# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 414fbbe7-082f-5e6c-a909-4ef3442b7477
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.03.2015 100 2013 448
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-448_2015-03-19.pdf

## Full Text

100.2013.448U
KEP/KOM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. März 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiber Kocher

A.________
handelnd durch seine statutarischen Organe
vertreten durch Fürsprecher 
Beschwerdeführer

gegen

1. B.________
2. C.________
sowie
3. D.________
4. E.________
5. F.________
alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerinnen und Beschwerdegegner 1-5

6. Einwohnergemeinde Lauterbrunnen
Baupolizeibehörde, Gemeindeverwaltung, Gemeindehaus Adler, 3822 Lauterbrunnen
Beschwerdegegnerin 6

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Baubewilligung; Abbruch einer denkmalgeschützten Scheune (Entscheid der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 21. November 2013; RA Nr. 
110/2013/272)

Sachverhalt:

A.

Die ungefähr 1860 erbaute I.___scheune (Gebäude Nrn. 1___/1___a) ist denkmalgeschützt und 
steht in der Kernzone von Mürren. Sie liegt je zur Hälfte auf den Parzellen Lauterbrunnen Gbbl. 
Nrn. 2___ und 3___. Während Erstere im Alleineigentum von F.________ steht, bildet Letztere 
Miteigentum von D.________, E.________, G.________ und H.________. Die Eigentümerschaft 
möchte die Grundstücke mit der Scheune verkaufen. B.________, Nutzniessungsberechtigter des 
Nachbargrundstücks Gbbl. Nr. 4___-2 (Stockwerkeinheit) und C.________, Eigentümerin des 
ebenfalls angrenzenden Grundstücks Gbbl. Nr. 5___, sind an einem Kauf interessiert. Sie stellten 
am 1. Oktober 2012 ein Baugesuch für den Abbruch der Scheune. Dagegen erhob der 
A.________ Einsprache. Die Einwohnergemeinde (EG) Lauterbrunnen erteilte am 18. Februar 
2013 die nachgesuchte Baubewilligung.

B.

Hiergegen erhob der A.________ am 25. März 2013 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Diese beteiligte mit Verfügung vom 7. Juni 2013 
D.________, E.________, G.________ und H.________ sowie F.________ von Amtes wegen als 
Hauptparteien am Verfahren, wobei sie im angefochtenen Entscheid erwog (E. 1b), hinsichtlich der 
Parzelle Nr. 3___ habe sich nur E.________ rechtsgültig am Verfahren beteiligt. Weiter holte die 
BVE ein Gutachten über die Wirtschaftlichkeit des Erhalts der Scheune und die Abbruchkosten ein 
und führte eine Augenscheins- und Instruktionsverhandlung durch. Mit Entscheid vom 
21. November 2013 wies sie die Beschwerde ab.

C.

Gegen diesen Entscheid hat der A.________ am 23. Dezember 2013 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht erhoben. Er beantragt, der Entscheid der BVE sei aufzuheben und dem 
Abbruch der Scheune der Bauabschlag zu erteilen, eventuell sei die Sache zur ergänzenden 
Abklärung und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. B.________ und C.________, 
D.________ und E.________ sowie F.________ beantragen mit Beschwerdeantwort vom 
27. Januar 2014, die Beschwerde sei abzuweisen und die Abbruchbewilligung sowie der Entscheid 
der BVE seien zu bestätigen; G.________ und H.________ haben sich nicht vernehmen lassen. 
Die EG Lauterbrunnen schliesst mit Beschwerdeantwort vom 24. Januar 2014 sinngemäss auf 
Abweisung der Beschwerde. Die BVE verzichtet mit Vernehmlassung vom 10. Januar 2014 auf 
einen Antrag.

Am 8. August 2014 hat der von der BVE eingesetzte Gutachter Zusatzfragen beantwortet. Der 
A.________ sowie B.________, C.________, D.________, E.________ und F.________ haben 

dazu Stellung genommen. Dabei haben der A.________ und C.________ weitere Unterlagen zu 
den Akten gereicht, wozu sich die Beteiligten äussern konnten. Von der Gelegenheit, 
Bemerkungen zu den weiteren Ausführungen des Gutachters vom 17. Dezember 2014 
anzubringen, haben der A.________ sowie B.________ und C.________ Gebrauch gemacht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz 
gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist als private Organisation zur Beschwerde befugt 
(Art. 79 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 40a, 35a und 35c Abs. 3 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 
[BauG; BSG 721.0]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Die Beschwerdegegnerinnen 3 und 4 und der Beschwerdegegner 5, sowie G.________ 
und H.________ haben Miteigentum bzw. Alleineigentum an den vom Baugesuch betroffenen zwei 
Parzellen, sind aber nicht Baugesuchstellerinnen und Baugesuchsteller. Die von ihnen erteilte 
Zustimmung zum Vorhaben (vgl. Art. 10 Abs. 2 des Dekrets vom 22. März 1994 über das 
Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]) bedeutet nicht die 
Beteiligung am Baubewilligungsverfahren (BVR 1998 S. 564 E. 2b; Zaugg/Ludwig, Kommentar 
zum bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 34 N. 10). Im Beschwerdeverfahren ist 
grundsätzlich nur Partei, wer bereits vor der Vorinstanz Parteirechte ausübte und dies weiterhin 
tun will (Art. 12 Abs. 2 Bst. a VRPG; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen 
VRPG, 1997, Art. 12 N. 15). Indes sind die Beschwerdegegnerinnen 3 und 4 und der 
Beschwerdegegner 5, sowie G.________ und H.________ von der BVE von Amtes wegen als 
Hauptparteien am Verfahren beteiligt worden, in der Absicht, einen allenfalls negativen 
Bauentscheid, mit welchem die nachgesuchte Abbruchbewilligung verweigert würde, auch für sie 
als Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer verbindlich zu machen (Verfügung vom 
7.6.2013, Akten BVE [act. 3A], pag. 32 ff., 33 f.). Eine Beteiligung als Hauptpartei von Amtes 
wegen ist jedoch nur möglich, wenn den zu Beteiligenden notwendige Parteistellung zukommt 
(Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., 1997, Art. 12 N. 5 sowie Art. 14 N. 4), was hier nicht zutrifft. 
Die Genannten konnten auch nicht mittels Beiladung von Amtes wegen am Verfahren beteiligt 
werden, da dieses Institut nur dem Einbezug von Dritten in das Verfahren dient, d.h. von 
Personen, deren Beteiligung als Hauptpartei nicht möglich ist (Art. 14 Abs. 1 VRPG; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., 1997, Art. 14 N. 2). Sie sind damit von der BVE zu Unrecht 
von Amtes wegen am Verfahren beteiligt worden. Nach dem Gesagten kommt den Beschwerde-
gegnerinnen 3 und 4 und dem Beschwerdegegner 5 auch im Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht keine Parteistellung zu.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen 
hin (Art. 80 VRPG).

