# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** acdda700-f83c-5c3f-a610-c62444e9984d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-10-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.10.2010 UV 2009/92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-92_2010-10-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/92

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 06.10.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 06.10.2010
Art. 18 und 24 UVG. Anspruch auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung. Rückweisung zur medizinischen Abklärung 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. 
Oktober 2010, UV 2009/92).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 6. Oktober 2010

in Sachen

D.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

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Sachverhalt:

A.       

A.a   D.___ war bei der A.___ als Staplerfahrer beschäftigt und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als er am 3. Oktober 1998 mit der rechten Hand bzw. mit zwei Fingern 

in eine Stanzmaschine geriet (UV-act. I/1). Im Bericht der Klinik für Orthopädie des 

Kantonsspitals St. Gallen vom 5. November 1998 wurde ein Status nach subtotaler 

Amputation D3 rechts und offener intraartikulärer Mittelphylanxfraktur D2 rechts mit 

Läsion des ulnaren Gefässbündels diagnostiziert (UV-act. I/4). In der Folge wurden 

ärztliche Behandlungen durchgeführt, wofür die Suva ihre Leistungspflicht anerkannte 

(vgl. UV-act. I/1-I/57). Ab dem 7. Februar 2000 bestand eine Arbeitsfähigkeit von 75 % 

(UV-act. I/45).

A.b   Am 12. September 2000 meldete die Arbeitgeberin, beim Aufstehen aus 

knieender Stellung habe der Versicherte am 24. August 2000 einen Zwick im rechten 

Knie verspürt (UV-act. II/1). Im Bericht vom 29. August 2000 stellte das Kantonsspital 

St. Gallen die Diagnose einer medialen Meniskusläsion rechts (UV-act. II/2). Die Suva 

anerkannte hierfür ihre Leistungspflicht im Rahmen einer unfallähnlichen 

Körperschädigung (vgl. UV-act. I/60f, I/65). Nach Durchführung von ärztlichen 

Behandlungen und Abklärungen (UV-act. I/74, I/96, II/42) stellte sie die Taggeld- und 

Heilkostenleistungen auf Ende März 2002 ein (UV-act. I/90) und gewährte dem 

Versicherten mit Verfügung vom 23. April 2002 mit Wirkung ab 1. April 2002 eine 

Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 17 % und eines versicherten 

Jahresverdienstes von Fr. 73'480.-- sowie eine Integritätsentschädigung auf der Basis 

einer Integritätseinbusse von 10 % (UV-act. I/95, II/45). Diese Verfügung erwuchs in 

Rechtskraft.

A.c   Am 11. Oktober 2004 stellte die Klinik B.___ mit Hinweis auf die beim Versicherten 

gestellte Diagnose eines somatoformen Schmerzsyndroms nach Handverletzung 

rechts das Gesuch um Kostengutsprache für einen Rehabilitationsaufenthalt (UV-act. I/

100). Mit Verfügung vom 12. November 2004 eröffnete die Suva dem Versicherten, die 

gemeldeten psychogenen Störungen stünden nicht in einem adäquatkausalen 

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Zusammenhang zum Unfall vom 3. Oktober 1998 (UV-act. I/101). Auch diese 

Verfügung erwuchs in Rechtskraft.

A.d   Am 20. März 2006 liess der Versicherte durch seine Arbeitgeberin melden, er sei 

gleichentags ausgerutscht und habe sich das rechte Knie an einer Maschine 

angeschlagen (UV-act. III/1). Im Bericht vom 31. März 2006 diagnostizierte Dr. med. 

C.___, Allgemeine Medizin FMH, eine Kontusion des rechten Kniegelenks bei 

vorbestehender Meniskusverletzung (UV-act. III/4). Die Suva anerkannte ihre 

Leistungspflicht (UV-act. III/9). Im Nachgang zu einem operativen Eingriff am rechten 

Knie bescheinigte Dr. med. E.___, Orthopädische Chirurgie FMH, die Wiederaufnahme 

der Arbeit zu 80 % (bisheriger Umfang) seit 10. Juli 2006. Die Physiotherapie sei 

auslaufend (UV-act. III/14). In der Folge wurde ein weiterer Eingriff am rechten Knie 

erforderlich (UV-act. III/18). In der Beurteilung vom 21. November 2006 empfahl 

Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Chirurgie, die Weiterführung der 

konservativen Therapie sowie die teilweise Wiederaufnahme der Tätigkeit (UV-act. III/

23). Am 4. Juni 2007 kündigte die Arbeitgeberin des Versicherten das Arbeitsverhältnis 

auf Ende September 2007 (UV-act. III/46). 

A.e   Nach Durchführung von weiteren Abklärungen sprach die Suva dem Versicherten 

mit Verfügung vom 20. Juni 2008 mit Wirkung ab Januar 2008 eine Invalidenrente auf 

der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 21 % (Valideneinkommen von Fr. 65'275.-- und 

Invalideneinkommen von Fr. 51'345.--) und eines versicherten Verdienstes von 

Fr. 73'480.-- sowie eine (zusätzliche) Integritätsentschädigung von 9 % zu (3 % für das 

Ereignis vom 24. August 2000 und 6 % für dasjenige vom 20. März 2006). Zur 

Begründung hielt sie fest, gemäss ihren Abklärungen sei dem Versicherten die 

angestammte Tätigkeit als Magaziner unfallbedingt nicht mehr zumutbar. Zur Zeit gehe 

er keiner Erwerbstätigkeit nach. Aus medizinischer Sicht könne der Versicherte trotz 

den Unfallrestfolgen an der rechten Hand und am rechten Knie noch jede leichte bis 

mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit ganztags ausführen. Hierbei seien gewisse 

Einschränkungen hinsichtlich der Art der Tätigkeit (in der Verfügung ausgeführt) zu 

beachten. Die psychogenen Störungen stünden nicht in einem adäquatkausalen 

Zusammenhang mit den erlittenen Ereignissen, weshalb diesbezügliche Leistungen 

entfallen würden (UV-act. II/54). Die von Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, St. 

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Gallen, gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. III/125) wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 14. August 2009 (UV-act. II/55) ab.

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Bodenmann für den 

Versicherten am 16. September 2009 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid 

bzw. die Verfügung vom 20. Juli (Juni) 2008 seien insofern aufzuheben, als eine 

Invalidenrente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von mehr als 21 % bzw. 

eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von mehr als 9 

% abgewiesen werde. Dem Beschwerdeführer sei eine Invalidenrente basierend auf 

einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von mindestens 43.5 % und eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von mindestens 13.5 

% zuzusprechen. Zur Begründung legte er unter anderem dar, bezüglich der 

Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit sei von der im rheumatologischen 

Teilgutachten der MEDAS auf 25 % geschätzten Leistungseinbusse auszugehen. Diese 

Einschränkung sei auf die beiden Unfälle, bei denen sich der Beschwerdeführer am 

Knie verletzt habe, sowie auf den Unfall mit Verletzung der rechten Hand 

zurückzuführen. Es liege aber nicht nur aus rheumatologischer, sondern auch aus 

psychiatrischer Sicht eine Erwerbsunfähigkeit vor. Angesichts der Schwere der 

Verletzungen an der Hand und auch aufgrund der Knieverletzungen sei es 

nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer heute an psychischen Beschwerden leide, 

die als direkte Folge der Unfälle zu qualifizieren seien. Die Adäquanz zwischen den 

Unfällen und den Beschwerden sei damit ohne weiteres gegeben. Bei der Festsetzung 

des Integritätsschadens stütze sich die Beschwerdegegnerin auf die Beurteilung von 

Dr. F.___ (UV-act. III/67), gemäss der eine femorotibiale Arthrose mässigen Ausmasses 

vorliegen solle. Gemäss der ärztlichen Abschlussuntersuchung (UV-act. III/97) habe 

allerdings eine schmerzhafte Belastungs- und Bewegungseinschränkung bei leichter 

bis mässiger femorotibialer und retropatellärer Arthrose vorgelegen. Diese sei im 

Übrigen auch durch das rheumatologische Gutachten vom 16. Februar 2009 (S. 6f) 

bestätigt worden. Tatsache sei damit, dass nicht nur eine femorotibiale, sondern 

daneben auch eine retropatelläre Arthrose vorliege, womit es sich rechtfertige, von 

einem höheren Ansatz gemäss Suva-Tabelle 5 des Anhangs 3 zur Verordnung über die 

Unfallversicherung auszugehen.

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B.b   Am 20. Oktober 2009 sistierte der Versicherungsgerichtspräsident das 

vorliegende Verfahren aufgrund der von der Beschwerdegegnerin veranlassten 

weiteren medizinischen Abklärungen. Nach Vorliegen des Abklärungsresultats wurde 

das Verfahren wieder aufgenommen.

B.c   In der Beschwerdeantwort vom 22. Dezember 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Entscheids. Zur Begründung verwies sie auf die in diesem Rahmen gemachten 

Darlegungen und führte unter anderem aus, die Leistungspflicht in Bezug auf die 

psychischen Probleme des Beschwerdeführers entfalle mangels adäquater 

Unfallkausalität zum vornherein. Die Rentenbemessung stütze sich auf die 

Zumutbarkeitsbeurteilungen der Rehaklinik Bellikon und des Kreisarztes, welche auf 

fundierten Abklärungen beruhen würden. Das MEDAS-Gutachten bilde gemäss 

Beurteilung von Suva-Arzt Dr. med. G.___ keinen Anlass, davon abzuweichen, zumal 

es keine rationale Grundlage, insbesondere kein entsprechendes organisches Substrat 

für weitere zeitliche oder leistungsmässige Einschränkungen gebe. Die MEDAS-

Annahme einer angeblichen (physisch bedingten) Leistungseinbusse von 25 % beruhe 

ausschliesslich auf rein subjektiven Faktoren (Schmerzen, reduziertes Arbeitstempo). 

Der Beschwerdeführer gehe ferner davon aus, dass am rechten Knie nebst einer 

femorotibialen auch eine retropatelläre Arthrose vorliege, was eine Erhöhung des 

Integritätsschadens von 9 % auf 13 % rechtfertige. Auch dieser Standpunkt erweise 

sich als unhaltbar.

B.d   Mit Replik vom 25. Januar 2010 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seine Anträge und Ausführungen. In der Duplik vom 29. Januar 

2010 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Standpunkt fest.

Erwägungen:

1.        

Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer für die Restfolgen der Unfälle 

vom 3. Oktober 1998 (rechte Hand) sowie vom 24. August 2000 und 20. März 2006 

(rechtes Knie) eine Rente von 21 % ab 1. Januar 2008 zu und erhöhte damit die zuvor 

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allein für Schaden an der rechten Hand ausgerichtete Rente um 4 % (UV-act. I/95, III/

121). Der Integritätsschaden wurde mit 10 % (rechte Hand; rechtskräftige Verfügung 

vom 23. April 2002) und 9 % (rechtes Knie) entschädigt. Streitig ist, inwieweit die 

nunmehr bestehenden gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers in einem 

adäquat-kausalen Zusammenhang zu den Unfällen vom 3. Oktober 1998, vom 24. 

August 2000 und vom 20. März 2006 stehen. Streitig sind im Weiteren die Höhe der 

dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2008 zustehenden Invalidenrente (IV-Grad) sowie 

die Integritätseinbusse für das rechte Knie. Die Beschwerdegegnerin legte im 

angefochtenen Entscheid die rechtlichen Voraussetzungen eines adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen Gesundheitsschädigung und den in Frage stehenden 

Unfällen sowie der Bemessung von Invalidenrenten und Integritätsentschädigungen 

zutreffend dar (Erwägungen 1, 3, 5); darauf ist zu verweisen.

2.        

2.1    Im Nachgang zu einem stationären Aufenthalt vom 2. bis 23. Mai 2007 berichtete 

die Rehaklinik Bellikon am 5. Juni 2007, infolge erheblicher Symptomausweitung und 

Selbstlimitierung seien die Resultate von physischen Leistungstests für die Beurteilung 

der zumutbaren Belastbarkeit nur teilweise verwertbar. Es sei davon auszugehen, dass 

vom Beschwerdeführer bei gutem Effort eine bessere Leistung erbracht werden 

könnte, als bei den Tests und in den Therapien gezeigt worden sei. Das Ausmass der 

demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den wenig relevanten 

objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und 

bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen aus somatischer Sicht nur zum Teil 

erklären. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich deshalb primär auf medizinisch-

theoretische Überlegungen, ergänzt durch die Beobachtungen bei den Leistungstests 

und im Behandlungsprogramm. Eine weitergehende Einschränkung der Belastbarkeit 

lasse sich medizinisch-theoretisch nicht begründen. Zusätzlich zu den muskuloskelettal 

bedingten Einschränkungen bestehe eine leichte Leistungsminderung infolge einer 

psychischen Störung mit Krankheitswert. Es bestehe eine agitierte depressive Reaktion 

bei lang anhaltender Schmerzproblematik mit somatoformer Komponente. Die 

bisherige Tätigkeit als Magaziner sei aktuell nicht mehr zumutbar; diesbezüglich 

bestehe seit 24. Mai 2007 eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit. Eine leichte bis 

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mittelschwere, wechselbelastende Arbeit ohne längerdauerndes Knien sowie 

Hockestellung sei ganztags zumutbar (UV-act. III/51). 

Suva-Arzt Dr. F.___ schätzte am 30. Juli 2007 den Integritätsschaden am rechten Knie 

auf 9 % (III/69). Im Bericht der Klinik H.___ vom 13. November 2007 wurden die 

psychiatrischen Diagnosen eines Verdachts auf anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung sowie einer mittelgradigen depressiven Episode festgehalten. Die 

Ärzte schätzten die Arbeitsfähigkeit für eine leichte körperliche Tätigkeit auf 50 %. Die 

psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung bei Dr. med. I.___, Spezialarzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, sei weiterzuführen (UV-act. III/84).

2.2    Die ärztliche Abschlussuntersuchung vom 25. Februar 2008 ergab gemäss 

Bericht von Suva-Arzt Dr. F.___ die Diagnosen einer Kniedistorsion/-kontusion rechts 

vom 20. März 2006 mit luxiertem Korbhenkel am medialen Meniskus, einer Distorsion 

des rechten Knies vom August 2000 mit Verdacht auf mediale Meniskusläsion und 

Retraumatisierung am 15. Oktober 2001, einer somatoformen Schmerzstörung, einer 

schmerzhaften Funktionseinschränkung der rechten Hand bei Status nach 

Pressmaschinenverletzung vom 3. Oktober 1998 sowie einen Zustand nach 

Varizenoperation vor Jahren. Objektiv sei die Untersuchung durch 

Schmerzäusserungen und Malcompliance, vor allem für die Knieuntersuchung, etwas 

erschwert gewesen. Intermittierend sei die Kniebeweglichkeit gut. Meniskuszeichen 

bestünden nicht. Unklar sei, wieso die Sprunggelenkbeweglichkeit eingeschränkt sei 

und auch die willkürliche Innervation hier auf Aufforderung nicht funktioniere. Dies sei 

erklärbar durch die somatoforme Schmerzstörung, wie dies bereits in Bellikon beim 

Versuch, die Belastbarkeit zu eruieren, festgestellt worden sei. Radiologisch bestünden 

im Vergleich zur Voraufnahme vom November 2006 unveränderte Befunde. Insgesamt 

seien eine femoropatelläre Problematik und eine Anreicherung im femorotibial-

medialen Kompartiment im Sinn einer Arthrose erklärend. Ein weiterer operativer 

Eingriff (Retinaculumspaltung) sei aufgrund der Schmerzverarbeitungsstörung und der 

bereits früher durchgemachten Komplikationen nach den Operationen nach wie vor mit 

Zurückhaltung zu indizieren. Aufgrund des schwierig eruierbaren Leidensdrucks sei ein 

solcher im Moment als nicht indiziert zu erachten. Entsprechend empfehle er den 

administrativen Abschluss. Die Integritätsschadenschätzung vom 30. Juli 2007 

(betreffend das rechte Knie) erfahre keine Änderung. Betreffend die rechte Hand zeige 

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die heutige Untersuchung keine Veränderung, so dass hier betreffend Zumutbarkeit 

und Integritätsentschädigung keine Nachträge zu machen seien. Betreffend die 

medizinische Zumutbarkeit am rechten Knie werde auf die Beurteilung aus Bellikon 

verwiesen. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten seien vollschichtig zumutbar. 

Nachzutragen sei, dass das Aussetzen gegenüber Vibrationen und hämmernden 

Einflüssen sowie das Treppengehen zu vermeiden seien. Das Besteigen von Leitern sei 

zu unterlassen. Längere Gehstrecken, vor allem in unebenem Gelände, seien zu 

vermeiden, ebenso die Einnahme von knienden und kauernden Stellungen. Das Heben 

von mittelschweren Gewichten bis 10 kg sei sehr oft, bis 15 kg oft und bis 20 kg 

manchmal möglich. Schwere grobmanuelle Arbeiten und die längerdauernde Einnahme 

von gleichen Haltungen wie Sitzen und Stehen seien zu unterlassen. Die 

Handgreiffunktionen seien behindert, vor allem für Feinmotorik zwischen Daumen und 

Finger II und III, weniger der Grob- und Kraftgriff, so dass diese auch in der erwähnten 

Gewichtslimite und Zumutbarkeitseinschränkung für das Knie einschliesslich der 

vollschichtigen Tätigkeit einhergehen würden (UV-act. II/49). Am 1. April 2008 hielt Dr. 

F.___ ergänzend fest, er erachte eine Aufteilung der Integritätsentschädigung mit 1/3 

zulasten des früheren Knieunfalls und 2/3 zulasten des "jetzigen" Falls als gegeben. 

Erst bei letzterem sei die strukturelle Läsion bzw. Veränderung im Sinn der 

Teilmeniskektomie erfolgt, wodurch sich eine richtunggebende Verschlimmerung 

ereignet habe (UV-act. II/50).

2.3    Eine Begutachtung in der MEDAS Zentralschweiz ergab gemäss Bericht vom 9. 

April 2009 als Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit eine chronische Gonalgie rechts bei manifester medialer Gonarthrose 

rechts und Status nach Distorsion/Kontusion des rechten Kniegelenkes am 24. August 

2000 und 20. März 2006, ein chronisches Schulter-Arm-Syndrom rechts nach 

Arbeitsunfall mit Fingerverletzungen am 3. Oktober 1998, eine unter Therapie teilweise 

remittierte Depression, aktuell noch leichte depressive Episode ohne somatisches 

Syndrom, sowie psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei andernorts 

klassifizierten Erkrankungen. Auch während der aktuellen körperlichen Untersuchung 

seien (wie in Bellikon) ein extrem und übertrieben anmutendes Schmerzverhalten mit 

groteskem Schon- und Entlastungshinken rechts, mit Stöhnen, Grimassieren und 

massivem Abwehrspannen festzustellen gewesen. Eine zusätzliche funktionelle 

Komponente erscheine wahrscheinlich. Die früher ausgeübte körperlich schwere 

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Tätigkeit als Magaziner sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Eine 

körperlich leichte, sitzend oder wechselbelastend auszuübende Tätigkeit ohne manuell 

kraftaufwändige Arbeiten, nicht feinmotorisch und nicht ständig repetitiv manuell sowie 

ohne häufigeres Knien oder Kauern, sei dem Beschwerdeführer noch zu 60 % 

(Präsenzzeit 100 %, Leistungseinbusse von 40 % in Folge von schmerzbedingt 

erhöhtem Pausenbedarf und langsamerem Arbeitstempo) zumutbar. Limitierend 

würden sich diesbezüglich vor allem die psychischen Störungen erweisen 

(Einschränkung von Antrieb, Ausdauer, Konzentration und Selbstvertrauen, 

Schlafstörungen mit konsekutiv vermehrter Müdigkeit, Kraftlosigkeit und 

eingeschränkter Regenerationsfähigkeit). Durch medizinische Massnahmen könne die 

Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich verbessert werden. Insbesondere aus psychiatrischer 

Sicht würden die therapeutischen Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft erscheinen. 

Betreffend die Kniebeschwerden rechts seien physiotherapeutische Massnahmen 

indiziert. Hinsichtlich der Beschwerden im Bereich des rechten Arms sei der 

Endzustand seit Jahren erreicht. Die Arbeitsfähigkeit für eine behinderungsangepasste 

Tätigkeit sei auf September 2007 (Austritt aus der tagesklinischen 

Rehabilitationsbehandlung in der Klinik Teufen) zurückzudatieren (act. G 1.1/2). Am 3. 

August 2009 nahmen die MEDAS-Gutachter ergänzend Stellung (act. G 1.1/3). Der 

Psychiater Dr. I.___ bescheinigte mit Schreiben vom 9. September 2009, dass der 

Beschwerdeführer seit dem 6. April 2002 regelmässig bei ihm in Behandlung stehe (act. 

G 1.1/4). 

3.        

3.1    Mit Bezug auf die psychischen Probleme des Beschwerdeführers und die daraus 

resultierende Arbeitsunfähigkeit und Behandlungsbedürftigkeit (UV-act. III/51, III/84, II/

49, act. G 1.1/2 S. 18 und 21) kann die Frage der natürlichen Unfallkausalität sowie die 

Frage, in welchem Umfang der Beschwerdeführer als psychisch bedingt arbeitsunfähig 

zu erachten ist, wie nachstehend zu zeigen ist, offen bleiben (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23, 

S. 68 Erw. 3c). Hinsichtlich des Unfalls vom 3. Oktober 1998 verneinte die 

Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 12. November 2004 die Adäquanz der bereits 

damals bestehenden und von Dr. I.___ seit April 2002 behandelten (act. G 1.1/4) 

psychogenen Beschwerden (somatoformes Schmerzsyndrom mit depressivem und 

ängstlichem Zustand; vgl. Einweisungszeugnis Klinik B.___, UV-act. I/100). Diese 

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Verfügung erwuchs in Rechtskraft. Die Frage der Adäquanz der psychischen 

Beschwerden kann sich für das vorliegende Verfahren somit lediglich noch hinsichtlich 

der Unfälle vom 24. August 2000 (Zwick im rechten Knie beim Aufstehen aus der 

Hocke) und vom 20. März 2006 (Anschlagen des rechten Knies nach Ausrutscher) 

stellen. Die Beschwerdegegnerin verneinte die Adäquanz des Kausalzusammenhangs 

mit Hinweis darauf, dass diese Ereignisse als banal bzw. leicht einzustufen und deshalb 

zum vornherein nicht geeignet seien, psychische Probleme adäquat kausal zu 

verursachen (Erw. 2b des angefochtenen Entscheids; BGE 115 V 139). 

In Anbetracht der unmittelbaren Verletzungsfolgen (mediale Meniskusläsion rechts 

[2000]; Kniekontusion bei vorbestehender Meniskusverletzung [2006]) erscheint die 

Einstufung als leicht oder banal zumindest beim Ereignis von 2000 nicht ohne weiteres 

als gerechtfertigt. Es lässt sich - auch mit Blick auf die bisherige Praxis (vgl. A. Rumo-

Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 54-56) - eher vertreten, von 

mittelschweren Ereignissen (im Grenzbereich zu den leichten Unfällen) auszugehen. 

Was die in diesem Zusammenhang von der Rechtsprechung aufgestellten Kriterien 

betrifft (vgl. angefochtener Entscheid, Erw. 1), können dramatische Begleitumstände 

oder eine besondere Eindrücklichkeit sicher nicht bejaht werden. Die erlittenen 

Knieverletzungen waren zweifellos erheblich. Ein besonderer Schweregrad oder die 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, kann jedoch 

nicht angenommen werden.

Die versicherte Person hat solange Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art. 

10 Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). Nach 

dem Unfall vom 24. August 2000 erfolgten hinsichtlich des rechten Knies ärztliche 

Behandlungen, wobei immer wieder Schmerzepisoden und Blockierungen auftraten 

(vgl. UV-act. II/23, II/33, II/42). Nach dem zweiten Ereignis vom März 2006 wurden zwei 

Arthroskopien am rechten Knie vorgenommen (UV-act. II/48). Mit Blick auf diese Knie-

Behandlungen, welche die Beschwerdegegnerin als Unfallfolgen anerkannte, kann eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung nicht angenommen werden. 

Auch lagen weder ein schwieriger Heilungsverlauf noch erhebliche Komplikationen 

oder eine die Unfallfolgen erheblich verschlechternde ärztliche Behandlung vor.

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Ab dem 7. März 2001 lag unter Berücksichtigung des Hand- und des Knieschadens 

eine Arbeitsfähigkeit von 66 2/3 % und ab 30. April 2001 eine solche von 75 % vor 

(UV-act. I/69, I/71-I/73, II/25, II/27, II/30). Ca. Ende 2001 dehnte der Beschwerdeführer 

die Präsenzzeit im Betrieb auf 7.5 Stunden aus und war in diesem Rahmen 

uneingeschränkt arbeitstätig (UV-act. I/89, II/41 S. 2, II/42). Im April 2002 nahm er eine 

psychiatrische Behandlung bei Dr. I.___ auf (act. G 1.1/4), in deren Folge der Arzt am 4. 

Oktober 2004 ein somatoformes Schmerzsyndrom bestätigte (UV-act. I/100). Vor dem 

Ereignis vom März 2006 (Anschlagen des rechten Knies) war der Beschwerdeführer 

nach Lage der Akten zu 80 % als Magaziner tätig (20 %ige Einschränkung wegen der 

Handverletzung; vgl. UV-act. II/48 S. 1 unten). Für diese angestammte Tätigkeit 

bestand kniebedingt seit 30. August 2006 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (vgl. 

rheumatologisches Konsilium der MEDAS vom 7. Januar 2009 S. 11; act. G 1.1/2 

Beilage). Der von der MEDAS konsiliarisch beigezogene Rheumatologe Dr. med. J.___ 

bescheinigte eine Leistungseinbusse von 25 % in einer zumutbaren Verweistätigkeit, 

wobei er diesbezüglich sowohl die Minderbelastung der rechten Hand als auch die 

seitens des Kniegelenks bestehenden Einschränkungen einbezog (act. G 1.1/2 Beilage 

S. 10f). Eine lang dauernde, durch das rechte Knie bedingte Arbeitsunfähigkeit von 

erheblichem Umfang kann damit in einer Verweistätigkeit nicht als belegt gelten, zumal 

bereits die Berichterstatter der Rehaklinik Bellikon auf die Selbstlimitierung hinwiesen 

und festhielten, dass bei gutem Effort eine bessere Leistung erbracht werden könnte 

(UV-act. III/51). Die Malcompliance bzw. Selbstlimitierung findet sich auch in den 

späteren Berichten bestätigt (UV-act. II/49; act. G 1.1/2 S. 20 oben). Die von den 

MEDAS-Gutachtern bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von 40 % aus psychiatrischer 

Sicht hat im vorliegenden Zusammenhang ausser Acht zu bleiben. Nachdem das 

Schmerzempfinden im späteren Verlauf durch die psychischen Gegebenheiten 

beeinflusst gewesen sein dürfte, können rein körperliche (unfallbedingte) 

Dauerschmerzen am rechten Knie nicht überwiegend wahrscheinlich als belegt gelten. 

Bei diesem Sachverhalt ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall 

und den psychischen Beschwerden zu verneinen. Für die Bemessung der 

unfallbedingten Invalidität können dementsprechend lediglich die unfallkausalen 

Beeinträchtigungen in somatischer Hinsicht miteinbezogen werden.

3.2    Aufgrund der geschilderten medizinischen Akten (UV-act. III/51, II/49; act. G 1.1/2 

S. 21) ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer aus orthopädischer und 

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rheumatologischer Sicht eine körperlich leichte, sitzende oder wechselbelastende 

Tätigkeit ohne feinmotorische, repetitive Arbeiten und ohne häufiges Knien oder Kauern 

zumutbar ist. Während jedoch Suva-Arzt Dr. F.___ gestützt auf die Ergebnisse des 

Aufenthalts in der Rehaklinik Bellikon eine vollumfängliche Zumutbarkeit bejahte, ergab 

das rheumatologische Konsilium anlässlich der MEDAS-Begutachtung lediglich eine 75 

%ige Arbeitsfähigkeit. Diese wurde begründet mit den schmerzbedingt notwendigen 

längeren Pausen und dem langsameren Arbeitstempo. Dr. med. J.___ legte im 

Einzelnen dar, die aktuelle rheumatologische Untersuchung führe zum Befund einer 

residuell erheblichen Funktionseinschränkung der dominanten rechten Hand mit 

Unmöglichkeit des Faustschlusses, nur knapp durchführbarem und wenig kräftigem 

Spitzgriff, Sensibilitätsstörung im Bereich des Zeigefingerendgliedes rechts und des 

Amputationsstumpfes DIG III rechts sowie zusätzlichem Verdacht auf ein Neurinom im 

Bereich des Amputationsstumpfes DIG III rechts. Für die Schmerzausweitung habe er 

keine hinreichende Erklärung. In der Untersuchungssituation sei eine Diskrepanz 

zwischen durchführbarem Nacken- und Schürzengriff im Sitzen und Stehen sowie einer 

erheblich und schmerzhaft eingeschränkten Schulterbeweglichkeit rechts in liegender 

Position bei unauffälliger Trophik des Schultergürtels und äussert auffälligem 

Schmerzverhalten mit Stöhnen, Grimassieren und Abwehrspannen aufgefallen. 

Demgegenüber sei keine Beeinträchtigung aufgefallen bei der Beobachtung, wie sich 

der Beschwerdeführer ent- und angekleidet habe. Der Residualzustand der rechten 

Hand mit erheblicher Funktionseinbusse erkläre hinreichend die Unmöglichkeit einer 

manuell kraftaufwändigen, feinmotorischen bzw. repetitiv-monotonen manuellen 

Berufsverrichtung. Anlässlich der jetzigen rheumatologischen Untersuchung habe der 

Beschwerdeführer eine extreme diffuse Gonalgie rechts aufgewiesen mit erheblich und 

schmerzhaft eingeschränkter Beweglichkeit ohne klinische Zeichen einer Überwärmung 

bzw. eines Kniegelenksergusses und bei bandstabilen Verhältnissen. Auch im Rahmen 

der Untersuchung des rechten Beines sei ein extremes und übertrieben anmutendes 

Schmerzverhalten aufgefallen. Eine radiologische Verlaufskontrolle des rechten 

Kniegelenks habe unveränderte Befunde gegenüber der Voruntersuchung im Februar 

2008 mit Zeichen einer leichten medialen femuro-tibialen Arthrose und fraglich 

beginnender femuro-patellärer Arthrose ergeben. Die klinisch und bildgebend 

objektivierbaren Befunde am rechten Kniegelenk würden das Beschwerdeausmass bei 

weitem nicht erklären. Aufgrund des bisherigen Verlaufs und des auffälligen 

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Schmerzverhaltens scheine eine zusätzliche funktionelle Komponente vorzuliegen. Der 

MEDAS-Konsiliararzt empfahl im Übrigen aufgrund der erheblichen manuellen 

Einschränkung und der anhaltenden Kniebeschwerden hinsichtlich Verwertbarkeit der 

Arbeitsfähigkeit eine praktische Berufsabklärung in einer BEFAS (act. G 1.1/2 S. 18; 

rheumatologisches MEDAS-Konsilium S. 8-11). Die MEDAS-Gutachter erachteten bei 

der im Konsens festgestellten Arbeitsfähigkeit von 60 % vor allem - und somit nicht 

ausschliesslich - die psychischen Störungen als limitierend. Die Arbeitsunfähigkeit von 

25 % aus rheumatologischer Sicht ging in der psychiatrisch begründeten 

Einschränkung von 40 % auf bzw. wurde durch diese "konsumiert". Insofern brachte 

die MEDAS-Begutachtung aus rheumatologischer Sicht im Vergleich zu früheren 

ärztlichen Berichten eine veränderte Einschätzung, wobei davon auszugehen ist, dass 

bei der Festlegung derselben die beim Beschwerdeführer bestehende erhebliche 

Symptomausweitung bzw. Selbstlimitierung berücksichtigt wurde (vgl. act. G 1.1.2 S. 

20 oben; Bericht Dr. J.___, S. 3, act. G 1.1.2 Beilage).

In der ärztlichen Beurteilung vom 18. November 2009 bestätigte Suva-Arzt Dr. med. 

G.___, Facharzt FMH für Chirurgie, die bisherige Einschätzung der Zumutbarkeit. Diese 

beruhe auf den fundierten Abklärungen der Rehaklinik Bellikon (UV-act. III/51), welche 

vom Kreisarzt bestätigt worden seien (UV-act. III/97). Es gebe keine rationale 

Grundlage für weitere zeitliche oder leistungsmässige Einschränkungen. Massgebend 

sei einzig der objektiv günstige Befund am Knie rechts. Bezüglich der 

Handverletzungen rechts von 1998 liege keine echte Verschlimmerung vor. Auch 

betreffend das Knie würden sich aus dem rheumatologischen Teilgutachten von Dr. 

J.___ keine neuen Erkenntnisse ergeben. Vielmehr weise auch der Experte darauf hin, 

dass die klinisch und radiologisch objektivierbaren Befunde das Beschwerdeausmass 

bei Weitem nicht erklären würden. Insbesondere beschreibe er ein groteskes Schon- 

und Entlastungshinken. Die angegebenen Druckdolenzen am Knie seien völlig diffus 

gewesen, ohne Nachweis von Entzündungszeichen. Entsprechend dem Auftraggeber 

(IV) sei durch den Rheumatologen eine ganzheitliche Beurteilung erfolgt. Von der 

Psyche habe er nicht ausreichend abstrahiert (wie die Suva). Seine Diagnose 

(chronische Gonalgie rechts) sei rein deskriptiv. Wenn er infolge schmerzbedingt 

längeren Pausen und langsamerem Arbeitstempo eine Leistungseinbusse von 25 % 

sogar bei angepassten Tätigkeiten postuliere, sei dies eine persönliche Meinung. Ein 

angemessenes orthopädisches Substrat gebe es dafür jedenfalls nicht (UV-act. III/143).

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Der Umstand, dass der Bericht von Dr. G.___ gestützt auf die Akten (ohne Untersuch) 

erstellt wurde, vermag dessen Beweiswert noch nicht in Frage zu stellen. Anderseits ist 

zu beachten, dass dieser Arzt sich im Rahmen des laufenden Beschwerdeverfahrens 

zu streitigen Aspekten äusserte. Die Einholung einer Stellungnahme bei Dr. G.___ 

diente nicht nur der Abklärung des medizinischen Sachverhalts (Art. 43 Abs. 1 ATSG), 

sondern sollte auch den eigenen, beschwerdeweise bestrittenen Standpunkt 

untermauern, was eine gewisse Parteilichkeit nicht ausschliesst (vgl. dazu Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. November 2009 i/S C. [9C_575/2009], Erw. 3.2.2.2 mit 

Hinweis). Die Einwände von Dr. G.___ gegen die Einschätzung von Dr. J.___ lassen sich 

inhaltlich dennoch nicht ohne Weiteres von der Hand weisen. Hinsichtlich der 

Einschätzung des MEDAS-Rheumatologen erscheint vorab in Frage gestellt, ob der 

Beschwerdeführer mit den bei ihm vorliegenden Verletzungen an der rechten Hand und 

am rechten Knie für eine leichte sitzende oder wechselbelastende Tätigkeit unter 

Beachtung der von Dr. F.___ angeführten Bedingungen (keine Vibrationen oder 

hämmernde Einflüsse, Vermeidung von Treppengehen und Besteigen von Leitern 

sowie von längeren Gehstrecken und von knienden und kauernden Stellungen, 

Beachtung der Gewichtslimiten; UV-act. II/49) effektiv zusätzlich um 25 % aus rein 

somatischen Gründen eingeschränkt ist oder ob hier - im Sinn des Standpunktes von 

Dr. G.___ - psychiatrische bzw. andere unfallfremde Aspekte (Selbstlimitierung) 

Eingang in die rheumatologische Arbeitsfähigkeitsschätzung fanden. Anderseits 

erscheint nicht zum vornherein klar, ob neben rheumatologischen Befunden auch ein 

orthopädisches Substrat (vgl. UV-act. III/143 S. 2 am Schluss) vorliegen muss, damit 

eine Leistungseinschränkung als belegt gelten könnte. Die erwähnten medizinischen 

Fragen lassen sich vom Gericht nicht abschliessend beurteilen. Insbesondere vermag 

auch der Bericht der Rehaklinik Bellikon keine Grundlage für eine definitive Klärung zu 

bilden, zumal er rund zwei Jahre vor dem MEDAS-Gutachten erstellt wurde. Eine 

Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur Veranlassung einer weiteren 

medizinischen (rheumatologisch-orthopädischen) Abklärung lässt sich 

dementsprechend nicht umgehen.

4.        

4.1    Suva-Arzt Dr. F.___ schätzte am 30. Juli 2007 den Integritätsschaden am rechten 

Knie auf 9 % (III/69). Dabei stützte er sich auf Suva-Tabelle 5. Eine femorotibiale 

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Arthrose mässigen Ausmasses werde mit 5-15 % angegeben. Beim Patienten nehme 

er aus strukturellen Befunden den Mittelwert von 10 %. Dieser sei von der 

Restintegrität von 90 % zu berechnen, woraus sich ein Wert von 9 % ergebe. Eine 

weitergehende Verschlimmerung sei nicht berücksichtigt; die Rechte würden dem 

Patienten gewahrt bleiben (UV-act. III/69). Der Beschwerdeführer macht geltend, dass 

neben der femorotibialen Arthrose auch eine retropatelläre Arthrose vorliege, weshalb 

sich der Integritätsschaden auf 13.5 % erhöhe (act. G 1). Dr. G.___ hielt hierzu in der 

Stellungnahme vom 18. November 2009 fest, eine zusätzliche retropatelläre Arthrose 

liege eindeutig nicht vor. Die entsprechende Angabe in UV-act. III/97 S. 4 unten sei 

offenbar ein Versehen gewesen. Auch die Radiologin habe bezüglich der Bilder vom 

25. Februar 2008 explizit geschrieben, dass keine Anhaltspunkte für eine 

Femuropatellar-Arthrose bei normal zentrierter Patella bestehe (UV-act. III/96). Eine 

Arthrose in diesem Bereich wäre durch die erfolgten Meniskektomien medial auch nicht 

erklärbar. Noch bei der Operation vom 31. August 2006 (UV-act. III/19) sei der Knorpel 

im femuro-patellaren Gelenk unauffällig gewesen, ebenso auf den Röntgenbildern vom 

20. November 2006 (UV-act. III/24) und in der Szintigraphie vom 19. März 2007 (UV-

act. III/33). Der Rheumatologe habe im MEDAS-Gutachten vom 9. April 2009 ebenfalls 

keine derartigen Veränderungen nachgewiesen. Bezüglich der Aufnahmen vom 

7. Januar 2009 habe der Radiologe bloss eine fraglich beginnende femuro-patellare 

Arthrose erwähnt. Zudem sei gegenüber den Bildern vom Februar 2008 explizit keine 

Befundänderung erkennbar gewesen. Sonographisch habe sich auch kein 

Gelenkerguss gefunden. Auf den vorliegenden, noch aktuelleren Aufnahmen vom 14. 

Januar 2009 (MRI) und 7. August 2009 (Rx) könne eine retropatellare Arthrose 

zuverlässig ausgeschlossen werden. Für eine Erhöhung der Integritätsentschädigung 

von 9 % gebe es also keine objektive Grundlage. Eine zukünftige Verschlimmerung sei 

nur möglich und nicht vorhersehbar. Das Rückfallmelderecht bleibe aber prinzipiell 

gewährleistet (UV-act. III/143).

4.2    Hinsichtlich der hier streitigen Umstände steht fest, dass gemäss dem 

rheumatologischen Konsiliargutachten vom 16. Februar 2009 (S. 6 unten) eine für diese 

Begutachtung erstellte Röntgenaufnahme des rechten Knies vom 7. Januar 2009 unter 

anderem eine "fraglich beginnende Femuro-patellar-Arthrose mit leicht verschmälertem 

Gelenkspalt" ohne weitere Arthrosezeichen ergab, wobei im Vergleich zur Voraufnahme 

vom Februar 2008 eine Befundänderung verneint wurde. Die erwähnte vage bzw. 

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unsichere Formulierung erlaubt für sich allein nicht den Schluss auf eine tatsächlich 

bestehende Femuro-patellar-Arthrose. Anderseits kann eine solche im Zeitpunkt des 

angefochtenen Entscheids (14. August 2009) auch nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang bleibt die 

Feststellung von Dr. F.___ betreffend retropatellärer Arthrose (UV-act. III/97 S. 4) im 

Raum stehen, auch wenn Dr. G.___ diese offenbar als Versehen erachtet. Nachdem wie 

dargelegt die Zumutbarkeitsbeurteilung erneut vorzunehmen sein wird, erscheint es 

sachgerecht, in diesem Rahmen der medizinischen Abklärungsperson auch die Frage 

des Vorliegens einer Femuro-patellar-Arthrose zu unterbreiten.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 14. August 2009 in dem Sinn gutzuheissen, dass die Sache 

zur Durchführung von weiteren medizinischen Abklärungen und zu neuer Verfügung der 

Rente und des Integritätsschadens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Bei diesem 

Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Parteientschädigung. Es 

rechtfertigt sich, diese auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 14. 

August 2009 in dem Sinn gutgeheissen, dass die Sache zur Durchführung von weiteren 

medizinischen Abklärungen und zu neuer Verfügung der Rente und des 

Integritätsschadens an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- auszurichten.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.10.2010
	Art. 18 und 24 UVG. Anspruch auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung. Rückweisung zur medizinischen Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Oktober 2010, UV 2009/92).

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