# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a3bf1b0-1863-5b33-8589-c61daf8f1c01
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 29.09.2020 U 2020 94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2020-94_2020-09-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 20 94

1. Kammer 

Vorsitz Audétat
Richter Racioppi, von Salis 
Aktuar ad hoc Fässler

URTEIL

vom 29. September 2020

in der Streitsache

Bundesamt für Justiz BJ,
Beschwerdeführer

gegen 

Grundbuchinspektorat und Handelsregister Graubünden,
Beschwerdegegner

und

A._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Riet A. Ganzoni,

Beschwerdegegnerin

betreffend Grundstückerwerb durch Personen im Ausland (Kostenent-
scheid)

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Mit Urteil 2C_947/2018 vom 10. August 2020 hiess das Bundesgericht die 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten des Bundesamtes 

für Justiz gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubün-

den U 18 1 vom 28. August 2018 in Sachen Grundstückserwerb durch Per-

sonen im Ausland gut und hob das betreffende Verwaltungsgerichtsurteil 

auf. Das Bundesgericht wies das Grundbuchinspektorat und das Handels-

register des Kantons Graubünden in Dispositivziffer 1 an, die Bewilligung 

zum Erwerb des Grundstücks Nr. _____ in der Gemeinde X._____ im 

Sinne der Erwägungen zu verweigern. Für das bundesgerichtliche Verfah-

ren hatte der Kanton Graubünden den Beschwerdeführer mit Fr. 3'000.-- 

zu entschädigen (vgl. Dispositivziffer 2). Es wies die Angelegenheit zur 

Neuregelung des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens an das Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden zurück (vgl. Dispositivziffer 3).

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch entscheiden, 

also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber kassatorisch, also 

den angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder die Angelegenheit an 

die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich verfügende Behörde zur Neube-

urteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das 

Bundesgericht [BGG; SR 173.110]); vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwal-

tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1640; m.w.H. DORMANN, in: NIGGLI/UEBERSAX/

WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesge-

richtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 107 Rz. 12 ff.). Dabei kann das Bun-

desgericht nach Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG auch die Kosten und/oder 

die Entschädigungen des vorangegangenen Verfahrens anders verteilen. 

Es weist die Angelegenheit dabei entweder an die Vorinstanz zurück, damit 

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diese über die Kostenverteilung entscheidet oder entscheidet selbst 

(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658; GEISER, in: NIGGLI/UEBERSAX/WI-

PRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichts-

gesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 67 Rz. 5 und Art. 68 Rz. 24 f.). Bei einer 

Rückweisung sind die Vorgaben, insbesondere die entscheidwesentlichen 

Erwägungen, des Bundesgerichts für die Vorinstanz verbindlich (KÖLZ/HÄ-

NER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, in: NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCH-

TIGER/KNEUBÜHLER, a.a.O., Art. 107 Rz. 18; vgl. auch BGE 143 IV 214 

E.5.3.3 m.H.a. 135 III 334 E.2.1).

2. Somit sind laut der verbindlichen Anordnung des Bundesgerichts entspre-

chend dem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten und die ausserge-

richtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren U 18 1 von dem 

Verwaltungsgericht in Anwendung von Art. 73 und Art. 78 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) neu zu verlegen.

3. Im Urteil U 18 1 hat das Verwaltungsgericht die Gerichtskosten in der Höhe 

von Fr. 2'485.-- (Staatsgebühr: Fr. 2'000.-- sowie Kanzleiauslagen: 

Fr. 485.--) dem Bundesamt für Justiz zur Bezahlung auferlegt. Weiter 

wurde das Bundesamt für Justiz verpflichtet, A._____ aussergerichtlich mit 

Fr. 3'392.55 zu entschädigen.

4. Da der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde vor Bundesgericht durch-

gedrungen ist, ist er im Verfahren U 18 1 vor dem Verwaltungsgericht so 

zu stellen, als hätte er obsiegt. Deshalb gehen die Gerichtskosten neu in 

Anwendung von Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG im Umfang von Fr. 2'485.-- je 

hälftig zu Lasten von A._____ und des Kantons Graubünden (Grundbuch-

inspektorat und Handelsregister). Eine Parteientschädigung wird nicht ge-

sprochen (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens vor Verwaltungsgericht von 

total Fr. 2'485.-- gehen je hälftig zu Lasten von A._____ und des Kantons 

Graubünden (Grundbuchinspektorat und Handelsregister). Die jeweiligen 

Kostenanteile sind innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheides an die 

Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

2. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]