# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e74c3eb-6691-5c75-94f4-e1b57f6aa43a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-07
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 07.02.2025 I 2024 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2024-80_2025-02-07.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2024 80

Entscheid vom 7. Februar 2025 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. C.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Rückfall; Wiedererwägung und Revision nach 
Art. 53 ATSG)

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Sachverhalt:

A.1 A.________ (Jg. 19__) führte eine Autogarage und war dadurch bei der 
Suva obligatorisch unfallversichert, als er am 14. Januar 2006 einen Verkehrsun-
fall erlitt, bei welchem er sich eine Commotio cerebri, eine Fraktur der Scapula 
links, eine HWS-Distorsion sowie multiple Kontusionen am linken Unterarm, dem 
linken Hemithorax sowie an der rechten Nierenloge zuzog (Suva-act. 
15.90180.06.4 [nachfolgend Suva-act. II]-3 und II-161). Die SUVA erbrachte die 
gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 28. Februar 2013 sprach die Suva 
A.________ gestützt auf eine lntegritätseinbusse von 35% eine lntegritätsent-
schädigung zu (Suva-act. II-176). Der Fall wurde am 3. September 2013 per 30. 
September 2013 abgeschlossen (Suva-act. II-206) und mit Verfügung vom 10. 
September 2013 wurde ihm ab dem 1. Oktober 2013 eine UV-Rente entspre-
chend einer Erwerbsunfähigkeit von 54% (Suva-act. II-212) zugesprochen.

A.2 Nachdem die SVA/IV Zürich im März 2015 bei der S.________ ein polydis-
ziplinäres Gutachten eingeholt und einen Rentenanspruch ab Oktober 2012 ver-
neinte (Suva-act. II-233, 240), informierte die Suva A.________ am 31. März 
2016, sie prüfe ihrerseits den Leistungsanspruch (Suva-act. II-247). Mit Verfü-
gung vom 8. Juli 2016 stellte die Suva fest, die von der IV anerkannte Arbeitsun-
fähigkeit von 25% sei auf ein unfallfremdes Gebrechen zurückzuführen, weshalb 
die UV-Rente (von 54%) ab dem 1. April 2016 rückwirkend aufgehoben werde 
(Suva-act. II-251). Hiergegen erhob A.________ am 12. September 2016 Ein-
sprache (Suva-act. II-259), worauf die Suva die Verfügung mit neuer Verfügung 
vom 13. April 2017 zurücknahm und die UV-Rente neu per 1. August 2016 auf-
hob (Suva-act. II-280). Eine am 19. Mai 2017 dagegen erhobene Einsprache 
(Suva-act. II-286) blieb ebenso erfolglos wie eine am 29. August 2017 beim So-
zialversicherungsgericht des Kantons Zürich erhobene und am 28. Juni 2019 ab-
gewiesene Beschwerde (Suva-act. II-295); aus unfallrechtlicher Sicht bestehe 
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (Entscheid UV.2017.00193 vom 28.6.2019).

B.1 Am 22. Mai 2018 erging an die Suva eine Schadenmeldung UVG, der-
gemäss A.________ am 21. Mai 2018 auf dem Sihlsee von der Bootskabine run-
tersteigen wollte und dabei kopfüber ca. 1.5 m in den Innenraum des Bootes 
stürzte (Suva-act. 24.85410.18.2 [nachfolgend Suva-act. I]-1). Als verletzte Kör-
perteile wurden die Mittelhand links (Verdrehung/Verstauchung), der Hals (Stau-
chung Wirbelsäule) sowie der Rücken beidseits (Stauchung Wirbelsäule) ange-
geben. Die Suva anerkannte das Unfallereignis und erbrachte die Versicherungs-
leistungen (Suva-act. I-6). 

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B.2 Mit Arztzeugnis UVG vom 31. Mai 2018 berichtete der Hausarzt Dr.med. 
D.________ (Facharzt für Allgemeine Innere Medizin), die Erstbehandlung sei 
am 22. Mai 2018 erfolgt. Gemäss Angaben des Patienten sei er vom Dach sei-
nes Bootes (ca. 1.5 m) auf den Kopf/Nacken gestürzt. Er sei kurz bewusstlos 
gewesen und habe in der Folge über Schmerzen im Bereich des Kopfes und der 
HWS geklagt; keine Übelkeit oder Erbrechen. Er stellte die Diagnose "Sturz am 
21.5.2018 mit Commotio cerebri und HWS-Distorsion" (Suva-act. I-11). 

Im Ärztlichen Zwischenbericht vom 3. August 2018 berichtete Dr.med. 
D.________, die Schmerzen und Verspannungen im Bereich des Nackens sowie 
der Schwindel hätten im Verlauf allmählich gebessert; es persistierten aber die 
Gedächtnisprobleme mit ausgeprägten Konzentrationsschwierigkeiten und Wort-
findungsstörungen, aufgrund dessen A.________ aktuell maximal 50% arbeits-
fähig sei. Es sei eine neuropsychologische Abklärung geplant (Suva-act. I-24). 

B.3 Nach weiteren medizinischen Abklärungen informierte die Suva 
A.________ am 15. Januar 2019, nach Beurteilung der Versicherungsmedizin 
(Neurologische Beurteilung durch Dr.med. E.________ [Facharzt Neurologie 
FMH, Leiter Fachgruppe Neurologie Versicherungsmedizin Suva] vom 
21.12.2018; Suva-act. I-56) sei der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall 
vom 21. Mai 2018 eingestellt hätte, spätestens am 4. September 2018 erreicht; 
die Suva werde den Fall per 22. Januar 2019 abschliessen, die Leistungen per 
diesen Zeitpunkt einstellen und einen weitergehenden Anspruch ablehnen (Suva-
act. I-66). Hiergegen opponierte A.________ am 16. und 21. Januar 2019 mit 
dem Hinweis auf noch laufende neurologische Abklärungen sowie die ihm nach 
wie vor attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. I-70 und 73). Aufgrund 
der in der Folge eingereichten neurologischen und neuropsychologischen Berich-
te (Suva-act. I-75, 76 und 77) bestätigte die Suva A.________, man prüfe die 
Leistungspflicht neuerlich (Suva-act. I-80). Am 5. März 2019 nahm Dr.med. 
E.________ gestützt auf die neuen Unterlagen eine weitere neurologische Beur-
teilung vor und er bestätigte dabei seine Beurteilung vom 21. Dezember 2018 
(Suva-act. I-88). Hierauf bestätigte die Suva gegenüber A.________ gleichen-
tags die Leistungsterminierung vom 15. Januar 2019, auf Wunsch könne eine 
einsprachefähige Verfügung erlassen werden (Suva-act. I-89). 

B.4 Am 15. April 2019 ersuchte A.________ die Suva unter Verweis auf einen 
neuen Konsultationsbericht Neuropsychiatrie vom 25. März 2019 um neuerliche 
Prüfung der Leistungseinstellung (Suva-act. I-96). Mit Schreiben vom 16. Mai 
2019 hielt die Suva an der Terminierung vom 15. Januar 2019 fest, wobei auf 
Wunsch eine einsprachefähige Verfügung erlassen werden könne (Suva-act. I-
99). Eine solche wurde in der Folge nicht verlangt.

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C.1 Mit Schreiben vom 7. Dezember 2021 informierte A.________ die Suva, 
zwischenzeitlich habe die IV bei der T.________ ein polydisziplinäres Gutachten 
in Auftrag gegeben, um die gesundheitlichen Einschränkungen abzuklären (Su-
va-act. I-103). Das neurologische Gutachten stelle nun fest, dass der Unfall vom 
Mai 2018 im Zusammenhang mit dem früheren Schädelhirntrauma von 2006 die 
Leistungsfähigkeit von A.________ vermindert habe. Durch den Unfall im Jahr 
2018 sei es zu einer Zunahme der vorbestehenden, bis dahin versicherungsme-
dizinisch nicht zu berücksichtigenden kognitiven und mentalen Beeinträchtigun-
gen gekommen, welche auf dem Unfall von 2006 beruhen würden; ein bereits 
vorbestehendes hirnorganisches Psychosyndrom sei nun für die berufsbezogene 
Leistungsfähigkeit relevant geworden. Unter Beilage des T.________-
Gutachtens vom 2. August 2021 (Suva-act. I-103 ab S. 3) werde die Suva er-
sucht, auf ihren Entscheid im Sinne einer Wiedererwägung oder Revision (Art. 53 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 
SR 830.1] vom 6.10.2000) zurückzukommen bzw. die Sache als Verschlechte-
rungsgesuch bezüglich des Unfalls von 2006 zu behandeln.

C.2 Am 14. Dezember 2021 teilte die Suva A.________ mit, auf die formlose 
Terminierung vom 15. Januar 2019 sowie das Schreiben vom 16. Mai 2019 sei 
keine einsprachefähige Verfügung gewünscht worden. Spätestens ein Jahr nach 
einer formlosen Terminierung gelte diese als in Rechtskraft erwachsen. Auf wei-
tere Abklärungen im Fall 24.85410.18.2 (Unfall vom Mai 2018; Ingress Bst. B) 
könne nicht eingetreten werden; im Fall 15.90180.06.4 (Unfall vom Januar 2006; 
Ingress Bst. A) werde ein allfälliger Rückfall geprüft (Suva-act. I-104).

Hiermit zeigte sich A.________ mit Schreiben vom 20. Dezember 2021 nicht ein-
verstanden. Formell rechtskräftige Verfügungen seien nach Art. 53 Abs. 1 ATSG 
in Revision zu ziehen, wenn nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen ent-
deckt oder Beweismittel aufgefunden würden, deren Beibringung zuvor nicht 
möglich gewesen sei. Dies sei vorliegend mit dem T.________-Gutachten der 
Fall, habe doch erst dieses einen Zusammenhang zum früheren Unfall herge-
stellt. Die Sache sei daher nach Art. 53 Abs. 1 ATSG zu behandeln (Suva-act. I-
105). 

C.3 Am 14. Dezember 2021 hat die Suva der Versicherungsmedizin im Dossier 
Unfall 2006 (15.90180.06.4) die Frage unterbreitet, ob die jetzigen Beschwerden 
aus medizinischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall 
vom 14. Januar 2006 zurückzuführen seien (Prüfung Kausalität Rückfall). Zur In-
formation wurde festgehalten, der Unfall 2018 (24.85410.18.2) sei terminiert und 
in Rechtskraft erwachsen (Suva-act. II-324). Weil es sich um die Kausalitätsfrage 
der kognitiven Einschränkungen handle, ersuchte die Kreisärztin um eine psych-

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iatrische Beurteilung der Frage (Suva-act. II-324), welche am 20. Dezember 
2021 vorgelegt wurde (Suva-act. II-326). Dr.med. F.________ (Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie) gelangte zum Schluss, die aktuellen Beschwer-
den seien aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht überwiegend wahrschein-
lich auf den Unfall vom 14. Januar 2006 zurückzuführen. Weiter empfahl er eine 
Suva-interne neurologische Beurteilung. Am 4. Januar 2022 nahm Kreisarzt 
Dr.med. G.________ (Facharzt Neurologie) eine Aktenbeurteilung vor und kam 
zum Schluss, die jetzigen Beschwerden seien aus medizinischer Sicht nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 14. Januar 2006 zurückzu-
führen (Suva-act. II-329 und I-106). Hierauf verfügte die Suva am 6. Januar 2022 
(im Dossier 24.85410.18.2; Unfall 2018), aufgrund der neurologischen Aktenbe-
urteilung seien die geltend gemachten Beschwerden mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nicht auf den Unfall vom 14. Januar 2006 zurückzuführen und auf 
das Wiedererwägungsgesuch könne nicht eingetreten werden. Diese Verfügung 
könne nicht mit ordentlichem Rechtsmittel angefochten werden (Suva-act. I-107). 

D. Am 4. Februar 2022 erhob A.________ Einsprache gegen die Verfügung 
vom 6. Januar 2022 mit den Anträgen (Suva-act. I-109):

1. Die Verfügung vom 6. Januar 2022 sei aufzuheben und es sei festzustellen, 
dass die SUVA auf das Wiedererwägungsgesuch eingetreten ist und sie des-
halb dieses zu behandeln habe.

2. Eventualiter habe die SUVA die Eingabe im Sinne einer prozessualen Revision 
nach Art. 53 Abs. 1 ATSG zu behandeln.

3. Es seien dem Versicherten die gesetzlichen Leistungen aufgrund des Unfalles 
vom 21. Mai 2018 auszurichten, insbesondere sei eine Rente und eine Inte-
gritätsentschädigung zuzusprechen.

E. Mit Schreiben vom 1. Juni 2022 informierte die Suva A.________ unter Be-
zugnahme auf die Einsprache vom 4. Februar 2022, die Verfügung vom 6. Janu-
ar 2022 werde zurückgezogen und eine neue Verfügung erlassen; das Einspra-
cheverfahren gelte damit als erledigt (Suva-act. I-114). 

Mit Verfügung desselben Tages (1.6.2022) hielt die Suva fest, A.________ sei 
am 15. Januar 2019 die Leistungsterminierung (per 22.1.2019) mitgeteilt worden; 
für diesen Entscheid verlange er nun eine einsprachefähige Verfügung, welche 
hiermit erlassen werde (Suva-act. I-115). Aufgrund der Beurteilung des Kreisarz-
tes seien die heute bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt. Der Zu-
stand, wie er sich auch ohne den Unfall vom 21. Mai 2018 eingestellt hätte, sei 
gemäss medizinischer Beurteilung spätestens am 4. September 2018 erreicht. 
Die Suva sei verpflichtet, den Fall per 22. Januar 2019 abzuschliessen und den 
Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen abzulehnen. 

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F. Am 30. Juni 2022 erhob A.________ Einsprache gegen den verfügten 
Fallabschluss per 22. Januar 2019 mit dem Antrag (Suva-act. I-116): 

Die Verfügung vom 1. Juni 2022 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die 
SUVA auch Leistungen über den 22. Januar 2019 hinaus auszurichten hat. Insbe-
sondere sei dem Versicherten eine Rente und eine Integritätsentschädigung zuzu-
sprechen.

G. Mit Einspracheentscheid vom 6. Oktober 2022 erwog die Suva (Suva-act. 
I-119), auf die Entscheide vom 15. Januar 2019 bzw. vom 16. Mai 2009 [recte 
2019] sei nicht mehr zurückzukommen. Diese seien nicht zweifellos unrichtig. 
Gemäss medizinischer Beurteilung von Dr.med. G.________ vom 3./4. Januar 
2022 seien die Entscheide vielmehr nach wie vor korrekt. Damit sei an der Ter-
minierung vom 15. Januar 2019 festzuhalten, was zur Abweisung der Einsprache 
vom 30. Juni 2022 führe.

Gegen diesen Entscheid liess A.________ am 4. November 2022 beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 6. Oktober 2022 sei aufzuheben und die SUVA 
habe dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen über den 22. Januar 
2019 hinaus auszurichten. Insbesondere seien dem Beschwerdeführer eine 
Rente und eine lntegritätsentschädigung zuzusprechen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit VGE I 2022 65 vom 10. März 2023 stellte das Verwaltungsgericht fest, die 
Suva habe sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf die Prüfung der Vor-
aussetzungen der Wiedererwägung beschränkt, was jedoch gar nicht Gegen-
stand der Verfügung vom 1. Juni 2022 gebildet habe (sondern die förmliche Leis-
tungsterminierung per 22.1.2019), weshalb sich die Beschwerde als begründet 
erweise. Der Einspracheentscheid vom 6. Oktober 2022 wurde aufgehoben und 
die Sache zur neuerlichen Prüfung und neuem Entscheid an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

H. Mit Verfügung vom 21. Juli 2023 nahm die Suva Bezug auf VGE I 2022 65 
sowie das Schreiben des Beschwerdeführers vom 7. Dezember 2021 (vgl. In-
gress Bst. C.1). Sie stellte fest, es seien die materiellen Voraussetzungen weder 
für eine Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG noch für eine Revision 
gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG erfüllt. Und selbst wenn sie erfüllt wären, lägen ge-
stützt auf die ärztlichen Beurteilungen keine Unfallfolgen mehr vor. Schliesslich 
schloss die Suva auch Versicherungsleistungen als Rückfall zum Unfall vom 14. 
Januar 2006 aus, da kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang 
mit den beklagten Beschwerden bestehe (Suva-act. I-134).

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Hiergegen erhob A.________ am 8. September 2023 Einsprache mit den Anträ-
gen (Suva-act. I-135):

1. Die Verfügung vom 21. Juli 2023 sei aufzuheben und dem Versicherten seien 
die gesetzlichen Leistungen über den 22. Januar 2019 hinaus im Zusammen-
hang mit dem Unfall vom 21. Mai 2018 und 14. Januar 2006 auszurichten.

2. Insbesondere sei dem Versicherten eine Rente und eine Integritätsentschädi-
gung zuzusprechen.

3. Im Falle einer Gutheissung der Einsprache sei dem Versicherten eine Parteien-
tschädigung auszurichten (Art. 52 Abs. 3 ATSG, Urteil des Bundesgerichts 
9C_877/2017).

Mit Entscheid vom 8. Oktober 2024 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 
I-137).

I. Am 7. November 2024 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 8. Oktober 2024 sei aufzuheben und dem Be-
schwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen über den 22. Januar 2019 
hinaus im Zusammenhang mit dem Unfall vom 21. Mai 2018 und 14. Januar 
2006 auszurichten.

2. Insbesondere sei dem Beschwerdeführer eine Rente und eine Integritätsent-
schädigung zuzusprechen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 23. Dezember 2024 beantragt die Suva die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die vorliegende Verfahrensgeschichte zeigt sich nicht einfach nachvoll-
ziehbar (vgl. auch schon Zusammenfassung in VGE I 2022 65 vom 10.3.2023 E. 
1). Namentlich seit dem Gesuch des Beschwerdeführers vom 7. Dezember 2021 
ist wenig klar, was unter welchem Titel anbegehrt wurde und worüber die Suva 
verfügte. Fest steht, dass im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (7.12.2021) die 
formlose Leistungseinstellung gemäss Schreiben vom 16. Mai 2019 schon längst 
rechtliche Wirksamkeit erlangt hatte (vgl. BGE 134 V 145 E. 5.3.2; Urteil BGer 
8C_656/2023 vom 6.2.2024 E. 5.2). Mithin waren dannzumal beide Unfalldossi-
ers rechtskräftig abgeschlossen. Insofern wurde mit der Verfügung vom 1. Juni 
2022 nichts verfügt, was nicht bereits seit langem rechtlich wirksam war. Weiter 
ist anzumerken, dass auch im hier strittigen, durch die Verfügung vom 21. Juli 
2023 eröffneten Verfahren die Suva keinen Bezug auf die Verfügung vom 1. Juni 
2022 (Leistungseinstellung) nahm, sondern sich zur Revision, Wiedererwägung 

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und zum Rückfall äusserte. Ob die Verfügung vom 1. Juni 2022 damit - wie der 
Beschwerdeführer ausführt - nach wie vor Bestand hat, muss dennoch zumindest 
in Frage gestellt werden (nachdem ein Einspracheentscheid an die Stelle der an-
gefochtenen Verfügung tritt; BGE 143 V 295 E. 4.1.2), braucht hier indes nicht 
weiter erörtert zu werden. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, 
würde eine weitere Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu 
unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem Interesse des Beschwerdeführers 
an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren sind (vgl. 
BGE 133 I 201 E. 2.2; Urteil BGer 8C_170/2024 vom 17.12.2024 E. 6.2 m.w.H.). 

1.2 Fest steht, dass

- dem Beschwerdeführer für die Folgen aus dem Unfall vom 14. Januar 2006 
u.a. eine Rente bei einem IV-Grad von 54% zugesprochen und der Rentenan-
spruch per 1. August 2016 aufgehoben wurde, nachdem aus unfallrechtlicher 
Sicht wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestand;

- die Suva die Versicherungsleistungen nach dem anerkannten Unfallereignis 
vom 21. Mai 2018 mehrmals, zuletzt mit Schreiben vom 16. Mai 2019 formlos 
per 22. Januar 2019 einstellte und diese Leistungseinstellung nach einem 
Jahr rechtliche Wirksamkeit erlangte;

- der Beschwerdeführer am 7. Dezember 2021 unter Verweis auf das 
T.________-Gutachten vom 2. August 2021 um Wiedererwägung oder Revi-
sion nach Art. 53 ATSG ersuchte resp. verlangte, es sei die Sache als Ver-
schlechterungsgesuch bezüglich des Unfalles von 2006 zu behandeln;

- die Suva die Voraussetzungen sowohl für die Wiedererwägung als auch die 
Revision als nicht erfüllt beurteilte und auch einen Rückfall zum Unfall vom 14. 
Januar 2006 ausschloss und damit einen Leistungsanspruch verneinte.