2.

Die Baugesetzgebung umschreibt Baudenkmäler als herausragende Objekte und Ensembles von 
kulturellem, historischem oder ästhetischem Wert. Dazu gehören namentlich Ortsbilder, 
Baugruppen, Bauten, Gärten, Anlagen, innere Bauteile, Raumstrukturen und feste Ausstattungen 
(Art. 10a Abs. 1 BauG). Baudenkmäler sind schützenswert, wenn sie wegen ihrer bedeutenden 
architektonischen Qualität oder ihrer ausgeprägten Eigenschaften ungeschmälert bewahrt werden 
sollen (Art. 10a Abs. 2 BauG). Sie sind erhaltenswert, wenn sie wegen ihrer ansprechenden archi-
tektonischen Qualität oder ihrer charakteristischen Eigenschaften geschont werden sollen (Art. 10a 
Abs. 3 BauG; BVR 2012 S. 410 E. 3.3). – Die wohl um 1860 errichtete I.___scheune ist Teil der 
Baugruppe E (Mürren) und im Bauinventar als erhaltenswertes Schutzobjekt mit Situationswert 
aufgeführt (sog. K-Objekt; Art. 13 Abs. 3 Bst. b der Bauverordnung vom 6. März 1985 [BauV; BSG 
721.1]; vgl. hinten E. 4.2). Die Aufnahme der schützenswerten und der erhaltenswerten 
Baudenkmäler in das Bauinventar ist Voraussetzung für den Schutz nach Art. 10b BauG (Art. 10e 
Abs. 1 BauG). Nach Art. 10b Abs. 3 BauG sind erhaltenswerte Baudenkmäler in ihrem äusseren 
Bestand und mit ihren Raumstrukturen zu bewahren. Ein Abbruch ist zulässig, wenn die Erhaltung 
unverhältnismässig ist.

3.

In der Sache ist strittig, ob die BVE die Abbruchbewilligung für die als erhaltenswert eingestufte 
I.___scheune zu Recht bestätigt bzw. das Abbruchverbot verweigert hat. – Ein Abbruchverbot stellt 
einen Eingriff in die verfassungsmässig gewährleistete Eigentumsgarantie dar (Art. 26 der Bun-
desverfassung [BV; SR 101] bzw. Art. 24 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]). 
Eingriffe in Freiheitsrechte sind zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, im 
öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sind und den Kerngehalt des betreffenden 
Grundrechts nicht verletzen (Art. 36 BV und Art. 28 KV; zu den Eingriffsvoraussetzungen in 
Grundrechte auch BGE 137 I 167 E. 3.6 mit Hinweisen; BVR 2014 S. 251 E. 5.1). Die 
Verfahrensbeteiligten sind sich einig, dass Art. 10b Abs. 3 BauG eine genügende gesetzliche 
Grundlage für ein Abbruchverbot darstellt. Umstritten ist hingegen das öffentliche Interesse am 
Erhalt der Scheune und die Verhältnismässigkeit des Abbruchverbots. Die BVE hat das Vorliegen 
eines öffentlichen Interesses bejaht, jedoch das Abbruchverbot als unverhältnismässig beurteilt.

4.

Die Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegner 1 stellen vorab das öffentliche Interesse 
am Erhalt der Scheune bzw. an einem Abbruchverbot in Abrede. 

4.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Verwaltungsgerichts liegen 
Beschränkungen der Eigentumsgarantie, die dem Schutz von Baudenkmälern dienen, ganz 
allgemein im öffentlichen Interesse (BGE 135 I 176 E. 6.1 [Pra 98/2009 Nr. 117]; BVR 2014 S. 251 
E. 5.1, 1998 S. 440 E. 3c). Bei der Prüfung der Frage, ob ein Objekt Schutz verdient, hat eine 
sachliche, auf wissenschaftliche Kriterien abgestützte Gesamtbeurteilung Platz zu greifen, welche 
den kulturellen, geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Zusammenhang eines 
Bauwerks mitberücksichtigt. Eine Baute soll gegebenenfalls als Zeugin und Ausdruck einer 
historischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Situation erhalten bleiben. Da 
Ortsbildschutzmassnahmen regelmässig mit Eigentumseingriffen verbunden sind, dürfen sie nicht 
lediglich im Interesse eines begrenzten Kreises von Fachleuten erlassen werden. Sie müssen 
breiter, d.h. auf objektive und grundsätzliche Kriterien abgestützt sein und von einem grösseren 
Teil der Bevölkerung bejaht werden, um Anspruch auf eine gewisse Allgemeingültigkeit erheben zu 
können (BGE 135 I 176 E. 6.2 [Pra 98/2009 Nr. 117]; BVR 1998 S. 440 E. 3c; VGE 2012/332 vom 
11.9.2013, E. 4.2, 22935 vom 28.11.2007, E. 5.2). Das Verwaltungsgericht prüft deshalb im 
Streitfall, ob die Fachmeinung gefestigt und gut abgestützt ist, und ob sie – nach entsprechenden 
Erläuterungen – auch Laiinnen und Laien zu überzeugen vermag (BVR 1998 S. 440 E. 3d; zum 
Ganzen Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 10a-10f N. 3).

4.2 Die Scheune ist im Bauinventar der Gemeinde wie folgt beschrieben (Beilage 2 zur 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde, act. 1C; ebenfalls einsehbar unter: <http://www.erz.be.ch>, 
Rubriken «Themen: Kultur/Denkmalpflege/Bauinventar online»):

« Scheune, wohl um 1860
Kantholzblockbau unter Satteldach. Ausrichtung mit Giebel nach SO. Lage im Dorfkern von Mürren 
an einer Weggabelung. Die Fassade dominierende Spille. Stallbau mit hoher Heubühne. Zeuge des 
ehemals vollständig bäuerlichen Mürren. Guter Zustand ohne wesentliche Veränderungen.»

Am Augenschein im vorinstanzlichen Verfahren führte der Vertreter der Denkmalpflege des 
Kantons Bern (KDP) aus, dass es sich bei der Scheune um einen, wenn auch keinen besonders 
herausragenden, doch sehr schlichten, schönen und qualitätsvollen Kantholzbau handle. Speziell 
an der Scheune sei die Spillekonstruktion. Er betonte, dass das Gebäude weitgehend im 
Originalzustand erhalten sei, weshalb es sich um einen Zeitzeugen der Bauweise vor 150 Jahren 
handle. Die Scheune sei eine typische und gute Vertreterin des früheren Scheunenbaus in Mürren. 
Sie habe als Eckbau Situationswert und sei wichtig für das Ortsbild. Weiter sei es typisch für die 
Bauweise in Mürren, dass nahe an die nächsten Häuser und die Strasse gebaut wurde. Die 
Konstruktionsweise und der gute Standort zeichne die I.___scheune aus. Ein Abbruch der 
Scheune wäre ein schmerzlicher Verlust für das Ortsbild (vgl. Protokoll Augenschein vom 
25.6.2013, Akten BVE [act. 3A], pag. 37 ff. [nachfolgend: Protokoll], 41 f. Voten KDP-Vertreter). 
Diese Ausführungen stehen im Einklang mit dem Fachbericht der KDP vom 5. November 2012, 
worin bereits auf die charakteristische Konstruktionsweise mit der die Hauptfassade 
dominierenden Spille hingewiesen und die Bedeutung für das Ortsbild, aufgrund der Lage an der 
Weggabelung, hervorgehoben worden ist. Darin hat die KDP auch festgehalten, dass es sich um 
einen intakten Bau und nicht um ein Abbruchobjekt handle (vgl. Baugesuchsakten Gemeinde, 
Baugesuch und Abbruchbewilligung [act. 3A1], pag. 47 f.).

4.3 Mürren ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als Ortsbild von 
regionaler Bedeutung bewertet und als solches im Verzeichnis der besuchten Orte im Kantonsteil 
Oberland aufgeführt (ISOS, Kanton Bern, Bd. 8.2 Oberland Orte L-Z, 2007, S. 16). Die 
Lagequalitäten des Ortes werden als gut bezeichnet, wobei im Ortsbild ausser längs der 
Dorfstrasse keine besonderen räumlichen Qualitäten zu finden seien. Das regellose, jedoch zum 
Teil lebhafte Gemisch von bäuerlichen und touristischen Bauten unterschiedlicher Dimensionen 
könne als architekturhistorische Qualität angesehen werden. Im Zuge der Siedlungsentwicklung 
hätten sich zudem einige kleine, bäuerliche Bauinseln als Touristenattraktion erhalten. Schliesslich 
wird zur Ortsgestalt unter anderem festgehalten, dass das Siedlungsgebiet durch ein komplexes 
Wegsystem erschlossen werde. Die Strassenräume würden durch die frei vor- und 
zurückgestaffelten Bauten geprägt. Diese Staffelung ergebe die für den Ort charakteristischen 
Platz- und Hofräume, welche als Bauerngärtchen, kleine Grünräume oder Haus- und 
Hotelvorplätze genutzt würden. Die I.___scheune liegt im Gebiet Nr. 1, welches das ISOS wie folgt 
beschreibt: Altes Dorf; 1- bis 3-geschossige Holzbauten; bäuerliche Blockbauten mit Ställen und 
Gaden, hohe Laubsägechalets aus dem 19. Jahrhundert; Blechdächer. Dem Gebiet wird eine 
besondere Bedeutung zugemessen und der Erhalt der Struktur als Ziel angegeben 
(Dokumentation zum Ortsbild von Mürren, Beilage 4 zur Beschwerde an die BVE, Akten BVE 
[act. 3A]).

