# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41a06ac3-c07c-5683-adfe-40429b9e6ad1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2010 D-6910/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6910-2010_2010-10-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6910/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
unbekannter Staatsangehörigkeit, alias Äthiopien, alias 
Eritrea,
vertreten durch LL.M. lic. iur. Susanne Sadri, 
Asylhilfe Bern, C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
20. August 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6910/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben zufolge  im  Jahr  1998 
von  Äthiopien  herkommend  in  sein  angebliches  Heimatland  Eritrea 
zurückkehrte, dieses im Jahr 2004 erneut Richtung Äthiopien verliess, 
nach einem vierjährigen Aufenthalt in D._______ von E._______ aus 
auf dem Luftweg in ein ihm unbekanntes Land gelangte, von wo aus er 
seine Reise fortsetzte und auf dem Landweg am 30. November 2008 
illegal in die Schweiz einreiste, wo er am 1. Dezember 2008 um Asyl 
nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  5.  Dezember  2008  im 
F._______ sowie der direkten Anhörung vom 29. April 2010 durch das 
BFM  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte, er habe einen Grossteil seiner Kindheit in Äthiopien verbracht 
und  sei  im  Jahr  1998  gemeinsam  mit  seinen  Eltern  nach  Eritrea 
zurückgekehrt,  wo  er  im  Jahr  2003  ein  erstes  Aufgebot  zum 
Militärdienst erhalten habe,

dass er gesundheitlich angeschlagen gewesen sei und an Migräne ge-
litten habe, weshalb sein Vater mit den militärischen Behörden Kontakt 
aufgenommen habe, worauf er dem Aufgebot keine Folge habe leisten 
müssen,

dass er im März beziehungsweise April 2004 ein zweites Aufgebot er-
halten habe, 

dass er keinen Ausweg gesehen habe, wie er den eritreischen Behör-
den entkommen könne, und auf Anraten seines Onkels noch im selben 
Jahr  Eritrea  verlassen  habe  und  mit  Hilfe  eines  Schleppers  nach 
Äthiopien gelangt sei, 

dass er sich in Äthiopien illegal und ohne festen Wohnsitz aufgehalten 
und seinen Lebensunterhalt  zunächst  als  G._______ und später  als 
H._______ bestritten habe,

dass er sich aufgrund seines illegalen Aufenthaltsstatus in  Äthiopien 
nicht sicher gefühlt und ständig befürchtet habe, von den Behörden er-
wischt zu werden,

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dass sein Leben in Äthiopien nicht leicht gewesen sei, auch habe er 
nicht immer seinen Lohn erhalten und habe sich nirgends darüber be-
schweren können,

dass  er  sich  vor  diesem Hintergrund  zur  Ausreise  entschieden  und 
Äthiopien im November 2008 verlassen habe, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  20.  August  2010  –  eröffnet  am 
24. August 2010 – das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 1. De-
zember  2008 ablehnte  und die  Wegweisung  aus der  Schweiz  sowie 
den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, die Vorbringen des Beschwerdeführer hielten den Anforderun-
gen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand, so dass deren Asylrele-
vanz nicht geprüft werden müsse, 

dass  aufgrund  der  zahlreichen,  nicht  abschliessend  aufgezählten 
Widersprüche die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich seiner 
Wehrdienstverweigerung in Eritrea nicht glaubhaft seien,

dass der  Beschwerdeführer  betreffend  die  behaupteten Vorladungen 
zum  Militärdienst  zahlreiche  divergierende  Angaben  gemacht  habe 
und es ihm auch nicht gelungen sei,  die widersprüchlichen Angaben 
aufzuheben,

dass er bei der Anhörung zunächst ausdrücklich erklärt habe, auf der 
ersten  Vorladung  sei  gestanden,  er  hätte  sich  für  den  Militärdienst 
nach  I._______  begeben  müssen,  und  bezüglich  der  zweiten 
Vorladung habe er angegeben, darauf sei gestanden, er habe sich bei 
der Verwaltung der Stadt J._______ zu melden,

dass er ebenfalls zuerst erklärt habe, die zweite Vorladung nicht gese-
hen  zu  haben,  diese  seien  dort  bekannt,  und  als  er  bemerkt  habe, 
dass es sich um eine Vorladung handle, habe er sie nicht beachtet, 

dass er auf Nachfrage geantwortet habe, die Vorladung schon gese-
hen zu haben, diese aber nicht ganz gelesen zu haben, er sofort trau -
rig  gewesen sei  und  sie  liegen gelassen  habe,  wogegen er  bei  der 
Kurzbefragung geltend gemacht habe, die Vorladung selbst nicht gese-
hen zu haben, stattdessen hätten ihm seine Eltern mitgeteilt, dass er 

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eine Vorladung erhalten habe, und sie ihm nicht gesagt hätten, wo er 
sich hätte melden müssen,

dass der Beschwerdeführer bei der Kurzbefragung erklärt habe, er sei 
ungefähr eine Woche nach Erhalt der Vorladung aufgebrochen, woge-
gen er bei der Direktbefragung ausgesagt habe, ungefähr einen Monat 
nach der zweiten Vorladung J._______ verlassen zu haben,

dass er darüber hinaus auch unglaubhafte Angaben zu seiner eritrei-
schen Herkunft und zu seinem Leben in Eritrea gemacht habe,

dass er beispielsweise einerseits ausgesagt habe, in Eritrea eine eri-
treische Identitätskarte beantragt zu haben, diese aber aus unbekann-
ten Gründen nicht erhalten zu haben, andererseits zu Protokoll gege-
ben  habe,  er  habe  sich  keine  Identitätskarte  ausstellen  lassen,  ob-
schon ihn sein Vater immer dazu aufgefordert habe, 

dass er anlässlich der Kurzbefragung den Namen der Schule, an der 
sein Vater in Eritrea als Lehrer unterrichtet habe, nicht habe nennen 
können, hingegen bei der Direktbefragung angegeben habe, sein Vater 
habe an der Schule K._______ unterrichtet, was sowohl die Bezeich-
nung des Quartiers sowie auch der Schule sei,

dass er zunächst keine Angaben zur Herkunft seiner Eltern habe ma-
chen können und lediglich angegeben habe, sie seien in  L._______ 
gewesen, als er klein gewesen sei, hingegen bei der Direktbefragung 
plötzlich  habe angeben können,  seine Eltern  stammten ursprünglich 
aus M._______ bei N._______,

dass er ähnlich widersprüchliche Angaben bezüglich seiner Verwand-
ten in Eritrea gemacht habe,

dass seine Angaben zu seinem Umzug von Äthiopien nach Eritrea im 
Jahr  1998  sehr  vage  ausgefallen  seien  und  er  zu  seinem Leben  in 
J._______ in den Jahren 1999 bis 2004 nur relativ vage und nicht be -
sonders substanziierte Angaben habe machen können,

dass er angegeben habe, die meiste Zeit krank gewesen zu sein und 
starke  Kopfschmerzen  gehabt  zu  haben,  aufgrund  seiner  Migräne 
manchmal ohnmächtig geworden zu sein und deshalb die Schule nicht 
habe besuchen können,

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dass er seinen Gesundheitszustand auch als Grund angegeben habe, 
weshalb  er  der  ersten  Vorladung  zum  Militärdienst  vom  Jahr  2003 
keine Folge habe leisten können, 

dass sein Vater den eritreischen Behörden Bescheid gegeben habe, 
dass er krank sei, worauf sich die eritreischen Behörden bis zur zwei-
ten Vorladung ein Jahr später nicht mehr bei ihm gemeldet hätten,

dass angesichts der bekannten Vorgehensweise der eritreischen Be-
hörden bei  der Rekrutierung von Soldaten wenig plausibel  sei,  dass 
dem Beschwerdeführer allein wegen starker Kopfschmerzen ein Auf-
schub des Militärdienstes gewährt worden sein soll,

dass diese Schilderungen vielmehr ein weiterer Hinweis dafür seien, 
dass dem Beschwerdeführer die konkreten Lebensumstände in Eritrea 
nicht bekannt seien,

dass sich die Kenntnisse des Beschwerdeführers über J._______ an-
sonsten  im  Wesentlichen  auf  einfache  Fakten  beschränkten,  welche 
sich ohne Schwierigkeiten aneignen liessen,

dass er auch keine genaue Wohnadresse in J._______ habe angeben 
können und allgemein nur unpräzise Angaben zur Umgebung, wo er 
gewohnt habe, gemacht habe,

dass  er  seit  seiner  Ausreise  aus  Eritrea  keinen  Kontakt  mehr  mit 
seiner Familie in Eritrea gehabt habe und die Adresse seiner Mutter 
bis dato nicht habe ausfindig machen können,

dass es merkwürdig  erscheine,  dass es ihm nicht  möglich sein soll,  
seine Familie in Eritrea zu kontaktieren, wo er während sechs Jahren 
gelebt haben wolle,

dass der Beschwerdeführer sodann auch nur unpräzise Angaben zu 
seiner  Ausreise  von J._______ zurück nach Äthiopien im Jahr  2004 
habe machen können,

dass dem Beschwerdeführer aufgrund der widersprüchlichen, unsub-
stanziierten und teilweise tatsachenwidrigen Schilderungen nicht  ge-
glaubt werden könne, dass er je in Eritrea gelebt habe oder aus Eri -
trea stamme,

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dass  mit  hoher  Wahrscheinlichkeit  davon  auszugehen  sei,  der  Be-
schwerdeführer sei Staatsangehöriger von Äthiopien, wo er nach sei-
nen Aussagen den grössten Teil seines Lebens verbracht habe,

dass  allerdings  auch  eine  Herkunft  aus  einem  anderen  Staat  nicht 
gänzlich auszuschliessen sei,  wobei dies nicht abschliessend geklärt 
werden müsse,

dass nach der Aktenlage – nebst Äthiopien als wahrscheinlichem Hei-
matstaat  – andere Heimat- oder Herkunftsländer denkbar seien, aus 
denen der Beschwerdeführer stammen könne und wohin der Wegwei-
sungsvollzug dementsprechend zu erfolgen habe,

dass der Wegweisungsvollzug in den in erster Linie in Betracht kom-
menden Staat Äthiopien zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  23.  September  2010 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde  erhob,  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfü-
gung, die Gewährung von politischem Asyl, die Feststellung der Unzu-
lässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sowie  die 
vorläufige Aufnahme beantragte,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersuchte,

dass auf die Vorbringen, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägun-
gen eingegangen wird,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 
172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

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dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die  Vorinstanz  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten 
Vorbringen  mit  zutreffender,  ausführlicher  und  nachvollziehbarer  Be-
gründung als nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG erachtet hat,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf diese Erwägun-
gen verwiesen werden kann,

dass der Beschwerdeführer keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere 
eingereicht hat, welche seine angebliche eritreische Staatsangehörig-
keit beziehungsweise seine Identität belegen könnten,

dass er  auch keine Belege oder  Hinweise für  die geltend gemachte 
Aufenthaltsdauer  in  Eritrea  sowie  zu  den  behaupteten  militärischen 
Aufgeboten beschafft hat,

dass er es bis dato ebenfalls unterlassen hat, die anlässlich der Kurz-
befragung vom 5. Dezember 2008 in Aussicht  gestellten Dokumente 
bezüglich seiner Familie einzureichen (vgl. A 4/11, S. 4),

dass seine Schilderungen zu seiner eigenen Identität sowie zur Her-
kunft seiner Familie unsubstanziiert und insgesamt unzureichend aus-
gefallen sind und kaum Realkennzeichen aufweisen,

dass sich seine Angaben zu J._______, seinem Wohnort in Eritrea, wo 
er gemäss eigenen Angaben während sechs Jahren gelebt haben will,  
in  der  Aufzählung  von  Gemeinplätzen  erschöpfen  und  nicht  den 
Eindruck von tatsächlich Erlebtem vermitteln,

dass sich seine Antwort auf die Frage nach seinem Leben in Eritrea 
darin erschöpfte, dass es für ihn dort sehr schwer gewesen sei, weil er  
ständig starke Kopfschmerzen und auch Magenprobleme gehabt habe, 
wenn es ihm besser gegangen sei, habe er ab und zu gearbeitet, an-

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sonsten habe er seine Zeit immer zu Hause verbracht (vgl. A 10/25, 
S. 10),

dass die angeführten, nicht weiter belegten gesundheitlichen Proble-
me nicht geeignet sind, seine unsubstanziierte, detailarme und teilwei-
se realitätsfremde Schilderung seines täglichen Lebens in J._______ 
sowie  seiner  näheren Umgebung zu erklären,  insbesondere  da sich 
der  Beschwerdeführer  nicht  ausschliesslich  zu  Hause  aufhielt, 
sondern  als  O._______  gearbeitet  haben  will,  womit  er  über 
profundere  Kenntnisse  über  die  Hafenstadt  J._______  verfügen 
müsste,

dass in der Beschwerde vorgebracht wird, der Beschwerdeführer habe 
festgehalten,  dass  er  zur  ethnischen  Gruppe  der  P._______  gehöre 
und seine Eltern  aus L._______ kämen, weshalb die Argumentation 
des BFM, er sei  über seinen Herkunftsort  nicht genügend informiert, 
als überspitzter Formalismus erscheine,

dass der Beschwerdeführer seine anlässlich der Befragung gemachten 
Beschreibungen von Orten in Eritrea und Äthiopien in der Rechtsmit-
teleingabe selbst als "nicht so detailliert" bestätigt, seine Unkenntnisse 
indessen mit  seiner Krankheit  und der  eingeschränkten Bewegungs-
freiheit aufgrund seines illegalen Aufenthaltsstatus begründet,

dass  ihm wichtiger  gewesen  sei,  wieder  gesund  zu  werden,  keinen 
Militärdienst leisten zu müssen, eine gute Stelle zu finden und genü-
gend Geld zu haben,

dass es ihm hingegen nicht wichtig gewesen sei, über detaillierte Infor -
mationen über seine Stammesherkunft  zu verfügen, was heutzutage 
für  junge  Leute  ohnehin  nicht  so  bedeutend  sei,  wie  dies  vielleicht 
noch für ihre Eltern und die frühere Generation gewesen sei,

dass diese Vorbringen als unbeholfene Erklärungsversuche zu werten 
und nicht ansatzweise geeignet sind, die festgestellten Unstimmigkei-
ten in seinen Aussagen in einem anderen Lichte erscheinen zu lassen, 
beziehungsweise den ausstehenden Beweis bezüglich seiner Identität 
zu erbringen,

dass in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzuhalten ist, dass der 
Beschwerdeführer keine eritreische Herkunft glaubhaft darlegen konn-
te,

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dass aufgrund der nicht glaubhaft gemachten eritreischen Staatsange-
hörigkeit  auch die  vom Beschwerdeführer  vorgebrachten Asylgründe 
nicht geglaubt werden können,

dass  die  vorgetragenen  Asylgründe  aber  auch  deshalb  unglaubhaft 
sind, weil sich der Beschwerdeführer bezüglich der behaupteten mili tä-
rischen Aufgebote in Widersprüche verstrickte und realitätsfremde und 
wenig nachvollziehbare Angaben machte,

dass er beispielsweise erklärte, nach Erhalt der ersten Vorladung zum 
Militärdienst im Jahr 2003 habe er nichts unternommen, die 20-tägige 
Frist  habe  er  verstreichen  lassen  und habe einfach geschlafen (vgl. 
A 10/25, S. 14),

dass ihm sein Vater mitgeteilt habe, dass er mit den Behörden gespro-
chen  und  diese  über  seine  Krankheit  informiert  habe  (vgl.  A 10/25, 
S. 15),

dass  er  bezüglich  seines  zweiten  Aufgebots  im  Jahr  2004  bei  der 
Kurzbefragung erklärte,  seine Eltern  hätten ihm gesagt,  dass er  ein 
Aufgebot erhalten habe, er selbst habe das Aufgebot nicht gesehen, 
hingegen  bei  der  Direktbefragung  aussagte,  das  Aufgebot  zwar  ge-
sehen, aber nicht gelesen zu haben, sondern bereits bei dessen An-
blick  sofort  traurig  gewesen  zu  sein  und  dieses  liegengelassen  zu 
haben (vgl. A 4/11, S. 6, und A 10/25, S. 17),

dass in der Beschwerde im Wesentlichen an der Wahrheit der gemach-
ten Aussagen festgehalten und ergänzend angeführt wird, er bemühe 
sich sehr, an Dokumente zu gelangen, welche seine Angaben bekräfti-
gen würden, so habe er via E-Mail  einen Freund ausfindig gemacht 
und ihn darum gebeten, seine Mutter zu finden und einen oder mehre-
re Einrückungsbefehle des Militärs sowie ein Bestätigung seines da-
maligen Arbeitgebers in  Eritrea einzuholen und in die Schweiz schi -
cken zu lassen,

dass sich der Beschwerdeführer bereits seit knapp zwei Jahren in der  
Schweiz aufhält, bezeichnenderweise aber erst jetzt, d.h. nach Erge-
hen des negativen Asylentscheids, eine E-Mail-Adresse eines Freun-
des in Erfahrung gebracht haben will und entsprechende Beweismittel 
in Aussicht stellt,

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dass die in Aussicht gestellten Beweismittel aufgrund der als unglaub-
haft qualifizierten eritreischen Herkunft nicht abzuwarten sind, da sie 
in  antizipierter  Beweiswürdigung am Ergebnis  nichts  zu  ändern  ver-
möchten,

dass es sich erübrigt, auf weitere Vorbringen in der Beschwerdeschrift 
vertiefter einzugehen,

dass  es  dem Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlings-
eigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass aufgrund der  Aktenlage davon ausgegangen werden kann,  der 
Beschwerdeführer sei äthiopischer Herkunft, wobei jedoch - wie in der 
angefochtenen  Verfügung  zutreffend  bemerkt  wurde  -  auch  andere 
Heimat- oder Herkunftsländer denkbar sind, 

dass es indessen nicht  Sache der  Asylbehörden ist,  nach allfälligen 
Wegweisungshindernissen  in  weiteren  hypothetischen  Herkunftslän-
dern zu forschen, 

dass daher im Folgenden die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglich-
keit  des  Vollzugs der  Wegweisung in  den in  erster  Linie  in  Betracht 
kommenden Staat Äthiopien zu prüfen ist,

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen  völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  als  zu-
lässig erscheint, da es dem Beschwerdeführer – wie vorstehend dar-
gelegt – nicht gelungen ist,  eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung 
nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art.  5 AsylG 
verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im 
vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  und auch keine An-
haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von 
Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Men-
schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  ersichtlich sind, 
die dem Beschwerdeführer im Äthiopien drohen könnte,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass bezüglich Äthiopien -  und insbesondere bezüglich D._______ - 
unter  den heute bestehenden Verhältnissen nicht  von Krieg,  Bürger-
krieg oder von einer Situation allgemeiner Gewalt gesprochen werden 
kann, 

dass auch keine individuellen Gründe auf  eine konkrete Gefährdung 
des  Beschwerdeführers  im  Falle  einer  Rückkehr  nach  Äthiopien 
schliessen lassen,

dass es dem jungen Beschwerdeführer, der über einige Jahre Schulbil-
dung  sowie  über  eine  mehrjährige  Arbeitserfahrung  als  G._______ 

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sowie  als  H._______  verfügt,  möglich  sein  dürfte,  in  Äthiopien  eine 
wirtschaftliche Existenz aufzubauen,

dass  er  auch  weiterhin  auf  die  Unterstützung  seines  Onkels  zählen 
dürfte, welcher ihm bereits seine Ausreise nach Europa ermöglichte,  

dass der Vollzug der Wegweisung in den mutmasslichen Heimatstaat 
Äthiopien schliesslich auch möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine 
praktischen Hindernisse erkennbar sind, die einer Rückkehr entgegen-
stehen könnten, und der Beschwerdeführer verpflichtet ist, sich bei der 
heimatlichen Vertretung allenfalls benötigte Reisepapiere zu beschaf-
fen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass nach dem Gesagten somit  keine Wegweisungshindernisse vor-
liegen und der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu 
bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass mit  vorliegendem Urteil  das Gesuch um Verzicht  auf  die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses hinfällig wird,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltliche Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG angesichts der Aussichtslosigkeit der Be-
schwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-  
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 
2008 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerle-
gen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- das Q._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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