# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db64ca9b-ee88-52ba-8708-fa36efbb0208
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 03.05.2010 ERZ 2010 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ERZ-2010-51_2010-05-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 03. Mai 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 10 51

(Eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Urteil 
vom 10. Januar 2011 abgewiesen worden, soweit darauf einzutreten war).

Verfügung
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Präsident Brunner
Redaktion Aktuarin ad hoc Bäder Federspiel

_____________

Im zivilrechtlichen Rekurs

des X., Gesuchsteller und Rekurrent, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marco 
Spadin, Steinbrüchel Hüssy, Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich,

gegen

die Verfügung des Kreispräsidenten Fünf Dörfer vom 05. Februar 2010, mitgeteilt 
am 05. Februar 2010, in Sachen des Gesuchstellers und Rekurrenten gegen die 
S t i f t u n g  Y . , Gesuchsgegnerin und Rekursgegnerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Wüst, Seefeldstrasse 62, 8008 Zürich, gegen AZ., 
Gesuchsgegner und Rekursgegner, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Anton 
Hidber, Tittwiesenstrasse 29, Postfach 459, 7001 Chur, sowie gegen BZ. und CZ., 
Gesuchsgegnerinnen und Rekursgegnerinnen, beide vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Audétat, Hartbertstrasse 1, Postfach, 7001 Chur,

betreffend Annullierung Erbbescheinigung und Ermittlung der Erben,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 16. Mai 2008 verschied im Spital in B. A., zuletzt wohnhaft gewesen in 
D.. Die Genannte war am C. geboren worden, ledig sowie kinderlos und hinterliess 
als nächsten Verwandten ihren Bruder AZ.. Kurz vor ihrem Tod, am 14. Mai 2008, 
hatte A. in einem Nottestament über ihren Nachlass verfügt. Dabei liess sie sich 
vor mehreren Zeugen ihr Testament vorlesen und erklärte durch Nicken und 
mündliches Bejahen ihr Einverständnis mit dessen Inhalt. Im erwähnten 
Testament verfügte sie im Wesentlichen, dass ihr Bruder AZ. sowie seine Erben 
von der Erbfolge ausgeschlossen werden, und ordnete die Ausrichtung 
verschiedener Vermächtnisse an, unter anderem an ihre beiden Nichten BZ. und 
CZ., die Töchter ihres Bruders AZ.. Der Restbetrag, der nach dem Verkauf ihrer 
Liegenschaft, der Ausrichtung der Vermächtnisse und der Bezahlung der Steuern 
übrig bleibt, sollte an die Stiftung Y., gehen. Schliesslich setzte A. X. als 
Willensvollstrecker ein.

B. Am 19. Mai 2008 traf der Kreispräsident Fünf Dörfer eine Verfügung 
betreffend Siegelung der Erbschaft gemäss Art. 552 ZGB und Art. 74 EGzZGB 
sowie Aufnahme eines Inventars gemäss Art. 553 ZGB. Die amtliche Eröffnung 
des Testaments von A. erfolgte am 27. Mai 2008, was der Kreispräsident AZ., BZ. 
sowie CZ., dem Willensvollstrecker, der Stiftung Y. sowie weiteren durch das 
Testament Begünstigten mit Verfügung vom 28. Mai 2008 mitteilte. An diesem Tag 
ordnete er zudem eine Erbschaftsverwaltung nach Art. 554 ZGB an, wobei er den 
Willensvollstrecker X. als Erbschaftsverwalter einsetzte. Mit Verfügung vom 8. 
April 2009 hob der Kreispräsident Fünf Dörfer die Erbschaftsverwaltung wieder auf 
und übergab die Erbschaft dem Willensvollstrecker.

C. Mit Vermittlungsbegehren vom 12. Dezember 2008 instanzierte AZ. beim 
Kreispräsidenten Fünf Dörfer gegen die letztwillige Verfügung von A. eine 
Anfechtungsklage, wobei er unter anderem die Formungültigkeit des Testaments 
geltend machte. Am 26. April 2009 bzw. 11. Mai 2009 schlossen die Stiftung Y. 
einerseits und AZ., BZ. und CZ. anderseits eine Vereinbarung, mit dem Zweck, 
eine prozessuale Auseinandersetzung zu vermeiden. In der Vereinbarung 
anerkannte AZ. die Gültigkeit des Nottestaments von A. und die Stellung der 
Stiftung Y. als eingesetzte Alleinerbin. Die erwähnte Stiftung verpflichtete sich, AZ. 
aus dem Nachlass von A. eine Zahlung von Fr. 250'000.-- brutto zu leisten sowie 
verschiedene Vermächtnisse auszurichten, nämlich je Fr. 100'000.-- an BZ. und 
CZ. sowie je Fr. 50'000.-- an drei gemäss Testament begünstigte Institutionen. 
Gestützt auf diese Übereinkunft beantragte der Rechtsvertreter der Stiftung dem 

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Kreispräsidenten Fünf Dörfer im Namen der an der Vereinbarung beteiligten 
Parteien am 11. Mai 2009 die Ausstellung einer Erbbescheinigung, lautend auf die 
Stiftung Y. als Alleinerbin. Am 9. Juni 2009 stellte der Kreispräsident eine 
entsprechende Erbbescheinigung aus.

D. Mit Schreiben vom 16. Juli 2009 erhob Willensvollstrecker X. Einwände 
gegen die Erbbescheinigung vom 9. Juni 2009. Am 14. August 2009 stellte er 
beim Kreispräsidenten Fünf Dörfer folgende Anträge:

"1. Es sei zu ermitteln, wie sich die Erbengemeinschaft im Nachlass von 
A., geb. C., gest. 16. Mai 2008, wohnhaft gewesen E., D. GR, 
personell zusammensetzt, und es sei diesen Erben das Testament 
vom 14. Mai 2008 zu eröffnen.

2. Es sei die Erbbescheinigung vom 9. Juni 2009 zu annullieren und 
einzuziehen und es sei eine Erbbescheinigung lautend auf die gemäss 
Ziff. 1 vorstehend ermittelten Erben auszustellen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der Stiftung Y. sowie von Herrn AZ.."

Die Stiftung Y. beantragte in ihrer Stellungnahme vom 15. September 2009 die 
vollumfängliche Abweisung dieser Anträge, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten des Willensvollstreckers. Dieselben Anträge 
stellten AZ. sowie BZ. und CZ. in ihren Stellungnahmen vom 9. Oktober 2009.

E. Der Kreispräsident Fünf Dörfer entschied mit Verfügung vom 5. Februar 
2010, mitgeteilt am 5. Februar 2010, wie folgt:

"1. Den Anträgen des Willensvollstreckers wird nicht stattgegeben.

2. Die kreisamtlichen Kosten von CHF 1'200.00 fallen zu Lasten des 
Gesuchstellers.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung)"

Der Kreispräsident führte im Wesentlichen aus, das Kreisamt habe auf Verlangen 
eines Erben eine Erbbescheinigung ausgestellt, nachdem sich die Erben in einer 
Vereinbarung geeinigt hätten. Sowohl der Wortlaut des Testaments als auch die 
Vereinbarung unter den Erben, welche das Testament so verstanden haben 
wollten, dass die Stiftung Y. Alleinerbin sei, sprächen für die Richtigkeit der 
Erbbescheinigung. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, eine andere 
Erbbescheinigung ausstellen zu müssen. Das Kreisamt habe zudem weder die 
Pflicht noch Anlass dazu, nach Erben der grosselterlichen Parentel zu suchen, 
sondern würde seine Kompetenzen überschreiten, wenn es dem diesbezüglichen 
Aufruf des Willensvollstreckers folgen würde. Da dies soweit erkenntlich auch 

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nicht im Interesse der Erblasserin sein könne, verstosse der Willensvollstrecker 
gegen seine Pflichten. Als Aufsichtsbehörde liege es am Kreispräsidenten, den 
Willensvollstrecker hierfür abzumahnen und ihn an seine Pflichten zu erinnern.

F. Gegen diese Verfügung reichte X. mit Eingabe vom 26. Februar 2010 beim 
Einzelrichter in Zivilsachen des Kantonsgerichts Rekurs ein. Er stellt folgende 
Rechtsbegehren:

"1. Die Verfügung des Kreispräsidiums Fünf Dörfer vom 5. Februar 2010 
(Prot. Nr. 08.90/08.3019) sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Der Kreispräsident des Kreises Fünf Dörfer sei anzuweisen, die Erben 
im Nachlass von A., geb. C., gest. 16. Mai 2008, wohnhaft gewesen 
E., D., zu ermitteln und diesen Erben das Testament vom 14. Mai 
2008 zu eröffnen.

3. Der Kreispräsident des Kreises Fünf Dörfer sei anzuweisen, die 
Erbbescheinigung vom 9. Juni 2009 zu annullieren und einzuziehen 
und eine Erbbescheinigung lautend auf die Erben auszustellen, soweit 
sie gemäss Ziff. 2 vorstehend ermittelt werden konnten.

4. Eventualiter sei festzustellen, dass der Willensvollstrecker mit seinen 
Bemühungen um Feststellung der Erben im Nachlass von A., 
namentlich mit seinen Eingaben an das Kreispräsidium vom 16. Juli 
2009 und 14. August 2009, keine Pflichtverletzungen begangen hat.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der Rekursgegnerin."

Zudem stellte der Rekurrent den prozessualen Antrag auf Durchführung einer 
Parteiverhandlung.

Der Kreispräsident Fünf Dörfer verwies in seiner Stellungnahme vom 22. März 
2010 im Wesentlichen auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung. 
Ebenfalls am 22. März 2010 ging die Rekursantwort der Stiftung Y. ein. Sie 
beantragt, die Rechtsbegehren Ziff. 1 bis Ziff. 4 des Rekurrenten seien 
abzuweisen, die Verfahrenskosten seien dem Rekurrenten aufzuerlegen und 
dieser sei auch zu verpflichten, der Rekursgegnerin 2 eine angemessene 
Prozessentschädigung zu bezahlen. AZ. beantragt in seiner Stellungnahme vom 
22. April 2010, die Rechtsbegehren Ziff. 1 bis 4 des Rekurrenten seien 
abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren zulasten des 
Rekurrenten. Dieselben Anträge stellen BZ. und CZ. in ihrer Stellungnahme vom 
22. April 2010.

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Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie weitere 
Ausführungen in der angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den 
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1a. Entscheide des Kreispräsidenten betreffend Sicherung des Erbgangs und 
Ausstellung der Erbbescheinigung im Sinne von Art. 9 Ziff. 5 EGzZGB können 
gestützt auf Art. 12 Abs. 1 EGzZGB innert zwanzig Tagen durch schriftlich 
begründeten Rekurs beim Einzelrichter am Kantonsgericht angefochten werden. 
Im Rekurs ist mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte des Entscheids 
angefochten und welche Abänderungen beantragt werden (Art. 12 Abs. 3 
EGzZGB in Verbindung mit Art. 233 Abs. 2 ZPO). Der Rekurs von X. vom 26. 
Februar 2010 wurde frist- und formgerecht bei der zuständigen Instanz 
eingereicht, so dass darauf einzutreten ist.

b. In seinem Rekurs stellt der Rekurrent den Antrag auf Durchführung einer 
Parteiverhandlung. Art. 12 Abs. 2 EGzZGB sieht diese Möglichkeit grundsätzlich 
vor. Allerdings besteht hierfür in casu kein Anlass. Der Sachverhalt ist aufgrund 
der Akten hinreichend geklärt, und die Parteien konnten ihre Standpunkte in den 
Rechtsschriften umfassend darlegen. Hinzu kommt, dass reine Rechtsfragen zu 
prüfen sind. Unter diesen Umständen sind von einer mündlichen 
Parteiverhandlung keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, 
weshalb der entsprechende Antrag des Rekurrenten abgewiesen wird.

2. Der Rekurrent verlangte vom Kreispräsidenten Fünf Dörfer die Aufhebung 
der Erbbescheinigung vom 9. Juni 2009, die Ermittlung weiterer Erben von A. sel. 
und das anschliessende Ausstellen einer neuen Erbbescheinigung. Diese Ziele 
strebt er auch im Rekursverfahren an. Nachfolgend ist zu prüfen, ob X. als 
Willensvollstrecker überhaupt legitimiert ist, solche Begehren zu stellen.

a. Der Erblasser kann in einer letztwilligen Verfügung eine oder mehrere 
handlungsfähige Personen mit der Vollstreckung seines Willens beauftragen (Art. 
517 Abs. 1 ZGB). Die Willensvollstrecker stehen, soweit der Erblasser nichts 
anderes verfügt, in den Rechten und Pflichten des amtlichen Erbschaftsverwalters. 
Sie haben den Willen des Erblassers zu vertreten und gelten insbesondere als 
beauftragt, die Erbschaft zu verwalten, die Schulden des Erblassers zu bezahlen, 

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die Vermächtnisse auszurichten und die Teilung nach den vom Erblasser 
getroffenen Anordnungen oder nach Vorschrift des Gesetzes auszuführen (Art. 
518 Abs. 1 und 2 ZGB). Ziel der Willensvollstreckung ist die Verteilung des 
Nachlasses unter die Erben, das heisst die Vorbereitung und der Vollzug der 
Erbteilung. Die Kompetenzen des Willensvollstreckers sind rechtlich sehr 
weitreichend. Zwar hat er keine materiell-rechtliche Beteiligung und keine 
dinglichen Rechte am Nachlass, aber das ausschliessliche Besitz-, Verwaltungs- 
und Verfügungsrecht darüber, währenddessen die diesbezüglichen Rechte der 
Erben sistiert sind. Der Willensvollstrecker kann alle Rechtshandlungen 
vornehmen, die zur Erfüllung seiner Aufgabe erforderlich sind. Er hat einen 
grossen Ermessensspielraum, muss dabei aber auf die schutzwürdigen Interessen 
aller Beteiligter Rücksicht nehmen, unparteiisch sein und bei unklarem evtl. 
ungültigem Testament grosse Zurückhaltung üben (Martin Karrer, in: 
Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum ZGB II, Art. 457–977 ZGB, 
Art. 1–61 SchlT ZGB, 3. A., Basel 2007, N 13 f. zu Art. 518 ZGB; zu den Rechten 
und Pflichten des Willensvollstreckers vgl. auch Bernhard Christ, in: Abt/Weibel 
[Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, Basel 2007, N 20 ff. zu Art. 518 ZGB).

Dass der Willensvollstrecker die Teilung auszuführen hat, bedeutet nicht, dass er 
die Erbteilung ohne Zutun der Erben selbständig bzw. autoritativ vornehmen und 
rechtskräftig abschliessen kann. Vielmehr hat er die Erbteilung lediglich 
vorzubereiten und nach Abschluss des Teilungsvertrags zu vollziehen; die 
Erbteilung selbst ist aber kein Akt des Willensvollstreckers, sondern Sache der 
Erben bzw. des Gerichts. Gegen Erben, die unter sich über die Art der Teilung 
einig sind, kann der Willensvollstrecker nichts vorkehren (Karrer, a.a.O., N 52 zu 
Art. 518 ZGB, mit weiteren Hinweisen; Jean Nicolas Druey, Die Aufgaben des 
Willensvollstreckers, in: Druey/Breitschmid [Hrsg.], Willensvollstreckung, Bern 
2001, S. 1 ff., S. 11).

b. Die Prozessführungsbefugnis eines Willensvollstreckers ist in dem Sinne 
exklusiv, als sie die Erben soweit von der Prozessführung ausschliesst, als diesen 
vom materiellen Recht die Verfügungsmacht entzogen und auf den 
Willensvollstrecker übertragen wurde. Der Umfang der Prozessführungsbefugnis 
des Willensvollstreckers leitet sich in diesem Sinn von der materiellen 
Rechtsstellung ab (Hans Rainer Künzle, Die Befugnisse des Willensvollstreckers, 
in: Druey/Breitschmid [Hrsg.], Willensvollstreckung, Bern 2001, S. 21 ff., S. 48 f.; 
Hans Rainer Künzle, Der Willensvollstrecker im schweizerischen und US-
amerikanischen Recht, Zürich 2000, S. 369 u. 371; Karrer, a.a.O., N 68 zu Art. 
518 ZGB).

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Als Verwalter und Vertreter des Nachlasses ist der Willensvollstrecker zu 
sämtlichen Prozessen, die den Bestand des Nachlasses betreffen, aktiv- und 
passivlegitimiert (Andreas Flückiger, Der Umgang des Willensvollstreckers mit 
anfechtbaren, nichtigen und unklaren Verfügungen von Todes wegen, in: Künzle 
[Hrsg.], Willensvollstreckung – Aktuelle Rechtsprobleme, Zürich 2004, S. 75 ff., S. 
91; Karrer, a.a.O., N 76 ff. zu Art. 518 ZGB). Dem gemäss Art. 518 ZGB mit der 
Verwaltung der Erbschaft betrauten Willensvollstrecker steht an Stelle der 
materiell berechtigten Erben die alleinige und ausschliessliche 
Prozessführungsbefugnis im eigenen Namen und als Partei zu (PKG 1994 Nr. 3). 
In erbrechtlichen Verfahren sind die prozessualen Kompetenzen des 
Willensvollstreckers hingegen erheblich eingeschränkt, soweit er nicht gleichzeitig 
als Erbe des Nachlasses betroffen ist (Flückiger, a.a.O., S. 92 ff.; Karrer, a.a.O., N 
81 ff. zu Art. 518 ZGB). In Erbstreitigkeiten ist das Bestehen der Erbenqualität 
einer Person oder der Umfang der von ihr behaupteten oder wirklich vorhandenen 
Erbrechtsansprüche an dem der Willensvollstreckung unterliegenden Nachlass 
der eigentliche Gegenstand des Streites. Die Geltendmachung des Erbrechts der 
Erbberechtigten fällt indessen nicht unter die Aufgabe, die letztwilligen 
Verfügungen des Erblassers gemäss Art. 518 ZGB auszuführen, reicht das 
anzuerkennende Interesse des Erblassers an der Vollziehung des letzten Willens 
doch nicht so weit, den Erben in der Verteidigung des eigenen Erbrechts durch die 
Einsetzung eines Willensvollstreckers einzuschränken oder gar zu binden. Das 
Erbrecht im subjektiven Sinne unterliegt weder der Verwaltung des 
Willensvollstreckers, noch ist seine Geltendmachung eine Berufung auf einen 
Anspruch, welcher sich gegen den verwalteten Nachlass richtet. Die Stellung des 
Willensvollstreckers wird durch die Frage nach dem Erbrecht grundsätzlich nicht 
beeinflusst, da er ja nicht die Wahrung der Interessen eines bestimmten Erben 
übernimmt, sondern aller jener Erben, die sich schliesslich als wirklich berechtigte 
Erben herausstellen. Die Frage nach dem Erbesein ist eine höchstpersönliche 
Angelegenheit des Erbprätendenten; er allein kann seinen Erbanspruch geltend 
machen oder aber auch darauf verzichten. Daraus ergibt sich, dass das Erbrecht 
und die Feststellung der Erbberechtigung nicht in den Geschäftskreis des 
Willensvollstreckers fallen und somit auch nicht Objekt eines durch ihn zu 
erledigenden Prozesses sein können (Hansjürg Bracher, Der Willensvollstrecker, 
insbesondere im zürcherischen Zivilprozessrecht, Zürich 1965, S. 116 f.). Für die 
Klage auf Feststellung oder Aberkennung der Erbenqualität bestimmter Personen 
sind denn auch keine Fälle aus der Praxis bekannt, die eine Aktivlegitimation des 
Willensvollstreckers bejahen (Christ, a.a.O., N 110 zu Art. 518 ZGB). Die 
Willensvollstreckung erfüllt keine öffentlichen Interessen wie etwa den Schutz der 

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Erben vor Benachteiligung (Künzle, Der Willensvollstrecker im schweizerischen 
und US-amerikanischen Recht, a.a.O., S. 66).

c/aa. Im vorliegenden Fall wird die Erbbescheinigung des Kreispräsidenten Fünf 
Dörfer vom 9. Juni 2009 angefochten. Zu Rechtsmitteln gegen 
Erbbescheinigungen ist ein Willensvollstrecker aktivlegitimiert, soweit seine eigene 
Rechtsstellung betroffen ist, es also um seine Einsetzung, Stellung oder Funktion 
geht (Karrer, a.a.O., N 85 zu Art. 518 ZGB; Künzle, Die Befugnisse des 
Willensvollstreckers, a.a.O., S. 51). Dem Willensvollstrecker steht somit etwa dann 
die Befugnis zu, gegen unrichtig ausgestellte Erbbescheinigungen vorzugehen, 
wenn er dadurch in seiner eigenen Tätigkeit behindert würde, wie im Verkehr mit 
Banken, bei der Übertragung von Liegenschaften, bei der Ausrichtung von 
Vermächtnissen etc. Vorliegend geht es indes nicht um die Einsetzung, Stellung 
oder Funktion von X., weist ihn die Erbbescheinigung vom 9. Juni 2009 doch 
explizit als Willensvollstrecker aus. Auch macht der Rekurrent nicht geltend, er 
werde durch die Bescheinigung in irgendeiner Art und Weise in seiner Tätigkeit 
behindert. Vielmehr ficht er die Erbbescheinigung an, weil er mit der Vereinbarung 
der Erben bzw. Vermächtnisnehmer über die Verteilung des Nachlasses nicht 
einverstanden ist bzw. weil er gestützt auf seine eigene Auslegung des 
Testaments der Ansicht ist, die Bescheinigung sei unvollständig, da noch weitere 
Erben vorhanden seien. Zu diesen Rügen ist der Willensvollstrecker nicht 
berechtigt:

c/bb. Wie in Erwägung 2b dargelegt, ist ein Willensvollstrecker nicht zur 
Prozessführung legitimiert, wenn es ausschliesslich um die Rechtsstellung der 
Erben geht, da die Erfüllung seiner Aufgabe dadurch nicht direkt berührt wird. Wer 
und in welchem Ausmass Erbe ist, spielt für die Tätigkeit des Willensvollstreckers 
keine Rolle (Karrer, a.a.O., N 81 zu Art. 518 ZGB). Deshalb ist er bspw. auch zu 
einer Ungültigkeitsklage nach Art. 519 ZGB lediglich dann passivlegitimiert, soweit 
er seine eigene Rechtsstellung (Einsetzung bzw. Ernennung, Umfang der 
testamentarisch bestimmten Befugnisse oder Dauer) verteidigen muss, und nur 
aktivlegitimiert, um eine Feststellungsklage über die Gültigkeit seiner Ernennung 
zu führen oder um eine letztwillige Verfügung, welche einen anderen 
Willensvollstrecker vorsieht und seine Ernennung verhindert, ungültig erklären zu 
lassen (Künzle, Die Befugnisse des Willensvollstreckers, a.a.O., S. 53 f.; Christ, 
a.a.O., N 109 zu Art. 518 ZGB; Flückiger, a.a.O., S. 92).

In diesem Zusammenhang ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass dem 
Willensvollstrecker keine Befugnis zur authentischen Interpretation der Verfügung 

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von Todes wegen zukommt (Christ, a.a.O., N 3 zu Art. 518 ZGB; Karrer, a.a.O., N 
19 zu Art. 518 ZGB; Peter Breitschmid, Behördliche Aufsicht über den 
Willensvollstrecker, in: Druey/Breitschmid [Hrsg.], Willensvollstreckung, Bern 
2001, S. 149 ff., S. 176). Nicht der Willensvollstrecker ist berufen, die letztwillige 
Verfügung auszulegen, allfällige Unklarheiten zu beseitigen, darin enthaltene 
Lücken zu schliessen etc. Sofern sich die Erben nicht einigen, ist dies vielmehr 
Aufgabe des Gerichts, und zwar des ordentlichen Richters im Rahmen der 
erbrechtlichen Klagen und nicht etwa des Kreispräsidenten im Zusammenhang mit 
der Ausstellung der Erbbescheinigung. Der Kreispräsident hat lediglich die 
Abwicklung des Erbgangs sicherzustellen, nicht aber materielles Recht zu 
entscheiden. Bei unklaren, lückenhaften oder sich widersprechenden Verfügungen 
bzw. Klauseln darf er nur einen provisorischen, den ordentlichen Richter nicht 
bindenden prima-facie-Entscheid treffen. Die Erbbescheinigung steht nach Art. 
559 Abs. 1 ZGB denn auch ausdrücklich unter dem Vorbehalt der Ungültigkeits- 
und der Erbschaftsklage. Sie ist stets nur ein provisorischer Legitimationsausweis 
ohne materiellrechtliche Bedeutung für die Erbenstellung der darin erwähnten 
Personen. Diese Frage kann nicht die Ausstellungsbehörde, sondern, wie 
erwähnt, nur der ordentliche Richter definitiv entscheiden (Karrer, a.a.O., N 10 vor 
Art. 551-559 ZGB, N 2 u. N 45 zu Art. 559 ZGB; Hans Rainer Künzle, Der Umgang 
des Willensvollstreckers mit Unternehmen im Nachlass, in: Künzle [Hrsg.], 
Willensvollstreckung – Aktuelle Rechtsprobleme, Zürich 2004, S. 9 ff., S. 32), was 
auch vom Rekurrenten selbst anerkannt wird, hält er doch fest, die von der 
Vorinstanz ausgestellte Erbbescheinigung sei ohne Einfluss auf die Qualifikation 
der Rechtsstellung der Stiftung Y., da ihr keine materiell-rechtliche Bedeutung 
zukomme. In jedem Fall aber ist der Kreispräsident für eine eingehende 
Interpretation des Testaments – wie es der Rekurrent offensichtlich wünscht – von 
vornherein die falsche Instanz. 

Hinzu tritt der Umstand, dass der Willensvollstrecker an Vereinbarungen der 
Erben über ihre zunächst umstrittene Erbenstellung und die Verteilung des 
Nachlasses ohnehin gebunden ist. Vorliegend wurde im Rahmen einer 
Ungültigkeitsklage, welche der Bruder der Erblasserin als deren gesetzlicher Erbe 
eingereicht hatte, eine Vereinbarung bzw. ein Vergleich geschlossen, in welchem 
unter anderem die Stiftung Y. als eingesetzte Alleinerbin anerkannt wurde. An eine 
solche Vereinbarung, die die Stellung und Aufgabe des Willensvollstreckers nicht 
berührt, ist dieser gebunden. Dies gilt selbst dann, wenn diese von den 
Verfügungen der Erblasserin abweicht: Der Willensvollstrecker hat sich im 
Rahmen seiner Tätigkeit nach den Wünschen der Erben zu erkundigen. Es ist 

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möglich, dass diese von den testamentarischen Anordnungen oder von den 
gesetzlichen Bestimmungen abweichen. Bei Einstimmigkeit der Erben hat der 
Willensvollstrecker die Wünsche der Erben indessen trotz dieser Abweichung zu 
berücksichtigen. Die herrschende Lehre geht nämlich davon aus, dass den Erben 
auch bei Willensvollstreckung das Recht zur freien Erbteilung nach Art. 607 Abs. 2 
ZGB nicht genommen ist und sie bei Einstimmigkeit die Erbteilung auch in 
Abweichung von erblasserischen oder gesetzlichen Teilungsvorschriften 
vornehmen können. Der Teilungsvorschlag des Willensvollstreckers hat diesem 
Grundsatz Rechnung zu tragen (Stephan Wolf, Grundfragen der Auflösung der 
Erbengemeinschaft, Bern 2004, S. 224 ff., mit weiteren Hinweisen; Karrer, a.a.O., 
N 57 zu Art. 518 ZGB; Christ, a.a.O., N 77 zu Art. 518 ZGB; Druey, Die Aufgaben 
des Willensvollstreckers, a.a.O., S. 11; Künzle, Der Umgang des 
Willensvollstreckers mit Unternehmen im Nachlass, a.a.O., S. 32; Peter 
Breitschmid, Die Stellung des Willensvollstreckers in der Erbteilung, in: 
Druey/Breitschmid [Hrsg.], Praktische Probleme der Erbteilung, Bern 1997, S. 109 
ff., S. 145; Jean Nicolas Druey, Grundriss des Erbrechts, 5. A., Bern 2002, § 16 
Nr. 61; Claude Wetzel, Interessenkonflikte des Willensvollstreckers, Diss. Zürich 
1985, S. 25 f.). Als rechtswidrig oder unsittlich – was von gewissen Autoren als 
Grund genannt wird, die Wünsche der Erben selbst bei Einstimmigkeit nicht zu 
berücksichtigen – kann die besagte Vereinbarung ohne Zweifel nicht bezeichnet 
werden, was vom Rekurrenten denn zu Recht auch nicht behauptet wird.

c/cc. Wie in den Erwägungen 2b und 2c/aa dargelegt wurde, kommt einem 
Willensvollstrecker dort die Prozessführungsbefugnis zu, wo seine Aufgaben 
gemäss materiellem Recht tangiert sind. Zu Rechtsmitteln gegen 
Erbbescheinigungen ist er aktivlegitimiert, wenn seine eigene Rechtsstellung – 
seine Einsetzung, Stellung oder Funktion – betroffen ist. Da die Funktion bzw. der 
Tätigkeitsbereich des Willensvollstreckers von der Frage, ob eine 
Erbbescheinigung alle Erben umfasst, nicht betroffen ist, fehlt X. in casu das 
rechtliche Interesse an Nachforschungen nach weiteren Erben, insbesondere 
nachdem sich der einzige gesetzliche Erbe aus der zweiten Parentel und die vom 
Testament betroffenen natürlichen und juristischen Personen im Rahmen des 
Ungültigkeitsprozesses vergleichsweise geeinigt haben. Es ist nicht Aufgabe des 
Willensvollstreckers, stellvertretend für Dritte, die am Nachlass unter Umständen 
bessere Rechte als die in der Erbbescheinigung aufgeführten Erben haben, 
Rechte geltend zu machen. Vorliegend strebt der Willensvollstrecker mit seinem 
Begehren zwar nicht direkt die Geltendmachung der Rechte allfälliger weiterer 
Erben an, immerhin aber die Bekanntmachung des Nottestaments diesen 

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gegenüber, um ihnen den Entscheid über die Erhebung erbrechtlicher Ansprüche 
zu ermöglichen. Den Willensvollstrecker trifft indes keine aktive Informationspflicht, 
weshalb er auch nicht die Aufgabe hat, alle Personen, die als potentielle Kläger für 
Erbschafts-, Herabsetzungs- und Ausgleichsansprüche in Frage kämen, über die 
Klagemöglichkeiten zu informieren und ihnen die für die Wahrnehmung ihrer 
Rechte erforderlichen tatbestandlichen und rechtlichen Hinweise von sich aus und 
ungefragt zu geben (Christ, a.a.O., N 34 zu Art. 518 ZGB). In diesem Sinn ist X. 
nicht legitimiert, die Unvollständigkeit der vorliegenden Erbbescheinigung geltend 
zu machen und vom Kreispräsidenten Nachforschungen über Erben der 
grosselterlichen Parentel bzw. gestützt darauf die Abänderung der 
Erbbescheinigung zu verlangen.

Abgesehen davon gilt es auch im Zusammenhang mit der Frage der 
Erbenermittlung zu beachten, welches Verfahren vorliegend zur Diskussion steht. 
Ein Anlass, nach weiteren Erben von A. zu suchen, bestände allenfalls dann, 
wenn zum einen das Testament als gültig zu qualifizieren wäre – bei dessen 
Ungültigkeit käme AZ. als einziger gesetzlicher Erbe der elterlichen Parentel zum 
Zug – und wenn zum anderen die Auslegung des gültigen Testaments ergeben 
würde, dass der Stiftung Y. nicht die Stellung einer eingesetzten Erbin, sondern 
lediglich diejenige einer Vermächtnisnehmerin zukommen würde. Die eingehende 
Abklärung dieser Frage bzw. der definitive Entscheid darüber obliegt indes dem 
ordentlichen Richter und nicht dem Kreispräsidenten Fünf Dörfer im vorliegenden 
Verfahren. Dessen gestützt auf eine prima-facie-Würdigung des Testaments und 
der im Ungültigkeitsprozess geschlossenen Vereinbarung gezogener Schluss, 
dass der erwähnten Stiftung die Stellung als eingesetzte Alleinerbin zukommt und 
infolgedessen kein Anlass besteht, nach weiteren Erben, nämlich solchen der 
grosselterlichen Parentel, zu suchen, ist nicht zu beanstanden. Die zuständige 
Behörde darf im konkreten Fall aufgrund einer vorfrageweisen Prüfung des 
Testaments und nach Massgabe des Verhältnismässigkeitsprinzips die Grenzen 
bei der Ermittlung gesetzlicher Erben bestimmen (Frank Emmel, in: Abt/Weibel 
[Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, Basel 2007, N 2 zu Art. 555 ZGB).

d. Im Ergebnis steht fest, dass der Kreispräsident Fünf Dörfer die Begehren 
des Willensvollstreckers vom 14. August 2009 zu Recht abgewiesen hat. Auch die 
Ziffern 1-3 der Rekursbegehren sind mangels Sachlegitimation des 
Willensvollstreckers abzuweisen.

Unter diesen Umständen kann offen bleiben, ob der Rekurs rechtzeitig eingereicht 
wurde und der Willensvollstrecker die Erbbescheinigung nicht ohnehin innert der 

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Frist von 20 Tagen seit Kenntnisnahme gemäss Art. 12 Abs. 1 EGzZGB hätte 
anfechten müssen.

3a. Neben der Abweisung der Rechtsbegehren des Willensvollstreckers 
ermahnte der Kreispräsident den Genannten in der angefochtenen Verfügung 
hinsichtlich seiner Pflichten und forderte ihn im Wesentlichen auf, sich auf seine 
Aufgaben zu beschränken und nicht in Bereichen tätig zu werden, für welche ihm 
ohnehin die Zuständigkeit fehle. Der Rekurrent wehrt sich im vorliegenden 
Verfahren gegen diese Vorwürfe und verlangt die gerichtliche Feststellung, dass 
er mit seinen Bemühungen um Feststellung der Erben im Nachlass von A., 
namentlich mit seinen Eingaben an das Kreispräsidium, keine Pflichtverletzungen 
begangen habe.

b. Nach Art. 83 Abs. 1 EGzZGB ist der Kreispräsident Aufsichtsbehörde über 
den Willensvollstrecker. Die Frage, ob der Kreispräsident bei Pflichtverletzungen 
des Willensvollstreckers auch von Amtes wegen einschreiten kann, ist umstritten, 
wird von der Lehre aber mehrheitlich bejaht (PKG 2003 Nr. 34, S. 175; Karrer, 
a.a.O., N 98 zu Art. 518 ZGB; Christ, a.a.O., N 90 zu Art. 518 ZGB, je mit weiteren 
Hinweisen). Der vorliegende Fall ist insoweit besonders, als der Kreispräsident als 
Aufsichtsbehörde durch ein an ihn gerichtetes Gesuch des Willensvollstreckers 
auf das in seinen Augen unkorrekte Verhalten desselben aufmerksam wurde. 
Unter diesen Umständen durfte der Kreispräsident den Willensvollstrecker ohne 
weiteres – ja war es vielmehr seine Pflicht – auf die Unzulässigkeit bzw. 
Unangemessenheit seines Vorgehens hinweisen und ihn an seine Aufgaben 
erinnern. Im Rekursverfahren bestätigte sich, dass der Willensvollstrecker über 
seine Zuständigkeit hinaus handelt und so die Erbteilung unbegründet verzögert, 
was zweifellos eine Pflichtverletzung darstellt. Auf eine formelle Rüge hat der 
Kreispräsident verzichtet. Seine Feststellungen sind aber in jedem Fall richtig, so 
dass kein Grund besteht, diese gemäss dem Rechtsbegehren Ziffer 4 des 
Rekurrenten zurückzunehmen. Der Rekurs ist daher auch in diesem Punkt 
abzuweisen.

4a. Der Kreispräsident Fünf Dörfer hat in seiner Verfügung vom 5. Februar 
2010 die Verfahrenskosten dem Gesuchsteller, das heisst dem Willensvollstrecker 
persönlich und nicht etwa dem Nachlass, auferlegt. Dies wird vom Rekurrenten mit 
keinem Wort gerügt. Da der Rekurs abgewiesen wird und infolgedessen kein 
Anlass besteht, die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens der 
gesuchsgegnerischen Seite zu überbinden, hat es mit der erwähnten 
Kostenregelung sein Bewenden.

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Den Gesuchsgegnern wurde im vorinstanzlichen Verfahren keine 
aussergerichtliche Entschädigung zugesprochen. Darauf kommen die 
Rekursgegner AZ. sowie BZ. und CZ. im Rekursverfahren zurück, indem sie auch 
für das Verfahren vor dem Kreispräsidenten Fünf Dörfer eine aussergerichtliche 
Entschädigung beantragen. Dies geht nicht an. Wären die Genannten mit dem 
Entscheid des Kreispräsidenten, welcher ihnen keine aussergerichtliche 
Entschädigung zusprach, nicht einverstanden gewesen, hätten sie diesen Punkt 
selbständig anfechten müssen. Für das erstinstanzliche Verfahren bleibt es 
deshalb dabei, dass keine aussergerichtlichen Entschädigungen auszurichten 
sind.

b. Die vollumfängliche Abweisung des Rekurses von X. führt zur 
Kostenauflage an den Rekurrenten. Da er in der Sache zur Prozessführung nicht 
legitimiert war und als Willensvollstrecker somit unnötige Kosten verursachte, 
wäre es auch in zweiter Instanz unbillig, die Verfahrenskosten dem Nachlass zu 
überbinden. Die Kosten des Rekursverfahrens gehen daher persönlich zu Lasten 
des Willensvollstreckers. Zudem hat X. die Rekursgegner für das Rekursverfahren 
ausseramtlich zu entschädigen. Als angemessen erscheint hierbei für die Stiftung 
Y. eine Entschädigung von Fr. 1'200.-- inkl. MwSt., für AZ. eine Entschädigung 
von Fr. 500.-- inkl. MwSt. und für BZ. und CZ. eine solche von insgesamt Fr. 500.-
- inkl. MwSt. Die Entschädigungen für die Rekursgegner Z. tiefer anzusetzen als 
jene an die Stiftung Y. rechtfertigt sich dadurch, dass sich die ersteren praktisch 
ausschliesslich den Ausführungen des Rechtsvertreters der Stiftung 
angeschlossen haben.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Der Rekurs wird abgewiesen.

2 Die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'500.-- inklusive Schreibgebühr 
gehen zu Lasten des X., welcher die Stiftung Y., mit Fr. 1'200.-- inkl. MwSt., 
AZ. mit Fr. 500.-- inkl. MwSt. und BZ. und CZ. mit insgesamt Fr. 500.-- inkl. 
MwSt. aussergerichtlich zu entschädigen hat.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem 
Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG 
vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren 
der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: