# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2e017af-6910-55f8-a3af-4f1dcea618fe
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-13
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 13.02.2014 603 2012 152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2012-152_2014-02-13.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2012 152

Urteil vom 13. Februar 2014

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Gabrielle Multone
Richter: Josef Hayoz, Johannes Frölicher
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Nermina Livadic

Parteien A.________ und ihre Tochter C.________, Beschwerdeführerinnen 
1 und 2, beide vertreten durch Rechtsanwalt Philip Stolkin

gegen

STAAT FREIBURG, KANTONALES SOZIALAMT, Vorinstanz

Gegenstand Sozialrecht / Opferhilfe

Entschädigung und Genugtuung

Beschwerde vom 16. August 2012 gegen den Entscheid vom 16. Juli 2012

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1978 in B.________, heiratete am 24. April 2006 den 
mexikanischen Staatsangehörigen D.________, geboren im Jahr 1980. Das Paar hat eine 
gemeinsame Tochter, C.________, geboren im Jahr 2006. Seit Mai 2006 hielt sich die Familie 
illegal in der Schweiz auf. In der Zeit vom 17. September 2006 bis Januar 2007 wurden 
A.________ und ihre Tochter von "Solidarité Femmes Fribourg" aufgenommen. Der Grund dafür 
lag in einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen dem Ehepaar. Das Amt für Bevölkerung 
und Migration des Kantons Freiburg verwies mit Entscheiden vom 25. und 28. September 2006 
das Ehepaar aus dem Land. Am 17. Januar 2007 stellte A.________ einen Antrag auf politisches 
Asyl, woraufhin sie und ihre Tochter dem Kanton Waadt zugeteilt wurden und seither über eine 
Aufenthaltsbewilligung verfügen. D.________, von dem sich A.________ mittlerweile hat scheiden 
lassen, verliess die Schweiz im Februar 2007; sein Aufenthaltsort ist nicht bekannt.

B. Am 21. September 2010 verurteilte das Bezirksgericht der Saane D.________ unter 
anderem (vgl. unten E. 8. E1) wegen Vergewaltigung seiner Frau, begangen in der Zeit von Juni 
bis September 2006, und fortgesetzter häuslicher Gewalt zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten. 
Er wurde zudem verpflichtet, seiner Frau eine Genugtuung von 25‘000 Franken zu bezahlen. Das 
Urteil, welches in Abwesenheit des Beschuldigten erging, erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

C. Bereits am 29. November 2006, ergänzt durch spätere Schreiben, liess A.________ beim 
Kantonalen Sozialamt (nachfolgend: Vorinstanz) ihren Anspruch um Ausrichtung von 
Schadenersatz und Genugtuung nach den Bestimmungen des Opferhilfegesetzes anmelden.

D. Mit Verfügung vom 16. Juli 2012 sprach die Vorinstanz A.________ eine Genugtuung von 
19'500 Franken zu und wies alle anderen Entschädigungsforderungen ab. 

Gegen diesen Entscheid liess A.________ am 16. August 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht 
einreichen und unter anderem beantragen, es sei ihr eine Entschädigung (Schadenersatz) von 
100'000 Franken zuzusprechen und die Verfügung vom 16. Juli 2012 sei dahingehend 
aufzuheben, als über die bereits anerkannten 19'500 Franken eine Genugtuung von 50'000 
Franken zuzusprechen sei. Überdies sei ihr die vollständige unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren. Am 14. September 2012 reichte sie eine korrigierte Beschwerdeschrift ein. Die 
Vorinstanz schloss mit Eingabe vom 18. September 2012 auf Abweisung der Beschwerde. 

Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels fügte die Beschwerdeführerin "Präzisierend … noch 
folgendes Rechtsbegehren" hinzu: "Es sei die Vorinstanz zu verpflichten, auf das Gesuch der 
Tochter C.________ einzutreten und über deren Genugtuungsforderung zu befinden".

E. Mit Verfügung vom 22. August 2013 gewährte der Instruktionsrichter A.________ die 
vollständige unentgeltliche Rechtspflege.

Erwägungen

1. Im Entscheid vom 22. August 2013 über die unentgeltliche Rechtspflege, auf den verwiesen 
wird, stellte der Instruktionsrichter fest, dass gestützt auf die Übergangsbestimmung von Art. 48 lit. 
a des Bundesgesetzes vom 23. März 2007 über die Hilfe an Opfer von Straftaten (OHG; SR 312.5; 

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in der seit 1. Januar 2009 gültigen Fassung) die bis zum 31. Dezember 2008 gültigen 
Bestimmungen (aOHG) zur Anwendung gelangen, mit Ausnahme der Verwirkungsfrist. Weiter 
legte er dar, dass die Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist, die Beschwerdeführerin 1 
zur Beschwerdeführung legitimiert ist und die formellen Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
gegeben sind. 

2. a) In formeller Hinsicht bringt die Beschwerdeführerin 1 vor, ihr sei das rechtliche Gehör 
verweigert und mithin seien die Bestimmungen über das faire Verfahren nach Art. 6 der 
Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 
1950 (EMRK; SR 0.101) verletzt worden. Sie habe noch keine vollständige Akteneinsicht nehmen 
können, weshalb der Begründung ihrer Beschwerde eine gewisse Vorläufigkeit anhafte. Sollte sich 
das Kantonsgericht dazu (zu was?) ausser Stande sehen, so werde es gestützt auf Art. 6 EMRK 
ersucht, einen zweiten Schriftenwechsel durchzuführen. 

b) Dieser Einwand ist unbegründet. Das Akteneinsichtsrecht wird regelmässig nur auf 
Gesuch hin gewährt (vgl. ALFRED KÖLZ / ISABELLE HÄNER / MARTIN BERTSCHI, 
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. A., Rz. 498; BGE 132 V 387 E. 
6.2 S. 391). Dass die Beschwerdeführerin 1 im vorinstanzlichen Verfahren jemals um 
Akteneinsicht nachgesucht hätte und dass ihr dieses verweigert worden wäre, behauptet sie nicht. 
Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs kann somit nicht die Rede sein. Im Übrigen konnte 
die Beschwerdeführerin 1 im Rahmen des Verwaltungsgerichtsverfahrens Einsicht in die Akten 
nehmen; ebenfalls wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt.

3. a) Nach Art. 1 aOHG soll mit diesem Gesetz den Opfern von Straftaten wirksame Hilfe 
geleistet und ihre Rechtsstellung verbessert werden (Abs. 1). Die Hilfe umfasst insbesondere 
Entschädigung und Genugtuung (Abs. 2 lit. c). Nach Art. 2 Abs. 1 aOHG erhält Hilfe nach diesem 
Gesetz jede Person, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen 
Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist (Opfer), und zwar unabhängig davon, ob der Täter 
ermittelt worden ist und ob er sich schuldhaft verhalten hat. Gemäss Art. 2 Abs. 1 aOHG setzt die 
Opferstellung eine Straftat voraus und die Beeinträchtigung muss von einem gewissen Gewicht 
sein (Urteile des Bundesgerichts 6B_794/2009 vom 8. Januar 2010 E. 2.4 und 1C_135/2013 vom 
16. Dezember 2013 [zur Publikation vorgesehen] E. 3.2). Aufgrund des Subsidiaritätsprinzips setzt 
der Anspruch auf finanzielle Opferhilfe voraus, dass das Opfer nicht von dritter Seite ausreichende 
Leistungen erhält. Die Opferhilfe erbringt grundsätzlich nur dann finanzielle Leistungen, wenn und 
insoweit kein anderer für die Kosten beziehungsweise den Schaden aufkommt. Im 
Opferhilfeverfahren hat das Opfer deshalb glaubhaft zu machen, dass es keine oder nur 
ungenügende Leistungen des Täters und/oder anderer Dritter erhalten hat (Art. 14 Abs. 1 aOHG; 
PETER GOMM, in Peter Gomm / Dominik Zehntner [Hrsg.], Kommentar zum Opferhilfegesetz, Bern 
2005, Rz. 1 zu Art. 14, [nachfolgend zitiert: GOMM, 2005,]); THOMAS HÄBERLI, Das Opferhilferecht 
unter Berücksichtigung der Praxis des Bundesgerichts, in ZBJV 138/2002 S. 361 ff., S. 372 Rz. 
27).

b) Nach Art. 11 aOHG können die Opfer einer in der Schweiz verübten Straftat im Kanton, in 
dem die Tat verübt wurde, eine Entschädigung oder Genugtuung geltend machen (Abs. 1). Ist der 
Erfolg der Straftat im Ausland eingetreten, so kann das Opfer eine Entschädigung oder eine 
Genugtuung nur dann geltend machen, wenn es nicht von einem ausländischen Staat eine 
genügende Leistung erhält (Abs. 2).

c) Für Gesuche um Entschädigung oder Genugtuung für Ansprüche aus Straftaten, die 
weniger als zwei Jahre vor dem Inkrafttreten des totalrevidierten OHG verübt worden sind, gelten 

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die Fristen nach Art. 25 OHG (neue Fassung). Danach muss das Gesuch innert fünf Jahren nach 
der Straftat oder nach Kenntnis der Straftat eingereicht werden; andernfalls sind die Ansprüche 
verwirkt (Art. 25 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 lit. a OHG, Version vom 1. Januar 2009).

4. Im vorliegenden Fall haben sich die relevanten Straftaten im Zeitraum Juni bis September 
2006 ereignet, also vor mehr als zwei Jahren bevor das neue Recht in Kraft getreten ist. Nach dem 
alten Recht (Art. 16 Abs. 3 aOHG) musste das Opfer die Gesuche um Entschädigung innert zwei 
Jahren nach der Straftat bei der Behörde einreichen; andernfalls verwirkte es seine Ansprüche. 
Dem angefochtenen Entscheid ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 ihre 
Gesuche um Entschädigung, Genugtuung und Übernahme der Anwaltskosten am 29. November 
2006 eingereicht und es am 9. Mai 2008 formell ergänzt hatten. Demnach wurden ihre Begehren 
rechtzeitig eingereicht.

5. Die Zusprechung einer Entschädigung und/oder einer Genugtuung setzt, wie ausgeführt, den 
Nachweis der Opferstellung und damit auch einer tatbestandsmässigen und rechtswidrigen Straftat 
voraus (vgl. BGE 122 II 211 E. 3d S. 216).

a) Es ist durch das Strafurteil unter anderem erstellt, dass die Beschwerdeführerin 1 im 
Jahre 2006 von ihrem damaligen Ehemann mehrmals vergewaltigt worden war. Mithin ist sie Opfer 
einer Straftat und steht ihre Opferstellung im Sinn des OHG ausser Frage.

b) aa) Im Strafverfahren (Strafurteil vom 21. September 2010 S. 31) stellte sich die 
Beschwerdeführerin 1 als Zivilpartei und beantragte, dass ihr Ehemann zu verpflichten sei, ihr eine 
Genugtuung von 70'000 Franken mit Zins zu 5% seit dem 1. Juli 2006 zu bezahlen. Überdies 
behielt sie sich weitere Zivilansprüche vor. Der Vertreter des Ehemannes schloss auf Abweisung 
dieser Begehren. In der Folge sprach das Strafgericht der Beschwerdeführerin 1 eine Genugtuung 
von 25'000 Franken zu. Zu den übrigen Zivilbegehren (Schadenersatzansprüche) äusserte es sich 
weder in den Erwägungen noch im Dispositiv (vgl. Strafurteil S. 50, 51). 

bb) Die Vorinstanz lehnte den grundsätzlichen Anspruch der Beschwerdeführerin 1 auf die 
Zusprechung von Schadenersatz gestützt auf die Subsidiarität und einen unveröffentlichten 
Bundesgerichtsentscheid vom 15. Dezember 2011 (6B_616/2011) ab. Der Staat habe nur dann zu 
leisten, wenn der Täter beziehungsweise die Sozial- oder Privatversicherungen den vom Opfer 
erlittenen Schaden nicht wirkungsvoll, rasch und hinreichend entschädigen. Im Rahmen des 
Strafverfahrens habe die Beschwerdeführerin 1 ausschliesslich eine Genugtuung verlangt und 
einen Schadenersatzanspruch lediglich vorbehalten. Aufgrund der Subsidiarität der Opferhilfe 
hätte sie den Schadenersatz vom Straftäter einfordern sollen; sie hätte keine konkreten 
Zivilbegehren gestellt, obwohl sie dazu in der Lage gewesen wäre. Auch hätte sie das Strafurteil 
nicht angefochten. Mit ihrem Verhalten sei sie zumindest bereit gewesen, damals auf eine 
Wiedergutmachung definitiv zu verzichten. Müsste der Staat heute eine Entschädigung ausrichten, 
so wäre es an ihm, einen entsprechenden zivilrechtlichen Prozess gegen den Straftäter 
anzustrengen. Eine solche Lösung sei vom Gesetzgeber sicher nicht beabsichtigt, zumindest dann 
nicht, wenn das Opfer darauf verzichte, zivilrechtliche Ansprüche während des Strafverfahrens 
geltend zu machen.

cc) Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin 1 geltend, dass der Strafrichter ihren Anspruch 
auf Schadenersatz anerkannt, sie aber hinsichtlich des Quantitativs auf den Zivilweg verwiesen 
habe. Wenn die Vorinstanz behaupte, sie hätte das Strafurteil anfechten sollen, übersehe sie, dass 
Opferhilfeansprüche stets dann zu gewähren seien, wenn der Straftäter keine oder ungenügende 
Leistungen erbringe oder wenn er unbekannt oder flüchtig sei. Vorliegend sei der Täter aus der 
Schweiz verwiesen worden und sein Aufenthalt sei nicht bekannt. Leistungen nach dem OHG 

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seien immer dann zu leisten, wenn gerade keine Zivilansprüche erhältlich seien. Im Übrigen sei ihr 
Ex-Ehemann oder zumindest dessen Bruder ein hochrangiges Mitglied der mexikanischen Mafia. 
Demnach sei es unmöglich, sie in E.________ gegen Übergriffe des Ex-Ehemannes zu schützen. 
Aber selbst wenn der Aufenthaltsort des Mannes bekannt wäre, würden sich die mexikanischen 
Behörden mit höchster Wahrscheinlichkeit weigern, sie zu schützen und allfällige Zivilansprüche zu 
vollstrecken. Demnach sei es ihr unmöglich und unzumutbar, gegen den Täter selbst vorzugehen. 
Insofern mache es wenig Sinn, die schweizerischen Gerichte weiter mit Zivilforderungen zu 
beschäftigen, die dann mangels faktischen und rechtlichen Vollstreckungsmöglichkeiten ohnehin 
nicht durchsetzbar seien. Überdies habe die Schweiz mit E.________ keine Übereinkommen auf 
dem Gebiet des Zivilprozessrechts abgeschlossen. 

dd) Im vorliegenden Fall stehen den Beschwerdeführerinnen 1 und 2 Ansprüche weder gegenüber 
den öffentlichen Sozialversicherungen noch gegenüber privaten Versicherungen oder anderen 
Dritten zu. Demnach stellt sich einzig die Frage, ob sie Zivilansprüche gegenüber dem Täter haben 
können.

ee) Wenn die Beschwerdeführerin 1 behauptet, das Strafgericht habe die Schadenersatzforderung 
anerkannt, aber sie, was das Quantitativ anbelangt, auf den Zivilweg verwiesen, stimmt dies nicht. 
Das Gericht hat in seinem Entscheid über das Begehren, es sei von den Zivilansprüchen Kenntnis 
zu nehmen, nichts entschieden; ein Grund hierfür lässt sich nicht erkennen.

ff) Der von der Vorinstanz erwähnte Entscheid des Bundesgerichts vom 15. Dezember 2011 hilft 
ihr nicht. Diesem Urteil lag ein Strafverfahren zugrunde, in welchem sich das Opfer offenbar 
gestützt auf Art. 8 aOHG oder Art. 37 OHG (neue Fassung) im Strafverfahren beteiligte. Indes 
hatte es keine Zivilansprüche gestellt, weshalb seine Beschwerde gegen den Freispruch des 
Täters als unzulässig erklärt wurde (vgl. Art. 8 Abs. 1 lit. c aOHG, Art. 37 Abs. 1 lit. c OHG [neue 
Fassung], Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110]). Das Opfer hätte den Strafbescheid nur dann mit den gleichen 
Rechtsmitteln anfechten können wie die beschuldigte Person, wenn der Entscheid ihre 
Zivilansprüche betroffen hätte. Da es ursprünglich keine Ansprüche gestellt hatte, war ihre 
Beschwerdebefugnis nicht gegeben. Im vorliegenden Fall verhält es sich anders. Zwar hatte sich 
die Beschwerdeführerin 1 im Strafverfahren als Zivilpartei beteiligt. Sie und ihre Tochter hatten 
aber noch gleichzeitig bei der Vorinstanz um Hilfe nach dem OHG nachgesucht. Dies ist zulässig 
(vgl. PETER GOMM in Peter Gomm / Dominik Zehntner [Hrsg.], Kommentar zum Opferhilfegesetz, 
3. A., Bern 2009, Rz. 17 zu Art. 25, [nachfolgend zitiert: GOMM, 2009,]). Das Opfer hat ein primäres 
Recht, seine Entschädigungsansprüche gemäss Art. 11 ff. aOHG gegenüber dem Staat geltend zu 
machen. Dieses Recht verwirkt es nicht, wenn es sich gleichzeitig in einem Strafverfahren als 
Zivilpartei konstituiert (vgl. etwa BGE 123 II 1 E. 3b S. 4; THOMAS MAURER, Opferhilfe zwischen 
Anspruch und Wirklichkeit, in ZBJV 136/2000 S. 305 ff., 318 f.); die Geltendmachung von 
Zivilansprüchen gegen den Täter im Strafverfahren darf nicht gleichgesetzt werden mit der 
Geltendmachung von opferrechtlichen Ansprüchen. 

Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass das Strafurteil im Abwesenheitsverfahren erging. Nach 
der damals geltenden Strafprozessordnung konnten Strafurteile gegen Abwesende nicht mit 
Strafkassationsbeschwerde angefochten werden. Folglich konnte das Urteil im Zivilpunkt ebenfalls 
nicht an den Strafkassationshof weitergezogen werden. Ob die Beschwerdeführerin 1, die sich 
einen zivilrechtlichen Anspruch lediglich vorbehielt und über welchen das Strafgericht nichts 
entschieden hat, allenfalls Zivilkassationsbeschwerde oder zivilrechtliche Berufung hätte 
einreichen können, ist eher unwahrscheinlich, weil es an einem Streitwert fehlte (vgl. GILBERT 

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KOLLY, Zu den Verfahrensrechten der Opfer von Straftaten [Art. 8 OHG] im Freiburgischen 
Strafprozess, in FZR 1994 S. 33 ff., 43; GOMM, Rz. 45 zu Art. 37). 

gg) Schliesslich ist hervorzuheben, dass der damalige Ehemann der Beschwerdeführerin 1 bereits 
im Zeitpunkt, als das Strafurteil erging, keinen bekannten Aufenthaltsort hatte. Demnach machte 
es keinen Sinn, gegen ihn zivilrechtlich vorzugehen, umso weniger als ein für die 
Beschwerdeführerin 1 günstiges Urteil ohnehin nicht hätte vollstreckt werden können. 

hh) Nach dem Gesagten bleibt festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 1 einen grundsätzlichen 
Anspruch auf Zusprechung einer Schadenersatzforderung haben kann. 

c) aa) Nach Art. 2 Abs. 2 aOHG werden der Ehegatte des Opfers, dessen Kinder und Eltern 
sowie andere Personen, die ihm nahestehen, dem Opfer gleichgestellt bei der Beratung (lit. a), der 
Geltendmachung von Verfahrensrechten und Zivilansprüchen, soweit ihnen Zivilansprüche 
gegenüber dem Täter zustehen (lit. b) sowie bei der Geltendmachung von Entschädigung und 
Genugtuung, soweit ihnen Zivilansprüche gegenüber dem Täter zustehen (lit. c).

