# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4f0e70c-9a5f-5baf-9db5-87ebf22d5ddd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.05.2022 IV 2021/73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2021-73_2022-05-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2021/73

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 24.08.2022

Entscheiddatum: 10.05.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 10.05.2022
Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Würdigung 
eines medizinischen Gutachtens. Notwendigkeit eines detaillierten 
Belastungsprofils der bisherigen Tätigkeit zur Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Teilweise Gutheissung der 
Beschwerde. Rückweisung der Sache an die IV-Stelle (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Mai 2022, IV 2021/73).

Entscheid vom 10. Mai 2022

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger

Geschäftsnr.

IV 2021/73

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Arthur Andermatt, Teufener Strasse 8, Postfach 

130, 9001 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich erstmals im Jahr 1991 wegen eines Augenleidens (Keratokonus 

auf beiden Augen) bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von IV-

Leistungen an (IV-act. 3). Die IV-Stelle sprach dem Versicherten Hilfsmittel 

(Kontaktlinsen) und medizinische Massnahmen (Keratoplastik links) zu (IV-act. 8, 17, 

26, 34, 38, 41, 44). Im August 2003 meldete sich der Versicherte wegen starker akuter 

chronischer Augenschmerzen verbunden mit einer somatischen Depression erneut bei 

der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (IV-act. 50). Am 21. April 2005 zog er sein 

Leistungsbegehren zurück, weil er wieder "total gesund" sei (IV-act. 105, 107).

A.a. 

Im Dezember 2017 meldete sich der Versicherte wegen einer seit ca. 2010 

bestehenden chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren, verbunden mit einer Burnout-Erkrankung, bei der IV-Stelle zur beruflichen 

Integration/Rente an (IV-act. 112). Dr. med. B.___, Fachärztin für Allgemeinmedizin, 

berichtete der IV-Stelle am 19. Dezember 2017 (IV-act. 119), dass der Versicherte an 

einem chronischen Beckenschmerzsyndrom (chronische Prostatitis, 2012), einer 

hochgradigen Spinalkanalstenose HWK 3-4/4-5, chronischen Cervikobrachialgien, 

sensomotorischen Defiziten Höhe C8, einem Status nach Diskektomie C3-C6, 

Stabilisation mit Cage und Platte, einer isthmischen Spondylolyse/Anterolisthesis L6-

S1, einer foraminalen Stenose mit rezidivierenden Lumboischialgien, einer 

Erschöpfungssymptomatik bei jahrelanger Überlastung sowohl quantitativ als auch 

qualitativ, einem Status nach Rezidiv-Ulcus ventriculi, einem Status nach 

Knietotalprothese rechts 2016 bei Status nach Tibiakopfosteotomie nach Fehlstellung, 

einem Status nach Osteitis linker Ellbogen bei komplikationsbehaftetem Status nach 

A.b. 

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Bursektomie links mit mehrmaligen Revisionen sowie paroxysmalen, hämodynamisch 

relevanten Sinustachykardien mit/bei sympathikusbetonter hypotoner 

Kreislaufdysregulation leide. Der Versicherte sei vom 7. August 2017 bis 3. November 

2017 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen; seit dem 4. November 2017 sei er zu 100 % 

arbeitsunfähig. Das Schmerzzentrum des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) hatte beim 

Versicherten nach einer Erstkonsultation am 29. November 2017 ein chronifiziertes 

Schmerzsyndrom, Chronifizierungsstadium II nach Gerbershagen, diagnostiziert (IV-

act. 160).

Die Gemeindeverwaltung C.___ berichtete der IV-Stelle am 2. Februar 2018 (IV-

act. 162), dass sie den Versicherten seit dem 1. Januar 2015 in einem Pensum von 80 

% als Berufsbeistand beschäftige. Der Versicherte habe diese Tätigkeit bis 30. 

November 2017 ausgeübt. Zur Arbeit gehörten Beratungen (oft), Administration (oft) 

und Begleitungen (manchmal). Die Tätigkeit beinhalte häufiges Gehen sowie Sitzen 

(manchmal) und Stehen (manchmal). Laut dem beiliegenden Lohnausweis hatte der 

Versicherte im Jahr 2016 einen Bruttolohn von Fr. 101'257.-- und im Jahr 2017 einen 

solchen von Fr. 93'468.-- erzielt (IV-act. 162-9/22). Das Grundgehalt (100 %-Pensum) 

hatte in den Jahren 2015, 2016 und 2017 gemäss den Lohnabrechnungen 

Fr. 112'508.50 betragen (IV-act. 162-10 ff.).

A.c. 

Am 28. März 2019 ging der Austrittsbericht des Schmerzzentrums des Spitals 

D.___ vom 19. Februar 2018 über die Hospitalisation vom 15. Januar bis 5. Februar 

2018 ein (IV-act. 166). Als Diagnosen hatten die Ärzte insbesondere eine chronische 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41), 

Chronifizierungsstadium III nach Gerbershagen, und eine Störung durch Opioide, 

Abhängigkeitssyndrom (F11.2), angegeben.

A.d. 

Dr. med. E.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, berichtete der IV-Stelle am 

30. Juli 2018 (IV-act. 175), dass sich der Versicherte seit dem 8. Mai 2018 in seiner 

Behandlung befinde (ca. 2-wöchige Sitzungsabstände). Er habe bisher keine 

Arbeitsunfähigkeit dokumentiert. Der Versicherte leide an einer seit längerem 

bestehenden, stark mit einem chronischen Schmerzsyndrom einhergehenden 

Erschöpfung/ Erschöpfungsdepression mit Ängsten. Beim Erstgespräch seien keine 

Defizite hinsichtlich der Aufmerksamkeit, des Wahrnehmungs- und 

A.e. 

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Konzentrationsvermögens sowie der Gedächtnisleistungen feststellbar gewesen. Das 

Stimmungsbild sei deutlich niedergedrückt, aber noch ausreichend moduliert und 

auslenkbar gewesen. Der affektive Rapport sei gut gewesen. Es seien Resignation, 

Ohnmachtsgefühle und Ängste erkennbar geworden. Als Diagnosen (mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit) gab Dr. E.___ eine mittelschwere depressive Episode mit 

somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) mit begleitender Angststörung (F41.8) an. Er 

merkte zudem an, dass eine detaillierte Beurteilung des psychischen Zustandsbildes 

nach fünf Sitzungen noch nicht möglich sei. Dr. B.___ erklärte in ihrem Bericht vom 

22. Oktober 2018 (IV-act. 176), dass nach der operativen Sanierung (anteriore lumbale 

interkorporelle Fusion-Versteifung Segment L5/S1 vom vorderen Zugang mit 

Bandscheibenausräumung und Versteifung [SYNFIX-cage] selbes Segment; Operation 

vom September 2018, siehe IV-act. 184-3) offenbar eine Besserung der Beschwerden 

bei jedoch weiterhin hohem Schmerzniveau und hohem Opiatbedarf eingetreten sei.

Dr. E.___ berichtete der IV-Stelle am 20. November 2018 (IV-act. 178), dass die 

Diagnosen unverändert seien. Im ersten Arbeitsmarkt bestehe keine Arbeitsfähigkeit 

mehr. RAD-Ärztin Dr. med. F.___, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, notierte am 5. 

Dezember 2018 (IV-act. 179), dass nach der Versteifungsoperation der LWS im 

September 2018 voraussichtlich bis Anfang 2019 von einer vollumfänglichen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Dr. med. G.___, Leitender Arzt Anästhesie Spital 

H.___, berichtete der IV-Stelle am 25. Dezember 2018 (IV-act. 207), dass das 

langjährige chronifizierte Leiden durch den operativen Eingriff vom September 2018 

keine Besserung erfahren habe. Es bestehe weiterhin ein hoher Opioidbedarf. Dr. B.___ 

berichtete am 3. Februar 2019 (IV-act. 185) über eine Verschlechterung des 

Allgemeinzustandes des Versicherten bei rezidivierenden Abdominalbeschwerden/

Übelkeit, DD Angina abdominalis, DD opiatinduzierte Obstipation mit Enteritis 

(Hospitalisation 24. bis 29. Oktober 2018) und Status nach Pneumonie und (in Folge) 

Appetitverminderung sowie zunehmender gastrointestinale Unverträglichkeit der 

Analgetika (Hospitalisation 19. bis 22. Januar 2019) mit therapieresistenter Übelkeit. 

Dem Bericht lagen unter anderem die Spitalaustrittsberichte bei. Dr. E.___ berichtete 

am 19. März 2019, dass zu den bisherigen Diagnosen eine posttraumatische 

Belastungsstörung hinsichtlich der Augenerkrankung hinzugekommen sei (IV-act. 194). 

Die Depressions- und Angstsymptomatik habe sich seit der letzten Berichterstattung 

A.f. 

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verstärkt. Ein Versuch mit einer antidepressiven Medikation mit Seralin habe wegen 

Unverträglichkeit gestoppt werden müssen.

Dr. B.___ erklärte anlässlich eines telefonischen Gesprächs mit RAD-Ärztin Dr. 

F.___ vom 4. Juni 2019 (IV-act. 203), dass der Versicherte an einem chronifizierten 

Schmerzsyndrom und an einer unklaren psychiatrischen Problematik oder 

möglicherweise eher an einer Persönlichkeitsstörung leide. Der Versicherte gebe ein 

sehr hohes Schmerzniveau an (8/10), sitze hierbei jedoch entspannt, in normaler 

Haltung und mit normaler Spontanbewegung. Er gestalte die Medikamenteneinnahme 

selbst; er lasse sich hier ungern hineinreden. Auch das Morphinpräparat nehme er 

unter eigener Regie. Es sei eine Dosishalbierung vereinbart worden mit stattdessen 

erneuter Einnahme eines NSAR. Sie sehe eher eine Persönlichkeitsakzentuierung/-

störung (mit hohem Kontrollbedürfnis, Tendenz zu Hypochondrie, früher sehr hohes 

Aktivitätsniveau [Höhlentauchen, Klettern] unter Einnahme maximaler Dosen von 

NSAR, um einfach zu funktionieren, habe auch oft am Wochenende gearbeitet, habe 

keinen Feierabend gekannt) als eine depressive Problematik. Der Versicherte könne − 

eher aus somatischer als aus psychischer Sicht − keinerlei Tätigkeiten mehr ausüben 

(Gesprächsprotokoll unterzeichnet am 10. Juni 2019, IV-act. 208). Am 12. Juni 2019 

berichtete Dr. G.___ der IV-Stelle (IV-act. 209), dass dem Versicherten die bisherige 

Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei, da es durch langes Sitzen und mentale Anspannung 

zu einer Schmerzzunahme komme. Dem Versicherten seien leichteste 

wechselbelastende Tätigkeiten mit Pausen und der Möglichkeit, sich hinzulegen, in 

einem Pensum von 25 % zumutbar.

A.g. 

Dr. med. I.___, Leitender Arzt Kantonsspital J.___, berichtete der IV-Stelle am 28. 

Juni 2019 (IV-act. 212), dass insbesondere die Rückenbeschwerden im lumbalen 

Bereich in letzter Zeit deutlich zugenommen hätten. Momentan sei der Versicherte aus 

wirbelsäulenchirurgischer Sicht für jegliche Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig. 

Aufgrund der multiplen Wirbelsäulenleiden könne die Arbeitsfähigkeit nicht verbessert 

werden. Die hochdosierte Opiateinnahme könne nur langsam und schrittweise 

reduziert werden. Die letzte Kontrolle mit Infiltrationsmassnahmen habe am 6. Juni 

2019 stattgefunden. Die infiltrativen Massnahmen würden bei Bedarf alle drei bis vier 

Monate wiederholt. Bei der bisherigen Tätigkeit habe es sich um eine hauptsächlich 

sitzende Bürotätigkeit gehandelt. Diese Tätigkeit sei dem Leiden eigentlich angepasst 

A.h. 

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gewesen. Trotzdem habe die Tätigkeit wegen der Schmerzproblematik nicht fortgeführt 

werden können. Die angestammte Arbeit habe auch eine deutliche psychische 

Belastung bedeutet, da sich der Versicherte viel mit problematischen und manchmal 

auch aggressiven Familien habe beschäftigen müssen. Momentan sei die 

Konzentration wegen des hohen Schmerzmittelkonsums ziemlich gestört. Eine 

Neueingliederung erachte er als eher unwahrscheinlich, da der Versicherte sehr kurz 

vor der Rente stehe. Am 27. September 2019 berichtete derselbe Arzt (IV-act. 213), 

dass der Gesundheitszustand in Bezug auf den Rücken seit Juni 2019 stationär sei. 

Allerdings habe sich der Versicherte zwischenzeitlich eine Calcaneusfraktur zugezogen, 

weswegen er zwei Monate lang eine Unterschenkelorthese tragen müsse. Dr. E.___ 

hielt in seinem Bericht vom 22. Oktober 2019 fest (IV-act. 215), aufgrund des labilen 

psychischen und teils auch physischen Krankheitsbildes sei eine Arbeitsfähigkeit auf 

dem ersten Arbeitsmarkt (weiterhin) nicht gegeben.

RAD-Ärztin Dr. F.___ notierte am 26. November 2019 (IV-act. 219), dass die 

psychiatrischen Behandlungsberichte gleichlautend und rudimentär seien. Ein aktueller 

Psychostatus liege nicht vor und die Behandlungsintensität sei unklar. Dr. E.___ 

berichtete der IV-Stelle am 20. Dezember 2019, dass im Jahr 2019 12 

Gesprächstermine stattgefunden hätten (IV-act. 244). Ausser Seralin sei bisher 

Temesta exp. 1.0 mg ausprobiert worden. Die bisherige psychiatrische Psychotherapie 

werde weitergeführt. Dr. B.___ gab im Bericht vom 29. November 2019 an (IV-act. 228), 

dass sich bezüglich der Magen-Darm-Problematik keine neuen Erkenntnisse ergeben 

hätten. Solange durch die Opiateinnahme eine Obstipation unterhalten werde, könnten 

Übelkeit und Erbrechen anhalten. Am 8. Januar 2020 erklärte Dr. B.___ gegenüber der 

RAD-Ärztin Dr. F.___ (IV-act. 248), dass sich der Versicherte die Calcaneusfraktur 

rechts bei einem Kletterunfall im September 2019 zugezogen habe. Die Behandlung sei 

im November 2019 bei Beschwerdefreiheit abgeschlossen worden. Ausser Oxycodon 

nehme der Versicherte keine Analgetika ein. Der Versicherte sei schwierig führbar, 

überschätze und überfordere sich selbst. Er habe einen hohen Kontrollbedarf und 

therapiere und diagnostiziere sich selbst. Als Berufsbeistand sei er sehr engagiert 

gewesen und habe viele Weiterbildungen gemacht. Bei Dr. I.___ handle es sich um den 

Schwager des Versicherten.

A.i. 

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RAD-Ärztin Dr. F.___ notierte am 8. Januar 2020, dass zur Klärung der 

Arbeitsfähigkeit eine Begutachtung in den Fachdisziplinen Allgemeine innere Medizin, 

Orthopädie und Psychiatrie erforderlich sei (IV-act. 257). Der zuständige IV-

Sachbearbeiter notierte am 23. April 2020, dass seit der Anmeldung im Dezember 2017 

keine beruflichen Massnahmen hätten geprüft werden können (IV-act. 268). Ausserdem 

sei der Versicherte bereits 61-jährig. Am 27. April 2020 teilte die IV-Stelle dem 

Versicherten mit, dass sein Gesuch um berufliche Massnahmen abgewiesen werde (IV-

act. 269).

A.j. 

Im Mai 2020 wurde der Versicherte interdisziplinär durch das Zentrum für 

Interdisziplinäre Medizinische Begutachtungen AG (ZIMB) begutachtet (Gutachten vom 

7. Oktober 2020, IV-act. 277). Die Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

lauteten:

A.k. 

Belastungs- und Bewegungseinschränkung der HWS bei chronisch 

zervikobrachialem Schmerzsyndrom ohne Radikulopathie mit/bei

–

Beweglichkeitseinschränkung der HWS–

knöchern in regelrechter Stellung ausgeheilter Fusion der Segmente C3 bis C7 nach 

am 15.05.2013 erfolgter dorsaler Fusion von C3 auf C7 mit Laminektomie C4 und

Laminotomie C6/7 links

–

Belastungsabhängig vermehrtes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom ohne 

Radikulopathie mit/bei:

–

muskulärer Dysbalance und Haltungsinsuffizienz–

linkskonvexer lumbaler Skoliose–

knöchern konsolidiertem Segment L5/S1 bei regelrecht einliegendem 

Osteosynthesematerial

–

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Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gaben die Gutachter 

zusammengefasst an (vollständige Diagnoseliste: IV-act. 277-10 f.):

Status nach am 29. August 2018 erfolgter ALIF im Segment L5/S1–

Belastungs- und Bewegungseinschränkung des rechten Kniegelenks mit/bei:–

knöchern in regelrechter Stellung implantierter, ohne jedwede Lockerungs-

Lysezeichen eingliedender KTP nach am 28.02.2017 erfolgter Implantation einer 

Knietotalendoprothese

–

Status nach im Jahre 1988 erfolgter valgisierender Tibiakopfosteotomie.–

Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide/Abhängigkeitssyndrom (F11.2) 

mit/bei

–

teils iatrogen bedingtem Opioidabusus, im Rahmen der chronischen 

Schmerzproblematik

–

chronischer Magendarmproblematik (Nausea, Dyspepsie, Obstipation)–

subjektiver neurokognitiver Beeinträchtigung–

V.a. opiatinduzierte Hyperalgesie–

Chronic Pelvic Pain Syndrom–

Chronische Dyspepsie–

Chronische makrozytäre Anämie unklarer Ätiologie–

Keratokonus beidseits, links vernarbend–

Sinusbradykardie unter Betablockade–

Status nach bilateraler Community Acquired Pneumonia im Januar 2019–

Status nach im Jahr 2014 erlittener offener Verletzung der linksseitigen 

Ellbogengelenkskapsel mit rezidivierender Bursitis olecrani und letzlich am 

–

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Die Gutachter hielten fest, dass aus allgemein-internistischer Sicht keine 

objektivierbaren Funktionseinschränkungen bestünden, welche die Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten längerfristig einschränken würden. Der aktuell abgenommene Oxycodon-

Spiegel liege mit 183µg/L deutlich oberhalb der therapeutischen Breite, sodass hier 

von einer eindeutigen Überdosierung ausgegangen werden müsse. Dies erkläre 

einerseits die chronische Müdigkeit und die subjektiven neurokognitiven 

Beeinträchtigungen und andererseits die chronische Obstipation, welche sicherlich 

einen Grossteil der gastrointestinalen Beschwerden verursache. Zudem sei es 

zwischenzeitlich wahrscheinlich zu einem opiatinduzierten 

Ganzkörperschmerzsyndrom gekommen. Im Rahmen der orthopädisch-chirurgischen 

Untersuchung habe sich beim Versicherten in den Testverfahren eine durchgängige 

Konsistenz der Untersuchungsbefunde gezeigt. Massgeblich für die qualitative 

Funktionseinschränkung auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet sei eine 

chronische Belastungseinschränkung der LWS. Ferner bestehe eine 

Belastbarkeitsminderung und Bewegungseinschränkung des rechten Kniegelenks. 

Aufgrund der objektivierbaren klinischen und radiologischen Befunde am 

Bewegungsapparat sei der Versicherte in der biomechanischen Funktion seiner Hals- 

und Lendenwirbelsäule sowie seines rechten Kniegelenks limitiert. Im Rahmen der 

psychiatrischen Exploration hätten sich beim Versicherten keine eindeutigen 

Anhaltspunkte für das Vorliegen einer arbeitsrelevanten psychischen Erkrankung finden 

lassen. Der Versicherte habe während der Untersuchung keine Zeichen für eine 

depressive Stimmung gezeigt. Er habe freundlich, ausgeglichen und schwingungsfähig 

gewirkt. Es habe keine Hinweise auf Interessen- oder Freudverlust oder für einen 

gestörten Antrieb gegeben. Der Versicherte gehe zum therapeutischen Klettern, 

13.01.2016 erfolgter Exzision nebst Dehnungslappenplastik; ggw. ohne 

Beschwerdevortrag sowie ohne Funktionseinschränkung

Status nach im September 2019 erlittener extraartikulärer Calcaneusfraktur rechts 

mit geringer Fakturdehiszenz nach Sturz beim Klettern. Unter konservativer 

Behandlung mit Ruhigstellung im Entlastungsschuh Behandlungsende 11/19, ggw. 

ohne Beschwerdevortrag sowie ohne Funktionseinschränkung

–

Status nach Septumsplastik mit Turbinoplastik, Infundibulotomie und vorderer 

Ethmoidektomie links wegen einer eitrig-blutigen Sinusitis am 16.11.2004.

–

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benutze den Hometrainer und gehe jeden Tag ca. 30 Minuten mit dem Hund spazieren. 

Allerdings sei eine gesteigerte Ermüdbarkeit auszumachen gewesen. Beim 

Selbstbeurteilungsfragebogen habe der Versicherte einen Wert von 27 Punkten 

erreicht, der auf das Vorliegen einer mittelschweren depressiven Symptomatik 

hinweise. Dieser hohe Wert lasse sich jedoch nicht auf eine depressive Symptomatik 

zurückführen, sondern auf die somatisch begründbaren Schmerzen sowie auf die 

Überdosierung von Oxycodon. Die reduzierte Konzentrationsfähigkeit lasse sich 

ebenfalls auf das Oxycodon zurückführen. Eine somatoforme (Schmerz-)störung liege 

nicht vor, da die Schmerzen beim Versicherten somatisch ausreichend erklärbar seien. 

