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**Case Identifier:** b35ac8eb-54ce-529a-b3e8-0b4b2e29bd4e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.01.2022 720 21 54/07
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-54-07_2022-01-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. Januar 2022 (720 21 54 / 07) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Markus Schmid, 
Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1966 geborene A.____ meldete sich am 6. Juli 2016 unter Verweis auf Gelenk-
schmerzen am linken Fuss bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen, erwerblichen und haushälterischen Verhältnisse 
erliess die IV-Stelle am 17. August 2018 einen Vorbescheid, mit welchem die Abweisung des 
Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt wurde. Nachdem  dagegen Einwand erhoben hatte, gab 

 

 
 
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die IV-Stelle ein bidisziplinäres rheumatologisch-psychiatrisches Gutachten in Auftrag. Unter an-
derem gestützt auf dieses Gutachten sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 
7. Januar 2021 ab 1. Januar 2017 bis 31. Juli 2017 eine Dreiviertelsrente zu.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Markus Schmid, mit Schreiben vom 
9. Februar 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin über den 31. Juli 2017 hin-
aus bis Ende Dezember 2018 mindestens eine Viertelsrente, vom 1. Januar bis 30. Januar 2018 
mindestens eine halbe Invalidenrente und ab 1. Juli 2018 mindestens eine Viertelsrente basie-
rend auf einem IV-Grad von mindestens 43 % auszurichten. Eventualiter seien vom angerufenen 
Gericht bei den Gutachtern Dres. B.____ und C.____ ergänzende Auskünfte betreffend den Ver-
lauf der Arbeitsfähigkeit seit Mai 2017 sowie betreffend die Beurteilung der gesamten Arbeitsfä-
higkeit in einer angepassten Tätigkeit einzuholen.  
 
C.  In ihrer Vernehmlassung vom 21. April 2021 schloss die IV-Stelle unter Beilage einer 
Stellungnahme von Dr. B.____ vom 16. März 2021 auf Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Mit Replik vom 22. Juli 2021 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbegehren ge-
mäss Beschwerde vom 9. Februar 2021 fest.  
 
E.  Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Duplik vom 17. August 2021 weiterhin die Ab-
weisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte – 
Beschwerde der Versicherten vom 9. Februar 2021 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts 
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 
354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den 

 

 
 
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Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. De-
zember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 
2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet.  
2. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle der Beschwerdeführerin zu Recht 
vom 1. Januar 2017 bis 31. Juli 2017 eine Dreiviertelsrente zugesprochen und weitergehende 
Leistungsbegehren abgewiesen hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 
ATSG) sind. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt 
abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409, 143 V 418), sind für die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berücksichti-
gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät-
zen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4-3.6 und 4.1). Gemäss altem Verfahrensstandard (z.B. BGE 130 
V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen 

 

 
 
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einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den er-
hobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis-
grundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). 
 
2.4. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (BGE 126 V 353 E. 5b; Urteil des Bundesgerichts vom 
22. September 2015, 8C_431/2015, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und 
Rechtslage. 
 
3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die 
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der In-
validität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Dies ist die spezifische Methode der 
Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich; BGE 141 V 15 E. 3.2). 
 
3.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der IV-Grad entsprechend der Behinderung in bei-
den Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Ist bei diesen Ver-
sicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesund-
heitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich 
nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis der Verordnung über die Invali-
denversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961 in der bis Ende 2017 geltende Fassung). Mit der am 
1. Dezember 2017 beschlossenen Änderung der IVV und der dazu ergangenen Übergangsbe-
stimmung, in Kraft ab 1. Januar 2018 (vgl. AS 2017 7581 f.), wird für Teilerwerbstätige, die sich 
zusätzlich im Aufgabenbereich Haushalt betätigen, ein neues Berechnungsmodell statuiert (Art. 
27 bis Abs. 2 bis 4 IVV). Dieses sieht neuerdings vor, dass für die Ermittlung des Invaliditätsgrads 

 

 
 
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in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit für das Valideneinkommen nicht mehr auf das Einkommen aus 
einem Teilzeitpensum abgestellt, sondern das entsprechende Einkommen auf eine hypothetische 
Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV). Die so berechnete prozentu-
ale Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person 
hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (lit. b). Nach der dazu ergangenen Über-
gangsbestimmung Ziff. II Abs. 1 ist für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 
1. Dezember 2017 laufenden Dreiviertelsrenten, halben Renten und Viertelsrenten, die in Anwen-
dung der gemischten Methode zugesprochen wurden, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten 
dieser Änderung eine Revision einzuleiten. Eine allfällige Erhöhung der Rente kann demnach erst 
auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung erfolgen. Art. 27bis Abs. 2 bis 4 IVV hingegen 
bereits auf zuvor zuzusprechende Renten anzuwenden, liefe im Ergebnis auf eine Anwendung 
noch nicht in Kraft stehenden Rechts hinaus, was einer unzulässigen positiven Vorwirkung gleich-
käme (vgl. dazu BGE 129 V 455 E. 3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. Dezem-
ber 2017, 9C_553/2017, E. 6.2). 
 
4. Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Diese Frage beurteilt 
sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 7. Ja-
nuar 2021) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall aus-
geübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1 mit Hinweisen). Massgebend 
ist die gesamte persönliche, familiäre, berufliche und soziale Situation. Ein starkes Indiz ist dabei 
die Tätigkeit, welche bei Eintritt der invalidisierenden gesundheitlichen Beeinträchtigung tatsäch-
lich – und unter Umständen seit längerer Zeit – ausgeübt wurde (BGE 137 V 334 E. 3.2; Urteil 
des Bundesgerichts vom 3. November 2017, 9C_201/2017, E. 4.1). 
 
4.1 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der gemischten 
Methode bemessen. Dabei hat sie bei der Festlegung der Anteile der Erwerbstätigkeit und der 
Haushalttätigkeit auf die im “Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit“ vom 21. Juni 2018 
wiedergegebenen Angaben der Versicherten abgestellt, wonach diese ohne gesundheitliche Be-
einträchtigungen weiterhin in einem Pensum von 20,50 Stunden pro Woche (bei einer branchen-
üblichen Wochenarbeitszeit von 41 Stunden) einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen 
würde. Gestützt auf diese Aussage der Versicherten hat die IV-Stelle den Anteil der Erwerbstä-
tigkeit und jenen der Haushalttätigkeit entsprechend auf je 50 % festgesetzt. 
 
4.2 Die Beschwerdeführerin bringt nun vor, dass sie bei guter Gesundheit vollzeitlich arbeits-
tätig wäre. Als Begründung führt sie im Wesentlichen an, dass ihr jüngster Sohn ab Juli 2018 ein 
Praktikum in einer Kita begonnen habe und seither über Mittag nicht mehr nach Hause komme, 
um das Mittagessen einzunehmen. Die Beschwerdeführerin habe somit tagsüber keinerlei Be-
treuungsdienste für die Familie mehr zu verrichten. Auch als Grossmutter müsse sie keine Be-
treuung ihres Enkelkindes übernehmen. Der Ehemann verfüge über ein bescheidenes Einkom-
men. Es sei somit plausibel, dass die Ehegatten ihr Einkommen durch eine vollzeitliche Tätigkeit 

 

 
 
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der Beschwerdeführerin aufbessern und beginnen möchten, Rücklagen zu tätigen. Mit dem Be-
ginn der Lehre des jüngsten Kindes sei erstmals der Zeitpunkt gekommen, in welchem die Be-
schwerdeführerin einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit nachgehen möchte.  
 
4.3 Die Beschwerdeführerin nennt den Zeitpunkt des Praktikumsbeginns ihres jüngsten 
Sohnes im Juli 2018 als veränderndes Ereignis, welches dazu geführt haben soll, dass sie ihr 
Arbeitspensum auf 100 % erhöht hätte. Dieser Veränderung war sich die Beschwerdeführerin 
jedoch anlässlich der Haushaltsabklärung vom 12. Juni 2018 bzw. der Unterzeichnung des Fra-
gebogens zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit am 21. Juni 2018 bereits bewusst. Dennoch hat sie 
damals ausgesagt, dass sie bei guter Gesundheit wie bisher in einem 50 %-Pensum tätig wäre. 
Es ist dabei zu berücksichtigen, dass zu den Erziehungs- und Betreuungsaufgaben nicht nur das 
Zubereiten des Mittagessens – was mit dem Praktikumsbeginn weggefallen ist –, sondern diverse 
andere Verrichtungen wie Putzen, Einkaufen, Waschen und die Betreuung von Angehörigen ge-
hören. Auch im letzten Sekundarschuljahr stehende Kinder sind oft vor- und nachmittags ausser 
Haus. Der Betreuungsaufwand wird nicht wesentlich kleiner, weil das Kind statt in eine weiterfüh-
rende Schule zu gehen, eine Lehre beginnt. Daher ist auch mit dem Praktikumsbeginn bzw. mit 
dem Eintritt in die Lehre nicht von wesentlich veränderten Umständen auszugehen. Aber auch 
die weiteren persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse haben sich nicht 
verändert. So ist der Lohn des in einem Vollpensum angestellten Ehemanns unverändert geblie-
ben. Zwar ist das nun nachträglich vorgebrachte Argument der Beschwerdeführerin, es sei plau-
sibel, dass die Ehegatten ihr Einkommen nun durch eine vollzeitliche Tätigkeit der Beschwerde-
führerin aufbessern und Rücklagen tätigen möchten, nachvollziehbar. Daraus können jedoch 
keine veränderten Verhältnisse abgeleitet werden. Zudem waren auch diese Umstände der Be-
schwerdeführerin bekannt, als sie unterschriftlich bestätigt hat, dass sie bei guter Gesundheit wie 
bis anhin in einem 50 %-Pensum arbeiten würde. Anzufügen bleibt, dass die von der Beschwer-
deführerin angeführte eheschutzrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach Müttern 
oder Vätern, welche die Kinder hauptsächlich betreuen, nach dem 16. Geburtstag des jüngsten 
Kindes ein 100 %-Arbeitspensum zuzumuten sei, vorliegend nicht relevant ist und auch daraus 
nicht abgeleitet werden kann, dass die Beschwerdeführerin nun in einem höheren Pensum arbei-
ten würde.  
 
Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht als teilweise erwerbs-
tätig eingestuft und den Anteil der Erwerbstätigkeit und jenen der Haushalttätigkeit auf je 50 % 
festgesetzt. 
 
4.4 Die Ergebnisse der Haushaltsabklärung an sich werden von der Versicherten in ihrer 
Beschwerde nicht in Frage gestellt. Die Akten liefern ebenfalls keine Anhaltspunkte dafür, dass 
die Abklärungsperson die Aufgabenbereiche falsch gewichtet, die Angaben der Versicherten un-
zureichend berücksichtigt, oder die in den einzelnen Bereichen bestehenden Einschränkungen 
nicht korrekt beschrieben und bewertet hätte. Es lässt sich vielmehr festhalten, dass sich der 
Berichtstext als plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen erweist und dass er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen 
Angaben der Versicherten steht. Dem Abklärungsbericht kommt deshalb voller Beweiswert zu. 
Somit ist die IV-Stelle zu Recht von einer Einschränkung im Haushalt von 21,20 % ausgegangen. 

 

 
 
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5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die 
Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
5.3.1 So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2019, 9C_609/2018, 
E. 3.2.2).  
 

 

 
 
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5.3.2 Zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen wird der Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser 
Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen-
heit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Berichten kommt allerdings nicht derselbe 
Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen 
Fassung) eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten 
zu, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
5.3.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 
506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 
und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 
2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen im Wesentlichen die folgenden 
ärztlichen Unterlagen vor: 
 
6.1 Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens am 9. Dezember 2019 erstattete bidiszipli-
näre rheumatolologisch-psychiatrische Gutachten von Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie und 
FMH Innere Medizin, und Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hält interdis-
ziplinär folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: 

− rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10 
F33.0) 

− anhaltende Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10 F45.41) 
− Wide Spread Pain Syndrom / Fibromyalgie (ICD-10 M79.7). 

 
Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit wird aus psychiatrischer Sicht ausgeführt, dass 
unter Berücksichtigung aller Indikatoren, so die funktionellen Einschränkungen, der Verlauf, die 
Befunde in ihrer Ausprägung, die Beeinträchtigung der innerpsychischen Ressourcen bei guten 
sozialen Ressourcen und die Angaben der Explorandin selbst, die Explorandin derzeit 60 % ar-
beitsfähig sei, bezogen auf ein 100 %-Pensum. Aus somatischer Sicht wird festgehalten, dass 
die bisherige Tätigkeit als Mitarbeiterin im Verkauf und an der Kasse in einem Pensum zu 80 % 
ausgeführt werden könne. Dabei sei dominant eine Tätigkeit an der Kasse durchzuführen und 
somit eine leichte Einschränkung der qualitativen Arbeitsfähigkeit aufgrund der nur biomechani-

 

 
 
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schen Einschränkungen zu Beginn der Arbeitstätigkeit. Diese würde im Verlauf des Arbeitsbe-
ginns gesteigert werden können bei gleichzeitiger Intensivierung der trainingstherapeutischen 
Massnahmen. Es sei zu erwarten, dass Mitte 2020 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit wiederum erreicht werden könne. Die aktuell 20%ige Einschränkung quanti-
tativ beziehe sich auf die Fibromyalgie-Symptomatik, welche in Kombination mit dem psychischen 
Beschwerdebild stehe. Aus rein rheumatologischer Sicht wäre hier keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit zu attestieren, da eine milde Ausprägung vorliege. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit wird aus psychiatrischer Sicht festgehalten, die Explorandin könne 
sich aufgrund ihrer Gesundheitsschädigung nicht an stark schwankende Arbeitsbedingungen, 
Leistungsdruck, Überzeitanforderung und Stress anpassen. Eine Schichtarbeit müsse aufgrund 
der affektiven Störung vermieden werden. Eine Tätigkeit müsste den körperlichen Beschwerden 
entsprechend angepasst sein. Der Wunsch der Explorandin wäre, in diesem Bereich als Näherin 
oder Kassiererin zu arbeiten. Die Explorandin sei in angepasster Tätigkeit 60 % arbeitsfähig. Aus 
somatischer Sicht wird ausgeführt, eine ideal angepasste Tätigkeit umfasse von aktuell bis Mitte 
2020 eine leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit unter Wechselbelastung vorwiegend 
sitzend. Idealerweise werde diese im angestammten Beruf als Kassiererin und Verkäuferin aus-
geübt. Gemäss der Versicherten sollte dies auch möglich sein, obwohl sie ein geringeres Arbeits-
pensum als 80 % als besser empfände. Das Problem, welches von Seiten der Versicherten ge-
schildert werde, sei die Vermittelbarkeit in eine reine Kassenarbeitstätigkeit. Hier seien somit die 
Integrationsmassnahmen auf eine stufenweise Wiedereingliederung mit primär sitzender Tätig-
keit in leichter Arbeit zu erwägen. Diese könne auch eine Näharbeit oder Schneiderarbeiten be-
inhalten. Solche Tätigkeiten würden auch als Hobby so gepflegt und hier bestehe eine gute Vor-
bildung mit Diplom. Dadurch könne auch ein Übergang geschaffen werden in die Verkaufstätig-
keit an der Kasse sowie auch in der Rayon-Bedienung. Eine Traglimite gebe es aufgrund der 
Veränderungen im Rücken sowie der myofaszialen Beschwerden für eine leichte bis mittel-
schwere Tätigkeit nicht und somit könne ein Gewicht von 11 kg auch repetitiv getragen werden. 
Aus gesamtmedizinischer Sicht wird festgehalten, die Arbeitsfähigkeit werde massgeblich durch 
die psychiatrische Beurteilung bestimmt. Die Einschränkungen durch die Fibromyalgiesympto-
matik könne integral in der somatoformen Schmerzkrankheit beurteilt gesehen werden. In Bezug 
auf abweichende Beurteilungen des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit wird ausge-
führt, aus orthopädischer und rheumatologischer Sicht würden keine abweichenden Beurteilun-
gen bestehen. Dr. B.____ hält fest, die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, welche vom Hausarzt so 
attestiert worden sei, sehe er als integrale Beurteilung bei körperlichen und psychischen Be-
schwerden, welche sich gegenseitig negativ beeinflussen würden. Diese sollten kritisch ausei-
nanderdividiert werden und würden zeigen, dass die somatischen Beschwerden grundsätzlich in 
den Hintergrund treten und überlagert werden durch die psychischen Beschwerden.  
 
6.2 Mit Bericht vom 8. Januar 2020 nimmt Dr. med. D.____, Fachärztin für Physikalische 
und Rehabilitative Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), zum Gutachten der Dres. C.____ 
und B.____ Stellung. Gesamtmedizinisch überwiege die psychiatrisch begründete Arbeitsunfä-
higkeit von 40 % in jeglicher Tätigkeit, da rheumatologisch in einer körperlich angepassten Ver-
weistätigkeit lediglich eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund myofaszialer Befunde attestiert 
werden könne. Somatisch lasse sich die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit nach adäqua-
tem Training im weiteren Verlauf auf 100 % steigern. Ausschlaggebend bzw. iv-relevant sei die 

 

 
 
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psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit, welche jedoch durch eine geeignete fachpsychiatri-
sche Behandlung reduziert werden könne. Anders als im Gutachten von Dr. B.____ sehe sie die 
angestammte Tätigkeit nicht als Verweistätigkeit an und gehe daher abweichend vom Gutachten 
von Dr. B.____ und abstützend auf die Angaben der Versicherten davon aus, dass die zuletzt 
ausgeübte Tätigkeit körperlich anspruchsvoll gewesen sei. Nur unter der Annahme, dass die Ver-
sicherte im Supermarkt ausschliesslich die Kasse hätte bedienen müssen, was jedoch nicht der 
Fall gewesen sei, wäre die gutachterlich attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als 
Kassiererin bei E.____ plausibel nachvollziehbar. Auf das Gutachten könne ansonsten abgestellt 
werden.  
 
6.3 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens hat die Beschwerdegegnerin eine Rückfrage an 
die Gutachter insbesondere zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit getätigt. Dr. B.____ hat mit Schrei-
ben vom 16. März 2021 Stellung genommen. Im Wesentlichen hält er fest, dass bereits im Mai 
2017 eine die somatischen Beschwerden überlagernde somatoforme Schmerzkrankheit vorhan-
den gewesen sei, wie sie im psychiatrischen Gutachten beurteilt worden sei. Die vom Hausarzt 
bestätigte Arbeitsfähigkeit von 50 % ab Mai 2017 habe sich zudem auf die angestammte Tätigkeit 
und nicht auf eine Verweistätigkeit bezogen. Für eine signifikante und arbeitsrelevante massive 
Beeinträchtigung der Belastbarkeit aus somatischer Sicht im Sommer 2018 würde eine entspre-
chende orthopädische oder bewegungsapparatemedizinische Nach-beurteilung fehlen.  
 
7. Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 7. Januar 2021 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf die Ergeb-
nisse, zu denen die Gutachter Dres. C.____ und B.____ in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 
9. Dezember 2019 gelangten. Sie ging dementsprechend davon aus, dass nach Ablauf des War-
tejahres im Januar 2017 zunächst – aufgrund der Operation am 6. Dezember 2016 – eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 30. April 2017 und ab 1. Mai 2017 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit 
in einer leidensadaptierten Tätigkeit bestand. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu 
beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3.1 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungs-
verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehen-
der Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor.  
 
Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. C.____ und B.____ vom 9. Dezember 2019 weist weder 
formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.2 
hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, 
es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der me-
dizinischen Situation ein und es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Ebenso setzt es sich 
ausreichend mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander. Damit 
ist die IV-Stelle Ihrer Pflicht, den massgeblichen medizinischen Sachverhalt von Amtes wegen im 
Verwaltungsverfahren abzuklären, nachgekommen (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesge-
richts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2011, E. 5.2.1). Gestützt auf diese Ausführungen ist 

 

 
 
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festzuhalten, dass die von der Beschwerdegegnerin im Verlauf des Beschwerdeverfahrens ein-
geholte Stellungnahme von Dr. B.____ vom 16. März 2021 nicht erforderlich war. Wie die Be-
schwerdeführerin in ihrer Replik zu Recht festhält, ist die Einholung dieser Stellungnahme klarer-
weise unter Verletzung des rechtlichen Gehörs erfolgt. Mit der Beschwerdegegnerin ist aber auch 
anzumerken, dass diese Gehörsverletzung geheilt wurde, da die Beschwerdeführerin im Rahmen 
des Beschwerdeverfahrens dazu Stellung nehmen konnte. Wie bereits bemerkt, war die Einho-
lung der Stellungnahme von Dr. B.____ jedoch gar nicht notwendig, da bereits aufgrund des Gut-
achtens vom 9. Dezember 2019 der medizinische Sachverhalt als erstellt gelten kann. Es kann 
folglich auf die Ergebnisse dieses Gutachtens abgestellt werden.  
 
8.1 Die Beschwerdeführerin bringt gegen das Gutachten einerseits vor, die Gutachter seien 
entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ab 1. Mai 2017 nicht von einer Arbeitsfähig-
keit von 60 % in einer Verweistätigkeit ausgegangen. Vielmehr hätten die Gutachter für den Ver-
lauf der Arbeitsfähigkeit auf die Beurteilung des Hausarztes Dr. med. F.____ abgestellt, welcher 
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgegangen sei. Zudem seien die 
somatischen Leiden gemäss Gutachten nicht irrelevant, sondern in Kombination mit dem psychi-
schen Schmerzleiden zu erblicken. Es werde aber im Gutachten nicht klar kommuniziert, wie 
hoch die Arbeitsfähigkeit sei. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Gutachter dem 
Hausarzt nicht nur punkto Verlauf der Arbeitsfähigkeit in der Vergangenheit zugestimmt hätten, 
sondern insgesamt von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Da sich die körperli-
chen und psychischen Beschwerden negativ beeinflussen würden, sei zu der aus psychiatrischer 
Sicht 60%igen Arbeitsfähigkeit eine um 10 % erhöhte Arbeitsunfähigkeit aufgrund der somati-
schen Leiden anzurechnen, stimmig mit der vom Hausarzt attestierten 50%igen Arbeitsfähigkeit. 
Diese Vorbringen der Beschwerdeführerin überzeugen nicht.  
 
8.1.1 Die psychiatrische Gutachterin leitet die funktionellen Einschränkungen einleuchtend 
her. Sie folgert, dass von einer negativen Wechselwirkung der anhaltenden Schmerzstörung und 
der depressiven Störung ausgegangen werden müsse. Die Coping-Mechanismen im Umgang mit 
den Schmerzen würden von der aktuellen Situation durch die Teilarbeitsunfähigkeit und die Ar-
beitslosigkeit negativ beeinflusst. Es könne vermutet werden, dass die Explorandin aktuell nicht 
depressiv geworden wäre, wenn sie nicht an chronischen Schmerzen leiden würde. Die Explo-
randin habe bereits mehrfach depressive Episoden nach belastenden Ereignissen entwickelt. 
Diese Aussage der Gutachterin wird auch dadurch bestätigt, dass die psychischen Probleme der 
Beschwerdeführerin erst im Einwandverfahren vorgebracht wurden, während sie in ihrer Anmel-
dung an die IV lediglich somatische Beschwerden angegeben hatte. Die Gutachterin hält weiter 
fest, dass davon ausgegangen werden könne, dass die Einschätzung einer 60%igen Arbeitsfä-
higkeit aus psychiatrischer Sicht seit dem Unfall gelte. Sie verweist gleichzeitig darauf, dass die 
Aufnahme einer integrierten, psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung inklusive einer 
pharmakotherapeutischen, antidepressiven schlafanstossenden und schmerzmodulierenden Me-
dikation dringend erforderlich sei. Unter entsprechender Behandlung könne medizinisch-theore-
tisch innerhalb von zwei Jahren eine 100%ige Arbeitsfähigkeit wiedererlangt werden. Eine Re-
mission der depressiven Episode sei genauso zu erwarten wie das Erlernen von Skills und Co-
ping-Mechanismen im Umgang mit möglicherweise weiterhin persistierenden chronischen 
Schmerzen, so dass sich diese im späteren Verlauf aus rein psychiatrischer Sicht nicht mehr 

 

 
 
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einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirken sollten. Zwar müsse aufgrund der rezidivieren-
den depressiven Störung mit schon früheren Phasen, in denen die Explorandin auf belastende 
Lebensumstände depressiv bis hin mit Suizidgedanken reagiert habe, auch künftig eine gewisse 
Labilität der Persönlichkeit und der innerpsychischen Ressourcen angenommen werden, doch 
stelle die im psychiatrischen Untersuchungsgespräch festgestellte Introspektionsfähigkeit eine 
Ressource zur langfristigen Stabilisierung des psychischen Zustandes dar. 
 
8.1.2 Der rheumatologische Gutachter seinerseits bezeichnet den Gesundheitszustand seit 
dem Unfall als gebessert. Der funktionelle Schweregrad der Gesundheitsstörung sei bezüglich 
den beiden Füssen als leicht zu nennen. Es bestehe eine statisch-dynamische Instabilität im 
Fussbereich beidseits, linksbetont, bei Senk- und Knickfussstellung, wobei auf der linken Seite 
eine Kompromittierung durch das Supinationstrauma und die nachfolgende Operation entstanden 
sei. Die aktuelle Fähigkeit einer aktiven Fussstabilisierung mittels Peroneal- und Tibialis-poste-
rior-Sehne sowie Tibialis-anterior in der Achsenkontrolle sei insuffizient und könne optimiert wer-
den durch trainingstherapeutische Massnahmen. Bei einer idealen Aufteilung der Arbeit sitzend, 
stehend und gehend nehme diese Beeinträchtigung keine relevanten Formen an. Die myofaszi-
alen Beschwerden seien behandlungsfähig, die degenerativen Veränderungen im Bereich der 
LWS seien im 10-Jahresverlauf stabil und als leicht anzusehen. Bezüglich der Fussfunktion be-
stehe eine ruhige Situation.  
 
8.1.3 Das Gutachten setzt sich in der Konsensbeurteilung ausdrücklich mit der abweichenden 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Hausarzt auseinander. Es weist daraufhin, dass an-
ders als vom Hausarzt beurteilt, die körperlichen und psychischen Beschwerden nicht integral 
beurteilt, sondern kritisch auseinanderdividiert werden müssten. Dadurch erscheint nachvollzieh-
bar, dass die somatischen Beschwerden in den Hintergrund treten und durch die psychischen 
Einschränkungen überlagert werden. Die Prognose bezüglich Fussstatik, Lendenwirbelsäule so-
wie Beckenregion sei als gut zu werten und insgesamt würden auch funktionell gute Vorausset-
zungen für eine verbesserte Statik sowie Haltungs- und Bewegungskontrollfunktion bestehen. 
Die Explorandin müsse jedoch die aktuelle Passivität und Selbstlimitierung aufgrund der Angst 
vor Schmerzen überwinden. Der rheumatologische Gutachter hält auch ausdrücklich fest, dass 
sich die 20%ige Einschränkung aus rheumatologischer Sicht einzig auf die Fibromyalgie beziehe, 
die in Kombination mit dem psychischen Beschwerdebild stehe. Aus rein rheumatologischer Sicht 
sei keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu attestieren, da eine milde Ausprägung vorliege. 
Entsprechend sei die Fibromyalgie-Symptomatik in die psychische Situation einzubeziehen. Ge-
samtmedizinisch wird festgehalten, dass die Arbeitsfähigkeit massgeblich durch die psychiatri-
sche Beurteilung bestimmt wird. Die Psychiaterin hält – wie bereits ausgeführt – eine 60%ige 
Arbeitsfähigkeit seit dem Unfall fest, während der rheumatologische Gutachter eine 20%ige Ein-
schränkung aufgrund der Fibromyalgie angibt, welche aber in die psychische Situation einzube-
ziehen sei. Es kann folglich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht davon aus-
gegangen werden, dass sich die Gutachter der Auffassung des Hausarztes bezüglich einer 50%i-
gen Arbeitsfähigkeit angeschlossen haben. Des Weiteren ist der Beschwerdeführerin zwar zuzu-
stimmen, dass der Gutachter Dr. B.____ nicht explizit zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit Stellung 
genommen hat. Im rheumatologischen Teilgutachten wird die Beschwerdeführerin gestützt auf 

 

 
 
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die echtzeitlichen Arztberichte für die Phase vom 5. Dezember 2016 bis 30. April 2017 (postope-
rativ) als zu 0 % arbeitsunfähig (recte arbeitsfähig), danach bis 31. Januar 2018 als zu 50 % und 
ab 1. Februar 2018 zu 100 % arbeitsfähig bezeichnet. Dabei ist davon auszugehen, dass sich 
diese Beurteilungen auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit beziehen. Dr. B.____ 
legt dar, dass auf die Einschätzung des Hausarztes in Bezug auf die 50%ige Arbeitsfähigkeit 
nicht abgestellt werden kann, sondern die psychiatrische Einschätzung der 60%igen Arbeitsfä-
higkeit zu berücksichtigen sei. 
 
Gestützt auf diese Ausführungen ergibt sich, dass nach der OSG-Arthroskopie vom 7. Dezember 
2016 bis 30. April 2017 von einer 100%igen und ab 1. Mai 2017, also beinahe fünf Monate nach 
der Operation, interdisziplinär von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit auszu-
gehen ist.  
 
8.2 An dieser Beurteilung ändert auch nichts, dass die RAD-Ärztin Dr. D.____ im Gegensatz 
zu Dr. B.____ festhält, dass die bisherige Tätigkeit nicht als angepasste Tätigkeit zu bewerten 
sei. Diesbezüglich scheint Dr. B.____ davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihre bis-
herige Tätigkeit ausschliesslich an der Kasse ausüben könne, während Dr. D.____ der Ansicht 
ist, dass die bisherige Tätigkeit auch schwere Arbeiten umfasse und deshalb keine angepasste 
Tätigkeit darstelle. Diese Differenz ist insofern unerheblich, als sowohl die Gutachter als auch Dr. 
D.____ jedenfalls eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit als zumutbar er-
achten.  
 
8.3 Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass Dr. B.____ in seiner Stellungnahme vom 
16. März 2021 verdeutlicht, dass bereits im Mai 2017 eine die somatischen Beschwerden über-
lagernde somatoforme Schmerzkrankheit vorhanden gewesen sei, wie sie im psychiatrischen 
Gutachten beurteilt worden sei. Die vom Hausarzt bestätigte Arbeitsfähigkeit von 50 % ab Mai 
2017 habe sich auf die angestammte Tätigkeit bezogen. Der Gutachter äussert sich auch zu den 
in der Beschwerde vorgebrachten Einwänden. So hält er fest, dass aus rheumatologischer und 
orthopädischer Sicht nicht nachvollziehbar sei, dass die Beschwerdeführerin durch das Arbeits-
training kaum habe stehen und gehen können. Mit grosser Wahrscheinlichkeit habe es sich bei 
der Arbeitsaufgabe um eine schmerzmedizinische und dominant somatoforme Schmerzproble-
matik gehandelt, welche im psychiatrischen Fachgebiet beurteilt worden sei. Die Gutachter seien 
davon ausgegangen, dass eine adaptierte Tätigkeit unter optimierten Bedingungen auch zu die-
sem Zeitpunkt zumindest zu 60 % hätte wahrgenommen werden können.  
 
8.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass nach Ablauf der 4-monatigen postoperativen Phase 
mit Beginn im Dezember 2016, während welcher die IV-Stelle zu Recht von einer 100%igen Ar-
beitsunfähigkeit ausging, ab 1. Mai 2017 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit vorliegt, da ab diesem Zeit-
punkt das psychische Beschwerdebild überwiegt.  
 
9.1 Auf dieser Grundlage ermittelte die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung in Anwen-
dung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung bei einer zeitlichen Beanspruchung von 
50 % im Erwerbs- und von 50 % im Haushaltbereich eine Einschränkung im Haushaltbereich von 
10,60 % (0,50 x 21,20 %). Im Erwerbsbereich gelangte sie zu Einschränkungen von 50 % ab 

 

 
 
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1. Januar 2017 (0,50 x 100 %) bzw. von 1,86 % ab 1. Mai 2017 (0,50 x 3,73 %) und von 21,82 % 
ab 1. Januar 2018 (0,50 x 43,86 %). Insgesamt resultieren daraus gemäss Berechnung der IV-
Stelle unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 5 % Invaliditätsgrade von 61 % 
(vom 1. Januar 2017 bis 30. April 2017), von 12 % (ab 1. Mai 2017) und von 32 % (ab 1. Januar 
2018). Diese Berechnungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Zur Ermittlung der Ver-
gleichseinkommen stützte sich die IV-Stelle zu Recht auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) des 
Bundesamtes für Statistik. Soweit die Beschwerdeführerin unter Verweis auf das Gutachten "Nut-
zung der Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der Vergleichslöhne bei der IV-
Rentenbemessung" des Büros für Arbeits- und Sozialpoltische Studien [BASS AG] vom 8. Januar 
2021 sowie das Rechtsgutachten "Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invaliden-
versicherung" von THOMAS GÄCHTER, PHILIPP EGLI, MICHAEL E. MEIER und MARTINA FILIPPO gegen 
die Berechnung vorbringt, die sich aus der LSE des Bundesamtes für Statistik ergebenden Löhne 
seien massiv zu hoch und daher vorliegend nicht heranzuziehen, ist festzuhalten, dass diese 
Berechnungsweise nach wie vor der bisherigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspricht 
und daher nicht zu beanstanden ist. Folglich sprach die IV-Stelle der Versicherten in der ange-
fochtenen Verfügung nach Ablauf des Wartejahres im Januar 2017 zu Recht ab 1. Januar 2017 
bis 31. Juli 2017 eine Dreiviertelrente zu und in ebenso zutreffender Weise verneinte sie gleich-
zeitig einen Rentenanspruch für den Zeitraum ab 1. August 2017. Die gegen die betreffende Ver-
fügung vom 7. Januar 2021 erhobene Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet, wes-
halb sie abzuweisen sind. 
 
9.2 Es ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass selbst wenn ab 1. Mai 2017 – wie von 
der Beschwerdeführerin unter Berufung auf den Hausarzt Dr. F.____ geltend gemacht – von einer 
50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen würde, sich kein rentenbegründender IV-Grad ergeben 
würde. Die Annahme einer 50%igen Arbeitsfähigkeit hätte lediglich Auswirkungen auf den IV-
Grad ab 1. Januar 2018 zur Folge, da gestützt auf die ab diesem Zeitpunkt in Kraft getretene 
Verordnungsänderung bei der Berechnung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge-
worden wäre, neu auf eine Vollerwerbstätigkeit hochzurechnen ist (vgl. oben E. 3.3). Selbst unter 
Berücksichtigung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit und eines leidensbedingten Abzugs von 5 % 
resultiert jedoch auch ab Januar 2018 kein rentenbegründender IV-Grad, würde dieser doch le-
diglich 37 % (26,52 % im Erwerbsbereich, 10,60 % im Haushaltsbereich) betragen. Für die Zeit 
vom 1. Mai 2017 bis 31. Dezember 2017 würde sich an der von der IV-Stelle vorgenommenen 
Berechnung des IV-Grades nichts ändern, da der Anteil der Erwerbstätigkeit und jener der Haus-
halttätigkeit je 50 % betragen, weshalb nach der in dieser Zeitspanne geltenden Regelung für die 
Berechnung des IV-Grades im Erwerbsbereich sowohl das Invalideneinkommen als auch das 
Valideneinkommen anhand einer 50 %-Tätigkeit zu berechnen sind. Damit bleibt es – unter Be-
rücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 5 % – für den Zeitraum vom 1. Mai bis 31. De-
zember 2017 bei einem IV-Grad von gesamthaft 12 % (1,86 % im Erwerb, 10,60 % in der Haus-
haltstätigkeit). 
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 

 

 
 
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im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb 
die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
 
10.2 Dem Prozessausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  
 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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