# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2113cc55-c9a8-5a3b-8eca-1d99b01835f1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.10.2014 725 2014 147 / 240 (725 14 147 / 240)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2014-147---240_2014-10-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  2. Oktober 2014 (725 14 147 / 240) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Berechnung des Invalideneinkommens, Wahl des LSE-Tabellenlohns 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber i.V. Thomas Hunkeler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Heiner Schärrer, 
Advokat, Aeschenvorstadt 67, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen (4.32036.03.0) 
 
 
 
A. Die am 2. August 1968 geborene A.____ war seit dem 5. Juli 2002 bei der B.____ als 
Raumpflegerin angestellt und durch dieses Arbeitsverhältnis bei der Schweizerischen Unfallver-
sicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 
versichert. Am 26. September 2003 zog sich A.____, als sie bei der Fensterreinigung von der 
Leiter abrutschte und auf den Boden fiel, eine nicht luxierte Lisfranc-Fraktur mit Beteiligung des 
Tarsometatarsalgelenkes am rechten Fuss zu. Nach Eingang der durch die Arbeitgeberin er-

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

statteten Unfallmeldung erbrachte die SUVA der Versicherten die gesetzlichen Leistungen 
(Heilkosten, Taggelder) für die Folgen dieses Unfalls. 
 
B. Mit Verfügung vom 3. August 2005 sprach die SUVA der Versicherten eine Invaliden-
rente aufgrund eines Erwerbsunfähigkeitsgrades von 11 % und eine Integritätsentschädigung 
von 10 % zu. Die Versicherte, vertreten durch Advokat Dr. Heiner Schärrer, erhob dagegen 
Einsprache, weil sich der Gesundheitszustand weiter verschlechterte und eine Operation an-
stand. Mit Schreiben vom 1. November 2005 nahm die SUVA die Verfügung vollumfänglich zu-
rück, beliess jedoch die bereits ausbezahlte Integritätsentschädigung von 10 % als Vorschuss. 
 
C. Am 18. Januar 2006 wurde bei der Versicherten eine Arthrodese des Lisfranc’schen 
Gelenkes durchgeführt. Das dabei eingesetzte Metall wurde am 8. Oktober 2007 wieder ent-
fernt, wobei die Schmerzen im Vorfussbereich weiter anhielten. Mit Verfügung vom 9. Juli 2009 
teilte die SUVA der Versicherten mit, dass sich aufgrund der ärztlichen Beurteilung eine Zu-
nahme der Integritätseinbusse von 5 % ergebe und somit eine Gesamtintegritätseinbusse von 
15 % vorliege. Weiter wurde festgehalten, dass eine Integritätsentschädigung von 10 % bereits 
im Jahr 2005 ausbezahlt worden sei.  
 
D. Nachdem von weiteren ärztlichen Behandlungen keine Verbesserungen des Gesund-
heitszustandes der Versicherten mehr zu erwarten waren, stellte die SUVA die Heilkosten- und 
Taggeldleistungen ein und prüfte den Anspruch auf eine Invalidenrente. Mit Verfügung vom 
11. Februar 2014 wurde der Beschwerdeführerin von der SUVA eine Invalidenrente aufgrund 
einer Erwerbsunfähigkeit von 19 % zugesprochen. Zudem verfügte die SUVA die bereits aus-
bezahlte Integritätsentschädigung von 10 %, welche aufgrund der Rücknahme der Verfügung 
vom 3. August 2005 nie rechtskräftig verfügt worden war. Die gegen diesen Entscheid erhobe-
ne Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 6. Mai 2014 ab. 
 
E. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Beschwerdeführerin, wiederum vertreten 
durch Advokat Dr. Heiner Schärrer, am 20. Mai 2014 Beschwerde am Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Dabei beantragte sie, unter 
Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei das Invalideneinkommen der Beschwerdeführe-
rin bei Fr. 34‘817.-- festzusetzen und es sei der Beschwerdeführerin eine Invalidenrente bei 
einem Invaliditätsgrad von 32 % auszurichten. Ferner sei der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung auszurichten und die unentgeltliche Rechtspflege sowie die unentgeltliche Ver-
beiständung mit ihrem Rechtsvertreter zu bewilligen. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen 
vorbringen, die SUVA habe bei der Ermittlung des Invalideneinkommens zu Unrecht auf das 
Branchentotal der Tabelle TA1 der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 
des Bundesamtes für Statistik (LSE-Tabellenlöhne) 2010 abgestellt. Der Beschwerdeführerin 
sei nur noch eine Tätigkeit im Bereich der sonstigen persönlichen Dienstleistung möglich, wes-
halb auf diese Zahlen und nicht auf die Zahlen des Branchentotals abzustellen sei. Dement-
sprechend sei, entgegen der Annahme der SUVA, nicht von einem Invalidenlohn von Fr. 4‘225.- 
auszugehen, sondern von einem monatlichen Bruttoeinkommen von Fr. 3‘524.--. 
 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

F. Die SUVA schloss in ihrer Vernehmlassung vom 7. Juli 2014 auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.  Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde ist einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ist die versicherte Person 
infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenren-
te (Art. 18 Abs. 1 UVG). Überdies werden dem Rentenbezüger laut Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG 
nach der Festsetzung der Rente Pflegeleistungen und Kostenvergütungen (Art. 10-13 UVG) 
gewährt, wenn er zur Erhaltung seiner verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung 
und Pflege bedarf. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person sodann Anspruch 
auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde er-
hebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Leis-
tungspflicht des Unfallversicherers setzt dabei immer voraus, dass zwischen dem versicherten 
Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. 
dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 
mit Hinweis) Kausalzusammenhang besteht. 
 
2.2 Hinsichtlich der medizinischen Beurteilung der Unfallfolgen, stützte sich die Beschwer-
degegnerin vorliegend auf das rheumatologische Gutachten von Dr. med. D.____, FMH Rheu-
matologie, vom 18. November 2009 und den kreisärztlichen Bericht von Prof. Dr. med. E.____, 
Chirurgie, vom 4. November 2014. Diesen Beurteilungen zufolge bestehe bei der Versicherten 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyndrom des rechten Fusses 
mit CRPS Grad II bei Status nach Fraktur des Lisfranc-Gelenkes medial rechts, bei Status nach 
Arthrodese der Tarsometatarsalgelenke I-III mit einer persistierenden Allodynie im Bereich des 
rechten Mittelfusses medial und lateral, verstärkt im Narbenbereich. Aufgrund der erlittenen 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Unfallfolgen sei der Versicherten eine leichte, sitzend bzw. wechselbelastend nach Bedarf, ste-
hend und gehend nur auf ebenem Boden und ohne Zusatzbelastungen sowie ohne Zwangshal-
tungen wie Knien und Kauern zu verrichtende Tätigkeit ganztags zumutbar. Aufgrund der chro-
nischen Schmerzproblematik müsse ihr jedoch eine Leistungsminderung um 10 % zugebilligt 
werden. Diese Beurteilung des medizinischen Sachverhalts wird von der Beschwerdeführerin 
im vorliegenden Verfahren – zu Recht – nicht (mehr) bestritten. Ebenso wird das Vorliegen ei-
nes natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis 
und dem eingetretenen Schaden (Invalidität) von keiner Partei in Frage gestellt. Auf diese As-
pekte ist deshalb im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht weiter einzugehen. 
 
3.  Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet einzig die Höhe der 
Invalidenrente.  
 
3.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermit-
telt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der In-
validitätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). 
 
3.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tat-
sächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, 
weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor Eintritt des Gesund-
heitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (Urteil I. des damaligen Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) vom 26. November 
2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend ist ohne Weiteres davon auszu-
gehen, dass die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen nach wie vor ihrer Tätig-
keit als Raumpflegerin bei der B.____ nachgehen würde. Gestützt auf die Angaben der Arbeit-
geberin hat die Beschwerdegegnerin für die Versicherte ein massgebendes Valideneinkommen 
in der Höhe von Fr. 51'375.-- ermittelt. Dieser Betrag ist nicht zu beanstanden, er wird denn 
auch – zu Recht – von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt. 
 
3.3.1 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie 
nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile 
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfä-
higkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als 
angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte 
Verdienst als Invalidenlohn (BGE 126 V 75 E. 3b; 117 V 18 E. 2c/aa; RKUV 1991, Nr. U 130, S. 
272 E. 4a; AHI-Praxis 1998, S. 179). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können 
nach der Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1, 
126 V 75 E. 3b/aa). 
 
3.3.2 Ausgehend von der massgebenden kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung (vgl. 
E. 2.2 hiervor) ermittelte die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen vorliegend gestützt 
auf die LSE-Tabellenlöhne. Auf Grundlage der Tabelle LSE 2010, Tabelle TA1, Privater Sektor, 
Total, Anforderungsniveau 4, Frauen, und umgerechnet auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 
41.7 Stunden und der Nominallohnentwicklung ermittelte die SUVA ein Jahreseinkommen von 
Fr. 54‘566.--. Unter Berücksichtigung einer Leistungsminderung von 10 % und eines leidensbe-
dingten Abzugs von 15 % ging sie von einem Invalideneinkommen von Fr. 41‘743.-- aus. 
 
3.3.3 Die Beschwerdeführerin macht vorliegend geltend, dass für sie aufgrund der Unfallfol-
gen praktisch sämtliche der im Branchentotal berücksichtigten Tätigkeitsgebiete mit einem hö-
heren Lohneinkommen ausser Betracht fallen würden und ihr faktisch auch nicht offen stünden. 
Eine leidensangepasste Tätigkeit erscheine für sie nur noch im Bereich der sonstigen persönli-
chen Dienstleistungen möglich. Aus diesem Grund sei es unbillig, Tätigkeitsgebiete mit einem 
besseren Lohneinkommen in die Berechnung des Invalideneinkommens miteinzubeziehen, ob-
wohl eine Betätigung in diesen Branchen ausgeschlossen sei. Es sei daher für die Ermittlung 
des Invalideneinkommens nicht auf den Wert „Total Privater Sektor“, sondern auf den LSE-
Tabellenlohn der Branche „sonstige persönliche Dienstleistungen“ abzustellen. Demzufolge sei, 
entgegen der Annahme der SUVA, nicht von einem Invalideneinkommen von Fr. 4‘225.-- aus-
zugehen, sondern lediglich von einem monatlichen Bruttoeinkommen von Fr. 3‘524.--. Diesem 
Vorbringen kann nicht gefolgt werden. 
 
3.3.4 Die Rechtsprechung zieht für die Berechnung des Invalideneinkommens in der Regel 
die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1, Total Privater Sektor bei (vgl. BGE 124 V 323 E. 
3b/aa; Urteile des EVG vom 23. November 2006, I 708/06, E. 4.6, 16. Dezember 2003, B 68/03, 
E. 4.2 sowie RKUV 2001 Nr. U 439 S. 439). Bisweilen kann auch auf Löhne einzelner Sektoren 
oder gar einzelner Branchen abgestellt werden, wenn dies als sachgerecht erscheint, um der im 
Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu 
tragen. Dies bietet sich namentlich bei Personen an, die vor der Gesundheitsschädigung für 
lange Zeit in diesem Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine Arbeit in anderen Berei-
chen kaum in Frage kommt (vgl. etwa SVR 2008 IV Nr. 20 S. 64 E. 5.1). Auf den Wert „Total 
Privater Sektor“ abzustellen rechtfertigt sich dagegen namentlich dort, wo der versicherten Per-
son die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist und sie darauf angewiesen ist, ein neu-
es Betätigungsfeld zu suchen, wobei grundsätzlich der ganze Bereich des Arbeitsmarktes zur 
Verfügung steht (vgl. SVR 2008 IV Nr. 20 S. 64 E. 5.2). Vorliegend besteht für die Beschwerde-
führerin aufgrund der Unfallfolgen in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin 
eine volle Arbeitsunfähigkeit. Es liegt somit gerade jener Fall vor, dass der Versicherten ihre 
angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist und sie deshalb angewiesen ist, ein neues Be-
tätigungsfeld zu suchen. Es ist dabei nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführerin nur 
noch eine leidensangepasste Tätigkeit im Bereich der sonstigen persönlichen Dienstleistungen 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

möglich sein sollte. Entgegen diesem Vorbringen finden sich in praktisch allen Branchen Tätig-
keiten, welche dem körperlich zumutbaren Anforderungsprofil der Beschwerdeführerin entspre-
chen. Die SUVA hat daher richtigerweise auf den LSE-Tabellenlohn „Total Privater Sektor“ ab-
gestellt. Der leidensbedingte Abzug in der Höhe von 15 % wird von der Beschwerdeführerin – 
zu Recht – nicht in Frage gestellt. Die Ermittlung des Invalideneinkommens ist somit nicht zu 
beanstanden. 
 
4. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 6. Mai 2014 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde er-
weist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
5.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
5.2 Abschliessend bleibt über den Antrag der Beschwerdeführerin zu befinden, es sei ihr 
die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter zu bewilligen. Gemäss Art. 61 lit. f 
Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, ein 
unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Mit Inkraftsetzung des ATSG ist der im Wortlaut mit 
Art. 61 lit. f ATSG übereinstimmende Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG aufgehoben worden. Damit hat 
sich inhaltlich nichts geändert und die bisherige Rechtsprechung des damaligen EVG zu 
Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG hat weiterhin Geltung (Urteil X. des EVG vom 3. Juli 2003, U 114/03, 
E. 2.1). Gemäss dieser Rechtsprechung ist die unentgeltliche Verbeiständung im kantonalen 
Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensichtlich aussichtslos er-
scheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten 
ist (Urteil U. des EVG vom 7. Juli 2003, U 356/02, E. 3.1; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtspre-
chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversi-
cherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2003, S. 451 mit Hinweisen auf BGE 100 V 62 E. 3 und 
98 V 117 E. 2; vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, 
Art. 61 Rz. 104). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben: Die Bedürftigkeit der Versi-
cherten kann gestützt auf die eingereichten Unterlagen bejaht werden, die Beschwerde kann 
nicht als aussichtslos bezeichnet werden und die anwaltliche Vertretung ist geboten gewesen. 
Der Rechtsvertreter der Versicherten hat in seiner Honorarnote vom 6. August 2014 für das 
vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 9 Stunden (davon 4.5 Stunden Vo-
lontärin) sowie Auslagen von Fr. 55.-- ausgewiesen, was umfangmässig nicht zu beanstanden 
ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 
2003 (TO Anwälte) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 200 Franken pro 
Stunde. Für Volontäre beträgt der Stundenansatz bei unentgeltlicher Verbeiständung nach 
§ 3 Abs. 3 TO Anwälte und gemäss Praxis der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft 120 Franken. Demzufolge ist der in der Honorarnote für die Vo-
lontärin geltend gemachte Stundenansatz von Fr. 150.-- auf Fr. 120.-- zu korrigieren. Dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ist deshalb für seine Bemühungen ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 1'614.60 (4.5 Stunden à Fr. 200.-- + 4.5 Stunden à Fr. 120.-- + Auslagen von 
Fr. 55.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
5.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr.  1‘614.60 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.