# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73122968-7291-553a-bb11-ec3bd66bfed9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.12.2008 C-1158/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1158-2006_2008-12-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1158/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), 
Richter Bernard Vaudan, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiber Julius Longauer.

A._______,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Frau lic. iur. Carla Schnoz, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1158/2006

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer (geb. 1959) stammt aus Mazedonien. Am 8. De-
zember  1984  heiratete  er  dort  die  mazedonische  Staatsangehörige 
B._______ (geb. 1964). Aus der Ehe sind die Kinder C._______ (geb. 
1986)  und D._______ (geb. 1987)  hervorgegangen. Nach 12 Jahren 
Ehedauer  liessen  sich  die  Ehegatten  am  24.  Oktober  1996  in  Ma-
zedonien scheiden. Die Kinder wurden der Mutter zugeteilt.

B.
In den Jahren 1993 bis 1996 hielt sich der Beschwerdeführer jeweils 
mit einer Saisonbewilligung in der Schweiz auf. Wenige Wochen nach 
der Scheidung seiner ersten Ehe heiratete der Beschwerdeführer am 
6. Dezember 1996 in Wohlen/AG die Schweizer Bürgerin  E._______ 
(geb.  1964)  und  erhielt  im  Rahmen  des  Familiennachzugs  eine 
ordentliche Aufenthaltsbewilligung im Kanton Aargau.

C.
Gestützt auf seine Ehe ersuchte der Beschwerdeführer am 9. Novem-
ber 1999 um erleichterte Einbürgerung nach Art. 27 des Bürgerrechts-
gesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0).

Zu Handen des Einbürgerungsverfahrens unterzeichneten die Ehegat-
ten am 7. Juli 2000 eine gemeinsame Erklärung, wonach sie in einer 
tatsächlichen, ungetrennten, stabilen ehelichen Gemeinschaft an der-
selben Adresse zusammenlebten und weder Trennungs- noch Schei-
dungsabsichten bestünden. Die Ehegatten nahmen ferner unterschrift-
lich zur Kenntnis, dass die erleichterte Einbürgerung nicht möglich ist, 
wenn vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehe-
gatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsäch-
liche  eheliche  Gemeinschaft  mehr  besteht,  und  dass  die  Verheimli-
chung dieser  Umstände zur Nichtigerklärung der  Einbürgerung nach 
Art. 41 BüG führen kann.

Am 21. September 2000 wurde der Beschwerdeführer erleichtert ein-
gebürgert.  Nebst  dem Schweizer  Bürgerrecht  erwarb  er  die  Bürger-
rechte des Kantons Zürich und der Gemeinde Lindau/ZH.

D.
Die elterliche Sorge über die Kinder aus seiner erster Ehe wurden im 

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Jahr 1999 in Abänderung des Scheidungsurteils auf den Beschwerde-
führer  übertragen.  Beide  Kinder  reisten  am  7.  Februar  2001  in  die 
Schweiz und erhielten von der Migrationsbehörde des Kantons Aargau 
Aufenthaltsbewilligungen zum Verbleib beim Vater.

E.
Die Ehe des Beschwerdeführers mit seiner Schweizer Ehefrau wurde 
am 19. Februar 2002 vom Bezirksgericht Bremgarten/AG rechtskräftig 
geschieden. Am 21. März 2002 reiste die geschiedene erste Ehefrau 
des Beschwerdeführers rechtswidrig in die Schweiz ein, und am 3. Mai 
2002 heirateten die beiden in Wohlen/AG erneut. 

F.
In der Folge stellten die Ehegatten im Kanton Aargau ein Gesuch um 
Bewilligung des Familiennachzugs. Dieses wurde am 12. September 
2002 erstinstanzlich abgewiesen, weil die zuständige Migrationsbehör-
de auf offensichtlichen Rechtsmissbrauch beim Erwerb des Schweizer 
Bürgerrechts schloss. Die negative Verfügung ging mit dem Ersuchen 
um Aberkennung des Bürgerrechts an die Vorinstanz. In nachfolgen-
den Einspracheverfahren wurden der Beschwerdeführer, seine gegen-
wärtige Ehefrau, seine geschiedene Schweizer Ehefrau, seine beiden 
Kinder und ein Onkel seiner gegenwärtigen Ehefrau als Zeugen ein-
vernommen.  Mit  Entscheid  vom  8.  Mai  2003  wurde  die  Einsprache 
ohne materielle Prüfung teilweise gutgeheissen und der Ehefrau des 
Beschwerdeführers unter Vorbehalt des Ausgangs eines von der Vorin-
stanz inzwischen eingeleiteten Verfahrens auf Nichtigerklärung der er-
leichterten Einbürgerung eine Aufenthaltsbewilligung erteilt.

G.
Mit  Schreiben  vom 20. Mai  2003  orientierte  die  Vorinstanz  den  Be-
schwerdeführer über die Eröffnung eines Verfahrens auf Nichtigerklä-
rung  der  erleichterten  Einbürgerung  nach  Art.  41  BüG. Im  Rahmen 
dieses Verfahrens erhielt der Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stel-
lungnahme. Davon machte er mit Eingaben vom 29. August 2003 und 
31. August 2005 Gebrauch,  indem er das Vorliegen der tatbeständli-
chen Voraussetzungen für eine Nichtigerklärung der erleichterten Ein-
bürgerung entschieden in Abrede stellte.

H.
Am 26. August 2005 erteilte der Kanton Zürich als Heimatkanton des 
Beschwerdeführers  seine  Zustimmung  zur  Nichtigerklärung  der  er-
leichterten Einbürgerung.

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I.
Mit Verfügung vom 16. September 2005 erklärte die Vorinstanz die er-
leichterte Einbürgerung des Beschwerdeführers für nichtig.

J.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  24.  Oktober  2005  gelangte  der  Be-
schwerdeführer an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement 
(EJPD), als die damals zuständige verwaltungsinterne Rechtsmittelin-
stanz,  und  ersuchte  um  ersatzlose  Aufhebung  der  vorinstanzlichen 
Verfügung.

K.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 13. Dezember 
2005 die Abweisung der Beschwerde.

L.
Der Beschwerdeführer hielt mit Replik vom 30. Januar 2006 an seinem 
Rechtsmittel fest.

M.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des BFM über die Nichtigerklärung einer erleichter-
ten Einbürgerung können mit  Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht angefochten werden (Art. 51 Abs. 1 BüG i.V.m. Art. 31 ff. des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
beim EJPD bereits hängige Rechtsmittelverfahren vorliegenden Inhalts 
wurden vom Bundesverwaltungsgericht übernommen. Die Beurteilung 
erfolgt  nach  neuem  Verfahrensrecht  (Art.  53  Abs.  2  VGG).  Gemäss 
Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
richt nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  soweit  das  Verwaltungsge-
richtsgesetz nichts anderes bestimmt (vgl. auch Art. 2 Abs. 4 VwVG).

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1.3 Der Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsadressat  zur  Ergreifung 
des Rechtsmittels  legitimiert. Auf seine frist-  und formgerecht  einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Rechtsmittelinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Ur-
teils 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3.
Der  entscheidserhebliche  Sachverhalt  erschliesst  sich,  wie  nachfol-
gend zu zeigen sein wird, in genügender Weise aus den Akten. Von 
Beweiserhebungen, die der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene 
beantragt  (Parteiauskunft,  Zeugeneinvernahmen,  Edition  von  Schei-
dungs- und Sorgerechtsakten des Amtsgerichts Tetovo), kann daher in 
antizipierter Beweiswürdigung ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs 
abgesehen werden (vgl. Art. 33 Abs. 1 VwVG; BGE 131 I 153 E. 3 S. 
157 mit Hinweisen).

4.
4.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach 
der Eheschliessung mit  einem Schweizer Bürger ein Gesuch um er-
leichterte Einbürgerung stellen, wenn sie insgesamt fünf Jahre in der 
Schweiz gewohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren 
in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger lebt. Nach dem 
Wortlaut und Wortsinn der Bestimmung müssen sämtliche Vorausset-
zungen sowohl im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch anläss-
lich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. Fehlt es insbesondere im 
Zeitpunkt des Entscheids an der ehelichen Gemeinschaft, darf die er-
leichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen werden (BGE 130 II 482 
E. 2 S. 484, BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403).

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4.2 Der Begriff  der  ehelichen Gemeinschaft  bedeutet  nach der  bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung mehr als nur das formelle Bestehen 
einer Ehe. Verlangt wird eine tatsächliche Lebensgemeinschaft, getra-
gen vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten (BGE 130 ll 
482 E. 2 S. 483 f., BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 171 f., BGE 128 ll 97 E. 
3a S. 98 f., BGE 121 ll 49 E. 2b S. 52). Denn der Gesetzgeber wollte 
dem ausländischen Ehegatten einer Schweizer Bürgerin die erleichter-
te Einbürgerung ermöglichen, um die Einheit des Bürgerrechts im Hin-
blick auf ihre gemeinsame Zukunft zu fördern (vgl. Botschaft des Bun-
desrats zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. August 1987, 
BBl 1987 III 310). Ein Hinweis auf den fehlenden Willen der Ehegatten, 
die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, kann im Umstand lie-
gen,  dass  kurze Zeit  nach der  erleichterten Einbürgerung die Tren-
nung erfolgt oder die Scheidung eingeleitet wird (BGE 130 ll 482 E. 2 
S. 483 f., BGE 128 ll 97 E. 3a S. 98 f.).

4.3 Die erleichterte Einbürgerung kann mit Zustimmung der Behörde 
des Heimatkantons innert fünf Jahren für nichtig erklärt werden, wenn 
sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen 
„erschlichen“ (Art. 41 Abs. 1 BüG), d.h. mit einem unlauteren und täu-
schenden Verhalten erwirkt worden ist. Arglist im Sinne des strafrecht-
lichen Betrugstatbestandes wird  nicht  verlangt.  Es  genügt,  dass  der 
Betroffene bewusst falsche Angaben macht bzw. die Behörde bewusst 
in einem falschen Glauben lässt und so den Vorwurf auf sich zieht, es 
unterlassen zu haben, die Behörde über eine erhebliche Tatsache zu 
informieren (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.1 S. 114 f., 130 II 482 E. 2 S. 
484, je mit Hinweisen). Weiss der Betroffene, dass die Voraussetzun-
gen für die erleichterte Einbürgerung auch im Zeitpunkt der Verfügung 
vorliegen müssen, so muss er die Behörden unaufgefordert über eine 
nachträgliche Änderung in seinen Verhältnissen orientieren, von der er 
weiss oder wissen muss, dass sie einer Einbürgerung entgegensteht. 
Die Pflicht dazu ergibt sich aus dem Grundsatz von Treu und Glauben 
und aus der verfahrensrechtlichen Mitwirkungspflicht  gemäss Art. 13 
Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde darf sich ihrerseits darauf verlassen, 
dass die vormals erteilten Auskünfte bei passivem Verhalten des Ge-
suchstellers nach wie vor der Wirklichkeit entsprechen (vgl. BGE 132 II 
113 E. 3.2 S. 115 f.).

5.
5.1 In der Bundesverwaltungsrechtspflege gilt der Grundsatz der frei-
en Beweiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes 

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vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). 
Frei ist die Beweiswürdigung darin, dass sie nicht an bestimmte starre 
Beweisregeln gebunden ist, welche der Behörde genau vorschreiben, 
wie ein gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweiswert die 
einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben. Freie Beweis-
würdigung ist  aber nicht  mit  freiem Ermessen zu verwechseln (FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. Bern 1983, S. 278/279; 
zu den Beweismitteln: BGE 130 ll 169 E. 2.3.2 ff.). Wenn ein Entscheid 
– wie im vorliegenden Fall  –  zum Nachteil  des Betroffenen in  seine 
Rechte eingreift, liegt die Beweislast bei der Behörde.

5.2 Im  Zusammenhang  mit  der  Nichtigerklärung  einer  erleichterten 
Einbürgerung ist  von der Verwaltung zu untersuchen, ob die Ehe im 
Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung und  der  Einbürgerung  tatsächlich 
gelebt wurde (BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 172). Hierbei geht es im We-
sentlichen um innere Vorgänge, die der Behörde oft nicht bekannt und 
schwierig zu beweisen sind. In derartigen Situationen ist es zulässig, 
von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermu-
tungsfolge) zu schliessen. Solche tatsächlichen Vermutungen können 
sich  in  allen  Bereichen  der  Rechtsanwendung  ergeben,  namentlich 
auch im öffentlichen Recht. Es handelt sich um Wahrscheinlichkeitsfol-
gerungen, die auf Grund der Lebenserfahrung gezogen werden (ULRICH 
HÄFELIN, Vermutungen im öffentlichen Recht, in: Festschrift für Kurt Ei-
chenberger, Basel 1982, S. 625 ff., S. 626; vgl. auch PETER SUTTER, Die 
Beweislastregeln unter besonderer Berücksichtigung des verwaltungs-
rechtlichen Streitverfahrens,  Diss. Zürich  1988,  S. 56 ff. und 178 ff., 
und GYGI, a.a.O., S. 282 ff; zu Art. 8 ZGB vgl. MAX KUMMER, Berner Kom-
mentar, N. 362 f.).

5.3 Als Problem der Beweiswürdigung berührt die tatsächliche Vermu-
tung weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren beherr-
schende Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die Ver-
waltung auch nach entlastenden,  das heisst  die Vermutung erschüt-
ternden Elementen sucht. Bei Konstellationen im Zusammenhang mit 
der erleichterten Einbürgerung liegt es aber in der Natur der Sache, 
dass solche entlastenden Elemente der Verwaltung oft nicht bekannt 
sein dürften und nur die Betroffenen darüber Bescheid wissen können. 
Es obliegt  daher dem erleichtert  Eingebürgerten,  der dazu nicht  nur 
aufgrund seiner Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) verpflichtet ist, son-
dern daran auch ein Eigeninteresse haben muss, die Vermutung durch 
den  Gegenbeweis  bzw.  erhebliche  Zweifel  umzustürzen,  indem  er 

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Gründe oder Sachumstände aufzeigt, die es als überzeugend (nach-
vollziehbar) erscheinen lassen, dass eine angeblich noch wenige Mo-
nate  zuvor  bestehende,  ungetrennte  eheliche  Gemeinschaft  in  der 
Zwischenzeit  dergestalt  in  die  Brüche  gegangen  ist,  dass  es  zur 
Scheidung kam (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.).

6.
Die  erleichterte  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  wurde  innert 
der gesetzlichen Frist  von fünf Jahren und mit  Zustimmung des Hei-
matkantons Zürich für  nichtig erklärt. Die formellen Voraussetzungen 
des Art. 41 Abs. 1 BüG für eine Nichtigerklärung sind somit erfüllt (vgl. 
Urteil  des  Bundesgerichts  1C_325/2008  vom  30.  September  2008 
E. 3). 

7.
7.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im Dezem-
ber 1996 die Ehe mit einer Schweizer Bürgerin einging, als eine Ände-
rung der schweizerischen Migrationspolitik ihm die Möglichkeit nahm, 
sich weiter als Saisonnier in der Schweiz aufzuhalten und bei Erfüllung 
der entsprechenden Voraussetzungen in den Genuss der Umwandlung 
in eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung zu kommen. Nur sechs Wo-
chen vor diesem Eheschluss liess sich der Beschwerdeführer nach 12 
Jahren Ehedauer von seiner ersten Ehefrau scheiden, mit der zusam-
men er zwei gemeinsame Kinder hat. Am 9. November 1999, d.h. un-
mittelbar vor der Erfüllung der zeitlichen Minimalvoraussetzungen des 
Art. 27 Abs. 1 Bst. c BüG ersuchte der Beschwerdeführer um erleich-
terte Einbürgerung. Ebenfalls im Jahr 1999 erwirkte der Beschwerde-
führer in Mazedonien eine Änderung des Scheidungsurteils und Über-
tragung der elterlichen Sorge über die beiden Kinder aus der ersten 
Ehe auf sich selbst. Aus dem entsprechenden Urteil geht hervor, dass 
der Wunsch der Eltern, die Kinder in die Schweiz zum Vater ziehen zu 
lassen,  einer  der  wesentlichen  Gründe  für  diesen  Schritt  bildeten. 
Nachdem die  Ehegatten  am 7.  Juli  2000  zu  Handen  des  Einbürge-
rungsverfahrens  die  gemeinsame  Erklärung  zur  ehelichen  Gemein-
schaft abgegeben hatten, wurde am 21. September 2000 die erleich-
terte  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  verfügt.  Am  7.  Februar 
2001 liess der Beschwerdeführer seine beiden Kinder aus erster Ehe 
in die Schweiz kommen und im April 2001, d.h. etwas mehr als ein hal-
bes Jahr nach der erleichterten Einbürgerung, war bereits ein Schei-
dungsverfahren hängig. Die Scheidung erfolgte am 19. Februar 2002. 
Einen Monat später, am 21. März 2002, reiste die geschiedene maze-

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donische Ehefrau illegal in die Schweiz und rund eineinhalb Monate 
später,  am  3.  Mai  2002,  erfolgte  die  Wiederverheiratung  des  Be-
schwerdeführers mit seiner ersten Ehefrau.

7.2 Die kurze zeitliche Distanz zwischen dem Abschluss des Verfah-
rens  auf  erleichterte  Einbürgerung  und  der  Rechtshängigkeit  des 
Scheidungsverfahrens begründet die tatsächliche Vermutung, dass der 
Beschwerdeführer  zum  Zeitpunkt  der  gemeinsamen  Erklärung  vom 
7. Juli  2000  und  der  erleichterten  Einbürgerung  am  21.  September 
2000 nicht  mehr in einer stabilen ehelichen Gemeinschaft  lebte. Der 
äussere  Ablauf  der  Ereignisse,  namentlich  die  enge  zeitliche  und 
sachliche Korrelation zwischen dem Bestand der ersten und zweiten 
Ehe  des  Beschwerdeführers  mit  ihrem  fremdenpolizeilichen  Nutzen 
sowie die anschliessende Wiederverheiratung mit dem ersten Ehepart-
ner,  entspricht  darüber  hinaus  einer  Vorgehensweise,  die  für  Miss-
brauchsfälle typisch ist. Er lässt den Verdacht der Vorinstanz als be-
gründet erscheinen, dass die Beteiligten von Anfang den Plan verfolg-
ten,  zunächst  dem Beschwerdeführer  und dann seinen Angehörigen 
ein Aufenthaltsrecht zu verschaffen. Nachfolgend ist zu prüfen, ob der 
Beschwerdeführer in der Lage ist, die Vermutung zu widerlegen. Dazu 
braucht  er  nicht  den  Nachweis  zu  erbringen,  dass  die  Ehe  mit  der 
Schweizer  Bürgerin  zum  massgeblichen  Zeitpunkt  intakt  war,  denn 
eine tatsächliche Vermutung führt nicht zur Umkehr der Beweislast. Es 
genügt, wenn der Beschwerdeführer eine plausible Alternative zu der 
dargestellten Vermutungsfolge präsentieren kann. Er kann den Gegen-
beweis erbringen, indem er glaubhaft den Eintritt eines ausserordentli-
chen Ereignisses dartut, das geeignet ist, den raschen Verfall der ehe-
lichen  Bande  zu  erklären,  oder  indem er  glaubhaft  darlegt,  dass  er 
sich der ehelichen Probleme nicht bewusst gewesen war und dass er 
demzufolge zum Zeitpunkt,  als  er  die  Erklärung unterzeichnete,  den 
wirklichen Willen hatte, weiterhin eine stabile eheliche Beziehung auf-
recht zu halten (vgl. BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 486; ferner Urteile des 
Bundesgerichts  5A.13/2005  vom  6  September  2005  E.  4.2  und 
5A.23/2005 vom 22. November 2005 E. 5.2).

7.3
7.3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, ein solches ausserordent-
liches Ereignis sei eingetreten, als seine beiden Kinder am 7. Februar 
2001 zu ihm in die Schweiz nachgezogen waren. Zur Begründung führt 
er  aus, seine damalige Schweizer Ehefrau habe den Kindernachzug 
initiiert, weil sie selbst keine Kinder habe bekommen können und ei-

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nen starken Kinderwunsch gehegt habe. Allerdings leide sie seit dem 
Jahr  1997  an  Weichteilrheuma.  Anfänglich  habe  sie  noch  einer  Er-
werbstätigkeit nachgehen können. Ihre Krankheit habe sich jedoch zu-
sehends  verschlimmert,  sodass  sie  im  Jahr  2000  ihre  damalige  Ar-
beitsstelle ganz habe aufgeben müssen. Seit Ausbruch der Krankheit 
habe sie mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Es sei klar, 
dass ein solches Schicksal nicht spurlos am Ehepartner vorbeigehe. 
So  seien  zwischen  ihm  und  seiner  Schweizer  Ehefrau  gelegentlich 
Spannungen aufgetreten, die jedoch stets im Zusammenhang mir ihrer 
Krankheit gestanden hätten. Deswegen sei ihre Ehe nicht unstabil ge-
wesen. Zum Zeitpunkt, als die beiden Kinder bei ihnen angekommen 
seien, habe die Ehefrau gerade wieder eine Operation hinter sich ge-
habt, und es sei ihr gesundheitlich schlecht gegangen. Als sich auch 
noch die Beziehung zu den Kindern schwierig gestaltet habe, sei ihr 
alles zu viel geworden. Die Schwierigkeiten seien einerseits darauf zu-
rückzuführen gewesen, dass die Kinder kein Deutsch gesprochen hät-
ten und die Ehefrau kein Albanisch verstanden habe. Komme hinzu, 
dass das ältere der beiden Geschwister gerade in der Trotzphase ge-
wesen sei. Die Ehefrau habe sich jedenfalls völlig falsche Vorstellun-
gen über  die  Erziehung  der  Kinder  und  den Umgang mit  ihnen ge-
macht. Sie habe sich auch vorgestellt,  dass diese viel  kleiner seien, 
als  sie  in  Wirklichkeit  waren. Es  sei  ihr  nicht  gelungen,  Familie  und 
Krankheit  unter einen Hut zu bringen. So sei es nicht verwunderlich, 
dass sie die eheliche Wohnung von einem Tag auf den anderen verlas-
sen habe. Nach reiflicher Überlegung sei sie zum Schluss gekommen, 
dass ein weiteres Zusammenleben ihre Gesundheit erheblich schädi-
gen würde. Sie habe sich deshalb zur Scheidung entschlossen. Bis zu 
den dargestellten Ereignissen sei die Ehe harmonisch verlaufen, und 
es hätten weder Scheidungs- noch Trennungsabsichten bestanden.

7.3.2 Die Ausführungen des Beschwerdeführers sind nicht  geeignet, 
die  Wahrscheinlichkeit  eines  alternativen  Geschehensablaufs  glaub-
haft zu machen.

7.3.2.1 Zwischen dem Zuzug der Kinder am 7. Februar 2001 und dem 
Zeitpunkt, als das Scheidungsverfahren im April  2001 bereits rechts-
hängig war, liegen rund zwei Monate. Es erscheint als unwahrschein-
lich, dass eine zuvor harmonische Ehe mit einer Ehepartnerin, die den 
Nachzug der Kinder wegen eines nicht erfüllbaren eigenen Kinderwun-
sches  initiierte,  gerade  wegen  der  Kinder  innerhalb  so  kurzer  Zeit 
scheiterte, dass der Beschwerdeführer bereits rund zwei Monate spä-

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ter eine Vorladung zur Versöhnungsverhandlung in den Händen hielt. 
Dies gilt umso mehr, als die gesundheitlichen Probleme mit sich ver-
stärkender  Tendenz schon seit  mehreren Jahren bestanden und die 
ersten  Schritte  in  Richtung Kindernachzug mit  der  Übertragung  des 
Sorgerechts auf den Beschwerdeführer im Jahr 1999 eingeleitet wur-
den. Die Ehegatten hatten daher allen Anlass und jede Gelegenheit, 
sich  über  mögliche  Auswirkungen  des  Kindernachzugs  auf  die  Ge-
sundheit der Ehefrau Rechenschaft zu geben und entsprechende Vor-
bereitungen zu treffen. Doch selbst wenn die schweizerische Ehefrau 
von den Problemen im Verhältnis zu den Kindern völlig überrascht wor-
den wäre, wäre angesichts der Ausgangslage – harmonische Ehe und 
starker Kinderwunsch – zu erwarten gewesen, dass sie sich nachhalti-
ger  um  die  Kinder  bemüht  und  die  eheliche  Beziehung  nicht  der-
massen rasch aufgibt. Davon geht nicht zuletzt der Beschwerdeführer 
selbst aus, der in der Einvernahme vom 25. Februar 2003 seinem Un-
verständnis  darüber  Ausdruck  gab,  dass  sich  seine  schweizerische 
Ehefrau nicht mehr angestrengt habe.

7.3.2.2 Es wurde bereits ausgeführt, dass angesichts der gesundheit-
lichen Lage der damaligen schweizer Ehefrau eine sorgfältige Vorbe-
reitung des Kindernachzugs hätte erwartet werden können. In einem 
scharfen  Kontrast  dazu  steht  das  Verhalten  des  Beschwerdeführers 
und seiner schweizerischen Ehefrau, das sich durch einen nicht nach-
vollziehbaren  Grad  verantwortungsloser  Leichfertigkeit  auszeichnet 
und den gesamten behaupteten Geschehensablauf als unglaubwürdig 
erscheinen lässt. Der Beschwerdeführer macht etwa geltend, dass die 
Kinder  ausschliesslich  auf  Wunsch  seiner  schweizerischen  Ehefrau 
nachgezogen worden seien. Ihr überstarker, von eigener Kinderlosig-
keit genährter Kinderwunsch habe sie mögliche Schwierigkeiten igno-
rieren  lassen.  Zu  seiner  eigenen  Verantwortung  als  Ehepartner  und 
Vater schweigt sich der Beschwerdeführer aus, als ob ihn der Nachzug 
der eigenen Kinder nichts anginge. Das Ausmass seiner Gleichgültig-
keit wird darin deutlich, dass die Kinder von der Ehe in der Schweiz 
nichts wussten (Einvernahme der Tochter vom 25. Februar 2003, Ant-
wort auf Frage 5) und über die Krankheit der Stiefmutter nicht orien-
tiert wurden (Einvernahme des Sohnes vom 25. Februar 2003, Antwort 
auf  Frage  16).  Der  angeblich  überwältigende  Kinderwunsch  der 
schweizerischen Ehefrau finden denn auch keinen augenfälligen Nie-
derschlag in deren Einvernahme vom 25. Februar 2003. Zwar gab sie 
zu Protokoll, dass sie den Kindernachzug angeregt habe (Antwort auf 
Frage 1). Im Übrigen liess sie kein besonderes Interesse an den Kin-

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dern erkennen. Unter anderem wusste sie nicht, wie alt die Kinder zum 
Zeitpunkt  des  Nachzugs  waren  (Antwort  auf  Frage  3).  Dass  sie  die 
Kinder für das Scheitern der Ehe offenkundig nicht als ausschlagge-
bend betrachtete, darauf wird sogleich eingegangen.

7.3.2.3 Dass  die  Probleme  im  Verhältnis  zwischen  der  schweizeri-
schen Ehefrau und den Kindern  ausschlaggebend für  das Scheitern 
der Ehe gewesen wären, lässt sich weder den Aussagen der geschie-
denen schweizerischen Ehefrau des Beschwerdeführers noch denjeni-
gen seiner beiden Kinder anlässlich der erwähnten Einvernahme vom 
25. Februar 2003 entnehmen.

Die geschiedene Ehefrau des Beschwerdeführers stellte das Scheitern 
der Ehe in einen rein krankheitsbedingten Kontext. So gab sie auf die 
Frage nach ehelichen Problemen zu Protokoll,  die  Ehe sei  zunächst 
harmonisch verlaufen. "Gegen den Schluss" aber sei  der "Druck"  zu 
gross geworden, sie habe nicht mehr "gemocht" und sich gefragt, war-
um sie,  die  Ehegatten,  überhaupt  zusammen bleiben  sollten.  Erläu-
ternd fuhr sie fort, die eheliche Beziehung habe unter ihrer Krankheit, 
die  ungefähr  drei  Jahre  zuvor  ausgebrochen  sei,  und  den  häufigen 
Spitalaufenthalten sehr gelitten. Als sie nicht mehr habe arbeiten kön-
nen,  habe  sich  die  Situation  zusehends  verschlechtert  (Antwort  auf 
Frage 17). Von den Kindern als wesentlicher Mitursache für das Schei-
tern  der  Ehe war  in  der  Einvernahme keine Rede. Die  geschiedene 
Ehefrau des Beschwerdeführers wusste nicht einmal, wie alt die Kin-
der  zum  Zeitpunkt  der  Einreise  waren  (Antwort  auf  Frage  3),  und 
glaubte, die Scheidung kurz danach eingereicht zu haben (Antwort auf 
Frage 19). Zwar bejahte sie die ausdrückliche Nachfrage nach Span-
nungen im Verhältnis zu den Kindern, jedoch nicht im Sinne eines ehe-
lichen Problems und auch nur insoweit, als sie die fehlende Möglich-
keit beklagte, sich auf Deutsch zu verständigen (Antwort auf Frage 5), 
und den Umstand erwähnte,  dass die  Kinder  die  Hausaufgaben nur 
mit  ihrem Vater und nicht mit  ihr  hätten machen wollen (Antwort  auf 
Frage 20).

Die Kinder des Beschwerdeführers ihrerseits wussten anlässlich ihrer 
Einvernahme von keinen Konflikten mit  der Stiefmutter  zu berichten. 
Sie gaben lediglich zu Protokoll, dass ihre Stiefmutter rasch die Famili-
enwohnung verlassen habe. Zuvor sei ein Kontakt wegen sprachlicher 
Barrieren ohnehin nicht möglich gewesen (Einvernahme des Sohnes, 
Antworten auf  Fragen 14 und 15; Einvernahme der  Tochter,  Antwort 

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auf  Frage 6). Dass die Kinder  von der  Krankheit  der  Stiefmutter  er-
staunlicherweise  keine  Kenntnis  hatten,  darauf  wurde  bereits  hinge-
wiesen.

7.3.3 Zweifel  an  den  geltend  gemachten  Ursachen  der  Scheidung 
werden schliesslich durch das prozessuale Verhalten des Beschwerde-
führers genährt. Dieser hat  im Rahmen des vorliegenden Verfahrens 
die Edition von Akten mazedonischer Gerichtsbehörden beantragt. Er 
hat  es  jedoch  nicht  nur  versäumt,  den  naheliegenden  Beizug  der 
schweizerischen Scheidungsakten zu verlangen, sondern darüber hin-
aus eine ausdrückliche, am 20. Mai 2003 ergangene Aufforderung der 
Vorinstanz ignoriert,  seine Zustimmung zum Beizug dieser  Akten zu 
erteilen. Dass die Vorinstanz diesem Verhalten keine Folge gab, ist un-
verständlich,  muss  jedoch  nicht  weiter  erörtert  werden.  Vor  diesem 
Hintergrund erstaunt  es nicht  weiter, dass der Beschwerdeführer mit 
Eingabe vom 31. August 2005 zwar ein ärztliches Zeugnis als Beweis-
mittel für den behaupteten schlechten Gesundheitszustand seiner ge-
schiedenen schweizerischen Ehefrau ankündigte, dieses Beweismittel 
jedoch nie eingereicht hat.

7.4 Ein weiterer Grund, die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerde-
führers generell in Zweifel zu ziehen, bilden die Ungereimtheiten und 
Widersprüche,  von denen die  Aussagen  seiner  Familienangehörigen 
zu den gegenseitigen Beziehungen, den Lebensverhältnissen in Maze-
donien und dem Kindernachzug geprägt sind.

7.5 Die  mazedonische Ehefrau  des  Beschwerdeführers  will  mit  dem 
Nachzug der Kinder nichts zu tun gehabt haben. Gemäss ihren Äusse-
rungen in der Einvernahme vom 25. Februar 2003 habe sie nicht ein-
mal gewusst, ob sich die Kinder im fraglichen Zeitpunkt in Mazedonien 
oder ausserhalb des Landes aufhielten (Antwort  auf Frage 2). Direkt 
darauf angesprochen bestritt sie ausdrücklich, dass sie ihre Kinder am 
30. Januar  2001  zur  schweizerischen  Vertretung  in  Skopje  begleitet 
habe, um dort für sie Visa zu beantragen (Antwort auf Frage 3). Dieser 
Darstellung  steht  entgegen,  dass  die  Visumsanträge  der  Kinder  mit 
dem in  kyrillischer  Schrift  gehaltenen  Namenszug  der  Mutter  unter-
zeichnet  sind,  wobei  neben einer  der  Unterschriften der  erläuternde 
Hinweis  "mother"  angebracht  ist.  Drei  Monate  später,  am  17.  April 
2001 stellte die mazedonische Ehefrau für sich selbst ein Visum für die 
Einreise in die Schweiz und erschien zu diesem Zweck am 23. April 
2001 persönlich bei der schweizerischen Vertretung in Skopje. Ein Mit-

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arbeiter  der  Vertretung  hielt  daraufhin  auf  dem  Gesuchformular  als 
amtlichen Vermerk fest, dass die Gesuchstellerin bereits am 30. Janu-
ar 2001 mit ihren beiden Kindern im Zusammenhang mit deren Über-
siedlung zum Vater in die Schweiz bei der Vertretung erschienen sei. 
Gemeinsamkeiten  zwischen  den  zwei  Namenszügen  auf  den  Vi-
sumsanträgen der Kinder und den Unterschriften, die unbestrittener-
massen von der mazedonischen Ehefrau stammen, stützen zusätzlich 
den  Schluss  auf  Urheberschaft  der  letzteren.  Der  Versuch  des  Be-
schwerdeführers, den Namenszug auf den Visumsanträgen als Ergeb-
nis einer Unterschriftsfälschung durch die Tante der Kinder auszuge-
ben und Zweifel an der Korrektheit des amtlichen Vermerks zu säen, 
muss mit der Vorinstanz als offensichtliche Ausflucht bewertet und zu-
rückgewiesen werden. Dass es mit  der persönlichen Glaubwürdigkeit 
der  mazedonischen  Ehefrau  des  Beschwerdeführers  ohnehin  nicht 
zum Besten  bestellt  ist,  zeigt  sich  nicht  zuletzt  daran,  dass  sie  am 
12. Dezember 2000 ein erstes Visumsgesuch für die Schweiz stellte, 
in dem sie sich als verheiratet bezeichnete, wobei sie erklärte, dass ihr 
Ehemann in Kroatien lebe und ihre beiden Kinder in ihrer Heimatstadt 
die 7. bzw. 8. Schulklasse besuchten. Anzufügen bleibt,  dass in den 
insgesamt  vier  Visumsanträgen  der  Kinder  und  der  mazedonischen 
Ehefrau die identische Wohnadressen angegeben sind, was ebenfalls 
gegen die Darstellung der Beteiligten spricht.

7.6 Obwohl die Kinder im Jahre 1996 der Mutter zugesprochen wur-
den, gab der Sohn des Beschwerdeführers bei seiner Befragung am 
25. Februar 2003 zu Protokoll, dass er und seine Schwester nach der 
Scheidung der Eltern bei den Grosseltern väterlicherseits gelebt hät-
ten. Mit dem Vater hätten die Geschwister telefoniert, und hin und wie-
der sei dieser in den Ferien zu Besuch gekommen. Zur Mutter dage-
gen habe nach der Scheidung kein Kontakt bestanden. Der Sohn be-
stätigte jedoch,  dass er  zunächst  unter  der Obhut seiner Mutter  ge-
standen sei (Antworten auf Fragen 4 bis 8). Im Widerspruch dazu gab 
die Tochter des Beschwerdeführers zu Protokoll, dass sie und ihr Bru-
der sich bis zur Änderung des Sorgerechts im Jahr 1999 bei der Mut-
ter und anschliessend bei den Grosseltern väterlicherseits aufgehalten 
hätten. Was die Mutter nach 1999 gemacht habe, wisse sie nicht. Man 
habe sich ungefährt ein Mal im Monat gesehen. Ansonsten hätten kei-
ne Kontakte zur Mutter bestanden (Antworten auf Fragen 2 bis 9).

Der Beschwerdeführer brachte in diesem Zusammehang vor, tatsäch-
lich hätten die Kinder mit ihrer Mutter bis zum Tag der letzten Gerichts-

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verhandlung im Zusammenhang mit der Sorgerechtsänderung  im Jah-
re 1999 Kontakt gehabt. Danach hätten sie die Mutter erst wieder ge-
sehen, als sie in die Schweiz gekommen sei. Die unterschiedliche und 
im  gegenseitigen  Verhältnis  widersprüchliche  Darstellung  der  Kinder 
anlässlich der Einvernahme erklärt  er im Falle des Sohnes mit  einer 
Verwechslung der Scheidung mit der Sorgerechtsänderung und im Fal-
le der Tochter mit  mangelhafter Übesetzungsleistung des beigezoge-
nen Dolmetschers, die zu wiederholten Interventionen seinerseits An-
lass gegeben hätten. 

Dem Beschwerdeführer ist mit der Vorinstanz entgegenzuhalten, dass 
die Aussagen der Kinder in Anwesenheit der Rechtsvertreterin des Be-
schwerdeführers erfolgten. Sie wurden übersetzt und protokolliert. An-
schliessend  wurde  die  Richtigkeit  der  beiden Einvernahmeprotokolle 
vom Sohn und von der Tochter des Beschwerdeführers unterschriftlich 
bestätigt, ohne dass sich die anwesende Rechtsvertreterin je zum Ein-
greifen genötigt gesehen hätte. Inhaltlich sind die protokollierten Aus-
sagen der  Geschwister  in  sich  stimmig; nichts  deutet  auf  Verständi-
gungsschwierigkeiten  hin. Da die  entgegenstehende Darstellung des 
Beschwerdeführers  in  Bezug  auf  völligen  Kontaktabbruch  zwischen 
den Kindern  und der  Mutter  –  wie oben dargelegt  wurde –  ohnehin 
nicht zutreffen kann, sind seine Einwände als offensichtliche Schutz-
behauptungen zurückzuweisen.

8.
Dem  Beschwerdeführer  ist  es  somit  nicht  gelungen,  die  gegen  ihn 
sprechende  Vermutung  überzeugend  in  Frage  zu  stellen,  dass  zum 
Zeitpunkt  der  gemeinsamen Erklärung vom 7. Juli  2000 und der  er-
leichterten Einbürgerung am 21. September 2000 zwischen ihm und 
seiner schweizerischen Ehefrau keine stabile und auf Zukunft ausge-
richtete ehelichen Gemeinschaft bestanden hat. Auf Grund der gesam-
ten Umstände muss im Gegenteil  davon ausgegangen werden, dass 
der Ehewille, falls er überhaupt jemals bestand, bereits einige Zeit vor-
her  erloschen  war  und  an  der  Ehe  schlussendlich  nur  festgehalten 
wurde, um dem Beschwerdeführer zum Schweizer Bürgerrecht zu ver-
helfen. Indem der  Beschwerdeführer  in  der  gemeinsamen Erklärung 
den Bestand einer intakten und stabilen Ehe versicherte, bzw. eine Än-
derung des Sachverhalts nicht anzeigte, hat er die Behörden über eine 
wesentliche Tatsache getäuscht und die erleichterte Einbürgerung im 
Sinne von Artikel  41 Absatz 1 BüG erschlichen. Die materiellen Vor-
aussetzungen für die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung 

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sind somit ebenfalls erfüllt und die angefochtene Verfügung ist soweit 
zu Recht ergangen.

9.
Die  angefochtene  Verfügung  erweist  sich  demnach  als  rechtmässig 
(Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

10.
Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  der  unterliegende 
Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfah-
renskosten sind auf  Fr. 800.--  festzusetzen (Art. 1,  Art. 2  und Art. 3 
Bst. b  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

Dispositiv S. 17

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 800.- verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (...)
- die Vorinstanz (...)
- das Gemeindeamt des Kantons Zürich, Abteilung Einbürgerungen, 

Feldstrasse 40, Postfach, 8090 Zürich (...)
- das Migrationsamt Kanton Aargau, Bahnhofstrasse 86/88 Postfach 

5001 Aarau (...)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Julius Longauer

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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