# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e397a69-4b4b-5330-bfa1-e2ba9d74a67a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 14.01.2022 PA220001
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA220001_2022-01-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PA220001-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Ersatzrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw J. Camelin-Nagel 

Urteil vom 14. Januar 2022 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer, 

 

sowie 

 

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich,  
Verfahrensbeteiligte, 

 
 

betreffend 
fürsorgerische Unterbringung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der 10. Abteilung (Einzelgericht) des Bezirksgerich-
tes Zürich vom 28. Dezember 2021 (FF210277) 
 
  

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Erwägungen: 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1. Der 40-jährige Beschwerdeführer befindet sich aktuell zum dritten Mal stati-

onär in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK, nachfolgend Klinik). Er 

wurde am tt. Dezember 2021 durch Dr. med. B._____ per fürsorgerischer Unter-

bringung in die Klinik eingewiesen, nachdem er mit akut psychotischem Zu-

standsbild am Bahnhof C._____ Passanten mit einem Messer bedroht habe 

(act. 4/2). 

1.2. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2021 (Datum Poststempel) erhob der Be-

schwerdeführer beim Bezirksgericht Zürich (nachfolgend Vorinstanz) fristgerecht 

Beschwerde (act. 1). Mit Verfügung vom 24. Dezember 2021 setzte die Vor-

instanz eine Anhörung/Hauptverhandlung am 28. Dezember 2021 an, forderte die 

Klinik zur Stellungnahme und zur Einreichung diverser Unterlagen auf und bestell-

te einen Gutachter (act. 2). Am 28. Dezember 2021 fand die vorinstanzliche An-

hörung/Hauptverhandlung statt, an welcher der Beschwerdeführer befragt wurde 

und Dr. med. D._____ das Gutachten erstattete (Prot. Vi. S. 7 ff.). Mit Urteil vom 

selben Datum wies die Vorinstanz die Beschwerde ab (act. 8 = act. 12). 

1.3. Mit E-Mail vom 31. Dezember 2021 gelangte der Beschwerdeführer erneut 

an die Vorinstanz und erhob "Einspruch" gegen die Zwangsmedikation (act. 13). 

Die Vorinstanz leitete das entsprechende Schreiben der Kammer weiter. Mit 

Schreiben vom 4. Januar 2022 wurde der Beschwerdeführer darauf hingewiesen, 

dass er sich schriftlich mit Originalunterschrift an die Kammer wenden müsse, 

falls er Beschwerde gegen das vorinstanzliche Urteil, mithin die fürsorgerische 

Unterbringung, erheben wolle, und dass eine Beschwerde gegen die Zwangsme-

dikation beim zuständigen Bezirksgericht zu erheben sei (act. 15). Mit Eingabe 

vom 6. Januar 2022 reichte der Beschwerdeführer eine handschriftliche und un-

terzeichnete Beschwerde ein (act. 16).  

1.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–10). Vom Einholen 

einer Stellungnahme bzw. Vernehmlassung wurde abgesehen. Das Verfahren ist 

spruchreif.  

- 3 - 

2. Prozessuale Vorbemerkungen 

2.1. Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung gemäss Art. 426 ff. ZGB ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher Zu-

ständigkeit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen Zu-

ständigkeit des Obergerichtes vor (§ 62 Abs. 1 und § 64 EG KESR/ZH; § 30 

GOG/ZH). Das Verfahren der fürsorgerischen Unterbringung richtet sich in erster 

Linie nach dem ZGB und dem kantonalen EG KESR. Enthalten diese Gesetze 

keine Bestimmungen, gelten für die gerichtlichen Beschwerdeverfahren das kan-

tonale GOG und subsidiär die Bestimmungen der ZPO (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. 

Art. 450f ZGB i.V.m. § 40 EG KESR). 

2.2. Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von Am-

tes wegen (Art. 446 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob die 

Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die Be-

schwerdeinstanz über volle Kognition. Es geht damit nicht bloss um die Rechts-

kontrolle des vorinstanzlichen Entscheides. Vielmehr hat die zweite Beschwer-

deinstanz selbstständig zu prüfen, ob die Voraussetzungen für Massnahmen nach 

den Art. 426 ff. ZGB erfüllt sind.  

