbar unter: <www.admin.ch> Rubriken «Dokumentation/Medienmittei-
lungen/Coronavirus: Rückkehr in die normale Lage und Planung der Überg-
angsphase bis Frühling 2023»), einer Leistungsreduktion zwecks Rücker-
stattung unrechtmässig bezogener Leistungen nicht entgegen (vgl. Empfeh-
lungen der SKOS zur Sozialhilfepraxis während den Epidemie-Massnah-
men, einsehbar unter: <www.skos.ch> Rubriken «Themen/Corona-
Krise/Empfehlungen für Sozialdienste/Fortführung der bisherigen Unterstüt-
zung/Leistungsreduktion zwecks Rückerstattung unrechtmässig bezogener 
Leistungen Ziff. 3.6»). Letztlich wird die behauptete Mehrmiete in der Höhe 
von Fr. 66.-- (vgl. Beschwerde S. 3) vom Beschwerdeführer weder belegt, 
noch begründet er, welchen Einfluss diese auf die Kürzung des GBL, der 
grundsätzlich keine Wohnkosten enthält, haben soll, weswegen darauf nicht 
weiter einzugehen ist. 

5.3 Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz vom 14. März 2022 hält 
nach dem Gesagten der Rechtskontrolle stand. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist unbegründet und daher abzuweisen.

6.

6.1 Da das Verfahren kostenfrei ist und keine mutwillige Prozessführung 
vorliegt, sind dem Beschwerdeführer trotz Unterliegens keine Verfahrens-
kosten aufzuerlegen (Art. 102 VRPG i.V.m. Art. 53 SHG). Soweit der Be-
schwerdeführer sein Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen 
Rechtspflege auf die Verfahrenskosten bezieht, ist darauf mangels Rechts-
schutzinteresses nicht einzutreten (vgl. etwa BVR 2021 S. 530 

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[VGE 2019/420 vom 28.6.2021] nicht publ. E. 7.1; Lucie von Büren, in Her-
zog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 111 N. 15 am Ende). 

6.2 Parteikosten sind keine angefallen und zu sprechen (vgl. Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG). Bei diesem Ausgang des Verfah-
rens ist auch keine Billigkeitsentschädigung nach Art. 104 Abs. 2 VRPG – 
wie vom Beschwerdeführer beantragt – zu sprechen (vgl. Art. 108 Abs. 3 
VRPG; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 35 und Art. 104 N. 29).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Auf das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird nicht eingetreten.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gespro-
chen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Beschwerdegegner
- Regierungsstatthalteramt Seeland

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

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Seite 11

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.