# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21973210-4513-5454-9e1f-81009b8f8227
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 19.02.2013 S 2012 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-79_2013-02-19.pdf

## Full Text

S 12 79

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 19. Februar 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren 1952, war im Unfallzeitpunkt arbeitslos und bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch 

unfallversichert. In seiner vorherigen Tätigkeit war er als Hilfsarbeiter im 

Strassenbau engagiert. Am 17. Januar 2011 erlitt er durch ein herunterfallendes 

Mikrowellengerät eine Kontusionsverletzung im Bereich des rechten Knies, des 

rechten Unterschenkels und des Fussrückens mit zahlreichen Längshautrissen. 

Es bestand ab dem 17. Januar 2011 bis auf weiteres eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. Mit Zwischenbericht vom 22. März 2011 hielt der 

behandelnde Hausarzt Dr. med. … einen schleppenden Heilungsverlauf fest. 

Daraufhin wurde … am 18. Mai 2011 im Rahmen einer kreisähnlichen 

Untersuchung durch Dr. med. … weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

attestiert. Eine weitere Untersuchung am 10. Januar 2012 durch den Kreisarzt 

Dr. med. … ergab ein Jahr nach dem Unfall immer noch ein erhebliches 

posttraumatisches Lymphödem am rechten Fuss bei nach wie vor nicht 

vollständig ausgeheilter Wunde prätibial distal. Eine wichtige Rolle dürfte auch 

die orthostatische Komponente darstellen, der Patient belaste den rechten Fuss 

nicht richtig, schone und belaste ihn nicht voll, obwohl eine Vollbelastung 

problemlos möglich wäre. Die vom Patient beschriebene Schmerzsymptomatik 

sei nicht ganz klar, insbesondere die ausstrahlenden Schmerzen bis hinauf in 

die Hüfte. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigket. Anschliessend 

erfolgte vom 8. Februar 2012 bis zum 22. Februar 2012 ein stationärer 

Aufenthalt in der Rehaklinik ... Gemäss Austrittsbericht vom 23. Februar 2012 

sei spätestens in 8 Wochen respektive nach vollständiger Stockentwöhnung 

aus medizinisch-rehabilitativer Sicht die bisherige Tätigkeit (Hilfsarbeiter 

Strassenbau) wieder zumutbar. Für andere berufliche Tätigkeiten ergäben sich 

unfallkausal keine Einschränkungen; aufgrund der Einschränkungen durch 

Lymphödem und Veneninsuffizienz (Krankheit) seien mittelschwere, 

wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Eine weitere ärztliche Beurteilung 

durch den Kreisarzt Dr. med. … am 2. März 2012 ergab, dass … rein 

unfallbedingt eine angestammte Tätigkeit in vollem Umfang zuzumuten sei. Es 

lägen keine Restunfallfolgen vor. Auf dem Arbeitsmarkt sei der 

Beschwerdeführer rein unfallbedingt voll arbeits- und vermittlungsfähig. Der Fall 

könne abgeschlossen werden und eine weitere kreisärztliche Untersuchung 

respektive Abschlussuntersuchung erübrige sich.

2. Mit Verfügung vom 23. März 2012 stellte die Suva die Versicherungsleistungen 

(Taggeld und Heilkosten) per 30. April 2012 ein. Sie hielt fest, dass … wieder 

zu 100 % arbeitsfähig sei. Auch würden keine wesentlichen strukturell 

fassbaren Unfallrestfolgen mehr vorliegen und eine volle Arbeitsleistung auf 

dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei zumutbar. Das Gehen ohne Stöcke sei aus 

medizinischer Sicht zumutbar. Abschliessend würden … zur vollen 

Stockentwöhnung noch zwei Serien Physiotherapie bewilligt. Damit sei in 

spätestens vier Wochen die angestammte Tätigkeit zumutbar. 

3. Die hiergegen erhobene Einsprache vom 25. April 2012 wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 4. Juni 2012 ab.

4. Gegen den Einspracheentscheid erhob … (Beschwerdeführer) am 5. Juli 2012 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht Graubünden mit dem Begehren, der 

angefochtene Entscheid sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an diese 

zurückzuweisen. Zur Begründung führte der Beschwerdeführer an, durch die 

Physiotherapien habe sich der Zustand partiell verbessert. Jedoch verspüre er 

weiterhin Schmerzen, habe ein stark angeschwollenes Bein und könne noch 

immer nicht beschwerdefrei gehen. Deshalb sei er im angestammten Beruf als 

Hilfsarbeiter im Strassenbau sowie in anderen Tätigkeiten arbeitsunfähig und 

nicht vermittelbar. Somit würden sich auch die gegenteiligen Feststellungen der 

Rehaklinik … als unzutreffend erweisen. Weiter monierte der 

Beschwerdeführer, er habe durch den Unfall erhebliche gesundheitliche 

Beeinträchtigungen erfahren. Zudem habe es die Vorinstanz unterlassen, 

seinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen. Auch habe die 

Suva keine Vorbehalte bezüglich allfälliger später auftretenden Unfallfolgen 

gemacht. Unter Hinweis auf ein Urteil des Bundesgerichts (BGE 136 V 117) 

hielt der Beschwerdeführer fest, es handle sich beim Bericht der Rehaklinik vom 

23. Februar 2012 nicht um ein Gutachten eines unabhängigen 

Sachverständigen, sondern um ein Parteigutachten. Als Ausfluss des 

rechtlichen Gehörs habe er Anspruch auf eine unabhängige Beurteilung seiner 

Arbeitsfähigkeit, weshalb die Einholung eines unabhängigen ärztlichen 

Gutachtens verlangt werde. Im Weiteren habe Dr. med. … den 

Beschwerdeführer noch am 14. April 2012 unfallbedingt für arbeitsunfähig 

erklärt. Seine ärztliche Einschätzung stehe klar im Widerspruch zum 

Austrittsbericht der Rehaklinik, was die Einholung eines unabhängigen 

Gutachtens erfordere. Der Beschwerdeführer rügte weiter, der Fallabschluss sei 

zu früh erfolgt, da von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine 

Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden könne. Unter diesen 

Umständen sei dem Beschwerdeführer die Möglichkeit weiterer 

physiotherapeutischer Behandlungen zulasten der Suva zu geben, bevor über 

den Fallabschluss entschieden werden könne. Auch hierzu sei eine 

unabhängige Expertise einzuholen. Schliesslich machte der Beschwerdeführer 

geltend, sein rechtes Bein sei nach wie vor stark angeschwollen, entzündet und 

schmerzhaft. Sollte dies, wie die Suva offenbar der Meinung sei, ein 

Endzustand darstellen, so habe der Beschwerdeführer unfallbedingt Anspruch 

auf eine Integritätsentschädigung. Die Suva habe es allerdings unterlassen, 

diesen Anspruch zu prüfen, weshalb der angefochtene Entscheid aufzuheben 

und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen sei.

5. Mit Beschwerdeantwort vom 29. August 2012 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin), die Beschwerde sei abzuweisen. Sie hielt 

fest, dass im konkreten Fall einzig die Frage zu klären sei, ob die Unfallfolgen 

über den 30. April 2012 hinaus andauerten. Nicht Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens könne die vom Beschwerdeführer geltend gemachte 

Rüge sein, die Beschwerdegegnerin habe keinen Vorbehalt in Bezug auf 

allfällige später auftretende Unfallfolgen oder Verschlechterungen des Zustands 

gemacht. Gerade dies betreffe nicht die Frage der weiterbestehenden 

Unfallfolgen zum Zeitpunkt des 30. April 2012. Weiter wies die 

Beschwerdegegnerin darauf hin, dass die Einholung eines Gutachtens der 

Rehaklinik das rechtliche Gehör nicht verletze. Gegenteilig stelle das 

Bundesgericht im Entscheid BGE 136 V 117 fest, dass es sich dabei nicht um 

ein Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG handle, weshalb auch keine Pflicht 

zur Gewährung des rechtlichen Gehörs bestehe. Auch könne der vom 

Beschwerdeführer aufgelegte Unfallschein nicht als konkretes Indiz gegen die 

Zuverlässigkeit des Austrittsberichts der Rehaklinik gewertet werden. Es sei der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass die Hausärzte eher zugunsten 

ihrer Patienten aussagen würden. Zudem sei ein einfacher Eintrag in einem 

Unfallschein keinesfalls einem ärztlichen Bericht gleichzusetzen. Dem Bericht 

der Rehaklinik komme voller Beweiswert zu, weshalb vorliegend von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne. Unter Hinweis auf BGE 

136 V 117 machte die Beschwerdegegnerin geltend, dass der 

Beschwerdeführer ursprünglich für die Rehabilitation und berufliche 

Reintegration in die Rehaklinik eingewiesen worden sei. Nach Rücksprache mit 

dem Kreisarzt Dr. med. … und im Einverständnis mit dem Beschwerdeführer 

sei er dann am 8. Februar 2012 klinikintern in die Arbeitsorientierte 

Rehabilitation zur Weiterführung der stationären Rehabilitation mit Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit respektive Zumutbarkeit im Hinblick auf den Fallabschluss 

verlegt worden. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin sei daher nicht zu 

beanstanden und das rechtliche Gehör nicht verletzt worden. Weiter sei der 

Beschwerdeführer bereits voll arbeitsfähig, weshalb auch keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes mehr möglich sei. Demnach erweise 

sich der Fallabschluss per 30. April 2012 als rechtens. Es lägen auch keine 

wesentlichen Unfallrestfolgen vor, weshalb kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente oder eine Integritätsentschädigung bestehe.

6. In der Replik vom 24. September 2012 wies der Beschwerdeführer darauf hin, 

dass sich sein Gesundheitszustand laut der Einschätzung von Dr. med. … in 

der ärztlichen Stellungnahme vom 23. September 2012 nach Beendigung der 

Entstauungstherapie wieder stark verschlechtert habe. Die aktuelle Situation 

am verletzten Bein habe sich durch die Verweigerung der Kostenübernahme 

durch die Beschwerdegegnerin massiv verschlechtert und zeitige aktuell, erneut 

unter Entstauungstherapie, wieder leichte Fortschritte. Eine traumatische Mit-

Ursache könne gemäss der Beurteilung von Dr. med. … im Arztbericht vom 17. 

September 2012 nicht ausgeschlossen werden, was für den Anspruch auf 

Versicherungsleistungen ausreiche. Nach der Einschätzung von Dr. med. … sei 

ein Arbeitseinsatz im derzeitigen Zustand nicht möglich. Sowohl er sowie auch 

Dr. med. … würden weitere medizinische Massnahmen in einer spezialisierten 

Rehaklinik empfehlen. Damit seien weitere medizinische Massnahmen 

notwendig und zudem könne eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden. Aufgrund des Gesagten sei klar, dass 

der Fallabschluss zu früh erfolgt sei.

7. Die Beschwerdegegnerin wies duplicando am 8. Oktober 2012 darauf hin, dass 

vorliegend nur der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt des Erlasses des 

Einspracheentscheids am 4. Juni 2012 relevant sein könne. Der 

Beschwerdeführer leide unter einer Veneninsuffizienz, welche gemäss 

Austrittsbericht der Rehaklinik unfallfremder/krankhafter Natur sei. Diese dürfe 

ausschliesslich für die im September 2012 eingetretene Unterschwellung 

ursächliche Bedeutung haben. 

8. In einer weiteren Stellungnahme am 15. Oktober 2012 hielt der 

Beschwerdeführer nochmals fest, dass die heutigen Beschwerden für den 

vorliegenden Fall relevant seien, zumal die unfallbedingten Schmerzen im 

Zeitpunkt des Verfügungserlasses noch angedauert hätten. Die Argumentation 

der Beschwerdeführerin zeige, dass in jedem Fall eine Oberexpertise 

einzuholen sei.

9. Am 21. September 2012 reichte der Beschwerdeführer ein Gesuch um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung ein.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid der SUVA vom 4. Juni 2012. Streitig und zu prüfen ist die 

Frage, ob der Beschwerdeführer über den 30. April 2012 hinaus Anspruch auf 

Versicherungsleistungen hat. Nicht Streitgegenstand ist, wie die 

Beschwerdegegnerin zutreffend festhält, der vom Beschwerdeführer geltend 

gemachte Vorbehalt allfälliger später auftretender Unfallfolgen oder 

Verschlechterungen des Gesundheitszustandes. Vielmehr steht dem 

Beschwerdeführer nach Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) von Gesetzes wegen das Recht zu, bei allfälligen später 

auftretenden Gesundheitsschäden erneut an die Beschwerdegegnerin zu 

gelangen, die alsdann zu prüfen hat, ob ein unfallkausaler Rückfall oder 

unfallkausale Spätfolgen vorliegen.

2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers 

gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 

beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das 

schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 

oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit 

andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 

eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 

beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm 

obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches nicht. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im 

Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen 

Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu 

gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint. Ist die Unfallkausalität einmal mit 

der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, so entfällt die deswegen 

anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht 

mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 

beruht. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein, während dem die 

blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen nicht 

genügt (BGE 129 V 177 E. 3). 

3. Vorab stellt sich die Frage, ob mit Einholung des Austrittsberichtes der 

Rehaklinik der Anspruch auf das rechtliche Gehör verletzt worden ist. Gemäss 

Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) gibt der Versicherungsträger, 

wenn er zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines 

unabhängigen Sachverständigen einholen muss, der Partei deren oder dessen 

Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und 

kann Gegenvorschläge machen. Für die Anwendbarkeit von Art. 44 ATSG 

beziehungsweise die Durchführung des darin vorgesehenen Verfahrens ist 

somit entscheidend, ob die Stellungnahmen der Ärztinnen und Ärzte der 

Rehaklinik als Gutachten eines oder einer unabhängigen Sachverständigen im 

Sinne dieser Bestimmung gelten. Nicht vorgesehen ist, Art. 44 ATSG auf 

versicherungsinterne Ärzte anzuwenden. Vorliegend führte der 

Beschwerdeführer mit Bezug auf das Urteil des Bundesgerichts 136 V 117 

begründend aus, es handle sich beim Bericht der Rehaklinik vom 23. Februar 

2012 nicht um ein Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen, sondern 

um ein Parteigutachten. Als Ausfluss des rechtlichen Gehörs habe er Anspruch 

auf eine unabhängige Einschätzung seiner Arbeitsfähigkeit, weshalb die 

Einholung eines unabhängigen ärztlichen Gutachtens verlangt werde. Dem 

Einwand des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Im dem vom 

Beschwerdeführer zitierten Bundesgerichtsentscheid 136 V 177 hat das 

Bundesgericht den Anspruch des rechtlichen Gehörs gerade nicht anerkannt. 

Es hält fest, dass fachmedizinische Stellungnahmen der Rehaklinik, soweit sie 

von der Suva verlangt werden, nicht als Gutachten unabhängiger 

Sachverständiger im Sinne von Art. 44 ATSG zu betrachten sind. Art. 44 ATSG 

sei somit nicht anwendbar und eine Pflicht zur Gewährung des rechtlichen 

Gehörs könne sich nicht aus dieser Bestimmung ergeben (BGE 136 V 117 E. 

3.4). Der Anspruch des rechtlichen Gehörs ist vorliegend nicht verletzt worden, 

womit sich die vorliegende Rüge des Beschwerdeführers als unbegründet 

erweist.

Die Beschwerdegegnerin hält sodann unter Hinweis auf den erwähnten 

Bundesgerichtsentscheid fest, dass im Umstand, dass der Beschwerdeführer 

ursprünglich in die Klinik für die Rehabilitation und beruflichen Integration 

eingewiesen und anschliessend klinikintern in die arbeitsorientierte Reha zur 

Fortsetzung der stationären Rehabilitation mit Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

respektive Zumutbarkeit im Hinblick auf den Fallabschluss verlegt worden sei, 

keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliege. Dies ist nicht zu 

beanstanden, ergibt sich doch aus den Akten, dass dieses Vorgehen nach 

Rücksprache mit dem Kreisarzt Dr. med. … und im Einverständnis des 

Beschwerdeführers veranlasst worden war und deshalb das rechtliche Gehör 

auch diesbezüglich nicht verletzt wurde. 

4. a) Weiter ist die Frage zu klären, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf den 

Bericht der Rehaklinik vom 23. Februar 2012 abgestellt hat. Nach dem für das 

gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren geltenden Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, 

d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem 

sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Fachperson begründet und nachvollziehbar sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 134 V 232 E. 5.1 und 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Auch den 

Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte - wie den Ärztinnen und 

Ärzten der Rehaklinik - kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen 

werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie 

in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 135 V 465 E. 4 und 125 V 353 E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 

8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 Ziff. 1 der Europäische 

Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) geben keinen formellen 

Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche 

streitig sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen 

tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als 

schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne 

Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an 

die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 

nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.7, RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f. E. 1a). 

b) Im konkreten Fall kann der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich darlegen, 

inwiefern der Austrittsbericht der Rehaklinik vom 23. Februar 2012, in welchem 

der Beschwerdeführer für 100 % arbeitsfähig eingestuft wird, widersprüchlich 

und unschlüssig sein soll und nicht darauf abgestellt werden könnte. Im 

Austrittsbericht der Rehaklinik, wo sich der Beschwerdeführer zur 

orthopädischen und hernach vom 25. Januar bis 7. Februar 2012 in der 

Arbeitsorientierten Rehabilitation aufgehalten hatte, wird festgehalten, dass 

beim Klinikeintritt belastungsabhängige Beinschmerzen mit 

Schwellungstendenz im Bereich des Unterschenkels und Fuss im Vordergrund 

gestanden haben. Klinisch habe sich eine Schwellung im rechten Fuss und 

OSG-Bereich gezeigt, welche nicht eindrückbar gewesen sei. Ferner diffuse 

Schmerzen am gesamten rechten Unterschenkel, Fuss sowie Kniegelenkspalt 

beidseits und über dem Tractus iliotibialis. Das Gangbild habe ein 

Entlastungshinken rechts mit aussenrotiertem Fuss rechts gezeigt. Bei 

belastungsabhängigen Schmerzabgaben im Hüftgelenk beidseits sei eine 

radiologische Kontrolle durchgeführt worden. Gesamthaft betrachtet könne man 

aufgrund der  Diagnose sowie der klinischen Befunde die Beschwerden und 

Funktionseinschränkung in ihrer Lokalisation und Intensität nur teilweise 

erklären. Nach Durchführung der therapeutischen Massnahmen habe keine 

wesentliche Verbesserung der Schmerzproblematik erreicht werden können. 

Die körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit hätten beim Training auf 

ein mässiges Niveau leicht gesteigert werden können. Bezüglich der 

Beweglichkeit im rechten OSG habe insgesamt eine Verbesserung erreicht 

werden können. Auch das Gangbild habe sich etwas verbessert. Die 

Stockentwöhnung sei gescheitert, da der Patient nicht gewillt gewesen sei, sich 

rasch von den Stöcken zu entledigen. Zur vollständigen Stockentwöhnung 

würden noch zwei Serien ambulante Physiotherapie empfohlen. Spätestens in 8 

Wochen respektive nach vollständiger Stockentwöhnung sei aus medizinisch-

rehabilitativer Sicht die angestammte Tätigkeit (Hilfsarbeiter im Strassenbau) 

wieder zumutbar. Unfallkausal bestehe keine dauerhafte Einschränkung für 

andere berufliche Tätigkeiten. Aufgrund der Einschränkungen durch 

Lymphödem und die Veneninsuffizienz (Krankheit) seien mittelschwere, 

wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Der Austrittsbericht der Rehaklinik 

erweist sich insgesamt als umfassend, schlüssig und nachvollziehbar, weshalb 

darauf abzustellen ist. Auch eine weitere ärztliche Beurteilung durch den 

Kreisarzt am 2. März 2012 ergab, dass der Beschwerdeführer rein unfallbedingt 

eine angestammte Tätigkeit in vollem Umfang zuzumuten ist und er demnach 

voll arbeitsfähig ist. Diese Einschätzungen vermag der Eintrag des Hausarztes 

im vom Beschwerdeführer eingereichten Unfallschein, wonach der 

Beschwerdeführer seit dem 3. November 2011 100 % arbeitsunfähig sei, nicht 

in Zweifel zu ziehen. Ein einfacher Eintrag in einem Unfallschein zum Grad der 

Arbeitsfähigkeit vermag die Voraussetzungen eines umfassenden, schlüssigen 

Arztberichtes nicht zu erfüllen. Bleibt noch der Hinweis, dass auch im Falle von 

Berichten von Hausärzten und Ärzten, die für weitere, fachärztliche Behandlung 

aufgesucht werden, der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass diese 

mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Nach dem 

Gesagten ist das Gericht zur Überzeugung gelangt, dass keine konkreten 

Indizien vorliegen, die gegen die Zuverlässigkeit des Berichtes der Rehaklinik 

vom 23. Februar 2012 sprechen. Die Beschwerdegegnerin ist daher zu Recht 

gestützt auf diesen Bericht davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer 

wieder voll arbeitsfähig ist.

c) Hinsichtlich der mit der Replik vom 24. September 2012 eingereichten Berichte 

von Dr. med. … vom 23. September 2012 und von Dr. med. … vom 17. 

September 2012 ist darauf hinzuweisen, dass für die richterliche Beurteilung 

grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des Erlasses des 

strittigen Einspracheentscheids (hier: 4. Juni 2012), massgebend sind. 

Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind insoweit zu berücksichtigen, 

als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und 

geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des 

Einspracheentscheides zu beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_439/2009 vom 25. November 2009 E. 3). Eine solche Konstellation liegt hier 

nicht vor. Vorliegend hält Dr. med. … in seiner ärztlichen Stellungnahme vom 

23. September 2012 fest, dass die aktuelle Situation nach Beendigung der 

Entstauungstherapie, d.h. nach Verweigerung der Kostengutsprache durch die 

SUVA, sich deutlich verschlechtert habe und aktuell, erneut unter 

Entstauungstherapie, wieder leichte Fortschritte zeitige. Beim jetzigen Zustand 

handle es sich nach Meinung von Dr. med. … im Arztbericht vom 17. 

September 2012 beim Gesundheitszustand des Beschwerdeführers um einen 

sekundären Stauungskomplex mit Phlebödem, weshalb - so Dr. med. … - 

zumindest eine traumatische mit-Ursache nicht ausgeschlossen werden könne. 

Ein Arbeitseinsatz als Bauarbeiter sei derzeit aufgrund der 

Oberschenkelschwellung nicht möglich. Damit steht fest, dass die erneut 

aufgetretene Unterschenkelschwellung im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

nicht relevant sein kann, da erwähnte Schwellung am rechten Unterschenkel 

erst nach dem 4. Juni 2012 und somit erst nach Erlass des strittigen 

Einspracheentscheids, eingetreten ist. Die neu eingereichten Arztberichte 

vermögen somit die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des 

Einspracheentscheids nicht zu beeinflussen. Gemäss Bericht von Dr. med. … 

vom 17. September 2012 handelt es sich vorliegend um einen sekundären 

Stauungskomplex mit Phlebödem, da dieser erst nach dem Trauma aufgetreten 

sei. Damit bedient sich Dr. med. … der nicht beweistauglichen Beweisregel 

„post hoc, ergo propter hoc“, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche 

Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach 

diesem aufgetreten ist. Diese Beweisregel ist unfallmedizinisch nicht haltbar 

und beweisrechtlich untauglich (BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Auch mit dem 

Bericht von Dr. med. … wäre ein überwiegender natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen der erneut aufgetretenen 

Unterschenkelschwellung und dem Unfallereignis vom 17. Januar 2012 nicht 

erstellt. Vielmehr hält Dr. med. … fest, dass „zumindest eine traumatische Mit-

ursache nicht ausgeschlossen werden könne“, was lediglich auf einen 

möglichen natürlichen Kausalzusammenhang schliessen lässt und somit dem 

im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, 

Art. 43 N. 30; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 [U 290/06] E. 4.2.3) nicht genügt. In 

diesem Zusammenhang ist weiter zu bemerken, dass im Bericht der Rehaklinik 

vom 23. Februar 2012 eine unfallfremde, krankhafte Veneninsuffizienz 

diagnostiziert worden ist, welche, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 

festhält, ursächlich für die Unterschenkelschwellung sein dürfte. Insgesamt 

vermögen die mit der Replik vom 24. September 2012 eingereichten Berichte 

von Dr. med. … vom 23. September 2012 und von Dr. med. … vom 17. 

September 2012 den Austrittsbericht der Rehaklinik vom 23. Februar 2012 nicht 

zu erschüttern, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf abgestellt hat 

und von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgegangen ist. Vorliegend besteht 

kein Anlass, weitere Abklärungen vorzunehmen, zumal davon auszugehen ist, 

dass von weiteren Untersuchungen keine entscheidrelevanten neuen 

Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 157 

E. 1d).

d) Auch die Rüge des Beschwerdeführers, wonach die Beschwerdegegnerin den 

Fall per 30. April 2012 nicht hätte abschliessen dürfen, zielt ins Leere. Er macht 

geltend, mittels Physiotherapie könne sein Gesundheitszustand weiterhin 

verbessert werden und gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei ein 

Fall dann abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers 

mehr erwartet werden könne. Bis zu welchem Zeitpunkt Heilbehandlung und 

Taggeld durch die Beschwerdegegnerin zu gewähren sind, ergibt sich indessen 

aus Art. 19 Abs. 1 UVG. Danach sind Heilbehandlung und das Taggeld nur 

solange zu gewähren, respektive entsteht der Rentenanspruch, wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann 

und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind. Gemäss Rechtsprechung ist unter einer namhaften 

Besserung des Gesundheitszustandes eine wesentliche Steigerung oder 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, zu 

verstehen (BGE 134 V 109 E. 4.3). Vorliegend ist der Beschwerdeführer 

gemäss dem Austrittsbericht der Rehaklinik vom 23. Februar 2012 sowohl in 

einer angestammten Tätigkeit als auch in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % 

arbeitsfähig, was eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes im 

Sinne der Rechtsprechung von vornherein ausschliesst. Der Fallabschluss per 

30. April 2012 erweist sich daher als rechtens und ist nicht zu beanstanden. 

e) Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, die Beschwerdegegnerin habe 

seinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung nicht geprüft. Gemäss Art. 

24 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine Integritätsentschädigung, 

wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Ein 

Integritätsschaden gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich während des 

ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn 

die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der 

Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 

UVV). Vorliegend jedoch ergeben sich aus den Akten (vgl. Beurteilung vom 2. 

März 2012 durch den Kreisarzt) keine Hinweise auf Unfallrestfolgen, die einen 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung im Sinne von Art. 24 UVG und Art. 

36 UVV begründen könnten.

5. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die von der Beschwerdegegnerin 

erfolgte Leistungseinstellung auf den 30. April 2012 zu Recht erfolgt und nicht 

zu beanstanden ist. Dasselbe gilt für die Verneinung eines Anspruchs auf eine 

Integritätsentschädigung. Der angefochtene Entscheid vom 4. Juni 2012 erweist 

sich als rechtmässig, und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren 

in Sozialversicherungsstreitigkeiten gemäss Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich 

kostenlos ist. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der 

unentgeltlichen Prozessführung ist damit obsolet. Eine aussergerichtliche 

Entschädigung steht der Vorinstanz (Beschwerdegegnerin) nicht zu (Art. 61 lit. 

g ATSG e contrario).

b) Der Beschwerdeführer beantragt für das vorliegende Verfahren die 

unentgeltliche Rechtsvertretung. Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht 

über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, 

wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung 

ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand (vgl. auch Art. 76 Abs. 1 – 3 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) sowie Art. 61 lit. f ATSG). Die 

Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung sind 

in der Regel erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die Partei 

bedürftig und die Vertretung durch einen Anwalt oder eine Anwältin notwendig 

oder doch geboten ist (BGE 125 V 202 E. 4a mit Hinweisen). Anhand der 

eingereichten Unterlagen über die Einkommens- und Vermögenssituation ist die 

Bedürftigkeit des Beschwerdeführers für das Gericht hinreichend erstellt. 

Zudem ist seine Beschwerde nicht offensichtlich aussichtslos und die 

Vertretung durch einen Anwalt geboten, zumal der Beschwerdeführer ein Laie 

und der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Seinem Gesuch um 

unentgeltliche Rechtsvertretung ist somit zu entsprechen. Als unentgeltlicher 

Rechtsbeistand wird dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt Dr. iur. … bestellt. 

Dieser hat eine detaillierte Honorarnote eingereicht, mit der er ein Honorar von 

Fr. 4‘250.-- (17 Stunden x Fr. 250.--, exkl. Barauslagen, exkl. MWST) geltend 

macht. In der Honorarnote sind Aufwendungen und Barauslagen ab dem 13. 

April 2012 enthalten. Es können jedoch nur Aufwendungen und Auslagen 

entschädigt werden, die im Zusammenhang mit vorliegendem 

Beschwerdeverfahren, mithin ab dem 5. Juni 2012 angefallen sind. Somit 

können die angegebenen Arbeitsaufwendungen im Umfang von 2.25 Stunden 

und Barauslagen von Fr. 18.--, die vor dem 4. Juni 2012 angefallen sind, nicht 

berücksichtigt werden. Damit ergibt sich unter Berücksichtigung des für die 

unentgeltliche Vertretung massgebenden Stundenansatzes von Fr. 200.-- nach 

Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der 

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung) ein Betrag von 

total Fr. 3'476.50 (14.75 Stunden x Fr. 200.--, zuzüglich Fr. 269.-- [Barauslagen] 

und zuzüglich 8 % MWST [Fr. 257.50]). Dieser Betrag ist von der Gerichtskasse 

zu übernehmen. In diesem Umfang (Fr. 3‘476.50) gilt der Vorbehalt von Art. 77 

VRG, wonach die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten sind, wenn sich die 

Einkommens- oder Vermögensverhältnisse des Beschwerdeführers dereinst 

verbessern und er dazu finanziell in der Lage ist.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. a) Der Beschwerdeführer wird in der Person von Rechtsanwalt Dr. iur. … ein 

Rechtsvertreter auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch die 

Gerichtskasse mit Fr. 3'476.50 (inkl. MWST) entschädigt. 

b) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse vom 

Beschwerdeführer gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das 

Erlassene und die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG).

Auf die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 4. Oktober 

2013 nicht eingetreten (8C_431/2013).