# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af1f0b99-3eee-55f7-a207-dc8a31c87889
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.02.2025 725 24 32 (725 2024 32)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-24-32_2025-02-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. Februar 2025 (725 24 32) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallähnliche Körperschädigung / Entlastungsbeweis des Unfallversicherers 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Heiner Schärrer, 
Advokat, Grosspeteranlage 29, Postfach, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1968 geborene A.____ war seit dem 1. Januar 2019 als Fassadenarbeiter bei der 
B.____ AG tätig und im Rahmen dieser Anstellung bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versi-
chert. Am 20. November 2022 meldete A.____ der Suva ein am 12. November 2022 erlittenes 
Unfallereignis. Gemäss den Angaben im Formular "Schadenmeldung UVG" habe er mit seinem 
Sohn Fussball gespielt. Dabei habe er "nach einem Sprung an beiden Knien Schmerzen be-

 

 
 
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kommen". Der Versicherte suchte in der Folge seine Hausärztin Dr. med. C.____, Allgemeine 
Innere Medizin FMH, auf, die ihn aufgrund von persistierenden Kniebeschwerden an die Klinik 
D.____ überwies. Dort diagnostizierte der behandelnde Facharzt Dr. med. E.____, Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, anlässlich der Erstuntersu-
chung vom 16. Dezember 2022 beim Versicherten eine mediale Überlastung der Knie beidseits 
sowie eine Chondrokalzinose am rechten Knie (vgl. den Bericht von Dr. E.____ vom 20. De-
zember 2022).  
 
In der Folge gingen bei der Suva weitere Berichte der Dres. C.____ und E.____ ein, worauf die 
Suva bei ihrer Abteilung Versicherungsmedizin die Kurzbeurteilung vom 30. Mai 2023 einholte. 
Gestützt auf deren Ergebnis lehnte sie mit Verfügung vom 8. Juni 2023 die Ausrichtung von 
Versicherungsleistungen an A.____ mit der Begründung ab, dass dessen Beschwerden weder 
auf einen Unfall noch auf eine unfallähnliche Körperschädigung zurückzuführen seien. Daran 
hielt die Suva auf Einsprache des Versicherten hin und nach Einholung der ausführlicheren Be-
urteilung ihrer Abteilung Versicherungsmedizin vom 8. Dezember 2023 mit Einspracheent-
scheid vom 9. Januar 2024 fest. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Advokat Dr. Heiner Schärrer namens und im 
Auftrag von A.____ am 5. Februar 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es seien die Verfügung vom 8. Juni 
2023 und der Einspracheentscheid vom 9. Januar 2024 aufzuheben und es sei die Suva zu 
verpflichten, dem Beschwerdeführer für die am 12. November 2022 eingetretene Meniskusver-
letzung die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme 
weiterer Abklärungen, insbesondere zur Befragung des Beschwerdeführers zum Unfallhergang 
und zur Einholung eines neutralen medizinischen Gutachtens, an die Suva zurückzuweisen. 
Sodann sei dem Beschwerdeführer bei Obsiegen eine Parteientschädigung zu Lasten der Suva 
zuzusprechen. 
 
Da die Beschwerdeeingabe des Versicherten vom 5. Februar 2024 nicht rechtsgültig unter-
zeichnet war, räumte das Kantonsgericht dem Versicherten eine unerstreckbare Nachfrist zur 
Einreichung eines mit einer rechtsgültigen Unterschrift versehenen Exemplars der Beschwerde 
ein. Mit Eingabe vom 26. Februar 2024 kam der Beschwerdeführer dieser Aufforderung innert 
der ihm eingeräumten Frist nach. Zudem liess er dem Kantonsgericht am 21. März 2024 einen 
Operationsbericht von Dr. E.____ vom 11. März 2024 zukommen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 13. Mai 2024 beantragte die Suva die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
D. Mit Replik vom 20. Mai 2024 äusserte sich der Beschwerdeführer nochmals aus seiner 
Sicht zur der Angelegenheit. Die Suva wiederum hielt in ihrer Duplik vom 20. Juni 2024 an ihren 
bisherigen Ausführungen und am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.  
 
 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser Sitz in F.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 
1.2 Da die ursprüngliche Beschwerdeeingabe vom 5. Februar 2024 nicht rechtsgültig un-
terzeichnet war, räumte das Kantonsgericht dem Versicherten eine unerstreckbare Nachfrist zur 
Einreichung eines mit einer rechtsgültigen Unterschrift versehenen Exemplars der Beschwerde 
ein. Mit Eingabe vom 26. Februar 2024 kam der Beschwerdeführer dieser Aufforderung innert 
der ihm eingeräumten Frist nach. Somit kann auf die Beschwerde des Versicherten eingetreten 
werden.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ein Unfall im Sinne dieser 
Bestimmung ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-
chen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperli-
chen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Die Leistungspflicht 
des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und 
dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) 
ein natürlicher (vgl. dazu BGE 147 V 161 E. 3.2, 129 V 177 E. 3.1) und ein adäquater Kausal-
zusammenhang (vgl. dazu BGE 129 V 177 E. 3.2) besteht.  
 
2.2 Nach Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei folgenden 
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzufüh-
ren sind (sog. "unfallähnliche Körperschädigungen" oder "Listenverletzungen"): Knochenbrüche 
(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzer-
rungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h).  
 
2.3 In systematischer Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass das Institut der unfallähnlichen 
Körperschädigung mit der UVG-Revision vom 25. September 2015 (in Kraft seit 1. Januar 2017) 
neu auf Gesetzesstufe in Art. 6 Abs. 2 UVG verankert wurde. Die Gesetzessystematik legt na-
he, dass Abs. 1 (Unfall) und Abs. 2 (Listenverletzung) unabhängig voneinander sind und grund-

 

 
 
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sätzlich jeder Tatbestand einzeln zu prüfen ist (BGE 146 V 51 E. 8.5). Liegt eine Listenverlet-
zung vor, so hat der Unfallversicherer nach deren Meldung die genauen Begleitumstände abzu-
klären. Ist die Listenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzuführen, 
so ist der Unfallversicherer nach Art. 6 Abs. 1 UVG leistungspflichtig. Sind hingegen nicht sämt-
liche Kriterien des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine 
Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den 
Nachweis dafür erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zu-
rückzuführen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1). 
 
2.4 Wie das Bundesgericht in einem jüngst ergangenen Urteil vom 10. Juni 2024 
(8C_1/2024) unter Hinweis auf den vorstehend erwähnten Entscheid 146 V 51 weiter hervorge-
hoben hat, führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG ge-
nannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine 
unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser 
kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die 
Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Dies setzt voraus, 
dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Mel-
dung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster 
Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte 
Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem 
Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher 
zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung 
sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis 
gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listen-
verletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung 
oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 3.2 des genannten Urteils vom 10. Juni 2024, 
8C_1/2024, mit weiteren Hinweisen).  
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben der Versicherungsträger und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 144 V 427 
E. 3.2). Massnahmen zur Klärung des rechtserheblichen Sachverhalts müssen vorgenommen 
oder veranlasst werden, wenn dazu auf Grund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 
Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht. Rechtserheblich sind dabei alle 
Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu 
entscheiden ist (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juni 2021, 9C_146/2021, E. 3.4 mit Hin-
weis). Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Entscheid, sofern das Ge-
setz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Be-
weisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung 

 

 
 
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zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 
(BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen Hinweisen). 
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 
E. 3a mit Hinweis). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versi-
cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden wer-
den, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 am Ende, 
mit Hinweis). 
 
4.1 Zwischen den Parteien ist als erstes strittig, ob der Beschwerdeführer am 12. Novem-
ber 2022 einen Unfall im oben (vgl. E. 2.1 hiervor) umschriebenen Rechtssinne erlitten hat. Die 
Beschwerdegegnerin verneint dies mit der Begründung, dass vorliegend das für den Unfallbe-
griff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht gegeben sei.  
 

4.2.1 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er - nach einem objektiven Massstab - 
nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich 
ist (BGE 142 V 219 E. 4.3.1, 134 V 72 E. 4.1). Praxisgemäss bezieht sich das Begriffsmerkmal 
der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen 
selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor 

 

 
 
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allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (Urteil des Bundesgerichts vom 
17. September 2020, 8C_368/2020, E. 4.2 mit Hinweisen).   
 
