# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2035163d-8479-5b26-82fe-89d65aeb2e50
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1995-09-29
**Language:** de
**Title:** Einzonung von der Landwirtschaftszone in die Bauzone zur Realisierung einer Erschliessung.
**Docket/Reference:** BRKE I Nr. 0325/1995
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_I_325_1995_314.pdf

## Full Text

BRKE I Nr. 325/1995 vom 29. September 1995 in BEZ 1995 Nr. 34

Die streitbetroffene Parzelle liegt an der östlichen Grenze des Siedlungsgebie-
tes  von  H.  und  stösst  zum  Teil  unmittelbar  an  die  östliche  Gemeindegrenze;  sie 
misst 313 m2 und bildet mit ca. 50 m2 Teil eines Feldweges. Im übrigen dient sie der 
landwirtschaftlichen Intensivnutzung.

Gemäss  den  Vorstellungen  der  Planungsbehörde  soll  die  Einzonung  dieser 
Parzelle  sicherstellen,  dass  die  Zufahrt  zum  - südwestlich  dieses  Grundstücks,  in 
der Wohnzone W 1.2 gelegenen - Gebiet "B." nicht ausschliesslich über die "unge-
nügende L.-strasse", sondern zumindest teilweise über die Ch.-strasse geführt wer-
den könne.

Die Rekurrentin führt aus, es sei unzulässig, mit Hilfe der Zonenplanung die Er-
schliessung  eines  Gebietes  vorsorglich  sicherzustellen  und  zu  diesem  Zweck  nicht 
überbaubare Parzellen einzuzonen. Zudem bestehe dabei die Gefahr, dass unüber-
baubare  Parzellen  zurückblieben,  wenn  sie  letztlich  nicht  für  die  Erschliessung  ge-
braucht würden. Auch werde dadurch das spätere Quartierplanverfahren in unzuläs-
siger Weise präjudiziert.

Grundsätzlich darf die Umzonung einer Fläche von der Landwirtschaftszone in 
eine  Bauzone  nicht  den  Zweck  haben,  einem  künftigen  Quartierplanverfahren  eine 
Vielzahl  von  lediglich  beliebigen  Erschliessungsvarianten  zu  eröffnen.  Geht  es  in-
dessen  - wie  vorliegend  - um die Sicherstellung einer einzigen und überdies ernst-
haft in Betracht fallenden Erschliessungsvariante, ist eine Einzonung nicht zu bean-
standen. Unerheblich ist angesichts dieser Verwendungsbestimmung, dass die Par-
zelle nicht mit einem Gebäude überstellt werden kann. Sollte die Parzelle wider Er-
warten letztlich nicht für die Erschliessung benötigt werden, bietet das Quartierplan-
verfahren genügend Möglichkeiten, das Entstehen einer Kleinparzelle zu vermeiden. 
Eine  nachteilige  Präjudizierung  des  Quartierplanverfahrens  liegt  sodann  nicht  vor, 
da die Umzonung für die Wahl der geeigneten Erschliessungsvariante nicht bindend 
ist.

Die  Rekurrentin  führt  aus,  die  Erschliessung  des  fraglichen  Gebietes  sei  nicht 
mittels einer Einzonung, sondern mittels eines Quartierplanverfahrens sicherzustel-
len. Gestützt auf § 124 Abs. 1 PBG könne dabei auch die streitige in der Landwirt-
schaftszone gelegene Parzelle miteinbezogen werden.

Zwar wäre nicht undenkbar, eine nicht eingezonte Parzelle in den Quartierplan-
perimeter  einzubeziehen.  Indessen  dürfen  der  Baulanderschliessung  dienende 

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Quartierstrassen  nur  auf  Land  errichtet  werden,  welches  selber  in  einer  Bauzone 
liegt.  Würde in einem Quartierplan die Erschliessung des fraglichen Quartiers über 
die  Ch.-strasse  festgesetzt,  wäre  deshalb  die  Umzonung  der  streitbetroffenen  Par-
zelle auf jeden Fall nachzuholen. Sollte die Gemeindeversammlung dannzumal die-
se  Umzonung  ablehnen,  würde  dadurch  der  ganze  Quartierplan  in  Frage  gestellt, 
und  es  wäre  womöglich  eine  neue  Planung  durchzuführen.  Ein  solches  Vorgehen 
wäre unzweckmässig und könnte für die Quartierplangenossen eine ungerechtfertigt 
hohe Mehrbelastung mit Administrativkosten nach sich ziehen.