bb) Die Vorinstanz verneinte die Opfereigenschaft der Beschwerdeführerin 2. Dieser seien im 
Strafverfahren keine Zivilansprüche zugesprochen worden. Darüber hinaus enthalte das von ihr im 
Rahmen des Opferhilfeverfahrens eingereichte Gesuch um Genugtuung keine konkreten Hinweise 
auf eine genügend schwere Schädigung, die eine Entschädigung rechtfertigen würde. Auch hätte 
die Beschwerdeführerin 1 erklärt, dass ihr Ex-Ehemann seiner Tochter nie körperliche Gewalt 
angetan habe.

cc) Die Beschwerdeführerin 2 anerkennt, dass sie im Strafverfahren kein Begehren um 
Zusprechung einer Genugtuung stellte. Dies sei jedoch keine Gültigkeitsvoraussetzung. Fehle ein 
Urteil, so sei nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die Opfereigenschaft 
einzuschätzen. Vorliegend hätten sich die Straftatbestände in ihrer frühkindlichen Phase ereignet, 
während welcher eine besonders enge Mutter-Tochterbeziehung bestehe und ein Kleinkind 
besondere Geborgenheit von dieser wichtigsten Bezugsperson brauche. Statt nun diese so 
wichtige Wärme zu erhalten, habe sie jeden Tag Gewalt erlebt, gesehen wie ihr Vater die Mutter 
geschlagen und sie täglich vergewaltigt habe. Diese Gewalterlebnisse würden sie das Leben lang 
prägen, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von psychischen Folgeerscheinungen 
ausgegangen werden könne. Damit sei auch ihre Opfereigenschaft gegeben.

dd) Die Beschwerdeführerin 2 gilt gestützt auf Art. 2 Abs. 2 aOHG dann als eine dem Opfer 
(Beschwerdeführerin 1) gleichgestellte Person, wenn ihr in Bezug auf die Geltendmachung von 
Entschädigung und Genugtuung Zivilansprüche gegenüber dem Täter zustehen. Vorliegend 
beansprucht die Beschwerdeführerin 2 lediglich, aber immerhin, Genugtuung. Eine Genugtuung 
kann dann ausgerichtet werden, wenn das Opfer beziehungsweise eine diesem nahe stehende 
Person schwer betroffen ist und besondere Umstände es rechtfertigen (Art. 12 Abs. 2 aOHG). 
Diese Umschreibung entspricht weitgehend den in den Art. 47 und 49 Abs. 1 des 
Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR; SR 220) genannten Voraussetzungen für die Leistung 
von Genugtuung. Wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird, hat nach Art. 49 Abs. 1 
OR Anspruch auf Leistung einer Geldsumme als Genugtuung, sofern die Schwere der Verletzung 
es rechtfertigt und diese nicht anders wieder gutgemacht worden ist. Art. 47 OR, der einen 
Anwendungsfall von Art. 49 Abs. 1 OR darstellt, bestimmt, dass bei Tötung eines Menschen oder 
bei Körperverletzung das Gericht unter Würdigung der besonderen Umstände dem Verletzten oder 
den Angehörigen des Getöteten eine angemessene Geldsumme als Genugtuung zusprechen 
kann. Eine Genugtuung setzt demnach kumulativ eine schwere Betroffenheit und besondere 
Umstände voraus. Sie kann einer Drittperson dann zustehen, wenn sie infolge einer am 

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eigentlichen Opfer verübten Körperverletzung selber eine schwere psychische Schädigung erlitten 
hat (EVA WEISHAUPT, Die verfahrensrechtlichen Bestimmungen des Opferhilfegesetzes, Diss. 
Zürich 1998, S. 49 Fn. 301). 

ee) Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin 2 eine solche Schädigung weder bewiesen 
noch glaubhaft dargetan. Zudem gilt es, nicht ausser Acht zu lassen, dass sie im Zeitpunkt der 
Straftaten erst zwischen vier und sieben Monate alt war. Im Übrigen besteht hinsichtlich der 
Anwendung von Art. 49 OR eine eher zurückhaltende Praxis. Auch wenn dem Ehegatten eines 
Vergewaltigungsopfers grundsätzlich eine Genugtuung zustehen kann (vgl. MICHEL DUCROT, La 
qualité de partie du lésé en particulier sa qualité pour recourir contre les prononcés rendus sur 
l'action publique, in ZWR/RVJ 29/1995 S. 333, 340 sowie die Darstellung in GOMM, 2009, Rz. 14 
zu Art. 23), gilt dies nicht ohne Weiteres für andere "Reflexgeschädigten". So lehnt es das 
Bundesgericht generell ab, namentlich Eltern, deren Kindern sexuell missbraucht wurden, eine 
Genugtuung zuzusprechen (ROLAND BREHM, in Berner Kommentar, 4. A., Rz. 67a und die dort 
erwähnten Bundesgerichtsentscheide). 

ff) Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Beschwerdeführerin 2 gegenüber ihrem Vater 
keine Zivilansprüche zustehen. Eine wesentliche Voraussetzung der Opfereigenschaft gemäss Art. 
2 Abs. 2 aOHG um als eine dem Opfer gleichgestellte Person opferhilferechtliche Ansprüche 
geltend zu machen, ist somit nicht erfüllt, weshalb die Vorinstanz den Anspruch der 
Beschwerdeführerin 2 auf Zusprechung einer Genugtuung zu Recht abgewiesen hat. 

d) Wurde eine Straftat in der Schweiz ausgeführt oder ist der Erfolg in der Schweiz 
eingetreten, können aufgrund von Art. 11 Abs. 1 aOHG alle Opfer und deren Angehörige Anspruch 
auf Entschädigung und Genugtuung in der Schweiz geltend machen. Im vorliegenden Fall wurden 
die Straftaten zu einem wesentlichen Teil in der Schweiz ausgeführt, wo auch der Erfolg 
eingetreten ist. Es mag zutreffen, dass die Beschwerdeführerin 1 auch in E.________ Straftaten 
durch ihren Ex-Ehemann ausgesetzt war. Daran ändert aber nichts, dass sie ihre Ansprüche in der 
Schweiz geltend machen kann (SABINE STEIGER-SACKMANN, in Peter Gomm / Dominik Zehntner 
[Hrsg.], Kommentar zum Opferhilfegesetz, 3. A., Bern 2009, Rz. 11 und 21 zu Art. 11). Es wird 
nicht behauptet, dass sie im Ausland irgendwelche Leistungen erhalten hätte. 

6. a) Das Opfer hat gemäss Art. 12 Abs. 1 aOHG Anspruch auf eine Entschädigung für den 
durch die Straftat erlittenen Schaden, wenn seine Einnahmen einen gesetzlich festgelegten Betrag 
(das Vierfache des nach dem Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELG; SR 831.30] berechneten Höchstbetrages für den 
allgemeinen Lebensbedarf nicht übersteigen). Die Höhe der Entschädigung ist ebenfalls gesetzlich 
begrenzt: erstens durch die Einnahmen des Opfers (Art. 12 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 1 aOHG), 
zweitens durch die Subsidiarität der staatlichen Leistung (Art. 14 aOHG; oben E. 3.a) und drittens 
durch die Festlegung des Höchstbetrags auf 100'000 Franken (Art. 13 Abs. 3 aOHG; Art. 4 Abs. 1 
der bis 31. Dezember 2008 gültigen Verordnung vom 18. November 1992 über die Hilfe an Opfer 
von Straftaten [aOHV]). Art. 13 Abs. 3 aOHG bezieht sich ausdrücklich auf die Entschädigung; 
eine allfällig zur Auszahlung gelangende Genugtuung ist deshalb auf den maximalen Betrag der 
Entschädigung von 100'000 Franken nicht anzurechnen (GOMM, 2005, Rz. 49 zu Art. 13). 
Massgebend sind die Einnahmen nach der Straftat, wobei die finanziellen Verhältnisse im 
Zeitpunkt der Verfügung gemeint sind (BGE 129 II 159 E. 3.5.3, GOMM, 2005, Rz. 9 zu Art. 12). 
Liegen diese unter dem massgebenden Höchstbetrag für den allgemeinen Lebensbedarf nach 
ELG, so erhält das Opfer vollen Schadenersatz; übersteigen die Einnahmen diesen Betrag, so wird 
die Entschädigung herabgesetzt (Art. 13 Abs. 1 aOHG). 

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b) Hinsichtlich des Begriffs des Schadens ist grundsätzlich auf den privatrechtlichen 
Schadensbegriff abzustellen. Im Vordergrund stehen Schäden, die sich unmittelbar aus der 
Beeinträchtigung der körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität ergeben, das heisst 
Heilungs- und Spitalkosten, Verdienstausfall, Bestattungskosten sowie Versorgerschaden und der 
normative Haushaltschaden (HEINZ AEMISEGGER / CHARLOTTE SCHODER, Opferhilfe in der 
Gerichtspraxis, insbesondere in der Rechtsprechung des Bundesgerichts, in ZBl 109/2008 S. 565 
ff., 576 mit Hinweisen). Opferrechtlich relevant ist somit grundsätzlich allein der Personenschaden. 
Sachschäden und so genannte "reine Vermögensschäden" werden von der Opferhilfe nicht 
übernommen. Als reiner Vermögensschaden wird eine Einkommens- oder Vermögenseinbusse 
bezeichnet, die sich weder aus einer Körperverletzung oder Tötung noch aus der Beschädigung 
oder Zerstörung einer Sache ergibt (EVA WEISHAUPT, Finanzielle Ansprüche nach 
Opferhilfegesetz, SJZ 98 [2002] Nr. 13, S. 326 mit Hinweisen). 

7. a) aa) Mit Eingabe vom 9. Mai 2008 beantragte die Beschwerdeführerin 1 die Zusprechung 
einer Entschädigung von 100'000 Franken. Sie legte dar, dass sie in der Schweiz nie erwerbstätig 
gewesen sei. Demnach sei ihr Lohn gestützt auf die statistischen Werte gemäss den vom 
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 2004 
festzulegen und von einem Monatslohn (Zentralwert, Median) von 5'104 Franken auszugehen. Das 
ergebe für 1 ½ Jahre einen Betrag von 91'872 Franken. Hinzu komme der Haushaltschaden. 
Hierfür sei auf die SAKE-Tabelle 2004 (= Schweizerische Arbeitskräfteerhebung, erstellt vom 
Bundesamt für Statistik) abzustellen. Die Haushaltsarbeit für ein zweijähriges Kind sei mit 32.20 
Franken pro Stunde zu entlöhnen. Bei 65.1 Stunden Aufwand in der Woche betrage der 
Entschädigungsanspruch für 1 ½ Jahre 163'505.20 Franken. Die bereits (am 9. Mai 2008) 
aufgelaufene Entschädigung belaufe sich auf insgesamt 255'377 Franken und liege somit über den 
nach Art. 4 aOHV zulässigen Höchstbetrag von 100'000 Franken.

Im Verwaltungsgerichtsverfahren hält die Beschwerdeführerin 1 an diesen Anträgen fest. 
Zusätzlich stützt sie sich auf ein ärztliches Gutachten der "F.________" vom 14. Januar 2008. 
Zumindest in den Jahren 2006 bis 2008 sei sie arbeitsunfähig gewesen. Nach dem erwähnten 
Gutachten weise sie Symptome eines posttraumatischen Belastungssyndroms und einer 
Depression mittleren Grades auf; sie habe während drei Jahren schwere physische und 
psychische Traumatisierungen erleben müssen. Sie ist weiter der Auffassung, dass die Diagnose 
der mittelgradigen Depression eine komplette Antriebslosigkeit mit sich bringe, weshalb sie kaum 
in der Lage sein werde, das Erforderliche im Haushalt vorzukehren. 

bb) Nach Auffassung der Vorinstanz kann die Beschwerdeführerin 1 nicht beweisen, dass sie 
wegen den an ihr in der Zeit von Mai bis Mitte September 2006 begangenen Straftaten einen 
Erwerbsausfall erleiden musste. Auch hinsichtlich des Haushaltschadens weise nichts darauf hin, 
dass sie nicht in der Lage sei, sich um ihren Haushalt zu kümmern. Wenn die Behauptungen der 
Beschwerdeführerin 1 zutreffen würden, sei nicht ausser Acht zu lassen, dass sie, bevor sie im Mai 
2006 zusammen mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Kind illegal in die Schweiz einreiste, die 
bereits in E.________ erlittenen Misshandlungen dazu beigetragen haben, dass sie sich nicht um 
den Haushalt habe kümmern können. Darüber sei die Beschwerdeführerin 
1 vom 17. September 2006 bis zum 17. Januar 2007 im Frauenhaus Freiburg untergekommen und 
von diesem auch vollumfänglich betreut worden, weshalb ein Haushaltschaden während dieser 
Zeit nicht erwiesen sei. 

b) Der Begriff des Schadens im Opferhilferecht ist, wie schon erwähnt, der gleiche wie im 
Privatrecht. Schaden im Sinn von Art. 41 OR ist die Differenz zwischen dem gegenwärtigen, nach 
dem schädigenden Ereignis festgestellten Vermögensstand und dem Stand, den das Vermögen 

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ohne das schädigende Ereignis hätte, beziehungsweise die Differenz zwischen den Einkünften, 
die nach dem schädigenden Ereignis tatsächlich erzielt worden sind und denjenigen, die ohne 
dieses Ereignis zugeflossen wären (BGE 129 II 49 E. 4.3.2 S. 53 f.)

c) Entschädigungsberechtigter Schaden ist regelmässig der Erwerbsausfall. Um die 
finanziellen Folgen der Arbeitsunfähigkeit zu bestimmen, muss der Verdienst berechnet werden, 
den die Beschwerdeführerin 1 aus ihrer beruflichen Tätigkeit erzielt hätte, wenn sie nicht Opfer 
einer Straftat geworden wäre. Die Berechnung des Erwerbsausfalls erfolgt auf der Grundlage des 
Nettolohns (Urteil des Bundesgerichts 1A.228/2004 vom 3. August 2005 E. 9.2). 

