# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42352c26-0a7f-5ec0-8495-16f512b4e475
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.06.2020 III 2020 70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-70_2020-06-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 70

Entscheid vom 18. Juni 2020 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________, …,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
B.________, , 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, B.________ 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (vorsorglicher Sicherungsentzug)

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Sachverhalt:

A. Am 2. April 2020 hat das kantonale Verkehrsamt gegenüber A.________ 
(geb. A.________1987) einen vorsorglichen Sicherungsentzug des Führeraus-
weises verfügt mit der Begründung, dass er am 24. November 2019 auf der 
Überholspur der Autobahn A1 in Weinigen einen Personenwagen in fahrunfähi-
gem Zustand (THC positiv) gelenkt habe. Dabei sei es zu einem Auffahrunfall 
gekommen, als das vorausfahrende Fahrzeug verkehrsbedingt abbremsen 
musste und A.________ nicht mehr rechtzeitig anhalten bzw. eine Kollision nicht 
mehr vermeiden konnte. In der vorsorglichen Verfügung vom 2. April 2020 wurde 
in der Dispositiv-Ziffer 2 die Wiederaushändigung des Führerausweises vom Er-
gebnis eines verkehrsmedizinischen Untersuchs bei einem Verkehrsmediziner 
SGRM abhängig gemacht. Zudem wurde einer allfälligen Beschwerde die auf-
schiebende Wirkung entzogen.

B. Gegen diese Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 24. April 2020 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegehren einrei-
chen:

1. Die Verfügung des Verkehrsamts Schwyz sei vollumfänglich aufzuheben;

2. der Entzug des Führerausweises im Sinne eines Warnungsentzugs sei auf 
5 Monate zu beschränken;

3. die bereits erfolgte Entzugsdauer sei anzurechnen, weshalb dem Beschwerde-
führer der Führerausweis umgehend wieder zurückzugeben ist;

4. auf weitere Massnahmen, insbesondere auf die Anordnung einer verkehrsme-
dizinischen Untersuchung, sei zu verzichten;

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse.

Zudem wurde um unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltliche Rechtsverbei-
ständung) ersucht.

C. Mit Vernehmlassung vom 25. Mai 2020 beantragte das Verkehrsamt, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter 
Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers.

In einer Eingabe vom 5. Juni 2020 äusserte sich der Beschwerdeführer zur Ver-
nehmlassung des Verkehrsamts.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz ver-
fügen (Art. 14 Abs. 1 SVG; SR 741.01). Über keine Fahreignung verfügt (insbe-

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sondere), wer nicht frei von Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeu-
gen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). 

Führerausweise werden entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur 
Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Dies ist unter an-
derem der Fall, wenn eine Person an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung 
ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG). Drogensucht wird nach der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung bejaht, wenn die Abhängigkeit von der Droge derart ist, 
dass der Betroffene mehr als jede andere Person der Gefahr ausgesetzt ist, sich 
ans Steuer eines Fahrzeugs in einem - dauernden oder zeitweiligen - Zustand zu 
setzen, der das sichere Führen nicht mehr gewährleistet (Urteil des Bundes-
gerichts 1C_285/2018 vom 12.10.2018 Erw. 3.1 mit Verweis auf BGE 124 II 559 
Erw. 2b mit Hinweisen). Im Interesse der Verkehrssicherheit setzt die Rechtspre-
chung den regelmässigen Konsum von Drogen der Drogenabhängigkeit gleich, 
sofern dieser seiner Häufigkeit und Menge nach geeignet ist, die Fahreignung zu 
beeinträchtigen. Auf fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, wenn der 
Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Drogenkonsum und Strassenverkehr aus-
reichend zu trennen, oder wenn die naheliegende Gefahr besteht, dass er im 
akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (BGE 127 II 
122 Erw. 3c S. 126).

1.1.2  Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung erlaubt an sich nicht jeder 
regelmässige Konsum von Drogen schon den Schluss auf eine fehlende Fahr-
eignung (vgl. zit. Urteil 1C_285/2018 vom 12.10.2018 Erw. 3.1 mit Verweis auf 
BGE 128 II 335 Erw. 4b S. 337). Regelmässiger Drogenkonsum erweckt dann 
berechtigte Zweifel an der Fahreignung, wenn zusätzliche Anzeichen bestehen, 
der Betroffene könnte nicht in der Lage sein, zuverlässig zwischen Drogenkon-
sum und Strassenverkehr zu trennen. Entsprechende Anhaltspunkte ergeben 
sich etwa aus dem Konsumverhalten der Betroffenen, ihrer Vorgeschichte - na-
mentlich hinsichtlich einschlägigen Drogenmissbrauchs im Strassenverkehr - so-
wie ihrer Persönlichkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_384/2017 vom 
7.3.2018 Erw. 2.1 mit Hinweisen). 

1.1.3  Wecken konkrete Anhaltspunkte ernsthafte Zweifel an der Fahreignung 
des Betroffenen, ist eine verkehrsmedizinische Abklärung anzuordnen (Art. 15d 
Abs. 1 SVG, Art. 28a Abs. 1 VZV). Diesfalls ist der Führerausweis nach Art. 30 
VZV in der Regel vorsorglich zu entziehen (BGE 127 II 122 Erw. 5 S. 128). Denn 
steht die Fahreignung des Betroffenen ernsthaft in Frage, ist es unter dem Ge-
sichtspunkt der Verkehrssicherheit grundsätzlich nicht zu verantworten, ihm den 
Führerausweis bis zum Vorliegen des Untersuchungsergebnisses zu belassen. 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für den vorsorglichen Füh-

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rerausweisentzug nach Art. 30 VZV kein strikter Beweis erforderlich, hierfür 
genügen vielmehr bereits konkrete Anhaltspunkte, dass die Fahreignung zu ver-
neinen ist (vgl. zit. Urteil 1C_285/2018 vom 12.10.2018 Erw. 3.2 mit Verweis auf 
BGE 125 II 493 Erw. 2b S. 495).  

1.2 Ernsthafte Zweifel an der Fahreignung einer Person bestehen namentlich 
bei Vorliegen der in der nicht abschliessenden Aufzählung von Beispielen in 
Art. 15d Abs. 1 lit. a-e SVG genannten Gegebenheiten, wozu namentlich das 
Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln fällt (vgl. Art. 15d Abs. 1 lit. b 
1. Satzteil SVG). Diesfalls ist grundsätzlich zwingend und ohne weitere Einzel-
fallprüfung eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen, selbst wenn die Zweifel 
im konkreten Fall noch nicht erhärtet oder nur abstrakter Natur sind (vgl. zit. Urteil 
1C_285/2018 vom 12.10.2018 Erw. 3.3 mit Verweis auf Jürg Bickel, in: Basler 
Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, N 15 zu Art. 15d SVG). Diese Tat-
bestände begründen mithin einen Anfangsverdacht fehlender Fahreignung, wel-
cher zur Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung führt (Botschaft vom 
20.10.2010 zu Via sicura, Handlungsprogramm des Bundes für mehr Sicherheit 
im Strassenverkehr, BBI 2010 8447, Ziff. 1.3.2.6, 8470).

1.3.1  Gemäss Art. 2 Abs. 2 lit. a, c sowie d der Verkehrsregelverordnung (VRV; 
SR 741.11) gilt eine Fahrunfähigkeit (im Sinne von Art. 31 Abs. 2 i.V.m. Art. 55 
Abs. 7 lit. a SVG) als erwiesen, wenn im Blut des Fahrzeuglenkers THC (Te-
trahydrocannabinol [Cannabis]), Amphetamin oder Kokain nachgewiesen wird. 
Dieser Nachweis gilt nach Art. 34 der Verordnung des ASTRA vom 22. Mai 2008 
zur Strassenverkehrskontrollverordnung (VSKV-ASTRA) als erbracht, wenn die 
Messwerte im Blut den Grenzwert von 1,5 µg/L THC (lit. a) bzw. 15 µg/L Kokain 
(lit. c) bzw. 15 µg/L Amphetamin (lit. d) erreichen oder überschreiten. Bei diesen 
Grenzwerten handelt es sich um sogenannte Bestimmungsgrenzwerte, die unter 
Berücksichtigung der Eigenheiten des chemisch-analytischen Messverfahrens 
festlegen, ab welcher Konzentration eine Substanz in einer Probe zuverlässig 
quantitativ bestimmt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 6B_222/2018 vom 
30.5.2018 Erw. 2.4.2 mit Hinweisen; Fahrni/Heimgartner, in: Basler Kommentar 
SVG, a.a.O., N 42 zu Art. 55 SVG und N 25 zu Art. 91 SVG; Schaffhauser/Lini-
ger, Das Dogma der Drogen-Nulltoleranz, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrs-
recht, 2015, S. 219). Bestimmungsgrenzwerte sind von den sogenannten Nach-
weisgrenzwerten zu unterscheiden. Diese bezeichnen die kleinste Konzentration 
eines Stoffes, die in einer Probe qualitativ noch erfasst werden kann (vgl. 
R. Schaffhauser, Vorsorglicher Sicherungsentzug des Führerausweises wegen 
Drogen-Mischkonsums unterhalb der Nachweisgrenze, in: Jusletter 21.9.2015, 
Rz. 26; Sigrist/ Eisenhart, Fahrunfähigkeit wegen Alkohol-, Drogen- oder Medi-

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kamentenwirkung, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht, 2006, S. 66). Zwi-
schen der Nachweis- und der Bestimmungsgrenze liegt in der Regel die soge-
nannte Erfassungsgrenze, ab der eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die 
gesuchte Substanz tatsächlich vorhanden ist (vgl. Schaffhauser, a.a.O., Rz. 27; 
Sigrist/ Eisenhart, a.a.O., S. 66). 

Hervorzuheben ist, dass die vorgenannten Grenzwerte in erster Linie als Richt-
werte für die Feststellung einer aktuellen Fahrunfähigkeit (im Sinne von Art. 31 
Abs. 2 und Art. 91 Abs. 2 SVG) dienen, indes für die Prüfung der generellen 
Fahreignung bzw. eines vorsorglichen Sicherungsentzuges wegen Anzeichen 
von Drogensucht nur eine beschränkte Bedeutung haben (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 1C_111/2015 vom 21.5.2015 Erw. 4.3 in fine).

1.3.2  Werden die Grenzwerte gemäss Art. 34 VSKV-ASTRA unterschritten, 
kann der Nachweis der betreffenden Betäubungsmittel im Blut nach dieser Be-
stimmung nicht als erbracht und damit die Fahrunfähigkeit nach Art. 2 Abs. 2 
VRV nicht als erwiesen gelten. Dass die betreffenden Betäubungsmittel als nicht 
konsumiert zu betrachten wären, ergibt sich aus diesen Bestimmungen hingegen 
nicht. Diese sind in erster Linie mit Blick auf den Straftatbestand des Fahrens in 
fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG von Bedeutung (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 1C_111/2015 vom 21.5.2015 Erw. 4.3; 1C_365/2013 
vom 8.1.2014 Erw. 4.3) und regeln den Nachweis des Konsums dieser Be-
täubungsmittel nicht (vgl. zit. Urteil des Bundesgerichts 1C_147/2018 vom 
5.10.2018 Erw. 5.3).

2.1 In der vorliegenden Beschwerdesache ist unbestritten, dass der Beschwer-
deführer am 24. November 2019 um ca. 15.40 Uhr bei einem Auffahrunfall mit 
dem vorderen Fahrzeug kollidierte und dabei unter dem Einfluss von Cannabis-
Konsum stand. Diesbezüglich wurde er mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 
Zürich-Limmat vom 18. Februar 2020 des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im 
Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 
VRV und der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 
Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 und Art. 12 Abs. 1 VRV sowie der Übertretung 
des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 
BetmG schuldig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 1'000.-- bestraft (vgl. Vi- 
act. 9). Dass der Beschwerdeführer gegen diesen Strafbefehl Einsprache erho-
ben hat, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer vor Gericht auch 
nicht geltend gemacht.

2.2 Der Beschwerdeführer wendet hingegen vor Verwaltungsgericht u.a. ein, 
dass anhand des toxikologischen Gutachtens zwar eine Überschreitung des 

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Cannabis Grenzwertes von 1.5 µg/L THC mit 2.5 µg/L THC (Bandbreite gemäss 
Gutachten 1.7 bis 3.3 µg/L THC, vgl. Vi-act. 2, S. 2 Ziff. 1.3) festgestellt wurde, 
diese jedoch äusserst gering sei und man nach direktem Konsum oder bei re-
gelmässigem Konsum viel höhere Werte gehabt hätte. Die Praxis einiger Kanto-
ne zeige, dass erst ab einem viel höheren THC-Carbonsäure Wert (75 µg/L THC-
COOH) eine verkehrsmedizinische Begutachtung angezeigt sei und im vorlie-
genden Fall sei eine solche von lediglich 26 µg/L THC-COOH festgestellt wor-
den, weshalb sich eine verkehrsmedizinische Begutachtung nicht rechtfertigen 
würde. Weiter führt der Beschwerdeführer aus, dass die Grenzwerte bei den 
Betäubungsmitteln Kokain und Amphetamin nicht überschritten worden seien, 
weshalb auch kein nachgewiesener Konsum vorliege und dieser damit auch nicht 
mitberücksichtigt werden dürfe (Beschwerde, S. 4 ff.).

3.1 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist zu beachten, dass es nicht um 
die Stichhaltigkeit eines strafrechtlich relevanten Verhaltens, sondern aussch-
liesslich um die Sicherheit im Strassenverkehr geht. Von daher findet der Grund-
satz der Unschuldsvermutung keine Anwendung. Bei Zweifeln in Bezug auf den 
Sachverhalt ist die Behörde im Kontext mit der Frage der Fahreignung nicht ge-
halten, auf die für den Betroffenen günstigere Variante abzustellen (vgl. Philippe 
Weissenberger, SVG-Kommentar, 2. Aufl., Rz. 19 zu Art. 15d SVG mit weiteren 
Hinweisen, u.a. auf das Urteil des Bundesgerichts 1C_308/2012 vom 3.10.2012 
Erw. 2.4). Sodann ist ein vorsorglicher Führerausweisentzug auch gestützt auf 
Vorkommnisse möglich, die nicht oder noch nicht strafrechtlich sanktioniert wor-
den sind (vgl. Weissenberger, a.a.O., Rz. 19 zu Art. 15d SVG mit Verweis auf 
das Urteil des Bundesgerichts 1C_219/2011 vom 30.9.2011). 

3.2 Beizupflichten ist an sich den Ausführungen in der Beschwerde (S. 5, Ziff. 
10), dass ein regelmässiger aber kontrollierter und mässiger Cannabiskonsum für 
sich allein noch nicht den Schluss auf eine generell fehlende Fahreignung er-
laubt, sondern namentlich die Konsumgewohnheiten des Lenkers, seine Vorge-
schichte, sein bisheriges Verhalten im Strassenverkehr und seine Persönlichkeit 
von massgeblicher Bedeutung sind zur Beurteilung der Fragestellung, ob ernst-
hafte Zweifel an der Fahreignung einer Person bestehen (oder nicht). 

3.3 Allerdings fällt im konkreten Fall entscheidend ins Gewicht, dass hinsicht-
lich der Konsumgewohnheiten des Beschwerdeführers (bezüglich Suchtmittel) 
substantiierte Angaben fehlen und damit es kaum möglich ist zuverlässig abzu-
schätzen, ob er seinen Suchtmittelkonsum und seine Teilnahme als Lenker im 
Strassenverkehr ausreichend auseinanderhalten kann, wie nachfolgend darge-
legt wird.

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3.3.1  Die Kantonspolizei Zürich hielt bei den ersten Abklärungen zum Verkehrs-
unfall hinsichtlich des Beschwerdeführers nach Massgabe eines standardisierten 
Fragebogens (sog. FinZ-Set Version 7.0) u.a. folgende Beobachtungen fest (vgl. 
Vi-act. 1/ Anhang, FinZ-Set Ziff. 5):

Cannabisgeruch ja/ Alkoholgeruch nein
Orientierung normal/ unauffällig
Äussere Erscheinung ungepflegt
Gang normal/unauffällig
Körperliche Auffälligkeiten: Zittern, Unruhe
Stimmung/ Verhalten: stumpf
Reaktion verzögert
Ansprechbarkeit normal/ unauffällig
Augen: Bindehäute gerötet/ unruhig
Pupillen: träge Lichtreaktion

3.3.2  Soweit der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 4. Juni 2020 (S. 3 
Ziff. 4) betont, dass nicht die Einnahme leistungsgefährdender Substanzen an 
sich die Fahrunfähigkeit begründe, sondern es vielmehr auf deren Wirkung zur 
Zeit der Fahrt ankomme, ist zu beachten, dass die Kantonspolizei nach dem Ver-
kehrsunfall die vorstehend aufgeführten Auffälligkeiten registrierte (u.a. verzöger-
te Reaktion, Zittern/Unruhe, Bindehäute der Augen gerötet, Cannabisgeruch 
etc.). In diesem Zusammenhang wäre nun wichtig zu erfahren, wann genau der 
Suchtmittelkonsum vor dem Verkehrsunfall erfolgte (siehe nachfolgend).

3.3.3  Im Rahmen der polizeilichen Befragung zur Einnahme von Betäubungs-
mitteln (vor dem Verkehrsunfall) machte der Beschwerdeführer keine Angaben 
(FinZ-Set Ziff. 7.1). Analog verweigerte er die Antwort auf die Frage nach dem 
allgemeinen Betäubungsmittelkonsum (vgl. FinZ-Set Ziff. 15, Abschnitt 5). Auf die 
Frage "Weshalb konsumierten Sie, obwohl Sie mit dem Fahrzeug unterwegs wa-
ren", antwortete der Beschwerdeführer: "Ich konsumiere jeweils abends. Niemals 
vor der Fahrt" (vgl. FinZ-Set Ziff. 15, Abschnitt 7). Im Übrigen sagte der Be-
schwerdeführer offenbar gemäss Bericht der Kantonspolizei vom 29. November 
2019 vor der Rechtsmittelbelehrung durch den betreffenden Polizeibeamten 
sinngemäss aus, "regelmässig Marihuana zu konsumieren" (vgl. Vi-act. 1, S. 4 
unten, unter Ermittlungen/ Ergänzungen). 

Bei dieser Sachlage lehnte es der Beschwerdeführer ab, seine Suchtmittelkon-
sumgewohnheiten konkreter zu erläutern. Auch in seiner Beschwerde sowie in 
seiner Eingabe vom 5. Juni 2020 ans Gericht hat er es unterlassen, seine Kon-
sumgewohnheiten hinsichtlich Suchtmittel detailliert darzulegen. Damit fehlt ein 
wesentliches Element zur Beurteilung des Suchtmittelkonsums des Beschwerde-
führers und den Auswirkungen auf seine Teilnahme als Lenker am Strassenver-
kehr.

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3.3.4  Hinzu kommt, dass im pharmakologisch-toxikologischen Gutachten des 
IRM Zürich vom 10. Dezember 2019 nebst dem Nachweis von THC der immuno-
chemische Vortest im Urin zusätzlich ein positives Ergebnis für Cocain und Am-
phetamine ergab (vgl. Vi-act. 2, Ziff.1.1). Auch die forensisch-toxikologische Ana-
lyse des peripheren Blutes (Blutprobe vom 24.11.2019 um 17.33 Uhr, der Ver-
kehrsunfall ereignete sich am 24.11.2019 um 15.40 Uhr) ergab die Einnahme/ 
Applikation von Amphetamin sowie zumindest den Kontakt mit Cocain, wenn 
auch mit einem Wert unterhalb des in Art. 2 Abs. 2 VRV VSKV-ASTRA festgeleg-
ten Nachweisgrenzwertes. In diesem Zusammenhang wäre von massgeblicher 
Bedeutung, inwiefern beim Beschwerdeführer ein (gelegentlicher oder regelmäs-
siger) Mischkonsum von verschiedenen Substanzen vorliegt, wozu Auskünfte 
des Beschwerdeführers unerlässlich sind. Nachdem der Beschwerdeführer dazu 
bislang Auskünfte verweigert hat, spricht dies für das vorinstanzliche Ergebnis, 
wonach ernsthafte Zweifel an der generellen Fahreignung durch einen verkehrs-
medizinischen Untersuch auszuräumen sind, welcher insbesondere auch detail-
lierte Angaben zu den Konsumgewohnheiten hinsichtlich Suchtmittel beinhaltet.

3.3.5  Dies gilt erst recht, als der Beschwerdeführer unter Einfluss von den er-
wähnten Suchtmitteln ein Fahrzeug gelenkt und dabei am 24. November 2019 
nicht in der Lage war, auf der Autobahn rechtzeitig zu bremsen und eine Auffahr-
kollision zu vermeiden. Bereits erwähnt wurde, dass die Kantonspolizei nach 
dem Verkehrsunfall diverse Auffälligkeiten (betreffend Cannabisgeruch, verzö-
gerte Reaktion etc., siehe oben) beobachtete.

4. Im Lichte all dieser Aspekte ist es zusammenfassend nicht zu beanstan-
den, dass die Vorinstanz im konkreten Fall hinreichende Zweifel an der Fahreig-
nung angenommen hat, welche einen vorsorglichen Sicherungsentzug rechtferti-
gen. 

An diesem Ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers 
nichts zu ändern. Nicht zu hören ist namentlich auch die Argumentation in der 
Eingabe vom 5. Juni 2020 (S. 3 unten), wonach bei Amphetaminen die Wirkung 
in der Regel 4 bis 8 Stunden andauert sowie die Fahrfähigkeit beeinträchtigende 
Nebenwirkungen bis zu 12 Stunden andauern können sowie die Halbwertszeit im 
Blut durchschnittlich etwa 10 Stunden betrage. In diesem Zusammenhang bleibt 
der Beschwerdeführer die Antwort auf die Fragestellung schuldig, wie oft er wel-
che Amphetamine in welcher Dosierung konsumiere sowie wie es sich damals 
vor dem Verkehrsunfall vom 24. November 2019 verhalten habe. Wie schliesslich 
hier zu entscheiden wäre, wenn der Beschwerdeführer umfassend kooperiert und 
seine Suchtmittelkonsumgewohnheiten glaubhaft (umfassend) offengelegt hätte, 
kann hier offen bleiben. 

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Unbehilflich ist schliesslich auch der Verweis auf die fehlende Einigkeit der Wis-
senschaft bezüglich der Grenzwerte für gelegentlichen und regelmässigen Kon-
sum von Cannabis, denn die vom Gesetzgeber festgelegten Grenzwerte (Art. 34 
VSKV-ASTRA) sind von den rechtsanwendenden Behörden grundsätzlich zu be-
achten.

Im Übrigen ist für die in der angefochtenen Verfügung in der Dispositiv-Ziffer 2 
enthaltene Anordnung, wonach die Wiedererteilung des Führerausweises vom 
Ergebnis einer verkehrsmedizinischen Untersuchung abhängig gemacht werde, 
kein Nachweis erforderlich, dass der Beschwerdeführer tatsächlich nicht in der 
Lage sei, Drogenkonsum und Strassenverkehr ausreichend auseinanderzuhal-
ten, zumal die streitige Anordnung der verkehrsmedizinischen Untersuchung 
nachgerade auch der Klärung dieser Frage dient (vgl. zit. Urteil 1C_285/2018 
vom 12.1.2018 Erw. 5.5 in fine), womit auch ein Fahrzeuglenker mit zuvor unge-
trübtem automobilistischen Leumund zu einer verkehrsmedizinischen Begutach-
tung angehalten werden kann.

4. Aus all diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Die-
sem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten dem Beschwerdefüh-
rer auferlegt. Vom Inkasso wird derzeit abgesehen, nachdem die Voraussetzun-
gen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gerade noch (hinsichtlich 
der Bedürftigkeit) als erfüllt betrachtet werden. 

Analog ist dem Beschwerdeführer ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestel-
len. Das Honorar wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechts-
anwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) festgelegt, der für das Honorar im Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht in § 14 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht. Zudem sind die in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien (Wich-
tigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und Art der Arbeitsleistung, not-
wendiger Zeitaufwand) zu beachten. Eine allfällige Kostennote ist zu spezifizie-
ren, andernfalls wird die Vergütung nach freiem Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 
GebTRA). Das Verwaltungsgericht befolgt bei der Entschädigungsbemessung 
eine zurückhaltende Praxis. Dies entspricht § 74 Abs. 1 VRP, welcher nur von 
einer angemessenen Entschädigung spricht (vgl. dazu Art. 105f. ZPO). Des Wei-
teren ist zu beachten, dass der aktuell vom Verwaltungsgericht akzeptierte ma-
ximale Stundenansatz Fr. 220.-- inkl. MwSt beträgt (VGE IV 2020 10 vom 3. Juni 
2020 Erw. 6 mit Hinweis). Der Rechtsvertreter hat eine Honorarnote eingereicht. 
Der darin ausgewiesene Zeitaufwand von 11.67 Stunden gibt keinen Anlass zur 
Beanstandung, womit eine Entschädigung von 2'567.-- resultiert. Zusammen mit 
Auslagen/Spesen von Fr. 128.-- ist das Honorar auf Fr. 2'695.-- festzusetzen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 900.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Vom 
Inkasso wird einstweilen unter Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge abgesehen.

3. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ge-
währt und RA lic.iur. B.________ als unentgeltlicher Rechtsbeistand be-
stellt. Ihm wird aus der Gerichtskasse ein Honorar von Fr. 2'695.-- (inkl. 
MwSt und Auslagen/Spesen) zugesprochen.

4. Der Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten von Fr. 900.-- sowie das 
Honorar für den Rechtsvertreter von Fr. 2'695.-- (gesamthaft Fr. 3'595.--) 
dem Gericht zurückzuerstatten, wenn er dazu innert 10 Jahren nach Eintritt 
der Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

6. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (inkl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 5.6.2020)
- und das Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 19. Juni 2020