# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e219088-1342-5b15-9043-3a953a8d4f7c
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-05-05
**Language:** de
**Title:** Adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten psychischen Beschwerden verneint; Invalidenrente/Invaliditätsbemessung; Höhe der Integritätsentschädigung, Kostenübernahme Privatgutachten. (BGE 8C_494/2014)
**Docket/Reference:** UV.2013.00181
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2013.00181.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2013.00181
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Sozialversicherungsrichterin Sager
Gerichtsschreiberin Schüpbach
Urteil
vom
5. Mai 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Rainer
Deecke
schadenanwaelte.ch
Industriestrasse 13c
, 6302 Zug
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Reto Bachmann
Ineichen
Lischer
Zemp
, Rechtsanwälte und Notare
Schwanenplatz 4, 6004 Luzern
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1979, arbeitete seit September 2010 vollzeitlich als Produktionsmitarbeiter bei der
Y.___
in
Z.___
(vgl.
Urk.
15/2
Ziff.
1-3) und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen
Unfallversi
cherungsanstalt
(SUVA) obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 2
0.
Novem
ber 2011 war der Versicherte als Lenker eines Personenwagens in einen Auto
unfall verwickelt. Ein ihm entgegenkommender Personenwagen geriet auf die Fahrbahn des Versicherten und kollidierte frontal mit ihm, woraufhin das dem Versicherten folgende Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und in ihn hinein prallte
(vgl.
Urk.
15/1)
. Der Versicherte
erlitt
im Wesentlichen
Arm-, Knie- und Fussverletzungen
(vgl.
Urk.
15/17
-18
)
. Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen.
Mit Schreiben vom 2
7.
Februar 2013 (
Urk.
15/138) teilte die SUVA dem Versicherten die Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen per 28
.
Februar
201
3
mit.
Mit Verfügung vom 1
5.
April 2013 (
Urk.
15/158) sprach die SUVA dem Versi
cherten
mit Wirkung
ab dem
1.
März 2013
aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit
von 17
%
eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung
basierend auf einer Integr
i
täts
ein
busse
von 30
%
zu.
Die am 1
4.
Mai 2013 vom Versicherten erhobene Einsprache (
Urk.
15/161) wies die SUVA mit Entscheid vom
3.
Juli 2013 (
Urk.
15/164 =
Urk.
2) ab.
2.
2.1
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
3.
Juli 2013 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 3
0.
Juli 2013 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte,
dies
er sei aufzuheben (S.
2
Ziff.
1) und er sei mittels Gerichtsgutachten, zumindest psychiatrisch sowie orthopädisch zu begutachten (S. 2
Ziff.
2), es sei
en
ihm eine Rente sowie eine Integritätsentschädigung nach Gesetz auszurichten (S. 2
Ziff.
3) und es sei die SUVA zu verpflichten, die Kosten für das Gutachten von
Dr.
A.___
vom
5.
Juni 2013 in der Höhe von
Fr.
2‘900.-- zu übernehmen (S. 2
Ziff.
4). Mit Ein
gabe vom
9.
August 2013 (
Urk.
7) reichte der Versicherte einen Bericht der
B.___
(
Urk.
8/1) zu den Akten und beantragte zusätzlich, es sei die SUVA zu verpflichten, die Kosten für den Arztbericht der
B.___
vom 2
0.
Juli 2013 in der Höhe von
Fr.
250.-- zu übernehmen (S. 2
Ziff.
5).
Mit Beschwerdeantwort vom
3
0.
Oktober 2013 (
Urk.
14) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am
9.
Januar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
16).
2.2
Am 2
0.
Januar 2012
hatte sich
X.___
ferner bei der Eidgenössi
schen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (
Urk.
9/3
im Ver
fahren
IV.20
13
.005
3
5). Mit Verfügung
vom
8.
Mai 2013
(
Urk.
2
im Verfahren IV.20
13
.005
3
5)
verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invaliden
versicherung
. Gegen diese Verfügung
erhob der Beschwerdeführer
am hiesigen Gericht ebenfalls Beschwerde. Über die gestellten Anträge hat das
Sozialversi
cherungsgericht
des Kantons Zürich im Verfahren Nr. IV.20
13
.005
3
5 mit heuti
gem Urteil entschieden.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die Un
fall
versicherung (UVG) setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfaller
eignis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausal
zu
sammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungs
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammen
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.3
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
genen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei
sen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E.
5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.4
Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen mass
gebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E.
5b/
aa
, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S.
237, 1995 Nr. U 215 S. 91).
1.5
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des
Un
falls;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere
ihre
er
fahrungs
gemässe
Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
-
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
-
körperliche Dauerschmerzen;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Be
urteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr.
U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie z.B. eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwierigen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungsweise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu be
rücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zu
sammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu for
schen, die möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit
mit
begünstigt
haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E
5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S.
448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E.
2).
1.
6
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
; ATSG), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invali
denrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
1.
7
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde er
hebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität er
leidet. Die Inte
gritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augen
fällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Be
messung der
Integri
tätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die
Integri
tätsentschädigung
nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.
8
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
Integ
ritätsschäden
aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typi
sche Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (
Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 Prozent nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden ent
sprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 Prozent des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
1.
9
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
10
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2)
gestützt auf die ärztlichen Abklärungen
davon aus,
dass dem Beschwerdeführer
die
ange
stammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Eine leichte, wechselbelastende, vorwiegend sitzende Tätigkeit gemäss beschriebenem Zumutbarkeitsprofil, wel
che speziell auf die beim Unfall verletzten Bereich
e
Rücksicht nehme, sei dem Beschwerdeführer jedoch
ganztags
zumutbar (S.
4 oben
, S. 6 Mitte
).
Das von ihr angenommene
Valideneinkommen
in der Höhe von
Fr.
62‘866.-- (inklusive durchschnittliches Einkommen aus Überzeit von
Fr.
7‘866.--)
sei von der ehe
maligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers bestätigt worden (S. 6 unten). Für die Ermittlung des Invalideneinkommens stützte sich die
Beschwerdegegne
rin
auf Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
aus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE), nahm davon einen leidensbedingten Abzug in der Höhe von 15
%
sowie einen weiteren Parallelisierungs-Abzug in der Höhe von 3
%
vor,
und errechnete s
omit ein Invalideneinkommen
in der Höhe
von
Fr.
52‘083.
-- (S. 6 ff.)
.
Beim Vergleich des Invalideneinkommens mit dem
Validenei
nkommen
resultiere ein
Invaliditätsgrad von
17
% (S.
8
). Gestützt auf die Beurteilung der Versicherungsmediziner habe
ausserdem
ein
Integri
tätsschaden
in entschädigungs
pflich
tigem Ausmass von 3
0 % festgestellt wer
den können
(S. 9).
In der Beschwerdeantwort
(
Urk.
14)
verneinte
die Beschwerdegegnerin
sodann den adäquate
n
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und de
n
ge
klagten psychischen Beschwerden
, da die gemäss Rechtsprechung bei einem mittleren Unfall notwendigen objektiven Kriterien weder gehäuft vorlägen, noch eines davon besonders ausgeprägt sei (S. 6
Mitte
).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise auf den Stand
punkt (
Urk.
1),
es liege eine ungenügende medizinische Abklärung vor, da die Beschwerdegegnerin ihre Beurteilung le
diglich auf
versicherungsinterne
medizinische Dokumente stütze (S. 3 unten).
Ausserdem sei die psychische Komponente des Gesundheitsschadens bis anhin praktisch völlig ausser Acht gelassen und nicht angemessen berücksichtigt worden (S. 4 Mitte)
. Er habe daher Anspruch auf eine verwaltungsexterne Begutachtung, damit sowohl die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit
als
auch der Integritätsschaden
neutral fest
gestellt werden könn
t
e
n
(S. 6 unten)
.
Der Beschwerdeführer bemängelte
sodann
den Einkommensvergleich
und machte geltend, die Beschwerdegegnerin nehme eine fehlerhafte Parallelisierung der Einkommen vor (S. 7 f.).
Weiter beantragte er eine Integritätsentschädigung von 50
%
gemäss den Feststellungen durch
Dr.
A.___
(S. 10 oben).
2.3
Strittig und zu prüfen i
st, wie es sich mit der Arbeitsf
ähigkeit
in leidensangepasster Tätigkeit verhält, auf welche medizinischen Berichte diesbezüglich ab
gestellt werden kann
,
welche Werte der Invaliditätsbemessung zugrunde zu legen sind
sowie
die Höhe der Integritätsentschädigung.
3.
3.1
Gemäss Akten war der Beschwerdeführer am 2
0.
November 2011
als Lenker eines Personenwagens in einen Autounfall verwickelt. Ein ihm entgegenkom
mender Personenwagen geriet auf die Fahrbahn des
Beschwerdeführers
und kollidierte frontal mit ihm, woraufhin das dem Versicherten folgende Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und in ihn hinein prallte (vgl.
Urk.
15/1). Der Versicherte erlitt Arm-, Knie- und Fussverletzungen
sowie eine Rissquetschwunde an der Stirn
(vgl.
Urk.
15/17-18).
3.2
Nach dem Ereignis vom 2
0.
November 2011
w
urde
der Beschwerdeführer
mit der Ambulanz ins
C.___
gebracht und dort via Schockraum der
Chi
rurgische
n
Klinik zugewiesen, wo er
vom 2
0.
November bis zum
1.
Dezember 201
1
hospitalisiert
war
. Die Ärzte des
C.___
nannten im
Austrittsbe
richt
vom 1
9.
Dezember 2011 (
Urk.
15/18) folgende Diagnosen (S. 1):
-
dislozierte distale,
transkondyläre
Humerusfraktur
links
-
wenig dislozierte
Ulnaschaftfraktur
links
-
Patellalängsfraktur
links
-
Patellamehrfragmentfraktur
rechts
-
nicht dislozierte Abrissfraktur des
Sustentaculum
tali
rechts
-
mehrfragmentäre Fraktur der hinteren Zirkumferenz der
Talusrolle
links
-
Rissquetschwunde
frontotemporal
rechts
Sie führten aus, eine Computer-Tomografie des Schädels sowie der
Halswirbel
säu
l
e
(HWS) hätten keine Hinweise auf frische
ossäre
Läsionen oder intrakrani
elle Läsionen und eine Sonografie des Abdomens keine Hinweise auf freie Flüs
sigkeit gezeigt. Noch am selben Tag sei die operative Versorgung der
Humerus
-,
Ulna
- sowie
Pattelafraktur
durchgeführt worden. Der
peri
- und postoperative Verlauf habe sich problemlos gestaltet (S. 1).
Vor dem Austritt seien regelrechte postoperative Stellungskontrollen aller Frakturen sowie die regelrechte
Ver
laufskontrolle
im konventionellen Röntgen der beiden
Calcanei
erfolgt. Die Wunden seien jederzeit reizlos gewesen (S. 2 oben).
3.3
Die Ärzte der
D.___
berichteten mit Austrittsbericht vom
6.
Januar 2012 (
Urk.
15/34) über den Aufenthalt des Beschwerdeführers vom
1.
Dezember 2011 bis zum
6.
Januar 2012 und nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
dislozierte distale,
transkondyläre
Humerusfraktur
links
-
wenig dislozierte
Ulnaschaftfraktur
links
-
Patellalängsfraktur
links
-
Patellamehrfragment
-Fraktur rechts
-
Trauma Fuss rechts und links (konservativ)
-
Rissquetschwunde
frontotemporal
rechts
Sie führten aus,
der Beschwerdeführer sei hauptsächlich im Elektrorollstuhl mobil und habe wenige Meter am Eulenburg mit
Vacopedes
und unter Einhal
tung der
Limite
laufen können. Die Beweglichkeit in beiden Knien und im linken Ellbogen sei noch eingeschränkt. Der Beschwerdeführer sei beim Austritt zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 3 unten). Da unter der Trennung von seiner schwangeren Ehefrau und seinem kleinen Sohn gelitten habe, sei eine Verle
gung in die wohnortnahe
E.___
veranlasst worden (S. 3 Mitte).
3.4
Die Ärzte der
E.___
berichteten mit Austrittsbericht vom 3
0.
Januar 2012 (
Urk.
15/51) über den Aufenthalt des Beschwerdeführers
vom
6.
bis 2
5.
Januar
2012, nannten die bekannten Diagnosen
(S. 1)
und führten aus,
dass der Beschwerdeführer sehr motiviert gewesen sei und in der Physio
therapie grosse Fortschritte gemacht habe. Beim Austritt habe er 100 Meter an den Amerikanerstöcken gangsicher zurücklegen sowie 60 Treppenstufen ohne Sitzpausen bewältigen können. Die Belastung des linken Ellbogens sei frei ge
wesen (S. 2).
3.
5
SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
F.___
,
Facharzt für Chirurgie FMH, welcher den Beschwerdeführer am 3
0.
August 2012 kreisärztlich untersucht hatte, nannte in seinem Bericht vom gleichen Tag (
Urk.
15/91) folgende Diagnosen (S. 7
Ziff.
5):
-
Status nach multiplen
Extremitätenverletzungen
am 2
0.
November 2011 mit/bei:
-
Status nach mehrfragmentärer
Patellafraktur
rechts
-
Status nach
Patellalängsfraktur
links
-
Status nach beidseitiger
Sustentaculum
tali
-Fraktur
-
Status nach distaler,
transkondylärer
Humerusfraktur
links (
adomi
nant
)
-
Status nach
Ulnaschaftfraktur
links
Er führte aus,
anamnestisch gebe der Beschwerdeführer vor allem limitierende Kniebeschwerden rechts und beidseitige Fussschmerzen an. Er leide unter An
laufschwierigkeiten, wobei das Gehen in der Ebene zirka für eine Dauer von einer Stunde möglich sei. Sitzen könne er mit leicht angewinkeltem Knie schmerzfrei. Klinisch könnten rechtsbetont
retropatelläre
Beschwerden provo
ziert werden. Ebenfalls sei eine deutliche
Quadrizepsatrophie
rechts zu konsta
tieren. Die Beweglichkeit des rechten Knies sei im Seitenvergleich
leichtgradig
eingeschränkt. Medial betonte Beschwerden über beiden oberen Sprunggelenken (OSG), am ehesten im Bereich
Sustentaculum
tali
, könnten ebenfalls provoziert werden. Rechts bestehe ausserdem eine Schmerzhaftigkeit
paraachillär
und ebenfalls im Bereich der ersten Kommissur auf Höhe der
Metatarsaleköpfchen
. Das
Osteosynthesematerial
im Bereich der linken oberen Extremität sei
druck
dolent
und gut sichtbar.
Die Ellbogenfunktion sei sowohl für die Flexion wie für die Extension eingeschränkt. Insgesamt sei die periphere Neurologie sowohl im Bereich der oberen wie unteren Extremität unauffällig (S.
7 Mitte).
Der Beschwerdeführer mache gute Fortschritte. Radiologisch seien die Frakturen konsolidiert. Im klinischen Untersuchungsbild falle vor allem ein deutlich ge
störtes
Gangbild
in der Ebene wie auch beim Treppen steigen auf (S.
7 unten).
Da vor allem im Bereich der unteren Extremitäten ein Rehabilitationsdefizit festzustellen sei, habe er dem Beschwerdeführer eine arbeitsorientierte Rehabi
litation zirka drei Wochen nach der
Osteosynthesematerialentfernung
am Ellbo
gen empfohlen.
Falls die Beschwerden an den Füssen auch unter der Therapie persistierten, sollte allenfalls eine weiterführende radiologische Abklärung ent
weder mittels CT beziehungsweise MRI geprüft werden
. Weiterhin sei der Be
schwerdeführer voll arbeitsunfähig (S. 8)
.
3.
6
Die Verantwortlichen der arbeitsorientierten Rehabilitation der
D.___
berichteten am 3
1.
Januar 2013 über die berufliche Abklärung des Be
schwerdeführers vom
7.
Januar bis
1.
Februar 2013 (
Urk.
15/130) und führten aus, es sei eine Grundabklärung im handwerklichen Bereich auf der Stufe eines ungelernten Berufsmannes durchgeführt worden. Di
e
Grundabklärung habe nur bedingt durchgeführt werden können. Der Beschwerdeführer habe immer wieder versucht deutlich zu machen, dass er die eine oder andere Aufgabe wegen sei
ner Behinderung nicht lösen könne. Mit etwas Zureden habe er es dann trotz
dem versucht. Der Beschwerdeführer sei sehr freundlich gewesen
und stets pünktlich erschienen. Er habe versichert,
er müsse
seinen Einsatz wegen seiner Schmerzen immer wieder limiti
eren
. Er könne keine Arbeit konstant zu Ende führen, sondern brauche schon nach weniger als einer Stunde eine Pause.
Im Anschluss
an solche Pausen habe der Beschwerdeführer jedoch unaufgefordert weitergearbeitet (S. 1).
Er
habe immer wieder auf seine körperlichen Defizite aufmerksam gemacht. Zurzeit gebe es kaum eine Möglichkeit,
ihn
in den Arbeitsmarkt zurückzuführen. Er sehe sich selber nicht in der Lage, leistungser
bringen
d
zu arbeiten. Der Beschwerdeführer bringe die Grundvoraussetzungen für eine berufliche Eingliederung nicht mit, weshalb im Moment keine weiteren Eingliederungsmassnahmen empfohlen werden könnten (S. 2).
3.7
Die Ärzte der
D.___
berichteten mit Austrittsbericht vom 1
3.
Februar 2013 (
Urk.
15/135) über den Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 1
7.
Dezember 2012 bis
1.
Februar 2013 und nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
dislozierte distale,
transkondyläre
Humerusfraktur
links
-
wenig dislozierte
Ulnaschaftfraktur
links
-
Patellalängsfraktur
links
-
Patellamehrfragment
-Fraktur rechts
-
Trauma Fuss rechts und links (konservativ)
-
Rissquetschwunde
frontotemporal
rechts
-
Anpassungsstörungen mit depressiver und teilremittierter
psychotrauma
tologischer
Symptomatik (ICD-10 F43.23)
Sie führten aus, die festgestellte psychische Störung begründe keine
arbeitsrele
vante
Leistungsminderung. Aufgrund der erhöhten Reizbarkeit und der vermin
derten Stress- und Frustrationstoleranz sei
en
allenfalls ein gestaffelter Einstieg, zumindest
initial
aber vermehrte Pausen, zu empfehlen. Grundsätzlich würde sich eine Wiederaufnahme einer Arbeit mit grosser Wahrscheinlichkeit positiv
auf die Psyche des Beschwerdeführers auswirken (S. 2 unten). Eine angepasste leichte Tätigkeit (wechselbelastend, vorwiegend sitzend, keine Schläge und Vibrationen für den linken Arm, keine wiederholte Einnahme von
Zwangshal
tungen
wie Knien, Kauern, Hocken, kein längerdauerndes Gehen und Stehen, kein Gehen auf unebenem Gelände, kein wiederholtes Treppensteigen, kein Besteigen von Leitern) sei dem Beschwerdeführer ganztags zumutbar (S. 3 oben). Die psychosomatische Abklärung während der Rehabilitation sei durch
lic
. phil.
G.___
erfolgt (S. 3 unten).
3.8
SUVA-Kreisarzt
Dr.
F.___
berichtete am 1
2.
März 201
3 (
Urk.
15/145) und führte aus, eine Röntgenkontrolle an der
H.___
am 2
2.
Februar 2013
(vgl. hierzu
Urk.
15/140)
habe ergeben, dass die Frakturspalten am rechten Fuss beziehungsweise
am oberen Sprunggelenk
(
OSG
)
konsolidiert seien. Am unteren Sprunggelenk
(USG)
dorsalseitig
kämen
kleine
Osteophyten
zur Darstellung
. Ebenfalls könnten
leichtgradige
degenerative Veränderungen
calcaneocuboidal
aufgezeigt werden. Am linken Fuss beziehungsweise OSG seien die Frakturen ebenfalls konso
lidiert und eine leichte Arthrose am
Chopart
-Gelenk werde augenfällig.
Ebenfalls könne eine leichte Arthrose am unteren Sprunggelenk festgehalten werden. Am linken Kniegelenk sei das
Osteosynthesematerial
ent
fernt worden,
wobei die
residuellen
Schraubenkanäle noch ersichtlich seien.
Es liege e
ine kleine kortikale Stufe
retropatellär
bei unauffällige
m
femoropatellären
Gelenkspalt
vor.
Rechts komme eine leichte Verschmälerung des
femoropa
tellären
Gelenkspaltes nach
Osteosynthesematerialentfernung
zur Darstellung.
Ein Anker im Bereich der proximalen
Ulna
liege in situ. Die Frakturen seien vollständig konsolidiert mit leichter Achsenfehlstellung im Bereich des proxi
malen
Ulnaschafts
. Ein leichter Versatz des distalen
Humerusfragments
komme ebenfalls zur Darstellung, wobei der
humeroradiale
und
humeroulnare
Gelenk
spalt nicht verschmälert sei
(S. 1 oben)
.
Im Bereich beider Rückfüsse fänden sich beidseits beginnende beziehungsweise leichte degenerative Veränderungen vor allem der unteren Sprunggelenke. Der Grad einer mässig
gradigen
USG- beziehungsweise OSG-Arthrose werde nicht erreicht, wobei aufgrund des Verletzungsmusters in Zukunft zumindest eine mässige Arthrose im unteren Referenzbereich zu erwarten sei, so dass für beide Füsse jeweils ein Integritätsschaden von 5
%
gemäss Feinrastertabelle 5 gutge
heissen werden könnten (S. 1 unten).
Femoropatellär
komme links eine diskrete Stufe zur Darstellung, wobei beidseits die Gelenkspal
t
en ordentlich seien. Aufgrund dessen sei von einer leichten bis mässigen
Femoropatellararthrose
auszugehen. Die
Mehrfragmentfraktur
rechts führe infolge eines posttraumatischen Knorpelschadens überwiegend wahr
scheinlich in Zukunft zu einer mässigen
Femoropatellararthrose
, so dass auch bei den Knien beidseits vom unteren Referenzwert einer
mässiggradigen
Femoropatellararthrose
im Rahmen der zu erwartenden Verschlimmerung aus
zugehen und somit beidseits
eine Integritätseinbusse von
5
%
gerechtfertigt werden könne (S. 2 oben).
Im Bereich des Ellbogens könnten keine intraartikulären Stufen bei
leichtgradi
gem
Versatz der Fragmente im Bereich des distalen
Humerus
und der proxima
len
Ulna
festgehalten werden. Der Bewegungsumfang sei vor allem für die Fle
xion eingeschränkt. Die Funktion rechtfertige gemäss Feinrastertabelle 1.2 ein
en
Integritätsschaden von 10
%
. Dies würde einer mässigen
Ellbogenarthrose im oberen Referenzwertbereich (Feinrastertabelle 5) entsprechen. Aufgrund der
Fragmentstellung
sei auch bei geringer Arthrose der vorgeschlagene Integritätsschaden von 10
%
gut zu heissen, so dass eine allfällige Verschlimmerung bereits einbezogen werde.
Zusammenfassend sei ein totaler Integritätsschaden von 30
%
anzunehmen (S.
2).
3.9
Dr.
med.
I.___
, Leitender Arzt Zentrum für Fusschirurgie,
J.___
, berichtete am 1
9.
April 2013 (
Urk.
15/162)
zuhanden des Beschwerdeführers
und führte aus,
aufgrund einer Arbeitsüberlastung sei er nicht im Stande, eine Begutachtung durchzuführen. Als Fusschirurg beschränke er sich auf die allei
nige Beurteilung der Problematik der Rückfüsse be
idseits. Wenn eine Progres
sion der Arthrose auch von
Dr.
F.___
postuliert werde, müsse als Endzustand, welcher für die Beurteilung des Integritätsschaden
s
massgeblich sei,
die schwere Arthrose postuliert werden, da ja die Arthrose per se eine sich verschlechternde En
t
ität darstelle. Warum nun diese Progression bei der mässigen Arthrose ste
hen bleiben solle, sei ihm schleierhaft. Entsprechend würde er darauf pochen, dass als Endzustand die schwere Arthrose anerkannt werden müsse. Dies würde dann einem Integritätsschaden gemäss zitierter SUVA-Tabelle 5 von 15-30
%
entsprechen. Interessanterweise sei dann aber die Therapie dieser schweren Arthrose in der
Arthrodese
(Versteifungsoperation) zu suchen, was dann wie
derum lediglich den Integritätsschaden von 15
%
ergebe, dies entsprechend der Tabelle 2
(S. 1)
.
Zusammenfassend müsse wahrscheinlich diese
Subtalar-Arthrodese
als möglicher Endzustand bezeichnet werden, was bei beidseitigem Vorlie
gen der Problematik zu einem 30%igen Integritätsschaden führen würde (S. 2
).
3.10
PD
Dr.
med.
K.___
, Oberarzt, und
L.___
, Ergo-/Physiotherapeut,
M.___
, Rheumaklinik, berichteten am 3
1.
Mai 2013 (
Urk.
15/169 =
Urk.
3/4) über das
auf Veranlassung des Hausarztes des Beschwerdeführers durchgeführte
Arbeitsassessment
vom 2
2.
Mai 201
3.
Sie nannten folgende arbeitsrelevanten Diagnosen (S. 2
Ziff.
1):
-
Femoropatellar
-Arthrose rechts
-
Ellenbogenarthrose links mit
Epikondylopathia
radialis
mehr als
medialis
Als andere (nicht arbeitsrelevante) Diagnosen nannten sie die Folgenden (S. 2
Ziff.
2):
-
beginnende
Femoropatellar
-Arthrose links
-
Periarthropathie
an den oberen Sprunggelenken beidseits
-
Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10 F43.21)
-
Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung gemäss dem Bericht der
B.___
vom 2
5.
Februar 2013 (ICD-10 F43.1)
Sie führten aus, ein allfälliges arbeitsrelevantes Problem habe nicht erhoben wer
den können, da während der Tests
das Schmerzverhalten mit ausgeprägter Selbstlimitierung im Vordergrund gestanden habe. Es sei ein ausgeprägtes
Schon
verhalten
mit Entlastung des rechten Beines in statischen Ausgangsstel
lungen und mit einem
Hinkmechanismus
mit verkürzter Standbeinphase rechts beobachtet worden. Im linken Arm und im rechten Bein hätten jedoch
Funkti
onsdefizite
im Sinne von Bewegungseinschränkungen objektiviert werden können. Die ergonomischen Arbeitstechniken des Beschwerdeführers seien auf
grund der Selbstlimitierung und behinderungsbedingten
Bewegungseinschrän
kungen
nicht beurteilbar. Der Beschwerdeführer habe bei den Tests eine schlechte Leistungsbereitschaft gezeigt, wobei eine deutliche Selbstlimitierung habe festgestellt und sechs
Inkonsistenzpunkte
hätten beobachtet werden kön
nen (S. 2
Ziff.
2 Mitte). Die zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer
leidensange
passten
Tätigkeit betrage 75
%
(S. 4
Ziff.
5.2). Es werde die Teilnahme an einem Schmerzprogramm empfohlen, wobei das Aufhalten des
Chronifizierungspro
zesses
, die Verbesserung der Lebensqualität sowie die Verbesserung der physi
schen und psychischen Belastbarkeit als Ziele zu betrachten seien. Im Weiteren werde die Aufnahme von mehr körperlichen Eigenaktivitäten empfohlen (S. 4 f.
Ziff.
6).
3.11
Dr.
med.
A.___
, Orthopädische Chirurgie FMH, erstattete sein ortho
pädisches Gutachten zuhanden des Beschwerdeführers am
5.
Juni 2013 (
Urk.
15/170 =
Urk.
3/5) gestützt auf die Akten sowie die Untersuchung des Beschwerdeführers. Er führte aus, der Beschwerdeführer absolviere den
Barfuss
gang
langsam, vorsichtig und
kurzschrittig
. Sowohl der Zehenspitzen- als auch der Fersengang seien beidseits deutlich erschwert (S. 4 oben). Die heute noch geltend gemachten Restbeschwerden seien als absolut glaubhaft zu betrachten und seien sowohl klinisch als auch radiologisch objektivierbar (S. 9 Mitte). Als
Produktionsmitarbeiter in einer Kunststofffabrik sei der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsfähig. In einer bestmöglich leidensabgepassten Tätigkeit sei
er
hinge
gen zu 100
%
arbeitsfähig (S. 10). Dem Beschwerdeführer seien - im Wesentli
chen mit der Einschätzung der
D.___
übereinstimmend – noch leichte, wechselbelastende oder vorwiegend sitzende Tätigkeiten ohne Schläge und Vibrationen den linken Arm betreffend, ohne wiederholte Einnahme von Zwangshaltungen wie Knien, Kauern oder Hocken, ohne längerdauerndes Gehen und Stehen, ohne Gehen auf unebenem Gelände, ohne wiederholtes Treppen
steigen und ohne Besteigen von Leitern
zu 100
%
zumutbar
;
e
ine solche Tätig
keit sei kaum mit zusätzlichen Pausen verbunden (S. 11 oben).
Im Unterschied zu SUVA-Kreisarzt
Dr.
F.___
schätze er den Integritätsschaden insgesamt auf 50
%
. Bei der Bemessung des Integritätsschadens müsse stets eine vorausseh
bare Verschlimmerung angemessen mitberücksichtigt werden. Somit schätze er den Integritätsschaden am rechten Fuss auf 5
%
, im linken unteren Sprungge
lenk auf 10
%
, am linken Knie auf 10
%
, am rechten Knie auf 15
%
, am Ellbo
gen links auf 10
%
und am Unterarm links auf 0
%
(S. 11 unten).
Die psychi
sche Situation des Beschwerdeführers sei nicht beurteilt worden, da es sich um ein rein orthopädisches Gutachten handle.
Er
habe bei der Untersuchung
jedoch
einen äusserst kooperativen und psychisch ge
sunden Eindruck gemacht (S. 12).
3.12
Dr.
med.
N.___
, Allgemeine Innere Medizin FMH, berichtete am 1
0.
Juli 2013 zuhanden des Beschwerdeführers (
Urk.
3/3) und führte aus, der Beschwerdeführer sei noch lange nicht soweit rehabilitiert, dass er die Arbeits
fähigkeit erreicht habe. Er leide an einer massiven posttraumatischen Belastungsstörung. Ausserdem habe der Beschwerdeführer weiterhin Schmerzen, zur
zeit vor allem im linken Arm.
3.13
Dr.
med.
O.___
, Facharzt FMH für Neurologie, Konsiliararzt
C.___
, berichtete am 1
2.
Juli 2013 (
Urk.
15/175) und führte aus,
der Beschwerdeführer präsentiere sich mit invalidisierenden Schmerzen im ganzen linken Arm, spezi
ell über dem Ellbogen.
Aufgrund der elektrodiagnostischen Befunde müsse nicht von einer signifikanten Läsion neuraler Strukturen ausgegangen werden.
Das ausgesprochen diffuse Schmerzsyndrom lasse allerdings eine erhebliche funkti
onelle Überlagerung vermuten.
3.14
Dr.
med.
P.___
, Oberarzt
B.___
, berichtete am 2
2.
Juli 2013 zuhanden des Beschwerdeführers (
Urk.
15/174 =
Urk.
8/1) und nannte fol
gende Diagnosen (S. 2
Ziff.
2):
-
Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10 F43.21)
-
Differentialdiagnose: depressive Störung (ICD-10 F32)
-
Differentialdiagnose:
Somatisierungsstörung
(ICD-10 F45.0)
-
Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
-
Nikotinabhängigkeit, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F17.25)
Er führte aus,
am 2
5.
Februar 2013 habe ein Erstgespräch mit dem Beschwerde
führer stattgefunden. D
er psychische Zustand des Beschwerdeführers habe sich auch nach dessen Rückkehr im März 2013 aus den Ferien im
Q.___
nicht verän
dert (S. 1 unten). Der Beschwerdeführer habe die verordneten Psychopharmaka angeblich wegen Nebenwirkungen nicht regelmässig eingenommen bezie
hungsweise habe sie abgesetzt. Er sei der Überzeugung, dass ihm weder eine psychotherapeutische, noch eine psychiatrische Behandlung habe helfen kön
nen, weswegen er auf eigenen Wunsch und gegen den ärztlichen Rat die Behandlung abgebrochen habe (S. 1 f.). Es sei davon auszugehen, dass ein Teil der Beschwerden, vor allem die Anpassungsstörung, als Folge des erlebten Unfallereignisses entstanden seien.
Er
kenne den Beschwerdeführer jedoch zu wenig, um die Teilkausalität zu bestätigen oder zu verneinen. Die Frage der Arbeitsfähigkeit könne nicht beurteilt werden, da der Beschwerdeführer sehr kurz in seiner Behandlung gewesen sei und er ihn zum letzten Mal vor mehr als zwei Monaten gesehen habe. Es sei eine unabhängige psychiatrische Begutach
tung durchzuführen. Aus psychiatrischer Sicht sei bei Anpassungsstörungen mit einer guten Prognose zu rechnen (S. 2).
3.1
5
Dr.
med.
R.___
, Oberärztin
B.___
, berichtete am
8.
November 2013 zuhanden des Beschwerdeführers (
Urk.
12
im Verfahren IV.2013.00535
) und nannte folgende Diagnosen (S. 2):
-
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
-
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
-
somatische Diagnosen gemäss
Dr.
med.
S.___
, Schmerzmedizin
C.___
:
-
komplexes Schmerzsyndrom nach Verkehrsunfall am 2
0.
November 2011 mit multiplen Verletzungen
-
bewegungsabhängiger Schmerz des Ellbogens mit
Bewegungsein
schränkung
, wie auch neuropathischer Schmerz mit Verdacht auf
ein
Complex
regional
pain
syndrome
(
CRPS
)
-
Kniegelenkschmerz: Retropatellararthrose mit zusätzlich neuropa
thischem Schmerz
-
Füsse beidseits: Verdacht auf
geringgradige
CRPS-ähnliche Schmer
zen
-
myofasziales
Schmerzsyndrom
-
Iliosakralgelenk
(ISG): Syndrom und Facettensyndrom der unteren
Len
denwirbelsäule
(LWS)
-
Verdacht auf Schlafapnoe
Sie führte aus, der Beschwerdeführer leide unter intrusiven Erlebnissen in Form von Flashback-Erleben tagsüber und Albträumen in der Nacht über das
Unfall
ereignis
und auch über erlebte Kriegsszenen und Folter im Rahmen der Inhaf
tierung im
T.___
. Ausserdem lege der Beschwerdeführer ein
Vermeidungsver
halten
an den Tag, indem er nur noch tagsüber Auto fahre, jedoch nie bei Dunkel
heit (S. 1 f.). Es sei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass ein Grossteil der Beschwerden als Folge des erlebten Unfallereignisses ent
standen sei. Dies betreffe vor allem die Schmerzen, die Konzentrations- und Schlafstörungen. In der angestammten Tätigkeit als Produktionsmitarbeiter sei der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsunfähig. Zum jetzigen Zeitpunkt sei in einer leidensangepassten Tätigkeit ein stundenweiser Einstieg mit Steigerung der Arbeitsfähigkeit bis maximal 50
%
vorstellbar (S. 2).
4.
4.1
Unbestrittenermassen erlitt der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 2
0.
November 2011 Arm-, Knie und Fussverletzungen. Diese Verletzungen haben - im Gegensatz zur Rissquetschwunde, die mangels gegenteiliger Aus
führungen folgenlos abgeheilt ist - gemäss den diesbezüglich übereinstimmen
den medizinischen Akten unfallkausale Einschränkungen zur Folge, so dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Produktionsmitarbeiter nicht mehr zumutbar ist. Hingegen stellt sich die Frage, in welchem Ausmass die noch bestehenden somatischen und kausalen Unfallfolgen die Arbeitsfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit einschränken.
4.2
Die Würdigung der medi
zinischen Akten ergibt, dass der
Bericht
der Ärzte der
D.___
vom 1
3.
Februar 2013
(
vgl. vorstehend
E. 3.
7
) für die Be
antwortung der gestellten Frage
nach
der Arbeitsfähigkeit in
einer angepassten Tätigkeit
umfassend
ist. Die
Beurteilung berücksichtigt die medizinischen
Vorakten
ebenso w
ie die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers
. Die Darlegung der medizinischen Befunde sowie deren Beurteilung leuchten ein und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet.
So nahmen die Ärzte differenziert Bezug auf die gestellten Diagnosen sowie die erhobenen Befunde und machten
darauf aufmerksam,
dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit ganztags zumutbar sei
. Weiter
bezogen
sie
ausdrücklich Stellung zu Einschränkungen des Beschwerdeführers
und nahmen hierbei besonders Rück
sicht auf die beim Unfall verletzten Bereiche
.
Ausserdem
steht das von den Ärzten der
D.___
erläuterte Zumutbarkeitsprofil in Übereinstim
mung mit den von
Dr.
A.___
beschriebenen Einschränkungen (vgl. vorste
hend E. 3.11). So ging auch
Dr.
A.___
davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer bestmöglich leidensangepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei.
Die ärztliche
n
Beurteilung
en
durch
die Ärzte der
D.___
sowie durch
Dr.
A.___
entspre
ch
en
somit den von der Rechtsprechung konkretisierten Anforderung
en (vgl. E. 1.9
und E. 1.
10
hievor
) vollumfänglich.
4.
3
Auf die Beurteilung der Rheumaklinik des
M.___
vom 3
1.
Mai 2013 über das
Arbeitsassessment
des Beschwerdeführers (vgl. vorstehend E. 3.10) kann hinge
gen nicht abgestellt werden. So wird im Bericht wiederholt auf die
ausgeprägte
Selbstlimitierung
sowie die schlechte Leistungsbereitschaft
des Beschwerdefüh
rers hingewiesen
und ausgeführt, dass
deswegen weder
ein
allfälliges
arbeits
relevantes
Problem habe erhoben werden können noch die ergonomischen Arbeitstechniken des Beschwerdeführers beurteilbar seien
. Die Einschätzung, wonach dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu lediglich 75
%
zumutbar sein soll, vermag die ausführlich und nachvollziehbar begründeten Zumutbarkeitsprofile durch die Ärzte der
D.___
und durch
Dr.
A.___
nicht
umzustossen
. So wurde die Einschätzung im Bericht des
M.___
denn auch als „mindestens“ bezeichnet und bei der angegebenen
Selbstlimitie
rung
geht
aus dem Bericht
nicht klar hervor,
ob die Einschränkung auf medizi
nisch begründeten Beschwerden oder lediglich auf der subjektiven Überzeugung des Beschwerdeführers beruht.
4.4
Zusammenfassend kann zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers in einer angepassten Tätigkeit auf die überzeugenden, nachvollziehba
ren und ausführlich begründeten Einschätzungen der Ärzte der
D.___
und von
Dr.
A.___
abgestellt werden. Die vorliegenden medizinischen Akten erweisen sich
aus somatischer Sicht
als ausreichend,
weshalb
entgegen der Einschätzung des Beschwerdeführers
auf weitere Abklärungen, insbeson
dere auf das Einholen eines orthopädischen Gutachtens
,
verzichtet werden kann
,
zumal
nicht zu erwarten
ist
, dass zusätzliche Untersuchungen zu einem anderen Ergebnis führen würden (antizipierte Beweiswürdigung
, BGE 136 I 229 E. 5.3, Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2012 vom 2
9.
Mai 2012, E. 4.2
).
Insbe
sondere ist ein CRPS nicht ausgewiesen.
In psychiatrischer Hinsicht hat die SUVA
hingegen
keine fachärztlich psychiatrische Beurteilung veranlasst. Diese konnte indes
- wie nachfolgend zu zeigen sein wird (E. 5) -
unterbleiben,
da allfällige (natürlich kausale) psychische Beschwerden nicht adäquat kausal zum Unfallereignis vom 2
0.
November 2011 sind.
5
.
5
.1
Erstmals im Rahmen einer Standortbestimmung im Februar 2012 wurde in Be
zug auf die Psyche angeführt, der Beschwerdeführer habe festgestellt, dass er seit dem Unfall manchmal aggressiv werde. Er werde dies anlässlich einer Kon
trolle im
C.___
erwähnen (
Urk.
15/40 S. 1,
Urk.
15/44 S. 2). Den Berichten des
C.___
sind aber in der Folge keine psychischen Beschwerden zu entnehmen (
Urk.
15/56,
Urk.
15/66,
Urk.
15/105), was darauf schliessen lässt, dass sie zumindest bis September 2012 mangels Erheblichkeit nicht mitgeteilt und von den Untersuchern auch nicht wahrgenommen wurden. Im Austrittsbericht des
C.___
vom
7.
Dezember 2012 wurde indes als Nebendiagnose unter anderem eine Depression genannt (
Urk.
15/115). In der Folge wurde im Austrittsbericht der
D.___
vom 1
3.
Februar 2013 die Diagnose einer Anpassungsstörung mit depressiver und teilremittierter
psychotraumatologischer
Symptomatik gestellt (E. 3.7). Den nachfolgenden Be
richten sind in psychischer Hinsicht die folgenden Diagnosen zu entnehmen: Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion sowie Verdacht auf posttrau
matische Belastungsstörung (
Arbeitsassessment
M.___
, E. 3.10), massive post
traumatische Belastungsstörung (Hausarzt
Dr.
N.___
, E. 3.12),
Anpas
sungsstörung
, längere depressive Reaktion, Differentialdiagnose: depressive Störung, Differentialdiagnose:
Somatisierungsstörung
, Verdacht auf posttrau
matische Belastungsstörung (
Dr.
P.___
, E. 3.14) sowie posttraumatische Belastungsstörung (wobei in diesem Zusammenhang auch traumatische Erleb
nisse im
Q.___
erwähnt wurden) und anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (
Dr.
R.___
, E. 3.15). Ob eine (natürlich kausale) Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion, eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine
Somatisierungsstörung
oder eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung vor
liegen, kann offen gelassen werden, da -
anders als bei
Ge
sund
heits
schädi
gungen
mit einem klaren unfallbedingten Substrat, bei welchen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel mit dem natürlichen bejaht werden kann (BGE 127 V 102 E. 5b/
bb
mit Hinweisen) - eine besondere
Adä
quanz
prü
fung
vorzunehmen
ist
.
Da
im vorliegenden Fall gestützt auf die medizinischen Akten weder eine Dis
torsion der Halswirbelsäule (HWS) noch eine
schleudertraumaähnliche
Verlet
zung ausgewiesen ist
(vgl.
Urk.
15/32 S. 4)
, hat die Prüfung der Adäquanz nach den in BGE 115 V 133 entwickelten Kriterien zu erfolgen (vgl. vorstehend E.
1.5).
5
.2
Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (Urteil
des Bundesgerichts
8C_356/2007 vom 1
1.
Juni 2008, E. 6.1).
Betreff
end den Unfallhergang
ist dem Polizeirapport vom 2
7.
Januar 2012 (Urk. 15
/
54
)
zu entnehmen
,
dass
der Unfallverursacher infolge unange
passter Geschwindigkeit die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren
,
die Sicher
heitslinie überfahren habe und in der Folge frontal mit dem Beschwerdeführer, welcher hinter einem Postauto
gefahren sei
, kollidiert sei
. Der dem Beschwer
deführer
nachfolgende Autolenker konnte den kollidierten Fahrzeugen nicht ausweichen (S. 13), konnte zwischen diesen jedoch durchfahren, als sie sich nach der Kollision wieder voneinander lösten (S. 10). An allen Autos entstand Sachschaden (S. 5 f., S. 8). Der Beschwerdeführer trug Verletzungen davon, die weiteren an der Kollision Beteiligten nicht (S. 4, S. 8,
S. 10 oben).
Angesichts der Beschreibung des Unfallherganges
sowie der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung
, ist der
Beschwerde
geg
nerin
folgend (vgl. Urk.
14
S.
5
Ziff.
12.3
) davon auszugehen, dass es sich hier
bei um ein Unfallereignis mittlerer Schwere
han
delt.
Denn das Bundesgericht qualifizierte beispielsweise die folgenden Unfälle als
mittelschwer, aber nicht im Grenzbereich zu den schweren liegend: Unfälle, bei welchen das Fahrzeug mit der versicherten Person bei einem Überholma
növer mit circa 100 km/h abrupt abgebremst wurde, dabei ins Schleudern geriet, gegen einen Strassenwall prallte, sich überschlug und auf der Fahrerseite zu liegen kam;
oder
bei welchem
sich
ein Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von c
irca
90 km/h auf einer Autobahn über eine Mittelleitplanke hinweg über
schlug - wobei die versicherte Person hinausgeschleudert wurde - und mit Totalschaden auf der Gegenfahrbahn auf dem Dach zu liegen kam. Auch beim Fahrer eines Personenwagens
,
der mit einer Fahrgeschwindigkeit von 110 km/h die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte, auf den Fahrstreifen für den Gegenverkehr, dann auf das linksseitige Strassenbankett und schliesslich in den Strassengraben abgekommen war, wobei er sich mehrere Male überschlagen hatte, wurde ein mittelschwerer Unfall angenommen, wie auch bei einer Fron
talkollision zweier Personenwagen, wobei die Geschwindigkeit des
unfallverur
sachenden
Personenwagens 30 bis 40 km/h betrug und diejenige des beteiligten Fahrzeugs auf etwa 70 bis 80 km/h geschätzt wurde, und bei der Kollision eines Personenwagens bei einer Fahrgeschwindigkeit von circa 80 km/h mit einem Drahtgitterzaun abseits der Strasse, mit seitlichem Überschlag und Stillstand auf dem Dach liegend im angrenzenden Wiesland, sowie bei einer Frontalkollision, bei der das unfallverursachende Fahrzeug ungebremst mit etwa 100 km/h in ein mit c
irca
80 km/h fahrenden, noch ein Abbrems- und Ausweichmanöver ein
leitenden Personenwagen stiess (
Urteil des Bundesgerichts 8C_617/2010 vom 1
5.
Februar 2011 mit zahlreichen Hinweisen).
Demnach kann die adäquate Unfallkausalität der psychischen Beschwerden nur bejaht werden, wenn min
destens drei der sieben
Adäquanzkritierien
erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt. Dies ist hier einzig aufgrund der somatischen Aspekte des Gesundheitsschadens zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_23/2014 vom 2
6.
März 2014, E. 7 mit Hinweisen).
5
.3
Vorliegend sind w
eder besonders dramatische Begleitumstände noch eine be
sondere Eindrück
lichkeit des
Unfalls
ersichtlich. Zu urteilen ist hierbei objektiv
und nicht aufg
run
d des subjektiven Empfindens des Beschwerdeführers
(Urteil des Bundesgerichts 8C_249/2009 vom 3. August 2009
E. 8.2 mit Hinwe
isen).
Da
bei ist zu beachten, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Krite
riums ausreichen kann. Denn die Unfälle, welchen das Bundesgericht eine be
sondere Eindrücklichkeit zusprach (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_949/2008 vom
4.
Mai 2009, E. 4.2.1 mit zahlreichen Hinweisen), zeichnen sich durch eine besondere Eindringlichkeit und Intensität aus. So handelt es sich um Massen
karambolagen auf der Autobahn oder in einem Autobahntunnel, um ein länge
res Herschieben durch einen Sattelschlepper oder um ein in der 2
9.
Woche schwangeres Unfallopfer.
Demgegenüber spielte sich der
Unfall vom 2
0.
November 2011
nach Lage der Akten weder
unter be
sonders drama
tischen Begleitumständen ab, noch war er besonders ein
drück
lich.
So war sowohl die Polizei als auch die Rettungssanität umgehend an der Unfallstelle und der Be
schwerdeführer wurde ins Spital überführt (vgl.
Urk.
15/54).
Es waren na
mentlich keine relevanten Begleitumstände zu verzeich
nen
, welche die Bejahung dieses Kriteriums gestatten würden.
Der Beschwerdeführer
erlitt
bei der Kollision
keine schweren oder besonders gelager
ten Verletzungen.
Zwar
er
litt der Beschwerdeführer
Frakturen am linken Arm, an beiden Füssen und an beiden Kniescheiben und litt i
m Anschluss an den
Unfall auch an diesbezüglichen Beschwerden, doch ergaben die nach der
operativen Versorgung
durchgeführten
Untersuche
keine relevanten Befunde
. So erlitt der
Be
schwerdeführer
auch
keine
ossären
Verl
etzungen (vorstehend E. 3.2-3.15
).
Die erlittenen Verletzungen sind erfahrungsgemäss denn auch nicht geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen.
Anhaltspunkte für eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung bestehen nicht. Abklärungsmassnahmen und blosse ärztliche Kontrollen sind im Rahmen dieses Kriteriums der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung nicht zu berücksichtigen (Urteile
des Bundesgerichts
8C_698/2008 vom 2
7.
Januar 2009 E. 4.4 und 8C_126/2008 vom 1
1.
November 2008 E. 7.3).
Im Wesentlichen fand
nebst
der operativen Versorgung sowie einer medika
mentösen
Schmerzbehandlung
eine Rehabilitation
mit Physiotherapie
i
n der
D.___
und in der
E.___
statt
,
und es konnte bald von grossen Fortschritten berichtet werden
(vgl. vorstehend E. 3.4).
Das genügt zur Bejahung des Kri
teriums nicht.
Auch das
Kriterium de
r körperlichen Dauerschmerzen kann
zumindest
nicht als
besonders ausgeprägt
erfüllt erachtet werden.
Obwohl der Beschwerdeführer durchwegs über einschränkende Fussbeschwerden klagte, wurden
im Februar
2013
konsolidierte
Frakturen festgehalten, welche durch bildgebende Abklärun
gen bestätigt wurden (vgl. vorstehend E. 3.8). Zudem sind die geklagten Be
schwerden und Einschränkungen nicht
durchwegs durch ärztlich festgestellte Befunde hinrei
chend erklärbar
.
Vielmehr wurden zwischenzeitlich unter ande
rem auch eine
Somitisierungsstörung
beziehungsweise eine
somatoforme
Schmerzstörung diagnostiziert.
Es ist demnach von gewissen
körperlichen Dauerschmerzen
auszugehen; das entsprechende Kriterium wird indes nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt
.
Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim
mer
te, ist weder ersichtlich noch geltend gemach
t worden. Im Gegenteil wurde der Be
schwerdeführer
jederzeit
adäquat behandelt, an jeweilige
Spezialisten über
wie
sen und umfassend medizinisch betreut.
Auch der Heilungsverlauf war gut und komplikationslos.
Zum Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten
Arbeitsun
fäh
i
gkeit ist festzuhalten, dass d
em
Be
schwerdeführer
seit Februar 2013
eine
Tätigkeit
gemäss dem im Austrittsbericht der
D.___
(vgl. vorstehend E. 3.
7)
sowie
von
Dr.
A.___
(vgl. vorstehend E. 3.11)
um
schriebenen
Zumut
barkeitsprofil
ganztägig zumutbar
ist
.
Somit sind
der Grad sowie die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht dermassen hoch, als das Kriterium als erfüllt zu be
trachten wäre.
5
.4
Z
usammenfassend ist festzuhalten,
dass
lediglich
eines der gemäss Rechtspre
chung massgeblichen Kriterien
erfüllt ist, jedoch nicht beson
ders ausgeprägt
,
wes
halb die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem
Un
fallereignis
vom
20
.
November
201
1 und den
geklag
ten psychischen
Be
schwerden
zu ver
nei
nen ist.
Eine allfällige Leistungspflicht der
Beschwerdegeg
nerin
dafür ist
folg
lich zu verneinen, weshalb
auch
auf weitere
psychiatrische
Abklärungen
verzichtet werden kann.
6.
6.1
Bei der Ermittlung des ohne Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommens (
Vali
de
neinkommen
) ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit ohne den Gesundheitsschaden, aber sonst bei unveränderten Ver
hältnissen verdienen würd
e (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E
. 3.b mit Hin
weis). Die Einkommensermittlung hat dabei so konkret wie möglich zu erfolgen, so dass in der Regel vom letzten Lohn, welchen der Versicherte vor Eintritt des Gesundheitsschädigung erzielt hat, auszugehen ist (Urteil
des
Bundesgerichts
I 716/00
vom 20. November 2001
,
E. 3.a).
Damit hat sich das
Valideneinkom
men
grundsätzlich am zuletzt verdienten Monatslohn zu orientieren. Es können für die Bemessung des Einkommens ohne Invalidität allerdings auch
regelmäs
sig
ausgerichtete
Über
stundenentschädigungen
berücksichtigt werden, wenn es sich um Entgelt mit Lohncharakter und nicht um Spesenentschädigungen han
delt (RKUV 1989 Nr. U 69 S. 180; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 400 S. 381 sowie - für die Invalidenver
sicherung - AHI 2002 S. 155). Da aber die
Invaliditäts
schä
tzung
der dauernd oder für längere Zeit bestehenden Erwerbsunfähigkeit entsprechen muss, bildet Voraussetzung für die Berücksichtigung eines derarti
gen Zusatzeinkommens, dass die versicherte Person aller Voraussicht nach da
mit hätte rechnen können.
Massgebend
ist nach dem im
Sozialversiche
rungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b), ob die versicherte Person aufgrund ihrer konkreten erwerbli
chen
Situation und ihres tatsächlichen Arbeitseinsatzes vor dem Unfall wahr
schein
lich
weiterhin ein Zusatzeinkommen zufolge Überstundenarbeit hätte er
zielen kön
nen; die
blosse
Möglichkeit dazu genügt nicht (RKUV 1989 Nr. U 69 S. 180 f.).
6.2
Auszugehen ist
somit vom letzten Verdienst des Beschwerdefüh
rers als
Produk
tionsmitarbeiter
von Kunststoffteilen
.
Die
Y.___
, bei welcher der Be
schwerdeführer angestellt war, erklärte am
1
7.
Januar 2013, im Jahre 2013 würde der Beschwerdeführer einen Grundlohn von
Fr.
4‘400.-- im Monat sowie einen 1
3.
Monatslohn von
Fr.
2‘200.
--
erhalten
(vgl.
Urk.
15/125)
.
Im ange
fochtenen
Einspracheentscheid
war die Beschwerdegegnerin von einem
zusätz
lichen
durchsc
h
nittlichen
jährlichen
Einkommen aus
Überzeit
in der Höhe von
Fr.
7‘866.
--
ausgegangen
und stützte sich dabei auf die Angaben der Arbeitge
berin des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
15/15).
Bei Berücksichtigung sämtlicher Umstände wie der Anstellungsdauer sowie des Arbeitseinsatzes des Beschwer
deführers kann mit dem im
Sozialversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden,
dass der Be
schwerdeführer weiterhin und auch über eine längere Zeit Überstunden im gleichen Rahmen wie bis anhin geleistet hätte und dass dies in späteren
Ar
beitseinsätzen
auch möglich gewesen wäre. Die Beschwerdegegne
rin hat daher zu Recht bei der
Berechnung des
Valideneinkommens
das durchschnittliche Einkommen aus Überzeit von
Fr.
7‘866.-- mitberücksichtigt.
Damit ist das von der Beschwerdegeg
ne
rin ermittelte
Valideneinkommen
von
Fr.
62‘866.
-- für das Jahr 2013
nicht
zu beanstanden
;
es
wurde im Übrigen vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten.
6.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E.
2a).
6.4
Angesichts der Zumutbarkeit einer
100%igen
behinderungsangepassten Tätig
keit steht dem Beschwerdeführer auch bei Beachtung der
im
Bericht der
D.___
sowie im
Gutachten
von
Dr.
A.___
genannten Einschrän
kungen eine breite Palette von Tätigkeiten offen.
Es recht
fertigt sich
somit
unter Beachtung sämtlicher Einschränkungen (
nur
noch leichte, wechselbelastende oder vorwiegend sitzende Tätigkeiten ohne Schläge und Vibrationen den linken Arm betreffend, ohne wiederholte Einnahme von Zwangshaltungen wie Knien, Kauern oder Hocken, ohne längerdauerndes Gehen und Stehen, ohne Gehen auf unebenem Gelände, ohne wiederholtes Treppensteigen und ohne Besteigen von Leitern
) für die Bemessung des
Invaliden
einkommens
mit der Beschwerdegegnerin
auf den stan
dardisierten Durchschnittslohn für einfache und repe
titive Tätigkeiten in sämtli
chen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors
abzu
stellen (LSE 20
10
, S. 26, Tabellengruppe TA1, Rubrik „Total“, Niveau 4).
6.5
Das im Jahr 2010 von Männern im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug pro Monat Fr. 4'901.-- (LSE 2010, S. 26, Tab. TA1, Rubrik „Total“, Niveau 4), mithin Fr. 58'812.
im Jahr (Fr. 4'901.-- x 12). Der durchschnittlichen wöchen
tlichen Arbeitszeit im Jahr 2012
von 41.
7
Stun
den (Die
Volkswirtschaft
12-2013 S. 90
Tabelle B9.2 Rubrik „Total“)
ange
passt
(Fr. 58'812.-- : 40 x 41.
7
=
Fr.
61‘311.51
)
und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 1
%
für das Jahr 2011 und von je 0.8
%
für
die
Jahr
e
2012 und 2013 (Die Volkswirtschaft 12-2013, S. 91 Tabelle B10.2 Nomi
nal Total)
resultiert
somit
ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr.
62‘919
.-- (
Fr. 61’
311
.
51
x
1.01 x
1
.
00
8
x 1.008
).
6.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
6.7
Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer einen behinderungsbedingten Abzug von 15
%
(vgl.
Urk.
2 S. 7 oben), was angesichts
der Ein
schränkungen und
der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit
en
als angemessen erscheint. Damit resul
tiert ein hypothetisches Invalideneinkommen in der Höhe von
Fr.
53‘481.-- (
Fr.
62‘919.-- x 0.85).
6.
8
Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen
Saisonnierstatus
) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der
Invaliditätsbe
messung
nach
Art.
16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren
Ein
kommensniveau
begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen
entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleich
mässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des
Valideneinkommens
durch eine entspre
chende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statisti
schen Wertes erfolgen (BGE 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen). Eine Parallelisierung ist indessen nur vorzunehmen, wenn die Differenz zum massgebenden Durchschnitt deutlich ist.
Deutlich unterdurchschnittlich im Sinne von
BGE 134 V 322
E. 4 ist der tatsächlich erzielte Verdienst, wenn er mindestens 5
%
vom branchenüblichen LSE-Tabellenlohn abweicht (vgl.
BGE 135 V 297
E. 6.1.2).
Die Parallelisierung der Einkommen trägt somit dem Umstand Rechnung, dass die versicherte Person
als Invalide
realistischerweise
nicht den Tabellenlohn er
zielen kann, weshalb ein entsprechend tieferes
Invalideneinkommen
anzuneh
men ist (BGE 135 V 58 E. 3.4.3, Urteil des Bundesgerichts 9C_488/2008 vom
5.
September 2008 E. 6.4, zusammengefasst in: SZS 2008 S. 570; Urteile des Bundesgerichts I 428/04 vom
7.
Juni 2006 E. 7.2.2; I 630/02 vom 5. Dezember 2003 E. 2.2.2). Kann tatsächlich oder
zumutbarerweise
ein durchschnittliches Invalideneinkommen erzielt werden, dann besteht kein Grund, ein aus wirt
schaft
lichen Gründen unterdurchschnittliches
Valideneinkommen
auf ein durchschnittliches hochzurechnen. Denn mit einer solchen Vorgehensweise würden in gesetzwidriger Weise Einkommenseinbussen berücksichtigt, die nicht gesundheitlich bedingt sind. Entsprechend der gesetzlichen Regelung ist somit das (zumutbare) Invalideneinkommen nicht demjenigen Einkommen gegenüber
zustellen, das ohne Gesundheitsbeeinträchtigung bei vollständiger Ausschöp
fung des wirtschaftlichen Potenzials
zumutbarerweise
hätte erzielt werden kön
nen, sondern demjenigen, das konkret erzielt worden wäre (BGE 135 V 58 E.
3.4.3 in
fine
).
Sind die Voraussetzungen der
Einkommensparallelisierung
erfüllt, weil die versi
cherte Person aus invaliditätsfremden Gründen infolge fehlender Berufs
ausbil
dung und mangelhafter Sprachkenntnisse ein unterdurchschnittliches
Valideneinkommen
erzielt hatte, welches um mindestens 5
%
unter dem bran
chenüblichen LSE-Tabellenlohn liegt, so vermögen dieselben Faktoren
praxis
gemäss
nicht zusätzlich auch noch einen Leidensabzug zu begründen
(vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2)
.
Bei der Durchführung der Parallelisierung ist mit Blick auf eine dem Grundsatz der Rechtsgleichheit genügende Invaliditätsgradermittlung zu vermeiden, dass diese - bei einer kontinuierlich ansteigenden Differenz zwischen tatsächlich er
zieltem Lohn und branchenüblichem Durchschnittseinkommen - ab Erreichen des
Erheblichkeitsgrenzwertes
von mindestens 5
%
gegebenenfalls eine sprung
hafte Erhöhung des Invaliditätsgrades zur Folge hat. Es ist daher nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung den
Erheb
lichkeitsgrenzwert
von 5
%
übersteigt, bezweckt doch die Parallelisierung
pra
xisgemäss
nur die Ausgleichung einer deutlichen - also nicht jeder kleinsten - Abweichung des tatsächlich erzielten Verdienstes vom tabellarisch bestimmten branchenüblichen Referenzeinkommen (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.3).
6.9
Vorliegend gewährte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer einen zu
sätzlichen Abzug von 3
%
vom ermittelten hypothetischen Invalideneinkommen mit der Begründung, dass er heute als Produktionsmitarbeiter in der Kunststoffbranche ohne Unfall
Fr.
62‘866.-- (vgl. vorstehend E. 6.2) verdienen würde. Dieses Einkommen liege 8
%
unter dem branchenüblichen Einkommen, da ein mit einfachen und repetitiven Aufgaben beschäftigter Mann in dieser Branche
gemäss
LSE 2010 durchschnittlich
Fr.
67‘989.-- verdienen würde (vgl.
Urk.
15/158,
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer machte diesbezüglich geltend, der Lohn aus Überzeit habe bei der Parallelisierung unberücksichtigt zu bleiben
, und das bereinigte
Valideneinkommen
liege damit 14
%
unterhalb des
unbestrittenen
branchenüb
lichen Lohnes
von
Fr.
67‘989.--
(
Urk.
1 S. 8 f.).
Diesem
Einwand des Beschwer
deführers kann nicht ge
folg
t werden. So
ist bei der Rentenberechnung und insbesondere auch bei der Prüfung, ob allenfalls eine Parallelisierung der Ein
kommen vorzunehmen sei, der Rechtsprechung folgend auf das
Validenein
kommen
, demnach auf jenes Einkommen, welches der Beschwerdeführer ohne Unfall erzielen würde, abzustellen.
Dieses Einkommen beläuft sich vorliegend auf
Fr.
62‘866.--, was vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wurde (vgl. vorstehend E. 6.2).
Es kann somit nicht angehen, bei der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen von einem
Valideneinkommen
inklusive Lohn für
Überzeit auszugehen,
im Rahmen der Parallelisierung
hingegen
ein merklich tieferes
Valideneinkommen
anzunehmen.
Vielmehr ist im Sinne der Rechtsprechung in jedem Fall vom gleichen
Valideneinkommen
auszugehen. Das
Vorgehen der Beschwerdegegnerin
, dem Beschwerdeführer einen weiteren Abzug von 3
%
infolge Parallelisierung
zu
gewähre
n
, ist
demnach
nicht zu beanstanden
, zumal der Abzug angesichts der Angaben in der LSE 2010, Tabelle TA1,
Ziff.
22, Niveau 4 zugunsten des Beschwerdeführers ausfällt.
Es ist somit
von einem hypothetischen Invalideneinkommen in der Höhe von
Fr.
51‘876.
--
(53‘481.-- x 0.97) auszugehen
.
6.10
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr.
62‘866.--
mit dem
Invalidenein
kommen
von
Fr.
51‘876.--
ergibt e
ine Einkommenseinbusse von Fr. 10
'
990.-- und damit einen Invaliditätsgrad von 17
%
.
D
er von der Beschwerdegegne
rin errechnete Invaliditätsgrad
ist
somit
nicht
zu
beanstanden.
7.
Bezüglic
h der Höhe der
Integritätsentschädigung ist der
Einspracheentscheid
entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ebenfalls nicht zu bean
standen.
Gemäss
der ärztlichen Beurteilung durch Kreisarzt
Dr.
F.___
(vgl.
kreis
ärztliche
Beurteilung vom 1
2.
März 2013,
Urk.
15/145
;
vorstehend E. 3.8) ist die
Erheblichkeitsgrenze
für einen Integritätsschaden erreicht und auf insgesamt 30
%
(10
%
für den Ellbogen, 5
%
pro Knie, 5
%
pro
Fuss
)
festzulegen.
Die
Beurteilung des
Integritätsschaden
s
durch
Dr.
F.___
beruht auf eingeholtem Bildmaterial und ist nachvollziehbar und plausibel begründet
. So
liessen
sich
bezüglich der
Füsse
bildgebend lediglich
beidseits beginnende beziehungsweise leichte degenerative Veränderungen nachweisen. Kreisarzt
Dr.
F.___
ging indes davon aus,
dass aufgrund des Verletzungsmusters in Zukunft zumindest von einer
mässigen
Arthrose auszugehen sei. Er hat in diesem Sinne zu Gunsten des Beschwerdeführers den Integritätsschaden abstellend auf einen erst in Zukunft eintretenden Gesundheitsschaden geschätzt.
Dieses Vorgehen ist nicht zu bean
standen
.
Sodann vermochten auch d
ie anderslautenden Beurteilungen durch
Dr.
I.___
(vgl. vorstehend E. 3.9) und
Dr.
A.___
(vgl. vorstehend E. 3.11
) eine abweichende Ermessensausübung nicht als naheliegender erscheinen
lassen
.
So bleibt insbesondere abzuwarten, ob sich künftig je eine schwere Arthrose ent
wickeln wird, wie dies
Dr.
I.___
ausführte. Sollte künftig eine unfallbedingte schwere Arthrose dia
gnostiziert werden, steht es dem
Beschwerdeführer frei, allfällige weitere Ansprüche bei der Beschwerdegegnerin anzumelden.
Weiter berücksichtigte Kreisarzt
Dr.
F.___
auch bei den Knien
eine
zu erwartende Ver
schlimmerung im Sinne einer
mässiggradigen
Arthrose
. In Bezug auf den linken Ellbogen
wurden sowohl die Bewegungseinschränkung als auch die aufgrund der
Fragmentstellung
zu erwartende Arthrose
und Verschlimmerung
von Kreis
arzt
Dr.
F.___
ausdrücklich erwähnt und dementsprechend bei der Beurteilung mitberücksichtigt.
Basierend auf den
bildgebenden Abklärungen der
H.___
kann die kreisärztliche Schätzung des Integritätsschadens nicht bean
standet werden, weshalb a
uf weitere
Abklärungen
verzichte
t werden kann
(BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d)
.
8.
8.1
Dem Antrag des Beschwerdeführers, ihm seien die Honorarkosten von
Dr.
A.___
in der Höhe von Fr. 2‘900.-- sowie für den Arztbericht der
B.___
in der Höhe von
Fr.
250.-- zu entschädigen (Urk. 1 S. 2
Ziff.
4 und
Urk.
7 S. 2
Ziff.
5), kann nicht entsprochen werden. Dieses Privatgutachten von Dr.
A.___
sowie der Arztbericht des behandelnden Psychiaters
trug
en
im vor
liegenden Verfahren
nichts
Wesentliches
zur
Entscheidfin
dung
bei. Es handelt sich demnach um unnötige Prozesskosten, welche derje
nige zu bezahlen hat, der sie verursacht hat
, mithin der Beschwerdeführer (§ 28
lit
. a
GSVGer
in Ver
bindung mit Art. 108 der Schwei
zerischen Zivilprozessord
nung).
8.2
Zusammenfassend
erweist sich der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom
3.
Juli 2013 in sämtlichen Punkten als rechtens, weshalb die dagegen er
hobene Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Rainer
Deecke
-
Rechtsanwalt Reto Bachmann
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundes
gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
hal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchüpbach