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**Case Identifier:** be1973a5-4c60-51f6-85ad-c40067e78ab8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.07.2021 200 2020 876
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-876_2021-07-05.pdf

## Full Text

200 20 876 UV
FUE/BOC/STL/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 5. Juli 2021

Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
Beschwerdeführer

gegen

B.________
vertreten durch C.________, Rechtsanwalt D.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2021, UV/20/876, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1986 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
bei der E.________ AG (Arbeitgeberin) angestellt und dadurch bei der 
B.________ (B.________ bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen 
die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als er sich am 
21. November 2019 beim ... am rechten Fuss verletzte (Korrespondenzak-
ten der B.________ [act. II] K1). 

Die B.________ befragte den Versicherten zum Ereignishergang (act. II 
K5, K11). Nachdem sie die Unterlagen ihrem beratenden Arzt Dr. med. 
F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zur Beurteilung vor-
gelegt hatte (Medizinische Akten der B.________ [act. II] M4), verneinte sie 
mit Verfügung vom 2. April 2020 (act. II K28) einen Anspruch auf Leistun-
gen aus der obligatorischen Unfallversicherung mit der Begründung, beim 
Ereignis vom 21. November 2019 handle es sich nicht um einen Unfall im 
Rechtssinne. Zudem liege keine unfallähnliche Körperschädigung vor, da 
die Verletzung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf Degeneration 
zurückzuführen sei. Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten 
vom 1. Mai 2020 (act. II K29) wies die B.________ mit Einspracheent-
scheid vom 21. Oktober 2020 (act. II K41) ab. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 26. November 2020 
Beschwerde und beantragte sinngemäss, die Beschwerdegegnerin sei zu 
verpflichten, die gesetzlichen Leistungen im Zusammenhang mit dem Er-
eignis vom 21. November 2019 zu erbringen.

Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt D.________, 
schloss mit Beschwerdeantwort vom 6. April 2021 auf Abweisung der Be-
schwerde. 

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Mit prozessleitender Verfügung vom 8. April 2021 gab der Instruktionsrich-
ter dem Beschwerdeführer Gelegenheit, Schlussbemerkungen einzurei-
chen, wovon dieser keinen Gebrauch machte. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 21. Oktober 
2020 (act. II K41). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerde-
führers auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im Zusam-
menhang mit der Achillessehnenruptur am rechten Fussgelenk und dabei 
insbesondere, ob es sich beim Ereignis vom 21. November 2019 um einen 
Unfall im Rechtssinne handelt bzw. ob eine Körperschädigung vorliegt, die 
nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist.

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1.3 Gemäss Akten sind die Operation vom 26. November 2019 (act. II 
M9) und der Genesungsprozess ohne Komplikationen verlaufen und der 
Beschwerdeführer war rasch wieder arbeitsfähig. Es ist daher vorab zu 
prüfen, ob die entstandenen Kosten einen Streitwert von Fr. 20'000.-- über-
steigen (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

Der Beschwerdeführer war gemäss eigenen Angaben vom 21. November 
bis 11. Dezember 2019 vollständig arbeitsunfähig (act. II K11 S. 2). Vor 
dem Ereignis vom 26. November 2019 (vgl. Art. 15 Abs. 1 und 2 des Bun-
desgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]) erzielte er ein Einkommen von monatlich Fr. 6'200.10 (act. II K15) 
zzgl. 13. Monatslohn (vgl. hierzu Gesamtarbeitsvertrag G.________ …, …, 
Ziff. …, S. … [vgl. hierzu https://...]; act. II K15). Abzüglich der Wartezeit 
von 3 Tagen (Art. 16 Abs. 2 UVG) wäre die Beschwerdegegnerin für 18 
Tage, ausmachend Fr. 3'179.70 ([Fr. 6'200.10 x 13] / 365 = Fr. 220.80; 
[Fr. 220.80 x 0.8 {Art. 17 Abs. 1 UVG}] x 18 = Fr. 3'179.70; vgl. zur Tag-
geldberechnung Art. 25 Abs. 1 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 
über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202] sowie Anhang 2 zur UVV) 
gegenüber der Arbeitgeberin leistungspflichtig. An Behandlungskosten sind 
einzig die Kosten der Physiotherapie (Fr. 904.-- [Fr. 440.-- + Fr. 464.--]; 
act. II K37 S. 2, K43 S. 2) ausgewiesen.

