# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2455a096-070a-5b67-a094-9ab7ba90a174
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-03-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.03.2015 A-6990/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6990-2014_2015-03-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-6990/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  M ä r z  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richter André Moser (Vorsitz), 

Richter Jérôme Candrian,  

Richterin Marie-Chantal May Canellas,    

Gerichtsschreiber Bernhard Keller. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidg. Forschungsanstalt WSL,  

Zürcherstrasse 111, 8903 Birmensdorf ZH,   

Beschwerdegegnerin,  

 

ETH-Beschwerdekommission,  

Postfach 6061, 3001 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Beendigung eines befristeten Arbeitsverhältnisses. 

 

 

 

A-6990/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ […] absolvierte von 1984 bis 1993 das Studium […] an der ETH 

Zürich (ETHZ). […] Mit Vertrag vom […] stellte die Eidgenössische 

Forschungsanstalt WSL A._______ für die Zeit vom 1. November 2009 bis 

zum 31. Oktober 2010 befristet bei der Forschungseinheit […] als 

Programmiererin mit einem Beschäftigungsgrad von 80 % an. Das 

Arbeitsverhältnis wurde […] 2010 für ein Jahr befristet bis am 31. Oktober 

2011 verlängert. Mit Vertrag vom […] erfolgte eine Verlängerung des 

Arbeitsverhältnisses, wiederum befristet für ein Jahr bis am 31. Oktober 

2012, allerdings mit einem reduzierten Arbeitspensum von 60 %. Mit Datum 

vom […] wurde schliesslich ein für die Zeit vom 1. November bis zum 

31. Dezember 2012 befristeter Arbeitsvertrag abgeschlossen 

(Beschäftigungsgrad: 60 %). 

B.  

Zwei Monate nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gelangte der 

damalige Rechtsvertreter von A._______ mit Schreiben vom 8. März 2013 

an die Arbeitgeberin. Er stellte darin namentlich die Rechtmässigkeit der 

Kündigung in Frage, die ohne Ansetzung einer Kündigungsfrist erfolgt sei. 

Die Arbeitgeberin antwortete dahin, im Falle einer Befristung des 

Arbeitsverhältnisses entfalle eine Kündigung. Allein mit Rücksicht auf die 

persönlichen Verhältnisse von A._______ sei der Arbeitsvertrag aus-

nahmsweise und im Sinne eines Entgegenkommens um zwei Monate 

verlängert worden. Auf Begehren des Rechtsvertreters vom 2. Dezember 

2013 erliess die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL am 7. Februar 

2014 eine Verfügung, worin sie feststellte, dass das Arbeitsverhältnis mit 

A._______ seit dem 31. Dezember 2012 beendet sei. 

C.  

Die ETH-Beschwerdekommission wies die dagegen erhobene Beschwer-

de am 30. Oktober 2014 ab, soweit darauf eingetreten werden konnte. 

D.  

Mit Eingabe vom 28. November 2014 erhebt A._______ (Beschwerde-

führerin) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie begehrt die 

Überprüfung sowie die Aufhebung des Urteils der ETH-Beschwerde-

kommission sowie die Aufhebung der Verfügung der Eidgenössischen 

Forschungsanstalt WSL, sofern ein solches Begehren zulässig sei. 

A-6990/2014 

Seite 3 

In ihrer Begründung bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, 

sie sei von der Arbeitgeberin nicht vertragsgemäss eingesetzt worden. Ihre 

befristete Anstellung habe Art. 19 der Verordnung des ETH-Rates vom 

15. März 2001 über das Personal im Bereich der Eidgenössischen 

Technischen Hochschulen (PVO-ETH, SR 172.220.113) widersprochen 

Die ETH-Beschwerdekommission habe ihren Entscheid auf der Grundlage 

eines von ihr selbst gewählten, jedoch der Sache unangemessenen 

Kriteriums der Unterscheidung von Infrastrukturaufgaben von übrigen 

Aufgaben getroffen. 

E.  

Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL (Beschwerdegegnerin) 

schliesst in ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2015 auf vollum-

fängliche Abweisung der Beschwerde, während die ETH-Beschwerde-

kommission (Vorinstanz) in ihrem Schreiben vom 8. Dezember 2014 auf 

ihr Urteil vom 30. Oktober 2014 verweist. 

F.  

Die Beschwerdeführerin hat auf Schlussbemerkungen verzichtet. 

G.  

Auf die übrigen Ausführungen in den Rechtsschriften wird – soweit 

entscheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Die ETH-

Beschwerdekommission gehört zu den eidgenössischen Kommissionen 

nach Art. 33 Bst. f VGG (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ 

KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., 

2013, Fn. 98 zu Rz. 1.34) und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht 

gegeben (vgl. Art. 32 Abs. 1 Bst. c VGG). Das Bundesverwaltungsgericht 

ist deshalb für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig 

(vgl. auch Art. 62 Abs. 2 PVO-ETH).  

A-6990/2014 

Seite 4 

1.2 Die erstinstanzliche Verfügung vom 7. Februar 2014 ist durch den 

Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 30. Oktober 2014 ersetzt 

worden (Devolutiveffekt). Soweit sich die Beschwerde gegen die Verfügung 

der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL vom 7. Februar 2014 richtet, 

ist das Bundesverwaltungsgericht demnach nicht zuständig, weshalb 

darauf insoweit nicht einzutreten ist. Immerhin gilt die erstinstanzliche 

Verfügung als inhaltlich mitangefochten (BGE 134 II 142 E. 1.4, BGE 129 

II 438 E. 1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 

A-6543/2012 vom 22. April 2013 E. 1.2, A-5076/2012 vom 11. Februar 

2013 E. 1.2 und A-3434/2011 vom 30. Januar 2012 E. 1.1). 

1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG. Vorbehalten bleiben abweichende Bestimmungen des 

Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über die Eidgenössischen 

Technischen Hochschulen (ETH-Gesetz, SR 414.110) oder des VGG (vgl. 

Art. 37 Abs. 1 ETH-Gesetz und Art. 37 VGG). 

1.4 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren 

teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

Die Beschwerdeführerin ist formelle Adressatin des angefochtenen 

Beschwerdeentscheids und durch diesen auch materiell beschwert. Sie ist 

deshalb zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legitimiert. 

1.5 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist daher mit der in Erwägung 1.2 erwähnten 

Einschränkung einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid 

auf Verletzungen von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen oder 

unvollständigen Feststellung des Sachverhalts und Überschreitung oder 

Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 

VwVG). Im Personalrecht auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht bei 

der Prüfung der Angemessenheit allerdings eine gewisse Zurückhaltung, 

soweit es um die Leistungsbeurteilung von Bediensteten, um 

verwaltungsorganisatorische Fragen oder um Probleme der betriebs-

internen Zusammenarbeit und des Vertrauensverhältnisses geht. Es 

entfernt sich insofern im Zweifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz 

und setzt nicht an deren Stelle sein eigenes Ermessen. Voraussetzung für 

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Seite 5 

diese Zurückhaltung ist allerdings, dass es im konkreten Fall keine 

Anhaltspunkte für eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

Sachverhalts gibt und davon ausgegangen werden kann, dass die 

Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und 

die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend vorgenommen 

hat (BGE 133 II 35 E. 3, mit Hinweisen; Urteile des 

Bundesverwaltungsgerichts A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 2, 

A-134/2012 vom 13. Juli 2012 E. 2, A-734/2011 vom 11. Juli 2011 E. 5.1, 

A-8233/2010 vom 27. Dezember 2011 E. 2, A-438/2009 vom 1. März 2011 

E. 19.7 sowie A-2424/2007 vom 4. April 2008 E. 4.4; MOSER/ 

BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.160, HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, All-

gemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., 2010, Rz. 446c f.). 

3.  

3.1 Gemäss einem allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsatz ist in 

der Regel dasjenige materielle Recht massgeblich, das im Zeitpunkt der 

Verwirklichung des streitigen Sachverhalts Geltung hat. Das Bundesver-

waltungsgericht überprüft die Rechtmässigkeit eines angefochtenen 

Verwaltungsakts deshalb in der Regel anhand der bei dessen Ergehen 

geltenden materiellen Rechtslage (vgl. BGE 129 II 497 E. 5.3.2 m.w.H.; 

Urteil des Bundesgerichts 2C_559/2011 vom 20. Januar 2012 E. 1.4 

m.w.H.; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5381/2013 vom 8. Mai 

2014 E. 3.1 und A-5333/2013 vom 19. Dezember 2013 E. 3). Vorliegend 

ist umstritten, ob das Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin durch 

Zeitablauf per 31. Dezember 2012 beendet worden ist. Es sind entspre-

chend die personalrechtlichen Bestimmungen in derjenigen Fassung 

anzuwenden, wie sie bis zum 30. Juni 2013 in Kraft standen. Danach 

durften Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis auf 

grundsätzlich längstens fünf Jahre befristen (aArt  9 Abs. 2 BPG, AS 2001 

894). Die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen der ETH sahen vor, 

dass befristete Arbeitsverhältnisse u.a. für wissenschaftliche Mitarbei-

terinnen und Mitarbeiter, die in der Lehre und in Forschungsprojekten 

eingesetzt werden, sowie für Mitarbeitende, die für befristete Infrastruktur-

aufgaben eingesetzt werden, gelten (aArt. 19 Abs. 2 Bst. d und e PVO-

ETH, AS 2001 1789). Befristete Arbeitsverhältnisse durften nicht zur 

Umgehung des Kündigungsschutzes nach aArt. 14 BPG abgeschlossen 

werden (aArt. 19 Abs. 3 PVO-ETH). 

3.2 Wie im privaten Arbeitsrecht (Art. 334 Abs. 1 des Obligationenrechts 

vom 30. März 1911 [OR, SR 220]) endigt das befristete Arbeitsverhältnis 

nach aArt. 10 Abs. 2 Bst. c BPG ipso jure durch blossen Zeitablauf und 

http://links.weblaw.ch/BGE-133-II-35
http://links.weblaw.ch/BVGer-A-8233/2010
http://links.weblaw.ch/BVGer-A-438/2009
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22129+II+497+E.+5.3.2%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-II-497%3Ade&number_of_ranks=0#page497

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Seite 6 

ohne dass eine Kündigung bzw. eine Verfügung nötig ist (vgl. Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-3434/2011 vom 30. Januar 2012 E. 5.2; 

PETER HÄNNI, Beendigung öffentlicher Dienstverhältnisse, in: Stellen-

wechsel und Entlassung, 2. Auflage, 2012, Rz. 8.22 mit Hinweis; RÉMY 

WYLER/BORIS HEINZER, Droit du travail, 3. Auflage, 2014, S. 497). Soll das 

Arbeitsverhältnis trotz Zeitablauf fortgesetzt werden, muss ein neuer 

Arbeitsvertrag abgeschlossen oder die vereinbarte Befristung geändert 

werden (HARRY NÖTZLI, in: Portmann/Uhlmann [Hrsg.], Stämpflis Hand-

kommentar zum BPG, 2013, Art. 11, N. 4). 

3.3 Rechtsprechung und Lehre bezeichnen die Aneinanderreihung meh-

rerer befristeter Arbeitsverhältnisse gleichen Inhalts als Kettenarbeitsver-

träge. Sofern die Grenze des Rechtsmissbrauchs nicht überschritten wird, 

gelten diese auch im Rahmen öffentlich-rechtlicher Anstellungsverhält-

nisse als zulässig. Von einem rechtsmissbräuchlichen Verhalten ist dann 

auszugehen, wenn für den Abschluss mehrerer aufeinanderfolgender 

Verträge kein sachlicher Grund besteht und bei denen die ungewöhnliche 

Vertragsgestaltung bezweckt, die Anwendung der Bestimmungen über den 

Kündigungsschutz zu umgehen oder das Entstehen von Rechts-

ansprüchen, die von einer Mindestdauer des Arbeitsverhältnisses 

abhängen, zu verhindern (vgl. BGE 129 III 618 E. 6.2 mit Hinweisen; Urteile 

des Bundesgerichts 1C_100/2007 vom 26. März 2008 E. 3.3.2 und 

2P.26/2007 vom 28. Juni 2007 E. 3.6; Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts A-3434/2011 vom 30. Januar 2012 E. 5.3; Urteil des Verwal-

tungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Mai 2008, in: Bernische 

Verwaltungsrechtsprechung [BVR] 2008 529 ff. E. 6.2-6.4; vgl. PETER 

HÄNNI, Das öffentliche Dienstrecht der Schweiz, 2008, S. 74 ff.; MATTHIAS 

MICHEL, Beamtenstatus im Wandel, 1998, S. 275). 

3.4 Das Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin wurde durch vier 

aufeinanderfolgende Arbeitsverträge geregelt. Die mehrmalige Befristung 

der Anstellung wurde damit begründet, dass die Stelle der Beschwerde-

führerin bis am 31. Oktober 2012 projektgebunden war und vollständig 

über Drittmittel finanziert wurde. In den ersten drei Verträgen wurde 

ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Verlängerung des Arbeits-

verhältnisses längstens bis zum Projektende oder der maximalen 

Befristungsdauer erfolgen könne. Damit war den Vertragsparteien bereits 

bei Vertragsschluss die Dauer ihrer arbeitsvertraglichen Bindung klar und 

sie waren entsprechend in der Lage, rechtzeitig die für die Zeit danach 

erforderlichen Massnahmen zu treffen (z.B. Stellensuche, Budgetierung) 

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Seite 7 

(vgl. PETER HELBLING, in: Portmann/Uhlmann [Hrsg.], Stämpflis Handkom-

mentar zum BPG, 2013, Art. 9, N. 32; WYLER/HEINZER, a.a.O., S. 495). Die 

Beschwerdegegnerin orientierte die Beschwerdeführerin im Mai 2012 bzw. 

nach deren Darstellung am 5. Juni 2012 darüber, dass das Arbeits-

verhältnis am 31. Oktober 2012 definitiv enden werde und eine weitere 

Verlängerung mangels Aufträgen und Drittmitteln ausgeschlossen sei.  

Bei dieser Ausgangslage ist ein sachlicher Grund für den Abschluss von 

drei einjährigen, aufeinanderfolgenden Verträgen zu bejahen. Wenn die 

Beschwerdegegnerin schliesslich der Beschwerdeführerin aus Entgegen-

kommen noch einen vierten, auf zwei Monate, d.h. für die Zeit vom 

1. November bis 31. Dezember 2012, befristeten Arbeitsvertrag offerierte, 

so vermag dies an der erwähnten Beurteilung nichts zu ändern. Dieser 

Vertrag ersetzte das bisherige Arbeitsverhältnis und sah weder eine 

Verlängerungsmöglichkeit vor noch stellte er eine solche in Aussicht. Es 

handelte sich beim letzten Vertrag nicht um eine weitere Ausdehnung 

bisheriger Vertragsverhältnisse, sondern um einen Vertrag mit anderen 

Aufgaben. Die Beschwerdeführerin unterzeichnete ihn vorbehaltlos und 

stellte dessen Gültigkeit nie infrage. Im Übrigen wurde auch mit diesem 

vierten Vertrag die gemäss aArt. 9 Abs. 2 BPG für ohne Unterbruch 

aneinander gereihte befristete Arbeitsverhältnisse maximal zulässige 

Vertragsdauer von fünf Jahren nicht erreicht. 

3.5 Wenn die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend macht, es liege 

eine unbefristete Anstellung vor, weil sie nicht vertragsgemäss eingesetzt 

worden sei, vermag sie damit nicht durchzudringen. Die Vorinstanz hält in 

ihrem Beschwerdeentscheid nämlich zutreffend fest, für eine korrekte 

Vertragserfüllung sei entscheidend, dass die Beschwerdeführerin durch-

wegs als Programmiererin gearbeitet habe, weil sie einen Anspruch darauf 

gehabt habe, in der Funktion beschäftigt zu werden, in der sie angestellt 

gewesen sei. Hingegen liege es im Weisungsrecht der Arbeitgeberin, die 

Beschwerdeführerin auch für andere Projekte einzusetzen als im Vertrag 

festgehalten, zumal Vertragsänderungen laut den vier Verträgen, welche 

die Parteien abgeschlossen hätten, jederzeit möglich gewesen seien, 

sofern sie betrieblich erforderlich und zumutbar waren, was vorliegend der 

Fall gewesen sei. Ebenso wenig ist der Schluss der Vorinstanz zu 

beanstanden, die Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Informatikerin sei 

eine (befristete) Infrastrukturaufgabe gewesen, da Projekte von der 

vorliegenden Art ohne Programmierung nicht durchführbar seien. Wie die 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort richtigerweise festhält, hat 

die Beschwerdeführerin in der E-Mail vom 23. Juni 2013 ihre Tätigkeit 

A-6990/2014 

Seite 8 

selber dahin umschrieben, sie habe projektbezogen als Software-

Programmiererin für verschiedene Forschungsprojekte gearbeitet. Mit 

einer Subsumption des Arbeitsverhältnisses der Beschwerdeführerin unter 

aArt. 19 Abs. 2 Bst. e PVO-ETH hat die Vorinstanz somit kein Bundesrecht 

verletzt. Abgesehen davon würden die Aufgaben jenseits von strikten 

Infrastrukturaufgaben, wie sie die Beschwerdeführerin verstanden haben 

will, wissenschaftliche Tätigkeiten im Sinne von aArt. 19 Abs. 2 Bst. d PVO-

ETH darstellen, für die ebenfalls eine Befristung des Arbeitsverhältnisses 

vorgesehen ist. 

3.6 Die Beschwerde erweist sich bei diesem Ergebnis als unbegründet und 

ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 34 Abs. 2 BPG ist das Verfahren vor dem Bundes-

verwaltungsgericht in personalrechtlichen Angelegenheiten unabhängig 

vom Verfahrensausgang grundsätzlich kostenlos. Vorliegend sind daher 

keine Kosten zu erheben. 

4.2 Der durch interne Organe vertretenen, obsiegenden Beschwerde-

gegnerin sind für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht keine 

notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten im Sinne von Art. 64 

Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

(VGKE, SR 173.320.2) erwachsen, weshalb weder ihr noch der 

unterliegenden Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zuzu-

sprechen ist. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

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Seite 9 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. Verf.-Nr. …; Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

André Moser Bernhard Keller 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffentlich-

rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht angefochten 

werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei 

welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich 

eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 

Bst. b und Abs. 2 BGG). Bei einer nicht vermögensrechtlichen 

Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die 

Gleichstellung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie 

innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, 

Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 

100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die 

Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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