Damit bestätigte die Suva letztlich die Einstellung der Leistungen für die Folgen 
des Unfalles vom 21. Mai 2018 per 22. Januar 2019 und die Verweigerung von 
Leistungen aus Rückfall/Spätfolgen zum Unfall vom 14. Januar 2006 ab dem 7. 
Dezember 2021 (Datum Rückfallmeldung), was der Beschwerdeführer bestreitet. 
Gemäss Beschwerdeführer gilt es zu prüfen, ob er gestützt auf das 'neue' Gut-
achten T.________ vom 2. August 2021 Anspruch auf weitere Leistungen habe 
und zwar unter dem Titel 'Verschlechterungsgesuch', Wiedererwägung und Revi-
sion (Beschwerde Ziff. III Rz. 4). Diese Fragen sind strittig und nachfolgend zu 
prüfen.

2.1 Der Beschwerdeführer hält dafür, das polydisziplinäre Gutachten 
T.________ vom 2. August 2021, namentlich das neurologische Teilgutachten, 

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habe festgestellt, dass aufgrund des Unfalles vom Mai 2018 im Zusammenhang 
mit dem früheren Schädelhirntrauma von 2006 seine Leistungsfähigkeit vermin-
dert sei. Durch den Unfall vom Mai 2018 sei es zu einer Zunahme der vorbeste-
henden, bis dahin versicherungsmedizinisch nicht zu berücksichtigenden kogniti-
ven und mentalen Beeinträchtigungen gekommen, die ursprünglich auf dem Un-
fall von 2006 beruhen würden. Das seit damals bereits vorbestehende hirnorga-
nische Psychosyndrom sei nunmehr für die berufsbezogene Leistungsfähigkeit 
relevant geworden und sei anhaltend. Die relevanten Funktionsstörungen würden 
namentlich die Bereiche Gedächtnis und attentionale Funktionen betreffen. 
Gemäss T.________-Gutachten bestehe seit dem Unfall vom Mai 2018 eine Ar-
beitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 70% aus neurologischen Gründen; in 
der angestammten Tätigkeit sei eine Arbeitsunfähigkeit von 50% aus neurologi-
scher Sicht plausibel und begründet. Das Sozialversicherungsgericht Zürich habe 
das T.________-Gutachten als umfassend, schlüssig und nachvollziehbar beur-
teilt (Urteil vom 10.11.2022 IV.2022.00306). Gemäss Beschwerdeführer ist eine 
Verschlechterung der Unfallfolgen des Unfalles von 2006 durch den Unfall von 
2018 aufgrund des T.________-Gutachtens zweifelsohne erstellt. Bei der Einstel-
lung der Leistungen für die Folgen des Unfalles 2018 habe die Suva nicht ge-
prüft, ob sich durch diesen Unfall die gesundheitlichen Folgen des Unfalles 2006 
verschlimmert hätten, sondern sich einzig auf die Unfallfolgen 2018 konzentriert. 

Das T.________-Gutachten vom 2. August 2021 stelle klarerweise einen Revisi-
onsgrund dar; es erfülle alle Voraussetzungen der "neuen erheblichen Tatsa-
chen", weshalb die Suva eine Revision von Amtes wegen vornehmen müsse. 

Erfüllt sind gemäss Beschwerdeführer auch die Wiedererwägungsvoraussetzun-
gen. Die formlose Leistungseinstellung sei gestützt auf die Aktenbeurteilung im 
Dezember 2018 durch Dr.med. E.________ erfolgt. Einzig diese sei zu berück-
sichtigen bei der Frage, ob eine zweifellose Unrichtigkeit vorliege. Sie sei sehr 
oberflächlich. Er habe die früheren traumatischen Hirnverletzungen nicht berück-
sichtigt, sondern den Sturz im Mai 2018 isoliert betrachtet. Er habe nicht beach-
tet, dass sich der Beschwerdeführer bereits früher ein schwereres Schädel-
Hirntrauma zugezogen und deshalb bereits eine Vulnerabilität vorgelegen habe. 
Aus der Beurteilung sei auch nicht ersichtlich, ob Dr.med. E.________ die frühe-
ren Berichte überhaupt vorgelegen hätten. Unberücksichtigt geblieben sei auch, 
dass der behandelnde Neurologe Dr.med. H.________ und die Neuropsycholo-
gin lic.phil. I.________ weitere Untersuchungen, insbesondere auch Abgrenzun-
gen zur Psychiatrie empfohlen hätten, da zusätzlich eine depressive Symptoma-
tik bestanden habe. 

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Gemäss Beschwerdeführer bestehe laut dem beweiskräftigen Gutachten in einer 
angepassten Tätigkeit eine um 30% eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, was es mit-
hin auch vorliegend zu berücksichtigen gelte. Entsprechend habe er Anspruch 
auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung.

2.2 Die Suva hält im angefochtenen Einspracheentscheid dafür, auch unter 
Berücksichtigung des T.________-Gutachtens lägen keine Tatsachen dafür vor, 
dass die Beurteilungen von Dr.med. E.________ zweifellos unrichtig seien. Da-
mit sei die Voraussetzung für eine Wiedererwägung nicht gegeben. Auch die Re-
vision scheide aus, weil zum Zeitpunkt der Erstbeurteilung keine erheblichen 
Tatsachen unbekannt gewesen seien, die für die Beurteilung notwendig gewesen 
wären. Schliesslich führe Dr.med. G.________ in seiner Beurteilung vom 14. Ja-
nuar 2022 nachvollziehbar und schlüssig aus, die jetzigen Beschwerden seien 
aus medizinische Sicht nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Un-
fall vom 14. Januar 2006 zurückzuführen; es bestehe kein sicherer oder wahr-
scheinlicher Kausalzusammenhang zwischen jenem Ereignis und den geklagten 
Beschwerden weshalb auch keine Leistungen aus Rückfall geschuldet seien.

3. Der Beschwerdeführer leidet unter diversen gesundheitlichen Beschwerden 
(vgl. Diagnoseliste in Suva-act. I-124 S. 8 f.). Es ist zwischen den Parteien indes 
unstrittig, dass aus Sicht Unfallversicherung einzig die neurologischen Be-
schwerden relevant sind und alle übrigen keine Unfallfolgen darstellen oder kei-
nen Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit haben. Es wird im Folgenden daher auf 
den medizinischen Verlauf nur soweit eingegangen, als er die neurologischen 
Beschwerden betrifft.

3.1.1 Der Beschwerdeführer erlitt am 14. Januar 2006 auf der Fahrt vom Aus-
gang ins elterliche Ferienhaus in B.________ auf vereister Strasse einen 
Schleuder-Selbstunfall (Schadenmeldung Suva-act. II-161). In einer Rechtskurve 
brach sein Fahrzeug nach links aus und wurde gegen den Strassenrand abge-
trieben, wo es mit der linken Fahrzeugseite gegen einen Holzstrommast prallte 
(Suva-act. II-94). Dem Beschwerdeführer war anlässlich der psychiatrischen Ab-
klärung vom 20. November 2008 erinnerlich (Suva-act. II-128), das Bewusstsein 
verloren zu haben, dann aus dem Fahrzeug gestiegen zu sein, erbrochen zu ha-
ben und erneut das Bewusstsein verloren zu haben, dann mit dem beschädigten 
Fahrzeug nach Hause gefahren zu sein und sich ins Bett gelegt und geschlafen 
zu haben, bis ihn die Polizei dort abgeholt hat. Sie führte ihn ins Spital zu einem 
Untersuch mit Blutentnahme (vgl. hierzu Suva-act. II-130 S. 4). Er wurde als un-
verletzt aus dem Spital entlassen. Wegen zunehmenden Schmerzen brachten 
ihn die Eltern in den Notfall des USZ, wo er Beschwerden im Bereich des linken 

11

Hemithorax und OSG links beklagte. Er blieb bis am 16. Januar 2006 stationär. 
In der Zusammenfassung der Krankengeschichte führte das USZ folgende Dia-
gnosen auf (Suva-act. II-3):

Commotio cerebri
Fraktur Scapula links, konservative Therapie
Multiple Kontusionen: Unterarm links, OSG links, Hemithorax links, Nierenloge 
rechts
HWS-Distorsion

3.1.2 Mit Schreiben vom 3. September 2013 schloss die Suva den Fall per Ende 
Monat ab (Suva-act. II-206). Sie sprach dem Beschwerdeführer mit Verfügung 
vom 10. September 2013 eine Rente bei einem IV-Grad von 54% ab dem 1. Ok-
tober 2013 zu (Suva-act. II-212) und führte hierzu aus:

Gemäss neurologischer Stellungnahme der Rehaklinik Bellikon vom 9.2.2009 ver-
bleiben als Unfallfolge eine leichte bis mittelschwere Hirnfunktionsstörung, eine 
leichte Innenohrfunktionsstörung links und eine leichte Schwindelsymptomatik in-
folge eines zentralvestibulären Schwindels. Infolge dieser Unfallfolgen ist der Ver-
sicherte in seiner Arbeitsfähigkeit im Beruf des Garagisten und auf dem allgemei-
nen Arbeitsmarkt leistungsgemindert. Für den Beruf des selbständigen Garagisten 
kann es keinen Zweifel daran geben, dass die Leistungsminderung resp. die Ar-
beitsunfähigkeit etwa 70 % beträgt. Massgeblich ist vor allem eine Reduktion der 
Dauerleistungsfähigkeit mit vorzeitiger Ermüdung und eine erhöhte Anzahl von 
Fehlern, die Nachkontrollen notwendig machen. 

In Analogie zur Eidg. Invalidenversicherung (IV) übernimmt die Suva den von der 
IV vom 1.5.2009 bis 30.6.2011 ermittelten Invaliditätsgrad von 54 %.

