# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3748778-9a05-5de4-a38b-434413ea2919
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.02.2024 D-765/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-765-2024_2024-02-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-765/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger;   

Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), 

Kolumbien,   

vertreten durch MLaw Davide Loss, Rechtsanwalt,  

(…), 

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 29. Januar 2024. 

 

 

 

D-765/2024 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin – eine Staatsangehörige von Kolumbien – 

am 9. Oktober 2023 um Gewährung von Asyl in der Schweiz nachsuchte 

und dabei angab, bereits am 24. August 2023 in die Schweiz eingereist zu 

sein,  

dass ihr Gesuch im BAZ B._______ geführt wurde, wo sie am 13. Oktober 

2023 die ihr zugewiesene Rechtsvertretung mandatierte,  

dass das SEM am 27. Oktober 2023 den Bericht zu einer am 25. Oktober 

2023 erfolgten Visite im Regionalspital C._______ zu den Akten nahm, in 

welchem über eine Arthrose-Erkrankung und eine vormalige Erkrankung 

an einem Magengeschwür berichtet wird,  

dass der Beschwerdeführerin am 31. Oktober 2023 eine private Unterbrin-

gung während des Verfahrens bei S.R. bewilligt wurde,  

dass die Beschwerdeführerin am 19. Januar 2024 im Beisein ihrer damali-

gen Rechtsvertreterin zu ihren Gesuchsgründen angehört wurde,  

dass sie im Rahmen der Anhörung nähere Angaben zu ihrer Person, ihren 

familiären Beziehungen und ihrem beruflichen Hintergrund als ausgebil-

dete Krankenschwester machte,  

dass sie dabei unter anderem angab, sie habe während mehr als 30 Jahren 

in D._______ gelebt, wo ihre beiden Kinder aufgewachsen seien, welche 

mittlerweile selber Kinder hätten und beide in Vororten dieser Stadt lebten, 

und wo sie auch nach wie vor eine eigene Wohnung besitze,  

dass sie 2019 eine Anstellung an einem Krankenhaus in E._______ ange-

nommen habe, wo sie ganz in der Nähe ihrer Arbeitsstelle auch ein möb-

liertes Zimmer zur Miete gehabt habe,  

dass es an diesem Ort gegen Ende Juni 2023 eines Nachts zu einem Vor-

fall gekommen sei, bei welchem zwei maskierte und bewaffnete Männer in 

Uniformen mitten in der Nacht an ihr Fenster respektive den Fensterladen 

geschlagen und sie unter Nennung ihres Namens zum Mitkommen aufge-

fordert hätten, da man in einem Dorf ihre Hilfe brauche,  

dass sie jedoch der mitten in der Nacht gestellten Aufforderung zum Mit-

kommen aus Furcht um ihre Sicherheit keine Folge geleistet habe, worauf 

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die unbekannten Männer mit Gewehrkolben gegen ihren Fensterladen ge-

schlagen und Drohungen gegen sie ausgestossen hätten,  

dass dieser Vorfall sie zu Tode erschreckt habe, weshalb sie am nächsten 

Morgen schon in aller Frühe nach D._______ gegangen sei, wo sie sich 

für einige Tage in ihrem Haus eingeschlossen habe,  

dass sie sich danach zwar immer noch gefürchtet habe, sie aber wieder an 

ihre Arbeitsstelle im Spital in E._______ zurückgekehrt sei, sie die folgen-

den Nächte aber nicht mehr in ihrem dortigen Zimmer verbracht, sondern 

bei einer Arbeitskollegin übernachtet habe,  

dass sie wenige Tage später an ihrem Arbeitsplatz von einem unbekannten 

Mann angesprochen worden sei, welcher ihren Vornamen gekannt und sie 

implizit an Leib und Leben bedroht habe, indem er sie gefragt habe, wes-

halb sie eigentlich noch nicht von hier weggegangen sei,  

dass sie sich nach diesem Vorfall hilfesuchend an ihren früheren Arbeitge-

ber und langjährigen Bekannten H.R. gewandt habe, welcher ihr von einer 

Kontaktnahme mit der Polizei abgeraten habe, weil die Polizei völlig korrupt 

und unterwandert sei und es sich bei den sie bedrohenden Unbekannten 

um Mitglieder einer subversiven Gruppe handeln könnte,  

dass er ihr einen Ausweg aus ihrer Situation habe anbieten können, indem 

er ihr eine Ausreise zu seiner in der Schweiz lebenden Tochter habe anbie-

ten können, wobei er auch die Finanzierung ihrer Reise übernommen 

habe,  

dass sie abschliessend vorbrachte, im Falle einer Rückführung in die Hei-

mat befürchte sie, dass die Unbekannten sofort zu ihr Kontakt aufnehmen 

und sie töten würden, da diese Leute sehr aggressiv seien,  

dass der Beschwerdeführerin am 25. Januar 2024 vom SEM der Entschei-

dentwurf zur Kenntnis gebracht wurde, zu welchem sie am folgenden Tag 

über ihre damalige Rechtsvertreterin Stellung nahm,  

dass mit der Stellungnahme ein vom 18. Januar 2024 datierendes Unter-

stützungsschreiben von H.R. zu den Akten gereicht wurde, worauf – soweit 

wesentlich – nachfolgend eingegangen wird,  

dass das SEM mit Verfügung vom 29. Januar 2024 (eröffnet am gleichen 

Tag) im Rahmen des beschleunigten Verfahrens feststellte, die Beschwer-

deführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, ihr Asylgesuch ablehnte 

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und ihre Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug der Wegweisung 

anordnete,  

dass für die vorinstanzliche Entscheidbegründung – soweit nicht nachfol-

gend darauf eingegangen wird – auf die Akten verwiesen werden kann,  

dass die Beschwerdeführerin gegen den Asyl- und Wegweisungsentscheid 

am 5. Februar 2024 – handelnd durch ihren neu mandatierten Rechtsver-

treter – beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,  

dass sie in ihrer Eingabe die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, 

Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und Gewährung von Asyl bean-

tragte, eventualiter sei zu ihren Gunsten eine vorläufige Aufnahme anzu-

ordnen, subeventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen,  

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um ein kostenfreies Verfahren 

und Ersatz ihrer Auslagen respektive um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege ersuchte,  

dass mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Feb-

ruar 2024 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

wegen mutmasslicher Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen wur-

den (vgl. dazu im Einzelnen die Akten),  

dass die Beschwerdeführerin gleichzeitig aufgefordert wurde, innert Frist 

einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– einzuzahlen, unter Androhung des 

Nichteintretens im Unterlassungsfall (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG),  

dass der einverlangte Kostenvorschuss am 16. Februar 2024 eingezahlt 

worden ist, 

dass dem Gericht die vorinstanzlichen Akten seit dem 6. Februar 2024 in 

elektronischer Form vorliegen (vgl. Art. 109 Abs. 1 AsylG [SR 142.31]), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem zuständig für die Be-

handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM ist, wobei das 

Gericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

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endgültig entscheidet (vgl. dazu Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG und 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass die Beschwerdeführerin legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG), sie ihre 

Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht und den Kostenvorschuss 

fristgerecht bezahlt hat (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG), womit 

auf die Beschwerde einzutreten ist, 

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offen-

sichtlich unbegründet zu erkennen ist, weshalb über diese in einzelrichter-

licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 

zweiten Richterin, mit summarischer Begründung und praxisgemäss ohne 

Durchführung eines Schriftenwechsels zu entscheiden ist (vgl. Art. 111 

Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass von der Beschwerdeführerin im Sinne eines Eventualbegehrens die 

Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz beantragt 

wird, indes von einem in entscheidrelevanter Hinsicht vollständig erstellten 

Sachverhalt auszugehen ist, und zwar – wie nachfolgend aufgezeigt – so-

wohl hinsichtlich der geltend gemachten Verfolgungs- respektive Bedro-

hungssituation als auch hinsichtlich des gesundheitlichen Zustandes der 

Beschwerdeführerin, 

dass daher die beantragte Rückweisung der Sache ausser Betracht fällt 

und das Gericht in der Sache zu entscheiden hat (Art. 61 Abs. 1 VwVG), 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimat- oder Her-

kunftsstaat wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-

ner bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauun-

gen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, 

solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, wobei frauenspezifischen 

Fluchtgründen Rechnung getragen wird (Art. 3 Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss, wobei diese glaubhaft gemacht ist, wenn die 

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Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält, und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie 

in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 

sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 

oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG),  

dass das SEM in seinem Entscheid im Wesentlichen deshalb die Flücht-

lingseigenschaft der Beschwerdeführerin verneint und ihr Asylgesuch ab-

lehnt, weil sich die Beschwerdeführerin wegen der vorgebrachten Bedro-

hungslage noch gar nicht an die heimatlichen Behörden gewandt habe, 

indes von deren Schutzwilligkeit und -fähigkeit auszugehen sei,  

dass dieser Ansatz von der Beschwerdeführerin umfassend bestritten wird, 

zumal die Quellenlage zu ihrem Heimatstaat darauf schliessen lasse, dass 

ein allfälliges an die heimatlichen Behörden gerichtetes Schutzersuchen 

praktisch nie zu wirksamem Schutz führe,  

dass allerdings auf eine Auseinandersetzung mit den diesbezüglichen Vor-

bringen verzichtet werden kann, da die vorinstanzliche Feststellung der 

Nichterfüllung der Flüchtlingseigenschaft und die Abweisung des Asylge-

suches bereits zu bestätigen ist, da aufgrund der Aktenlage insgesamt 

nichts dafür spricht, dass sich die Beschwerdeführerin auch ausserhalb 

von E._______ vor Nachstellungen zu fürchten hätte,  

dass ihre Angaben und Ausführungen über die angeblich in E._______ 

vonseiten Unbekannter erhaltenen Drohungen auf eine Bedrohungslage 

lediglich im Kontext ihrer Anstellung an einem Spital in dieser Kleinstadt 

schliessen lassen und damit auf eine Bedrohungslage bloss in einem of-

fenkundig örtlich und persönlich eng begrenzten Umfeld,  

dass der Beschwerdeführerin aufgrund der Aktenlage entgegenzuhalten 

ist, sie hätte sich der vorgebrachten Bedrohungslage in E._______ bereits 

durch einen Umzug respektive eine Rückkehr in die einhundert Kilometer 

entfernt gelegene Grossstadt D._______ entziehen können, wo sie vor 

2019 während 33 Jahren gelebt hat, wo sie eine eigene Wohnung besitzt 

und wo neben ihren bereits erwachsenen Kinder auch eine von ihren 

Schwestern lebt,  

dass aufgrund der Aktenlage ebenso davon auszugehen ist, sie könne bei 

Bedarf auch zu einer ihren anderen Schwestern ziehen, mit welchen sie 

ihren Angaben zufolge ein sehr gutes Einvernehmen hat und welche in den 

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an der (… [Küste]) gelegenen Grossstädten G._______ und H._______ 

leben,  

dass aufgrund der Aktenlage in entscheidrelevanter Hinsicht zu schliessen 

ist, es hätten der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt ihrer Ausreise aus der 

Heimat gleich mehrere innerstaatliche Aufenthaltsalternativen zur Verfü-

gung gestanden, und insbesondere, diese ständen ihr auch heute noch zur 

Verfügung, weshalb sie nicht auf eine Schutzgewährung durch die Schweiz 

angewiesen ist,  

dass das mit der Beschwerde eingebrachte Vorbringen über eine angeblich 

landesweit bestehende Verfolgungssituation nicht überzeugen kann, da es 

in den Akten offensichtlich keine Stütze findet,  

dass von der Beschwerdeführerin zwar auch das persönliche Schreiben 

von H.R. angerufen wird, in diesem Schreiben jedoch vorab ausgewiesen 

wird, dass H.R. von der Beschwerdeführerin eigentlich um Unterstützung 

im Hinblick auf einen von ihr geplanten Umzug nach Cartagena oder Bo-

gota gebeten wurde, er ihr dann aber eine Ausreise zu seiner in der 

Schweiz lebenden Tochter S.R. vorgeschlagen hat,  

dass das Vorbringen über eine angeblich landesweit bestehende Verfol-

gungssituation im Weiteren auch deshalb als unbegründet zu erkennen ist, 

weil die Beschwerdeführerin entgegen den Beschwerdevorbringen unter 

keinem Gesichtspunkt ein Profil erkennen lässt, welches das Vorbringen 

plausibilisieren könnte,  

dass nach dem Gesagten nichts ersichtlich gemacht worden ist, was für 

das Vorliegen einer ernsthaften und konkreten Verfolgungssituation spre-

chen würde, welcher sich die Beschwerdeführerin nicht bereits durch eine 

für sie durchaus zumutbare Wohnsitzverlegung innerhalb ihres Heimat-

staates (i.S.v. BGVE 2011/51 E. 8.5) entziehen könnte,  

dass das SEM daher im Resultat zu Recht die Flüchtlingseigenschaft ver-

neint und das Asylgesuch abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführerin weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz noch über eine 

Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 [erster 

Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

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dass somit zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Weg-

weisung entgegenstehen, da das SEM eine vorläufige Aufnahme von Aus-

ländern anzuordnen hat, wenn sich der Vollzug der Wegweisung als unzu-

lässig, unzumutbar oder unmöglich erweist (Art. 44 [zweiter Satz] AsylG 

i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass in diesem Zusammenhang festzuhalten bleibt, dass bezüglich der 

Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen gemäss Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der 

Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Wegweisungshindernisse 

sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-

nigstens glaubhaft zu machen (BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AuG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AuG), da weder die allgemeine Lage in der Heimat der Be-

schwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung 

im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,  

dass es sich bei der Beschwerdeführerin um eine (…)-jährige Frau handelt, 

gemäss Aktenlage ohne wesentliche gesundheitliche Probleme (vgl. dazu 

auch nachfolgend), welche nicht nur über jahrelange Berufserfahrung als 

Krankenschwester verfügt, sondern insbesondere auch über zahlreiche fa-

miliären Anknüpfungspunkte in gleich mehreren verschiedenen Grossstäd-

ten, 

dass vor diesem Hintergrund ohne weiteres davon auszugehen ist, sie 

könne sich in der Heimat reintegrieren,  

dass in der Beschwerde zwar unter in Aussichtstellung eines psychologi-

schen Berichts angeführt wird, die Beschwerdeführerin befinde sich auf-

grund ihrer Erlebnisse aktuell in psychologischer Behandlung und es sei 

nicht auszuschliessen, dass sie durch eine erzwungene Rückkehr in die 

Heimat in schwerer Art und Weise retraumatisiert würde,  

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dass das Vorbringen allerdings nicht überzeugen kann, da die Beschwer-

deführerin im Rahmen der vor erst einem Monat und drei Wochen erfolgten 

Anhörung auf diesbezügliche Nachfrage hin angegeben hat, sie habe 

keine gesundheitlichen Probleme, mit Ausnahme der Arthrose in ihren 

Knien (vgl. Anhörungsprotokoll F. 6),  

dass gerade auch deshalb auf diese Aussage abzustellen ist, da es sich 

bei der Beschwerdeführerin um eine erfahrene Krankenschwester handelt, 

welche sehr wohl zu einer präzisen Selbsteinschätzung ihres Gesundheits-

zustandes in der Lage sein dürfte,  

dass aber ohnehin kein Hinweis auf eine Erkrankungslage ersichtlich ist, 

welche nicht auch im Heimatstaat behandelt werden könnte, weshalb auch 

in antizipierter Beweiswürdigung auf den in Aussicht gestellte Bericht ver-

zichtet werden kann (Art. 33 Abs. 1 VwVG), 

dass der Wegweisungsvollzug schliesslich auch als möglich zu erkennen 

ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da der Pass der Beschwerdeführerin bereits bei 

den Akten liegt (Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) und auch kein technisches Voll-

zugshindernis erkennbar ist,  

dass nach dem Gesagten das SEM zu Recht den Vollzug der Wegweisung 

angeordnet hat,  

dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-

stätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet 

abzuweisen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten des Verfahrens, wel-

che praxisgemäss au Fr. 750.– zu bestimmen sind, der Beschwerdeführe-

rin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass der am 16. Februar 2024 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist.  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer 

 

 

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