# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33a6fcb9-7eef-53f9-afa8-7124d2d3f64e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.07.2014 C-1807/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1807-2013_2014-07-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-1807/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
AHV, Freiwillige Versicherung;  

(Einspracheentscheid vom 12. März 2013) 

 

 

C-1807/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (im Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer), geboren 

am (…) 1986, schweizerischer Staatsangehöriger, studierte vom Herbst 

2007 bis zum Abschluss im Herbst 2011 (…) an der Universität Bern (Ak-

ten der Vorinstanz [im Folgenden: act.] 13, S. 7 – 16). Ab dem 20. Sep-

tember 2012 begann er ein einjähriges Nachdiplomstudium an der Uni-

versität B._______, Grossbritannien (GB), dessen Abschluss am 30. Sep-

tember 2013 geplant war (Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: 

BVGer act.] 1, Beilagen; act. 13, S. 19).  

B.  

Mit Beitrittserklärung vom 12. November 2012 (Posteingang: 20. Dezem-

ber 2012) beantragte er bei der Schweizerischen Ausgleichskasse (im 

Folgenden: SAK oder Vorinstanz) die Aufnahme in die freiwillige Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung AHV/IV (im Folgenden: freiwil-

lige Versicherung). Die im Gesuchsformular vermerkte Frage nach den 

Arbeitgebern in den letzten fünf Jahren beantwortete er dahingehend, 

dass er von Oktober 2006 bis Mai 2007 und von November 2011 bis Juni 

2012 je einen Zivildiensteinsatz absolviert habe (act. 1, S. 2). Der Anmel-

dung beigelegt war unter anderem ein Schreiben der Universität 

B._______ vom 4. Oktober 2012, in welchem diese den Studienbeginn 

am 20. September 2012 und den geplanten Abschluss am 30. September 

2013 bestätigte (act. 1, S. 4). 

C.  

Mit Verfügung vom 31. Januar 2013 wies die SAK das Beitrittsgesuch ab 

mit der Begründung, der Versicherte habe die einjährige Frist zur Erklä-

rung des Beitritts zur freiwilligen Versicherung nicht eingehalten, weil er 

sich per 18. September 2010 nach (…) abgemeldet und danach keine 

Beiträge mehr an die obligatorische AHV/IV entrichtet habe (act. 3). 

D.  

Mit Schreiben vom 19. Februar 2013 erhob der Versicherte Einsprache 

gegen diese Verfügung und beantragte sinngemäss deren Aufhebung 

sowie die Annahme des Beitrittsgesuchs zur freiwilligen Versicherung. Zur 

Begründung machte er insbesondere geltend, laut Auskunft der Aus-

gleichskasse der Stadt (…) habe er die Beiträge seit 2006 ununterbro-

chen geleistet, weshalb er entgegen der Auffassung der SAK keine Lücke 

bei den Beitragszeiten habe (act. 6, S. 1). 

C-1807/2013 

Seite 3 

E.  

Mit Einspracheentscheid vom 12. März 2013 wies die SAK die Einspra-

che ab, im Wesentlichen mit der Begründung, der Versicherte weise in 

der massgebenden Zeit von Juni 2007 bis Juni 2012 Versicherungslücken 

auf, so dass die Voraussetzung des fünf Jahre vorbestandenen Versiche-

rungsverhältnisses nicht gegeben sei (act. 9). 

F.  

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe 

vom 28. März 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Ein-

gang: 8. April 2013; Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: 

BVGer act.] 1) und erneuerte darin sinngemäss die im Einspracheverfah-

ren gestellten Rechtsbegehren. Zur Begründung machte er geltend, die 

von der Vorinstanz getroffene Annahme, wonach er in der Zeit von Juni 

bis Dezember 2007 und von Januar bis Oktober 2011 Beitragslücken 

aufweise, sei unzutreffend. Im Jahr 2007 habe er bis im Mai Zivildienst 

geleistet; von Juni bis September 2007 sei er in der Schweiz gewesen 

und habe sein Studium in (…) vorbereitet, welches er im September 2007 

begonnen und im August 2011, mit einem dazwischen liegenden Studien-

praktikum in (…), von Januar bis Mai 2011, abgeschlossen habe. Von 

September bis Oktober 2011 habe er in der Schweiz gewohnt, um seinen 

Zivildiensteinsatz in Tansania vorzubereiten, welchen er im November 

2011 in Angriff genommen habe.  

G.  

Mit Vernehmlassung vom 8. Mai 2013 (BVGer act. 3) stellte die SAK den 

Antrag auf Gutheissung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie ins-

besondere aus, der Beschwerdeführer habe im Beschwerdeverfahren 

zahlreiche Belege vorgelegt, welche im Einspracheverfahren noch gefehlt 

hätten. Er erfülle nunmehr die Beitrittsvoraussetzungen, und seine Auf-

nahme in die freiwillige AHV/IV erfolge per 1. Juli 2012, da er bis Juni 

2012 AHV-versichert gewesen sei. Nach Abschluss des Beschwerdever-

fahrens würden dem Beschwerdeführer die Taxationsunterlagen zuge-

stellt, verbunden mit der Aufforderung, seine Einkommens- und Vermö-

gensangaben für 2012 mit den entsprechenden Belegen innert Frist ein-

zureichen.  

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 22. Mai 2013 stellte das Bundesverwal-

tungsgericht dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung zu und machte 

ihn gleichzeitig darauf aufmerksam, dass sich das Gericht vorbehalte, die 

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Seite 4 

Beschwerde unter Berücksichtigung seines Wohnsitzes in England mit 

substituierter Begründung zu beurteilen. Dem Beschwerdeführer wurde 

die Gelegenheit eingeräumt, allfällige Bemerkungen bis zum 13. Juni 

2013 einzureichen (BVGer act. 4). 

I.  

Der Beschwerdeführer verzichtete innert der eingeräumten Frist auf eine 

Stellungnahme (BVGer act. 5).  

J.  

Mit Schreiben vom 17. August 2013 teilte der Beschwerdeführer dem 

Bundesverwaltungsgericht mit, dass seine bisherige Adresse in Brighton 

ungültig werde und seine Korrespondenz deshalb neu an die Adresse ei-

nes Zustellungsbevollmächtigten in Bern zu senden sei (BVGer act. 6). 

K.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien und auf die eingereichten Akten wird, 

soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85
bis

 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-

gungen der SAK. Da keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG besteht, 

ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig. 

1.2 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Einspracheent-

scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-

bung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerde-

legitimiert ist. 

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Seite 5 

1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 

ATSG; vgl. auch Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist demnach auf 

die Beschwerde einzutreten.  

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht, 

einschliesslich der Überschreitung und des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhaltes und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesgesetz VwVG findet keine Anwendung in Sozialversiche-

rungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) an-

wendbar ist (Art. 3 Bst. d
bis 

VwVG). Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die 

Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hin-

terlassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich 

eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 

2.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefoch-

tenen Einspracheentscheides (vorliegend 12. März 2013) eingetretenen 

Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1).  

2.4 Weiter sind in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer über-

gangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (Urteil des Bundes-

gerichts [BGer] 8C_419/2009 vom 3. November 2009 E. 3.1; BGE 132 V 

215 E. 3.1.1). Für das vorliegende Verfahren ist deshalb das per 1. Janu-

ar 2003 in Kraft getretene ATSG sowie das AHVG, die Verordnung vom 

31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

(AHVV, SR 831.101) sowie die Verordnung vom 26. Mai 1961 über die 

freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (VFV, 

SR 831.111) anwendbar. Massgebend sind jeweils die im Zeitpunkt der 

Einreichung des Beitrittsgesuchs (20. Dezember 2012) gültig gewesenen 

Fassungen, auf welche in den folgenden Erwägungen Bezug genommen 

wird.  

2.5 Das Gericht hat sich nicht darauf zu beschränken, den Streitgegen-

stand bloss im Hinblick auf die von den Parteien aufgeworfenen Rechts-

fragen zu überprüfen. Es kann eine Beschwerde gutheissen oder abwei-

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Seite 6 

sen aus anderen Gründen, als von der beschwerdeführenden Person 

vorgetragen oder von der Vorinstanz erwogen. Dabei ist das Gericht 

gehalten, die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör abgeleiteten Ver-

fahrensrechte der Parteien zu beachten (BGE 124 V 338 E. 1b, 122 V 34 

E. 2c; SVR 2001 IV Nr. 18 S. 53 E. 1).   

2.6 Das Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen verpflichtet das 

Gericht, auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwen-

den, den es als den zutreffenden ansieht, und ihm auch die Auslegung zu 

geben, von der es überzeugt ist (BGE 122 V 34 E. 2b, 110 V 48 E. 4a mit 

Hinweisen; ARV 2005 S. 223 E. 2.1; SVR 2001 IV Nr. 18 S. 53 E. 1). In 

der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist die Substitution der Motive 

inbegriffen, mittels derer das Gericht eine im Ergebnis richtige, aber 

falsch begründete Verfügung mit anderen rechtlichen Überlegungen be-

stätigt (BGE 122 V 34 E. 2b, 105 V 198 E. 1a mit Hinweisen). Von einer 

unzulässigen Vermischung der Aufgaben der Verwaltung und des Ge-

richts kann nicht gesprochen werden, weil das Gericht keine Verfügung in 

Wiedererwägung zieht (BGE 125 V 368 E. 3b). 

3.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 

Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

3.1 Der Beschwerdeführer ist schweizerischer Staatsbürger. Daher richtet 

sich die Beurteilung seines Gesuchs um Beitritt in die freiwillige Versiche-

rung in materiell- und verfahrensrechtlicher Hinsicht nach schweizeri-

schem Recht. 

3.2 Obligatorisch versichert nach Art. 1a Abs. 1 AHVG sind unter ande-

rem natürliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (Bst. a) sowie na-

türliche Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben 

(Bst. b). Die Versicherteneigenschaft, wie sie in Art. 1a AHVG umschrie-

ben ist, ist persönlich zu erfüllen. Es ist somit für jede Person einzeln zu 

beurteilen, ob die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Der Beg-

riff des Wohnsitzes bestimmt sich dabei aufgrund von Art. 13 Abs. 1 

ATSG nach den Art. 23-26 ZGB. Massgebend ist also der zivilrechtliche 

Wohnsitz und nicht eine sozialversicherungsrechtliche Begriffsbildung 

(ZAK 1990 247). Der zivilrechtliche Wohnsitz einer Person befindet sich 

an dem Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält 

(Art. 23 Abs. 1 ZGB) und den sie sich zum Mittelpunkt ihrer Lebensinte-

ressen gemacht hat (BGE 127 V 237 E. 1 S. 238). Für die Begründung 

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des Wohnsitzes müssen somit zwei Merkmale erfüllt sein: ein objektives 

äusseres, der Aufenthalt, sowie ein subjektives inneres, die Absicht dau-

ernden Verbleibens. Nach der Rechtsprechung kommt es nicht auf den 

inneren Willen, sondern darauf an, auf welche Absicht die erkennbaren 

Umstände objektiv schliessen lassen. Massgebend ist in diesem Zusam-

menhang die erkennbare Absicht, einen bestimmten Ort zum Mittelpunkt 

der Lebensverhältnisse, der persönlichen, wirtschaftlichen, familiären und 

beruflichen Beziehungen zu machen (BGE 127 V 237 E. 1 S. 238; vgl. 

hierzu auch Rz. 1020 und 1023 der Wegleitung des Bundesamtes für So-

zialversicherung [BSV] über die Versicherungspflicht in der AHV/IV 

[WVP], Stand: 1. Januar 2014). Der Wohnsitz bleibt an diesem Ort beste-

hen, solange nicht anderswo ein neuer begründet wird (Art. 24 Abs. 1 

ZGB). Der Aufenthalt an einem Ort zum Zweck des Besuchs einer Lehr-

anstalt begründet nach Art. 26 ZGB keinen Wohnsitz (vgl. hierzu auch 

BGE 133 V 309 E. 3.1). 

3.3 Bei Personen, die sich lediglich zu Studienzwecken im Ausland auf-

halten, besteht eine widerlegbare Vermutung, wonach am Ort des Auf-

enthalts kein Wohnsitz begründet wird, was indessen eine Wohnsitzbe-

gründung am Studienort nicht ausschliesst (ZAK 1984 540 E. 2 mit Hin-

weisen). Wer zu Ausbildungszwecken den Wohnsitz ins Ausland verlegt, 

ohne die Absicht zu haben, sich im Ausland niederzulassen, bleibt obliga-

torisch versichert (ZAK 1984 540 E. 2; vgl. hierzu auch Rz. 4033 WVP). 

