# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e51c016b-5164-569d-9319-6a158fa61600
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.08.2021 III 2021 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-51_2021-08-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 51

Entscheid vom 26. August 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,
2. B.________,

Beschwerdeführerinnen,
beide vertreten durch Rechtsanwalt C.________,

gegen

1. Gemeinderat Muotathal, Hauptstrasse 48, Postfach 142, 
6436 Muotathal,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. D.________GmbH
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung Mobilfunkanlage)

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Sachverhalt:

A. Die D.________GmbH stellte am 12. März 2020 beim Gemeinderat Muotat-
hal ein Gesuch für den Umbau einer bestehenden, in der Landwirtschaftszone in 
Muotathal (KTN 001.________) gelegenen Mobilfunkanlage mit neuen 5G-
tauglichen Antennen (Vi-act. II.-01 Beilage 15). Das Bauvorhaben wurde publiziert 
(Abl 2020 Nr. …) und öffentlich aufgelegt. Innert der Auflagefrist erhoben 
A.________ und B.________ gemeinsam mit 477 Mitunterzeichnenden öffentlich-
rechtliche Einsprache beim Gemeinderat Muotathal (Vi-act. II.-01 Beilage 12). Mit 
Gesamtentscheid vom 16. Juli 2020 (kantonale Baugesuch-Nr. 67-20-004) erteilte 
das Amt für Raumentwicklung (ARE) die kantonale Baubewilligung im Sinne der 
Erwägungen und unter Auflagen und Nebenbestimmungen und wies die Einspra-
che aus kantonaler Sicht ab (Vi-act. II.-01 Beilage 2).

Unter Eröffnung des kantonalen Gesamtentscheides erteilte der Gemeinderat 
Muotathal mit Beschluss (GRB) Nr. 232 vom 21. August 2020 (Baugesuch Nr. 
1577/2020) die kommunale Baubewilligung für den Umbau der Mobilfunkanlage 
für D.________GmbH mit neuen Antennen, welche 5G-tauglich sind, Muotathal, 
unter Auflagen und Nebenbestimmungen und wies die eingegangene Einsprache 
"aufgrund der Erwägungen" ab (Vi-act. II.-01 Beilage 1).

B. Gegen diese Baubewilligung liessen A.________ und B.________ am 11. 
September 2020 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erheben 
mit den Anträgen (Vi-act. I.):

1. In Gutheissung der Beschwerde sei die Baubewilligung vom 19. August 2020 
samt kantonalem Gesamtentscheid vom 16. Juli 2020 aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Baubewilligung 19. August 2020 mit folgender Auflage zu er-
gänzen:

"Die Sendeantennen dürfen nicht als adaptive Antennen im Sinne von Anhang I 
Ziffer 62 Abs. 6 NISV betrieben werden."

3. Unter den gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Verfahrensanträge:

4. Die Bauherrschaft sei zu verpflichten, das Audit und die Bewertung ihrer aktuellen 
lSO-Zertifizierung ihres Qualitätssicherungssystems einzureichen. Das Audit und 
die Bewertung seien den Beschwerdeführerinnen zur Stellungnahme zu eröffnen.

5. Es sei ein Amtsbericht oder ein unabhängiges Gutachten einzuholen zu den 
Fragen, ob bei adaptiven Antennen bereits Abnahmemessungen durchgeführt 
werden können und ob bereits erfolgte Abnahmemessungen von in Betrieb 
genommenen Anlagen den im Standortdatenblatt prognostizierten Werten 
entsprechen.

6. Die Bauherrschaft sei zu verpflichten, ihre Messmethode für 5G NR zu editieren. 
Sollte sie die Swisscom Messmethode für Basisstationen 5G NR 

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(Akkreditierungsnummer STS 0121) verwenden wollen, so sei diese zu editieren 
und den Beschwerdeführenden zur Stellungnahme zu eröffnen.

C. Mit Beschluss (RRB) Nr. 145/2021 vom 23. Februar 2021 wies der Regie-
rungsrat die Beschwerde ab (Disp.-Ziff. 1). Die Verfahrenskosten (inklusive Kanz-
leikosten) von Fr. 2'000.-- wurden den Beschwerdeführerinnen auferlegt (Disp.-
Ziff. 2). Der Beschwerdegegnerin wurde eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- 
zu Lasten der Beschwerdeführerinnen zugesprochen (Disp.-Ziff. 3). 

D. Gegen diesen Beschluss (Versand am 2.3.2021) lassen A.________ und 
B.________ am 22. März 2021 (Postaufgabe am selben Tag) fristgerecht Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben, mit folgenden 
Anträgen: 

1. In Gutheissung der Beschwerde sei der Beschluss Nr. 145/2021 vom 23. Februar 
2021 samt Baubewilligung vom 19. August 2020 und Gesamtentscheid des ARE 
vom 16. Juli 2020 aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Baubewilligung vom 19. August 2020 mit folgender Auflage 
zu ergänzen:

"Die Sendeantennen dürfen nicht als adaptive Antennen im Sinne von Anhang 1 
Ziffer 62 Abs. 6 NISV betrieben werden."

3. Unter den gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Verfahrensanträge:

4. Das Verfahren sei bis zu einem Entscheid des Bundesgerichts im Verfahren 
1C_101/2021 (Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Schwyz, Kammer III vom 21. Dezember 2020 [III 2020 134]) zu sistieren.

5. Die Bauherrschaft sei zu verpflichten, das Audit und die Bewertung ihrer aktuellen 
lSO-Zertifizierung ihres Qualitätssicherungssystems einzureichen. Das Audit und 
die Bewertung seien den Beschwerdeführerinnen zur Stellungnahme zu eröffnen.

6. Es sei ein Amtsbericht oder ein unabhängiges Gutachten einzuholen zu den Fra-
gen, ob bei adaptiven Antennen bereits Abnahmemessungen durchgeführt wer-
den können und ob bereits erfolgte Abnahmemessungen von in Betrieb genom-
menen Anlagen den im Standortdatenblatt prognostizierten Werten entsprechen.

E. Das ARE verzichtet mit Schreiben vom 26. März 2021 auf eine umfangreiche 
Vernehmlassung und verweist ausdrücklich auf seine Vernehmlassung im vor-
instanzlichen Beschwerdeverfahren vom 16. Oktober 2020 und den 
Gesamtentscheid vom 16. Juli 2020. Hinreichende Gründe für eine Sistierung des 
Verfahrens seien nicht vorhanden; neue Erkenntnisse, mit unmittelbaren 
Auswirkungen auf das vorliegende Verfahren seien vom Ausgang des 
bundesgerichtlichen Verfahrens 1C_101/2021 nicht zu erwarten. 

Der Gemeinderat beantragt am 9. April 2021, die Beschwerde sei unter 
Kostenfolge für die Beschwerdeführerinnen abzuweisen.

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Das Sicherheitsdepartement beantragt am 13. April 2021 die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde. Gegen eine Verfahrenssistierung opponiert das 
Sicherheitsdepartement nicht, weist indes darauf hin, dass das Bundesgericht den 
Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung im Verfahren 1C_101/2021 (mit 
Verfügung vom 11.3.2021) abgewiesen hat. Eine Verfahrenssistierung dränge sich 
nicht auf. 

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 21. April 2021 auf 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde vom 22. März 2021 soweit darauf 
einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt).

F. Mit Verfügung vom 22. April 2021 weist der Einzelrichter den Antrag auf 
Sistierung des Verfahrens ab.

G. Mit Replik vom 12. Mai 2021 lassen die Beschwerdeführerinnen ihre Anträge 
aus der Beschwerde vom 22. März 2021 erneuern. Die Beschwerdegegnerin lässt 
mit Duplik vom 23. Juni 2021 an den in der Beschwerdeantwort gestellten Anträ-
gen festhalten. Die Beschwerdeführerinnen lassen mit Triplik vom 30. Juni 2021 
die Anträge aus der Beschwerde vom 22. März 2021 nochmals wiedergeben. Die 
Beschwerdegegnerin lässt mit Quadruplik vom 30. Juli 2021 wiederum an den in 
der Beschwerdeantwort gestellten Anträgen festhalten.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG; 
SR 814.01) vom 7. Oktober 1983 sind Einwirkungen, die schädlich oder lästig 
werden könnten, im Sinne der Vorsorge frühzeitig zu begrenzen. Nach Art. 11 
Abs. 1 USG werden Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen 
durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzungen). Unabhän-
gig von der bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vor-
sorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirt-
schaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Die Emissionsbegrenzungen werden 
verschärft, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter 
Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig werden 
(Art. 11 Abs. 3 USG). Nach Art. 12 USG werden Emissionen unter anderem durch 
Emissionsgrenzwerte eingeschränkt (Abs. 1 lit. a), die durch Verordnung oder di-
rekt auf das Gesetz abgestützte Verfügungen vorgeschrieben werden (Abs. 2). Für 
die Beurteilung der schädlichen oder lästigen Einwirkungen legt der Bundesrat 
durch Verordnung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). Er berücksich-
tigt dabei auch die Wirkungen der Immissionen auf Personengruppen mit erhöhter 

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Empfindlichkeit, wie Kinder, Kranke, Betagte und Schwangere (Art. 13 Abs. 2 
USG). 

1.2.1  Für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung, die beim Betrieb ortsfester 
Anlagen erzeugt wird, erliess der Bundesrat die Verordnung über den Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) vom 23. Dezember 1999, die un-
ter anderem die Begrenzung der Emissionen von Mobilfunksendeanlagen regelt. 
Diese Anlagen müssen so erstellt und betrieben werden, dass sie die in Anhang 1 
der NISV festgelegten vorsorglichen Emissionsbegrenzungen einhalten (Art. 4 
Abs. 1 NISV). Zum Schutz vor den wissenschaftlich erhärteten, thermischen Wir-
kungen der Strahlung von Mobilfunkanlagen sieht die NISV Immissionsgrenzwerte 
vor, die überall eingehalten sein müssen, wo sich Menschen aufhalten können 
(Art. 13 Abs. 1 und Anhang 2 NISV; Urteile BGer 1C_375/2020 vom 5.5.2021 
Erw. 3.2.2 mit Hinweisen u.a. auf BGE 126 II 399 Erw. 3a). Ausserdem setzte der 
Bundesrat zur Konkretisierung des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 Abs. 2 USG 
Anlagegrenzwerte fest (Art. 3 Abs. 6 und Art. 4 Abs. 1 sowie Anhang 1 Ziff. 64 
NISV). Diese Anlagegrenzwerte weisen keinen direkten Bezug zu nachgewiese-
nen Gesundheitsgefährdungen auf, sondern wurden nach Massgabe der techni-
schen und betrieblichen Möglichkeit sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit festge-
legt, um das Risiko schädlicher Auswirkungen, die zum Teil erst vermutet werden 
und noch nicht absehbar sind, möglichst gering zu halten. Mit den Anlagegrenz-
werten hat der Bundesrat im Hinblick auf nachgewiesene Gesundheitsgefährdun-
gen eine Sicherheitsmarge geschaffen. An Orten mit empfindlicher Nutzung 
(OMEN) haben ortsfeste Mobilfunkanlagen den Anlagegrenzwert im massgeben-
den Betriebszustand für sich stets einzuhalten (Art. 3 Abs. 6, Art. 4 Abs. 1 und An-
hang 1 Ziff. 65 NISV) (Urteil BGer 1C_375/2020 vom 5.5.2021 Erw. 3.2.2 mit Hin-
weisen). 

Als OMEN gelten laut Art. 3 Abs. 3 NISV Räume in Gebäuden, in denen sich Per-
sonen regelmässig während längerer Zeit aufhalten (lit. a), öffentliche oder private, 
raumplanungsrechtlich festgesetzte Kinderspielplätze (lit. b) und diejenigen Berei-
che von unüberbauten Grundstücken, in denen Nutzungen nach lit. a und b zuge-
lassen sind (vgl. auch die vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft: BU-
WAL [heute Bundesamt für Umwelt: BAFU] herausgegebene Vollzugsempfehlung 
zur NISV [nachfolgend: NISV-Vollzugsempfehlung], Bern 2002, Ziff. 2.3.1 S. 24).

1.2.2  Die für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung in der NISV festgelegten 
Grenzwerte beruhen auf wissenschaftlich erhärteten Erkenntnissen über die von 
Mobilfunkantennen ausgehende Gesundheitsgefährdung. Der Bundesrat bzw. das 
BAFU als zuständige Fachbehörde, verfolgt die wissenschaftliche Entwicklung 
permanent mit einer beratenden Expertengruppe und hat die Grenzwerte gegebe-

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nenfalls dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung anzupassen (vgl. Art. 14 
USG). Da dem Bundesrat bei der Festlegung der Grenzwerte in der NISV ein ge-
wisses Ermessen zusteht und gemäss bisherigem Wissensstand konkrete An-
haltspunkte dafür fehlen, dass diese Grenzwerte abgeändert werden müssten, hat 
das Bundesgericht die in der NISV festgelegten Grenzwerte verschiedentlich als 
verfassungs- und gesetzeskonform beurteilt (vgl. Urteil BGer 1C_375/2020 vom 
5.5.2021 Erw. 3.2.5 und Erw. 3.5.2 mit Hinweisen).

1.3 Bevor eine Anlage neu erstellt wird, für die Anhang 1 der NISV Emissionsbe-
grenzungen festlegt, muss ihr Inhaber der zuständigen Bewilligungsbehörde ein 
Standortdatenblatt einreichen, das über den geplanten Betrieb der Anlage und die 
Strahlung in ihrer Umgebung Auskunft gibt (Art. 11 NISV). Darin sind u.a. der am 
stärksten belastete, für Menschen zugängliche Ort (sog. Ort für kurzfristigen Auf-
enthalt [OKA]) und die drei höchstbelasteten OMEN zu dokumentieren (Art. 11 
Abs. 2 lit. c NISV). Basierend auf dem Standortdatenblatt wird im Baubewilligungs-
verfahren eine rechnerische Prognose der nach Inbetriebnahme zu erwartenden 
Strahlungsbelastung vorgenommen. Massgebend hierfür ist grundsätzlich die auf-
grund der Hardwarekonfiguration der Anlage maximal mögliche Sendeleistung und 
nicht ein tieferer, durch Fernsteuerung einstellbarer Wert (BGE 128 II 378 Erw. 4; 
Urteil BGer 1A.160/2004 vom 10.3.2005 Erw 3.3). Die Strahlung, die an einem zu 
untersuchenden Ort zu erwarten ist, wird für jede zur Anlage gehörende Antenne 
einzeln berechnet. Die einzelnen Beiträge werden anschliessend addiert. Grundla-
ge für die Berechnung sind die beantragte Sendeleistung, die Abstrahlcharakteris-
tik der Sendeantenne, die Senderichtung, der Abstand von der Antenne und die 
relative Lage des Ortes gegenüber der Antenne (Winkel zur Hauptstrahlrichtung). 
Ausserdem wird die Dämpfung der Strahlung durch die Gebäudehülle berücksich-
tigt (vgl. Urteil BGer 1C_226/2018 vom 3.9.2019 Erw. 2.1 mit Hinweis u.a. auf 
1C_343/2015 vom 30.3.2016 Erw. 2.2 mit Hinweis auf die NISV-Vollzugsempfeh-
lung Ziff. 2.3.1 S. 24). Ob die in der Baubewilligung festgelegte Strahlungsleistung 
eingehalten wird, kann von der Vollzugsbehörde nach Inbetriebnahme der Anlage 
mit einer Abnahmeprüfung kontrolliert werden (Art. 12 Abs. 3 NISV). Eine solche 
wird regelmässig durchgeführt, wenn gemäss rechnerischer Prognose der Anlage-
grenzwert an einem OMEN zu 80% erreicht wird (vgl. Fritzsche/Bösch/Wipf/Kunz, 
Zürcher Planungs- und Baurecht, 6. Aufl. 2019, Bd. 2, Rz. 19.4.3.3; Wagner Pfei-
fer, Umweltrecht. Allgemeine Grundlagen, 2017, N 585; NISV-Vollzugsempfehlung 
Ziff. 2.1.8 S. 20). 

1.4 Das BAFU gab am 28. März 2013 einen Nachtrag zur NISV-Vollzugsempfeh-
lung (nachfolgend: NISV-Nachtrag) heraus, um zu ermöglichen, dass die Mobil-
funkbetreiber die Sendeleistung innerhalb derselben Antenne über mehrere Fre-

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quenzbänder flexibel einsetzen können, ohne bei jeder Umdisposition das Stand-
ortdatenblatt aktualisieren zu müssen (NISV-Nachtrag Ziff. 1). Dazu wurden neue 
Möglichkeiten geschaffen, um die Sendeleistung als Summe für zwei oder mehr 
Frequenzbänder zu deklarieren. Die Festlegung einer entsprechenden Summen-
leistung wurde für jede Kombination von Frequenzbändern zugelassen, denen 
nach Anhang 1 Ziffer 64 Buchstaben a und b NISV derselbe Anlagegrenzwert zu-
geordnet ist, und die mit ein und derselben Antenne abgestrahlt werden können. 
Dabei wurden folgende Frequenzbänder unterschieden (NISV-Nachtrag Ziff. 3.2): 

Bezeichnung Frequenzbereich Anlagegrenzwert (V/m)
800 791-821 4
900 918-960 4
1800 1805-1880 6
2100 2110-2170 6
2600 2620-1690 6

Um sicherzustellen, dass die Immissions- und der Anlagegrenzwerte bei allen 
möglichen Aufteilungen der Summenleistung auf die Frequenzbänder eingehalten 
werden, wurde als neue Möglichkeit der Dokumentation im Standortdatenblatt na-
mentlich die rechnerische Prognose mit Hilfe von umhüllenden Antennendiagram-
men eingeführt (NISV-Nachtrag Ziff. 3.2 und 3.2.1). Dabei dürfen in den Zusatz-
blättern 2, 3a und 4a zum Standortdatenblatt zwei oder mehr Frequenzbänder in 
einer Spalte zusammengefasst werden. Für die Berechnung der elektrischen 
Feldstärke sind umhüllende horizontale und vertikale Antennendiagramme zu ver-
wenden, welche alle individuellen Antennendiagramme der betreffenden Fre-
quenzbänder einschliessen (NISV-Nachtrag Ziff. 3.2.1). Bei neuen Anlagen kann 
für die Baueingabe wie bisher die Sendeleistung jedem Frequenzband fix zuge-
ordnet 
oder namentlich das Verfahren mit flexibler Zuteilung der Sendeleistung unter 
Verwendung von umhüllenden Antennendiagrammen verwendet werden (NISV-
Nachtrag Ziff. 3.4) (Urteil BGer 1C_254/2017 vom 5.1.2018 Erw. 4.3).

Im Februar 2019 wurden dem Mobilfunk neue Frequenzen (700 MHz, 1400 MHz 
und 3500 MHz) zugewiesen. Für den Frequenzbereich um 1400 MHz war bislang 
in Anhang 1 Ziff. 64 NISV kein Anlagegrenzwert definiert. Mit der Änderung der 
NISV vom 17. April 2019 wurde für Anlagen, die im Frequenzbereich zwischen den 
Frequenzen um 900 MHz und um 1800 MHz senden, ein Anlagegrenzwert von 
5 V/m festgelegt. Für kombinierte Anlagen gilt nach wie vor ein Anlagegrenzwert 
von 5 V/m (vgl. Erläuterungen des BAFU zur Änderung der NISV, Verordnungspa-
ket Umwelt Frühling 2019, vom 17.4.2019 Ziff. 4.5).

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1.5 Am 17. April 2019 hat der Bundesrat die NISV so geändert, dass der beson-
deren Abstrahlcharakteristik von adaptiven Antennen Rechnung zu tragen ist. 
Sendeantennen gelten als adaptiv, wenn ihre Senderichtung oder ihr Antennen-
diagramm automatisch in kurzen zeitlichen Abständen angepasst wird (Anhang 1 
Ziff. 62 Abs. 6 NISV). Nach Anhang 1 Ziffer 63 NISV gilt als massgebender Be-
triebszustand der maximale Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sende-
leistung; bei adaptiven Antennen wird die Variabilität der Senderichtungen und der 
Antennendiagramme berücksichtigt. Das BAFU als zuständige Fachbehörde des 
Bundes hat zur Koordination des Vollzugs der NISV die geeigneten Mess- und Be-
rechnungsmethoden zu empfehlen (vgl. Art. 12 Abs. 2 Satz 2 NISV; Urteil BGer 
1C_97/2018 vom 3.9.2019 Erw. 6.1). 

1.5.1  Mit Informationsschreiben (Aufbau der 5G-Netze in der Schweiz) an die 
Kantone vom 17. April 2019 hat das BAFU u.a. ausgeführt, 5G werde voraussicht-
lich insbesondere im Frequenzband von 3.6 GHz eingeführt werden, sei aber in al-
len Mobilfunkfrequenzen einsetzbar. Frequenzen um 3.6 GHz hätten funktech-
nisch gesehen schlechtere Übertragungseigenschaften als die bisher genutzten 
Frequenzen um 2 GHz und tiefer. Um dies zu kompensieren, könnten sogenannte 
adaptive Antennen eingesetzt werden, die das Signal in die Richtung des Nutzers 
bzw. des Mobilfunkgerätes fokussierten (beamforming). Die NISV sei technologie-
neutral und gelte damit unabhängig davon, ob es sich bei der Mobilfunktechnolo-
gie um 3G (UMTS), 4G (LTE) oder 5G (NR) handle. Nach der Änderung der NISV 
am 17. April 2019 sei bei der Festlegung des massgebenden Betriebszustands der 
technischen Neuerung in der Abstrahlcharakteristik bei der Beurteilung der Strah-
lung Rechnung zu tragen. Die technischen Einzelheiten, wie dies zu tun sei, wür-
den zurzeit ausgearbeitet. Bis diese Vollzugshilfe ausgearbeitet sei, könnten adap-
tive Antennen in einem "Worst-Case"-Szenario behandelt werden. Die Strahlung 
werde wie bei konventionellen Antennen nach der maximalen Leistung beurteilt. 
Damit werde ihre tatsächliche Strahlung überschätzt und die Beurteilung sei auf 
der sicheren Seite. Da die Prognose der Strahlung im Rahmen des Bewilligungs-
verfahrens technologieneutral erfolge, sei sie auch für 5G anwendbar. Erst für die 
Abnahmemessungen spiele die Mobilfunktechnologie eine Rolle. 

