# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fed08e1-73bb-5eec-8fc1-9f1338d01132
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 19.01.2012 HG110156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG110156_2012-01-19.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

Geschäfts-Nr.: HG110156-O         U/ei 

 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Peter Helm, Vizepräsident, und Dr. Alexander Brun-

ner, die Handelsrichter Peter Edelmann, Attila Mathé und Rony Mül-

ler sowie die Gerichtsschreiberin Helene Lampel 

 

Urteil vom 19. Januar 2012 

 

in Sachen 

 
A._____ AG,  

Klägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ GmbH  

Beklagte 

 
betreffend Forderung 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

"1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin CHF 58'730.65 
nebst Zins zu 5 % seit dem 18. November 2010 sowie 
CHF 108.00 Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen. 

 2. Es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betrei-
bungsamtes C._____ aufzuheben und definitive Rechtsöffnung zu 
erteilen. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklag-
ten." 

Das Gericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

1.1. Am 8. Juli 2011 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin die vorliegende 

Klage ein (act. 1). Mit Verfügung vom 13. Juli 2011 wurde ihr Frist zur Leistung 

eines Gerichtskostenvorschusses von CHF 8'100.00 angesetzt, welcher rechtzei-

tig geleistet wurde (Prot. S. 2 f.; act. 6). Mit Verfügung vom 14. September 2011 

wurde der Beklagten Frist zur Erstattung der Klageantwort angesetzt (Prot. S. 4). 

Nach unbenutztem Verstreichen dieser Frist wurde der Beklagten mit Verfügung 

vom 22. November in Anwendung von Art. 223 Abs. 1 ZPO eine einmalige kurze 

Nachfrist bis zum 14. Dezember 2011 zur Einreichung der Klageantwort ange-

setzt mit dem Hinweis gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO, dass das Gericht bei Säum-

nis entweder einen Endentscheid treffen, sofern die Angelegenheit spruchreif sei, 

oder zur Hauptverhandlung vorladen werde (Prot. S. 5). 

1.2. Die Beklagte hat bis heute keine Klageantwortschrift eingereicht. Weil sie 

sich nicht geäussert hat, kann das Gericht die Tatsachenbehauptungen der Klä-

gerin als unbestritten betrachten und diese anerkannten Tatsachen seinem Ent-

scheid zugrunde legen (LEUENBERGER, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivil-

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prozessordnung, 2010, N. 5 zu Art. 223 ZPO). Das Verfahren erweist sich als 

spruchreif. 

2. Parteien/Sachverhalt 

2.1. Gemäss der unbestritten gebliebenen Sachdarstellung der Klägerin, an de-

ren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO e contrario), 

und in Übereinstimmung mit den von ihr eingereichten Urkunden ist von folgen-

dem Sachverhalt auszugehen: 

2.2. Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in D._____ (Handelsregis-

terauszug: act. 3/3). Sie produziert Spezialprofile aus Aluminium und betreibt da-

mit Handel (act. 1 Rz. III.1.). Bei der Beklagten handelt es sich um eine Gesell-

schaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in E._____. Gegenstand und Zweck der 

Gesellschaft sind in erster Linie Beratungen im Bereich von Finanzen und Marke-

ting von Spielcasinos sowie Beteiligungen im Freizeit- und Dienstleistungsbereich 

(Handelsregisterauszug: act. 3/2). 

2.3. Im Januar 2010 trat die Beklagte mit der Klägerin in Verbindung und ver-

langte ein Angebot für verschiedene Spezialprodukte (act. 1 Rz. III.1.). Am 15. 

Januar 2010 offerierte die Klägerin der Beklagten den Verkauf von Grundgestel-

len und Aufbaugestellen zu "Slotmachine Sockets", Lochblechen, Abschlussleis-

ten sowie Materialsätzen zu "Table Sockets" zu einem Preis von CHF 50'722.00 

(exkl. Mehrwertsteuer; act. 1 Rz. III.2.; Angebot Nr. … vom 15.01.2010 [act. 3/4]). 

Am 6. April 2010 bestellte die Beklagte diese Produkte gemäss dem Angebot vom 

15. Januar 2010. Mit Auftragsbestätigung vom 7. April 2010 erfolgte seitens der 

Klägerin die entsprechende Bestätigung, das entsprechende Material zum offe-

rierten Preis von CHF 54'576.85 (inkl. MWST) herzustellen. Am 28. April 2011 

(recte: 2010) leistete die Beklagte eine Akontozahlung von CHF 18'891.95 (inkl. 

MWST). Am 25. Mai 2010 holte die Beklagte das bestellte Material ab und unter-

zeichnete den entsprechenden Lieferschein. Mit dem Material wurde ihr die 
Rechnung vom 25. Mai 2010 über den Betrag von CHF 39'868.05 ausgehändigt, 

welche trotz insgesamt vier Mahnungen bis heute unbezahlt blieb (act. 1 Rz. III.3.; 

Auftragsbestätigung Nr. 17808 vom 07.04.10 [act. 3/5]; Lieferschein 

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Nr. LS017468 / 17808 vom 25.05.10 [act. 3/6]; Rechnung Nr. R0032875 / 17808 

vom 25.05.10 [act. 3/7]; 4. Mahnung vom 30.09.10 [act. 3/8]; Letzte Mahnung vom 

21.10.10 [act. 3/14]). 

2.4. Im Mai 2010 bestellte die Beklagte noch vor Abholung der vorgenannten 

Bestellung weitere Produkte, nämlich vier "Ständer AR" und sechs "Ständer BJ" 

zu einem Gesamtpreis von CHF 14'642.00 (inkl. MWST). Dieser Auftrag wurde 

am 10. Mai 2010 bestätigt. Am 3. Juni 2010 holte die Beklagte auch diese Pro-

dukte bei der Klägerin, was sie durch Unterzeichnung des entsprechenden Liefer-

scheines bestätigte. Am 10. Juni 2011 (recte: 2010) versandte die Klägerin die 

Rechnung für diese Produkte über den Gesamtbetrag von CHF 15'402.20, inklu-

sive mitgelieferter Nutensteine und Abdeckprofile. Trotz diverser Mahnungen blieb 

auch diese Rechnung unbezahlt (act. 1 Rz. III.4.; Auftragsbestätigung Nr. 17952 

vom 10.05.10 [act. 3/9]; Lieferschein Nr. LS017510 / 17952 vom 03.06.10 

[act. 3/10]; Rechnung Nr. R0032959 / 17952 vom 10.06.10 [act. 3/11]; 

4. Mahnung vom 30.09.10 [act. 3/8]; Letzte Mahnung vom 21.10.10 [act. 3/14]). 

2.5. Sodann bestellte die Beklagte am 16. Juni 2010 einen weiteren Materialzu-

satz zu "Table Sockets" mit einem Gesamtpreis von CHF 4'613.90 (inkl. MWST). 

Am 25. Juni 2010 bestätigte die Klägerin diesen Auftrag. Wie den von der Kläge-

rin eingereichten Unterlagen zu entnehmen ist, wurde nur ein Teil der Ware (6 

anstatt 8 Stück) am 13. Juli 2010 abgeholt und am 29. Juli 2010 in Rechnung ge-
stellt. Auch diese Rechnung in der Höhe von CHF 3'460.40 (inkl. MWST) wurde 

trotz diverser Mahnungen nicht bezahlt (act. 1 Rz. III.5.; Auftragsbestätigung 

Nr. 18175 vom 25.06.10 [act. 3/12]; Rechnung Nr. R0033166 / 18175 vom 

29.07.10 [act. 3/13]; 4. Mahnung vom 30.09.10 [act. 3/8]; Letzte Mahnung vom 

21.10.10 [act. 3/14]). 

2.6. Am 28.20. [recte: 10.] 2010 stellte die Klägerin das Betreibungsbegehren. 

Gegen den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes 

C._____ erhob die Beklagte Rechtsvorschlag. Schliesslich versuchte die Klägerin 

mit Schreiben vom 23. März 2011 erneut, mit der Beklagten eine Lösung zu fin-

den, indem sie u.a. eine Abzahlungsvereinbarung anbot. Die Beklagte reagierte 

nicht auf dieses Schreiben (act. 1 Rz. III.6.; Zahlungsbefehl in der Betreibung 

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Nr. ... des Betreibungsamtes C._____ vom 03.11.10 [act. 3/15]; Schreiben der 

Klägerin an die Beklagte vom 23.03.11 [act. 3/16]). Mit Schreiben vom 1. Juni 

2011 unterbreitete die Beklagte dem Rechtsvertreter der Klägerin schliesslich ih-

rerseits einen Abzahlungsvorschlag von CHF 4'500.00 pro Monat, erstmals per 5. 

Juli 2011. Auf Basis dieses Vorschlags wurde der Beklagten eine Vergleichsver-

einbarung zur Unterzeichnung zugestellt. Weder unterzeichnete die Beklagte die-

se Vereinbarung noch bezahlte sie die erste Rate von CHF 4'500.00 per 5. Juli 

2011 (act. 1 Rz. III.7.; Schreiben der Beklagten an RA X._____ vom 01.06.11 

[act. 3/17]). 

2.7. Zusammenfassend bestellte die Beklagte bei der Klägerin Waren im Ge-
samtwert von CHF 58'730.65. Diese Waren wurden geliefert, blieben indes bisher 

unbezahlt (act. 1 Rz. III.8.). 

3. Zuständigkeit 

3.1. Die Beklagte hat ihren Sitz in E._____, weshalb die örtliche Zuständigkeit 

aufgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. b ZPO gegeben ist. 

3.2. Das Handelsgericht ist sachlich zuständig, da es bei der vorliegenden Klage 

um die geschäftliche Tätigkeit jedenfalls der Klägerin geht, der Streitwert 

CHF 30'000 übersteigt und beide Parteien im Handelsregister eingetragen sind 

(Art. 6 Abs. 1 und Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG). 

3.3. Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons 

Zürich ist somit gegeben und unbestritten (act. 1 Rz. II.2 f.). 

4. Rechtliches 

4.1. Den klägerischen Ausführungen ist zu entnehmen, dass die am 6. April 2010 

bestellten Produkte eigens für die Beklagte hergestellt wurden (act. 1 Rz. III.3.). 

Dies lässt darauf schliessen, dass in dieser Hinsicht zwischen den Parteien ein 

Werkvertrag im Sinne von Art. 363 OR - und nicht ein Kaufvertrag im Sinne von 

Art. 184 OR - abgeschlossen wurde (vgl. zur Abgrenzung ZINDEL / PULVER, in: 

Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 4. Aufl. 2007, N. 9 vor Art. 363-379 OR). 

- 6 - 

Es ist unbestritten, dass die bestellten Werke vertragsgemäss geliefert wurden, 

weshalb die Beklagte die vereinbarte Werkvergütung zu bezahlen hat (Art. 372 

Abs. 1 OR). 

4.2. Im Übrigen geht aus den Ausführungen der Klägerin nicht hervor, ob die 

nachfolgend im Mai und Juni 2010 bestellten Waren ebenfalls eigens von der 

Klägerin für die Beklagte hergestellt oder lediglich an sie verkauft wurden. Diese 

Frage kann indessen offen bleiben. Unabhängig davon, ob hinsichtlich dieser Be-

stellungen von Werk- oder Kaufverträgen auszugehen ist, ist der vereinbarte 

Werk- oder Kaufpreis für die vertragsgemäss gelieferten Waren geschuldet 

(Art. 372 Abs. 1 OR bzw. Art. 184 Abs. 1 OR). 

4.3. Die Beklagte ist daher zu verpflichten, der Klägerin den geltend gemachten 

Betrag von CHF 58'730.65 zu bezahlen. 

5. Verzugszins 

5.1. Die Beklagte macht Verzugszins von 5 % seit dem 18. November 2010 gel-

tend (act. 1 Rz. III.8.), an welchem Datum der Beklagten der Zahlungsbefehl vom 

3. November 2010 zugestellt wurde (act. 3/15). Gemäss den Rechnungen vom 

25. Mai 2010 und vom 10. Juni 2010 betrug die Zahlungsfrist für die gelieferten 

Waren jeweils 30 Tage, während der Rechnung vom 29. Juli 2010 folgende For-

mulierung zu entnehmen ist: "Zahlungsbedingung: Sofort nach Erhalt der Rech-

nung" (act. 3/7, act. 3/11 und act. 3/13). Den Angaben in dem als "letzte Mah-

nung" bezeichneten Schreiben der Klägerin an die Beklagte vom 21. Oktober 

2010 ist dementsprechend zu entnehmen, dass die Rechnungsbeträge am 

24. Juni 2010 bzw. am 10. Juli 2010 bzw. am 29. Juli 2010 zur Zahlung fällig wur-

den (act. 3/14). 

5.2. Nachdem die Forderungen im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls 

fällig waren und die Beklagte spätestens in jenem Zeitpunkt gemahnt wurde, ist 

sie zu verpflichten, der Beklagten Verzugszins in der geforderten, mit dem gesetz-

lichen Zinssatz übereinstimmenden Höhe von 5 % seit dem 18. November 2010 

zu bezahlen (Art. 104 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 102 Abs. 1 OR). 

- 7 - 

6. Zusammenfassung 

6.1. In Gutheissung der Klage ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den 

Betrag von CHF 58'730.65, nebst Zins zu 5 % seit 18. November 2010 sowie 

CHF 108.-- Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen. 

6.2. In diesem Umfang ist der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Be-

treibungsamtes C._____ (Zahlungsbefehl vom 3. November 2010) aufzuheben. 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Die Prozesskosten, bestehend aus Gerichtskosten und Parteientschädi-

gung, werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 

ZPO). 

7.2. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung 

des Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 

GOG), während die Höhe der Partei- bzw. Prozessentschädigung gemäss der 

Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 8. September 2010 festzusetzen ist 

(Art. 96 ZPO i.V.m. § 48 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 des Anwaltsgesetzes vom 

17. November 2003). Sowohl die Gerichtsgebühr als auch die Prozessentschädi-

gung richten sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem Streitinteres-

se (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG; § 2 Abs. 1 lit. a AnwGebV). 

7.3. Vorliegend ist von dem in der Klageschrift genannten Streitwert von 

CHF 58'730.65 auszugehen (act. 1 Rz. II.4.; vgl. STEIN-WIGGER, in: Kommentar 

zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2010, N. 17 zu Art. 91 ZPO). 

7.4. Die in Anwendung von § 4 Abs. 1 GebV OG ermittelte ordentliche Gerichts-

gebühr beträgt rund CHF 6'250.00. Vorliegend erscheint es insbesondere unter 

Berücksichtigung des Zeitaufwandes des Gerichts angemessen, die Grundgebühr 

gemäss § 4 Abs. 2 i.V.m. § 10 Abs. 1 GebV OG um rund einen Viertel zu reduzie-

ren und ausgangsgemäss der Beklagten aufzuerlegen. Diese Kosten sind aus 

dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss zu decken. Der nicht bean-

spruchte Anteil des Kostenvorschusses ist der Klägerin zurückzuerstatten. Für die 

- 8 - 

der Beklagten auferlegten Kosten ist der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Be-

klagte einzuräumen. 

7.5. Die Grundgebühr für die Prozessentschädigung beträgt rund CHF 7'800.00 

(§ 4 Abs. 1 AnwGebV). Der Anspruch auf die Gebühr entsteht u.a. mit der Erar-

beitung der Begründung (§ 11 Abs. 1 AnwGebV). Dementsprechend ist die Be-

klagte zu verpflichten, der Klägerin eine Prozessentschädigung in der Höhe von 

CHF 7'800.00 zu bezahlen. 

Das Gericht erkennt: 

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von CHF 58'730.65, 

nebst Zins zu 5 % seit 18. November 2010 sowie CHF 108.-- Zahlungsbe-

fehlskosten zu bezahlen. 

2. In diesem Umfang wird der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Be-

treibungsamtes C._____ (Zahlungsbefehl vom 3. November 2010) aufgeho-

ben. 

3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 4'700.00. 

4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und aus dem von der Klägerin 

geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Der nicht beanspruchte Anteil des 

Kostenvorschusses wird der Klägerin zurückerstattet. Für die der Beklagten 

auferlegten Kosten wird der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte 

eingeräumt. 

5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von 

CHF 7'800.00 zu bezahlen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, je gegen Empfangsbestätigung. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

- 9 - 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

 
Zürich, 19. Januar 2012 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

 
 

 
Der Vizepräsident: 

 
 
 
 

lic.iur. Peter Helm 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
 

lic.iur. Helene Lampel 
 

 

	Urteil vom 19. Januar 2012
	
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Das Gericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	1.1. Am 8. Juli 2011 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin die vorliegende Klage ein (act. 1). Mit Verfügung vom 13. Juli 2011 wurde ihr Frist zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses von CHF 8'100.00 angesetzt, welcher rechtzeitig geleistet wu...
	1.2. Die Beklagte hat bis heute keine Klageantwortschrift eingereicht. Weil sie sich nicht geäussert hat, kann das Gericht die Tatsachenbehauptungen der Klägerin als unbestritten betrachten und diese anerkannten Tatsachen seinem Entscheid zugrunde leg...

	2. Parteien/Sachverhalt
	2.1. Gemäss der unbestritten gebliebenen Sachdarstellung der Klägerin, an deren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO e contrario), und in Übereinstimmung mit den von ihr eingereichten Urkunden ist von folgendem Sachverhalt ...
	2.2. Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in D._____ (Handelsregisterauszug: act. 3/3). Sie produziert Spezialprofile aus Aluminium und betreibt damit Handel (act. 1 Rz. III.1.). Bei der Beklagten handelt es sich um eine Gesellschaft mit ...
	2.3. Im Januar 2010 trat die Beklagte mit der Klägerin in Verbindung und verlangte ein Angebot für verschiedene Spezialprodukte (act. 1 Rz. III.1.). Am 15. Januar 2010 offerierte die Klägerin der Beklagten den Verkauf von Grundgestellen und Aufbaugest...
	2.4. Im Mai 2010 bestellte die Beklagte noch vor Abholung der vorgenannten Bestellung weitere Produkte, nämlich vier "Ständer AR" und sechs "Ständer BJ" zu einem Gesamtpreis von CHF 14'642.00 (inkl. MWST). Dieser Auftrag wurde am 10. Mai 2010 bestätig...
	2.5. Sodann bestellte die Beklagte am 16. Juni 2010 einen weiteren Materialzusatz zu "Table Sockets" mit einem Gesamtpreis von CHF 4'613.90 (inkl. MWST). Am 25. Juni 2010 bestätigte die Klägerin diesen Auftrag. Wie den von der Klägerin eingereichten U...
	2.6. Am 28.20. [recte: 10.] 2010 stellte die Klägerin das Betreibungsbegehren. Gegen den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes C._____ erhob die Beklagte Rechtsvorschlag. Schliesslich versuchte die Klägerin mit Schreiben vom 23...
	2.7. Zusammenfassend bestellte die Beklagte bei der Klägerin Waren im Gesamtwert von CHF 58'730.65. Diese Waren wurden geliefert, blieben indes bisher unbezahlt (act. 1 Rz. III.8.).

	3. Zuständigkeit
	3.1. Die Beklagte hat ihren Sitz in E._____, weshalb die örtliche Zuständigkeit aufgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. b ZPO gegeben ist.
	3.2. Das Handelsgericht ist sachlich zuständig, da es bei der vorliegenden Klage um die geschäftliche Tätigkeit jedenfalls der Klägerin geht, der Streitwert CHF 30'000 übersteigt und beide Parteien im Handelsregister eingetragen sind (Art. 6 Abs. 1 un...
	3.3. Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zürich ist somit gegeben und unbestritten (act. 1 Rz. II.2 f.).

	4. Rechtliches
	4.1. Den klägerischen Ausführungen ist zu entnehmen, dass die am 6. April 2010 bestellten Produkte eigens für die Beklagte hergestellt wurden (act. 1 Rz. III.3.). Dies lässt darauf schliessen, dass in dieser Hinsicht zwischen den Parteien ein Werkvert...
	4.2. Im Übrigen geht aus den Ausführungen der Klägerin nicht hervor, ob die nachfolgend im Mai und Juni 2010 bestellten Waren ebenfalls eigens von der Klägerin für die Beklagte hergestellt oder lediglich an sie verkauft wurden. Diese Frage kann indess...
	4.3. Die Beklagte ist daher zu verpflichten, der Klägerin den geltend gemachten Betrag von CHF 58'730.65 zu bezahlen.

	5. Verzugszins
	5.1. Die Beklagte macht Verzugszins von 5 % seit dem 18. November 2010 geltend (act. 1 Rz. III.8.), an welchem Datum der Beklagten der Zahlungsbefehl vom 3. November 2010 zugestellt wurde (act. 3/15). Gemäss den Rechnungen vom 25. Mai 2010 und vom 10....
	5.2. Nachdem die Forderungen im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls fällig waren und die Beklagte spätestens in jenem Zeitpunkt gemahnt wurde, ist sie zu verpflichten, der Beklagten Verzugszins in der geforderten, mit dem gesetzlichen Zinssat...

	6. Zusammenfassung
	6.1. In Gutheissung der Klage ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 58'730.65, nebst Zins zu 5 % seit 18. November 2010 sowie CHF 108.-- Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen.
	6.2. In diesem Umfang ist der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes C._____ (Zahlungsbefehl vom 3. November 2010) aufzuheben.

	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	7.1. Die Prozesskosten, bestehend aus Gerichtskosten und Parteientschädigung, werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 ZPO).
	7.2. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG), während die Höhe der Partei- bzw. Prozessentschädigung gemäss der Verordnung über die Anwaltsgebüh...
	7.3. Vorliegend ist von dem in der Klageschrift genannten Streitwert von CHF 58'730.65 auszugehen (act. 1 Rz. II.4.; vgl. Stein-Wigger, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2010, N. 17 zu Art. 91 ZPO).
	7.4. Die in Anwendung von § 4 Abs. 1 GebV OG ermittelte ordentliche Gerichtsgebühr beträgt rund CHF 6'250.00. Vorliegend erscheint es insbesondere unter Berücksichtigung des Zeitaufwandes des Gerichts angemessen, die Grundgebühr gemäss § 4 Abs. 2 i.V....
	7.5. Die Grundgebühr für die Prozessentschädigung beträgt rund CHF 7'800.00 (§ 4 Abs. 1 AnwGebV). Der Anspruch auf die Gebühr entsteht u.a. mit der Erarbeitung der Begründung (§ 11 Abs. 1 AnwGebV). Dementsprechend ist die Beklagte zu verpflichten, der...

	Das Gericht erkennt:
	1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von CHF 58'730.65, nebst Zins zu 5 % seit 18. November 2010 sowie CHF 108.-- Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen.
	2. In diesem Umfang wird der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes C._____ (Zahlungsbefehl vom 3. November 2010) aufgehoben.
	3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 4'700.00.
	4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und aus dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Der nicht beanspruchte Anteil des Kostenvorschusses wird der Klägerin zurückerstattet. Für die der Beklagten auferlegten Kosten wird der Klä...
	5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von CHF 7'800.00 zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, je gegen Empfangsbestätigung.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...