# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f70e71ca-0fdc-5cdb-a08b-9f5efd09f83a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.07.2020 720 19 269/152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-269-152_2020-07-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 2. Juli 2020 (720 19 269 / 152) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Voller Beweiswert einer versicherungsinternen Aktenbeurteilung. Korrekte Bemessung 

des Validen- und Invalideneinkommens sowie des Invaliditätsgrads. Der Anspruch auf 

eine halbe Invalidenrente wurde zu Recht befristet. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Daniela Bu-
ser 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Elisabeth Maier, Advokatin, Hauptstrasse 
104, 4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Die 1965 geborene A.____ ist als selbständige Coiffeuse tätig. Sie meldete sich im Mai 
2013 unter Hinweis auf eine Brustkrebserkrankung und eine damit einhergehende Entfernung 
der Lymphdrüsen zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. 
Mit Mitteilung vom 29. Mai 2013 wurde Kostengutsprache für einen Haarersatz erteilt. Im Rahmen 

 
 
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der Frühinterventionsmassnahmen zum Erhalt des Arbeitsplatzes übernahm die IV gemäss Mit-
teilung vom 22. Oktober 2013 zudem die Mietkosten für den Coiffeursalon von November 2013 
bis Februar 2014. Im Mai 2014 wurden die Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen und das 
Dossier zur Rentenprüfung überwiesen. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) nahm darauf-
hin die entsprechenden medizinischen und erwerbsmässigen Abklärungen vor und sprach der 
Versicherten nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 24. Juni 2019 eine 
halbe Rente ab dem 1. April 2014 zu. Da der Invaliditätsgrad ab dem 16. Januar 2016 weniger 
als 40 % betragen habe, wurde die Rente bis zum 30. April 2016 befristet. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Elisabeth Meier, am 
26. August 2019 Beschwerde am Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Sie beantragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 24. Juni 2019 seien ihr 
die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Ab-
klärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, 
die Arbeitsfähigkeit der Versicherten sei durch die Restfolgen der Karzinomerkrankung sowie de-
ren Behandlung, die seronegative Polyarthritis und die Schulterbeschwerden erheblich einge-
schränkt. Insbesondere sei der Bericht von PD Dr. med. B.____, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 16. August 2019 nicht gebührend berücksich-
tigt worden, zumal darin eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % in einer Verweistätigkeit attestiert wor-
den sei. In diesem Sinne könne auf die Aktenbeurteilung von Dr. med. C.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst 
(RAD), vom 4. Juli 2018 nicht abgestellt werden und der medizinische Sachverhalt erweise sich 
damit als ungenügend abgeklärt. Betreffend die Bemessung des Valideneinkommens sei anzu-
führen, dass die Versicherte vor der Erkrankung lediglich in einem Pensum zwischen 40 und 50 
% gearbeitet habe. Auch sei davon auszugehen, dass die Versicherte heute ohne gesundheitli-
che Einschränkungen in einem Angestelltenverhältnis mit einem Pensum von 100 % tätig sein 
würde, weshalb bei der Bemessung des Valideneinkommens ohnehin auf die Schweizerische 
Lohnstrukturerhebung (LSE) im Kompetenzniveau 3 abzustellen sei. Das durch die IV-Stelle er-
mittelte Invalideneinkommen werde als Basiswert nicht bestritten, dieses sei jedoch entsprechend 
der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % in einer Verweistätigkeit anzupassen. Infolge 
der besonderen Anforderungen an die Verweistätigkeit sei ausserdem ein leidensbedingter Ab-
zug von 15 % zu berücksichtigen. 
 
C. Mit verfahrensleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 3. September 2019 erging 
die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Verbeiständung mit 
Advokatin Elisabeth Meier. 
 
D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 15. November 2019 auf Abweisung der 
Beschwerde. Sie begründete ihren Antrag damit, dass der Aktenbeurteilung von Dr. C.____, 
RAD, vom 4. Juli 2018 voller Beweiswert zukomme. Betreffend das ermittelte Valideneinkommen 
anerkannte die IV-Stelle, dass die Versicherte vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit effektiv nicht in 
einem Vollzeitpensum erwerbstätig gewesen sei. Vielmehr habe sie in einem Pensum zwischen 

 
 
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60 und 70 % gearbeitet, was sich aus den Akten ergebe. Aufgrund der vollständigen Arbeitsfä-
higkeit in einer Verweistätigkeit sei das Invalideneinkommen nicht auf 60 % zu beschränken und 
ein leidensbedingter Abzug erweise sich als nicht gerechtfertigt. 
 
E. Mit Replik vom 31. Januar 2020 hielt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen an ihren 
Ausführungen in der Beschwerde vom 26. August 2019 fest.  
 
F. In der Duplik vom 28. Februar 2020 verwies die IV-Stelle im Wesentlichen auf die Ver-
nehmlassung vom 15. November 2019. Ergänzend führte sie an, dass auch dann kein rentenbe-
gründender Invaliditätsgrad resultiere, wenn auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des be-
handelnden Arztes PD Dr. B.____ abgestellt werde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde der 
Versicherten vom 26. August 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 

 
 
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Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Rente wird gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG nach dem Grad der Invalidität abgestuft. Bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf 
eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
2.4 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in 
fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beur-
teilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus-
geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-weise noch ver-
richtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-statten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

 
 
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Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 
125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Berich-
ten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-
geholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind 
aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfol-
gerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
  
4. Der strittigen Angelegenheit liegen diverse ärztliche Unterlagen zu Grunde, welche vom 
Gericht allesamt gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Berichte 
wiedergegeben werden, welche sich für den Entscheid als relevant erweisen. 
 
4.1 Mit Bericht vom 29. September 2015 (act. 72) erhob Dr. med. D.____, FMH Neurologie, 
die Diagnose von persistierenden Schulter- und Armschmerzen mit eingeschränkter Armabduk-
tion bei einem Verdacht auf eine traumatische Ruptur der Supraspinatussehne vor rund zwei 
Jahren sowie mit klinisch und gemäss Elektromyographie (EMG) diskreter Beeinträchtigung der 
oberen Plexusanteile im Bereich C5 rechts. Im Rahmen der MR-Arthrographie im Juni 2015 habe 
eine Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion der Sehnenstümpfe um etwa 4 cm und fort-
geschrittener Muskelatrophie des Musculus supraspinatus nachgewiesen werden können. Ret-
rospektiv könne ein Unfallereignis zu Beginn des Jahres 2013 für diese Verletzungen verantwort-
lich sein. Die aktuelle klinische Untersuchung habe gezeigt, dass eine Armabduktion nur bis 90° 
möglich sei, was gut mit dem radiologischen Befund korrespondiere. Eine exakte Kraftprüfung im 
rechten Arm und im Schulterbereich sei aufgrund von Schmerzen erschwert gewesen. Fraglich 
seien diskrete motorische Ausfälle im Bereich des C5 rechts (Musculus pectoralis und delto-
ideus). Die Kraft im Musculus infraspinatus sowie in den C6, C7 und C8 innervierten Muskeln sei 
voll erhalten. Die Sensibilität im Nervus musculocutaneus sei diskret vermindert. Gestützt auf den 
EMG-Bericht habe ein Entrapmentsyndrom der Nervi ulnaris, medianus, musculocutaneus oder 
der proximalen Leistungsblöcke weitgehend ausgeschlossen werden können. Das EMG habe 
deutliche chronische Denervationszeichen im Musculus supraspinatus gezeigt, wohingegen im 
Musculus deltoideus nur sehr diskrete, unspezifische Denervationszeichen erhoben werden 
konnten. In den Myotomen C6 (Musculus biceps brachii) sei der Befund normal. Zusammenfas-
send liege eine vorbestehende, traumatisch bedingte Läsion der Supraspinatussehne mit ent-
sprechender Muskelatrophie und chronischer Denervation des Musculus supraspinatus rechts 
vor, was die klinische Einschränkung der Armabduktion gut erkläre. Ob eine zusätzliche Läsion 
der Plexusanteile (C5) vorliege, sei klinisch und im EMG schwierig zu sagen. Die diskreten Be-
funde im EMG könnten auch durch eine verminderte Aktivität im Schultergürtelbereich gut erklärt 

 
 
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werden. Ansonsten hätten sich klinisch und im EMG keine Hinweise auf weitere Beeinträchtigun-
gen im mittleren und unteren Plexus brachialis Bereich (C6/C7 und C8 rechts) gezeigt. Ebenso 
wenig hätten Myokymien als Ausdruck einer Nervenläsion durch die Radiotherapie festgestellt 
werden können. Die als selbständige Coiffeuse tätige Versicherte sei durch den Ausfall des Mus-
culus supraspinatus sowie durch die muskulären Überlastungsbeschwerden im rechten Arm er-
heblich beeinträchtigt und könne das jetzige, bereits auf 50 % reduzierte Pensum knapp bewälti-
gen. 
 
4.2 Die Versicherte hat sich am 2. November 2015 einer angleichenden Mammaaugmenta-
tion rechts mit submuskulärer Silikonprothese unterzogen. Dr. med. E.____, FMH Plastische, Re-
konstruktive und Ästhetische Chirurgie, erhob im Bericht vom 8. Dezember 2015 (act. 102, S. 3) 
die Diagnose eines Status nach nodal-positivem, hormonsensitivem Mammakarzinom rechts. 
Weiter bestünden ein Status nach einer Mastektomie, einer axillären Lymphonodektomie und 
einer supramuskulären Expanderprothesenrekonstruktion rechts im April 2013, ein Status nach 
einer adjuvanten Radio- und Chemotherapie, einer Expanderentfernung sowie einer Rekonstruk-
tion der rechten Brust mit mikrovaskulärer DIEP-Lappenplasik am 16. April 2014 und ein Status 
nach einer Mamillen-/Areolen-Rekonstruktion rechts mit Vollhaut aus der rechten Leiste, einer 
Mastopexie links sowie einer Narbenkorrektur im Bereich des Bauches und der rechten Brust am 
17. November 2014. Ausserdem diagnostizierte er ein von Willebrand-Syndrom Typ I sowie ein 
Nikotinabusus. Im Bereich der rechten, rekonstruierten Brust habe eine Verbesserung festgestellt 
werden können. Die aktuell noch bestehenden Schmerzen sollten sich im Verlauf des nächsten 
Monats zurückbilden. 
 
4.3 Die Magnetresonanztherapie (MRT) der Mammae beidseits vom 14. März 2016 
(act. 102, S. 11 f.) habe wenig Flüssigkeit um die Prothese und eine caudale Lage gezeigt. Es 
bestünden reizlose Narbengewebe und Fettgewebsnekrosen. Anhalt für ein lokales Tumorrezidiv 
oder Zweitkarzinom der Gegenseite bestünden nicht.  
 
4.4 Im Bericht zur Aktenbeurteilung vom 30. März 2016 (act. 78) diagnostizierte Dr. C.____, 
RAD, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Rotatorenmanschettenruptur, welche zu Funk-
tionseinschränkungen der rechten Schulter führe, und ein Status nach einer Mastektomie und 
axillärer Lymphadenektomie rechts mit Folgeoperationen. Eine massgebliche und dauerhafte 
Einschränkung der vollen Beweglichkeit des rechten Armes liege nahe und sei auch nach erfolg-
reicher Behandlung mit eventueller Rekonstruktion der Rotatorenmanschette als bleibend einzu-
stufen. In der Tätigkeit als Coiffeuse bei naturgemäss repetitiven Belastungen der Schulterge-
lenke bis zur Horizontalen sei demzufolge eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von mindestens 
20 % zu erwarten. Hinzu kämen die narbigen Strukturen aufgrund der Tumorbehandlung. Eine 
Limitierung im Zusammenhang mit der Mamakarzinomerkrankung sowie deren Behandlung be-
stehe bereits seit April 2013. Von April 2013 bis März 2014 habe eine vollständige Arbeitsunfä-
higkeit in der angestammten Tätigkeit als Coiffeuse aufgrund der Therapien im Zusammenhang 
mit der Krebserkrankung bestanden. Ab April 2014 bestehe bis dato eine Einschränkung von 
50 % in der angestammten Tätigkeit. Dagegen bestehe versicherungsmedizinisch seit Mitte Ja-
nuar 2016 eine unlimitierte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Das Belastungsprofil 

 
 
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der Verweistätigkeit sollte dabei keine repetitiven Überkopfarbeiten sowie Arbeiten auf Horizon-
talebene umfassen. Arbeiten mit entspanntem Arm rechts oder auch PC-Tätigkeiten seien unli-
mitiert zumutbar. Dass sich die Versicherte auch in einer Verweistätigkeit wie etwa einer Büroar-
beit zu keiner höheren Arbeitsfähigkeit als 50 % in der Lage sehe, sei unter ergonomisch-funkti-
onellen Aspekten nicht zu begründen.  
 
4.5 Im Rahmen der radiologischen Untersuchung der Hände vom 21. August 2017 (act. 107, 
S. 3) erhob PD Dr. med. F.____, FMH Radiologie, den Befund von gut erhaltenen, einsehbaren, 
distalen und proximalen Interphalangealgelenken und keine Weichteilverkalkungen. Die Gelenk-
flächen seien glatt und wesentliche Erosionen könnten nicht nachgewiesen werden. Die Metakar-
pophalangealgelenke 1-5 seien beidseits frei einsehbar und der Carpus sei intakt. Auch zeige 
sich eine intakte Abbildung des Handgelenks beidseits. 
 
4.6 Anlässlich der Verlaufskontrolle imponierten Dr. D.____ gemäss den Ausführungen in 
seinem Bericht vom 12. September 2017 (act. 103) persistierende Schulter- und Armschmerzen 
rechts mit eingeschränkter Armabduktion infolge einer traumatischen Ruptur der Supraspinatus-
sehne sowie einem Status nach Radio- und Chemotherapie im April 2013 inklusive Mastektomie 
und axillärer Lymphadenektomie rechts bei invasiv duktalem Mammakarzinom im Jahr 2013. Die 
Versicherte habe über eine Verschlechterung der Schmerzproblematik trotz täglicher Einnahme 
von Analgetika und Physiotherapie inklusive Lymphdrainage berichtet, was sich auf ihre Tätigkeit 
als selbständige Coiffeuse zunehmend ungünstig auswirke. Unter der Arbeitsbelastung sei es zu 
zunehmenden ziehenden Schmerzen im Schulterbereich mit Ausstrahlung in den rechten Arm 
sowie teilweise in den Hals rechtsbetont und den Nacken gekommen. Wesentliche Befundände-
rungen hätten sich jedoch nicht gezeigt: Infolge der Supraspinatussehnenruptur sei die Armab-
duktion nach wie vor deutlich eingeschränkt. Die Muskeln, welche kompensatorisch durch diesen 
Ausfall mehr beansprucht würden (Schultergürtel, Nacken- und Halsmuskulatur), seien klinisch 
deutlich verhärtet, was die geschilderten Beschwerden gut erkläre. Eine Besserung sei aufgrund 
der Vorgeschichte der Versicherten und trotz adäquater medikamentöser und physikalischer The-
rapien nicht zu erwarten. 
 
4.7 Dr. med. G.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, erhob im Bericht 
vom 6. Oktober 2017 (act. 105) die Diagnosen einer seronegativen Polyarthritis, ein invasiv 
duktales Mammakarzinom rechts bei einem Status nach einer Mastektomie rechts, einer axillären 
Lymphadenektomie rechts, einer Mammarekonstruktion rechts mit DIEP-Lappenplastik (Deep In-
ferior Epigastric Perforator [DIEP]) im April 2017, ein mildes von Willebrand-Jürgens-Syndrom 
Typ I, ein Status nach oberer medianer Laparotomie bei perforiertem Ulcus ventriculi mit Wund-
infekt sowie einem Status nach einem Riss der Supraspinatussehne vor vier Jahren. Die Versi-
cherte leide unter Schmerzen in den Fingergelenken, insbesondere mit Schwellungen des Zei-
gefingers, einer Morgensteifigkeit von einer halben Stunde und Kraftverlust im Bereich der Hand 
rechtsbetont, wobei die Beschwerden vor einem Jahr begonnen hätten. Im Alltag habe sie zudem 
Probleme bei der Durchführung von Haushaltstätigkeiten, indem sie etwa Gläser und Flaschen 
nicht öffnen könne. Morgens bestünden zusätzlich Schmerzen in der linken Hüftregion und in den 
Sprunggelenken mit kurzzeitiger Steifigkeit von nur wenigen Minuten. In der Nacht leide sie zu-
dem an Schmerzen in den Fingergelenken. Die Ätiologie der seronegativen Polyarthritis der 

 
 
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Hände sei nicht eindeutig geklärt. Möglich sei eine Medikamentennebenwirkung durch die Be-
handlung des Mammakarzinoms mit Arimidex. Aufgrund des deutlichen Rückgangs der Be-
schwerden unter der Steroidstossbehandlung mit Prednison 25 mg über drei Tage sei nun eine 
rheumatologische Basisbehandlung geplant. 
 
4.8 Dr. C.____, RAD, führte anlässlich der Aktenbeurteilung vom 25. Oktober 2017 
(act. 108) aus, dass betreffend die onkologische Situation nach Mammakarzinom mit Folgeope-
rationen bislang kein Tumorrezidiv aufgetreten sei. Im Rahmen der Brustrekonstruktion sei am 
21. November 2016 ein Eingriff erfolgt, der sich aufgrund von postoperativen Komplikationen bis 
Januar 2017 hinzog. In der Nachkontrolle vom 3. Januar 2017 seien letztlich reizlose Wundver-
hältnisse beschrieben worden. Demzufolge könne vom 21. November 2016 bis 3. Januar 2017 
eine behandlungsbedingte volle Arbeitsunfähigkeit eingeräumt werden. Ab dem 4. Januar 2017 
bestehe jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit. Am 17. August 2017 sei ein weiterer operativer Eingriff 
erfolgt. Behandlungsbedingt könne eine vierwöchige Arbeitsunfähigkeit nachvollzogen werden. 
Die subjektiv geklagten Beschwerden der Versicherten am Bewegungsapparat seien spezialärzt-
lich umfassend abgeklärt worden. Betreffend die Schulterproblematik bzw. die eingeschränkte 
Funktion des rechten Armes seien im Rahmen der Verlaufskontrolle durch Dr. D.____ keine 
neuen Befunde erhoben worden. Die eingeschränkte Belastbarkeit als Coiffeuse sei nachvoll-
ziehbar und versicherungsmedizinisch bereits berücksichtigt worden. Indessen würden in einer 
entsprechend angepassten Tätigkeit keine Einschränkungen resultieren. Bezüglich der Schmer-
zen in den Fingern und den geschilderten Schwellungen hätten aus orthopädischer Sicht nur 
unspezifische Befunde bei radiologisch fehlenden degenerativen Veränderungen und einem aus-
drücklich guten Gelenkspiel objektiviert werden können. Zuletzt sei rheumatologisch eine sero-
negative Polyarthritis der Hände diagnostiziert worden, wobei die Ursache nicht eindeutig habe 
bestimmt werden können. Ein Gelenkbefall mit radiologisch nachweisbaren Erosionen habe nicht 
festgestellt werden können. Die Ergebnisse des Behandlungsversuches stünden noch aus.  
 
Ergänzend zur Stellungnahme vom 30. März 2016 sei im Rahmen der Zumutbarkeitsbeurteilung 
die seronegative Polyarthritis der Hände zu berücksichtigen. Das Zumutbarkeitsprofil sei folglich 
dahingehend zu ergänzen, als dass keine Tätigkeiten mit Nässe- und/oder Kälteexposition aus-
geübt werden sollten. Die Tätigkeit als Coiffeuse scheine nur noch in einem Pensum von maximal 
50 % zumutbar zu sein. Eine entsprechend angepasste Tätigkeit ohne besondere manuelle An-
forderungen sei dagegen nach wie vor unlimitiert zumutbar, zumal eine milde körperliche Betäti-
gung auch therapeutisch durchaus empfohlen werde. Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit umfasse 100 %.  
 
4.9 PD Dr. B.____ diagnostizierte im Bericht vom 28. Juni 2018 mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine transmurale retrahierte Supraspinatussehnenruptur der Schulter rechts. Ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhob er die Diagnose eines milden von Willebrand-Jürgens-
Syndroms Typ I, einen Status nach einem invasiv duktalen Mammakarzinom rechts sowie anam-
nestisch eine Arthritis der Hände beidseits. Die Versicherte habe sich nunmehr definitiv gegen 
einen operativen Eingriff im Bereich der Schulter entschieden. Sie mache sich grosse Sorgen, 
dass es im Falle einer Operation bei bekanntem von Willebrand-Jürgens-Syndrom Typ I zu Kom-
plikationen kommen könne. Leider würde die medikamentöse Therapie nicht ausreichen, um die 

 
 
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Beschwerden vollends zu lindern. Der medizinische Endzustand sei nun erreicht. Die Versicherte 
sei zu 60 % arbeitsunfähig. 
 
4.10 Mit Bericht vom 4. Juli 2018 (act. 123) hielt Dr. C.____, RAD, fest, dass sich die Versi-
cherte aufgrund möglicher Komplikationen und aufgrund einer zu erwartenden, längerdauernden 
Rekonvaleszenzzeit gegen einen operativen Eingriff an der Schulter entschieden habe. 
PD Dr. B.____ habe zwar eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 60 % attestiert, die 
aber wahrscheinlich auf die Tätigkeit als Coiffeuse und nicht auf eine angepasste Tätigkeit bezo-
gen sei. Schliesslich seien keine konkreten Befunde oder qualitative und quantitative Funktions-
einschränkungen vorgelegt worden, die auch in einer Verweistätigkeit eine massgebliche Limitie-
rung der Arbeitsfähigkeit begründen könnten. An der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 25. Ok-
tober 2017 werde deshalb festgehalten.  
 
4.11 PD Dr. B.____ erhob mit Bericht vom 16. August 2019 die Diagnose einer transmuralen 
retrahierten Supraspinatussehnenruptur der Schulter rechts, wobei die Schmerzsymptomatik seit 
Mitte Juli 2019 exazerbiert und eine Verschlechterung der Beweglichkeit eingetreten sei. Weiter 
diagnostizierte er eine Ellbogenkontusion mit protrahiertem Heilungsverlauf bei lokal intermittie-
render einschiessender Schmerzsymptomatik, ein Status nach einem invasiv duktalen 
Mammakarzinom rechts, ein mildes von Willebrand-Jürgens-Syndrom Typ I sowie anamnestisch 
eine Arthritis der Hände beidseits. Die Versicherte habe im Juni 2019 eine Kortisoninfiltration 
erhalten, wonach es zu einer deutlichen Symptomlinderung gekommen sei. Seit Mitte Juli 2019 
sei es nun zum Wiederauftreten der Beschwerdesymptomatik mit chronischen belastungsabhän-
gigen Schmerzen gekommen, welche sich insbesondere bei Überkopfarbeiten und beim Tragen 
leichter Lasten bemerkbar machten. Die Versicherte sei auf die tägliche Einnahme von Schmerz-
mitteln angewiesen. Unter regelmässiger Schmerzmedikation sei eine Erwerbstätigkeit als Coif-
feuse in einem Pensum von 40 % möglich. Einem operativen Eingriff gegenüber sei sie weiterhin 
skeptisch eingestellt und möchte diesen – sofern möglich – hinauszögern.  
 
Bei der Versicherten bestehe eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 60 % bei entsprechend ange-
passtem Jobprofil mit Vermeidung von Überkopfarbeiten, repetitiven Arbeiten, Vibrationen und 
Schlägen sowie unter Vermeidung des Lastenhebens mit mehr als fünf Kilogramm. 
  
5. Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob die IV-Stelle die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-
führerin korrekt festgestellt hat. 
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung der medizinisch zumutbaren Arbeitsfähig-
keit und der Frage eines Rentenanspruchs auf die Berichte von Dr. C.____, RAD, vom 30. März 
2016, 25. Oktober 2017 und 4. Juli 2018. Sie ging deshalb davon aus, dass von April 2013 bis 
März 2014 aufgrund der Brustkrebserkrankung und deren Behandlung eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Coiffeuse bestanden habe. Ab dem 1. April 2014 
bis dato bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in dieser Tätigkeit. In einer entsprechend ange-
passten Tätigkeit bestehe ab dem 16. Januar 2016 eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Die Schul-
terproblematik, insbesondere die eingeschränkte Funktion des rechten Armes, und die serone-

 
 
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gative Polyarthritis der Hände würden sich lediglich auf das Zumutbarkeitsprofil einer Verweistä-
tigkeit auswirken. Demzufolge seien repetitive Überkopftätigkeiten, Tätigkeiten auf Horizontal-
ebene sowie eine Nässe- und/oder Kälteexposition nicht mehr zumutbar. Die Beschwerdeführerin 
macht dagegen geltend, sie leide nach wie vor an den Restfolgen der Karzinomerkrankung bzw. 
deren Behandlung, einer seronegativen Polyarthritis und an Schulterbeschwerden, welche sie in 
ihrer Arbeitsfähigkeit einschränken würden.  
 
5.2 Aus den medizinischen Unterlagen geht hervor, dass bei der Versicherten im März 2013 
ein Mamakarzinom rechts diagnostiziert wurde. Eine Mastektomie sowie eine axilläre Lymphono-
dektomie rechts erfolgten schliesslich am 16. April 2013. In der Folge bestand eine vollumfängli-
che Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Coiffeuse, weshalb die IV-Stelle am 16. April 2013 die 
einjährige gesetzliche Wartezeit, während der die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit mindes-
tens 40 % betragen muss, eröffnete. Nach Ablauf des Wartejahres im April 2014 bestand eine 
50%-ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Ab dem 16. Januar 2016 schloss 
Dr. C.____, RAD, auf eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit. In Anbetracht 
der Ausführungen von Dr. E.____ im Bericht vom 8. Dezember 2015, wonach die Versicherte 
nach einer angleichenden Augmentation der rechten Brust mit submuskulärer Silikonprothese 
eine deutliche Verbesserung habe feststellen können und der Prognose, wonach sich die aktuell 
noch bestehenden Schmerzen innerhalb eines Monats zurückbilden würden, vermag die durch 
Dr. C.____ erhobene vollständige Arbeitsfähigkeit in einer entsprechend angepassten Tätigkeit 
zu überzeugen. Schliesslich zeigte auch das MRT vom 14. März 2016 reizlose Narbenverhält-
nisse und aus onkologischer Sicht keine Hinweise für ein lokales Tumorrezidiv oder Zweitkarzi-
nom der Gegenseite. Soweit sich die Versicherte im Verlauf weiteren operativen Eingriffen unter-
zog, ist anzuführen, dass lediglich kurzdauernde, behandlungsbedingte Arbeitsunfähigkeiten im 
Anschluss an eine Operation – wie etwa der Brustrekonstruktion im November 2016 – keinen 
Leistungsanspruch begründen können. Denn gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechte-
rung der Erwerbsfähigkeit nur dann relevant und wird entsprechend berücksichtigt, wenn sie ohne 
wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat, was vorliegend jeweils nicht mehr der Fall 
war.  
 
5.3 Die bestehenden somatischen Einschränkungen in Form einer eingeschränkten Schul-
terfunktion und einer seronegativen Polyarthritis wurden im Rahmen der Zumutbarkeitsbeurtei-
lung einer entsprechenden Verweistätigkeit berücksichtigt. Danach sind der Beschwerdeführerin 
repetitive Überkopftätigkeiten, Tätigkeiten auf der Horizontalebene sowie eine Nässe- und Kälte-
exposition nicht mehr zumutbar. Dieses Profil erweist sich insofern als schlüssig, als dass 
PD Dr. B.____ die Diagnose einer seronegativen Polyarthritis der Hände in seinem Bericht vom 
28. Juli 2018 als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beurteilte. Bereits im Rahmen der ra-
diologischen Untersuchung vom 21. August 2017 konnte PD Dr. F.____ keinen Gelenkbefall mit 
wesentlichen Erosionen der Hände nachweisen. Dr. G.____ führte darüber hinaus in ihrem Be-
richt vom 6. Oktober 2017 aus, dass die Ätiologie der seronegativen Polyarthritis nicht eindeutig 
geklärt sei. Im Rahmen einer Steroidstossbehandlung sei es jedoch zu einem deutlichen Rück-
gang der Beschwerden gekommen. Betreffend die Schulterproblematik hielt Dr. D.____ anläss-
lich der Verlaufskontrolle und mit Bericht vom 12. September 2017 fest, dass die Armabduktion 

 
 
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infolge der Supraspinatussehnenruptur nach wie vor deutlich eingeschränkt und es unter der Ar-
beitsbelastung zu zunehmenden ziehenden Schmerzen im Schulterbereich mit Ausstrahlung in 
den rechten Arm sowie teilweise in den Hals rechtsbetont und den Nacken gekommen sei. Die 
Muskeln, welche die Bewegungseinschränkungen kompensieren und dadurch vermehrt bean-
sprucht würden (Schultergürtel, Nacken- und Halsmuskulatur), seien klinisch deutlich verhärtet, 
was die geschilderten, zunehmenden Beschwerden der Versicherten gut erkläre. Wesentlichen 
Änderungen des medizinischen Befundes konnte er dagegen nicht erheben. Soweit sich die Be-
schwerdeführerin auf eine durch PD Dr. B.____ im Bericht vom 16. August 2019 erhobene, 
exazerbierte Schmerzsymptomatik beruft, ist anzuführen, dass im Vergleich zum Vorjahresbe-
richt vom 28. Juni 2018 keine wesentliche Befundänderung nachvollzogen werden kann. Auch 
hat die Versicherte im Juni 2019 eine Kortisoninfiltration erhalten, wobei sich die Symptome im 
Anschluss daran während mehrerer Wochen deutlich gelindert hätten. Nach den Ausführungen 
von PD Dr. B.____ im Bericht vom 16. August 2019 sei es nun seit Mitte Juli 2019 zu einem 
Wiederauftreten der Beschwerdesymptomatik gekommen. Betreffend die Ausübung einer Er-
werbstätigkeit attestierte PD Dr. B.____ im zuletzt erwähnten Bericht, dass eine 60%-ige Arbeits-
fähigkeit möglich wäre bei einem entsprechend angepassten Jobprofil mit Vermeidung von Über-
kopfarbeiten, dem Heben von Lasten mit mehr als fünf Kilogramm, repetitiven Arbeiten, Vibratio-
nen und Schlägen. Daraus leitet die Beschwerdeführerin eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
in einer Verweistätigkeit im Umfang von 40 % ab. Diesbezüglich ist anzuführen, dass sich betref-
fend die Schulterproblematik – wie vorstehend bereits erwähnt – keine wesentlichen Befundän-
derungen ergeben haben. Darüber hinaus werden die chronischen Schmerzen im Bereich der 
rechten Schulter durch PD Dr. B.____ als belastungsabhängig beschrieben. In diesem Sinne er-
weist sich eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit, also ohne die schmerzaus-
lösenden Belastungen, als durchaus plausibel. Auch ist in diesem Zusammenhang darauf hinzu-
weisen, dass sich die seronegative Polyarthritis – wie vorstehend erwähnt – nicht auf die Arbeits-
fähigkeit auswirkt. In Anbetracht der nachfolgenden Ausführungen, insbesondere Erwägung 8.2, 
kann letztlich jedoch offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin in einer Verweistätigkeit nunmehr 
zu 100 % oder lediglich zu 60 % arbeitsfähig ist. 
  
6. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen.  
 
6.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). Insoweit die fraglichen Er-
werbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe 

 
 
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der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungs-
werte miteinander zu vergleichen. 
 
6.2 Die IV-Stelle nahm in der angefochtenen Verfügung vom 24. Juni 2019 einen Einkom-
mensvergleich gemäss Art. 16 ATSG vor und ermittelte ab dem 16. April 2014 einen Invaliditäts-
grad von 50 %, wobei sie von einem Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 23'391.-- und einem 
Invalideneinkommen von Fr. 11'696.-- ausging. Ab dem 16. Januar 2016 errechnete sie einen 
Invaliditätsgrad von 0 % gestützt auf ein Valideneinkommen von Fr. 23'391.-- und ein Invaliden-
einkommen von Fr. 54'062.--.  
 
6.3 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde, wenn sie nicht invalid ge-
worden wäre (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2012, 8C_600/2012, E. 4.1.1). Die 
Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel von der 
Tätigkeit, welche die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübt hat, aus-
zugehen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1). Entschei-
dend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und 
nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Es geht um die Frage, was die versicherte Person 
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte. 
Dabei ist unter Umständen auch die berufliche Weiterentwicklung mitzuberücksichtigen, die eine 
versicherte Person normalerweise vollzogen hätte, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, 
dass die versicherte Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkom-
men tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Im Rahmen der erstmali-
gen Rentenzusprechung genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Person nicht, um 
eine nicht weiter konkretisierte berufliche Veränderung anzunehmen und das Valideneinkommen 
auf einen entsprechend angepassten Wert festzusetzen. Vielmehr muss die Absicht, beruflich 
weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte kundgetan worden sein (Urteil des Bundesge-
richts vom 14. April 2008, 8C_664/2007, E. 6.1). Im Übrigen besteht die Vermutung, dass die 
zuletzt ausgeübte Tätigkeit auch die künftige gewesen wäre. Ausnahmen davon müssen mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1).  
 
6.4 Nach ständiger Rechtsprechung kann das hypothetische Valideneinkommen Selbstän-
digerwerbender grundsätzlich auch anhand der IK-Einträge (und einer allfälligen Berücksichti-
gung der Nominallohnentwicklung) bestimmt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Januar 
2016, 9C_852/2015, E. 3.1 mit Hinweisen). Sowohl der versicherten Person als auch der IV-Stelle 
steht jedoch der Gegenbeweis offen, dass das tatsächlich erzielte (beitragspflichtige) Einkommen 
höher respektive tiefer ist als die verabgabten IK-Einkünfte (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Mai 
2016, 9C_658/2015, E. 5.1.1 mit Hinweisen). 
 
6.5 Begnügte sich die versicherte Person vor Invaliditätseintritt aus freien Stücken und aus 
invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, man-
gelnde Deutschkenntnisse) mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen, kommt eine Aufrech-
nung der bescheidenen Erwerbseinkünfte auf ein durchschnittliches Lohnniveau nicht in Betracht, 

 
 
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weil die IV als Versicherung gegen gesundheitlich bedingte Erwerbsunfähigkeit nur jenen Erwerb-
sausfall entschädigt, den die betroffene Person tatsächlich erleidet (Urteil des Bundesgerichts 
vom 24. März 2016, 9C_770/2015, E. 4.1.2; BGE 135 V 297, E. 5.1 jeweils mit Hinweisen; ULRICH 
MEYER/ MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a N. 
121 ff.). 
 
6.6 Die IV-Stelle stützte sich bei der Ermittlung des Valideneinkommens im vorliegenden 
Fall auf die IK-Einträge der Versicherten. Die Beschwerdeführerin konnte im Rahmen der er-
werbsmässigen Abklärungen lediglich die Geschäftsunterlagen der Jahre 2012 bis 2015 vorwei-
sen. Der IV-Stelle lagen somit die Unterlagen für drei volle Geschäftsjahre vor Beginn der Ar-
beitsunfähigkeit nicht vor, weshalb sie das Valideneinkommen nicht gestützt auf die Geschäfts-
unterlagen ermitteln konnte (act. 87, S. 13). Sie stellte in der Folge zu Recht auf die IK-Einträge 
der Versicherten ab und zog die Jahre 2006 bis 2012 zur Ermittlung des Valideneinkommens 
heran. Gemäss den IK-Einträgen hat die Versicherte in den letzten Jahren als selbständige Coif-
feuse folgende Einkommen erzielt: Fr. 21‘600.-- (2006), Fr. 16‘200.-- (2007), Fr. 22‘700.-- (2008), 
Fr. 17‘600.-- (2009), Fr. 31‘700.-- (2010), Fr. 31‘700.-- (2011), Fr. 16‘700.-- (2012). Daraus er-
rechnete die IV-Stelle ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 22‘600.--. 
 
6.7 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass sie das Einkommen von Fr. 22'600.--, entgegen 
der Auffassung der IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 24. Juni 2019, nicht in einem 
Vollzeitpensum erwirtschaftet habe. Vielmehr sei sie vor Eintritt der Gesundheitsbeschwerden in 
einem Pensum zwischen 40 % und 50 % erwerbstätig gewesen. Mit Vernehmlassung vom 
15. November 2019 anerkannte die IV-Stelle, dass es sich effektiv nicht um ein Vollzeitpensum 
gehandelt habe. Schliesslich habe die Versicherte in der IV-Anmeldung für den Bezug von Hilfs-
mitteln vom 17. Mai 2013 (act. 1, S. 3) angegeben, in einem Pensum von 60 % selbständig er-
werbstätig zu sein. Zudem kann dem Protokoll zum Triage-Gespräch vom 31. Juli 2013 (act. 24) 
ebenfalls entnommen werden, dass sie vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit in einem Pensum von 
60 % bis 70 % als Coiffeuse erwerbstätig war. Sie würde aus persönlichen Gründen nicht in ei-
nem Vollzeitpensum arbeiten, da sie sich um ihren Sohn kümmern möchte und diese Zeit mit ihm 
auch geniesse. Auch hoffe sie, dass sie ihren Betrieb behalten und ihr Arbeitspensum wieder auf 
60 % steigern könne. Die IV-Stelle anerkannte in der Folge, dass die Versicherte vor ihrer Er-
krankung in einem Pensum von 60 % bis 70 % gearbeitet hatte. Für die weiteren Berechnungen 
ging sie von einem durchschnittlichen 65%-Pensum aus. Dieser Auffassung ist mit Blick auf die 
vorstehenden Ausführungen zu folgen. Soweit die Beschwerdeführerin jedoch geltend macht, 
heute in einem Angestelltenverhältnis arbeitstätig zu sein, ist anzuführen, dass den Akten keine 
Anhaltspunkte für eine Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit entnommen werden können. 
Vielmehr hatte die Versicherte in den vergangenen Jahren in ihr Geschäft investiert, indem sie 
etwa Einrichtungsgegenstände anschaffte. Auch äusserte sie sich wiederholt dahingehend, dass 
sie weiterhin als selbständige Coiffeuse tätig sein möchte und dass sie sich nicht vorstellen 
könne, eine andere Tätigkeit auszuüben (act. 87, S. 19). Die Aufnahme einer unselbständigen 
Erwerbstätigkeit ist demnach nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, weshalb 
vorliegend auf die IK-Einträge und nicht auf einen Tabellenlohn abzustellen ist. Weitere Ausfüh-
rungen zum entsprechenden Kompetenzniveau erübrigen sich in diesem Zusammenhang. 

 
 
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6.8 In der Folge hat die IV-Stelle das gestützt auf die IK-Einträge ermittelte Einkommen in 
der Höhe von Fr. 22'600.-, welches mit einem Arbeitspensum von durchschnittlich 65 % erzielt 
worden war, auf ein Vollzeitpensum hochgerechnet. In einem Pensum von 100 % würde die Ver-
sicherte folglich ein Einkommen von Fr. 34'769.-- erwirtschaften. Unter Berücksichtigung einer 
Nominallohnentwicklung von 3.5 % errechnete die IV-Stelle daraus ein massgebliches Validen-
einkommen von Fr. 35’986.--. Diese Berechnung erweist sich als korrekt. Da das vorstehend er-
rechnete Einkommen deutlich unter einem entsprechenden Tabellenlohn liegt, macht die Be-
schwerdeführerin eine Parallelisierung der Einkommen geltend. Sie verkennt dabei jedoch, dass 
eine versicherte Person, die sich vor Eintritt der Invalidität aus freien Stücken mit einem unter-
durchschnittlichen Erwerbseinkommen begnügte, kein Anspruch auf Aufrechnung desselben auf 
ein durchschnittliches Lohnniveau hat (vgl. Erwägung 6.1.1 hiervor). Die Beschwerdeführerin 
muss sich folglich das tiefe Niveau der bisherigen Einkünfte entgegenhalten lassen. Eine Paral-
lelisierung ist nicht angezeigt. 
 
7.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 
Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der kumulativ besonders stabile 
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfä-
higkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte 
Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches, tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden-
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind für die Bemes-
sung des Invalideneinkommen die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 
(LSE) heranzuziehen (BGE 143 V 295 E. 2.2).  
 
7.2 Praxisgemäss sind von gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE erhobenen Werten ver-
schiedene Abzüge zulässig. Im Entscheid BGE 126 V 75 ff. hat das Bundesgericht seine Recht-
sprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, 
dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen 
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte 
Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/ Aufenthaltskategorie und Beschäf-
tigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist 
der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merk-
male letztlich aber auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Ein Abzug 
soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür 
bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer der genannten Merkmale ihre 
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter-
durchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der gesamthaft vorzunehmende Abzug 
stellt eine Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrol-
lierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt. 
 

 
 
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7.3 Für den Zeitraum ab dem 16. April 2014 ermittelte die IV-Stelle einen IV-Grad von 50 %. 
Unter Berücksichtigung des durch die IV-Stelle im Rahmen der Vernehmlassung anerkannten 
Valideneinkommens im Betrag von Fr. 35'986.-- und entsprechender Neuberechnung des Invali-
deneinkommens ergibt sich keine Änderung desselben. Der für den vorstehend erwähnten Zeit-
raum ermittelt IV-Grad von 50 % ist damit nicht zu beanstanden. 
 
7.4.1 Zur Ermittlung des massgebenden Invalideneinkommens für den Zeitraum ab dem 
16. Januar 2016 stellte die IV-Stelle auf einen Tabellenlohn ab, da die Versicherte in einer Ver-
weistätigkeit arbeitsfähig war und bislang noch keine dem Zumutbarkeitsprofil entsprechende Ar-
beit aufgenommen hatte. Als Grundlage wurde die LSE 2014, Tabelle TA1, Privater Sektor, Kom-
petenzniveau 1, Total der Frauen, herangezogen, welche ein monatliches Einkommen von Fr. 
4'300.--, basierend auf 40 Wochenstunden, auswies. Nach Anpassung dieses Betrages an die 
Nominallohnentwicklung um 0.5 % sowie nach Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche 
Arbeitszeit von 41.7 Stunden und Hochrechnung auf zwölf Monate resultiert daraus ein jährliches 
Invalideneinkommen von Fr. 54'062.--. Dieses Vorgehen erweist sich als korrekt. Auf die durch 
die Beschwerdeführerin geltend gemachte Anpassung des Invalideneinkommens ist in den nach-
folgenden Erwägungen vertieft einzugehen.  
 
7.4.2 Soweit die Beschwerdeführerin die Auffassung vertritt, dass ihr wegen der eingeschränk-
ten Auswahl an zumutbaren Tätigkeiten ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn im Umfang 
von 15 % zu gewähren sei, geht sie fehl. Wie die IV-Stelle zutreffend vorbringt, fallen die Anfor-
derungen an eine angepasste Tätigkeit vorliegend relativ gering aus und beschlagen lediglich 
das Profil einer Verweistätigkeit, ohne den Kreis der noch möglichen Tätigkeiten signifikant ein-
zuschränken. So sind der Beschwerdeführerin repetitive Überkopfarbeiten und Tätigkeiten auf 
Horizontalebene nicht mehr zumutbar. Arbeiten bei entspanntem rechtem Arm können hingegen 
unlimitiert ausgeführt werden. Ebenfalls nicht mehr zumutbar ist eine Nässe- und/oder Kälteex-
position. Alle Übrigen Tätigkeiten sind der Versicherten vollumfänglich zumutbar. Ferner ist auch 
nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht, dass körper-
liche Limitierungen bestehen, die nicht bereits in das Zumutbarkeitsprofil für eine angepasste 
Tätigkeit eingeflossen sind. Gesundheitliche Einschränkungen, die bereits im Rahmen der Beur-
teilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit berücksichtigt wurden, dürfen nicht zusätzlich in die 
Bemessung eines leidensbedingten Abzugs einfliessen und damit doppelt berücksichtigt werden 
(Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2017, 9C_217/2017, E. 4.2 mit Hinweisen). 
 
8.1 Wie sich der angefochtenen Verfügung vom 24. Juni 2019 entnehmen lässt, besteht ab 
dem 16. April 2014 ein rentenrelevanter Invaliditätsgrad von 50 %, was durch die Parteien auch 
nicht bestritten wird. Hingegen ist die Arbeitsfähigkeit – wie in Erwägung 5.3 hiervor ausgeführt – 
bzw. der daraus resultierende Invaliditätsgrad ab dem 16. Januar 2016 strittig. Während die IV-
Stelle gestützt auf die Berichte von Dr. C.____ vom 30. März 2016, 25. Oktober 2017 und 4. Juli 
2018 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausging, machte die Be-
schwerdeführerin geltend, es bestehe eine lediglich 60%-ige Arbeitsfähigkeit in einer angepass-
ten Tätigkeit, wobei sie auf den Bericht von PD Dr. B.____ vom 16. August 2019 abstellte. Letzt-
lich ist es im vorliegenden Fall unerheblich, ob von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % oder von 

 
 
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60 % in einer entsprechenden Verweistätigkeit ausgegangen wird, zumal so oder anders kein 
rentenrelevanter Invaliditätsgrad resultiert – wie sich im Folgenden ergibt: 
 
8.2 Für den Zeitraum ab dem 16. Januar 2016 ermittelte die IV-Stelle ein Invalideneinkom-
men von Fr. 54'062.-- (vgl. Erwägung 7.4.1 hiervor). Das Valideneinkommen beträgt, wie vorste-
hend in Erwägung 6.8 ausgeführt, Fr. 35'986.--. Daraus resultiert, ausgehend von einer vollstän-
digen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, ein Invaliditätsgrad von 0 % ([Fr. 35'986.-- 
- Fr. 54'062.--] / Fr. 35'986.-- × 100). Diese Berechnung der IV-Stelle ist korrekt und folglich nicht 
zu beanstanden. Wird hingegen von einer 60%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen, beträgt das 
Invalideneinkommen Fr. 32'437.--. Der daraus errechnete Invaliditätsgrad beträgt 9.9 % 
([Fr. 35'986.-- - Fr. 32’437.--] / Fr. 35'986.-- × 100). Damit steht fest, dass sich auch im Falle einer 
Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer Verweistätigkeit kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad ergibt. 
Die IV-Stelle hat folglich den Rentenanspruch der Versicherten zu Recht bis zum 30. April 2016 
befristet. 
 
9. Zusammenfassend ergibt sich, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 
24. Juni 2019 der Versicherten zu Recht eine befristete halbe Invalidenrente ab dem 1. April 2014 
bis zum 30. April 2016 zugesprochen hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als 
unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss.  
 
10.1 Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-
- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand 
entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtli-
chen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah-
renskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorlie-
gend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuer-
legen sind. Ihr ist allerdings mit Verfügung vom 3. September 2019 die unentgeltliche Prozess-
führung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Ge-
richtskasse genommen.  
 
10.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  
Da der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. September 2019 auch die unentgeltliche Ver-
beiständung mit ihrer Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen aus 
der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und 
Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 200.-- pro Stunde. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat in ihrer Honorarnote vom 
11. März 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 13 Stunden und 10 Minuten 
geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als 
angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen im Um-
fang von Fr. 135.90. Der Rechtsvertreterin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'982.45 

 
 
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(13 Stunden und 10 Minuten à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 135.90 zuzüglich 7,7% Mehrwert-
steuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
10.3 Die Beschwerdeführerin wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über 
die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, so-
bald sie dazu in der Lage ist. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar von Fr. 2'982.45 
(inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse aus-
gerichtet.