# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf1eb1cb-ab45-51bf-8406-272d86727353
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-12-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.12.2016 BVGE 2016/35
**Docket/Reference:** BVGE-2016-35
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2016-35_2016-12-27

## Full Text

Hochspannungsleitungen | Plangenehmigungspflicht für Starkstromanlagen. Anhörungs-
und Bereinigungsverfahren. Interessenabwägung. Anschlussgarantie.
			

			

				Art.&#160;62a&#160;ff. RVOG. Art.&#160;42 Abs.&#160;3 Bst.&#160;c
RPV. Art.&#160;16 Abs.&#160;1 EleG. Art.&#160;1 Abs.&#160;2 VPeA. Art.&#160;5 Abs.&#160;2 StromVG. Art.&#160;5
Abs.&#160;1 Bst.&#160;b und Art.&#160;6 Abs.&#160;1 VEJ.
			

			

				1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Das EleG unterstellt
die Errichtung und Änderung von Starkstromanlagen in Art.&#160;16 Abs.&#160;1 grundsätzlich
der Plangenehmigungspflicht (E.&#160;3.1). Für das Plangenehmigungsverfahren schreibt das
RVOG in
Art.&#160;62a&#160;ff. ein (verwaltungsinternes) Anhörungs-
und Bereinigungsverfahren vor (E.&#160;3.2). In materieller Hinsicht setzt die Plangenehmigung eine umfassende
Interessenabwägung voraus (E.&#160;3.3).
			

			

				2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Die Bestimmungen
zum Anhörungs- und Bereinigungsverfahren schliessen es nicht aus, dass sich Fachbehörden ausserhalb
eines Plangenehmigungsverfahrens austauschen. Auf eine nochmalige Durchführung des Anhörungs-
und Bereinigungsverfahrens innerhalb eines konkreten Genehmigungsverfahrens kann verzichtet werden,
wenn
die zuvor abgegebenen Stellungnahmen der Fachbehörden protokolliert und zu den Akten genommen
sowie
gegenteilige Auffassungen im Entscheid inhaltlich aufgeführt werden (E.&#160;4.2).
			

			

				3.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Die Netzbetreiber
sind gemäss Art.&#160;5 Abs.&#160;2 StromVG verpflichtet, ganzjährig bewohnte Liegenschaften
ausserhalb der Bauzone an das Elektrizitätsnetz anzuschliessen. Diese Anschlussgarantie umfasst
in räumlicher Hinsicht nur tatsächlich ganzjährig bewohnte Liegenschaften (E.&#160;5.3)
und steht unter dem Vorbehalt überwiegender entgegenstehender Interessen (E.&#160;5.2). Dabei
sind
insbesondere der raumplanungsrechtliche Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet
und die Interessen
der Walderhaltung, des Gewässerschutzes sowie des Naturschutzes mitzuberücksichtigen
(E.&#160;6).
			

			

2017-10-19T05:33:32Z