# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eca04d36-746f-5dfd-a231-aa892a033327
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.05.2017 III 2017 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-39_2017-05-29.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 39

Entscheid vom 29. Mai 2017 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 

gegen

1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, 
Postfach 454, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung)

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Sachverhalt:

A. A.________, geboren ________ 1974, kosovarischer Staatsangehöriger, 
reiste am 9. Oktober 2000 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch, welches 
am 27. September 2001 vom Bundesamt für Flüchtlinge (heute: Staatssekretariat 
für Migration, SEM) abgelehnt wurde. Die Wegweisung wurde zugunsten einer 
vorläufigen Aufnahme (Ausweis F) aufgeschoben. Am 31. Januar 2005 heiratete 
A.________ eine schweizerische Staatsbürgerin und erhielt in der Folge eine 
Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B). Am ________ 2005 wurde der gemeinsame 
Sohn C.________ geboren. Die Ehe wurde am 25. April 2009 geschieden und 
die Obhut sowie das Sorgerecht für C.________ wurden A.________ zugespro-
chen (Vi-act. II-02 Beilage 800). A.________ bezieht seit März 2006 Sozialhilfe-
leistungen (IV-act. II-02 Beilage 22). C.________ erhält eine Rente der Invali-
denversicherung und Ergänzungsleistungen von der Ausgleichskasse Schwyz. 
Am 30. September 2012 meldete sich A.________ ins Ausland ab. In der Folge 
erlosch seine Aufenthaltsbewilligung. Am 10. Dezember 2012 (gemäss ange-
fochtenem RRB Ingress Bst. B; gemäss angefochtener Verfügung Amt für Migra-
tion am 11.7.2013, Vi-act. II-02 Beilage 13) reiste er wieder in die Schweiz ein 
und stellte am 22. Mai 2013 ein Gesuch um Familiennachzug (IV-act. II-02 Beila-
ge 679; 607). In der Folge erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung (Vi-act. II-02 Bei-
lage 580), welche bis 10. Juni 2016 verlängert wurde (Vi-act. II-02 Beilage 383). 

B. Am 2. Juni 2014 heiratete A.________ eine mazedonische Staatsbürgerin. 
Dieser Ehe entspross ________ 2015 die gemeinsame Tochter D.________. Am 
25. März 2015 beantragte A.________ die Scheidung der Ehe (Bf-act. 4 Ingress 
lit. B S. 2). Mit Verfügung des Einzelrichters des Bezirks E.________ vom 20. 
Juni 2016 wurde D.________ für die Dauer des vorsorglichen Massnahmever-
fahrens während des Scheidungsverfahrens unter die Obhut von A.________ 
gestellt, was vom Kantonsgericht Schwyz mit Beschluss vom 16. November 2016 
bestätigt wurde (Vi-act. I-01 Beilage 4; Vi-act. II-02 Beilage 82; Bf-act. 4 Ingress 
lit. C S. 6; Disp.-Ziff. 1 S. 31).

C. Mit Verfügung vom 19. November 2015 setzte das Amt für Migration (nach-
folgend: AFM) D.________ eine Frist bis 22. Dezember 2015 an, um aus der 
Schweiz auszureisen. Die vom Beschwerdeführer am 8. Dezember 2015 dage-
gen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 2. Februar 
2016 (RRB Nr. 100/2016) ab, erteilte D.________ indes eine Kurzaufenthaltsbe-
willigung bis 31. August 2016 (insbesondere um die im hängigen Scheidungsver-
fahren vor dem Einzelrichter des Bezirks E.________ strittige Frage der elterli-
chen Sorge um D.________ nicht zu präjudizieren) (Vi-act. I-01 Beilage 3 Erw. 

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4.8.2 S. 7 f.; Bf-act. 4 Erw. 2. d)cc) S. 19). Diese Kurzaufenthaltsbewilligung wur-
de vom AFM zuletzt bis 28. Februar 2017 verlängert.

D. Auf das von A.________ am 19. Mai 2016 gestellte Gesuch um Verlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung hin, forderte das AFM ihn am 1. Juni 2016 zur 
Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung auf und stellte ihm einen Fragekatalog 
zu. Dazu liess A.________ am 1. Juli 2016 Stellung nehmen. Am 21. Juli 2016 
verfügte das AFM (Vi-act. I-01 Beilage 2):

1. Die Aufenthaltsbewilligung von A.________, Republik Kosovo, wird um ein 
halbes Jahr, bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. 