Der Beschwerdeführerin 1 ist in der Zeit nach den Straftaten kein Erwerbsschaden entstanden. Sie 
hielt sich damals ohne die notwendigen Bewilligungen in der Schweiz auf und ging keiner 
Erwerbstätigkeit nach. Dass sie nach den Straftaten und wegen diesen arbeitsunfähig geworden 
wäre, ist nicht belegt. Auch behauptet sie nicht, sich um Arbeit bemüht zu haben. Das Gericht 
verkennt indes nicht, dass sie durch die Straftaten schwere psychische Schäden erlitten hat. 
Allerdings ist weder dem von ihr erwähnten Bericht der "F.________" noch dem Arztzeugnis von 
Dr. G.________, Psychiater, vom 21. Dezember 2006 zu entnehmen, dass sie arbeitsunfähig 
geworden wäre. Nichts spricht dagegen, dass sie, seitdem sie berechtigt ist, sich in der Schweiz 
aufzuhalten, einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann. Demnach ist kein Erwerbsschaden 
auszumachen. 

d) Nach der Rechtsprechung zum aOHG war der Haushaltschaden normativ nach 
zivilrechtlichen Grundsätzen zu entschädigen. Dies bedeutete, dass die gesundheitliche Einbusse, 
die sich auf die Arbeitsfähigkeit im Haushalt auswirkte, unabhängig davon, ob eine Fremdhilfe 
angestellt wurde und dafür Kosten entstanden, als haftpflichtrechtlicher Schaden zu entschädigen 
war (GOMM, 2009, Rz. 25 zu Art. 19). 

Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdeführerin 1 nach den Straftaten nicht fähig 
gewesen wäre, ihren Haushalt selber zu erledigen und sich um ihre Tochter zu kümmern. 
Namentlich substanziierte sie in keiner Weise, welche Aufgaben sie im Haushalt nicht mehr 
erledigen konnte. Somit ist davon auszugehen, dass sie ihren Haushalt grundsätzlich selbstständig 
erledigen konnte. Ein Haushaltschaden ist jedenfalls nicht ausgewiesen.

e) Nach dem Gesagten sind die Begehren um Entschädigungen für Erwerbsausfall und 
Haushaltschaden abzulehnen.

8. a) Gemäss Art. 12 Abs. 2 aOHG kann einem Opfer unabhängig von dessen Einkommen eine 
Genugtuung ausgerichtet werden, wenn es schwer betroffen ist und besondere Umstände es 
rechtfertigen. Trotz der "Kann"-Formulierung im Gesetz handelt es sich hierbei nicht um eine 
freiwillige staatliche Leistung; vielmehr hat das Opfer einen Rechtsanspruch auf Genugtuung, 
wenn die gesetzlich vorgegebenen Bedingungen erfüllt sind (AEMISEGGER / SCHODER, S. 579). 
Vorliegend sprach die Vorinstanz der Beschwerdeführerin 1 eine Genugtuung von "14'000 Franken 
plus Jahreszinsen von 5% …, soll heissen eine auf 19'500 Franken gerundete Gesamtsumme, 
einschliesslich Zinsen" zu. Der Anspruch auf Genugtuung ist demnach unstrittig. Zu prüfen bleibt 
die Höhe des Betrags.

b) Die Beschwerdeführerin 1 verlangt die Ausrichtung einer Genugtuung von 50'000 
Franken. Zur Begründung bringt sie vor, dass die Vorinstanz mit den gewährten 19'500 Franken 
den vom Strafgericht zugesprochenen Betrag von 25'000 Franken unterschritten habe. Wenn sie 
sich hierbei auf den eigenen Ermessenspielraum berufe, so sei das Ermessen pflichtgemäss 
auszuüben, zu begründen und die Grundsätze des Zivilprozesses zu befolgen, was wiederum 

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bedeute, dass nach der Zweiphasenmethode oder nach urteilsvergleichender Weise vorzugehen 
sei. Allein der Umstand, dass sie angeblich mehrheitlich im Ausland vergewaltigt worden sei, 
genüge nicht, um den Genugtuungsanspruch herabzusetzen. Das Vorgehen der Vorinstanz 
wiederspreche den Billigkeitsgrundsätzen, entstehe doch die Persönlichkeitsverletzung 
unabhängig von der Örtlichkeit, an der die Gewalthandlung stattfinde. In vergleichbaren Fällen 
(BGE 129 II 145) seien Genugtuungssummen bis zu 50'000 Franken zugesprochen worden. 

c) aa) Das bis zum 31. Dezember 2008 geltende OHG enthielt keine Bestimmungen über die 
Bemessung der Genugtuung. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind jedoch die von 
den Zivilgerichten entwickelten Bemessungsgrundsätze zu Art. 47 und 49 OR sinngemäss 
heranzuziehen (vgl. oben E. 5.c/dd). Im Unterschied zum Zivilrecht besteht bei der Bemessung der 
Genugtuung im Opferhilferecht allerdings die Besonderheit, dass es sich bei dieser nicht um eine 
Leistung aus Verantwortlichkeit, sondern um eine staatliche Hilfeleistung handelt. Sie erreicht 
deshalb nicht automatisch die gleiche Höhe wie die zivilrechtliche, sondern kann unter Umständen 
davon abweichen. Insbesondere kann berücksichtigt werden, dass die Genugtuung nicht vom 
Täter, sondern von der Allgemeinheit bezahlt wird. Dies kann namentlich dann eine Reduktion 
gegenüber der zivilrechtlichen Genugtuung rechtfertigen, wenn diese aufgrund von subjektiven, 
täterbezogenen Merkmalen erhöht worden ist. Die Verzinsung des Genugtuungsanspruchs hat die 
Bedeutung eines Bemessungsfaktors (AEMISEGGER / SCHODER, S. 579; GOMM, 2005, Rz. 14 f. zu 
Art. 12, jeweils mit Hinweisen).

