# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9df8966-ac29-57f6-8a5e-579e27162e35
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 24.08.2010 S 2010 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2010-29_2010-08-24.pdf

## Full Text

S 10 29

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 24. August 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren … 1944, ist verheiratet und arbeitete seit dem 15. März 2001 bis 

zu seiner ordentlichen Pensionierung am 1. Februar 2009 als Küchenbursche 

bei der ... Am 9. Mai 2007 erlitt er einen Berufsunfall, indem er beim Verladen 

eines Transportwagens beide Hände und Arme zwischen der Wand und dem 

Wagen einklemmte, quetschte und verstauchte. Die Erstbehandlung fand 

durch Dr. med. …, Spital …, statt, welche eine Handgelenkskontusion rechts 

diagnostizierte. Anlässlich der Nachkontrollen am 15. und 23. Mai 2007 

diagnostizierte sie zudem vermehrte Zysten im Bereich der 

Handwurzelknochen, eine Rhizarthrose und stellte die Differenzialdiagnose 

einer Scaphoidfraktur/Fissur. Dr. med. …, Spital …, diagnostizierte sodann 

am 29. Mai und 19. Juni 2007 eine hochgradig traumatisierte Rhizarthrose mit 

zusätzlich degenerativen Veränderungen im Lunatum und Capitatum, wobei 

das Hauptproblem die Rhizarthrose sei. Aufgrund dieses Berufsunfalls war 

der Versicherte ab dem 9. Mai 2007 bis 11. Juni 2007 zu 100% arbeitsunfähig. 

Ab dem 12. Juni 2007 wurde eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. 

2. Aufgrund persistierender Schmerzen und nach Ausschöpfung sämtlicher 

konservativen Behandlungsmethoden unterzog sich der Versicherte am 20. 

September 2007 im Spital Davos einer Operation (Trapezektomie mit 

Interpositionsarthroplastik rechts). Dem Versicherten wurde daraufhin eine 

vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit zwischen dem 19. September 2007 und 

dem 16. Januar 2008 attestiert sowie eine Ergotherapie verordnet. Ab dem 

17. Januar 2008 konnte der Versicherte die Arbeit halbtags wieder aufnehmen 

(Arbeitsfähigkeit 50%) und ab dem 3. März 2008 bestand noch eine 

Arbeitsunfähigkeit von 25%. Anlässlich der Sprechstunde bei Dr. med. … vom 

18. März 2008 machte der Versicherte geltend, sein Gesundheitszustand 

habe sich verschlechtert. Dr. med. … verordnete die Fortsetzung der 

Ergotherapie und hielt fest, eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei nicht 

möglich. Mit Schreiben vom 6. Mai 2008 überwies Dr. med. … den 

Versicherten an Dr. med. …, FMH Handchirurgie, vom Kantonsspital 

Graubünden. Nach einem CT diagnostizierte dieser ein freies Rest-

Trapeziumfragment nach Trapezektomie und Aufhängeplastik rechts und 

empfahl eine operative Entfernung des Fragments sowie die Durchführung 

einer Sardellenplastik mit der PL-Sehne oder der halben FCR-Sehne. Die 

Operation fand am 7. August 2008 statt. Im Austrittsbericht des Kantonsspitals 

Graubünden attestierte Dr. med. … vom 6. bis 22. August 2008 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. In seinem Sprechstundenbericht vom 6. Oktober 2008 hielt 

er fest, der Patient klage ständig über Schmerzen. Nach Angaben der 

Ergotherapeutin seien keine weiteren Erfolge von den Therapien mehr zu 

erwarten und auch aus medizinischer Sicht dürfte der Endzustand erreicht 

sein. Eine weitere Operation könne daher nicht vorgeschlagen werden. Der 

Versicherte sei in der Küche definitiv nicht mehr einsetzbar. Am 17. Dezember 

2008 unterzog sich der Versicherte einer kreisärztlichen Untersuchung. 

Kreisarzt (KA) Dr. med. … hielt in seinem Bericht fest, es bestehe eine 

anhaltende Schmerzsymptomatik. Von weiteren medizinischen Massnahmen, 

insbesondere operativen Therapiemassnahmen, sei keine wesentliche 

Besserung der Befunde mehr zu erwarten. Der medizinische Endzustand sei 

übereinstimmend erreicht. Aus medizinischer Sicht bestehe ein 

dekompensierter, hochgradig degenerativer, symptomatischer, 

rhizarthrotischer Arthropathie-Befund im Anschluss an das Unfallereignis vom 

9. Mai 2007. Der diesbezügliche Gesundheitszustand der rechten Hand sei 

nicht durch weitere unfallfremde Faktoren beeinträchtigt, jedoch sei der 

Rhizarthrosenbefund vorbestehend. Im bisherigen Beruf als Küchenhilfe sei 

der Versicherte durch die Schmerzsymptomatik und die funktionelle 

Einschränkung stark beeinträchtigt. Medizinisch-theoretisch seien dem 

demnächst 65-jährigen Versicherten aufgrund ausschliesslich unfallkausaler 

Befunde nurmehr leichte, behinderungsgerechte, leidensadaptierte, 

ganztägige Beschäftigungen mit Zudienerhandfunktion rechts zumutbar. 

