# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4b3bda5-10c3-58ad-b4e9-9c06ef92a633
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-03
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 03.06.2020 F 2020 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2020-16_2020-06-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Albert Dormann

U R T E I L  vom 3. Juni 2020 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________, zzt. Triaplus AG Klinik Zugersee, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdeführerin

gegen

Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Zwangsmassnahmen im Gesundheitswesen

F 2020 16

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Urteil F 2020 16 

A. A.________, Jahrgang 1961, wurde am 8. Mai 2020 von Dr. med. B.________, 
C.________, mit fürsorgerischer Unterbringung (FU) in die Triaplus AG Klinik Zugersee 
eingewiesen. Am 12. Mai 2020 hielt die Klinik in einem schriftlichen "Behandlungsplan bei 
paranoider Schizophrenie" unter anderem fest, dass A.________ bestimmte Medikamente 
angeboten und ihr diese bei Ablehnung auch ohne ihre Zustimmung verabreicht würden. 
Am 12. Mai 2020 ordnete die Klinik medizinische Massnahmen in Form von Medikamen-
tengaben auch gegen den Willen von A.________ an. 

B. Gegen diese Verfügung beschwerte sich A.________ der falschen Rechtsmit-
telbelehrung entsprechend beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, welches die 
Beschwerde als Beschwerde gegen den Behandlungsplan, welcher der Eingabe beigelegt 
war, verstand und sie zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug 
überwies. A.________ führte darin aus, dass sie mit der Massnahme nicht einverstanden 
sei und um rechtliches Gehör bitte. Erst beim Verwaltungsgericht Zug wurde klar, dass 
bereits ein Anordnungsdokument betreffend Medikation vorlag und die Beschwerde-
führerin sich nicht gegen den Behandlungsplan sondern hiegegen wehren wollte.

C. Auf den 3. Juni 2020 wurde eine Verhandlung per Skype angesetzt, an der seitens 
der Klinik Dr. med. univ. D.________, Leitender Arzt, Oberärztin med. pract. E.________ 
und Pflegefachmann F.________ sowie als Gutachter Dr. med. G.________, Facharzt 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, teilnahmen, der sein Gutachten mündlich erstattete. 
Die Beschwerdeführerin hatte sich einer Untersuchung durch den gerichtlichen Gutachter 
Dr. G.________ verweigert und war überdies auch nicht bereit, an der Anhörung durch 
das Gericht teilzunehmen. Im Anschluss an die Verhandlung wurde der Urteilsspruch 
ebenfalls in Abwesenheit der Beschwerdeführerin eröffnet und noch gleichentags im 
Dispositiv zugestellt.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 439 Abs. 1 Ziff. 4 und Abs. 2 ZGB in der seit 1. Januar 2013 gel-
tenden Fassung kann die betroffene oder eine ihr nahestehende Person bei Behandlung 
einer psychischen Störung ohne Zustimmung innert zehn Tagen seit der Mitteilung 

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schriftlich das zuständige Gericht anrufen. Zuständiges Gericht für die Beurteilung von 
Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss der per 1. Januar 2013 in Kraft 
getretenen Fassung von § 58 Abs. 1 lit. b des Einführungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB; 
BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig ist das Verwaltungsgericht, wenn 
die betroffene Person Wohnsitz im Kanton Zug hat oder wenn die Massnahme von einer 
Arztperson oder Einrichtung im Kanton Zug angeordnet wurde und die betroffene Person 
sich im Kanton Zug aufhält (§ 58 Abs. 2 EG ZGB). Die Beschwerdeführerin wohnt zwar im 
Kanton Schwyz, hält sich aber im Kanton Zug auf, wo auch die angefochtene Massnahme 
angeordnet worden ist. Das Verwaltungsgericht ist demnach zur Beurteilung der fristge-
recht eingereichten und den minimalen formellen Anforderungen entsprechenden Be-
schwerde sowohl örtlich, sachlich wie auch funktionell zuständig.

1.2 Hat die betroffene Person gegen eine Anordnung Beschwerde erhoben, hört sie 
die gerichtliche Beschwerdeinstanz in der Regel als Kollegium (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 
ZGB) bzw. als Delegation an, wobei die Anhörung auch per Skype durchgeführt werden 
darf (s. dazu Art. 4 ff. der Verordnung über Massnahmen in der Justiz und im Verfahrens-
recht im Zusammenhang mit dem Coronavirus; COVID-19-Verordnung Justiz und Verfah-
rensrecht vom 16. April 2020). Bei psychischen Störungen muss zudem gestützt auf das 
Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 ZGB). 
Die Beschwerdeführerin hat sich - wie bereits im Mai 2019 im Verfahren F 2019 19 - ge-
weigert, sich vom gerichtlichen Gutachter psychiatrisch untersuchen zu lassen und sie hat 
sich auch der Anhörung konsequent verweigert. Damit ist auf Grundlage der Akten zu ent-
scheiden (siehe dazu Basler Kommentar ZGB I-Geiser, Art. 450e N 24). Gestützt auf sei-
nen Einblick in die Klinikunterlagen und die Teilnahme an der Verhandlung war es dem 
erfahrenen Gutachter Dr. G.________ ohne weiteres möglich, im Anschluss an die 
Befragung der Klinikvertreter eine nachvollziehbare und auch begründete Beurteilung 
abzugeben. Den gesetzlichen Vorgaben an das Verfahren vor der gerichtlichen 
Beschwerdeinstanz ist damit in jedem Fall Genüge getan.

2. Wird eine Person zur Behandlung einer psychischen Störung in einer Einrichtung 
untergebracht (Art. 426 Abs. 1 ZGB), so erstellt der behandelnde Arzt unter Beizug der be-
troffenen Person und gegebenenfalls ihrer Vertrauensperson einen schriftlichen Behand-
lungsplan (Art. 433 Abs. 1 ZGB). Fehlt die Zustimmung der betroffenen Person, so kann 
die Chefärztin oder der Chefarzt der Abteilung die im Behandlungsplan vorgesehenen me-
dizinischen Massnahmen schriftlich anordnen, wenn ohne Behandlung der betroffenen 
Person ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden droht oder das Leben oder die körperli-

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che Integrität Dritter ernsthaft gefährdet ist (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB), die betroffene 
Person bezüglich ihrer Behandlungsbedürftigkeit urteilsunfähig ist (Art 434 Abs. 2 Ziff. 2 
ZGB) und keine angemessene Massnahme zur Verfügung steht, die weniger einschnei-
dend ist (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB).

2.1 Der Behandlungsplan gemäss Art. 433 Abs. 2 ZGB soll Auskunft über die geplan-
ten Abklärungen und Untersuchungen geben, eine erste oder eine bereits gesicherte Diag-
nose enthalten, die dazu passende Therapie umschreiben, Ausführungen über Risiken 
und Nebenwirkungen der Therapie machen und eine mögliche Prognose stellen. Zudem 
sind andere mögliche Behandlungswege und die Gefahren einer unterlassenen Therapie 
aufzuzeigen (vgl. Botschaft Erwachsenenschutz, BBl 2006 7068). Der Behandlungsplan 
wird der betroffenen Person zur Zustimmung unterbreitet (Art. 433 Abs. 3 ZGB). Wenn 
eine Zustimmung zur Behandlung nicht vorliegt, ist die Ergreifung von medizinischen 
Massnahmen nur unter den engen Voraussetzungen von Art. 434 ZGB erlaubt (Botschaft 
Erwachsenenschutz, BBl 7068). Der Behandlungsplan wird der laufenden Entwicklung 
angepasst (Art. 433 Abs. 4 ZGB). Mit Erstellen des Behandlungsplans wird somit nicht 
über eine bestimmte Behandlung entschieden, sondern, wie auch in der Botschaft ausge-
führt, lediglich Auskunft über die geplanten Therapien oder über alternative Behandlungs-
möglichkeiten gegeben. Stimmt eine Person dem Behandlungsplan zu, können die darin 
erwähnten Behandlungen durchgeführt werden. Stimmt sie dem Behandlungsplan nicht 
zu, kann eine medizinische Massnahme auf der Grundlage von Art. 434 ZGB durchgesetzt 
werden. Hierzu bedarf es aber gemäss dem Gesetzeswortlaut eines schriftlichen Ent-
scheids, welcher gestützt auf Art. 439 Abs. 1 Ziff. 4 ZGB anfechtbar ist. Vorbehalten bleibt 
die Anordnung medizinischer Massnahmen, die sofort aufgrund einer Notfallsituation um-
gesetzt werden müssen (Art. 435 ZGB). Da somit mit dem Behandlungsplan keine konkre-
te medizinische Massnahme angeordnet wird, sondern lediglich Absichten aufgezeigt wer-
den, ist der Behandlungsplan nicht als möglicher Anfechtungsgegenstand einer Beschwer-
de anzusehen. Gegen eine einzelne Massnahme kann sich eine betroffene Person weh-
ren, wenn die Einrichtung einen Entscheid gestützt auf Art. 434 ZGB fällt, mithin "eine im 
Behandlungsplan vorgesehene medizinische Massnahme" schriftlich und ohne Zustim-
mung der betroffenen Person anordnet. Der Behandlungsplan als solcher ist folglich keine 
behördliche Verfügung und auch keine Zwangsmassnahme, sodass er auch nicht gestützt 
auf Art. 439 ZGB gerichtlich angefochten werden kann. Der Behandlungsplan bildet jedoch 
die Grundlage für eine gestützt auf Art. 434 ZGB angeordnete und auch gerichtlich an-
fechtbare medizinische Massnahme, da diese im Behandlungsplan vorgesehen sein muss 
(s. dazu Basler Kommentar ZGB I, Geiser/Etzensberger, Art. 433 N 21; FamKomm Er-

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wachsenenschutz/Guillod, Art. 433 ZGB N 32; KOKES-Praxisanleitung Erwachsenen-
schutzrecht, Zürich/St. Gallen 2012, Rz. 10.40; Erwachsenenschutzrecht, 2. A., Basel 
2015, Daniel Rosch, Art. 439 ZGB N 3). 

2.2 Im vorliegenden Fall liegt ein von der behandelnden Ärztin und ihrer Vorgesetzten 
unterzeichneter Behandlungsplan im Sinne von Art. 433 ZGB vor und gestützt darauf ist 
von der behandelnden Assistenzärztin H.________ - unter Hinweis auf die verantwortliche 
Kaderärztin E.________ - eine Anordnung betreffend zwangsweise Verabreichung von 
Medikamenten getroffen worden, sofern die Beschwerdeführerin die angebotenen 
Medikamente nicht freiwillig einnehmen würde. Der Beginn einer solchen Behandlung 
wurde auf den 18. Mai 2020 und die Dauer der Massnahme auf voraussichtlich 14 Tage 
angesetzt. Auch wenn Zwangsmassnahmen gemäss Art. 434 Abs. 1 ZGB grundsätzlich 
vom Chefarzt (oder seinem Stellvertreter, mindestens aber von einem Leiter einer Abtei-
lung) angeordnet werden müssten, hat vorliegend immerhin Oberärztin E.________, 
mithin eine Ärztin in vorgesetzter und damit gehobener Position, die Massnahme mit ver-
antwortet, auch wenn sie - wie vorgeschrieben - selber hätte unterzeichnen müssen. Eine 
Patientenverfügung, die zumindest mitberücksichtigt werden sollte, liegt soweit bekannt 
nicht vor. Die Beschwerdeführerin ihrerseits hat es unterlassen anzugeben, weshalb sie 
mit den verordneten Medikamenten nicht einverstanden ist. Im Folgenden ist daher zu 
prüfen, ob die weiteren Voraussetzungen für die zwangsweise Abgabe von Medikamenten 
erfüllt sind.

3. Die Beschwerdeführerin, die seit Jahren an einer psychischen Erkrankung leidet, 
befindet sich mittels FU in der Klinik. Nach Ansicht der Klinikärztin E.________ liegt bei ihr 
eher eine paranoide Persönlichkeitsstörung, gekoppelt mit einer wahnhaften Störung, vor, 
wobei als Differentialdiagnose eine paranoide Schizophrenie nach wie vor Bestand habe. 
Sie habe einen Zwangsstörung und eine Benzodiazepin-Abhängigkeit; diese Medikamente 
nehme sie denn auch ein, während sie eine neuroleptische Medikation konsequent 
ablehne. Der gerichtliche Gutachter Dr. G.________ diagnostiziert bei der Beschwer-
deführerin eine Schizophrenie, jedenfalls gehe er von einer Erkrankung aus dem 
schizophrenen Spektrum aus. Aufgrund der grossen Chronifizierung bestehe allenfalls 
auch eine sekundäre Persönlichkeitspathologie; man wisse jedoch zu wenig von ihrer 
Geschichte bzw. ihrem Erleben, um diesbezüglich eine verlässliche Diagnose stellen zu 
können. Fest steht damit aber zweifelsfrei, dass die Beschwerdeführerin an einer schwer-
wiegenden psychischen Störung leidet.

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3.1 Die Beschwerdeführerin ist nach Ansicht des gerichtlichen Gutachters und auch 
der Klinikärztin urteilsunfähig und zwar sowohl bezüglich ihrer Krankheit als auch bezüg-
lich der Notwendigkeit, diese schwere psychische Erkrankung adäquat behandeln zu las-
sen. Damit ist auch die Voraussetzung für eine medizinische Massnahme ohne Zustim-
mung der Patientin gemäss Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB erfüllt.

3.2 Die Beschwerdeführerin ist gemäss Eintrittsbericht der Klinik aus dem vom Coro-
na-Virus besonders betroffenen Altersheim I.________ in J.________ in die Klinik 
Zugersee eingewiesen worden. Es waren gemäss Medien in diesem Altersheim elf 
Personen an der Infektion gestorben und die Beschwerdeführerin war selber auch infiziert. 
Beim Klinikeintritt gab sie an, dass sie seit Anfang der Covid-19-Pandemie nicht mehr 
richtig essen, trinken oder Medikamente einnehmen könne, da sie auf den Produkten 
punktförmige, hellbraune Infektionen sehe; alles sei mit dem Virus kontaminiert, welcher 
aus "verbrannten Organen, Pilzen und Schaum" entstehe. Wegen dieses Beein-
trächtigungs- und Vergiftungswahns habe die Beschwerdeführerin seit Klinikeintritt die 
Einnahme antipsychotischer Medikation vehement abgelehnt und auch die Nahrungsauf-
nahme sei nur teilweise möglich; der BMI liege aktuell bei 15,7, was Untergewicht bedeu-
te. Seit Februar 2020 habe die Beschwerdeführerin zudem 5 kg abgenommen. Besorgnis-
erregend sei der Vergiftungswahn und die damit verbundene Gewichtsabnahme.

3.2.1 Nach den Ausführungen von Oberärztin E.________ an der Anhörung vom 3. Juni 
2020 zeigt die Beschwerdeführerin deutliche Vergiftungsideen; die Medikamente, die sie 
einnehme, desinfiziere sie, was sehr eigentümlich sei. Ihr Zustand sei nach wie vor 
schlecht. Sie halte sich mehrheitlich in ihrem Zimmer auf. Wenn sie mal rauskomme, trage 
sie häufig ein Handtuch auf dem Kopf, trage immer ihren Mundschutz und fasse nichts an. 
Wenn man sie in Ruhe lasse, bleibe sie in ihrem Zimmer; wenn man etwas von ihr möch-
te, werde sie laut und verbal aggressiv. Sie esse und trinke in gewissem Rahmen, wobei 
das Gewicht unverändert 39,1 kg betrage. Teilweise lasse sie die Messung der Vitalzei-
chen zu; dort sei sie auch in einem Bereich, wo eine medikamentöse Behandlung nötig 
wäre, was sie aber auch nicht zulasse. Sie nehme zwar bestimmte Medikamente wie Ben-
zodiazepine (von denen sie abhängig sei), Pantoprazol (da sie angeblich eine Gastritis ha-
be) und ein Blutdruckmedikament ein. Die dringend notwendigen Neuroleptika zur Be-
handlung ihrer wahnhaften Störung lehne sie jedoch kategorisch ab; auch während ihres 
zweiten Klinikaufenthalts vom 14. Januar 2019 bis 13. Februar 2020 habe sie keinerlei 
Neuroleptika eingenommen. Beim letzten Klinikaufenthalt habe sie vermehrt über Exit ge-
sprochen; akute Suizidbestrebungen sehe man momentan aber nicht. Bei der Beschwer-

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deführerin bestehe auf jeden Fall die Gefahr der Malnutrition mit besorgniserregender Ge-
wichtsabnahme. Bis jetzt sei es noch nicht zu lebensbedrohlichen Zuständen durch Man-
gelernährung gekommen; dies könnte aber passieren, wenn sie weiter das Gefühl habe, 
das Essen sei kontaminiert. Darüber hinaus bestehe auch insofern eine Gefahr, als sie 
das Desinfektionsmittel, mit dem sie alles desinfiziere, wohl überdosieren oder gar im Sin-
ne einer inneren Reinigung einnehmen könnte; dass so etwas passiere, sei nicht auszu-
schliessen. 

3.2.2 Nach den Ausführungen des Gutachters Dr. G.________ gibt es anhand der Ak-
ten keine Hinweise auf eine akute Suizidalität. Bei der letzten Hospitalisation sei Exit noch 
ein Begleitthema gewesen. Aktuell bestehe eine Überforderung im Alltag, mit der Ernäh-
rung, der Pflege und Hygiene. Bei ihrem aktuellen Gewicht sei es jederzeit möglich, dass 
es zu lebensbedrohlichen Zuständen durch Mangelernährung komme. Zwar könne sie 
sich durch langsames Herunterhungern an vieles gewöhnen; irgendwann werde dies je-
doch aufgrund des Eiweissmangels und des geschwächten Immunsystems gefährlich. Es 
könne zu Herzrhythmus-Störungen und Organversagen kommen.

3.2.3 Gestützt auf die Vorgeschichte und die Ausführungen der involvierten Ärzte droht 
der Beschwerdeführerin ohne Behandlung ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden. Die-
ser gesundheitliche Schaden könnte sogar bis zum Organversagen und damit zu ihrem 
Tod führen, wenn sie weiterhin kaum Nahrung und Flüssigkeit zu sich nimmt. Nicht ausser 
Acht gelassen werden darf diesbezüglich auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin 
offenbar Essen und Medikamente desinfiziert und sie sich damit vergiften könnte. Nicht 
ausgeschlossen ist auch, dass sie ein Desinfektionsmittel sogar mit verheerenden Folgen 
einnehmen könnte.

3.3 Zur Frage nach der Gefährdung Dritter führte Oberärztin E.________ aus, dass es 
Drohungen glaublich gegenüber dem Beistand gegeben habe. Zurzeit gebe die Be-
schwerdeführerin verbale Drohungen von sich auch gegen Mitpatienten; tätlich geworden 
sei sie bisher aber nicht. Nach der Beurteilung von Dr. G.________ verhält sich die Be-
schwerdeführerin zwar bizarr; bis jetzt wisse man, dass sie verbal aggressiv sei. Weiteres 
sei ihm - allein aufgrund der Akten - nicht bekannt. Eine Gefährdung für Dritte steht damit 
nicht im Vordergrund, auch wenn sie nicht völlig ausser Acht gelassen werden darf.

3.4 Schliesslich bleibt zu prüfen, ob im Sinne von Art. 434 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB keine 
angemessene Massnahme zur Verfügung steht, die weniger einschneidend ist. 

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3.4.1 Klinikärztin E.________ führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin ein langer 
chronifizierter Verlauf bestehe. Bisher habe es - und zwar auch nicht während des zweiten 
Aufenthalts, der rund ein Jahr gedauert habe - noch keine adäquate Behandlung gegeben. 
Man sei nun der Ansicht, dass es eine Medikation brauche, um eine Urteilsfähigkeit errei-
chen zu können. Die Behandlung müsse insbesondere auch darum erfolgen, weil ansons-
ten keine adäquate Betreuung mehr sichergestellt werden könne. Die Beschwerdeführerin 
sträube sich schon jetzt wegen der Corona-Situation gegen eine Rückkehr ins Altersheim 
I.________; sie wolle alleine leben, nur sei das bei ihr nicht möglich. Oberärztin 
E.________ räumte ein, dass eine Dauer der Medikation für 14 Tage kaum reichen dürfte. 
Aufgrund der Chronifizierung und des Umstands, dass man nicht wisse, wie die 
Beschwerdeführerin auf die Medikamente reagiere, brauche es eine Verlaufsbeobachtung 
von drei bis sechs Monaten. Am Anfang sei es die Idee gewesen, dass man sie für ein 
Medikament gewinnen könne, damit sie dies danach - nach Wiedererlangung der 
Urteilsfähigkeit - freiwillig zu sich nehmen würde.

3.4.2 Nach den Ausführungen von Dr. G.________ wird eine Störung, wie sie bei der 
Beschwerdeführerin vorliegt, primär und hauptsächlich mit neuroleptischer Medikation be-
handelt. Eine solche adäquate Behandlung ist seiner Ansicht nach im Behandlungsplan 
und im Anordnungsdokument vorgesehen und entspricht einer lege artis-Behandlung bei 
der psychischen Störung, wie sie bei der Beschwerdeführerin besteht. Er ist allerdings 
auch der Ansicht, dass die im Anordnungsdokument vorgesehene Dauer der Massnahme 
von voraussichtlich 14 Tagen nicht ausreichend lang sein dürfte. Mit dem Beginn einer 
zwangsweisen Medikation, die bei der Beschwerdeführerin ganz klar nötig sei, müsse zu-
nächst geschaut werden, ob sie überhaupt auf die Medikamente anspreche, damit sie sich 
immerhin wieder richtig ernähren und im Umgang bessere erträglich würde; ohne Zwangs-
medikation sei das nicht zu erreichen. Eine klare Behandlungsindikation sei medizinisch 
gegeben. Bei derartig chronifizierten Zuständen sei es möglich, dass sie schnell anspre-
che; die Wirkung dürfte aber wohl erst nach drei bis sechs Monaten beurteilt werden kön-
nen. Weniger einschneidende und doch wirksame Alternativen zu einer Zwangsmedikation 
gebe es nicht; wenn man den Zustand verbessern wolle, führe nichts an einer Zwangsme-
dikation vorbei. Eine spontane Remission ohne Medikamente sei zwar grundsätzlich mög-
lich, aufgrund des bisherigen Verlaufs aber nicht zu erwarten.

3.4.3 Gestützt auf diese ärztlichen Angaben steht fest, dass es neben der im Anord-
nungsdokument vorgesehenen Medikamente keine alternativen, weniger einschneidenden 

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und doch wirksamen Massnahmen - wie etwa Gespräche, Reizabschirmung, Isolation 
oder homöopathische Mittel - gibt, um eine Besserung des Gesundheitszustands der Be-
schwerdeführerin zu erreichen. Es handelt sich dabei um die Behandlung lege artis und 
diese müsste voraussichtlich länger als die bisher vorgesehenen 14 Tage durchgeführt 
werden. Eine spontane Remission ohne adäquate Medikation ist angesichts der sehr stark 
chronifizierten Störung nicht zu erwarten.

3.5 Nachdem alle Voraussetzungen für eine medizinische Massnahme ohne Zustim-
mung der Beschwerdeführerin erfüllt sind, sind die vorgesehenen Massnahmen notwendig 
und rechtmässig angeordnet worden. Angesichts der schwerwiegenden Störung, wie sie 
bei der Beschwerdeführerin besteht, ist der Einsatz der vorgesehenen Medikamente auch 
verhältnismässig. Es kann nicht angehen, dass sie ohne adäquate Behandlung lediglich 
"aufbewahrt" wird, ohne zumindest den Versuch zu unternehmen, eine Besserung zu er-
reichen und damit den offensichtlich bestehenden Leidensdruck zu mildern, immer in der 
Hoffnung, eine Krankheitseinsicht und damit auch eine Behandlungsbereitschaft zu errei-
chen. Sollte - wie von Dr. G.________ ausgeführt - eine Behandlung für die Dauer von 
rund 14 Tagen nicht ausreichend sein, wäre dannzumal - bei vom behandelnden Arzt 
aufdatierten und dem Verlauf angepassten Behandlungsplan - vom Chefarzt oder seinem 
Stellvertreter eine ausreichende Verlängerung der Massnahme in einem neuen Anord-
nungsdokument anzuordnen, sofern in jenem Zeitpunkt die Voraussetzungen nach wie vor 
gegeben sein sollten. Die Beschwerde erweist sich insgesamt als vollumfänglich 
unbegründet und muss abgewiesen werden. 

4. Das Verfahren ist kostenlos (§ 67 Abs. 3 GesG i.V.m. § 57 Abs. 2 EG ZGB), wes-
halb vorliegend keine Gerichtskosten zu erheben sind. Da die ohnehin nicht anwaltlich 
vertretene Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen vollumfänglich unterliegt, bleibt kein 
Raum für die Zusprechung einer Parteientschädigung (§ 28 Abs. 2 VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) 
und an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee.

Zug, 3. Juni 2020

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am