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**Case Identifier:** 833e6829-1b2d-5354-affe-16e658b95114
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Schuldbetreibungs- und Konkurskommission 19.09.2025 KBE.2025.45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_005_KBE-2025-45_2025-09-19.pdf

## Full Text

Obergericht 

Schuldbetreibungs- und Konkurskommission als einzige  

kantonale Aufsichtsbehörde über das Konkursamt 

 

KBE.2025.45  
 

 

Entscheid vom 19. September 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Holliger, Präsident  

Oberrichter Roth  

Oberrichterin Schär  

Gerichtsschreiber Stutz  

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____,  

[…] 

vertreten durch lic. iur. Reto Gantner, Rechtsanwalt,  

[…] 

 

 

Anfechtungs- 

gegenstand 

 Zirkular Nr. 2 des Konkursamts Aargau vom 17. Juli 2025 

 

 

in Sachen  Konkurs der B._____ AG 

 

 

 

Betreff  Verwertung des Grundstücks LIG Q._____ aaa 

 

 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission entnimmt den 

Akten: 

 

1. 

Das Präsidium des Zivilgerichts des Bezirksgerichts Bremgarten eröffnete 

am 11. September 2023, 14:00 Uhr, den Konkurs über die B._____ AG. 

 

2. 

2.1. 

Mit Schreiben vom 17. Juli 2025 (Zirkular Nr. 2) beantragte das Kon-

kursamt Aargau den Forderungsansprechern im Konkurs der B._____ AG, 

die Konkursverwaltung sei zu ermächtigen, das Grundstück LIG Q._____ 

aaa zum Mindestpreis von Fr. 1'350'000.00 freihändig zu verkaufen. Es 

teilte zudem mit, dieser Antrag gelte als genehmigt, sofern nicht die Mehr-

heit der Konkursgläubiger innert 10 Tagen schriftlich bei der Konkursver-

waltung Einspruch erheben würden. Gläubiger und Drittinteressenten, wel-

che am Erwerb des Grundstücks interessiert seien, hätten Gelegenheit, 

das bestehende Angebot von Fr. 1'350'000.00 zuzüglich Übernahme der 

Handänderungskosten bis spätestens 28. Juli 2025 (Posteingang bei der 

Konkursverwaltung) schriftlich zu überbieten. 

 

2.2. 

Mit Eingabe vom 24. Juli 2025 beantragte A._____ (fortan: Beschwerde-

führer) dem Konkursamt Aargau, den Antrag des Konkursamts Aargau auf 

Ermächtigung zum Freihandverkauf bis zum 25. Juli 2025 ersatzlos zu wi-

derrufen, einen Freihandverkauf nach Rechtskraft des Kollokationsplans zu 

prüfen, wobei der Verkaufswert der Liegenschaft neu zu beurteilen sei, an-

sonsten ihm und allen anderen Interessenten die Frist zur Abgabe eines 

höheren Angebots bis mindestens am 18. September 2025 zu erstrecken 

sei. 

 

2.3. 

Mit Schreiben vom 25. Juli 2025 teilte das Konkursamt Aargau dem Be-

schwerdeführer u.a. mit, am Freihandverkauf festzuhalten. 

 

3. 

3.1. 

Mit Eingabe vom 28. Juli 2025 erhob der Beschwerdeführer bei der Schuld-

betreibungs- und Konkurskommission des Obergerichts des Kantons Aar-

gau als einzige kantonale Aufsichtsbehörde über das Konkursamt Be-

schwerde und beantragte: 

 

" 1. 
Es sei das Zirkular Nummer 2 an die Forderungsansprecher in Konkurs 
B._____ AG, R._____, vom 17. Juli 2025 betreffend Verwertung des 
Grundstückes LIG Q._____ aaa ersatzlos aufzuheben und die Vorinstanz 
anzuweisen, eine Verwertung des Grundstücks auf dem Wege des 

 - 3 - 

 

 

Freihandverkaufs erst nach dem Vorliegen des rechtskräftigen Kollokati-
onsplans zu beantragen. 
 
2. 
Es sei den Beschwerdeführer eine Frist zur Abgabe eines höheren Ange-
bots bis mindestens den 18. September 2025 zu setzen bzw. die Vor-
instanz dazu anzuweisen. 
 
3. 
Es sei der Beschwerde für die Dauer des Verfahrens die aufschiebende 
Wirkung zu erteilen und dem Konkursamt zu untersagen, das im Zirkular 
Nr. 2 vom 17. Juli 2025 vorgesehene Vorgehen umzusetzen und insbe-
sondere zu untersagen, einen Beschluss zum beantragten Freihandver-
kauf vorzunehmen bzw. zu fassen, den Freihandverkauf oder die interne 
Steigerung durchzuführen." 

 

3.2. 

Mit Verfügung vom 29. Juli 2025 erteilte die Instruktionsrichterin der 

Schuldbetreibungs- und Konkurskommission des Obergerichts des Kan-

tons Aargau als einzige kantonale Aufsichtsbehörde über das Konkursamt 

der Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 

 

3.3. 

Das Konkursamt Aargau reichte am 11. August 2025 den Amtsbericht ein 

und beantragte: 

 

" Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
ist. 
 
Es sei der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zu erteilen. 
 
Es sei dem Beschwerdeführer keine Fristverlängerung zur Abgabe eines 
höheren Angebots zu gewähren. 
 
Allfällige Kosten des Beschwerdeverfahrens seien dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen." 

 

3.4. 

Mit Stellungnahme vom 25. August 2025 hielt der Beschwerdeführer an 

seinen mit Beschwerde gestellten Anträgen fest. 

 

  

 - 4 - 

 

 

   

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission zieht in Er-

wägung: 

 

1. 

1.1. 

Gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG kann mit Ausnahme der Fälle, in denen das 

Gesetz den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung 

eines Betreibungs- oder Konkursamts bei der Aufsichtsbehörde wegen Ge-

setzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden. 

Die Beschwerde muss binnen zehn Tagen seit dem Tage, an welchem der 

Beschwerdeführer von der Verfügung Kenntnis erhalten hat, angebracht 

werden (Art. 17 Abs. 2 SchKG). Wegen Rechtsverweigerung oder Rechts-

verzögerung kann jederzeit Beschwerde geführt werden (Art. 17 Abs. 3 

SchKG). 

 

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission des Obergerichts ist ein-

zige kantonale Aufsichtsbehörde über das Konkursamt (§ 17a EG SchKG). 

 

1.2. 

Anfechtungsobjekt der betreibungsrechtlichen Beschwerde gemäss 

Art. 17 f. SchKG können nur Verfügungen eines Vollstreckungsorgans 

sein. Darunter ist eine bestimmte behördliche Handlung in einem konkreten 

zwangsvollstreckungsrechtlichen Verfahren zu verstehen, die in Ausübung 

amtlicher Funktion ergeht und die fragliche Zwangsvollstreckung in rechtli-

cher Hinsicht beeinflusst; sie wirkt nach aussen und bezweckt, das 

Zwangsvollstreckungsverfahren voranzutreiben oder abzuschliessen 

(BGE 142 III 425 E. 3.3). 

 

Der Beschwerdeführer wendet sich mit seiner Beschwerde gegen das Zir-

kular Nr. 2 vom 17. Juli 2025. Mit diesem stellt das Konkursamt Aargau ei-

nerseits den Forderungsansprechern resp. den Konkursgläubigern im Kon-

kurs einen Antrag auf dem Zirkularweg betreffend Verwertung eines Grund-

stücks, wobei Stillschweigen als Zustimmung gewertet wird. Das Zirkular 

Nr. 2 bewirkt mithin einen Gläubigerbeschluss betreffend Verwertung eines 

Vermögensgegenstands der Konkursmasse. Ein solcher treibt das 

Zwangsvollstreckungsverfahren voran. Dem Zirkular Nr. 2 kommt diesbe-

züglich, unbesehen einer fehlenden Rechtsmittelbelehrung, Verfügungs-

charakter zu. Es ist daher mit Beschwerde im Sinne von Art. 17 SchKG 

anfechtbar (vgl. bspw. auch BGE 103 III 79). 

 

Andererseits wird mit dem Zirkular Nr. 2 den Gläubigern sowie Drittinteres-

senten, welche am Erwerb des betreffenden Grundstücks interessiert sind, 

gleichzeitig Gelegenheit eingeräumt, bis spätestens am 28. Juli 2025 das 

bestehende Angebot zu überbieten. Auch dies steht in direktem Zusam-

menhang mit der Verwertung von Konkursgegenständen und treibt insofern 

 - 5 - 

 

 

das Zwangsvollstreckungsverfahren voran, weshalb auch die Fristanset-

zung mit Beschwerde angefochten werden kann. 

 

Als Forderungsansprecher gegenüber der Konkursitin (vgl. Verzeichnis der 

Forderungseingaben) ist der Beschwerdeführer zur Beschwerde berech-

tigt, weil er ein rechtlich geschütztes Interesse an der ordnungsgemässen 

Abwicklung des Zwangsvollstreckungsverfahrens hat (vgl. BGE 129 III 595 

E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 5A_984/2016 vom 27. April 2017 E. 1.2). 

 

Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten. 

 

2. 

2.1. 

Das Konkursamt Aargau führte im Zirkular Nr. 2 vom 17. Juli 2025 aus, in 

der Konkursmasse befinde sich das Grundstück LIG Q._____ aaa im 

Schatzungswert von Fr. 1'280'000.00, die Grundpfandbelastung betrage 

Fr. 866'660.75 (Valuta Konkurseröffnung) und der Konkursverwaltung liege 

eine Offerte zur freihändigen Übernahme dieses Grundstücks zum Preis 

von Fr. 1'350'000.00 vor. Die einzige Grundpfandgläubigerin habe einem 

Verkauf zu diesem Preis bereits schriftlich zugestimmt. Das Konkursamt 

Aargau stelle daher den Antrag, die Konkursverwaltung sei zu ermächtigen, 

dieses Grundstück zum Mindestpreis von Fr. 1'350'000.00 zu verkaufen. 

Gläubiger und Drittinteressenten, welche am Erwerb des Grundstücks in-

teressiert seien, hätten Gelegenheit, das bestehende Angebot von 

Fr. 1'350'000.00 zuzüglich Übernahme der Handänderungskosten bis spä-

testens 28. Juli 2025 (Posteingang bei der Konkursverwaltung) schriftlich 

zu überbieten. Falls höhere Angebote innert Frist eingehen würden, finde 

unter den Bietern eine interne Steigerung auf dem Konkursamt statt, zu 

welcher kurzfristig und schriftlich eingeladen werde. 

 

2.2. 

Der Beschwerdeführer bringt beschwerdeweise vor, im summarischen 

Konkursverfahren liege es unbestrittenermassen in der Kompetenz des 

Konkursamts, eine Liegenschaft freihändig zu verkaufen. Das Konkursamt 

Aargau habe vorliegend jedoch das Zirkular Nr. 2 an die Forderungsan-

sprecher, die ursprünglich im entsprechenden Verzeichnis geführt worden 

seien, versandt, obwohl ihm aufgezeigt worden sei, dass die Forderungs-

ansprecher nicht mit den Konkursgläubigern identisch sein würden. Damit 

verstosse das Konkursamt Aargau gegen seine eigenen Vorgaben und 

lasse überdies zu, dass Personen über seinen Antrag und damit das 

Schicksal der Liegenschaft bestimmen würden, die schlussendlich nicht 

einmal zum Kreis derjenigen gehören würden, denen es diesen Entscheid 

habe zubilligen wollen. 

 

Zudem sei völlig unklar, weshalb das Konkursamt Aargau eine derartige 

Eile an den Tag lege und ausgerecht während den Sommerferienzeit zum 

 - 6 - 

 

 

Freihandverkauf schreiten wolle. Die einjährige Frist zu Durchführung des 

summarischen Konkursverfahrens sei längst verstrichen. Der Zeitpunkt des 

Versands des Zirkulars Nr. 2 und die kurze Frist würden verhindern, dass 

Gläubiger und Drittinteressenten, die erst nach Beginn der Frist von der 

Möglichkeit des Erwerbs der Liegenschaft erfahren hätten, überhaupt am 

Verfahren teilnehmen, seriöse Angebote unterbreiten und Abklärungen 

über die Finanzierung der Liegenschaft vornehmen könnten. Dazu komme, 

dass bereits der Auftrag des Konkursamts zur Schätzung der Liegenschaft 

grundlos und einseitig auf eine einzige Bewertung – nämlich als Abbruch-

objekt – hin ausgerichtet worden sei und damit von Anfang an nicht ange-

strebt worden sei, eine möglichst objektive Bewertung der Liegenschaft 

vorzunehmen.  

 

Insgesamt fehle jede objektive Begründung dafür, keine öffentliche Verstei-

gerung der Liegenschaft vorzunehmen. Entsprechend sei dem Konkursamt 

Aargau zum jetzigen Zeitpunkt zu untersagen, sich durch die Konkursgläu-

biger bzw. die Forderungsansprecher zum Freihandverkauf ermächtigen 

zu lassen, indem das Zirkular Nr. 2 ersatzlos aufgehoben werde. Das Kon-

kursamt Aargau werde erst nach Rechtskraft des Kollokationsplans in der 

Lage sein, festzustellen, wer effektiv Konkursgläubiger sei. 

 

Inwiefern es die Interessenlage der Konkursgläubiger rechtfertige, dass 

diesen oder Kaufinteressenten an der Liegenschaft eine bloss 10-tägige 

Frist zur Abgabe eines höheren Angebots zum Erwerb der Liegenschaft 

angesetzt werde, sei nicht ersichtlich. Auch die Dauer des Verfahrens 

rechtfertige das nicht, liege ja nicht einmal ein rechtskräftiger Kollokations-

plan vor und sei heute schon ersichtlich, dass die Liste der Forderungsan-

sprecher nicht unangefochten bleibe. Der Beschwerdeführer habe Inte-

resse am Erwerb der Liegenschaft. Er wolle und müsse aber vorher den 

effektiven Wert der Liegenschaft abklären, zumal die bestehende Liegen-

schaftsschätzung nicht für eine Bankfinanzierung tauglich sei. Dafür brau-

che es mindestens zwei Monate, um gegebenenfalls selbst eine Schätzung 

erstellen zu lassen. Entsprechend sei das Konkursamt Aargau mit oder 

ohne Aufhebung des Zirkulars Nr. 2 anzuweisen, dem Beschwerdeführer 

eine Frist zur Einreichung eines höheren Angebots mindestens bis zum 

18. September 2025 zu gewähren. 

 

2.3. 

In seinem Amtsbericht führt das Konkursamt Aargau aus, die Durchführung 

eines Freihandverkaufs im summarischen Verfahren liege im Ermessen 

des Konkursamts, sofern sich die vorgesehene Verwertung als im Interesse 

der Gläubiger liegend erweise und ein höherer Erlös nicht mit zumutbarem 

Aufwand erzielbar sei. Praxis und Rechtsprechung würden grundsätzlich 

anerkennen, dass vor der Rechtskraft des Kollokationsplans die Gläubiger-

stellung grundsätzlich provisorisch anhand der Forderungsanmeldungen 

beurteilt werden dürfe. Eine Einschränkung auf nur rechtskräftig kollozierte 

 - 7 - 

 

 

Forderungen sei weder praktikabel noch erforderlich. Die im Zirkular Nr. 2 

gesetzte Frist von 10 Tagen sei angemessen und gesetzlich nicht zu bean-

standen. Eine längere Frist hätte keinen nachweisbaren Mehrwert für das 

Verfahren gebracht. Die behauptete Sommerferienzeit rechtfertige keine 

Verlängerung der gesetzten Fristen. Der Beschwerdeführer habe weder 

eine substanzielle Finanzierungsabsicht noch ein konkretes Kaufangebot 

eingereicht. Die Kritik an der Schätzung der Liegenschaft sei unsubstanti-

iert. Die Bewertung als Abbruchobjekt erfolge aufgrund der tatsächlichen 

baulichen und wirtschaftlichen Situation vor Ort. Es bestehe keine Ver-

pflichtung, mehrere Gutachten einzuholen oder die Marktverhältnisse 

durch externe Ausschreibungen zu eruieren. 

 

3. 

3.1. 

Der Beschwerdeführer wendet sich mit seiner Beschwerde zunächst gegen 

den Verwertungsmodus des Grundstücks LIG Q._____ aaa im Allgemei-

nen, indem er geltend macht, es fehle jede objektive Begründung dafür, 

keine öffentliche Versteigerung vorzusehen. Ferner macht er geltend, das 

Zirkular Nr. 2 vom 17. Juli 2025 sei in formeller Hinsicht insofern fehlerhaft 

bzw. verfrüht, als dass zum jetzigen Zeitpunkt der Kollokationsplan noch 

nicht rechtskräftig sei und daher noch nicht feststehe, wer tatsächlich Gläu-

biger im Konkurs sei und infolgedessen zur Annahme eines Zirkulars be-

rechtigt sein werde. 

 

3.2. 

Die zur Masse gehörenden Vermögensgegenstände werden auf Anord-

nung der Konkursverwaltung öffentlich versteigert oder, falls die Gläubiger 

es beschliessen, freihändig verkauft (Art. 256 Abs. 1 SchKG). Verpfändete 

Vermögensstücke dürfen nur mit Zustimmung der Pfandgläubiger anders 

als durch Verkauf an öffentlicher Steigerung verwertet werden (Art. 256 

Abs. 2 SchKG). 

 

In Konkursen, die im summarischen Verfahren durchgeführt werden, be-

stimmt das Konkursamt die Art der Verwertung, d.h. durch öffentliche Ver-

steigerung, Freihandverkauf oder Abtretung nach Art. 260 SchKG. Einen 

Beschluss der Gläubiger zum Freihandverkauf braucht es nicht. Bei der 

Verwertung wahrt das Konkursamt die Interessen der Gläubiger bestmög-

lichst (Art. 231 Abs. 3 Ziff. 2 SchKG in Verbindung mit Art. 256 Abs. 2 bis 4 

SchKG). Allerdings ist ein Freihandverkauf bei Vermögenswerten von be-

deutendem Wert und Grundstücken nur statthaft, sofern die Gläubiger zu-

vor die Gelegenheit hatten, höhere Angebote zu machen (Art. 256 Abs. 3 

SchKG; Urteil des Bundesgerichts 5A_108/2016 vom 29. April 2016 

E. 3.1). Grundstücke dürfen erst verwertet werden, wenn das Lastenver-

zeichnis erstellt ist (Art. 231 Abs. 3 Ziff. 2 SchKG). Bei der Ausgestaltung 

des Verfahrens des Freihandverkaufs steht der Konkursverwaltung ein 

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erhebliches Ermessen zu (Urteil des Bundesgerichts 5A_461/2013 vom 

13. August 2013 E. 3.1.2). 

 

In Konkursen, die im summarischen Verfahren durchgeführt werden, wer-

den in der Regel keine Gläubigerversammlungen einberufen. Erscheint je-

doch aufgrund besonderer Umstände eine Anhörung der Gläubiger als 

wünschenswert, so kann das Konkursamt diese zu einer Versammlung ein-

laden oder einen Gläubigerbeschluss auf dem Zirkularweg herbeiführen 

(Art. 231 Abs. 3 Ziff. 1 SchKG). 

 

3.3. 

3.3.1. 

Im vorliegenden Konkurs wurde das summarische Verfahren angeordnet. 

Ausweislich der Akten ist das Lastenverzeichnis betreffend das Grundstück 

LIG Q._____ aaa in Rechtskraft erwachsen (vgl. Beilage 1 des Amtsbe-

richts vom 11. August 2025). Die (einzige) Grundpfandgläubigerin hat dar-

über hinaus einem freihändigen Verkauf schriftlich zugestimmt. Nachdem 

diese Voraussetzungen vorliegend gegeben sind, liegt es – wie der Be-

schwerdeführer selbst einräumt – daher im Ermessen des Konkursamts, 

darüber zu bestimmen, ob das Grundstück freihändig zu verkaufen ist. 

 

Das Konkursamt Aargau verzichtete indessen darauf, über den Verwer-

tungsmodus der betreffenden Liegenschaft in Ausübung seines Ermessens 

selbst zu bestimmen, sondern unterbreitete diese Entscheidung – analog 

dem ordentlichen Konkursverfahren (Art. 256 Abs. 1 SchKG) – mittels Zir-

kular Nr. 2 vom 17. Juli 2025 den Forderungsansprechern resp. den Kon-

kursgläubigern. Konkret beantragte das Konkursamts Aargau, die Konkurs-

verwaltung sei zu ermächtigen, das Grundstück LIG Q._____ aaa zum Min-

destpreis von Fr. 1'350'000.00 freihändig zu verkaufen. Dieser Antrag gelte 

als genehmigt, sofern nicht die Mehrheit der Konkursgläubiger innert 10 

Tagen schriftlich bei der Konkursverwaltung Einspruch erhebe. 

 

Zu unterscheiden ist mithin einerseits der Entscheid des Konkursamts Aar-

gau, den Verwertungsmodus samt Mindestverkaufspreis nicht selbst zu be-

stimmen, sondern den Forderungsansprechern resp. den Konkursgläubi-

gern auf dem Zirkularweg zu überlassen (E. 3.3.2 hienach), und anderer-

seits der in der Folge von den Konkursgläubigern auf dem Zirkularweg zu 

fällende Beschluss, ob das Grundstück LIG Q._____ aaa zum Mindestpreis 

von Fr. 1'350'000.00 freihändig verkauft werden darf (E. 3.3.3 hienach). 

 

3.3.2. 

3.3.2.1. 

Es ist nicht zu beanstanden, dass das Konkursamt Aargau es den Forde-

rungsansprechern resp. den Konkursgläubigern überlässt, über den Ver-

wertungsmodus samt Mindestverkaufspreis zu bestimmen. Durch einen 

Gläubigerbeschluss werden – obwohl ein solcher im summarischen 

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Verfahren nicht notwendig wäre – die Gläubigerinteressen sicher nicht 

schlechter erfasst, als wenn das Konkursamt in Ausübung seines Ermes-

sens seinen Entscheid an die Stelle eines Gläubigerbeschlusses setzen 

würde. Zudem handelt es sich bei dem entsprechenden Grundstück um 

eine grosse Aktivenposition der Konkursmasse, weshalb sich die Anhörung 

der Konkursgläubiger auch im Lichte von Art. 231 Abs. 3 Ziff. 1 SchKG als 

angemessen erweist. Dass die Gläubiger auf dem Zirkularweg und nicht 

mittels Gläubigerversammlung angehört werden, erscheint schliesslich an-

gesichts der damit einhergehenden Kosten ebenfalls naheliegend und ist 

daher ebenfalls nicht zu beanstanden. 

 

3.3.2.2. 

Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, zum jetzigen Zeitpunkt stehe 

mangels rechtskräftigen Kollokationsplans noch gar nicht fest, wer tatsäch-

lich Konkursgläubiger sei und daher zur Annahme des Zirkulars Nr. 2 vom 

17. Juli 2025 berechtigt wäre. 

 

Das Zirkular Nr. 2 ist an die Forderungsansprecher im Konkurs adressiert. 

Der darin enthaltene Antrag betreffend Freihandverkauf ist wiederum an-

genommen, wenn nicht die Mehrheit der Konkursgläubiger innert 10 Tagen 

schriftlich bei der Konkursverwaltung Einspruch erhebt.  

 

Im ordentlichen Konkursverfahren obliegt die Entscheidung über den Ver-

wertungsmodus von Konkursgegenständen grundsätzlich der zweiten 

Gläubigerversammlung (vgl. Art. 252 ff. SchKG). Zu dieser eingeladen wer-

den nach Auflage des Kollokationsplans diejenigen Gläubiger, deren For-

derungen nicht bereits rechtskräftig abgewiesen sind (Art. 252 Abs. 1 

SchKG). 

 

Das summarische Konkursverfahren hält demgegenüber einzig fest, dass 

Gläubigerversammlungen in der Regel nicht einberufen werden. Erscheint 

jedoch aufgrund besonderer Umstände eine Anhörung der Gläubiger als 

wünschenswert, so kann das Konkursamt diese zu einer Versammlung ein-

laden oder einen Gläubigerbeschluss auf dem Zirkularweg herbeiführen 

(Art. 231 Abs. 3 Ziff. 1 SchKG). Das summarische Verfahren kennt damit 

grundsätzlich keine Unterscheidung von erster Gläubigerversammlung, bei 

welcher sämtliche Forderungsansprecher teilnehmen dürfen (vgl. Art. 235 

ff. SchKG), und zweiter Gläubigerversammlung, bei welcher lediglich die-

jenigen Gläubiger teilnehmen können, deren Forderungen nicht bereits 

rechtskräftig abgewiesen sind (Art. 252 Abs. 1 SchKG). Zudem kann das 

Konkursamt im summarischen Verfahren bereits nach Ablauf der Eingabe-

frist nach Art. 232 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG die Verwertung durchführen 

(Art. 231 Abs. 3 Ziff. 2 SchKG). Anders als im ordentlichen Verfahren muss 

für Verwertungshandlungen folglich nicht der Kollokationsplan und damit 

einhergehend eine irgendwie geartete zweite Gläubigerversammlung ab-

gewartet werden. Angesichts dieser gesetzlichen Regelungen sowie unter 

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Berücksichtigung von Sinn und Zweck des summarischen Verfahrens, das 

Konkursverfahren einfach, rasch und weitgehend formlos zu halten 

(BGE 121 III 142 E. 1b), muss das Konkursamt einen Zirkularbeschluss im 

Sinne von Art. 231 Abs. 3 Ziff. 1 SchKG betreffend Verwertungsmodus be-

reits dann erwirken können dürfen, wenn es mit der Verwertung der Kon-

kursgegenstände beginnen kann, mithin nach Ablauf der Eingabefrist ge-

mäss Art. 232 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG (vgl. zur allgemeinen Zulässigkeit von 

Zirkularbeschlüssen im summarischen Verfahren auch BGE 103 III 79 

E. 2). Damit verbleibt diesbezüglich kein Raum für eine (analoge) Anwen-

dung der Bestimmungen des ordentlichen Verfahrens, in welchem zu-

nächst der Kollokationsplan abgewartet werden muss. 

 

Es ist daher nicht zu beanstanden, dass das Konkursamt Aargau bereits 

vor Vorliegen des Kollokationsplans einen Zirkularbeschluss betreffend 

Verwertungsmodus erwirkt, auch wenn dadurch die Gefahr besteht, dass 

ein Forderungsansprecher stimmberechtigt ist, dessen Forderung später 

nicht rechtskräftig kolloziert wird. Anzumerken bleibt jedoch, dass diese 

Gefahr auch im ordentlichen Verfahren bestehen kann, werden zur zweiten 

Gläubigerversammlung schliesslich alle Konkursgläubiger eingeladen, de-

ren Forderungen nicht bereits rechtskräftig abgewiesen wurden (Art. 252 

Abs. 1 SchKG). Damit werden Gläubiger, die gegen die Abweisung ihrer 

Forderungen Kollokationsklage eingereicht haben, den Gläubigern, deren 

Forderungen anerkannt sind, verfahrensmässig gleichgestellt (Botschaft 

über die Änderung des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Kon-

kurs [SchKG] vom 8. Mai 1991, BBl 1991 III 152). 

 

3.3.2.3. 

Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es sei völlig unklar, weshalb 

das Konkursamt Aargau eine derartige Eile an den Tag lege und während 

der Sommerferienzeit zum Freihandverkauf schreiten wolle. 

 

Im Zirkular Nr. 2 vom 17. Juli 2025 setzt das Konkursamt Aargau zwei un-

terschiedliche Fristen an. Die eine Frist bezieht sich auf den Antrag an die 

Konkursgläubiger, die Konkursverwaltung sei zu ermächtigen, das Grund-

stück LIG Q._____ aaa zum Mindestpreis von Fr. 1'350'000.00 freihändig 

zu verkaufen (10-tägige Frist). Sie bezieht sich mithin auf den eigentlichen 

Zirkularbeschluss. Die andere Frist bezieht sich auf die Möglichkeit, das 

bestehende Angebot von Fr. 1'350'000.00 zu überbieten (Frist bis zum 

28. Juli 2025). 

 

Was Erstere betrifft, so ist entgegen dem Beschwerdeführer nicht ersicht-

lich, inwiefern eine 10-tägige Frist nicht genügen soll, um zu beurteilen, ob 

man mit einem Freihandverkauf zum Mindestpreis von Fr. 1'350'000.00 

einverstanden ist oder nicht. Das summarische Konkursverfahren zeichnet 

sich dadurch aus, dass es einfach, rasch und weitgehend formlos ist (BGE 

121 III 142 E. 1b). Eine längere Frist wäre mit diesen Grundsätzen kaum 

 - 11 - 

 

 

vereinbar. Daran ändert auch nichts, dass die Frist in der "Sommerferien-

zeit" angesetzt wurde. Wer das entsprechende Grundstück öffentlich ver-

steigert sehen will, braucht nicht mehr Zeit, um den Antrag abzulehnen. 

Ebenso wenig brauchen dies jene Gläubiger, die den Mindestverkaufspreis 

als offensichtlich zu tief erachten, weil sie bspw. der Meinung sind, die 

Grundstückschätzung sei mangelhaft. Wer hingegen im Grundsatz mit ei-

nem Freihandverkauf einverstanden ist, jedoch auf ein höheres Angebot 

hofft, wird dem Antrag folgen, zumal es sich dabei lediglich um einen Min-

destverkaufspreis handelt. Einzig die Tatsache, dass das Konkursamt Aar-

gau bis zu diesem Zeitpunkt – soweit ersichtlich – noch keine Verwertungs-

handlungen vornahm, stellt jedenfalls keinen Grund dar, die (grundsätzli-

che) Frage des Verwertungsmodus weiter hinauszuschieben.   

 

Die zweite vom Konkursamt Aargau mit Zirkular Nr. 2 angesetzte Frist zur 

Abgabe eines höheren Angebots steht demgegenüber nicht in direktem Zu-

sammenhang zum eigentlichen Zirkularbeschluss, sondern ist vielmehr 

Ausfluss von Art. 256 Abs. 3 SchKG. Sie ist daher für das Zustandekom-

men des Zirkularbeschlusses nicht relevant (vgl. jedoch dazu E. 4 hienach). 

 

3.3.3. 

Was den (eigentlichen) Entscheid über den Verwertungsmodus betrifft, so 

ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei diesem vorliegend – trotz des sum-

marischen Verfahrens – um einen Gläubigerbeschluss auf dem Zirkularweg 

handelt bzw. handeln wird und dieser infolge der der Beschwerde gegen 

das Zirkular Nr. 2 zuerkannten aufschiebenden Wirkung noch gar nicht ge-

fällt wurde. Es steht mithin noch nicht fest, wie die Konkursgläubiger ent-

scheiden werden.  

 

So oder anders können jedoch Entscheide einer Gläubigerversammlung 

resp. entsprechende Zirkularbeschlüsse betreffend Verwertungsmodus 

nicht auf deren Angemessenheit überprüft, sondern nur wegen Gesetzes-

verletzung angefochten werden (vgl. bzgl. des ordentlichen Konkursverfah-

rens BGE 110 III 30 E. 2). Insbesondere könnte einem Gläubigerbeschluss 

nicht entgegengehalten werden, er sei insofern unangemessen, als er nicht 

den Gläubigerinteressen entspreche. Dass ein allfälliger Freihandverkauf 

rechtswidrig wäre, macht der Beschwerdeführer im Übrigen nicht geltend. 

 

3.4. 

Zusammenfassend ist daher nicht zu beanstanden, dass das Konkursamt 

Aargau den Entscheid über den Verwertungsmodus des Grundstücks LIG 

Q._____ aaa samt Mindestverkaufspreis den Konkursgläubigern auf dem 

Zirkularweg überliess. Ebenso ist nicht zu beanstanden, dass das Zirkular 

Nr. 2 in zeitlicher Hinsicht bereits vor dem Vorliegen des Kollokationsplans 

versandt wurde und dass den Konkursgläubigern zur Annahme resp. Ab-

lehnung des Antrags eine Frist von 10 Tagen eingeräumt wurde. Unabhän-

gig davon, ob die Konkursgläubiger den Antrag zum freihändigen Verkauf 

 - 12 - 

 

 

des Grundstücks LIG Q._____ aaa zum Mindestpreis von Fr. 1'350'000.00 

annehmen werden, könnte ein allfälliger Gläubigerbeschluss nicht auf des-

sen Angemessenheit überprüft, sondern nur wegen Gesetzesverletzung 

angefochten werden. 

 

Insofern der Beschwerdeführer folglich mit seiner Beschwerde die vollstän-

dige sowie ersatzlose Aufhebung des Zirkulars Nr. 2 vom 17. Juli 2025 be-

antragt, erweist sich seine Beschwerde als unbegründet und ist abzuwei-

sen. 

 

4. 

4.1. 

Der Beschwerdeführer moniert ferner, die Frist zur Abgabe eines höheren 

Angebots im Sinne von Art. 256 Abs. 3 SchKG sei zu kurz angesetzt wor-

den. 

 

4.2. 

Das Gesetz bestimmt nicht, wieviel Zeit den auf Grund von Art. 256 Abs. 3 

SchKG zu einem Überbieten Einzuladenden einzuräumen ist. Die Vollstre-

ckungsorgane haben die Länge der Frist in pflichtgemässer Ausübung des 

ihnen in dieser Hinsicht zustehenden Ermessens festzusetzen (Urteil des 

Bundesgerichts 7B.220/2001 vom 20. November 2001 E. 3). 

 

Hat eine Aufsichtsbehörde eine Verfügung auf ihre Angemessenheit zu 

überprüfen, so hat sie ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der Behörde 

zu setzen, die die angefochtene Verfügung erlassen hat (BGE 100 III 16 

E. 2). 

 

4.3. 

Das Fristende zur Abgabe eines höheren Angebots setzte das Konkursamt 

Aargau auf den 28. Juli 2025 an, wobei der Posteingang bei der Konkurs-

verwaltung massgeblich sei. Der Beschwerdeführer nahm das Zirkular 

Nr. 2 am 18. Juli 2025 entgegen. Damit verblieben dem Beschwerdeführer 

keine 10 Tage, um ein entsprechendes Angebot abzugeben. 

 

Der Beschwerdeführer hatte bis zum 18. Juli 2025 – soweit ersichtlich – 

keine Kenntnis von der Möglichkeit des freihändigen Erwerbs des sich in 

der Konkursmasse befindlichen Grundstücks. Infolgedessen ist es nach-

vollziehbar, dass er das entsprechende Grundstück zuerst besichtigen 

wollte, bevor er ein höheres Angebot in Betracht ziehen kann. Ebenso ist 

dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass die Finanzierbarkeit eines all-

fälligen Angebots ebenfalls bereits im Vorfeld zu prüfen ist und eine solche 

Zeit benötigt. Insgesamt erweist sich daher eine Frist von weniger als 

10 Tagen unter Berücksichtigung der vorliegenden Gegebenheiten als zu 

knapp, um den Konkursgläubigern und allfälligen Drittinteressent eine 

 - 13 - 

 

 

realistische Möglichkeit einzuräumen, das bestehende Angebot in der 

Höhe von Fr. 1'350'000.00 nach den notwendigen Abklärungen zu überbie-

ten. 

 

Insofern der Beschwerdeführer demnach eine neue bzw. verlängerte Frist 

zur Abgabe eines höheren Angebots beantragt, erweist sich seine Be-

schwerde als begründet. Nachdem jedoch der Beschwerdeführer zwi-

schenzeitlich genügend Zeit hatte, das Grundstück zu besichtigen und ein 

allfälliges Angebot zu prüfen, genügt eine (weitere) kurze Frist. In teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde ist daher das Zirkular Nr. 2 vom 17. Juli 2025 

insofern aufzuheben, als den Gläubigern und Drittinteressenten, welche am 

Erwerb des Grundstücks LIG Q._____ aaa interessiert sind, Gelegenheit 

gegeben wurde, das bestehende Angebot von Fr. 1'350'000.00 zuzüglich 

Übernahme der Handänderungskosten bis spätestens 28. Juli 2025 (Post-

eingang bei der Konkursverwaltung) schriftlich zu überbieten. Das Kon-

kursamt Aargau ist anzuweisen, erneut eine kurze Frist im Sinne von 

Art. 256 Abs. 3 SchKG anzusetzen. 

 

5. 

Im Beschwerde- bzw. Weiterziehungsverfahren vor der kantonalen Auf-

sichtsbehörde sind ungeachtet des Ausgangs keine Verfahrenskosten zu 

erheben und keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Art. 20a Abs. 2 

Ziff. 5 SchKG i.V.m. Art. 61 Abs. 2 lit. a und Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

 

 
   

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission entscheidet: 

 

1. 

1.1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird das Zirkular Nr. 2 vom 

17. Juli 2025 insofern aufgehoben, als den Gläubigern und Drittinteressen-

ten, welche am Erwerb des Grundstücks LIG Q._____ aaa interessiert sind, 

Gelegenheit gegeben wurde, das bestehende Angebot von 

Fr. 1'350'000.00 zuzüglich Übernahme der Handänderungskosten bis spä-

testens 28. Juli 2025 (Posteingang bei der Konkursverwaltung) schriftlich 

zu überbieten. 

 

Das Konkursamt Aargau wird angewiesen, erneut Frist im Sinne von 

Art. 256 Abs. 3 SchKG anzusetzen. 

 

1.2. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädigun-

gen zugesprochen.  

 - 14 - 

 

 

 

   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG)  

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung des Ent-

scheides an gerechnet, die Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben 

werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 2 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Hän-

den hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 19. September 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Schuldbetreibungs- und Konkurskommission  

Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Holliger     Stutz