# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8e1eb88-719f-56d4-a7f0-9662b33e1616
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2025 F-2531/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2531-2025_2025-11-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2531/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Gregor Chatton (Vorsitz), 

Richter Basil Cupa, Richterin Claudia Cotting-Schalch,    

Gerichtsschreiber Matthew Pydar. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,    

vertreten durch Louise Schnidrig, Rechtsanwältin, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Reisedokumente für ausländische Personen (Übriges);  

Verfügung des SEM vom 20. März 2025. 

 

 

 

F-2531/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der ägyptische Beschwerdeführer A._______ wurde am 1. August 

1966 in der Schweiz geboren. Er verfügt über eine Niederlassungsbewilli-

gung des Kantons Bern. 

A.b In den Jahren 1985, 1988, 1991 und 1994 erhielt er jeweils einen Pass 

für ausländische Personen mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr. Bei 

jeder Ausstellung wurde er aufgefordert, sich einen Reisepass seines Hei-

matlandes zu beschaffen. Im Juli 2001 erhielt er einen ägyptischen Reise-

pass mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr. 

A.c Am 28. Februar 2019 reichte der Beschwerdeführer beim Staatssekre-

tariat für Migration (SEM) ein Gesuch um Anerkennung seiner Staatenlo-

sigkeit ein. Das SEM lehnte das Gesuch am 20. August 2019 ab. 

A.d Am 5. Mai 2022 ersuchte er um Ausstellung eines Passes für eine aus-

ländische Person. Daraufhin informierte ihn das SEM, dass es beabsich-

tige, sein Gesuch abzulehnen. Ihm wurde eine Frist bis zum 29. August 

2022 eingeräumt, um eine beschwerdefähige Verfügung zu beantragen. 

Diese Frist verstrich ungenutzt. 

A.e Am 27. April 2023 ersuchte der Beschwerdeführer das SEM schriftlich 

um Anerkennung seiner Schriftenlosigkeit. Darauf reagierte die Vorinstanz 

mit Schreiben vom 13. September 2023 und wies ihn darauf hin, dass er 

sein Gesuch zwingend persönlich bei der zuständigen kantonalen Auslän-

derbehörde hätte einreichen müssen. 

A.f Mit Eingabe vom 12. Oktober 2023 ersuchte der Beschwerdeführer 

über die kantonale Migrationsbehörde um Ausstellung des angestrebten 

Passes für eine ausländische Person. Dieses Gesuch wurde an das SEM 

übermittelt. 

B.  

B.a Am 24. November 2023 informierte das SEM den Beschwerdeführer 

über seine Absicht, das Gesuch abzulehnen. Es räumte ihm eine Frist bis 

zum 27. Dezember 2023 ein, um eine beschwerdefähige Verfügung zu be-

antragen. 

B.b Mit Eingabe vom 27. Dezember 2023 ersuchte der Beschwerdeführer 

über seine Rechtsvertreterin um Akteneinsicht bei der Vorinstanz. Die 

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Akten wurden am 10. Januar 2024 zugestellt. Gleichzeitig wurde er gebe-

ten, bis zum 12. Februar 2024 mitzuteilen, ob er am Gesuch um Erlass 

einer beschwerdefähigen Verfügung festhalten möchte. 

B.c Mit Schreiben vom 12. Februar 2024 ersuchte der Beschwerdeführer 

um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung. Diese wurde ihm am 

10. Juni 2024 eröffnet. In Ermangelung einer Anfechtung erwuchs sie in 

Rechtskraft. 

C.  

C.a Am 17. Dezember 2024 ersuchte der Beschwerdeführer über die kan-

tonale Migrationsbehörde erneut um Ausstellung eines Reisepasses für 

eine ausländische Person. Auch dieses Gesuch wurde an das SEM über-

mittelt. 

C.b Mit Schreiben vom 12. März 2025 informierte die Vorinstanz den Be-

schwerdeführer darüber, dass sie beabsichtige, auch dieses Gesuch abzu-

lehnen. Gleichzeitig wurde eine Frist bis zum 16. April 2025 eingeräumt, 

um eine beschwerdefähige Verfügung zu verlangen. Am 12. März 2025 

stellte der Beschwerdeführer ein entsprechendes Gesuch bei der Vor-

instanz. 

C.c Mit Entscheid vom 20. März 2025 wies die Vorinstanz das Gesuch um 

Ausstellung eines Passes für eine ausländische Person ab. 

D.  

D.a Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Rechtsmit-

teleingabe vom 10. April 2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-

richt und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Er be-

antragte insbesondere, die Schriftenlosigkeit festzustellen und ihm ein Rei-

sedokument für ausländische Personen zu erteilen. In verfahrensrechtli-

cher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung samt Befreiung von der Leistung eines Kostenvorschusses sowie um 

die Einsetzung der rubrizierten Rechtsvertreterin als unentgeltliche Rechts-

beiständin. 

D.b Mit Zwischenverfügung vom 17. April 2025 wies der Instruktionsrichter 

das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vollumfänglich ab und forderte 

den Beschwerdeführer dazu auf, bis zum 27. Mai 2025 einen Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 1’000.– zu leisten. Die Leistung erfolgte fristge-

recht. 

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D.c Am 4. Juni 2025 liess sich die Vorinstanz vernehmen und beantragte 

die Abweisung der Beschwerde. 

D.d Mit Instruktionsverfügung vom 10. Juli 2025 forderte der Instruktions-

richter den Beschwerdeführer dazu auf, eine neue Stellungnahme im Sinne 

der Erwägungen und weitere Beweismittel nachzureichen. Dieser Auffor-

derung kam der Beschwerdeführer am 13. August 2025 nach. 

D.e Mit Eingabe vom 26. August 2025 hielt die Vorinstanz an ihrem Ent-

scheid und ihrem Antrag, die Beschwerde abzuweisen, fest.  

D.f Am 16. Oktober 2025 leitete das Gericht dem Beschwerdeführer eine 

Kopie der Eingabe des SEM vom 26. August 2025 zu und teilte den Par-

teien den Abschluss des Schriftenwechsels mit. Der Beschwerdeführer 

liess sich nicht mehr vernehmen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Verfügungen des SEM betreffend die Ausstellung von Reisedokumen-

ten im Sinne von Art. 59 AIG (SR 142.20) sind mit Beschwerde beim Bun-

desverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 112 Abs. 1 AIG i.V.m.  

Art. 31 ff. VGG). 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt  

(Art. 37 VGG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 48  

Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – soweit nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Bundesrecht 

von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die 

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Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abwei-

sen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt des Ent-

scheids (vgl. BVGE 2020 VII/4 E. 2.2). 

3.  

3.1 Das SEM kann einer schriftenlosen Person mit Aufenthaltsbewilligung 

einen Pass für eine ausländische Person abgeben (Art. 59 Abs. 1 und 

Abs. 2 AIG i.V.m. Art. 4 Abs. 2 Bst. a der Verordnung vom 14. November 

2012 über die Ausstellung von Reisedokumenten für ausländische Perso-

nen [RDV, SR 143.5]). Gemäss Art. 59 Abs. 2 AIG haben Ausländerinnen 

und Ausländer einen Anspruch auf Reisedokumente, wenn sie gemäss 

dem Abkommen vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 

(SR 0.142.30) die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (Bst. a), wenn sie ge-

mäss dem Übereinkommen vom 28. September 1954 über die Rechtsstel-

lung der Staatenlosen von der Schweiz als Staatenlose anerkannt wurden 

(Bst. b) oder wenn sie schriftenlos sind und über eine Niederlassungsbe-

willigung verfügen (Bst. c). 

3.2 Gemäss Art. 59 Abs. 2 Bst. c i.V.m. 10 Abs. 1 RDV gilt als schriftenlos 

eine ausländische Person, die keine gültigen Reisedokumente ihres Hei-

mat- oder Herkunftsstaates besitzt und von der nicht verlangt werden kann, 

dass sie sich bei den zuständigen Behörden ihres Heimat- oder Herkunfts-

staates um die Ausstellung oder Verlängerung eines Reisedokuments be-

müht (Bst. a), oder für welche die Beschaffung von Reisedokumenten un-

möglich ist (Bst. b). Verzögerungen, die bei der Ausstellung eines Reise-

dokuments bei den zuständigen Behörden des Heimat- oder Herkunfts-

staates entstehen, begründen die Schriftenlosigkeit nicht (Art. 10 Abs. 2 

RDV). Die Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden des Heimat- 

oder Herkunftsstaates kann namentlich von schutzbedürftigen und asylsu-

chenden Personen nicht verlangt werden (Art. 10 Abs. 3 RDV). 

3.3 Die Ausstellung von Reise- und Identitätspapieren liegt in der Kompe-

tenz des jeweiligen Heimatstaates. Diesem kommt bei der Ausübung sei-

ner Passhoheit ein erheblicher Gestaltungsspielraum zu, den es zu res-

pektieren gilt, selbst wenn dies für die betroffenen Personen zu erhebli-

chem Aufwand führt. Ebenso haben es ausländische Staatsangehörige 

hinzunehmen, wenn die Ausstellung von Pässen durch die zuständigen 

heimatlichen Behörden sachlich begründete Verzögerungen erfährt; dies 

gilt praxisgemäss auch bei längeren Verzögerungen (BVGE 2014/23, 

E. 5.9). Grundsätzlich obliegt es der gesuchstellenden Person, die von den 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2014/1

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Seite 6 

heimatlichen Behörden zur Ausstellung eines Passes verlangten notwen-

digen Anforderungen zu erfüllen. 

3.4 Die Frage der Zumutbarkeit, also ob von der betroffenen Person ver-

langt werden kann, sich bei den Behörden des Heimat- oder Herkunfts-

staates um die Ausstellung eines heimatlichen Reisedokuments zu bemü-

hen (Art. 10 Abs. 1 Bst. a RDV), ist in diesem Zusammenhang nicht nach 

subjektiven, sondern nach objektiven Massstäben zu beurteilen (vgl. Urteil 

des BVGer F-3291/2019 vom 7. Oktober 2019 E. 4.3.1).  

3.5 Als unmöglich im Sinne von Art. 10 Abs. 1 Bst. b RDV wird die Papier-

beschaffung nur angesehen, wenn sich die ausländische Person bei den 

Behörden ihres Heimatstaates darum bemüht, die Ausstellung der Papiere 

aber ohne zureichende Gründe verweigert wird, oder wenn es an den 

rechtlichen Möglichkeiten fehlt, vom Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat überhaupt Papiere zu erlangen (statt vieler: Urteil des BVGer  

F-4987/2024 vom 5. November 2024 E. 2.2; BVGE 2014/23 E. 5.3-5.4). 

Bloss vorübergehende, technisch oder organisatorisch bedingte Verzöge-

rungen bei der Passausstellung sind zwar unbefriedigend, jedoch für sich 

allein nicht ausreichend, um die Unmöglichkeit im Sinne von Art. 10 Abs. 1 

Bst. b RDV und damit die Schriftenlosigkeit der ausländischen Staatsan-

gehörigen zu begründen. 

3.6 Die Unmöglichkeit einer Beschaffung von Reisedokumenten im Sinne 

von Art. 10 Abs. 1 Bst. b RDV impliziert, dass die gesuchstellende Person 

alle ihr zumutbaren und verhältnismässigen Vorkehren getroffen hat, um 

die Ausstellung von Papieren bei den Behörden des Heimat- oder Her-

kunftsstaates zu erwirken (vgl. Urteil F-4987/2024 vom 5. November 2024 

E. 2.3). Es obliegt somit grundsätzlich der gesuchstellenden Person, die 

von den heimatlichen Behörden verlangten notwendigen Anforderungen 

zur Ausstellung eines Passes zu erfüllen. Zwar hat die Behörde im Verfah-

ren um Ausstellung eines Passes für eine ausländische Person den Sach-

verhalt grundsätzlich von Amtes wegen festzustellen (vgl. Art. 12 VwVG; 

BVGE 2015/10 E. 3.2). Bleibt jedoch unbewiesen, respektive bestehen er-

hebliche Zweifel daran, dass sich der Heimat- oder Herkunftsstaat trotz 

Bemühungen der gesuchstellenden Person und ohne zureichenden Grund 

weigert, ein Reisedokument auszustellen, hat diese die Folgen der Beweis-

losigkeit zu tragen, da sie aus der Schriftenlosigkeit Rechte ableiten will 

(Art. 8 ZGB; vgl. Urteile des BVGer F-1327/2021 vom 15. November 2021 

E. 4.2; F-2206/2019 vom 19. April 2021 E. 3.4 m.w.H.). 

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Seite 7 

4.  

4.1 Die Vorinstanz hat die Ausstellung des Passes unter anderem mit der 

Begründung verweigert, der Beschwerdeführer sei im Besitz einer Nieder-

lassungsbewilligung C. Zu keinem Zeitpunkt sei er in der Schweiz als 

Flüchtling anerkannt worden. Dem Beschwerdeführer sei es aufgrund sei-

nes aktuellen Aufenthaltsstatus daher möglich und zumutbar, sich bei den 

zuständigen Behörden seines Heimatstaates um die Ausstellung heimatli-

cher Reisedokumente zu bemühen. Dabei obliege es ihm, die von den hei-

matlichen Behörden verlangten notwendigen Anforderungen zur Ausstel-

lung eines Passes zu erfüllen. Für seine behaupteten Bemühungen, in den 

Jahren 2001 bis 2019 einen ägyptischen Pass zu beantragen, habe er 

keine Belege einreichen können. Ein Schreiben der heimatlichen Behör-

den, das die Unmöglichkeit der Passbeschaffung bestätigen würde, liege 

nicht vor. Zudem habe er bereits im Jahr 2001 einen ägyptischen Reise-

pass mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr erhalten. Sollte für die 

Passbeschaffung eine Reise nach Ägypten erforderlich sein, sei dies dem 

Gesuchsteller nach Auffassung der Vorinstanz zuzumuten.  

4.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, die ägyptischen Behörden 

würden sich weigern, ihm einen Pass auszustellen. Er habe im Jahr 2001 

bei den ägyptischen Behörden in Bern um die Ausstellung eines heimatli-

chen Reisepasses ersucht. Die ägyptischen Behörden hätten ihn damals 

aufgefordert, eine Gebühr in der Höhe von 588 USD zu zahlen, um von der 

Militärdienstpflicht freigestellt zu werden. Dies sei die Voraussetzung für 

die Ausstellung des Passes gewesen. Diese Gebühr habe er am 12. Juli 

2001 bezahlt. Noch am selben Tag sei der Pass mit dem Vermerk erneuert 

worden, dass der Beschwerdeführer den oben genannten Betrag zu be-

zahlen habe. Im Anschluss habe ihm die Botschaft mitgeteilt, er würde ein 

Zertifikat erhalten, das er künftig zur Verlängerung seines Passes benöti-

gen würde. In der Folge habe er mehrmals versucht, mit den ägyptischen 

Behörden in Bern Kontakt aufzunehmen. Auf seine Anfragen hin hätten 

diese ihn jeweils aufgefordert, neue Dokumente vorzulegen. Des Weiteren 

hätten sie ihn eingeladen, sich vor Ort in Ägypten vorzustellen, um eine 

neue Identitätskarte zu beantragen. Alternativ habe er sich an die Militärat-

tachés in Rom, Paris oder Wien zu wenden. Am 29. Dezember 2020 sei er 

von der Botschaft kontaktiert worden, die ihn über die Möglichkeit informiert 

habe, ein Laisser-Passer zu erhalten, wobei er das Zertifikat zur Entlas-

sung aus dem Militärdienst habe vorlegen müssen. Dieses habe er jedoch 

nie erhalten. Er habe mehrfach versucht, mit verschiedenen Militärattachés 

und ägyptischen Botschaften Kontakt aufzunehmen, doch alle Versuche 

seien erfolglos geblieben. Daraus lasse sich nach seiner Darstellung die 

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Seite 8 

Unzumutbarkeit beziehungsweise Unmöglichkeit folgern, sich einen ägyp-

tischen Reisepass zu beschaffen. 

5.  

5.1 Zunächst ist hinsichtlich der Frage der Zumutbarkeit der Beschaffung 

von Reisedokumenten beim Heimat- respektive Herkunftsstaat mit der  

Vorinstanz festzustellen, dass der Beschwerdeführer, der die Flüchtlings-

eigenschaft nicht besitzt, weder asylsuchend ist noch als schutzbedürftig 

gilt. Mangels entgegenstehender Hinweise kann von ihm verlangt werden, 

dass er mit den zuständigen Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaates 

gemäss Art. 10 Abs. 1 Bst. a RDV (Art. 59 Abs. 2 Bst. a AIG e contrario) 

Kontakt aufnimmt. Dies muss umso mehr gelten, als ihm von der ägypti-

schen Botschaft in der Schweiz im Jahr 2001 ein ägyptisches Reisedoku-

ment ausgestellt worden war (act. 1, Beilage 8). Die Beschaffung von Rei-

sepapieren im Sinne von Art. 10 Abs. 1 Bst. a RDV erweist sich somit 

grundsätzlich als zumutbar. Darüber hinaus ist die Frage einer allfälligen 

Staatenlosigkeit des Beschwerdeführers nicht Gegenstand des vorliegen-

den Verfahrens, weshalb Art. 59 Abs. 2 Bst. b AIG nicht zu behandeln ist. 

5.2 Somit bleibt zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer die Papierbeschaf-

fung möglich ist (Art. 10 Abs. 1 Bst. b RDV). 

5.2.1 Aktenkundig ist, dass der Beschwerdeführer am 12. Juli 2001 im Auf-

trag der (…) eine Summe von (Betrag) USD an die ägyptische Botschaft 

leistete, nachdem er sich das Geld am 11. Juli 2001 von seinem Bankkonto 

bei der (…) auszahlen liess (act. 1, Beilage 6). Hinsichtlich der von ihm 

behaupteten Kontaktversuche mit der ägyptischen Botschaft in der 

Schweiz in der Zeitspanne von 2001 bis zum 2019 lassen sich keine aus-

reichenden Anhaltspunkte herleiten, die diese eindeutig belegen würden. 

Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers (vgl. act. 1, Beilage 

21) ist nicht rechtsgenüglich nachgewiesen, dass er während der angege-

benen Zeit regelmässigen Kontakt mit den ägyptischen Behörden unter-

halten habe. Er hat zudem zugegeben, dass er keine schriftlichen Beweis-

mittel für die geltend gemachten Bemühungen vorweisen könne. Die am 

13. August 2025 (act. 8) auf Anfrage des Instruktionsrichters nachgereich-

ten Unterlagen vermögen höchstens nachzuweisen, dass er sich mit den 

ägyptischen Behörden im Jahr 2025 per E-Mail und Telefon austauschte 

(vgl. act. 8). Da er die Folgen der Beweislosigkeit trägt, sind die geltend 

gemachten Kontaktaufnahmen indes als nicht rechtsgenüglich nachgewie-

sen zu betrachten. 

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Seite 9 

5.2.2 Weitere Belege vermögen nachzuweisen, dass die Vertreterin des 

Beschwerdeführers ab dem 31. Januar 2023 per E-Mail mit den ägypti-

schen Behörden in Kontakt trat. Sie erkundigte sich nach dem für die Aus-

stellung des Passes erforderlichen Vorgang. Noch am selben Tag antwor-

teten die ägyptischen Behörden und stellten verschiedene Fragen (act. 1, 

Beilage 20, S. 9). Des Weiteren luden sie den Beschwerdeführer ein, eine 

Kopie des abgelaufenen ägyptischen Passes einzureichen (act. 1, Beilage 

20, S. 8). Im Rahmen dieses Austausches wiesen die ägyptischen Behör-

den am 23. Februar 2023 auf die Notwendigkeit eines Nachweises über 

die Freistellung vom Militärdienst hin (act. 1, Beilage 20, S. 8). Auf diese 

Information antwortete der Beschwerdeführer, dass er die angeforderte 

Gebühr bereits im Jahr 2001 bezahlt habe, jedoch keine weiteren Aus-

künfte oder Unterlagen erhalten habe, die seine Entlassung vom Militär-

dienst nachweisen würden (act. 1, Beilage 20, S. 8). Den eingereichten 

Akten ist jedoch zu entnehmen, dass der E-Mail keine Beilagen zu dieser 

Transaktion beigefügt waren, anhand derer die ägyptische Botschaft die 

gemachten Aussagen hätte überprüfen können. Darauf reagierte die Bot-

schaft in Bern mit dem Hinweis, dass die Zuständigkeit für die Prüfung des 

militärischen Status des Beschwerdeführers beim military office in Rom 

liege (act. 1, Beilage 20, S. 7). Es folgte eine weitere Kommunikation mit 

der Botschaft in Bern, aus der hervorgeht, dass ein erster Kontakt mit den 

zuständigen Beamten in Rom erfolglos versucht worden war. Auf die An-

frage des Beschwerdeführers vom 13. April 2023, wie ein Termin mit den 

ägyptischen Behörden in Rom zu vereinbaren wäre, erfolgte keine Antwort 

der Botschaft in Bern. Den Akten zufolge hat letztere die Kontaktinformati-

onen zur militärischen Abteilung der Botschaft in Rom jedoch bereits am 

24. Februar 2023 per E-Mail mitgeteilt (siehe act. 1, Beilage 20, S. 7). Somit 

war dem Beschwerdeführer beziehungsweise seiner Vertreterin ab diesem 

Zeitpunkt klar, dass die Kommunikation mit den ägyptischen Behörden in 

Rom hätte fortgeführt werden müssen. Den Akten zufolge lässt sich ablei-

ten, dass der Beschwerdeführer erst dann ab April 2025 Kontakt mit den 

ägyptischen Behörden in Rom aufnahm (vgl. act. 8, Beilage 3). Es er-

scheint somit fragwürdig, wieso der Beschwerdeführer fast zwei Jahre ver-

streichen liess, bis er sich mit den zuständigen Behörden in Verbindung 

setzte. Dies, obwohl ihm bereits im Jahr 2023 bekannt war, dass eine Kon-

taktaufnahme mit der militärischen Abteilung der ägyptischen Botschaft in 

Rom erforderlich war, um einen Pass zu erhalten.  

5.2.3 Auch wenn die ägyptischen Behörden nicht auf alle Kontaktversuche 

reagierten, ist der Beschwerdeführer im Wesentlichen für die Verzögerun-

gen bei der Passausstellung selbst verantwortlich. Die ägyptischen 

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Seite 10 

Behörden haben den Beschwerdeführer ausreichend über die für die Er-

langung eines Reisepasses erforderlichen Unterlagen beziehungsweise 

Verfahrensschritte informiert und ihn auf die Zuständigkeit der Behörden in 

Rom hingewiesen. Des Weiteren hatten sich die ägyptischen Behörden nie 

ausdrücklich verweigert, den vom Beschwerdeführer verlangten Reisepass 

auszustellen. Der Beschwerdeführer hat darüber hinaus nie Kontakt mit ei-

ner (Rechts-)Vertretung beziehungsweise allfälligen Bezugsperson in 

Ägypten aufgenommen oder eine solche beauftragt, die über die erforder-

lichen Fachkenntnisse bzw. Möglichkeiten verfügen würde, um vor Ort ei-

nen Reisepass zu beschaffen. Somit hat der Beschwerdeführer nicht alle 

Anstrengungen unternommen, um einen heimatlichen Reisepass zu erlan-

gen (vgl. auch Urteil des BVGer F-3209/2024 vom 23. September 2025 E. 

5.2.3). In Ermangelung anderslautender Elemente im Sachverhalt ist es 

dem Beschwerdeführer im Sinne von Art. 10 Abs. 1 Bst. b RDV möglich, 

einen heimatlichen Reisepass zu beschaffen. 

6.  

Folglich ergibt sich aufgrund der jetzigen Aktenlage, dass die Beschaffung 

von Reisedokumenten des Heimatlands Ägyptens für den Beschwerdefüh-

rer weder unmöglich noch unzumutbar ist. Wenngleich sich die Beschaf-

fung eines Reisepasses schwierig und langwierig gestalten kann, vermag 

dies nicht allein, die Schriftenlosigkeit im Sinne von Art. 59 Abs. 2 Bst. c 

AIG zu begründen (vgl. Urteil des BVGer F-1548/2020 vom 18. Dezember 

2020 E. 6.3.6). Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführer nicht als 

schriftenlos im Sinne von Art. 10 Abs. 1 RDV zu betrachten. Die Voraus-

setzungen für die Ausstellung eines Passes für eine ausländische Person 

(Art. 59 Abs. Abs. 2 AIG) sind nicht erfüllt. 

7.  

Die angefochtene Verfügung erweist sich somit im Lichte von Art. 49 VwVG 

als rechtmässig und die Beschwerde ist abzuweisen. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen und auf Fr. 1’000.– festzusetzen (Art. 63 Abs. 1 VwVG 

i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-

schuss gedeckt. 

F-2531/2025 

Seite 11 

9.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 6 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-2531/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Gregor Chatton Matthew Pydar