# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 660032bf-246c-5346-9151-60d85a40018c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2002-09-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 09.09.2002 SF 2002 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2002-17_2002-09-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 9. September 2002 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 02 17 (mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Präsident Schmid, Kantonsrichter Jegen, Riesen-Bienz, Tomaschett-Murer und 
Schäfer, Aktuar ad hoc Engel.

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In der Strafsache

des P. S . , österreichischer Staatsangehöriger, Angeklagter, amtlich verteidigt 
durch lic. iur. Claudia Ziörjen, c/o Anwaltsbüro Buchli, Caviezel, Just, Postfach 414, 
Masanserstrasse 35, 7001 Chur,

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 30. Juli 2002, 

wegen Brandstiftung

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

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A. P. S. wuchs gemeinsam mit einem jüngeren Halbbruder und zwei jün-
geren Halbschwestern in geordneten Familienverhältnissen bei den Eltern in Dieti-
kon auf. Dort besuchte er die Primar- und Sekundarschule. Im Anschluss daran 
absolvierte der Angeklagte eine kaufmännische Lehre bei der Firma Escher & Wyss 
in Zürich, die er im Jahre 1974 mit Erfolg abschloss. Anschliessend arbeitete er 
während zwei Jahren in der Lehrfirma auf seinem erlernten Beruf. Danach bildete 
sich P. S. in Deutschland zum Computerprogrammierer weiter, arbeitete in der 
Folge aber nie in der Computerbranche. In den Jahren 1980 bis 1986 war der An-
geklagte zunächst bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft und 
später bei der Garage Notter in Baden als Buchhalter angestellt. Von 1986 bis 1995 
war P. S. als Leiter „Administration/Buchhaltung“ bei der Baufirma Kuhn in S./Segl 
tätig. Nach einem 1½ Jahre dauernden Aufenthalt in Kanada kehrte er im Jahre 
1996 ins Engadin zurück, wo er sich erneut der Baufirma Kuhn anschloss. Daneben 
arbeitete der Angeklagte in Teilzeitfunktion für die Bauzeitschrift „Bauinfo“. Im Früh-
jahr 1998 übernahm P. S. gemeinsam mit Fritz Weber das ehemalige Restaurant 
Prasüra in S., welches er seit der Sommersaison 1999 selbständig als Pub/Bar „S“ 
führte. 

P. S. ist geschieden und muss seiner Ex-Frau monatlich Fr. 2'200.-- an Un-
terhaltszahlungen leisten. Seit März 2000 ist der Angeklagte mit O. verheiratet; sie 
leben heute jedoch getrennt. 

Der Angeklagte ist im schweizerischen Zentralstrafregister nicht verzeichnet. 
Für das Jahr 2000 versteuerte er ein Einkommen von Fr. 12'400.--. Für die Jahre 
1999, 2000 und 2001 ist P. S. in den Betreibungsregistern des Kantons Graubünden 
und des Kantons Basel-Stadt mit insgesamt 22 Betreibungen registriert.

Den Leumundsberichten der Kantonspolizei Graubünden und Basel-Stadt  
vom 7. Juli 2000 bzw. 31. Januar 2002 kann nichts Nachteiliges über den Angeklag-
ten entnommen werden.

B. Da P. S. nach der Tat ohne Adressangabe aus dem Engadin wegge-
zogen war, musste er am 25. Oktober 2000 zur Aufenthaltsausforschung ausge-
schrieben werden. Anschliessend verschob der Angeklagte mehrere Untersu-
chungstermine, weshalb das psychiatrische Gutachten erst am 21. Dezember 2001 
erstattet werden konnte. Der Gutachter, Dr. med. R. S., stellvertretender Oberarzt 
der Kantonalen Psychiatrischen Klinik Beverin, kommt darin zu folgender Beurtei-
lung:

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„ Aufgrund der vorliegenden Testergebnisse verfügt der Explorand 
über eine hohe Intelligenz. Seine Persönlichkeit ist als verschlossen, 
misstrauisch, eher gehemmt, unsicher und kontaktscheu, aber auch 
als ehrgeizig, von einem starken Geltungsbedürfnis getrieben, zu be-
zeichnen. Er ist sehr um die Kontrolle seiner Affekte bemüht, kann 
daher bei auftretenden Gefühlsregungen, vor allem wenn es sich um 
aggressive Impulse handelt, in erhebliche innere Spannungszu-
stände geraten.

