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**Case Identifier:** ce89d29b-5790-516f-9338-3285794ea075
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 01.10.2020 ZK1 2018 105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2018-105_2020-10-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Urteil vom 1. Oktober 2020

Referenz ZK1 18 105 / ZK1 18 107

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Brunner und Pedrotti
Bäder Federspiel, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch die Mutter B._____, 
wiedervertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg,
Quaderstrasse 8, 7000 Chur 

B._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg,
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

C._____
Berufungsbeklagter und Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel,
Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 Chur 

Gegenstand vorsorgliche Massnahmen (Betreuungsunterhalt, Prozesskosten-
vorschuss) / Kosten

Anfechtungsobj. Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht 
Plessur vom 12. Juni 2018, mitgeteilt am 31. Juli 2018
(Proz. Nr. 135-2018-235)

Mitteilung 06. Oktober 2020

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I. Sachverhalt

A/a. B._____, geboren am _____ 1987, und C._____, geboren am _____ 1973, 
sind die unverheirateten Eltern von A._____, geboren am _____ 2009. Der Vater 
hatte A._____ am _____ 2009 vor dem Zivilstandsamt Chur als sein Kind aner-
kannt. 

A/b. Am 23. August 2010 schlossen A._____, vertreten durch seine Mutter 
B._____, und C._____ einen Betreuungs- und Unterhaltsvertrag, der mit Be-
schluss der Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur vom 24. November 2010 
genehmigt wurde. Im genannten Vertrag wurde für den Fall der Auflösung des 
gemeinsamen Haushalts unter anderem vereinbart, dass die elterliche Sorge und 
Obhut über A._____ allein der Mutter zukomme. Im Weiteren verpflichtete sich der 
Vater, für A._____ monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 1'500.00 (Geburt – 6. 
Lebensjahr), CHF 1'640.00 (7. – 12. Lebensjahr) und CHF 1'960.00 (13. Lebens-
jahr – Mündigkeit) zu leisten, jeweils zuzüglich Kinderzulagen. Bei der Festsetzung 
dieser Unterhaltsbeiträge wurde davon ausgegangen, dass B._____ kein Ein-
kommen und kein Vermögen hat, während C._____ ein Einkommen von CHF 
148'453.00 netto pro Jahr (CHF 12'371.00 netto pro Monat) erzielt und über ein 
Vermögen von CHF 263'605.00 verfügt.

A/c. Anfangs September 2012 trennten sich B._____ und C._____. Mit Ent-
scheid der KESB Nordbünden vom 12. März 2013 wurde für A._____ eine Be-
suchsrechtsbeistandschaft errichtet. Ausserdem wurde den Eltern mit Entscheid 
der KESB Nordbünden vom 1. September 2014 die gemeinsame elterliche Sorge 
für den Sohn erteilt.

B. Am 27. Mai 2016 wurde B._____ Mutter von D._____. Deren Vater ist 
E._____. Am 21. Dezember 2016 schlossen D._____, vertreten durch ihre Mutter 
B._____, und E._____ einen Unterhaltsvertrag, der mit Entscheid der KESB Nord-
bünden vom 10. Februar 2017 genehmigt wurde. Im erwähnten Vertrag wurde für 
den Fall der Auflösung des gemeinsamen Haushalts unter anderem vereinbart, 
dass E._____ für D._____ monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 1'440.00 (Ge-
burt – 6. Lebensjahr), CHF 1'455.00 (7. – 12. Lebensjahr) und CHF 1'665.00 (13. 
Lebensjahr – Volljährigkeit) leistet, jeweils zuzüglich Kinderzulagen. Anfangs Fe-
bruar 2018 trennten sich B._____ und E._____.

C. C._____ schloss am _____ 2017 mit F._____ die Ehe. Am _____ 2018 
wurden sie Eltern von G._____.

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D/a. Mit Vermittlungsbegehren vom 13. März 2018 machte A._____, gesetzlich 
vertreten durch seine Mutter B._____, gegen C._____ eine Klage betreffend Be-
treuungsunterhalt anhängig. Gleichentags stellte A._____ beim Einzelrichter in 
Zivilsachen am Regionalgericht Plessur gegen C._____ ein Gesuch auf Erlass 
vorsorglicher Massnahmen (Proz.Nr. 135-2018-235), mit folgenden Rechtsbegeh-
ren:

1. Der Gesuchsbeklagte sei zu verpflichten, für die Dauer des Verfahrens 
dem Kläger einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Betreuungsun-
terhalt in Höhe von CHF 2'000.00, allenfalls einen Betrag nach richter-
lichem Ermessen, zu bezahlen.

2. Der Gesuchsbeklagte sei zu verpflichten, die Gerichtskostenvorschüs-
se für den Sohn zu bezahlen und ihm einen Anwaltskostenvorschuss 
von CHF 5'000.00, zzgl. 7.7% MwSt., allenfalls einen Betrag nach rich-
terlichem Ermessen, zu entrichten.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsbe-
klagten.

D/b. C._____ stellte in seiner Stellungnahme vom 17. April 2018 folgende Anträ-
ge:

1. Das Gesuch vom 13.03.2018 sei abzuweisen.

2. Für den Fall, dass das Gerichts- und Anwaltskostenvorschussgesuch 
gutgeheissen werden sollte, ist der Gesuchsteller zu verpflichten, das 
Geleistete nach Verfahrensabschluss an den Gesuchsgegner zu er-
statten.

3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuch-
stellers.

E/a. Am 12. Juni 2018 fand die mündliche Verhandlung statt, wobei der Rechts-
vertreter von A._____ bei dieser Gelegenheit darauf hinwies, dass E._____ für 
D._____ zusätzlich zum gemäss Unterhaltsvertrag vom 21. Dezember 2016 ge-
schuldeten Barunterhalt Betreuungsunterhalt von vorläufig CHF 1'500.00 pro Mo-
nat leiste. Über die definitive Höhe des Betreuungsunterhalts werde noch verhan-
delt. 

E/b. Mit Entscheid vom 12. Juni 2018, mitgeteilt am 31. Juli 2018, erkannte der 
Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur wie folgt:

1. Das Gesuch wird abgewiesen.

2. a) Die Gerichtskosten von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten von 
B._____.

b) B._____ hat C._____ eine Parteientschädigung von CHF 2'500.00 
(inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

c) Die B._____ auferlegten Gerichtskosten von CHF 1'500.00 und die 
Kosten ihrer unentgeltlichen Rechtsvertretung, Rechtsanwalt lic. iur. 

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et oec. Pius Fryberg, von CHF 2'000.00 (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) gehen unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kan-
tons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

3. (Rechtsmittelbelehrungen)

4. (Mitteilung)

F/a. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ am 13. August 2018 beim Kan-
tonsgericht von Graubünden Berufung (Verfahren ZK1 18 105), mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben.

2. C._____ sei zu verpflichten, dem Gesuchsteller und Berufungskläger 
mit Wirkung ab 01.02.2018 während der Dauer des Hauptverfahrens 
einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Betreuungsunterhalt in Höhe 
von CHF 1'600.00, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Ermes-
sen, zu bezahlen.

3. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, Gerichtskostenvorschüsse 
haftend auch für A._____ zu bezahlen und ihm einen Anwaltskosten-
vorschuss in Höhe von CHF 5'000.00 zzgl. 7,7% MwSt., allenfalls ei-
nen Betrag nach richterlichem Ermessen, zu entrichten.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchbeklag-
ten und Berufungsbeklagten.

F/b. C._____ stellt in seiner Berufungsantwort vom 30. August 2018 folgende 
Anträge:

1. Die Berufung sei abzuweisen.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsver-
fahren zu Lasten von B._____, eventuell zu Lasten von A._____.

F/c. Am 6. November 2018 reichte C._____ im Zusammenhang mit der Bezah-
lung der Kinderzulagen für A._____ eine Noveneingabe ein. Diese wurde vom 
Letzteren am 30. November 2018 zur Kenntnis genommen.

G/a. B._____ erhob gegen den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am 
Regionalgericht Plessur vom 12. Juni 2018 am 13. August 2018 beim Kantonsge-
richt von Graubünden Beschwerde (Verfahren ZK1 18 107). Sie stellt folgende 
Rechtsbegehren:

1. Die Ziff. 2 des Entscheides des Präsidenten des Regionalgerichtes 
Plessur sei aufzuheben.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

G/b. C._____ beantragt in seiner Beschwerdeantwort vom 30. August 2018, was 
folgt:

1. Die Beschwerde sei abzuweisen.

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2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge für das Beschwerdever-
fahren zu Lasten von B._____.

G/c. Am 3. September 2018 teilte die Vorsitzende der I. Zivilkammer den Partei-
en mit, dass ein weiterer Schriftenwechsel nicht vorgesehen sei.

H. Mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 3. September 2018, 
mitgeteilt gleichentags (ZK1 18 106), wurde das Gesuch von A._____ um Bewilli-
gung der unentgeltlichen Rechtspflege im Verfahren ZK1 18 105 gutgeheissen, 
unter dem Vorbehalt eines rückwirkenden Entzugs der Bewilligung im Falle einer 
Verpflichtung seines Vaters zur Leistung eines ausreichenden Prozesskostenvor-
schusses. Ebenfalls mit Verfügung vom 3. September 2018, mitgeteilt gleichen-
tags (ZK1 18 108), hiess die Vorsitzende der I. Zivilkammer das Gesuch von 
B._____ um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege im Verfahren ZK1 18 
107 gut.

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen, die vom Ein-
zelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht im summarischen Verfahren getroffen 
werden (vgl. Art. 248 lit. d ZPO und Art. 4 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]), sind mit Beru-
fung im Sinne von Art. 308 ff. ZPO anfechtbar, sofern eine nicht vermögensrechtli-
che Streitigkeit vorliegt oder der Streitwert im Falle einer vermögensrechtlichen 
Streitigkeit wie vorliegend den Betrag von CHF 10'000.00 übersteigt (Art. 308 Abs. 
1 lit. b u. Abs. 2 ZPO).

1.2. Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Ent-
scheid ist innert zehn Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids oder seit 
der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet 
einzureichen; der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 
314 Abs. 1 ZPO). Der Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalge-
richt Plessur vom 12. Juni 2018 wurde den Parteien am 31. Juli 2018 mit Begrün-
dung mitgeteilt und ging dem Berufungskläger am 2. August 2018 zu (VI act. V./5). 
Die von ihm dagegen am 13. August 2018 erhobene Berufung erfolgte unter 
Berücksichtigung von Art. 142 Abs. 3 ZPO fristgerecht und entspricht überdies den 
an sie gestellten Formerfordernissen, so dass darauf einzutreten ist. 

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1.3. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
Berufung als Rechtsmittelinstanz ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZPO. Innerhalb 
des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem 
Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a der Verord-
nung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]).

1.4. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 ff. zu 
Art. 310 ZPO).

1.5. Das Novenrecht richtet sich im Berufungsverfahren grundsätzlich nach 
Art. 317 Abs. 1 ZPO. Nach dieser Bestimmung werden neue Tatsachen und Be-
weismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden 
(lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht 
werden konnten (lit. b). Zu beachten ist allerdings, dass es im vorliegenden Beru-
fungsverfahren um Kinderbelange in einer familienrechtlichen Angelegenheit geht, 
so dass das Gericht nach Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Sachverhalt von Amtes 
wegen erforscht (Untersuchungsmaxime) und überdies ohne Bindung an die Par-
teianträge entscheidet (Offizialmaxime) (vgl. auch E. 4.1.1 nachfolgend). Die Un-
tersuchungs- und die Offizialmaxime gelangen in allen Verfahrensstadien und vor 
allen kantonalen Instanzen, mithin auch im kantonalen Rechtsmittelverfahren, als 
allgemeine Grundsätze zur Anwendung (BGE 137 III 617 E. 4.5.2; Jonas 
Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 3 u. N 
5 zu Art. 296 ZPO). Infolgedessen können die Parteien im Berufungsverfahren 
auch dann neue Tatsachen und Beweismittel vorbringen, wenn die Voraussetzun-
gen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (vgl. BGE 144 III 349 E. 4.2.1 
m.w.H. = Pra 2019 Nr. 88; Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 16 
105 vom 17. September 2018 E. 2.2.2). Die vom Berufungsbeklagten neu vorge-
brachten Tatsachen und Beweismittel sind somit zuzulassen und, sofern von Re-
levanz, zu berücksichtigen.

1.6. Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet die Forderung von A._____ 
gegen C._____ auf vorsorgliche Bezahlung von Betreuungsunterhalt sowie Leis-
tung eines Vorschusses für Gerichts- und Anwaltskosten.

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2.1. Die Beschwerde von B._____ richtet sich gegen die in Ziffer 2 des Disposi-
tivs des Entscheids des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur 
vom 12. Juni 2018 getroffene Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen. 
Nach Art. 110 ZPO in Verbindung mit Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO ist ein Kostenent-
scheid selbständig nur mit Beschwerde anfechtbar. 

2.2. Die Beschwerde gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen 
Entscheid ist innert zehn Tagen seit der Zustellung des begründeten Entscheids 
oder seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und 
begründet sowie unter Beilage des angefochtenen Entscheids einzureichen (Art. 
321 Abs. 1–3 ZPO). Die vorliegende Beschwerde gegen den Entscheid des Ein-
zelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur vom 12. Juni 2018, mitgeteilt 
am 31. Juli 2018, wurde am 13. August 2018 und damit unter Berücksichtigung 
von Art. 142 Abs. 3 ZPO innert Frist eingereicht. Ausserdem ist B._____ als von 
der umstrittenen Kostenpflicht betroffene Person zur Erhebung der Beschwerde 
legitimiert. Auf die im Übrigen formgerecht eingereichte Eingabe ist somit ebenfalls 
einzutreten.

2.3. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
Beschwerde als Rechtsmittelinstanz ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZPO. Inner-
halb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Beschwerden 
auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuchs bei der I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a 
KGV).

2.4. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 320 ZPO), 
wobei der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung jeden Verstoss gegen ge-
schriebenes und ungeschriebenes Recht beinhaltet und auch die Unangemessen-
heit umfasst (Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ 
Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
3. Auflage, Zürich 2016, N 3 zu Art. 320 ZPO; Kurt Blickenstorfer, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kom-
mentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 10 zu Art. 310 ZPO i.V.m. N 
4 zu Art. 320 ZPO). Die Beschwerdeinstanz überprüft entsprechende Rügen mit 
freier Kognition, doch hat sie bei der Überprüfung der Angemessenheit Zurückhal-
tung zu üben (PKG 2012 Nr. 11 m.w.H.; Kurt Blickenstorfer, a.a.O., N 10 zu Art. 
310 ZPO; Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, a.a.O., N 4 zu Art. 320 ZPO). 
Nach der Rechtsprechung des Kantonsgerichts ist dem erstinstanzlich urteilenden 
Gericht im Rahmen von Kostenbeschwerden ein erheblicher Ermessensspielraum 

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zuzugestehen (vgl. das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 13 73 
vom 22. August 2013 E. 4 m.w.H.).

3.1. Nach Art. 125 lit. c ZPO kann das Gericht zur Vereinfachung des Prozesses 
selbständig eingereichte Klagen vereinigen. Eine Verfahrensvereinigung ist auch 
für Rechtsmittelverfahren möglich. Demnach können die von mehreren Parteien 
als Rechtsmittelkläger ergriffenen Rechtsmittel in demselben Verfahren behandelt 
werden (Reto M. Jenny/Daniel Jenny, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], 
ZPO, Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2015, N 12 zu Art. 125 ZPO; Adrian Staehe-
lin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweize-
rischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 zu Art. 125 ZPO 
m.w.H.). Für die im Interesse der Prozessökonomie erfolgende Verfahrensvereini-
gung ist ein sachlicher Zusammenhang vorausgesetzt. Von einem solchen ist 
auszugehen, wenn zwischen den einzelnen Klagen eine so enge Beziehung ge-
geben ist, dass eine gemeinsame Entscheidung geboten erscheint, um zu vermei-
den, dass in getrennten Verfahren widersprechende Entscheidungen ergehen. Die 
verschiedenen Ansprüche haben auf gleichartigen tatsächlichen bzw. rechtlichen 
Gründen zu beruhen. Überdies muss das Gericht für alle Ansprüche sachlich zu-
ständig sein (Reto M. Jenny/Daniel Jenny, a.a.O., N 10 zu Art. 125 ZPO; Julia 
Gschwend, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizeri-
sche Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, N 14 f. zu Art. 125 ZPO; Adrian 
Staehelin, a.a.O., N 5 zu Art. 125 ZPO).

3.2. Die Berufung von A._____ und die Beschwerde von B._____ richten sich 
gegen dasselbe Anfechtungsobjekt, nämlich den Entscheid des Einzelrichters in 
Zivilsachen am Regionalgericht Plessur vom 12. Juni 2018. Beide Rechtsmittel 
unterliegen der Beurteilung durch die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts. Ferner 
stehen sie in engem sachlichem Zusammenhang, ist doch in beiden Verfahren 
über die Rechtmässigkeit der erstinstanzlichen Kostenregelung zu befinden. Es 
erscheint daher zweckmässig und geboten, das Berufungs- und das Beschwerde-
verfahren zu vereinigen. In Anwendung von Art. 316 Abs. 1 ZPO wird zudem auf-
grund der Akten entschieden.

4.1.1. Nach Art. 303 Abs. 1 ZPO kann der Beklagte, steht das Kindesverhältnis 
fest, verpflichtet werden, angemessene Beiträge an den Unterhalt des Kindes zu 
hinterlegen oder vorläufig zu zahlen. Voraussetzung für den Erlass entsprechen-
der vorsorglicher Massnahmen ist das Feststehen eines Kindesverhältnisses, die 
Rechtshängigkeit einer Unterhaltsklage nach Art. 279 ZGB sowie ein Gesuch 
durch die klagende Partei (Stefanie Pfänder Baumann, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kom-

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mentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 3 ff. zu Art. 303 ZPO; Sé-
bastien Moret/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, N 10 u. N 16 zu 
Art. 303 ZPO). Ausserdem muss dem Gesuchsteller ein nicht leicht wiedergutzu-
machender Nachteil drohen, wobei ein solcher Nachteil unter Berücksichtigung 
der Natur des Unterhaltsanspruchs regelmässig zu bejahen ist. An diesem Erfor-
dernis fehlt es höchstens dann, wenn sich das Kind oder der andere Elternteil im 
Vergleich zum Gesuchsgegner in besonders guten finanziellen Verhältnissen be-
findet. Eine Gefährdung des Anspruchs oder eine Notlage ist nicht erforderlich 
(Sébastien Moret/Daniel Steck, a.a.O., N 18 zu Art. 303 ZPO m.w.H.; Annette 
Spycher, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivil-
prozessordnung, Band II, Art. 150–352 ZPO, Art. 400–406 ZPO, Bern 2012, N 13 
zu Art. 303 ZPO; Jonas Schweighauser, a.a.O., N 15 zu Art. 303 ZPO). Vorausge-
setzt ist schliesslich eine positive Hauptsachenprognose. Das Hauptbegehren 
muss als begründet erscheinen, indem sowohl die Unterhaltspflicht als solche als 
auch die Höhe des Unterhalts glaubhaft gemacht werden (Sébastien Moret/Daniel 
Steck, a.a.O., N 17 u. N 19 zu Art. 303 ZPO; Jonas Schweighauser, a.a.O., N 16 
zu Art. 303 ZPO). Die vorsorglichen Massnahmen werden für die Dauer des Pro-
zesses verfügt, frühestens von der Erhebung der Klage an und spätestens bis zur 
rechtskräftigen Erledigung. Wird das Begehren erst im Lauf des Prozesses einge-
reicht, kann in Analogie zu BGE 115 II 201 eine Rückwirkung auf den Zeitpunkt 
der Klage, längstens aber auf ein Jahr vor Einreichung des Gesuches gefordert 
werden (Art. 303 ZPO i.V.m. Art. 279 ZGB) (Stefanie Pfänder Baumann, a.a.O., N 
6 zu Art. 303 ZPO; Sébastien Moret/Daniel Steck, a.a.O., N 23 zu Art. 303 ZPO; 
Jonas Schweighauser, a.a.O., N 24 zu Art. 303 ZPO). Zur Anwendung gelangt das 
summarische Verfahren (Art. 248 lit. d und Art. 252 ff. ZPO), ergänzt durch Art. 
296 ZPO betreffend den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz (Jonas Schweig-
hauser, a.a.O., N 11 zu Art. 303 ZPO; Sébastien Moret/Daniel Steck, a.a.O., N 15 
zu Art. 303 ZPO).

4.1.2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung haben vorsorgliche Mass-
nahmen in einem Verfahren mit einem unmündigen Kind, dessen Kindesverhältnis 
feststeht (Art. 281 Abs. 2 aZGB), den Charakter von Regelungsmassnahmen und 
sind in diesem Sinn mit den vorsorglichen Massnahmen vergleichbar, die während 
des Scheidungsverfahrens angeordnet werden und definitiv erworben sind. Der 
Entscheid, mit dem die vorsorglichen Massnahmen angeordnet werden, wird da-
her im Hauptentscheid nicht nochmals behandelt, und der im Rahmen von vor-
sorglichen Massnahmen zu Gunsten eines minderjährigen Kindes angeordnete 
Unterhaltsbeitrag ist nicht zurückzuerstatten, wenn der Schuldner im Hauptpro-

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zess von der Zahlung befreit wird (BGE 137 III 586 E. 1.2 = Pra 2012 Nr. 49 [zu 
Art. 281 Abs. 2 aZGB, der dem aktuell gültigen Art. 303 Abs. 1 ZPO entspricht] 
m.w.H., u.a. auf BGE 128 III 121 E. 3c/bb; BGE 138 III 333 E. 1.2 = Pra 2012 Nr. 
128; vgl. auch Sébastien Moret/Daniel Steck, a.a.O., N 26 zu Art. 303 ZPO sowie 
die Entscheide des Kantonsgerichts St. Gallen FO.2017.3 vom 21. November 
2019 E. 2.b sowie des Kantonsgerichts Graubünden ZK1 19 212 vom 24. Juni 
2020 E. 4.1.2 m.w.H.; a.A. Samuel Zogg, «Vorsorgliche» Unterhaltszahlungen im 
Familienrecht, in: Fampra.ch 2018, S. 95 ff.; Stefanie Pfänder Baumann, a.a.O., N 
11 zu Art. 303 ZPO; Jonas Schweighauser, a.a.O., N 27 zu Art. 303 ZPO; Letztere 
mit Hinweisen auf Cyril Hegnauer, in: Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar zu Art. 
270-295 ZGB, Bern 1997, N 42 ff. zu Art. 281-284 ZGB). Anders als bei einer vor-
sorglichen Anordnung von Unterhaltszahlungen in einem Eheschutzverfahren, 
deren definitive Festsetzung im Endentscheid vorbehalten bleibt (vgl. dazu das 
Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 18 150 vom 12. November 2019 
E. 1.6.1), besteht im Falle einer Verpflichtung zu vorläufigen Zahlungen nach Art. 
303 Abs. 1 ZPO demnach ein Rechtsschutzinteresse an einer Überprüfung durch 
die Rechtsmittelinstanz. 

4.2.1. Materielle Grundlage zur Bemessung der vorsorglichen Unterhaltsbeiträge 
bilden die Bestimmungen von Art. 276 ZGB und Art. 285 ZGB (Stefanie Pfänder 
Baumann, a.a.O., N 10 zu Art. 303 ZPO; Jonas Schweighauser, a.a.O., N 19 u. N 
21 zu Art. 303 ZPO). Der Unterhalt der Kinder wird durch Pflege, Erziehung und 
Geldzahlung geleistet. Die Eltern sorgen gemeinsam, ein jeder Elternteil nach sei-
nen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des Kindes und tragen insbesondere 
die Kosten von Betreuung, Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen 
(Art. 276 Abs. 1 u. 2 ZGB). Der Kindesunterhaltsbeitrag soll den Bedürfnissen des 
Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen; 
dabei sind das Vermögen und die Einkünfte des Kindes zu berücksichtigen. Aus-
serdem dient der Unterhaltsbeitrag auch der Gewährleistung der Betreuung des 
Kindes durch die Eltern oder Dritte (Art. 285 Abs. 1 u. 2 ZGB). Gestützt auf die 
soeben zitierte Bestimmung besteht eine Wechselwirkung zwischen dem Bedarf 
des Kindes und der Leistungskraft bzw. Lebenshaltung der Eltern. Geschuldet ist 
der gebührende Unterhalt, d.h. derjenige, der angesichts der gelebten Verhältnis-
se als angemessen erscheint (Christiana Fountoulakis, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 6. Auflage, Basel 2018, N 2 zu 
Art. 285 ZGB). Die Festsetzung des Unterhaltsbeitrags ist ein Ermessensent-
scheid, bei dem alle bedeutsamen Umstände berücksichtigt werden müssen (Ur-
teil des Bundesgerichts 5A_1017/2014 vom 12. Mai 2015 E. 4.1).

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4.2.2. Der Betrag, der als Geldzahlung für den Unterhalt des Kindes bestimmt ist, 
setzt sich aus dem Barunterhalt und dem Betreuungsunterhalt zusammen. Die 
beiden Beiträge können grundsätzlich unabhängig voneinander ermittelt werden. 
Ausserdem geht der Barunterhalt dem Betreuungsunterhalt vor (BGE 144 III 481 
E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019 E. 5.2.3).

Ausgangslage für die Berechnung des Barunterhalts des Kindes ist dessen Be-
darf, wobei Grundlage für die Barbedarfsberechnung wiederum die Positionen 
sind, wie sie auch für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzmini-
mums verwendet werden. Bei Kindern geht es in der Regel um einen Grundbetrag 
(für Nahrung, Kleidung und Wäsche, Körper- und Gesundheitspflege etc.), die 
Wohnkosten (anteilige Miete), die Krankenkassenprämien sowie allfällige Drittbe-
treuungskosten oder andere, kindbezogene direkte Kosten. Die eingesetzten Be-
träge sollen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Verhältnissen der Eltern 
stehen (sog. familienrechtlicher Grundbedarf). Je knapper die finanziellen Verhält-
nisse sind, desto enger müssen sich die Gerichte für die Ermittlung des Bedarfs 
an die für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums gelten-
den Zahlen anlehnen. Vom derart ermittelten Barunterhaltsanspruch sind die Kin-
der- bzw. Ausbildungszulagen abzuziehen. Stehen nach der Deckung des famili-
enrechtlichen Grundbedarfs aller Unterhaltsberechtigten noch Mittel zur Verfügung 
(sog. Überschuss), sind grundsätzlich auch diese angemessen zu verteilen (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019 E. 5.2.3). Einen Anspruch auf 
eine Beteiligung am Überschuss des (nicht hauptbetreuenden) Elternteils haben 
auch nicht eheliche Kinder (vgl. die Entscheide des Kantonsgerichts St. Gallen 
FO.2017.6/3 vom 19. März 2019 E. 8d sowie FO.2017.17 vom 26. September 
2018 E. 10 m.w.H.; Leitfaden neues Unterhaltsrecht des Obergerichts des Kan-
tons Zürich, Version Juni 2019, S. 19, abrufbar unter <https://www.gerichte-
zh.ch/fileadmin/user_upload/Dokumente/obergericht/Leitfaden_Unterhaltsrecht_v8
.0.pdf> [im Folgenden zitiert als "Leitfaden"]; Philipp Maier, Die konkrete Berech-
nung von Kinderunterhaltsbeiträgen, in: FamPra.ch 2020, S. 372 m.w.H.).

