# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3196ba6-3e3a-5b75-9d56-6ec9cf6feea4
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-28
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 28.05.2018 602 2018 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2018-4_2018-05-28.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2018 4
602 2018 5

Urteil vom 28. Mai 2018 

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Christian Pfammatter 
Richter: Johannes Frölicher 

Dominique Gross 
Gerichtsschreiber-Praktikant: Mischa Poffet

Parteien A.________ und B.________, C.________ und D.________, E.________ 
und F.________, G.________ und H.________, 

alle gemeinsam Beschwerdeführer,  

gegen

OBERAMT DES SEEBEZIRKS, Vorinstanz    

I.________ und J.________, Beschwerdegegner

Gegenstand Raumplanung und Bauwesen

Baubewilligungsverfahren – Fassadenhöhe

Beschwerde vom 9. Januar 2018 gegen die Entscheide vom 14. Dezember 
2017

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Sachverhalt

A. I.________ und J.________ (Beschwerdegegner) reichten am 24. November 2017 bei der 
Gemeinde Gurmels ein Baugesuch für den Neubau eines Minergie-P Zweifamilienhauses mit 
Autounterstand, Photovoltaikanlage und Erdsonde auf der Parzelle Art. kkk des Grundbuchs der 
Gemeinde Gurmels ein; diese Parzelle befindet sich gemäss dem am 16. Juni 2011 von der 
Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion genehmigten Zonennutzungsplan der Gemeinde in der 
Wohnzone schwacher Dichte WS. Das erwähnte Bauvorhaben wurde im Amtsblatt Nr. 4 vom 
27. Januar 2017 publiziert.

B. Gegen dieses Bauprojekt sind mehrere Einsprachen eingegangen; insbesondere haben 
auch A.________ und B.________, C.________ und D.________, E.________ und F.________, 
G.________ und H.________ (nachfolgend alle gemeinsam: Beschwerdeführer) Einsprachen 
erhoben.

C. Die Gemeinde Gurmels erstattete am 4. April 2017 ein positives Gutachten zum Bauvorha-
ben und übermittelte die Unterlagen an das Oberamt des Seebezirks (Vorinstanz). Am 23. Juni 
2017 hat auch das Bau- und Raumplanungsamt das Gesuch positiv begutachtet.

D. Mit Entscheiden vom 14. Dezember 2017 hat die Vorinstanz sämtliche Einsprachen abge-
wiesen und die Baubewilligung für den geplanten Neubau (unter bestimmten Bedingungen) erteilt. 
Insbesondere stellte die Vorinstanz in ihrem Einspracheentscheid fest, dass beim geplanten 
Zweifamilienhaus die Höhenmasse und namentlich die maximale Fassadenhöhe und die Gesamt-
höhe gemäss dem Planungs- und Baureglement der Gemeinde Gurmels vom Oktober 2009 (PBR) 
eingehalten seien.

E. Die Beschwerdeführer haben am 9. Januar 2018 gegen diese Entscheide Beschwerde an 
das Kantonsgericht erhoben (602 2018 4). Sie beantragen namentlich, die angefochtenen Ent-
scheide seien aufzuheben und die Baubewilligung sei zu verweigern. Eventualiter sei die Angele-
genheit an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht verlangen sie über-
dies die Erteilung der aufschiebenden Wirkung (602 2018 5).

Zur Begründung ihrer Beschwerde tragen sie im Wesentlichen vor, dass die Fassadenhöhe ge-
mäss Art. 16 PBR in der Wohnzone schwacher Dichte WS maximal 7 m betragen dürfe; diese 
Höhe werde mit dem geplanten Zweifamilienhaus, welches zwei Vollgeschosse und ein Attika-
geschoss aufweist, im Bereich dieses Attikageschosses deutlich überschritten. Die Gemeinde 
habe in der erwähnten Bestimmung nur ein Mass für die Fassadenhöhe definiert und nicht bei-
spielsweise nach trauf- und giebelseitigen bzw. "kleinen" und "grossen" Fassadenhöhen differen-
ziert. Diese im PBR definierte Fassadenhöhe müsse daher für alle Fassaden Anwendung finden, 
wie sich dies auch aus der Definition der Fassadenhöhe in Anhang 1 Ziff. 5.2 der Interkantonalen 
Vereinbarung vom 22. September 2005 über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB; 
SGF 710.7) und den einschlägigen Skizzen in Anhang 2 Ziff. 5.2 IVHB ergebe. Die Vorinstanz 
habe daher zu Unrecht die Baubewilligung erteilt und die Einsprachen abgewiesen.

F. Die Vorinstanz beantragt am 16. Januar 2018 unter Verweis auf die angefochtenen Ent-
scheide die Abweisung der Beschwerde.

G. Am 24. Januar 2018 beantragen auch die Beschwerdegegner die Abweisung der Be-
schwerde; die nachgesuchte Baubewilligung sei zu erteilen. 

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H. Mit Schreiben vom 26. Februar 2018 begehrt die Gemeinde sinngemäss um Abweisung der 
Beschwerde und verweist namentlich auf ihre positive Begutachtung. 

I. Auf die weiteren Vorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die Ent-
scheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen

1. 

Das Kantonsgericht ist aufgrund von Art. 141 Abs. 1 des kantonalen Raumplanungs- und Bau-
gesetzes vom 2. Dezember 2008 (RPBG; SGF 710.1) in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. c des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1) zur 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerdeführer sind als Eigentümer 
von benachbarten Parzellen bzw. als Nachbarn sowie als Einsprechende ohne weiteres zur Be-
schwerde legitimiert (Art. 141 Abs. 4 RPBG; Art. 76 lit. a VRG). Die Beschwerdefrist wurde einge-
halten (Art. 79 Abs. 1 VRG) und der Kostenvorschuss wurde rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG).

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.

Mit Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Die Unangemessenheit kann im 
hier zu beurteilenden Verfahren – soweit sich überhaupt entsprechende Ermessensfragen stel-
len – nur im Rahmen von Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung (RPG; SR 700) in Verbindung mit Art. 78 Abs. 2 lit. c VRG gerügt werden.

3.

Vorliegend ist aufgrund der Beschwerde streitig und zu prüfen, ob bei dem geplanten Zweifamili-
enhaus auf der Parzelle Art. kkk des Grundbuchs der Gemeinde Gurmels, welche sich in der 
Wohnzone schwacher Dichte WS befindet, die vorgegebenen Höhenmasse und insbesondere die 
maximale Fassadenhöhe eingehalten wird.

4.

4.1. Die IVHB ist für den Kanton Freiburg am 1. Januar 2010 in Kraft getreten. Gemäss Art. 2 
Abs. 1 IVHB übernehmen die Kantone mit ihrem Beitritt vereinbarte Baubegriffe und Messweisen 
im Rahmen ihrer verfassungsmässigen Zuständigkeiten. Die Begriffe der IVHB müssen nicht voll-
umfänglich in das kantonale Recht (bzw. innerhalb der vom kantonalen Recht gesetzten Grenzen 
in das kommunale Recht) übernommen werden; wo ein Begriff nicht gebraucht wird, muss er auch 
nicht übernommen werden (siehe Botschaft Nr. 67 vom 15. April 2008 des Staatsrats an den 
Grossen Rat zum Gesetzesentwurf über den Beitritt des Kantons Freiburg zur IVHB, S. 34). Die 
Mitgliedskantone dürfen jedoch die Begriffe der IVHB nicht durch Baubegriffe und Messweisen, 
welche auf einer anderen Begrifflichkeit basieren bzw. eine andere Messweise vorsehen und damit 
den vereinheitlichten Regelungsgegenständen widersprechen, ergänzen bzw. solche Begriffe über 
die Anpassungsfrist hinaus weiterführen (Art. 2 Abs. 2 IVHB; STALDER/TSCHIRKY, in Fachhandbuch 
Öffentliches Baurecht, Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], 2016, N. 3.360). In der vor-

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erwähnten Botschaft wird hierzu auch ausgeführt, dass – mit Ausnahme der Begriffe und der 
Messweisen, die bereits durch das kantonale Recht definiert werden – die Gemeinden ihre Auto-
nomie im Bereich der Bauvorschriften behalten. Es werde ihnen nach wie vor möglich sein, beson-
dere, an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Regelungen vorzusehen. Allerdings sei es ihnen 
nicht möglich, für Begriffe, die bereits auf übergeordneter Ebene definiert sind, abweichende Defi-
nitionen zu bestimmen (vgl. S. 38 der Botschaft). Im Falle eines Widerspruches zwischen einer 
Bestimmung des Konkordates und einer Bestimmung aus dem kantonalen bzw. kommunalen 
Recht beansprucht die interkantonale Bestimmung mithin Vorrang (RAMUZ, Quelques questions 
sensibles liées à l’application du droit fribourgeois sur l’aménagement du territoire et les 
constructions, FZR 2012 S. 134). Laut Art. 4 Abs. 1 IVHB wird die Vereinbarung vom interkanto-
nalen Organ über die Harmonisierung der Baubegriffe vollzogen. Dieses Organ ist zudem zustän-
dig für die Erarbeitung und Publikation von Erläuterungen (Art. 4 Abs. 2 lit. c IVHB).

4.2. Nach Anhang 1 Ziff. 6.4 IVHB handelt es sich bei einem Attikageschoss um ein auf einem 
Flachdach aufgesetztes zusätzliches Geschoss; dieses muss bei mindestens einer ganzen Fassa-
de gegenüber dem darunter liegenden Geschoss um ein festgelegtes Mass zurückversetzt sein. 
Art. 79 des kantonalen Ausführungsreglements vom 1. Dezember 2009 zum Raumplanungs- und 
Baugesetz (RPBR; SGF 710.11) legt dieses Mass der Zurückversetzung auf 2.50 m fest. Das PBR 
spricht sich hierüber nicht weiter aus und regelt auch die Dachformen für das streitbetroffene Ge-
biet nicht näher. Demnach sind (auch) Flachdächer mit Attikageschossen – sofern sie namentlich 
den erwähnten Bestimmungen entsprechen – in der hier zu beurteilenden Wohnzone schwacher 
Dichte WS grundsätzlich zulässig, was in der Beschwerde auch nicht bestritten wird.

4.3. Die IVHB regelt weiter in ihrem Anhang 1 Ziff. 5.2 die Fassadenhöhe. Diese wird definiert 
als der grösste Höhenunterschied zwischen der Schnittlinie der Fassadenflucht mit der Oberkante 
der Dachkonstruktion und der dazugehörigen Fassadenlinie. In den IVHB-Erläuterungen vom 
3. September 2013 des Interkantonalen Organs Harmonisierung Baubegriffe (nachfolgend IVHB-
Erläuterungen) wird hierzu näher ausgeführt, dass die Definition der Fassadenhöhe in der IVHB es 
zulasse, dass die Kantone das zulässige Mass der Fassadenhöhe je nach Gebäudeseite differen-
zieren und beispielsweise für traufseitige- und giebelseitige Fassaden sowie für berg- und talsei-
tige Fassaden unterschiedlich festlegen. Denkbar seien auch Regelungen, die bei Gebäuden am 
Hang die Erhöhung der talseitigen Fassadenhöhe um jenes Mass erlauben, um welches sie berg-
seits reduziert wird (Ausführungen in den Erläuterungen zur Fassadenhöhe, Ziff. 6).

Die Gesamthöhe schliesslich ist nach Anhang 1 Ziff. 5.1 IVHB der grösste Höhenunterschied zwi-
schen dem höchsten Punkt der Dachkonstruktion und den lotrecht darunter liegenden Punkten auf 
dem massgebenden Terrain.

5.

5.1. Das PBR bestimmt in dessen Art. 16, dass die Fassadenhöhe in der Wohnzone schwacher 
Dichte WS maximal 7 m betragen darf. Weiter wird ebenfalls in Art. 16 PBR für dieselbe Zone eine 
Gesamthöhe von 9 m definiert.

5.2. Die geplante Flachdachbaute mit zwei Wohneinheiten weist einen Grundriss von rund 
162 m2 auf (ca. 15.8 m x 10.3 m). Sie umfasst ein Erdgeschoss, ein Obergeschoss sowie ein Atti-
kageschoss mit Wohnräumen (ca. 9.7 m x 4.3 m). Dieses Attikageschoss befindet sich im südöstli-
chen Teil der Gebäudegrundfläche und ist dort gegenüber den unteren Etagen nicht zurückver-
setzt, d.h. es liegt bündig zu den unteren Etagenfassaden. Im Übrigen befindet sich beim nördli-
chen Teil des entsprechenden Flachdaches eine Solaranlage (ca. 40 m2) und im südwestlichen 
Teil eine Terrasse (ca. 41.65 m2), welche mit einer Brüstung abgeschlossen wird.

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In casu ist unbestritten, dass das geplante Zweifamilienhaus (gemessen beim Attikageschoss) 
eine Gesamthöhe von maximal 8.80 m aufweist (vgl. so die Ausführungen in der Beschwerde-
antwort; gemäss Plan Schnitt BB: Oberkant Dachrand 8.70 m; Oberkant Dach 8.61 m), und dass 
damit die zulässige Gesamthöhe von 9 m nicht überschritten wird. Im Bereich der Brüstung auf der 
Terrasse des Flachdaches ergibt sich zudem aus den Plänen eine Höhe von ca. 6.62 m 
(vgl. Schnitt BB; Oberkant Brüstung: 6.62 m), so dass in diesem Bereich die zulässige Fassaden-
höhe von 7 m ebenfalls ohne weiteres eingehalten wird. Fraglich ist jedoch, ob die Fassadenhöhe 
auch beim Attikageschoss (südöstlich, d.h. im Bereich, wo das Attikageschoss bündig zu den unte-
ren Etagenfassaden verläuft) auf 7 m zu beschränken ist.

5.3. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid dargelegt, dass – wenn auf die Definition 
der Fassadenhöhe nach Anhang 1 Ziff. 5.2 IVHB abgestellt würde, "wohl tatsächlich davon auszu-
gehen" wäre, "dass bei einem bündig über den Untergeschossen liegenden Teil des Attikage-
schosses dieser Teil bei der Berechnung der Fassadenhöhe mitzuzählen ist". Indessen sei ihrer 
Ansicht nach die in Art. 16 PBR vorgesehene Fassadenhöhe "wohl nicht in diesem Sinne zu ver-
stehen". Die Vorinstanz begründet dies insbesondere damit, dass ansonsten bei einem Giebel-
dach die giebelseitige Fassadenhöhe (bei einer Baute im flachen Gelände) stets gleichbedeutend 
mit der Gebäudehöhe (recte: Gesamthöhe) wäre; damit würde die zulässige Gesamthöhe zwin-
gendermassen auf die maximale Fassadenhöhe reduziert. Gleichermassen würde auch bei einer 
Baute mit Pultdach die maximale Fassadenhöhe von 7 m automatisch auch die maximale Ge-
samthöhe auf 7 m beschränken. Das bedeutete nach Ansicht der Vorinstanz, dass für solche 
Bauten die in Art. 16 PBR vorgesehene maximale Gesamthöhe von 9 m sinn- und bedeutungslos 
wäre. Der Umstand, dass Art. 16 PBR einen Unterschied zwischen der maximalen Gesamthöhe 
(9 m) und der maximalen Fassadenhöhe (7 m) vorsehe, spreche indes dafür, dass Attikage-
schosse auch dann, wenn sie in Teilen auf der Fassadenflucht der darunter liegenden Geschosse 
stehen, nur für die Gesamthöhe der Baute, nicht aber für die Fassadenhöhe mitzuberücksichtigen 
wären. So sei gestützt auf Art. 16 PBR bei Bauten mit Giebeldächern allein die seitliche (traufsei-
tige) Fassadenhöhe massgeblich und nicht die entsprechende giebelseitige Höhe. Auch ange-
sichts des Ausmasses des vorliegend geplanten Attikageschosses, welches nur rund einen Viertel 
der gesamten Fassadenbreiten des Gebäudes (bündig) einnehme und lediglich etwa 28 % der 
Gebäudegrundfläche ausmache, rechtfertige es sich, dieses Geschoss für die Bemessung der 
Fassadenhöhe im Sinne von Art. 16 PBR nicht zu berücksichtigen.

Entsprechend argumentierten auch die Beschwerdegegner in ihrer Stellungnahme vom 24. Januar 
2018 im Wesentlichen, dass Art. 16 PBR einzig die "kleine" Fassadenhöhe, d.h. die Fassadenhöhe 
bis zur Brüstung auf der Terrasse, definiere. Die "grosse" Fassadenhöhe ergebe sich durch die 
Gesamthöhe bzw. sei dieser gleichzustellen; andernfalls ergebe die Definition der Gesamthöhe gar 
keinen Sinn. Bei ihrem Bauvorhaben betrage die "kleine" Fassadenhöhe bis zum Abschluss der 
Brüstung maximal 6.05 m (recte: 6.62 m), und auch die Gesamthöhe sei ohne weiteres eingehal-
ten. Entsprechend erweise sich ihr Projekt als zulässig.

5.4. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, kann dieser Argumentation nicht gefolgt werden.

5.4.1. Wie erwähnt, bestimmt das PBR in dessen Art. 16, dass die Fassadenhöhe in der Wohn-
zone schwacher Dichte WS maximal 7 m betragen darf. Es verweist dabei auf Anhang 1 Ziff. 5.2 
IVHB (siehe die Tabelle in Art. 16 PBR: "Fassadenhöhe [in m] […] [* Ziff. 5.2 Anhang IVHB]: 
Wohnzone schwacher Dichte WS: 7"). Aus der vorgenannten Regelung der Fassadenhöhe ge-
mäss Anhang 1 Ziff. 5.2 IVHB, welche als der grösste Höhenunterschied zwischen der Schnittlinie 
der Fassadenflucht mit der Oberkante der Dachkonstruktion und der dazugehörigen Fassadenlinie 
definiert wird, in Verbindung mit den Skizzen in Anhang 2 Ziff. 5.2 IVHB ergibt sich deutlich, dass 

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bei Bauten mit Attikageschoss die "grosse" Fassadenhöhe (gemäss der Skizze: die Fassadenhöhe 
für die Seitenfassade) erst mit der Oberkante der Dachkonstruktion und damit mit dem Attikage-
schoss abgeschlossen wird. So wird namentlich auch in der Literatur dargelegt, dass die Fassa-
denhöhe giebelseits bis zum Dachfirst reicht bzw. auch das Attikageschoss umfasst (siehe nur 
HÄUPTLI, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 2013, S. 733 f.; BÖSCH, Harmonisie-
rung der Bauvorschriften – oder gleich Vereinfachung der Bauvorschriften?, PBG 2017 S. 16). Ge-
stützt auf diese Regelung kann – entgegen der Ansicht der Vorinstanz und der Beschwerdegeg-
ner – nicht davon ausgegangen werden, dass es ausreicht, wenn lediglich eine Fassade bzw. die 
"kleinere" Fassade die in Art. 16 PBR vorgegebenen Masse der Fassadenhöhe einhält (vgl. auch 
HÄUPTLI, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 2013, S. 733, wonach die Fassaden-
höhe für jede Fassade separat berechnet wird).

Nach dem Vorgesagten bleibt es den Kantonen bzw. den Gemeinden zwar unbenommen, das 
zulässige Mass der Fassadenhöhe differenziert festzulegen. Von dieser Möglichkeit hat die Ge-
meinde im hier zu beurteilenden PBR jedoch keinen Gebrauch gemacht; das PBR verzichtet da-
rauf, verschiedene Fassadenhöhen zu definieren, vielmehr wird der Begriff der Fassadenhöhe in 
Art. 16 PBR ohne jegliche Differenzierung bzw. Einschränkung verwendet und aus der Bestim-
mung ist in keiner Weise ersichtlich, dass mit dem generellen Begriff der "Fassadenhöhe" lediglich 
die "kleine" Fassadenhöhe definiert werden sollte. Wie dargelegt ist es nicht möglich, für Begriffe, 
die in der IVHB definiert werden, abweichende Definitionen zu bestimmen bzw. diese nur teilweise 
zu übernehmen. Folglich geht es – ohne Differenzierung bzw. Einschränkung im PBR hinsichtlich 
verschiedener Fassadenhöhen – nicht an, implizit davon auszugehen, dass mit dem generellen 
Begriff der Fassadenhöhe in Art. 16 PBR lediglich die "kleine" Fassadenhöhe definiert werde, ob-
wohl diese in Anhang 1 Ziff. 5.2 IVHB als "der grösste Höhenunterschied zwischen der Schnittlinie 
der Fassadenflucht mit der Oberkante der Dachkonstruktion und der dazugehörigen Fassaden-
linie" definiert wird und sich aus den Skizzen in Anhang 2 Ziff. 5.2 IVHB deutlich ergibt, dass das 
bündig anliegende Attikageschoss ebenfalls zur Fassadenhöhe zählt.

5.4.2. Dies ergibt sich überdies auch aus Sinn und Zweck der Beschränkung der Fassadenhöhe. 
So wird doch in den IVHB-Erläuterungen zur Fassadenhöhe ausgeführt, mit der Festlegung der 
Fassadenhöhe werde das Mass begrenzt, in dem die Fassaden in Erscheinung treten dürfen 
(siehe die Ausführungen in den Erläuterungen zur Fassadenhöhe, Ziff. 1, 2 und 4). Würde aus der 
generellen Definition der Fassadenhöhe im vorliegenden PBR geschlossen, dass diese nur für die 
"kleine" bzw. "kleinste" Fassadenhöhe gilt und im Übrigen auf die Gesamthöhe abzustellen ist, 
würde dieser Zweck unterlaufen. Dabei ist nochmals zu erwähnen, dass es den Gemeinden 
grundsätzlich durchaus offen steht, differenzierte Fassadenhöhen oder auch lediglich die "kleine" 
Fassadenhöhe und die Gesamthöhe festzusetzen; dies bedarf jedoch einer klaren gesetzlichen 
Regelung und kann nicht aus dem generellen Begriff der "Fassadenhöhe" abgeleitet werden.

5.4.3. Namentlich kann entgegen der Argumentation der Vorinstanz bzw. der Beschwerdegegner 
auch aus dem Umstand, dass die maximale Gesamthöhe von 9 m nicht bei jeder Dachform aus-
genutzt werden kann, nicht abgeleitet werden, dass mit dem (in Art. 16 PBR nicht weiter einge-
schränkten) Begriff der Fassadenhöhe lediglich die "kleine" bzw. die "kleinste" Fassadenhöhe ge-
meint sei und jegliche weiteren Fassaden nur die definierte maximale Gesamthöhe einhalten 
müssten. Auch ist es gerade bei Flachdachbauten mit einem Attikageschoss grundsätzlich mög-
lich, durch entsprechende Zurückversetzung dieses Geschosses zu erreichen, dass es für die Be-
rechnung der Fassadenhöhe nicht berücksichtigt wird und damit die Gesamthöhe von 9 m ausge-
nutzt werden kann. Die Vorinstanz bzw. die Beschwerdegegner können daher aus diesem Argu-
ment nichts zu ihren Gunsten ableiten.

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5.4.4. Schliesslich sind auch keine triftigen Gründe ersichtlich, um von dem klaren, eindeutigen 
und unmissverständlichen Wortlaut in Art. 16 PBR abzuweichen bzw. um den nicht weiter einge-
schränkten Begriff der Fassadenhöhe anders zu verstehen, als dies in Anhang 1 Ziff. 5.2 und den 
entsprechenden Skizzen in Anhang 2 Ziff 5.2 IVHB vorgesehen ist (vgl. zur Auslegung bei einem 
klaren, eindeutigen und unmissverständlichen Wortlaut BGE 143 II 268 E. 4.3.1). Solche Gründe 
ergeben sich ferner auch nicht aus dem positiven Gutachten der Gemeinde vom 5. April 2017, 
welche hinsichtlich der Fassadenhöhe ohne weitere Begründung festgehalten hat, dass bei Flach-
dachbauten die Fassadenhöhe bis zur Oberkante der Brüstung gemessen werde und bei deren 
Berechnung daher das Attikageschoss nicht berücksichtigt werde. Soweit die Beschwerdegegner 
zudem in ihrer Stellungnahme vorbrachten, dass ihre Architekten schon diverse ähnliche Projekte 
realisiert hätten, bei denen die "grosse" Fassadenhöhe der Gesamthöhe gleichgestellt worden sei, 
ist darauf hinzuweisen, dass auf diese Vergleichsobjekte schon deshalb nicht abgestellt werden 
kann, weil sie in anderen Gemeinden realisiert wurden und daher anderen baupolizeilichen Vor-
schriften unterliegen.

5.4.5. Es ist demnach zu schliessen, dass die maximale Fassadenhöhe von 7 m bei dem hier zu 
beurteilenden Zweifamilienhaus in der Wohnzone schwacher Dichte WS auch im südöstlichen Be-
reich, wo das Attikageschoss gegenüber den unteren Etagen nicht zurückversetzt ist und bündig 
zu den unteren Etagenfassaden verläuft, eingehalten werden muss.

6.

Damit ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Unrecht feststellte, dass das geplante Bauvorhaben der 
Beschwerdegegner auf der Parzelle Art. kkk die Fassadenhöhe einhält. Die Vorinstanz hat daher 
die Einsprache der Beschwerdeführer zu Unrecht abgewiesen und die Baubewilligung erteilt. Die 
Beschwerde (602 2018 4) ist folglich gutzuheissen und der angefochtene Einspracheentscheid 
und die Baubewilligung vom 14. Dezember 2017 sind aufzuheben.

Wie erwähnt und wie dies auch in den IVHB-Erläuterungen festgehalten wird, steht es der Ge-
meinde gegebenenfalls frei, im PBR für die Fassadenhöhe Differenzierungen vorzusehen; dies 
muss jedoch auf dem planungsrechtlichen Weg erfolgen.

7.

Mit dem sofortigen Entscheid in der Sache wird das Gesuch der Beschwerdeführer um Erteilung 
der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos (602 2018 5).

8.

8.1. Die Verfahrenskosten sind auf CHF 2'500.- festzusetzen. Sie sind dem Verfahrensausgang 
entsprechend zu drei Vierteln, mithin zu CHF 1'875.-, den unterliegenden Beschwerdegegnern, 
welche am Beschwerdeverfahren teilgenommen und das Baubewilligungsgesuch aufrechterhalten 
haben, solidarisch aufzuerlegen (Art. 131 f. VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 
17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; 
SGF 150.12]; Urteil BGer 1C_233/2009 vom 30. September 2009 E. 3). Dem Staat Freiburg wer-
den keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 133 VRG). Der Kostenvorschuss in der Höhe von 
CHF 2'500.- wird den obsiegenden Beschwerdeführern zurückerstattet.

8.2. Es wird keine Parteientschädigung gewährt.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde (602 2018 4) wird gutgeheissen und die Entscheide der Vorinstanz vom 
14. Dezember 2017 werden aufgehoben.

II. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird als gegenstandslos 
abgeschrieben (602 2018 5).

III. Die Verfahrenskosten von CHF 2'500.- werden zu drei Vierteln, ausmachend CHF 1'875.- 
den Beschwerdegegnern solidarisch auferlegt. Der Kostenvorschuss von CHF 2'500.- wird 
den Beschwerdeführern zurückerstattet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 28. Mai 2018/dgr

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Praktikant: