# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5be30314-14bc-5b6a-8a3e-c9ee65e455c6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.01.2023 LY220043
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY220043_2023-01-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LY220043-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin  

Dr. D. Scherrer und Ersatzoberrichterin lic. iur. N. Jeker  

sowie Gerichtsschreiber Dr. Chr. Arnold 

Beschluss und Urteil vom 27. Januar 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagte und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Kläger und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____,  

  

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen) 
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 (FE210280-C)  

- 2 - 

 

Rechtsbegehren: 

des Klägers (Urk. 5/60 S. 3): 
 

"1. Die alleinige Obhut des Klägers für die Töchter D._____, geb. am 
tt.mm.2007 und E._____, geb. tt.mm.2010 seien weiterhin und für 
die Dauer des Verfahrens zu bestätigen, sowie auch die Tatsa-
che, dass ihr Wohnsitz beim Kläger festgelegt wurde. 

 2. Auf die Regelung eines Besuchsrechts der Beklagten zu den Kin-
dern D._____ und E._____, sei aufgrund des Alters der Kinder zu 
verzichten. Es sei festzuhalten, dass die Kinder D._____ und 
E._____ berechtigt sind, jedes zweite Wochenende bei ihrer 
Grossmutter zu verbringen. 

 3. Die Verpflichtung des Klägers die Kinderunterhaltsbeiträge an die 
Beklagte zu bezahlen, sei ab 1. August 2021 für die Dauer des 
Verfahrens aufzuheben. 

 4. Die Beklagte sei zu verpflichten, für den Unterhalt und die Erzie-
hung der Kinder D._____ und E._____ ab 1. Dezember 2021 für 
die Dauer des Verfahrens angemessene Unterhaltsbeiträge zu 
bezahlen. 

 5. Alle anders lautenden Anträge der Beklagten seien abzuweisen. 
 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzlicher 
Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten." 

 
 
der Beklagten (Urk. 5/62 S. 2): 
 

"1. Die Töchter D._____, geb. tt.mm.2007, und E._____, geb. 
tt.mm.2010 seien mit sofortiger Wirkung wieder unter die Obhut 
der Beklagten zu stellen und dem Kläger ein angemessenes Be-
suchsrecht einzuräumen. 

 2. Eventualiter seien die Töchter D._____, geb. tt.mm.2007, und 
E._____, geb. tt.mm.2010 unter die alternierende Obhut der Par-
teien zu stellen. 

 3. Subeventualtier [sei] der Beklagten für die Töchter D._____, geb. 
tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm.2010 ein umfassendes Be-
suchs- bzw. Betreuungsrecht von mindestens drei Tagen inkl. drei 
Übernachtungen pro Woche einzuräumen. 

 4. Den Töchtern D._____, geb. tt.mm.2007, und E._____, geb. 
tt.mm.2010 sei eine Kindsvertreterin oder ein Kindsvertreter zur 
Seite zu stellen." 

- 3 - 

Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren  
am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022: 

(Urk. 2b S. 30 ff. = Urk. 5/105 S. 30 ff.) 

1. Die Obhut für D._____, geb. tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm.2010, 

wird in Abänderung von Dispositivziffer 3 des Eheschutzentscheides des 

Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003) dem Kläger zuge-

teilt. 

2. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden 

allein dem Kläger angerechnet. Es ist Sache des Klägers, die betroffenen 

Ausgleichskassen zu informieren. 

3. In Abänderung von Dispositivziffer 4 des Eheschutzentscheides des Be-

zirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003) ist die Beklagte be-

rechtigt, wie folgt mit den Kindern auf eigene Kosten in Kontakt zu treten: 

a) von April 2022 bis Ende Juni 2022: jeden ersten und dritten Samstag 

im Monat für 2 Stunden auf der Kunsteisbahn F._____ in C._____ 

(14.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr), wobei es den Kindern freisteht, während 

dieser Zeit von ihrem Stiefbruder, G._____, begleitet zu werden; 

b) ab Juni 2022 immer am letzten Mittwoch im Monat zu einem Nachtes-

sen in der Pizzeria "H._____" in C._____, von 18.00 Uhr bis ca. 20.00 

Uhr, wobei es den Kindern freisteht, während dieser Zeit von ihrem 

Stiefbruder, G._____, begleitet zu werden; 

c) im Juli 2022: jeden ersten und dritten Samstag im Monat für 4 Stunden 

an einem Ort, wo sich die Kinder wohl fühlen, wobei es den Kindern 

freisteht, während dieser Zeit von ihrem Stiefbruder, G._____, begleitet 

zu werden; 

d) ab September 2022: jeden ersten und dritten Samstag von 9.30 Uhr bis 

18.30 Uhr an Orten, wo sich die Kinder wohl fühlen, wobei es den Kin-

dern freisteht, während dieser Zeit von ihrem Stiefbruder, G._____, be-

gleitet zu werden. 

- 4 - 

Ein weitergehendes Besuchsrecht der Beklagten nach ausdrücklich geäus-

sertem Wunsch der Kinder und gegenseitiger Absprache unter den Parteien 

bleibt vorbehalten. 

4. Für die Kinder D._____, geb. tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm.2010, 

wird eine Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB 

angeordnet. 

Die Beistandsperson wird damit beauftragt: 

a) mit dem Stiefbruder der Kinder, G._____, der die Kinder (teilweise) an 

die Besuche begleiten dürfte, in regelmässigem Kontakt zu stehen, und 

abzuklären, ob diese Aufgabe für G._____ tragbar ist; 

b) ab September 2022 zusammen mit dem Stiefbruder der Kinder, 

G._____, der die Kinder (teilweise) an die Besuche begleiten dürfte, 

und den Kindseltern einzuschätzen und zu entscheiden, ob und wann 

unbegleitete Besuche in kindeswohlgerechter Weise durchführbar sind;  

c) die Kindseltern in Bezug auf Fragestellungen oder bei bestehenden 

Uneinigkeiten betreffend das Besuchsrecht beratend zu unterstützen; 

d) solange das Scheidungsverfahren läuft dem Gericht Antrag zu stellen, 

sofern anderweitige Kindesschutzmassnahmen nötig sind oder die An-

passung der Aufträge angezeigt ist; 

e) der KESB in Kopie an das Gericht (solange das Scheidungsverfahren 

hängig ist) halbjährlich Bericht über die Ergebnisse resp. Anpassungen 

des Besuchsrechts zu erstatten; erstmals per Ende Oktober 2022. 

5. Die Unterhaltsverpflichtung des Klägers für die Kinder D._____, geb. 

tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm.2010, entfällt rückwirkend in Abände-

rung von Dispositivziffer 5 des Eheschutzentscheides des Bezirksgerichts 

Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003) per Ende August 2021. 

- 5 - 

6. a) Die Beklagte ist in Abänderung von Dispositivziffer 6 des Ehe-

schutzentscheides des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 

(EE160003) bis Ende September 2022 mangels Leistungsfähigkeit 

nicht zu Kinderunterhaltsbeiträgen für die Kinder D._____, geb. 

tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm.2010, zu verpflichten. Der gebüh-

rende Bedarf der Kinder liegt bei je Fr. 1'207.–. 

 b) Die Beklagte ist in Abänderung von Dispositivziffer 6 des Ehe-

schutzentscheides des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 

(EE160003) ab Oktober 2022 zu Kinderunterhaltsbeiträgen für die Kin-

der D._____, geb. tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm.2010, von je 

Fr. 385.– pro Kind zu verpflichten, wobei der gebührende Bedarf der 

Kinder von je Fr. 1'207.– dabei nicht vollständig gedeckt wird. 

7. Der Unterhaltsberechnung liegen in Abänderung von Dispositivziffer 6 des 

Eheschutzentscheides des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 

(EE160003) folgende Zahlen zu Grunde: 
(alle Beträge in CHF) 
 Kläger Beklagte 

D._____ 
(tt.mm.07) 

E._____ 
(tt.mm.10) 

- Einkommen (netto, inkl. 
13. Monatslohn, inkl. Bo-
nus, exkl. Quellensteuer)  
 
- Kinderzulagen 
 
- Lehrlingslohn: 

5'303 (100 %) 
 

3'839 (80 %); 
ab Oktober 2022: 4'800 
(100 %) 

 
 
 
 
250 
 
 
 

 
 
 
 
200; 
ab 14. Dezem-
ber 2022: 250 

betreibungsrechtlicher 
Notbedarf (Mankofall): 

    

Grundbetrag: 
 
 

1'350 1'200 600 
 

600 
 

Anteil Wohnkosten inkl. 
Heiz- und Nebenkosten: 

865 1820 433 433 

Grundversicherung 
(KVG): 

208 
 

300 
 

94 94 
 

Auslagen Arbeitsweg 100 50   

Auswärtige Verpflegung: 110 160; 
ab Oktober 2022: 220 

  

Unmittelbare, grössere 
Auslagen (Arzt, Arzneien, 
Franchise, Geburt, Woh-

0 0 0 0 

- 6 - 

(alle Beträge in CHF) 
 Kläger Beklagte 

D._____ 
(tt.mm.07) 

E._____ 
(tt.mm.10) 

nungswechsel etc.) 

TOTAL: 
 

2'633 3'530; 
ab Oktober 2022: 3'590 

1'127 1'127 

familienrechtlicher Not-
bedarf (Nichtmankofall) 

    

Radio/TV/Inter-
net/Telefon/Serafe: 

70 110 30 30 

Besuchsrechtskosten: 0 150   

Zusatzversicherung 
(VVG): 

0 0 0 0 

Haftpflicht-
/Mobiliarversicherung: 

15 30   

Steuern Eltern: 
(bei Betreuungsunterhalt 
Steuerpauschale von 100) 

300 150   

Steueranteil Kind:   50 50 

TOTAL: 3'018 3'970; 
ab Oktober 2022: 4'030 

1'207 1'207 

Für Betreuungsunterhalt 
relevantes TOTAL: 

3'018    

Einnahmen abzüglich 
Ausgaben: 

+ 2'285 - 131; 
ab Oktober 2022: + 770 

- 957 - 1'007; 
ab 14. Dezem-
ber 2022: - 957 

8. Der Antrag der Beklagten auf Anordnung einer Kindsvertretung wird abge-

wiesen. 

9. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird im Endentscheid befun-

den. 

