# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d776ce2b-51b0-5cd0-b2aa-704685e6a119
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.10.2018 LA180011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LA180011_2018-10-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LA180011-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter  

Dr. H.A. Müller und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Faoro 

 

Urteil vom 11. Oktober 2018 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Klägerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend arbeitsrechtliche Forderung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Arbeitsgerichtes Uster vom 13. März 2018 
(AG170001-I) 
 
  

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(Urk. 2 S. 2) 

"1. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
CHF 120'000 nebst Zins zu 5 % seit 1. März 2015 zu bezahlen. 

 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehr-
wertsteuer, inkl. Kosten der Klagebewilligung des Friedensrich-
teramtes Uster im Betrag von CHF 950, zu Lasten des Beklag-
ten." 

 
 

Urteil des Arbeitsgerichts Uster vom 13. März 2018: 
(Urk. 38 S. 18): 

 
1. Die Klage wird abgewiesen. 
2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 7'550.–. 
3. Die Gerichtskosten werden der Klägerin auferlegt und mit dem von ihr 

geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Der Rest des Vorschusses 
wird der Klägerin zurückerstattet.  

4. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteientschädigung 
von Fr. 12'100.– zu bezahlen.  

5. [Mitteilungen]. 
6. [Rechtsmittelbelehrung]. 

 
 

Berufungsanträge: 

der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 37 S. 2): 
 

1.  Es sei das Urteil des Arbeitsgerichtes des Bezirksgerichtes Uster 
vom 13. März 2018 vollumfänglich aufzuheben. 

2.  Es sei die Klage gutzuheissen und der Berufungsbeklagte zu ver-
pflichten, der Berufungsklägerin den Betrag von CHF 120'000 
nebst Zins zu 5% seit 1. März 2015, unter Kosten und Entschädi-
gungsfolgen zu Lasten des Berufungsbeklagten (zuzüglich Mehr-
wertsteuer, inkl. Kosten der Klagebewilligung des Friedensrich-
teramtes Uster im Betrag von CHF 950) zu bezahlen. 

3.  Eventualiter sei das Urteil des Arbeitsgerichtes des Bezirksgerich-
tes Uster vom 13. März 2018 aufzuheben und zur Ergänzung des 

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Sachverhaltes sowie zur neuerlichen Beurteilung zu Lasten des 
Berufungsbeklagten an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehr-
wertsteuer) zu Lasten des Berufungsbeklagten. 

 
 
des Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 43 S. 2): 
 

1.  Es sei das Urteil des Arbeitsgerichts des Bezirks Uster vom 
13. März 2018 vollumfänglich zu bestätigen. 

2.  Es sei die Berufung vom 13. April 2018 unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zulasten der Beru-
fungsklägerin vollumfänglich abzuweisen. 

 
 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt 

1.1. Die C._____ AG ist in ... domiziliert und bezweckt die Beteiligung an Un-

ternehmungen vorwiegend der Autobranche (Urk. 46). Sie ist die Muttergesell-

schaft der D._____ AG (Urk. 47) sowie der Klägerin (Urk. 48). Diese beiden Toch-

tergesellschaften bezwecken den An- und Verkauf von Automobilen. 

1.2. Am 22. Oktober 2007 unterzeichneten die Parteien einen Arbeitsvertrag 

(Urk. 5/3), gemäss welchem der Beklagte bei der Klägerin die Stellung eines Ver-

kaufsberaters übernahm (Ziff. 2). Der Vertrag wurde ab 1. September 2007 wirk-

sam, wobei in Ziff. 1 festgehalten wurde, dass als Eintrittsdatum der 1. November 

2005 gelte, nämlich "das Eintrittsdatum des Arbeitsnehmers bei der D._____ AG". 

Ziff. 7 des Vertrages lautet wie folgt: 
"7. Schweigepflicht 
Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, während der Dauer des Arbeitsverhältnisses und 
auch nach dessen Beendigung über sämtliche Geschäftsvorfälle Stillschweigen zu 
wahren. Alle Informationen und Kenntnisse (wie Verträge, Kundendaten, Lieferan-
ten, EDV, Korrespondenz, Telefonate etc.), die der Arbeitnehmer im Rahmen sei-
ner Tätigkeit vernimmt, unterstehen dem Geschäftsgeheimnis und der Schweige-
pflicht." 

Gemäss Arbeitsvertrag ist das Betriebsreglement der Klägerin Bestandteil 

des Vertrages; durch Unterzeichnung des Vertrages bescheinigte der Arbeitneh-

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mer, dieses "gelesen und akzeptiert" zu haben (Ziff. 9). Ziff. 5 des bei den Akten 

liegenden Betriebsreglementes (Urk. 5/15 bzw. Urk. 5/16) lautet wie folgt: 

"5. Nebentätigkeit / Nebeneinnahmen 
5.1. Der Mitarbeiter leistet während der Dauer des Arbeitsverhältnisses ohne 

vorherige schriftliche Zustimmung der Arbeitgeberin keine Arbeit gegen 
Entgelt für Dritte. 

5.2. Sämtliche in Ausübung der Tätigkeit für die Arbeitgeberin von Kunden, 
Geschäftspartnern oder Dritten erhaltenen Gelder sind der Arbeitgeberin 
ohne Verzögerung abzuliefern. Von Kunden, Geschäftspartnern oder 
Dritten erhaltene Geschenke oder anderweitige Vorteile sind unverzüg-
lich der Arbeitgeberin zu melden. Bei Verstoss gegen diese Regelung 
kann die fristlose Kündigung ausgesprochen werden." 

Bei den Akten liegt der von der Klägerin für den Beklagten für das Jahr 2013 

erstellte Lohnausweis (Urk. 17/3). Gemäss diesem Lohnausweis verdiente der 

Beklagte im Jahre 2013 bei der Klägerin Fr. 121'018 brutto (mit Privatanteil Ge-

schäftswagen von Fr. 2'195.00) bzw. Fr. 108'353.00 netto (Urk. 17/3).  

1.3. Im September 2014 erhob die Klägerin gegen den Beklagten den Vorwurf, 

er habe vertragswidrig und hinter ihrem Rücken Kunden von ihr verschiedenen 

Versicherungen zugeführt und dafür Provisionen eingestrichen. Am 30. Septem-

ber 2014 übergab sie dem Beklagten eine "Arbeitsrechtliche Abmahnung", in der 

solches Verhalten als unzulässig erklärt wurde (Urk. 5/19). Am 8. Oktober 2014 

unterzeichneten die Parteien eine Änderung des Arbeitsvertrages. Danach wurde 

der Monatslohn des Klägers auf Fr. 8'000.000 festgesetzt. Ab 1. September 2014 

sollten sodann alle weiteren Zahlungen der Arbeitgeberin (13. Monatslohn, Grati-

fikationen, Provisionen) entfallen (Urk. 5/21). Schliesslich kündigte die Klägerin 

mit Schreiben vom 27. November 2014 das Arbeitsverhältnis mit dem Beklagten 

auf den 28. Februar 2015; gleichzeitig stellte sie ihn sofort frei (Urk. 5/22). 

1.4. Bei den Akten liegen die Vergütungsvereinbarung zwischen dem Beklagten 

als "Vermittler" und der EF._____ (im Folgenden "E._____") vom 3. April 2012 

sowie ein Nachtrag dazu vom 19. Dezember 2013 (Urk. 5/8 und 5/9). Ferner lie-

gen bei den Akten die folgenden von der "E._____" erstellten Lohnausweise für 

dem Beklagten ausbezahlte Provisionen (Gesamtbetrag Fr. 136'033.00 brutto 

bzw. Fr. 127'531.00 netto): 

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- Lohnausweis für das Jahr 2012 (Urk. 5/10): Bruttolohn Fr. 26'040.00; 
- Lohnausweis für das Jahr 2013 (Urk. 5/11): Bruttolohn Fr. 57'710.00; 
- Lohnausweis für das Jahr 2014 (Urk. 5/12): Bruttolohn Fr. 52'283.00. 

2. Prozessverlauf 

2.1. Am 17. November 2016 reichte die Klägerin beim Friedensrichteramt Uster 

als der zuständigen Schlichtungsbehörde das Schlichtungsgesuch ein. Nach ge-

scheiterter Schlichtungsverhandlung stellte der Friedensrichter am 18. Januar 

2017 die Klagebewilligung aus (Urk. 1). 

2.2. Bezüglich des Verlaufs des erstinstanzlichen Verfahrens sei auf die Dar-

stellung im angefochtenen Entscheid verwiesen (Urk. 38 S. 2 f.). 

2.3. Das vorinstanzliche Urteil vom 13. März 2018, mit dem die Klage abgewie-

sen wurde, wurde den Parteien am 14. März 2018 zugestellt (Urk. 36). Mit Einga-

be vom 13. April 2018 erhob die Klägerin gegen das erwähnte Urteil rechtzeitig 

Berufung (Urk. 37). Für die Kosten des Berufungsverfahrens leistete sie einen 

Kostenvorschuss von Fr. 8'000.00 (Urk. 40). Am 2. Juli 2018 erstattete der Be-

klagte die Berufungsantwort (Urk. 43). In der Folge fand weder ein zweiter Schrif-

tenwechsel noch eine Berufungsverhandlung statt. Mit Verfügung vom 12. Sep-

tember 2018 wurde den Parteien ein Referentenwechsel angezeigt (Urk. 45).  

3. Prozessuales 

3.1. Aktenschluss. Ausserhalb des summarischen Verfahrens können sich die 

Parteien zweimal unbeschränkt äussern (BGE 144 III 117 E. 2.2). Aus dem ange-

fochtenen Urteil ergibt sich, dass der Beklagte seine Duplikschrift innert angesetz-

ter Frist der Vorinstanz nicht eingereicht hat. Mit Verfügung vom 13. November 

2017 wies die Vorinstanz die verspätet eingereichte Duplik des Beklagten aus 

dem Recht (Urk. 38 S. 3 mit Hinweis auf Urk. 29). Das wird vom Beklagten vor 

Obergericht nicht beanstandet, weshalb es mit dem Vorgehen der Voristanz sein 

Bewenden hat. Damit sind die folgenden Parteivorträge des vorinstanzlichen Ver-

fahrens bezüglich der von den Parteien aufgestellten Behauptungen und der ge-

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stellten Beweisanträge (vgl. Art. 219, Art. 221 Abs. 1 lit. d und lit. e und Art. 222 

Abs. 2 ZPO) von Belang: 

- Klageschrift der Klägerin gemäss Art. 221 ZPO vom 25. Januar 2017 
(Urk. 2); 

- Klageantwortschrift des Beklagten gemäss Art. 222 ZPO vom 26. April 
2017 (Urk. 11); 

- Replikschrift der Klägerin gemäss Art. 225 ZPO vom 29. Mai 2017 (Urk. 
15). 

- (Duplik des Beklagten gemäss Art. 225 ZPO: Säumnis). 

Mit der Erstattung dieser Vorträge trat der Aktenschluss ein. 

3.2. Zum Berufungsverfahren: 

3.2.1. Das Berufungsverfahren ist ein eigenständiges Verfahren. Es dient nicht 

etwa der Vervollständigung des erstinstanzlichen Verfahrens, sondern vielmehr 

der Überprüfung und Korrektur des angefochtenen Entscheides im Lichte konkret 

dagegen vorgebrachter Beanstandungen (BGE 142 III 413 E. 2.2.1). In der Beru-

fungsschrift sind die Behauptungen bestimmt und vollständig aufzustellen. Zudem 

muss sie – im Gegensatz zur Klageschrift – nicht nur eine tatsächliche, sondern 

auch eine rechtliche Begründung enthalten (ZK ZPO-REETZ/THEILER, Art. 311 N 

36). Die Beanstandungen am angefochtenen Entscheid haben die Parteien innert 

der Berufungs- bzw. Berufungsantwortfrist vollständig vorzutragen (BGE 142 III 

413 E. 2.2.4 mit Hinweisen). Vor Obergericht haben die Parteien mittels klarer 

und sauberer Verweisungen auf die Ausführungen vor der Vorinstanz zu zeigen, 

wo sie die massgeblichen Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen vorgetra-

gen und auch Beweisanträge gestellt haben. 

3.2.2. In diesem Sinne ist die Berufungsinstanz namentlich nicht gehalten, von 

sich aus wie ein erstinstanzliches Gericht alle sich stellenden tatsächlichen und 

rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn keine entsprechenden Rügen der Par-

teien vor der zweiten Instanz vorliegen. Abgesehen von offensichtlichen Mängeln 

hat sich das Berufungsgericht grundsätzlich auf die Beurteilung der in der Beru-

fung und Berufungsantwort gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Bean-

standungen zu beschränken. Oder mit andern Worten: Die Rügen der Parteien 

geben das Prüfungsprogramm der Berufungsinstanz vor, und der angefochtene 

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Entscheid ist grundsätzlich nur auf die gerügten Punkte hin zu überprüfen. In 

rechtlicher Hinsicht ist das Berufungsgericht – in Anwendung des Grundsatzes iu-

ra novit curia – bei dieser Prüfung jedoch weder an die Erwägungen der ersten 

Instanz noch an die Argumente der Parteien gebunden. Auch in tatsächlicher Hin-

sicht ist es nicht an die Feststellungen des erstinstanzlichen Gerichts gebunden, 

auch wenn der erstinstanzliche Entscheid bei fehlenden Sachverhaltsrügen der 

Parteien im Berufungsverfahren in der Regel als Grundlage des Rechtsmittelver-

fahrens dient. Im Berufungsverfahren sind die Parteien sodann gehalten, erstin-

stanzlich gestellte Beweisanträge, denen nicht entsprochen wurde, zu wiederho-

len. Dies gilt auch für die berufungsbeklagte Partei, muss sie doch mit der Gut-

heissung der Berufung rechnen. Es ist namentlich nicht Sache der Berufungs-

instanz, die erstinstanzlichen Akten nach erstinstanzlich erhobenen, vor zweiter 

Instanz jedoch nicht erneuerten Beweisanträgen zu durchforschen. Zudem ent-

spräche dies nicht der Natur des Berufungsverfahrens als eines eigenständigen 

Verfahrens (BGer 4A_629/2017 E. 4.1.4. und 4.2. vom 17. Juli 2018, zur Publika-

tion bestimmt). 

4. Zum Tatsächlichen 

4.1. Die Klägerin verlangt vom Beklagten die von ihm in den Jahren 2012 bis 

2014 von der "E._____" erhältlich gemachten Provisionen heraus. Diese Provisi-

onen stehen im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen für Automobile, wel-

che vom Beklagten in den Jahren 2012 bis 2014 als einem von der Klägerin an-

gestellten Fahrzeugverkäufer an deren Kunden vermittelt worden sind. In dieser 

Hinsicht interessiert in erster Linie, ob es zwischen den Parteien ausdrückliche 

oder stillschweigende Absprachen gab, welche die vom Beklagten im Rahmen 

seiner Tätigkeit für die Klägerin mit einer Versicherung erwirkten Provisionen be-

trafen.  

4.2. Unbestritten und durch die Akten nachgewiesen sind die Wortlaute von Ar-

beitsvertrag (Urk. 5/3) und Betriebsreglement (Urk. 5/15 bzw. 5/16). Das Betriebs-

reglement ist gemäss Arbeitsvertrag dessen Bestandteil, und der Beklagte stimm-

te ihm durch seine Unterschrift unter den Arbeitsvertrag mit der Formel "gelesen 

und akzeptiert" zu (Urk. 5/3 Ziff. 9). Die eingangs wiedergegebene Ziff. 5 des Be-

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triebsreglementes verbietet dem Arbeitnehmer die "Arbeit gegen Entgelt für Drit-

te", solange nicht die schriftliche Zustimmung der Arbeitgeberin vorliegt. Ferner 

trifft den Arbeitnehmer eine Ablieferungspflicht für "sämtliche in Ausübung der Tä-

tigkeit für die Arbeitgeberin" erhältlich gemachten Gelder, die von "Kunden, Ge-

schäftspartnern oder Dritten" stammen. Darüber hinaus hat der Arbeitnehmer der 

Arbeitgeberin die von solchen Personen "erhaltenen Geschenke oder andere Vor-

teile" zu melden. Schliesslich ist es dem Arbeitnehmer gemäss Ziff. 7 des Arbeits-

vertrages verboten, Informationen über Verträge und Kundendaten an Dritte wei-

terzugeben. 

4.3. Fest steht, dass die Klägerin dem Beklagten nie im Sinne von Ziff. 5.1 des 

Betriebsreglementes die schriftliche Zustimmung dafür erteilt hat, im Zusammen-

hang mit den von ihm für die Klägerin getätigten Autoverkäufen mit Versicherun-

gen zusammenzuarbeiten, um so ein Zusatzeinkommen generieren zu können. 

Mit der Berufung weist die Klägerin auf ihre erstinstanzlichen Vorträge hin und 

führt aus, der Beklagte habe während des erstinstanzlichen Verfahrens nie be-

hauptet, die Klägerin je über seine Zusammenarbeit mit der "E._____" informiert 

zu haben. Auch sei im erstinstanzlichen Verfahren unbestritten geblieben, dass 

der Beklagte die Klägerin nie "über seine enormen Geldempfänge informiert" ha-

be (Urk. 37 Rz 3.2). Dem hält der Beklagte mit seiner Berufungsantwort entgegen, 

der von der Klägerin an ihn gerichtete Vorwurf, er habe seine Nebentätigkeit vor 

seiner Arbeitgeberin verheimlicht, sei "von Beginn an bestritten" worden, "weil 

dem nicht so ist" (Urk. 43 S. 2). Die Klägerin gehe auch nicht darauf ein, "dass 

nicht nur schriftliche Vereinbarungen gelten, sondern auch mündliche Abmachun-

gen, welche allerdings bewiesen werden müssen". Schon mit der Klageantwort 

habe der Beklagte "mehrmals" darauf hingewiesen, "dass bereits bei Eintritt als 

Angestellter bei der Berufungsklägerin die jeweiligen Mitarbeiter in das Geschäft 

der Versicherungstätigkeit eingeführt wurden." Es sei dies ein Umstand, der "von 

der Berufungsklägerin in der Berufungsklage vollständig ignoriert, und somit nicht 

bestritten" worden sei (Urk. 43 S. 4). 

Denkbar ist es, dass Vertragsparteien schriftlich getroffene Vereinbarungen 

mündlich oder konkludent abändern, wiewohl sie sich an und für sich die Schrift-

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form vorbehalten haben. Wer sich aber auf eine solche ausserhalb der schriftli-

chen Verträge getroffene Vereinbarung berufen will, trägt dafür die Behauptungs- 

und damit verbunden auch die Beweislast (Art. 8 ZGB). Diese Behauptungs- und 

Beweislast trifft hier den Beklagten. Mit der Berufungsantwort liefert der Beklagte 

allerdings kein einziges Aktenzitat, und auch vor Vorinstanz gestellte Beweisan-

träge wiederholt er nicht. Nicht aus der Berufungsantwort, sondern aus dem ange-

fochtenen Urteil ergibt sich zwar, dass der Beklagte mit der erstinstanzlichen Kla-

geantwort solche Behauptungen aufgestellt hat (Urk. 38 S. 6 E. III/3 mit Hinweis 

auf Urk. 11). Dennoch legt er mit der Berufungsantwort – entgegen der Recht-

sprechung (vgl. BGer 4A_629/2017 vom 17. Juli 2018, E. 4.2., zur Publikation be-

stimmt) – nicht dar, an welchen dort gestellten Beweisanträgen er festhält, wie-

wohl er mit der Berufungsantwort ausdrücklich darlegt, dass derartige Behaup-

tungen bewiesen werden müssten. Damit bleiben seine Behauptungen beweislos; 

auf eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Durchführung eines Be-

weisverfahrens kann bei dieser Aktenlage verzichtet werden. Im Sinne eines obi-

ter dictum sei zuhanden der Vorinstanz immerhin festgehalten, dass entgegen ih-

rer Auffassung (vgl. Urk. 38 S. 4) ein allfälliges Beweisverfahren obligatorisch mit 

einer Beweisverfügung im Sinne von Art. 154 ZPO eingeleitet werden müsste 

(vgl. BGer 5A_503/2017 vom 14. Mai 2018, E. 3.2; ZR 116/2017 Nr. 41 und ZR 

115/2016 Nr. 45). Eine fehlende Beweisverfügung könnte unter Umständen zur 

Kassation des Endentscheides führen. 

5. Ansprüche der Klägerin aus Art. 321b OR 

5.1. Die Klägerin stützt ihre Forderung zunächst auf Art. 321b OR. Gemäss 

dieser Bestimmung hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber "über alles, was er bei 

seiner vertraglichen Tätigkeit für diesen von Dritten erhält, wie namentlich Geldbe-

träge, Rechenschaft abzulegen und ihm alles sofort herauszugeben." Es ist das 

eine Verpflichtung, die mit der allgemeinen Treuepflicht des Arbeitnehmers ge-

mäss Art. 321a OR zusammenhängt (BSK OR I – PORTMANN/RUDOLF, Art. 321b 

N 1), wonach der Arbeitnehmer "die berechtigten Interessen des Arbeitgebers in 

guten Treuen zu wahren" hat (Art. 321a Abs. 1 OR). Von Belang ist im interessie-

renden Zusammenhang namentlich auch Art. 321a Abs. 3 OR, nach welcher Be-

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stimmung der Arbeitnehmer während der Dauer des Arbeitsverhältnisses keine 

Arbeit gegen Entgelt für einen Dritten leisten darf, "soweit er dadurch seine Treu-

epflicht verletzt, insbesondere den Arbeitgeber konkurrenziert." Das Betriebsreg-

lement der Klägerin verbietet demgegenüber Nebentätigkeiten für Dritte generell. 

5.2. Zunächst fragt es sich, wie der Wortlaut von Art. 321b Abs. 1 OR zu ver-

stehen ist, nämlich ob durch ihn die Abschöpfung von Geldern vorgesehen ist, die 

der Arbeitnehmer "bei seiner vertraglichen Tätigkeit für diesen" für den Arbeitge-

ber erhalten hat, oder ob mit dem Wortlaut solche Gelder gemeint sind, die der 

Arbeitnehmer von Dritten für den Arbeitgeber (d.h. "für diesen") erhalten hat. Die 

französischen und italienischen Gesetzestexte bringen indessen Klarheit: Aus 

ihnen ergibt sich, dass vom Gesetzeswortlaut solche Gelder erfasst sind, die der 

Arbeitnehmer für den Arbeitgeber von Dritten empfangen hat1 (in diesem Sinne 

auch: ZK – STAEHELIN/VISCHER, Art. 321b OR N 2). Davon ist auszugehen. 

5.3. Hier geht es fraglos nicht um Gelder, die der Beklagte von Dritten für die 

Klägerin, sondern für sich selber empfangen hat, so dass sich die Klage nur dann 

auf Art. 321b Abs. 1 OR stützen lässt, wenn der Gesetzeswortlaut weit ausgelegt 

wird. Die Lehre tut das teilweise, indem ausgeführt wird, dass alles, was der Ar-

beitnehmer in Verletzung der Interessen des Arbeitgebers entgegengenommen 

habe, diesem gehöre, und zwar selbst dann, wenn der Zuwendungswille des Drit-

ten zugunsten des Arbeitgebers fehle (ZK – STAEHELIN/VISCHER, Art. 321b OR 

N 3). Umgekehrt wird in der Lehre immer wieder betont, dass vom Arbeitnehmer 

pflichtwidrig entgegengenommene und für ihn (d.h. nicht für den Arbeitgeber) be-

stimmte Schmiergelder nach den Grundsätzen der Geschäftsführung ohne Auf-

trag, d.h. nach Art. 423 Abs. 1 OR, dem Arbeitgeber abzuliefern seien  

(BSK OR I – REHBINDER/STÖCKLI, Art. 321a N 7 und Art. 321b N 1; BK – REHBIN-

DER/STÖCKLI, Art. 321b OR N 3; EMMEL, CHK-Handkommentar zum Schweizer 

Privatrecht, Art. 321b OR, N 1). Hier geht es allerdings nicht um eigentliche 

Schmiergelder, sondern um für den Arbeitnehmer bestimmte Lohnzahlungen von 

                                            
1 "Le travailleur rend compte à l'employeur de tout ce qu'il reçoit pour lui dans l'exercice de son ac-
tivité contractuelle, …" und "Il lavoratore deve presentare al datore di lavoro un rendiconto di tutto 
ciò che riceve per quest'ultimo da terzi nell'esercizio dell'attività contrattuale, …" 
 

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Dritten und damit verbunden um die Frage, ob die Früchte einer vertraglich verbo-

tenen Nebentätigkeit des Arbeitnehmers vom Arbeitgeber abgeschöpft werden 

können. Für den Arbeitgeber und damit für die Klägerin hat der Beklagte diese 

Lohnzahlungen der "E._____" jedenfalls nicht entgegengenommen. Art. 321b und 

Art. 423 OR mögen sich teilweise überschneiden. Da vorliegend die Klage, wie zu 

zeigen sein wird, ohnehin gestützt auf Art. 423 OR gutzuheissen ist, kann offen-

bleiben, ob für die Klage auch Art. 321b OR eine Anspruchsgrundlage wäre. 

6. Ansprüche der Klägerin aus Geschäftsanmassung gemäss Art. 423 OR 

6.1. Die Klägerin stützt ihren Anspruch gegen den Beklagten weiter auf die Re-

geln über die Geschäftsführung ohne Auftrag. In Frage steht die sog. unechte 

Geschäftsführung ohne Auftrag gemäss Art. 423 Abs. 1 OR: Indem der Ge-

schäftsführer unberechtigt in die fremde Rechtssphäre des Geschäftsherrn ein-

greift, um so eigennützig Gewinn zu erzielen, usurpiert er dessen Geschäftsfüh-

rung. Man spricht in diesem Zusammenhang daher auch von Geschäftsanmas-

sung (BGE 133 III 153 E. 2.3, 129 III 422 E. 4, 126 III 69 E. 2a, 126 III 382 E. 

4/b/ee, 97 III 169 E. 3). So gilt etwa die unberechtigte Untervermietung eines  

Mietobjektes als eine solche Geschäftsanmassung (BGE 129 III 422, 126 III 69). 

Ebenso liegt eine Geschäftsanmassung vor, "wenn mit entwendeten Aufnahmen 

eines Fotomodels ein Gewinn erwirtschaftet wird, den durch eigene Verwertung 

das Model hätte erzielen können" (so wörtlich BGE 133 III 153 E. 2.3.). Solche ei-

gennützige Eingriffe in den fremden Geschäftsbereich sind in der Regel mit einer 

Verletzung einer Treuepflicht belastet (BSK OR I – WEBER, Art. 423 N 1). Wird 

durch den Eingriff in eine fremde Rechtssphäre die Führung eines fremden Ge-

schäfts angemasst, ist der Geschäftsherr, dessen Geschäftsführung usurpiert 

worden ist, gemäss Art. 423 Abs. 1 OR berechtigt, sich die aus der Führung sei-

ner Geschäfte entspringenden Vorteile anzueignen. In diesem Zusammenhang 

spricht man von Vorteilsabschöpfung oder Gewinnherausgabe (BGE 143 III 297 

E. 8.2.5.2).  

6.2. Die Vorinstanz möchte Art. 423 OR deshalb nicht zur Anwendung bringen, 

weil im Zusammenhang mit einem arbeitsrechtlichen Konkurrenzverbot "ange-

sichts der besonderen Zielrichtung des Arbeitsrechts die Rechtsfolge einer Ge-

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winnabschöpfung durch die in Art. 340b OR normierte Sanktion verdrängt werde" 

(Urk. 38 S. 12 und S. 14). Zu Recht rügt die Berufung diese Argumentation als 

verfehlt (Urk. 37 Rz 6.7): Art 340b OR regelt nämlich die Folgen der Verletzung 

eines Konkurrenzverbotes seitens des Arbeitnehmers. In Frage steht hier aber 

nicht ein Konkurrenzverbot gemäss Art. 340 OR, welches definitionsgemäss den 

Zeitraum nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beschlägt. Ein solches 

Konkurrenzverbot haben die Parteien nicht thematisiert und ist daher hier auch 

nicht zu prüfen. Die Berufungsantwort äussert sich dazu nicht, so wie sie sich 

ganz generell zur Anwendbarkeit von Art. 423 OR nicht äussert. 

6.3. Die Vorinstanz verneint die Anwendbarkeit von Art. 423 OR sodann mit der 

weiteren Begründung, die Klägerin "suggeriere" lediglich, dass "die Verwendung 

der Kundendaten zur Versicherungsvermittlung bzw. der gesamte vorerwähnte 

Handlungsablauf" ihrer Geschäftssphäre zuzuordnen sei. Indessen habe die Klä-

gerin nie behauptet, dass sie gemäss Datenschutzgesetz zur Weitergabe der 

Kundendaten berechtigt gewesen wäre. Sie dürfe daher diese Daten nicht aus-

beuten (Urk. 38 S. 12 ff.). Eine Gewinnabschöpfung komme schon deshalb nicht 

in Frage, weil "die Vermittlung von Versicherungen nach der zwischen den Partei-

en geltenden Vertragsordnung eben genau nicht ausschliesslich der Klägerin zu-

gewiesen" gewesen sei (Urk. 38 S. 14). Auch das beanstandet die Berufung zu 

Recht (Urk. 31 Rz 4.4. und 6.9.). 

6.3.1. Gemäss Arbeitsvertrag und Betriebsreglement war dem Beklagten jegliche 

Nebentätigkeit verboten. Ferner war ihm durch den Arbeitsvertrag ausdrücklich 

verboten, Kundendaten (einschliesslich Informationen über Verträge) an Dritte 

weiterzugeben. Über diese Verbote setzte sich der Beklagte indessen hinweg und 

übte eine Nebentätigkeit überdies nicht etwa ausserhalb des Betriebes der Kläge-

rin, sondern gar bei der Ausübung seiner vertraglichen Tätigkeit als Fahrzeugver-

käufer aus, indem er Informationen, die ihm ausschliesslich auf Grund seiner 

dienstlichen Stellung zukamen, an die "E._____" gleichsam verkaufte. Dabei 

strich er Versicherungsprovisionen ein, die im Zusammenhang mit den von ihm im 

Rahmen seiner dienstlichen Tätigkeit für die Klägerin zu tätigenden Autoverkäu-

fen standen. Dergestalt kamen ihm als Nebenprodukt seiner dienstlichen Tätigkeit 

- 13 - 

hohe Provisionsleistungen der Versicherung zu. Er schloss mit der "E._____" gar 

schriftliche Vergütungsvereinbarungen ab (Urk. 5/8-9), die er seiner Arbeitgeberin 

indessen nie offenlegte. Durch seine verbotene Nebentätigkeit erzielte der Be-

klagte ein Zusatzeinkommen, das – ausgehend von dem ihm für seine Tätigkeit 

als Fahrzeugverkäufer von der Klägerin bezahlten Lohn – als ganz erklecklich be-

zeichnet werden muss. Der Beklagte selber beschreibt in der Berufungsantwort 

seine Tätigkeit so (Urk. 43 S. 3): 
"Es ist unbestritten geblieben, dass der Berufungsbeklagte während der Dauer sei-
ner Anstellung als Verkaufsberater der Berufungsklägerin für die Weiterleitung von 
Kundendaten eine Provision und somit einen Lohn erzielt hat. Zudem ist auch un-
bestritten geblieben, dass der Berufungsbeklagte während dieser Anstellungszeit 
für seine Tätigkeiten entlöhnt wurde." 

6.3.2. Die Vorinstanz stellt mit dem angefochtenen Urteil in Abrede, dass der Be-

klagte mit seiner Nebentätigkeit in die Geschäftssphäre der Klägerin eingedrun-

gen sei. Diese Rechtsauffassung der Vorinstanz kann nicht nachvollzogen wer-

den: Kundenbeziehungen und Kundendaten gehören zu den immateriellen Wer-

ten eines Unternehmens. Im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Gargagen-

unternehmens im Sinne eines sog. Betriebskaufs oder "Asset Deals" (vgl. zum 

Gegensatz zwischen Gesellschaftskauf oder "Share Deal" und Betriebskauf: 

SCHENKER, Unternehmenskauf, Zürich 2016, S. 19-22) hielt das Bundesgericht 

fest, dass ein Unternehmen als "wirtschaftliche Einheit" verkauft werden könne; 

Vertragsgegenstand bilde "das Unternehmen oder Gewerbe, welches die Käufer 

fortführen" wollen (BGer 4A_97/2016 vom 11. August 2016, E. 2.3). In dem vom 

Bundesgericht beurteilten Fall waren unter anderem "sämtliche Kundenbeziehun-

gen und Kundendaten" ausdrücklich Gegenstand des Kaufvertrages. Gemäss 

den Rechnungslegungsvorschriften des OR, nämlich gemäss Art. 959a Abs. 1 

Ziff. 2 lit. d OR, sind denn auch immaterielle Werte des Unternehmens zu bilan-

zieren. Dazu gehört unter anderem auch der sog. Goodwill, dem die an und für 

sich nicht bilanzierungsfähigen Vermögenwerte zuzurechnen sind. Bestandteile 

des sog. Goodwills sind etwa Ertragskraft, positive Zukunftserwartungen, das 

Know-How, der Ruf des Unternehmens, seine Mitarbeiterqualität und namentlich 

auch sein Kundenstamm und seine Kundendaten (BSK OR II – NEUHAUS/GERBER, 

Art. 959a N 48). Kundenstamm und Kundendaten stellen daher einen Vermö-

genswert dar, der zwar kaum bezifferbar ist, aber durchaus mit Gewinn bewirt-

- 14 - 

schaftet werden kann. Es ist dies ein Vermögenswert, der einzig dem Unterneh-

men und weder seinem Management noch seinen Mitarbeitern zusteht. Damit 

steht fest, dass der Beklagte durch seine Zusammenarbeit mit der "E._____" über 

längere Zeit in die Geschäftssphäre seiner Arbeitgeberin eingegriffen und deren 

Vermögenswerte eigennützig ausgebeutet hat. In Erfüllung seiner arbeitsvertragli-

chen Pflichten hatte der Beklagte für die Klägerin Automobile zu verkaufen. Damit 

kam er unweigerlich in Kontakt mit Kunden der Klägerin, die im Hinblick auf den 

aktuellen Autokauf wohl fast durchwegs ein Potential für Versicherungsabschlüs-

se mit sich brachten. Nur deshalb war es dem Beklagten möglich, durch seine 

geheimen und vertragswidrigen Absprachen mit der "E._____" ein hohes Neben-

einkommen zu erwirtschaften. Wäre der Beklagte nicht als Automobilverkäufer tä-

tig gewesen, sondern z.B. als Verkäufer für Herrenmode oder Backwaren, dann 

hätte ihm die "E._____" die Zusammenarbeit nicht angeboten, denn in einem sol-

chen Falle wäre die für die Versicherung und den Beklagten in gleicher Weise luk-

rative Nebentätigkeit undenkbar gewesen wäre. Der Klägerin ist daher zuzustim-

men, wenn sie geltend macht, dass der Beklagte unter Benutzung ihrer Infrastruk-

tur und ihres Marktauftrittes für die "E._____" entgeltliche Leistungen erbracht ha-

be, indem er die ihm von seiner Arbeitgeberin anvertrauten Kundendaten an die 

Versicherung weitergeleitet und so wirtschaftlich ausgenutzt hat (Urk. 37 Rz 6.7). 

Das Verhalten des Beklagten lässt sich ohne weiteres mit den oben erwähnten 

und vom Bundesgericht unter Art. 423 Abs. 1 OR subsumierten Fällen verglei-

chen (vgl. dazu oben E. 6.1.). Damit ist davon auszugehen, dass sich der Beklag-

te durch sein beschriebenes Vorgehen im Sinne der erwähnten Gesetzesvor-

schrift Geschäfte seiner Arbeitgeberin angemasst hat. 

6.3.3. Gemäss Art. 423 Abs. 1 OR hat der Beklagte der Klägerin die von ihm er-

zielten Vorteile herauszugeben (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.2). Die Klägerin fordert 

vom Beklagten einen Betrag von Fr. 120'000.00 nebst Zins zu 5% seit dem 

1. März 2015. Mit der Berufung macht sie geltend, dass das Quantitativ ihrer Kla-

ge im erstinstanzlichen Verfahren unbestritten geblieben sei (Urk. 37 S. 46 Rz 8). 

Dazu äussert sich die Berufungsantwort nicht (Urk. 43). Aus dem angefochtenen 

Urteil ergibt sich zwar, dass der Beklagte die Klage immerhin im Grundsatz be-

stritten hat; eine Bestreitung des Quantitativs der Klage durch den Beklagten 

- 15 - 

ergibt sich aus dem angefochtenen Urteil aber nicht. Damit steht fest, dass im 

Prozess das Quantitativ der Klage unbestritten geblieben ist. Das führt zu Gut-

heissung von Berufung und Klage auf der ganzen Linie.  

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Da in der Sache ein neuer Entscheid ergeht, hat die Berufungsinstanz 

auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu befinden (Art. 

318 Abs. 3 ZPO). Angesichts des Prozessausganges sind die Prozesskosten bei-

der Instanzen dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

7.2. Die tarifarische Gerichtsgebühr beträgt an und für sich Fr. 9'550.00. Den-

noch hat die Vorinstanz die Gebühr auf Fr. 7'550.00 festgesetzt, und zwar wegen 

des "Synergieeffekts" auf Grund des "sachähnlichen Parallelverfahrens" (Urk. 38 

S. 17). Es rechtfertigt sich unter diesen Umständen, diese Gebühr zu überneh-

men. Die Klägerin hat die Gebühr vor Vorinstanz mit einem Vorschuss sicherge-

stellt. Gemäss Art. 111 Abs. 1 ZPO sind die Gerichtskosten mit diesem Vorschuss 

zu verrechnen; indessen hat der Beklagte der Klägerin den von ihr geleisteten 

Vorschuss im Umfange von Fr. 7'550.00 zu ersetzen. Entsprechendes gilt für das 

zweitinstanzliche Verfahren, wobei die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche 

Verfahren auf Fr. 8'000.00 festzusetzen ist. 

7.3. Der Klägerin ist sodann eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 105 

Abs. 2 ZPO). Bezüglich der erstinstanzlichen Parteientschädigung ist von einer 

Grundgebühr von Fr. 12'100.00 auszugehen. Dazu kommen Zuschläge für die 

Replik von 25% (Urk. 15) und von 2% für die Eingabe der Klägerin vom 7. No-

vember (Urk. 28). Nicht zu entschädigen ist dagegen die ausser bezüglich des 

Verzichts auf Durchführung einer Hauptverhandlung unverlangte Eingabe der 

Klägerin vom 15. November 2017 (Urk. 31). Unter Berücksichtigung der von der 

Klägerin verlangten Mehrwertsteuer (Urk. 2 S. 2) ergibt das eine Parteientschädi-

gung für das erstinstanzliche Verfahren von gerundet Fr. 16'550.00. Für das 

zweitinstanzliche Verfahren ergibt sich unter Berücksichtigung der Mehrwertsteu-

er eine Parteientschädigung von gerundet Fr. 6'500.00. Damit ist der Beklagte zu 

- 16 - 

verpflichten, der Klägerin für beide Instanzen eine Parteientschädigung von ge-

rundet Fr. 23'000.00 zu bezahlen. 

7.4. Die Kosten des Schlichtungsverfahrens von Fr. 950.00 wurden gemäss Art. 

207 Abs. 1 lit. c ZPO der Klägerin auferlegt (Urk. 1). Da in der Folge die Klage 

eingereicht wurde, sind die Kosten des Schlichtungsverfahrens zur Hauptsache 

zu schlagen (Art. 207 Abs. 2 ZPO). Entsprechend dem Prozessausgang hat der 

Beklagte der Klägerin daher die Kosten des Schlichtungsverfahrens zu ersetzen. 

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung von Berufung und Klage wird der Beklagte verpflichtet, der 

Klägerin den Betrag von Fr. 120'000.00 nebst Zins zu 5% seit dem 1. März 

2015 zu bezahlen.  

2. Gerichtskosten: 

a) Die Entscheidgebühr für das erstinstanzliche Verfahren wird auf 

Fr. 7'550.00 angesetzt. 

b) Die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens werden dem Be-

klagten auferlegt. Sie werden mit dem von der Klägerin geleisteten 

Vorschuss verrechnet; der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den 

Betrag von Fr. 7'550.00 zu ersetzen. 

c) Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren wird auf 

Fr. 8'000.00 angesetzt. 

d) Die Gerichtskosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden dem Be-

klagten auferlegt. Sie werden mit dem von der Klägerin geleisteten 

Vorschuss verrechnet; der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den 

Betrag von Fr. 8'000.00 zu ersetzen. 

e) Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Kosten des Schlich-

tungsverfahrens von Fr. 950.00 zu ersetzen. 

- 17 - 

3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für beide Instanzen eine Partei-

entschädigung von Fr. 23'000.00 zu bezahlen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche arbeitsrechtliche Angelegenheit. Der 
Streitwert beträgt Fr. 120'000.00. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 11. Oktober 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. L. Hunziker Schnider 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Faoro 
 
 
versandt am: 
am 
 

	Urteil vom 11. Oktober 2018
	Urteil des Arbeitsgerichts Uster vom 13. März 2018: (Urk. 38 S. 18):
	1. Die Klage wird abgewiesen.
	2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 7'550.–.
	3. Die Gerichtskosten werden der Klägerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Der Rest des Vorschusses wird der Klägerin zurückerstattet.
	4. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 12'100.– zu bezahlen.
	5. [Mitteilungen].
	6. [Rechtsmittelbelehrung].
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt
	1.1. Die C._____ AG ist in ... domiziliert und bezweckt die Beteiligung an Unternehmungen vorwiegend der Autobranche (Urk. 46). Sie ist die Muttergesellschaft der D._____ AG (Urk. 47) sowie der Klägerin (Urk. 48). Diese beiden Tochtergesellschaften be...
	1.2. Am 22. Oktober 2007 unterzeichneten die Parteien einen Arbeitsvertrag (Urk. 5/3), gemäss welchem der Beklagte bei der Klägerin die Stellung eines Verkaufsberaters übernahm (Ziff. 2). Der Vertrag wurde ab 1. September 2007 wirksam, wobei in Ziff. ...
	"5. Nebentätigkeit / Nebeneinnahmen
	5.1. Der Mitarbeiter leistet während der Dauer des Arbeitsverhältnisses ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Arbeitgeberin keine Arbeit gegen Entgelt für Dritte.
	5.2. Sämtliche in Ausübung der Tätigkeit für die Arbeitgeberin von Kunden, Geschäftspartnern oder Dritten erhaltenen Gelder sind der Arbeitgeberin ohne Verzögerung abzuliefern. Von Kunden, Geschäftspartnern oder Dritten erhaltene Geschenke oder anderw...
	1.3. Im September 2014 erhob die Klägerin gegen den Beklagten den Vorwurf, er habe vertragswidrig und hinter ihrem Rücken Kunden von ihr verschiedenen Versicherungen zugeführt und dafür Provisionen eingestrichen. Am 30. September 2014 übergab sie dem ...
	1.4. Bei den Akten liegen die Vergütungsvereinbarung zwischen dem Beklagten als "Vermittler" und der EF._____ (im Folgenden "E._____") vom 3. April 2012 sowie ein Nachtrag dazu vom 19. Dezember 2013 (Urk. 5/8 und 5/9). Ferner liegen bei den Akten die ...

	2. Prozessverlauf
	2.1. Am 17. November 2016 reichte die Klägerin beim Friedensrichteramt Uster als der zuständigen Schlichtungsbehörde das Schlichtungsgesuch ein. Nach gescheiterter Schlichtungsverhandlung stellte der Friedensrichter am 18. Januar 2017 die Klagebewilli...
	2.2. Bezüglich des Verlaufs des erstinstanzlichen Verfahrens sei auf die Darstellung im angefochtenen Entscheid verwiesen (Urk. 38 S. 2 f.).
	2.3. Das vorinstanzliche Urteil vom 13. März 2018, mit dem die Klage abgewiesen wurde, wurde den Parteien am 14. März 2018 zugestellt (Urk. 36). Mit Eingabe vom 13. April 2018 erhob die Klägerin gegen das erwähnte Urteil rechtzeitig Berufung (Urk. 37)...

	3. Prozessuales
	3.1. Aktenschluss. Ausserhalb des summarischen Verfahrens können sich die Parteien zweimal unbeschränkt äussern (BGE 144 III 117 E. 2.2). Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich, dass der Beklagte seine Duplikschrift innert angesetzter Frist der Vori...
	- Klageschrift der Klägerin gemäss Art. 221 ZPO vom 25. Januar 2017 (Urk. 2);
	- Klageantwortschrift des Beklagten gemäss Art. 222 ZPO vom 26. April 2017 (Urk. 11);
	- Replikschrift der Klägerin gemäss Art. 225 ZPO vom 29. Mai 2017 (Urk. 15).
	- (Duplik des Beklagten gemäss Art. 225 ZPO: Säumnis).
	3.2. Zum Berufungsverfahren:
	3.2.1. Das Berufungsverfahren ist ein eigenständiges Verfahren. Es dient nicht etwa der Vervollständigung des erstinstanzlichen Verfahrens, sondern vielmehr der Überprüfung und Korrektur des angefochtenen Entscheides im Lichte konkret dagegen vorgebra...
	3.2.2. In diesem Sinne ist die Berufungsinstanz namentlich nicht gehalten, von sich aus wie ein erstinstanzliches Gericht alle sich stellenden tatsächlichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn keine entsprechenden Rügen der Parteien vor der zw...

	4. Zum Tatsächlichen
	4.1. Die Klägerin verlangt vom Beklagten die von ihm in den Jahren 2012 bis 2014 von der "E._____" erhältlich gemachten Provisionen heraus. Diese Provisionen stehen im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen für Automobile, welche vom Beklagten in den...
	4.2. Unbestritten und durch die Akten nachgewiesen sind die Wortlaute von Arbeitsvertrag (Urk. 5/3) und Betriebsreglement (Urk. 5/15 bzw. 5/16). Das Betriebsreglement ist gemäss Arbeitsvertrag dessen Bestandteil, und der Beklagte stimmte ihm durch sei...
	4.3. Fest steht, dass die Klägerin dem Beklagten nie im Sinne von Ziff. 5.1 des Betriebsreglementes die schriftliche Zustimmung dafür erteilt hat, im Zusammenhang mit den von ihm für die Klägerin getätigten Autoverkäufen mit Versicherungen zusammenzua...

	5. Ansprüche der Klägerin aus Art. 321b OR
	5.1. Die Klägerin stützt ihre Forderung zunächst auf Art. 321b OR. Gemäss dieser Bestimmung hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber "über alles, was er bei seiner vertraglichen Tätigkeit für diesen von Dritten erhält, wie namentlich Geldbeträge, Rechensc...
	5.2. Zunächst fragt es sich, wie der Wortlaut von Art. 321b Abs. 1 OR zu verstehen ist, nämlich ob durch ihn die Abschöpfung von Geldern vorgesehen ist, die der Arbeitnehmer "bei seiner vertraglichen Tätigkeit für diesen" für den Arbeitgeber erhalten ...
	5.3. Hier geht es fraglos nicht um Gelder, die der Beklagte von Dritten für die Klägerin, sondern für sich selber empfangen hat, so dass sich die Klage nur dann auf Art. 321b Abs. 1 OR stützen lässt, wenn der Gesetzeswortlaut weit ausgelegt wird. Die ...

	6. Ansprüche der Klägerin aus Geschäftsanmassung gemäss Art. 423 OR
	6.1. Die Klägerin stützt ihren Anspruch gegen den Beklagten weiter auf die Regeln über die Geschäftsführung ohne Auftrag. In Frage steht die sog. unechte Geschäftsführung ohne Auftrag gemäss Art. 423 Abs. 1 OR: Indem der Geschäftsführer unberechtigt i...
	6.2. Die Vorinstanz möchte Art. 423 OR deshalb nicht zur Anwendung bringen, weil im Zusammenhang mit einem arbeitsrechtlichen Konkurrenzverbot "angesichts der besonderen Zielrichtung des Arbeitsrechts die Rechtsfolge einer Gewinnabschöpfung durch die ...
	6.3. Die Vorinstanz verneint die Anwendbarkeit von Art. 423 OR sodann mit der weiteren Begründung, die Klägerin "suggeriere" lediglich, dass "die Verwendung der Kundendaten zur Versicherungsvermittlung bzw. der gesamte vorerwähnte Handlungsablauf" ihr...
	6.3.1. Gemäss Arbeitsvertrag und Betriebsreglement war dem Beklagten jegliche Nebentätigkeit verboten. Ferner war ihm durch den Arbeitsvertrag ausdrücklich verboten, Kundendaten (einschliesslich Informationen über Verträge) an Dritte weiterzugeben. Üb...
	6.3.2. Die Vorinstanz stellt mit dem angefochtenen Urteil in Abrede, dass der Beklagte mit seiner Nebentätigkeit in die Geschäftssphäre der Klägerin eingedrungen sei. Diese Rechtsauffassung der Vorinstanz kann nicht nachvollzogen werden: Kundenbeziehu...
	6.3.3. Gemäss Art. 423 Abs. 1 OR hat der Beklagte der Klägerin die von ihm erzielten Vorteile herauszugeben (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.2). Die Klägerin fordert vom Beklagten einen Betrag von Fr. 120'000.00 nebst Zins zu 5% seit dem 1. März 2015. Mit de...

	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	7.1. Da in der Sache ein neuer Entscheid ergeht, hat die Berufungsinstanz auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu befinden (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Angesichts des Prozessausganges sind die Prozesskosten beider Instanzen dem Bekla...
	7.2. Die tarifarische Gerichtsgebühr beträgt an und für sich Fr. 9'550.00. Dennoch hat die Vorinstanz die Gebühr auf Fr. 7'550.00 festgesetzt, und zwar wegen des "Synergieeffekts" auf Grund des "sachähnlichen Parallelverfahrens" (Urk. 38 S. 17). Es re...
	7.3. Der Klägerin ist sodann eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 105 Abs. 2 ZPO). Bezüglich der erstinstanzlichen Parteientschädigung ist von einer Grundgebühr von Fr. 12'100.00 auszugehen. Dazu kommen Zuschläge für die Replik von 25% (Urk. 15...
	7.4. Die Kosten des Schlichtungsverfahrens von Fr. 950.00 wurden gemäss Art. 207 Abs. 1 lit. c ZPO der Klägerin auferlegt (Urk. 1). Da in der Folge die Klage eingereicht wurde, sind die Kosten des Schlichtungsverfahrens zur Hauptsache zu schlagen (Art...

	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung von Berufung und Klage wird der Beklagte verpflichtet, der Klägerin den Betrag von Fr. 120'000.00 nebst Zins zu 5% seit dem 1. März 2015 zu bezahlen.
	2. Gerichtskosten:
	a) Die Entscheidgebühr für das erstinstanzliche Verfahren wird auf Fr. 7'550.00 angesetzt.
	b) Die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens werden dem Beklagten auferlegt. Sie werden mit dem von der Klägerin geleisteten Vorschuss verrechnet; der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von Fr. 7'550.00 zu ersetzen.
	c) Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren wird auf Fr. 8'000.00 angesetzt.
	d) Die Gerichtskosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden dem Beklagten auferlegt. Sie werden mit dem von der Klägerin geleisteten Vorschuss verrechnet; der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von Fr. 8'000.00 zu ersetzen.
	e) Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Kosten des Schlichtungsverfahrens von Fr. 950.00 zu ersetzen.

	3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für beide Instanzen eine Parteientschädigung von Fr. 23'000.00 zu bezahlen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...