4.4 Die BVE hebt vor dem Hintergrund dieser Ausführungen den Situationswert der Scheune 
und deren architektonische Qualitäten hervor. Sie hält fest, dass sich mit den umgebenden 
Bauten, dem Nutzgarten zwischen den Strassen und der Scheune im Verlauf der Zeit ein schöner, 
harmonischer Platz herausgebildet habe, an dem die Scheune mit ihrem prominenten Standort 
einen markanten Eckpunkt bilde. Die Scheune sei mit ihrer Spillekonstruktion ein reizvoller 
Kantholzblockbau und eine wichtige Zeitzeugin, da sie weitgehend original erhalten und in gutem 
Zustand sei. Die BVE kam deshalb zum Schluss, dass die Scheune zu Recht als Baudenkmal 
eingestuft worden sei und dass ihr für das Ortsbild eine wichtige Funktion zukomme (vgl. 
angefochtener Entscheid, E. 3g und h).

4.5 Diese Beurteilung durch die Vorinstanz ist nicht zu beanstanden: Entgegen der Meinung 
der Beschwerdegegnerin 2 und dem Beschwerdegegner 1 erweisen sich die Ausführungen der 
KDP, welche auch dem Entscheid der BVE zugrunde liegen, als nachvollziehbar und 
widerspruchsfrei (Beschwerdeantwort, S. 6 Ziff. 9). Die charakteristische Konstruktion und der 
Standort sind wiederholt als entscheidende Faktoren für die Einstufung der Scheune als 
(erhaltenswertes) Baudenkmal genannt worden. Entsprechend der Zielsetzung des ISOS für das 
Gebiet Nr. 1 ist die Erhaltung der I.___scheune auch relevant für die Erhaltung der Dorfstruktur. 
Dass ein Bau herausragend sein muss, bildet gemäss den zutreffenden Ausführungen des 
Vertreters der KDP am vorinstanzlichen Augenschein keine Voraussetzung für die Einstufung 
eines Gebäudes als erhaltenswertes Baudenkmal. Hingegen wäre eine gewisse Einzigartigkeit 
verlangt, damit ein Gebäude als schützenswert bezeichnet werden könnte (vgl. Protokoll, pag. 41 
Voten KDP-Vertreter). Inwiefern die weiteren als Baudenkmäler eingestuften Scheunen in Mürren 
das Interesse am Erhalt der streitbetroffenen Scheune schmälern sollten, ist nicht ersichtlich. Der 
von der Vorinstanz eingesetzte Experte Jürg Foletti, dipl. Architekt FH/SIA/Reg A (nachfolgend: 

Gutachter), hat festgehalten, dass sich die Scheune in einem guten, stabilen Zustand befinde und 
sanierungsfähig sei (vgl. Gutachten vom 26.8.2013, Akten BVE [act. 3A], pag. 94 f. Ziff. 8.1 f.). 
Wenn die Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegner 1 aus der Notwendigkeit von 
Sanierungsmassnahmen auf einen schlechten baulichen Zustand der Scheune schliessen wollen, 
kann ihnen nicht gefolgt werden, zumal einige dieser Massnahmen (bspw. ordnungsgemässe 
Ableitung des Dachwassers, Anpassung der Umgebung, Freilegen der Holzfassade und neue 
Fenster) keine Rückschlüsse auf den Zustand der Bausubstanz zulassen. Hingegen sind die 
Sanierungskosten bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit des Abbruchverbots zu 
berücksichtigen (hinten E. 5.5 f.). Die BVE ist nach dem Gesagten zu Recht zum Schluss gelangt, 
dass der Erhalt der Scheune im öffentlichen Interesse liegt. Ein von der Scheune im jetzigen 
Zustand ausgehendes Sicherheitsrisiko wegen des vom Dach heruntertropfenden Wassers würde 
bei einer für den längerfristigen Erhalt nötigen Sanierung behoben. Allfällige entgegenstehende 
private Interessen sind sodann im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung zu berücksichtigen 
(vgl. Beschwerdeantwort, S. 6 f. Ziff. 10-12; vgl. hinten E. 5.4 ff.).

5.

5.1 Als Eingriff in die Eigentumsgarantie ist ein Abbruchverbot gestützt auf Art. 10b Abs. 3 
BauG verhältnismässig, wenn es zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und erforderlich 
und das verfolgte Ziel in einem vernünftigen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln steht (sog. 
Zumutbarkeit bzw. Verhältnismässigkeit im engeren Sinn; statt vieler BGE 137 I 167 E. 3.6, 136 I 
87 E. 3.2; BVR 2014 S. 251 E. 5.2). 

5.2 Ungeeignet ist ein Eigentumseingriff, wenn er keinerlei Wirkungen im Hinblick auf den 
angestrebten Zweck entfaltet oder die Erreichung des Ziels sogar erschwert oder verhindert 
(BVR 2010 S. 266 E. 6.2.3, 1998 S. 440 E. 6a; Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 21 N. 4). Vorliegend ist unbestritten, dass die Scheune 
sanierungsbedürftig ist. Die BVE hat den erforderlichen Reparaturaufwand erkannt und unter 
Bezugnahme auf die gutachterlichen Ausführungen – sie unterscheiden zwischen dringlichen und 
weniger dringlichen, aber doch notwendigen Sanierungsmassnahmen – die Sanierungsfähigkeit 
der Scheune bejaht (vgl. angefochtener Entscheid, E. 4c). Wie bereits ausgeführt, vermag der 
Umfang der notwendigen Sanierungsmassnahmen daran nichts zu ändern (vgl. vorne E. 4.5). Die 
Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegner 1 bestreiten die Eignung eines allfälligen 
Abbruchverbots mit der Begründung, dass sich die Scheune auch nach Vornahme der 
Reparaturen nicht zu vernünftigen Konditionen nutzen lasse, weshalb ein längerfristiger Erhalt 
nicht sichergestellt sei. Ob dem so ist, wird im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung zu klären sein 
(vgl. E. 5.4 ff. hiernach). Im Gutachten vom 26. August 2013 werden die notwendigen Sanierungs-
massnahmen aufgeführt, welche einen langfristigen Erhalt garantieren sollen. Ihre Geeignetheit 
kann durch eine allfällige Weigerung der privaten Beschwerdegegnerschaft, die notwendigen 
Reparaturmassnahmen auszuführen, nicht in Frage gestellt werden (VGE 2012/332 vom 
11.9.2013, E. 5.2 f.). Die BVE hat die Eignung eines allfälligen Abbruchverbots zum Erhalt der 
Scheune mit Hinweis auf deren Sanierungsfähigkeit damit zu Recht bejaht.

5.3 Ein Eingriff ist nicht erforderlich, wenn eine aus Sicht des Bürgers weniger einschneidende 
Anordnung das angestrebte Ziel ebenso erreicht (Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., § 21 N. 6). 
Die Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegner 1 stellen die Erforderlichkeit eines 
allfälligen Abbruchverbots insoweit in Frage, als sie geltend machen, im Dorf Mürren würden sich 
noch weitere zwölf erhaltenswerte Scheunen befinden. Dabei verkennen sie, dass es um die 
Erforderlichkeit eines allfälligen Abbruchverbots zum Erhalt der hier betroffenen Scheune 
(Gebäude Nrn. 1___/1___a) geht, wofür kein milderes Mittel ersichtlich ist. Ob allenfalls noch 
weitere Scheunen erhalten werden können, ist demnach nicht entscheidend für die Frage, ob ein 
anderes (milderes) Mittel als ein allfälliges Abbruchverbot den Erhalt der I.___scheune an ihrem 
spezifischen Standort sicherstellen könnte. 

5.4 Eine Verwaltungsmassnahme ist schliesslich nur gerechtfertigt, wenn sie zumutbar ist, d.h. 
ein vernünftiges Verhältnis zwischen Eingriffszweck und Eingriffswirkung besteht (vgl. E. 5.1 
hiervor). Eine geeignete und erforderliche Massnahme ist folglich unzumutbar und 
unverhältnismässig, wenn der damit verbundene Eingriff in die Rechtsstellung der betroffenen 
Person im Vergleich zur Bedeutung der verfolgten öffentlichen Interessen unvertretbar schwer 
wiegt. Um zu bestimmen, ob eine angemessene Zweck-/Mittel-Relation gegeben ist, sind die sich 
widerstreitenden Interessen abzuwägen (BGE 136 I 87 E. 3.2, 135 I 176 E. 8.1 [Pra 98/2009 
Nr. 117], 126 I 219 E. 2c; BVR 2014 S. 251 E. 5.2 auch zum Folgenden). Je schutzwürdiger eine 
Baute ist, desto geringer sind Rentabilitätsüberlegungen zu gewichten. Kommt dem öffentlichen 
Interesse an der Erhaltung kein überragendes Gewicht zu, kann ein Abbruchverbot den Grund-
eigentümerinnen und Grundeigentümern nicht zugemutet werden, wenn es auf Dauer mit 
finanziellen Verlusten verbunden wäre. Die Eigentumsbeschränkung ist hingegen zumutbar, wenn 
eine dem Erhaltungsgebot gerecht werdende Nutzung des Gebäudes auf längere Sicht tragbar ist. 
Dazu sind alle Optionen, d.h. Verkauf und Vermietung, zu berücksichtigen, welche einen Erhalt der 
Liegenschaft ermöglichen (vgl. VGE 2012/332 vom 11.9.2013, E. 5.9). 

5.5 Um die wirtschaftliche Tragbarkeit beurteilen zu können, liess die BVE ein Gutachten 
erstellen. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren hat der Instruktionsrichter Zusatzfragen zu 
diesem Gutachten gestellt (vgl. vorne Bst. C). Der Gutachter hat die Sanierungskosten der 
Scheune im Hinblick auf eine künftige Lagernutzung auf Fr. 53'000.-- geschätzt. Als Ausgangslage 
dienten ihm die im Baubewilligungsverfahren eingereichten Kostenvoranschläge in der Höhe von 
Fr. 73'196.-- (Baugesuchsakten Gemeinde, Baugesuch und Abbruchbewilligung [act. 3A1], 
pag. 33 ff.). Nach einer Besichtigung vor Ort hat der Gutachter reduzierte bauliche Massnahmen 
empfohlen, welche ebenfalls für einen längerfristigen Erhalt der Scheune und deren Nutzung als 
Lagerraum ausreichen würden. Wenn nun die Beschwerdegegnerin 2 und der 
Beschwerdegegner 1 diesen Betrag (erstmals) in ihrer Stellungnahme vom 12. November 2014 in 
Frage stellen (act. 22, S. 5 Ziff. 11), kann ihnen nicht gefolgt werden. Der Gutachter hat 
nachvollziehbar begründet, dass statt 50 m2 nur 10 m2 der Fleckenwände ersetzt werden müssten 
und sowohl auf Betonfundamente als auch auf einen Betonboden verzichtet werden könne, 
woraus sich die genannten Kosteneinsparungen ergeben (vgl. auch angefochtener Entscheid, 
E. 4f). Die Abbruchkosten schätzte der Gutachter auf Fr. 11'000.-- bis Fr. 13'000.-- und den 
erzielbaren jährlichen Mietertrag auf Fr. 2'204.--. Er räumte ein, dass eine genaue Schätzung des 

Mietertrags schwierig sei, da es sich bei der Scheune um ein Liebhaberobjekt handle. Als 
Berechnungsgrundlagen dienten ihm die Tabellen der Fahrländer Partner AG sowie der Wüest & 
Partner AG (zum Ganzen Gutachten vom 26.8.2013, Akten BVE [act. 3A], pag. 94 ff. Ziff. 8.1 ff.). 
Entgegen der Meinung der Beschwerdegegnerin 2 und des Beschwerdegegners 1 hat der 
Gutachter somit die Marktsituation anhand von Datengrundlagen zweier anerkannter 
Beobachterinnen des Immobilienmarkts eingeschätzt (Stellungnahme vom 9.9.2014, act. 16, S. 2 
Ziff. 1). Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, schaltete der Gutachter im Amtsanzeiger Interlaken 
an zwei Erscheinungstagen Inserate zum (fiktiven) Verkauf oder zur Vermietung der streit-
betroffenen Scheune. Den Interessierten wurde ein Flyer zugestellt mit den wichtigsten Angaben 
und der Bitte um ein unverbindliches Kaufpreisangebot. Dieses Vorgehen ist in Anbetracht der 
speziellen Situation nicht zu beanstanden (aussergewöhnliche Lage, Scheune, Baudenkmal, 
kleines Grundstück, Liebhaberobjekt). Eingegangen ist ein Kaufpreisangebot des Hotels 
J.________ in Mürren in der Höhe von Fr. 30'000.--. Zwei weitere Interessenten zogen sich 
zurück, ohne ein Angebot zu machen. Der Gutachter bezifferte die Anlagekosten für eine Nutzung 
als Lagerraum mit Fr. 61'000.-- (Kauf der Liegenschaft Fr. 35'000.-- zuzüglich Sanierungskosten 
Fr. 53'000.-- abzüglich Beitrag Lotteriefonds Fr. 27'000.--). Als wirtschaftlich notwendigen Mietzins 
errechnete er basierend auf einem Kapitalisierungszinssatz von 4,5 % einen Betrag von Fr. 2'745.-
- pro Jahr (vgl. Beantwortung Zusatzfragen vom 8.8.2014, act. 13 inkl. Beilagen, act. 13A-E). Der 
Gutachter begründet die Höhe des Zinssatzes mit dem nach der Sanierung kleinen 
Unterhaltsbedarf des Gebäudes, dessen bescheidener technischen Ausstattung und dem geringen 
Komfort. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin 2 und des Beschwerdegegners 1 ist 
damit davon auszugehen, dass er auch die Zuschläge für die Nutzungskosten (Betriebskosten, 
Unterhalt, Verwaltungskosten, Rückstellungen und Mietzinsrisiko) in seine Berechnung mitein-
bezogen hat (Stellungnahme vom 9.9.2014, act. 16, S. 4 Ziff. 6). Die Höhe des Zinssatzes ist 
schliesslich unter Berücksichtigung der vom Gutachter erwähnten und in der Lagernutzung 
begründeten geringen Nutzungskosten sowie des derzeit tiefen Referenzzinssatzes (aktuell 2 % 
[zugrundeliegender Durchschnittszinssatz 1,89 %; Stichtag 31.12.2014] gegenüber 3,5 % im Jahr 
2008, Tendenz weiter sinkend; vgl. Bundesamt für Wohnungswesen, Entwicklung 
Referenzzinssatz und Durchschnittszinssatz, einsehbar unter: <http://www.bwo.admin.ch>, 
Rubriken «Themen/Mietrecht/Referenzzinssatz») und der Tatsache nachvollziehbar, dass es sich 
nicht um ein typisches Renditeobjekt, sondern um ein Liebhaberobjekt an exklusiver Lage handelt 
(zum Ganzen Francesco Canonica, Die Immobilienbewertung, 2009, S. 81 ff., 95 und 100 f.). Es 
besteht damit kein Grund, von den Berechnungen des Gutachters abzuweichen.

5.6 Obwohl der Gutachter im August 2013 den jährlichen Mietertrag auf Fr. 2'204.-- geschätzt 
hat, geht er neu davon aus, dass der von ihm errechnete, wirtschaftlich notwendige Jahresmietzins 
von Fr. 2'745.-- erzielbar wäre. Er meint auch, dass die Anlagekosten bei einem Verkauf auf dem 
Markt realisierbar wären (Beantwortung Zusatzfragen vom 8.8.2014, act. 13). Auf Nachfrage 
erklärte er, das Inserat habe gezeigt, dass ein gewisser Markt für den Kauf oder die Miete der 
Scheune vorhanden sei, weshalb der Mietertrag variieren könne. Die Tendenz der Zinssätze zeige 
zudem nach unten, womit die Kapitalverzinsung etwas tiefer liegen könnte. Der erzielbare jährliche 
Mietertrag liege gemäss seiner Schätzung in der angegebenen Bandbreite zwischen Fr. 2'204.-- 
und Fr. 2'745.--. Das eingereichte Kaufangebot über Fr. 30'000.-- sei eher tief. Die Bandbreite 

schätzte der Gutachter auf Fr. 30'000.-- bis Fr. 40'000.--, weshalb er für die Kosten des 
Grundstücks inkl. Scheune Fr. 35'000.-- einsetzte (Antwort Gutachter vom 17.12.2014, act. 27). 
Diese Erklärungen leuchten ein. Das Kaufangebot des Hotels J.________ ist als 
Verhandlungsgrundlage zu verstehen, bei der noch ein gewisser Spielraum verbleibt. Es kann 
zudem davon ausgegangen werden, dass dieses Angebot in grober Kenntnis des baulichen 
Zustands ergangen ist und ein gewisser Sanierungsbedarf in die finanziellen Überlegungen 
miteinbezogen worden ist, auch wenn dieser auf dem allgemein gehaltenen Flyer mit den 
Gebäudeeckdaten nicht erwähnt worden ist (Stellungnahme vom 9.9.2014, act. 16, S. 5 Ziff. 10). 
Dem steht auch das etwas tiefere Kaufangebot des Beschwerdegegners 1 und der 
Beschwerdegegnerin 2 in der Höhe von Fr. 24'000.-- nicht entgegen (vgl. deren persönliche 
Eingabe vom 15.1.2015, act. 30). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Scheune bei diesem 
Angebot als Abbruchobjekt betrachtet wird, was sich wertmindernd auf das Kaufobjekt auswirkt. 
Rechnet man zu den Fr. 24'000.-- die Abbruchkosten hinzu, ergibt sich ein Wert, welcher im 
Bereich der gutachterlichen Schätzung von Fr. 35'000.-- liegt. Insgesamt haben sich mindestens 
drei interessierte Parteien auf das Inserat gemeldet. Auch wenn letztlich nur ein einziges Angebot 
eingegangen ist, wurde damit auch ohne Inserierung in überregionalen Zeitungen eine gewisse 
Nachfrage nachgewiesen. Weiter ist auf das Angebot der Stiftung A.________ zu verweisen, 
welche sich bereit erklärt hat, die Liegenschaft zu einem mittleren Baulandpreis für Wohnbauten in 
Mürren, abzüglich der Abbruchkosten von Fr. 12'000.--, zu erwerben (Stiftungsratsbeschluss vom 
20.12.2013, Beilage 4 zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde, act. 1C). Es liegt damit ein 
Kaufangebot vor, welches mit demjenigen des Beschwerdegegners 1 und der 
Beschwerdegegnerin 2 vergleichbar ist (Fr. 24'000.--). Entgegen der Meinung der BVE (vgl. ange-
fochtener Entscheid, E. 6f-6h) und der Beschwerdegegnerin 2 und dem Beschwerdegegner 1 (vgl. 
Beschwerdeantwort, S. 10 Ziff. 23 f.; Stellungnahme vom 9.9.2014, act. 16, S. 3 Ziff. 2) ist deshalb 
davon auszugehen, dass sich die vom Gutachter berechneten Mieterträge bzw. Verkaufspreise 
tatsächlich realisieren lassen.

5.7 Zusammenfassend erweisen sich die gutachterlichen Ausführungen als nachvollziehbar 
und schlüssig. Was die Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegner 1 dagegen vorbringen, 
vermag nicht zu überzeugen. Es ist damit davon auszugehen, dass für die Eigentümerschaft 
sowohl die Vermietung der sanierten als auch der Verkauf der unsanierten Liegenschaft 
wirtschaftlich tragbar wären. Ob eine von der Lagernutzung abweichende Bewirtschaftung der 
Scheune ebenfalls tragbar wäre – so der Beschwerdeführer –, braucht damit nicht weiter geklärt zu 
werden (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, S. 8; Stellungnahme vom 21.10.2014, act. 19, Ziff. 4). 
Angesichts des öffentlichen Interesses am Schutz des erhaltenswerten Gebäudes (vorne E. 4) 
steht ein Abbruchverbot vor diesem Hintergrund in einem angemessenen Verhältnis zum Eingriff in 
die Eigentumsrechte. Daran ändert auch das Interesse der Beschwerdegegnerin 2 und des 
Beschwerdegegners 1 an einer besseren Besonnung ihrer benachbarten Liegenschaften nichts 
(vgl. Beschwerdeantwort, S. 7 Ziff. 10). Die Frage nach allfälligen Immissionen durch die 
Abluftableitung wäre schliesslich im Rahmen eines konkreten Baugesuchsverfahren zu prüfen (vgl. 
persönliche Eingabe der Beschwerdegegnerin 1 und des Beschwerdegegners 2 vom 15.1.2015, 
act. 30).

6.

Der massgebliche Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus den Akten. Die Vorinstanz 
hat eine Augenscheins- und Instruktionsverhandlung vor Ort unter Anwesenheit der 
Verfahrensbeteiligten, eines Vertreters der kantonalen Denkmalpflege sowie des Gutachters 
durchgeführt. Auf einen weiteren Augenschein, wie ihn die Parteien anbegehrt haben, kann daher 
verzichtet werden. Der entsprechende Beweisantrag wird abgewiesen (vgl. 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 10).

7.

Ein Abbruchverbot für die erhaltenswerte I.___scheune bewirkt somit keinen ungerechtfertigten 
Eingriff in das Eigentum. Die Beschwerde erweist sich damit als begründet und ist gutzuheissen. 
Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die mit Gesuch vom 1. Oktober 2012 beantragte 
Abbruchbewilligung ist zu verweigern. 

8.

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt der Beschwerdeführer. Die 
Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegner 1 sowie die Gemeinde, welche sinngemäss 
ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde schliesst, gelten je zur Hälfte als unterliegend. Die 
Kosten des Verfahrens vor Verwaltungsgericht sind zur Hälfte der Beschwerdegegnerin 2 und dem 
Beschwerdegegner 1 unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 
VRPG). Da die ebenfalls unterliegende Gemeinde nicht in ihren Vermögensinteressen betroffen 
ist, sind die hälftig auf sie entfallenden Verfahrenskosten nicht zu erheben (Art. 108 Abs. 2 Satz 2 
VRPG). Die Parteikosten des anwaltlich vertretenen Beschwerdeführers sind zur Hälfte der 
Beschwerdegegnerin 2 und dem Beschwerdegegner 1 unter solidarischer Haftbarkeit und zur 
Hälfte der Gemeinde aufzuerlegen (Art. 108 Abs.  3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Den 
Beschwerdegegnerinnen 3 und 4, dem Beschwerdegegner 5 sowie G.________ und H.________ 
sind nach dem vorne in E. 1.2 Gesagten keine Kosten aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; vgl. 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 12 N. 20 sowie Art. 108 N. 3).

8.2 Die Kosten für die zusätzlichen Aufwendungen des Gutachters im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren sind Verfahrenskosten im Sinn von Art. 103 Abs. 1 Satz 2 VRPG und müssen unter den 
unterliegenden Parteien verlegt werden. Da jedoch der Gemeinde keine Verfahrenskosten 
auferlegt werden können (Art. 108 Abs. 2 Satz 2 VRPG; vgl. E. 8.1 hiervor), müssen dafür die 
Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegner 1 aufkommen. 

8.3 Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens sind entsprechend dem Ausgang des 
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens neu zu verlegen. Die Beschwerdegegnerinnen 3 und 4, der 

Beschwerdegegner 5 sowie G.________ und H.________ sind von der BVE zu Unrecht von 
Amtes wegen am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt worden (vgl. vorne E. 1.2). Insoweit sind sie 
auch nicht kostenpflichtig.

8.4 Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 
168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des 
Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das Honorar in Be-
schwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz zuzüglich allfälliger Zuschläge nach Art. 11 
Abs. 2 und Art. 16 PKV. Innerhalb dieses Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach 
dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit 
des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). – Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht für das 
Verfahren vor der BVE ein Honorar von Fr. 4'500.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe von Fr. 260.40 
und Fr. 380.85 MWSt, somit total Fr. 5ʹ141.25 geltend. Dies erscheint nach den genannten Grund-
sätzen als angemessen. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht beansprucht der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar von Fr. 7'100.-- zuzüglich Auslagen und 
MWSt. Dies ist nach den obgenannten Kriterien überhöht. Die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses sind als durchschnittlich einzustufen. Zwar war der gebotene 
Zeitaufwand angesichts der Stellungnahmen zu den gutachterlichen Ausführungen leicht 
überdurchschnittlich, indessen ist zu berücksichtigen, dass der Rechtsvertreter aus dem 
vorinstanzlichen Verfahren bereits über Aktenkenntnis verfügte und von den Parteieingaben einzig 
die Beschwerde und die Stellungnahme vom 21. Oktober 2014 zu den gutachterlichen Aus-
führungen von grösserem Umfang waren. Insgesamt ist deshalb auch der gebotene Zeitaufwand 
als durchschnittlich anzusehen. Ein Honorar für das Verfahren vor Verwaltungsgericht von 
Fr. 6'000.-- zuzüglich Fr. 188.-- Auslagen und Fr. 495.05 MWSt, somit total Fr. 6'683.05, erscheint 
nach dem Gesagten als angemessen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion 
des Kantons Bern vom 21. November 2013 wird aufgehoben. Die Abbruchbewilligung wird 
verweigert.

2. a) Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine Pauschalgebühr 
von Fr. 3'000.--, werden zur Hälfte, ausmachend Fr. 1'500.--, zuzüglich der Kosten von 
Fr. … für das Zusatzgutachten, ausmachend insgesamt Fr. …, der Beschwerdegegnerin 2 
und dem Beschwerdegegner 1 auferlegt. Die verbleibende Hälfte der Pauschalgebühr wird 
nicht erhoben.

b) Die Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegner 1 haben dem Beschwerdeführer 
die Parteikosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, festgesetzt auf Fr. 6'683.05 
(inkl. Auslagen und MWSt), zur Hälfte, ausmachend Fr. 3'341.55, zu ersetzen.

c) Die Beschwerdegegnerin 6 hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, festgesetzt auf Fr. 6'683.05 (inkl. Auslagen und 
MWSt), zur Hälfte, ausmachend Fr. 3'341.55, zu ersetzen.

3. a) Die Kosten des Verfahrens vor der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern 
von Fr. 1'600.-- werden zur Hälfte, ausmachend Fr. 800.--, zuzüglich der Kosten von Fr. … 
für das Gutachten, ausmachend insgesamt Fr. …, der Beschwerdegegnerin 2 und dem 
Beschwerdegegner 1 auferlegt. Die verbleibende Hälfte der Pauschalgebühr wird nicht 
erhoben.

b) Die Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegner 1 haben dem Beschwerdeführer 
die Parteikosten für das Verfahren vor der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern, festgesetzt auf Fr. 5'141.25, (inkl. Auslagen und MWSt), zur Hälfte, aus-
machend Fr. 2'570.65, zu ersetzen.

c) Die Beschwerdegegnerin 6 hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten für das 
Verfahren vor der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, festgesetzt auf 
Fr. 5'141.25 (inkl. Auslagen und MWSt), zur Hälfte, ausmachend Fr. 2'570.65, zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- den Beschwerdegegnerinnen und Beschwerdegegnern 1-5
- der Beschwerdegegnerin 6
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- G.________
- H.________
- der Denkmalpflege des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.