# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d869cff-f5a3-5bbb-9cae-5a0d9c506b24
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.09.2010 C-1126/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1126-2010_2010-09-02.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1126/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Spanien,
vertreten durch Rechtsanwalt 
lic. iur. Abelardo Vazquez Conde, 
avenida La Habana, 9-1°, ES-32003 Ourense,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Invalidität).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1126/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  X._______  mit  Gesuch  vom  7. Mai  2009  beim  spanischen 
Versicherungsträger einen Antrag auf Ausrichtung von Leistungen der 
schweizerischen Invalidenversicherung eingereicht hat;

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) mit 
Verfügung  vom  6. Januar  2010  (act. 26)  entsprechend  der  Ankün-
digung im Vorbescheid vom 21. Oktober 2009 (act. 22) das Leistungs-
begehren  von  X._______  gestützt  auf  die  Stellungnahme  des 
medizinischen Dienstes vom 15. Oktober 2009 abgewiesen hat;

dass  X._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer),  vertreten  durch 
Rechtsanwalt  Abelardo  Vazquez  Conde,  gegen  die  Verfügung  vom 
6. Januar  2010  am  18. Februar  2010  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht erhoben hat;

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung  von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art.  33 VGG 
zuständig ist;

dass die  IV-Stelle  eine Vorinstanz gemäss Art. 33  lit. d  VGG ist  und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober  2000 über  den Allgemeinen Teil  des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
(Art. 60  ATSG  und  Art. 52  VwVG)  und  der  einverlangte  Kostenvor-
schuss  fristgerecht  geleistet  wurde  und  somit  auf  die  Beschwerde 
einzutreten ist;

dass die  IVSTA mit  Vernehmlassung vom 5. August  2010 unter  Hin-
weis auf die Stellungnahme von Dr. med. A._______ vom 30. Juli 2010 
beantragt  hat,  die  Beschwerde  sei  dahingehend  gutzuheissen,  dass 
die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Stel lungnahme 
des medizinischen Dienstes an die IVSTA zurückzuweisen sei;

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dass  die  IVSTA  respektive  Dr. med. A._______  des  medizinischen 
Dienstes  ausführen,  die  Arztberichte  aus  Spanien  beschrieben  den 
Beschwerdeführer  als  voll  arbeitsunfähig,  was  im  Widerspruch  zur 
Einschätzung des medizinischen Dienstes der IVSTA stehe;

dass sich gemäss dem neuesten Arztbericht vom Dr. med. B._______ 
vom 3. Februar  2010  die  klinische  Situation  weiterhin  verschlechtert 
habe und der Beschwerdeführer schwach sei und zu wenig Blut habe, 
woraus sich eine volle Arbeitsunfähigkeit ergebe;

dass der medizinische Dienst ferner festgestellt hat, dass sich in den 
Akten kein Verlaufsbericht der Leberwerte, kein neuer versicherungs-
medizinischer  Bericht  oder  Angaben  zur  aktuellen  Medikation  be-
fänden und überdies nicht  bekannt sei,  ob eine Lebertransplantation 
inzwischen stattfgefunden habe;

dass  der  Sachverhalt  in  obgenannter  Hinsicht  Lücken  aufweist  und 
somit nur ungenügend abgeklärt worden ist;

dass Art. 49 lit. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt;

dass die  Beschwerde daher  in  dem Sinn gutzuheissen ist,  dass die 
angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  gestützt  auf 
Art. 61 Abs. 1 VwVG zur Neubeurteilung an die IVSTA zurückzuweisen 
ist, verbunden mit der Anweisung, den Sachverhalt durch umfassende 
Abklärungen zu ergänzen und anschliessend in der Sache neu zu ver-
fügen;

dass  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  sind  (Art. 63  Abs. 1  und 2 
VwVG und dem Beschwerdeführer der geleistete Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 414.-- nach Eintritt  der Rechtskraft auf ein von ihm 
anzugebendes Konto zurückzuerstatten ist;

dass  dem  obsiegenden  Beeschwerdeführer,  welcher  anwaltlich  ver-
treten war, zu Lasten der IVSTA eine Parteientschädigung in der Höhe 
von  Fr. 800.--  zuzusprechen  ist  (Art. 7 ff. des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinn  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung aufgehoben und die Sache zur ergänzenden Ab-
klärung  und  Neubeurteilung  im  Sinne  der  Erwägungen  an  die  Vor-
instanz zurückgewiesen wird.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  geleistete  Kosten-
vorschuss von Fr. 414.-- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 800.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilage: 
Formular Zahladresse)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer 
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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