# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec913af5-7fc3-5010-b860-78dc85cb3297
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 14.05.2020 725 19 392/104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_725-19-392-104_2020-05-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
Vom 14. Mai 2020 (725 19 392 / 104) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung  

 

 
Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den anhaltenden 

Beschwerden zu Recht verneint 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Katja 
Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Hanna Byland, Advokatin, 
Rümelinsplatz 14, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bundes-
gasse 35, Postfach, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A.a  Der 1962 geborene A.____ erlitt im Jahr 1995 erstmals einen Verkehrsunfall mit Fron-
talkollision, wobei er sich eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) und eine leichte Commotio 
cerebri zuzog. Im Jahr 1996 kam es zu einem weiteren Unfall in Form einer Heckkollision, in 
deren Rahmen der Versicherte erneut eine HWS-Distorsion erlitt. Die Schweizerische Unfallver-
sicherungsanstalt (Suva), bei welcher der Versicherte obligatorisch gegen Unfälle versichert 
war, erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen. Diese wurden mit Verfügungen vom 

 

 
 
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24. September 1996 und 7. Mai 1997 für beide Ereignisse eingestellt. Die entsprechenden Leis-
tungseinstellungen wurden letztinstanzlich durch das Eidgenössische Versicherungsgericht 
(EVG; heute Bundesgericht sozialrechtliche Abteilungen) mit Urteil vom 26. Januar 2000 bestä-
tigt.  
 
A.b Bereits im Juli 1998 meldete sich A.____ bei der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft sprach ihm zuletzt mit Verfügung 
vom 29. März 2004 eine Dreiviertelrente zu, die anlässlich von Revisionen in den Jahren 2008, 
2013 und 2018 jeweils bestätigt wurde.  
 
A.c Am 27. Juni 2017 erlitt A.____ einen weiteren Unfall. Der Schadenmeldung UVG vom 
25. September 2018 zufolge ereignete sich abermals eine Heckkollision. Anlässlich eines ers-
ten MRI vom 23. August 2017 wurden eine Unterflächen-Teilablösung der oberen Hälfte der 
tendinopathischen Subscapularissehne sowie eine Tendinopathie der Supraspinatussehne oh-
ne Einriss erhoben. Dr. med. B.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte im Do-
kumentationsfragebogen betreffend die Erstkonsultation am 30. November 2018 eine Schulter-
läsion sowie ein erneutes HWS-Distorsionstrauma. Nach Abklärung der gesundheitlichen Ver-
hältnisse verneinte die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar) mit 
Verfügung vom 17. Mai 2019 einen Leistungsanspruch ab 26. September 2017. Als Begrün-
dung führte sie an, dass sich gestützt auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes ergebe, dass 
die geklagten Schulterbeschwerden nicht auf das Ereignis vom 27. Juni 2017 zurückzuführen, 
sondern vielmehr degenerativer Natur seien. Hinsichtlich der HWS-Beschwerden sei es höchs-
tens zu einer vorübergehenden, nicht aber zu einer richtunggebenden Verschlimmerung ge-
kommen, womit spätestens drei Monate nach dem Ereignis keine unfallbedingten Verletzungen 
mehr bestanden hätten. An dieser Auffassung hielt die Mobiliar auch auf Einsprache des Versi-
cherten hin mit Einspracheentscheid vom 6. November 2019 fest. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Hanna Byland, Advo-
katin, mit Eingabe vom 9. Dezember 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Ba-
sel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, in 
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids sei die Beschwerdegegnerin zu verpflich-
ten, ihm rückwirkend ab 27. Juni 2017 die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen. 
Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; 
unter o/e-Kostenfolge zzgl. der Kosten des Einspracheverfahrens. Zur Begründung machte er 
im Wesentlichen geltend, dass das Aktengutachten, auf welches sich die Leistungsverweige-
rung der Beschwerdegegnerin stütze, nicht über den erforderlichen Beweiswert verfüge. Ge-
stützt auf die medizinischen Akten sei alsdann erstellt, dass die anhaltenden Beschwerden an 
der rechten Schulter natürlich kausal auf das Ereignis zurückzuführen seien. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 7. Januar 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 
  

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leis-
tungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat.  
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 
UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Ar-
beitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 
Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infol-
ge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist.  
 
