# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8171e613-06ee-5487-9929-2f78cb7c525b
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-03
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 03.06.2015 106 2015 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2015-30_2015-06-03.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2015 30

Urteil vom 3. Juni 2015

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Roland Henninger, Michel Favre
Gerichtsschreiberin: Laura Granito

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecherin 
Jasmin Brechbühler

gegen

B.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin 
Galatia Pfister, Ad Litem Rechtsanwälte

Gegenstand Wirkungen des Kindesverhältnisses – Aufhebung des 
Aufenthaltsbestimmugsrechts, Platzierung des Kindes in einer 
Pflegefamilie, Besuchsrecht

Beschwerde vom 20. März 2015 gegen den Entscheid des 
Friedensgerichts des Sensebezirks vom 21. Januar 2015

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Sachverhalt

A. A.________ und B.________ sind die Eltern von C.________, geb. im 2010. Die Eltern 
leben getrennt und sind respektive waren nicht verheiratet. B.________ ist zudem Mutter von 
D.________, geb. im 2013. Die über C.________ am 16. März 2010 errichtete Beistandschaft wird 
seit dem 17. Februar 2012 von E.________, Jugendamt Freiburg, geführt und umfasst folgende 
Aufgaben: a) sie soll die Eltern bzw. die Mutter in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat 
unterstützen; b) sie soll ein allfälliges Besuchsrecht begleiten und um den Informationsaustausch 
zwischen den Eltern besorgt sein; c) sie soll Antrag stellen, wenn sich aus der Sicht des 
Kindeswohls weitergehende Kindesschutzmassnahmen aufdrängen und sobald als nötig 
ordentlicherweise erstmals per 31. Dezember 2011 Bericht erstatten.

B. Nachdem C.________ bereits seit dem 13. Januar 2013 bei ihren Grosseltern 
mütterlicherseits, F.________ und G.________, untergebracht worden war, beschloss das 
Friedensgericht anlässlich der Sitzung vom 19. April 2013, nach Anhörung von A.________, 
B.________ und der Beiständin, dass C.________ vorerst bis Anfang 2014 bei den Grosseltern zu 
verbleiben habe. Das Besuchsrecht von A.________ wurde dabei auf Donnerstagabend bis 
Sonntagabend bestimmt. 

Mit Eingabe vom 24. März 2014 stellte A.________, insbesondere mit Blick auf Beginn des 
Kindergartens für C.________ im Sommer 2014, den Antrag auf Obhut und gemeinsame elterliche 
Sorge. Am 16. April 2014 fand folglich eine weitere Sitzung vor dem Friedensgericht statt, wobei 
folgende Vereinbarung zwischen A.________ und B.________ getroffen werden konnte:

1. Die Kindseltern über die elterliche Sorge gemeinsam aus.

2. C.________ bleibt bis Ende März 2015 in der Obhut der Grosseltern.

3. Die Kindseltern bestimmen über das Besuchsrecht in gemeinsamer Absprache. Die Kindsmutter und 
der Kindsvater haben den Anspruch, C.________ jedes zweite Wochenende zu sehen.

4. Die Lösung gilt befristet für ein Jahr. Danach wird die Situation neu analysiert.

Mit Eingabe vom 21. März 2014 widerrief A.________ die von ihm erteilte Zustimmung, zog den 
Wiederruf am 11. Mai 2014 dann aber wieder zurück und erklärte sich mit der gerichtlich 
getroffenen Vereinbarung vom 16. April 2014 einverstanden.

Am 9. Dezember 2014 beantragte die Beiständin betreffend C.________ und D.________ den 
Obhutsentzug (Art. 310 ZGB) und ihre Platzierung in der Grossfamilie H.________. Namentlich 
wies sie daraufhin, dass B.________ am 19. November 2014 aus dem Entzugsprogramm, in 
welchem sie sich in der Institution I.________, J.________, befunden habe, ausgeschlossen 
worden sei. Dies weil sie dabei beobachtet worden sei, wie sie bei der Drogenanlaufstelle 
J.________ harte Drogen konsumiert und ihr Kind D.________ in dieser Zeit fremden Personen 
überlassen habe. Folglich stellte die Beiständin fest, dass B.________ zum jetzigen Zeitpunkt nicht 
in der Lage sei, sich um ihre Kinder zu kümmern und etwa auch über keinen festen 
Wohnsitz/Wohnung verfüge, wo sich C.________ und D.________ aufhalten könnten.

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Am 21. Januar 2015 erliess das Friedensgericht in der Sache folgenden Entscheid:

1. Der Antrag des Kindsvaters auf Übertragung der Obhut wird abgewiesen.

2. B.________ und A.________ wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C.________ entzogen.

3. C.________ verbleibt bis Ende dieses Kindergartenjahres in der Obhut ihrer Grosseltern F.________ 
und G.________.

4. C.________ wird ab Beginn der Schulferien (Sommerferien 2015) in der Grossfamilie H.________ in 
K.________ platziert.

5. Die Kompetenzen der Erziehungsbeiständin E.________ werden ausgeweitet. E.________ erhält ein 
Vertretungsrecht für C.________ in sämtlichen administrativen Belangen. Die elterliche Sorge von 
B.________ und A.________ wird gemäss Art. 308 Abs. 3 ZGB in diesem Bereich eingeschränkt.

