# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbf8fa76-426b-5d85-87e0-c7ffe7beb7d8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 11.11.2021 460 20 136 (460 2020 136)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-20-136_2021-11-11.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

11. November 2021 (460 20 136) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafrecht 

 

 

Banden- und gewerbsmässiger Diebstahl 

 

 

Besetzung Vizepräsident Markus Mattle, Richter Stephan Gass (Ref.), Richter 

Markus Clausen, Richterin Helena Hess, Richter Dominique Steiner; 

Gerichtsschreiber Dominik Haffter 

 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Allgemeine Hauptabteilung,  

Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Anklagebehörde 

 

Privatklägerschaft 

  
 
gegen 
 

 

 A.____,  

vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Balmer,  

Steinentorstrasse 13, Postfach 223, 4010 Basel,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

B.____,  

vertreten durch Advokat. Dr. Carlo Bertossa,  

Blumenrain 20, Postfach 1228, 4001 Basel, 

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

 

Gegenstand Banden- und gewerbsmässiger Diebstahl etc. 

Berufungen gegen das Urteil des Strafgerichts  

Basel-Landschaft vom 13. Dezember 2019 

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A. Mit Urteil vom 13. Dezember 2019 erklärte das Strafgericht Basel-Landschaft A.____ 

des gewerbs- und teilweise bandenmässigen Diebstahls, der Sachbeschädigung, des mehrfa-

chen Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Urkundenfälschung, der Fälschung von Ausweisen, 

der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, der mehrfachen groben Verletzung der 

Verkehrsregeln, des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung, des mehrfachen Fahrens ohne 

Haftpflichtversicherung, des mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, der mehr-

fachen Tierquälerei sowie der mehrfachen Missachtung der Vorschriften über Tierhaltung schul-

dig und verurteilte ihn − als Gesamtstrafe unter Einbezug der durch den Widerruf vollziehbar 

gewordenen Freiheitsstrafe von 18 Monaten gemäss Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft 

vom 26. September 2014 sowie als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil des Strafgerichts Basel-

Landschaft vom 26. September 2014 − zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren, unter Anrechnung 

der ausgestandenen vorläufigen Festnahme, der ausgestandenen Untersuchungshaft sowie des 

vorzeitigen Strafvollzugs von insgesamt 1161 Tagen, sowie zu einer Busse von Fr. 200.-- resp. 

einer Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen (Ziffer I.1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Hinge-

gen sprachen die Vorderrichter A.____ von der Anklage des gewerbsmässigen Betrugs gemäss 

Ziff. 1.2.3 i.V.m. Ziff. 1.18.2 der Anklageschrift, von der Anklage des Diebstahls eines Saxophons 

"Selmer Firebird" gemäss Ziff. 1.9 der Anklageschrift, von der Anklage des Diebstahls, der Sach-

beschädigung sowie des Hausfriedensbruchs zum Nachteil der C.____ AG gemäss Ziff. 1.12.2 

der Anklageschrift sowie von der Anklage des versuchten Diebstahls, der Sachbeschädigung und 

des versuchten Hausfriedensbruchs zum Nachteil der D.____ AG gemäss Ziff. 1.12.3 der Ankla-

geschrift frei (Ziffer I.2 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Ausserdem stellte die Vorinstanz 

das gegen A.____ geführte Verfahren betreffend mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln 

gemäss Ziff. 3.2 der Anklageschrift sowie die rechtlich als einfache Verletzung von Verkehrsre-

geln zu qualifizierende, aber als grobe Verletzung der Verkehrsregeln angeklagte Widerhandlung 

in den Verfahren MU1 16 4755, MU1 16 4765 sowie MU1 16 4769 gemäss Ziff. 4.1.4.a der An-

klageschrift aufgrund des Eintritts der Verjährung ein (Ziffer I.3 des vorinstanzlichen Urteilsdispo-

sitivs). Ferner erklärte das Strafgericht Basel-Landschaft die gegen A.____ am 26. September 

2014 vom Strafgericht Basel-Landschaft teilbedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe von 30 Mo-

naten, davon 12 Monate unbedingt, bei einer Probezeit von 4 Jahren für den bedingten Teil der 

Strafe, hinsichtlich des bedingt ausgesprochenen Teils der Strafe von 18 Monaten in Anwendung 

von Art. 46 Abs. 1 StGB für vollziehbar (Ziffer I.4 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Des 

Weiteren hoben die Vorderrichter die sistierte ambulante Massnahme gemäss Art. 63a Abs. 2 

lit. a StGB zufolge Aussichtslosigkeit auf und erklärten die aufgeschobene Freiheitsstrafe − unter 

Berücksichtigung der Anrechnung des mit der ambulanten Behandlung verbundenen Freiheits-

entzugs − in Anwendung von Art. 63b Abs. 2 StGB im Umfang von 4 Monaten für vollziehbar 

(Ziffer I.5 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs).  

 

Ferner erklärte das Strafgericht Basel-Landschaft H.____ des banden- und gewerbsmässigen 

Diebstahls, der mehrfachen Hehlerei, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Ur-

kundenfälschung, der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie des mehrfachen 

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Fahrens ohne Berechtigung schuldig und verurteilte sie zu einer bedingt vollziehbaren Freiheits-

strafe von 21 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen vorläufigen Festnahme von 2 Ta-

gen, sowie zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je  

Fr. 30.--, bei einer Probezeit von 3 Jahren (Ziffer II.1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). 

 

Im Weiteren erklärte die Vorinstanz I.____ des gewerbs- und teilweise bandenmässigen Dieb-

stahls, der mehrfachen Hehlerei, der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie 

des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingt voll-

ziehbaren Freiheitsstrafe von 16 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen vorläufigen 

Festnahme von einem Tag, sowie zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 60 Tagessätzen 

zu je Fr. 30.--, bei einer Probezeit von 3 Jahren (Ziffer III.1 des vorinstanzlichen Urteilsdisposi-

tivs). 

 

Die Vorderrichter erklärten ausserdem J.____ des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls 

sowie der Hehlerei schuldig und verurteilten sie zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 

12 Monaten, bei einer Probezeit von 3 Jahren (Ziffer IV.1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). 

 

Sodann erklärte das Strafgericht Basel-Landschaft B.____ des mehrfachen Diebstahls, der ein-

fachen Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand, der Sachbeschädigung, des Haus-

friedensbruchs sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schul-

dig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten, unter Anrechnung der ausgestan-

denen vorläufigen Festnahme von insgesamt 2 Tagen, sowie zu einer Busse von Fr. 200.-- bzw. 

zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen (Ziffer V.1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Hin-

gegen sprach die Vorinstanz B.____ von der Anklage des mehrfachen Betrugs gemäss Ziff. 1.2.3 

der Anklageschrift, von der Anklage des Diebstahls, der Sachbeschädigung sowie des Hausfrie-

densbruchs zum Nachteil der C.____ AG gemäss Ziff. 1.12.2 der Anklageschrift, von der Anklage 

des versuchten Diebstahls, der Sachbeschädigung und des versuchten Hausfriedensbruchs zum 

Nachteil der D.____ AG gemäss Ziff. 1.12.3 der Anklageschrift sowie von der Anklage der ban-

denmässigen Begehungsform des Diebstahls gemäss Ziff. 1.18.1 der Anklageschrift frei und 

stellte das Verfahren betreffend mehrfachen Konsum von Betäubungsmitteln gemäss Ziff. 3.3.2 

der Anklageschrift hinsichtlich des Zeitraums vom 8. März 2016 bis zum 12. Dezember 2016 zu-

folge Eintritts der Verjährung ein (Ziffern V.2 und V.3 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Des 

Weiteren verwiesen die Vorderrichter B.____ für die Dauer von 4 Jahren des Landes (Ziffer V.4 

des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs) und erklärten die gegen ihn am 26. Juli 2011 von der 

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 180 Tagessätzen 

zu je Fr. 30.-- in Anwendung von Art. 46 Abs. 1 StGB für vollziehbar (Ziffer V.5 des vorinstanzli-

chen Urteilsdispositivs).  

 

Hinsichtlich der Beschlagnahme, der Zivil- und Entschädigungsforderungen, der Verlegung der 

erstinstanzlichen Verfahrenskosten sowie der Parteientschädigungen kann auf das vorinstanzli-

che Urteilsdispositiv verwiesen werden.  

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Auf die Begründung dieses vorinstanzlichen Entscheids wird, soweit erforderlich, im Rahmen der 

Erwägungen des vorliegenden Urteils eingegangen.  

 

B. Gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 13. Dezember 2019 meldeten 

B.____, vertreten durch Advokat Dr. Carlo Bertossa, mit Eingabe vom 19. Dezember 2019 sowie 

A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Balmer, mit Eingabe vom 19. Dezember 2019 

Berufung an.  

 

C. Mit Berufungserklärung vom 13. Juli 2020 begehrte B.____, er sei vom Vorwurf des 

mehrfachen Diebstahls zum Nachteil der E.____ AG sowie vom Vorwurf des Diebstahls und des 

Hausfriedensbruchs zum Nachteil der F.____ AG freizusprechen. Demgegenüber sei er der ein-

fachen Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand, der Sachbeschädigung zum Nach-

teil der G.____ sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schul-

dig zu erklären und zu einer bedingt auszusprechenden angemessenen Freiheitsstrafe mit einer 

angemessenen Probezeit sowie einer Busse von maximal Fr. 100.-- zu verurteilen, wobei auf die 

konkrete Strafhöhe anlässlich der durchzuführenden Hauptverhandlung eingegangen werde. 

Ferner sei der ausgestandene Freiheitsentzug von insgesamt zwei Tagen an die auszuspre-

chende Freiheitsstrafe anzurechnen und er sei in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils vom 

Vorwurf des mehrfachen Betrugs, des Diebstahls zum Nachteil der C.____ AG, der Sachbeschä-

digung zum Nachteil der C.____ AG, des Hausfriedensbruchs zum Nachteil der C.____ AG, des 

versuchten Diebstahls zum Nachteil der D.____ AG, der Sachbeschädigung zum Nachteil der 

D.____ AG, des versuchten Hausfriedensbruchs zum Nachteil der D.____ AG sowie der banden-

mässigen Begehungsform des Diebstahls freizusprechen. Ebenso sei in Bestätigung des vo-

rinstanzlichen Urteils das Verfahren betreffend mehrfachen Konsum von Betäubungsmitteln ge-

mäss Ziff. 3.3.1 der Anklageschrift hinsichtlich des Zeitraums vom 8. März 2016 bis zum 12. De-

zember 2016 zufolge Verjährung einzustellen. Des Weiteren sei von einer Landesverweisung 

abzusehen, auf den Widerruf der am 26. Juli 2011 von der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug 

ausgesprochenen Vorstrafe zu verzichten und die Zivilforderung der G.____ über Fr. 3'672.50 sei 

abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen. Sodann sei die Zivilforderung der K.____ 

AG bzw. D.____ AG von Fr. 1'540.20 abzuweisen, alles unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des 

Staates, wobei ihm für das Berufungsverfahren die amtliche Verteidigung zu bewilligen sei.  

 

D. A.____ legte mit Berufungserklärung vom 14. Juli 2020 dar, dass sich die Berufung auf 

die Schuldsprüche gemäss den Anklageziffern 1.3 (L.____), 1.4 (M.____), 1.5 (N.____), 

1.8 (O.____), 1.18 (Qualifikation der Banden- und Gewerbsmässigkeit) und 5.1 (mehrfache Tier-

quälerei) sowie die Strafzumessung beschränke. Im Weiteren begehrte er die Gewährung der 

amtlichen Verteidigung für das Berufungsverfahren.  

 

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E. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft teilte mit Eingabe vom 22. Juli 2020 mit, dass 

sie sowohl in Bezug auf die Berufungserklärung von A.____ als auch bezüglich der Berufungser-

klärung von B.____ weder einen Antrag auf Nichteintreten stelle noch die Anschlussberufung 

erkläre. Überdies begehrte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, es sei das vorinstanzliche 

Urteil in Abweisung der Berufungen der beiden Beschuldigten zu bestätigen, unter o/e-Kosten-

folge.  

 

F. Mit Berufungsbegründung vom 15. Oktober 2020 wiederholte B.____ seine mit Beru-

fungserklärung vom 13. Juli 2020 gestellten Rechtsbegehren.  

 

G. A.____ begehrte mit Berufungsbegründung vom 16. Oktober 2020, er sei vom Vorwurf 

der mehrfachen Tierquälerei (Anklageziffer 5.1) freizusprechen. Im Übrigen sei er in Abänderung 

des vorinstanzlichen Urteils als Gesamtstrafe unter Einbezug der durch den Widerruf vollziehbar 

gewordenen Freiheitsstrafe von 18 Monaten gemäss Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft 

vom 26. September 2014 sowie als Zusatzstrafe zum Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft 

vom 26. September 2014 zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten zu verurteilen, 

unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Staates, wobei die amtliche Verteidigung angemessen zu 

entschädigen sei.  

 

H. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hielt mit Berufungsantwort vom 20. November 

2020 an ihren mit Eingabe vom 22. Juli 2020 gestellten Rechtsbegehren fest.  

 

I. Mit Verfügung vom 26. November 2020 bewilligte der verfahrensleitende Präsident der 

strafrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts Basel-Landschaft für das Berufungsverfahren die 

amtliche Verteidigung von A.____ mit Rechtsanwalt Christoph Balmer sowie die amtliche Vertei-

digung von B.____ mit Advokat Dr. Carlo Bertossa.  

 

J. Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung erschienen A.____ mit seinem 

Verteidiger, Rechtsanwalt Christoph Balmer, B.____ mit seinem Verteidiger, Advokat Dr. Carlo 

Bertossa, sowie der Vertreter der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Staatsanwalt Mark 

Balke. In Abänderung seiner mit Berufungsbegründung vom 16. Oktober 2020 gestellten Rechts-

begehren beantragte A.____, er sei als Gesamtstrafe sowie als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil 

des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 26. September 2014 zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jah-

ren und 10 Monaten zu verurteilen. Eventualiter sei er als Gesamtstrafe unter Einbezug der durch 

den Widerruf vollziehbar gewordenen Freiheitsstrafe von 18 Monaten gemäss Urteil des Strafge-

richts Basel-Landschaft vom 26. September 2014 sowie als Zusatzstrafe zum Urteil des Strafge-

richts Basel-Landschaft vom 26. September 2014 zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 6 Mo-

naten zu verurteilen. Des Weiteren stellte A.____ den Beweisantrag, es sei die Audioaufnahme 

der erstinstanzlichen Hauptverhandlung im Hinblick auf die angeblich von ihm getätigte Aussage 

anzuhören, er habe ein- bis zweimal wöchentlich, aber nicht wöchentlich, Lebensmittel entwen-

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det. Bei der im Protokoll festgehaltenen Deposition handle es sich offensichtlich um einen Wider-

spruch, weshalb die entsprechende Audioaufnahme anzuhören sei. Die Staatsanwaltschaft Ba-

sel-Landschaft schloss sich vor den Schranken des Berufungsgerichts diesem Beweisantrag an. 

In der Folge hörte sich die Fünferkammer des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Straf-

recht, im Rahmen der Urteilsberatung die entsprechende Audioaufnahme an. Im Übrigen wieder-

holten die Parteien ihre Anträge gemäss den eingereichten Rechtsschriften. Auf die weiteren 

Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

 

Erwägungen 

I. Formelles 

1. Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung 

(StPO, SR 312.0) zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren 

ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsverletzungen, die unvollstän-

dige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden, wo-

bei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann 

(Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die 

Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder 

mündlich anzumelden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des 

begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen.  

 

2. Vorliegend wird das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 13. Dezember 2019 

angefochten, welches ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt. Mit Eingaben vom 19. Dezem-

ber 2019 (Berufungsanmeldung) resp. vom 13. Juli 2020 (Berufungserklärung) hat B.____ die 

Rechtsmittelfrist gewahrt und ist seiner Erklärungspflicht nachgekommen. Ebenso hat A.____ mit 

Berufungsanmeldung vom 19. Dezember 2019 bzw. Berufungserklärung vom 14. Juli 2020 die 

Rechtsmittelfrist gewahrt und seine Erklärungspflicht erfüllt. Die Zuständigkeit der Fünferkammer 

des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden 

Berufungen ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie aus § 15 Abs. 1 lit. b des kantonalen 

Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO, SGS 250). Die Beru-

fungen von A.____ und B.____ erfüllen somit sämtliche Formalien, weshalb auf diese einzutreten 

ist. 

 

 

II. Materielles 

1. Allgemeines 

1.1 Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil 

nur in den angefochtenen Punkten (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO). In casu haben gegen das 

Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 13. Dezember 2019 sowohl A.____ als auch 

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B.____ ein Rechtsmittel ergriffen. Konkret beanstandet A.____ den Schuldspruch wegen mehr-

facher Tierquälerei (Anklageziffer 5.1), die Sachverhaltsfeststellungen in Bezug auf die Anzahl 

der Delikte sowie die Deliktssumme hinsichtlich der Anklageziffern 1.3 (L.____), 1.4 (M.____), 

1.5 (N.____), 1.8 (O.____) sowie 1.18 (Qualifikationen der Banden- und Gewerbsmässigkeit) so-

wie die Strafzumessung. B.____ seinerseits rügt den Schuldspruch wegen mehrfachen Dieb-

stahls zum Nachteil der E.____ AG (Anklageziffer 1.2), die Schuldsprüche wegen Diebstahls und 

Hausfriedensbruchs zum Nachteil der F.____ AG (Anklageziffer 1.12.1), die Anordnung der Lan-

desverweisung, den Widerruf der Vorstrafe vom 26. Juli 2011 der Staatsanwaltschaft des Kan-

tons Zug, die Zivilforderung der G.____ von Fr. 3'672.50 sowie die Zivilforderung der K.____ AG 

bzw. D.____ AG von Fr. 1'540.20. Gestützt auf Art. 404 Abs. 1 StPO bilden im vorliegenden Be-

rufungsverfahren einzig die vorgängig genannten Punkte Gegenstand der richterlichen Überprü-

fung.  

 

1.2 Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO) hat das urtei-

lende Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewon-

nenen persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung darüber zu entscheiden, ob 

es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht trifft sein Urteil unabhängig von der Anzahl der 

Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache sprechen, und ohne Rücksicht auf die Art des 

Beweismittels. Auch besteht keine Rangfolge der Beweise. Massgebend ist allein deren Stich-

haltigkeit (CHRISTOF RIEDO/GERHARD FIOLKA/MARCEL ALEXANDER NIGGLI, Strafprozessrecht, 

2011, Rz. 234; THOMAS HOFER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 10 N 41 ff.). Nach 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist gemäss der aus Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfas-

sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) fliessenden und in Art. 6 Ziff. 2 der 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) veranker-

ten Maxime "in dubio pro reo" bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der 

wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist. Als Beweiswürdigungsregel besagt 

die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten un-

günstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel beste-

hen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Beweiswürdigungsregel ist verletzt, wenn 

der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte 

und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Ge-

wissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdrückende 

Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen 

(BGE 124 IV 87, E. 2a; mit Verweis auf BGE 120 Ia 31). Eine Verurteilung darf nur ergehen, wenn 

das Gericht über jeden vernünftigen Zweifel hinaus überzeugt ist, dass sämtliche Strafbarkeits-

voraussetzungen in tatsächlicher Hinsicht vorliegen. Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit 

reicht hierfür nicht. Vielmehr ist ein sehr hoher Grad an Wahrscheinlichkeit gefordert. Demnach 

hat ein Freispruch zu ergehen, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung Anklagesachverhalt und 

Täterschaft nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erstellt sind (ESTHER 

TOPHINKE, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 10 N 83 und Fn 268 zu N 83; 

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BGer 6B_850/2018 vom 1. November 2018, E. 1.1.2 und 1.3.1). Dem Sachgericht steht im Be-

reich der Beweiswürdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 134 IV 132, E. 4.2; 

BGE 129 IV 6, E. 6.1). 

 

1.3 Im Rahmen der Beweiswürdigung sind Aussagen auf Glaubhaftigkeitsmerkmale bzw. 

Lügensignale hin zu analysieren. Aussagen sind gestützt auf eine Vielzahl von inhaltlichen Real-

kennzeichen zu beurteilen, wobei zwischen inhaltlichen Merkmalen (Aussagedetails, Individuali-

tät, Verflechtung), strukturellen Merkmalen (Strukturgleichheit, Nichtsteuerung, Widerspruchsfrei-

heit bzw. Homogenität) sowie Wiederholungsmerkmalen (Konstanz, Erweiterung) unterschieden 

wird. Das Vorliegen von Realitätskriterien bedeutet, dass die betreffende Person mit hoher Wahr-

scheinlichkeit über erlebnisfundierte Geschehnisse berichtet. Zwar besitzt jedes Realitätskrite-

rium für sich allein betrachtet meist nur eine geringe Validität, die Gesamtschau aller Indikatoren 

kann jedoch einen wesentlich höheren Indizwert für die Glaubhaftigkeit der Aussage haben, wo-

bei sie in der Regel in solchen mit realem Erlebnishintergrund signifikanter und ausgeprägter 

vorkommen als in solchen ohne (MARTIN HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung 

der Glaubhaftigkeitskriterien anhand der Rechtsprechung, forumpoenale 6/2012, S. 369 f.; 

ANDREAS DONATSCH, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 162 N 15). 

 

 

2. Mehrfacher Diebstahl zum Nachteil der E.____ AG (Ziff. 1.2 der Anklageschrift) 

2.1 Mit Urteil vom 13. Dezember 2019 erwägt das Strafgericht Basel-Landschaft, dass 

A.____, H.____, I.____, J.____ sowie B.____ über den Zeitraum von mehreren Jahren eine Viel-

zahl an Ladendiebstählen begangen hätten, wobei sich B.____ lediglich bei den Diebstählen zum 

Nachteil der E.____ AG sowie der F.____ AG beteiligt habe. Die Anklage gehe von einer Ge-

samtdeliktszahl von weit über 1'000 Vermögensdelikten aus. Gestützt auf die Depositionen der 

Beschuldigten erhelle, dass das unentwegte Stehlen einem eigentlichen Lebensentwurf von 

A.____, H.____, I.____ und J.____ gleichgekommen sei. Diese vier Beschuldigten würden die 

Vermögensdelikte grundsätzlich nicht bestreiten. A.____ sei als eigentlicher Denker und Lenker 

hinsichtlich der Ladendiebstähle zu bezeichnen, wobei davon auszugehen sei, dass er bei sämt-

lichen beweisrechtlich nachweisbaren Entwendungen − ausgenommen denjenigen, in welchen 

seine Mittäterschaft gar nicht Anklageinhalt bilde − beteiligt gewesen sei. Hinsichtlich der Ziff. 1.2 

der Anklageschrift führt die Vorinstanz des Weiteren aus, dass A.____, H.____, I.____ und J.____ 

eingeräumt hätten, zu verschiedenen Gelegenheiten in diversen Filialen der E.____ AG in der 

Schweiz Waren entwendet und diese in der Folge für sich behalten oder retourniert und gegen 

Gutscheine eingetauscht zu haben. B.____ habe einzig eine Beteiligung an drei anstatt fünf Fäl-

len eingeräumt und angegeben, dass er nur Gegenstände im Auftrag von A.____ retourniert 

habe. Gestützt auf die weiteren Beweismittel, namentlich die Videoaufnahmen, zeige sich aller-

dings, dass B.____ zusammen mit A.____ insgesamt dreimal an einem Tag dieselbe E.____-

Filiale betrete und in der Folge wieder verlasse, ohne jedoch zu bezahlen. Dabei falle auf, dass 

der Rucksack von A.____ auf den Bildern der Überwachungskamera einmal als leer und einmal 

als voll imponiere. Nach dem Verlassen des Kassenbereichs habe B.____ allein mit einer blauen 

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E.____-Tasche in der Hand am Kundendienst der nämlichen Filiale versucht, zwei Perserteppi-

che ohne Quittung zu retournieren. Dieses Vorgehen lasse keinen anderen Schluss zu, als dass 

sich B.____ mindestens in den angeklagten Fällen in massgeblicher Weise an den Entwendun-

gen und Rückgaben beteiligt habe. Folglich habe sich A.____ in insgesamt 69 Fällen mit einer 

Deliktssumme von Fr. 36'000.--, H.____ in 20 Fällen mit einer Deliktssumme von Fr. 11'000.--, 

I.____ in 8 Fällen mit einer Deliktssumme von Fr. 3'400.--, J.____ in 17 Fällen mit einer Delikts-

summe von Fr. 9'000.-- und B.____ in insgesamt 5 Fällen mit einer Deliktssumme von Fr. 2'000.-

- des mittäterschaftlichen Diebstahls zum Nachteil der E.____ AG strafbar gemacht.  

 

2.2 Demgegenüber macht B.____ mit Berufungsbegründung vom 15. Oktober 2020 eine 

Verletzung des Anklagegrundsatzes geltend und legt dar, dass er nicht wisse, welche Diebstähle 

ihm vorgeworfen würden, zumal dies weder aus der Anklageschrift noch aus dem angefochtenen 

Urteil ersichtlich sei. Ein allfälliges Geständnis der anderen Beschuldigten könne ihm hingegen 

nicht angerechnet werden, da er bei einem Grossteil der Fälle überhaupt nicht dabei gewesen 

sei. Des Weiteren legt der Beschuldigte dar, er habe anlässlich der erstinstanzlichen Hauptver-

handlung zu Protokoll gegeben, insgesamt dreimal bei einem Diebstahl zum Nachteil der E.____ 

AG dabei gewesen zu sein, wobei er namentlich Gegenstände retourniert habe. Hingegen habe 

er vor den Schranken des Strafgerichts Basel-Landschaft bestritten, bei einem Diebstahl dabei 

gewesen zu sein oder diesen sogar ausgeführt zu haben. Ebenso wenig ergebe sich eine Betei-

ligung an den Diebstählen aus den Videobildern der Überwachungskameras. Die Vorinstanz sei 

mithin fälschlicherweise davon ausgegangen, dass er eine Beteiligung an drei Fällen zugestan-

den habe. Die Depositionen von A.____ anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung 

seien im Übrigen nicht ausreichend, um seine Beteiligung an den Diebstählen nachzuweisen, 

weshalb auf die Aussagen von B.____ abzustellen sei, wonach er einzig geholfen habe, die Ge-

genstände zu retournieren. Dies stelle allerdings keine strafrechtlich verfolgbare Handlung dar.  

 

Vor den Schranken des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, legt B.____ er-

gänzend dar, die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft werfe in ihrer Berufungsantwort vom 

20. November 2020 diverse Fragen auf, welche belegen sollen, dass er an den Diebstählen be-

teiligt gewesen sei. Diesbezüglich sei allerdings zu bemerken, dass sämtliche Fragen mit plau-

siblen Antworten erklärt werden könnten.  

 

2.3 Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ihrerseits führt mit Berufungsantwort vom 

20. November 2020 aus, dass aus der tabellarischen Übersicht in Ziff. 1.2.4 der Anklageschrift 

ersichtlich sei, welche Diebstähle zum Nachteil der E.____ AG B.____ angelastet würden. Ferner 

seien jeweils Tatzeiten, Tatorte, Delikte, Deliktsgut sowie Deliktssumme angegeben. Somit seien 

die dem Beschuldigten vorgeworfenen Delikte hinreichend spezifiziert, weshalb das Strafgericht 

zu Recht keine Verletzung des Anklagegrundsatzes erkannt habe. Im Übrigen bestehe eine 

schlüssige Indizienkette, wonach B.____ die fünf ihm vorgeworfenen Diebstähle zum Nachteil 

der E.____ AG begangen habe. Namentlich sei das auf den Bildern der Videoüberwachung er-

sichtliche konspirative Verhalten von B.____ und A.____ nur vor dem deliktischen Hintergrund zu 

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erklären. Hinzu komme, dass A.____ B.____ direkt belaste, wobei die Depositionen des Letzteren 

derart unglaubhaft seien, dass ihnen nicht gefolgt werden könne. Ausserdem sei die Retournie-

rung der Ware keineswegs straffrei, sondern es handle sich um ein mitbestraftes Nachtatverhal-

ten.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung bringt die Staatsanwaltschaft Basel-Land-

schaft überdies vor, dass eine plausible Erklärung für das auf den Videoaufnahmen ersichtliche 

Verhalten von A.____ und B.____ fehle. Angesichts der erdrückenden beweis- und Indizienlage 

lasse sich die Hypothese, B.____ sei unschuldig, nicht mehr halten.  

 

2.4 In formeller Hinsicht ist zunächst die Rüge von B.____ zu prüfen, das Anklageprinzip sei 

verletzt. Gemäss dem in Art. 9 Abs. 1 StPO geregelten Anklagegrundsatz kann eine Straftat nur 

gerichtlich beurteilt werden, wenn die Staatsanwaltschaft gegen eine bestimmte Person wegen 

eines genau umschriebenen Sachverhalts beim zuständigen Gericht Anklage erhoben hat. Das 

Gericht ist an den in der Anklage umschriebenen Sachverhalt, nicht aber an die darin vorgenom-

mene rechtliche Würdigung gebunden (Art. 350 Abs. 1 StPO). Dem Anklagegrundsatz kommen 

mehrfache Funktionen zu. Zunächst soll er sicherstellen, dass diejenige Person, die den Vorwurf 

erhebt, nicht dieselbe ist, die ihn beurteilt (Rollentrennung). Überdies soll die Anklageschrift das 

Thema des Strafprozesses klar umschreiben (Umgrenzung), so dass die beschuldigte Person 

weiss, was ihr vorgeworfen wird, damit sie sich verteidigen kann (Information). Schliesslich leistet 

das Akkusationsprinzip Gewähr, dass sich der erhobene Vorwurf im Verlauf des Prozesses nicht 

beliebig ändern kann (Fixierung, Immutabilität; MARCEL ALEXANDER NIGGLI/STEFAN 

HEIMGARTNER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 9 N 16 ff.; WOLFGANG WOHLERS, Zür-

cher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 9 N 8 ff.). Nach der Umgrenzungsfunktion können Ge-

genstand des gerichtlichen Verfahrens nur Sachverhalte sein, die dem Beschuldigten in der An-

klageschrift vorgeworfen werden. Mithin bestimmt die Anklageschrift beziehungsweise deren In-

halt den Prozessgegenstand. Die Anklage muss die zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachver-

halt so präzise umschreiben, dass die Vorwürfe im objektiven und subjektiven Bereich genügend 

konkretisiert sind (MARCEL ALEXANDER NIGGLI/STEFAN HEIMGARTNER, a.a.O., Art. 9 N 36 f.; 

WOLFGANG WOHLERS, a.a.O., Art. 9 N 11 ff.; BGer 6B_984/2009 vom 25. Februar 2010, E. 2.3). 

Dementsprechend wird verlangt, dass die Tat einerseits ausreichend individualisiert ist, d.h. ihre 

tatsächlichen Umstände oder Tatbestandsmerkmale – Zeit, Ort, Art der Begehung und Form der 

Mitwirkung sowie angestrebter oder verwirklichter Erfolg (einschliesslich Kausalzusammenhang) 

– angegeben sind; andererseits sind die einzelnen rechtlichen Elemente des Delikts hervorzuhe-

ben (Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO; BGE 120 IV 348, E. 3c).  

 

2.5 Mit Anklageschrift vom 8. März 2019 führt die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft in 

Ziffer 1.2 unter dem Titel "Mehrfacher Diebstahl und mehrfacher Betrug, evtl. teilweise mehrfache 

Hehlerei zum Nachteil der E.____ AG begangen durch A.____, H.____, I.____, J.____ und 

B.____ (Faszikel-Nr. MU1 16 1805 etc., act. 7509 ff.)" bzw. in Ziffer 1.2.1 unter dem Untertitel 

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"Mehrfacher Diebstahl begangen durch A.____, H.____, I.____, J.____ und B.____" den gegen-

über den Beschuldigten erhobenen Vorwurf zusammenfassend aus, wobei die Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft im Wesentlichen den modus operandi darlegt, ohne auf die jeweiligen 

Fälle im Einzelnen konkret einzugehen. Des Weiteren listet die Staatsanwaltschaft Basel-Land-

schaft in Ziffer 1.2.4 der Anklageschrift vom 8. März 2019 die zuvor in allgemeiner Form geschil-

derten Fällen im Einzelnen auf, wobei die jeweilige Täterschaft, die Tatzeiten, der Tatort sowie 

das Deliktsgut exakt dargelegt werden. Konkret wirft die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 

B.____ im Verfahren MU1 16 2042 vor, im Zeitraum zwischen ca. dem 1. April 2013 und dem 

25. April 2013, um 15.43 Uhr, zusammen mit A.____ im Verkaufsladen der E.____ AG in Pratteln 

oder in einem anderen Verkaufsladen in der Schweiz zwei Kuhfelle sowie diverse weitere E.____-

Artikel zu einer Deliktssumme von Fr. 318.-- entwendet und diese am 25. April 2013, um 15.43 

Uhr, im Verkaufsladen der E.____ AG in Pratteln − gegen den Erhalt des eigentlichen Werts der 

Gegenstände − zurückgegeben zu haben. Des Weiteren macht die Staatsanwaltschaft Basel-

Landschaft B.____ im Verfahren MU1 16 4043 den Vorwurf, er habe zusammen mit A.____ im 

Zeitraum zwischen ca. dem 1. Juli 2015 und dem 4. August 2015, 18.40 Uhr, im Verkaufsladen 

der E.____ AG in Pratteln oder in einem anderen Verkaufsladen der E.____ AG in der Schweiz 

diverse Bettwäsche, Decken, Kissen sowie weitere E.____-Artikel im Gesamtwert von Fr. 703.50 

entwendet und diese am 4. August 2015, um 18.40 Uhr, in der E.____-Filiale in Pratteln retour-

niert. Schliesslich wird im Verfahren MU1 16 4047 B.____ vorgeworfen, im Zeitraum zwischen 

ca. dem 1. August 2015 bis zum 11. August 2015, um 18.30 Uhr, im Rahmen dreier Diebstähle 

in der Filiale der E.____ AG in Spreitenbach oder in einer anderen E.____-Filiale unter anderem 

vier Teppiche sowie diverse weitere E.____-Artikel mit einem Gesamtwert von insgesamt 

Fr. 1'196.80 entwendet und anschliessend am 11. August 2015 zwischen 13.55 Uhr und 18.30 

Uhr im Rahmen dreier Retouren die Gegenstände zurückgegeben zu haben. Angesichts dieser 

Darlegungen der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft zeigt sich, dass der massgebliche Ankla-

gesachverhalt in der Anklageschrift so exakt wie möglich angegeben und ausreichend umschrie-

ben wird. Eine noch genauere bzw. konkretere Umschreibung erscheint gestützt auf die Akten 

nicht möglich. Ohnehin erfüllen die Ausführungen der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft in 

ihrer Anklageschrift insbesondere die sich aus der Umgrenzungs- sowie der Informationsfunktion 

des Anklagegrundsatzes ergebenden Anforderungen ohne Weiteres, zumal sowohl die Parteien 

als auch das Gericht aufgrund der Darlegungen der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ein-

deutig erkennen können, welche Handlungen sowie welche Straftat Gegenstand des Vorwurfs 

bilden. Eine noch engere Umschreibung ist, um den Ansprüchen des Anklageprinzips zu genü-

gen, klarerweise nicht nötig und in Anbetracht des Gebots, sich auf das Notwendigste zu be-

schränken (MARCEL ALEXANDER NIGGLI/STEFAN HEIMGARTNER, a.a.O., Art. 9 N 12), auch nicht 

angebracht. Mithin hat der Gesetzgeber in Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO die explizite Maxime aufge-

stellt, wonach die Anklageschrift "möglichst kurz, aber genau" ausfallen soll. Somit erhellt, dass 

dem Anklageprinzip in casu Genüge getan ist.  

 

2.6 In tatsächlicher Hinsicht hat das Strafgericht Basel-Landschaft die Darlegungen der Par-

teien in seinem Urteil vom 13. Dezember 2019 ausführlich zusammengefasst, weshalb auf die 

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diesbezüglichen Ausführungen in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO verwiesen werden kann 

(S. 15 ff., insb. 19 ff.). Sodann ist in casu unbestritten, dass A.____, H.____, I.____ und J.____ 

− in unterschiedlicher Zusammensetzung − eine Vielzahl von Diebstählen zu Lasten der E.____ 

AG begangen haben, wobei es sich um insgesamt 69 Diebstähle gehandelt hat. Dabei sind sie 

jeweils mit demselben modus operandi vorgegangen, indem sie zunächst Ware in diversen Filia-

len der E.____ AG entwendet und diese Ware in der Folge für sich selbst behalten oder bei 

derselben resp. einer anderen E.____-Filiale − gegen Erhalt des entsprechenden Gegenwerts − 

retourniert haben. Demgegenüber bestreitet B.____ im vorliegenden Berufungsverfahren seine 

Täterschaft hinsichtlich der ihm vorgeworfenen fünf Diebstähle zum Nachteil der E.____ AG, wes-

halb diese nachfolgend zu prüfen ist. Konkret geht es um den Diebstahl mit dem Tatzeitraum vom 

ca. 1. April 2013 bis zum 25. April 2013, 15.43 Uhr, den Diebstahl mit dem Tatzeitraum vom ca. 

1. Juli 2015 bis zum 4. August 2015, 18.40 Uhr, sowie die drei Diebstähle im Tatzeitraum vom 

ca. 1. August 2015 bis zum 11. August 2015, 18.30 Uhr.  

 

2.7 B.____ führte anlässlich seiner Befragung vom 7. Dezember 2017 hinsichtlich der Dieb-

stähle zum Nachteil der E.____ AG aus, dass er am Nachmittag des 11. August 2015 dreimal 

sowie ein- bis zweimal an einem anderen Tag von A.____ gestohlene Ware in der E.____ zu-

rückgegeben habe (act. 9205). Vor den Schranken des Strafgerichts Basel-Landschaft gab 

B.____ ferner zu Protokoll, bei drei Fällen dabei gewesen zu sein, allerdings habe er selbst keine 

Gegenstände entwendet, sondern diese nur retourniert. Er gehöre jedoch nicht zu dieser Grup-

pierung (act. S 559). A.____ seinerseits hat anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung in 

Bezug auf die Täterschaft von B.____ ausgeführt, dass dieser in mehr als nur fünf Diebstählen 

dabei gewesen sei. Hinsichtlich der entwendeten Kuhfelle habe B.____ ihm beispielsweise ge-

holfen, diese im Rucksack zu verstauen. Auch habe der Beschuldigte ihm erklärt, dass er ein 

Kinderzimmer einrichten müsse, worauf er ihm vorgeschlagen habe, "einen Gutschein zu ma-

chen", was sie in der Folge auch getan hätten. Mithin habe B.____ ebenfalls Gegenstände ent-

wendet und diese anschliessend gegen Erhalt eines Gutscheins retourniert (act. S 559 ff.). Diese 

Darlegungen werden im Weiteren durch die Dokumentation der E.____ AG, insbesondere die 

Bilder der Videoüberwachung der E.____ AG, untermauert (act. 8165 ff.). Dementsprechend ist 

auf den besagten Bildern ersichtlich, dass B.____ zusammen mit A.____ am 11. August 2015 die 

Filiale der E.____ AG in Spreitenbach betritt, wobei namentlich der leer wirkende Rucksack von 

A.____ auffällt. In der Folge verlassen die beiden Beschuldigten den Laden ohne zu bezahlen 

wieder, wobei nunmehr der Rucksack von A.____ als gefüllt erscheint (act. 8173 ff.). Nur wenige 

Minuten später betreten die beiden Beschuldigten das Einrichtungshaus abermals gemeinsam, 

um dieses sodann rund 20 Minuten später getrennt voneinander zu verlassen, wobei wiederum 

keiner der beiden Beschuldigten bezahlt (act. 8177 ff.). Im Anschluss betreten A.____ sowie 

B.____, nur wenige Minuten nach dem Verlassen des Ladens, zum dritten Mal die E.____-Filiale 

in Spreitenbach. Nach nicht einmal zehn Minuten verlassen sie das Geschäft erneut (act. 8179 

ff.). Rund fünf Minuten später betritt B.____, welcher nunmehr statt seiner eigenen Umhängeta-

sche eine E.____-Tasche mit sich führt und überdies ein Hemd über das T-Shirt angezogen hat, 

zum nunmehr vierten Mal die Filiale der E.____ AG und begibt sich zum Kundendienst, um dort 

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zwei Teppiche zu retournieren (act. 8183 ff.). Angesichts dieses klandestinen Verhaltens beste-

hen keine Zweifel, dass B.____ mit A.____ zusammen die angeklagten Diebstähle begangen hat. 

Aufgrund des Umstands, dass B.____ allein an einem Tag innert kürzester Zeit dreimal mit 

A.____ dieselbe Filiale betreten und anschliessend wieder verlassen hat, ist geradezu offenkun-

dig, dass er im Zeitpunkt der versuchten Rückgabe der Gegenstände exakt gewusst hat, dass 

diese aus dem Diebstahl stammen. Hinzu kommt, dass B.____ gemäss den expliziten Depositi-

onen von A.____ im Zusammenhang mit den Kuhfellen sogar mitgeholfen hat, diese im Rucksack 

zu verstauen. Mithin hat er nicht bloss Schmiere gestanden, sondern vielmehr bei der Entwen-

dung aktiv mitgewirkt. Schliesslich ist auch darauf hinzuweisen, dass B.____ bereits im Jahr 2013 

zusammen mit A.____ Feuerwerkskörper gestohlen hat (vgl. Ziff. 1.12.1 der Anklageschrift bzw. 

Ziff. 7 des vorliegenden Urteils), weshalb er in den vorliegend fraglichen Zeiträumen offenkundig 

gewusst hat, dass A.____ seinen Lebensunterhalt im Wesentlichen durch Diebstähle bestreitet. 

Mithin hatte B.____ offensichtlich Kenntnis vom modus operandi und wusste daher, dass es bei 

den von ihm in den Filialen der E.____ AG retournierten Gegenstände um Diebesgut handelte. 

Der angeklagte Sachverhalt ist in Bezug auf B.____ daher insofern als erstellt zu erachten, als 

sich dieser zusammen mit A.____ an drei Tagen insgesamt fünfmal in unterschiedliche Standorte 

der E.____ AG begeben hat, um entweder Schmiere zu stehen, während A.____ Gegenstände 

entwendet hat, Gegenstände selbst zu entwenden oder um Gegenstände, welche A.____ unmit-

telbar zuvor oder bereits vor einigen Tagen entwendet hat, am Kundenschalter − gegen Erhalt 

eines Gutscheins mit Guthaben in der Höhe des Warenwerts − zurückzugeben.  

 

2.8 Gemäss Art. 139 Ziff. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB, SR 311.0) macht 

sich des Grundtatbestands des Diebstahls strafbar, wer jemandem eine fremde bewegliche Sa-

che zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen anderen damit unrechtmässig zu bereichern.  

 

2.9 Der in den vorliegend zu prüfenden Fällen als erstellt zu erachtende Sachverhalt, mithin 

die Entwendung der Gegenstände sowie die anschliessende Rückgabe gegen Erhalt des ent-

sprechenden Warenwerts, ist zweifellos als Diebstahl zu qualifizieren, was seitens B.____ auch 

nicht bestritten wird. Vielmehr ist gestützt auf die vorstehenden tatsächlichen Erwägungen er-

sichtlich, dass nicht ohne Weiteres feststeht, wer in den konkreten Einzelfällen welche Tathand-

lung begangen hat. Es ist daher zu prüfen, ob B.____ in den angeklagten Fällen den Tatbestand 

des Diebstahls in Mittäterschaft erfüllt hat. Tatbestandsmässige Ausführungshandlungen bilden 

keine notwendige Voraussetzung für die Annahme von Mittäterschaft. Vielmehr ist Mittäter, wer 

bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in mass-

gebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht; da-

bei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falles und dem 

Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Das 

blosse Wollen der Tat, der subjektive Wille allein, genügt zur Begründung von Mittäterschaft nicht. 

Daraus folgt aber nicht, dass Mittäter nur ist, wer an der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist 

oder sie zu beeinflussen vermag. Jedem Mittäter werden − in den Grenzen seines (Eventual-

)Vorsatzes − die kausalen Tatbeiträge der anderen Mittäter angerechnet. Es genügt, dass sich 

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die mittäterschaftlichen Beiträge in ihrer Gesamtheit kausal auswirken. Dementsprechend reicht 

jede Mitwirkung in leitender Funktion, die das Verhalten der übrigen Beteiligten im Ausführungs-

stadium festlegt. Die Rollenaustausch-Bereitschaft unter den Mittätern sowie die Art der Auftei-

lung der Beute können ein Indiz für die Tatherrschaft darstellen. Sodann setzt die Mittäterschaft 

einen gemeinsamen Tatentschluss voraus, wobei dieser nicht ausdrücklich bekundet werden 

muss; es genügt, wenn er konkludent zum Ausdruck kommt. Dabei ist nicht erforderlich, dass der 

Mittäter bei der Entschlussfassung mitwirkt, sondern es reicht aus, dass er sich den Tatentschluss 

seiner Mittäter erst sukzessive (spätestens bis zur Vollendung des Deliktes) zu eigen macht. Dies 

kann selbst während der Ausführung der geplanten Straftat geschehen. Wenn die Rechtspre-

chung angenommen hat, Mittäterschaft könne auch darin liegen, dass einer der Teilnehmer mas-

sgeblich bei der Entschliessung oder Planung des Deliktes mitgewirkt hat, so darf daraus nicht 

geschlossen werden, Mittäterschaft sei ausschliesslich möglich, wenn die Tat im Voraus geplant 

und aufgrund eines vorher gefassten gemeinsamen Tatentschlusses ausgeführt wurde (BGE 120 

IV 265, E. 2.c.aa; BGE 125 IV 134, E. 3d [vgl. auch Pra 2000 Nr. 74 S. 434 ff.]; WOLFGANG 

WOHLERS, Handkommentar StGB, 4. Aufl. 2020, vor Art. 24 ff. N 13 ff.; MARC FORSTER, Basler 

Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, vor Art. 24 N 7 ff.). Im Übrigen setzt die Mittäterschaft nicht vo-

raus, dass sich der Tatentschluss sowie die Planung auf alle Einzelheiten beziehen. So genügt 

beispielsweise auch eine generelle Vereinbarung darüber, dass und wie man sich in gegenseiti-

gem Zusammenwirken zur Wehr setzt, falls die gemeinsame Aktivität durch Interventionen Dritter 

gestört oder gefährdet wird (ANDREAS DONATSCH, Orell Füssli Kommentar StGB, 20. Aufl. 2018, 

Art. 24 N 9).  

 

2.10 In casu ist gestützt auf den erstellten Sachverhalt zu konstatieren, dass B.____ zusam-

men mit A.____ in die jeweilige E.____-Filiale gefahren sind, um dort Gegenstände zu entwen-

den, welche sie anschliessend am Kundenschalter wieder zurückgegeben haben, um Gutscheine 

in der Höhe des Warenwerts zu erhalten. Diese Gutscheine hat A.____ anschliessend entweder 

verkauft oder zum Kauf anderen Gegenständen bzw. Möbeln verwendet. Hinsichtlich des Dieb-

stahls von zwei Kuhfellen ist aufgrund der Depositionen von A.____ (act. S 559 ff.) augenschein-

lich, dass B.____ selbst einen wesentlichen Tatbeitrag geleistet hat, indem er A.____ in der Filiale 

geholfen hat, die Kuhfelle im Rucksack zu verstauen, um diese anschliessend ohne zu bezahlen 

aus der E.____-Filiale zu entwenden. In den übrigen Fällen hat B.____ zumindest Schmiere ge-

standen und Gegenstände am Kundenschalter retourniert, um damit Gutscheine in der Höhe des 

Warenwerts zu erhalten. Dabei ist zu konstatieren, dass es sich beim Schmierestehen um einen 

derart wichtigen Tatbeitrag gehandelt hat, dass ohne ihn der Diebstahl nicht verübt worden wäre, 

zumal A.____ explizit zu Protokoll gegeben hat, die Diebstähle zum Nachteil der E.____ AG nur 

zu zweit begangen zu haben, um damit das Risiko zu mindern (act. S 557). Ohnehin ist B.____ 

gerade nicht nur Schmiere gestanden, sondern hat darüber hinaus auch noch anderweitig in 

massgeblicher Weise mit A.____ zusammengewirkt, indem er die entwendeten Gegenstände re-

tourniert hat. Dabei hat er kundgetan, es handle sich bei den vorab entwendeten Gegenständen 

um käuflich erworbene Ware. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, hat B.____ durch die-

ses Vorspiegeln falscher Tatsachen dem Aneignungswillen Ausdruck verliehen. Mithin stellt auch 

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die Retournierung der entwendeten Gegenstände einen wesentlichen Tatbeitrag im Rahmen des 

geplanten Vorgehens dar und ist Teil des sich stetig identisch wiederholenden modus operandi 

der Beschuldigten. Selbst wenn B.____ in einzelnen Fällen bei der Entwendung der Gegenstände 

selbst nicht dabei gewesen ist, so hat er sich durch die Rückgabe der entwendeten Gegenstände 

dem Tatentschluss gleichwohl nachträglich angeschlossen und den Aneignungswillen durch das 

Vorspiegeln falscher Tatsachen zum Ausdruck gebracht. Es bestehen daher keine Zweifel, dass 

B.____ mit A.____ in massgebender Weise zusammengewirkt hat, so dass sein jeweiliger Tat-

beitrag sowohl nach den Umständen des konkreten Falls als auch nach dem gemeinsamen Tat-

plan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich war, dass dieses mit ihm steht oder fällt. Somit 

erhellt, dass sich B.____ des in Mittäterschaft begangenen mehrfachen Diebstahls zu Lasten der 

E.____ AG schuldig gemacht hat, weshalb seine Berufung in diesem Punkt abzuweisen ist.  

 

 

3. Mehrfacher Diebstahl zum Nachteil der L.____ (Ziff. 1.3 der Anklageschrift) 

3.1 In seinem Urteil vom 13. Dezember 2019 erwägt das Strafgericht Basel-Landschaft, dass 

sich A.____, H.____ und J.____ des mehrfachen, mittäterschaftlichen Diebstahls strafbar ge-

macht hätten, indem sie zwischen dem 1. Januar 2012 und dem 11. Oktober 2016 in unterschied-

licher Zusammensetzung zweimal pro Woche bzw. im gesamten Deliktszeitraum total 500 Mal in 

unterschiedlichen L.____-Verkaufsläden diverse Verkaufsgegenstände zu einem durchschnittli-

chen Deliktsbetrag von Fr. 30.-- entwendet hätten. Insgesamt belaufe sich der Deliktsbetrag auf 

Fr. 15'000.--, wobei A.____ bei sämtlichen Diebstählen mitgewirkt habe.  

 

3.2 Demgegenüber bringt A.____ mit Berufungsbegründung vom 16. Oktober 2020 vor, 

dass die Vorinstanz hinsichtlich der Häufigkeit der Diebstähle in der L.____ auf die Angaben von 

H.____ abgestellt habe, obwohl es sich dabei bloss um eine Schätzung gehandelt habe. Demge-

genüber hätten Q.____, R.____ und I.____ keine Aussagen zu den Diebstählen in der L.____ 

machen können, sondern vielmehr bloss über die Delikte zu Lasten der M.____ . Dieser Umstand 

bestätige seine Depositionen, wonach er nach seiner Verurteilung im Jahr 2014 primär in den 

Verkaufsläden der M.____ gestohlen habe, zumal es dort einfacher gewesen sei. Es sei folglich 

davon auszugehen, dass die Hochrechnung von wöchentlich zwei Diebstählen zum Nachteil der 

L.____ zu hoch ausfalle. Mithin werde die Anzahl der vorgeworfenen Delikte sowie die Delikts-

summe bestritten, zumal höchstens 186 Diebstähle zum Nachteil der L.____ nachgewiesen 

seien, was zu einem Gesamtdeliktsbetrag in der Höhe von Fr. 5'580.-- führe.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung legt A.____ ergänzend dar, alle Beteilig-

ten hätten ausgesagt, dass mehr Delikte zum Nachteil der M.____ begangen worden seien als 

zu Lasten der L.____ . Gleichwohl habe die Vorinstanz als erstellt erachtet, dass in den L.____-

Verkaufsläden 500 Diebstähle und in den M.____ Verkaufsläden nur 230 Delikte begangen wor-

den seien. Mithin habe das Strafgericht lediglich auf die Aussage von H.____ abgestellt, obwohl 

diese Depositionen durch keine weitere am Verfahren beteiligte Person bestätigt worden sei. Es 

bestünden somit berechtigte Zweifel an der Hochrechnung des Strafgerichts in Bezug auf die 

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Anzahl Diebstähle zu Lasten der L.____ , weshalb in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro 

reo" davon auszugehen sei, dass die Diebstähle zum Nachteil der L.____ vor allem in der Zeit 

vor seiner Verurteilung im Jahr 2014 erfolgt seien, wobei sie lediglich einmal wöchentlich in den 

L.____-Verkaufsläden gewesen seien. Mithin sei von maximal 186 Diebstählen zum Nachteil der 

L.____ mit einem Deliktsbetrag von rund Fr. 5'580.-- auszugehen.  

 

3.3 Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ihrerseits macht mit Berufungsantwort vom 

20. November 2020 geltend, dass es sich bei der den Beschuldigten vorgeworfenen Anzahl an 

Vermögensdelikten keineswegs um Schätzungen handle, sondern um eine Hochrechnung, wel-

che sich auf die Depositionen der beschuldigten Personen stütze. Dabei werde stets vom für die 

Beschuldigten günstigsten Ergebnis ausgegangen, weshalb die Anzahl der vorgeworfenen Ver-

mögensdelikte nicht zu hoch sei. Namentlich sei hinsichtlich der Aussagen von H.____ zu kon-

statieren, dass nicht ersichtlich sei, weshalb sich diese selbst falsch belasten sollte. Ohnehin 

habe H.____ lediglich die Frequenz der Diebstähle angegeben, mithin alle zwei bis drei Tage, 

was zu Gunsten der Beschuldigten auf zweimal pro Woche reduziert worden sei.  

 

Vor den Schranken des Kantonsgerichts verweist die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft im 

Wesentlichen auf ihre Ausführungen in der Berufungsantwort vom 20. November 2020.  

 

3.4 In tatsächlicher Hinsicht ist in casu zunächst unbestritten, dass A.____ zusammen mit 

H.____ und J.____ regelmässig Diebstähle zum Nachteil der L.____ begangen hat. Mithin ist 

einzig die Anzahl der Delikte sowie die daraus resultierende Deliktssumme bestritten.  

 

Diesbezüglich hat H.____ anlässlich ihrer Einvernahme vom 27. Juli 2017 zu Protokoll gegeben, 

dass sie im L.____ häufiger Diebstähle begangen hätten als in den M.____-Filialen. Mithin hätten 

sie täglich oder alle zwei bis drei Tage delinquiert. Der Wert der entwendeten Ware habe zunächst 

rund Fr. 30.-- pro Diebstahl betragen. Später hätten sie mit Hilfe eines Rucksacks mehr Gegen-

stände entwenden können, weshalb sie Ware im Wert von rund Fr. 50.-- bis Fr. 60.-- pro Diebes-

tour entwendet hätten (act. 6097). In ihrer Befragung vom 5. September 2018 führte H.____ so-

dann aus, dass sie nicht mehr wisse, ob sie ein- oder zweimal pro Woche in der L.____ Diebstähle 

begangen hätten (act. 6165). Vor den Schranken des Strafgerichts verwies H.____ auf ihre bis-

herigen Depositionen und legte ergänzend dar, dass vier Diebstähle pro Woche eine zu hohe 

Anzahl seien. Überdies bestätigte sie die Ausführungen von A.____, wonach sie ab einem ge-

wissen Zeitpunkt mehrheitlich Diebstähle zum Nachteil der M.____ begangen hätten (act. S 571 

ff.).  

 

J.____ ihrerseits machte in ihrer Einvernahme vom 6. September 2017 geltend, dass sie A.____ 

erst seit Frühling 2015 kenne. Sie sei zum Teil bei den Diebstählen zum Nachteil der L.____ 

dabei gewesen, gleichwohl habe sie selbst keine Ware entwendet. Ohnehin seien sie weniger in 

der L.____ als im M.____ gewesen (act. 6767).  

 

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In Bezug auf die Häufigkeit der Delinquenz in L.____-Filialen brachte A.____ anlässlich der erst-

instanzlichen Hauptverhandlung vor, dass sie die Diebstähle jeweils bei Bedarf begangen hätten. 

Wenn sie etwas benötigt hätten, so hätten sie dies entwendet. Die Häufigkeit sei deshalb unter-

schiedlich gewesen, wobei sie nicht jede Woche Diebstähle begangen hätten. Es habe Wochen 

gegeben, in welchen sie zweimal in der L.____ gewesen seien, während sie in anderen Wochen 

keine L.____-Filiale besucht hätten. Ohnehin habe die Delinquenz zwar in den L.____-Filialen 

angefangen, etwa im Herbst 2014 hätten sie allerdings bemerkt, dass das Delinquieren in den 

M.____-Filialen einfacher sei, weshalb sie häufiger Diebstähle zum Nachteil der M.____ began-

gen hätten. Gleichwohl hätten sie weiterhin bei entsprechender Gelegenheit in L.____-Filialen 

Gegenstände entwendet (act. S 569 ff.). Vor den Schranken des Kantonsgerichts führte A.____ 

ferner aus, dass sie nicht derart oft in den Filialen der L.____ delinquiert hätten, wie ihnen vorge-

worfen werde. Vielmehr hätten sie nach einer gewissen Zeit realisiert, dass das Entwenden von 

Ware in den M.____-Filialen deutlich einfacher sei, weshalb sie in der Folge mehrheitlich zum 

Nachteil der M.____ delinquiert hätten. Dieser Wechsel von L.____ zu M.____ habe etwa im 

Zeitpunkt seiner Verurteilung im Jahr 2014 stattgefunden (Protokoll KGer, S. 15 ff.).  

 

B.____, welchem keine Beteiligung an den Diebstählen zum Nachteil der L.____ vorgeworfen 

wird, gab anlässlich seiner Befragung vom 16. Februar 2017 zu Protokoll, dass A.____ und seine 

Mitbeschuldigten täglich in den Filialen der L.____ sowie der M.____ delinquiert hätten 

(act. 7005).  

 

3.5 In Beachtung der vorstehend dargelegten Depositionen ist als erstellt zu erachten, dass 

A.____, H.____ und J.____ regelmässig in den Filialen der L.____ Ware entwendet haben, wobei 

sie ab dem 1. Januar 2012 bis im Verlauf des Jahrs 2014 ihren Bedarf an Lebensmittel insbeson-

dere mit Diebstählen zum Nachteil der L.____ gedeckt haben. Aufgrund der übereinstimmenden 

Ausführungen besteht sodann allerdings auch kein Zweifel, dass sie im Verlauf des Jahrs 2014 

vermehrt zum Nachteil der M.____ delinquiert haben, weshalb sie weniger oft in Filialen der 

L.____ Ware entwendet haben. Insgesamt ist offenkundig, dass sich die Beschuldigten regel-

mässig in einen Lebensmittelladen begeben haben, um dort Gegenstände des täglichen Bedarfs 

zu entwenden. Entsprechend ist auch auf die Darlegungen von J.____ zu verweisen, wonach sie 

über drei Vorratsschränke, einen Schrank mit Futter für den Hund sowie einen Kühlschrank ver-

fügt hätten, wobei sämtliche Schränke gefüllt mit Lebensmittel bzw. Hundefutter gewesen seien. 

Sie hätten derart viele Gegenstände entwendet, dass sie nicht mehr gewusst hätten, wo sie alles 

unterbringen können (act. 9707). Dessen ungeachtet ist in Bezug auf die Hochrechnungen der 

Parteien sowie der Vorinstanz zu konstatieren, dass sich diese zwar auf die Depositionen von 

H.____ stützen, gleichwohl erscheinen derartige Hochrechnungen durchaus als problematisch. 

Mithin ergibt sich aus den Aussagen von H.____ sowie ihren Mitbeschuldigten, dass die Grup-

pierung mehrmals wöchentlich Diebstähle zum Nachteil der L.____ begangen hat, gleichwohl 

kann nicht davon ausgegangen werden, dass in jeder Woche gleich häufig delinquiert worden ist. 

Vielmehr handelt es sich bei den Darlegungen der Beschuldigten jeweils um Schätzungen, auf-

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grund derer sich in erster Linie die Regelmässigkeit sowie die Häufigkeit des Delinquierens ein-

drücklich erhellt. Dessen ungeachtet kann nach Ansicht des Kantonsgerichts nicht von einer fes-

ten Anzahl Diebstähle pro Woche ausgegangen werden. Folglich erscheint die konkrete Anzahl 

Diebstähle einer Hochrechnung gestützt auf die lediglich vagen Schätzungen der Beschuldigten 

nicht zugänglich. Entgegen der Vorinstanz ist daher nicht von einer exakten Anzahl an Diebstäh-

len zum Nachteil der L.____ auszugehen. Hingegen ist zweifellos als erstellt zu erachten, dass 

die Beschuldigten regelmässig, mehrmals wöchentlich Diebstähle zum Nachteil der L.____ be-

gangen haben, dies ab dem 1. Januar 2012. In der Folge haben ab dem Herbst des Jahres 2014 

die Diebstähle zum Nachteil der L.____ deutlich abgenommen. Insofern ist der Sachverhalt daher 

als erstellt zu erachten und wird im Übrigen auch seitens aller Beschuldigten zugestanden. 

Schliesslich ist in Bezug auf die Deliktssumme zu konstatieren, dass der von der Vorinstanz an-

genommene durchschnittliche Deliktsbetrag von Fr. 30.-- seitens der Beschuldigten nicht gerügt 

worden ist, sondern vielmehr die aufgrund der Anzahl Diebstähle sowie dem durchschnittlichen 

Deliktsbetrag resultierende Deliktssumme. Mangels einer exakt feststellbaren Deliktsanzahl kann 

die Gesamtdeliktssumme allerdings nicht präzise erstellt werden und muss daher offen gelassen 

werden.  

 

3.6 Der Sachverhalt ist folglich im Sinne der vorstehenden Erwägungen als erstellt zu erach-

ten. Im Übrigen werden die rechtlichen Erwägungen des Strafgerichts Basel-Landschaft seitens 

der Parteien nicht gerügt, weshalb auf diese verwiesen werden kann (S. 30 des vorinstanzlichen 

Urteils). A.____, H.____ und J.____ haben sich demnach des mehrfachen, mittäterschaftlichen 

Diebstahls strafbar gemacht.  

 

 

4. Mehrfacher Diebstahl und mehrfacher Hausfriedensbruch zum Nachteil der 

M.____ (Ziff. 1.4 der Anklageschrift) 

4.1 Mit Urteil vom 13. Dezember 2019 führt das Strafgericht Basel-Landschaft aus, dass sich 

A.____, H.____, I.____ sowie J.____ des mehrfachen Diebstahls zum Nachteil der M.____ schul-

dig hätten, indem sie zwischen dem 1. Januar 2012 und dem 11. Oktober 2016 in unterschiedli-

cher Zusammensetzung sowie in unterschiedlichen M.____-Verkaufsläden diverse Verkaufsge-

genstände entwendet hätten. In Bezug auf A.____ erhelle, dass dieser wöchentlich zu einem 

durchschnittlichen Deliktsbetrag von mindestens Fr. 300.-- zum Nachteil der M.____ delinquiert 

habe. Insgesamt sei ihm ein deliktischer Betrag von Fr. 73'800.-- bei insgesamt mindestens 

230 Diebstählen zuzurechnen. Ferner habe sich H.____ der Hehlerei schuldig gemacht, indem 

sie den vorab durch andere Täter entwendeten Grill weiterverkauft habe. Schliesslich hätten sich 

A.____ und H.____ des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht, indem sie trotz des gegen sie 

ausgesprochenen Hausverbots verschiedene Filialen der M.____ betreten hätten.  

 

4.2 Mit Berufungsbegründung vom 16. Oktober 2020 macht A.____ hingegen geltend, dass 

er die Diebstähle zum Nachteil der M.____ zwar begangen habe, allerdings bestreite er die Hoch-

rechnung der Staatsanwaltschaft in Bezug auf den Deliktsbetrag sowie die Anzahl der ihm zu 

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Last gelegten Delikte als zu hoch. Dabei habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass die Dieb-

stähle in den Filialen der M.____ erst etwa zum Zeitpunkt seiner Verurteilung vom 26. September 

2014 begonnen hätten. Mithin habe er zuvor in erster Linie zum Nachteil der L.____ Diebstähle 

begangen. Zu seinen Gunsten sei davon auszugehen, dass die wöchentlichen Diebstähle zum 

Nachteil der M.____ im Umfang von jeweils rund Fr. 300.-- erst im Zeitraum nach seiner Verur-

teilung im September 2014 begangen worden seien. Folglich seien 104 Diebstählen im Umfang 

von je Fr. 300.-- und einem Deliktsbetrag von insgesamt Fr. 31'200.-- als erstellt zu erachten.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung legt A.____ ergänzend dar, dass sämtli-

che Beteiligten von einer wöchentlichen Kadenz hinsichtlich der Diebstähle zum Nachteil der 

M.____ gesprochen hätten, weshalb die entsprechende Schlussfolgerung der Vorinstanz nicht 

zu rügen sei. Allerdings hätten er und H.____ zu Protokoll gegeben, dass die Diebstähle in den 

M.____-Filialen erst nach seiner Verurteilung im Jahr 2014 begonnen hätten. Q.____ und J.____ 

hätten ihn hingegen erst nach seiner Verurteilung im Jahr 2014 kennengelernt, weshalb diese 

keine Ausführungen über den Beginn der Diebstähle zum Nachteil der M.____ tätigen könnten. 

Den Depositionen von I.____ seien ferner keine Hinweise zu entnehmen, wonach bereits vor dem 

Herbst 2014 Ware aus Filialen der M.____ entwendet worden sei. Folglich sei von einer Delin-

quenz ab September 2014 auszugehen.  

 

4.3 Mit Berufungsantwort vom 20. November 2020 führt die Staatsanwaltschaft Basel-Land-

schaft aus, dass A.____ in seiner Berechnung die Diebstähle in die M.____ O.____-Filialen igno-

riere. Daraus ergebe sich, dass die Deliktssumme etliche Male deutlich über den veranschlagten 

Fr. 300.-- gewesen sei.  

 

Vor den Schranken des Kantonsgerichts verweist die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft im 

Wesentlichen auf ihre Ausführungen in der Berufungsantwort vom 20. November 2020.  

 

4.4 In casu ist unbestritten, dass A.____ zusammen mit H.____, I.____ und J.____ regel-

mässig Diebstähle zum Nachteil der M.____ begangen hat. Mithin ist einzig die Dauer der Delin-

quenz sowie die daraus resultierende Anzahl der Delikte und die Deliktssumme bestritten.  

 

Hinsichtlich des Beginns der Delinquenz zum Nachteil der M.____ hat A.____ sowohl anlässlich 

der erstinstanzlichen Hauptverhandlung als auch vor den Schranken des Berufungsgerichts kon-

stant zu Protokoll gegeben, dass sie zunächst lediglich in den Filialen der L.____ delinquiert hät-

ten. Etwa zum Zeitpunkt seiner Verurteilung durch das Strafgericht Basel-Landschaft vom 26. 

September 2014 hätten sie realisiert, dass man die Filialen der M.____ mit dem gefüllten Ein-

kaufswagen über die Gemüseabteilung verlassen könne, ohne dass dies auffalle. Mithin habe 

sich die Entwendung von Waren in den Filialen der M.____ als deutlich einfacher erweisen, wes-

halb sie ab dem Herbst 2014 primär zum Nachteil der M.____ delinquiert hätten (act. S 569 ff.; 

Protokoll KGer, S. 15 ff.).  

 

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H.____ ihrerseits bestätigte die Depositionen von A.____ anlässlich der erstinstanzlichen Haupt-

verhandlung (act. S 573). Ebenso legte J.____ sowohl in ihrer Einvernahme vom 6. September 

2017 als auch vor den Schranken des Strafgerichts Basel-Landschaft dar, dass sie primär zum 

Nachteil der M.____ delinquiert habe, wobei sie erst seit dem Frühling 2015 A.____ kenne 

(act. 6767, S 573).  

 

4.5 Unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen (Ziffer 3.4 f.) sowie unter Berücksich-

tigung der vorstehend erörterten Aussagen der Beschuldigten ist festzustellen, dass als erstellt 

zu erachten ist, dass die Beschuldigten ab dem Herbst 2014 mit regelmässigen Diebstählen zum 

Nachteil der M.____ begonnen haben. Mithin bestehen aufgrund der durchwegs übereinstimmen-

den Depositionen der Beschuldigten keine Zweifel, dass sie erst im Herbst 2014 realisiert haben, 

dass das Delinquieren in den Filialen der M.____ deutlich einfacher ist, als in jenen der L.____. 

Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass die zeitliche Verknüpfung dieses Wechsels zu den 

M.____-Filialen mit der Verurteilung von A.____ durch das Strafgericht Basel-Landschaft vom 

26. September 2014 im Sinne eines Realitätskriteriums zu werten ist. Gleichwohl ist in Bezug auf 

die Häufigkeit des Delinquierens − unter Hinweis auf die Erwägungen unter Ziffer 3.5 hievor − zu 

konstatieren, dass nicht davon ausgegangen werden kann, die Beschuldigten hätten in jeder Wo-

che gleich häufig delinquiert. Vielmehr handelt es sich bei den Darlegungen der Beschuldigten 

hinsichtlich der Häufigkeit der Diebstähle zum Nachteil der M.____ jeweils um Schätzungen, auf-

grund derer sich in erster Linie die Regelmässigkeit sowie die Häufigkeit des Delinquierens ein-

drücklich erhellt. Dessen ungeachtet kann daraus nicht auf eine feste Anzahl von Diebstählen pro 

Woche geschlossen werden. Folglich ist auch in Bezug auf die Diebstähle zum Nachteil der 

M.____ nicht von einer exakten Anzahl an Diebstählen auszugehen. Hingegen ist zweifellos als 

erstellt zu erachten, dass die Beschuldigten regelmässig, etwa einmal wöchentlich Diebstähle 

zum Nachteil der M.____ begangen haben, dies ab dem Herbst des Jahres 2014. Insofern ist der 

Sachverhalt daher als erstellt zu erachten und wird im Übrigen auch seitens aller Beschuldigten 

zugestanden. In Bezug auf die Deliktssumme ist sodann zu konstatieren, dass der von der Vo-

rinstanz angenommene durchschnittliche Deliktsbetrag seitens A.____ nicht gerügt worden ist, 

sondern vielmehr die aufgrund der Anzahl Diebstähle sowie dem durchschnittlichen Deliktsbetrag 

resultierende Deliktssumme. Mangels einer exakt feststellbaren Deliktsanzahl zum Nachteil der 

M.____ kann die Gesamtdeliktssumme jedoch nicht präzise festgestellt werden. Im Übrigen kann 

in tatsächlicher Hinsicht auf die Ausführungen der Vorderrichter in ihrem Urteil vom 13. Dezember 

2019 verwiesen werden (S. 31 ff. des vorinstanzlichen Urteils).  

 

4.6 Der Sachverhalt ist folglich im Sinne der vorstehenden Erwägungen als erstellt zu erach-

ten. Im Übrigen werden die rechtlichen Erwägungen des Strafgerichts Basel-Landschaft seitens 

der Parteien nicht gerügt, weshalb auf diese verwiesen werden kann (S. 36 des vorinstanzlichen 

Urteils). A.____, H.____, I.____ und J.____ haben sich demnach des mehrfachen Diebstahls 

strafbar gemacht. Überdies hat sich H.____ der Hehlerei und A.____ sowie H.____ des mehrfa-

chen Hausfriedensbruchs schuldig gemacht.  

 

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5. Mehrfacher Diebstahl zum Nachteil der N.____ AG (Ziff. 1.5 der Anklageschrift) 

5.1 Das Strafgericht Basel-Landschaft legt mit Urteil vom 13. Dezember 2019 dar, dass sich 

A.____, H.____, I.____ und J.____ des mehrfachen, mittäterschaftlichen Diebstahls strafbar ge-

macht hätten, indem sie zwischen dem 20. Februar 2012 und dem 11. Oktober 2016 in unter-

schiedlicher Zusammensetzung in die N.____-Verkaufsläden in der ganzen Schweiz diverse Ver-

kaufsgegenstände in einem Wert von insgesamt Fr. 66'000.-- entwendet hätten. Überdies habe 

sich H.____ der mehrfachen Hehlerei strafbar gemacht, indem sie Kaba-Systeme sowie ein Che-

minée veräussert habe.  

 

5.2 A.____ seinerseits führt mit Berufungsbegründung vom 16. Oktober 2020 aus, dass er 

die Deliktssumme und damit im Grundsatz auch die Diebstähle zugestanden habe. Gestützt da-

rauf habe die Vorinstanz eine Deliktsanzahl von 150 Diebstählen errechnet. Entgegen der Vo-

rinstanz sei allerdings davon auszugehen, dass er pro Diebstahl jeweils Waren im Wert von min-

destens Fr. 2'000.-- entwendet habe, woraus eine Deliktsanzahl von rund 33 Diebstählen zum 

Nachteil der N.____AG resultiere.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung führt A.____ ergänzend aus, dass das 

Strafgericht zu Gunsten von H.____ von einem durchschnittlichen Deliktsbetrag von Fr. 333.-- 

ausgegangen sei. Da er die Gesamtdeliktssumme anerkannt habe, habe die Annahme eines 

durchschnittlichen Deliktsbetrags von Fr. 333.-- pro Diebstahl allerdings bei ihm zum Nachteil 

geführt, dass das Strafgericht eine Deliktsanzahl von 150 Diebstählen errechnet habe. Es sei 

daher vielmehr zu berücksichtigen, dass bei denjenigen Diebstählen zum Nachteil der N.____AG, 

bei welchen er erwischt worden sei, der Deliktsbetrag Fr. 1'000.-- resp. Fr. 2'000.-- betragen 

habe. Folglich sei von rund 33 Diebstählen zu je Fr. 2'000.-- auszugehen.  

 

5.3 Mit Berufungsantwort vom 20. November 2020 bringt die Staatsanwaltschaft Basel-

Landschaft vor, dass die Hochrechnung des Strafgerichts plausibel erscheine. Bei einer Delikts-

summe von mindestens Fr. 66'000.-- sei es im Hinblick auf die Strafzumessung ohnehin kaum 

von Relevanz, ob 150 oder 33 einzelne Diebstähle begangen worden seien.  

 

Vor den Schranken des Kantonsgerichts verweist die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft im 

Wesentlichen auf ihre Ausführungen in der Berufungsantwort vom 20. November 2020.  

 

5.4 Aufgrund der Eingaben der Parteien sowie den vor den Schranken des Kantonsgerichts 

gehaltenen Parteivorträge erhellt, dass in casu einzig die Deliktsanzahl strittig ist. Demgegenüber 

ist unbestritten geblieben, dass A.____ zusammen mit H.____, I.____ und J.____ wiederholt 

Diebstähle zum Nachteil der N.____ AG begangen hat. Ebenso ist die Gesamtdeliktssumme in 

der Höhe von Fr. 66'000.-- seitens A.____ explizit zugestanden worden.  

 

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In Bezug auf die Anzahl der verübten Diebstähle ist in casu zunächst festzustellen, dass sich die 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft diesbezüglich in ihrer Anklageschrift vom 8. März 2019 

nicht geäussert hat. Ebenso wenig hat die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft eine durch-

schnittliche Deliktssumme berechnet. Vielmehr erhellt, dass die entsprechenden Zahlen einzig 

auf den Hochrechnungen des Strafgerichts basieren. Mithin stützte sich die Vorinstanz auf die 

Depositionen von H.____ anlässlich ihrer Einvernahme vom 27. Juli 2017, wonach sie in rund 

30 Fällen Gegenstände aus N.____-Filialen entwendet habe, wobei die Deliktssumme vermutlich 

mehr als Fr. 10'000.-- betrage (act. 6077). Ausgehend von diesen Angaben errechnete die Vo-

rinstanz eine durchschnittliche Deliktssumme von Fr. 333.-- und leitete daraus sowie gestützt auf 

die zugestandene Gesamtdeliktssumme von Fr. 66'000.-- ab, dass A.____ insgesamt rund 150 

Diebstähle zum Nachteil der N.____ AG begangen habe. In diesem Zusammenhang ist wiederum 

zu konstatieren, dass sich derartige Hochrechnungen nach Ansicht des Kantonsgerichts durch-

aus als problematisch erweisen. Aufgrund der Aussagen von H.____ zeigt sich zweifellos, dass 

es sich dabei um vage Schätzungen handelt. Einzig gestützt auf diese vagen Vermutungen kann 

offenkundig keine verlässliche Hochrechnung über die konkrete Anzahl durch A.____ begange-

ner Diebstähle erstellt werden. Entgegen dem Strafgericht ist daher in casu nicht von einer exak-

ten Anzahl an Diebstählen zum Nachteil der N.____ AG auszugehen. Hingegen ist gestützt auf 

die Depositionen von A.____ sowie seinen Mitbeschuldigten zweifellos als erstellt zu erachten, 

dass A.____ zusammen mit seinen Mitbeschuldigten eine Vielzahl von Diebstählen zum Nachteil 

der N.____ AG begangen hat, wobei die Gesamtdeliktssumme Fr. 66'000.-- beträgt. Insofern ist 

der Sachverhalt daher als erstellt zu erachten. Im Übrigen kann in tatsächlicher Hinsicht auf die 

Ausführungen der Vorderrichter in ihrem Urteil vom 13. Dezember 2019 verwiesen werden (S. 36 

ff. des vorinstanzlichen Urteils).  

 

5.5 Somit ist der Sachverhalt im Sinne der vorstehenden Erwägungen als erstellt zu erach-

ten. Im Übrigen werden die rechtlichen Erwägungen des Strafgerichts Basel-Landschaft seitens 

der Parteien nicht gerügt, weshalb auf diese verwiesen werden kann (S. 39 des vorinstanzlichen 

Urteils). A.____, H.____, I.____ und J.____ haben sich demnach des mehrfachen, mittäterschaft-

lichen Diebstahls strafbar gemacht.  

 

 

6. Mehrfacher Diebstahl zum Nachteil der O.____ AG (Ziff. 1.8 der Anklageschrift) 

6.1 In seinem Urteil vom 13. Dezember 2019 erwägt das Strafgericht Basel-Landschaft, 

dass sich A.____, H.____, I.____ sowie J.____ des mehrfachen, mittäterschaftlich begangenen 

Diebstahls strafbar gemacht hätten, indem sie zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 11. Okto-

ber 2016 in unterschiedlicher Zusammensetzung rund 200 Mal im O.____-Food-Verkaufsladen 

in Basel und in weiteren nicht näher bekannten O.____-Food-Verkaufsläden in der ganzen 

Schweiz Lebensmittel in einem Wert von rund Fr. 6'000.-- entwendet hätten. Ausserdem hätten 

die Beschuldigte aus den O.____-Filialen diverse Gegenstände im Gesamtwert von mindestens 

Fr. 5'000.-- entwendet, woraus eine Gesamtdeliktssumme zum Nachteil der O.____ AG von 

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Fr. 11'000.-- resultiere. Ferner habe sich J.____ der Hehlerei strafbar gemacht, indem sie von 

A.____ gestohlene Fussballtrikots entgegengenommen habe.  

 

6.2 Mit Berufungsbegründung vom 16. Oktober 2020 macht A.____ hingegen geltend, dass 

sich die Vorinstanz wiederum auf eine Schätzung von H.____ stützte, wonach sie einmal wö-

chentlich Esswaren in der O.____-Food-Abteilung entwendet hätten. Diese Schätzung sei jedoch 

von keinem Mitbeschuldigten bestätigt worden. Vielmehr habe der Beschuldigte zu Protokoll ge-

geben, dass sie zwar in der O.____-Food-Abteilung gestohlen hätten, allerdings sei dies keines-

falls regelmässig gewesen. Er könne sich an acht bis zehn Diebstähle zum Nachteil der O.____-

Food-Abteilung erinnern. Neben den rund 10 Diebstählen in den O.____-Food-Abteilungen kä-

men die Diebstähle zum Nachteil der O.____-Non-Food-Abteilung, welche zugestanden seien.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung bringt A.____ ergänzend vor, dass sich 

die Diebstähle zum Nachteil der O.____-Food-Abteilung als schwierig erwiesen hätten, zumal 

beim Ausgang eine bediente Käsetheke platziert sei. Ohnehin habe auch H.____ dargelegt, dass 

sie in den Filialen der O.____ AG am wenigsten gestohlen hätten. Es sei daher auf seine Depo-

sition abzustellen, wonach sie rund zehnmal in der O.____-Food-Abteilung delinquiert hätten.  

 

6.3 Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft führt mit Berufungsantwort vom 20. November 

2020 aus, dass nicht ersichtlich sei, weshalb sich H.____ selbst falsch belasten solle. Demge-

genüber sei die Aussage von A.____, wonach er sich lediglich an acht bis zehn Diebstähle in 

O.____-Food-Abteilungen erinnere, nicht glaubhaft. Allerdings erscheine die Anzahl an Diebstäh-

len in O.____-Food-Abteilungen ohnehin nicht von Relevanz, zumal die Diebstähle im Non-Food-

Bereich der Filialen der O.____ AG zugestanden seien.  

 

Vor den Schranken des Kantonsgerichts verweist die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft im 

Wesentlichen auf ihre Ausführungen in der Berufungsantwort vom 20. November 2020.  

 

6.4 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass A.____ zusammen mit H.____, I.____ und 

J.____ eine Vielzahl von Diebstählen zum Nachteil der O.____ AG begangen hat, wobei sie so-

wohl in den Food-Abteilungen als auch in den Non-Food-Abteilungen delinquiert haben. Mithin 

ist einzig die Anzahl und die Deliktssumme der Diebstähle in den Food-Abteilungen der O.____ 

AG bestritten.  

 

Vor den Schranken des Strafgerichts Basel-Landschaft gab A.____ zu Protokoll, dass sie bloss 

acht- bis zehnmal in der O.____-Food-Abteilung delinquiert hätten, zumal sich die Entwendung 

von Gegenständen aufgrund der am Ausgang vorhandenen Käseabteilung mitsamt Mitarbeiter 

als riskant erweise. Entsprechend hätten sie deutlich seltener in der O.____-Food-Abteilung de-

linquiert (act. S 589 ff.). Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung bestätigte A.____ 

seine vorgenannten Depositionen (Protokoll KGer, S. 17).  

 

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H.____ ihrerseits legte in der Befragung vom 27. Juli 2017 dar, dass sie in der Food-Abteilung 

der O.____ einmal wöchentlich delinquiert hätten; gleichwohl hätten sie nicht jede Woche Dieb-

stähle zum Nachteil der Food-Abteilung der O.____ AG begangen. Demgegenüber hätten sie im 

Non-Food-Bereich lediglich acht- bis zehnmal Gegenstände entwendet (act. 6105). Anlässlich 

der erstinstanzlichen Hauptverhandlung brachte sie sodann vor, dass sie lediglich acht- bis zehn-

mal zum Nachteil der O.____ AG delinquiert hätten. Ohnehin hätten sie deutlich öfter in den Fili-

alen der M.____ Diebstähle begangen (act. S 591).  

 

I.____ führte vor den Schranken des Strafgerichts aus, dass sie am häufigsten in M.____-Filialen 

delinquiert hätten, während sie zum Nachteil der O.____ AG nur selten Gegenstände entwendet 

hätten (act. S 591).  

 

Schliesslich machte J.____ anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung geltend, dass sie 

sich an die Diebstähle zum Nachteil der O.____ AG nicht erinnern könne, sondern nur an jene in 

den M.____-Filialen (act. S 591).  

 

6.5 Unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen (Ziffer 3.4 f.) sowie unter Berücksich-

tigung der vorstehend erörterten Depositionen der Beschuldigten ist als erstellt zu erachten, dass 

die Beschuldigten zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 11. Oktober 2016 wiederholt Dieb-

stähle zum Nachteil der O.____ AG begangen haben, wobei die Sachverhaltsfeststellungen der 

Vorderrichter hinsichtlich des Non-Food-Bereichs unbestritten sind, weshalb auf diese verwiesen 

werden kann (vgl. S. 42 ff. des angefochtenen Urteils). In Bezug auf die Food-Abteilung der 

O.____ AG erachtet das Kantonsgericht die Darlegungen der Beschuldigten, wonach die Dieb-

stähle aufgrund der am Ausgang liegenden Käsetheke ein zu grosses Risiko bestanden habe, 

als nachvollziehbar, weshalb nicht von den erstinstanzlich angenommenen 200 Diebstählen aus-

zugehen ist. Unter Hinweis auf die Erwägungen unter Ziffer 3.5 hievor ist allerdings zu konstatie-

ren, dass es sich bei den Ausführungen der Beschuldigten hinsichtlich der Häufigkeit der Dieb-

stähle zum Nachteil der O.____ AG jeweils um reine Schätzungen handelt, aus welchen nicht auf 

eine konkrete Anzahl von Diebstählen geschlossen werden kann. Folglich ist in Bezug auf die 

Diebstähle zum Nachteil der O.____ AG, unter Berücksichtigung der Delinquenz in den Food- als 

auch den Non-Food-Abteilungen, nicht von einer exakten Anzahl von Diebstählen auszugehen. 

Dessen ungeachtet ist aufgrund der Aussagen der Beschuldigten zweifellos als erstellt zu erach-

ten, dass die Beschuldigten eine Vielzahl von Diebstählen zum Nachteil der O.____ AG began-

gen haben, wobei sie im Non-Food Bereich Deliktsgut im Wert von Fr. 4'882.-- sowie im Food-

Bereich Deliktsgut in unbekannter Höhe entwendet haben. Insofern ist der Sachverhalt daher als 

erstellt zu erachten und wird auch seitens der Beschuldigten zugestanden. Im Übrigen kann in 

tatsächlicher Hinsicht auf die Ausführungen der Vorderrichter in ihrem Urteil vom 13. Dezember 

2019 verwiesen werden (S. 42 ff. des vorinstanzlichen Urteils).  

 

6.6 Folgerichtig ist der Sachverhalt im Sinne der vorstehenden Erwägungen als erstellt zu 

erachten. Im Übrigen werden die rechtlichen Erwägungen der Vorderrichter seitens der Parteien 

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nicht gerügt, weshalb auf diese verwiesen werden kann (S. 44 des erstinstanzlichen Urteils). 

A.____, H.____, I.____ und J.____ haben sich daher des mehrfachen, mittäterschaftlich began-

genen Diebstahls strafbar gemacht. Überdies hat sich J.____ der Hehlerei strafbar gemacht.  

 

 

7. Diebstahl und Hausfriedensbruch zum Nachteil der F.____ AG (Ziff. 1.12.1 der An-

klageschrift) 

7.1 Mit Urteil vom 13. Dezember 2019 erwägt das Strafgericht Basel-Landschaft, dass sich 

A.____ und B.____ des Diebstahls sowie des Hausfriedensbruchs zum Nachteil der F.____ AG 

strafbar gemacht hätten, indem sie in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2013 bei einem in Prat-

teln stationierten Container der F.____ AG die Kabelschlösser entfernt, den Container betreten 

und rund 75 Feuerwerkskörper im Wert von insgesamt Fr. 1'540.20 entwendet hätten.  

 

7.2 Demgegenüber bringt B.____ mit Berufungsbegründung vom 15. Oktober 2020 vor, 

dass die Vorinstanz hauptsächlich auf die Depositionen von A.____ und H.____ abgestellt habe, 

ohne darzulegen, weshalb sie sich nicht auf seine Darlegungen stütze. Diesbezüglich falle insbe-

sondere auf, dass sich H.____ erst anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung an den 

Vorfall erinnert habe. Dabei habe sie vorgebracht, A.____ habe ihr erzählt, dass er zusammen 

mit B.____ Feuerwerk gestohlen habe. Demgegenüber habe A.____ seine Aussage erst getätigt, 

nachdem er bereits Einsicht in die Akten und die Depositionen der Mitbeschuldigten gehabt habe. 

Überdies habe die Vorinstanz nicht erwähnt, dass H.____ − im Unterschied zu A.____ − geltend 

gemacht habe, Q.____ sei beim Delinquieren dabei gewesen. Demgegenüber sei B.____ wäh-

rend des gesamten Strafverfahrens geständig gewesen. Hinzu komme, dass er selbst nie bei 

einem Diebstahl von A.____ dabei gewesen sei. Im Gegenteil habe er durchwegs bestritten, mit 

A.____ Feuerwerk gestohlen zu haben. Folglich könne nicht auf die Depositionen von A.____ 

und H.____ abgestellt werden und er sei in diesem Anklagepunkt freizusprechen.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung führt B.____ ergänzend aus, dass auf die 

Aussagen von A.____ und H.____ nicht abzustellen sei. Im Übrigen würden keine weiteren ob-

jektivierbaren Beweise für seine Täterschaft vorliegen, weshalb einzig auf seine Darlegungen 

abzustellen sei.  

 

7.3 Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft macht mit Berufungsantwort vom 20. Novem-

ber 2020 geltend, dass der gestützt auf die Aussagen von A.____, H.____, J.____ und Q.____ 

erfolgte Schuldspruch nicht zu beanstanden sei, wobei die Darlegungen von B.____ einer Verur-

teilung nicht entgegenstünden. Insbesondere sei nicht ersichtlich, welchen Vorteil A.____ aus 

einer Falschbezichtigung von B.____ hätte. Schliesslich seien namentlich die Aussagen von 

Q.____ eindrücklich, zumal diese ein präzises Signalement des Mittäters von A.____ abgegeben 

habe, welchem B.____ entspreche.  

 

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Vor den Schranken des Kantonsgerichts verweist die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft im 

Wesentlichen auf ihre Ausführungen in der Berufungsantwort vom 20. November 2020.  

 

7.4 In casu ist unbestritten, dass in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2013 in X.____ ein 

mit zwei massiven Kabelschlössern gesicherter Container der F.____ AG geöffnet worden ist. In 

der Folge hat sich die Täterschaft in das Innere des Containers begeben und Feuerwerkskörper 

im Wert von Fr. 1'540.20 entwendet (vgl. auch die Strafanzeige der Polizei Basel-Landschaft vom 

27. Juli 2013, act. 12709 ff.). Ebenso ist aufgrund des Geständnisses von A.____ dessen Täter-

schaft als erstellt zu erachten. Hingegen strittig und vorliegend zu prüfen ist die Täterschaft von 

B.____.  

 

7.5 Anlässlich der Befragung vom 16. Februar 2017 bestritt B.____ seine Täterschaft und 

gab zu Protokoll, dass er A.____ des Öfteren mit dem Fahrzeug von H.____ gefahren habe. 

Allerdings habe er in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2013 nichts entwendet (act. 12787 ff.).  

 

In seiner Einvernahme vom 6. September 2018 machte B.____ sodann geltend, dass er zwar 

von A.____ vom Diebstahl der Feuerwerkskörper erfahren habe, gleichwohl sei er nicht dabei 

gewesen. In Bezug auf den Umstand, dass H.____ ihn belaste, gab B.____ ferner zu Protokoll, 

dass diese sich mit A.____ abgesprochen habe, um gegen ihn vorzugehen (act. 12807 ff.). 

 

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung sowie vor den Schranken des Kantonsge-

richts bestritt B.____ abermals, an der Entwendung der Feuerwerkskörper beteiligt gewesen zu 

sein (act. S 609 ff.; Protokoll KGer, S. 19).  

 

7.6 Q.____ ihrerseits legte in der Einvernahme vom 11. Januar 2017 dar, A.____ habe ihr 

erzählt, dass er mit einem Kollegen Feuerwerk aus einem Häuschen in X.____ entwendet habe. 

Bei dem Kollegen habe es sich um den Portugiesen B.____ gehandelt. Ferner beschrieb Q.____ 

diesen B.____ als dünn und nicht besonders gross. A.____ kenne diesen aus dem Gefängnis 

(act. 12777).  

 

7.7 In ihrer Befragung vom 3. Februar 2017 machte J.____ geltend, A.____ habe erwähnt, 

dass er zusammen mit B.____ Feuerwerk gestohlen habe (act. 12783). Diese Aussage bestätigte 

sie anlässlich ihrer Einvernahme vom 16. Oktober 2018 (act. 12819).  

 

7.8 I.____ gab in seiner Einvernahme vom 9. Februar 2017 auf die Frage, ob er zusammen 

mit A.____ Feuerwerk aus einem Container entwendet habe, zu Protokoll, dass er nicht dabei 

gewesen sei. Ergänzend legte er dar, dass A.____ diese Diebstähle zusammen mit dem Portu-

giesen B.____ verübt habe (act. 12785). 

 

7.9 In ihrer Einvernahme vom 27. Juli 2017 legte H.____ dar, dass A.____ zusammen mit 

einem Kollegen aus einem Container in X.____ Feuerwerkskörper gestohlen habe. Dazu hätten 

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sie ihr Fahrzeug benutzt. Mithin habe der Kollege von A.____ am Abend gefragt, ob er den Au-

toschlüssel ihres Fahrzeugs haben könne. Dies sei im Juli oder August 2013 gewesen (act. 12793 

ff.).  

 

In der Folge gab sie anlässlich der Befragung vom 5. September 2018 zu Protokoll, dass der 

Diebstahl des Feuerwerks von A.____ und B.____ begangen worden sei (act. 12805).  

 

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung wiederholte H.____ ihre Aussage, wonach 

A.____ und B.____ ihr Fahrzeug genommen und damit in X.____ Feuerwerkskörper gestohlen 

hätten. Dabei habe B.____ ihr Fahrzeug gelenkt (act. S 607 ff.).  

 

7.10 A.____ verweigerte im Untersuchungsverfahren seine Aussage und gab anlässlich der 

erstinstanzlichen Hauptverhandlung zu Protokoll, dass die Depositionen von H.____ korrekt 

seien. Mithin sei er zusammen mit B.____ im Fahrzeug von H.____ nach X.____ gefahren, wobei 

B.____ das Auto gelenkt habe. In X.____ hätten sie das Schloss des Containers mit den Feuer-

werkskörpern gemeinsam aufgebrochen und das Feuerwerk in das Fahrzeug geladen (act. S 609 

ff.).  

 

7.11 Aufgrund der vorstehenden Depositionen zeigt sich, dass neben dem Mitbeschuldigten 

A.____ überdies H.____, Q.____, J.____ sowie I.____ zu Protokoll gegeben haben, dass B.____ 

zusammen mit A.____ die Feuerwerkskörper aus dem Container in X.____ entwendet habe. Zu 

berücksichtigen ist allerdings, dass Q.____, J.____ und I.____ von der Täterschaft von B.____ 

jeweils nur vom Hörensagen Kenntnis hatten. Demgegenüber hat H.____ in ihrer Einvernahme 

vom 27. Juli 2017 ausgeführt, dass B.____ sie nach den Schlüsseln zu ihrem Fahrzeug gefragt 

habe. Mithin ist H.____ zwar bei der eigentlichen Entwendung nicht dabei gewesen, allerdings 

hat sie mitbekommen, wie A.____ und B.____ zusammen losgefahren sind, wobei B.____ das 

Fahrzeug gelenkt haben soll. Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung hat H.____ die-

sen Umstand insofern relativiert, als sie zu Protokoll gegeben hat, dass A.____ und B.____ ihr 

Fahrzeug genommen hätten, während sie geschlafen habe. Es ist allerdings gerichtsnotorisch, 

dass die Aussagen zu Beginn eines Verfahrens aufgrund ihrer zeitlichen Nähe zur Tat eher der 

Wahrheit entsprechen, als spätere Depositionen, welche nach einer Reflexion der Situation sowie 

im Bewusstsein über das tatsächliche Ausmass des Strafverfahrens gemacht werden. Soweit 

B.____ im Weiteren die Glaubhaftigkeit der Depositionen von A.____ in Zweifel zieht und dazu 

auf die von A.____ vor Strafgericht getätigte Aussage verweist, wonach Q.____ ebenfalls dabei 

gewesen sein soll, kann ihm nicht gefolgt werden. Vielmehr ist sowohl aufgrund des Wortlauts 

des schriftlichen Protokolls (act. S 609) sowie aufgrund der Audioaufnahme der strafgerichtlichen 

Hauptverhandlung offenkundig, dass sie die Äusserung von A.____ betreffend die Teilnahme von 

Q.____ einzig auf das Abfeuern der Feuerwerkskörper bezogen hat. Mithin hat er zu keinem 

Zeitpunkt zu Protokoll gegeben, Q.____ sei (auch) bei der Entwendung der Feuerwerkskörper 

dabei gewesen. Folglich liegt aufgrund der übereinstimmenden Depositionen von A.____, 

H.____, Q.____, J.____ und I.____ eine geradezu erdrückende Beweislage für die Täterschaft 

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des Beschuldigten vor. Hinzu kommt, dass B.____ seinerseits zunächst zugestanden hat, A.____ 

wiederholt mit dem Fahrzeug von H.____ gefahren zu haben, wobei er in der fraglichen Nacht 

selbst nichts entwendet habe. Mithin bestätigt B.____, dass A.____ sie in der Tatnacht zum Tatort 

gefahren hat. In der Folge bestritt der Beschuldigte hingegen jedwelche Beteiligung an der Ent-

wendung der Feuerwerkskörper pauschal. Hinsichtlich der ihn belastenden Depositionen führte 

B.____ sodann lediglich aus, dass sich A.____ und H.____ abgesprochen hätten und ihn deshalb 

absichtlich falsch belasten würden. Diesbezüglich ist allerdings zu konstatieren, dass keine 

Gründe ersichtlich sind, weshalb A.____ und H.____ den Beschuldigten falsch belasten sollen, 

zumal diese daraus keinen Vorteil ziehen. Im Gegenteil bestritt A.____ bis zur erstinstanzlichen 

Hauptverhandlung seine Täterschaft. Weshalb er nunmehr einen Vorteil daraus ziehen soll, in-

dem er B.____ zu Unrecht belastet und dabei zugleich auch seine eigene Täterschaft zugesteht, 

ist nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil wäre eine Falschbezichtigung von B.____ nur dann zu 

erwarten, wenn A.____ geltend gemacht hätte, dass B.____ allein delinquiert habe. In casu hat 

A.____ allerdings seine eigene Täterschaft zeitgleich mit der Täterschaft von B.____ zugestan-

den. Die Vorbringen von B.____ vermögen die geradezu erdrückende Beweislage daher nicht zu 

erschüttern, weshalb zweifellos als erstellt zu erachten ist, dass A.____ und B.____ gemeinsam 

das Schloss am Container aufgebrochen, den Container betreten und die Feuerwerkskörper ent-

wendet haben. Folgerichtig ist der angeklagte Sachverhalt als erstellt zu erachten.  

 

7.12 Die rechtlichen Erwägungen des Strafgerichts werden seitens der Parteien nicht gerügt, 

weshalb auf diese verwiesen werden kann (S. 53 des erstinstanzlichen Urteils). A.____ und 

B.____ haben sich folgerichtig des Diebstahls sowie des Hausfriedensbruchs strafbar gemacht, 

weshalb sich die Berufung von B.____ in diesem Punkt als unbegründet erweist und abzuweisen 

ist.  

 

 

8. Qualifikationen der Banden- und Gewerbsmässigkeit (Ziff. 1.17 der Anklage-

schrift) 

Die rechtlichen Ausführungen des Strafgerichts betreffend die Erfüllung der Qualifikationen der 

Banden- und Gewerbsmässigkeit werden von A.____ nicht thematisiert. Vielmehr führt A.____ 

mit Berufungsbegründung vom 16. Oktober 2020 explizit aus, dass die Anpassungen der Delikt-

sanzahl sowie der Deliktssumme betreffend die Anklageziffern 1.3 (L.____), 1.4 (M.____), 1.5 

(N.____) und 1.8 (O.____) nichts daran zu ändern vermögen, dass er sich des gewerbsmässigen 

sowie des mehrfachen bandenmässigen Diebstahls strafbar gemacht hat. Es ist daher grund-

sätzlich auf die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen, zumal sich diese durch-

wegs als sachlich korrekt erweisen. A.____ hat sich demzufolge des gewerbs- und teilweise ban-

denmässigen Diebstahls strafbar gemacht.  

 

 

9. Mehrfache Tierquälerei (Ziff. 5.1 der Anklageschrift) 

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9.1 Das Strafgericht Basel-Landschaft erwägt in seinem Urteil vom 13. Dezember 2019, 

A.____ habe sich der mehrfachen Tierquälerei strafbar gemacht, indem er in seiner damaligen 

Wohnung mehrere lebende Zierfische in ein Aquarium gegeben habe, in welchem er bereits meh-

rere Piranhas gehalten habe, worauf die Piranhas die Zierfische getötet hätten. Ausserdem habe 

A.____ die Piranhas nicht gefüttert, weshalb diese sich gegenseitig getötet hätten.  

 

9.2 Demgegenüber bringt A.____ mit Berufungsbegründung vom 16. Oktober 2020 vor, das 

Strafgericht stütze sich einzig auf die Depositionen von Q.____. Dies führe dazu, dass zu seinem 

Nachteil ein Schuldspruch erfolgt sei, ohne dass er von seinem Konfrontationsrecht habe Ge-

brauch machen können. Zwar könne die Verletzung des Konfrontationsrecht den Strafbehörden 

nicht angelastet werden, zumal Q.____ zwischenzeitlich verstorben sei. Dessen ungeachtet 

könne ein Schuldspruch nicht einzig gestützt auf belastenden Aussagen von Q.____ erfolgen. 

Vielmehr müssten weitere Indizien oder Anhaltspunkte vorliegen, welche mit den belastenden 

Darlegungen von Q.____ übereinstimmen würden. Solche seien in casu allerdings nicht gegeben. 

Im Gegenteil habe er konstant dargelegt, davon ausgegangen zu sein, dass sich die Piranhas 

mit anderen Fischen vertragen würden. Diese Information habe er von der Tierhandlung erhalten. 

Ferner bestreite er den Vorwurf, die Piranhas nicht gefüttert zu haben.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung führt A.____ ergänzend aus, dass auf eine 

Konfrontation mit dem Belastungszeugen verzichtet werden könne, wenn dieser verstorben sei. 

Gleichwohl sei in diesen Fällen erforderlich, dass der Beschuldigte zu den belastenden Aussagen 

hinreichend habe Stellung nehmen können und ein Schuldspruch nicht allein auf diese belasten-

den Depositionen abgestützt werde. Gleichwohl habe die Vorinstanz ihren Schuldspruch einzig 

auf die Ausführungen von Q.____ gestützt. Hinzu komme, dass das Halten von Zierfischen zu-

sammen mit Piranhas grundsätzlich nicht ausgeschlossen sei. Ihm könne nicht nachgewiesen 

werden, dass er vorsätzlich oder allenfalls eventualvorsätzlich die Piranhas zu den Zierfischen 

gegeben habe, damit diese von den Piranhas gefressen würden. Folglich fehle es am subjektiven 

Tatbestand. Im Übrigen habe er auch bestritten, dass er die Piranhas nicht gefüttert habe.  

 

9.3 Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft trägt mit Berufungsantwort vom 20. November 

2020 vor, dass die Depositionen von Q.____ keineswegs das einzige Beweismittel darstellen 

würden. Vielmehr seien die Aussagen von A.____ ein weiteres gewichtiges Indiz, zumal dieser 

den Anklagesachverhalt anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung in objektiver Hinsicht 

weitgehend bestätigt habe. Hingegen habe das Strafgericht die Behauptung von A.____, lediglich 

gemäss Ratschlägen einer Tierhandlung gehandelt und die Piranhas ordentlich gefüttert zu ha-

ben, zu Recht als unglaubhaft und realitätsfern qualifiziert. Ausserdem habe A.____ selbst ein-

geräumt, dass ihn die Tierhandlung auf die Gefahr, dass die Piranhas die Zierfische essen könn-

ten, hingewiesen habe.  

 

Vor den Schranken des Kantonsgerichts verweist die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft im 

Wesentlichen auf ihre Ausführungen in der Berufungsantwort vom 20. November 2020.  

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9.4 In tatsächlicher Hinsicht ist zunächst auf die Depositionen von Q.____ zu verweisen. 

Diese führte anlässlich ihrer Einvernahme vom 11. Januar 2017 aus, dass A.____ in einer Tier-

handlung in Deutschland Fische entwendet und diese anschliessend zu den in seinem Aquarium 

bereits vorhandenen Piranhas gegeben habe, obwohl ihm in der Tierhandlung erklärt worden sei, 

dass er die Zierfische nicht mit den Piranhas zusammen im gleichen Aquarium halten dürfe. Ent-

sprechend hätten die Piranhas in der Folge die Zierfische gefressen. Überdies hätten die Piran-

has sich gegenseitig gefressen, da A.____ ihnen zu wenig Fischfutter gegeben habe (act. 7121 

ff.).  

 

9.5 A.____ seinerseits gab anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung zu Protokoll, 

dass er sich habe beraten lassen, als er sich zum Kauf von Piranhas entschieden habe. In der 

Tierhandlung habe er darauf hingewiesen, dass er bereits Fische zu Hause habe, worauf ihm 

erklärt worden sei, dass sich die Fische mit den Piranhas vertragen würden. Gleichwohl bestehe 

die Gefahr, dass die Piranhas die anderen Fische essen würden. Dessen ungeachtet habe man 

ihm nicht vom Kauf der Piranhas abgeraten (act. S 597 ff.).  

 

Vor den Schranken des Kantonsgerichts führte A.____ sodann aus, dass er vor dem Kauf der 

Piranhas nachgefragt habe, ob diese sich mit den Zierfischen vertragen würden, worauf man ihm 

erklärt habe, dass man es probieren könne. Auch habe er Aquarien gesehen, in welchen Piranhas 

mit anderen Fischen gehalten worden seien (Protokoll KGer, S. 17).  

 

9.6 In Bezug auf die Ausführungen von Q.____ ist zu konstatieren, dass sich diese als de-

tailreich, in sich schlüssig und nachvollziehbar erweisen, wobei auffällt, dass ihre Ausführungen 

frei von inneren Ungereimtheiten sind. Hinzu kommt, dass Gegenstand der Befragung, insbeson-

dere der vorangehenden Fragen, die diversen Diebstähle waren. Auf die Frage hin, ob es noch 

weitere (von A.____ begangene) Diebstähle gäbe, von welchen sie Kenntnis habe, gab Q.____ 

zu Protokoll, dass A.____ Fische im Einkaufscenter in S.____ entwendet habe. In der Folge legte 

sie von sich aus und in freier Erzählung dar, dass A.____ die kleinen Fische aus Deutschland zu 

den Piranhas ins Aquarium gegeben habe, obwohl ihm vor Ort erklärt worden sei, dass er die 

Zierfische auf keinen Fall zu den Piranhas geben dürfe (act. 7121). Mithin hat Q.____ auf offene 

Fragen hin den Sachverhalt geschildert, wobei die A.____ vorgeworfenen Tierquälereien gar 

nicht Thema der Befragung waren. Hinzu kommt, dass Q.____ von den entsprechenden Vorwür-

fen in keiner Weise profitierte. Insgesamt kann somit festgestellt werden, dass die Depositionen 

von Q.____ als ausgesprochen authentisch imponieren. Die Darlegungen von Q.____ werden im 

Weiteren durch die Aussagen von A.____ untermauert. So hat dieser anlässlich der erstinstanz-

lichen Hauptverhandlung nicht nur den Sachverhalt in objektiver Hinsicht zugestanden, sondern 

überdies dargelegt, dass er in der Tierhandlung auf die Gefahr, dass die Piranhas die anderen 

Fische essen würden, hingewiesen worden sei (act. S 597 ff.). In Beachtung der vorstehenden 

Ausführungen, namentlich der Vielzahl von festgestellten Realkriterien bezüglich der Aussagen 

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von Q.____ sowie den Darlegungen von A.____, welche die Depositionen von Q.____ untermau-

ern, ist die Nullhypothese, nämlich die Annahme, dass die Erklärungen von Q.____ nicht reali-

tätsbegründet sind, nicht mehr hal