# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d69ca36-19f5-5152-ad4e-35bcdb26b9a4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.04.2013 LA110040
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LA110040_2013-04-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
    

 
 

Geschäfts-Nr.: LA110040-O/U 

 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, und lic. iur. M. Spahn, 

Ersatzoberrichterin lic. iur. S. Mathieu sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. J. Freiburghaus 

Beschluss und Urteil vom 8. April 2013 

 
in Sachen 

 
A._____, 
Kläger und Berufungskläger 

 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 
gegen 

 
1. B._____ Verein,  
2. B1._____ AG,  
Beklagte und Berufungsbeklagte 

 
1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 
betreffend Forderung 
 
Berufung gegen einen Beschluss und ein Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich, 
4. Abteilung, vom 25. August 2011 (AN040204) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

1. Die Beklagten 1 und 2 seien solidarisch zu verpflichten, dem Klä-
ger Fr. 400'000.-- zu bezahlen. 

2. Die Beklagten 1 und 2 seien solidarisch zu verpflichten, dem Klä-
ger zusätzlich einen angemessenen Schadenersatz, mindestens 
jedoch Fr. 200'000.-- zu bezahlen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklag-
ten. 

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 6. Juli 2004  
erhöhtes Rechtsbegehren: 

(act. 19 S. 1) 

1. Die Beklagten 1 und 2 seien solidarisch zu verpflichten, dem Klä-
ger Fr. 483'000.-- zu bezahlen. 

2. Die Beklagten 1 und 2 seien solidarisch zu verpflichten, dem Klä-
ger zusätzlich einen angemessenen Schadenersatz, mindestens 
jedoch Fr. 1'875'250.-- zu bezahlen. Nachklagerecht vorbehalten. 

3. Es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. … (Zahlungsbe-
fehl vom 2. Dezember 2002) und in der Betreibung Nr. … (Zah-
lungsbefehl vom 2. Dezember 2002) des Betreibungsamtes 
C._____ im Umfang der zugesprochenen Klagesumme zu besei-
tigen und in der Betreibung Nr. … und in der Betreibung Nr. … 
des Betreibungsamtes C._____ definitive Rechtsöffnung zu ertei-
len. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklag-
ten. 

Erweiterung des Rechtsbegehrens gemäss klägerischer Eingabe 
vom 11. März 2009: 

(act. 132) 

Die Beklagten seien zusätzlich zur eingeklagten Forderung gemäss 
bisherigen Anträgen solidarisch zur Zahlung von 5 % Zins seit dem 
23. Juli 2002 zu verpflichten. 

 

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Beschluss des Arbeitsgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 25. August 2011 

„1. Auf die Klageerweiterung (Zinsforderung) vom 11. März 2009 wird 
nicht eintreten. 

 2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen werden mit dem nachfol-
genden Urteil geregelt. 

 3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit nachfolgendem Urteil. 
 4. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von 

der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entschei-
des beim Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, Post-
fach 2401, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Berufungsschrift 
sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden 
sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.“ 

Urteil des Arbeitsgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 25. August 2011: 

„1. Die Beklagten 1 und 2 werden in solidarischer Haftbarkeit ver-
pflichtet, dem Kläger Fr. 366'494.70 netto sowie Fr. 45'000.– (net-
to = brutto) sowie Fr. 400.– Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen. 
In diesem Umfang werden die Rechtsvorschläge in den Betrei-
bungen Nrn. … und … des Betreibungsamtes C._____ (Zah-
lungsbefehle vom 2. Dezember 2002) aufgehoben. 

 Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen. 
 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 60'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 246.00   Zeugenentschädigungen 

Fr. 2'033.55   Gutachten 

Fr. 300.00   Dolmetscherentschädigung 

Fr. 1'576.00   Flugkosten Kläger 

Fr. 64'155.55    
 

 3. Die Gerichtskosten werden zu zwei Dritteln dem Kläger und zu 
einem Drittel den Beklagten 1 und 2 (je unter solidarischer Haf-
tung für den ganzen Drittel) auferlegt. Der auf den Kläger entfal-
lende Anteil wird einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 
Eine Rückforderung bleibt vorbehalten (§ 92 ZPO/ZH) 

 4. Der Kläger wird verpflichtet, den Beklagten 1 und 2 eine reduzier-
te Prozessentschädigung von insgesamt Fr. 30'000.– zu bezah-
len. 

 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien je gegen Empfangsschein. 

- 4 - 

 6. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von 
der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entschei-
des beim Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, Post-
fach 2401, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Berufungsschrift 
sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden 
sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.“ 

 
 

Berufungsanträge: 

des Klägers, Erstappellant und Zweitappellat (Urk. 185 S. 2): 
 

„1. In Gutheissung der Berufung sei Ziff. 1 des Urteils vom 25. Au-
gust 2011 insofern aufzuheben, als dass die Klage gemäss 
Rechtsbegehren vom 6. Juli 2004 im Mehrbetrag abgewiesen 
wurde und es sei in Gutheissung der Berufung die Klage gemäss 
Rechtsbegehren vom 6. Juli 2004 vollumfänglich gutzuheissen. 

 2. Ziff. 2-4 des Urteils vom 25. August 2011 seien insofern aufzuhe-
ben, als sie dem Berufungsführer Gerichtskosten und Prozess-
entschädigungen auferlegen. 

 3. Alles und [recte: unter] Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten der Berufungsgegnerinnen.“ 

 
 
der Beklagten, Erstappellaten und Zweitappellanten (Urk. 191/185 S. 2): 
 

„1.1 Das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich vom 25. August 2011 sei 
aufzuheben, soweit die Klage gutgeheissen wurde; 

 1.2 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen - zusätzlich MwSt. - für 
das erst- wie zweitinstanzliche Verfahren zu Lasten des Klägers 
und Appellaten; 

 2.1 Eventualiter; das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich vom 25. August 
2011 sei in dem Fr. 101'000.- brutto übersteigenden Betrag auf-
zuheben; 

 2.2 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen - zusätzlich MwSt. - für 
das erst- wie zweitinstanzliche Verfahren zu Lasten des Klägers 
und Appellaten; 

 3.1 Subeventualiter; in Aufhebung von Ziff. 3 des Urteils des Arbeits-
gerichts Zürich vom 25. August 2011 seien die Gerichtskosten 
dem Kläger zu 4/5 und den Beklagten 1 und 2 zu 1/5 aufzuerle-
gen sowie in Aufhebung von Ziff. 4 des Urteils des Arbeitsgerichts 
Zürich sei der Kläger zu verpflichten, den Beklagten 1 und 2 eine 
reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 54'000.- zu bezahlen; 

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3.2 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen - zusätzlich MwSt. - zu 
Lasten des Klägers und Appellaten.“ 

 
 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt, Prozessgeschichte und Prozessuales 

1.1. Am 6. Mai 2002 schlossen der Kläger, Erstappellant und Zweitappellat 

(nachfolgend Kläger), und die Beklagten, Erstappellaten und Zweitappellanten 

(nachfolgend Beklagte), einen Arbeitsvertrag für Nationalliga-Nichtamateurspieler 

mit Vertragsbeginn am 1. Juli 2002 und für eine Dauer bis 30. Juni 2005 (Urk. 

4/2). Mit Schreiben vom 21. Mai 2002 ersuchte die Beklagte 1 die Nationalliga 

SFV die internationale Freigabe beim … [des Staates D._____] Fussballverband 

anzufordern, damit der Kläger spätestens per UIC-Beginn (21. Juni 2002) für sie 

qualifiziert werden könne (Urk. 24/8). Im Mai 2002 und anfangs Juni 2002 erfolg-

ten zwei medizinische Eintrittstests beim Vertrauensarzt der Beklagten, Dr. med. 

E._____ (Urk. 22 S. 4). Am 17. Juni 2002 wurde dem Kläger, anlässlich der Be-

sprechung der Blutresultate der Eintrittsuntersuchung, mitgeteilt, dass ein HIV-

Infekt mit HIV 1 gefunden worden sei. Der Therapeut der Beklagten 1, F._____, 

war an dieser Besprechung des Klägers mit Dr. med. E._____ anwesend (Urk. 

21/2 S. 2). In der Folge wurden der Präsident der Beklagten und der Trainer von 

F._____ über den HIV-Infekt des Klägers in Kenntnis gesetzt (Urk. 22 S. 4). Am 5. 

Juli 2002 bestätigte Dr. med. E._____, dass aus medizinischer Sicht die Betäti-

gung des Klägers als Fussballprofi aus gesundheitlichen Gründen möglich sei. 

Der Kläger verfüge zum jetzigen Zeitpunkt über eine ausgezeichnete körperliche 

Leistungsfähigkeit (Urk. 21/6 = Urk. 24/9). Mit Schreiben vom 11. Juli 2002 teilte 

G._____ – der ehemalige Arbeitgeber des Klägers – den Beklagten mit, dass sie 

sicher seien, dass es sich der Kläger nicht leisten könne, Fussball zu spielen. Sie 

seien sehr erstaunt, dass ihr Land einem mit AIDS infizierten Spieler erlaube, 

Fussball zu spielen (Urk. 24/5). Am 23. Juli 2002 kündigten die Beklagten das Ar-

beitsverhältnis per sofort und aus wichtigen Gründen (Urk. 21/7 = Urk. 24/18). Mit 

Schreiben vom 24. Juli 2002 teilte die Nationalliga Qualifikationskommission mit, 

dass dem Qualifikationsgesuch für den Kläger per 20. Juli 2002 provisorisch ent-

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sprochen worden sei (Urk. 24/19). Am 17. Dezember 2002 fand eine Schlich-

tungsverhandlung zwischen den Parteien vor der Schlichtungskommission der 

Nationalliga SFV statt. Die Parteien kamen überein, dass der Rechtsvertreter des 

Klägers bei der Nationalliga, dem SFV oder bei der Fifa abkläre, ob Vereine und 

deren Funktionäre von Dritten belangt werden können, wenn sie Spieler einsetzt, 

welche an speziellen Infektionen leiden. Sollte die Antwort dahingehend sein, 

dass keine solchen Forderungen gestellt werden können, so sei die Beklagte 1 

umgehend bereit, den damalig fristlos gekündigten Arbeitsvertrag mit dem Kläger 

erneut abzuschliessen (Urk. 21/24). Mit Schreiben vom 24. Februar 2003 teilten 

die Beklagten dem Kläger mit, auf Grund des Umstands, dass auch die Fifa nicht 

bereit sei, die Verantwortung für einen Einsatz des Klägers im Trainings- und 

Spielbetrieb der Beklagten zu übernehmen und gemäss Stellungnahme von Herrn 

Prof. H._____ auch keine Gewähr gegeben werden könne, dass der Kläger in der 

Lage wäre, den abgeschlossenen und zwischenzeitlich aufgelösten befristeten 

Arbeitsvertrag ohne Einschränkung zu erfüllen, sei eine erneute Beschäftigung 

des Klägers bei den Beklagten nicht möglich (Urk. 21/27). 

1.2. Mit Eingabe vom 26. Februar 2004 (Datum Poststempel: 1. März 2004) 

machte der Kläger den vorliegenden Prozess beim Arbeitsgericht Zürich anhängig 

(Urk. 1). Anlässlich der Hauptverhandlung vom 6. Juli 2004 erhöhte der Kläger 

seine Klage (Urk. 19). Am 11. März 2009 erweiterte der Kläger seine Klage durch 

eine Verzugszinsforderung (Urk. 132). Nach Durchführung des Haupt- und Be-

weisverfahrens erliess die Vorinstanz am 25. August 2011 das eingangs zitierte 

Urteil (Urk. 186). Beide Parteien haben am 29. September 2011 rechtzeitig Beru-

fung gegen dieses Urteil eingelegt (Urk. 185 und Urk. 191/185). Die Beklagten 

leisteten in der Folge fristgerecht den verlangten Kostenvorschuss (Urk. 191/190). 

Die Berufungsantworten gingen am 5. Dezember 2011 ein (Urk. 190 und Urk. 

191/192). Mit Beschluss vom 16. Dezember 2011 wurde das Berufungsverfahren 

LA110041 mit dem vorliegenden Verfahren vereinigt (Urk. 191-A und Urk. 

191/193). Mit Schreiben vom 22. Februar 2012 erfolgte eine Eingabe der Beklag-

ten hinsichtlich Aktivlegitimation des Klägers (Urk. 192). Zu dieser Eingabe nahm 

der Kläger am 30. April 2012 Stellung (Urk. 196). Hierauf nahmen die Beklagten 

unaufgefordert Stellung zur klägerischen Eingabe (Urk. 200) und in der Folge der 

Kläger unaufgefordert zur Eingabe der Beklagten (Urk. 202). 

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1.3. Für das Berufungsverfahren kommt die am 1. Januar 2011 in Kraft getrete-

ne eidgenössische Zivilprozessordnung zur Anwendung (Art. 405 Abs. 1 ZPO). 

Das Verfahren vor Bezirksgericht unterstand demgegenüber noch der kantonal-

zürcherischen Zivilprozessordnung (ZPO/ZH). Soweit die Verletzung von Verfah-

rensvorschriften gerügt wird, ist somit im neurechtlichen Berufungsverfahren zu 

prüfen, ob die Bestimmungen der ZPO/ZH korrekt angewendet wurden.  

1.4. Zwar führt der Kläger aus, dass er den Beschluss und das Urteil vom 

25. August 2011 anfechte (Urk. 185 S. 3). Da hinsichtlich des Beschlusses jedoch 

keine Anträge gestellt werden und die Berufungsschrift des Klägers diesbezüglich 

auch keine Begründung enthält, ist auf die Berufung gegen den Beschluss des 

Arbeitsgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 25. August 2011 nicht einzutreten 

(Reetz/Theiler in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 311 

N 35 und N 38). 

2. Parteivorbringen 

2.1. Des Klägers 

2.1.1. Der Kläger stellt sich auf den Standpunkt, dass die Vorinstanz zu Recht 

festgehalten habe, dass der Arbeitsvertrag zu Unrecht fristlos gekündigt worden 

sei. Jedoch habe die Vorinstanz zu Unrecht den geltend gemachten Schaden in 

der Höhe von Fr. 1'875'000.– abgewiesen. Die Vorinstanz gehe in mehrfacher tat-

sächlicher und rechtlicher Hinsicht fehl. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz 

sei der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten der Beklagten 

und dem weiteren Schaden klar gegeben. Zudem sei der Grundsatz von Treu und 

Glauben ebenfalls zu Unrecht nicht beachtet worden. Weiter sei die Vorinstanz 

auch hinsichtlich Berechnung des Lohns fälschlicherweise nicht seinen Ausfüh-

rungen gemäss Plädoyer und Replik gefolgt. Schliesslich müsse aufgrund des 

Umstands, dass die Beklagten das Leben des Klägers richtiggehend zerstört hät-

ten, die gesamte Pönale von sechs Monaten ausgesprochen werden (Urk. 185 

S. 4 ff.). 

2.1.2. Die Beklagten bringen vor, dass die fristlose Vertragsauflösung zu Recht 

erfolgt sei. Der Kläger hätte sie bezüglich seiner ihm bekannten HIV-Infektion in-

formieren müssen, da ein besonderes Übertragungsrisiko bestanden habe. Im 

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Fussball müsse von einer bestehenden Ansteckungsgefahr ausgegangen wer-

den. Da eine HIV-Infektion zum geschützten Intimbereich des Arbeitnehmers ge-

höre, stehe es in der alleinigen und uneingeschränkten Entscheidkompetenz des 

Betroffenen, einer Mitteilung dieses Gesundheitszustands an Dritte zuzustimmen 

oder eine solche zu verweigern, weshalb eine Ermahnung unter Kündigungsan-

drohung nicht verlangt werden dürfe. Insgesamt sei eine Fortsetzung bzw. Erfül-

lung des dreijährigen Arbeitsverhältnisses den Beklagten nach Treu und Glauben 

nicht mehr zumutbar gewesen. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz könne auch 

nicht von einer Verwirkung des ausserordentlichen Kündigungsrechts gesprochen 

werden, da sie sich nicht hätten anmassen dürfen, ohne jegliche aussagekräftige 

fachmännische Einschätzung selber zu beurteilen, ob die HIV-Infektion des Klä-

gers bei Fortsetzung der Zusammenarbeit ein Infektionsrisiko für Mitspieler be-

deuten könnte. Ein übereiliger Entscheidfindungsprozess hätte aufgrund der 

„sensitiven“ Gegebenheiten jeglichem konkret zu erwartenden Verantwortlich-

keitsbewusstsein widersprochen. Sodann sei auch die Jahresfrist von Art. 31 OR 

zu berücksichtigen. Schliesslich habe auch die fehlende Qualifikation des Klägers 

zur ausserordentlichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses berechtigt (Urk. 

191/185 S. 4 ff.). Hinsichtlich der Folgen der ungerechtfertigten fristlosen Entlas-

sung bringen die Beklagten vor, dass seitens des Klägers kein Anspruch auf 

Prämien bestanden habe, da die Beklagten aufgrund der Gegebenheiten und im 

Hinblick auf ein verantwortungsvolles Verhalten gegenüber den anderen Spielern 

gehalten gewesen wären, den Kläger im Wettkampfbetrieb nicht einzusetzen. So-

dann sei die Annahme der Vorinstanz, dass der Kläger ab dem zweiten Jahr ein 

fixes Einkommen von Fr. 7'500.– hätte aushandeln können, rein willkürlich erfolgt. 

Weiter seien die dem Kläger ausbezahlten Fr. 6'000.– zu unrecht nicht berück-

sichtigt worden. Nicht nachvollziehbar sei sodann, weshalb die Vorinstanz das Er-

satzeinkommen nicht berücksichtigt habe. Zu unrecht seien auch keine Abzüge 

aufgrund tieferer Lebenskosten vorgenommen worden. Schliesslich stehe dem 

Kläger keine Pönale zu (Urk. 191/185 S. 18 ff.).  

2.1.3. Auf diese und die weiteren Vorbringen der Parteien ist nachfolgend nur in-

soweit einzugehen, als dies für die Rechtsfindung erforderlich ist, denn das recht-

liche Gehör verlangt nicht, dass sich das Gericht mit allen Argumenten der Partei-

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en auseinandersetzt. Vielmehr kann sich das Gericht auf die für den Entscheid 

wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 133 I 270, E. 3.1).  

3. Aktivlegitimation 

3.1. Mit Eingabe vom 22. Februar 2012 teilten die Beklagten mit, dass ihr vom 

Rechtsvertreter der Gesellschaft I._____ Inc., J._____ [Staat], angezeigt worden 

sei, dass zwischen dieser Gesellschaft und dem Kläger aufgrund einer unter die-

sen beiden Parteien abgeschlossenen Vereinbarung Streitigkeit darüber bestehe, 

„inwiefern die im arbeitsgerichtlichen Verfahren AN040204 (derzeit vor zweiter In-

stanz beim Obergericht des Kantons Zürich anhängig) von A._____ geltend ge-

machte Forderung bereits an die I._____ Inc. abgetreten worden ist“ (Urk. 192 mit 

Verweis auf ein Schreiben von Rechtsanwalt Dr. Z._____, … [Adresse] [Urk. 

193/1] und ein „agreement“ zwischen A._____ und I._____ Inc. vom 15. Septem-

ber 2010 [Urk. 193/2]). Im Weiteren überliessen es die Beklagten dem Gericht, ob 

es allenfalls verfahrensleitende Schritte einleiten bzw. verfahrensleitende Be-

schlüsse fassen wolle (Urk. 192).  

3.2. Der Kläger bestätigte, dass die von der Beklagten eingereichte Vereinba-

rung mit der I._____ Inc. abgeschlossen worden sei. Die Forderung sei aber der 

I._____ Inc. gemäss dieser Vereinbarung nicht abgetreten worden (das sei auch 

nie gewollt gewesen) und mittlerweile sei er von der Vereinbarung zurückgetreten. 

Aus diesem Grund verlange RA Z._____ gemäss Schreiben vom 23. April 2012 

(Urk. 198/3) auch den entsprechenden Betrag zurück. Mit dem Schreiben von RA 

Z._____ sei belegt, dass der Betrag von ihm zurückverlangt werde und demnach 

der Rücktritt akzeptiert und am Vertrag nicht weiter festgehalten werde. Damit lie-

ge der Forderungsanspruch von ihm gegenüber den Beklagten ausschliesslich 

bei ihm. Die Aktivlegitimation habe stets bestanden (Urk. 196). 

3.3. In der zwischen dem Kläger und der I._____ Inc. geschlossenen Vereinba-

rung wird festgehalten, dass I._____ Inc. dem Kläger einen nicht zurückzahlbaren 

Betrag von Fr. 200'000.– bezahle und alle offenen und zukünftigen „legal costs“ 

sowie die vom klägerischen Rechtsvertreter erhaltenen Darlehen übernehme und 

der Kläger nicht mehr berechtigt sei über seine gegen die Beklagten eingeklagten 

Rechte zu verfügen. Im Gegenzug stehe I._____ Inc. jeder Betrag resultierend 

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aus dem hängigen Gerichtsverfahren bis zu einem Total von Fr. 600'000.– zu. Für 

den Fall, dass die Beklagte verurteilt werde, einen Betrag über Fr. 600'000.– zu 

bezahlen, werde jeder darüberliegende Betrag zu 40% an den Kläger, zu 40% an 

I._____ Inc. sowie zu 20% an den klägerischen Rechtsvertreter bezahlt (Urk. 

193/2 Ziff. 1). Weiter offeriert der Kläger der I._____ Inc. die Abtretung und Über-

tragung all seiner Rechte gegen die Beklagten resultierend aus dem annullierten 

Fussballvertrag und der Klage (im vorgenannten hängigen Gerichtsprozess) ge-

gen die Beklagten. I._____ Inc. habe das Recht, dieses Angebot der Abtretung 

von diesen Rechten jeder Zeit mit schriftlicher Mitteilung anzunehmen. Das Ange-

bot der Abtretung und Übertragung aller Rechte und das Recht auf Annahme sei-

en zeitlich nicht beschränkt „are not limited to any time limit or extend“. Das An-

gebot der Abtretung und Übertragung sei unwiderruflich und gebe I._____ Inc. 

das Recht, die Abtretung jederzeit „at any time in future“ anzunehmen (Urk. 193/2 

Ziff. 7).  

3.4. Wird das Streitobjekt während laufendem Prozess veräussert, so ist die 

dadurch entstandene neue Rechtslage auch im Prozess zu beachten, vorausge-

setzt, neue Tatsachenvorbringen sind noch zulässig. Erfolgt kein Parteiwechsel 

zugunsten des Erwerbers, so ist die Klage bei Veräusserung auf Seiten des Klä-

gers infolge fehlender Aktivlegitimation abzuweisen (Schwander in Sutter-Somm/ 

Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm. Art. 83 N 20, N 26).  

3.5. Im Berufungsverfahren sind neue Tatsachenvorbringen nur noch zulässig, 

wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a 

ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht 

werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Ohne Verzug heisst binnen einer  

oder zwei Wochen (BSK ZPO-Spühler, Art. 317 N 5). Abgesehen davon, dass die 

Beklagten im Zusammenhang mit der Mitteilung der Vereinbarung des Klägers mit 

der I._____ Inc. keinen Antrag auf Klageabweisung infolge fehlender Aktivlegiti-

mation stellten, erfolgte sie erst rund einen Monat, nachdem sie von der Vereinba-

rung Kenntnis erhalten hatten; so datiert das Schreiben von RA Z._____ vom 23. 

Januar 2012 und die Eingabe der Beklagten vom 22. Februar 2012 (Urk. 192; 

Urk. 193/1). Dementsprechend ist das Vorbringen der Beklagten verspätet erfolgt 

und daher unzulässig und nicht weiter zu beachten. 

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3.6. Aber selbst wenn von einem rechtzeitigem Vorbringen auszugehen wäre, 

wäre auf die Vorbringen der Beklagten nicht einzugehen. Zwar ist die Aktivlegiti-

mation frei und von Amtes wegen zu prüfen (BGE 126 III 59), jedoch haben die 

Parteien dennoch den für diese Beurteilung relevanten Sachverhalt vorzutragen. 

Die Beklagten behaupten in ihrer Eingabe nicht, dass die eingeklagte Forderung 

abgetreten worden ist, sondern sie überlassen es dem Gericht, allenfalls verfah-

rensleitende Schritte einzuleiten. Sie stellen – wie erwähnt – auch keinen Antrag 

auf Abweisung der Klage infolge fehlender Aktivlegitimation (Urk. 192). Es ist je-

doch nicht Sache des Gerichts, ohne entsprechende konkrete Behauptungen ei-

ner Partei einen allenfalls möglichen Sachverhalt von Amtes wegen zu erfor-

schen. Nachdem die Beklagten nicht behaupten, dass die eingeklagte Forderung 

vom Kläger an eine Drittperson abgetreten worden sei und nicht (mehr) dem Klä-

ger zustehe, und sich sodann aus den von den Beklagten eingereichten Schrei-

ben (Urk. 193/1-2) nicht ergibt, dass die eingeklagte Forderung tatsächlich abge-

treten wurde, sind diesbezüglich keine Weiterungen nötig, und eine fehlende Ak-

tivlegitimation ist zu verneinen. 

4. Fristlose Kündigung - wichtiger Kündigungsgrund 

4.1. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass ein wichtiger Grund für eine fristlo-

se Entlassung nicht vorgelegen habe. Sie führte aus, dass das Verschweigen der 

HIV-Infektion seitens des Arbeitnehmers nur ausnahmsweise einen wichtigen 

Grund für eine Entlassung bilden könne. Dies sei der Fall, wenn der Arbeitnehmer 

sie verschweigt, obwohl er nach Treu und Glauben dazu verpflichtet gewesen wä-

re, es dem Arbeitgeber vorvertraglich von sich aus mitzuteilen. Eine solche Offen-

barungspflicht beschränke sich jedoch auf Angaben, aus welchen hervorgehe, 

dass ein Bewerber für die fragliche Arbeitsstelle absolut ungeeignet sei. Bei einer 

HIV-Infektion ohne Krankheitssymptome sei der Bewerber in der Regel nicht zu 

einer solchen Mitteilung verpflichtet, da seine Leistungsfähigkeit in diesem Stadi-

um im Vergleich zu nicht infizierten Personen nicht herabgesetzt sei. Letzteres 

würden auch die Beklagten nicht bestreiten. Sie würden auch nicht geltend ma-

chen, dass HIV-Infizierte generell als Profifussballer ungeeignet seien. Sie würden 

jedoch vorbringen, dass sich der Kläger einer Mitteilung an die anderen Mitspieler 

widersetzt habe, weshalb ein Schutz derselben durch situationsgerechtes Verhal-

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ten nicht möglich gewesen sei. Der Einwand der Beklagten hinsichtlich der Frage 

der Mitteilung an die anderen Mitspieler habe auf die Aufklärungspflicht des Klä-

gers vor Vertragsschluss keinen Einfluss, da sich der Kläger gemäss dem Vor-

bringen der Beklagten erst später gegen die Mitteilung an die anderen Mitspieler 

gewehrt habe – was im Übrigen unbestritten sei – und ihnen dies im Zeitpunkt des 

Vertragsschlusses nicht bekannt gewesen sei. Sei der Kläger damit nicht zur Auf-

klärung vor Vertragsschluss verpflichtet gewesen, würden die Beklagten aus der 

Tatsache, dass er sie nicht bereits bei Vertragsschluss über eine HIV-Infektion in-

formiert habe, keinen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung ableiten kön-

nen. Ein wichtiger Kündigungsgrund könne somit gemäss den Vorbringen der Be-

klagten alleine darin bestehen, dass der Kläger Träger des HIV-Virus sei und al-

lenfalls keine Mitteilung dieser Tatsache an seine Mitspieler gewünscht habe. Da 

auch in Fällen erhöhter Ansteckungsgefahr die Übertragung des HIV-Virus auf 

Mitarbeiter und Dritte indessen durch Beobachtung der erforderlichen Schutzvor-

kehrungen in der Regel vermieden werden könne, wäre eine fristlose Entlassung 

nur gerechtfertigt gewesen, wenn der Arbeitnehmer trotz Ermahnung und unter 

Androhung der fristlosen Entlassung die erforderlichen Schutzvorkehrungen un-

terlassen bzw. die Mitteilung an die anderen Arbeitnehmer verweigert hätte. Eine 

entsprechende Ermahnung würden die Beklagten nicht behaupten (Urk. 186 S. 10 

f.).  

4.2. Die Beklagten machen in der Berufung geltend, dass die Vorinstanz eine 

Auskunftspflicht des Klägers zu unrecht verneint habe (Urk. 191/185 S. 5). Sie 

bringen vor, dass – abweichend vom Regelfall und unabhängig von der Frage der 

Leistungsfähigkeit – eine Auskunftspflicht (auch) zu bejahen sei, wenn am Ar-

beitsplatz ein besonderes Übertragungsrisiko herrsche. Es sei aufgezeigt worden, 

dass im Fussballsport eine Infektionsgefahr bzw. ein besonderes Übertragungsri-

siko mit HI-Virus durch Blut-zu-Blut-Kontakte gegeben sei. Bei dieser Gegeben-

heit wäre der Kläger verpflichtet gewesen, die Beklagten vor Vertragsschluss über 

die HIV-Infektion zu informieren. Mangels entsprechender Aufklärung seien sie in 

der Folge berechtigt gewesen, das Vertragsverhältnis gemäss Art. 337 OR fristlos 

aufzulösen (Urk. 191/185 S. 5).  

- 13 - 

4.2.1. Gemäss den beidseits zwingenden Art. 337 Abs. 1 und 2 OR kann das Ar-

beitsverhältnis von Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer jederzeit aus wichtigen 

Gründen fristlos aufgelöst werden, d.h. aus einem Umstand, bei dessen Vorhan-

densein dem Kündigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Arbeits-

verhältnisses nicht mehr zugemutet werden darf. Der Richter überprüft frei auf-

grund der konkreten Umstände, ob ein wichtiger Grund gegeben ist. Allerdings 

können vertragliche Konkretisierungen des wichtigen Grundes zeigen, was den 

Parteien subjektiv wichtig war. Insofern helfen sie dem Richter in der Feststellung, 

was die Parteien gemäss übereinstimmendem Willen als ihre wichtigsten Erwar-

tungen betrachteten (Streiff/von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, 7. Aufl., Zürich 

2012, Art. 337 N 26; BK-Rehbinder, Art. 337 N 4; BGer.-Urteile 4A_84/2011 und 

4A_94/2011 Erw. 4). In Art. 3 des Arbeitsvertrags (Urk. 4/2) deklarierten die Par-

teien als wichtige Gründe insbesondere: 

- Nichterteilung oder der Entzug der Qualifikation des Spielers  

- der Umstand, dass der Spieler verschuldetermassen den Anforderungen der 

Gesetzgebung über Erwerbstätigkeit und Aufenthalt von Ausländern in der 

Schweiz nicht mehr genügt  

- die schwerwiegende oder wiederholte Verletzung des vorliegenden Vertra-

ges, der Statuten, der Reglemente oder der Richtlinien, die der Spieler aus-

drücklich akzeptiert hat  

- die Nichterteilung der Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung durch die Schwei-

zer Behörden 

- ein negatives Resultat der medizinischen Untersuchung bei den Vertrauens-

ärzten des Arbeitgebers 

4.2.2. Auf die Frage, ob eine Aufklärungspflicht zu bejahen sei, wenn ein beson-

deres Ansteckungsrisiko bestehe, ging die Vorinstanz nicht ein. In der Klageant-

wort brachten die Beklagten vor, dass die Verantwortlichen nach reiflichem Über-

legen zum Schluss gekommen seien, dass aufgrund der im Fussballsport speziel-

len Ansteckungsgefahr und zufolge fehlender Zustimmung des Klägers zur Be-

kanntgabe seiner HIV-Infektion eine Teilnahme des Klägers am Trainings- und 

- 14 - 

Wettkampfbetrieb aufgrund des vorhandenen Risikos einer Übertragung des HIV-

Virus vom Kläger auf einen Dritten anlässlich eines Blut-zu-Blut-Kontaktes (zum 

Beispiel bei einem Zusammenstoss) nicht weiter verantwortbar sei (Urk. 22 S. 8 

f.). Eine Informationspflicht bezüglich einer HIV-Infektion sei vor allem dann zu be-

jahen, wenn am Arbeitsplatz ein besonderes Infektions-/Übertragungsrisiko herr-

sche. Ein solches Risiko sei insbesondere dann gegeben, wenn die Gefahr be-

stehe, dass Blut oder sonstige Körperflüssigkeiten des Bewerbers mit dem Blut-

kreislauf von Mitarbeitern oder Dritten in Kontakt kommen könne, wie etwa bei 

Fussballspielern. Vorliegend sei der Kläger daher verpflichtet gewesen, die Be-

klagten über seine HIV-Infektion zu informieren. Da der Kläger ihnen gegenüber 

unberechtigterweise seine HIV-Infektion verschwiegen habe, hätten sie den ab-

geschlossenen Arbeitsvertrag zufolge Irrtums bzw. Täuschung aufheben lassen 

oder den Vertrag fristlos auflösen können (act. 22 S. 13 f.). 

4.2.3. Eine HIV-Infektion wird als persönliche Eigenschaft des Arbeitnehmers be-

trachtet, über die der Arbeitnehmer grundsätzlich nicht zur Information verpflichtet 

ist und über die der Arbeitgeber grundsätzlich nicht zur Datenerhebung berechtigt 

ist (Streiff/von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319 - 362 

OR, 7. Aufl., Art. 336 N 5 und Art. 328b N 10). Jedoch trifft auch den Arbeitneh-

mer eine arbeitsrechtliche Treuepflicht resp. beherrscht der Grundsatz von Treu 

und Glauben auch das Vertragsverhandlungsverhältnis zwischen Arbeitnehmer 

und Arbeitgeber, weshalb der Arbeitnehmer den Arbeitgeber von sich aus über 

Umstände informieren muss, die ihn zur Erbringung der vertraglichen Arbeitsleis-

tung als ungeeignet erscheinen lassen (Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., 

Art. 328b N 11).  

4.2.4. In der Lehre wird befürwortet, dass eine Datenerhebung über den HIV-

Status durch den Arbeitgeber dann zulässig sein soll, wenn die Arbeitsstelle zu 

einem erhöhten Infektionsrisiko für Drittpersonen führt (Streiff/von Kaenel/Ru-

dolph, a.a.O., Art. 328b N 10 m.w.H.). Dies hat durchaus seine Berechtigung, 

denn den Arbeitgeber trifft für seine Mitarbeiter eine Fürsorgepflicht (Art. 328 OR) 

und haftet er gegenüber Dritten für den Arbeitnehmer (Art. 55 OR und Art. 101 

OR). Jedoch darf daraus nicht gefolgert werden, dass in solchen Fällen eine Ver-

weigerung der Anstellung gerechtfertigt ist. Solange mit geeigneten Massnahmen 

- 15 - 

das erhöhte Infektionsrisiko minimiert werden kann, hat der Arbeitgeber diese 

Massnahmen zu ergreifen. Nur wenn dies nicht möglich ist, ist eine Nichtberück-

sichtigung einer HIV-infizierten Person unter dem Gesichtspunkt der Diskriminie-

rung gerechtfertigt. Alles andere würde zu einer ungerechtfertigten Diskriminie-

rung von HIV-infizierten Personen führen.  

4.2.5. Aus dem Umstand, dass eine Datenerhebung über den HIV-Status durch 

den Arbeitgeber dann zulässig ist, wenn die Arbeitsstelle zu einem erhöhten In-

fektionsrisiko für Drittpersonen führt, muss sodann folgen, dass der Arbeitnehmer 

resp. der Arbeitssuchende nicht von sich aus auf die HIV-Infektion aufmerksam 

machen muss, sondern er es dem Arbeitgeber überlassen darf, ihn zu einem Test 

aufzufordern, wenn der Arbeitgeber der Ansicht ist, dass bei der Stelle ein erhöh-

tes Infektionsrisiko für Drittpersonen bestehe. Solange keine Krankheitssymptome 

auftreten (d.h. während der sog. Latenzzeit), ist der Arbeitnehmer nur dann zur 

Mitteilung über seine HIV-Infektion verpflichtet, wenn für ihn erkennbar ist, dass er 

für die offene Stelle wegen seiner Infektion überhaupt nicht in Frage kommt, z.B. 

weil seitens der Behörden ein HIV-Test mit negativem Befund verlangt wird 

(Staehelin in: Koch/Pedrazzini/Staehelin, HIV und Recht, Basel 1999, S. 133; Ru-

dolph, Stellenbewerbung und Datenschutz, Bern 1997, S. 67 f.; vgl. auch Pär-

li/Caplazi/Suter, Recht gegen HIV/Aids-Diskriminierung im Arbeitsverhältnis, Bern 

2007, S. 136 f., S. 167 f., die lediglich von einem Fragerecht des Arbeitgebers 

auszugehen scheinen). 

 Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, behaupteten die Beklagten nicht, 

dass der Kläger für eine Anstellung als Fussballer absolut ungeeignet ist resp. 

zum damaligen Zeitpunkt war. Da der Kläger somit im damaligen Zeitpunkt die 

körperlichen Anforderungen für eine Anstellung als Profi-Fussballer erfüllte – was 

auch der medizinische Test bestätigte (Urk. 21/6) – bestand seinerseits keine 

Pflicht, die Beklagten über seine HIV-Infektion – von der er im Übrigen keine 

Kenntnisse gehabt haben will (Urk. 19 S. 5 f.; act. 31 S. 4) – aufzuklären. Ob auf-

grund seiner HIV-Infektion bei einer Anstellung als Fussballer eine erhöhte Anste-

ckungsgefahr gegeben ist, war nicht an ihm zu beurteilen. Dass dies sodann nicht 

so offensichtlich ist, wie die Beklagten im vorliegenden Prozess nun geltend ma-

chen wollen, ergibt sich auch daraus, dass die Beklagten die Zeitspanne zwi-

- 16 - 

schen Kenntnis von der HIV-Infektion des Klägers und der Kündigung damit be-

gründeten, dass von ihnen nicht habe erwartet werden können, die Auswirkungen 

einer HIV-Infektion eines Spielers auf den Spiel- und Trainingsbetrieb zu kennen 

(Urk. 191/185 S. 10). Die Beklagten führten zudem selber aus, dass es geeignete 

und zumutbare Massnahmen gegeben hätte, um das Infektionsrisiko für Drittper-

sonen zu minimieren (Urk. 22 S. 16). Der Vollständigkeit halber kann noch ange-

merkt werden, dass ein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch eine HIV-Infektion ei-

nes Spielers von der Kommission für rechtliche Angelegenheiten und der Sport-

medizinischen Kommission der FIFA verneint wird (CaS 2005, S. 371).  

4.2.6. Dementsprechend kann im Umstand, dass der Kläger die Beklagten über 

seine HIV-Infektion vor Vertragsschluss nicht aufgeklärt hat, kein wichtiger Kündi-

gungsgrund im Sinne von Art. 337 OR, der zu einer fristlosen Vertragsauflösung 

rechtfertigt, gesehen werden. Es kann damit offen bleiben, ob der Kläger im Zeit-

punkt der Vertragsunterzeichnung Kenntnis von seiner HIV-Infektion hatte. 

4.3. Die Beklagten bringen weiter vor, dass sich die Vorinstanz mit ihrer Argu-

mentation, dass es ihnen aufgrund der bestehenden Ansteckungsgefahr nicht 

zumutbar gewesen sei, das Arbeitsverhältnis und diesen Zustand (Infektionsge-

fahr von anderen Spielern) über drei Jahre aufrecht zu erhalten, weshalb sie das 

Arbeitsverhältnis gemäss Art. 337 OR fristlos hätten kündigen dürfen, nicht ausei-

nander gesetzt habe (Urk. 191/185 S. 6 f.). 

4.3.1. Wie ausgeführt, verstand die Vorinstanz den wichtigen Kündigungsgrund 

darin, dass der Kläger Träger des HIV-Virus sei und allenfalls keine Mitteilung 

dieser Tatsache an seine Mitspieler gewünscht habe (Urk. 186 S. 11).  

4.3.2. Zwar ist es zutreffend, dass die Beklagten bereits vor Vorinstanz geltend 

gemacht haben, dass bereits aufgrund des Umstands, dass von ärztlicher Seite 

die Garantie, dass die Teilnahme des Klägers am Trainings- und Wettkampfbe-

trieb risikolos sei, nicht habe abgegeben werden können resp. aufgrund des Vor-

liegens einer Ansteckungsgefahr, nicht zumutbar gewesen sei, das Arbeitsver-

hältnis über drei Jahre fortzusetzen (Urk. 22 S. 15). Die Beklagten behaupteten 

jedoch nicht, dass der Ansteckungsgefahr nicht habe entgegen getreten werden 

können. Im Gegenteil führten sie aus, dass die entsprechenden Massnahmen 

- 17 - 

nicht hätten ergriffen werden können, da der Kläger einer Mitteilung seiner HIV-

Infektion nicht zugestimmt habe. Wie bereits ausgeführt – vgl. Ziff. 4.2.2. ff. – 

kann im Umstand einer HIV-Infektion eines Arbeitnehmers alleine keine Unzu-

mutbarkeit des Arbeitsverhältnisses für einen Arbeitgeber gesehen werden. Erst 

wenn auch mit geeigneten Massnahmen das erhöhte Infektionsrisiko nicht mini-

miert werden kann, ist eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für den Arbeit-

geber unzumutbar. Nachdem aber die Beklagten selber ausführten, dass Mass-

nahmen hätten ergriffen werden können, musste die Vorinstanz das Argument der 

Unzumutbarkeit aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht isoliert betrachten. Wie be-

reits ausgeführt – vgl. Ziff. 4.2.3. – muss der Arbeitgeber, solange mit geeigneten 

Massnahmen das erhöhte Infektionsrisiko minimiert werden, diese Massnahmen 

ergreifen. Nur wenn auch mit geeigneten Massnahmen das erhöhte Infektionsrisi-

ko nicht minimiert werden kann, ist die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für 

den Arbeitgeber unzumutbar. 

4.4. Die Beklagten sind sodann der Ansicht, dass die Vorinstanz zu unrecht ei-

ne Ermahnung und Androhung der fristlosen Entlassung verlangt habe 

(Urk. 191/185 S. 7 ff.). 

4.4.1. Es wird von den Beklagten anerkannt, dass sie die Ermahnung um Zu-

stimmung des Klägers zur Bekanntgabe seiner HIV-Infektion unter Androhung der 

fristlosen Entlassung weder im vorinstanzlichen Verfahren behauptet haben, noch 

eine solche erfolgt ist (Urk. 191/185 S. 8). Die Beklagten bringen jedoch vor, dass 

eine HIV-Infektion zum geschützten Intimbereich des Arbeitnehmers gehören 

würde und es mithin in der alleinigen und uneingeschränkten Entscheidkompe-

tenz des Betroffen stehen würde, einer Mitteilung dieses Gesundheitszustands an 

Dritte zuzustimmen oder eine solche zu verweigern. Hätten sie vor Kündigungs-

aussprechung entsprechend ermahnen müssen, so hätten sie sich offenkundig 

dem Vorwurf der Nötigung oder gleichsam Erpressung ausgesetzt (Urk. 191/185 

S. 8). 

4.4.2. Die Beklagten hätten die zur Minimierung des Ansteckungsrisikos nötigen 

Massnahmen/Schutzvorkehrungen nur dann wirksam umsetzen können, wenn sie 

den Grund für diese Massnahmen – nämlich die HIV-Infektion des Klägers – Drit-

ten (Mitspielern, Gegenspielern etc.) hätten mitteilen können. Diese Mitteilung 

- 18 - 

konnte aber nur mit der Zustimmung des Klägers erfolgen. Denn auch die Daten-

bearbeitung, welche zufolge genügendem Arbeitsplatzbezug nach Art. 328b OR 

zulässig ist, unterliegt dem Datenschutzgesetz. Dieses vermutet, dass die Bear-

beitung zulässig ist, solange sie nicht die Persönlichkeit der betroffenen Person 

widerrechtlich verletzt. Eine widerrechtliche Verletzung ist unter anderem der Fall, 

wenn besonders schützenswerte Personendaten ohne Einwilligung (Art. 13 Abs. 1 

DSG) an Dritte bekannt gegeben werden (Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O. 

Art. 328b N 7). Eine HIV-Infektion ist der Intimsphäre zuzuordnen und gehört da-

mit zu den besonders schützenswerten Personendaten (Art. 3 lit. c. Ziff. 2). Inso-

weit ist den Beklagten zuzustimmen, dass sie ohne Einwilligung des Klägers über 

dessen HIV-Infektion nicht orientieren durften und sie damit nicht in der Lage wa-

ren, die entsprechenden Schutzvorkehrungen zu treffen und diese Situation für 

sie unzumutbar war. Dies stellte auch die Vorinstanz nicht in Abrede. Diese ver-

langte jedoch, dass die Beklagten dem Kläger die fristlose Vertragsauflösung bei 

Verweigerung der Mitteilung an die anderen Arbeitnehmer hätten androhen müs-

sen (Urk. 186 S. 11). 

4.4.3. Voraussetzung für eine fristlose Kündigung des Arbeitsvertrages ist das 

Vorliegen eines wichtigen Grundes. Ein solcher liegt insbesondere immer dann 

vor, wenn dem Kündigenden nach Treu und Glauben nicht zuzumuten ist, das Ar-

beitsverhältnis weiterzuführen, dies mindestens bis zum nächsten ordentlichen 

Kündigungstermin oder Ablauf des befristeten Vertrages. Das ist nach Praxis des 

Bundesgerichts nur bei besonders schweren Verfehlungen des Vertragspartners 

der Fall, während bei leichteren oder mittleren Vertragsverletzungen der wichtige 

Grund nur vorliegt, wenn diese trotz Verwarnung wiederholt vorkamen (Streiff/von 

Kaenel/Rudolph, a.a.O., Art. 337 N 1 S. 1097 f.).  

4.4.4. In der Verweigerung der Mitteilung seiner HIV-Infektion an die weiteren Ar-

beitnehmer resp. die Mit- und Gegenspieler kann, nachdem die HIV-Infektion der 

Intimsphäre zuzuordnen ist, keine besonders schwere Verfehlung gesehen wer-

den. Wie die Beklagten selber ausführen, steht es grundsätzlich in der alleinigen 

und uneingeschränkten Entscheidkompetenz des Betroffenen, einer Mitteilung 

dieses Gesundheitszustands an Dritte zuzustimmen oder eine solche zu verwei-

gern. Jedoch gebietet es die Fairness und der auch im Arbeitsvertragsrecht gülti-

- 19 - 

ge Grundsatz des Handelns nach Treu und Glauben, dass der Arbeitgeber den 

Arbeitnehmer über die Gründe, warum diese Mitteilung seines Gesundheitszu-

stands an die Arbeitnehmer nötig ist, und was die Folgen sind, wenn diese Mittei-

lung nicht vorgenommen werden kann, aufklärt. Dass sich ein Arbeitnehmer im 

ersten Moment der Mitteilung an die weiteren Arbeitnehmer widersetzt, liegt auf 

der Hand, und kann wie ausgeführt, nicht als besonders schwere Verfehlung ge-

wertet werden. Gerade deshalb gebietet es aber die Fürsorgepflicht des Arbeitge-

bers, dem Arbeitnehmer die Folgen resp. Konsequenzen für das bestehende Ar-

beitsverhältnis aufzuzeigen und ihn darüber aufzuklären, dass ohne die notwen-

digen Schutzvorkehrungen das Arbeitsverhältnis nicht weitergeführt werden kann. 

Jedenfalls lässt sich eine fristlose Kündigung nur rechtfertigen, wenn der Arbeit-

nehmer trotz Ermahnung mit Androhung der fristlosen Entlassung die erforderli-

chen Schutzvorkehrungen unterliesse (Staehelin, a.a.O., S. 171) oder verhinderte 

(hier durch ein Verbot der Kundgabe der HIV-Infektion an Dritte), dass der Arbeit-

geber die erforderlichen Schutzmassnahmen treffen kann. Der Ansicht der Be-

klagten, dass darin eine nötigende Handlung gesehen werden müsse, kann aus 

diesen Gründen nicht gefolgt werden. Da weder von einem unrechtmässigen Mit-

tel noch von einem unrechtmässigen Zweck die Rede sein kann und auch keine 

unrechtmässige Verknüpfung von Mittel und Zweck vorliegt, ist eine Nötigung 

nicht gegeben. Die Mitteilung war nötig, damit die Beklagten die – ihr obliegenden 

– notwendigen Vorkehrungen zum Schutz der übrigen Arbeitnehmer – und allen-

falls von Dritten – treffen konnten.  

4.4.5. Die Beklagten führten vor Vorinstanz aus, dass sich der Kläger auf Anfrage 

nicht damit einverstanden erklärt habe, dass Mitspieler und gegnerische Mann-

schaften über seine HIV-Infektion informiert werden (Urk. 22 S. 8) resp. der Klä-

ger einer Information der Mitspieler und der gegnerischen Mannschaften über 

seine HIV-Infektion nicht zugestimmt habe (Urk. 22 S. 16). Die Beklagten behaup-

teten damit vor Vorinstanz nicht einmal, dass sie den Kläger aufgeklärt hätten, 

warum diese Mitteilung an die Mit- und Gegenspieler notwendig ist, geschweige 

denn, dass im Falle einer anhaltenden Weigerung mit einer Kündigung gerechnet 

werden muss. Unter diesen Voraussetzungen und aufgrund der nicht erfolgten 

Ermahnung und Kündigungsandrohung kann aber in der Verweigerung der Mittei-

- 20 - 

lung seiner HIV-Infektion kein wichtiger Grund für eine fristlose Entlassung gese-

hen werden. 

4.5. Schliesslich bringen die Beklagten vor, dass entgegen der Auffassung der 

Vorinstanz nicht von einer Verwirkung des ausserordentlichen Kündigungsrechts 

gesprochen werden könne (Urk. 191/185 S. 9 ff.). Nachdem jedoch ein wichtiger 

Grund für eine fristlose Entlassung zu verneinen ist, ist die Frage der Verwirkung 

nicht relevant und kann deshalb offen gelassen werden.  

4.6. Weiter führen die Beklagten an, dass sie die fehlende Qualifikation des 

Klägers (zur Teilnahme am offiziellen Spielbetrieb) als weiteren wichtigen Grund 

für eine ausserordentliche Kündigung geltend gemacht hätten. Die Vorinstanz sei 

diesen Kündigungsgrund mit der Begründung übergangen, sie seien selbst aus-

schliesslich davon ausgegangen, dass die HIV-Infektion des Klägers letztlich der 

Anlass zur fristlosen Entlassung gewesen sein solle. Diese Folgerung treffe nicht 

zu (Urk. 191/185 S. 16 ff.). 

4.6.1. Wie die Beklagten zutreffend ausführen, hat sich die Vorinstanz mit dem 

Kündigungsgrund der fehlenden Qualifikation nicht auseinandergesetzt. Die Be-

klagten machten vor der Vorinstanz geltend, dass – neben der Ansteckungsge-

fahr und dem Umstand, dass Dr. med. E._____ keine Garantie habe abgeben 

können, dass der Kläger für Mitspieler, Gegner und sich selbst den abgeschlos-

senen Arbeitsvertrag risikolos erfüllen könne – hinzugekommen sei, dass auf-

grund des Verhaltens von G._____ (Nicht-Aushändigen des Internationalen Frei-

gabescheins) und mit Blick auf Art. 6 des FIFA-Reglements bezüglich Status und 

Transfer von Spielern nicht damit habe gerechnet werden können, dass der Klä-

ger innert absehbarer Zeit für die Beklagten vom Schweizerischen Fussballver-

band qualifiziert würde (Urk. 22 S. 8).  

4.6.2. Wenn die Beklagten vor Vorinstanz ausführten, dass „hinzu kam“ (Urk. 22 

S. 8) resp. „all diese Umstände – ebenso der Umstand, dass eine Qualifikation in 

weite Ferne gerückt war –“ (Urk. 22 S. 9) resp. „festzuhalten gilt es zudem, dass 

die (definitive) Erteilung der Qualifikation des Klägers überdies in weite Ferne 

rückte“ (Urk. 22 S. 18), machten sie nicht geltend, dass die fehlende Qualifikation 

alleine ein wichtiger Kündigungsgrund gewesen sei. Die Auffassung der Vorin-

- 21 - 

stanz, dass die fehlende Qualifikation einer von mehreren Gründen gewesen sei 

und die Beklagten ausschliesslich davon ausgehen würden, dass die Infektion 

des Klägers letztlich der Anlass zur fristlosen Entlassung gewesen sei (Urk. 186 

S. 9), ist nicht zu beanstanden. Dass die fehlende Qualifikation für sich alleine ein 

weiterer wichtiger Kündigungsgrund gewesen sei, machen die Beklagten im Beru-

fungsverfahren erstmals und damit verspätet geltend. 

4.6.3. Im Übrigen kann hierzu folgendes angemerkt werden: Die Beklagten ma-

chen geltend, dass sie sich während langer Zeit bemüht hätten, die Qualifikation 

für den Spieler zu erhalten (Urk. 191/185 S. 16 f.). Vor Vorinstanz führten sie aus, 

dass sie mit Schreiben vom 21. Mai 2002 ein Übertritts-/Qualifikationsgesuch für 

den Kläger gestellt hätten (Urk. 22 S. 3). Mit Schreiben vom 8. Juli 2002 hätte ihr 

Geschäftsführer G._____ ersucht, dafür besorgt zu sein, dass der Internationale 

Freigabeschein nun zügig an den Schweizerischen Fussballverband geschickt 

werde. Mit Schreiben vom 11. Juli 2002 – nach einem Schriftenwechsel hinsicht-

lich der HIV-Infektion des Klägers – habe sie G._____ informiert, dass sie – 

G._____ – nicht erlauben könne, dass der Internationale Freigabeschein in die 

Schweiz geschickt werde (Urk. 22 S. 7). Weitere Bemühungen im Zusammen-

hang mit der Qualifizierung des Klägers behaupteten die Beklagten vor Vorinstanz 

nicht. Dementsprechend kann keine Rede davon sein, dass sich die Beklagten 

während langer Zeit bemüht hätten, die Qualifikation für den Spieler zu erhalten. 

Sodann kündigten die Beklagten nicht sofort nach Erhalt des Faxschreibens von 

G._____ vom 11. Juli 2002 (Urk. 24/5), sondern erst am 23. Juli 2002 (Urk. 21/7), 

also 12 Tage später, so dass einerseits der Kündigungsgrund der in Ferne ge-

rückten Qualifikation des Klägers als vorgeschoben erscheint. Andererseits legten 

die Beklagten nicht dar, warum sie nicht bereits am 11. Juli 2002 sondern erst am 

23. Juli 2002 sicher sein konnten, dass die Qualifikation des Klägers so schnell 

nicht möglich sein wird. Dass G._____ nicht bereit war, den Internationalen Frei-

gabeschein dem Schweizerischen Fussballverband zuzustellen, erfuhren sie be-

reits am 11. Juli 2002 und weitere diesbezüglich nötige Abklärungen oder (erfolg-

lose) Interventionen wurden nicht behauptet. Es wurde auch nicht dargetan, dass 

(und warum) alleine diesbezüglich Überlegungen hätten angestellt werden müs-

sen, die mehrere Tage in Anspruch genommen hätten, so dass das Kündigungs-

recht gestützt auf die nicht mögliche Qualifikation am 23. Juli 2002 verwirkt war. 

- 22 - 

Es kann bezüglich der Dauer der Überlegungsfrist auf die zutreffenden Ausfüh-

rungen der Vorinstanz (Urk. 186 S. 12) verwiesen werden. Schliesslich rechtfertigt 

die einstweilen noch fehlende definitive Qualifikation keine fristlose Vertragsauflö-

sung, denn ein Spieler ist auch mit einer provisorischen Qualifikation spielberech-

tigt (Art. 7 Abs. 4 des Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern; 

Urk. 24/11). Schliesslich legten die Beklagten nicht dar, warum sie aufgrund des 

Schreibens von G._____ vom 11. Juli 2002 damit rechnen mussten, dass der 

Kläger in absehbarere Zeit nicht qualifiziert würde. Gemäss Art. 6 Abs. 5 des Reg-

lements bezüglich Status und Transfer von Spielern (Urk. 24/11) darf ein Interna-

tionaler Freigabeschein nur dann nicht ausgestellt werden, wenn eine Vertrags-

streitigkeit entstanden ist, d.h. wenn der Vertrag nicht ausgelaufen ist und kein 

gegenseitiges Einverständnis über eine frühzeitige Vertragsauflösung besteht. 

Dass solches der Fall war, behaupteten die Beklagten nicht. Sodann war es nicht 

an G._____ sondern am Nationalverband von D._____, den Freigabeschein aus-

zustellen (Art. 6 Abs. 1 des Reglements bezüglich Status und Transfer von Spie-

lern, Urk. 24/11). Schliesslich haben die Beklagten das Qualifikationsgesuch von 

sich aus zurückgezogen. Ein wichtiger Kündigungsgrund infolge in weite Ferne 

gerückter Qualifikation des Klägers ist deshalb zu verneinen. 

5. Folgen der ungerechtfertigten fristlosen Entlassung 

5.1. Hypothetischer Lohn 

5.1.1. Unangefochten blieben die Ausführungen der Vorinstanz zum Fixlohn, den 

Spesen, dem Auto sowie der Wohnung (Urk. 185; Urk. 191/185). Der Fixlohn be-

trug Fr. 4‘000.– brutto monatlich, der private Nutzungswert für das Auto Fr. 500.– 

monatlich und die Wohnung Fr. 750.– pro Monat. Da keine effektiven Spesen an-

gefallen sind, sind die vereinbarten Fr. 1‘000.– Spesen sodann Lohnbestandteil. 

5.1.2. Die Vorinstanz berücksichtigte beim entgangenen Einkommen Punkte- und 

Einsatzprämien in Höhe von total Fr. 120‘000.– (Urk. 186 S. 21 ff.). Die Beklagten 

bringen vor, dass der Kläger aufgrund der konkreten Gegebenheiten keinen An-

spruch auf Prämien gehabt hätte oder zumindest nicht im Umfang von 

Fr. 120‘000.– (Urk. 191/185 S. 18 ff.). 

- 23 - 

5.1.2.1. Als Hauptstandpunkt machen die Beklagten geltend, dass sie vor der Vor-

instanz deutlich gemacht hätten, dass für die Mit- und Gegenspieler des Klägers 

eine Infektionsgefahr bestand. Weiter sei vorgetragen worden, dass der Kläger 

eine Bekanntmachung der HIV-Infektion an die Mitstreiter verweigert habe und die 

Beklagten dies zu respektieren hatten. Im Falle einer Fortsetzung des Arbeitsver-

hältnisses wären sie aufgrund dieser Gegebenheiten und im Hinblick auf ein ver-

antwortungsvolles Verhalten gegenüber den anderen Spielern gehalten gewesen, 

den Kläger im Wettkampfbetrieb nicht einzusetzen. Mangels Einsatz des Klägers 

im Spielbetrieb wären mithin selbstverständlich keine Prämienzahlungen geschul-

det gewesen (Urk. 191/185 S. 18 f.). 

5.1.2.2. Die Beklagten führten vor Vorinstanz an, dass sie den Kläger aufgrund 

der von ihm zufolge seiner HIV-Infektion ausgehenden Ansteckungsgefahr und 

vor dem Hintergrund, dass seine Mit- und Gegenspieler von seinem Infekt nichts 

wissen durften, im Wettkampfbetrieb nicht hätten einsetzen können und damit ei-

ne Punkteberechtigung mangels Einsatz nicht bestanden hätte. Ebenso wären 

dem Kläger mangels Einsatz keine Einsatzprämien ausbezahlt worden (Urk. 22 

S. 18 f.; Urk. 36 S. 92). Die Vorinstanz setzte sich mit diesem Standpunkt der Be-

klagten nicht auseinander (Urk. 186 S. 23 ff.). 

5.1.2.3. Die Beklagten berufen sich auf die Unmöglichkeit der nötigen Kommuni-

kation der HIV-Infektion des Klägers. Die Möglichkeit, der notwendigen Kommuni-

kation hinsichtlich seiner HIV-Infektion für die Ergreifung der nötigen Massnah-

men doch noch zuzustimmen, haben die Beklagten dem Kläger jedoch mit ihrer 

ungerechtfertigten fristlosen Vertragsauflösung vereitelt. Es muss mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Kläger bei kor-

rekten Verhalten der Beklagten (vgl. Ziffer 4.3. ff. und 4.4. ff.) einer Mitteilung zu-

gestimmt und in der Folge für die Beklagte 1 gespielt hätte. Denn für den Kläger 

war es für sein berufliches Fortkommen als Fussballspieler wichtig, spielen zu 

können. Ohne Einsätze hätte er keine Werbung für sich machen können und er 

wäre mit einer ungewissen Zukunft dagestanden. Sodann führen die Beklagten 

selber aus, dass – wenn eine entsprechende Kommunikation möglich ist – Mass-

nahmen ergriffen werden können. Unter diesen Umständen ist unwahrscheinlich, 

dass die Beklagten resp. die Beklagte 1 – bei entsprechender Zustimmung zur 

- 24 - 

Kommunikation seiner HIV-Infektion – den Kläger, den sie zur Verstärkungen bei-

gezogen haben und den sie weiterhin entlöhnen müssen, nicht hätte spielen las-

sen. Dementsprechend können sich die Beklagten nicht darauf berufen, dass sie 

den Kläger nicht eingesetzt hätten. 

5.1.2.4. Weiter stellen die Beklagten die von der Vorinstanz angestellte Berech-

nung der Prämien in Frage. Sie machen geltend, dass der Kläger unter dem Titel 

„Prämien“ Ansprüche von jährlich Fr. 30‘000.–, somit Fr. 90‘000.– für die gesamte 

Vertragsdauer, geltend gemacht habe. Vor diesem Hintergrund wären, wenn 

schon, maximal Fr. 90‘000.– zu berücksichtigen gewesen und nicht – über die 

Forderung hinausgehend – Fr. 120‘000.– (Urk. 191/185 S. 19 f.). Die Beurteilung 

der Vorinstanz, einen Einsatz des Klägers in der Hälfte aller möglichen Spiele als 

realistisch zu erachten, stellten die Beklagten – nebst dem in Ziffer 5.1.2.1. ff. ab-

gehandelten Einwand – nicht in Frage. 

5.1.2.5. Der Kläger führte demgegenüber – unter pauschalem Verweis auf seine 

Ausführungen in der Klageschrift sowie Replik – an, dass die Prämien weit höher 

als von der Vorinstanz zugesprochen seien (Urk. 191/192 S. 17). Nachdem der 

Kläger nicht darlegt, inwiefern die diesbezüglichen Feststellungen der Vorinstanz 

(Urk. 186 S. 27 ff.) nicht zutreffend sind resp. er sich mit den diesbezüglichen 

Entscheidgründen der Vorinstanz nicht auseinandersetzt, ist darauf nicht weiter 

einzugehen.  

5.1.2.6. Es kann deshalb mit der Vorinstanz – vergl. die zutreffende Würdigung 

des Beweisergebnisses in Urk. 186 S. 27 ff., auf welche verwiesen werden kann – 

davon ausgegangen werden, dass der Kläger bei rund der Hälfte der Spiele zum 

Einsatz gekommen wäre und es die Beklagte 1 in den Saisons …, … und … auch 

bei Einsätzen des Klägers nicht in den UEFA Cup oder gar in die Champions 

League geschafft hätte. 

5.1.2.7. Die Vorinstanz hielt fest, dass es in der Saison … Fr. 30‘970.–, in der 

Saison … Fr. 41‘100.– und in der Saison … Fr. 77‘250.– (einschliesslich Fr. 

30‘000.– für den Cupsieg) an Punkteprämien zu verdienen gegeben hätte. Hinzu 

kämen die Einsatzprämien von Fr. 1‘000.– pro Spiel und Einsatz gemäss Anhang 

3 zum Arbeitsvertrag. In der Meisterschaft hätte es alleine 36 Spiele gegeben. 

- 25 - 

Hinzu kämen noch mögliche Cup-Einsätze (Urk. 186 S. 28 f.). Diese Zahlen wur-

den von den Parteien nicht beanstandet und ergeben sich auch aus den von den 

Beklagten eingereichten Prämienreglementen und Prämienabrechnungen (Urk. 

80/1-8).  

5.1.2.8. Auch wenn die Vorinstanz zunächst sämtliche Fakten auflistete, nahm sie 

in der Folge keine genaue Berechnung, sondern – zu Recht – in Anwendung von 

Art. 42 Abs. 2 OR eine Schadenschätzung vor. Gemäss Art. 42 Abs. 2 OR ist ein 

nicht ziffernmässig nachweisbarer Schaden nach Ermessen des Richters mit 

Rücksicht auf den gewöhnlichen Lauf der Dinge abzuschätzen. Die der Schaden-

schätzung zugrunde gelegten Feststellungen wurden von den Parteien – wie aus-

geführt – nicht in Frage gestellt resp. sind nicht zu beanstanden. Wenn nun die 

Vorinstanz die dem Kläger entgangenen Prämien (ohne Cupsieg-Prämie) pro 

Jahr auf Fr. 30‘000.– schätzt, ist das ausgehend von maximal möglichen Prämien 

von total Fr. 119‘320.– (ohne Cupsieg-Prämie) zuzüglich maximalen Einsatzprä-

mien von mindestens Fr. 108‘000.– (mind. 36 Spiele pro Saison x 3 Jahre x 

Fr. 1‘000), nicht zu beanstanden.  

5.1.2.9. Weiter geht die Vorinstanz davon aus, das für die Saison … [recte: …] die 

Sonderprämie von Fr. 30‘000.– für den Cupsieg am tt.mm.jjjj hinzukomme, auf die 

der Kläger ebenfalls Anspruch gehabt hätte, wenn man von den genannten An-

nahmen ausgehen würde (Urk. 186 S. 29). Weshalb sie dabei den Anspruch auf 

die volle Prämie bejaht, wenn sie davon ausgeht, dass der Kläger bei rund der 

Hälfte der Spiele zum Einsatz gekommen wäre, führt sie nicht aus. Im entspre-

chenden Prämienreglement wurde festgelegt, dass Spieler, die zwischen 41 und 

60% aller Cupspiele bestritten haben, Fr. 18‘000.– ausbezahlt erhalten, Spieler, 

die zwischen 61 und 80% aller Cupspiele bestritten hätten, Fr. 24‘000.– und Spie-

ler, die zwischen 81 und 100% aller Cupspiele bestritten hätten, die volle Prämie 

ausbezahlt erhalten (Urk. 80/5). Ausgehend davon, dass der Kläger bei rund der 

Hälfte der Spiele zum Einsatz gekommen wäre, ist die entgangene Cupsieg-

Prämie aus der Saison … auf Fr. 18‘000.– zu schätzen.  

5.1.2.10. Die Beklagten bringen vor, dass dem Kläger unter diesem Titel nicht 

mehr hätte zugesprochen werden dürfen, als dieser selber geltend gemacht habe 

(Urk. 191/185 S. 19). Der Kläger bezifferte in der Klagebegründung anlässlich der 

- 26 - 

Hauptverhandlung die dem Kläger entgangenen Prämien auf insgesamt 

Fr. 180‘000.– (Urk. 19 S. 32). Zwar schätzte der Kläger die entgangenen Prämien 

in der Replik nur noch auf Fr. 30‘000.– pro Jahr, dies jedoch ohne seine Klage 

entsprechend zu reduzieren und mit dem Hinweis, dass die Beklagte die entspre-

chenden Reglemente nicht beigebracht habe (Urk. 31 S. 2 und S. 93). Gemäss 

dem vor Vorinstanz noch zur Anwendung gelangenden § 54 Abs. 2 ZPO ZH darf 

das Gericht einer Partei weder mehr noch anderes zusprechen, als sie selbst ver-

langt, noch weniger, als der Gegner anerkannt hat. Das Gericht ist resp. war da-

bei zwar an die Anträge nicht jedoch an deren rechnerische Begründung gebun-

den. Hinsichtlich einer Klage, mit welcher die Zusprechung verschiedener auf 

dem gleichen Grund beruhender Schadensposten verlangt wird, ist resp. war das 

Gericht nur durch den insgesamt eingeklagten Betrag gebunden. Es kann deshalb 

für ein Schadenelement mehr und für ein anderes weniger zusprechen, solange 

es im ganzen nicht mehr zuspricht als eingeklagt (Frank/ Sträuli/Messmer, ZPO, 

§ 54 N 14 f., N 17). Dementsprechend ist – nachdem die Vorinstanz im Urteil nicht 

mehr als eingeklagt zugesprochen hat – nicht zu beanstanden, wenn sie zusätz-

lich zu den jährlichen Prämien von insgesamt Fr. 30‘000.– noch eine Prämie für 

den Cupsieg im mm.jjjj zusprach. Diese ist jedoch wie in Ziffer 5.1.2.9. hiervor 

ausgeführt auf Fr. 18‘000.– zu reduzieren. 

5.1.2.11. Wie erwähnt, setzt sich der Kläger in seiner Berufung nicht mit der 

Schadenschätzung der Vorinstanz auseinander. Die Begründung eines Rechts-

mittels hat jedoch zu erklären, weshalb der erstinstanzliche Entscheid in den an-

gefochtenen Punkten unrichtig sein soll. Der Berufungskläger hat sich dement-

sprechend mit den Entscheidgründen auseinanderzusetzen. Wenn der Kläger 

ausführt, es sei notorisch bekannt, dass ein einigermassen guter Fussballprofi in 

der Schweiz sicherlich mindestens Fr. 200‘000.– verdienen könne (act. 185 S. 5) 

resp. Fussballerlöhne aus dem Schweizer Fussball einschlägig bekannt seien 

(act. 185 S. 8), setzt er sich mit den Ausführungen der Vorinstanz im Zusammen-

hang mit den Prämien, nicht auseinander und er legt damit nicht dar, weshalb die 

von der Vorinstanz angestellte Schätzung unrichtig sein soll. Auf das pauschale 

Vorbringen des Klägers hinsichtlich der Höhe der Prämien ist deshalb nicht weiter 

einzugehen und hat es deshalb bei den obigen Ausführungen sein Bewenden. 

- 27 - 

5.1.3. Lohnerhöhung 

5.1.3.1. Die Beklagten machen geltend, dass die von der Vorinstanz getroffene 

Annahme hinsichtlich dem fixen Einkommen ab dem zweiten Jahr rein willkürlich 

erfolgt sei (Urk. 191/185 S. 20 ff.).  

5.1.3.2. Die Vorinstanz führte zur Frage der Lohnerhöhung während der Ver-

tragsdauer ein Beweisverfahren durch. Nach Würdigung von fünf Zeugenaussa-

gen sowie der von den Beklagten edierten Verträge kam sie zum Schluss, dass 

es einige konkrete Anhaltspunkte dafür gebe, dass der Lohn des Klägers nicht 

gleich geblieben sondern erhöht worden wäre. Sämtliche Zeugen hätten bestätigt, 

dass Lohnerhöhungen trotz auf bestimmte Zeit abgeschlossener Verträge möglich 

seien. Aus den Zeugenaussagen sei sodann klar geworden, dass der Kläger ver-

traglich ein kleines Fixum vereinbart habe. Es sei davon auszugehen, der Kläger 

sei ein guter Fussballspieler gewesen, der vor dem Engagement bei der Beklag-

ten 1 bereits bei mehreren Vereinen als Berufsfussballer gespielt habe. Nach dem 

Gesagten sei davon auszugehen, dass der Kläger bei der Beklagten 1 regelmäs-

sig zum Einsatz gekommen wäre, wäre der Vertrag nicht zu Unrecht fristlos auf-

gelöst worden. Unter diesen Annahmen sei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, der Lohn des Klägers wäre während der ganzen Vertragsdauer von 

drei Jahren [recte: nicht] gleich tief geblieben. Schwierig sei zu sagen, um wie viel 

der Lohn des Klägers erhöht worden wäre. Gestützt auf die von den Beklagten 

edierten Verträge berechnete die Vorinstanz unter ausser Acht lassen von „Aus-

reissern“ einen durchschnittlichen fixen Monatslohn von Fr. 7‘441.65 und kam 

zum Schluss, dass sich unter diesen Umständen die Annahme rechtfertige, der 

Kläger hätte ab dem zweiten Jahr ein fixes Einkommen von Fr. 7‘500.– aushan-

deln können. Es würden somit als weiteres dem Kläger entgangenes Einkommen 

Fr. 3‘500.– monatlich dazukommen, insgesamt also Fr. 84‘000.–. Der Nachweis, 

dass der Fixlohn des Klägers nach einem Jahr um Fr. 100‘000.– erhöht worden 

wäre und im dritten Jahr gar Fr. 300‘000.– betragen hätte, sei nicht gelungen. 

Nicht nur die Zeugen hätten diese Entwicklung als nicht realistisch bezeichnet. 

Auch die Analyse der Lohnregelungen stütze diese Behauptung nicht (Urk. 186 

S. 30 ff.). 

- 28 - 

5.1.3.3. Soweit die Beklagten einwenden, dass sie den Kläger im Spielbetrieb 

nicht hätten einsetzen können und dürfen (Urk. 191/185 S. 20), kann auf die Aus-

führungen in Ziffer 5.1.2.3. verwiesen werden. 

5.1.3.4. Weiter stellten die Beklagten die Beweiswürdigung der Vorinstanz in Fra-

ge. Die Zeugenaussagen würden deutlich machen, dass Lohnerhöhungen wäh-

rend der Vertragslaufzeit, welche nicht bereits im Arbeitsvertrag stipuliert seien, 

höchstens dann üblich seien, wenn es zu einer – vorzeitigen – Vertragsverlänge-

rung komme. Ansonsten seien Lohnerhöhungen während der Laufzeit eines Ver-

trages in der Fussballbranche nicht üblich. Die Vorinstanz gehe ohne jegliche Er-

wägung davon aus, dass es zu einer Vertragsverlängerung gekommen wäre, an-

sonsten würde eine Lohnerhöhung – wie gesehen – nicht zur Debatte stehen. 

Dem könne nun aber nicht gefolgt werden. Sie hätten vor der Vorinstanz aufge-

zeigt, dass eine vorzeitige Vertragsverlängerung aufgrund der HIV-Infektion des 

Klägers nie in Frage gekommen wäre. Es hätte selbstverständlich die latente Ge-

fahr eines AIDS-Ausbruchs bestanden. Bei solchen Fakten hätten zweifellos nicht 

nur die Beklagten, sondern jeder andere Klub vor einer vorzeitigen Vertragsver-

längerung abgesehen. Dieses Ergebnis werde von Zeugenseite auch bestätigt 

(Urk. 191/185 S. 20 ff.).  

5.1.3.4.1. Der Zeuge K._____ verneinte die Frage, ob es, wenn ein Spieler einen 

Dreijahresvertrag habe, üblich sei, dass sein Lohn während dieser Zeit erhöht 

werde. Er fügte aber an, dass es vorkomme, wenn man einen Vertrag mit einem 

Spieler nach zwei, drei Saisons verlängern wolle, weil er Stammspieler sei, dass 

man dann den Lohn erhöhe. Denn wenn der Vertrag ablaufe, könne der Spieler 

gratis den Verein verlassen (Prot. S. 41). Weiter erklärte er, dass der Sportchef 

einen Fehler machen würde, wenn es beim Fixlohn, bei dem es Differenzen ge-

ben könne, so grosse Differenzen gebe, dass dies auf die Stimmung drücke. 

Wenn sich herausstelle, dass er das Leistungspotenzial eines Spielers falsch ge-

schätzt habe, sei er natürlich interessiert, den Vertrag mit ihm zu verlängern und 

dann gebe er ihm dann ein neues höheres Fixum (Prot. S. 44). 

5.1.3.4.2. Der Zeuge L._____ verneinte die Frage, ob es bei ihnen üblich gewe-

sen sei, dass es während der Laufzeit eines solchen Vertrages Lohnerhöhungen 

gegeben habe. Weiter führte er an, wenn schon, hätten sie das immer mit der Op-

- 29 - 

tion verbunden in dem Sinne, dass der bestehende Vertrag habe verlängert wer-

den müssen. Wenn die Leistung gestimmt habe, habe man den Vertrag verlängert 

und das habe zur Erhöhung des Fixums und der Spesen geführt, aber nur bei 

Vertragsverlängerung. Sonst habe das nie stattgefunden. Dass dies möglicher-

weise schon vor Ablauf der fixen Vertragsdauer im Hinblick auf eine Verlängerung 

stattgefunden habe, könne er nicht verneinen. Aber so lange der Spieler die Ver-

tragsverlängerung nicht unterschrieben gehabt habe, habe es auch keine Lohner-

höhung gegeben (Prot. S. 55 f.).  

5.1.3.4.3. Der Zeuge M._____ führte auf die Frage, ob es üblich sei, dass wäh-

rend der Laufzeit eines Dreijahresvertrags eine Lohnerhöhung erfolge, aus, die 

Frage sei hypothetisch. Wenn ein befristeter Vertrag abgeschlossen werde, werde 

der grundsätzlich eingehalten. Es sei nicht üblich, dass es Lohnerhöhungen ge-

geben habe. Wenn ein befristeter Arbeitsvertrag abgeschlossen werde, werde 

dieser auch so gelebt. Aber jetzt käme noch der spezielle Fall (Anm.: wird näher 

erläutert). Beim Kläger könne man sagen, dass wenn sich der Spieler so entfaltet 

hätte im 1. oder eventuell 2. Jahr, man eventuell versucht hätte, den Vertrag mit 

ihm zu anderen Konditionen zu verlängern, um im vorzeitigen Transferfall eine 

Transferentschädigung erhältlich machen zu können. Transferentschädigung sei 

dabei untechnisch gemeint. Das gebe es eigentlich nicht mehr. Eine Lohnerhö-

hung geben, um einen Spieler zu halten, gebe es eigentlich nicht. Für ihn wäre 

das eine atypische Konstellation. Entweder werde der befristet abgeschlossene 

Vertrag so eingehalten wie abgeschlossen oder man strebe vorzeitig eine Ver-

tragsverlängerung an. Solche würden grundsätzlich bei Spielern ins Auge gefasst, 

die unter 23 Jahre alt sind. Seines Erachtens sei der Kläger dafür schon zu alt 

gewesen, um aus einem Vertragsauskauf noch etwas generieren zu können 

(Prot. S. 75 ff.). 

5.1.3.4.4. Der Zeuge N._____ erklärte auf die Frage, ob es in der Fussballbran-

che üblich sei, dass wenn jemand einen Dreijahresvertrag habe, er während die-

ser Zeit eine Lohnerhöhung erhalte, dass das Verhandlungssache der Parteien 

sei, ob man das mache oder ob es leistungsbezogen sei und es nach so und so 

vielen Spielen eine Lohnerhöhung gebe. Das sei üblich, weil man ja nicht wisse, 

wie gut der Spieler effektiv sei. Vielfach fange man mit einem Grundsalär an und 

- 30 - 

werde nachher nach Leistung bezahlt. Im Prinzip sei ein Dreijahresvertrag abge-

schlossen worden, es sei denn, man mache frühzeitig eine Verlängerung, wenn 

man überzeugt sei, dass der Spieler gut sei und man ihn länger behalten wolle. 

Es sei im Normalfall so, dass wenn man den Vertrag verlängere, nachher bessere 

Konditionen angeboten würden (Prot. S. 93 f.). 

5.1.3.4.5. Der Zeuge O._____ führte aus, dass es zwei verschiedene Modelle ge-

be: Spieler, die einen Dreijahresvertrag hätten und jedes Jahr eine Lohnerhöhung 

bekommen würden. Die andere Variante komme vor allem bei Spielern, die man 

nicht kenne, zum Einsatz. Diese würden ein Probetraining absolvieren und zum 

Beispiel bei Meisterschaften spielen. Schiesse der Spieler dann zehn Tore, sehe 

man, dass er mehr Wert sei. Dann bekomme er einen höheren und längeren Ver-

trag. Das sei üblich im Fussball. Speziell bei Spielern, die man nicht kenne, kom-

me es vor, dass erhöht werde (Prot. S. 136 f.). Auf die Frage, ob es nicht so sei, 

dass Lohnerhöhungen für die Laufdauer eines Vertrages nur in Frage kommen, 

wenn über eine vorzeitige Vertragsverlängerung gesprochen werde, erklärte er, er 

habe auch andere Modelle gesehen. Bei … [Fussballclub] hätten sie einen Spieler 

unter Vertrag genommen, den sie nicht gekannt hätten. Sie hätten zunächst ein 

tiefes Lohnniveau gehabt und hätten den Vertrag verlängert, um ihn zufriedenzu-

stellen und hätten entsprechend das Lohnniveau erhöht. Normal sei das richtig. 

Wenn man zum Beispiel einen Zweijahresvertrag mache und nach einem halben 

Jahr sehe, dass es sich um einen sehr guten Spieler handle, werde dieser Vertrag 

verlängert. Es gebe mehr Lohn. Man wolle ja den Spieler teuer verkaufen und ihn 

an den Club binden (Prot. S. 140).  

5.1.3.4.6. Die Vorinstanz führte aus, dass sämtliche Zeugen bestätigt hätten, dass 

Lohnerhöhungen trotz auf bestimmte Zeit abgeschlossener Verträge möglich sei-

en. Dabei könne es keine Rolle spielen, auf welchem Weg die Lohnerhöhung 

formell vorgenommen werde. Den Spieler dürfte vorwiegend interessieren, dass 

er mehr verdiene (Urk. 186 S. 35). Dabei lässt die Vorinstanz jedoch ausser acht, 

dass der Vertrag des Klägers – unbestrittenermassen – während der Vertrags-

dauer keine Lohnanpassung vorsah. Dieser Aspekt kann jedoch nicht einfach 

ausgeblendet werden. Nicht zutreffend ist die Ansicht des Klägers, dass Lohner-

höhungen (ohne Vertragsverlängerung) während der Laufzeit des Vertrags noto-

- 31 - 

risch bekannt seien (Urk. 191/192 S. 18). Die neue Behauptung, dass die Beklag-

ten verbandswidrig und entgegen den FIFA-Bestimmungen ihn von einem nicht li-

zenzierten Vermittler hätten begleiten lassen und dies eine Vertragsanpassung 

nach oben hätte bewirken müssen (Urk. 191/192 S. 19), ist sodann nicht zu hören 

(Art. 317 Abs. 1 ZPO). Die Zeugen sagten im wesentlichen übereinstimmend aus, 

dass eine Lohnerhöhung während eines bestehenden Vertrags in der Regel mit 

einer vorzeitigen Vertragsverlängerung verbunden war. Keiner bestätigte, dass 

Lohnerhöhungen ohne eine vorzeitige Vertragsverlängerung üblich seien. Etwas 

anderes ergibt sich auch nicht aus den vom Kläger angerufenen Urkunden 

(Urk. 69/1-3). Keiner der Zeugen konnte sodann Aussagen dazu machen, wie 

sich das Vertragsverhältnis zwischen dem Kläger und der Beklagten entwickelt 

hätte. Die Zeugen erachteten nicht als wahrscheinlich, dass der Kläger ohne Ver-

tragsverlängerung eine Lohnanpassung erhalten hätte. Es konnte auch keiner der 

Zeugen sagen, wie sich der Kläger fussballerisch gehalten hätte, insbesondere 

auch die Zeugen N._____ (damaliger Trainer) und O._____ (damaliger Assistenz-

trainer) nicht (Prot. S. 92 f., S. 95 und S. 140 f.). Dies ist verständlich, nachdem 

der Kläger für die Beklagte 1 kein Meisterschaftsspiel absolviert hat und er vor 

dem Wechsel nach P._____ rund ein Jahr nicht gespielt hatte und davor Enga-

gements in D._____ und Q._____ hatte. Sodann kann niemand voraussehen, ob 

sich ein Spieler verletzt oder nicht und ob er tatsächlich ins Mannschaftsgefüge 

passt, was wiederum auch davon abhängt, wie sich die Mannschaft (inkl. Trainer) 

zusammensetzt resp. ob sich die Mannschaft (inkl. Trainer) verändert. Zwar be-

stätigte der Zeuge O._____, dass es sich beim Kläger um einen sehr guten Fuss-

baller gehandelt habe (Prot. S. 136). Jedoch führte er auch aus, dass der Kläger 

an vielen Orten gespielt habe und bisher nie gross eingeschlagen habe (Prot. S. 

138). Schliesslich erklärte er, dass er den Spieler zu kurz gesehen habe, um Aus-

sagen dazu machen zu können, ob der Kläger an allen Spielen jeweils über die 

volle Dauer hätte eingesetzt werden können (Prot. S. 140).  

5.1.3.4.7. Sodann gilt es zu berücksichtigen, dass der Kläger geltend machte, 

dass er im zweiten Jahr mindestens weitere Fr. 100‘000.– und im dritten Jahr 

mindestens Fr. 300‘000.– zuzüglich Prämien erhalten hätte. Dieser Beweis ist ge-

scheitert. Es kann auf die zutreffende Wiedergabe der Zeugenaussage der Vor-

instanz verwiesen werden. Zwar bestätigte der Zeuge K._____, dass Fussball-

- 32 - 

spieler mehr als Fr. 300‘000.– verdienen können, jedoch sind da die Prämien mit-

enthalten. Ein Fixum in dieser Grössenordnung schloss der Zeuge K._____ aus 

(Prot. S. 42). Soweit der Zeuge K._____ Aussagen dazu macht, was ein Spieler 

verdienen kann, wenn verpasst wird, den Vertrag rechtzeitig zu verlängern resp. 

dazu, was andere Spieler bei anderen Vereinen verdienen (Prot. S. 49 f.), ist das 

für die vorliegende Frage der Lohnanpassung während dem laufenden Vertrags-

verhältnis nicht relevant. Es zeigt jedoch, dass das Auslaufen eines Vertrags für 

einen Spieler sehr interessant sein kann. Auch aus der Aussagen des Zeugen 

M._____, dass der teuerste Spieler bei den Beklagten eventuell Fr. 600‘000.– 

(inkl. Prämien) verdient habe, kann der Kläger nichts zu seinen Gunsten ableiten. 

Der Zeuge M._____ hielt klar fest, dass es sich hierbei um einen Weltklassespie-

ler gehandelt habe, der bereits über internationale Reputation verfügt habe, als 

man ihn eingekauft habe. Die weiteren Ausführungen erfolgten klar unter der An-

nahme, dass der Kläger eine „Bombe“ geworden wäre, was er selber aber nicht 

so sah resp. es sich um Annahmen handelt, wenn der Kläger nach drei Jahren zu 

einem anderen Verein gewechselt hätte (Prot. S. 86 ff.). Auch der Zeuge O._____ 

erachtete es als sehr unwahrscheinlich, dass der Kläger bei der Beklagten ein 

„Fixum“ von Fr. 300‘000.– hätte erhalten können. Das sei für jeden schweizeri-

schen Klub sehr viel Geld. Seiner Ansicht nach hätte der Kläger im ersten Jahr 

realistischerweise ein „Fixum“ von Fr. 8‘000.– pro Monat erhalten können. Für die 

weiteren Jahre wollte er keine Einschätzung wagen (Prot. S. 138 ff.). Keiner der 

Zeugen bestätigte, dass Löhne in der Grössenordnung, wie sie der Kläger geltend 

macht, bei den Beklagten an der Tagesordnung sind. Ebenso wenig bestätigten 

die Zeugen, dass der Kläger ohne weiteres ein Einkommen wie von ihm geltend 

gemacht, bei den Beklagten hätte erzielen können. Es ist aber fraglich, ob der 

Kläger eine Vertragsverlängerung, die seinen Lohnvorstellungen nicht entspro-

chen hätte, akzeptiert hätte oder er unter diesen Umständen sich lieber nicht län-

ger hätte binden wollen, um danach ablösefrei zu einem besser zahlenden Verein 

zu wechseln, was nicht nur die Möglichkeiten eines Wechsels erhöht sondern sich 

auch auf finanzieller Ebene für einen Spieler sehr auszahlen kann.  

5.1.3.4.8. Der Kläger wendet ein, dass die Vorinstanz die von ihm mit der Stel-

lungnahme zum Beweisergebnis eigereichten Urkunden nicht berücksichtigt habe 

(Urk. 185 S. 8). Es ist jedoch nicht ersichtlich, inwiefern aus den Geschäftsberich-

- 33 - 

ten 2007/2008 und 2008/2009 (Urk. 176/1-2) etwas über die Anpassung des 

Fixlohnes des Klägers während des laufenden Vertrags (Juli 2002 bis Juni 2005) 

abgeleitet werden kann. Dementsprechend hatte die Vorinstanz keine Veranlas-

sung auf dieses Novum – womit sie auch offenlassen konnte, ob dieses recht-

mässig in den Prozess eingebracht wurde (§ 115 ZPO ZH) – einzugehen. Der 

Vollständigkeit halber kann hier zudem noch angemerkt werden, dass die Vo-

rinstanz ebenfalls keine Veranlassung hatte, auf die weitere neu eingereichte Ur-

kunde (Urk. 176/3) einzugehen, nachdem sie den Anspruch des Klägers auf wei-

teren Schadenersatz verneint hatte. 

5.1.3.4.9. Wenn schliesslich der Kläger geltend macht, dass damit auch nachge-

wiesen sei, dass die Vorinstanz auch hinsichtlich der Berechnung des Lohnes 

(unter Berücksichtigung der belegten Lohnerhöhung während der Vertragsdauer, 

gekoppelt mit belegten Vertragsverlängerungen!) fälschlicherweise nicht seinen 

Ausführungen gemäss Plädoyer und Replik gefolgt sei (Urk. 185 S. 9), setzt er 

sich mit der Beweiswürdigung der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Lohner-

höhung nicht auseinander. Insofern genügt die Berufung den Begründungsanfor-

derungen nicht (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Denn in der Berufungsschrift sind die Be-

hauptungen bestimmt und vollständig aufzustellen. Im Rahmen der Berufungsbe-

gründung ist darzulegen, weshalb die in der Berufungsschrift aufgeführten Beru-

fungsanträge gestellt werden und gestützt auf welche Sachverhaltselemente und 

Rechtsgrundlagen sich diese Berufungsanträge rechtfertigen. Die Begründung ei-

nes Rechtsmittels hat zu erklären, weshalb der erstinstanzliche Entscheid in den 

angefochtenen Punkten unrichtig sein soll. Der Berufungskläger hat sich dement-

sprechend mit den Entscheidgründen der Vorinstanz auseinanderzusetzen 

(Reetz/Hilber in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 311 

N 36). Dies tut der Kläger aber in keiner Weise.  

5.1.3.4.10. Zusammenfassend ist dementsprechend festzuhalten, dass dem Klä-

ger der Nachweis, dass er im zweiten und dritten Jahr eine Lohnerhöhung erhal-

ten hätte, ebenso misslang wie der Nachweis, dass er im zweiten und dritten Jahr 

mindestens weitere Fr. 100‘000.– (d.h. rund Fr. 12‘000.– Fixlohn pro Monat) resp. 

mindestens Fr. 300‘0000.– zuzüglich Prämien als Lohn erhalten hätte (Urk. 53 

- 34 - 

S. 3). Dementsprechend ist für den massgeblichen Lohn keine Lohnerhöhung zu 

berücksichtigen. 

5.1.4. Erfolgte Zahlungen 

5.1.4.1. Die Beklagten bemängeln, dass die Vorinstanz die von ihnen unbestritte-

nermassen ausbezahlten Fr. 6‘000.– nicht angerechnet hat (Urk. 191/185 S. 23 

f.).  

5.1.4.2. Die Vorinstanz führte aus, dass die bezahlten Fr. 6‘000.– genau dem 

Handgeld entsprechen würde, auf das der Kläger gemäss Vertrag Anspruch ge-

habt habe. Da dieses Handgeld vom Kläger nicht eingeklagt worden sei, gebe es 

auch nichts anzurechnen (Urk. 185 S. 38).  

5.1.4.3. Die Beklagten machten vor Vorinstanz geltend, dass dem Kläger bis an-

hin Fr. 6‘000.– ausbezahlt worden seien, welche in jeglicher Hinsicht anzurechnen 

wären (Urk. 22 S. 19). Der Kläger bestritt diese Darstellung der Beklagten in der 

Replik nicht (Urk. 31 S. 94). Insbesondere behauptete der Kläger auch nicht, dass 

die bezahlten Fr. 6‘000.– dem – nicht eingeklagten resp. bei der Berechnung der 

eingeklagten Entschädigung unberücksichtigt gelassenen – Handgeld entspre-

chen würden.  

5.1.4.4. Dementsprechend sind die von den Beklagten unbestrittenermassen ge-

leisteten Fr. 6‘000.– in Anrechnung zu bringen. 

5.2. Weiterer Schaden 

5.2.1. Der Kläger macht geltend, dass die Vorinstanz hinsichtlich des weiteren 

Schadens in mehrfacher tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht fehlgehe (Urk. 185 

S. 4). 

5.2.2. Die Vorinstanz führte aus, dass ein über den hypothetischen Verdienst 

während der vereinbarten Vertragsdauer hinausgehender Schaden, welcher sich 

während oder nach der Vertragsdauer verwirklicht, sich auf die allgemeinen 

Grundsätze zu stützen habe. Vorliegend komme nur eine Haftung gemäss Art. 55 

Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 41 OR in Betracht. Die Haftung gemäss Art. 55 Abs. 2 ZGB 

i.V.m. Art. 41 OR trete ein, wenn ein Schaden vorliege, der durch eine Person als 

- 35 - 

faktisches Organ widerrechtlich und schuldhaft verursacht worden sei und zudem 

ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Schaden und dem rechts-

widrigen Verhalten vorliege. Fehle es an einer dieser Voraussetzungen, falle eine 

Haftung der Beklagten ausser Betracht. Die Vorinstanz prüfte in der Folge das 

Vorliegen einer widerrechtlichen Handlung und kam zum Schluss, dass dem Klä-

ger der Beweis, dass die Beklagten resp. eines ihrer faktischen Organe dem FC 

R._____ und dem FC S._____ die HIV-Infektion des Klägers mitgeteilt hätten und 

dass die Beklagten damit seine Anstellung beim FC R._____ und FC S._____ 

hätten verhindern wollen, nicht gelungen sei (Urk. 186 S. 39 ff.). 

5.2.3. Der Kläger bestreitet nicht, dass er vor Vorinstanz in erster Linie vorge-

bracht hatte, dass die Beklagten ihm durch ihr Verhalten, insbesondere die Mittei-

lung der Immunschwäche an Dritte, widerrechtlich einen enormen Schaden ange-

richtet hätten, indem sie eine Arbeitstätigkeit in der Schweiz, beim FC R._____ 

und beim FC S._____, sowie im Ausland verhindert und so seine Fussballkarriere 

ruiniert hätten (Urk. 186 S. 38; Urk. 19 S. 25, S. 31, S. 34 f., S. 41).  

5.2.3.1. Der Kläger bemängelt, dass er nach Auffassung der Vorinstanz den Be-

weis für seine Behauptungen nicht erbracht habe (Urk. 185 S. 4). Entgegen dem 

Standpunkt des Klägers genügt der Umstand der fristlosen Entlassung und die 

Aussage des Zeugen L._____, dass er gesagt habe, sie sollten den Spieler ärzt-

lich untersuchen lassen (Prot. S. 63 f.), nicht, um den Beweis zu erbringen, dass 

die Beklagten resp. eines ihrer faktischen Organe dem FC R._____ und dem FC 

S._____ die HIV-Infektion des Klägers mitgeteilt hätten und sie damit das Fort-

kommen des Klägers verhindert haben. Nicht zu hören ist der Kläger mit seinen 

Vorbringen, dass das gesamte Verhalten der Organe der Beklagten, die Vornah-

me und der Missbrauch von geschützten Daten, Schikanierung, Lohnverweige-

rung, Ausschaffung, belegen würden, dass die Beklagten stets alles unternom-

men hätten, dass dem Kläger alle Türen versperrt blieben (Urk. 185 S. 4 f.), 

nachdem er nicht darlegt, dass er diese Behauptungen bereits vor Vorinstanz in 

den Prozess eingebracht hatte und er insbesondere mit diesen Behauptungen zu 

pauschal blieb. Zudem verkennt der Kläger, dass er für den weiteren Schadener-

satz eine Persönlichkeitsverletzung nachzuweisen hat, die über jene wegen unge-

rechtfertigter Entlassung hinausgeht oder die Verletzung einer anderen, nicht aus 

- 36 - 

Art. 328 OR folgenden Vertragspflicht (Streiff/von Kaenel/Rudolph, Art. 337c N 4) 

resp. eine widerrechtliche Handlung.  

5.2.3.2. Eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz ist deshalb 

zu verneinen. Der Beweis, dass die Beklagten resp. eines ihrer faktischen Organe 

dem FC R._____ und dem FC S._____ die HIV-Infektion des Klägers mitgeteilt 

haben, ist dem Kläger nicht gelungen. Es kann auf die zutreffenden Ausführungen 

der Vorinstanz verwiesen werden. 

5.2.4. Weiter bringt der Kläger vor, dass die Vorinstanz verkannt habe, dass der 

Kläger in seiner Replik auf den Umstand und die Tatsache verwiesen habe, dass 

der Präsident der Beklagten im …-Interview vom tt.mm.jjjj festgehalten habe, dass 

es beim Kläger um eine Krankengeschichte handle, wozu er nichts weiter sagen 

dürfe (Urk. 185 S. 5).  

5.2.4.1. Vor Vorinstanz brachte der Kläger vor, dass die Beklagten mit dieser 

Äusserung beigetragen hätten, dass der Kläger in Europa sicherlich keinen Verein 

mehr finden werde. Es sei europaweit notorisch bekannt, dass die Vereinsmana-

ger jeweils die massgebenden Zeitungen durchackern, um sportlich jeweils auf 

dem aktuellen Stand zu sein. Bei der von L._____ gemachten Äusserung sei es 

logisch, dass es sich um HIV handle (Urk. 31 S. 26).  

5.2.4.2. Die – stillschweigend – vertretene Ansicht der Vorinstanz, dass auf die 

pauschale Behauptung des Klägers nicht weiter einzugehen ist, ist nicht zu bean-

standen. Die Aussage von L._____ erfolgte erst rund zwei Jahre nach der Ver-

tragsbeendigung, weshalb sich nicht per se ergibt, dass diese Aussage für den 

Kläger schädigend war. Inwiefern diese Aussage dem Kläger konkret geschadet 

haben soll resp. welche konkreten Interessenten aufgrund dieser Aussage von ei-

ner Kontaktaufnahme mit dem Kläger Abstand genommen haben, legte der Klä-

ger nicht dar. Schliesslich kann aus dem Umstand, dass L._____ im …-Interview 

vom tt.mm.jjjj erklärte, dass es sich um eine Krankengeschichte handle, wozu er 

nichts weiter sagen dürfe, nicht geschlossen werden, dass die Beklagten bei jeder 

erdenklichen Möglichkeit die Krankheit des Klägers vorgebracht hätten, und ist 

damit eine widerrechtliche Handlung seitens der Beklagten nicht dargetan. 

- 37 - 

5.2.5. Sodann bringt der Kläger vor, dass die Vorinstanz nicht berücksichtige, 

dass der Kläger behauptet habe, dass sein Vertrag, bei guten Leistungen nach 

Abschluss des dreijährigen Vertrags bei den Beklagten, um mindestens sechs 

weitere Jahre verlängert worden wäre bzw. dass er dannzumal sicherlich noch 

weitere sechs Jahre dort gespielt hätte, was von den Beklagten nicht bestritten 

worden sei (Urk. 185 S. 5 f.). 

5.2.5.1. Vor der Vorinstanz brachte der Kläger vor, wäre das Arbeitsverhältnis 

nicht widerrechtlich aufgelöst worden und hätte er während dreier Jahren hervor-

ragende Spiele und viele Tore geschossen (wie von den Beklagten selber pro-

phezeit), so hätten die Beklagten diesen Arbeitsvertrag ohnehin um weitere, etli-

che Jahre (mind. 6) verlängert (Urk. 31 S. 49). Entgegen der Ansicht des Klägers 

haben die Beklagten diese Behauptung sehr wohl bestritten, wenn sie ausführen, 

dass es sich bei der behaupteten Vertragsverlängerung um eine nicht erwiesene 

und bestrittene Hypothese handle (Urk. 36 S. 51). Sodann haben sie auch geltend 

gemacht, dass eine künftige Lohnerhöhung, eine lukrative Vertragsverlängerung 

oder ein Auslandtransfer reine Hypothesen seien, die nicht in Erfüllung gegangen 

wären (Urk. 36 S. 50). Auch die Behauptung des Klägers, dass er bei einem drei-

jährigen Einsatz bei den Beklagten mit guten Leistungen und vielen Toren selbst-

verständlich von den Beklagten selber einen neuen Vertrag vorgelegt bekommen 

hätte (Urk. 31 S. 53), wurde von den Beklagten bestritten. So führten sie aus, 

dass sie von einer Vertragsverlängerung abgesehen hätten (Urk. 36 S. 55). Somit 

haben die Beklagten eine Weiterbeschäftigung des Klägers nach Ablauf der Ver-

tragsdauer bestritten. 

5.2.5.2. Sodann kann auf die Ausführungen in Ziffer 5.1.3.4. ff. verwiesen werden. 

Der Nachweis, dass die Beklagten den Vertrag mit dem Kläger nach Ablauf der 

dreijährigen Vertragsdauer verlängert hätten, gelang dem Kläger nicht. 

5.2.5.3. Dementsprechend ist der Schadensposten nicht für weitere mindestens 

sechs Jahre Vertragsdauer ausgewiesen.  

5.2.6. Entgegen der Ansicht des Klägers belegt sodann der Umstand, dass der 

Kläger nicht einmal zu medizinischen Tests beim FC R._____ oder beim FC 

S._____ eingeladen wurde, nicht, dass L._____ eben die Erkrankung genau mit-

- 38 - 

geteilt haben muss (Urk. 185 S. 6). Im Übrigen kann auf die zutreffende Beweis-

würdigung der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 186 S. 40 ff.). Der Beweis, 

dass die Beklagten resp. eines ihrer faktischen Organe dem FC R._____ und dem 

FC S._____ die HIV-Infektion des Klägers mitgeteilt hat und die Beklagten damit 

seine Anstellung beim FC R._____ und FC S._____ hätten verhindern wollen, ge-

lang dem Kläger nicht. Das Beweisergebnis führt nicht zu dieser Überzeugung.  

5.2.7. Schliesslich macht der Kläger geltend, dass die Vorinstanz verkenne, dass 

nebst einer Verhinderung der Weiterbeschäftigung bei einem neuen Club auch 

massgebend sei, dass die Beklagten ihre arbeitsrechtliche Fürsorgepflicht und die 

Persönlichkeitsrechte des Berufungsführers verletzt hätten. Dies in doppelter Hin-

sicht. Die Beklagten hätten nämlich nie einen HIV-Test vornehmen dürfen und ei-

nen solch widerrechtlichen Akt auch nie nutzen dürfen. Wäre aber kein HIV-Test 

getätigt worden, wäre er zweifelsohne als Stammspieler eingesetzt worden und 

wenn er nach Ablauf der Vertragsdauer keinen Wechsel angestrebt hätte, so hät-

te er mindestens noch sechs weitere Jahre bei den Beklagten unter Vertrag ge-

standen. Abgesehen davon hätten Drittvereine bei guten Leistungen über alles 

hinweg gesehen. Damit sei erneut belegt, dass entgegen der Auffassung der Vor-

instanz der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten der Beklag-

ten und dem weiteren Schaden klar gegeben sei. Hätten nämlich die Beklagten 

nicht widerrechtlich einen HIV-Test gemacht oder das widerrechtliche Ergebnis 

verwertet, hätte es nie Diskussionen gegeben, ob der Vertrag aufgelöst werde, 

und wäre er eingesetzt worden. Er hätte als guter Spieler einen Stammplatz ge-

habt, hätte sich so präsentieren können und wäre somit nach Ablauf des Vertra-

ges entweder dort geblieben oder aber er hätte einen Wechsel tätigen können. 

Somit sei die Kausalkette gegeben, unabhängig vom Umstand, ob die Verhinde-

rung von Vertragsunterzeichnungen durch die Beklagten belegt sei oder nicht. 

Kausal sei vorliegend aber auch die fristlose Kündigung und das Ausbleiben des 

Salärs gewesen (Urk. 185 S. 6 f.). 

5.2.7.1. Soweit sich der Kläger darauf beruft, dass er, wenn es nicht zur fristlosen 

Entlassung gekommen wäre, sich hätte auf dem Fussballplatz präsentieren kön-

nen, lässt er ausser acht, dass aus der fristlosen Kündigung allein keinen über 

Art. 337c Abs. 3 OR hinausgehenden Schadenersatz geltend gemacht werden 

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kann (BGE 135 III 405). Art. 337c OR regelt die finanziellen Folgen einer unge-

rechtfertigten fristlosen Entlassung abschliessend. Demzufolge vermögen die 

fristlose Kündigung und das Ausbleiben des Lohnes keine Haftbarkeit der Beklag-

ten für weiteren Schaden zu begründen. 

5.2.7.2. Zwar sind allgemeine Datenerhebungen über den HIV-Status, soweit die 

Arbeitsstelle nicht zu einem erhöhten Infektionsrisiko für Drittpersonen führt, nach 

Art. 328b OR unzulässig und stellen sie eine Verletzung der Fürsorgepflicht dar 

(Streiff/von Kaenel/Rudolph, Art. 328b N 19). Zwischen einem haftungsbegrün-

denden Umstand und dem Schaden, dessen Ersatz verlangt wird, muss als Haf-

tungsvoraussetzung das Verhältnis von Ursache und Wirkung bestehen (Kausal-

zusammenhang). Nach der Adäquanztheorie wird nur eine Ursache als haftungs-

begründend angesehen, die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Er-

fahrungen des Lebens geeignet ist, einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizu-

führen oder mindestens zu begünstigen (BSK OR I-Heierli/Schnyder, Art. 41 N 14 

ff.). Die unberechtigte Vornahme eines AIDS-Tests ist für sich allein aber nach 

dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens nicht geeig-

net einen Lohnausfall mangels neuer Arbeitsstelle resp. die Verhinderung einer 

neuen Anstellung zu begünstigen. 

5.2.7.3. Der Beweis, dass die Beklagten mit dem Kläger das Vertragsverhältnis 

(ohne AIDS-Test) nach Ablauf der dreijährigen Vertragsdauer verlängert hätten, 

gelang dem Kläger nicht (vgl. Ziff. 5.1.3.4. ff.). Dementsprechend ist auch der 

Kausalzusammenhang zwischen dem vorgenommenen AIDS-Test und einer feh-

lenden Vertragsverlängerung zu verneinen. 

5.2.8. Weitere konkrete widerrechtliche Handlungen oder Vertragsverletzungen 

macht der Kläger vor der Vorinstanz – und auch im Berufungsverfahren – nicht 

geltend. 

5.2.9. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Voraussetzungen 

für weiteren Schadenersatz einerseits mangels Widerrechtlichkeit andererseits 

mangels Kausalität zu verneinen sind und dem Kläger dementsprechend kein An-

spruch auf über Art. 337c Abs. 3 OR hinausgehenden Schadenersatz zusteht. 

- 40 - 

5.3. Schadensminderung zufolge anderweitig erzielten Einkommens 

5.3.1. Die Beklagten bringen vor, dass der Kläger angegeben habe, vereinzelt 

Handwerksarbeiten in T._____ erledigt zu haben, für die er monatlich jedoch kei-

ne Fr. 100.– habe generieren können. Es sei mithin offenkundig, dass der Kläger 

ein Ersatzeinkommen erzielt habe, wenn dieses betragsmässig auch sehr be-

scheiden ausgefallen sei. Vor diesem Hintergrund sei es nicht nachvollziehbar, 

wieso die Vorinstanz dieses Ersatzeinkommen im Lichte von Art. 337c Abs. 2 OR 

nicht berücksichtigt habe. Es sei ihnen der Beweis auferlegt worden, dass der 

Kläger in T._____ mehr als Fr. 100.– pro Monat verdient habe. Es verstehe sich 

von selbst, dass es ihnen nicht möglich gewesen sei, diesbezüglich einen strikten 

Beweis zu führen. Hierfür hätten sie ansonsten umfangreiche Abklärungen in 

T._____ in die Wege leiten müssen. Entsprechend wäre das Gericht gehalten 

gewesen zu prüfen, ob die diesbezüglichen Ausführungen des Klägers nachvoll-

ziehbar glaubhaft erscheinen oder nicht. Aus den Ausführungen des Klägers, 

dass er nun (im Jahre 2011) eine Fussballtrainerausbildung durchlaufe, weil man 

damit mehr Geld verdienen könne als mit anderen Abschlüssen, lasse sich ablei-

ten, dass der Kläger diese Ausbildung ohne weiteres zu einem viel früheren Zeit-

punkt bzw. bereits während der eigentlichen Vertragsdauer mit den Beklagten 

hätte absolvieren und dannzumal bereits ein höheres Einkommen als die vorge-

brachten Fr. 100.– hätte generieren können. Nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und allgemeiner Lebenserfahren sei es weder vorstellbar noch nachvoll-

ziehbar, dass der Kläger über mehrere Jahre hinweg monatliche Aufwendungen 

von ca. $ 670.– gehabt habe, jedoch jeweils nur unter Fr. 100.– pro Monat ver-

dient haben soll. Dies lasse erkennen und dürfe und müsse beweismässig genü-

gen, dass der Kläger in T._____ mehr als Fr. 100.– verdient habe. Es dürfte sich 

um mindestens Fr. 500.– monatlich gehandelt haben. Im Lichte von Art. 337c 

Abs. 2 OR seien mithin Fr. 18‘000.– (36 x Fr. 500.–) zu berücksichtigen (act. 

191/185 S. 24 ff.) 

5.3.2. Gemäss Art. 337c Abs. 2 OR muss sich der Arbeitnehmer anrechnen las-

sen, was er infolge der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erspart hat und was 

er durch anderweitige Arbeit verdient oder zu verdienen absichtlich unterlassen 

hat. Hinsichtlich der Beweislast kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vor-

- 41 - 

instanz verwiesen werden. Anzufügen bleibt, dass ein hypothetisches Ersatzein-

kommen nur zu berücksichtigen ist, wenn der Arbeitnehmer absichtlich den Antritt 

einer neuen Stelle versäumt. Das ist gegeben, wenn ein Arbeitnehmer eine ange-

botene gute Stelle ablehnt und bei grosser Passivität. Sodann muss der Arbeit-

nehmer nur eine zumutbare Stelle antreten, die seiner Ausbildung, Erfahrung, be-

ruflichen und sozialen Stellung, berechtigten Salärerwartungen und seinem Alter 

unter Berücksichtigung der Situation auf dem Arbeitsmarkt und der Dauer der 

Stellenlosigkeit adäquat ist (Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., Art. 337c N 7).  

5.3.3. Vorab ist festzuhalten, dass dem Kläger – auch mit seiner HIV-Erkrankung 

– zuzugestehen ist, weiterhin als Fussballer arbeiten zu wollen. Er war demnach 

nicht verpflichtet, in T._____ als Handwerker tätig zu sein. Ein diesbezüglich nicht 

erzieltes Einkommen ist dem Kläger nicht als hypothetisches Einkommen anzu-

rechnen. Soweit die Beklagten geltend machen, dass der Kläger eine Traineraus-

bildung hätte absolvieren können, erfolgen diese Vorbringen sowohl verspätet als 

auch zu pauschal. So wird seitens der Beklagten nicht dargetan, wie lange so ei-

ne Ausbildung gedauert hätte und ab wann der Kläger dann wo welchen Lohn 

hätte erzielen können. Und schliesslich sei angemerkt, dass der Kläger nicht ver-

pflichtet gewesen ist, sofort eine Trainerausbildung in Angriff zu nehmen, denn 

wie bereits erwähnt, durfte der Kläger – trotz seiner HIV-Erkrankung – sich zu-

nächst auf die Suche nach einer neuen Stelle als Fussballer beschränken.  

5.3.4. Sodann bringen die Beklagten nicht mehr vor, dass der Kläger seit Januar 

2005 wieder Profifussball spiele. Dass ihnen der diesbezügliche Beweis nicht ge-

lungen ist resp. dass dies nicht den Tatsachen entspricht, wird von ihnen nicht in 

Frage gestellt. Ebenso machen sie – zu Recht – nicht mehr geltend, dass der 

Kläger sich zu wenig bemüht habe, eine neue Stelle als Fussballer zu finden.  

5.3.5. Dementsprechend bleibt zu prüfen, ob und in welcher Höhe der Kläger vom 

24. Juli 2002 bis 30. Juni 2005 tatsächlich ein Einkommen erzielte. Die Beklagten 

bemängeln die diesbezügliche Beweiswürdigung der Vorinstanz.  

5.3.6. Den Beklagten wurde der Beweis auferlegt, dass der Kläger in T._____ 

mehr als Fr. 100.– netto pro Monat verdient habe (act. 62). Die Beklagten beriefen 

sich als Beweismittel auf die persönliche Befragung des Klägers und die Befra-

- 42 - 

gung der Organe der Arbeitgeber des Klägers nach dem 23. Juli 2002, welche 

durch diesen bekannt zu geben seien (act. 70 S. 3). In der Berufungsschrift ma-

chen sie geltend, dass es sich von selbst verstehe, dass es ihnen nicht möglich 

gewesen sei, den strikten Beweis zu führen (act. 191/185 S. 25). Ist der strikte 

Beweis nicht möglich, muss mit Indizien und Hypothesen gearbeitet werden. Hy-

pothesen hatten die Beklagten in ihren Rechtsschriften keine aufgestellt. Nach-

dem die Vorinstanz die pauschal gehaltene Behauptung der Beklagten dennoch 

zum Beweis verstellt hatte, wäre es den Beklagten offen gestanden, in der Be-

weisantretungsschrift Indizien für ihre Behauptung mit entsprechender Beweismit-

telnennung vorzubringen. Denn es war unter der zürcherischen Zivilprozessord-

nung feststehende Rechtsprechung, dass der Beweisführer in der Beweiseingabe 

Unterbeweissätze formulieren kann, wobei auch neu indizierende Tatsachen vor-

gebracht werden dürfen (Frank/Sträuli/Messmer, ZPO Kommentar, N 4 Zu §§ 

137). Dies haben sie jedoch nicht getan.  

5.3.7. Nach dem bundesrechtlichen Regelbeweismass gilt ein Beweis als er-

bracht, wenn das Gericht von der Richtigkeit einer Sachbehauptung so überzeugt 

ist, dass allfällige Zweifel als unerheblich erscheinen. Ausnahmen von diesem 

Regelbeweismass der vollen Überzeugung nach objektiven Gesichtspunkten er-

geben sich einerseits aus dem Gesetz und sind anderseits durch Rechtsprechung 

und Lehre herausgearbeitet worden. Danach wird insbesondere eine überwie-

gende Wahrscheinlichkeit als ausreichend betrachtet, wo ein strikter Beweis nicht 

nur im Einzelfall, sondern der Natur der Sache nach nicht möglich oder nicht zu-

mutbar ist. Nach dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt ein 

Beweis als erbracht, wenn für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objekti-

ven Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe sprechen, dass andere denkbare 

Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen (Bger-Urteil 

4C.222/2004 vom 14. September 2004 E. 2 mit weiteren Verweisen). Selbst wenn 

die Vorinstanz zum Schluss gekommen wäre, dass die Ausführungen des Klägers 

nicht glaubhaft sind, drängt sich aus dessen Ausführungen nicht zwingend auf, 

dass er mindestens Fr. 500.– bis Fr. 600.– verdient haben muss. Zumal dies von 

der Beklagten bis zur Stellungnahme zum Beweisergebnis so nie behauptet wur-

de. Der Kläger führte zwar aus, dass er $ 500.– bis 600.– pro Monat zum Leben 

brauche (Prot. S. 164), jedoch erklärte er auch, dass er für die Miete ein Darlehen 

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aufgenommen habe und dass auch seine Frau arbeite (Prot. S. 164 f.). Nachdem 

sodann notorisch ist, dass die Arbeitsmarktsituation in T._____ sehr schlecht ist 

und weitere Indizien dafür fehlen, dass der Kläger einer regelmässigen Erwerbs-

tätigkeit nachgegangen sein muss, ist die Würdigung der Vorinstanz, dass den 

Beklagten der Beweis misslungen sei, nicht zu beanstanden.  

5.3.8. Der Kläger führte aus, dass er vereinzelte Handwerksarbeiten in T._____ 

erledigt habe, für die er jedoch monatlich keine Fr. 100.– habe generieren kön-

nen. Bei diesen Teilzeitarbeiten handle es sich um keinen regelmässigen Lohn. 

Die Arbeitslosenquote in T._____ sei sehr hoch (act. 31 S. 94). Nachdem es der 

Kläger unterlassen hat, den erzielten Lohn konkret darzutun und er mit seinen 

pauschalen Vorbringen seiner Substanziierungspflicht nicht genügend nach-

kommt, sind ihm die von ihm geltend gemachten Fr. 100.– pro Monat als Ein-

kommen anzurechnen. Nicht relevant ist dabei, dass dieser Lohn nicht einmal für 

die Deckung des Bedarfs gereicht habe (Urk. 31 S. 94). Sodann ist die Behaup-

tung im Beweisverfahren, dass er gar kein Einkommen erzielt habe, verspätet er-

folgt und daher nicht zu hören (§ 115 ZPO ZH). Dementsprechend ist dem Kläger 

ein Einkommen von Fr. 3‘500.– anzurechnen (35 Monate [Rückkehr nach 

T._____ unbekannt, jedoch frühestens Ende Jul