Anlässlich einer ergänzenden Beurteilung vom 13. Januar 2009 durch Dr. 

med. … schätzte dieser den unfallbedingten Integritätsschaden für die rechte 

Hand auf 10-15%. Zum Zumutbarkeitsprofil hielt er fest, ergänzend zu den 

leichtgradigen, behinderungsgerechten, leidensadaptierten, ganztägigen 

Beschäftigungen seien dem Versicherten insbesondere sämtliche 

Zudienhandfunktionen mit Greif- und Haltefunktionen für die rechte Hand mit 

Hebe- und Traglimite bei 5 kg für repetitive Handeinsätze, oft leichtem 

feinmotorischem Hantieren mit Werkzeugen für repetitive Einsätze und 

(seltenen) Handrotationsbewegungen zumutbar. Am 17. Dezember 2008/17. 

März 2009 attestierte KA Dr. med. … in Abweichung von KA Dr. med. … eine 

Integritätsschädigung von 1%. Er begründete dies damit, dass gemäss 

Tabelle 5 der Integritätsentschädigung gemäss Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung (UVG) eine Rhizarthrose mit Gelenkresektion mit 10% 

veranschlagt werde. Aufgrund des Vorzustandes ausgeprägter Natur sei 

jedoch eine Kürzung von 90% vorzunehmen. 

3. Mit Vorbescheid der IV-Stelle Graubünden vom 31. März 2009 wurde dem 

Versicherten aufgrund des Unfallereignisses vom 9. Mai 2007 ab dem 1. 

September 2008 eine Dreiviertelsrente (IV-Grad 61%) und ab dem 1. 

Dezember 2008 befristet bis 31. Januar 2009 eine ganze IV-Rente (IV-Grad 

100%) zugesprochen. Weiter hielt die IV-Stelle fest, dass der Versicherte ab 

dem 5. Januar 2009 das AHV-Alter erreicht habe. 

4. Aufgrund dieses Unfallereignisses sprach die ... Versicherung AG (...) dem 

Versicherten mit Verfügung vom 7. Mai 2009 eine Integritätsentschädigung 

von 1% zu. Einen Rentenanspruch lehnte sie mit der Begründung ab, der 

Versicherte sei in der Erwerbsfähigkeit weniger als 10% eingeschränkt, 

weshalb die Voraussetzungen für die Ausrichtung von Rentenleistungen nicht 

erfüllt seien. Eine dagegen erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 

13. Januar 2010 abgewiesen. Zur Begründung führte die ... aus, der 

Einkommensvergleich zwischen dem Validen- und Invalideneinkommen 

ergebe eine betragsmässige Differenz (Minderverdienst) von Fr. 2'815.40 (Fr. 

42'408.60 - Fr. 39'593.20). Daraus resultiere ein IV-Grad von 6.64%. Zum 

Valideneinkommen wurde ausgeführt, dass dieses einem üblichen Lohn im 

Gastgewerbe entspreche und nicht unterdurchschnittlich sei. In Bezug auf die 

Berechnung des Invalideneinkommens seien die LSE-Tabellenlöhne (TA1 

Ziff. 93, Anforderungsniveau 4) heranzuziehen. Dabei könne ein Invalidenlohn 

von Fr. 52'790.94 festgestellt werden (gemäss LSE 2006, nach Indexierung 

auf das Jahr 2009) wovon ein leidensbedingter Abzug von 25% vorgenommen 

werden müsse, sodass ein Invalideneinkommen von Fr. 39'593.20 resultiere. 

5. Dagegen erhob der Versicherte am 13. Februar 2010 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht Graubünden und beantragte, der Einspracheentscheid 

der ... Versicherung AG vom 13. Januar 2010 sei aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer sei eine UVG-Invalidenrente zuzusprechen. Ferner sei ihm 

eine Integritätsentschädigung von 10% zu gewähren.      Eventualiter seien 

weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen und anschliessend sei 

erneut über die UVG-Ansprüche zu entscheiden. Zudem beantragte er die 

unentgeltliche Prozessführung sowie die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung. Zur Begründung machte er geltend, die Vorinstanz 

habe trotz einer Differenz von 20% zwischen dem ermittelten 

Valideneinkommen von Fr. 42'408.60 und dem Invalideneinkommen von Fr. 

52'790.95 auf eine Parallelisierung verzichtet. Weiter macht er geltend, er sei 

1989 als Asylbewerber in die Schweiz gekommen und besitze eine 

Aufenthaltsbewilligung B. Er verfüge über eine bescheidene Schulbildung und 

habe keine nennenswerten Deutschkenntnisse. In Sri Lanka habe er eine 

einjährige Ausbildung in der Landwirtschaft absolviert. Er habe sich auch nicht 

freiwillig mit dem um 20% tieferen Lohn begnügt, womit die Voraussetzungen 

für eine Parallelisierung gegeben und das Invalideneinkommen um 15% auf 

Fr. 44'872.-- zu kürzen sei. Weiter rechtfertige auch das Alter des 

Beschwerdeführers, der im Unfallzeitpunkt bereits 64 jährig gewesen sei, 

einen weiteren invaliditätsfremden Abzug von 10%, womit das 

Invalideneinkommen auf Fr. 40'384.80 festzusetzen sei. Ferner machte er 

geltend, gemäss Kreisarzt Dr. med. … sei die Arbeitsfähigkeit in der bisher 

ausgeübten Tätigkeit stark eingeschränkt. So sei aufgrund der unfallkausalen 

Befunde lediglich eine leichte, behinderungsgerechte, leidensangepasste 

ganztägige Beschäftigung mit Zudienfunktion zumutbar. Auch gemäss den IV-

Akten (insbesondere des regionalärztlichen Dienstes [RAD]) sei die 

bestehende Arbeitsunfähigkeit überwiegend unfallbedingt. Zudem bestehe in 

der angestammten Tätigkeit keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr. So 

könne die rechte Hand nicht mehr eingesetzt werden, womit manuelle 

Tätigkeiten und auch die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als 

Küchenhilfe nicht mehr möglich sei. So sei der Beschwerdeführer denn auch 

vom 8. August 2008 bis zu seiner Pensionierung am 1. Februar 2009 in seiner 

angestammten Tätigkeit 100% arbeitsunfähig gewesen, wobei er mehrere 

Arbeitsversuche unternommen habe. Er hielt zudem fest, dass die Vorinstanz 

den Leidensabzug bei 25% festgelegt habe. Damit betrage das 

Invalideneinkommen Fr. 30'288.60 und es resultiere ein IV-Grad von 28% und 

somit auch ein Rentenanspruch im gleichen Umfang. Hinsichtlich der 

Integritätsentschädigung machte der Beschwerdeführer geltend, es sei auf 

die Einschätzung von Dr. med. … abzustellen, der nach umfassender 

Untersuchung diese bei 10-15% festgelegt habe, und nicht auf Dr. med. …, 

der die Integritätsentschädigung lediglich aufgrund der Akten bei 1% 

festsetze. Die Vorinstanz müsse nachvollziehbar darlegen, weshalb sie auf 

die Einschätzung von Dr. med. … und nicht Dr. med. … abstelle. Die 

Begründung, dass Dr. med. … seine Einschätzung nicht begründet habe, sei 

ungenügend. Allenfalls seien die Integritätsentschädigung erneut 

festzustellen und allfällige weitere Abklärungen vorzunehmen. 

6. Mit Vernehmlassung vom 8. März 2010 verlangte die ... die Abweisung der 

Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheides. Zur 

Begründung führte die Beschwerdegegnerin aus, dass eine Parallelisierung 

der Einkommen praxisgemäss nur entweder mittels einer Heraufsetzung des 

Valideneinkommens, wie sie der Beschwerdeführer verlange, oder mittels 

einer entsprechenden Herabsetzung des Invalideneinkommens, wie sie die 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vorgenommen habe, erfolgen 

könne. Sie habe denn auch im Rahmen des Einspracheentscheides auf dem 

Invalideneinkommen den (Maximal-) Abzug von 25% vorgenommen, unter 

Berücksichtigung der leidensbedingten Beeinträchtigung des 

Beschwerdeführers. Die Behauptung des Beschwerdeführers, die 

Beschwerdegegnerin habe auf eine Parallelisierung verzichtet, sei somit nicht 

korrekt. Im Übrigen entspreche das Einkommen des Beschwerdeführers vor 

dem Unfall - entgegen seien Behauptungen - einem in der 

Gastronomiebranche üblichen (Durchschnitts-) Lohn für eine Küchenhilfe. 

Auch sei ein weiterer Abzug auf das Invalideneinkommen - wie dies der 

Beschwerdeführer verlange - nicht möglich, zumal ein solcher im Rahmen des 

Leidensabzugs von 25% maximal ausgeschöpft worden sei. Überdies falle 

das Alter beim Anforderungsprofil 4 der LSE-Tabellenlöhne ohnehin kaum ins 

Gewicht, zumal Männer-Hilfsarbeitstätigkeiten auf dem massgebenden, 

hypothetischen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich 

altersunabhängig nachgefragt würden und sich das Alter auch nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht massgeblich lohnsenkend 

auswirke (BG-Urteile 8C_319/2007 vom 6. Mai 2008; U 11/07 vom 27. 

Februar 2008 und 8C_223/2007 vom 2. November 2007). Auch die übrigen 

Kriterien wie Nationalität, Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad, 

Dienstalter seien im Anforderungsprofil 4 nicht mehr zu berücksichtigen. Das 

Validen- und Invalideneinkommen sei demnach korrekt berechnet worden, 

was einen IV-Grad von 6.64% ergebe. Gestützt darauf bestehe kein 

Rentenanspruch. Hinsichtlich der Integritätsentschädigung führte sie aus, es 

sei zu Recht auf die Beurteilung von Dr. med. … abgestellt worden. Dr. med. 

… habe die Integritätsentschädigung lediglich geschätzt und dabei sei der 

Vorzustand unberücksichtigt geblieben. Demgegenüber habe Dr. med. … 

eindeutig und nachvollziehbar festgehalten, durch den Unfall sei es beim 

Beschwerdeführer „lediglich zur traumabedingten Dekompensation (des 

Vorzustandes) gekommen“. Aus diesem Grund (ausgeprägter Vorzustand) 

müsse die unfallbedingte Integritätsentschädigung um 90% gekürzt werden. 

So sei der Bericht von Dr. med. … in beweisrechtlicher Hinsicht für die 

Beurteilung des Anspruchs auf Integritätsentschädigung zuverlässiger als 

derjenige von Dr. med. … Es sei denn auch mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt, dass beim Beschwerdeführer ein krankhafter, 

degenerativer Vorzustand gegeben sei, zumal dies nicht nur die beiden 

Kreisärzte, sondern auch Dr. med. …, Spital …, diagnostiziert habe. 

7. Im Rahmen der am 19. März 2010 eingereichten Replik hält der 

Beschwerdeführer erneut fest, dass es keinerlei Anhaltspunkte gebe, dass er 

ein im Vergleich zum Invalideneinkommen um 20% tieferes 

Valideneinkommen freiwillig erzielt oder dies gewollt habe. Zudem 

widerspreche die Argumentation der Vorinstanz, wonach der 

Beschwerdeführer einen branchenüblichen Lohn bezogen habe und sich 

deshalb ein Invalideneinkommen anrechnen lassen müsse, welches er 

während seiner gesamten Arbeitskarriere nie erreicht habe, der geltenden 

Rechtsprechung (BG-Urteil 8C_652/2008, E. 6.1.3 und 6.2 vom 8. Mai 2009). 

Er macht weiter geltend, die Beschwerdegegnerin ignoriere, dass er keine 

100%ige Arbeitsfähigkeit in den - von der Beschwerdegegnerin nicht 

konkreter genannten - Verweistätigkeiten aufweise. Diese vermeintliche 

Feststellung der Vorinstanz weiche denn auch deutlich von den medizinischen 

Untersuchungen des KA Dr. med. … und der Invalidenversicherung (MEDAS) 

ab. Der Beschwerdeführer rügt überdies, die Beschwerdegegnerin habe sich 

in keiner Weise inhaltlich mit der verwertbaren Restarbeitsfähigkeit in einer 

Verweistätigkeit auseinandergesetzt und damit diesbezüglich klar gegen die 

geltende Rechtsprechung verstossen. 

8. Mit Schreiben vom 19. April 2010 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer Duplik. 

9. Mit Schreiben vom 30. Juni 2010 forderte die Instruktionsrichterin die 

Beschwerdegegnerin auf, hinsichtlich der Frage, weshalb sie im Rahmen der 

Verfügung vom 7. Mai 2009 das Invalideneinkommen basierend auf der 

Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 TA1 Ziff. 93 berechnet und diese 

Berechnung mit Einspracheentscheid vom 13. Januar 2010 bestätigt habe, 

obwohl das Bundesamt für Statistik bereits im November 2009 die LSE 2008 

herausgegeben habe und diese im Zeitpunkt des Erlasses des 

Einspracheentscheides (13. Januar 2010) bekannt gewesen sei, Stellung zu 

nehmen. 

Die Beschwerdegegnerin anerkannte mit Schreiben vom 7. Juli 2010 

ausdrücklich, dass das Invalideneinkommen im Einspracheentscheid vom 13. 

Januar 2010 mittels LSE 2008 zu berechnen gewesen wäre. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet der 

Einspracheentscheid vom 13. Januar 2010. Als Streitgegenstand bleiben der 

Rentenanspruch sowie die Höhe der Integritätsentschädigung zu beurteilen. 

2. a) Nach Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

hat ein Versicherter Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn er infolge eines 

Unfalls zu mindestens 10 % invalid ist. Die Invalidenrente beträgt gemäss Art. 

20 Abs. 1 UVG bei Vollinvalidität 80 Prozent des versicherten Verdienstes; bei 

Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechtes (ATSG) das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 

sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Für die Ermittlung des 

Valideneinkommens ist nach der Rechtsprechung entscheidend, was die 

versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 

tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. 

Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 

der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da 

erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59). 

b) Art. 18 Abs. 2 UVG ermächtigt den Bundesrat, die Bemessung des 

Invaliditätsgrades in Sonderfällen in Abweichung von 16 ATSG zu regeln. 

Gestützt auf diese Ermächtigung ist in Art. 28 Abs. 4 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV) bezüglich Valideneinkommen folgendes festgelegt: 

Nimmt ein Versicherter nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit altershalber nicht 

mehr auf oder wirkt sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der 

Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit aus, so sind für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades die Erwerbseinkommen massgebend, die ein Versicherter 

im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen 

könnte. Zur Bemessung des hypothetischen Invalideneinkommens ist 

massgebend, was diese Person auf dem ihr offenstehenden Arbeitsmarkt 

zumutbarerweise verdienen könnte (BGE 114 V 315 E. 4a). Bei der Ermittlung 

des hypothetischen Invalideneinkommens stützt sich die Unfallversicherung 

jeweils auf den Verdienst, welcher der Versicherte im konkreten Fall an einem 

zumutbaren Arbeitsplatz erzielen könnte (sog. DAP-Arbeitsplätze). Gemäss 

Rechtsprechung ist für die Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV das Vorliegen 

einer persönlichen und einer sachlichen Komponente vorausgesetzt (RKUV 

1990, U 115, E. 4b). Dabei wird in persönlicher Hinsicht verlangt, dass der 

Versicherte kurz vor der beruflichen Aufgabe der Erwerbstätigkeit steht und in 

sachlicher Hinsicht, dass ein Gesundheitsschaden vorliegt, der bei einem 

jüngeren Versicherten mit wesentlich geringeren Auswirkungen auf 

Erwerbsfähigkeit verbunden wäre (Peter Omlin, Die Invalidität in der 

obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 252). Die Altersgrenze, ab 

welcher Art. 28 Abs. 4 UVV zur Anwendung gelangt, ist bei rund 60 Jahren 

anzusiedeln und muss grundsätzlich unabhängig von der Nationalität des 

Versicherten bestimmt werden. Bei der Bestimmung der Altersgrenze im 

konkreten Fall ist zudem berufsspezifischen Gewohnheiten und allenfalls 

besonderen Umständen des Einzelfalls Rechnung zu tragen. 

Ausschlaggebend ist dabei das Alter bei Rentenbeginn (BGE 123 V 419 E. 1b 

und 2; Murer/Stauffer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, 

zu Art. 18 Abs. 3, S. 142 f.). Gemäss Rechtsprechung wird mit dieser 

Bestimmung bei der Invaliditätsbemessung zum einen dem Umstand 

Rechnung getragen, dass nebst der - grundsätzlich allein versicherten - 

unfallbedingten Invalidität auch das Alter eine Ursache der Erwerbslosigkeit 

oder -unfähigkeit bildet. Zum andern wird berücksichtigt, dass die 

Invalidenrenten der Unfallversicherung bis zum Tod der Versicherten zur 

Ausrichtung gelangen (Art. 19 Abs. 2 UVG), wobei sie - in Abweichung von 

Art. 17 Abs. 1 ATSG - nach dem Monat, in dem Männer das 65. und Frauen 

das 62. Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden können (Art. 

22 UVG). Damit soll mit Art. 28 Abs. 4 UVV verhindert werden, dass bei 

älteren Versicherten zu hohe Invaliditätsgrade resultieren und Dauerrenten 

zugesprochen werden, wo sie mit Blick auf die unfallbedingte Invalidität eher 

die Funktion von Altersrenten aufweisen (BG-Urteil U 313/06 vom 14. August 

2007; BGE 122 V 418, E. 3a mit weiteren Hinweisen). 

c) Der Beschwerdeführer macht geltend, gesundheitsbedingt weise er auch in 

Verweistätigkeiten keine 100%ige Arbeitsfähigkeit mehr auf. Die 

vermeintliche Feststellung der Beschwerdegegnerin, er sei in einer 

adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig, stehe in klarem Widerspruch zur 

fachlichen Einschätzung des KA Dr. med. … sowie der Invalidenversicherung. 

Die Beschwerdegegnerin geht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit aus. Angesichts der 

ärztlichen Beurteilung von KA Dr. med. … ist diese Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit nicht zu 

beanstanden, hält dieser doch im Rahmen seiner Stellungnahme vom 13. 

Januar 2009 betreffend des Zumutbarkeitsprofils fest, dass ergänzend zu den 

leichtgradigen, behinderungsgerechten, leidensadaptierten, ganztägigen 

Beschäftigungen dem Beschwerdeführer insbesondere sämtliche 

Zudienhandfunktionen mit Greif- und Haltefunktionen für die rechte Hand mit 

Hebe- und Traglimite bei 5 kg für repetitive Handeinsätze, oft leichtem 

feinmotorischem Hantieren mit Werkzeugen für repetitive Einsätze und 

(seltenen) Handrotationsbewegungen zumutbar seien. Richtig ist, dass Dr. 

med. … vom RAD Ostschweiz in seiner Stellungnahme vom 23. Januar 2009 

im Rahmen des IV-rechtlichen Verfahrens die mögliche theoretische Rest-

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit aus 

Altersgründen als irrelevant erachtet und nicht mehr berücksichtigt hat, weil 

dieser bereits am 5. Januar 2009 das 65. Altersjahr erreicht hatte. Ein 

Widerspruch, wie ihn der Beschwerdeführer geltend macht, ist diesbezüglich 

nicht zu erkennen. 

d) Im Unfallversicherungsrecht stellen Personen, die kurz vor ihrer 

Pensionierung stehen, bei der Bemessung des Invaliditätsgrades einen 

Sonderfall im Sinne von Art. 18 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 28 Abs. 4 UVV dar. In 

casu sind denn auch die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit dieser 

Bestimmung erfüllt, war doch der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der 

Verfügung vom 7. Mai 2009 bereits 65jährig (ordentliche Pensionierung per 

31. Januar 2009) und AHV-Rentenbezüger. Es muss somit davon 

ausgegangen werden, dass die Verwertbarkeit seiner vollen Arbeitsfähigkeit 

in einer adaptierten Tätigkeit aufgrund des fortgeschrittenen Alters nicht nur 

erheblich, sondern gänzlich eingeschränkt war. Damit sind die im Sinne von 

Art. 18 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 28 Abs. 4 UVV erforderlichen Voraussetzungen 

erfüllt, so dass für die Invaliditätsbemessung auf das Vergleichseinkommen 

einer versicherte Person mittleren Alters abgestellt werden muss. 

Rechtsprechungsgemäss ist dabei das mittlere Alter zwischen 40 und 45 

Jahren anzusetzen (BGE 122 V 418, E. 1b und 2; BG-Urteil 313/06 vom 14. 

August 2007, E. 3.4; U 332/05, E. 2.2.2 vom 17. März 2006; Peter Omlin, 

a.a.O., S. 255 f.; Murer/Stauffer, a.a.O., S. 143 f.). In vorliegender 

Angelegenheit äusserte sich die Vorinstanz jedoch weder im 

Einspracheentscheid, noch in ihrer Vernehmlassung zum 

Einkommensvergleich gemäss Art. 18 Abs. 2 i.V.m. Art. 28 Abs. 4 UVV. Sie 

wies lediglich mit Verweis auf die Rechtsprechung darauf hin, dass auf dem 

massgebenden, hypothetischen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

Hilfsarbeitertätigkeiten bei Männern grundsätzlich altersunabhängig 

nachgefragt würden und sich das Alter auch nicht erheblich lohnsenkend 

auswirke. Einen Einkommensvergleich nach der Bestimmung von Art. 28 Abs. 

4 UVV hat die Beschwerdegegnerin jedoch nicht vorgenommen, respektive 

sich nicht mit dieser Frage auseinandergesetzt - zumindest ergibt sich solches 

nicht aus den hier vorliegenden Akten. Ausgehend vom konkreten Fall ist 

vorliegend jedoch ein solcher Einkommensvergleich im Sinne von Art. 28 Abs. 

4 UVV vorzunehmen. Massgebend für die Bestimmung des Validen- und 

Invalideneinkommen ist dabei - wie von der Beschwerdegegnerin mit 

Schreiben vom 7. Juli 2010 anerkannt - die Schweizerische 

Lohnstrukturerhebung (LSE) 2008 TA1. Dabei ist beim Valideneinkommen auf 

das Einkommen einer Person mittleren Alters im Gastgewerbe, ohne 

Berufsausbildung und mit einer üblichen wöchentlichen Arbeitszeit 

abzustellen, wobei auch die Nominallohnentwicklung 2009 zu berücksichtigen 

ist. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens kann auf die unter 

Erwägung 2c dargelegte medizinische Einschätzung von KA Dr. med. … 

abgestellt werden, der unter Berücksichtigung der gesundheitlichen 

Einschränkungen der rechten Hand beim Beschwerdeführer von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ausgeht. Dabei ist die 

durch die Unfallrestfolgen eingeschränkte Leistungsfähigkeit (vgl. AB Dr. med. 

… 13. Januar 2009) im Rahmen eines Leidensabzuges durch die 

Beschwerdegegnerin zu berücksichtigen. In Anlehnung an den 

Einspracheentscheid vom 13. Januar 2010 ist sodann beim 

Invalideneinkommen auf den LSE-Tabellenlohn 2008 (nicht 2006; vgl. dazu 

Schreiben ... 7. Juli 2010) TA1 Ziff. 93 Anforderungsniveau 4 abzustellen, 

wobei auch diesbezüglich die Nominallohnentwicklung 2009 zu 

berücksichtigen ist. Nach dem Ausgeführten wird die vorliegende 

Angelegenheit an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese die 

Invalidenrente bzw. den Invaliditätsgrad gemäss UVG im Sinne der 

Erwägungen ausgehend vom Einkommensvergleich nach Art. 28 Abs. 4 UVV 

neu berechne. 

e) Nach dem im Verwaltungsprozess geltenden Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen kann das Verwaltungsgericht einen 

Entscheid, wie dies vorliegend der Fall ist, auch mit einer von der Vorinstanz 

abweichenden Begründung bestätigen oder zurückweisen. Es kann mit 

anderen Worten seinen Entscheid anders begründen als die Vorinstanz und 

eine falsche Begründung durch die von ihm als richtig erachtete ersetzen, 

selbst wenn es letztlich zum gleichen Ergebnis gelangt (Substitution der 

Motive; vgl. BGE 122 I 262; BVR 1996 S. 47; VGU R 07 109).

3. Der Beschwerdeführer machte ferner geltend, hinsichtlich der 

Integritätsentschädigung sei auf die Beurteilung von KA Dr. med. … und nicht 

auf diejenige von KA Dr. med. … abzustellen und es sei ihm nicht, wie von 

Beschwerdegegnerin verfügt, eine Integritätsentschädigung von 1%, sondern 

von 10-15% auszurichten. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch 

einen Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder 

geistigen Integrität erleidet. Diese Entschädigung wird in Form einer 

Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 

des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend 

der Schwere des Integritätsschadens [= Einbusse an Lebensqualität] 

abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG). KA Dr. med. … setzte in der Beurteilung vom 

13. Januar 2009 den Integritätsschaden gestützt auf Tabelle 5 der UVG-

Integritätsentschädigungsrichtwerte bei 10-15% fest. KA Dr. med. … hält 

anlässlich seiner Beurteilung des Integritätsschadens ebenfalls fest, dass die 

Integritätsentschädigung gemäss UVG hinsichtlich der Rhizarthrose mit 

Gelenkresektion mit 10% gemäss Tabelle 5 zu veranschlagen sei. Jedoch 

müsse in Anbetracht des Vorzustandes ausgeprägter Natur eine 90%ige 

Kürzung vorgenommen werden. Zur Begründung führte er aus, dass sowohl 

in der konventionell-radiologischen Bildgebung vom 9. Mai 2007 sowie auch 

in der MR-tomographischen Dokumentation vom 23. Mai 2007 eine 

hochgradige Rhizarthrose mit Subluxation des Metacarpale I sowie 

gleichzeitig multilokulär degenerative Veränderungen mit Schwerpunkt 

zwischen Os lunatum und Scaphoid und Os lunatum und Capitatum mit 

ebenfalls Zystenbildung diagnostiziert worden sei. Damit liege lediglich eine 

traumabedingte Dekompensation vor. Gemäss Art. 36 Abs. 2 erster Satz UVG 

kann die Integritätsentschädigung angemessen gekürzt werden, wenn die 

Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Bezüglich der 

Beurteilung des Integritätsschadens hat in casu Kreisarzt Dr. med. … 

gegenüber Kreisarzt Dr. med. … den aufgrund der medizinischen Akten 

ausgewiesenen Vorzustand - bestätigen diesen doch Dr. med. …, Dr. med. 

Wiederkehr, KA Dr. med. … und KA Dr. med. … übereinstimmend - nicht 

berücksichtigt. Die Einschätzung von KA Dr. med. … ist, auch wenn dieser 

den Beschwerdeführer nicht persönlich untersucht hat, umfassend, beruht auf 

den Akten der allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten 

Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Sodann 

erscheint die Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation 

als einleuchtend und er begründete die Schlussfolgerungen nachvollziehbar 

und schlüssig. Indem Dr. med. … zur Höhe der Integritätseinbusse konkret 

Stellung nimmt, ist seinem Bericht in beweisrechtlicher Hinsicht ein höherer 

Beweiswert zuzuerkennen, als dem Bericht von Dr. med. …, der die 

Integritätsentschädigung lediglich schätzen konnte (vgl. BGE 125 V 351, E. 

3a; 122 V 157, E. 1c). Die Vorinstanz hat demnach zu Recht auf die von Dr. 

med. … dargelegte Einschätzung abgestellt und ist von einem 

Integritätsschaden von 1% bzw. einer Kürzung von 90% ausgegangen. 

4. Zusammenfassend ist nach dem Ausgeführten festzuhalten, dass die 

Beschwerde teilweise gutzuheissen ist, der Einspracheentscheid aufzuheben 

und zur Neuberechnung des Rentenanspruchs im Sinne der Erwägungen an 

die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde 

abzuweisen. 

5. a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht dem anwaltlich vertretenen, teils 

obsiegenden Beschwerdeführer nach Art. 61 lit. g ATSG eine angemessene 

Parteientschädigung zu. Bezüglich der Höhe der Entschädigung für den 

Ersatz der aufgelaufenen Parteikosten kann dabei (im Umfang des 

Obsiegens, also 2/3) auf die Honorarnote vom 17. Juni 2009 des Anwaltes 

(RA …) des Antragstellers abgestellt werden, worin der Genannte einen 

Arbeitsaufwand von 9 Std. à Fr. 200.-- pro Std. zuzüglich 7.6% 

Mehrwertsteuer Fr. 136.80 (Total Fr. 1'936.80) geltend machte. Die 

Vorinstanz hat den Beschwerdeführer damit aussergerichtlich noch 

insgesamt mit Fr. 1'291.20 (2/3 von 1'936.80) zu entschädigen. 

b) Der Beschwerdeführer beantragt ausserdem für das vorliegende Verfahren 

die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung. Gemäss Art. 61 

lit. f ATSG muss das Recht, sich verbeiständen zu lassen, gewährleistet sein. 

Wo die Verhältnisse es rechtfertigen, wird der Beschwerde führenden Person 

ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Die Voraussetzungen für die 

Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung 

sind in der Regel erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die 

Partei bedürftig und die Verbeiständung durch einen Anwalt oder eine 

Anwältin notwendig oder doch geboten ist (BGE 125 V 202 E. 4a mit 

Hinweisen). 

Im vorliegenden Fall wird der Beschwerdeführer öffentlich unterstützt, womit 

die Bedürftigkeit ausgewiesen ist. Zudem kann seine Beschwerde nicht als 

aussichtslos bezeichnet werden, weshalb ihm die unentgeltliche Rechtspflege 

zu gewähren ist. Als unentgeltlicher Rechtsbeistand wird dem 

Beschwerdeführer Rechtsanwalt … bestellt. Die Kosten der anwaltlichen 

Vertretung des Beschwerdeführers werden, soweit sie nicht der 

Beschwerdegegnerin überbunden werden, durch die Staatskasse 

übernommen. Dabei ist hinsichtlich der durch die Staatskasse 

übernommenen Parteientschädigung zu berücksichtigen, dass gemäss Art. 5 

der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen 

und Rechtsanwälte (HV) für den berechtigten Aufwand der unentgeltlichen 

Vertretung und der amtlichen Vertretung der Rechtsanwältin oder dem 

Rechtsanwalt ein reduzierter Stundensatz von Fr. 200.-- zuzüglich 

notwendige Barauslagen und Mehrwertsteuer ausgerichtet wird. Unter 

Berücksichtigung der Parteientschädigung zu 2/3 zulasten der 

Beschwerdegegnerin belaufen sich die Restkosten demnach noch auf Fr. 

645.60 (inkl. MwST; [Fr. 1'936.80 - Fr. 1'291.20]), die zulasten der 

Gerichtskasse gehen. In diesem Umfang gilt der Vorbehalt von Art. 77 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG), wonach das Erlassene zu 

erstatten ist, wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse des 

Beschwerdeführers dereinst verbessern und er dazu finanziell in der Lage ist. 

c) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren laut Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der 

… Versicherung vom 13. Januar 2010 aufgehoben und zur Neuberechnung 

der Rente im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im 

Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die ... Versicherung hat … eine Parteientschädigung von Fr. 1'291.20 (inkl. 

MWST) zu bezahlen. 

4. a) … wird für das Verfahren vor Verwaltungsgericht die unentgeltliche 

Verbeiständung gewährt und ein Rechtsbeistand in der Person von 

Rechtsanwalt … auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch die 

Gerichtskasse mit Fr. 645.60 (inkl. MwST) entschädigt. 

b) Sollten sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von … verbessern 

und ist er hierzu in der Lage, so hat er die Kosten der Rechtsverbeiständung zu 

erstatten (Art. 77 VRG).