bb) Nicht jede physische oder psychische Verletzung oder Beeinträchtigung führt zu einer 
Genugtuung. Verlangt wird eine gewisse Schwere der Beeinträchtigung, wie beispielsweise 
Invalidität oder eine dauernde Beeinträchtigung eines wichtigen Organs (GOMM, 2009, Rz. 9 zu 
Art. 22; BREHM, Rz. 28 und 161 zu Art. 47). Unter Beeinträchtigung ist dabei, wie im Zivilrecht, die 
Verletzung der persönlichen Verhältnisse beziehungsweise das konkrete Ausmass des Eingriffs in 
die Persönlichkeitsrechte zu verstehen. Das Gericht stellt auf die objektive Schwere und die 
subjektiven Auswirkungen des Eingriffs in das verletzte Rechtsgut ab. Es berücksichtigt dabei die 
Umstände des den Genugtuungsanspruch auslösenden Ereignisses und des Einzelfalls. Im 
Unterschied zur Bemessung der Integritätsentschädigung nach dem Unfallversicherungsrecht geht 
es nicht nur darum, die medizinisch-theoretische Invalidität zu ermitteln; es geht um die Schätzung 
erlittener immaterieller Unbill. Die Höhe der Summe, die als Abgeltung immaterieller Unbill infrage 
kommt, lässt sich naturgemäss nicht errechnen, sondern nur schätzen. Die Festsetzung der Höhe 
der Genugtuung ist eine Entscheidung nach Billigkeit und lässt den kantonalen Behörden einen 
weiten Ermessensspielraum (GOMM, 2009, Rz. 5 zu Art. 23). Ist die Schädigung nicht dauernd, so 
ist ein Anspruch auf Genugtuung nur gegeben, wenn besondere Umstände vorliegen, wie etwa 
eine lange Leidenszeit, Arbeitsunfähigkeit oder ein mehrmonatiger Spitalaufenthalt. Dann, wenn 
eine Verletzung ohne grosse Komplikationen und ohne dauernde Beeinträchtigung verheilt, ist in 
der Regel keine Genugtuung geschuldet. Beträchtliche psychische Beeinträchtigungen müssen bei 
der Bemessung der Genugtuung berücksichtigt werden, so posttraumatische Stresszustände, die 
zu dauerhafter Veränderung der Persönlichkeit führen (GOMM, 2005, Rz. 16 zu Art. 12 mit 
Hinweisen). Es ist Praxis der kantonalen Opferhilfestellen, im Allgemeinen eine ex aequo et bono 
bemessene Pauschalsumme als Genugtuung zuzusprechen, welche auch die Nebenrechte 
abdeckt. Die Festsetzung der Höhe der Genugtuung ist eine Entschädigung nach Billigkeit; die 
Bemessung soll sich nicht nach schematischen Massstäben oder Tarifen richten, sondern muss 
dem Einzelfall angepasst werden (BGE 132 II 117 E. 2.2.3 S. 120 f, und E. 3.3.3 S. 127). Das 
Verschulden des Täters ist hauptsächlich dann als genugtuungserhöhend zu berücksichtigen, 
wenn der Geschädigte dadurch eine zusätzliche Beeinträchtigung erlitten hat oder wenn das 
Verschulden besonders schwer ist, wie beispielsweise bei Rücksichtslosigkeit oder Verwerflichkeit, 

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wobei es bei der Genugtuung nach OHG zu beachten gilt, dass sich der Umfang der Genugtuung 
nicht nach dem Unrecht der Tat, sondern nach dem Leid des Betroffenen richtet, weshalb das 
Verschulden des Täters in der Regel nicht besonders zu würdigen ist (Urteil des Bundesgerichts 
1A.235/2000 vom 21. Februar 2001 E. 5 d). 

d) Das Strafgericht verpflichtete den Täter zur Bezahlung einer Genugtuung an die 
Beschwerdeführerin 1 in der Höhe von 25'000 Franken zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 
2006. Gemäss der Rechtsprechung ist auf die Frage nach der Bindung einer Opferhilfeinstanz an 
einen Strafentscheid zu Zivilansprüchen die Rechtspraxis zum Verhältnis der Administrativ- zu den 
Strafbehörden im Bereiche des administrativen Führerausweisentzuges sinngemäss anzuwenden. 
Danach sind Administrativbehörden und Strafgericht aufgrund des Gewaltenteilungsprinzips 
gegenseitig grundsätzlich nicht an ihre Erkenntnisse gebunden, wobei - um sich widersprechende 
Entscheide zu vermeiden - die Verwaltungsbehörde immerhin gehalten ist, nicht ohne Not von den 
tatsächlichen Feststellungen der Strafbehörde abzuweichen, insbesondere, wenn aufgrund 
eingehender Sachverhaltsabklärungen und Beweisabnahmen - insbesondere wenn die Parteien 
und Zeugen direkt angehört werden - ein Strafverfahren sachnäher ist (BGE 137 I 363 E. 2.3.2 S. 
368). Die Verwaltungsbehörde hat vor allem auf die Tatsachen im Strafurteil abzustellen, wenn 
dieses im ordentlichen Verfahren mit öffentlicher Verhandlung unter Anhörung von Parteien und 
Einvernahme von Zeugen ergangen ist, es sei denn, es bestünden klare Anhaltspunkte für die 
Unrichtigkeit dieser Tatsachenfeststellung; in diesem Fall hat die Verwaltungsbehörde nötigenfalls 
selbstständige Beweiserhebungen durchzuführen (BGE 136 II 447 E. 3.1 S. 451; 124 II 103 E. 
1c/aa S. 106; 119 Ib 158 E. 3c S. 160). In reinen Rechtsfragen ist die Verwaltungsbehörde 
hingegen nicht an die Beurteilung durch das Strafgericht gebunden, da sie sonst in ihrer freien 
Rechtsanwendung beschränkt würde (BGE 124 II 8 E. 3 d/aa S. 13 f.). Bei der Prüfung der Frage, 
ob die im Strafurteil zugesprochene Genugtuung angemessen sei, geht es nicht um die Bindung 
an die Sachverhaltsfeststellungen des Strafgerichts; es handelt sich vielmehr um eine Rechtsfrage 
(Urteil des Bundesgerichts 1A.208/2002 vom 12. Juni 2003 E. 2.2). Demnach war die Vorinstanz in 
Bezug auf die Fragen nach dem Anspruch auf eine Genugtuung und deren Bemessung nicht an 
die Beurteilung des Strafgerichts des Saanebezirks gebunden und durfte diese Punkte 
selbstständig prüfen. 

e) Das Strafgericht des Saanebezirks verurteilte den früheren Ehemann der 
Beschwerdeführerin 1 unter anderem wegen einfacher Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 [Abs. 4] 
StGB), Drohung (Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB), Freiheitsberaubung (Art. 183 Ziff. 1 StGB), sexuelle 
Nötigung (Art. 189 Ziff. 1 StGB) und Vergewaltigung (Art. 190 Abs. 1 StGB). Dem Urteil ist zu 
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin 1 von ihrem damaligen Mann geschlagen (Fusstritte, 
Ohrfeigen, an den Haaren gerissen, Schläge mit einem Gürtel) und beschimpft (Hure) worden sei. 
Er habe sie mit dem Tod bedroht und drohte ihr auch, das Kind wegzunehmen. Weiter habe er mit 
ihr ohne ihr Einverständnis und mit Gewalt den Geschlechtsverkehr vollzogen und andere sexuelle 
Praktiken (Fellatio) vorgenommen. Ebenfalls habe er sie in der Wohnung eingeschlossen. Dr. 
Galster, Gynäkologin, hat unter anderem an der Vulva der Beschwerdeführerin 1 einen 
schlechtverheilten Riss und eine deutlich sichtbare Narbe festgestellt. Weiter hätte die 
Beschwerdeführerin 1 erklärt, überall am Unterleib Schmerzen zu haben. Nach Auffassung der 
Gynäkologin zeugten die festgestellten Verletzungen von einer besonderen Gewalttätigkeit. Nach 
dem Bericht der Psychologin H.________ von "F.________" leidet die Beschwerdeführerin 1 an 
posttraumatischen Beschwerden. Sie werde sich erst nach und nach der Ereignisse bewusst und 
finde wieder Selbstvertrauen. Immerhin lägen noch mittlere depressive Störungen vor, sowie 
Schlafstörungen, Lustlosigkeit (Anhedonie), Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit.

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f) aa) Der von der Beschwerdeführerin 1 erwähnte BGE 129 II 145 kann nicht als Beispiel für 
den vorliegenden Fall herhalten. Dort wurde dem Ehemann, dessen 46-jährige Gattin durch einen 
Schuss in den Kopf getötet wurde, eine Genugtuung von 50'000 Franken zugesprochen. Bei 
Verlust eines Ehegatten durch Tötung ist die Höhe der Genugtuung generell höher als bei 
Sexualdelikten (vgl. die Darstellung bei GOMM, 2009, Rz. 8 und 14 zu Art. 23).

bb) Das Bundesamt für Justiz hat im Oktober 2008 einen Leitfaden zur Bemessung der 
Genugtuung nach Opferhilfegesetz zu Handen der kantonalen Behörden, die für die Gewährung 
von Genugtuungen nach OHG zuständig sind, erstellt (auf Internet einsehbar und zitiert in GOMM, 
2009, Rz. 23 zu Art. 23). Mit Hinweis auf Lehre und Rechtsprechung beziffert es die 
haftpflichtrechtliche Genugtuung nach einer Vergewaltigung zwischen 10'000 und 20'000 Franken. 
Das Gericht ist zwar an diesen Leitfaden nicht gebunden, er ist jedoch eine Entscheidungshilfe, die 
auch dazu dient, eine einheitliche, gleichmässige und sachrichtige Praxis sicherzustellen.

cc) Bei GOMM, 2009, Rz. 14 zu Art. 23 sind mehrere Entscheide von OHG-Behörden dargestellt. 
So wurde einem sexuell genötigten und vergewaltigten Opfer, mit nachfolgenden 
posttraumatischen Angststörungen und mangelnden Selbstwertgefühlen 20'000 Franken 
zugesprochen. In einem anderen Fall erhielt das Opfer, das von seinem Lebenspartner über 
längere Zeit massiv physisch und psychisch misshandelt, eingesperrt, wiederholt mit dem Tod 
bedroht und vergewaltigt wurde, 18'000 Franken. Einem Opfer, das von zwei Tätern unter 
Schusswaffengebrauch beraubt, bedroht, gefesselt und vergewaltigt wurde, wurden 15'000 
Franken gewährt. 

dd) Das Gericht verkennt die Schwere der Taten, die der Beschwerdeführerin 1 zugefügt wurden, 
nicht; eine Vergewaltigung ist immer ein Verbrechen. Indes ist gestützt auf die Akten davon 
auszugehen, dass bei der Beschwerdeführerin 1 wegen den strafrechtlich relevanten 
Tatbeständen keine körperlichen Schäden bestehen bleiben. Hervorzuheben ist immerhin, dass 
die Taten eine posttraumatische Störung mit einer mittelschweren Depression zur Folge hatten. 
Dass die Beschwerdeführerin 1 aufgrund der psychischen Probleme arbeitsunfähig bleiben wird, 
ist nicht auszumachen. Bei Berücksichtigung aller dieser Umstände erscheint eine höhere 
Genugtuung als die von der Vorinstanz festgelegten 19'500 Franken nicht angezeigt, sie kann im 
Vergleich zu anderen Fällen sicher nicht als zu tief bemessen bezeichnet werden. Jedenfalls hat 
die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen bei der Festsetzung des Genugtuungsbetrags nicht 
missbraucht. Besonderheiten, die als genugtuungserhöhende Faktoren zu berücksichtigen wären, 
sind nicht ersichtlich. Infolgedessen hat das Gericht keinen Anlass zu einer anderen 
Ermessensausübung beziehungsweise, eine höhere Genugtuung zuzusprechen.

9. Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren in 
Opferhilfesachen ist kostenlos (Art. 16 Abs. 1 aOHG; vgl. auch GOMM, 2005, Rz. 7 zu Art. 16). 

Die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 sind mit ihren Begehren nicht durchgedrungen und haben 
infolgedessen keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 137 Abs. 1 des Gesetzes vom 
23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Ihnen wurde jedoch die 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt, weshalb ihrem Vertreter eine Entschädigung aus der 
Staatskasse zu gewähren ist (Art. 145b VRG). Rechtsanwalt Stolkin reichte dem Gericht am 
12. Februar 2014 seine Kostenliste ein. Der von ihm geltend gemachte Aufwand von gesamthaft 
26,48 Stunden erscheint der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit nicht angemessen. 
Angesichts der Schwierigkeit des Falls ist unter Berücksichtigung der in vergleichbaren Fällen 
zugesprochenen Beträge und von Art. 12 des Tarifs vom 17. Dezember 1991 der 
Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (TarifVj; SGF 150.12) 

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Rechtsanwalt Stolkin mit Franken 2'500 Franken zu entschädigen; hinzu kommt die 
Mehrwertsteuer von 200 Franken. 

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wird, abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege wird Rechtanwalt Stolkin eine 
Parteientschädigung von 2'700 Franken (Mehrwertsteuer inbegriffen) zugesprochen.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht, 
Lausanne, eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Parteientschädigung ist 
innert 30 Tagen die Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser 
Teil des Entscheides angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 13. Februar 2014/jha/hbr

Präsidentin Gerichtsschreiberin-Praktikantin