# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7a94f08-2d69-5946-a6a1-94f29bcb4c24
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2020 200 2019 787
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-787_2020-06-19.pdf

## Full Text

200 19 787 UV
LOU/BRO/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Juni 2020

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
substituiert durch Rechtsanwältin Dr. med. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

Mutuel Krankenversicherung AG
Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 23. September 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2020, UV/19/787, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihren damaligen Arbeitgeber bei der E.________ AG obligatorisch 
unfallversichert, als sie am 19. Februar 1995 vom Mofa stürzte (Akten der 
Mutuel Krankenversicherung AG [Mutuel bzw. Beschwerdegegnerin], Ant-
wortbeilage [AB] 24 S. 2). Dabei erlitt sie eine nicht dislozierte Radiusköpf-
chenfraktur rechts (AB 24 S. 3). Die E.________ erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen (AB 24 S. 10 ff.) und schloss den Fall im Jahr 1997 ab (AB 24 
S. 19). 

Am 21. Mai 2014 blieb die mittlerweile beim D.________ tätige Versicherte 
beim Absteigen vom Elektrofahrrad hängen und stürzte (AB 1 S. 1, 3, 13 S. 
1). Dabei zog sie sich erneut eine nicht dislozierte Radiusköpfchenfraktur 
intraartikulär rechts zu (AB 33 S. 1), welche konservativ behandelt wurde 
(AB 35 S. 6). Infolge einer schnellenden Bewegung des rechten Arms am 
13. Juni 2014 dislozierte die bestehende Fraktur (AB 34). Die Mutuel als 
zuständige Unfallversicherung anerkannte ihre Leistungspflicht in Bezug 
auf den Sturz vom 21. Mai 2014 und erbrachte in der Folge die gesetzli-
chen Versicherungsleistungen (AB 18 S. 2). Nach Beizug verschiedener 
Arztberichte (AB 33 ff.) stellte die Mutuel mit Verfügung vom 6. März 2018 
(AB 18 S. 1 f.) die Versicherungsleistungen betreffend die weiterhin geklag-
ten Beschwerden mangels Kausalzusammenhangs rückwirkend per 
31. Mai 2016 ein. Diese Verfügung wurde neben der Versicherten auch der 
E.________ und der F.________ eröffnet (AB 18 S. 1 f., 27). Die hiergegen 
erhobenen Einsprachen der Versicherten (AB 19, 23) und der F.________ 
(AB 28) wies die Mutuel nach Beizug der Akten der E.________ zum Unfall 
aus dem Jahr 1995 (AB 24) und Einholung zweier Stellungnahmen ihres 
Vertrauensarztes, Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie (AB 41 f.), 
mit Entscheid vom 23. September 2019 (AB 29 S. 1 ff.) ab. Dieser wurde 
sowohl der Versicherten als auch der F.________ und E.________ eröffnet 
(AB 29 S. 10 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2020, UV/19/787, Seite 3

B.

Mit Eingabe vom 16. Oktober 2019 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, substituiert durch Rechtsanwältin Dr. med. 
C.________, Fachärztin für Rechtsmedizin, Beschwerde. Sie stellt die fol-
genden Rechtsbegehren:

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 23. September 2019 sei 
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die ge-
setzlichen Leistungen nach UVG auch ab 31. Mai 2016 zu erbringen. 

Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 23. September 2019 
aufzuheben und über die gesetzlichen Ansprüche der Beschwerde-
führerin nach erneuter medizinischer Begutachtung, unter Wahrung 
der Mitwirkungsrechte der Parteien, neu zu befinden. 

 – unter Entschädigungsfolge –

Verfahrensantrag: Es sei die F.________ zum vorliegenden Verfahren 
beizuladen.

Mit Eingabe vom 4. November 2019 reichte die Beschwerdeführerin einen 
weiteren medizinischen Bericht zu den Akten. 

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2020 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

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(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der die Verfügung vom 6. März 2018 
(AB 18 S. 1 f.) bestätigende Einspracheentscheid vom 23. September 2019 
(AB 29 S. 1 ff.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdefüh-
rerin auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung über den 
31. Mai 2016 hinaus.

1.3 Die F.________ hat den ihr eröffneten Einspracheentscheid (AB 29 
S. 11) nicht angefochten. Für die von der Beschwerdeführerin beantragte 
Beiladung (Beschwerde S. 2 Verfahrensantrag) besteht vor diesem Hinter-
grund keine Veranlassung. Dasselbe gilt für die E.________ (vgl. AB 29 
S. 10). 

1.4 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.5 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 

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20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich – wie vorlie-
gend – vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt 
ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.4

2.4.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1). Für die Bejahung 

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des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für 
eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 
134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 
E. 8.3). Zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen 
gehören sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung 
nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende trauma-
tische Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der be-
treffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später 
wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des 
Schadenseintritts "conditio sine qua non" war. Anders verhält es sich, wenn 
der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwär-
tiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, 
manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache 
und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 
S. 29 E. 4.2.1).

2.4.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über-
haupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 
wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund-
heitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich 
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 55).

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Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-
sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.5 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass das Ereignis 
vom 21. Mai 2014, bei dem die Beschwerdeführerin beim Absteigen vom 
Elektrofahrrad stürzte und sich dabei eine nicht dislozierte Radiusköpfchen-
fraktur intraartikulär rechts zuzog (AB 3, 33 S. 1), einen Unfall im Rechts-
sinne (vgl. E. 2.2 hiervor) darstellt. Die Beschwerdegegnerin erbrachte 
denn auch entsprechende Versicherungsleistungen (AB 18 S. 2). Weiter 
blieb zu Recht unbestritten, dass die nicht dislozierte Radiusköpfchenfrak-
tur zufolge des Unfalls im Jahre 1995 behandelt und ausgeheilt war und die 
Beschwerdeführerin bis zum Unfallereignis im Jahr 2014 keine Beeinträch-

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tigungen daraus erlitt (vgl. AB 24; Akten der Beschwerdeführerin, Be-
schwerdebeilage [BB] 12). 

Die Beschwerdegegnerin klärte gemäss den Akten den genauen Ablauf 
des Ereignisses vom 13. Juni 2014, als die Beschwerdeführerin beim Ab-
gang von einem Sessellift den hängengebliebenen rechten Arm mit einer 
schnellenden Bewegung nachzog und in der Folge der bestehende Bruch 
dislozierte (AB 34), nicht näher ab. Zwischen den Parteien blieb offen (Be-
schwerde S. 7 f. Art. 3 Ziff. 1 f.; Beschwerdeantwort S. 10 Ziff. 21), ob es 
sich hierbei um einen Unfall im Rechtssinne handelt. Ungeklärt ist dabei 
das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors (vgl. E. 2.2 hiervor). 
Die Frage nach dem Bestehen eines Unfallereignisses kann letztlich offen 
bleiben. Würde das Ereignis vom 13. Juni 2014 als Unfall im vorgenannten 
Sinne qualifiziert, hätte die Beschwerdegegnerin als damaliger Unfallversi-
cherer für die daraus entstandene Schädigung – die Dislokation der vorbe-
standenen Fraktur und deren Folgen – aufzukommen. Wird ein Unfall im 
Rechtssinne (vgl. E. 2.2 hiervor) verneint, hätte eine gewöhnliche Armbe-
wegung zur Dislokation des bestehenden unverheilten unfallbedingten Bru-
ches geführt, was bei einer gesunden Person nicht eingetreten wäre. Mithin 
wäre sie als Folge des Unfalles vom 21. Mai 2014 (AB 33 S. 1) einzustufen. 
So oder anders hat demnach die Beschwerdegegnerin für die Kosten auf-
zukommen, sofern die Kausalität zur ursprünglichen Fraktur erstellt ist. 

Zu prüfen ist jedoch die Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung per 
31. Mai 2016 (AB 18 S. 2, 29 S. 1 ff.) respektive ob die über dieses Datum 
hinaus geklagten Beschwerden in einem anspruchsbegründenden natürli-
chen Kausalzusammenhang (vgl. E. 2.3 f. hiervor) mit dem Unfall vom 
21. Mai 2014 (AB 33 S. 1) stehen und hierbei insbesondere, ob die erlittene 
Fraktur die vorbestehende Arthrose richtunggebend verschlimmert hat. Die 
massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgen-
de Bild:

3.1.1 Gemäss Bericht des Spitals H.________, vom 22. Mai 2014 (AB 33 
S. 2) zeigte sich im Röntgen des rechten Ellenbogens eine nur diskret dis-
lozierte Radiusköpfchenfraktur mit deutlichem Hämarthrose. 

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3.1.2 Im Bericht des Röntgeninstituts I.________ AG vom 5. Juni 2014 
(AB 33 S. 1) führte Dr. med. J.________, Facharzt für Radiologie, aus, 
dass sich im durchgeführten MRT des rechten Ellenbogens eine frische, 
undislozierte, intraartikuläre Radiusköpfchenfraktur, ein konsekutiver Er-
guss, eine leichte Synovitis sowie eine Ellenbogengelenksarthrose zeigten. 
Es lägen bereits degenerative Veränderungen im Ellenbogengelenk vor. 
Diese seien relativ fortgeschritten mit deutlicher Knorpelreduktion radiohu-
meral, insbesondere auch in der zentralen Gelenkfläche des Radiusköpf-
chens und am Capitulum diffus. Es bestehe eine kleine Knochenmark-
ödemzone im dorsoradialen Randbereich des Capitulums. Auch humeroul-
narseitig bestehe insgesamt ein reduzierter Knorpelbelag mit umschriebe-
nem Grad III-IV Chondropathierealen im Bereich der zentroventralen Tro-
chlea und am gegenüberliegenden Processus coronoideus mit subchon-
dralen Geröllzysten. 

Im Bericht vom 19. Juni 2014 (AB 34) hielt Dr. med. J.________ fest, dass 
sich im durchgeführten CT des rechten Ellenbogengelenks eine leichte 
sekundäre Dislokation der Radiusköpfchenmeisselfraktur zeige. Das im 
Rahmen des T-förmigen Frakturverlaufes resultierende eine Fragment ra-
dialseitig sei im Verlauf nun vermehrt eingestaucht mit 0,8 mm messender 
Stufe intraartikulär. 

Im Bericht vom 17. März 2015 (AB 35 S. 2) führte Dr. med. J.________ 
sodann aus, dass das erneut durchgeführte CT am rechten Ellenbogenge-
lenk im Vergleich zum 19. Juni 2014 (AB 34) eine in unveränderten Stel-
lungsverhältnissen konsolidierte Radiusköpfchenmeisselfraktur zeige. Es 
bestehe eine im Verlauf progrediente (aber bereits leicht vorbestehende) 
Ellenbogengelenksarthrose sowohl radial, als auch ulnarseitig neu mit Zei-
chen einer sekundären Synovialosteochondromatose bei Nachweis einzel-
ner kleinster freier Gelenkkörperchen, unter anderem bis 3 mm Grösse in 
der Fossa olecrani. 

3.1.3 Im Bericht des Spitals K.________ vom 10. November 2016 (AB 39) 
nannten Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, und Assistenzarzt M.________ 
folgende Diagnosen (AB 39 S. 1):

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1. Beginnende, posttraumatische Arthrose im Radiocapiteilargelenk 
rechts
• St. n. nicht dislozierter Radiusimpressionsfraktur vom 18. Fe-

bruar 1995, konservative Therapie mittels Ruhigstellung im 
Gilchristverband

• St. n. sekundärer Dislokation einer Radiusköpfchenmeisselfrak-
tur vom 21. Mai 2014, konservative Therapie 

2. St. n. Luxationsfraktur Humerus rechts 2003

Im durchgeführten Röntgen vom 8. November 2016 habe sich eine korrekte 
Artikulation im Radioulnar-, Radiocapitellar- sowie im Humeroulnargelenk 
gezeigt. Es sei eine Stufenbildung im Bereich des Radiusköpfchens mit 
einer Stufe von 1-2 mm und eine beginnende Ossifikation des Ligamen-
tums anulare sowie osteophytäre Ausziehungen im Bereich des radialseiti-
gen Radiusköpfchens ersichtlich. Bei der Patientin zeige sich eine leicht 
erschwerte Situation bei posttraumatischer Radiocapitellararthrose, welche 
im Zeitpunkt der Untersuchung jedoch in einem dezenten Ausmass vor-
handen sei. Die von der Patientin beschriebenen Beschwerden im Sinne 
eines Extensionsdefizites von knapp 5° könnten aus orthopädischer Sicht 
nicht angegangen werden (AB 39 S. 2). 

3.1.4 Im Bericht des Spitals K.________ vom 1. März 2017 (AB 40) wur-
den eine subakute Radiusköpfchenfraktur und eine radiale Ellenbogenge-
lenksarthrose genannt. Es zeige sich ein unauffälliger Weichteilmantel. Neu 
liege eine abgrenzbare winzige Konturunterbrechung der Fovea articularis 
des Radius mit Aufhellungslinie am ehesten einer Radiusköpfchenfraktur 
entsprechend vor. Es zeige sich eine randständige osteophytäre Auszie-
hung im radialen Ellenbogengelenk mit zunehmenden subchondralen Skle-
rosierungen wie bei einer Arthrose. 

3.1.5 Im Bericht vom 6. August 2018 (AB 41) führte der Vertrauensarzt 
der Beschwerdegegnerin, Dr. med. G.________, aus, dass laut den Anga-
ben im Bericht des Spitals K.________ vom 10. November 2016 (AB 39) 
die Patientin schon zwei Unfälle am rechten Arm und Ellenbogen mit Radi-
usköpfchenfraktur (1995) und Humerusfraktur (2004 [recte: 2003]) erlitten 
habe. Bereits auf den ersten Röntgenaufnahmen nach dem Unfall vom 21. 
Mai 2014 seien deutliche Arthrosezeichen im rechten Ellenbogen, insbe-

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sondere eine deutliche Verschmälerung des Knorpels im radiohumeralen 
Gelenk, ersichtlich. Die Fraktur vom 21. Mai 2014 habe die Lage vorüber-
gehend verschlimmert. Am 31. März 2015 sei jedoch der Status quo sine 
erreicht gewesen. 

Im Bericht vom 17. Juni 2019 (AB 42) präzisierte der Vertrauensarzt der 
Beschwerdegegnerin, dass die MRI-Untersuchung vom 5. Juni 2014 dege-
nerative Veränderungen im rechten Ellenbogengelenk aufgezeigt habe, die 
der Röntgenspezialist als relativ fortgeschritten mit deutlicher Knorpelre-
duktion radiohumeral, insbesondere auch in der zentralen Gelenkfläche 
des Radiusköpfchens und diffus im Capitulum, bezeichnet habe. Diese 
Beschreibung deute klar auf eine fortgeschrittene Arthrose hin. Der Unfall 
vom 21. Mai 2014 habe diese degenerative Schädigung vorübergehend 
verschlimmert. In den späteren radiologischen Untersuchungen sei zu se-
hen, dass sich die Arthrose erwartungsgemäss leicht verschlimmert habe. 
Die Arthrose sei schon im Jahr 2014 fortgeschritten gewesen und hätte 
sich ohne zusätzliche Fraktur weiterentwickelt. Ein Status quo könne am 
31. März 2015 bestimmt werden. 

3.1.6 Im Bericht vom 10. Oktober 2019 (BB 12) führte ein beratender Arzt 
der E.________ in Bezug auf den Unfall vom 18. Februar 1995 aus, die 
Aktenanalyse zeige, dass die Beschwerdeführerin damals eine nicht dislo-
zierte und lediglich konservativ behandelte Radiusköpfchenfraktur rechts 
erlitten habe (BB 12 S. 1). In den Akten seien während den 19 Jahren von 
1995 bis 2014 keine Brückensymptome dokumentiert. Eine nicht dislozierte 
Radiusköpfchenfraktur heile üblicherweise innerhalb von vier bis sechs 
Monaten folgenlos ab. Dies erlaube den Status quo ante spätestens auf 
Ende August 1995 festzulegen (BB 12 S. 2). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll allerdings ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte 
der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die 
Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen 
durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zwei-
fel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtli-
che Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel 
auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten 
anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen 
haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung 
veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469). Die 
Berichte und Gutachten ständiger Vertrauensärzte haben in beweisrechtli-
cher Hinsicht grundsätzlich den gleichen Stellenwert wie die verwaltungsin-
ternen Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer (RKUV 2001 KV 
189 S. 492 E. 5b).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2020, UV/19/787, Seite 13

3.3 Insbesondere gestützt auf die Stellungnahmen bzw. Aktenbeurtei-
lungen ihres Vertrauensarztes vom 6. August 2018 (AB 41) und vom 
17. Juni 2019 (AB 42) hielt die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 23. September 2019 (AB 29 S. 1 ff.) fest, dass 
der Unfall vom 21. Mai 2014 den Zustand des rechten Ellenbogens ledig-
lich vorübergehend verschlimmert habe. Der Status quo sei per 31. März 
2015 erreicht gewesen und die Versicherungsleistungen seien entspre-
chend einzustellen. Obwohl die Einstellung bereits auf den 31. März 2015 
hätte verfügt werden können, seien die Leistungen ohne Präjudiz erst per 
31. Mai 2016 eingestellt worden. Die von der Beschwerdeführerin geklag-
ten Beschwerden stünden klar im Zusammenhang mit der vorbestehenden 
Arthrose (AB 29 S. 7 Ziff. 13). 

Dem hält die Beschwerdeführerin bzw. ihre Rechtsvertretung – Rechtsan-
wältin und Fachärztin für Rechtsmedizin (Beschwerde S. 12) – im Wesent-
lichen entgegen, dass die vertrauensärztliche Einschätzung einzig auf ei-
nem nicht hinterfragten, diesbezüglich unkorrekten Bericht beruhe. Im Un-
fallzeitpunkt hätten lediglich diskrete Anzeichen für einen altersbedingt übli-
chen Gelenkverschleiss am rechten Ellenbogengelenk mit hauptsächlich 
einer diskreten Reduktion der Knorpeldicke bestanden (Beschwerde S. 5 
Art. 2 Ziff. 2). Ohne den Unfall vom 21. Mai 2014 wären das heute bei der 
Beschwerdeführerin bestehende Streckdefizit und die Ellenbogengelenk-
sarthrose in dieser ausgeprägten Form nie eingetreten. Die Arthrose habe 
sich einzig dadurch derart stark weiterentwickelt, da nach dem Unfall die 
Gelenkfläche am Radiusköpfchen durch den T-förmigen Bruch in seiner 
Form, Funktion und Stellung beeinträchtigt worden sei (Beschwerde S. 5 
Art. 2 Ziff. 3). Ein Bruch, der durch eine Gelenkfläche verlaufe, verheile oft 
mit einer Stufenbildung im Gelenk. Diese habe eine dauerhafte Reibung 
auf der gegenüberliegenden Gelenkfläche zur Folge, was den arthrotisch 
beschleunigten Gelenkverschleiss vorantreibe (Beschwerde S. 5 Art. 2 
Ziff. 4). Eine Stufenbildung führe zudem zu einer unnatürlichen Endstellung 
des gelenkbildenden Skeletts. Dadurch könnten bleibende Bewegungsein-
schränkungen im betroffenen Gelenk resultieren, unter die auch das ge-
klagte Streckdefizit im rechten Ellenbogen falle (Beschwerde S. 6 Art. 2 
Ziff. 5). Der Vorzustand sei entgegen der vertrauensärztlichen Beurteilung 

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(AB 41 f.) von untergeordneter Bedeutung und habe hauptsächlich in einer 
diskret reduzierten Knorpeldicke bestanden (Beschwerde S. 6 Art. 2 Ziff. 6).

Wenn die Beschwerdegegnerin – wie vorliegend – das Dahinfallen jeglicher 
kausaler Bedeutung von unfallbedingten Ursachen der Ellenbogenbe-
schwerden rechts geltend macht, hat sie dies mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzutun (vgl. E. 2.4.2 hiervor). Dieser 
Nachweis gelingt unter den derzeit gegebenen Umständen nicht (vgl. nach-
folgend). 

3.3.1 Der Vertrauensarzt stützte seine Folgerung, wonach der Unfall vom 
21. Mai 2014 den Vorzustand lediglich vorübergehend verschlimmert habe 
und per 31. März 2015 der Status quo sine eingetreten sei (AB 41 f.), einzig 
auf die MRI-Untersuchung vom 5. Juni 2014 (AB 33 S. 1). Der Röntgen-
spezialist habe die degenerativen Veränderungen als relativ fortgeschritten 
mit deutlicher Knorpelreduktion radiohumeral, insbesondere auch in der 
zentralen Gelenkfläche des Radiusköpfchens und diffus im Capitulum be-
zeichnet (AB 42 Ziff. 3). Die Feststellung von Dr. med. J.________ vom 5. 
Juni 2014 (AB 33 S. 1) kontrastiert jedoch mit seiner eigenen CT-
Beurteilung vom 17. März 2015 (AB 35 S. 2), bei der er anders als ur-
sprünglich dargestellt nur noch von einer leicht vorbestehenden Ellenbo-
gengelenksarthrose sprach. Der Vertrauensarzt setzte sich mit diesen dis-
krepanten Beurteilungen von Dr. med. J.________ nicht auseinander und 
legte die Gründe, weshalb er der ursprünglichen Beurteilung folgte, nicht 
dar. Dies wäre umso mehr geboten gewesen, als die Arthrose weder in den 
Röntgenberichten des Spital H.________, vom 22. Mai 2014 (AB 33 S. 2) 
und vom 30. Juli 2014 (AB 36) noch in der CT-Beurteilung von Dr. med. 
J.________ vom 19. Juni 2014 (AB 34) erwähnt wurde und gemäss Dr. 
med. L.________ und Assistenzarzt M.________ im November 2016 eine 
„beginnende“ (AB 39 S. 1) respektive „in dezentem Ausmass vorhandene“ 
(AB 39 S. 2) Arthrose vorlag. Auch wurde nicht berücksichtigt, dass die 
Letzteren explizit von einer „posttraumatischen“ Arthrose sprechen (AB 39). 
Dadurch, dass sich der Vertrauensarzt nicht weiter mit der divergierenden 
Aktenlage auseinandersetzte und den Wegfall der Unfallkausalität lediglich 
pauschal bejahte, hat er sich nicht differenziert mit den sich stellenden Fra-
gen auseinandergesetzt. Indem die unbestrittene Arthrose nach dem Ge-

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sagten sowohl in ihrem Umfang als auch in ihrer Entstehung mit Unklarhei-
ten behaftet ist, die anhand der Akten nicht ausgeräumt werden können, 
bestehen erhebliche Zweifel an der Darstellung des Vertrauensarztes, wo-
nach der Status quo sine (vgl. E. 2.4.2 hiervor) am 31. März 2015 erreicht 
war (AB 41 f.).

3.3.2 Ferner stützt sich auch die Ansicht der Beschwerdeführerin, wonach 
im Unfallzeitpunkt lediglich diskrete Anzeichen für einen altersbedingt übli-
chen Gelenkverschleiss am rechten Ellenbogen bestanden hätten (Be-
schwerde S. 5 Art. 2 Ziff. 2) und sich die Arthrose einzig aufgrund des Un-
falls vom 21. Mai 2014 derart stark weiterentwickelt habe (Beschwerde S. 5 
Art. 2 Ziff. 3), nicht auf verlässliche medizinische Grundlagen (vgl. hierzu 
Entscheid des BGer vom 26. März 2019, 8C_824/2018, E. 3.2). So wider-
sprechen ihre (belegten [AB 35 S. 2]) Angaben in Bezug auf die arthroti-
sche Schädigung im Unfallzeitpunkt den (ebenfalls belegten [AB 33 S. 1]) 
Angaben der Beschwerdegegnerin (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Keiner der be-
handelnden Ärzte setzte sich einlässlich mit der divergierenden Aktenlage 
in Bezug auf Umfang und Entstehung der Arthrose, der Frage des Wegfalls 
des Kausalzusammenhangs und des Einflusses des Unfalls aus dem Jahr 
1995 (AB 24) und jenem (in den Akten nicht belegten aber mehrfach er-
wähnten [AB 17 S. 1, 39 S. 1]) aus dem Jahr 2003 auseinander. Folglich ist 
auch die Ansicht der Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich belegt, um 
die Kausalitätsfrage abschliessend zu beantworten.

3.4 Demnach lässt sich gestützt auf die vorliegenden Akten derzeit we-
der das Fortbestehen noch das Dahinfallen des natürlichen Kausalzusam-
menhangs zwischen dem Unfall vom 21. Mai 2014 und den geklagten El-
lenbogenbeschwerden rechts im Rahmen der Beweiswürdigung überwie-
gend wahrscheinlich erstellen. Insofern erweist sich der Sachverhalt als 
nicht rechtsgenüglich erstellt und ist in Form einer neutralen Begutachtung 
mindestens in den Disziplinen Orthopädie und Rheumatologie weiter zu 
klären. Dabei wird sich die Expertise neben der Kausalität auch zu einem 
allfälligen Einfluss nicht nur des Unfalls im Jahr 1995 (AB 24), sondern 
auch desjenigen im Jahr 2003 (Luxationsfraktur Humerus rechts; AB 17 
S. 1, 39 S. 1) zu äussern haben. Die Beschwerdegegnerin hat bisher kein 
externes Gutachten in Auftrag gegeben, was sie nun nachzuholen hat. 

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Somit steht BGE 122 V 157 E. 1d S. 163 einer Rückweisung nicht entge-
gen. Mit diesem Vorgehen wird der Beschwerdeführerin im Übrigen auch 
der doppelte Instanzenzug gewahrt. 

Zusammenfassend ist in Gutheissung der Beschwerde der Einspracheent-
scheid vom 23. September 2019 (AB 29 S. 1 ff.) aufzuheben und die Sache 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach Veranlassung 
einer neutralen Begutachtung im Sinne der Erwägungen über den Leis-
tungsanspruch neu verfüge. 

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-
gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 
S. 43 E. 9.1).

Mit Kostennote vom 6. Februar 2020 macht Rechtsanwältin Dr. med. 
C.________ einen Aufwand bzw. ein Honorar von Fr. 3‘000.-- zuzüglich 
Auslagen von Fr. 95.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 238.30 (7.7 % von 
Fr. 3‘095.--), total Fr. 3‘333.30 geltend, was nicht zu beanstanden ist. Die 
Parteientschädigung ist demnach auf Fr. 3‘333.30 (inkl. Auslagen und 
MWSt.) festzusetzen; diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin zu ersetzen. 

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Mutuel Krankenversicherung AG vom 23. September 
2019 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück-
gewiesen, damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der 
Erwägungen – neu verfüge. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘333.30 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen. 

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. med. C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Mutuel Krankenversicherung AG
- Bundesamt für Gesundheit
- E.________ AG 
- F.________ AG

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.