# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8fb2c82-9bb9-5d59-9228-022c575684c6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.02.2022 RU220010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RU220010_2022-02-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RU220010-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter  

 lic. iur. M. Spahn und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie  

 Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hochuli 

Urteil vom 21. Februar 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Kläger und Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Feststellung  
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Friedensrichteramtes Mönchaltorf 
vom 6. Januar 2022 (GV.2020.00009) 

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Erwägungen: 

1.1. Bei der Beklagten und Beschwerdegegnerin (fortan Beklagte) handelt es 

sich um eine Genossenschaft im Sinne von Art. 828 Abs. 1 OR mit Sitz in 

C._____ (Urk. 4/2/1 [Statuten vom 1. Juli 1988]; vgl. auch HR-Eintrag 

[www.zefix.ch]). Zwischen den Parteien ist strittig, ob der Kläger und Beschwerde-

führer (fortan Kläger) nach wie vor Mitglied der Beklagten ist oder nicht. 

1.2. Mit Eingabe vom 26. November 2020 machte der Kläger bei der Vorinstanz 

eine Klage gegen die Beklagte mit folgendem Rechtsbegehren anhängig (Urk. 1 

S. 2): 

" 1. Es sei festzustellen, dass der Kläger Mitglied der B._____ ist. 
2. Es sei festzustellen, dass anderweitige Beschlüsse der Generalversammlung 

oder der Verwaltung nichtig sind. 
3. Es sei festzustellen, dass ein allfälliger Ausschluss des Klägers ungültig ist." 

1.3. Mit Verfügung vom 4. Dezember 2020 trat die Vorinstanz auf das Schlich-

tungsgesuch nicht ein (Urk. 5). Dieser Entscheid wurde mit Beschluss der Kam-

mer vom 6. Juli 2021 aufgehoben und die Sache zur Weiterführung des Schlich-

tungsverfahrens an die Vorinstanz zurückgewiesen (Urk. 9 S. 7 f.). Mit Eingabe 

vom 22. November 2021 erhob die Beklagte die Einrede der Schiedsgerichtsbar-

keit (Urk. 13). Mit Verfügung vom 30. November 2021 setzte die Vorinstanz dem 

Kläger Frist zur Stellungnahme zur Einrede der Beklagten sowie zur Bezifferung 

des Streitwerts an (Urk. 17). Mit Schreiben vom 13. Dezember 2021 nahm der 

Kläger Stellung zur Einrede der Beklagten und bezifferte den Streitwert der Klage 

auf Fr. 60'000.– (Urk. 18). Nachdem die Beklagte mit E-Mail vom 22. Dezember 

2021 auf eine weitere Stellungnahme verzichtet hatte (Urk. 21), verfügte die Vor-

instanz am 6. Januar 2022 wie folgt (Urk. 22 S. 2 = Urk. 26 S. 2): 

1. Auf das Schlichtungsgesuch wird nicht eingetreten. 
2. Die Kosten des Schlichtungsverfahrens von CHF 450.00 werden der klagen-

den Partei auferlegt. 
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 
4. (Schriftliche Mitteilung) 
5. (Rechtsmittelbelehrung) 

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1.4. Hiergegen erhob der Kläger mit Eingabe vom 20. Januar 2022 Beschwerde 

mit folgenden Anträgen (Urk. 25 S. 2): 

" 1. Es sei die angefochtene Verfügung des Friedensrichteramtes Mönchaltorf 
vom 6. Januar 2022 aufzuheben und es sei das Friedensrichteramt 
Mönchaltorf anzuweisen, zur Schlichtungsverhandlung vorzuladen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer zulasten 
der Beschwerdegegnerin, eventualiter zulasten des Staates." 

1.5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-24). Da sich die Be-

schwerde – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als offensichtlich 

unbegründet erweist, erübrigt sich das Einholen einer Beschwerdeantwort 

(Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Dabei hat die beschwerdeführende Partei in der Beschwerdebegründung (im Sin-

ne einer Eintretensvoraussetzung) im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln 

(unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachver-

halts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Es ist mittels klarer 

Verweisungen auf die Ausführungen vor der Vorinstanz zu zeigen, wo die mass-

gebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen oder Einreden erhoben 

worden sind. Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforde-

rungen genügenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz 

nicht überprüft zu werden, es sei denn, ein Mangel springe geradezu ins Auge. 

Abgesehen von dieser Relativierung gilt auch im Beschwerdeverfahren der 

Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 57 ZPO). Die Be-

schwerdeinstanz ist deshalb weder an die in den Parteieingaben vorgetragenen 

Argumente noch an die Erwägungen der Erstinstanz gebunden. Sie kann die Be-

schwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder mit 

einer von der Argumentation der Erstinstanz abweichenden Begründung abwei-

sen (sog. Motivsubstitution; vgl. BK ZPO I-Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.; Glasl, 

DIKE-Komm-ZPO, Art. 57 N 22). In diesem Rahmen ist insoweit auf die Vorbrin-

gen des Klägers einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist 

(BGE 134 I 83 E. 4.1 m.w.H.). Schliesslich sind neue Anträge, neue Tatsachen-

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behauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen 

(Novenverbot, Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

3. Die Vorinstanz erwog, sie erachte sich bei der eingereichten Klage und auf-

grund der in diesem Zusammenhang erhobenen Einsprache der Schiedsgerichts-

barkeit in Anwendung von Art. 61 ZPO im vorliegenden Fall als nicht zuständig, 

weshalb auf das Schlichtungsgesuch nicht einzutreten sei (Urk. 26 S. 1 f.). 

4. Der Kläger rügt, die in Art. 31 der Statuten der Beklagten enthaltene 

Schiedsklausel sei im vorliegenden Streit nicht anwendbar. So betreffe die 

Schiedsklausel nur Streitigkeiten zwischen der Verwaltung und einzelnen Mitglie-

dern. Vorliegend gehe es aber nicht um einen Streit zwischen einzelnen Mitglie-

dern und der Verwaltung bzw. dem Vorstand, sondern um einen Streit zwischen 

ihm und der Genossenschaft selber über die Frage, ob er Mitglied der Beklagten 

sei. Abgesehen davon liege ohnehin keine gültige Schiedsklausel vor (Urk. 25 

S. 2 ff.). 

5. Gegenstand der Klage vom 26. November 2020 ist die zwischen den Partei-

en strittige Frage, ob der Kläger Mitglied der Beklagten ist oder nicht (vgl. Urk. 1 

S. 2 und Urk. 25 S. 2). Für die Beurteilung dieser Frage massgebend sind die 

Bestimmungen des Genossenschaftsrechts über den Erwerb und Verlust der Mit-

gliedschaft (Art. 839 ff. OR). In diesem Zusammenhang gilt es zu berücksichtigen, 

dass die Kantone mit einem Handelsgericht dieses für Streitigkeiten aus dem 

Recht der Handelsgesellschaften und Genossenschaften zuständig erklären kön-

nen (Art. 6 Abs. 4 lit. b ZPO). Darunter fallen unter anderem auch Streitigkeiten 

um die Mitgliedschaft bei einer Genossenschaft (BK ZPO I-Berger, Art. 6 N 46). 

Der Kanton Zürich hat von der Kompetenz nach Art. 6 Abs. 4 lit. b ZPO Gebrauch 

gemacht und das Handelsgericht für Streitigkeiten aus dem Recht der Handels-

gesellschaften und Genossenschaften im Sinn von Art. 6 Abs. 4 lit. b ZPO zu-

ständig erklärt, sofern deren Streitwert mindestens Fr. 30'000.– beträgt (§ 44 lit. b 

GOG/ZH). Käme die Schiedsklausel nicht zum Tragen, wäre demnach für die Be-

urteilung der vorliegenden Klage, deren Streitwert vom Kläger auf Fr. 60'000.– 

beziffert wurde (vgl. Urk. 18 S. 2), zwingend das Handelsgericht zuständig, zumal 

die sachliche Zuständigkeit der Gerichte der Disposition der Parteien entzogen ist 

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(BGE 146 III 265 E. 4.3 = Pra 109/2020 Nr. 109; BGE 138 III 471 E. 3.1). Bei 

handelsgerichtlicher Zuständigkeit entfällt das Schlichtungsverfahren (Art. 198 

Abs. 1 lit. f ZPO) und ist überdies die Durchführung eines freiwilligen förmlichen 

Vermittlungsverfahrens unzulässig. Wird die Klage – wie vorliegend – trotz Vorlie-

gens eines Ausnahmegrundes nach Art. 198 ZPO dennoch bei der Schlichtungs-

behörde eingereicht, liegt ein Fall von (offensichtlicher) sachlicher Unzuständig-

keit vor und ist die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens zu verweigern 

bzw. ein Nichteintretensentscheid zu erlassen (OGer BE ZK 13 114+139 vom 26. 

März 2013, E. III/2, in: CAN online 2013 Nr. 25; HGer ZH HG120224 vom 25. 

März 2013, E. 2.3; HGer ZH HG120017 vom 18. Januar 2013, E. 2.4.2, in: ZR 

112/2013 Nr. 18; BSK ZPO-Infanger, Art. 197/198 N 12; KUKO ZPO-

Gloor/Umbricht Lukas, Art. 198 N 1; Egli, DIKE-Komm-ZPO, Art. 198 N 18; OFK 

ZPO-Möhler, Art. 198 N 3; PC CPC-Aeschlimann-Disler/Heinzmann, Art. 197/198 

N 19; Staehelin/Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 2. Aufl. 2013, § 20 N 6; 

a.A. Schrank, Das Schlichtungsverfahren nach der Schweizerischen Zivilprozess-

ordnung, Diss. 2015, S. 93 N 160 ff., und BK ZPO II-Peter, Art. 198 N 2; zur Be-

fugnis der Schlichtungsbehörde, bei offensichtlicher sachlicher Unzuständigkeit 

einen Nichteintretensentscheid zu erlassen: BGE 146 III 47 E. 4.2 und E. 4.3). 

Nach dem Gesagten ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

auf das Schlichtungsgesuch des Klägers vom 26. November 2020 nicht eintrat, 

wobei Gültigkeit und Anwendbarkeit der Schiedsklausel offen gelassen werden 

können. Damit erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet, wes-

halb sie abzuweisen ist. 

6.1. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 3 GebV OG 

in Verbindung mit § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 600.– festzusetzen und 

ausgangsgemäss dem Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

6.2. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-

chen, dem Kläger zufolge seines Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), der Beklag-

ten mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 600.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger aufer-

legt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines 

Doppels von Urk. 25, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 60'000.–. Die Beschwerde an 
das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs 
gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 21. Februar 2022 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. D. Scherrer 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hochuli 
 
versandt am: 
ya 

	Urteil vom 21. Februar 2022
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 600.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines Doppels von Urk. 25, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...