6. B.________, A.________ sowie den Grosseltern mütterlicherseits steht ein Besuchs- und Ferienrecht 
zu. Die Beiständin E.________ wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Grossfamilie, den 
Kindseltern und Grosseltern einen entsprechenden Besuchs- und Ferienplan auszuarbeiten.

7. Die Beiständin wird ferner aufgefordert, sobald als nötig, ordentlicherweise erstmals per 31. Dezember 
2015, der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bericht zu erstatten, und die genannte Behörde 
über wesentliche Änderungen zu informieren.

8. Einer allfälligen Beschwerde gegen den vorliegenden Entscheid wird die aufschiebende Wirkung 
entzogen (Art. 450c ZGB).

9. Für den vorliegenden Entscheid werden keine Kosten erhoben.

C. Mit Eingabe vom 9. März 2015 erhob A.________ Beschwerde betreffend den Entzug der 
aufschiebenden Wirkung (Ziff. 8 des Dispositivs des Entscheids vom 21. Januar 2015). Mit 
Entscheid vom 26. März 2015 ist die Beschwerde abgewiesen worden, namentlich mit der 
Begründung, dass der Entzug der aufschiebenden Wirkung sicherstelle, dass die derzeitige 
Situation von C.________ (Aufenthalt bei ihren Grosseltern) bis zum Entscheid in der Hauptsache 
erhalten bleibe.

D. Mit Eingabe vom 19. März 2015 erhob A.________ Beschwerde gegen den Entscheid des 
Friedensgerichts vom 21. Januar 2015 und beantragte:

1. Der Entscheid des Friedensgerichts des Sensebezirks vom 21. Januar 2015 sei aufzuheben.

2. Die Kindsmutter B.________ sei die Obhut über C.________ zu entziehen.

3. Die Obhut über C.________ sei auf dem Kindsvater A.________ zu übertragen. 
C.________ soll ihren künftigen Wohnsitz bei ihrem Vater haben.

4. Eventualiter zu Art. 3
C.________ sei bei ihrem Vater A.________ zu platzieren.

5. Das Besuchsrecht des Elternteils, der nicht die Obhut über C.________ inne 
hat, resp. bei dem C.________ nicht platziert ist sowie das Besuchsrecht der Grosseltern 
mütterlicherseits, G.________ und F.________, sei behördlich zu regeln.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

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Das Friedensgericht äusserte sich mit Stellungnahme vom 24. März 2015 zur Beschwerde. Mit 
Eingabe vom 24. April 2014 brachte die Beiständin „Ergänzungen und Richtigstellungen“ zur 
Beschwerde an. Die Beschwerdegegnerin liess sich mit Stellungnahme vom 4. Mai 2015 
fristgerecht vernehmen und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen

1. a) Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1 
Bst. d des Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine 
Organisation und seine Arbeitsweise [RKG]) ist zuständig für die Beschwerden gegen Entscheide, 
die von der Schutzbehörde oder deren Präsidentin oder Präsidenten getroffen wurden (Art. 8 des 
Gesetzes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz (KESG).

b) Die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde sind in 
Kindesschutzverfahren sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB).

c) Gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB beträgt die Beschwerdefrist 30 Tage seit Mitteilung des 
Entscheids.

Der Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 26. Februar 2015 zugestellt. Die Beschwerde 
vom 19. März 2015 (Postaufgabe 20. März 2015) ist damit fristgerecht erfolgt.

d) Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind namentlich die am Verfahren beteiligten Personen und 
die der betroffenen Person nahestehenden Personen zur Beschwerde befugt.

Vorliegend wurde namentlich das Aufenthaltsbestimmungsrecht das Beschwerdeführer betreffend 
seine Tochter C.________ aufgehoben und ihre Platzierung in einer Pflegefamilie angeordnet. Der 
Beschwerdeführer ist ohne Weiterungen zur Erhebung der Beschwerde befugt.

e) Die Beschwerde ist ausserdem begründet und enthält Rechtsbegehren, so dass darauf 
einzutreten ist.

f) Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die 
Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren 
Grundsätze der Untersuchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz 
(KOKES-Praxisanleitung Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34).

g) Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind die Bestimmungen der 
Zivilprozessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit 
aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

h) Der Beschwerdeführer rügt vorerst in formeller Hinsicht die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs, indem er ausführt, das Gesprächsprotokoll vom 19. Dezember 2014 sowie das 
Anhörungsprotokoll vom 21. Januar 2015 seien ungenügend und unvollständig protokolliert 
worden. Auch sei er am 21. Januar 2015 vom ersten Teil der Verhandlung betreffend D.________ 
ausgeschlossen worden, obwohl in diesem Rahmen bereits Fragen zu C.________ behandelt 
worden seien. Ob und inwieweit es sich hierbei um eine Verletzungen des rechtlichen Gehörs 
handelt, kann offen bleiben: Der Beschwerdeführer hatte Gelegenheit sich im Rahmen seiner 
Beschwerde vor dem hiesigen Gericht, welches über die gleiche Kognition verfügt wie die 

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Vorinstanz, zu den Themenpunkten, in Bezug auf welche er eine ungenügende Protokollierung 
respektive Anhörung geltend macht, zu äussern. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 
Gehör liegt demzufolge nicht vor. Diese Rüge ist damit unbegründet.

i) Der Beschwerdeführer beantragt die Anordnung eines Gutachtens: Die Situation von 
C.________ sei komplex und könne nicht anhand eines Gesprächs und einer kurzen Verhandlung 
beurteilt werden. Es müsse die Vorgeschichte von C.________, ihre Beziehung zum Vater, zur 
Mutter, zu den Grosseltern und insbesondere zur Halbschwester, die bereits in der Grossfamilie 
lebe, berücksichtigt werden. Ihm sei die Erziehungsfähigkeit ohne ausführliche Begründung und 
insbesondere ohne Gutachten abgesprochen worden.

aa) Gemäss Art. 316 Abs. 3 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz Beweise abnehmen. 
Indem das Gesetz der Rechtsmittelinstanz erlaubt, Beweise abzunehmen, soll verhindert werden, 
dass jede zusätzliche Sachverhaltsabklärung zwingend die Rückweisung des Verfahrens an die 
erste Instanz zur Folge hat. Die Rechtsmittelinstanz kann nicht nur gemäss Art. 317 ZPO 
beantragte neue Beweise abnehmen, sondern auch solche, die bereits vor erster Instanz 
beantragt, von dieser jedoch nicht abgenommen worden waren. Eine Beweisführung kann im 
zweitinstanzlichen Verfahren zur Abklärung erheblicher und nach Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässiger 
Noven, zur Ergänzung der bisherigen Beweisgrundlage sowie in Verfahren mit 
Untersuchungsmaxime von Amtes wegen zur Abklärung aller Sachverhaltsfragen, die 
entscheidrelevant sind, notwendig sein (STERCHI, in: BK ZPO, Band I-III, Bern 2012, Art. 316 ZPO 
N 19 ff.).

Der Beweisantrag muss sich auf im konkreten Fall rechtserhebliche Tatsachen beziehen. Die 
antizipierte Beweiswürdigung erlaubt es dem Gericht, weitere Beweismittel abzulehnen, wenn es in 
Würdigung der bereits erhobenen Beweismittel, d.h. nunmehr in Anwendung von Art. 157 ZPO, 
zum Schluss kommt, weitere Beweismassnahmen vermöchten an seiner bereits feststehenden 
Überzeugung nichts mehr zu ändern (BGE 126 III 315 E. 4a; 125 I 417 E. 7b; 124 I 208 E. 4a), die 
antizipierte Beweiswürdigung darf allerdings nicht bloss auf allgemeiner Lebenserfahrung, 
allgemeinen tatsächlichen Vermutungen oder Indizien beruhen (BGE 115 II 305; Urteil des 
Bundesgerichts 4A_526/2009 vom 21. Dezember 2009 E. 1.2.2). Die antizipierte Beweiswürdigung 
dient der effizienten Prozessführung und -erledigung, d.h. der Prozessbeschleunigung und 
Prozessökonomie. Voraussetzung für die Ablehnung weiterer Beweismassnahmen ist die 
Gewissheit des Gerichts, dass das abgelehnte Beweismittel auch dann nichts mehr an der 
richterlichen Überzeugung zu ändern vermöchte, wenn die Beweisabnahme die von der Beweis 
führenden Partei aufgestellte Tatsachenbehauptung stützen würde. Mit der antizipierten 
Beweiswürdigung erfolgt keine vorweggenommene Bewertung eines hypothetischen 
Beweisergebnisses, sondern eine Würdigung der bereits abgenommenen Beweismittel. Die 
zulässige antizipierte Beweiswürdigung verletzt weder den Beweisanspruch gemäss Art. 152 Abs. 
1 ZPO noch den Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. 
Auch eine Verletzung von Art. 8 ZGB kann ausgeschlossen werden, denn diese Bestimmung 
knüpft stets an den Begriff und die Folgen der Beweislosigkeit an, wenn das Gericht in Würdigung 
von Beweisen zur Überzeugung gelangt, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt, 
liegt Beweiswürdigung vor, so dass die Rüge der Verletzung von Art. 8 ZGB gegenstandslos wird 
(BRÖNNIMANN, in: BK ZPO, Band I-III, Bern 2012, Art. 152 ZPO N 21-27 und 55-63).

bb) Zwischen den Parteien ist insbesondere streitig, ob dem Beschwerdeführer das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht über seine Tochter C.________ von der Vorinstanz zu Recht 
entzogen worden ist. Über C.________ wurde, wie eingangs ausgeführt, eine Beistandschaft 
errichtet, welche seit dem 17. Februar 2012 von der Beiständin E.________ geführt wird. In den 

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Akten befinden sich dementsprechend die Jahresberichte 2012 und 2013 der Beiständin sowie ihr 
Antrag auf Obhutsentzug vom 9. Dezember 2014. Vorgenannte Berichte respektive vorgenannter 
Antrag befassen sich ausführlich mit der Situation von C.________ und ihrem Umfeld, so auch 
ihrer Eltern, dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin. Aufgrund der durch eine 
Fachperson verfassten Berichte, wie auch aufgrund der Einvernahmen des Beschwerdeführers 
und der anderen am Verfahren beteiligten Personen anlässlich der Sitzungen vor dem 
Friedensgericht (16. April 2014, 19. Dezember 2014, 21. Januar 2015), ergibt sich für das hiesige 
Gericht, unter freier Würdigung sämtlicher Beweismittel, ein klares Ergebnis: Das Kindeswohl von 
C.________ erfordert in Bezug auf ihren Aufenthalt ein strukturiertes und stabiles Umfeld. Dies 
kann vorliegend einzig mit der Platzierung von C.________ in einer Pflegefamilie gewährleistet 
werden, wobei der Kontakt zum Beschwerdeführer im Rahmen eines regelmässigen 
Besuchsrechts beizubehalten ist (siehe dazu Ziff. 2 hiernach). Weitere Beweismassnahmen 
vermöchten an der bereits feststehenden Überzeugung nichts mehr zu ändern. Der Beweisantrag 
des Beschwerdeführers auf Anordnung eines Gutachtens wird damit abgewiesen.

2. a) Der Beschwerdeführer wehrt sich in materieller Hinsicht gegen den Entzug des 
Aufenhaltsbestimmungsrechts mit Fremdplatzierung seiner Tochter C.________. Er macht 
geltend, er sei bereits vom damaligen Beistand seiner Tochter als Glücksfall bezeichnet worden, 
der sich zuverlässig und regelmässig um seine Tochter kümmere. Auch die Jahresbericht 2012 
und 2013 der heutigen Beiständin liessen an seiner Erziehungsfähigkeit keine Zweifel aufkommen. 
An der Sitzung vom 16. April 2014 sei er von der Friedensrichterin zudem als positiv und willens zu 
C.________ zu schauen, beurteilt worden. Grundsätzlich müsse und dürfe anhand der Akten 
davon ausgegangen werden, dass er sehr wohl in der Lage sei, die elterliche Sorge und die Obhut 
über C.________ auszuüben, weshalb sie ihm zuzuteilen sei. Er sei immer um ihr Wohl besorgt 
gewesen und habe sie umfassend und regelmässig betreut. Er habe dazu auch konkrete 
Vorkehren getroffen (Betreuung durch Tagesfamilie/Reduktion des Arbeitspensums auf 70%). 
Eventualiter sei C.________ bei ihm zu platzieren.

b) Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass C.________, 
bedingt durch die Suchtproblematik ihrer Mutter, ein Kind mit einer schwierigen Vergangenheit sei. 
Ebenso habe sie einen starken Charakter und versuche stets ihren Willen durchzusetzen. Die 
Fachpersonen für Kinderschutz beim Jugendamt, aber auch die Eltern und Grosseltern 
mütterlicherseits seien sich einig, dass C.________ klare Strukturen benötige, um sich optimal 
entwickeln zu können. Derzeit sei der feste Rahmen bei den Grosseltern gegeben. Diese würden 
aber, nicht zuletzt aus Altersgründen, an ihre Grenzen stossen. Falle dieser Rahmen weg, müsse 
von einer Gefährdung der Entwicklung des Kindes ausgegangen werden. Es müsse daher eine 
neue Lösung gefunden werden, die von der KESB zu treffen sei, da sich die Eltern nicht einigen 
könnten. In der Grossfamilie H.________, einer professionellen und kantonal anerkannten 
Pflegefamilie, würde C.________ den notwendigen Rahmen und eine verantwortungsbewusste 
Erziehung erhalten. Zudem würde sie am selben Ort wie ihre Halbschwester D.________ wohnen, 
zu welcher sie eine starke Bindung habe.

Beim Kindsvater seien die Verhältnisse unklar. Es sei nicht erwiesen, dass er sein Arbeitspensum 
zu reduzieren vermöge, um die Betreuung von C.________ zu übernehmen. Konkrete 
Abklärungen zu einer möglichen Fremdbetreuung seien von ihm nicht getroffen worden. Es werde 
dem Beschwerdeführer generell bescheinigt, ein guter Vater zu sein, welcher sein Kind gern habe. 
Hingegen bestünden Zweifel, ob er es schaffen könnte, seiner lebhaften und willensstarken 
Tochter die notwendigen Grenzen zu setzen. Die Kindsmutter, die Grosseltern sowie die 
Beiständin würden dies bezweifeln. Anlässlich der Anhörung vor dem Friedensgericht habe der 
Kindsvater liebenswürdig aber sehr weich, konzept- und planlos gewirkt. Es gehe darum, für 

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C.________ eine längerfristige und stabile Lösung zu finden. Diesbezüglich sei die Platzierung von 
C.________ in der Grossfamilie H.________ die Lösung, die auch längerfristig am Besten dem 
Kindeswohl entspreche.

In ihrer Stellungnahme zur Beschwerde hält die Vorinstanz im Weiteren fest, dass nicht bestritten 
werde, dass der Beschwerdeführer ein guter Vater sei, soweit er nur für die Wochenenden und 
Ferien die Verantwortung für seine Tochter trage. Hingegen werde bezweifelt, dass er in der Lage 
sei, den klaren Rahmen und Tagesablauf zu schaffen, den seine Tochter benötige. Dieser 
persönliche Eindruck der Vorinstanz sei in die Beurteilung miteingeflossen.

c) Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die 
Kindesschutzbehörde es den Eltern oder, wenn es sich bei Dritten befindet, diesen wegzunehmen 
und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 ZGB). Vorgenannter Artikel gliedert 
sich in die Bestimmungen über den Kindesschutz ein, welche in Art. 307 ff. ZGB normiert sind, und 
dient der Abwendung einer Gefährdung des Kindeswohls. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist 
ein Teilaspekt der elterlichen Sorge (Art. 301a Abs. 1 ZGB). Dieses beinhaltet das Recht über den 
Aufenthaltsort eines Kindes zu bestimmen, d.h. darüber zu entscheiden, ob das Kind im Haushalt 
der Eltern, dauernd oder zeitweise bei Verwandten oder einer anderen Pflegefamilie, in einem 
Internat oder einem Heim lebt (HÄFELI, Grundriss zum Erwachsenenschutzrecht mit einem Exkurs 
zum Kindesschutz, Bern 2013, Rz. 41.28).

Die Gefährdung im Sinne von Art. 310 Abs. 1 ZGB muss darin liegen, dass das Kind in der 
elterlichen Obhut nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und 
sittliche Entfaltung nötig wäre. Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung 
zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern 
oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden 
an der Gefährdung trifft. Massgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle 
Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein (Subsidiarität), und es ist immer die mildeste 
Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese sollen elterliche 
Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität). Die Entziehung der elterlichen 
Obhut ist daher nur zulässig, wenn andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben sind oder von 
vornherein als ungenügend erscheinen (Urteil des Bundesgerichts 5A_615/2013 vom 2. Dezember 
2013 E. 2.2 mit Hinweisen). Darüber hinaus ist vorausgesetzt, dass das Kind in angemessener 
Weise untergebracht wird. Kriterien bilden die Kontinuität (Bewahrung bisheriger positiver 
Momente, z.B. Pflegefamilie am Wohnort, welche den Schulbesuch im bisherigen Umfeld 
ermöglicht), aber auch die besondere Eignung einer bestimmten Institution (BREITSCHMID, in: BSK 
ZPO I, 5. Aufl., Basel 2014, Art. 310 ZGB N 9). Der laufende Kontakt mit den Eltern ist durch 
Besuche, Briefe und Telefonate aufrecht zu erhalten (BREITSCHMID, a.a.O., Art. 310 ZGB N 10).

d) Den Akten kann dazu folgendes entnommen werden:

aa) C.________ hält sich zumindest seit Januar 2013 regelmässig (seit Anfangs 2013 
bis Anfangs 2014 grundsätzlich jede bis jede zweite Woche von Donnerstag bis Sonntag und seit 
April 2014 grundsätzlich jedes zweite Wochenende, teilweise auch mehr) beim Beschwerdeführer 
auf, wobei sich dieser, teils mit Unterstützung seiner Eltern, um sie kümmert. Der 
Beschwerdeführer ist in L.________ wohnhaft und arbeitet in M.________. Mit seiner Beschwerde 
hat er eine Bestätigung seines Arbeitgebers eingereicht, wonach eine Reduktion des 
Arbeitspensums auf 70% mit teilweiser Heimarbeit möglich sei, als auch eine Bestätigung von 
G.________ und N.________, welche sich als Tageseltern anbieten. Hierbei handelt es sich um 
neue Beweismittel.

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bb) Die Beiständin von C.________ hält in ihrem Jahresbericht 2012 betreffend den 
Beschwerdeführer fest, dieser sei ein verlässlicher und verantwortungsbewusster Vater. Er 
kümmere sich regelmässig, zusammen mit seinen Eltern und seinem Familiensystem, um seine 
Tochter. Die Vater-Kindbeziehung sei herzlich. Der Beschwerdeführer sei sich der Probleme der 
Kindsmutter bewusst und sei bereit, ihr in Form der Tochterbetreuung Unterstützung anzubieten. 
Nach Feststellung, dass sich C.________ seit dem 10. Januar 2013 bei ihren Grosseltern 
mütterlicherseits aufhalte, empfiehlt die Beiständin dem Friedensgericht, diesen die Obhut zu 
übertragen. C.________ wird im Jahresbericht 2012 als ein aufgestelltes und fröhliches Mädchen 
beschrieben, welches durch einen extremen Bewegungsdrang und seine Hyperaktivität auffalle. 
Sie wohne bei ihrer Mutter in O.________. Im Berichtsjahr sei durch die Frühberatung festgestellt 
worden, dass sie altersgemäss entwickelt sei, jedoch von Seite der Mutter keine Struktur und keine 
Regeln erhalten habe. 

In der Sitzung vor dem Friedensgericht vom 19. April 2013 wies die Beiständin darauf hin, dass 
durch die Struktur Aufenthalt bei den Grosseltern seit Januar 2013, KITA von Montag bis Mittwoch 
in O.________ und Betreuung durch den Beschwerdeführer von Donnerstag bis Sonntag, für 
C.________ ein geordneter Rahmen geschaffen worden sei, der nicht aufgehoben werden sollte. 
Die ersten drei Lebensjahre von C.________ seien ein ewiges Hin und Her gewesen.

Auch im Jahresbericht 2013 wird der Beschwerdeführer von der Beiständin als verlässlicher und 
verantwortungsbewusster Vater umschrieben, der sich regelmässig um seine Tochter kümmert. 
Weiter wird erwähnt, dass sich dieser vorstellen könne, die Obhut betreffend C.________ zu 
übernehmen. In Bezug auf C.________ wird festgehalten, dass sie seit August 2013 an vier Tagen 
pro Woche die KITA in O.________ besuche. Diese Struktur sowie der vorgegebene Tagesablauf 
habe ihr viel Sicherheit gegeben, wodurch sie sich optimal entwickelt habe und viel ruhiger 
geworden sei.

Im Rahmen ihres Antrags auf Obhutsentzug und Platzierung von C.________ in der Grossfamilie 
H.________ vom 9. Dezember 2014 führt die Beiständin namentlich aus, der Beschwerdeführer 
habe die Beschwerdegegnerin auf dem Drogenstrich J.________ kennengelernt. Der 
Beschwerdeführer sei nicht fähig sich gegenüber der Beschwerdegegnerin zu behaupten und ihr 
Grenzen zu setzen. Einerseits sehe er die Problematik der Beschwerdegegnerin und versuche sie 
von den Drogen fernzuhalten. Andererseits sei er in einer Co-Abhängigkeit, indem er ihr Geld 
gebe. Dazu gebe die Beschwerdegegnerin an, dass der Beschwerdeführer im Gegenzug sexuelle 
Gefälligkeiten verlange. Zu C.________ führt die Beiständin aus, dass sich diese, trotz der 
schwierigen Vergangenheit, positiv entwickelt habe. Ihre Grosseltern würden ihr eine liebevolle 
Erziehung und Tagesstruktur bieten und auch mit ihrer Halbschwester D.________ habe sie eine 
herzliche Beziehung aufbauen können.

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 21. Januar 2015 äusserte sich die Beiständin erneut zur 
Situation von C.________ und führte aus, dass sie kein einfaches Kind sei. Man müsse sie führen, 
sonst sei man verloren. Beim Vater könne sie sagen, wo es durch gehe. Das sei nicht gut. 
C.________ brauche Struktur und dies sei bei ihr Knochenarbeit. Wichtig sei auch, dass die 
Halbschwestern gemeinsam aufwachsen würden.

In ihrer Stellungnahme vom 24. April 2015 legte die Beiständin ihre Einschätzung nochmals 
ausführlich dar und wiederholte, dass C.________ überaus viel Struktur und Führung brauche, die 
ihr in einem professionellen Setting gewährleistet werde. Im Umgang zwischen dem 
Beschwerdeführer und C.________ sei es so, dass sie ihren Vater führen und sagen würde, wo 
und wann sie was machen will. Weiter erinnert sie, dass die Halbschwestern zwischen November 
2014 bis Januar 2015 zusammen bei ihren Grosseltern mütterlicherseits gelebt haben. Seit Januar 

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2015 lebe D.________ in der Grossfamilie H.________. Seither würden sich die Halbschwester 
regelmässig, jeweils mittwochs in der Grossfamilie oder bei den Grosseltern sehen.

cc) Anlässlich der Befragung von G.________ und F.________ am 13. Januar 2015 
durch das Friedensgericht sagten diese im Wesentlichen aus, C.________ und ihre 
Halbschwester, D.________, würden sehr aneinander hängen. Der Beschwerdeführer sei ein 
Weichling ohne Energie, er sich aber um C.________ kümmern würde. Sie habe bei ihm keine 
„Gspänli“ und würde bei ihm noch mehr rebellieren. Er könne ihr nicht den Familienhalt geben, den 
sie oder die Grossfamilie ihr geben könnten. Der Beschwerdeführer sei ein super Vater für das 
Wochenende, dann habe er Zeit. Wenn C.________ von ihnen weg müsse, dann sei die 
Grossfamilie die Lösung. Dafür sprach sich auch Beschwerdegegnerin anlässlich der 
Hauptverhandlung vom 21. Januar 2015 aus. Sie ist ebenfalls der Auffassung, dass der 
Beschwerdeführer nicht fähig sei, C.________ Grenzen zu setzen. 

e) Aufgrund der obenstehenden Ausführungen ist erstellt, dass sich der Beschwerdeführer 
seit Januar 2013, im Sinne einer Wochenendbetreuung (seit der Vereinbarung vom 16. April 2014 
grundsätzlich jedes zweite Wochenende), regelmässig um C.________ kümmert. Eine länger 
andauernde, über diese Wochenendbetreuung hinausgehende Zeitdauer hat sich C.________ 
bisher (Ferien vorbehalten) nie beim Beschwerdeführer in L.________ aufgehalten.

Dieses Betreuungssystem funktionierte bisher anscheinend einwandfrei: Dem Beschwerdeführer 
wird denn auch attestiert seine Vaterrolle in diesem Rahmen liebevoll wahrzunehmen. Die 
Kompetenz C.________ ihren Bedürfnissen entsprechend „rund um die Uhr“ zu Betreuen ist dem 
Beschwerdeführer hingegen abzusprechen. Insbesondere aus den wiederholten und ausführlichen 
Berichten/Stellungnahmen der zuständigen Fachperson (Beiständin von C.________) ergibt sich, 
dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage ist, C.________ die klaren Strukturen und Regeln 
vorzugeben, deren sie aufgrund ihrer schwierigen Vergangenheit sowie ihres Charakters bedarf, 
um sich körperliche und geistig optimal zu entwickeln. 

An diesem Ergebnis würde auch die Berücksichtigung der i.S. von Art. 317 Abs. 1 ZPO verspätet 
(sie hätten vom Beschwerdeführer bereits früher eingeholt und vor der Vorinstanz vorgebracht 
werden können) eingereichten Beweismittel (Bestätigung betreffend Reduktion des 
Arbeitspensums und Fremdbetreuung) nichts zu ändern: Selbst bei einer Reduktion des 
Arbeitspensums durch den Beschwerdeführer auf 70% müsste C.________ fremdbetreut werden – 
gemäss Angaben des Beschwerdeführers durch die Familie G.________ und N.________. Dies 
würde dazu führen, dass C.________ nicht nur örtlich (Umzug in das von O.________ rund 45 
Minuten entfernte L.________), sondern auch betreffend ihre Betreuungs-/Bezugspersonen eine 
erhebliche Umstellung durchleben müsste.

Demgegenüber ist ihr die Grossfamilie H.________ im rund 20 Minuten entfernten P.________ 
bereits bekannt: Nicht nur befindet sich ihre kleine Halbschwester D.________ bereits dort, 
sondern es fanden auch schon regelmässig Besuche statt. Dazu kommt, dass es sich bei der 
Grossfamilie H.________ um eine staatlich anerkannte Pflegefamilie handelt, welche in der Lage 
ist, auf die individuellen Bedürfnisse von C.________ einzugehen. Ihre dortige Platzierung ist 
angemessen und geeignet, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Eine Platzierung beim 
Beschwerdegegner kommt bereits aus den Ausführungen hiervor nicht in Frage.

Zusammenfassend überwiegen die aufgezeigten Bedürfnisse von C.________ den Wunsch des 
Beschwerdeführers mit ihr in einem Haushalt zu leben. Die blosse Möglichkeit, dass der 

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Beschwerdeführer den Bedürfnissen von C.________ allenfalls gerecht werden könnte, hält vor 
dem Kindeswohl, das es stets zu wahren gilt, nicht stand. 

Damit sind die von der Vorinstanz getroffenen Massnahmen geeignet, erforderlich und 
verhältnismässig, weshalb der Entzug des Aufenhaltsbestimmungsrechts gegenüber dem 
Beschwerdeführer wie auch die Platzierung von C.________ ab den Sommerferien 2015 in der 
Grossfamilie H.________ zu bestätigen sind. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.

3. a) Der Beschwerdeführer macht im Übrigen geltend, das Besuchsrecht des Elternteils, der 
nicht die Obhut über C.________ inne hat, resp. bei dem C.________ nicht platziert ist sowie das 
Besuchsrecht der Grosseltern mütterlicherseits, G.________ und F.________, sei behördlich zu 
regeln.

b) Soweit der Beschwerdeführer die behördliche Regelung des Besuchsrechts von 
B.________ sowie G.________ und F.________ beantragt, wird die Rüge mangels 
Aktivlegitimation abgewiesen.

c) In ihrem Entscheid hielt die Vorinstanz dazu namentlich fest, es sei unbestritten, dass 
den Kindseltern und im vorliegenden Fall auch den Grosseltern, welche C.________ bis jetzt 
betreut haben, ein Besuchs- und Ferienrecht zustehe. Gleichzeitig beauftragte sie die Beiständin, 
eine konkrete Besuchs- und Ferienregelung namentlich für den Beschwerdeführer auszuarbeiten. 

d) Wie hiervor unter Ziff. 2 Bst. c festgehalten ist der laufende Kontakt mit den Eltern auch 
bei Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Platzierung des Kindes etwa in einer 
Pflegefamilie durch Besuche, Briefe und Telefonate aufrecht zu erhalten (vgl. BREITSCHMID, a.a.O., 
Art. 310 ZGB N 10). 

Eltern denen die Obhut – etwa aufgrund eines Entzugs gestützt auf Art. 310 ZGB – nicht zusteht, 
und das minderjährige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr 
(Art. 273 Abs. 1 ZGB; SCHWENZER/COTTIER, in: BSK ZGB, 5. Aufl., Basel 2014, Art. 273 ZGB N 8). 
Dabei hat die Kindesschutzbehörde (Friedensgericht) den persönlichen Verkehr zwischen Eltern 
und Kindern, wenn Ersteren im Wege einer Kindesschutzmassnahme  das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen wurde – so im Falle von Art. 310 ZGB –, von Amtes 
wegen zu regeln (SCHWENZER/COTTIER, a.a.O., Art. 275 ZGB N 3; HEGNAUER, in: BK, Bd. II/2/2/1, 
Art. 270-295 ZGB, Bern 1997, Art. 275 ZGB N 6, 10 und 67). Ist das Kind in einer Pflegefamilie 
untergebraucht und besteht kein Grund zur Verweigerung oder Entziehung des persönlichen 
Verkehrs im Sinne von Art. 274 Abs. 2 ZGB, so setzt die Kindesschutzbehörde nach Anhörung der 
Eltern und der Pflegeeltern die nach den Umständen angemessene Besuchsordnung fest. Dabei 
kann die Kindesschutzbehörde dem Beistand respektive der Beiständin des Kindes, die 
Vorbereitung, aber nicht die verbindliche Festsetzung des Besuchsrechts übertragen (HEGNAUER, 
a.a.O, Art. 275 ZGB N 69 und 129). Möglich ist hingegen dem Beistand respektive der Beiständin 
die Befugnis einzuräumen, bestimmte notwendige Modalitäten der Besuche verbindlich 
festzusetzen, die nach den konkreten Umständen nicht zum voraus geregelt werden können.

Nach dem Gesagten hätte die Vorinstanz mit dem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts 
gestützt auf Art. 310 ZGB, von Amtes wegen eine Besuchs- und Ferienregelung erlassen sollen. In 
diesem Punkt wird die Beschwerde folglich gutgeheissen, der Entscheid betreffend Dispositivziffer 
6 aufgehoben und im Sinne der Erwägungen zur Regelung des Besuchs- und Ferienrechts des 
Beschwerdeführers an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Gerichtskosten, pauschal festgesetzt auf 
CHF 800.00, zu ¾, ausmachend CHF 600.00, dem Beschwerdeführer auferlegt. CHF 200.00 

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gehen zu Lasten des Kantons (Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 2 ZPO, Art. 95 f. ZPO und Art. 
19 JR).

Die Beschwerdegegnerin verlangt die Beschwerde unter Entschädigungsfolge abzuweisen. Nach 
Art. 6 Abs. 3 KESG, welches namentlich in Ergänzung des ZGB und der ZPO das Verfahren vor 
den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden sowie vor der Beschwerdeinstanz regelt (vgl. Art. 1 
Abs. 1 Bst. c KESG), können Parteikosten zugesprochen werden, soweit das Verfahren einen 
Konflikt mit privaten Interessen betrifft. Diese Bestimmung entspricht dem inzwischen 
aufgehobenen Artikel 14 des Gesetzes über die Gerichtsorganisation (Botschaft zum KESG S. 6). 
Weder diese Botschaft noch diejenige vom 14. Dezember 2009 zum Justizgesetz (S. 26) äussern 
sich zum Begriff „private Interessen“. Aus der Botschaft zum Justizgesetz und der Antwort des 
Staatsrates vom 11. November 2008 auf eine Motion ergibt sich jedoch, dass eine Entschädigung 
nur in strittigen Verfahren auszurichten ist (TGR 2008 S. 2387). Dies trifft bei Verfahren betreffend 
die Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts nicht zu. Daraus folgt, dass der kantonale 
Gesetzgeber das Zusprechen einer Entschädigung bei Verfahren, die die freiwillige Gerichtsbarkeit 
betreffen, unabhängig vom Verfahrensausgang ausgeschlossen hat. Für die obsiegende Partei 
mag diese Lösung zwar als streng erscheinen. Sie entspricht jedoch dem Willen des 
Gesetzgebers. Im Übrigen hat das Bundesgericht entschieden, dass der Bundesgesetzgeber die 
Regelung der Parteientschädigung im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz den 
Kantonen überlassen hat (BGE 140 III 385 E. 2.3) und dass die Kantone aufgrund von Art. 116 
ZPO grundsätzlich die Möglichkeit haben, von der Ausrichtung einer Parteientschädigung 
abzusehen (BGE 139 III 471 E. 3.3). Den Parteien wird damit keine Parteientschädigung 
zugesprochen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege wird die Rechtsbeiständin der 
Beschwerdegegnerin für das vorliegende Verfahren analog Art. 122 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 95 f. 
ZPO, Art. 63 und Art. 64 Abs. 1 Bst. c JR ein Honorar in der Höhe von CHF 800.00 (inkl. Auslagen 
und 8 % MwSt.) zulasten der Gerichtskasse ausgerichtet.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, der Entscheid des Friedensgerichts vom 
21. Januar 2015 im Umfang von Dispositivziffer 6 aufgehoben und im Sinne der Erwägungen 
zur Regelung des Besuchs- und Ferienrechts von A.________ an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

II. Die dem Staat geschuldeten Gerichtskosten, bestimmt auf CHF 800.00, werden im Umfang 
von CHF 600.00 A.________ auferlegt. CHF 200.00 gehen zulasten des Kantons.

III. Den Parteien wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege wird RAin Galatia Pfister für das 
vorliegende Verfahren ein Honorar in der Höhe von CHF 800.00 (inkl. Auslagen und 8 % 
MwSt.) zulasten der Gerichtskasse ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 3. Juni 2015/lgr

Präsident Gerichtsschreiberin
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