# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 264d1c3a-ee14-525c-8b8a-b8d550a51757
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2010 C-7371/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7371-2008_2010-11-24.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7371/2008/mes/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______,
vertreten Y._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Revision.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7371/2008

Sachverhalt:

A.
Mit  Verfügung  vom 13.  November  2001  sprach  die  IV-Stelle  Basel-
Stadt  (im  Folgenden: IV-Stelle)  der  damals  noch  in  der  Schweiz 
wohnhaften,  1953  geborenen  Schweizer  Bürgerin  X._______ (im 
Folgenden:  Beschwerdeführerin)  rückwirkend ab dem 1. August 1998 
eine ordentliche halbe Rente der  schweizerischen Invalidenversiche-
rung  (IV)  zu,  zuzüglich  entsprechender  Zusatzrenten  für  ihren  Ehe-
mann und ihre Tochter (vgl. act. 16; vgl. auch act. 1 S. 11 bis 17). Nach 
Durchführung eines Revisionsverfahrens (vgl. act. 20 bis 22) bestätigte 
die IV-Stelle diese Renten in ihrer  Mitteilung vom 14. Juli  2004 (vgl.  
act. 23). Da die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz nach Montenegro 
verlegt hatte, überwies die IV-Stelle die Akten am 7. Dezember 2007 
zuständigkeitshalber der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, 
im  Folgenden:  Vorinstanz;  vgl.  act.  34).  Später  nahm  die 
Beschwerdeführerin  Wohnsitz  in  Bosnien und Herzegowina (vgl. act. 
47 S. 2 sowie act. 49 ff. ).

B.
Am 1. Februar und 28. November 2007 berechnete die Vorinstanz die 
halbe Invalidenrente der Beschwerdeführerin sowie die entsprechende 
Zusatzrente für ihren Ehemann mit Wirkung ab dem 1. März 2007 neu 
(vgl.  act.  35  und  36).  Nach  Durchführung  eines  Revisions-  und 
Vorbescheidverfahrens (vgl. act. 37 bis 56) hob sie diese Renten mit 
Verfügung  vom 20. Oktober  2008  für  die  Zeit  ab  dem 1. Dezember 
2008  auf.  Zur  Begründung  verwies  sie  sinngemäss  auf  den  Vorbe-
scheid vom 27. Juni 2008, worin ausgeführt  wurde, die Beschwerde-
führerin sei seit dem 10. April 2008 wieder in der Lage, mehr als 50% 
des Erwerbseinkommens zu erzielen, das sie erreichen würde, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (vgl. act. 64). 

C.
Mit Beschwerde vom 19. November 2008 beantragte die Beschwerde-
führerin sinngemäss, die Verfügung vom 20. Oktober 2008 sei aufzu-
heben und es seien ihr mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2008 weiter-
hin halbe Invalidenrenten zuzusprechen. Zugleich  stellte  sie ein Ge-
such  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  – alles  unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge.

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die angefochtene Ver-

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fügung beruhe auf unzuverlässigen Berichten und Stellungnahmen der 
Dres. med. A._______ und C._______ aus der Zeit vom 18. April bis 
zum 28. September 2008 (vgl. act. 52, 53, 55 und 62). Es sei daher 
keineswegs  erstellt,  dass  sich  ihr  Gesundheitszustand  seit  den 
Rentenrevisionen in  den Jahren 2001 und 2004 in  relevanter  Weise 
verändert  bzw.  verbessert  habe.  Die  Vorinstanz  habe  den 
massgebenden medizinischen Sachverhalt ungenügend abgeklärt.

D.
In ihrer Vernehmlassung vom 2. Februar 2009 beantragte die Vorins-
tanz  die  Abweisung der  Beschwerde und die  Bestätigung der  ange-
fochtenen Verfügung. 

Sie führte aus, ihr ärztlicher Dienst sei am 18. Juni und 28. September  
2008 (vgl. act. 55 und 62) gestützt  auf  die  schlüssigen Berichte der 
Dres. med. B._______ und A._______ vom 18. und 24. April 2008 (vgl. 
act. 51 bis 53) zu Recht zum Schluss gelangt, dass die Beschwerde-
führerin nicht mehr an invalidisierenden somatischen und psychischen 
Beschwerden leide, und in allen körperlich nicht schweren Tätigkeiten 
vollschichtig arbeitsfähig sei.

E.
Mit Zwischenverfügung vom 18. Februar 2009 wurde das Gesuch der 
Beschwerdeführerin vom 19. November 2008 um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege teilweise gutgeheissen und sie wurde von 
der  Leistung  von  Verfahrenskosten  befreit;  weitergehend,  soweit  sie 
die Beiordnung eines unentgeltlichen Anwalts beantragt hatte,  wurde 
das Gesuch abgewiesen. 

F.
Mit  Replik  vom 18. Februar  2009 und Duplik  vom 27. Februar  2009 
bestätigten die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz sinngemäss die 
gestellten Anträge sowie deren bisherige Begründung.

G.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 
Unterlagen wird  – soweit  erforderlich  – in  den nachfolgenden Erwä-
gungen näher eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 19. November 2008  gegen die 
Verfügung vom 20. Oktober 2008, mit welcher die Vorinstanz die halbe 
Invalidenrente  der  Beschwerdeführerin  sowie entsprechende Zusatz-
renten mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2008 aufgehoben hat.

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG,  SR  172.021  [vgl.  auch  Art.  37  VGG])  sowie  des  Bundes-
gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial -
versicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. dbis VwVG]). 
Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln 
diejenigen Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Be-
schwerdebeurteilung in Kraft  stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch 
Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 
vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vor-
instanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen 
gehört  auch  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland,  die  mit  Ver-
fügungen über  Leistungen  der  IV  befindet  (Art.  33  Bst. d  VGG; vgl. 
auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Das Bundesverwaltungs-
gericht  ist  somit  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  zu-
ständig.

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-
verwaltungsgericht legitimiert,  wer durch die angefochtene Verfügung 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren als Partei 
teilgenommen. Als  Verfügungsadressatin  ist  sie  durch  die  angefoch-
tene Verfügung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. 
Änderung ein schutzwürdiges Interesse.

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1.4 Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist damit 
einzutreten (vgl. Art. 60 ATSG, vgl. auch Art. 52 Abs. 1 VwVG).

2.

2.1 Mit  der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), 
beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  oder  sei  unangemessen  (Art.  49 
VwVG). 

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut -
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

2.3 Die Beschwerdeführerin ist  Schweizer Bürgerin,  weshalb im vor-
liegenden  Verfahren  ausschliesslich  schweizerische  Rechtsvorschrif-
ten anwendbar sind.

2.4 In zeitlicher Hinsicht ist festzuhalten, dass Rechts- und Sachver-
haltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt  des Erlas-
ses der streitigen Verfügung (hier: 20. Oktober 2008) eintraten, im vor-
liegenden Verfahren grundsätzlich nicht  zu berücksichtigen sind (vgl. 
BGE 130 V 329,  BGE 129 V 1 E. 1.2,  je  mit  Hinweisen). Allerdings 
können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter 
Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. 
BGE 121 V 366 E. 1b mit  Hinweisen). Weiter sind grundsätzlich die -
jenigen  materiellrechtlichen  Bestimmungen anzuwenden,  die  bei  der 
Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten 
(vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit 
vor  einem  Rechtswechsel  aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem 
Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. 
BGE 130 V 445). 

Damit  finden  grundsätzlich  jene  Rechtsvorschriften  Anwendung,  die 
bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 20. Oktober 2008 in Kraft 
standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt 

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bereits ausser Kraft  getreten waren, die aber für die Beurteilung der 
streitigen  Rentenaufhebung  im  vorliegend  massgebenden  Zeitraum 
von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 
21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 
2008  in  der  Fassung  vom  6. Oktober  2006  [AS  2007  5129;  5.  IV-
Revision];  die  Verordnung  vom  17. Januar  1961  über  die  Invaliden-
versicherung [IVV, SR 831.201] in den entsprechenden Fassungen der 
4. und 5. IV-Revision).

Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 
830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Ar-
beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) 
sowie  der  Revision  der  Invalidenrente  und  anderer  Dauerleistungen 
(Art. 17) entsprechen den bisherigen von der Rechtsprechung zur In-
validenversicherung entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 
130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten 
der Revision des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der 
IVV und ATSV vom 28. September 2007 (5. IV-Revision [AS 2007 5129 
bzw. AS  2007  5155],  in  Kraft  seit  1. Januar  2008)  nichts  geändert, 
weshalb im Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwie-
sen wird.

3.
Im Folgenden werden für die Beurteilung der Streitsache wesentliche 
Bestimmungen  und  die  von  der  Rechtsprechung  dazu  entwickelten 
Grundsätze dargestellt.

3.1 Anspruch  auf  eine  Invalidenrente  hat,  wer  invalid  im  Sinne  des 
Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt der Invalidität während der 
vom Gesetz vorgesehenen Dauer (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung [AS 2007 5140] sowie 
der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung [AS 2007 5129 5147]) Bei -
träge an die die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden-
versicherung  (AHV/IV)  geleistet  hat.  Diese  Bedingungen  müssen 
kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, 
selbst wenn die andere erfüllt ist.

3.1.1 Die  Beschwerdeführerin  hat  in  der  Zeitspanne  von  1973 bis 
2003  während insgesamt 24 Jahren Beiträge an die AHV/IV geleistet 
(vgl. act. 2 S. 2 bis 5, 16 S. 2, 21, 35 und 36), so dass die Voraus-

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setzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordent-
liche Invalidenrente zweifelsohne erfüllt ist.

3.1.2 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art.  8  Abs.  1 
ATSG),  die Folge von Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder Unfall  sein 
kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesund-
heitsschaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Ein-
gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  ausge-
glichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit,  sich im bisherigen Auf-
gabenbereich  zu  betätigen. Der  Invaliditätsbegriff  enthält  damit  zwei 
Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2. Aufl.,  Zürich  2009, 
Rz.7 zu Art. 8): Ein  medizinisches (Gesundheitsschaden mit  Auswir-
kungen auf  die Arbeitsfähigkeit)  und ein wirtschaftliches im weiteren 
Sinn (dauerhafte  oder  länger  dauernde Einschränkung der  Erwerbs-
fähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich).

Arbeitsunfähigkeit  ist  die durch eine Beeinträchtigung der körperlich-
en,  geistigen oder psychischen Gesundheit  bedingte,  volle  oder teil -
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-
bare  Arbeit  zu  leisten.  Bei  langer  Dauer  wird  auch  die  zumutbare  
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit  ist  der durch Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust  der Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht 
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen Fassung) bzw. Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit Inkrafttreten 
der 5. IV-Revision per 1. Januar 2008 geltenden Fassung) besteht bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% Anspruch auf eine ganze 
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf 
eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen von mindestens 
40% Anspruch auf eine Viertelsrente. 

Laut Art. 28 Abs. 1ter erster Satz IVG (in der von 1988 bis Ende 2007 
gültig gewesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG (in der 
seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung) werden jedoch Renten, 

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die einem Invaliditätsgrad von weniger  als 50% entsprechen, nur an 
Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufent-
halt  (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, was laut Rechtsprechung 
eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  darstellt  (vgl.  BGE  121  V 
264 E. 6c). Eine  – vorliegend nicht zutreffende  – Ausnahme von die-
sem  Prinzip  gilt  seit  dem  1. Juni  2002  für  Schweizer  Bürger  und 
Staatsangehörige  der  Europäischen  Gemeinschaft  (EU),  denen  bei 
einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie 
in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben.

3.2.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
– und im Beschwerdefall  das Gericht  – auf  Unterlagen angewiesen, 
die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 
bezüglich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung  der  Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten 
noch zugemutet werden können (vgl. BGE 125 V 251 E. 4, BGE 115 V 
133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Eine zumutbare Arbeitsmög-
lichkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen  zu  lassen  (leidensange-
passte Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.); wobei es angesichts 
des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der 
Schadenminderungspflicht (vgl. hierzu BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 
V 235 E. 2a) unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähigkeit tatsäch-
lich verwertet oder nicht.

3.2.2 Bezüglich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend,  ob er  für  die streitigen Belange umfassend ist,  auf  allseitigen 
Untersuchungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 
in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation 
einleuchtet  und  ob  die  Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet 
sind.  Ausschlaggebend  für  den  Beweiswert  ist  grundsätzlich  somit 
weder  die  Herkunft  des  Beweismittels  noch  die  Bezeichnung  der 
eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellungnahme als  Bericht 
oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

Auch  auf  Beurteilungen  versicherungsinterner  Ärzte  der  Vorinstanz 
darf  nur abgestellt  werden,  sofern  sie schlüssig  und nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei  sind und keine Indizien ge-

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gen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E 
3b/ee). Nicht in jedem Einzelfall zwingend erforderlich ist, dass solche 
Ärzte  den  Versicherten  persönlich  untersuchen. Das  Fehlen  eigener 
Untersuchungen  vermag daher  ihre  Stellungnahmen für  sich  alleine 
nicht  in  Frage  zu  stellen.  Dies  gilt  insbesondere  dann,  wenn  es  im 
Wesentlichen  um  die  Beurteilung  der  erwerblichen  Folgen  eines 
bereits feststehenden medizinischen Sachverhalts geht und damit die 
direkte ärztliche Befassung mit  dem Versicherten in den Hintergrund 
rückt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 
E. 4.3.1 mit Hinweisen). Allerdings müssen die versicherungsinternen 
Ärzte über die zur Beurteilung des Einzelfalles erforderlichen persön-
lichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, andernfalls ein gewich-
tiges  Indiz  gegen  die  Zuverlässigkeit  ihrer  Expertise  und  Stellung-
nahme vorliegt  (vgl.  dazu  Urteile  des  Bundesgerichts  I  142/07  vom 
20. November  2007  E. 3.2.3  ff.  und  I  362/06  vom  10.  April  2007 
E. 3.2.1, je mit Hinweisen).

Sodann  sind  Berichte  der  behandelnden  Ärzte  – obschon  ihren  Er-
kenntnissen durchaus Gehör  zu schenken ist  – aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen.  Dies  gilt  für  den  allgemein  praktizierenden  Hausarzt  wie 
auch für den behandelnden Spezialarzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 mit Hinweisen).

3.3 Ändert  sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, 
so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zu-
kunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt  oder  aufgehoben  (Renten-
revision;  Art.  17  Abs.  1  ATSG).  Eine  anspruchsbeeinflussende  Ver-
änderung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne 
wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat, eine Verbes-
serung allerdings nur dann, wenn sie nach Ablauf der drei Monate vor-
aussichtlich weiterhin andauern wird (vgl. Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV; 
Art. 29 Abs. 1 IVG ist in derartigen Konstellationen nicht anwendbar; 
vgl. BGE 109 V 125 E. 4a; vgl. auch BGE 133 V 108). 

3.3.1 Anlass  zur  Rentenrevision  gibt  jede  wesentliche  Änderung  in 
den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 125 V 368 
E. 2). Eine  Invalidenrente  ist  daher  nicht  nur  bei  einer  wesentlichen 
Veränderung  des  Gesundheitszustandes  revidierbar,  sondern  auch 
dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich ge-

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bliebenen  Gesundheitszustandes  erheblich  verändert  haben  (vgl. 
(BGE 130 V 343 E. 3.5 und BGE 117 V 198 E. 3b mit Hinweisen). Hin-
gegen ist die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen un-
verändert gebliebenen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unterschied-
liche Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, wenn 
sie Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (vgl. 
BGE 117 V 198 E. 3b, BGE 112 V 387 E. 1b, BGE 112 V 371 E. 2b, je 
mit  Hinweisen  sowie  SVR 1996 IV  Nr. 70 S. 104 E. 3a).  Auch eine 
neue Verwaltungs- oder Gerichtspraxis rechtfertigt grundsätzlich keine 
Revision des laufenden Rentenanspruchs zum Nachteil des Versicher-
ten (vgl. BGE 115 V 308 E. 4a/bb mit Hinweisen).

3.3.2 Liegt  eine  erhebliche  Änderung  des  Sachverhalts  vor,  ist  der 
Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. 
unter  Berücksichtigung  des  gesamten  für  die  Leistungsberechtigung 
ausschlaggebenden  Tatsachenspektrums  neu  zu  prüfen  (vgl.  SVR 
2004 IV Nr. 17 S. 54 E. 2.3,  AHI  2002 S. 164 sowie den Entscheid 
8C_751/2007 des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2008 E. 4.3.2 mit 
Hinweisen). 

Laut Rechtsprechung ist ein Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der ursprünglichen Rentenverfügung einerseits und zur Zeit der streiti -
gen  Revisionsverfügung  anderseits  durchzuführen  (vgl.  BGE  130  V 
343 E. 3.5.2 und BGE 125 V 368 E. 2,  je  mit  Hinweisen). Zeitlicher 
Ausgangspunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung 
bildet  dabei  die  letzte  (der  versicherten  Person  eröffnete)  rechts-
kräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Renten-
anspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung,  Beweiswürdi-
gung  und  Durchführung  eines  Einkommensvergleichs  (bei  Anhalts-
punkten  für  eine  Änderung  in  den  erwerblichen  Auswirkungen  des 
Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt  die Rechtsprechung 
zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (vgl. BGE 133 V 108 
E. 5.4 mit Hinweis auf 130 V 71 E. 3.2.3).

Anzumerken bleibt, dass eine im Anschluss an eine von Amtes durch-
geführten  Revision erlassene Mitteilung (vgl.  Art.  74 ter Bst. f  IVV)  in 
Bezug  auf  den  Vergleichszeitpunkt  einer  rechtskräftigen  Verfügung 
gleichgestellt ist, wenn der – auf dieses Recht hingewiesene – Mitteil-
ungsadressat nicht den Erlass einer förmlichen Verfügung verlangt hat 
(vgl. Art. 74quater IVV sowie Urteile  des Bundesgerichts  9C_520/2009 

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vom 24. November 2009, E. 3.1 und 9C_552/2009 vom 1. September 
2009, E. 3.1, je mit Hinweisen). 

4.
Den Akten kann nicht entnommen werden, dass die Vorinstanz anläss-
lich der Rentenneuberechnungen vom 1. Februar und 28. November 
2007  (vgl.  act.  35  und  36)  eine  umfassende  materielle  Rentenan-
spruchsprüfung  vorgenommen  hätte.  Vor  Erlass  der  angefochtenen 
Verfügung  fand eine solche Prüfung  letztmals im Rahmen jenes von 
Amtes  wegen durchgeführten  Revisionsverfahrens statt, das  mit  der 
Mitteilung  der  IV-Stelle  vom 14.  Juli  2004  abgeschlossen  wurde,  in 
welcher die Beschwerdeführerin auf die Möglichkeit, eine anfechtbare 
Verfügung verlangen zu können, hingewiesen worden ist (vgl. act. 20 
bis 23). Dass die IV-Stelle vor Erlass dieser Mitteilung keinen Einkom-
mensvergleich vornahm, vermag daran nichts zu ändern. Ein solcher 
erübrigte sich damals mangels aktenkundiger Anhaltspunkte für eine 
Änderung  in  den  erwerblichen  Auswirkungen  des  Gesundheitszu-
standes der Beschwerdeführerin. Da sie nach Empfang der Mitteilung 
vom 14. Juli 2004 nicht den Erlass einer anfechtbaren Verfügung ver-
langt  hat,  ist  diese  Mitteilung  somit  einer  rechtskräftigen  Verfügung 
gleichzustellen. 

Im Folgenden  ist  daher  in  Würdigung  der  relevanten  aktenkundigen 
Dokumente  zu  beurteilen,  ob  sich  der  Gesundheitszustand  der  Be-
schwerdeführerin seit der Mitteilung der IV-Stelle vom 14. Juli 2004 bis 
zum  Erlass  der  hier  streitigen  Verfügung  vom  20.  Oktober  2008  in 
rentenrelevanter Weise verbessert  bzw. verändert  hat  – was von der 
Beschwerdeführerin bestritten wird.

4.1 Die Mitteilung der IV-Stelle vom 14. Juli  2004 beruht im Wesent-
lichen auf dem Bericht vom 17. Mai 2004 von Dr. med. B._______ (act. 
22).

Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte Dr. 
med. B._______ eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, eine 
somatoforme,  autonome  Funktionsstörung  des  Magen-Darmtraktes, 
ein reaktiv-depressives Zustandsbild (lavierte Depression), eine affek-
tive  Störung bei  einer  Persönlichkeit  mit  psychoneutrotischen Zügen 
sowie  ein  generalisiertes  Schmerzsyndrom  bei  degenerativen  Ver-
änderungen  der  unteren  Halswirbel-  und  mittleren  Brustwirbelsäule. 
Sinngemäss gelangte sie zum Schluss, seit dem 1. Mai 1998 sei die 

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Beschwerdeführerin in der hauptberuflich zuletzt ausgeübten Erwerbs-
tätigkeit als Serviceangestellte (vgl. act. 1 S. 14, 3 S. 1, 5, 6 und 54) zu 
50%  arbeitsunfähig.  Leichte  wechselbelastende  Erwerbstätigkeiten 
seien  ihr  indessen  ab  diesem Zeitpunkt  täglich  während  4  Stunden 
zuzumuten (vgl. act. 22). 

4.2 Die angefochtene Verfügung vom 20. Oktober 2008 erliess die Vor-
instanz hauptsächlich gestützt  auf  die Stellungnahmen vom 18. Juni 
und  28.  September  2008  ihres  ärztlichen  Dienstes  (Dr.  med. 
C._______; vgl. act. 55 und 62).

Dr. med. C._______, dem sämtliche medizinischen Vorakten aus der 
Zeit vom 13. November 1998 bis zum 24. April 2008 vorlagen (vgl. act. 
1 S. 3, act. 11, act. 15 S. 2, sowie act. 22, 27 und 51 bis 53), würdigte  
vornehmlich  das  der  ursprünglichen  Verfügung  der  IV-Stelle  vom 
13. November  2001  (vgl.  act.  16)  hauptsächlich  zugrunde  liegende 
polydisziplinäre  Gutachten  vom 2.   Mai  2001  der  Medizinischen  Ab-
klärungsstelle der Eidgenössischen Invalidenversicherung (im Folgen-
den: MEDAS-Gutachten; act. 11) sowie die Berichte vom 18. April 2008 
von Dr. med. B._______ (vgl. act. 51) und vom 24. April 2008 von Dr.  
med. A._______ (vgl. act. 52 und 53). 

Im  Wesentlichen  führte  Dr.  med.  C._______  aus,  der  psychische 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich – im Vergleich 
zu demjenigen bei Erstellung des MEDAS-Gutachtens im Jahre 2001 – 
wesentlich verbessert. So habe Dr. med. A._______ am 17. April 2008 
keine  psychopathologischen  Symptome  bzw.  invalidisierende  psy-
chische Leiden mehr festgestellt,  währenddem im MEDAS-Gutachten 
noch eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und ein reaktives 
depressives  Zustandsbild  diagnostiziert  worden  seien.  Bereits  im 
Jahre 2001 seien bei der Beschwerdeführerin aber keine somatischen 
Funktionseinschränkungen  festgestellt  worden,  und  sei  ihr  – aus 
somatischer Sicht  – eine nicht schwere Arbeit  vollschichtig zumutbar 
gewesen.  Dies  sei  angesichts  der  am  9.  April  2008  von  Dr.  med. 
B._______ erhobenen somatischen Befunde nach wie vor der Fall  – 
insbesondere  auch  deshalb,  weil  trotz  degenerativer  Veränderungen 
eine ausgezeichnete Wirbelsäulenbeweglichkeit  bestehe. Die somati-
schen Beschwerden hätten folglich  keine Verschlechterung erfahren. 
Da es sich bei den Ausführungen und Beurteilungen der Dres. med. 
B._______ und A._______ um solche einer behandelnden Hausärztin 
und  eines  von  der  Beschwerdeführerin  beigezogenen  Psychiaters 

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handle,  erübrigten  sich  weitergehende  medizinische  – insbesondere 
rheumatologische – Abklärungen, und es sei davon auszugehen, dass 
der Beschwerdeführerin seit dem 10. April 2008 jede leichte bis mittel -
schwere  Erwerbstätigkeit  vollschichtig  zumutbar  und  sie  seither  zu 
100% arbeitsfähig sei (vgl. act. 55 und 62). 

4.3 Die  Stellungnahmen  von  Dr.  med.  C._______  vermögen  im 
Ergebnis nicht zu überzeugen.

So kann dem psychiatrischen Bericht vom 24. April 2008 von Dr. med. 
A._______ nicht entnommen werden, unter Berücksichtigung welcher 
medizinischer Vorakten (Anamnese) er erstellt worden ist (vgl. act. 51 
bis 53). Zudem beinhaltet dieser Bericht – ausser dem diagnostizierten 
Verdacht  auf  eine  Schmerzverarbeitungsstörung  – im  Wesentlichen 
einzig  die  Schlussfolgerung,  mangels  psychopathologischer  Symp-
tome  sei  die  Arbeitsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  nicht  einge-
schränkt. Konkrete Angaben zum Inhalt und Umfang der von Dr. med. 
A._______ am 17. April  2004 durchgeführten Untersuchungen finden 
sich  nicht  (vgl.  act.  52  f.).  Folglich  lässt  sich  nicht  zuver lässig 
beurteilen,  ob  dieser  Bericht  auf  allseitigen,  sämtliche  geklagten 
Leiden  berücksichtigenden  Untersuchungen  beruht.  Ob  die 
Feststellungen und Schlussfolgerungen von Dr. med. A._______ medi-
zinisch zutreffend  bzw. gerechtfertigt  sind,  kann  nicht  nachvollzogen 
werden. 

Auch der von Dr. med. C._______ erwähnte Bericht vom 18. April 2008 
von  Dr.  med.  B._______  – der  bereits  deshalb  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen ist, weil diese Ärztin die Beschwerdeführerin behandelt (vgl. 
E. 3.2.2  hiervor)  – beinhaltet  keine Angaben darüber,  unter  Berück-
sichtigung  welcher  konkreten  medizinischen  Vorakten  er  erstellt 
worden ist. Ebenso wenig  kann diesem Bericht  entnommen werden, 
welche  Untersuchungsmethoden  anlässlich  der  Exploration  der 
Beschwerdeführerin  am  9.  April  2008  angewandt  worden  sind; 
vielmehr wird darauf hingewiesen, es seien seit Jahren keine spezial- 
bzw.  fachärztlichen  Untersuchungen  mehr  durchgeführt  worden. 
Dessen ungeachtet hat aber die auf dem Gebiet der Allgemeinmedizin 
praktizierende Dr. med. B._______ im Wesentlichen die gleichen – vor-
nehmlich  den spezialärztlichen Fachgebieten der  Psychiatrie,  Ortho-
pädie,  Rheumatologie  und  Neurologie  zuzuordnenden  – Diagnosen 
gestellt, wie bereits in ihren Berichten vom 14. Juli 2004 und 26. No-
vember  2007. Unter  diesen Umständen ist  keineswegs einleuchtend 

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und  – mangels weitergehenden Ausführungen  – auch nicht nachvoll-
ziehbar  begründet,  weshalb  die  Beschwerdeführerin  ab  dem 1.  Mai 
1998  zu  50% arbeitsunfähig  sein  soll  (vgl.  act.  22  S. 1  und  51).  In 
ihrem Bericht  vom 26. November  2007 hatte  Dr. med. B._______ in 
widersprüchlicher Weise sowohl  eine Arbeitsunfähigkeit  von 40% als 
auch  von  50%  attestiert  (vgl.  act.  27  S.  1  und  Beiblatt).  An  der 
Zuverlässigkeit  der  Feststellungen  und  Schlussfolgerungen  von  Dr. 
med. B._______ bestehen daher ebenfalls erhebliche Zweifel. 

Unter  diesen  Umständen  kann  der  Einschätzung  von  Dr.  med. 
C._______ nicht gefolgt werden, wonach angesichts der vorerwähnten 
Berichte  der  Dres.  med.  A._______  und  B._______  keine 
weitergehenderen medizinischen Abklärungen mehr erforderlich seien 
– insbesondere auch keine neurologischen, wie noch am 27. Januar 
2008  vorgeschlagen  (vgl.  act.  39). Hinzu  kommt,  dass  nicht  nur  Dr. 
med. B._______, sondern offenbar auch Dr. med. C._______ auf dem 
Gebiet  der  Allgemeinmedizin  praktiziert  (vgl.  folgende  Website: 
www.http://tel.  search.ch/?name=C._______&misc=Dr.
+med.&ort=Ersigen,  zuletzt  besucht  am 27. Oktober  2010). Auch  er 
verfügt  daher  grundsätzlich  nicht  über  jene  spezialärztlichen 
Qualifikationen,  welche  für  die  vorliegend  angezeigte, umfassende 
Beurteilung  der  psychiatrischen,  orthopädischen,  rheumatologischen 
und  neurologischen  Leiden  der  Beschwerdeführerin  sowie  ihrer 
Auswirkungen  auf  ihre  Arbeitsfähigkeit  erforderlich  sind  (vgl.  hierzu 
das  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  [EVG,  heute 
Schweizerisches Bundesgericht] I 850/02 vom 3. März 2003, E. 6.4.1 
mit Hinweisen). Auch dies ist ein gewichtiges Indiz gegen die Zuverläs-
sigkeit  der  Stellungnahmen  von  Dr.  med.  C._______,  in  welchen 
ohnehin verkannt wird, dass nicht eine Veränderung des Gesundheits-
zustandes  der  Beschwerdeführerin  seit  dem  Jahre  2001  sondern 
vielmehr seit dem 14. Juli 2004 zu beurteilen ist.

5.
Zusammenfassend  ist  daher  festzuhalten,  dass  die  Dr.  med. 
C._______  vorgelegten  medizinischen  Dokumente  und  somit  auch 
seine  Stellungnahmen  keine  zuverlässige  bzw.  ausreichend 
begründete, nachvollziehbare und alle streitigen Belange umfassende 
Auseinandersetzung  mit  den  Auswirkungen  des  Gesundheitszustan-
des der Beschwerdeführerin auf ihre Arbeitsfähigkeit beinhalten. Ohne 
Vornahme  einer  ergänzenden  medizinischen  Abklärung  und 
Beurteilung ist es daher für das Bundesverwaltungsgericht nicht mög-

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lich,  mit  dem  im  Sozialversicherungsrecht  üblichen  Beweisgrad  der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit  (vgl. hierzu BGE 126 V 353 E. 5b 
und BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen) festzustellen, ob im vor-
liegend  massgebenden  Zeitraum  vom  14.  Juli  2004  bis  zum  20. 
Oktober  2008  eine  rentenwirksame  Veränderung  des  Gesundheits-
zustandes der Beschwerdeführerin eingetreten ist. 

Darüber  hinaus  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  vor  Erlass  der 
angefochtenen Verfügung die effektiven wirtschaftlichen Auswirkungen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin (vgl. 
E.3.1.2 hiervor) nicht abgeklärt hat – obschon bereits die IV-Stelle in 
einem undatierten,  bei  ihr  am 30. Juli  2007 eingegangen anonymen 
Schreiben darauf hingewiesen worden ist, die Beschwerdeführerin sei 
angeblich  vollschichtig  erwerbstätig  bzw. damit  beschäftigt  gewesen, 
Ferienhäuser zu vermieten und zu reinigen (vgl. act. 25). Der Sachver-
halt erweist sich somit auch in dieser Hinsicht als ungenügend abge-
klärt.

6.
Die Vorinstanz hat demnach den rechtserheblichen Sachverhalt nicht 
vollständig festgestellt  und gewürdigt  (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 
VwVG). Die angefochtene Verfügung ist daher in teilweiser Gutheiss-
ung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. 

Diese  ist  anzuweisen,  eine  multidisziplinäre  fachärztliche  Abklärung 
der  Beschwerdeführerin  (insbesondere  in  psychiatrischer,  orthopä-
disch-rheumatologischer und neurologischer Hinsicht) und Beurteilung 
ihrer Arbeitsfähigkeit vornehmen zu lassen. Weiter sind die effektiven 
wirtschaftlichen  Auswirkungen  der  gesundheitlichen  Beeinträchtigun-
gen  der  Beschwerdeführerin  retrospektiv  abzuklären.  Anschliessend 
ist neu zu verfügen (Art. 61 Abs. 1 VwVG).

7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

7.1 Angesichts des weitgehenden Obsiegens der Beschwerdeführerin 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG; 
vgl. BGE 132 V 215 E. 6.1).

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7.2 Der  Beschwerdeführerin  ist  eine  von  der  Vorinstanz  zu  entrich-
tende Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. 
Art. 7 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]),  welche mangels  Kostennote  aufgrund  der  Akten zu be-
stimmen ist (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des gebo-
tenen und aktenkundigen Aufwands erachtet das Bundesverwaltungs-
gericht ein zu entschädigendes Honorar von Fr. 2'000.- (inklusive Aus-
lagen,  ohne  Mehrwertsteuer)  für  angemessen.  Die  Vorinstanz  hat 
keinen  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  (vgl.  Art.  7  Abs.  3 
VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in  dem Sinne gutgeheissen,  als  die Verfügung 
vom 20. Oktober 2008 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 
zurückgewiesen  wird,  damit  sie  die  erforderlichen  zusätzlichen  Ab-
klärungen und Beurteilungen im Sinne der Erwägungen vornehme und 
anschliessend neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Der  Beschwerdeführerin  wird  eine  Parteientschädigung  in  der  Höhe 
von Fr. 2'000.- zugesprochen, die von der Vorinstanz zu leisten ist.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

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Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-
mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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