1.5.2  Mit Informationsschreiben zu adaptiven Antennen und 5G (Bewilligung und 
Messung) an die kantonalen und städtischen NIS-Fachstellen vom 31. Januar 2020 
wiederholte das BAFU seine Empfehlung, adaptive Antennen bis zur Publikation 
der Vollzugshilfe für adaptive Antennen weiterhin gleich zu behandeln wie konven-
tionelle Antennen. Das bedeute, dass die Strahlung wie bei konventionellen Anten-
nen nach dem maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleis-
tung und basierend auf Antennendiagrammen beurteilt werde, die für jede Sende-

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richtung den maximal möglichen Antennengewinn berücksichtigen. Damit könne 
ihr Betrieb in den bestehenden QS-Systemen der Mobilfunkbetreiberinnen und der 
Datenbank des BAKOM korrekt dargestellt werden. Weiter äusserte sich das BA-
FU zur Messung der Strahlung von 5G-Basisstationen und adaptiven Antennen. 

1.5.3  Am 22. April 2020 informierte der Bundesrat, dass das Eidg. Departement 
für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eine Vollzugshilfe für 
den Umgang mit den neuen adaptiven Antennen erarbeite. Bis diese vorliege, sei-
en adaptive Antennen wie konventionelle Antennen zu beurteilen. Damit sei der 
Schutz der Bevölkerung jederzeit gewährleistet. Am 20. April 2020 (Übersetzung 
des englischen Originals vom 18.2.2020) und am 15. Juni 2020 (Nachtrag) hat das 
METAS eine Messmethode für die Strahlung von 5G-Basisstationen und adaptiven 
Antennen bis 6 GHz erarbeitet. Am 30. Juni 2020 hat das BAFU diese Mess-
methode auf Anfrage mehrerer Kantone erläutert.

1.5.4  Am 23. Februar 2021 hat das BAFU den Nachtrag: Adaptive Antennen zur 
NISV-Vollzugsempfehlung (nachfolgend: 'Adaptive Antennen'-Nachtrag) publiziert 
mit der Empfehlung, wie adaptive Antennen, die mit Frequenzen bis 6 GHz sen-
den, rechnerisch auf ihre Konformität mit der NISV überprüft werden sollen, und 
mit Angaben, wie adaptive Antennen in den QS-Systemen der Mobilfunkbetreiber 
überprüft werden sollen. Gleichentags hat das BAFU Erläuterungen zu adaptiven 
Antennen und deren Beurteilung gemäss NISV (nachfolgend: 'Adaptive Antennen'-
Erläuterungen) publiziert, mit Hintergrundinformationen zur Vollzugsempfehlung 
NISV und zu grundsätzlichen Aspekten von 5G und adaptiven Antennen.

2.1 Prozessgegenstand ist die baurechtliche Bewilligung für den Umbau der be-
stehenden, in der Landwirtschaftszone in Muotathal (KTN 001.________) gelege-
nen Mobilfunkanlage der Beschwerdegegnerin mit neuen 5G-tauglichen Antennen. 
Am bestehenden, 43 m hohen Masten (inkl. Blitzschutzstab) der Ga.________AG, 
befinden sich neben den Antennen der Beschwerdegegnerin auch solche der 
Gb.________AG, der H.________SA sowie des Polycom-Funksystems (Teilnetz 
Kanton Schwyz) und des TELEPAGE-Funkrufnetzwerks (TPS) der I.________AG 
(vgl. Vi-act. II.-01 Beilage 3). 

Bei den im Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen (Revision 
1.94; Zusatzblatt 2) ausgewiesenen neuen Mobilfunkantennentypen handelt es 
sich laut den Angaben der Beschwerdegegnerin um '5G taugliche' resp. adaptive 
Antennen (vgl. Baubewilligungsgesuch vom 12.3.2020 [in Vi-act. II.-01 Beilage 15]; 
angefochtener RRB Nr. 145/2021 Erw. 1 und Erw. 3). 

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2.2 Aus den Standortdatenblättern für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen (Revi-
sion 1.94) sowie für Rundfunk und Funkrufsendeanlagen (Revision 1.94) vom 
13. Februar 2020 (in Vi-act. II.-01 Beilage 15) geht hervor, dass jeweils zwei An-
tennen der Beschwerdegegnerin auf den Frequenzbändern 700-900 MHz 
(A.SRLW und B.SRLW) und 1400-3600 MHz (A.SRZV und B.SRZV) in den Azimu-
ten (Abweichung in Grad von Norden) von 70° und 290° senden werden (Stand-
ortdatenblatt: Zusatzblatt 4a). Entsprechend gilt für die geplante Mobilfunkanlage 
ein maximal zulässiger Anlagegrenzwert von 5 V/m (Anhang 1 Ziff. 64 lit. c NISV). 
Die kumulierte Sendeleistung der total zwölf Mobilfunkantennen und des Polycom-
Funksystems soll in der höchstbelasteten Senderichtung zwischen den Azimuten 
50° - 70° 10999 Watt ERP (effective radiated power) betragen (Standortdatenblatt: 
Zusatzblatt 2; angefochtener RRB Nr. 145/2021 Erw. 1; vgl. auch Anhang 1 Ziff. 62 
Abs. 4 lit. b NISV). Beim Betrieb aller Sendedienste mit den maximal bewilligten 
Sendeleistungen wurden am OKA (Mastfuss) eine elektrische Feldstärke von 5.2 
V/m (ca. 11.1% des Immissionsgrenzwertes) ermittelt und an den höchstbelaste-
ten OMEN eine elektrische Feldstärke von maximal 4.98 V/m (≙ 99.6% des Anla-
gegrenzwertes beim Omen 2, Gebäude Südwest, F.________, 2. OG). 

Das AfU als kantonale NIS-Fachstelle (vgl. § 70 lit. e der Vollzugsverordnung zum 
Einführungsgesetz zum Umweltschutzgesetz [VVzUSG; SRSZ 711.111] vom 
3.7.2001) hat die eingereichten Standortdatenblätter für Mobilfunk- sowie die 
Funkrufsendeanlage - mit Blick auf den Nachweis der Strahlenbelastung - beurteilt 
(§ 40 Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Planungs- und Baugesetz [PBV; SRSZ 
400.111] vom 2.12.1997), materiell und rechnerisch überprüft und als korrekt be-
funden. Da beim OMEN 2 ein Anlagegrenzwert von mehr als 80% ermittelt wurde, 
hat das AfU hier die Durchführung einer Abnahmemessung nach Inbetriebnahme 
der Anlage angeordnet (vgl. Gesamtentscheid vom 30.6.2020 [= Vi-act. II.-01 Bei-
lage 2] Ziff. II.-3. S. 3 f.; Erw. 1.3. in fine hiervor).

2.3.1  Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren (Verwaltungsbeschwerde vom 
11.9.2020 [Vi-act. I.-01 Rz. 68 ff. S. 25] und Replik vom 19.11.2020 [Vi-act. I.-03 
Rz. 11 ff. S. 4]) rügen die Beschwerdeführerinnen auch vorliegend den von der 
Beschwerdegegnerin im Standortdatenblatt: Zusatzblatt 4a vom 13. Februar 2020 
(in Vi-act. II.-01 Beilage 15) aufgeführten horizontalen Abweichungswinkel des 
OMEN 2 von 44° zur kritischen Senderichtung (Azimut 290°) (Beschwerde vom 
22.3.2021 S. 31 ff. Rz. 79 ff.; Replik vom 12.5.2021 S. 12 ff. Rz. 24 ff.; Triplik vom 
29.5.2021 S. 9 Rz. 19 f.). Die Beschwerdegegnerin habe dabei fälschlicherweise 
die Verbindung zwischen der Antenne und der Mitte des Wohnhauses (Azimut 
246°) gewählt anstatt der Verbindung zwischen der Antenne und der höchstbelas-
teten Ecke des Wohnhauses (ca. Azimut 249°).

11

Bei Verwendung der korrekten Stelle zur Bemessung des Winkels resultiere ein 
Winkel von ca. 41°, womit die horizontale Richtungsabschwächung der Antennen 
mit Senderichtung Azimut 290° auf folgende Werte abnehme: Nr. 2 auf 3.8 dB, 
Nr. 4 auf 3.4 dB, Nr. 5 auf 2.4 dB, Nr. 8 auf 3.5 dB, Nr. 10 auf 2.6 dB und Nr. 12 
auf 2.5 dB. Auf diese Distanz nehme die elektrischen Feldstärke um rund 0.4 V/m 
auf 5.4 V/m zu, womit der Grenzwert von 5.0 V/m überschritten werde.

2.3.2  In seiner Stellungnahme vom 16. Oktober 2020 im vorinstanzlichen Verfah-
ren (Vi-act. III.-02), auf welche das ARE am 26. März 2021 vernehmlassend aus-
drücklich verweist (Ingress lit. F hiervor), gab das ARE auf S. 5 den Mitbericht des 
AfU vom 30. September 2020 ("Zu Ziffer 3") wieder, wonach nicht nachvollziehbar 
sei, dass bei der Immissionsberechnung für den OMEN 2 ein falscher Winkel ein-
gesetzt worden sei. Die Festlegung des Winkels sei nach den gebräuchlichen 
Standards erfolgt. Zudem werde für den OMEN 2 eine Abnahmemessung gefor-
dert. Sofern diese eine Überschreitung der Anlagewerte ergeben sollte, sei die An-
lage anzupassen.

2.3.3  Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 144/2021 (Erw. 4.1.2) da-
zu erwogen, im Standortdatenblatt: Zusatzdatenblatt 4a werde der OMEN 2 als 
Gebäude Südwest, F.________, 2. OG mit einer Höhe über dem Boden von 8.98 
m ausgewiesen. Mit der erfassten Abweichung von 44° zur kritischen Senderich-
tung von Azimut 290° komme der OMEN 2 in der nördlichen Hälfte des Wohnhau-
ses zu liegen. Werde im Situationsplan des Standortdatenblattes von der kriti-
schen Senderichtung von Azimut 290° die von den Beschwerdeführerinnen ver-
langte Abweichung von 41° abgemessen, ergebe sich eine Halbgerade, welche 
unmittelbar nördlich des Wohnhauses verlaufe und allenfalls die Aussenfassade 
der nordöstlichen Gebäudeecke tangiere. Diese Halbgerade verlaufe folglich nicht 
durch das Wohnhaus, womit sich auf ihr kein OMEN befinde. Die Beschwerdefüh-
rerinnen würden nicht substantiiert darlegen, dass es im nördlichsten Teil des 
Wohnhauses einen höher belasteten Punkt mit empfindlicher Nutzung gebe. Ihre 
rechnerische Prognose der elektrischen Feldstärke sei nicht nach Faktoren aufge-
schlüsselt und folglich nicht nachvollziehbar. Für den OMEN 2 werde eine elektri-
sche Feldstärke von 4.98 V/m prognostiziert, weshalb eine geringfügige Verschie-
bung nach Norden bzw. näher zur Senderichtung noch nicht zwingend eine Über-
schreitung des Anlagengrenzwertes von 5 V/m bedeute. Schliesslich enthalte der 
kantonale Gesamtentscheid vom 16. Juli 2020 als Auflage eine Abnahmemessung 
für den OMEN 2, welche unabhängig der exakten Lage im Situationsplan gemäss 
Beschrieb des OMEN im 2. OG des Gebäudes durchzuführen sei.

12

2.3.4  Das Sicherheitsdepartement hält in seiner Vernehmlassung vom 13. April 
2021 fest, massgebend für die Berechnung der Strahlung seien die Angaben im 
Standortdatenblatt. Die Lage des OMEN sei dem dortigen Situationsplan zu ent-
nehmen (Art. 11 Abs. 2 lit. d NISV) und der Winkel zur kritischen Senderichtung 
anhand der dortigen Einzeichnungen zu prüfen. Das von den Beschwerdeführerin-
nen aufgelegte Luftbild enthalte keine Angaben zu Massstab oder Datenquelle 
(Messgenauigkeit) und halte der Nachprüfung mittels Situationsplan nicht stand. 
Die Beschwerdeführerinnen würden es weiterhin unterlassen, die behaupteten 
Werte der Richtungsabschwächung mittels Berechnungsfaktoren zu substantiie-
ren. Gleiches gelte für die abweichende Lage der empfindlichen Nutzung.

2.3.5  Die Beschwerdegegnerin macht in der Vernehmlassung vom 21. April 2021 
geltend, falls man als OMEN 2 den von den Beschwerdeführerinnen vorgeschla-
genen Ort wähle, resultiere zwar eine Feldstärke von rund 5.2 V/m. Bei dem von 
den Beschwerdeführerinnen gewählten Standort handle es sich aber nicht um ein 
OMEN, da der Standort ausserhalb des Daches zu liegen komme. Aus diesem 
Grund sei das OMEN 2 nicht am äussersten Rand des Daches gewählt, sondern 
etwas nach innen verschoben worden, so dass sich das OMEN 2 im Gebäude be-
finde. Das OMEN 2 und die rechnerisch ermittelte Feldstärke von 4.98 V/m sei kor-
rekt (S. 17 Rz. 59 f.). Der OMEN 2 sei gemäss Situationsplan berechnet und ein-
gezeichnet worden (Duplik vom 23.6.2021 S. 3 f. Rz. 8). 

2.4.1  Grundlage für die rechnerische Prognose der an einem Omen zu erwarten-
den Strahlung sind die beantragte Sendeleistung, die Abstrahlcharakteristik der 
Sendeantenne (Antennendiagramm), die Senderichtung, der Abstand von der An-
tenne und die relative Lage des Ortes gegenüber der Antenne (Winkel zur Haupt-
strahlrichtung). Ausserdem wird die Dämpfung der Strahlung durch die Gebäu-
dehülle berücksichtigt (vgl. NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.3.1 S. 24, Erw. 1.3 
hiervor, mit Hinweise auf die Rechtsprechung; angefochtener RRB Erw. 4.1.1).

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Strahlung vor Inbetriebnahme einer Anla-
ge nicht gemessen, sondern nur berechnet werden kann. Für das Bewilligungsver-
fahren wird die NIS-Belastung deshalb berechnet. Die Anlage soll nur bewilligt 
werden, wenn sie rechnerisch den Anlagegrenzwert einhält (NISV-Vollzugs-
empfehlung Ziff. 2.1.8 S. 20). 

Mit dem Winkel zwischen der Linie, welche die Antenne und den OMEN verbindet, 
und der kritischen Senderichtung der Antenne wird im horizontalen Antennendia-
gramm die horizontale Richtungsabschwächung ermittelt. Die Angabe erfolgt in dB 
mit positivem Vorzeichen (NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 3.7 S. 45 f.).

13

2.4.2  Gemäss Art. 3 Abs. 3 lit. a NISV gelten in Gebäuden nicht sämtliche Räume 
als Omen, sondern 'nur' jene, in denen sich Personen regelmässig während länge-
rer Zeit aufhalten. So sind etwa Balkone und Dachterrassen, Treppenhäuser, La-
ger- und Archivräume nicht als OMEN zu betrachten, sofern dort keine ständigen 
Arbeitsplätze vorhanden sind (vgl. NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.3 S. 15). 
Entsprechend sieht die NISV-Vollzugsempfehlung vor, dass 'die Beschreibung und 
Adresse des OMEN' bei Innenräumen neben der exakten Adresse und dem 
Stockwerk auch den Raum enthalten soll (beispielsweise: "Wohnzimmer, 3. Stock-
werk, Hangweg 23") (vgl. NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 3.7 S. 44). 

2.5.1  Im Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen (Revision 
1.94): Zusatzblatt 2 und 4a findet sich bei der Beschreibung des höchstbelasteten 
OMEN 2 dessen Adresse (Gebäude Südwest, F.________) und das Stockwerk (2. 
OG), jedoch keine Angaben zum einschlägigen Innenraum. In ihrer Vernehmlas-
sung vom 21. April 2021 begründet die Beschwerdegegnerin die von ihr gewählte 
Verbindungslinie zwischen der Antenne und dem Omen (Azimut 246°) - aus wel-
cher der Winkel von 44° zur kritischen Senderichtung der Antenne von 290° resul-
tiert, mit dem die horizontale Richtungsabschwächung ermittelt wird - damit, dass 
das OMEN 2 vom äusseren Rand "etwas nach Innen verschoben" worden sei, so 
dass es sich im Gebäude befinde (Erw 2.3.5 hiervor). Weswegen es hierfür einer 
Verschiebung um ca. 3 m (aus dem Gebäudegrundrissplan auf dem kantonalen 
WebGis gemessen) resp. ca. 3° nach Süden (vgl. dazu Erw. 2.5.2 Abb. 1 hier-
nach) bedurfte, begründet die Beschwerdegegnerin dagegen nicht. Sie macht 
auch nicht geltend, innerhalb des Gebäudes - zwischen der gewählten Verbin-
dungslinie auf Azimut 246° (leicht nördlich der Gebäudemitte) und der Verbin-
dungslinie der Antenne zur nordöstlichen Gebäudeecke (ca. auf Azimut 249°) (vgl. 
dazu Erw. 2.5.2 Abb. 1 hiernach) - befinde sich kein Raum, der als OMEN zu be-
trachten sei. Zu den Innenräumen des OMEN 2 und deren Anordnung ist nichts 
bekannt.

2.5.2 Entgegen der vom ARE übernommenen Ansicht des AfU (Erw. 2.3.2 hier-
vor), ist die Rüge der Beschwerdeführerinnen, wonach bei der Immissionsberech-
nung für den OMEN 2 (Gebäude Südwest, F.________) ein "falscher Winkel" ein-
gesetzt worden sei, durchaus nachvollziehbar. Die vom AfU nicht weiter erläuterte 
Behauptung, die Festlegung des Winkels sei "nach den gebräuchlichen Stan-
dards" erfolgt (vgl. Erw. 2.3.2 hiervor), ist ohne inhaltliche Aussagekraft und findet 
weder in Art. 3 Abs. 3 lit. a NISV, noch der NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.3 
(vgl. dazu Erw. 2.4.2 hiervor) eine Stütze. Auch nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung sind als Messpunkte für die NIS-Berechnung nicht etwa schematisch 
die ungefähren Mitten von Gebäuden anzunehmen, in denen sich OMEN befinden, 

14

vielmehr sind die jeweils höchstbelasteten Stellen der OMEN zu bezeichnen; hier-
bei kann es sich auch um Gebäudeecken im betreffenden Aufenthaltsort im Innern 
eines Gebäudes handeln (vgl. Urteil BGer 1C_343/2015 vom 30.3.2016 Erw. 4).  

Das von den Beschwerdeführerinnen in ihren Rechtsschriften im vorinstanzlichen 
wie im vorliegenden Verfahren mehrfach eingefügte Luftbild eignet sich durchaus 
zur Nachprüfung des Situationsplans (in Vi-act. II.-01 Beilage 15; vgl. auch Vergrös-
serung in der Duplik vom 23.6.2021 Rz. 9 S. 4) und lässt sich auf dem Geoportal 
des Bundes (map.swisstopo.admin.ch; Menü-Option: Messen) mit den relevanten 
Winkelbereichen (kritische Senderichtung auf Azimut 290°; Abweichungswinkel im 
Bereich von/zwischen 246° und 249°) ohne Weiteres reproduzieren (Abb. 1):

Die von der Antenne auf Azimut 249° ausgehende Halbgerade trifft im Bereich der 
nordöstlichen Gebäudeecke auf das Dach des OMEN 2 (Abb. 1). Ob diese Halb-
gerade unmittelbar nördlich des Wohnhauses verläuft und allenfalls die Aussen-
fassade der nordöstlichen Gebäudeecke tangiert, wie der Regierungsrat im ange-
fochtenen RRB Nr. 145 Erw. 4.1.2 festhält oder aber noch knapp durch das Wohn-
haus verläuft, wie die Beschwerdeführerinnen monieren (Beschwerde S. 31 ff. 
Rz. 82), lässt sich diesem Luftbild indessen nicht mit Sicherheit entnehmen. Denn 
das Giebeldach des OMEN 2 (Gebäude Südwest, F.________) überragt dessen 
nördliche Fassade relativ deutlich, wie auf den Fotoaufnahmen der Beschwerde-
führerinnen in der Replik vom 12.5.2021 Rz. 33 S. 16 und der Beschwerdegegne-
rin in der Duplik vom 23.6.2021 Rz. 10 S. 5 klar zu erkennen ist. Auch der vorer-

15

wähnte Gebäudegrundrissplan auf dem kantonalen WebGis (mit demselben Luft-
bild als Hintergrundkarte) lässt keinen gesicherten Schluss zu.

Die von der Beschwerdegegnerin wiederholt in ihren Rechtsschriften eingefügte 
Fotoaufnahme der östlichen Ansicht des Gebäudes Südwest, F.________ (Ver-
nehmlassung Rz. 60 S. 17; Duplik Rz. 10 S. 5) erlaubt wegen ihrer ungünstigen 
Perspektive keine Aussagen hierzu. Unzutreffend ist die - wohl auf dieser perspek-
tivisch ungünstigen Fotoaufnahme beruhende - Behauptung der Beschwerdegeg-
nerin (Vernehmlassung Rz. 59 S. 17), der von den Beschwerdeführerinnen ge-
wählten Standort (auf Azimut 249°) komme ausserhalb des Daches zu liegen. 

2.5.3 Da die horizontale Richtungsabschwächung umso gösser ist, je mehr die 
Strahlrichtung seitlich von der Hauptstrahlrichtung abweicht (vgl. dazu NISV-Voll-
zugsempfehlung Anhang 4 Ingress), ist es naheliegend, dass es im nördlichen Teil 
des OMEN 2 (Wohnhaus Gebäude Südwest, F.________, 2. OG), welcher näher 
zur Senderichtung liegt, höher belastete Punkte mit empfindlicher Nutzung gibt, als 
im Bereich der Gebäudemitte. Dafür bedarf es keiner substantiierten Darlegung. 

Aufgrund der von der Beschwerdegegnerin an dieser Stelle errechneten elektri-
schen Feldstärke von 4.98 V/m resp. der rechnerischen Ausschöpfung von 99.6% 
des Anlagegrenzwertes beim OMEN 2 (bei einer horizontalen Winkelabweichung 
von 44° zur kritischen Senderichtung der Antenne) erscheint es sodann offensicht-
lich, dass bereits eine geringfügige Verschiebung des Messpunktes von der Ge-
bäudemitte in Richtung der nordöstlichen Gebäudeecke bzw. näher zur Senderich-
tung und die damit einhergehende Verschiebung der Verbindungslinie von der An-
tenne zum OMEN 2 vom Azimut 246° auf die Azimute 247°, 248° oder 249° zu ei-
ner Überschreitung des Anlagengrenzwertes von 5 V/m führen kann. So anerkennt 
denn auch die Beschwerdegegnerin selber, dass an dem von den Beschwerdefüh-
rerinnen vorgeschlagenen Ort eine Feldstärke von rund 5.2 V/m resultiert, welche 
den zulässigen Anlagegrenzwert klar übersteigt. Entsprechend bedarf es weder 
einer 'nach Faktoren aufgeschlüsselten' noch einer 'mittels Berechnungsfaktoren 
substantiierten' rechnerischen Prognose dafür (vgl. dazu Erw. 2.3.3 f. hiervor), 
dass an der nordöstlichen Gebäudeecke der zulässige Anlagegrenzwert über-
schritten ist.

Im Übrigen ist es a priori auch nicht nachvollziehbar, dass und weswegen sich 
aufgrund der Verschiebung der Linie zwischen der Antenne und dem OMEN 2 von 
Azimut 246° um 1° bis max. 3° näher zur Senderichtung - neben der veränderten 
horizontalen Richtungsabschwächung - weitere Grundlagen der rechnerischen 
Prognose der am OMEN 2 zu erwartenden Strahlung (vgl. dazu Erw. 2.4.1 erster 
Absatz hiervor) gegenüber der rechnerischen Prognose der Beschwerdegegnerin 
ändern sollten. Insofern bleibt vage, welche 'Aufschlüsselung nach Faktoren' resp. 

16

welche 'Substantiierungen der Berechnungsfaktoren' der Regierungsrat und das 
Sicherheitsdepartement überhaupt für erforderlich erachten (vgl. Erw 2.3.3 f. hier-
vor). Die horizontale Richtungsabschwächung selber wird aus den beiden Anten-
nendiagrammen für den betreffenden Ort herausgelesen (vgl. NISV-Vollzugsemp-
fehlung Ziff. 2.3.1 S. 24). Ob die hieraus von den Beschwerdeführerinnen errech-
nete elektrische Feldstärke von 5.4 V/m an der nordöstlichen Gebäudeecke oder 
die von der Beschwerdegegnerin anerkannte Feldstärke an dieser Position von 
rund 5.2 V/m zutrifft, ist für vorliegendes Verfahren ohne Relevanz. 

2.5.4  Die Beantwortung solcher technischen Fragen ist nämlich gar nicht Aufgabe 
der Beschwerdeführerinnen, sondern der kantonalen NIS-Fachstelle, welcher es ob-
liegt, die im Standortdatenblatt ausgewiesenen NIS-Berechnungen in nachvollzieh-
barer Weise auf Plausibilität (allenfalls vor Ort), Vollständigkeit und richtige Be-
rechnung hin zu überprüfen (vgl. Spack, Mobilfunkanlagen - Praxis der Bau-, Ver-
kehrs- und Energiedirektion [Bern], KPG-Bulletin 3/2012, S. 4), wobei es sich aus 
Gründen der Transparenz unter Umständen aufdrängt, dass die Mobilfunkbetreibe-
rin auch eine Beschreibung über das gewählte Vorgehen zur Eruierung der relevan-
ten OMEN sowie entsprechende Berechnungsergebnisse (z.B. Feldstärkekarten) 
mitliefert, wenn die Bestimmung der höchstbelasteten (Stellen von) OMEN nicht 
offensichtlich ist (vgl. NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.3 S. 16; Urteil BGer 
1C_343/2015 vom 30.3.2016 Erw. 4).

2.6.1  Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde insofern als begründet, als 
es aufgrund des dargelegten Sachverhalts als unwahrscheinlich erscheint, dass es 
sich bei der Linie von der Antenne zur ungefähren Mitte des OMEN 2 auf Azimut 
246° um die Verbindung zwischen der Antenne zur höchstbelasteten Stelle von 
OMEN 2 handelt, womit der hieraus resultierende Winkel der horizontalen Rich-
tungsabschwächung (44°) zu stumpf ausgefallen ist. Da der Anlagegrenzwert von 
5 V/m beim OMEN 2 bereits bei der darauf beruhenden Berechnung mit 4.98 V/m 
bis auf 0.02 V/m ausgeschöpft ist und bei einem Winkel von 41° (ausgehend von 
der Verbindungslinie der Antenne zur nordöstlichen Gebäudeecke von OMEN 2 
auf Azimut 249°) auch nach den Angaben der Beschwerdegegnerin mit rund 
5.2 V/m relativ deutlich überschritten wird, erscheint es offensichtlich, dass eine 
Verschiebung dieser Verbindungslinie von der Antenne zur höchstbelasteten Stelle 
im nördlich(st)en Bereich von OMEN 2 (näher zur Senderichtung) zu einer Über-
schreitung des Anlagegrenzwertes führen kann (vgl. Erw 2.5.1 ff. hiervor).

Die Sache ist daher an die Vorinstanz Ziff. 2 (ARE) resp. die NIS-Fachstelle (AfU) 
als zuständige Fachinstanz zur vertieften, ergebnisoffenen Sachverhaltsabklärung 
der im Standortdatenblatt ausgewiesenen NIS-Berechnungen, namentlich bezüg-
lich der Plausibilität der höchstbelasteten Stelle von OMEN 2, des davon abhängi-

17

gen Winkels der horizontalen Richtungsabschwächung und der Einhaltung des An-
lagegrenzwertes beim OMEN 2 (vgl. dazu und zu den Obliegenheiten der Be-
schwerdegegnerin Erw. 2.5.4 hiervor), und zu neuem Entscheid zurückzuweisen.

2.6.2  Eine Anlage soll resp. kann nur dann bewilligt werden, wenn sie rechnerisch 
den Anlagegrenzwert einhält (NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.8 S. 20), sofern - 
wie vorliegend - die Voraussetzungen für eine NIS-Berechnung welche auf einer 
Hochrechnung gestützt auf eine NIS-Abnahmemessung beruht, nicht gegeben 
sind (vgl. NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.3 S. 24 und Ziff. 2.3.2 S. 26). Eine 
plausibel ausgewiesene NIS-Berechnung der Einhaltung des Anlagegrenzwertes 
an den höchstbelasteten OMEN (als Teil des Standortdatenblatts) stellt daher vor-
liegend eine wesentliche Voraussetzung für die Erteilung der Baubewilligung dar. 
Entsprechend kann die im Gesamtentscheid richtigerweise angeordnete Abnah-
memessung nach Inbetriebnahme der Anlage für den OMEN 2 (Art. 12 Abs. 2 
NISV; NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.8) keinen Dispens des vorgängig, im 
Baubewilligungsverfahren zu erbringenden rechnerischen Nachweises bewirken.

3.1.1  Die Beschwerdeführerinnen beanstanden weiter die fehlende Zonenkonfor-
mität der geplanten Mobilfunkanlage. Ausserhalb der Bauzone seien Mobilfunk-
anlagen nur bewilligungsfähig, wenn sie standortgebunden seien und ihnen kein 
überwiegendes Interesse entgegenstehe (Art. 24 des Bundesgesetzes über die 
Raumplanung [RPG; SR 700] vom 22.6.1979) oder wenn sie aus funktechnischen 
Gründen (Deckungs- oder Kapazitätslücke) auf einen Standort ausserhalb der 
Bauzone angewiesen seien. Dem Umstand, dass die Anbringung von Mobilfunk-
anlagen ausserhalb der Bauzone ohne Inanspruchnahme von unbebautem Nicht-
bauzonenland auf bestehenden Bauten und Anlagen möglich sei, könne im Rah-
men der Interessenabwägung bei der Standortevaluation Rechnung getragen wer-
den. Selbst wenn sich ein bereits baulich genutzter Standort im Rahmen der 
Standortabklärung als klar geeigneter erweise als ein solcher innerhalb der Bau-
zone, dürften dem Vorhaben aber keine überwiegenden Interessen entgegenste-
hen. Es reiche nicht aus, sich auf eine vorherige Bewilligung zu berufen. Vorlie-
gend habe weder eine Standortevaluation, eine Standortbegründung noch eine In-
teressenabwägung stattgefunden. Es stehe daher weder fest, ob dem Vorhaben 
keine überwiegenden Interessen entgegenstehen würden, noch ob sich andere 
Standorte innerhalb der Bauzone nicht auch als geeignet oder gar als geeigneter 
erweisen würden (Beschwerde vom 22.3.2021 S. 35 ff. Rz. 90 ff.). Bereits die heu-
tige Situation beeinträchtige das Landschaftsbild stark. Mit dem geplanten Ausbau 
solle die dritte Antennenebene mit zusätzlichen, grösseren Modulen ergänzt wer-
den, wodurch das sichtbare Volumen der Antenne zunehme und die Anlage wuch-

18

tiger und noch störender in Erscheinung trete (Replik vom 12.5.2021 S. 15 f. 
Rz. 32 ff.).

3.1.2  Das ARE führte in seiner Stellungnahme vom 16. Oktober 2020 im vorin-
stanzlichen Verfahren (Vi-act. III.-02 Ziff. 3 S. 5 f.), auf welche es am 26. März 
2021 vernehmlassend ausdrücklich verweist (Ingress lit. F hiervor), dazu aus, es 
habe als zuständiges Amt (§ 76 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes [PBG; 
SRSZ 400.100] vom 14.5.1987 i.V.m. § 46 Abs. 3 PBV die Raumplanungsbewilli-
gung nach Art. 24 RPG unter Auflagen erteilt. Die (bestehende) Anlage sei, soweit 
technisch möglich, weiteren Mobilfunkanbietern gegen ein angemessenes Entgelt 
zur Mitbenützung zur Verfügung zu stellen. Zudem sei die Anlage durch die Bewil-
ligungsempfängerin (oder deren Rechtsnachfolger) auf eigene Kosten unverzüg-
lich zu beseitigen, wenn sie für den bewilligten Zweck nicht mehr benötigt werde 
oder wenn sie die technische Abbruchreife erreicht habe. Das Vorhaben sei aus 
technischen Gründen auf den Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen. Un-
ter den erwähnten Auflagen stünden ihm keine überwiegenden Interessen entge-
gen (vgl. auch Gesamtentscheid vom 16.7.2020 Erw. 2c S. 6). 

Eine Standortevaluation sei bei einer bestehenden Anlage nicht erforderlich gewe-
sen, Mobilfunkanlagen seien auch ausserhalb der Bauzonen standortgebunden. 
Die entsprechende Technologie sei der Bevölkerung zugänglich zu machen. Zahl-
reiche Haushalte würden heute über keinen Festnetzanschluss mehr verfügen. Sie 
würden die ganze Telekommunikation über den Mobilfunk abwickeln und seien 
dementsprechend auf eine gute Netzversorgung angewiesen. Spezielle Planungs-
verfahren seien für den Umbau einer bestehenden Mobilfunkanlage ebenfalls nicht 
erforderlich. Die Gemeinde Muotathal verfüge auch nicht über ein Kaskadenmodell 
mit bevorzugten Zonen für Mobilfunkantennen (vgl. auch Gesamtentscheid vom 
16.7.2020 Erw. 2c S. 7).

3.1.3  Die Beschwerdegegnerin macht in der Vernehmlassung vom 21. April 2021 
(Rz. 64 S. 18) geltend, im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren sei die Rüge ei-
nes unzulässigen Standorts ausserhalb der Bauzone nicht erhoben worden. Des-
halb sei sie auch nicht Gegenstand des vorliegenden angefochtenen Beschwerde-
entscheids, weswegen auf diese Rüge nicht einzutreten sei. 

Im Übrigen seien diese Einwände auch materiell unbegründet. Vorliegend handle 
es sich lediglich um einen Umbau einer bereits bestehenden Mobilfunkanlage, 
welche keine Auswirkungen auf das Landschaftsbild habe. Nach der Rechtspre-
chung könne die Standortgebundenheit beim Ausbau einer bestehenden Infra-
struktur, namentlich auf Hochspannungs- und Antennenmasten, auch dann bejaht 
werden, wenn diese zwar nicht aus funktechnischen Gründen unentbehrlich sei, 

19

sich aber im Rahmen einer konkreten Interessenabwägung als wesentlich geeig-
neter erweise, als mögliche Standorte innerhalb der Bauzone. Voraussetzung sei, 
dass die Mobilfunkanlage ausserhalb der Bauzone keine erhebliche Zweckent-
fremdung von Nichtbauzonenland bewirke und nicht störend in Erscheinung trete, 
was grundsätzlich nur an Örtlichkeiten möglich sei, an denen sich bereits zonen-
konforme oder zonenwidrige Bauten und Anlagen befinden würden. Diese Bedin-
gungen würden mit dem Ausbau der bereits bestehenden Anlage vollumfänglich 
erfüllt (mit Hinweis auf das Urteil BGer 1C_11/2016 vom 10.6.2016 Erw. 4.3). Wie 
bei diesem Urteil sei auch beim vorliegenden Standort nicht damit zu rechnen, 
dass er in absehbarer Zeit zurückgebaut werde (Vernehmlassung vom 21.4.2021 
S. 18 f. Rz. 65 ff.; Duplik vom 23.6.2021 S. 35 Rz. 12).

3.2 Im Verwaltungsgerichtsverfahren können die Parteien neue Tatsachen und 
Beweismittel geltend machen (§ 57 VRP). Es gilt der Grundsatz der Rechts-
anwendung von Amtes wegen (§ 26 Abs. 1 VRP). Auf die Rüge der fehlenden Zo-
nenkonformität der geplanten Mobilfunkanlage ist also einzutreten.

3.3.1  Mobilfunkanlagen sind als Infrastrukturbauten gemäss dem Prinzip der 
Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet ausserhalb der Bauzone grundsätzlich 
nicht zonenkonform und dürfen daher dort nur errichtet werden, wenn eine Aus-
nahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG erteilt werden darf (vgl. BGE 141 II 245 
Erw. 7.6 mit Hinweisen).

3.3.2  Gemäss Art. 24 RPG können Bewilligungen abweichend von Art. 22 Abs. 2 
lit. a RPG namentlich zur Errichtung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bau-
zonen erteilt werden, wenn deren Zweck einen Standort ausserhalb der Bauzone 
erfordert (lit. a). Eine Anlage ist im Sinne von Art. 24 lit. a RPG standortgebunden, 
wenn sie aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen auf einen Stand-
ort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist oder wenn die Anlage aus bestimmten 
Gründen in einer Bauzone ausgeschlossen ist. Nach der bundesgerichtlichen Pra-
xis muss jedoch ein Standort in der Bauzone nicht absolut ausgeschlossen sein. 
Es genügt vielmehr eine relative Standortgebundenheit, die dann zu bejahen ist, 
wenn gewichtige Gründe einen Standort in der Nichtbauzone gegenüber Standor-
ten innerhalb der Bauzone als erheblich vorteilhafter erscheinen lassen. Die Beja-
hung der relativen Standortgebundenheit setzt eine umfassende Interessenabwä-
gung voraus, die sich mit derjenigen nach Art. 24 lit. b RPG überschneidet (Urteile 
BGer 1C_236/2019 vom 21.7.2020 Erw. 3.1; 1C_11/2016 vom 10.6.2016 Erw. 4.3; 
BGE 141 II 245 Erw. 7.6.1, je mit Hinweisen).

Nach der Rechtsprechung sind Mobilfunkanlagen im Sinne von Art. 24 lit. a RPG 
absolut standortgebunden, wenn eine Deckungs- oder Kapazitätslücke aus funk-

20

technischen Gründen mit einem oder mehreren Standorten innerhalb der Bauzo-
nen nicht in genügender Weise beseitigt werden kann. Die relative Standortge-
bundenheit von Mobilfunkanlagen kann bejaht werden, wenn sie ausserhalb der 
Bauzone keine erhebliche Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland bewirken 
und nicht störend in Erscheinung treten. Dies kann zutreffen, wenn sie an beste-
hende Bauten und Anlagen wie z.B. Hochspannungsmasten oder landwirtschaftli-
che Gebäude und Anlagen montiert werden können (Urteil BGer 1C_11/2016 vom 
10.6.2016 Erw. 4.3; BGE 141 II 245 Erw. 7.6.2 mit Hinweis auf BGE 133 II 321 
Erw. 4.3.3 und BGE 138 II 570 Erw. 4.3). Diesem Umstand ist bei der im Rahmen 
der Standortevaluation vorzunehmenden Interessenabwägung, in welche nament-
lich Standorte innerhalb aber auch solche ausserhalb der Bauzonen einzubezie-
hen sind, Rechnung zu tragen. Bei den Standorten ausserhalb der Bauzonen kön-
nen nach dem Gesagten somit nicht mehr nur solche ausgewählt werden, die für 
eine angemessene Abdeckung für die Mobiltelefonie aus technischen Gründen 
unentbehrlich sind. Vielmehr können sich bei der genannten Abwägung auch 
Standorte ausserhalb der Bauzonen gegenüber solchen innerhalb der Bauzonen 
als wesentlich geeigneter erweisen, soweit sie auf bestehenden Bauten und Anla-
gen angebracht werden können. Eine entsprechende auf die speziellen Verhält-
nisse der Mobilfunktechnik zugeschnittene Bejahung der Standortgebundenheit ist 
jedoch an die folgenden, streng zu beachtenden Bedingungen zu knüpfen: Grund-
voraussetzung einer solchen erweiterten ausnahmsweisen Bejahung der Stand-
ortgebundenheit ist, dass die Mobilfunkanlage ausserhalb der Bauzonen keine er-
hebliche Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland bewirkt und nicht störend in 
Erscheinung tritt. Ein positiver Ausgang der genannten Interessenabwägung redu-
ziert sich somit wie erwähnt grundsätzlich auf Örtlichkeiten, an welchen sich be-
reits zonenkonforme oder zonenwidrige Bauten und Anlagen befinden. Auch wenn 
sich ein bereits baulich genutzter Standort im Rahmen der Standortabklärung als 
klarerweise besser geeignet erweist als ein Standort innerhalb der Bauzonen, so 
darf eine Ausnahmebewilligung für eine Mobilfunkantenne nur erteilt werden, wenn 
als zusätzliche Voraussetzung gewährleistet ist, dass dem Vorhaben keine über-
wiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 24 lit. b RPG) (Urteil BGer 
1C_200/2012 vom 17.12.2012 Erw. 4.2; BGE 133 II 321 Erw. 4.3.3; BGE 133 II 
409 Erw. 4.2). 

3.4.1  Beim Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage bzw. der damit verbunde-
nen Erweiterung auf die neuere 5G-Technologie sowie der Ausdehnung der Fre-
quenzbereiche handelt es sich - unabhängig davon, wie sehr sich die neue von der 
bestehenden Anlage äusserlich unterscheidet - um eine bewilligungspflichtige Än-
derung einer Anlage im Sinne von Art. 22 Abs. 1 RPG, was vorliegend unbestritten 
ist. Weil die von der Beschwerdegegnerin geplante Änderung der bestehenden 

21

Mobilfunkantenne nicht dem Zweck der Nichtbauzone entspricht (vgl. Art. 22 
Abs. 1 lit. a RPG), kann die Bewilligung für die Erweiterung nur unter den Voraus-
setzungen von Art. 24 ff. RPG erteilt werden (vgl. Urteil BGer 1C_200/2012 vom 
17.12.2012 Erw. 3.1). Das ARE stützt den Gesamtentscheid vom 16. Juli 2020 
denn auch auf Art. 24 RPG. Eine erleichterte Ausnahmebewilligung nach Art. 24c 
RPG, welche dem Grundtatbestand von Art. 24 RPG vorgeht (vgl. Waldmann/ 
Hänni, Handkommentar RPG 2006, Vorbemerkungen Art. 24 ff. Rz. 12), scheidet 
offenbar bereits aufgrund der mit dem Umbau verbundenen Erweiterung der Anla-
ge aus (vgl. BGE 133 II 409 Erw. 3; Urteile BGer 1C_11/2016 vom 10.6.2016 
Erw. 4.2; 1C_200/2012 vom 17.12.2012 Erw. 5.1), was vorliegend nicht bestritten 
ist.

3.4.2  Die Beschwerdegegnerin hat nicht dargetan, sie sei auf den bestehenden 
Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen, weil eine Deckungs- oder Kapa-
zitätslücke aus funktechnischen Gründen mit einem oder mehreren Standorten in-
nerhalb der Bauzonen nicht in genügender Weise beseitigt werden könne oder 
weil es bei einem Standort innerhalb der Bauzonen zu einer nicht vertretbaren 
Störung der in anderen Funkzellen des Netzes verwendeten Frequenzen käme 
(vgl. BGE 133 II 321 Erw. 4.3.3; Urteil BGer 1C_200/2012 vom 17.12.2012 Erw. 
4.2), so dass die Voraussetzungen für eine absolute Standortgebundenheit im 
Sinne von Art. 24 lit. a RPG (vgl. Erw. 3.3.2 hiervor) nicht zu erkennen sind. 

Die Darstellung des ARE im Gesamtentscheid vom 16. Juli 2020 und in der Stel-
lungnahme vom 16. Oktober 2020, das Vorhaben sei aus technischen Gründen 
auf den Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen (vgl. Erw. 3.1.2 hiervor), er-
schöpft sich in dieser nicht plausibilisierten Bemerkung. Daraus lässt sich eine ab-
solute Standortgebundenheit der geplanten Mobilfunkanlagen im Sinne von Art. 24 
lit. a RPG nicht ableiten.

3.4.3  In Frage steht folglich, ob eine relative Standortgebundenheit der geplanten 
Mobilfunkanlage im Sinne der angeführten Rechtsprechung (Erw. 3.3.1 f. hiervor) 
bejaht werden kann. 

Im Urteil 1C_11/2016 vom 10. Juni 2016 Erw. 4.6 hat das Bundesgericht die (rela-
tive) Standortgebundenheit nach Art. 24 lit. a RPG von neuen Antennen in eine 
bestehende, gemeinsam genutzte Mastkonstruktion an einem für die Mobilfunkab-
deckung besonders guten Standort in peripherer Lage auf einer spärlich überbau-
ten Anhöhe bejaht und abschliessend festgestellt, alternative Standorte, die prio-
ritär innerhalb der Bauzone gesucht werden müssten, hätten mit Sicherheit eine 
höhere Belastung von Wohngebieten zur Folge. 

22

Dieser antizipierte Verzicht auf den Einbezug von alternativen Standorten im kon-
kreten Einfall, basierte allerdings auf einer einlässlichen gerichtlichen Würdigung 
der vorinstanzlichen Standortevaluation und Interessenabwägung nach Art. 24 
lit. b RPG. Entsprechend lässt sich aus dem Urteil 1C_11/2016 vom 10. Juni 2016 
nicht ableiten, bei einer bestehenden Anlage ausserhalb der Bauzone sei - im Wi-
derspruch zur zitierten Rechtsprechung (Erw. 3.3.2 hiervor), auf welche auch in 
diesem Urteil verschiedentlich verwiesen wird - eine Standortevaluation per se 
nicht erforderlich (vgl. insb. BGE 141 II 245 Erw. 7.6.1; BGE 133 II 321 Erw. 4.3.3; 
133 II 409 Erw. 4.2). 

3.5.1  Nachdem die Sache bereits aus vorstehend angeführten Gründen an die 
Vorinstanz Ziff. 2 (ARE) zurückzuweisen ist (vgl. insb. Erw. 2.6.1 hiervor), wird die-
se im Rahmen einer neuerlichen raumplanerischen Beurteilung des Bauvorhabens 
eine umfassende Interessenabwägung im Sinne der zitierten Rechtsprechung 
(Erw. 3.3.2 hiervor) vorzunehmen haben.

3.5.2  Anzufügen ist, dass insbesondere die erste der Auflagen im Gesamtent-
scheid vom 16. Juli 2020 (Erw. III.2.c S. 6, vgl. S. 3 Ziff. II.1) missverständlich ist. 
Soweit darin der Beschwerdegegnerin auferlegt wird, "die (bestehende) Anlage 
sei, soweit technisch möglich, weiteren Mobilfunkanbietern gegen ein angemesse-
nes Entgelt zur Mitbenützung zur Verfügung zu stellen", wird es sich bei dieser 
"(bestehenden) Anlage" wohl nicht um die bestehende Antennenanlage der Be-
schwerdegegnerin handeln, da diese mit der ersuchten Baubewilligung durch eine 
erweiterte, geänderte Antennenanlage ersetzt werden soll (vgl. Erw. 3.4.1 hiervor), 
also nach dem Umbau nicht mehr als "(bestehende) Anlage" existieren wird und 
daher nicht Dritten zur Verfügung gestellt werden kann. Sofern es sich bei der 
"(bestehenden) Anlage" dagegen um den weiterhin bestehenden Antennenmast 
selber handeln sollte, so steht dieser - soweit ersichtlich - im Eigentum der 
Ga.________AG (vgl. Baugesuch vom 21.1.2020 und Publikation im Amtsblatt 
[vorstehend Ingress lit. A]), womit sich die Frage stellt, ob die Beschwerdegegnerin 
über die nötigen Eigentumsrechte verfügt, um dieser Auflage nachkommen zu 
können.

4. Auf die Prüfung der weiteren Rügen kann bei diesem Ergebnis an sich ver-
zichtet werden. Es ist bei Baubewilligungsangelegenheiten jedoch eine Erfahrungs-
tatsache, dass die Bemühungen, eine Baubewilligung zu erhalten, trotz eines ne-
gativen Beschwerdeentscheides in der Regel weitergehen und die bisherigen Be-
urteilungsergebnisse in allfällige Projektmodifikationen oder neue Projekte einflies-
sen. Insofern hat die Bauherrschaft ein erhebliches Interesse an der Beurteilung 
der weiteren Rügen. Aus Gründen der Verfahrensökonomie und bei liquidem Sach-

23

verhalt kann eine zusätzliche Mitbeurteilung weiterer Rügen in Betracht gezogen 
werden, wobei diese verfahrensökonomisch begründeten (Zusatz-)Beurteilungen 
klarerweise als nicht abschliessend zu gelten haben (vgl. statt vieler: VGE III 2018 
2 vom 17.5.2018 Erw 4.6). Es rechtfertigt es sich im Folgenden nachfolgende Be-
merkungen zu den weiteren Rügen der Beschwerdeführerinnen anzubringen:

5.1 Die Beschwerdeführerinnen berufen sich darauf, erfahren zu haben, dass ein 
Baugesuch resp. eine Voranfrage für den Bau eines Wohnhauses am Standort 
zwischen der Antenne und dem Gebäude Südwest, F.________, hängig sei, wel-
ches in der Immissionsprognose der Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt sei. 
Für diese geplante Baute sei eine Immissionsprognose zu erstellen.

Nach BGE 128 II 340 (=Pra 12/2002 Nr. 205 Erw. 3.3) sei die zum Zeitpunkt der 
Beurteilung vorliegende Nutzung von Gebäuden und Grundstücken zu Grunde zu 
legen. Geplante Nutzungserweiterungen sollen dann berücksichtigt werden, wenn 
entsprechende Projekte im Baubewilligungsverfahren bereits öffentlich aufgelegt 
seien (Replik S. 14 f. Rz. 29 ff.; Triplik S. 9 f. Rz. 21).

5.2 Die Beschwerdeführerinnen unterlassen es, ihre 'Kenntnisse' mit einer Amts-
blattpublikation eines entsprechenden Baugesuchs oder beispielsweise der Foto-
grafie eines errichteten Baugespanns auf KTN 002.________ (vgl. § 78 Abs. 2 
PBG) zu untermauern. Auf der Basis einer gänzlich unsubstantiierten, auf Hören-
sagen beruhenden Behauptung besteht im Rahmen des vorliegenden Verfahrens 
kein Anlass zur Annahme, es sei ein Baugesuch für ein neues Wohnhaus auf dem 
ausserhalb der Bauzone gelegenen Grundstück KTN 002.________ an einem 
Standort zwischen der Antenne und dem OMEN 2 hängig, welches gestützt auf 
Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV beim Baugesuch der Beschwerdegegnerin zu berücksich-
tigen wäre (BGE 128 II 340 Erw. 4.1). Entsprechend sind auch keine Beweis-
massnahmen hierüber zu treffen.

6.1 Dass das AfU - in Anwendung der vom BAFU (übergangsrechtlich) empfoh-
lenen Methode - die Strahlung adaptiver Antennen wie bei konventionellen An-
tennen nach dem "Worst-Case"-Szenario, d.h. dem maximalen Gesprächs- und 
Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und basierend auf Antennendiagram-
men beurteilt hat, die für jede Senderichtung den maximal möglichen Antennen-
gewinn berücksichtigen, ist nicht zu beanstanden (vgl. Erw. 1.5.1 ff. hiervor). Ge-
stützt auf die ihm in Art. 38 Abs. 3 USG übertragene Kompetenz, die anzuwen-
denden Prüf-, Mess- und Berechnungsmethoden zu bestimmen, hat der Bundesrat 
in Art. 12 Abs. 2 und Art. 14 Abs. 2 NISV festgelegt, dass das BAFU die für die 
Ermittlung und Kontrolle der Immissionen geeigneten Mess- und Berechnungs-
methoden empfiehlt. Darauf lassen sich die Vollzugs - und Messempfehlungen des 

24

BAFU in den erwähnten Informations- und Erläuterungsschreiben (Erw. 3.3.1 ff. 
hiervor) - unbeachtlich ihrer vorläufigen Natur - ohne weiteres abstützen (vgl. dazu 
auch VGE III 2021 50 vom 28.8.2021 Erw. 4.1.3; VGE II 2020 134 vom 21.12.2020 
Erw. 4.1.3 in fine; Urteil 100.2020.27U des Verwaltungsgerichts Bern vom 6.1.2021 
Erw. 4.3).

6.2.1  Vorliegend sind Multibandantennen geplant. Die beiden Antennen, welche 
im Frequenzbereich von 1400-3600 MHz senden, gelten als kombinierte Anlagen, 
für welche nach wie vor ein Anlagegrenzwert von 5 V/m gilt (vgl. Erläuterungen 
des BAFU zur Änderung der NISV, Verordnungspaket Umwelt Frühling 2019, vom 
17.4.2019 Ziff. 4.5; Erw. 1.4 hiervor).

Das 1400 MHz-Band war im Zeitpunkt des NISV-Nachtrags vom 28. März 2013 
noch nicht vergeben, sondern wurde erst im Februar 2019 dem Mobilfunk zuge-
wiesen (Erw. 1.4 hiervor). Im Hinblick auf diese Frequenzvergabe hat die Schwei-
zerische Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute (Cercl'Air) die Empfehlung Nr. 33 
vom 16. April 2018 herausgegeben, worin für das neue, im NISV-Nachtrag noch 
nicht berücksichtigte 1400 MHz-Band empfohlen wurde, dieses entweder dem 
Low-Band (bis 900 MHz) oder dem High-Band (ab 1800 MHz) zuzuordnen. Bezüg-
lich der Ausschöpfung des Anlagegrenzwertes, der in diesem Fall in jeder denkba-
reren Kombination von Frequenzbändern 5 V/m betrage, seien beide Zuordnungen 
gleichwertig. Mithin wurde eine frequenzbandübergreifende Zusammenfassung 
der Sendeleistungen zu einer Summenleistung unter Berücksichtigung des 1400 
MHz-Bandes als zulässig erachtet, da der Anlagegrenzwert in diesem Fall in jeder 
denkbareren Kombination von Frequenzbändern 5 V/m beträgt. Dies gilt weiterhin, 
nachdem die NISV in Anhang 1 Ziff. 64 lit. c NISV nun für sämtliche Anlagen, die 
weder von lit. a noch lit. b dieser Bestimmung erfasst werden - und damit auch für 
die Kombination von Frequenzbändern unter Einbezug des 1400 MHz-Bandes ei-
nen einheitlichen Anlagegrenzwert von 5 V/m vorschreibt. Es ist daher nicht zu 
beanstanden, dass auch für eine solche Kombination von Frequenzbändern um-
hüllende Antennendiagramme verwendet werden, wie dies für die rechnerische 
Prognose gemäss NISV-Nachtrag Ziff. 3.2.1 explizit vorgesehen ist (vgl. auch BR-
GE III Nr. 0231/2020 vom 16.12.2020 Erw. 8.3; Urteil BGer 1C_254/2017 vom 
5.1.2018 Erw. 4.3).

6.2.2  Wie die Beschwerdeführerinnen zutreffend ausführen (Beschwerde vom 
22.3.2021 S. 34 f. Rz. 87 f.), wurde im 'Adaptive Antennen'-Nachtrag vom 23. Fe-
bruar 2021 (S. 8 Kap. 3.3) festgelegt, dass die Bildung von Summenleistungen 
zwischen adaptiven und nicht-adaptiven Antennen im selben Antennengehäuse 
nicht zulässig ist, da deren Beurteilung nicht der gleiche massgebende Betriebs-

25

zustand zugrunde liege. Im Zusatzblatt 2 des Standortdatenblattes müsse dekla-
riert werden, ob eine Antenne adaptiv oder nicht-adaptiv betrieben werde.

Diese (geänderten) Voraussetzungen gelten indes nicht, soweit die Strahlung ad-
aptiver Antennen nach der vom BAFU (übergangsrechtlich) empfohlenen Methode 
wie bei konventionellen Antennen nach der technologieneutralen "Worst-Case"-
Szenario (vgl. dazu Erw. 1.5.1 ff. und Erw. 6.1 hiervor) - beurteilt werden. Solange 
die Sendeleistung von adaptiven Antennen nach der Worst-Case-Me-thode be-
rechnet und bewilligt wird, ist es unerheblich, welcher Anteil der Sendeleistung ad-
aptiv oder konventionell ausgestrahlt wird (angefochtener RRB Nr. 145/2021 vom 
23.2.2021 Erw. 4.2 in fine). Erst mit der Anwendung des Nachtrags ist der mass-
gebende Betriebszustand mit den zwei Parametern (Adaptiver Betrieb ja oder 
nein; Anzahl Sub-Arrays) zu ergänzen und ein aktualisiertes Standort-datenblatt 
nachzureichen, in welchem adaptive Antennen, die mit nicht-adaptiven Antennen 
im selben Antennengehäuse verbaut sind, in einer separaten Spalte aufzuführen 
und zu berechnen sind ('Adaptive Antennen'-Nachtrag Kap. 2 i.V.m. Kap. 3.3.1). 
Letzteres trifft vorliegend nicht zu.

6.3 Die im weiteren vorgebrachten immissionsrechtlichen Rügen betreffend:

- die Verletzung von Anhang 1 Ziff. 63 NISV und Art. 11 Abs. 2 NISV (Beschwer-
de vom 22.3.2021 S. 8 f. Rz. 16 ff.; Replik vom 12.5.2021 S. 4 ff. Rz. 2 ff.; Tri-
plik vom 30.6.2021 S. 4 Rz. 2 ff.).

- die Verletzung von Art. 12 Abs. 1 und 2 NISV (Beschwerde vom 22.3.2021 
S. 14 Rz. 31 ff.; Replik vom 12.5.2021 S. 11 f. Rz. 18 ff.; Triplik vom 30.6.2021 
S. 8 f. Rz. 14 ff.).

- Verletzung des Vorsorgeprinzips (Art. 4 NISV, Art. 11 USG, Art 74 BV) (Be-
schwerde vom 22.3.2021 S. 19 ff. Rz. 51 ff.; Replik S. 16 ff. Rz. 36 ff.).

wurden vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen auch in einem parallelen 
Verfahren (VGE III 2021 50) grösstenteils wortgleich vorgetragen. Das Verwal-
tungsgericht hat sich im Entscheid VGE III 2021 50 vom 26. August 2021 in 
Erw. 4.1.3 ff. eingehend damit auseinandergesetzt. Hierauf kann verwiesen wer-
den. 

7. Zusammenfassend werden der RRB Nr. 145/2021 vom 23. Februar 2021 
sowie der GRB Nr. 232 vom 21. August 2020 und der Gesamtentscheid vom 
16. Juli 2020 aufgehoben und die Sache wird im Sinne von Erw. 2.6.1 und 
Erw. 3.5.1 zur vertieften Sachverhaltsabklärung und neuem Entscheid an die Vor-
instanz Ziff. 2 zurückgewiesen. 

26

8.1 Eine Rückweisung der Sache zu weiterer Abklärung und zu neuem Ent-
scheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die Frage der 
Auferlegung der Gerichtskosten (wie auch der Zusprechung einer Parteientschädi-
gung) als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei, und zwar unabhängig da-
von, ob die Rückweisung überhaupt beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wurde (vgl. Urteil BGer 
1C_266/2020 vom 4.1.2021 Erw. 4, mit Hinweise auf BGE 141 V 281 Erw. 11.1 
und Urteil 1C_283/2019 vom 24.7.2020 Erw. 5, je mit Hinweisen; Urteil BGer 
1C_597/2014 vom 1.7.2015 Erw. 6.1).

8.2 Die Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens von insgesamt Fr. 2'000.-- 
sind neu je zu einem Drittel von der Beschwerdegegnerin (Fr. 670.--) dem Kanton 
Schwyz (Fr. 665.--) und der Gemeinde Muotathal (Fr. 665.--) zu tragen (Art. 72 
Abs. 2 VRP).

8.3 Die Beschwerdegegnerin, der Kanton Schwyz und die Gemeinde Muotathal 
haben den beanwalteten Beschwerdeführerinnen zudem für das regierungsrätliche 
Beschwerdeverfahren eine angemessene Parteientschädigung auszurichten (§ 74 
Abs. 1 VRP). Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechts-
anwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der in §§ 14 und 15 or-
dentlicheweise für das Honorar in Verfahren vor Verwaltungsbehörden einen 
Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 4'800.--, vor dem Verwaltungsgericht einen solchen 
von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, 
unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf je Fr. 350.-- (inkl. Baraus-
lagen und MwSt) (insgesamt Fr. 1'050.--) festgelegt. 

8.4 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanz-
leikosten und Barauslagen) von insgesamt von Fr. 3'000.-- sind dem Ausgang des 
Verfahrens entsprechend je zu 1/3 (Fr. 1'000.--) der Beschwerdegegnerin, dem 
Kanton Schwyz und der Gemeinde Muotathal aufzuerlegen (Art. 72 Abs. 2 VRP).

8.5 Die Beschwerdegegnerin der Kanton Schwyz und der Gemeinderat Muota-
thal haben den beanwalteten Beschwerdeführerinnen zudem eine Parteientschä-
digung auszurichten. Diese wird in Beachtung der vorstehend erwähnten Grund-
sätze (Erw. 8.3) und unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insge-
samt Fr. 3'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt, wobei jeweils 1/3 (je 
Fr. 1'000.--) zu Lasten der Beschwerdegegnerin, des Kantons Schwyz und der 
Gemeinde Muotathal gehen.

9. Rückweisungsentscheide, mit denen eine Sache zur neuen Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückgewiesen wird, sind in der Regel Zwischenentscheide, wel-

27

che nur unter der Voraussetzung von Art. 92 und 93 des Bundesgesetzes über 
das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) vom 17. Juni 2005 beim Bundesgericht an-
fechtbar sind (vgl. Urteil BGer 2C_525/2013 + 2C_526/2013 vom 2.7.2013 Erw. 2 
mit Hinweisen). Mithin ist fraglich, ob gegen diesen Zwischenentscheid eine 
selbständige Beschwerdemöglichkeit ans Bundesgericht gegeben ist. Um allen 
Eventualitäten gerecht zu werden, wird dieser Entscheid gleichwohl mit einer 
Rechtsmittelbelehrung versehen, wobei die Parteien daraus im Falle eines Weiter-
zuges nichts zu ihren Gunsten ableiten können.

28

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der RRB Nr. 145/2021 vom 
23. Februar 2021 sowie der GRB Nr. 232 vom 21. August 2020 und der 
Gesamtentscheid vom 16. Juli 2020 aufgehoben und die Sache wird im 
Sinne der Erwägungen zur vertieften Sachverhaltsabklärung und neuem 
Entscheid an die Bewilligungsbehörden (ARE und Gemeinderat) zurückge-
wiesen.

2.1 Die Verfahrenskosten des regierungsrätlichen Beschwerdeverfahrens von 
insgesamt Fr. 2'000.-- werden neu im Umfang von Fr. 670.-- der Beschwer-
degegnerin sowie von je Fr. 665.-- dem Kanton und der Gemeinde Muota-
thal auferlegt.

2.2 Die Beschwerdegegnerin, der Kanton Schwyz und die Gemeinde Muotathal 
haben den Beschwerdeführerinnen für das regierungsrätliche Verfahren ei-
ne Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) von je Fr. 350.-- (in-
kl. Barauslagen und MwSt) (insgesamt Fr. 1'050.--) zu bezahlen.

3.1 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanz-
leikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 3'000.-- werden zu je 1/3 
(je Fr. 1'000.--) der Beschwerdegegnerin, dem Kanton Schwyz und der Ge-
meinde Muotathal auferlegt. 

Der von den Beschwerdeführerinnen am 8. April 2021 geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 2'500.-- ist ihnen aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten.

Die Beschwerdegegnerin und die Gemeinde Muotathal haben ihre Betreff-
nisse von je Fr. 1'000.-- innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf 
das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen. Auf die 
kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet. 

3.2 Die Beschwerdegegnerin, der Kanton Schwyz und die Gemeinde Muotathal 
haben den beanwalteten Beschwerdeführerinnen eine Parteientschädigung 
von je Fr. 1'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) (insgesamt Fr. 3'000.--) zu 
entrichten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

29

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen (3/R; unter Beilage der 

Quadruplik der Beschwerdegegnerin vom 30.7.2021)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R)
- die Gemeinde Muotathal (R; unter Beilage der Quadruplik der Beschwerde-

gegnerin vom 30.7.2021)
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB; unter 

Beilage der Quadruplik der Beschwerdegegnerin vom 30.7.2021)
- das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB; unter Beilage der Quadruplik 

der Beschwerdegegnerin vom 30.7.2021)
- das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A)
- und das Bundesamt für Kommunikation BAKOM, 2501 Biel (A). 

Schwyz, 26. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 9. September 2021