Rückblickend kann davon ausgegangen werden, dass der Explorand 
zum Zeitpunkt der Tat unter einer psychischen Störung im Sinne ei-
ner rezidivierenden depressiven Störung mit mittelgradiger Episode 
und somatischem Syndrom litt. Hierbei handelt es sich nicht nur um 
eine Störung des Affekts, sondern prinzipiell auch um eine Störung 
der kognitiven Fähigkeiten mit einer Einschränkung der Konzentra-
tion der Aufmerksamkeit, aber auch des formalen und inhaltlichen 
Denkvermögens. Darüber hinaus stand der Explorand im Zeitpunkt 
der Tat unter Einfluss von Alkohol, welchen er in der Absicht seinen 
Antrieb zu steigern („sich Mut machen“), um die Tat ausführen zu 
können, konsumiert hatte.“ 

Die im Gutachtensauftrag vom 30. August 2000 gestellten Fragen wurden 
wie folgt beantwortet:

„ 1. Litt der Angeschuldigte im Zeitpunkt der Tat an einer Geistes-
krankheit, an Schwachsinn oder einer schweren Störung des 
Bewusstseins, so dass seine Fähigkeit zur Einsicht in das Un-
recht der Tat oder zum Handeln gemäss dieser Einsicht aufge-
hoben war (Art. 10 StGB)?

Nein.

2. War der Angeschuldigte zur Zeit der Tat in seiner geistigen Ge-
sundheit oder in seinem Bewusstsein beeinträchtigt oder war er 
geistig mangelhaft entwickelt, so dass seine Fähigkeit zur Ein-
sicht in das Unrecht der Tat oder zum Handeln gemäss dieser 
Einsicht herabgesetzt war, wenn ja in welchem Grad (Art. 11 
StGB)?

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Der Angeschuldigte war zur Zeit der Tat in seiner geistigen Ge-
sundheit derart beeinträchtigt, dass seine Fähigkeit zur Einsicht 
in das Unrecht der Tat zwar erhalten, aber jedoch seine Fähig-
keit zum Handeln gemäss dieser Einsicht in einem leichten bis 
mittleren Grad herabgesetzt war.

3. Erfordert der Geisteszustand des Angeschuldigten ärztliche 
Behandlung oder besondere Pflege und ist anzunehmen, eine 
allfällige Rückfallgefahr lasse sich durch Einweisung in eine 
Heil- und Pflegeanstalt verhindern oder vermindern (Art. 43 Ziff. 
1 Abs. 1 StGB)?

● Genügt eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 43 
Ziff. 1 Abs. 1 letzter Satz StGB?

● Wäre der sofortige Vollzug einer Strafe mit einer ambulanten 
Behandlung vereinbar oder würde diese durch den Strafvoll-
zug schwer beeinträchtigt?

Die psychische Störung des Angeschuldigten ist prinzipiell be-
handelbar. Als zweckmässig erscheint eine ambulante psych-
iatrisch-psychotherapeutische Behandlung um hierdurch eine 
allfällige Rückfallgefahr zu verringern. Eine Einweisung in eine 
Heil- und Pflegeanstalt ist nicht erforderlich. Der sofortige Voll-
zug einer Strafe wäre mit einer ambulanten Behandlung verein-
bar.

4. Ist eine psychiatrische Behandlung notwendig oder zweckmäs-
sig (Art. 41 Ziff. 2 Abs. 1 StGB), so dass Weisungen (welche?) 
angezeigt wären oder Schutzaufsicht angeordnet werden 
sollte?

Eine psychiatrische Behandlung (beinhaltend medikamentöse 
sowie psychotherapeutische Massnahmen) ist nicht notwendig, 
jedoch zweckmässig, um den psychischen Gesundheitszu-
stand des Angeschuldigten zu verbessern und eine allfällige 
Rückfallgefahr (Delinquenz) zu verringern. 

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5. Sind andere Massnahmen zweckmässig, z.B. Bevormundung, 
Verbeiständung?

Nein.

6. Allfällige weitere Bemerkungen aus ihrer Sicht?

Keine.“

C. Die Staatsanwaltschaft Graubünden legt ihrer Anklage folgenden 
Sachverhalt zugrunde:

„ P. S. führte seit Frühjahr 1998 als Gerant den „S“, ein als Pub/Bar 
eingerichtetes Lokal in der Chesa A. in S.. Im Mai 1999 hatte er, 
nachdem er seinen früheren Geschäftspartner hatte ausbezahlen 
müssen, gemeinsam mit B. eine Kommanditgesellschaft zum Betrieb 
dieses Lokals gegründet. Die Räumlichkeiten waren von der A. AG, 
vertreten durch R. W., welcher in der Chesa A. wohnt und dort auch 
ein Sportgeschäft betreibt, gemietet. Die Einrichtung des Lokals 
gehörte dem Angeklagten. Da das Geschäft in der Sommersaison 
1999 und der folgenden Wintersaison 1999/2000 nur durchschnittlich 
gelaufen war, geriet P. S. durch die Auszahlung seines früheren Ge-
schäftspartners in finanzielle Engpässe. Zudem war ein Umbau des 
Lokals dringend notwendig. Da weder die Banken noch Bekannte be-
reit waren, ihm Kredit zu gewähren, kam der Angeklagte auf den Ge-
danken, das Lokal anzuzünden und die Renovation des Betriebes 
sowie die Sanierung seiner Schulden mit Versicherungsgeldern zu 
finanzieren.

In der Nacht vom 21. auf den 22. Mai 2000 trank P. S. zum Nachtes-
sen ca. 2,5 dl Rotwein und ca. 1 dl Martini. Dazu nahm er drei Beru-
higungstabletten. Anschliessend begab er sich gegen 02.00 Uhr mit 
seinem Fahrzeug von Maloja nach S. Baselgia, wo er den Wagen 
abstellte. Zu Fuss ging er zu seinem Lokal und behändigte einen vol-
len Benzinkanister, den er bereits einige Tage zuvor dort deponiert 
hatte. Nachdem er mehrere Polster der Sitzbänke und Stühle mit 
Benzin übergossen hatte, deponierte er den Kanister bei der Türe 
des Notausgangs. Danach begab er sich erneut ins Lokal, wo er ein 
Zündholz anzündete. Weil die Räumlichkeit um diese Jahreszeit 

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noch geheizt war, hatten sich in der Zwischenzeit Benzindämpfe ge-
bildet, welche im Augenblick der Entzündung des Streichholzes ver-
pufften. Durch diese Explosion entzündeten sich die mit Brandbe-
schleuniger getränkten Einrichtungsgegenstände und der Ange-
klagte wurde durch den Raum geschleudert. Seine mit Benzin be-
feuchteten Hosen fingen Feuer. Mit brennenden Hosen gelang es P. 
S. das Lokal durch den Notausgang zu verlassen und seine Kleidung 
anschliessend zu löschen. Danach begab er sich zu seinem Wagen 
und fuhr nach Hause, wobei er auf der Fahrt an verschiedenen Orten 
seine verbrannte Kleidung und den Benzinkanister entsorgte. Nach-
dem er in der Wohnung angekommen war, bemerkte er die Schwere 
der an seinen Unterschenkeln erlittenen Verbrennungen, weshalb er 
sich in die Notfallstation der Kreisspitals Oberengadin nach Same-
dan begab.

Die in der Wohnung im ersten Stock des Hauses anwesende Familie 
R. W. wurde durch den Knall der Explosion geweckt, alarmierte die 
Feuerwehr und konnte das Haus rechtzeitig verlassen. 

Der durch den Brand entstandene Sachschaden am Mobiliar und am 
Lokal beläuft sich auf ca. Fr. 100'000.--.

Des Weiteren wurden durch den Brand das über dem „S“ liegende 
Sportgeschäft, darin gelagerte Kleider und die Wohnung des Ge-
schäftsinhabers verrusst. Der Schaden für die Kleider beträgt rund 
50'000.--, jener für das Verkaufsgeschäft und die Wohnung Fr. 
30'000.--. Die Reparaturkosten eines im Vorraum der Bar stehenden 
Zigarettenautomaten der Firma Restomat AG, welcher durch den 
Brand ebenfalls geschädigt worden war, belaufen sich auf Fr. 1'700.-
-.“ 

D. Mit beim Untersuchungsrichteramt Samedan am 5. September 2000 
eingegangenen Schreiben datierend vom 10. Mai 2000 macht die „Zürich“ Versi-
cherungs-Gesellschaft adhäsionsweise eine Zivilforderung in der Höhe von Fr. 
5'000.-- geltend. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft fordert mit 
Eingabe vom 24. September 2001 adhäsionsweise Schadenersatz in der Höhe von 
Fr. 35'000.--. 

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E. Anlässlich der Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Kantons-
gerichtes von Graubünden vom 9. September 2002 waren Staatsanwalt Dr. iur. Ja-
kob Grob sowie P. S. mit seiner amtlichen Verteidigerin, lic. iur. Claudia Ziörjen an-
wesend. Es wurden keine Einwände gegen die Zuständigkeit und die Zusammen-
setzung des Gerichtes erhoben. In der richterlichen Befragung bestätigte der Ange-
klagte im Wesentlichen die im Verlaufe der Strafuntersuchung gemachten Aussa-
gen und anerkannte die ihm zur Last gelegte Straftat. Bezüglich seiner persönlichen 
Verhältnisse legte P. S. dar, dass er seit 1½ Jahren bei einem Architekturbüro als 
Buchhalter tätig sei und sich damit befasse, sich auf berufsbegleitendem Weg wei-
terzubilden. In den letzten beiden Jahren sei es ihm gelungen, seine Schulden kon-
tinuierlich abzutragen. Seiner von ihm getrennt lebenden Frau, mit der er keinen 
Kontakt mehr pflege, bezahle er einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.-
-. Er fühle sich gut und habe sein Leben im Griff. Deshalb habe er seit Beginn dieses 
Jahres auch keinen Psychotherapeuten mehr aufgesucht. 

Bezüglich der gegen ihn eingereichten Adhäsionsklagen der „Zürich“ Versi-
cherungs-Gesellschaft vom 10. Mai 2000 im Umfang von Fr. 5'000.-- und der 
Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft vom 24. September 2001 im 
Umfang von Fr. 35'000.-- wies der Angeklagte darauf hin, dass er diese Forderun-
gen zur Kenntnis genommen habe, sich über deren Bestand jedoch nicht äussern 
könne. 

Der Staatsanwalt stellte und begründete folgende Anträge: 

„ 1. P. S. sei der Brandstiftung gemäss Art. 221 Abs. 1 StGB schul-
dig zu sprechen.

2. Dafür sei er mit 15 Monaten Gefängnis zu bestrafen.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben, unter Anset-
zung einer Probezeit von 2 Jahren.

4. Gesetzliche Kostenfolge.“ 

Die amtliche Verteidigerin anerkannte den von der Staatsanwaltschaft rele-
vierten Sachverhalt und schloss sich bei der rechtlichen Subsumtion der Tat als 
vorsätzliche Brandstiftung im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StGB den Ausführungen 
der Staatsanwaltschaft an. Zur Strafzumessung verwies die amtliche Verteidigerin 
auf verschiedene Strafminderungsgründe wie das Handeln des Angeklagten aus 

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einer finanziellen Notlage und aus dessen damit verbundener Furcht, die Ehefrau 
zu verlieren, das Geständnis, der gute Leumund und die aufrichtige Reue des An-
geklagten. Zudem sei der Strafmilderungsgrund der verminderten Zurechnungs-
fähigkeit ebenfalls strafmildernd zu berücksichtigen. Im Einklang mit den Ausführun-
gen der Staatsanwaltschaft erachtete die amtliche Verteidigerin die Voraussetzun-
gen des bedingten Strafvollzugs als gegeben. 

Sie stellte daher folgende Anträge:

„ 1. P. S. sei wegen Brandstiftung aufgrund von Art. 221 Abs. 1 
StGB schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er mit einer Freiheitsstrafe von maximal 12 Monaten 
bedingt zu bestrafen.“ 

Währenddem Staatsanwalt Dr. iur. Grob auf eine Replik verzichtete, bekräf-
tigte P. S. in seinem Schlusswort nochmals seine Reue und betonte, dass ihn nicht 
in erster Linie finanzielle Gründe zur Begehung der Tat bewogen hätten, sondern 
dafür hauptsächlich seine Furcht, im Falle einer Aufgabe des Lokals von seiner Frau 
verlassen zu werden, ausschlaggebend gewesen sei. 

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. a) Gemäss Art. 221 StGB wird mit Zuchthaus bestraft, wer vorsätzlich 
zum Schaden eines anderen oder unter Herbeiführung einer Gemeingefahr eine 
Feuersbrunst verursacht (Abs. 1). Bringt der Täter wissentlich Leib und Leben von 
Menschen in Gefahr, so ist die Strafe Zuchthaus nicht unter drei Jahren (Abs. 2). Ist 
nur ein geringer Schaden entstanden, so kann auf Gefängnis erkannt werden (Abs. 
3). 

In objektiver Hinsicht setzt der Tatbestand der Brandstiftung nach Art. 221 
Abs. 1 StGB voraus, dass der Täter eine Feuersbrunst entfacht hat. Um als solche 
zu gelten, muss das Feuer eine gewisse Intensität oder Ausdehnung erreichen, so 
dass es vom Urheber selber nicht mehr gelöscht werden kann (BGE 117 IV 285). 
Nebst der Feuersbrunst bedarf es als weitere Tatbestandsmerkmale entweder des 
Schadens zum Nachteil eines anderen oder des Herbeiführens einer Gemeingefahr 
durch den Brand. Subjektiv erfordert Art. 221 Abs. 1 StGB die vorsätzliche Tatbe-
gehung. Der Vorsatz des Täters muss, nebst der Verursachung der Feuersbrunst, 

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auch auf die Schädigung eines anderen oder die Herbeiführung einer konkreten 
Gemeingefahr gerichtet sein, wobei nach der Rechtsprechung Eventualvorsatz 
genügt (BGE 105 IV 40; PKG 1981 Nr. 11). Im Sinne des Eventualvorsatzes reicht 
es aus, wenn der Täter eine solche Entwicklung für möglich hält und diese für den 
Fall ihres Eintrittes bewusst in Kauf nimmt (BGE 107 IV 184; Rehberg, Strafrecht 
IV, 2. Aufl., S. 32). 

b) Der in der Anklageschrift relevierte Sachverhalt ist insofern unbestrit-
ten und anerkannt, als P. S. überführt und geständig ist, in der Nacht vom 21. auf 
den 22. Mai 2000 in dem nicht in seinem Eigentum stehenden Lokal in der Chesa 
A. in S. Feuer gelegt zu haben, indem er mehrere sich darin befindliche Einrich-
tungsgegenstände mit Benzin übergoss und anschliessend mit Hilfe eines Streich-
holzes anzündete (Dossier 3, act. 6). Dies wurde vom Angeklagten auch anlässlich 
der Hauptverhandlung nicht in Abrede gestellt. Sein Geständnis deckt sich denn 
auch mit der allgemeinen Beweislage und insbesondere mit den brandtechnischen 
Ermittlungen der Kantonspolizei (Dossier 3, act. 1-3). Somit steht ausser Frage, 
dass P. S. für die Brandlegung in der Bar im Untergeschoss der Chesa A. verant-
wortlich ist. 

c) Zusätzlich zur bereits mit 16 Personen am Brandort anwesenden Feu-
erwehr S. musste aufgrund der starken Rauchentwicklung auch noch die Feuerwehr 
St. Moritz mit 14 weiteren Feuerwehrmännern zur Bekämpfung des von P. S. ge-
legten Feuers beigezogen werden (Dossier 3, act. 1). Bereits diese Tatsache ver-
deutlicht, dass das Feuer eine gewisse Intensität erreichte, die es dem Urheber ver-
unmöglichte, es selbst zu löschen (vgl. BGE 105 IV 130). Dies wird auch durch die 
Aussage des Angeklagten, wonach das Entzünden eines Streichholzes zu einer Ex-
plosion geführt habe, aufgrund derer seine Hose und die Einrichtungsgegenstände 
in der Bar unmittelbar Feuer gefangen hätten und er durch den Raum geschleudert 
worden sei, bekräftigt. Es kann daher im konkreten Fall zweifellos von einer Feu-
ersbrunst im Sinne des Art. 221 StGB ausgegangen werden. Diese verursachte 
nicht nur an dem sich in der Bar befindlichen und P. S. gehörenden Mobiliar, son-
dern auch am Lokal selbst, welches - wie das gesamte Haus - im Eigentum der A. 
AG stand, erheblichen Sachschaden. Zudem wurden durch den Brand und die dar-
aus resultierende starke Rauchentwicklung auch das über der Bar liegende Sport-
geschäft, darin gelagerte Kleider und die Wohnung der Familie W. in Mitleidenschaft 
gezogen. Ein durch die Feuersbrunst verursachter Schaden einer bzw. mehrerer 
Drittpersonen liegt somit ebenfalls vor. Ob der Angeklagte den Brand unter Her-
beiführung einer Gemeingefahr verursachte, kann demzufolge offenbleiben (BGE 

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105 IV 131 E. 2). P. S. hat durch seine Handlungsweise den objektiven Tatbestand 
der Brandstiftung im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StGB erfüllt. 

An einer zumindest eventualvorsätzlichen Tatbegehung durch den Angeklag-
ten kann angesichts des Vorgehens und der einzelnen Tatumstände kein Zweifel 
bestehen. Zwar betonte P. S. anlässlich der Hauptverhandlung, dass er nur das 
Lokal im Untergeschoss der Chesa A. und keinesfalls das ganze Haus habe ab-
brennen wollen. Dennoch war er sich im Klaren darüber, dass er durch das Anzün-
den von brennbarem, mit Benzin übergossenem Material einen von ihm selber un-
löschbaren Brand entfachen würde. Gemäss seiner Aussage im Einvernahmepro-
tokoll vor dem zuständigen Untersuchungsrichter vom 23. Mai 2000 (Dossier 3, act. 
7) war ihm zudem auch bewusst, dass aufgrund dieser Tat das Risiko einer schwe-
ren Beschädigung von Dritteigentum bestand. Dies nahm er jedoch in Kauf. Der 
subjektive Tatbestand der Brandstiftung im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StGB ist folg-
lich ebenfalls erfüllt. 

P. S. hat sich daher der vorsätzlichen Brandstiftung gemäss Art. 221 Abs. 1 
StGB schuldig gemacht.

2. P. S. hat durch sein Verhalten in der Nacht vom 21. auf den 22. Mai 
2000, als er das von ihm gepachtete Lokal im Untergeschoss der Chesa A. in Brand 
setzte, eine konkrete Individualgefahr für Leib und Leben verursacht, da sich die 
Familie W. zum Zeitpunkt des Brandes in der Wohnung im ersten Stock des Hauses 
befand und ein Übergreifen des Feuers von der Bar auf den Wohntrakt jederzeit 
hätte stattfinden können (Dossier 3, act. 1). Der qualifizierte Tatbestand der Brand-
stiftung im Sinne von Art. 221 Abs. 2 StGB ist damit in objektiver Hinsicht erfüllt. 
Subjektiv ist erforderlich, dass der Täter wissentlich, das heisst mit direktem Vor-
satz, jemanden in Gefahr bringt (BGE 123 IV 130). Der Täter muss gewusst haben, 
dass durch seine Brandlegung Leib und Leben von Menschen konkret gefährdet 
werden, wobei diese Annahme insbesondere dann getroffen werden kann, wenn 
dem Täter bekannt war, dass sich im angezündeten Haus schlafende Menschen 
befanden, welche durch das Feuer, durch Rauch oder durch Brandgase der ernst-
haften Gefahr ausgesetzt waren, getötet, verletzt oder an der Gesundheit geschä-
digt zu werden (vgl. PKG 1992 Nr. 15). Am subjektiven Tatbestand fehlt es hinge-
gen, wenn der Täter im Sinne eines blossen Eventualvorsatzes lediglich mit der 
Möglichkeit rechnet, dass sich Personen im Haus aufhalten und alsdann gefährdet 
werden könnten (Rehberg, a.a.O., S. 34). Im vorliegenden Fall kann dem Angeklag-
ten ein direkter Vorsatz nicht angelastet werden. P. S. wusste nicht, dass sich in der 

