# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac09f8f8-da57-53e1-a065-9067d699c394
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-07-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.07.2018 C-1580/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1580-2017_2018-07-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1580/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  J u l i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichter David Weiss, 

Gerichtsschreiber Lukas Schobinger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, Belgien,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Alters- und Hinterlassenenversicherung, Witwenrente,  

Einspracheentscheid vom 9. Februar 2017. 

 

 

 

C-1580/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die belgische Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Beschwer-

deführerin) (…) 1951 geboren wurde und in ihrer Heimat wohnhaft ist (Ak-

ten der Schweizerischen Ausgleichskasse SAK [nachfolgend: act.] 1, Seite 

3), 

dass die Beschwerdeführerin (…) 1974 eine Ehe mit dem belgischen 

Staatsangehörigen B._______ einging, der (…) 1951 geboren wurde (act. 

1),  

dass der Ehemann B._______ (…) 2015 starb (act. 1),  

dass der Antrag der Beschwerdeführerin auf eine Witwenrente der schwei-

zerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) am 22. Juli 2016 

bei der Schweizerischen Ausgleichskasse SAK (nachfolgend: Vorinstanz) 

einging (act. 1),  

dass eine Bescheinigung der C._______ AG (…) (soweit ersichtlich) vom 

13. Januar 2001 aktenkundig ist, wonach B._______ von August 1989 bis 

März 1993 bei ihr (…) angestellt war (act. 2, Seite 1, 10),  

dass die Vorinstanz das Rentengesuch mit Verfügung vom 9. August 2016 

abwies (act. 4),  

dass die Vorinstanz sinngemäss ausführte, die Abklärungen hätten erge-

ben, dass B._______ keine Einkommen angerechnet werden könnten, so-

dass die einjährige Mindestbeitragsdauer nicht erfüllt sei (act. 4),  

dass die Beschwerdeführerin am 9. September 2016 Einsprache erhob 

und weitere Angaben zu einem späteren Zeitpunkt in Aussicht stellte (act. 

5),  

dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit eingeschriebenem Brief 

vom 14. Dezember 2016 eine Frist von 20 Tagen eröffnete, um die Einspra-

che zu begründen und mit einem Rechtsbegehren zu versehen (act. 6), 

dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin zudem aufforderte, vorhan-

dene Belege beizubringen (act. 6),  

dass die Vorinstanz ausführte, ohne Gegenbericht werde sie eine „Nicht-

eintretensverfügung“ erlassen (act. 6),  

C-1580/2017 

Seite 3 

dass der eingeschriebene Brief der Vorinstanz vom 14. Dezember 2016 

der Beschwerdeführerin nachweislich am 20. Dezember 2016 zugestellt 

wurde (act. 7), 

dass eine Reaktion der Beschwerdeführerin ausblieb,  

dass die Vorinstanz mit Einspracheentscheid („Nichteintretensentscheid“) 

vom 9. Februar 2017 auf die Einsprache vom 9. September 2016 andro-

hungsgemäss nicht eintrat (act. 8),  

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe an die Vorinstanz vom 6. März 

2017 sinngemäss ausführte, sie habe keine weiteren Beweise gefunden; 

sie bzw. ihr Ehemann B._______ hätten ein Bankkonto bei der Bank 

C._______ (…) gehabt; sie habe den Brief nur teilweise verstanden; sie 

verstehe von der Angelegenheit nichts und müsse alles alleine machen; 

weil sie krank sei, habe es etwas länger gedauert; sie habe mit der Bank 

C._______ telefoniert, die ihr gegenüber bestätigt habe, dass es das Konto 

gegeben habe; die Bank C._______ würde immer noch über entspre-

chende Auszüge verfügen; die Vorinstanz könne bei der Bank C._______ 

nachfragen; sie sei gesundheitlich nicht in der Lage, weitere Schritte zu 

unternehmen (act. 9),  

dass die Vorinstanz die Eingabe vom 6. März 2017 mit Schreiben vom 

10. März 2017 der Zuständigkeit halber dem Bundesverwaltungsgericht 

übermittelte (BVGer act. 1),  

dass der Instruktionsrichter der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 

17. März 2017 Gelegenheit gab, innert fünf Tagen (ab Erhalt des Schrei-

bens) mitzuteilen, ob sie gegen den Einspracheentscheid („Nichteintreten-

sentscheid“) vom 9. Februar 2017 Beschwerde führen möchte oder nicht, 

und sie gegebenenfalls aufforderte, einen Antrag zu stellen und eine Be-

gründung zu formulieren (BVGer act. 2),  

dass die Beschwerdeführerin mit Eingaben vom 27. und 28. März 2017 

mitteilte, sie wolle eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 

9. Februar 2017 führen, und unter Beilage der (bereits aktenkundigen) Be-

scheinigung der C._______ AG (soweit ersichtlich) vom 13. Januar 2001 

und einer Karte der Bank C._______ für das Konto von B._______ eine 

weitere Abklärung der Angelegenheit beantragte (BVGer act. 6, 7),  

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 5. April 2017 beantragte, auf 

die Beschwerde sei nicht einzutreten (BVGer act. 10), 

C-1580/2017 

Seite 4 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern 

keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,  

dass die Schweizerischen Ausgleichskasse SAK als Vorinstanz gemäss 

Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat und vorliegend keine Ausnahme von der 

Zuständigkeit im Sinne von Art. 32 VGG auszumachen ist (vgl. Art. 85bis 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]),  

dass das Bundesverwaltungsgericht demnach zur Beurteilung der vorlie-

genden Beschwerde zuständig ist,  

dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes 

vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,  

dass die Eingabe vom 6. März 2017 unter Berücksichtigung der ergänzen-

den Eingaben vom 27. und 28. März 2017 als frist- und formgerechte Be-

schwerde gelten kann (Art. 60 ATSG; Art. 52 VwVG), zumal speziell bei 

Eingaben, die von juristischen Laien formuliert werden, in sprachlicher und 

formeller Hinsicht keine allzu strengen Anforderungen gestellt werden dür-

fen (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 120 Rz. 2.211, S. 123 Rz. 2.219),  

dass indessen das Gericht bei einer Beschwerde gegen einen Nichteintre-

tensentscheid, ungeachtet der Vorbringen der Beschwerdeführerin, zu prü-

fen und darüber zu entscheiden hat, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf 

das Leistungsbegehren eingetreten ist; der richterliche Entscheid in der 

Sache (Sachentscheid) hat in dieser besonderen verfahrensmässigen Si-

tuation den formellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere 

Instanz zum Gegenstand (BGE 116 V 266 Erw. 2a); dagegen hat sich das 

Gericht mit den materiellen Anträgen nicht zu befassen (BGE 123 V 335, 

121 V 159 Erw. 2b, 117 V 122 Erw. 1),  

dass die Vorinstanz insofern zu Recht mit Vernehmlassung vom 5. April 

2017 (BVGer act. 10) auf das Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-

gerichts C 258/01 vom 2. Juli 2003 hinweist,  

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C-1580/2017 

Seite 5 

dass auf die vorliegende Beschwerde mithin soweit nicht einzutreten ist, 

als darin Rechtsbegehren gestellt werden, die sich nicht mit der prozessu-

alen Frage des vorinstanzlichen Nichteintretensentscheids befassen,  

dass deshalb auf die beantragte weitere materielle Abklärung der Angele-

genheit nicht einzutreten ist,  

dass eine Einsprache ein Rechtsbegehren und eine Begründung enthalten 

muss (Art. 10 Abs. 1 ATSV [SR 830.11]),  

dass die Einsprache („Beschwerde“) vom 9. September 2016 dieser Vor-

gabe nicht genügte (act. 5) und die Beschwerdeführerin die in Aussicht ge-

stellten weiteren Angaben in der Folgezeit nicht vornahm,  

dass der Versicherer unter Androhung des Nichteintretens eine angemes-

sene Frist zur Behebung der Mängel ansetzt, wenn eine Einsprache den 

Anforderungen nicht genügt (Art. 10 Abs. 5 ATSV),  

dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit eingeschriebenem Brief 

vom 14. Dezember 2016 vorschriftsgemäss eine angemessene Frist von 

20 Tagen (ab Erhalt des Briefs) einräumte (act. 6),  

dass die Beschwerdeführerin bis zum Ablauf der Frist am 23. Januar 2017 

genügend Zeit hatte, um die Mängel der Einsprache zu beheben (vgl. zum 

Fristenstillstand vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar Art. 38 Abs. 

4 lit. c ATSG),  

dass die Beweislast für die fristwahrende Handlung bei der Beschwerde-

führerin liegt (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., 2015, Rz. 8 zu 

Art. 39), 

dass die Vorinstanz mit eingeschriebenem Brief vom 14. Dezember 2016 

explizit darauf hinwies, ohne fristgerechten Gegenbericht werde sie nach 

Art. 10 Abs. 5 ATSV gezwungen („gebunden“) sein, eine „Nichteintretens-

verfügung“ zu erlassen (act. 6),  

dass es die Beschwerdeführerin in der Folge gleichwohl unterliess, die 

Mängel der Einsprache innert der gesetzten angemessenen Nachfrist zu 

beheben, 

dass die Beschwerdeführerin, die sich auf Deutsch verständlich ausdrü-

cken kann, Verständnisprobleme bezüglich der vorinstanzlichen Schreiben 

und sinngemäss fehlende Unterstützung geltend machte (BVGer act. 1),  

C-1580/2017 

Seite 6 

dass es der Beschwerdeführerin indessen trotz ihrer (nicht näher bezeich-

neten) Krankheit zumutbar gewesen wäre, sich nach Erhalt der abschlägi-

gen Verfügung vom 9. August 2016 rechtzeitig geeignete Unterstützung zu 

besorgen oder die als notwendig erkennbare Interessenwahrung an einen 

fachkundigen Dritten zu übertragen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_ 

1060/2010 vom 23. Februar 2011 E. 2 mit Hinweisen),  

dass gegenteilige Indizien jedenfalls fehlen und von der Beschwerdeführe-

rin auch nicht geltend gemacht wurden, weshalb nicht davon ausgegangen 

werden kann, dass sie unverschuldeterweise davon abgehalten worden 

wäre, binnen Frist zu handeln (vgl. Art. 41 ATSG),  

dass die Vorinstanz mit Einspracheentscheid vom 9. Februar 2017 (als an-

gedrohte Säumnisfolge) mithin zu Recht nicht auf die (nicht formgültige) 

Einsprache vom 9. September 2016 eintrat (act. 5, 8),  

dass die Verfügung vom 9. August 2016 in Rechtskraft erwachsen ist und 

demnach kein Anspruch auf eine Rente der AHV besteht (act. 4),  

dass bei dieser Sach- und Rechtslage eine weitergehende materielle Be-

handlung der Streitsache ausser Betracht fällt,  

dass sich die Beschwerde vom 6. März 2017 als offensichtlich unbegründet 

erweist, weshalb sie im einzelrichterlichen Verfahren abzuweisen ist (Art. 

23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 3 AHVG), 

dass das vorliegende Beschwerdeverfahren für die Parteien kostenlos ist 

(Art. 85bis Abs. 2 AHVG), sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind,  

dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 1 und 3 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

  

C-1580/2017 

Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr.______; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Lukas Schobinger 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par-

tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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