# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7dc2c807-0ba3-53f3-8739-ecb19c5dceaf
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-11-07
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 07.11.2017 BV.2017.45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BV-2017-45_2017-11-07.pdf

## Full Text

Beschluss vom 7. November 2017 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiberin Inga Leonova  

   
 

Parteien 

  

A.,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BV.2017.45 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend „ESBK“) gegen 

A. wegen des Verdachts auf Widerhandlung gegen Art. 56 Abs. 1 des Bun-

desgesetzes über Glücksspiele und Spielbanken vom 18. Dezember 1998 

(Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) ein Verwaltungsstrafverfahren führt 

(act. 2.3);  

 

- die ESBK mit Verfügung vom 25. Oktober 2017 ein Tischgerät (inkl. Zubehör 

und Kasseninhalt von Fr. 20.--) beschlagnahmte, das vorgängig anlässlich 

einer polizeilichen Kontrolle in den Räumlichkeiten des Verein B. in Olten 

sichergestellt wurde (act. 2.3);  

 

- A. gegen die Beschlagnahmeverfügung beim Direktor der ESBK mit Schrei-

ben vom 27. Oktober 2017 Beschwerde einreichte (act. 1);  

 

- der Direktor der ESBK die Beschwerde von A. samt seiner Stellungnahme 

vom 2. November 2017 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

weiterleitete (act. 2).  

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- bei der Verfolgung von Widerhandlungen gegen das SBG das Bundesgesetz 

vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) zur 

Anwendung gelangt (Art. 57 Abs. 1 SBG);  

 

- gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit zusam-

menhängende Amtshandlungen bei der Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 26 Abs. 1 VStrR 

i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes über die Organisation der 

Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 [StBOG; SR 173.71]);  

 

- die Beschwerde innert drei Tagen, nachdem dem Beschwerdeführer von der 

Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, bei der zuständigen Behörde schriftlich 

mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen ist (Art. 28 Abs. 3 VStrR);  

 

- der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 27. Oktober 2017 lediglich aus-

führt, dass er beim Verein B. seit dem 31. Juli 2017 keine Funktionen mehr 

innehabe (act. 1);  

 

- 3 - 

 

 

 

- die Beschwerdeschrift vom 27. Oktober 2017 weder eine eigentliche Begrün-

dung noch ein Rechtsbegehren i.S.v. Art. 28 Abs. 3 VStrR enthält;  

 

- die Beschwerdeschrift daher – selbst unter Berücksichtigung des Umstan-

des, dass es sich beim Beschwerdeführer nicht um eine anwaltlich vertretene 

Partei handelt – den Mindestanforderungen von Art. 28 Abs. 3 VStrR klarer-

weise nicht genügt;  

 

- das VStrR für Beschwerden gegen Untersuchungshandlungen (Art. 26 ff. 

VStrR) keine Möglichkeit der Nachfristansetzung zur Verbesserung der Be-

schwerde – anders als zum Beispiel bei der Einsprache gegen den Strafbe-

scheid (Art. 64 ff. VStrR; v.a. Art. 68 Abs. 3 VStrR) – vorsieht (vgl. Beschlüsse 

des Bundesstrafgerichts BV.2015.8 vom 25. Juli 2015 und BV.2011.8 vom 

8. April 2011);  

 

- auf die vorliegende Beschwerde daher ohne Durchführung eines Schriften-

wechsels nicht einzutreten ist (vgl. Art. 82 VStrR i.V.m. Art. 390 Abs. 2 StPO 

e contrario); 

 

- die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG analog; TPF 2011 25 E. 3);  

 

- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 25 Abs. 4 

VStrR i.V.m. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des 

Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und 

Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]).  

 

- 4 - 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 7. November 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Eidgenössische Spielbankenkommission 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).