# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4dc4c3ec-4eb3-52d5-bd82-7eb8514428fa
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.03.2021 II 2021 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-2_2021-03-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 2

Entscheid vom 18. März 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Marcel Käselau, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung; Ablehnung einer zumutbaren Arbeitsstelle)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 19__) war seit 1986 bei der B.________ angestellt, zuletzt 
als Leiter Filialgebiet / Leitung Filiale C.________. Im Zusammenhang mit einer 
Reorganisation hat die B.________ mit A.________ im Rahmen eines Sozialpla-
nes am 10./15. April 2020 eine Kündigungsvereinbarung per 31. Juli 2020 abge-
schlossen, ihm aber gleichzeitig per 1. Mai 2020 ein Stellenangebot als Leiter 
Team D.________ unterbreitet, das A.________ als unzumutbar abgelehnt hat 
(Vi-act. 3). Am 13. Mai 2020 stellte A.________ Antrag auf Arbeitslosenentschä-
digung ab 1. August 2020 (Vi-act. 1; 11).

B. Am 27. August 2020 überwies die Arbeitslosenkasse dem Amt für Arbeit 
die Frage des Verzichts auf Weiterbeschäftigung bzw. Ablehnung einer zumutba-
ren Arbeitsstelle aufgrund der Nichtannahme des Stellenangebotes (Vi-act. 3). 
Mit Schreiben vom 1. September 2020 gewährte das Amt für Arbeit A.________ 
das rechtliche Gehör, da es aufgrund der Nichtannahme einer zumutbaren Arbeit 
die Einstellung in der Anspruchsberechtigung in Betracht zog (Vi-act. 4). Nach-
dem A.________ am 4. September 2020 hierzu Stellung nahm (Vi-act. 5), verfüg-
te das Amt für Arbeit am 16. September 2020 die Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung für die Dauer von 31 Tagen ab dem 1. August 2020 (Vi-act. 6). 
Hiergegen erhob A.________ am 27. September 2020 Einsprache (Vi-act. 7), 
welche das Amt für Arbeit mit Entscheid Nr. 236/20 am 7. Dezember 2020 ab-
wies (Vi-act. 9).

C. Am 10. Januar 2021 erhebt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 18. 
Dezember bis 2. Januar; Art. 38 Abs. 4 lit. c des Bundesgesetzes über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000) 
Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, den Einspracheentscheid vom 7. 
Dezember 2020 aufzuheben.

D. Mit Vernehmlassung vom 11. Februar 2021 beantragt das Amt für Arbeit 
die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vorliegend ist einzig strittig und nachfolgend zu prüfen, ob die Vorinstanz 
Recht verletzt hat, indem sie den Beschwerdeführer wegen Nichtannahme einer 
zumutbaren Arbeit für 31 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat.

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2.1 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, hat 
im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht alles Zumutbare zu unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, insbesondere Arbeit zu su-
chen und jegliche zumutbare Arbeit unverzüglich anzunehmen (Art. 17 Abs. 1 
und 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0] 
vom 25.6.1982). Die verschiedenen damit verbundenen Pflichten sind als blosse 
Obliegenheiten nur insofern durchsetzbar, als deren Verletzung leistungsrechtli-
che Sanktionen in Form der Einstellung in der Anspruchsberechtigung (Art. 30 
AVIG) nach sich zieht. Diese hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. 
Als verwaltungsrechtliche Sanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnis-
mässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (Urteil BGer 8C_468/2020 vom 
27.10.2020 Erw. 3.1; SBVR Soziale Sicherheit-Nussbaumer, ALV, Rz. 828).

2.2 Sanktioniert werden unter anderem Verhaltensweisen, die sich negativ auf 
den Eintritt oder die Dauer der Arbeitslosigkeit auswirken. So ist die versicherte 
Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie die Kontrollvor-
schriften oder die Weisungen der zuständigen Amtsstelle nicht befolgt, nament-
lich etwa eine zumutbare Arbeit nicht annimmt (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG). Die 
Sanktion einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung setzt nicht (zwingend) 
den Nachweis eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Verhalten der versi-
cherten Person und der Verlängerung der Arbeitslosigkeit, mithin dem (auch) der 
Arbeitslosenversicherung entstandenen Schaden voraus. Vielmehr werden be-
stimmte Handlungen und Unterlassungen bereits dann sanktioniert, wenn sie erst 
ein Schadensrisiko in sich bergen (BGE 141 V 365 Erw. 2.1 mit Hinweisen; Urtei-
le BGer 8C_468/2020 vom 27.10.2020 Erw. 3.2; 8C_339/2016 vom 29.6.2016 
Erw. 2.2; 8C_491/2014 vom 23.12.2014 Erw. 2, in: SVR 2015 ALV Nr. 7 S. 19).

2.3 Nach dem Wortlaut von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG ist der Versicherte na-
mentlich dann in der Anstellungsberechtigung einzustellen, wenn er eine zumut-
bare Arbeit nicht annimmt. Ob eine Arbeit zumutbar ist, beurteilt sich nach Art. 16 
AVIG: Nach dessen Abs. 1 ist grundsätzlich jede Arbeit zumutbar, während die 
Ausnahmen, in denen eine Arbeit als unzumutbar gilt, in Abs. 2 abschliessend 
aufgelistet sind (BGE 122 V 34 Erw. 4d). So ist etwa eine Arbeit unzumutbar, die 
dem Alter, den persönlichen Verhältnissen oder dem Gesundheitszustand der 
versicherten Person nicht angemessen ist (Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG). Das Bun-
desgericht wendet hinsichtlich der Annahme der Unzumutbarkeit einen strengen 
Massstab an (Urteil BGer 8C_584/2020 vom 17.12.2020 Erw. 4; AVIG-Praxis 
ALE D26). Namentlich Unzumutbarkeit aus medizinischen oder gesundheitsge-

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fährdenden Gründen muss durch ein eindeutiges Arztzeugnis (oder allenfalls 
durch andere geeignete Beweismittel) belegt sein (Urteil BGer 8C_584/2020 vom 
17.12.2020 Erw. 4; AVIG-Praxis ALE B290). Aus Gründen der Rechtssicherheit 
darf sich die Arbeitslosenkasse nicht mit blossen Behauptungen begnügen, son-
dern benötigt vielmehr zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicher-
te Person im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Abklärung 
des Sachverhalts beizubringen hat (Urteil BGer 8C_742/2013 vom 27.11.2003 
Erw. 4.1).

2.4 Die Ablehnung einer zumutbaren Arbeit ohne entschuldbaren Grund gilt als 
schweres Verschulden, was eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung zwi-
schen 31 und 60 Tagen nach sich zieht (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG in Verbindung 
mit Art. 45 Abs. 3 lit. c und Abs. 4 lit. b der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [Arbeitslosenversiche-
rungsverordnung, AVIV; SR 837.02] vom 31.8.1983). Das Gesetz selbst setzt 
somit voraus, dass dem Versicherten eine zumutbare Arbeitsstelle im Sinn      
von Art. 16 AVIG angeboten wird. Daher ist vor der Verhängung der Sanktion 
grundsätzlich die Zumutbarkeit der fraglichen Stelle zu prüfen (Urteil BGer 
8C_468/2020 vom 27.10.2020 Erw. 5.1).

2.5 Sowohl das sozialversicherungsrechtliche Administrativverfahren wie auch 
der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Sozialversiche-
rungsträger und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt 
von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis 
über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen 
hinreichende Klarheit besteht (Urteil BGer 9C_662/2016 vom 15.3.2017 Erw. 
2.2). Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Ge-
richt dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind. Zudem gilt der Untersuchungsgrundsatz nicht unein-
geschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 
125 V 193 Erw. 2 mit Hinweisen), die diejenigen Beweismittel, die sie in den 
Händen haben oder die sie sich allenfalls bei Dritten besorgen können, beizu-
bringen haben. Mithin kommt die Mitwirkungspflicht naturgemäss bei Tatsachen 
zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die Behörden und die ohne ihre 
Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erhoben werden kön-
nen (vgl. BGE 138 II 465 Erw. 8.6.4). Sodann hat das Gericht im Sozialversiche-
rungsrecht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vor-
sieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-

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derungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu fol-
gen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 
würdigt (BGE 138 V 218 Erw. 6; Urteil BGer 8C_794/2016 vom 28.4.2017 Erw. 
4.1). 

3.1.1  Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung notierte der Beschwerdeführer 
unter "Grund der Kündigung", er habe eine mit dem Sozialplan der B.________ 
angebotene Stelle als unzumutbar abgelehnt (Vi-act. 1). In der Folge konfrontier-
te ihn das Amt für Arbeit mit dem Vorwurf der Ablehnung einer zumutbaren Arbeit 
und drohte die Einstellung an (Vi-act. 4). In seiner Stellungnahme vom 4. Sep-
tember 2020 begründete der Beschwerdeführer, warum er sich zu jenem Zeit-
punkt völlig ausserstande gefühlt habe, die angebotene Stelle anzunehmen (Vi-
act. 5): Schon in den Verhandlungen mit der Gewerkschaft habe sich gezeigt, 
dass die Stelle "Leiter Team D.________" für Mitarbeitende des mittleren Kaders 
wie ihn grundsätzlich unzumutbar sei; aus diesem Grunde sei auch eine Abfin-
dung angeboten worden. Zweitens sei er als Leiter Filiale und Leitender Filialge-
biet im Bereich des mittleren Kaders mit höheren Aufgaben betreut gewesen. 
Diese höheren Aufgaben in Führung, Verkauf, Organisation und Betrieb seien mit 
der Reorganisation grossmehrheitlich verloren gegangen und es seien andere 
Aufgaben der Stufe Mitarbeitende am Schalter vorgesehen gewesen. Für ihn als 
Führungsverantwortlichen habe dies nur in wenigen Teilen seiner bisherigen 
Funktion und Ausbildung entsprochen und sei aufgrund seiner Ausbildung und 
des Werdegangs inhaltlich unzumutbar gewesen. Drittens habe der angebotene 
Lohn mit Fr. 108'981.-- weit unter demjenigen des mittleren Kaders von bis dahin 
Fr. 121'291.-- plus Bonus von Fr. 10'000.-- bis Fr. 15'000.-- gelegen, was unzu-
mutbar sei. Viertens habe für ihn eine Zusammenarbeit mit der neuen Leiterin 
des Gebietes E.________ nicht in Frage gestanden; vor ihm hätten schon ande-
re Kollegen gekündigt, weil sie sich eine Zusammenarbeit mit dieser Vorgesetz-
ten nicht vorstellen konnten. Und als letzten Grund nannte der Beschwerdeführer 
fünftens Corona. Die neue Aufgabe habe weniger Hierarchie zugunsten einer 
Teamorganisation vorgesehen, alle auf einer Stufe, was für ihn bis zu 50% direk-
te Schaltertätigkeit mit direktem Kundenkontakt in den heissesten Zeiten von Co-
rona und dies in E.________ mit offenen Schaltern bedeutet hätte. Dies sei sei-
ner Gesundheit wegen im Zeitpunkt, da er hätte unterzeichnen sollen, völlig un-
denkbar gewesen. Erst viel später seien Anstrengungen zum Schutz der Ange-
stellten unternommen worden. Mit seinen bald 60 Jahren und als besonders be-
troffene Person sei für ihn ein Austausch mit Kunden von Angesicht zu Angesicht 
ohne genügende Schutzmassnahmen undenkbar und unzumutbar gewesen.

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3.1.2  In der Verfügung vom 16. September 2020 stellte die Vorinstanz fest, mit 
seiner Stellungnahme könne der Beschwerdeführer den Sachverhalt nicht befrie-
digend erklären; bei all den genannten Gründen wäre er trotz allem im Rahmen 
der Schadenminderungspflicht verpflichtet gewesen, die Stelle anzunehmen. Mit 
der Ablehnung habe er die Arbeitslosigkeit in Kauf genommen, weshalb ihn die 
Vorinstanz für 31 Tage in der Anspruchsberechtigung einstellte (Vi-act. 6). 

3.2.1  In seiner Einsprache wiederholte der Beschwerdeführer, die Stelle hätte 
ganz grundsätzlich nicht seinen Fähigkeiten und seiner Position im mittleren Ka-
der entsprochen, sie sei auf Grund der Reorganisation nicht für Mitarbeitende wie 
ihn vorgesehen gewesen. Zweitens hätte er sich die Zusammenarbeit mit der 
vorgesetzten Person nicht vorstellen können, es wäre dies sehr belastend gewe-
sen. Vor allem aber und vorrangig sei der letztlich entscheidende Punkt gewe-
sen: Als er sich habe entscheiden müssen, habe sich die Corona Krise mit dem 
Lockdown ihrem Höhepunkt genähert mit für ihn unmittelbaren gesundheitlichen 
Gefahren und der Aussetzung durch 50% Schalterdienst mit direktem Kunden-
kontakt ohne Zwischenglas. Für ihn als Zugehöriger einer Risikogruppe (59 Jah-
re alt) sei dies auf keinen Fall in Frage gekommen (Vi-act 7). Dass sich die 
Wahrnehmung zu Corona seit seinem Entscheid leicht verändert habe, könne 
nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gefahr für seine Gesundheit dannzumal 
in Anbetracht der zu erwartenden Aufgabe ausgesprochen hoch gewesen sei. 
Für ihn sei es aus gesundheitlichen Überlegungen schlicht nicht in Frage ge-
kommen, die Stelle anzutreten.

3.2.2  Im Einspracheentscheid verweist die Vorinstanz auf die Rechtsprechung 
zur Beweisregel der "Aussage der ersten Stunde", wonach bei sich widerspre-
chenden Angaben des Versicherten auf seine spontane Aussage abzustellen sei. 
In der Stellungnahme vom 4. September 2020 habe der Beschwerdeführer fünf 
Punkte aufgezählt, warum die Stellenannahme unzumutbar gewesen sei (vgl. 
oben Erw. 3.1.1). Erst als letzten Punkt habe er kurz die Corona-Situation er-
wähnt, was darauf schliessen lasse, dass er die anderen, ausführlich dargelegten 
Punkte höher gewichte. Erst in der Einsprache versuche er diese Sichtweise um-
zudrehen und der Gesundheit mehr Gewicht zu geben, da ihm aufgrund der Ver-
fügung wohl bewusst geworden sei, dass die in der Stellungnahme aufgeführten 
Argumente nicht verfangen würden. 

Zu den einzelnen Argumenten führt die Vorinstanz aus:
- Soweit der Lohn der neuen Stelle weniger als 80% des versicherten Ver-

dienstes betragen hätte (80% wären Fr. 109'401.60; der neue Lohn hätte 
Fr. 108'981.-- betragen), hätte es sich sicher um einen zumutbaren Zwischen-

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verdienst gehandelt und er hätte Anspruch auf Kompensationszahlungen ge-
habt.

- Was die Arbeitsinhalte und die Zusammenarbeit mit der zukünftigen Vorgesetz-
ten anbelange, so mache der Beschwerdeführer keine Angaben, inwiefern dies 
für ihn im Sinne von Art. 16 Abs. 2 AVIG unzumutbar gewesen wäre.

- Bezüglich die gesundheitlichen Befürchtungen in Folge der Covid-19-Pandemie 
bestehe für die Arbeitgeber eine Pflicht zum Gesundheitsschutz der Arbeitneh-
menden am Arbeitsplatz. Dieser müsse gewährleistet sein. 

Aus Sicht der Vorinstanz bestand daher insgesamt kein Grund für die Ablehnung 
der angebotenen Stelle und die Inkaufnahme der Arbeitslosigkeit.

3.3 Vor Verwaltungsgericht bestreitet der Beschwerdeführer, seine Argumenta-
tion in der Einsprache neu geordnet zu haben und neu die Unzumutbarkeit aus 
gesundheitlichen Gründen wegen Chancenlosigkeit der anderen Argumente her-
vorzuheben. Für ihn sei der zuletzt genannte Grund derjenige, der für die Nicht-
annahme des Stellenangebotes entscheidend gewesen sei. Die Ablehnung sei 
aus rein gesundheitlichen Gründen erfolgt. Die anderen aufgeführten Gründe 
seien für ihn persönlich und subjektiv ebenfalls zwingende Gründe für die Ableh-
nung gewesen; zuletzt sei aber der gesundheitliche Aspekt rund um die Corona-
Konstellation entscheidend gewesen. Sie habe es für ihn unmöglich gemacht, die 
Stelle in der damaligen Konstellation anzunehmen. Gemäss dem von der Vor-
instanz aufgeführten Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG könne ja eine Arbeit als unzumut-
bar abgelehnt werden, wenn sie dem Gesundheitszustand des Versicherten nicht 
angemessen sei. Dies sei zum damaligen Zeitpunkt zweifellos der Fall gewesen. 
Er wisse noch genau, wie er das Angebot studiert habe vor der ungewissen Ent-
wicklung mit Corona und dem Lockdown. Es sei für ihn zu jenem Zeitpunkt abso-
lut keine Option gewesen, eine solche Arbeit in dieser Konstellation einzugehen 
(im 60. Altersjahr, unmittelbarer Kundenkontakt, täglich bis zu 200 Kunden per-
sönlich, keine Schutzmasken, kein Zwischenglas, kein zusätzlicher Schutz). Dies 
habe er in der Absage an die B.________ ausdrücklich so mitgeteilt. Es sei da-
her beileibe kein erst in der Einsprache nachgeschobener Grund.

Gemäss Vorinstanz handelt es sich hierbei um keine neuen Argumente, die nicht 
schon im Zeitpunkt des Einspracheentscheides bekannt gewesen wären, wes-
halb sie sich zur Beschwerde nicht äusserte.

4.1 Der Beschwerdeführer geht vor Verwaltungsgericht zu Recht nicht mehr 
auf seine in der Stellungnahme vom 4. September 2020 vorgebrachten Unzu-
mutbarkeitsgründe eins bis vier ein (vgl. oben Erw. 3.1.1). 

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Eine versicherte Person darf ihre Stellensuche nicht auf qualitativ gleichwertige 
Arbeit beschränken (VGE II 2018 20 vom 22.3.2018 Erw. 4.2). Unzumutbarkeit 
im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. b AVIG (Fähigkeiten oder bisherige Tätigkeit nicht 
angemessen berücksichtigend) ist gegeben, wenn die versicherte Person in der 
neuen Stelle überfordert wäre; Unterforderung begründet keine Unzumutbarkeit 
(SVR 2005 ALV Nr. 7 [C 165/03] Erw. 2.1; Urteil EVGer C 65/06 vom 27.4.2006 
Erw. 3.3; AVIG-Praxis ALE B285; SBVR Soziale Sicherheit-Nussbaumer, ALV, 
Rz. 295) und die gesetzliche Forderung nach einer angemessenen Rück-
sichtnahme auf die bisherige Tätigkeit zielt darauf ab, dass berufliche Qualifikati-
onen nicht verloren gehen oder gemindert werden (Urteil EVGer C 65/06 vom 
27.4.2006 Erw. 3.3). Gemäss Angebot der B.________ wäre der Beschwerde-
führer als Leiter Team, D.________ und Umgebung weiterbeschäftigt worden. In 
dieser neuen Funktion wäre er für das Team in E.________, in welchem er sel-
ber mitzuarbeiten gehabt hätte, in organisatorischen und personellen Belangen 
verantwortlich gewesen (Vi-act. 3). Eine Überforderung wäre damit nicht einher-
gegangen. Auch wenn der Beschwerdeführer gewisse Führungsfunktionen verlo-
ren hätte, so kann gleichwohl nicht behauptet werden, die neue Leitungsstelle bei 
derselben Arbeitgeberin (B.________) sei aufgrund der bisherigen Tätigkeit un-
zumutbar. Gewisse Leistungsfunktionen wären auch nach der Reorganisation 
anerkanntermassen verblieben, hinzugekommen wäre die Mitarbeit im Team, 
was objektiv betrachtet die Qualifikation keinesfalls geschmälert hätte. Die neue 
Aufgabe hätte weder einen Branchenwechsel bedeutet, noch hätten sich das 
Betätigungsfeld oder die Aufgaben wesentlich oder grundlegend geändert. Ein 
gewisser Kompetenzverlust sowie die Mitarbeit in dem vom Beschwerdeführer zu 
leitenden Team kann unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderungspflicht 
nicht als unzumutbar beurteilt werden. Kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer 
mit der Stellenablehnung die Arbeitslosigkeit in Kauf nahm, wogegen ihn ein Stel-
lenantritt nicht gehindert hätte, weiter eine ihm mehr entsprechende Stelle zu su-
chen. Die Annahme der Stelle als Leiter Team hätte seine Chancen auf dem Ar-
beitsmarkt nicht gemindert, keinesfalls mehr als die dann eingetretene Arbeits-
losigkeit. 

Auf die geltend gemachte Unzumutbarkeit aufgrund der neuen Vorgesetzten ist 
nicht weiter einzugehen, ist doch diese Argumentation - auch nach Darstellung 
des Beschwerdeführers - äusserst subjektiv. Sie ist auch wenig substantiiert und 
weitgehend mit nicht belegten Aussagen von Kollegen untermauert. Worin die 
Unzumutbarkeit genau bestehen sollte und unter welchen der in Art. 16 Abs. 2 
AVIG abschliessend aufgelisteten Unzumutbarkeitskriterien dies zu subsumieren 
wäre, bleibt unklar. Es ist zu ergänzen, dass rechtsprechungsgemäss ein 
schlechtes Arbeitsklima und Spannungen zwischen der versicherten Person und 

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Arbeitskollegen oder Vorgesetzten keine Unzumutbarkeit begründen (Urteile 
BGer 8C_584/2020 vom 17.12.2020 Erw. 4; 8C_66/2017 vom 9.6.2017 Erw. 2).

Lohnmässig ist eine Stelle unzumutbar, wenn sie der versicherten Personen ei-
nen Lohn kleiner als 70% des versicherten Verdienstes einbringt (Art. 16 Abs. 2 
lit. i AVIG). Selbst wenn der Beschwerdeführer bis zu rund Fr. 136'500.-- ver-
dienen konnte (vgl. oben Erw. 3.1.1), hätte der ihm angebotene Lohn von 
Fr. 108'981.-- über der Unzumutbarkeitsschwelle von 70% (Fr. 95'550.--) gele-
gen. Zudem hätte der Beschwerdeführer - wie von der Vorinstanz zu Recht fest-
gehalten - befristet Kompensationszahlungen bis 80% des versicherten Ver-
dienstes beanspruchen können (Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG i.V.m. Art. 24 AVIG). 

4.2 Bleibt der vom Beschwerdeführer als massgebend bezeichnete Grund der 
Unzumutbarkeit, die Stelle sei seinem Gesundheitszustand nicht angemessen 
gewesen und es sei für ihn aus gesundheitlichen Gründen geradezu unmöglich 
gewesen, die Stelle anzutreten (vgl. oben Erw. 3.1.1, 3.2.1 und 3.3).

Es ist eine Tatsache, dass im Frühjahr 2020 die Covid-19-Pandemie ausbrach. 
Objektiv betrachtet stellt dies allein indes keinen Grund dar, dass die dem Be-
schwerdeführer angebotene Stelle seinem Gesundheitszustand nicht angemes-
sen gewesen wäre (Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG; vgl. oben Erw. 2.3). Was seinen 
Gesundheitszustand anbelangt, macht er einzig sein Alter (Jahrgang 19__) gel-
tend. Selbst wenn davon ausgegangen wird (und insbesondere im relevanten 
Zeitpunkt ausgegangen wurde), dass das Risiko eines schwereren Krankheits-
verlaufs mit dem Alter zunimmt, so war das Alter des Beschwerdeführers den-
noch nicht sehr fortgeschritten (gemäss BAG galten bereits im März 2020 erst 
Personen ab 65 als besonders gefährdet; vgl. Medienmitteilung BAG vom 
6.3.2020; Coronavirus: Verstärkter Schutz besonders gefährdeter Personen und 
Evaluation der wirtschaftlichen Auswirkungen; www.bag.admin.ch). Neben dem 
Alter machte der Beschwerdeführer keinerlei Risikofaktoren wie Vorerkrankungen 
geltend. 

Aus der Trennungsvereinbarung (Vi-act. 3) ergibt sich, dass der Beschwerdefüh-
rer mit der B.________ am 24. März 2020 ein Gespräch führte und er seinerseits 
die Vereinbarung am 15. April 2020 unterzeichnete. Zu jenem Zeitpunkt zeichne-
ten sich bereits wieder Lockerungen bezüglich der Covid-19-Massnahmen ab, 
die der Bundesrat am 16. April 2020 offiziell bekannt gab. Zudem ist davon aus-
zugehen, dass die Corona-Situation im Rahmen der Gespräche mit der 
B.________ ebenfalls zur Sprache kam; hierzu äussert sich der Beschwerdefüh-
rer jedoch nicht. Als damaliger Kadermitarbeiter und auch Filialleiter musste ihm 
bewusst sein - worauf die Vorinstanz zu Recht hinweist - dass die Arbeitgeberin 
eine Fürsorgepflicht traf und die B.________ Massnahmen zum Schutze der An-

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gestellten treffen musste. Mit dem neu eingefügten Art. 10c COVID-19-
Verordnung 2 (SR 818.101.24) wurden die Arbeitgeber schon am 17. März 2020 
auf ihre besonderen Pflichten bezüglich Gesundheitsschutz aufmerksam ge-
macht. Dass die B.________ diese Pflicht nicht wahrgenommen hätte, macht der 
Beschwerdeführer nicht geltend. Die B.________ veröffentlichte denn auch be-
reits am 18. März 2020 eine Medienmitteilung, wonach Massnahmen zum 'Social 
Distancing' ergriffen wurden, so etwa offene Kundenschalter umgehend ange-
passt wurden (vgl. Medienmitteilung B.________ vom 18.3.2020; 
www.B.________.ch/news). Da der Beschwerdeführer als Leiter Team angestellt 
worden wäre, hätte er zudem selber Einfluss auf die zu ergreifenden Massnah-
men nehmen können. Soweit liess es der Beschwerdeführer aber schon gar nicht 
kommen, hat er die Stelle doch bereits abgelehnt, noch bevor er von den umge-
setzten Massnahmen Kenntnis nehmen konnte. Der Beschwerdeführer macht 
auch nicht geltend, er habe die B.________ auf die Problematik bzw. seine Be-
fürchtung angesprochen, diese habe aber keinerlei Verständnis gezeigt und sei 
nicht gewillt gewesen, die Mitarbeitenden vor einer Covid-19-Ansteckung zu 
schützen (wie bereits aufgezeigt, hatte die B.________ durchaus umgehend 
Massnahmen ergriffen). Gerade weil die Situation damals anders als heute ein-
geschätzt wurde, wäre eine solche Auseinandersetzung mit der neuen Stelle 
aber zu erwarten gewesen. Schliesslich wäre der Beschwerdeführer gestützt auf 
den bereits damals geltenden Art. 10c Covid-19-Verordnung 2 berechtigt gewe-
sen, seine besondere Gefährdung allein durch eine persönliche Erklärung gel-
tend zu machen mit der Möglichkeit, von der B.________ unter Lohnfortzahlung 
beurlaubt zu werden. Mithin bestanden verschiedene Möglichkeiten, der Befürch-
tung der Gesundheitsgefährdung durch die neue Stelle entgegen zu treten. Der 
Beschwerdeführer beschränkt sich jedoch auf den Hinweis, sich seine Gedanken 
gemacht und entschieden zu haben, die Stelle unter keinen Umständen antreten 
zu können. Allein die subjektive Empfindung und die Befürchtung, die Gesund-
heit könnte an der neuen Stelle gefährdet sein, reichen jedoch nicht aus, um eine 
Stelle als unzumutbar abzulehnen. Dass die B.________ (bereits im März 2020) 
Massnahmen zum Schutze der Angestellten ergriffen hatte und auch die Covid-
19-Verordnung 2 Schutzmassnahmen für Betroffene (inkl. Freistellung unter 
Lohnfortzahlung) vorsah, ist demgegenüber erwiesen.

4.3 Zusammenfassend ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz 
keinen Grund anerkannte, dass die dem Beschwerdeführer angebotene Stelle 
von ihm als unzumutbar hätte abgelehnt werden dürfen. Damit aber hat er seine 
Schadenminderungspflicht verletzt, was zu Recht eine Sanktionierung in Form 
einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung zur Folge hatte (vgl. oben Erw. 
2.1). 

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5.1.1  Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach 
dem Grad, der Schwere des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Die Einstellung 
dauert 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 - 30 Tage bei mittelschwerem 
Verschulden und 31 - 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 AVIV). 

5.1.2  Ein schweres Verschulden liegt von Gesetzes wegen vor, wenn der Versi-
cherte ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusiche-
rung einer neuen aufgegeben oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat (Art. 45 
Abs. 4 AVIV). In diesem Fall beträgt die Dauer der Einstellung somit mindestens 
31 Tage, falls keine entschuldbaren Gründe vorliegen. 

5.1.3  Bei Vorliegen eines gesetzlichen Tatbestandes nach Art. 45 Abs. 4 AVIV 
liegt nicht zwingend schweres Verschulden vor (BGE 130 V 125 Erw. 3.2). Die 
Mindesteinstellungsdauer von 31 Tagen für schweres Verschulden kann unter-
schritten werden, wenn entschuldbare Gründe für das Handeln des Versicherten 
vorliegen. Unter einem entschuldbaren Grund ist dabei ein Grund zu verstehen, 
der das Verschulden als mittelschwer oder leicht erscheinen lassen kann. Bei der 
Prüfung, ob ein entschuldbarer Grund vorliegt, sind wie bei der Bemessung der 
Einstellungsdauer die konkreten Umstände und persönlichen Verhältnisse zu 
berücksichtigen (Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 
1998, S. 169). Ein entschuldbarer Grund kann also die subjektive Situation (wie 
gesundheitliche Probleme, familiäre Situation, Religionszugehörigkeit) oder eine 
objektive Gegebenheit (wie befristete Stelle) betreffen (Kupfer Bucher, Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, AVIG, 4. Auflage, 
S. 187). Liegt ein entsprechender entschuldbarer Grund vor, ist Art. 45 Abs. 4 
AVIV nicht anwendbar; vielmehr ist die Einstellungsdauer diesfalls nach der all-
gemeinen Regel des Art. 30 Abs. 3 AVIG zu bemessen (SBVR Soziale Sicher-
heit-Nussbaumer, ALV, Rz. 864).

5.1.4  Bei der Bemessung der Einstellungsdauer sind alle Umstände des konkre-
ten Einzelfalls wie Beweggründe, persönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, 
Gesundheit, soziales Umfeld, Bildungsgrad) und Begleitumstände zu berücksich-
tigen (vgl. VGE I 2008 85 vom 25.6.2008 Erw. 4.1 mit Verweisen auf VGE 324/02 
vom 17.7.2002 Erw. 5b, Chopard, a.a.O. S. 167 ff.; AVIG-Praxis ALE, Januar 
2016, D64). Massgebend ist das Gesamtverhalten der versicherten Person, das 
unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der ob-
jektiven und subjektiven Gegebenheiten zu würdigen ist (BGE 130 V 125 Erw. 
3.5). Es ist dabei vom Mittelwert des jeweils definierten Rahmens für leichtes, 
mittelschweres und schweres Verschulden auszugehen, welcher bei qualifizier-

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tem Verhalten entsprechend verschärft und bei privilegiertem Verhalten gemin-
dert werden kann (BGE 123 V 153 Erw. 3b).

5.1.5  Das Seco hält in der AVIG-Praxis ALE, Rz. D72 ff. ein Einstellraster für 
verschiedene Einstellungs-Tatbestände bereit. Dieses Einstellraster soll eine wei-
testmögliche Gleichbehandlung der Versicherten auf nationaler Ebene gewähr-
leisten und den Vollzugsstellen als Entscheidungshilfe dienen. 

Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. 
Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine 
dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne trifti-
gen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Kon-
kretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben 
der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen-
dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 141 V 362 Erw. 2.3; BGE 138 
V 346 Erw. 6.2; BGE 137 V 1 Erw. 5.2.3).

5.1.6  Die Festlegung der Einstellungsdauer stellt schliesslich eine typische Er-
messensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, das sie pflicht-
gemäss auszuüben hat. 

Die Kognition des Verwaltungsgerichtes ist in diesem Zusammenhang zwar nicht 
auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf die Beurteilung 
der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung. Bei der Angemessenheit geht 
es dabei um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Vorinstanz 
nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechts-
prinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise an-
ders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Verwaltungsgericht sein Ermes-
sen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es 
muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichende 
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 Erw. 
5.2; Urteil BGer 8C_331/2019 vom 18.9.2019 Erw. 3.3; VGE II 2016 6 vom 
22.3.2016 Erw. 4.1; VGE II 2015 20 vom 22.7.2015 Erw. 4.1).

5.2.1  Das Seco-Einstellraster qualifiziert die erstmalige Ablehnung einer zumut-
baren unbefristeten Stelle als schweres Verschulden und sieht dafür eine Ein-
stelldauer von 31 bis 45 Tage vor (AVIG-Praxis ALE D79 Ziff. 2.B), was 
grundsätzlich Art. 45 Abs. 4 AVIV entspricht (vgl. oben Erw. 5.1.5).

5.2.2  Mit Verweis auf Art. 45 AVIV bezeichnete die Vorinstanz das Verschulden 
des Beschwerdeführers in der Verfügung vom 16. September 2020 als schwer 

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und sie legte die Einstellungsdauer auf 31 Tage fest. Im Einspracheentscheid 
ging die Vorinstanz nicht weiter darauf ein und beschränkte sich auf die Bemer-
kung, diese Festlegung gebe zu keiner Beanstandung Anlass.

5.3 Die Ablehnung einer zumutbaren Arbeit stellt gemäss Art. 45 Abs. 4 AVIV 
dann ein schweres Verschulden dar, wenn kein entschuldbarer Grund vorliegt 
(vgl. oben Erw. 5.1.3). Ein solcher ist vorliegend nicht gegeben. Wohl sind die 
Überlegungen des Beschwerdeführers zum damaligen Zeitpunkt mitten in der 
ersten Welle der Covid-19-Pandemie nachvollziehbar. Allein die persönliche Be-
fürchtung einer Ansteckung stellt aber keine subjektive Situation dar, welche als 
entschuldbarer Grund beachtlich wäre. Vor allem aber ist nicht entschuldbar, 
dass der Beschwerdeführer das Stellenangebot abgelehnt hat, ohne mit der Ar-
beitgeberin die genauen Umstände zu erörtern, mögliche Massnahmen zu erfra-
gen oder gar zu fordern. Liegt aber kein entschuldbarer Grund vor, dann stellt die 
Ablehnung der Stelle ein schweres Verschulden dar. Indem die Vorinstanz eine 
Einstellungsdauer von 31 Tagen verfügt hat, blieb sie am untersten Rand des für 
schweres Verschulden vorgesehenen Rahmens (vgl. Art. 45 Abs. 3 lit. c AVIV). 
Es besteht daher keine Veranlassung, dies zu korrigieren.

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist. Kosten werden keine erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 18. März 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 31. März 2021