# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b498264-19ce-58d9-a993-5886b32fd3a5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2025 F-2566/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2566-2025_2025-04-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2566/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richterin Aileen Truttmann,  

Richter Yannick Antoniazza-Hafner,    

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch Irina Gächter Huber,  

Rechtsschutz für Asylsuchende,  

Bundesasylzentrum Region Zürich,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren) und Datenänderung im Zentralen Migrati-

onssystem (ZEMIS);  

Verfügung des SEM vom 4. April 2025 / N (…). 

 

 

 

F-2566/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer – ein afghanischer Staatsangehöriger – suchte am 

21. Februar 2025 in der Schweiz um Asyl nach. Er gab dabei an, im Jahr 

2009 geboren zu sein. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-

Datenbank (Eurodac) ergab, dass er bereits am 21. Oktober 2024 in Slo-

wenien sowie am 28. Oktober 2024 in Deutschland Asylanträge gestellt 

hatte (Akten der Vorinstanz [SEM act.] 1 und 6).  

B.   

Am 26. Februar 2025 ersuchte die Vorinstanz die deutschen und die slo-

wenischen Behörden gestützt auf Art. 34 der Verordnung (EU) 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen 

oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-

nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), um Informationen 

zu den vom Beschwerdeführer dort gestellten Asylgesuchen (SEM act. 10, 

12).  

C.  

Am 28. Februar 2025 informierten die deutschen Behörden die Vorinstanz, 

dass der Beschwerdeführer bei ihnen unter dem Namen X._______, gebo-

ren am 1. Januar 2004, bekannt sei und im Rahmen eines Dublin-Verfah-

rens am 17. Februar 2025 nach Slowenien überstellt worden sei (SEM act. 

15). 

D.  

Am 14. März 2025 führte die Vorinstanz die Erstbefragung für unbegleitete 

minderjährige Asylsuchende (EB UMA) durch. Im Beisein seiner Rechts-

vertretung befragte sie den Beschwerdeführer vertieft zu seiner Person und 

gewährte ihm das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Sloweniens für die 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens, zum Nichteintreten-

sentscheid, zur Wegweisung dorthin, zu den Zweifeln an seiner Minderjäh-

rigkeit sowie zu seinem Gesundheitszustand. In Bezug auf sein Alter gab 

er im Wesentlichen an, dass er 16 Jahre alt sei; sein Alter kenne er von 

seiner Tazkera, die aber im Iran von der Polizei zerrissen worden sei. Vor 

einem Monat habe er nochmals seine Eltern danach gefragt; diese hätten 

sein Alter bestätigt (SEM act. 18).  

F-2566/2025 

Seite 3 

E.  

Die Vorinstanz erfasste den Beschwerdeführer gleichentags im ZEMIS mit 

Geburtsdatum 1. Januar 2007 und versah diesen Eintrag mit einem Be-

streitungsvermerk (SEM act. 16). 

F.  

Mit E-Mail vom 18. März 2025 informierte das SEM den Beschwerdeführer 

über die Anpassung des Geburtsdatums und den Bestreitungsvermerk 

(SEM act. 20). Mit Schreiben vom 21. März 2025 nahm er dazu Stellung 

und ersuchte um Anpassung seines Alters auf den 1. Januar 2009 und den 

Erlass einer anfechtbaren Verfügung. Ferner beantragte er die Vornahme 

sorgfältiger Sachverhaltsabklärungen bezüglich seines Alters; es seien 

entsprechende Informationen betreffend die Verfahren in Deutschland und 

Slowenien einzufordern. Weiter sei ein Altersgutachten durchzuführen, 

sollte weder in Deutschland noch in Slowenien ein solches durchgeführt 

worden sein (SEM act. 21).   

G.  

Am 25. März 2025 ersuchte die Vorinstanz die slowenischen Behörden um 

Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO (SEM act. 22). Diese stimmten der Wiederaufnahme gestützt 

auf die gleiche Bestimmung am 1. April 2025 zu (SEM act. 26).  

H.  

Die slowenischen Behörden teilten dem SEM am 26. März 2025 überdies 

mit, dass der Beschwerdeführer dort unter dem Namen Z._______, geb.  

1. Januar 2006, bekannt sei und am Tag der Überstellung von Deutschland 

nach Slowenien untergetaucht sei (SEM act. 23).  

I.  

Mit Verfügung vom 4. April 2025 (gleichentags eröffnet) trat die Vorinstanz 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete seine Wegweisung aus 

der Schweiz nach Slowenien an und forderte ihn auf, die Schweiz spätes-

tens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig 

wies die Vorinstanz auf die einer allfälligen Beschwerde von Gesetzes we-

gen fehlende aufschiebende Wirkung hin. Darüber hinaus hielt die Vorin-

stanz fest, dass das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS auf 

den 1. Januar 2007 (mit Bestreitungsvermerk) laute (SEM act. 31). 

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Seite 4 

J.  

Mit Beschwerde vom 11. April 2025 gelangte der Beschwerdeführer an das 

Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und die Sache zur vollständigen Abklärung des Sachverhalts 

und Neubeurteilung – insbesondere zur Durchführung eines Altersgutach-

tens – an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei festzustellen, 

dass das wahrscheinlichste Geburtsdatum des Beschwerdeführers der 

1. Januar 2009 sei; die Vorinstanz sei anzuweisen, das Geburtsdatum im 

ZEMIS entsprechend zu erfassen und auf das Asylgesuch einzutreten. In 

prozessualer Hinsicht beantragte er, die Gewährung der aufschiebenden 

Wirkung unter Anordnung vorsorglicher Massnahmen. Für das weitere Ver-

fahren sei der Beschwerdeführer als Minderjähriger mit dem Geburtsdatum 

1. Januar 2009 zu behandeln. Darüber hinaus sei ihm die unentgeltliche 

Rechtspflege, inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusse, zu gewähren (Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer act.] 1). 

K.  

Am 14. April 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp gestützt auf Art. 56 VwVG an (BVGer act. 2).  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1  Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG). 

1.2 Gemäss Art. 105 AsylG in Verbindung mit Art. 31 VGG ist das Bundes-

verwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des 

Asyls zuständig und entscheidet über diese in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Die vorliegende Beschwerde 

richtet sich sowohl gegen den Nichteintretensentscheid des SEM betref-

fend das Asylgesuch (Dublin-Verfahren) als auch gegen die Änderung der 

ZEMIS-Eintragung. Betreffend letztgenannte Materie entscheidet das Bun-

desverwaltungsgericht nicht endgültig (vgl. Rechtsmittelbelehrung).  

1.3 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten (Art. 108 Abs. 3 AsylG, Art. 50 VwVG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

 

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Seite 5 

2.  

2.1 Mit Beschwerde können die Verletzung von Bundesrecht (einschliess-

lich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige 

und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ge-

rügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).  

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2; je m.w.H.). 

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet gestützt auf Art. 111a Abs. 1 

AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels. 

3.  

3.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen 

Staates prüft die Vorinstanz die Zuständigkeitskriterien gemäss Dublin-III-

VO. Führt diese Prüfung zur Feststellung, dass ein anderer Mitgliedstaat 

für die Prüfung des Asylgesuchs zuständig ist, tritt die Vorinstanz, nachdem 

der betreffende Mitgliedstaat einer Überstellung oder Rücküberstellung zu-

gestimmt hat, auf das Asylgesuch nicht ein (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 6.2). 

3.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird. Im Falle ei-

nes unbegleiteten Minderjährigen ohne familiäre Anknüpfungspunkte (zu 

einem anderen Mitgliedstaat) ist gemäss Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO der 

Staat zuständig, in welchem er seinen Antrag gestellt hat. Diese Bestim-

mung würde eine vorrangige Zuständigkeit der Schweiz begründen (Art. 7 

Abs. 1 Dublin-III-VO), da unbegleitete Minderjährige von Wiederaufnahme-

verfahren ausgenommen sind (vgl. z.B. Urteil des BVGer E-6348/2023 vom 

24. November 2023 E. 4.4 m.w.H.). 

4.   

4.1 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung vom 4. April 

2025 hinsichtlich des Alters des Beschwerdeführers im Wesentlichen aus, 

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Seite 6 

er habe die geltend gemachte Minderjährigkeit weder belegen noch glaub-

haft machen können. Zudem lägen mit der Registrierung in Slowenien und 

Deutschland klare Hinweise auf eine Volljährigkeit vor. Der Entscheid der 

deutschen Behörden sei unangefochten in Rechtskraft erwachsen und er 

sei schliesslich als erwachsene Person im Rahmen eines Dublinverfahrens 

nach Slowenien überstellt worden. Sodann habe er den Entscheid der 

deutschen Behörden und mit diesem auch die Erfassung als erwachsene 

Person anerkannt. Es sei weiter festzuhalten, dass seine Schilderungen 

bezüglich der Registrierung in Slowenien nicht plausibel erschienen. Es sei 

nicht davon auszugehen, dass ihn die dortigen Behörden ohne Nachfrage 

mit einem willkürlich gewählten Alter erfasst hätten. Insbesondere da er 

gemäss eigenen Angaben nach seinem Namen und dem Namen der Eltern 

gefragt worden sei. Es würden somit klar die Indizien überwiegen, die für 

seine Volljährigkeit sprächen. Da das SEM zu einer abschliessenden Ein-

schätzung komme, seien weitere Abklärungen nicht angezeigt. Betreffend 

die Anmerkung der Rechtsvertretung, dass bei den deutschen Behörden 

weitere Abklärungen im Hinblick auf die Antwort im Rahmen des Informati-

onsersuchen vorzunehmen seien, sei anzumerken, dass die deutschen 

Behörden anhand des übermittelten Eurodac-Resultats eine Identifizierung 

des Beschwerdeführers habe vornehmen können. Es würden keine Hin-

weise vorliegen, dass die Auskunft der deutschen Behörden fehlerhaft sein 

könnte. Überdies hätten die slowenischen Behörden mitgeteilt, dass der 

Beschwerdeführer dort unter den Personalien Z._______ geb. 1. Januar 

2006, bekannt sei. Die Aussage des Beschwerdeführers, dass er in 

Deutschland aufgrund der Registrierung in Slowenien nicht mit dem von 

ihm angegebenen Alter erfasst worden sei, erscheine daher nicht plausibel, 

sei er doch dort mit einem deutlich höheren Alter erfasst worden als in Slo-

wenien. Hätten die deutschen Behörden tatsächlich aufgrund der sloweni-

schen Registrierung sein Alter angepasst, so wäre davon auszugehen, 

dass diese entweder das in Slowenien erfasste Geburtsdatum übernom-

men hätten oder, wie es auch das SEM gemacht habe, ein Datum welches 

einem Alter von 18 Jahren zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung entspro-

chen hätte.  

 

4.2 Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde vom 11. April 

2025 im Wesentlichen geltend, zum Zeitpunkt seiner Erstbefragung habe 

er weder eine Tazkera noch eine Kopie davon vorlegen können, da diese 

von der Polizei im Iran zerrissen worden sei. Ein Duplikat habe sein Vater 

nicht beschaffen können, da ihm dafür ausreichende Mittel fehlen würden. 

Alles, was die Familie noch hätte finden können, sei sein afghanisches 

Schulzeugnis gewesen. Das Dokument stelle ein Indiz für seine 

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Seite 7 

Minderjährigkeit dar. Diesem sei zu entnehmen, dass er Ende des Schul-

jahres 1398 (europäischer Kalender: 2019) die 3. Klasse abgeschlossen 

habe. Gemäss seinen etwas vagen Angaben anlässlich der EB UMA habe 

er die Schule in seiner Heimat zwei bis drei Jahre besucht. Er sei mit sieben 

Jahren eingeschult worden und habe die Schule im Alter von neun oder 

zehn beendet. Er sei somit im Jahr 2019 zirka zehn Jahre alt gewesen. 

Dies entspreche seinem beim SEM angegebenen Alter von 16 Jahren. Da 

das Dokument inhaltlich mit seinen Angaben überstimmen würde, sei es 

zumindest ein schwaches Indiz für sein angegebenes Alter beziehungs-

weise für seine Minderjährigkeit.  

Weiter sei auch das Aussageverhalten des Beschwerdeführers unter den 

gegebenen Umständen nachvollziehbar. Gemäss dem Bericht P._______ 

vom 10. April 2025 sei er schwer traumatisiert und befinde sich in einem 

psychisch hoch vulnerablen Zustand, wodurch sein Gedächtnisvermögen 

und seine zeitliche Orientierung stark beeinträchtigt seien. Dies mache die 

vagen Aussagen betreffend Daten und Zeitspannen nachvollziehbar. Er 

verfüge überdies nur über eine rudimentäre Bildung und Jahreszahlen so-

wie Daten würden in seinem soziokulturellen Kontext nur eine untergeord-

nete Rolle spielen.  

Ein Altersgutachten sei überdies weder in Deutschland noch in Slowenien 

angefertigt worden. Auch in den Unterlagen würden sich keinerlei Hinweise 

auf ein solches finden. Um sich auf die Registrierung in Deutschland oder 

Slowenien berufen zu können, wäre das SEM gehalten gewesen, zumin-

dest ausführliche Informationen und Verfahrensakten von den Behörden 

dieser Länder anzufordern und Einsicht in diese gewähren. Die Angaben 

zu seinem Alter seien jedoch weder mit dem vom SEM angepassten Ge-

burtsdatum (1. Januar 2007) noch mit den registrierten Angaben in 

Deutschland und Slowenien vergleichbar. Es sei damit nicht nachvollzieh-

bar, wieso das SEM das Geburtsdatum ohne Durchführung eines Alters-

gutachtens auf den 1. Januar 2007 festlege. Das Argument der Vorinstanz, 

der Beschwerdeführer habe sein in Deutschland erfasstes Geburtsdatum 

akzeptiert und es sei rechtskräftig geworden, da er gegen den Entscheid 

keine Beschwerde erhoben habe, überzeuge nicht. Hätte er in der Schweiz 

keine Rechtsvertretung gehabt und gegen den Entscheid der Vorinstanz 

keine Beschwerde erhoben, hätte er auch das in der Schweiz erfasste Ge-

burtsdatum 1. Januar 2007 rechtskräftig akzeptiert. Der Antwort der deut-

schen Behörden auf das Informationsersuchen sei überdies zu entneh-

men, dass in Deutschland kein Abgleich der Fingerabdrücke durchgeführt 

worden sei. Als die Rechtsvertretung dies anlässlich der EB UMA 

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Seite 8 

angesprochen habe, habe die Befragerin dies nicht erklären können, wo-

raufhin darum ersucht worden sei, dies abzuklären. Die Vorinstanz habe 

diese Anfrage nicht gewürdigt, sondern lediglich angedeutet, dass keine 

Hinweise vorliegen würden, dass die Auskunft der deutschen Behörden 

fehlerhaft sein könnte.  

Damit sich das Gericht eine Vorstellung in Bezug auf das kindliche Ausse-

hen des Beschwerdeführers verschaffen könne, seien der Beschwerde-

schrift Fotoaufnahmen beigelegt. Auch die betreuenden Personen aus dem 

UMA-Team würden die Beobachtungen in Bezug auf das Alter des Be-

schwerdeführers teilen (vgl. Schreiben vom 11.  April 2025). Die behan-

delnde Ärztin der P._______ schätze ihn auf Grund seiner Gesamtentwick-

lung, seines Verhaltens und seines sehr jugendlichen Aussehens als klar 

minderjährig ein.  

Abschliessend verwies der Beschwerdeführer auf Art. 3 des Übereinkom-

mens über die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention, KRK; 

SR 0.107) und Art. 12 VwVG und machte eine Verletzung des Untersu-

chungsgrundsatzes und des Kindeswohls durch den Verzicht auf ein me-

dizinischen Altersgutachtens geltend.  

5.   

Nach dem Gesagten ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die Minderjährigkeit 

des Beschwerdeführers verneinen durfte, ohne zur weiteren Abklärung ein 

medizinisches Altersgutachten erstellen zu lassen 

5.1 Als Ausfluss des grundrechtlich garantierten, im Verwaltungsverfah-

rensgesetz konkretisierten Anspruchs der Verfahrensparteien auf rechtli-

ches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29 ff. VwVG), ist die verfahrensleitende 

Behörde verpflichtet, frist- und formgerecht anerbotene Beweise abzuneh-

men, sofern diese zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen 

(Art. 33 Abs. 1 VwVG). Daraus folgt im Umkehrschluss, dass eine Behörde 

dann ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs auf die Abnahme beantrag-

ter Beweismittel verzichten kann, wenn sie auf Grund der bereits abgenom-

menen Beweise ihre Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vor-

weggenommener (antizipierter) Beweiswürdigung annehmen kann, dass 

ihre Überzeugung durch die beantragten weiteren Beweiserhebungen 

nicht geändert würde (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3 m.H.). 

Gleichsam erschöpft sich die behördliche Pflicht zur Sachverhaltsabklä-

rung von Amtes wegen (Art. 12 VwVG), wenn der rechtserhebliche Sach-

verhalt bewiesen ist und/oder in antizipierter Beweiswürdigung willkürfrei 

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ausgeschlossen werden kann, dass weitere Abklärungen zu einem zusätz-

lichen Erkenntnisgewinn führten (vgl. Urteil des BVGer F-5625/2020 vom 

18. November 2020 m.H.a. BVGE 2015/1 E. 4.2).   

5.2 Im Asylverfahren ist die Minderjährigkeit – der allgemeinen asylrechtli-

chen Beweisregel folgend – von der beschwerdeführenden Person zumin-

dest glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.3). Als glaubhaft ge-

macht ist die Minderjährigkeit dann zu erachten, wenn für deren Vorhan-

densein gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der 

Möglichkeit rechnet, dass die gesuchstellende Person bereits volljährig ist 

(vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.3 m.H.a. BGE 140 III 610 E. 4.1, 130 III 321 

E. 3.3).  

5.3 Liegen – wie im vorliegenden Fall – keine Reise- oder Identitätspapiere 

vor, verlangt die Rechtsprechung bei der Einschätzung des Alters von an-

geblich minderjährigen Asylsuchenden, eine Gesamtwürdigung vorzuneh-

men (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.5). In deren Rahmen sind alle Anhalts-

punkte, die für oder gegen die Richtigkeit der betreffenden Altersangabe 

sprechen, abzuwägen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.3; 2009/54 E. 4.1; Ent-

scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 

[EMARK] 2004 Nr. 30 E. 5.3.3). Namentlich sind dabei die protokollierten 

Aussagen zu den persönlichen Lebensumständen zu berücksichtigen. Von 

Interesse sind insbesondere die Angaben zum Alter, zu Identitätspapieren 

respektive den Gründen für deren Nichteinreichung, zu den familiären Um-

ständen, zum Schulbesuch, zu Berufsbildung/Berufstätigkeit, zu den Aus-

reiseumständen sowie gegebenenfalls länderspezifische Angaben zum 

behaupteten Herkunftsgebiet (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.5 m.w.H.).  

5.4 Im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung kann mit Unterstützung wis-

senschaftlicher Methoden abgeklärt werden, ob die Altersangabe einer 

asylsuchenden Person ihrem tatsächlichen Alter entspricht (Art. 7 Abs. 1 

AsylV 1; vgl. auch Art. 17 Abs. 3bis AsylG). Auch das Resultat eines Alters-

gutachtens stellt bei der Beurteilung der Frage der Glaubhaftigkeit einer 

geltend gemachten Minderjährigkeit ein im Rahmen der Gesamtbetrach-

tung zu berücksichtigendes Element dar (vgl. Urteil des BVGer  

F-3255/2020 vom 2. Juli 2020 E. 7.2; ferner BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.).   

5.5 Schliesslich gilt zu berücksichtigen, dass die Verneinung der vom Be-

schwerdeführer behaupteten Minderjährigkeit einen gravierenden Eingriff 

in dessen Rechtsposition darstellt. Nebst den Sonderbehandlungsansprü-

chen für Minderjährige nach Dublin-III-VO und Asylgesetz – namentlich 

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Seite 10 

nach Art. 8 Abs. 4 Dublin-VO-III, dessen Anwendbarkeit auf die vorliegende 

Streitsache eine vorrangige Zuständigkeit der Schweiz begründen würde – 

verliert er seine durch die KRK geschützte Stellung als Kind. Entsprechend 

akzentuiert sich die behördliche Untersuchungspflicht und gebietet – im 

Grundsatz – einen möglichst umfassenden Einbezug der zur Verfügung 

stehenden Untersuchungsmittel (vgl. zum Ganzen Urteil des BVGer E-

5167/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 5.2; vgl. auch «Comittee on the Rights 

of the Child» [CRC-Ausschuss], A.M. vs. Schweiz Nr. 80/2019 vom 29. Mai 

2024). Gleichsam ist aus gehörsrechtlicher Perspektive ein graduell erhöh-

tes Mass an Zurückhaltung geboten, wenn es darum geht, anerbotene Be-

weismittel für die Minderjährigkeit in antizipierter Beweiswürdigung aus 

dem Recht zu weisen. 

6.   

6.1 Vorliegend ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer sein 

geltend gemachtes Geburtsdatum nicht anhand rechtsgenüglicher Identi-

tätsdokumente zu belegen vermag. Der Vorinstanz ist zudem grundsätzlich 

dahingehend zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer anlässlich der EB 

UMA teilweise widersprüchliche Angaben zu seiner Schulbildung und zum 

Reiseweg machte. Seine dortigen Ausführungen erscheinen selbst unter 

Berücksichtigung seines Gesundheitszustandes, seiner Nervosität anläss-

lich der Befragung sowie seines sozio-kulturellen Kontextes nicht in Gänze 

nachvollziehbar. Auch seine Vorbringen hinsichtlich der Registrierungen in 

Slowenien und Deutschland können nicht als durchwegs glaubhaft qualifi-

ziert werden. Seine Aussage, dass er gegenüber den slowenischen Behör-

den nicht sein richtiges Alter angegeben habe, da er nicht von seiner 

Gruppe habe getrennt werden wollen (vgl. Beschwerde Ziff. 3.2.3), er-

scheint wenig glaubhaft, zumal er noch anlässlich der EB UMA erklärte, er 

habe bei den slowenischen Behörden lediglich seinen Vornamen angege-

ben, den Rest hätten «sie» selber ausgefüllt; in Slowenien habe man ihn 

nie nach seinem Alter oder Geburtsdatum gefragt, es habe dort keinen Dol-

metscher gegeben (SEM act. 18, Pkt. 2.06).  

6.2 Demgegenüber kann nicht unbeachtet bleiben, dass im vorliegenden 

Verfahren eine Kopie des Schulzeugnisses des Beschwerdeführers, ein 

allgemeiner Bericht der P._______ vom 10.  April 2025, ein Schreiben des 

K._______ vom 11. April 2025 bezüglich der Einschätzung des Alters sowie 

drei Fotografien des Beschwerdeführers zu den Akten gereicht wurden. 

Zwar wurden diese Dokumente erst mit Beschwerde und damit nach Erlass 

der vorinstanzlichen Verfügung vom 4.  April 2025 eingereicht, weshalb 

dem SEM nicht vorgeworfen werden kann, sie bei der vorinstanzlichen 

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Seite 11 

Entscheidfindung nicht berücksichtigt zu haben. Sie sind jedoch für die Be-

urteilung der Frage einer allfälligen Voll- oder Minderjährigkeit nicht uner-

heblich. Insbesondere wird der Beschwerdeführer im Bericht der 

P._______ vom 10. April 2025 auf Basis seiner Gesamtentwicklung und 

Verhaltensbeobachtung klar als minderjährig eingeschätzt. Dem Schreiben 

des K._______ vom 11.  April 2025 ist überdies zu entnehmen, dass er bei 

einer sozialpädagogischen Einschätzung optisch einen offensichtlich min-

derjährigen Eindruck mache und in den Gesprächen mit ihm klar Verhal-

tensweisen und Reaktionen beobachtet würden, welche typisch für eine 

jugendliche Entwicklungsphase seien.   

6.3 Wie an obiger Stelle dargelegt, sind zwar gewisse Ungereimtheiten und 

Widersprüche in den Aussagen des Beschwerdeführers auszumachen, 

diese reichen hingegen in Anbetracht der Umstände des vorliegenden Ein-

zelfalls und unter Berücksichtigung der mit Beschwerde eingereichten Be-

weismittel für sich allein nicht aus, um mit der nötigen Zuverlässigkeit von 

einem bestimmten Alter des Beschwerdeführers ausgehen zu dürfen. Bei 

objektiver Betrachtung spricht daher die Indizienlage im Rahmen der vor-

zunehmenden Gesamtbetrachtung nicht derart klar gegen die vom Be-

schwerdeführer behauptete Minderjährigkeit, so dass diese bereits auf-

grund der Akten als unglaubhaft zu qualifizieren wäre und das beantragte 

medizinische Altersgutachten ungeachtet seines Ergebnisses von vornhe-

rein nichts mehr an dieser Beurteilung zu ändern vermöchte. Kommt hinzu, 

dass nach Ansicht des Gerichts die Indizienlage, verglichen mit ähnlich ge-

lagerten Fällen, in welchen die Vorinstanz jeweils von sich aus ein Alters-

gutachten veranlasst hat, nicht dergestalt anders präsentiert, um vorlie-

gend ein Abweichen von besagter Verwaltungspraxis zu rechtfertigen (vgl. 

Urteil des BVGer F-1590/2025 vom 7. April 2025 E. 4.5.1 in fine).  

6.4 Nach dem Gesagten hätte die Vorinstanz ein medizinisches Altersgut-

achten erstellen müssen. Sie hat die ihr obliegende Pflicht zur vollständi-

gen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts verletzt, indem sie in 

antizipierter Beweiswürdigung von der Einholung des beantragten Gutach-

tens absah.  

7.  

7.1 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsge-

richt in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen 

Weisungen an die Vorinstanz zurück. Eine Kassation und Rückweisung an 

die Vorinstanz ist insbesondere dann angezeigt, wenn weitere Tatsachen 

festgestellt werden müssen und ein umfassendes Beweisverfahren 

F-2566/2025 

Seite 12 

durchzuführen ist (vgl. BVGE 2012/21 E. 5 m.w.H.). In casu ist dies der 

Fall, weshalb sich eine Kassation der angefochtenen Verfügung rechtfer-

tigt.  

7.2 Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, die angefochtene Verfü-

gung aufzuheben und die Sache zur vollständigen Erhebung des rechtser-

heblichen Sachverhalts im Sinne der Erwägungen und zu neuer Entscheid-

findung unter Berücksichtigung sämtlicher Beweismittel an die  

Vorinstanz zurückzuweisen.  

7.3 Im Sinne einer Klarstellung ist weiter festzuhalten, dass der Beschwer-

deführer im weiteren Verlauf des Verfahrens bis zum erneuten Entscheid 

der Vorinstanz als Minderjähriger zu behandeln ist.  

8.  

Mit dem vorliegenden Urteil sind das Gesuch um Erteilung der aufschie-

benden Wirkung sowie der Antrag, es sei im Sinne vorsorglicher Massnah-

men der Beschwerdeführer für das weitere Verfahren wieder als Minder-

jährigen mit dem Geburtsdatum 1. Januar 2009 zu behandeln, gegen-

standslos geworden.  

9.    

Der am 14. April 2025 verfügte Vollzugsstopp fällt mit dem vorliegenden  

Urteil dahin. 

 

10.   

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Das Gesuch des Beschwerdeführers um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung wird damit gegenstandslos. 

10.2 Dem Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung auszurichten, 

da es sich vorliegend um eine zugewiesene unentgeltliche Rechtsvertre-

tung im Sinne von Art. 102h AsylG handelt, deren Leistungen vom Bund 

nach Massgabe von Art. 102k AsylG entschädigt werden (vgl. auch 

Art. 111ater AsylG).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

F-2566/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom  

4. April 2025 wird aufgehoben und die Sache zur vollständigen Sachver-

haltsfeststellung und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewie-

sen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteient-

schädigung zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz, das General-

sekretariat des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) 

sowie die kantonale Migrationsbehörde. 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Susanne Stockmeyer 

 

Versand:  

 

 

 

 

F-2566/2025 

Seite 14 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann – soweit er die Datenänderung im ZEMIS 

beschlägt – innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn 

die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amts-

sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par-

tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).