Die Kosten der Notfallkonsultation im Spital H.________ vom 21. Novem-
ber 2019 (act. II M5), der Operation und der Hospitalisation vom 26. - 27. 
November 2019 (act II M9) und der Konsultationen vom 22. November 
2019, 9. Januar, 11. Februar, 23. März und 2. Juni 2020 (act. II M8, M10 - 
M13) bei Dr. med. I.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, gehen aus den Akten genauso 
wenig hervor, wie die Kosten für Hilfsmittel (act. II K21, K22). Gemäss der 
Eidgenössischen Preisüberwachung liegen die Kosten für Versicherte der 
J.________ in den Spitälern der K.________ bei Eingriffen am Fuss bei 
zirka Fr. 6'574.-- (vgl. hierzu https://www.spitaltarife.preisueberwacher.ch/, 
Eingriffe am Fuss, ..., J.________ [act. II K11 S. 2]; Version 10.0/2021). Da 
es sich um wenige, vermutlich kurze Konsultationen und eine Routineope-
ration mit einer kurzen Hospitalisation (1 Tag; vgl. act. II M9) handelte, ist 
davon auszugehen, dass die Gesamtkosten der Behandlung respektive 

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Heilung und die Taggelder den Betrag von Fr. 20'000.-- nicht übersteigen. 
Folglich fällt die Beurteilung der Streitigkeit in die einzelrichterliche Zustän-
digkeit (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2

2.2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche 
(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelris-
se (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

2.2.2 Nach Meldung einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG hat 
der Unfallversicherer die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die Lis-
tenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzu-
führen, so ist der Unfallversicherer solange leistungspflichtig, bis der Unfall 
nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheits-
schaden also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 
beruht. Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs nach 
Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine Listenverletzung 
nach Art. 6 Abs. 2 UVG in der seit 1. Januar 2017 geltenden Fassung 

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grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, 
dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70).

2.2.3 Für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG ist kein äusserer Faktor 
und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein 
gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 
UVV mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, 
dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vor-
liegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnli-
che Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden 
muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen 
Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgren-
zung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körper-
schädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer 
Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversi-
cherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und be-
nennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeit-
lichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt 
sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 
Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches 
ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig 
in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der 
in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgren-
zungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden 
Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit 
auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu 
beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder 
Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. 
Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf 
beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listen-
verletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 
50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ur-
sachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung 
sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des 

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Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen 
(BGE 146 V 51 E. 8.6 S. 69 f.).

2.3 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 
27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Aus den medizinischen Akten ergibt sich bezüglich des Ereignisses 
vom 21. November 2019 (act. II K1) – soweit entscheidwesentlich – das 
Folgende:

3.1.1 Im Notfallbericht des Spitals H.________ vom 21. November 2019 
(act. II M5) wurde eine Achillessehnenruptur rechts diagnostiziert und fest-
gehalten, dass der Patient beim ... einen schnellen Schritt nach vorne ge-
macht habe, wobei er einen knallenden Ton gehört und ein komisches Ge-
fühl in der Wade verspürt habe. Daraufhin habe er den rechten Fuss nur 
noch wenig belasten können und es hätten sich zunehmend dumpfe 
Schmerzen einige Zentimeter oberhalb der Sehne eingestellt. Dort liege ein 
ausgeprägtes Gefühl von Spannungsverlust vor. 

3.1.2 Dr. med. I.________ diagnostizierte am 22. November 2019 (act. II 
M1) eine Achillessehnenruptur rechts. Diese habe sich der Patient durch 
einen Ausfallschritt beim ... zugezogen. Sie befundete am Unterschenkel 
rechts eine Delle, gut palpabel, ca. 5cm proximal des Ansatzes der Achil-
lessehne, ein positives Thompson-Zeichen sowie eine leichte Schwellung 
im Rupturbereich selber. Bei der Operation vom 26. November 2019 
(act. II M2) nähte sie die Achillessehnenruptur mittels Rahmennaht zu und 
stellte ein nun negatives Thompson-Zeichen fest. 