Demgegenüber befindet sich der Wohnsitz nicht mehr in der Schweiz, 

wenn eine Person ein mehrjähriges Studium im Ausland absolviert (SVR 

1997 KZ Nr. 20; vgl. zur ab 1. Januar 2012 in Bezug auf die Familienzu-

lagen geltenden Rechtslage: Art. 4 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 

Familienzulagen [FamZG, SR 836.2] in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1
bis

 der 

Verordnung über die Familienzulagen [FamZV, SR 836.21; AS 2011 

4951], welche Bestimmung von der fünfjährigen Vermutung des Fortbe-

standes des schweizerischen Wohnsitzes ausgeht). 

3.4 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AHVG können Schweizer Bürger und Staatsan-

gehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder der 

Europäischen Freihandelsassoziation, die nicht in einem Mitgliedstaat der 

Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Freihandelsassozia-

tion leben, der freiwilligen Versicherung beitreten, falls sie unmittelbar 

vorher während mindestens fünf aufeinander folgenden Jahren obligato-

risch versichert waren.  

C-1807/2013 

Seite 8 

3.5 Art. 7 Abs. 1 VFV hält fest, dass der freiwilligen Versicherung Perso-

nen beitreten können, welche die Versicherungsvoraussetzungen nach 

Art. 2 Abs. 1 AHVG erfüllen, einschliesslich jener, die für einen Teil ihres 

Einkommens der obligatorischen Versicherung unterstellt sind. Es ist 

nicht erforderlich, dass die Person in den betreffenden Jahren beitrags-

pflichtig war (UELI KIESER, Alters- und Hinterlassenenversicherung [nach-

folgend AHV], in: Ulrich Meyer [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwal-

tungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 2. Aufl. 2007, S. 1223 Rz. 71; 

vgl. hierzu auch Rz. 2009 der Wegleitung des BSV zur freiwilligen Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, Stand: 1. Januar 2013, 

[WFV]). Die obligatorische Unterstellung kann sich auch aus einem inter-

nationalen Abkommen über Soziale Sicherheit oder aus einem Sitzab-

kommen ergeben (UELI KIESER, AHV, a.a.O., S. 1223 Rz. 71; vgl. auch 

Rz. 2008 WFV).  

3.6 Art. 8 Abs. 1 VFV sieht sodann vor, dass die Beitrittserklärung schrift-

lich bei der Ausgleichskasse oder subsidiär bei der zuständigen Aus-

landsvertretung innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt des Ausschei-

dens aus der obligatorischen Versicherung eingereicht werden muss. 

Nach Ablauf dieser Frist ist ein Beitritt zur freiwilligen Versicherung - von 

hier nicht zutreffenden Ausnahmen (vgl. dazu Art. 11 VFV) abgesehen - 

nicht mehr möglich. Die Versicherung beginnt mit dem Ausscheiden aus 

der obligatorischen Versicherung (Art. 8 Abs. 2 VFV). 

3.7 Personen, welche der freiwilligen Versicherung beitreten wollen, ha-

ben demnach zusammenfassend die folgenden Voraussetzungen zu er-

füllen: Sie müssen die schweizerische Staatsbürgerschaft oder diejenige 

eines Mitgliedstaates der EU oder der EFTA besitzen (1); sie dürfen nicht 

in einem Staat der EU oder der EFTA wohnen (2); sie dürfen nicht ge-

mäss Art. 1a AHVG versichert sein (3); sie müssen unmittelbar vor dem 

Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung während mindestens 

fünf aufeinanderfolgenden Jahren versichert gewesen sein (4), und sie 

müssen die Beitrittsfrist von (grundsätzlich) einem Jahr einhalten (5).  

4.  

Anfechtungsobjekt der Beschwerde bildet der Einspracheentscheid vom 

12. März 2013, mit welcher die Vorinstanz das Beitrittsgesuch des Be-

schwerdeführers zur freiwilligen Versicherung abgelehnt hat. Streitig und 

vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen ist daher, ob die Abweisung des 

Beitrittsgesuchs durch die Vorinstanz zu Recht erfolgte.  

C-1807/2013 

Seite 9 

4.1 Die SAK lehnte die Aufnahme des Beschwerdeführers in die freiwillige 

Versicherung ursprünglich ab mit der Begründung, er habe sich per 18. 