4.2.2 Nach der Rechtsprechung kann das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des 
ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbe-
wegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich 
dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 
Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinier-
ten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen. Dies trifft beispielsweise dann 
zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder 
wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder aus-
zuführen versucht. Das Auftreten von Schmerzen als solches ist demgegenüber kein äusserer 
(schädigender) Faktor im Sinne der Rechtsprechung. Ebenso taugen Einwirkungen, die aus 
alltäglichen Vorgängen resultieren, in aller Regel nicht als Ursache einer Gesundheitsschädi-
gung. Ferner ist zu beachten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem 
versicherungsrechtlichen Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG deckt. Ausschlaggebend ist 
also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschli-
chen Körper abhebt (Urteil des Bundesgerichts vom 20. September 2022, 8C_24/2022, E. 3.2 
mit zahlreichen Hinweisen).  
 
4.3 Die Akten enthalten verschiedene Schilderungen des fraglichen Ereignisses vom 
12. November 2022. Im Formular "Schadenmeldung UVG" vom 20. November 2022 wird be-
schrieben, dass der Versicherte mit seinem Sohn Fussballspielen gegangen sei. Dabei habe er 
nach einem Sprung an beiden Knien Schmerzen bekommen. Im Rahmen ihrer weiteren Abklä-
rungen ersuchte die Suva den Beschwerdeführer, im hierfür vorgesehenen "Formular zu Scha-
denfall" den genauen Unfallhergang zu schildern. In der Folge gab der Versicherte am 30. De-
zember 2022 im genannten Formular an, er habe "beim Aufkommen auf den Boden nach einem 
Sprung" Schmerzen bekommen. In seiner Einsprache vom 23. Juni 2023 schilderte der Be-
schwerdeführer das Unfallereignis dann wie folgt: Er habe mit seinem Sohn Fussball gespielt. 
Er sei bei einem Sprung über eine kleine Bodenunebenheit mit der Fussspitze hängen geblie-
ben und habe sich dadurch bei der Landung das Knie verdreht. Es sei sofort ein stechender 
Schmerz entstanden. In seiner Einsprachebegründung vom 4. Dezember 2023 schliesslich er-
gänzte der Beschwerdeführer seine Darstellung dahingehend, dass sich der Vorfall nicht auf 
einem dafür vorgesehenen Fussballplatz, sondern beim Spielen auf einer Spielwiese ereignet 
habe. 
 
4.4 Würdigt man die drei vorhandenen Beschreibungen des fraglichen Ereignisses, so fällt 
auf, dass in der Unfallmeldung vom 20. November 2022 und in der auf Nachfrage der SUVA 
erfolgten Schilderung des Ereignisses vom 30. Dezember 2022 nichts Besonderes und insbe-
sondere kein ungewöhnlicher äusserer Faktor festgehalten wird. Demgegenüber wäre das vom 
Rechtsvertreter des Versicherten in der Einsprachebegründung vom 4. Dezember 2023 be-
schriebene Hängenbleiben an einer Bodenunebenheit und das darauf zurückzuführende Ver-
drehen des Knies allenfalls als Unfall im Rechtssinne zu bewerten. Bei sich widersprechenden 
Angaben der versicherten Person über den Unfallhergang ist nach konstanter bundesgerichtli-

 

 
 
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cher Rechtsprechung die Beweismaxime zu beachten, wonach die sogenannten spontanen 
"Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 
Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs-
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (vgl. BGE 143 V 168 E. 5.2.2; 121 V 45 
E. 2a). Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den 
Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen 
nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a). Im Lichte 
dieser Rechtsprechung stellte die Suva im angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht auf 
die ursprünglichen beiden Beschreibungen des Ereignisses und nicht auf die spätere Schilde-
rung ab, die der Rechtsvertreter des Versicherten erst ein Jahr nach dem Ereignis, und nach-
dem die Suva ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom 8. Juni 2023 bereits abgelehnt hatte, 
abgab. Mit der Suva ist daher davon auszugehen, dass vorliegend beim Ereignis vom 
12. November 2022 der Unfallbegriff im Rechtssinne mangels eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors nicht erfüllt ist. 
 
5. Zu prüfen ist als nächstes, ob eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aufgrund 
des Vorliegens einer in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannten Listenverletzung besteht.  
 
5.1 Den medizinischen Akten lässt sich im diesem Zusammenhang Folgendes entnehmen:  
 
5.1.1 Im Bericht vom 20. Dezember 2022 diagnostizierte Dr. E.____ beim Versicherten eine 
mediale Überlastung der Knie beidseits sowie eine Chondrokalzinose des rechten Knies. Der 
Patient habe vor etwa einem Monat mit seinem vierjährigen Sohn Fussball gespielt, seither sei-
en belastungsabhängige medial betonte Beschwerden in beiden Kniegelenken aufgetreten. 
Subjektiv seien diese in den letzten Tagen langsam rückläufig. Im Abschnitt "Beurteilung und 
Procedere" hielt Dr. E.____ fest, es liege eine mediale Überlastungssymptomatik sowie am 
rechten Kniegelenk auch eine deutlich sichtbare Chondrokalzinose vor. Die Beschwerden seien 
subjektiv langsam regredient, so dass er zunächst ein abwartendes Verhalten empfohlen habe. 
Bei anhaltenden Beschwerden kämen eine intraartikuläre Kortikoidinfiltration und dann gegebe-
nenfalls auch eine gezielte MRT-Diagnostik zur Beurteilung des Knorpelstatus und einer mögli-
chen degenerativen Meniskusläsion in Frage. Im nächsten Bericht vom 29. Januar 2023 wie-
derholte Dr. E.____ seine ursprünglich gestellte Diagnose. Der Patient sei mit dem Verlauf sehr 
zufrieden und habe aktuell eigentlich keine wesentlichen Beschwerden mehr. Von ärztlicher 
Seite her seien daher momentan keine weiteren Massnahmen vorgesehen. 
 
5.1.2 Am 21. April 2023 suchte der Versicherte erneut Dr. E.____ auf. In seinem Bericht vom 
selben Tag gab dieser an, der Patient habe sich "aufgrund anhaltender stechender Schmerzen 
im medialen Kompartiment" vorgestellt. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer am 
28. März 2023 in der Klinik G.____ erfolgten MRT des Kniegelenks nativ rechts diagnostizierte 
Dr. E.____ beim Versicherten nunmehr einen Status nach akutem Distorsionstrauma am rech-
ten Knie am 12. November 2022 "mit schräg verlaufendem Horizontalriss mediales Menis-
kushinterhorn sowie Radiärriss Aussenmeniskus Hinterhorn Knie rechts". Im Abschnitt "Beurtei-
lung und Procedere" führte Dr. E.____ aus, bei Status nach oben genanntem Distorsionstrauma 
bestünden ein medialer Meniskushinterhornriss mit nun akuter Symptomatik und neu auch ein 

 

 
 
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kleiner Einriss am Aussenmeniskushinterhorn. Aufgrund der anhaltenden Beschwerden sei die 
Indikation zur Kniegelenksarthroskopie mit medialer und auch sparsamer lateraler Meniskussa-
nierung gegeben. Die Knorpelverhältnisse seien gemäss MRT intakt. Er stelle der Suva den 
aktuellen Konsultationsbericht zu mit dem Hinweis, dass aus orthopädischer Sicht eine unfall-
bedingte, traumatische Meniskusverletzung bestehe. 
 
5.1.3 In der Folge unterbreitete die Suva Dr. med. H.____, Facharzt für Orthopädische Chi-
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, 
die Frage, ob beim Versicherten eine Körperschädigung vorliege, die vorwiegend auf Abnüt-
zung oder Erkrankung zurückzuführen sei. In seiner Kurzbeurteilung vom 30. Mai 2023 bejahte 
Dr. H.____ diese Frage, wobei er als entsprechende Schädigungen parameniskale Zysten am 
Innenmeniskus des rechten Knies und eine Chondrokalzinose festhielt. Darüber hinaus enthielt 
die Antwort des Suva-Arztes keine weiteren Ausführungen.  
 
5.1.4 Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte die Suva bei Dr. H.____ die zusätzliche, 
nunmehr etwas ausführlicher ausgefallene Beurteilung vom 8. Dezember 2023 ein. Darin wies 
Dr. H.____ darauf hin, dass der Versicherte echtzeitlich deutlich positive Beschwerden im Be-
reich des lnnen- und Aussenmeniskus mit klinischen positiven Meniskuszeichen hätte entwi-
ckeln müssen, wenn es am 12. November 2022 zu einer Veränderung des Innen- und Aussen-
meniskusgewebes gekommen wäre. Aufgrund des echtzeitlichen Berichts vom 16. Dezember 
2022 hätten nachweislich keine positiven Innen- oder Aussenmeniskuszeichen vorgelegen. Die 
Beweglichkeit der Kniegelenke sei als symmetrisch beschrieben worden. Die Beschwerden des 
Versicherten hätten sich klinisch im Verlauf deutlich gebessert. Daraufhin habe Dr. E.____ die 
Behandlung am 26. Januar 2023 abgeschlossen. Diese Tatsache spreche dagegen, dass der 
Versicherte eine manifeste Meniskusveränderung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
12. November 2022 erlitten habe. Unfallfremd und degenerativ bedingt würden im Bereich des 
medialen Kompartimentes des rechten Kniegelenks parameniskale Zysten bestehen. Eine hori-
zontal verlaufende Läsion des Innenmeniskus, die im MRI vom 28. März 2023 erwähnt werde, 
stehe im Zusammenhang mit degenerativen Veränderungen. Zystische Veränderungen seien 
flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die aufgrund von chronifizierten Abnützungserscheinungen ent-
stehen würden. Diese Zysten führten zu einer Einbeziehung von degenerativen Anteilen des 
Meniskusgewebes. In der Röntgendiagnostik des rechten Kniegelenks zeige sich eine deutliche 
Verschmälerung des medialen Gelenksspaltes. Diese spreche für eine fortgeschrittene Arthrose 
und Verschleisserscheinung. Zusätzlich sei in der Röntgendiagnostik des rechten Kniegelenks 
vom 16. Dezember 2022 eine deutliche Verkalkung des Aussen- und des lnnenmeniskus er-
kennbar. Diese Chondrokalzinosen und Verkalkungsstrukturen würden eine unfallfremde Situa-
tion darstellen. Am Schluss seiner Beurteilung bejahte Dr. H.____ erneut die von der Suva wie-
derum explizit gestellte Frage, ob eine Körperschädigung vorliege, die vorwiegend auf Abnut-
zung oder Erkrankung zurückzuführen sei. Es bestehe eine Chondrokalzinose des Innen- und 
Aussenmeniskus des rechten Kniegelenks. Zusätzlich seien parameniskale Zysten im Bereich 
des Innenmeniskus vorhanden und es liege eine Verschmälerung des medialen Gelenkspaltes 
vor. Gesamthaft seien die vorhandenen Veränderungen vorwiegend auf Abnützung zurückzu-
führen. 
 

 

 
 
Seite 9    

5.1.5 Im Operationsbericht vom 11. März 2024 führte Dr. E.____ zu der von ihm beim Versi-
cherten durchgeführten Arthroskopie des rechten Knies aus, er habe ein Débridement mit me-
dialer und lateraler Teilmeniskektomie, eine Knorpelglättung laterale Femurkondyle sowie eine 
Entfernung oberflächlicher Chondrokalzinoseablagerungen vorgenommen.  
 
5.1.6 Am 22. April 2024 nahm der Suva-Arzt Dr. H.____ zum vorgenannten Operationsbe-
richt und zu den intraoperativ aufgenommenen arthroskopischen Bildern Stellung. Diese Unter-
lagen würden beweisen, dass intraoperativ im Bereich des Innenmeniskus eine Chondrokalzi-
nose vorliege. In Bezug auf den Aussenmeniskus würden ebenfalls chondrokalzinotische Abla-
gerungen im Gewebe dokumentiert. Die Chondrokalzinose stelle eine Gelenkerkrankung dar, 
bei der es häufig zu gichtähnlichen Beschwerden komme. Unter Berücksichtigung der neuen 
Unterlagen halte er unverändert an seiner Beurteilung vom 7. Dezember 2023 fest. Es liege 
aufgrund der vorhandenen Chondrokalzinose des Innen- und Aussenmeniskus des rechten 
Kniegelenks sowie der parameniskalen Zysten im Bereich des Innenmeniskus eine Körper-
schädigung vor, die vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei.  
 
5.2 Aus den genannten medizinischen Akten ergibt sich unbestrittenermassen, dass im 
Kniegelenk des Versicherten degenerative Veränderungen bestehen. So bestätigen sowohl der 
behandelnde Orthopäde Dr. E.____ als auch der Suva-Arzt Dr. H.____ in ihren jeweiligen Be-
richten das Vorliegen einer Chondrokalzinose und parameniskaler Zysten. Vor diesem Hinter-
grund sind die Ausführungen von Dr. H.____ zur festgestellten Arthrose und zu den vorhande-
nen Verschleisserscheinungen auch nachvollziehbar. Gleichzeitig diagnostiziert Dr. E.____ - 
gestützt auf die in der Klinik G.____ erfolgte MRT und seine anlässlich des arthroskopischen 
Eingriffs gewonnenen Erkenntnisse - beim Versicherten aber auch einen medialen Menis-
kushinterhornriss sowie einen kleinen Einriss am Aussenmeniskushinterhorn und somit explizit 
eine Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG. 
 
5.3 Die sich im Zusammenhang mit dem Entlastungsbeweis des Unfallversicherers stel-
lenden Abgrenzungsfragen sind in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilen. 
Dabei haben diese das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung 
zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auf-
tretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen 
Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Da-
mit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche 
Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, 
dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr 
als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum 
einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweiger-
lich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärun-
gen erübrigen (BGE 146 V 51 E. 8.6, am Ende).  
 
5.4 Mit Blick auf die vorstehende Rechtsprechung wird vorliegend nicht klar, welchen Anteil 
die festgestellten Abnützungen und Erkrankungen im Ursachenspektrum an den diagnostizier-
ten Meniskusrissen haben. Diese massgebende Frage wird durch die involvierten Fachärzte 

 

 
 
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nicht beantwortet. Die Einschätzung von Dr. H.____ beschränkt sich an und für sich auf die 
Darstellung der degenerativen Veränderungen, der Suva-Arzt unterlässt es jedoch, diese in 
Beziehung zu den festgestellten Rissen zu setzen. Seine Feststellung, wonach anlässlich der 
Untersuchung vom Dezember 2022 keine positiven Meniskuszeichen beschrieben worden sei-
en, ersetzen die notwendige Gewichtung der verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnüt-
zung oder Erkrankung sprechen, (noch) nicht. Gleiches gilt für seine Bemerkung, die Beweg-
lichkeit der Knie sei symmetrisch gewesen, und für den Hinweis, dass Dr. E.____ den Fall im 
Januar 2023 eigentlich abgeschlossen habe. Sodann vermögen auch die Aussage, dass die im 
MRI vom 28. März 2023 erwähnte, horizontal verlaufende Läsion des Innenmeniskus im Zu-
sammenhang mit degenerativen Veränderungen stehe, die erforderliche Abwägung ebenso 
wenig zu ersetzen wie die Hinweise auf die vorhandenen arthrotischen Veränderungen und die 
Feststellung, dass die Chondrokalzinose unfallfremd sei. Schliesslich bringt Dr. H.____ auch in 
der letzten, nach Eingang des OP-Berichts von Dr. E.____ verfassten Stellungnahme nichts 
Neues vor. Er beschränkt sich wiederum darauf, insbesondere die chondrokalzinotischen Ver-
änderungen zu beschreiben. Eine Abwägung des Ursachenspektrums findet auch hier nicht 
statt. 
 
5.5 Als Ergebnis ist deshalb festzuhalten, dass die Einschätzungen von Dr. H.____ nur 
unvollständig auf die zu beurteilende Thematik eingehen, weshalb darauf - entgegen der Auf-
fassung der Suva - nicht abgestellt werden kann. Dies dürfte in nicht unerheblichem Masse da-
rauf zurückzuführen sein, dass sich die Suva-Administration darauf beschränkte, ihrem Fach-
arzt jeweils die gleichlautenden Fragen zu unterbreiten, (1) ob beim Versicherten eine Körper-
schädigung vorliege, die vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei, und 
(2) falls nein, ob diese Körperschädigung einer der in der Liste von Art. 6 Abs. 2 UVG aufge-
führten Diagnosen entspreche. Diese Fragestellung erweist sich aber im Lichte der oben (vgl. 
E. 5.3 hiervor) geschilderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei gleichzeitigem Vorliegen 
einer Listenverletzung und von Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, im 
Hinblick auf die im Zusammenhang mit dem Entlastungsbeweis vorzunehmenden Abgrenzun-
gen und Gewichtungen als unzureichend und insoweit als unvollständig.  
 
6. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass heute eine abschliessende Beurtei-
lung der Angelegenheit nicht möglich ist. Insbesondere lässt sich die massgebende Frage, ob 
die beim Versicherten diagnostizierten Listenverletzungen (Meniskusrisse) vorwiegend, d.h. im 
gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzufüh-
ren sind, und der Suva demzufolge der Entlastungsbeweis gelingt, gestützt auf die vorhandene 
medizinische Aktenlage nicht beantworten. Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb 
aufzuheben und die Sache ist zur weiteren Abklärung an die Suva zurückzuweisen. Diese wird 
die vorstehend aufgeworfene Frage durch ein versicherungsexternes Gutachten abklären zu 
lassen haben. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird die Suva anschliessend 
über ihre Leistungspflicht neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem 
Sinne gutzuheissen. 
 
7. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 

 

 
 
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7.1 Gemäss § 20 Abs. 2 VPO ist das kantonsgerichtliche Beschwerdeverfahren in Sozial-
versicherungssachen vorbehältlich des hier nicht zu beachtenden Abs. 2bis für die Parteien kos-
tenlos. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.  
 
7.2 Beim Entscheid über die Verlegung der Parteikosten ist grundsätzlich auf den Pro-
zessausgang abzustellen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an 
die Verwaltung zur weiteren Abklärung und Entscheidung (mit noch offenem Ausgang) für die 
Frage der Auferlegung der Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen der Beschwerde 
führenden Person, unabhängig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das Begehren im 
Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (BGE 137 V 210 E. 7.1 mit Hinweisen). Dieser Grund-
satz gilt ausdrücklich auch für das kantonale Beschwerdeverfahren (Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. August 2023, 9C_379/2022, E. 4.2; BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2 mit Hinweisen). 
 
7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
machte in seiner Honorarnote vom 21. Mai 2024 für das vorliegende Verfahren einen Zeitauf-
wand von 9 Stunden geltend, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind jedoch nicht zu dem vom 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 300.--, son-
dern zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden An-
satz von Fr. 250.-- pro Stunde zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die ausgewiesenen 
Auslagen von Fr. 22.--. Dem Beschwerdeführer ist somit eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 2'272.-- (9 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 22.--) zu Lasten der Suva zuzuspre-
chen. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vor-

 

 
 
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aussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt.  
 
8.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Regelung 
der (Kosten- und) Entschädigungsfolgen in einem Rückweisungsentscheid ebenfalls einen Zwi-
schenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG darstellt. Ein derartiger Zwischenentscheid verur-
sacht keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG), weil der Kos-
tenentscheid im Anschluss an den aufgrund des Rückweisungsentscheids neu ergehenden 
Endentscheid in der Sache angefochten werden kann (Art. 93 Abs. 3 BGG). Wird die von der 
unteren Instanz aufgrund des Rückweisungsentscheids erlassene neue Verfügung in der Sache 
nicht mehr angefochten, kann direkt im Anschluss an diese neue Verfügung die Kostenregelung 
im Rückweisungsentscheid innert der Beschwerdefrist von Art. 100 BGG beim Bundesgericht 
angefochten werden (BGE 142 V 551 E. 3.2 mit Hinweisen).  
 
  

 

 
 
Seite 13    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Suva vom 9. Januar 2024 aufgehoben 
und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägun-
gen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Suva zurückgewie-
sen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2‘272.-- (inkl. Auslagen) zu bezahlen.