# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bda33720-977a-5a6d-af80-86112d4bb320
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.09.2023 725 2023 166 / 222 (725 23 166 / 222)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-166---222_2023-09-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. September 2023 (725 23 166 / 222) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Medizinischer Expertenstreit betreffend die Unfallkausalität des bildgebend nachgewie-

senen Knorpelschadens am Kniegelenk, Rückweisung zur Einholung einer Expertise von 

einem unabhängigen Kniespezialisten 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 2102, 
4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Rechtsdienst, Postfach, 
8085 Zürich Versicherung, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1994 geborene A.____ ist seit dem 1. Januar 2016 als Koch im B.____ in X.____ 
angestellt. Über seinen Arbeitgeber ist er bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (Zürich) 
gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 9. Oktober 2021 stürzte 

 

 
 
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A.____ mit seinem Motorrad, als es zur Kollision mit einem Mofafahrer kam (vgl. Schadenmel-
dung vom 11. Oktober 2021). Die Erstbehandlung fand gleichentags notfallmässig im Spital 
C.____ statt. Es wurden eine distale Radiusfraktur rechts, eine Scaphoidfraktur links und eine 
Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) II-III rechts diagnostiziert. Die beiden Frakturen wur-
den operativ versorgt. Die Zürich anerkannte für diese Unfallfolgen ihre Leistungspflicht und er-
brachte die gesetzlichen Leistungen. Infolge des progredienten Verlaufs leistet die Zürich für die 
linksseitige Handproblematik heute noch Heilbehandlungsmassnahmen und Taggelder.  
 
B. Anlässlich der Verlaufskontrolle im Spital C.____ vom 3. Mai 2022 berichtete der Versi-
cherte erstmals über Schmerzen im Bereich der linken Patella (vgl. Bericht vom 4. Mai 2022). Am 
25. Mai 2022 erfolgte deswegen eine orthopädische Knie-Sprechstunde im Spital D.____. Dabei 
wurde ein Verdacht auf einen retropatellaren Knorpelschaden beim linken Knie nach Motorrad-
unfall am 9. Oktober 2021 geäussert (vgl. Bericht vom 31. Mai 2022). Diese Verdachtsdiagnose 
bestätigte sich mit dem MRT-Befund vom 9. Juni 2022.  
 
C. Mit Verfügung vom 3. Januar 2023 lehnte die Zürich gestützt auf die Beurteilungen ihrer 
Vertrauensärzte, Dr. med. E.____, FMH Chirurgie und FMH Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, vom 9. August 2022 und von Dr. med. F.____, FMH Chi-
rurgie, vom 18. November 2022 eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit den geltend ge-
machten Kniebeschwerden ab. Zur Begründung führte sie an, dass dieses Leiden mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Unfallereignis vom 9. Oktober 2021 zurückzuführen sei. 
Daran hielt sie nach Einholung einer weiteren versicherungsmedizinischen Stellungnahme von 
Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
mit Einspracheentscheid vom 5. Juni 2023 fest.  
 
D. Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, mit Eingabe 
vom 8. Juni 2022 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Er beantragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Zürich 
sei zu verurteilen, die gesetzlichen Versicherungsleistungen (auch bezüglich des linken Knies) 
auszurichten. Eventualiter sei ein Gutachten zur Beurteilung der Unfallkausalität einzuholen oder 
die Angelegenheit zur Abklärung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts an die Zü-
rich zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In der Begründung machte er im Wesentlichen gel-
tend, dass gemäss übereinstimmenden Beurteilungen der behandelnden medizinischen Fach-
personen die Kniebeschwerden auf den Motorradunfall vom 9. Oktober 2021 zurückzuführen 
seien. Da die Vertrauensärzte der Zürich anderer Meinung seien, müsse der Widerspruch unter 
den Spezialisten mittels eines spezialärztlichen Gutachtens geklärt werden.  
 
E. Mit Vernehmlassung vom 3. August 2023 beantragte die Zürich die Abweisung der Be-
schwerde. Es treffe zu, dass Dr. G.____ davon ausgehe, die Bildgebung spreche für eine trau-
matisch bedingte Knieverletzung links. Er habe jedoch deren Unfallkausalität aufgrund des ge-
samten Beschwerdeverlaufes nicht bejahen können, da die Beeinträchtigungen am linken Knie 
erst 7 Monate nach dem Unfall aufgetreten seien und sich auch nicht manifestiert hätten, als das 
linke Knie aufgrund der Versorgung des rechten Fusse mit einem Vacoped-Stiefel einer erhöhten 

 

 
 
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Belastung ausgesetzt gewesen sei. Es bestehe somit ein Widerspruch zwischen dem Verlet-
zungsbild beim linken Knie und dem Beschwerdeverlauf. Da nicht zu erwarten sei, dass weitere 
medizinische Abklärungen die Frage der Unfallkausalität der Kniebeschwerden klären könnten, 
sei von einer Beweislosigkeit auszugehen, deren Folge der Versicherte zu tragen habe. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide 
der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben 
werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem 
die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet 
sich dieser in Y.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut 
§ 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) 
vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige ge-
richtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträ-
ger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der Beschwerde zuständig. 
Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 6. Juni 2023 ist somit ein-
zutreten. 
 
2.1 Vorliegend ist die Unfallkausalität der geltend gemachten linksseitigen Kniebeschwerden 
zu prüfen.  
 
2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld.  
 
3.1 Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in 
einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 
(BGE 129 V 177, E. 3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich orga-
nisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate mit 
der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109, E. 2).  
 
3.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des na-
türlichen Kausalzusammenhangs ist somit nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis 

 

 
 
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zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Per-
son (im Sinne einer Teilursache) beeinträchtigt hat (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.3; Urteil des 
Bundesgerichts vom 11. Mai 2010, 8C_1032/2009, E. 2). Ob zwischen einem schädigenden Er-
eignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine 
Tatfrage, worüber der Versicherungsträger beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit 
Hinweisen). 
 
4.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist das Gericht auf ärztliches Fachwissen 
angewiesen (BGE 132 V 93 E. 4). Es hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozi-
alversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) 
– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut-
achten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 125 V 351 
E. 3b/bb). Demgegenüber kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachperso-
nen zwar nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, praxisgemäss haben sie aber nicht dieselbe 
Beweiskraft wie ein gerichtliches oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versiche-
rungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines 
externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderun-
gen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
(BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4, 122 V 157 E. 1d; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juli 

 

 
 
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2019, 8C_135/2019, E. 4.1.1 mit Hinweis und Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 2016, 
8C_348/2016, E. 2.4). Auch Privat- oder Parteigutachten kommt Beweiswert zu, sofern sie 
schlüssig und nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit vorliegen. Ein solches Gutachten besitzt jedoch nicht den gleichen 
Rang wie ein vom Gericht oder von einem Unfallversicherer nach vorgegebenem Verfahrensrecht 
eingeholtes Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3c; AHI 2001 S. 115 E. 3c). 
 
5.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass der Versicherte bei der Notfallaufnahme im Spital 
C.____ am 9. Oktober 2021 hauptsächlich Schmerzen im rechten Arm und im linken Handgelenk 
angab (vgl. Eintrag in die Notfallliste des Spitals C.____). Die behandelnde Ärzteschaft diagnos-
tizierte eine distale Radiusfraktur rechts und eine Scaphoidfraktur links, welche am 10. Oktober 
2021 operativ versorgt wurden (vgl. Operationsbericht vom 14. Oktober 2021). Es folgten meh-
rere operative Eingriffe, vorwiegend an der linken Hand (vgl. Operationsberichte vom 11. Februar 
2022, 22. Dezember 2022 und 9. März 2023 sowie Bericht vom 4. Mai 2022). Zudem erlitt der 
Versicherte anlässlich des Unfalles eine Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) II-III rechts, 
welches mit einem Vacoped-Stiefel ruhiggestellt wurde (vgl. Bericht des Spitals C.____ vom 28. 
Oktober 2021). Anlässlich der Verlaufskontrolle im Spital C.____ vom 3. Januar 2022 berichtete 
der Versicherte erstmals über ein Stechen im rechten Knie (vgl. Bericht vom 3. Januar 2022) und 
am 3. Mai 2022 über Schmerzen im Bereich der linken Patella, welche er seit dem Unfall vom 9. 
Oktober 2021 bei bestimmten Bewegungen nach dem Fahrradfahren verspüre; er habe in diesen 
Momenten auch weniger Kraft (vgl. Bericht vom 4. Mai 2022). Am 25. Mai 2022 erfolgte eine 
orthopädische Knie-Sprechstunde im Spital D.____. Dem entsprechenden Bericht vom 31. Mai 
2022 ist zu entnehmen, dass die linksseitigen, belastungsabhängigen Knieschmerzen retropa-
tellär im Verlauf zugenommen hätten. Bei alltäglichen, unbelasteten Tätigkeiten verspüre der Ver-
sicherte keine Beschwerden. Bei belasteter Flexion trete ein leichtes Krepitieren (= Aneinander-
reiben von Knochenteilen) auf. Auf dem Röntgenbild seien keine Hinweise auf eine Fraktur oder 
einen degenerativen Prozess sichtbar. Der behandelnde Arzt äusserte einen Verdacht auf einen 
retropatellaren Knorpelschaden und ordnete eine MRT-Untersuchung an. Mit MRT-Befund vom 
9. Juni 2022 wurde dieser Verdacht insofern bestätigt, als sich bildgebend ein 5 mm messender 
umschriebener Knorpeldefekt Grad 3 nach ICRS (= International Cartilage Repair Society) an der 
inferioren lateralen Patellafacette ohne Knochenödem zeigte. Zudem wurde ein Verdacht auf ei-
nen fissuralen Knorpelschaden Grad 3 – 4 nach ICRS an der medialen Patellafacette nahe des 
Firsts mit diskretem Knochenödem festgehalten. In der Folge wurde im Bericht des Spitals D.____ 
vom 17. Juni 2022 als Diagnose ein retropatellarer isolierter Knorpelschaden an der inferioren 
lateralen Patellafacette ohne Knochenödem nach Motorradunfall aufgeführt. Weiter wurde darauf 
hingewiesen, dass der Versicherte einen sehr geringen Leidensdruck habe. Im Alltag und auch 
bei seiner Tätigkeit als Koch verspüre er keine Beschwerden. Anterior diskrete Schmerzen wür-
den lediglich bei intensiveren Fahrradtouren und bei längerem Treppengehen auftreten. Zur Ent-
lastung des Patellafemoralgelenks wurde Physiotherapie verordnet.   
 
5.2 In seiner Aktenbeurteilung vom 9. August 2022 kam der Vertrauensarzt der Zürich, 
Dr. E.____, zum Schluss, dass die Kniebeschwerden links und rechts mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit in keinem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 9. Oktober 

 

 
 
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2021 ständen. Im unfallnahen Verlauf liessen sich keine Hinweise auf eine unfallbedingte Knie-
verletzung finden. Anlässlich der Konsultation vom 3. Januar 2022 habe der Versicherte erstmals 
über eine Kniekontusion rechts geklagt. Von zusätzlichen linksseitigen Kniebeschwerden habe 
er nicht berichtet. Später im Rahmen der Sprechstunde im Spital D.____ vom 3. Mai 2023 habe 
er geschildert, dass er seit dem Unfall zunehmende Schmerzen am linken Knie habe. Die Aus-
sage der behandelnden Ärzteschaft, wonach dieses Leiden auf das Unfallereignis zurückzufüh-
ren sei, könne nicht nachvollzogen werden. Eine relevante unfallbedingte Knieverletzung hätte 
zu unfallnahen Beschwerden geführt und wäre auch früher dokumentiert worden. 
 
5.3 Im Rahmen einer Zweitmeinung untersuchte Prof. Dr. med. H.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, das linke Knie des Versicherten. In sei-
nem Bericht vom 31. August 2022 diagnostizierte er einen traumatischen Knorpelschaden der 
retropatellären Gelenkfläche bei Status nach Motorradkollision am 9. Oktober 2021. Im MRT-
Befund vom 9. Juni 2022 sei eine Spur Erguss und ein kleiner, scharf begrenzter Knorpelschaden 
im Bereich der Gelenkfläche zu erkennen. Dieser scharf ausgestanzte Knorpeldefekt sei als eine 
posttraumatische Läsion zu betrachten. Die Beschwerden nähmen tendenziell zu. An der heuti-
gen Untersuchung zeige sich links ein "biologisch unruhiges" Kniegelenk. Rechts liege im Ver-
gleich zur linken Seite ein stärker knackendes, jedoch indolentes und "biologisches ruhiges" Knie-
gelenk vor.  
 
5.4 Dr. med. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, nahm gegenüber der Rechtsvertreterin des Versicherten am 29. September 2022 Stel-
lung zur Unfallkausalität der Knieverletzung. Er führte im Wesentlichen aus, dass der Versicherte 
sich beim Ereignis vom 9. Oktober 2021 nebst den Handgelenksverletzungen und der OSG-
Distorsion auch eine Kontusion des linken Kniegelenks zugezogen habe. Im Verlauf seien mit 
zunehmender Belastung Schmerzen am linken Knie, insbesondere beim Fahrradfahren, Uniho-
ckeyspielen oder Treppensteigen, aufgetreten. Die MRT vom 9. Juni 2022 zeige  
einen umschriebenen Knorpeldefekt an der inferioren lateralen Patellafacette; der den Knorpel-
schaden umgebende Knorpel sei demgegenüber weitestgehend intakt und weise keine wesent-
lichen degenerativen Veränderungen auf. Aufgrund der im Vordergrund stehenden Handgelenks-
beschwerden mit Frakturen und Operationen sowie der prä- und postoperativen Analgesie und 
der anfänglichen geringen Belastung der Knie sei es normal und glaubhaft, dass die Kniebe-
schwerden zu Beginn kaum wahrgenommen worden seien. Aktuell würden die Beschwerden im-
mer noch nur bei Belastung auftreten. Da vor dem Unfall keine Kniebeeinträchtigungen bestan-
den hätten, sei von einem richtungweisenden Einfluss durch den Unfall auszugehen. Für die un-
fallkausale Verletzung spreche auch die bildgebend ausgewiesene, relativ scharf begrenzte, wie 
ausgestanzt wirkende Knorpelläsion ohne wesentliche degenerativen Veränderungen des umge-
benden Knorpels. Sollte der Unfall nicht kausal für die Schädigung sein, sei in der Konsequenz 
von einer degenerativen Läsion auszugehen. In diesem Fall hätte sich aber eine deutlichere 
Chondropathie um die Knorpelläsion herum entwickeln müssen.  
 
5.5 Die Zürich beauftragte in der Folge ihren Vertrauensarzt, Dr. F.____, die Unfallkausalität 
der Kniebeschwerden zu beurteilen. In Übereinstimmung mit Dr. E.____ stellte er sich in seiner 
Stellungnahme vom 18. November 2022 auf den Standpunkt, dass die Kniebeschwerden nicht 

 

 
 
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unfallkausal seien, seien unfallnahe Kniebeschwerden nie erwähnt und entsprechend auch keine 
klinischen Befunde erhoben worden. Wenn die im MRT- Befund vom 9. Juni 2022 ersichtlichen 
Befunde Folge des Unfalles vom 9. Oktober 2021 wären, hätte sich zwingend ein Erguss bilden 
müssen, was hier aber nicht der Fall sei. Bei einer traumatischen Knorpelläsion wären zudem die 
Beschwerden am linken Knie unmittelbar nach dem Unfall aufgetreten, zumal der Versicherte 
infolge der OSG-Distorsion damals einen Vacoped-Stiefel rechts habe tragen und dadurch sein 
linkes Knie mehr belasten müssen. 
 
5.6 Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte die Zürich eine weitere versicherungsmedi-
zinische Beurteilung ein. In seiner Stellungnahme vom 2. Mai 2023 führte Dr. G.____ aus, dass 
sich der MRT-Befund vom 9. Juni 2022 nicht mit dem Auftreten von Kniebeschwerden links rund 
7 Monate nach dem Unfallereignis decke. Zwar bestätigten die MRT-Bilder das Vorliegen einer 
isolierten Knorpelläsion. Die ausgestanzte Form des Knorpelschadens spreche grundsätzlich für 
dessen unfallbedingte Genese, zumal keine weiteren degenerativen Veränderungen vorlägen, 
um die Knorpelläsion aus krankheitsbedingten Folgen erklären zu können. Auch sei in Anbetracht 
des Unfallgeschehens eine direkte Kniekontusion durchaus möglich. Einzig der Beschwerdever-
lauf, wonach die Kniebeschwerden erst 7 Monate nach dem Unfall aufgetreten seien, würden den 
Sachverhalt "widersprüchlich bzw. die Kausalitätsbeurteilung "schwierig machen". Erfahrungsge-
mäss sei bei einer traumatisch bedingten direkten Kniescheibenkontusion mit Knorpelläsion das 
Auftreten von sofortigen Schmerzen zu erwarten. Ebenso falle auf, dass die Knieschmerzen auch 
dann nicht in Vordergrund getreten seien, als der Versicherte infolge der OSG-Problematik einen 
Vacoped-Stiefel getragen habe und dadurch eine Mehrbelastung des linken Knies erfolgt sei. 
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre mit zunehmenden Schmerzen im linken Kniegelenk zu 
rechnen gewesen. In der Zusammenschau dieser Überlegungen spreche der Beschwerdeverlauf 
gegen eine unfallbedingte Folge. Hingegen sei aufgrund des MRT-Befundes von einer posttrau-
matischen Situation auszugehen, weshalb die Kausalitätsfrage nicht eindeutig beantwortet wer-
den könne.  
 
6.1 Die Würdigung dieser Stellungnahmen zeigt, dass ein medizinischer Expertenstreit be-
treffend die Unfallkausalität des bildgebend nachgewiesenen Knorpelschadens am linken Knie-
gelenk vorliegt. Während die behandelnden Orthopäden des Spitals D.____ und Prof. H.____ 
sowie Dr. I.____ übereinstimmend der Meinung sind, dass die Knorpelläsion am linken Knie auf 
das Ereignis vom 9. Oktober 2021 zurückzuführen sei, verneinen die Vertrauensärzte der Zürich, 
Dr. E.____ und Dr. F.____, klarerweise die Unfallkausalität. Dr. G.____ schliesst sich den Beur-
teilungen der Orthopäden des Spitals D.____ sowie von Prof. H.____ und Dr. I.____ insofern an, 
als auch er aufgrund der Bildgebung eine traumatische Knorpelläsion bejaht. Er ist jedoch der 
Ansicht, dass die Tatsache, dass der Versicherte unmittelbar nach dem Unfall bzw. während des 
Tragens des Vacoped-Stiefels nicht über Schmerzen am linken Knie geklagt habe, nicht mit einer 
unfallbedingten Knorpelläsion in Einklang zu bringen sei. Aufgrund dieses Widerspruchs könne 
die Kausalitätsfrage nicht beurteilt werden. Mit diesem Widerspruch setzte sich aber Dr. I.____ in 
seiner Stellungnahme vom 29. September 2022 auseinander. Gemäss seinen Ausführungen er-
scheint es als durchaus möglich, dass das Schmerzempfinden des Versicherten aufgrund der 
Schmerzmittel, welche ihm wegen der Handfrakturen und den damit verbundenen Operationen 
verabreicht wurden, reduziert war und sich deshalb die Kniebeschwerden zu Beginn nicht gross 

 

 
 
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bemerkbar machten. Dazu kommt, dass die Schmerzen damals und heute noch regelmässig nur 
bei intensiverer Belastung, wie beim Fahrradfahren, Unihockeyspielen und Treppensteigen, auf-
treten. Da der Versicherte wegen der Beeinträchtigungen an den Händen dreimal operiert wurde 
und bis Anfang Mai 2022 als Koch vollständig arbeitsunfähig geschrieben war (vgl. Bericht des 
Spitals C.____ vom 4. Mai 2022), ist es vorstellbar, dass bis dahin keine grosse Belastung des 
linken Knies stattfand und der Versichserte aus diesem Grund dort kaum Schmerzen verspürte. 
Erst als er wieder intensiver Fahrradtouren unternahm, traten Beschwerden auf. Dies könnte er-
klären, weshalb er erst Anfang Mai 2022 über linksseitige Knieschmerzen klagte. Mit diesen Über-
legungen setzten sich die Vertrauensärzte der Zürich nicht auseinander, weshalb schon aus die-
sem Grund nicht auf deren Beurteilungen abgestellt werden kann. Dazu kommt, dass die über-
einstimmenden Beurteilungen des Spitals D.____ sowie von Prof. H.____ und Dr. I.____ genü-
gend Anlass geben, Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Einschätzungen der 
versicherungsinternen Fachpersonen zu erwecken, zumal diese den Versicherten – im Gegen-
satz zu den behandelnden Ärzten – nie persönlich untersuchten. Welcher Auffassung zu folgen 
ist, vermag das Gericht aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht abschliessend zu beantwor-
ten, kann doch keiner fachärztlichen Beurteilung ein erhöhter Beweiswert zugemessen werden. 
Aufgrund dieser Ausführungen steht im hier massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des ange-
fochtenen Entscheides offen, ob die geklagten linksseitigen Kniebeschwerden auf den Unfall vom 
9. Oktober zurückzuführen sind. Zur Klärung der Kausalitätsfrage bedarf es einer fachärztlichen 
Expertise von einem unabhängigen Kniespezialisten.  
 
6.2 Der Ansicht der Zürich, wonach bezüglich der Kausalitätsfrage von einer "nicht beheb-
baren" Beweislosigkeit auszugehen sei, welche zu Lasten des Versicherten gehe, kann nicht bei-
gepflichtet werden. Gestützt auf die Ausführungen von Dr. I.____ gibt es eine mögliche medizini-
sche Erklärung, weshalb sich die Kniebeschwerden erst 7 Monate nach dem Unfall bemerkbar 
machten und trotzdem unfallkausal sind. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt jedoch nicht, um den Entscheid über die Frage der Unfallkausalität mit dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Es kann deshalb auf die Beurteilung von 
Dr. I.____ nicht abgestellt werden. Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen ist 
es deshalb erforderlich, mit einer verwaltungsexternen Expertise abzuklären, ob sich die Erklä-
rung von Dr. I.____ erhärten lässt. Bei dieser Sachlage kann aber nicht von  
einer Beweislosigkeit zu Lasten des Versicherten ausgegangen werden, erweist es sich doch im 
heutigen Zeitpunkt als nicht unmöglich, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes einen Sach-
verhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu ent-
sprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 
 
7. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte 
nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache an die Verwaltung zurückweisen. Die Be-
schwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn 
sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich 
abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt 
nicht beweiskräftig ist (BGE 139 V 99 E. 1.1 und 137 V 210 E. 4.4.1). Da die Zürich den medizi-
nischen Sachverhalt unvollständig abgeklärt hat, und es nicht die Aufgabe des kantonalen Ge-

 

 
 
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richts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückwei-
sung an die Zürich unter Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts 
nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur Einholung eines verwaltungsexternen 
Gutachtes bei einem Kniespezialisten zur Frage der Unfallkausalität der Kniebeschwerden links 
an die Zürich zurückzuweisen. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer Aktenergänzung wird sie in der 
Folge über die strittige Leistungseinstellung erneut zu befinden haben. Die vorliegende Be-
schwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben.  
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Einspracheent-
scheid auf und weist es die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die 
Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, 
132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). Dem Versicherten ist demnach eine Parteientschädigung zu 
Lasten der Zürich zuzusprechen. Seine Rechtsvertreterin machte in ihrer Honorarnote vom 
14. August 2023 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 8 Stunden und 15 Minuten 
geltend, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als ange-
messen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss 
für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu ent-
schädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen 
im Betrag von Fr. 37.90. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2'262.15 (8 Stunden und 15 Minuten à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 37.90 zuzüglich 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Zürich zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten  
Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachste-
hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Entscheid der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG vom 5. Juni 2023 
aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG hat dem Beschwerdeführer 
eine Parteienschädigung in der Höhe von Fr. 2'262.15 (inkl. Auslagen 
und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.