# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb337efb-8303-5acb-95fb-89e8af1a7e2a
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 1995-07-13
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 13.07.1995 JAAC 60.42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_028_JAAC-60-42--_1995-07-13.pdf

## Full Text

JAAC 60.42

Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der
Rekurskommission EVD vom 13. Juli 1995 in Sachen

B. gegen Prüfungssekretariat EFS und Bundesamt für
Industrie, Gewerbe und Arbeit; 94/4K-009

Examen professionnel supérieur; questionnaire à choix multiple.

1. Lorsque, selon le système du questionnaire à choix multiple, dont la
procédure est décrite en détail dans le guide du règlement, il ne peut
y avoir que des réponses manifestement justes ou fausses, seuls des
points entiers peuvent être accordés ou retranchés (consid. 4.2).

2. Si une question à choix multiple est mal formulée et que le candidat
pouvait la comprendre dans le sens exprimé dans sa réponse, il y a lieu
de lui attribuer les points correspondants (consid. 5).

Höhere Fachprüfung; Multiple-Choice-Verfahren.

1. Kann es gemäss dem in der Wegleitung umschriebenen
Multiple-Choice-Verfahren nur eindeutig richtige beziehungsweise
falsche Antworten geben, ist nur die Erteilung beziehungsweise der
Abzug von ganzen Punkten zulässig (E. 4.2).

2. Sofern ein Prüfungskandidat eine unklar formulierte
Multiple-Choice-Frage im Sinne seiner Antwort verstehen durfte, so sind
die entsprechenden Punkte zu erteilen (E. 5).

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Esame professionale superiore; questionario a scelta multipla.

1. Allorquando, secondo la direttiva del questionario a scelta multipla,
la cui procedura è descritta in dettaglio, non vi possono essere che
risposte manifestamente giuste o manifestamente false, è ammesso
soltanto il rilascio o la sottrazione di punti interi (consid. 4.2).

2. Se una domanda a scelta multipla è formulata in modo non chiaro e
il candidato poteva comprenderla nel senso espresso nella sua risposta,
occorre attribuirgli i punti corrispondenti (consid. 5).

Aus dem Sachverhalt:

B. legte im Herbst 1993 die höhere Fachprüfung für Energieberater ab. Da
er im Fach «Bauphysik» die Note 2 und damit lediglich die Schlussnote 3,9
erreichte, teilte ihm die Prüfungskommission am 28. Oktober 1993 mit, dass er
die Prüfung nicht bestanden habe.

Gegen diesen Entscheid erhob B. am 16. November 1993 Beschwerde beim
Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (hiernach: Bundesamt) mit dem
sinngemässen Antrag, ihm im Fach «Bauphysik» mindestens die Note 3,0 und
somit das Diplom zu erteilen.

Mit Stellungnahme vom 11. Dezember 1993 erteilte die Prüfungskommission
aufgrund einer Neubewertung im Fach «Bauphysik» neu die Note 2,4. B. hielt
mit seiner Eingabe vom 20. Januar 1994 an seiner Beschwerde fest.

Mit Entscheid vom 18. Februar 1994 wies das Bundesamt die Beschwerde ab.

Gegen den Entscheid des Bundesamtes reichte B. am 21. März 1994
Beschwerde bei der Rekurskommission EVD ein und beantragt die Aufhebung
und Korrektur der Notengebung im Fach «Bauphysik» und bei Erreichen der
Note 3 die Erteilung des Diploms.

Aus den Erwägungen:

1. (Zuständigkeit)

2. Gestützt auf Art. 51 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 19. April
1978 (BBG, SR 412.10) und die gleichnamige Bundesratsverordnung vom
7. November 1979 (Art. 45 der Berufsbildungsverordnung vom 7. November
1979 [BBV], SR 412.101) hat der Verein Energiefachleute Schweiz (EFS)
das Reglement vom 10. Juni 1992 über die Durchführung der Höheren
Fachprüfung zum Erwerb eines Eidgenössischen Diploms als Energieberater
beziehungsweise Energieberaterin (Reglement) erlassen, welches mit der
Genehmigung durch das Departement vom 20. November 1992 in Kraft trat.

Die Prüfung besteht aus theoretischen Grundlagen, einer praxisbezogenen
Arbeit und einem Beratungsgespräch. Die theoretischen Grundlagen umfassen
die Fächer Bauphysik, Baukonstruktion, Bautechnik und Bauplanung,
Haustechnik, neue und erneuerbare Energien, Rechtsfragen und Umsetzung

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in die Praxis (Art. 18 Reglement). Die Leistungen werden mit Noten von 6 bis
1 bewertet. Die Note 4 und höhere bezeichnen genügende Leistungen, Noten
unter 4 bezeichnen ungenügende Leistungen. Andere als halbe Zwischennoten
sind in den einzelnen Positionen nicht zulässig (Art. 22 Abs. 1 Reglement). Die
Fächer aus den theoretischen Grundlagen und der praxisbezogenen Arbeit
werden einfach, das Beratungsgespräch doppelt gerechnet (Art. 24 Abs. 1
Reglement).

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn sowohl die Gesamtnote wie auch
die Fachnoten «Optimierungsvorschläge Bau», «Optimierungsvorschläge
Haustechnik» und «Beratungsgespräch» nicht unter 4,0 liegen, und in keinem
Fach eine Note unter 3,0 erteilt werden muss (Art. 24 Abs. 2 Reglement).

3. (Kognition, vgl. VPB 59.76)

4. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass bezüglich seiner Antworten auf
die Multiple-Choice-Frage 4 im Fach «Bauphysik» keine korrekte Bewertung
erfolgt sei. Gewisse Antworten seien nämlich lediglich mit halben Punkten
bewertet worden, obwohl die Wegleitung zum Prüfungsreglement nur
eine Bewertung mit ganzen Punkten zulasse. Damit rügt der Rekurrent
die Auslegung von Reglementsvorschriften sowie den äussern Ablauf der
Bewertung der schriftlichen Prüfungsarbeit. Es handelt sich somit um Fragen,
welche die Rekurskommission EVD mit voller Kognition zu prüfen hat.

4.1. Die Multiple-Choice-Frage 4 (Frage MC 4) lautete wie folgt:

«Als Energieberater werden Sie angefragt, welche der unten aufgeführten
Dämmstoffe als Ersatz für FCKW-geschäumte PUR-Dämmplatten aus
ökologischen Gesichtspunkten in Frage kommen:

ursprüngliche Bewertung neue Bewertung

( ) Polystyrol extrudiert

( ) Polystyrol expandiert -1 +0,5

( ) Kork +0,5 +0,5

( ) Mineralfaserplatten +1 +1

( ) Schaumglas +1 +1

Total +1,5 +3,0»

Der Beschwerdeführer hatte die Antworten 2, 3, 4 und 5 als richtig
angekreuzt. Im Laufe des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesamt hat
der Examinator die Bewertung der Antwort 2 mit -1 Punkt geändert und dem
Beschwerdeführer für die angekreuzte Antwort neu +0,5 Punkt erteilt und
anschliessend die Note im Fach «Bauphysik» auf 2,4 angehoben. In einer
weiteren Stellungnahme an das Bundesamt vom 1. Februar 1994 hielt der
Examinator fest, dass Mineralfaserplatten und Schaumglas als primäre
Lösungen je mit 1 Punkt, Polystyrol expandiert und Kork als sekundäre
Lösungen mit je 0,5 Punkten bewertet worden seien.

Der Beschwerdeführer bestreitet die Zulässigkeit der Erteilung von richtigen
Antworten mit halben Punkten und macht geltend, das Multiple-Choice-System
lasse keine Bewertung als fast oder teilweise richtig zu.

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https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002768.pdf?ID=150002768

4.2. Was die Art und Weise der Prüfungsabnahme betrifft, hält Art. 18
Abs. 4 Prüfungsreglement fest, dass in der Wegleitung umschrieben
werde, in welchen Fächern «Multiple-Choice»-Fragen gestellt und wie die
entsprechenden Antworten bewertet werden. Als Multiple-Choice-Verfahren
wird die Prüfungsmethode bezeichnet, bei der der Prüfling unter mehreren
vorgegebenen Antworten eine oder mehrere als richtig kennzeichnen
muss (Meyers Lexikon). Diese Definition lässt erkennen, dass dieses System
verschieden ausgestaltet sein kann.

Die Wegleitung sieht auf Seite 6 vor, dass in den schriftlichen Prüfungen
der Fächer 1 bis 4 neben den üblichen Berechnungsaufgaben auch
Multiple-Choice-Fragen (MC-Fragen) gestellt werden, wobei höchstens 2/5
der maximalen Punktzahl pro Fach den MC-Fragen zugeordnet werden. Für
MC-Fragen gelte generell:

«- Pro MC-Frage gibt es mindestens eine richtige Antwort, es können auch
mehrere Antworten richtig sein.

- MC-Fragen dürfen keine aufwendigen Berechnungsgänge zur Folge haben, sie
dienen zum Ausloten der Breite des Wissens.

Die Bewertung der MC-Fragen erfolgt gemäss Punkt 3.4.»

Punkt 3.4 der Wegleitung lautet wie folgt:

«Innerhalb eines Prüfungsfaches wird ein Punktesystem angewendet. Die
erreichbare Punktzahl pro Aufgabe erfolgt entsprechend ihrer Gewichtung
innerhalb des Prüfungsfaches und wird bei jeder Aufgabenstellung vorgegeben.
Bei MC-Fragen ergibt jede mögliche (richtige) Antwort jeweils einen
Punkt: pro falsche Antwort wird ein Minuspunkt gezählt. Pro MC-Frage
kann maximal 1 Minuspunkt abgezogen werden.»

Aus der Wegleitung zum Prüfungsreglement ergibt sich, dass es grundsätzlich
im Ermessen der Examinatoren steht, in einem Prüfungsfach einzelne
Aufgaben unterschiedlich zu gewichten. Hingegen regelt die Wegleitung
die zu erteilende Punktezahl bei Multiple-Choice-Fragen abschliessend,
so dass den Examinatoren kein Ermessensspielraum bleibt, eine davon
abweichende Punkteerteilung vorzunehmen. So sieht nämlich die Wegleitung
vor, dass für jede (mögliche) richtige Antwort ein Punkt gutzuschreiben,
für eine falsche Antwort ein Punkt in Abzug zu bringen ist. Dieses in
der Wegleitung vorgeschriebene Wahlantwort-Verfahren entspricht in
seiner Art dem sogenannten Typ K (Mehrfachentscheidung richtig/falsch),
wie es auch die Verordnung vom 30. Juni 1983 über Einzelheiten des
Verfahrens bei den eidgenössischen Medizinalprüfungen (SR 811.112.18)
vorsieht: Fünf Fragen oder unvollständige Aussagen stehen je einer Antwort
beziehungsweise Ergänzung gegenüber. Der Kandidat muss sämtliche
richtigen Antworten beziehungsweise Ergänzungen bezeichnen (Art. 5
Bst. e). Nach diesemWahlantwort-Verfahren kann es also nur gleichwertige,
nämlich eindeutig richtige beziehungsweise falsche Antworten geben
und für eine Unterscheidung (und unterschiedliche Bewertung) nach
primären und sekundären Lösungen bleibt entgegen der Auffassung der
Prüfungskommission und des Bundesamtes kein Raum. Folglich ist auch nur
die Erteilung - beziehungsweise der Abzug - von ganzen Punkten zulässig.

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Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass für die Antworten 2 und 3,
welche der Examinator als richtig erachtet hat, dem Beschwerdeführer an
Stelle von 0,5 Punkten je 1 Punkt zu erteilen ist und er somit für die Frage MC 4
total 4 Punkte erreicht hat.

5. Im weiteren beanstandet der Beschwerdeführer, dass bezüglich
der Multiple-Choice-Frage 3 die vorgegebenen Anworten - welche die
Kandidaten als richtig oder falsch zu beurteilen hatten - teilweise zu unpräzis
beziehungsweise sachlich und grammatikalisch falsch formuliert waren. Der
Rekurrent stellt sich damit auf den Standpunkt, die zur Auswahl stehenden
richtigen Antworten seien unklar gestellt worden, so dass sie - entgegen
dem Lösungsschema des Examinatoren - auch in seinem Sinne verstanden
werden konnten. Die Rüge des Beschwerdeführers betrifft somit nicht die
Auslegung oder Anwendung von Rechtsvorschriften oder die Verletzung einer
Verfahrensvorschrift, die mit freier Kognition zu prüfen wären. Vielmehr stellt
sich hier die Frage, ob das Prüfungsergebnis unter den gegebenen Umständen
als materiell vertretbar erscheint.

5.1. Die Multiple-choice-Frage 3 lautete wie folgt:

«Welche Aussage ist richtig/welche der Aussagen sind richtig bezüglich dem Gas
CO2?

( ) CO2 ist eine Ursache der Klimaveränderung durch Treibhauseffekt

( ) Bei Holzfeuerungen: CO2 ist Teil des natürlichen Kreislaufes, also neutral bei
nachhaltiger Waldpflege

( ) CO2 ist ein Atemgift: gelangt über die Lunge ins Blut und bindet die roten
Blutkörperchen

( ) Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre beträgt im Mittel zirka 350 ppm

( ) Der mittlere CO2-Gehalt der Aussenluft in städtischen Gebieten beträgt heute
zirka 1 Vol.-0/00

( ) In der Schweiz beträgt der MAK-Wert für CO2 5000 ppm»

Im vorliegenden stellt der Rekurrent die korrekte Formulierung
der vorgegebenen Auswahlantworten 1 und 5 in Frage. Nach dem
Korrekturschema war die 1. Antwort «richtig», was zur Gutschrift eines
Bewertungspunktes geführt hätte. Die 5. Antwort hingegen lautete nach dem
Lösungsschema des Examinatoren als «falsch». Die gegenteilige Antwort
hatte dagegen einen Punkt Abzug zur Folge. B. entschied sich für letztere,
weshalb ihm ein Punkt abgezogen wurde. Da ihm für die 2. Antwort 1 Punkt
gutgeschrieben wurde, hingegen für die 5. Antwort 1 Punkt abgezogen wurde,
wurde ihm für die Frage MC 3 kein Punkt gutgeschrieben.

5.2. Was die Antwort 5 betrifft, wonach der mittlere CO2-Gehalt der Aussenluft
in städtischen Gebieten heute ungefähr 1 Vol.-0/00 betrage, verweist der
Beschwerdeführer auf Hauri / Zürcher, Bauphysik, S. 87, wonach der CO2
(Kohlensäuregehalt) aussen 0,03 Vol.-% auf dem Land, 0,05 Vol.-% in der
Stadt und 0,08 Vol.-% in Ballungsgebieten beträgt. Demgegenüber stellt
sich der Examinator im Fach «Bauphysik» im Rahmen der Stellungnahme
der Prüfungskommission vom 11. November 1993 auf den Standpunkt,
dass die mittlere CO2-Konzentration für städtische Gebiete 0,05 Vol.-%
betrage und nur in Ballungsgebieten (Citykerne) Maximalwerte von 800 ppm

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auftreten können (mit Verweis auf Gertis & Erhorn, CCI 21 (1987), H.3, S. 56
und Recknagel / Sprenger, Heizung und Klimatechnik, S. 67; letztere gehen
in Städten von einer Konzentration von 0,04 Vol.-% aus). Im weiteren führt
er aus, B. hätte aus dem von ihm selbst aufgezeigten Literaturzitat korrekt
herauslesen können, dass die mittlere CO2-Konzentration für städtische
Gebiete 0,05 Vol.-% betrage. Aus der Stellungnahme der Prüfungskommission
ist ersichtlich, dass ihre Frage auf den Kohlensäuregehalt in der Stadt zielte
und dass sie den Begriff «Stadt» gleichsetzt mit «städtischem Gebiet».

Die Wahlantwort 5 enthält einen zirka CO2-Wert für «städtisches Gebiet».
Strittig ist nicht die Höhe des jeweiligen CO2-Gehaltes in den drei
vorgenannten Kategorien, sondern einzig, ob - wie die Prüfungskommission
davon ausgeht - mit dem Begriff «städtisches Gebiet» nur «die Stadt» gemeint
sein kann, oder ob - wie der Beschwerdeführer geltend macht - dieser Begriff
auch das Stadtzentrum, nämlich die sogenannten «Citykerne» umfasst. Würde
letzteres zutreffen, hätte der Rekurrent diese Frage richtig beantwortet.
Aufgrund des vom Beschwerdeführer beigebrachten Literaturzitates ist
ersichtlich, dass bezüglich des CO2-Gehalts der Aussenluft drei Kategorien
unterschieden werden, nämlich: Land, Stadt und Ballung. Auch die
Prüfungskommission trifft in ihrer Stellungnahme die gleiche Unterscheidung
und erklärt in Übereinstimmung mit dem Beschwerdeführer, dass mit
«Ballung» die Citykerne gemeint seien. Dadurch, dass die Wahlantwort 5
nicht die Formulierung Stadt oder Ballungszentren (bzw. Citykerne) enthielt,
sondern lediglich den Kohlensäuregehalt in «städtischem Gebiet» erwähnte,
erscheint es in der Tat nicht klar, ob nach dem CO2-Gehalt in der Stadt oder
demjenigen im Stadtzentrum (Citykern) gefragt wurde.

Daraus folgt, dass B. die betreffende Frage - abweichend vom Lösungsschema
der Prüfungskommission - so verstehen durfte, wie er sie tatsächlich aufgefasst
hat. Aufgrund dieser Sachlage kommt die Rekurskommission EVD zum
Schluss, dass der Beschwerdeführer die 5. Antwort zur Frage MC 3 bei seinem
Verständnis richtig beantwortet hat. Damit ergibt sich, dass die Antworten
2 und 5 zur Frage MC 3 als richtig zu erachten und dem Rekurrenten für die
Lösung der Frage MC 3 zwei Punkte mehr zuzusprechen sind.

Zusammenfassend sind dem Rekurrenten im Fach «Bauphysik» für die
Lösung der Frage MC 4 ein zusätzlicher Punkt und für die Frage MC 3 zwei
weitere Punkte zu erteilen. Dadurch erhöht sich die ursprüngliche maximal
erreichbare Punktzahl von 54(55) auf 57 Punkte. Der Beschwerdeführer
erreicht nun ein Punktetotal von 12,75 Punkten, was der Note 3,1 entspricht.

Bei dieser Sach- und Rechtslage erübrigt es sich, auf die weiteren Einwände
des Rekurrenten einzugehen.

(Die Rekurskommission EVD heisst die Beschwerde gut und hebt die
Entscheide des Bundesamtes und der Prüfungskommission auf. Es wird
festgestellt, dass B. die höhere Fachprüfung für Energieberater vom Herbst
1993 bestanden hat und die Prüfungskommission wird angewiesen, ihm das
Diplom sowie ein neues Notenblatt zu erteilen)

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 60.42 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 13.

Juli 1995 in Sachen B. gegen Prüfungssekretariat EFS und Bundesamt für Industrie,

Gewerbe und Arbeit; 94/4K-009

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 1996
Année

Anno

Band 60
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	Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 13. Juli 1995 in Sachen B. gegen Prüfungssekretariat EFS und Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit; 94/4K-009
	Aus dem Sachverhalt:
	Aus den Erwägungen: