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**Case Identifier:** 13a73a83-69fd-59f0-bd2d-37d344efad79
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.05.2025 100 2022 386
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-386_2025-05-06.pdf

## Full Text

100.2022.386U
HER/SPM/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Mai 2025

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichter Tissot
Gerichtsschreiberin Spiess

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Sozialhilfeabhängigkeit (Entscheid der Sicherheitsdirektion des 
Kantons Bern vom 23. November 2022; 2022.SIDGS.287)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ (Jg. 1963), Staatsbürger von Serbien, heiratete am 7. Oktober 
2002 eine Schweizer Bürgerin und erhielt gestützt darauf eine Aufenthalts-
bewilligung, welche in der Folge jährlich verlängert wurde. Das Paar hat ei-
nen Sohn (Jg. 1999) und eine Tochter (Jg. 2008), die beide abgeleitet von 
der Mutter über das Schweizer Bürgerrecht verfügen. Die Ehe von 
A.________ wurde am 16. Februar 2010 geschieden und die Kinder unter 
die elterliche Sorge der Mutter gestellt. Seine Aufenthaltsbewilligung wurde 
weiterhin jährlich verlängert, 2012 unter Bedingungen, 2013 verbunden mit 
einer Ermahnung. In den Jahren 2017 und 2019 wurde A.________ förmlich 
verwarnt und ihm der Widerruf bzw. die Nichtverlängerung seiner Aufent-
haltsbewilligung angedroht für den Fall, dass er weitere Betreibungen oder 
Schulden generiert und sich nicht um den Abbau seiner bestehenden Schul-
den bemüht. Mit Verfügung vom 29. März 2022 verweigerte das Amt für Be-
völkerungsdienste (ABEV), Migrationsdienst (MIDI), die Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung von A.________ und wies ihn unter Ansetzung einer 
Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Dagegen erhob A.________ am 2. Mai 2022 Beschwerde bei der Sicher-
heitsdirektion des Kantons Bern (SID). Diese wies die Beschwerde am 
23. November 2022 ab und setzte A.________ eine neue Ausreisefrist auf 
den 23. Januar 2023. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter 
amtlicher Beiordnung seines Rechtsvertreters für das Beschwerdeverfahren 
hiess sie gut.

C.

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Gegen den Entscheid der SID hat A.________ am 27. Dezember 2022 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene Ent-
scheid sei aufzuheben und seine Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern, 
eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die SID zurückzuweisen. 
Gleichzeitig ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung sei-
nes Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt.

Die SID beantragt mit Vernehmlassung vom 5. Januar 2023 die Abweisung 
der Beschwerde. Zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie sich 
eines Antrags enthalten.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG).

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Dem Beschwerdeführer wurde der Aufenthalt in der Schweiz ur-
sprünglich abgeleitet aus der im Jahr 2002 geschlossenen Ehe mit einer 
Schweizer Bürgerin bewilligt. Nach Scheitern der Ehe (Ehescheidung 
16.2.2010; Akten MIDI pag. 6 f.) bewilligte ihm das Amt für Migration und 
Personenstand des Kantons Bern (MIP; heute: ABEV) den Aufenthalt wei-
terhin gestützt auf Art. 50 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- 
und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20; Erlasstitel vor dem 1.1.2019: Bun-
desgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [Ausländergesetz, AuG]; 
seit dem 1.1.2025 ist Art. 50 AIG in der Fassung vom 14.6.2024 anwendbar, 
vgl. Art. 126g AIG; Zulassungscode 0322 [Akten MIDI pag. 125]). Bereits im 
Jahr 2012 hatte das MIP die Verlängerung an die Bedingung geknüpft, dass 
der Beschwerdeführer sich um eine dauerhafte Arbeitsstelle bemüht und sei-
nen laufenden finanziellen Verpflichtungen nachkommt, sodass keine neuen 
Schulden und Betreibungen entstehen; in den Folgejahren wurde er wieder-
holt ermahnt und verwarnt, letztmals mit Verfügung vom 28. Juni 2019 mit 
dem Hinweis, dass er Widerrufsgründe im Sinn von Art. 62 Abs. 1 Bst. c, d 
und e AIG setze (vgl. hinten E. 5.1.6). 

2.2 Ein Anspruch nach Art. 50 AIG erlischt unter anderem, wenn Wider-
rufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 AIG vorliegen (Art. 51 Abs. 2 Bst. b AIG). 
Ohne Belang ist, ob es sich um einen Anspruch nach Bst. a oder b von 
Art. 50 Abs. 1 AIG handelt. Sind solche Ansprüche aufgrund eines Wider-
rufsgrunds erloschen, bedarf es keiner (erneuten) Prüfung der Vorausset-
zungen dieser Ansprüche (vgl. etwa BGer 2C_582/2020 vom 10.12.2020 
E. 4 einleitend; VGE 2019/267 vom 14.12.2021 E. 4.1, 2020/36 vom 
13.4.2021 E. 4.2 [damals noch nach AuG]; BVR 2011 S. 289 E. 4). Sollte mit 
Beschwerde die gegenteilige Auffassung vertreten werden (vgl. Rz. 14, 19, 
20, 22), könnte dem nicht gefolgt werden. 

2.3 Nach Auffassung der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer aufgrund 
andauernder Sozialhilfeabhängigkeit den Widerrufsgrund nach Art. 62 

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Abs. 1 Bst. e AIG erfüllt, womit der gesetzliche Aufenthaltsanspruch nach 
Art. 50 Abs. 1 AIG erloschen sei. Dahingestellt liess sie, ob zusätzlich die 
Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 Bst. c und d AIG vorliegen (angefoch-
tener Entscheid E. 3.2). 

2.3.1 Der Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 Bst. e AIG ist erfüllt, wenn 
die ausländische Person oder eine Person, für die sie zu sorgen hat, auf 
Sozialhilfe angewiesen ist. Dieser Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung gestützt auf diesen Widerrufsgrund ist eine sozialge-
staltende bzw. wohlfahrtsrechtliche Massnahmen zur Wahrung öffentlicher 
finanzieller Interessen. Es geht in erster Linie darum, eine zusätzliche und 
damit künftige Belastung der öffentlichen Wohlfahrt zu vermeiden 
(JTA 2023/172 vom 21.11.2023 E. 3.2 [bestätigt durch BGer 2C_20/2024 
vom 17.4.2024]; Michael Spring, Der Bewilligungswiderruf im schweizeri-
schen Ausländerrecht, 2021, Rz. 173). Die Aufenthaltsbeendigung gestützt 
auf Art. 62 Abs. 1 Bst. e AIG fällt grundsätzlich in Betracht, wenn eine Person 
in bedeutendem Mass Sozialhilfe bezogen hat und nicht damit gerechnet 
werden kann, dass sie künftig selber für ihren Lebensbedarf aufkommen wird 
(BGer 2C_430/2023 vom 4.9.2024 E. 5.3.3, 2C_119/2023 vom 26.1.2024 
E. 4.3, 2C_642/2022 vom 7.2.2023 E. 3.2.1; BVR 2020 S. 121 [VGE 2019/5 
vom 30.10.2019] nicht publ. E. 5.3.1; JTA 2023/172 vom 21.11.2023 E. 3.2 
[bestätigt durch BGer 2C_20/2024 vom 17.4.2024]; VGE 2021/378 vom 
10.10.2024 E. 4.1). Dabei ist neben den bisherigen und den aktuellen Ver-
hältnissen auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere 
Sicht hin in die Beurteilung einzubeziehen; erforderlich ist die konkrete Ge-
fahr einer fortgesetzten Sozialhilfeabhängigkeit, blosse finanzielle Bedenken 
genügen nicht. Für die Beurteilung der Gefahr ist von den bisherigen und 
aktuellen Verhältnissen auszugehen und die wahrscheinliche finanzielle Ent-
wicklung auf längere Sicht abzuwägen (vgl. BGE 137 I 351 E. 3.9, 122 II 1 
E. 3c; BGer 2C_430/2023 vom 4.9.2024 E. 5.3.3, 2C_88/2024 vom 1.5.2024 
E. 5.1, je mit Hinweisen; ferner BGE 149 II 1 E. 4.4 [betreffend den Wider-
rufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG]). Ob die Sozialhilfeabhängigkeit 
selbstverschuldet ist, was den Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung erst rechtfertigt, bildet Teil der Prüfung der Verhältnis-
mässigkeit der Entfernungsmassnahme (statt vieler BGer 2C_536/2022 vom 

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13.1.2023 E. 3.1, 2C_716/2021 vom 18.5.2022 E. 2.2.1; BVR 2020 S. 121 
[VGE 2019/5 vom 30.10.2019] nicht publ. E. 5.3.1; vgl. hinten E. 5.1 ff.).

2.3.2 Der Beschwerdeführer hat im Zeitraum von Oktober 2016 bis 
Juni 2021 Sozialhilfeleistungen im Gesamtbetrag von rund Fr. 113'000.-- be-
zogen (Akten MIDI pag. 371). Die Unterstützungsbedürftigkeit dauert bis 
heute an; der Betrag dürfte sich entsprechend erhöht haben. Wie die 
Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, war dieser Betrag bereits im Juni 2021 
beträchtlich und erreicht zum heutigen Zeitpunkt die massgebliche Schwelle 
umso mehr (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2; BGer 2C_536/2022 vom 
13.1.2023 E. 3.3 mit Hinweisen; VGE 2019/85 vom 17.5.2024 E. 6.6.1).

2.3.3 Mit der Vorinstanz kann dem Beschwerdeführer zudem keine güns-
tige Prognose für die Zukunft gestellt werden (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 3.2): Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer nach seiner Einreise in 
die Schweiz mehrere Jahre, aber mit diversen Unterbrüchen, als … gearbei-
tet hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 2.2; Beschwerde Rz. 18). Inzwi-
schen liegt eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt Jahre zurück. Seit An-
fang Juli 2020 nimmt der Beschwerdeführer an einem Arbeitsintegrations-
programm in der Region Bern teil, zunächst zu 50 %; nach drei Wochen hat 
er das Pensum wegen aufkommender körperlicher Schmerzen auf 30 % re-
duziert. Er betätigt sich dabei …, in sitzender Position (Akten MIDI pag. 323). 
Vor Verwaltungsgericht hält er fest, dass er «freiwillig und ohne Lohn» ar-
beite und eine Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt wegen seiner 
gesundheitlichen Situation aussichtslos und unrealistisch sei (Beschwerde 
Rz. 16 und 35 f.). Konkrete Bemühungen um eine Integration in den ersten 
Arbeitsmarkt sind denn auch nicht dokumentiert (auch nicht für Teilzeitarbeit; 
vgl. auch hinten E. 5.1.6); ebenso fehlen andere Anzeichen, dass der Be-
schwerdeführer sich in absehbarer Zeit von der Sozialhilfe ablösen könnte 
oder wollte. Trotz anerkannter gesundheitlicher Einschränkungen (vgl. hin-
ten E. 5.1.2) finden sich schliesslich keine Hinweise in den Akten, dass nach 
den erfolglosen Rentenbegehren in absehbarer Zeit mit einer IV-Rente und 
damit einer Reduktion oder gar einer Ablösung von der wirtschaftlichen So-
zialhilfe zu rechnen ist (Akten MIDI pag. 237, 289 ff., 322, 341, 364 ff., 388). 

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2.4 Die Vorinstanz hat somit zu Recht auf das Vorliegen des Widerrufs-
grunds nach Art. 62 Abs. 1 Bst. e AIG geschlossen. Zwar würde die Weg-
weisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz dazu führen, dass er die 
bezogene wirtschaftliche Sozialhilfe nicht zurückbezahlen könnte, doch 
dürfte dies angesichts deren Höhe und seiner fehlenden Bemühungen um 
Integration im Arbeitsmarkt auch der Fall sein, wenn er im Land verbliebe 
(vgl. VGE 2011/43 vom 25.8.2011 E. 4.2.4 [bestätigt durch 
BGer 2C_814/2011 vom 16.12.2011]). Ob der Beschwerdeführer darüber 
hinaus den Widerrufsgrund nach Bst. c (mutwillige Verschuldung) resp. 
Bst. d von Art. 62 Abs. 1 AIG (Nichteinhalten von Bedingungen) erfüllt, kann 
unter diesen Umständen wie bereits im vorinstanzlichen Beschwerdeverfah-
ren dahingestellt bleiben (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2), wenn auch 
einiges dafür spricht (vgl. hinten E. 5.1.6 und 5.2). Ist jedenfalls der Wider-
rufsgrund des Sozialhilfebezugs erfüllt (Art. 62 Abs. 1 Bst. e AIG), kann sich 
der Beschwerdeführer nicht mehr auf einen Aufenthaltsanspruch nach 
Art. 50 AIG berufen.

3.

3.1 Der Beschwerdeführer beruft sich zu Recht nicht auf ein Aufenthalts-
recht, das auf dem Freizügigkeitsabkommen (FZA; SR 0.142.112.681) be-
ruht. Er verfügt als Staatsbürger von Serbien über keinen (originären) Auf-
enthaltsanspruch nach Art. 4 ff. FZA und hat ausserdem weder als Ex-Ehe-
mann einer Schweizer Staatsbürgerin noch als Vater einer minderjährigen 
Tochter mit Schweizer Staatsbürgerschaft (vgl. vorne Bst. A) Anspruch auf 
Anwesenheit im Rahmen des Familiennachzugs gemäss Art. 7 Bst. d i.V.m. 
Art. 3 Anhang I FZA.

3.2 Der Beschwerdeführer kann sich für ein Bleiberecht aber auf Art. 8 
der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) bzw. 
Art. 13 der Bundesverfassung (BV; SR 101) berufen. Sein bewilligter Aufent-
halt übersteigt den Richtwert von zehn Jahren deutlich (auch ohne Anrech-
nung des prozeduralen Aufenthalts; vgl. BGE 137 II 1 E. 4.3, 149 I 66 
E. 4.4), nach dessen Erreichen unter dem Aspekt des Rechts auf Schutz des 

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Privatlebens praxisgemäss davon auszugehen ist, dass seine sozialen Be-
ziehungen in der Schweiz so eng geworden sind, dass es für eine Aufent-
haltsbeendigung besonderer Gründe bedarf (BGE 144 I 266 E. 3.9, 
149 I 207 E. 5.3.4). Er kann sich zudem als Vater einer 17-jährigen Tochter 
mit Schweizer Bürgerrecht (vgl. vorne Bst. A) auf das Recht auf Schutz des 
Familienlebens berufen (ebenso angefochtener Entscheid E. 4 und 5.3). 
Nicht im Schutzbereich von Art. 8 EMRK und Art. 13 BV (Recht auf Famili-
enleben) liegt hingegen die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem 
volljährigen Sohn (BGE 145 I 227 E. 5.3 [Pra 109/2020 Nr. 11]).

4. 

4.1 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegwei-
sung sind auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn sie 
aufgrund einer Interessenabwägung als verhältnismässig erscheinen (Art. 5 
Abs. 2 BV und Art. 96 Abs. 1 AIG). Beeinträchtigt die Entfernungsmass-
nahme das Privat- und Familienleben (Art. 8 Ziff. 1 EMRK; Art. 13 Abs. 1 
BV), bilden Grundlage der Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK bzw. 
Art. 36 Abs. 3 BV (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.7, 144 II 1 E. 6.1, 143 I 21 E. 5.1; 
BVR 2015 S. 391 E. 4.1). Die von Art. 8 Ziff. 2 EMRK verlangte Interessen-
abwägung entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AIG, weshalb in ein und der-
selben Interessenabwägung geprüft werden kann, ob die gegen den Be-
schwerdeführer gerichtete Entfernungsmassnahme mit Art. 96 Abs. 1 AIG 
und Art. 8 Ziff. 2 EMRK vereinbar ist (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2; 
BGer 2C_805/2021 vom 31.5.2022 E. 6.2; JTA 2023/172 vom 21.11.2023 
E. 5.1 [bestätigt in BGer 2C_20/2024 vom 17.4.2024]).

4.2 Im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit sind die öffentli-
chen Interessen an der Entfernungsmassnahme gegen die privaten Interes-
sen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz abzuwä-
gen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Um-
stände im Einzelfall (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4, 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 
S. 543 E. 4.1). In der vorliegenden Konstellation sind namentlich folgende 
Kriterien zu berücksichtigen: die Schwere des Verschuldens an der Sozial-
hilfeabhängigkeit, der Anteil allfälligen weiteren Fehlverhaltens, der Grad der 

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Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit in der Schweiz sowie 
die der betroffenen Person und ihrer Familie drohenden Nachteile. Zu be-
achten ist auch die Qualität der sozialen, kulturellen und familiären Bezie-
hungen sowohl im Gast- wie auch im Heimatstaat (statt vieler 
BGer 2C_43/2022 vom 18.1.2023 E. 4.2). Hat die betroffene Person minder-
jährige Kinder, so sind in die Beurteilung auch deren Interessen gemäss dem 
Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (Kin-
derrechtskonvention, KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV zu berücksichtigen 
(BGE 143 I 21 E. 5.5.1, 135 I 153 E. 2.2.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.1; 
VGE 2021/46 17.1.2023 E. 5 [bestätigt durch BGer 2C_113/2023 vom 
27.9.2023]).

5.

Hinsichtlich des öffentlichen Interesses ergibt sich Folgendes:

5.1 Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während Jahren 
und in erheblichem Umfang Sozialhilfe bezogen (vgl. vorne E. 2.3.2).

5.1.1 Mit Blick auf die Gewichtung des öffentlichen Interesses ist zu unter-
scheiden, ob die Sozialhilfeabhängigkeit selbstverschuldet ist oder nicht 
(BGer 2C_746/2020 vom 4.3.2021 E. 6.4.2, 2C_937/2020 vom 18.2.2021 
E. 6.1, 2C_131/2020 vom 4.5.2020 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen). Für die 
Frage, ob der Beschwerdeführer seine Sozialhilfeabhängigkeit (teilweise) 
selbst verschuldet hat oder durch Krankheit an der Arbeitsaufnahme gehin-
dert wurde, ist der gesamte Zeitraum des Sozialhilfebezugs zu betrachten 
(BGer 2C_40/2023 vom 31.7.2023 E. 4.2 mit Hinweis auf 2C_1018/2016 
vom 22.5.2017 E. 6.3.2; VGE 2019/224 vom 14.7.2021 E. 7.1 [bestätigt 
durch BGer 2C_716/2021 vom 18.5.2022]; je betreffend Entfernungsmass-
nahmen).

5.1.2 Unbestrittenen ist, dass der Beschwerdeführer unter gesundheitli-
chen Einschränkungen leidet, insbesondere Arterielle Hypertonie, Diabetes 
mellitus Typ 2 und beginnende medialbetonte Gonarthorse rechts mit anhal-
tenden Knieschmerzen (Akten MIDI pag. 216 f., 287, 314 ff., 327 ff., 358 f.). 

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Ausserdem ist er seit September 2018 in ambulanter psychiatrischer Be-
handlung (mit Medikation) wegen chronisch rezidivierenden komplexen de-
pressiven Störungen (Akten MIDI pag. 384; Akten SID 3A1 Beilage 2). Strit-
tig ist, ob der Beschwerdeführer deshalb an der Arbeitsaufnahme gehindert 
war bzw. weiterhin gehindert wird.

5.1.3 Die Vorinstanz geht davon aus, dass dem Beschwerdeführer unter 
Berücksichtigung seiner gesundheitlichen Einschränkungen leichte bis mit-
telschwere wechselbelastende Tätigkeiten mit einem Arbeitspensum von 
mehr als 30 % zumutbar seien. In dem er seit einigen Jahren keine Arbeits-
bemühungen unternommen habe, sei ihm die Sozialhilfeabhängigkeit vor-
werfbar (angefochtener Entscheid E. 5.1.2). Der Beschwerdeführer entgeg-
net, aufgrund seiner körperlichen und psychischen Erkrankungen sei seine 
Sozialhilfeabhängigkeit nicht selbstverschuldet. Er sei schlicht nicht in der 
Lage, einer «normalen» Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt nachzuge-
hen, da ihn kein Arbeitgeber wegen seiner körperlichen Gebrechen anstellen 
würde. Dazu komme, dass er auf ein individuelles Setting angewiesen sei 
(vermehrte Pausen usw.), was kein Arbeitgeber bieten könne (Beschwerde 
Rz. 34 ff.).

5.1.4 Gemäss dem Vorbescheid der IV-Stelle des Kantons Bern (nachfol-
gend IV-Stelle) vom 28. Januar 2019 resp. der rechtskräftigen Verfügung 
vom 14. Juni 2019 bewirken die körperlichen Beschwerden des Beschwer-
deführers keine (langfristige) Invalidität (seit 13.6.2019 Invaliditätsgrad 0 %; 
vgl. Akten MIDI pag. 289 ff., 290). Auf seine zwei Wiedererwägungsgesuche 
ist die IV-Stelle nicht eingetreten, zuletzt am 6. Mai 2021, weil er nicht glaub-
haft dargelegt habe, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten 
Verfügung wesentlich verändert hätten. Die Unzumutbarkeit von schweren 
körperlichen Arbeiten habe sie bereits mit Verfügung vom 14. Juni 2019 an-
erkannt. Die neu eingereichten Arztberichte liessen darauf schliessen, dass 
dem Beschwerdeführer weiterhin leichte bis mittelschwere wechselbelas-
tende Tätigkeiten zumutbar seien. In psychiatrischer Hinsicht sei das ärztli-
che Zeugnis nicht ausreichend, um einen psychiatrischen Gesundheitsscha-
den mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit glaubhaft zu machen (Akten 
MIDI pag. 322, 364 f.). Am 11. Mai 2021 hat der Hausarzt dem Beschwerde-
führer aufgrund anhaltender rechtsseitiger Knieschmerzen bis auf weiteres 

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eine Arbeitsfähigkeit von 30 % attestiert (Akten MIDI pag. 358 f.). Dass der 
Beschwerdeführer aufgrund seiner psychischen resp. der anderen körperli-
chen Einschränkungen als der rechtsseitigen Knieschmerzen (vgl. vorne 
E. 5.1.2) arbeitsunfähig sein soll, ist nicht aktenkundig.

5.1.5 Gestützt auf die plausiblen Ausführungen der IV-Stelle ist mit der 
Vorinstanz davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer leichte bis mit-
telschwere wechselbelastende Tätigkeiten auch in einem höheren Pensum 
als 30 % durchaus zumutbar sind (angefochtener Entscheid E. 5.1.2). Ge-
genteiliges kann der Beschwerdeführer in keiner Weise nachvollziehbar auf-
zeigen, zumal er die vorinstanzliche Würdigung der Arztberichte bloss pau-
schal kritisiert und nicht substanziiert ausführt, weshalb die ärztlichen Be-
richte die Beurteilung der Invalidenversicherung vom 14. Juni 2019 ernsthaft 
in Frage stellen sollten (Beschwerde Rz. 39 f.). Dass dem Bericht der 
IV-Stelle grösseres Gewicht beigelegt wird als den Einschätzungen des 
Hausarztes, ist mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vereinbar (vgl. 
BGer 2C_96/2021 vom 19.10.2021 E. 6.2.1 mit Hinweisen). Generell ist zu-
dem anerkannt, dass sich in ausländerrechtlichen Verfahren aus (negativen) 
IV-Entscheiden durchaus entscheiderhebliche Information zur Arbeitsfähig-
keit Betroffener ableiten lässt (vgl. BGer 2C_23/2023 vom 16.2.2023 E. 4.1, 
2C_716/2021 vom 18.5.2022 E. 3.2.2 [betrifft VGE 2019/224 vom 
14.7.2021], 2C_288/2020 vom 18.8.2020 E. 4.2; VGE 2022/75 vom 
14.2.2024 E. 5.6.1; Marco Weiss, Betrachtung ausgewählter Massnahmen 
des Ausländerrechts, mit einem besonderen Blick auf die Rückstufung und 
die Verwarnung, in Jusletter 17.5.2021, Rz. 15). Da der Invaliditätsgrad des 
Beschwerdeführers 0 % beträgt und sich aus der dokumentierten gesund-
heitlichen Situation auch keine vollumfängliche und durchgehende Arbeits-
unfähigkeit ergibt (vgl. E. 5.1.4 hiervor), ist insgesamt davon auszugehen, 
dass es dem Beschwerdeführer zumutbar war und ist, sich zumindest in ei-
nem mittleren Teilzeitpensum um eine geeignete Arbeitsstelle im ersten Ar-
beitsmarkt zu bemühen.

5.1.6 Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer ab 2002 mit diversen 
Unterbrüchen als … tätig war, geht er seit März 2016 keiner Arbeit auf dem 
ersten Arbeitsmarkt mehr nach und hat auch nach Abschluss der IV-Verfah-
ren keine Arbeitsbemühungen gezeigt (vgl. vorne E. 2.3.3). Das MIP hatte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 12

bereits im November 2012 die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung an 
die Bedingung geknüpft, dass er sich um eine dauerhafte Arbeitsstelle 
bemüht und seinen laufenden finanziellen Verpflichtungen nachkommt, so-
dass keine neuen Schulden und Betreibungen entstehen (Akten MIDI 
pag. 150 f.). Im Jahr 2013 wurde die Verlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung mit einer Ermahnung verbunden, da die Schulden angewachsen waren 
(Akten MIDI pag. 162 f.). Mit Verfügung des MIP vom 19. Mai 2017 wurde 
der Beschwerdeführer förmlich verwarnt mit dem Hinweis, dass er den Wi-
derrufsgrund mutwilliger Schuldenwirtschaft (Art. 62 Abs. 1 Bst. c AIG) ge-
setzt habe (Akten MIDI pag. 200 ff.). Im Jahr 2018 verlängerte das MIP die 
Aufenthaltsbewilligung «ausnahmsweise» in Anbetracht des hängigen 
IV-Verfahrens, hielt aber an der Verwarnung von 2017 fest (Akten MIDI 
pag. 247 ff.). Mit Verfügung vom 28. Juni 2019 verwarnte ihn das MIP erneut, 
da er die Widerrufsgründe gemäss Art. 62 Abs. 1 Bst. c, d und e AIG gesetzt 
habe. Er wurde letztmals angehalten, sich an die die vorangehende Ermah-
nung und Verwarnung zu halten (vgl. Akten MIDI pag. 296 ff.). Dem Be-
schwerdeführer war damit seit Jahren bewusst, dass er trotz seiner gesund-
heitlichen Beschwerden eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt hätte suchen 
müssen. Er bringt indes keine Beweismittel für eine Stellensuche im Rahmen 
seiner Möglichkeiten ab seiner Sozialhilfeabhängigkeit (2016) vor. Seither 
und spätestens (wieder) seit Abschluss der IV-Verfahren 2018/2019 hat der 
Beschwerdeführer – trotz gesundheitlicher Einschränkungen zu wenig für 
seine wirtschaftliche Integration unternommen. Die im IV-Wiedererwägungs-
gesuch 2021 zum Ausdruck gebrachte Haltung seiner Sozialarbeiterin 
mochte ihn in seiner Überzeugung bestätigt haben, dass «eine Wiederein-
gliederung in den Arbeitsmarkt kein Thema sei» (Beschwerde Rz. 37, Akten 
MIDI pag. 341). Jedoch wusste er seit 2019, dass nach Einschätzung der IV-
Stelle seine Beschwerden keine Invalidität bewirken und sie seit der Zuspra-
che einer befristeten Rente (vgl. vorne E. 5.1.4) von keiner Verschlechterung 
seiner Gesundheit ausging (vgl. BGer 2C_716/2921 vom 18.5.2022 E. 3.2.3 
[betrifft VGE 2019/224 vom 14.7.2021]).

5.1.7 Nach dem Gesagten lässt sich im Ergebnis mit der Vorinstanz die 
Sozialhilfeabhängigkeit des Beschwerdeführers – über die ganze Bezugs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 13

periode betrachtet – nicht allein oder hauptsächlich mit seiner gesundheitli-
chen Situation erklären oder rechtfertigen. Insoweit hat er den andauernden 
Sozialhilfebezug in grossen Teilen selbst zu vertreten.

5.2 Weiter hat der Beschwerdeführer während seines Aufenthalts Schul-
den generiert. Das MIP hat ihm im Verlängerungsverfahren seiner Aufent-
haltsbewilligung mehrmals (2012, 2013, 2017, 2019) nahegelegt, keine wei-
teren Schulden zu generieren resp. bestehende Schulden abzubauen (vgl. 
vorne Bst. A und E. 5.1.6). Dennoch erhöhten sich seine Schulden auch 
während des Sozialhilfebezugs. Per Januar 2019 wies der Betreibungsregis-
terauszug 52 offene Verlustscheineine in der Höhe von Fr. 152'031.68 auf 
(Akten MIDI pag. 274 ff.). Zumindest bis zum Zeitpunkt des angefochtenen 
Entscheids sind keine neuen Betreibungen bzw. Verlustscheine hinzuge-
kommen (Akten MIDI pag. 334 f., 374 f.; angefochtener Entscheid E. 5.2). 
Wie es sich für die Folgezeit verhält, ist nicht aktenkundig.

5.3 Gemäss den Akten ist der Beschwerdeführer nicht im Strafregister 
verzeichnet, wurde aber insgesamt zu drei Bussen zwischen Fr. 100.-- bis 
Fr. 400.-- verurteilt, zweimal wegen Ungehorsam in einem Betreibungsver-
fahren (Akten MIDI pag. 251) und einmal wegen einer Widerhandlung gegen 
das Personenbeförderungsgesetz (Akten SID 3A1). Dies fällt übers Ganze 
gesehen zwar nicht schwer ins Gewicht, namentlich die zweimalige Verurtei-
lung wegen Ungehorsams in einem Betreibungsverfahren spricht aber nicht 
für ihn und zeigt, dass er nicht durchgehend in der Lage ist, sich an die hie-
sige Rechtsordnung zu halten.

5.4 Insgesamt ist unter diesen Umständen mit der Vorinstanz von ge-
wichtigen öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme auszuge-
hen.

6.

Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme 
entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die Integration 
in der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seinen Familienan-
gehörigen drohenden Nachteile zu berücksichtigen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 14

6.1 Der 62-jährige Beschwerdeführer lebt seit 2002 mit einer Aufenthalts-
bewilligung in der Schweiz (vorne E. 2.1). Es ist von einer langen Aufent-
haltsdauer auszugehen, auch wenn der Zeit, welche er kraft aufschiebender 
Wirkung der erhobenen Rechtsmittel hier verbracht hat (seit März 2022), 
nicht derselbe Stellenwert zukommt wie einem bewilligten Aufenthalt (vgl. 
vorne Bst. A und E. 3.2). 

6.2 Die beruflich-wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers muss 
als misslungen beurteilt werden: Anfänglich arbeitete er zwar mit diversen 
Unterbrüchen als … (vgl. vorne E. 2.3.3 und 5.1.6). Mit seinem damaligen 
Einkommen vermochte er seinen wirtschaftlichen Lebensbedarf aber offen-
sichtlich nicht immer zu decken, generierte er doch schon früh Schulden, die 
ausländerrechtlich zu Bedingungen und Ermahnungen führten (vorne 
E. 5.1.6), und sich per Januar 2019 auf über Fr. 150'000.– beliefen (vgl. 
vorne E. 5.2). Seit Oktober 2016 bezieht er zudem in erheblichem Umfang 
wirtschaftliche Sozialhilfe (vgl. vorne E. 2.3.2) und nimmt seit Mitte 2020 
bloss tiefprozentig an einem Integrationsprogramm teil, wobei er diese Tätig-
keit als «freiwillig» betrachtet (vgl. vorne E. 2.3.3). In sprachlicher Hinsicht 
verfügt der Beschwerdeführer über mündliche Deutschkenntnisse auf dem 
Referenzniveau A2 des Referenzrahmens. Damit erfüllt er die gesetzlichen 
Anforderungen nach Art. 77 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zu-
lassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201; seit dem 
1.1.2025 ist Art. 77 VZAE in der Fassung vom 27.11.2024 anwendbar, vgl. 
Art. 126g AIG); an seiner Aufenthaltsdauer gemessen liegt aber keine be-
sonders ausgeprägte sprachliche Integration vor (vgl. VGE 2022/184 vom 
13.12.2023 E. 4.3.1 [bestätigt durch BGer 2C_65/2024]). Zudem hat die 
Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass er sich auch in strafrechtlicher 
Hinsicht nicht klaglos verhalten hat (angefochtener Entscheid E. 2.5; vgl. 
vorne E. 5.3). Hinsichtlich sozialer Integration bringt der Beschwerdeführer 
schliesslich nichts vor: Er macht – wie bereits im Verfahren vor der 
Vorinstanz – weder geltend noch ist ersichtlich, dass er am gesellschaftli-
chen Leben in der Schweiz teilhat oder hier neben den Kontakten zur Familie 
über ein soziales Beziehungsnetz verfügt. Von einer nennenswerten Verwur-
zelung in der hiesigen Gesellschaft kann unter den gegebenen Umständen 
nicht gesprochen werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 15

6.3 Was die Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland an-
geht, ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die prägenden Kindheits- 
und Jugendjahre sowie einen grossen Teil seines Erwachsenenlebens in 
Serbien verbracht hat. Er ist erst im Alter von 39 Jahren in die Schweiz ein-
gereist (vgl. vorne Bst. A). Es kann davon ausgegangen werden, dass er mit 
den kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten seines Heimatlands 
nach wie vor vertraut ist, zumal er auch während seines Aufenthalts in der 
Schweiz gelegentlich nach Serbien gereist ist (Akten MIDI pag. 119 und 
207). Sollte er nicht mehr über nähere Kontakte mit anderen Verwandten 
oder Bekannten verfügen, könnte er solche wiederaufbauen. Angesichts sei-
nes gesundheitlichen Zustands, seines fortgeschrittenen Alters und man-
gelnder beruflicher Ausbildung und Erfahrung wäre es sicherlich nicht ein-
fach, eine leichte bis mittelschwere (Teilzeit-)Erwerbstätigkeit zu finden, aber 
dennoch zumutbar. Denkbar ist auch eine (anfängliche) finanzielle Unterstüt-
zung von der Schweiz aus durch den volljährigen Sohn.

6.4 In gesundheitlicher Hinsicht ergibt sich zur Rückkehr nach Serbien 
Folgendes:

6.4.1 Entgegen der Vorinstanz (angefochtener Entscheid E. 5.4 f.) erachtet 
der Beschwerdeführer die Rückkehr nach Serbien aufgrund seiner gesund-
heitlichen Situation und des Behandlungsbedarfs als unzumutbar. So könnte 
zumindest die psychiatrische Betreuung im Heimatland nicht im erforderli-
chen Masse fortgesetzt werden und wären die Medikamente für ihn nicht 
erschwinglich. Überdies würde sich insbesondere seine psychische Gesund-
heit aufgrund der Wegweisung «drastisch» verschlechtern (Beschwerde 
Rz. 20 f. und 42). Soweit er sinngemäss eine medizinische Notlage geltend 
macht, ist Folgendes zu erwägen.

6.4.2 Eine medizinische Notlage steht der Wegweisung nur dann entge-
gen, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im Heimatland nicht 
verfügbar ist und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden 
Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der betroffenen Person führt. 
Als wesentlich wird dabei die allgemeine und dringende medizinische Be-
handlung erachtet, welche zur Gewährleistung einer menschenwürdigen 
Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls nicht schon 
dann vor, wenn im Heimat- oder Herkunftsstaat eine nicht dem schweizeri-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 16

schen Standard entsprechende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. 
BGE 139 II 393 E. 6, 137 II 305 E. 4.3; BVR 2013 S. 543 E. 5.3.2 mit Hin-
weisen; statt vieler VGE 2019/85 vom 17.5.2024 E. 7.3.2, 2019/267 vom 
14.12.2021 E. 7.4.1; BVGer E-869/2021 vom 29.4.2021 E. 9.3.1 [betreffend 
Wegweisungsvollzug]).

6.4.3 Es wird nicht in Frage gestellt, dass der Beschwerdeführer unter ge-
sundheitlichen Einschränkungen leidet (vgl. vorne E. 5.1.2). Welche konkre-
ten Therapien oder Medikamente er zur Behandlung seiner geltend gemach-
ten Beeinträchtigungen heute noch bedarf, legt er indes nicht substanziiert 
dar (insbesondere Dossierung, Anzahl der Therapiesitzungen usw.; Akten 
MIDI pag. 358 f.; Akten SID 3A1 Beilage 2). Serbien verfügt grundsätzlich 
über ein funktionierendes öffentliches Gesundheitssystem, welches im Be-
darfsfall eine adäquate medizinische Versorgung gewährleisten kann. Von 
Rückkehrern aus dem Ausland mitgebrachte Verschreibungen von Medika-
menten, auch von solchen der neusten Generation, können in der Regel fort-
geführt werden. Die dafür notwendigen medizinischen Kenntnisse sind 
grundsätzlich vorhanden (Staatssekretariat für Migration [SEM], Focus Ser-
bien, Medizinische Grundversorgung, insbesondere in Südserbien, 
17.5.2017, [nachfolgend Focus Serbien], S. 12 ff., 27, 31 f., einsehbar unter: 
<www.sem.admin.ch>, Rubrik: «Internationales & Rückkehr/Herkunftslände-
rinformationen»). Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Behandlung 
des Beschwerdeführers in Serbien gewährleistet wäre, zumal es sich in sei-
nem Fall um verbreitete körperliche Erkrankungen handelt. Dass die Be-
handlung nicht mit derjenigen in der Schweiz vergleichbar ist, steht der Rück-
kehr nicht entgegen (vgl. E. 6.4.2 hiervor).

6.4.4 Auch die geltend gemachte psychische Erkrankung könnte der Be-
schwerdeführer in Serbien behandeln lassen. In eigenständigen staatlichen 
psychiatrischen Kliniken und neuropsychiatrischen Abteilungen von grösse-
ren Spitälern (Regionalspitälern) können grundsätzlich alle psychiatrischen 
Krankheitsbilder behandelt werden. Es sind sowohl beratende Gespräche 
als auch stationäre Aufenthalte möglich (Focus Serbien, S. 15). 

6.4.5 Schliesslich verfügt Serbien über ein Krankenversicherungssystem, 
das auch dem Beschwerdeführer zugänglich wäre. Schlösse er keine Kran-
kenversicherung ab, würde er im Fall fehlender Erwerbstätigkeit oder von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 17

Arbeitslosigkeit unter bestimmten Voraussetzungen auf Staatskosten behan-
delt (vgl. Focus Serbien, S. 28). Insgesamt erweist sich seine Rückkehr aus 
medizinischer Sicht als zumutbar.

6.5 In familiärer Hinsicht ist die Beziehung zwischen dem Beschwerde-
führer und seiner 17-jährigen Tochter bedeutsam (vgl. vorne E. 3.2). 

6.5.1 Die Vorinstanz verneint eine besonders enge Beziehung zur Tochter, 
da der Beschwerdeführer keinen Unterhalt zahle und nicht über das Sorge-
recht verfüge. Die Beziehung könne, angesichts des Alters der Tochter, pro-
blemlos mit modernen Kommunikationsmitteln und gegenseitigen Besuchen 
aufrechterhalten werden (angefochtener Entscheid E. 5.3). Der Beschwer-
deführer wendet ein, er pflege mit seiner Tochter eine nahe, emotionelle Be-
ziehung. Besuche in der Schweiz werde er sich nicht leisten können und 
seien ihm aufgrund seiner gesundheitlichen Beschwerden nicht zumutbar. 
Ausserdem kenne er sich mit den modernen Kommunikationsmitteln nicht 
aus und könne sich diese nicht leisten (Beschwerde Rz. 24 ff.).

6.5.2 Die Vorinstanz hat die einschlägige Rechtsprechung zutreffend wie-
dergegeben (angefochtener Entscheid E. 4). Danach vermöchte das private 
Interesse des nicht sorge- oder obhutsberechtigten Beschwerdeführers (vgl. 
Akten MIDI pag. 6 f.) am Verbleib im Land das öffentliche Interesse an seiner 
Ausreise ausnahmsweise allenfalls dann zu überwiegen, wenn zwischen ihm 
und seinem in der Schweiz lebenden Kind mit gefestigtem Aufenthaltsrecht 
eine besonders enge Beziehung in affektiver wie wirtschaftlicher Hinsicht 
bestünde, er sich weitgehend tadellos verhalten hätte und die Beziehung we-
gen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Staat, in welchen er ausrei-
sen müsste, praktisch nicht mehr aufrechterhalten werden könnte (vgl. 
BGE 143 I 21 E. 5.2, 139 I 315 E. 2.2 und 2.5; BGer 2C_231/2019 vom 
23.5.2019 E. 3.2.2; VGE 2021/21 vom 14.12.2023 E. 6.3.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_128/2024 vom 12.2.2025]; vgl. auch angefochtener Entscheid 
E. 4.).

6.5.3 Die Entfernungsmassnahme wäre für ihn und seine Tochter wohl ein-
schneidend, jedoch ist die Tochter bald volljährig, hätte die Möglichkeit, ihren 
Vater in den Ferien zu besuchen, und könnte im Fall seiner Ausreise bei ihrer 
Mutter, ihrem Bruder und in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben. Der

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 18

Vorinstanz ist beizupflichten, dass der Kontakt mit Blick auf das Alter der 
Tochter durchaus mittels gegenseitiger Besuchsaufenthalte oder der übli-
chen Kommunikationsmittel gepflegt werden könnte (vgl. angefochtener Ent-
scheid E. 5.3; BVR 2013 S. 543 E. 5.4; VGE 2021/85 vom 7.3.2023 E. 4.3.3, 
2020/331 vom 1.7.2021 E. 8.1). Dass sich der Beschwerdeführer mit solchen 
Kommunikationsmitteln nicht auskenne und sich solche nicht leisten könne 
(Beschwerde Rz. 29), vermag nicht zu überzeugen. In wirtschaftlicher Hin-
sicht fehlt es zudem, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, an einer 
besonders engen Beziehung, da der Beschwerdeführer, obwohl er gemäss 
Zusatzvereinbarung über die Scheidung und deren Folgen vom 22. Oktober 
2009 je Kind einen monatlichen Beitrag von Fr. 550.-- bis zur Volljährigkeit 
schuldet (bzw. gegenüber dem Sohn geschuldet hat), keine regelmässigen 
Unterhaltsbeiträge leistet oder substanzielle Naturalleistungen erbringt (vgl. 
Akten MIDI pag. 56 f.; angefochtener Entscheid E. 5.3). Wenn der Be-
schwerdeführer mangels Erwerbstätigkeit wann immer möglich Zeit mit sei-
ner Tochter verbringt (Beschwerde Rz. 27), ist dies zwar löblich, befreit ihn 
jedoch nicht von seinen finanziellen Verpflichtungen ihr gegenüber. Aufgrund 
der langjährigen, erheblichen und überwiegend selbstverschuldeten Sozial-
hilfeabhängigkeit (vorne E. 5.1.1 ff.) kann ihm entgegen seinen Ausführun-
gen (Beschwerde Rz. 29) auch kein tadelloses Verhalten attestiert werden, 
zumal eine Besserung nicht absehbar ist (vgl. vorne E. 2.3.2 f.; 
BGer 2C_525/2020 vom 7.10.2020 E. 5.3, 2C_870/2018 vom 13.5.2019 
E. 4.3; VGE 2021/46 vom 17.1.2023 E. 7.4.3 [bestätigt durch 
BGer 2C_113/2023]). Aus der KRK ergeben sich keine über Art. 8 Ziff. 1 
EMRK hinausgehenden Ansprüche (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.5.1 f. mit Hinwei-
sen). Dem Beschwerdeführer ist die Rückkehr nach Serbien auch in familiä-
rer Hinsicht zumutbar. 

7.

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen er-
gibt Folgendes: Der Beschwerdeführer erhält seit 2016 in erheblichem Um-
fang Sozialhilfeleistungen. Die jahrelange Sozialhilfeabhängigkeit des Be-
schwerdeführers lässt sich nicht überwiegend mit seinen gesundheitlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 19

Beschwerden erklären. Insoweit muss sich der Beschwerdeführer seine Si-
tuation in grossen Teilen selbst zuschreiben. Das öffentliche Fernhalteinter-
esse ist schon nur deshalb als erheblich zu bewerten. Trotz der sehr langen 
Anwesenheit konnte sich der Beschwerdeführer weder wirtschaftlich noch 
sozial erfolgreich in der Schweiz integrieren. Zu seiner zurzeit noch minder-
jährigen Tochter besteht keine besonders enge wirtschaftliche Beziehung 
und das Verhalten des Beschwerdeführers lässt sich auch nicht als tadellos 
qualifizieren. Die Rückkehr nach Serbien dürfte ihm zwar nicht leichtfallen, 
ist ihm aber unter den gegebenen Umständen zumutbar, namentlich auch 
aus medizinischer Sicht. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
und die Wegweisung erweisen sich im Licht von Art. 8 Ziff. 2 EMRK und 
Art. 96 Abs. 1 AIG als verhältnismässig.

8. 

Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entscheidet die 
zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilligungs-
verlängerung (Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AIG). Die Bewilligungs-
behörde hat (auch) die Erteilung einer ermessensweisen Härtefallbewilli-
gung nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG geprüft und abgelehnt. Der (anwaltlich 
vertretene) Beschwerdeführer hat die Verfügung vom 29. März 2022 inso-
weit nicht angefochten, sondern unter verschiedenen Titeln einen Anspruch 
auf Verbleib in der Schweiz geltend gemacht (Beschwerde an die SID vom 
2.5.2022 insb. Rz. 46 f. [Akten SID 3A pag. 13 ff.]). Er macht eine Härtefall-
bewilligung denn auch nicht vor Verwaltungsgericht zum Thema.

9.

Zusammenfassend hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle 
stand und ist die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ge-
stützt auf Art. 64 Abs. 1 Bst. c AIG zu bestätigen. Die Beschwerde ist daher 
abzuweisen. Da die von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen 
ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen (Art. 64d Abs. 1 AIG; vgl. 
BVR 2019 S. 314 E. 7). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 20

10.

10.1 Bei diesem Verfahrensausgang wird der unterliegende Beschwerde-
führer an sich kostenpflichtig; Anspruch auf Parteikostenersatz hat er nicht 
(Art. 108 Abs. 1 und 3 VPRG). Er hat indes um unentgeltliche Rechtspflege 
unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht (vgl. 
vorne Bst. C).

10.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den glei-
chen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein 
Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhält-
nisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). 

10.3 Seit März 2016 ist der Beschwerdeführer von wirtschaftlicher Sozial-
hilfe abhängig (vgl. vorne E. 2.3.2). Somit ist die Prozessarmut erstellt. Die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich namentlich mit Blick auf seine 
lange Aufenthaltsdauer und seinen Vorbringen zur gesundheitlichen Situa-
tion auch nicht als geradzu von vornherein aussichtslos. Die Verhältnisse 
rechtfertigten zudem den Beizug eines Rechtsvertreters. Das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege ist somit gutzuheissen, und dem Beschwerde-
führer ist für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren sein Rechts-
vertreter als amtlicher Anwalt beizuordnen.

10.4 Mit Blick auf den in der Sache gebotenen Zeitaufwand, die Bedeutung 
der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses gibt die Kostennote des 
Rechtsvertreters (act. 5A) zu keinen Bemerkungen Anlass. Der tarifmässige 
Parteikostenersatz ist entsprechend auf Fr. 2'645.85 zuzüglich Fr. 68.10 
Auslagen und Fr. 208.95 MWSt (7,7 % von Fr. 2'713.95), insgesamt 
Fr. 2'922.90, festzusetzen (vgl. Art. 41 Abs. 3 i.V.m. Art. 42a Abs. 3 des Kan-
tonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 21

10.5 Die amtliche Entschädigung bestimmt sich nach Art. 112 Abs. 1 
VRPG i.V.m. Art. 42 KAG. Demnach bezahlt der Kanton den amtlich bestell-
ten Anwältinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich 
nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar ge-
mäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht (Art. 42 Abs. 1 
Satz 1 KAG). Der Stundenansatz beträgt Fr. 200.-- (Art. 42 Abs. 4 KAG 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung 
der amtlichen Anwältinnen und Anwälte [EAV; BSG 168.711]). Auslagen und 
Mehrwertsteuer werden zusätzlich entschädigt (Art. 42 Abs. 1 Satz 3 KAG). 
Bei einem massgeblichen Zeitaufwand von 10,5 Stunden ist die amtliche 
Entschädigung auf Fr. 2'100.-- (10,5 x Fr. 200.--), zuzüglich Fr. 68.10 Ausla-
gen und Fr. 166.95 MWSt (7,7 % von Fr. 2'168.10), insgesamt Fr. 2'335.05, 
festzusetzen.

10.6 Der Rechtsvertreter ist vorerst aus der Gerichtskasse zu entschädi-
gen. Der Beschwerdeführer ist gegenüber dem Kanton bzw. dem Rechts-
vertreter zur Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist 
(Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist gesetzt auf den 20. Juni 2025.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers.

4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird dem Beschwerdefüh-
rer Rechtsanwalt …, als amtlicher Anwalt beigeordnet. Der tarifmässige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2022.386U, 
Seite 22

Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren auf Fr. 2'922.90 (inkl. Ausla-
gen und MWSt) festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt … aus der Ge-
richtskasse eine auf Fr. 2'335.05 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzte 
Entschädigung vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des 
Beschwerdeführers.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. 
.