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**Case Identifier:** 8644d5a5-1559-5b0e-81bc-260560345b88
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-03-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.03.2014 A-4949/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4949-2013_2014-03-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-4949/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  M ä r z  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 

Richterin Salome Zimmermann, 

Richter Pascal Mollard, 

Gerichtsschreiber Marc Winiger. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, 

Hauptabteilung Mehrwertsteuer, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
MWST; Steuersatzdifferenzen 2010. 

 

 

A-4949/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (Steuerpflichtiger) verkauft im Rahmen seines Einzelunter-

nehmens Honig, Imkereiprodukte und Blumen. Vom 1. Januar 2001 bis 

zum 31. Dezember 2010 war er im Register der Mehrwertsteuerpflichti-

gen bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) eingetragen und 

rechnete die Mehrwertsteuer nach der Saldosteuersatzmethode ab. 

B.  

Anlässlich einer (jedenfalls) am 9. November 2010 beim Steuerpflichtigen 

durchgeführten Kontrolle über die Steuerperiode 2010 (Zeitraum vom 

1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010) stellte die ESTV fest, dass 

der Steuerpflichtige Leistungen teilweise zu einem Steuersatz von 7,6 % 

anstatt zum reduzierten Satz von 2,4 % fakturiert hat. Mit "Einschät-

zungsmitteilung Nr. […] / Verfügung" vom 14. März 2012 (EM) nahm die 

ESTV eine entsprechende Steuerkorrektur vor, setzte die für die fragliche 

Periode geschuldete Steuer auf insgesamt Fr. 4'136.-- fest und machte 

davon die Differenz zu der vom Steuerpflichtigen bereits deklarierten 

Steuer, ausmachend Fr. 2'549.--, nebst Verzugszins geltend. 

C.  

Dagegen erhob der Steuerpflichtige mit Eingabe vom 30. April 2012 "Ein-

sprache" bei der ESTV und beantragte sinngemäss die Aufhebung der 

EM. 

D.  

Mit Schreiben vom 5. Mai 2012 sowie vom 26. Juni 2012 forderte die 

ESTV den Steuerpflichtigen auf, sämtliche Debitorenfakturen (u.a.) des 

Jahres 2010 einzureichen. In der Folge reichte der Steuerpflichtige ent-

sprechende Rechnungen ein. 

E.  

Mit als "Einspracheentscheid" bezeichneter Verfügung vom 2. Juli 2013 

hiess die ESTV (Vorinstanz) die "Einsprache" teilweise gut. Sie erkannte, 

der Steuerpflichtige schulde für die Steuerperiode 2010 – "nebst seiner 

Selbstveranlagung" – noch Fr. 713.-- Mehrwertsteuer zuzüglich Verzugs-

zins von 4,5 % vom 1. Dezember 2010 bis zum 31. Dezember 2011 bzw. 

4 % seit 1. Januar 2012. 

Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen das Folgende aus: 

Stelle – wie im vorliegenden Fall – eine mit Saldosteuersatz abrechnende 

A-4949/2013 

Seite 3 

steuerpflichtige Person eine Leistung mit einem zu hohen Steuersatz in 

Rechnung, sei nach Art. 27 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 12. Juni 

2009 über die Mehrwertsteuer (MWSTG, SR 641.20) sowie Art. 96 der 

dazugehörigen Verordnung vom 27. November 2009 (MWSTV, 

SR 641.201) – zusätzlich zu der mit dem Saldosteuersatz berechneten 

Mehrwertsteuer – die Differenz zwischen dem ausgewiesenen Steuersatz 

und dem gesetzlich geschuldeten Steuersatz (nach) zu versteuern. Eine 

solche Nachbelastung sei vorliegend insoweit erfolgt, als in den einge-

reichten Rechnungen die Steuer effektiv zu hoch ausgewiesen worden 

sei. 

F.  

Dagegen gelangte der Steuerpflichtige (Beschwerdeführer) mit Be-

schwerde vom 3. September 2013 an das Bundesverwaltungsgericht. Er 

beantragt, der angefochtene "Einspracheentscheid" sei aufzuheben oder 

zu seinen Gunsten zu korrigieren. Ausserdem seien die Verzugszinsen zu 

reduzieren und die Steuernachforderung "zu stornieren", insoweit diese 

länger zurückliege als fünf Jahre. 

G.  

In ihrer Vernehmlassung vom 28. Oktober 2013 beantragt die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf einzutreten sei. 

Auf die Begründungen in den Eingaben der Parteien wird – soweit sie 

entscheidwesentlich sind – in den nachfolgenden Erwägungen näher ein-

gegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt dieses Gericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021). Vorliegend stellt jedenfalls der angefochtene "Einsprache-

entscheid" vom 2. Juli 2013 eine solche Verfügung dar (vgl. dazu ausführ-

lich die neuere Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu sei-

ner funktionalen Zuständigkeit zur Behandlung von Beschwerden gegen 

"Einspracheentscheide" der ESTV, die im Zuge von "Einsprachen" gegen 

Einschätzungsmitteilungen ergangen sind: Urteile des Bundesverwal-

A-4949/2013 

Seite 4 

tungsgerichts A-720/2013 vom 30. Januar 2014 E. 1.2.3, A-3779/2013 

vom 9. Januar 2014 E. 1.2.2 und 1.2.3, je mit zahlreichen Hinweisen, so-

wie [erstmals] A-707/2013 vom 25. Juli 2013 insb. E. 1.2.3 und 4.2 f.). Ei-

ne Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Die Vorinstanz ist zudem 

eine Behörde im Sinn von Art. 33 VGG. Das Bundesverwaltungsgericht 

ist demnach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

Das Verfahren vor diesem Gericht richtet sich nach dem VwVG, soweit 

das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Der Beschwerdeführer 

ist zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde berechtigt (Art. 48 Abs. 1 

VwVG), hat diese frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG) und den einverlangten Kostenvorschuss rechtzeitig 

geleistet (vgl. Art. 21 Abs. 3 VwVG). 

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 

1.2.1 Das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege werden 

grundsätzlich von der Untersuchungsmaxime beherrscht. Danach muss 

die entscheidende Behörde den rechtserheblichen Sachverhalt von Am-

tes wegen feststellen und die für das Verfahren notwendigen Sachver-

haltsunterlagen von sich aus beschaffen (Art. 12 VwVG; für den Bereich 

der Mehrwertsteuer ausdrücklich: Art. 81 Abs. 2 MWSTG). 

1.2.2 Gemäss dem Untersuchungsgrundsatz trägt die Behörde die Be-

weisführungslast (sog. subjektive oder formelle Beweislast). Wie sich all-

fällige Zweifel nach abgeschlossener Sachverhaltsermittlung auf den Ent-

scheid der Behörde auswirken, wird hingegen nicht geregelt. Für die (ma-

terielle) Beweislast ist – mangels spezialgesetzlicher Regelung – Art. 8 

des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, 

SR 210) in analoger Anwendung massgebend. Gemäss dem darin veran-

kerten Rechtsprinzip ist im Fall der Beweislosigkeit zu Ungunsten derje-

nigen Partei zu entscheiden, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte (vgl. statt vieler: BVGE 2009/60 

E. 2.1.3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3031/2013 vom 

6. Februar 2014 E. 1.5 mit Hinweisen). 

Im Steuerrecht gilt grundsätzlich, dass die Steuerbehörde die Beweislast 

für die steuerbegründenden und -erhöhenden Tatsachen trägt, während 

die steuerpflichtige Person für die steueraufhebenden und -mindernden 

Tatsachen beweisbelastet ist (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

2C_232/2012 vom 23. Juli 2012 E. 3.5, veröffentlicht in: Archiv für 

A-4949/2013 

Seite 5 

Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 81 S. 422; Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts A-4206/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2.1 mit Hinweisen; 

ERNST BLUMENSTEIN/PETER LOCHER, System des schweizerischen Steu-

errechts, 6. Aufl., Zürich 2002, S. 454). 

1.3 

1.3.1 Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung bildet sich das 

Bundesverwaltungsgericht unvoreingenommen, gewissenhaft und sorg-

fältig seine Meinung darüber, ob der zu erstellende Sachverhalt als wahr 

zu gelten hat. Es ist dabei nicht an bestimmte förmliche Beweisregeln ge-

bunden, die genau vorschreiben, wie ein gültiger Beweis zu Stande 

kommt und welchen Beweiswert die einzelnen Beweismittel im Verhältnis 

zueinander haben (BGE 130 II 482 E. 3.2; vgl. Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts A-6660/2011 vom 29. Mai 2012 E. 4.2.1; ANDRÉ MO-

SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, N 3.140). Das Prinzip der 

freien Beweiswürdigung findet grundsätzlich im gesamten öffentlichen 

Verfahrensrecht Anwendung, so auch im Mehrwertsteuerverfahren (vgl. 

Art. 81 Abs. 3 MWSTG). Ausdrücklich unzulässig ist, Nachweise aus-

schliesslich vom Vorliegen bestimmter Beweismittel abhängig zu machen 

(Art. 81 Abs. 3 Satz 2 MWSTG). 

1.3.2 Beim Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als er-

wiesen zu gelten hat oder nicht, ist die Frage des Beweismasses (bzw. 

Beweisgrades) zu berücksichtigen. Als Regelbeweismass gilt der volle 

(strikte) Beweis. Dieser ist erbracht, wenn das Gericht am Vorliegen der 

behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls 

verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.2; vgl. 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-992/2012 vom 6. August 2012 

E. 1.4.3 mit Hinweisen). Verlangt wird ein so hoher Grad der Wahrschein-

lichkeit, dass vernünftigerweise mit der Möglichkeit des Gegenteils nicht 

mehr zu rechnen ist (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfah-

ren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, 

N 289; zum Ganzen auch: DANIEL SCHÄR, Das Beweismass im Steuer-

recht, in: Steuer Revue [STR] 1996 S. 5 ff. mit Hinweisen). Nicht ausrei-

chend ist dagegen, wenn bloss eine überwiegende Wahrscheinlichkeit 

besteht, dass sich die behauptete Tatsache verwirklicht hat (BGE 138 V 

221 E. 6, BGE 128 III 275 E. 2b/aa; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., 

N 3.141). 

A-4949/2013 

Seite 6 

1.4 Die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht zeitigt bei Gut-

heissung grundsätzlich reformatorische Wirkung. Mit anderen Worten 

entscheidet das Gericht diesfalls in der Regel selbst (Art. 61 Abs. 1 

VwVG; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N 3.191). Das Gericht kann 

sich aber auch auf die Kassation der angefochtenen Verfügung be-

schränken und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurück-

weisen (statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6365/2012 

vom 24. September 2013 E. 1.3; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., 

N 3.195). Der Beschwerdeinstanz wird dabei die Befugnis eingeräumt 

bzw. die Pflicht auferlegt, verbindliche Weisungen an die Vorinstanz zu er-

teilen. Die Weisungen sind ins Dispositiv – direkt oder mittels Verweis auf 

die Erwägungen ("im Sinne der Erwägungen") – aufzunehmen, ansons-

ten sie nicht verbindlich sind (vgl. BGE 120 V 233 E. 1a). 

2.  

2.1 Der Mehrwertsteuer unterliegen grundsätzlich die im Inland von steu-

erpflichtigen Personen gegen Entgelt erbrachten Leistungen (Inlandsteu-

er; Art. 18 Abs. 1 MWSTG). Als Leistung gilt die Einräumung eines 

verbrauchsfähigen wirtschaftlichen Wertes an eine Drittperson in Erwar-

tung eines Entgelts (Art. 3 Bst. c MWSTG). Die Leistung umfasst als 

Oberbegriff sowohl Lieferungen (vgl. Art. 3 Bst. d MWSTG) als auch 

Dienstleistungen (vgl. Art. 3 Bst. e MWSTG; vgl. Botschaft vom 25. Juni 

2008 zur Vereinfachung der Mehrwertsteuer, Bundesblatt [BBl] 2008 

6885, 6939). Wer mehrwertsteuerpflichtig ist, ergibt sich aus Art. 10 ff. 

MWSTG. 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. a MWSTG kann die steuerpflichtige Per-

son die ihr in Rechnung gestellte Inlandsteuer im Rahmen ihrer unter-

nehmerischen Tätigkeit abziehen (sog. Vorsteuerabzug). 

2.3 Die Mehrwertsteuer beträgt im vorliegend massgeblichen Zeitraum 

vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 nach aArt. 25 Abs. 1 

MWSTG (in der hier massgeblichen Fassung; AS 2009 5203) 7,6 % (sog. 

Normalsatz). Der reduzierte Satz von 2,4 % findet u.a. Anwendung auf 

Lieferungen von Nahrungsmitteln und Zusatzstoffen nach dem Lebens-

mittelgesetz vom 9. Oktober 1992 (LMG, SR 817.0; aArt. 25 Abs. 2 Bst. a 

Ziff. 2 MWSTG) sowie von Sämereien, Setzknollen und -zwiebeln, leben-

den Pflanzen, Stecklingen, Pfropfreisern sowie Schnittblumen und Zwei-

gen, auch zu Arrangements, Sträussen, Kränzen und dergleichen ver-

edelt (aArt. 25 Abs. 2 Bst. a Ziff. 5 MWSTG). 

A-4949/2013 

Seite 7 

2.4 Wer im hier massgeblichen Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis zum 

31. Dezember 2010 als steuerpflichtige Person jährlich nicht mehr als 

Fr. 5 Mio.  steuerbaren Umsatz tätigte und im gleichen Zeitraum nicht 

mehr als Fr. 100'000.-- Mehrwertsteuer – berechnet nach dem massge-

benden Saldosteuersatz – zu bezahlen hatte, konnte gemäss aArt. 37 

Abs. 1 MWSTG nach der Saldosteuersatzmethode abrechnen. Bei An-

wendung der Saldosteuersatzmethode ist die Steuerforderung durch Mul-

tiplikation des Totals aller in einer Abrechnungsperiode erzielten steuerba-

ren Entgelte, einschliesslich Steuer, mit dem von der ESTV bewilligten 

Saldosteuersatz zu ermitteln (Art. 37 Abs. 2 MWSTG). Der Saldosteuer-

satz berücksichtigt die branchenübliche Vorsteuerquote (Art. 37 Abs. 3 

1. Satz MWSTG; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-3683/2013 vom 6. März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen). 

2.5  

2.5.1 Der Leistungserbringer oder die Leistungserbringerin hat dem Leis-

tungsempfänger oder der Leistungsempfängerin auf Verlangen eine 

Rechnung auszustellen (Art. 26 Abs. 1 MWSTG). Die Rechnung muss 

den Leistungserbringer oder die Leistungserbringerin, den Leistungsemp-

fänger oder die Leistungsempfängerin und die Art der Leistung eindeutig 

identifizieren und in der Regel (u.a.) den Namen und den Ort des Leis-

tungsempfängers oder der Leistungsempfängerin, wie er oder sie im Ge-

schäftsverkehr auftritt, enthalten (Art. 26 Abs. 2 Bst. b; vgl. REGINE 

SCHLUCKEBIER, in: Felix Geiger/Regine Schluckebier [Hrsg.], MWSTG 

Kommentar, Zürich 2012, N 16 zu Art. 26 MWSTG). 

2.5.2 Der Rechnung kommt im Mehrwertsteuerrecht eine über den reinen 

Buchungsbeleg hinausgehende Bedeutung zu. Sie stellt ein wichtiges In-

diz dafür dar, dass der Aussteller auch Leistungserbringer ist und die 

mehrwertsteuerlich relevante Handlung tatsächlich stattgefunden hat. 

Beim Leistungsempfänger bildet der Rechnungsbeleg regelmässig die 

Basis – gemäss in der Literatur vertretener Auffassung nicht jedoch die 

Voraussetzung (vgl. Art. 28 Abs. 4 MWSTG; IVO P. BAUMGARTNER/DIEGO 

CLAVADETSCHER/MARTIN KOCHER, Vom alten zum neuen Mehrwertsteuer-

gesetz, Langenthal 2010, § 7 N 3 ff.; SCHLUCKEBIER, a.a.O., N 1 zu 

Art. 26 MWSTG) – für den Vorsteuerabzug und damit für die Rückforde-

rung der auf der bezogenen Leistung lastenden Mehrwertsteuer (vgl. zum 

bisherigen Recht statt vieler: BGE 131 II 185 E. 5; Urteil des Bundesge-

richts 2C_561/2009 vom 25. März 2011 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-720/2013 vom 30. Januar 2014 E. 2.5 mit 

Hinweisen). 

A-4949/2013 

Seite 8 

2.6  

2.6.1 Wer in einer Rechnung eine Steuer ausweist, obwohl er zu deren 

Ausweis nicht berechtigt ist, oder wer für eine Leistung eine zu hohe 

Steuer ausweist, schuldet die ausgewiesene Steuer, es sei denn, es er-

folgt eine Korrektur der Rechnung (Art. 27 Abs. 2 Bst. a MWSTG), oder – 

was gegenüber dem bisherigen Recht und der diesbezüglichen Praxis ei-

ne Neuerung darstellt – er oder sie weist nach, dass dem Bund kein 

Steuerausfall entstanden ist; kein Steuerausfall entsteht namentlich, 

wenn der Rechnungsempfänger oder die Rechnungsempfängerin keinen 

Vorsteuerabzug vorgenommen hat oder die geltend gemachte Vorsteuer 

dem Bund zurückerstattet worden ist (Art. 27 Abs. 2 Bst. b MWSTG). 

2.6.2 Stellt eine mit Saldosteuersätzen abrechnende steuerpflichtige Per-

son eine Leistung zu einem zu hohen Steuersatz in Rechnung, so muss 

sie zusätzlich zu der mit dem Saldosteuersatz berechneten Mehr-

wertsteuer auch die Differenz zwischen der nach dem ausgewiesenen 

Steuersatz berechneten Steuer und der nach dem Steuersatz nach 

Art. 25 MWSTG berechneten Steuer entrichten (Art. 96 MWSTV). 

2.7 Gemäss Art. 1 Abs. 1 Bst. a der Verordnung vom 11. Dezember 2009 

des Eidgenössischen Finanzdepartements über die Verzugs- und Vergü-

tungszinssätze (SR 641.207.1) ist bei verspäteter Zahlung der Mehr-

wertsteuer nach Art. 57 und 87 MWSTG ein Verzugszins geschuldet. 

Nach Art. 1 Abs. 2 dieser Verordnung beträgt der Zinssatz pro Jahr 4,0 % 

ab dem 1. Januar 2012 (Bst. a) bzw. 4,5 % vom 1. Januar 2010 bis zum 

31. Dezember 2011 (Bst. b). Verzugszinsen werden erst ab einem Zins-

betrag von Fr. 100.-- bezogen (Art. 1 Abs. 3 der nämlichen Verordnung). 

3.  

Im vorliegenden Fall erkennt die Vorinstanz im angefochtenen "Einspra-

cheentscheid" auf eine Steuerkorrektur zu Lasten des Beschwerdeführers 

in der Höhe von Fr. 731.-- zuzüglich Verzugszins. Sie begründet diese im 

Wesentlichen damit, der Beschwerdeführer habe auf den von ihm ausge-

stellten Rechnungen für Lieferungen von Blumensträussen, -gestecken,  

-kränzen usw. sowie Honig die Steuer zum Normalsatz von 7,6 % anstatt 

zum reduzierten Satz von 2,4 % ausgewiesen. 

3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht nicht, dass er die Mehr-

wertsteuer für die von der Vorinstanz aufgeführten Leistungen mit 7,6 % 

anstatt 2,4 % und damit zu hoch in Rechnung gestellt hat (vgl. E. 2.3). 

Auch wendet er sich – jedenfalls im vorliegenden Beschwerdeverfahren – 

A-4949/2013 

Seite 9 

weder gegen den von der Vorinstanz im angefochtenen "Einspracheent-

scheid" festgestellten Umfang dieses zu hohen Steuerausweises im Jahr 

2010 noch gegen die gestützt auf Art. 96 MWSTV vorgenommene Be-

rechnungsweise (E. 2.6.2) der strittigen Nachbelastung. Der Beschwerde-

führer schuldet daher grundsätzlich die zu hoch ausgewiesene Steuer 

(E. 2.6.1). 

3.2 Eine Ausnahme davon besteht insoweit, als eine Korrektur der fragli-

chen Rechnungen erfolgt ist oder der Beschwerdeführer nachweist, dass 

dem Bund trotz des zu hohen Ausweises der Steuer kein Steuerausfall 

entstanden ist (E. 2.6.1). Dass er sämtliche oder auch nur einen Teil der 

fraglichen Rechnungen korrigiert habe, wird vom Beschwerdeführer we-

der behauptet noch ergibt sich derlei aus den vorliegenden Akten. Hinge-

gen macht er geltend, dem Bund sei vorliegend kein Steuerausfall ent-

standen. Wie es sich damit verhält, ist nachfolgend zu prüfen: 

3.2.1 Zunächst ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer für diese Be-

hauptung – bereits nach der insofern ausdrücklichen und mit der allge-

meinen Beweislastregel (E. 1.2.2) übereinstimmenden gesetzlichen Re-

gelung in Art. 27 Abs. 2 Bst. b MWSTG – beweisbelastet ist (E. 2.6.1). Er-

forderlich ist ein voller Beweis (E. 1.3.2), zumal das Gesetz von "nach-

weisen" spricht und keine Anhaltspunkte für eine Beweiserleichterung er-

sichtlich sind. 