10. [Mitteilung] 

11. [Frist für Begründungsbegehren bezüglich der Dispositiv-Ziffern 1 bis 7 und 

9] 

12. [Frist für Begründungsbegehren bezüglich der Dispositiv-Ziffer 8] 

 

 

- 7 - 

Berufungsanträge: 

der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 2 f.): 
 

"1. Es seien die Ziff. 2 bis 4 sowie die Ziffern 6 und 7 der angefoch-
tenen Verfügung aufzuheben bzw. wie folgt […] abzuändern: 

  Ziffer 2 
  sei ersatzlos zu streichen 
  Ziffer 3 
  Es sei folgende Besuchsregelung vorzusehen: 
  Die Beklagte sei berechtigt, die Kinder während drei Monaten ab 

Wiederaufnahme der Besuche jeden ersten und dritten Samstag 
im Monat jeweils von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten 
zu oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

  Nach der Dauer von drei Monaten sei die Beklagte berechtigt, die 
Kinder jeden ersten und dritten Samstag von 09.00 Uhr bis 
18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich zu Besuch zu 
nehmen. 

  Wiederum nach der Dauer von sechs Monaten ab Wiederauf-
nahme der Besuche sei die Beklagte berechtigt, die Kinder an je-
dem ersten und dritten Wochenende im Monat von Samstag 
09.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder 
mit sich zu Besuch zu nehmen. 

  Eventualiter: Es sei eine entsprechende Besuchsregelung einst-
weilen lediglich für E._____ vorzunehmen. 

  Ziffer 4 
  Ziff. 4 a) und b) seien ersatzlos zu streichen. 
  Ziffer 6 
  Es sei die Beklagte mangels Leistungsfähigkeit nicht zu Kinderun-

terhaltsbeiträgen für D._____ und E._____ zu verpflichten, wobei 
der gebührende Bedarf der Kinder bei Fr. 1'217.99 liege. 

  Ziffer 7 
  sei ersatzlos zu streichen. 
 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwert-
steuer zulasten des Klägers und Berufungsbeklagten." 

 
 
  

- 8 - 

des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 13 S. 2): 
 

"1. Es seien die Berufungsanträge der Beklagten und Berufungsklä-
gerin abzuweisen, mit Ausnahme des Antrages zu Ziffer 2, der 
Verfügung des Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022. 

 2. Die Ziffer 2 der Verfügung des Bezirksgericht Bülach vom 
28. März 2022 sei ersatzlos zu streichen. 

 3. Im Übrigen sei die Verfügung des Bezirksgerichts Bülach vom 
28. März 2022 zu bestätigen. 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzlicher 
Mehrwertsteuer von 7,7 % zu Lasten der Beklagten und Berufungsklä-
gerin." 

Erwägungen: 

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1. Die Parteien haben am tt. März 2007 geheiratet. Der Ehe entsprangen 

zwei Kinder: D._____, geboren am tt.mm.2007, und E._____, geboren am 

tt.mm.2010 (Urk. 5/3). Die Beklagte und Berufungsklägerin (nachfolgend: Beklag-

te) ist zudem die Mutter von G._____, geboren am tt.mm.2001 (Prot. I, S. 4 und 

17). Mit Urteil vom 8. April 2016 stellte das Eheschutzgericht fest, dass die Partei-

en seit dem 29. Dezember 2015 getrennt leben, und sprach die Obhut über die 

gemeinsamen Kinder D._____ und E._____ der Beklagten zu; zudem verpflichte-

te es den Kläger und Berufungsbeklagten (nachfolgend: Kläger), monatliche Un-

terhaltsbeiträge von Fr. 400.– pro Kind zu bezahlen (Urk. 5/36/19/17 S. 3). 

2. Mit Eingabe vom 12. Oktober 2021 machte der Kläger die Scheidungs-

klage hängig und beantragte im Rahmen vorsorglicher Massnahmen unter ande-

rem die Umteilung der Obhut sowie die Abänderung der Unterhaltsbeiträge 

(Urk. 5/1). Im Übrigen kann hinsichtlich der Prozessgeschichte auf die vorinstanz-

liche Verfügung verwiesen werden (Urk. 2b S. 3 f.). Diese erging am 28. März 

2022 zunächst in unbegründeter und hernach – auf Begehren der Beklagten 

(Urk. 5/83) – in begründeter Form (Urk. 2a = Urk. 5/75; Urk. 2b = Urk. 5/105). 

3. Mit Eingabe vom 29. August 2022 erhob die Beklagte innert Frist (siehe 

Urk. 5/106) Berufung mit den eingangs wiedergegebenen Anträgen (Urk. 1). Mit 

- 9 - 

Verfügung vom 5. September 2022 wurde ihr Frist angesetzt, um einen Kosten-

vorschuss von Fr. 3'000.– zu leisten (Urk. 6). Mit Eingabe vom 29. September 

2022 stellte die Beklagte ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (inklusive 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung; Urk. 8); in der Folge wurde ihr die Frist zur 

Leistung eines Kostenvorschusses mit Verfügung vom 7. Oktober 2022 einstwei-

len abgenommen (Urk. 11). Mit Verfügung vom 24. Oktober 2022 wurde dem Klä-

ger Frist angesetzt, um die Berufung zu beantworten (Urk. 12). Die Berufungsan-

twort datiert vom 7. November 2022 (Urk. 13). Der Kläger reichte unter anderem 

den Antrag auf Anpassung der bisherigen Kindesschutzmassnahmen der Bei-

ständin vom 31. Oktober 2022 ein (Urk. 15/5). Mit Beschluss vom 22. November 

2022 wurde das Gesuch des Klägers um Zusprechung eines Prozesskostenvor-

schusses abgewiesen. Ebenso wurden die Gesuche der Parteien um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege (inklusive unentgeltlicher Rechtsverbeiständung) 

abgewiesen. Den Parteien wurde in Aussicht gestellt, dass über den Antrag der 

Beiständin im vorliegenden Berufungsverfahren befunden würde. Ferner wurde 

der Beklagten Frist angesetzt, um sich zu den Noven zu äussern (Urk. 17). Die 

Stellungnahme datiert vom 8. Dezember 2022 (Urk. 18). Sie wurde der Gegensei-

te am 12. Dezember 2022 zugestellt (Urk. 21). Weitere Eingaben erfolgten nicht. 

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 5/1–108). Das Be-

rufungsverfahren ist spruchreif, was den Parteien mit Verfügung vom 5. Januar 

2023 bereits mitgeteilt wurde (Urk. 24). 

II. Materielle Beurteilung 

1. Prozessuale Vorbemerkungen 

1.1. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als 

auch die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition be-

züglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensaus-

übung (Angemessenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). 

- 10 - 

1.2. In der Berufungsschrift ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern 

der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu be-

trachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer 

von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der Beru-

fungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich ar-

gumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verwei-

sungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärun-

gen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen 

sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verwei-

sung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (sie-

he BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1; 

BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013, E. 3.2). Was nicht oder nicht in einer 

den gesetzlichen Begründungsanforderungen entsprechenden Weise bean-

standet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese 

hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beur-

teilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen Begründung 

formgerecht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhoben werden (siehe 

BGE 142 III 413 E. 2.2.4; BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016, E. 5.3; 

BGer 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015, E. 2.4.3; BGer 4A_290/2014 vom 

1. September 2014, E. 3.1 und 5). Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der 

unbeschränkten Untersuchungsmaxime (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 

5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, E. 5.1). 

1.3. Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie 

vorliegend zu beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Untersu-

chungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sach-

verhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge ent-

scheidet. In Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unter-

stehen, können die Parteien zudem im Berufungsverfahren neue Tatsachen und 

Beweismittel unbeschränkt vorbringen; Art. 317 Abs. 1 ZPO kommt nicht zum 

Tragen (BGE 147 III 301 E. 2.2; BGE 144 III 349 E. 4.2.1). 

- 11 - 

1.4. Nicht angefochten wurden die Dispositiv-Ziffern 1 (Obhut) und 5 (Un-

terhaltsverpflichtung des Klägers). Diese Ziffern sind somit in Rechtskraft erwach-

sen, was vorzumerken ist. Bezüglich der ebenfalls nicht angefochtenen Dispositiv-

Ziffer 8 (Kindsvertretung) ist die Teilrechtskraft nicht vorzumerken; dabei handelt 

es sich nämlich um einen prozessleitenden Entscheid, welcher nicht rechtskräftig 

wird (Samuel Baumgartner/Annette Dolge/Alexander R. Markus/Karl Spühler, 

Schweizerisches Zivilprozessrecht mit Grundzügen des internationalen Zivilpro-

zessrechts, 10. Aufl. 2018, Kap. 7 Rz. 205). Mit Blick auf Art. 318 Abs. 3 ZPO ist 

auch nicht vorzumerken, dass die nicht angefochtene Dispositiv-Ziffer 9 (Kosten- 

und Entschädigungsfolgen) rechtskräftig geworden ist. 

2. Erziehungsgutschriften 

2.1. Die Vorinstanz erwog, dass die Erziehungsgutschriften zur Berechnung 

der AHV/IV-Renten dem Kläger alleine anzurechnen seien, da ihm auch die allei-

nige Obhut zugeteilt werde (Urk. 2b S. 18). 

2.2. Die Beklagte rügt, dies widerspreche Art. 29sexies AHVG, welcher vor-

sehe, dass die Erziehungsgutschriften bei verheirateten Eltern während den Ka-

lenderjahren hälftig aufgeteilt würden (Urk. 1 S. 3). 

2.3. Der Kläger schliesst sich der beklagtischen Ansicht an (Urk. 13 Rz. 6). 

2.4. Gemäss Art. 29sexies Abs. 3 AHVG wird die Erziehungsgutschrift bei 

verheirateten Personen während der Kalenderjahre der Ehe hälftig aufgeteilt. 

Massgebend ist grundsätzlich die elterliche Sorge und nicht die Obhut (siehe 

Art. 29sexies Abs. 1 lit. a AHVG; VGer BE VGE 200.2019.21 vom 09.01.2020, in: 

BVR 2020, S. 393 ff., E. 2.2). Kommt es zur Scheidung, spielt dies im Ergebnis 

jedoch keine Rolle, weil Einkommen, welche die Ehegatten während der Kalen-

derjahre der gemeinsamen Ehe erzielt haben, geteilt und beiden Ehegatten je zur 

Hälfte angerechnet werden (Art. 29quinquies Abs. 3 lit. c AHVG). 

2.5. Die Kinder der Parteien wurden während der Ehe geboren (E. I.1.). 

Entsprechend waren beide Parteien nach altem Recht Inhaber der elterlichen 

Sorge (Art. 297 Abs. 1 ZGB in der Fassung vom 1. Juli 2013). Die Revision per 

- 12 - 

1. Juli 2014 änderte nichts daran (Art. 296 Abs. 2 ZGB in der Fassung vom 1. Juli 

2014). Das Eheschutzurteil vom 8. April 2016 äussert sich sodann nicht zur elter-

lichen Sorge (siehe Urk. 5/36/19/17). Es ist deshalb davon auszugehen, dass letz-

tere nach wie vor von beiden Parteien gemeinsam ausgeübt wird. Dies bedeutet, 

dass auch die Erziehungsgutschriften beiden Parteien weiterhin hälftig anzurech-

nen sind. 

2.6. Zusammenfassend erweist sich die Berufung in diesem Punkt als be-

gründet. Demzufolge ist Dispositiv-Ziffer 2 der Verfügung des Einzelgerichts im 

summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 ersatzlos 

aufzuheben. 

3. Besuchsrecht und Kindesschutzmassnahmen 

3.1. Die Vorinstanz hörte die beiden Kinder am 29. November 2021 an 

(Prot. I, S. 4 ff.). Zudem nahm sie am 29. November 2021 und am 14. März 2022 

das Zeugnis von G._____ sowie am 14. März 2022 jenes von I._____, der Mutter 

der Beklagten, entgegen (Prot. I, S. 17 ff., 41 ff. und 62 ff.). In der Folge erwog 

sie, dass E._____ ausgesagt habe, dass sie keine Vorstellung davon habe, ob 

und wie viel sie die Beklagte sehen wolle. D._____ äussere sich derweil ableh-

nend gegenüber dem persönlichen Verkehr mit der Beklagten. Allenfalls wäre sie 

bereit, sie bei einem Spaziergang oder in einem Restaurant zu treffen. Sie knüpfe 

dies an die Bedingung, dass diese sich entschuldigen und in Zukunft von Drogen 

fernhalten solle (Urk. 2b S. 19 f.). E._____ habe zum Zeitpunkt der Kinderanhö-

rung rund zwei Wochen vor ihrem elften Geburtstag gestanden. Ihre Fähigkeit zur 

Willensbildung und -äusserung befinde sich noch in einem relativ frühen Stadium. 

Ihrer Äusserung, sie habe keine Vorstellung, ob und wie oft sie die Mutter sehen 

wolle, sei dies ebenfalls zu entnehmen. D._____ sei im Zeitpunkt der Anhörung 

14 Jahre alt gewesen. Entsprechend sei ihr grundsätzlich die Urteilsfähigkeit be-

züglich den Kontakt zu ihrer Mutter zuzusprechen (Urk. 2b S. 20). Mit Blick auf die 

Unsicherheit von E._____ und die sehr skeptische Haltung von D._____ könne 

betreffend Umfang und Gestaltung des Besuchsrechts nicht dem Antrag der Be-

klagten [der Übernachtungen umfasst] gefolgt werden. D._____ habe sich klar 

dahingehend geäussert, dass sie nicht bei der Mutter übernachten wolle, was zu 

- 13 - 

akzeptieren sei. Dass E._____ alleine bei der Mutter übernachten solle, dürfte 

derzeit nicht infrage kommen. Vielmehr sei es vorerst angemessen, in Anlehnung 

an die von D._____ vorgebrachte Variante, einzelne Treffen an neutralen Orten 

vorzusehen. Erste Priorität sei, dass sich die Kinder an diesen Treffpunkten wohl 

fühlten. Es sei ihnen in dieser ohnehin schwierigen Situation keine zusätzliche Be-

lastung zuzumuten. Umfang und Frequenz dieser Treffen seien sodann vorerst 

tief anzusetzen und mit der Zeit auszuweiten. Einer vorzeitigen Ausweitung bei 

entsprechender Willensäusserung der Kinder und gegenseitiger Absprache stehe 

dabei selbstredend nichts im Wege (Urk. 2b S. 21). Um ihnen die Treffen zu er-

leichtern, sei den Kindern die Möglichkeit eines begleiteten Besuchsrechts einzu-

räumen. Letzteres bezwecke namentlich, Krisensituationen zu entschärfen und 

Ängste abzubauen. Der Halbbruder der Kinder habe sich bereit erklärt, diese Rol-

le gegebenenfalls zu übernehmen, zumal auch er den Kontakt zwischen den 

Mädchen und der Mutter grundsätzlich unterstütze. Mit dieser Lösung werde nicht 

nur den Kindern eine vertraute Person zur Seite gestellt; es werde damit möglich-

erweise auch das Klima einer staatlich verordneten Massnahme vermindert, was 

einem offeneren Austausch dienlich sein dürfte (Urk. 2b S. 21). 

3.2. Die Beklagte bringt vor, es sei unbestritten, dass sie im Septem-

ber 2021 einen Zusammenbruch erlitten habe und dass die beiden Kinder in der 

Folge zum Kläger gezogen seien (Urk. 1 Rz. 2). D._____ habe sich eher ableh-

nend gegenüber Kontakten mit der Mutter geäussert, E._____ habe keine eigene 

Meinung kundtun können. Auf der anderen Seite weigerten sich die Kinder aber 

auch nicht ernsthaft, mit der Beklagten wieder zusammenzukommen (Urk. 1 

Rz. 7). Der vorinstanzliche Entscheid sehe vor, dass das Besuchsrecht an neutra-

len Orten bzw. an einem Ort stattfinden solle, wo sich die Kinder wohl fühlten. Be-

gründet werde dies damit, dass den Kindern keine zusätzliche Belastung zuzumu-

ten sei. Diese Regelung sei weder sinnvoll noch zielführend. Sie könne nicht um-

gesetzt werden, weil der Besuchsort nicht bestimmt sei. Sowohl der Kläger wie 

auch D._____ könnten sich darauf berufen, dass die Örtlichkeit für sie nicht stim-

me. Dies unterlaufe das angeordnete Besuchsrecht und es könne nicht umgesetzt 

werden. So sei es immer wieder vorgekommen, dass die Kinder bzw. der Kläger 

die Besuche hätten ausfallen lassen. Der Beklagten sei das Recht einzuräumen, 

- 14 - 

in Absprache mit den Kindern festzulegen, wie die Besuche stattfinden sollten und 

was unternommen werde. Ebenso sei darauf zu verzichten, den Kindern das 

Recht einzuräumen, sich durch ihren Halbbruder G._____ zu den Treffen beglei-

ten zu lassen. Dies verkompliziere die Treffen und baue keineswegs Spannungen 

ab. Der Nutzen dieser Anordnung sei nicht ersichtlich. Schliesslich sei nicht er-

sichtlich, weshalb es nicht in Frage kommen solle, dass E._____ nach einer 

Übergangsphase bei der Beklagten auch einmal übernachte (Urk. 1 Rz. 8). Zur-

zeit fänden keine Besuche der Kinder bei der Beklagten mehr statt. Der Kläger 

habe die Beklagte am 5. August 2022 per WhatsApp-Nachricht darüber informiert, 

dass keine weiteren Besuche mehr stattfinden würden (Urk. 1 Rz. 9). 

3.3. Der Kläger erwidert, der unbestrittene Zusammenbruch der Beklagten 

habe sich schwerwiegend auf die Kinder im Alter von damals 14 und bald 

11 Jahren ausgewirkt. Die Beklagte habe damals die alleinige Obhut gehabt und 

die Kinder hätten die Geschehnisse über Tage hinnehmen müssen. Sie hätten 

den Drogenmissbrauch, den Zusammenbruch und das Verschwinden der Mutter 

miterlebt und seien dadurch heute noch sehr verunsichert (Urk. 13 Rz. 7). Beide 

Mädchen wollten momentan klar keinen Kontakt zur Mutter. Diese habe sich nicht 

darauf eingelassen, den Kindern dort, wo sie es wünschten, und in Begleitung von 

G._____ zu begegnen. Sie habe die Besuchsorte und -zeiten wiederholt abgeän-

dert. Sie habe nicht zugelassen, dass G._____ mitkomme, und versucht, den 

Mädchen die Ferien mit den Grosseltern zu verbieten (Urk. 13 Rz. 8). Seit die 

KESB Bülach Nord mit dem Beschluss vom 17. Mai 2022 die Beiständin J._____ 

ernannt und diese ihre Aufgaben aufgenommen habe, sei Ruhe eingekehrt. Seit-

her müsse sich die Beklagte ausschliesslich an die Beiständin wenden, wenn sie 

die Besuche anpassen oder wahrnehmen wolle. Der Kläger sei damit endlich aus 

der Schusslinie der Beklagten (Urk. 13 Rz. 9). D._____ und E._____ hätten der 

Beiständin gegenüber mitgeteilt, dass sie derzeit keinen Kontakt mehr zur Beklag-

ten pflegen wollten. Auf die Beiständin hätten beide Mädchen äusserst belastet 

gewirkt (Urk. 13 Rz. 11). Die Beiständin habe das Besuchsrecht vorläufig sistiert 

und dem Bezirksgericht den Antrag gestellt, dass das Besuchsrecht einstweilen 

sistiert werde (Urk. 13 Rz. 12). Die von der Vorinstanz ab Juli 2022 jeweils am 

ersten und dritten Samstag im Monat für vier Stunden verfügten Besuche an ei-

- 15 - 

nem Ort, wo sich die Kinder wohl fühlten, hätten auf Wunsch der Kinder immer in 

Begleitung des grösseren Bruders G._____ stattgefunden. Bis zum Abbruch der 

Kontakte habe die Beiständin die Besuche organisiert. Als sie am 19. Juli 2022 

per E-Mail die Besuche vorläufig sistiert habe, habe dies die Beklagte nicht gross 

gekümmert (Urk. 13 Rz. 13). Die Beziehung zwischen der Mutter und den Kindern 

habe sich während der Besuche nicht verbessert. Die Beklagte habe unablässig 

auf die Kinder eingeredet, sie kritisiert und sei immer wieder übergriffig geworden. 

Die Kinder seien nach den Besuchen jeweils sehr aufgewühlt gewesen und der 

Kläger habe sie nur schwer für ein nächstes Treffen motivieren können. Sie seien 

der Beiständin daher äusserst dankbar gewesen, als diese umgehend reagiert 

und die Besuche einstweilen sistiert habe (Urk. 13 Rz. 14). 

3.4. In ihrer Eingabe vom 31. Oktober 2022 stellt die Beiständin sinnge-

mäss folgende Anträge (Urk. 15/5 S. 7): 

1. Der Beistandsperson seien folgende neue Aufträge zu erteilen: 

− Aufgleisen der Einzelbegleitung für Kontakte zur und mit der 
Mutter Frau A._____; 

− Klärung der Finanzierung für diese Begleitung. 
2. Folgende bestehenden Aufträge seien aufzuheben: 

− Mit dem Stiefbruder der Kinder, G._____, der die Kinder (teil-
weise) an die Besuche begleiten dürfte, in regelmässigem 
Kontakt zu stehen und abzuklären, ob diese Aufgabe für 
G._____ tragbar ist; 

− ab September 2022 zusammen mit dem Stiefbruder der Kin-
der, G._____, der die Kinder (teilweise) an die Besuche be-
gleiten dürfte, und den Kindseltern einzuschätzen und zu ent-
scheiden, ob und wann unbegleitete Besuche in kindswohlge-
rechter Weise durchführbar sind. 

3. Den Eltern sei gestützt auf Art. 307 ZGB die Weisung zu erteilen, 
bei der Umsetzung der begleiteten Besuche mitzuarbeiten. 

4. Die bestehende Besuchsregelung sei zu sistieren. 
5. Es sei folgende neue Besuchsregelung zu erlassen: 

− Gemäss eines Phasenmodells seien zunächst einmonatliche 
Besuchskontakte in Begleitung einer Fachperson mit individu-
ell zu bestimmender Dauer festzulegen, dies für sechs Monate 
mit anschliessender Berichterstattung der Fachperson; 

- 16 - 

− abhängig vom Gelingen der ersten Phase soll für weitere 
sechs Monate nur noch jeder zweite Besuch begleitet stattfin-
den, wiederum mit anschliessender Berichterstattung; 

− abhängig vom Gelingen der zweiten Phase soll in einer dritten 
Phase ein Kontakt pro Monat frei gestaltet werden können. 

Bei Nichtgelingen einer Phase sei auf die jeweilige vorherige 
Phase zurückzugehen. 

Zur Begründung führt die Beiständin im Wesentlichen aus, beide Mädchen 

äusserten seit vielen Monaten unterschiedlichen Menschen gegenüber mit wach-

sender Selbstsicherheit und in verschiedenen Formulierungen und Umständen 

konkret ihren übereinstimmenden Willen, keine Besuchskontakte zur Mutter mehr 

leben und führen zu wollen. Sie könnten sich zur Zeit (noch) nicht vorstellen, Kon-

takte selbständig zu organisieren und sie fachlich begleiten zu lassen. Angesichts 

der Berichte über die einschneidenden Erlebnisse bei der Mutter (als die Mäd-

chen noch dort gewohnt hätten) sei es sehr wahrscheinlich, dass beide Mädchen 

traumatisiert seien. Sie wirkten im Gespräch um diese Thematik äusserst belas-

tet. Der Kindsvater habe die Kontakte der Kinder zur Mutter unterstützt; dann hät-

ten die Kinder jedoch von den Stimmungen der Mutter und den sie bedrängenden 

Verhaltensweisen berichtet. G._____ habe diese Berichte der Mädchen gegen-

über der Beiständin bestätigt. Für den weiteren Verlauf erscheine es sinnvoll, den 

Kindern eine minimale Kontaktregelung zumindest anzubieten (Urk. 15/5 S. 6). 

3.5. Eltern, denen die Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind ha-

ben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 

Abs. 1 ZGB). Dieser bezweckt, die positive Entwicklung des Kindes zu gewähr-

leisten und zu fördern. In der Entwicklung des Kindes sind seine Beziehungen zu 

beiden Elternteilen wichtig, da sie bei seiner Identitätsfindung eine entscheidende 

Rolle spielen können (BGer 5A_377/2021 vom 21. Februar 2022, E. 5.1). Bei der 

Einräumung eines Besuchsrechts bildet das Kindeswohl die oberste Richtschnur. 

Dies bedeutet, dass derjenige Entscheid getroffen werden soll, welcher den Be-

dürfnissen des Kindes am ehesten entspricht; die Interessen der Eltern sind 

zweitrangig (BGer 5A_745/2015 vom 15. Juni 2016, E. 3.2.2.2). Eine Rolle spie-

len können das Alter des Kindes, die Persönlichkeit und die Bedürfnisse des Kin-

des und des besuchsberechtigten Elternteils, die Beziehung des Kindes zum be-

- 17 - 

suchsberechtigten Elternteil, die Beziehung der Eltern untereinander, die zeitliche 

Beanspruchung bzw. Verfügbarkeit aller Beteiligten, der Gesundheitszustand der 

Beteiligten, die Geschwister, die Entfernung bzw. Erreichbarkeit der Wohnorte 

sowie die Wohnverhältnisse beim besuchsberechtigten Elternteil (BSK ZGB I-

Schwenzer/Cottier, Art. 273 N 10). Der aus Art. 273 Abs. 1 ZGB fliessende An-

spruch kann gestützt auf Art. 274 Abs. 2 ZGB verweigert oder entzogen werden, 

wenn das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet wird, wenn 

ihn der betreffende Elternteil pflichtwidrig ausgeübt hat, wenn sich dieser nicht 

ernsthaft um das Kind gekümmert hat oder wenn andere wichtige Gründe vorlie-

gen. Eine Gefährdung des Wohls des Kindes im genannten Sinn liegt dann vor, 

wenn dessen ungestörte körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung durch ein 

auch nur begrenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil 

bedroht ist. Bei der Beschränkung des persönlichen Verkehrs ist stets das Gebot 

der Verhältnismässigkeit zu beachten. Der gänzliche Ausschluss eines Elternteils 

vom persönlichen Verkehr kommt nur als ultima ratio in Frage; er ist einzig dann 

statthaft, wenn sich die nachteiligen Auswirkungen eines Besuchsrechts nicht an-

derweitig in für das Kind vertretbaren Grenzen halten lassen (BGer 5A_497/2017 

vom 7. Juni 2018, E. 4.2). Der Wille des Kindes ist eines von mehreren Kriterien 

beim Entscheid über den persönlichen Verkehr. Es steht aber nicht im freien Be-

lieben des Kindes, ob es persönliche Kontakte zum nicht betreuenden Elternteil 

wünscht oder nicht; dies gilt namentlich dort, wo die ablehnende Haltung wesent-

lich durch die Einstellung des anderen Elternteils geprägt ist. Bei der Berücksich-

tigung des Kindeswillens ist das Alter des Kindes bzw. dessen Fähigkeit zu auto-

nomer Willensbildung zu berücksichtigen. Vom Vorliegen dieser Fähigkeit ist un-

gefähr ab dem 12. Altersjahr auszugehen. Lehnt das Kind den nicht betreuenden 

Elternteil ab, ist im Einzelfall zu prüfen, worin diese Haltung begründet liegt und 

ob die Ausübung des Besuchsrechts den Interessen des Kindes tatsächlich wi-

derspricht. Nur wo das urteilsfähige Kind den Umgang mit einem Elternteil auf-

grund seiner Erfahrungen mit dem persönlichen Verkehr kategorisch verweigert, 

ist dieser Umgang aus Gründen des Kindeswohls auszuschliessen. Ein gegen 

den starken Widerstand erzwungener Besuchskontakt ist nämlich mit dem Zweck 

des Umgangsrechts im Allgemeinen ebenso unvereinbar wie mit dem Persönlich-

- 18 - 

keitsschutz des Kindes (BGer 5A_111/2019 vom 9. Juli 2019, E. 2.3 mit weiteren 

Hinweisen). Im Übrigen ist es für die Persönlichkeitsentwicklung zentral, dass ei-

ne Beziehung zu beiden Elternteilen aufgebaut und erhalten wird. Aufgrund die-

ses Interesses muss das Gericht mit geeigneten Massnahmen um eine Verbesse-

rung der Rahmenbedingungen bemüht sein, um so dem Kind die Zustimmung zu 

ermöglichen (BSK ZGB I-Schwenzer/Cottier, Art. 273 N 11). 

3.6. Gemäss den unangefochten gebliebenen Feststellungen der Vo-

rinstanz liess die Beklagte [im September 2021; Urk. 5/1 Rz. 10] ihre Wohnung 

räumen und brachte die Kinder zur Grossmutter; anschliessend tauchte sie wäh-

rend mehrerer Wochen unter, ohne dass jemand aus der Familie ihren Aufent-

haltsort gekannt hätte (Urk. 2b S. 13). Zumindest ein grosser Teil der Dinge wurde 

anlässlich der Räumung entsorgt, sodass den Kindern neue Schulmaterialien ab-

gegeben werden mussten (Urk. 2b S. 17; siehe Prot. I, S. 45). Die Beklagte ge-

stand ein, von Juli bis Oktober 2021 aufgrund ungünstiger Umstände mit ihrem 

damaligen Partner in einer persönlichen Krise gewesen zu sein. Letztere habe zu 

Drogenproblemen (Kokain) und im September / Oktober 2021 zu einer allgemei-

nen Überforderung geführt (Urk. 5/19 S. 3 f.). Offenbar haben dies auch die Kin-

der mitbekommen. So schrieb E._____ zwischen den Sommer- und Herbstferien 

eines Tages ins Teams (Urk. 5/9 S. 2): "Mama macht Probleme, sie dreht durch, 

ich komme nicht in die Schule." Unbestritten ist, dass sich der Zusammenbruch 

der Beklagten schwerwiegend auf die Kinder ausgewirkt hat (Urk. 13 Rz. 7; siehe 

Urk. 18 S. 2). Beide Mädchen sprechen sich klar dafür aus, momentan keinen 

Kontakt zur Mutter haben zu wollen (Urk. 13 Rz. 8; Urk. 15/5 S. 6; siehe Urk. 18 

S. 2). Sie sind 15 bzw. (seit kurzem) 12 Jahre alt (siehe E. I.1.); zumindest hin-

sichtlich der älteren D._____ ist davon auszugehen, dass sie ihren Willen auto-

nom bilden kann. Die Kontakte zwischen der Beklagten und ihren Töchtern im 

Beisein ihres älteren Halbbruders verliefen nicht optimal (Urk. 13 Rz. 8; siehe 

Urk. 18 S. 2). Die Kinder berichteten gegenüber der Beiständin, dass die Stim-

mung während der Besuche überwiegend gekünstelt und selten leicht und freud-

voll gewesen sei. Sie würden die Zeit mit der Mutter als überwiegend anstrengend 

und ihnen aufgezwungen erleben. Das Verhalten der Mutter bei den Besuchen 

empfänden sie oft als unangemessen (Urk. 15/5 S. 2). Im Juli 2022 sistierte die 

- 19 - 

Beiständin die Besuche, nachdem die Mädchen diese ausdrücklich abgelehnt hat-

ten (Urk. 13 Rz. 10 f. und 13; siehe Urk. 18 S. 2 f.). Zur Rolle des älteren Halb-

bruders schreibt die Beiständin, dass in einem ausführlichen Gespräch mit ihm of-

fensichtlich geworden sei, dass er in einem Loyalitätskonflikt stehe. Die Mutter der 

Mädchen sei auch seine Mutter. Es sei nicht Aufgabe eines nah involvierten Soh-

nes, professionelle Distanz zur Mutter zu wahren und zeitgleich eine Schutz- und 

Beobachtungsfunktion für die Halbschwestern zu übernehmen. Dies werde jedoch 

explizit von den Mädchen gewünscht (Urk. 15/5 S. 3). 

3.7. Mit Blick auf den Vorfall im Spätsommer 2021 erscheint die Sorge der 

Beiständin, wonach die beiden Mädchen traumatisiert sein könnten (Urk. 15/5 

S. 6), berechtigt. Auch wenn die Kinder einer therapeutischen Unterstützung zur-

zeit noch nicht zustimmen können (Urk. 15/5 S. 6), erscheint es angebracht, dies-

bezüglich weitere Abklärungen vorzunehmen. Oft leistet der abgelehnte Elternteil 

aufgrund erheblicher Defizite in seinem Erziehungsverhalten einen gewichtigen 

Beitrag zu seiner eigenen Ablehnung; gleichzeitig kann aber auch der Einfluss 

des anderen Elternteils die Beziehung zum Kind zusätzlich erschweren, indem er 

oder sie nach der Trennung verhindert, dass der abgelehnte Elternteil seine Kom-

petenzen als Erziehender verbessern kann (Heidi Simoni, Beziehung und Ent-

fremdung, FamPra.ch 2005, S. 772 ff., S. 798). Auch die Eltern werden deshalb in 

diese Abklärungen miteinzubeziehen sein. Es wird insbesondere zu klären sein, 

wie es der Mutter heute geht, ob sie stabil und fähig ist, die Kinder unter welchen 

Voraussetzungen ohne Aufsicht zu betreuen. Beim Vater wird die Bindungstole-

ranz zu klären sein und was dieser zur Förderung des Wiederaufbaus der Bezie-

hung zwischen Mutter und Kindern beitragen kann. Dafür erscheint eine Intensi-

vabklärung der Kinderbelange (beispielsweise KOFA-Abklärung [kompetenzorien-

tierte Familienarbeit] oder andere prozess-, interventionsorientierte Abklärung) 

geeignet. Im Rahmen einer solchen Abklärung werden nicht nur die Problemfelder 

eruiert, sondern die Beteiligten erhalten Beratung und es wird abgeklärt, ob und 

welche Hilfestellungen allenfalls notwendig sind. Darüber hinaus werden entspre-

chende Empfehlungen abgegeben. Es ist keine mildere Massnahme ersichtlich, 

um die Verhältnisse umfassend abzuklären. Für die Persönlichkeitsentwicklung ist 

eine Beziehung des Kindes zu beiden Elternteilen sodann zentral (E. II.3.5.). Dies 

- 20 - 

rechtfertigt die Intensivabklärung. Die Beiständin ist neu zu beauftragen, diese zu 

veranlassen und zu organisieren sowie für deren Finanzierung besorgt zu sein. 

Sollten sich aufgrund der Abklärung Kindesschutzmassnahmen als notwendig er-

weisen, so soll die Beiständin entsprechende Anträge stellen. 

3.8. Die bisherige Besuchsrechtsregelung konnte nicht umgesetzt werden. 

Sie ist daher abzuändern. Eine Sistierung des Besuchsrechts erscheint dabei 

nicht angezeigt. Die Kinder empfinden den Kontakt zur Mutter zwar als unange-

nehm; eine so schwerwiegende Gefährdung des Kindswohls, der einzig mit einer 

Aufhebung des Besuchsrechts begegnet werden könnte, wurde jedoch nicht gel-

tend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Soweit die Kinder aufgrund der Ver-

gangenheit belastet sind, werden die Erkenntnisse der Intensiv-Abklärung zu be-

rücksichtigen sein (E. II.3.7.). Ein unbegleitetes Besuchsrecht erscheint derzeit 

noch ungeeignet, verliefen doch bereits die begleiteten Treffen nicht optimal. Seit 

Juli 2022 haben die Kinder ihre Mutter nicht mehr gesehen (E. II.3.6.). In einer 

ersten Phase wird daher der Kontakt zu reaktivieren sein. Dafür ist die Beklagte 

für berechtigt zu erklären, die Kinder einmal pro Monat für die Dauer von vier 

Stunden zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Datum, Zeitpunkt und Ort 

der einzelnen Besuche sind von der Beiständin festzulegen. Nach rund sechs 

Monaten wird die Beiständin diese Phase auswerten und entsprechend ihrer Be-

urteilung bei der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) An-

trag auf Regelung des künftigen Kontakts zwischen der Beklagten und den Kin-

dern zu stellen haben. Insbesondere sollen die Erkenntnisse der Intensiv-

Abklärung in die zukünftige Gestaltung des Besuchsrechts einfliessen. Im heuti-

gen Zeitpunkt bestehen im Hinblick auf das Kindeswohl in Bezug auf die künftige 

Ausgestaltung des Besuchsrechts noch zu viele Unklarheiten. Daher ist zurzeit 

von einem aufbauenden Phasenmodell abzusehen. Das Ziel sollte langfristig je-

doch mindestens in einem üblichen unbegleiteten Besuchsrecht inklusive Über-

nachtungen bestehen. Bis zum Erlass eines anderslautenden Entscheids der zu-

ständigen Behörde bleibt es indessen vorerst beim begleiteten Besuchsrecht. Um 

hinsichtlich der Berichterstattung ein einheitliches Datum zu gewährleisten, ist 

Dispositiv-Ziffer 4. e) der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfah-

- 21 - 

ren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 dahingehend anzupassen, dass 

erstmals per Ende Juni 2023 Bericht zu erstatten ist. 

3.9. Es wäre zwar wünschenswert, wenn eine Vertrauensperson aus der 

Familie als Begleitperson fungieren könnte. Allerdings scheint zwischen G._____ 

und der Beklagten ein ambivalentes Verhältnis zu bestehen (siehe Prot. I, S. 63; 

Urk. 13 Rz. 17). Es erscheint zudem glaubhaft, wenn die Beiständin vorbringt, 

dass sich der Halbbruder der Kinder in einem Loyalitätskonflikt befinde (Urk. 15/5 

S. 3). Demzufolge werden die Besuche von einer unabhängigen Fachperson zu 

begleiten sein. Die Beiständin ist zu beauftragen, die Einzelbegleitung aufzuglei-

sen und die Finanzierung zu klären. Zudem hat sie die Modalitäten der Besuche 

zwischen Mutter und Kindern festzulegen. 

3.10. Es ist unbestritten, dass die Kommunikation zwischen den Eltern, so-

weit es eine solche gab, nicht optimal verlief (Urk. 13 Rz. 8 f.; siehe Urk. 18 S. 2). 

Zwischen den Kindern und der Mutter besteht sodann kein Kontakt (Urk. 13 

Rz. 10 f.; siehe Urk. 18 S. 2). Dies ist der Entwicklung der Kinder nicht förderlich, 

weshalb der Beiständin neu die Aufgabe zu übertragen ist, die Kommunikation 

zwischen den Eltern sowie zwischen den Kindern und der Mutter zu fördern und 

allenfalls zu moderieren. Sie hat die Eltern sodann bei bestehenden Uneinigkeiten 

betreffend das Besuchsrecht nicht nur beratend zu unterstützen, sondern soll zwi-

schen den Eltern auch vermitteln. 

3.11. Die Beiständin beantragt, den Eltern sei gestützt auf Art. 307 ZGB die 

Weisung zu erteilen, bei der Umsetzung der begleiteten Besuche mitzuarbeiten 

(Urk. 15/5 S. 7). Die Parteien opponieren nicht dagegen (siehe Urk. 13 Rz. 7 ff.; 

Urk. 18 S. 2 ff.). Die milde Kindeschutzmassnahme ist geeignet, das Besuchs-

recht zu unterstützen, weshalb sie anzuordnen ist. 

3.12. Zusammenfassend sind (neben Dispositiv-Ziffer 2 [dazu E. II.2.6.]) die 

Dispositiv-Ziffern 3 und 4 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Ver-

fahren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 aufzuheben und durch fol-

gende Fassung zu ersetzen: 

- 22 - 

"2. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 4 des Eheschutzurteils des Be-

zirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003-D) ist die Beklagte 

berechtigt, die Kinder D._____ und E._____ einmal pro Monat für die 

Dauer von vier Stunden in Begleitung einer Fachperson zu sich oder 

mit sich auf Besuch zu nehmen. 

  Datum, Zeitpunkt und Ort der einzelnen Besuche werden von der Bei-

ständin festgelegt. 

  Spätestens per Ende Juni 2023 wird die Beiständin die Besuche aus-

werten und entsprechend ihrer Beurteilung bei der zuständigen Behör-

de (Kindesschutzbehörde oder Gericht) einen Antrag auf Regelung des 

künftigen Kontakts zwischen der Beklagten und den Kindern stellen. 

 3. Für die Kinder D._____, geboren am tt.mm.2007, und E._____, gebo-

ren am tt.mm.2010, wird eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 

Abs. 1 und 2 ZGB angeordnet. 

  Der Beistandsperson werden folgende Aufträge erteilt: 

  a) Die Modalitäten der Besuche zwischen Mutter und Kindern festzu-

legen; 

  b) eine Einzelbegleitung durch eine unabhängige Fachperson für 

das Besuchsrecht der Mutter zu organisieren sowie für deren Fi-

nanzierung besorgt zu sein (grundsätzlich haben die Eltern je 

hälftig für diese aufzukommen); 

  c) die Kindseltern in Bezug auf Fragestellungen oder bei bestehen-

den Uneinigkeiten beratend zu unterstützen und zwischen ihnen 

zu vermitteln; 

  d) die Kommunikation zwischen den Eltern sowie zwischen den Kin-

dern und der Mutter zu fördern und allenfalls zu moderieren; 

- 23 - 

  e) eine angeordnete Intensiv-Abklärung (z.B. KOFA-Abklärung oder 

andere prozess-, interventionsorientierte Abklärung) zu veranlas-

sen, organisieren und für deren Finanzierung besorgt sein; 

  f) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) 

entsprechende Anträge zu stellen, falls sich die Notwendigkeit 

von Kindesschutzmassnahmen aus der Abklärung ergibt (z.B. 

Therapien für die Kinder, allenfalls auch unter Einbezug der El-

tern); 

  g) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) 

Antrag zu stellen, sofern anderweitige Kindesschutzmassnahmen 

nötig sind oder die Anpassung der Aufträge angezeigt ist; 

  h) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) 

halbjährlich Bericht über die Ergebnisse respektive Anpassungen 

des Besuchsrechts zu erstatten; erstmals per Ende Juni 2023. 

 4. Den Parteien wird die Weisung erteilt, bei der Umsetzung der begleite-

ten Besuche mitzuarbeiten." 

4. Einkommen der Beklagten 

4.1. Die Vorinstanz erwog, die Beklagte erziele derzeit ein durchschnittli-

ches Nettoeinkommen von Fr. 3'839.– bei einem Pensum von 80 %. Einen 

13. Monatslohn erhalte sie nicht. Da die Obhut dem Kläger zugeteilt werde, sei es 

ihr zuzumuten, ihr Arbeitspensum nach einer angemessenen Übergangszeit auf 

100 % zu erhöhen. Eine Übergangszeit von sechs Monaten erweise sich als an-

gemessen. Entsprechend sei ihr ab Oktober 2022 ein Einkommen von Fr. 4'800.– 

anzurechnen (Urk. 2b S. 25). 

4.2. Die Beklagte wendet ein, dass sie aufgrund eines Schleudertraumas 

nach einem Verkehrsunfall seit Jahren an multisegmentalen Facettengelenksarth-

rosen der Halswirbelsäule mit vermehrtem Knochenumbau und chronischen 

Schmerzen leide. Diese hätten sich mit der Zeit verstärkt. Sie sei diesbezüglich in 

- 24 - 

Therapie und zu 30 % arbeitsunfähig. Im Moment habe sie keine feste Arbeitsstel-

le. Bei der K._____ AG habe sie bei einem Pensum von 80 % monatlich 

Fr. 3'839.– verdient. Sie werde kein höheres Einkommen erzielen und maximal, 

wenn überhaupt, in einem 80 %-Pensum arbeiten können. Da ihr familienrechtli-

cher Notbedarf Fr. 3'970.– pro Monat betrage, sei es ihr nicht möglich, Unter-

haltsbeiträge für die beiden Kinder zu bezahlen (Urk. 1 Rz. 10). 

4.3. Der Kläger erwidert, die Beklagte habe eine kaufmännische Ausbildung 

absolviert. Sie habe vom 1. Dezember 2021 bis Mai 2022 mit einem Pensum von 

80 % als Büroangestellte im Sekretariat und der Buchhaltung der K._____ AG 

gearbeitet. Ihr monatliches Nettoeinkommen habe sich auf Fr. 3'839.– belaufen. 

Ein 13. Monatslohn sei nicht ausgerichtet, eine Provision jedoch arbeitsvertraglich 

zugesichert worden (Urk. 13 Rz. 19). Am 1. Juli 2022 habe die Beklagte bei der 

L._____ AG eine wesentlich besser bezahlte Sekretariatsstelle angenommen. Ihr 

monatliches Nettoeinkommen habe bei einem Pensum von 80 % Fr. 5'020.– be-

tragen. Sie habe diese Stelle jedoch innerhalb der Probezeit aus nicht bekannten 

Gründen gekündigt (Urk. 13 Rz. 20). Zurzeit gebe sie an, im Reinigungs- und 

Buchhaltungsbereich selbständig tätig zu sein; eine Abrechnung lege sie aber 

nicht vor (Urk.13 Rz. 21). Weder der Kläger noch die Eltern der Beklagten hätten 

Kenntnis davon, dass die letztere je in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen 

sei. Ihre multisegmentale Facettengelenksarthrose an den Halswirbeln werde 

denn auch in keinem der vorgelegten Berichte festgestellt. Am 4. April 2022 habe 

offenbar eine Schmerzreduktion von 50 % bewirkt werden können. Alle hernach 

von den Ärzten vorgeschlagenen Therapien (beispielsweise eine Neurostimulati-

on) lehne die Beklagte ab. Es werde bestritten, dass die Beklagte keiner Voll-

zeiterwerbstätigkeit nachgehen könne (Urk. 13 Rz. 22). Insgesamt sei zu bestäti-

gen, dass sie in der Lage wäre, ein Nettoeinkommen von mindestens Fr. 4'800.– 

monatlich zu erwirtschaften. Dieses Einkommen sei ihr hypothetisch anzurech-

nen. Die von der Vorinstanz verfügten Unterhaltsbeiträge seien zu bestätigen 

(Urk. 13 Rz. 26). 

4.4. Die vorhandene Arbeitskapazität ist umfassend auszuschöpfen. Dies 

gilt im Unterhaltsrecht allgemein und für den Kindesunterhalt im Besonderen. Die 

- 25 - 

Anstrengungspflicht findet an den konkreten Realitäten ihre Grenze. Man darf 

keine unzumutbaren hypothetische Einkommen annehmen (BGE 147 III 265 

E. 7.4; BGer 5A_230/2022 vom 21. September 2022, E. 5.1.2). Wenn ein Eltern-

teil die Kinder nicht oder nur unwesentlich betreut, ist ihm grundsätzlich ein Ar-

beitspensum von 100 % zuzumuten.  

4.5. Aus den eingereichten Berichten geht hervor, dass die Beklagte wegen 

Schmerzen in ärztlicher Behandlung war (Urk. 4/2–7; Urk. 20/1–4). Dass sie teil-

weise arbeitsunfähig (gewesen) wäre, ist den Berichten nicht zu entnehmen. Ein 

Arbeitsunfähigkeitszeugnis wurde zwar zum Beweis offeriert (Urk. 1 Rz. 10), je-

doch nicht eingereicht. Immerhin schreibt die Universitätsklinik Balgrist in ihrem 

Bericht vom 6. September 2022, dass eine Pensumsreduktion sinnvoll wäre 

(Urk. 10/5). Damit ist aber noch nicht glaubhaft, dass sie auch medizinisch indi-

ziert ist; und selbst wenn eine Reduktion medizinisch indiziert wäre, ginge nicht 

hervor, in welchem Umfang. Die Beklagte selbst liess denn am 14. März 2022 vor 

Vorinstanz auch ausführen, dass sie (mit Ausnahme von Rückenproblemen) ge-

sund sei (Urk. 5/62 Rz. 27). Hinzu kommt Folgendes: Nach Angaben der Beklag-

ten war sie im Juli 2022 und August 2022 bei der L._____ AG C._____ angestellt. 

Sie habe ein Nettoeinkommen (inklusive 13. Monatslohn) von Fr. 5'020.30 ge-

habt, die Stelle aber wegen Unstimmigkeiten mit der Arbeitgeberin während der 

Probezeit gekündigt (Urk. 8 S. 2). Aus den Lohnabrechnungen ergibt sich, dass 

die Beklagte im Juli 2022 und August 2022 bei einem Pensum von 80 % netto 

durchschnittlich Fr. 4'953.– (inklusive Anteil 13. Monatslohn) verdiente (Urk. 10/3). 

Sie kündigte die Stelle noch während der Probezeit wegen "einiger Unstimmigkei-

ten" (Urk. 10/4); ausschlaggebend waren somit nicht gesundheitliche Probleme. 

Selbst wenn man der Beklagten aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung 

ein reduziertes Pensum von 80 % anrechnen würde, wäre sie somit in der Lage, 

das von der Vorinstanz ermittelte Einkommen von netto Fr. 4'800.– pro Monat zu 

erzielen. 

4.6. Zusammenfassend sind keine Gründe ersichtlich, welche ein tieferes 

monatliches Einkommen rechtfertigen würden als die Fr. 4'800.–, welche die Vor-

instanz angenommen hat. Da hinsichtlich des Unterhalts nichts Weiteres gerügt 

- 26 - 

wurde, ist die Berufung, soweit sie sich gegen die Dispositiv-Ziffern 6 und 7 der 

Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht 

Bülach vom 28. März 2022 richtet, abzuweisen. Die erwähnten Dispositiv-Ziffern 

sind zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO). 

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Vorinstanz hielt fest, dass über die Kosten- und Entschädigungs-

folgen im Endentscheid befunden werde (Dispositiv-Ziffer 9). Dies blieb unange-

fochten und ist zu bestätigen. 

2. Die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren ist in Anwen-

dung von § 12 Abs. 1 und Abs. 2 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 lit. b 

GebV OG auf Fr. 3'000.– festzusetzen. Das vorliegende Berufungsverfahren 

dreht sich um Kinderbelange, weshalb es sich rechtfertigt, die Gerichtskosten den 

Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Entsprechend sind 

für das zweitinstanzliche Verfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1 und 5 der Verfügung des 

Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 

28. März 2022 in Rechtskraft erwachsen sind. 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Dispositiv-Ziffern 2, 3 und 4 der Verfügung des Einzelgerichts im sum-

marischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 werden 

aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt: 

"2. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 4 des Eheschutzurteils des Be-

zirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003-D) ist die Beklagte 

- 27 - 

berechtigt, die Kinder D._____ und E._____ einmal pro Monat für die 

Dauer von vier Stunden in Begleitung einer Fachperson zu sich oder 

mit sich auf Besuch zu nehmen. 

  Datum, Zeitpunkt und Ort der einzelnen Besuche werden von der Bei-

ständin festgelegt. 

  Spätestens per Ende Juni 2023 wird die Beiständin die Besuche aus-

werten und entsprechend ihrer Beurteilung bei der zuständigen Behör-

de (Kindesschutzbehörde oder Gericht) einen Antrag auf Regelung des 

künftigen Kontakts zwischen der Beklagten und den Kindern stellen. 

 3. Für die Kinder D._____, geboren am tt.mm.2007, und E._____, gebo-

ren am tt.mm.2010, wird eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 

Abs. 1 und 2 ZGB angeordnet. 

  Der Beistandsperson werden folgende Aufträge erteilt: 

  a) Die Modalitäten der Besuche zwischen Mutter und Kindern festzu-

legen; 

  b) eine Einzelbegleitung durch eine unabhängige Fachperson für 

das Besuchsrecht der Mutter zu organisieren sowie für deren Fi-

nanzierung besorgt zu sein (grundsätzlich haben die Eltern je 

hälftig für diese aufzukommen); 

  c) die Kindseltern in Bezug auf Fragestellungen oder bei bestehen-

den Uneinigkeiten beratend zu unterstützen und zwischen ihnen 

zu vermitteln; 

  d) die Kommunikation zwischen den Eltern sowie zwischen den Kin-

dern und der Mutter zu fördern und allenfalls zu moderieren; 

  e) eine angeordnete Intensiv-Abklärung (z.B. KOFA-Abklärung oder 

andere prozess-, interventionsorientierte Abklärung) zu veranlas-

sen, organisieren und für deren Finanzierung besorgt sein; 

- 28 - 

  f) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) 

entsprechende Anträge zu stellen, falls sich die Notwendigkeit 

von Kindesschutzmassnahmen aus der Abklärung ergibt (z.B. 

Therapien für die Kinder, allenfalls auch unter Einbezug der El-

tern); 

  g) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) 

Antrag zu stellen, sofern anderweitige Kindesschutzmassnahmen 

nötig sind oder die Anpassung der Aufträge angezeigt ist; 

  h) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) 

halbjährlich Bericht über die Ergebnisse respektive Anpassungen 

des Besuchsrechts zu erstatten; erstmals per Ende Juni 2023. 

 4. Den Parteien wird die Weisung erteilt, bei der Umsetzung der begleite-

ten Besuche mitzuarbeiten." 

2. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen und die Dispositiv-Ziffern 6, 7 und 

9 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Be-

zirksgericht Bülach vom 28. März 2022 werden bestätigt. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien 

je zur Hälfte auferlegt.  

5. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an 

− die Parteien, 

− die Vorinstanz, 

− die KESB Bülach Nord, … [Adresse], 

− die Beiständin J._____, Sozialarbeiterin FH, … [Adresse], 

je gegen Empfangsschein. 

- 29 - 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid und ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne 
von Art. 90 BGG und Art. 98 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
Zürich, 27. Januar 2023 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. Chr. Arnold 
 
 
versandt am: 
jo 

	Beschluss und Urteil vom 27. Januar 2023
	Rechtsbegehren:
	Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren  am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022:
	1. Die Obhut für D._____, geb. tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm.2010, wird in Abänderung von Dispositivziffer 3 des Eheschutzentscheides des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003) dem Kläger zugeteilt.
	2. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden allein dem Kläger angerechnet. Es ist Sache des Klägers, die betroffenen Ausgleichskassen zu informieren.
	3. In Abänderung von Dispositivziffer 4 des Eheschutzentscheides des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003) ist die Beklagte berechtigt, wie folgt mit den Kindern auf eigene Kosten in Kontakt zu treten:
	a) von April 2022 bis Ende Juni 2022: jeden ersten und dritten Samstag im Monat für 2 Stunden auf der Kunsteisbahn F._____ in C._____ (14.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr), wobei es den Kindern freisteht, während dieser Zeit von ihrem Stiefbruder, G._____, be...
	b) ab Juni 2022 immer am letzten Mittwoch im Monat zu einem Nachtessen in der Pizzeria "H._____" in C._____, von 18.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr, wobei es den Kindern freisteht, während dieser Zeit von ihrem Stiefbruder, G._____, begleitet zu werden;
	c) im Juli 2022: jeden ersten und dritten Samstag im Monat für 4 Stunden an einem Ort, wo sich die Kinder wohl fühlen, wobei es den Kindern freisteht, während dieser Zeit von ihrem Stiefbruder, G._____, begleitet zu werden;
	d) ab September 2022: jeden ersten und dritten Samstag von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr an Orten, wo sich die Kinder wohl fühlen, wobei es den Kindern freisteht, während dieser Zeit von ihrem Stiefbruder, G._____, begleitet zu werden.

	Ein weitergehendes Besuchsrecht der Beklagten nach ausdrücklich geäussertem Wunsch der Kinder und gegenseitiger Absprache unter den Parteien bleibt vorbehalten.
	4. Für die Kinder D._____, geb. tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm.2010, wird eine Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB angeordnet.
	Die Beistandsperson wird damit beauftragt:
	a) mit dem Stiefbruder der Kinder, G._____, der die Kinder (teilweise) an die Besuche begleiten dürfte, in regelmässigem Kontakt zu stehen, und abzuklären, ob diese Aufgabe für G._____ tragbar ist;
	b) ab September 2022 zusammen mit dem Stiefbruder der Kinder, G._____, der die Kinder (teilweise) an die Besuche begleiten dürfte, und den Kindseltern einzuschätzen und zu entscheiden, ob und wann unbegleitete Besuche in kindeswohlgerechter Weise durc...
	c) die Kindseltern in Bezug auf Fragestellungen oder bei bestehenden Uneinigkeiten betreffend das Besuchsrecht beratend zu unterstützen;
	d) solange das Scheidungsverfahren läuft dem Gericht Antrag zu stellen, sofern anderweitige Kindesschutzmassnahmen nötig sind oder die Anpassung der Aufträge angezeigt ist;
	e) der KESB in Kopie an das Gericht (solange das Scheidungsverfahren hängig ist) halbjährlich Bericht über die Ergebnisse resp. Anpassungen des Besuchsrechts zu erstatten; erstmals per Ende Oktober 2022.

	5. Die Unterhaltsverpflichtung des Klägers für die Kinder D._____, geb. tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm.2010, entfällt rückwirkend in Abänderung von Dispositivziffer 5 des Eheschutzentscheides des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160...
	6. a) Die Beklagte ist in Abänderung von Dispositivziffer 6 des Eheschutzentscheides des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003) bis Ende September 2022 mangels Leistungsfähigkeit nicht zu Kinderunterhaltsbeiträgen für die Kinder D.____...
	b) Die Beklagte ist in Abänderung von Dispositivziffer 6 des Eheschutzentscheides des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003) ab Oktober 2022 zu Kinderunterhaltsbeiträgen für die Kinder D._____, geb. tt.mm.2007, und E._____, geb. tt.mm...
	7. Der Unterhaltsberechnung liegen in Abänderung von Dispositivziffer 6 des Eheschutzentscheides des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003) folgende Zahlen zu Grunde:
	8. Der Antrag der Beklagten auf Anordnung einer Kindsvertretung wird abgewiesen.
	9. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird im Endentscheid befunden.
	10. [Mitteilung]
	11. [Frist für Begründungsbegehren bezüglich der Dispositiv-Ziffern 1 bis 7 und 9]
	12. [Frist für Begründungsbegehren bezüglich der Dispositiv-Ziffer 8]
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.  Sachverhalt und Prozessgeschichte
	II.  Materielle Beurteilung

	1. Prozessuale Vorbemerkungen
	1.1. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, ei...
	1.2. In der Berufungsschrift ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen...
	1.3. Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorliegend zu beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen...
	1.4. Nicht angefochten wurden die Dispositiv-Ziffern 1 (Obhut) und 5 (Unterhaltsverpflichtung des Klägers). Diese Ziffern sind somit in Rechtskraft erwachsen, was vorzumerken ist. Bezüglich der ebenfalls nicht angefochtenen Dispositiv-Ziffer 8 (Kindsv...

	2. Erziehungsgutschriften
	2.1. Die Vorinstanz erwog, dass die Erziehungsgutschriften zur Berechnung der AHV/IV-Renten dem Kläger alleine anzurechnen seien, da ihm auch die alleinige Obhut zugeteilt werde (Urk. 2b S. 18).
	2.2. Die Beklagte rügt, dies widerspreche Art. 29sexies AHVG, welcher vorsehe, dass die Erziehungsgutschriften bei verheirateten Eltern während den Kalenderjahren hälftig aufgeteilt würden (Urk. 1 S. 3).
	2.3. Der Kläger schliesst sich der beklagtischen Ansicht an (Urk. 13 Rz. 6).
	2.4. Gemäss Art. 29sexies Abs. 3 AHVG wird die Erziehungsgutschrift bei verheirateten Personen während der Kalenderjahre der Ehe hälftig aufgeteilt. Massgebend ist grundsätzlich die elterliche Sorge und nicht die Obhut (siehe Art. 29sexies Abs. 1 lit....
	2.5. Die Kinder der Parteien wurden während der Ehe geboren (E. I.1.). Entsprechend waren beide Parteien nach altem Recht Inhaber der elterlichen Sorge (Art. 297 Abs. 1 ZGB in der Fassung vom 1. Juli 2013). Die Revision per 1. Juli 2014 änderte nichts...
	2.6. Zusammenfassend erweist sich die Berufung in diesem Punkt als begründet. Demzufolge ist Dispositiv-Ziffer 2 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 ersatzlos aufzuheben.

	3. Besuchsrecht und Kindesschutzmassnahmen
	3.1. Die Vorinstanz hörte die beiden Kinder am 29. November 2021 an (Prot. I, S. 4 ff.). Zudem nahm sie am 29. November 2021 und am 14. März 2022 das Zeugnis von G._____ sowie am 14. März 2022 jenes von I._____, der Mutter der Beklagten, entgegen (Pro...
	3.2. Die Beklagte bringt vor, es sei unbestritten, dass sie im September 2021 einen Zusammenbruch erlitten habe und dass die beiden Kinder in der Folge zum Kläger gezogen seien (Urk. 1 Rz. 2). D._____ habe sich eher ablehnend gegenüber Kontakten mit d...
	3.3. Der Kläger erwidert, der unbestrittene Zusammenbruch der Beklagten habe sich schwerwiegend auf die Kinder im Alter von damals 14 und bald 11 Jahren ausgewirkt. Die Beklagte habe damals die alleinige Obhut gehabt und die Kinder hätten die Geschehn...
	3.4. In ihrer Eingabe vom 31. Oktober 2022 stellt die Beiständin sinngemäss folgende Anträge (Urk. 15/5 S. 7):
	Zur Begründung führt die Beiständin im Wesentlichen aus, beide Mädchen äusserten seit vielen Monaten unterschiedlichen Menschen gegenüber mit wachsender Selbstsicherheit und in verschiedenen Formulierungen und Umständen konkret ihren übereinstimmenden...
	3.5. Eltern, denen die Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). Dieser bezweckt, die positive Entwicklung des Kindes zu gewährleisten und zu fördern. In der...
	3.6. Gemäss den unangefochten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz liess die Beklagte [im September 2021; Urk. 5/1 Rz. 10] ihre Wohnung räumen und brachte die Kinder zur Grossmutter; anschliessend tauchte sie während mehrerer Wochen unter, ohne d...
	3.7. Mit Blick auf den Vorfall im Spätsommer 2021 erscheint die Sorge der Beiständin, wonach die beiden Mädchen traumatisiert sein könnten (Urk. 15/5 S. 6), berechtigt. Auch wenn die Kinder einer therapeutischen Unterstützung zurzeit noch nicht zustim...
	3.8. Die bisherige Besuchsrechtsregelung konnte nicht umgesetzt werden. Sie ist daher abzuändern. Eine Sistierung des Besuchsrechts erscheint dabei nicht angezeigt. Die Kinder empfinden den Kontakt zur Mutter zwar als unangenehm; eine so schwerwiegend...
	3.9. Es wäre zwar wünschenswert, wenn eine Vertrauensperson aus der Familie als Begleitperson fungieren könnte. Allerdings scheint zwischen G._____ und der Beklagten ein ambivalentes Verhältnis zu bestehen (siehe Prot. I, S. 63; Urk. 13 Rz. 17). Es er...
	3.10. Es ist unbestritten, dass die Kommunikation zwischen den Eltern, soweit es eine solche gab, nicht optimal verlief (Urk. 13 Rz. 8 f.; siehe Urk. 18 S. 2). Zwischen den Kindern und der Mutter besteht sodann kein Kontakt (Urk. 13 Rz. 10 f.; siehe U...
	3.11. Die Beiständin beantragt, den Eltern sei gestützt auf Art. 307 ZGB die Weisung zu erteilen, bei der Umsetzung der begleiteten Besuche mitzuarbeiten (Urk. 15/5 S. 7). Die Parteien opponieren nicht dagegen (siehe Urk. 13 Rz. 7 ff.; Urk. 18 S. 2 ff...
	3.12. Zusammenfassend sind (neben Dispositiv-Ziffer 2 [dazu E. II.2.6.]) die Dispositiv-Ziffern 3 und 4 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 aufzuheben und durch folgende Fassung zu erse...
	"2. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 4 des Eheschutzurteils des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003-D) ist die Beklagte berechtigt, die Kinder D._____ und E._____ einmal pro Monat für die Dauer von vier Stunden in Begleitung einer...
	Datum, Zeitpunkt und Ort der einzelnen Besuche werden von der Beiständin festgelegt.
	Spätestens per Ende Juni 2023 wird die Beiständin die Besuche auswerten und entsprechend ihrer Beurteilung bei der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) einen Antrag auf Regelung des künftigen Kontakts zwischen der Beklagten und den...
	3. Für die Kinder D._____, geboren am tt.mm.2007, und E._____, geboren am tt.mm.2010, wird eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB angeordnet.
	Der Beistandsperson werden folgende Aufträge erteilt:
	a) Die Modalitäten der Besuche zwischen Mutter und Kindern festzulegen;
	b) eine Einzelbegleitung durch eine unabhängige Fachperson für das Besuchsrecht der Mutter zu organisieren sowie für deren Finanzierung besorgt zu sein (grundsätzlich haben die Eltern je hälftig für diese aufzukommen);
	c) die Kindseltern in Bezug auf Fragestellungen oder bei bestehenden Uneinigkeiten beratend zu unterstützen und zwischen ihnen zu vermitteln;
	d) die Kommunikation zwischen den Eltern sowie zwischen den Kindern und der Mutter zu fördern und allenfalls zu moderieren;
	e) eine angeordnete Intensiv-Abklärung (z.B. KOFA-Abklärung oder andere prozess-, interventionsorientierte Abklärung) zu veranlassen, organisieren und für deren Finanzierung besorgt sein;
	f) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) entsprechende Anträge zu stellen, falls sich die Notwendigkeit von Kindesschutzmassnahmen aus der Abklärung ergibt (z.B. Therapien für die Kinder, allenfalls auch unter Einbezug der Eltern);
	g) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) Antrag zu stellen, sofern anderweitige Kindesschutzmassnahmen nötig sind oder die Anpassung der Aufträge angezeigt ist;
	h) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) halbjährlich Bericht über die Ergebnisse respektive Anpassungen des Besuchsrechts zu erstatten; erstmals per Ende Juni 2023.
	4. Den Parteien wird die Weisung erteilt, bei der Umsetzung der begleiteten Besuche mitzuarbeiten."

	4. Einkommen der Beklagten
	4.1. Die Vorinstanz erwog, die Beklagte erziele derzeit ein durchschnittliches Nettoeinkommen von Fr. 3'839.– bei einem Pensum von 80 %. Einen 13. Monatslohn erhalte sie nicht. Da die Obhut dem Kläger zugeteilt werde, sei es ihr zuzumuten, ihr Arbeits...
	4.2. Die Beklagte wendet ein, dass sie aufgrund eines Schleudertraumas nach einem Verkehrsunfall seit Jahren an multisegmentalen Facettengelenksarthrosen der Halswirbelsäule mit vermehrtem Knochenumbau und chronischen Schmerzen leide. Diese hätten sic...
	4.3. Der Kläger erwidert, die Beklagte habe eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Sie habe vom 1. Dezember 2021 bis Mai 2022 mit einem Pensum von 80 % als Büroangestellte im Sekretariat und der Buchhaltung der K._____ AG gearbeitet. Ihr monatliche...
	4.4. Die vorhandene Arbeitskapazität ist umfassend auszuschöpfen. Dies gilt im Unterhaltsrecht allgemein und für den Kindesunterhalt im Besonderen. Die Anstrengungspflicht findet an den konkreten Realitäten ihre Grenze. Man darf keine unzumutbaren hyp...
	4.5. Aus den eingereichten Berichten geht hervor, dass die Beklagte wegen Schmerzen in ärztlicher Behandlung war (Urk. 4/2–7; Urk. 20/1–4). Dass sie teilweise arbeitsunfähig (gewesen) wäre, ist den Berichten nicht zu entnehmen. Ein Arbeitsunfähigkeits...
	4.6. Zusammenfassend sind keine Gründe ersichtlich, welche ein tieferes monatliches Einkommen rechtfertigen würden als die Fr. 4'800.–, welche die Vorinstanz angenommen hat. Da hinsichtlich des Unterhalts nichts Weiteres gerügt wurde, ist die Berufu...
	III.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1 und 5 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Dispositiv-Ziffern 2, 3 und 4 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 werden aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	"2. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 4 des Eheschutzurteils des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 8. April 2016 (EE160003-D) ist die Beklagte berechtigt, die Kinder D._____ und E._____ einmal pro Monat für die Dauer von vier Stunden in Begleitung einer...
	Datum, Zeitpunkt und Ort der einzelnen Besuche werden von der Beiständin festgelegt.
	Spätestens per Ende Juni 2023 wird die Beiständin die Besuche auswerten und entsprechend ihrer Beurteilung bei der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) einen Antrag auf Regelung des künftigen Kontakts zwischen der Beklagten und den...
	3. Für die Kinder D._____, geboren am tt.mm.2007, und E._____, geboren am tt.mm.2010, wird eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB angeordnet.
	Der Beistandsperson werden folgende Aufträge erteilt:
	a) Die Modalitäten der Besuche zwischen Mutter und Kindern festzulegen;
	b) eine Einzelbegleitung durch eine unabhängige Fachperson für das Besuchsrecht der Mutter zu organisieren sowie für deren Finanzierung besorgt zu sein (grundsätzlich haben die Eltern je hälftig für diese aufzukommen);
	c) die Kindseltern in Bezug auf Fragestellungen oder bei bestehenden Uneinigkeiten beratend zu unterstützen und zwischen ihnen zu vermitteln;
	d) die Kommunikation zwischen den Eltern sowie zwischen den Kindern und der Mutter zu fördern und allenfalls zu moderieren;
	e) eine angeordnete Intensiv-Abklärung (z.B. KOFA-Abklärung oder andere prozess-, interventionsorientierte Abklärung) zu veranlassen, organisieren und für deren Finanzierung besorgt sein;
	f) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) entsprechende Anträge zu stellen, falls sich die Notwendigkeit von Kindesschutzmassnahmen aus der Abklärung ergibt (z.B. Therapien für die Kinder, allenfalls auch unter Einbezug der Eltern);
	g) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) Antrag zu stellen, sofern anderweitige Kindesschutzmassnahmen nötig sind oder die Anpassung der Aufträge angezeigt ist;
	h) der zuständigen Behörde (Kindesschutzbehörde oder Gericht) halbjährlich Bericht über die Ergebnisse respektive Anpassungen des Besuchsrechts zu erstatten; erstmals per Ende Juni 2023.
	4. Den Parteien wird die Weisung erteilt, bei der Umsetzung der begleiteten Besuche mitzuarbeiten."

	2. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen und die Dispositiv-Ziffern 6, 7 und 9 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 28. März 2022 werden bestätigt.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.
	4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	5. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an
	 die Parteien,
	 die Vorinstanz,
	 die KESB Bülach Nord, … [Adresse],
	 die Beiständin J._____, Sozialarbeiterin FH, … [Adresse],
	je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...