# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96ca3956-c5f7-54e1-bf07-f64870a98069
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.08.2025 ZR1 2023 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2023-161_2025-08-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Verfügung vom 10. September 2025
(Berichtigung des Urteils vom 18. August 2025)

mitgeteilt am 10. September 2025

Referenz ZR1 23 161/162

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Michael Dürst, Vorsitz
Nyfeler, Aktuarin

Parteien A.________
Berufungskläger und Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel

gegen

B.________
Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pius Fryberg

Gegenstand Eheschutz

Anfechtungsobj. Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Plessur vom 
31. August 2023, mitgeteilt am 16. November 2023
(Proz. Nr. 135-2023-395)

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In Feststellung und Erwägung,

– dass das Obergericht des Kantons Graubünden in den vereinigten 
Berufungsverfahren ZR1 23 161 und ZR1 23 162 am 18. August 2025 das Urteil 
fällte und dieses den Parteien am 20. August 2025 mitteilte,

– dass in Dispositiv-Ziffer 16 des vorerwähnten Urteils die Kosten der 
Berufungsverfahren, welche den Parteien je zur Hälfte auferlegt wurden, mit 
CHF 6'000.00 beziffert wurden,

– dass es sich beim genannten Betrag von CHF 6'000.00 um die 
Entscheidgebühr (Art. 95 Abs. 2 lit. b ZPO) handelt,

– dass indes die Gerichtskosten auch die Kosten für eine gerichtlich bestellte 
Kindesvertretung umfassen (Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO),

– dass mit prozessleitender Verfügung vom 8. Dezember 2023 Rechtsanwältin 
Silvia Däppen als Kindesvertreterin von C.________ und D.________ 
eingesetzt worden war,

– dass Rechtsanwältin Silvia Däppen mit Honorarnote vom 7. Mai 2025 (act. G.2) 
ein Honorar von total CHF 13'859.95 (51.9 Stunden à CHF 240.00 
zzgl. Kleinspesenzuschlag von CHF 373.70 und MwSt. von 7.7% bis 
31. Dezember 2023 bzw. 8.1% ab 1. Januar 2024) geltend machte,

– dass der von Rechtsanwältin Silvia Däppen geltend gemachte Aufwand sich 
angesichts des Umfangs und der Komplexität der vorliegenden Streitsache 
sowie der erforderlichen Aufwendungen der Kindesvertreterin (insbesondere 
Sachverhaltsabklärungen, Besuch von und Besprechungen mit C.________ 
und D.________, Teilnahme an Kindesanhörung und Hauptverhandlung) als 
angemessen erweist, 

– dass es sich beim geltend gemachten Stundenansatz von CHF 240.00 um den 
mittleren Stundenansatz handelt (vgl. Art. 3 Abs. 1 HV [BR 310.250]), welcher 
der Kindesvertreterin anlässlich ihrer Ernennung zugesagt wurde (act. D.4), und 
der in Rechnung gestellte Kleinspesenzuschlag der praxisgemäss 
zugestandenen Spesenpauschale von 3% des Honorars entspricht,

– dass Rechtsanwältin Silvia Däppen daher antragsgemäss mit CHF 13'859.95 
(inkl. Kleinspesenzuschlag von CHF 373.70 und MwSt. von 7.7% bis 
31. Dezember 2023 bzw. 8.1% ab 1. Januar 2024) zu entschädigen ist, wobei 

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diese Kosten nach dem Gesagten zu den Gerichtskosten gehören und mithin 
ebenfalls je hälftig durch die Parteien zu tragen sind,

– dass die Kostenregelung in der erwähnten Dispositiv-Ziffer 16 des Urteils vom 
18. August 2025 damit offensichtlich unvollständig ist,

– dass das Dispositiv des Urteils vom 18. August 2025 folglich gestützt auf 
Art. 334 Abs. 1 und Abs. 2 ZPO von Amtes wegen zu berichtigen ist,

– dass die beabsichtigte Berichtigung den Parteien und Rechtsanwältin Silvia 
Däppen mit Schreiben vom 27. August 2025 zur Kenntnis gebracht und ihnen 
diesbezüglich das rechtliche Gehör gewährt wurde,

– dass A.________ sich mit Eingabe vom 8. September 2025 mit dem 
vorgeschlagenen Vorgehen einverstanden erklärte, während B.________ sich 
innert der angesetzten Frist nicht vernehmen liess,

– dass folglich keine Einwände gegen die Berichtigung vorgebracht wurden und 
Ziffer 16 des Dispositivs des Urteils vom 18. August 2025 entsprechend neu 
formuliert und eröffnet wird (Art. 334 Abs. 4 ZPO),

– dass das Urteil vom 18. August 2025 im Übrigen unverändert bestehen bleibt,

– dass die Kosten für diese Verfügung in Höhe von CHF 300.00 beim Kanton 
Graubünden verbleiben und auf die Gerichtskasse des Obergerichts 
genommen werden (vgl. Art. 107 Abs. 2 ZPO),

– dass mit Eröffnung der vorliegenden Verfügung die Frist für das gegen das 
Urteil vom 18. August 2025 zur Verfügung stehende Rechtsmittel von neuem 
zu laufen beginnt, wobei mit diesem Rechtsmittel nur diejenigen Punkte 
angefochten werden können, die Gegenstand der vorliegenden Berichtigung 
bilden, nicht aber diejenigen Teile des ursprünglichen Urteils, die von der 
Berichtigung nicht betroffen sind (vgl. BGE 143 III 520 E. 6.3),

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wird erkannt:

1. Ziffer 16 des Dispositivs des Urteils des Obergerichts des Kantons 
Graubünden vom 18. August 2025, mitgeteilt am 20. August 2025 (ZR1 23 
161/162), wird berichtigt und durch folgende Fassung ersetzt:

16.1. Die Kosten der Berufungsverfahren in Höhe von CHF 19'859.95, 
bestehend aus der Entscheidgebühr von CHF 6'000.00 und den 
Kosten für die Kindesvertretung von CHF 13'859.95, gehen je hälftig, 
mithin im Umfang von je CHF 9'930.00, zu Lasten von A.________ 
und von B.________. Sie werden mit dem von A.________ geleisteten 
Kostenvorschuss in Höhe von CHF 4'000.00 verrechnet. Bei 
A.________ wird ein Restbetrag von CHF 5'930.00 nachgefordert und 
bei B.________ wird der Betrag von CHF 9'930.00 eingefordert.

16.2. Die Kindesvertreterin von C.________ und D.________, 
Rechtsanwältin Silvia Däppen, wird für die Berufungsverfahren 
zulasten des Kantons Graubünden aus der Gerichtskasse des 
Obergerichts mit CHF 13'859.95 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
entschädigt.

2. Die Kosten für diese Verfügung in Höhe von CHF 300.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden und werden auf die Gerichtskasse des Obergerichts 
genommen.

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