2. Die verfügte Verlängerung wird dem SEM zur Zustimmung vorgelegt.

3. A.________  hat sich bis Ende Dezember 2016 von der wirtschaftlichen Sozi-
alhilfe zu lösen.

4.-6. (Kosten, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung).

E. Dagegen liess A.________ am 11. August 2016 Beschwerde an den Re-
gierungsrat des Kantons Schwyz erheben und beantragen, die angefochtene 
Verfügung sei derart aufzuheben, als dass ihm die Aufenthaltsbewilligung um 
zwei eventualiter um ein Jahr verlängert werde; unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge. Überdies stellte er ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege und 
-verbeiständung (Vi-act. I-01 und I-02).

F. Mit Beschluss vom 31. Januar 2017 (RRB Nr. 71/2017), versendet am 
7. Februar 2017, entschied der Regierungsrat wie folgt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

4.-6.(Verfahrenskosten, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung).

G. Dagegen lässt A.________ mit Eingabe vom 28. Februar 2017 fristgerecht 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen und 
folgende Anträge stellen:

1. Der Beschluss des Regierungsrates sei im Dispositiv Ziff. 1 bis 3 aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass die beschränkte Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers bis zum 31. Dezember 2016 
rechtswidrig war.

3. Der Regierungsrat sei anzuweisen, die Verfügung des Migrationsamtes vom 
21. Juli 2016 im Dossier SZ 4791 derart aufzuheben, als dass dem 
Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung um zwei eventualiter um ein 
Jahr verlängert wird.

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4. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und 
Rechtsanwalt B.________ als unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben.

5. Alles unter Prozesskosten, also Verfahrenskosten und die 
Parteientschädigung (zzgl. MWST), zu Lasten der Vorinstanz.

H. Mit Vernehmlassung vom 13. März 2017 beantragt das instruierende 
Sicherheitsdepartement des Kantons Schwyz die kostenfällige Abweisung der 
Beschwerde. Das AFM lässt mit Eingabe vom 22. März 2017 an seinen 
Ausführungen in der Verfügung vom 21. Juli 2016 und in der Vernehmlassung 
vom 12. September 2016 (im Beschwerdeverfahren vor dem Regierungsrat) 
festhalten. Der Beschwerdeführer lässt mit Replik vom 5. April 2017 an den 
Rechtsbegehren aus der Beschwerde vom 28. Februar 2017 festhalten. Am 24. 
April 2017 und am 9. Mai 2017 lässt er weitere Unterlagen auflegen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berech-
tigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder 
wenn sie keiner solchen bedarf (vgl. Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die 
Ausländerinnen und Ausländer [SR 142.2; AuG] vom 16.12.2005). Die zuständi-
ge kantonale Behörde entscheidet gemäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rah-
men der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit dem Ausland – nach freiem 
Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstätig-
keit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung hat die 
ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völ-
kerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (vgl. BGE 133 I 189 Erw. 2.3; Marc 
Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka [Hrsg.], Kommentar Migrations-
recht, 4. Aufl., 2015, Rz. 1 ff. zu Art. 3 AuG). Nach Art. 3 Abs. 2 AuG wird Aus-
länderinnen und Ausländern der Aufenthalt in der Schweiz bewilligt, wenn völker-
rechtliche Verpflichtungen, humanitäre Gründe oder die Vereinigung der Familie 
es erfordern.

Zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kosovo be-
steht kein Staatsvertrag, welcher der Beschwerdeführerin einen Anspruch auf 
Anwesenheit in der Schweiz einräumen würde. Entsprechend sind die Bestim-
mungen des AuG, vorbehältlich anderer völkerrechtlicher Verträge, anwendbar. 

2.1 Gemäss Art. 33 Abs. 3 AuG ist die Aufenthaltsbewilligung befristet und kann 
verlängert werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen. Nach 
Art. 62 lit. e AuG kann die zuständige Behörde die Bewilligung widerrufen, wenn 
die ausländische Person oder eine Person, für die sie zu sorgen hat, auf Sozial-

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hilfe angewiesen ist (vgl. Andreas Zünd/Ladina Arquint Hill, in: Übersax/Rudin/ 
Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., 2009, Rz. 8.30 f.). 

2.2 Das Amt für Migration hat in der Verfügung vom 21. Juli 2016 betref-
fend Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Vi-act. II-02 Beilage 13 ff.) fest-
gestellt, der Beschwerdeführer habe Sozialhilfeleistungen in der Höhe von 
CHF 251'297.60 bezogen und die Gemeinde F.________ habe ihm aufgrund 
seines negativen Verhaltens ein Hausverbot bei der Gemeinde auferlegt, was 
darauf schliessen lasse, dass das öffentliche Interesse an der Wegweisung stär-
ker zu gewichten sei als das private Interesse der Beteiligten, in der Schweiz zu 
verbleiben. Dennoch erachtete es das Amt für Migration als angezeigt, ihm im 
Sinne einer letzten Chance zu ermöglichen, sich in der Schweiz zu integrieren 
und sich von der Unterstützung durch wirtschaftliche Sozialhilfe zu lösen. Die 
Aufenthaltsbewilligung wurde bis zum 31. Dezember 2016 verlängert und der 
Beschwerdeführer angehalten, sich bis dahin von der wirtschaftlichen Sozialhilfe 
zu lösen.

2.3 In seinem Beschwerdeentscheid stützte der Regierungsrat diese auf ein 
halbes Jahr befristete Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Art. 58 Abs. 1 
der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 
142.201) lasse Ausnahmen von der zweijährigen Verlängerungsdauer zu. In be-
gründeten Einzelfällen sei eine Gültigkeitsdauer von weniger als einem Jahr 
zulässig; dies, wenn ein Widerrufsgrund erfüllt sei, die Bewilligungsbehörde also 
auch die Möglichkeit hätte, die Verlängerung zu verweigern. Anstelle des Wider-
rufs könne dann aus Gründen der Verhältnismässigkeit ein Gesuchsteller mittels 
Auflage verpflichtet werden, den Widerrufsgrund zu eliminieren. Die Auflage ha-
be dabei verhältnismässig zu sein. In der Folge bejahte der Regierungsrat so-
wohl das Vorliegen des erfüllten Widerrufsgrundes nach Art. 62 Abs. 1 lit. e Bun-
desgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) als auch 
die Verhältnismässigkeit der Kürzung auf eine halbjährige Verlängerung mit der 
Auflage, sich von der wirtschaftlichen Sozialhilfe zu lösen. 

3.1 Es ist dem Regierungsrat grundsätzlich Recht zu geben, wenn er festhält, 
die Auflage, sich von der wirtschaftlichen Sozialhilfe zu lösen, sei geeignet für die 
im öffentlichen Interesse stehende Entlastung der Sozialwerke und gleichzeitig 
auch die mildere Massnahme als die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung mit nachfolgender Wegweisung. Nicht von der Hand zu weisen ist auch die 
Feststellung, die Auflage sei grundsätzlich auch geeignet, den Widerrufsgrund 
nach Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG zu eliminieren. 

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3.2 Schliesslich erachtete der Regierungsrat auch die Voraussetzung der Zu-
mutbarkeit als erfüllt. Es sei dem Beschwerdeführer zweifelsohne zumutbar, zur 
Entlastung der Sozialwerke einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Weder sei die 
Frist zu kurz, noch stünden der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit die Kinder ent-
gegen. Dem kann aus folgenden Gründen nicht gefolgt werden.

3.3 Vom Beschwerdeführer kann nur insoweit verlangt werden, dass er sich in 
absehbarer Zeit (vollständig) von der Sozialhilfe lösen werde, als ihm die Auf-
nahme einer Erwerbstätigkeit zumutbar und damit die Möglichkeit einer zukünfti-
gen Verbesserung überhaupt erst möglich ist, ansonsten dies nicht zu seinen 
Ungunsten gewertet werden kann. 

Der Regierungsrat hat diesbezüglich in Übereinstimmung mit der bundesgericht-
lichen Rechtsprechung die SKOS-Richtlinien beigezogen und er ist zum Ergebnis 
gelangt, dass die Tochter D.________ des Beschwerdeführers mittlerweile zwei 
Jahre alt sei, weshalb ihm gemäss den geltenden SKOS-Richtlinien eine Er-
werbstätigkeit zugemutet werden könne (angefochtener RRB Ziff. 4.3.1 f.).

3.4 Im Zeitpunkt der Verfügung des Amtes für Migration vom 21. Juli 2016 
(als Tochter D.________ 1 ½ Jahre alt war) hat die Regelung der SKOS-
Richtlinien dahingehend gelautet, dass einer alleinerziehenden Person 
grundsätzlich nach dem 3. Altersjahr des Kindes eine Erwerbstätigkeit zugemutet 
werden könne (angefochtener RRB Ziff. 4.3.1, vgl. auch Urteil des Bundesge-
richts 2C_1228/2012 vom 20.6.2013 Erw. 5.4 mit Hinweise auf das Urteil I 
595/03 vom 30.7.2004 Erw. 2.1 und BGE 121 III 441). Aus welchen Gründen für 
den alleinerziehenden Beschwerdeführer eine andere als die im Verfügungszeit-
punkt geltende Regelung hätte Anwendung finden sollen, liess der Regierungsrat 
im angefochtenen RRB unbegründet. 