Die neurologische Stellungnahme vom 9. Februar 2009, auf welche in der Verfü-
gung verwiesen wird, hielt unter 'Zusammenfassung und Beurteilung' abschlies-
send fest (Suva-act. II-130): "Im vorliegenden Fall muss gemäss den klinischen 
Kriterien davon ausgegangen werden, dass der Versicherte im Rahmen des Un-
fallereignisses eine leichte traumatische Hirnverletzung erlitten hat. Hinweise auf 
eine persistierende strukturelle Hirnverletzung finden sich in den bildgebenden 
Untersuchungen nicht mit Wahrscheinlichkeit."

3.1.3 Am 22. Oktober 2014 informierte die SVA Zürich (IV) den Beschwerdefüh-
rer über die Notwendigkeit einer umfassenden medizinischen Untersuchung. Mit 
Verfügung vom 2. Februar 2016 hob die SVA Zürich gestützt auf das eingeholte 
S.________-Gutachten den IV-Rentenanspruch ab 1. Oktober 2012 auf (vgl. In-
gress Bst. A.2, Suva-act. II-299). In der Folge revidierte die Suva ihre Rentenver-
fügung und hob die unfallbedingte Invalidenrente per 1. August 2016 auf (Suva-
act. II-280). Die Suva stellte fest, gemäss interdisziplinärem S.________-
Gutachten vom 17. August 2015 könnten weder aus orthopädischer, neurologi-
scher, neuropsychologischer, gastroenterologischer oder internistischer Sicht 

12

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Exploranden gestellt werden. 
Die Harninkontinenz, welche für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 
25% verantwortlich sei, sei auf ein unfallfremdes Gebrechen zurückzuführen. Im 
Neurologischen Teilgutachten führte der Neurologe aus (Suva-act. II-299 S. 30 
f.):

Auf neurologischem Gebiet wird ein Zustand nach SHT bei Verkehrsunfall 2006 
berichtet, wobei es sich entsprechend den vorliegenden Unterlagen um eine 
Commotio cerebri und ein HWS-Distorsionstrauma gehandelt haben dürfte. Hier 
kann auf das ausführliche Gutachten von Prof. L.________ der Rehaklinik Bellikon 
verwiesen werden, welches den damaligen Verlauf beschreibt und 2009 einen un-
auffälligen neurologischen Status und unauffällige Bildgebung beschrieben hat. 
Wie es dann zu der Diagnose einer leichten traumatischen Hirnverletzung gekom-
men ist, erschliesst sich nicht ganz, denn definitionsgemäss bildet sich eine Com-
motio cerebri ad integrum zurück. Die neurologische Untersuchung fällt jetzt abge-
sehen von einem sehr leichten HWS-Syndrom regelrecht aus und auch in kogniti-
ver Hinsicht ergeben sich keine Besonderheiten. Dies bleibt im weiteren Detail 
dem neuropsychologischen Gutachten vorbehalten. Das HWS-Syndrom ist von or-
thopädischer Seite aus mitzubeurteilen. Aus neurologischer Sicht ergibt sich jetzt 
keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Erkrankung, insbesondere auch kein 
Anhalt für eine neurologische Komplikation der früheren Chemotherapie. 

Im neuropsychologischen Teilgutachten wird als Diagnose eine leichte kognitive 
Störung genannt, die durch psychische Phänomene wie Erwartungen oder allen-
falls durch Schmerzen zu erklären seien. lm Vergleich zu den vorbestehenden 
neuropsychologischen Untersuchungen (die letzte vor acht Jahren) bestehe jetzt 
eine Wiederherstellung einer normalen kognitiven Leistungsfähigkeit. Die Arbeits-
fähigkeit sei aus neuropsychologischer Sicht nicht eingeschränkt (Suva-act. 299 
S. 35 f.). 

Mit Urteil vom 28. Juni 2019 (UV.2017.00193) bestätigte das Sozialversiche-
rungsgericht Zürich die von der Suva verfügte Rentenaufhebung. Das Gericht 
bestätigte, dass hinsichtlich des neuropsychologischen Leidens seit der im Rah-
men der Rentenzusprache erfolgten Begutachtung eindeutig eine wesentliche 
Besserung eingetreten sei. Die leichte kognitive Störung stelle nunmehr keine 
Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mehr dar; von den Konzen-
trationsproblemen vom Autounfall 2006 habe er sich erholt (Urteil E. 5.2). 

3.2.1 Am 22. Mai 2018 meldete die Arbeitgeberin der Suva einen Unfall vom 21. 
Mai 2018 mit folgendem Hergang: "Als ich auf dem Sihlsee von der Bootskabine 
runtersteigen wollte, blieb ich mit dem Bund der kurzen Hosen an einem Haken 
hängen und stürzte Kopfüber ca. 1.5 m in den Innenraum des Bootes." Als ver-
letzt nannte die Meldung die linke Mittelhand, den Hals und Rücken (Suva-act. I-
1). Im Arztzeugnis UVG dokumentierte der erstbehandelnde Dr.med. 
D.________, der Patient sei vom Dach seines Bootes (ca. 1.5 m) auf den 

13

Kopf/Nacken gestürzt; er sei kurz bewusstlos gewesen und habe in der Folge 
über Schmerzen im Bereich des Kopfes und der HWS geklagt; keine Übelkeit, 
kein Erbrechen. Er diagnostizierte einen Sturz am 21. Mai 2018 mit Commotio 
cerebri und HWS-Distorsion (Suva-act. I-11). Im Bericht vom 3. August 2018 
stellte Dr.med. D.________ die Diagnosen (Suva-act. I-24):

Sturz am 21.05.2018 aus 1.5 Meter Höhe auf den Kopf mit bei:
- Commotio cerebri
- HWS-Distorsion ohne Nachweis einer ossären Läsion, protrahierter Verlauf mit 

persistierendem Schwindel sowie ausgeprägter cervico-cephale Symptomatik
- Persistierende Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten und Wort-

findungsstörungen seit dem Sturz

St. n. Autounfall mit HWS-Distorsiontrauma und Schädelhirntrauma vor ca. 15 Jah-
ren mit bei:
- konsekutiv cervico-cephale Schmerzsyndrom
- protrahiert verlaufenden kognitiven Problemen

Die Schmerzen und Verspannungen im Bereich des Nackens sowie der Schwin-
del hätten sich im weiteren Verlauf allmählich gebessert, aber die Gedächt-
nisprobleme mit ausgeprägten Konzentrationsschwierigkeiten und Wortfindungs-
störungen würden persistieren. Aufgrund dessen sei der Patient aktuell weiterhin 
maximal zu 50% arbeitsfähig. Unter Prognose verwies Dr.med. D.________ auf 
den Unfall 2006 mit Schädel-Hirn-Trauma und in der Folge ebenfalls kognitiver 
Beeinträchtigung, was seines Erachtens auch den aktuellen Heilungsverlauf wohl 
negativ beeinflusse. Wegen Gedächtnisverlust wurde der Beschwerdeführer 
durch Dr.med. D.________ an einen Neurologen überwiesen (Suva-act. I-22). 

3.2.2 Am 4. September 2018 erfolgte ein natives und kontrastverstärktes tripla-
nares MRI des Schädels, welches ein altersentsprechend normales MRI des 
Schädels, insbesondere keine radiologisch sichtbaren Traumafolgen zeigte (Su-
va-act. I-33).

3.2.3 Am 9. Oktober 2018 berichteten lic.phil. I.________ (Neuropsycholo-
gin/Psychologin FSP) und PD Dr.med. H.________ (FMH Neurologie) über eine 
ambulante neuropsychologische und verhaltensneurologische Untersuchung 
vom 3. Oktober 2018 (Suva-act. I-43). Sie gelangten zur Beurteilung, es zeigten 
sich in mehreren kognitiven Funktionsdomänen leichte bis deutliche Defizite, wo-
bei das Ausfallsmuster unspezifisch sei und gewisse Inkonsistenzen aufweise. 
Psychometrisch zeige sich im Vergleich zu den Vorabklärungen 2006 und 2008 
eine allgemeine, signifikante Verschlechterung in allen geprüften kognitiven 
Domänen, wobei aktuell eine fluktuierende Arbeitsgeschwindigkeit und Konzen-
trationsfähigkeit, eine Umständlichkeit, Einschränkungen der mentalen Flexibilität 
und verbalen Ideenproduktion sowie deutliche Defizite im verbal-mnestischen 

14

Bereich im Vordergrund stünden. Festzuhalten sei, dass die Art und Ausprägung 
der Befunde sowie der Verlauf - unter Berücksichtigung der aktenanamnestisch 
unauffälligen neuroradiologischen Befunde - wenig typisch für die Folgen einer 
milden traumatischen Hirnverletzung seien, wo die Prognose grundsätzlich gut 
sei und in der Regel keine persistierenden kognitiven Beeinträchtigungen nach 
sich ziehe. Die Untersucher gingen einerseits von negativen Störwirkungen und 
Interferenzen durch die Schmerzbeschwerden und müdigkeits-/schlafassoziierten 
Faktoren aus und anderseits schienen psychoreaktive und psychologisch-
motivationale Faktoren mitzuspielen. Eine Akzentuierung vorbestehender 
Schwächen wie z.B. des 2006 diagnostizierten organischen amnestischen Syn-
droms durch das erlittene Ereignis vom Mai 2018 sei zwar möglich und nicht 
auszuschliessen, könne aber mittels dieser Untersuchung nicht valide einge-
schätzt werden.

Und in einem Bericht mit Datum 28. August 2018 zu einer Konsultation vom sel-
ben Tag (wobei aber der Bericht auch auf das MRI vom 4.9.2018 und die Unter-
suchung vom 9.10.2018 verweist und damit nach diesem Datum erstellt wurde) 
führte PD Dr.med. H.________ unter "Beurteilung und Prozedere" aus (Suva-act. 
45):

Unauffällige neurologische Untersuchung, unauffällige MRI des Schädels ohne 
Nachweis posttraumatischer Folgen, unauffällige Labordiagnostik, ohne Nachweis 
nicht trauma-bedingter metabolischer Ursachen für Konzentrations-und Gedächt-
nisstörungen.

Bzgl. der neuropsychologischen Testergebnisse bitte siehe auch den ausführlichen 
Neuropsychologischen Testbericht. Kurz zusammengefasst zeigen sich nicht relia-
ble Testergebnisse. Eine valide neuropsychologische Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit ist somit nicht möglich.

