# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6860b7ae-11ad-5c99-a5b9-82ef889f578e
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-14
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 14.11.2011 BB.2011.122
**Docket/Reference:** BB.2011.122
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2011-122_2011-11-14

## Full Text

Verschiebung von Terminen (Art. 92 StPO). Rechtsverweigerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO).;;Verschiebung von Terminen (Art. 92 StPO). Rechtsverweigerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO).;;Verschiebung von Terminen (Art. 92 StPO). Rechtsverweigerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO).;;Verschiebung von Terminen (Art. 92 StPO). Rechtsverweigerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO).

Beschluss vom 14. November 2011 
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Joséphine Contu,  
Gerichtsschreiberin Sarah Wirz  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Peter-René Wyder, 
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT, 
 

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Verschiebung von Terminen (Art. 92 StPO); Rechts-
verweigerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BB.2011.122 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- Rechtsanwalt B. für A. am 26. Oktober 2011 bei der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts eine Beschwerde einreichte, in welcher er bean-
tragte, die Bundesanwaltschaft sei anzuweisen, die angekündigten Einver-
nahmen im November und Dezember 2011 abzusagen (act. 1); 

 
- Rechtsanwalt B. zur Vertretung von A. nicht befugt ist, weswegen die I. Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts dem notwendigen Verteidiger, 
Rechtsanwalt Wyder, am 2. November 2011 die Beschwerde zur Stellung-
nahme zustellte (act. 2); 

 
- die Bundesanwaltschaft die Parteien mit Schreiben vom 7. November 2011 

darüber informierte, dass die für die Kalenderwochen 48 bis 50 in Aussicht 
gestellten Einvernahmen nicht durchgeführt werden könnten (act. 7); 

 
- Rechtsanwalt Wyder als Verteidiger von A. mit Schreiben vom 

8. November 2011 mitteilte, er verzichte auf eine Stellungnahme, da die 
Bundesanwaltschaft die für November und Dezember 2011 angesetzten 
Einvernahmen abgesetzt und somit den gestellten Anträgen entsprochen 
habe (act. 8); 

 
- somit unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin den Anliegen des Be-

schwerdeführers entsprochen hat, weswegen das vorliegende Verfahren 
zufolge Gegenstandslosigkeit von der Geschäftskontrolle abzuschreiben 
ist; 

 
- wenn ein Rechtsstreit gegenstandslos wird, betreffend Kostenauflage in 

erster Linie auf den mutmasslichen Prozessausgang abzustellen ist (vgl. 
DOMEISEN, Basler Kommentar, Basel 2011, Art. 482 StPO N. 14) und wenn 
sich dieser nicht feststellen lässt, diejenige Partei kosten- und entschädi-
gungspflichtig wird, welche das gegenstandslos gewordene Verfahren ver-
anlasst hat oder bei welcher die Gründe eingetreten sind, die dazu geführt 
haben, dass der Prozess gegenstandslos geworden ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1B_68/2009 vom 8. Mai 2009, E. 4 sowie DOMEISEN, a.a.O, 
Art. 428 StPO N. 14); 

 
- vorliegend die Beschwerdegegnerin die Gegenstandslosigkeit zu vertreten 

hat und damit gemäss vorstehenden Ausführungen kosten- und entschädi-
gungspflichtig wird; 

 

- 3 - 

 

 

- auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird (Art. 428 Abs. 1 StPO 
i.V.m. Art. 66 Abs. 4 BGG); 

 
- aufgrund der minimalen Aufwendungen, welche das vorliegende Verfahren 

vom notwendigen Verteidiger Rechtsanwalt Wyder erforderte, keine Ent-
schädigung auszurichten ist; 

 
- die Bundesstrafgerichtskasse den vom Beschwerdeführer geleisteten 

Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'500.-- zurückzuerstatten hat. 
 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit von der Ge-

schäftskontrolle abgeschrieben. 
 
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 
 
3. Die Bundesstrafgerichtskasse hat dem Beschwerdeführer Fr. 1'500.-- zu-

rückzuerstatten. 
 
 

Bellinzona, 14. November 2011 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Peter-René Wyder, 
- Bundesanwaltschaft, 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.