# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82ed876a-223a-5016-b712-573fc0bdf742
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.03.2025 D-1580/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1580-2025_2025-03-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1580/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;   

Gerichtsschreiberin Sarah Rutishauser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

und ihr Kind 

C._______, geboren am (…), 

alle Türkei,  

(…),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 6. Februar 2025 / N (…). 

 

 

 

D-1580/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden – türkische Staatsangehörige kurdischer Ethnie 

und alevitischen Glaubens – suchten am 10. April 2023 in der Schweiz um 

Asyl nach. Sie wurden dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region Nord-

westschweiz zugewiesen.  

B.  

Am 17. April 2023 wurden sie zu ihrer Person (PA) befragt und am 3. Juli 

2023 vertieft zu den Asylgründen (nach Art. 29 AsylG [SR 142.31]) ange-

hört.  

Zur Begründung ihres Asylgesuchs führten die Beschwerdeführenden im 

Wesentlichen aus, am 5. Januar 2023 sei der Beschwerdeführer in seinem 

eigenen Textilgeschäft in Istanbul von der Polizei festgenommen worden. 

Im Gewahrsam habe er erfahren, dass sein Mitarbeiter im Geschäft ein 

Paar habe übernachten lassen und ihm – wie auch dem Beschwerdeführer 

– Beihilfe zu deren Terroraktivitäten vorgeworfen werde. Der Beschwerde-

führer sei immer wieder geschlagen worden, habe jedoch klargestellt, das 

Paar nicht zu kennen. Nach vier Tagen habe ihn die Polizei freigelassen 

und von ihm verlangt, als Informant tätig zu sein. Aus Angst hätten die Be-

schwerdeführenden ihr Kind nicht mehr in die Schule geschickt und zehn 

Tage bei der Schwester der Beschwerdeführerin gewohnt, bevor sie im 

März 2023 offiziell von Istanbul in ihr Heimatdorf (Erzincan) zurückgekehrt 

seien. Da sie befürchtet hätten, ins Gefängnis zu kommen oder gefoltert zu 

werden, hätten sie sich zur Ausreise entschieden und seien am 4. April 

2023 von der Türkei direkt mit dem Flugzeug in die Schweiz eingereist. 

Nach der Ausreise sei zweimal bei der Familie und dem Dorfvorsteher nach 

ihnen gefragt worden. Im Weiteren gab der Beschwerdeführer an, in der 

Türkei nur im Hintergrund politisch aktiv gewesen zu sein (Teilnahme an 

Kundgebungen, Protesten und Propagandaveranstaltungen, Verteilen von 

Broschüren) und der türkische Staat behandle kurdische Aleviten wie Ter-

roristen. Die Beschwerdeführerin legte im Weiteren dar, sich in der Türkei 

ausgeschlossen gefühlt zu haben, aufgrund ihrer Ethnie beschimpft wor-

den zu sein und sich über die Teilnahme am Religionsunterricht des Kindes 

ohne ihre Zustimmung geärgert zu haben. 

Zu ihrer gesundheitlichen Situation befragt gab die Beschwerdeführerin an, 

nebst mit Cremes behandelten Ekzemen unter Panikattacken zu leiden 

und deswegen in Behandlung zu sein. Dem Beschwerdeführer gehe es 

nebst medikamentös behandelten Rücken- und Knieschmerzen 

D-1580/2025 

Seite 3 

gesundheitlich gut und das gemeinsame Kind habe ausser Albträumen und 

schuppiger Haut keine gesundheitlichen Beschwerden.  

Zum Nachweis ihrer Identität reichten die Beschwerdeführenden ihre Iden-

titätsausweise im Original und zur Stützung ihrer Vorbringen eine Kopie 

eines Schreibens des Dorfvorstehers sowie betreffend das Textilgeschäft 

einen Amtsblattauszug im Original sowie Kopien eines Steuerbescheids, 

Handelsregistereintrags und Schliessungsbelegs ein.  

C.  

Während des Verfahrens reichten die Beschwerdeführenden eine Schul-

bestätigung für das Kind für den Zeitraum vom 17. April 2023 bis 30. Juni 

2023 in der Schweiz ein.  

D.  

Das Asylgesuch der Beschwerdeführenden wurde am 10. Juli 2023 ins er-

weiterte Verfahren überwiesen und die Beschwerdeführenden mit separa-

ter Verfügung am 11. Juli 2023 dem Kanton Aargau zugeteilt. 

E.  

Mit am 7. Februar 2025 eröffnetem Entscheid vom 6. Februar 2025 lehnte 

das SEM unter Verneinung der Flüchtlingseigenschaft das Asylgesuch der 

Beschwerdeführenden ab und ordnete ihre Wegweisung aus der Schweiz 

sowie den Vollzug an. Gleichzeitig beauftragte es den zuständigen Kanton 

mit dem Wegweisungsvollzug. 

F.  

Die Beschwerdeführenden erhoben mit Eingabe vom 6. März 2025 (Post-

stempel) gegen den Entscheid des SEM vom 6. Februar 2025 Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht. Es wurde die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung sowie die Gewährung von Asyl, eventualiter unter Feststel-

lung der Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzuges die Anordnung der vorläufigen Aufnahme und subeventu-

aliter die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

beantragt. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten die Beschwerdefüh-

renden unter Verzicht auf das Erheben eines Kostenvorschusses um Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Beiordnung eines 

Rechtsbeistandes ihrer Wahl. 

G.  

Mit Schreiben vom 7. März 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht 

den Eingang der Beschwerde.  

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Seite 4 

H.  

Am 11. März 2025 reichten die Beschwerdeführenden beim Bundesverwal-

tungsgericht eine Unterstützungsbestätigung vom 7. März 2025 ein.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-

den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG und entscheidet auf dem Gebiet 

des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Die Beschwerdeführenden sind 

als Verfügungsadressaten zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 

VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten (Art. 105 und 108 Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 72 i.V.m. Art. 111 Bst. e AsylG). Wie 

nachstehend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, 

weshalb das Urteil ohne Weiterungen zu fällen und nur summarisch zu be-

gründen ist (Art. 72 i.V.m. Art. 111a Abs.1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

 

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Seite 5 

4.2. Eine begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG liegt 

dann vor, wenn ein konkreter Anlass zur Annahme besteht, eine solche 

hätte sich – im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

und in absehbarer Zeit verwirklicht und/oder werde sich auch aus heutiger 

Sicht mit ebensolcher Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft verwirkli-

chen. Es müssen demnach hinreichende Anhaltspunkte für eine konkrete 

Bedrohung vorhanden sein, die bei einem durchschnittlichen Menschen in 

vergleichbarer Lage Furcht vor Verfolgung und damit den Entschluss zur 

Flucht hervorrufen würden. 

 

4.3. Wer die Flüchtlingseigenschaft geltend macht, muss sie nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG).  

 

5.  

5.1. Die Vorinstanz begründete ihren ablehnenden Entscheid mit der feh-

lenden Asylrelevanz der Vorbringen.  

 

Zunächst hätten die Beschwerdeführenden in der Heimat keine Nachteile 

im Sinne des Asylgesetzes erlitten. Der Beschwerdeführer sei vier Tage zu 

Unrecht in Gewahrsam genommen und beschuldigt worden, Personen zu 

unterstützen, welche terroristische Aktivitäten ausüben würden. Selbst 

wenn die subjektive Furcht vor einer Verfolgung nachvollziehbar sei, ver-

möge ein einmaliger viertägiger Gewahrsam des Beschwerdeführers, nach 

welchem es zu keinen weiteren Behelligungen mehr gekommen sei, aus 

objektiver Sicht mangels Intensität keine flüchtlingsrechtliche Relevanz zu 

entfalten. Da er trotz des zunächst erhobenen Vorwurfs der Zusammenar-

beit mit Terroristen ohne Anordnung von Untersuchungshaft freigelassen 

worden sei, könne davon ausgegangen werden, die Behörden würden ihn 

nicht weiterverfolgen, zumal keine Hinweise auf die Einleitung von straf-

rechtlichen Ermittlungen gegen ihn bestünden. Im Weiteren müsse auf-

grund des niederschwelligen politischen Profils nicht von einem Politmalus 

ausgegangen werden. Bei den Befürchtungen der Beschwerdeführenden, 

im Dorf Erzincan verfolgt werden, handle es sich um unsubstantiierte Mut-

massungen. Weder aus ihren Angaben noch den Akten gehe ein anhalten-

des, ungebrochenes Interesse der türkischen Behörden an ihnen hervor. 

Daran würden auch zweimalige Besuche der Gendarmerie bei der Familie 

und dem Dorfvorsteher nichts ändern.  

 

Alsdann würden die im vorliegenden Fall betreffend die kurdische Ethnie 

geltend gemachten Nachteile und Schikanen in ihrer Intensität nicht über 

diejenigen hinausgehen, welche weite Teile der kurdischen Bevölkerung in 

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Seite 6 

der Türkei in ähnlicher Weise treffen könnten, und es handle sich dabei 

nicht um solche im Sinne des Asylgesetzes. Die Schilderungen der Be-

schwerdeführerin, in der Türkei keine Freunde gefunden und sich vor einer 

Vergewaltigung ihres Kindes gefürchtet zu haben, vermöchten ebenfalls 

keine flüchtlingsrechtliche Relevanz zu begründen.  

 

An dieser Einschätzung würden die eingereichten Beweismittel nichts än-

dern und weder konkrete noch zukünftige asylrelevante Schwierigkeiten 

der Beschwerdeführenden im Heimatstaat belegen.  

 

5.2. In der Beschwerde wurde demgegenüber in Wiederholung der bishe-

rigen Vorbringen hauptsächlich entgegnet, die Vorbringen seien glaubhaft 

und die türkischen Behörden würden den Beschwerdeführer als Spion rek-

rutieren wollen, worauf die Nachforschungen beim Dorfvorsteher hindeu-

ten würden. Im Weiteren seien die während des viertägigen Gewahrsams 

erlittenen, unmenschlichen Misshandlungen zweifellos flüchtlingsrechtlich 

relevant und die Verletzungen seien in der Schweiz von einem Arzt doku-

mentiert und behandelt worden. Bisher seien die türkischen Behörden zwar 

nicht strafrechtlich gegen ihn vorgegangen, es bestehe in der Türkei aber 

ein diktatorisches Regierungssystem und ein Leben dort sei nicht nachhal-

tig. Im Zusammenhang mit dem niederschwelligen politischen Profil des 

Beschwerdeführers werde darauf hingewiesen, dass jegliche Form von po-

litischer Aktivität ins behördliche Visier gerate und jedermann deswegen 

Nachteile erleide. Im Weiteren sei der Grund, dass sich nach dem Vorfall 

vom 5. Januar 2023 nichts mehr ereignet habe, die Flucht der Beschwer-

deführenden gewesen, infolge derer sie drei Monate später um Asyl in der 

Schweiz nachgesucht hätten. Im Falle einer Rückkehr drohe dem Be-

schwerdeführer sofortige Haft mit Folter und Misshandlungen, weshalb den 

Beschwerdeführenden Asyl zu gewähren sei.  

6.  

6.1. Die Vorinstanz hat die Vorbringen der Beschwerdeführenden in der 

angefochtenen Verfügung zutreffend als nicht asylrelevant qualifiziert, die 

Flüchtlingseigenschaft verneint und das Asylgesuch abgelehnt. Zur Ver-

meidung von Wiederholungen kann mit den nachfolgenden Ergänzungen 

auf die entsprechenden Erwägungen der angefochtenen Verfügung sowie 

auf E. 5.1 hiervor verwiesen werden. Die Ausführungen auf Beschwerde-

ebene führen insgesamt, wie zu sehen sein wird, zu keiner anderen Be-

trachtungsweise. Auf die Entgegnungen in der Beschwerde ist im Folgen-

den näher einzugehen. 

 

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Seite 7 

6.2. Die Rechtsmitteleingabe hält der vorinstanzlichen Würdigung haupt-

sächlich blosse Gegenbehauptungen entgegen, die nicht näher substanti-

iert werden. Es handelt sich dabei um substanzlose Entgegnungen in Form 

der persönlichen Ansicht der Beschwerdeführenden, welche unbehelflich 

sind. Die Beteuerung der Beschwerdeführenden, ihre Angaben seien 

glaubhaft, führt zu keiner anderen Einschätzung. Denn unabhängig von der 

Glaubhaftigkeit der Vorbringen ist entgegen der Beschwerde aus den be-

haupteten zweimaligen behördlichen Nachfragen nach dem Beschwerde-

führer nicht ohne Weiteres auf eine asylrelevante Verfolgung oder eine Spi-

onagerekrutierung zu schliessen, zumal unbestrittenermassen nach dem 

Ereignis vom 5. Januar 2023 bis zur Ausreise am 4. April 2023 keinerlei 

Behelligungen des Beschwerdeführers beziehungsweise der Beschwerde-

führenden mehr stattgefunden haben. Der Einwand, sie seien danach ge-

flohen (Beschwerde, Ziff. II/2), vermag nicht zu überzeugen, nachdem da-

zwischen immerhin rund drei Monate ohne jegliche Verfolgungsmassnah-

men verstrichen sind. Vor diesem Hintergrund ist nicht von einem asyl-

rechtlich relevanten Interesse der türkischen Behörden am Beschwerde-

führer auszugehen. Daran vermögen auch die Vorbringen zu den einge-

reichten Beweismittel nichts zu ändern, zumal der Beweiswert des einge-

reichten Schreibens des Dorfvorstehers in Kopie, das die Suche nach dem 

Beschwerdeführer belegen soll, mangels Überprüfbarkeit der Echtheit oh-

nehin niedrig und die Möglichkeit eines Gefälligkeitsschreibens nicht aus-

zuschliessen ist. Die in der Beschwerde dargelegten Mutmassungen und 

das Gefühl, im Dorf verfolgt worden zu sein, sind ebenso unbehelflich wie 

allgemeine Ausführungen zur örtlichen Lage des Heimatdorfes (Maksutu-

sagi, Beschwerde, Ziff. II/1) und zur Behandlung des türkischen Volkes be-

ziehungsweise der kurdisch alevitischen Bevölkerung in der Türkei. Weder 

aus den Akten noch den Angaben der Beschwerdeführenden ergeben sich 

Anhaltspunkte für asylrechtlich relevante Ermittlungen beziehungsweise 

für eine staatliche Verfolgung. Es ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass 

die Beschwerdeführenden aus der kurdischen Ethnie nichts zu ihren Guns-

ten ableiten können und – entgegen ihrer Behauptung – kein sonderlich 

ausgeprägtes politisches Profil ersichtlich ist. Aus den blossen Vorbringen 

eines in der Türkei vorherrschenden diktatorischen Regierungssystems so-

wie eines für sie persönlich nicht nachhaltig möglichen Lebens in der Türkei 

ist nichts zu Gunsten der Beschwerdeführenden abzuleiten. Unter diesen 

Umständen ist nicht von einer ihnen in absehbarer Zukunft mit erheblicher 

Wahrscheinlichkeit drohenden gezielten Verfolgung auszugehen (vgl. 

BVGer Urteile D-6886/2024 vom 14. November 2024 E. 7.2 und  

E-4782/2024 vom 3. Oktober 2024 E. 5.4.2 f. m.w.H.). 

 

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Seite 8 

Alsdann hat die Vorinstanz die eingereichten Beweismittel (vgl. Beweismit-

telverzeichnis; vorstehend Sachverhalt B.), welche nicht geeignet sind, 

eine asylrelevante Verfolgung nachzuweisen, zutreffend gewürdigt (vi-Ent-

scheid Ziff. I/3 und Ziff. II) beziehungsweise betreffen sie keine bestritten 

gebliebene Sachverhaltselemente. Im Weiteren ist aus dem blossen Be-

schwerdevorbringen, die mutmasslich im Zusammenhang mit den Asylvor-

bringen entstandenen Verletzungen des Beschwerdeführers nachträglich 

durch einen Arzt in der Schweiz dokumentiert und behandelt zu haben, 

nichts zu Gunsten der Beschwerdeführenden abzuleiten. Selbst bei Einrei-

chung eines entsprechenden Arztberichtes kann ein solcher Körperverlet-

zungen, aber auch psychische Störungen beziehungsweise eine Trauma-

tisierung, zwar belegen, nicht aber deren genaue Ursache (vgl. Urteil des 

BVGer D-4720/2024 vom 5. Februar 2025 E. 7.2.2 m.w.H.). Im Übrigen ist 

die Glaubhaftigkeit jenes Vorbringens offenzulassen.  

6.3. Insgesamt wurden auf Beschwerdeebene keine Tatsachen oder Be-

weismittel vorgebracht, welche die Einschätzung der Vorinstanz zu ändern 

vermöchten. Die Ausführungen in der Beschwerde vermögen keine asyl-

rechtlich relevante Verfolgung begründet erscheinen zu lassen. 

6.4. Aufgrund des Gesagten hat die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft 

der Beschwerdeführenden zu Recht verneint und ihr Asylgesuch 

folgerichtig abgelehnt. 

7.  

7.1. Lehnt das SEM das Asylgesuch ab, so verfügt es in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

 

7.2. Die Beschwerdeführenden verfügen in der Schweiz insbesondere we-

der über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen 

Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach 

ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, 

je m.w.H.). 

8.  

8.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

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Seite 9 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

 

Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der 

Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Hei-

mat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, 

Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der 

Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung 

unterworfen werden. 

 

8.2.  

Das SEM wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass 

es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-

liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb der in 

Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung (Non-Refoule-

ment) im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden kann. Eine 

Rückkehr der Beschwerdeführenden in die Türkei ist demnach unter dem 

Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

Sodann ergeben sich weder aus ihren Aussagen noch aus den Akten An-

haltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in die Türkei 

dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 

FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Auch die all-

gemeine Menschenrechtssituation in der Türkei lässt den Wegweisungs-

vollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen (vgl. Urteil 

des BVGer D-364/2025 vom 4. März 2025 E. 8.2.3). Nach dem Gesagten 

ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der landes- als auch der 

völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.  

8.3.  

8.3.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat 

D-1580/2025 

Seite 10 

aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 

medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefähr-

dung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläu-

fige Aufnahme anzuordnen. 

 

8.3.2. Auch unter Berücksichtigung des Wiederaufflammens des türkisch-

kurdischen Konfliktes sowie der bewaffneten Auseinandersetzungen zwi-

schen der PKK und den staatlichen Sicherheitskräften seit Juli 2015 in ver-

schiedenen Provinzen im Südosten des Landes (Batman, Diyarbakir, Mar-

din, Siirt, Urfa und Van, Hakkari und Sirnak) sowie der Entwicklungen nach 

dem Putschversuch von Teilen des türkischen Militärs im Juli 2016 ist ge-

mäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts nicht von einer Si-

tuation allgemeiner Gewalt oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen in 

der Türkei – auch nicht für Angehörige der kurdischen Ethnie – auszuge-

hen. Folglich ist nicht von einer generellen Unzumutbarkeit des Vollzugs 

von Wegweisungen auszugehen (vgl. Referenzurteil E-4103/2024 vom  

8. November 2024 E. 13.2 und statt vieler Urteil des BVGer E-4404/2024 

vom 7. März 2025 E. 8.3.2 m.w.H.). 

 

8.3.3. Die Beschwerdeführenden stammen aus der Provinz Erzincan, ha-

ben jedoch den Grossteil ihres Lebens in Istanbul verbracht und verfügen 

über gute Schulbildung (Abschluss Gymnasium; Weiterbildungskurse und 

Meisterbrief des Beschwerdeführers). Der Beschwerdeführer betrieb in Is-

tanbul ein eigenes Unternehmen in der Textilbranche und die Beschwerde-

führerin verfügt über Berufserfahrung in einer Technologiefirma. Sie haben 

zahlreiche Verwandte im Heimatstaat, mit denen sie grösstenteils in regel-

mässigem Kontakt stehen und bei denen sie vor der Ausreise bereits Un-

terschlupf fanden (A31/16, F8 ff., F17 ff.; A32/10, F10 ff., F14 ff.). Vor die-

sem Hintergrund ist anzunehmen, dass die Wohnsituation bei einer Rück-

kehr keine Probleme birgt und eine soziale sowie berufliche Reintegration 

in der Türkei ohne Weiteres möglich sein sollte. Es ist nicht davon auszu-

gehen, sie würden bei einer Rückkehr in eine wirtschaftliche oder finanzi-

elle Notlage geraten.  

 

8.3.4. Es spricht im Weiteren nichts dagegen, dass die Beschwerdeführen-

den, die weder bei der Vorinstanz noch auf Beschwerdeebene medizini-

schen Berichte eingereicht haben, die mutmasslichen – teilweise bereits 

vor der Einreise in die Schweiz bestandenen – Leiden (Panikattacken, 

Hautprobleme, Rücken- und Knieschmerzen, Albträume) sofern nötig in ih-

rem Heimatstaat in Anspruch nehmen können. In der Türkei ist entspre-

chende medizinische, überdies auch eine psychiatrische, 

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Seite 11 

psychotherapeutische und psychologische Behandlung, verfügbar und das 

türkische Gesundheitssystem weist grundsätzlich einen europäischen 

Standard auf (vgl. Urteil des BVGer D-6886/2024 vom 14. November 2024 

E. 9.3.4 m.w.H.). 

 

8.3.5. Aus dem Kindeswohl gemäss Art. 3 KRK ist ebenso wenig ein Voll-

zugshindernis abzuleiten. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich 

der achtjährige Junge ausserhalb seiner Kernfamilie an die schweizerische 

Kultur und Lebensweise nicht derart angepasst hätte, dass der Vollzug der 

Wegweisung aus der Schweiz eine Entwurzelung darstellen würde. Be-

günstigend wirkt die gemeinsame Rückkehr mit seinen Eltern in die Heimat 

und das dortige Vorhandensein zahlreicher Verwandter. Der Einwand in 

der Beschwerde, er sei in der Schweiz in der Schule bestens integriert und 

spreche fliessend Deutsch, vermag diese Einschätzung nicht umzustos-

sen.  

8.3.6. Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung als 

zumutbar.  

 

8.4. Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, die im Besitz ihrer 

gültigen Identitätskarten sind, sich bei der zuständigen Vertretung des Hei-

matstaates die für eine Rückkehr allfällig notwendigen weiteren Reisedo-

kumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. BVGE 2008/34 E. 12), 

weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 

(Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5. Zusammenfassend hat das SEM den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der vorläu-

figen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).  

9.  

Der Subeventualantrag (Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an 

die Vorinstanz) blieb gänzlich unbegründet, weshalb er abzuweisen ist.  

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit überprüfbar – 

angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

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Seite 12 

11.  

11.1. Die Beschwerde hat sich als von vornherein aussichtslos erwiesen, 

weshalb das gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege – unabhängig von ihrer Bedürftigkeit – abzuweisen ist.  

 

11.2. Mit vorliegendem Direktentscheid ist das Gesuch um Verzicht auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

 

Als Folge der Abweisung der Beschwerde sind die Kosten des Verfahrens 

somit den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 

VwVG) und auf Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a 

VGG).    

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Sarah Rutishauser 

 

 

Versand: