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**Case Identifier:** cf36b83e-a749-5993-b582-2ccc61a45ac3
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-04
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2017 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2017
**Docket/Reference:** DB.2020.78
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2020.78--2-st.2020.88.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2020.78 
2 ST.2020.88 

Entscheid 

4. Januar 2021 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Christian Mäder und Gerichtsschreiber Marius Obertüfer 

A ,    

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrent,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Nord, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2017 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2017 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  deklarierte  in  der  Steuererklärung 2017  be-

treffend die direkte Bundessteuer ein steuerbares Einkommen von Fr. 164'900.- sowie 

betreffend  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  ein  steuerbares  Einkommen  von 

Fr. 162'400.-  und  ein  steuerbares  Vermögen  von  Fr. 1'260'000.-.  Er  machte  in  der 

Steuererklärung einen Kinderdrittbetreuungskostenabzug von Fr. 5'050.- geltend.  

Mit  Auflage  vom  12. März  2019  teilte  ihm  der  zuständige  Steuerkommissär 

mit,  dass  für  die  Steuereinschätzung  noch  weitere  Abklärungen  erforderlich  seien.  Er 

ersuchte  den  Pflichtigen  deshalb,  den  Nachweis  der  bezahlten  Kinderdrittbetreuungs-

kosten anhand von Zahlungsbelegen zu erbringen, woraus insbesondere die Aufteilung 

von  Schulgeld,  Fremdbetreuungskosten  und  Verpflegungskosten  ersichtlich  sei.  Mit 

undatierter  Eingabe  äusserte  sich  der  Pflichtige  im  Anschluss  dazu  zur  Auflage  und 

reichte gewisse Unterlagen ein. 

Mit  Veranlagungs-  und Einschätzungsentscheid vom  29.  März  2019  schätzte 

das kantonale Steueramt den Pflichtigen für die Steuerperiode 2017 mit einem steuer-

baren  Einkommen  von  Fr.  167'700.-  (direkte  Bundessteuer)  bzw.  Fr.  165'300.-  und 

einem steuerbaren Vermögen von Fr. 1’260'000.- (Staats- und Gemeindesteuern) ein. 

Das kantonale Steueramt liess dabei lediglich Fr. 2'188.- an Kinderdrittbetreuungskos-

ten zum Abzug zu. 

B. Mit Einsprache vom 15. April 2019 beantragte der Pflichtige, mit den Steu-

erfaktoren  gemäss  eingereichter  Steuererklärung  veranlagt  und  eingeschätzt  zu  wer-

den  bzw.  anstatt  der  Fr.  2'188.-  den  Betrag  von  Fr.  5'050.-  an  Kinderdrittbetreuungs-

kosten zum Abzug zuzulassen.   

Mit  Auflage  vom  10.  Oktober  2019  und  Mahnung  vom  15. November  2019 

verlangte  der  Steuerkommissär  die  Einreichung  einer  schriftlichen  Bestätigung  des 

Lehrinstituts über die in der Steuerperiode 2017 bezahlten Kinderdrittbetreuungskosten 

respektive des Betreuungskostenanteils. Der Pflichtige reichte daraufhin gewisse wei-

tere Dokumente ein und äusserte sich ergänzend dazu.  

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Mit  Veranlagungs-  und  Einschätzungsvorschlag  vom  12. Dezember  2019 

zeigte der Steuerkommissär dem Pflichtigen eine Höhertaxation an, indem er ihm vor-

schlug,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 169'600.-  (direkte  Bundessteuer) 

bzw. Fr. 167'200.- (Staats- und Gemeindesteuern; steuerbares Vermögen unverändert 

bei  Fr. 1'260'000.-)  veranlagt  bzw.  eingeschätzt  zu  werden.  Anstatt  der  bis  anhin  ak-

zeptierten  Fr. 2'188.-  an  Kinderdrittbetreuungskosten  wurde  in  den  Vorschlägen  neu 

lediglich der Betrag von Fr. 275.- zum Abzug zugelassen.  

Nachdem  der  Pflichtige  die  Zustimmungserklärungen  zu  den  Vorschlägen 

nicht innert der angesetzten Frist unterzeichnet retourniert hatte, erliess das kantonale 

Steueramt  am  3. März  2020  eine  Veranlagungsverfügung  und  einen  Einschätzungs-

entscheid  gemäss  den  Steuerfaktoren  des  Veranlagungs-  und  Einschätzungsvor-

schlags.  

C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 2. April 2020 beantragte der Pflichtige die 

steuerliche  Berücksichtigung  von  Kinderdrittbetreuungskosten  über  Fr. 4'888.-  bzw. 

sinngemäss  betreffend  die  direkte  Bundessteuer  mit  einem  steuerbaren  Einkommen 

von Fr. 165'000.- sowie betreffend die Staats- und Gemeindesteuern mit einem steuer-

baren  Einkommen  von  Fr.  162'600.-  und  einem  steuerbaren  Vermögen  von 

Fr. 1'260'000.- veranlagt und eingeschätzt zu werden.  

Das kantonale  Steueramt  schloss  am  6.  Mai  2020  auf  teilweise  Gutheissung 

der  Rechtsmittel.  Die  Eidgenössische  Steuerverwaltung  (ESTV)  liess  sich  nicht  ver-

nehmen.  

Mit  Auflage  vom  28. Juli  2020,  Mahnung  vom  16. September  2020  und 

Schreiben vom 1. Oktober 2020 wurde dem Pflichtigen jeweils Frist angesetzt, um nä-

her  bestimmte  Unterlagen  einzureichen  bzw.  schriftlich  Auskünfte  zu  erteilen.  Er  rea-

gierte  darauf  mit  Schreiben  vom  31.  August  2020  (Datum  Poststempel),  30.  Septem-

ber 2020 (Datum Poststempel) und 3. Oktober 2020, mit denen er jeweils zusätzliche 

Unterlagen  einreichte.  Mit  Stellungnahme  vom  3. November  2020  äusserte  sich  das 

kantonale  Steueramt  hierzu.  Der  Pflichtige  verzichtete  auf  eine  neuerliche  Stellung-

nahme.  

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Auf die weiteren Parteivorbringen wird – soweit rechtserheblich – in den nach-

folgenden Erwägungen eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1.  a)  Gemäss  Art.  33  Abs.  3  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundes-

steuer  vom  14.  Dezember  1990  und  §  31  Abs. 1  lit. j  des  Steuergesetzes vom  8.  Ju-

ni 1997  werden  von  den  Einkünften  abgezogen  die  nachgewiesenen  Kosten,  jedoch 

höchstens Fr. 10'100.- für die Drittbetreuung jedes Kindes, welches das 14. Altersjahr 

noch nicht vollendet hat und mit der steuerpflichtigen Person, die für seinen Unterhalt 

sorgt,  im  gleichen  Haushalt  lebt,  soweit  diese  Kosten  in  direktem  kausalem  Zusam-

menhang  mit  der  Erwerbstätigkeit,  Ausbildung  oder  Erwerbsunfähigkeit  der  steuer-

pflichtigen Person stehen.  

Halten  die  unverheirateten  Eltern  die  elterliche  Sorge  gemeinsam  inne,  kann 

jeder  Elternteil  maximal  Fr.  5'050.-  der  nachgewiesenen  Kosten  für  die  Kinderdrittbe-

treuung in Abzug bringen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Eltern eine an-

dere Aufteilung beantragen. Die beiden Elternteile haben sich diesfalls zu einigen. Es 

obliegt daher den Eltern, eine andere Aufteilung zu begründen und nachzuweisen. Be-

tragen die geltend gemachten Kosten beider Elternteile zusammen mehr als den Ma-

ximalbetrag  von  Fr.  10'100.-,  werden  die  Abzüge  im  Verhältnis  der  nachgewiesenen 

Kosten  auf  diesen  Maximalbetrag  gekürzt  (vgl.  Ziff.  8.4.3  des  Kreisschreibens  Nr. 30 

der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 21. Dezember 2010 [Ehepaar- und Fami-

lienbesteuerung nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer]; nachfolgend 

KS 30;  Rz.  51  der  Weisung  der  Finanzdirektion  über  Sozialabzüge  und  Steuertarife  

(ab Steuerperiode 2015 vom 7. April 2015; nachfolgend Weisung). Diejenigen Kosten, 

die  über  dem  Maximalbetrag  von  Fr. 10'100.-  liegen,  können  im  Weiteren  nicht  als  

Berufskosten steuerlich geltend gemacht werden (BGr, 31. Juli 2017, 2C_1047/2016 + 

2C_1048/2016). 

b) Kinderbetreuungskosten können geltend gemacht werden, wenn die Eigen-

betreuung  der  Kinder  durch  die  Eltern  wegen  Erwerbstätigkeit,  Ausbildung  oder  Er-

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werbsunfähigkeit  nicht  möglich  ist  (Ziff.  8.4  KS  30;  Rz.  44  der  Weisung;  Richner/ 

Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. A, 2016, Art. 33 N 251 ff. DBG 

und  Kommentar  zum  Zürcher  Steuergesetz,  3.  A.,  2013,  §  31  N  172  ff.  StG,  je  auch 

zum  Folgenden).  Die  Kosten  müssen  entstanden  sein,  weil  die  Eigenbetreuung  der 

Kinder  wegen  einer  Erwerbstätigkeit,  einer  Ausbildung  oder  einer  Erwerbsunfähigkeit 

nicht wahrgenommen werden kann (direkter kausaler Zusammenhang). Bei verheirate-

ten oder in Partnerschaft lebenden Personen müssen beide aus den erwähnten Grün-

den daran gehindert sein, das Kind im Rahmen der Gemeinschaft selbst zu betreuen. 

Abzugsberechtigt  sind  Aufwendungen,  welche  für  die  Betreuung  der  Kinder  durch 

Drittpersonen anfallen, so insbesondere Taggelder für private und öffentliche Organisa-

tionen,  welche  sich  der  Kinderbetreuung  annehmen  wie  Kinderhorte  oder  Kinderkrip-

pen.  Nicht  zum  Abzug  berechtigen  hingegen  Kosten  für  Aufgabenhilfen,  Kurse  (z.B. 

Musik,  Sport-  und  Bastelkurse)  oder  von  Ferien-  und  Sportlagern,  da  sie  entweder 

bloss  vorübergehender  Natur  sind  oder  die  eigentliche  Kinderbetreuung nicht  im  Vor-

dergrund steht.  Als  Kinderbetreuungskosten gelten  auch Honorare an  Personen,  wel-

che die Betreuung der Kinder beruflich oder nebenberuflich ausüben. 

Nur Kosten für die reine Betreuungsarbeit durch Dritte sind abzugsfähig. Ent-

schädigungen  an  Dritte für  die  Verpflegung  der Kinder  oder  andere Ausgaben für  die 

Kinder  wie  Ausbildungskosten  (Schulgeld  für  Unterricht)  sind  als  Lebenshaltungskos-

ten  nicht  zum  Abzug  zuzulassen  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  33  N  259  DBG 

und § 31 N 179 StG).  

c)  Werden  beim  Besuch  von  Ganztagesschulen  oder  Internaten  die  reinen 

Betreuungskosten  bei  der  Rechnungsstellung  nicht  detailliert  ausgewiesen,  ist  eine 

Abgrenzung zwischen abzugsfähigen Betreuungskosten und nicht abzugsfähigen Aus-

bildungs-  bzw.  Lebenshaltungskosten  vorzunehmen.  Dabei  obliegt  es  nach  der  allge-

meinen Beweislastregel dem Steuerpflichtigen, jene Tatsachen nachzuweisen, welche 

die  Steuerschuld  mindern  oder  aufheben  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 123 

N 77  DBG  und  § 132  N 90  StG  mit  Verweisungen).  Dies  bedingt  eine  substanziierte 

Sachdarstellung  über  Art  und  Umfang  der  erbrachten  Leistungen  und  den  damit  ver-

bundenen  Aufwand.  Andernfalls  ist  die  steuerrechtliche  Beurteilung  der  Abzugsfähig-

keit  nicht  möglich.  Folge  davon  ist,  dass  die  betreffenden  Aufwendungen  entweder 

gänzlich unberücksichtigt bleiben müssen oder diese nach pflichtgemässem Ermessen 

im Sinn von Art. 130 Abs. 2 DBG bzw. § 139 Abs. 2 StG zu schätzen sind.  

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2. a) Vorliegend ist einzig die Höhe der abzugsfähigen Kosten der Kinderdritt-

betreuung  des  Pflichtigen  gemäss  Art.  33  Abs.  3  DBG  bzw.  §  31  Abs.  1  lit.  j  StG  für 

seinen Sohn B (geb. 2011) strittig. B, der im gemeinsamen Haushalt seiner (unverhei-

rateten) Eltern wohnt, besuchte konkret in der Steuerperiode 2017 an der C in D (nach-

folgend  C)  im  Sommersemester 2017  (6.02.2017  -  14.07.2017  bzw.  23  Kalenderwo-

chen;  nachfolgend  Sommersemester)  den  zweiten  Kindergarten (2. Semester)  und  im 

Wintersemester  2017/2018  (21.08.2017  -  2.02.2018  bzw.  24  Kalenderwochen;  nach-

folgend  Wintersemester)  die  erste  Primarklasse  (1.  Semester).  Die  vom  Pflichtigen 

geltend  gemachten  Kinderdrittbetreuungskosten  lassen  sich  in  drei  Kategorien  eintei-

len. Zunächst sind dies die bereits im Schulgeld enthaltenen Kosten für die Betreuung 

von B vor und nach dem Kindergarten- und Schulunterricht sowie über Mittag (nachfol-

gend  Früh-,  Mittags-  und  Nachmittagsbetreuung).  Hinzu  kommen  die  separat  zum 

pauschalen  Schulgeld  von  der  C  in  Rechnung  gestellten  Betreuungskosten  unter  der 

Woche von 16.00 - 18.00 Uhr (nachfolgend Randzeitenbetreuung) sowie die Kosten für 

Betreuung während der Schulferien  (nachfolgend  Ferienbetreuung).  Diese Kategorien 

an  Kinderdrittbetreuungskosten  gilt  es  im  Folgenden  betreffend  steuerliche  Abzugsfä-

higkeit einzeln zu prüfen. 

b)  Der  Pflichtige  macht  in  der  Beschwerde-  und  Rekursschrift  zunächst  gel-

tend,  dass  mit  dem  gesamthaft  im  Jahr  2017  bezahlten  Schulgeld  (Fr. 23'460.-)  ein 

Anteil über 25% bzw. Fr. 5'865.- an reiner Betreuungszeit bezahlt worden sei, die steu-

erlich als abzugsfähig qualifiziere. Zum Beleg reichte er eine Bescheinigung der C ein, 

die  eine  "reine  Betreuungszeit"  von  25%  attestiert.  Hinsichtlich  der  Randzeiten-  und 

Ferienbetreuung verweist er auf die eingereichten Rechnungen. Betreffend die effekti-

ve Inanspruchnahme des Betreuungsangebots räumt er mittlerweile ein, jeweils für den 

Freitag  die  Notwendigkeit  der  Früh-  und  Nachmittagsbetreuung  nicht  nachweisen  zu 

können, da seine Partnerin – die Mutter von B – nur zu 80% arbeite. Zum Betreuungs-

bedarf an den übrigen Wochentagen führt er aus, Mitglied der Direktion der E zu sein, 

wobei seine Arbeitgeberin von ihm ein erhöhtes Arbeitspensum erwarte. Im Jahr 2017 

sei er beauftragt worden, innert kürzester Zeit die …-Abteilung der E neu aufzubauen, 

was dementsprechend  viel  Zeit  in Anspruch genommen  habe.  Aus  den eingereichten 

Arbeitsverträgen des Pflichtigen sowie seiner Partnerin ist sodann ersichtlich, dass der 

Pflichtige  mit  Kadervertrag  zu  100%  arbeitet,  über  flexible  Arbeitszeiten  verfügt  und 

seine effektive Arbeitszeit als Direktionsmitglied nicht erfasst ist bzw. nicht zu erfassen 

braucht. Seine Partnerin, die zu 80% arbeitet, muss gemäss Vertrauensarbeitszeitmo-

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dell  nur  Absenzen  erfassen  und  hat  sodann  die  Blockzeiten  8.30  -  11.15  Uhr  sowie 

14.00 - 16.00 Uhr einzuhalten. 

c)  Das  kantonale  Steueramt  vertritt  hingegen  zusammengefasst  in  den  Ein-

spracheentscheiden sowie der Beschwerde- und Rekursantwort den Standpunkt, die C 

habe mehrmals bestätigt, dass die Betreuungszeit von 7.30 - 16.00 Uhr kostenlos sei. 

Zudem erscheine die erstmals im Beschwerde- und Rekursverfahren eingereichte Be-

stätigung, die den im Schulgeld enthaltenen reinen Betreuungsanteil auf 25% beziffert, 

als willkürlich und in Relation zur Unterrichtszeit in einem krassen Missverhältnis. Zum 

geltend gemachten Betreuungsbedarf führt es sodann aus, dass dieser vom Pflichtigen 

nicht  hinreichend  belegt  worden  sei.  Die  Qualifikation  der  Kosten  für  die  Randzeiten- 

und Ferienbetreuung als abzugsfähige Kinderdrittbetreuungskosten wird vom kantona-

len  Steueramt  sodann  mittlerweile  im  Grundsatz  anerkannt,  weshalb  es  im  Ergebnis 

die teilweise Gutheissung von Beschwerde und Rekurs beantragt. 

3. Zunächst ist zu prüfen, ob diejenigen Kosten für eine Betreuung ausserhalb 

der Unterrichtszeit (konkret die Früh-, Mittags- und Nachmittagsbetreuung), die bereits 

im (pauschal) bezahlten Schulgeld mitenthalten ist, generell als steuerlich abzugsfähi-

ge  Kinderdrittbetreuungskosten  nach  Art.  33  Abs.  3  DBG  bzw.  §  31  Abs.  1  lit.  j  StG 

qualifiziert werden können. Dies verneinte das kantonale Steueramt bis anhin mit dem 

Argument,  die  Betreuung  für  B  sei  für  den  Pflichtigen  kostenlos  (E.  2c).  Dieser  Argu-

mentation kann nicht beigepflichtet werden. Offensichtlich bietet die C im Schulgeld die 

enthaltenen Betreuungsdienstleistungen nur denjenigen Eltern an, die auch Schulgeld 

bezahlen. Die im Schulgeld enthaltene Früh-, Mittags- und Nachmittagsbetreuung kann 

damit  nicht  als für den Pflichtigen kostenlos qualifiziert  werden,  nur  weil  sie ihm  nicht 

separat in Rechnung gestellt wird. Das Steueramt hätte deshalb im Rahmen des Ver-

anlagungs-  und  Einschätzungsverfahrens  den  effektiven  Betreuungskostenanteil  des 

Schulgelds  ermitteln  müssen  (wie  auch  in  StRG,  5. Oktober  2020,  1 DB.2018.205/ 

1 ST.2018.246,  E.  1c;  StRG,  12.  April  2016,  2 DB.2016.15/2  ST.2016.18, 

www.strgzh.ch;  StE 2010  B  27.7  Nr.  19,  je  auch  zum  Folgenden)  und  hätte  ihm  dies 

nicht generell verweigern dürfen. Allein dies führt indes im konkreten Fall nicht zur teil-

weisen  Gutheissung  der  Rechtsmittel  und  Rückweisung  an  die  Vorinstanz  zur  Ermitt-

lung  bzw.  Schätzung  des  Betreuungskostenanteils  (vgl.  so  etwa  mit  ähnlicher  

Ausgangslage  und  Fragestellung  StRG,  18. November  2015,  2 DB.2015/120/ 

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2 ST.2015.148).  Da  sich  die  massgeblichen  Parameter  anhand  der  mittlerweile  vor-

handenen  Unterlagen  gut  ermitteln  lassen,  die  Kognition  des  Steuerrekursgerichts 

nicht  geringer  ist  als  diejenige  des  kantonalen  Steueramts  (§  147  ff.  StG)  und  die 

Rückweisung allgemein die Ausnahme bleiben soll, ist die Höhe der im Schulgeld ent-

haltenen  Kinderdrittbetreuungskosten  durch  das Steuerrekursgericht  im  Folgenden zu 

ermitteln  und  festzusetzen.  Können  dabei  gewisse  Parameter  mangels  zuverlässiger 

Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, sind die Kosten gegebenenfalls gemäss 

ständiger Rechtsprechung und in solchen Fällen üblich nach pflichtgemässem Ermes-

sen i.S.v. Art. 130 Abs. 2 DBG bzw. § 139 Abs. 2 StG zu schätzen (E. 1c).  

4. a) Nach der allgemeinen Beweislastregel obliegt es dem Steuerpflichtigen, 

jene  Tatsachen  nachzuweisen,  welche  die  Steuerschuld  mindern  oder  aufheben  

(vorne E. 1c). Dazu reichte er zunächst eine Bescheinigung der C ein. Darin beschei-

nigt die Schuladministration, dass die Schüler der C während 25% ihrer Aufenthaltszeit 

eine reine Betreuungszeit (Betreuung und Unterstützung vom anwesenden Lehrperso-

nal  während  der  Mittagszeit  und  den  Aufgabenstunden)  erhalten,  woraus  die  Schul-

verwaltung folgert, dass 25% des Schulgelds auf Betreuung entfällt. 

b) Eine solche Bestätigung hat grundsätzlich den Stellenwert eines Parteigut-

achtens.  Dieses  unterliegt  wie  jedes  andere  Gutachten  der  freien  Beweiswürdigung. 

Vorliegend mag die Pauschalbescheinigung der C für sich allein nicht zu überzeugen, 

weil sich daraus der Preis des eigentlichen Schulunterrichts und der effektiven Betreu-

ungszeit  nicht  im  Detail  ergibt  und  auch  nicht  anhand  der  offengelegten  Parameter 

errechnen lässt. Aus der Bescheinigung geht auch nicht hervor, welche konkreten Be-

treuungsleistungen  qualitativ  erbracht  wurden.  Diese  Pauschale  kann  demnach  nicht 

unbesehen  übernommen  werden 

(vgl.  mit  ausführlicher  Berechnung  StRG, 

12. April 2016,  2  DB.2016.15/2  ST.2016.18,  E.  3f).  Aus  ihr  lassen  sich  demnach  hin-

sichtlich der Abzugsfähigkeit der geltend gemachten Kinderdrittbetreuungskosten keine 

abschliessenden Erkenntnisse gewinnen.  

c) Beachtlich ist sodann, dass zur steuerlichen Geltendmachung nicht nur eine 

reine  Drittbetreuung  vorliegen  muss,  sondern  auch,  dass  die  Eltern  aus  Gründen  der 

Erwerbstätigkeit  die  Kinderbetreuung  in  diesem  Zeitraum  nicht  selbst  wahrnehmen 

können. Ist  eine  Eigenbetreuung möglich, sind etwaige trotzdem  entstandene Drittbe-

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treuungskosten  als  Lebenshaltungskosten  zu  qualifizieren.  Dazu  äussert  sich  die  Be-

scheinigung  der  C  naturgemäss  nicht.  Als  hierzu  sachdienlich  und  einschlägig  erwei-

sen  sich  hingegen  die  vom  Pflichtigen  eingereichten  Stundenpläne  für  das  Sommer- 

und  Wintersemester  sowie  die  Stellungnahme  vom  30.  August  2020  samt  den  nach-

träglich  eingereichten  Arbeitsverträgen  des  Pflichtigen  und  seiner  Partnerin.  Als  zu 

unspezifisch  erweisen  sich  hingegen  die  vom  Pflichtigen  eingereichten  "Musterstun-

denpläne". 

d)  Anhand  der  genannten  einschlägigen  Unterlagen  sind  im  Folgenden  zu-

nächst  die  Früh-,  Mittags-  und  Nachmittagsbetreuung  gesondert  zu  prüfen.  Diese  ist 

jedoch auf die Wochentage von Montag bis Donnerstag zu beschränken. Da die Part-

nerin des Pflichtigen aufgeteilt auf vier Wochentage in einem 80%-Pensum bei der F in 

der  Abteilung  Rechnungswesen  arbeitet,  kann,  wie  der  Pflichtige  in  seiner  Stellung-

nahme vom 30. August 2020 auch selbst einräumt, für den Freitag jeweils kein Betreu-

ungsbedarf  nachgewiesen  werden.  Letzteres  gilt  namentlich  auch  für  die  Betreuung 

über  Mittag,  obwohl  B  eine  Ganztagesschule  besucht.  Die  Kosten  für  die  Betreuung 

über  Mittag  von  B  am  Freitag  sind,  da  eine  Eigenbetreuung  möglich  wäre  und  damit 

der  direkte  kausale  Zusammenhang  zur  Erwerbstätigkeit  fehlt  (E. 1b),  als  (nicht  ab-

zugsfähige) Lebenshaltungskosten zu qualifizieren.  

5. a) aa) Im Preis der Schulkosten inbegriffen sind jeden Morgen zunächst die 

Frühbetreuung  vor  Unterrichtsbeginn  von  7.40  -  8.30  Uhr  (50  Minuten;  die  nachfol-

genden Zeitangaben für Früh- und Mittagsbetreuung basieren auf der Annahme, dass 

Schul-  und Betreuungszeit  jeweils  nahtlos  und ohne Zwischenpause ineinander  über-

gehen). Dabei kann im Allgemeinen davon ausgegangen werden, dass B diese Stun-

den  von  Montag  bis  Donnerstag  besuchte,  wenn  er  dafür  angemeldet  war,  was  vom 

Pflichtigen  zu belegen ist (vorne E.  1c).  Vom  Pflichtigen  auch  zu verlangen, jede  ein-

zelne  effektive  tägliche  Teilnahme  belegmässig  nachzuweisen,  wäre  nicht  verhältnis-

mässig.  

bb)  Für  die  behauptete  Inanspruchnahme  der  Frühbetreuung  während  des 

Sommersemesters wurde weder eine Anmeldebestätigung eingereicht noch bestätigte 

die C die regelmässige effektive Teilnahme von B. Dies, obwohl er mehrfach dazu auf-

gefordert  wurde.  Namentlich  der  nachträglich  eingeholten  E-Mail-Bestätigung  vom 

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29. September 2020 von G der C kann nicht schlüssig entnommen werden, dass B für 

die Frühbetreuung angemeldet war und diese auch besuchte. Mangels Belegs können 

deshalb keine Kosten der Frühbetreuung im Sommersemester zum Abzug zugelassen 

werden.  

cc) Die effektive Anmeldung zur Frühbetreuung konnte der Pflichtige hingegen 

für  das  Wintersemester  mittels  der  Rechnung  vom  24. August  2017  erbringen.  Ein-

schränkend  zu  berücksichtigen  ist  jedoch,  dass  gemäss  eingereichtem  Stundenplan 

am Montag und Mittwoch nicht von reiner (ausschliesslicher) Kinderdrittbetreuung ge-

sprochen werden kann, stehen doch dann vor Unterricht die Fächer "Deutsch Zusatz" 

bzw. "Englisch Extra" auf dem Programm. Die eigentliche Betreuung steht dann offen-

sichtlich nicht im Zentrum, was der steuerlichen Geltendmachung entgegensteht. Eine 

eigentliche Frühbetreuung zwischen 7.40 - 8.30 Uhr besuchte B gemäss Stundenplan 

nur am Dienstag und Donnerstag.  

dd)  In  einem  weiteren  Schritt  zu  prüfen  ist,  ob  die  Frühbetreuung  von  B  am 

Dienstag und Donnerstag im Wintersemester auf einen Zeitraum während der tatsäch-

lichen Arbeitszeit seiner Eltern fiel, die ihnen die Eigenbetreuung verunmöglichte. Kei-

ne sachdienlichen Informationen dazu lassen sich aus dem Arbeitsvertrag des Pflichti-

gen  gewinnen,  da  dieser 

in  einem 

flexiblen  Arbeitszeitmodell  angestellt 

ist. 

Arbeitsrapporte, Agenda-Auszüge usw., die belegen würden, dass er seinen Arbeitstag 

im Normalfall um spätestens 8.00 Uhr begann, wurden trotz Aufforderung nicht einge-

reicht, was das kantonale Steueramt in der Stellungnahme vom 3. November 2020 zu 

Recht bemängelte. Beachtlich ist jedoch, dass er nur fünf Minuten mit den öffentlichen 

Verkehrsmitteln entfernt von der Tagesschule von B arbeitet. Naheliegend ist deshalb, 

dass er jeweils unmittelbar, nachdem er B zur Frühbetreuung brachte (was betreffend 

Wintersemester  hinreichend  nachgewiesen  wurde;  E. 5a/aa),  seinen  Arbeitstag  be-

gann, mithin der erforderliche Nachweis als gerade noch erbracht angesehen werden 

kann. Seine Partnerin wiederum hat die Blockzeiten gemäss Arbeitsvertrag einzuhalten 

(E. 2a), mithin sie aufgrund ihres Arbeitswegs (H – C in D – I) an denjenigen Tagen, an 

denen  sie  B  zur  C  brachte,  aus  Gründen  der  Erwerbstätigkeit  auf  die  Frühbetreuung 

angewiesen war. Damit sind die Kosten für zwei Tage pro Woche à jeweils 50 Minuten 

im Wintersemester abziehbar.  

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ee) Weil die Frühbetreuung im (pauschalen) Schulgeld enthalten ist, gilt es im 

Weiteren  die Frage  zu klären,  zu welchem  Stundenansatz  diese  zu bewerten  ist.  Der 

Pflichtige  machte  dazu  im  Verlauf  des  Verfahrens  unterschiedliche  Angaben  (z.B.  

mit  Fr. 11.-/h  und Fr. 210.-  pro Wochenstunde  und  Semester). Worauf  dabei  nament-

lich  der  Stundentarif  von  Fr. 11.-/h  basiert,  ist  anhand  der  eingereichten  Unterlagen 

nicht  zu  eruieren.  Preislisten  oder  ähnliches  wurden  nicht  eingereicht.  Auch  auf  der 

Homepage  der  C  lassen  sich  keine  sachdienlichen  Hinweise  entnehmen.  Hingegen 

kann  dem  Präjudiz  betreffend  die  Steuerperiode  2013,  welches  ebenfalls  die  C  am 

Standort  D  betraf,  entnommen  werden,  dass  bereits  dort  der  Betrag  von  Fr. 11.-/h  

genannt  wird;  allerdings  inklusive  Frühstück  (StRG,  12. April  2016,  2 DB.2016.15/ 

2 ST.2016.18,  E.  3f.;  vgl.  auch  Steuergericht  Basel-Land,  18. September  2009  =  

StE 2010 B 27.7 Nr. 19, E. 5d mit einer Bandbreite von Fr. 7.50/h - Fr. 12.-/h; letzterer 

Stundenansatz  jedoch  für  die  zeitintensive  Säuglingsbetreuung).  Mangels  zuverlässi-

ger Unterlagen ist die Höhe des Stundenansatzes demnach zu schätzen (E. 1c).  

Bei näherer Betrachtung erweist sich der vom Pflichtigen zur Hauptsache ver-

fochtene  Stundenansatz  von  Fr. 11.-/h  als  zu  hoch.  Dies  ergibt  sich  bereits  aus  der 

folgenden  überschlagsmässigen  Rechnung:  Pro  Woche  sind  im  Schulgeld  (abgerun-

det) gemäss  Stundenplan insgesamt  ca.  16  Betreuungsstunden neben  den  effektiven 

Unterrichtsstunden enthalten (stark gerundet leicht unter 3 Stunden am Montag, Diens-

tag, Donnerstag und Freitag, sowie über vier Stunden am Mittwoch). Bei einem Stun-

denansatz  von  Fr. 11.-/h  summierten  sich  demnach  bei  20  Semesterwochen  die  im 

Schulgeld  enthaltenen  Betreuungskosten  auf  ca. Fr. 3'500.-  (ca.  30%  des  bezahlten 

Semester-Schulgelds  von  Fr. 11'700.-)  und  damit  einen  Wert  der  gar  über  der  Be-

scheinigung der C liegt. Dieser Stundenansatz erscheint damit in Relation zum Schul-

geld  als  offensichtlich  unangemessen.  Als  angemessener  erscheint  vielmehr  ein  An-

satz  von  Fr. 9.-/h,  der  in  etwa  mit  dem  in  der  Bescheinigung  genannten  (tendenziell 

immer noch hohen) Betreuungskostenanteil in Einklang zu bringen ist. Dies auch unter 

Berücksichtigung  des  Umstands,  dass  die  Betreuungsbedürftigkeit  älterer  Kinder  im 

Vergleich  zu  Kleinkindern  deutlich  abnimmt  und  aufgrund  dessen  in  Relation  zum 

Schulunterricht  kaum  mehr  gross  ins  Gewicht  fallen  dürfte  (StRG,  12. April  2016, 

2 DB.2016.15/2 ST.2016.18, E. 3f). 

ff) Für die Berechnung der anteilsmässigen Kosten der Frühbetreuung beacht-

lich  ist  sodann,  dass  auf  das  Kalenderjahr  2017  nur  16  Schulwochen  des  Winterse-

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mesters fielen (insg. 19 Kalenderwochen abzüglich 2 Wochen Herbstferien sowie eine 

Woche Weihnachtsferien).  Der  im  Schulgeld  enthaltene  Anteil  der  Frühbetreuung  be-

läuft  sich  damit  auf  den  Betrag  von  Fr. 240.-  (Fr. 9.-  *1.67  [=  rechnerischer  Stunden-

wert im Dezimalsystem der wöchentlichen 100 Minuten] *16 Semesterwochen).  

b)  aa)  Die  Mittagsbetreuung  von  B  präsentierte  sich  sodann  im  Jahr  2017 

wie  folgt:  Im  Sommersemester  dauerten  die  Mittagspausen  gemäss  Stundenplan  am 

Montag, Dienstag und Donnerstag je von 11.10 - 12.15 Uhr (65 Minuten pro Tag). Der 

Pflichtige  machte  während  des  Verfahrens  verschiedentlich  eine  längere  (reine)  Mit-

tagsbetreuung von bis zu zwei Stunden geltend, diese Angaben stimmen jedoch nicht 

mit dem Stundenplan überein bzw. dürfte es sich dabei partiell um regulären effektiven 

"Kindergartenunterricht"  gehandelt  haben.  Am  Mittwoch  hingegen  fand  keine  eigentli-

che Mittagspause statt, sondern der Unterricht dauerte bis um 12.05 Uhr, wobei unmit-

telbar  anschliessend  die  Nachmittagsbetreuung 

inkl.  Mittagessen  begann  (bis 

16.00 Uhr, dazu nachfolgend E. 5c/aa). Im Wintersemester dauerten B Mittagspausen 

und die Mittagsbetreuung gemäss Stundenplan am Montag, Dienstag und Donnerstag 

je  von  11.00  -  12.20 Uhr  (80  Minuten);  am  Mittwoch  wiederum  dauerte  der  Unterricht 

bis  12.15  und  daran  anschliessend  begann  sogleich  die  Nachmittagsbetreuung  inkl. 

Mittagspause (bis 16.00 Uhr).  

bb) Die im Schulgeld enthaltenen Kosten für die Mittagsbetreuung sind grund-

sätzlich ausgewiesen. Dass B Eltern über Mittag die Betreuung nicht selbst gewährleis-

ten können, steht sodann ebenfalls ausser Frage. Damit stellt sich vorliegend einzig die 

Frage, mit welchem Stundenansatz die Mittagsbetreuung zu bewerten ist. Diesbezüg-

lich variieren die Ausführungen des Pflichtigen wiederum (Fr. 11.-/h in der Steuererklä-

rungsaufstellung;  Fr. 15.-/h  in  der  Einsprache  und  Fr. 210.-  pro  Wochenstunde  und 

Semester  in  der  Aufstellung  vom  22. November  2019),  auch  zum  Folgenden.  Einen 

höheren Stundenansatz von Fr. 15.-/h hält er namentlich deshalb für angemessen, weil 

die Mittagsbetreuung von Lehrpersonen ausgeübt werde. 

Zwar bestätigt auch die Bescheinigung der C im konkreten Fall, dass die Be-

treuung  über  Mittag  von  einer  oder  mehreren  Lehrpersonen  sichergestellt  wird,  dies 

rechtfertigt  indessen  nicht  die Berücksichtigung eines  höheren  Ansatzes.  Die eigentli-

che  Betreuungsdienstleistung  über  Mittag  unterscheidet  sich  objektiv  nicht  von  der 

Frühbetreuung  vor  Unterrichtsbeginn.  Dass  die  Aufsichtsperson  eine  pädagogische 

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Ausbildung  hat,  hat  demnach  keinen  Einfluss  auf  deren  objektiven  Wert,  da  diese 

Fachkompetenzen  nicht  im  Fokus  der  angebotenen  Betreuungsdienstleistung  stehen. 

Vielmehr dient die Betreuung einzig dazu, die Aufsicht während des Mittagessens und 

der  anschliessenden  Mittagspause  sicherzustellen.  Das  sachfremde  Ausbildungsni-

veau der anwesenden Betreuungsperson ist für die Bestimmung der im Schulgeld ent-

haltenen  Betreuung  während  der  Mittagspause  irrelevant.  Dementsprechend  ist  auch 

diesbezüglich  unter  Verweis  auf  die  Ausführungen  betreffend  Stundenansatz  bei  der 

Frühbetreuung (E. 5a/ee) auf den Ansatz von Fr. 9.-/h abzustellen.  

cc)  Mit  diesem  Stundenansatz  beläuft  sich  damit  der  zu  berücksichtigende 

Abzug  für  die  Mittagsbetreuung  am  Montag,  Dienstag  und  Donnerstag  auf  insgesamt 

Fr. 29.15  (Fr.  9.-  *1.08  *3)  pro  Woche  im  Sommersemester  (für  65  Minuten  pro  Tag) 

bzw.  Fr. 35.90.-  (Fr. 9.-  *1.33  *3)  pro  Woche  im  Wintersemester  (für  80  Minuten  pro 

Tag). Daraus ergibt sich ein Abzug von Fr. 583.- für das Sommersemester (20 Wochen 

bereits  unter  Berücksichtigung  der  Frühlingsferien  und  der  zahlreichen  Feiertage  von 

Pfingsten, Auffahrt usw.) bzw. Fr. 574.- für das Wintersemester (16 Wochen; E. 5a/ff). 

Nicht zu berücksichtigen sind die anteilsmässig auf das Jahr 2017 fallenden Mittagsbe-

treuungskosten des Wintersemesters 2016/2017 (2. Kindergarten, 1. Semester), da der 

Pflichtige  diese  an  sich  periodenfremden  Abzüge  schon  in  der  Steuerperiode  2016 

geltend machte, in der ihm die Abzüge fälschlicherweise auch gewährt wurden. 

c)  aa)  Im  Schulgeld  mitenthalten  ist  sodann  die  Nachmittagsbetreuung  am 

Montag,  Dienstag  und  Donnerstag  zwischen  jeweils  15.00  -  16.00  Uhr  (60  Minuten; 

beide  Semester),  sowie  am  Mittwoch  zwischen  12.05  -  16.00  Uhr  (235  Minuten)  im 

Sommersemester und zwischen 12.15 - 16.00 Uhr (225 Minuten) im Wintersemester.  

bb) Unbestritten ist auch diesbezüglich, dass der Pflichtige und seine Partne-

rin  in  diesem  Zeitraum  am  Nachmittag  auf  Kinderdrittbetreuung  aus  Gründen  der  Er-

werbstätigkeit  angewiesen  sind.  Dass  es  B  Eltern  beruflich  möglich  wäre,  B  bereits 

zum eigentlichen Kindergarten- bzw. Schulschluss um 15.00 Uhr von der C abzuholen 

oder  mit  ihm  den  Mittwochnachmittag  zu  verbringen,  ist  nicht  ersichtlich.  Trotzdem 

können namentlich die im Schulgeld inbegriffene Stunde nach Schulschluss am Mon-

tag, Dienstag und Donnerstag im Wintersemester nicht steuerlich zum Abzug gebracht 

werden. Dies, weil dem Stundenplan entnommen werden kann, dass B in diesem Zeit-

raum seine Hausaufgaben mit Unterstützung durch anwesende Lehrpersonen zu erle-

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digen  hat  (im  Stundenplan  gekennzeichnet  als  "Homework  Supervision").  Solche  Zeit 

für  Aufgabehilfen  berechtigt  nicht  zum  Abzug,  denn  die  eigentliche  Kinderbetreuung 

steht hier nicht im Vordergrund (E. 1b). Ob B dabei konkret die Hilfe der anwesenden 

Lehrpersonen benötigt oder nicht, ist nicht von Belang. Die übrige Nachmittagsbetreu-

ung (nach Schluss des Kindergartenunterrichts sowie am Mittwochnachmittag für beide 

Semester)  ist  hingegen  gemäss  eingereichter  Stundenpläne  als  reine  Betreuungszeit 

zu  qualifizieren,  mithin  die  diesbezüglich  im  Schulgeld  enthaltenen  Kosten  steuerlich 

abzugsfähig sind. Da in qualitativer Hinsicht kein Unterschied zur Früh- und Mittagsbe-

treuung  ersichtlich  ist,  erscheint  wiederum  ein  Stundenansatz  von  Fr. 9.-/h  angemes-

sen  (E.  5a/ee).  Konkret  ist  deshalb  der  Betrag  von  Fr.  540.-  (Fr.  9.-  *3  *20)  für  die 

Nachmittagsbetreuung zwischen 15.00 - 16.00 Uhr für die Wochentage Montag, Diens-

tag und Donnerstag zum Abzug zuzulassen (nur Sommersemester). Für die Betreuung 

am Mittwochnachmittag beläuft sich der Abzug sodann auf Fr. 706.- (Fr. 9.- *3.92 *20) 

für das Sommersemester bzw. Fr. 540.- (Fr. 9.- * 3.75 *16) für das Wintersemester. 

d)  Der  im  Schulgeld  enthaltene  Anteil  an  abzugsfähigen  Kinderdrittbetreu-

ungskosten gemäss Art. 33 Abs. 3 DBG bzw. § 31  Abs. 1 lit. j StG beläuft sich damit 

gesamthaft auf Fr. 3'183.-.  

6. a) Strittig sind im Weiteren die dem Pflichtigen von der C separat in Rech-

nung  gestellten  Kosten  für  die  Randzeitenbetreuung  von  16.00  -  18.00  Uhr  (täglich 

120 Minuten). Während das kantonale Steueramt dem Pflichtigen die Kosten mit Ver-

anlagungsverfügung und Einschätzungsentscheid vom 29. März 2019 noch anteilmäs-

sig  zum  Abzug  zuliess,  sah  es  in  den  Einspracheentscheiden  vom  3. März  2020  

davon  ab.  Dies,  nachdem  es  den  Pflichtigen  mit  Einschätzungsvorschlägen  vom 

12. Dezember  2019  auf  die  drohende  Höhereinschätzung  hingewiesen  hatte.  In  der 

Beschwerde-  und  Rekursantwort  wiederum  zeigt  sich  das  kantonale  Steueramt  mit 

dem  Abzug  der  Randzeitenbetreuung  nach  16.00 Uhr  im  Umfang  von  Fr. 2’100.-  ein-

verstanden (E. 2c).  

b)  In  seiner  Beschwerde-  und  Rekursschrift  beziffert  der  Pflichtige  konkret 

unter Hinweis auf die Bescheinigung der C vom 2. April 2020 die vom Steueramt nicht 

anerkannten  Kosten  für  die  Randzeitenbetreuung  nach  16.00  Uhr  auf  Fr. 2'100.-.  In-

haltlich  wird  bei  näherer  Betrachtung  der  Unterlagen  indes  klar,  dass  es  sich  bei  den 

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geltend gemachten Fr. 2'100.- nur um den Teilbetrag des Wintersemesters 2017/2018 

handelt. Insgesamt und vom Pflichtigen auch nachgewiesen belaufen sich die Kosten 

der  Randzeitenbetreuung  auf  Fr. 4'036.-  (Fr. 1'936.-  für  das  Sommersemester  und 

Fr. 2'100.- für das Wintersemester), die im Veranlagungs- und Einschätzungsverfahren 

auch (anteilsmässig) zum Abzug zugelassen wurden (vgl. Prozessgeschichte lit. A). Zu 

seinen  Gunsten  ist  aufgrund  der  nachträglich  eingereichten  Unterlagen  davon  auszu-

gehen,  dass  er  die  Gesamtkosten  der  separat  bezahlten  Randzeitenbetreuung  zum 

Abzug bringen will, auch wenn letztere Kosten der eingereichten Bescheinigung der C 

nicht entnommen werden können. 

c)  Im  Grundsatz  ist  gegen  die  Geltendmachung  dieser  Kosten  nichts  einzu-

wenden. Die Erwerbstätigkeit des Pflichtigen und seiner Partnerin dürfte es im Regel-

fall  nicht  zugelassen  haben,  dass  B  bereits  um  16.00  Uhr  von  der  Schule  abgeholt 

werden konnte, mithin die beiden auch auf die Randzeitenbetreuung angewiesen wa-

ren.  Dies  erst  recht,  wenn  man  bedenkt,  dass  die  Partnerin  des  Pflichtigen  an  der  F 

arbeitet  und  dementsprechend  rund  einen  längeren  Weg  zurückzulegen  hat  (gemäss 

Aussage des Pflichtigen ca. 30 Minuten Fahrzeit), wenn sie B von der C abholen muss-

te  (E. 5a/dd).  Entgegen  der  Auffassung  des  kantonalen  Steueramts  ist  damit  der 

Nachweis,  dass  die  Randzeitenbetreuung  auf  die  tatsächliche  Arbeitszeit  fällt,  hinrei-

chend  erbracht  worden,  auch  wenn  der  tägliche  Arbeitsbeginn  und  das  Arbeitsende 

nicht einzeln pro Tag nachgewiesen wurden. Betreffend die Höhe der Kosten ist dabei 

auf  die  eingereichten  Rechnungen  abzustellen  (E.  6b)  und  nicht  wiederum  auf  den 

Stundenansatz  von  Fr. 9.-/h  zurückzugreifen  (E.  5a/ee),  da  die  C  B  Eltern  für  die 

Randzeitenbetreuung effektiv höhere Kosten in Rechnung stellte. Die Qualifikation der 

Kosten  der  Randzeitenbetreuung  als  abzugsfähige  Kinderdrittbetreuungskosten  gilt 

allerdings  nicht  für  die  gesamte Woche,  sondern  wiederum  nur  für  den  Zeitraum  von 

Montag  bis  Donnerstag,  da  B  Mutter  am  Freitag  keiner  Erwerbstätigkeit  nachgeht 

(E. 4d).  Dementsprechend  sind  die  geltend  gemachten  Beträge  pro  Semester  je  um 

einen  Fünftel  auf  gerundet  Fr. 1'550.-  (anstatt  Fr.  1'936.-)  für  das  Sommersemester 

bzw.  Fr. 1'680.-  (anstatt Fr. 2'100.-) für  das Wintersemester  zu reduzieren.  Beim Win-

tersemester gilt es zusätzlich zu berücksichtigen, dass das Kalenderjahr nicht mit dem 

Semester übereinstimmt (vorne E. 5a/ff), mithin der reduzierte Betrag noch einmal um 

einen  Fünftel  auf  Fr. 1'344.-  zu  kürzen  ist.  Die  zum  Abzug  zuzulassenden  Kosten  für 

die Randzeitenbetreuung belaufen sich damit auf insgesamt Fr. 2'894.-. Von einer wei-

teren partiellen, jedoch minimen Reduktion, die an sich angebracht wäre, da der Tarif 

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für  die  Randzeitenbetreuung  gemäss  Homepage  eine  "Zwischen-mahlzeit"  umfasst, 

wird aus verfahrensökonomischen Gründen wegen Geringfügigkeit abgesehen.  

7.  a)  Betreffend  die  Ferienbetreuung  macht  der  Pflichtige  gesamthaft  gel-

tend,  den  Betrag  von  Fr.  1'810.-  für  die  Kinderdrittbetreuung  von  B  aufgewendet  zu 

haben. Angefallen sind diese Kosten, weil B in den Schulferien während mehrerer Wo-

chen die von der C angebotene ganztägige Ferienbetreuung "J" besuchte, wofür dem 

Pflichtigen und seiner Partnerin gesamthaft in der Steuerperiode 2017 der Betrag von 

Fr. 1'260.-  in  Rechnung gestellt  wurde.  Den  Einzelabrechnungen kann  dabei  entnom-

men werden, dass B zweimal für die gesamte Woche und einmal für vier Tage ange-

meldet war, was den Eltern mit Fr. 90.- pro Tag fakturiert wurde. Eine Woche verbrach-

te  B  zudem  bei  der  Stiftung  K,  die ihnen  dafür  den  Betrag  von  Fr. 550.- in Rechnung 

stellte.  

b)  Dem  Einspracheentscheid  kann  entnommen  werden,  dass  das  kantonale 

Steueramt  die Kosten  der  Kinderdrittbetreuung der  K  bereits  berücksichtigte,  weshalb 

diese als unbestritten gelten. In der Beschwerde- und Rekursantwort anerkennt es zu-

dem  den  Charakter  der  Kosten  für  den  "J"  als  abzugsfähige  Drittbetreuungskosten  

(allgemein  zur  Abgrenzung  zwischen  nicht  abzugsfähigen  Ferienlagerkosten  und  Kin-

derdrittbetreuungskosten  vgl.  vgl.  dazu  auch  StRG,  6. August  2019,  2  ST.2019.74; 

StRK  III,  18. Oktober  2007,  ST.2007.265).  Die  grundsätzliche  Anerkennung  ist  von 

Seiten des Steuerrekursgerichts, welches an die Parteianträge selbst bei Übereinstim-

mung nicht gebunden ist (Art. 143 DBG bzw. § 149 Abs. 2 StG), nicht zu beanstanden, 

da die Abzugskriterien (E. 1a f.) erfüllt sind. In Abweichung zu den übereinstimmenden 

Parteianträgen ist jedoch wiederum beachtlich, dass die Partnerin des Pflichtigen ledig-

lich zu 80% arbeitet und er deshalb für einen Tag der Woche keinen Betreuungsbedarf 

belegen kann (E. 4d). Die Kosten des "J" sind damit lediglich im Umfang von Fr. 1'080.- 

(Fr. 90.- pro Tag für 12 Tage) bzw. Fr. 500.- für die K zum Abzug zuzulassen. 

8.  Insgesamt  belaufen  sich  damit  die  steuerlichen  abzugsfähigen  Kinderdritt-

betreuungskosten nach Art. 33 Abs. 3 DBG bzw. § 31 Abs. 1 lit. j StG, die sich aus den 

bereits  im  Schulgeld  enthaltenen  reinen  Betreuungskosten  (Fr.  3'183.-),  der  Randzei-

ten-  (Fr.  2'894.-)  und  der  Ferienbetreuung  (Fr. 1'580.-)  zusammensetzen,  auf 

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Fr. 7'657.-.  Nicht  strittig  ist  sodann  grundsätzlich  die  hälftige  Teilung  der  Kosten  zwi-

schen  dem  Pflichtigen  und  seiner  Partnerin  bzw.  die  hälftige  steuerliche  Geltendma-

chung (= gerundet je Fr. 3'830.-), von der unter Umständen auch abgewichen werden 

könnte  (vgl.  Ziff.  8.4.3  in  KS  30;  vorne  E. 1a).  Da  ihm  in  den  Einspracheentscheiden 

bereits  gewisse  Kinderdrittbetreuungskosten  zuerkannt  wurden  (Fr. 275.-),  ist  beim 

Einkommen  des  Pflichtigen  (im  Einspracheverfahren  ungerundet  Fr. 169'681.-  betref-

fend  die  direkte  Bundessteuer  bzw.  Fr. 167'231.-  betreffend  die  Staats-  und  Gemein-

desteuern) ein zusätzlicher Abzug von Fr. 3'555.- vorzunehmen. In teilweiser Gutheis-

sung  der  Beschwerde  ist  der  Pflichtige  betreffend  die  Steuerperiode  2017  mit  einem 

steuerbaren Einkommen von (gerundet) Fr. 166'100.- zu veranlagen. In teilweiser Gut-

heissung  des  Rekurses  ist  er  für  die  Steuerperiode  2017  mit  einem  steuerbaren  Ein-

kommen von (gerundet) Fr. 163'600.- sowie (unverändert) mit einem steuerbaren Ver-

mögen von Fr. 1'260'000.- einzuschätzen.  

9. Trotz überwiegenden Obsiegens des Pflichtigen sind die Verfahrenskosten 

den Parteien hälftig aufzuerlegen, da gewisse Tatsachen, die zu diesem Prozessaus-

gang führten, erst im Beschwerde- und Rekursverfahren vorgebracht bzw. so lange als 

möglich unterschlagen wurden (namentlich das reduzierte Arbeitspensum der Partnerin 

des Pflichtigen; Art. 144 Abs. 2 DBG, § 151 Abs. 2 StG). Die Zusprechung einer Par-

teientschädigung entfällt (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgeset-

zes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968;  § 152  StG  i.V.m.  § 17 

Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen.  Der  Beschwerdeführer  wird  für  die 

Steuerperiode 2017 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 166'100.- veranlagt 

(Tarif gemäss Art. 36 Abs. 2 DBG; Verheiratete / Eineltern) 

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2.  Der  Rekurs  wird  teilweise gutgeheissen.  Der  Rekurrent  wird für  die  Steuerperiode 

2017 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 163'600.- und einem steuerbaren 

Vermögen  von  Fr.  1'260'000.-  eingeschätzt  (Tarif  gemäss  §§  35  Abs.  2  und  47 

Abs. 2 StG; Verheiratetentarif).  

[…] 

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