Der Betreuungsunterhalt entspricht dem Betrag, welcher einem betreuenden El-
ternteil fehlt, um seinen eigenen Bedarf zu decken, soweit das Manko darauf 
zurückzuführen ist, dass er aufgrund der Kinderbetreuung seine Erwerbstätigkeit 
nicht voll ausschöpfen kann. Er stellt wirtschaftlich eine Abgeltung für die Betreu-
ungszeit an den betreuenden Elternteil dar, steht juristisch indes dem Kind zu. Für 
die Bemessung des Betreuungsunterhalts gelangt nach Bundesgericht die Le-
benshaltungskosten-Methode zur Anwendung, die darin besteht, die Differenz 
zwischen den Lebenshaltungskosten des betreuenden Elternteils und dessen (al-

https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/Dokumente/obergericht/Leitfaden_Unterhaltsrecht_v8.0.pdf
https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/Dokumente/obergericht/Leitfaden_Unterhaltsrecht_v8.0.pdf
https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/Dokumente/obergericht/Leitfaden_Unterhaltsrecht_v8.0.pdf

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lenfalls hypothetischen) Einkommen auszugleichen. Als Richtschnur gilt das fami-
lienrechtliche Existenzminimum, wobei die Lebenshaltungskosten indes auf das 
betreibungsrechtliche Existenzminimum beschränkt werden können, falls die vor-
handenen Mittel nicht ausreichen, um alle Bedarfspositionen zu decken (vgl. BGE 
144 III 377 E. 7.1 = Pra 2018 Nr. 104 m.w.H.; Sabine Aeschlimann/Jonas 
Schweighauser, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band 
I: ZGB, 3. Auflage, Bern 2017, N 15 f. Allg. Bem. zu Art. 276‒293 ZGB; Leitfaden, 
S. 8 ff.; vgl. auch das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 97 vom 
23. März 2018 E. 6.2). Zur Beurteilung der Frage, ab welchem Zeitpunkt von ei-
nem betreuenden Elternteil die Wiederaufnahme einer (teilzeitlichen) Erwerbs-
tätigkeit verlangt werden kann und sich der Betreuungsunterhalt dementsprechend 
um das (neben der Kinderbetreuung) mögliche Erwerbseinkommen des betreffen-
den Elternteils reduziert, ist nach neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung im 
Sinne einer Richtlinie das sog. Schulstufenmodell anwendbar. Demnach soll der 
hauptbetreuende Elternteil ab der obligatorischen Einschulung des jüngsten Kin-
des grundsätzlich zu 50% einer Erwerbsarbeit nachgehen, ab seinem Eintritt in die 
Sekundarstufe zu 80% und ab vollendetem 16. Lebensjahr zu 100% (vgl. dazu 
eingehend BGE 144 III 481 E. 4.7).

Bei mehreren betreuungsbedürftigen Kindern fällt der Betreuungsunterhalt nur 
einmal an, da es die Erwerbseinbusse des Betreuenden nur einmal auszugleichen 
gilt (Christiana Fountoulakis, a.a.O., N 54 zu Art. 285 ZGB). Er ist daher unter den 
Kindern aufzuteilen, wobei die Aufteilung entweder nach Köpfen (Leitfaden, S. 14 
ff.; Annette Spycher, Betreuungsunterhalt, in: FamPra.ch 2017, S. 221 f.) oder an-
hand des konkreten Betreuungsbedarfs vorgenommen werden kann (vgl. den Ent-
scheid des Kantonsgerichts St. Gallen FO.2018.14 vom 5. Februar 2020 E. 9; Jo-
nas Schweighauser, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, 
Band I: ZGB, 3. Auflage, Bern 2017, N 117 ff. zu Art. 285 ZGB; Alexandra Jun-
go/Regina E. Aebi-Müller/Jonas Schweighauser, Der Betreuungsunterhalt, in: 
FamPra.ch 2017, S. 193; Andrea Büchler/Rolf Vetterli, Ehe Partnerschaft Kinder, 
3. Auflage, Basel 2018, S. 233). Schulden mehrere Elternteile Betreuungsunter-
halt, was dann der Fall ist, wenn der mit dem Kind im gleichen Haushalt lebende 
Elternteil später mit einem neuen Partner ein weiteres Kind bekommt, ist der Be-
treuungsunterhalt anteilsmässig auch vom neuen Partner zu tragen (Philipp Mai-
er/Katharina Niederberger/Sara Hampel, Die Berechnung von Unterhaltsbeiträgen 
bei Patchworkfamilien, in: AJP 2019, S. 884; a.A. Christiana Fountoulakis, a.a.O., 
N 55 f. zu Art. 285 ZGB, die sich zwecks Minderung des Ausfallrisikos dafür aus-
spricht, dass in dem Umfang, in dem sich die Betreuungsunterhaltsbeiträge der 
Unterhaltspflichtigen decken, eine Gesamtschuld bestehe, so dass die Unterhalts-

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titel gegenüber allen Unterhaltsschuldnern den vollen Betreuungsunterhalt enthal-
ten müssten, wie er geschuldet wäre, wenn nur das Kind des jeweiligen Pflichtigen 
zu betreuen wäre, und die dem in die Pflicht genommenen Unterhaltsschuldner 
ein Rückgriffsrecht gegen die übrigen Solidarschuldner einräumt). 

4.2.3. Für die rechtserheblichen Tatsachen, insbesondere den Bedarf und die 
Leistungsfähigkeit der Parteien, gilt im Massnahmeverfahren das Beweismass der 
Glaubhaftmachung (Jonas Schweighauser, a.a.O., N 16 u. N 22 zu Art. 303 ZPO). 
Es braucht somit nicht die volle Überzeugung des Gerichts vom Vorhandensein 
dieser Tatsachen herbeigeführt zu werden, sondern es genügt, wenn eine gewisse 
Wahrscheinlichkeit dafür spricht, auch wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit 
rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnten. Demnach darf das Gericht 
weder blosse Behauptungen genügen lassen noch einen stichhaltigen Beweis ver-
langen (BGE 130 III 321 E. 3.3, BGE 120 II 393 E. 4c).

5.1. Die Vorinstanz gelangte bei der Prüfung des Anspruchs von A._____ auf 
vorsorglichen Betreuungsunterhalt zu einer positiven Hauptsachenprognose in 
Bezug auf das Bestehen eines Abänderungsgrundes. Dies gestützt auf Art. 13c 
SchlT ZGB, wonach Unterhaltsbeiträge an das Kind, die vor dem Inkrafttreten des 
neuen Kindesunterhaltsrechts am 1. Januar 2017 in einem genehmigten Unter-
haltsvertrag oder in einem Entscheid festgelegt worden sind, auf Gesuch des Kin-
des neu festgelegt werden (E. 3.1, S. 6, des angefochtenen Entscheids). Ausser-
dem stellte die Vorinstanz fest, dass das Kindesverhältnis und damit der 
grundsätzliche Bestand eines Unterhaltsanspruchs unbestritten seien. Im Folgen-
den prüfte sie, ob auch in Bezug auf die geltend gemachte Höhe des Betreuungs-
unterhalts eine günstige Hauptsachenprognose gestellt werden könne, sowie, ob 
die Dringlichkeit sowie ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil gegeben 
seien. Zu diesem Zweck ermittelte der Einzelrichter zunächst Bedarf und Einkom-
men der Kindsmutter B._____ sowie der Kinder A._____ und D._____. Bei der 
Mutter wurde ein Bedarf bzw. aufgrund des fehlenden Einkommens gleichzeitig 
ein Manko von CHF 3'163.60 pro Monat errechnet, bei A._____ ein Überschuss 
von CHF 950.20 (Einkommen CHF 1'860.00 abzüglich Bedarf CHF 909.80) und 
bei D._____ ein Überschuss von CHF 2'366.80 (Einkommen CHF 3'175.00 abzüg-
lich Bedarf CHF 808.20). In der Folge gelangte der Vorderrichter zur Erkenntnis, 
dass die Überschüsse von A._____ und D._____ für die Deckung des seitens der 
betreuenden Kindsmutter bestehenden Mankos herangezogen werden könnten 
und müssten. Rechne man den Überschuss von A._____ in dessen gesamtem 
Umfang von CHF 950.20 an den Bedarf der Kindsmutter an, resultiere auf deren 
Seite noch ein Fehlbetrag von CHF 2'213.40. Dieser Betrag werde durch den bei 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-130-III-321
http://links.weblaw.ch/de/BGE-120-II-393

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D._____ resultierenden Überschuss vollständig gedeckt. Im Ergebnis würden mit-
hin CHF 950.20 der vom Vater an A._____ geleisteten Unterhaltsbeiträge Betreu-
ungsunterhalt darstellen, während von den an D._____ geleisteten Unterhaltsbei-
trägen CHF 2'213.40 der Deckung des Betreuungsunterhalts dienten. Zusammen-
fassend ergebe sich, dass die zurzeit an die beiden Kinder bezahlten Unterhalts-
beiträge nicht nur deren Barbedarf, sondern vielmehr auch denjenigen der Kinds-
mutter – und damit den Betreuungsunterhalt – vollständig decken würden. Dabei 
entfielen 70% des Betreuungsunterhalts auf D._____ und 30% auf A._____. Im 
Weiteren wurde im angefochtenen Entscheid ausgeführt, dass das Kind zwar an 
der Lebensstellung der Eltern bis zu einem gewissen Grad teilhaben dürfe. Mit 
Blick auf die finanziellen Verhältnisse des Vaters sei daher die Berücksichtigung 
eines erweiterten Bedarfs auf Seiten von A._____ im Hauptsacheverfahren nicht 
ausgeschlossen. Letzterer lege jedoch keine Positionen dar, welche in seinem 
Barbedarf im Sinne einer Erweiterung desselben zu berücksichtigen wären. Ein 
erhöhter Bedarf und damit der Anspruch auf einen gesamthaft höheren Unter-
haltsbeitrag seien im vorliegenden Massnahmeverfahren daher nicht glaubhaft 
gemacht worden. Insofern könne nicht von einer günstigen Hauptsachenprognose 
ausgegangen werden. Weiter erleide A._____ bei Abweisung der beantragten 
vorsorglichen Unterhaltszahlungen keinen nicht leicht wiedergutzumachenden 
Nachteil, zumal die vom Vater bis anhin unbestrittenermassen geleisteten Unter-
haltszahlungen sowohl seinen Barbedarf als auch einen ca. 30% betragenden An-
teil am Betreuungsunterhalt decken würden. Dieser Anteil erscheine zumindest für 
die Dauer des Hauptverfahrens als angemessen. Bei Deckung des Barbedarfs 
sowie eines Anteils am Betreuungsunterhalt fehle es auch an der notwendigen 
Dringlichkeit der vorsorglichen Anordnung einer Zahlung. Das Gesuch um vor-
sorgliche Zusprechung eines Betreuungsunterhalts von CHF 2'000.00 pro Monat 
sei daher abzuweisen (E. 3.2, S. 6 ff., des angefochtenen Entscheids).

5.2. A._____ macht im Berufungsverfahren geltend, sein Vater lebe in sehr gu-
ten finanziellen Verhältnissen. Er habe Anspruch darauf, an dieser Lebensstellung 
seines Vaters zu partizipieren. Bei der Frage, ob sein Barbedarf gedeckt sei, sei 
daher nicht einzig und allein vom betreibungsrechtlichen Existenzminimum auszu-
gehen, sondern vom erweiterten Bedarf, auf welchen er Anspruch habe. Sodann 
sei, hätten sich die Parteien auf einen Barunterhaltsbeitrag geeinigt, davon auszu-
gehen, dass damit lediglich sein Barbedarf und nicht auch noch ein Teil des Be-
treuungsunterhalts gedeckt sei. Das Gleiche gelte selbstverständlich auch für 
D._____. Deren Vater habe sich zu einem Unterhaltsbeitrag in Höhe von monat-
lich CHF 1'555.00 verpflichtet, womit deren Barbedarf, aber nicht mehr, gedeckt 
werde. Ausserdem habe sich der Vater von D._____ freiwillig zu einem Betreu-

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ungsunterhalt von CHF 1'500.00 pro Monat verpflichtet. Bei der Frage, ob der Be-
treuungsunterhalt gedeckt sei, dürfe lediglich von diesem Betrag ausgegangen 
werden. Die für den Betreuungsunterhalt massgeblichen Lebenshaltungskosten 
der Mutter beziffere der Präsident des Regionalgerichts mit CHF 3'163.60 pro Mo-
nat. Davon sei der für D._____ geleistete Betreuungsunterhalt abzuziehen, so 
dass CHF 1'663.60 verbleiben würden, welche nicht gedeckt seien. Der Vater sei 
deshalb zu verpflichten, einen Betrag von monatlich CHF 1'600.00 als Betreu-
ungsunterhalt an ihn zu bezahlen. Wie der Vorderrichter zu Recht ausführe, müs-
se der Betreuungsunterhalt bei mehreren Kindern in verschiedenen Altersstufen 
auf die Kinder verteilt werden, wobei eine Aufteilung nach Betreuungsbedarf in 
Beachtung der 10/16-Regel sachgerecht sei. Da er noch keine 10 Jahre alt sei, 
rechtfertige es sich, den Betreuungsunterhalt hälftig auf ihn und D._____ aufzutei-
len. Im Unterhaltsvertrag vom 23. August 2010, in dem sich die Parteien auf eine 
Summe von CHF 1'640.00 pro Monat geeinigt hätten, sei ein allfälliger Betreu-
ungsunterhalt noch nicht berücksichtigt worden. Der damals festgelegte Betrag 
habe lediglich dazu gedient, seinen erweiterten Barbedarf zu decken. Entgegen 
der Ansicht des Vorderrichters sei es nun nicht seine Aufgabe, nachzuweisen, 
dass mit diesem Betrag effektiv nur sein Barbedarf gedeckt werde. Vielmehr wäre 
es allenfalls am Vater gewesen, auszuführen, dass damit nicht nur der Barunter-
halt gedeckt werde. Solche Ausführungen seien indes nicht gemacht worden. Im 
Weiteren teile er die Ansicht, dass er keinen nicht leicht wiedergutzumachenden 
Nachteil erleide, nicht. Er habe neben einem angemessenen Unterhaltsbeitrag für 
den Barbedarf Anspruch auf Betreuungsunterhalt, und zwar jetzt und heute, nicht 
erst nach Vorliegen des Urteils im Hauptprozess, zumal es Jahre dauern könne, 
bis ein endgültiger Entscheid vorliege. Das angefochtene Urteil sei daher aufzu-
heben und der Vater zu verpflichten, an seinen Unterhalt nebst dem im Unter-
haltsvertrag festgelegten Betrag einen Betreuungsunterhalt von CHF 1'600.00 pro 
Monat zu bezahlen, und zwar rückwirkend ab 1. Februar 2018 bis zum Vorliegen 
eines Entscheids in der Hauptsache. Der Einwand des Vaters, dass sich seine 
finanziellen Verhältnisse in der Zwischenzeit geändert hätten, sei nicht zu hören. 
Namentlich sei nicht glaubhaft, dass der Vater seine Arbeitsstelle auf 50% redu-
zieren werde. Er sei Geschäftsführer der Firma H._____, so dass er mit einem 
50%-Pensum kaum sämtliche Arbeiten erfüllen könne. Der im Hauptverfahren ge-
stellte Antrag, es sei ihm die Betreuung von A._____ zu 50% zu übertragen, der 
eine Reduktion seines Arbeitspensums und somit auch eine Lohneinbusse zur 
Folge habe, dürfte daher lediglich aus prozesstaktischen Gründen erfolgt sein.

5.3. C._____ bringt in seiner Berufungsantwort im Wesentlichen vor, die Partei-
en des Unterhaltsvertrags und die Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur sei-

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en beim Abschluss des Unterhaltsvertrags davon ausgegangen, dass der Sohn 
neben der Deckung des reinen Barbedarfs keinen weiteren Anspruch auf einen 
zusätzlichen Betrag für eine gehobene Lebenshaltung habe. Ausserdem hätten 
sich die Verhältnisse sowohl auf Seiten der Kindsmutter als auch auf Seiten des 
Sohnes wesentlich verändert. Letzterer lebe neu mit seiner Halbschwester im ge-
meinsamen Haushalt, was seine Wohnkosten beeinflusse. Zudem geniesse er 
keine Fremdbetreuung (mehr), womit Fremdbetreuungskosten wegfielen. Auf sei-
ner Seite sei der Bedarf durch die Heirat und die Geburt seiner Tochter deutlich 
gestiegen. Auch habe sich sein Einkommen vermindert. Dies alles habe Einfluss 
auf die Beurteilung des vorliegenden Falles. Die vom Vorderrichter festgestellten 
Barbedarfe von A._____ und von D._____ seien nicht zu beanstanden, zumal es 
A._____ versäumt habe, Behauptungen zu seinem aktuellen Bedarf und zum Be-
darf von D._____ aufzustellen. Lägen nun aber heute die Unterhaltszahlungen 
wegen der veränderten Verhältnisse um CHF 950.20 bzw. CHF 966.80 über dem 
Barbedarf der Kinder, sei dieser Betrag sehr wohl zur Deckung von allfällig fehlen-
dem Betreuungsunterhalt einzusetzen. Dies gelte umso mehr, als A._____ kein 
nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil erwachse, wenn sein Gesuch abge-
wiesen werde, seien doch der gesamte Barunterhalt des Sohnes, von D._____ 
sowie der Kindsmutter und damit auch der gesamte Betreuungsunterhalt mit den 
geleisteten Zahlungen vollständig gedeckt. Ausserdem würden rein tatsächliche 
Nachteile nicht ausreichen. So stehe es dem Sohn frei, aufgrund seiner vermeint-
lichen Hauptsachenprognose einen späteren, günstigeren Entscheid zu erwirken. 
Im Weiteren sei von ihm nur der auf seinen Sohn entfallende bedarfsorientierte 
Betreuungsunterhalt zu decken. Hierbei sei in Übereinstimmung mit der Vorin-
stanz zu beachten, dass der Betreuungsbedarf von A._____, der die Primarschule 
besuche, offenkundig tiefer sei als jener von D._____. Sodann habe er entgegen 
der Behauptung des Sohnes detailliert dargetan, dass sich die Verhältnisse geän-
dert hätten und dass mit dem Unterhaltsbeitrag gemäss Unterhaltsvertrag heute 
nicht nur der Barunterhalt von A._____ gedeckt werde. Demgegenüber habe der 
Genannte nicht bewiesen, dass mit dem erwähnten Unterhaltsbeitrag sein erwei-
terter Bedarf gedeckt worden sei. Schliesslich könne den Ausführungen des Soh-
nes, die Reduktion seines Arbeitspensums und der Antrag auf alternierende Be-
treuung seien prozesstaktisch motiviert, nicht gefolgt werden. Er habe hinreichend 
nachgewiesen, dass er seit Jahren die hälftige Betreuung des Sohnes anstrebe. 
Abgesehen davon sei die Pensenreduktion im Herbst 2017 erfolgt, bevor bekannt 
gewesen sei, dass das vorliegende Verfahren instanziert werde. Schliesslich sei er 
nicht Geschäftsführer der Firma H._____. Fakt sei demgegenüber, dass er heute 
nur zu 50% erwerbstätig sei und seine Tochter zu rund 50% betreue.

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6.1. Vorliegend steht das Kindesverhältnis zwischen A._____ und C._____ fest. 
Ebenso ist unbestritten, dass beim Regionalgericht Plessur eine auf Art. 286 ZGB 
i.V.m. Art. 13c SchlT ZGB gestützte Unterhaltsklage, genauer gesagt eine Klage 
auf Abänderung des im Unterhaltsvertrag vom 23. August 2010 festgelegten Un-
terhaltsbeitrags, hängig ist und der Sohn ein Gesuch auf vorläufige Unterhaltszah-
lungen nach Art. 303 Abs. 1 ZPO gestellt hat. Die Vorinstanz hat einen entspre-
chenden Anspruch indes verneint, primär mit dem Hinweis auf das Fehlen einer 
günstigen Hauptsachenprognose. Namentlich ist sie zum Schluss gelangt, dass 
die für A._____ und D._____ von ihren jeweiligen Vätern geleisteten Unterhalts-
beiträge nicht nur den Barbedarf der Kinder, sondern auch denjenigen der Kinds-
mutter – und damit den Betreuungsunterhalt – vollständig decken würden. Ein An-
spruch auf einen gesamthaft höheren Unterhaltsbeitrag sei nicht glaubhaft ge-
macht worden. Dieser Erkenntnis kann, wie nachfolgend aufzuzeigen ist, nicht 
gefolgt werden.

6.2. Beim Betrag von monatlich CHF 1'640.00 zuzüglich Kinderzulagen, der 
C._____ für A._____ zur Zeit leistet, handelt es sich um den gemäss Unterhalts-
vertrag vom 23. August 2010 zu leistenden Barunterhalt. Der Barunterhalt für ein 
Kind dient dazu, die direkten Kinderkosten wie bspw. diejenigen für Nahrung, Klei-
dung, Wohnen oder Freizeitaktivitäten zu decken. Muss der Barunterhaltsbeitrag 
zur Deckung der indirekten Kinderkosten, also des Betreuungsunterhalts bzw. der 
Lebenshaltungskosten des betreuenden Elternteils, verwendet werden, ist dies 
zweckwidrig (vgl. E. 4.2.2 sowie BGE 144 III 377 E. 7.1.1 = Pra 2018 Nr. 104; Sa-
bine Aeschlimann/Jonas Schweighauser, a.a.O., N 13 ff. Allg. Bem. zu Art. 276-
293 ZGB). Ausserdem ist das Vorgehen der Vorinstanz methodisch nicht korrekt, 
errechnet sich der Betreuungsunterhalt doch auch in einem Abänderungsverfah-
ren anhand der Lebenshaltungskostenmethode und nicht dergestalt, dass derjeni-
ge Teil des bisherigen Unterhaltsbeitrags, der nicht der Deckung des Minimalbe-
darfs des Kindes dient, als Betreuungsunterhalt qualifiziert wird, zumal das Kind 
dadurch unabhängig von den finanziellen Verhältnissen des Unterhaltspflichtigen 
auf das Existenzminimum gesetzt wird (vgl. dazu auch E. 6.4 nachstehend).

6.3. Für die Prüfung der Frage, in welcher Höhe A._____ Betreuungsunterhalt 
seitens des Vaters zusteht, ist von den Lebenshaltungskosten seiner Mutter 
B._____ auszugehen, die sich gemäss Vorinstanz auf CHF 3'163.60 pro Monat 
belaufen, bestehend aus dem Grundbetrag von CHF 1'350.00, einem Wohnkos-
tenanteil von CHF 1'186.80, Wohnnebenkosten von CHF 166.80, Krankenkassen-
kosten (KVG) von CHF 360.00 sowie der Steuerlast von CHF 100.00. Von diesem 
Betrag ist vorliegend auszugehen, zumal er im Berufungsverfahren von keiner der 

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Parteien in Frage gestellt wird. Zu beachten ist, dass nicht nur C._____ für 
A._____ Betreuungsunterhalt schuldet, sondern auch E._____ für D._____. Der 
Betreuungsunterhalt ist daher anteilsmässig auch von Letzterem zu tragen (vgl. E. 
4.2.2). In Anlehnung an das Schulstufenmodell – und entgegen der Ansicht des 
Sohnes nicht an das frühere 10/16-Modell – bedarf D._____ aktuell einer 100%-
Betreuung und A._____ einer 50%-Betreuung. Der Betreuungsunterhalt ist folglich 
im Verhältnis 2:1 auf D._____ und A._____ aufzuteilen, was für Letzteren einen 
Anteil von gerundet CHF 1'050.00 ergibt. Indem bei der Festsetzung des Betreu-
ungsunterhalts für A._____ der für D._____ (theoretisch) geschuldete Anteil am 
Betreuungsunterhalt berücksichtigt wird, wird auch dem Umstand Rechnung ge-
tragen, dass der Kindsmutter, hätte sie lediglich A._____ zu betreuen, gemäss 
Schulstufenmodell eine 50%-ige Erwerbstätigkeit zuzumuten wäre. Da C._____ 
für die durch die Geburt von D._____ eingetretene Verzögerung bei der Einkom-
menserzielung nicht einzustehen hat, rechtfertigt es sich, ihn im erwähnten Sinn 
zu entlasten (vgl. E. 4.2.2 sowie den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen 
FO.2019.12 vom 25. Mai 2020 E. 8c). Somit resultiert für A._____ ein seitens des 
Vaters geschuldeter Betreuungsunterhalt von CHF 1'050.00 pro Monat.

6.4. Daneben hat A._____ Anspruch auf Barunterhalt. Wie bereits dargelegt, 
steht der Barunterhaltsbeitrag für ein Kind im Zusammenhang mit den wirtschaftli-
chen Verhältnissen der Eltern. Bei ausreichenden Mitteln ist nicht bloss das Exis-
tenzminimum geschuldet, sondern ein gebührender Unterhalt, der auch eine Be-
teiligung am Überschuss des Unterhaltsverpflichteten umfasst (vgl. E. 4.2.2). Vor-
liegend lebt der Vater in sehr guten finanziellen Verhältnissen, so dass A._____ 
Anspruch hat, an dessen gehobener Lebenshaltung teilzuhaben. Es besteht in 
diesem Sinn kein Anlass, dem Sohn lediglich das Existenzminimum zuzugeste-
hen. Genau das hat die Vorinstanz im Ergebnis getan, indem sie die Differenz 
zwischen den Einnahmen von A._____ – Unterhaltsbeitrag des Vaters zuzüglich 
Kinderzulagen – und seinem Grundbedarf – mit Ausnahme der Krankenkassen-
prämien ermittelt nach den Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtli-
chen Existenzminimums – als Betreuungsunterhalt qualifizierte. Zwar gelangte 
auch der Vorderrichter zum Schluss, dass die Berücksichtigung eines erweiterten 
Bedarfs von A._____ im Hauptsacheverfahren mit Blick auf die finanziellen Ver-
hältnisse des Vaters nicht ausgeschlossen sei. In der Folge legte sie dem Kind 
aber zur Last, keine Positionen dargelegt zu haben, welche in seinem Barbedarf 
im Sinne einer Erweiterung desselben zu berücksichtigen wären. Dies wird vom 
Berufungskläger zu Recht gerügt. Mit ihrer Argumentation verkennt die Vorinstanz 
nämlich, dass es vorliegend nicht um die erstmalige Festlegung von Kindesunter-
halt, sondern um die Abänderung eines bereits rechtskräftig festgelegten Unter-

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haltsbeitrags geht. Bringt der Vater vor, dass der bisher lediglich den Barunterhalt 
umfassende Unterhaltsbeitrag von CHF 1'640.00 zuzüglich Kinderzulagen neu 
sowohl den Bar- als auch den Betreuungsunterhalt decke, macht er nichts Ande-
res geltend, als dass der im Unterhaltsvertrag festgelegte Barunterhalt zu reduzie-
ren sei. Die Behauptungs- und Beweislast für das Vorliegen von Gründen, die zu 
einer Reduktion des bisherigen Barunterhalts führen, liegt nun aber beim Vater. 
Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist es mithin nicht Aufgabe von A._____, 
einen erweiterten Barbedarf oder eine Überschussbeteiligung geltend zu machen. 
In diesem Sinne berief sich der Vater vor erster Instanz denn auch auf Abände-
rungsgründe, namentlich auf einen geringeren Bedarf von Mutter und Sohn auf-
grund tieferer Wohnkostenanteile, einen höheren Bedarf auf seiner Seite infolge 
seiner Heirat und der Geburt seiner Tochter sowie auf ein tieferes Einkommen 
seinerseits aufgrund einer Reduktion des Arbeitspensums. Auf diese Umstände ist 
nachfolgend einzugehen, zumal die Unterhaltsfrage spruchreif ist und durch die 
Berufungsinstanz beurteilt werden kann (vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. b u. c ZPO).

6.5.1. Was die Leistungsfähigkeit des Vaters betrifft, so ergibt sich, dass er 
gemäss Anstellungsvertrag vom 5. September 2017 seit 1. Januar 2018 noch zu 
50% für die H._____ tätig ist, mit einem Salär von CHF 6'480.00 brutto bzw. CHF 
5'600.00 netto pro Monat zuzüglich Kinderzulagen (VI act. III./32 ff.). Da das Ver-
fahren betreffend Abänderung des Kindesunterhalts für A._____ erst im Frühjahr 
2018 instanziert wurde, ist nicht davon auszugehen, dass die Reduktion des Ar-
beitspensums aus prozesstaktischen Gründen erfolgte. Anzunehmen ist jedoch, 
dass die Reduktion freiwillig geschehen ist, zumal C._____ Präsident des Verwal-
tungsrats der H._____ mit Einzelunterschrift ist und daher Einfluss darauf hat, in 
welcher Funktion und mit welchem Pensum er angestellt ist. Dennoch rechtfertigt 
es sich im vorliegenden summarischen Verfahren nicht, von ihm eine Erhöhung 
des Arbeitspensums zu verlangen, da es seine Verhältnisse zulassen, seiner Un-
terhaltspflicht gegenüber A._____ nachzukommen. So erzielt er einerseits durch 
weitere Einnahmen aus seiner Verwaltungsratstätigkeit sowie aus Liegenschafts- 
und Wertschriftenerträgen nach eigenen Angaben immer noch durchschnittliche 
Einkünfte von CHF 11'515.00 netto pro Monat zuzüglich Kinderzulagen (Beru-
fungsantwort, Rz. 24 ff.). Ausserdem verfügte er Ende 2016 über ein steuerbares 
Vermögen von rund CHF 1.5 Mio (VI act. III./41). Anderseits nimmt er zu 50% die 
Betreuung seiner Tochter G._____ wahr (vgl. Berufungsantwort, Rz. 22). Dies er-
möglicht es wiederum seiner Ehefrau, zu 50% arbeitstätig zu sein und so ebenfalls 
zum Unterhalt der Familie beizutragen.

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6.5.2. Der monatliche Bedarf des Vaters, seiner Ehefrau F._____ und seiner 
Tochter G._____ setzt sich zusammen aus deren Grundbeträgen, deren Wohn-
kosten (VI act. III./41, 44-48), den Kosten für die Krankenkasse (KVG u. VVG; VI 
act. III./51, act. C.5), Gesundheitskosten sowie der Steuerlast (VI act. III./53) und 
präsentiert sich im Einzelnen wie folgt: 

Vater Tochter Ehefrau Total

Grundbedarf
Grundbetrag 850 400 850 2'100
Wohnkosten 1'050 366 1'050 2'466
Krankenkasse 445 166 344 955
Gesundheitskosten 120 159 279
Steuern 2'083 2'083
total 4'548 932 2'403 7'883

Zu beachten ist, dass die Wohnkosten der Familie sehr hoch sind, namentlich 
durch die Anrechnung der steuerlichen Unterhaltspauschale, doch lässt sich deren 
Berücksichtigung im Massnahmeverfahren rechtfertigen. Für die übrigen vom Va-
ter geltend gemachten Bedarfspositionen – er beziffert den monatlichen Bedarf 
der Familie mit insgesamt CHF 11'293.00 (vgl. Berufungsantwort Rz. 30 f.) – gilt 
dies nicht. Die Prämien für die Hausrat- und Haftpflichtversicherung sind im 
Grundbetrag enthalten (Kreisschreiben des Kantonsgerichts von Graubünden vom 
18. August 2009 betreffend Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtli-
chen Existenzminimums nach Art. 93 SchKG, S. 2; Heinz Hausheer/Annette Spy-
cher, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Auflage, 
Bern 2010, Rz. 02.30) bzw. wurden auf Seiten von B._____ ebenfalls nicht ange-
rechnet. Die Amortisation des Hypothekardarlehens dient – ob sie nun direkt oder 
indirekt erfolgt – der Vermögensbildung und ist daher bei der Bedarfsberechnung 
grundsätzlich ebenfalls nicht zu berücksichtigen (vgl. das erwähnte Kreisschrei-
ben, S. 3; Urteil des Bundesgerichts 5A_780/2015 vom 10. Mai 2016 E. 2.7 in fine; 
Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 14 121 vom 19. Januar 2015 E. 
4e m.w.H.; Heinz Hausheer/Annette Spycher, a.a.O., Rz. 02.44 m.w.H.). Dies gilt 
auch vorliegend, zumal keinerlei Belege zum Bestehen einer Amortisationsver-
pflichtung oder zur Leistung entsprechender Zahlungen vorliegen. Schliesslich 
sind in den Grundbedarf weder die Erwerbsunfähigkeitsversicherung für die Ehe-
frau noch die Unterhaltszahlungen an A._____ oder ein Überschussanteil einzu-
rechnen.

6.5.3. Mit seinen Einkünften von CHF 11'515.00 pro Monat darf der Vater 
zunächst seinen Grundbedarf von CHF 4'548.00 decken (vgl. BGE 144 III 502 E. 

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6.5). Nach Abzug des Grundbedarfs bleibt dem Vater ein Überschuss von CHF 
6'967.00 pro Monat. Der ungedeckte Barbedarf von A._____ beläuft sich auf CHF 
690.00 (CHF 910.00 [Grundbetrag CHF 400.00, Wohnkostenanteil CHF 297.00, 
Nebenkostenanteil CHF 42.00, Krankenkasse KVG/VVG CHF 171.00] abzüglich 
Kinderzulage CHF 220.00) und derjenige von G._____ auf gerundet CHF 710.00 
(CHF 930.00 abzüglich CHF 220.00). In Übereinstimmung mit der Vorinstanz sind 
die Kinderzulagen für A._____ vollumfänglich zu berücksichtigen, da der Vater 
neu den vollen Betrag von CHF 220.00 pro Monat und nicht mehr bloss CHF 
110.00 leistet, und die für A._____ – offenbar gestützt auf eine früher getroffene 
Abmachung – aus dem Rest angelegten Beträge an die Mutter überwiesen hat 
(act. C6-C.8, C.12-C.14). Nach Leistung der erwähnten Barunterhaltsbeträge so-
wie des Betreuungsunterhalts für A._____ von CHF 1'050.00 verfügt der Vater 
immer noch über einen Überschuss von CHF 4'517.00 pro Monat. Die die Ehefrau 
betreffenden Positionen sind grundsätzlich ausser Acht zu lassen (BGE 144 III 
502 E. 6.6 f. m.w.H.), zumal jene ebenfalls verpflichtet ist, an den Familienunter-
halt – zumindest an den eigenen Unterhalt, wurde der Barbedarf der Tochter und 
die Steuerlast der Familie doch vollständig dem Vater angerechnet – beizutragen 
und ihr bei einem Betreuungsanteil von 50% eine 50%-ige Erwerbstätigkeit mög-
lich und soweit ersichtlich auch zumutbar ist. Sollte sie auf eine Erwerbstätigkeit 
verzichten, wäre es im Gegenzug dem Vater zuzumuten, sein Arbeitspensum wie-
der zu erhöhen. Jedenfalls ist die Leistungsfähigkeit des Vaters trotz veränderter 
Verhältnisse gegeben bzw. erscheint bei einer summarischen Prüfung, wie sie 
vorliegend vorzunehmen ist, eine Beteiligung von A._____ am Überschuss des 
Vaters von CHF 4'517.00 im Umfang von CHF 950.00 (Unterhaltsbeitrag zuzüglich 
Kinderzulagen CHF 1'860.00 ./. Barbedarf CHF 910.00) als angemessen, selbst 
wenn der Vater noch einen Teil des Bedarfs seiner Ehefrau übernehmen würde. 
Damit vermag der Vater nicht glaubhaft zu machen, dass die veränderten Verhält-
nisse zwingend zu einer Reduktion des Barunterhalts für A._____ in dem Sinn 
führen, dass jenem zusammen mit dem Betreuungsunterhalt nicht mehr als die 
bisherigen CHF 1'640.00 zuzüglich Kinderzulagen pro Monat zustehen würden. 
Bei einem Betreuungsunterhalt von monatlich CHF 1'050.00 würde mit dem bishe-
rigen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'860.00 inklusive Kinderzulagen im Übrigen 
nicht einmal der Grundbedarf von A._____ von CHF 910.00 gedeckt. Es erscheint 
unter den gegebenen Umständen vielmehr glaubhaft, dass A._____ neben dem 
Betreuungsunterhalt ein um einen angemessenen Überschussanteil erweiterter 
Barbedarf zusteht und der Unterhaltsbeitrag für ihn daher insgesamt deutlich mehr 
als CHF 1'640.00 zuzüglich Kinderzulagen pro Monat betragen dürfte. Die Vorin-
stanz hat daher zu Unrecht auf eine negative Hauptsachenprognose geschlossen.

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6.6. Schliesslich ist der Vorinstanz auch nicht zu folgen, soweit sie mit der Ar-
gumentation, dass die vom Vater bis anhin unbestrittenermassen geleisteten Un-
terhaltszahlungen sowohl den Barbedarf von A._____ als auch seinen Anteil am 
Betreuungsunterhalt decken würden, das Vorliegen eines nicht wiedergutzuma-
chenden Nachteils sowie der Dringlichkeit verneint hat. Wie in E. 4.1.1 festgestellt, 
ist ein solcher Nachteil in der Regel zu bejahen und ist nicht vorausgesetzt, dass 
das Kind ohne die Unterhaltsbeiträge in eine Notlage geraten würde. Eine Aus-
nahmesituation in dem Sinn, dass der Sohn oder seine Mutter in ausserordentlich 
guten Verhältnissen leben würden, während die Leistungsfähigkeit des Vaters 
eingeschränkt wäre, liegt nicht vor.

6.7. Zusammenfassend steht fest, dass die Berufung von A._____ im Hinblick 
auf den Betreuungsunterhalt teilweise gutzuheissen ist. C._____ wird verpflichtet, 
für seinen Sohn A._____ ab 13. März 2018 bis zum Abschluss des Hauptverfah-
rens vor dem Regionalgericht Plessur zusätzlich zu den im Unterhaltsvertrag vom 
23. August 2010 festgelegten Barunterhaltsbeiträgen vorläufig einen Betreuungs-
unterhalt von CHF 1'050.00 pro Monat zu leisten. Zu beachten ist, dass der Sohn 
im Berufungsverfahren den Betreuungsunterhalt rückwirkend ab 1. Februar 2018 
verlangt, ohne indes zu begründen, weshalb er in Abweichung zum vor erster In-
stanz gestellten Antrag eine Rückwirkung fordert. Daher bleibt es bei einem Be-
treuungsunterhalt ab Rechtshängigkeit des Hauptverfahrens. 

7.1. Zur Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber minderjährigen Kindern nach Art. 
276 ZGB gehört gemäss Rechtsprechung und Lehre auch der Rechtsschutz. Die 
Eltern sind gehalten, für die Prozesskosten eines minderjährigen Kindes aufzu-
kommen (BGE 127 I 202 E. 3d; Urteil des Bundesgerichts 5A_617/2011 vom 18. 
Oktober 2011 E. 5.3; Christiana Fountoulakis/Peter Breitschmid, a.a.O., N 22 zu 
Art. 276 ZGB m.w.H.; Sabine Aeschlimann/Jonas Schweighauser, a.a.O., N 34 
Allg. Bem. zu Art. 276-293 ZGB; Christophe A. Herzig, Das Kind in den familien-
rechtlichen Verfahren, Diss. Freiburg, Zürich 2012, Rz. 624 u. 628 m.w.H.). Wie 
bereits dargelegt, kann das Gericht nach Massgabe von Art. 303 ZPO in Unter-
haltssachen für die Dauer des Prozesses vorsorgliche Massnahmen treffen (vgl. 
E. 4.1). Zu diesen Massnahmen zählt auch die Anordnung an den beklagten El-
ternteil, dem Kind im Hinblick auf dessen Unterhaltsklage einen Prozesskosten-
vorschuss zu leisten, so dass es das fragliche Verfahren gegenüber dem Gericht 
und seiner Rechtsvertretung vorfinanzieren kann (Urteil des Bundesgerichts 
5A_362/2017 vom 24. Oktober 2017 E. 2.1 m.w.H.; vgl. auch Jonas Schweighau-
ser, a.a.O., N 20 zu Art. 303 ZPO). Für einen Prozesskostenvorschuss ist voraus-
gesetzt, dass die ersuchende Partei mittellos ist und ihr Rechtsbegehren nicht 

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aussichtslos erscheint. Zudem muss der Vorschussverpflichtete leistungsfähig 
sein (Philipp Maier, Die Finanzierung von familienrechtlichen Prozessen, in: Fam-
pra.ch 2019, S. 832).

7.2. A._____ forderte von seinem Vater vor der Vorinstanz neben Betreuungs-
unterhalt auch die Bezahlung von Gerichtskostenvorschüssen sowie das Entrich-
ten eines Anwaltskostenvorschusses von CHF 5'000.00 zuzüglich Mehrwertsteuer. 
Die Vorinstanz wies diese Begehren ab. Sie ging zwar davon aus, dass sowohl 
A._____ als auch seine Mutter prozessarm seien und auch nicht von einer Aus-
sichtslosigkeit der Klage auf Abänderung der Unterhaltsvereinbarung ausgegan-
gen werden könne. In der Folge gelangte sie aber zur Erkenntnis, dass das Kind 
im vorliegenden Zusammenhang gar nicht zur Tragung der Prozesskosten ver-
pflichtet werden könne. Anders als der Barunterhalt stelle der Betreuungsunterhalt 
zwar rechtlich, nicht aber faktisch Kindesunterhalt dar, da wirtschaftlich letztlich 
der betreuende Elternteil davon profitiere. Bereits aus diesem Grund sei zweifel-
haft, ob bei einer ausschliesslich auf Betreuungsunterhalt gerichteten Klage das 
Kind bzw. faktisch der betreuende Elternteil auf Kosten des unterhaltsverpflichte-
ten Elternteils prozessieren könne. Ferner habe es der für das Kind prozessieren-
de Elternteil im Rahmen der Stellung des Gesuchs in der Hand, als Prozessstand-
schafter in eigenem Namen auf Betreuungsunterhalt zu klagen oder als gesetzli-
cher Vertreter des Kindes in dessen Namen zu handeln. Im ersten Fall würden die 
Kostenfolgen den prozessierenden gesetzlichen Vertreter und nicht das materiell 
berechtigte Kind treffen, im zweiten Fall sei wie vorliegend das Kind formell Ver-
fahrenspartei, so dass ihm Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens 
auferlegt werden könnten. Die Prozessführung der Eltern im Unterhaltsrecht sollte 
jedoch unabhängig von dessen formeller Parteistellung keinesfalls auf Rechnung 
des Kindes stattfinden. Vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde sei der 
Grundsatz, dass die Kosten in Verfahren betreffend den persönlichen Verkehr, die 
elterliche Sorge oder den Unterhalt durch die Eltern zu tragen seien, gesetzlich 
festgeschrieben worden. Im Gegensatz dazu enthalte die eidgenössische Zivilpro-
zessordnung für den gerichtlichen Unterhaltsprozess keine spezifische Regelung 
zur Kostentragung. Der Grundsatz der Kostentragung durch die Eltern müsse je-
doch nicht nur im Verfahren vor der KESB, sondern auch im gerichtlichen Verfah-
ren betreffend Minderjährigenunterhalt gelten, und zwar selbst dann, wenn ein 
Elternteil nicht als Prozesspartei, sondern als gesetzlicher Vertreter des Kindes 
auftrete. Das Kind treffe somit unabhängig vom Ausgang des Hauptverfahrens 
keine Kostenlast. Vielmehr seien die Kosten analog zu den Regelungen im Kin-
des- und Erwachsenenschutzrecht von den faktisch prozessierenden Eltern zu 
tragen. Unter diesen Umständen bestehe auch keine unterhaltsrechtliche Pflicht 

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des Vaters auf Bevorschussung von Prozesskosten, zumal gegenüber der gesetz-
lichen Vertreterin des Sohnes gerade keine familienrechtliche Unterhaltspflicht 
existiere. Aus diesen Gründen sei das Kostenvorschussgesuch abzuweisen (E. 4, 
S. 11 ff., des angefochtenen Entscheids).

7.3. Der Berufungskläger wendet hiergegen ein, bei nicht verheirateten Eltern 
könne Betreuungsunterhalt nur vom Kind geltend gemacht werden. Prozesspartei 
sei somit das Kind und nicht der obhutsberechtigte Elternteil. Im Gegensatz zum 
Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde gebe es für den ge-
richtlichen Unterhaltsprozess keine spezifische Regelung zur Kostentragung, wie 
dies auch die Vorinstanz zu Recht festgestellt habe. Die Bestimmungen über das 
Verfahren vor der KESB könnten nicht analog auf den gerichtlichen Unterhaltspro-
zess angewandt werden. Entscheidend sei, dass das Kind Prozesspartei sei. Aus 
diesem Grund habe es, sofern es prozessarm sei und die übrigen Voraussetzun-
gen gegeben seien, Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss. Wie der Kinds-
vater ausführe, sei es ihm ohne weiteres möglich, diesen zu bezahlen. Daher sei 
der angefochtene Entscheid auch in diesem Punkt aufzuheben und der Beru-
fungsbeklagte zu verpflichten, die Gerichtskostenvorschüsse haftend auch für ihn 
zu erbringen und ihm einen Anwaltskostenvorschuss in Höhe von CHF 5'000.00 
zu bezahlen.

7.4. Der Berufungsbeklagte macht geltend, die Berufung sei bereits deshalb 
abzuweisen, weil der Berufungskläger nicht darlege, was an den Erwägungen des 
Vorderrichters falsch erscheinen könnte. Hinzu komme, dass dem Sohn vor der 
Vorinstanz keine Gerichtskosten auferlegt worden seien und die Kosten seines 
Rechtsvertreters aus der Gerichtskasse bezahlt worden seien. Damit fehle ihm 
zum vorherein eine Beschwer, die ihm aus der nicht gewährten Zusprechung ei-
nes Anwaltskostenvorschusses erwachsen könne, weshalb die Berufung unbe-
gründet sei. Zu bemerken sei sodann, dass der Sohn weder vor der Vorinstanz 
noch vor der Berufungsinstanz substanziert dargetan habe, weshalb ihm ein An-
waltskostenvorschuss von CHF 5'000.00 für das vorinstanzliche Verfahren zuste-
hen solle. Angesichts seines äusserst dürftigen Gesuchs könne nicht annähernd 
ein solcher Anwaltsaufwand entstanden sein. Ausserdem sei die Behauptung, 
dass Betreuungsunterhalt bei nicht verheirateten Eltern nur vom Kind geltend ge-
macht werden könne, falsch, lasse das Bundesgericht in diesem Zusammenhang 
doch durchaus eine Prozessstandschaft der Kindsmutter gestützt auf Art. 318 Abs. 
1 ZGB zu. Die Problematik der Parteistellung der Kindsmutter bei selbständigen 
Unterhaltsklagen im Falle der Kompetenzattraktion gemäss Art. 298d Abs. 3 ZGB, 
wo wie hier im Sinne einer actio duplex auch die alternierende Betreuung und die 

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gesamthafte Neufestlegung des Unterhalts zum Prozessthema gemacht werde, 
sei bekannt. Formell sei die gesetzliche Vertreterin des Kindes zwar nicht Pro-
zesspartei, doch entfalte das gutheissende Gestaltungsurteil, in welchem etwa die 
Betreuung neu geregelt werde, auch Rechtskraftwirkungen gegenüber der nicht 
klagenden Kindsmutter. Dies sei unproblematisch, weil es der Mutter freistände, 
sich durch streitgenössische Nebenintervention aktiv am Prozess zu beteiligen. 
Hinzu komme, dass sich der Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss direkt 
aus Art. 277 Abs. 2 ZGB ergebe. Der Anspruch richte sich gegen beide Eltern. 
Weil sich die Rechtskraftwirkungen des Gestaltungsurteils ohnehin auch auf die 
sich nicht am Prozess beteiligende Kindsmutter erstreckten, spreche nichts dage-
gen, in Ermangelung einer diesbezüglichen gesetzlichen Regelung die Bestim-
mungen über das Verfahren vor der KESB analog anzuwenden. Die Vorinstanz 
habe daher zu Recht angenommen, dass dem Berufungskläger keine Kosten auf-
erlegt werden könnten, weshalb gleichzeitig auch nichts dagegen spreche, ihm 
namentlich in Prozessen, in denen es um Betreuungsunterhalt gehe, auch keinen 
Anwaltskostenvorschuss zuzusprechen und die sich aus prozesstaktischen Über-
legungen formell nicht beteiligende Kindsmutter mit den entsprechenden Kosten 
zu belegen. In konsequenter Anwendung dieser Grundsätze könne er nicht ver-
pflichtet werden, dem Sohn für das Berufungsverfahren Gerichtskostenvorschüsse 
mithaftend für ihn zu bezahlen. Dasselbe gelte für die Leistung eines Anwaltskos-
tenvorschusses, zumal nicht begründet werde, weshalb es eines Kostenvorschus-
ses von CHF 5'000.00 für das Berufungsverfahren bedürfe. Daher sei der Antrag 
des Berufungsklägers abzuweisen.

8.1.1. Der Auffassung der Vorinstanz, dass das Kind unabhängig vom Ausgang 
des Hauptverfahrens keine Kostenlast treffe, weshalb auch keine unterhaltsrecht-
liche Pflicht des Vaters auf Bevorschussung von Prozesskosten bestehe, kann 
nicht gefolgt werden. Art. 279 Abs. 1 ZGB sieht vor, dass das Kind gegen seine 
Eltern auf Leistung von Unterhalt klagen kann. Neben der Klagebefugnis des Kin-
des – als Gläubiger der Unterhaltszahlungen – anerkennen Rechtsprechung und 
Lehre die sog. Prozessstandschaft. Dem Inhaber der elterlichen Sorge wird ge-
stützt auf Art. 318 Abs. 1 ZGB die Befugnis zuerkannt, die Rechte des unmündi-
gen Kindes in vermögensrechtlichen Angelegenheiten (insbesondere betreffend 
Unterhaltsbeiträge) in eigenem Namen auszuüben und vor Gericht selber als Par-
tei geltend zu machen (BGE 142 III 78 E. 3.2, BGE 136 III 365). Bei unverheirate-
ten Eltern hat der sorgeberechtigte (nicht beklagte) Elternteil grundsätzlich die 
Wahl, die Unterhaltsklage als gesetzlicher Vertreter im Namen des Kindes oder 
als Prozessstandschafter in eigenem Namen geltend zu machen (vgl. Cordula 
Lötscher, Das Kind im Unterhaltsprozess, in: Jungo/Fountoulakis [Hrsg.], Der Fa-

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milienprozess, 10. Symposium zum Familienrecht 2019, Universität Freiburg, 
Zürich 2020, S. 112 ff.). Die Kostenfolgen richten sich in beiden Fällen mangels 
spezifischer Regelungen für den gerichtlichen Kindesunterhaltsprozess nach den 
allgemeinen Bestimmungen von Art. 104 ff. ZPO. Dies bedeutet, dass die Kosten 
von den Parteien nach dem Verfahrensausgang (Art. 106 ZPO) oder gegebenen-
falls nach Ermessen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO) getragen werden müssen. Tritt 
das Kind unverheirateter Eltern im Unterhaltsprozess unmittelbar als Verfahrens-
partei auf – vertreten durch seinen gesetzlichen Vertreter –, wirkt sich die Partei-
stellung zivilprozessual auch auf das Kostenrecht aus, so dass es allenfalls auch 
die Kostenfolgen treffen (Cordula Lötscher, a.a.O., S. 113 ff.). Dass ein Kind im 
Aussenverhältnis kostenpflichtig werden kann, wenn es in eigenem Namen klagt, 
entspricht denn auch der bisherigen Praxis. Was das Innenverhältnis betrifft, ist 
demgegenüber grundsätzlich unbestritten, dass die Eltern im Rahmen ihrer mate-
riellrechtlichen Unterhaltspflicht zur Kostentragung verpflichtet sind (vgl. E. 7.1 
sowie Cordula Lötscher, a.a.O., S. 115 m.w.H.). Hierfür steht u.a. gerade das In-
strument des Prozesskostenvorschusses bzw. Prozesskostenbeitrags zur Verfü-
gung.

8.1.2. Das Gesagte gilt auch, wenn Thema des Unterhaltsverfahrens der Betreu-
ungsunterhalt ist, zumal dieser selten allein zur Diskussion stehen dürfte. Auch 
vorliegend bildet im Übrigen gestützt auf die vom Vater erhobenen Einwände nicht 
nur der Betreuungsunterhalt, sondern auch der Barunterhalt Verfahrensgegen-
stand. Zwar ist nicht zu übersehen, dass wirtschaftlich der betreuende Elternteil 
vom Betreuungsunterhalt profitiert und dieser daher ein eigenes Interesse an ent-
sprechenden Unterhaltsleistungen hat. Allerdings liegt der Betreuungsunterhalt 
nicht minder im Interesse des Kindes, da die erwähnte Unterhaltsart ihm die per-
sönliche Betreuung durch den betroffenen Elternteil ermöglicht (vgl. das Urteil des 
Bundesgerichts 5A_244/2018 vom 26. August 2019 E. 2.7, in dem im Übrigen 
beim Betreuungsunterhalt nicht per se von einer Interessenkollisionsproblematik 
ausgegangen wird). Ausserdem wurde der Anspruch auf Betreuungsunterhalt vom 
Gesetzgeber bewusst als Anspruch des Kindes ausgestaltet (Botschaft zu einer 
Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Kindesunterhalt] vom 29. No-
vember 2013, BBl 2014 529 ff., Ziff. 1.5.2 S. 552), ohne indessen die zivilprozes-
sualen Kostenregeln zu modifizieren oder den Kantonen wie im Kindes- und Er-
wachsenenschutzrecht (vgl. Art. 450f ZGB) die Kompetenz zum Erlass einer ei-
genständigen Kostenregelung einzuräumen. Aus letzterem Grund ist auch eine 
analoge Anwendung der Regelung von Art. 63 Abs. 2 des Einführungsgesetzes 
zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100), wonach in Verfah-

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ren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde die Verfahrenskosten von 
den Eltern zu tragen sind, auf gerichtliche Unterhaltsverfahren abzulehnen. 

8.1.3. Wie noch aufzuzeigen sein wird, sprechen sich Lehre und Rechtsprechung 
vereinzelt dafür aus, dass auch ein Elternteil, der keine formelle Parteistellung hat, 
weil er (lediglich) als gesetzlicher Vertreter des Kindes auftritt, in Kindesunter-
haltsverfahren kostenpflichtig werden kann (vgl. E. 9.4). Selbst wenn man dieser 
Meinung folgen würde, würde dies aber noch nicht bedeuten, dass ein Kind, dem 
Parteistellung zukommt, nie kostenpflichtig wird, wie dies die Vorinstanz festhält. 

8.1.4. Können gestützt auf die vorstehenden Ausführungen einem Kind im Aus-
senverhältnis Prozesskosten auferlegt werden, hat es unter den gegebenen Vor-
aussetzungen Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss. Die Vorinstanz hätte 
die entsprechende Forderung von A._____ daher materiell prüfen müssen. Da 
sich die Frage eines Prozesskostenvorschusses für den Genannten als spruchreif 
erweist, kann auch in diesem Punkt von einer Rückweisung an die Vorinstanz ab-
gesehen und die Angelegenheit durch die Berufungsinstanz beurteilt werden (vgl. 
Art. 318 Abs. 1 lit. b u. c ZPO).

8.2. Vorliegend ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass A._____ prozes-
sarm ist (zur Frage der Mittellosigkeit im Allgemeinen vgl. E. 4.2, S. 11, des ange-
fochtenen Entscheids). Zwar wird nun durch den höheren Barunterhaltsbeitrag des 
Vaters nicht nur sein Grundbedarf gedeckt, sondern es kommt ihm zusätzlich ein 
Überschussanteil von rund CHF 950.00 pro Monat zugute. Zum einen wird bei der 
Berechnung des prozessrechtlichen Existenzminimums nun aber im Gegensatz 
zum betreibungsrechtlichen Existenzminimum praxisgemäss ein Zuschlag von 
20% auf den Grundbetrag gewährt (PKG 2016 Nr. 13 E. 4g, PKG 2003 Nr. 13), 
was den Überschuss bereits um monatlich CHF 80.00 reduziert. Zum anderen ist 
auch die Leistungsfähigkeit des Vaters zu gewichten. Angesicht dessen Einkom-
mens, namentlich aber angesichts dessen Vermögens von rund CHF 1.5 Mio. (vgl. 
E. 6.5.1), erscheint es nicht gerechtfertigt, dass der Sohn mit dem (zivilprozessua-
len) Existenzminimum auskommen muss – was der Fall wäre, wenn er seinen 
Überschuss für die Finanzierung der Prozesskosten verwenden müsste –, 
während der Vater weiterhin in sehr günstigen finanziellen Verhältnissen lebt (vgl. 
PKG 2013 Nr. 6 E. 7 analog). Dessen Leistungsfähigkeit steht aufgrund des Ge-
sagten im Übrigen ausser Frage. Zu bejahen ist schliesslich auch die Nicht-
Aussichtslosigkeit der Klage auf Abänderung der Unterhaltsvereinbarung (vgl. E. 
5.1 sowie E. 6.5.3). A._____ hat daher grundsätzlich einen Anspruch auf Bevor-
schussung der Prozesskosten durch seinen Vater.

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8.3.1. Als vorsorgliche Massnahme geht es bei der Prozesskostenbevorschus-
sung der Natur der Sache nach darum, den Prozess, für welchen der Vorschuss 
verlangt wird – vorliegend also die Unterhaltsklage vor dem Regionalgericht Ples-
sur –, gegenüber dem Gericht und der Rechtsvertretung vorzufinanzieren. Da die 
Unterhaltsklage soweit bekannt noch hängig ist, ist A._____ durch die nicht ge-
währte Prozesskostenbevorschussung entgegen der Ansicht seines Vaters zwei-
fellos beschwert. Aus den Rechtsbegehren von A._____ bzw. aus der Begründung 
seines Gesuchs und seiner Berufung geht nun nicht klar hervor, ob er zusätzlich 
zum Hauptverfahren auch für das Massnahmeverfahren eine Bevorschussung der 
Prozesskosten anstrebt. Diese Frage kann indes offen gelassen werden, da das 
Massnahmeverfahren mit dem vorliegenden Urteil abgeschlossen wird und daher 
ohnehin abschliessend über die Kostentragung zu befinden ist. Der Unterstüt-
zungspflicht des Vaters kann in diesem Rahmen Rechnung getragen werden (vgl. 
E. 9 f. nachstehend).

8.3.2. Für das Hauptverfahren vor dem Regionalgericht Plessur besteht gestützt 
auf die vorstehenden Ausführungen grundsätzlich ein Anspruch von A._____ auf 
Bevorschussung der Prozesskosten durch seinen Vater. Zu beachten ist aller-
dings, dass für den Kindesunterhalt trotz Offizialmaxime Anträge erforderlich sind, 
die ausreichend beziffert sind (Art. 84 Abs. 2 ZPO; BGE 137 III 617). Soweit 
A._____ von seinem Vater einen Anwaltskostenvorschuss von CHF 5'000.00 zu-
züglich Mehrwertsteuer verlangt, liegt ein ausreichend beziffertes Rechtsbegehren 
vor. Ausserdem erscheinen für einen Unterhaltsprozess Parteikosten in der Höhe 
von CHF 5'000.00 noch als vertretbar. Anders verhält es sich dagegen mit dem 
Antrag, dass der Vater zu verpflichten sei, Gerichtskostenvorschüsse haftend 
auch für seinen Sohn zu bezahlen. Dieses Rechtsbegehren ist zu wenig bestimmt, 
da es bei einer Gutheissung nicht zu einem vollstreckbaren Urteil und damit zu 
einem Rechtsöffnungstitel erhoben werden könnte. Vielmehr hätten die zu erwar-
tenden Kostenvorschüsse in den geforderten Betrag eingebaut werden können 
und müssen (vgl. den Entscheid des Obergerichts Bern ZK 18 234/235 vom 22. 
August 2018 E. IV.33; Urteil des Bundesgerichts 5A_151/2009 vom 8. April 2009 
E. 1.2).

8.4. Im Ergebnis ist C._____ zu verpflichten, A._____ für das Hauptverfahren 
vor dem Regionalgericht Plessur einen Anwaltskostenvorschuss in der Höhe von 
CHF 5'000.00 zuzüglich 7.7% MwSt. zu leisten, während auf das Rechtsbegehren 
des Sohnes, den Vater zu verpflichten, Gerichtskostenvorschüsse haftend auch 
für ihn zu bezahlen, nicht eingetreten werden kann. Was den vom Vater vor erster 
Instanz gestellten Antrag betrifft, A._____ nach Verfahrensabschluss zur Rücker-

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stattung geleisteter Vorschüsse zu verpflichten, so ist es Sache des Regionalge-
richts Plessur, in der Kostenregelung des Endentscheids darüber zu befinden, was 
mit dem gestützt auf die Prozesskostenvorschusspflicht geleisteten Betrag letztlich 
zu geschehen hat. Die Berufung von A._____ ist somit auch in Bezug auf die Be-
vorschussung der Prozesskosten teilweise gutzuheissen.

9.1. Vorliegend zu überprüfen ist im Weiteren die vorinstanzliche Kostenrege-
lung. Dies einerseits gestützt auf Art. 318 Abs. 3 ZPO, wonach die Rechtsmittel-
instanz über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens entscheidet, so-
fern sie einen neuen Entscheid trifft. Anderseits bilden die entsprechenden Kosten 
auch Gegenstand der Beschwerde der Kindsmutter B._____.

9.2. Nach Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, wozu sowohl die Ge-
richtskosten als auch die Parteientschädigungen zählen (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der 
unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden 
die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 
ZPO). In familienrechtlichen Verfahren kann das Gericht von diesen Verteilungs-
grundsätzen abweichen und die Prozesskosten – unter den Prozessparteien (vgl. 
BGE 141 III 426) – nach Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Im An-
wendungsbereich von Art. 107 lit. c ZPO verfügt das Gericht nicht nur über Er-
messen, wie es die Kosten verteilen will, sondern zunächst und insbesondere bei 
der Frage, ob es überhaupt von den allgemeinen Verteilungsgrundsätzen nach 
Art. 106 ZPO abweichen will (BGE 139 III 358 E. 3). Aspekte, die in den Entscheid 
über die Kostenverlegung einbezogen werden können, sind unter anderem die 
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Beteiligten sowie die Unterhaltspflicht der 
Eltern gegenüber ihren Kindern (Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, 3. Auflage, Basel 2017, N 6 zu Art. 107 ZPO).

9.3.1. Die Vorinstanz hat die gerichtlichen Kosten der Kindsmutter B._____ aufer-
legt und diese ausserdem verpflichtet, dem Kindsvater C._____ eine Parteien-
tschädigung von CHF 2'500.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu leisten. Sie ging 
davon aus, dass die Kosten des Verfahrens (nur) von den Kindseltern bzw. im 
konkreten Fall infolge ihres Unterliegens gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO von der 
Kindsmutter zu tragen seien (E. 5, S. 13 f., des angefochtenen Entscheids). 

9.3.2. Der Berufungskläger A._____ sowie die Beschwerdeführerin B._____ brin-
gen hiergegen vor, da die Kindsmutter nicht Prozesspartei, sondern lediglich Ver-
treterin des gesuchstellenden Kindes sei, könne sie nicht mit Gerichts- und An-
waltskosten belastet werden. Ausserdem gingen die Kosten der Vorinstanz bei 

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Gutheissung der Berufung ohnehin zu Lasten des Vaters, welcher zudem zu ver-
pflichten sei, den Sohn ausseramtlich angemessen zu entschädigen.

9.3.3. Der Berufungsbeklagte und Beschwerdegegner C._____ schliesst sich der 
Argumentation der Vorinstanz, dass dem klagenden Kind keine Kosten auferlegt 
werden könnten, an. Es spreche sodann nichts dagegen, in Prozessen, in denen 
es um Betreuungsunterhalt gehe, die sich aus prozesstaktischen Überlegungen 
formell nicht beteiligende Kindsmutter mit den entsprechenden Kosten zu belegen 
(vgl. zur Argumentation des Vaters auch E. 7.4).

9.4.1. Wie in E. 8.1.1 aufgezeigt, richten sich die Kostenfolgen bei selbständigen 
Unterhaltsklagen nach Art. 279 Abs. 1 ZGB nach den allgemeinen Bestimmungen 
von Art. 104 ff. ZPO. Die Kosten sind folglich von den Parteien nach dem Verfah-
rensausgang (Art. 106 ZPO) oder gegebenenfalls nach Ermessen (Art. 107 Abs. 1 
lit. c ZPO) zu tragen. Eine direkte gerichtliche Auferlegung von Kosten an den El-
ternteil, der nicht als Partei, sondern nur als gesetzlicher Vertreter am Verfahren 
beteiligt ist, kommt grundsätzlich nur gestützt auf Art. 108 ZPO, also bei unnötigen 
Prozesshandlungen, in Betracht. Der als gesetzlicher Vertreter auftretende Eltern-
teil führt den Prozess zwar mit Wirkung für das Kind, ist indes trotz seiner Vertre-
terstellung "Dritter" und wird auch im Hinblick auf das Kostenrecht so behandelt 
(Cordula Lötscher, a.a.O., S. 115). B._____ können für das vorliegende Verfahren, 
in dem es lediglich um Unterhaltsfragen geht und sich die vom Vater aufgeworfene 
Thematik einer Kompetenzattraktion nach Art. 298d Abs. 3 ZGB insofern nicht 
stellt, somit grundsätzlich keine Verfahrenskosten auferlegt werden.

9.4.2. Zu beachten ist, dass das Kantonsgericht Luzern in einem vor Jahresfrist 
ergangenen Entscheid zur Erkenntnis gelangt ist, bei einer Unterhaltsklage des 
Kindes, gesetzlich vertreten durch einen Elternteil, müsse dem nicht beklagten 
Elternteil, der in Bezug auf die weiteren Kinderbelange von Amtes wegen in par-
teiähnlicher Stellung in das Verfahren einzubeziehen sei, in diesem Sinn "Partei-
stellung" zuerkannt werden, dass er nach Art. 106 ff. ZPO für das gesamte (ein-
heitliche) Verfahren kostenpflichtig werden könne (Urteil des Kantonsgerichts Lu-
zern 3B 18 68 / 3U 18 89 vom 16. September 2019, publ. in LGVE 2020 II Nr. 1, 
mit Hinweis auf Samuel Zogg, Selbständige Unterhaltsklagen mit Annexentscheid 
über die weiteren Kinderbelange – verfahrensrechtliche Fragen, in: Fampra.ch 
2019, S. 32 ff.). Auch das Obergericht Zürich hat vereinzelt schon die Verfahrens-
kosten der Kindsmutter als gesetzlicher Vertreterin des klagenden Kindes aufer-
legt (Urteile des Obergerichts Zürich LZ190010 vom 5. September 2019 E. VI.1.3 
[Kostenauflage gestützt auf Art. 276 ZGB i.V.m. Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO] sowie 
LZ180010 vom 13. Mai 2019 E. III.2.1, im Gegensatz bspw. zu den Urteilen LZ 

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180002 vom 4. Mai 2018 E. III.1 oder LZ120016 vom 12. April 2013 E. 3.3.4 u. 
5.2, wo eine Kostenauflage an die Verfahrensparteien erfolgte). Schliesslich wur-
den im bereits zitierten Urteil des Bundesgerichts 5A_362/2017 vom 24. Oktober 
2017 (E. 5) die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens gestützt auf Art. 277 
Abs. 2 ZGB (recte Art. 276 Abs. 1 u. 2 ZGB) der Mutter der minderjährigen Be-
schwerdeführerin auferlegt.

Den im vorangehenden Abschnitt zitierten Entscheiden ist gemeinsam, dass sie 
Einzelfälle darstellen und – zumindest bis anhin – keiner gefestigten Praxis ent-
sprechen. Insbesondere aber ist zu beachten, dass sie sich an der materiellrecht-
lichen Unterhaltspflicht orientieren und die mit Kosten belasteten Elternteile unbe-
strittenermassen leistungsfähig waren. Auch Samuel Zogg (a.a.O., S. 32) spricht 
explizit davon, dass es bei der Unterhaltsklage eines Kindes wünschenswert wäre, 
wenn eine direkte Kostenauflage zulasten des nicht beklagten Elternteils im Um-
fang des vom materiellen Recht vorgesehen Anteils, den dieser zur Finanzierung 
des Barunterhalts beizusteuern habe, möglich wäre. Präjudizien oder Lehrmei-
nungen, die sich unabhängig von dessen Leistungsfähigkeit für eine Kostenaufla-
ge an einen Elternteil ohne Parteistellung aussprechen und rein auf dessen Ob-
siegen oder Unterliegen abstellen, wie es die Vorinstanz getan hat, existieren 
demgegenüber nicht.

In einem Verfahren, in dem es wie vorliegend lediglich um Unterhaltsfragen geht, 
bieten daher auch die erwähnten Entscheide keine Grundlage dafür, einem nicht 
leistungsfähigen Elternteil, der nicht Partei ist, sondern lediglich als gesetzlicher 
Vertreter des Kinds auftritt, Kosten aufzuerlegen. Die Vorinstanz ist mit ihrem Vor-
gehen im Übrigen auch nicht konsequent in der von ihr befürworteten analogen 
Anwendung der Kostenregeln des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts. Dort 
wird bei fehlender Leistungsfähigkeit eines Elternteils nämlich in der Regel von 
einer Kostenerhebung abgesehen (vgl. Art. 27 f. der Verordnung zum Kindes- und 
Erwachsenenschutz [KESV; BR 215.010]). Das Vorgehen der Vorinstanz würde 
schliesslich auch zu einer gewissen Rechtsunsicherheit führen. So müsste ein 
nicht leistungsfähiger Elternteil, der als gesetzlicher Vertreter des prozessierenden 
Kindes auftritt, regelmässig trotz fehlender Parteistellung ein Gesuch um unent-
geltliche Rechtspflege stellen, damit er die ihm im Endentscheid möglicherweise 
auferlegten Gerichtskosten nicht selbst bezahlen muss bzw. nicht darauf angewie-
sen ist, dass das Gericht das Gesuch des Kindes um Bewilligung der unentgeltli-
chen Rechtspflege gleichzeitig als Gesuch des gesetzlichen Vertreters interpre-
tiert, wie es in casu geschehen ist (vgl. Proz.Nr. 135-2018-618 act. I./1). Im vorlie-
genden Fall, in dem die Mutter unbestrittenermassen nicht leistungsfähig ist, bleibt 

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es daher beim Grundsatz, dass die Kosten unter den Parteien, demnach zwischen 
A._____ und C._____, nach Art. 106 f. ZPO zu verteilen sind.

9.5. Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde von 
B._____ gutzuheissen, die angefochtene Kostenregelung aufzuheben und durch 
eine neue zu ersetzen. Beachtet man den Ausgang des Berufungsverfahrens, ist 
in Bezug auf den Betreuungsunterhalt von einem rund hälftigen Obsiegen beider 
Parteien auszugehen, forderte A._____ doch einen Betreuungsunterhalt von mo-
natlich CHF 2'000.00, während ihm nun ein solcher von CHF 1'050.00 pro Monat 
zugesprochen wird. Im Weiteren obsiegt der Sohn, was seine Forderung nach ei-
nem vom Vater zu leistenden Anwaltskostenvorschuss betrifft, während auf sein 
Begehren betreffend einen Gerichtskostenvorschuss nicht eingetreten werden 
kann. Obwohl A._____ damit nicht vollständig obsiegt, rechtfertigt es sich gestützt 
auf das dem Gericht nach Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO zustehende Ermessen sowie 
in Berücksichtigung der Unterhaltspflicht des Vaters und dessen hoher Leistungs-
fähigkeit, die gesamten Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von CHF 1'500.00 
C._____ aufzuerlegen. Ausserdem wird der Genannte verpflichtet, seinem Sohn 
eine angemessene Parteientschädigung auszurichten. Eine Honorarnote des 
Rechtsvertreters von A._____, Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, liegt 
nicht vor, so dass die Entschädigung nach Ermessen des Gerichts gestützt auf 
den mutmasslichen Aufwand festgesetzt wird (Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über 
die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte [Honora-
rverordnung, HV; BR 310.250]). Die Vorinstanz ging bei der Festlegung der Ent-
schädigung für die unentgeltliche Rechtsvertretung mit einem Betrag von pauschal 
CHF 2'000.00 inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer von einem Aufwand von 
rund 9 Stunden aus. Dieser Aufwand erscheint angemessen und ist mangels Vor-
liegen einer Honorarvereinbarung mit dem nach Art. 3 Abs. 1 HV mittleren Stun-
denansatz von CHF 240.00 abzugelten. Somit ergibt sich ein Honorar nach 
Zeitaufwand von CHF 2'160.00 (9 h à CHF 240.00). Dazu treten die Spesen von 
CHF 64.80 (3% von CHF 2'160.00) sowie die Mehrwertsteuer von CHF 171.30 
(7.7% von CHF 2'224.80). Die Parteientschädigung, die C._____ an A._____ für 
das erstinstanzliche Verfahren zu leisten hat, wird demnach auf gerundet CHF 
2'400.00 festgesetzt.

10.1. Zu regeln verbleiben die Kosten des Berufungs- und des Beschwerdever-
fahrens, wobei im Hinblick auf die für die Kostenverteilung massgebenden 
Grundsätze auf die Ausführungen in Erwägung 9.2 vorstehend verwiesen werden 
kann. 

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10.2.1. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren werden auf CHF 
3'000.00 (Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; 
BR 320.210]) festgesetzt. Sie werden gestützt auf die in E. 9.5 vorgenommenen 
Überlegungen ebenfalls C._____ auferlegt, zumal A._____ im Hinblick auf den 
Betreuungsunterhalt aufgrund des im Berufungsverfahren reduzierten Rechtsbe-
gehrens nun zu rund 2/3 und nicht mehr bloss hälftig obsiegt. Ausserdem hat 
C._____ A._____ angemessen ausseramtlich zu entschädigen. Da der Rechtsver-
treter des Letzteren keine Honorarnote eingereicht hat, wird die Entschädigung 
nach Ermessen des Gerichts gestützt auf den mutmasslichen Aufwand festgesetzt 
(Art. 2 Abs. 1 HV). Angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie 
unter Berücksichtigung der eingereichten Berufungsschrift erscheint ein Honorar 
und damit eine Parteientschädigung in der Höhe von pauschal CHF 1'500.00 in-
klusive Spesen und Mehrwertsteuer als angemessen.

10.2.2. A._____ wurde mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer 
vom 3. September 2018 (ZK1 18 106) für das Berufungsverfahren die unentgeltli-
che Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius 
Fryberg bewilligt. In casu hat A._____ keine Prozesskosten zu tragen und erhält 
eine Parteientschädigung zu Lasten von C._____ zugesprochen. Zu beachten ist, 
dass nach Art. 122 Abs. 2 Satz 1 ZPO ein unentgeltlicher Rechtsbeistand auch bei 
Obsiegen der unentgeltlich prozessführenden Partei durch den Kanton angemes-
sen entschädigt wird, falls die der Gegenpartei auferlegte Parteientschädigung 
nicht oder voraussichtlich nicht einbringlich ist. Ist die kostenpflichtige Partei ein 
Gemeinwesen oder eine private Partei, deren Zahlungsfähigkeit feststeht, besteht 
indes keine Uneinbringlichkeit (Alfred Bühler, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Art. 1-149 ZPO, Bern 
2012, N 68 zu Art. 122 ZPO; Frank Emmel, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 13 zu Art. 122 ZPO m.w.H., 
u.a. auf das Urteil des Bundesgerichts 5A_849/2008 vom 9. Februar 2009 E. 
2.2.2). Vorliegend steht die Zahlungsfähigkeit von C._____ ausser Frage, weshalb 
derzeit auf das Festsetzen einer im Falle der Uneinbringlichkeit aus der Gerichts-
kasse zu leistenden Entschädigung verzichtet werden kann.

10.3.1. Die gerichtlichen Kosten für das Beschwerdeverfahren werden auf 
CHF 1'000.00 (Art. 10 VGZ) festgesetzt. Da B._____ im Beschwerdeverfahren 
obsiegt, sind die Kosten dieses Verfahrens ebenfalls von C._____ zu tragen. Der 
Genannte wird überdies verpflichtet, B._____ angemessen ausseramtlich zu ent-

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schädigen, wobei die Entschädigung auf pauschal CHF 500.00 inklusive Spesen 
und Mehrwertsteuer festgesetzt wird. 

10.3.2. Der Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung der Vorsitzenden der I. 
Zivilkammer vom 3. September 2018 (ZK1 18 108) für das Beschwerdeverfahren 
die unentgeltliche Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt lic. iur. 
et oec. Pius Fryberg bewilligt. Aufgrund der fraglos bestehenden Zahlungsfähigkeit 
von C._____ wird auch bei ihr auf das Festsetzen einer im Falle der Uneinbring-
lichkeit aus der Gerichtskasse zu leistenden Entschädigung nach Art. 122 Abs. 2 
ZPO verzichtet (vgl. E. 10.2.2).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung von A._____ (ZK1 18 105) wird teilweise gutgeheissen.

2. Die Beschwerde von B._____ (ZK1 18 107) wird gutgeheissen.

3. Der angefochtene Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regional-
gericht Plessur vom 12. Juni 2018 wird aufgehoben.

4. a) Das Gesuch von A._____ vom 13. März 2018 wird, soweit darauf eingetre-
ten werden kann, teilweise gutgeheissen.

b) C._____ wird verpflichtet, für A._____ ab 13. März 2018 bis zum Abschluss 
des Hauptverfahrens vor dem Regionalgericht Plessur zusätzlich zu den im 
Unterhaltsvertrag vom 23. August 2010 festgelegten Barunterhaltsbeiträgen 
vorläufig einen Betreuungsunterhalt von CHF 1'050.00 pro Monat zu leisten.

c) C._____ wird verpflichtet, A._____ für das Hauptverfahren vor dem Regio-
nalgericht Plessur einen Anwaltskostenvorschuss in der Höhe von CHF 
5'000.00 zuzüglich 7.7% MwSt. zu leisten.

5. a) Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu 
Lasten von C._____.

b) C._____ hat A._____ für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteien-
tschädigung von CHF 2'400.00 inklusive Spesen und Mehrwertsteuer zu 
leisten.

6. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 3'000.00 gehen zu Lasten 
von C._____.

b) C._____ hat A._____ für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung 
von CHF 1'500.00 inklusive Spesen und Mehrwertsteuer zu leisten.

7. a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'000.00 gehen zu Lasten 
von C._____.

b) C._____ hat B._____ für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädi-
gung von CHF 500.00 inklusive Spesen und Mehrwertsteuer zu leisten.

8. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 

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Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

9. Mitteilung an: