# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a427e806-d870-5f25-a3c6-c0a4d169b304
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-05
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 05.02.2025 VBE.2024.340
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-340_2025-02-05.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2024.340 / ms / bs 
Art. 15 

 

Urteil vom 5. Februar 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident  

Oberrichter Hausherr 

Oberrichterin Fischer  

Gerichtsschreiber Schweizer          

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____  

vertreten durch lic. iur. Patrick Lerch, Rechtsanwalt, Badenerstrasse 21, 

Postfach, 8021 Zürich 1    

     

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern   

     

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 31. Mai 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die 1992 geborene Beschwerdeführerin war als Reinigungsmitarbeiterin 

angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Beschwerdegegnerin obligato-

risch gegen Unfallfolgen versichert, als sie am 1. September 2022 beim 

Spazieren im Wald stürzte und sich einen Bruch am rechten Handgelenk 

zuzog. Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht im Zu-

sammenhang mit diesem Unfall und erbrachte Taggeld- und Heilbehand-

lungsleistungen. Nach diversen medizinischen Abklärungen verfügte sie 

am 20. Februar 2024 die Einstellung der vorübergehenden Leistungen per 

29. Februar 2024, verneinte einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf 

eine Rente und sprach ihr eine Integritätsentschädigung bei einer Integri-

tätseinbusse von 5 % zu. Mit Einsprache vom 2. Mai 2024 beantragte die 

Beschwerdeführerin die Zusprache einer Integritätsentschädigung bei ei-

ner Integritätseinbusse von 10 % und die Übernahme der ihr entstandenen 

Abklärungskosten von Fr. 972.90. Diese Einsprache wies die Beschwerde-

gegnerin mit Einspracheentscheid vom 31. Mai 2024 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 31. Mai 2024 erhob die Beschwer-

deführerin mit Eingabe vom 20. Juni 2024 fristgerecht Beschwerde und 

stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

" 1. Der Einsprache-Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 31. Mai 2024 
sei aufzuheben. 

 2. Der Beschwerdeführerin sei eine Integritätsentschädigung auf der Ba-
sis eines Integritätsschadens von 10 % zuzusprechen. 

 3. Die Beschwerdegegnerin sei dazu zu verpflichten, u. a. auch 
Fr. 1'351.25 Abklärungskosten an die Beschwerdeführerin zu bezah-
len. 

 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 8. August 2024 reichte die Beschwerdegegnerin 

ihre bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids ergangenen 

Akten sowie die von ihr danach noch eingeholten Beurteilungen von 

Dr. med. B._____, Facharzt für Radiologie, vom 18. Juli 2024 sowie ihres 

Versicherungsmediziners Dr. med. univ. C._____, Praktischer Arzt, vom 

5. August 2024 ein und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit Replik vom 5. September 2024 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen fest und reichte eine Stellungnahme von Dr. med. D._____, 

 - 3 - 

 

 

Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie des Bewegungsapparates, vom 5. September 2024 ein. 

 

2.4. 

Mit Duplik vom 20. September 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin 

unter Einreichung einer weiteren Stellungnahme von Dr. med. univ. 

C._____ vom 19. September 2024 weiterhin die Beschwerdeabweisung. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Betreffend die Verneinung eines Rentenanspruchs ist die Verfügung vom 

20. Februar 2024 unangefochten in Rechtskraft erwachsen (vgl. Vernehm-

lassungsbeilagen [VB] 141, 149, 156). Strittig und zu prüfen ist, ob die Be-

schwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Einspracheentscheid vom 

31. Mai 2024 (VB 162) zu Recht eine Integritätsentschädigung von (bloss) 

5 % zugesprochen und die Übernahme der Kosten der Beurteilung von 

Dr. med. D._____ vom 25. April 2024 in Höhe von 972.90 (vgl. VB 156 f. 

und VB 162) verweigert hat. 

 

2. 

2.1. 

2.1.1. 

Zur Beurteilung des aus dem Unfall vom 1. September 2022 verbleibenden 

Integritätsschadens stützte sich die Beschwerdegegnerin im angefochte-

nen Einspracheentscheid auf die Beurteilungen ihrer Versicherungsmedi-

zinerin Dr. med. E._____, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 

(VB 128 S. 7; 161). 

 

Mit Stellungnahme vom 22. Januar 2024 führte Dr. med. E._____ aus, 

nach Radiusfraktur rechts bestehe eine leichte bis mässige Arthrose im 

Handgelenk, was gemäss Integritätsentschädigung UVG Tabelle 5 einem 

Integritätsschaden von 5 % entspreche. Ob und in welcher Zeit die Arthrose 

fortschreiten werde, sei nicht voraussehbar (VB 128 S. 7). 

 

Am 29. Mai 2024 nahm Dr. med. E._____ zur im Einspracheverfahren ein-

gereichten Einschätzung von Dr. med. D._____ vom 25. April 2024 

(VB 159) Stellung und hielt fest, dass Dr. med. D._____ den Integritäts-

schaden mit dem Hinweis auf die Frakturmorphologie, eine leichte Erwei-

terung des SL-Abstandes und eine Abflachung des Böhler-Winkels auf 

10 % schätze. Diese drei Faktoren würden wohl eine hypothetische Ver-

schlechterung der Arthrose implizieren, hätten jedoch keinen Einfluss auf 

die aktuelle Schätzung des Integritätsschadens bzw. die aktuell vorhan-

dene Arthrose. Diese sei aktuell mit "Unebenheiten der Gelenkfläche des 

distalen Radius" bei "leicht bis mässig" anzusiedeln. Somit sei der bereits 

 - 4 - 

 

 

am 22. Januar 2024 geschätzte Integritätsschaden von 5 % gerechtfertigt 

oder sogar eher grosszügig. Die Weiterentwicklung in Zukunft könne auf-

grund zu vieler unbekannter Faktoren nicht vorausgesagt werden (VB 161 

S. 2). 

 

2.1.2. 

Dr. med. univ. C._____ gelangte in seiner von der Beschwerdegegnerin im 

Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingeholten Beurteilung vom  

5. August 2024 – unter Bezugnahme u.a. auf die konsiliarische Beurteilung 

des Radiologen Dr. med. B._____ vom 18. Juli 2024 – zum Schluss, dass 

die aktuell vorhandene leichte bis mässige radiocarpale Arthrose einem In-

tegritätsschaden von 5 % entspreche. Die künftige Arthroseentwicklung 

hänge von der Belastung des Handgelenks ab; in welchem Zeitraum und 

in welchem Ausmass die Arthrose fortschreiten werde, sei nicht vorherseh-

bar. Am 19. September 2024 hielt er an dieser Einschätzung fest. 

 

2.2. 

Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen unter Hinweis auf die Stel-

lungnahmen von Dr. med. D._____ geltend, die Integritätsentschädigung 

sei mit 10 % zu bemessen. Dr. med. D._____ begründe anschaulich, dass 

die Kreisärztin sowohl den aktuellen klinischen und bildgebend objektivier-

ten Status wie auch die voraussehbare künftige Verschlimmerung ver-

kenne (vgl. Beschwerde S. 4 f.; Replik vom 5. September 2024). 

 

2.3. 

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat 

sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritäts-

entschädigung. Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine ärztliche 

Aufgabe (PHILIPP PORTWICH, Die Integritätsentschädigung für psychische 

Unfallfolgen nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die Unfallver-

sicherung: Grundlagen und Hinweise für die gutachterliche Praxis, SZS 

53/2009 S. 344). Die Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich aus-

schliesslich nach dem medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischen 

Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abs-

trakt und egalitär bemessen (RUMO-JUNGO/HOLZER, Schweizerisches Un-

fallversicherungsrecht, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 166 mit Hinwei-

sen). 

 

Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden ange-

messen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, 

wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht vorausseh-

bar war (Art. 36 Abs. 4 UVV). Eine voraussehbare Verschlimmerung liegt 

vor, wenn im Zeitpunkt der Festsetzung der Integritätsentschädigung eine 

Verschlimmerung als wahrscheinlich prognostiziert und damit auch ge-

schätzt werden kann. Die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des 

 - 5 - 

 

 

Integritätsschadens genügt hingegen nicht (Urteil des Bundesgerichts 

8C_32/2010 vom 6. September 2010 E. 2.6.2 mit Hinweis). 

 

2.4. 

2.4.1. 

Soweit die Beschwerdeführerin die Fachkompetenz von Dr. med. E._____ 

in Frage stellt (vgl. Beschwerde S. 4), ist darauf hinzuweisen, dass die 

Ärzte der Beschwerdegegnerin rechtsprechungsgemäss Fachärzte im Be-

reich der Unfallmedizin sind und – unabhängig von ihrem ursprünglich er-

worbenen Facharzttitel – über besonders ausgeprägte traumatologische 

Kenntnisse und Erfahrungen verfügen (Urteil des Bundesbe-

richts 8C_480/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 4.2.1). Dr. med. E._____ ist 

daher zur Beurteilung des Integritätsschadens durchaus fachkompetent. 

 

2.4.2. 

Dr. med. D._____ hielt in seiner Stellungnahme vom 20. Juni 2024 im We-

sentlichen fest, dass es aufgrund der Frakturmorphologie und der bereits 

jetzt vorhandenen Folgen überwiegend wahrscheinlich in näherer Zukunft 

(die Beantwortung orientiere sich an der – durch die Rechtsschutzversiche-

rung – gestellten Frage "Wie beurteilen Sie den unfallbedingten Integritäts-

schaden (inkl. voraussehbarer Verschlimmerung)?") zur Entwicklung einer 

Arthrose kommen werde. Daher sei die Beurteilung auch in Anbetracht die-

ser Zeitachse erstellt worden (VB 169 S. 3). Mit Stellungnahme vom 

5. September 2024 führte Dr. med. D._____ weiter aus, dass die deutliche 

Minderung der Böhler-Winkel in beiden Ebenen eine ungünstige biomecha-

nische Situation für den gesamten Carpus darstelle, die dann unweigerlich 

zu gravierenden Folgen führen werde. Besonders die fehlende Inklination 

des distalen Radius im seitlichen Röntgenstrahl begünstige das Abrutschen 

des Carpus nach dorsal hin. Dadurch könne es zu einer sich rasch entwi-

ckelnden Arthrose des betroffenen Gelenkes kommen (vgl. Stellungnahme 

vom 5. September 2024 S. 3).  

 

Rechtsprechungsgemäss muss eine Verschlimmerung als wahrscheinlich 

prognostiziert und damit auch geschätzt werden können, damit sie bei der 

Bemessung des Integritätsschadens bzw. der Entschädigung dafür zu be-

rücksichtigen ist (vgl. E. 2.3. hiervor). Dr. med. D._____ hielt jedoch ledig-

lich fest, dass es zu "einer Arthrose" des betroffenen Gelenkes kommen 

"könne", ohne sich dabei zum konkreten Ausmass zu äussern. Damit wird 

Frage nach der Tragweite einer allfälligen zukünftigen Verschlimmerung 

der Arthrose nicht beantwortet. In diesem Zusammenhang hielten 

Dr. med. E._____ und Dr. med. univ. C._____ fest, dass eine allfällige, 

mögliche zukünftige Entwicklung der arthrotischen Veränderungen auf-

grund vieler unbekannter Faktoren nicht voraussehbar sei (VB 161 S. 2; 

Stellungnahme von Dr. med. univ. C._____ vom 5. August 2024 S. 3). 

Dr. med. univ. C._____ begründete dies nachvollziehbar damit, dass nach 

einer intraartikulären Fraktur die künftige Arthrose von der Belastung des 

 - 6 - 

 

 

Handgelenks abhänge. Je stärker das vorgeschädigte Handgelenk belastet 

werde, desto früher werde eine Arthrose fortschreiten (Stellungnahme von 

Dr. med. univ. C._____ vom 5. August 2024 S. 3). Da die Beschwerdegeg-

nerin demnach zu Recht davon ausging, dass die Entwicklung der Arthrose 

nicht voraussehbar sei (vgl. VB 162 S. 6; Duplik vom 20. September 2024), 

ist bei einer Verschlimmerung von grosser Tragweite (etwa bei objektivier-

ter fortgeschrittener Arthrose) die Anpassung der Integritätsentschädigung 

zu einem späteren Zeitpunkt gemäss Art. 36 Abs. 4 UVV nicht ausge-

schlossen (vgl. auch Stellungnahme von Dr. med. univ. C._____ vom 

19. September 2024 S. 2). 

 

Weiter führte Dr. med. D._____ aus, Dr. med. univ. C._____ setze sich 

über die in der radiologischen Beurteilung von Dr. med. B._____ dokumen-

tierte Arthrose hinweg und möchte diese Fakten nicht akzeptieren (vgl. 

Stellungnahme vom 5. September 2024 S. 3 f.). Sowohl Dr. med. E._____ 

als auch Dr. med. univ. C._____ gingen vom Vorliegen relevanter unfallbe-

dingter arthrotischer Veränderungen aus (vgl. etwa VB 128 S. 7; Stellung-

nahme von Dr. med. univ. C._____ vom 5. August 2024 S. 3), weshalb 

nicht ersichtlich ist, inwiefern Dr. med. univ. C._____ die Beurteilung von 

Dr. med. B._____ "nicht akzeptieren möchte". Im Übrigen stimmen die Be-

urteilungen von Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ sowie 

Dr. med. univ. C._____ insofern überein, als die drei Ärzte einhellig zum 

Schluss gelangten, dass aktuell von einer (höchstens) mässigen Arthrose 

im Handgelenk auszugehen ist (vgl. VB 128 S. 7; 161 S. 2; Stellungnahme 

von Dr. med. univ. C._____ vom 5. August 2024 S. 3). Folglich ist die von 

der Beschwerdegegnerin zugesprochene Integritätsentschädigung von 

5 % mit Blick auf die SUVA-Tabelle 5, welche für eine mässige Handge-

lenks-Arthrose eine 5-10%ige Integritätsentschädigung vorsieht, nicht zu 

beanstanden. Auf weitere Abklärungen, wie etwa auf die Einholung eines 

Gerichtsgutachtens (vgl. Beschwerde S. 5), wird mangels davon zu erwar-

tender für die Beurteilung des unfallbedingten Integritätsschadens relevan-

ter neuer Erkenntnisse in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 

E. 6.5 S. 368 f.) verzichtet. 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin lehnte im Einspracheentscheid vom 31. Mai 2024 

die Kostenübernahme für die Beurteilung von Dr. med. D._____ vom 

25. April 2024 in Höhe von Fr. 972.90 ab (VB 162 S. 6). 

 

Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Beschwerdegegnerin sei zu ver-

pflichten, die "Abklärungskosten" (Aktenbeurteilungen von Dr. med. 

D._____) zu ersetzen (Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 3). 

 

 - 7 - 

 

 

3.2. 

Die Kosten eines von einer versicherten Person veranlassten Gutachtens 

sind vom Versicherungsträger dann zu übernehmen, wenn sich der medi-

zinische Sachverhalt erst aufgrund des neu beigebrachten Untersuchungs-

ergebnisses schlüssig feststellen lässt und dem Sozialversicherer insoweit 

eine Verletzung der ihm im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes oblie-

genden Pflicht zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen 

ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_432/2018 vom 26. November 2018 E. 6.4 

mit Hinweisen). Nachdem die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt 

rechtsgenüglich abgeklärt hat (vgl. E. 2.4. hiervor), besteht kein Anspruch 

der Beschwerdeführerin auf Übernahme der Kosten für die Beurteilungen 

von Dr. med. D._____. 

 

4. 

4.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

4.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

4.3. 

4.3.1. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

4.3.2. 

Was die beantragte Kostenübernahme der im Beschwerdeverfahren ein-

gereichten Beurteilungen von Dr. med. D._____ anbelangt, ist darauf hin-

zuweisen, dass die Kosten eines von einer Partei eingereichten Gutachtens 

ersetzt wird, wenn sich der Rechtsmittelentscheid darauf abstützt (UELI KIE-

SER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, N. 27 f. zu Art. 45 ATSG). 

Nach der Rechtsprechung sind denn auch unter dem Titel Parteientschä-

digung die Kosten privat eingeholter Gutachten zu vergüten, soweit die Par-

teiexpertise für die Entscheidfindung erforderlich oder entscheidrelevant 

war (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2018 vom 11. Dezember 2018 

E. 6). Da die im Beschwerdeverfahren eingereichten Beurteilungen von 

Dr. med. D._____ nicht geeignet waren, die Entscheidfindung des Gerichts 

zu beeinflussen, hat die Beschwerdeführerin deren Kosten selber zu tra-

gen. 

 

 

 - 8 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 5. Februar 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Roth     Schweizer