3.2.2 Zum betreffenden Nachweis reichte der Beschwerdeführer die Debi-

torenrechnungen des Jahres 2010 ein und macht dazu sinngemäss gel-

tend, insoweit in den Rechnungsanschriften die Privatnamen natürlicher 

Personen genannt seien, sei erstellt, dass es sich bei den betroffenen 

Leistungsempfängern um nicht steuerpflichtige Privatpersonen handle. 

Diese seien nun aber von vornherein nicht zum Vorsteuerabzug berech-

tigt, weshalb dem Bund insoweit auch kein Steuerausfall entstanden sein 

könne. 

Die Vorinstanz stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, der Be-

schwerdeführer habe den erforderlichen Vollbeweis mit dieser Argumen-

tationslinie bzw. den eingereichten Rechnungsbelegen nicht erbracht. So 

sei nicht auszuschliessen, dass es sich bei den in den fraglichen Anschrif-

ten genannten natürlichen Personen um steuerpflichtige Einzelfirmen 

handle. Ebenso könne es sich um natürliche Personen handeln, die sich 

freiwillig der Steuerpflicht unterstellt hätten. 

A-4949/2013 

Seite 10 

3.2.3 Der vorinstanzlichen Beweiswürdigung kann – zumindest unter den 

nachfolgend dargestellten Umständen des vorliegenden Falls – nicht ge-

folgt werden: 

Ein steuerpflichtiger Leistungsempfänger hat regelmässig ein unverzicht-

bares Interesse daran, in der Rechnung des Leistungserbringers – wie es 

das Gesetz vorsieht (E. 2.5.1) – unter Hinweis auf seine unternehmeri-

sche Tätigkeit und eben nicht bloss mit seinem privaten Namen genannt 

zu werden. Denn eine Rechnung mit einem solchen Hinweis ist das zwei-

felsfrei wichtigste Beweismittel für das Recht des Leistungsempfängers 

zum Vorsteuerabzug (vgl. E. 2.2 und 2.5.2). Jedenfalls ist anzunehmen, 

dass eine steuerpflichtige Einzelfirma, welche die fraglichen Lieferungen 

des Beschwerdeführers in ihrem unternehmerischen Bereich verwendet, 

mit Blick auf den Nachweis dieser Verwendung bzw. ihrer Vorsteuerab-

zugsberechtigung keine Rechnungen akzeptiert hätte, die in der Empfän-

geradresse lediglich den Privatnamen des Firmenbesitzers ohne Hinweis 

auf eine unternehmerische Tätigkeit enthalten. Dass entsprechende Be-

richtigungen vorliegend verlangt wurden, ist ferner nicht ersichtlich und 

wird auch von keiner Partei behauptet.  

Unter den vorliegenden Rechnungen befinden sich auch zahlreiche 

Rechnungen, in denen natürliche Personen zwar mit ihrem privaten Na-

men, aber zugleich unter Hinweis auf ihre unternehmerische Tätigkeit ge-

nannt sind (z.B. Rechnungen vom 14. September 2010 an "Laden […], 

B._______ […]", vom 20. Mai 2010 an "C._______, Restaurant […]", vom 

12. August 2010 an "D._______, Sägerei und Transporte […]", vom 

28. Dezember 2010 an "E._______, Bar […]" usw. [alles in Beilage 19; 

s. im Weiteren Beilage 20]). Diese Feststellung legt nahe, dass dort, wo 

die Rechnungsstellung an natürliche Personen ohne Hinweis auf eine un-

ternehmerische Tätigkeit erfolgte, es sich tatsächlich um Lieferungen an 

(nicht steuerpflichtige bzw. nicht vorsteuerabzugsberechtigte) Privatper-

sonen handelt. Im Übrigen hat die Vorinstanz nicht einmal stichproben-

weise – etwa anhand entsprechender Auszüge aus dem Register der 

Mehrwertsteuerpflichtigen – nachgewiesen, dass in den eingereichten 

Rechnungen auch solche an steuerpflichtige Personen, jedoch ohne 

Hinweis auf eine unternehmerische Tätigkeit, enthalten sind. 

Schliesslich kommt hinzu, dass es sich bei jenen Rechnungen, die an na-

türliche Personen adressiert sind, (soweit hier noch interessierend) um 

solche für Lieferungen von Honig und/oder Blumen handelt, wobei in der 

Regel kleinere Beträge zwischen Fr. 40.-- und 100.-- fakturiert wurden, 

A-4949/2013 

Seite 11 

und zwar an eine Vielzahl unterschiedlicher Leistungsempfänger. Auch 

insofern (nach Art der Ware und Preishöhe) liegt nahe, dass die fragli-

chen Lieferungen für private Zwecke und nicht von steuerpflichtigen Per-

sonen im unternehmerischen Bereich mit dem Recht zum Vorsteuerab-

zug verwendet wurden. 

3.2.4 Gesamthaft ist vorliegend für das Bundesverwaltungsgericht bezüg-

lich jener natürlichen Personen, welche in den fraglichen Rechnungsan-

schriften mit ihrem privaten Namen genannt sind, insoweit in rechtsgenü-

gendem Ausmass nachgewiesen, dass es sich dabei um nicht steuer-

pflichtige und folglich nicht vorsteuerabzugsberechtigte (private) Leis-

tungsempfänger handelt, als die entsprechenden Rechnungen keinerlei 

Hinweise auf eine unternehmerische Tätigkeit dieser Personen enthalten 

(vgl. E. 2.2). Dem Beschwerdeführer gelingt somit der Nachweis (vgl. 

E. 1.3.2), dass die betreffenden Rechnungsempfänger bzw. Rechnung-

sempfängerinnen keinen Vorsteuerabzug vorgenommen haben und folg-

lich dem Bund im vorliegenden Fall kein Steuerausfall entstanden ist 

(E. 2.6.1). 

Das Vorbringen der Vorinstanz, es könne selbst bei Rechnungen, die an 

nicht steuerpflichtige Personen ausgestellt worden seien, nicht ausge-

schlossen werden, dass eine andere Person den Vorsteuerabzug vorge-

nommen habe, vermag unter den gegebenen Umständen der vorliegen-

den Konstellation an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Den vorliegen-

den Akten ist nicht der geringste Anhaltspunkt für eine solche Vorge-

hensweise oder für Missbrauch zu entnehmen. 

3.2.5 Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen und die Streitsache zur 

Neuberechnung der nachzubelastenden Steuer im Sinne der Erwägun-

gen an die Vorinstanz zurückzuweisen (E. 1.4). Sie hat dabei die Steuer 

nur bezüglich jener Rechnungen nachzubelasten, welche den Rech-

nungsempfänger mit Hinweis auf seine unternehmerische Tätigkeit nen-

nen. 

3.3 Der Vollständigkeit halber bleibt auf die übrigen Vorbringen des Be-

schwerdeführers einzugehen, mit denen er allerdings nicht durchzudrin-

gen vermag: 

3.3.1 So macht er geltend, trotz zu hohem Ausweis der Steuer weder ei-

nen Steuervorteil erzielt noch eine Steuer zu Unrecht vereinnahmt zu ha-

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Seite 12 

ben. Der gesamte Umsatz der fraglichen Steuerperiode sei deklariert und 

mit Saldosteuersatz abgerechnet worden. 

Zwar trifft zu, dass mit dem Saldosteuersatz die Steuer und die Vorsteuer 

pauschal abgegolten sind (E. 2.4). Das ändert jedoch nichts daran, dass 

der Beschwerdeführer in den fraglichen Rechnungen eine zu hohe Steuer 

fakturiert hat, und er deshalb bezüglich jener Rechnungen, bei denen er 

nach dem Vorstehenden nicht nachzuweisen vermag, dass eine Korrektur 

der Rechnung erfolgt bzw. dem Bund kein Steuerausfall entstanden ist 

(also jene mit Hinweis auf die unternehmerische Tätigkeit des Rech-

nungsempfängers; E. 3.2.4), die zu hoch ausgewiesene Steuer nach 

Art. 27 Abs. 2 MWSTG schuldig bleibt (E. 2.6.1). 

3.3.2 Weiter stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die 

Vorinstanz dürfe die fragliche Steuernachforderung insoweit nicht erhe-

ben, als sie in Steuerperioden entstanden sei, die mehr als fünf Jahre zu-

rückliegen. 

Der Beschwerdeführer scheint sich damit auf Art. 42 Abs. 1 MWSTG zu 

berufen, wonach das Recht, eine Steuerforderung festzusetzen, fünf Jah-

re nach Ablauf der Steuerperiode verjährt, in der die Steuerforderung ent-

standen ist. Allerdings ist in keiner Weise ersichtlich, inwiefern eine solche 

Verjährung hier eingetreten sein soll, betrifft das vorliegende Verfahren 

doch die Steuerperiode 2010 und damit Sachverhalte, die offensichtlich 

weniger als fünf Jahre zurückliegen. Nur am Rande sei deshalb erwähnt, 

dass ohnehin (bereits) mit der Ankündigung der Steuerkontrolle vom 

9. November 2010 durch die ESTV am 2. November 2010 die Festset-

zungsverjährung unterbrochen worden ist (Art. 42 Abs. 2 MWSTG). 

3.3.3 Der Beschwerdeführer bringt ausserdem vor, sein Einzelunterneh-

men sei Ende 2010 aus dem Register der Mehrwertsteuerpflichtigen ge-

löscht worden. Eine solche Löschung dürfe erst vorgenommen werden, 

wenn keine Steuer mehr geschuldet sei. Folglich sei vorliegend – auch 

wenn es sich dabei um einen "Fehler der Beamten" handle – keine Nach-

forderung mehr zulässig. 

Auf welche gesetzlichen Bestimmungen sich der Beschwerdeführer bei 

diesem Argument beruft, ist für das Bundesverwaltungsgericht nicht er-

sichtlich. Art. 95 MWSTG, wonach eine juristische Person oder eine Be-

triebsstätte eines ausländischen Unternehmens erst dann im schweizeri-

schen Handelsregister gelöscht werden darf, wenn die ESTV dem für die 

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Seite 13 

Führung des Registers zuständigen Amt angezeigt hat, dass die geschul-

dete Steuer bezahlt oder sichergestellt ist, ist vorliegend offensichtlich 

nicht tangiert. 

3.3.4 Schliesslich wendet sich der Beschwerdeführer gegen die Höhe der 

im angefochtenen "Einspracheentscheid" auferlegten Verzugszinsen. 

Diesbezüglich ist zunächst festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nach 

Art. 87 Abs. 1 MWSTG grundsätzlich einen Verzugszins schuldet. So ist 

unbestritten, dass er die für die kontrollierte Steuerperiode infolge einer 

Steuerkorrektur geschuldete Steuer nicht – auch nicht unter Vorbehalt – 

bzw. nicht rechtzeitig bezahlt hat. Ferner erweist sich der auferlegte Ver-

zugszins (4,5 % vom 1. Dezember 2010 bis zum 31. Dezember 2011 bzw. 

4 % ab 1. Januar 2012) in seiner Höhe als rechtmässig, hat sich die Vor-

instanz dabei doch an die anwendbaren Verordnungsbestimmungen 

gehalten (E. 2.7). Daran vermag das Vorbringen des Beschwerdeführers, 

die Vorinstanz auferlege einen "Verzugszins, der bei Betreibungsämtern 

längst schon nicht mehr toleriert" werde, nichts zu ändern. Im Übrigen ist 

er in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 104 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung 

des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (OR, SR 220) der Verzugszins 

für privatrechtliche Geldforderungen 5 % beträgt. 

4. 

4.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt die Rückweisung 

der Sache an die Vorinstanz zu neuem Entscheid als volles Obsiegen der 

beschwerdeführenden Partei (vgl. BGE 132 V 215 E. 6.1 mit Hinweisen). 

Daher sind dem Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen 

(vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der geleistete Kostenvorschuss im Betrag von 

Fr. 400.-- ist ihm zurückzuerstatten. Der Vorinstanz können keine Verfah-

renskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

4.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 

Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 

erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG). Da dem anwaltlich nicht vertretenen Beschwerde-

führer keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, ist von der 

Zusprechung einer Parteientschädigung abzusehen (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

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Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 

2.  

Der "Einspracheentscheid" vom 2. Juli 2013 wird aufgehoben und die 

Streitsache zur Neuberechnung der nachzubelastenden Steuer im Sinne 

der Erwägungen an die ESTV zurückgewiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

einbezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird ihm nach 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniel Riedo Marc Winiger 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

  

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Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift 

ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Be-

gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der 

Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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