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**Case Identifier:** 951ddc26-1467-5720-a6eb-d8e5e31a6746
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.04.2024 200 2024 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-65_2024-04-15.pdf

## Full Text

200 24 65 IV
JAP/IMD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. April 2024

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. Dezember 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2024, IV/24/65, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
selbstständigerwerbender ..., meldete sich im Februar 2020 unter Hinweis 
auf eine Polyneuropathie bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 8). Die IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte erwerbliche sowie medizinische 
Abklärungen; sie holte insbesondere einen Bericht des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD) vom 22. Februar 2022 (AB 91) und einen Ab-
klärungsbericht ... vom 28. Juli 2022 (AB 101) ein. Mit Vorbescheid vom 
11. August 2022 (AB 103) stellte sie die Verneinung eines Rentenan-
spruchs mangels Erwerbseinbusse in Aussicht, wogegen der Versicherte 
Einwände erheben liess (AB 109, 113). Die IVB veranlasste in der Folge 
eine Begutachtung durch Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie 
(Gutachten vom 15. September 2023 [AB 136.1]), und holte eine Stellung-
nahme des Abklärungsdienstes vom 20. Oktober 2023 (AB 138) ein. Nach 
erneut durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 139, 141) verneinte sie 
mit Verfügung vom 7. Dezember 2023 (AB 143) einen Rentenanspruch.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch die B.________ AG, 
Rechtsanwältin D.________, mit Eingabe vom 22. Januar 2024 Beschwer-
de mit den folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 7. Dezember 2023 sei auf-
zuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei eine Invalidenrente zuzusprechen.

3. Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 7. Dezember 
2023 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorin-
stanz zurückzuweisen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –

Mit Beschwerdeantwort vom 23. Februar 2024 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2024, IV/24/65, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]); auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) sind eingehalten. Zwar werden in der 
Beschwerde vom 22. Januar 2024 auch berufliche Eingliederungsmass-
nahmen thematisiert (S. 3 Ziff. III Ziff. 6), die Rechtsbegehren (S. 2 Ziff. I) 
gehen jedoch nicht über das Anfechtungsobjekt (vgl. E. 1.2 hiernach) hin-
aus, sondern beschränken sich klar auf den Rentenanspruch. Dementspre-
chend ist – entgegen der Argumentation der Beschwerdegegnerin in der 
Beschwerdeantwort (S. 2 lit. A Ziff. 1 sowie lit. C Ziff. 5) – auf die Be-
schwerde vollumfänglich einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. Dezember 2023 
(AB 143). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG und der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) in Kraft 
getreten (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; AS 2021 705). In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 148 V 162 E.  3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213). Zwar datiert die angefochtene Verfügung vom 7. Dezember 2023 
(AB 143), womit sie nach dem Inkrafttreten der WEIV vom 19. Juni 2020 
erging. Indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Ent-
stehung eines Rentenanspruchs mit Blick auf die im Februar 2020 erfolgte 
Anmeldung (AB 8) vor dem 1. Januar 2022 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG), wes-
halb die diesbezüglichen Bestimmungen des IVG, des ATSG und der IVV 
in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung massgebend sind (fortan 
aArt.; vgl. Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversi-
cherungen über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; 
zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 
S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-

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werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gülti-
gen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versi-
cherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 
sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 14. Mai 2019 (AB 14 S. 27 ff.) diagnostizierte Dr. 
med. E.________, Fachärztin für Neurologie, eine längenabhängige sen-

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somotorische demyelisierende Polyneuropathie, Ätiologie unklar, differenti-
aldiagnostisch entzündlich. Der Patient beklage seit ca. eineinhalb Jahren 
progrediente Gefühlsstörungen in den Beinen. Beim Laufen habe er das 
Gefühl, etwas unsicherer zu werden, aber er könne im Alltag noch alles 
problemlos bewältigen.

Am 17. Juli 2019 (AB 14 S. 22 f.) berichtete die Ärztin nach zwischenzeit-
lich durchgeführter Solumedroltherapie über eine subjektiv empfundene 
Verschlechterung, die klinisch und elektrophysiologisch nicht sicher objekti-
viert werden könne. Elektrophysiologisch zeige sich im Vergleich zur Vor-
untersuchung in den sensiblen Neurographien allenfalls sogar eine leichte 
Verbesserung. Die Ursache der Neuropathie müsse offengelassen werden.