Darüberhinaus bestehen Zeichen einer psychischen Belastung durch die gesund-
heitliche Situation und Anzeichen einer depressiven Verstimmung, sowie auch 
Schmerzbeschwerden, die das Testergebnis zusätzlich beeinflussen. Der gesamte 
Verlauf und die beschriebene subjektive Ausprägung der Befunde sind nicht ty-
pisch für die Folgen einer milden, wenn auch wiederholten, Commotio zerebri, bei 
der in aller Regel eine Restitutio ad integrum erfolgt.

Aufgrund der affektiven Auffälligkeiten wird eine psychiatrische Einschätzung der 
Behandlungsbedürftigkeit und der Arbeitsfähigkeit empfohlen. Bei Besserung der 
psychiatrischen Situation ist eine Besserung der kognitiven Leistungsfähigkeit 
möglich und eine erneute neuropsychologische Testung ist dann sinnvoll.

3.2.4 Am 21. Dezember 2018 nahm der Suva-Arzt Dr.med. E.________ eine 
neurologische Aktenbeurteilung vor (Suva-act. I-56). Abgestützt auf die Berichte 
von Dr.med. D.________ sowie das MRI vom 4. September 2018 könne dia-
gnostisch höchstens von einer leichten traumatischen Hirnverletzung ohne über-
dauernde substanzielle Hirnläsion infolge des Unfalls vom 22. Mai 2018 ausge-

15

gangen werden. Der Heilverlauf im Fall des Versicherten sei durch regrediente 
Drehschwindelbeschwerden und Kopf-/Nackenschmerzen gekennzeichnet ge-
wesen. Somit könne von einem adäquaten Heilverlauf gesprochen werden. Hin-
sichtlich der darüber hinaus geklagten kognitiven Einschränkungen könne unter 
Berücksichtigung der Befunde der neuropsychologischen Untersuchung vom 3. 
Oktober 2018 und in Anbetracht einer fehlenden unfallbedingten organischen 
Grundlage ein kausaler Zusammenhang überdauernder kognitiver Beeinträchti-
gungen zum Unfall nicht mehr begründet werden. Bei einer leichten traumati-
schen Hirnverletzung ohne überdauernde substanzielle Hirnläsion könnten kogni-
tive Beeinträchtigungen höchstens bis zu einem Zeitpunkt sechs Monate nach 
dem Unfall kausal auf diesen mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zurückgeführt werden. Das neurologische Fachgebiet 
betreffend seien die Unfallfolgen ausreichend abgeklärt. Die aktuellen Beschwer-
den seien aus medizinischer Sicht nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
noch auf das Unfallereignis vom 21. Mai 2018 zurückzuführen. 

Am 15. Januar 2019 informierte die Suva den Beschwerdeführer formlos über die 
Leistungseinstellung per 22. Januar 2019 (Suva-act. I-66).

3.2.5 Gegen die Leistungseinstellung opponierte der Beschwerdeführer; er ver-
wies auf laufende Untersuchungen und verlangte eine Neuprüfung (Suva-act. 
I-70, 73). In der Folge holte die Suva weitere Berichte ein.

3.2.6 Am 6. Dezember 2018 und 12. Dezember 2018 erfolgten zur Abklärung 
von Konzentrations- und Gedächtnisstörung nach SHT im Mai 2018 sowie zur 
ergänzenden Abklärung und Reevaluation des kognitiven Leistungsmögens, der 
Konzentrationsfähigkeit und der Belastbarkeit weitere Untersuchungen (Suva-
act. I-75, 77). Dr.med. J.________ (Facharzt FMH für Neurologie, Psychiatrie 
und Psychotherapie) stellte im Bericht vom 20. Dezember 2018 die Diagnose at-
tentionaler und mnestischer Defizite (ICD-10 F06.8), DD Status nach Schädel-
Hirntraumata 2006 und 2018, zusätzliches vorbestehendes ADHS (Suva-act. I-
76). Er gelangte zur Beurteilung:

PD Dr. H.________ hat die vom Patienten beklagten Defizite als wahrscheinlich 
psychogen/depressiogen überlagert beurteilt. Aufgrund von unserer Untersuchung 
gehen wir jedoch von einem "organischen Kern" der Beschwerden aus. In der neu-
ropsychologischen Untersuchung findet sich eine verminderte tonische und ver-
minderte geteilte Aufmerksamkeit bei sonst unauffälligen bis überdurchschnittli-
chen Leistungen, insbesondere auch bei einem Test der exekutiven Funktionen. 
Wir beurteilen dies nicht als Inkonsistenz, welche für depressiogene Defizite 
spricht sondern als Nachweis der Bemühungen des Patienten. Bei psychogenen 
Defiziten wäre auch zu erwarten, dass das Gedächtnis sowohl für verbale als auch 
figurale Inhalte gleichermassen eingeschränkt wäre. Beim Patienten findet sich 
aber - in Übereinstimmung zur Anamnese - eine Asymmetrie zu Ungunsten der 

16

verbalen Inhalte. Weiter findet sich im quantitativen EEG eine fronto-temporale Un-
teraktivierung (Alpha) links, welche mit mnestischen Defiziten oder auch depressi-
ven Symptomen korrelieren kann. Zudem findet sich bei den kognitiv evozierten 
Potentialen eine verminderte kognitive Kontrolle, welche sich typischerweise bei 
Frontalhirnfunktionsstörungen oder auch einer ADHS findet. 

Insgesamt lassen sich somit Defizite objektiveren. Inwiefern diese allein Folge der 
Unfälle sind oder aber auch Ausdruck einer vorbestehenden aber nie diagnostizier-
ten ADHS sind, muss offen bleiben. Auffällig ist aber die motorische Unruhe des 
Patienten, welche seit der Kindheit bestehe. Aktuell ist eine AUF von 50% adäquat. 

3.2.7 In einer weiteren neurologischen Aktenbeurteilung vom 5. März 2019 
bestätigte Dr.med. E.________ seine Beurteilung vom 21. Dezember 2018 (Su-
va-act. I-88). Die nun vorliegenden Abklärungsberichte von Dr.med. J.________ 
würden im Hinblick auf Unfallfolgen entgegen dessen Auffassung keine Befunde 
ergeben, die nach versicherungsmedizinischen Kriterien als objektiv zu qualifizie-
ren wären. Die mit dem quantitativen EEG vom 6. Dezember 2018 beschriebe-
nen Befunde seien unspezifisch und könnten bei unauffälliger kranialer MRT vom 
4. August 2018 nicht einer unfallbedingten Pathologie zugeordnet werden. Glei-
ches gelte für die von Dr.med. J.________ mit neuropsychologischer Untersu-
chung vom 12. Dezember 2018 beschriebenen kognitiven Beeinträchtigungen in 
den Funktionsbereichen Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Eine systematische 
Symptomvalidierung sei nicht durchgeführt worden. Entgegen der Auffassung 
von Dr.med. J.________ könne überwiegend wahrscheinlich nicht von einem un-
fallbedingten organischen Psychosyndrom infolge des Ereignisses vom 21. Mai 
2018 ausgegangen werden. 

In der Folge bestätigte die Suva mit informellem Schreiben vom 5. März 2019 die 
Leistungseinstellung (Suva-act. I-89).

3.2.8 Mit Konsultationsbericht vom 25. März 2019 bestätigte Dr.med. J.________ 
seine Diagnose (vgl. oben E. 3.2.6). Zusätzlich nahm er Bezug zur neurologi-
schen Beurteilung von Dr.med. E.________ vom 5. März 2019. Seines Erach-
tens habe die Ablehnung eines Kausalzusammenhangs mehr mit versicherungs-
taktischen als mit pathophysiologischen Überlegungen zu tun. Auch die höhere 
Gewichtung der Bildgebung sei versicherungstaktischem Denken geschuldet; 
aus neuropsychologischer Sicht seien funktionelle Untersuchungen valider als 
strukturelle Untersuchungen. Korrekt sei, dass er die bereits von PD Dr.med. 
H.________ durchgeführte Symptomvalidierung nicht wiederholt habe. Die Inter-
pretation sei nicht immer eindeutig. Von einem Beweis für Aggravation oder gar 
Simulation könne beim Bericht von PD Dr.med. H.________ nicht gesprochen 
werden (Suva-act. I-96).

17

Auch nach diesem Bericht hielt die Suva mit Schreiben vom 16. Mai 2019 form-
los an ihrer Leistungseinstellung fest (Suva-act. I-99). Sie teilte dem Beschwer-
deführer mit, auf Wunsch werde eine einsprachefähige Verfügung erlassen; ei-
nen entsprechenden Wunsch äusserte der Beschwerdeführer nicht. 

3.3.1 Am 7. Dezember 2021 informierte der Beschwerdeführer die Suva über das 
durch die IV eingeholte polydisziplinäre Gutachten der T.________ St. Gallen 
vom 2. August 2021 (Suva-act. I-124), welches ihm am 11. Oktober 2021 zuge-
stellt worden sei (Suva-act. I-103). Unter Verweis auf das neurologische Gutach-
ten ersuchte er um Wiedererwägung oder Revision bzw. die Sache als Ver-
schlechterungsgesuch zum Unfall von 2006 zu behandeln.

3.3.2 Gemäss Konsensbeurteilung des T.________-Gutachtens beginnt die 
Krankengeschichte mit dem Autounfall 2006 mit u.a. einer Commotio cerebri (auf 
die im Gutachten aufgeführten Gesundheitsschädigungen, welche unbestritten 
keine Unfallfolge oder ohne Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit sind, wird in der 
Folge nicht eingegangen). Durch den Unfall 2018 sei es zu einer Zunahme der 
vorbestehenden kognitiven und mentalen Beeinträchtigungen gekommen; es be-
stehe gemäss Aktenlage ein hirnorganisches Psychosyndrom (Suva-act. I-124 S. 
6). Als relevante Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätig-
keit) wird u.a. ein unspezifisches hirnorganisches Psychosyndrom genannt (S. 8). 
Von kognitiver Seite seien das Gedächtnis und die attentionalen Funktionen wie 
Aufmerksamkeit, Fokussierung oder Daueraufmerksamkeit beeinträchtigt (S. 9). 
Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit wird auf 50%, jene in leidensan-
gepasster Tätigkeit auf 70% festgelegt; diese Arbeitsfähigkeit gelte seit dem Un-
fall vom Mai 2018 aus neurologischen Gründen (S. 11). 

Gemäss Konsensbeurteilung kam es seit dem Unfall Mai 2018 aus neurologi-
scher Sicht zu einer Veränderung des Gesundheitszustandes (S. 12): "Allerdings 
war es durch den Unfall im Jahre 2018 zu einer Zunahme der vorbestehenden, 
bis dahin versicherungsmedizinisch nicht zu berücksichtigenden kognitiven und 
mentalen Beeinträchtigungen gekommen. Das wahrscheinlich bereits vorbeste-
hende hirnorganische Psychosyndrom wurde nunmehr für die berufsbezogene 
Leistungsfähigkeit relevant - bis anhin anhaltend. Die dabei relevanten Funkti-
onsstörungen betreffen namentlich die Bereiche Gedächtnis und attentionale 
Funktionen (Aufmerksamkeit, Fokussierung, Daueraufmerksamkeit)."

Der neurologische Gutachter Dr.med. K.________ (Facharzt Neurologie; Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie) nannte als Diagnose mit Relevanz für 
die Arbeitsfähigkeit ein unspezifisches hirnorganisches Psychosyndrom (S. 83). 
Hierzu führte er aus: 

18

Seit 2007 sind diverse neuropsychologische Untersuchungen durchgeführt wor-
den. Immer wieder wurden dabei kognitive Beeinträchtigungen beschrieben. Zum 
Teil waren die Testergebnisse nicht reliabel, in der Summe bestätigte sich aber 
das Vorliegen von kognitiven Beeinträchtigungen, zuletzt in zwei unabhängig 
durchgeführten neuropsychologischen Untersuchungen im Jahre 2019 mit Beein-
trächtigungen in verbal-mnestischen Prozessen und in attentionalen Funktionen. 
Zu einem ähnlichen Ergebnis war auch eine neuropsychologische Untersuchung 
im Jahre 2018 gekommen. In einer Computertomographie vom Kopf im Jahre 2006 
zeigten sich Hinweise auf eine Shearing-Verletzung im Centrum semiovale hoch-
parietal links. Dass das MRI vom 04/2018 [recte wohl 09/2018] eine substanzielle 
Hirnverletzung nicht mehr zeigte, spricht nicht gegen hirnorganisch bedingte Funk-
tionsstörungen. Aus neurologisch-gutachterlicher Sicht ist das Vorliegen von men-
tal-kognitiven Beeinträchtigungen plausibel. Diese sind nicht spezifisch und können 
daher nicht unter einem spezifischen Syndrom subsumiert werden. Letztendlich 
handelt es sich aber um ein hirnorganisches Psychosyndrom.

In Anbetracht des Leistungsprofils der Tätigkeit als Geschäftsführer und Werkstatt-
chef einer Garage sind deutliche Einschränkungen der berufsbezogenen Leis-
tungsfähigkeit anzunehmen. Die kognitive und mentale Belastbarkeit ist vermin-
dert. Insbesondere die betroffenen Bereiche Gedächtnis und Aufmerksamkeit sind 
für die Durchführung der Tätigkeit äusserst relevant. Aus gutachterlicher Sicht 
scheint die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 50% plausibel und begründbar.

Auf die Frage, welche Veränderungen bei Befunden und Diagnosen er feststelle, 
antwortete Dr.med. K.________ (S. 87):

In der [IV-]Verfügung vom 21.05.2019 wurde eine Veränderung der gesundheitli-
chen Verhältnisse nicht festgestellt. Allerdings war es durch den Unfall im Jahre 
2018 zu einer Zunahme der vorbestehenden, bis dahin versicherungsmedizinisch 
nicht zu berücksichtigenden kognitiven und mentalen Beeinträchtigungen gekom-
men. Das wahrscheinlich bereits vorbestehende hirnorganische Psychosyndrom 
wurde nunmehr für die berufsbezogene Leistungsfähigkeit relevant - bis anhin an-
haltend. Die dabei relevanten Funktionsstörungen betreffen namentlich die Berei-
che Gedächtnis und attentionale Funktionen (Aufmerksamkeit, Fokussierung, 
Daueraufmerksamkeit).

3.3.3 Nach Vorlage des T.________-Gutachtens unterbreitete die Suva Dr.med. 
F.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) die Frage, ob die jetzt 
vorliegenden Beschwerden aus medizinischer Sicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf den Unfall vom 14. Januar 2006 zurückzuführen seien (Suva-
act. II-326). Er stellte nach Zusammenfassung des umfassenden aktenkundigen 
Verlaufs in seiner Beurteilung vom 20. Dezember 2021 fest, beim Beschwerde-
führer sei nie eine psychiatrische Störung im eigentlichen Sinn diagnostiziert 
worden. Auch im T.________-Gutachten sei aus psychiatrischer Sicht keine rele-
vante psychische Auffälligkeit beschrieben, insbesondere keine Störungen von 
Verhalten und Affekten, obwohl von neurologischer Seite her ein unspezifisches 
hirnorganisches Psychosyndrom diagnostiziert worden sei. Er empfahl eine suva-
interne neurologische Beurteilung.

19

3.3.4 Am 4. Januar 2022 beurteilte Dr.med. G.________ (Facharzt für Neurolo-
gie) die nämliche Frage (Suva-act. I-106). Er gelangte zum Schluss, der Unfall 
vom 14. Januar 2006 habe allenfalls zu einer leichten traumatischen Hirnverlet-
zung geführt, deren Folgen nach maximal einem halben Jahr abgeklungen wa-
ren; zu keinem Zeitpunkt sei der sichere Nachweis einer strukturellen Hirnverlet-
zung vorgelegen. Namentlich führt er aus, die initiale CT-Diagnostik habe den 
'Verdacht auf singuläre Shearing-Verletzung im Zentrum semiovale links' er-
bracht, indes sei der fragliche CT-Befund bereits am Folgetag nicht mehr nach-
vollziehbar gewesen und auch ein MR-Befund vom 2. November 2006 habe den 
initialen Verdacht nicht bestätigt. Die in den neurologischen und neuropsycholo-
gischen Untersuchungen und Begutachtungen dokumentierte neuropsychologi-
sche Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit und Gedächtnis sei im Verlauf immer 
wieder unkritisch und unhinterfragt übernommen worden; erst in einer neuropsy-
chologischen Untersuchung vom 3. Oktober 2018 (vgl. oben E. 3.2.3) seien 
erstmals auch testpsychologische Validierungsverfahren angewandt worden; 
diese hätten angesichts eines unspezifischen Ausfallsmuster Inkonsistenzen 
aufgewiesen mit Hinweisen auf suboptimale Leistungsbereitschaft und mögliche 
(unbewusste) Verdeutlichungsprozesse. Diese Untersuchung habe stattgefun-
den, nachdem sich der Versicherte bei einem Sturz in seinem Boot am 21. Mai 
2018 erneut den Kopf angeschlagen haben solle und es bekanntermassen auch 
bei diesem Unfall gemäss MRI-Befund vom 4. September 2018 nicht zu einer 
strukturellen Hirnschädigung gekommen sei. Gemäss psychiatrischem Teilgut-
achten vom 2. August 2021 liege keine relevante psychische Symptomatik vor; 
somit existiere aus psychiatrischer Sicht kein hirnorganisches Psychosyndrom, 
wie es im neurologischen Teilgutachten beschrieben werde. Und selbst wenn ei-
nes vorliegen würde, wäre eine traumatische Verursachung nur dann eine in 
Frage kommende Möglichkeit, wenn auch eine unfallbedingte strukturelle Hirn-
schädigung als Ursache vorläge, was aber nicht der Fall sei.

4. Strittig ist, ob die Suva ihren Fallabschluss nach dem Unfall vom 21. Mai 
2018 und die Leistungseinstellung per 22. Januar 2019 aufgrund der Erkenntnis-
se des T.________-Gutachtens gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG in Revision zu 
ziehen hat.

4.1.1 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in 
Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungs-
träger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel 
auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). 

20

4.1.2 Die Revision bedarf neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Ent-
scheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 127 V 
353 E. 5b und SVR 2010 UV Nr. 22, 8C_720/2009 E. 5.2; je mit Hinweisen). Neu 
im Sinne der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG sind Tatsachen, 
die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung oder des Einspra-
cheentscheides verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hin-
reichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen erheblich 
sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbestandliche Grundlage des zur Revi-
sion beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Wür-
digung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 143 V 105 E. 2.3).

Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden 
neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die 
zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuch-
stellers unbewiesen geblieben sind (vgl. BGE 144 V 245 E. 5.2 mit weiteren Hin-
weisen). Erheblich ist ein Beweismittel, wenn anzunehmen ist, es hätte zu einem 
anderen Urteil geführt, falls das Gericht bzw. die Verwaltung im Hauptverfahren 
davon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht 
bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es 
bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungs-
grundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 143 V 105 E. 2.3; 
Urteil BGer 8C_170/2024 vom 17.12.2024 E. 4.1).

Betrifft der Revisionsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung, deren Beur-
teilung massgeblich auf Schätzung oder Beweiswürdigung beruht, auf Elementen 
also, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen, so ist eine vorgebrachte 
neue Tatsache als solche in der Regel nicht erheblich. Ein (prozessrechtlicher) 
Revisionsgrund fällt demnach überhaupt nur in Betracht, wenn bereits im ur-
sprünglichen Verfahren der untersuchende Arzt und die entscheidende Behörde 
das Ermessen wegen eines neu erhobenen Befundes zwingend anders hätten 
ausüben und infolgedessen zu einem anderen Ergebnis hätten gelangen müs-
sen. An diesem prozessualrevisionsrechtlich verlangten Erfordernis fehlt es, 
wenn sich das Neue im Wesentlichen in (differenzial-) diagnostischen Überle-
gungen erschöpft, also auf der Ebene der medizinischen Beurteilung anzusiedeln 
ist (BGE 144 V 245 E. 5.3 mit Hinweisen). Neue medizinische Expertisen, die im 
Verfahren, das zur früheren Verfügung geführt hat, keine gravierende und unver-
tretbare Fehldiagnose feststellen, erfüllen das Kriterium der Erheblichkeit nicht 
(BGE 144 V 245 E. 5.4; Urteil BGer 8C_170/2024 vom 17.12.2024 E. 4.3). 

4.1.3 Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind 
innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relati-

21

ven Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung 
resp. des Einspracheentscheids zu laufen beginnt (vgl. Art. 67 Abs. 1 VwVG in 
Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen). 

4.2.1 Der Beschwerdeführer erkennt im T.________-Gutachten vom 2. August 
2021 den Beweis einer neuen erheblichen Tatsache, welcher die Revision von 
Amtes wegen zu begründen vermöge. Das Gutachten sei ihm am 11. Oktober 
2021 zugestellt worden. Mit seinem Ersuchen um Revision vom 7. Dezember 
2021 macht er seinen Anspruch sowohl innert der 90-tägigen relativen, als auch 
der 10-jährigen absoluten Frist geltend.

4.2.2 Das T.________-Gutachten vom 2. August 2021 wurde erst erstellt, nach-
dem die zu revidierende Leistungseinstellung bereits rechtlich wirksam wurde. Es 
stellt damit ein echtes Novum dar, das aber dennoch als Beweismittel Grundlage 
einer Revision darstellen kann (vgl. oben E. 4.1.2). Dies wäre dann der Fall, 
wenn das Gutachten, namentlich das neurologische Teilgutachten von Dr.med. 
K.________ als neues Beweismittel hinsichtlich von Tatsachen, die bereits vor 
der Leistungseinstellung bestanden, neue erhebliche Erkenntnisse zutage för-
dern würde. 

4.2.3.1 Dr.med. F.________ ist beizupflichten, dass im langjährigen Verlauf 
seit dem ersten Unfall vom 14. Januar 2006 die Auswirkungen der Unfallereig-
nisse von neuropsychologischer respektive neurologischer Seite her immer wie-
der unterschiedlich beurteilt wurden (Suva-act. II-326; vgl. oben E. 3). Die Befun-
de ergeben 'leichte' bis 'leichte bis mittelschwere' Hirnfunktionsstörungen, wobei, 
wie Dr.med. G.________ zu Recht feststellte, einzig am 3. Oktober 2018, d.h. 
nach dem zweiten Unfallereignis, eine Untersuchung mit Symptomvalidierungs-
verfahren durchgeführt wurde. Diese Untersuchung zeigte leichte bis deutliche 
Defizite in mehreren kognitiven Funktionsdomänen, wobei das Ausfallmuster un-
spezifisch war und gewisse Inkonsistenzen aufwies (oben E. 3.2.3). Insofern 
stellt die Beurteilung von Dr.med. K.________ nur eine von mehreren unter-
schiedlichen medizinischen Beurteilungen der geklagten neurologischen Be-
schwerden dar. Namentlich vermag er nicht aufzuzeigen, dass die Suva ihren 
Entscheid auf gravierende und unvertretbare Fehlbeurteilungen abstützte, was 
allein schon die Voraussetzung einer neuen erheblichen Erkenntnis (wie sie für 
eine Revision notwendig wäre) ausschliesst (BGE 144 V 245 E. 5.4; Urteil BGer 
8C_107/2022 vom 31.3.2023 E. 4.2.3). 

4.2.3.2 Kommt hinzu, dass sich Dr.med. K.________ in seiner Begutachtung 
auf eine Befragung des Beschwerdeführers und eine neurologische Befunderhe-
bung beschränkte; eine neuropsychologische Untersuchung, eine neuropsycho-

22

logische Testung erfolgte nicht. Unter 'Neuropsychologische Funktionen' notierte 
Dr.med. K.________: "Kein Anhalt für motorische/sensorische Aphasie, unge-
störte Lese-Funktion, kein Hinweis auf ideomotorische oder ideatorische Apraxie, 
kein Neglect " (Suva-act. 124 S. 82). Seine Diagnosestellung eines unspezifi-
schen hirnorganischen Psychosyndroms und seine Würdigung der neurologisch 
bedingten Funktionsstörungen basieren denn auch wesentlich auf seiner Akten-
beurteilung sowie den Angaben des Beschwerdeführers. Aus dem Teilgutachten 
selbst ergeben sich keine Anhaltspunkte für kognitive Beeinträchtigungen. Dies-
bezüglich ist auch auf das psychiatrische Teilgutachten zu verweisen. Darin wird 
ausdrücklich festgehalten, bedeutsame Einbussen der kognitiven Funktionen, un-
ter anderem Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit liessen sich auf der 
klinischen Ebene nicht nachweisen; die angegebenen mnestisch-kognitiven Defi-
zite würden sich auf der klinisch-psychiatrischen Befundebene nicht widerspie-
geln; es fänden sich keinerlei Hinweise für organisch-mnestische Störungen (vgl. 
Suva-act. I-124 S. 69, 71). Wenn Dr.med. K.________ festhält, in der Summe 
bestätige sich das Vorliegen von kognitiven Beeinträchtigungen, so stellt dies 
wiederum seine Würdigung der Akten dar. Nur weil diese von der Würdigung 
durch die Suva-Ärzte abweicht, vermag dies kein neues Beweismittel im Sinne 
von Art. 53 Abs. 1 ATSG darzustellen, so dass der Suva-Entscheid revidiert wer-
den müsste. 

4.2.3.3 Auch die Begründung von Dr.med. K.________ für das Vorliegen ei-
ner hirnorganischen Schädigung vermag keinen neuen Beweis von bereits im 
Zeitpunkt der Leistungseinstellung bestehenden erheblichen Tatsachen darzu-
stellen. Wenn er ausführt, das CT vom 14. Januar 2006 habe den Verdacht einer 
singulären Shearing-Verletzung im Centrum semiovale hochparietal links erge-
ben und nur weil das kraniale MRI vom 4. September 2018 eine substanzielle 
Hirnverletzung ausgeschlossen habe, spreche dies nicht gegen ein hirnorgani-
sches Psychosyndrom, so lässt Dr.med. K.________ unerwähnt, dass der Ver-
dachtsbefund vom 14. Januar 2006 bereits am Folgetag nicht bestätigt werden 
konnte und das Verlaufs-CT des Neurokraniums vom 16. Januar 2006 bland war. 
Auch die neurologische Überwachung über die gesamte Hospitalisation war 
komplikationslos (Suva-act. II-3). Im Gegensatz zu Dr.med. K.________ setzte 
sich Prof. Dr.med. L.________ in der neurologischen Stellungnahme vom 9. Fe-
bruar 2009 vertieft mit den verschiedenen Befunden auseinander (Suva-act. II-
130 S. 14 f.), wobei er nach ausführlicher Würdigung zum Schluss gelangte, es 
müsse als wahrscheinlich angesehen werden, dass der Befund einer kleinen Blu-
tung im CT vom 14. Januar 2006 ein falsch positiver Befund gewesen sei, Blut-
abbauprodukte nach Hirntraumata seien mittels MRI in der Regel langfristig über 
Monate und Jahre nachweisbar; die entsprechenden Befunde seien stets bland 

23

gewesen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass der Versicherte im Rah-
men des Unfallereignisses eine leichte traumatische Hirnverletzung erlitten habe; 
Hinweise auf eine persistierende strukturelle Hirnverletzung fänden sich in den 
bildgebenden Untersuchungen nicht mit Wahrscheinlichkeit. Mit seiner nur aus-
gewählte Akten berücksichtigenden und nur rudimentären Beurteilung vermag 
das neurologische Teilgutachten von Dr.med. K.________ keinesfalls den Be-
weis für eine unfallbedingte strukturelle Hirnverletzung zu erbringen. Dass der 
zweite Unfall vom 21. Mai 2018 eine strukturelle Hirnverletzung verursacht hätte, 
nimmt auch Dr.med. K.________ nicht an.

4.2.3.4 Weiter weist Dr.med. G.________ zu Recht darauf hin, dass das 
psychiatrische Gutachten vom 2. August 2021 - wie im Übrigen alle psychiatri-
schen Beurteilungen - keine relevante psychische Symptomatik feststellen konn-
te (vgl. Suva-act. 124 S. 72) und damit ein hirnorganisches Psychosyndrom, wie 
es von Dr.med. K.________ diagnostiziert wurde, aus psychiatrischer Sicht aus-
geschlossen ist. Darüber hinaus konnten im psychiatrischen Gutachten - wie be-
reits erwähnt (vgl. oben E. 4.2.3.2) - auch keine bedeutsamen Einbussen der ko-
gnitiven Funktionen, keine mnestisch-kognitiven Defizite und keine organisch-
mnestischen Störungen nachgewiesen werden. Damit aber vermag die von 
Dr.med. K.________ gestellte Diagnose eines hirnorganischen Psychosyndroms 
auch deshalb keinen Beweis von neuen erheblichen Tatsachen darzustellen. 

4.2.3.5 Wenn Dr.med. K.________ zusammenfassend festhält, ein Zusam-
menhang zu früheren Schädel-Hirn-Traumata sei anzunehmen, so vermag dies 
einen überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang nicht nachzuwei-
sen. Ohnehin setzt sich Dr.med. K.________ mit der für die Unfallversicherung 
wesentlichen Frage der Kausalität nicht substantiiert auseinander. Er leitet seine 
Annahme nicht weiter her. Als Annahme vermag seine Beurteilung aber keine 
neuen erheblichen Tatsachen im Sinne der Voraussetzung für eine Revision zu 
beweisen.

4.3 Damit aber ist nicht zu beanstanden, wenn die Suva feststellte, dass die 
Voraussetzungen für eine Revision gemäss Art. 53. Abs. 1 ATSG nicht erfüllt 
seien. Das T.________-Gutachten vom 2. August 2021 vermag kein neues Be-
weismittel darzustellen, das eine Revision begründende neue erhebliche Tatsa-
chen oder Tatsachen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber 
zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind, zu beweisen ver-
mag.

24

5.1 Entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers erfüllt das T.________-
Gutachten vom 2. August 2021 auch die Voraussetzungen für eine Wiedererwä-
gung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht.

5.2 Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer 
anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung 
im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, 
dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtig-
keit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss, denkbar ist. Soweit er-
messensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- 
und Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) im Zeitpunkt der rechtskräfti-
gen Leistungszusprechung, also auf der Grundlage des damals bekannt gewe-
senen Sachverhalts beziehungsweise der damaligen Aktenlage, in vertretbarer 
Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus 
(BGE 148 V 195 E. 5.3 mit Hinweisen; SVR 2022 IV Nr. 19 S. 60, 9C_212/2021 
E. 4.5.3 mit Hinweisen; Urteil BGer 8C_240/2022 vom 23.8.2022 E. 2.3).

5.3 Wie bereits zuvor dargelegt, wurde der neurologische Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers im Verlaufe unterschiedlich beurteilt (vgl. oben E. 
4.2.3.1). Die Beurteilung von Dr.med. K.________ ist nur eine davon, die zudem 
nach dem Ausgeführten die Beurteilung des Suva-Arztes Dr.med. E.________ 
(auf dessen Beurteilungen die rechtliche Wirksamkeit erlangende Leistungsein-
stellung beruht) nicht als zweifellos unrichtig erscheinen lassen vermag. Seine 
Diagnosestellung einer hirnorganischen Schädigung basiert nicht auf einer objek-
tivierbaren strukturellen Hirnschädigung. Soweit er konkret ein unspezifisches 
hirnorganisches Psychosyndrom diagnostizierte, lässt sich dies durch das psych-
iatrische Teilgutachten nicht bestätigen. Seine Beurteilung relevanter kognitiver 
Beeinträchtigungen basiert nicht auf eigens durchgeführten validierten neuropsy-
chologischen Untersuchungen, sondern einer Aktenwürdigung und anamnesti-
schen Angaben. Betreffend Unfallkausalität der kognitiven Beeinträchtigungen 
geht er von der Annahme eines Zusammenhangs zu früheren Schädel-Hirn-
Traumata aus, was ungeeignet ist, die Suva-Beurteilung als zweifellos unrichtig 
nachzuweisen. 

6.1 Schliesslich verlangt der Beschwerdeführer, ggf. sei die Sache im Sinne ei-
ner Verschlechterung der Unfallfolgen des Unfalles von 2006 durch den Unfall 
von 2018 zu beurteilen. Unter welchem Titel er damit Versicherungsleistungen 
beanspruchen will, führt er nicht weiter aus. 

6.2 Unter Verschlechterung kann zum einen verstanden werden, dass der Un-
fall vom Mai 2018 den nach dem Unfall von 2006 verbliebenen Vorzustand rich-

25

tungsgebend verschlimmert hat, mithin nach dem Unfall kein status quo sine vel 
ante eingetreten sein kann. Dies ist allerdings ausgeschlossen, nachdem die Su-
va den Versicherungsfall 'Unfall Mai 2018' rechtskräftig abschloss mit der Be-
gründung, die noch geklagten Beschwerden seien nicht mehr unfallbedingt (Su-
va-act. I-66) und damit eine richtungsgebende Verschlimmerung ausschloss, und 
das T.________-Gutachten die Voraussetzungen für ein Rückkommen auf die-
sen Entscheid (Art. 53 ATSG) nicht erfüllt (vgl. oben E. 4 und 5). 

6.3 Verschlechterung kann zum andern verstanden werden als Rückfall oder 
Spätfolgen des Unfalles von 2006. Die Versicherungsleistungen werden auch für 
Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 erster Teilsatz UVV).

6.3.1 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer ver-
meintlich geheilten Gesundheitsbeeinträchtigung, so dass es zu ärztlicher Be-
handlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von 
Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe länge-
rer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders 
gearteten Leidensbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen stellen besonde-
re revisionsrechtliche Tatbestände dar. Diesem Umstand ist auch dann Rech-
nung zu tragen, wenn zu einem früheren Zeitpunkt ein Leistungsanspruch ver-
neint wurde. Unter diesen Titeln kann daher nicht eine uneingeschränkte neuerli-
che Prüfung vorgenommen werden. Vielmehr ist von der rechtskräftigen Beurtei-
lung auszugehen, und die Anerkennung eines Rückfalls oder von Spätfolgen 
setzt eine nachträgliche Änderung der anspruchsrelevanten Verhältnisse voraus 
(BGE 144 V 245 E. 6.1; Urteil BGer 8C_528/2022 vom 17.11.2022 E. 8.1).

Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis 
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversi-
cherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwer-
den und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädi-
gung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 
293 f. E. 2c mit Hinweisen). Den Nachweis, dass zwischen dem neuen Be-
schwerdebild und dem Unfall ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, hat 
die versicherte Person zu erbringen und zwar mit dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (Urteil BGer 
8C_59/2020 vom 14.4.2020 E. 4). Allerdings tragen die Parteien im Sozialversi-
cherungsprozess in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersu-
chungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermit-

26

teln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu ent-
sprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2). 

6.3.2 Zwischen dem Rückfall bzw. der Spätfolge und dem Unfallereignis vom 14. 
Januar 2006 muss ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang beste-
hen. Wie bereits aufgezeigt, äussert Dr.med. K.________, "ein Zusammenhang 
zu früheren Schädel-Hirn-Traumata ist anzunehmen" (Suva-act. I-124 S. 85). 
Diese blosse Annahme vermag einen Kausalzusammenhang nicht mit dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu begründen. Auch wurde be-
reits ausgeführt, dass entgegen der Beurteilung von Dr.med. K.________ das 
Unfallereignis von 2006 keine objektivierbare hirnorganische Schädigung zur 
Folge hatte (vgl. oben E. 4). Bereits Prof. Dr.med. L.________ gelangte in seiner 
neurologischen Stellungnahme vom 9. Februar 2009 zum Schluss, der Be-
schwerdeführer habe beim erwähnten Autounfall 2006 eine leichte traumatische 
Hirnverletzung, eine Commotio cerebri, erlitten; Hinweise auf eine persistierende 
strukturelle Hirnverletzung fänden sich in den bildgebenden Untersuchungen 
nicht mit Wahrscheinlichkeit. Die Prognose einer leichten traumatischen Hirnver-
letzung sei bekanntermassen gut; es seien keine Faktoren bekannt, die das Per-
sistieren von chronischen Beschwerden mit unfallassoziierten Faktoren erlauben 
würden (Suva-act. II-130 S. 16). Grundlage der von der Suva verfügten Leis-
tungsablehnung aus Rückfall/Spätfolge bildete die Beurteilung von Dr.med. 
G.________ vom 4. Januar 2022. Er legte nachvollziehbar und schlüssig dar, ei-
ne durch diesen Unfall verursachte strukturelle Hirnverletzung, die eine überdau-
ernde neuropsychologische Beeinträchtigung hinterlassen könnte, sei durch ob-
jektive Befunde nicht belegbar (Suva-act. I-106). Diese Beurteilung wird durch 
jene von Prof. Dr.med. L.________ bestätigt. Die Beurteilung von Dr.med. 
K.________ vermag hieran nach dem Gesagten keine auch nur geringen Zweifel 
zu erwecken. Im Bericht vom 3. August 2018 äusserte Dr.med. D.________ nach 
dem Unfall vom Mai 2018 unter Prognose, schon der Unfall 2006 habe eine ko-
gnitive Beeinträchtigung verursacht, was den aktuellen Heilungsverlauf wohl ne-
gativ beeinflusse (vgl. oben E. 3.2.1). Soweit damit eine richtungsgebende Ver-
schlimmerung angesprochen wurde, kann auf das zuvor Ausgeführte verwiesen 
werden (oben E. 6.2). Dass die aktuellen Beschwerden als Rückfall/Spätfolge 
des Unfalles 2006 zu qualifizieren wären, macht auch Dr.med. D.________ nicht 
geltend. Andere medizinische Berichte, welche sich substantiiert zum Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Unfall vom 14. Januar 2006 und den aktuell geklag-
ten neurologischen Beschwerden äussern, liegen keine vor. Damit aber fehlt es 
am überwiegend wahrscheinlichen Nachweis, dass die geklagten neurologischen 
Beschwerden im Sinne eines Rückfalls/einer Spätfolge durch den Unfall vom 14. 
Januar 2006 verursacht sind.

27

7.1 Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, die Rentenaufhebung 
2016 habe die Suva mit dem damals durch die IV eingeholten S.________-
Gutachten begründet, auf welches sich in der Folge auch die Suva abgestützt 
habe. Das nun vorliegende T.________-Gutachten sei vom Sozialversicherungs-
gericht als voll beweiswertig qualifiziert worden, weshalb es auch für die Suva 
beachtlich sei. Die vom Gutachten festgestellte Einschränkung von mindestens 
30% in einer angepassten Tätigkeit gelte auch in der Unfallversicherung und ge-
be dem Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente. 

7.2 Das beschwerdeführerische Vorbringen ist unbehilflich. Die Invaliditäts-
schätzung der Invalidenversicherung entfaltet gegenüber dem Unfallversicherer 
keine Bindungswirkung (BGE 131 V 362). Die IV-Stellen und die Unfallversiche-
rer haben die Invaliditätsbemessung praxisgemäss in jedem einzelnen Fall 
selbstständig vorzunehmen. Sie dürfen sich ohne weitere eigene Prüfung nicht 
mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des Unfallversicherers oder 
der IV-Stelle begnügen (BGE 133 V 549 E. 6.1). So sind in der Invaliditätsschät-
zung der Unfallversicherung insbesondere lediglich die natürlich und adäquat 
kausalen gesundheitlichen und erwerblichen Unfallfolgen zu berücksichtigen, 
während bei der Invalidenversicherung auch unfallfremde gesundheitliche Beein-
trächtigungen wie krankhafte Vorzustände oder psychische Fehlentwicklungen 
mit einzubeziehen sind (Urteil BGer 8C_137/2022 vom 22.2.2023 E. 3.3). Wie 
oben aufgezeigt, vermag das neurologische Teilgutachten des T.________-
Gutachtens vom 2. August 2021 aber einen Kausalzusammenhang zwischen 
den geklagten neurologischen Beschwerden und den Unfällen von 2006 und 
2018 nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit nachzuweisen. Dass die weiteren durch die IV zu berücksichtigenden ge-
sundheitlichen Beschwerden keine Unfallfolgen sind, ist sodann unbestritten. 

8. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet, 
weshalb sie abzuweisen ist. Kosten sind keine zu erheben; Anspruch auf eine 
Parteientschädigung besteht bei diesem Verfahrensausgang keiner (Art. 61 lit. fbis 
und g ATSG).

28

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 7. Februar 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 21. Februar 2025