# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 467601a6-5b58-5c99-8bcd-03e2d3398ca4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 29.07.2010 ST.2010.181
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2010-181_2010-07-29.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION III 
 DES KANTONS ZÜRICH 
 
 

 
3 ST.2010.181 
3 DB.2010.133 
 
 
 

Entscheid 
 
 

29. Juli 2010 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichterin Micheline Roth und Sekretärin Silvia Weigold 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
 
 Rekurrentin/ 
 Beschwerdeführerin,  
 
 
 

gegen 
 
 
 
1. S ta at  Zür i c h ,   
 Rekursgegner,  
2. S c hw eizer i sc he  E i dge nosse nsc haf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Einschätzung 2008 und Direkte Bundessteuer 2008 
 
 

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3 ST.2010.181 
3 DB.2010.133 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (nachfolgend die Pflichtige) deklarierte in ihrer Steuererklärung 2008 ein 

steuerbares Einkommen von Fr. 62'278.- (Staats- und Gemeindesteuer) bzw. 

Fr. 66'049.- (direkte Bundessteuer) sowie ein steuerbares Vermögen von Fr. 54'354.-. 

Dabei machte sie Berufsaulagen in der Höhe von Fr. 9'379.- geltend. Darin enthalten 

waren unter anderem die Kosten für die Benützung eines Motorfahrzeugs für den Ar-

beitsweg in der Höhe von Fr. 4'992.-. Des Weiteren machte sie bei der Staats- und 

Gemeindesteuern einen Unterstützungsabzug in der Höhe von Fr. 2'500.- sowie den 

damit einhergehenden zusätzlichen Abzug für Versicherungsprämien in der Höhe von 

Fr. 1'200.- für ihre Mutter geltend. 

 

 Demgegenüber erwog die Steuerkommissärin im Einschätzungsentscheid für 

die Staats- und Gemeindesteuern 2008 vom 15. April 2010, dass die Voraussetzungen 

für den Abzug der Autokosten nicht erfüllt und deshalb nur die berufsbedingt notwendi-

gen monatlichen Abonnementskosten 2. Klasse des öffentlichen Verkehrs abzugsfähig 

seien. Zudem verweigerte sie den Unterstützungsabzug. Aufgrund dieser Erwägungen 

wurde das steuerbare Einkommen auf Fr. 68'985.- (Staats- und Gemeindesteuer)  

erhöht, das steuerbare Vermögen wurde gemäss Deklaration festgesetzt. Mit Hinweis 

vom 15. April 2010 wurde das steuerbare Einkommen bei der direkten Bundessteuer 

gestützt auf die gleichen Erwägungen mit Fr. 69'685.- veranlagt. 

 

 

 B. Dagegen erhob die Pflichtige am 10. Mai 2010 Einsprache und beantragte, 

den Abzug der Kosten für den Arbeitsweg aufgrund Fehlen eines öffentlichen Ver-

kehrsmittels im Umfang von Fr. 4'992.- (240 x 32km x Fr. 0.65) sowie den Unterstüt-

zungsabzug für die Pflege ihrer Mutter zu gewähren. Das kantonale Steueramt wies 

diese Einsprachen mit Entscheiden vom 2. Juni 2010 ab. 

 

 

 C. Mit Rekurs vom 21. Juni 2010 verlangte die Pflichtige die Gewährung des 

Abzugs für die Autokosten infolge Fehlens eines öffentlichen Verkehrsmittels sowie 

Zeitersparnis über einer Stunde. Der vor der Vorinstanz noch streitige Unterstützungs-

abzug wird von der Pflichtigen nicht mehr geltend gemacht. 

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 Mit Rekurs- bzw. Beschwerdeantwort vom 7. Juli 2010 hielt das kantonale 

Steueramt an seiner Rechtsauffassung fest.  

 

 Auf die Parteivorbringen wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden 

Urteilsgründen eingegangen. 

 

 

 

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Gemäss § 26 Abs. 1 lit. a des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) 

bzw. Art. 26 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 

14. Dezember 1990 (DBG) können unselbstständig Erwerbstätige u.a. die notwendigen 

Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte von den gesamten steuerbaren 

Einkünften abziehen. Laut § 26 Abs. 2 StG legt die Finanzdirektion für die Berufskosten 

gemäss § 26 Abs. 1 lit. a - c StG Pauschalansätze fest; im Fall von lit. a und c steht 

dem Steuerpflichtigen der Nachweis höherer Kosten offen. Eine analoge Regelung 

sieht Art. 26 Abs. 2 DBG vor.  

 

 Das Eidgenössische Finanzdepartement hat gestützt auf Art. 26 Abs. 2 DBG 

die Verordnung über den Abzug von Berufskosten der unselbstständigen Erwerbstätig-

keit bei der direkten Bundessteuer vom 10. Februar 1993 (in der für die Steuerperiode 

2008 geltenden Fassung vom 21. Juli 2008; ZStB II Nr. 63/012 und Nr. 63/041, nach-

folgend Berufkostenverordnung) erlassen. Gemäss Art. 5 Abs. 2 Berufskostenverord-

nung sind bei Benützung privater Fahrzeuge als notwendige Kosten die Auslagen ab-

ziehbar, die bei Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel anfallen würden. Steht kein 

öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung oder ist dessen Benützung objektiv nicht 

zumutbar, so können die Kosten des privaten Fahrzeugs gemäss den Pauschalen 

nach Art. 3 abgezogen werden. Der Nachweis höherer berufsnotwendiger Kosten 

bleibt vorbehalten (Abs. 3). Im erwähnten Anhang sind die Fahrkosten privater Fahr-

zeuge auf Fr. -.65 pro Fahrkilometer festgesetzt worden.  

 

 In Bezug auf die Staats- und Gemeindesteuer enthält die Verfügung der  

Finanzdirektion vom 23. Oktober 2006 über die Pauschalierung von Berufsauslagen 

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Unselbständigerwerbender bei der Steuereinschätzung (ZStB I Nr. 17/202) eine nahe-

zu identische Regelung:  

 

I. Unselbstständigerwerbende können als notwendige Berufsauslagen im Sinn 
von § 26 StG ohne besondere Nachweise geltend machen:  

 
 1. Für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte: 
 

a) bei ständiger Benützung öffentlicher Verkehrsmittel (Bahn, Schiff, Strassen-
bahn, Autobus) die notwendigen Abonnementskosten 
 
b) (…) 
 
c) bei ständiger Benützung eines Motorrades oder Autos die Abonnementskos-
ten des öffentlichen Verkehrsmittels  
 
Die Kosten für das private Motorfahrzeug können nur ausnahmsweise geltend 
gemacht werden:  
 

 wenn ein öffentliches Verkehrsmittel fehlt, d.h. wenn die Wohn- oder Ar-
beitsstätte von der nächsten Haltestelle mindestens 1 km entfernt ist oder 
bei Arbeitsbeginn oder -ende kein öffentliches Verkehrsmittel fährt; 

 

 wenn sich mit dem privaten Motorfahrzeug eine Zeitersparnis von über einer 
Stunde (gemessen von der Haustüre zum Arbeitsplatz und zurück) ergibt; 

 

 soweit der Steuerpflichtige auf Verlangen und gegen Entschädigung des 
Arbeitgebers das private Motorfahrzeug ständig während der Arbeitszeit 
benützt und für die Fahrten zwischen der Wohn- und Arbeitsstätte keine 
Entschädigung erhält; 

 

 (…) 
 

In diesen Fällen können zum Abzug geltend gemacht werden: 
(…)  
für Auto 65 Rp. pro Fahrkilometer. 

 

 b) Fahrkosten im Sinn von Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG bzw. § 26 Abs. 1 lit. a StG 

stellen steuermindernde Umstände dar, welche gemäss den allgemeinen Beweislast-

regeln von den Steuerpflichtigen darzutun und nachzuweisen sind (vgl. VGr, 

4. November 1992, SB 92/0026; RB 1987 Nr. 35, auch zum Folgenden). Der Steuer-

pflichtige hat bis zum Ablauf der Rekursfrist eine substanziierte Sachdarstellung zu 

liefern und die zum Beweis für seine Darstellung erforderlichen Beweismittel einzurei-

chen oder zumindest anzubieten (RB 1975 Nr. 55, 1986 Nr. 49). Fehlt es an einer hin-

reichenden Sachdarstellung oder Beweismittelofferte, trifft die Rekurskommission keine 

weitere Untersuchungspflicht. Eine fehlende Substanziierung kann nicht in einem  

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Beweisverfahren nachgeholt werden (RB 1980 Nr. 69). Substanziiert ist eine Sachdar-

stellung dann, wenn aus ihr im Einzelnen Art, Motiv und Rechtsgrund der geltend  

gemachten Aufwendungen in der Weise hervorgehen, dass bereits gestützt darauf 

– aber unter Vorbehalt der Beweiserhebung – die rechtliche Beurteilung der Abzugs-

fähigkeit solcher Aufwendungen möglich ist. Fehlt es an einer in diesem Sinn genü-

genden Substanziierung, hat die Rekurskommission von sich aus keine Untersuchung 

zu führen, um sich die erforderlichen Grundlagen zu beschaffen (RB 1975 Nr. 64), und 

hat eine Beweisabnahme zu unterbleiben mit der Wirkung, dass es dem Grundsatz 

nach bei der Nichtanerkennung des geltend gemachten Berufsaufwands sein Bewen-

den haben muss (RB 1987 Nr. 35).  

 

 

 2. a) Vorliegend macht die Pflichtige zur Bestreitung des Arbeitswegs Auto-

kosten im Umfang von Fr. 4'992.- (240 x 32 km x Fr. 0.65) geltend. Als Begründung 

bringt sie vor, es fehle ein öffentliches Verkehrsmittel und zudem erreiche sie durch die 

Benützung des privaten Fahrzeugs eine Zeitersparnis von über einer Stunde pro Tag 

beim Zurücklegen des Arbeitswegs. Ersterer von der Pflichtigen vorgebrachte Grund, 

welcher die Benützung des privaten Fahrzeugs rechtfertigten würde, ist bereits an die-

ser Stelle als nicht stichhaltig abzulehnen. Gemäss den eigenen Ausführungen der 

Pflichtigen befindet sich elf Minuten von ihrer Haustüre entfernt eine Bushaltestelle. 

Gemäss Angaben des Internets sowie auch der im Rekurs durch die Pflichtige einge-

reichten Belege beträgt die Gehdistanz sogar nur sechs Minuten (www.maps. 

google.ch). Bei dieser Bushaltestelle handelt es sich um jene der Buslinie E, welche im 

Halbstundentakt verkehrt (www.zvv.ch). Der Wohnort der Pflichtigen, B ist mit öffentli-

chen Verkehrsmitteln (Bus, je im Halbstundentakt) somit entgegen der Ansicht der 

Pflichtigen als genügend erschlossen zu betrachten. 

 

 b) Aus den von der Pflichtigen eingereichten mit dem Routenberechnungspro-

grammen "google maps" und "Fastest route" erstellten Aufstellungen gehen die gefah-

rene Route sowie die Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fast metergenau 

hervor. Anfangs- und Endpunkt des Arbeitswegs sind durch die Adressangaben ein-

deutig identifiziert, die von der Pflichtigen behauptete durchschnittliche Fahrtdauer mit 

dem Auto ergibt sich minutengenau aus den eingereichten Fahrzeit-Berechnungen. Im 

weitern wurde die Berechnung der Reisezeit mit der Bahn von der Pflichtigen selber 

eingereicht und in der Folge nie in Frage gestellt. Die Wegzeit bei Zurücklegen des 

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Arbeitswegs mittel den öffentlichen Verkehrsmitteln beträgt 43 Minuten (recte: 44 Minu-

ten). Sie setzt sich zusammen aus einem Fussweg von der Haustüre am weg 44 in B 

zur Bushaltestelle B (6 Minuten), der Busfahrt zum Bahnhof C (8 Minuten), der Umstei-

gezeit mittels Fussmarsch auf die S-Bahn Richtung D (7 Minuten), der Zugsfahrt (18 

Minuten) sowie dem Fussmarsch zur Arbeitsstelle an der strasse 606 in D (5 Minuten). 

Die Pflichtige bringt jedoch vor, dass die Zeitangaben betreffend die Fussstrecken nicht 

der Wahrheit entsprächen. Vielmehr liege ihre Wohnadresse 490 m. ü. Meer, weshalb 

es praktisch 11 Minuten bis zur Bushaltestelle seien. Ebenso betrage die Strecke vom 

Bahnhof D zur Arbeitsstelle zu Fuss 7 Minuten und nicht wie angegeben 5 Minuten. So 

kommt sie auf eine totale Wegzeit von 51 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Hingegen habe man mit dem Auto bloss 18 Minuten, um die Strecke zurückzulegen. 

Bei dieser Berechnung lässt die Pflichtige jedoch ausser Acht, dass auch die Strecke 

von der Haustüre bis zum Auto sowie vom Parkplatz an der Arbeitsstelle bis zu dieser 

mit einzubeziehen ist, weshalb es angebracht ist, ein Zuschlag von mindestens drei 

Minuten zu berücksichtigen. Dies führt zu einer totalen Reisezeit mit dem Auto von 21 

Minuten.  

 

 c) Die Aussagen der Pflichtigen, wonach sie für die Wegstrecken jeweils län-

ger brauche, als dies im von ihr eingereichten Internetauszug (www.maps.google.ch) 

angegebenen wird, sind rein subjektiver Natur. Dem ist entgegenzuhalten, dass bei der 

Berechnung der Fahrzeit mit dem Auto allfällige Staus, welche auf der A1 Richtung D 

gerichtsnotorisch sind, sowie die Wartezeiten an Lichtsignalanlagen nicht mitberück-

sichtig sind. Wieso als zugunsten der Pflichtigen subjektive Aspekte wie langsames 

Gehen anzurechen, nicht aber beim Fahrtweg mit dem Auto auf die objektiven und 

bekannten Verzögerungen abgestellt werden soll, ist nicht ersichtlich. Es bestehen 

schliesslich keine Anhaltspunkte dafür und es werden von der Pflichtigen auch keine 

solchen vorgebracht, dass sie nicht in der Lage war, die kurzen Distanzen zwischen 

Bahnhof und Arbeitsort bzw. Wohnung im für Pendler üblichen, zügigen Tempo zu-

rückzulegen. Es rechtfertigt sich deshalb beide Male auf die objektive Berechnung der 

Strecken durch www.maps.google.ch abzustellen. Gemäss diesen beträgt die Zeit mit 

dem Auto 21 Minuten (unter Berücksichtigung des Wegs zum Parkplatz bzw. zur Ga-

rage), jene mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 43 Minuten (recte: 44 Minuten). Die 

Zeitersparnis bei Benützung des privaten Motorfahrzeugs belief sich damit pro Tag auf 

unter 60 Minuten, weshalb der Abzug der entsprechenden Kosten nach der weiter 

oben zitierten Verfügung betreffend die Berufsauslagen ausgeschlossen ist.  

http://www.maps.google.ch/
http://www.maps.google.ch/

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 3. Gestützt auf diese Erwägungen ist der Rekurs bzw. die Beschwerde abzu-

weisen. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten der Pflichtigen aufzuerlegen 

(Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). 

 

 

 

Demgemäss erkennt die Einzelrichterin: 

 

 

1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

[…]