# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8108afd2-78b5-57b1-b634-615212302d7a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.10.2025 PA250019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA250019_2025-10-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PA250019-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. E. Pahud und Ersatzrichterin Dr. C. Schoder sowie Gerichts-

schreiberin Dr. S. Scheiwiller

Urteil vom 22. Oktober 2025

in Sachen

A._____,
Beschwerdeführerin

vertreten durch Beistand B._____

sowie

C._____ AG, 
Verfahrensbeteiligte

betreffend fürsorgerische Unterbringung

Beschwerde gegen einen Entscheid des Einzelgerichtes in Zivil- und 
Strafsachen des Bezirksgerichtes Hinwil vom 15. September 2025 
(FF250005)

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Erwägungen:

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1.1 Die heute 43-jährige Beschwerdeführerin befindet sich aktuell stationär in 

der Klinik C._____ AG (nachfolgend: Klinik C._____). Sie zeigte bereits als 14-

Jährige erstmals wahnhafte Symptome mit Vergiftungsideen. Im Jahr 1999 er-

folgte ihre erste Hospitalisation im Waldhaus Chur. Es folgten zahlreiche Hospita-

lisationen und Unterbringungen (vgl. act. 6/8/216 S. 2 ff.; vgl. für weitere Hinweise 

die umfangreichen KESB-Akten act. 6/8/1-226). Dabei wurde sie zuvor schon 18-

mal in der Klinik C._____ hospitalisiert, namentlich wegen paranoider Schizophre-

nie (vgl. act. 6/10/2). Der letzte Aufenthalt war im März 2025, nachdem die Be-

schwerdeführerin bei psychotischem Erleben von der REGA aus Kroatien repatri-

iert werden musste. Zuletzt war die Beschwerdeführerin im betreuten Wohnen der 

H._____ in Zürich wohnhaft (act. 6/8/216 S. 3). Die aktuelle fürsorgerische Unter-

bringung erfolgte auf ärztliche Anordnung vom 26. Juli 2025 hin (act. 6/8/209), 

welche mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirkes 

Hinwil (nachfolgend: KESB Hinwil) vom 4. September 2025 (act. 6/2) verlängert 

wurde.

1.2 Dagegen erhob die Beschwerdeführerin beim Bezirksgericht Hinwil (nachfol-

gend: Vorinstanz) Beschwerde (act. 6/1). Mit Verfügung vom 9. September 2025 

setzte die Vorinstanz der Klinik C._____ Frist zur Stellungnahme und Einreichung 

der wesentlichen Akten an. Gleichzeitig wurde die Beschwerdeführerin zur Anhö-

rung/Verhandlung auf den 15. September 2025 vorgeladen (act. 6/5).

1.3 Am 15. September 2025 fand die vorinstanzliche Anhörung/Verhandlung in 

der Klinik C._____ statt, an welcher die Beschwerdeführerin und die Vertreterin 

der Klinik C._____, Leitende Oberärztin D._____, Stellung nahmen (Prot. Vi. 

S. 6 ff.). Mit Urteil vom selben Datum wies die Vorinstanz die Beschwerde ab (vgl. 

act. 5 [Aktenexemplar] = act. 6/14, nachfolgend: act. 5).

1.4 Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 17. September 

2025 sinngemäss Beschwerde beim Obergericht, wobei diese infolge falscher 

Adressierung im Schreiben selber an das Bezirksgericht Meilen weitergeleitet 

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wurde. Das Bezirksgericht Meilen retournierte die Eingabe zuständigkeitshalber 

an das Obergericht. Die Beschwerdeführerin beantragt die gerichtliche Beurtei-

lung ihres "unfreiwilligen Aufenthaltes" (act. 2-4).

1.5 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 6/1-16). Vom Einholen 

von Stellungnahmen bzw. Vernehmlassungen kann abgesehen werden. Das Ver-

fahren ist spruchreif.

2. Prozessuales

2.1 Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung gemäss Art. 426 ff. ZGB ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher Zu-

ständigkeit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen Zu-

ständigkeit des Obergerichtes vor (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 4 ZGB i.V.m. § 62 

Abs. 1, § 64 EG KESR/ZH und § 30 GOG/ZH). Gemäss § 40 EG KESR richtet 

sich das Verfahren vor beiden gerichtlichen Beschwerdeinstanzen primär nach 

den Bestimmungen des ZGB und des EG KESR (Abs. 1). Enthalten diese Ge-

setze keine Bestimmungen, gelten die Bestimmungen des GOG (Abs. 2) und sub-

sidiär die Bestimmungen der ZPO sinngemäss (Abs. 3). 

2.2 Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von Am-

tes wegen (Art. 446 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob die 

Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die Be-

schwerdeinstanz über volle Kognition. Es geht damit nicht bloss um die Rechts-

kontrolle des vorinstanzlichen Entscheides. Vielmehr hat die zweite Beschwer-

deinstanz selbstständig zu prüfen, ob die Voraussetzungen für Massnahmen nach 

den Art. 426 ff. ZGB erfüllt sind.

2.3 Bei einem Entscheid auf dem Gebiet der fürsorgerischen Unterbringung be-

trägt die Beschwerdefrist zehn Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b 

Abs. 2 ZGB). Die Beschwerde hat schriftlich zu erfolgen, wobei eine Begründung 

nicht vorausgesetzt wird (Art. 450e Abs. 1 ZGB). Vorliegend erhob die Beschwer-

deführerin fristgerecht Beschwerde bei der Kammer (vgl. act. 4; zur Rechtzeitig-

keit act. 6/16). Die rechtzeitig erhobene Beschwerde genügt sodann den Former-

fordernissen.

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2.4

2.4.1 Nach Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen gestützt auf 

ein Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden. Das in Beach-

tung von Art. 450e Abs. 3 ZGB einzuholende Gutachten hat es der Beschwerdein-

stanz zu ermöglichen, die sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden Rechtsfragen 

zu beantworten. Das Gutachten hat sich insbesondere über den Gesundheitszu-

stand der betroffenen Person, aber auch darüber zu äussern, wie sich allfällige 

gesundheitliche Störungen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefähr-

dung oder einer Verwahrlosung auswirken können und ob sich daraus ein Hand-

lungsbedarf ergibt. Im Weiteren hat die begutachtende Person Antwort darauf zu 

geben, ob aufgrund des festgestellten Handlungsbedarfs eine stationäre Behand-

lung bzw. Betreuung unerlässlich ist. Dabei ist auch darüber Auskunft zu geben, 

ob die betroffene Person über glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht 

verfügt und ob ein geeigneter Behandlungsplan sowie eine geeignete Einrichtung 

vorhanden sind (BGE 143 III 189 E. 3.3).

2.4.2 Die Vorinstanz verzichtete darauf, ein eigenes Gutachten über die Be-

schwerdeführerin einzuholen (act. 5 E. 3). Stattdessen legte sie ihrem Entscheid 

das Gutachten zugrunde, welches Dr. med. E._____, Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, am 26. August 2025 für die KESB Hinwil erstellt hatte 

(vgl. act. 5; act. 6/8/216). Grundsätzlich muss die Beschwerdeinstanz das nötige 

Gutachten selbst einholen. Soweit indessen bereits die Erwachsenenschutzbe-

hörde ein solches Gutachten angeordnet hat, kann die Beschwerdeinstanz auf die 

Einholung eines eigenen Gutachtens verzichten und auf das Gutachten der Er-

wachsenenschutzbehörde abstellen. Entscheidend ist aber, dass das Gutachten 

nach wie vor aktuell ist und alle relevanten Fragen beantwortet (BGer 

5A_128/2021 vom 19. April 2021 E. 3.1.4). Vorliegend erfüllt das Gutachten von 

Dr. med. E._____ diese beiden Voraussetzungen: Es stammt vom 26. August 

2025 und war im Urteilszeitpunkt entsprechend erst wenige Wochen alt. Wie im 

Folgenden aufzuzeigen ist, geht es detailliert auf sämtliche Fragen ein, die sich im 

Zusammenhang mit der fürsorgerischen Unterbringung der Beschwerdeführerin 

stellen.

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3. Fürsorgerische Unterbringung

3.1 Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger 

Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrich-

tung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht 

anderweitig erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei sind auch die Belastung 

und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen. Die betroffene 

Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unterbrin-

gung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB). Eine fürsorgerische 

Unterbringung verlangt somit (1) einen materiellen Einweisungsgrund, d.h. einen 

Schwächezustand, (2) eine besondere Schutzbedürftigkeit, die eine nur in einer 

Einrichtung erbringbare Behandlung und Betreuung erforderlich macht, (3) die 

Verhältnismässigkeit der Massnahme sowie (4) das Vorhandensein einer geeig-

neten Einrichtung (BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 7; 

BGE 140 III 101 [= Pra 104 (2015) Nr. 2] E. 6.2.3).

3.2 Schwächezustand

3.2.1 Erste Voraussetzung der fürsorgerischen Unterbringung ist das Vorliegen ei-

nes Schwächezustands. Die möglichen Schwächezustände werden in Art. 426 

Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt, nämlich psychische Störung, geistige Be-

hinderung oder schwere Verwahrlosung. Zu den psychischen Störungen sind 

auch Suchtkrankheiten zu zählen, unabhängig davon, ob es sich um eine 

Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit handelt (Art. 426 Abs. 1 ZGB; 

BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 12 und N 16). Damit von ei-

ner psychischen Störung im Sinne der genannten Bestimmung gesprochen wer-

den kann, muss zum einen ein entsprechendes Krankheitsbild (Syndrom) vorlie-

gen und muss dieses zum anderen erhebliche Auswirkungen auf das soziale 

Funktionieren des Patienten haben. Massgeblich ist, ob die betroffene Person ihre 

Entscheidungsfreiheit behalten hat und am sozialen Leben teilnehmen kann. Eine 

soziale Störung allein reicht mit anderen Worten für das Feststellen einer psychi-

schen Störung nicht aus (BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 

N 15 f.).

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3.2.2 Die Ärztinnen der Klinik C._____ (act. 6/10/1 S. 1) sowie die von der KESB 

Hinwil beauftragte Gutachterin (act. 6/8/216 S. 6) diagnostizierten bei der Be-

schwerdeführerin übereinstimmend eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) 

sowie psychische und Verhaltensstörungen durch schädlichen Gebrauch von Al-

kohol (ICD-10 F10.1) und von Cannabinoiden (ICD-10 F12.1). 

3.2.3 Die genannten Diagnosen decken sich – mit Ausnahme der hinzutretenden 

Störung infolge Alkoholmissbrauchs – mit den Diagnosen aus den früheren Gut-

achten vom 20. Juni 2022 und vom 19. Dezember 2021 (vgl. act. 6/8/116 und 

act. 6/8/80). 

3.2.4 Selbst die Beschwerdeführerin äusserte während der vorinstanzlichen An-

hörung/Verhandlung vom 15. September 2025 die Diagnosen des aktuellen Gut-

achtens anzuerkennen (Prot. Vi. S. 11).

3.2.5 Sowohl die paranoide Schizophrenie als auch die psychischen und Verhal-

tensstörungen infolge schädlichen Gebrauchs von Alkohol bzw. Cannabinoiden 

fallen unter die ICD-10 Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und 

stellen eine psychische Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB dar. Sie hat im 

Fall der Beschwerdeführerin denn auch erhebliche Auswirkungen auf das soziale 

Funktionieren, wie die bereits zahlreichen stationären Aufenthalte in der Klinik 

C._____ zeigen (vgl. act. 6/10/2). Zuletzt war die Beschwerdeführerin im betreu-

ten Wohnen der H._____ aufgrund der fehlenden Medikamenteneinnahme und 

bedrohlichem Verhalten negativ aufgefallen, weshalb ihr der Wohnplatz in der 

Folge auch gekündigt wurde (act. 6/8/216 S. 3; act. 6/8/217). Auch während des 

gegenwärtigen Aufenthalts wurde die Beschwerdeführerin als wechselnd zwi-

schen freundlich und sprunghaft bzw. rasch gereizt, zu Beginn des Aufenthalts 

auch als aggressiv und beleidigend wahrgenommen, weshalb sie anfangs auch 

isoliert werden musste (vgl. act. 6/10/4). Ausserhalb des Kliniksettings ist die Be-

schwerdeführerin obdachlos und nicht in der Lage, für ihre Grundbedürfnisse zu 

sorgen (act. 6/10/1 S. 1). Die Teilhabe am sozialen Leben ist damit deutlich einge-

schränkt.

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3.2.6 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz (vgl. act. 5 E. 3) sowie gestützt auf 

die vorstehenden Erwägungen ist das Vorliegen eines Schwächezustands ohne 

Weiteres zu bejahen.

3.3 Schutzbedürfnis

3.3.1 Weiter wird für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung voraus-

gesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person nötig ist 

(vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen Worten muss die betroffene Person eines 

besonderen Schutzes bedürfen, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung er-

bracht werden kann; die Unterbringung muss die persönliche Fürsorge für die be-

troffene Person sicherstellen. Diese umfasst einerseits therapeutische Massnah-

men und andererseits jede Form von Betreuung, deren eine Person für ein men-

schenwürdiges Dasein bedarf. Darunter fallen so elementare Bedürfnisse wie Es-

sen, Körperpflege, Kleidung usw. Dem Schutz der Umgebung kommt nur, aber 

immerhin, eine subsidiäre Bedeutung zu (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Eine Fremdge-

fährdung ist damit weder eine Unterbringungsvoraussetzung, noch vermag sie für 

sich alleine eine fürsorgerische Unterbringung zu rechtfertigen. Der Schutz und 

die Belastung anderer Personen darf jedoch in die Beurteilung miteinbezogen 

werden (vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 

N 8 ff. und N 41 ff.).

3.3.2 Die Ärztinnen der Klinik C._____ führen in ihrer Stellungnahme vom 

10. September 2025 aus, dass gegenwärtig eine Verlängerung der fürsorgeri-

schen Unterbringung bei aktuell vorliegendem Schweregrad der Einschränkung 

durch die psychotische Psychopathologie befürwortet werde. Die Beschwerdefüh-

rerin zeige eine mässige Medikamentencompliance. So hätten während des stati-

onären Aufenthaltes keine Blutspiegel der verordneten Medikamente erreicht wer-

den können, die im therapeutischen Bereich liegen würden. Ohne den stationären 

Rahmen würde sie die Medikation nicht mehr regelmässig nehmen. Unter ausblei-

bender Behandlung sei von einer raschen progredienten Verschlechterung der 

Symptomatik auszugehen. Eigenfürsorge, insbesondere Nahrungs- und Flüssig-

keitsaufnahme seien nur unzureichend gewährleistet. Die Beschwerdeführerin sei 

obdachlos und ausserhalb des Kliniksettings nicht in der Lage, für ihre Grundbe-

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dürfnisse zu sorgen. Krankheitseinsicht und Behandlungsmotivation würden deut-

lich eingeschränkt bleiben. Aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht sei die 

Beschwerdeführerin im aktuellen Zustand nicht in der Lage, sich ausserhalb der 

Klinik selber zu versorgen. Bei einem Austritt sei von einer zeitnahen Destabilisie-

rung mit erneuter Klinikeinweisung auszugehen (act. 6/10/1).

3.3.3 Die Gutachterin führt aus, dass die vielen Hospitalisationen und der wieder-

holende Verlust des Wohnplatzes deutlich zeigen würden, dass die Beschwerde-

führerin psychisch sehr rasch in psychotisches Erleben abgleite, dies auch, da sie 

die Medikamente ambulant – und auch stationär - unregelmässig einnehme. Bis 

anhin habe sie diesbezüglich keine Krankheits- und Behandlungseinsicht entwi-

ckeln können, nach wie vor lehne sie die Medikamente ab. Sie benötige weiterhin 

– und wahrscheinlich für längere Zeit – einen betreuten Wohnrahmen, wo die psy-

chotischen und affektiven Schwankungen minimiert oder abgefangen werden 

könnten, damit sich die Hospitalisationen reduzieren würden. Aus medizinisch-

psychiatrischer und sozial-psychiatrischer Sicht erfordere das gegenwärtige Befin-

den der Beschwerdeführerin einen weiteren Aufenthalt in einer betreuten Einrich-

tung unter fürsorgerischer Unterbringung, wobei der stationäre Aufenthalt auch 

gegen den Willen der Beschwerdeführerin gesichert sein müsse. Sie habe aktuell 

keinen Wohnplatz und müsste in die Obdachlosigkeit bzw. in eine Notunterkunft 

entlassen werden. Es müsste mit Verkennungen und Fehlhandlungen gerechnet 

werden, allenfalls mit Verwahrlosung, was zu Selbstgefährdung führen würde. 

Fremdgefährdung könne bei psychotischem Erleben und Verkennungen vorkom-

men (act. 6/8/216 S. 7 ff.).

3.3.4 Die Oberärztin D._____ hielt anlässlich der vorinstanzlichen Anhörung/Ver-

handlung vom 15. September 2025 fest, sie erlebe den Zustand der Beschwerde-

führerin seit einer Woche zwar als etwas besser und stabiler, jedoch seien Blutab-

nahmen bei ihr nach wie vor schwierig. Anlässlich der letzten Überprüfung seien 

im Blut der Beschwerdeführerin bloss die Marker für ein Medikament erkennbar 

gewesen, diejenigen für das andere hätten gänzlich gefehlt. Man könne grund-

sätzlich bereits eine Verlegung in ein betreutes Wohnen planen, hierbei müsse 

einfach die Betreuung – insbesondere die regelmässige Medikamenteneinnahme 

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– gewährleistet sein, dies auch vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführe-

rin eine Depotmedikation (mittlerweile) klar ablehne (Prot. Vi. S. 18 f.).

3.3.5 Den Akten sowie den übereinstimmenden Ausführungen der Fachpersonen 

lassen sich genügende und überzeugende Hinweise dafür entnehmen, dass die 

Beschwerdeführerin im jetzigen Zeitpunkt auf die persönliche Fürsorge im Rah-

men einer stationären Unterbringung angewiesen ist. So ist die Beschwerdeführe-

rin ausserhalb der Klinik nicht imstande, für sich selber zu sorgen. Insbesondere 

muss bezweifelt werden, dass die Beschwerdeführerin die Medikamente zuverläs-

sig einnehmen würde. Erschwerend kommt ihre aktuelle Obdachlosigkeit hinzu. 

Die Beschwerdeführerin gibt zwar an, ein Zimmer im Restaurant F._____ in 

G._____ in Aussicht zu haben. Dessen Finanzierung erscheint jedoch ungesichert 

(vgl. Prot. Vi. S. 14). Von einer adäquaten Wohnmöglichkeit kann somit nicht aus-

gegangen werden. Bei sofortiger Entlassung aus der Klinik bestünde mithin die 

Gefahr der fortgesetzten Obdachlosigkeit, der raschen Verschlimmerung der psy-

chischen Krankheitssymptome aufgrund unregelmässiger Medikamentenein-

nahme und als Folge davon der Selbst- und Fremdgefährdung. Gerade der Vorfall 

Ende 2024/Anfang 2025, als die Beschwerdeführerin ohne Wissen des Beistan-

des nach Kroatien reiste und dort wohl aufgrund einer drogenindizierten Psychose 

verhaftet und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde, zeigt die Gefahren 

der fehlenden Betreuung auf (vgl. act. 6/8/204). Eine erneute Einweisung er-

scheint vor diesem Hintergrund – gerade mit Blick auf die fehlende Krankheitsein-

sicht und die Vorgeschichte mit zahlreichen Hospitalisationen – als sehr wahr-

scheinlich. Somit ist derzeit das besondere Schutzbedürfnis bzw. die damit ein-

hergehende Notwendigkeit des Freiheitsentzuges aufgrund der psychischen Er-

krankung in Übereinstimmung mit der Vorinstanz (vgl. act. 5 E. 4) zu bejahen. 

3.4 Verhältnismässigkeit

3.4.1 Zudem muss die Massnahme verhältnismässig sein. Das angestrebte Ziel 

muss voraussichtlich erreicht werden können (Geeignetheit der Massnahme). Die 

Massnahme soll in erster Linie der Wiedererlangung der Selbstständigkeit und der 

Eigenverantwortung dienen. Ist eine Besserung des Zustandes ausgeschlossen, 

muss die Massnahme die notwendige persönliche Betreuung ermöglichen, um 

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der betroffenen Person ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Ferner darf 

keine weniger einschneidende, jedoch genügend Schutz bietende Massnahme 

zur Verfügung stehen (Erforderlichkeit der Massnahme). Mit anderen Worten darf 

die Betreuung oder Behandlung der betroffenen Person nicht anders, namentlich 

mit leichteren Massnahmen, als durch die fürsorgerische Unterbringung erfolgen 

können (vgl. zum BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).

3.4.2 Gemäss Gutachterin ist die Klinik C._____ und deren Behandlungskonzept 

für die Akut-Behandlung und -Betreuung der Beschwerdeführerin geeignet. Die 

Beschwerdeführerin könne je nach ihrem Befinden im geschlossenen oder offe-

nen Bereich betreut werden und der Rahmen könne gemäss deren Befinden zu-

nehmend gelockert werden. Die Klinik C._____ verfüge über das nötige ärztliche, 

pflegerische und spezialtherapeutische Personal zur Behandlung und Betreuung 

der Beschwerdeführerin. Der Sozialdienst könne zudem bei der Suche nach ei-

nem Anschlussplatz behilflich sein (act. 6/8/216 S. 8). Für die Eignung der derzei-

tigen Unterbringung spricht, dass die Beschwerdeführerin seit der Sicherstellung 

der Medikamenteneinnahme durch Beaufsichtigung von einem erweiterten Aus-

gang profitieren kann, nachdem sie anfänglich bei psychotischem Erleben isoliert 

werden musste (act. 6/8/216 S. 7 f.; vgl. auch act. 10/4). Ferner bestätigt auch die 

Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung/Verhandlung selber, es gehe ihr 

besser, seit sie in der Klinik C._____ sei (Prot. Vi. S. 9).

3.4.3 Hervorzuheben ist, dass die Beschwerdeführerin im bestehenden Setting in 

der Klinik C._____ in ihrer Bewegungsfreiheit nur im begrenzten Mass einge-

schränkt wird. So wird ihr täglich von morgens bis Abends 22.00 Uhr Ausgang ge-

währt, wobei sie sich lediglich für die Nacht und für die Medikamenteneinnahme in 

der Klinik zu befinden hat (vgl. Prot. Vi. S. 7 und S. 19). Entsprechend wird ihr trotz 

ihrer Schutzbedürftigkeit eine weitgehende Autonomie eingeräumt. Eine weniger 

einschneidende, jedoch genügend Schutz bietende Massnahme, namentlich ein 

auf Freiwilligkeit basierender Verbleib in der Klinik bzw. ein Übertritt in ein betreutes 

Wohnen – so wie es die Beschwerdeführerin wünscht (vgl. Prot. Vi. S. 11 ff.) –, 

erscheint angesichts der fehlenden Krankheits-/Behandlungseinsicht und ihrer Vor-

geschichte mit mehrfachen Hospitalisationen (vgl. act. 6/10/2) nicht erfolgverspre-

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chend. Unter diesen Bedingungen ist eine voreilige Entlassung aus dem statio-

nären Setting zu vermeiden. Die fürsorgerische Unterbringung erweist sich unter 

derzeitigen Umständen vielmehr als erforderlich. Erst bei Sicherstellung der Medi-

kamenteneinnahme und Stabilisierung des psychischen Zustands der Beschwer-

deführerin wird es möglich sein, mildere Massnahmen umzusetzen, wobei insbe-

sondere das Wohnen in einer Einrichtung für betreutes Wohnen (wieder) ermöglicht 

werden soll. Entsprechende Einrichtungen hat die Beschwerdeführerin bereits be-

sichtigt (vgl. Prot. Vi. S. 12 f.). 

3.4.4 Nach dem Gesagten ist die Verhältnismässigkeit der fürsorgerischen Unter-

bringung vorliegend in Übereinstimmung mit der Vorinstanz (vgl. act. 5 E. 6) zu be-

jahen.

3.5 Eignung der Einrichtung

3.5.1 Schliesslich ist die Geeignetheit der Einrichtung zu prüfen. Es muss sich um 

eine Institution handeln, die mit den ihr zur Verfügung stehenden organisatori-

schen und personellen Mitteln in der Lage ist, die wesentlichen Bedürfnisse der 

eingewiesenen Person bezüglich Behandlung und Betreuung zu befriedigen (vgl. 

BGer 5A_257/2015 vom 23. April 2015 E. 3.1 m.w.H.).

3.5.2 Die Klinik C._____ ist eine psychiatrische Klinik, welche auf die Behandlung 

von psychischen Störungen wie diejenigen der Beschwerdeführerin spezialisiert 

ist und von der Gutachterin – wie vorstehend ausgeführt (vgl. E. 3.4.2) – als ge-

eignet erachtet wurde. Anhaltspunkte, welche gegen diese Beurteilung sprechen 

würden, liegen nicht vor. Mit der Vorinstanz (vgl. act. 5 E. 5) ist daher die Eignung 

der Klinik C._____ zur Sicherstellung der notwendigen Betreuung und Behand-

lung der Beschwerdeführerin zu bejahen.

3.6 Fazit

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Nach dem Gesagten sind in Übereinstimmung mit der Vorinstanz die Vorausset-

zungen für die fürsorgerische Unterbringung im Sinne von Art. 426 ZGB erfüllt, 

weshalb die Beschwerde diesbezüglich unbegründet und daher abzuweisen ist.

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen

Ausgangsgemäss wird die Beschwerdeführerin für das Rechtsmittelverfahren 

grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Umständehalber ist indes auf 

die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten.

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an ihren Beistand, an 

die verfahrensbeteiligte Klinik, an die KESB Bezirk Hinwil sowie an die 

Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

Dr. S. Scheiwiller

versandt am: