# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 244586a5-e76c-57ad-93c9-491f0bc8ed25
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.07.2014 200 2014 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-11_2014-07-30.pdf

## Full Text

200 14 11 UV
ACT/MAK/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. Juli 2014

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Mauerhofer

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG
Place de Milan, Postfach 120, 1001 Lausanne
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 18. November 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Juli 2014, UV/14/11, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (Jg. 1985) ist bei der C.________ angestellt (act. II/1) und in 
dieser Eigenschaft bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-
Gesellschaft AG (nachfolgend: Vaudoise bzw. Beschwerdegegnerin) un-
fallversichert. Am 19. Dezember 2013 erfolgte eine Schadenmeldung be-
treffend ein Ereignis vom 7. Dezember 2013 zuhanden der Vaudoise, wo-
bei als Sachverhalt Folgendes angegeben wurde: „Beim Türöffnen Türe 
ans Knie geschlagen“ (act. II/1). Am 8. Februar 2013 unterzog sie sich ei-
ner diagnostischen Kniearthroskopie und einem infrapatellärem Plica-
Shaving Knie links (act. II/9). Am 10. Mai 2013 liess sie sich abermals am 
linken Knie operieren (vgl. act. IIA/1, II/21). 

Die Vaudoise erbrachte zunächst die gesetzlichen Leistungen. Nach Rück-
sprache mit ihrem Vertrauensarzt (act. II/24) erliess sie am 9. August 2013 
eine Verfügung, wonach sie nach dem 7. Januar 2013 keine Leistungen 
mehr ausrichte, da die ab diesem Datum vorliegenden Beschwerden mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht unfallkausal seien (act. II/25). Die 
Einsprache der Versicherten vom 2. September 2013 (act. II/29) wurde mit 
Entscheid vom 18. November 2013 vollumfänglich abgewiesen (act. II/30).

B.

Vertreten durch Rechtsanwalt B.________ beantragte die Versicherte mit 
Beschwerde vom 3. Januar 2014 bzw. mit Ergänzung vom 14. Januar 
2014, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und es seien rückwirkend 
seit wann rechtens, spätestens jedoch seit 1. März 2013 die im Zusam-
menhang mit dem Ereignis vom 7. Dezember 2012 zustehenden Versiche-
rungsleistungen auszurichten. Ferner wurde der Eventualantrag gestellt, es 
sei ein gerichtliches Gutachten einzuholen und gestützt darauf eine Neu-
beurteilung des Leistungsanspruchs vorzunehmen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Juli 2014, UV/14/11, Seite 3

Die Vaudoise schloss mit Beschwerdeantwort vom 13. Februar 2014 auf 
Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 7. März 2014 nahm die Beschwerdeführerin zum Bericht 
des Vertrauensarztes vom 4. Februar 2014 Stellung, den die Beschwerde-
gegnerin zusammen mit der Beschwerdeantwort eingereicht hatte 
(act. IIA/1). An den gestellten Anträgen hielt sie vollumfänglich fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 18. November 2013 
(AB 30). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Unfall-
versicherung und dabei namentlich die Frage der natürlichen Kausalität. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-

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schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 
3b).

2.2.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 

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E. 3a S. 352). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte 
kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung ei-
nes externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswür-
digung strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der 
versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und 
Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der 
versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Be-
richt eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pau-
schale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 
E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das 
Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 
4.6 S. 469). Die Berichte und Gutachten ständiger Vertrauensärzte haben 
in beweisrechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen Stellenwert wie die 
verwaltungsinternen Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer 
(RKUV 2001 KV 189 S. 492 E. 5b).

3. Gemäss Unfallmeldung vom 19. Dezember 2012 (act. II/1, Ziff. 6, 
„Sachverhalt“) wurde die Beschwerdeführerin am 7. Dezember 2012 von 
einer sich öffnenden Tür am Knie getroffen. Von diesem Sachverhaltsab-
lauf ist ohne weiteres auszugehen; die abweichenden Beschreibungen in 

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den Berichten des Spitals D.________ vom 8. Dezember 2012 (act. II/7 S. 
1) und 10. Januar 2013 (act. II/3 Ziff. 6) sprechen nicht dagegen, zumal sie 
in den Akten keinerlei Rückhalt finden. Das Ereignis vom 7. Dezember 
2012 erfüllt die Voraussetzungen des Unfallbegriffs im Sinne von Art. 4 
ATSG.

4.

4.1 Seitens der Beschwerdeführerin ist unbestritten, dass sie einerseits 
eine Kontusion erlitt, und dass sie andererseits bereits vor dem Unfall eine 
Anomalie der Patella aufwies, ein Vorzustand folglich gegeben war. Sie 
macht aber geltend, auch die nach dem 7. Januar 2013 persistierenden 
Beschwerden seien unfallkausal, die Schmerzen würden nicht ausschliess-
lich auf unfallfremden Ursachen beruhen (Beschwerdeergänzung, S. 7, 
Ziff. 6). 

4.2

4.2.1 Die Ärzte des Spitals D.________ diagnostizierten im Notfallbericht 
vom 8. Dezember 2012 zur Hauptsache eine Kniekontusion links; frische 
ossäre Läsionen konnten nicht festgestellt werden (act. II/7).

4.2.2 Dr. med. E.________ (Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates FMH) führte mit Schreiben vom 16. Dezember 
2013 aus, vorher habe die Beschwerdeführerin keine messbare anatomi-
sche Abweichung gehabt, infolgedessen sei der Unfall „überwiegend aus-
lösend“ für die anschliessend auftretenden Schmerzen und die femoro-
patelläre Führungsproblematik (act. I/6 S. 2 Ziff. 4).

4.2.3 Dr. med. F.________ (Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates FMH) vertritt mit Stellungnahme vom 4. Februar 
2014 die Auffassung, die am 10. Mai 2013 durchgeführte Tuberositas-
Osteotomie sei wegen der lateralisierten Patella durchgeführt worden, wel-
che bereits im Jahr 2009 mittels MRI diagnostiziert worden sei. Der Unfall 
habe einzig eine banale Kontusion zur Folge gehabt (act. IIA/1). In seiner 
Aktennotiz vom 5. Juli 2013 hatte er festgehalten, es sei davon auszuge-

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hen, dass nach der Kniekontusion der Status quo (sine vel ante) nach vier 
bis sechs Wochen wieder erreicht worden sei, dies deshalb, weil das MRI 
vom 17. Dezember 2012 ohne Befund gewesen sei (act. II/24).

4.3 Der Auffassung der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Unfallkau-
salität kann nicht gefolgt werden. Anlässlich der notfallmässigen Behand-
lung im Spital D.________ am 8. Dezember 2012 wurde eine linksseitige 
Kniekontusion diagnostiziert. Neben einer leichten Schwellung suprapa-
tellär konnten weder frische ossäre Läsionen noch Hämatome festgestellt 
werden (act. II/7). Demgegenüber diagnostizierte Dr. med. E.________ mit 
Bericht vom 21. Januar 2013 eine Patellasubluxation/Instabilität bei Patella 
alta (act. II/5). Dass diese später gestellte Diagnose in einem natürlichen 
Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 7. Dezember 2012 steht, ist 
aufgrund der Akten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. So 
führte der behandelnde Arzt in seinen Berichten mit keinem Wort aus, wes-
halb das Anschlagen des Knies zu diesem Gesundheitsschaden geführt 
haben sollte (vgl. act. II/5, II/9, II/13, II/15 f., II/21). Auch im Bericht vom 
16. Dezember 2013 hielt er fest, es bestehe eine laterale Position der Pa-
tella, wobei dieser Umstand bereits seit einem MRI vom 25. Februar 2009 
bekannt sei (act. I/6 Ziff. 1). Auch in diesem Schreiben wurde nicht erklärt, 
das gemeldete Unfallereignis sei kausal für die lateralisierte Patella. Dies 
deckt sich mit der Beurteilung des Spitals D.________ vom 10. Januar 
2013 (act. II/3 Ziff. 10): Die Ärzte beantworteten die Frage „Liegen aussch-
liesslich Unfallfolgen vor?“ ausdrücklich mit „nein“. Dr. med. E.________ 
erklärt allerdings weiter, die Unfallkausalität sei insofern zu bejahen, als die 
Beschwerdeführerin keine messbare anatomische Abweichung hatte; der 
Unfall sei somit für die persistierenden Beschwerden auslösend gewesen 
(act. I/6 S. 2 Ziff. 4). Damit erklärt er sinngemäss, es sei ein klinisch stum-
mer Vorzustand aktiviert worden. Auch diesbezüglich ist Dr. med. 
E.________ jedoch nicht zu folgen, zumal diese Aussage im Widerspruch 
zu seinen übrigen Äusserungen steht, wonach die laterale Position der Pa-
tella seit 2009 bekannt sei (act. I/6 S. 1 Ziff. 1 und 3). Damit hat es mit der 
überzeugenden Auffassung des Dr. med. F.________ sein Bewenden, wo-
nach der Status quo ante vel sine erreicht worden ist (act. II/24), wobei es 
diesbezüglich keine Rolle spielt, ob ein krankhafter Vor-zustand verschlim-
mert oder überhaupt erst manifest wird (E. 2.2.2 vorstehend).

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4.4 Was den Zeitpunkt der Leistungseinstellung angeht, ist im Ergebnis 
unerheblich, ob zur Feststellung, dass hier eine lateral verschobene Patella 
vorlag, zunächst eine diagnostische Arthroskopie notwendig war (vgl. die 
Ausführungen des Dr. med. F.________ im Bericht vom 4. Februar 2014 
[act. IIA/1]). Mit Blick darauf, dass die Beschwerdegegnerin die Kosten der 
diagnostischen Arthroskopie vom 15. Februar 2013 (act. II/9) ohnehin be-
reits übernommen hat (und in der Verfügung auch eine Rückforderung der-
selben ausdrücklich ausschliesst), kann nämlich offen bleiben, ob ein liqui-
der Sachverhalt erst nach Vornahme dieser – gegebenenfalls von der UV 
zu übernehmenden – Abklärungsmassnahme vorlag, der Zeitpunkt für den 
Fallabschluss also erst nach Durchführung derselben erreicht gewesen 
wäre.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die Leis-
tungen ab 8. Januar 2013 zu Recht eingestellt hat. Die Beschwerde erweist 
sich als unbegründet und ist abzuweisen.

5.

5.1 Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG 
i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Juli 2014, UV/14/11, Seite 10

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.