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**Case Identifier:** 0d265a82-047b-54fe-91db-6ef0a5b1d8d6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 01.09.2021 810 20 239
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-239_2021-09-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 1. September 2021 (810 20 239) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Gemeinderecht 
 
 
Anmeldung zur Niederlassung / Kriterien zur Bestimmung des Wohnsitzes 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin i.V. 
Giulia Kiefer 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
Einwohnergemeinde B.____, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Anmeldung zur Niederlassung (RRB Nr. 1260 vom 15. September 

2020) 
 
 
 
A. Der italienische Staatsangehörige A.____, geboren 1964, wohnhaft in C.____ (Ortsteil 
der Gemeinde D.____ im Kanton Zürich; D.____), wurde am 23. Oktober 2017 befristet bis zum 
31. Juli 2022 als Missionar (Pfarrer) in der Missione Cattolica italiana in E.____ (Römisch-
katholische Landeskirche des Kantons Basel-Landschaft) angestellt. 

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B. Am 13. November 2017 ersuchte A.____ in der Einwohnergemeinde B.____ um Prüfung 
seiner Anmeldung als Wochenaufenthalter. Dabei teilte er mit, infolge seines 10-jährigen 
Wohnsitzes in D.____ demnächst das Bürgerrecht zu beantragen. 
 
C. Mit Schreiben vom 18. Dezember 2017 teilte ihm die Gemeinde B.____ mit, dass dem 
Gesuch nicht entsprochen werde, und forderte ihn auf, sich in D.____ abzumelden. 
 
D. Am 21. Dezember 2017 erklärte A.____ der Gemeinde B.____, dass eine frühzeitige 
Abmeldung in D.____ gravierende Folgen für sein Einbürgerungsverfahren haben könnte und 
er beabsichtige, sich in D.____ abzumelden, sobald das Einbürgerungsverfahren dadurch nicht 
mehr beeinträchtigt werde. 
 
E. Am 9. Januar 2018 teilte die Gemeinde B.____ A.____ mit, dass ihm der Wochen-
aufenthaltsstatus bis maximal 31. Dezember 2018 ohne Verlängerung gewährt werde, sofern er 
eine Kopie seines Einbürgerungsgesuchs sowie die Aufenthaltsbescheinigung der Gemeinde 
D.____ einreiche. A.____ kam dieser Aufforderung nach. 
 
F. Am 1. Oktober 2018 erhielt A.____ das Schweizer Bürgerrecht in D.____. 
 
G. Da die Gemeinde B.____ in der Folge davon ausging, A.____ habe sich zum definitiven 
Verbleib in B.____ entschieden, ersuchte sie ihn am 4. April 2019 um Abmeldung in D.____ und 
um Niederlassungsanmeldung in B.____ bis zum 24. April 2019. 
 
H. A.____ teilte der Gemeinde B.____ am 5. Juni 2019 mit, dass er keine Absicht des dau-
ernden Verbleibes in B.____ habe. 
 
I. Die Einwohnergemeinde B.____ wies A.____s Gesuch, weiterhin als Aufenthalter an-
gemeldet zu sein, mit Verfügung vom 12. Dezember 2019 ab und meldete ihn rückwirkend per 
1. Januar 2019 von Amtes wegen als ordentlich in B.____ niedergelassen an. 
 
J. Dagegen erhob A.____ am 23. Dezember 2019 beim Gemeinderat der Einwohner-
gemeinde B.____ (Gemeinderat) Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der 
Verfügung vom 12. Dezember 2019 sowie die Eintragung als Aufenthalter ins Einwohner-
register von B.____. 
 
K. Mit Beschwerdeentscheid vom 13. Januar 2020 wies der Gemeinderat die Beschwerde 
ab und meldete A.____ rückwirkend per 1. Januar 2019 in B.____ als niedergelassen an. 
 
L. Dagegen erhob A.____ am 27. Januar 2020 beim Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft (Regierungsrat) Beschwerde mit den Begehren der Aufhebung des Entscheids vom 
13. Januar 2020 sowie der Anerkennung des zivilrechtlichen Wohnsitzes in D.____. 
 
M. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Beschluss Nr. 2020-1260 vom 15. Sep-
tember 2020 ab. Er folgte in der Begründung im Wesentlichen der Ansicht des Gemeinderats, 
wonach es sich beim Wohnsitz von A.____ in B.____ um eine gesetzliche bzw. natürliche Ver-

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mutung handle und der Gegenbeweis nicht in genügender Weise erbracht worden sei. Sodann 
gebe es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei ledigen Personen kaum Ausnahmen 
vom Arbeitsortprinzip, wenn sie an jenem Ort, wo sie die Wochenenden verbrächten, keine fa-
miliären Beziehungen unterhielten. 
 
N. Mit Beschwerde vom 30. September 2020 gelangte A.____ an das Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und bean-
tragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses. In der Begründung brachte 
der Beschwerdeführer namentlich vor, die Absicht des dauernden Verbleibs in B.____ sei auf-
grund des befristeten Arbeitsvertrags nicht gegeben. Ferner spreche seine Eigentumswohnung 
in D.____ gegen einen unmittelbaren Lebensmittelpunkt in B.____. Dass er aufgrund seines 
Berufs anders als verheiratete Erwerbstätige behandelt werde, stelle schliesslich eine Diskrimi-
nierung dar. 
 