3.1.3 Am 7. Januar 2020 (act II M4) nahm Dr. med. F.________ anhand 
der Akten zum Ereignis vom 21. November 2019 Stellung. Er führte aus, 
dass es sich bei dem vom Beschwerdeführer geschilderten Bewegungsab-
lauf ("Stop-and-Go", vgl. act. II K11 S. 1) um eine alltägliche Bewegung im 
Rahmen des ... handle und diese nicht geeignet sei, eine traumatische 
Achillessehnenruptur hervorzurufen (act. II M4 S. 2). Achillessehen würden 
bereits vor dem 30. Altersjahr degenerieren. Durch degenerative Verände-
rungen (Texturstörungen der Sehnenmatrix) reisse diese typischerweise 
ohne vorgehende Beschwerden an der schmalsten Stelle. Beim Riss höre 

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man oftmals ein knallartiges Geräusch (act. II M4 S. 2 f.). Es würden sich 
stechende Schmerzen einstellen. Männer seien häufiger davon betroffen 
als Frauen. Der Altersgipfel von Achillessehnenrupturen liege zwischen 
dem 30. und 50. Lebensjahr. Neben der normalen Alterung spiele auch die 
Überbeanspruchung mit Mikroverletzungen eine Rolle. Gleich wie bei ande-
ren Sehnen handle es sich beim Gewebe der Achillessehne um eine Struk-
tur, die nur wenige Nerven und Blutgefässe enthalte und daher eine 
schlechte Fähigkeit zur Regeneration habe. Es gebe eine Vielzahl von Ri-
sikofaktoren, die einen Riss begünstigten. Diese Risikofaktoren könnten zu 
einer Minderung der Ernährung der Achillessehne führen. Bei starker Be-
anspruchung, wie z.B. Ballsportarten, wirkten grosse Kräfte auf die Sehne, 
welche diese normalerweise in ihrer Funktion halten und umsetzen könne. 
Bei planmässigen Willkürinnervationen komme es nicht zu einer unphysio-
logischen Belastung der Sehne. Im Normalfall reisse die Sehne nicht. Reis-
se sie doch, müsse daraus geschlossen werden, dass die Sehne vor dem 
Trauma bereits vorgeschädigt und durch degenerative Veränderungen ge-
schwächt gewesen sei. Untersuchungen hätten gezeigt, dass zumindest 
bei einer urbanen Bevölkerung über 35 Jahren degenerative Veränderun-
gen an Sehnen – auch an der Achillessehne – die Norm seien und dass 
solche Veränderungen mit Spontanrupturen in Verbindung stünden. Freilich 
gehe einem Achillessehnenriss sehr häufig eine klinisch asymptomatische 
Phase voraus. Dass der Vorzustand klinisch stumm gewesen sei, reiche für 
eine Unfallkausalität jedoch nicht aus. Denn traumatische Achillessehnen-
rupturen seien sehr selten, sie seien die Ausnahme, nicht die Regel. Die 
vom Versicherten durchgeführte Bewegung könne lediglich als Zufalls- 
oder Gelegenheitsanlass betrachtet werden, die eigentliche Bewegung zum 
Zeitpunkt der Durchtrennung der Sehne spiele keine Rolle (act. II M4 S. 3). 
Es lasse sich nicht eindeutig beantworten, ob die Achillessehnenruptur 
vorwiegend abnützungs- oder erkrankungsbedingt sei. Es fehle an vertie-
fenden Abklärungen, um das gesamte Ursachenspektrum darstellen zu 
können. Trotz der fehlenden Abklärungen sei bei dieser harmlosen, beim ... 
tausendfach vorkommenden Bewegung keinerlei biomechanische Eignung 
vorhanden, um einen Riss an der stärksten Sehne des menschlichen Kör-
pers hervorzurufen, weshalb es überwiegend wahrscheinlich erscheine, 
dass die Verletzung durch Abnützung oder Erkrankung verursacht worden 
sei (act. II M4 S. 4). 

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3.1.4 Am 6. Mai 2020 nahm Dr. med. I.________ (act. II M6) zu den Aus-
führungen von Dr. med. F.________ Stellung und führte aus, dass der Pa-
tient keinerlei Vorprobleme mit der Achillessehne gehabt habe. Die Achil-
lessehne reisse immer im Rahmen einer "Stop-and-Go"-Bewegung, dies im 
Rahmen von Sportarten wie Tennis, Badminton und Squash. Sehnenrisse 
seien den Unfällen gleichgestellt, weshalb es sich vorliegend um einen Un-
fall handle. 

3.1.5 L.________, Sportphysiotherapeut, äusserte sich am 15. Mai 2020 
(act. II M7) zu den Ausführungen von Dr. med. F.________ und berichtete, 
dass es sich ohne Zweifel um ein Unfallgeschehen handle, da der Patient 
weder Begleiterkrankungen aufweise noch sein Alter ein Risikofaktor für 
eine degenerative Vorschädigung der Sehne und eine daraus resultierende 
sekundäre Schädigung sei. Der Unfallhergang sei typisch für eine primäre 
traumatische Verletzung. Die zugezogene Verletzung sei ein Paradebespiel 
einer traumatischen Achilllessehnenruptur. Weiter sei die Genesung für die 
Schwere der Verletzung absolut adäquat (sowohl von den Aspekten der 
Wundheilung wie auch vom zeitlichen Ablauf her), eine vollständige Gene-
sung sei anzunehmen, was gegen eine degenerative Vorgeschichte spre-
che.

3.2 Aufgrund der Akten steht in tatsächlicher Hinsicht fest, dass der 
Beschwerdeführer am 21. November 2019 während dem ... im 
M.________, ..., bei einer "Stop-and-Go"-Bewegung von hinten vom Feld 
nach vorne einen Knall hörte und zugleich einen Spannungsverlust in der 
rechten Achillessehne verspürte (act. II K11 S. 1). Äussere Faktoren oder 
Umstände, die zum Ereignis geführt hätten (z.B. eine direkte Gewalteinwir-
kung), wurden keine geltend gemacht und sind auch den Akten nicht zu 
entnehmen. 

Ausgehend vom voranstehend beschriebenen Ablauf des Ereignisses vom 
21. November 2019 ist zu prüfen, ob dieses als Unfall im Sinne von Art. 4 
ATSG zu qualifizieren ist und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob 
das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors gegeben ist. Vorlie-
gend ist nicht erstellt, dass der Bewegungsablauf durch einen äusseren 
Faktor programmwidrig gestört worden ist. Nicht erstellt ist weiter, dass der 
Bewegungsablauf ausserhalb der Spannweite des Üblichen abgelaufen 

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wäre, insbesondere ist der Beschwerdeführer nicht gestürzt oder ausgeglit-
ten. Bei Sportverletzungen ist gemäss der herrschenden Rechtsprechung 
das Merkmal der Ungewöhnlichkeit ohne besonderes Vorkommnis zu ver-
neinen (vgl. BGE 130 V 117 E. 2.2 S. 118). Ein Unfall ist nur dann anzu-
nehmen, wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant (RKUV 
2004 Nr. U 502 S. 183, U 322/02, E. 4.4). Allein der Umstand, dass sich 
der Beschwerdeführer eine Ruptur der Achillessehne zugezogen hat, ver-
mag den Unfallbegriff nicht zu erfüllen, denn nach der Rechtsprechung 
bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wir-
kung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber (BGE 134 V 72 
E. 4.3.1 S. 79; SVR 2020 UV Nr. 3 S. 9 E. 3; Entscheid des BGer vom 
6. Mai 2019, 8C_842/2018, E. 3.3.1). Mangels eines ungewöhnlichen äus-
seren Faktors ist der Unfallbegriff nach Legaldefinition von Art. 4 ATSG 
nicht erfüllt, was zwischen den Parteien unbestritten ist. 

3.3 Gemäss bundesrechtlicher Rechtsprechung sind Abs. 1 (Unfall) und 
Abs. 2 (Listenverletzung) von Art. 6 UVG unabhängig voneinander und 
grundsätzlich jeder Tatbestand einzeln zu prüfen (BGE 146 V 51 E. 8.5 
S. 69). Zu prüfen bleibt damit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegne-
rin gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG (vgl. E. 2.2.3 hiervor). 

Mit der diagnostizierten Achillessehnenruptur rechts (act. II M1) ist zweifel-
los eine Listendiagnose im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG ausgewiesen. 
Damit ergibt sich eine Beweiserleichterung zu Gunsten des Beschwerde-
führers im Sinne einer gesetzlichen Vermutung: Unabhängig vom Vorliegen 
eines äusseren Ereignisses wird eine Leistungspflicht des Unfallversiche-
rungsträges bei Vorliegen einer Listenverletzung begründet. Von dieser 
kann er sich nur durch den Nachweis, dass eine Körperschädigung vorwie-
gend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, befreien (Art. 6 
Abs. 2 UVG). 

