# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7bccd68-2075-5ad0-bc81-b2bbbba0d1c1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.10.2020 200 2020 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-150_2020-10-08.pdf

## Full Text

200 20 150 IV
200 20 151 IV
LOU/TOZ/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Oktober 2020

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
gesetzlich vertreten durch B.________
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin 1

D.________
gesetzlich vertreten durch A.________
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin 2

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 24. Januar 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1988 geborene A.________ (Versicherte 1 bzw. Beschwerdeführerin 1) 
meldete sich im April 2008 unter Hinweis auf ein psychisches Defizit bei der 
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Antwortbeilagen der Invali-
denversicherung [AB] 1). Nach Abklärung der erwerblichen und 
medizinischen Verhältnisse verneinte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) mit Verfügung vom 14. Juni 2011 (AB 50) einen An-
spruch auf berufliche Massnahmen. 

Im Oktober 2017 meldete sich die Versicherte 1 unter Hinweis auf ein 
psychisches Leiden erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an (AB 52). 
Nach Durchführung verschiedener Eingliederungsmassnahmen (Belastbar-
keitstraining [AB 74], Aufbautraining [AB 80], Referenzerarbeitung mit Coa-
ching [AB 88], Arbeitsversuch mit Coaching [AB 101, 110]) und erfolgten 
Abklärungen im medizinischen, erwerblichen und häuslichen Bereich (insb. 
eine Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes [RAD] vom 19. Fe-
bruar 2019 [AB 114], ein Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 15. Juli 
2019 [AB 122]) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 9. August 2019 (AB 
123) der Versicherten 1 bei einem nach Massgabe der gemischten Metho-
de (Erwerb: 50 %; Haushalt: 50 %) ermittelten Invaliditätsgrad 
(IV-Grad) von 47 % eine Viertelsrente ab dem 1. Februar 2019 in Aussicht. 
Daran hielt sie nach erhobenem Einwand vom 6. September 2019 (ergänzt 
am 7. Oktober 2019; AB 126, 131) fest und sprach der Versicherten 1 
- nach Einholung einer Stellungnahme des Bereichs Abklärungen vom 
14. November 2019 (AB 133) - mit (zwei) Verfügungen vom 24. Januar 
2020 (AB 135 f.) ab dem 1. Februar 2019 eine Viertelsrente und eine 
Kinderrente für ihre am 29. September 2015 geborene Tochter D.________ 
(Versicherte 2 bzw. Beschwerdeführerin 2; AB 52 S. 3 Ziff. 3) zu. 

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B.

Gegen diese beiden Verfügungen erhoben die Versicherte 1, gesetzlich 
vertreten durch die Beiständin B.________, und die Versicherte 2, gesetz-
lich vertreten durch die Versicherte 1, beide vertreten durch Rechtsanwalt 
C.________, am 21. Februar 2020 Beschwerde. Sie beantragen, die ange-
fochtenen Verfügungen seien aufzuheben. Es sei der Beschwerdeführerin 
1 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei der Abklärungsbe-
richt Haushalt durch eine Fachperson aus dem Bereich der 
psychosozialen Spitex neu und korrekt zu verfassen und daraus ableitend 
die Invaliditätsbemessung im Haushalt neu vorzunehmen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 25. März 2020 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialver-
sicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerinnen sind im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide 
berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, 
weshalb sie zur Beschwerde befugt sind (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zu-
ständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch 
die 

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Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, 
ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekte bilden die Verfügungen vom 24. Januar 2020 
(AB 135 f.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
und dabei insbesondere die Höhe der Rente und Kinderrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft die angefochtenen Entscheide frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht ge-
sagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 
beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 
der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-
scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 
nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 
objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-

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gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 
E. 4.4 S. 110).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). 

2.3.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der IV-Grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; 
BGE 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 290 E. 4 S. 293). Die gemischte Methode 
bezweckt eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des IV-Grades. 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der ver-
sicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber 
bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 
S. 508).

2.3.3 Bei Anwendbarkeit der gemischten Methode werden für die Be-
stimmung des IV-Grades der IV-Grad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und 

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der IV-Grad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert 
(Art. 27bis Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung [IVV; SR 831.201]). Die Berechnung des IV-Grades in Bezug 
auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, wird dabei auf ein Vollpen-
sum hochgerechnet. Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich 
anhand des Beschäftigungsgrades, den die Person hätte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berech-
nung des IV-Grades in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird 
der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufga-
benbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht 
invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufga-
benbereichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 
S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin 1 ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu 
entnehmen:

3.1.1 Im Verlaufsbericht des Zentrums E.________ vom 18. Dezember 
2017 (AB 70) wurde ein sich seit August 2017 verschlechternder 
Gesundheitszustand vermerkt (AB 70 S. 2 Ziff. 1). Als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine akute polymorphe 

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psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophrenie mit katatonen 
und mutistischen Anteilen (ICD-10 F23.1; Differenzialdiagnose: paranoide 
Schizophrenie [ICD-10 F20]) sowie ein schädlicher Gebrauch von THC vor 
dem Klinikeintritt am 3. August 2017 (ICD-10 F12.1) genannt (AB 70 S. 2 
Ziff. 3). Unter fachlicher Begleitung des Mutterkind-Hauses sowie unter 
neuroleptischer Medikation und psychiatrischer Nachbehandlung sollte eine 
weitere Stabilisierung mit Rückfallschutz stattfinden (AB 70). 

3.1.2 Dem Bericht vom 14. Mai 2018 (AB 85) über das in der Ab-
klärungsstelle F.________ vom 29. Januar bis 29. April 2018 durchgeführte 
Belastbarkeitstraining lässt sich entnehmen, dass neben der Stabilisierung 
des Pensums von 40 bis 50 % - bei Aufrechterhaltung der Kindesbetreuung 
- das Eruieren von möglichen Tätigkeitsfeldern und die Organisation von 
internen, allenfalls externen Einsätzen im Fokus stünden (AB 85 S. 4). 

3.1.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, RAD, hielt am 8. August 2018 fest, dass die Beschwerdeführerin 1 an 
einem schweren Gesundheitsschaden leide. Es sei von einem Pensum von 
ca. 50 % auszugehen, jedoch vorerst nicht auf dem allgemeinen Arbeits-
markt (AB 90 S. 3). 

3.1.4 Im Bericht des Ambulatoriums H.________ vom 29. November 
2018 (AB 107) wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin 1 an einer 
paranoiden Schizophrenie (ICD-10 F20) ohne aktuell florierende Sympto-
matik leide (AB 107 S. 3 Ziff. 2.2). Sowohl die bisherige als auch eine an-
gepasste Tätigkeit sei zu ca. zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar (AB 
107 S. 6 Ziff. 4.1 f.). Aktuell sei eine Steigerung des Pensums nicht mög-
lich, diese würde ein hohes Risiko für eine Dekompensation darstellen (AB 
107 S. 6 Ziff. 4.3). Die reduzierte Belastbarkeit durch die psychische Er-
krankung sowie wahrscheinliche Zustandsverschlechterungen könnten sich 
hindernd und verlangsamend auf eine Eingliederung auswirken (AB 107 
S. 6 Ziff. 4.4). Allerdings zeige die erfolgreiche Kindesbetreuung, dass die 
Beschwerdeführerin 1 fähig sei, Verantwortung zu übernehmen (AB 107 
S. 5 Ziff. 3.5).

3.1.5 Im Bericht der Abklärungsstelle F.________ vom 18. Februar 2019 
über den vom 1. November 2018 bis 31. Januar 2019 durchgeführten Ar-

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beitsversuch mit Coaching (AB 115) wurde - mit Bezug auf die derzeitige 
Tätigkeit im … der I.________ AG (AB 115 S. 3 Ziff. 1) - darauf hingewie-
sen, dass sich das Pensum von drei bis fünfeinhalb Stunden an drei Tagen 
in der Woche infolge des Wechsels in die Zwischensaison im November 
2018 auf einen Arbeitstag von drei bis fünfeinhalb Stunden in der Woche 
reduziert habe. Die Beschwerdeführerin 1 habe in diesem Arbeitsumfang - 
bei einem sehr sozialen und wohlwollenden Arbeitgeber sowie in einem 
stressreduzierten Arbeitsumfeld - eine durchschnittliche Leistung von 80 % 
bei guter Qualität und vermehrter Selbständigkeit erbracht (AB 115 S. 5 
Ziff. 3). 

3.1.6 Der RAD-Psychiater Dr. med. G.________ schätzte im Bericht 
vom 19. Februar 2019 (AB 114) die Leistungsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit auf 70 % bei einem zumutbaren Pensum von 40 % 
(AB 114 S. 4). Die Beschwerdeführerin 1 benötige noch für einige Zeit eine 
engmaschige Begleitung (AB 114 S. 3). 

3.1.7 Im Bericht der Abklärungsstelle F.________ vom 10. Juli 2019 
(Coaching vom 1. Februar bis 30. Juni 2019; AB 121) wurde ausgeführt, 
die Beschwerdeführerin 1 habe in einem sehr sozialen Umfeld, nach Mög-
lichkeit in einer stressreduzierten Umgebung als Küchenhilfe sowie im 
Hausdienst (primär Reinigungsarbeiten) gearbeitet (AB 121 S. 4 Ziff. 2.1). 
Sie habe gute Selbst- und Sozialkompetenz gezeigt und zur Zufriedenheit 
aller Beteiligten differenzierter in den vorgesehenen Tätigkeitsbereichen 
eingearbeitet werden können (AB 121 S. 4 Ziff. 2.2). In einer angepassten 
Tätigkeit (stressreduziertes Arbeitsumfeld) bei einem sozialen und 
wohlwollenden Arbeitgeber bestehe eine Leistungsfähigkeit von 80 % bei 
einem maximalen Pensum von 40 %. Die Beschwerdeführerin 1 sei im 
ersten Arbeitsmarkt (Nischenarbeitsplatz) vermittelbar (AB 121 S. 4 Ziff. 5). 
Aufgrund des positiven Verlaufs in der derzeitigen Beschäftigung bei der 
I.________ AG werde das Coaching nicht mehr verlängert (AB 121 S. 5 
Ziff. 7).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

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Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 353 f.).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in den angefochtenen 
Verfügungen vom 24. Januar 2020 (AB 135 f.) massgeblich auf die 
(versicherungsinterne) Beurteilung des RAD-Psychiaters Dr. med. 
G.________ vom 19. Februar 2019 (AB 114) gestützt, wonach die 
Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 40 % arbeitsfähig 
und zu 70% leistungsfähig sei (AB 114 S. 4). Diese Beurteilung lässt sich 
ohne Weiteres in das von sämtlichen übrigen Ärzten gezeichnete Gesamt-
bild des Gesundheitszustandes und der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
einfügen und steht insbesondere - entgegen der in der Beschwerde 
vertretenen Auffassung (vgl. Beschwerde, S. 4 f. Art. 2) - nicht im Wider-
spruch zu der von der Beschwerdeführerin 1 anlässlich der 
Eingliederungsmassnahmen in der Abklärungsstelle F.________ 
(Belastbarkeitstraining vom 29. Januar bis 29. April 2018 [AB 85 S. 4], Ar-
beitsversuch mit Coaching vom 1. November 2018 bis 31. Januar 2019 [AB 

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115 S. 5 Ziff. 3], Coaching vom 1. Februar bis 30. Juni 2019 [AB 121 S. 4 
Ziff. 5]) gezeigten Leistung. Im Gegenteil, attestierten doch die Eingliede-
rungsfachleute eine leicht höhere Leistungsfähigkeit von 80 % bei einer 
zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 40 % (AB 121 S. 4 Ziff. 5). Dass die 
Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht auf die vom RAD-
Psychiater geschätzte Arbeitsfähigkeit von 40 % mit einer 
Leistungsfähigkeit von 70 % abgestellt hat, erweist sich demnach als 
wohlwollend.

Was den Einwand der Beschwerdeführerin 1 betreffend die Anforderungen 
an den Arbeitgeber/Arbeitsplatz resp. die fehlende Vermittelbarkeit im 
ersten Arbeitsmarkt angeht (vgl. Beschwerde, S. 4 f. Art. 2 und S. 7 Art. 4), 
so führt einzig der Umstand, dass die Beschwerdeführerin 1 zur 
Verwertung ihrer Arbeit- und Leistungsfähigkeit auf einen 
Nischenarbeitsplatz angewiesen ist (AB 121 S. 4 Ziff. 5), nicht zur 
Verneinung des Vorhandenseins entsprechender Arbeitsgelegenheiten auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Der Angebotsfächer des hier massge-
blichen ausgeglichenen Arbeitsmarktes umfasst auch sogenannte 
Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen 
Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des 
Arbeitgebers rechnen können (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV 
Nr. 21 S. 66 E. 4.2). Dass entsprechende realistische 
Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu 
finden sind, belegt der Umstand, dass mit Arbeitsvertrag vom 29. 
November 2019 das bis dahin jeweils befristete Arbeitsverhältnis der Be-
schwerdeführerin 1 mit der I.________ AG (vgl. AB 119 S. 3 f.) in eine 
unbefristete Anstellung umgewandelt wurde (Beschwerdebeilgagen [BB] 6). 

3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass gestützt auf die schlüssi-
ge und überzeugende, mithin beweiskräftige Beurteilung des RAD-
Psychiaters Dr. med. G.________ vom 19. Februar 2019 (AB 114) von 
einer Arbeitsfähigkeit von 40 % mit einer Leistungsfähigkeit von 70 % in 
einer angepassten Tätigkeit (an einem Nischenarbeitsplatz) auszugehen 
ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 11

4.

4.1 Umstritten ist weiter der Status, d.h. die Frage, in welchem zeit-
lichen Umfang die Beschwerdeführerin 1 ohne gesundheitliche Beeinträch-
tigung erwerbstätig wäre. Während die Beschwerdegegnerin gestützt auf 
den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 15. Juli 2019 (AB 122) von 
einem Status von 50 % Erwerb und 50 % Haushalt ausgeht (AB 135 S. 6), 
macht die Beschwerdeführerin 1 geltend, dass sie im Gesundheitsfall einer 
Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehen würde (vgl. Beschwerde, S. 5 Art. 3). 

4.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist - was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt -, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der ver-
sicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1). Bei einer im Haushalt tätigen ver-
sicherten Person im Besonderen entscheidet sich die Frage, ob sie als 
ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige zu betrachten ist, nicht danach, ob 
sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war oder nicht. Vielmehr sind die 
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso 
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das 
Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Dabei sind 
die konkrete 
Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der 
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 
V 194 E. 3b S. 195; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Ge-
sundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversiche-

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rungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit er-
forderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

4.3 Anlässlich der Abklärung im Haushalt vom 8. Juli 2019 gab die 
Beschwerdeführerin 1 an, dass sie im Gesundheitsfall zwischen 40 und 
60 % erwerbstätig wäre. Sie würde keiner Vollzeiterwerbstätigkeit nachge-
hen, da sie sich alleine um ihre Tochter (Jg. 2015; AB 122 S. 3 Ziff. 2.1) 
kümmern müsse; sporadisch werde die Betreuung der Tochter durch den 
Vater der Beschwerdeführerin 1 übernommen. Sodann würde sie die 
Haushaltsarbeiten jeweils abends oder an den Wochenenden erledigen 
(AB 122 S. 4 Ziff. 3.4). 

4.3.1 Zum Zeitpunkt der Verfügungserlasse (24. Januar 2020; AB 135 f.) 
war die Tochter der Beschwerdeführerin 1 vier Jahre alt (AB 122 S. 3 
Ziff. 2.1) und damit noch in einem Alter, welches eine ständige Betreuung 
seitens eines Elternteils erfordert. Laut eigenen Angaben steht für die 
Beschwerdeführerin 1 die Betreuung der Tochter im Vordergrund. Dem 
Abklärungsbericht ist zu entnehmen, dass die Tochter an den drei 
Arbeitstagen der Beschwerdeführerin 1 in der Kita fremdbetreut wird; weder 
der Kindsvater noch der Vater der Beschwerdeführerin 1 können 
regelmässig die Betreuung übernehmen (AB 122 S. 4 Ziff. 3.4, AB 133 S. 
4). 

Seit Mitte Februar 2019 lebt die alleinerziehende Beschwerdeführerin 1 mit 
ihrer Tochter in einer Vierzimmerwohnung ("begleitetes Wohnen", davor in 
einer Zweieinhalbzimmerwohnung im … der Stiftung J.________), deren 
Pflege einen gewissen Aufwand erfordert (AB 122 S. 6 Ziff. 6). 

Des Weiteren erscheint es aus finanziellen Gründen (knappen finanziellen 
Mittel/Notwendigkeit der Unterstützung durch den Sozialdienst) plausibel, 
dass die Beschwerdeführerin 1 (weiterhin) einer (Teilzeit-)Erwerbstätigkeit 
nachgeht. Gegen ein hohes Erwerbspensum bzw. Vollzeitpensum im 
Gesundheitsfall spricht aber die gesamte Erwerbsbiografie der 
Beschwerdeführerin 1. Insbesondere ist - unter Berücksichtigung der im IK-
Auszug angeführten Löhne (AB 61) - davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin 1 zu keiner Zeit in einem hohen Pensum tätig war, 
dies selbst dann nicht, als sie noch kinderlos war (AB 133 S. 4). Im Übrigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 13

hat die Beschwerdeführerin 1 anlässlich der Erhebung vom 8. Juli 2019 
selbst angegeben, dass sie keiner Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehen wür-
de (AB 122 S. 4 Ziff. 3.4). 

Nach dem Ausgeführten erweist sich der von der Abklärungsfachperson im 
Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 15. Juli 2019 (AB 122) geschätzte 
hypothetische Umfang der Erwerbstätigkeit mit Blick auf die genannten 
Umstände - namentlich die Betreuung der Tochter, deren Betreuung durch 
Dritte und die gesamte Erwerbsbiografie - ohne weiteres als plausibel und 
nachvollziehbar. Demzufolge ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwer-
degegnerin im Gesundheitsfall kein höheres Pensum als überwiegend 
wahrscheinlich erstellt erachtete, sondern davon ausgeht, dass die Be-
schwerdeführerin 1 ohne gesundheitliche Beeinträchtigung einer Erwerbs-
tätigkeit mit einem Pensum von 50 % (Durchschnitt von 40 - 60 %) nach-
gehen würde. 

Was in der Beschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag aus nachfol-
genden Gründen nicht zu überzeugen. 

4.3.2 Die Beschwerdeführerin 1 wendet im Wesentlichen ein, sie habe 
die Bedeutung der Statusfrage nicht verstanden. Sie habe demnach nicht 
verstanden, dass sie bei guter Gesundheit eine Vollzeitstelle annehmen 
müsste, um möglichst nicht von der öffentlichen Hand unterstützt werden 
zu müssen; sie wäre auch vom Sozialdienst dazu verpflichtet worden (vgl. 
Beschwerde, S. 5 Art. 3). 

Vorab ist festzuhalten, dass die Abklärungsfachperson im Abklärungsbe-
richt vom 15. Juli 2019 (AB 122) darauf hingewiesen hat, dass die Be-
schwerdeführerin 1 den Bedeutungsgehalt der Statusfrage nicht verstan-
den habe. Was die Beantwortung der Statusfrage angeht, so erfordert die-
se zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypotheti-
schen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen 
hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer 
direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus 
äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 S. 31 E. 2.4). 
Vorliegend hat die Abklärungsfachperson den mutmasslichen Umfang der 
erwerblichen Tätigkeit mit häuslichem Aufgabenbereich anhand der bereits 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 14

objektiv nachgewiesenen Sachverhaltselemente (Erwerbsbiografie) und der 
gelebten Verhältnisse ermittelt. Es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, 
welche an der Kompetenz der zuständigen Abklärungsfachperson zweifeln 
liessen. 

Was den Einwand bezüglich der finanziellen Notwendigkeit betrifft, so war 
diese - wie bereits dargelegt - bislang nie Grund für die Ausübung einer 
Vollzeiterwerbstätigkeit (vgl. E. 4.3.1 hiervor).

Betreffend die erwähnte Weisung des Sozialdienstes zur Aufnahme einer 
Erwerbstätigkeit ist festzuhalten, dass es gemeinsam mit der unterstützten 
Person - immer mit dem Kindswohl im Blick - die Vereinbarkeit von 
Berufstätigkeit und Familienpflichten abzuwägen gilt (vgl. Kapitel C.1.3 der 
Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe [SKOS-
Richtlinien, Fassung 2020; abrufbar unter: www.skos.ch]). Vorliegend wäre 
die Aufnahme einer Vollzeiterwerbstätigkeit der alleinerziehenden 
Beschwerdeführerin 1 mit dem Kindswohl - wie in der Stellungnahme des 
Bereichs Abklärungen vom 14. November 2019 zutreffend ausgeführt wird 
(AB 133 S. 4) - nicht vereinbar. 

4.3.3 Schliesslich ist der geltend gemachte Umstand, dass die Tochter 
der Beschwerdeführerin 1 im Sommer 2020 in den Kindergarten (mit 
Mittagstisch) eintreten werde, was der Beschwerdeführerin 1 bei guter 
Gesundheit eine zusätzliche Steigerung des Erwerbspensums ermöglichen 
würde (vgl. Beschwerde, S. 5 Art. 3), in diesem Verfahren nicht zu 
berücksichtigen, da er sich nicht auf den für die gerichtliche Beurteilung 
massgebenden Zeitpunkt der Verfügungserlasse (24. Januar 2020; AB 135 
f.) bezieht (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140). 

4.4 Zusammenfassend ist der Invaliditätsgradermittlung mithin ein 
Status als Teilerwerbstätige von 50 % Erwerb und 50 % Haushalt zugrunde 
zu legen. Der IV-Grad ist im Folgenden nach der gemischten Methode zu 
bemessen (vgl. E. 2.3 hiervor). 

5.

http://www.skos.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 15

5.1 Zu prüfen ist zunächst die Invalidität im erwerblichen Bereich. 
Ausgehend von der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 40 % und einer Leis-
tungsfähigkeit von 70 % in einer angepassten Tätigkeit (vgl. E. 3.4 hiervor) 
ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleichs zu bestimmen. 

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- 
und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn nach den vom Bundesamt 
für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. 
Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mit-
berücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls rele-
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 
I 103 E. 5.3 S. 110; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2). 

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den LSE herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 16

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3). 

5.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 IVG entsteht der Rentenanspruch nicht, 
solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG be-
anspruchen kann.

Die Beschwerdeführerin 1 absolvierte vom 29. Januar 2018 bis 31. Januar 
2019 verschiedene Eingliederungsmassnahmen (AB 74, 80, 88, 101), für 
deren Dauer ihr Taggelder ausgerichtet wurden. Angesichts dessen und 
der Anmeldung von Oktober 2017 (AB 52) und in Anwendung von Art. 29 
Abs. 1 IVG (Entstehung des Rentenanspruchs frühestens nach Ablauf von 
sechs Monaten nach der Geltendmachung) ist der frühest mögliche Ren-
tenbeginn der 1. Februar 2019. Der Einkommensvergleich ist somit auf 
diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen (vgl. BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 
129 V 222).

5.3 Aufgrund der Akten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin 1 ihre 
letzte Anstellung beim K.________ aus invaliditätsfremden Gründen verlo-
ren hat (vgl. AB 64 S. 2 Ziff. 2.2). Das mutmassliche Einkommen ohne Be-
hinderung (Valideneinkommen) lässt sich daher nicht auf der Basis des 
zuletzt erzielten Verdienstes bestimmen, sondern ist gestützt auf den Ta-
bellenwert der LSE zu ermitteln. Da es sich bei der letzten Tätigkeit um 
eine Arbeit ohne besondere Berufskenntnisse gehandelt hat (vgl. AB 64 S. 
3 Ziff. 2.7), ist vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn für Frauen 
bei einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Tabelle TA1 
der LSE, Kompetenzniveau 1, Total) auszugehen; damit wird ein breites 
Spektrum möglicher Stellen im Gesundheitsfall abgebildet. Das Invaliden-
einkommen ist mit Blick auf das ärztlich attestierte Zumutbarkeitsprofil (vgl. 
E. 3.3 f. hiervor) und den Umstand, dass die Beschwerdeführerin 1 ihre 
Restarbeitsfähigkeit im Rahmen der aktuellen Tätigkeit für die I.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 17

AG - mit einem Pensum von 10 bis 40 % (BB 6) - nicht voll ausschöpfen 
kann, aufgrund desselben Tabellenlohns zu ermitteln, zumal - wie bereits 
erwähnt (vgl. E. 3.3 hiervor) - keine Beschränkung der Restarbeitsfähigkeit 
auf geschützte Arbeitsplätze besteht. Damit stösst auch der Einwand in der 
Beschwerde, es sei auf das Jahreseinkommen, welches die Beschwerde-
führerin 1 bei der I.________ AG erzielen würde, abzustellen (vgl. Be-
schwerde, S. 6 Art. 4), ins Leere. 

Sind Validen- und Invalideneinkommen - wie vorliegend - ausgehend vom 
selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; 
diesfalls entspricht der IV-Grad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 
Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid des BGer 
vom 30. Juli 2012, 8C_365/2012, E. 7 mit Hinweis).

Da die invaliditätsbedingten Einschränkungen bereits mit der verminderten 
Arbeitsfähigkeit von 40 % und der um 30 % reduzierten Leistungsfähigkeit 
(vgl. E. 3.3 f. hiervor) berücksichtigt wurden und keine weiteren Gründe, die 
zu einer Einkommenseinbusse führen könnten, ersichtlich sind (vgl. 
E. 5.1.2 hiervor), rechtfertigt sich vorliegend kein leidensbedingter Abzug 
vom Tabellenlohn. Ein Abzug rechtfertigt sich zudem bereits deshalb nicht, 
weil hier sowohl Validen- als auch Invalideneinkommen aufgrund der LSE 
festzusetzen sind und invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Natio-
nalität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) bei beiden Einkommen 
zu berücksichtigen wären (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5).

Demnach könnte die Beschwerdeführerin 1 bei einer zumutbaren Arbeits-
fähigkeit von 40 % und einer Leistungsfähigkeit von 70 % noch 28 % des 
hypothetischen Valideneinkommens (bzw. des LSE-Tabellenlohnes) erzie-
len, womit ein IV-Grad im erwerblichen Bereich von 72 % resultiert. Bei 
einem Erwerbsanteil von 50 % im Validitätsfall (vgl. E. 4.4 hiervor) ergibt 
dies einen gewichteten IV-Grad von 36 %.

6.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 18

6.1 Im Folgenden sind die Einschränkungen im Bereich Haushalt zu 
prüfen. Diese wurden von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die im Ab-
klärungsbericht vom 15. Juli 2019 (AB 122) festgehaltenen - und in der 
Stellungnahme des Bereichs Abklärungen vom 14. November 2019 (AB 
133) zum Einwand der Beschwerdeführerin 1 vom 7. Oktober 2019 (AB 
131) bestätigten - Ergebnisse der Haushaltabklärung vom 8. Juli 2019 auf 
21.7 % veranschlagt (AB 122 S. 11).

6.2 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räum-
lichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2).

6.3 Die Haushaltsabklärung erfolgte durch eine hierzu qualifizierte 
Person. Diese konnte sich ein Bild von den räumlichen Verhältnissen vor 
Ort machen (begleitetes Wohnen; AB 122 S. 7 Ziff. 7.2) und hatte Kenntnis 
von der medizinischen Situation bzw. der damit in Zusammenhang stehen-
den gesundheitlichen Beeinträchtigung (AB 122 S. 5 Ziff. 5.1). Die 
Aussagen der Beschwerdeführerin 1 wurden ausführlich dokumentiert und 
fanden im Rahmen der detaillierten Beurteilung der einzelnen 
invaliditätsbedingten Einschränkungen im Haushalt Berücksichtigung; 
dabei wurden die einzelnen Haushaltsbereiche und deren prozentuale Ge-
wichtung sowie die zu verrichtenden Tätigkeiten umfassend beschrieben. 
Die Einschränkungen wurden zudem nachvollziehbar begründet, weshalb 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 19

der Abklärungsbericht vom 15. Juli 2019 (AB 122) die rechtsprechungs-
gemässen Vorgaben an den Beweiswert solcher Berichte (vgl. E. 6.2 hier-
vor) vollumfänglich erfüllt. Die gestützt darauf festgestellte Einschränkung 
im Haushalt von 21.7 % bzw. gewichtet von 10.85 % (Anteil der Haushalts-
tätigkeit von 50 %; AB 122 S. 11) ist daher nicht zu beanstanden. 
Feststellbare Fehleinschätzungen, welche ein Abweichen vom 
Abklärungsbericht rechtfertigen würden, sind weder ersichtlich noch - wie 
sich nachfolgend ergibt - überzeugend dargetan.

6.3.1 Soweit die Beschwerdeführerin 1 vorbringt, dass die 
Einschränkung im Teilbereich Pflege und Betreuung der Tochter mit 60 % 
zu tief ausgefallen und der Umstand eines geschützten Wohn- und 
Lebensumfeldes nicht berücksichtigt worden sei (vgl. Beschwerde, S. 6 Art. 
3), kann ihr nicht gefolgt werden. Die Abklärungsfachperson hat in diesem 
Bereich das Familiensystem mit 24h-Betreuung der Stiftung J.________ 
berücksichtigt (AB 122 S. 10) und die Art und den Umfang der Betreuung 
der Tochter durch Drittpersonen, namentlich durch die Kita, die 
Pflegefamilie und die Betreuenden der Stiftung J.________, ausführlich 
sowie nachvollziehbar dargelegt. Eine klar feststellbare Fehleinschätzung 
ist nicht erkennbar.

6.3.2 Als nicht stichhaltig erweist sich sodann auch die Rüge, die von 
der Abklärungsfachperson angenommene Einschränkung im Teilbereich 
Wohnungspflege von 10 % (ausser bei der Verrichtung Planung) sei mit 
Blick auf die notwendige Kontrolle durch die Betreuenden der Stiftung 
J.________ unrealistisch (vgl. Beschwerde, S. 6 Art. 3). Die 
Abklärungsfachperson hat im Abklärungsbericht auf die regelmässige 
notwendige Kontrolle durch die Betreuenden der Stiftung J.________ (alle 
zwei Wochen) hingewiesen und ausführlich erläutert, dass die 
Verrichtungen Wohnungsreinigung/Ordnunghalten im Zimmer/Kümmern 
um die Betten "ein Stolperstein" seien und bei Überforderung schnell 
vernachlässigt würden, weshalb die erwähnte Kontrolle erforderlich sei. Die 
diesbezügliche Einschätzung der Einschränkung von pauschal 10 % (AB 
122 S. 8 f.) ist mit Blick auf den Umstand, dass die Beschwerdeführerin 1 
gemäss eigenen Angaben in der Lage ist, die übrigen anfallenden 
Tätigkeiten im Teilbereich Wohnungspflege selbständig auszuführen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 20

(teilweise unter Anleitung der Stiftung J.________), nicht zu beanstanden. 
Eine klare Fehleinschätzung der Abklärungsperson ist nicht auszumachen.

6.4 Zusammenfassend besteht für das Gericht kein Anlass, in das 
Ermessen der die Abklärung tätigenden Person einzugreifen, weshalb von 
einer Einschränkung im Haushalt von 21.7 % bzw. gewichtet von 10.85 % 
(AB 122 S. 11) auszugehen ist. Damit erübrigen sich auch Weiterungen zur 
beantragten Abklärung durch eine Fachperson aus dem Bereich der 
psychosozialen Spitex (vgl. Beschwerde, S. 2 Ziff. I.2).

6.5 Nach dem Dargelegten ergibt sich in Anwendung der gemischten 
Methode (vgl. E. 2.3.2 f. hiervor), bei einem Status von 50 % Erwerb und 
50 % Aufgabenbereich (vgl. E. 4.4 hiervor), unter Berücksichtigung einer 
erwerblichen Einschränkung von 36 % (vgl. E. 5.3 hiervor) und einer Ein-
schränkung im Aufgabenbereich von 10.85 % (vgl. E. 6.4 hiervor) ein IV-
Grad von rund 47 % (zur Rundungspraxis vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 
3.3 S. 123). Damit besteht ein Anspruch auf eine Viertelrente ab dem 
1. Februar 2019 (vgl. E. 5.2 hiervor). 

Die angefochtenen Verfügungen vom 24. Januar 2020 (AB 135 f.) sind 
nach dem Gesagten nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist 
dementsprechend abzuweisen.

Abschliessend ist die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass sie im 
Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht die therapeutischen Anordnungen 
der Ärzte weiterhin zu befolgen, die verordnete Medikation einzuhalten und 
den Drogenkonsum zu unterlassen hat.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 21

Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die unterliegenden Beschwer-
deführerinnen die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvor-
schuss gleicher Höhe entnommen.

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden den Beschwerdeführerin-
nen auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdeführerinnen
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Okt. 2020, IV/20/150, Seite 22

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.