3.1.2 Im Bericht vom 8. Februar 2020 (AB 14 S. 3 ff.) führte die 
Hausärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medi-
zin, aus, Arbeiten auf dem ... seien zwar noch möglich, aber in deutlich 
vermindertem Arbeitstempo. Normales Gehen sei mit Schmerzen in den 
Füssen verbunden. Es bestehe eine zunehmende Gangunsicherheit. Zum 
jetzigen Zeitpunkt sei es schwierig, eine Prognose zur Arbeitsfähigkeit ab-
zugeben. Die Progredienz habe bis anhin nicht verhindert werden können 
und der Zustand verschlechtere sich trotz Therapieversuchen konstant.

3.1.3 Dr. med. G.________, Fachärztin für Neurologie, Ärztin beim RAD, 
bestätigte im Bericht vom 27. Januar 2021 zur Kurzuntersuchung vom 
19. Januar 2021 (AB 55) die von der behandelnden Neurologin gestellte 
Diagnose. Sie hielt fest, seit ca. ein bis zwei Jahren bestehe eine medizi-
nisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20 % oder mehr. Eine Arbeitsun-
fähigkeit von 80 % in der selbstständigen Tätigkeit als ... ab Mai 2020 sei 
nachvollziehbar.

3.1.4 Am 28. Mai 2021 wurde dem Beschwerdeführer ein Rückenmark-
stimulator zur Schmerzlinderung implantiert (AB 71 S. 2 f.). Dr. med. 
E.________ berichtete diesbezüglich am 3. November 2021 (AB 86), dass 
die Schmerzen mit dem Stimulator gut eingestellt seien. Klinisch und elek-
trophysiologisch bestehe ein stabiler Verlauf. Die einzigen neuen Be-
schwerden seien intermittierend brennende Missempfindungen an den obe-
ren Extremitäten, wobei diese nur sehr gering ausgeprägt seien. Zur Ar-

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beitsfähigkeit führte die behandelnde Neurologin im Schreiben vom 28. 
Dezember 2021 (AB 88 S. 1) aus, es bestehe auch nach der Stimulator-
Implantation weiterhin eine deutlich eingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Länge-
res Stehen sowie schwere körperliche Tätigkeiten seien sicher erschwert.

3.1.5 Die RAD-Ärztin Dr. med. G.________ erachtete den Beschwerde-
führer im Bericht vom 22. Februar 2022 (AB 91) in seiner Tätigkeit als ... als 
zu 20 bis 30 % leistungsfähig. In einer rein sitzenden Tätigkeit sei ein Pen-
sum von sechs Stunden mit einer Leistungsminderung von ca. 20 bis 30 % 
zumutbar.

3.1.6 Dr. med. F.________ ging im Attest vom 25. September 2022 (AB 
113 S. 2) davon aus, dass eine sitzende Tätigkeit zwischen sechs und acht 
Stunden pro Tag nicht zumutbar sei. Auf dem ... und im Haushalt könne der 
Patient in einem angepassten Tagesablauf einige wenige Arbeiten verrich-
ten. Sie attestierte ab Februar 2020 Arbeitsunfähigkeiten zwischen 70 und 
100 %, ab September 2020 durchgehend eine solche von 100 % (AB 141 
S. 5 ff.). 