3.4 Zu prüfen bleibt daher, ob der Beschwerdegegnerin der Nachweis 
gelingt, dass die Achillessehnenruptur vorwiegend auf Abnützung oder Er-
krankung zurückzuführen war.

3.4.1 Der beratende Arzt Dr. med. F.________ hielt in der Beurteilung 
vom 7. Januar 2020 (act. II M4) – im Einklang mit der Aktenlage, die weder 

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/bge30/130_v_117.pdf

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(zeitnahe) bildgebende noch histologische noch intraoperative Befunde 
noch einen Beschrieb der reaktiven Veränderungen (vgl. dazu VOLKER 
GROSSER, Rupturen grosser Sehnen, Trauma Berufskrankh 2010; 12 [Sup-
pl 4], S. 459) enthält (act. II M4 S. 2 Ziff. 3) – nachvollziehbar und einleuch-
tend fest, dass die Frage, ob die diagnostizierte Körperschädigung vorwie-
gend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei, nicht eindeutig 
beantwortet werden könne (act. II M4 S. 4). Den Schluss auf eine vorwie-
gend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführende Achillessehnen-
ruptur zog er einzig aus dem Umstand, dass die Ruptur bei einer beim ... 
üblichen, harmlosen "Stop-and-Go"-Bewegung aufgetreten sei 
(vgl. E. 3.1.3 hiervor). Dies mit der Begründung, zwar wirkten z.B. bei Ball-
sportarten starke Kräfte auf die Sehne, die sie normalerweise in ihrer Funk-
tion halten und umsetzen könne. Bei planmässigen Willkürinnervationen 
komme es nicht zu einer unphysiologischen Belastung der Sehne, im Nor-
malfall reisse die Sehne nicht. Reisse sie doch, müsse von einer vor dem 
Trauma bestandenen Vorschädigung und Schwächung durch degenerative 
Veränderungen geschlossen werden. Traumatische Achillessehnenruptu-
ren seien sehr selten, sie seien die Ausnahme, nicht die Regel. Die vorlie-
gende Bewegung weise keinerlei biomechanische Eignung hinsichtlich der 
Verursachung eines Achillessehnenrisses auf, sodass überwiegend wahr-
scheinlich von einer Verursachung durch Abnützung oder Erkrankung aus-
zugehen sei (act. II M4 S. 2 ff.). 

3.4.2 In der medizinischen Lehre stehen sich in Bezug auf die Entstehung 
der Achillessehnenruptur zwei Theorien gegenüber. Zum einen die Theorie 
der Degeneration, wonach es aufgrund aseptischer Entzündungen und 
reduzierter Gefässversorgung zu Zellverlusten, Störungen des Mucopoly-
saccharidgehalts bis zur fettigen, myxoiden oder verkalkenden Degenerati-
on kommt, wobei zusätzlich Mikrotraumen durch Überbeanspruchung ent-
stehen, die im Laufe der Zeit zur Ruptur führen. Zum anderen die mechani-
sche Theorie die besagt, dass plötzliche Dehnungen und eine Verlagerung 
der Muskel-Sehnen-Einheit gepaart mit einer Kontraktion der gesamten 
Wadenmuskulatur die Reisfestigkeit der Sehne übersteigen, wobei eine 
vermehrte Sehnensteifigkeit im Alter und eine Hemmung der propriozepti-
ven Eigenreflexe zusätzlich aufgeführt werden (HENKEL/BAUMGAERTEL, Die 
akute Achillessehnenruptur, OP-Journal 2001, 17, S. 20; ANDREAS KUGLER, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2021, UV/20/876, Seite 13

Ein Vergleich frühfunktioneller Therapie nach primär operativ versorgter 
Achillessehnenruptur. Absatzerhöhung versus Vacoped, Diss. Berlin 2010, 
S. 12 f.; vgl. auch CHRISTIAN GUCKENBERGER, Langzeitergebnisse operativ 
behandelter Achillessehnenrupturen, Diss. Würzburg 2004, S. 5 f.). Eine 
genaue Unterscheidung, ob es sich um eine traumatische oder degenerati-
ve Sehnenverletzung handelt, ist zum Teil nur schwer zu treffen. In vielen 
Fällen besteht eine Kombination von verschiedenen Pathomechanismen, 
wenn z.B. eine vorgeschädigte Sehne bei plötzlicher Überdehnung des 
Unterschenkels reisst (GORONZY/RAMMELT, Traumatische und degenerative 
Sehnenveränderungen an Sprunggelenk und Fuss, Orthopädie und Unfall-
chirurgie up2date 2017; 12 (02), S. 203 f.).

3.4.3 Wie von Dr. med. F.________ korrekt dargelegt, liegen keinerlei 
Befunde vor, die zur Abwägung der Genese der Ruptur (vgl. dazu Ent-
scheid des BGer vom 15. April 2021, 8C_672/2020, E. 4.1.3) dienen könn-
ten. Es bestehen namentlich auch keine Hinweise auf eine relevante Er-
krankung bzw. einen damit zusammenhängenden medikamenteninduzier-
ten Belastungsfaktor (vgl. GUCKENBERGER, a.a.O., S. 7, KUGLER, a.a.O., S. 
13, FRANK SCHRÖTER, Kausalitätsbeurteilung nach Achillessehnenruptur, 
Trauma Berufskh 2016 [Suppl 1]; 18: S. 63, GROSSER, a.a.O., S. 461), gab 
der Beschwerdeführer doch im Rahmen der Notfallkonsultation vom 
21. November 2019 an, über keine Fixmedikation zu verfügen (act. II M5 
S. 1). 

Damit steht zur Beurteilung des Ursachenspektrums bzw. des Entlastungs-
beweises der Unfallversicherung einzig der vom Beschwerdeführer rudi-
mentär beschriebene Ereignishergang (vgl. E. 3.2 hiervor) zur Verfügung. 
Dieses Element allein vermag – jedenfalls im hier zu beurteilenden Fall, in 
dem die Sehne offenkundig unter sportlicher Belastung rupturierte, mithin 
keine seltene Konstellation vorliegt, bei der die Sehne ohne jegliche Zugbe-
lastung reisst und damit ein vorwiegend degenerativer oder krankhafter 
Zustand evident ist (vgl. SCHRÖTER, a.a.O., S. 64) –, für den Entlastungs-
beweis nicht zu genügen. Denn es ist wie dargelegt in keiner Art und Weise 
erstellt, dass die Sehne bereits Texturstörungen bzw. Degenerationen auf-
wies. Ferner scheint die apodiktische These "Eine gesunde Sehne reisst 
nicht" in der medizinischen Literatur überholt (SCHRÖTER, a.a.O., S. 61). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2021, UV/20/876, Seite 14

Vielmehr wird differenzierend postuliert, – insoweit kann Dr. med. 
F.________ gefolgt werden –, dass eine nicht vorgeschädigte Sehne bei 
einer physiologischen Belastung nicht reisse (vgl. dazu GROSSER, a.a.O., 
S. 460; RASCHKE/HERBORT/ROSSLENBROICH, Achillessehnenrupturen, 
Trauma Berufskrankh 2010; 12 [Suppl 4] S. 451). Gleichzeitig wird in die-
sem Zusammenhang aber auf die Problematik hingewiesen, dass in einer 
Vielzahl der Fälle die tatsächlich abgelaufene schädigende Mechanik we-
der von der betroffenen Person noch von möglichen Zeugen wahrgenom-
men werden kann, sich der Geschehensablauf nicht im Detail rekonstruie-
ren und sich die auftretende Zugbelastung nicht einmal annäherungsweise 
rekonstruieren lässt. Ohne dies lässt sich die Eignung zur Herbeiführung 
der Achillessehnenruptur jedoch gar nicht beantworten (SCHRÖTER, a.a.O., 
S. 64 f.). Mit Blick auf die dem Ereignishergang innewohnende Unsicher-
heit, konkret ob es sich bei der "Stop-and-Go"-Bewegung – wie von Dr. 
med. F.________ angenommen – tatsächlich nur um ein "harmloses Ereig-
nis" handelte oder ob nicht doch eine Bewegung mit ungeplanter bzw. un-
physiologischer Belastung stattgefunden haben könnte, welche die Zugfes-
tigkeit der Sehne überstieg (vgl. dazu SCHRÖTER, a.a.O., S. 65 i.f.), verfügt 
das Element der Ereignisschilderung für sich allein vorliegend nicht über 
die Eignung für die Erbringung des Entlastungsbeweises. In diesem Sinne 
hat das Bundesgericht – im Zusammenhang mit Sehnenmanschettenläsio-
nen – festgehalten, dass zur Beurteilung der Unfallkausalität dem Kriterium 
des Unfallmechanismus keine übergeordnete Bedeutung mehr beigemes-
sen werde (BGer 8C_672/2020 E. 4.1.3), was hier analog für den Ereignis-
hergang im Rahmen einer Listenverletzung zu gelten hat. 

Anders zu entscheiden hiesse, dass bei Achillessehnenrupturen bei nicht 
erfülltem Unfallbegriff eine Leistungspflicht des Unfallversicherers per se 
ausgeschlossen wäre, dürften die in der medizinischen Literatur beschrie-
benen, typischen unphysiologischen (Zug-)Belastungen der Achillessehne 
(Sturz aus der Höhe unter gleichzeitiger fussrückenwärtiger Belastung des 
Fusses; Sturz nach vorn beim Abfahrtsski bei nicht aufgehender Bindung; 
Tritt in ein nicht gesehenes Bodenloch, sodass plötzlich das gesamte Kör-
pergewicht auf der Achillessehne lastet; plötzliches Ausrutschen beim Tra-
gen von Lasten; GROSSER, a.a.O., S. 461, RASCHKE/HERBORT/ROSSLEN-
BROICH, a.a.O., S. 451) doch allein im Rahmen eines Unfalles stattfinden. 

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Dass der Gesetzgeber mit der ersten UVG-Revision einen solchen Leis-
tungsausschluss beabsichtigt hätte, ist indes nicht erkennbar, liegt der 
Hauptzweck der Novelle doch vielmehr in einer Beweiserleichterung zu 
Gunsten der Versicherten (BGE 146 V 51 E. 8.3 S. 68).

3.4.4 Mithin überzeugt die allein auf dem Ereignishergang beruhende 
Einschätzung des beratenden Arztes Dr. med. F.________, wonach die 
Ruptur der Achillessehne vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen sei, nicht. Von weiteren Abklärungen ist abzusehen, weil 
die Beschwerdegegnerin erfolglos allfällige bildgebende Unterlagen zu 
edieren versucht hat bzw. sich gezeigt hat, dass keine solchen existieren 
(act. II K35, K36) und angesichts der am 26. November 2019 stattgefunde-
nen Operation bzw. des seitherigen Zeitablaufs bildgebende bzw. histologi-
sche Untersuchungen keinen Aufschluss über den damaligen (allfälligen) 
Degenerationsgrad der Achillessehne mehr gäben. Schliesslich dürfte die 
Operateurin nach mehr als eineinhalb Jahren nach dem Eingriff nicht mehr 
imstande sein, über das damalige intraoperative Bild (vgl. GROSSER, a.a.O., 
S. 459) Auskunft zu geben. 

4.

Nach dem Gesagten ist dem Unfallversicherer der Entlastungsbeweis nicht 
gelungen und er ist gestützt auf Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG für das Ereignis vom 
21. November 2019 leistungspflichtig. Folglich ist der angefochtene Ein-
spracheentscheid in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, für die Folgen des Ereignisses vom 
21. November 2019 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 

5.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2021, UV/20/876, Seite 16

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. aArt. 61 lit. a ATSG in 
der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und hier anwendbaren Fas-
sung (vgl. Art. 82a ATSG) sind keine Verfahrenskosten zu erheben. 

5.2 Eine Parteientschädigung ist trotz Gutheissung der Beschwerde 
nicht zuzusprechen, da dem Beschwerdeführer kein Aufwand entstanden 
ist, der den Rahmen dessen überschreiten würde, was der Einzelne übli-
cher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen An-
gelegenheiten auf sich zu nehmen hat (BGE 127 V 205 E. 4b S. 207). 

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der 
B.________ vom 21. Oktober 2020 aufgehoben und diese verpflichtet, 
die gesetzlichen Leistungen für das Ereignis vom 21. November 2019 
zu erbringen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.  

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Rechtsanwalt D.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.