September 2010 nach (…) abgemeldet und laut Auskunft der Ausgleichs-

kasse des Kantons (…) danach keine Beiträge mehr an die obligatorische 

AHV/IV geleistet. Nachdem die Beitrittserklärung erst am 12. November 

2012 erfolgt sei, habe er die einjährige Beitrittsfrist verpasst (act. 3). Mit 

Einspracheentscheid vom 12. März 2013 anerkannte sie in der Folge 

zwar die Wahrung der einjährigen Beitrittsfrist; allerdings wies sie das 

Beitrittsbegehren erneut ab, und zwar mit der (neuen) Begründung, ge-

mäss IK-Auszug bestünden Versicherungslücken in der Zeit von Juni bis 

Dezember 2007 und von Januar bis Oktober 2011 (fehlender Wohnsitz 

beziehungsweise fehlende versicherte Erwerbstätigkeit in der Schweiz; 

act. 9).  

4.2 Der Beschwerdeführer begründete seine Beschwerde im Wesentli-

chen damit, dass er - entgegen der von der SAK im angefochtenen Ein-

spracheentscheid vertretenen Auffassung - in der massgeblichen Zeit 

keine Versicherungslücken aufweise, da er bis zum Mai 2007 Zivildienst 

geleistet und von Juni bis September 2007 in der Schweiz gewohnt und 

sein Studium vorbereitet habe; im September 2007 habe er alsdann das 

Studium an der Universität Bern begonnen. Von Januar bis Mai 2011 ha-

be er als Teil seines Studiums ein Praktikum in (…) absolviert. Daraufhin 

sei er im Juni 2011 in die Schweiz zurückgekehrt und habe sein Studium 

im August 2011 abgeschlossen. Von September bis Oktober 2011 habe er 

in der Schweiz gewohnt und seinen Zivildiensteinsatz in (…) vorbereitet 

(BVGer act. 1).  

Im vorliegenden Beschwerdeverfahren anerkennt die SAK nunmehr 

erstmals den Beitritt zur freiwilligen Versicherung (per 1. Juli 2012) mit der 

Begründung, der Beschwerdeführer erfülle nunmehr - mit Blick auf die im 

Beschwerdeverfahren eingereichten neuen (im Einspracheverfahren noch 

fehlenden) Belege - die Beitrittsvoraussetzungen und werde per 1. Juli 

2012 in die freiwillige AHV/IV aufgenommen, da er bis zum Juni 2012 

AHV-versichert gewesen sei (BVGer act. 3).  

4.3  

4.3.1 Mit Blick auf den Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes we-

gen (vgl. E. 2.6 hiervor) hat das Bundesverwaltungsgericht die An-

spruchsvoraussetzungen des Beitritts in die freiwillige Versicherung ei-

genständig zu prüfen.  

C-1807/2013 

Seite 10 

Zwischen den Parteien ist zu Recht nicht mehr umstritten, dass der Be-

schwerdeführer die Anspruchsvoraussetzungen der (mindestens) fünfjäh-

rigen obligatorischen Versicherung und der Einhaltung der Frist für die 

Beitrittserklärung erfüllt (vgl. hierzu auch IK-Auszug, act. 8, S. 1; Beitritts-

gesuch, act. 1, S. 1). Unbestritten ist ferner die schweizerische Staats-

bürgerschaft. Näher zu prüfen ist demgegenüber, ob der Beschwerdefüh-

rer seinen Wohnsitz weder in der Schweiz noch in einem Mitgliedstaat der 

EU oder der EFTA hat und ob er nicht - trotz seines Auslandaufenthaltes - 

noch in der obligatorischen AHV versichert ist.  

4.3.2 Vorliegend geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer 

im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung vom 20. Dezember 2012 dabei war, 

ein einjähriges Nachdiplomstudium an der Universität B._______ zu ab-

solvieren; dessen Dauer war für die Zeit vom 20. September 2012 bis 30. 

September 2013 vorgesehen (act. 1, S. 4). Wie vorstehend (E. 3.3 hier-

vor) dargelegt, besteht im Zusammenhang mit dem Aufenthalt zu Stu-

dienzwecken die widerlegbare Vermutung, dass dieser Aufenthalt keinen 

Wohnsitz im Ausland begründet. Hinweise, welche für die Begründung ei-

nes neuen Wohnsitzes in Grossbritannien sprechen würden, sind nicht 

ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend ge-

macht. Im Gegenteil hat er dieses Nachdiplomstudium inzwischen offen-

bar abgeschlossen (vgl. BVGer act. 6). Dementsprechend wurde der bis-

herige Wohnsitz in Bern durch das Nachdiplomstudium an der Universität 

B._______ nicht aufgegeben (vgl. hierzu auch Art. 24 Abs. 1 ZGB). Somit 

fehlt es vorliegend am Erfordernis der Begründung eines neuen Wohnsit-

zes im Ausland.  

Vielmehr ist aufgrund der Akten davon auszugehen, dass der Beschwer-

deführer seinen Wohnsitz in der Schweiz beibehalten hat und damit 

gleichzeitig auch (im Sinne von Art. 1a Abs. 1 Bst. a AHVG) weiterhin in 

der Schweiz obligatorisch versichert beziehungsweise der AHV unterstellt 

geblieben ist.  

4.4 Hinzu kommt, dass dem Gesuch um Beitritt in die freiwillige Versiche-

rung selbst dann nicht stattgegeben werden könnte, wenn der Beschwer-

deführer - entgegen dem Gesagten - aufgrund seines Studienaufenthal-

tes seinen Wohnsitz nach Grossbritannien verlegt hätte. Nachdem es sich 

bei Grossbritannien um einen Mitgliedstaat der EU handelt, wäre auch die 

gesetzliche Anspruchsvoraussetzung des Wohnsitzes ausserhalb der EU 

und der EFTA (Art. 2 Abs. 1 AHVG; vgl. hierzu auch Rz. 2003 und 2005 

WFV) nicht gegeben.  

C-1807/2013 

Seite 11 

4.5 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Verlegung des 

Aufenthaltes zur Absolvierung eines rund einjährigen Studiums nach 

Brighton keinen neuen (ausländischen) Wohnsitz begründet hat. Vielmehr 

ist der bisherige Wohnsitz in der Schweiz und damit auch die obligatori-

sche Unterstellung Art. 1a Abs. 1 Bst. a AHVG bestehen geblieben. Dem-

entsprechend war der Beschwerdeführer auch für die Zeit nach dem 20. 

September 2012 obligatorisch bei der AHV versichert.  

4.6 Die Voraussetzungen für den Beitritt zur freiwilligen Versicherung sind 

damit nicht erfüllt. Das entsprechende Beitrittsgesuch des Beschwerde-

führers wurde von der Vorinstanz daher im Ergebnis (wenn auch mit un-

zutreffender Begründung) zu Recht abgelehnt. Die Beschwerde erweist 

sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen und der vorinstanzliche 

Einspracheentscheid vom 12. März 2013 zu bestätigen ist. 

4.7  

Mit Blick auf diese Sach- und Rechtslage kann der Beschwerdeführer 

Beitragslücken (auch) durch Leistung entsprechender Nichterwerbstäti-

genbeiträge (vgl. dazu Art. 10 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 28 ff. 

AHVV) vermeiden. Der vom Beschwerdeführer beantragte Beitritt zur 

freiwilligen Versicherung zur Vermeidung einer "Versicherungslosigkeit" 

ist nicht notwendig, da er auch nach dem 20. September 2012 bei der 

AHV versichert ist. Personen, die keine Erwerbstätigkeit ausüben, sind 

als Nichterwerbstätige beitragspflichtig (Art. 10 Abs. 1 AHVG). Mit der 

Leistung entsprechender Beiträge (innert der massgeblichen Verjäh-

rungsfrist von fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, für welche sie 

geschuldet sind [vgl. Art. 16 Abs. 1 AHVG]) kann der Beschwerdeführer 

Beitragslücken vermeiden (vgl. hierzu auch Rz. 2067 und Rz. 2069 der 

Wegleitung des BSV über die Beiträge der Selbstständigerwerbenden 

und Nichterwerbstätigen [WSN] in der AHV, IV und EO, Stand: 1. Januar 

2014; UELI KIESER, AHV, a.a.O., S. 1274 Rz. 201). 

5.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

5.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85
bis

 Abs. 2 AHVG), 

so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 

5.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

C-1807/2013 

Seite 12 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundes-

behörde hat die SAK jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädigung 

(Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173. 

320.2]). Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist entsprechend dem 

Verfahrensausgang keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 

Abs. 1 VwVG e contrario).  

 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen  

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Roland Hochreutener 

 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die folgende Seite verwiesen). 

C-1807/2013 

Seite 13 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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