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betreffenden Nacht jemand in der Chesa A. befand. Aufgrund der Tatsache, wonach 
im Oberengadin viele Leute mit Beginn der Zwischensaison im Mai ihre Betriebe 
schliessen, um in die Ferien zu verreisen und er seit längerem kein Mitglied der in 
der Chesa A. wohnenden Familie W. mehr gesehen hatte, ging er vielmehr davon 
aus, dass sich zur Tatzeit niemand im Haus aufhielt. Somit fällt der qualifizierte Tat-
bestand der Brandstiftung im Sinne von Art. 221 Abs. 2 StGB ausser Betracht. 

3. a) Bei der Strafzumessung hat der Richter gemäss Art. 63 StGB vom 
Verschulden des Täters auszugehen und insbesondere die Beweggründe, das Vor-
leben und die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung bezieht sich der Begriff des Verschuldens auf den ge-
samten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat. Der Bemessung der 
Schuld ist die Schwere der Tat zu Grunde zu legen. Weiter unterscheidet man beim 
Verschulden Tat- und Täterkomponenten. Bei der Tatkomponente betrachtet man 
das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung, die 
Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt hat, und seine Beweggründe. Die 
Täterkomponente umfasst hingegen Vorleben und persönliche Verhältnisse des 
Täters sowie das Verhalten nach der Tat oder im Strafverfahren, wie zum Beispiel 
Reue, Einsicht oder Strafempfindlichkeit (BGE 117 IV 112 ff. mit Hinweisen). Diese 
in die Waagschale gelegten Elemente wirken strafmindernd oder straferhöhend, 
wobei in der Begründung der Strafzumessung die Überlegungen des Richters nach-
vollziehbar sein müssen. 

b) Grundlage für die Strafzumessung ist im vorliegenden Fall der in Art. 
221 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 35 StGB vorgesehene Strafrahmen von 
einem Jahr bis zu 20 Jahren Zuchthaus. 

Das Verschulden von P. S. ist als schwer zu bezeichnen. Durch die Brandle-
gung hat er am Lokal bzw. dessen Mobiliar, dem über der Bar liegenden Sportge-
schäft und den darin gelagerten Kleidern sowie der Wohnung der Familie W. Sach-
schäden von insgesamt ca. Fr. 180'000.-- verursacht. Dazu kommt, dass der Ange-
klagte nicht aus einem plötzlichen Entschluss heraus handelte, sondern sich viel-
mehr einen Plan zurecht gelegt hatte, wie er vorgehen wollte, um als Brandstifter 
unerkannt zu bleiben und die Versicherungsleistungen für das durch den Brand be-
schädigte Einrichtungsmobiliar der Bar erwirken zu können. Somit steht fest, dass 
P. S. überwiegend aus eigenen finanziellen Interessen zur Tat schritt. Diesbezüglich 
kann ihm immerhin zugute gehalten werden, dass er zur Verbesserung seiner fi-
nanziellen Situation - allerdings ergebnislos - versucht hatte, bei verschiedenen 

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Banken einen Kredit von Fr. 50'000.-- aufzunehmen. Zudem vermochte der Ange-
klagte anlässlich der Hauptverhandlung glaubhaft darzulegen, dass er sich schon 
beinahe panisch davor fürchtete, seine Frau würde ihn im Falle eines Konkurses 
der als Betriebsgesellschaft für die Bar dienenden S. & Co., in welcher er als unbe-
schränkt haftender Gesellschafter (Komplementär) fungierte, verlassen. 

Strafmildernd zu berücksichtigen ist sodann die bei P. S. zum tatrelevanten 
Zeitpunkt in leichtem bis mittlerem Grad vorliegende Beeinträchtigung der Fähigkeit, 
entsprechend der Einsicht in das Unrecht seiner Tat zu handeln. Diese leichte bis 
mittlere Verminderung der Zurechnungsfähigkeit im Sinne von Art. 11 StGB dia-
gnostizierte der Gutachter der Psychiatrischen Klinik Beverin einerseits als Folge 
einer bereits vor dem Tatzeitpunkt vorliegenden depressiven Störung, welche durch 
eine für P. S. seit Längerem bestehende psychosoziale Belastungssituation aus-
gelöst worden war, und anderseits als Folge des Einflusses von Alkohol, welchen 
der Angeklagte in der Absicht, seinen Antrieb zu steigern, um die Tat ausführen zu 
können, unmittelbar vor deren Begehung konsumiert hatte. 

Strafmindernd wirkt sich bei P. S. sein Geständnis und die bekundete Ein-
sicht in das Unrecht seiner Tat aus. Im selben Sinne sind ihm auch seine Vorstra-
fenlosigkeit und sein korrektes Verhalten während des ganzen Strafverfahrens an-
zurechnen. Andere Straferhöhungs- und Strafschärfungsgründe liegen demge-
genüber nicht vor. 

In Würdigung sämtlicher dargelegter Strafzumessungsgründe erachtet die 
Strafkammer daher eine Strafe von 15 Monaten Gefängnis als angemessen. 

4. a) Im Folgenden ist zu prüfen, ob P. S. die Rechtswohltat des bedingten 
Strafvollzugs zu gewähren ist. Die diesbezüglichen Anforderungen bestimmen sich 
nach Art. 41 Ziff. 1 StGB. Danach kann der Richter den Vollzug einer Freiheitsstrafe 
von nicht mehr als 18 Monaten aufschieben, wenn die objektiven und subjektiven 
Voraussetzungen hierfür gegeben sind. 

b) Die objektive Voraussetzung, dass der Verurteilte nicht innerhalb der 
letzten fünf Jahre vor der Tat wegen eines vorsätzlich begangenen Verbrechens 
oder Vergehens eine Zuchthaus- oder Gefängnisstrafe verbüsst hat, ist bei P. S. 
erfüllt. In subjektiver Hinsicht wird gefordert, dass Vorleben und Charakter des Ver-
urteilten erwarten lassen, er werde durch den Aufschub der Freiheitsstrafe von wei-
teren Verbrechen oder Vergehen abgehalten, und dass er den gerichtlich oder 
durch Vergleich festgestellten Schaden im Rahmen des ihm Zumutbaren ersetzt 

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hat. Die zweitgenannte Bedingung ist vorliegend allerdings nicht von Bedeutung, da 
eine Festsetzung der Schadenersatzpflicht im erwähnten Sinne erst anlässlich der 
Hauptverhandlung durch die Strafkammer des Kantonsgerichtes vorgenommen 
wurde. Die anderen genannten Umstände müssen aber eine günstige Prognose 
zulassen. Die Besserungsaussichten sind auf Grund der Gesamtheit des Verhal-
tens und der Gesinnung des Schuldigen zu beurteilen (Rehberg, Strafrecht II, 7. 
Aufl., S. 87). 

Für die Annahme künftigen Wohlverhaltens von P. S. sprechen vorweg sein 
Vorleben, sein Charakter, sowie die bekundete Einsicht in das Unrecht seiner Tat. 
Weder vor noch nach der Tat ist er sonstwie strafrechtlich in Erscheinung getreten. 
Seit nunmehr 1½ Jahren arbeitet er in der Buchhaltungsabteilung eines Architektur-
büros. Zu beachten ist ebenfalls, dass sich P. S. freiwillig während mehr als einem 
Jahr regelmässigen psychotherapeutischen Behandlungen unterzogen hat. Er 
kommt den Unterhaltspflichten gegenüber seiner Ex-Frau sowie seiner von ihm ge-
trennt lebenden Ehefrau pünktlich nach und ist ständig darum bemüht, die aus dem 
Barbetrieb in S. entstandenen Schulden weiter abzutragen. Darüber hinaus will er 
auch den durch die Brandlegung verursachten Schaden, soweit es ihm zuzumuten 
ist, wieder gut machen. Gesamthaft gesehen lassen die genannten Umstände eine 
günstige Prognose für den Angeklagten zu, so dass der Vollzug der 15-monatigen 
Gefängnisstrafe einstweilen aufzuschieben ist. Angesichts dieser günstigen Pro-
gnose rechtfertigt es sich, die Probezeit auf zwei Jahre festzusetzen. 

c) Gemäss Art. 41 Ziff. 2 Abs. 1 StGB kann der Richter dem Verurteilten 
für sein Verhalten während der Probezeit bestimmte Weisungen erteilen, insbeson-
dere über Berufsausübung, Aufenthalt, ärztliche Betreuung, Verzicht auf alkoholi-
sche Getränke und Schadensdeckung innerhalb einer bestimmten Frist. Im vorlie-
genden Fall stellt sich die Frage, ob P. S. gestützt auf das psychiatrische Gutachten 
der Klinik Beverin die Weisung zu erteilen ist, sich einer psychiatrischen bzw. psy-
chotherapeutischen Behandlung zu unterziehen. Das Gutachten äussert sich dies-
bezüglich allerdings nicht derart eindeutig, dass sich eine solche als geradezu un-
umgänglich erweisen würde. Es darf zudem nicht ausser Acht gelassen werden, 
dass die Tat von P. S. nicht auf eine generelle Neigung zur Brandlegung zurückzu-
führen ist. Unter Berücksichtigung seines Vorlebens und seines Wohlverhaltens in 
der seither verstrichenen Zeit kann daher davon ausgegangen werden, dass eine 
Rückfallgefahr als sehr gering einzustufen ist. Im Übrigen ist noch einmal darauf 
hinzuweisen, dass sich P. S. bereits während über einem Jahr von einer Spezialistin 
psychotherapeutisch behandeln liess und auch nach Abschluss dieser Therapie 

