# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c60d23c-8f87-5574-9835-6eccf79d016d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 05.05.2025 VR3 2024 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-29_2025-05-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 5. Mai 2025

Referenz VR3 24 29

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Brun, Vorsitz
Audétat und Schmid Christoffel, RichterIn
Paganini, Aktuar

Parteien A._____ AG
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Carolina Togni

gegen

Gemeinde I._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger

Gegenstand Kostenüberbindung Ersatzvornahme

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Sachverhalt

A. In der Nacht vom 21. auf den 22. Februar 2021 ereignete sich an der B._____ 
in I._____ eine Rutschung, bei der die im Eigentum der Gemeinde stehende 
Hangmauer der C._____ (Parzelle Z.1._____) teilweise zerstört und die genannte, 
kommunale Strasse verschüttet wurde. Der Anriss der Rutschung lag auf dem Hang 
der der A._____ AG gehörenden Parzelle Z.2._____. 

B. Nach einer ersten Überprüfung der Standsicherheit der (noch bestehenden) 
Gebäude bzw. des Wintergartens auf Parzelle Z.2._____ verfügte die Gemeinde 
am 19. April 2021 die Sperrung der betroffenen Gemeindestrasse sowie der 
Liegenschaften auf Parzelle Z.2._____ und beauftragte verschiedene 
Ingenieurbüros mit Abklärungen und Untersuchungen (zur Standsicherheit, zum 
Baugrund und zur Ursachenermittlung des gerutschten Hanges und der 
eingestürzten Stützmauer) sowie diverse Unternehmer mit den notwendigen 
Massnahmen (Aufräum-, Abbruch-, Sicherungs- und Wiederaufbauarbeiten). Mit 
Mitteilung vom 27. Mai 2021 hob die Gemeinde das angeordnete Nutzungs- und 
Betretungsverbot auf Parzelle Z.2._____ ab dem 5. Juni 2021 wieder auf. 

C. Im Anschluss an eine am 30. Juni 2021 stattgefundene Sitzung unterbreitete 
die Gemeinde der A._____ AG mit Schreiben vom 20. Oktober 2022 (unpräjudiziell 
und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht) einen Vergleichsvorschlag. Den 
Gesamtschaden bezifferte sie – unter Vorbehalt der noch umzusetzenden 
Massnahmen – auf rund CHF 1'730'000.00, bestehend aus CHF 741'752.55 für 
erfolgte Aufräum-, Abbruch-, Sicherungs- und Wiederaufbauarbeiten, 
CHF 477'000.00 für die Vormauerung und CHF 511'000.00 für die 
Bankettverbreiterung. Der Hangrutsch sei auf verschiedene Ursachen 
zurückzuführen, wobei die A._____ AG primär als Verursacherin in Betracht 
komme; daneben treffe auch die Gemeinde ein gewisses Verschulden. Sie 
erachtete einen von der A._____ AG zu zahlenden Betrag von CHF 800'000.00 als 
angemessen. Die erfolgten Aufräum-, Abbruch-, Sicherungs- und 
Wiederaufbauarbeiten hätten rund CHF 741'752.56 betragen, wovon ein 
substanzieller Teil von der A._____ AG zu tragen sei, da sie diverse Ursachen 
gesetzt habe, die zur Hangrutschung beigetragen hätten. Die Böschungssicherung 
sei Voraussetzung für die Betriebswiedereröffnung und somit einzig im Interessen 
der A._____ AG gewesen, weshalb es angebracht sei, einen Teil der Kosten für die 
Wiederherstellung der Steinmauer als Vormauerung sowie der damit 
zusammenhängenden Strassenverbreiterung (Gesamtkosten von CHF 988'000.00) 
auf sie abzuwälzen, zumal das fragliche Gebiet im Bereich des UNESCO-
Weltkulturerbes sei und die C._____ nach dem Hangrutsch weniger breit sei. Die 

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Parteien konnten sich in der Folge nicht einigen; die A._____ AG lehnte den 
Vergleichsvorschlag mit Schreiben vom 14. Juni 2023 ab. 

D. Mit Schreiben vom 17. Januar 2024 teilte die Gemeinde der A._____ AG mit, 
dass sie ihr die Kosten für die Aufräum-, Abbruch-, Sicherungs- und 
Wiederaufbauarbeiten von CHF 788'891.33 (samt Zinsen) aufzuerlegen gedenke 
und räumte ihr die Möglichkeit ein, sich innert 14 Tagen dazu zu äussern. Dazu 
reichte die A._____ AG am 7. Februar 2024 eine Stellungnahme ein. 

E. Am 22. Januar 2024 reichte die Gemeinde ein Schlichtungsgesuch beim 
Vermittleramt der Region D._____ ein und machte eine Schadenersatzforderung in 
Höhe von CHF 850'000.00 zuzüglich 5 % Zins seit 22. Februar 2021 geltend. 

F. Mit Verfügung vom 15. Februar 2024 verpflichtete die Gemeinde die A._____ 
AG – wie angekündigt – zur Zahlung der von ihr in antizipierter Ersatzvornahme 
getragenen Kosten für die Aufräum-, Abbruch-, Sicherungs- und 
Wiederaufbauarbeiten auf der Parzelle Z.2._____ sowie an der Stützmauer der 
Parzelle Z.1._____ von CHF 788'891.33 zzgl. 5 % Zins seit 22. Februar 2021. 
Zusätzlich auferlegte sie der A._____ AG die Rechtsberatungskosten von pauschal 
CHF 9'000.00 als Verfahrenskosten. 

G. Gegen diese Verfügung erhob die A._____ AG (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 18. März 2024 Beschwerde beim ehemaligen 
Verwaltungsgericht (heute: Obergericht) des Kantons Graubünden mit dem Antrag 
auf Feststellung der Nichtigkeit der angefochtenen Verfügung, eventualiter auf 
deren Aufhebung; in prozessualer Hinsicht verlangte sie die Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung; alles unter Kosten und Entschädigungsfolge zulasten der 
Gemeinde. Sie machte im Wesentlichen geltend, die angefochtene Verfügung sei 
infolge Unzuständigkeit der Gemeinde nichtig. Die Beurteilung der 
Schadenersatzforderung obliege dem Zivilgericht. Sollte die Verfügung als gültig 
betrachtet werden, wäre diese zunächst aus formellen Gründen infolge der (nicht 
heilbaren) Verletzung der Verfahrensrechte der Beschwerdeführerin aufzuheben. 
Aufzuheben sei die angefochtene Verfügung auch wegen Nichterfüllung der 
Voraussetzungen der Ersatzvornahme, wie des Erlasses einer Sachverfügung und 
der Androhung der Ersatzvornahme. Ebenfalls nicht erfüllt seien die 
Voraussetzungen einer antizipierten Ersatzvornahme. Zudem bestehe für deren 
Kostenüberbindung keine gesetzliche Grundlage. 

H. In der Beschwerdeantwort vom 9. April 2024 beantragte die Gemeinde 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde unter 

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gesetzlicher Kostenfolge. Sie führte zusammenfassend aus, die angefochtene 
Verfügung sei nicht nichtig, sie habe keinerlei Verfahrensrechte verletzt und 
schliesslich seien die Voraussetzungen für die antizipierte Ersatzvornahme 
gegeben. Ebenso bestehe eine gesetzliche Grundlage für die Kostenüberbindung 
der getroffenen Massnahmen, die infolge der Hangrutschung vom 21./22. Februar 
2021 erforderlich gewesen seien. 

I. In der Replik vom 27. Mai 2024 und Duplik vom 21. Juni 2024 vertieften die 
Parteien ihre Standpunkte und hielten an ihren Anträgen fest. 

Erwägungen

1. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Justizreform 3 in Kraft. 
Das Kantons- und das Verwaltungsgericht wurden zum neuen Obergericht des 
Kantons Graubünden fusioniert, welches ab diesem Datum die 
Verwaltungsgerichtsbarkeit ausübt (vgl. Art. 55 Abs. 1 Ziff. 1 der Verfassung des 
Kantons Graubünden vom 14.09.2003; BR 110.100). Gemäss Art. 122 Abs. 5 GOG 
(BR 173.000) werden Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes (am 1. 
Januar 2025) beim Kantons- oder Verwaltungsgericht hängig sind, mit dem 
Inkrafttreten dieses Gesetzes dem Obergericht übertragen.

2. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht 
Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer 
anderen Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder 
eidgenössischem Recht endgültig sind. Angefochten ist vorliegend die Verfügung 
vom 15. Februar 2024, mit der die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin 
infolge der in antizipierter Ersatzvornahme nach dem Hangrutsch vom Februar 2021 
auf Parzellen Z.2._____ und Z.1._____ durchgeführten Aufräum-, Abbruch-, 
Sicherungs- und Wiederaufbauarbeiten zur Zahlung von CHF 788'891.33 zzgl. 5 % 
Zins nebst Verfahrenskosten von CHF 9'000.00 verpflichtet hat. Dieser Entscheid 
ist weder endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden. 
Die Zuständigkeit des Obergerichts ist folglich gegeben. Als Adressatin des 
angefochtenen Entscheids ist die Beschwerdeführerin berührt und weist ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bzw. Änderung auf (Art. 50 VRG). 
Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 52 Abs. 1 
sowie Art. 38 Abs. 1 und 2 VRG) ist somit einzutreten.

3. Vorab ist zu prüfen, ob die angefochtene Verfügung mangels Zuständigkeit 
nichtig ist. 

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3.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beantwortung der Frage der 
Entschädigung der im Zusammenhang mit dem Hangrutsch entstandenen Kosten 
obliege dem Zivilgericht. Für die angefochtene Verfügung bestehe keine gesetzliche 
Grundlage. Die Beschwerdegegnerin habe ja auch bereits vor Erlass der 
angefochtenen Verfügung ein Schlichtungsgesuch eingereicht für eine 
Schadenersatzforderung betreffend dieselben Schadenspositionen wie in der 
angefochtenen Verfügung. Infolgedessen könne nicht mehr hoheitlich verfügt 
werden.

3.2. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin für den Erlass der 
vorliegenden Verfügung zuständig war, zumal sie sich für ihre Forderung aus 
Ersatzvornahme auf öffentlich-rechtliche Normen stützt. Ob diese Normen 
tatsächlich eine gültige Rechtsgrundlage für die Kostenüberbindung darstellen, wird 
im materiellen Teil der nachfolgenden Erwägungen zu prüfen sein. Der Einwand der 
Nichtigkeit ist deshalb abzuweisen. Im Übrigen steht die Rechtshängigkeit eines 
Zivilverfahrens dem Erlass einer Verfügung im Verwaltungsverfahren betreffend 
denselben Streitgegenstand nicht entgegen, handelt es sich doch dabei um zwei 
verschiedene Rechtsgebiete, weshalb sich hier keine Problematik einer doppelten 
bzw. anderweitigen Rechtshängigkeit stellt (Art. 1 lit. a i.V.m. Art. 59 Abs. 2 lit. d, 
Art. 64 Abs. 1 lit. a ZPO [SR 272]).

4. In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) und des Grundsatzes von Treu und Glauben 
(Art. 5 Abs. 3 bzw. Art. 9 BV) infolge des widersprüchlichen Verhaltens der 
Beschwerdegegnerin. 

4.1. Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin sie 
erstmals mit Schreiben vom 17. Januar 2024, sprich nach drei Jahren seit dem 
betreffenden Ereignis, über ein hängiges Verfahren betreffend Ersatzvornahme und 
Kostenüberbindung orientiert habe. Dadurch habe die Beschwerdegegnerin sie 
daran gehindert, am Verfahren mitzuwirken. Vor der Ersatzvornahme habe sie nie 
die Möglichkeit gehabt, sich zur Sache zu äussern, den Sachverständigen Fragen 
zu stellen, Beweisanträge zu stellen, sich von Anfang an rechtlich vertreten zu 
lassen oder zu überprüfen, ob die Beschwerdegegnerin mehrere Offerten für die 
durchgeführten Bauarbeiten eingeholt habe. Über die Absicht, ihr die Kosten der 
Sanierungsarbeiten zu überbinden, sei sie nie informiert worden. Im Gegenteil habe 
die Beschwerdegegnerin von Anfang an ausschliesslich von Schadenersatz 
gesprochen und sich auf die Haftungsnormen des Privatrechts berufen. Daher hätte 
die Beschwerdeführerin nach Treu und Glauben nicht damit rechnen können, mit 
der Kostenüberbindung wegen Ersatzvornahme konfrontiert zu werden. Ausserdem 

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habe die Beschwerdegegnerin immer nur eine Kostenbeteiligung der 
Beschwerdeführerin (im Umfang von 50 %) erwähnt, wohingegen durch die 
angefochtene Verfügung versucht werde, ihr sämtliche Kosten für die Sanierungs- 
und Erneuerungsarbeiten aufzuerlegen. Zudem rügt die Beschwerdeführerin eine 
Verletzung der Begründungspflicht. Die Beschwerdegegnerin habe sich auf eine 
summarische und pauschale Darstellung der Schadenspositionen beschränkt, ohne 
im Einzelnen anzugeben, auf welche Arbeiten sie sich beziehe. 

4.2.1. Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV dient einerseits der 
Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung 
des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich 
vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise 
beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen 
gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken 
oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den 
Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als 
Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit 
sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. 
statt vieler BGE 135 II 286 E. 5.1 m.H.). Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde 
die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch 
tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt 
insbesondere die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei 
ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich 
auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr 
kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die 
Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite 
des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die 
höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die 
Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und 
auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 148 III 30 E. 3.1; 145 IV 99 E. 3.1 je m.H.).  

4.2.2. Zu den Grundsätzen rechtsstaatlichen Handelns gehört unter anderem die 
Verpflichtung der staatlichen Organe, nach Treu und Glauben zu handeln (Art. 5 
Abs. 3 BV). Art. 9 BV statuiert einen Anspruch des Einzelnen, von den staatlichen 
Organen nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Der in Art. 9 BV verankerte 
Grundsatz von Treu und Glauben bestimmt ein Verbot widersprüchlichen 
Verhaltens und verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten 
Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen 

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begründendes Verhalten der Behörden. Unrichtige Zusicherungen, Auskünfte, 
Mitteilungen oder Empfehlungen von Behörden können nach dem 
Vertrauensschutz Rechtswirkungen entfalten, (1) wenn die Behörde in einer 
konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat, (2) wenn die 
Behörde für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder wenn sie 
der Bürger aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten konnte, (3) wenn 
der Bürger die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres erkennen konnte, (4) 
wenn er im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, 
die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können, und (5) wenn die 
gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat (vgl. 
BGE 131 II 627 E. 6.1; 121 II 473 E. 2c m.H.; Urteil des Bundesgerichts 
2C_112/2014, 2C_113/2014 vom 15. September 2014 E. 6.2.2).

4.3. Die Beschwerdeführerin wusste seit dem Ereignis vom 21./22. Februar 2021, 
dass die Beschwerdegegnerin diesbezügliche Massnahmen traf (vgl. act. C.8). Die 
Beschwerdegegnerin teilte ihr von Anfang an mit, dass sie sie als Mitverursacherin 
an den Kosten der Räumungs- und Sicherungsarbeiten beteiligen wolle, wie aus 
den Vergleichsbemühungen hervorgeht (vgl. act. B.10, S. 2 und 4; act. C.11). Da 
Vergleichsbemühungen stattfanden, ist es nachvollziehbar, dass die 
Beschwerdegegnerin erst mit Mitteilung vom 17. Januar 2024 (act. C.2) ein 
entsprechendes Verfahren einleitete. Dass sie sich dabei auf öffentlich-rechtliche 
Normen stützte – entgegen der vorherigen Ankündigung (in der jedoch nur "primär" 
von Grundeigentümerhaftung und Werkeigentümerhaftung die Rede war) –, stellt 
noch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs oder des Verbots widersprüchlichen 
Verhaltens dar. Sodann wurde dem Schreiben vom 17. Januar 2024 eine 
Kostenzusammenstellung der ausgeführten Arbeiten beigelegt und der 
Beschwerdeführerin die Möglichkeit gegeben, auf der Gemeindekanzlei Einsicht in 
die dazugehörigen (zahlreichen) Rechnungsbelege zu nehmen. Ausserdem ist an 
der durchaus rechtsgenüglichen Begründung in der angefochtenen Verfügung 
nichts auszusetzen. Dass schliesslich die Beschwerdegegnerin der 
Beschwerdeführerin eine Fristerstreckung für eine Stellungnahme zur 
beabsichtigten Kostenüberbindung gewährte, die kürzer war als beantragt (7 statt 
14 Tage und somit bis zum 7. Februar 2024 anstatt bis Ende Februar 2024), lag in 
ihrem Ermessen (vgl. Art. 9 Abs. 2 VRG). Unter Berücksichtigung des Umstands, 
dass die Beschwerdeführerin angesichts der Vorgeschichte eine Kostenbeteiligung 
zu erwarten hatte, genügte die gewährte Fristerstreckung von sieben Tagen dem 
Anspruch auf rechtliches Gehör.

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4.4. Zum Beweisrecht ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin – wie 
nachfolgend noch gezeigt wird – im Rahmen einer antizipierten Ersatzvornahme 
befugt war, die notwendigen Massnahmen infolge Dringlichkeit und/oder 
tatsächlicher Unmöglichkeit der Beschwerdeführerin zu treffen. Daraus ist mit der 
Beschwerdegegnerin zu schliessen, dass der Beschwerdeführerin nicht 
Gelegenheit zur Überprüfung zu geben war, ob verschiedene Offerten für die 
durchgeführten Arbeiten eingeholt wurden. Die Beschwerdegegnerin weist zu Recht 
darauf hin, dass der Grundsatz des haushälterischen Umgangs mit dem 
Gemeindevermögen (vgl. Art. 5 Abs. 1 Finanzhaushaltsgesetz [FHG; BR 710.100]) 
bereits gebietet, keine überteuerten Arbeiten zu vergeben. Letztlich kann die 
Beschwerdeführerin die ihr auferlegten Kosten auf dem Beschwerdeweg rügen. 

4.5. Die Beschwerdeführerin kann sich auch nicht auf den Vertrauensschutz 
berufen. Wie oben festgestellt, hat die Beschwerdegegnerin von Anfang an 
klargestellt, dass sich die Beschwerdeführerin an den Kosten der vorgenommenen 
Massnahmen zu beteiligen habe. Ob eine Vertrauensgrundlage dadurch geschaffen 
wurde, dass die Beschwerdegegnerin eine Beteiligung und nicht – wie letztlich 
verfügt – eine vollständige Abwälzung ankündigt hat, kann dahingestellt bleiben. 
Denn zum einen hat die Beschwerdeführerin infolge dieser Zusicherung keine nicht 
wiedergutzumachenden Dispositionen getätigt, und zum anderen ist die 
Beschwerde bezüglich der Kostenbeteiligung aus materiellen Gründen 
gutzuheissen, sodass sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen. Soweit 
ersichtlich hat die Beschwerdegegnerin auch nie erklärt, dass sie sich für die 
Durchsetzung ihrer geltend gemachten Ansprüche ausschliesslich auf 
privatrechtliche Haftungsnormen stützen werde. Eine solche Zusicherung wäre 
ohnehin nicht geeignet gewesen, bei der Beschwerdeführerin ein berechtigtes 
Vertrauen zu erwecken und hätte auch kein Verhalten begründet, das im 
Widerspruch zu den schliesslich herangezogenen Rechtsgrundlagen steht, musste 
doch die Beschwerdeführerin mit einer (zumindest teilweisen) Kostenauferlegung 
rechnen, sei es auf privatrechtlichem oder öffentlich-rechtlichem Weg. Schliesslich 
hat die Beschwerdeführerin ihre Behauptung, sie verfüge für eine Entschädigung 
haftpflichtrechtlicher Natur über einen Versicherungsschutz, der aber bei einer 
öffentlich-rechtlichen Massnahme (bzw. Kostenüberwälzung) nicht greife, nicht 
genügend substantiiert und auch nicht nachgewiesen. Dazu sei angemerkt, dass 
hier eine "Haftung" der Beschwerdeführerin lediglich als Zustandsstörerin (analog 
einer Kausalhaftung im Privatrecht) in Frage kommt (s. unten E. 8.4). Eine 
Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben liegt nach dem Gesagten somit 
nicht vor. 

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5. Das Gericht hält sodann die Einholung eines Gerichtsgutachtens in 
antizipierter Beweiswürdigung (dazu vgl. etwa BGE 141 I 60 E. 3.3 m.H.a. 136 I 229 
E. 5.3 m.H.) für nicht notwendig, zumal das im Auftrag der Gebäudeversicherung 
Graubünden (GVG) erstellte Gutachten zur Ermittlung der Ursachen der E._____ 
AG vom 28. April 2021 (act. C.5, nachfolgend: Gutachten) – das sich seinerseits 
auch auf den nach der Rutschung erstellten geotechnischen Kurzbericht der 
F._____ AG vom 20. April 2021 (act. C.4) stützt – schlüssig und unparteiisch wirkt. 
Es ist zudem verständlich, dass die Gutachter die Folgen des Erdrutschs im 
hypothetischen Szenario (in dem angenommen wird, dass die Stützmauer der 
Beschwerdeführerin den heutigen Normen entsprach) nicht mit Sicherheit 
voraussagen konnten. Dem Umstand, dass der Schaden womöglich kleiner 
ausgefallen wäre, wenn die Stützmauer den heutigen Normen entsprochen hätte, 
wird insoweit hinreichend Rechnung getragen, als – wie nachfolgend unter E. 8 zu 
sehen sein wird – in teilweiser Gutheissung der Beschwerde bei der 
Kostenaufteilung auch die Verantwortung der Beschwerdegegnerin zu 
berücksichtigen ist, zumal die Beschwerdegegnerin eine eigene Mitverantwortung 
– u.a. infolge der nach heutigen Standards ungenügenden 
Böschungsstandsicherheit der Mauer – bestätigt hat. Somit drängt sich die 
Anordnung eines Gerichtsgutachtens, um bestenfalls eine klarere Antwort zum 
erwähnten hypothetischen Szenario zu bekommen, nicht auf. Darüber hinaus ist es 
– wie nachfolgend unter E. 9 noch gezeigt wird – auch nicht nötig, ein 
Gerichtsgutachten anzuordnen, um festzustellen, welche Arbeiten erforderlich 
waren.

6. Des Weiteren ist der Editionsantrag der Beschwerdeführerin, es seien von 
der Beschwerdegegnerin, eventualiter von der Allianz Versicherung, sämtliche 
Unterlagen im Zusammenhang mit Zahlungen seitens der Versicherung an die 
Beschwerdegegnerin aus dem gegenständlichen Ereignis zu edieren, abzuweisen. 
Hier geht es nämlich um das Aussenverhältnis und sinngemäss um eine "Haftung" 
der Beschwerdeführerin in (unechter) Solidarität mit allfälligen Versicherungen (der 
Beschwerdegegnerin und/oder der Beschwerdeführerin), die aus Vertrag haften. Da 
die Beschwerdeführerin, wie nachfolgend noch dargelegt wird, als Zustandsstörerin 
für eine Kostenübernahme in Frage kommt, ist sie einer Haftpflichtigen aus 
Kausalhaftung (Art. 679 ZGB und/oder 58 OR) gleichzusetzen, die allenfalls im hier 
nicht streitgegenständlichen Innenverhältnis Rückgriff auf Haftpflichtige aus Vertrag 
nehmen kann (vgl. sinngemäss Art. 51 und 50 OR; BGE 137 III 352 E. 4). 
Selbstverständlich kann sich aber die Beschwerdegegnerin durch die Solidarität 
nicht bereichern (keine Kumulation der Ansprüche). 

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7. In materieller Hinsicht ist fraglich und zu prüfen, ob sich die 
Beschwerdegegnerin für die Kostenüberbindung auf die Beschwerdeführerin auf die 
Figur der antizipierten Ersatzvornahme berufen kann.   

7.1.1. Ersatzvornahme bedeutet, dass die pflichtwidrig verweigerte Handlung eines 
Verfügungsadressaten auf Kosten des Verpflichteten durch die verfügende Behörde 
selbst oder durch einen beauftragten Dritten verrichtet wird. Dadurch wird die 
primäre Realleistungspflicht umgewandelt in zwei sekundäre Pflichten, nämlich: 1. 
in die Pflicht zur Duldung der Ersatzvornahme und 2. in die Pflicht zur Bezahlung 
der Kosten, die dem Gemeinwesen durch die Ersatzvornahme entstehen. Der 
(ordentlichen) Ersatzvornahme muss in der Regel eine Androhung unter 
Einräumung einer den Umständen angemessenen Erfüllungsfrist vorangehen. 
Damit soll dem Bürger ermöglicht werden, die amtliche Vollstreckung im letzten 
Moment noch abzuwenden. Androhung und Erfüllungsfrist können entfallen, wenn 
Gefahr im Verzug ist oder von vornherein klar erscheint, dass der Schuldner nicht 
willens oder nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Von antizipierter 
Ersatzvornahme – die vor allem im Bereich des Umweltschutzes, insbesondere des 
Gewässerschutzes, von Bedeutung ist – spricht man hingegen, wenn die Behörde 
ohne vorgängige Sachverfügung und ohne Androhung Massnahmen zum Schutz 
des unmittelbar bedrohten oder zur Wiederherstellung des bereits gestörten 
gesetzmässigen Zustands ergreift (vgl. TSCHANNEN/MÜLLER/KERN, Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 5. Aufl. 2022, Rz. 906-909 m.H.; GRIFFEL, Allgemeines 
Verwaltungsrecht im Spiegel der Rechtsprechung, 2. Aufl. 2022, Rz. 573).

7.1.2. Die Behörde kann die Ersatzvornahme selbst vornehmen oder einen Dritten 
mit der Ersatzvornahme beauftragen. Die Erfüllung durch einen Dritten begründet 
zwei Rechtsverhältnisse: Eines zwischen dem Staat und dem Verpflichteten und 
eines zwischen dem Staat und dem Dritten. Das erste Rechtsverhältnis zwischen 
Staat und Verpflichtetem fällt unter das öffentliche Recht. Der Verpflichtete hat dem 
Staat die Kosten des Dritten zu erstatten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_541/2023 vom 26. November 2024 E. 5.2 m.H.). 

7.1.3. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist eine Kostenerstattung im 
Rahmen einer antizipierten Ersatzvornahme (zu deren Voraussetzungen s. unten 
E. 7.5) grundsätzlich auch ohne besondere gesetzliche Grundlage zulässig (vgl. 
BGE 105 Ib 343 E. 4, kritisch dazu ACKERMANN SCHWENDENER, Die klassische 
Ersatzvornahme als Vollstreckungsmittel des Verwaltungsrechts, Zürich 2000, S. 
159 f.; Urteil des Bundesgerichts 1P.517/1999 vom 7. November 2000 E. 3d/cc 
betreffend einen Fall einer ordentlichen Ersatzvornahme). In der neueren Lehre wird 
die Figur der antizipierten Ersatzvornahme kritisiert, weil damit das Legalitätsprinzip 

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umgangen werde. Sie habe früher dazu gedient, einen Rechtsgrund zu schaffen, 
um die (hohen) Kosten, die dem Staat aus der Beseitigung eines polizeiwidrigen 
Zustandes entstehen können, den Privaten zu überbinden, und zwar in jenen Fällen, 
in denen das Prozedere der ordentlichen Ersatzvornahme wegen akuter Gefahr 
nicht eingehalten werden konnte und das Spezialgesetz die Kostenfrage nicht 
regelte. Oftmals fehlte die an sich erforderliche gesetzliche Grundlage für eine 
solche Kostenüberbindung. Richtig besehen gehe es folglich nicht um die 
Vollstreckung einer verwaltungsrechtlichen Pflicht, sondern um deren Begründung. 
Mittlerweile sieht die einschlägige Gesetzgebung fast durchwegs vor, dass die 
behördliche Behebung von Störfällen auf Kosten des Verursachers geht (vgl. z.B. 
Art. 59 USG [SR 814.01]; Art. 54 GSchG [SR 814.20]; Art. 137 Polizeigesetz des 
Kantons Bern [BSG 551.1]). Insofern hat sich das Problem entschärft. Einigen 
Autoren zufolge wäre es an der Zeit, die missverständliche Rede von der 
"antizipierten Ersatzvornahme" aufzugeben (vgl. TSCHANNEN/MÜLLER/KERN, a.a.O., 
Rz. 911; GÄCHTER/EGLI, in: Auer/Müller/Schindler, VwVG-Kommentar, 2. Aufl. 2019, 
Art. 41 N 21 m.H.). Gemäss Lehre bildet die antizipierte Ersatzvornahme gar keine 
Massnahme des Verwaltungszwangs, sondern sie gehört zur Kategorie des 
unmittelbaren Vollzugs. Wann ein unmittelbarer Vollzug des Verwaltungsrechts 
zulässig ist, bestimmt sich grundsätzlich, wenn auch nicht durchwegs, in Anlehnung 
an die polizeiliche Generalklausel und gegen wen die Behörden dabei vorzugehen 
haben, folgt aus dem Störerprinzip. Die Kostentragungspflicht richtet sich nach dem 
Verursacherprinzip. Nach mehrheitlicher Auffassung in der Lehre bedarf die 
Kostentragungspflicht einer besonderen gesetzlichen Grundlage; denn anders als 
bei der ordentlichen Ersatzvornahme sei diese nicht bereits mittelbar in einer 
zunächst bestehenden und später umgewandelten Realleistungspflicht enthalten 
(vgl. unter vielen TSCHANNEN/MÜLLER/KERN, a.a.O., Rz. 910 f. m.H.; GRIFFEL, a.a.O., 
Rz. 577; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, 
Rz. 1475 ff.; WYSS, Sicherheitskosten bei Fussball- und Eishockeyspielen: - Eine 
Studie zu den Kostentragungspflichten am Beispiel der Stadt Bern, in: BVR 2011 S. 
49, 61 f.; OGG, Die verwaltungsrechtlichen Sanktionen und ihre Rechtsgrundlagen, 
in: ZStöR 2002, S. 187 f.; HUSMANN, Demokratiefeindliche 
Polizeikostenüberwälzung, in: Sicherheit & Recht 3/2015, S. 149 f.; vgl. auch 
Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2013.00342 vom 7. 
November 2013 E. 4.2 ff. m.w.H., wonach die Kostenüberwälzung bei einer 
antizipierten Ersatzvornahme ebenfalls [wie bei der ordentlichen Ersatzvornahme] 
einer besonderen gesetzlichen Grundlage bedürfe); anderer Meinung betreffend 
Kostenüberwälzung: WALDMANN/WIEDERKEHR, Allgemeines Verwaltungsrecht, 
2019, Kap. 6 Rz. 24 f. m.H., wonach die antizipierte Ersatzvornahme keiner 
besonderen gesetzlichen Grundlage bedarf, wobei diese Rechtsfigur mit der 

12 / 27

inzwischen erfolgten Schaffung von Rechtsgrundlagen für die Kostenüberwälzung 
weitgehend obsolet geworden sei; JAAG, in: Griffel, Kommentar zum 
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. Aufl. 2014, § 30 N 32 
m.H., wonach Handlungen im Rahmen des unmittelbaren Gesetzesvollzugs sowie 
die anschliessende Kostenüberwälzung zwar grundsätzlich einer expliziten 
gesetzlichen Grundlage bedürfen, ausnahmsweise aber auch die polizeiliche 
Generalklausel herangezogen werden könne; VONTOBEL, Die gesetzliche 
Grundlage für verwaltungsrechtliche Sanktionen, in: ZfR 2017, S. 126; LEUTERT, 
Polizeikostentragung bei Grossveranstaltungen, Zürich 2005, S. 143-147, der 
danach unterscheidet, ob zeitliche Dringlichkeit vorliegt [dann sei für die 
Kostenübertragung keine gesetzliche Grundlage nötig] und ob den Störern die 
rechtlichen und sachlichen Mittel zur Störungsbeseitigung fehlen [dann müsse das 
Instrument des unmittelbaren Vollzugs zur Anwendung gelangen und zur 
Kostenübertragung auf die Störer bedürfe es einer ausdrücklichen gesetzlichen 
Grundlage]). 

7.2. Im vorliegenden Fall lag für die von der Beschwerdegegnerin nach dem 
Hangrutsch angeordneten Massnahmen keine Sachverfügung vor, weshalb auch 
für die danach verfügte Kostenauflage die Anwendung des Instituts der antizipierten 
Ersatzvornahme in Frage kommt. 

7.3. Als gesetzliche Grundlage für die Kostenüberbindung infolge der 
antizipierten Ersatzvornahme nennt die Beschwerdegegnerin Art. 79 Abs. 1, 2 und 
4 sowie Art. 94 Abs. 4 (recte: 3) KRG (BR 801.100) i.V.m. Art. 81 Abs. 3 VRG und 
Art. 6 des kommunalen Polizeigesetzes (PolG), die nachfolgend wiedergegeben 
werden: 

Bauten und Anlagen haben den gesundheits-, feuer- und gewerbepolizeilichen 
Bestimmungen sowie den Vorschriften der Arbeits-, Energie-, Gewässerschutz- und 
Umweltschutzgesetzgebung zu entsprechen (Art. 79 Abs. 1 KRG).

Bauten und Anlagen haben den anerkannten Regeln der Baukunde zu genügen und dürfen 
weder bei der Erstellung noch durch ihren Bestand und ihre Nutzung Personen, Tiere und 
Sachen gefährden (Art. 79 Abs. 2 KRG).

Gefährdet eine Baute oder Anlage Menschen oder Tiere, oder werden Menschen oder Tiere 
durch die Benützung gefährdeter Bauten oder Anlagen einer unmittelbaren Gefahr 
ausgesetzt, verpflichtet die kommunale Baubehörde die Eigentümerin oder den Eigentümer 
zu den notwendigen Massnahmen. Kommen diese den Anordnungen innert Frist nicht 
nach, lässt die kommunale Baubehörde nach erfolgter Androhung die Massnahmen auf 
Kosten der Säumigen durch Dritte vornehmen (Art. 79 Abs. 4 KRG). 

Die Pflicht zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands obliegt sowohl den 
Eigentümerinnen oder Eigentümern als auch Personen, die den rechtswidrigen Zustand 
herbeigeführt haben. Kommen die Pflichtigen einer rechtskräftigen 

13 / 27

Wiederherstellungsverfügung innert Frist nicht nach, lässt die zuständige Behörde nach 
erfolgter Androhung die verfügten Massnahmen auf Kosten der Säumigen durch Dritte 
vornehmen (Art. 94 Abs. 3 KRG). 

Entscheide werden u.a. durch Ersatzvornahme auf Kosten der Verpflichteten vollstreckt, 
wobei die Kosten durch besonderen Entscheid festzusetzen sind (Art. 81 Abs. 1 lit. b VRG). 
Bevor die Behörde die Ersatzvornahme oder unmittelbaren Zwang anordnet, ist der 
verpflichteten Person eine angemessene Frist zur Erfüllung anzusetzen unter 
ausdrücklichem Hinweis auf die Folgen im Falle der Verweigerung. Auf diese 
Fristansetzung darf nur verzichtet werden, wenn Gefahr im Verzug ist (Art. 81 Abs. 3 VRG; 
vgl. auch Art. 41 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 VwVG [SR 172.021]). 

Gemäss der auch im kommunalen Recht normierten polizeilichen Generalklausel treffen 
die Polizeiorgane im Einzelfall auch ohne besondere gesetzliche Grundlage 
unaufschiebbare Massnahmen, um schwere, unmittelbar drohende Gefahren oder 
eintretende Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu verhüten oder 
abzuwehren (Art. 6 PolG). 

7.4. Folgt man der oben geschilderten Auffassung der Mehrheit der Lehre bedarf 
es für die Kostenüberwälzung infolge einer antizipierten Ersatzvornahme einer 
ausdrücklichen gesetzlichen Grundlage. Die obgenannten Bestimmungen in Art. 79 
Abs. 4 und Art. 94 Abs. 3 KRG sowie Art. 81 Abs. 3 VRG setzen vor Anordnung 
einer kostenpflichtigen Ersatzvornahme eine Sachverfügung voraus (Vollstreckung 
einer Verfügung), während die polizeiliche Generalklausel zwar eine 
Duldungspflicht infolge Massnahmen ohne Sachverfügung, jedoch keine 
gesetzliche Grundlage für deren Kostenauflage enthält. Die kombinierte 
Anwendung dieser Bestimmungen (Art. 79 Abs. 1, 2 und 4 sowie Art. 94 Abs. 3 KRG 
i.V.m. Art. 81 Abs. 3 VRG und Art. 6 PolG) für eine Kostenüberwälzung auf die 
Beschwerdeführerin für die nach dem Hangrutsch in antizipierter Ersatzvornahme 
getroffenen Massnahmen erscheint daher fraglich. Anders als etwa im dem Urteil 
des Kantonsgerichts Freiburg 603 2019 171 vom 29. Oktober 2020 zugrunde 
liegenden Fall besteht im vorliegenden Fall im Zusammenhang mit der durch den 
Hangrutsch betroffenen, kommunalen Strassenparzelle keine besondere 
gesetzliche Grundlage für eine Kostenauflage infolge antizipierter Ersatzvornahme 
(vgl. vorgenanntes Urteil, E. 3: In jenem Fall sah das kantonale Strassengesetz u.a. 
vor, dass in dringenden Fällen oder bei Untätigkeit des Verantwortlichen der Staat 
oder die Gemeinde von Amtes wegen auf Kosten des Fehlbaren handelt [vgl. Art. 
105 und 126a f. des alten, freiburgischen Strassengesetzes [SGF 741.1]). Insoweit 
wird die Auffassung der Beschwerdeführerin bestätigt, dass hier eine besondere 
gesetzliche Grundlage für die Kostenauferlegung fehlt. Doch gestützt auf die zwar 
alte, aber für das streitberufene Gericht immer noch massgebende Rechtsprechung 
des Bundesgerichts ist eine Kostenauflage infolge antizipierter Ersatzvornahme 
auch ohne ausdrückliche Rechtsgrundlage möglich (vgl. BGE 105 Ib 343 E. 4). 
Soweit ersichtlich hat sich das Bundesgericht ausserhalb des Umweltrechts, wo 

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entsprechende gesetzliche Grundlagen für die Kostenüberwälzung bestehen (vgl. 
statt vieler BGE 144 II 454 E. 6.2), im BGE 127 I 60 (betreffend 
Kostentragungsregelung für polizeiliche Verkehrsregelungseinsätze) indirekt zur 
antizipierten Ersatzvornahme geäussert. Dabei ging es aber um die Erhebung von 
Abgaben und das dabei geltende Legalitätsprinzip (nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts bedürfen öffentliche Abgaben grundsätzlich einer Grundlage in 
einem formellen Gesetz). Hier geht es hingegen um eine Kostenauflage gestützt auf 
die – im genannten BGE im Übrigen nicht ausdrücklich thematisierte – gesetzlich 
nicht vorgesehene Figur der antizipierten Ersatzvornahme. Insofern kann das 
streitberufene Gericht die im Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Zürich VB.2013.00342 vom 7. November 2013 E. 4.2 vertretene Ansicht nicht teilen, 
wonach im BGE 127 I 60 E. 3 festgestellt worden sei, dass es für eine Kostenauflage 
infolge antizipierter Ersatzvornahme eines formellen Gesetzes bedürfe. Auch wurde 
im Urteil 1C_386/2019 vom 28. April 2020 betreffend eine Kostenauflage infolge 
archäologischer Notgrabung die Figur der antizipierten Ersatzvornahme vom 
Bundesgericht nicht vertieft bzw. nicht festgestellt, dass diese und deren 
Kostenüberbindung einer besonderen Rechtsgrundlage bedürfen (obschon im 
konkreten Fall eine einschlägige Norm dafür vorlag). Nach Ansicht des 
streitberufenen Obergerichts obliegt es somit allenfalls dem Bundesgericht, sich 
über die Kritik in der Lehre bezüglich des Instituts der antizipierten Ersatzvornahme 
und der eventuellen Erforderlichkeit einer besonderen gesetzlichen Grundlage für 
eine entsprechende Kostenauflage und mithin darüber, ob die (alte) Figur der 
antizipierten Ersatzvornahme aufzugeben ist oder nicht, zu äussern. Wie 
nachstehend gezeigt wird, durfte die Beschwerdegegnerin in antizipierter 
Ersatzvornahme gestützt auf die polizeiliche Generalklausel die Massnahmen 
ergreifen, welche zum Schutz und zur Wiederherstellung des ordnungsgemässen 
Zustandes nötig waren. Daraus ergibt sich die Pflicht der Beschwerdeführerin als 
Störerin bzw. Verursacherin zur Kostenübernahme.  

7.5. Werden in antizipierter Ersatzvornahme (ohne vorgängige Sachverfügung) 
Massnahmen zum Schutz des unmittelbar bedrohten oder zur Wiederherstellung 
des bereits gestörten gesetzmässigen Zustands ergriffen, muss Gefahr im Verzug 
sein oder von vornherein feststehen, dass der Störer nicht in der Lage ist, die 
nötigen Vorkehrungen selbst zu treffen oder zu veranlassen (vgl. 
TSCHANNEN/MÜLLER/KERN, a.a.O., Rz. 909; GRIFFEL, a.a.O., Rz. 574; BGE 105 Ib 
343 E. 4b f.; 94 I 403 E. 3; PVG 1994 Nr. 22 E. 2.; vgl. auch – im Gegensatz zur 
antizipierten Ersatzvornahme [ohne Sachverfügung] i.S.v. unmittelbarem Vollzug – 
die Voraussetzungen für die ordentliche Ersatzvornahme ohne Androhung, die auch 
als antizipierte Ersatzvornahme bezeichnet wird und nur zulässig ist, wenn Gefahr 

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im Verzug ist oder wenn feststeht, dass der Pflichtige das Gebotene innert 
vernünftiger Frist nicht selbst vornehmen kann [vgl. Art. 81 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 
81 Abs. 3 VRG und 41 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 41 Abs. 3 VwVG; Urteile des 
Bundesgerichts 1A.60/2001 vom 26. Oktober 2001 E. 3b/aa, 1P. 242/1997 vom 23. 
Juni 1997 E. 1b publiziert in ZBl 99/1998, S. 138 ff.]). Die Voraussetzungen der 
antizipierten Ersatzvornahme entsprechen damit im Wesentlichen denjenigen, die 
auch für die Anwendung der polizeilichen Generalklausel gelten (zur polizeilichen 
Generalklausel s. etwa BGE 147 I 161 E. 5 m.H.; die antizipierte Ersatzvornahme 
soll demnach nur zur Anwendung gelangen, wenn eine Störung unmittelbar 
beseitigt werden muss und eine Störungsbeseitigung durch den Störer nicht innert 
nützlicher Frist zu erwarten ist [vgl. etwa LEUTERT, a.a.O., S. 146 f. m.H.; vgl. auch 
Entscheid des Regierungsrats des Kantons Schwyz C. 17.1 RRB Nr. 1543/2003 
vom 25. November 2003 E. 9 ff. publiziert in ZBl 105/2004 S. 536 ff.; LGVE 2015 IV 
Nr. 12, E. 7.3; JAAG, a.a.O., § 30 N 29, der aber im Fall, dass dem Pflichtigen von 
vornherein die rechtlichen oder tatsächlichen Mittel fehlen, um der behördlichen 
Anordnung oder der gesetzlichen Pflicht innert vernünftiger Frist nachzukommen, 
jedoch keine zeitliche Dringlichkeit besteht, verlangt, dass eine Sachverfügung 
erlassen wird und eine Androhung erfolgt, damit der Pflichtige allenfalls selber 
Vorschläge über die Art der Durchführung der Vollstreckung machen oder Personen 
seines Vertrauens damit beauftragen kann. Zudem soll ihm die Androhung 
ermöglichen, durch geeignete Vorkehren Schaden zu vermeiden). In Anlehnung an 
die Kritik am erweiterten Begriff der Ersatzvornahme hat auch das ehemalige 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden grundsätzlich entschieden, dass die 
antizipierte Ersatzvornahme, sofern eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage fehlt, 
nicht auf eine Gesetzesbestimmung abgestützt werden kann, welche bloss die 
Ersatzvornahme zum Gegenstand hat. Die antizipierte Ersatzvornahme darf in 
diesen Fällen lediglich unter den Voraussetzungen der Anwendbarkeit des 
ungeschriebenen Verfassungsgrundsatzes der polizeilichen Generalklausel 
erfolgen, also im Falle einer schweren und unmittelbar drohenden Gefahr für Leib, 
Leben, Gesundheit und Eigentum (vgl. PVG 1994 Nr. 22 E. 2). 

7.6. Die Beschwerdeführerin wendet ein, die antizipierte Ersatzvornahme setze 
voraus, dass der Störer den rechtswidrigen Zustand selbst verursacht habe. Die 
Bauten auf der Parzelle Z.2._____ der Beschwerdeführerin seien baukonform 
gewesen, die Hangmauer der Beschwerdegegnerin auf Parzelle Z.1._____ gemäss 
Gutachten hingegen nicht. Mit dieser Argumentation übersieht sie aber, dass Störer 
nicht nur der Verhaltens- oder Handlungsstörer sein kann, sondern auch der 
Zustandsstörer – also derjenige, der über die Sache, die den ordnungswidrigen 
Zustand bewirkt, rechtliche oder tatsächliche Gewalt hat (vgl. statt vieler BGE 139 

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II 106 E. 3.1.1 ff.). Die Beschwerdeführerin – als Eigentümerin der Parzelle 
Z.2._____, worauf der Anriss für den Hangrutsch entstand (vgl. Gutachten, S. 10, 
Anhang 2, act. C.5) und damit als Zustandsstörerin – kommt als Adressatin der 
antizipierten Ersatzvornahme auch für eine daraus folgende Kostentragungspflicht 
als potentielle Verursacherin in Frage. 

7.7. Gemäss der Beschwerdeführerin sei im vorliegenden Fall das Erfordernis der 
zeitlichen Dringlichkeit (bzw. Gefahr im Verzug) offensichtlich nicht gegeben. 

7.7.1. Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass die Beurteilungen durch die 
Gutachter sieben Wochen bzw. über zwei Monate nach der Hangrutschung erfolgt 
seien. In den Gutachten werde mit keinem Wort die Dringlichkeit zur Ergreifung von 
Massnahmen erwähnt. In der Folge habe die Beschwerdegegnerin im Verlauf der 
zwei Jahre nach der Hangrutschung die Bauarbeiten (im Rahmen eines 
langfristigen Sanierungskonzepts) durchführen lassen. Ihre Parzelle Z.2._____ sei 
schon am 5. Juni 2021 durch die Beschwerdegegnerin vollständig für die Nutzung 
freigegeben worden, während sich die angeblichen, dringlichen Massnahmen der 
Beschwerdegegnerin noch bis Ende 2022 hingezogen hätten. Die 
Beschwerdeführerin bestreitet, dass eine provisorische Hangsicherung nicht 
ausgereicht hätte. 

Demgegenüber führt die Beschwerdegegnerin aus, vorliegend habe eine 
unmittelbare Gefahr für Leib und Leben von Passanten der B._____ (Parzelle 
Z.1._____) und Personen auf der Parzelle Z.2._____ bestanden, da jederzeit mit 
einer weiteren Hangrutschung habe gerechnet werden müssen und die Sicherheit 
für die Gebäude auf der Parzelle Z.2._____ nicht gegeben gewesen sei. Zusätzlich 
hätten durch die anhaltende Gefährdungslage auch weitere Sachschäden gedroht. 
Bevor die Ursachen hätten geklärt und gefunden und entsprechende 
Sanierungsmassnahmen erarbeitet und umgesetzt werden können, hätten 
dringende Sicherungsmassnahmen getroffen werden müssen, um den Hang 
provisorisch zu stabilisieren und weitere Erdrutsche zu verhindern. Um die 
Sicherheit für die erwähnten Rechtsgüter wiederherzustellen, hätten sich die 
Sicherungsmassnahmen nicht in einer provisorischen Hangsicherung erschöpfen 
können, sondern es habe zwingend eine künftige Stabilisierung des Hanges erreicht 
werden müssen. Dies habe die Erarbeitung und Umsetzung eines langfristigen 
Sanierungskonzepts erforderlich gemacht. Mithin habe der Hang nach den ersten 
Massnahmen zur kurzfristigen Hangsicherung, und nachdem die Parzelle 
Z.2._____ wieder habe betreten werden können, sowohl für die genannte Parzelle 
selbst als auch für die darunterliegende Parzelle Z.1._____ der 
Beschwerdegegnerin dauerhaft gegen einen erneuten Hangrutsch gesichert 

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werden müssen. Die beigezogenen externen Geologen und Ingenieure hätten im 
Auftrag der Beschwerdegegnerin die erforderlichen Sanierungsmassnahmen 
ausgearbeitet, für die die Beschwerdegegnerin in Vorleistung getreten sei. Die 
Beschwerdegegnerin habe in der Folge alle erforderlichen Massnahmen ausführen 
lassen, damit die Hangstabilität und die Stabilität der Parzelle Z.2._____ sowie der 
darauf stehenden Gebäude künftig gesichert gewesen seien. Diese Massnahmen 
fielen – auch wenn sie sich über mehrere Monate hingezogen hätten – ebenfalls 
unter das Erfordernis von "Gefahr im Verzug" bzw. Beseitigung einer bereits 
eingetretenen Störung von Polizeigütern, da diese – ebenso wie die provisorischen 
Hangsicherungsmassnahmen – der Verhütung von künftig drohenden Erdrutschen 
und somit der Verhütung von Gefahren für Leib und Leben von Passanten und 
Personen auf und unter Parzelle Z.2._____ und Z.1._____ dienten. Denn ohne die 
durchgeführten Hangstabilisierungsmassnahmen wäre weder für die Parzelle 
Z.2._____ und die darauf befindlichen Gebäude noch für die darunterliegende 
Strassenparzelle Z.1._____ der Beschwerdegegnerin und damit für die 
Öffentlichkeit genügende Sicherheit vor weiteren, unmittelbar eintretenden 
Gefahren geschaffen worden. Die Gefährdungslage habe auch nach der 
Hangrutschung fortbestanden. Da zeitliche Dringlichkeit und unmittelbare Gefahr 
vorgelegen hätten und die Beschwerdeführerin überdies zum vornherein faktisch 
gar nicht in der Lage gewesen sei, den rechtswidrigen Zustand zu beseitigen, habe 
sich die Beschwerdegegnerin ohne vorgängige Wiederherstellungsverfügung um 
die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes gekümmert. 

7.7.2. Das Gericht kann der Begründung der Beschwerdegegnerin zustimmen. Die 
lange Dauer der durchgeführten Arbeiten bis Ende 2022 (vgl. Kopie 
Kostenzusammenstellung durchgeführte Arbeiten Werk 13 A vom 17.01.2024, act. 
C.6) heisst noch nicht, dass im betroffenen Bereich nach den provisorischen 
Sicherungsmassnahmen keine Dringlichkeit bzw. Gefahr mehr bestand. Gemäss 
der plausiblen Erklärung der Beschwerdegegnerin dienten auch die Arbeiten, die 
nach Aufhebung des am 19. April 2021 angeordneten Nutzungs- und 
Betretungsverbots per 5. Juni 2021 (vgl. act. C.8 und act. C.9) auf Parzelle 
Z.2._____ und Z.1._____ durchgeführt wurden, der dauerhaften Stabilisierung des 
Hanges und mithin der Verhütung von künftig drohender Erdrutschen und 
schliesslich der Sicherheit für die Benutzer der betreffenden, kommunalen 
Strassenparzelle sowie der oberhalb liegenden Parzelle der Beschwerdeführerin. 
Insofern kann das Kriterium "Gefahr im Verzug" bejaht werden. 

7.8. Die Beschwerdeführerin kritisiert des Weiteren die von der 
Beschwerdegegnerin festgestellte Unfähigkeit ihrerseits, die erforderlichen 

18 / 27

Sicherungsmassnahmen selbst durchzuführen bzw. zu veranlassen. Die 
Beschwerdegegnerin habe ja auch Spezialisten beiziehen müssen und habe die 
entsprechenden Arbeiten nicht selbst ausführen können. Es erhelle somit nicht, 
warum dies für die Beschwerdeführerin nicht ebenfalls möglich gewesen wäre. Dem 
ist in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin entgegenzuhalten, dass die 
Beschwerdeführerin angesichts der komplexen Abklärungen und Arbeiten, die sich 
aufgedrängt haben, nicht in der Lage gewesen wäre, die erforderlichen 
Massnahmen – insbesondere im betroffenen, öffentlichen Bereich der 
Gemeindestrasse – selbst durchzuführen oder durchführen zu lassen, zumal sie 
eine juristische Person ist, die ein Restaurant betreibt und nicht über die nötigen 
spezifischen Fachkenntnisse und Fähigkeiten verfügt. Somit ist neben dem 
Kriterium "Gefahr im Verzug" auch das nicht kumulativ, sondern alternativ 
erforderliche Kriterium der "faktischen Unmöglichkeit" (innert nützlicher Frist) zur 
Durchführung der erforderlichen Massnahmen erfüllt.

7.9. In Anbetracht der vorstehenden Ausführungen sind die Voraussetzungen für 
eine antizipierte Ersatzvornahme daher grundsätzlich erfüllt. 

8. Nun ist zu klären, ob die damit verbundenen Kosten – wie von der 
Beschwerdegegnerin verfügt – ausschliesslich der Beschwerdeführerin auferlegt 
werden durften. 

8.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass der Hangrutsch durch eine 
Mehrzahl von Ursachen verursacht worden sei. Die Kosten hätten 
dementsprechend aufgeteilt werden müssen. Sie wendet insbesondere ein, zu den 
Hauptursachen gehöre die Instabilität der in den 1920er Jahren gebauten und nicht 
ausreichend instandgehaltenen Stützmauer der Beschwerdegegnerin. Auch habe 
eine übermässige Schneelast zur Hangrutschung geführt. Die Beschwerdeführerin 
habe eine Vereinbarung für die Schneeräumung ihrer Parkplätze gehabt. Die 
Beschwerdegegnerin sei dafür verantwortlich, dass der Schnee nicht weggebracht, 
sondern auf den Anhang geschüttet worden sei. Dem entgegnet die 
Beschwerdegegnerin, im Gutachten seien keine Hauptursachen genannt worden, 
sondern die von den Gutachtern aufgezählten (sieben) Ursachen hätten 
zusammengespielt, wobei vier davon den Bautätigkeiten, Bauten und Nutzen durch 
die Beschwerdeführerin zuzuschreiben seien.  

8.2. Die Kostenauflage erfolgt nach den Regeln, wie sie für die 
Haftungskonkurrenz zwischen Störern entwickelt wurden. Obschon der Begriff des 
Störers entwickelt wurde, um zu bezeichnen, wer polizeirechtlich verpflichtet ist, 
eine Gefahr oder Störung zu verhindern oder zu beseitigen, wird daran auch 

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angeknüpft, wenn zu bestimmen ist, wer die Kosten für die Wiederherstellung des 
ordnungsgemässen Zustandes zu tragen hat. Die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung hat dabei für die Umschreibung des Verursacherbegriffs 
weitgehend auf den polizeirechtlichen Störerbegriff abgestellt und sowohl den 
Zustands- als auch den Verhaltensstörer kostenpflichtig erklärt. Bei einer Mehrheit 
von Verursachern sind die Kosten nach den objektiven und subjektiven Anteilen an 
der Verursachung zu verteilen, wobei die Grundsätze der Kostenaufteilung im 
Innenverhältnis zwischen mehreren Haftpflichtigen (Art. 51 OR) analog 
heranzuziehen sind. Die natürliche Kausalität reicht für sich allein nicht aus, um die 
Verursachereigenschaft bzw. eine Kostenpflicht zu begründen. Zur Begrenzung der 
Kostenpflicht hat die Praxis im Rahmen von Art. 59 USG bzw. Art. 54 GSchG das 
Erfordernis der Unmittelbarkeit aufgestellt. Danach kommen als polizeirechtlich 
erhebliche Ursachen nur solche Handlungen in Betracht, die bereits selber die 
Grenze zur Gefahr überschritten haben; entferntere, lediglich mittelbare 
Verursachungen scheiden aus. Verhaltensstörer in diesem Sinn ist deshalb nur 
jemand, dessen Verhalten unmittelbar die Gefahr gesetzt hat. Beim Zustandsstörer 
muss dementsprechend die Sache selber unmittelbar die Gefahrenquelle gebildet 
haben. Die Lehre stellt teilweise in Anlehnung an das Haftpflichtrecht auf die 
Adäquanz der Kausalität ab. In vielen Fällen führt die Adäquanztheorie zum 
gleichen Ergebnis wie die Unmittelbarkeitstheorie (vgl. BGE 139 II 106 E. 3; 131 II 
743 E. 3; 114 Ib 44 E. 2a; 102 Ib 203 E. 5; 101 Ib 410 E. 6; Urteil des Bundesgerichts 
2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 2.4; JAAG/HÄGGI, in: VwVG-Praxiskommentar, 
3. Aufl. 2023, Art. 41 N 22 m.H.). Nach der Adäquanz hat ein Ereignis als adäquate 
Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (vgl. statt vieler Urteil des 
Bundesgerichts 4A_171/2012 vom 25. Juni 2012 E. 2.3 m.H.).

8.3. Im vorliegenden Fall haben gemäss "Versagensmodell 1" des Gutachtens 
die Schneebelastung und die Schneeschmelze den Rutsch definitiv ausgelöst, 
nachdem die steile und ungenügend geprüfte Böschung im Laufe der Jahre 
zunächst angeschnitten, nicht genügend gesichert und später immer stärker 
belastet worden sei. Die Gutachter erachten das Eindringen von Meteorwasser mit 
dem Abfluss auf der Schichtgrenze (dadurch Herabsetzung der Scherfestigkeit) als 
massgebenden Auslöser (vgl. Gutachten, S. 10 und Anhang 2, act. C.5). 

Im Gutachten sind verschiedene Ursachen (Einflussfaktoren auf die Hangstabilität) 
aufgelistet. Die chronologisch erste Ursache sei der Anschnitt des natürlichen 

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Hanges und die Erstellung der Wandmauer vermutlich in den 1920er Jahren. 
Dadurch sei ein erster massgeblicher Eingriff in den natürlichen Untergrund erfolgt. 
Zudem sei aufgrund der Bauweise der Wandmauer davon auszugehen, dass sie 
aus heutiger Sicht keine genügende Böschungsstandsicherheit nach aktueller SIA-
Norm 267 aufgewiesen habe. Die Sicherheit habe jedoch gegen einen 
Böschungsrutsch genügt. Eine deutliche Verwitterung/Alterung der Mauer sei nicht 
erkennbar. Als weitere Ursachen erwähnen die Gutachter die Erstellung des 
Holzkastens auf der Mauerkrone 2003, das Entfernen der Gehölze und 
Grasvegetation nach 2013, die Erstellung der Kiesterrasse mit Winkelelementen 
2018/2019 sowie das in diesem Bereich in den Untergrund eindringende 
Meteorwasser, die Erstellung der Holzbaracke/Materiallager 2019 und der aus der 
Parkplatzräumung im Bereich der Terrasse, der Bauten und des Hanges 
abgelagerte Schnee im Januar 2021. Mit dem Erstellen der Winkelelemente und 
deren Hinterfüllung zur Bildung der Kiesterrasse sowie mit dem dafür notwendigen 
Entfernen der Vegetation sei laut Gutachtern die natürliche Verzahnung des Bodens 
mit den Wurzeln reduziert sowie eine geringe Zusatzlast aufgebracht worden. 
Zusätzlich sei das Eindringen von Meteorwasser in den Hanguntergrund im Bereich 
der ebenen und gut durchlässigen Kiesterrasse unterstützt worden. Diese Eingriffe 
hätten sich ungünstig auf die Standsicherheit der untiefen Gleitfugen ausgewirkt. 
Durch die anschliessende Errichtung der Schuppen und Nutzung als Materiallager 
seien zusätzliche Lasten entstanden, welche unzureichend tief an den Baugrund 
abgegeben worden seien. Zu diesem Zeitpunkt habe höchstwahrscheinlich 
annähernd ein labiles Gleichgewicht komplett ohne Sicherheit bestanden. Als 
andere Ursachen nennen die Gutachter die überdurchschnittlichen Niederschläge 
mit rascher Bildung einer Schneedecke im Januar 2021 (Zusatzlast) sowie die 
Tauwetterphasen im Februar 2021 mit heftiger Schneeschmelze und Eindringen 
von grösseren Mengen an Schmelzwasser in den Hang (Reduktion der 
Schereigenschaft des Untergrundes). So habe schliesslich die aussergewöhnliche 
Schneelast aus Niederschlag und Ablagerung zusammen mit dem anschliessenden 
Eindringen von Schmelzwasser in den Untergrund zu dem Bruch geführt. Der Bruch 
sei oberflächennah und etwa hangparallel im durchnässten Übergangsbereich 
zwischen dem aufgelockerten Bachschutt und dem dicht gelagerten Bachschutt 
erfolgt (vgl. Gutachten, S. 5-6, 8-11 und Anhang 2, act. C.5). 

Die Gutachter haben zudem ein alternatives Versagensmodell entwickelt, bei dem 
die Wirkung der Annahme einer innerlich stabilen Stützmauer untersucht wurde 
("Versagensmodell 2"): Hätte die Mauer ausreichenden Widerstand geboten, wäre 
die Rutschmasse direkt über die Mauerkrone gelaufen. Allerdings könne nicht mit 
ausreichender Wahrscheinlichkeit ausgesagt werden, ob dieses Versagensmodell 

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2 eingetreten wäre oder die Scherfestigkeit in der Gleitfläche einen Bruch noch 
knapp verhindert hätte. Sicherlich sei jedoch die normative Sicherheit des oberen 
Böschungsbereiches auch für den Fall einer stabilen Mauer ungenügend (vgl. 
Gutachten, S. 10 und Anhang 2). 

8.4. Gestützt auf das Gutachten kann somit festgehalten werden, dass hier 
verschiedene (Teil-)Ursachen den Schaden bewirkt haben. So hat die 
Beschwerdeführerin durch Massnahmen auf ihrem Grundstück (Rodung, Erstellung 
von Bauten, Schneeablagerung und Wasserableitung) die Schereigenschaft des 
Untergrundes reduziert und Zusatzlasten geschaffen, die die hangabwärts 
treibenden Kräfte erhöht haben. Die ungenügende Sicherheit des oberen 
Böschungsbereiches hat somit sie zu verantworten (vgl. Art. 79 Abs. 2 KRG); dies 
ungeachtet der von der Beschwerdegegnerin erteilten Baubewilligungen für die 
darauf erstellten Bauten und Anlagen (namentlich die Kiesterrasse mit 
Winkelelementen und die Holzbaracke, vgl. Baubescheid vom 18. Juni 2019 [act. 
B.9]; vgl. auch Art. 93 Abs. 2 KRG, wonach Kanton und Gemeinden durch die 
Bewilligung und Kontrolle von Bauten und Anlagen keine Haftung für Konstruktion, 
Festigkeit, Materialeignung und Sicherheit der ausgeführten Bauten und Anlagen 
übernehmen). Insoweit kann die Frage, ob die Bauten und Anlagen der 
Beschwerdeführerin selbst schon vor der Rutschung nicht standsicher waren, 
offengelassen werden. Der Anriss für den Hangrutsch entstand gemäss Gutachten 
auf dem Gelände der Parzelle Z.2._____ (vgl. Gutachten, S. 10, Anhang 2). 
Hingegen traf die Beschwerdegegnerin eine gewisse Verantwortlichkeit infolge des 
massgeblichen Eingriffs in den natürlichen Untergrund für die Erstellung ihrer 
Stützmauer, die zwar die Sicherheit gegen einen Böschungsrutsch [womit wohl 
gemeint ist: ohne die Einwirkungen der Beschwerdeführerin], jedoch keine 
genügende Böschungsstandsicherheit nach aktueller Norm aufwies, wobei bei 
ausreichendem Widerstand derselben "nur" ein Böschungsrutsch (ohne 
Mauersturz) oder möglicherweise sogar kein Hangrutsch zu erwarten gewesen 
wäre. Schliesslich kam, als weitere Teilursache, ein Naturereignis (nämlich die 
heftige Schneeschmelze) hinzu. Dass hier verschiedene (Teil-)Ursachen 
zusammenwirkten, ist unbestritten. Die Beschwerdegegnerin anerkennt auch eine 
gewisse (Mit-)Verantwortlichkeit, nämlich hinsichtlich der den aktuellen SIA-Normen 
nicht genügenden Böschungsstandsicherheit ihrer teilweise eingestürzten 
Stützmauer und zum Teil in Bezug auf die Schneeablagerungen auf den Hang. Sie 
stellt sich aber auf den Standpunkt, dass die Beschwerdeführerin als 
hauptursächliche Verursacherin die Gesamtkosten zu tragen habe, zumal gemäss 
Gutachten die Sicherheit der Mauer gegen einen Böschungsrutsch genügt habe und 
die Schneeablagerung nicht in ihre alleinige Verantwortlichkeit falle. Diese Ansicht 

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kann nicht geteilt werden. Anhand der Ergebnisse der Gutachter ist keine 
unmittelbare Verhaltensursache für den Schaden ersichtlich. Entgegen der Meinung 
der Beschwerdegegnerin kann in der Erstellung der strittigen Bauten und Anlagen 
seitens der Beschwerdeführerin auf ihrer Parzelle keine unmittelbare Handlung im 
Sinne der oberwähnten Rechtsprechung erblickt werden. Diese Objekte 
(Kiesterrasse mit Winkelelementen und Holzbaracke) wurden von der 
Beschwerdegegnerin im Übrigen bewilligt (vgl. act. B.9). Es kann also nicht der 
Schluss gezogen werden, dass das Verhalten der Beschwerdeführerin unmittelbar 
die Gefahr für den Hangrutsch gesetzt hat. Hingegen steht fest, dass das 
betreffende Gelände unmittelbar die Gefahrenquelle gebildet hat und somit ist die 
Beschwerdeführerin als Zustandsstörerin zu betrachten. Die Kostenpflicht der 
Beschwerdeführerin als Zustandsstörerin wird aber durch die vorgenannte 
Mitverantwortlichkeit der Beschwerdegegnerin gemildert. Indem die 
Beschwerdegegnerin die Kosten nicht nach der subjektiven und objektiven 
Kausalbeteiligung vonseiten der Beschwerdeführerin aber auch ihrerseits aufgeteilt 
hat, hat sie ihr Ermessen missbräuchlich ausgeübt. Dass der Einwand betreffend 
die (unterbliebene) Kostenaufteilung erst mit der Replik klar zum Ausdruck gebracht 
wurde, spielt – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin – im Übrigen 
keine Rolle. Die Beschwerde ist diesbezüglich demnach teilweise gutzuheissen und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine 
rechtskonforme Kostenaufteilung vornimmt. 

9. Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin die Notwendigkeit der getroffenen 
Massnahmen und mithin die daraus resultierenden Kosten und deren Berechnung. 

9.1. Die der Beschwerdeführerin auferlegten Kosten der antizipierten 
Ersatzvornahme setzen sich gemäss angefochtener Verfügung wie folgt zusammen 
(für die detaillierte Kostenzusammenstellung vgl. act. C.6 und für die einzelnen 
Rechnungsbelege act. C.12.1-12.43): 
- Absperrungen und Aufräumarbeiten im Perimeterbereich: CHF 110'483.65
- Abbruch und Wiederaufbau kollabierte Stützmauer: CHF 235'941.95
- Böschungsaufbau und -sicherung über neuer Stützmauer: CHF   59'323.70
- Böschungssicherung hinter neuer Stützmauer: CHF   69'281.60
- Sicherung der bestehenden Stützmauer: CHF 101'407.60
- Nebenkosten prozentual aufgeteilt: CHF 212'452.83
Total: CHF 788'891.33 

9.2. Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung des 
Verhältnismässigkeitsprinzips geltend. Ihr zufolge sprengten die durchgeführten 
Massnahmen bei Weitem den Rahmen dessen, was für eine allfällige erforderliche 
provisorische Sicherung des Hanges notwendig gewesen wäre. Es wären mildere 

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Massnahmen möglich gewesen. Die provisorischen Sofortmassnahmen oder auch 
nur die vorübergehende Sperrung der betroffenen kommunalen Strassenparzelle 
hätten ausgereicht. Die ihr überbundenen Kosten bezögen sich auf sämtliche 
Bauarbeiten, die im Nachgang der Hangrutschung auf dem Grundstück Z.1._____ 
der Beschwerdegegnerin realisiert worden seien. Dazu zählten insbesondere die 
Aufwendungen für die Schadensbehebung, wie der Abbruch und der Wiederaufbau 
der kollabierten Stützmauer als teurere, stabilere und normkonforme Betonmauer. 
Die von der Gemeinde ins Recht gelegten Rechnungen beträfen grösstenteils 
Arbeiten, die Monate oder sogar Jahre nach der Hangrutschung durchgeführt 
worden seien. Sämtliche ab dem 5. Juni 2021 – d.h. nach Freigabe ihres 
Grundstücks zur Weiterbenutzung – angefallenen Kosten dürften ihr mangels 
unmittelbarer Gefahr nicht im Rahmen einer antizipierten Ersatzvornahme auferlegt 
werden. Auffällig sei bspw. insbesondere bei den Rechnungen der G._____ AG, 
dass ein erheblicher Aufwand u.a. in Zusammenhang mit dem Ausbaukonzept für 
die C._____ und mit dem Aufbau der Stützmauer entstanden seien. Es sei auch 
nicht nachvollziehbar, weshalb der Beizug der genannten Firma in diesem Ausmass 
überhaupt notwendig gewesen sei. Ferner hätten Rechtsvertretungskosten nichts 
mit den Kosten einer antizipierten Ersatzvornahme zu tun und seien nicht 
geschuldet. 

9.3. Die Kostenauflage darf nicht mit pönalen Elementen vermischt werden. Der 
Pflichtige darf nur mit den tatsächlich entstandenen Kosten belastet werden. Die 
Kostenauflage ist zudem auf notwendige Massnahmen beschränkt; geht die 
Ersatzvornahme über das Zweckmässige hinaus, muss der Pflichtige die 
Aufwendungen für den überschiessenden Teil nicht tragen. Eine Beschränkung der 
Kostenhöhe auf diejenigen Auslagen, die dem Pflichtigen entstanden wären, wenn 
er die Ausführung selber vorgenommen hätte, ginge aber zu weit und würde 
ausserdem dem Zweck der Ersatzvornahme widersprechen. Massnahmen, von 
deren Notwendigkeit die Behörde bei pflichtgemässer Sorgfalt im Zeitpunkt der 
Anordnung ausgehen durfte, sind vom Pflichtigen auch dann zu vergüten, wenn sie 
sich im Nachhinein als unnötig erweisen. Die Behörde hat dabei keine erhöhten 
Sorgfaltspflichten (vgl. JAAG/HÄGGI, a.a.O., Art. 41 N 21 m.H.). In Anlehnung an die 
Rechtsprechung zur polizeilichen Generalklausel müssen die entsprechenden 
Massnahmen sodann den allgemeinen Prinzipien des Verfassungs- und 
Verwaltungsrechts – insbesondere dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit – 
Rechnung tragen (vgl. BGE 137 II 431 E. 3.3.1). 

9.4. Zwar stimmt es, dass nach der Umsetzung der von den Gutachtern 
empfohlenen Massnahmen an der Stützmauer – namentlich zwecks 

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Gewährleistung der Standsicherheit der bestehenden Gebäude bzw. des Geländes 
auf Parzelle Z.2._____ der Beschwerdeführerin (vgl. Aktennotiz vom 1. April 2021 
[act. C.3]; geotechnischer Kurzbericht der F._____ AG vom 20. April 2021 [act. C.4], 
S. 4) – die Parzelle Z.2._____ bereits ab 5. Juni 2021, also etwas mehr als drei 
Monate nach dem Hangrutsch, wieder zur Nutzung freigegeben wurde. Wie die 
Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht, hat aber die Beschwerdeführerin 
neben den Kosten für die provisorischen Hangsicherungsmassnahmen (Abtragen 
des Materials und Sicherung durch eine Nagelwand mit Ankern) grundsätzlich auch 
für die Kosten der in der Folge, im Sinne einer dauerhaften Hangsicherung 
durchgeführten, notwendigen Massnahmen (etappenweiser Neuaufbau der 
Böschung mit Verwendung von Geogittern und Wiederaufbau der Stützmauer [vgl. 
Bericht der H._____ AG vom 24. Februar 2022 [act. C.7]) aufzukommen. Somit 
waren diese Massnahmen dringlich notwendig, um den Pflichten in Art. 79 Abs. 2 
KRG nachzukommen, nach der Bauten und Anlagen den anerkannten Regeln der 
Baukunde zu genügen haben und weder bei der Erstellung noch durch ihren 
Bestand und ihre Nutzung Personen, Tiere und Sachen gefährden dürfen. Ebenso 
zulasten der Beschwerdeführerin gehen die notwendigen Beratungskosten der 
beigezogenen Fachpersonen, soweit sie sich auf Massnahmen infolge der 
Hangrutschung beziehen. Ebenfalls gerechtfertigt erscheint eine anteilmässige 
Überbindung der Rechtsvertretungskosten im Rahmen der Verfahrenskosten (Art. 
96 Abs. 1 KRG). Andererseits erscheint es unverhältnismässig, dass die 
Beschwerdeführerin (im Rahmen ihres noch festzulegenden Haftungsanteils) die 
gesamten Kosten der nach heutiger Norm wiederaufgebauten Stützmauer zu 
zahlen hat. Es hätte eine Reduktion um die Differenz zwischen dem Wert der neu 
aufgebauten Ortbeton-Stützwand (inklusive verbesserter Sicherung mit 
permanenten Nägeln) und dem (Zeit-)Wert der eingestürzten Mauer (wobei 
aufgrund des guten Zustandes trotz Alter nicht von einem grossen Wertverlust 
auszugehen sein dürfte) vorgenommen werden müssen. Ausserdem ist für das 
Gericht nicht klar, ob sich der Kostenposten "Sicherung der bestehenden 
Stützmauer" in Höhe von CHF 101'407.60 auf Massnahmen zur Sicherung eines 
durch den Hangrutsch beschädigten Bereichs der nicht eingestürzten Mauer 
bezieht oder ob die entsprechenden Massnahmen (Auftragung einer 
Spritzbetonhaut auf die Trockenmauer und Verankerung; vgl. Bericht der H._____ 
AG vom 24. Februar 2022 [act. C.7], S. 3 f., 7 f.) nur dazu dienten, die bereits vor 
dem Hangrutsch ungenügend stabile Mauer zu sichern. Die Beschwerde ist 
demnach auch aus diesen Gründen teilweise gutzuheissen und die 
Beschwerdegegnerin hat die ihr aus den durchgeführten Arbeiten entstandenen 
Vorteile in der Kostenberechnung gebührend zu berücksichtigen. 

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10. Die Beschwerdeführerin hat die Einrede der Verjährung erhoben. Diese geht 
jedoch fehl. Die in Art. 60 OR vorgesehene Verjährungsfrist kann nicht auf öffentlich-
rechtliche Schadenersatzansprüche bzw. Kostenüberwälzungen übertragen 
werden. Bei Fehlen einer ausdrücklichen Bestimmung – wie hier – ist mit Rücksicht 
auf das Gebot der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes in der Regel von 
einer Verjährungsfrist von fünf Jahren [ab Kenntnis des Anspruchsumfangs] 
auszugehen (vgl. BGE 126 II 54 E. 7). Auf die Frage des Beginns der 
Verjährungsfrist ist hier jedoch nicht näher einzugehen, da der mit Verfügung vom 
15. Februar 2024 geltend gemachte Anspruch auf Kostenrückerstattung für das 
Ereignis vom 21./22. Februar 2021 aus öffentlich-rechtlicher Sicht eindeutig noch 
nicht verjährt ist. 

11. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die 
Kosten für die nach dem Hangrutsch getroffenen Massnahmen gestützt auf das 
Institut der antizipierten Ersatzvornahme grundsätzlich auf die Beschwerdeführerin 
abwälzen durfte. Dabei hat sie es aber versäumt, angesichts der verschiedenen, 
mitwirkenden Teilursachen für den entstandenen Schaden die Beteiligungsquote 
der Beschwerdeführerin zu bestimmen und die ihr aus der Schadensbehebung 
selber erwachsenen Vorteile zu berücksichtigen. Die Verfügung der 
Beschwerdegegnerin vom 15. Februar 2024 ist somit aufzuheben und die Sache in 
teilweiser Gutheissung der Beschwerde an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen, damit sie die Kostenbeteiligung zulasten der Beschwerdeführerin 
im Sinne der vorstehenden Erwägungen neu festlegt. 

12.1. Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten – 
bestehend aus einer Staatsgebühr, die auf CHF 5'000.00 festgelegt wird, sowie den 
Kanzleiauslagen – je zur Hälfte der Beschwerdeführerin und der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 73 Abs. 1 sowie Art. 75 Abs. 1 und 2 VRG).  

12.2. Der Beschwerdegegnerin wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG keine 
Parteientschädigung zugesprochen. Im Umfang des hälftigen Unterliegens hat sie 
hingegen die Beschwerdeführerin aussergerichtlich zu entschädigen (Art. 78 Abs. 1 
VRG). Die Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin haben eine Honorarnote datiert 
vom 1. Juli 2024 in der Höhe von CHF 29'141.90 eingereicht. Trotz des doppelten 
Schriftenwechsels und der Komplexität des Verfahrens erscheint der geltend 
gemachte Aufwand von total 48.99 Stunden als eher hoch, weshalb er 
entsprechend zu kürzen ist. Dass sich dagegen drei Juristen (zwei Anwälte und eine 
Praktikantin) derselben Kanzlei mit dem Fall befasst haben, muss – entgegen der 
Meinung der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 4. Juli 2024 zur 
Honorarrechnung – nicht zu einer Kürzung führen. Es ist nämlich nicht 

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ungewöhnlich, dass mehrere Rechtsvertreter an demselben Fall arbeiten, und was 
die 21.25 Arbeitsstunden der Praktikantin betrifft, so gilt der reduzierte Stundensatz 
(von CHF 220.00 statt CHF 250.00). Hingegen kann der in der Honorarnote 
enthaltene Interessenwertzuschlag von CHF 15'000.00 gemäss Praxis nicht 
anerkannt werden. Denn ein solcher Sonderzuschlag ist nur zulässig, falls es sich 
um eine vermögensrechtliche Streitigkeit handelt. Nach bundesgerichtlicher Praxis 
handelt es sich aber bei öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten im Bereich des Bau- und 
Umweltrechts – wovon auch bei der hier streitgegenständlichen Kostenauflage 
auszugehen ist – nicht um vermögensrechtliche Streitigkeiten (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1C_338/2007 vom 24. April 2008 E. 5). Die Parteientschädigung 
bemisst sich daher allein nach dem Zeitaufwand. Überdies ist die 
Beschwerdeführerin gemäss UID-Register mehrwertsteuerpflichtig und damit 
vorsteuerabzugsberechtigt, weshalb ihr eine Parteientschädigung ohne 
Mehrwertsteuer zuzusprechen ist. Nach den genannten Kürzungen erscheint dem 
Obergericht eine pauschale Parteientschädigung von CHF 5'000.00 (= ½ des 
infolge Kürzung des Stundenaufwandes auf pauschal CHF 10'000.00 reduzierten 
Honorars von CHF 11'610.00; inkl. Spesen) angemessen. 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Verfügung des 
Gemeinderats I._____ vom 15. Februar 2024 wird aufgehoben und die 
Sache zur Neufestlegung der Beteiligung der A._____ AG an den Kosten der 
antizipierten Ersatzvornahme und des kommunalen Verfahrens im Sinne der 
Erwägungen an die Gemeinde I._____ zurückgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 5'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 596.00

Total CHF 5'596.00

gehen je zur Hälfte zulasten der A._____ AG und der Gemeinde I._____.

3. Die Gemeinde I._____ hat die A._____ AG mit CHF 5'000.00 
aussergerichtlich zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]