3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung auf-
zukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-
heit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei-
nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde − die Verwaltung 
oder im Streitfall das Gericht − im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin-
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leis-
tungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son-
dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der wiederkehrenden Formu-
lierung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge-

 

 
 
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meinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen her-
beizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt er-
scheint (BGE 125 V 461 E. 5a, 123 III 112 E. 3a, 123 V 103 E. 3d und 139 E. 3c, 122 V 416 
E. 2a, je mit Hinweisen). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt 
dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit 
Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versi-
cherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche 
adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach 
den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 
E. 1b).  
 
3.4 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinwei-
sen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahin-
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast − anders als bei der Fra-
ge, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist − nicht bei der 
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 
Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis 
des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursa-
chen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Be-
weis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person 
nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesund-
heitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bun-
desgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinwei-
sen).  

 

 
 
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4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes 
über den Allgemeine Teil des Sozialversicherungsrecht [ATSG] vom 6. Oktober 2000) − wie alle 
anderen Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Be-
weismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
5.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage sind im Wesentlichen die folgenden medizini-
schen Unterlagen von Relevanz: 
 
5.2 Im Rahmen eines zeitnah an das Unfallereignis veranlassten MRT vom 23. August 
2017 wurden eine Unterflächen-Teilablösung der oberen Hälfte der tendinopathischen Subsca-
pularissehne sowie eine Tendinopathie der Supraspinatussehne ohne Einriss erhoben. Die 
Supraspinatussehne zeige eine lokale Verdickung ansatznah mit Signalalteration im Sinne einer 
Tendinopathie, aber keine relevante Ruptur oder Teilruptur. Die Infraspinatussehne sei intakt.  
 
5.3 Am 2. Oktober 2017 diagnostizierte Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine traumatisch, anteriore Pulley-Ruptur bei 
Subscapularis-Partialruptur Lafosse I Schulter rechts. Der Patient habe am 27. Juni 2017 einen 

 

 
 
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Auffahrunfall erlitten. Beim Lenkradhalten habe er plötzlich rechtsseitige Schulterschmerzen mit 
Bewegungseinschränkung verspürt. Es sei ein Grenzfall bezüglich einer Operationsindikation. 
Der Subscapularis per se müsse nicht operiert werden. Das anteriore Pulley in der Nähe des 
Subscapularis sei jedoch rupturiert und führe immer wieder zu einer Bizeps-Subluxation nach 
anterior. 
 
5.4 In einem weiteren, durch den behandelnden Arzt, Dr. C.____, veranlassten MRT vom 
6. September 2018 konnte eine leichtgradige Verdickung und Signalerhöhung, vereinbar mit 
einer Tendinopathie, der Supraspinatussehne ausgemacht werden. Ferner wurden intakte Seh-
nen der Rotatorenmanschette festgestellt und es konnten keine Anhaltspunkte für eine Ruptur 
oder Teilruptur nachgewiesen werden.  
 
5.5 Im "Dokumentationsfragebogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleu-
nigungstrauma" vom 30. November 2018 diagnostizierte Dr. C.____ eine HWS-Distorsion 
Grad II in Anlehnung an die Quebec Task Force (QTF) Klassifikation (Nackenbeschwerden mit 
Schmerzen, Steifigkeitsgefühl oder nur Schmerzhaftigkeit, keine somatischen Befunde und eine 
normale Beweglichkeit). 
 
5.6 Mit Kurzbeurteilung vom 11. Januar 2019 diagnostizierte der beratende Arzt der Be-
schwerdegegnerin Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates, degenerative Veränderungen an der Rotatorenmanschette sowie einen 
Status nach Beschleunigungsverletzung der HWS. Die gesundheitlichen Störungen seien nur 
möglicherweise, nicht aber überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis zurückzuführen. Hin-
sichtlich der HWS-Beschwerden sei es möglicherweise zu einer Verschlimmerung gekommen, 
die jedoch spätestens nach drei Monaten abgeklungen sei. Es sei keine Arbeitsunfähigkeit aus-
gewiesen.  
 