Der Umstand, dass nach den seit dem 1. Januar 2017 geltenden SKOS-Richtli-
nien, von der unterstützten Person − unter Berücksichtigung der individuellen 
Ressourcen und der Rahmenbedingungen − erwartet wird, spätestens dann zur 
Minderung der Bedürftigkeit (vgl. Kap. A.I.3) eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen 
oder zumindest an einer Integrationsmassnahme teilzunehmen, wenn das Kind 
das erste Lebensalter vollendet hat (vgl. Kap. C.1.3), vermag eine Abweichung 
von der im Verfügungszeitpunkt am 21. Juli 2016 geltenden Regelung nicht zu 
rechtfertigen. Dies muss umso mehr gelten, als die seit dem 1. Januar 2017 gül-
tigen SKOS-Richtlinien selber vorsehen, dass diese neue Regelung für Konstel-
lationen, welche mit der vorliegenden vergleichbar sind, erst ab Januar 2018 an-
gewendet werden sollen (Kap. C.1.3). 

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3.5 Aus den angeführten Gründen ergibt sich, dass die vom Regierungsrat 
richtigerweise beigezogenen SKOS-Richtlinien in casu nicht sachgerecht beach-
tet wurden. Indem das Amt für Migration mit der Verfügung vom 21. Juli 2016 
vom alleinerziehenden Beschwerdeführer die Lösung von der wirtschaftlichen 
Sozialhilfe bis Ende Dezember 2016 verlangt hat, hat es von ihm in Abweichung 
der langjährigen bundesgerichtlichen Praxis (Urteil des Bundesgerichts 
2C_1228/2012 vom 20.6.2013 Erw. 5.4 m.w.H.) implizit gefordert, noch vor dem 
Erreichen des 2. Altersjahrs von Tochter D.________ eine Erwerbstätigkeit 
aufzunehmen. Diese Intention der Verfügung vom 21. Juli 2016 hat das Amt für 
Migration in seiner Vernehmlassung im Beschwerdeverfahren vor dem 
Regierungsrat vom 12. September 2016 explizit bestätigt (Vi-act. II-02 S. 3). 

Soweit das Amt für Migration in der Vernehmlassung vom 12. September 2016 
weiter ausgeführt hat, auf die Betreuungspflichten des Beschwerdeführers ge-
genüber seiner Tochter D.________ könne keine Rücksicht genommen werden, 
da ihr lediglich auf Geheiss des Regierungsrates eine Kurzaufenthaltsbewilligung 
zum Zweck der Aufenthaltsregelung während dem laufenden Scheidungsverfah-
ren erteilt worden sei (Vi-act. II-02 S. 2 und 4), kann ihm nicht gefolgt werden. 
Nach der Aktenlage bestehen keinerlei Zweifel daran, dass die Tochter 
D.________ aufgrund gerichtlicher Entscheide − zumindest während des laufen-
den Scheidungsverfahrens − unter der Obhut des Beschwerdeführers steht (vgl. 
Ingress lit. B hiervor). Die migrationsrechtlichen Überlegungen des AFM vermö-
gen weder daran, noch an den sich daraus ergebenden Betreuungspflichten des 
Beschwerdeführers etwas zu ändern. Im Übrigen präjudizieren diese Überlegun-
gen letztlich auch nicht den Entscheid über ein allfällig neues Familiennachzugs-
begehren für Tochter D.________, sofern dem Beschwerdeführer die elterliche 
Sorge zugeteilt werden sollte (vgl. dazu Vi-act. I-01 Beilage 3 Erw. 4.8.1 ff.). 
Ebensowenig rechtfertigen die statistischen Ausführungen des AFM auf S. 4 der 
Vernehmlassung vom 12. September 2016 ein Abweichen von der angeführten 
bundesgerichtlichen Praxis (vgl. Erw. 3.2 hiervor). Anzufügen ist, dass auch die 
"Weisungen und Erläuterungen Ausländerbereich (Weisungen AuG)" des SEM 
vom Oktober 2013 (sowohl in der am 10. November 2015 als auch noch in der 
am 12. April 2017 aktualisierten Fassung) in Ziff. 8.3.1 (S. 308 unten) auf eben 
diese bundesgerichtliche Praxis abstellen.

3.6 Der Regierungsrat seinerseits hat dem Beschwerdeführer die in den seit 
dem 1. Januar 2017 geltenden SKOS-Richtlinien vorgesehene Übergangsfrist 
nicht zugestanden. Vor dem Hintergrund der langjährigen Sozialhilfeabhängigkeit 
des Beschwerdeführers sprechen zwar gute Gründe dafür, dass die berufliche 
(Re-)Integration frühzeitig − bezogen auf das Alter von Tochter D.________ − 

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thematisiert worden ist (vgl. Urteil des Bundessgerichts 2C_1228/2012 vom 
20.6.2013 Erw. 5.3). Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, der 
Weisungen AuG Ziff. 8.3.1 und der erwähnten Übergangsfrist in Kapitel C.1.3 der 
aktuellen SKOS-Richtlinien hätte bei einer sachgerechten Anwendung derselben 
jedoch davon abgesehen werden müssen, vom Beschwerdeführer eine 
Aufnahme der Erwerbstätigkeit vor Ablauf des Dezembers 2017 zu verlangen. 
Zum Zeitpunkt des angefochtenen RRB am 31. Januar 2017 ist − soweit 
erkennbar − noch kein erstinstanzlicher Entscheid im hängigen 
Scheidungsverfahren des Beschwerdeführers ergangen. Es ist daher kaum 
davon auszugehen, dass die massnahmenrechtliche Obhutsregelung über 
Tochter D.________ (erheblich) vor Ende Dezember 2017 durch einen 
rechtskräftigen Entscheid über das laufende Scheidungsverfahren resp. die 
nacheheliche Obhutsberechtigung und die elterliche Sorge über Tochter 
D.________ abgelöst wird. Daher rechtfertigt auch der Umstand, dass die aktuell 
bestehende Obhutsregelung über Tochter D.________ nur vorläufigen Charakter 
hat, keine Auflage zur Aufnahmen der Erwerbstätigkeit vor Ende Dezember 
2017.

4.1 Zusammenfassend ist dem Beschwerdeführer aufgrund der Betreuungs-
pflichten von Tochter D.________ die Aufnahme einer zumindest teilzeitlichen 
Erwerbstätigkeit grundsätzlich ab Januar 2018 zumutbar. In der Folge erweist 
sich die Verfügung des Amtes für Migration vom 21. Juli 2016 insoweit als unver-
hältnismässig, als vom alleinerziehenden Beschwerdeführer die Lösung von der 
wirtschaftlichen Sozialhilfe bis Ende Dezember 2016 verlangt worden ist und 
seine Aufenthaltsbewilligung infolgedessen in Abweichung von der Regel 
gemäss Art. 58 Abs. 1 VZAE auf eine halbjährliche Dauer befristet worden ist.

Somit sind der angefochtene RRB Nr. 71/2017 vom 31. Januar 2017 sowie die 
Verfügung des AFM vom 21. Juli 2016 aufzuheben. Unter Berücksichtigung, 
dass die Aufenthaltsbewilligung ab Juli 2016 zu verlängern ist, die Regel-
Verlängerungsdauer zwei Jahre beträgt (Art. 58 Abs. 1 VZAE), dem Beschwerde-
führer aufgrund des Alters der Tochter eine Arbeitsaufnahme erst ab Januar 
2018 zugemutet werden kann und das Amt für Migration ihm eine Frist von ei-
nem halben Jahr für die Loslösung von der wirtschaftlichen Sozialhilfe einzuräu-
men gedachte, ist das Amt für Migration anzuweisen, eine (ab ursprünglichem 
Zeitpunkt gerechnet) ordentliche Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers zu verfügen. Es steht im pflichtgemässen Ermessen des Am-
tes für Migration, die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Sinne von Art. 
33 Abs. 2 AuG mit einer Bedingung zu verbinden, wobei eine Aufnahme der 

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Erwerbstätigkeit aus den angeführten Gründen nicht vor Ablauf des Dezembers 
2017 verlangt werden kann. 

Einer Feststellung, dass die beschränkte Verlängerung bis 31. Dezember 2016 
rechtswidrig gewesen sei, wie dies vom Beschwerdeführer beantragt wird, bedarf 
es dagegen nicht (Subsidiarität) (vgl. statt vieler: Markus Müller, Bernische Ver-
waltungsrechtspfleg 2. Aufl. 2011 S. 149 Fn. 285; Isabelle Häner, Die Beteiligten 
im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, 2000 N 702, Josef Hensler, 
die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Kanton Schwyz, 1980 S. 62 f., je mit wei-
teren Hinweisen). 

4.2 Sollte der Beschwerdeführer − unbesehen davon, ob das Amt für Migration 
die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung mit einer Bedingung verbindet − 
über den Januar 2018 hinaus in der Schweiz weiterhin keiner Arbeit nachgehen, 
so dass keine Änderung absehbar ist und er dauerhaft und in erheblichem Mass 
auf Sozialhilfe angewiesen ist, bestünde die Möglichkeit, im Rahmen einer 
(neuen) Interessenabwägung − unter angemessener Berücksichtigung der 
Interessen des Schweizer Sohnes, welche auch die Besonderheit seiner 
Behinderung 
(Bedarf an Sonderschulung) mitumfasst (vgl. Rechtsprechung zum umgekehr-
ten Familiennachzug, so etwa Urteil des Bundesgerichts 2C_843/2009 vom 
14.6.2010 Erw. 4.2; Bf-act. 3 und 19) − die Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers allenfalls zu widerrufen oder nicht mehr zu verlängern. Dies 
muss sich der Beschwerdeführer bei der Gestaltung seines weiteren Aufenthalts 
im Land bewusst sein (vgl. BGE 137 I 247 Erw. 5.2.5; Urteil des Bundesgerichts 
2C_234/2010 vom 11.7.2011 Erw. 3.2 a.E.). 

5.1 Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind auf Fr. 1'500.-- (Gerichtsge-
bühr, Kanzleikosten und Auslagen) festzusetzen und dem Verfahrensausgang 
entsprechend dem Kanton Schwyz aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

5.2 Dem beanwalteten Beschwerdeführer ist für das verwaltungsgerichtliche 
Beschwerdeverfahren zu Lasten des Kantons Schwyz eine Parteientschädigung 
zuzusprechen (§ 74 VRP). Die Bemessung des Honorars richtet sich nach dem 
Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebT; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975. 
Eine Partei kann eine spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und ihre Ausla-
gen einreichen. Erscheint sie angemessen, ist sie der Festsetzung der Vergütung 
zugrunde zu legen. Andernfalls wird die Vergütung nach pflichtgemässem Er-
messen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebT). § 2 des Gebührentarifs sieht als Bemes-
sungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Umfang 
und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand vor. Das Ho-

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norar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsgericht Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
(§ 14 GebT).

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat eine Kostennote eingereicht und 
macht einen Zeitaufwand von 12.13 Stunden, ausmachend Fr. 2'199.00 und 
Auslagen in der Höhe von Fr. 84.95 zuzüglich Mehrwertsteuer von Fr. 182.72, to-
tal Fr. 2'466.65 geltend. Angesichts der getätigten und benötigten Aufwendungen 
erweist sich der geltend gemachte Zeitaufwand als glaubhaft und 
nachvollziehbar, ebenso die vorgetragenen Auslagen, weshalb dem 
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der geforderten Höhe 
zuzusprechen ist. Dementsprechend erübrigt es sich, das Begehren um 
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu 
behandeln.

5.3 Für das regierungsrätliche Beschwerdeverfahren ist dem beanwalteten Be-
schwerdeführer zu Lasten des Kantons Schwyz eine als angemessen erachtete 
Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) von Fr. 1'000.-- zu entrichten.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der angefochtene Beschluss des 
Regierungsrates Nr. 71/2017 vom 31. Januar 2017 sowie die zugrunde lie-
gende Verfügung vom 21. Juli 2016 des Amtes für Migration aufgehoben 
und das Amt für Migration wird angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers im Sinne der Erwägungen (insbesondere Erw. 4.1) zu 
verlängern.

2. Die Kosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren werden auf 
Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten, Barauslagen) festgesetzt und 
dem Kanton Schwyz auferlegt. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird 
verzichtet.

3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten des Kantons Schwyz eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2'466.65 (inkl. Auslagenersatz und MwSt) zugespro-
chen.

4. Für das regierungsrätliche Beschwerdeverfahren wird dem Beschwerdefüh-
rer zu Lasten des Kantons Schwyz eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- 
(inkl. Auslagenersatz und MwSt) zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

6. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- den Regierungsrat (EB)
- den Rechts- und Beschwerdedienst des Sicherheitsdepartements (EB)
- das kantonale Amt für Migration (EB)
- und das Staatssekretariat für Migration SEM, 3003 Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 19. Juni 2017