O. In den Vernehmlassungen vom 6. Oktober 2020 (Einwohnergemeinde B.____) bzw. 
vom 2. Dezember 2020 (Regierungsrat) beantragten die Beschwerdegegner die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein Aus-
schlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vorliegt, 
ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Beschwerde gegeben. Die weite-
ren formellen Voraussetzungen sind ebenfalls erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten 
ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO 
Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Er-
messens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 
lit. c VPO e contrario). 
 
3. Vorliegend ist zu prüfen, ob der Regierungsrat die vom Gemeinderat am 13. Januar 
2020 verfügte, per 1. Januar 2019 rückwirkende Anmeldung des Beschwerdeführers als nie-
dergelassen in B.____ zu Recht geschützt hat. 
 
4.1 Am 1. November 2006 bzw. am 1. Januar 2008 trat das Bundesgesetz über die Harmo-
nisierung der Einwohnerregister und anderer amtlicher Personenregister (Registerharmonisie-
rungsgesetz; RHG) vom 23. Juni 2006 in Kraft. Es dient, seinem Zweckartikel entsprechend, 
der Vereinfachung der Datenerhebung für die Statistik durch die Harmonisierung amtlicher Per-

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sonenregister (Art. 1 Abs. 1 lit. a RHG) und dem gesetzlich vorgesehenen Austausch von Per-
sonendaten zwischen den Registern (Art. 1 Abs. 1 lit. b RHG). Mit Blick auf eine aussagekräfti-
ge Bundesstatistik bezweckt das RHG folglich, einheitliche und vergleichbare Daten zugänglich 
zu machen (vgl. Botschaft vom 23. November 2005 zur Harmonisierung amtlicher Personenre-
gister [BBl 2006] S. 433 Ziff. 1.1.1 und S. 455 Ziff. 2.2). Hierzu legt das RHG erstmals auf bun-
desrechtlicher Ebene im registerrechtlichen, schriftenpolizeilichen Sinne zentrale Begriffe wie 
"Niederlassungsgemeinde" und "Aufenthaltsgemeinde" fest (Art. 3 lit. b und c RHG). Nach Art. 3 
lit. b RHG handelt es sich bei der Niederlassungsgemeinde um die Gemeinde, in der sich eine 
Person in der Absicht dauernden Verbleibens aufhält, um dort den Mittelpunkt ihres Lebens zu 
begründen, welcher für Dritte erkennbar sein muss. Eine Person wird in derjenigen Gemeinde 
als niedergelassen betrachtet, in der sie das erforderliche Dokument hinterlegt hat, wobei eine 
Person nur eine Niederlassungsgemeinde haben kann. Demgegenüber stellt die Aufenthalts-
gemeinde die Gemeinde dar, in der sich eine Person zu einem bestimmten Zweck ohne Absicht 
dauernden Verbleibens mindestens während dreier aufeinander folgender Monate oder dreier 
Monate innerhalb eines Jahres aufhält; der Aufenthalt zum Zweck des Besuchs einer Lehran-
stalt oder Schule und die Unterbringung einer Person in einer Erziehungs-, Versorgungs-, Heil- 
oder Strafanstalt begründen eine Aufenthaltsgemeinde (Art. 3 lit. c RHG). Der Kanton Basel-
Landschaft regelt die Registerfragen im Anmeldungs- und Registergesetz (ARG) vom 19. Juni 
2008, das gestützt auf die bundesrechtlichen Vorgaben des RHG am 1. Januar 2009 in Kraft 
trat. Nach § 2 Abs. 1 ARG ist die Einwohnergemeinde für die Führung des Einwohnerregisters 
zuständig. Personen, die für Niederlassung oder Aufenthalt in die Einwohnergemeinde zuzie-
hen, melden sich bei der Gemeindeverwaltung an (§ 4 Abs. 1 ARG). 
 
4.2 Die Frage der Niederlassung bezieht sich auf das polizeiliche Domizil. Davon zu unter-
scheiden sind der zivilrechtliche Wohnsitz und Spezialwohnsitze, z.B. das Steuerdomizil, der 
politische Wohnsitz, der Sozialleistungswohnsitz sowie andere Spezialwohnsitze mit eigenstän-
digen Anknüpfungspunkten (KARL SPÜHLER, Die Rechtsprechung zur polizeilichen Meldepflicht 
bei Niederlassung und Aufenthalt, in: ZBl 93/1992, S. 337 ff.). Der Entscheid über das polizeili-
che Domizil bedeutet lediglich, dass der Niederlassung kein administratives Hindernis entge-
gensteht (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], 
vom 8. August 2019 [810 18 309] E. 3.1). Die Bejahung der Niederlassung präjudiziert die Fra-
ge nach der Bestimmung der (Spezial-)Wohnsitze demnach nicht (SPÜHLER, a.a.O., S. 341). 
 
4.3 Hält sich eine Person regelmässig an mehreren Orten auf, bestimmt sich der Wohnsitz 
ihrer registerrechtlichen Niederlassung grundsätzlich nach denselben Anhaltspunkten wie der 
zivilrechtliche Wohnsitz nach Art. 23 Abs. 1 Teilsatz 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
(ZGB) vom 10. Dezember 1907. Nach dieser Bestimmung befindet sich der Wohnsitz einer Per-
son an dem Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält. Für die Begrün-
dung des zivilrechtlichen Wohnsitzes müssen folglich zwei Merkmale erfüllt sein: ein objektives 
äusseres, d.h. der Aufenthalt, sowie ein subjektives inneres, d.h. die Absicht dauernden Ver-
bleibens. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kommt es dabei nicht auf den inne-
ren Willen, sondern darauf an, welche Absicht objektiv erkennbar ist (BGE 136 II 405 E. 4.3; 
BGE 133 V 309 E. 3.1, jeweils mit weiteren Hinweisen). Massgebend ist demnach der Ort, wo 
sich der Mittelpunkt der Lebensbeziehungen befindet, was normalerweise am Wohnort – dem 

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Ort, wo man schläft – der Fall ist. Die nach aussen erkennbare Absicht muss sodann auf einen 
dauernden Aufenthalt gerichtet sein. Auch ein von vornherein bloss vorübergehender Aufenthalt 
kann einen Wohnsitz begründen, sofern er auf eine bestimmte Dauer angelegt ist und der Le-
bensmittelpunkt dorthin verlegt wird. Als Mindestdauer wird üblicherweise ein Jahr postuliert. 
Die Absicht, einen Ort später (aufgrund veränderter, nicht mit Bestimmtheit vorauszusehender 
Umstände) wieder zu verlassen, schliesst eine Wohnsitzbegründung nicht aus (BGE 143 II 233 
E. 2.5.2). Die Absicht dauernden Verweilens muss lediglich im Zeitpunkt der Begründung eines 
Wohnsitzes vorgelegen haben (DANIEL STAEHELIN, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 6. Aufl., Basel 2018 [BSK ZGB I], N 5 ff. zu Art. 23 ZGB). 
 
4.4 Massgebendes Kriterium ist grundsätzlich in beiden Fällen (Registerwohnsitz und zivil-
rechtlicher Wohnsitz) die Absicht des dauernden Verbleibens respektive der Mittelpunkt der 
Lebensbeziehungen. Die Anmeldung zwecks Niederlassung hat somit am Ort zu erfolgen, zu 
dem die engsten Beziehungen bestehen, wofür objektive Merkmale und nicht die subjektive 
Verbundenheit mit einem Ort massgeblich sind. Sowohl die Absicht des dauernden Verbleibens 
an einem Ort wie auch der Lebensmittelpunkt einer Person müssen sich dabei durch feststell-
bare Sachverhalte erhärten lassen (Urteil des Verwaltungsgerichts St. Gallen vom 10. Juni 
2021 [B 2021/21] E. 2.2; Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich vom 22. September 2011 
[VB.2011.00362] E. 2.2, jeweils mit weiteren Hinweisen). Dabei lässt sich im Allgemeinen kein 
strikter Beweis erbringen, sodass eine Abwägung aufgrund von Indizien zu erfolgen hat. Dies 
erfordert eine sorgfältige Berücksichtigung und Gewichtung sämtlicher Berufs-, Familien- und 
Lebensumstände (Urteile des Bundesgerichts 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.4.2; 
2C_646/2007 vom 7. Mai 2008 E. 4.3.3). Auf die bloss geäusserten Wünsche der betreffenden 
Person oder die gefühlsmässige Bevorzugung eines Ortes kommt es nicht an, ist der Wohnsitz 
doch insofern nicht frei wählbar (BGE 125 I 54 E. 2). 
 
4.5 Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf die steuerrechtliche Sichtweise zur Aus-
legung der registerrechtlichen Begriffe zwar beigezogen, aber nicht unkritisch übernommen 
werden. Auch wenn sich die Begriffe gemäss Art. 3 lit. b und c RHG grammatikalisch an Art. 23 
ZGB und die Praxis hierzu anlehnen (BBl 2006 S. 457 Ziff. 2.2), darf nicht vergessen werden, 
dass das ZGB und RHG unterschiedlichen Zwecken dienen (Urteile des Bundesgerichts 
2C_919/2011 vom 9. Februar 2012 E. 3.2; 2C_599/2011 vom 13. Dezember 2011 E. 2.4; 
2C_478/2008 vom 23. September 2008 E. 3.5). Auch im Verhältnis zwischen Register- und 
Steuerrecht ist grundsätzlich zu differenzieren, wobei die Nähe zwischen diesen Rechtsgebie-
ten wohl grösser ist als jene des Registerrechts gegenüber dem ZGB. Im Rechtsalltag hängen 
Register- und Steuerrecht nicht belanglos zusammen, indem die registerrechtliche Behandlung 
für steuerliche Zwecke immerhin den Charakter eines Indizes, wenn auch nicht eines entschei-
denden, hat. Es ist damit jedenfalls nicht willkürlich, die Registerfrage im konkreten Fall anhand 
der steuerrechtlichen Kriterien zu beantworten, zumal die steuerrechtlichen Kriterien präziser 
gefasst sind als die Legaldefinitionen des RHG (Urteil des Bundesgerichts 2C_919/2011 vom 
9. Februar 2012 E. 3.2). 
 
4.6 Gemäss konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 127 Abs. 3 der Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 sowie Art. 3 

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Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 
Gemeinden (Steuerharmonisierungsgesetz; StHG) vom 14. Dezember 1990 bzw. Art. 3 Abs. 2 
des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 gilt derje-
nige Ort als steuerrechtlicher Wohnsitz, an dem sich faktisch der Mittelpunkt der Lebensinteres-
sen befindet (BGE 138 II 300 E. 3.2; BGE 132 I 29 E. 4.1; BGE 125 I 54 E. 2). Dem Ort, wo die 
Schriften hinterlegt sind oder die politischen Rechte ausgeübt werden, kommt keine relevante 
Bedeutung zu, denn dabei handelt es sich lediglich um äussere Merkmale, die ein Indiz für den 
steuerrechtlichen Wohnsitz bilden können, falls auch das übrige Verhalten der Person dafür-
spricht (Urteil des Bundesgerichts 2C_533/2018 vom 30. Oktober 2019 E. 2.2.2 mit weiteren 
Hinweisen). Wenn sich eine Person abwechslungsweise an zwei oder mehreren Orten aufhält, 
ist darauf abzustellen, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält (BGE 132 I 29 
E. 4.2). Bei der Beurteilung sind namentlich der gewöhnliche Aufenthalt und der Schwerpunkt 
der persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Beziehungen, der Zivilstand und die Famili-
enverhältnisse (Heirat und Konkubinat), die regelmässige Heimkehr, das Alter, die Art der Er-
werbstätigkeit (selbständige oder unselbständige berufliche Aktivität), die Dauer und der Zweck 
des Aufenthalts (Dauer- oder temporärer Aufenthalt, z.B. zwecks Ausbildung) sowie die Wohn-
verhältnisse an den jeweiligen Orten (eigenes Haus, Wohnung mit eigenen oder fremden Mö-
beln, Hotelaufenthalt) zu berücksichtigen (MARTIN ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER, in: Zweifel/Beusch/
Matteotti [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Internationales Steuerrecht, 
Basel 2015, N 41 zu Art. 4). 
 
4.7 In Bezug auf die Beweisführung sind folgende Grundsätze massgebend: Die bundesge-
richtliche Praxis hat für die steuerpflichtigen Personen der Wochenaufenthalterinnen und Wo-
chenaufenthalter typische Fallkonstellationen entwickelt. Zunächst gilt die natürliche Vermu-
tung, wonach der Wohnsitz von unselbständig erwerbenden Personen an demjenigen Ort liegt, 
von dem aus sie für längere oder unbestimmte Zeit der täglichen Erwerbstätigkeit nachgehen 
(BGE 123 I 289 E. 2b). Bei einer verheirateten, im Erwerbsleben stehenden Person mit Bezie-
hungen zu mehreren Orten werden die persönlichen und familiären Kontakte zum Familienort 
hingegen regelmässig höher gewichtet als jene zum Arbeitsort. Dies ist zumindest der Fall, so-
weit die betreffende Person unselbständig erwerbstätig ist und keine leitende Stellung innehat 
(BGE 132 I 29 E. 4.2). Als Arbeitsort gilt jener Ort, von dem aus die Person täglich zur Arbeit 
geht. Diese Kriterien gelten in der Regel bei einer unverheirateten Person, die sowohl zum Ar-
beits- wie zum Familienort Beziehungen unterhält. Als Familie gelten hierbei die Eltern und Ge-
schwister (BGE 113 Ia 465 E. 4b). Da die Bindung zur elterlichen Familie gemeinhin aber locke-
rer ausfällt als jene unter Ehegatten, stellt die Praxis erhöhte Anforderungen (Urteile des Bun-
desgerichts 2C_296/2018 vom 6. Juni 2018 E. 2.2.2; 2C_580/2017 vom 16. März 2018 E. 4.2; 
RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., Zürich 2016, N 26 zu 
Art. 3 DBG). Selbst wenn ledige Steuerpflichtige allwöchentlich zu den Eltern oder Geschwis-
tern zurückkehren, können die Beziehungen zum Arbeitsort überwiegen. Dies ist beispielsweise 
der Fall, wenn sie sich am Arbeitsort eine Wohnung eingerichtet haben oder dort über einen 
besonderen Freundes- und Bekanntenkreis verfügen. Zu berücksichtigen sind in diesem Zu-
sammenhang weiter die Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie das Alter der steuerpflichtigen 
Person. Die Beziehungen unverheirateter Personen zum Arbeitsort treten praxisgemäss in den 
Vordergrund, wenn die Person das dreissigste Altersjahr überschritten hat oder sich seit mehr 

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als fünf Jahren ununterbrochen am selben auswärtigen Ort aufhält. Liegt immerhin eines der 
beiden Kriterien vor, begründet dies die natürliche Vermutung, der Lebensmittelpunkt befinde 
sich am Ort der Erwerbstätigkeit bzw. des Wochenaufenthalts. Die Vermutung kann dadurch 
entkräftet werden, dass die unverheiratete Person regelmässig, d.h. mindestens einmal pro 
Woche, an den Ort der Familie heimkehrt, mit welcher sie besonders eng verbunden ist und wo 
sie andere persönliche und gesellschaftliche Beziehungen pflegt. Gelingt ihr der Nachweis sol-
cher familiärer, privater und gesellschaftlicher Beziehungen zum Familienort, hat der Kanton 
des Arbeits- oder Wochenaufenthaltsortes nachzuweisen, dass die Person die gewichtigeren 
wirtschaftlichen sowie gegebenenfalls persönlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zu die-
sem Ort unterhält (Urteile des Bundesgerichts 2C_296/2018 vom 6. Juni 2018 E. 2.2.3; 
2C_270/2012 vom 1. Dezember 2012 E. 2.5; 2C_26/2012 vom 8. Mai 2012 E. 3.3.1; 
2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.2 f.; 2C_892/2008 vom 2. Dezember 2009 E. 2.1 f.; 
vgl. BGE 125 I 54 E. 3a mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Der Regierungsrat legte die rechtlichen Grundlagen, die zum steuerrechtlichen Wohnsitz 
entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts sowie den zugrundeliegenden Sachverhalt im 
Wesentlichen korrekt dar. Er zog daraus den Schluss, die äusserlich wahrnehmbaren Lebens-
umstände sprächen für einen Lebensmittelpunkt in B.____. Es sei dem Beschwerdeführer nicht 
gelungen, eine stärkere Verbindung zu D.____ als zu B.____ nachzuweisen. Ungeachtet des-
sen, dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen nicht verheiratet sei, seien familiäre Be-
ziehungen in D.____ weder dargetan noch ersichtlich. Eine Eigentumswohnung, eine rein pas-
sive Vereinsmitgliedschaft, ein gutes Nachbarschaftsverhältnis sowie das Gemeindebürgerrecht 
in D.____ begründeten keine besondere Verbundenheit zu D.____. Die freundschaftlichen Be-
ziehungen reichten weiter nicht aus, um der Bindung zu D.____ ein höheres Gewicht zu verlei-
hen, zumal nicht erkennbar sei, wo diese gepflegt würden. Die Indizien, welche für einen Le-
bensmittelpunkt in D.____ sprächen, würden die natürliche Vermutung, wonach sich der Le-
bensmittelpunkt des Beschwerdeführers am Wochenaufenthaltsort in B.____ befinde, nicht um-
zustossen vermögen. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer wendet demgegenüber ein, sein Zivilstand resultiere aus seiner 
Berufung, zudem lebten keine Verwandte in der Schweiz. Demzufolge komme seinen Bezie-
hungen innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises in D.____ das gleiche Gewicht wie fa-
miliären oder ehelichen Beziehungen zu. Die Befristung des Arbeitsverhältnisses in E.____ so-
wie seine Eigentumswohnung in D.____ sprächen schliesslich gegen die Absicht des dauern-
den Verbleibes in B.____. 
 
5.3 Bis anhin hatte der Beschwerdeführer seinen zivil-, register- und steuerrechtlichen 
Wohnsitz in der Gemeinde D.____, wo er seit seiner Einreise in die Schweiz gelebt hat. Seit 
dem Jahr 2007 wohnt er dort in einer Eigentumswohnung (vgl. Schreiben der Stockwerkeigen-
tümergemeinschaft vom 20. August 2019). Am 23. Oktober 2017 trat er eine bis zum 31. Juli 
2022 befristete Arbeitsstelle in einem 100%-Pensum als Pfarrer in E.____ an (Besoldungsver-
trag vom 26. Oktober 2017). Am 16. November 2017 bezog er eine Mietwohnung in B.____, 
von wo er aus zu seinem Arbeitsort gelangt. Seine freien Arbeitstage verbringt er nach eigener 
Aussage jeweils in D.____ (vgl. Schreiben des Beschwerdeführers vom 5. Juni 2019; Be-

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schwerde vom 27. Januar 2020; Beschwerde vom 30. September 2020). Somit hält sich der 
Beschwerdeführer regelmässig an zwei verschiedenen Orten (Wochenaufenthalts- und Frei-
zeitort) auf. Für die Bestimmung der Niederlassungsgemeinde nach Art. 3 lit. b RHG ist folglich 
zu beurteilen, zu welchem dieser Orte der Beschwerdeführer die engeren Beziehungen auf-
weist. 
 
5.4. Im fraglichen Zeitpunkt der Anmeldung als Wochenaufenthalter Mitte November 2017 
war der ledige und mit einem 100%-Pensum unselbständig erwerbstätige Beschwerdeführer 53 
Jahre alt. Er mietete in B.____ eine 2-Zimmer-Wohnung (Mietvertrag vom 20. Oktober 2017), 
von wo aus er an seinen Arbeitsort gelangte. Aus diesen Grundsätzen und in Übereinstimmung 
mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ergibt sich zunächst, wie der Regierungsrat zu 
Recht festgestellt hat, grundsätzlich eine natürliche Vermutung für den Lebensmittelpunkt des 
Beschwerdeführers in B.____ (vgl. hierzu E. 4.7). Bei dieser Sachlage liegt es daher am Be-
schwerdeführer, eine tiefere Verbundenheit zu D.____ nachzuweisen. 
 
5.5.1 Hinsichtlich der Beweiswürdigung gilt Folgendes: Bei der natürlichen Vermutung wird 
aufgrund von Indizien mittels Wahrscheinlichkeitsüberlegungen und aufgrund der Lebenserfah-
rung auf eine nicht direkt bewiesene Tatsache geschlossen, welche die Behörde als wahr ver-
muten und ohne weitere Abklärungen ihrem Entscheid zugrunde legen darf. Es geht dabei nicht 
um die Frage, ob sich eine rechtserhebliche Tatsache verwirklicht hat oder nicht, sondern ledig-
lich darum, ob eine beweismässige Abklärung vorzunehmen ist. Infolgedessen muss die Ver-
mutung bereits dann als entkräftet gelten, wenn der Gegenbeweis erbracht wird (vgl. bereits 
MAX KUMMER, in: Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Einleitung und Perso-
nenrecht, Einleitung Artikel 1-9 ZGB, Bern 1962, N 363 zu Art. 8 ZGB), d.h. beweismässige 
Anhaltspunkte erstellt sind, welche begründete Zweifel an der Richtigkeit des Hauptbeweises, 
also der natürlichen Vermutung, erbringen (vgl. KUMMER, a.a.O., N 107 zu Art. 8 ZGB). Daraus 
ergibt sich, dass beim Vorliegen von Anhaltspunkten, welche gegen die vermutete Tatsache 
sprechen, diese näher zu prüfen und zu gewichten sind. Es geht dabei darum, festzustellen, ob 
die gegen die natürliche Vermutung vorgebrachten Anhaltspunkte überzeugen und stärker sind 
als die natürliche Vermutung (vgl. weitergehend ZWEIFEL/CASANOVA/BEUSCH/HUNZIKER, 
Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, 2. Aufl., Zürich 2018, S. 156). Dabei 
kann generell kein klarer Beweis geführt werden, sondern es ist aufgrund von Indizien eine Ge-
wichtung vorzunehmen. Die Prüfung darf sich deshalb nicht auf eine schematische oder isolier-
te Betrachtung einzelner Merkmale beschränken, sondern es ist eine sorgfältige Berücksichti-
gung und Gewichtung sämtlicher Berufs-, Familien- und Lebensumstände notwendig (vgl. Urtei-
le des Bundesgerichts 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.4; 2C_646/2007 vom 7. Mai 
2008 E. 4.3.3). 
 
5.5.2 Betreffend die natürliche Vermutung des Hauptsteuerdomizils einer ledigen Person an 
dem Ort, an dem sie sich während der Woche aufhält, um von dort aus zur Arbeit zu gehen, 
bedeutet dies, dass die Zerstörung dieser Vermutung nicht den lückenlosen Nachweis klar defi-
nierter abweichender Indizien voraussetzt. Zwar ist aus Praktikabilitätsüberlegungen ein gewis-
ser Schematismus im Sinne einer Neigung, bei unklar gebliebenen Verhältnissen zugunsten der 
Vermutung zu entscheiden, unvermeidlich. Trotzdem muss es genügen, wenn Anhaltspunkte 

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für den Wochenendwohnort in einer Weise nachgewiesen werden, die so gewichtig und über-
zeugend sind, dass sie geeignet sind, die Domizilvermutung zu entkräften (Urteil des Bundes-
gerichts 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.4; etwas unklar diesbezüglich wohl 
2C_809/2008 vom 6. August 2009 E. 3.2 und 2C_748/2008 vom 19. März 2009 E. 3.2 sowie 
weitere dort zitierte Urteile). 
 
5.5.3 Dies zeigt sich ohne weiteres, wenn die Situation lediger Steuerpflichtiger betrachtet 
wird, die keine nahen Familienangehörigen mehr haben. Solche begründen zwar nur aus-
nahmsweise dort ein Domizil, wo sie sich in ihrer Freizeit aufhalten, weshalb in einem derarti-
gen Fall die natürliche Vermutung des Wohnsitzes am Wochenwohnort greift. Immerhin ist zu 
beachten, dass die Vermutung umso mehr Gewicht erhält, je älter eine Person ist und je länger 
das Auseinanderfallen von Wochenaufenthaltsort und zweitem Wohnort angedauert hat. So ist 
bei einem ledigen Fünfzigjährigen, der seit langer Zeit am selben Ort wohnt, von dem aus er der 
Arbeit nachgeht, ein blosser Wochenaufenthaltsort, wie er vor allem bei Studenten und 
Stagiaires vorkommt, nur mit grosser Zurückhaltung anzunehmen. Auch in diesem Falle muss 
es dem Betroffenen jedoch möglich sein, mittels gewichtiger Indizien die Vermutung des Wohn-
sitzes am Wochenaufenthaltsort zu entkräften und Indizien für den Wochenendaufenthaltsort in 
ausreichender Qualität nachzuweisen, so dass in der Folge die Steuerbehörde ihrerseits Um-
stände, welche für die Annahme des Lebensmittelpunktes am Wochenaufenthaltsort sprechen, 
aufzuzeigen hat (Urteil des Bundesgerichts 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.4). 
 
5.6 Indem der Regierungsrat bei der Prüfung des Gegenbeweises den Schwerpunkt auf 
einzelne für den Beschwerdeführer ungünstige Indizien setzte, verkannte er, dass – wie er 
selbst im Beschluss Nr. 2020-1260 vom 15. September 2020 in E. 9.2 darlegte – keine schema-
tische oder isolierte Betrachtung einzelner Merkmale erfolgen darf (vgl. hierzu E. 5.5.1). Dies 
übersah der Regierungsrat, wenn er feststellte, dem Beschwerdeführer sei es (hauptsächlich) 
deshalb nicht gelungen, die natürliche Vermutung seines Lebensmittelpunktes in B.____ umzu-
stossen, weil er (in der Schweiz) keine besonderen familiären Beziehungen pflege, ledig sei und 
keine sonstige intensive Beziehung zu D.____ nachweisen könne. Unter Berücksichtigung der 
Umstände, dass dem Beschwerdeführer infolge seiner Berufung eine Änderung des Zivilstan-
des verwehrt ist und seine gesamte Verwandtschaft im Ausland lebt, drängt sich die Frage auf, 
inwiefern es dem Beschwerdeführer bei lückenloser Anwendung der bundesgerichtlich entwi-
ckelten Kriterien zum steuerrechtlichen Wohnsitz überhaupt möglich sein kann, den erforderli-
chen Gegenbeweis zu erbringen. Der Regierungsrat hätte bei dieser besonderen Sachlage die 
weiteren Indizien nicht unbeachtet lassen dürfen, sondern hätte diese ebenso berücksichtigen 
müssen. Um dem vorliegenden Einzelfall gerecht zu werden, sind die besagten Kriterien des 
Zivilstandes und der familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers folglich zu relativieren. 
 
5.7 Zu prüfen ist somit, ob die vom Beschwerdeführer vorgebrachten (weiteren) Anhalts-
punkte begründete Zweifel an der Richtigkeit der natürlichen Vermutung – des Lebensmittel-
punktes in B.____ – zu erbringen vermögen. 
 
5.7.1 Einleitend ist festzuhalten, dass – in Übereinstimmung mit dem Regierungsrat – auf-
grund der Befristung des Arbeitsverhältnisses bis zum 31. Juli 2022 (Besoldungsvertrag vom 

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26. Oktober 2017) die nach aussen erkennbare Absicht des Beschwerdeführers nicht auf einen 
dauernden Aufenthalt in B.____ ausgerichtet ist. Demnach ist zu beurteilen, wo sich nach den 
äusserlich wahrnehmbaren Lebensumständen der Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers 
befindet. 
 
5.7.2 Mit Anmeldung zum Wochenaufenthalt vom 13. November 2017 gab der Beschwerde-
führer gegenüber der Gemeinde B.____ namentlich an, "auswärts" (in D.____) soziale Bindun-
gen in Form von Nachbarschaft, gut ausgebautem Freundeskreis und einer Vereinsmitglied-
schaft zu haben sowie in D.____ demnächst das Bürgerrecht zu beantragen. Später merkte er 
an, dass eine frühzeitige Abmeldung in D.____ gravierende Folgen für das Verfahren seines 
Einbürgerungsgesuches haben könnte (Schreiben des Beschwerdeführers vom 21. Dezember 
2017). Ferner äusserte er, eine tägliche Rückkehr nach D.____ sei infolge seiner Arbeitszeiten 
zwar möglich, jedoch unzumutbar. Er halte sich von Sonntagabend bis Dienstagnachmittag und 
an seinen arbeitsfreien Tagen in D.____ auf (Schreiben des Beschwerdeführers vom 5. Juni 
2019). Die Abrechnungsdetails des Beschwerdeführers bei der Bank UBS vom 14. August 2019 
belegen im Zeitraum vom 15. Juli 2019 bis 14. August 2019 diverse Käufe im Kanton Zürich 
während seiner Freizeit. Dem undatierten Schreiben von F.____, Nachbarin des Beschwerde-
führers in D.____, vom August 2019 lässt sich entnehmen, dass er ein netter und zuvorkom-
mender Nachbar sei, er zu ihrem mittlerweile verstorbenen Ehemann eine starke Freundschaft 
gepflegt habe und sie ihm nach wie vor nahegeblieben sei. Sie freue sich, ihn wöchentlich be-
grüssen zu dürfen. Die undatierte Mitteilung von G.____, Pfarrvikar der Römisch-katholischen 
Pfarrei "H.____" in I.____ (ZH), vom August 2019 lässt erkennen, dass er ein sehr guter Freund 
des Beschwerdeführers ist. Er helfe ihm seit 2017, sich mit den schweizerischen Gepflogenhei-
ten vertraut zu machen. So habe er ihm namentlich bei einer Operation im August 2018 Bei-
stand geleistet und sei ihm nach wie vor behilflich. Er treffe ihn jede Woche an seinen arbeits-
freien Tagen, in der Regel montags und dienstags. Sodann ist der Beschwerdeführer Mitglied 
des Vereins "Museen D.____" (vgl. E-Mails vom 7. Mai 2018 und 26. August 2019). Er verfügt 
seit 2007 über eine 3.5-Zimmer-Eigentumswohnung, wobei er sich in der Eigentümergemein-
schaft bestens eingelebt habe und von allen sehr geschätzt werde (vgl. Eigentümerauskunft 
des Grundbuchamts J.____ vom 27. November 2012; Anmeldung des Beschwerdeführers zum 
Wochenaufenthalt vom 13. November 2017; Schreiben der Stockwerkeigentümergemeinschaft 
vom 20. August 2019; Schreiben des Beschwerdeführers vom 31. August 2020). Demgegen-
über wohnt er in B.____ in einer bescheidenen und spärlich möblierten 2-Zimmer-Mietwohnung 
(Mietvertrag vom 20. Oktober 2017; Schreiben des Beschwerdeführers vom 21. Dezember 
2017; Beschwerde vom 27. Januar 2020, Beschwerde vom 30. September 2020). Schliesslich 
war er von März 2020 bis Mai 2020 in D.____ infolge COVID-19 im Home-Office (Beschwerde 
vom 30. September 2020). 
 
5.7.3 Bei einer Würdigung der gesamten vorliegenden Sachumstände ergibt sich, dass der 
Arbeitsort bzw. der Wochenaufenthaltsort, jedenfalls mit der Zeit, an Bedeutung gewinnt und die 
Arbeit als solche in aller Regel den grössten Teil des Lebensinhalts ausmacht. Hierbei ist je-
doch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer als Pfarrer eine grosse Flexibilität aufzu-
weisen hat. So beinhaltet seine Diakonie Seelsorgegespräche, Hausbesuche, Sorge um die 
betagten Gläubigen, Kranken- und Spitalbesuche sowie die Begleitung von Angehörigen nach 

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einem Todesfall (Stellenbeschreibung/Pflichtenheft vom 10. November 2017 S. 2 lit. d), wobei 
er als Arbeitsbedingung erhöhte bis erhebliche Abweichungen von der normalen Arbeitszeit zu 
erfüllen hat (Anstellungs- und Besoldungsverordnung der röm. Kath. Landeskirche BL 
[ABO 2010] vom 10. August 2010 Anhang I A2). Angesichts dieser Besonderheiten erscheint 
das Anliegen des Beschwerdeführers, den zeitlichen Aufwand für die Zurücklegung des Ar-
beitswegs im zumutbaren Rahmen zu halten und in der Nähe seines Arbeitsorts über eine 
Übernachtungsmöglichkeit zu verfügen, von rein pragmatischer Natur. Ob es sich bei der Dauer 
des Arbeitswegs von D.____ nach E.____ von täglich etwa 2.5 Stunden mit dem Auto (Routen-
planer unter maps.google.ch) bzw. 3.5 bis vier Stunden mit dem öffentlichen Verkehr (Fahrplan 
unter sbb.ch) um eine aus zeitlichen Gründen tägliche zumutbare Rückkehr handelt, kann auf-
grund der nachfolgenden Ausführungen offenbleiben. Die Umstände, dass der Beschwerdefüh-
rer in D.____ einer Vereinstätigkeit nachgeht, dort seine Freizeit verbringt und seinen Freundes- 
und Kollegenkreis hat, sind – entgegen der Ansicht des Regierungsrats – nicht unerheblich, 
sondern stellen Elemente dar, welche für den Lebensmittelpunkt in D.____ sprechen. Dies wird 
auch dadurch verdeutlicht, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit in D.____ im Ho-
me-Office war. Der Regierungsrat berücksichtigte im Besonderen auch den Umstand zu wenig, 
dass der Beschwerdeführer in D.____ seit 13 Jahren über eine 3.5-Zimmer-Eigentumswohnung 
verfügt und diese nach wie vor bewohnt, währendem er in B.____ lediglich eine bescheidene 2-
Zimmer-Wohnung mietet. Dafür, dass der Beschwerdeführer zu Personen in B.____ engere 
Beziehungen pflegt, gibt es ferner keine konkreten Anhaltspunkte. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt 
nahe, dass der mittlerweile 57-jährige Beschwerdeführer sich in D.____ ein soziales Netz auf-
gebaut hat und sich in diesbezüglicher Hinsicht nicht vollumfänglich neu orientieren möchte. 
Nach dem Gesagten und in Relativierung der Kriterien des Zivilstandes und der familiären Ver-
hältnisse des Beschwerdeführers (vgl. hierzu E. 5.6) liegen mehrere gewichtige Umstände vor, 
welche den Schluss nahelegen, dass sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen des Beschwer-
deführers in D.____ befindet. 
 
6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten An-
haltspunkte begründete Zweifel an der Richtigkeit der natürlichen Vermutung des Lebensmittel-
punkts in B.____ erbringen. Deshalb ist davon auszugehen, dass sich der Mittelpunkt der Le-
bensinteressen und damit der Ort der Niederlassung des Beschwerdeführers am Freizeitort in 
D.____ befindet. Folglich ist die Beschwerde gutzuheissen und der Beschluss des Regierungs-
rats Nr. 1260 vom 15. September 2020 ist aufzuheben. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 2 VPO ist das Verfahren vor 
Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die 
Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass 
auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Verfahrens-
kosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- dem Regierungsrat aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. Die Parteikos-
ten sind wettzuschlagen. 
  

Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss des Regierungs-

rats des Kantons Basel-Landschaft Nr. 1260 vom 15. September 2020 
aufgehoben. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr 1'500.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. 
Der Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird dem Beschwer-
deführer zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.