3. Fürsorgerische Unterbringung 

3.1. Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger 

Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrich-

tung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht 

anderweitig erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei sind auch die Belastung 

und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen. Die betroffene 

Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unterbrin-

gung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB).  

 Die fürsorgerische Unterbringung stellt einen schweren Eingriff in die per-

sönliche Freiheit der betroffenen Person dar. Sie hat deshalb dem Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit zu genügen, wonach keine weniger einschneidende Mass-

nahme zum Schutz der betroffenen Person zur Verfügung stehen darf, die fürsor-

gerische Unterbringung zur Wiedererlangung von Selbständigkeit geeignet sein 

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muss und der Freiheitsentzug als angemessen zu erscheinen hat (vgl. BSK ZGB 

I-GEISER/ETZENSBERGER, 6. Aufl. 2018, Art. 426 N 22 ff.; Botschaft zur Änderung 

des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und 

Kindesrecht], BBl 2006, S. 7001 ff., S. 7062). 

3.2.1. Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung ist zunächst das 

Vorliegen eines Schwächezustandes. Die möglichen Schwächezustände werden 

dabei in Art. 426 Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt, nämlich psychische Stö-

rung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung (Art. 426 Abs. 1 ZGB; 

vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 12). Damit von einer 

psychischen Störung im Sinne der genannten Bestimmung gesprochen werden 

kann, muss zum einen ein entsprechendes Krankheitsbild vorliegen. Dieses muss 

sich zum anderen erheblich auf das soziale Verhalten des Patienten auswirken. 

Massgeblich ist, ob die betroffene Person ihre Entscheidungsfreiheit behalten hat 

und am sozialen Leben teilnehmen kann (vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 

a.a.O., Art. 426 N 15). 

3.2.2. Die Vorinstanz bejahte das Vorliegen einer psychischen Erkrankung im 

Sinne des Gesetzes gestützt auf die Ausführungen des beigezogenen Gutachters 

(Prot. Vi. S. 15 ff.), die Stellungnahme der Klinik (act. 4/1), den Verlaufsbericht 

(act. 4/6) und den vom Beschwerdeführer gewonnenen persönlichen Eindruck an 

der Verhandlung, wo sich der Beschwerdeführer im Sprechen sprunghaft, deutlich 

agitiert, teilweise wahnhaft und realitätsverkennend gezeigt habe (Prot. Vi. S. 8 ff.; 

vgl. act. 12 E. 2.3).  

3.2.3. Die Klinik führte in ihrer Stellungnahme aus, dass der Beschwerdefüh-

rer an einer bekannten paranoiden Schizophrenie leide und die Medikation mit 

Olanzapin einige Monate vor der Einweisung gegen den Rat des Behandlers ab-

gesetzt habe. Der Beschwerdeführer sei bei der Einweisung initial massiv ange-

spannt und bedrohlich gewesen, habe gedroht, sich mit Gewalt den Weg aus der 

Station freizukämpfen und habe isoliert und zwangsmediziert werden müssen. 

Zudem sei der Beschwerdeführer massiv psychotisch. Er spreche vor sich hin und 

halluziniere vermutlich, so gebe es ein Komplott gegen ihn und er werde von der 

Stiefmutter und anderen Personen bedroht (act. 4/1). 

- 5 - 

3.2.4. Der von der Vorinstanz beigezogene Gutachter diagnostizierte beim 

Beschwerdeführer eine paranoide Schizophrenie (Prot. Vi. S. 14). Der Gutachter 

führt aus, diese Diagnose sei auch bei den beiden früheren Klinikaufenthalten des 

Beschwerdeführers in der PUK gestellt worden. Danach sei es zu weiteren Klini-

kaufenthalten des Beschwerdeführers im Sanatorium E._____ gekommen. 2019 

sei der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben von der Schizophrenie wieder 

genesen. Der Beschwerdeführer scheine gemäss Krankengeschichte unter einer 

antipsychotischen Behandlung mit Olanzapin über längere Zeit relativ stabil ge-

wesen zu sein. Nun sei es aber nach Absetzen der Medikation zu einer weiteren 

akuten Krankheitsepisode gekommen. Die Diagnose der paranoide Schizophrenie 

könne als gesichert betrachtet werden. Differentialdiagnostisch müsse aufgrund 

der aktuellen Denkbeschleunigung und Agitiertheit gegebenenfalls auch an eine 

Schizoaffektive Störung gedacht werden (Prot. Vi. S. 15 f.). 

3.2.5. Obwohl der Beschwerdeführer die Diagnose sowohl vor Vorinstanz (Prot. 

Vi. S. 14) als auch sinngemäss in seiner Beschwerdeschrift bestritt und angibt 

"100% gesund" zu sein (act. 16), besteht aufgrund der übereinstimmenden Ein-

schätzung der PUK und des Gutachters kein Anlass, an der gestellten Diagnose 

zu zweifeln. Dass der Beschwerdeführer an einer Schizophrenie leidet, wird durch 

die Krankengeschichte untermauert. So wurde bereits im Austrittsbericht vom 

1. Februar 2012 die Diagnose paranoide Schizophrenie gestellt (act. 4/5). Die 

Schizophrenie fällt gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter die 

Klassifikation ICD-10 F2 und stellt eine psychische Störung im Sinne von Art. 426 

Abs. 1 ZGB dar (vgl. BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 

Rz. 271 ff. und Rz. 285 ff.). 

3.3.1. Weiter wird für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung vor-

ausgesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person nö-

tig ist (vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen Worten muss die betroffene Person 

eines besonderen Schutzes bedürfen, der eben nur mit einer Freiheitsentzie-

hung / Unterbringung erbracht werden kann; die Unterbringung muss die persön-

liche Fürsorge für die betroffene Person sicherstellen. Diese umfasst einerseits 

therapeutische Massnahmen und andererseits jede Form von Betreuung, deren 

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eine Person für ein menschenwürdiges Dasein bedarf. Darunter fallen so elemen-

tare Bedürfnisse wie Essen, Körperpflege, Kleidung, usw. Eine Fremdgefährdung 

ist damit weder eine Unterbringungsvoraussetzung noch vermag sie für sich allei-

ne eine fürsorgerische Unterbringung zu rechtfertigen. Der Schutz und die Belas-

tung anderer Personen ist jedoch in die Beurteilung miteinzubeziehen (vgl. zum 

Ganzen BSK ZGB-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 8, 10 und N 41 ff.). 

 Auch die Geeignetheit der Einrichtung ist zu prüfen (vgl. OGer  

ZH PA150024 vom 16. November 2015, E. 3.3.1). Es muss sich um eine Instituti-

on handeln, die mit den ihr zur Verfügung stehenden, organisatorischen und per-

sonellen Mitteln in der Lage ist, die wesentlichen Bedürfnisse der eingewiesenen 

Person bezüglich Behandlung und Betreuung zu befriedigen (vgl. BGer 

5A_257/2015 vom 23. April 2015 E. 3.1 m.w.H.). Weiter muss die Massnahme 

verhältnismässig sein. Das angestrebte Ziel muss voraussichtlich erreicht werden 

können (Geeignetheit der Massnahme). Die Massnahme soll in erster Linie der 

Wiedererlangung der Selbstständigkeit und der Eigenverantwortung dienen. Ist 

eine Besserung des Zustandes ausgeschlossen, muss die Massnahme die not-

wendige persönliche Betreuung ermöglichen, um der betroffenen Person ein 

menschenwürdiges Leben zu sichern. Ferner darf keine weniger einschneidende, 

jedoch genügend Schutz bietende Massnahme zur Verfügung stehen (Erforder-

lichkeit der Massnahme). Mit anderen Worten darf die Betreuung oder Behand-

lung der betroffenen Person nicht anders, namentlich mit leichteren Massnahmen, 

als durch die fürsorgerische Unterbringung erfolgen können (vgl. zum Ganzen 

BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.). Bei der Verhältnis-

mässigkeitsprüfung sind die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Drit-

ten zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Der Schutz Dritter kann für sich al-

lein aber nicht ausschlaggebend sein (vgl. BOTSCHAFT vom 28. Juni 2006 zur Än-

derung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, BBl 2006 S. 7001 ff., S. 7062 f.). 

3.3.2. Die Klinik führte in ihrer Stellungnahme aus, beim Beschwerdeführer 

bestehe weiterhin Fremdgefährdung, Eigengefährdung durch Verkennen der Si-

tuation und evtl. Verwahrlosungsgefahr (act. 4/1). Auch der Gutachter gibt an, 

dass die Symptomatik des Beschwerdeführers seit Eintritt unter unregelmässiger 

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Medikamenteneinnahme zwar etwas zurückgegangen sei. Es bestehe aber wei-

terhin eine akute Krankheitssituation mit fehlender Krankheits- und Behandlungs-

einsicht, ausgeprägtem Wahnerleben und deutlicher Agitation. Zusätzlich zur 

Fremdgefährdung, die zur Einweisung geführt habe, bestehe durch die aktuelle 

Symptomatik mit massiver Realitätsverkennung eine erhebliche Selbstgefährdung 

(Prot. Vi. S. 16). Bei einer sofortigen Entlassung drohe eine weitere Chronifizie-

rung der Schizophrenie. Zudem sei davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-

rer bei fehlender Behandlungseinsicht die Medikamente absetzen würde, weshalb 

zeitnah mit einer erneuten Zunahme der Symptomatik und Rehospitalisation ge-

rechnet werden müsste. Ausserdem bestünde bei anhaltender psychotischer 

Symptomatik die Gefahr, dass der Beschwerdeführer aufgrund von Konflikten und 

Verhaltensauffälligkeiten die Wohnung verlieren und weiter sozial isoliert werden 

könnte (Prot. Vi. S. 18). Schliesslich müsse beim Beschwerdeführer von einer ho-

hen Eskalationsstufe ausgegangen werden. Er habe aufgrund seiner psychiatri-

schen Erkrankung ein Bedrohungserleben und den Gedanken, sich verteidigen zu 

müssen. Der Beschwerdeführer sei anlässlich des Vorfalls, der zur Einweisung 

führte, sichtbar mit einem Taschenmesser bewaffnet gewesen und habe auch ein 

grösseres Messer auf sich getragen. Zusätzlich zur Fremdgefährdung bestehe in 

Konfliktsituation mit Messern eine erhebliche Selbstgefährdung (z.B. möglicher 

Schusswaffeneinsatz durch die Polizei). Durch eine adäquate medikamentöse 

Behandlung lasse sich dieses Risiko deutlich reduzieren (Prot. Vi. S. 19). Vor ei-

ner Entlassung müsste die adäquate Behandlung der schizophrenen Symptoma-

tik, insbesondere der Wahnsymptome, aufgegleist, eine basale Krankheits- und 

Behandlungseinsicht erreicht sowie eine ambulante Weiterbehandlung mit Phar-

makotherapie etabliert werden (Prot. Vi. S. 20).  

3.3.3. Angesichts der übereinstimmenden Einschätzung der involvierten Fach-

personen ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner 

psychischen Störung einer psychiatrischen Behandlung und Betreuung in der 

PUK bedarf. Mit dem Gutachter ist von einer erheblichen Fremd- und Eigenge-

fährdung des Beschwerdeführers auszugehen. So ist den Akten zu entnehmen, 

dass der Beschwerdeführer vor seiner Einweisung Passanten am Bahnhof 

C._____ mit einem Messer bedroht habe, sich gemäss Polizei beim Zugriff stark 

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gewehrt und zunächst mit dem Messer gedroht habe sowie sich auch auf der Po-

lizeiwache noch lange gewehrt und den Kopf gegen die Wand geschlagen habe 

(vgl. act. 4/4). Auch wenn sich der Zustand des Beschwerdeführers im Klinikset-

ting und unter Einnahme der Medikamente stabilisiert hat, ist aufgrund seiner der-

zeit fehlenden Krankheitseinsicht ernsthaft zu befürchten, dass sich sein Zustand 

bei einer Entlassung aus dem Kliniksetting wieder verschlimmern und er die not-

wendige Medikation umgehend absetzen würde. So gab der Beschwerdeführer 

auch vor Vorinstanz an, die Medikation im Jahr 2020 eigenmächtig abgesetzt zu 

haben. Er habe das selber durchziehen müssen, da er einen "blöden Psychiater" 

gehabt habe, der ihn bevormundet habe. Er habe diesen Sprung machen müssen 

und sich sicher gefühlt (Prot. Vi. S. 11). Auch im stationären Rahmen nahm der 

Beschwerdeführer die Medikamente nur unzuverlässig ein und musste isoliert und 

zwangsmediziert werden (vgl. act. 4/1). Vor diesem Hintergrund erscheint die 

notwendige Behandlung und Etablierung der Medikation nur im stationären Set-

ting erreichbar. Geeignete mildere Massnahmen zur Etablierung bzw. Einstellung 

der notwendigen Medikation und Stabilisierung des Beschwerdeführers sind nicht 

ersichtlich. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass aufgrund des ambiva-

lenten Verhaltens des Beschwerdeführers betreffend Krankheitseinsicht und Me-

dikation, der dokumentierten Umstände seiner Einweisung sowie seiner wahnhaf-

ten Vorstellungen weiteres fremdaggressives und (aufgrund massiver Realitäts-

verkennung) auch selbstgefährdendes Verhalten zu befürchten ist. Deshalb ist die 

Einschätzung der Vorinstanz, dem privaten Interesse des Beschwerdeführers – 

sich frei bewegen zu können – stehe ein überwiegendes öffentliches Interesse an 

seiner derzeitigen Unterbringung in einer Klink gegenüber (act. 12 S. 7), zu bestä-

tigen.  

3.3.4. Die PUK als psychiatrische Klinik ist schliesslich auf die Behandlung 

von psychischen Störungen, wie diejenige des Beschwerdeführers, spezialisiert 

und damit als Einrichtung zur Behandlung der Beschwerdeführerin geeignet, was 

auch der Gutachter bejaht (Prot. Vi. S. 16). Der Behandlungsplan mit pharmako-, 

psycho- und sozialtherapeutischen Massnahmen (vgl. act. 4/3) wurde vom Gut-

achter ebenfalls als geeignet erachtet (Prot. Vi. S. 16).  

- 9 - 

3.4. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen der fürsorgeri-

schen Unterbringung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB gegeben sind und die 

Vorinstanz die Beschwerde gegen die ärztlich angeordnete fürsorgerische Unter-

bringung zu Recht abgewiesen hat. Die Voraussetzungen einer fürsorgerischen 

Unterbringung sind auch im heutigen Zeitpunkt noch gegeben. Die Beschwerde 

ist demnach abzuweisen.  

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens würde der Beschwerdeführer für das 

Beschwerdeverfahren kostenpflichtig. Umständehalber ist auf das Erheben von 

Kosten zu verzichten. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.  

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an die Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde Stadt Zürich, an die verfahrensbeteiligte Klinik 

sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

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Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw J. Camelin-Nagel 
 
versandt am: 
14. Januar 2022 
 
 
 

	Urteil vom 14. Januar 2022
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
	2. Prozessuale Vorbemerkungen
	2.1. Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbringung gemäss Art. 426 ff. ZGB ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher Zuständigkeit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen Zuständigkeit d...
	2.2. Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von Amtes wegen (Art. 446 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die Beschwerdeinstanz über...
	3.2.1. Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung ist zunächst das Vorliegen eines Schwächezustandes. Die möglichen Schwächezustände werden dabei in Art. 426 Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt, nämlich psychische Störung, geistige Behinderun...

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Stadt Zürich, an die verfahrensbeteiligte Klinik sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...