5.7 In seiner Stellungnahme vom 5. Mai 2019 zuhanden der Beschwerdegegnerin führte 
Dr. C.____ aus, dass der Versicherte in den Jahren 1995, 1996, 2013 und jüngst im Juni 2017 
Distorsionstraumata der Halswirbelsäule erlitten habe. Er hätte bereits vor dem Unfall an immer 
vorhandenen Schmerzen, mit Zunahme der Schmerzen im Schultergürtel nach repetitivem 
schwerem Heben oder bei Wetterwechsel, gelitten. Insgesamt sei der Gesundheitszustand des 
Versicherten zwar eingeschränkt, aber stabil gewesen. Es hätten Restbeschwerden der Hals-
wirbelsäule im Sinne eines chronifizierten cervicalen Schmerzsyndroms vorgelegen. Infolge des 
Unfalls sei es zu einer im MRT nachweisbaren Schulterverletzung (Pulley-Läsion) gekommen, 
welche vor dem Unfallgeschehen mit Sicherheit nicht vorhanden gewesen sei. Somit seien die 
Schulterbeschwerden auf ein Unfallereignis zurückzuführen. Die vor dem Unfall stabile 
Schmerzsituation sei exazerbiert auf Schmerzen gemäss Visueller Analogskala (VAS) 6-7. Es 
habe eine langanhaltende Schmerzsituation vorgelegen, die schliesslich zur Diagnose der 
Schulterläsion geführt habe. Der Versicherte werde mit regelmässiger Physiotherapie, Aku-
punktur, Neuraltherapie sowie analgetisch behandelt (Ibuprofen 800 retard über jeweils 14 Tage 
im Intervall, alle 2-3 Monate). Der Gesundheitszustand habe sich nicht gebessert, die Prognose 
sei ungewiss.  
 

 

 
 
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5.8 In seinem Gutachten vom 28. September 2019 hielt Dr. med. E.____, Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, dass bereits am 23. August 2017 
eine kernspintomographische Abklärung erfolgt sei, anlässlich derer sich eine Unterflächenteil-
ablösung der oberen Hälfte der tendinopathisch veränderten Subscapularissehne sowie eine 
Tendinopathie der Supraspinatussehne gezeigt habe. Aufgrund der kernspintomographischen 
Beschreibung könnten die genannten Veränderungen an der Rotatorenmanschette nur auf eine 
degenerative Entwicklung zurückgeführt werden. Darüber hinaus würden im MRI Hinweise auf 
eine traumatische Verursachung, wie z.B. ein bone oder ossäre und ligamentäre Begleitverlet-
zungen, fehlen. Für die postulierte Pulley-Ruptur würde sich aus dem MRI kein Anhalt ergeben. 
Es handle sich sodann nicht um eine Ruptur, sondern um eine Ablösung einer degenerativ ver-
änderten Subscapularissehne. Das MRT vom 6. September 2018 schliesse hingegen eine Ro-
tatorenmanschettenruptur jedweder Genese explizit aus. Die diagnostizierte HWS-Distorsion 
werde von den behandelnden Ärzten im weiteren Verlauf weder diagnostisch abgeklärt noch in 
der Diagnose erwähnt. Auch habe der Versicherte zu keinem Zeitpunkt des Heilverlaufs allfälli-
ge HWS-Beschwerden geäussert. Es könne ohne Zweifel drei Monate nach dem Ereignis von 
einer restitutio ad integrum hinsichtlich der unfallbedingten HWS-Beschwerden ausgegangen 
werden. Die Frage, ob die durch Dr. C.____ am 2. Oktober 2017 diagnostizierte Pulley-Läsion 
anhand der erstellten MRI-Bildgebungen ausgewiesen sei, wurde durch Dr. E.____ verneint. 
Eine derartige Verletzung sei durch das Ereignis vom 27. Juni 2017 auch nicht zu erwarten ge-
wesen. In der wissenschaftlichen Literatur werde ein solcher Mechanismus als Ursache für eine 
Pulley-Läsion nicht diskutiert. Typischerweise würden ein Sturz auf den ausgestreckten Arm in 
voller Aussen- oder Innenrotation sowie ein Sturz rückwärts auf die Hand genannt. Das Ereignis 
sei auch hinsichtlich der Schwere nicht geeignet gewesen, eine Pulley-Läsion herbeizuführen, 
zumal keine Begleitverletzungen hätten belegt werden können. Indessen müsse eine Pulley-
Läsion nicht obligat zur Luxation der Bizepssehne aus dem Sulcus führen. Es könne auch zu 
einer Subluxation der Bizepssehne mit den entsprechenden Veränderungen an der Rotatoren-
intervallschlinge kommen. In den klinischen Untersuchungsbefunden von Dr. F.____ seien die 
üblichen Tests durchgeführt worden, wobei sie nicht eindeutig als positiv bewertet worden sei-
en. Ein spezifischer Test für eine Pulley-Läsion existiere nicht. Aus den klinischen Tests und 
den Bildgebungen könne die Diagnose nicht gesichert werden. Auch der Verlauf spreche gegen 
eine solche Diagnose. Meist seien anamnestisch anteriore, chronische oder progressive Schul-
terschmezen genannt worden, vor allem bei voller Anteversion und Innenrotation. Gleichzeitig 
würde über einen Funktions- und Kraftnachlass sowie Nachtschmerzen geklagt.  
 
6.  Was zunächst die umstrittene Frage nach dem Unfallhergang angeht, so ist mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit von der Version gemäss den Aussagen des Versicherten auszu-
gehen. Dieser macht in dieser Hinsicht im Wesentlichen geltend, dass er entgegen den Sach-
verhaltsdarstellungen der Beschwerdegegnerin mit seinem Fahrzeug hinter einem anhaltenden 
Bus stillgestanden und nicht mehr gerollt sei. Aus der sich in den vorliegenden Akten befindli-
chen Schadenmeldung UVG vom 25. September 2018 geht zwar lediglich hervor, dass ein an-
derer Personenwagen von hinten in denjenigen des Beschwerdeführers hineingefahren sei (vgl. 
act. M1). Indessen deckt sich die geschilderte Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers 
im Wesentlichen mit der sich in den Akten befindlichen Skizze und den diesbezüglichen Be-
schreibungen aus dem Verkehrsunfallbericht vom 27. Juni 2017. Auch gegenüber seinem be-

 

 
 
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handelnden Arzt, Dr. C.____, schilderte er das Unfallereignis in diesem Sinne (vgl. Dokumenta-
tionsfragebogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom  
30. November 2018, act. M2). Alsdann findet sich anlässlich der zeitnah an das Unfallgesche-
hen erfolgten Konsultation bei Dr. C.____ vom 2. Oktober 2017 − den weiteren Ausführungen 
des Beschwerdeführers folgend − der Hinweis, dass er seine Hände während der erfolgten 
Heckkollision am Lenkrad hatte. Zumal mit Blick auf das Datum der besagten Berichte für den 
Versicherten keinerlei Veranlassung bestand, den Unfallhergang aus versicherungsrechtlichen 
Gründen anzupassen, hat dieser seine Version des Unfalls damit hinreichend glaubhaft ge-
macht (vgl. zu den Beweisanforderungen Urteile des EVG vom 25. November 2004, U 209/04, 
vom 15. September 2004, U 234/04 und vom 19. Mai 2004, U 236/03). Wie nachfolgend aufzu-
zeigen sein wird, vermag der Beschwerdeführer aus der abweichenden Darstellung des Unfall-
hergangs für die Beurteilung der Kausalitätsfrage indessen nichts zu seinen Gunsten abzulei-
ten.  
 
7.1  Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts im Wesentlichen auf die Beurteilung von Dr. E.____ vom 28. September 2019. Demzufol-
ge ging sie davon aus, dass die geklagten Schulterbeschwerden des Versicherten nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 27. Juni 2017 zurückzuführen seien. In 
Bezug auf die HWS-Beschwerden hat sie sodann erwogen, dass es diesbezüglich höchstens 
zu einer vorübergehenden, nicht aber zu einer richtunggebenden Verschlimmerung gekommen 
sei, womit der Zustand, wie er sich früher oder später auch ohne Ereignis eingestellt hätte (sta-
tus quo sine), spätestens drei Monate nach dem Ereignis erreicht gewesen sei.  
 
7.2 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtspre-
chung kommt zwar den Berichten beratender Ärzte des Versicherungsträgers nicht derselbe 
Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer 
Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, ein solcher Bericht ist aber soweit zu 
berücksichtigen, als keine − auch nur geringe − Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolge-
rungen bestehen (vgl. E. 4.3 hiervor). Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der 
Feststellungen von Dr. E.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, dass er sich mit den 
wesentlichen medizinischen Unterlagen auseinandersetzt und insgesamt ein vollständiges Bild 
des Gesundheitszustandes des Versicherten vermittelt. Alsdann nimmt Dr. E.____ gestützt auf 
die sich bei den Akten befindlichen medizinischen Berichte eine schlüssige Beurteilung der 
Kausalitätsfrage vor.  
 
7.3  Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen zu keiner anderen Beurteilung der 
Kausalitätsfrage zu führen. 
 
7.4  Wie sich der Darlegung des medizinischen Sachverhalts entnehmen lässt, sind von der 
HWS ausgehende Beschwerden aufgrund der in den Jahren 1995, 1996 und 2013 stattgehab-
ten HWS-Distorsionstraumata bereits vor dem Ereignis vom 27. Juni 2017 dokumentiert, was 
unbestritten ist. Der massgebenden Aktenlage im Anschluss an das Unfallereignis sind ferner 
keine Hinweise zu entnehmen, wonach sich der Beschwerdeführer durch das Unfallereignis 
strukturell nachweisbare Verletzungen an der HWS zugezogen hätte und die Zweifel an der 

 

 
 
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gutachterlichen Feststellung begründen würden, wonach der Zustand, wie er sich früher oder 
später auch ohne Unfallereignis eingestellt hätte, im September 2017 erreicht gewesen sei. 
Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer weder solche geltend macht noch diesbezügliche 
Aussagen mit entsprechenden Berichten untermauert. Auch aus den Schilderungen von 
Dr. C.____ vom 5. Mai 2019 lassen sich keine organischen Ursachen für die beschriebene 
Schmerzsituation ausmachen, zumal seine Feststellungen und das mittels Testung erhobene 
Schmerzmass im Wesentlichen auf den subjektiven Schilderungen des Versicherten gründen. 
Dr. C.____ hält diesbezüglich lediglich fest, dass die Halswirbelsäule nach dem Ereignis erheb-
lich eingeschränkt gewesen und es zu einer anhaltenden Schmerzsituation gekommen sei, was 
die Beschwerdegegnerin für die Zeit unmittelbar im Anschluss an das Unfallereignis auch nicht 
in Abrede stellt. Zumal in dieser Hinsicht keine weiteren Abklärungen oder Behandlungen er-
folgt sind, ist gestützt auf die überzeugenden Ausführungen von Dr. E.____ davon auszugehen, 
dass das Ereignis lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der Schmerzsituation 
geführt hat. 
 
7.5  Hinsichtlich der Schulterbeschwerden macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen 
geltend, dass die Ausführungen von Dr. E.____ im Widerspruch zur Beurteilung von Dr. C.____ 
stünden, der als Ursache der Beschwerden eine Pulley-Läsion Typ Lafosse 1 diagnostiziert 
habe. Überdies halte auch Dr. C.____ fest, dass es durch die Schädigung im Schultergürtel zu 
einer Verstärkung des vorbestehenden Schmerzsyndroms gekommen sei, womit die Schulter-
verletzung und die aktuelle Schmerzsituation mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das 
Ereignis vom 27. Juni 2017 zurückzuführen seien.  
 
Zunächst ist unter Hinweis auf das unter Erwägung 7.1 hiervor Dargelegte festzuhalten, dass 
sich Dr. E.____ mit der allfälligen Diagnose einer Pulley-Läsion auseinandersetzt und diese 
gestützt auf die vorliegenden Bildgebungen verneint. Er weist ferner überzeugend darauf hin, 
dass die besagte Fraktur einen Sturz auf den ausgestreckten Arm in voller Aussen- oder Innen-
rotation sowie einen Sturz rückwärts auf die Hand voraussetzen würde, der Unfallmechanismus 
einer Heckkollision als Ursache für eine solche Verletzung in der Literatur hingegen nicht disku-
tiert werde (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2019, 8C_446/2019, E. 5.2.2). 
Der Beschwerdeführer macht denn auch nicht geltend, dass der entsprechende Unfallhergang 
als Ursache für eine Läsion der Rotatorenmanschette wissenschaftlich belegt sei, woran auch 
nicht zu ändern vermag, dass er zum Zeitpunkt der Kollision seine Hände offenbar am Lenkrad 
hatte. Ergänzend hält Dr. E.____ fest, dass die Tatsache, wonach keine Begleitverletzungen 
hätten belegt werden können, darauf hindeute, dass das Ereignis auch hinsichtlich der Schwere 
nicht geeignet gewesen sei, eine Pulley-Läsion herbeizuführen. Die Aussagen von Dr. E.____ 
werden alsdann gestützt durch den aktuell veranlassten MRI-Befund vom 6. September 2018, 
in dessen Rahmen eine leichtgradige Tendinopathie der Supraspinatussehne, ansonsten aber 
intakte Sehnen der Rotatorenmanschette festgestellt und der Verdacht auf eine Ruptur oder 
Teilruptur mangels einer auszumachenden Konturunterbrechung gerade nicht bestätigt werden 
konnte. Demgegenüber stellt Dr. C.____ die am 2. Oktober 2017 diagnostizierte Pulley-Läsion 
in den Raum und verweist dabei in pauschaler Weise auf die MRT-Untersuchung vom 23. Au-
gust 2017. Er legt jedoch in keiner Weise dar, wie sich die besagte Diagnose mit Blick auf den 
Unfallhergang begründen lässt. Auch setzt er sich mit den anlässlich der MRI-Untersuchung 

 

 
 
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vom 23. August 2017 erhobenen degenerativen Befunden, die auf unfallfremde Faktoren hin-
deuten, in keiner Weise auseinander. Ebenfalls nicht zu überzeugen vermag schliesslich das 
gestützt auf die Ausführungen von Dr. C.____ vom 5. Mai 2019 gründende Vorbringen, demzu-
folge der Versicherte vor dem Unfallereignis Schulterbeschwerden nicht in einem derartigen 
Ausmass zu beklagen gehabt hätte. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass eine allfällige Schul-
terläsion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch das Unfallereignis verursacht worden 
wäre. Vielmehr läuft diese Auffassung auf die Schlussfolgerung hinaus, dass eine gesundheitli-
che Schädigung durch den Unfall verursacht gilt, weil sie sich nach dem Unfallereignis manifes-
tiert hat. Die betreffende Argumentation beruht im Ergebnis auf der Beweisformel "post hoc, 
ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung bereits deshalb als 
durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. 
E. 2b/bb). 
 
8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die medizinische Aktenlage zur Beurteilung 
der vorliegenden Streitfrage ausreichend ist. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweis-
würdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des rele-
vanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf weitere 
Abklärungen verzichtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 
E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Demnach ist nicht zu beanstan-
den, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die versicherungsmedizinische Beurteilung von 
Dr. E.____ vom 28. September 2019 einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfallereignis und den über September 2017 hinaus geltend gemachten Beschwerden mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit verneinte. Damit hat sie ihre Leistungspflicht ab diesem 
Zeitpunkt zu Recht verweigert. Die gegen den Einspracheentscheid vom 6. November 2019 
erhobene Beschwerde ist somit abzuweisen. 
 
9. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschädi-
gung ausgerichtet.  
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.  
 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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