# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fabe07f0-57a1-5b25-90ac-364f7abd3384
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.01.2012 C-2944/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2944-2009_2012-01-11.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­2944/2009

U r t e i l   v om   1 1 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz),
Richterin Marianne Teuscher, Richter Blaise Vuille,   
Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn.

Parteien A._______
vertreten durch K._______
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Einreiseverbot.

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Sachverhalt:

A.
Der  aus  dem  Kosovo  stammende  Beschwerdeführer  (geboren  im  Juli 
1977)  heiratete  –  nach  verschiedenen  Aufenthalten  in  der  Schweiz 
während  der  90er­Jahre  –  am  11. Oktober  2000  eine  in  der  Schweiz 
niedergelassene  Landsfrau.  Gestützt  auf  diese  Heirat  erhielt  er  eine 
Aufenthalts­bewilligung und reiste am 19. Dezember 2001 in die Schweiz 
ein.  In  der  Folge  wurde  der  Beschwerdeführer  Vater  von  drei  Kindern 
geboren am 18. Mai 2002, 20. Januar 2004 und 18. Dezember 2006. 

B.
Wegen  verschiedener  Delikte  gegen  das  Strassenverkehrsgesetz  vom 
19. Dezember  1958  (SVG,  741.01)  wurde  der  Beschwerdeführer  vom 
Untersuchungsrichteramt  III  Bern  Mittelland  im  Zeitraum  vom 
18. November  2004  bis  zum  5. April  2005  vier Mal  zu  einer Geldbusse 
verurteilt. Die Restbussen wurden mit  den Urteilen  vom 8. August  2006 
und 10. September 2007 zu insgesamt zehn Tagen Haft umgewandelt.

C.
Am 7. August 2006 wurde der Beschwerdeführer verhaftet. Ein knappes 
Jahr  später  beantragte  die  damalige  Ehefrau  des  Beschwerdeführers 
beim Gerichtskreis A._______ ein Eheschutzgesuch, welches sie jedoch 
nicht  einreichte.  Mit  Beschluss  der  Vormundschaftskommission 
B._______ vom 25. Juni 2007 wurde über die drei gemeinsamen Kinder 
der Eheleute eine Beistandschaft errichtet, beiden Eltern die Obhut über 
die  Kinder  entzogen  und  letztere  fremdplatziert.  Der  Aufenthaltsort  der 
Kinder  wurde  seitens  der  Behörden  zu  Beginn  geheim  gehalten.  Den 
Eltern steht ein 14­tägliches Besuchsrecht zu. 

D.
Mit  Urteil  des  Tribunal  d'Arrondissement  de  Lausanne  vom  23. August 
2007  wurde  der  Beschwerdeführer  wegen  schweren  Verstosses  gegen 
das Bundesgesetz  vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel  und 
die psychotropen Stoffe (BetmG, SR 812.121) und wegen Geldwäscherei 
zu 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 18 Monate bedingt auf  fünf Jahre 
ausgesprochen wurden, verurteilt. Die Strafe verbüsste er vom 9. August 
2006 bis zum 7. Februar 2008. 

E.
Mit  Verfügung  vom  25. Februar  2008  wiesen  die  Einwohnerdienste 
C.________  den  Beschwerdeführer  aus  der  Schweiz  weg  und  setzten 

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ihm  eine  Frist  zur  Ausreise  an.  Die  Beschwerde  dagegen  hiess  die 
Polizei­  und Militärdirektion  des  Kantons  D._______ mit  Entscheid  vom 
31.  Oktober  2008  teilweise  gut  und  hob  die  angefochtene  Verfügung 
insoweit auf, als die Vorinstanz die Wegweisung aus der Schweiz verfügt 
hatte.  Dem  Beschwerdeführer  wurde  eine  Frist  zur  Ausreise  aus  dem 
Kanton  D._______  auf  den  15. Dezember  2008  angesetzt.  Einem 
Gesuch des Beschwerdeführers  um Fristverlängerung  zur Ausreise  gab 
die  Polizei­  und  Militärdirektion  des  Kantons  D._______  am  21. 
November 2008 statt und setzte die Frist neu auf den 20. Dezember 2008 
an. 

F.
Anfang  2008  stellten  die  Eheleute  beim  zuständigen  Gericht  ein 
gemeinsames  Scheidungsbegehren.  Mit  Urteil  des  Gerichtskreises 
A._______  vom  17.  Dezember  2008 wurde  die  Ehe  geschieden.  Kurze 
Zeit  zuvor  hatte  sich  der  Beschwerdeführer  im  Kanton  E._______ 
angemeldet. Zu einer Regelung des Autenthalts kam es nicht.

G.
Am 16. Januar 2009 verfügte das BFM die Ausdehnung der Wegweisung 
auf  die  ganze  Schweiz  und  das  Fürstentum  Liechtenstein.  Die 
Ausreisefrist wurde von den Einwohnerdiensten C._______ neu auf den 
2. März 2009 festgesetzt. 

H.
Am  6. April  2009  wurde  der  Beschwerdeführer  von  den  zuständigen 
Behörden  des  Kantons  D._______  in  Ausschaffungshaft  versetzt.  Zur 
beabsichtigten Verhängung  eines Einreiseverbots  nahm er  gleichentags 
folgendermassen  Stellung:  Er  entschuldige  sich  dafür,  dass  er  nicht 
fristgemäss  in  seinen  Heimatstaat  ausgereist  sei.  Weiter  gab  er  zu, 
Fehler  gemacht  zu  haben,  dennoch  wolle  er  seine  drei  Kinder  wieder 
sehen. 

I.
Mit  Verfügung  vom  7. April  2009  verhängte  die  Vorinstanz  gegenüber 
dem  Beschwerdeführer  ein  Einreiseverbot  auf  unbestimmte  Zeit  (mit 
Wirkung  ab  9.  April  2009)  und  entzog  einer  allfälligen  Beschwerde  die 
aufschiebende Wirkung.  Zur  Begründung  führte  sie  unter  Bezugnahme 
auf Art. 67 Abs. 1 Bst. a des Ausländergesetzes vom 16. Dezember 2005 
(AuG,  SR  142.20;  zur  damaligen  Fassung  vgl.  AS  2007  5457)  aus, 
wegen  Widerhandlung  gegen  das  Betäubungsmittelgesetz  liege  ein 

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Verstoss  gegen  die  öffentliche  Sicherheit  und  Ordnung  vor  und  der 
Beschwerdeführer gefährde diese. 

J.
Am  9.  April  2009  wurde  der  Beschwerdeführer  in  sein  Heimatland 
ausgeschafft.

K.
Mit  Beschwerde  vom  4.  Mai  2009  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
beantragt  der  Beschwerdeführer  die  Aufhebung  des  Einreiseverbots 
sowie  eine  Aufenthaltsbewilligung.  Beim  Kanton  E._______  sei  ein 
Gesuch um Aufenthaltsbewilligung hängig. Er bringt im Wesentlichen vor, 
er  habe  beinahe  20  Jahre  in  der  Schweiz  gelebt  und  habe  sich  hier 
beruflich  und  sozial  integriert.  Die  Rückkehr  in  den  Kosovo  würde  zu 
einer Entwurzelung  sowie  zu einer Notsituation  führen. Er  bereue seine 
begangenen Delikte und möchte nun ein normales Leben führen und sich 
um  seine  Kinder  kümmern.  Aufgrund  der  Aufenthaltsbewilligung  seiner 
minderjährigen  Kinder  in  der  Schweiz  habe  er  gemäss  Art.  8  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ein  Recht  auf  eine 
Aufenthaltsregelung  damit  er  mit  ihnen  als  Familie  zusammenleben 
könne.

L.
Mit  Instruktionsverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  9.  Juni 
2009  wurde  der  Beschwerdeführer  darauf  hingewiesen,  dass  eine 
Aufenthaltsregelung nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein 
könne. Zur Frage eines beabsichtigten Aufenthaltsgesuchs liess sich der 
Beschwerdeführer nicht vernehmen. 

M.
Die Vorinstanz  schliesst  in  ihrer Vernehmlassung  vom 18. August  2009 
auf Abweisung der Beschwerde.

N.
Der  Beschwerdeführer  machte  von  seinem  Recht  auf  Replik  keinen 
Gebrauch.

O.
Mit  Beschluss  der  Stadt  C._______  vom  31.  Oktober  2011  wurde  den 
Anträgen der Beiständin auf Weiterführung der Fremdplatzierung der drei 

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Kinder  des  Beschwerdeführers  sowie  der  Weiterführung  des 
Obhutsentzugs stattgegeben.

P.
Auf  den  weiteren  Akteninhalt  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  im  Sinne  von  Art.  5  des 
Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20. Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als 
Vorinstanzen  gelten  die  in  Art.  33  VGG  genannten  Behörden.  Dazu 
gehört auch das BFM, welches mit der Anordnung eines Einreiseverbotes 
eine  Verfügung  im  erwähnten  Sinne  und  daher  ein  zulässiges 
Anfechtungsobjekt erlassen hat. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt 
nicht vor.

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 
sich  nach  dem  VwVG,  soweit  das  Verwaltungsgerichtsgesetz  nichts 
anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

1.3 Der Beschwerdeführer  ist als Verfügungsadressat  legitimiert  (Art. 48 
Abs. 1 VwVG). Auf die frist­ und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten, soweit sie das Einreiseverbot betrifft  (vgl. Art. 49  ff. VwVG). 
Das  Gesuch  um  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  bildet  nicht 
Gegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens,  weshalb  darauf  nicht 
einzutreten ist.

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  –  sofern  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 

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gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 
2011/1 E. 2)

3. 
3.1 Wird gegen eine Person, welche nicht Angehörige eines Staates  ist, 
der  durch  eines  der  Schengen­Assoziierungsabkommen  (vgl.  Anhang 1 
Ziffer 1 AuG) gebunden ist, ein Einreiseverbot nach Art. 67 AuG verhängt, 
wird  diese  Person  gestützt  auf  Art. 94  Abs. 1  und  Art. 96  des 
Übereinkommens  vom  19. Juni  1990  zur  Durchführung  des 
Übereinkommens  betreffend  den  schrittweisen Abbau  der Kontrollen  an 
den gemeinsamen Grenzen (Schengener Durchführungsübereinkommen 
[SDÜ], Abl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19­62) und Art. 16 Abs. 2 
und  4  des  Bundesgesetzes  vom  13. Juni  2008  über  die  polizeilichen 
Informationssysteme  des  Bundes  (BPI,  SR 361)  normalerweise  im  SIS 
(vgl.  dazu  Art. 92 ff.  SDÜ)  zur  Einreiseverweigerung  ausgeschrieben. 
Eine  solche  Ausschreibung  einer  Person  im  SIS  zur 
Einreiseverweigerung  aufgrund  einer  vom  BFM  verhängten 
Fernhaltemassnahme bewirkt, dass ihr die Einreise  in das Hoheitsgebiet 
der  Schengen­Mitgliedstaaten  verweigert  wird  (vgl.  Art. 13  Abs. 1  der 
Verordnung  [EG]  Nr. 562/2006  des  Europäischen  Parlaments  und  des 
Rates  vom  15. März  2006  über  einen  Gemeinschaftskodex  für  das 
Überschreiten  der  Grenzen  durch  Personen  [Schengener  Grenzkodex 
bzw. SGK, Abl. L 105 vom 13. April 2006, S. 1­32]). 

3.2  Der  Beschwerdeführer  ist  nicht  Bürger  eines  Schengenstaates, 
weshalb das fragliche Einreiseverbot  im SIS ausgeschrieben wurde (Art. 
96 SDÜ). Das in Art. 25 SDÜ vorgesehene Konsultationsverfahren regelt, 
wann  der  ausschreibende  Vertragsstaat  die  Einreiseverweigerung 
gegenüber einem Drittstaatsangehörigen im SIS wieder löscht. Dies wäre 
dann  der  Fall, wenn ein  anderes Schengenland  dem Beschwerdeführer 
eine  Aufenthaltserlaubnis  erteilte  oder  zusicherte.  Ein  solcher 
Aufenthaltstitel  wird  aber  nur  bei  Vorliegen  gewichtiger  Gründe  erteilt, 
insbesondere  wegen  humanitärer  Erwägungen  oder  infolge 
internationaler Verpflichtungen  (Art.  25 SDÜ;  vgl.  hierzu auch Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts C­4342/2010 vom 9. Mai 2011 E. 3.2). Damit 
wird  den  Anforderungen  an  die  Verhältnismässigkeit  Genüge  getan. 
Einzelfallweise bestehen weitere Lockerungsmöglichkeiten  (bezogen auf 
Einreisen  in  die  Schweiz  siehe  beispielsweise  die  Möglichkeit  der 

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Suspension des Einreiseverbots gemäss Art. 67 Abs. 5 AuG). Vorliegend 
wurde die Schweiz von keiner anderen Vertragspartei konsultiert und der 
Beschwerdeführer  besitzt  derzeit  auch  kein  Aufenthaltsrecht  in  einem 
Schengenstaat. Die Ausschreibung im SIS erfolgte daher zu Recht.

4. 
4.1  Das  in  Art.  67  AuG  geregelte  Einreiseverbot  entspricht  der 
altrechtlichen  Einreisesperre  des  Art.  13  des  Bundesgesetzes  vom  26. 
März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, BS 
1 121). Auf den 1. Januar 2011 trat als Folge der Weiterentwicklung des 
Schengen­Besitzstandes  eine  neue  Fassung  in  Kraft  (zum Ganzen  vgl. 
BBl  2009  8881  und AS 2010  5925). Nach Art.  67 Abs.  1 AuG wird  ein 
Einreiseverbot  vom  BFM  unter  Vorbehalt  von  Abs.  5  nun  gegenüber 
weggewiesenen  Ausländerinnen  und  Ausländern  verfügt,  wenn  die 
Wegweisung nach Art. 64d Abs. 2 Bst. a – c AuG sofort vollstreckt wird 
(Art.  67  Abs. 1Bst.  a  AuG)  oder  die  betroffene  Person  der 
Ausreiseverpflichtung  nicht  nachgekommen  ist  (Art.  67  Abs.  1  Bst.  b 
AuG).  Es  kann  nach  Art.  67  Abs. 2  AuG  sodann  gegen  ausländische 
Personen  erlassen  werden,  die  gegen  die  öffentliche  Sicherheit  und 
Ordnung  in  der Schweiz  oder  im Ausland  verstossen  haben oder  diese 
gefährden (Art. 67 Abs. 2 Bst. a), Sozialhilfekosten verursacht haben (Art. 
67  Abs.  2  Bst.  b)  oder  in  Vorbereitungs­,  Ausschaffungs­  oder 
Durchsetzungshaft  genommen werden mussten  (Art.  67  Abs.  2  Bst.  c). 
Das  Einreiseverbot  wird  für  eine  Dauer  von  höchstens  fünf  Jahren 
verhängt.  Es  kann  für  eine  längere  Dauer  verfügt  werden,  wenn  die 
betroffene  Person  eine  schwerwiegende  Gefahr  für  die  öffentliche 
Sicherheit und Ordnung darstellt (Art. 67 Abs. 3 AuG). Schliesslich kann 
die  verfügende  Behörde  aus  humanitären  oder  anderen  wichtigen 
Gründen  von  der  Verhängung  eines  Einreiseverbots  absehen  oder  ein 
Einreiseverbot vollständig oder vorübergehend aufheben  (Art. 67 Abs. 5 
AuG).

Die  bisher  bestehende  Praxis  der  Vorinstanz  bei  der  Ansetzung  von 
Fernhaltemassnahmen  ist  mit  den  obgenannten  Grundsätzen  vereinbar 
(vgl.  BBl  2009  8896  ad  Art.  67  Abs.  3  in  fine),  weswegen  sich  für  den 
Beschwerdeführer  im  Ergebnis  nichts  ändert  (Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  C­2681/2010  vom  6.  Mai  2011  E.  5.1  mit 
Hinweis).

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4.2  Wie  bereits  die  altrechtliche  Einreisesperre  ist  das  Einreiseverbot 
keine Sanktion für vergangenes Fehlverhalten, sondern eine Massnahme 
zur  Abwendung  einer  künftigen  Störung  der  öffentlichen  Sicherheit  und 
Ordnung  (siehe  Botschaft  zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen 
und  Ausländer  vom  8.  März  2002,  BBl  2002  3813).  Die  öffentliche 
Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 67 Abs. 2 Bst. a AuG (welcher 
der  alten Fassung  von Art.  67 Abs.  1 Bst.  a AuG entspricht)  bildet  den 
Oberbegriff für die Gesamtheit der polizeilichen Schutzgüter. Sie umfasst 
unter  anderem  die  Unverletzlichkeit  der  objektiven  Rechtsordnung  und 
der  Rechtsgüter  Einzelner  (BBl  2002  3809;  vgl.  auch  RAINER  J. 
SCHWEIZER/PATRICK SUTTER/NINA WIDMER, in: Rainer J. Schweizer [Hrsg.], 
Sicherheits­ und Ordnungsrecht des Bundes, SBVR Bd. III/1, Basel 2008, 
Teil B, Rz. 12 und 13 mit Hinweisen). In diesem Sinne liegt nach Art. 80 
Abs.  1  Bst.  a  der  Verordnung  vom  24.  Oktober  2007  über  Zulassung, 
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) ein Verstoss gegen 
die  öffentliche  Sicherheit  und  Ordnung  unter  anderem  dann  vor,  wenn 
gesetzliche  Vorschriften  oder  behördliche  Verfügungen  missachtet 
werden. Somit können die vorliegenden Rechtsgüterverletzungen als Teil 
der  objektiven  Rechtsordnung  ein  Einreiseverbot  nach  sich  ziehen, 
allerdings  nicht  als  Sanktion,  sondern  als  Massnahme  zum  Schutz 
künftiger Störungen (vgl. BBl 2002 3813).

4.3  Laut  dem  Urteil  des  Tribunal  d'Arrondissement  de  Lausanne  vom 
23. August  2007  war  der  Beschwerdeführer  in  Zusammenarbeit  mit 
diversen  Mitgliedern  seiner  Familie  und  zwei  weiteren  Männern  im 
Zeitraum  von  Ende  2005  bis  Anfang  August  2006  an  einem 
beträchtlichen  Handel  von  Heroin  und  Kokain  beteiligt,  indem  er  es 
lagerte, transportierte, damit Handel betrieb, es erwarb und verkaufte. Es 
handelte  sich  dabei  um  eine  Drogenmenge  von  mehreren  Kilos.  Der 
Beschwerdeführer  spielte  bei  diesen  Geschäften  zunehmend  eine 
grössere Rolle und kontaktierte die Grossisten direkt, um grosse Mengen 
Drogen zu erhalten. Zusätzlich hat er sich Mitte Juli und Anfang August 
2006  der  Geldwäscherei  schuldig  gemacht,  indem  er  kleinere 
Geldscheine, welche aus dem Drogenhandel stammten, gegen grössere 
wechselte oder der Familie eines Komplizen  in den Kosovo sandte. Das 
Gericht erachtet sein Verschulden als schwer. Der Beschwerdeführer war 
selber  nicht  drogenabhängig  und  sein  Verhalten  beruhte  auf 
Gewinnstrebigkeit. 

4.4  Ausländische  Straftäter,  die  durch  Verbreitung  harter  Drogen  die 
Gesundheit anderer gefährden oder beeinträchtigen, sind während einer 

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gewissen  Zeit  von  der  Schweiz  fernzuhalten.  Damit  soll  der  weiteren 
Ausbreitung  des  verbotenen  Handels  mit  Betäubungsmitteln 
entgegengewirkt werden.  Aufgrund  der  Zunahme  solcher  Taten  ist  zum 
Schutz  der  Allgemeinheit  durch  eine  kontinuierliche  und  strenge 
Verwaltungspraxis  zu  verdeutlichen,  dass  schwere  Widerhandlungen 
gegen  das  Betäubungsmittelgesetz  mit  langjährigen 
Fernhaltemassnahmen  geahndet  werden.  Der  Schutz  der  öffentlichen 
Sicherheit  und Gesundheit  ist  dabei  durch  Abschreckung  nicht  nur  des 
jeweiligen Straftäters,  sondern  auch  anderer  potenzieller  Rechtsbrecher 
weitest möglich zu gewährleisten (vgl. BGE 131 II 352 E. 4.3.1 S. 359 f. 
mit Hinweis; Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts C­2681/2010  vom 6. 
Mai  2011 E.  5.4 mit Hinweis). Verurteilungen  zu Freiheitsstrafen wegen 
Drogendelikten  führten  denn  auch  nach  altem  Recht  regelmässig  zur 
Anordnung einer Fernhaltemassnahme (siehe beispielsweise Urteile des 
Bundesverwaltungsgerichts C­8211/2007 vom 16. Mai 2008 E. 5.2 oder 
C­137/2006  vom  31.  März  2008  E.  6.8).  Die  Voraussetzungen  für  ein 
Einreiseverbot gemäss Art. 67 Abs. 1 Bst. a AuG in der Fassung vom 1. 
Januar  2008  bzw.  Art.  67  Abs.  2  Bst.  a  AuG  in  der  Fassung  vom  1. 
Januar  2011  sind  –  entgegen  der  Ansicht  des  Beschwerdeführers – 
zweifelsohne erfüllt.

4.5  Weiter  wurde  der  Beschwerdeführer  wegen  diverser  Delikte  gegen 
das  SVG  vom  Untersuchungsrichteramt  F._______  im  Zeitraum  vom 
18. November  2004  bis  zum  5. April  2005  vier Mal  zu  einer Geldbusse 
verurteilt. Die Restbussen wurden mit  den Urteilen  vom 8. August  2006 
und  10. September  2007  zu  insgesamt  zehn  Tagen  Haft  umgewandelt. 
Mit  diesen  Delikten  hat  der  Beschwerdeführer  ebenfalls  gegen  die 
öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz verstossen (vgl. Art. 67 
Abs. 2 Bst. a AuG). 

4.6  Zudem  hat  sich  der  Beschwerdeführer  rechtswidrig  in  der  Schweiz 
aufgehalten.  Aus  den  Akten  geht  hervor,  dass  er  sich  nach  Ablauf  der 
Ausreisefrist (2. März 2009) bis zu seiner Ausschaffung am 9. April 2009 
unbestrittenermassen weiterhin in der Schweiz aufhielt. Dieser Aufenthalt 
ist  als  rechtswidrig  im  Sinne  von  Art.  115  Abs.  1  Bst.  b  AuG  zu 
bezeichnen (zum entsprechenden bis zum 31. Dezember 2007 geltenden 
Art.  23  Abs.  1  al.  4  ANAG  vgl.  VALENTIN  ROSCHACHER,  Die 
Strafbestimmungen  des  Bundesgesetzes  über  Aufenthalt  und 
Niederlassung  der  Ausländer  vom  26.  März  1931  [ANAG],  Diss. 
Chur/Zürich 1991, S. 42  ff.). Es steht ausser Zweifel, dass er durch das 
Nichtbefolgen der behördlich angesetzten Ausreisefrist und den illegalen 

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Aufenthalt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung  in der Schweiz 
verstossen hat (vgl. Art. 67 Abs. 2 Bst. a AuG). 

4.7 Demzufolge hat der Beschwerdeführer im mehrfacher Hinsicht gegen 
die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 67 Abs. 2 Bst. a 
AuG verstossen. 

5.
5.1  Des  Weiteren  war  der  Beschwerdeführer  zeitweilig 
Sozialhilfeabhängig  und  hat  zusätzlich  durch  die  Ausschaffung  Kosten 
verursacht.  Die Botschaft  zum AuG  führt  hierzu  aus,  ein  Einreiseverbot 
solle  insbesondere dann angeordnet werden, wenn die Gefahr bestehe, 
dass  bei  einer  Wiedereinreise  erneut  Sozialhilfe­  und  Rückreisekosten 
entstünden  (vgl.  Botschaft,  a.a.O.,  3813).  Eine  Fernhaltemassnahme 
kann danach gegen mittellose ausländische Personen verhängt werden, 
welche  bereits  Sozialhilfekosten  verursacht  haben,  da  in  diesen  Fällen 
die Gefahr besteht, dass sie erneut auf sozialhilferechtliche Unterstützung 
angewiesen  sein  könnten.  Ob  eine  solche  Gefahr  besteht,  lässt  sich 
naturgemäss  nur  anhand  einer  Prognose  beurteilen,  die  sich  auf  das 
bisherige Verhalten der ausländischen Person abstützt.

5.2  Der  Beschwerdeführer  wurde  zur  Finanzierung  seines 
Lebensunterhalts in der Schweiz zeitweilig von der Sozialhilfe unterstützt. 
Die  Aus­schaffungshaft  und  seine  Rückschaffung  haben  zusätzlich 
Kosten verursacht. Es besteht daher die ernstzunehmende Gefahr, dass 
der  Beschwerdeführer  im  Falle  einer  Wiedereinreise  erneut 
entsprechende  Kosten  verursachen  würde.  Hinzuzufügen  ist,  dass  der 
Beschwerdeführer  in  der  Schweiz  Schulden  (Verlustscheine  und  offene 
Betreibungen)  in  der  Höhe  von  rund  Fr.  115'400.­­  hat.  Ferner  ist  der 
Beschwerdeführer  seiner  Pflicht,  Unterhaltsbeiträge  für  die  Kinder  zu 
bezahlen,  bis  zum  heutigen  Tag  nicht  nachgekommen.  Insgesamt  ist 
auch diese Voraussetzung für die Verhängung eines Einreiseverbots als 
erfüllt zu betrachten (vgl. Art. 67 Abs. 2 Bst. b AuG). 

6.
Hinzu  kommt,  dass  der  Beschwerdeführer  in  Ausschaffungshaft 
genommen  und  ausgeschafft  werden  musste,  weshalb  er  auch 
diesbezüglich  Gründe  für  die  Verhängung  einer  Fernhaltemassnahme 
gesetzt hat (vgl. Art. 67 Abs. 2 Bst. c AuG).

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7.
Es  bleibt  zu  prüfen,  ob  die  Massnahme  in  richtiger  Ausübung  des 
Ermessens  ergangen  und  angemessen  ist.  Der  Grundsatz  der 
Verhältnismässigkeit  steht  dabei  im  Vordergrund.  Unter  diesem 
Gesichtspunkt  ist eine wertende Abwägung vorzunehmen zwischen dem 
öffentlichen  Interesse  an  der  Massnahme  einerseits  und  den  von  der 
Massnahme  beeinträchtigten  privaten  Interessen  des  Betroffenen 
andererseits.  Die  Stellung  der  verletzten  oder  gefährdeten Rechtsgüter, 
die  Besonderheiten  des  ordnungswidrigen  Verhaltens  und  die 
persönlichen  Verhältnisse  des  Verfügungsbelasteten  bilden  dabei  den 
Ausgangspunkt  der  Überlegungen  (vgl.  statt  vieler 
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6.  vollständig 
überarbeitete Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 613 ff.).

7.1  Mit  Blick  auf  die  Dauer  der  verhängten  Massnahme  von  Belang 
erscheint, dass der Beschwerdeführer aus rein finanziellen Motiven bereit 
war,  durch  Drogenhandel  die  Gesundheit  einer  Vielzahl  von Menschen 
erheblichen  Gefahren  auszusetzen.  Mitzuberücksichtigen  gilt  es  ferner, 
dass er nicht selbständig vom Drogenhandel Abstand nahm, sondern erst 
infolge seiner Verhaftung. Laut Gerichtsurteil war seine Zusammenarbeit 
mit  den  Behörden  während  der  Untersuchung  sowie  der 
Gerichtsverhandlung  zwar  bemerkenswert  gut,  dennoch  wiegt  sein 
Fehlverhalten  aus  präventivpolizeilicher  Sicht  sehr  schwer.  Unter  dem 
spezifischen  Aspekt  des  Ausländerrechts  muss  er  daher  über  Jahre 
hinweg  als  Risikofaktor  für  die  öffentliche  Sicherheit  und  Ordnung 
betrachtet  werden,  was  grundsätzlich  ein  unbefristetes  Einreiseverbot 
bzw. eine Fernhaltemassnahme von über fünf Jahren rechtfertigt (vgl. Art. 
67 Abs. 3 in fine AuG).

7.2  An  persönlichen  Interessen  macht  der  Beschwerdeführer  in  seiner 
Rechtsmitteleingabe  geltend,  er  hätte  gemäss  Art.  8  EMRK  ein  Recht 
darauf,  mit  seinen  minderjährigen  Kindern,  die  in  der  Schweiz  eine 
Aufenthaltsbewilligung  besitzen würden,  zusammenzuleben. Wie  bereits 
ausgeführt wurde (vgl. E. 1.3), ist das Aufenthaltsrecht nicht Gegenstand 
dieses  Verfahrens  und  wurde  bereits  mit  Beschwerdeentscheid  der 
Polizei­  und  Militärdirektion  des  Kantons  D._______  vom  31.  Oktober 
2008 (Verweigerung der Bewilligungsverlängerung und Wegweisung aus 
dem Gebiet des Kantons Bern) und mit der Verfügung des BFM vom 12. 
Januar 2009 (Ausdehnung der Wegweisung auf die ganze Schweiz und 
das Fürstentum Liechtenstein) rechtskräftig entschieden. Überdies wurde 

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dem  Beschwerdeführer  die  Obhut  über  seine  Kinder  entzogen  und  mit 
Beschluss der Stadt Thun vom 31. Oktober 2011 erst kürzlich bestätigt. 

Der Beschwerdeführer hat sich trotz seiner verantwortungsvollen Stellung 
als  Ehemann  seiner  damals  schwangeren  Ehefrau  und  Vater  zweier 
minderjähriger  Kinder  nicht  von  seinem  strafbaren  Verhalten  abbringen 
lassen. Laut Urteil schreckte er auch nicht davor zurück, sich bei einem 
seiner Drogengeschäfte von seiner damaligen Ehefrau und seinen Kinder 
begleiten  zu  lassen  (vgl.  Urteil  des  Tribunal  d'Arrondissement  de 
Lausanne vom 23. August 2007, S. 8 und 15). Dieses Verhalten wirft ein 
denkbar  schlechtes  Licht  auf  ihn.  Die  nunmehr  nachteiligen 
Auswirkungen sind allein seiner Handlungsweise zuzuschreiben. 

7.3  Die  Wirkung  des  Einreiseverbots  besteht  jedoch  nicht  darin,  dass 
dem  Beschwerdeführer  während  dessen  Geltungsdauer 
Besuchsaufenthalte  bei  ihm  nahe  stehenden  Personen  in  der  Schweiz 
schlichtweg untersagt wären. Es steht ihm vielmehr die Möglichkeit offen, 
aus  wichtigen  Gründen  mittels  Gesuch  die  zeitweilige  Suspension  der 
angeordneten Fernhaltemassnahme zu beantragen (Art. 67 Abs. 5 AuG). 
Die  Suspension  wird  aber  praxisgemäss  nur  für  eine  kurze  und  klar 
begrenzte  Zeit  gewährt  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­
2681/2010  vom  6.  Mai  2011  E.  6.3  mit  Hinweis).  Aus  den  Akten  des 
Kindes­ und Erwachsenenschutzes G.________  ist  ersichtlich,  dass der 
Beschwerdeführer von dieser Möglichkeit bereits Gebrauch gemacht hat. 
Mit  Suspensionsverfügung  vom  20. Mai  2011 wurde  ihm  ein  14­tägiger 
Besuch  seiner  Kinder  in  der  Schweiz  bewilligt.  Laut  den  Akten  ist  das 
Zusammentreffen  problemlos  verlaufen.  Der  Kontakt  zwischen  ihm  und 
seinen in der Schweiz lebenden Kinder kann im Übrigen auch auf andere 
Weise als durch Besuche  in der Schweiz gepflegt werden  (Briefverkehr, 
Telefonate,  Videotelefonie).  Eines  dieser  Kommunikationsmittel  benutzt 
der Beschwerdeführer bereits regelmässig. So führt er mit seinen Kindern 
laut Akten Videotelefonate mit Skype. 

Der  bestehende  Obhutsentzug  sowie  das  Fehlen  eines  dauerhaften 
Aufenthaltsrechts  des  Beschwerdeführers  stehen  häufigeren 
persönlichen  Kontakten  mit  seinen  Kindern  in  der  Schweiz  bereits 
entgegen.  Unter  diesen  Umständen  ist  nicht  ersichtlich,  inwiefern  das 
Einreiseverbot,  das  in  erster  Linie  eine  administrative  Erschwernis 
darstellt, einen rechtfertigungsbedürftigen Eingriff in das von Art. 8 EMRK 
bzw.  Art.  13  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101)  geschützte 

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Familienleben darstellen könnte, wie dies der Beschwerdeführer geltend 
macht. 

7.4  Eine  wertende  Gewichtung  der  sich  entgegenstehenden  Interessen 
führt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass das unbefristete 
Einreiseverbot  auch  im gegenwärtigen Zeitpunkt  unter Berücksichtigung 
der gängigen Praxis in vergleichbaren Fällen eine verhältnismässige und 
angemessene  Massnahme  zum  Schutz  der  öffentlichen  Ordnung 
darstellt.  Schliesslich  bedeutet  die  fehlende  Befristung  nicht,  dass  die 
Massnahme für den Rest des Lebens Gültigkeit haben soll; ein Anspruch 
auf  Überprüfung  der  Massnahme  bei  Wohlverhalten  besteht  im 
Allgemeinen  etwa  zehn  Jahre  nach  Verbüssung  der  letzten 
Freiheitsstrafe (vgl. BVGE 2008/24 E. 4.3 und 6.2 je mit Hinweisen). Eine 
zuverlässige  Prognose,  wie  lange  ein  relevantes  öffentliches 
Sicherheitsbedürfnis  anzunehmen  ist,  lässt  sich  in  casu  zum  jetzigen 
Zeitpunkt nicht abgeben. Es ist vom Beschwerdeführer zu verlangen, sich 
vorerst weiterhin während geraumer Zeit im Ausland zu bewähren.

8. 
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im 
Lichte  von Art.  49 VwVG nicht  zu  beanstanden  ist. Die Beschwerde  ist 
demzufolge – soweit darauf einzutreten ist – abzuweisen. 

9.
Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  wird  der  unterliegende 
Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1, 2 und 
3 Bst. b des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  vom  21. Februar  2008  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

10. 
Das  vorliegende  Urteil  ist  endgültig  (Art.  83  Bst.  c  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 700.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Akten Ref.­Nr. […]
– das Migrationsamt des Kantons D._______ (Akten Ref.­Nr. […]
– den Service  de  la  population Division Etrangers  (Akten Ref.­Nr.  […] 

retour)
– Kindes­ und Erwachsenenschutz G._______

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Antonio Imoberdorf Mirjam Angehrn

Versand: