# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** afeeb460-05a1-5949-a01b-f4fa1be18ee2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.11.2018 RU180051
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RU180051_2018-11-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RU180051-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. H.A. Müller, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler  

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt 

Beschluss vom 5. November 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Kläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Forderung  
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Friedensrichteramtes der Stadt  
Zürich, Kreise 3 + 9, vom 11. September 2018 (GV.2018.00194) 
 

 

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Erwägungen: 

1.1 Mit Schreiben vom 18. Mai 2018 reichte der Kläger und Beschwerde-
führer (fortan Kläger) beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich, Kreise 3+9 (fortan 

Vorinstanz), gegen die Beklagte und Beschwerdegegnerin (fortan Beklagte) ein 

Schlichtungsgesuch über einen Forderungsbetrag von Fr. 30'000.– ein (Urk. 1 

Blatt 2). Mit Verfügung vom 23. Mai 2018 setzte die Vorinstanz dem Kläger eine 

Frist von 20 Tagen an, um einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.– zu 

leisten (Urk. 2). Diese Verfügung nahm der Kläger am 4. Juni 2018 entgegen und 

stellte gleichentags ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

(Urk. 3-4). Mit Schreiben vom 6. Juni 2018 wies die Vorinstanz den Kläger darauf 

hin, dass für die Beurteilung desselben das Bezirksgericht Zürich zuständig sei 

(Urk. 5).  

1.2 Mit Urteil vom 17. Juli 2018 wies das Einzelgericht im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 7. Abteilung, das Gesuch des Klägers um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab (Urk. 7 S. 7). Gegen dieses Ur-

teil erhob der Kläger mit Schreiben vom 6. August 2018 Beschwerde. Unter der 

Geschäfts-Nr. RU180040-O wurde ein entsprechendes Beschwerdeverfahren an-

gelegt. Mit Beschluss vom 12. Oktober 2018 trat die angerufene Kammer auf die-

se Beschwerde nicht ein (OGer ZH RU180040 vom 12.10.2018, S. 5-6). 

1.3 Zwischenzeitlich setzte die Vorinstanz dem Kläger mit Verfügung vom 
11. September 2018 eine Nachfrist von 10 Tagen an, um den Kostenvorschuss zu 

leisten (Urk. 8). Hiergegen erhob der Kläger mit Schreiben vom 6. August 2018 

(Datum Poststempel: 18. September 2018, eingegangen am 20. September 2018) 

Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 9 S. 1): 

"1. Unendgeltliche Rechtspflege -Art. 117 ZPO a.b. und ggf. c. 

 2. Sofortige Eilverfügung zur Zwangsgeldzahlung von 10.000 CHF von B._____ vertreten 
durch CEO C._____ ,an Obergericht Kantons Zürich s.o.". 

2.1 Der Kläger reicht als Beschwerdeschrift Seite 1 derjenigen Beschwer-
deschrift vom 6. August 2018 ein, welche er bereits im Beschwerdeverfahren 

RU180040-O zur Anfechtung des abgewiesenen Gesuchs um Gewährung der 

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unentgeltlichen Rechtspflege einreichte (vgl. Urk. 9 mit Urk. 15 S. 1 im Geschäft 

Nr. RU180040-O). Die Beschwerdeschrift trägt die Überschrift "Beschwerde ge-

gen Urteil vom 17. Juli 2018 eingetroffen Zustellung = 3.8.2018. Gegen o.g. Urteil 

erhebe ich Einspruch (…)". Da der Kläger jedoch der vorliegenden Beschwerde 

die Verfügung der Vorinstanz vom 11. September 2018 beilegte, und die Verfü-

gung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich 

vom 17. Juli 2018 bereits mit Schreiben vom 6. September 2018 anfocht, ist da-

von auszugehen, dass er erstere anfechten will. Dies wurde dementsprechend 

aufgenommen.  

2.2 Eingaben sind dem Gericht in Papierform oder elektronisch einzu-
reichen. Sie sind zu unterzeichnen (Art. 130 Abs. 1 ZPO). Mängel wie fehlende 

Unterschrift sind innert einer gerichtlichen Nachfrist zu verbessern. Andernfalls gilt 

die Eingabe als nicht erfolgt (Art. 132 Abs. 1 ZPO). Der Eingabe des Klägers fehlt 

die eigenhändige Unterschrift (Urk. 9). Damit wäre dem Kläger grundsätzlich Frist 

zur Verbesserung der Eingabe anzusetzen. Aus prozessökonomischen Gründen 

und mit Blick auf das nachfolgend Ausgeführte kann jedoch davon abgesehen 

werden. 

3. Auf die Beschwerde ist in zweierlei Hinsicht nicht einzutreten:  

3.1 Der Beschwerde gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 11. Sep-
tember 2018 fehlt es an einer den gesetzlichen Vorgaben genügenden Begrün-

dung. So hat die Beschwerde führende Partei im Einzelnen darzulegen, an wel-

chen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststel-

lung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. 

Werden keine, unzulässige oder ungenügende Rügen erhoben, stellt dies einen 

nicht behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist nicht eine Nachfrist zur 

ergänzenden Begründung anzusetzen, sondern ist die Beschwerde abzuweisen 

bzw. ist darauf nicht einzutreten. Der Kläger bringt mit keinem Wort vor, aus wel-

chen Gründen die Vorinstanz ihm keine Nachfrist zur Leistung eines Kostenvor-

schusses hätte ansetzen dürfen, nachdem sein Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege am 17. Juli 2018 abgewiesen worden war. Damit fehlt 

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es an einer Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen und dem-

gemäss an einer Begründung. Entsprechend ist darauf nicht einzutreten.  

3.2 Ebenso wenig ist auf den Antrag des Klägers zur Verpflichtung der Be-
klagten zu einer sofortigen Zwangsgeldzahlung einzutreten: Diesbezüglich wurde 

bereits im Beschluss der angerufenen Kammer vom 12. Oktober 2018 ausgeführt, 

dass es sich dabei um eine vorläufige Sicherstellung des materiellen Anspruchs 

handle, welchen der Kläger erreichen wolle. Es handle sich dabei prozessual um 

eine im Beschwerdeverfahren erstmals beantragte vorsorgliche Massnahme, was 

aufgrund des im Beschwerdeverfahren geltenden absoluten Novenverbots unzu-

lässig sei (Art. 326 ZPO, OGer ZH vom 12.10.2018, S. 4-5, E. 5c). Dies gilt auch 

für das vorliegende Verfahren. Damit hat es sein Bewenden. 

3.3 Der Vollständigkeit halber ist der Kläger – hätte er mit seiner Be-
schwerde tatsächlich das Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 

am Bezirksgericht Zürich, 7. Abteilung, vom 17. Juli 2018 anfechten wollen – da-

rauf hinzuweisen, dass die angerufene Kammer hierüber bereits mit Beschluss 

vom 12. Oktober 2018 entschieden hat. Entsprechend ist darauf nicht mehr zu-

rückzukommen. Auf die Beschwerde gegen dieses Urteil wäre demgemäss eben-

so wenig einzutreten. 

3.4 Damit erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig, wes-
halb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort verzichtet werden kann (Art. 322 

Abs. 1 ZPO). Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten. 

4.1 Umständehalber ist auf das Erheben von Kosten zu verzichten.  

4.2 Der Beklagten ist für das Beschwerdeverfahren mangels relevanter 
Umtriebe keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 lit. a ZPO) 

 

 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer 

Kopie der Urk. 9, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein, an 

den Kläger auf dem Rechtshilfeweg. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert der Hauptsache beträgt 
Fr. 30'000.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 5. November 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt  
 
 
versandt am: 
mc 

	Beschluss vom 5. November 2018
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie der Urk. 9, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein, an den Kläger auf dem Rechtshilfeweg.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...