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**Case Identifier:** 2a206db7-ea2b-5526-bd74-754318cbab6b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.10.2023 720 23 94 (720 2023 94)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-94_2023-10-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Oktober 2023 (720 23 94 / 233) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Beweiskraft der RAD-Berichte; Eingliederungsmassnahmen 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Deborah Büttel, Rechts-
anwältin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Die 1961 geborene A.____ arbeitete seit 2006 als Filialleiterin. Am 12. September 2016 
meldete sie sich wegen anhaltenden Beschwerden am rechten Knie nach Arthroskopie am 4. Juli 
2016 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft (IV-Stelle) führte berufliche Massnahmen (Eingliederungsmassnahmen) durch, 
namentlich ein Belastbarkeitstraining vom 8. Januar 2018 bis 7. April 2018 und ein Aufbautraining 
vom 8. April bis 7. Juli 2018 mit Verlängerung bis zum 7. Oktober 2018. Im Abschlussbericht der 

 
 
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Eingliederungsmassnahmen vom 22. Januar 2019 wurde festgehalten, dass A.____ das Belast-
barkeits- und Aufbautraining erfolgreich abgeschlossen habe und nunmehr in einer angepassten 
Tätigkeit wieder 100 % arbeitsfähig sei. Beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) 
habe sie sich für das Programm "Fokus" angemeldet. Sie fühle sich in der Lage, eine Tätigkeit 
voll auszuüben, lediglich nicht im Verkauf. Desgleichen nahm sie Ende Oktober 2018 eine auf 
rund zwei Monate befristete Aushilfsstelle bei der B.____ als Verkäuferin an. Die Eingliederungs-
massnahmen wurden daraufhin in Absprache mit A.____ am 1. Februar 2019 abgeschlossen und 
das Dossier an die Rentenabteilung weitergeleitet. 
 
Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse stellte die IV-Stelle A.____ 
mit Vorbescheid vom 10. Juli 2019 gestützt auf den RAD-Bericht von Dr. med. C.____, Facharzt 
für Arbeits- und Umweltmedizin, vom 17. Juni 2019 eine ganze Invalidenrente vom 1. April 2017 
bis 31. März 2018 und eine halbe Invalidenrente vom 1. April 2018 bis 30. November 2018 in 
Aussicht. Dagegen erhob A.____, vertreten durch die Rechtschutzversicherung, mit Eingabe vom 
16. September 2019 Einwand. Ihr Gesundheitszustand habe sich ab 1. September 2018 nicht 
derart verbessert, dass sie ein volles Pensum in einer adaptierten Tätigkeit leisten könne. Insbe-
sondere habe es der RAD versäumt, abzuklären, inwiefern die massiven persistierenden Rücken-
beschwerden sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Der RAD begnüge sich mit der pauschalen 
Begründung, dass sie sich am 8. August 2018 im D.____ für eine erste Infiltration gemeldet habe. 
Der Gesundheitszustand habe sich seit August 2018 nicht ansatzweise verbessert. Neben den 
Rückenbeschwerden beständen seit längerer Zeit auch Achillessehnen- sowie Schulterbe-
schwerden. Diesbezüglich stehe eine Operation aus. Die IV-Stelle klärte daraufhin den medizini-
schen Sachverhalt weiter ab. 
 
Am 10. Oktober 2019 erfolgte die Operation an der linken (adominanten) Schulter durch Dr. med. 
E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Hinsicht-
lich der Rückenbeschwerden begab sich A.____ bei Dr. med. F.____, FMH Neurologie und Neu-
rochirurgie, in Behandlung, der eine hochgradige zentrale Spinalkanalstenose LWK 4/5 mit Os-
teochondrose und Kompression der Nervenwurzeln L5 und L4 diagnostizierte. Schliesslich fand 
am 9. Dezember 2019 eine Revisionsarthroskopie an der linken Schulter statt. Dabei wurde eine 
intratendinöse transmurale Supraspinatussehnenruptur entdeckt. Zusätzlich wurde ein durch ei-
nen Keim verursachter Entzündungsherd festgestellt, weshalb A.____ rund drei Monate eine An-
tibiotikakur durchlaufen musste. Am 21. April 2021 wurde schliesslich eine Schultergelenkspro-
these rechts eingesetzt. Bis Juni 2021 bestand eine volle Arbeitsunfähigkeit. In dieser Zeit war 
die Versicherte seit September 2020 in einem Pensum zwischen 20 % und 40 % bei der G.____ 
in X.____ angestellt. 
 
Gestützt auf die RAD-Beurteilung vom 16. September 2021 und die Behandlungsberichte von Dr. 
E.____ ging die IV-Stelle davon aus, dass seit dem 1. Juli 2021 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit bestehe. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach 
die IV-Stelle A.____ mit Verfügung vom 21. Februar 2023 eine ganze Invalidenrente vom 1. April 
2017 bis 31. März 2018, eine halbe Invalidenrente vom 1. April 2018 bis 30. November 2018, 
eine ganze Invalidenrente vom 1. Oktober 2019 bis 31. Mai 2020 sowie vom 1. Oktober 2020 bis 
30. September 2021 und eine Viertelsrente vom 1. Oktober 2021 bis 31. Oktober 2021 zu. 

 
 
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B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Deborah Büttel, mit Eingabe 
vom 23. März 2023 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Sie 
beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 21. Februar 2023. Ab 1. April 2017 
sei ihr bis auf Weiteres gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 70 % eine ganze Inva-
lidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur Einholung eines 
orthopädischen Gutachtens zurückzuweisen. Sie machte geltend, dass sie zum Zeitpunkt des 
Abschlusses der Eingliederungsmassnahmen keineswegs im ersten Arbeitsmarkt integriert ge-
wesen sei. Eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt habe sie erst per September 2020 als Verkäuferin 
mit einem Pensum von 20 % bis 40 % bei der G.____ gefunden. Da sie das von der IV-Stelle 
angenommene medizinisch-theoretische Leistungspotential von 100 % nicht habe verwerten 
können, sei die Leistungseinstellung per Ende November 2018 nicht zulässig gewesen. Schliess-
lich seien auch die Renteneinstellungen per Ende Mai 2020 respektive per Ende Oktober 2021 
zu Unrecht ohne vorgängige Eingliederungsmassnahmen erfolgt. Folglich habe sie durchgängig 
Anspruch auf eine volle Invalidenrente. Ferner hätte ein orthopädisches Gutachten zur Beurtei-
lung der Rückenbeschwerden eingeholt werden müssen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 26. April 2023 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be-
schwerde. Die Verfügung vom 21. Februar 2023 sei gestützt auf die Einschätzungen der behan-
delnden Ärzte sowie des RAD-Arztes Dr. C.____ erfolgt. Es treffe zu, dass bei der Herabsetzung 
oder der Aufhebung der Invalidenrente von über 55-jährigen Versicherten Eingliederungsmass-
nahmen durchzuführen seien, wenn über die Befristung und/oder Abstufung zeitgleich mit der 
Rentenzusprache befunden werde. Entgegen der Vorbringen der Versicherten seien aber Ein-
gliederungsmassnahmen durchgeführt worden. Zudem sei vor Erlass des neuen Vorbescheids 
im November 2021 die Selbsteingliederungsfähigkeit der Versicherten aufgrund ihres Alters ge-
prüft worden. Der Eingliederungsexperte der IV-Stelle sei zum Schluss gelangt, dass die Versi-
cherte in der Lage sei, selbständig eine Stelle zu finden und keine vorbereitenden beruflichen IV-
Massnahmen notwendig seien. Die Einholung eines orthopädischen Gutachtens sei vorliegend 
nicht notwendig, da sich der RAD-Arzt voll und ganz den fachärztlich attestierten Arbeitsunfähig-
keitszeiten angeschlossen habe. 
 
D. Mit Replik vom 27. Juni 2023 hielt die Versicherte daran fest, dass die Invalidenrente 
ohne Durchführung von weiteren Eingliederungsmassenahmen nicht hätte eingestellt werden 
dürfen.  
 
E. Mit Schreiben vom 4. Juli 2023 teilte die IV-Stelle mit, dass sie auf eine weitere Stellung-
nahme verzichte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-

 
 
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gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde der 
Versicherten vom 23. März 2023 ist demnach einzutreten. 
 
2. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung der Invali-
denversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 An-
wendung. Erfolgt die Verfügung über die erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, 
welche aber einen Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022 betrifft, sind die Bestimmungen des 
IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 massgebend (Kreis-
schreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 
2022, Rz. 9101; Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen 
Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Die Bestimmungen werden 
im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 

 
 
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3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.4 Eine rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduk-
tion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits 
deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (Art. 17 Abs. 
1 ATSG) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des 
analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 
17. Januar 1961 festzusetzen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 
8C_534/2008, E. 2.3 mit Hinweisen). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des 
Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Re-
visionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Ren-
tenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungs-
weise Herabsetzung der Rente (BGE 130 V 343 E. 3.5). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des IV-Grades bildet die Frage, in welchem Ausmass die 
versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Sämtliche Beweismittel, somit auch medizinische Berichte und Sachverständigengut-
achten, unterliegen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Im Sinne einer Richtlinie ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, 
welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb). Demgegenüber kommt 
den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen zwar nach der Rechtspre-
chung Beweiswert zu, praxisgemäss haben sie aber nicht dieselbe Beweiskraft wie ein gerichtli-
ches oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen 
Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4, 122 V 
157 E. 1d). 

 
 
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5.1. Bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, 
sind nach mindestens 15 Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt 
haben, in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der Lage 
sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenan-
strengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten. Ausnahmen von der diesfalls grundsätz-
lich ("vermutungsweise") anzunehmenden Unzumutbarkeit einer Selbsteingliederung liegen na-
mentlich dann vor, wenn die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt auf invaliditätsfremde Gründe 
zurückzuführen ist, wenn die versicherte Person besonders agil, gewandt und im gesellschaftli-
chen Leben integriert ist oder wenn sie über besonders breite Ausbildungen und Berufserfahrun-
gen verfügt. Verlangt sind immer konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, die versi-
cherte Person könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen Rentenbezugs-
dauer mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestellungen wieder in das Erwerbs-
leben integrieren. Die IV-Stelle trägt die Beweislast dafür, dass entgegen der Regel die versi-
cherte Person in der Lage ist, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspo-
tenzial auf dem Weg der Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten (vgl. zum Ganzen: BGE 
145 V 209 E. 5.1 mit Hinweisen). Bei der Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente von 
über 55-jährigen versicherten Personen sind auch dann grundsätzlich Eingliederungsmassnah-
men durchzuführen, wenn über die Befristung und/oder Abstufung zeitgleich mit der Rentenzu-
sprache befunden wird (BGE 145 V 209 E. 5.4; Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2022, 
8C_104/2021, E. 7.1.2). Entzieht oder widersetzt sich die versicherte Person Eingliederungs-
massnahmen, können ihr die Leistungen gekürzt oder verweigert werden. Vorausgesetzt ist im-
merhin, dass die IV-Stelle zuvor ein Mahn- und Bendenkzeitverfahren durchgeführt hat (Art. 21 
Abs. 4 ATSG i.V.m. Art. 7b IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2017, 9C_525/2017, 
E. 3.5). 
 
5.2 Für die Ermittlung des Eckwertes des 55. Altersjahres ist auch bei rückwirkend befristeter 
und/oder abgestufter Rentenzusprache auf den Verfügungszeitpunkt abzustellen (BGE 148 V 
321 E. 7.3). Die 1961 geborene Beschwerdeführerin war im einschlägigen Zeitpunkt (21. Februar 
2023) über 55 Jahre alt, weshalb die Rechtsprechung gemäss BGE 145 V 209 E. 5.1 zur Anwen-
dung gelangt. 
 
6. Zwischen den Parteien ist der Rentenanspruch streitig. Während die IV-Stelle der Auf-
fassung ist, dass Anspruch auf eine abgestufte und per 31. Oktober 2021 befristete Invalidenrente 
bestehe, macht die Beschwerdeführerin geltend, dass sie ab 1. April 2017 Anspruch auf eine 
unbefristete ganze Invalidenrente habe. Dabei ist festzuhalten, dass die Versicherte die attestier-
ten Arbeitsunfähigkeiten grundsätzlich nicht beanstandet, sondern sie bringt vor, dass die IV-
Stelle ihren Anspruch auf Wiedereingliederung vor Rentenreduktion respektive Renteneinstellung 
verletzt habe. 
 
6.1 Die Beschwerdeführerin meldete sich am 12. September 2016 wegen persistierenden 
Kniebeschwerden zum Bezug von Invalidenleistungen an. Mit Bericht vom 25. Oktober 2016 at-
testierte Dr. med. H.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, der Versicherten ab 29. April 2016 
eine volle Arbeitsunfähigkeit, initial aus psychischen Gründen und einer passageren Lumbago, 

 
 
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und ab 4. Juli 2016 bis zum 30. November 2016 wegen anhaltenden Kniebeschwerden rechts 
nach Arthroskopie am 4. Juli 2016. Dr. med. I.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
bei welchem sich die Versicherte seit dem 18. November 2016 nach Überweisung ihrer Hausärz-
tin, Dr. H.____, in Behandlung befand, attestierte infolge einer rezidivierenden depressiven Epi-
sode, gegenwärtig mittelgradig, eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 18. November 2016 bis 31. 
Januar 2017, eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Februar 2017 bis 19. Dezember 2017 sowie 
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 20. Dezember 2017 bis zum Beginn der Eingliederungs-
massnahmen (Berichte vom 23. Februar 2017 und vom 4. April 2019). 
 
6.2 Am 8. Januar 2018 begannen die Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle mit einem 
Belastbarkeitstraining, welches bis am 7. April 2018 dauerte. Danach folgte ein Aufbautraining 
bis am 7. Oktober 2018. Im Abschlussbericht der Eingliederungsmassnahmen vom 22. Januar 
2019 wurde festgehalten, dass die Versicherte das Belastbarkeits- und Aufbautraining erfolgreich 
abgeschlossen habe und nunmehr in einer angepassten Tätigkeit wieder 100 % arbeitsfähig sei. 
Es gehe der Versicherten gut, einzig Rückenbeschwerden machten ihr noch zu schaffen. Dies-
bezüglich sei am 5. September 2018 eine Schmerzbehandlung im D.____ durchgeführt worden. 
Das Aufbautraining habe sie in der Marketingabteilung begonnen, danach habe sie in die Ver-
kaufsabteilung gewechselt und schliesslich in die Buchhaltung. Das aktuelle Pensum betrage 
80 %, 50 % sitzend und 50 % stehend. Nach Abschluss des Aufbautrainings habe sich die Ver-
sicherte im Oktober 2018 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) angemeldet und 
sich aktiv in den Bereichen Innendienst Verkauf und Sachbearbeitung um eine neue Stelle be-
worben. Tätigkeiten mit einer starken körperlichen Belastung seien nicht ideal. Sie suche aber 
eine volle Stelle und habe bereits eine Bewerbungsaufforderung für eine Tätigkeit in einem Bio 
Laden erhalten. Vom 29. Oktober 2018 bis 31. Dezember 2018 habe die Versicherte eine Zwi-
schenverdienstelle bei der B.____ antreten können. Die ersten vier Wochen habe sie zu 100 % 
gearbeitet, was jedoch zu starken Schmerzen in den Füssen und im Rücken geführt habe. Das 
Pensum sei in der Folge Anfang Dezember 2018 auf 80 % und Mitte Dezember 2018 auf 50% 
reduziert worden. Anschliessend fand eine Abklärung im Rahmen des Programms "Fokus" statt. 
Das Dossier wurde daraufhin von der IV-Stelle in Absprache mit der Versicherten geschlossen 
und mit Mitteilung vom 1. Februar 2019 an die Rentenabteilung weitergeleitet. 
 
6.3 In medizinischen Hinsicht ist bezüglich der Rückenbeschwerden den Akten zu entneh-
men, dass die Versicherte sich erstmals am 19. Juli 2018 in die Schmerzsprechstunde des 
D.____ begab (Bericht vom 10. Oktober 2018). Als Ursache der Rückenbeschwerden wurden 
Facettengelenksarthrosen lumbal genannt. Die Beschwerden hätten 2015 nach der Knieopera-
tion rechts begonnen. Die Versicherte gehe davon aus, dass die Schonhaltung wegen des Streck-
defizits des Knies dafür verantwortlich sei. Als Schmerzbehandlung sei am 5. September 2018 
eine Radiofrequenzablation der Rami medialis L3 bis L5 beidseits durchgeführt worden. Die Ver-
sicherte habe gemäss telefonischer Nachkontrolle vom 3. Oktober 2018 gut auf die Behandlung 
angesprochen. Die Restschmerzen seien sehr gut aushaltbar. Eine weitere Behandlung fand 
nicht statt. 
 

 
 
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6.4 Im November 2018 war die Versicherte ferner bei Dr. med. J.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie, in Behandlung wegen einer Plantarfasziitits rechts sowie einer Achillodynie mit Aufrei-
bung der Achillessehne und Partialruptur. Im Juni 2018 hätten die Fussschmerzen begonnen 
(Achillessehne). Diese Beschwerden seien in der Folge rückläufig gewesen, später sei es zu 
plantaren Schmerzen am selben Fuss gekommen. Die Prognose sei aber gut, wesentliche Ein-
schränkungen beständen nicht. Bezüglich Knie und Fuss rechts liege, soweit er es aktuell beur-
teilen könne, keine Arbeitsunfähigkeit vor (Bericht vom 25. April 2019 sowie Bericht von Dr. med. 
K.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 22. Februar 2019). 
 
7. Mit Vorbescheid vom 10. Juli 2019 stellte die IV-Stelle der Versicherten gestützt auf den 
RAD-Bericht von Dr. C.____ vom 17. Juni 2019, die attestierten Arbeitsunfähigkeiten der behan-
delnden Ärzte sowie die Ergebnisse der Eingliederungsmassnamen eine ganze Invalidenrente 
vom 1. April 2017 bis 31. März 2018 sowie eine halbe Invalidenrente vom 1. April 2018 bis 30. 
November 2018 in Aussicht. Die IV-Stelle befristete die halbe Rente bis am 30. November 2018 
ausgehend davon, dass die Versicherte ab 1. September 2018 eine adaptierte Tätigkeit voll aus-
üben könne. Dabei berücksichtigte sie auch die Entwicklung der von der Beschwerdeführerin 
geltend gemachten zunehmenden Rücken- und Fussbeschwerden während der Eingliederungs-
massnahmen respektive der Aushilfstätigkeit bei der B.____. RAD-Arzt Dr. C.____ stellte in sei-
ner Beurteilung vom 17. Juni 2019 fest, dass gemäss den medizinischen Berichten die Kniearth-
roskopie und die Achillessehnenaffektion lediglich vorübergehend zu einer Einschränkung geführt 
hätten und das Lumbalsyndrom erfolgreich durch eine Radiofrequenzablation L3 bis L5 beidseits 
behandelt worden sei. Die behandelnden Ärzte würden zwar keine Einschränkung in der Arbeits-
fähigkeit durch die vormaligen Knie-, Achillessehnen- und Rückenbeschwerden attestieren. Er 
habe diese Beschwerden aber dennoch unter die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
aufgelistet, weil anlagebedingt eine Neigung zu überlastungsbedingten Bindegewebsentzündun-
gen bestehe. Daher seien nur leichte, wechselbelastende Arbeiten zumutbar. Repetitive Tätig-
keiten seien zu vermeiden wie auch andauerndes Hocken und Knien sowie Zwangshaltungen 
des Rumpfes. Die Gewichtslimite liege bei 10 kg. Ein höher verstellbarer Bürotisch sei empfeh-
lenswert. Unter Berücksichtigung dieser Bedingungen sei ein Pensum von 100 % zumutbar. 
 
8. Aufgrund der medizinischen Berichte spricht nichts gegen die Aufnahme einer ange-
passten Verweistätigkeit per September 2018. Insbesondere wurde ein gutes Ansprechen auf die 
rückenspezifische Schmerzbehandlung bestätigt, weitere Behandlungen fanden nicht statt und 
eine Arbeitsunfähigkeit wurde nicht attestiert. Auch bezüglich der Fussbeschwerden, welche im 
November 2018 behandelt worden waren, wurde explizit eine Arbeitsunfähigkeit ausgeschlossen. 
Dr. C.____ berücksichtigte die gesundheitliche Entwicklung betreffend Rücken- und Fussbe-
schwerden während und nach den Eingliederungsmassnahmen und passte das Zumutbarkeits-
profil entsprechend an. Insofern trifft es – wie im Einwand vom 16. September 2019 geltend ge-
macht – nicht zu, dass es der RAD vor Erlass des Vorbescheids versäumt habe, abzuklären, 
inwieweit die Rücken- und die Achillessehnenbeschwerden sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirk-
ten. Es zeigte sich zwar, dass eine Tätigkeit im Verkauf mit dauerndem Stehen nicht ideal ist. Die 
Einschätzung, dass eine 100%ige angepasste, wechselbelastende leichte Verweistätigkeit ab 
September 2018 zumutbar gewesen wäre, ist hingegen begründet. 
 

 
 
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9. Mit Einwand vom 16. September 2019 machte die Versicherte indessen weiter geltend, 
dass sie auch unter Schulterbeschwerden leide und eine Operation geplant sei. Die IV-Stelle 
klärte den medizinischen Sachverhalt richtigerweise diesbezüglich weiter ab. 
 
9.1 Gemäss Arztbericht von Dr. K.____ vom 17. September 2019 leide die Versicherte seit 
Mai 2019 an Schmerzen in der linken Schulter ohne vorgängiges Trauma. Da die Beschwerden 
trotz Physiotherapie anhielten, erfolgte die Überweisung an Dr. E.____. 
 
9.2 Dr. E.____ berichtete, dass die Versicherte erstmals am 13. August 2019 in der Sprech-
stunde gewesen sei. Aufgrund der persistierenden Beschwerden in der linken Schulter sei am 
10. Oktober 2019 eine Schulterarthroskopie mit subacromialer Dekompression, AC-
Gelenksresektion sowie Tenotomie und Tenodese der langen Bicepssehne durchgeführt worden. 
Seit dem Eingriff bestehe bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Berichte vom 25. 
November 2019 und vom 3. Januar 2020). 
 
9.3 Dr. med. L.____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, bestätigte mit Verlaufs-
bericht vom 22. Januar 2020, dass die Versicherte letztmals am 19. Dezember 2019 in Behand-
lung gewesen sei. Die Kriterien für eine depressive Episode seien nicht erfüllt, weshalb von einer 
remittierten depressiven Symptomatik auszugehen sei. 
 
9.4 Die Nachkontrolle der Schulteroperation bei Dr. E.____ am 13. Februar 2020 ergab ei-
nen positiven Verlauf. Die Versicherte habe praktisch keine Schmerzen mehr. Die Beweglichkeit 
habe in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Insgesamt liege ein sehr erfreuliches 
postoperatives Ergebnis vor. Ab dem 13. Februar 2020 sei die Versicherte zu 100 % arbeitsfähig. 
Lediglich das Heben von schweren Lasten mit dem linken Arm sei zu vermeiden (Bericht vom 14. 
Februar 2020). Der Fall wurde schliesslich am 28. Mai 2020 bei gutem Untersuchungsresultat 
abgeschlossen (Bericht vom 29. Mai 2020). Die volle Arbeitsunfähigkeit vom 10. Oktober 2019 
bis 12. Februar 2020 und die volle Arbeitsfähigkeit ab 13. Februar 2020 wurden von Dr. E.____ 
mit Bericht vom 9. September 2020 bestätigt. 
 
9.5 Zur weiteren Abklärung der Rückenproblematik war die Versicherte ferner bei Dr. F.____ 
in der Wirbelsäulensprechstunde. Gemäss Bericht vom 28. Februar 2020 lag klinisch-neurolo-
gisch keine radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik vor. Auch gab es keine Hinweise für eine 
Claudicatio spinalis. Eine Abklärung mittels MRT und Röntgen der LWS fand am 4. Februar 2020 
statt. Diese ergab eine hochgradige, zentrale Spinalkanalstenose LWK 4/5 mit Osteochondrose 
und Kompression der Nervenwurzel L5 beidseits rezessal und intraforaminal rechts sowie eine 
Tangierung der Nervenwurzel L4 beidseits rezessal und intraforaminal. Die Versicherte klage vor 
allem über Kreuzschmerzen und bei längerem Sitzen auch über Beinschmerzen links, entspre-
chend dem oberen Dermatom L5 links. Das Gehen sei nicht eingeschränkt, ihre Einkäufe könne 
sie noch problemlos bewerkstelligen. Er empfehle eine konservative, aktive Behandlung. Vor al-
lem sollte die Versicherte selbständig Übungen durchführen. Bei Exazerbation der Symptomatik 
wäre eine CT-gesteuerte Nervenwurzel-Infiltration L5 links möglich. Eine Operationsindikation er-
gebe sich zum jetzigen Zeitpunkt bei blander Neurologie und fehlender Claudicatio spinalis hin-
gegen nicht. Eine Verlaufskontrolle sei nicht vereinbart worden. 

 
 
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9.6 RAD-Arzt Dr. C.____ folgte den fachärztlichen neurologischen, orthopädischen und psy-
chiatrischen Einschätzungen und fasste in seinem Bericht vom 30. September 2020 zusammen, 
dass gesamtmedizinisch von einer vorübergehenden, vollständigen Arbeitsunfähigkeit infolge der 
Schulterbeschwerden mit anschliessender Schulteroperation bis 12. Februar 2020 auszugehen 
sei. Ab dem 13. Februar 2020 gelte für die Versicherte wieder das Belastungsprofil, wie es in der 
RAD-Stellungnahme vom 17. Juni 2019 definiert worden sei. 
 
9.7 Im Sommer 2020 traten erneut Schmerzen in der linken Schulter auf, die eine Konsulta-
tion bei Dr. E.____ am 10. Oktober 2020 notwendig machten. Die Bilder der MRT vom 16. Okto-
ber 2020 zeigten eine intratendinöse transmurale Supraspinatussehnenruptur mit subacromialen 
Narbenbriden links bei Status nach transarthroskopischer subacromialer Bursektomie und offe-
ner Tenodese und Tenolyse links am 10. Oktober 2019. Am 9. Dezember 2020 wurde die Versi-
cherte operiert. Vom 9. Dezember 2020 bis 22. Dezember 2020 war sie vollständig arbeitsunfä-
hig. Ab dem 23. Dezember 2020 attestierte Dr. E.____ eine Arbeitsfähigkeit im Rahmen von 40 % 
(Operationsbericht vom 9. Dezember 2020, Attest vom 23. Dezember 2020 sowie RAD-Bericht 
vom 25. Februar 2021). 
 
9.8 Am 21. April 2021 kam es – nach Abschluss einer drei monatigen Antibiotikatherapie 
infolge eines Infektes – zu einem erneuten Eingriff an der linken Schulter. Aufgrund der festge-
stellten Veränderungen auf den MRT-Bildern vom 16. Oktober 2020 wurde die Indikation zur Ver-
sorgung mittels inverser Schulterprothese gestellt (Operationsbericht vom 21. April 2021). Im Ver-
laufsbericht vom 4. August 2021 führte Dr. E.____ an, dass es aktuell keine Diagnosen mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gebe. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien ein 
Status nach Schultertotalarthroplastik Affinis mit zirkulärer Subscapularismobilisation rechts vom 
21. April 2021 zu nennen. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit bestätigte Dr. E.____ eine volle Ar-
beitsunfähigkeit vom 21. April 2021 bis 6. Juni 2021 und eine 30 %ige vom 7. Juni 2021 bis 30. 
Juni 2021. Ab dem 1. Juli 2021 sei die Versicherte wieder voll arbeitsfähig. Berufliche Massnah-
men zur Herstellung oder Verbesserung der Erwerbstätigkeit in einer angepassten Tätigkeit seien 
nicht angezeigt.  
 
9.9 Dr. C.____ fasste mit RAD-Bericht vom 16. September 2021 die Arbeitsunfähigkeiten 
zusammen und übernahm dabei die Atteste von Dr. E._____ ab der Operation vom 9. Dezember 
2020. Dr. C.____ berücksichtigte zugunsten der Versicherten aber auch, dass die Erstkonsulta-
tion aufgrund der neu aufgetretenen Schulterbeschwerden bereits am 8. Oktober 2020 stattfand. 
Ab diesem Zeitpunkt könne nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 40 % angenommen werden ent-
sprechend ihrer neuen Tätigkeit ab September 2020 als Dessousverkäuferin mit einem Pensum 
von 40 %. Nunmehr standen infolge der Schulterbeschwerden folgende Arbeitsunfähigkeiten fest: 
 
vom  10. Oktober 2019 bis 13. Februar 2020 100 % 
vom 14. Februar 2020 bis   7. Oktober 2020     0 % 
vom    8. Oktober 2020 bis    8. Dezember 2020   60 % 
vom    9. Dezember 2020 bis 22. Dezember 2020 100 % 
vom 23. Dezember 2020 bis 20. April 2021   60 % 

 
 
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vom  21. April 2021 bis   6. Juni 2021 100 % 
vom    7. Juni 2021 bis 30. Juni 2021   30 % 
ab   1. Juli 2021       0 % 

 
10.1 Daraufhin prüfte die IV-Stelle die Frage der Selbsteingliederungsfähigkeit bei Über-
schreiten des 55. Lebensjahres und vorgesehener befristeter Rentenzusprache. Der Eingliede-
rungsverantwortliche erkannte, dass die Versicherte seit dem 1. Juli 2021 wieder voll arbeitsfähig 
sei. Seit Abschluss der beruflichen IV-Massnahmen (respektive der Massnahme über die Arbeits-
losenversicherung [ALV]) lägen keine längeren, vollständigen Arbeitsunfähigkeiten vor (10. Ok-
tober 2019 bis 13. Februar 2020; 9. Dezember 2020 bis 22. Dezember 2020 und 21. April 2021 
bis 6. Juni 2021). Folglich lasse sich keine berufliche Dekonditionierung ableiten. Dies zeige sich 
auch darin, dass die Versicherte im September 2020 einen beruflichen Wiedereinstieg in den 
ersten Arbeitsmarkt im Verkauf geschafft habe. Im Aufbautraining habe die Versicherte in wech-
selbelastender, administrativer Tätigkeit ein Pensum von 80 %-100 % erreicht mit einer annä-
hernd arbeitskonformen Leistung. Sie sei ferner auf eine Tätigkeit im Backoffice (Verkauf) vorbe-
reitet worden. Darüber hinaus habe eine arbeitsmarktliche Massnahme über die ALV (Programm 
"Fokus") stattgefunden. Die Vorbereitung auf die Stellenakquise beziehungsweise das Bewer-
bungsprocedere sei zusätzlich durch die Fachstelle Eingliederung des RAV intensiviert worden. 
Weder im Jahr 2018 sei die Unterstützung durch die IV-Arbeitsvermittlung notwendig gewesen 
noch sei eine solche heute angezeigt, bestehe doch eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepass-
ten, leichten Verweistätigkeit. Darüber hinaus liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden 
vor, der die Versicherte per se bei der Stellensuche einschränke. Nach den umfassenden vorbe-
reitenden Massnahmen über die IV und ALV sei die Versicherte in der Lage, eigenständig eine 
Stelle im Arbeitsmarkt zu finden. Es seien keine weiteren Eingliederungsmassnahmen für den 
Wiedereinstig in eine höherprozentige Arbeitsstelle notwendig. Es liege demnach trotz des fort-
geschrittenen Erwerbsalters eine Selbsteingliederungsfähigkeit vor. 
 
10.2 Dem kann gefolgt werden. Die IV-Stelle führte gezielte Eingliederungsmassnahmen vom 
8. Januar 2018 bis 7. Oktober 2018 durch mit dem Ergebnis einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer 
wechselbelastenden, leichten Verweistätigkeit. Im Anschluss an die Eingliederungsmassnahmen 
der IV wurde die Versicherte vom RAV gezielt bei der Stellensuche unterstützt. Es stellte sich 
zwar anlässlich ihrer Tätigkeit bei der B.____ heraus, dass die Arbeit als Verkäuferin mit ständi-
gem Stehen und Gehen nicht ideal ist. Die vermehrt auftretenden Rücken- und Fussbeschwerden 
wurden in der Folge abgeklärt und behandelt und das Zumutbarkeitsprofil durch Dr. C.____ ent-
sprechend angepasst. In diesem Zusammenhang ist jedoch ebenfalls festzuhalten, dass bereits 
im Rahmen der Eingliederungsmassnahmen den Beschwerden der Versicherten Rechnung ge-
tragen wurde, indem die Tätigkeit so ausgelegt war, dass sie die halbe Zeit sitzen und die halbe 
Zeit stehen konnte. Ferner wurde ein höherverstellbares Pult empfohlen. Da bereits spezifische 
und auf die Versicherte zugeschnittene Eingliederungsmassnahmen durchgeführt wurden und 
sie in der Lage war, eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt – wenn auch nicht idealerweise – als 
Verkäuferin zu finden, ist nicht ersichtlich, inwiefern weitere Eingliederungsmassnahmen ihre 
Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen könnten. Diesbezüglich bringt die Versicherte auch 
nichts Konkretes vor. Als mögliche Massnahme käme allenfalls die berufliche Massnahme Ar-
beitsvermittlung durch die IV-Stelle nach Art. 18 IVG in Frage, da die Beschwerdeführerin eine 

 
 
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mangelnde Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt geltend macht, weil sie keine Vollzeitstelle 
hat. Art. 18 Abs. 1 IVG setzt als Anspruchsvoraussetzung aber eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne 
von Art. 6 ATSG voraus. Bei – qualitativ und quantitativ – voller Arbeitsfähigkeit in einer leidens-
angepassten Tätigkeit besteht mit Blick auf Art. 6 zweiter Satz ATSG hingegen keine Arbeitsun-
fähigkeit und mithin auch kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung. Ein solcher setzt bei voller Zu-
mutbarkeit leichter Tätigkeiten zusätzlich eine spezifische Einschränkung gesundheitlicher Art 
voraus. Ist die fehlende berufliche Eingliederung nicht auf gesundheitlich bedingte Schwierigkei-
ten bei der Stellensuche zurückzuführen, sondern auf invaliditätsfremde Probleme, sind die Vo-
raussetzungen für Arbeitsvermittlung durch die Invalidenversicherung nicht erfüllt. Die leistungs-
spezifische Invalidität des Anspruchs liegt vor, wenn die Behinderung Probleme bei der Stellen-
suche verursacht. Dies trifft zum Beispiel zu, wenn die versicherte Person sich wegen Stummheit 
oder mangelnder Mobilität ausserstande sieht, ein Bewerbungsgespräch zu führen, oder dem 
potentiellen Arbeitgeber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen der versicherten Person er-
läutert werden müssen (zum Beispiel welche Tätigkeiten trotz Sehbehinderung erledigt werden 
können), damit die Person mit Behinderung überhaupt eine Chance hat, den gewünschten Ar-
beitsplatz zu erhalten (Urteil des Bundesgerichts vom 30. August 2023, 8C_199/2023, E. 6 mit 
zahlreichen Hinweisen).  
 
Diese Voraussetzungen liegen hier nicht vor. Die Beschwerdeführerin ist gemäss Einschätzung 
der behandelnden Ärzte sowie des RAD-Arztes in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, 
die kein dauerndes Hocken, Knien und keine Zwangshaltungen voraussetzt, repetitive Arbeiten 
nicht verlangt und die Gewichtslimite von 10 kg berücksichtigt, zu 100 % arbeitsfähig. Allein des-
halb darauf zu schliessen, dass die Versicherte dieses medizinisch-theoretische Leistungspoten-
zial erwerblich nicht verwerten könne, weil sie lediglich eine Teilzeitstelle innehat, ist nicht zuläs-
sig. Denn einerseits ist die gewählte Tätigkeit im Verkauf in Berücksichtigung des Zumutbarkeits-
profils wohl nicht ideal und andererseits ist es nicht die Aufgabe der IV-Stelle, Leistungen zu 
erbringen, bis die versicherte Person eine feste Vollanstellung findet. Die IV-Stelle muss dafür 
sorgen, dass die versicherte Person in der Lage ist, selbständig eine geeignete Stelle antreten 
zu können. Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt. 
 
10.3 Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, dass für jede, im zeitlichen Verlauf verfügte 
Reduktion respektive Aufhebung der Invalidenrente wiederum zuerst Eingliederungsmassnah-
men hätten durchgeführt werden müssen, kann ihr nicht gefolgt werden. Sie verkennt, dass die 
IV-Stelle mit ihrer Verfügung rückwirkend den gesundheitlichen Verlauf mit den entsprechenden 
Arbeitsunfähigkeitszeiten seit Einreichung des Gesuchs respektive seit Auftreten der Schulterbe-
schwerden abdeckt. Da es sich um eine rückwirkende Beurteilung handelt, waren Eingliederungs-
massnahmen für jeden Zeitabschnitt mit reduzierter oder aufgehobener Rente gar nicht möglich. 
Erst bei der Festsetzung der Rente und der vorgesehenen Befristung war zu prüfen, ob (erneute) 
Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind, was die IV-Stelle auch getan hat. 
 
11. Schliesslich macht die Versicherte eine ungenügende Sachverhaltsabklärung geltend, 
indem der Entscheid der IV-Stelle allein auf den internen Aktenbeurteilungen des RAD basiere. 
Wie die Erfahrungen im Aufbautraining und anschliessend im ersten Arbeitsmarkt gezeigt hätten, 
sei die vom RAD angenommene volle Arbeitsfähigkeit vom 1. September 2018 bis 9. Oktober 

 
 
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2019, vom 14. Februar 2020 bis 8. Oktober 2020, vom 9. Dezember 2020 bis 22. Dezember 2020, 
vom 21. April 2021 bis 6. Juni 2021 und ab 1. Juli 2021 nicht realistisch. An der Aktenbeurteilung 
des RAD seien daher mindestens geringe Zweifel angebracht, weshalb eine unabhängige, ex-
terne Untersuchung anzuordnen sei. 
 
12.1 Zutreffend ist, dass, soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutach-
tens entschieden werden, an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen gelten. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt-
lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4, 
122 V 157 E. 1d). Vorab ist festzustellen, dass die von der Beschwerdeführerin angeführten Zei-
ten voller Arbeitsfähigkeit nicht stimmen. Richtig ist, dass der RAD vom 1. September 2018 bis 
9. Oktober 2019, vom 14. Februar 2020 bis 7. Oktober 2020 und dann ab 1. Juli 2021 eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit festlegte. Ansonsten wurde mehrheitlich mindestens eine Teilarbeits-
unfähigkeit attestiert (vgl. E. 9.9). Ferner würdigte RAD-Arzt Dr. C.____ alle Berichte der behan-
delnden Fachärzte und schloss sich den neurologischen, orthopädischen und psychiatrischen 
Erkenntnissen und attestierten Arbeitsunfähigkeiten an. Darüber hinaus passte er die Diagnosen 
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit und das Zumutbarkeitsprofil zugunsten der Beschwerdefüh-
rerin an (RAD-Bericht vom 17. Juni 2019, vom 30. September 2020 und vom 16. September 
2021). Insofern ist an den Aktenbeurteilungen nichts auszusetzen. 
 
12.2 Der RAD-Arzt nahm sich auch den von der Beschwerdeführerin im Einwand vom 8. De-
zember 2021 gegen den Vorbescheid vom 2. November 2021 geltend gemachten vermehrten 
Schmerzen im Beckenbereich an. Gemäss Zeugnis der Hausärztin, Dr. K.____, befand sich die 
Versicherte diesbezüglich im Zeitpunkt des Einwandes in spezialärztlicher Abklärung. Mit Bericht 
vom 25. Januar 2022 diagnostizierte Dr. med. M.____, FMH Orthopädische Chirurgie, ein lum-
bospondylogenes Syndrom links. Seit rund zehn Monaten beständen Hüftschmerzen links, vor 
allem pertrochantär mit Ausstrahlung ins Knie medial. Die Röntgenbilder des Beckens seien un-
auffällig. Eine relevante ISG-Dysfunktion und eine relevante Hüft-Pathologie könnten ausge-
schlossen werden. Im Vordergrund stehe wohl ein lumbospondylogenes bis –radikuläres Syn-
drom links mit deutlicher Quadricepsatrophie links. Als weitere Massnahme sei eine neurologi-
sche Standortbestimmung zu empfehlen. Diese nahm Dr. med. N.____, FMH Neurologie, vor. In 
seinem Bericht vom 4. April 2022 diagnostizierte er ein lumboradikuläres Schmerzsyndrom L5 
und L4 linksseitig sowie ein wahrscheinlich zusätzlich lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei 
multietageren Facettengelenksarthrosen. In Anbetracht der aktuellen Situation und bei nur kurz-
zeitiger Wirksamkeit von in letzter Zeit durchgeführten Infiltrationsbehandlungen empfehle er die 
Vorstellung bei Dr. med. O.____, FMH Neurochirurgie, um weitere Massnahmen zu besprechen. 
Dr. O.____ diagnostizierte mit Bericht vom 15. Juni 2022 eine Claudicatio radikularis L4 und L5 
links bei Spinalkanalstenose LWK 3/4 und 4/5 sowie ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom. 
Aus chirurgischer Sicht wäre eine Dekompression der Etagen LWK 3/4 und 4/5 von links aufgrund 
der Klinik wie auch Bildgebung und EMG gerechtfertigt. Die lumbale Beschwerdesymptomatik 
werde dadurch aber nicht verbessert. Alternativ könnte eine epidurale Steroidgabe vorgenommen 
werden. Die lumbalen Beschwerden seien jedoch vorderhand konservativ zu behandeln mit ent-
sprechendem Muskelaufbautraining. 
 

 
 
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RAD-Arzt Dr. C.____ plädierte in seinen Berichten vom 24. März 2022 und vom 25. Juli 2022 
dafür, den Behandlungserfolg abzuwarten. Mit Verlaufsbericht vom 30. September 2022 erklärte 
Dr. O.____, dass der Gesundheitszustand besserungsfähig sei. Dabei verwies er auf seinen Be-
richt vom 15. Juli 2022, worin eine muskelaufbauende Therapie empfohlen worden sei. Berufliche 
Massnahmen oder Eingliederungsmassnahmen zur Herstellung oder Verbesserung der Erwerbs-
tätigkeit in einer angepassten Tätigkeit seien nicht angezeigt. Eine Arbeitsunfähigkeit liege nicht 
vor. 
 
Schliesslich kam der RAD-Arzt in Bezug auf die Schmerzen im Beckenbereich zusammenfas-
send zum Schluss, dass eine relevante ISG-Dysfunktion links sowie eine relevante Hüft-Patholo-
gie von Dr. M.____ habe ausgeschlossen werden können und dass die von Dr. O.____ im Juni 
2022 festgestellten Beschwerden nicht derart ausgeprägt gewesen seien, dass sie eine Ein-
schränkung in der Arbeitsfähigkeit begründen würden. Namentlich seien keine klinisch-neurolo-
gischen Befunde wie Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen festgestellt worden und weitere Be-
handlungen nach Juni 2022 hätten nicht stattgefunden. Insofern sei eine relevante Verschlechte-
rung des allgemeinen Gesundheitszustandes, wie im Einwandverfahren vorgebracht, nicht nach-
gewiesen, weshalb am Vorbescheid vom 2. November 2021 festgehalten werden könne (RAD-
Bericht vom 10. Oktober 2022). 
 
12.3 Im Ergebnis kann nach Würdigung der medizinischen Aktenlage festgestellt werden, 
dass die RAD-Berichte von Dr. C.____ begründet und sorgfältig abgefasst sind, in Einklang mit 
den fachärztlichen Feststellungen und attestierten Arbeitsunfähigkeiten stehen und die Schluss-
folgerungen nachvollziehbar sind. Es sind keine Indizien ersichtlich, die eine externe Begutach-
tung nahelegen würden. Folglich kann auf die RAD-Berichte abgestellt werden. Die abgestuften 
und befristeten Invalidenrenten erweisen sich demnach als rechtens. In Bezug auf die Berech-
nungen kann auf die Ausführungen in der Verfügung vom 21. Februar 2023 verwiesen werden, 
diesbezüglich wurden zu Recht keine Einwände vorgebracht. Die Beschwerde ist somit abzuwei-
sen. 
 
13. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis ist das Beschwerdever-
fahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrens-
kosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin 
unterliegende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Dem Prozessausgang 
entsprechend wird keine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG). 
 
 
 
 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.