3.1.7 Im Gutachten vom 15. September 2023 (AB 136.1) diagnostizierte 
Dr. med. C.________ eine sensomotorische beinbetonte axonale und de-
myelinisierende Polyneuropathie unklarer Ätiologie (ICD-10 G62.9) mit 
Symptombeginn circa Anfang 2018 (AB 136.1 S. 26 Ziff. 6.3). Er führte aus, 
seit ungefähr Anfang 2018 seien schmerzhafte Gefühlsstörungen zunächst 
an den Unterschenkeln und Füssen und dann später auch an den Unter-
armen aufgetreten. Diese seien schliesslich aufgrund der neurologischen 
Abklärungen auch mittels mehrfacher Elektroneurographien auf eine axo-
nale und demyelinisierende sensomotorische Polyneuropathie zurückge-
führt worden. Wegen der eigentlich im Vordergrund der subjektiven Be-
schwerden stehenden Schmerzen an den Extremitäten sei eine Beteiligung 
der dünnen unbemarkten Nervenfasern durchaus möglich, eine solche sei 
aber gemäss dem vorliegenden Aktendossier bisher nicht näher untersucht 
worden. Die klinisch-neurologischen Befunde seien mit einer sensomotori-
schen Polyneuropathie durchaus vereinbar. Die Reflexe seien kaum aus-
lösbar und die Berührungsempfindung sei distal an den Beinen vermindert, 
die Hinterstrangqualitäten seien aber an sich nicht relevant beeinträchtigt. 
Diagnostisch sei von den behandelnden Neurologen bis anhin am ehesten 

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von einer chronischen demyelinisierenden inflammatorischen Polyneuropa-
thie (CIDP) ausgegangen worden. Diese Diagnose sei aber offensichtlich 
gemäss dem vorliegenden Aktendossier nicht wirklich bestätigt oder aus-
geschlossen worden. Diesbezüglich seien ausführliche diagnostische Krite-
rien verfügbar, welche auch im Hinblick auf die bei einer CIDP zur Verfü-
gung stehenden therapeutischen Möglichkeiten zweifelsohne wichtig seien. 
Die Diagnose sei somit bis anhin als ungewiss einzustufen. Falls eine CIDP 
effektiv vorliegen sollte, bestünden zahlreiche therapeutische Möglichkeiten 
neben intravenösen Immunglobulinen und Steroiden, welche beim Patien-
ten bis anhin offenbar nicht versucht worden seien. Auch wenn somit ge-
wisse diagnostische und therapeutische Unsicherheiten in Bezug auf den 
bisherigen Verlauf beim Versicherten bestünden, könne aus neurologischer 
Sicht zurzeit doch festgestellt werden, dass die funktionellen Einschrän-
kungen aufgrund der aktuellen klinisch-neurologischen Untersuchung nicht 
sehr erheblich seien. Im Vordergrund stünden die Schmerzen. Diesbezüg-
lich werde eine recht hoch dosierte Behandlung mit Pregabalin durchge-
führt und zusätzlich sei bereits vor einigen Jahren ein Rückenmarkstimula-
tor lumbal implantiert worden. Die bisherigen therapeutischen Versuche 
einer Schmerzdistanzierung mit Antidepressiva seien offenbar aufgrund 
von Nebenwirkungen nicht erfolgreich durchführbar gewesen. Aus neurolo-
gischer Sicht erscheine es somit durchaus sinnvoll, wenn beim Patienten 
eine erneute diagnostische und therapeutische Reevaluation beispielswei-
se am Spital H.________ stattfinden würde, um zumindest die Diagnose 
einer CIDP zu bestätigen oder auszuschliessen und dann darauf basierend 
allfällige weitere therapeutische Möglichkeiten vorzuschlagen. Die aktuelle 
Situation sei aus neurologischer Sicht etwas unbefriedigend, weil der Ex-
plorand einerseits von den behandelnden Ärzten fortlaufend zu 100 % ar-
beitsunfähig geschrieben werde, es aber andererseits eigentlich keine klare 
Diagnose und dementsprechend keine weiteren therapeutischen Möglich-
keiten gebe. Auch sei es aus versicherungsmedizinischer Sicht auffallend 
und diskrepant, dass dem Exploranden einerseits zwar ständig eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert werde, er andererseits aber durch-
aus noch an sieben Tagen in der Woche auf ... arbeite. Das zeitliche Pen-
sum sei hierbei an sich nicht relevant eingeschränkt, der Explorand selber 
schätze seine Arbeitsfähigkeit aktuell mit drei bis vier Stunden täglich ein. 
Dies entspreche somit einer Arbeitsfähigkeit von ungefähr 50 % für die bis-

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herige Tätigkeit. In Anbetracht des fast normalen zeitlichen Pensums werde 
vom Exploranden selber offensichtlich eine Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit von 50 % attestiert, was durchaus nachvollziehbar erscheine aus 
neurologischer und versicherungsmedizinischer Sicht. Die anamnestischen 
Angaben seien nicht ganz konsistent, dennoch erscheine die bisherige kör-
perlich schwere Tätigkeit als ..., welche vorwiegend mit Stehen und im Ge-
hen ausgeübt wird, für die bestehende Diagnose der sensomotorischen 
Polyneuropathie als ungünstig. Hierbei erscheine somit eine Arbeitsfähig-
keit von 50 % für die bisherige Tätigkeit als sinnvoll. Für eine besser ange-
passte Tätigkeit werde aktuell eine Arbeitsfähigkeit von 80 % attestiert. 
Hierbei sei das zeitliche Pensum nicht eingeschränkt, aufgrund der 
Schmerzen und der damit einhergehenden vermehrt erforderlichen Pausen 
bestehe aber eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit um 20 %. Eine 
solche besser angepasste Tätigkeit sollte vorwiegend körperlich leicht und 
nur selten mittelschwer sowie vorwiegend wechselbelastend erfolgen 
(AB 136.1 S. 23 ff. Ziff. 6.1, S. 28 f. Ziff. 8).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

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Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte die Verfügung vom 7. Dezember 
2023 (AB 143) in medizinischer Hinsicht auf das von Dr. med. C.________ 
verfasste neurologische Gutachten vom 15. September 2023 (AB 136.1). 
Dieses erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert eines Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2.2 hiervor). 
Die gutachterlichen Ausführungen und Feststellungen beruhen auf einge-
henden, fachärztlichen Abklärungen (AB 136.1 S. 19 ff. Ziff. 4) und sind in 
Kenntnis der Vorakten (AB 136.1 S. 4 ff. Ziff. 2) sowie unter Berücksichti-
gung der geklagten Einschränkungen (AB 136.1 S. 13 ff. Ziff. 3) getroffen 
worden. Anders als der Beschwerdeführer anzunehmen scheint (Be-
schwerde S. 6 Ziff. III Ziff. 17, S. 7 Ziff. III Ziff. 21), handelt es sich beim 
Gutachten von Dr. med. C.________ vom 15. September 2023 (AB 136.1) 
nicht um einen versicherungsinternen ärztlichen Bericht, sondern um ein 
versicherungsexternes Gutachten, welches erhöhten Beweiswert geniesst 
(vgl. E. 3.2.3 hiervor). Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, vermag der Be-
schwerdeführer mit seinen Rügen keine konkreten Indizien zu benennen, 
welche gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens sprechen würden.

3.3.1 Die vom Gutachter gestellte Diagnose einer sensomotorischen 
Polyneuropathie (ICD-10: G62.9; AB 136.1 S. 26 Ziff. 6.3) steht in Überein-
stimmung mit den Einschätzungen der behandelnden Neurologin Dr. med. 
E.________ (bspw. AB 14 S. 27, 69 S. 2 Ziff. 3) sowie der RAD-Ärztin Dr. 
med. G.________ (AB 55 S. 4, 91 S. 5) und ist zwischen den Parteien zu 
Recht unbestritten (vgl. auch Beschwerde S. 2 Ziff. III Ziff. 1). Die Ätiologie 

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der Polyneuropathie, welche der Gutachter als unbekannt bezeichnet 
(AB 136.1 S. 26 Ziff. 6.3), während die behandelnde Dr. med. E.________ 
teilweise zumindest differentialdiagnostisch von einer entzündlichen Gene-
se im Sinne einer chronisch inflammatorisch demyelinisierenden Polyneur-
opathie spricht (vgl. AB 14 S. 27 ff., 15 S. 2 Ziff. 2.5, 46 S. 2 Ziff. 3; vgl. 
aber den Bericht vom 30. Juni 2021, in welchem die behandelnde Neurolo-
gin wie der Gutachter von einer unklaren Ursache ausgeht [AB 69 S. 2 Ziff. 
3]), hat allenfalls therapeutische Implikationen (AB 136.1 S. 24 Ziff. 6.1, 
S. 27 Ziff. 7.1). Versicherungsmedizinisch ist dies hingegen irrelevant (Be-
schwerde S. 5 f. Ziff. Ill Ziff. 14 f.), kommt es doch nicht auf die genaue 
Diagnose an, sondern darauf, welche Auswirkungen eine Krankheit auf die 
Arbeitsfähigkeit hat (statt vieler: Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
28. Mai 2019, 9C_867/2018, E. 5.2.1). Hierzu nahm der Gutachter denn 
auch fundiert Stellung und wies darauf hin, dass die funktionellen Ein-
schränkungen aufgrund der aktuellen klinisch-neurologischen Untersu-
chung nicht sehr erheblich seien, sondern die Schmerzen im Vordergrund 
stünden (AB 136.1 S. 24 Ziff. 6.1).

3.3.2 Die gutachterliche Beurteilung der funktionellen Einschränkungen 
(AB 136.1 S. 28 Ziff. 7.2) sowie das differenziert formulierte 
Zumutbarkeitsprofil (AB 136.1 S. 29 Ziff. 8) überzeugen. Dr. med. 
C.________ berücksichtigte insbesondere auch (AB 136.1 S. 22 Ziff. 6.1; 
vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. III Ziff. 12), dass mit der Implantation des 
Neurostimulators (AB 71 S. 2 f.) nur eine Verbesserung der 
Ruheschmerzen erzielt wurde (AB 88 S. 1, 141 S. 4; Akten des Beschwer-
deführers, Beschwerdebeilage [BB] 9 S. 1). Zudem schloss er nicht allein 
gestützt auf das faktische Leistungsvermögen des Beschwerdeführers im 
...betrieb – bei dem dieser Unterstützung durch Dritte in Anspruch nahm 
(Beschwerde S. 4 Ziff. Ill Ziff. 9; AB 101 S. 4 Ziff. 6; BB 9 S. 1) – auf die 
medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit.

3.3.3 Die divergierenden Auffassungen der behandelnden Dres. med. 
E.________ und F.________, wonach eine Arbeitsfähigkeit von 20 % 
(BB 11) bestehe bzw. in einer angepassten Tätigkeit eine maximale 
Arbeitsfähigkeit von zwei bis drei Stunden gegeben sei (BB 4), sind nicht 
geeignet, den Beweiswert der Expertise zu erschüttern. Beide vermochten 

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in den Stellungnahmen vom 15. Januar 2024 (BB 11) bzw. vom 26. No-
vember 2023 (BB 3) und vom 18. Januar 2024 (BB 4) keine wichtigen 
Aspekte zu benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben sind. Für die von Dr. med. E.________ in ihrer 
Bestätigung vom 15. Januar 2024 (BB 11) attestierte Arbeitsfähigkeit von 
lediglich 20 % (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. Ill Ziff. 10) fehlt jegliche 
Begründung, zumal der Beschwerdeführer selbst seine Arbeitsfähigkeit 
gegenüber dem Gutachter höher einschätzte (AB 136.1 S. 18). Überdies 
wies die Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hin (Beschwerdeantwort 
S. 2 f. lit. C Ziff. 6), dass der Hausärztin Dr. med. F.________, die über 
einen Facharzttitel für Allgemeine Innere Medizin verfügt, die 
fachspezifischen Kenntnisse abgehen, um das neurologische Gutachten 
zu entkräften (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 15. November 
2021, 9C_458/2021, E. 3.3). 

3.3.4 Inwiefern die angefochtene Verfügung vom 7. Dezember 2023 
(AB 143) auf unvollständigen Abklärungen beruhen soll (Beschwerde S. 3 
Ziff. Ill Ziff. 6), ist nicht ersichtlich. Insbesondere kann nicht bereits 
aufgrund der Tatsache, dass die behandelnden Ärztinnen die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers anders einschätzen als der 
Gutachter, dessen Beurteilung in Frage gestellt werden und damit von 
einem ungenügend abgeklärten Sachverhalt ausgegangen werden (vgl. 
dazu SVR 2021 IV Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3; 
Beschwerde S. 2 Ziff. I Ziff. 3 und S. 7 Ziff. Ill Ziff. 18 und 21). Die 
Beschwerdegegnerin hat den Sachverhalt genügend abgeklärt. Von 
zusätzlichen medizinischen Sachverhaltserhebungen sind keine weiteren 
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter 
Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 
94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) verzichtet 
werden kann. Auszugehen ist damit von einer medizinisch-theoretischen 
Restarbeitsfähigkeit von 80 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit (AB 
136.1 S. 29 f. Ziff. 8).

3.3.5 Bezüglich der vom Beschwerdeführer angesprochenen 
Progredienz seiner Erkrankung (Beschwerde S. 5 Ziff. III Ziff. 11) kann er 
sich in der Zukunft erneut bei der IV zum Leistungsbezug anmelden. Dabei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2024, IV/24/65, Seite 13

reicht es, glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer 
für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 und 3 
IVV).

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
das (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Aufgrund der im Februar 2020 erfolgten Anmeldung 
zum Rentenbezug (AB 8) ist der (hypothetische) Beginn des Rentenan-
spruchs auf August 2020 festzusetzen (Art. 29 Abs. 1 IVG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2).

4.2.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 7. Dezember 2023 (AB 143) auf den Abklärungsbericht ... vom 
28. Juli 2022 (AB 101). Dieser erfüllt die bundesgerichtlichen Anforderun-
gen an den Beweiswert eines solchen Berichtes (vgl. BGE 140 V 543 
E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2). 
Die Beschwerdegegnerin ermittelte im genannten Bericht das Validenein-
kommen von Fr. 31'289.-- (AB 143 S. 2) gestützt auf die Buchhaltungsun-
terlagen der Jahre 2016 bis 2019 (AB 23.4 - 23.6, 96.5) und unter Aufrech-
nung der persönlichen Sozialversicherungsbeiträge (AB 101 S. 8 Ziff. 10.2, 
S. 10 Ziff. 10.3). Dieses Vorgehen ist unbestritten geblieben und nicht zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2024, IV/24/65, Seite 14

beanstanden. Daran ändert nichts (vgl. E. 4.4 hiernach), dass die Be-
schwerdegegnerin dieses Einkommen nicht auf das Jahr 2020 indexierte 
(frühestmöglicher Rentenbeginn im August 2020 [vgl. E. 4.1 hiervor]).

4.3

4.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur-
erhebungen (LSE) herangezogen. Dabei wird in der Regel der Totalwert 
angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen 
Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte 
Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

4.3.2 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 
Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist 
(nach der hier massgebenden Rechtslage bis 31. Dezember 2021) mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2024, IV/24/65, Seite 15

174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; 
SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3).

4.3.3 Bevor eine versicherte Person Leistungen der Sozialversicherung 
verlangt, hat sie aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht alles ihr Zumut-
bare selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu min-
dern. Ein Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn sie selbst ohne Einglie-
derungsmassnahmen – nötigenfalls mit einem Berufswechsel – zumutbare-
rweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu 
erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutba-
ren Tätigkeit sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten 
des Einzelfalles zu berücksichtigen. Dies gilt auch, wenn es um den Wech-
sel von einer seit Jahren ausgeübten Erwerbstätigkeit zu einer bei der be-
stehenden körperlichen Beeinträchtigung unter Umständen besser geeig-
neten Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder gar um die 
Aufgabe einer als selbstständig Erwerbender ausgeübten Betätigung mit 
eigenem Betrieb geht. Im Vordergrund stehen bei den zu berücksichtigen-
den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie weite-
re persönliche Merkmale wie etwa das Alter, die berufliche Stellung oder 
eine enge Verbundenheit mit dem bisherigen Wohnort. Bei den objektiven 
Umständen sind insbesondere die Verhältnisse auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich 
(SVR 2018 IV Nr. 61 S. 197 E. 4.2, 2017 UV Nr. 45 S. 156 E. 3.3.1). Eine 
Betriebsaufgabe ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar, und 
es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung 
aufrechterhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von ei-
ner gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (SVR 2023 IV Nr. 39 S. 132 
E. 3.5.2).