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weiterhin seinen Hausarzt in regelmässigen Abständen von zwei bis drei Monaten 
aufsucht. Von der Erteilung einer Weisung gegenüber P. S., sich einer psychiatri-
schen Behandlung zu unterziehen, kann demnach abgesehen werden. 

5. a) Gemäss Art. 131 Abs. 3 StPO entscheidet das Gericht über fristge-
recht eingereichte Adhäsionsklagen ohne Rücksicht auf den Streitwert, sofern es 
die Akten zur Beurteilung des Zivilpunktes als ausreichend erachtet, andernfalls 
wird die Klage an den ordentlichen Richter überwiesen.

b) Mit beim Untersuchungsrichteramt Samedan am 5. September 2000 
eingegangener Klage vom 10. Mai 2000 machte die „Zürich“ Versicherungs-Gesell-
schaft, Regionalsitz Ostschweiz, gegen P. S. adhäsionsweise eine Forderung von 
Fr. 5'000.-- für die Beschädigung von Teppichböden, Wänden und einer Sitzgruppe 
der Wohnung in der Chesa A. geltend. Die Klägerin hatte gestützt auf Art. 72 VVG 
als Versicherer den Anspruch von R. W. übernommen (Dossier 1, act. 9 und 12). 
Da die Klage rechtzeitig eingereicht wurde, der geltend gemachte Anspruch hinrei-
chend ausgewiesen ist und ein Beleg über die Schadensbereinigung vorliegt, steht 
ihrer Gutheissung nichts entgegen. P. S. wird daher verpflichtet, der „Zürich“ Versi-
cherungs-Gesellschaft Fr. 5'000.-- zu bezahlen. 

c) Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Direktion 
Bern, reichte am 24. September 2001 eine Adhäsionsklage, die in ihrer Höhe der 
an R. W. für die beschädigten Waren im Sportgeschäft der Chesa A. ausbezahlten 
Entschädigung von Fr. 35'000.-- entsprach, ein. Demnach war auch in diesem Scha-
densfall gestützt auf Art. 72 VVG eine Anspruchssubrogation erfolgt (Dossier 1, act. 
23). Zur Begründung der Klage legte die Schweizerische Mobiliar Versicherungsge-
sellschaft eine Entschädigungsvereinbarung zwischen ihr und R. W. sowie eine de-
taillierte Schadenzusammenstellung bei. Somit ist die adhäsionsweise geltend ge-
machte Forderung substanziert und überdies auch fristgerecht eingeklagt worden. 
Die Klägerin hat demnach Anrecht auf den erwähnten Betrag. P. S. wird verpflichtet, 
der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft Fr. 35'000.-- zu bezahlen. 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten, bestehend 
aus den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden, der Gerichts-
gebühr sowie dem Honorar der amtlichen Verteidigung zu Lasten des Verurteilten 
(Art. 158 Abs. 1 StPO). Die Kosten eines allfälligen Strafvollzuges trägt der Kanton 
Graubünden (Art. 188 StPO).

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Demnach erkennt die Strafkammer :

1. P. S. ist der Brandstiftung gemäss Art. 221 Abs. 1 StGB schuldig.

2. Dafür wird er mit 15 Monaten Gefängnis bestraft. Der Vollzug der Strafe wird 
aufgeschoben und dem Verurteilten eine Probezeit von zwei Jahren aufer-
legt.

3.a) Die Adhäsionsklage der „Zürich“ Versicherungs-Gesellschaft vom 10. Mai 
2000 wird gutgeheissen und P. S. verpflichtet, der Adhäsionsklägerin Fr. 
5'000.-- zu bezahlen.

b) Die Adhäsionsklage der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesell-
schaft vom 24. September 2001 wird gutgeheissen und P. S. verpflichtet, der 
Adhäsionsklägerin Fr. 35'000.-- zu bezahlen.

4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- den Untersuchungskosten der 

Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr.   3'632.--

- der Gerichtsgebühr von Fr.   1'000.--

- und dem Honorar der 

amtlichen Verteidigung von Fr.   1'500.--

total somit Fr.   6'132.--

gehen zu Lasten des Verurteilten. Die Kosten eines allfälligen Strafvollzuges 
trägt der Kanton Graubünden.

5. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP. 

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6. Mitteilung an:

__________

Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Präsident: Der Aktuar ad hoc: