# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4677a844-910b-584f-b3c4-0566a05bbb68
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 08.12.2025 WBE.2025.142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2025-142_2025-12-08.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

2. Kammer 

 

WBE.2025.142 / sa / we 
ZEMIS [***], ZEMIS [***],  

ZEMIS [***]; (E.2024.106)  

Art. 81 

 

Urteil vom 8. Dezember 2025 
 

 

Besetzung  Verwaltungsrichter Busslinger, Vorsitz  

Verwaltungsrichter Clavadetscher  

Verwaltungsrichterin Stierli 

Gerichtsschreiberin i.V. Angliker  

 

 
   

Beschwerde-

führer 1 

 A._____, geboren am tt.mm.jjjj, von Nordmazedonien,  

 

Beschwerde-

führerin 2 

 B._____, geboren am tt.mm.jjjj, von Nordmazedonien, 

 

Beschwerde-

führerin 3 

 C._____, geboren am tt.mm.jjjj, von Nordmazedonien 

 

alle vertreten durch lic. iur. Burim Imeri, Rechtsanwalt, 

Schaffhauserstrasse 57, Postfach, 4332 Stein AG   

 

gegen 

 

  Amt für Migration und Integration Kanton Aargau, Rechtsdienst, 

Bahnhofplatz 3C, 5001 Aarau    

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Widerruf Aufenthaltsbewilligung 

EU/EFTA und Wegweisungen 

 

Entscheid des Amtes für Migration und Integration vom 27. Februar 2025 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

Der Beschwerdeführer 1 reiste am 17. September 2022 in die Schweiz ein 

und erhielt hier aufgrund einer vorgelegten slowenischen Identitätskarte 

sowie unbefristeten Arbeitsverträgen vom 19. September 2022 respektive 

vom 29. November 2022 eine bis zum 30. September 2027 gültige Aufent-

haltsbewilligung EU/EFTA (Akten des Amtes für Migration und Integration 

betreffend Beschwerdeführer 1 [MI1-act.] 1 ff., 11). 

 

Am 4. Juli 2023 stellte der Beschwerdeführer 1 ein Familiennachzugs-

gesuch für seine Ehefrau B._____ (Beschwerdeführerin 2, geb. tt.mm.jjjj) 

sowie die beiden gemeinsamen Kinder C._____ (Beschwerdeführerin 3, 

geb. tt.mm.jjjj) und D._____ (geb. tt.mm.jjjj), welche sich bereits seit dem 

22. April 2023 in der Schweiz aufhielten (Akten des Amtes für Migration und 

Integration betreffend Beschwerdeführerin 2 [MI2-act.] 2 ff., 18; Akten des 

Amtes für Migration und Integration betreffend Beschwerdeführerin 3 [MI3-

act.] 2 ff., 16). Am 18. Juli 2023 bewilligte das Amt für Migration und 

Integration Kanton Aargau (MIKA) das Familiennachzugsgesuch (MI2-

act. 11 f.; MI3-act. 10 f.), in dessen Rahmen sie am 9. August 2023 eine bis 

zum 30. September 2027 gültige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA 

erhielten (MI2-act. 18; MI3-act. 16; act. 2). 

 

Anlässlich einer Personenkontrolle wies sich der Beschwerdeführer 1 am 

20. Oktober 2023 mit einer slowenischen Identitätskarte und dem Schwei-

zer Aufenthaltstitel aus. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass er 

im Schengener-Informationssystem (SIS) mit denselben Personalien, 

jedoch mit nordmazedonischer Staatsangehörigkeit, ausgeschrieben war 

(MI1-act. 15 f.). Die griechischen Behörden teilten am 21. November 2023 

mit, der Beschwerdeführer 1 sei am 8. Januar 2020 in Griechenland wegen 

illegalen Aufenthalts verhaftet worden. In seinem Reisepass habe sich ein 

verfälschter Einreisestempel der Einreiseverweigerung durch die slowe-

nischen Behörden befunden, weshalb die griechischen Behörden ein bis 

zum 13. Januar 2027 gültiges Einreiseverbot für den gesamten Schengen-

Raum anordneten (MI1-act. 77 f.). Die slowenischen Behörden informier-

ten am 21. November 2023 darüber, dass der Beschwerdeführer 1 nicht als 

slowenischer Staatsbürger gemeldet sei und seine Identitätskarte nicht 

durch eine amtliche Behörde ausgestellt worden sei (MI1-act. 78). In der 

Folge wurde der Beschwerdeführer 1 am 19. Dezember 2023 von der Kan-

tonspolizei Aargau unter anderem wegen des Verdachts auf Ausweis-

fälschung und illegaler Einreise vernommen (MI1-act. 18 ff.).  

 

Mit Schreiben vom 30. Januar 2024 gewährte das MIKA den Beschwerde-

führenden das rechtliche Gehör betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilli-

gung EU/EFTA und Wegweisung (MI1-act. 52 ff.; MI2-act. 19 ff.; MI3-

act. 17 ff.).  

 - 3 - 

 

 

 

Am 28. Februar 2024 meldeten die kroatischen Behörden der Kantons-

polizei Aargau, dem Beschwerdeführer 1 sei am 22. April 2023 aufgrund 

der laufenden Einreisesperre die Einreise nach Kroatien verweigert worden 

(MI1-act. 80). 

 

Den Sistierungsantrag, der durch den Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-

renden aufgrund des gegen den Beschwerdeführer 1 laufenden und noch 

nicht abgeschlossenen Strafverfahrens gestellt wurde, lehnte das MIKA am 

25. Juli 2024 ab und gewährte den Beschwerdeführenden nochmals die 

Möglichkeit zur Stellungnahme (MI1-act. 70, 82; MI2-act. 37, 40; MI3-

act. 35, 38). Die Beschwerdeführenden nahmen am 24. September 2024 

(Eingang) mit Eingabe ihres Vertreters Stellung (MI1-act. 96 ff.; MI2-

act. 53 ff.; MI3-act. 51 ff.). 

 

Am 21. November 2024 verfügte das MIKA den Widerruf der Aufenthalts-

bewilligungen der Beschwerdeführenden, wies sie aus der Schweiz weg 

und forderte sie auf, auch den Schengen-Raum zu verlassen (MI1-

act. 100 ff; MI2-act. 57 ff., MI3-act. 55 ff.). 

 

B. 

Gegen die Verfügung des MIKA vom 21. November 2024 erhoben die Be-

schwerdeführenden mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 23. Dezember 

2024 beim Rechtsdienst des MIKA (Vorinstanz) Einsprache (MI1-

act. 110 ff.; MI2-act. 67 ff.; MI3-act. 65 ff.).  

 

Die Vorinstanz erliess am 27. Februar 2025 folgenden Einspracheent-

scheid (act. 1 ff.):  

 

1. 
Die Einsprache wird abgewiesen. 
 
2. 
Es werden keine Gebühren erhoben. 
 
3. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

Auf die Begründung wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen 

eingegangen. 

 

C. 

Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 31. März 2025 erhoben die Be-

schwerdeführenden beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (Ver-

waltungsgericht) Beschwerde und stellten folgende Anträge (act. 13 ff.): 

 

 - 4 - 

 

 

1. 
Es sei der Einspracheentscheid des Amtes für Migration und Integration 
des Kantons Aargau, Rechtsdienst, vom 27. Februar 2025 aufzuheben. 
 
2. 
Es seien die Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführer zu ver-
längern.  
 
3. 
Eventualiter sei die Sache zur erneuten Beurteilung an die Vorinstanz bzw. 
an das Amt für Migration und Integration zurückzuweisen. 
 
4. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

Die Begründung ergibt sich, soweit erforderlich, aus den nachstehenden 
Erwägungen. 
 
Nach Eingang des Kostenvorschusses beantragte die Vorinstanz unter 

Festhaltung an ihren Erwägungen im Einspracheentscheid die Abweisung 

der Beschwerde und reichte aufforderungsgemäss die Akten ein 

(act. 23 ff., 29).  

 

Am 5. November 2025 nahm das Verwaltungsgericht eine Verfügung des 

Bezirksgerichts Zofingen vom 8. September 2025 zu den Akten, wonach 

der Strafbefehl vom 18. Februar 2025 infolge Rückzugs der am 25. Februar 

2025 erhobenen Einsprache in Rechtskraft erwachsen ist (act. 32 f.). Ge-

mäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 18. Februar 

2025 wurde der Beschwerdeführer 1 wegen mehrfacher rechtswidriger Ein-

reise, mehrfachen rechtswidrigen Aufenthalts und mehrfacher Verwendung 

gefälschter Ausweise zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 

Fr. 100.00 bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren so-

wie einer Busse von Fr. 2'400.00 verurteilt (act. 37 ff.). 

 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall am 8. Dezember 2025 beraten und 

entschieden. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1.  

Einspracheentscheide des MIKA können innert 30 Tagen seit Zustellung 

mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (§ 9 

Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Ausländerrecht vom 25. November 

2008 [EGAR; SAR 122.600]). Beschwerden sind schriftlich einzureichen 

und müssen einen Antrag sowie eine Begründung enthalten; der angefoch-

tene Entscheid ist anzugeben, allfällige Beweismittel sind zu bezeichnen 

und soweit möglich beizufügen (§ 2 Abs. 1 EGAR i.V.m. § 43 des Gesetzes 

 - 5 - 

 

 

über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungs-

rechtspflegegesetz, VRPG; SAR 271.200]). 

 

Die Beschwerdeführenden beantragen mit ihrer Beschwerde, ihre Aufent-

haltsbewilligungen seien zu verlängern (Antrag 2). Das Verwaltungsgericht 

kann jedoch keine Aufenthaltsbewilligungen erteilen oder verlängern. Der 

Antrag ist daher so zu verstehen, dass das MIKA anzuweisen sei, die Auf-

enthaltsbewilligungen der Beschwerdeführenden zu verlängern. 

 

Nachdem sich die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der 

Vorinstanz vom 27. Februar 2025 richtet, ist die Zuständigkeit des Verwal-

tungsgerichts gegeben und auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten. 

 

2.  

Unter Vorbehalt abweichender bundesrechtlicher Vorschriften oder Be-

stimmungen des EGAR können mit der Beschwerde an das Verwaltungs-

gericht einzig Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung oder 

Missbrauch des Ermessens, und unrichtige oder unvollständige Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhaltes gerügt werden. Die Ermes-

sensüberprüfung steht dem Gericht jedoch grundsätzlich nicht zu (§ 9 

Abs. 2 EGAR; vgl. auch § 55 Abs. 1 VRPG). Schranke der Ermessens-

ausübung bildet das Verhältnismässigkeitsprinzip (vgl. BENJAMIN 

SCHINDLER/ANNE KNEER, in: Caroni/Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis Hand-

kommentar zum Ausländer- und Integrationsgesetz [AIG], 2. Aufl. 2024, 

N. 6 zu Art. 96 mit Hinweisen). In diesem Zusammenhang hat das Verwal-

tungsgericht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung insbesondere 

zu klären, ob die Vorinstanz die gemäss Art. 96 des Bundesgesetzes über 

die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration vom 16. De-

zember 2005 (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) rele-

vanten Kriterien (öffentliche Interessen, persönliche Verhältnisse, Integra-

tion) berücksichtigt hat und ob diese rechtsfehlerfrei gewichtet wurden (vgl. 

SCHINDLER/KNEER, a.a.O., N. 8 zu Art. 96). Schliesslich ist im Rahmen 

einer Gesamtbetrachtung zu entscheiden, ob die getroffene Massnahme 

durch ein überwiegendes öffentliches Interesse gerechtfertigt erscheint 

(sog. Verhältnismässigkeit im engeren Sinn). 

 

II.  

1.  

1.1.  

Die Vorinstanz hält im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen fest, dass 

der Beschwerdeführer 1 nordmazedonischer Staatsbürger sei und sich 

seine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA durch die Vorlage gefälschter slo-

wenischer Aufenthaltspapiere erschlichen habe. Aufgrund der dubiosen 

Umstände beim Erwerb der slowenischen Identitätskarte seien die Ausfüh-

rungen des Beschwerdeführers 1 zu seiner Gutgläubigkeit als reine 

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Schutzbehauptungen zu werten. Da er als Drittstaatsangehöriger die frei-

zügigkeitsrechtlichen Zulassungsvoraussetzungen nie erfüllt habe, sei die 

zu Unrecht erteilte Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA nach Art. 23 Abs. 1 der 

Verordnung über den freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und 

der Europäischen Union und deren Mitgliedstaaten, zwischen der Schweiz 

und dem Vereinigten Königreich sowie unter den Mitgliedstaaten der Euro-

päischen Freihandelsassoziation vom 22. Mai 2002 (Verordnung über den 

freien Personenverkehr, VFP; SR 142.203) i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG 

zu widerrufen. Nachdem die Bewilligungsvoraussetzungen nicht gegeben 

seien, bestehe auch keine Grundlage für die davon abgeleiteten Aufent-

haltsbewilligungen der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 sowie des Sohnes 

der Beschwerdeführenden 1 und 2. Die Erschleichung des Aufenthalts 

mittels gefälschter Ausweispapiere begründe ein sehr grosses öffentliches 

Interesse an einer Bewilligungsverweigerung, welches das von den Be-

schwerdeführenden geltend gemachte private Interesse klar überwiege.  

 

Für die durch Täuschung erschlichene Rechtsposition sei auch kein Be-

standesschutz zu gewähren. Eine Sistierung des ausländerrechtlichen Ver-

fahrens bis zum Abschluss des Strafverfahrens betreffend die Ausweis-

fälschung sei abzulehnen. Gemäss der kriminaltechnischen Überprüfung 

der Kantonspolizei Aargau handle es sich bei der vom Beschwerdeführer 1 

vorgelegten slowenischen Identitätskarte zweifelsfrei um eine Total-

fälschung. Zudem sei er nicht als slowenischer Staatsbürger registriert. 

 

Für die Erteilung einer Härtefallbewilligung bestehe kein Raum, da einer-

seits kein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliege, andererseits 

aber auch aufgrund der Falschangaben im Bewilligungsverfahren und dem 

hierdurch gesetzten Widerrufsgrund eine entsprechende Bewilligungs-

erteilung ausser Betracht falle. Verfassungs- und konventionsrechtlich ge-

schützte Beziehungen seien angesichts der relativ kurzen Aufenthalts-

dauer, des Integrationsgrades und des gemeinsamen Verlassens der 

Schweiz mit der Familie sowie mangels eines zu einem in der Schweiz 

lebenden Verwandten bestehenden Abhängigkeitsverhältnisses nicht er-

sichtlich. Ebenso wenig seien Vollzugshindernisse ersichtlich oder würden 

solche geltend gemacht.  

 

1.2.  

Die Beschwerdeführenden machen demgegenüber geltend, der Beschwer-

deführer 1 sei beim Erwerb der slowenischen Staatsangehörigkeit gutgläu-

big gewesen. Der Betrug sei für ihn nach Treu und Glauben nicht erkennbar 

gewesen. So bestehe bspw. zwischen Nordmazedonien und Bulgarien ein 

Abkommen zum erleichterten Erhalt von amtlichen Dokumenten. Vor dem 

Hintergrund, dass die Behörden bekanntlich korrupt seien und hohe Sum-

men verlangten, um ihren Pflichten nachzukommen, habe der Beschwer-

deführer 1 von der Echtheit der slowenischen Identitätskarte ausgehen 

dürfen. Er habe keine täuschenden Handlungen vornehmen wollen. Dies 

 - 7 - 

 

 

zeige sich auch darin, dass der Beschwerdeführer 1 im Anmeldeformular 

seinen korrekten Geburtsort in Nordmazedonien angegeben habe. Er sei 

daher in seinem guten Glauben zu schützen, sodass von einem schutzwür-

digen Vertrauen in die erteilte Aufenthaltsbewilligung auszugehen sei. Der 

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung müsse zudem verhältnismässig sein 

und dem guten Glauben des Beschwerdeführers 1 sei entsprechend Rech-

nung zu tragen. Dies relativiere das öffentliche Interesse an einem Bewilli-

gungswiderruf. Die Beschwerdeführenden hätten sich mühelos in der 

Schweiz eingegliedert, seien der deutschen Sprache mächtig und würden 

ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten. Der Beschwerdeführer 1 

besitze in seinem Heimatland zwar ein Haus und Bauland, ansonsten 

hätten er und seine Familie ihr dortiges Leben allerdings komplett aufgege-

ben.  

 

Weiter sei der Widerrufsgrund gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG nicht erfüllt, 

womit dies der Erteilung einer Härtefallbewilligung nicht entgegenstehen 

würde. Der Beschwerdeführer 1 sei davon überzeugt gewesen, rechtmäs-

siger slowenischer Staatsangehöriger zu sein. Er habe somit keine 

falschen Angaben gemacht und auch keine wesentlichen Tatsachen ver-

schwiegen. Auch habe sich der Beschwerdeführer 1 den Aufenthalt nicht 

erschlichen, womit die Aufenthaltsdauer in der Schweiz und die Integra-

tionsleistungen seiner Familie zu berücksichtigen seien. Der über zwei 

Jahre dauernde Aufenthalt in der Schweiz würde insbesondere für die Kin-

der eine lange und prägende Zeit darstellen. Die Beschwerdeführenden 

hätten ihre gesamte Energie in ein neues Leben in der Schweiz investiert. 

Unter Berücksichtigung des gutgläubigen Erwerbs der slowenischen Iden-

titätskarte sowie den grossen Auswirkungen auf das gesamte Leben der 

Familie, sei vorliegend von einem Härtefall auszugehen.  

 

1.3.   

Strittig ist im vorliegenden Verfahren, ob die Aufenthaltsbewilligung des Be-

schwerdeführers 1 trotz des angeblichen guten Glaubens widerrufen wer-

den kann und ob in der Folge auch die abgeleiteten Aufenthaltsbewil-

ligungen der Ehefrau des Beschwerdeführers 1 und ihrer gemeinsamen 

Kinder widerrufen werden können. Ebenso ist umstritten, ob den Beschwer-

deführenden aufgrund eines Härtefalls im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG 

Aufenthaltsbewilligungen zu erteilen sind. 

 

2.   

2.1.  

Gemäss Art. 2 Abs. 2 AIG i.V.m. Art. 12 des Abkommens zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Ge-

meinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit 

vom 24. Juni 1999 (FZA; SR 0.142.112.681) gilt das AIG für Staatsange-

hörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und ihre Familienange-

hörigen sowie für entsandte Arbeitnehmende nur insoweit, als das FZA 

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keine abweichenden Bestimmungen enthält oder das AIG eine vorteilhaf-

tere Rechtsstellung vorsieht. Nach Art. 4 FZA i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Anhang I 

FZA haben unselbständig erwerbstätige Staatsangehörige der EU An-

spruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung mit einer Gültigkeitsdauer 

von mindestens fünf Jahren, wenn sie mit einem Arbeitgeber des Aufnah-

mestaates ein Arbeitsverhältnis mit einer Dauer von mindestens 

einem Jahr eingehen. 

 

Die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA kann sodann nach Art. 23 Abs. 1 VFP 

i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG widerrufen werden, wenn die Voraus-

setzungen für ihre Erteilung nicht mehr erfüllt sind oder nie erfüllt waren, 

namentlich auch wenn eine originäre Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA 

fälschlicherweise an einen Drittstaatsangehörigen erteilt wurde (Urteil des 

Bundesgerichts 2C_96/2012 vom 18. September 2012, Erw. 2). Hierbei ist 

allein entscheidend, dass die Voraussetzungen für die Bewilligungs-

erteilung objektiv nicht (mehr) erfüllt sind, während es nicht darauf an-

kommt, wer gegebenenfalls die Verantwortung für die fälschlicherweise er-

folgte Bewilligungserteilung zu tragen hat (Entscheid des Verwaltungsge-

richts WBE.2020.213 vom 12. Oktober 2020, Erw. II/2).  

 

Soweit die Aufenthaltsbewilligung durch Vorlage gefälschter Ausweispa-

piere erschlichen wurde, besteht auch kein schutzwürdiges Vertrauen in 

deren Fortbestand, da das Recht dem rechtsmissbräuchlich Handelnden 

regelmässig keinen Bestandesschutz für dessen durch Täuschung erwirkte 

Rechtsposition gewährt (Urteile des Bundesgerichts 2C_732/2018 vom 

6. Dezember 2018, Erw. 3.2). Vielmehr soll ein täuschendes Verhalten zur 

Umgehung der Zulassungsvoraussetzungen in der Regel nicht belohnt 

werden, weshalb einem derart erschlichenen Aufenthalt praxisgemäss 

nicht besonders Rechnung zu tragen ist (Urteile des Bundesgerichts 

2C_391/2019 vom 19. August 2019, Erw. 3.2.2; 2C_234/2017 vom 

11. September 2017, Erw. 7.1). 

 

2.2.   

2.2.1.   

Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, ist der Beschwerdeführer 1 nord-

mazedonischer Staatsangehöriger und verfügte unbestrittenermassen nie 

über das slowenische Bürgerrecht oder die Staatsangehörigkeit eines 

anderen EU- oder EFTA-Staates. Seine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA 

erhielt er gestützt auf ein gefälschtes slowenisches Ausweisdokument. 

Gemäss Auskunft der slowenischen Behörden vom 21. November 2023 

wurde die Identitätskarte auf eine andere Person ausgestellt und der Be-

schwerdeführer 1 ist weder slowenischer Staatsangehöriger noch wurde 

die von ihm verwendete slowenische Identitätskarte durch eine amtliche 

Behörde ausgestellt (MI1-act. 78). Zweifelsfrei handelt es sich dabei um 

eine Totalfälschung (MI1-act. 79). Der Beschwerdeführer 1 erfüllte damit 

nie die freizügigkeitsrechtlichen Zulassungsvoraussetzungen und hätte als 

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Drittstaatsangehöriger auch keinerlei Aussichten auf eine entsprechende 

Bewilligungserteilung gehabt. Seine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA 

wurde deshalb zu Recht gestützt auf Art. 23 Abs. 1 VFP i.V.m. Art. 62 

Abs. 1 lit. d AIG widerrufen, wobei es nach dargelegter Rechtslage – ent-

gegen der Auffassung des Vertreters der Beschwerdeführenden – grund-

sätzlich nicht darauf ankommt, ob der Beschwerdeführer 1 bei der Bewilli-

gungserteilung in gutem Glauben davon ausgehen durfte, über echte slo-

wenische Ausweispapiere zu verfügen.  

 

2.2.2.   

Einhergehend mit der Vorinstanz (act. 8 f.) ist aufgrund der klaren Akten-

lage aber ohnehin nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 1 

je gutgläubig darauf vertrauen durfte, slowenischer Staatsbürger zu sein. 

So gab der nicht slowenisch sprechende Beschwerdeführer 1 anlässlich 

der Einvernahme bei der Kantonspolizei Aargau vom 19. Dezember 2023 

an, er habe im Jahr 2022 EUR 13'000.00 an eine Agentur bezahlt und im 

Gegenzug eine slowenische Identitätskarte erhalten (MI1-act. 22, 26). 

Dazu habe er an einer Tankstelle in der Nähe der italienischen Grenze 

seine Fingerabdrücke und sein Foto abgegeben (MI1-act. 22). Dies sei 

während der Coronazeit gewesen, weshalb der Zugang zu den offiziellen 

Büroräumlichkeiten der slowenischen Behörden nicht möglich gewesen sei 

(MI1-act. 22). Überdies gab der Beschwerdeführer 1 als Grund für den Er-

werb der slowenischen Identitätskarte an, er wolle mit seiner Familie in der 

Schweiz leben (MI1-act. 23). Mit seinen nordmazedonischen Ausweisen 

wäre eine Beantragung einer Aufenthaltsbewilligung nicht erfolgreich ge-

wesen (MI1-act. 23). Zur Äusserung der Kantonspolizei Aarau, der Be-

schwerdeführer 1 habe sich mit der slowenischen Identitätskarte den 

Schweizer Aufenthaltstitel erschlichen, gab er bejahend zu Protokoll, dass 

es so sei (MI1-act. 28). Die vorliegenden Informationen zeigen, dass der 

Beschwerdeführer 1 gezielt nach einer Möglichkeit suchte, in die Schweiz 

zu gelangen und hier bleiben zu können. Ihm musste aufgrund der verwei-

gerten Einreise in Griechenland und Slowenien im Januar 2020 auch be-

wusst gewesen sein, dass er nicht auf legalem Weg in den Schengen-

Raum einreisen kann (MI1-act. 77, 79 f.).  

 

Angesichts der gescheiterten legalen Einreiseversuche lässt der käufliche 

Erwerb einer slowenischen Identitätskarte darauf schliessen, dass der Be-

schwerdeführer 1 bereit war, erhebliche Anstrengungen und Kosten auf 

sich zu nehmen, um sein Ziel zu erreichen. Somit erscheint die ebenfalls 

getätigte Aussage, er habe sich zuerst nur ein Auto kaufen wollen und habe 

erst danach erfahren, dass er sich mit der slowenischen Identitätskarte in 

der Schweiz anmelden könne, als äusserst unglaubhaft (MI1-act. 24). 

Dabei konnte der Beschwerdeführer 1 bereits aufgrund der äusserst 

dubiosen Erwerbsumstände und des Erwerbsortes kaum davon ausgehen, 

gültige slowenische Ausweispapiere und die slowenische Staatsbürger-

schaft erworben zu haben, wie schon die Vorinstanz korrekt ausführte. 

 - 10 - 

 

 

Daran ändert auch die angebliche Korruption der slowenischen Behörden 

nichts. So muss auch einem Laien bewusst sein, dass die slowenische 

Staatsbürgerschaft nicht auf diesem Weg und ohne Erfüllung weiterer Ein-

bürgerungsvoraussetzungen käuflich erworben werden kann.  

 

Ein völlig voraussetzungsloser Kauf der Staatsangehörigkeit ist zudem in 

keinem einzigen Land der Europäischen Union möglich, auch nicht in Bul-

garien. Das behauptete Abkommen zwischen Nordmazedonien und Bulga-

rien wird sodann in keiner Weise substanziiert vorgebracht und ist im Übri-

gen auch unerheblich, da vorliegend der Erwerb der slowenischen Staats-

bürgerschaft in Frage steht. Die slowenischen Vorschriften zum Erwerb der 

Staatsbürgerschaft sind im Gesetz über die Staatsangehörigkeit der 

Republik Slowenien (abrufbar auf https://pisrs.si/pregled-

Predpisa?id=ZAKO13, [besucht am 27.11.2025]) geregelt. Diese sehen 

vor, dass die Staatsangehörigkeit Sloweniens durch Abstammung, Geburt 

im Staatsgebiet, Einbürgerung oder basierend auf internationalen Abkom-

men erworben werden kann (vgl. auch RUPERT BRANDHUBER/WILLI 

HEUSSLER, Standesamt und Ausländer: Sammlung systematischer Über-

sichten über die wesentlichen Rechtsnormen ausländischer Staaten, 

Band V, Frankfurt am Main und Berlin, 63. Lieferung, Slowenien, S. 2 f.). 

Da der Beschwerdeführer 1 unbestrittenermassen nicht im Staatsgebiet 

Sloweniens, sondern in Nordmazedonien geboren wurde und auch nicht 

slowenischer Abstammung ist, kommt höchstens die Einbürgerung oder ein 

internationales Abkommen in Frage. Die Einbürgerung setzt unter anderem 

einen mehrjährigen kontinuierlichen Aufenthalt in Slowenien und Kennt-

nisse der slowenischen Sprache voraus, was der Beschwerdeführer 1 nicht 

erfüllt. Auch beruft sich der Beschwerdeführer 1 auf kein internationales 

Abkommen, welches im vorliegenden Zusammenhang einschlägig sein 

könnte. Weiter wird die Staatsbürgerschaft in der Regel auch nicht durch 

blossen Erhalt entsprechender Ausweispapiere erworben, sondern dienen 

letztere lediglich dazu, eine bereits erworbene Staatsbürgerschaft zu bele-

gen. Ein gültiger Erwerb der slowenischen Staatsbürgerschaft durch den 

Beschwerdeführer 1 ist nach dem Gesagten somit zu verneinen. 

 

Das weitere Verhalten des Beschwerdeführers 1 lässt zudem darauf 

schliessen, dass er selbst wusste, kein Staatsangehöriger Sloweniens zu 

sein. Als ihm am 28. Februar 2024 mit seinem nordmazedonischen Reise-

pass die Einreise nach Kroatien aufgrund des bestehenden Einreisever-

bots verweigert wurde, berief er sich nicht auf seine angebliche slowe-

nische Staatsbürgerschaft (vgl. MI1-act. 80). Indem er eben nicht den slo-

wenischen Ausweis vorzeigte und auch nicht auf seine slowenische Staats-

bürgerschaft hinwies, zeigte er ein Verhalten, welches nicht von einem be-

rechtigten Vertrauen in die Echtheit seiner slowenischen Identitätskarte 

zeugt. 

 

https://pisrs.si/pregledPredpisa?id=ZAKO13
https://pisrs.si/pregledPredpisa?id=ZAKO13

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Der Beschwerdeführer 1 hat sich damit seinen Aufenthalt in bösgläubiger 

Weise durch die Vorlage einer gefälschten slowenischen Identitätskarte er-

schlichen, wobei bei dieser klaren Sachlage – wie die Vorinstanz zutreffend 

ausführte – auch die strafrechtliche Beurteilung nicht abgewartet werden 

musste. Zwischenzeitlich liegt mit dem Strafbefehl vom 18. Februar 2025 

eine rechtskräftige Verurteilung des Beschwerdeführers 1 vor (siehe vorne 

lit. C). Das rechtsmissbräuchliche Verhalten des Beschwerdeführers 1 ver-

mag nach der dargelegten Rechtslage von vornherein kein schutzwürdiges 

Vertrauen in den Fortbestand seiner Bewilligungssituation zu begründen. 

Vielmehr ist nach dem Gesagten erstellt, dass der Beschwerdeführer mit 

seinen Angaben im Bewilligungsverfahren falsche Angaben im Sinne von 

Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG gemacht bzw. wesentliche Tatsachen verschwie-

gen und dementsprechend einen Widerrufsgrund gesetzt hat. 

 

2.3.   

Der Beschwerdeführer 1 ist eigenen Angaben zufolge in Q._____, Nordma-

zedonien geboren und aufgewachsen (MI1-act. 21). Wie die Vorinstanz zu-

treffend ausführte, ist der seitherige Aufenthalt des Beschwerdeführers 1 

kaum geeignet, berechtigte Erwartungen an einem weiteren Verbleib in der 

Schweiz zu begründen, da er aufgrund der erschlichenen Aufenthaltsbewil-

ligung stets mit seiner Wegweisung zu rechnen hatte und einem erschli-

chenen Aufenthalt praxisgemäss nicht besonders Rechnung zu tragen ist 

(Urteile des Bundesgerichts 2C_391/2019 vom 19. August 2019, 

Erw. 3.2.2; 2C_234/2017 vom 11. September 2017, Erw. 7.1). Ohnehin ist 

er aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer und seiner nicht über übliche Er-

wartungen hinausgehenden Integration nicht derart in der Schweiz verwur-

zelt und seiner nordmazedonischen Heimat entfremdet, dass ihm die Rück-

kehr dorthin nicht mehr zumutbar ist. Der Beschwerdeführer 1 ist in Nord-

mazedonien sozialisiert worden und hat dort eigenen Abgaben zufolge 

seine prägenden Kinder- und Jugendjahre verbracht (MI1-act. 21). Auch 

besitzt er dort ein Haus und Bauland (MI1-act. 36). Die Aussagen der Be-

schwerdeführenden, wonach sie ihr gesamtes Leben im Heimatland aufge-

geben hätten, erscheinen wenig glaubhaft. Auch mangels geltend gemach-

ten gesundheitlichen oder finanziellen Problemen ist das Verlassen der 

Schweiz nicht unverhältnismässig. Wie noch zu zeigen ist (siehe hinten 

Erw. II/3.3), sind auch die Aufenthaltsbewilligungen seiner Familie zu 

widerrufen, weshalb der Verbleib des Beschwerdeführers 1 bei seiner 

Familie gewährleistet ist und diesbezüglich nichts gegen einen Widerruf 

seiner Aufenthaltsbewilligung spricht. Es besteht damit weder Raum für die 

Erteilung einer Härtefallbewilligung nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG noch 

erscheint der Bewilligungswiderruf unverhältnismässig. 

 

3.   

3.1.   

Es steht fest, dass die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers 1 zu 

Recht widerrufen wurde. Weiter ist zu prüfen, ob dies auch für die abge-

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leiteten Bewilligungen der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 und des 

Sohnes der Beschwerdeführenden 1 und 2 gilt.  

 

3.2.   

Zunächst ist zu prüfen, ob ein Widerrufsgrund vorliegt. Die Vorinstanz 

führte in ihrem Entscheid zutreffend aus, dass infolge des Widerrufs der 

Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers 1 auch keine Grundlage für 

die davon abgeleiteten Bewilligungen der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 

sowie des Sohnes der Beschwerdeführenden 1 und 2 mehr bestehe. Die 

abgeleiteten Aufenthaltsbewilligungen seien gestützt auf Art. 23 Abs. 1 

VFP i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG zu widerrufen (act. 5 f.). Hierzu äussern 

sich die Beschwerdeführenden nicht weiter und machen lediglich geltend, 

dass kein Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG vorliege. Die Be-

schwerdeführerinnen 2 und 3 hätten keinen Grund gehabt, die Echtheit der 

slowenischen Identitätskarte anzuzweifeln, weshalb diese wahrheitsgetreu 

angegeben hätten, dass der Beschwerdeführer 1 slowenischer Staatsan-

gehöriger sei (act. 20). Ob die Ehefrau und Kinder des Beschwerdefüh-

rers 1 darauf vertrauen durften, dass die slowenische Identitätskarte echt 

war oder nicht, ist schliesslich irrelevant. Indem die originäre Aufenthalts-

bewilligung des Beschwerdeführers 1 widerrufen wurde, liegt bereits ein 

Widerrufsgrund gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG betreffend die abgeleiteten 

Aufenthaltsbewilligungen vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_407/2023 

vom 18. Juni 2024, Erw. 5.5). Folglich erübrigen sich weitere Ausfüh-

rungen, ob die Beschwerdeführerinnen 2 und 3 falsche Angaben im Sinne 

von Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG getätigt haben. Entscheidend ist einzig, dass 

die originäre Bewilligung als Grundlage für die abgeleiteten Aufenthaltsbe-

willigungen entfällt. Dies ist vorliegend der Fall. Damit liegt auch in Bezug 

auf die Beschwerdeführerinnen 2 und 3 sowie den Sohn der Beschwerde-

führenden 1 und 2 der Widerrufsgrund nach Art. 23 Abs. 1 VFP i.V.m. 

Art. 62 Abs.1 lit. d AIG vor. 

 

3.3.   

Anhand der Akten lässt sich nicht abschliessend feststellen, ob auch die 

Beschwerdeführerinnen 2 und 3 sowie der Sohn der Beschwerdeführen-

den 1 und 2 ihr gesamtes bisheriges Leben in Nordmazedonien verbracht 

haben und dort sozialisiert worden sind. Jedenfalls wurden alle Familien-

mitglieder in Q._____ geboren und sie sind nordmazedonische Staatsan-

gehörige (MI2-act. 3, 14, MI3-act. 3, 14). Die Beschwerdeführenden 

machen auch nicht geltend, als Familie je in einem anderen Land gelebt zu 

haben. Es ist somit davon auszugehen, dass die Ehefrau und die beiden 

Kinder mit den Gepflogenheiten im Heimatland bestens vertraut sind. Die 

Wiedereingliederung im Heimatland dürfte daher, auch angesichts der eher 

kurzen Aufenthaltsdauer in der Schweiz, ohne grosse Schwierigkeiten 

möglich sein. Einhergehend mit den vorinstanzlichen Erwägungen, teilen 

minderjährige Kinder regelmässig das ausländerrechtliche Schicksal des 

sorge- bzw. betreuungsberechtigten Elternteils und ist ihnen die Rückkehr 

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zuzumuten, wenn die Kinder mit den Gepflogenheiten im Heimatland ver-

traut sind (act. 7 f.). Die Integration der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 wie 

auch des Sohnes der Beschwerdeführenden 1 und 2 geht sodann nicht 

über die üblichen Erwartungen hinaus. Ferner sind keine besonderen Inte-

ressen in finanzieller oder in gesundheitlicher Hinsicht ersichtlich und wer-

den solche auch nicht behauptet. Auch in Bezug auf die mittlerweile voll-

jährige Beschwerdeführerin 3 wird kein Grund zum weiteren Verbleib in der 

Schweiz nach Art. 18 ff. AIG vorgebracht. Entsprechende Anhaltspunkte 

ergeben sich auch nicht aus den Akten. Da der Beschwerdeführer 1 die 

Schweiz ebenfalls verlassen muss (siehe vorne Erw. II/2), erscheint die 

Rückkehr auch in Anbetracht von familiären Gesichtspunkten als zumutbar. 

Es besteht damit weder Raum für die Erteilung einer Härtefallbewilligung 

für die Beschwerdeführerinnen 2 und 3 bzw. den Sohn der Beschwerde-

führenden 1 und 2 gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG noch erscheint der 

Bewilligungswiderruf unverhältnismässig.  

 

4.   

Hinsichtlich der Prüfung, ob die Verweigerung des weiteren Aufenthalts der 

Beschwerdeführenden in der Schweiz und die damit verbundene Wegwei-

sung vor Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 

Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK; SR 0.101) standhalten, 

kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden (act. 10). Sofern die Beschwerdeführenden in der Be-

schwerde einen umgekehrten Familiennachzug basierend auf dem Ver-

bleib des jüngsten Kindes in der Schweiz geltend machen wollen, stösst 

auch diese Argumentation ins Leere. Wie bereits dargelegt wurde, muss 

auch der jüngste Sohn die Schweiz verlassen (Erw. II/3.3). Auch ist nicht 

ersichtlich, gestützt auf welche Rechtsgrundlage er einen weiteren Aufent-

halt in der Schweiz geltend machen könnte. Eine Verletzung von Art. 8 

EMRK liegt somit nicht vor. 

 

5.  

Schliesslich ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass keine Hinweise er-

sichtlich sind, wonach der Vollzug der Wegweisung im Sinne von Art. 83 

AIG unzulässig, unmöglich oder unzumutbar sein könnte (act. 11). Die Be-

schwerdeführerenden machen in ihrer Beschwerde denn auch keine Voll-

zugshindernisse geltend.  

 

6.   

Zusammenfassend hält der Widerruf der Aufenthaltsbewilligungen der Be-

schwerdeführenden sowohl vor nationalem Recht als auch vor der EMRK 

stand. Der angefochtene Einspracheentscheid ist demnach nicht zu bean-

standen und die Beschwerde ist abzuweisen. 

 

 - 14 - 

 

 

III.   

Im Beschwerdeverfahren werden die Verfahrenskosten nach Massgabe 

des Unterliegens und Obsiegens auf die Parteien verlegt (§ 31 Abs. 2 

VRPG). Nachdem die Beschwerdeführenden vollumfänglich unterliegen, 

gehen die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zu ihren 

Lasten. Da sie die Beschwerde gemeinsam erhoben haben, ist die volle 

solidarische Haftbarkeit der Beschwerdeführenden 1, 2 und 3 anzuordnen 

(§ 33 Abs. 3 VRPG). Ein Parteikostenersatz fällt ausser Betracht (§ 32 

Abs. 2 VRPG). 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer Ge-

richtsgebühr von Fr. 1'500.00, sind von den Beschwerdeführenden 1, 2 

und 3 unter solidarischer Haftbarkeit zu bezahlen. 

 

3. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführenden (Vertreter) 

die Vorinstanz (mit Rückschein) 

das Staatssekretariat für Migration, 3003 Bern 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung 

 

Migrationsrechtliche Entscheide können wegen Verletzung von Bundes-

recht, Völkerrecht, kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie inter-

kantonalem Recht innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in 

öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden, soweit nicht eine 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 lit. c des Bundesgesetzes vom 17. Juni 

2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) 

vorliegt. Die Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit 7. Tag nach Ostern, 

vom 15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit 

2. Januar. Das Bundesgericht tritt auf Beschwerden nicht ein, wenn weder 

das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch auf die in Frage 

 - 15 - 

 

 

stehende Bewilligung einräumt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_694/2008 vom 25. September 2008). 

 

In allen anderen Fällen können migrationsrechtliche Entscheide wegen 

Verletzung von verfassungsmässigen Rechten innert 30 Tagen seit Zustel-

lung mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde beim Schweize-

rischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden. 

 

Die unterzeichnete Beschwerde muss das Begehren, wie der Entscheid zu 

ändern sei, sowie in gedrängter Form die Begründung, inwiefern der ange-

fochtene Akt Recht verletzt, mit Angabe der Beweismittel enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind 

beizulegen (Art. 82 ff. BGG bzw. Art. 113 ff. BGG). 

 

 
   

Aarau, 8. Dezember 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin i.V.:  

 

 

 

Busslinger Angliker