# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39a40ae9-3600-5e25-9a40-e4c09302ffbd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.02.2024 100 2021 314
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-314_2024-02-23.pdf

## Full Text

100.2021.314U
HAT/COS/CHS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Februar 2024

Verwaltungsrichter Häberli, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Tissot
Gerichtsschreiberin Corazza

A.________

Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Steuerverwaltung, Bundesgasse 33, 3011 Bern

betreffend Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes 2019 (Entscheid 
der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 21. September 2021; 
100 20 447)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23.02.2024, Nr. 100.2021.314U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ arbeitet seit 2012 als «Leiterin ...» bei den B.________ in der 
Einwohnergemeinde (EG) Bern, wo sie seit dem 15. Juli 2014 als 
Wochenaufenthalterin gemeldet ist. Auf Ersuchen der EG Bern leitete die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern gegenüber A.________ ein 
«Wohnsitzverfahren» ein. Mit Verfügung vom 15. Juli 2020 legte die 
Steuerverwaltung den steuerrechtlichen Wohnsitz für das Steuerjahr 2019 in 
der EG Bern fest. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit 
Einspracheentscheid vom 18. November 2020 ab.

B.

Am 16. Dezember 2020 gelangte A.________ an die Steuerrekurskommis-
sion des Kantons Bern (StRK). Diese wies ihren Rekurs mit Entscheid vom 
21. September 2021 ab.

C.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 22. Oktober 2021 beantragt 
A.________, der Entscheid der StRK vom 21. September 2021 sei 
aufzuheben und es sei festzustellen, dass sie im Steuerjahr 2019 ihren 
steuerrechtlichen Wohnsitz in der EG C.________ gehabt habe. 

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung vom 
17. November 2021 bzw. Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2021 je 
die Abweisung der Beschwerde. Die EG Bern hat sich nicht vernehmen las-
sen. 

Mit Eingabe vom 17. Januar 2022 hat sich die Beschwerdeführerin erneut 
zur Sache geäussert. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 
[StG; BSG 661.11]). Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Re-
kursverfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG). Die 
Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt 
von E. 1.2 hiernach einzutreten.

1.2 Die Beschwerdeführerin beantragt auch, ihr steuerrechtlicher Wohn-
sitz sei für das Steuerjahr 2019 in der EG C.________ festzustellen. Darauf 
ist nicht einzutreten: Feststellungsbegehren sind im Verhältnis zu Leistungs- 
oder Gestaltungsbegehren subsidiär und damit nur zulässig, wenn das 
schutzwürdige Interesse der das Feststellungsbegehren stellenden Partei 
mit einem Leistungs- oder Gestaltungsbegehren nicht gewahrt werden kann 
(BVR 2018 S. 310 E. 7.3; BGE 141 II 113 E. 1.7 [Pra 105/2016 Nr. 36]). Das 
hier mit dem Feststellungsantrag verfolgte Ziel, die Steuerpflicht im Kanton 
Bern für das Steuerjahr 2019 zu verneinen, kann mit der Aufhebung des an-
gefochtenen Entscheids erreicht werden. Ein darüberhinausgehendes Inte-
resse an der Feststellung des Wohnsitzes im Kanton C.________ ist weder 
erkennbar noch dargetan. Ausserdem ist es nicht Sache des Verwaltungs-
gerichts, über die Steuerhoheit eines anderen Kantons zu befinden (statt vie-
ler: VGE 2021/303 vom 16.10.2023 E. 1.2, 2020/257 vom 15.2.2021 E. 1.2 
[bestätigt durch BGer 2C_247/2021 vom 27.12.2021, in BVR 2022 S. 189]). 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt zunächst eine Verletzung ihres An-
spruchs auf rechtliches Gehör; die Vorinstanz habe die von ihr angebotenen 
Beweise (Zeugeneinvernahmen und persönliche Befragung) nicht abgenom-
men (Beschwerde S. 6 f. [act. 1]; Begleitschreiben vom 22.10.2021 S. 2 
[act. 2]).

2.2 Die StRK ist zum Schluss gelangt, die Steuerverwaltung habe das 
rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin nicht verletzt. Im angefochtenen 
Einspracheentscheid sei hinreichend dargelegt, weshalb die Voraussetzun-
gen für einen steuerrechtlichen Wohnsitz in der EG Bern gegeben seien (an-
gefochtener Entscheid E. 7). Aus der Argumentation der StRK ergibt sich 
sodann, dass sie den Sachverhalt als hinreichend erstellt erachtete und da-
her in antizipierter Beweiswürdigung implizit auf die Abnahme weiterer Be-
weise verzichtete (vgl. angefochtener Entscheid E. 4 f.).

2.3 Das rechtliche Gehör (Art. 21 ff. VRPG, Art. 29 Abs. 2 der Bundes-
verfassung [BV; SR 101] und Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons 
Bern [KV; BSG 101.1]) dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits stellt 
es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten 
beim Erlass von Verfügungen dar, die ihre Rechtsstellung betreffen. Als sol-
ches umfasst es alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit 
sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann 
(BGE 147 I 433 E. 5.1; BVR 2018 S. 281 E. 3.1). Dazu gehört das Recht der 
Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur Sache zu äussern, 
erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit er-
heblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesent-
licher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweiser-
gebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. 
Es lässt sich daraus indessen keine allgemeine Pflicht der Behörde zur Ab-
nahme aller angebotenen Beweise und zur Würdigung sämtlicher Argu-
mente ableiten. Gelangt sie in freier, pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, die vorhandenen Akten erlaubten die richtige und vollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder die behauptete Tatsa-
che sei für die Entscheidung der Streitsache nicht von Bedeutung, kann sie 
in antizipierter Beweiswürdigung auf das Erheben weiterer Beweise verzich-

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ten (vgl. statt vieler BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3; BVR 2022 S. 93 
E. 4.5.4). 

2.4 Im Verfahren vor der StRK hat die rekurrierende Partei die Beweis-
mittel anzugeben sowie Beweisurkunden beizulegen oder genau zu bezeich-
nen (Art. 197 Abs. 3 StG). Greifbare Beweismittel sind dabei direkt mit der 
Rekursschrift einzureichen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 32 Abs. 2 VRPG). Das 
blosse Anbieten von Beweismitteln, welche im Rahmen der Mitwirkungs-
pflicht gemäss Art. 151 StG i.V.m. Art. 20 VRPG (Michel Daum, in Herzog/
Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 20 N. 4) 
bzw. gestützt auf Art. 197 Abs. 3 StG unaufgefordert hätten eingereicht wer-
den sollen, genügt nicht (vgl. BVR 2014 S. 197 E. 3.1; VGE 2016/139/140 
vom 27.11.2017 E. 2.2). Unterlässt die rekurrierende Partei die ihr oblie-
gende Mitwirkung, ist die StRK nicht gehalten, weitere Abklärungen zu tref-
fen (vgl. BVR 2022 S. 537 E. 2.6; VGE 2020/208/209 vom 7.6.2023 E. 5.3). 
Die Beschwerdeführerin hat diverse Referenzen und «Nachweise» sowie ein 
persönliches Gespräch offeriert (Rekurs vom 16.12.2020, Vorakten StRK 
[act. 5A] pag. 4, Eingabe vom 11.1.2021, Vorakten StRK [act. 5A] pag. 12, 
Eingabe vom 24.2.2020 [richtig: 2021], Vorakten StRK [act. 5A] pag. 37) und 
die Befragung der Hausmeisterin beantragt (Eingabe vom 24.2.2020 [richtig: 
2021], Vorakten StRK [act. 5A] pag. 35 und 37). Die StRK war indessen nicht 
gehalten, auf das Angebot einzugehen, Unterlagen einzureichen, welche als 
greifbar zu gelten haben, einfacher durch die Beschwerdeführerin beschafft 
werden können und deren Inhalt diese besser kennt. Es reicht sodann nicht 
aus, anstelle von eigenen substanziierten Angaben als Beweismittel nicht 
näher bezeichnete Zeugenbefragungen und Unterlagen anzubieten, damit 
die StRK den Sachverhalt weiter ermittelt. Dies umso weniger, als die Be-
schwerdeführerin ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass es ihr ob-
liege, die zur Stützung ihres Standpunkts dienlichen Unterlagen einzu-
reichen (Schreiben StRK vom 21.12.2020, Vorakten StRK [act. 5A] pag. 10). 
Inwiefern durch die offerierte Zeugeneinvernahme der Hauswartin ent-
scheidwesentliche Erkenntnisse hätten gewonnen werden können, die sich 
nicht bereits aus den der StRK vorliegenden Akten ergaben, ist weder er-
sichtlich noch dargetan. Weshalb die Beschwerdeführerin die Angaben der 
Zeugin nicht selber beispielsweise in Form eines Berichts einreichte und wa-
rum stattdessen eine mündliche Einvernahme oder schriftliche Befragung 

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durch das Gericht (überhaupt) notwendig sein soll, wurde ebenfalls nicht dar-
gelegt (vgl. VGE 2022/218/219 vom 19.9.2023 E. 4.4 mit Hinweisen, 
2021/20 vom 27.1.2023 E. 4.3). Die Beschwerdeführerin hatte sodann im 
Einsprache- und Rekursverfahren hinlänglich Gelegenheit, sich zum Sach-
verhalt schriftlich zu äussern sowie sachdienliche Unterlagen einzureichen. 
Dass eine persönliche Befragung mehr oder anderes ergeben hätte, als sie 
schriftlich hätte vorbringen können, ist daher nicht ersichtlich (vgl. dazu BGer 
2C_909/2019 vom 7.4.2020 E. 3.4.1 ff.; VGE 2021/20 vom 27.1.2023 E. 4.3; 
Marlis Bickel, Antizipierte Beweiswürdigung – Unter besonderer Berücksich-
tigung des Verwaltungsverfahrensrechts, Diss. Freiburg 2021, N. 440 und 
446, mit Hinweisen; Michel Daum, a.a.O., Art. 20 N. 4). Die StRK war nach 
dem Gesagten nicht zur Abnahme der von der Beschwerdeführerin bloss 
offerierten Beweise verpflichtet und die Rüge, die StRK habe das rechtliche 
Gehör der Beschwerdeführerin verletzt, erweist sich als unbegründet. 

3.

3.1 Natürliche Personen sind gemäss Art. 4 Abs. 1 StG aufgrund persön-
licher Zugehörigkeit im Kanton Bern steuerpflichtig, wenn sie hier ihren steu-
errechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben. Steuerrechtlichen Wohnsitz 
im Kanton Bern hat eine Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauern-
den Verbleibens aufhält oder wenn ihr das Bundesrecht hier einen besonde-
ren gesetzlichen Wohnsitz zuweist (Art. 4 Abs. 2 StG; vgl. auch Art. 3 des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der di-
rekten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Der steu-
errechtliche Wohnsitz liegt mithin am Ort, an dem sich der Mittelpunkt der 
persönlichen Lebensinteressen der steuerpflichtigen Person befindet (vgl. 
BVR 2018 S. 239 E. 2.2 mit Hinweisen; BGE 148 II 285 E. 3.2.2, 138 II 300 
E. 3.2; Oesterhelt/Seiler, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schwei-
zerischen Steuerrecht, StHG, 4. Aufl. 2022, Art. 3 N. 46). Im Verhältnis zu 
anderen Kantonen ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Verbot 
der interkantonalen Doppelbesteuerung zu beachten (Art. 127 Abs. 3 BV; 
zum Ganzen etwa VGE 2021/393 vom 16.10.2023 E. 2.1, 2020/257 vom 
15.2.2021 E. 2.1 [bestätigt durch BGer 2C_247/2021 vom 27.12.2021, in 
BVR 2022 S. 189]).

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3.2 Der Mittelpunkt der Lebensinteressen, also der ideelle und materielle 
Schwerpunkt des Lebens einer Person (BVR 1999 S. 152 E. 2b), bestimmt 
sich nach der Gesamtheit der objektiv erkennbaren äusseren Umstände 
(nach aussen erkennbare Absicht) und nicht nach den bloss erklärten Wün-
schen der steuerpflichtigen Person oder deren gefühlsmässiger Verbunden-
heit mit einem bestimmten Ort (innerer Wille); der steuerrechtliche Wohnsitz 
ist insofern nicht frei wählbar (BVR 2018 S. 239 E. 2.3; BGE 143 II 233 
E. 2.5.2, 138 II 300 E. 3.2). Dem polizeilichen Domizil, an dem die Schriften 
hinterlegt sind oder die politischen Rechte ausgeübt werden, kommt keine 
entscheidende Bedeutung zu. Es handelt sich dabei bloss um ein äusseres 
Merkmal, das gemeinsam mit dem übrigen Verhalten der steuerpflichtigen 
Person ein Indiz für das Steuerdomizil bilden kann (BVR 2018 S. 239 E. 2.3; 
BGE 132 I 29 E. 4.1 [Pra 96/2007 Nr. 5]). Wenn sich eine Person abwechs-
lungsweise an zwei Orten aufhält, ist für die Bestimmung des steuerrecht-
lichen Wohnsitzes anhand der äusserlich wahrnehmbaren familiären, beruf-
lichen, wirtschaftlichen und weiteren rechtserheblichen Lebensumstände zu 
ermitteln, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält 
(BVR 2001 S. 1 E. 2c; BGE 148 II 285 E. 3.2.3 mit Hinweisen; darauf ver-
weisend BGer 9C_229/2023 vom 20.7.2023 E. 3.3). Für die Beurteilung sind 
die Verhältnisse am Ende der betroffenen Steuerperiode massgebend (vgl. 
Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 4b Abs. 1 StHG; vgl. auch Art. 165 Abs. 4 StG; 
zum Ganzen VGE 2021/303 vom 16.10.2023 E. 2.2, 2020/257 vom 
15.2.2021 E. 2.2 [bestätigt durch BGer 2C_247/2021 vom 27.12.2021, in 
BVR 2022 S. 189]).

3.3 Das Steuerdomizil von unselbständig erwerbstätigen Personen liegt 
grundsätzlich am Ort, an dem sie für längere oder unbestimmte Zeit Aufent-
halt nehmen, um von dort aus der täglichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, 
ist doch der Zweck des Lebensunterhalts dauernder Natur (BVR 2001 S. 1 
E. 2d; BGE 132 I 29 E. 4.2 [Pra 96/2007 Nr. 5]). Der in diesem Zusammen-
hang verwendete Begriff Arbeitsort meint nicht den Ort, wo der Arbeitsplatz 
liegt, sondern denjenigen, wo die betroffene Person übernachtet, um von 
dort aus zur Arbeit zu gehen (BGer 2C_546/2017 vom 16.7.2018 E. 2.3 mit 
Hinweisen). Eine Ausnahme von diesem Grundsatz besteht nach ständiger 
Rechtsprechung für verheiratete Steuerpflichtige, die regelmässig an den 
Wochenenden zu ihrer Familie zurückkehren: Die persönlichen und familiä-

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ren Bindungen zum Aufenthaltsort der Familie werden für stärker erachtet 
als jene zum Arbeitsort, sodass die betroffenen Steuerpflichtigen in der Re-
gel am Aufenthaltsort der Familie zu besteuern sind, selbst wenn sie lediglich 
die Wochenenden und die Freizeit dort verbringen (BVR 1999 S. 364 
E. 4b/aa; BGE 148 II 285 E. 3.3.1). Dieser Grundsatz wird auch auf Konku-
binatsbeziehungen angewandt, die aufgrund ihrer Dauer und Intensität einer 
Ehe gleichkommen (vgl. BGE 148 III 285 E. 3.3.1; BGer 2C_86/2021 vom 
19.5.2021 E. 3.2.3 m.w.H.). Personen in eheähnlichen Konkubinaten haben 
ihren Wohnsitz daher grundsätzlich am Ort der gemeinsamen Familienwoh-
nung, da eine solche Beziehung erfahrungsgemäss sämtliche andern famili-
ären und persönlichen Kontakte überstrahlt (BGE 148 II 285 E. 3.3.1 und 
3.5.1; BGer 2C_596/2020 vom 10.3.2021 E. 2.2.3, 2C_230/2008 vom 
27.8.2008 E. 3.4). 

3.4 Die Steuerbehörden haben die den Steuerwohnsitz begründenden 
Sachverhaltselemente von Amtes wegen abzuklären und dabei den Steuer-
wohnsitz als steuerbegründende Tatsache nachzuweisen (vgl. Art. 166 
Abs. 2 StG; BGE 148 II 285 E. 3.1.3; BVR 2018 S. 239 E. 2.5). Die steuer-
pflichtige Person ist jedoch zur Mitwirkung und namentlich zu umfassender 
Auskunftserteilung über die für die Besteuerung massgebenden Umstände 
verpflichtet (vgl. Art. 167 und 170 f. StG). Die Umstände, die annehmen las-
sen, die steuerpflichtige Person habe ihren Lebensmittelpunkt im Kantons- 
bzw. Gemeindegebiet, sind steuerbegründend. Können sie weder direkt 
noch mittels natürlicher Vermutungen bewiesen werden, ist zulasten des Fis-
kus davon auszugehen, dass sie sich nicht verwirklicht haben 
(BGE 148 II 285 E. 3.1.3 mit Hinweisen).

4.

Streitig und zu prüfen ist, ob sich das Steuerdomizil der Beschwerdeführerin 
im Jahr 2019 im Kanton Bern befunden hat.

4.1 Die Beschwerdeführerin arbeitet seit 2012 als «Leiterin ...» bei den 
B.________ in der EG Bern mit einem Beschäftigungsgrad von 100 % (vgl. 
Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt vom 10.9.2019 

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[nachfolgend Fragebogen 2019] S. 2, Vorakten StV [act. 5B] pag. 10). Sie 
wohnt seit ihrer Studienzeit – mit einem Unterbruch von zwei Jahren – in 
C.________ (Einsprache vom 14.8.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 46; 
Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt vom 11.9.2014 S. 2, 
Vorakten StV [act. 5B] pag. 15), ab dem 1. Oktober 2008 in einer selbst 
möblierten 3-Zimmerwohnung an der ...strasse zu einem monatlichen 
Mietzins von Fr. 1'899.-- (Mietzinsänderung vom 6.12.2010, Vorakten StV 
[act. 5B] pag. 31). Von Juli 2014 bis Mai 2017 mietete sie zusätzlich eine 
selbst möblierte 1-Zimmerwohnung an der ...gasse in der EG Bern 
(Fragebögen für Personen mit Wochenaufenthalt vom 11.9.2014, 10.8.2015, 
17.7.2016 und 6.7.2017, Vorakten StV [act. 5B] pag. 16, 19, 22, 23 und 25). 
Am 1. Juni 2017 zog die Beschwerdeführerin innerhalb von Bern an die 
...strasse in eine selbst möblierte 1-Zimmerwohnung mit einem monatlichen 
Mietzins von Fr. 965.-- um (Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt 
vom 6.7.2017, Vorakten StV [act. 5B] pag. 23 und 25; Mietvertrag vom 
16.3.17, Vorakten StV [act. 5B] pag. 34), die sie mit Schreiben vom 29. Juli 
2020 per 31. Oktober 2020 kündigte (Kündigungsbestätigung vom 
29.7.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 44). In der EG Bern war sie ab dem 
15. Juli 2014 als Wochenaufenthalterin gemeldet (vgl. Einspracheentscheid 
vom 18.11.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 53; Schreiben StV vom 
14.8.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 48); ihr Heimatschein blieb in der EG 
C.________ hinterlegt (vgl. Einspracheentscheid vom 18.11.2020, Vorakten 
StV [act. 5B] pag. 53). Auf dem Fragebogen 2019 gab die 
Beschwerdeführerin an, sie übernachte während der Woche fünfmal (von 
Sonntag bis Freitag) in der EG Bern. Drei Wochenenden pro Monat verbringe 
sie in der EG C.________ und ein Wochenende an einem Drittort (Vorakten 
StV [act. 5B] pag. 9). Ihre Ferien, die Feiertage sowie verlängerte 
Wochenenden verbringe sie – soweit nicht unterwegs – ebenfalls in der EG 
C.________ (Rekurs vom 16.12.2020, Vorakten StRK [act. 5A] pag. 3). Zu 
ihren Freizeitaktivitäten führte die Beschwerdeführerin aus, sie pflege im 
Kanton Wallis regelmässig ihren Weinberg und unternehme Ausflüge im In- 
und Ausland (Rekurs vom 16.12.2020, Vorakten StRK [act. 5A] pag. 3; 
Einsprache vom 14.8.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 45; Rebbergregister 
vom 16.4.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 42 f.). Gemäss eigenen Angaben 
befinden sich alle wichtigen Bezugspersonen, insbesondere ihr 
Lebenspartner und ihr Freundeskreis, in der EG C.________ (Beschwerde 

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S. 3 und 7 [act. 1]; Fragebögen für Personen mit Wochenaufenthalt vom 
11.9.2014, 10.8.2015, 17.7.2016, 6.7.2017 und 10.9.2019, Vorakten StV 
[act. 5B] pag. 14 f., 17 f., 20 f., 23 f., 28). Die Eltern und Geschwister der 
Beschwerdeführerin leben im Kanton Wallis (Beschwerde S. 3 [act. 1]; 
Fragebögen für Personen mit Wochenaufenthalt vom 11.9.2014, 10.8.2015, 
17.7.2016, 6.7.2017, Vorakten StV [act. 5B] pag. 14, 17, 20 und 23). In der 
EG Bern verfügt sie angeblich über keine sozialen Kontakte (Beschwerde 
S. 3 [act. 1]; Rekurs vom 16.12.2020, Vorakten StRK [act. 5A] pag. 3; 
Einsprache vom 14.8.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 46). 

4.2 Die Beschwerdeführerin ging im Steuerjahr 2019 seit rund fünf Jah-
ren von ihrem Wochenaufenthaltsort in der EG Bern aus einer unselbstän-
digen Erwerbstätigkeit nach. Grundsätzlich befand sich ihr Steuerdomizil im 
Jahr 2019 mithin in der EG Bern (vgl. vorne E. 3.3). Die Beschwerdeführerin 
macht indes geltend, in ihrem Fall sei vom Arbeitsortsprinzip abzuweichen.

4.2.1 Die StRK hat erwogen, aus den Angaben in den jährlichen Fragebö-
gen gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin in keiner festen Beziehung 
und sowohl in der EG Bern als auch in der EG C.________ allein gelebt 
habe. Es möge zwar zutreffen, dass sie – wie von ihr in der Eingabe vom 
14. August 2020 erstmals behauptet – seit längerer Zeit eine Beziehung 
führe. Angesichts ihrer widersprüchlichen Angaben in den Fragebögen und 
ihrer Ausführungen in den Rechtsschriften könne jedoch nicht auf ein 
gefestigtes Konkubinat geschlossen werden. Es fehle am Nachweis, dass 
die Beschwerdeführerin 2019 bereits seit längerer Zeit mit ihrem 
Lebenspartner zusammengewohnt habe. Aufgrund des Schreibens der StV 
vom 14. August 2020 (Vorakten StV [act. 5B] act. 48), welches sich auf die 
gleichentags erteilte Auskunft des Personenmeldeamts C.________ 
beziehe, sei davon auszugehen, dass sie erst seit dem 1. Juni 2019 mit 
ihrem Partner und dessen Tochter zusammenlebe. Am Stichtag 
(31.12.2019) habe sie folglich erst rund ein halbes Jahr mit ihrem Partner 
eine gemeinsame Wohnung geteilt, was für die Qualifizierung als 
eheähnliche Lebensgemeinschaft nicht ausreiche. Andere Umstände, nach 
welchen im Einzelfall bei einer kürzeren Dauer ein gefestigtes Konkubinat 
bejaht werden könne, seien nicht ersichtlich. Die Wohnsituation mit ihrem 
Lebenspartner am Stichtag begründe deshalb keinen Familienort, sodass 

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Seite 11

vom Arbeitsortsprinzip nicht abzuweichen sei (angefochtener Entscheid E. 4 
und 5.2 f.). 

4.2.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz habe den ent-
scheidwesentlichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt. Die 
Sachverhaltsannahmen gründeten auf unsubstanziierten Vermutungen, die 
mit der tatsächlichen Lebenssituation nicht übereinstimmten. Sie lebe in ei-
nem gefestigten, eheähnlichen Konkubinat, und berufe sich daher auf die 
Rechtsprechung, wonach sich der steuerrechtliche Wohnsitz von Konkubi-
natspartnern grundsätzlich am Ort der gemeinsamen Wohnung befinde. Mit 
ihrem Partner, D.________, führe sie seit 2010 eine feste Beziehung und mit 
ihm habe sie jeweils einen Grossteil ihrer jährlichen Ferien verbracht. Im Jahr 
2012 sei er bei ihr eingezogen. Im wirtschaftlichen Sinn seien die An-
forderungen an ein qualifiziertes Konkubinat ebenfalls erfüllt, zumal ihr Le-
benspartner sich nicht nur an ihren Miet-, sondern auch an ihren Nebenkos-
ten beteiligt habe. Die Lebensgemeinschaft könne nicht bloss aufgrund von 
finanziellen Details (Währung der Überweisungen des Partners und angeb-
lich nicht hälftige Aufteilung des Mietzinses) in Abrede gestellt werden. Dass 
eine alleinstehende, kinderlose, 46-jährige Frau grundsätzlich am Arbeitsort 
zu besteuern sei, stelle sodann eine Diskriminierung aufgrund des Ge-
schlechts, des Alters und der Lebensform dar (Beschwerde S. 3 f. [act. 1]).

5. 

Ein gefestigtes Konkubinat kann in der Tat wie eine Ehe dazu führen, dass 
die Bindungen zum «Familienort» überwiegen (vorne E. 3.3). Hier kann in-
des – mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen – für das Jahr 2019 nicht 
von einem eheähnlichen Konkubinat ausgegangen werden. 

5.1 Zunächst sind die Beweisanträge der Beschwerdeführerin zu beurtei-
len: Die Beschwerdeführerin hat vor Verwaltungsgericht sinngemäss erneut 
eine Parteibefragung sowie die Einvernahme von diversen Zeuginnen und 
Zeugen beantragt (Beschwerde S. 7 [act. 1], Begleitschreiben vom 
22.10.2021 S. 1 f. [act. 2], Eingabe vom 17.1.2022 S. 1 ff. [act. 9]). Wie be-
reits in den vorinstanzlichen Verfahren (vgl. vorne E. 2.4) hat sie indessen 

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Seite 12

auch vor Verwaltungsgericht keine handfesten Sachbeweise vorgelegt, die 
das langjährige Zusammenwohnen belegen würden. Weshalb sie ihre dies-
bezüglichen Behauptungen nicht mit aussagekräftigen Berichten und Unter-
lagen – wie etwa Quittungen über geteilte Haushaltskosten, Einträge in 
Agenden oder Kalendarien, abgeschlossene Verträge, private Nachrichten 
oder ein Auszug ihres Privatkontos in Schweizer Franken (vgl. Eingabe vom 
17.1.2022 S. 3 f. [act. 9]) – untermauert und warum stattdessen mündliche 
Einvernahmen oder schriftliche Befragungen durch das Gericht (überhaupt) 
notwendig sein sollen, wird nach wie vor nicht begründet. Ihre Mitwirkung 
sowie ihr Erklärungsverhalten sind sodann von einer gewissen Beliebigkeit 
und von Opportunismus geprägt (vgl. hinten E. 5.2.1). Ihrer Mitwirkungs-
pflicht ist sie damit unzureichend nachgekommen. Unter diesen Umständen 
reicht es auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht aus, anstelle von 
eigenen substanziierten Angaben Partei- und Zeugenbefragungen anzubie-
ten (vorne E. 2.4; vgl. auch BVR 2014 S. 197 E. 3.1). Die beantragten Be-
weismassnahmen sind daher und mit Blick auf die folgenden Erwägungen 
auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren entbehrlich (zum zulässigen 
Verzicht auf die Abnahme der angebotenen Beweise auch vorne E. 2.3 f.); 
die entsprechenden Beweisanträge werden daher abgewiesen. 

5.2 Es erscheint plausibel und wird denn auch grundsätzlich von keiner 
Seite (ernsthaft) in Frage gestellt, dass die Beschwerdeführerin eine längere 
Beziehung mit D.________ pflegt. Indessen ist nicht erstellt, dass die beiden 
seit Jahren einen gemeinsamen Haushalt führen und dementsprechend ein 
stabiles Konkubinat vorliegt. Das Verwaltungsgericht erachtet das Vor-
bringen der Beschwerdeführerin, sie wohnten bereits seit 2012 zusammen 
(Beschwerde S. 8 [pag. 1]; Eingabe vom 17.1.2022 S. 2 f. [act. 9]), aus meh-
reren Gründen als unglaubhaft:

5.2.1 Diese Behauptung passt zunächst nicht zum Aussageverhalten im 
Verlauf des Verfahrens. So gab die Beschwerdeführerin auf den Fragebögen 
der Steuerverwaltung jeweils an, ledig zu sein und «in ihrer Steuerge-
meinde» bzw. «am aktuellen Wohnort» allein zu wohnen (Fragebögen für 
Personen mit Wochenaufenthalt vom 11.9.2014, 10.8.2015, 17.7.2016, 
6.7.2017, 30.9.2018 und 10.9.2019, Vorakten StV [act. 5B] pag. 8, 11, 15 f., 
18 f., 21 f., 24 f., 27 und 30). In ihrer Einsprache vom 14. August 2020 er-

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Seite 13

klärte sie dann, sie wohne nun seit Ende 2019 mit ihrem Freund zusammen 
(Vorakten StV [act. 5B] pag. 46). Die Sachverhaltsfeststellung der Steuerver-
waltung, wonach die Beschwerdeführerin erst seit dem 1. Juni 2019 gemein-
sam mit ihrem Partner einen Haushalt führe (Einspracheentscheid vom 
18.11.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 49), bestritt diese im Rekursverfah-
ren weder ausdrücklich noch sinngemäss. Im Gegenteil bestätigte sie sie 
ausdrücklich, indem sie vor der Vorinstanz geltend machte, sie habe verges-
sen, im Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt vom 10. September 
2019 die «Anpassung des Wohnsitzes ihres Freundes per Juni 2019» anzu-
merken (Rekurs vom 16.12.2020, Vorakten StRK [act. 5A] pag. 3 a.A.). Ihr 
Partner sei «per 1. Juni 2019 mit einem offiziellen Untermietvertrag eingezo-
gen»; zuvor hätten sie «zivilrechtlich unterschiedliche Wohnsitze» gehabt 
(Eingabe vom 24.2.2020 [richtig: 2021], Vorakten StRK [act. 5A] pag. 35). 
Nach diesen grösstenteils übereinstimmenden Angaben der Beschwerde-
führerin in den jährlichen Befragungen durch die Steuerverwaltung und auch 
noch im Einsprache- und Rekursverfahren zog D.________ Mitte 2019 zur 
Beschwerdeführerin. Diese Ausführungen stimmen überdies auch mit den 
Angaben der Steuerverwaltung des Kantons C.________ sowie des Perso-
nenmeldeamts C.________ überein (Beschwerdeantwort vom 17.12.2021 
S. 3 [act. 7], vgl. auch Schreiben StV vom 14.8.2020, Vorakten StV [act. 5B] 
pag. 48). Erst vor Verwaltungsgericht hat die Beschwerdeführerin neu die 
Behauptung aufgestellt, D.________ sei bereits im Jahr 2012 mit ihr zusam-
mengezogen (Beschwerde S. 8 [pag. 1]; Eingabe vom 17.1.2022 S. 2 f. 
[act. 9]). Mit Blick auf ihre eigenen Ausführungen, wonach sie sich der recht-
lichen Relevanz des Konkubinats als eheähnliche Gemeinschaft zunächst 
nicht bewusst gewesen sei (vgl. Beschwerde S. 4 und 7 [act. 1]; Eingabe 
vom 27.2.2021, Vorakten StRK [act. 5A] pag. 103), erscheint ihre jetzige Dar-
stellung an die Begründung der abweisenden Entscheide von Steuerverwal-
tung und StRK angepasst. Ihre anfänglichen und über längere Zeit gleich-
bleibenden Angaben in Bezug auf einen Zusammenzug im Jahr 2019 sind 
daher allgemein als glaubhafter einzustufen. 

5.2.2 Gegen das Bestehen eines gemeinsamen Haushalts seit dem Jahr 
2012 spricht ferner die Art und Weise, in der sich die Beschwerdeführerin in 
Bezug auf die Wohnung in der EG C.________ geäussert hat. Sie schrieb 
durchgehend von «meine[r] Adresse» sowie «meiner Wohnung» (vgl. 

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Rekurs vom 16.12.2020, Vorakten StRK [act. 5A] pag. 3: «So hat mein 
Freund […] meine Adresse in C.________ als Postadresse angegeben […]», 
«[Ich habe] jeweils auch in meiner Wohnung in der Stadt C.________ 
übernachtet.», «[…] auch unter der Woche in meiner Wohnung in 
C.________.», vgl. auch «[…], da er auch vorher schon oft bei mir war […]»; 
Eingabe vom 24.2.2020 [richtig: 2021], Vorakten StRK [act. 5A] pag. 35: «Er 
hat auch seit 2012 50% der Miete meiner Wohnung getragen […].»; 
Beschwerde S. 8 [act. 1]: «[Di]e Beschwerdeführerin [hat] der Verwaltung 
ihrer Mietwohnung […].»). Nach allgemeiner Lebenserfahrung würde in 
diesem Kontext eher von «unserer Adresse» bzw. «unserer Wohnung» 
geschrieben werden, wenn es sich hierbei um die gemeinsame 
«Familienwohnung» handeln würde (vgl. VGE 2016/220 vom 6.9.2017 
E. 3.3.2). Die Wortwahl der Beschwerdeführerin spricht deshalb dafür, dass 
D.________ während der langjährigen Beziehung bei ihr jeweils lediglich zu 
Besuch war und die Wohnung in C.________ bis Juni 2019 keine 
gemeinsame war.

5.2.3 Die Meldung der Wohnsitznahme von D.________ an das Perso-
nenmeldeamt C.________ erfolgte zudem nicht im Jahr 2012, sondern erst 
im Jahr 2019 (vgl. Schreiben StV vom 14.8.2020, Vorakten StV [act. 5B] 
pag. 48). Im Übrigen lässt sich auch aus den von D.________ zugunsten der 
Beschwerdeführerin getätigten Überweisungen nichts ableiten, was im 
Steuerjahr 2019 für ein bereits mehrjähriges Zusammenleben der beiden in 
der EG C.________ sprechen würde (Bankbelege vom 21.12.2012 bis 
31.12.2020; Vorakten StRK [act. 5A] pag. 46 ff.): Wie die StRK einlässlich 
und durchwegs zutreffend begründet hat, können die Überweisungen in US-
Dollar und schwankender Höhe sowie mit unterschiedlichen unspezifischen 
Angaben zu den Zahlungsgründen nicht mit einer Mietzins- bzw. 
Nebenkostenbeteiligung in Verbindung gebracht werden. Auf die 
entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz kann verwiesen werden 
(angefochtener Entscheid E. 5.4). Hinsichtlich des fehlenden Konnexes 
zwischen Überweisungen und Mietzinsen erfolgt auch vor 
Verwaltungsgericht keine Klärung, zumal die Beschwerdeführerin lediglich 
eine unpräzise Durchschnittsrechnung vornimmt und dabei auf die 
Argumente der StRK nicht eingeht (vgl. Beschwerde S. 5 f. und 8 [act. 1], 
Eingabe vom 17.1.2022 S. 3 [act. 9]). Ferner sprechen die unregelmässigen 

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Ausführungsdaten ebenfalls gegen eine anteilsmässige Finanzierung einer 
gemeinsamen Wohnung. In diesem Zusammenhang scheint zudem 
erwähnenswert, dass die monatlichen Überweisungen im Jahr 2020 nun 
stets Fr. 1'500.-- betrugen und jeweils mit dem Zahlungsgrund «Appartement 
ZH [Monat] 2020» erfolgten (Gutschriftenanzeigen vom 6.1.2020, 3.2.2020, 
2.3.2020, 1.4.2020, 29.5.2020, 3.8.2020 und 31.8.2020, Vorakten StRK 
[act. 5A] pag. 91 ff.). Wenn sich D.________, wie die Beschwerdeführerin 
behauptet, bereits zuvor an den Miet- und Nebenkosten einer gemeinsam 
genutzten Wohnung beteiligt hätte, wäre zu erwarten, dass er dies – wie bei 
den Überweisungen im Jahr 2020 – entsprechend angegeben hätte. 
Ausserdem wurde gemäss den Ausführungen der Beschwerdeführerin der 
Mietvertrag für die Wohnung in der EG C.________ erst im Jahr 2020 und 
damit zeitnah zum anzunehmenden Einzug per 1. Juni 2019 angepasst (Ein-
gabe vom 17.1.2022 S. 3 [act. 9]).

5.2.4 Nach dem Ausgeführten erscheint die Behauptung, D.________ sei 
bereits im Jahr 2012 bei der Beschwerdeführerin eingezogen, insbesondere 
mit Blick auf das späte Vorbringen als unglaubhaft. Stattdessen ist mit der 
StRK davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin und D.________ seit 
dem 1. Juni 2019 einen gemeinsamen Haushalt führen. Im Zeitpunkt des 
Stichtags (31.12.2019) führte die Beschwerdeführerin mit D.________ somit 
erst seit sieben Monaten einen gemeinsamen Haushalt. Das Konkubinat der 
Beschwerdeführerin war folglich im massgebenden Steuerjahr 2019 (noch) 
nicht von Dauer (vgl. BVR 2001 S. 1 E. 4b). Es erübrigt sich deshalb, die 
Intensität der Beziehung zu prüfen (vgl. Eingabe vom 17.1.2022 S. 4 [act. 9]). 
Da die Partnerschaft der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Stichtags 
nicht als eheähnliches Konkubinat zu betrachten ist, ist die bestehende 
Beziehung daher nicht derart eng, dass ihr bei der Bestimmung des 
Steuerdomizils grösseres Gewicht beizumessen ist (BGE 125 I 54 E. 3b). 
Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Beziehung mit 
D.________ begründet folglich nicht die Annahme eines Familienortes in der 
EG C.________.

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Seite 16

6.

Die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen ebenfalls kein 
Übergewicht zugunsten der EG C.________ zu begründen. 

6.1 Das ausserfamiliäre Beziehungsnetz der Beschwerdeführerin im 
Raum C.________ erscheint zwar nicht unbedeutend (Beschwerde S. 3 
[act. 1]; Fragebögen für Personen mit Wochenaufenthalt vom 11.9.2014, 
10.8.2015, 17.7.2016, 6.7.2017, 30.9.2018 und 10.9.2019, Vorakten StV 
[act. 5B] pag. 14 f., 17 f., 20 f., 23 f. und 28). Ihre Eltern und Geschwister 
leben jedoch im Kanton Wallis (Beschwerde S. 3 [act. 1]; Fragebögen für 
Personen mit Wochenaufenthalt vom 11.9.2014, 10.8.2015, 17.7.2016 und 
6.7.2017, Vorakten StV [act. 5B] pag. 14, 17, 20 und 23). In den 
ortsansässigen Vereinen ist sie nicht aktiv (Fragebogen 2019 S. 4, Vorakten 
StV [act. 5B] pag. 8; Rekurs vom 16.12.2020, Vorakten StRK [act. 5A] 
pag. 4) und ihre Freizeitaktivitäten übt sie gemäss ihren eigenen Angaben 
an Drittorten aus (Pflege des Rebbergs im Kanton Wallis sowie Ausflüge im 
In- und Ausland, vgl. Rekurs vom 16.12.2020, Vorakten StRK [act. 5A] 
pag. 3; Einsprache vom 14.8.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 45; 
Rebbergregister vom 16.4.2020, Vorakten StV [act. 5B] pag. 42 f.). Die Be-
hauptung der Beschwerdeführerin, sie habe in der EG Bern keinerlei 
Bekanntschaften geschlossen, ist sodann wenig glaubhaft, zumal sie Ende 
2019 bereits seit mehr als fünf Jahren dort wohnte und bei der selben 
Arbeitgeberin arbeitete. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass sie auch im 
Raum Bern ein gewisses Minimum an Beziehungen unterhielt (vgl. 
BVR 2001 S. 1 E. 4d; VGE 2020/293 vom 25. Februar 2021 E. 3.2.5). Dem 
Argument, wonach Ärzte und Ärztinnen am Wochenendort beibehalten 
wurden, kommt vor allem dann Bedeutung zu, wenn eine Person auf 
regelmässige ärztliche Behandlung angewiesen ist, was die 
Beschwerdeführerin allerdings nicht dartut (vgl. BGer 2C_994/2019 vom 
8.6.2020 E. 7.2.1, 2C_178/2011 vom 2.11.2011 E. 3.4; VGE 2022/208 vom 
5.7.2023 E. 3.4, 2020/293 vom 15.2.2021 E. 3.2.5). Wie die StRK folglich 
zutreffend begründet hat, reichen die persönlichen Beziehungen der Be-
schwerdeführerin nicht in genügendem Mass über jene Verbundenheit hin-
aus, die eine ledige Person, welche regelmässig die Wochenenden und Frei-

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zeit am Wochenendort verbringt, normalerweise zu diesem Ort hat (vgl. an-
gefochtener Entscheid E. 6.2). 

6.2 Die wenig ausgeprägte emotionale Verbundenheit der Beschwerde-
führerin mit der EG Bern ist nicht entscheidend (Beschwerde S. 3 und 5 
[act. 1]; Begleitschreiben vom 22.10.2021 S. 2 [act. 2]; Eingabe vom 
24.2.2020 [richtig: 2021], Vorakten StRK [act. 5A] pag. 36; vgl. vorne E. 3.2). 
Unerheblich ist ferner, ob die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsstelle von An-
fang an als Möglichkeit ansah, um je nach Entwicklung von der EG 
C.________ aus zu arbeiten (Beschwerde S. 7 [act. 1]; Eingabe vom 
24.2.2020 [richtig: 2021], Vorakten StRK [act. 5A] pag. 36). Eine mehr oder 
weniger bestimmte Absicht, später oder wenn die Verhältnisse sich geändert 
haben an einen anderen Ort zu ziehen, steht der Begründung eines 
Wohnsitzes am gegenwärtigen Aufenthaltsort nicht entgegen (vgl. BGE 
143 II 233 E. 2.5.2 mit Verweis auf BGE 127 V 237 E. 2c; VGE 2020/293 
vom 15.2.2021 E. 3.2.6). Mit Blick darauf ist auch der Umstand nicht weiter 
bedeutsam, dass die Beschwerdeführerin im Steuerjahr 2020 ihre Wohnung 
in der EG Bern kündigte (vorne E. 4.1); Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens bildet ohnehin ihr steuerrechtlicher Wohnsitz im Steuerjahr 2019 
und nicht in den darauffolgenden Jahren. 

6.3 Die selbst möblierte 3-Zimmerwohnung in der EG C.________ 
erscheint mit Blick auf die Anzahl der Zimmer sowie der von der 
Beschwerdeführerin umschriebenen Ausstattung (vgl. Beschwerde S. 5 und 
7 [act. 1]; Eingabe vom 17.1.2022 S. 1 [act. 9] Einsprache vom 14.8.2020, 
Vorakten StV [act. 5B] pag. 45) im Vergleich zur ebenfalls selbst 
eingerichteten 1-Zimmerwohnung in der EG Bern komfortabler. Der 
Beschwerdeführerin ist daher darin zu folgen, dass ihre Wohnverhältnisse 
nicht für einen Lebensmittelpunkt am Arbeitsort sprechen. Die Wohnsituation 
ist jedoch lediglich eines von mehreren Kriterien für die Bestimmung des 
Mittelpunkts der Lebensinteressen einer Person mit Wochenaufenthalt 
(Zweifel/Hunziker, in Zweifel/Beusch/de Vries Reilingh [Hrsg.], Kommentar 
zum Schweizerischen Steuerrecht, Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl. 
2021, § 6 N. 44). Sie kann insofern für ein Abweichen vom Arbeitsortsprinzip 
nicht ausschlaggebend sein, als dadurch die in jedem Fall erforderliche 
besonders enge familiäre und persönliche Verbundenheit zum 

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Wochenendort, an der es hier fehlt (vgl. vorne E. 5.2.4 und 6.1), nicht 
kompensiert werden kann. 

6.4 Zusammenfassend vermag die Beschwerdeführerin zwar nicht uner-
hebliche persönliche Beziehungen zu ihrem Wochenendort im Kanton 
C.________ darzutun. Insgesamt sind jedoch keine Beziehungen ersichtlich, 
die erheblich weitergehen oder enger sind als übliche Kontakte zu einem 
regelmässig besuchten Wochenendort. Die ausserfamiliären Verhältnisse 
und die konkreten Umstände der Beschwerdeführerin reichen daher nicht 
aus, um die Bindung aufzuwiegen, die zur EG Bern aufgrund der täglichen 
Arbeit und des Verweilens während der Woche besteht. Die StRK hat 
demnach kein Recht verletzt, wenn sie davon ausgegangen ist, der steuer-
rechtliche Wohnsitz habe sich im Steuerjahr 2019 am Arbeitsort in der EG 
Bern befunden. Eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV und Art. 11 
Abs. 1 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]) fällt demnach 
von vornherein ausser Betracht (vgl. aber Beschwerde [act. 1] S. 5 f.; 
Eingabe vom 17.1.2022 S. 3 f. [act. 9]).

7.

Schliesslich lässt sich aus dem Diskriminierungsverbot bzw. dem Gleichbe-
handlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 und 2 BV; Art. 10 Abs. 1 KV) nichts zu Guns-
ten der Beschwerdeführerin ableiten (Beschwerde S. 4 [act. 1]; Eingabe vom 
17.1.2022 S. 2 f. [act. 9]). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung für die Be-
stimmung des steuerlichen Wohnsitzes (vorne E. 3) stellt sachlich auf den 
Lebensmittelpunkt ab und berücksichtigt dabei die Erfahrungstatsache, dass 
hierfür der Arbeitsort sowie die persönlichen, vorab familiären, Beziehungen 
von zentraler Bedeutung sind. Da für alle steuerpflichtigen Personen ein 
steuerlicher Wohnsitz zu bestimmen ist, ist nicht ersichtlich und wird auch 
nicht dargetan, weshalb eine stärkere Gewichtung des Arbeitsortes bei ledi-
gen Steuerpflichtigen eine Benachteiligung darstellen sollte. Ob aus der vor-
genannten Rechtsprechung ein Vor- oder Nachteil für die steuerpflichtige 
Person resultiert, hängt grundsätzlich von der Zufälligkeit ab, wo – am 
Arbeits- oder am Wochenendort – die höheren Steuern anfallen. Zu welchem 
Ort die steuerpflichtige Person die stärkeren Beziehungen unterhält, wird so-

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wohl bei ledigen als auch bei verheirateten Steuerpflichtigen aufgrund der 
Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls beurteilt. Die gesetzliche Rege-
lung der ehelichen Lebensgemeinschaft und die damit einhergehenden 
rechtlichen Folgen erscheinen dabei als wesentliche Unterschiede, die es 
jedenfalls im Vergleich zu nicht eheähnlichen Konkubinaten rechtfertigen, 
die Partnerschaften steuerrechtlich ungleich zu behandeln. Zu berücksichti-
gen ist sodann, dass es für die Bestimmung des Wohnsitzes nicht primär auf 
das Alter der Beschwerdeführerin, sondern auf die Dauer von deren Aufent-
halt in der EG Bern ankommt (vgl. vorne E. 3.3 und 4.2). Eine geschlechts-
spezifische Diskriminierung ist ebenfalls nicht dargetan, zumal der Wohnsitz 
einer männlichen Person nach den gleichen Grundsätzen zu bestimmen ist. 

8.

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen, so-
weit darauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2). Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 StG 
i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

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4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Bern 
- Eidgenössische Steuerverwaltung 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.