# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c21d74b4-8493-5875-8ec2-6615bbbfbe98
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 03.11.2021 SK1 2019 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2019-33_2021-11-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 3. November 2021

Referenz SK1 19 33

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Moses, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Walker, Aktuarin

Parteien A._____
 Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Josef Gabrieli
Ettisberger Domenig & Partner, Hinterm Bach 40, Postfach 193, 
7001 Chur 

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur
Berufungsbeklagte

B._____, geboren am _____2009
Privatkläger
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Diana Honegger
Quaderstrasse 2, 7000 Chur 

C._____, geboren am _____1990
Privatklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge
Susenbühlstrasse 79, 7000 Chur 

D._____, geboren am _____2014
Privatklägerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Diana Honegger

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Quaderstrasse 2, 7000 Chur 

Gegenstand mehrfache Drohung gemäss Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB etc.

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Plessur vom 23.05.2019, mitgeteilt am 
24.07.2019 (Proz. Nr. 515-2018-21)

Mitteilung 26. April 2022

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Sachverhalt

A. Am 23. Mai 2019 sprach das Regionalgericht Plessur A._____ der mehrfa-
chen Drohung gemäss Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB, der mehrfachen einfachen Kör-
perverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB, der mehrfachen Tätlichkeiten 
gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB, der Nötigung gemäss Art. 181 StGB, der mehr-
fachen Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB, des mehrfachen Unge-
horsams gegen amtliche Verfügungen gemäss Art. 292 StGB und des Miss-
brauchs einer Fernmeldeanlage gemäss Art. 179septies StGB schuldig. Es bestrafte 
ihn mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer Busse von CHF 1'000.00. 
Für den Teil der Freiheitsstrafe von 9 Monaten schob es den Vollzug unter Anset-
zung einer Probezeit von 3 Jahren auf. Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse leg-
te es auf 10 Tage fest. Sodann verwies das Regionalgericht die Zivilklage von 
D._____ gegen A._____ auf den Zivilweg. Hingegen hiess es die Zivilklage von 
B._____ teilweise gut und sprach ihm eine Genugtuung in Höhe von CHF 500.00 
zu, wobei es die Zivilklage im Übrigen auf den Zivilweg verwies. Den Antrag be-
treffend Vormerknahme von Schadenersatzansprüchen von B._____ und D._____ 
wurde abgewiesen. Weiter wurde A._____ verpflichtet, C._____ eine Genugtuung 
von CHF 3'000.00 zuzüglich 5% Zins seit 1. Mai 2016 bis zu einem Maximalbetrag 
von CHF 7'500.00 zu bezahlen. Im Übrigen wurde die Zivilklage von C._____ auf 
den Zivilweg verwiesen. Die Verfahrenskosten auferlegte das Regionalgericht zu 
4/5 A._____, ebenso die Entschädigung der amtlichen Verteidigung und des un-
entgeltlichen Rechtsbeistands von C._____ und der Rechtsbeiständin der Kinder, 
wobei diese Entschädigungen vorerst dem Kanton Graubünden auferlegt wurden.

B. Gegen dieses Urteil erhob A._____ (nachfolgend: Beschuldigter bzw. Beru-
fungskläger) am 27. Mai 2019 fristgerecht Berufung. Die Berufungserklärung da-
tiert vom 12. August 2019. Der Beschuldigte begehrt, er sei vom Vorwurf der 
mehrfachen Drohung gemäss Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB, der mehrfachen einfa-
chen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB, der mehrfachen Tät-
lichkeit gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB, der Nötigung gemäss Art. 181 StGB 
und der mehrfachen Tätlichkeit gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB freizusprechen. 
Er beantragt, er sei des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen 
gemäss Art. 292 StGB und des Missbrauchs einer Fernmeldeanlage gemäss 
Art. 179septies StGB mit einer Busse von CHF 1'000.00 zu verurteilen, unter gesetz-
licher Kostenfolge. Der Beschuldigte stellte zudem drei Beweisanträge, wonach 
von der aktuellen Arbeitgeberin die aktuellen Stundenrapporte und Arbeitspläne 
und vom KJP Graubünden ein Bericht über den Verlauf der Erinnerungskontakte 
mit seinen Kindern einzuholen seien, auch sei ein Gutachten über die Gewaltbe-
reitschaft und die ausgehende Gefahr des Angeklagten einzuholen.

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C. Mit Eingabe vom 3. September 2019 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf 
eine Stellungnahme gemäss Art. 400 Abs. 3 StPO.

D. Am 31. August 2021 entschied der Vorsitzende der I. Strafkammer über die 
gestellten Beweisanträge. Er verfügte, dass C._____ anlässlich der Berufungsver-
handlung vom 2. November 2021 als Auskunftsperson befragt werde. Die in der 
Berufungserklärung vom 12. August 2019 gestellten Beweisanträge wurden abge-
lehnt.

E. Die Hauptverhandlung fand am 2. November 2021 statt. Der Beschuldigte 
stellte folgende Schlussanträge (vgl. Art. 81 Abs. 2 lit. d StPO): 

1. Ziff. 2, 4, 5, und 6 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben.

2. A._____ sei vom Vorwurf

- der mehrfachen Drohung gemäss Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB,

- der mehrfachen einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 
2 Abs. 4 StGB,

- der mehrfachen Tätlichkeit gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB,

- der Nötigung gemäss Art. 181 StGB

- der mehrfachen Tätlichkeit gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB

freizusprechen.

3. Eventualiter sei A._____ hierfür mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 
9 Monaten zu bestrafen.

4. Unter gesetzlicher Kostenfolge für das kantonsgerichtliche Verfahren. 

Die Staatsanwaltschaft stellte den Antrag auf kostenpflichtige Abweisung der Be-
rufung zulasten des Berufungsklägers.

F. Das Urteil wurde am 3. November 2021 beraten und dem Beschuldigten am 
4. November 2021 im Dispositiv schriftlich mitgeteilt.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Gegen das angefochtene erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Ples-
sur ist die Berufung zulässig (Art. 398 Abs. 1 StPO). Die Eintretensvoraussetzun-
gen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Berufung ist einzutreten.

1.2. Das Berufungsgericht kann das Urteil in allen angefochtenen Punkten um-
fassend überprüfen (Art. 398 Abs. 2 StPO). Unter Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 
StPO erwachsen die mit Berufungserklärung nicht angefochtenen Punkte in 

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Rechtskraft (BGer 6B_428/2013 v. 15.04.2014, E. 3.3 und 6B_694/2012 
v. 27.06.2013, E. 1.3). Nicht angefochten wurden die Schuldsprüche betreffend 
den mehrfachen Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen gemäss Art. 292 StGB 
und des Missbrauchs einer Fernmeldeanlage gemäss Art. 179septies StGB. Diese 
Punkte sind somit in Rechtskraft erwachsen (vgl. vorstehend; Art. 437 StPO; 
Art. 402 StPO). Sodann wurde das Strafverfahren gegen den Beschuldigten mit 
Bezug auf den Vorwurf der mehrfachen Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a 
StGB zum Nachteil von B._____ (Ziff. 1.2.2 der Anklageschrift), soweit diese vor 
dem 23. Mai 2016 stattgefunden haben, eingestellt. Ebenso erfolgte die Einstel-
lung des Strafverfahrens gegen den Beschuldigten bezüglich des Vorwurfs der 
mehrfachen Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB zum Nachteil von 
D._____ (act. B.1, Dispositivziffern 1 und 2).

2. Vorbringen des Beschuldigten

Der Beschuldigte wandte sich mit seiner Berufung in erster Linie gegen die Voll-
zugsform der Strafe. Er machte geltend, dass er sich zwischenzeitlich ein neues 
Leben aufgebaut habe, einer Arbeitsstelle als Zugsmitarbeiter im E._____ nach-
gehe, die Arbeitgeberin mit ihm zufrieden sei und die Arbeit ihm Spass mache. Ein 
unbedingter Vollzug der Freiheitsstrafe würde ihn, gemäss Darstellung seines Ver-
teidigers, wieder zurückwerfen. Da die Einsätze sehr unterschiedlich seien und er 
auf der Strecke zwischen F._____, G._____ und H._____ unterwegs sei, sei 
selbst eine Halbgefangenschaft schlicht nicht umsetzbar. In einem solchen Fall 
würde er seinen Job verlieren, was sich äusserst negativ auf sein Leben auswir-
ken würde. Da er mit dem Kapitel der gescheiterten Ehe abschliessen wolle, wäre 
er bereit, eine bedingte Freiheitsstrafe von 9 Monaten zu akzeptieren. Die Progno-
se stehe entgegen der vorinstanzlichen Würdigung günstig und es gebe keinen 
Grund für das Aussprechen einer unbedingten Freiheitsstrafe. Eine teilbedingte 
Freiheitsstrafe, wie sie die Vorinstanz gesprochen habe, sei vorliegend unverhält-
nismässig und nicht notwendig (act. A.1, S. 1 ff.). Dies vorausgeschickt, bestritt 
der Beschuldigte im Folgenden die ihm vorgeworfenen Taten. Sein Verteidiger 
machte im Wesentlichen geltend, es gebe keine Beweise für die von der Privat-
klägerin vorgetragenen Vorwürfe. Vorliegend bestehe eine typische "Aussage ge-
gen Aussage" Konstellation. Da die Privatklägerin diverse unterschiedliche Tat-
schilderungen von sich gegeben habe, seien ihre Aussagen mit Widersprüchen 
behaftet und es fehle an einer Konstante in den Aussagen von C._____. Der Be-
schuldigte habe hingegen die Vorwürfe stets bestritten. Aufgrund der Inkonsisten-
zen in den Aussagen der Privatklägerin sei der Beschuldigte in Anwendung der 
Beweiswürdigungsregel "in dubio pro reo" von sämtlichen Anklagevorwürfen frei-

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zusprechen. Da die einzigen erwiesenen Taten gegen C._____ der Ungehorsam 
gegen ein gerichtliches Verbot und der Missbrauch einer Fernmeldeanlage dar-
stellten, fehle es auch an einer immateriellen Unbill, die eine Genugtuung rechtfer-
tigen würde, weshalb ihr keine Genugtuung zuzusprechen sei. Auch könne die 
"Erziehungsmassnahme gegen B._____" keineswegs derart gravierende Folgen 
gehabt haben, die eine Genugtuung rechtfertigen würden (vgl. act. A.1, S. 6 ff.).

3. Sachverhaltserstellung

3.1. Anklage

3.1.1. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten folgende, im Berufungsver-
fahren noch zu beurteilende Lebenssachverhalte vor:

1.1. Mehrfache Drohung gemäss Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB, mehrfache 
einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB und mehr-
fache Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB zum Nachteil von 
C._____

"Die Eheleute A._____ und C._____ kamen im Jahr 2011 als Flüchtlinge 
vom Irak in die Schweiz, zusammen mit ihrem Sohn B._____, geboren am 
_____ 2009. Am 18. August 2014 wurde die gemeinsame Tochter D._____ 
geboren. Um den 10. September 2016 zog C._____ mit beiden Kindern 
aus der gemeinsamen ehelichen Wohnung an der I._____ in F._____ aus.

Bis zum Auszug aus der ehelichen Wohnung bedrohte der Beschuldigte 
C._____ mehrfach. Zudem kam es zu mehreren körperlichen Übergriffen 
ihr und den Kindern gegenüber. Diese Vorfälle ereigneten sich alle in der 
ehelichen Wohnung an der I._____ in F._____. Namentlich kam es zu fol-
genden Handlungen:

1.1.1. Einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB

Etwa im Frühling/Sommer 2016 nahm der Beschuldigte einen heissen Löf-
fel – mit welchem C._____ in der Bratpfanne kochte – und hielt diesen ab-
sichtlich sehr nah an den Unterarm von C._____. Weil C._____ dadurch 
erschrak, bewegte sie den Arm so, dass sie den Löffel berührte und sich 
am Unterarm verbrannte. Es entstand ein etwa fingerabruckgrosses 
Brandmal. A._____ wusste, dass eine Berührung mit dem Löffel Verbren-
nungen zur Folge haben kann. Indem er den Löffel derart nahe hielt, wollte 
er auch, dass C._____ mit diesem durch eine Bewegung in Berührung 
kommt und sich dadurch verletzt.

1.1.2. Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB und Drohung 
gemäss Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB

Um den 20. August 2016 stritten sich C._____ und der Beschuldigte wegen 
von B._____ benötigten Schulsachen. Im Verlaufe dieses Streits schlug der 
Beschuldigte C._____, welche auf dem Sofa sass, bewusst mit der flachen 
Hand ins Gesicht. Als C._____ aufstand, stiess der Beschuldigte sie zurück 
auf das Sofa. Dann hielt er mit der Hand ihren Hals, so dass Fingerabdrü-
cke entstanden. In der Folge drohte der Beschuldigte C._____, indem er 

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mit zwei Fingern der rechten Hand ihren Kehlkopf hielt und zu ihr sagte, 
dass sie wisse, dass er sie so innert einer Sekunde töten könne. Zudem 
drohte er ihr, gemeinsam mit den Kindern in den Irak zu reisen, wo er 
C._____ zurücklasse und mit den Kindern zurück in die Schweiz kehren 
werde. C._____ wurde dadurch in Angst versetzt. Der Beschuldigte nahm 
durch sein Verhalten und seine bedrohlichen Äusserungen zumindest in 
Kauf, dass C._____ verängstigt wurde.

1.1.3. Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB

Am Samstagmorgen, 3. September 2016, putzte C._____ Zucker vom 
Küchenboden auf, welchen der Beschuldigte fallen gelassen hatte. 
Während sie dazu am Boden kniete, versetzte der Beschuldigte ihr mit dem 
Knie bewusst einen Stoss in den Rücken, so dass sie mit dem Gesicht auf 
den Boden aufschlug und riss sie an ihren Haaren hoch, so dass sie da-
durch aufstand.

1.1.4. Mehrfache Drohung gemäss Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB

Der Beschuldigte, welcher im Nahkampf ausgebildet ist, drohte C._____ im 
Jahr 2016 bis Mitte August 2016 mindestens 7 Mal, indem er ihr in Aussicht 
stellte, sie mit den Fingern und innert einer Sekunde töten zu können. Dies 
tat er, indem er einen Finger an den Hals oder den Unterkiefer von 
C._____ oder ihren Kehlkopf hielt oder sie mit zwei Fingern hielt und ihr 
sagte, dass er sie so umbringen könne, wenn er an der richtigen Stelle am 
Hals drücke. Er könne sie innert einer Sekunde töten. C._____ hatte gros-
se Angst, dass der Beschuldigte das Geäusserte tatsächlich umsetzen 
könnte, auch weil sie wusste, dass er eine Nahkampfausbildung hat. 
Zweimal hatte sie vor Angst Urinabgang. Der Beschuldigte nahm durch 
sein Verhalten und seine bedrohlichen Äusserungen zumindest in Kauf, 
dass C._____ verängstigt wurde.

1.1.5. Einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB

An einem Abend Anfang 2016 – nachdem sich A._____ mit seinem Bruder 
gestritten hatte – trat der Beschuldigte im Schlafzimmer mit dem Fuss be-
wusst in den Rücken von C._____, was ihr Schmerzen verursachte. Die 
durch den Tritt verursachten Schmerzen waren am nächsten Morgen derart 
stark, dass C._____ einen Arzt aufsuchte. A._____ wusste, dass ein Fuss-
tritt in den Rücken starke Schmerzen zur Folge haben kann und wollte dies 
auch.

1.2. Nötigung gemäss Art. 181 StGB und mehrfache Tätlichkeiten 
gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB zum Nachteil von B._____

1.2.1. Nötigung gemäss Art. 181 StGB

Am Samstag, 3. September 2016, kam B._____ am Abend zu spät nach 
Hause. Der Beschuldigte ging dann mit B._____ in die Küche neben die 
Herdplatte, nahm seine Hand und sagte ihm, dass er die Hand das nächste 
Mal, wenn er zu spät komme, verbrennen werde. Dies tat er um ihn einzu-
schüchtern, damit er nicht mehr zu spät komme. B._____ wurde dadurch 
eingeschüchtert.

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Die Drohung, die Hand zu verbrennen, wenn B._____ das nächste Mal zu 
spät nach Hause komme, stellte ein unerlaubtes Mittel dar, B._____ zu 
dem gewünschten Verhalten zu veranlassen.

1.2.2. Mehrfache Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB zum 
Nachteil von B._____

Der Beschuldigte schlug seinem Sohn B._____ von Mitte 2015 bis Sep-
tember 2016 wiederholt, mindestens vier Mal pro Monat, mit der Hand-
fläche ins Gesicht, wenn B._____ seiner Ansicht nach etwas falsch machte. 
Im Juli oder August 2016 verpasste der Beschuldigte B._____ eine Ohrfei-
ge, als dieser zu spät nach Hause kam".

3.1.2. Die Anklage beruhte auf den Aussagen der Ehefrau des Beschuldigten, die 
am 12. September 2016 Strafantrag gegen diesen erhob und sich als Privatkläge-
rin im Straf- und Zivilpunkt konstituierte (vgl. StA act. 3.3; StA act. 3.5). Die Vorin-
stanz sah sämtliche Anklagepunkte als erstellt an (act. B.1, E. 3.1-3.10).

3.1.3. Der Beschuldigte bestritt von Beginn weg die gegen ihn erhobenen Vorwür-
fe (vgl. StA act. 3.9; StA act. 3.11; StA act. 5.1; StA act. 5.3; StA act. 5.5). Einzel-
ne Tathandlungen gab er mit der Zeit zu (dazu, E. 3.5; E. 3.7; E. 3.8). Anlässlich 
der Berufungsverhandlung stritt er wiederum alle Vorhalte ab und sagte aus, das 
alles sei nie passiert (act. H.5, V. Fragen 1-15).

3.2. Glaubhaftigkeit der Aussagen

3.2.1. Nach der Praxis des Bundesgerichts ist die Prüfung der Glaubhaftigkeit von 
Zeugenaussagen primär Sache der Gerichte (BGE 129 I 49 E. 4; 128 I 81 E. 2). 
Zu prüfen ist, ob die Aussagen verständlich, zusammenhängend und glaubhaft 
sind. Ebenso ist abzuklären, ob sie, sofern vorhanden, mit den weiteren Beweisen 
in Einklang stehen (BGer 6B_738/2018 v. 27.3.2019 E. 1.3.1; 6B_653/2016 
v. 19.1.2017 E. 3.2). Der allgemeinen Glaubwürdigkeit eines Zeugen im Sinne ei-
ner dauerhaften personalen Eigenschaft kommt nach heutiger Erkenntnis bei der 
Würdigung von Zeugenaussagen kaum mehr relevante Bedeutung zu. Weitaus 
bedeutender für die Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaubwürdigkeit ist die 
Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage. Glaubhaftigkeitsmerkmale sind inhaltliche 
Merkmale einer Aussage, die eher in erlebnisbegründeten als in erfundenen Aus-
sagen auftreten. Bei der Abklärung des Wahrheitsgehalts von (Zeugen)Aussagen 
hat sich die sogenannte Aussageanalyse weitgehend durchgesetzt. Diese diffe-
renziert aufgrund von sogenannten "Realkennzeichen" zwischen erlebnisbasierten 
und erfundenen Aussagen. Die Realkennzeichen lassen sich dabei in die zwei 
Gruppen der kognitiven Merkmale und der strategischen Merkmale unterteilen. Zu 
den kognitiven Aspekten gehören bspw. logische Konsistenz, quantitativer Detail-
reichtum, ungeordnete Darstellung, raumzeitliche Verknüpfungen, Interaktions-

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schilderungen, Wiedergabe von Gesprächen, Schilderung von Komplikationen 
sowie von ausgefallenen Einzelheiten, die Schilderung von Nebensächlichkeiten 
und unverstandenen Handlungselementen, die Schilderung eigener psychischer 
Vorgänge und deliktspezifische Inhalte. Demgegenüber beinhalten die strategi-
schen Merkmale Aspekte, die auf eine fehlende strategische Selbstdarstellung 
hinweisen, zum Beispiel spontane Präzisierungen und Korrekturen der eigenen 
Aussage, Zugeben von Erinnerungslücken, Einwände gegen die Richtigkeit der 
eigenen Aussage, Selbstbelastungen, Inschutznahme und Entlastung des Be-
schuldigten. Überprüft wird in erster Linie die Hypothese, ob die aussagende Per-
son unter Berücksichtigung der Umstände, der individuellen Voraussetzungen und 
der Motivlage eine solche Aussage auch ohne realen Erlebnishintergrund machen 
könnte. Methodisch wird die Prüfung in der Weise vorgenommen, dass die konkre-
te Aussage durch Analyse ihres Inhalts (Vorhandensein von Realitätskriterien, 
Fehlen von Fantasiesignalen) darauf überprüft wird, ob die auf ein bestimmtes 
Geschehen bezogenen Angaben einem tatsächlichen Erleben der befragten Per-
son entspringen (vgl. BGE 133 I 33 E. 4.3; 129 I 49 E. 5; 128 I 81 E. 2; BGer 
6B_323/2021 v. 11.8.2021 E. 2.3.3; 6B_738/2018 v. 27.3.2019 E. 1.3.1; Revital 
Ludewig/Sonja Baumer/Daphna Tavor, Einführung in die Aussagepsychologie, in: 
Ludewig/Baumer/Tavor [Hrsg.], Aussagepsychologie für die Rechtspraxis, Zwi-
schen Wahrheit und Lüge, Zürich/St. Gallen 2017, S. 46 ff.; Revital Lu-
dewig/Daphna Tavor/Sonja Baumer, Wie können aussagepsychologische Er-
kenntnisse Richtern, Staatsanwälten und Anwälten helfen?, in: AJP/PJA 11/2011, 
1415 ff; S. 1424 f.). Mit Hilfe der Realkennzeichen kann die Qualität einer Aussage 
zu einem Kerngeschehen analysiert werden, wobei eine hohe Qualität ein Hinweis 
auf deren Erlebnisbasiertheit ist. Bei der Analyse der Glaubhaftigkeit zentral ist 
jedoch nicht das Vorhandensein von möglichst vielen erfüllten Realkennzeichen, 
sondern der Vergleich zwischen der Aussagequalität und der (Erfindungs)-
Kompetenz des Aussagenden. Die Fokussierung auf die Anzahl erfüllter Qua-
litätsmerkmale ist daher irreführend. Die Realkennzeichnen dürfen mithin nicht im 
Sinne einer einfachen Checkliste verwendet werden. Vielmehr sind die Kompeten-
zen, Erfahrungen und allfällige geistige Einschränkungen des Aussagenden bei 
der Beurteilung zu berücksichtigen (Ludewig/Baumer/Tavor, a.a.O., S. 63).

3.2.2. Gemäss dem in Art. 32 Abs. 1 BV und in Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten 
Grundsatz "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu 
vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist. 
Als Beweiswürdigungsregel besagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht 
von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt 
erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrü-

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ckende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat (BGE 127 I 
38 E. 2.a; 120 Ia 31 E. 2). Als Beweislastregel besagt der Grundsatz, dass der 
Beschuldigte freizusprechen ist, wenn der Beweis seiner Schuld nicht erbracht 
werden kann (Niklaus Schmid/Daniel Jositsch, Handbuch des Schweizerischen 
Strafprozessrechts [zit. Handbuch], 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2017, N 234). Die 
Beweiswürdigung als solche wird vom Grundsatz der freien und umfassenden 
Beweiswürdigung beherrscht: Nach Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht die 
Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeu-
gung (vgl. BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.1; 141 IV 369 E. 6.1; 133 I 33 E. 2.1). Damit 
eine Verurteilung erfolgen kann, ist beim Richter zunächst eine persönliche Ge-
wissheit hinsichtlich der Tatschuld notwendig. Es kann jedoch nicht verlangt wer-
den, dass die Tatschuld unter allen Aspekten unwiderlegbar feststeht, da abstrak-
te und theoretische Zweifel immer möglich und kaum je ganz auszuräumen sind. 
Es genügt, wenn vernünftige Zweifel an der Schuld des Angeklagten ausge-
schlossen werden können. Hingegen kann blosse Wahrscheinlichkeit für einen 
Schuldspruch nie genügen (vgl. BGE 144 IV 345 E. 2.1; Niklaus Schmid/Daniel 
Jositsch, Schweizerische Strafprozessordnung [StPO], Praxiskommentar [zit. Pra-
xiskommentar], 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2018, N 6 zu Art. 10 StPO). Die Maxime 
der freien Beweiswürdigung besagt, dass es keine Rangordnung der Beweise gibt. 
Vorausgesetzt, diese wurden ordnungsgemäss erhoben und sie sind verwertbar, 
sind sie gleichwertig. Die richterliche Autorität beruht nicht auf der äusseren, son-
dern alleine der inneren Autorität eines Beweismittels, bestehend aus dessen 
zwingend-überzeugender Kraft. Der Grundsatz in dubio pro reo besagt jedoch 
nicht, dass das Gericht bei sich widersprechenden Beweismitteln automatisch der 
für den Beschuldigten günstigere Beweis zu übernehmen wäre. In einer Aussage 
gegen Aussage-Konstellation ist indes eine besonders sorgfältige und überzeu-
gende Beweiswürdigung erforderlich (vgl. Schmid/Jositsch, Handbuch, a.a.O., 
N 225 ff., insb. auch Fn 401 zu N 235).

3.2.3. Im Allgemeinen fällt zum Aussageverhalten des Beschuldigten auf, dass er 
während des gesamten (Untersuchungs)-Verfahrens zu Beginn und im Grundsatz 
alle Vorwürfe pauschal und vehement bestritt, dann aber einzelne Tatvorwürfe 
stückchenweise zugab. So gab der Beschuldigte im Untersuchungsverfahren 
mehrmals zu Protokoll, seine Frau noch nie geschlagen zu haben (StA act. 3.9, 
Frage 1: "Ich habe meine Frau noch nie geschlagen"; StA act. 3.9, Frage 3: "Ich 
kann nur sagen, dass ich meine Frau noch nie geschlagen habe. Sie hat vermut-
lich aus dem genannten Grund Angst, dass ich sie schlagen werde. Ich habe noch 
nie einen Finger gegen meine Frau erhoben."), um dann in derselben Einvernah-
me anzufügen, dass er sie im Irak ein paar Mal geschlagen habe, aber nur dort; 

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(vgl. StA act. 3.9 Frage 8: "Ja absolut. Im Irak, muss ich sagen, habe ich sie das 
eine oder andere Mal geschlagen. Dies nicht stark. In der Schweiz habe ich sie 
noch nie geschlagen. Wir haben sicherlich Diskussionen. Aber nicht mehr."). In 
einer späteren Einvernahme fügte der Beschuldigte an, es stimme, dass er seine 
Frau im Irak bei einer Gelegenheit zweimal mit der Handfläche geschlagen habe, 
er wisse nicht mehr, wo er sie getroffen habe. Es sei geschehen, als C._____ et-
was falsch gemacht habe (StA act. 5.3, Frage 20). Wiederum später gab der Be-
schuldigte an, er habe seine Frau im Irak nur ein einziges Mal geschlagen, auf die 
Schulter, und zwar nur aus Spass (StA act. 5.5, Frage 25: "Vor sieben oder acht 
Jahren hatte ich ihr, dies noch im Irak, auf die Schulter geschlagen, dies aus 
Spass. Dies war das einzige Mal"). Ähnliche Widersprüchlichkeiten ergeben sich 
in Bezug auf den Vorwurf des Schlagens seiner Kinder (dazu E. 3.8). Während der 
Beschuldigte die Vorwürfe bestritt bzw. vereinzelt zugab und später wieder bestritt, 
schilderte die Privatklägerin die Vorwürfe an die Adresse des Ehemannes im Kern 
gleich und mit zahlreichen Realkennzeichen versehen (dazu sogleich). Auch sie 
verstrickte sich innerhalb der verschiedenen Einvernahmen in einzelne abwei-
chende Darstellungen, die aber zumindest zum Teil auch auf die Sprache bzw. die 
Übersetzung zurückzuführen sind (dazu ebenfalls sogleich). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung wird bei gehäuften und regelmässigen Delikten dem 
Anklagegrundsatz Genüge getan, wenn die Handlungen in zeitlicher und örtlicher 
Hinsicht lediglich approximativ umschrieben werden. Der Zeitraum ist auf eine be-
stimmte Dauer einzugrenzen. Insbesondere bei Familiendelikten kann nicht erwar-
tet werden, dass über jeden einzelnen Vorfall Buch geführt wird (BGer 
6B_997/2019 v. 8.1.2020 E. 2.3; 6B_145/2019 v. 28.8.2019 E. 1.3.1; 6B_103/2017 
v. 21.7.2017 E. 1.5.2), was auch bei der Würdigung der Aussagen der Privatkläge-
rin zu berücksichtigen ist.

Im Lichte der vorstehenden Ausführungen wird im Folgenden auf die einzelnen 
Anklagevorwürfe eingegangen.

3.3. Einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB (Ziff. 1.1.1)

3.3.1. Gemäss Anklage soll sich C._____ an einem heissen Löffel verbrannt ha-
ben, den der Beschuldigte ihr absichtlich sehr nahe an den Unterarm gehalten 
haben soll. Weil sich die Privatklägerin dadurch erschreckt habe, habe sie sich am 
Unterarm verbrannt, wodurch ein etwa fingerabdruckgrosses Brandmal entstan-
den sei (StA act. 1.30). Auf den sich in den Akten befindlichen Fotos sind die bei-
den Verbrennungsmale auf dem rechten Unterarm von C._____ deutlich zu er-
kennen (StA act. 3.2). Der Beschuldigte stritt den Vorwurf anlässlich sämtlicher 
Einvernahmen ab bzw. sagte aus, C._____ hätte sich selber am Backblech ver-

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brannt (vgl. StA act. 3.9, Frage 31; StA act. 5.1, Frage 21). Anlässlich der ersten 
polizeilichen Einvernahme am 12. September 2016 äusserte sich C._____ dahin-
gehend, dass sie in der Küche am Kleider waschen gewesen sei und sich Tee 
habe machen wollen, als A._____ zu ihr in die Küche gekommen sei. Zuvor sei 
B._____ im Garten gewesen. Als sie ihn gerufen habe, sei er nicht gekommen. 
Das habe ihren Mann so erzürnt, dass er zu ihr in die Küche gekommen sei und 
sie gefragt habe, warum sie so mit seinem Sohn spreche. Er habe einen Löffel 
genommen und diesen auf der Herdplatte heiss gemacht. Als er heiss gewesen 
sei, habe er diesen sehr knapp an ihren rechten Unterarm gehalten. Da sie sich 
erschrocken habe, sei es zum Kontakt mit dem Löffel gekommen und sie habe 
sich am Unterarm verbrannt (StA act. 3.8, Frage 28). An der staatsanwaltschaftli-
chen Konfronteinvernahme vom 10. Januar 2017 gab C._____ zu Protokoll, sie 
und ihr Ehemann hätten sich in der Küche gestritten. Sie habe Kartoffeln in Öl in 
einer Pfanne gebraten. Um diese Kartoffeln zu braten, habe sie einen Suppenlöffel 
gehabt. A._____ habe diesen Löffel genommen, sie am Handgelenk gehalten und 
sei mit dem Löffel nahe an ihren Unterarm gekommen, um ihr Angst zu machen. 
Sie sei dadurch erschrocken und habe mit ihrem Arm den Löffel berührt (StA 
act. 5.1, Frage 17). Auf Nachfrage führte sie aus, A._____ habe ihr den Löffel aus 
der Hand genommen (StA act. 5.1, Frage 18). An der zweiten Konfronteinvernah-
me vom 1. März 2017 führte C._____ aus, dass es insgesamt zwei Vorfälle gege-
ben habe. Das erste Mal habe A._____ sie mit dem Dampf, der aus der Teekanne 
gekommen sei, am Arm verletzt. Das zweite Mal sei sie in der Küche am Kochen 
gewesen (StA act. 6.3, Frage 3). An der letzten staatsanwaltschaftlichen Einver-
nahme vom 7. Februar 2018 sagte die Privatklägerin aus, das erste Mal sei sie in 
der Küche mit einer Bratpfanne am Kochen gewesen. Sie habe einen Löffel zum 
Kochen in der Hand gehabt. Dieser sei vom Kochen heiss gewesen. A._____ ha-
be ihr den Löffel aus der Hand genommen und ihn in die Nähe ihres Armes gehal-
ten. Dies habe er getan, um ihr Angst zu machen. Sie habe sich dadurch erschro-
cken und sei mit dem Arm an den Löffel gekommen (StA act. 5.3, Frage 1). Da-
durch sei der kleinere Teil ihres Mals entstanden (StA act. 5.3, Frage 5). Der län-
gere Teil sei entstanden, als sie und A._____ in der Küche gewesen seien. Sie 
hätten sich Tee in einer Teekanne gemacht, welche auf dem Kochherd gewesen 
sei. Er habe die Teekanne genommen. Der Dampf, der aus der Teekanne ge-
kommen sei, habe sie am Arm verletzt. Es handle sich dabei um die längliche 
Verbrennung, die man auf ihrem Arm sehe (StA act. 5.3, Frage 7). Zuerst sei der 
Vorfall mit dem Löffel passiert, dann jener mit der Teekanne (StA act.5.6, Frage 
9). A._____ habe sich den Tee aus der Kanne so nahe an ihrem Arm in die Tasse 
eingeschenkt, dass sie sich durch den Dampf verbrannt habe. Dies habe er getan, 
weil er es lustig gefunden habe und Spass daran gehabt habe (StA act. 5.6, Frage 

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8). Auf Nachfragen der sie einvernehmenden Staatsanwältin zu den Unterschie-
den in der Darstellung betreffend die Verbrennung durch den heissen Löffel gab 
C._____ zur Antwort, dass es vielleicht an ihrem Deutsch liege, wie die Aussage 
rübergebracht worden sei. In der Küche habe es keinen Platz gehabt zum Kleider 
waschen. Auch habe sie bei der Polizei nicht gesagt, dass A._____ den Löffel auf 
der Herdplatte heiss gemacht habe. Sie habe bei der Polizei gesagt, dass sie am 
Kochen gewesen sei und der Löffel dadurch heiss geworden sei. Angesprochen 
auf diesen Protokollierungsfehler sagte C._____, damals einen Arabisch-
Übersetzer gehabt zu haben. Sie habe in der Einvernahme Arabisch gesprochen, 
das sie etwa gleich gut könne wie Deutsch. Sie wisse nicht, ob es ein Überset-
zungsfehler gewesen sei oder sie sich auf Arabisch falsch ausgedrückt habe (StA 
act. 5.6, Fragen11-13). Anschliessend erklärte C._____ auch die Unstimmigkeiten 
bezüglich ihrer Verletzung mit dem Teedampf. Sie habe nicht ausgesagt, sich am 
Backblech verletzt zu haben, sondern habe in der staatsanwaltschaftlichen Ein-
vernahme vom 10. Januar 2017 die Schilderung von A._____ wiedergegeben, wie 
er sie erzählt habe. Auch habe sie nicht gesagt, sich keine sichtbaren Verletzun-
gen zugezogen zu haben, sondern, dass sich die Stelle vom Teedampf anfänglich 
gerötet habe, sich danach die Haut gelöst habe und dann dieses Mal ergeben ha-
be, das sie jetzt noch habe (StA act. 5.6, Fragen 14-17). An ihrer Befragung an-
lässlich der Berufungsverhandlung sagte die Privatklägerin aus, sie sei am Kartof-
felgratin kochen gewesen. A._____ habe den Löffel nicht direkt an ihre Haut ge-
halten, sondern sei damit in die Nähe gekommen und habe ihr gedroht, er werde 
sie verbrennen, wodurch sie sich erschreckt habe und sich verbrannt habe. Er ha-
be ihr gesagt, sie sei selber schuld, sie habe sich diese Verletzung selber zuge-
fügt. Das zweite Mal habe er sie mit dem heissen Dampf der Teekanne verbrannt. 
Angesprochen darauf, wie A._____ ihr den Löffel abgenommen habe, antwortete 
C._____, er habe ihr den Löffel aus der Hand genommen, als sie am Rühren ge-
wesen sei. Er habe den Löffel einfach hingehalten und gesagt, sie habe Angst, er 
habe Spass, und habe gelacht (vgl. act. H.4, II. Fragen 8-12).

3.3.2. Die Schilderungen der Privatklägerin zur Verbrennung mit dem Löffel wei-
sen zahlreiche Realkennzeichen auf. C._____ sagte konstant aus, der Beschuldig-
te habe ihr den Löffel nicht direkt auf die Haut gehalten, sondern sehr nahe an 
ihren Unterarm, wodurch sie sich erschreckt habe, an den Löffel gekommen sei 
und sich verbrannt habe. Die Darstellung, wonach sie sich selber am Löffel ver-
brannt habe, beinhaltet eine ausgefallene Einzelheit und spiegelt einen deliktspe-
zifischen Inhalt, der bei einer erfundenen Geschichte nicht zu erwarten wäre. Das-
selbe gilt für den Handlungsablauf mit dem Aus-der-Hand-Nehmen des heissen 
Löffels und die Interaktionsschilderung, wonach der Beschuldigte ihr gesagt habe, 

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sie sei selber schuld, dass sie sich verbrannt habe. Die Privatklägerin stellte den 
Vorfall in einen Kontext mit B._____, der im Garten gewesen sei und auf ihr 
mehrmaliges Rufen nicht gekommen sei, worauf der Beschuldigte wütend gewor-
den und zu ihr in die Küche gekommen sei. Auch die Schilderung ihrer eigenen 
Gefühle von Angst und Schrecken und der Motivlage des Beschuldigten, der 
Spass gehabt habe, sie zu plagen, stellt ein Realkennzeichen dar, das auf die Er-
lebnisbasiertheit des Geschehenen schliessen lässt. Wenngleich die Privatkläge-
rin die zeitliche Abfolge ihrer beiden Verbrennungen durcheinander brachte und es 
in ihrer Erzählung Unterschiede bezüglich der Art ihrer Tätigkeit gibt (Kartoffeln in 
Öl braten / Kartoffelgratin kochen), schilderte sie das Kerngeschehen konstant 
gleich und zeichnet sich dieses durch logische Konsistenz aus: Sie sei am Kochen 
gewesen, habe einen Löffel im heissen Öl zum Rühren/Braten benützt, den ihr der 
Beschuldigte aus der Hand genommen und nahe an ihren Unterarm gehalten ha-
be, wodurch sie sich erschreckt und sich verbrannt habe. In der letzten staatsan-
waltschaftlichen Einvernahme korrigierte die Privatklägerin zudem ihre in den vori-
gen Einvernahmen protokollierte Aussage, wonach der Beschuldigte den Löffel 
erhitzt habe. Dies sei nicht korrekt protokolliert worden, der Löffel sei bereits heiss 
vom Kochen gewesen. Auch diese Einwände gegen die Richtigkeit der eigenen 
Aussage beinhalten ein strategisches Merkmal, das auf eine fehlende strategische 
Selbstdarstellung hinweist (vgl. E. 3.2.1). Die erwähnten Unterschiede in der Dar-
stellung stellen einerseits Nebensächlichkeiten dar und sind andererseits, gemäss 
der glaubhaften Darstellung der Privatklägerin, auf die Übersetzungsschwierigkei-
ten zurückzuführen, wobei C._____ diese in ihrer letzten staatsanwaltschaftlichen 
Einvernahme allesamt richtigstellte. C._____ wurde bei der Polizei denn auch 
tatsächlich auf Arabisch einvernommen, was für sie gemäss eigenen Angaben 
eine Fremdsprache ist. Dass es hierbei zu Übersetzungsschwierigkeiten und Un-
genauigkeiten kommen kann, liegt auf der Hand. C._____ gab des Weiteren auch 
anlässlich der Berufungsverhandlung, die immerhin über 3.5 Jahre nach der letz-
ten Einvernahme vom 7. Februar 2018 stattfand, das Geschehene kongruent und 
konstant zu ihren vorherigen Einvernahmen wieder. Für die erkennende Kammer 
besteht kein vernünftiger Grund zu Zweifeln daran, dass C._____, die das Vorge-
fallene trotz den Übersetzungsschwierigkeiten mit zahlreichen Realitätsmerkmalen 
schilderte und noch an der Berufungsverhandlung kongruent zu ihren bisherigen 
Aussagen wiedergab, das Vorgefallene tatsächlich erlebt hat. Hingegen sind die 
Aussagen des Beschuldigten hierzu, der den Vorfall abstritt bzw. aussagte, die 
Privatklägerin habe sich selber am Backblech verbrannt, wenig überzeugend. Der 
Sachverhalt gemäss Anklageziffer 1.1.1 ist damit rechtsgenügend erstellt.

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3.3.3. Indem der Beschuldigte C._____ den heissen Löffel absichtlich sehr nahe 
an ihren Unterarm hielt, wodurch sie sich erschreckte und sich am heissen Löffel 
verbrannte, hat sich der Beschuldigte der einfachen Körperverletzung gemäss 
Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB schuldig gemacht. Für die rechtliche Begründung wird 
vollumfänglich auf die zutreffende Erwägung 4.1 des vorinstanzlichen Entscheids 
verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO; act. B.1, E. 4.1).

3.4. Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB und Drohung gemäss 
Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB (Ziff. 1.1.2) sowie mehrfache Drohung gemäss 
Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB (Ziff. 1.1.4)

3.4.1. Die Privatklägerin schilderte den angeklagten Vorfall vom 20. August 2016 
konstant im Zusammenhang mit einem Streit, den die Eheleute aufgrund der von 
B._____ benötigten Schulsachen im August 2016 kurz vor Schulbeginn gehabt 
hätten. Der Beschuldigte habe sich später Geld geliehen und C._____ davon 
CHF 200.00 gegeben. Im Verlauf des Streits habe er sie mit der flachen Hand ins 
Gesicht geschlagen, als sie auf dem Sofa in der ehelichen Wohnung gesessen 
sei. Als sie aufgestanden sei, habe er sie wieder zurück auf das Sofa gestossen, 
sich mit dem Bein auf das Sofa gekniet und sich zu ihr gebeugt. Dann habe er sie 
mit dem Zeigefinger und dem Daumen am Hals bei der Gurgel gehalten. Bevor er 
sie dort gehalten habe, habe sie ihn gefragt, warum er das mache, er wisse, dass 
sie ihn sonst mit den Kindern zusammen verlassen werde. Daraufhin habe er er-
widert, dass ihre Zeit noch nicht gekommen sei. Sie würden alle zusammen in den 
Irak gehen, wo er sie zurücklassen und alleine mit den Kindern in die Schweiz 
zurückkehren werde. Er habe sie zuerst mit der ganzen Hand am Hals gehalten, 
wovon es Spuren gegeben habe, die sie fotografiert und an seine Familie ge-
schickt habe. Dann habe er die Hand losgelassen und sie nur noch mit zwei Fin-
gern bei der Gurgel gehalten. Dabei habe er gesagt, dass sie wisse, dass er sie so 
innert einer Sekunde töten könne (StA act. 5.1, Fragen 4-7; StA act. 3.8, Frage 6). 
In der ersten Einvernahme führte die Privatklägerin zudem aus, er habe sie mit 
zwei Fingern am Kehlkopf gehalten und dort auch zugedrückt, was sehr ge-
schmerzt habe (StA act. 3.8, Fragen 7-8). Angesprochen darauf, ob der Beschul-
digte dies bereits mehrere Male gemacht habe, antwortete C._____ ja, das sei 
immer wieder vorgekommen, teilweise drücke er ihr einzelne Finger in den Hals 
oder aussen in den Unterkiefer. Er habe schon mehrere Male gesagt, dass er sie 
mit einem Finger umbringen könne, wenn er ihr den Finger in die richtige Stelle 
beim Hals drücke (StA act. 3.8, Fragen 9-10). Im Jahr 2016 habe er dies sicherlich 
sieben bis acht Mal bereits getan, auch habe sie bereits mehrmals aus Angst Ab-
gang von Urin gehabt. Dabei halte er ihre Arme auf dem Rücken fest und greife ihr 
dann an den Hals, dann drücke er. So habe sie bereits zweimal Urin verloren (StA 

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act. 3.8, Fragen 11-13). Auf die Frage, wie stark der Beschuldigte damals zuge-
drückt habe, antwortete C._____, er habe nicht sonderlich stark gedrückt. Sie ha-
be jedoch sehr grosse Angst gehabt, dass sie sterben könnte. Dies sei weniger 
dem Druck geschuldet gewesen, sondern mehr der Angst (StA act. 3.8, Frage 14). 
Dass sie sich vor Angst in die Hosen gemacht habe, schilderte sie auch in der 
späteren Konfronteinvernahme vom 10. Januar 2017. Dort beschrieb die Privat-
klägerin, dass der Beschuldigte sie mit zwei Fingern, dem Zeigefinger und dem 
Daumen, an der Luftröhre gehalten habe, einmal fest. Sie habe Angst gehabt, 
dass sie sterben werde, auch habe sie Angst um ihre Kinder gehabt. Aus dieser 
Angst heraus habe sie sich in die Hose uriniert. Der Beschuldigte habe ihr auch 
schon den Mund zugehalten, wodurch sie rote Augen bekommen habe, das habe 
er vor den Kindern gemacht. Er habe auch zu ihr gesagt, dass er sie innert Se-
kunden töten könne; er wisse, wie man einen Menschen innert einer Sekunde 
töte. Dazu habe er ihr auch den Zeigefinger gegen ihren Kiefer gehalten und sie 
auf eine Art oberhalb ihrer Brust gehalten, die sie sehr geschmerzt habe (StA 
act. 5.1, Frage 3).

Auch an der Berufungsverhandlung schilderte die Privatklägerin, dass und auf 
welche Art der Beschuldigte sie am Hals gehalten habe. Das sei 10-15 Mal pas-
siert, dabei habe er jeweils zwei Finger an ihren Hals gehalten und zu ihr gesagt, 
dass sie wisse, dass er bei der amerikanischen Botschaft gearbeitet habe und 
wisse, wie man einen Menschen in einer Sekunde töte. C._____ erzählte von ihrer 
Angst, als der Beschuldigte dies tat, dass sie nicht habe atmen können, ihr Was-
ser aus den Augen gelaufen sei und sie keine Luft bekommen habe, weil seine 
Finger ihren Hals gehalten hätten. Auf die Frage, ob sie geglaubt habe, dass der 
Beschuldigte sie töten würde, antwortete sie, in diesem Moment habe sie das ge-
glaubt, später habe er sich wieder normal verhalten, habe normale Sachen getan 
wie einkaufen, und so getan, als habe er nichts gemacht, dann habe sie jeweils 
gedacht, dass er sie doch nicht habe töten wollen. Aber in dem Moment, als er 
dies mit den Fingern an ihrem Hals getan habe, habe sie geglaubt, dass er es tun 
würde. Wenn er seine Finger an ihren Hals gehalten habe, habe er sie ange-
schaut, wie ihre Augen rot geworden seien, sie nicht habe atmen können, dann 
habe er gelacht und danach so getan, als ob er nichts gemacht hätte (vgl. act. H.4, 
Fragen 13-20).

Vor der Staatsanwaltschaft gab der Beschuldigte befragt zum Vorhalt zu, dass er 
und seine Frau wegen den Schulsachen von B._____ Streit gehabt hätten. Auch 
bestätigte er die Aussage der Privatklägerin, dass er kein Geld dafür gehabt und 
deshalb von einem Kollegen Geld geliehen habe, von dem er CHF 200.00 an die 

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Privatklägerin übergeben habe, damit sie die entsprechenden Kleider für B._____ 
habe einkaufen können (StA act. 5.1, Frage 8). Der Beschuldigte bestritt jedoch, 
C._____ dabei am Hals gehalten und ihr mit dem Tod gedroht zu haben (StA 
act. 5.1, Fragen 9-10; StA act. 5.5, Fragen 15; 18). Ebenso stritt er ab, ihr anläss-
lich dieses Streits damit gedroht zu haben, sie alleine im Irak zurückzulassen (StA 
act. 5.1, Frage 11; StA act. 5.5, Frage 17). Gleichzeitig gab er zu, im Irak für die 
Amerikaner gearbeitet zu haben und von 2003 bis 2011 eine achtjährige Ausbil-
dung im Nahkampf genossen zu haben, die meisten Kurse habe er "mit den Ame-
rikanern besucht" (StA act. 5.5, Fragen 19-21).

3.4.2. Die Privatklägerin schilderte das Geschehene mit zahlreichen Details und 
eingebettet in raumzeitliche Verknüpfungen. So sagte sie aus, der Streit aus An-
klageziffer 1.1.2 habe im August 2016, kurz vor Schulbeginn, aufgrund von 
benötigten Schulsachen für B._____ stattgefunden, es sei zu Diskussionen zwi-
schen den Ehegatten gekommen, weil ihr Mann kein Geld dafür gehabt habe, er 
habe sich dann Geld geliehen und ihr davon CHF 200.00 für B._____ gegeben. 
Damit ist zugleich eine ungeordnete Darstellung in der Erzählung vorhanden, da 
der Beschuldigte sich das Geld von seinem Kollegen in der zeitlichen Abfolge erst 
nach dem Streit geliehen hatte, was er auch selber bestätigte. Im Zusammenhang 
mit den mehrfachen Drohungen gemäss Anklageziffer 1.1.4 nannte C._____ aus-
gefallene Einzelheiten wie die roten Augen, die sie bekommen habe, weil sie keine 
Luft mehr bekommen habe, dass ihr Wasser aus den Augen gelaufen sei und der 
Beschuldigte gelacht habe. Sie erzählte von ihren Angstgefühlen, während der 
Beschuldigte ihren Hals festgehalten habe, die sich nicht primär nur in der Angst 
um ihr eigenes Leben ausgedrückt hätten, sondern auch in der Angst um ihre Kin-
der. Diese Angst um ihre Kinder drückt eine Nebensächlichkeit zum Hauptge-
schehen aus, die bei einer erfundenen Geschichte nicht zu erwarten wäre (vgl. 
dazu E. 3.2.1). Sodann nannte sie deliktspezifische Inhalte, namentlich beschrieb 
sie, wie der Beschuldigte ihren Hals gehalten habe (zuerst mit der ganzen Hand, 
dann mit Zeigefinger und Daumen), wie stark er gedrückt habe (nicht sonderlich 
stark, womit sie gleichzeitig Entlastendes für den Beschuldigten vorbrachte; den-
noch schilderte sie, dass es gereicht habe, dass sie ernsthaft befürchtet habe, sie 
müsse sterben). Konstant führte die Privatklägerin aus, der Beschuldigte habe 
beim Drücken ihres Halses jeweils gesagt, sie wisse, dass er sie innert einer Se-
kunde umbringen könne. Dieses Detail findet sich in jeder Befragung zum Ankla-
gesachverhalt 1.1.2 bzw. 1.1.4 und lässt die Darstellung aufgrund der Spezifizität 
dieser Aussage – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass der Beschuldigte 
zugegeben hatte, im Irak eine Nahkampfausbildung genossen zu haben, während 
er für die Amerikaner gearbeitet habe – als sehr glaubhaft erscheinen. Insgesamt 

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zeichnet sich die Darstellung der Privatklägerin durch quantitativen Detailreichtum, 
Schilderungen eigener Reaktionen und Aktionen des Beschuldigten, die Wieder-
gabe von Gesprächen, Beschreibung ihrer eigenen Gefühle während des Ge-
schehens, ausgefallenen Einzelheiten wie den roten oder wässerigen Augen oder 
dem Lachen des Beschuldigten, während sie nicht atmen konnte, die ausgefallene 
Schilderung der eigenen Angst und der Angst um ihre Kinder, sowie durch zahlrei-
che deliktspezifische Inhalte aus. Die konstante Darstellung des Geschehens 
durch die Privatklägerin mit den genannten Details und den zahlreichen Real-
kennzeichen lassen für das Berufungsgericht keinen vernünftigen Zweifel daran, 
dass die Privatklägerin das Ausgesagte tatsächlich erlebt hat. Dies umso mehr, 
als C._____ die beiden Anklagesachverhalte 1.1.2 und 1.1.4 auch an der Beru-
fungsverhandlung vollumfänglich bestätigte und detailgetreu ihre damaligen 
Wahrnehmungen schilderte. Auch die Tatsache, dass die Privatklägerin den Be-
schuldigten teilweise in Schutz genommen hat, indem sie beispielsweise aussag-
te, er habe nicht allzu fest zugedrückt oder dass nach den Vorfällen wieder alles 
gewesen sei, als sei nichts passiert und er so getan habe, als habe er nichts ge-
macht, wodurch sie im Nachhinein gemeint habe, er habe sie doch nicht umbrin-
gen wollen, spricht für eine fehlende strategische Selbstdarstellung und den Er-
lebnishintergrund des Ausgesagten. Das pauschale Bestreiten des Beschuldigten, 
er habe seine Frau noch nie so festgehalten und würde sie doch nicht umbringen 
wollen, sie sei ja seine Frau (vgl. StA act.5.5, Frage 18), erscheint vor dem Hinter-
grund der detailreichen Schilderung des Erlebten durch die Privatklägerin als un-
glaubhaft und als reine Schutzbehauptung, zumal er einzelne der von ihr ausge-
sagten Details sogar bestätigt hatte (Bestätigung, dass sie sich wegen Schulsa-
chen von B._____ stritten; Bestätigung, dass er sich Geld lieh, da er keines hatte; 
Bestätigung, dass er sich mehr Geld auslieh, als er ihr gab; Bestätigung, dass er 
ihr vom geliehenen Geld den Betrag von CHF 200.00 gab; Bestätigung, dass er 
eine Nahkampfausbildung hat, vgl. oben E. 3.4.1). Nach dem Ausgeführten haben 
die Anklagesachverhalte Ziff. 1.1.2 und 1.1.4 als erstellt zu gelten.

3.4.3. Der Beschuldigte hat sich durch die ihm in der Anklageschrift unter 
Ziff. 1.1.2 sowie Ziff. 1.1.4 vorgeworfenen Handlungen der Tätlichkeiten gemäss 
Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB sowie der mehrfachen Drohung gemäss Art. 180 Abs. 2 
lit. a StGB schuldig gemacht. Für die rechtliche Begründung kann vollumfänglich 
auf die vorinstanzlichen Erwägungen 4.2 und 4.3 verwiesen werden (Art. 82 Abs. 
4 StPO; act. B.1, E. 4.2 und E. 4.3).

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3.5. Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB (Ziff. 1.1.3)

3.5.1. Die Privatklägerin gab zu Protokoll, dass sie am Samstag, 3. September 
2016, Besuch von K._____, einem Kollegen ihres Mannes hatten. Sie habe 
Frühstück für alle gemacht. Ihr Mann habe sich selber Kaffee gemacht, und da sie 
dies normalerweise für ihn getan habe, habe sie gefragt, warum er sich selber Kaf-
fee mache. Daraufhin habe er geantwortet, das sei nicht ihr Problem. Ihm sei dann 
der Zucker auf den Boden gefallen. Sie habe den Zucker aufgeputzt. Als sie am 
Boden gekniet sei, habe er sie an den Haaren gerissen und ihr einen Stoss in den 
Rücken versetzt. Als er sie an den Haaren gerissen habe, sei der Besuch in die 
Küche gekommen und habe ihren Mann gefragt, warum er das mache. Er habe 
nichts gesagt, sondern habe seinen Kaffee genommen und sei auf den Balkon 
gegangen, um eine Zigarette zu rauchen. Als der Besuch in die Küche gekommen 
sei, habe er aufgehört, sie an den Haaren zu ziehen (StA act. 3.8, Frage 3). Der 
Beschuldigte stritt den Vorfall ab. Er sagte aus, so etwas niemals gemacht zu ha-
ben. Auf die Frage, weshalb seine Frau das erfinden sollte, antwortete er, das ein-
zige Problem sei, dass er Betreibungen habe. Das störe sie und darum erzähle sie 
vermutlich solche Sachen (StA act. 3.9, Fragen 16-17). Der einvernehmende Poli-
zist informierte den Beschuldigten darüber, dass seine Frau bei ihrer Aussage ge-
weint habe, und fragte ihn, ob er nicht meine, dass mehr dahinterstecke als Be-
treibungen. Hierauf gab der Beschuldigte an, er könne nur sagen, dass er seine 
Frau nie geschlagen habe oder dergleichen (StA act. 3.9, Frage 18). Die Privat-
klägerin schilderte das Ausgesagte in der späteren Konfronteinvernahme bei der 
Staatsanwaltschaft sehr ähnlich. Sie gab auch dort zu Protokoll, dass K._____ bei 
ihnen übernachtet habe, es am Morgen Frühstück geben sollte, A._____ nicht mit 
ihnen habe frühstücken, sondern nur seinen Kaffee auf dem Balkon trinken und 
eine Zigarette habe rauchen wollen. Der Beschuldigte habe etwas Zucker auf den 
Boden geleert, den sie, auf dem Boden kniend, habe aufputzen wollen. Da habe 
er sie mit seinem Knie in den Rücken geschlagen, wodurch sie mit ihrem Gesicht 
auf dem Boden aufgeschlagen sei. Er habe sie dann an den Haaren hochgezo-
gen, so dass sie dadurch aufgestanden sei. In der zweiten Schilderung leicht ab-
weichend ist die Darstellung der Rolle von K._____. Demnach habe dieser im 
Wohnzimmer auf dem Sofa gewartet und sie gefragt, warum A._____ so laut sei, 
ob er sie wieder geschlagen habe. Sie habe dies verneint, worauf er sie gefragt 
habe, was mit ihren Haaren sei. Sie habe ihm dann bestätigt, dass A._____ sie 
geschlagen habe (StA act. 5.1, Frage 14). Der Beschuldigte stritt den Vorhalt auch 
bei der Staatsanwaltschaft ab (vgl. StA act. 5.1, Frage 15). Allerdings gab der Be-
schuldigte in der letzten staatsanwaltschaftlichen Einvernahme an, es sei ihm und 
den Kindern öfter passiert, dass Zucker auf den Boden gefallen sei. Meistens ha-

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be er diesen selber aufgenommen, wenn C._____ zu Hause gewesen sei, habe er 
ihr geholfen. Er verneinte jedoch die Frage, ob es wegen dieses Zuckers einmal 
zu einem speziellen Vorfall gekommen sei. Er habe dies nicht gemacht, er sei kein 
Verbrecher. Und wenn es so wäre, wie C._____ sage, bräuchte es dafür "ja Be-
weise" (StA act. 5.5, Fragen 11-14). Vor Kantonsgericht schilderte die Privatkläge-
rin das Kerngeschehen, wonach sie Besuch gehabt hätten, sie Frühstück gemacht 
habe, der Zucker ausgeleert sei, sie am Boden gewesen sei und er ihr sein Knie in 
ihrem Rücken geschlagen habe, erneut (act. H.4, II. Frage 21). Auf die Frage, 
wann das geschehen sei, gab C._____ zur Antwort, dies sei an einem Wochenen-
de vorgefallen (act. H.4, II. Frage 22).

3.5.2. Die Schilderung der Privatklägerin erfolgte auch bezüglich dieses Tatvor-
wurfs konstant und versehen mit raumzeitlichen Verknüpfungen, der Wiedergabe 
von Gesprächen und ausgestattet mit Details wie jenen, dass sie das Frühstück 
vorbereitet habe, ihr Mann nicht habe mitfrühstücken wollen, sondern sich selber 
einen Kaffee gemacht habe und diesen auf dem Balkon mit einer Zigarette habe 
geniessen wollen etc. In ihren Darstellungen sind mithin wiederum zahlreiche Re-
alkennzeichen vorhanden, wobei sie das Kerngeschehen (sie habe am Boden 
kniend Zucker aufgeputzt, den ihr Mann habe fallen lassen; er habe ihr dann einen 
Stoss in den Rücken gegeben und sie an den Haaren hochgerissen) durchwegs 
identisch schilderte. K._____, immerhin ein sehr guter Kollege ihres Mannes (vgl. 
dazu StA act.5.4, Fragen 1-2), sagte anlässlich seiner Befragung bei der Staats-
anwaltschaft aus, C._____ habe ihm ein- oder zweimal erzählt, dass A._____ sie 
geschlagen habe. Er selber habe das nicht mit eigenen Augen gesehen. Gleich-
zeitig gab er an, er habe nicht geglaubt, dass A._____ seine Frau schlage, und tue 
dies auch weiterhin nicht (StA act. 5.4, Frage 29). Obwohl K._____ bestritt, den 
angeklagten Vorfall gesehen zu haben (StA act. 5.4, Fragen 22-24), gab er damit 
immerhin zu, dass die Privatklägerin ihm schon erzählt habe, dass sie von ihrem 
Mann geschlagen werde. Dies stellt zumindest ein Indiz dafür dar, dass die Privat-
klägerin von ihrem Mann geschlagen wurde, auch wenn K._____ aussagte, das 
nicht zu glauben. Auch wusste C._____ noch an der Berufungsverhandlung, mit-
hin über 5 Jahre nach der Tat, dass der von ihr geschilderte Vorfall an einem Wo-
chenende stattgefunden habe, was als ausgefallene Einzelheit wiederum ein 
Merkmal für den Erlebnishintergrund des Ausgesagten darstellt. Sodann hat selbst 
der Beschuldigte ausgesagt, es sei immer wieder vorgekommen, dass ihm oder 
den Kindern Zucker auf den Boden gefallen sei, womit er ein spezielles Detail aus 
der Darstellung der Privatklägerin zum Vorgefallenen bestätigte. Dass die Privat-
klägerin bei der zweiten Einvernahme abweichend zur ersten Aussage die genaue 
Rolle von K._____ anders schilderte (beim ersten Mal soll er in die Küche ge-

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kommen sein, als sie vom Beschuldigten an den Haaren gerissen worden sei; in 
der zweiten Einvernahme sprach sie davon, dass er auf dem Sofa gewartet habe 
und sie gefragt habe, warum A._____ so einen Lärm mache), tut der konstanten 
und glaubhaften Darstellung des Kerngeschehens keinen Abbruch. Unter Würdi-
gung aller Aussagen der Privatklägerin und dem Beschuldigten zum angeklagten 
Sachverhalt gelangt das Berufungsgericht zur gewissenhaften Überzeugung, dass 
sich dieser so zugetragen hat, wie von der Privatklägerin geschildert. 

3.5.3. Der Beschuldigte hat sich durch die ihm in der Anklageschrift unter 
Ziff. 1.1.3 vorgeworfene Handlung der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b 
StGB schuldig gemacht. Für die rechtliche Begründung kann vollumfänglich auf 
die vorinstanzliche Erwägung 4.2 verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; act. B.1, 
E. 4.2).

3.6. Einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB (Ziff. 1.1.5)

3.6.1. Gemäss den Aussagen der Privatklägerin habe ihr Mann sie an einem 
Abend Anfang 2016 mit dem Fuss in den Rücken getreten, als sie ins Bett haben 
gehen wollen. Diesem Vorfall sei ein Streit zwischen ihrem Mann und dessen Bru-
der vorausgegangen, welcher A._____ vorgeworfen habe, an einem Kartenspiel 
teilgenommen zu haben. Sie sei dann dazwischen gegangen, als die beiden Brü-
der gestritten hätten, da sie habe verhindern wollen, dass die Nachbarn sie hörten. 
Der Bruder habe sie dann mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. A._____ 
habe nichts getan und sei auf dem Sofa geblieben. Sie sei ins Schlafzimmer ge-
gangen, wohin ihr A._____ gefolgt sei und ihr dann den Tritt in den Rücken gege-
ben habe. Am nächsten Morgen habe sie so starke Schmerzen gehabt, dass sie 
die Ärztin Dr. L._____ an der M._____ in F._____ aufgesucht habe. Sie habe ihr 
aber nicht erzählt, was passiert sei (StA act. 5.1, Fragen 29-33). In einer späteren 
Einvernahme führte die Privatklägerin aus, sie habe bereits vor diesem Vorfall Rü-
ckenschmerzen gehabt, die sich durch den Schlag verschlimmert hätten. Sie wis-
se nicht mehr, wann der Arztbesuch genau gewesen sei (StA act. 5.6, Frage 23). 
Anlässlich ihrer Befragung an der Berufungsverhandlung gab die Privatklägerin 
an, dass ihre Rückenschmerzen keine anderen Ursachen gehabt hätten, sondern 
auf die Fusstritte ihres Mannes zurückzuführen gewesen seien. Der Vorfall mit 
dem Streit, als der Bruder des Beschuldigten anwesend gewesen sei, sei nicht der 
erste dieser Art gewesen. Sie habe aber Angst gehabt und deshalb nie jemandem 
erzählt, weshalb sie Schmerzen habe. Vom Fusstritt habe sie denn auch keine 
äusseren Verletzungen davongetragen. Die Ärztin habe sie nicht untersucht, son-
dern ihr lediglich ein Medikament und eine Salbe mitgegeben und sie in die Phy-
siotherapie geschickt. Auf die Frage, weshalb sie niemandem von der Ursache 

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ihrer Rückenschmerzen erzählt habe, antwortete die Privatklägerin, ihr Mann habe 
ihr gedroht, dass er ihr die Kinder wegnehme, wenn sie irgendetwas sage. Sie 
habe ihm geglaubt, da er dies bereits einmal im Irak getan habe (vgl. zum Ganzen 
act. H.4, II. Fragen 24-31). Im Arztbericht vom 23. Januar 2017 bestätigte Dr. med. 
L._____, dass die Privatklägerin sie unter anderem am 21. Januar 2016 aufge-
sucht habe und über nicht akute, immer wiederkehrende Schmerzen im Bereich 
der Lendenwirbelsäule sowie über helmartige Kopfschmerzen geklagt habe. Sie 
habe Frau C._____ bei dieser Konsultation nicht untersucht, da sich die Schmer-
zen nicht akut, sondern eher chronisch-rezidivierend geäussert hätten. Sie habe 
Frau C._____ für eine Physiotherapie angemeldet (vgl. StA act. 3.13). Der Be-
schuldigte stritt das ihm Vorgeworfene ab (StA act. 5.1, Frage 34). Er gab gar eine 
ausweichende Antwort, indem er ausführte, das was C._____ erzähle, stimme 
nicht. Sein Sohn B._____ habe ihm auch Geschenke gemacht. Es stimme nicht, 
dass die Kinder ihn hassen bzw. nicht würden sehen wollen, wie C._____ dies 
darstelle. Er habe seinen Bruder vor zwei Jahren wegen C._____ aus der Woh-
nung geworfen (StA act. 5.1, Frage 34). Auch in einer späteren Einvernahme stritt 
der Beschuldigte ab, die Privatklägerin geschlagen bzw. mit dem Fuss in den Rü-
cken getreten zu haben. Die Staatsanwältin hielt ihm vor, es werde ihm vorgewor-
fen, an einem Abend Ende 2015 oder Anfang 2016 C._____ im Schlafzimmer mit 
dem Fuss in den Rücken getreten zu haben, was ihr noch am nächsten Morgen 
starke Schmerzen verursacht habe. Erneut nahm der Beschuldigte hierzu auswei-
chend Stellung, indem er zu Protokoll geben liess, es stimme nicht, was C._____ 
sage. Im Jahr 2014, nach der Geburt der Tochter, habe C._____ Schmerzen im 
Rücken gehabt, wie man das nach einer Geburt habe. Er sei damals mit ihr im 
J._____ gewesen, von 2.00 bis 5.00 Uhr in der Nacht. Sie seien damals mit dem 
Taxi hochgefahren, was der Taxichaffeur bezeugen könne (StA act. 5.5, Frage 9). 
Auf die Nachfrage der Staatsanwältin, dass der eine Vorfall den anderen ja nicht 
ausschliesse, gab der Beschuldigte an: "Nein, ich habe sie nicht geschlagen" (StA 
act. 5.5, Frage 10).

3.6.2. Die Privatklägerin gab den Kontext des Vorfalles sowohl vor der Staatsan-
waltschaft als auch vor dem Berufungsgericht gleich wieder. Sie schilderte beide 
Male, dass A._____ Streit mit seinem Bruder gehabt habe und dies der Anlass 
war, warum er sie dann in den Rücken getreten habe. Sie gab Erinnerungslücken 
zu, die sich darin äusserten, dass sie nicht mehr wusste, wann der Vorfall zeitlich 
genau stattgefunden habe. Dies scheint, insbesondere vor dem Hintergrund der 
von ihr geschilderten, immer wieder vorkommenden gleichartigen Ereignisse, als 
glaubhaft und nachvollziehbar. Ebenso glaubhaft erscheint das von ihr angegebe-
ne Motiv, weshalb sie niemandem von den Tritten und Schlägen in den Rücken 

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erzählt habe. Demnach habe sie Angst gehabt, der Beschuldigte werde ihr die 
Kinder wegnehmen, wie er dies bereits einmal im Irak getan habe. Die Privatklä-
gerin erzählte darüber hinaus, ohne danach gefragt zu werden, dass sie von der 
Ärztin nicht untersucht worden sei und ihr nichts vom Schlag erzählt habe. Dies 
scheint auf den ersten Blick ihre Erzählung von den Schmerzen, die so gross wa-
ren, dass sie eine Ärztin habe aufsuchen müssen, abzuschwächen. Ein solches 
Eingeständnis wäre bei einer erfundenen Geschichte kaum zu erwarten, zumal 
diese Tatsache bei der behandelnden Ärztin ohne Zustimmung der Patientin auf-
grund des Arztgeheimnisses nicht hätte überprüft werden können. Die Ärztin 
bestätigte denn auch, C._____ nicht untersucht zu haben, was die Glaubhaftigkeit 
der Aussage der Privatklägerin zusätzlich bestärkt. Hinzu kommt das ausweichen-
de Aussageverhalten des Beschuldigten, der, befragt zum entsprechenden Vor-
wurf, völlig andere Inhalte erzählte (sein Sohn würde ihn lieben bzw. C._____ ha-
be im Jahr 2014 Rückenschmerzen gehabt, obwohl der Vorhalt zeitlich auf Ende 
2015 bzw. Anfang 2016 lautete). Beides erscheint wenig überzeugend bzw. als 
Ablenkung vom eigentlichen Tatvorwurf. Es ist mit der Staatsanwaltschaft festzu-
halten, dass der vom Beschuldigten geschilderte Spitalaufenthalt im Jahr 2014, 
selbst wenn er stimmen sollte, den von der Privatklägerin wiedergegebenen Vor-
fall mit dem Schlag in ihren Rücken im Jahr 2016 keineswegs ausschliesst. Insge-
samt erscheint die Aussage von C._____ zum Vorgefallenen überzeugend und 
glaubhaft und es verbleibt dem Berufungsgericht kein vernünftiger Grund, am An-
klagevorwurf zu zweifeln. Der Anklagesachverhalt ist damit auch in diesem Punkt 
erstellt.

3.6.3. Der Beschuldigte hat sich durch den absichtlichen Fusstritt in den Rücken 
von C._____, welcher dieser am nächsten Tag so starke Schmerzen bereitete, 
dass sie einen Arzt aufsuchte, der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 
Ziff. 2 Abs. 4 StGB schuldig gemacht. Für die rechtliche Begründung kann vollum-
fänglich auf die vorinstanzliche Erwägung 4.4 verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 
StPO; act. B.1, E. 4.4).

3.7. Nötigung gemäss Art. 181 StGB zum Nachteil von B._____ (Ziff. 1.2.1)

3.7.1. Die Vorinstanz stellte in Erwägung 3 fest, dass der Beschuldigte den Sach-
verhalt gemäss Ziff. 1.2.1 der Anklageschrift (Nötigung zum Nachteil von B._____) 
eingestanden habe (act. B.1, E. 3). Selbiges geht aus dem Plädoyer seines Ver-
teidigers aus der erstinstanzlichen Hauptverhandlung hervor. Der Verteidiger trug 
vor, dass der Beschuldigte die Hand von B._____ nie wirklich habe verbrennen 
wollen, dass er aber zugegeben habe, die Hand von B._____ gepackt zu haben 
und ihm gesagt zu haben, dass er die Hand verbrennen würde, wenn B._____ zu 

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spät nach Hause komme. Dies habe er als Erziehungsmassnahme getan, da er 
davon ausgegangen sei, dass dies eine berechtigte Erziehungsmassnahme sei 
(vgl. RG act. 49). Vor erstinstanzlichen Schranken gab der Beschuldigte anlässlich 
seiner Befragung zur Sache an, den Vorhalt betreffend B._____ und dem Herd 
einzugestehen. Es stimme, aber der Herd sei abgestellt und entsprechend nicht 
heiss gewesen, er habe B._____ nur Angst machen wollen (RG act. 53, 5. Frage 
2). 

Anlässlich der polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen hatte der 
Beschuldigte diesen Vorhalt noch abgestritten, im Verlauf dann aber nach und 
nach zugegeben (vgl. StA act. 3.9, Frage 45: "Ich habe meine Frau angewiesen, 
ihm zu sagen, dass wenn er zu spät nach Hause komme, ich ihn schlagen oder 
verbrennen werde. Dies habe ich aber nur so gesagt, um ihn einzuschüchtern, 
dass er sich an die Abmachungen hält. Ich habe das natürlich nicht gemacht"; StA 
act. 3.9, Frage 46: "Die Erziehung liegt klar bei der Mutter. Sie ist ja meistens zu 
Hause. Deshalb habe ich ihr diese Anweisung gegeben. Ich würde so etwas je-
doch nie machen"; StA act. 5.3, Frage 22: "Einmal, als B._____ zu spät nach 
Hause kam, hatte ich ihm gesagt, dass wenn dies noch einmal passieren würde, 
ich seine Hand verbrennen werde oder der Polizei telefonieren werde. Ich hatte 
ihn jedoch nie geschlagen. Mein Sohn kann dazu befragt werden"; StA act. 5.5, 
Frage 38: "Das war damals, als B._____ um 21.30 Uhr nach Hause kam. C._____ 
hatte mir gesagt, dass ich B._____ Angst machen solle, da er besser auf mich als 
Vater höre. Wir waren etwa einen Meter vom Kochherd entfernt. Ich sagte ihm, 
dass ich ihm das nächste Mal, wenn er zu spät nach Hause komme, dort die Hand 
verbrennen werde. […]". Auf die Frage, ob die Herdplatte damals eingestellt ge-
wesen sei, antwortete er mit "Nein", vgl. StA act. 5.5, Frage 39). Anlässlich der 
Berufungsverhandlung sagte der Beschuldigte aus, er habe seinem Sohn "schon 
gesagt, dass er Strafe bekommt, wenn er das nächste Mal zu spät nach Hause 
kommt, aber ich habe ihm nicht gedroht, das nächste Mal die Hand zu verbren-
nen" (act. H.5, V. Frage 8).

3.7.2. Dass der Beschuldigte den Vorwurf im Berufungsverfahren wieder vollum-
fänglich bestritt, obwohl er die Tat im Laufe des Verfahrens zugegeben und an der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung klar eingestanden hatte, ist überaus unglaub-
haft. Es spielt auch keine Rolle, ob der Beschuldigte die Herdplatte leicht einge-
stellt hatte, wie das die Privatklägerin aussagte (vgl. StA act. 3.8, Frage 25), oder 
ob er sie nicht eingestellt hatte, wie das der Beschuldigte angab (vgl. StA act. 5.5, 
Frage 39), denn das Packen seiner Hand und die Androhung des Verbrennens 
seiner Hand nötigten den damals siebenjährigen Jungen, zukünftig nicht mehr zu 

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spät zu kommen. Die Drohung, die Hand zu verbrennen, wenn B._____ das 
nächste Mal zu spät nach Hause komme, stellte ein unerlaubtes Mittel dar, 
B._____ zu dem gewünschten Verhalten zu veranlassen, womit der Tatbestand 
von Art. 181 StGB erfüllt ist.

3.7.3. Durch die in Anklageziffer 1.2.1 angeklagte Handlung hat sich der Beschul-
digte der Nötigung gemäss Art. 181 StGB zum Nachteil seines Sohnes B._____ 
schuldig gemacht. Für die rechtliche Begründung wird vollumfänglich auf die zu-
treffende vorinstanzliche Erwägung 4.5 verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO; act. B.1, 
E. 4.5).

3.8. Mehrfache Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB zum Nachteil 
von B._____ (Ziff. 1.2.2)

3.8.1. Bezüglich des Vorwurfs des Schlagens seiner Kinder bestritt der Beschul-
digte, seine Kinder je geschlagen zu haben, gab dann aber zu, dass er ihnen be-
reits Ohrfeigen gegeben habe, in der Meinung, das sei nicht strafbar (vgl. StA 
act. 3.9, Frage 4: Auf die Frage, ob er seine Kinder jemals geschlagen zu haben, 
antwortete der Beschuldigte "Nein. Also ich muss hier anfügen, dass die Kinder 
sicherlich schon eine ganz leichte Ohrfeige wegen einer Zurechtweisung bekom-
men haben. Diese waren jedoch nie fest und ich bin der Meinung, dass dies nicht 
gravierend ist."). In der Konfronteinvernahme vom 1. März 2017 sagte der Be-
schuldigte aus, seinen Sohn nie geschlagen zu haben. Anschliessend gab er an, 
ihm eine Ohrfeige gegeben zu haben, als B._____ zu spät nach Hause gekom-
men sei, ihn dabei aber fast nicht getroffen zu haben. Er habe ihm dann eben ge-
sagt, was passieren werde, wenn er nochmals zu spät komme (StA act. 5.3, Fra-
gen 22-23). Später führte der Beschuldigte aus, seinen Kindern aus erzieheri-
schen Gründen sicherlich schon eine ganz leichte Ohrfeige wegen einer Zurecht-
weisung gegeben zu haben. Er betonte jedoch, diese beispielsweise nur auf den 
Arm oder das Bein ausgeteilt zu haben, nicht aber ins Gesicht oder auf den Rü-
cken (StA act. 5.5, Frage 36). Anlässlich der Berufungsverhandlung sagte der Be-
schuldigte wiederum aus, B._____ nie geschlagen und ihm keine Ohrfeige gege-
ben zu haben (act. H.5, V. Frage 9). Befragt zum Vorwurf, wonach er gegenüber 
B._____ mindestens vier Mal pro Monat tätlich geworden sein soll, antwortete der 
Beschuldigte, nein, das stimme nicht. Tiere würden sich gegenseitig auch nicht 
ärgern (StA act. 5.5, Frage 30). Die Privatklägerin führte aus, der Beschuldigte 
habe B._____ jeweils "eine gegeben" oder ihn auf die Couch gestossen, wenn 
B._____ auf das Rufen von A._____ nicht reagiert habe. Er habe ihm meistens mit 
der flachen Hand ins Gesicht geschlagen (StA act. 5.3, Fragen 28-29). Der Be-
schuldigte äusserte hierzu, dass er seine Kinder nie schlagen würde. Viele Famili-

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en würden ihn kennen und wissen, dass er seine Kinder nicht schlagen würde 
(StA act. 5.3, Frage 35).

3.8.2. Aus den Aussagen des Beschuldigten erhellt, dass er zugegeben hatte, 
seinem Sohn B._____ eine Ohrfeige verpasst zu haben, als dieser zu spät nach 
Hause gekommen sei. Auch aus den weiteren Aussagen von A._____ lässt sich 
ableiten, dass er seinen Kindern sehr wohl aus "erzieherischen Gründen" wegen 
einer Zurechtweisung bereits Ohrfeigen verteilt hatte. Ungeachtet der Tatsache, 
ob er der Meinung war, diese seien nicht stark gewesen, und er die Handlung als 
nicht gravierend einstufte, gab der Beschuldigte mit seinen Aussagen den Ankla-
gesachverhalt im Wesentlichen zu. Dass er die Häufigkeit dieser Schläge ins Ge-
sicht seines Sohnes nicht bestätigte, beeinträchtigt die Glaubhaftigkeit der von der 
Privatklägerin geschilderten Taten angesichts des grundsätzlichen Zugeständnis-
ses seitens des Beschuldigten nicht. Für das Berufungsgericht sind die in Ankla-
geziffer 1.2.2 beschriebenen mehrfachen Tätlichkeiten zum Nachteil von B._____ 
damit rechtsgenügend erstellt.

3.8.3. Der Beschuldigte hat sich demnach der mehrfachen Tätlichkeiten gemäss 
Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB zum Nachteil von B._____ schuldig gemacht. Für die 
rechtliche Begründung kann auch hier vollumfänglich auf die vorinstanzliche Er-
wägung 4.6 verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; act. B.1, E. 4.6).

4. Fazit

Zusammengefasst ist der Beschuldigte der mehrfachen Drohung gemäss Art. 180 
Abs. 2 lit. a StGB, der mehrfachen einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 
Ziff. 2 Abs. 4 StGB, der mehrfachen Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b 
StGB, der Nötigung gemäss Art. 181 StGB und der mehrfachen Tätlichkeiten 
gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB schuldig.

5. Strafzumessung

5.1.1. Zu beurteilen sind mehrere Vergehen (vgl. Art. 180 Abs. 1 StGB, Art. 123 
Ziff. 2 StGB, Art. 181 StGB, alle i.V.m. Art. 10 Abs. 3 StGB) sowie mehrere Über-
tretungen (vgl. Art. 126 Abs. 1 StGB i.v.m. Art. 103 StGB). Der Strafrahmen für die 
einfache Körperverletzung, die Drohungen und die Nötigung liegt jeweils bei Frei-
heitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Das Prinzip der Verhältnismässig-
keit gebietet, dass bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des 
Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall jene zu wählen ist, die 
weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. ihn am we-
nigsten hart trifft (BGE 138 IV 120 E. 5.2 m.H.). Die Geldstrafe ist gegenüber der 

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Freiheitsstrafe weniger eingriffsintensiv und gilt somit als mildere Strafe (BGE 144 
IV 217 E. 3.3.3; 144 IV 313 E. 1.1.1). Für den überschneidenden Bereich von drei 
bis 180 Tagen regelt Art. 141 StGB das Verhältnis von Geldstrafe zu Freiheitsstra-
fe. Bereits aus dem Wortlaut der Bestimmung ergibt sich, dass die Geldstrafe 
grundsätzlich vorzuziehen ist und deshalb im Bereich der leichten Kriminalität als 
Regelsanktion gilt (vgl. BGE 144 IV 217 E. 3.3.3). Das Gesetz sieht zwei Voraus-
setzungen vor, unter denen das Gericht statt auf eine Geldstrafe auf eine Frei-
heitsstrafe erkennen kann: wenn eine solche geboten erscheint, um den Täter von 
der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 41 Abs. 1 lit. a 
StGB), oder wenn eine Geldstrafe voraussichtlich nicht vollzogen werden kann 
(Art. 41 Abs. 1 lit. b StGB). Das Gericht hat die Wahl der Freiheitsstrafe näher zu 
begründen (Art. 41 Abs. 2 StGB). Die Geldstrafe gemäss Art. 34 StGB bemisst 
sich anhand der Anzahl Tagessätze, wobei das Verschulden des Täters massge-
bend ist (Art. 34 Abs. 1 StGB). Die Höhe des Tagessatzes bestimmt das Gericht 
nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters zum Zeit-
punkt des Urteils (Art. 34 Abs. 2 StGB).

5.1.2. Die Vorinstanz sprach für sämtliche Vergehen eine Freiheitsstrafe aus und 
begründete dies mit den bescheidenen finanziellen Verhältnissen des Beschuldig-
ten, die zu einem solch tiefen Tagessatz führen würden, dass einer Geldstrafe 
jegliche Zweckmässigkeit und präventive Effizienz abgehen würde (act. B.1, 
E. 5.2). Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten beschränkten sich an-
lässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung auf ein Einkommen von 
CHF 950.00, das er vom Sozialamt erhalte, wovon CHF 200.00 abgezogen wür-
den, nämlich CHF 100.00 für die Wohnung und die anderen CHF 100.00 wisse er 
nicht wozu. Der Beschuldigte war arbeitslos (RG act. 53, S. 2; StA act. 2.6). Dem-
gegenüber hat sich die wirtschaftliche Situation des Beschuldigten zum Zeitpunkt 
der Berufungsverhandlung erheblich verbessert. Anlässlich seiner Befragung zur 
Person gab er an, beim E._____ als Kellner zu arbeiten, zu einem monatlichen 
Pensum von 170 bis 190 Stunden, was je nach Arbeitsanfall zu einem Einkommen 
zwischen CHF 2'500.00 und CHF 3'700.00 führe (act. H.5, IV. Fragen 2-4). In den 
Akten befinden sich zwei von der Verteidigung eingereichte Lohnabrechnungen 
der Monate August und September 2021, aus denen hervorgeht, dass der Be-
schuldigte in diesen Monaten einen Bruttolohn von CHF 2'024.70 bzw. 
CHF 3'120.60 erzielte (act.B.2).

5.1.3. Die Verteidigung beantragte an der Berufungsverhandlung im Eventualan-
trag eine bedingte Freiheitsstrafe von 9 Monaten (act. H.1). Auch die Staatsan-
waltschaft hatte im vorinstanzlichen Verfahren eine Freiheitsstrafe von 270 Tagen 

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verlangt (RG act. 51, S.13). Der Beschuldigte beging die Taten im Jahr 2016 und 
damit vor der Änderung des Sanktionenrechts am 1.1.2018 (AS 2016 1249; BBI 
2012 4721). Gemäss dem heute geltenden Art. 34 Abs. 1 StGB beträgt die Gelds-
trafe mindestens drei und höchstens 180 Tagessätze, wobei ein Tagessatz in der 
Regel mindestens CHF 30.00 und höchstens CHF 180.00 beträgt (Art. 34 Abs. 2 
StGB). Demgegenüber sah aArt. 34 Abs. 1 StGB vor, dass die Geldstrafe höchs-
tens 360 Tagessätze beträgt. 

Sind mehrere Straftatbestände mit gleichem Strafrahmen zu beurteilen, wie dies 
vorliegend der Fall ist, erscheint es sinnvoll, von derjenigen Straftat auszugehen, 
die im konkreten Fall die höchste Strafe nach sich zieht (vgl. Hans Mathys, Leitfa-
den Strafzumessung, 2. Aufl., Basel 2019, N 484 f.). Vorliegend sind die mehrfa-
chen Drohungen zum Nachteil von C._____ als konkret schwerste Tat(en) zu qua-
lifizieren. Angesichts des nicht unerheblichen Verschuldens des Beschuldigten 
(dazu E. 5.4.1) ist vorliegend bereits für dieses Delikt eine Geldstrafe von mehr als 
180 Tagessätzen als Einsatzstrafe auszusprechen. Auch für die einfache Körper-
verletzung und die Nötigung erscheint eine Geldstrafe im Lichte der in Erwägung 
5.1.1 zitierten Rechtsprechung geboten und vorliegend auch zielführend. Erfolgt 
die Beurteilung eines Verbrechens oder Vergehens erst nach Inkrafttreten des 
neuen Gesetzes, so ist dieses anzuwenden, wenn es das mildere ist (Art. 2 Abs. 2 
StGB; lex mitior; vgl. auch BGE 145 IV 137 E. 2.4.). Da für die mehrfachen Dro-
hungen eine Einsatzstrafe von mehr als 180 Tagessätzen auszusprechen ist, er-
weist sich für dieses Delikt das ältere Recht als das mildere, womit diese Bestim-
mung anwendbar ist (vgl. dazu auch BGE 147 IV 241 E. 4.3.2). In Nachachtung 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach einer Geldstrafe als im Ver-
gleich zur Freiheitsstrafe weniger eingriffsintensive Sanktion der Vorrang gebührt 
(BGE 147 IV 241 E. 4.3.2; 144 IV 313 E. 1.1.1; 144 IV 217 E. 3.3.3), ist für die 
mehrfache Drohung gemäss Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB, die mehrfache einfache 
Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB und die Nötigung gemäss 
Art. 181 StGB eine Geldstrafe auszusprechen. Nachdem mit dem aktuellen Ein-
kommen eine Geldstrafe ohne weiteres vollzogen werden kann und der Beschul-
digte nicht einschlägig vorbestraft ist (vgl. act. D.4), gibt es auch keinen Grund, an 
der präventiven Effizienz einer Geldstrafe zu zweifeln. Für die beiden mit Busse 
sanktionierten Übertretungen (mehrfache Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 
lit. b und mehrfache Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB) ist dagegen 
eine Busse auszusprechen (vgl. Art. 103 StGB).

5.2. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 
StGB und die an sie gestellten Begründungsanforderungen wiederholt dargelegt 

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(BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen; vgl. auch 144 IV 313 E. 1; 144 IV 217 
E. 2.3 ff.; 142 IV 265 E. 2.3 ff.). Darauf kann verwiesen werden. Es liegt im Er-
messen des Gerichts, in welchem Umfang es den verschiedenen Strafzumes-
sungsfaktoren Rechnung trägt. Das Gericht hat die für die Strafzumessung erheb-
lichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten und seine Überlegungen in 
den Grundzügen wiederzugeben, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist 
(Art. 50 StGB; BGE 134 IV 17 E. 2.1; BGer 6B_1245/2020 v. 1.1.2021 E. 1.1). Bei 
Vorliegen einer Deliktsmehrheit ist die Strafe ausgehend von der schwersten 
Straftat festzusetzen und diese angemessen zu asperieren, soweit die begange-
nen Straftaten mit gleichartigen Strafen geahndet werden (vgl. Art. 49 Abs. 1 
StGB). Die Bildung einer Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips 
nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist indessen nur möglich, wenn das Gericht im konkreten 
Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällt. Dass die an-
zuwendenden Strafbestimmungen (teilweise) abstrakt gleichartige Strafen andro-
hen, genügt nicht. Wenn die konkret vorgesehenen Sanktionen nicht gleichartig 
sind, müssen sie kumulativ verhängt werden (BGE 144 IV 217 E. 2.2; 142 IV 265 
E. 2.3.2). Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es 
berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung 
der Strafe auf das Leben des Täters. Das Verschulden wird nach der Schwere der 
Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit 
des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, 
wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Tatumständen in der Lage war, 
die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (vgl. Art. 47 StGB).

5.3. Ausgangspunkt für die Bewertung des Tatverschuldens ist die objektive 
Tatschwere. Es ist abzuklären, wie stark das strafrechtlich geschützte Rechtsgut 
durch das Verhalten des Beschuldigten beeinträchtigt wurde. Die subjektive 
Tatschwere beantwortet die Frage, inwieweit die objektive Tatschwere dem Be-
schuldigten angerechnet werden kann (vgl. Mathys, a.a.O., N 73). In einem ersten 
Schritt ist die schwerste Tat anhand der abstrakten Strafdrohung des Gesetzes zu 
ermitteln. Vorliegend sind die mehrfachen Drohungen zum Nachteil von C._____ 
als konkret schwerste Tat(en) zu qualifizieren (vgl. E. 5.1.3). Dabei ist anzumer-
ken, dass es sich bei den mehrfachen Drohungen um jeweils identische Tatvor-
gänge handelte (vgl. Anklage sowie E. 5.4.1 nachfolgend). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung widerspricht eine gemeinsame Bewertung unter-
schiedlicher Taten der Gesamtstrafenbildung nach dem Asperationsprinzip (vgl. 
BGer 6B_998/2019 v. 20.11.2020 E. 4.2.4). Vorliegend handelt es sich jedoch um 
identische, sich über den Zeitraum vom Januar bis Mitte August 2016 wiederho-
lende Taten. Gemäss Anklage hat sich der Beschuldigte der Drohung gegenüber 

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C._____ schuldig gemacht, indem er sie mit zwei Fingern der rechten Hand ihren 
Kehlkopf hielt und zu ihr sagte, dass sie wisse, dass er sie so innert einer Sekun-
de töten könne. Zudem drohte er ihr, gemeinsam mit den Kindern in den Irak zu 
reisen, wo er C._____ zurücklassen und mit den Kindern zurück in die Schweiz 
kehren werde. Sodann drohte er ihr mindestens 7 Mal, indem er ihr in Aussicht 
stellte, sie mit den Fingern und innert einer Sekunde töten zu können. Dies tat er, 
indem er einen Finger an den Hals oder den Unterkiefer von C._____ oder ihren 
Kehlkopf hielt oder sie mit zwei Fingern hielt und ihr sagte, dass er sie so umbrin-
gen könne, wenn er an der richtigen Stelle am Hals drücke. Da die Drohungen 
immer nach demselben Muster verliefen und die genaue Anzahl der einschlägigen 
Handlungen nicht bekannt und damit nicht bestimmbar ist, rechtfertigt es sich vor-
liegend, eine Einsatzstrafe für die gesamte Deliktsgruppe der (mindestens 8) an-
geklagten Drohungen festzulegen (vgl. auch die ähnlich gelagerte Konstellation in 
BGer 6B_432/2020 v. 30.9.2021 E. 1.4). Diese ist sodann mit einem je angemes-
senen Anteil für die einzeln festzusetzenden Strafen für die mehrfache einfache 
Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB und die Nötigung gemäss 
Art. 181 StGB zu einer Gesamtstrafe zu asperieren.

5.4.1. Zunächst ist das objektive Verschulden in Bezug auf die durch den Be-
schuldigten verübten Drohungen zum Nachteil von C._____ zu bewerten. Die Pri-
vatklägerin wurde durch die Drohungen in Angst und Schrecken versetzt, da sie in 
diesen Momenten – nicht zuletzt aufgrund der achtjährigen Nahkampfausbildung 
ihres Mannes – jeweils glaubte, dass er sie töten könne und auch töten würde, 
zweimal hatte sie vor Angst gar Urinabgang. Der Beschuldigte zeigte mit seinen 
Todesdrohungen, die er zusätzlich mit dem Halten und Drücken der Kehle der Pri-
vatklägerin unterstrich, ein rücksichtsloses und brutales Verhalten gegenüber sei-
ner Ehefrau. Erschwerend wirkt sich für ihn aus, dass es sich dabei nicht um einen 
einmaligen Ausrutscher handelte, sondern der Beschuldigte seine Drohungen und 
brutalen Griffe an den Hals der Privatklägerin über längere Zeit, nämlich acht Mal 
innerhalb des Jahres 2016, verwirklichte. Das Ausmass und die Intensität der phy-
sischen und nicht zuletzt der psychischen Gewalteinwirkung gegenüber seiner 
Ehefrau ist als erheblich einzustufen. Hinzu kommt die Wehrlosigkeit der ihm kör-
perlich unterlegenen Privatklägerin, die der Beschuldigte eiskalt ausnützte und ihr 
wortwörtlich vorführte. Die Privatklägerin wurde durch die Taten in ihrem Rechts-
gut Leben und ihrem Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit in nicht 
unerheblichem Mass gefährdet. In einer intimen Beziehung wie einer Ehe sind 
nicht viel verwerfliche Tatvarianten von Todesdrohungen denkbar. Aufgrund der 
starken Eingriffe in das Rechtsgut Leib und Leben der Privatklägerin ist das Mass 
der Vorwerfbarkeit des Rechtsbruches als hoch einzustufen. Das objektive Ver-

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schulden des Beschuldigten wiegt insgesamt betrachtet mittel bis schwer, womit 
die Tatschwere im mittleren bis oberen Bereich anzusiedeln ist. Dasselbe gilt für 
das subjektive Verschulden. Der Beschuldigte zeigte niedere Beweggründe. Er 
fand Gefallen am Plagen seiner Ehefrau, sah er ihr doch zu, wie sich ihre Augen 
rot färbten und Wasser aus ihnen lief, und lachte dabei. Die Privatklägerin be-
schrieb diese Situation an der Berufungsverhandlung anschaulich mit den Worten 
"Wenn er seine Finger an meinen Hals machte, schaute er mich an, wie meine 
Augen rot werden, ich kann nicht atmen, er lacht und tut danach als ob er nichts 
gemacht hätte" (act. H.4, Frage 14). Sein Tatmotiv war verwerflich, was subjektiv 
leicht verschuldenserhöhend zu berücksichtigen ist. Der Beschuldigte offenbarte 
mit seinem Verhalten auch eine erhebliche kriminelle Energie und verbrecheri-
schen Willen. Er machte nicht geltend, in seinem Heimatland sei es erlaubt, seine 
Ehefrau mit dem Tod zu bedrohen und diese Drohungen mit wirkungsvollen Grif-
fen zu unterstreichen. Damit kann er sich bezüglich der ihm zur Last gelegten 
mehrfachen Drohungen gegenüber C._____ nicht auf den Verschuldensminde-
rungsgrund des Kulturkonflikts berufen. Insgesamt vermag die subjektive 
Tatschwere die objektive nicht zu relativieren, sondern diese zu bestätigen, womit 
der Strafzumessung ein mittleres bis schweres Tatverschulden zugrunde zu legen 
ist. Unter Würdigung aller objektiven und subjektiven Verschuldenselemente 
scheint der erkennenden Kammer für die (mindestens) acht angeklagten Drohun-
gen im weiten Strafrahmen von 360 Tagessätzen eine Einsatzstrafe von insge-
samt 220 Tagessätzen als angemessen.

5.4.2. Das objektive Verschulden in Bezug auf die einfache Körperverletzung zum 
Nachteil von C._____ ist nicht mehr als leicht einzustufen. Der Beschuldigte stiess 
seine Ehefrau mit einem Fusstritt derart stark in den Rücken, dass sie am nächs-
ten Tag noch so starke Schmerzen hatte, dass sie dadurch ihre Ärztin aufsuchte. 
Auch bezüglich dieser Tat zum Nachteil seiner Ehefrau offenbarte der Beschuldig-
te seine Rücksichtlosigkeit und Brutalität ihr gegenüber. Zwar trug sie keine äus-
serlich sichtbaren Verletzungen davon, dennoch musste sie sich einer physiothe-
rapeutischen Behandlung unterziehen und bekam Schmerzmittel und eine Salbe 
verschrieben. Der Beschuldigte handelte auch diesbezüglich aus nichtigem An-
lass, der sich in einem Streit zwischen ihm und seinem Bruder entwickelt hatte, für 
den die Privatklägerin nichts konnte. Das objektive und subjektive Tatverschulden 
wiegt insgesamt betrachtet nicht mehr leicht bis mittel, womit eine hypothetische 
Strafe von 140 Tagessätzen als angebracht erscheint. Die Einsatzstrafe ist mit 
angemessenen 70 Tagessätzen für die einfache Körperverletzung gemäss 
Art. 123 Ziff. 2 Abs. 4 StGB zu erhöhen.

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5.4.3. Bezüglich der angeklagten Nötigung zum Nachteil von B._____ ist anzu-
merken, dass grundsätzlich zahlreiche schlimmere und verwerflichere Nötigungs-
handlungen vorstellbar sind. Dennoch ist bei der Bewertung der objektiven 
Tatschwere zu berücksichtigen, dass der Sohn des Beschuldigten damals sieben 
Jahre alt war, womit der kleine Junge nicht hat abschätzen können, ob und wie 
ernst es der Vater mit der Drohung wirklich meint, so dass in Bezug auf das kon-
krete Opfer doch von einem nicht mehr leichten bis mittleren objektiven Tatver-
schulden auszugehen ist. Mit dem unerlaubten Mittel der Drohung, der Vater wer-
de dem Sohn das nächste Mal, wenn dieser zu spät nach Hause komme, die 
Hand verbrennen, wobei diese Androhung in der Küche neben der Herdplatte 
stattfand, schüchterte der Beschuldigte B._____ ein, um ihn so zum gewünschten 
Verhalten anzuhalten. Zwar wurde dieser durch die Tathandlung nicht erheblich 
gefährdet, zumindest nicht körperlich, dennoch war die Tat geeignet, psychische 
Folgen für den Jungen zu bewirken, was die Privatklägerin anlässlich der Beru-
fungsverhandlung auch bestätigte. So sagte sie aus, ihr Sohn leide noch heute 
unter dem Vorfall mit der Herdplatte. Er tue, was sein Vater mit ihm getan habe, er 
schlage seine Schwester und andere Kinder. Er sage, 'Mami, das ist normal, sie 
ist eine Frau, sie redet so viel, es ist normal, dass ich sie schlage' (act. H.4, Fra-
gen 35, 40, 41). Auf der subjektiven Seite fällt erschwerend ins Gewicht, dass der 
Beschuldigte auch bezüglich dieser Tat zum Nachteil seines Sohnes aus nichti-
gem Anlass handelte. Das Zu-Spät-Kommen eines kleinen, siebenjährigen Jungen 
stellt nicht den geringsten Grund dar, diesen auf eine solch verwerfliche Art und 
Weise einzuschüchtern, um ihn so zum gewünschten Verhalten zu bewegen. Das 
Tatunrecht ist mithin auch bezüglich dieser Tat als erheblich einzustufen. Der Be-
schuldige brachte auch hier nicht vor, in seinem Herkunftsland sei das Androhen 
solch ernstlicher Nachteile gegenüber seinen Kindern eine berechtigte Erzie-
hungsmethode, womit er sich auch hier nicht über den Verschuldensminderungs-
grund des Kulturkonflikts entlasten kann. Insgesamt ist der Strafzumessung ein 
nicht mehr leichtes bis mittleres Verschulden zugrunde zu legen, womit eine hypo-
thetische Strafe von 140 Tagessätzen auszusprechen wäre. Die gebildete Ge-
samtstrafe wird um angemessene 70 Tagessätze erhöht, womit als Gesamtstrafe 
für die mehrfache Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB, die einfache Körperver-
letzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 StGB und die Nötigung gemäss Art. 181 StGB eine 
tat- und schuldangemessene Strafe von 360 Tagessätzen resultiert.

5.5. Die verschuldensangemessene Strafe kann aufgrund von Umständen, die 
mit der Tat grundsätzlich nichts zu tun haben, erhöht oder herabgesetzt werden 
(Täterkomponente). Straferhöhungsgründe sind vorliegend keine ersichtlich. Als 
Strafmilderungsgrund kommt einzig die Verletzung des Beschleunigungsgebots in 

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Frage. Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jede Person in Ver-
fahren vor Gerichts- und Verwaltungsbehörden Anspruch auf Beurteilung innert 
angemessener Frist. Seit Begehung der Straftaten im Jahr 2016 und heute verstri-
chen rund sechs Jahre. Das Untersuchungsverfahren dauerte insgesamt rund 2 
Jahre, was nicht zu beanstanden ist. Im erstinstanzlichen Verfahren lag nach Ein-
gang der Anklage vom 26. April 2018 innert rund 15 Monaten eine schriftliche Ur-
teilsbegründung vor, was zu lange ist, jedoch nicht nur vom Regionalgericht Ples-
sur zu verantworten war, welches nach der durchgeführten Hauptverhandlung 
vom 23. Mai 2019 immerhin innert nur zwei Monaten den Parteien das schriftlich 
begründete Urteil mitteilte (vgl. dazu act. B.1, Sachverhalt I-R). Demgegenüber 
verzögerte sich das vorliegende Berufungsverfahren unverhältnismässig lange. 
Eine derartige Verzögerung ist für eine beschuldigte Person unzumutbar. Entspre-
chend liegt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots vor. Diesem Umstand ist 
mit einer Strafreduktion von 30 Tagessätzen gebührend Rechnung zu tragen. 

5.6. Unter Berücksichtigung aller relevanter Strafzumessungsgründe resultiert 
nach dem Ausgeführten für die mehrfache Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB, 
die einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 StGB und die Nötigung 
gemäss Art. 181 StGB eine Geldstrafe von 330 Tagessätzen.

5.7.1. Die Höhe des Tagessatzes bestimmt sich nach den persönlichen und wirt-
schaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach 
Einkommen- und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstüt-
zungspflichten sowie nach dem Existenzminimum, wobei ein Tagessatz höchstens 
CHF 3'000.00 beträgt (vgl. aArt. 34 Abs. 2 StGB). Das Berufungsgericht geht auf-
grund der Angaben des Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung sowie 
der eingereichten Lohnunterlagen von einem durchschnittlichen Nettolohn des 
Beschuldigten von CHF 3'000.00 aus. Abzüglich des praxisgemässen Pauschal-
abzugs von 20% sowie der Abzüge für die Unterstützungspflichten der beiden 
Kinder (gemäss Empfehlung der Schweizerischen Staatsanwälte Konferenz [SSK] 
15% und 12.5%) resultiert ein den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten 
angemessener Tagessatz von CHF 50.00.

5.7.2. Nach Art. 42 Abs. 1 StGB (in der bis zum 31.12.2017 geltenden Fassung) 
schiebt das Gericht den Vollzug unter anderem einer Freiheitsstrafe von mindes-
tens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine un-
bedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weite-
rer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Der bedingte Strafaufschub im Rah-
men von Art. 42 Abs. 1 StGB setzt nicht die Erwartung voraus, der Täter werde 
sich bewähren; es genügt die Abwesenheit der Befürchtung, dass er es nicht tun 

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werde. Der Strafaufschub ist deshalb die Regel, von der grundsätzlich nur bei un-
günstiger Prognose abgewichen werden darf. In die Beurteilung miteinzubeziehen 
sind neben den Tatumständen das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren 
Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten 
seiner Bewährung zulassen. Ein relevantes Prognosekriterium ist insbesondere 
die strafrechtliche Vorbelastung. Einschlägige Vorstrafen sind bei der Prognose-
stellung erheblich zu gewichten; sie schliessen den bedingten Vollzug aber nicht 
notwendig aus (BGE 134 IV 1 E. 4.2; BGE 135 IV 180 E. 2.1; BGer 6B_447/2021 
v. 16.7.2021 E. 6.2.1; je mit Hinweisen). 

5.7.3. Der Beschuldigte weist keinerlei Vorstrafen auf (act. D.4), auch hat er sich 
seit den angeklagten Taten aus dem Jahr 2016 wohlverhalten. Zwar war die Mög-
lichkeit, der Familie gegenüber erneut gewalttätig zu werden, durch den Auszug 
seiner Ehefrau mit den Kindern zumindest erschwert. Dennoch liess sich der Be-
schuldigte nichts mehr zuschulden kommen und hielt sich, gemäss Aussage sei-
nes Verteidigers, trotz ihm mit Scheidungsurteil vom Juni 2019 zugestandenen 
Besuchen in Form von Erinnerungskontakten von seinen Kindern fern, obwohl er 
ihren Aufenthaltsort gekannt haben soll. Nach Angaben der Verteidigung habe es 
ein Wirrwar mit der KESB und der Beiständin gegeben, was dazu geführt habe, 
dass er seine Kinder erst am 26. Juni 2021 endlich habe besuchen können 
(act. H.1, S. 1 ff.). Der Beschuldigte liess sich trotz dieser schwierigen persönli-
chen Umstände nichts mehr zuschulden kommen. A._____ war zum Zeitpunkt der 
Taten arbeitslos und von der Sozialhilfe abhängig. Er scheint sich in der Zwi-
schenzeit tatsächlich ein neues Leben aufgebaut zu haben, geht einer regelmäs-
sigen Arbeitstätigkeit als Kellner beim E._____ nach, die ihm gemäss den Aussa-
gen der Verteidigung sehr gut gefällt. Die Aussichten, der Beschuldigte werde sich 
auch bei einer bedingt ausgesprochenen Geldstrafe bewähren, sind grundsätzlich 
positiv zu bewerten. Es spricht mithin nichts dagegen, die ausgesprochene Gelds-
trafe aufzuschieben. Der Beschuldigte scheint sich denn auch bei seinen zwei bis-
herigen Besuchen gegenüber seinen Kindern wohl verhalten zu haben. Gemäss 
Aussagen der Privatklägerin wolle der Sohn ihn zwar nicht sehen, die Tochter hin-
gegen schon (act. H.4, II. Frage 42). Den restlichen Bedenken hinsichtlich Legal-
bewährung wird – auch im Hinblick auf künftig eventuell häufigere Kontakte zu den 
Kindern – mit Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren Rechnung getragen.

5.8.1. Gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB kann eine bedingte Strafe mit einer Busse 
nach Art. 106 StGB verbunden werden. Diese Möglichkeit bestand bereits unter 
aArt. 42 StGB. Wird eine bedingte Geldstrafe mit einer Busse verbunden, müssen 
die beiden Strafen zusammen schuldangemessen sein. Dabei darf der Verbin-

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dungsstrafe nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung quantitativ nur eine 
untergeordnete Bedeutung zukommen; ihre Obergrenze ist auf 20 Prozent der 
Kombinationsstrafe beschränkt (vgl. BGE 135 IV 188 E. 3.4.4). Aufgrund des nicht 
unerheblichen Verschuldens des Beschuldigten (dazu  E. 5.4.1 - E. 5.4.3), recht-
fertigt es sich in casu, die Obergrenze von 20% auszuschöpfen, womit bei 330 
Tagessätzen zu CHF 50.00 eine Verbindungsbusse von CHF 3'300.00 resultiert 
(20% von 330 x 50). 

5.8.2. Zur Verbindungsbusse hinzu tritt eine auszusprechende Busse für die bei-
den Übertretungen (mehrfache Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a und lit. b 
StGB). Die Vorinstanz schlüsselte den Bussenbetrag für die drei Übertretungen 
nicht auf. Für die Tätlichkeiten gegenüber der Ehefrau und dem Sohn des Be-
schuldigten sowie für den im Berufungsverfahren nicht angefochtenen Schuld-
spruch des mehrfachen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage gemäss Art. 179septies 
StGB sprach sie eine Busse von CHF 1'000.00 aus (act. B.1, E. 5.6.2). Für die 
beiden vorliegend zu sanktionierenden Tätlichkeiten (Ohrfeigen gegenüber dem 
Sohn; Stoss in den Rücken der Ehefrau mit Reissen an den Haaren) erscheint 
eine Busse von je CHF 400.00 als tat-, täter- und schuldangemessen. Die von der 
Vorinstanz für alle drei Übertretungen ausgesprochene Busse von CHF 1'000.00 
ist dem objektiven und subjektiven Verschulden des Beschuldigten in Bezug auf 
diese drei Taten insgesamt angemessen, und blieb im Übrigen unbestritten. Damit 
ist die vorinstanzliche Busse von CHF 1'000.00 vollumfänglich zu bestätigen (vgl. 
Art. 82 Abs. 4 StPO; act. B.1, E. 5.6.2). Aufgrund des auch bezüglich der Übertre-
tungen erfüllten Strafmilderungsgrundes der Verletzung des Beschleunigungsge-
bots (dazu E. 5.5) ist die Busse auf CHF 900.00 zu reduzieren. 

5.8.3. Gesamthaft hat der Beschuldigte somit eine Busse von CHF 4'200.00 zu 
bezahlen (CHF 3'300.00 + CHF 900.00).

5.9. Das Gericht spricht für den Fall, dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt 
wird, eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem Tag und höchstens drei 
Monaten aus (Art. 106 Abs. 2 StGB). Dem Gericht steht bei der Bemessung der 
Ersatzfreiheitsstrafe ein weiter Ermessensspielraum zu. Ist eine solche für eine 
Verbindungsbusse im Sinne von Art. 42 Abs. 4 StGB festzulegen, besteht aller-
dings die Besonderheit, dass das Gericht die Höhe des Tagessatzes für die be-
dingte Geldstrafe und damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Täters be-
reits ermittelt hat. Für die Bemessung der Ersatzfreiheitsstrafe kann auf die Höhe 
des bereits ermittelten Tagessatzes für die bedingte Geldstrafe abgestützt werden. 
Die Tagessatzhöhe wird dabei als Umrechnungsschlüssel verwendet, indem der 
Betrag der Verbindungsbusse durch jene dividiert wird (BGE 134 IV 60 E. 7.3.3 

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m.H.). Die Ersatzfreiheitsstrafe für die schuldhafte Nichtbezahlung der Busse wird 
damit auf 84 Tage festgelegt (CHF 4'200.00 / CHF 50.00).

6. Zivilklagen

6.1. Die Verteidigung bestritt einen Genugtuungsanspruch von C._____ und 
B._____ nur im Grundsatz, nicht jedoch in der Höhe. Sie begründete dies mit dem 
beantragten Freispruch von Schuld und Strafe (vgl. act. H.1, S. 12). Über die Höhe 
einer allfälligen Genugtuung sprach sie sich dagegen nicht aus. Für den Fall, dass 
das Gericht den Beschuldigten nicht wie beantragt von Schuld und Strafe in Bezug 
auf die angeklagten Vorfälle freisprechen sollte, bestehen seitens der Verteidigung 
somit keine Einwendungen gegen die von der Vorinstanz zur Höhe dieser An-
sprüche vorgenommenen Überlegungen (vgl. act. H.4, act. A.2).

6.2. Art. 47 OR bestimmt, dass der Richter bei Tötung eines Menschen oder 
Körperverletzung dem Verletzten oder den Angehörigen des Getöteten unter Wür-
digung der besonderen Umstände eine angemessene Geldsumme als Genugtu-
ung zusprechen kann. Die Genugtuung bezweckt den Ausgleich für erlittene Un-
bill, indem das Wohlbefinden anderweitig gesteigert oder die Beeinträchtigung er-
träglicher gemacht wird (BGE 132 II 117 E. 2.2.2). Bemessungskriterien sind vor 
allem die Art und Schwere der Verletzung, die Intensität und Dauer der Auswir-
kungen auf die Persönlichkeit des Betroffenen, der Grad des Verschuldens des 
Haftpflichtigen (BGE 125 III 412 E. 2a), ein allfälliges Selbstverschulden des Ge-
schädigten (BGE 124 III 182 E. 4d) sowie die Aussicht auf Linderung des Schmer-
zes durch die Zahlung eines Geldbetrags (BGE 118 II 410 E. 2a). Die Höhe der 
Summe, die als Abgeltung erlittener Unbill in Frage kommt, lässt sich naturgemäss 
nicht errechnen, sondern nur schätzen (BGE 117 II 50 E. 4a/aa), wobei die Fest-
setzung der Höhe der Genugtuung eine Entscheidung nach Billigkeit darstellt 
(BGE 132 II 117 E. 2.2.3). 

6.3. In Anbetracht der Häufigkeit und Intensität der körperlichen und insbeson-
dere der seelischen Verletzungen sowie der Dauer dieser Übergriffe zulasten von 
C._____ rechtfertigt es sich, die von der Vorinstanz zugesprochene Höhe der Ge-
nugtuung von CHF 3'000.00 zzgl. 5% Zins seit 1. Mai 2016 bzw. von maximal 
CHF 7'500.00 zu bestätigen. Selbiges gilt in Bezug auf die vorinstanzlich zuge-
sprochene Höhe der Genugtuung zugunsten von B._____. Die Vorinstanz hat die-
se auf CHF 500.00 festgelegt, was den tätlichen Übergriffen und der Nötigung mit 
der Herdplatte zulasten des eigenen, damals siebenjährigen Sohnes angebracht 
ist. Die Vorinstanz hat in den Erwägungen 6.2 bis 6.6 die Voraussetzungen für die 
Zusprechung der Genugtuung korrekt ausgeführt und für den konkreten Fall je 

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zutreffend bejaht, worauf im Übrigen vollumfänglich verwiesen werden kann (vgl. 
Art. 82 Abs. 4 StPO; act. B.1, E. 6.2-6.6). Der Beschuldigte hat C._____ somit ei-
ne Genugtuung von CHF 3'000.00 zzgl. 5% Zins seit 1. Mai 2016 bis zu einem 
Maximalbetrag von CHF 7'500.00 zu bezahlen. Im Übrigen ist die Zivilklage von 
C._____ auf den Zivilweg zu verweisen. Sodann hat der Beschuldigte B._____ 
eine Genugtuung in Höhe von CHF 500.00 zu bezahlen. Im Übrigen ist die Zivil-
klage auf den Zivilweg zu verweisen. Der Antrag betreffend Vormerknahme von 
Schadenersatzansprüchen von B._____ und D._____ ist ebenfalls mit der vorin-
stanzlichen Begründung abzuweisen (Art. 82 Abs. 4 StPO; act. B.1, E. 6.5). 
Schliesslich ist die Zivilklage von D._____ infolge Einstellung des Strafverfahrens 
bezüglich dieser Taten auf den Zivilweg zu verweisen (vgl. act. B.1, E. 6.5).

7. Kosten

7.1. Ausgangsgemäss gehen die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu-
lasten des Berufungsklägers (Art. 426 Abs. 1 StPO). Die Vorinstanz auferlegte die 
Verfahrenskosten infolge der teilweisen Einstellung des Verfahrens zufolge Ver-
jährung zu 4/5 dem Beschuldigten und zu 1/5 dem Kanton Graubünden. Als Folge 
der Schuldsprüche bleibt es in Bezug auf die Verteilung der erstinstanzlichen Kos-
ten bei der Kostenaufteilung der Vorinstanz, welche im Übrigen auch nicht ange-
fochten wurde (act. B.1, ganze E. 8). Demnach gehen die Kosten des erstinstanz-
lichen Verfahrens von CHF 3'600.00 im Umfang von CHF 2'880.00 zulasten des 
Beschuldigten un