# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3682f7df-433e-5f04-b858-0add42c629c6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.06.2017 200 2017 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-80_2017-06-21.pdf

## Full Text

200 17 80 IV
SCJ/BRM/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 21. Juni 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. Dezember 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1970 geborene, 1991 von … kommend in die Schweiz zugezogene 
A.________ meldete sich erstmals im Juli 2009 unter Hinweis auf eine Epi-
lepsie zum Bezug einer Invalidenrente bei der IV-Stelle Bern (IVB) an (Ak-
ten der IVB [act. II] 2). Die IVB holte erwerbliche und medizinische Unterla-
gen ein (act. II 5, 8 f., 14, 17) und veranlasste eine Arbeitsmarktlich-
Medizinische Abklärung (AMA; act. II 22); da in deren Verlauf eine Alko-
holabhängigkeit festgestellt wurde (act. II 31 S. 10), forderte die IVB den 
Versicherten zur Durchführung einer Entzugsbehandlung auf (act. II 28, 
40), welche erfolgreich verlief (act. II 57 S. 1, 59). In der Folge stellte die 
IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 13. April 2011 (act. II 60) bei 
einem ermittelten Invaliditätsgrad von 10% die Abweisung des Rentenge-
suchs in Aussicht (act. II 60). Auf dagegen erhobenen Einwand hin (act. II 
65) tätigte die IVB weitere erwerbliche und medizinische Abklärungen (act. 
II 68, 76, 78, 80, 83, 86) und veranlasste (auf Empfehlung des RAD) eine 
bidisziplinäre (neurologische und psychiatrische) Begutachtung (vgl. Gut-
achten vom 5. März 2013; act. II 111.1). Gestützt darauf kündigte die IVB 
mit Vorbescheid vom 15. März 2013 (act. II 113) bei einem Invaliditätsgrad 
von 28% erneut die Ablehnung des Rentengesuchs an und verfügte – 
nachdem hiergegen Einwand erhoben worden war (act. II 117) – am 8. 
August 2013 entsprechend dem Vorbescheid (act. II 119). 

Die dagegen am 16. September 2013 erhobene Beschwerde wies das 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, sozialversicherungsrechtliche Abtei-
lung mit Urteil vom 20. November 2013, IV/2013/814, – soweit darauf ein-
zutreten war – ab (act. II 123).

Auf eine am 9. Februar 2015 erfolgte Neuanmeldung zur Beruflichen Inte-
gration/Rente unter Hinweis auf die Epilepsie, Rückenschmerzen sowie  
Probleme mit beiden Schultern (act. II 126) trat die IVB nach Durchführung 
des Vorbescheidverfahrens (act. II 134) mangels Glaubhaftmachen einer 
relevanten Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen mit Verfügung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 3

vom 29. September 2015 nicht ein (act. II 135); diese Verfügung blieb un-
angefochten. 

B.

Am 6. Juli 2016 (Eingang bei der IVB: 1. September 2016) meldete sich der 
Versicherte, unterstützt durch die C.________, ein weiteres Mal zur Berufli-
chen Integration/Rente an; unter Angaben zur gesundheitlichen Beeinträch-
tigung führte er Epilepsie und psychische Probleme an (act. II 137). Ge-
stützt auf die vorgelegten Arztberichte (act. II 138, 145, 146) erachtete die 
IVB eine Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der Abwei-
sung des Leistungsbegehrens (Verfügung vom 8. August 2013) als nicht 
glaubhaft gemacht, weshalb sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 11. 
Oktober 2016 in Aussicht stellte, sie werde auf das neue Gesuch nicht ein-
treten (act. II 147).

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Fürsprecherin 
B.________, am 2. Dezember 2016 Einwand erheben mit den Anträgen, es 
sei auf das Leistungsbegehren vom 31. August 2016 einzutreten und der 
Anspruch auf eine IV-Rente zu prüfen; eventualiter seien Wiedereingliede-
rungsmassnahmen durch die IV zu prüfen. Unter Hinweis auf verschiedene 
Arztberichte wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass sich sowohl der 
psychische als auch der physische Gesundheitszustand des Versicherten 
seit Frühling 2016 zusehends verschlechtert habe (act. II 159). Am 12. De-
zember 2016 verfügte die IVB entsprechend dem Vorbescheid; zu den er-
hobenen Einwänden nahm sie in der Verfügung Stellung (act. II 160).

C.

Mit dagegen gerichteter Beschwerde vom 27. Januar 2017 lässt der Versi-
cherte, weiterhin vertreten durch Fürsprecherin B.________, beantragen, 
die Verfügung vom 12. Dezember 2016 sei aufzuheben und die Beschwer-
degegnerin sei anzuweisen, auf das Leistungsbegehren vom 31. August 
2016 einzutreten. Zusammengefasst liessen die nunmehr diagnostizierte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 4

Persönlichkeitsstörung nach langjähriger Epilepsie, die psychogenen Anfäl-
le, die Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion sowie die generelle 
geistige und psychische Überforderung auf eine deutliche Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit 2013 bzw. 
2015 schliessen. Mit den entsprechenden ärztlichen Berichten sei eine 
Veränderung der gesundheitlichen Situation glaubhaft gemacht.

Am 1. Februar 2017 reichte der Beschwerdeführer einen Bericht der psych-
iatrischen Dienste D.________ vom 26. Januar 2017 nach, welcher der 
Beschwerdegegnerin zur Berücksichtigung bei der Beschwerdebeantwor-
tung zugestellt wurde.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 1. März 2017 beantragt die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 5

i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. Dezember 2016 
(act. II 160). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu 
Recht auf das erneute Leistungsgesuch des Beschwerdeführers vom 6. Juli 
2016 (act. II 137) nicht eingetreten ist.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder 
-entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. c GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-
Grads bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, 
wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der Inva-
lidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 
Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenveri-
scherung [IVV; BSG 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, 
wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine IV-Rente (oder 
deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände 
als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Dies gilt auch 
für Revisionsgesuche im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 130 V 343 
E. 3.5.3 S. 351) sowie analog, wenn die versicherte Person nach voraus-
gegangener rechtskräftiger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmass-
nahme beantragt (BGE 113 V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Die-
se Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung im-
mer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine 
Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen 
muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 6

2.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt 
glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere 
Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu 
berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon 
längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung 
höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein 
gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter grundsätzlich zu re-
spektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung 
ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

2.3 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte 
Anforderungen an den Beweis verbunden; der Sachverhalt muss also nicht 
nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Es genügt, dass für den geltend 
gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhalts-
punkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen 
ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsdar-
stellung nicht erstellen lassen. Grundsätzlich unterliegt das Glaubhaftma-
chen weniger strengen Anforderungen als im Zivilprozessrecht. Dort muss 
– im Gegensatz zum vollen Beweis – das Gericht von der Richtigkeit der 
behaupteten Sachdarstellung immerhin überzeugt sein, wenn auch nicht 
vollständig und unter Ausschluss jeden Zweifels (SVR 2014 IV Nr. 33 
S. 121 E. 2).

2.4 Glaubhaft zu machen ist eine anspruchsbegründende Änderung in 
den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 7

3.

3.1 Vorauszuschicken ist, dass entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 5) der Verfügung vom 29. September 
2015 (act. II 135) als Vergleichszeitpunkt keine Bedeutung zukommt, da 
dieser keine materielle Prüfung des Leistungsanspruchs zugrunde lag, 
sondern auf das Gesuch mangels Glaubhaftmachen veränderter Verhält-
nisse nicht eingetreten worden ist (vgl. E. 2.4 hiervor). Zu vergleichen ist 
die Situation im Zeitpunkt der Abweisung des ersten Leistungsbegehrens 
(Verfügung vom 8. August 2013; act. II 119) – worauf die beschwerdeführe-
rischen Ausführungen ebenfalls Bezug nehmen – mit derjenigen zur Zeit 
der hier angefochtenen Verfügung.

3.2 Im bidisziplinären Gutachten der Dres. med. E.________, Facharzt 
für Neurologie FMH, und Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, vom 5. März 2013 (act. II 111.1), auf welches bei 
der Beurteilung des ersten Leistungsbegehrens schwergewichtig abgestellt 
wurde, wurden als Diagnosen (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) in 
neurologischer Hinsicht eine symptomatische Epilepsie mit komplex-
fokalen und intermittierend sekundär-generalisierten Anfällen bei Hippo-
campusatrophie rechts, leicht bis mässig ausgeprägte kognitive Störungen 
mit betonten rechts temporalen sowie frontalen Defiziten, ein Lumboverte-
bralsyndrom bei Deckplattenimpressionsfraktur der Wirbelkörper BWK 9, 
10, 11 und 12 leichten Grades bei Osteoporose sowie eine Om-arthrose 
beidseits festgehalten (S. 9); in psychiatrischer Hinsicht diagnostizierte Dr. 
med. F.________ eine depressive Episode leichten bis mittleren Grades 
(ICD-10 F32.1) sowie einen Verdacht auf organisch bedingte Persönlich-
keitsänderung bei lang andauernder Epilepsie (ICD-10 F60.1), DD schizoi-
de Persönlichkeitsstörung ICD-10 F60.1 (S. 14).

Zur Glaubhaftmachung einer seit 2013 eingetretenen Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen legt der Beschwerdeführer im Wesentlichen 
zwei Berichte vor, nämlichen denjenigen der psychiatrischen Dienste 
D.________ vom 22. Juni 2016 sowie denjenigen der Klinik G.________ 
vom 6. Juli 2016 (act. II 159 und Beschwerdebeilage [act. I] 03, 04). In ers-
terem werden als Diagnosen nach ICD-10 eine Anpassungsstörung mit 
depressiver Reaktion (mit/bei Problemen in Verbindung mit der Berufstätig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 8

keit, unklarem Aufenthaltsstatus) sowie psychische und Verhaltensstörun-
gen durch Alkohol (schädlicher Gebrauch) festgehalten; als somatische 
Diagnose werden eine symptomatische Epilepsie, eine Omarthrose, eine 
arterielle Hypertonie, eine Niereninsuffizienz unklarer Ätiologie, eine Hepa-
topathie unklarer Ätiologie, eine normochrome normozytäre Anämie, ein St. 
n. Pankreatitis 10/2007 sowie eine Reflux-Ösophagitis genannt (act. I 03). 
Die Klinik G.________ führte als Diagnosen eine strukturelle Epilepsie seit 
dem 13. Lebensjahr, psychogene nicht-epileptische Anfälle im Rahmen 
einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (mit/bei Problemen 
i.V.m der Berufstätigkeit, unklarem Aufenthaltsstatus sowie sporadisch 
schädlichem Alkoholkonsum), ein chronisches Schmerzsyndrom mit soma-
toformen und organischen Anteilen, episodisch exazerbierte muskuloske-
lettale Thoraxschmerzen, eine leichte bis mittelschwere kognitive Minder-
leistung sowie verschiedene Nebendiagnosen, wie sie auch die psychiatri-
schen Dienste D.________ erwähnt haben, an (act. I 04). Der Bericht der 
psychiatrischen Dienste D.________, Sprechstunde für … , vom 15. Sep-
tember 2016 beschränkt sich auf die Nennung der zentralen Diagnosen, 
wie sie auch aus den vorgenannten Berichten hervorgehen (act. II 159 S. 
5).

3.3 Aus diesen Berichten ergeben sich keine neuen gesundheitlichen 
Schädigungen, welche nicht bereits aus früheren Arztberichten bekannt 
gewesen und bei der ersten Leistungsprüfung berücksichtigt worden 
wären. Dies gilt insbesondere auch für die im bidisziplinären Gutachten der 
Dres. E.________ und F.________ im Gutachten vom 27. Februar 2013 
aufgeführten depressiven Episoden (act. II 111.1 S. 14); insofern stellt die 
im Bericht der psychiatrischen Dienste D.________ vom 22. Juni 2016 
festgehaltene Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion keine neue 
Diagnose dar, sodass ihr revisionsrechtlich keine Relevanz zukommt, dies 
zumal erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren (vgl. BGE 127 V 294 
E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2) vorliegen. Soweit der Be-
schwerdeführer geltend macht, die Diagnose „psychogene Anfälle“ sei zu-
vor nicht gestellt worden, ist auch diese nicht neu, weist die Klinik 
G.________ doch ausdrücklich darauf hin, dass diese „Diagnose“ im Rah-
men der Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion zu sehen sei, ihr 
mithin keine Eigenständigkeit zukommt. Auszugehen ist ferner davon, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 9

die im Vordergrund stehende langjährige Epilepsie sowie die leicht bis 
mässig ausgeprägten kognitiven Störungen, auf welche bereits im Bericht 
des Hausarztes Dr. med. H.________ vom Oktober 2009 (act. II 14 S. 2) 
und im Austrittsbericht der Klinik G.________ vom 28. Dezember 2011 
(act. II 76 S. 9) hingewiesen wurde, nicht neu sind. Anhaltspunkte dafür, 
dass sich diese in ihren Auswirkungen verstärkt hätten, ergeben sich aus 
den Akten nicht. Gleiches gilt – worauf die IVB in ihrer Beschwerdeantwort 
zutreffend hinweist – auch für die somatischen Diagnosen, wurden die 
Schulterschmerzen beidseits bei Omarthrose und Status nach unzähligen 
Schulterluxationen ebenfalls schon im genannten Bericht des Hausarztes 
vom Oktober 2009 erwähnt. Schliesslich wurden auch die von der Klinik 
G.________ diagnostizierten degenerativen Veränderungen an der Wir-
belsäule im Sinne eines Lumbovertebralsyndroms leichter bis mässiger 
Ausprägung bereits im bidisziplinären Gutachten vom 27. Februar 2013 
festgestellt. 

Unter diesen Umständen hat der Beschwerdeführer bis zu dem in zeitlicher 
Hinsicht massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 12. 
Dezember 2016 keine Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen 
glaubhaft gemacht, welche zu einer anspruchsrelevanten Änderung des 
Invaliditätsgrades führen könnte oder die IVB zu weiteren Abklärungen 
hätte veranlassen müssen. Letztere ist deshalb zu Recht auf die 
Neuanmeldung nicht eingetreten. Die Beschwerde ist mithin abzuweisen. 

4. Der im Beschwerdeverfahren nachgereichte Bericht von med. pract. 
I.________ vom 26. Januar 2017 (act. I 05) enthält – nebst der bekannten 
depressiven Episode – erstmals die Diagnose einer organischen Persön-
lichkeitsstörung (ICD-10: F07.0). Im bidisziplinären Gutachten vom 27. Fe-
bruar 2013 hatte Dr. med. F.________ zwar deutliche Hinweise auf eine 
solche organische Persönlichkeitsveränderung bei längerdauernder Epilep-
sie erwähnt, indessen lediglich eine Verdachtsdiagnose gestellt. Med. 
pract. I.________ begründet in seinem Bericht, weshalb nunmehr die Dia-
gnose einer organischen Persönlichkeitsstörung gestellt werden könne und 
müsse; die Symptomatik bezüglich dieser Störung sei jetzt ähnlich wie in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 10

der gutachterlichen Beurteilung 2013, habe sich aber in der Ausprägung 
weiter verschlechtert. 

Dieser erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung verfasste Bericht 
kann im vorliegenden Verfahren aus zeitlichen Gründen nicht mehr berück-
sichtigt werden, da er der Beschwerdegegnerin bei ihrem Entscheid nicht 
vorgelegen hat. Massgebend ist nämlich der Sachverhalt, wie er sich der 
Verwaltung im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung prä-
sentierte. Darauf weist auch die IVB in ihrer Beschwerdeantwort (C. Mate-
rielles Ziff. 3) zu Recht hin. 

Mit dieser im Gegensatz zu früher nunmehr gesicherten Diagnose einer 
organischen Persönlichkeitsstörung ist eine (relevante) Veränderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen zumindest glaubhaft gemacht. Dementspre-
chend erscheint es als gerechtfertigt, die Akten der Beschwerdegegnerin 
zu übermitteln, damit sie die Frage nach dem Vorliegen eines Revisions-
grundes sowie dessen allfällige Auswirkungen auf einen Rentenanspruch 
prüfe und anschliessend darüber befinde. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.— bis Fr. 1’000.— festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.—, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2017, IV/17/80, Seite 11

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.   

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.— werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Die Akten werden der Beschwerdegegnerin übermittelt zum weiteren 
Vorgehen im Sinne der Erwägungen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecherin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.