# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fddd4fd5-4780-50eb-8d0e-33aff4ca9013
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.07.2023 725 22 271 / 165 (725 2022 271 / 165)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-22-271---165_2023-07-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. Juli 2023 (725 22 271 / 165) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Der Beschwerdeführer kann nicht auf der Darstellung in einem Arztbericht als "Aussage 

der ersten Stunde" behaftet werden. Der Geschehensablauf kann nicht in verschiedene, 

voneinander unabhängige Teilphasen zerlegt werden (Unfallbegriff bejaht). 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Rechts-
dienst, Bundesgasse 35, 3011 Bern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1966 geborene A.____ war bei der B.____GmbH als Koch angestellt und dadurch 
bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar) obligatorisch gegen 
die Folgen von Unfällen versichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 4. Januar 2022 wurde der 
Mobiliar gemeldet, dass der Versicherte am 20. Dezember 2021 beim Reinigen der Küche aus-
gerutscht sei und sich beim Aufstehen das linke Knie verdreht habe. Die erstbehandelnden Ärz-

 
 
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te des Spitals C.____ diagnostizierten am 21. Dezember 2021 eine Kniedistorsion links. Nach 
einer Aktenbeurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med. D.____, Facharzt für Chirurgie sowie 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, verneinte die Mobiliar am 
4. Februar 2022 einen Leistungsanspruch mit der Begründung, dass die Beschwerden nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 20. Dezember 2021 zurückgeführt 
werden könnten. Auf Intervention des Versicherten hin hielt die Mobiliar mit Verfügung vom 
16. März 2022 an ihrer Leistungsablehnung fest, nunmehr mit der Begründung, dass der Un-
fallbegriff nicht erfüllt sei und keine unfallähnliche Körperschädigung vorliege. Eine dagegen 
erhobene Einsprache wies die Mobiliar mit Entscheid vom 29. August 2022 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 27. Sep-
tember 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 29. August 2022 sei 
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei unter o/e-Kostenfolge zu verpflichten, ihm für das 
Ereignis vom 20. Dezember 2021 die gesetzlichen Versicherungsleistungen auszurichten. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 10. November 2022 schloss die Mobiliar auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
D. Anlässlich des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 3. Februar 2023, Duplik vom 
3. März 2023) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
E. Mit Verfügung vom 14. März 2023 wurde die Angelegenheit dem Dreiergericht zur Be-
urteilung überwiesen. 
 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde vom 27. September 2022 ist demnach einzutreten. 
 

 
 
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2. Streitig ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers. Dabei ist zu prüfen, ob das 
Ereignis vom 20. Dezember 2021 als Unfall im Sinne des Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. Pro-
zessthema bildet dabei einzig die Frage, ob das Merkmal der Ungewöhnlichkeit des äusseren 
Faktors gegeben ist. 
 
3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 
bestimmt. Als Unfall gilt laut Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge 
hat. Der äussere Faktor ist zentrales Begriffsmerkmal eines jeden Unfallereignisses; er ist Ge-
genstück zur − den Krankheitsbegriff konstituierenden − inneren Ursache (BGE 134 V 72 
E. 4.1.1). Nach der Rechtsprechung ist der äussere Faktor ungewöhnlich, wenn er − nach ei-
nem objektiven Massstab − nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Le-
bensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 142 V 219 E. 4.3.1). Das Merkmal des ungewöhnli-
chen äusseren Faktors kann auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbe-
wegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich 
dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 
Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 V 117 E. 2.1). Dies 
trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Ab-
wehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (Urteile des Bundesgerichts vom 10. April 
2014, 8C_783/2013, E. 4.2 und vom 15. Januar 2009, 8C_749/2008, E. 3.2). Einwirkungen, die 
aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht als Ursache einer Gesund-
heitsschädigung (BGE 134 V 72 E. 4.1). Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Fak-
tor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt 
(BGE 134 V 72 E. 4.3.1; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 20. September 2022, 
8C_24/2022, E. 3.2). 
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 
122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache 
der verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusam-
mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin 
die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-

 
 
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nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 
zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
4.2 Was den Unfallbeweis im Speziellen betrifft, sind die einzelnen Umstände des Unfall-
geschehens von den Leistungsansprechenden glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung 
eines Unfallereignisses müssen über das konkrete Geschehen genaue und möglichst detaillier-
te Angaben gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich 
über die Tatumstände ein klares Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen 
(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, öffentlich-
rechtliche Abteilungen] vom 25. November 2004, U 209/04, vom 15. September 2004, U 234/04 
und vom 19. Mai 2004, U 236/03). Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Per-
son über den Unfallhergang ist auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die sogenannten 
spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als 
spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versi-
cherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre 
Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall ge-
macht hat, deshalb meist ein grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungs-
verfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 23. No-
vember 2006, U 258/04, E. 3.1). 
 
4.3 Im Übrigen lässt sich der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalls erfül-
lenden Ereignisses nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diesen kommt im 
Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens 
in der Regel nur die Bedeutung von Indizien zu (BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2 m.w.H.; Urteil des 
Bundesgerichts vom 17. Dezember 2021, 8C_589/2021, E. 5.5). Dabei ist zu beachten, dass 
sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG 
deckt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Februar 2023, 8C_645/2022, E. 4.1 mit Hinweisen). 
Ein traumatisches Ereignis schliesst zwar eine pathologische Ursache aus, umfasst jedoch ne-
ben dem eigentlichen Unfall auch Ereignisse, denen der Charakter der Ungewöhnlichkeit oder 
der Plötzlichkeit abgeht (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2007, 8C_57/2007, E. 3.2). 
 
4.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und − im Beschwerdefall − das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b). Im Streitfall obliegt 
es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. 
Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise 
zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser 
Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit 
erstellt − die blosse Möglichkeit genügt nicht −, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was 
sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b mit Hin-
weis; Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2 und vom 
20. Februar 2007, U 346/05, E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen). 
 

 
 
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5. Zum Ablauf des Ereignisses vom 20. Dezember 2021 liegen folgende Angaben vor: Im 
Austrittsbericht des Sptials C.____ vom 21. Dezember 2021 vermerkte der erstbehandelnde 
Arzt Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, der Versicherte berichte, tags zuvor das 
Knie im Stand nach innen verdreht zu haben. Er habe sofort akute Schmerzen im Knie entwi-
ckelt sowie initial ein Knacken gehört. Ein Sturz habe nicht stattgefunden (act. 15). Mit dem 
Formular "Schadenmeldung UVG" wurde das Ereignis vom 20. Dezember 2021 der Beschwer-
degegnerin am 4. Januar 2022 gemeldet. Zum Sachverhalt wurde ausgeführt, der Versicherte 
sei beim Reinigen der Küche ausgerutscht und habe sich beim Aufstehen das linke Knie ver-
dreht (act. 2). An dieser Sachverhaltsdarstellung hielt der Beschwerdeführer auch auf Nachfra-
ge der Beschwerdegegnerin mit E-Mail vom 5. Januar 2022 fest (act. 8). Im Bericht vom 
10. Januar 2022 notierte Prof. Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparats, Spital C.____, der Beschwerdeführer sei bei der Arbeit mit dem 
linken Knie nach innen abgeknickt und dann gestürzt (act. 14). Am 24. Januar 2022 berichtete 
Dr. med. G.____, FMH Praktischer Arzt, dass der Versicherte bei der Arbeit aus dem Stand 
plötzlich nach medial eingeknickt sei (act. 15). Nachdem die Beschwerdegegnerin dem Be-
schwerdeführer am 4. Februar 2022 mitgeteilt hatte, dass sie keine Leistungen erbringe, hielt 
dieser mit Schreiben vom 19. Februar 2022 fest, bei einem alltäglichen Arbeitsprozess ausge-
rutscht zu sein und sich somit das Knie verdreht zu haben, was eine Teilruptur der Meniskus-
wurzel bewirkt habe (act. 25). Am 23. Februar 2022 stellte PD Dr. med. H.____, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, Spital C.____, klar, dass 
der Versicherte Ende Dezember [2021] verunglückt sei und sich dabei eine Distorsion des lin-
ken Kniegelenks zugezogen habe. Am 25. März 2022 vermerkte Dr. E.____, die Tochter des 
Versicherten habe telefonisch zu Protokoll gegeben, dass die Anamneseerhebung aufgrund der 
Fremdsprachigkeit [des Beschwerdeführers] erschwert gewesen sei. Der Versicherte sei beim 
nassen Aufwischen des Küchenbodens ausgerutscht und habe sich beim anschliessenden Auf-
stehen das Knie verdreht. Nach dem Sturz seien sofort Schmerzen aufgetreten (act. 57). In sei-
ner Einsprache vom 5. April 2022 gegen die Verfügung vom 16. März 2022 liess der Versicher-
te ausführen, dass er am 20. Dezember 2021 auf dem zuvor gereinigten, noch nassen Boden 
ausgerutscht sei und sich eine Distorsion des linken Kniegelenks zugezogen habe (act. 57). 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stellte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
29. August 2022 fest, dass unterschiedliche Sachverhaltsdarstellungen vorliegen würden. Diese 
seien aber nicht auf mangelhafte Sprachkenntnisse des Beschwerdeführers zurückzuführen. 
Weder die initial anlässlich der Erstabklärung im Spital C.____ geschilderte Sachverhaltsdar-
stellung, wonach sich das Knie im Stand nach innen verdreht habe (Austrittsbericht vom 
21. Dezember 2021), noch jene in der Schadenmeldung UVG vom 4. Januar 2022 bzw. in der 
E-Mail vom 5. Januar 2022, wonach er sich das Knie nach stattgehabtem Sturz beim Aufstehen 
verdreht habe, könnten mangels eines ungewöhnlichen äusseren Faktors als Unfall im Sinne 
von Art. 4 ATSG qualifiziert werden. Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden, wie 
die nachstehenden Erwägungen aufzeigen. 
 
6.2 Die Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, dass die bei den Akten liegenden unter-
schiedlichen Ereignisabläufe nicht auf mangelnde Sprachkenntnisse des Versicherten zurück-
geführt werden könnten. Er besitze die Schweizer Staatsangehörigkeit und sei demnach bereits 

 
 
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seit längerer Zeit in der Schweiz wohnhaft. Zudem lasse das von ihm selbst verfasste E-Mail 
vom 5. Januar 2022 nicht darauf schliessen, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig sei. 
Die Annahme der Beschwerdegegnerin, wonach der Beschwerdeführer über ausreichende 
Deutschkenntnisse verfüge, ist aufgrund der vorliegenden Akten aber nicht hinreichend gesi-
chert. Zunächst führt eine längere Aufenthaltsdauer in der Schweiz entgegen ihrer Auffassung 
nicht zwingend zu vertieften Sprachkenntnissen. Zudem lässt die Tatsache, dass die E-Mail 
vom 5. Januar 2022 im Namen des Beschwerdeführers verfasst wurde, nicht den Schluss zu, 
dass er der deutschen Sprache mächtig ist. Zu beachten ist, dass diese E-Mail vom Account 
der Tochter des Beschwerdeführers aus versandt wurde und die E-Mail Korrespondenz teils 
direkt mit der Tochter erfolgte, was nahelegt, dass der Beschwerdeführer für seine Korrespon-
denz mit der Beschwerdegegnerin auf Hilfe angewiesen war. Ebenso deutet der Hinweis im 
Schreiben des Beschwerdeführers vom 19. Februar 2022, wonach sich die Beschwerdegegne-
rin bei Fragen an seine Tochter wenden könne, gegen gute Deutschkenntnisse des Beschwer-
deführers. Bereits aus diesen Gründen kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden. 
Wenn sie weiter vermutet, der Beschwerdeführer wäre − würde er tatsächlich nur über sehr 
rudimentäre Deutschkenntnisse verfügen − am 21. Dezember 2021 wohl von seiner Tochter in 
die Notaufnahme begleitet worden, ist dem gegenzuhalten, dass die konkreten Umstände am 
Eintrittstag ins Spital C.____ nicht bekannt sind, weshalb auch diese Argumentation ins Leere 
läuft. Soweit die Beschwerdegegnerin den Hinweis auf mangelhafte Deutschkenntnisse des 
Beschwerdeführers gar als tatsachenwidrig qualifiziert und ihm unterstellt, seine Ausführungen 
bezweckten einzig, subjektiv ein falsches Bild von der obligatorischen Unfallversicherung ent-
stehen zu lassen (vgl. Duplik vom 3. März 2023), kann diese Argumentation nicht nachvollzo-
gen werden. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen lassen sich die Deutschkenntnisse des 
Versicherten nicht sicher beurteilen. Es deutet jedoch einiges darauf hin, dass es bei der Schil-
derung des Ereignisablaufs auch aus sprachlichen Gründen Verständnisprobleme gab, was bei 
der Beurteilung zu berücksichtigen ist. 
 
6.3 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass die Angabe im Bericht 
des Sptials C.____ vom 21. Dezember 2021, wonach der Beschwerdeführer angegeben habe, 
sich tags zuvor das Knie im Stand nach innen verdreht zu haben, als "Aussage der ersten 
Stunde" zu werten sei und ihr besonderes Gewicht zukomme. Es trifft zu, dass bei sich wider-
sprechenden Angaben des Versicherten über den Unfallhergang die Beweismaxime gilt, wo-
nach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 
und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträgli-
chen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können 
(vgl. E. 4.2 hiervor). Der Beschwerdegegnerin ist auch darin beizupflichten, dass behandelnde 
Ärztinnen und Ärzte den von ihren Patientinnen und Patienten geschilderten Ereignishergang − 
soweit medizinisch relevant − genau erfragen und die Antworten so präzis wie möglich festhal-
ten. Ein lückenloser oder widerspruchsfreier Ereignishergang, der auch als Grundlage für eine 
juristische Beurteilung standhält, kann jedoch von erstbehandelnden Arztpersonen auf einer 
Notfallstation nicht erwartet werden; in Bezug auf diese Angaben ist bei der Beurteilung eines 
Ereignishergangs deshalb eine gewisse Vorsicht geboten. Dies gilt umso mehr, wenn − wie 
hier − anzunehmen ist, dass bei der Anamneseerhebung aus sprachlichen Gründen Verständ-
nisprobleme bestanden. Weiter fällt ins Gewicht, dass der Ereignisablauf in den Berichten des 

 
 
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Spitals C.____ vom 21. Dezember 2021 und vom 10. Januar 2022 unterschiedlich dargestellt 
wird. Anders als im Bericht vom 21. Dezember 2021 (und im Bericht von Dr. G.____ vom 
24. Januar 2022), wonach sich das Knie im Stand − und ohne Sturz − nach innen verdreht ha-
be, wird im Bericht vom 10. Januar 2022 vermerkt, dass der Beschwerdeführer mit dem linken 
Knie nach innen abgeknickt und dann gestürzt sei. Im Übrigen hielt PD Dr. H.____ fest, dass 
der Beschwerdeführer "verunglückt" sei und sich dabei eine Distorsion des linken Kniegelenks 
zugezogen habe (vgl. Bericht vom 23. Februar 2022). Der Hinweis auf ein "Unglück" stipuliert 
aber einen Vorgang, der sich von einem Alltagsgeschehen unterscheidet. Bei dieser Sachlage 
sind die teilweise unklaren und widersprüchlichen Angaben in den medizinischen Unterlagen 
hinsichtlich des Ereignishergangs mit gewichtigen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Vor diesem 
Hintergrund kann der Beschwerdeführer nicht auf der Darstellung im Bericht des Spitals C.____ 
vom 21. Dezember 2021 als "Aussage der ersten Stunde" behaftet werden. 
 
6.4.1 Demgegenüber liegen seitens des Beschwerdeführers selbst zeitnah zum Ereignis 
vom 20. Dezember 2021 keine sich widersprechenden Angaben über den Ereignishergang vor. 
Demnach rutschte er in der Küche aus und verdrehte sich beim Aufstehen das linke Knie 
(vgl. Schadenmeldung UVG vom 4. Januar 2022; E-Mail des Beschwerdeführers vom 5. Januar 
2022). Der im Schreiben des Beschwerdeführers vom 19. Februar 2022 geschilderte Ereignis-
ablauf, wonach er beim alltäglichen Arbeitsprozess ausgerutscht sei und sich somit das Knie 
verdreht habe, weicht − wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhält − von den zeitnahen 
Darstellungen zum Unfallhergang insofern ab, als nunmehr stipuliert wird, dass die Kniedistor-
sion beim Sturz und nicht, wie ursprünglich beschrieben, beim Aufstehen nach dem Sturz er-
folgte. Dass der Beschwerdeführer den Sachverhalt zwischenzeitlich anders darstellt, ist aber 
nicht von entscheidender Bedeutung, wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt. 
 
6.4.2 Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass ein Geschehensablauf, wie er in der 
Schadenmeldung UVG vom 4. Januar 2022 bzw. in der E-Mail vom 5. Januar 2022 beschrieben 
werde, mangels eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht als Unfall im Rechtssinne zu 
qualifizieren sei. Dass der Beschwerdeführer ausrutschte, wird von ihr nicht substantiiert in Fra-
ge gestellt. Sodann ist aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen erstellt und zu 
Recht unbestritten, dass es beim Beschwerdeführer am 20. Dezember 2021 zu einer Distorsion 
des linken Knies kam. Unklar ist hingegen, wie sich die Kniedistorsion konkret ereignete. Mög-
lich ist, dass der Beschwerdeführer ausrutschte, stürzte und beim Aufstehen das Knie verdreh-
te. Dieser Ablauf stellt keine Programmwidrigkeit dar. Denkbar ist aber auch, dass sich die 
Kniedistorsion bereits beim Ausrutschen/Sturz ereignete, sich dann aber erst beim anschlies-
senden Aufstehen bemerkbar machte. Unter diesen Umständen wäre die Programmwidrigkeit 
zu bejahen. Wenn die Beschwerdegegnerin den Geschehensablauf in verschiedene, voneinan-
der unabhängige Teilphasen zerlegt und den Unfallbegriff mit der Begründung verneint, dass 
sich der Beschwerdeführer nach stattgehabtem Sturz beim programmgemässen Aufstehen das 
Knie verdreht habe, kann ihr mit Blick auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht gefolgt 
werden. Dieses wies in seinem Entscheid vom 6. Januar 2022 darauf hin, es werde in der me-
dizinischen Literatur auf die Problematik hingewiesen, dass in einer Vielzahl der Fälle die tat-
sächlich abgelaufene schädigende Mechanik weder von der betroffenen Person noch von mög-
lichen Zeugen wahrgenommen werden könne, sich der Geschehensablauf demnach nicht im 

 
 
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Detail rekonstruieren lasse (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2022, 8C_593/2021, 
E. 5.2.3). Das Bundesgericht hielt denn auch schon fest, dass zur Beurteilung der Unfallkausali-
tät dem Kriterium des Unfallmechanismus keine übergeordnete Bedeutung mehr beigemessen 
werde (Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2021, 8C_167/2021, E. 4.1 und vom 
14. April 2020, 8C_59/2020, E. 5.3 f.). Weil sich auch im vorliegenden Fall die Ursache der Ver-
letzung − nachdem der Beschwerdeführer ausgerutscht und gestürzt war − nicht eindeutig und 
zweifelsfrei rekonstruieren lässt, rechtfertigt es sich, den Geschehensablauf als Einheit zu be-
trachten. In diesem Sinne ist auch die Beurteilung von PD Dr. H.____ vom 23. Februar 2022 zu 
verstehen, wonach der Beschwerdeführer verunglückt sei und sich dabei eine Distorsion des 
linken Kniegelenks zugezogen habe. Demnach ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer ausrutschte und sich dabei eine Kniedistorsion zuzog. 
Damit ist aber das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors zu bejahen, womit der 
Unfallbegriff im Sinne des Gesetzes erfüllt ist. 
 
7.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen-
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge-
treten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal-
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache ge-
sundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 
Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines 
Beschwerdebilds genügt damit eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen, 
Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2019, 8C_437/2018, E. 2.1). 
 
7.2 Unbestritten hat das Unfallereignis vom 20. Dezember 2021 zu einer zumindest vo-
rübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustands geführt (vgl. Stellungnahme von 
Dr. med. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats 
vom 9. März 2022 [act. 44]; Verfügung vom 16. März 2022 [act. 48], Stellungnahme von 
Dr. med. J.____, FMH Praktischer Arzt, vom 28. März 2022 [act. 57]). Demzufolge ist zumindest 
vorübergehend die Unfallkausalität zwischen dem Ereignis vom 20. Dezember 2021 und den 
geklagten Beschwerden zu bejahen, was eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus-
löst.  
 
8. Zusammenfassend ergibt sich, dass das Ereignis vom 20. Dezember 2021 als Unfall 
im Sinne des Gesetzes zu qualifizieren und die natürliche Kausalität zwischen dem Unfallereig-
nis und den geklagten Beschwerden zumindest vorübergehend zu bejahen ist. Damit ist die 
Beschwerdegegnerin leistungspflichtig und hat die gesetzlichen Leistungen aus dem Unfaller-
eignis gegenüber dem Beschwerdeführer zu erbringen. Die vorliegende Beschwerde ist folglich 
in dem Sinne gutzuheissen, als der Einspracheentscheid der Schweizerische Mobiliar Versiche-
rungsgesellschaft AG vom 29. August 2022 aufzuheben und diese zu verpflichten ist, die ge-

 
 
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setzlichen Leistungen aus dem Unfallereignis vom 20. Dezember 2021 zu erbringen. Die Beur-
teilung der Beschwerdegegnerin, wonach eine unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 6 
Abs. 2 UVG zu verneinen sei, wurde vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren nicht in 
Frage gestellt. Damit hat es hier sein Bewenden. 
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. 
 
9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht 
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozes-
ses bemessen. Nachdem die Beschwerde gutzuheissen ist, hat die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung auszurichten. In der Honorarnote vom 28. März 
2023 hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von 8 Stunden 25 Minuten 
geltend gemacht, was angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu 
beanstanden ist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss 
für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu ent-
schädigen. Nicht zu beanstanden sind ferner die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen 
von Fr. 73.--. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin demnach eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2'344.80 (8,41 Stunden à Fr. 250.-- inkl. Auslagen von Fr. 73.-- 
und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-
entscheid der Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 
vom 29. August 2022 aufgehoben und diese verpflichtet wird, die ge-
setzlichen Leistungen aus dem Unfallereignis vom 20. Dezember 2021 
zu erbringen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG hat dem Beschwerdeführer 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'344.80 (inkl. Auslagen 
und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

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