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**Case Identifier:** c6fc19df-83e7-5199-912a-e74aa594780c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 25.03.2025 SV2 2024 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-75_2025-03-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 25. März 2025

Referenz SV2 24 75

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Righetti
Maurer, Aktuarin

Parteien B._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz AG

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden
Beschwerdegegner

Gegenstand Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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Sachverhalt

A. B._____, Jahrgang 1998, war zuletzt als Fachfrau Betreuung tätig. Am 
12. März 2024 meldete die Versicherte einen Anspruch auf Arbeitslosen-
versicherungstaggeld im Umfang von 100 % ab selbigem Datum an.

B. Davor war die Versicherte bei der Kinderkrippe A._____ in C._____ tätig 
gewesen. Diese Stelle kündigte die Versicherte am 29. November 2023 
sinngemäss per 29. Februar 2024.

C. Mit Schreiben vom 15. April 2024 stellte die Arbeitslosenkasse Graubünden 
(nachfolgend: ALK GR) die Einstellung in der Anspruchsberechtigung in Aussicht 
und gab der Versicherten Gelegenheit, sich zum Kündigungsgrund zu äussern.

D. Mit Stellungnahme vom 24. April 2024 brachte die Versicherte vor, ihre 
Vorgesetzte habe ihr anfangs November 2023 mitgeteilt, dass sie für das Geschäft 
nicht mehr tragbar sei. Es sei ihr die Kündigung in Aussicht gestellt worden, falls sie 
nicht selber bis Ende Monat kündige. Sie habe daraufhin selber gekündigt.

E. Mit Verfügung vom 6. Juni 2024 wurde die Versicherte wegen selbst-
verschuldeter Arbeitslosigkeit für 37 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt.

F. Gegen diese Verfügung liess die Versicherte am 8. Juli 2024 fristgerecht 
Einsprache erheben und beantragen, es sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die per 1. März 2024 eingetretene Arbeitslosigkeit nicht als selbst-
verschuldet gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG zu taxieren.

G. Mit Einspracheentscheid vom 15. Juli 2024 wies das Amt für Industrie, 
Gewerbe und Arbeit Graubünden (nachfolgend: KIGA) die Einsprache ab. 
Begründend führte es im Wesentlichen aus, es obliege der Einsprecherin, die 
Vermutung der Zumutbarkeit einer Stelle nach Art. 16 Abs. 1 AVIG umzustossen 
und die Unzumutbarkeit i.S.v. Art. 16 Abs. 2 AVIG mit geeigneten Mitteln zu 
beweisen. Die Einsprecherin habe nicht geltend gemacht, das Verbleiben am 
Arbeitsplatz sei unzumutbar gewesen, auch habe sie keine Beweismittel 
eingereicht, welche irgendeine Unzumutbarkeit hätten beweisen können. Es lägen 
damit keine Hinweise vor, die darauf hindeuteten, dass die ehemalige Arbeitgeberin 
die Einsprecherin vor die behauptete Wahl gestellt hätte, so dass nach wie vor von 
einer Arbeitnehmerkündigung auszugehen sei.

H. Dagegen erhob B._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 
11. September 2024 Beschwerde beim früheren Verwaltungsgericht des Kantons 
Graubünden und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Einsprache-

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entscheids, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des KIGA. 
Begründend führte sie im Wesentlichen aus, es liege keine selbstverschuldete 
Arbeitslosigkeit vor. Aufgrund der vorliegenden Akten sei gestützt auf ihre Aussagen 
eindeutig erstellt, dass sie Ende November 2023 die Kündigung per Ende Februar 
2024 erhalten hätte, falls sie nicht selbst bis Ende November 2023 die Kündigung 
eingereicht hätte. Diese Aussage werde durch die ehemalige Vorgesetzte der 
Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 15. April 2024 bestätigt. Das KIGA stütze sich 
im Einspracheentscheid aber einzig auf die Auskunft des Treuhänders der 
ehemaligen Arbeitgeberin, D._____, der in seiner E-Mail vom 5. Juni 2024 zur 
Auskunft gegeben habe, die Beschwerdeführerin habe von sich aus selbst 
gekündigt. Diese Aussage widerspreche komplett derjenigen der ehemaligen 
Vorgesetzten vom 15. April 2024. Indem das KIGA die Befragung vom 15. April 
2024 einfach ausser Acht gelassen und einseitig auf eine beweisrechtlich nicht 
relevante Aussage eines aussenstehenden Treuhänders abgestellt habe, habe es 
gegen die Obliegenheit verstossen, sowohl die belastenden als auch die 
entlastenden Argumente und Beweismittel gleichermassen zu prüfen.

I. Das KIGA (nachfolgend: Beschwerdegegner) beantragte mit Stellungnahme 
vom 1. Oktober 2024 die Abweisung der Beschwerde unter gesetzlicher Kosten-
folge. Begründet wurde der Antrag insbesondere damit, die Beschwerdeführerin 
mache nicht geltend, dass das Verbleiben am Arbeitsplatz unzumutbar gewesen 
sei. Auch habe sie keine Beweismittel eingereicht, welche irgendeine 
Unzumutbarkeit hätten beweisen können. Auf die Aussage von D._____, 
Vorstandspräsident der Arbeitgeberin, wonach die Beschwerdeführerin von sich 
aus selber gekündigt habe, weil sie unter anderem wahrscheinlich selber gemerkt 
hätte, dass sie in der Kinderkrippe A._____ nicht glücklich werde, habe der 
Beschwerdegegner zu Recht abstellen dürfen. Selbst wenn unter Berücksichtigung 
der E-Mail der ehemaligen Vorgesetzten vom 15. April 2024 von einer Arbeitgeber-
kündigung ausgegangen würde, wäre die Beschwerdeführerin dennoch wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit im selben Umfang in der Anspruchs-
berechtigung einzustellen gewesen, zumal sie der Arbeitgeberin durch die 
Nichteinhaltung der Vorgaben von F._____ Anlass zur Kündigung gegeben habe.

J. Replizierend hielt die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 9. Oktober 2024 
unverändert an den bisherigen Rechtsbegehren und Ausführungen fest. Sie brachte 
weiter vor, entgegen den beschwerdegegnerischen Aussagen sei das Arbeits-
verhältnis für die Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar gewesen. Sollte dies das 
Gericht trotz der klaren Aussage der ehemaligen Vorgesetzten, E._____, vom 
15. April 2024 in Frage stellen, werde beantragt, dass E._____ zum Verhältnis 

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zwischen ihr und der Beschwerdeführerin im letzten Monat vor der Kündigung zu 
befragen sei sowie dazu, ob diese bereit gewesen wäre, das Arbeitsverhältnis 
fortzusetzen, wenn die Beschwerdeführerin nicht noch im November 2023 
gekündigt hätte. Die Beschwerdeführerin sei letztlich mit ihrer Kündigung nur der 
Kündigung durch die ehemalige Arbeitgeberin zuvorgekommen, womit keine 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit vorliege.

K. Mit Schreiben vom 17. Oktober 2024 verzichtete der Beschwerdegegner auf 
die Einreichung einer Duplik.

L. Im Januar 2025 teilte die Vorsitzende den Parteien mit, dass aufgrund der 
Zusammenlegung des Kantons- und Verwaltungsgerichts zum neuen Obergericht 
des Kantons Graubünden per 1. Januar 2025 das hängige Verfahren S 24 75 ab 
sofort von der Zweiten Sozialversicherungsrechtlichen Kammer unter der Nummer 
SV2 24 75 weitergeführt werde.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie auf den 
Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Erwägungen

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 
des Beschwerdegegners vom 15. Juli 2024 (vgl. act. B.4 = KIGA-act. 11), womit 
dieser die Einsprache der Beschwerdeführerin gegen die Verfügung vom 6. Juni 
2024 (vgl. KIGA-act. 9) abwies und die Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
für 37 Tage bestätigte. Gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich Arbeits-
losenversicherung kann gemäss Art. 1 Abs. 1 AVIG (SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie 
Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 ATSG (SR 830.1) Beschwerde beim kantonalen 
Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig für die Beurteilung von 
Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer kantonalen 
Amtsstelle ist das Versicherungsgericht desselben Kantons (Art. 100 Abs. 3 AVIG 
i.V.m. Art. 128 Abs. 2 AVIV [SR 837.02]). Da der Einspracheentscheid vom 
Beschwerdegegner als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen 
wurde, erweist sich demzufolge das Versicherungsgericht des Kantons 
Graubünden, d.h. das heutige Obergericht des Kantons Graubünden, auf das mit 
Inkrafttreten des revidierten GOG (BR 173.000) per 1. Januar 2025 die hängigen 
Verfahren des vormaligen Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
übertragen wurden (Art. 122 Abs. 5 GOG), als örtlich zuständig (vgl. Art. 1 Abs. 1 
und Art. 5 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen-

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versicherung [EGzAVG/AVIG; BR 545.100] i.V.m. Art. 1 der Verordnung zum 
Einführungsgesetz zur Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung 
[VOzEGzAVG/AVIG; BR 545.270]). Die sachliche Zuständigkeit des Obergerichts 
des Kantons Graubünden ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a 
VRG (BR 370.100). Als Adressatin des Einspracheentscheids ist die Beschwerde-
führerin überdies berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten (Art. 60 i.V.m. 
Art. 38 Abs. 4 lit. b und Art. 61 lit. b ATSG).

1.2. Nach der übergangsrechtlichen Bestimmung von Art. 85 Abs. 1 VRG werden 
bei Inkrafttreten dieses Gesetzes hängige Verfahren vor der jeweiligen Instanz nach 
bisherigem Recht zu Ende geführt. Nach aArt. 43 Abs. 1 VRG entscheidet das 
Gericht in der Regel in der Besetzung mit drei Richterinnen und Richtern, wenn der 
Streitwert CHF 5'000.00 überschreitet und keine Fünferbesetzung (aArt. 43 Abs. 2 
und 3 VRG) vorgeschrieben ist. Ausgangspunkt für die Bemessung des Streitwerts 
ist vorliegend der versicherte Verdienst der Beschwerdeführerin von CHF 5'082.00. 
Dieser Verdienst wird zum Taggeldsatz von 70 % entschädigt (vgl. dazu KIGA-act. 
1 S. 2). Die Beschwerdeführerin hat demnach Anspruch auf ein Taggeld von 
CHF 163.95 (ermittelt aus: CHF 5'082.00 x 0.7 : 21.7 Tage [pro Monat; Art. 40a 
AVIV]). Bei einer vom Beschwerdegegner auferlegten und von der 
Beschwerdeführerin angefochtenen Einstellungsdauer von 37 Tagen in der 
Anspruchsberechtigung ergibt dies einen Streitwert von CHF 6'066.15 (37 x 
CHF 163.95). Da für das vorliegende Verfahren keine Fünferbesetzung 
vorgeschrieben ist (aArt. 43 Abs. 2 VRG), ergeht das Urteil in der Besetzung mit 
drei Richterpersonen.

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin infolge 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit i.S.v. Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG zu Recht für die 
Dauer von 37 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. Dabei ist der 
Sachverhalt (inklusive eingereichter Beweismittel) bis zum Zeitpunkt des Erlasses 
des angefochtenen Entscheids massgebend (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1; vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 8C_71/2017 vom 20. April 2017 E. 8.2.1).

3. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die 
richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu 
sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 

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Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung 
zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein-
lichste würdigen (BGE 144 V 427 E. 3.2 m.H.a. BGE 138 V 218 E. 6). Der 
Untersuchungsgrundsatz gilt jedoch nicht uneingeschränkt, sondern er wird durch 
die Mitwirkungspflichten der Versicherten resp. der Parteien beschränkt, vor allem 
in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- und 
Gerichts-)Behörden und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem 
Aufwand erheben könnten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 
4. September 2020 E. 2.2). Eine Verletzung der Mitwirkungspflicht hat zur Folge, 
dass das kantonale Gericht aufgrund der vorliegenden Beweise entscheidet. 
Insofern darf von einer Beschwerde führenden Partei verlangt werden, dass sie jene 
Punkte rügt, mit welchen sie nicht einverstanden ist, und diese – soweit es ihr 
möglich ist – auch belegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_199/2013 vom 30. Juli 
2013 E. 3.3). Folglich tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht eine 
Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich 
als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer 
Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 
E. 3.2 m.H.a. BGE 138 V 218 E. 6).

4.1. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung dient dazu, die 
Schadenminderungspflicht der Versicherten durchzusetzen. Sie hat die Funktion 
einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, welche die Versicherten 
hätten vermeiden oder vermindern können. Als versicherungsrechtliche Sanktion 
bezweckt sie die angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person am 
Schaden, den sie durch ihr Verhalten der Arbeitslosenversicherung in schuldhafter 
Weise natürlich und adäquat kausal verursacht hat (vgl. BGE 133 V 89 E. 6.2.2; 
Urteil des Bundesgerichts 8C_650/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3 m.w.H.). 
Die versicherte Person muss alles Zumutbare unternehmen, um eine 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Die Versicherung soll ihre 
Leistungen nur dann (voll) erbringen, wenn sich die versicherte Person so verhält, 
wie wenn es keine Arbeitslosenversicherung gäbe (vgl. Weisung AVIG ALE [AVIG-
Praxis ALE], herausgegeben durch das Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO], 
Stand 1. Juli 2024, Rz. B311).

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4.2. Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist der Versicherte in der Anspruchs-
berechtigung einzustellen, wenn er durch sein eigenes Verschulden arbeitslos ist. 
Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV konkretisiert Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG auf Verordnungs-
stufe und legt fest, dass die Arbeitslosigkeit insbesondere dann als selbst-
verschuldet gilt, wenn der Versicherte durch sein Verhalten, insbesondere wegen 
Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses gegeben hat. Nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV gilt die 
Arbeitslosigkeit auch dann als selbstverschuldet, wenn der Versicherte das 
Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihm eine andere Stelle 
zugesichert war, es sei denn, dass ihm das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht 
zugemutet werden konnte. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt keine 
fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss 
Art. 337 bzw. Art. 346 Abs. 2 OR voraus. Es genügt, dass das allgemeine Verhalten 
des Versicherten dem Arbeitgeber berechtigten Anlass zur Kündigung gegeben hat; 
Beanstandungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht vorgelegen haben (BGE 112 
V 242 E. 1; AVIG-Praxis ALE, Rz. D21). Ein Selbstverschulden im Sinne der 
Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das 
Andauern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern 
in einem nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren 
Verhalten des Versicherten liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht 
übernimmt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_315/2022 vom 23. Januar 2023 
E. 3.2, 8C_629/2014 vom 15. Oktober 2014 E. 2.2; AVIG-Praxis ALE, Rz. D16 f.; 
NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Meyer [Hrsg.], Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, 
Rz. 828 und Rz. 835). Mithin gehören dazu auch charakterliche Eigenschaften im 
weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer für den Betrieb als untragbar erscheinen 
lassen (Urteil des Bundesgerichts C 277/06 vom 3. April 2007 E. 2 m.H.a. BGE 112 
V 242).

4.3. Eine durch den Versicherten verschuldete Kündigung des Arbeitgebers darf 
nur bei nachgewiesenem Vorsatz des Versicherten zu einer Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung führen. Dabei genügt jedoch Eventualvorsatz, welcher 
anzunehmen ist, wenn die betroffene Person vorhersehen kann oder damit rechnen 
muss, dass ihr Verhalten zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber führt, und dies 
in Kauf nimmt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_125/2021 vom 14. September 
2021 E. 2.2 m.H.a. NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 837; vgl. auch AVIG-Praxis ALE, 
Rz. D15 ff.). Die selbstverschuldete Arbeitslosigkeit wird mithin nach der 
Vergangenheit beurteilt, d.h. nach den Umständen, die zur Auflösung des 

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ehemaligen Arbeitsverhältnisses geführt haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_650/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3 m.w.H.). Stellt der Arbeitgeber die 
arbeitnehmende Person vor die Wahl, selbst zu kündigen oder die Kündigung 
entgegenzunehmen, ist von einer Kündigung durch den Arbeitgeber auszugehen. 
Es gilt dabei zu prüfen, ob die arbeitnehmende Person dem Arbeitgeber Anlass zu 
einer Kündigung gegeben hat (AVIG-Praxis ALE, Rz. D25 und Rz. D75 1.D).

4.4.1. Das Arbeitsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und der 
Kinderkrippe A._____ wurde durch die Kündigung seitens der Beschwerdeführerin 
vom 29. November 2023 per 29. Februar 2024 aufgelöst (vgl. KIGA-act. 6).

4.4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es liege keine selbstverschuldete 
Arbeitslosigkeit vor, da sie Ende November 2023 sowieso die Kündigung per Ende 
Februar 2024 erhalten hätte, falls sie nicht selbst bis Ende November die Kündigung 
eingereicht hätte. Dazu verweist sie auf die Aussagen ihrer ehemaligen 
Vorgesetzten, Krippenleiterin E._____, anlässlich eines Gesprächs anfangs 
November 2023 sowie auf deren E-Mail vom 15. April 2024. Die Beschwerde-
führerin macht damit eine Kündigung durch den Arbeitgeber geltend. Ausserdem 
sieht die Beschwerdeführerin einen Verstoss gegen die Untersuchungsmaxime 
durch den Beschwerdegegner vorliegen, indem dieser hinsichtlich des Entscheids 
bezüglich Einstellung in der Anspruchsberechtigung einzig auf die Aussage von 
D._____ abgestützt habe und mit keinem Wort auf die Befragung der ehemaligen 
Arbeitgeberin vom 15. April 2024 eingegangen sei.

4.4.3. Der Beschwerdegegner erwidert, dass die Beschwerdeführerin die 
Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz weder geltend gemacht noch 
diesbezügliche Beweismittel eingereicht habe. Er stützt sich auf die Aussage des 
Vorstandspräsidenten der ehemaligen Arbeitgeberin, D._____, in dessen E-Mail 
vom 5. Juni 2024. Der Beschwerdegegner hält zudem fest, dass die Beschwerde-
führerin aufgrund Nichteinhaltung der Vorgaben von F._____ auch bei einer 
angenommenen Arbeitgeberkündigung – unter Berücksichtigung der E-Mail von 
E._____ – wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit im selben Umfang in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen gewesen wäre.

4.4.4. Aus den vorliegenden Akten ergibt sich dazu Folgendes: Die 
Beschwerdeführerin wurde mit Arbeitsvertrag vom 30. Juni 2021 per 1. September 
2021 als Gruppenleiterin der Kinderkrippe A._____ in C._____ angestellt. Zu ihrem 
Aufgabenbereich gehörten gemäss Art. 2 des Arbeitsvertrages u.a. das Einhalten 
der Vorgaben von F._____ (vgl. KIGA-act. 5). Am 29. November 2023 reichte die 
Beschwerdeführerin die Kündigung per 29. Februar 2024 ein (act. B.1). Am 

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12. März 2024 beantragte die Beschwerdeführerin die Ausrichtung von 
Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 100 % ab selbigem Datum 
(KIGA-act. 3 und 4). Der Sachbearbeiter der ALK GR wandte sich mit E-Mail vom 
15. April 2024 an die vormalige Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin (vgl. act. 
B.6). Darin verwies er auf die Aussage der Beschwerdeführerin, wonach sie geltend 
mache, "dass es ihr nahegelegt worden ist selber zu kündigen, weil sonst die 
A._____ die Anstellung auflösen würde." In der gleichentags ergangenen Antwort 
bestätigte E._____, Krippenleiterin der Kinderkrippe A._____, diese Aussage: 
"Betreffend Kündigung entspricht B._____ Aussage der Wahrheit." Zur Frage der 
ALK GR, weshalb die A._____ die Kündigung ausgesprochen hätte, führte E._____ 
an, "Wegen nicht Einhalten der Vorgaben von F._____ (wir sind zertifiziert) hatte ich 
ihr an dem Gespräch Anfang November mitgeteilt, dass ich ihr kündige." (vgl. 
E-Mail-Korrespondenz vom 15. April 2024 [act. B.6]). In der Stellungnahme 
gegenüber der ALK GR vom 24. April 2024 brachte die Beschwerdeführerin vor, 
dass sie anfangs November 2023 zur Vorgesetzten ins Büro zitiert worden sei. Dort 
sei ihr mitgeteilt worden, dass sie nicht mehr tragbar sei für das Geschäft. E._____ 
habe ihr gesagt, "bis Ende Monat musst du gekündigt haben und wenn nicht, dann 
werde ich dir kündigen". Die Beschwerdeführerin beschreibt weiter, dass sie in 
diesem Moment starr gewesen und die Angst in ihr hochgekommen sei. In diesem 
Moment sei ihr nur eins durch den Kopf gegangen, nämlich, dass wenn ihr 
gekündigt werde, das im Lebenslauf nicht gut aussehen würde. Es sei ihr in diesem 
Moment nicht klar gewesen, dass dies nicht im Lebenslauf zu sehen wäre. Erst als 
sie bereits gekündigt gehabt habe, hätten ihr die Personen aus dem Umfeld davon 
abgeraten (vgl. act. B.5). Mit E-Mail vom 5. Juni 2024 hielt D._____, Vereins-
präsident der Kinderkrippe A._____, auf Anfrage der ALK GR vom 31. Mai 2024 
fest, "Frau B._____ hat von sich aus selber gekündigt, weil sie unter anderem 
wahrscheinlich selber gemerkt hat, dass sie bei uns nicht glücklich wird. Mehr 
können wir Ihnen nicht sagen und auch nicht bestätigen." (vgl. act. B.7). Auch in 
ihrer Einsprache vom 8. Juli 2024 verwies die Beschwerdeführerin auf das durch 
die Arbeitgeberin gestellte Ultimatum. Die Beschwerdeführerin legte weiter dar, 
dass sie sich in einer für sie ausweglosen Situation befunden habe angesichts der 
drohenden Beendigung des Arbeitsverhältnisses und sich deshalb für die Option 
entschieden habe, ihre Stelle selbst zu kündigen. Damit habe sie ihre persönliche 
Würde wahren resp. sich keine Blösse geben und im Hinblick auf die künftige 
Stellensuche gegenüber potentiellen Arbeitgebern in einem besseren Licht 
dastehen wollen (vgl. act. B.3). Die Beschwerdeführerin machte zudem geltend, 
dass sie erfolglos an die Kinderkrippe A._____ gelangt sei, um ein Schreiben zu 
erhalten, das den Sachverhalt zum Kündigungsultimatum gegenüber der 
Arbeitslosenversicherung bestätigen würde.

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4.5.1. In beweisrechtlicher Hinsicht müssen die Tatbestandsmerkmale mit dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit erfüllt sein. Das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten, welches 
dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat, muss 
in beweisrechtlicher Hinsicht klar feststehen (vgl. BGE 112 V 242 E. 1; AVIG-Praxis 
ALE Rz. D20). Namentlich geht es bei sich widersprechenden Aussagen zwischen 
Arbeitgeber und entlassener arbeitnehmender Person nicht an, nur auf die 
Aussagen der einen oder anderen Partei abzustellen. Vielmehr ist das 
Fehlverhalten mit Hilfe anderer Beweismittel zu erhärten (AVIG-Praxis ALE, Rz. D5 
und D6). Bei Streitigkeiten zwischen der Versicherten und ihrem Arbeitgeber 
reichen dessen Behauptungen allein nicht aus, um ein Fehlverhalten 
nachzuweisen, das von der Versicherten bestritten und nicht durch andere Beweise 
oder Indizien bestätigt wird, die geeignet sind, die Verwaltung oder den Richter zu 
überzeugen (BGE 112 V 242 E. 1).

4.5.2. Aus den Akten erhellt, dass der Beschwerdeführerin insofern zu folgen ist, 
als dass sie mit ihrer Kündigung Ende November 2023 – nach entsprechendem 
vorgängigem Ultimatum anfangs November 2023 – der Kündigung durch die Arbeit-
geberin zuvorgekommen ist. Dieser Umstand geht aus der Stellungnahme der 
Beschwerdeführerin vom 24. April 2024 und dem E-Mail der ehemaligen 
Vorgesetzten vom 15. April 2024 klar hervor (act. B.5 und B.6). Es handelt sich 
somit vorliegend um eine Arbeitgeberkündigung (vgl. AVIG-Praxis ALE, Rz. D25). 
Folglich ist bei der Sachverhaltsbeurteilung nicht nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV, 
sondern nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV vorzugehen und zu prüfen, ob die 
Beschwerdeführerin der Arbeitgeberin genügend Anlass bot, ihr die Kündigung 
nahe zu legen. Diesbezüglich zeigt sich gestützt auf die vorliegenden Akten, dass 
der Beschwerdegegner die ihm obliegende Abklärungspflicht eklatant verletzt hat. 
Zwar holte er bei der ehemaligen Arbeitgeberin zwei Bestätigungen ein (vgl. E-Mail 
vom 15. April 2024 und 5. Juni 2024 [act. B.6 und B.7]), doch wurden diese 
unrechtmässigerweise nicht zum Anlass genommen, weitere Abklärungen zu 
tätigen, obschon sie zueinander nicht schlüssig sind und zusätzliche Abklärungen 
nach Auffassung des Gerichts deutlich angezeigt gewesen wären. Denn es bleibt 
unklar, ob die Beschwerdeführerin wegen Nicht-Einhaltung der Vorgaben von 
F._____ ("F._____-Zertifikation"; vgl. dazu den Arbeitsvertrag vom 30. Juni 2021 
[KIGA-act. 5] und das E-Mail der Vorgesetzten vom 15. April 2024 [act. B.6]) oder 
"weil sie nicht glücklich geworden wäre" (vgl. E-Mail von D._____ vom 5. Juni 2024 
[act. B.7]) oder aus einem weiteren Grund für den Betrieb nicht mehr tragbar 
gewesen wäre (vgl. freiwillige Stellungnahme vom 24. April 2024 [act. B.5]). Aus der 
bisherigen Aktenlage erschliesst sich dem Gericht nicht, worin die Vorgaben der 

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"F._____" bestanden und inwiefern die Beschwerdeführerin diese nicht eingehalten 
hätte, was sie – möglicherweise auch aus einem anderen Grund – für den Betrieb 
untragbar gemacht hätte. Dem Beschwerdegegner gelingt es nach dem Gesagten 
nicht, die der Beschwerdeführerin zur Last gelegte selbstverschuldete Arbeits-
losigkeit rechtsgenügend bzw. mit dem notwendigen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beweisen, weil das der Beschwerdeführerin 
zur Last gelegte Verhalten, welches der Arbeitgeberin Anlass zur Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses gegeben haben soll, in beweisrechtlicher Hinsicht (noch) nicht 
klar feststeht, womit die Einstellung in der Anspruchsberechtigung (vorerst) zu 
Unrecht erfolgte.

4.6. Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 15. Juli 2024 in 
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an den 
Beschwerdegegner zurückzuweisen.

5.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen 
kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AVIG 
statuiert keine Kostenpflicht, womit diesbezügliche Beschwerdeverfahren in der 
Regel kostenlos sind. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge mutwilligen oder 
leichtsinnigen Verhaltens (Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Da von Seiten des 
unterliegenden Beschwerdegegners weder Mutwilligkeit noch Leichtsinn vorliegen, 
sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.

5.2. Die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu weiterer Abklärung und 
neuem Entscheid gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (vgl. BGE 146 V 28 E. 7, 
141 V 281 E. 11.1, 132 V 215 E. 6.1). Bei diesem Verfahrensausgang hat die 
obsiegende Beschwerdeführerin daher Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. 
Dieser wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Im Übrigen wird die Bemessung der 
Parteientschädigung gemäss Art. 61 Ingress ATSG nach dem kantonalen Recht 
bestimmt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_519/2020 vom 6. Mai 2021 E. 2.2, 
9C_714/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 9.2). Ist eine versicherte Person durch 
einen Anwalt oder eine Anwältin einer Rechtsschutzversicherung vertreten, hat sie 
im Falle des Obsiegens sowohl für das Verfahren vor Bundesgericht als auch für 
das kantonale Verfahren Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 135 V 473 
E. 2 und 3). Allerdings ist aufgrund der Praxis des Verwaltungsgerichts Rechts-
vertretern, welche (namentlich) als angestellte Anwälte oder Anwältinnen für eine 

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Rechtsschutzversicherung auftreten, (höchstens) ein Stundenansatz von 
CHF 160.00 zuzubilligen (vgl. PVG 2010 Nr. 32; Urteile des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Graubünden S 21 54 vom 18. Oktober 2022 E. 7, S 21 6 vom 12. Juli 
2022 E. 7.2, S 17 33 vom 20. Februar 2017 E. 3). Der Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin hat trotz Aufforderung vom 3. Oktober 2024 (vgl. act. F.2) keine 
Honorarnote eingereicht. In Anbetracht dessen rechtfertigt es sich nach Auffassung 
des Gerichts, der Beschwerdeführerin eine pauschale aussergerichtliche 
Entschädigung von CHF 500.00 (inkl. Spesen und MWST) zuzusprechen. In 
diesem Umfang hat der Beschwerdegegner die Beschwerdeführerin zu 
entschädigen.

Es wird erkannt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 15. Juli 
2024 aufgehoben und die Angelegenheit an das Amt für Industrie, Gewerbe 
und Arbeit Graubünden zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen 
und zu neuem Entscheid zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden hat B._____ 
aussergerichtlich mit pauschal CHF 500.00 (inkl. Spesen und MWST) zu 
entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]