# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 566609ea-d481-5127-87b1-f90390cf5644
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 20.02.2014 SB130434
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130434_2014-02-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
2.1  

Geschäfts-Nr.: SB130434-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

Dr. D. Schwander sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Laufer 

 

 

Urteil vom 20. Februar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. R. Geisseler,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

betreffend 

versuchte schwere Körperverletzung und Widerruf 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung, vom 
24. Juni 2013 (DG130098) 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 22. März 

2013 (Urk. 30) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 80 S. 45 ff.) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im 

Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 404 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon 

vom 26. Januar 2009 ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 13 Monaten, ab-

züglich zwei erstandenen Tage Haft, sowie der bedingte Vollzug bezüglich 

der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 29. April 2009 ausgesproche-

nen Freiheitsstrafe von fünf Monaten, abzüglich eines erstandenen Tages 

Haft, werden widerrufen und es wird der Vollzug dieser Strafen angeordnet. 

5. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 

StGB (Suchtbehandlung Alkohol) angeordnet. Die Behandlung ist während 

des Vollzuges der Freiheitsstrafe durchzuführen. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

28. Februar 2013 beschlagnahmten Kleidungsstücke (lit. a - d der Verfü-

gung) werden dem Geschädigten, die beschlagnahmte Brille und der be-

schlagnahmte Schmuck (lit. f und g der Verfügung) werden dem Beschuldig-

ten nach Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben. 

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7. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren in der 

Höhe von Fr. 15'000.– auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 7'500.– als 

Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren 

abgewiesen. 

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'500.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 5'352.00   Kosten der Kantonspolizei  

Fr. 2'500.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten Untersuchung  

Fr. 21'522.95   Auslagen Untersuchung  

Fr. 27'000.00   amtliche Verteidigung 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert 

sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.  

10. Der amtlichen Verteidigung wird für ihre Bemühungen und Barauslagen eine 

Entschädigung von Fr. 27'000.– (inkl. Fr. 2'000.– MwSt.) zugesprochen. 

11. Die Kosten der Untersuchung, des Beschwerdeverfahrens vor der dritten 

Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (UB130035) sowie des 

gerichtlichen Verfahrens werden mit Ausnahme der Kosten der amtlichen 

Verteidigung dem Beschuldigten auferlegt. 

12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse  

genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135  

Abs. 4 StPO. 

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittel) 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 119 S. 1 f.) 

 A. Beweisanträge: 

Der Gutachter habe sich ergänzend zu nachfolgenden Fragen zu äussern: 

1. Welchen skizzierten Behandlungsempfehlungen durch den Gutachter 

sei der Beschuldigte grundsätzlich offen gegenüber gestanden? 

2. Ob der Gutachter die Zweckmässigkeit und Indikation der Durch-

führung einer ambulanten therapeutischen Massnahme gemäss Art. 63 

StGB in Freiheit oder vollzugsbegleitend aussichtsreicher erachte. 

B. Hauptanträge: 

1.1. Es sei eine stationäre Massnahme im Sinne von Art. 60 Abs. 1 und 2 

StGB anzuordnen. Der Vollzug der Freiheitsstrafe (inklusive die Wider-

rufe) sei im Sinne von Art. 57 Abs. 2 StGB aufzuschieben. 

1.2. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beschuldigte den  

sofortigen Massnahmeantritt wünscht. 

2. Der amtlichen Verteidigerin seien für ihre Bemühungen und Barausla-

gen im erstinstanzlichen Verfahren Fr. 27'685.80 (inkl. Fr. 2050.00 

Mehrwertsteuer) zuzusprechen. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive diejenigen der  

amtlichen Verteidigung, seien ausgangsgemäss vollumfänglich sofort 

und definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

 

 

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b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 121 S. 1) 

1. Die Berufung des Beschuldigten sei abzuweisen und das Urteil der  

Vorinstanz sei zu bestätigen. 

2. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens, mit Ausnahme der Kos-

ten der amtlichen Verteidigung, seien dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

3. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu 

nehmen. 

 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte und Umfang der Berufung 

1. Mit vorinstanzlichem Urteil vom 24. Juni 2013 wurde der Beschuldigte der 

versuchten schweren Körperverletzung schuldig gesprochen und mit einer Frei-

heitsstrafe von 4 Jahren (abzüglich 404 Tagen bereits erstandener Haft) bestraft 

(Dispositivziffern 1-3). Widerrufen wurden sodann der bedingte Vollzug der mit  

Urteil des Bezirksgericht Dietikon vom 26. Januar 2009 ausgesprochenen Frei-

heitsstrafe von 13 Monaten (abzüglich 2 Tagen erstandener Haft) sowie der be-

dingte Vollzug der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 29. April 2009 ausge-

sprochenen Freiheitsstrafe von 5 Monaten (abzüglich eines Tages erstandener 

Haft), und es wurde der Vollzug dieser Strafen angeordnet (Dispositivziffer 4). 

Weiter wurde eine vollzugsbegleitende ambulante Behandlung des Beschuldigten 

im Sinne von Art. 63 StGB (Suchtbehandlung Alkohol) angeordnet (Dispositivziffer 

5; betreffend die restliche Dispositivziffern siehe das vorstehend wiedergegebene 

Dispositiv). 

Gegen dieses Urteil meldete die Verteidigung nach dessen mündlicher Eröffnung 

am 24. Juni 2013 Berufung an (Prot. I S. 20 oben). Das begründete Urteil wurde 

der Verteidigung am 25. September 2013 zugestellt (Urk. 78/2). Die Berufungs-

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erklärung erfolgte innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO am 

2. Oktober 2013 (Poststempel; Urk. 81).  

Gleichzeitig stellte der Beschuldigte einen Beweisantrag (Ergänzungsgutachten 

zur Zweckmässigkeit einer stationären Massnahme gemäss Art. 60 StGB; Urk. 81 

S. 2 oben), zu dem die Staatsanwaltschaft in ihrer Eingabe vom 21. Oktober 2013 

Stellung nahm (Urk. 87 S. 3 oben). Mit Präsidialverfügung vom 15. November 

2013 wurde der Beweisantrag abgewiesen (Urk. 101 S. 10 Dispositivziffer 1). 

Die Staatsanwaltschaft verzichtete am 21. Oktober 2013 auf Anschlussberufung 

und beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 87 S. 2 unten). 

Am 12. Dezember 2013 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 20. Februar 

2014 vorgeladen (Urk. 103). Anlässlich der Berufungsverhandlung beantragte die 

Verteidigung, dem Gutachter seien ergänzend weitere Fragen zur Beantwortung 

zu unterbreiten (Urk. 119 S. 1). Darauf wird an gegebener Stelle zurückzu-

kommen sein. 

2. Die Berufung des Beschuldigten richtet sich gegen die Dispositivziffern 5,  

9 und 10 (wobei bei letzteren beiden Ziffern einzig die Höhe des Honorars  

der amtlichen Verteidigung beanstandet wird). Im Übrigen ist das vorinstanzliche 

Dispositiv in Rechtskraft erwachen (Art. 404 Abs. 1 StPO; vgl. Prot. II S. 15 f.), 

was vorab festzustellen ist. 

 

II. Stationäre Massnahme 

1. Die Verteidigung beantragt eine stationäre Massnahme im Sinne von Art. 60 

Abs. 1 und 2 StGB unter Aufschub des Strafvollzugs (einschliesslich der Wider-

rufe) gemäss Art. 57 Abs. 2 StGB (Urk. 119 S. 1). Sie macht geltend, die  

Vorinstanz habe sich mit ihrem diesbezüglichen Antrag nicht auseinandergesetzt. 

Sämtliche Voraussetzungen für die Anordnung einer stationären Massnahme  

lägen vorliegend vor. Insbesondere sei der Beschuldigte massnahmewillig. Das 

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Gutachten habe sich klar und unmissverständlich zu einer stationären Massnah-

me geäussert (Urk. 81 S. 2; Urk. 119 S. 3 ff.). 

2. Nach dem Gesagten wirft die Verteidigung der Vorinstanz zumindest sinn-

gemäss eine Verletzung der Begründungspflicht vor. Darauf ist vorab einzugehen. 

Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV (früher: Art. 4 aBV) haben die Parteien Anspruch  

auf rechtliches Gehör. Aus dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs leitet das  

Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung die Pflicht der Behörden ab, ihre  

Verfügungen und Entscheide zu begründen (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102; zu  

Art. 4 aBV grundlegend: BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 109 f.; vgl. auch Botschaft des 

Bundesrates über eine neue Bundesverfassung vom 20. November 1996, BBl 

1997 I 182 zu Art. 25). Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs als persönlichkeits-

bezogenes Mitwirkungsrecht verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom 

Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig 

und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die 

grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Der Bürger 

soll wissen, warum die Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat.  

Die Begründung eines Entscheids muss deshalb so abgefasst sein, dass der  

Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, 

wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des 

Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz 

die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und 

auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236). Im Straf-

prozess ergibt sich der Anspruch auf Begründung zusätzlich auch aus Art. 3  

Abs. 2 lit. c StPO sowie aus Art. 81 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m. Art. 81 Abs. 3 StPO, 

wobei diesen Bestimmungen grundsätzlich keine über Art. 29 Abs. 2 BV  

hinausgehende Bedeutung zukommt. 

Die Vorinstanz hat – wenn auch nur summarisch – unter Verweis auf das  

Gutachten begründet, warum sie eine (vollzugsbegleitende) ambulante und nicht 

eine stationäre Massnahme für angezeigt erachtete (insbesondere: Urk. 80 S. 38 

Ziff. 2 sowie S. 39 ganz unten [vorletzter und letzter Satz]). Im Lichte der vorge-

nannten bundesgerichtlichen Grundsätze erweist sich die vorinstanzliche Begrün-

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dungsdichte gerade noch als ausreichend, insbesondere auch unter Berücksichti-

gung des Umstands, dass die Verteidigung ihren Antrag vor der Vorinstanz  

ebenfalls nur summarisch und ohne eingehende Auseinandersetzung mit dem 

Gutachten begründet hatte (vgl. Urk. 47 S. 12 f.). Der Vorwurf, dem Urteil lasse 

sich nicht entnehmen, weshalb dem Beschuldigten keine stationäre Massnahme 

gewährt wurde (Urk. 81 S. 2), trifft insofern nicht zu. 

3. Auch in der Sache selbst halten die vorinstanzlichen Erwägungen einer 

Überprüfung stand (Urk. 80 S. 38 ff. VII), so dass auf sie verwiesen werden kann 

(Art. 82 Abs. 4 StPO). Zusätzlich ist auf Folgendes hinzuweisen: 

3.1 Die Verteidigung beantragte im Berufungsverfahren, der Gutachter habe 

sich ergänzend dazu zu äussern, welchen durch den Gutachter skizzierten  

Behandlungsempfehlungen der Beschuldigte grundsätzlich offen gegenüber  

gestanden sei. Der Gutachter habe weiter anzugeben, ob er die Zweckmässigkeit 

und Indikation der Durchführung einer ambulanten therapeutischen Massnahme 

gemäss Art. 63 StGB in Freiheit oder vollzugsbegleitend aussichtsreicher erachte 

(Urk. 119 S. 1). Zur Begründung wurde ausgeführt, der Gutachter halte in seinem 

Gutachten fest, dass der Beschuldigte den skizzierten Behandlungsempfehlungen 

durch den Gutachter grundsätzlich offen gegenüber stehe. Aus dem Gutachten 

gehe indes nicht hervor, welche Behandlungsempfehlungen dem Beschuldigten 

vom Gutachter skizziert worden seien. Das Gutachten lasse Interpretationen zu, 

weshalb sich der Gutachter zu diesen Fragen zu äussern habe (Urk. 119 S. 2 f.). 

Die von der Verteidigung gestellten Fragen werden durch das am 25. Februar 

2013 erstattete Gutachten (Urk. 12/7) bereits beantwortet. Der Gutachter führt  

im erwähnten Gutachten aus, eine ambulante Massnahme gemäss Art. 63 StGB 

erscheine als die in Anbetracht aller Einflussfaktoren am besten geeignete Option, 

die kriminalprognostischen Bedenken anzugehen. Eine Kooperationsbereitschaft 

des Beschuldigten für eine ambulante Massnahme sei signalisiert worden 

(Urk. 12/7 S. 56). Bei der Beantwortung der gutachterlichen Fragen wird weiter 

festgehalten, dass es für die festgestellten Störungskomponenten kriminalpräven-

tiv wirksame Behandlungsmöglichkeiten gebe, die in der Kombination suchtspezi-

fischer und persönlichkeitsbezogener Interventionen einschliesslich Aufarbeitung 

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der Delikte bzw. Bearbeitung der Deliktbereitschaften bestünden. Hierfür biete 

sich ein ambulantes Vorgehen mit psychotherapeutischem Schwerpunkt an 

(Urk. 12/7 S. 60). Die Frage, ob der Beschuldigte bereit sei, sich dieser Behand-

lung zu unterziehen, wird vom Gutachter bejaht. Der Beschuldigte stehe den skiz-

zierten Behandlungsempfehlungen grundsätzlich offen gegenüber (Urk. 12/7 

S. 60). Aufgrund dieser Ausführungen steht fest, dass der Gutachter eine ambu-

lante Massnahme empfiehlt und der Beschuldigte ihm gegenüber Bereitschaft 

signalisierte, sich einer solchen zu unterziehen. Es kann damit darauf verzichtet 

werden, den Gutachter zu diesem Punkt erneut zu befragen. Sodann ist festzu-

halten, dass eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB grundsätzlich 

während des Strafvollzugs durchzuführen ist. Ein Strafaufschub hat Ausnahme-

charakter und ist nur anzuordnen, wenn eine tatsächliche Aussicht auf erfolgrei-

che Behandlung durch den sofortigen Vollzug der Freiheitsstrafe erheblich beein-

trächtigt würde (BSK Strafrecht I-Heer, 3. Aufl. 2013, Art. 63 N 39). Entsprechend 

lautete die Fragestellung an den Gutachter, ob der Art der Behandlung auch bei 

gleichzeitigem oder vorherigem Strafvollzug Rechnung getragen werden könne, 

was der Gutachter bejaht (Urk. 12/7 S. 60; vgl. auch S. 57). Die von der Verteidi-

gung weiter aufgeworfene Frage, ob der Gutachter eine therapeutische Behand-

lung in Freiheit oder vollzugsbegleitend als aussichtsreicher erachtet, ist im Gut-

achten somit bereits abgehandelt bzw. stellt sich in dieser Form gar nicht.  

Nach dem Gesagten erübrigt es sich, das Gutachten entsprechend den Anträgen 

der Verteidigung ergänzen zu lassen. 

3.2 Wenn die Verteidigung vorbringt, das Gutachten habe sich klar und unmiss-

verständlich zu einer stationären Massnahme geäussert (Urk. 81 S. 2), so lässt 

sich daraus jedenfalls nicht der Schluss ziehen, das Gutachten habe sich für eine 

stationäre Massnahme ausgesprochen.  

In Beantwortung der ihm gestellten Fragen hielt der Gutachter zunächst fest, die 

tatzeitliche Alkoholintoxikation sei Ausdruck eines missbräuchlichen Alkoholkon-

sums, der im Gesamtverlauf einige, aber nicht sämtliche der formal erforderlichen 

Abhängigkeitskriterien erfülle. Unter Berücksichtigung der damit zusammen-

hängenden Persönlichkeitsdispositionen (wie Risikobereitschaft oder geringe  

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Adhärenz an Normen) sei von einem Krankheitswert auszugehen (Urk. 12/7 S. 58 

oben). Das Risiko eines Zusammenspiels von persönlichen Dispositionen und  

einem missbräuchlichen Alkoholkonsum bestehe weiterhin. Die zum Tatzeitpunkt 

resultierende Alkoholintoxikation habe im Zusammenhang mit der vorgeworfenen 

Straftat gestanden (Urk. 12/7 S. 59 unten). 

Auf die Fragen, ob es für die festgestellte Störung und/oder Abhängigkeit von 

Suchtstoffen eine Behandlung gebe, ob sich dadurch der Gefahr neuerlicher 

Straftaten begegnen lasse und, wenn ja, wie eine solche Behandlung aussehe, 

antwortete der Gutachter: „Für die festgestellten Störungskomponenten gibt es 

kriminalpräventiv wirksame Behandlungsmöglichkeiten, die in der Kombination 

suchtspezifischer und persönlichkeitsbezogener Interventionen einschliesslich 

Aufarbeitung der Delikte bzw. Bearbeitung der Deliktbereitschaften bestehen. 

Hierfür bietet sich ein ambulantes Vorgehen mit psychotherapeutischem Schwer-

punkt an [Hervorhebung hinzugefügt].“ Dieser Behandlungsempfehlung stehe der 

Beschuldigte grundsätzlich offen gegenüber (Urk. 12/7 S. 60 Mitte).  

Weiter wurden dem Gutachter folgende Fragen unterbreitet: „Ist die Anordnung 

einer stationären therapeutischen Massnahme im Sinne von Art. 59-60 StGB,  

einer ambulanten Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB oder mehrerer  

Massnahmen im Sinne von Art. 56a StGB zweckmässig? Ist nur eine stationäre 

Behandlung geeignet, der Gefahr weiterer Straftaten zu begegnen oder genügt 

auch eine ambulante Behandlung? Welche Möglichkeiten der praktischen  

Durchführbarkeit der Massnahme gibt es?“ Darauf antwortete der Gutachter wie 

folgt (Urk. 12/7 S. 60 unten; siehe auch S. 56 unten): „Zweckmässig und indiziert 

ist die Durchführung einer ambulanten therapeutischen Massnahme gem.  

Art. 63 StGB. Sollte sich diese als nicht zielführend herausstellen, ist die  

Anordnung einer stationären Massnahme nach Art. 60 StGB zu erwägen [Hervor-

hebung hinzugefügt].“ An anderer Stelle heisst es sodann im Gutachten, worauf 

auch die Vorinstanz hinwies (Urk. 12/7 S. 56 unten; Urk. 60 S. 39 ganz unten 

[zweitletzter Satz]): „Die überschaubare Schwere des Störungskomplexes  

begünstigt die Option einer ambulanten gegenüber einer stationären Versorgung.“ 

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3.3 Nach dem Gesagten hat sich der Gutachter klar für die Anordnung  

einer ambulanten Massnahme ausgesprochen und das In-Betracht-ziehen einer 

stationären Massnahme nur für den Fall angeregt, dass sich die ambulante  

Behandlung als nicht zielführend erweisen sollte. 

3.4 In Fachfragen darf das Gericht nur aus triftigen Gründen von einem  

Gerichtsgutachten abweichen (wobei ein von der Staatsanwaltschaft im Vor-

verfahren eingeholtes Gutachten einem Gerichtsgutachten gleichgestellt ist).  

Das Gericht hat zu prüfen, ob sich auf Grund der übrigen Beweismittel und der 

Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der  

gutachterlichen Darlegungen aufdrängen. Erscheint ihm die Schlüssigkeit eines 

Gutachtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft, hat das Gericht nötigenfalls 

ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben. Das Abstellen auf 

eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen 

Beweiserhebungen kann gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung 

verstossen (BGE 138 III 193 E. 4.3.1 S. 198 f. mit Hinweis). 

Vorliegend trägt die Verteidigung keinerlei Einwände vor, welche die Schlüssigkeit 

der gutachterlichen Darlegung in Frage stellen. Auch auf Grundlage der übrigen 

Beweismittel sind keine solchen Einwände ersichtlich. Die Verteidigung äussert 

sich zudem auch nicht substantiiert dazu, warum vorliegend nur eine stationäre 

Massnahme in Frage kommt. 

3.5 Das pauschale Argument der Verteidigung, alle Voraussetzungen für  

die Anordnung einer stationären Massnahme lägen vor (Urk. 81 S. 2; Urk. 119  

S. 4 ff.), trifft zwar insofern zu, als der Gesetzeswortlaut die ambulante Behand-

lung süchtiger Täter an die gleichen Voraussetzungen knüpft wie die stationäre 

(vgl. Art. 60 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 1 StGB). Dies bedeutet jedoch nicht, dass  

bei Vorliegen dieser Voraussetzungen beliebig die ambulante oder die stationäre 

Variante angeordnet werden kann oder der Beschuldigte wählen kann, auch wenn 

das Gericht seinem Behandlungsgesuch von Gesetzes wegen Rechnung zu  

tragen hat (vgl. Art. 60 Abs. 2 StGB).  

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Eine stationäre Massnahme ist umfassender und bildet grundsätzlich  

einen schwerwiegenderen Eingriff als eine ambulante, weshalb eine stationäre 

Massnahme grundsätzlich nur dann zur Anwendung gelangt, wenn eine ambulan-

te nicht ausreicht. Insofern besteht – trotz identischer gesetzlicher Voraus-

setzungen – grundsätzlich eine Subsidiarität der stationären Massnahme gegen-

über der ambulanten.  

Dass der Beschuldigte die stationäre Massnahme vorliegend explizit an Stelle  

der ambulanten Massnahme wünscht, führt zwar dazu, dass sie vorliegend  

– ausnahmsweise – nicht als grundrechtlich schwerwiegenderen Eingriff bezeich-

net werden kann, sie bildet jedoch die umfassendere Massnahme, und eine  

solche ist – trotz entsprechendem Wunsch des Beschuldigten – nicht anzuordnen, 

wenn sich eine weniger umfassendere als ausreichend erweist. Zudem hatte sich 

der Beschuldigte gegenüber dem Gutachter noch dahingehend geäussert, er  

stehe den gutachterlichen Behandlungsempfehlungen, also einer ambulanten 

Therapie, „grundsätzlich offen“ gegenüber (Urk. 12/7 S. 60 Mitte und S. 56 ganz 

unten). Erst anlässlich der Hauptverhandlung erklärte er, ihm würde „ein engerer 

Rahmen [gemeint ist eine stationäre Massnahme] [...] mehr helfen“ (Prot. I S. 13 

unten); triftige Gründe hierfür nannte er jedoch nicht. Anlässlich der Berufungs-

verhandlung führte der Beschuldigte aus, er habe mit einer stationäre Mass-

nahme die beste Möglichkeit, ein normales, straffreies Leben zu führen. Er wisse 

aus Gesprächen mit dem Gutachter, dass ihm eine ambulante Behandlung nichts 

bringe (Urk. 118 S. 6, 8 und 12; Prot. II S. 22). Wie bereits ausgeführt, spricht sich 

der Gutachter im Gutachten vom 25. Februar 2013 indes klar für eine ambulante 

Massnahme aus, weshalb die Ausführungen des Beschuldigten nicht zu überzeu-

gen vermögen. 

3.6 Für den einstweiligen Verzicht auf die Anordnung der umfassenderen  

Massnahme der stationären Behandlung sprechen im Übrigen auch die folgenden 

Umstände: Der Gutachter stellte zwar fest, es liege ein missbräuchlicher Alkohol-

konsum mit Krankheitswert vor; allerdings erfülle dieser nicht sämtliche der formal 

erforderlichen Abhängigkeitskriterien (Urk. 12/7 S. 58 oben). Insbesondere erklär-

te der Beschuldigte gegenüber dem Gutachter, er sei – trotz einzelner Vorfälle 

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exzessiven Trinkens (einschliesslich Hospitalisationen wegen Alkoholintoxikation; 

vgl. Urk. 12/7 S. 18) – immer wieder und namentlich während neun Monaten  

vor der Tat völlig abstinent gewesen (Urk. 12/7 S. 24 oben). Auch seine Kollegen 

hätten ihm nie ein schwerwiegendes Alkoholproblem attestiert (Urk. 12/7 S. 24 

unterhalb Mitte). Weiter verneinte er gegenüber dem Gutachter sowohl Abhängig-

keitssymptome als auch einen Einfluss des Alkoholkonsums auf seine Lebens-

führung (Urk. 12/7 S. 24 Mitte).  

Auch wenn Selbsteinschätzungen von Personen mit Alkoholproblemen mit Vor-

sicht zu begegnen ist, zeigen diese Aussagen im Verbund mit der gutachterlichen 

Einschätzung doch, dass der Beschuldigte nicht eines eigentlichen Entzuges be-

darf, der nur im Rahmen einer stationären Massnahme erfolgversprechend wäre. 

Der Beschuldigte neigt vielmehr zu punktuell exzessivem Trinken, ist jedoch  

in der Lage, monatelang abstinent zu leben. Auch in der Schlusseinvernahme 

äusserte sich der Beschuldigte wie folgt (Urk. 6/7 S. 2 unten): „Ich habe kein 

Problem keinen Alkohol zu trinken. Das Problem ist, wenn ich Alkohol trinke, beim 

Mass schlecht meine Grenzen kenne [sic].“ Das primäre Problem des Beschuldig-

ten ist damit nicht eine körperliche Abhängigkeit, sondern ein sporadisch  

exzessives Trinkverhalten, dessen Ursache primär im psychischen Bereich  

zu verorten ist. Auch vor diesem Hintergrund erscheint die vom Gutachter  

primär empfohlene ambulante Therapie mit psychotherapeutischem Schwerpunkt  

(Urk. 12/7 S. 60 oben) sachgerecht. 

3.7 Anlässlich der Berufungsverhandlung schilderte der Beschuldigte seinen  

Alkoholkonsum weit drastischer als in der Untersuchung und gegenüber dem 

Gutachter. Er führte aus, dass sich sein Leben vor der Verhaftung nur noch nach 

dem Alkohol gerichtet habe. Damals habe er unter der Woche sicherlich zehn bis 

fünfzehn Büchsen Bier sowie noch eine Flasche Wodka pro Tag getrunken. Am 

Wochenende habe er die gleiche Menge konsumiert. Er habe teilweise schon 

abstinent gelebt, aber nicht lange durchgehalten. Wenn er einmal eine Woche 

nicht "gesoffen" habe, sei dies ein Erfolgserlebnis gewesen. Dabei habe es sich 

vielleicht um 2 Wochen in einem Jahr gehandelt. Er habe es nicht geschafft,  

länger abstinent zu bleiben. Auf Vorhalt, dass er gegenüber dem Gutachter und 

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den Untersuchungsbehörden noch andere Angaben zu seinem Alkoholkonsum 

gemacht habe, gab der Beschuldigte an, es sei ihm extrem peinlich, dass er so 

viel trinke. Er sei damals nicht richtig dazu gestanden. Er habe dem Gutachter 

nicht die Wahrheit gesagt, weil er die von ihm geplante Ausbildung habe machen 

wollen. Der Beschuldigte gab weiter an, wegen seines früheren Alkoholkonsums 

habe er im Gefängnis Probleme. Er könne nicht schlafen und sei "kribbelig". Er 

habe im Gefängnis ca. 30 bis 50 Mal mit Hilfe von Früchten selbst Alkohol gegärt 

(Urk. 118 S. 1 und 6 ff.).  

Aus dem Gutachten ergibt sich, dass der Gutachter bei der Bewertung der  

Alkoholproblematik davon ausgegangen ist, dass der Beschuldigte seinen  

Alkoholkonsum ihm gegenüber beschönigt haben könnte. Im Gutachten wird 

diesbezüglich festgehalten, der Beschuldigte habe sein Trinkverhalten und die  

daraus resultierenden Komplikationen vermutlich verharmlosend wiedergegeben. 

Die Selbsteinschätzung des Beschuldigten, der sich nicht als Alkoholiker sehe, sei 

mit Vorbehalt zu betrachten (Urk. 12/7 S. 47 und 50). Der Gutachter hat bei seiner 

Einschätzung somit bereits berücksichtigt, dass der Alkoholkonsum des Beschul-

digten problematischer sein könnte, als es die damaligen Schilderungen des  

Beschuldigten vermuten liessen. Der vom Beschuldigten anlässlich der Beru-

fungsverhandlung dargelegte Alkoholkonsum in der Zeit vor seiner Verhaftung 

vermag im geschilderten Ausmass jedoch dennoch nicht zu überzeugen. Hätte 

der Beschuldigte tatsächlich ein derart ernsthaftes Alkoholproblem gehabt, wäre 

dies dem Gutachter und den Untersuchungsbehörden mit Sicherheit aufgefallen. 

Insbesondere erscheint es nicht glaubhaft, dass der Beschuldigte im Gefängnis 

30 bis 50 Mal Alkohol gären konnte, ohne dass dies bemerkt wurde, zumal er sich 

im strengen Regime der Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft befindet. Es liegt 

daher die Annahme nahe, dass der Beschuldigte seinen Konsum übertrieben 

dargestellt hat, um eine Grundlage für die von ihm gewünschte stationäre  

Massnahme zu legen. 

Bestätigt wird dieser Befund weiter durch folgenden Vorfall: Am 29. September 

2013 wurden bei der Gepäckkontrolle eines zu entlassenden Mitinsassen mehre-

re vom Beschuldigten verfasste Kassiber entdeckt, die an Personen aus seinem 

-   15   - 

Umfeld hätten weitergeleitet werden sollen (Urk. 89/2-7). Darin heisst es unter 

anderem (Urk. 89/4): „Das ich Massnahm cha mache muesch du und de C._____ 

behaupte das ich jede Abig trunke han sogar wen mer gamet hend.“ Sowie 

(Urk. 89/5): „Ich wott ja e Massnahm mache und du muesch mer helfe. Es chan  

si das du befrögt wirsch zu mim Alk Konsum. Du muesch sege dir isch scho viel 

ufgfalle das ich bsoffe bin. [...] Wenn er dich frögt ob e Klinik für mich guet seg 

seisch ja aber seget sie im das nöd etc. er wott das nöd ghöre einfach alles i die 

Richtig rede [Smiley-Zeichen]. Merci [...].“  

Diese Formulierungen legen den Schluss nahe, dass der Beschuldigte sein  

Trinkverhalten – aus prozesstaktischen Gründen im Hinblick auf die Berufungs-

verhandlung – „dramatisieren“ lassen wollte. Dass er damit die Adressaten  

lediglich habe dazu bewegen wollen, über sein Trinkverhalten nicht zu lügen,  

wie er später gegenüber der Staatsanwaltschaft und anlässlich der Berufungsver-

handlung vorbrachte (Urk. 89/7 S. 2 unten; Urk. 118 S. 11; Prot. II S. 18), erweist 

sich im Lichte der vorerwähnten konkreten Formulierungen nicht als glaubhaft. 

3.8 Nach dem Gesagten ist die Anordnung einer ambulanten Behandlung im 

Sinne von Art. 63 StGB sachgerecht (wobei betreffend Vollzug auf die vorinstanz-

lichen Erwägungen verwiesen werden kann; Urk. 80 S. 40 Ziff. 6 und 7; Art. 82 

Abs. 4 StPO). 

 

III. Honorar der amtlichen Verteidigung 

Die Verteidigung beanstandet, dass ihr die Vorinstanz das amtliche Verteidiger-

honorar – ohne jegliche Begründung – von Fr. 27'685.-- auf Fr. 27'000.-- gekürzt 

bzw. abgerundet habe (Urk. 92 S. 4 i.V.m. Urk. 81 und 94; Urk. 119 S. 7) und ver-

langt die Zusprache des ungekürzten Honorars, d.h. Fr. 27'685.80 (einschliesslich 

Fr. 2'050.-- Mehrwertsteuer). 

Als Beleg reicht die Verteidigung eine undatierte Honorarnote ein, welche als  

Gesamtbetrag in der Tat Fr. 27'685.81 aufführt (Urk. 94 S. 2). Dieses Dokument 

deckt sich indes nicht mit der vor der Vorinstanz in der Hauptverhandlung einge-

-   16   - 

reichten Honorarnote (Urk. 49), welche keinen solchen Gesamtbetrag, sondern 

lediglich ein Zwischentotal von 7207 Minuten und Fr. 978.35 Barauslagen aufführt 

(Urk. 49 letzte Seite), woraus (unter Zugrundelegung des Stundenansatzes von 

Fr. 200.--) ein Gesamtbetrag von Fr. 27'001.68 (einschliesslich 8 % Mehrwert-

steuer) resultiert, minim abgerundet also Fr. 27'000.--. Diesen Betrag hat die  

Vorinstanz denn auch effektiv zugesprochen. 

Allerdings enthält die vorgenannte vor der Vorinstanz eingereichte Honorarnote 

(Urk. 49 letzte Seite) am Ende eine Rubrik „Verhandlung [gemeint ist die Haupt-

verhandlung] mit Nachbesprechung“, welche unausgefüllt blieb, während im vor 

Obergericht eingereichten entsprechenden Dokument (Urk. 94) hierfür 190 Minu-

ten eingesetzt sind. Daraus erhellt, dass die Vorinstanz am Schluss der Haupt-

verhandlung die leere Rubrik betreffend Hauptverhandlung und Nachbesprechung 

nicht von sich aus ergänzt und einen entsprechenden Betrag zugesprochen hat. 

Die erwähnten 190 Minuten bzw. der ihnen entsprechende Betrag erweisen sich 

als ausgewiesen bzw. sogar als zu tief (vgl. Prot. I S. 2, S. 8 und S. 21: 08.30 Uhr 

- 11.55 Uhr = 205 Minuten = Dauer der vorinstanzlichen Hauptverhandlung, wozu 

noch eine Nachbesprechung käme). Im Lichte des berufungsweise gestellten  

Antrags ist jedoch auf die 190 Minuten abzustellen. Aus diesen resultiert unter 

Einschluss der Mehrwertsteuer der beantragte Gesamtbetrag von Fr. 27.685.80. 

Der an die Vorinstanz gerichtete Vorwurf, diese habe das Honorar in unzulässiger 

Weise gekürzt, trifft indes nicht zu; allerdings hätte es der Vorinstanz nach Treu 

und Glauben (Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO) oblegen, die naturgemäss noch unaus-

gefüllte Rubrik der Honorarnote (für die Dauer der Hauptverhandlung zuzüglich 

Nachbesprechung) entsprechend zu ergänzen. Dies ist vorliegend nachzuholen. 

Nach dem Gesagten ist der amtlichen Verteidigung das beantragte Honorar von 

Fr. 27'685.80 zuzusprechen. 

 

 

-   17   - 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen im Berufungsverfahren 

Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen  

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit Bezug auf die Massnahme unterliegt der  

Beschuldigte (einschliesslich der Rüge der Verletzung der Begründungspflicht). 

Der Beschuldigte obsiegt jedoch mit Bezug auf das geltend gemachte Honorar. 

Im Lichte einer interessenmässigen Gewichtung seiner Anträge sind ihm die  

Kosten des Berufungsverfahrens (mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Vertei-

digung) zu 9/10 aufzuerlegen und zu 1/10 auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind zu 9/10 einstweilen und zu 1/10  

definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei im Umfang von 9/10 die  

Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom  

24. Juni 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne 

von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 

404 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon  

vom 26. Januar 2009 ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 13 Monaten, abzüglich 

zwei erstandenen Tage Haft, sowie der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil  

des Bezirksgerichts Zürich vom 29. April 2009 ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 

fünf Monaten, abzüglich eines erstandenen Tages Haft, werden widerrufen und es 

wird der Vollzug dieser Strafen angeordnet. 

5. [...] 

-   18   - 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 28. Februar 

2013 beschlagnahmten Kleidungsstücke (lit. a - d der Verfügung) werden dem  

Geschädigten, die beschlagnahmte Brille und der beschlagnahmte Schmuck (lit. f und 

g der Verfügung) werden dem Beschuldigten nach Rechtskraft des Urteils auf erstes 

Verlangen herausgegeben. 

7. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren in der Höhe von 

Fr. 15'000.– auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 7'500.– als Genug-

tuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 
Fr 5'500.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 5'352.00   Kosten der Kantonspolizei  

Fr. 2'500.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten Untersuchung  

Fr. 21'522.95   Auslagen Untersuchung  

[...]   
 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die 

Entscheidgebühr um einen Drittel.  

10. [...] 

11. Die Kosten der Untersuchung, des Beschwerdeverfahrens vor der dritten Straf-

kammer des Obergerichts des Kantons Zürich (UB130035) sowie des gerichtlichen 

Verfahrens werden mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung dem  

Beschuldigten auferlegt. 

12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittel) 

-   19   - 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv und in voll-

ständiger Ausfertigung gemäss nachfolgendem Urteil sowie schriftliche  

Mitteilung im Dispositivauszug an den Privatkläger B._____. 

Es wird erkannt: 

1. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von  

Art. 63 StGB (Suchtbehandlung Alkohol) ohne Aufschub des Strafvollzugs 

angeordnet.  

2. Das Honorar für die amtliche Verteidigung für das Vorverfahren und das  

vorinstanzliche Verfahren wird auf Fr. 27'685.80 (inkl. Mehrwertsteuer)  

festgesetzt. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'223.–   amtliche Verteidigung 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 9/10 auferlegt und zu 

1/10 auf die Staatskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

werden zu 9/10 einstweilen und zu 1/10 definitiv auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 
im Umfang von 9/10 vorbehalten. 

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

-   20   - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B 
− das Bezirksgericht Dietikon, in die Akten Prozess Nr. DG080011 
− das Bezirksgericht Zürich, in die Akten Prozess Nr. GG090113 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich. 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 20. Februar 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Laufer 
 

 
 

	Urteil vom 20. Februar 2014
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 404 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 26. Januar 2009 ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 13 Monaten, abzüglich zwei erstandenen Tage Haft, sowie der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgeri...
	5. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB (Suchtbehandlung Alkohol) angeordnet. Die Behandlung ist während des Vollzuges der Freiheitsstrafe durchzuführen.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 28. Februar 2013 beschlagnahmten Kleidungsstücke (lit. a - d der Verfügung) werden dem Geschädigten, die beschlagnahmte Brille und der beschlagnahmte Schmuck (lit. f und g der Verfü...
	7. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren in der Höhe von Fr. 15'000.– auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 7'500.– als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	10. Der amtlichen Verteidigung wird für ihre Bemühungen und Barauslagen eine Entschädigung von Fr. 27'000.– (inkl. Fr. 2'000.– MwSt.) zugesprochen.
	11. Die Kosten der Untersuchung, des Beschwerdeverfahrens vor der dritten Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (UB130035) sowie des gerichtlichen Verfahrens werden mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung dem Beschuldigten auferlegt.
	12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse  genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135  Abs. 4 StPO.
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	Der Gutachter habe sich ergänzend zu nachfolgenden Fragen zu äussern:
	1. Welchen skizzierten Behandlungsempfehlungen durch den Gutachter sei der Beschuldigte grundsätzlich offen gegenüber gestanden?
	2. Ob der Gutachter die Zweckmässigkeit und Indikation der Durchführung einer ambulanten therapeutischen Massnahme gemäss Art. 63 StGB in Freiheit oder vollzugsbegleitend aussichtsreicher erachte.
	B. Hauptanträge:
	1.1. Es sei eine stationäre Massnahme im Sinne von Art. 60 Abs. 1 und 2 StGB anzuordnen. Der Vollzug der Freiheitsstrafe (inklusive die Widerrufe) sei im Sinne von Art. 57 Abs. 2 StGB aufzuschieben.
	1.2. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beschuldigte den  sofortigen Massnahmeantritt wünscht.
	2. Der amtlichen Verteidigerin seien für ihre Bemühungen und Barauslagen im erstinstanzlichen Verfahren Fr. 27'685.80 (inkl. Fr. 2050.00 Mehrwertsteuer) zuzusprechen.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive diejenigen der  amtlichen Verteidigung, seien ausgangsgemäss vollumfänglich sofort und definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	1. Die Berufung des Beschuldigten sei abzuweisen und das Urteil der  Vorinstanz sei zu bestätigen.
	2. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, seien dem Beschuldigten aufzuerlegen.
	3. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom  24. Juni 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 404 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon  vom 26. Januar 2009 ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 13 Monaten, abzüglich zwei erstandenen Tage Haft, sowie der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil  des Bezirksge...
	5. [...]
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 28. Februar 2013 beschlagnahmten Kleidungsstücke (lit. a - d der Verfügung) werden dem  Geschädigten, die beschlagnahmte Brille und der beschlagnahmte Schmuck (lit. f und g der Verf...
	7. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren in der Höhe von Fr. 15'000.– auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 7'500.– als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	10. [...]
	11. Die Kosten der Untersuchung, des Beschwerdeverfahrens vor der dritten Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (UB130035) sowie des gerichtlichen Verfahrens werden mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung dem  Beschuldigten aufer...
	12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)

	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv und in vollständiger Ausfertigung gemäss nachfolgendem Urteil sowie schriftliche  Mitteilung im Dispositivauszug an den Privatkläger B._____.
	Es wird erkannt:
	1. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von  Art. 63 StGB (Suchtbehandlung Alkohol) ohne Aufschub des Strafvollzugs angeordnet.
	2. Das Honorar für die amtliche Verteidigung für das Vorverfahren und das  vorinstanzliche Verfahren wird auf Fr. 27'685.80 (inkl. Mehrwertsteuer)  festgesetzt.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 9/10 auferlegt und zu 1/10 auf die Staatskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zu 9/10 einstweilen und zu 1/1...
	5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B
	 das Bezirksgericht Dietikon, in die Akten Prozess Nr. DG080011
	 das Bezirksgericht Zürich, in die Akten Prozess Nr. GG090113
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich.

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.