# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad928d29-677c-5c9f-b9ea-b8f3b1ccf4cf
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-01
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 01.07.2021 S 2020 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-71_2021-07-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth und lic. iur. Jacqueline Iten-Staub 
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 1. Juli 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

SUVA, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, Fluhmatt-
strasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Rente)

S 2020 71

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Urteil S 2020 71

A. Der 1957 geborene A.________ war als Tiefbauarbeiter bei der C.________ AG in 
D.________ angestellt und in dieser Eigenschaft obligatorisch bei der Suva gegen die 
Folgen von Unfällen versichert, als ihm am 27. November 2013 auf der Baustelle ein etwa 
sieben Tonnen schwerer Bagger über den rechten Fuss rollte (Suva-act. 1). Das 
Kantonsspital E.________ diagnostizierte ein Quetschtrauma, eine dislozierte Fraktur am 
Fortsatz des vorderen Fersenbeins und eine undislozierte Fraktur am Kahnbein, welche 
konservativ therapiert wurden (Suva-act. 8). Die Suva kam für die notwendigen 
Behandlungsmassnahmen auf und entrichtete Taggelder (Suva-act. 4). In der Zeit vom 
29. April bis 3. Juni 2014 und vom 22. Oktober bis 12. November 2014 hielt sich der 
Versicherte in der Rehaklinik F.________ auf (Suva-act. 42 und 82). Der weitere 
Heilverlauf zeigte sich unter Entwicklung eines persistierenden komplexen regionalen 
Schmerzsyndroms protrahiert. Suva-Kreisarzt Dr. G.________ stellte in seinen 
Beurteilungen vom 9. Mai, 22. August 2016 und 20. März 2017 fest, dass es dem 
Versicherten unter Berücksichtigung der noch verbliebenen Unfallfolgen zuzumuten sei, 
ganztags einer angepassten beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Ein Integritätsschaden 
liege nicht vor (Suva-act. 180, 203 und 240). Gestützt darauf sprach ihm die Suva mit 
Verfügung vom 26. April 2017 mit Wirkung ab 1. Juni 2017 eine Invalidenrente von 24 % 
zu. Ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung wurde verneint (Suva-act. 250). Im 
Rahmen des Einspracheverfahrens gab die Suva ein interdisziplinäres Gutachten bei 
Dr. H.________ (Orthopädische Chirurgie) und Dr. I.________ (Neurologie) in Auftrag. 
Doktor H.________ stellte in seiner Beurteilung vom 1. Juli 2019 fest, dass der Versicherte 
in der Lage sei, ganztägig sitzend zu arbeiten (Suva-act. 298). Rechtsanwalt B.________ 
liess sich zu dieser medizinischen Expertise trotz wiederholten Fristerstreckungen nicht 
vernehmen (Suva-act. 302 ff., 308 f. und 312 f.). Mit Einspracheentscheid vom 11. Mai 
2020 wies die Suva die Einsprache insofern teilweise gut, als der Erwerbsunfähigkeitsgrad 
neu auf 25 % festgesetzt wurde. Im Übrigen wurde die Einsprache abgewiesen (Suva-
act. 318). 

Die IV-Stelle ihrerseits sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 17. September 2018 
eine befristete ganze Rente vom 1. Januar bis 31. August 2015 zu (Suva-act. 271). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 12. Juni 2020 liess A.________ 
beantragen, der Einspracheentscheid vom 11. Mai 2020 sei aufzuheben und es sei ihm 
eine höhere Invalidenrente als 25 % zuzusprechen; alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In prozessualer Hinsicht wurde 
die Sistierung des Gerichtsverfahrens bis zum Vorliegen des von ihm bestellten 

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Urteil S 2020 71

medizinischen Gutachtens beantragt. Begründend führte der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen aus, das interdisziplinäre Gutachten sowie die vorangegangene Beurteilung 
des Kreisarztes würden das Schmerzsyndrom mit objektivierbarer organischer Grundlage 
ungenügend berücksichtigen. Die organische Grundlage sei objektivierbar, indem aus den 
Wärmebildern ersichtlich sei, dass der rechte Unterschenkel und Fuss deutlich kälter seien 
als links. Diese belastungsabhängigen Schmerzen, die schon bei einfachem Sitzen, 
Stehen sowie Gehen und mithin auch ohne starke Beanspruchung im Verlauf des Tages 
stark zunehmen würden, würden sich nicht nur in der angestammten Tätigkeit als 
Bauarbeiter, sondern in jeder möglichen Tätigkeit auswirken. 

C. Mit Vernehmlassung vom 16. September 2020 beantragte die Suva die 
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung merkte die Beschwerdegegnerin im 
Wesentlichen an, dass auf das interdisziplinäre Gutachten abgestellt werden könne. 

D.  Mit Schreiben vom 19. Oktober 2020 teilte der Beschwerdeführer auf 
Aufforderung des Gerichts hin den Namen des beauftragten Gutachters mit – 
Dr. med. J.________ – und wies darauf hin, dass mit der Fertigstellung des Gutachtens 
bis Ende Jahr gerechnet werden könne. 

E. Mit Verfügung vom 21. Oktober 2020 sistierte das Verwaltungsgericht das 
vorliegende Verfahren bis zum 4. Januar 2021. Daraufhin wurde die Sistierung auf Antrag 
des Beschwerdeführers mit Verfügungen vom 20. Januar und 9. April 2021 jeweils 
verlängert, letztmals bis zum 17. Mai 2021.

F. Nachdem der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers das Verwaltungsgericht 
entgegen dessen Aufforderung innert angesetzter Frist nicht über den Stand der 
Begutachtung in Kenntnis gesetzt hatte, teilte dieses dem Beschwerdeführer am 26. Mai 
2021 den Abschluss des Schriftenwechsels mit. In der Folge gingen beim Gericht keine 
weiteren Eingaben mehr ein.

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Urteil S 2020 71

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 11. Mai 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 bzw. am 9. November 2016 
verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten 
Übergangsbestimmungen). Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 27. November 
2013 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den 
vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

1.3  Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Be-
stimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Art. 82a ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu 
beurteilende Beschwerde wurde am 12. Juni 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2.  Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 

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Urteil S 2020 71

ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer hat Wohnsitz in der 
Gemeinde K.________ (ZG). Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in 
Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die 
Beschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 
11. Mai 2020. Dieser ging dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am Folgetag zu. 
Die Beschwerdeschrift wurde am 12. Juni 2020 der Post übergeben und ging am 15. Juni 
2020 beim Verwaltungsgericht ein. Unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 3 ATSG gilt 
die Beschwerde als rechtzeitig i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG eingereicht. Die 
Beschwerdeschrift entspricht sodann den formellen Anforderungen an eine Beschwerde 
und der Beschwerdeführer ist als von der Verfügung des Unfallversicherers direkt 
Betroffener zur Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu prüfen. 
Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 
Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach 
Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen im Regelfalle dahin 
(Art. 19 Abs. 1 UVG).

3.2 Es ist Aufgabe des Unfallmediziners, sämtliche Auswirkungen eines Unfalles auf 

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den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, bezüglich welcher 
konkreten Tätigkeiten und in welchem Umfang der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Unfallkausalität sowie der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten im Hinblick 
auf seine persönlichen Verhältnisse noch zugemutet werden können. Im Streitfall 
entscheidet der Richter (BGE 115 V 133 E. 2).

3.3 In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an 
besondere Beweisregeln gebunden. Er hat alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 122 V 157 E. 1c). 
Bei einander widersprechenden medizinischen Berichten darf der 
Sozialversicherungsrichter jedoch den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist somit entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge resp. der medizinischen Situation einleuchtet bzw. ob die 
Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen 
Hinweisen). In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass das 
Bundesgericht auch für den Bereich der Unfallversicherung festhielt, es entspreche einer 
Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen würden. 
Entsprechend seien hausärztliche Berichte mit Vorbehalt zu würdigen. Es komme ihnen 
entsprechend auch nicht derselbe Beweiswert zu wie den Berichten von Ärzten, die von 
der Verwaltung mit der Erstattung einer neutralen Expertise beauftragt worden seien. Die 
Divergenz vom medizinischen Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen Arztes und 
vom medizinischen Begutachtungsauftrag lasse es nicht zu, ein medizinisches 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets dann in Frage zu stellen, wenn sich die 
behandelnden und die beurteilenden Ärzte nicht einig seien (EVG U 58/06 vom 2. August 
2006 E. 2.2 mit einigen weiteren Hinweisen). Demgegenüber kommt Berichten von 
verwaltungs- bzw. versicherungsinternen Ärzten Beweiswert zu, jedenfalls solange keine 

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Zweifel an ihrer Schlüssigkeit aufkommen (BGer 8C_608/2015 vom 17. Dezember 2015 
E. 3.3.3).

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerdeführer am 
27. November 2013 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat und danach unfallkausale 
Beschwerden aufgetreten sind. Zwischen den Parteien ist ebenso unbestritten, dass von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine Besserung des Gesundheitszustandes 
erwartet werden kann. Somit war die Beschwerdegegnerin berechtigt, die 
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen einzustellen und den Anspruch auf eine Rente 
und Integritätsentschädigung zu prüfen. Mit der vorliegenden Beschwerde ficht der 
Beschwerdeführer den Einspracheentscheid vom 11. Mai 2020 lediglich noch in Bezug auf 
die Höhe des angenommenen Invaliditätsgrades von 25 % an. Nicht mehr angefochten 
wird die Verneinung des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung, womit der 
Einspracheentscheid diesbezüglich in Teilrechtskraft erwachsen ist. Das 
Verwaltungsgericht hat dementsprechend im Folgenden lediglich noch darüber zu 
befinden, ob der Beschwerdeführer aus dem Unfall vom 27. November 2013 Anspruch auf 
eine höhere Invalidenrente als bereits gewährt hat. 

4.1 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid in medizinischer 
Hinsicht auf das von ihr in Auftrag gegebene interdisziplinäre Gutachten (Neurologie und 
Orthopädie) vom 1. Juli 2019.

Die neurologische Untersuchung fand am 7. Januar 2019 bei Dr. med. I.________, FMH 
Neurologie, statt. Zusammenfassend führte Dr. I.________ im neurologischen 
Teilgutachten vom 18. März 2019 aus, dass sich als Resultat der gutachterlichen 
Exploration keine Hinweise auf eine Schädigung eines peripheren Nervs im Rahmen des 
Unfalles vom 27. November 2013 und aktuell auch keine Hinweise auf ein CRPS finden 
würden; die sogenannten Budapest-Kriterien seien – übereinstimmend mit der Beurteilung 
des L.________ – auch heute nicht mehr erfüllt. Es habe sich einzig – wie auch bereits bei 
der Untersuchung in M.________ – eine verminderte Temperatur des rechten Fusses 
gefunden, wobei im Kontext der Wadenatrophie und der anamnestischen Angaben am 
ehesten die Inaktivität bzw. die verminderte Belastung des rechten Fusses hierfür 
verantwortlich sein dürfte. Differentialdiagnostisch sei an ein Residuum des CRPS zu 
denken im Sinne eines eingetretenen sogenannten "kalten Stadiums", wobei sich aber 
keine zusätzlichen trophischen Veränderungen zeigten. Hinweise auf eine sonstige 
Schädigung von Nerven des rechten Fusses würden sich nicht finden und es gebe auch 

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keine Hinweise auf ein neuropathisches Schmerzsyndrom. Ein Fokus auf die Wurzel S1 
rechts wie vormals moniert, habe sich ebenfalls nicht gefunden, so sei auch der ASR nun 
seitengleich auslösbar gewesen (Suva-act. 299). 

Die orthopädische Untersuchung bei PD Dr. med. H.________, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fand am 29. Januar 2019 im 
N.________ statt. Im interdisziplinären Gutachten vom 1. Juli 2019 wurden eine 
beginnende, symptomatische Arthrose des Chopart-Gelenks rechts bei dislozierter Fraktur 
des Processus anterius calcanei rechts mit resultierender Malunion im calcaneocuboidalen 
Gelenk und wenig-dislozierter Fraktur des Os naviculare rechts (konservative 
Behandlung), ein Status nach CRPS (Morbus Sudeck) im Verlauf remittiert (aktuell keine 
Zeichen eines CRPS oder eines nervalen Ausfallsyndroms) und ein chronisches 
Schmerzsyndrom des rechten Fusses unklarer Ursache (keine Hinweise auf ein 
neuropathisches Schmerzsyndrom) diagnostiziert. Doktor H.________ kam zum Schluss, 
dass dem Exploranden grundsätzlich alle Arbeiten, bei denen längere Steh- und 
Gehepisoden sowie Lastentragen auftreten würden, nicht mehr zumutbar seien. Das 
Besteigen von Leitern oder Gerüsten sei nicht mehr möglich. Einer rein sitzenden Tätigkeit 
könne der Versicherte hingegen ganztags nachgehen. Neben der üblichen Mittagspause 
empfahl der Gutachter zusätzliche Arbeitsunterbrüche von mindestens 30 Minuten 
morgens und nachmittags sowie eine allfällige Therapie mit Schuhversorgungen (Suva-
act. 298). 

4.2 Es stellt sich nun die Frage, ob das interdisziplinäre Gutachten der Dres. 
H.________ und I.________ beweiskräftig ist. 

4.2.1 Beurteilend ist diesbezüglich festzustellen, dass das interdisziplinäre Gutachten 
vom 1. Juli 2019 die nach der Rechtsprechung für eine beweiskräftige medizinische 
Entscheidgrundlage vorausgesetzten Kriterien (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb) erfüllt. Das 
Gutachten ist umfassend und basiert auf Kenntnis der Vorakten sowie auf einer 
eingehenden neurologischen und orthopädischen Abklärung. Zudem enthält das 
Gutachten anamnestische Angaben, es berücksichtigt die vom Beschwerdeführer 
geklagten Beschwerden und vermittelt ein vollständiges Bild seines Ge-
sundheitszustandes. Das Gutachten leuchtet sodann in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und schliesslich 
kann die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau sämtlicher gutachterlicher 
Ausführungen nachvollzogen werden. Die Begründung, weshalb der Beschwerdeführer 

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eine angepasste rein sitzende Tätigkeit ganztags ausüben könne, überzeugt letztlich. Es 
ist mithin kein Grund ersichtlich, weshalb auf das Gutachten nicht abgestellt werden 
könnte. 

4.2.2 Zu prüfen bleibt im Folgenden, ob die vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen 
die Beweiskraft des interdisziplinären Gutachtens zu erschüttern vermögen. 

Diesbezüglich ist zunächst festzustellen, dass sich RA B.________ im Rahmen des 
Einspracheverfahrens trotz wiederholter Fristerstreckungen zu der medizinischen 
Expertise der Dres. H.________ und I.________ nicht vernehmen liess (vgl. Suva-act. 302 
ff., 308 f. und 312 f.). Sodann fällt auf, dass sich die im vorliegenden Beschwerdeverfahren 
geltend gemachten Einwände mit denjenigen in der Einsprache vom 19. Mai 2017 (Suva-
act. 255) decken. Die in der Einsprache vom 19. Mai 2017 gegen das Zumutbarkeitsprofil 
des Kreisarztes Dr. G.________ bereits erhobenen Einwände (vgl. Ziff. 3–6) wurden in der 
Beschwerdeschrift vom 12. Juni 2020 praktisch wortwörtlich auch als Einwände gegen das 
interdisziplinäre Gutachten übernommen (vgl. act. 1 II. Materielles Ziff. 5–8), und dies 
obwohl das genannte Gutachten zum Zeitpunkt der Einsprache noch gar nicht vorlag, 
wurde dieses doch erst im Rahmen des Einspracheverfahrens in Auftrag gegeben. Eine 
eingehende Auseinandersetzung mit dem Gutachten der Dres. H.________ und 
I.________ fand seitens des Beschwerdeführers somit nicht statt, zumal auch das 
angeblich bei Dr. J.________ in Auftrag gegebene Privatgutachten innert der mehrfach 
verlängerten Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens und auch danach nicht 
eingereicht wurde. Im Übrigen liegen auch ansonsten keine ärztlichen Berichte bzw. 
Stellungnahmen vor, die sich zum interdisziplinären Gutachten äussern bzw. darlegen 
würden, weshalb das Gutachten nicht beweiskräftig sein solle und weshalb darauf nicht 
abgestellt werden könnte. Medizinische Berichte, welche die Einschätzung der Dres. 
H.________ und I.________ in Frage stellen würden, sind gerade nicht aktenkundig. 
Nichtsdestotrotz wird in der Folge kurz zu den nicht näher begründeten Einwänden des 
Beschwerdeführers Stellung genommen, wobei im Wesentlichen auf die zutreffenden 
Ausführungen der Suva in der Beschwerdeantwort vom 16. September 2020 (vgl. act. 4 
Ziff. 7.2) verwiesen werden kann. 

Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, die Gutachter würden das 
Schmerzsyndrom ungenügend berücksichtigen, kann ihm nicht gefolgt werden. Zwar ist 
dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass die Gutachter die Diagnose eines chronischen 
Schmerzsyndroms des rechten Fusses stellten (vgl. Suva-act. 298 S. 12). Angesichts der 

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Tatsache aber, dass sich anlässlich der neurologischen Untersuchung keine Hinweise auf 
eine Schädigung eines peripheren Nervs im Rahmen des Unfalles vom 27. November 
2013 finden liessen und sich aktuell auch keine Hinweise auf ein CRPS oder ein neuro-
pathisches Schmerzsyndrom ergaben (vgl. Suva-act. 299 S. 23), blieb die Ursache des 
chronischen Schmerzsyndroms unklar (vgl. Suva-act. 298 S. 12). Dementsprechend ist mit 
der Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass das Schmerzsyndrom nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen ist. Ein unfallbedingter 
Schaden lässt sich damit jedenfalls nicht mit dem erforderlichen Beweismass belegen, 
weshalb der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann.

Wie die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Vernehmlassung sodann zutreffend darauf 
hingewiesen hat, wurden die geklagten Schmerzen und die verminderte Temperatur des 
rechten Fusses anlässlich der Begutachtung berücksichtigt und gewürdigt. Des Weiteren 
wurden die verbliebenen, unfallkausalen Beeinträchtigungen an der rechten unteren 
Extremität des Beschwerdeführers bei der Formulierung des Zumutbarkeitsprofils 
berücksichtigt, führte dies doch gerade dazu, dass dem Beschwerdeführer keine 
Tätigkeiten mit längeren Steh- und Gehepisoden sowie Lastentragen mehr zugemutet 
wurden. Zudem ist das Besteigen von Leitern und Gerüsten nicht mehr möglich (vgl. Suva-
act. 298 S. 13). Inwiefern dem Beschwerdeführer aber selbst eine rein sitzende Tätigkeit 
nicht mehr zumutbar sein sollte, ist nicht ersichtlich. Eine medizinisch objektivierbare 
Grundlage, auch solche Tätigkeiten auszuschliessen, ist jedenfalls nicht erkennbar, zumal 
sich in den Akten auch keine Beurteilungen finden, die vom Zumutbarkeitsprofil der 
Gutachter abweichen würden. Darüber hinaus ist der Beschwerdegegnerin Recht zu 
geben, dass gerade von einer rein sitzenden Tätigkeit ausgegangen wird und somit 
während der Arbeit keine fussbelastenden Tätigkeiten anfallen. Dementsprechend kann 
der Beschwerdeführer auch aus dem Hinweis, dass seine Beschwerden 
belastungsabhängig seien, nichts für sich ableiten. 

Nach dem Dargelegten ist der Beschwerdegegnerin somit zuzustimmen, dass auf das 
interdisziplinäre Gutachten vom 1. Juli 2019 abgestellt werden kann. 

5. Was die Berechnung des Invaliditätsgrades anbelangt, ist anzumerken, dass der 
Beschwerdeführer weder Einwände gegen das von der Suva angenommene 
Valideneinkommen noch gegen das von ihr errechnete Invalideneinkommen vorbringt. 
Nachdem der vorgenommene Einkommensvergleich zudem einer summarischen 
Überprüfung seitens des Gerichts standhält, erübrigen sich Weiterungen hierzu und es 

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kann auf die entsprechenden Erwägungen 5 und 6 des angefochtenen 
Einspracheentscheids verwiesen werden. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 80'080.– 
(vgl. dazu auch Suva-act. 232) und einem Invalideneinkommen von Fr. 60'363.– erwächst 
dem Beschwerdeführer ein Anspruch auf eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit 
von 25 %. Folglich erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 11. Mai 2020 
als rechtens, weshalb die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.

6. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d).

In Berücksichtigung sämtlicher Akten ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 
genügend medizinisch abgeklärt wurde, konnten aus den entsprechenden medizinischen 
Unterlagen doch Schlussfolgerungen gezogen werden, die in ihrer Begründung zu 
überzeugen vermögen. Auch für die Beschwerdegegnerin gab es keinen Grund mehr, 
weitere Abklärungen einzuholen, durfte sie doch – wie oben ausführlich dargelegt – auf die 
ihr vorliegenden Akten, insbesondere auf das interdisziplinäre Gutachten abstellen, 
weshalb es keiner weiteren Abklärungen oder Begutachtung bedarf. Darüber hinaus sind 
auch von einer Befragung des Beschwerdeführers keine wesentlichen neuen Erkenntnisse 
zu erwarten, weshalb dem diesbezüglichen Antrag in zulässiger Anwendung der 
antizipierten Beweiswürdigung nicht stattzugeben ist. Schliesslich ist der 
Beschwerdegegnerin auch keine Verletzung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 
ATSG vorzuwerfen.

7.  Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 
lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit 
Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine 
Entschädigung vorsieht – ebenfalls keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 1. Juli 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am