# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a51b311-210a-5f28-9b36-b7b87c12b506
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240235-O1
**Docket/Reference:** SB240235-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240235-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240235-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. B. Amacker und 

Oberrichterin lic. iur. M. Knüsel sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw A. Jacomet 

Urteil vom 16. Mai 2025

in Sachen

A._____, 

Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. HSG X._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft See/Oberland,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend mehrfaches Vergehen gegen das Waffengesetz etc. 

(Rückweisung der I. strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundes-

gerichts)

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Uster, Einzelgericht, 

vom 20. April 2022 (GG210053)

Beschluss der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich 

vom 18. April 2023 (SB220413)

Urteil der I. strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts 

vom 22. April 2024 (6B_707/2023)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 2. September 2021 

(Urk. 23) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 53 S. 16 ff.)

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte, A._____, wird freigesprochen und ist nicht schuldig:





des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB;

der unrechtmässigen Aneignung im Sinne von Art. 137 Ziff.1 StGB.

2.

Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig 







des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lit. a WG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 WV 

und Art. 27 WG;

des geringfügigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im 

Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter StGB;

der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.–, wovon 

30 Tage als durch Haft erstanden sind, und einer Busse von Fr. 500.–. 

3.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. 

Die Busse ist zu bezahlen.

4.

Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfrei-

heitsstrafe von 5 Tagen.

5.

Von der Erteilung der im Sinne von Art. 94 StGB beantragten Weisung für die Dauer der 

Probezeit wird abgesehen. 

6.

Die nachfolgenden, teils mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 

1. September 2021 beschlagnahmten und sichergestellten Gegenstände werden eingezo-

gen und der Lagerbehörde, Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, zur Vernichtung 

überlassen:

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Wurfmesser (A014'894'678)

Messer mit Hülle (A014'894'714)

29.6 Gramm Marihuana (A014'894'032)

52.3 Gramm Marihuana (A014'894'054)

124 Gramm Marihuana (A014'894'065)

Div. Pilze (A014'894'087)

Verpackungsmaterial ohne Verpackungsmaterial gemäss Dispositiv-Ziffer 8 
(A014'894'123)

1 Blister Xanax (A014'894'178)

2 Dosen Coversum 5mg (A014'894'190)

1 Packung Sequase 25mg neu (A014'894'214)

3 Packungen Arpiprazol Mepha 5mg (A014'894'236)

Messer (A015'104'991).

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7.

Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 1. September 2021 

beschlagnahmte und unter Asservat-Nr. A014'894'123 lagernde Verpackungsmaterial (Ver-

packung Nokia 6230, Verpackung Nokia 6210, Verpackung Kamera Olympus) wird dem 

Beschuldigten auf erstes Verlangen hin von der Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, 

herausgeben. 

Sollte innerhalb von 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids die Heraus-

gabe nicht verlangt werden, so wird das genannte Verpackungsmaterial der Lagerbehörde, 

Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, zur Vernichtung überlassen.

8.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 1. September 2021 be-

schlagnahmten Gegenstände werden an die Geschädigte B._____ auf erstes Verlangen hin 

von der Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, herausgeben: 

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Portemonnaie aus Leder (A014'894'043)

2 Karten Bank Austria (A014'894'098)

2 Postcards (A014'894'134)

1 GA 2. Klasse (A014'894'167)

2 Krankenversicherungskarten (A014'894'258)

1 Miles & More Karte (A014'894'281)

3 Karten Uni C._____ (A014'894'305).

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Sollte innerhalb von 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids die Heraus-

gabe nicht verlangt werden, so werden die Gegenstände der Lagerbehörde, Kantonspolizei 

Zürich, Asservaten-Triage, zur Vernichtung überlassen.

9.

Die beim Forensischen Institut Zürich (FOR) unter der Geschäfts-Nr. 80011785 gelagerten 

Spuren und Spurenträger sind nach Eintritt der Rechtskraft zu vernichten. 

10.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:  

Fr.

Fr.

Fr. 

Fr. 

1'800.–

 die weiteren Kosten betragen:

1'100.– Gebühr für das Vorverfahren;

338.30 Auslagen;

980.– Auslagen Polizei.

11.

Die Entscheidgebühr und die weiteren Kosten werden zu einem Drittel dem Beschuldigten 

auferlegt und zu zwei Dritteln auf die Gerichtskasse genommen bzw. der Staatsanwaltschaft 

zur Abschreibung überlassen.

12.

Rechtsanwalt Dr. iur. HSG X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger 

des Beschuldigten mit Fr. 9'173.50 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Ge-

richtskasse entschädigt. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zu zwei Dritteln definitiv auf die Gerichts-

kasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung 

Es werden keine weiteren Entschädigungen zugesprochen.

13.

(Mitteilungen)

14.

(Rechtsmittel)

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 4 f.)

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 100 S. 7)

1.

Der Appellant sei von den Vorwürfen der Vergehen gegen das Waffengesetz 

sowie der Übertretung des BetmG freizusprechen.

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2.

Es  seien  die  nachfolgenden  gemäss  Beschlagnahmeverfügung  vom 

01.09.2021 beschlagnahmten Gegenstände an meinen Klienten herauszuge-

ben:

- Wurfmesser A014'894'678

- Messer mit Hülle A014'894'714

- Messer A015'104'991

- Verpackung Kamera und Handys

3.

Es  sei  meinem  Klienten  eine  angemessene  Genugtuung  zuzusprechen, 

mindestens Fr. 6'000.– (30 Tage Haft).

4.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie die Verfahrenskosten seien auf 

die Staatskasse zu nehmen.

b)

Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 59)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

Erwägungen:

I.

Verfahrensgang, Berufungsumfang, Prozessuales

1.

Verfahrensgang 

1.1. Zum  Verfahrensgang  bis  zum  vorinstanzlichen  Urteil  kann  zwecks  Vermei-

dung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im an-

gefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 53 S. 5).

1.2. Mit  Urteil  des  Bezirksgerichts  Uster,  Einzelgericht  in  Strafsachen,  vom 

20. April  2022  wurde  der  Beschuldigte  gemäss  dem  eingangs  wiedergegebenen 

Urteilsdispositiv  schuldig  gesprochen  und  bestraft.  Sodann  wurde  ein  Vergleich 

zwischen dem Beschuldigten und der Privatklägerin mit Verfügung vom 20. April 

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2022 genehmigt und das Strafverfahren betreffend Drohung, einfache Körperver-

letzung, Beschimpfung und Tätlichkeiten diesbezüglich eingestellt. Das Urteil und 

die Verfügung wurden dem Beschuldigten gleichentags eröffnet (Prot. I S. 16 und 

S. 21). Gegen das Urteil liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 2. Mai 2022 innert 

Frist Berufung anmelden (Urk. 49). Das begründete Urteil wurde dem Beschuldig-

ten  in  der  Folge  am  9.  August  2022  zugestellt  (Urk. 52).  Mit  Eingabe  vom 

29. August  2022  reichte  die  Verteidigung  fristgerecht  die  Berufungserklärung  ein 

(Urk. 55).

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 1. September 2022 wurde der Staatsanwaltschaft 

und der Privatklägerin je eine Kopie der Berufungserklärung zugestellt sowie Frist 

angesetzt, um Anschlussberufung zu erklären, oder begründet ein Nichteintreten 

auf die Berufung zu beantragen. Gleichzeitig wurde der Beschuldigte aufgefordert, 

innert  Frist  diverse  Belege  zu  seinen  finanziellen  Verhältnissen,  unter  anderem 

Lohnabrechnungen  der  letzten  drei  Monate,  einzureichen  (Urk.  57).  Mit  Eingabe 

vom  5.  September  2022  liessen  die  Staatsanwaltschaft  und  mit  Eingabe  vom 

15. September  2022  die  Privatklägerin  je  ihren  Verzicht  auf  Anschlussberufung 

erklären  (Urk.  59  und  Urk. 61).  Am  23. bzw.  am  28.  März  2023  wurde  auf  die 

Berufungsverhandlung  vom  29.  Juni  2023  vorgeladen  (Urk.  63  und  Urk. 65).  Mit 

Beschluss  vom  18.  April  2023  wurde  das  Verfahren  als  durch  Rückzug  erledigt 

abgeschrieben (Urk. 71). 

1.4. Gegen diesen Entscheid liess der Beschuldigte am 25. Mai 2022 Beschwerde 

am Schweizerischen Bundesgericht führen (Urk. 76/2). Dieses hat mit Urteil vom 

22. April 2024 die Beschwerde gutgeheissen, den Beschluss vom 18. April 2023 

aufgehoben und die Sache an die hiesige Kammer zurückgewiesen (Urk. 82).

1.5. Mit  Präsidialverfügung  vom  27.  Mai  2024  wurde  dem  Beschuldigten  Frist 

angesetzt, um zur Frage der Gebotenheit der amtlichen Verteidigung Stellung zu 

nehmen  (Urk.  86).  Nach  eingegangener  Stellungnahme  (Urk. 90)  wurde  die 

amtliche  Verteidigung  unverändert  beibehalten  (Urk.  92).  Am  28.  Februar  2025 

wurde  zur  heutigen  Berufungsverhandlung  vorgeladen  (Urk.  94),  zu  welcher  der 

Beschuldigte  in  Begleitung  seines  amtlichen  Verteidigers,  Rechtsanwalt  Dr.  iur. 

HSG X._____, erschienen sind (Prot. II S. 4). Das Urteil wurde den Parteien glei-

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chentags mündlich eröffnet, erläutert und im Dispositiv (Urk. 101) schriftlich über-

geben (Prot. II S. 18) bzw. am folgenden Tag in Wiedererwägung gezogen und den 

Parteien versandt (Prot. II S. 19 ff.; Urk. 102).

II.

Prozessuales

1.

Rückweisung und Bindungswirkung

Das  Bundesgericht  hiess  die  Beschwerde  des  Beschuldigten  gut  und  wies  die 

Sache zur Wiederaufnahme des Berufungsverfahrens zurück (Urk. 82 S. 11). 

2.

Umfang der Berufung

Mit  der  Berufung  angefochten  wurden  die  Verurteilung  wegen  mehrfachen  Ver-

gehens  gegen  das  Waffengesetz  sowie  die  Verurteilung  wegen  Übertretung  des 

Betäubungsmittelgesetzes (Dispositivziffer 2), die Sanktion (Dispositivziffern 2 - 4), 

die  Einziehung  der  Messer  (teilweise  Dispositivziffer  6)  sowie  die  Kosten-  und 

Entschädigungsfolgen (Dispositivziffern 11, 12 Absatz 2 und 13) mit Ausnahme der 

Kostenfestsetzung und der Höhe der Entschädigung für die amtliche Verteidigung. 

Anlässlich  der  Berufungsverhandlung  erklärte  der  Beschuldigte,  die  Herausgabe 

der beschlagnahmten Medikamente (Dispositivziffer 6) nicht mehr zu beantragen 

(Prot. II S. 11). Ferner beantragte die Verteidigung zwar anlässlich der Berufungs-

verhandlung  die  Herausgabe  des  Verpackungsmaterials  der  Kamera  und  des 

Handys (Prot. II S. 11 f.; Urk. 100 S. 7), doch focht sie die entsprechende Disposi-

tivziffer 7 des vorinstanzlichen Urteils nicht an (Urk. 55 S. 2) und wurde durch die 

Vorinstanz  ohnehin  die  Herausgabe  dieser  Gegenstände  an  den  Beschuldigten 

angeordnet (Urk. 53 S. 17). Entsprechend gilt die Dispositivziffer 7 als nicht ange-

fochten. Demnach sind die Freisprüche (Dispositivziffer 1), die Verurteilung wegen 

geringfügigen  betrügerischen  Missbrauchs  einer  Datenverarbeitungsanlage 

(Dispositivziffer 2 Lemma 2), das Absehen von einer Weisung (Dispositivziffer 5), 

die  Einziehung  der  übrigen  sichergestellten  Gegenstände  (teilweise  Dispositiv-

ziffer 6,  Dispositivziffern  7  -  8),  die  Vernichtung  der  sichergestellten  Spuren  und 

Spurenträger (Dispositivziffer 9), die Kostenfestsetzung (Dispositivziffer 10) sowie 

die  Höhe  der  Entschädigung  der  amtlichen  Verteidigung  (Dispositivziffer  12  Ab-

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satz 1) unangefochten und in Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels Beschluss 

festzustellen ist (Urk. 55 S. 2 ff.; Art. 84 Abs. 4 StPO; Art. 404 Abs. 1 StPO).

3.

Verwertbarkeit von Beweismitteln 

3.1. Anlässlich  der  Berufungsverhandlung  vertrat  die  Verteidigung  den  Stand-

punkt, dass die Hausdurchsuchung der Wohnung des Beschuldigten vom 8. April 

2021  nicht  rechtmässig  gewesen  sei  bzw.  es  sich  dabei  um  eine  sog.  fishing 

expedition  gehandelt  habe  und  die  anlässlich  dieser  Hausdurchsuchung  sicher-

gestellten  Beweise  (insbesondere  die  mutmasslichen  Betäubungsmittel,  Medika-

mente, Pilze und Messer) nicht verwertbar seien. Da die Beweise zudem nicht zur 

Aufklärung einer schweren Straftat im Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO unerlässlich 

seien, müsse der Beschuldigte freigesprochen werden (Urk. 100 S. 3).  

3.2. Hintergrund der in Frage stehenden Hausdurchsuchung am 8. April 2021 war 

ein Streit zwischen dem Beschuldigten und seiner damaligen Partnerin. Es standen 

unter anderem ein Delikt gegen Leib und Leben sowie ein Betäubungsmitteldelikt 

im  Raum.  Gestützt  auf  einen  mündlichen  Hausdurchsuchungsbefehl  seitens  der 

Staatsanwaltschaft wurde am 8. April 2021 die Wohnung des Beschuldigten durch-

sucht  (Urk. D1/1).  Es  bestand  demnach  (mindestens)  ein  vager  Tatverdacht 

hinsichtlich  eines  Gewalt-  und  Drogendelikts,  weshalb  auch  die  Anordnung  der 

Hausdurchsuchung der Wohnung des Beschuldigten rechtens war, selbst wenn der 

Streit nicht in dessen Wohnung stattgefunden hatte. Somit handelte es sich auch 

nicht  um  eine  fishing  expedition.  Die  anlässlich  der  Hausdurchsuchung  in  der 

Wohnung  des  Beschuldigten  sichergestellten  Gegenstände  sind  entsprechend 

ohne Weiteres verwertbar.  

4.

Einstellung des Verfahrens

4.1. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Dossiers 1 und 4)

4.1.1. Dem Beschuldigten wird gemäss Anklage unter dem Titel "Vergehen gegen 

das Betäubungsmittelgesetz" vorgeworfen, dass anlässlich der in seiner Wohnung 

durchgeführten Hausdurchsuchung insgesamt ca. 206 Gramm Marihuana (Drogen-

hanf), ca. 3 Gramm halluzinogene Pilze sowie 1 Blister Xanax, 2 Dosen Coversum 

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(5mg) und 1 Packung Sequase (25mg) gefunden worden seien, die er zu konsu-

mieren  beabsichtigt  habe.  Zudem  habe  der  Beschuldigte  zwischen  dem  7.   und 

8. April  2021  am  obgenannten  Ort  eine  unbekannte  Menge  Kokain  konsumiert. 

Dem Beschuldigten sei bei seinem Handeln stets bewusst gewesen, dass es sich 

bei den genannten Wirkstoffen um Betäubungsmittel gehandelt habe, deren Besitz 

und Konsum in der Schweiz verboten seien (Urk. 23 S. 4). 

4.1.2.  Gemäss  Art.  9  Abs.  1  StPO  kann  eine  Straftat  nur  "wegen  eines  genau 

umschriebenen  Sachverhalts"  gerichtlich  beurteilt  werden.  Die  Anklageschrift 

bezeichnet  daher  "möglichst  kurz,  aber  genau:  die  der  beschuldigten  Person 

vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der 

Tatausführung" (Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO). Ungenügend etwa ist, wenn sich aus 

der Anklageschrift nicht ergibt, durch welche Handlungen der Täter den vorgewor-

fenen Tatbestand erfüllt haben soll. Die erhobenen Vorwürfe müssen so prägnant 

dargestellt werden, dass sowohl die Parteien als auch das Gericht sofort und ein-

deutig  erkennen  können,  welches  Verhalten  und  welche  Straftaten  Gegenstand 

des  Vorwurfs  bilden.  Insbesondere  müssen  alle  Tatbestandsmerkmale  der 

Strafnormen, welche die Staatsanwaltschaft einklagt, abgebildet sein (BSK StPO-

NIGGLI/HEIMGARTNER, Art. 9 N 42 und N 44; BSK StPO-ACHERMANN, Art. 329 N 33).

4.1.3. Hinsichtlich des Vorwurfs betreffend den beabsichtigten Konsum von Medi-

kamenten ist darauf hinzuweisen, dass ein solcher nicht per se verboten ist. Es wird 

dem Beschuldigten in der Anklageschrift insbesondere nicht vorgeworfen, dass er 

die Medikamente ohne ein entsprechendes Rezept zu konsumieren beabsichtigte. 

Selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, würde dieses Verhalten allenfalls unter 

das  Heilmittelgesetz  fallen.  Jedenfalls  kann  alleine  im  pauschalen  Vorwurf,  dass 

der Beschuldigte beabsichtigt habe, Medikamente zu konsumieren, kein strafrecht-

lich relevantes Verhalten erblickt werden. Das Verfahren ist entsprechend in Bezug 

auf den Vorwurf betreffend die Medikamente einzustellen.

4.1.4. Hinsichtlich des Vorwurfs des Konsums von Kokain wird dem Beschuldigten 

vorgeworfen,  er  habe  eine  unbekannte  Menge  Kokain  konsumiert  (Urk. 23  S. 4). 

Der  Beschuldigte  hat  den  Konsum  nicht  bestritten  (Urk. D1/4/1  S. 4;  Urk. D1/4/2 

S. 3). Die Verteidigung erklärte in diesem Zusammenhang, dass es sich um einen 

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gemeinsamen Konsum mit Frau D._____ gehandelt habe und der Fall des Beschul-

digten als genauso leicht einzustufen sei wie bei Frau D._____, bei welcher von 

einer Bestrafung abgesehen und eine Verwarnung ausgesprochen worden sei. Die 

Verteidigung  beantragte  gestützt  auf  Art. 19a  Ziff. 2  BetmG,  dass  das  Verfahren 

einzustellen, eventualiter eine Verwarnung auszusprechen sei (Urk. 100 S. 5). 

4.1.5.  Wer  unbefugt  Betäubungsmittel  vorsätzlich  konsumiert  oder  wer  zum 

eigenen  Konsum  eine  Widerhandlung  im  Sinne  von  Artikel  19  begeht,  wird  mit 

Busse  bestraft.  In  leichten  Fällen  kann  das  Verfahren  eingestellt  oder  von  einer 

Strafe  abgesehen  werden.  Es  kann  eine  Verwarnung  ausgesprochen  werden 

(Art. 19a Ziff. 1 und Ziff. 2 BetmG). Die vom Beschuldigten tatsächlich konsumierte 

Menge des Kokains ist nicht bekannt. Zugunsten des Beschuldigten ist jedenfalls 

von einem einmaligen Konsum einer geringen Menge auszugehen. Entsprechend 

rechtfertigt  es  sich  vorliegend,  das  Verfahren  in  Bezug  auf  den  Konsum  des 

Kokains in Anwendung von Art. 19a Ziff. 2 BetmG einzustellen. 

4.1.6.  Auf  die  weiteren  Vorwürfe  betreffend  Drogenhanf  und  halluzinogene  Pilze 

wird im Rahmen der Sachverhaltserstellung einzugehen sein. 

4.2. Vergehen gegen das Waffengesetz (Dossier 3)

4.2.1. Dem Beschuldigten wird unter Dossier 3 vorgeworfen, in seiner Wohnung ein 

symmetrisches  Wurfmesser  –  welches  er  gemäss  eigenen  Angaben  vor  ca. 

20 Jahren  geschenkt  erhalten  habe  –  aufbewahrt  zu  haben,  ohne  im  Besitz  der 

dafür  notwendigen  Bewilligung  gewesen  zu  sein.  Dies  habe  der  Beschuldigte 

getan,  obwohl  dieses  Messer  ohne  entsprechende  Bewilligung  weder  erworben 

noch  besessen  werden  dürfe,  was  der  Beschuldigte  gewusst  habe  bzw.  hätte 

wissen müssen und worüber er sich dennoch hinweggesetzt habe (Urk. 23 S. 3 f.). 

4.2.2. In der Anklageschrift wird zwar das in Frage stehende Messer als symmetri-

sches Wurfmesser beschrieben, welches gemäss Art. 4 Abs. 1 lit. c Waffengesetz 

(WG) als Waffe gilt. Allerdings wird in der Waffenverordnung (WV) weiter präzisiert, 

dass Wurfmesser erst dann als Waffen gelten, wenn sie eine feststehende, spitz 

zulaufende, mehr als 5 cm und weniger als 30 cm lange symmetrische Klinge auf-

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weisen (Art. 7 Abs. 3 WV). Daraus erhellt, dass nicht jedes Wurfmesser im Sinne 

des Waffengesetzes bzw. der Waffenverordnung verboten ist, sondern insbeson-

dere  spezifische  Voraussetzungen  hinsichtlich  der  Länge  der  Klinge  erfüllt  sein 

müssen. Dass dies in Bezug auf das in Dossier 3 in Frage stehende Wurfmesser 

der Fall ist, lässt sich der Anklageschrift nicht entnehmen. Erst aus den Akten ist 

ersichtlich, dass die soeben zitierten Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. Urk. D3/1 

S. 2;  Urk. D3/2;  Urk. D3/3  S. 5).  Dies  vermag  jedoch  den  Anforderungen  an  das 

Anklageprinzip nicht zu genügen. Nach dem Gesagten ist das Verfahren auch in 

Bezug auf Dossier 3 einzustellen.

4.3. Vergehen gegen das Waffengesetz (Dossier 7)

4.3.1. Dem Beschuldigten wird unter Dossier 7 weiter vorgeworfen, am 4. Juni 2021 

im Park E._____ in F._____ ein Messer, welches er gemäss eigenen Angaben ge-

schenkt erhalten habe, mitgeführt zu haben, ohne im Besitz der dafür notwendigen 

Bewilligung zu sein. Dies habe der Beschuldigte getan, obwohl dieses Messer ohne 

entsprechende Bewilligung weder habe erworben noch besessen noch mitgeführt 

werden dürfen, was der Beschuldigte gewusst habe bzw. hätte wissen müssen und 

worüber er sich dennoch hinweggesetzt habe (Urk. 23 S. 6). 

4.3.2.  Das  dem  Beschuldigten  in  Dossier  7  vorgeworfene  Delikt  stellt  kein  straf-

bares  Verhalten  dar.  Es  wird  in  der  Anklageschrift  weder  ausgeführt,  dass  das 

mitgeführte Messer eine verbotene Waffe im Sinne des Waffengesetzes bzw. der 

Waffenverordnung darstelle noch werden die einzelnen Kriterien der Funktionalität 

des Messers, welche es zu einer verbotenen Waffe machen würden, im Einzelnen 

aufgeführt. Dem Beschuldigten wird im Wesentlichen nur vorgeworfen, ein Messer 

mitgeführt zu haben, ohne im Besitz der entsprechenden Bewilligung zu sein. Dies 

genügt  für  die  Umschreibung  eines  strafrechtlich  relevanten  Verhaltens  jedoch 

nicht.  Nach  dem  Gesagten  ist  das  Verfahren  in  Bezug  auf  Dossier  7  ebenfalls 

einzustellen. 

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5.

Formelles

5.1. Soweit  nachfolgend  auf  Erwägungen  der  Vorinstanz  im  angefochtenen 

Entscheid verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, 

auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet.

5.2.

Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes 

einzelne  Vorbringen  ausdrücklich  widerlegen  muss  (BGE  146  IV  297,  E. 2.2.7; 

BGE 141 IV 249, E. 1.3.1; BGE 139 IV 179, E. 2.2; BGE 138 IV 81, E. 2.2, je mit 

Hinweisen). Die Berufungsinstanz kann sich somit in der Begründung auf die für 

ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken.

1.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Dossier 4) 

III.

Sachverhalt

1.1. Der Beschuldigte anerkennt, rund 206 Gramm Hanfsamen in seiner Wohnung 

aufbewahrt zu haben, bestreitet jedoch, dass es sich dabei um Drogenhanf gehan-

delt habe (Urk. 4/5 S. 4 f., Prot. I S. 10 f., Urk. 97 S. 16).  

1.2. Anlässlich einer Hausdurchsuchung am 8. April 2021 wurden beim Beschul-

digten 3 Beutel mit mutmasslichem Marihuana sichergestellt. Die beiden Beutel zu 

29,6 und 52,3 Gramm wurden im Gefrierfach des Kühlschranks sichergestellt, der-

jenige  zu  124  Gramm,  zusammen  mit  diversem  Verpackungsmaterial,  konnte  in 

einer Kommode im Wohnzimmer sichergestellt werden (Urk. D4/4). Der Beschul-

digte machte im Rahmen der ersten polizeilichen Befragung geltend, dass es sich 

dabei um Hanfsamen zur Fütterung von Vögeln und zur Teezubereitung gehandelt 

habe (Urk. D4/5 S. 1). Diese Samen stammten von Hanfpflanzen, welche er von 

einem  frei  zugänglichen  Acker  in  G._____  habe  (Urk.  D1/4/5  S. 3).  Als  dem  Be-

schuldigten  im  Zuge  der  erstinstanzlichen  Hauptverhandlung  die  Bilder  der 

sichergestellten mutmasslichen Betäubungsmittel vorgehalten wurden, machte er 

geltend,  dass  es  sich  dabei  um  den  Rest  der  Samen  handle  und  dass  auf  den 

Bildern lediglich Äste zu sehen seien, welche der Vogelfütterung dienten (Prot. I 

S. 10  f.).  Auch  anlässlich  der  Berufungsverhandlung  erklärte  der  Beschuldigte, 

- 14 -

dass es sich bei den Samen um Vogelfutter handle und diese im Übrigen auch nicht 

wie  Hanf  aussehen  würden  (Urk. 97  S. 16).  Die  Verteidigung  führte  sodann  ins 

Feld, dass nicht festgestellt worden sei, um welche Sorte Hanf es sich handle und 

es nicht bewiesen sei, dass es sich um Samen handle, mit welchen Cannabispflan-

zen mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % gepflanzt werden könnten. 

Genauso  wenig  sei  festgestellt  worden,  worum  es  sich  beim  verpackten  Kraut 

handle,  weshalb  zugunsten  des  Beschuldigten  davon  auszugehen  sei,  dass  es 

weder  Hanf  noch  verbotener  Hanf  sei  und  der  Beschuldigte  freizusprechen  sei 

(Urk. 45 S. 4 f.; Urk. 100 S. 4 f.). 

1.3. Zwar  wurden  mit  der  Vorinstanz  die  in  Frage  stehenden  Samen  im  Kühl-

schrank des Beschuldigten vorgefunden und hatte dieser im Übrigen zugegeben, 

regelmässig Marihuana zu konsumieren (Urk. 53 S. 8). Allerdings gab der Beschul-

digte auch von Beginn weg und konstant an, dass die Samen kein THC enthalten 

würden und es sich bei diesen um Vogelfutter handle bzw. er die Samen in G._____ 

auf  einem  Feld  gefunden  habe  (Urk. D1/4/5  S. 3).  Zwar  können  diese  Aussagen 

nicht überprüft werden. Allerdings sind sie auch nicht derart unglaubhaft oder ab-

wegig,  dass  nicht  auf  sie  abgestellt  werden  könnte.  Mit  der  Verteidigung  gelten 

überdies Cannabissamen erst dann als Betäubungsmittel, wenn diese einen Ge-

samt-THC-Gehalt  von  mindestens  1 %  aufweisen  (Urk. 100  S. 4).  Im  gesamten 

Verfahren  wurden  die  Samen  labortechnisch  nie  untersucht,  weshalb  nicht  ohne 

Zweifel davon ausgegangen werden kann, dass es sich tatsächlich um Drogenhanf 

handelt. Selbst wenn die Samen auf den Bildern wie Hanfsamen aussehen mögen, 

könnte es sich genauso gut um Industriehanf handeln. Jedenfalls kann mit der Ver-

teidigung ohne entsprechende Untersuchung der Samen nicht zu Ungunsten des 

Beschuldigten  davon  ausgegangen  werden,  dass  es  sich  um  Betäubungsmittel 

handelt.  Entsprechend  ist  der  Beschuldigte  vom  Vorwurf  der  Übertretung  gegen 

das Betäubungsmittelgesetz (Drogenhanf) freizusprechen.   

1.4. Ferner wird dem Beschuldigten vorgeworfen, er habe ca. 3 Gramm halluzino-

gene Pilze in seiner Wohnung besessen und zu konsumieren beabsichtigt (Urk. 23 

S. 4). 

- 15 -

1.5 Der Beschuldigte sagte diesbezüglich in der Untersuchung aus, dass die Pilze 

wahrscheinlich schon seit zwei Jahren in seiner Wohnung seien und erst einmal 

bewiesen werden müsse, dass diese überhaupt noch Wirkung hätten (Urk. D1/4/5 

S. 3). Anlässlich der Hauptverhandlung erklärte er wiederum, dass die Pilze sicher 

keine Drogenwirkung hätten (Prot. I S. 10). Schliesslich sagte er an der Berufungs-

verhandlung  sinngemäss  aus  und  erklärte  auch  die  Verteidigung,  dass  die  Pilze 

schon lange beim Beschuldigten in der Schublade und völlig vertrocknet gewesen 

seien. Gemäss Verteidigung habe der Beschuldigte Recht, wenn er ausführe, dass 

ihm nachgewiesen werden müsse, dass es sich um halluzinogene Pilze mit ent-

sprechender Wirkung handle, was die Staatsanwaltschaft schlicht nicht abgeklärt 

habe.  Auch  diesbezüglich  beantragte  die  Verteidigung  daher  ein  Freispruch 

(Urk. 100 S. 5; Urk. 97 S. 15 f.). 

1.6. Gemäss  Polizeirapport  vom  9. April  2021  seien  anlässlich  der  Hausdurch-

suchung in der Wohnung des Beschuldigten Pilze vorläufig sichergestellt worden. 

Der Beschuldigte habe angegeben, dass er die Pilze bei einer Goa-Party vor einem 

Jahr erworben habe. Ob es sich dabei tatsächlich um halluzinogene Pilze handle, 

habe  bis  dato  nicht  geklärt  werden  können  (Urk. D4/1  S. 2).  Auch  in  der  Folge 

wurde  dies  nie  abgeklärt.  Entsprechend  ist  auch  hier  nicht  erstellt,  dass  es  sich 

tatsächlich um halluzinogene Pilze mit entsprechender Wirkung handelte. Jeden-

falls kann dies – wie bereits in Bezug auf die Hanfsamen – nicht zu Ungunsten des 

Beschuldigten angenommen werden, zumal er eine verbotene Wirkung der Pilze 

stets  bestritt.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Beschuldigte  vom  Vorwurf  der  Über-

tretung gegen das Betäubungsmittelgesetz (halluzinogene Pilze) freizusprechen.  

IV. Strafzumessung

1.

Nachdem das Verfahren gegen den Beschuldigten mit Bezug auf die Vorwürfe 

gemäss den Dossiers 1 und 4 (Medikamente und Konsum Kokain) sowie 3 und 7 

eingestellt  und  der  Beschuldigte  im  Weiteren  vom  Vorwurf  der  Übertretung  des 

Betäubungsmittelgesetzes gemäss den Dossiers 1 und 4 (Drogenhanf und halluzi-

nogene Pilze) freigesprochen wird, bleibt es vorliegend einzig beim rechtskräftigen 

Schuldspruch wegen geringfügigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverar-

- 16 -

beitungsanlage  im  Sinne  von  Art.  147  Abs.  1  StGB  in  Verbindung  mit  Art.  172ter 

StGB. Für dieses Delikt ist nachfolgend die Sanktion zu bestimmen. 

2.

Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Strafzumessung zutreffend dargestellt 

(Urk. 53 S. 10). Es kann darauf verwiesen werden. Der geringfügige betrügerische 

Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage stellt eine Übertretung dar, welche mit 

Busse zu bestrafen ist. 

3.

Hinsichtlich der objektiven und subjektiven Tatschwere kann auf die zutreffen-

den Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 53 S. 13). Eine Busse in 

der Höhe von Fr. 400.– erscheint als täter-, tat- und schuldangemessen. 

4.

Der Beschuldigte befand sich während 30 Tagen in Haft, welche ihm anzu-

rechnen ist (Art. 51 StGB). Die Busse ist damit bereits durch Haft erstanden.  

V.

Einziehung

1.

Das  Gericht  verfügt  ohne  Rücksicht  auf  die  Strafbarkeit  einer  bestimmten 

Person die Einziehung von Gegenständen, die zur Begehung einer Straftat gedient 

haben  oder  bestimmt  waren  oder  die  durch  eine  Straftat  hervorgebracht  worden 

sind, wenn diese Gegenstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder 

die öffentliche Ordnung gefährden (Art. 69 StGB). Es muss ein Bezug zur Straftat 

nachgewiesen werden, eine allgemeine Bestimmung oder Eignung der Sache zu 

einer  eventuellen  deliktischen  Verwendung  genügt  nicht  (TRECHSEL,  PK-StGB, 

Art. 69 N 2).

2.

Die Verteidigung beantragte die Herausgabe der verschiedenen sichergestell-

ten Messer sowie der Verpackung der Kamera und des Handys (Urk. 100 S. 5). 

3. Wie bereits erwähnt ordnete bereits die Vorinstanz die Herausgabe der Ver-

packung der Kamera und des Handys an den Beschuldigten an (Dispositivziffer 7), 

was – mangels Anfechtung seitens des Beschuldigten – in Rechtskraft erwachsen 

ist. 

- 17 -

4. Gemäss § 8 Abs. 1 der kantonalen Waffenverordnung (WafVO) sind für die 

Beschlagnahme von Waffen, Munition, gefährlichen Gegenständen und weiteren 

Objekten gemäss Art. 31 Abs. 1 WG die Statthalterämter zuständig. Damit sind das 

beschlagnahmte  und  sichergestellte  Wurfmesser  und  das  Springmesser  an  das 

Statthalteramt Andelfingen (Wohnsitzbezirk des Beschuldigten) mit dem Ersuchen 

zu überweisen, darüber zu entscheiden, ob diese dem Beschuldigten herauszuge-

ben oder einzuziehen sind.  

5.

Das  ebenfalls  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  See  /  Oberland  vom 

1. September  2021  beschlagnahmte  und  sichergestellte  Messer  mit  Hülle 

(A014'894'714) fand hingegen – mit der Verteidigung (Prot. II S. 11) – keinen Ein-

gang in die Anklage (Urk. 23) und stellt auch keine Waffe im Sinne des Waffenge-

setzes bzw. der Waffenverordnung dar. Wie aus den Akten ersichtlich ist, scheint 

es sich vielmehr um ein gewöhnliches Messer bzw. einen Dolch zu handeln, ohne 

eine symmetrische Klinge (Urk. D3/2 und Urk. D3/3). Entsprechend ist das Messer 

mit Hülle dem Beschuldigten auf erstes Verlangen hin herauszugeben, ansonsten 

es  der  Lagerbehörde  zur  gutscheinenden  Verwendung  oder  zur  Vernichtung  zu 

überlassen ist.  

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens

1.1. Die  Vorinstanz  auferlegte  dem  Beschuldigten,  unter  Berücksichtigung  der 

Verfahrenseinstellung und der Freisprüche, die Kosten der Untersuchung und des 

gerichtlichen Verfahrens zu einem Drittel. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

wurden analog zu zwei Dritteln auf die Gerichtskasse genommen und im übrigen 

Drittel wurde eine Nachforderung nach Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten (Urk. 53 

S. 15). 

1.2. Die Verteidigung beantragt, dass die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie 

die Verfahrenskosten aufgrund der beantragten Einstellungen und Freisprüche voll-

umfänglich auf die Staatskasse zu nehmen seien (Urk. 100 S. 6).  

- 18 -

1.3. Der Beschuldigte wurde von der Vorinstanz wegen geringfügigen betrügeri-

schen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 

StGB  in  Verbindung  mit  Art.  172ter  StGB  rechtskräftig  verurteilt.  Entsprechend 

rechtfertigt  es  sich,  die  Kosten  der  Untersuchung  sowie  des  erstinstanzlichen 

Verfahrens, inklusive der Kosten für die amtliche Verteidigung, dem Beschuldigten 

zu 1/10 aufzuerlegen und zu 9/10 auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Kosten 

der  amtlichen  Verteidigung  sind  einstweilen  auf  die  Gerichtskasse  zu  nehmen, 

unter  Vorbehalt  der  Rückzahlungspflicht  des  Beschuldigten  im  Umfang  von  1/10 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

2.

Kosten des Berufungsverfahrens / Entschädigungsfolgen

2.1. Kostenfolgen

2.1.1.  Die  Gerichtsgebühr  für  das  Berufungsverfahren  ist  auf  Fr. 3'600.–  festzu-

setzen (§ 16 Abs. 1 i.V.m. § 14 Abs. 1 GebV OG). Die Kosten des Rechtsmittel-

verfahrens tragen die Parteien grundsätzlich nach Massgabe ihres Obsiegens und 

Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

2.1.2.  Der  Beschuldigte  obsiegt  im  Berufungsverfahren  in  weiten  Teilen,  wird  je-

doch hinsichtlich des rechtskräftigen Schuldspruchs zu einer Busse von Fr. 400.– 

bestraft.  Ferner  werden  ihm  nicht  sämtliche  beschlagnahmten  Gegenstände 

herausgegeben. Es rechtfertigt sich deshalb, die Kosten des Berufungsverfahrens, 

inklusive der Kosten der amtlichen Verteidigung, dem Beschuldigten zu 1/10 auf-

zuerlegen und zu 9/10 auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

2.1.3.  Die  Kosten  der  amtlichen  Verteidigung  sind  einstweilen  auf  die  Gerichts-

kasse  zu  nehmen.  Die  Rückzahlungspflicht  des  Beschuldigten  bleibt  im  Umfang 

von 1/10 gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

2.2. Entschädigungsfolgen

2.2.1. Die Verteidigung beantragt im Sinne von Art. 429 StPO eine Entschädigung 

für den Beschuldigten in der Höhe von Fr. 6'000.– für die zu Unrecht erstandene 

Untersuchungshaft von 30 Tagen (Urk. 100 S. 5 f.). 

- 19 -

2.2.2.  Zumal  der  Beschuldigte  hinsichtlich  der  Vorwürfe,  für  welche  er  in  Unter-

suchungshaft  war,  freigesprochen  wurde  bzw.  es  zu  Einstellungen  kam,  erweist 

sich die Untersuchungshaft als nachträglich unrechtmässig, wofür der Beschuldigte 

zu  entschädigen  ist.  Da  vier  Tage  bereits  an  die  Busse  angerechnet  wurden, 

verbleibt eine restliche Dauer von 26 Tagen, welche dem Beschuldigten zu einem 

Tagessatz von Fr. 200.– zu entschädigen ist. Dem Beschuldigten ist demnach eine 

Genugtuung in der Höhe von Fr. 5'200.– (26 [Tage] x Fr. 200. – = Fr. 5'200.–) zu-

zusprechen.

2.2.3.  Die  Entschädigung  der  amtlichen  Verteidigung  sowie  der  unentgeltlichen 

Rechtsbeistände  richtet  sich  nach  der  Verordnung  über  die  Anwaltsgebühren 

(AnwGebV) vom 8. September 2010 (§ 23 AnwGebV). Die Entschädigung wird fest-

gesetzt,  nachdem  die  Anwältin  oder  der  Anwalt  dem  Gericht  oder  der  Strafver-

folgungsbehörde eine Aufstellung über den Zeitaufwand und die Auslagen vorge-

legt hat (§ 23 Abs. 2 AnwGebV). Mit dieser Aufstellung kann ein Antrag zur Höhe 

der beanspruchten Vergütung verbunden werden. Einen solchen hat Rechtsanwalt 

Dr. iur.  HSG  X._____  in  der  Höhe  von  Fr. 7'428.65  (inkl.  MwSt.)  gestellt 

(vgl. Urk. 99).  

2.2.4.  Die  konkrete  Bemessung  der  Entschädigung  richtet  sich  nach  §  16  ff. 

AnwGebV. Demnach ist lediglich das Honorar für das Vorverfahren ein Aufwand-

honorar (§ 16 AnwGebV). Für den eigentlichen Strafprozess ist eine Pauschalge-

bühr vorgesehen, welche für einen Prozess vor den Einzelgerichten Fr. 600.– bis 

Fr. 8'000.– beträgt (§ 17 Abs. 1 lit. a AnwGebV). Im Berufungsverfahren wird die 

Gebühr  grundsätzlich  nach  den  für  die  Vorinstanz  geltenden  Regeln  bemessen. 

Dabei  wird  auch  berücksichtigt,  ob  das  Urteil  vollumfänglich  oder  nur  teilweise 

angefochten worden ist (§ 18 AnwGebV). Die Grundlage für die Festsetzung der 

Gebühr  bilden  im  Strafprozess  die  Bedeutung  des  Falls,  die  Verantwortung  der 

Anwältin  oder  des  Anwalts,  der  notwendige  Zeitaufwand  der  Anwältin  oder  des 

Anwalts sowie die Schwierigkeit des Falls (§ 2 AnwGebV). 

2.2.5. Die Verteidigung wurde vor Vorinstanz in der Höhe von knapp Fr. 10'000.– 

(inkl.  Barauslagen  und  MwSt.)  entschädigt  (Urk. 53  S. 18).  Der  eingereichten 

Honorarnote lässt sich eine Vielzahl an Telefonaten zwischen der Verteidigung und 

- 20 -

dem Beschuldigten entnehmen, die in dieser Häufigkeit nicht zu entschädigen sind. 

Auf der anderen Seite umfasst das beantragte Honorar zwei Berufungsverfahren, 

was mit einem entsprechenden Aufwand verbunden war. Nach dem Gesagten er-

scheint  es  angemessen,  Rechtsanwalt  Dr.  iur.  HSG  X._____  mit  pauschal 

Fr. 7'000.–  (inkl.  8,1 %  MwSt.)  für  das  Berufungsverfahren  zu  entschädigen.  Die 

Kosten der amtlichen Verteidigung sind hierbei mit Verweis auf obige Erwägungen 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, unter Vorbehalt der Rückzahlungs-

pflicht im Umfang von 1/10 gestützt auf Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster, Einzelgericht 

in Strafsachen, vom 20. April 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte, A._____, wird freigesprochen und ist nicht schuldig:





des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB;

der unrechtmässigen Aneignung im Sinne von Art. 137 Ziff.1 StGB.

2.

Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig 

[…]

des geringfügigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsan-

lage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter StGB;

[…] 







[…] 

[…]

[…]

Von der Erteilung der im Sinne von Art. 94 StGB beantragten Weisung für die Dauer 

der Probezeit wird abgesehen. 

2.

3.

4.

5.

6.

Die nachfolgenden, teils mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 

1. September 2021 beschlagnahmten und sichergestellten Gegenstände werden ein-

- 21 -

gezogen und der Lagerbehörde, Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, zur 

Vernichtung überlassen:

























[…]

[…]

29.6 Gramm Marihuana (A014'894'032)

52.3 Gramm Marihuana (A014'894'054)

124 Gramm Marihuana (A014'894'065)

Div. Pilze (A014'894'087)

Verpackungsmaterial ohne Verpackungsmaterial gemäss Dispositiv-Ziffer 8 
(A014'894'123)

1 Blister Xanax (A014'894'178)

2 Dosen Coversum 5mg (A014'894'190)

1 Packung Sequase 25mg neu (A014'894'214)

3 Packungen Arpiprazol Mepha 5mg (A014'894'236)

[…]

7.

Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 1. September 2021 

beschlagnahmte und unter Asservat-Nr. A014'894'123 lagernde Verpackungsmaterial 

(Verpackung Nokia 6230, Verpackung Nokia 6210, Verpackung Kamera Olympus) 

wird dem Beschuldigten auf erstes Verlangen hin von der Kantonspolizei Zürich, 

Asservaten-Triage, herausgeben. 

Sollte innerhalb von 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids die 

Herausgabe nicht verlangt werden, so wird das genannte Verpackungsmaterial der 

Lagerbehörde, Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, zur Vernichtung überlas-

sen.

8.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 1. September 2021 

beschlagnahmten Gegenstände werden an die Geschädigte B._____ auf erstes Ver-

langen hin von der Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, herausgeben: 













Portemonnaie aus Leder (A014'894'043)

2 Karten Bank Austria (A014'894'098)

2 Postcards (A014'894'134)

1 GA 2. Klasse (A014'894'167)

2 Krankenversicherungskarten (A014'894'258)

1 Miles & More Karte (A014'894'281)

- 22 -



3 Karten Uni C._____ (A014'894'305).

Sollte innerhalb von 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids die 

Herausgabe nicht verlangt werden, so werden die Gegenstände der Lagerbehörde, 

Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, zur Vernichtung überlassen.

9.

Die beim Forensischen Institut Zürich (FOR) unter der Geschäfts-Nr. 80011785 gela-

gerten Spuren und Spurenträger sind nach Eintritt der Rechtskraft zu vernichten. 

10.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:  

1'800.–

 die weiteren Kosten betragen:

1'100.– Gebühr für das Vorverfahren;

338.30 Auslagen;

980.– Auslagen Polizei.

Fr.

Fr.

Fr. 

Fr. 

11.

[…]

12.

Rechtsanwalt Dr. iur. HSG X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher 

Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 9'173.50 (inklusive Barauslagen und Mehrwert-

steuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

[…]

13.

[…]

14.

[Mitteilungen]

15.

[Rechtsmittel]"

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

- 23 -

Es wird erkannt:

1.

Das Verfahren gegen den Beschuldigten A._____ wird zudem mit Bezug auf 

die Vorwürfe gemäss Dossier 1 und 4 (Medikamente und Konsum Kokain) 

sowie 3 und 7 eingestellt. 

2.

Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf der Übertretung des Betäu-

bungsmittelgesetzes gemäss Dossier 1 und 4 (Drogenhanf und halluzino-

gene Pilze) freigesprochen.  

3.

4.

5.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 400.–. 

Die Busse ist bereits durch Haft erstanden. 

Die nachfolgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland 

vom 1. September 2021 beschlagnahmten und sichergestellten Gegen-

stände werden an das zuständige Statthalteramt mit dem Ersuchen überwie-

sen, darüber zu entscheiden, ob diese dem Beschuldigten herauszugeben 

oder einzuziehen sind:

 Wurfmesser (A014'894'678)



Messer (A015'104'991).

6.

Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 1. Septem-

ber 2021 beschlagnahmte und sichergestellte Messer mit Hülle 

(A014'894'714) wird dem Beschuldigten auf erstes Verlangen hin von der 

Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, herausgegeben.

Sollte innerhalb von 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ent-

scheids die Herausgabe nicht verlangt werden, so wird der genannte 

Gegenstand der Lagerbehörde, Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, 

zur gutscheinenden Verwendung oder zur Vernichtung überlassen.

7.

Die Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanzlichen Verfahrens, inklu-

sive der Kosten für die amtliche Verteidigung, werden zu 1/10 dem Beschul-

digten auferlegt und zu 9/10 auf die Gerichtskasse genommen. 

- 24 -

8.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung gemäss Ziffer 7 werden einstweilen 

auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigten bleibt im Umfang von 1/10 gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vor-

behalten.  

9.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

3'600.– ; die weiteren Kosten betragen:

7'000.–   amtliche Verteidigung (inkl. 8,1 % MwSt.)

10. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 1/10 auferlegt und zu 

9/10 auf die Gerichtskasse genommen.

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung gemäss Ziffer 10 werden einstweilen 

auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigten bleibt im Umfang von 1/10 gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vor-

behalten.

12. Dem Beschuldigten wird eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 5'200.– als 

Genugtuung zugesprochen.

13. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an





die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versandt)

die Staatsanwaltschaft See/Oberland (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an







die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

die Staatsanwaltschaft See/Oberland 

Bundesamt für Polizei fedpol, Zentralstelle Waffen, Guisanplatz 1A, 
3003 Bern 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an



die Vorinstanz

- 25 -















das Migrationsamt des Kantons Zürich 

die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Neumühlequai 10, 8090 
Zürich

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA zur Entfernung der Daten 
gemäss Art. 32 Abs. 1 StReG mittels Kopie der Urk. 96 

das Statthalteramt des Bezirks Andelfingen hinsichtlich Dispositiv-
Ziffer 5

die amtliche Verteidigung bzgl. Herausgabefrist gemäss Dispositiv-
Ziffer 6

die Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage, Güterstrasse 33, Post-
fach, 8010 Zürich hinsichtlich Dispositiv-Ziffer 6

die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben 
(§ 54a Abs. 1 PolG).

14. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschrie-

benen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Zürich, 16. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. Ch. Prinz

MLaw A. Jacomet