# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10e7c909-0abc-5d43-9d2d-b6d3ddbd95c4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.11.2009 C-3992/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3992-2009_2009-11-16.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3992/2009/mes
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiberin Ingrid Künzli.

B._______,
vertreten durch Advokatin lic. iur. Kathrin Bichsel,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV, Verfügung vom 18. Mai 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3992/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer am 19. Juni 2009 die Verfügung der Eidge-
nössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland 
(IVSTA),  vom 18. Mai  2009 betreffend Zusprache einer  Viertelsrente 
der  Invalidenversicherung (IV) beim Bundesverwaltungsgericht  ange-
fochten hat,

dass im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht  das neue,  am 
1. Januar 2007 in Kraft getretene Verfahrensrecht anwendbar ist (vgl. 
Art.  53  Abs.  2  des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2006  über  das 
Bundesverwaltungsgericht [VGG], SR 173.32),

dass  das  Gericht gemäss  Art.  31  VGG  zur  Beurteilung  von  Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG 
zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die  IVSTA  als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten 
hat,  und  vorliegend  keine  Ausnahme  von  der  Zuständigkeit  aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 
19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  [IVG],  SR 831.20),  so 
dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
zuständig ist,

dass die  Vorinstanz  am 28. Oktober  2009 ihre  Vernehmlassung vor-
gelegt hat, die dem Beschwerdeführer zuzustellen ist,

dass die Vorinstanz beantragt, die Beschwerde sei gutzuheissen, die 
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne 
der Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 22. Oktober 2009 an 
die Verwaltung zurückzuweisen,

dass  der  ärztliche  Dienst  (Dr.  med.  R._______)  in  seiner  Stellung-
nahme festhält, aus medizinischer Sicht sei eine polydisziplinäre Be-
gutachtung angezeigt (act. 163),

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 19. Juni 2009 
hauptsächlich  beantragt,  die  Sache  sei  zur  Durchführung  weiterer 
medizinischer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass  damit  die  Parteien  übereinstimmend  die  Rückweisung  an  die 
Vorinstanz beantragen,

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C-3992/2009

dass sich aus den Akten nichts ergibt,  was dem übereinstimmenden 
Antrag  widersprechen  würde,  und  davon  auszugehen  ist,  dass  der 
medizinische Sachverhalt  durch die  Vorinstanz  nicht  rechtsgenüglich 
abgeklärt worden ist,

dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021) die  unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Be-
schwerdegrund nennt,

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art.  61  Abs.  1 
VwVG)  mit  der  Anweisung,  die  erforderlichen  fachärztlichen  Ab-
klärungen,  insbesondere  eine  polydisziplinäre  Begutachtung,  durch-
führen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG), 

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer eine von der Vorinstanz zu 
entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 und 
2 VwVG), 

dass die Parteientschädigung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) aufgrund der Akten 
zu bestimmen ist, wurde doch – trotz Ankündigung – keine Kostennote 
nachgereicht,

dass  das  einer  Partei  zu  entschädigende  Anwaltshonorar  sich  nach 
dem  notwendigen  Zeitaufwand  des  Vertreters  bestimmt,  wobei  ein 
anwaltlicher Stundenansatz von Fr. 200.- bis Fr. 400.- geltend gemacht 
werden kann (Art. 10 VGKE),

dass die Mehrwertsteuer für im Ausland wohnende Personen, welche 
die Dienste eines in der Schweiz ansässigen Rechtsvertreters in An-
spruch nehmen, nicht geschuldet ist (Art. 5 lit. b in Verbindung mit Art. 
14 Abs. 3 lit. c MWSTG),

dass vorliegend das zu entschädigende Anwaltshonorar (einschliess-
lich  Auslagen,  ohne  MWSt)  auf  Fr. 2'200.-  festzusetzen  ist  (Art.  64 
VwVG in Verbindung mit Art. 9 und Art. 10 VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die angefochtene Verfügung vom  18. Mai 2009 wird aufgehoben und 
die Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die 
erforderlichen  fachärztlichen  Abklärungen,  insbesondere  eine  poly-
disziplinäre  Begutachtung,  durchführen  zu  lassen  und  neu  in  der 
Sache zu verfügen.

3.
Ein Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 28. Oktober 2009 
samt  ärztlichem  Bericht  vom  22.  Oktober  2009  in  Kopie  geht  zur 
Kenntnisnahme an den Beschwerdeführer.

4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

5.
Dem Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'200.- zugesprochen, die von der 
Vorinstanz zu leisten ist. 

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der Ver-
nehmlassung vom 28. Oktober  2009 samt  ärztlichem Bericht  vom 
22. Oktober 2009 in Kopie)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stefan Mesmer Ingrid Künzli

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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