# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a7da7ef-c825-5196-804d-e3e29ad0bdb1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 28.06.2021 S 2019 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2019-140_2021-06-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 140

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

Richter Meisser und Audétat

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 28. Juni 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy Landolt,

Beschwerdeführerin

gegen

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

und

Verein C._____, 

handelnd durch die Präsidentin D._____ und die Geschäftsführerin 

E._____, 

- 2 -

Beigeladener

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. Die 1958 geborene A._____ war für den Verein C._____ als dipl. 

Hauspflegerin tätig und im Rahmen dieser Anstellung bei der B._____ AG 

gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 21. 

Juli 2007 verunfallte sie mit dem Auto, indem dieses auf einer Strasse von 

F._____ nach G._____ über eine Stützmauer hinaus geriet und rund 60 

Meter in ein Tobel stürzte. Dabei erlitt sie eine inkomplette Tetraplegie 

(C7). Aufgrund der lähmungsbedingten Beeinträchtigungen ist sie 

dauerhaft auf Betreuungs- und Pflegemassnahmen angewiesen. Sie wird 

sowohl vom Lebenspartner wie auch von der C._____ betreut bzw. 

gepflegt. 

2. Mit Verfügung vom 19. Februar 2009 sprach die B._____ A._____ 

aufgrund einer bestehenden vollen Invalidität eine monatliche 

Übergangsrente von CHF 3'397.-- ab 1. März 2009, eine 

Integritätsentschädigung in der Höhe von CHF 96'120.-- (gemäss 

Korrigendum vom 26. Februar 2009: CHF 101'460.--), basierend auf 

einem Integritätsschaden von 95 %, und eine Hilflosenentschädigung für 

eine Hilflosigkeit schweren Grades von monatlich CHF 2'076.-- ab 1. April 

2009 (ab 1. Januar 2016: CHF 2'436.-- pro Monat) zu. Für medizinisch 

notwendige Massnahmen wurde A._____ ein Pflegeaufwand für die 

C._____ von CHF 1'485.-- pro Monat (für das Jahr 2010: monatlich CHF 

1'530.--, für das Jahr 2011: monatlich CHF 1'471.50, ab April 2017: 

monatlich CHF 1'876.50) vergütet. Mit Verfügung vom 26. August 2009 

sprach die B._____ A._____ eine monatliche Komplementärrente von 

CHF 2'601.-- ab 1. März 2009 zu. Am 24. Mai 2012 wurde die 

Komplementärrente angepasst, indem diese für den Zeitraum vom 1. 

August 2010 bis 31. Januar 2011 auf monatlich CHF 2'453.-- und ab 1. 

Februar 2011 auf CHF 2'275.-- pro Monat festgesetzt wurde. 

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3. Mit Schreiben vom 23. Januar 2019 informierte die B._____ A._____ 

darüber, dass sie als Unfallversicherer ab dem 1. Januar 2019 keine 

Leistungen mehr der C._____ übernehmen dürfe, da diese dem 

Tarifvertrag nicht beigetreten sei. 

4. Mit Verfügung vom 6. Juni 2019 stellte die B._____ die Leistungen für den 

monatlichen Pflegeaufwand der C._____ von CHF 1'876.50 per Ende 

Dezember 2018 ein. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, 

dass die Pflege durch eine der Unfallversicherung gegenüber nicht 

abrechnungsberechtigte C._____ durchgeführt worden sei. 

5. Die hiergegen von A._____ am 17. Juni 2019 erhobene Einsprache wies 

die B._____ mit Einspracheentscheid vom 6. November 2019 ab. Zur 

Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, es reiche nicht aus, 

zugelassener Leistungserbringer gemäss Art. 18 UVV i.V.m. Art. 49 und 

51 KVV zu sein, sondern die Versicherer könnten gemäss Art. 56 Abs. 1 

Satz 2 UVG die Behandlung der Versicherten ausschliesslich den am 

Tarifvertrag beteiligten Leistungserbringern anvertrauen. Die C._____ als 

Mitglied des kantonalen  H._____ Graubünden gelte mangels Beitritt zum 

Tarifvertrag gerade nicht als Beteiligte im Sinne des Art. 56 Abs. 1 Satz 2 

UVG, weshalb die Leistungsübernahme zu Recht verneint worden sei. 

6. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 3. 

Dezember 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte, es sei der Einspracheentscheid vom 6. 

November 2019 aufzuheben und die Angelegenheit im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher 

Hinsicht wurde beantragt, ein Gerichtsgutachten durch das 

Verwaltungsgericht, eventuell durch die B._____, gemäss den 

nachfolgenden Ausführungen und Anträgen einzuholen, die C._____ 

beizuladen, einen zweiten Schriftenwechsel sowie im Anschluss eine 

mündliche Verhandlung durchzuführen. Die Beschwerdeführerin 

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begründete ihre Anträge hauptsächlich damit, dass die B._____ bereits 

anlässlich der erstmaligen Festsetzung der Pflegeentschädigung gemäss 

Art. 18 UVV den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe, indem nicht der 

gesamte Pflegebedarf, sondern lediglich derjenige, der von der C._____ 

übernommen worden sei, als Grundlage für die Bemessung 

herangezogen worden sei. Wie sich aus der aktuellen 

Pflegebedarfsabklärung vom 18. November 2019 ergebe, benötige die 

Beschwerdeführerin von der C._____ Pflegeleistungen von 30.85 Stunden 

pro Monat. Die restlichen Pflegestunden erbringe der Lebenspartner. Es 

sei nicht nachvollziehbar, warum die B._____ lediglich einen Pflegebedarf 

von 22.5 Stunden festgestellt und in der Folge mit unterschiedlichen 

Ansätzen entschädigt habe. Da die B._____ den unfallbedingt 

notwendigen Pflegebedarf zu keiner Zeit rechtsgenüglich abgeklärt habe, 

sei ihr auch nicht aufgefallen, dass ein Teil der versicherten 

Pflegeleistungen vom Lebenspartner der Beschwerdeführerin erbracht 

würden. Für diese Pflegeleistungen hätte die B._____ einen 

Ermessensbeitrag gemäss Art. 18 Abs. 2 aUVV bzw. ab dem 1. Januar 

2017 je Beiträge für die vom Lebenspartner erbrachten Pflege- und 

nichtwirtschaftlichen Hilfeleistungen gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. a und b UVV 

gewähren müssen. Die B._____ wäre sodann seit 2009 verpflichtet 

gewesen, den Pflegebedarf in regelmässigen Abständen festzustellen und 

gegebenenfalls die Pflegeentschädigung angemessen zu erhöhen. Es 

entspreche einer Erfahrungstatsache, dass sich der Pflegeaufwand bei 

querschnittsgelähmten Personen mit der Zeit kontinuierlich erhöhe. Die 

Anpassungen erfolgten lediglich in Bezug auf die geänderten 

Stundenansätze, nie aber in Bezug auf den Pflegeaufwand. Die Verfügung 

vom 19. August 2019 (recte: 19. Februar 2009) und die seitherigen 

Anpassungen seien vor diesem Hintergrund als qualifiziert falsch zu 

rügen. Entsprechend sei die besagte Verfügung in Wiedererwägung zu 

ziehen und über die Pflegeentschädigung neu zu verfügen. Die C._____ 

bzw. der H._____ Kanton Graubünden sei dem per 1. Januar 2019 in Kraft 

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getretenen Tarifvertrag nicht beigetreten. Mit der seitens der B._____ 

gestützt auf Art. 56 Abs. 1 Satz 2 UVG i.V.m. Art. 12 des Tarifvertrags 

vertretenen Auffassung sei die Beschwerdeführerin nicht einverstanden. 

Art. 56 UVG gelte ausschliesslich zwischen den obligatorischen 

Unfallversicherungen und den zugelassenen Leistungserbringern, nicht 

aber im Verhältnis zu den versicherten Personen. Das Rechtsverhältnis 

zwischen der versicherten Person und den obligatorischen 

Unfallversicherungen bestimme sich hinsichtlich der vorliegend 

umstrittenen ambulanten Pflegeleistungen gemäss Art. 10 Abs. 3 UVG, 

Art. 21 Abs. 1 UVG und Art. 18 UVV. Die B._____ habe mit Verfügung vom 

19. August (recte: Februar) 2009 die grundsätzliche Leistungspflicht für 

die als Folge des Unfalls vom 21. Juli 2007 notwendigen Pflegeleistungen 

anerkannt. Diese Verfügung sei sowohl in materielle als auch formelle 

Rechtskraft erwachsen; sie hätte aber nicht erlassen werden dürfen. 

Allfällige tarifvertragliche Probleme würden nicht die versicherte Person 

betreffen, sondern den Leistungserbringer. Da sich die B._____ weigere, 

die von der C._____ in Rechnung gestellten Pflegeleistungen im Rahmen 

des tarifvertraglich vereinbarten Tiers payant zu bezahlen, sei sie 

verpflichtet, die Pflegeentschädigung gemäss Art. 18 UVV im Rahmen des 

Tiers garant direkt der Beschwerdeführerin zu bezahlen, so wie das der 

Rechtszustand vor dem 1. Januar 2019 gewesen sei. Ergänzend sei 

darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin ein grundrechtliches 

und zudem gesetzlich garantiertes Wahlrecht zwischen den zugelassenen 

Leistungserbringern habe (Hinweis auf Art. 41 Abs. 1 KVG). Die 

Leistungspflicht der B._____ hänge gemäss Art. 18 UVV davon ab, ob die 

versicherten Pflegeleistungen von einem nach den Art. 49 und 51 KVV 

zugelassenen Leistungserbringer erbracht würden. Erbringe ein 

anerkannter Leistungserbringer die versicherten Pflegeleistungen, 

bestehe die Leistungspflicht der B._____ gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV; 

würden die versicherten Pflegeleistungen bzw. die nichtwirtschaftliche 

Hilfe von einem nicht anerkannten Leistungserbringer erbracht, sei Art. 18 

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Abs. 2 UVV anwendbar. Ob der Leistungserbringer an einen Tarifvertrag 

gebunden sei, sei für die Leistungspflicht unerheblich. Selbst wenn die 

Bindung an einen Tarifvertrag für die Frage der Zulassung rechtserheblich 

wäre, würde es sich bei der C._____ um einen nicht zugelassenen 

Leistungserbringer handeln, weshalb in diesem Eventualfall gleichwohl 

eine Leistungspflicht gemäss Art. 18 Abs. 2 UVV bestehen würde. Es wäre 

aber absurd, die C._____ nicht als einen zugelassenen Leistungserbringer 

gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV zu qualifizieren. Art. 56 UVG erlaube den 

Versicherern und einzelnen Verbänden nicht, einen eigentlichen 

Marktausschluss von anderen zugelassenen Leistungserbringern 

tarifvertraglich zu vereinbaren. Das Rechtsverhältnis zwischen 

Sozialversicherungsträger und zugelassenen Leistungserbringern, welche 

nicht in einen Tarifvertrag eingebunden seien, richte sich nach Gesetz und 

Verordnung. Fehle eine gesetzliche Regelung, sei die 

Leistungsverwaltung verpflichtet, eine Ersatzordnung vorzusehen 

(Hinweis auf Art. 56 Abs. 3 UVG, Art. 27 Abs. 3 IVG und Art. 47 KVG). Im 

vorliegenden Fall bedeute dies, dass der bis zum 31. Dezember 2018 

massgeblich gewesene gesetzliche Rechtszustand nach dem 1. Januar 

2019 weiterzuführen sei. Die B._____ habe mit Wirkung ab dem 1. Januar 

2011 lediglich die krankenversicherungsrechtlichen Beiträge, welche nicht 

den Vollkosten entsprechen würden, zur Anwendung gebracht. Vielmehr 

hätte sie ab diesem Zeitpunkt einen höheren Stundenansatz gemäss den 

Normkosten des Kantons Graubünden vergüten müssen. Schliesslich 

habe die Beschwerdeführerin nicht die Möglichkeit, bei einer anderen 

I._____, welche dem Tarifvertrag beigetreten sei, die versicherten 

Leistungen zu beziehen. Andere I._____ hätten entweder keine freien 

Kapazitäten oder würden Betreuungsformen offerieren, welche nicht 

passend seien. Der Beschwerdeführerin bliebe nur die Wahl, entweder die 

unfallbedingte Pflege und Betreuung selber zu bezahlen, obwohl sie 

gemäss UVG versichert sei, oder sich in ein Heim zu begeben, was sie 

nicht wolle. 

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7. In ihrer Beschwerdeantwort vom 5. Februar 2020 (Poststempel 6. Februar 

2020) beantragte die B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 

vorgebracht, dass die vom Vertreter der Beschwerdeführerin gemachten 

Ausführungen zur Pflegebedarfsabklärung, zur Höhe der 

Pflegeentschädigung, zur Verfügung vom 19. August (recte: Februar) 

2009 sowie zur Vergütung der Hilfe durch den Lebenspartner nicht 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens seien. Im Einspracheverfahren 

gelte das Rügeprinzip. Dementsprechend habe die Einspracheinstanz die 

Verfügung in der Regel nur insoweit zu prüfen, als sie angefochten sei und 

aufgrund der Parteivorbringen oder anderer, sich aus den Akten 

ergebender Umstände Anlass zur Überprüfung bestehe. Mit Einsprache 

vom 17. Juni 2019 habe die Beschwerdeführerin ausschliesslich 

beantragt, die bisherigen Versicherungsleistungen zu gewähren, d.h. in 

bisherigem Umfang und in der bisherigen Höhe. Strittig und im 

vorliegenden Verfahren einer gerichtlichen Beurteilung zugänglich sei 

somit ausschliesslich die Rechtsfrage, ob der Pflegeaufwand nach UVG 

auch dann zu vergüten sei, wenn dieser von der C._____ erbracht werde. 

Die C._____ resp. der kantonale H._____ Graubünden, dessen Mitglied 

die C._____ sei, sei dem Tarif vom 1. Januar 2019 nicht beigetreten. Nach 

Art. 18 UVV i.V.m. Art. 49 und 51 KVV sowie Art. 56 Abs. 1 Satz 2 UVG 

bestehe demnach kein Anspruch auf Vergütung der durch die C._____ 

erbrachten Pflegeleistungen nach UVG. 

8. Mit Replik vom 12. März 2020 präzisierte die Beschwerdeführerin ihre 

Anträge in materieller Hinsicht dahingehend, dass die Beschwerde 

gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin im Hauptstandpunkt zu 

verpflichten sei, den gesamten unfallbedingten Pflege- und Hilfebedarf 

neutral und umfassend abzuklären und gestützt darauf die ihr gemäss 

Art. 18 Abs. 1 und 2 UVV zustehenden Versicherungsleistungen 

zuzusprechen. Im Eventualfall sei die Beschwerde gutzuheissen und die 

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Beschwerdegegnerin gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV zu verpflichten, die von 

der C._____ nach dem 1. Januar 2019 erbrachten Pflegeleistungen nach 

Massgabe der in Rechnung gestellten Vollkosten zu vergüten. Im Übrigen 

vertiefte die Beschwerdeführerin ihren Standpunkt. 

9. Der Verein C._____ (nachfolgend: Beigeladener) beantragte in seiner 

Stellungnahme vom 23. März 2020 die Gutheissung der Beschwerde. Zur 

Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der Beigeladene ein 

für ambulante Pflegeleistungen zugelassener Leistungserbringer und die 

grösste I._____ des Kantons Graubünden sei. Zwischen der Stadt 

G._____ bzw. der (früheren) Gemeinde J._____ und dem Beigeladenen 

bestehe eine Leistungsvereinbarung mit Leistungs- und 

Versorgungspflicht gestützt auf das kantonale Krankenpflegegesetz. Der 

Beigeladene sei folglich verpflichtet, jene Leistungen zu erbringen, die sich 

gemäss kantonalem Gesetz und der Leistungsvereinbarung ergeben 

würden. Die beteiligten Sozialversicherer (Beschwerdegegnerin und 

K._____ Kranken- und Unfallversicherungen AG) hätten bis zum 31. 

Januar 2019 die in Rechnung gestellten Pflegeleistungen anstandslos 

bezahlt. Die Beschwerdegegnerin habe sich mit Schreiben vom 29. März 

2019 wegen des nicht erfolgten Beitritts zum Tarifvertrag geweigert, die ab 

dem 1. Februar 2019 vom Beigeladenen angezeigten bzw. erbachten 

Pflegeleistungen zu vergüten. Die Tarifhoheit gemäss Art. 56 UVG 

bedeute nur, dass die Versicherer und einzelne Verbände bzw. 

Leistungserbringer berechtigt seien, das gesetzliche Rechtsverhältnis zu 

modifizieren und zu Gunsten oder zulasten der Vertragsparteien von der 

gesetzlichen Regelung abweichende Bestimmungen vorzusehen. In 

einem Tarifvertrag könne aber nicht vorgesehen werden, dass 

Leistungserbringer, welche nicht an den Tarifvertrag gebunden seien, 

nicht mehr die von ihnen erbrachten gesetzlich versicherten Leistungen 

abrechnen dürften. Eine derartige Boykottklausel verstosse gegen die 

verfassungsmässige Wirtschaftsfreiheit und verletze zudem den Sinn und 

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Zweck der sozialversicherungsrechtlichen Tarifhoheit. Die Auffassung der 

Beschwerdegegnerin bedeute zudem für die Beschwerdeführerin, dass 

sie nicht mehr zwischen den zugelassenen Leistungserbringern 

auswählen könne. Sodann sei keine in der Stadt G._____ tätige private 

I._____ zeitlich und professionell in der Lage, die vom Beigeladenen bis 

anhin erbachten Pflegeleistungen auszuführen. Die Beschwerdeführerin 

würde deshalb ihre gesetzlichen Versicherungsleistungen verlieren, 

könnte der Beigeladene die bisherigen Pflegeleistungen nicht mehr für sie 

erbringen bzw. müsste sie diese selber bezahlen. Das Rechtsverhältnis 

zwischen Sozialversicherungsträger und zugelassenen 

Leistungserbringern, welche nicht in einen Tarifvertrag eingebunden 

seien, richte sich nach Gesetz und Verordnung. Fehle eine gesetzliche 

Regelung, sei die Leistungsverwaltung verpflichtet, eine Ersatzordnung 

vorzusehen (Hinweis auf Art. 56 Abs. 3 UVG, Art. 27 Abs. 3 IVG und 

Art. 47 KVG). Im vorliegenden Fall bedeute dies, dass der bis zum 

31. Dezember 2018 massgeblich gewesene gesetzliche Rechtszustand 

nach dem 1. Februar 2019 weiterzuführen sei. Hinsichtlich der monetären 

Bewertung sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin gemäss 

dem im obligatorischen Unfallversicherungsbereich massgeblichen 

Naturalleistungsprinzip an sich verpflichtet sei, die versicherten 

Leistungen selber zu erbringen oder dann dem beigezogenen 

Leistungserbringer die tatsächlichen Kosten zu vergüten. Die 

Beschwerdegegnerin habe mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 lediglich 

die krankenversicherungsrechtlichen Beiträge, welche nicht den 

Vollkosten entsprechen würden, zur Anwendung gebracht. Sie hätte aber 

ab diesem Zeitpunkt einen höheren Stundenansatz vergüten müssen. Im 

Kanton Graubünden würden Normkosten gelten, welche z.B. im Jahr 2019 

vorgesehen hätten, dass die Kosten pro Grundpflegestunde CHF 86.60 

und die Kosten pro Behandlungspflegestunde CHF 109.10 ausmachten. 

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10. Mit Eingabe vom 23. April 2020 (Poststempel 24. April 2020) stellte die 

Beschwerdegegnerin den prozessualen Antrag, das vorliegende 

Verfahren sei bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens vor der 

Schlichtungsstelle SVR resp. vor dem Schiedsgericht Graubünden zu 

sistieren. Am 9. Juni 2020 verfügte die Instruktionsrichterin, dass das 

Beschwerdeverfahren S 19 140 nicht sistiert werde und eine allfällige 

Kostenauflage dem Entscheid in der Hauptsache vorbehalten bleibe. 

11. In ihrer Duplik vom 18. Juni 2020 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Antrag gemäss Beschwerdeantwort fest und vertiefte ihre Argumentation. 

12. Am 30. Juni 2020 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin sein 

Leistungsjournal ein. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 6. November 2019. Gemäss Art. 1 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen einen Einspracheentscheid Beschwerde an das 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem 

die versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren 

Wohnsitz hat. Die Beschwerdeführerin wohnt im Kanton Graubünden, 

womit die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus 

Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

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Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als formelle und materielle 

Adressatin des angefochtenen Einspracheentscheids ist die 

Beschwerdeführerin davon überdies berührt und sie weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf 

die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 und 

Art. 61 lit. b ATSG) ist somit – unter Vorbehalt der Erwägung 10 – 

einzutreten.

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die 

Vergütung des Pflegeaufwands zu Hause, welcher durch den 

Beigeladenen für die Beschwerdeführerin erbracht wird, seit dem 1. 

Januar 2019 eingestellt hat. 

3. Übergangsrechtlich hat das Bundesgericht in BGE 146 V 364 (vgl. E.9.5) 

entschieden, dass das neue Recht, d.h. Art. 18 UVV in seiner seit dem 

1. Januar 2017 geltenden Fassung, ex nunc et pro futuro anzuwenden sei, 

um die Leistungen im Zusammenhang mit einem Unfall zu bestimmen, der 

sich vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des 

UVG am 1. Januar 2017 ereignet hat (vgl. auch BGE 147 V 35 E.3.3; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_580/2020 vom 26. März 2021 E.3.2 und 

8C_591/2020 vom 3. Februar 2021 E.2.2). 

4.1. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles 

voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG 

ein Taggeld zu. Wird die versicherte Person infolge des Unfalles zu 

mindestens 10 % invalid, erleidet sie also nach Art. 8 Abs. 1 ATSG eine 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit, so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf 

eine Invalidenrente. Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 19 Abs. 1 

UVG, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 

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mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen sind, wobei mit dem Rentenbeginn 

die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahinfallen.

4.2. In Art. 21 UVG sind die Voraussetzungen aufgeführt, unter denen auch 

nach der Festsetzung der Rente Anspruch auf die Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen nach Art. 10-13 UVG und damit namentlich auf die 

Gewährung der Heilbehandlung (Art. 10 UVG) besteht. Gemäss Art. 21 

Abs. 1 lit. d UVG ist dieser Anspruch unter anderem dann gegeben, wenn 

der Bezüger erwerbsunfähig ist und sein Gesundheitszustand durch 

medizinische Vorkehren wesentlich verbessert oder vor wesentlicher 

Beeinträchtigung bewahrt werden kann.

4.3. Zur Heilbehandlung nach Art. 10 Abs. 1 UVG gehören die ambulante 

Behandlung durch den Arzt, den Zahnarzt oder auf deren Anordnung 

durch eine medizinische Hilfsperson sowie durch den Chiropraktor und die 

ambulante Behandlung in einem Spital (lit. a), die vom Arzt oder Zahnarzt 

verordneten Arzneimittel und Analysen (lit. b), die Behandlung, 

Verpflegung und Unterkunft in der allgemeinen Abteilung eines Spitals (lit. 

c), die ärztlich verordneten Nach- und Badekuren (lit. d) und die der 

Heilung dienlichen Mittel und Gegenstände (lit. e). Die versicherte Person 

kann den Arzt, den Zahnarzt, den Chiropraktor, die Apotheke, das Spital 

und die Kuranstalt frei wählen (Art. 10 Abs. 2 UVG). Laut Art. 10 Abs. 3 

UVG kann der Bundesrat die Leistungspflicht der Versicherung näher 

umschreiben und die Kostenvergütung für Behandlung im Ausland 

begrenzen (Satz 1). Er kann festlegen, unter welchen Voraussetzungen 

die versicherte Person Anspruch auf Hilfe und Pflege zu Hause hat (Satz 

2). Nach Auffassung des angerufenen Gerichts führt diese 

Normenhierarchie bzw. Delegationsregelung nicht zu einem Konflikt 

zwischen Art. 10 UVG (Anspruch auf Heilbehandlung) und Art. 56 UVG 

(Zusammenarbeit und Tarife), sondern aufgrund der umfassenden 

Verordnungskompetenz des Bundesrates im Bereich Hilfe und Pflege zu 

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Hause zur Anwendbarkeit von Art. 18 UVV in der seit dem 1. Januar 2017 

geltenden Fassung (vgl. Ausführungen zum Übergangsrecht oben in 

Erwägung 3; BGE 146 V 364 E.9.2). 

4.4. Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV hat die versicherte Person Anspruch auf 

ärztlich angeordnete medizinische Pflege zu Hause, sofern diese durch 

eine nach den Art. 49 und 51 der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die 

Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) zugelassene Person oder 

Organisation durchgeführt wird. Art. 49 KVV nennt die beruflichen 

Anforderungen an Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner. Art. 51 KVV 

enthält Kriterien, nach welchen Organisationen der Krankenpflege und 

Hilfe zu Hause zugelassen werden. Nach Art. 18 Abs. 2 UVV leistet der 

Versicherer einen Beitrag an ärztlich angeordnete medizinische Pflege zu 

Hause durch eine nicht zugelassene Person, sofern diese Pflege 

fachgerecht ausgeführt wird (lit. a), sowie an nichtmedizinische Hilfe zu 

Hause, soweit diese nicht durch die Hilflosenentschädigung nach Art. 26 

UVG abgegolten ist (lit. b). Mit Art. 10 Abs. 3 UVG und Art. 18 UVV wurde 

die bisherige Freiwilligkeit von Beiträgen an die medizinische Pflege zu 

Hause durch eine nicht zugelassene Person im Interesse der 

Rechtsgleichheit aufgegeben und stattdessen ein Leistungsanspruch 

verankert, sofern die nicht zugelassene Person die medizinische Pflege zu 

Hause fachgerecht ausführt (Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV); ebenso wurde ein 

Leistungsanspruch auf Beiträge für die nichtmedizinische Hilfe zu Hause 

geschaffen, soweit diese nicht bereits durch eine Hilflosenentschädigung 

abgegolten wird (Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV) (vgl. BGE 146 V 364 E.9.2).

4.5.1. Der Begriff der Hauspflege ist vielschichtig. Er umfasst zunächst die – 

weder ambulant noch in einem Spital, sondern eben zu Hause erbrachten 

– Heilanwendungen mit therapeutischer Zielrichtung, die von einem Arzt     

oder einer Ärztin vollzogen oder angeordnet werden. Hauspflege ist aber 

auch die zu Hause stattfindende medizinische Pflege im Sinne der 

Krankenpflege, der zwar das therapeutische (heilende) Agens fehlt, die 

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aber für die Aufrechterhaltung des Gesundheitszustandes doch 

unerlässlich ist. Das trifft insbesondere auf medizinische Vorkehren im 

Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. d UVG zu (Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen an einen UVG-Rentenbezüger, wenn dieser 

erwerbsunfähig ist und sein Gesundheitszustand u.a. vor wesentlicher 

Beeinträchtigung bewahrt werden kann), die lebensnotwendige 

organische Funktionen ermöglichen, unterstützen, sichern oder gleichsam 

ersetzen. Eine dritte Form von Hauspflege ist die nichtmedizinische 

Pflege, sei es an der betroffenen Person selber in Form von 

Hilfeleistungen bei den alltäglichen Lebensverrichtungen, sei es als 

Hilfestellungen in ihrer Umgebung durch Führung des Haushaltes oder 

Besorgung der alltäglichen Angelegenheiten (vgl. BGE 147 V 16 E.8.2.2, 

147 V 35 E.5.1.2 [übersetzt in: Die Praxis 1/2021, Nr. 13, S. 108 f.], 116 V 

41 E.5a; Urteile des Bundesgerichts 9C_200/2018 vom 17. Dezember 

2018 E.3.2.1, 8C_896/2009 vom 23. Juli 2010 E.2.2, U 213/02 vom 18. 

August 2003 E.2.2 und U 188/02 vom 14. März 2003 E.2.2). 

4.5.2. Die Ad-hoc-Kommission Schaden UVG erarbeitete für die 

Unfallversicherer eine Empfehlung zur Anwendung von Art. 10 Abs. 3 

UVG (Empfehlung Nr. 7/90 mit dem Titel "Hilfe und Pflege zu Hause" vom 

27. November 1990, revidiert per 23. Juni 2017). Gemäss dieser 

Empfehlung besteht für die reine Haushaltshilfe als Unterstützung bei der 

Wirtschafts- und Lebensführung (z.B. Waschen, Bügeln, Reinigung und 

Besorgung anderer alltäglicher Angelegenheiten) grundsätzlich keine 

Leistungspflicht aus UVG (vgl. 

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/ad-hoc/1990/07-90-2017.pdf, 

zuletzt besucht am 28. Juni 2021). Die Empfehlung der Ad-hoc-

Kommission Schaden UVG Nr. 7/90 "Hilfe und Pflege zu Hause" stellt zwar 

keine Weisung an die Durchführungsorgane der obligatorischen 

Unfallversicherung dar und ist insbesondere für die Gerichte nicht 

verbindlich. Sie ist jedoch geeignet, eine rechtsgleiche Praxis 

- 16 -

sicherzustellen (vgl. BGE 147 V 35 E.5.1.3 [übersetzt in: Die Praxis 

1/2021, Nr. 13, S. 109]). 

4.6. Die Pflegeleistungen bei einem Unfall, d.h. die medizinische Pflege und 

die nichtmedizinische Hilfe zu Hause im Sinne von Art. 10 Abs. 3 UVG und 

Art. 18 UVV sind Sachleistungen (vgl. Art. 14 ATSG; BGE 147 V 16 

E.4.1.1). Sachleistungen werden entweder nach dem 

Naturalleistungsprinzip oder nach dem Kostenvergütungsprinzip gewährt. 

Für Sachleistungen nach UVG gilt das Naturalleistungsprinzip, d.h. 

Schuldnerin der Sachleistung ist eigentlich die Unfallversicherung und 

lässt sie die Dienstleistung über einen externen Leistungserbringer 

erbringen, zahlt sie diese direkt (Tiers payant; vgl. BGE 147 V 16 E.9.3.1; 

siehe dazu Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons 

Zürich UV.2017.00226 vom 31. Januar 2020 E.3.4.2; GÄCHTER/HACK-

LEONI, in: HÜRZELER/KIESER [Hrsg.], UVG-Kommentar, Bern 2018, Art. 54a 

Rz. 2; siehe auch HEINE, in: HÜRZELER/KIESER [Hrsg.], a.a.O., Art. 10 Rz. 

7; FILIPPO, in: FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], Basler 

Kommentar, UVG, Basel 2019, Art. 10 Rz. 1). Gemäss BGE 147 V 16 (vgl. 

E.4.1.1) ist aber auf Hauspflegeleistungen ausnahmsweise das 

Kostenvergütungsprinzip anwendbar (Tiers garant). Eine 

Rechnungsstellung nach dem System des Tiers garant bedeutet, dass die 

Versicherten den Leistungserbringern die Vergütung der Leistung 

schulden, wobei sie gegenüber dem Versicherer einen Anspruch auf 

Rückerstattung haben (vgl. BGE 133 V 416 E.2.1, 131 V 191 E.5; Urteil 

des Bundesgerichts K 129/06 vom 29. Juni 2007 E.5.1).

4.7.1. Nach Art. 18 Abs. 1 UVV, der im Gegensatz zu Art. 18 Abs. 2 UVV nicht 

von einem "Beitrag" spricht, sind grundsätzlich die effektiven Vollkosten 

der versicherten Pflegeleistungen zu übernehmen. Der Versicherer hat 

somit die effektiven Vollkosten der medizinischen Pflege zu Hause 

zurückzuerstatten, die von einer gemäss Art. 49 (Pflegefachfrau und 

Pflegefachmann) und Art. 51 (Organisationen der Krankenpflege und Hilfe 

- 17 -

zu Hause) KVV zugelassenen Person oder Organisation durchgeführt wird 

(vgl. BGE 147 V 35 E.5.2.1.2 [übersetzt in: Die Praxis 1/2021, Nr. 13, 

S. 110], 147 V 16 E.9.3.2 f.). Laut BGE 147 V 35 (vgl. E. 7.6) sind die 

Leistungen gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV ohne Kostenbeitrag der 

versicherten Person zu entschädigen (siehe auch Urteile des 

Bundesgerichts 8C_580/2020 vom 26. März 2021 E.4.2.2 und 

8C_591/2020 vom 3. Februar 2021 E.3.2). 

4.7.2. Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV sieht vor, dass der Versicherer einen Beitrag an 

ärztlich angeordnete medizinische Pflege zu Hause durch eine nicht 

zugelassene Person leistet, sofern diese Pflege fachgerecht ausgeführt 

wird. Letztere Voraussetzung dient dem Schutz der versicherten Person 

und der Gewährleistung einer ausreichenden Qualität der Pflege (vgl. BGE 

147 V 35 E.5.2.2.1 [übersetzt in: Die Praxis 1/2021, Nr. 13, S. 110]). Im 

Unterschied zu Art. 18 Abs. 1 UVV sieht Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV nur einen 

"Beitrag" an medizinische Pflege durch eine nicht zugelassene Person vor. 

Über die Höhe des Beitrags des Versicherers sagt diese Bestimmung 

nichts aus. Diese kann sich nach Massgabe der von der versicherten 

Person zu tragenden effektiven Kosten richten, sich am tatsächlichen Er-

werbsausfall der pflegenden Person orientieren, oder unabhängig von 

diesen beiden Kriterien an den Kosten, welche die Pflege bei 

marktgerechter Entlöhnung einer Person verursachen würde. Die Ad-hoc-

Kommission Schaden UVG schlägt vor, den Stundenansatz gestützt auf 

die aktuellste LSE Tabelle 1 (T1 Skill level) Pos. 86-88 (Gesundheits- und 

Sozialwesen, Kompetenzniveau 2) festzulegen (vgl. BGE 147 V 35 

E.5.2.2.2 [übersetzt in: Die Praxis 1/2021, Nr. 13, S. 110 f.]; siehe auch 

Urteil des Bundesgerichts 8C_591/2020 vom 3. Februar 2021 E.5.3; vgl. 

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/ad-hoc/1990/07-90-2017.pdf, 

zuletzt besucht am 28. Juni 2021). 

4.7.3. Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV sieht vor, dass der Versicherer an 

nichtmedizinische Hilfe zu Hause einen Beitrag leistet, soweit diese nicht 

- 18 -

durch die Hilflosenentschädigung nach Art. 26 UVG abgegolten ist. Diese 

Pflege kann sowohl von einer gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV zugelassenen 

Person oder Organisation wie auch von einer gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. a 

UVV nicht zugelassenen Person oder Organisation durchgeführt werden 

(vgl. BGE 147 V 35 E.5.2.3.1 [übersetzt in: Die Praxis 1/2021, Nr. 13, S. 

111]). Die Höhe des Beitrags des Versicherers kann auch hier (vgl. 

vorstehend Erwägung 4.7.2) nach Massgabe der Kosten, welche die 

Pflege bei marktgerechter Entlöhnung einer Person verursachen würde, 

festgesetzt werden. Die Ad-hoc-Kommission Schaden UVG schlägt vor, 

den Stundenansatz gestützt auf die aktuellste LSE Tabelle 1 (T1 Skill 

level) Pos. 86-88 (Gesundheits- und Sozialwesen, Kompetenzniveau 2) 

festzulegen (vgl. BGE 147 V 35 E.5.2.3.2 [übersetzt in: Die Praxis 1/2021, 

Nr. 13, S. 111]; siehe auch Urteil des Bundesgerichts 8C_591/2020 vom 

3. Februar 2021 E.5.3; vgl. https://www.koordination.ch/fileadmin/files/ad-

hoc/1990/07-90-2017.pdf, zuletzt besucht am 28. Juni 2021). In 

Übereinstimmung mit Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV hat der Versicherer nur dann 

einen Beitrag zu leisten, wenn die nichtmedizinische Hilfe zu Hause nicht 

durch die Hilflosenentschädigung nach Art. 26 UVG abgegolten ist. Somit 

ist für jede einzelne Pflegeleistung abzuklären, ob und in welchem Umfang 

sie Teil der Hilfe oder der Überwachung ist, die von der 

Hilflosenentschädigung abgegolten wird (vgl. BGE 147 V 35 E.5.2.3.3 mit 

weiteren Hinweisen [übersetzt in: Die Praxis 1/2021, Nr. 13, S. 111 f.]). 

4.7.4. Gemäss der Empfehlung der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG Nr. 7/90 

"Hilfe und Pflege zu Hause" (vgl. Ziff. 3.2) ist die Übernahme von Kosten 

für Heilbehandlung zu Hause im Sinne von Art. 18 Abs. 1 UVV sowie für 

medizinische Pflege zu Hause im Sinne von Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV 

(Behandlungspflege) neben der Hilflosenentschädigung zu gewähren (vgl. 

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/ad-hoc/1990/07-90-2017.pdf, 

zuletzt besucht am 28. Juni 2021). 

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/ad-hoc/1990/07-90-2017.pdf

- 19 -

5.1. Vorliegend erlitt die Beschwerdeführerin am 21. Juli 2007 einen schweren 

Unfall, als sie auf einer Strasse von F._____ nach G._____ mit dem Auto 

über eine Stützmauer hinaus geriet und rund 60 Meter in ein Tobel stürzte 

(vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] K3). Hierbei zog sie sich eine 

inkomplette Tetraplegie (C7) mit diversen Begleitverletzungen wie 

Gesichtsschädelfrakturen (Sinus maxillaris links, Jochbogen links, 

Orbitaboden links, Kopfschwartenhämatom rechts parietal), eine 

dislozierte, offene Humerusschaftfraktur rechts, ein Thoraxtrauma mit 

Rippenfrakturen 4-6 links ventral und beidseitigen Lungenkontusionen 

sowie eine Commotio cerebri zu (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-

act.] 3). Bereits tags darauf am 22. Juli 2007 wurde die 

Beschwerdeführerin ins Paraplegikerzentrum Nottwil verlegt, wo sie bis 

am 19. April 2008 behandelt wurde (vgl. Bg-act. K2 und Bf-act. 3). 

5.2. Mit Verfügung vom 19. Februar 2009 sprach die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin aufgrund der bestehenden vollen Invalidität eine 

monatliche Übergangsrente von CHF 3'397.-- ab 1. März 2009 zu. 

Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung 

auf der Basis eines Integritätsschadens von 95 % in der Höhe von CHF 

96'120.-- (gemäss Korrigendum vom 26. Februar 2009: CHF 101'460.-- 

[vgl. Bg-act. K91]) und eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit 

schweren Grades von monatlich CHF 2'076.-- ab 1. April 2009 (ab 1. 

Januar 2016: monatlich CHF 2'436.-- [vgl. Bg-act. K223]) gewährt. Zudem 

sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin für medizinisch 

notwendige Massnahmen im Sinne von Art. 18 UVV einen Pflegeaufwand 

für die C._____ von CHF 1'485.-- pro Monat (45 min. pro Tag x 30 : 60 à   

CHF 66.-- [Stundenansatz für Pflege C._____]) zu (vgl. Bf-act. 4 und Bg-

act. K87). Mit Verfügung vom 26. August 2009 sprach die 

Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine Komplementärrente 

von CHF 2'601.-- pro Monat ab 1. März 2009 zu (vgl. Bg-act. K107). Am 

24. Mai 2012 wurde die Komplementärrente angepasst, indem diese für 

- 20 -

den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Januar 2011 auf monatlich 

CHF 2'453.-- und ab 1. Februar 2011 auf CHF 2'275.-- pro Monat 

festgesetzt wurde (vgl. Bg-act. K164). 

5.3. Mit Schreiben vom 28. Dezember 2010 teilte die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin betreffend Pflegeaufwand mit, dass sich der 

Stundenansatz im Jahr 2010 auf CHF 68.-- erhöht habe, weshalb der 

Pflegeaufwand im 2010 monatlich CHF 1'530.-- (45 x 30 : 60 à CHF 68.--

) bzw. insgesamt CHF 18'360.-- (CHF 1530.-- x 12) betragen habe. Der für 

das Jahr 2010 zu wenig ausbezahlte Betrag werde in den nächsten Tagen 

überwiesen. Ausserdem ergebe sich für das Jahr 2011 unter 

Berücksichtigung eines Stundenansatzes von CHF 65.40 ein 

Pflegeaufwand von monatlich CHF 1'471.50 (45 x 30 : 60 à CHF 65.40) 

(vgl. Bf-act. 5 und Bg-act. K147; siehe auch Bf-act. 6 und Bg-act. K187). 

Am 26. Februar 2018 wurde die Beschwerdeführerin von der 

Beschwerdegegnerin betreffend Pflegeaufwand dahingehend informiert, 

dass nun eine vorübergehende Anpassung (gültig bis zu einer 

Inkraftsetzung eines neuen Spitex-Tarifvertrags) stattgefunden habe. Für 

die Behandlungskosten würden nun CHF 83.-- pro Stunde vergütet, 

weshalb der Pflegeaufwand rückwirkend ab 1. April 2017 monatlich CHF 

1'876.50 (recte: CHF 1'867.50 [22.5 x CHF 83.--]) betrage. Die 

Nachzahlung erfolge separat (vgl. Bf-act. 7 und Bg-act. K240). 

5.4. Mit Schreiben vom 23. Januar 2019 teilte die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin mit, dass sie als Unfallversicherer ab dem 1. Januar 

2019 keine Leistungen mehr des Beigeladenen übernehmen dürfe, da 

dieser dem Tarifvertrag nicht beigetreten sei. Gleichzeitig gab sie zwei 

Privatorganisationen in G._____ bzw. L._____ an, welche dem 

Tarifvertrag beigetreten seien (vgl. Bg-act. K250). Die Rechtsauffassung 

der Beschwerdegegnerin stiess auf regen Widerstand des damaligen 

Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, welcher dafür keine 

Rechtsgrundlage sah (vgl. Bg-act. K251, K253, K256 und K257).

- 21 -

5.5. Im Zwischenbericht UVG vom 18. Februar 2019 an die 

Beschwerdegegnerin führte die Hausärztin Dr. med. M._____, FMH für 

Innere Medizin, G._____, insbesondere aus, dass der Verlauf als 

Tetraplegikerin seit 2014 stabil sei. Die Beschwerdeführerin sei auf viel 

Hilfe angewiesen und in allen Lebensbereichen deutlich eingeschränkt. 

Als Therapie bedürfe es unter anderem der regelmässigen Hilfe durch die 

N._____ (vgl. Bg-act. M46). 

5.6. Mit Schreiben an die Beschwerdeführerin vom 1. März 2019 hielt die 

Beschwerdegegnerin ausdrücklich fest, dass die Rente unverändert bleibe 

und die Heilungskosten nach Art. 21 Abs. 1 lit. d UVG, welche den 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin wesentlich verbesserten 

oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrten und eine Pflichtleistung 

nach UVG darstellten, weiterhin übernommen würden (vgl. Bg-act. K261). 

Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts anerkennt damit die 

Beschwerdegegnerin explizit – und in Kenntnis der Tatsache, dass der 

Beigeladene dem Tarifvertrag per 1. Januar 2019 nicht beigetreten war 

(vgl. vorstehend Erwägung 5.4) – ihre Leistungspflicht für 

Pflegeleistungen, sieht doch Art. 10 Abs. 2 UVG das freie Wahlrecht vor. 

Auch wenn die Wahlfreiheit nicht absolut gilt, besteht in der Praxis im 

Unfallversicherungsbereich faktisch keine Einschränkung der 

Wahlfreiheit. Lediglich aus Qualitätssicherungsgründen sind 

Einschränkungen vorgesehen, so Art. 53 Abs. 2 UVG: Der Bundesrat legt 

die Voraussetzungen fest, unter denen Spitäler und Kuranstalten, 

medizinische Hilfspersonen, Laboratorien sowie Transport- und 

Rettungsunternehmen zur Tätigkeit zulasten der Unfallversicherung 

zugelassen sind (vgl. FILIPPO, in: FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI 

[Hrsg.], a.a.O., Art. 10 Rzn. 32 und 34). Diesbezüglich ist darauf 

hinzuweisen, dass von Pflegefachkräften erbrachte Leistungen und die 

daraus resultierenden Kosten nur dann von der Unfallversicherung 

übernommen werden, wenn jene entweder selbständig und auf eigene 

- 22 -

Rechnung tätig sind oder im Anstellungsverhältnis zu einem anerkannten 

Leistungserbringer stehen, welcher im Sinne der obligatorischen 

Krankenpflegeversicherung und damit analog auch der Unfallversicherung 

zugelassen ist (vgl. PÄRLI/KUNZ, in: FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI 

[Hrsg.], a.a.O., Art. 53 Rz. 28 mit Hinweis auf BGE 133 V 218 E.6). 

Vorliegend ist – wie nachfolgend dargelegt wird – unbestritten, dass das 

die Beschwerdeführerin pflegende Fachpersonal in einem 

Anstellungsverhältnis zum Beigeladenen steht, welcher im genannten 

Sinne zugelassen ist. Somit besteht im konkreten Fall keine 

Einschränkung der Wahlfreiheit. Was die Kostentragung für die Hilfe und 

Pflege zu Hause anbelangt, ist mit Art. 10 Abs. 3 UVG i.V.m. Art. 18 UVV 

klar geregelt, dass bezüglich der ärztlich angeordneten medizinischen 

Pflege zu Hause, welche durch eine zugelassene Spitex-Organisation im 

Sinne von Art. 51 KVV geleistet wird, die effektiven Vollkosten zu 

übernehmen sind (Art. 18 Abs. 1 UVV; vgl. vorstehend Erwägung 4.7.1). 

Das Erfordernis, wonach die Pflege angeordnet sein muss, ist nicht in 

einem formellen Sinne einer ärztlichen Anordnung zu verstehen; es 

genügt, wenn die zu Hause durchzuführenden medizinischen Vorkehren 

medizinisch indiziert sind (vgl. BGE 147 V 16 E.8.2.3 mit Hinweis auf BGE 

116 V 41 E.5c). Dass der Beigeladene die Anforderungen an Art. 51 KVV 

nicht erfüllen sollte, ist weder ersichtlich noch wird dies seitens der 

Beschwerdegegnerin dargetan. Letztere selbst anerkennt in ihrem 

Einspracheentscheid vom 6. November 2019, dass der Beigeladene ein 

zugelassener Leistungserbringer ist, stellt sich aber auf den Standpunkt, 

das sei nicht ausreichend, sondern die Beteiligung am Tarifvertrag sei 

ebenfalls erforderlich (vgl. Bf-act. 2 S. 2 und Bg-act. K303 S. 2). Lediglich 

(aber immerhin) einen Beitrag hat die Beschwerdegegnerin zu leisten an 

– wie vorgenannt – ärztlich angeordnete medizinische Pflege zu Hause 

durch eine nicht zugelassene Person, sofern diese Pflege fachgerecht 

ausgeführt wird (Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV) oder/und an nichtmedizinische 

- 23 -

Hilfe zu Hause, soweit diese nicht durch die Hilflosenentschädigung nach 

Art. 26 UVG abgegolten ist (Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV). 

5.7. In Bezug auf das Jahr 2019 kann den Akten das Dokument "Übersicht 

Rechnungen 2019" und die dazugehörigen Detailabrechnungen des 

Beigeladenen betreffend die Monate Januar bis Oktober 2019 entnommen 

werden, wobei Letztere entweder an die K._____ Kranken- und 

Unfallversicherungen AG (nachfolgend: K._____), an die 

Beschwerdeführerin oder an die Beschwerdegegnerin adressiert sind. Die 

in den besagten Detailabrechnungen in Bezug auf die K._____, die 

Beschwerdeführerin bzw. die Beschwerdegegnerin ersichtlichen 

Kostenanteile sind unübersichtlich festgestellt und ausgeschieden (vgl. Bf-

act. 9 sowie Bg-act. K308 und K313; siehe auch Bg-act. K277, K278, 

K295, K296 und K297). Ausserdem können der am 18. November 2019 

anhand des Bedarfsabklärungsinstruments RAI-HC Schweiz erfolgten 

Pflegebedarfsabklärung sämtliche (Spitex-)Leistungen für die Periode 

vom 1. November 2019 bis zum 31. Oktober 2020 entnommen werden, 

aufgegliedert in Leistungen des Beigeladenen nach Art. 7 Abs. 2 lit. a-c 

der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen 

Krankenpflegeversicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV; 

SR 832.112.31) und  in dessen hauswirtschaftliche Leistungen sowie in 

hauswirtschaftliche und Betreuungs-Leistungen durch informelle Helfer. 

Das entsprechende Leistungsblatt N._____ und informelle Helfer enthält 

soweit ersichtlich ebenfalls nicht schlüssige Berechnungen (vgl. Bf-act. 

14). Nicht erhellend ist die in den Akten liegende "Bedarfsmeldung für 

N._____ Leistungen/ärztliche N._____ Anordnung" vom 6./11. März 2019 

an die Beschwerdegegnerin betreffend die Verordnungsperiode 1. Januar 

2019 bis 31. Dezember 2019 (vgl. Beilage 3 des Beigeladenen). 

6. Nach vorliegender Sach- und Rechtslage ist die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin im Sinne von Art. 10 UVG i.V.m. Art. 21 Abs. 1 lit. d 

UVG und Art. 18 UVV zu bejahen. Erbringt der Beigeladene als ein 

- 24 -

zugelassener Leistungserbringer die versicherten Pflegeleistungen zu 

Hause, besteht für die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht nach 

Art. 18 Abs. 1 UVV. Werden die versicherten Pflegeleistungen zu Hause 

durch einen nicht zugelassenen Leistungserbringer fachgerecht erbracht 

bzw. übersteigt die nichtmedizinische Hilfe zu Hause die zugesprochene 

Hilflosenentschädigung, so ist Art. 18 Abs. 2 UVV anwendbar. Ob der 

Beigeladene als Leistungserbringer an einen Tarifvertrag gebunden ist, ist 

für die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin als Unfallversicherer 

unerheblich. Es kann vorliegend jedoch aufgrund der Akten nicht 

festgestellt werden, welches der unfallbedingte, durch den Beigeladenen 

zu erbringende Pflege- und Hilfebedarf der Beschwerdeführerin zu Hause 

ist und wie hoch der Pflegeaufwand der Beschwerdegegnerin sein muss, 

um den unfallbedingten Bedarf der Beschwerdeführerin für die vom 

Beigeladenen übernommene Hilfe und Pflege zu Hause im Sinne von Art. 

18 UVV zu decken. Anhand der N._____ Leistungen, wie sie bisher 

dargestellt sind, lässt sich der unfallbedingte Pflege- und Hilfebedarf der 

Beschwerdeführerin zu Hause nicht feststellen, zumal die effektiven 

Vollkosten der ärztlich angeordneten respektive indizierten medizinischen 

Pflege zu Hause (vgl. vorstehend Erwägung 5.6) gemäss Art. 18 Abs. 1 

UVV sowie auch mögliche Beiträge gemäss Art. 18 Abs. 2 UVV von der 

Beschwerdegegnerin zu übernehmen sein werden. Die Beschwerde ist 

somit in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 6. November 2019 aufzuheben und die Sache 

zur Vornahme dieser Abklärungen und zu neuem Entscheid im Sinne der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Dabei wird 

sich die Beschwerdegegnerin an den einschlägigen Tarifen bzw. 

(kantonal-)rechtlichen Vorgaben, die ab 1. Januar 2019 galten, zu 

orientieren haben (vgl. BGE 147 V 16 E.9.4). Die Beschwerdeführerin 

beantragte in ihrer Einsprache vom 17. Juni 2019, "es seien ihr die 

bisherigen Versicherungsleistungen (Entschädigung für Pflegeleistungen, 

welche durch den Beigeladenen erbracht würden) zu gewähren" (vgl. Bg-

- 25 -

act. K273). Aufgrund von Art. 43 ATSG gilt die Abklärungspflicht, so dass 

die Beschwerdegegnerin die Leistungen des Beigeladenen umfassend 

neu abzuklären und darüber neu zu entscheiden hat.  Da die monatliche 

Pflegeentschädigung, welche der Beschwerdeführerin letztmals mit 

Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 26. Februar 2018 rückwirkend 

per 1. April 2017 in der Höhe von CHF 1'876.50 (recte: CHF 1'867.50) 

mitgeteilt wurde (vgl. Bf-act. 7 und Bg-act. K240; siehe auch Bf-act. 4, 5 

und 6), unwidersprochen blieb und mit Verfügung vom 6. Juni 2019 bzw. 

dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 6. November 2019 ab 1. 

Januar 2019 wegfiel (vgl. Bf-act. 2 sowie Bg-act. K272 und K303), wird die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht ab 1. Januar 2019 abzuklären 

und über die zu übernehmenden Kosten für die durch den Beigeladenen 

erbrachten Leistungen gemäss Art. 18 UVV zu entscheiden haben.

7. Tarifvertragliches bzw. Streitigkeiten zwischen der Beschwerdegegnerin 

und dem Beigeladenen gemäss Art. 56 UVG ist bzw. sind nicht 

Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren S 19 140. Entsprechende 

Streitigkeiten sind nach Art. 57 UVG vor kantonaler/m 

Schlichtungsstelle/Schiedsgericht auszutragen. Die Autoren PÄRLI/KUNZ 

halten fest, dass die Umschreibung jener Leistungen, welche zulasten der 

Unfallversicherung gingen, nie Gegenstand von Zusammenarbeits- und 

Tarifverträgen sei; normative Regelungen über die 

Versicherungsleistungen in Tarifverträgen seien deshalb ungültig und 

stellten einen Verstoss gegen das freie Wahlrecht der versicherten Person 

gemäss Art. 10 Abs. 2 UVG dar (vgl. PÄRLI/ KUNZ, in: FRÉSARD-

FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], a.a.O., Art. 56 Rzn. 12 und 24 mit Hinweis 

auf BGE 110 V 187 E.4). Sodann führen dieselben Autoren aus, die dem 

Bundesrat gemäss Art. 56 Abs. 3 UVG bei vertragslosem Zustand 

zugewiesene Kompetenz diene dem Schutz der versicherten Person, dass 

sich ein vertragsloser Zustand nicht zu deren Lasten entwickle (vgl. 

PÄRLI/KUNZ, in: FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], a.a.O, Art. 56 

- 26 -

Rz. 24). Der Nichtbeitritt des Beigeladenen zum Tarifvertrag hat keinen 

Einfluss auf die beschwerdegegnerische Leistungspflicht aus UVG/UVV 

als solche. 

8.1. Nach aArt. 61 lit. a ATSG (in der bis 31. Dezember 2020 geltenden 

Fassung) muss das Verfahren einfach, rasch, "in der Regel öffentlich" und 

für die Parteien kostenlos sein. Gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung setzt die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung 

gemäss Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte 

und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) im Sozialversicherungsprozess 

einen Parteiantrag voraus, aus dem klar und unmissverständlich 

hervorgehen muss, dass eine konventionskonforme Verhandlung mit 

Publikums- und Presseanwesenheit durchgeführt werden soll. Wird 

lediglich eine persönliche Anhörung oder Befragung, ein Parteiverhör, eine 

Zeugeneinvernahme oder die Durchführung eines Augenscheins verlangt, 

darf das Gericht daraus schliessen, dass es der antragsstellenden Person 

um die Abnahme bestimmter Beweismittel und nicht um die Durchführung 

einer Verhandlung mit Publikums- und Presseanwesenheit geht (vgl. BGE 

134 I 331 E.2.3.2, 122 V 47 E.3a; Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2016 

vom 12. Mai 2016 E.1 mit weiteren Hinweisen). 

8.2. Die Beschwerdeführerin beantragte in ihrer Beschwerde in 

verfahrensrechtlicher Hinsicht die Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung im Anschluss an den zweiten Schriftenwechsel, ohne diesen 

Antrag weiter zu begründen. Dies weist darauf hin, dass das Begehren 

lediglich als Antrag auf Anhörung oder Befragung zu werten ist, welche 

den beschwerdeführerischen Standpunkt weiter untermauern sollten. 

Somit liegt kein rechtzeitiger, ausdrücklicher Antrag auf eine öffentliche 

Verhandlung im Sinne der Konvention mit Publikums- und 

Presseanwesenheit vor, so dass kein Anspruch auf eine mündliche 

Verhandlung besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_79/2020, 

9C_83/2020 vom 20. August 2020 E.3.2.1 f.). Selbst wenn vom Vorliegen 

- 27 -

eines rechtzeitig gestellten klaren und unmissverständlichen Antrags auf 

Durchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 

EMRK auszugehen wäre, kann von einer solchen abgesehen werden, 

wenn das kantonale Gericht auch ohne eine solche aufgrund der Akten 

zum Schluss gelangt, dass dem materiellen Rechtsbegehren der 

bezüglich der Verhandlung Antrag stellenden Partei zu entsprechen ist 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_221/2020 vom 2. Juli 2020 E.2.1 f.). Da 

im vorliegenden Fall gemäss Verfahrensausgang mit der Gutheissung der 

Beschwerde der Tatbestand für ein Absehen von einer öffentlichen 

Verhandlung greift, erübrigt sich eine solche auch aus diesem Grund. 

9. In Bezug auf die (weiteren) Beweisofferten (Augenschein, Expertise, 

Edition Normkosten, Zeugenbefragungen [vgl. Beschwerde Rzn. 8, 17, 19, 

21, 31, 36 und 37]) ist festzuhalten, dass darauf in antizipierter 

Beweiswürdigung verzichtet werden kann, da davon keine 

entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 144 V 361 

E.6.5, 136 I 229 E.5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 

13. Februar 2020 E.3.2.1). 

10.1. Im Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht sind 

grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu beurteilen, zu denen die 

zuständige Sozialversicherungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form 

einer Verfügung oder eines Einspracheentscheids – Stellung genommen 

hat. Insoweit bestimmen die Verfügung und der nachfolgende 

Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren 

Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem 

Anfechtungsgegenstand und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung, 

wenn und insoweit keine Verfügung bzw. kein Einspracheentscheid 

ergangen ist (vgl. BGE 131 V 164 E.2.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 413 

E.1a). Streitgegenstand im System der nachträglichen 

Verwaltungsrechtspflege ist demnach stets das Rechtsverhältnis, das 

Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem 

- 28 -

Ausmass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den 

Parteianträgen des Beschwerdeverfahrens noch streitig ist (vgl. GYGI, 

Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 46). Nach 

dieser Begriffsumschreibung sind Anfechtungsgegenstand und 

Streitgegenstand identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt 

angefochten wird. Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde bzw. eine 

Eingabe auf ein nicht durch die Verfügung bestimmtes Rechtsverhältnis, 

gehören die beanstandeten Aspekte weder zum Anfechtungs- noch zum 

Streitgegenstand (vgl. BGE 125 V 413 E.1). Diesfalls steht den 

Betroffenen keine Befugnis zu, verfügungs- oder einspracheweise (noch) 

nicht geregelte Rechtsverhältnisse durch eine Beschwerde richterlich 

überprüfen zu lassen (vgl. e contrario BGE 118 V 311 E.3b) und das 

Gericht darf auf die entsprechende Beschwerde nicht eintreten. 

10.2. Vorliegend bildet der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 

6. November 2019 das Anfechtungsobjekt, mit welchem die ab 1. Januar 

2019 verfügte Einstellung der Leistungen für den monatlichen 

Pflegeaufwand des Beigeladenen bestätigt wurde (vgl. Bf-act. 2 und Bg-

act. K303). Soweit die Beschwerdeführerin die bis zum 31. Dezember 

2018 bzw. faktisch angeblich bis am 31. Januar 2019 ausgerichteten 

Pflegeleistungen rückwirkend abklären und nachträglich erhöhen lassen 

möchte, liegt dies ausserhalb des Streitgegenstandes, weshalb darauf 

nicht einzutreten ist. Entsprechend hat die Beschwerdeführerin selbst 

zugestanden, dass im Rahmen der Einsprache ausschliesslich die 

Aufhebung der Leistungseinstellung beantragt worden sei (vgl. Replik vom 

12. März 2020 Rz. 2). Auch nicht einzutreten ist auf die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin betreffend Vergütung der Pflege und Hilfe durch ihren 

Lebenspartner, da dies weder Gegenstand des vorerwähnten 

Einspracheentscheids noch der Verfügung vom 6. Juni 2019 war (vgl. Bf-

act. 2 und Bg-act. K272 sowie Bg-act. K303). Der Vollständigkeit halber ist 

darauf hinzuweisen, dass ein allfälliger Anspruch der Beschwerdeführerin 

- 29 -

auf Leistungen für die nichtmedizinische Hilfe durch ihren Lebenspartner 

von der Beschwerdegegnerin geprüft wird (vgl. Duplik vom 18. Juni 2020 

Rz. 3). 

10.3. Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die Beschwerde insoweit, als dass von 

der Beschwerdeführerin geltend gemacht wird, die Verfügung vom 19. 

August 2019 (recte: 19. Februar 2009) sei als qualifiziert falsch zu rügen, 

weshalb sie in Wiedererwägung zu ziehen und über die 

Pflegeentschädigung mit Wirkung ab dem 1. März 2009 (Rentenbeginn) 

neu zu verfügen sei. Denn ein Wiedererwägungsgesuch, auf dessen 

Eintreten ohnehin kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch besteht (vgl. 

BGE 146 V 364 E.5.1), wäre genauso wie ein Antrag auf prozessuale 

Revision der Verfügung vom 19. Februar 2009 im Sinne von Art. 53 Abs. 1 

ATSG beim Versicherungsträger anhängig zu machen. Dementsprechend 

liegt die funktionelle Zuständigkeit zur Beurteilung dieser Frage nicht beim 

streitberufenen Gericht als Rechtsmittelinstanz, sondern bei der 

Beschwerdegegnerin, welche den allenfalls wiederzuerwägenden bzw. zu 

revidierenden Entscheid erlassen und im vorliegend angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 6. November 2019 mangels entsprechenden 

Gesuchs zu Recht nicht darüber entschieden hat (vgl. Bg-act. K273 und 

K303; siehe Urteile des Bundesgerichts 8C_291/2015 vom 12. Juni 2015 

E.3.2 und 8C_128/2008 vom 10. Oktober 2008 E.5.2; FLÜCKIGER, in: 

FRÉSARD-FELLAY/KLETT/LEUZINGER [Hrsg.], Basler Kommentar, ATSG, 

Basel 2020, Art. 53 Rzn. 38 und 90). Damit bildet namentlich die Frage 

nach dem Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes im Sinne von 

Art. 53 Abs. 1 ATSG kein möglicher Gegenstand des vorliegenden 

Verfahrens. Schliesslich wird die materielle Revision gemäss Art. 17 Abs. 

2 ATSG von beiden Parteien nicht thematisiert und ist nicht 

Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens. 

11. Im Ergebnis ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. November 

2019 in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit 

- 30 -

zur Abklärung des unfallbedingten, durch den Beigeladenen zu 

erbringenden Pflege- und Hilfebedarfs der Beschwerdeführerin zu Hause 

und gestützt darauf zu neuem Entscheid über die der Beschwerdeführerin 

gemäss Art. 18 Abs. 1 und Abs. 2 UVV zustehenden Pflege- und 

Hilfekosten für die Zeit ab 1. Januar 2019 an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

12. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 83 

ATSG). Die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu weiterer 

Abklärung und neuem Entscheid gilt praxisgemäss als volles Obsiegen 

der beschwerdeführenden Partei (vgl. BGE 141 V 281 E.11.1, 137 V 210 

E.7.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E.7). 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die obsiegende 

Beschwerdeführerin daher Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 61 lit. g ATSG). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reichte 

am 30. Juni 2020 sein Leistungsjournal ein. Der darin geltend gemachte 

Aufwand von sechs (recte: sieben) Stunden erscheint angemessen. 

Jedoch wurde keine Honorarvereinbarung eingereicht, weshalb der 

ausgewiesene Stundenansatz von CHF 360.-- auf CHF 240.-- reduziert 

wird. Dies entsprechend der vom angerufenen Gericht am 5. September 

2017 um der Vereinheitlichung der kantonalen obergerichtlichen Praxis 

willen vorgenommenen Praxisänderung, wonach bei Nichteinreichung 

einer Honorarvereinbarung höchstens ein Stundenansatz von CHF 240.-- 

übernommen wird (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden U 16 92 vom 25. Oktober 2017 E.13b). Ausserdem ist 

betreffend Barauslagen praxisgemäss eine Pauschale von 3 % 

zuzusprechen, mithin CHF 50.40. Zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer von 

CHF 133.20 ergibt dies insgesamt CHF 1'863.60. In diesem Umfang hat 

die unterliegende Beschwerdegegnerin die obsiegende 

Beschwerdeführerin aussergerichtlich zu entschädigen. Dem 

- 31 -

Beigeladenen sind keine Parteikosten entstanden, so dass ihm keine 

Parteientschädigung zuzusprechen ist.  

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 6. November 2019 aufgehoben und die 

Angelegenheit zur Abklärungen des unfallbedingten, durch den Verein 

C._____ zu erbringenden Pflege- und Hilfebedarfs von A._____ zu Hause 

und gestützt darauf zu neuem Entscheid über die A._____ gemäss Art. 18 

Abs. 1 und Abs. 2 UVV zustehenden Pflege- und Hilfekosten für die Zeit 

ab 1. Januar 2019 an die B._____ AG zurückgewiesen wird. Im Übrigen 

ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die B._____ AG hat A._____ aussergerichtlich mit CHF 1'863.60 (inkl. 

Barauslagen und MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 18. Mai 2022 

abgewiesen (8C_621/2021).