Mangels Hinweisen auf Aggravation oder gar Simulation könne auch eine 

Schmerzfehlverarbeitung/Symptomausweitung ausgeschlossen werden. Eine 

posttraumatische Belastungsstörung aufgrund der Augenerkrankung habe sich nicht 

eruieren lassen. Viel eher habe in der Vergangenheit aufgrund der Belastung durch die 

Augenkrankheit eine Anpassungsstörung (F43.2) bestanden. Die Diagnose einer 

psychischen und Verhaltensstörung durch Opioide/ Abhängigkeitssyndrom sei unter 

Berücksichtigung der Standardindikatoren nicht geeignet, beim Versicherten eine 

dauerhafte Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit zu begründen. Zusammengefasst 

bestehe beim Versicherten infolge der klinischen und radiologischen Befunde für eine 

behinderungsangepasste, wechselbelastende, leichte Tätigkeit aus orthopädischer 

Sicht und bezogen auf ein volles Pensum eine quantitativ limitierte Arbeitsfähigkeit von 

70 %. Die Einschränkung von 30 % ergebe sich aus der reduzierten Belastbarkeit und 

Durchhaltefähigkeit, der Notwendigkeit vermehrter Pausen sowie der reduzierten 

Arbeitsschnelligkeit. Die aktuelle Opiatabhängigkeit und deren somatische und 

psychische Folgen seien medizinisch behandelbar und könnten keine dauerhafte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit legitimieren. Sofern dem negativen Belastungsprofil 

Rechnung getragen werde (insbesondere kein überwiegendes Stehen und Gehen, 

siehe IV-act. 277-14 f.), könne die Tätigkeit als Sozialarbeiter durchaus als adaptiert 

angesehen werden. Demnach bestehe für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei 

ganztägiger Anwesenheit aufgrund der Notwendigkeit häufigerer kurzer 

Arbeitsunterbrechungen und Positionswechsel eine maximale Leistungsfähigkeit von 

70 %. Die Leistungsminderung bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit der 

im August 2018 erfolgten Spondylodese des Segments L5/S1. Aufgrund der 

vermuteten opiatinduzierten Hyperalgesie bei übermässigem Konsum von Oxycodon 

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und Oxynorm werde dringend eine Reduktion der Gesamtopiatdosis resp. ein Entzug 

empfohlen. Dadurch könnten die generalisierte Schmerzsymptomatik, die chronische 

Obstipation und die beklagten neurokognitiven Beschwerden wahrscheinlich 

verbessert werden. RAD-Ärztin Dr. F.___ notierte am 3. November 2020, dass die 

gutachterliche Beurteilung überwiegend plausibel nachvollziehbar sei (IV-act. 280-3 f.). 

Obwohl der psychiatrische Gutachter eine gesteigerte Ermüdbarkeit und eine 

reduzierte Konzentrationsfähigkeit beschrieben habe, habe hieraus in der 

gutachterlichen Einschätzung keine Reduktion der Leistungsfähigkeit resultiert. Aus der 

Sicht des RAD könnten diese Beeinträchtigungen durchaus ein verlangsamtes Arbeiten 

und die Notwendigkeit zusätzlicher Pausen mit einer Leistungsminderung von maximal 

30 % bedingen. Da eine vergleichbare Leistungsminderung jedoch bereits im Rahmen 

der orthopädischen Begutachtung formuliert worden sei, ergebe sich hieraus keine 

Änderung der Gesamtbeurteilung. Zudem bestehe bezüglich der Ermüdbarkeit und der 

Konzentrationsstörung prognostisch die Möglichkeit einer deutlichen Besserung nach 

der Reduzierung oder Beendigung der Opioid-Behandlung.

A.l. Mit Vorbescheid vom 18. November 2020 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten 

die Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 285). Zur Begründung hielt sie fest, dass 

gemäss dem ZIMB-Gutachten in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Berufsbeistand/

Sozialarbeiter sowie für leidensangepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 70 % 

vorliege. Die Einschränkung im Erwerb betrage folglich 30 %. Der Versicherte sei (vor 

Eintritt des Gesundheitsschadens) zu 80 % erwerbstätig gewesen. Die Einschränkung 

im Erwerb sei daher ins Verhältnis zum zuletzt ausgeübten Pensum zu setzen. Der IV-

Grad betrage folglich 24 % (0.8 x 30 %). Dagegen liess der Versicherte am 7. Januar 

2021 einwenden (IV-act. 291), dass sich das ZIMB im Dunstkreis des ABI (ABI 

Ärztlichen Begutachtungsinstituts) befinde, welches vom Bundesamt für 

Sozialversicherungen (BSV) von der Erstellung bidisziplinärer Gutachten 

ausgeschlossen worden sei. Die Machenschaften des ABI und der ihr zugewandten 

Gutachterstellen führten auch zur Nichtverwertbarkeit interdisziplinärer Gutachten wie 

desjenigen vom 7. Oktober 2020. Das Gutachten des ZIMB sei redundant, 

wiederholend und schreibe viel ab. Es handle sich nicht um ein interdisziplinäres 

Gutachten, sondern um einzelne Meinungsäusserungen aus verschiedenen 

medizinischen Disziplinen. Entgegen der Meinung der Gutachter werde die Tätigkeit 

des Berufsbeistandes nicht hauptsächlich im Sitzen ausgeübt. Allein aus 

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wirbelsäulenchirurgischer Sicht sei gemäss dem Kantonsspital J.___ eine 

Arbeitsunfähigkeit von mindestens 60 % ausgewiesen. Entgegen der Behauptung der 

Gutachter nehme der Versicherte schon lange Jahre Oxynorm und kein Oxycodin ein. 

Das Oxynorm sei zudem nicht überdosiert. Wegen der hohen psychischen und 

zeitlichen Beanspruchung sei es im kommunalen Sozialbereich üblich, Teilzeit zu 

arbeiten, damit die zeitliche Beanspruchung nicht massgeblich über 100 % liege. Der 

Versicherte sei daher in der Vergangenheit ganztägig am Arbeitsplatz anwesend 

gewesen. Dr. I.___ hatte in einem Bericht vom 14. Dezember 2020 zuhanden des 

Rechtsvertreters festgehalten, dass in drei- bis viermonatlichen Abständen infiltrative 

Massnahmen im Kantonsspital J.___ durchgeführt würden (IV-act. 291-4 f.). Damit 

könne ein relativ ertragbarer Schmerzzustand gewährleistet werden. Eine Reduktion 

der Schmerzmedikamente sei momentan nicht möglich. Aus wirbelsäulenchirurgischer 

Sicht bestehe für jegliche Tätigkeiten eine mindestens 60 %ige Arbeitsunfähigkeit. Eine 

Verbesserung des Zustandes sei nicht zu erwarten. Am 18. Januar 2021 reichte der 

Rechtsvertreter einen Bericht von Dr. G.___ ein (IV-act. 293). Dieser hatte dem 

Rechtsvertreter am 11. Januar 2021 berichtet, dass der Versicherte aufgrund der 

Chronizität des Leidens in seiner Beweglichkeit eingeschränkt sei und zu lange 

sitzende Perioden zu vermeiden seien. Im Moment gehe er von einer langfristigen 

Arbeitsunfähigkeit von 50-60 % aus. Darin berücksichtigt seien die zahlreichen 

Nebendiagnosen und weitere vorangegangene Eingriffe. RAD-Ärztin Dr. F.___ notierte 

am 24. Februar 2021 (IV-act. 294), dass zwischenzeitlich eine Umstellung eines 

retardierten oralen Morphins auf eine transdermale Applikation erfolgt sei. Eine solche 

Umstellung ändere nichts an der Wirkung und Wirksamkeit des Morphins. Aus 

medizinischer Sicht könne weiterhin auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter 

abgestellt werden.

A.m. Mit Verfügung vom 26. Februar 2021 wies die IV-Stelle das Rentengesuch wie 

angekündigt bei einem IV-Grad von 24 % ab (IV-act. 295). Bezüglich des Einwandes 

zitierte sie insbesondere Auszüge aus der RAD-Stellungnahme vom 24. Februar 202

B.

B.a. Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

16. April 2021 Beschwerde erheben (act. G 1). Sein Rechtsvertreter beantragte die 

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Aufhebung der Verfügung und die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin). Eventuell sei dem Beschwerdeführer eine 

Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Begründung machte er, ergänzend zu den 

Ausführungen im Vorbescheidverfahren, geltend, in der Verfügung sei auf den Einwand, 

das Gutachten könne nicht verwertet werden, da sich die Gutachterstelle ZIMB im 

"Umkreis" des ABI befinde, nicht eingegangen worden. Die angefochtene Verfügung 

verletze deshalb das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers. Bei der Beurteilung des 

Gesundheitszustandes dürfe nicht auf teils diskreditierte, mit den hiesigen 

Verhältnissen nicht vertraute Gutachter abgestellt werden. Das ZIMB-Gutachten 

umfasse 155 Seiten; wer nicht in der Lage sei, seine Aussagen so zu ordnen, dass sie 

in vertretbarer Länge verständlich seien, dessen Meinung gelte im Allgemeinen als 

wenig strukturiert und begründet. Das Gutachten erwecke den Eindruck, weite Teile 

seien aus den bisherigen Akten zusammengetragen worden. Des Weiteren sei in der 

Gesamtbeurteilung des Gutachtens nicht zum Ausdruck gekommen, dass der 

Beschwerdeführer bereits vor der IV-Anmeldung aufgrund seiner gesundheitlichen 

Belastung nur zu 80 % arbeitstätig gewesen sei. Laut der Hausärztin sei die Diagnose 

eines Schmerzmittelmissbrauchs fehlerhaft. Die Morphindosis könne deshalb auch 

nicht kurzerhand reduziert werden. Entgegen der Meinung des RAD gehe die 

Einschränkung aus psychischer Sicht nicht vollständig in der somatisch begründeten 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf. Das ZIMB sei nicht in der Lage gewesen, die 

Verzahnungen, Rückkoppelungen und Beeinflussungen des körperlichen und 

seelischen Gesundheitszustandes in einer einheitlichen Beurteilung 

zusammenzufassen. Auf das Gutachten könne somit auch inhaltlich nicht abgestellt 

werden. Damit seien die Berichte von Dr. I.___ vom 14. Dezember 2020 und von Dr. 

G.___ vom 11. Januar 2021 massgebend, wonach der Beschwerdeführer zu 60 % 

resp. zu 50-60 % arbeitsunfähig sei. Die Aussage des RAD, wonach behandelnde Ärzte 

nicht "unbelastet" seien, treffe im Allgemeinen auf Hausärzte zu, die in einem 

Auftragsverhältnis stünden. Es mute befremdend an, wenn eine abhängige, öffentlich-

rechtliche Angestellte diesen Vorwurf gegen andere öffentlich-rechtliche Angestellte 

erhebe. Der Beschwerde lag eine Kopie eines Artikels des St. Galler Tagblattes vom 

10. April 2021 mit dem Titel "Die IV kämpft gegen schwarze Schafe" bei (act. G 1.2).

B.b. Die Beschwerdegegnerin beantragte am 19. Mai 2021 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung hielt sie fest, das ZIMB-Gutachten sei von 

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qualifizierten Fachärzten erstellt worden. Es erfülle insbesondere die Anforderungen der 

Rechtsprechung an ein strukturiertes, indikatorengeleitetes Beweisverfahren. Der RAD 

habe bestätigt, dass das Gutachten für die Beurteilung des Sachverhalts herangezogen 

werden könne. Die Beschwerdegegnerin sei somit ihrer Abklärungspflicht 

nachgekommen. Die Vergabe des Gutachtensauftrags an das ZIMB sei nach dem 

Zufallsprinzip erfolgt. Das BSV hätte das ZIMB längst von der Gutachterliste 

gestrichen, wenn die in der Beschwerde aufgeführten Vorwürfe gerechtfertigt wären. 

Das ZIMB-Gutachten sei umfassend und detailliert. In Anbetracht der vielen Diagnosen 

und der medizinischen Akten könne es nicht als weitschweifig bezeichnet werden. Die 

Gutachter seien hinsichtlich des Arbeitspensums nicht von falschen Tatsachen 

ausgegangen. Sie hätten die Arbeitsfähigkeitsschätzung richtigerweise in Bezug zu 

einem 100 %-Pensum gesetzt, da die Invaliditätsbemessung durch die 

Beschwerdegegnerin zu erfolgen habe. Im Gutachten fänden sich zudem sehr wohl 

Ausführungen zum Belastungsprofil der Tätigkeit eines Sozialarbeiters. Die mit dem 

Einwand eingereichten Arztberichte könnten nicht zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

herangezogen werden, da behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagten. Die 

angefochtene Verfügung erweise sich als korrekt.

B.c. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte in seiner Replik vom 25. 

August 2021 ergänzend geltend (act. G 8), dass er an den formellen Einwänden gegen 

das Gutachten festhalte. Dem Gutachten sei kein Wort über das berufliche 

Konfliktpotential, den Notfallstress und die schwierigen Konfliktrollen von Beiständen 

zu entnehmen, geschweige denn werde dieses Profil in Bezug gesetzt zum reduzierten 

psychischen Zustand des Beschwerdeführers.

B.d. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 10).

Erwägungen

1.

Zunächst ist zu prüfen, ob die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist. Gemäss 

Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist die Beschwerde innerhalb von 30 

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Tagen nach der Eröffnung der Verfügung einzureichen. Die angefochtene Verfügung 

datiert vom 26. Februar 2021 und ist dem Rechtsvertreter gemäss eigenen Angaben 

am 2. März 2021 zugestellt worden. Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach 

Tagen oder Monaten bestimmt sind, stehen vom siebten Tag vor Ostern bis und mit 

dem siebten Tag nach Ostern still (Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG). Der Ostersonntag ist im 

Jahr 2021 auf den 4. April gefallen, d.h. die Frist hat vom Sonntag, 28. März bis 

Sonntag, 11. April 2021 stillgestanden. Die Frist hat am 3. März 2021 zu laufen 

begonnen, d.h. vor den Gerichtsferien sind 25 Tage verstrichen. Der 26. Tag der Frist 

ist also auf den 12. April 2021 gefallen und der 30. Tag auf den 16. April 2021. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 16. April 2021 und somit rechtzeitig 

Beschwerde erhoben. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.  

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat geltend gemacht, in der 

angefochtenen Verfügung vom 26. Februar 2021 sei nicht auf den Einwand, dass das 

Gutachten des ZIMB nicht verwertet werden könne, eingegangen worden. Die 

Beschwerdegegnerin habe damit das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt.

2.1. 

Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll 

entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die Begründungspflicht ist ein wesentlicher 

Bestandteil des in Art. 42 ATSG verankerten Anspruchs auf rechtliches Gehör. Gemäss 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung soll die Begründungspflicht zum einen 

verhindern, dass sich die Verwaltungsbehörde von unsachlichen Motiven leiten lässt. 

Zum anderen soll sie es der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung 

gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. In der Entscheidbegründung müssen 

wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 

Verwaltungsbehörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies 

bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen 

Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann 

sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 

V 180 E. 1a mit Hinweisen).

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung tatsächlich 

nicht mit dem Vorwurf des Rechtsvertreters, dass das Gutachten des ZIMB vom 7. 

Oktober 2020 bereits aus formellen Gründen nicht verwertbar sei, weil sich die 

Gutachterstelle im "Dunstkreis" des ABI Ärztlichen Begutachtungsinstituts 

(nachfolgend: ABI) befinde, auseinandergesetzt. Da es sich hierbei um eines der 

Hauptargumente des Rechtsvertreters gegen die Rechtmässigkeit der angefochtenen 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/24

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3.  

Verfügung vom 26. Februar 2021 gehandelt hat, hätte die Beschwerdegegnerin in der 

Verfügungsbegründung zwingend darauf eingehen müssen. Die Beschwerdegegnerin 

hat somit ihre Begründungspflicht verletzt.

Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des Anspruchs 

auf das rechtliche Gehör führt grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der 

Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (vgl. 

BGE 124 V 389 E. 1; vgl. BGE 126 V 130 E. 2b). Gemäss der Rechtsprechung des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen ist das Ignorieren ("Heilen") dieses 

Verfahrensmangels allerdings möglich, wenn die beschwerdeführende versicherte 

Person nicht ausdrücklich erklärt, sie verlange nur die rein verfahrensrechtliche 

Beurteilung und damit die Aufhebung der Verfügung und die Rückweisung zum Erlass 

einer neuen Verfügung (vgl. Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen vom 12. Dezember 2007, IV 2007/94 und IV 2007/217 E. 1, Entscheid vom 

13. Juli 2017, IV 2014/196 E. 1 und Entscheide vom 5. Mai 2020, IV 2019/88 und IV 

2020/22 E. 2.2). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in der 

Beschwerdeschrift lediglich am Rande auf die Verletzung des rechtlichen Gehörs 

hingewiesen. Die Aufhebung der angefochtenen Verfügung hat er aus materiellen 

Gründen verlangt, und zwar weil er das Gutachten als nicht beweiskräftig angesehen 

hat. Da der Rechtsvertreter nicht auf die Aufhebung der angefochtenen Verfügung aus 

rein formellen Gründen beharrt hat, ist die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör ausnahmsweise zu "ignorieren", d.h. die angefochtene Verfügung vom 26. 

Februar 2021 ist materiellrechtlich zu beurteilen.

2.4. 

Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem IV-Grad von 24 % verneint. Strittig 

ist demnach, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

3.1. 

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

3.2. 

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4.

Zunächst ist der Status des Beschwerdeführers festzulegen. Der Beschwerdeführer ist 

zuletzt in einem Pensum von 80 % als Berufsbeistand tätig gewesen. Die 

Beschwerdegegnerin ist ohne weitere Abklärungen davon ausgegangen, dass der 

Beschwerdeführer freiwillig lediglich zu 80 % erwerbstätig gewesen ist. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat im Einwand gegen den Vorbescheid 

festgehalten, dass es wegen der hohen psychischen und zeitlichen Beanspruchung im 

kommunalen Sozialbereich üblich sei, Teilzeit zu arbeiten, damit die zeitliche 

Beanspruchung nicht massgeblich über 100 % liege. In der Beschwerdeschrift hat er 

erklärt, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen Belastung nur zu 

80 % erwerbstätig gewesen sei. Es ist gerichtsnotorisch, dass die Arbeitslast von 

Berufsbeiständen hoch ist und dass es sich um eine emotional belastende Tätigkeit 

handelt (vgl. z.B. Schlussbericht von Ecoplan vom 31. August 2017, Arbeitssituation 

der Berufsbeistände, Schweizerische Vereinigung der Berufsbeiständinnen und 

Berufsbeistände (Hrsg.), Bern, abrufbar unter: www. vbbrb.ch/files/ files_vbbrb/

newsarchiv/Arbeitssituation_Berufsbeistandspersonen_ SVBB-ASCP_Bericht _  

Ecoplan_2017.pdf, besucht am 19. April 2022). Da der Beschwerdeführer bereits Jahre 

vor der definitiven Aufgabe seiner Tätigkeit als Berufsbeistand im November 2017 an 

diversen gesundheitlichen Problemen gelitten hat und da es sich bei dieser Tätigkeit 

um eine belastende Tätigkeit gehandelt hat, leuchtet es ein, dass der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, 

die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 

zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von 

Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; sog. Betätigungsvergleich). Bei 

Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach 

Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird 

die Invalidität für diese Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil 

der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 

der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; sog. 

gemischte Methode).

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/24

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Beschwerdeführer aufgrund der berufsspezifisch hohen Arbeitsbelastung und seiner 

gesundheitlichen Situation zuletzt nur in einem Pensum von 80 % erwerbstätig 

gewesen ist. Demnach ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne 

gesundheitliche Beeinträchtigung zu 100 % erwerbstätig wäre.

5.  

Um den IV-Grad ermitteln zu können, muss die Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststehen.

5.1. 

Zunächst ist auf das Argument des Rechtsvertreters einzugehen, dass das 

Gutachten des ZIMB vom 7. Oktober 2020 bereits aus formellen Gründen nicht 

verwertbar sei, weil sich die Gutachterstelle im "Dunstkreis" des ABI befinde. Der 

Rechtsvertreter hat vorgebracht, dass das ABI vom BSV von der Erstellung 

bidisziplinärer Gutachten ausgeschlossen worden sei. Die Machenschaften des ABI 

und der ihm zugewandten Gutachterstellen führten auch zur Nichtverwertbarkeit 

polydisziplinärer Gutachten wie jenes des ZIMB vom 7. Oktober 2020.

5.2. 

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Unabhängigkeit und 

Unparteilichkeit der Gutachter durch ihre fachlich-inhaltliche Weisungsunabhängigkeit 

gewährleistet (BGE 137 V 210 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Befangen sein können nur die 

für eine Gutachterstelle tätigen Personen, nicht jedoch die Gutachterstelle als solche 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. Dezember 2015, 8C_599/2014 E. 3.3; vgl. Urteil 

vom 30. März 2017, 9C_19/2017 E 5.1). Laut dem vom Rechtsvertreter zitierten Beitrag 

in der Luzerner Zeitung vom 3. Januar 2021 habe das BSV die kantonalen IV-Stellen 

Mitte November 2020 angewiesen, keine bidisziplinären Gutachtensaufträge mehr an 

das ABI zu erteilen; Auslöser sei ein Fall gewesen, in dem das ABI einen Risikozuschlag 

verlangt habe, weil ein Anwalt stark negativ eingestellt gewesen sei. Das BSV habe 

festgehalten, dass dies nicht toleriert werden könne. Es habe allerdings auch betont, 

dass es bei den Gutachten keine Qualitätsprobleme gegeben habe 

(www.luzernerzeitung.ch/schweiz/ keine-iv-auftrage-mehr-fur-basler-firma-ld.2082055, 

besucht am 15. März 2022). Der vom Rechtsvertreter angeführte Auftragsstopp betrifft 

also weder die im vorliegenden Fall involvierte Gutachterstelle ZIMB noch die Vergabe 

polydisziplinärer Gutachtensaufträge nach dem Zufallsprinzip, wie es hier der Fall 

gewesen ist. Des Weiteren hat der Rechtsvertreter auf ein Urteil des Kantonsgerichts 

Luzern verwiesen, in welchem festgehalten ist, dass die Gutachterstellen auf 

Anweisung des BSV seit Ende 2019 dafür besorgt sein müssten, die Gutachterteams 

so zusammenzusetzen, dass pro Gutachtensauftrag höchstens eine der 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/24

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begutachtenden Personen auch noch für andere polydisziplinäre Gutachterstellen tätig 

sei (siehe Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 25. Mai 2020, 5V 19 326, abrufbar 

unter: www.schadenanwaelte.ch/wp-content/uploads/2021/09/Urteil-

vom-25.5.2020.pdf, besucht am 15. März 2022). Der Rechtsvertreter hat nicht geltend 

gemacht und es weist auch nichts darauf hin, dass die mit dem Gutachten vom 7. 

Oktober 2020 betrauten Sachverständigen (Dr. med. K.___, Dr. med. L.___ und 

Dr. med. M.___) noch für eine andere polydisziplinäre Gutachterstelle tätig wären. 

Gegen die am Gutachten beteiligten Sachverständigen hat der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers keine konkreten Befangenheitsgründe geltend gemacht. Beim 

Lesen des Gutachtens ergeben sich denn auch keinerlei Anzeichen für eine 

Befangenheit der involvierten Gutachter. Zusammengefasst sind keine Gründe 

ersichtlich, die Zweifel an der Verwertbarkeit des Gutachtens des ZIMB vom 7. Oktober 

2020 aus formellen Gründen zu wecken vermöchten.

Somit bleibt zu prüfen, ob das Gutachten des ZIMB inhaltlich überzeugt.5.4. 

Der Rechtsvertreter hat moniert, das Gutachten des ZIMB sei "redudant, 

wiederholend, schreibt viel ab und ist eine Zumutung". Zudem seien die Gutachter 

davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer zu 100 % berufstätig gewesen sei. 

Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht darauf hingewiesen, dass das ZIMB-Gutachten 

in Anbetracht der vielen Diagnosen mit und ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

und der umfangreichen medizinischen Akten nicht als weitschweifig bezeichnet werden 

könne. Entscheidend für den Beweiswert eines Gutachtens ist, ob es für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Sachverständigen begründet sind (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2016, 8C_125/2016 E. 2.1.1 mit 

Hinweisen; vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1). Hingegen sind die Gutachter nicht verpflichtet, 

die Vorakten selbst zusammenzufassen. Dass der Abschnitt "Anlass und die Umstände 

der Begutachtung" in die einzelnen Teilgutachten hineinkopiert worden ist, ist deshalb 

nicht zu beanstanden. Des Weiteren liegt es in der Natur der Sache, dass einzelne 

Sachverhaltselemente oder Aussagen etc. in den verschiedenen Teilen eines 

interdisziplinären Gutachtens wiederholt erwähnt werden. Beim Lesen des Gutachtens 

des ZIMB entsteht jedenfalls nicht der Eindruck, dass es − im Vergleich zu anderen 

polydisziplinären Gutachten − besonders redundant oder sich wiederholend wäre. Wie 

die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort ausgeführt hat (Ziff. III/3.), sind die 

Gutachter auch nicht von falschen Tatsachen hinsichtlich des früheren Arbeitspensums 

5.4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/24

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des Beschwerdeführers ausgegangen: Dem Gutachten ist zu entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer zuletzt in einem 80 %-Pensum tätig gewesen ist (IV-act. 277-3). 

Dass sich die Arbeitsfähigkeitsschätzung auf ein 100 %-Pensum bezogen hat, ist 

korrekt gewesen, denn die Invaliditätsmessung an sich ist die Aufgabe der 

Beschwerdegegnerin.

Der orthopädisch-chirurgische Gutachter hat erklärt, massgeblich für die 

qualitative Funktionseinschränkung auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet sei 

eine chronische Belastungseinschränkung der LWS. Ferner bestehe eine 

Belastbarkeitsminderung und Bewegungseinschränkung des rechten Kniegelenks. Der 

orthopädisch-chirurgische Gutachter ist zum Schluss gekommen, dass aus 

orthopädischer Sicht für behinderungsangepasste, wechselbelastende, leichte 

Tätigkeiten bezogen auf ein volles Pensum eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 

30 % bestehe. Die Einschränkung von 30 % ergebe sich infolge der reduzierten 

Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, der Notwendigkeit vermehrter Pausen sowie der 

reduzierten Arbeitsschnelligkeit. Zwar erscheint die attestierte Arbeitsunfähigkeit für 

körperlich angepasste Tätigkeiten insbesondere auch angesichts der körperlich 

belastenden Hobbies des Beschwerdeführers ((…), siehe z.B. IV-act. 166 und 248) als 

eher grosszügig. Insgesamt sind die Ausführungen des orthopädisch-chirurgischen 

Gutachters jedoch schlüssig und sie sind auch vom RAD gestützt worden. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat mit dem Einwand zwei divergierende 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen eingereicht, und zwar eine von Dr. I.___ und eine von Dr. 

G.___. Dr. I.___ hat auch eine optimal adaptierte Tätigkeit aus wirbelsäulenchirurgischer 

Sicht als zu nicht mehr als 40 % zumutbar erachtet (IV-act. 291-4). Allerdings besteht 

bei Dr. I.___ der objektive Anschein der Befangenheit: Behandelnde Ärzte pflegen 

nämlich wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung erfahrungsgemäss im 

Zweifel eher zugunsten ihrer Patienten auszusagen (vgl. etwa das Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 5. April 2004, I 814/03 E. 2.4.2). Bei Dr. 

I.___ verstärkt sich der Anschein der Befangenheit noch dadurch, dass er gemäss der 

Auskunft der Hausärztin der Schwager des Beschwerdeführers ist (IV-act. 248). Seine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung vermag daher keine Zweifel am orthopädisch-chirurgischen 

Gutachten des ZIMB zu wecken. Dr. G.___ (Schmerzambulanz Spital H.___) hat die 

Restarbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten auf 40-50 % geschätzt (IV-act. 293). Bei 

seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung handelt es sich um eine interdisziplinäre 

Arbeitsfähigkeitsschätzung; aus seinem Bericht geht nicht hervor, welchen Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit er den "zahlreichen Nebendiagnosen und weitere vorangegangene 

Eingriffe" beigemessen hat. Seine Arbeitsfähigkeitsschätzung ist deshalb nicht 

5.4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/24

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nachvollziehbar, weshalb nicht auf sie abgestellt werden kann. Laut den Gutachtern 

des ZIMB kann die bisherige Tätigkeit (Sozialarbeiter/Berufsbeistand) als (körperlich) 

adaptiert angesehen werden, sofern dem negativen Belastungsprofil Rechnung 

getragen wird. Dem negativen Belastungsprofil ist insbesondere zu entnehmen, dass 

überwiegend stehend und gehend ausgeübte Tätigkeiten ungeeignet sind. Laut dem 

Arbeitgeberbericht hat die bisherige Tätigkeit als Berufsbeistand bei der Gemeinde 

C.___ häufiges Gehen beinhaltet. Demgegenüber hat Dr. I.___ in seinem Bericht vom 

28. Juni 2019 angegeben, dass es sich bei der bisherigen Tätigkeit um eine 

hauptsächlich sitzende Bürotätigkeit gehandelt habe. Gerade im vorliegenden Fall, wo 

nicht nur die Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule, sondern auch diejenige des rechten 

Knies beeinträchtigt ist, erscheint es zwingend notwendig, dass die Gutachter über ein 

detailliertes Belastungsprofil der bisherigen Tätigkeit verfügen. Die 

Beschwerdegegnerin wird deshalb unter Bezug ihrer Berufsberatung ein 

Belastungsprofil für die bisherige Tätigkeit als Berufsbeistand erstellen und dieses 

insbesondere dem orthopädisch-chirurgischen Gutachter vorlegen. Der Gutachter wird 

dazu Stellung nehmen, ob es sich bei der bisherigen Tätigkeit aus somatischer Sicht 

tatsächlich um eine optimal adaptierte Tätigkeit gehandelt hat.

Der psychiatrische Gutachter hat erklärt, dass aus psychiatrischer Sicht derzeit 

lediglich die Diagnose einer psychischen und Verhaltensstörung durch Opioide/Abhän­

gigkeitssyndrom gestellt werden könne. Bei der Untersuchung sei eine gesteigerte 

Ermüdbarkeit auszumachen gewesen. Beim Selbstbeurteilungsfragebogen habe der 

Beschwerdeführer einen pathologischen Wert von 27 Punkten erreicht, der auf das 

Vorliegen einer mittelschweren depressiven Symptomatik hinweise. Dieser hohe Wert 

lasse sich jedoch nicht auf eine depressive Symptomatik zurückführen, sondern sei auf 

die somatisch begründbaren Schmerzen sowie auf die Überdosierung von Oxycodon 

zurückzuführen. Dass das Konzentrationsvermögen des Beschwerdeführers reduziert 

sei, lasse sich ebenfalls auf das Oxycodon zurückführen. Der Beschwerdeführer habe 

sich jedoch ausreichend der Exploration widmen können. Der psychiatrische Gutachter 

ist zum Schluss gekommen, dass die Diagnose einer psychischen und 

Verhaltensstörung durch Opioide/Abhängigkeitssyndrom unter Berücksichtigung der 

Standardindikatoren nicht geeignet sei, beim Beschwerdeführer eine dauerhafte 

Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit zu begründen. Der Verweis auf die 

Standardindikatoren ist richtig gewesen, denn das Bundesgericht hat mit Entscheid 

vom 11. Juli 2019 (BGE 145 V 215) Suchterkrankungen grundsätzlich als 

invalidenversicherungsrechtlich beachtliche Gesundheitsschäden anerkannt und 

festgehalten, dass deren Auswirkungen auf die funktionelle Leistungsfähigkeit resp. die 

5.4.3. 

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Arbeitsfähigkeit unter Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 

V 281 zu beantworten ist (E. 6). Zwar gehen aus dem psychiatrischen Gutachten an 

verschiedenen Stellen Aussagen zu den Standardindikatoren hervor: So hat der 

psychiatrische Gutachter keine Aggravation oder gar Simulation festgestellt (IV-act. 

277-149), er hat die bisher durchgeführten Behandlungen geschildert (IV-act. 277-148), 

weitere Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt (IV-act. 277-148) und sich mit den 

Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen des Beschwerdeführers befasst (IV-act. 

277-150). Eine ausführliche Auseinandersetzung mit den Standardindikatoren fehlt 

jedoch im psychiatrischen Teilgutachten. Dem medizinischen Laien erschliesst sich 

jedenfalls nicht, weshalb die Opiatabhängigkeit bzw. die damit zusammenhängenden 

Symptome (Ganzkörperschmerzsyndrom, erhöhte Ermüdbarkeit, 

Konzentrationsstörungen) im vorliegenden Fall keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

haben sollen. Hinzu kommt, dass in der Konsensbeurteilung festgehalten ist, dass die 

aktuelle Opiatabhängigkeit und deren somatische und psychische Folgen medizinisch 

behandelbar seien und keine dauerhafte Einschränkung der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit legitimierten (IV-act. 277-15). Diese Aussage erweckt den Eindruck, ein 

Einfluss des Abhängigkeitssyndroms auf die Arbeitsfähigkeit sei lediglich wegen der 

Behandelbarkeit des Leidens verneint worden. Eine solche Schlussfolgerung würde 

allerdings in Widerspruch zur neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung betreffend 

Suchtleiden stehen. Sie wäre aber auch nicht vereinbar mit der Praxis des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen, welches in einem in Anwendung des 

Art. 54 GerG ergangenen Plenarentscheides vom 7. Mai 2019 beschlossen hat, dass 

auch für das Wartejahr überdauernde Phasen einer medizinischen Eingliederung eine 

Rente der Invalidenversicherung zugesprochen werden kann, d.h. dass bis zum 

Zeitpunkt, ab dem die medizinische Behandlung die Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Tätigkeit wiederhergestellt hat, eine Invalidenrente zugesprochen werden 

muss (vgl. z.B. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

18. März 2021, IV 2019/166 E. 2.5). Die RAD-Ärztin hat in ihrer Stellungnahme vom 3. 

November 2020 festgehalten, dass die gesteigerte Ermüdbarkeit und die reduzierte 

Konzentrationsfähigkeit aus der Sicht des RAD durchaus ein verlangsamtes Arbeiten 

und die Notwendigkeit zusätzlicher Pausen mit einer Leistungsminderung von maximal 

30 % bedingen könnten (IV-act. 280-4). Da eine vergleichbare Leistungsminderung 

jedoch bereits im Rahmen der orthopädischen Begutachtung formuliert worden sei, 

ergebe sich hieraus keine Änderung der Gesamtbeurteilung. Allerdings ist die RAD-

Ärztin mit keinem Wort auf das Anforderungsprofil der Tätigkeit eines Berufsbeistandes 

eingegangen. Wie erwähnt ist es gerichtsnotorisch, dass die Arbeitslast von 

Berufsbeiständen hoch ist und dass es sich um eine emotional belastende Tätigkeit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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6.  

handelt. Daher kann davon ausgegangen werden, dass sich eine erhöhte Ermüdbarkeit 

und reduzierte Konzentrationsfähigkeit in der Tätigkeit als Berufsbeistand stärker 

auswirkt als in anderen, weniger belastenden Tätigkeiten. Demnach erscheint auch ein 

detailliertes Belastungsprofil für die Tätigkeit als Berufsbeistand erforderlich, um 

beurteilen zu können, ob in der bisherigen Tätigkeit eine psychisch bedingte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht. Die Beschwerdegegnerin wird den 

psychiatrischen Gutachter nach der Erstellung des Belastungsprofils auffordern 

müssen, sein Gutachten zu präzisieren resp. zu ergänzen. Der Vollständigkeit halber ist 

darauf hinzuweisen, dass auch die Arbeitsfähigkeitsschätzung des behandelnden 

Psychiaters Dr. E.___ nicht überzeugen kann, da dessen Behandlungsberichte 

gleichlautend und rudimentär sind (siehe Stellungnahme des RAD vom 26. November 

2019, IV-act. 219-2) und aufgrund des Behandlungsverhältnisses zudem der objektive 

Anschein der Befangenheit besteht.

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht es dem Versicherungs­

gericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzisierung 

oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Dezember 2014, 8C_633/2014 E. 3.2; BGE 137 V 210 

E. 4.4.1.4). Im vorliegenden Fall drängt es sich auf, dass die Beschwerdegegnerin die 

Präzisierung und Ergänzung des Gutachtens des ZIMB in Auftrag gibt, zumal sie vorab 

− in Zusammenarbeit mit ihrer Berufsberatung − noch ein detailliertes Belastungsprofil 

der Tätigkeit des Berufsbeistandes wird erstellen müssen.

5.5. 

Demnach ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die angefochtene 

Verfügung wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 

ATSG aufzuheben und die Sache zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Beschwerdegegnerin ist in Bezug auf die 

Qualifikation des Beschwerdeführers als vollerwerbstätig an die Rechtsauffassung 

gebunden, die dem Rückweisungsentscheid zugrunde liegt (Art. 56 Abs. 2 VRP, sGS 

951.1).

5.6. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die 

Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die 

Verwaltung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (BGE 132 V 215 

6.1. 

bis 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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7.  

Da die Gerichtsschreiberin verhindert ist, wird der Entscheid stellvertretend von einer 

daran mitwirkenden Richterin unterzeichnet (Art. 39  Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 941.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass die Verfügung vom 26. 

Februar 2021 aufgehoben und die Sache zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens 

im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2. Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer 

zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- zu bezahlen.

E. 6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe 

wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Auch hier gilt, dass eine Rückweisung zur 

weiteren Abklärung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten 

ist. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat 

keine Honorarnote eingereicht. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine 

durchschnittliche pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

6.2. 

ter

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.05.2022
	Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Würdigung eines medizinischen Gutachtens. Notwendigkeit eines detaillierten Belastungsprofils der bisherigen Tätigkeit zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Teilweise Gutheissung der Beschwerde. Rückweisung der Sache an die IV-Stelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Mai 2022, IV 2021/73).

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