4.3.4 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ging die Beschwer-
degegnerin zu Recht davon aus, dass dem Beschwerdeführer die Aufgabe 
seines ... Betriebes zumutbar ist (AB 101 S. 7 Ziff.10.1; AB 138 S. 3 f.). Der 
Beschwerdeführer absolvierte eine zweijährige ... Lehre (AB 8 S. 5 Ziff. 5.3) 
und war seit 2006 nach der Übernahme des ... als selbstständigerwerben-
der ... tätig (AB 101 S. 2 Ziff. 3). Aufgrund der Tätigkeit als ... hat er Kennt-
nisse und Fähigkeiten (administrative Tätigkeiten, Arbeiten mit Maschinen), 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2024, IV/24/65, Seite 16

welche in einem adaptierten Berufsumfeld seine Vermittelbarkeit erleich-
tern. Das Alter des Beschwerdeführers (im Verfügungszeitpunkt vom 
7. Dezember 2023 51 Jahre) und mithin die noch verbleibende Aktivitäts-
dauer von 14 Jahren sprechen nicht gegen die Aufgabe der Tätigkeit als ... 
(vgl. etwa Entscheid des BGer vom 9. Juli 2020, 9C_129/2020, E. 4.2). Der 
Beschwerdeführer hat die Struktur und die Mechanisierung des Betriebs 
nicht an die gesundheitlichen Einschränkungen angepasst (AB 101 S. 2 
Ziff. 4), schwere Arbeiten werden durch den Vater und den (angestellten) 
Bruder verrichtet (AB 101 S. 4 f. Ziff. 6.2). Ferner arbeitet seine Ehefrau 
lediglich gelegentlich auf dem ...betrieb mit, da sie zu 90 % auswärts tätig 
ist (AB 101 S. 4 Ziff. 6.1). Dem Beschwerdeführer sind mit Blick auf das 
Zumutbarkeitsprofil angepasste Hilfsarbeiten zu 80 % zumutbar (vgl. 
E. 3.3.4 hiervor). Er könnte – wie nachfolgend aufgezeigt – mit einer sol-
chen Tätigkeit im Vergleich zur jetzigen Arbeit als ... ein höheres Einkom-
men erzielen. Dementsprechend ist die Aufgabe der selbstständigen Er-
werbstätigkeit als zumutbar bzw. gesundheitlich notwendig zu erachten 
(vgl. dazu AB 138 S. 3 f.). Davon scheint denn auch der Beschwerdeführer 
selbst auszugehen, hat er doch seinen ... Betrieb per 1. Januar 2024 ver-
pachtet (Beschwerde S. 2 f. Ziff. III Ziff. 2 und 6; BB 9 S. 2).

Es sind keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass der Beschwerdeführer 
seine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auf dem als 
ausgeglichen zu erachtenden Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 148 V 174 
E. 9.1, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 66 E. 4.2) nicht 
verwerten könnte. Damit ist die Festlegung des Invalideneinkommens an-
hand eines LSE-Tabellenlohnes – wie von der Beschwerdegegnerin vorge-
nommen – nicht zu beanstanden. Gestützt auf Tabelle TA1 der LSE 2020, 
Total, Kompetenzniveau 1, Männer, und unter Berücksichtigung der be-
triebsüblichen Wochenarbeitszeit sowie der gutachterlich attestierten Leis-
tungseinschränkung (vgl. E. 3.3.4 hiervor) ergibt sich ein Invalideneinkom-
men von Fr. 52'652.-- (Fr. 5'261.-- x 12 / 40 x 41.7 [BUA, Total, 2020] x 
0.8). Ob ein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt ist kann offen bleiben, 
da selbst die Gewährung des Maximalabzugs von 25 % (vgl. E. 4.3.2 hier-
vor) am Ergebnis nichts ändern würde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2024, IV/24/65, Seite 17

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (vgl. 
E. 4.2.2 und E. 4.3.4 hiervor) ergibt sich, dass der Beschwerdeführer mit 
dem zumutbaren Einkommen in einer Hilfstätigkeit mehr verdienen würde 
als in der bisher ausgeübten ... Tätigkeit, weshalb er keinen Anspruch auf 
eine Rente hat. Hieran würde sich auch mit einem Abzug von 25 % vom 
Tabellenlohn nichts ändern; diesfalls resultierte ein das Valideneinkommen 
von Fr. 31'289.-- immer noch übersteigendes Invalideneinkommen von Fr. 
39'489.-- (Fr. 52'652.-- x 0.75). Damit ist die angefochtene Verfügung vom 
7. Dezember 2023 (AB 143) im Ergebnis nicht zu beanstanden und die 
dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2024, IV/24/65, Seite 18

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.