# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7211ab92-17cd-5e75-ba1e-e5f87d8c665b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 15.02.2021 IV 2018/405
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2018-405_2021-02-15.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/405

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 10.09.2021

Entscheiddatum: 15.02.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 15.02.2021
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss beweistauglichem, 
überzeugendem polydisziplinärem Gutachten besteht kein 
Gesundheitsschaden, der eine mindestens 40%ige Erwerbsunfähigkeit 
bewirkt oder bewirkt hat. Eine erforderliche Invalidität bei Ablauf des 
Wartejahres im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b und c hat somit nie vorgelegen. 
Der Beschwerdeführer hat somit keinen Rentenanspruch und die Prüfung 
der versicherungsmässigen Voraussetzungen kann unterbleiben (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Februar 2021, IV 
2018/405). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten. 
9C_189/2021.

Entscheid vom 15. Februar 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), und Karin Huber-

Studerus, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2018/405

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Walter Keller, Obergass Rechtsanwälte, 

Obergasse 34, Postfach 315, 8402 Winterthur,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter), meldete sich am 27. Dezember 2012 bei der 

Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1).

A.a. 

Der Versicherte hatte am 6. Mai 2012 einen Verkehrsunfall erlitten (Unfallmeldung 

UVG, FA, act. 2-2; vgl. auch FA act. 2-15 ff.), war vom 18. bis 26. Juni 2012 stationär in 

der psychiatrischen Klinik B.___ behandelt (Austrittsbericht vom 12. Juli 2012, IV-

act. 135-12 ff.) und wegen Beschwerden seitens der Halswirbelsäule und des linken 

Ellbogens abgeklärt worden (MRT HWS vom 2. Juli 2012, FA, act. 2-45; 

Konsiliarbericht Dr. med. C.___, Neurologie FMH, vom 9. September 2012, IV-

act. 2-46 ff.). Am 12. Dezember 2012 war er erneut stationär in die psychiatrische Klinik 

B.___ eingetreten (Austrittsbericht vom 7. März 2014, IV-act. 54-1 ff.).

A.b. 

Die IV-Stelle beschied dem Versicherten mit Mitteilung vom 6. Februar 2013, 

aufgrund des Gesundheitszustandes seien zurzeit keine beruflichen Eingliederungs­

massnahmen möglich (IV-act. 10).

A.c. 

In der Folge wurde der Versicherte im Auftrag des Unfallversicherers durch die 

MEDAS Ostschweiz polydisziplinär begutachtet (Gutachten vom 22. Oktober 2013, FA, 

act. 5-3 bis 47; Dr. med. D.___, Orthopädie; Dr. med. E.___, Psychiatrie; Dr. med. F.___ 

A.d. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

und med. pract. G.___, Neurologie). Die Gutachter diagnostizierten als die 

Arbeitsfähigkeit einschränkend einen Status nach HWS Beschleunigungsverletzung bei 

PW-Unfall am 6. Mai 2012, ein cervicovertebrales Schmerzsyndrom bei endgradiger 

Bewegungseinschränkung der HWS und deutlichen degenerativen Veränderungen und 

Zeichen einer polysegmentalen Discopathie sowie eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und emotional instabilen Anteilen (FA, 

act. 5-35, 41) und kamen zum Schluss, in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten 

bestehe keine Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit. Der Versicherte sei 

vollschichtig einsetzbar (FA, act. 5-39).

Mit Vorbescheid vom 27. November 2013 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Leistungsbegehrens 

hinsichtlich beruflicher Massnahmen und Rentenanspruch (IV-act. 46). Hiergegen erhob 

der Versicherte am 15. Januar 2014 Einwand und machte geltend, auf das MEDAS-

Gutachten vom 22. Oktober 2013 könne nicht abgestellt werden, da es auf einer 

unvollständigen Aktenlage beruhe (IV-act. 49).

A.e. 

Dr. med. H.___, FMH Kardiologie, berichtete am 3. März 2014, der Versicherte 

leide an einer valvulären Herzkrankheit (IV-act. 58). Im Arztbericht vom 18. Juli 2014 

hielt er fest, ohne Aortenklappenersatz bestehe wahrscheinlich nur eine 50%ige 

Leistungsfähigkeit (IV-act. 58) und im Bericht vom 11. Februar 2015 führte er aus, der 

Befund sei seit Februar 2014 stabil (IV-act. 98).

A.f. 

Ab dem 9. August 2014 war der Versicherte in wöchentlicher ambulanter 

psychiatrischer Behandlung bei med. pract. I.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, der ihn bereits am 27. November und am 10. Dezember 2013 gesehen 

hatte und ab Behandlungsbeginn eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (Bericht 

vom 30. Juli 2014, IV-act. 84; Arztbericht vom 19. Februar 2015, IV-act. 95; 

Verlaufsbericht vom 10. März 2016, IV-act. 119).

A.g. 

Am 14. September 2015 begann der Versicherte ein bis zum 23. Dezember 2015 

dauerndes Einsatzprogramm bei der J.___, wobei seine Leistungsfähigkeit aus 

gesundheitlichen Gründen mit 20 % bewertet wurde (Bericht 25. November 2015, FA 

act. 6).

A.h. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ein kardiologisches Konsil in der Klinik für Kardiologie des Kantonsspitals 

St. Gallen (KSSG) ergab, dass der Versicherte aus kardiologischer Sicht für leichte 

körperliche Arbeiten zu 100 % einsatzfähig sei (Bericht vom 10. März 2016, IV-

act. 108).

A.i. 

Der Versicherte war ab 15. Juni 2016 in ambulanter psychiatrischer Therapie bei 

Dr. med. L.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Bericht vom 23. August 2016, IV-

act. 125) und vom 4. bis 29. Juli 2016 in integrativer tagesklinischer Behandlung in der 

Klinik K.___ Bericht vom 27. Juli 2016, IV-act. 130). Hierauf folgten vom 7. bis 

31. Dezember 2016 und vom 10. Januar bis 24. Februar 2017 stationäre Aufenthalte im 

psychiatrischen Zentrum M.___ (Bericht vom 18. Januar 2017, IV-act. 135-5 ff.; 

Austrittsbericht vom 20. März 2017, IV-act. 142-2 ff.). Vom 24. April bis 19. Mai 2017 

unterzog sich der Versicherte erneut einer integrativen tagesklinischen Behandlung an 

der Klinik K.___ (Bericht vom 22. Mai 2017, IV-act. 151-2 f.).

A.j. 

Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte durch die N.___ AG polydisziplinär 

begutachtet (Gutachten vom 16. April 2018, Dr. med. O.___, Allgemeine Innere Medizin; 

Dipl.-Psych. P.___, Neuropsychologie; Dr. med. Q.___, Kardiologie; Dr. med. R.___, 

Orthopädie; Dr. med. F.___ und med. pract. S.___, Neurologie; Dr. med. T.___, 

Psychiatrie; Untersuchungen vom 18. Januar 2018, 27. März 2018; IV-act. 168-1 bis 

69). Die Gutachter diagnostizierten als Erkrankungen mit Einschränkung der 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein Aneurysma der Aorta thoracalis ascendens, ein 

chronisches cervico-vertebrales Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen 

ossärer und discogener Art nach HWS-Distorsionstrauma am 6. Mai 2012, sowie eine 

kombinierte Persönlichkeitsstörung (unreif, instabil, impulsiv, ICD-10: F61.0). Ohne 

wesentliche Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit blieben die unter anderem 

erhobene anamnestisch leichtgradige sensible Neuropathie des N. ulnaris links sowie 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4; IV-

act. 168-55). Für körperlich schwere Tätigkeiten bestehe seit Diagnosestellung des 

Aortenaneurysmas im Juli 2014 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. In jeder körperlich 

zumutbaren - im Wesentlichen wechselbelastenden, leichten - Tätigkeit sei der 

Versicherte zu 80 % arbeitsfähig (IV-act. 168-56 f.).

A.k. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

RAD-Arzt U.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 25. Mai 

2018 Stellung. Er befand, die gutachterlichen Arbeitsfähigkeitseinschätzungen könnten 

übernommen werden. Die 80%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe ab dem Zeitpunkt der 

psychiatrischen Begutachtung (18. Januar 2018). Retrospektiv könne auf die 

Einschätzung im Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom Oktober 2013 abgestellt 

werden (IV-act. 170).

A.l. 

Die IV-Stelle wies mit Mitteilung vom 16. August 2018 das Begehren um 

berufliche Massnahmen ab, da der Versicherte die Rentenprüfung wünsche (IV-

act. 173) und gewährte ihm mit Vorbescheid vom 12. September 2018 das rechtliche 

Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 179). Hiergegen erhob 

der Versicherte am 18. September 2018 vorsorglich (IV-act. 180) und am 18. Oktober 

2018 begründet und gestützt auf einen MRI-Befund der Wirbelsäule vom 

12. September 2018 (IV-act. 183-6 f.) Einwand (IV-act. 183-1 ff.).

A.m. 

Die IV-Stelle holte eine Stellungnahme von RAD-Arzt U.___ ein (vom 9. November 

2018, IV-act. 184) ein und wies das Leistungsbegehren gestützt auf das Gutachten 

vom 17. April 2018 und die RAD-Stellungnahme aufgrund eines Invaliditätsgrades von 

20 % ab (IV-act. 185).

A.n. 

Mit Beschwerde vom 13. Dezember 2018 beantragt A.___, vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. W. Keller, die Verfügung vom 12. November 2018 sei unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen 

Leistungen aus IVG auszurichten. Weiter sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu 

gewähren. Er macht im Wesentlichen geltend, die orthopädische Begutachtung stütze 

sich auf einen veralteten MRI-Befund und berücksichtige die inzwischen massive 

Zunahme der degenerativen Veränderungen nicht. Im psychiatrischen Teilgutachten 

werde nicht ausreichend begründet, dass keine bipolare Störung und keine 

posttraumatische Belastungsstörung vorliegen würden. Zur retrospektiven Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit nehme das Gutachten nicht Stellung. Die Annahme einer 

durchgehenden 80%igen Arbeitsfähigkeit seit Berufseintritt (1979) in adaptierten 

Tätigkeiten widerspreche der Beurteilung der behandelnden Ärzte (act. g 1).

B.a. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 6/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.

Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 

nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20). Nicht 

Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der Anspruch auf berufliche 

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Februar 2019 beantragt die 

Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen. Der RAD habe die MRI-

Berichte gewürdigt. Der Beschwerdeführer lege keine aus dieser Bildgebung 

resultierende medizinische Einschätzung der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vor, 

welche den fundierten Ausführungen des RAD widerspreche. Der Gutachter habe sich 

vertieft mit den Diagnosen der Behandler auseinandergesetzt. Der Beschwerdeführer 

verfüge über erhebliche Ressourcen. Auch weil eine Arbeitsunfähigkeit bereits bei 

Einreise vorhanden gewesen sei, bestehe kein Anspruch auf Leistungen der IV 

(act. G 7).

B.b. 

Die Abteilungspräsidentin bewilligt am 12. Februar 2019 die unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung; act. G 8).

B.c. 

Mit Replik vom 28. Mai 2019 macht der Beschwerdeführer geltend, auch der RAD 

habe die MRI-Befunde vom 12. September 2018 nicht einlässlich fachmedizinisch 

gewürdigt und wäre gehalten gewesen, diese dem orthopädischen Gutachter 

vorzulegen. Auf die RAD-Stellungnahme könne nicht abgestellt werden. Bezüglich der 

Diagnose der bipolaren Störung bestünden Widersprüche und offene Fragen, welche 

das Gutachten nicht ausräume. In der Tagesklinik K.___ sei ihm ab Austritt am 19. Mai 

2017 in adaptierter Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 30 % bis 50 % attestiert worden. 

In Anbetracht dessen sei die gutachterliche Einschätzung einer durchgehenden 

80%igen Arbeitsfähigkeit nicht haltbar (act. G 16).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet stillschweigend auf eine Duplik (act. G 18).B.e. 

Das Gericht zieht einen aktuellen Auszug aus dem individuellen Konto des 

Beschwerdeführers bei (act. G 19 ff.).

B.f. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Massnahmen. Diesen hat die Beschwerdegegnerin mit inzwischen rechtskräftiger 

Mitteilung vom 16. August 2018 abgewiesen, da der Beschwerdeführer die 

Rentenprüfung gewünscht habe (IV-act. 173). Für die Prüfung eines Rentenanspruches 

sind die nachfolgend aufgeführten Grundlagen massgeblich.

2.  

Nach den allgemeinen versicherungsmässigen Voraussetzungen (Art. 4 ff. IVG) 

sind ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 IVG, nur 

anspruchsberechtigt, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 

Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG; SR 

830.1) in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während 

mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während 

zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben (Art. 6 Abs. 2 Satz 1 IVG).

2.1. 

Die besonderen Voraussetzungen des Anspruchs auf eine ordentliche Rente 

setzen unter anderem voraus, dass die versicherte Person bei Eintritt der Invalidität 

während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet hat (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG). Falls 

die Mindestbeitragsdauer mit schweizerischen Versicherungszeiten nicht erfüllt ist, 

müssen bei Schweizern und Angehörigen von EU/EFTA-Staaten Beitragszeiten 

mitberücksichtigt werden, die in einem EU/EFTA-Staat zurückgelegt wurden. Ist die 

Mindestbeitragsdauer zwar unter Anrechnung von Versicherungszeiten in der EU/EFTA 

erfüllt, beträgt aber die Beitragszeit in der Schweiz weniger als ein Jahr, so besteht kein 

Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Juli 

2020, 8C_237/2020, E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).

2.2. 

Gemäss Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die 

Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere 

erreicht hat (leistungsspezifischer Begriff der Invalidität, Urteil des Bundesgerichts vom 

5. Juni 2012, 9C_108/2012, E. 2.2.2 mit weiteren Hinweisen). Im Falle einer Rente gilt 

die Invalidität in dem Zeitpunkt als eingetreten, in dem der Anspruch nach Art. 8 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) und Art. 4 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 28 ff. IVG entsteht, das heisst 

frühestens, wenn die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % bleibend oder für längere Zeit 

erwerbsunfähig (Art. 7 und 8 ATSG) ist (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Juli 2020, 

8C_237/2020, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen).

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.  

Ist eine Person ausländischer Staatsangehörigkeit bei erstmaliger Einreise in die 

Schweiz bereits zu mindestens 40 % invalid, ist der Versicherungsfall Rente 

eingetreten, bevor diese die Anspruchsvoraussetzungen der Leistung von Beiträgen 

während mindestens eines vollen Jahres nach Art. 6 Abs. 2 IVG erfüllen konnte (Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. Juli 2020, 8C_237/2020, E. 6.1).

2.4. 

Die Prüfung, ob im vorliegenden Fall die allgemeinen versicherungsmässigen 

Voraussetzungen sowie die besonderen Voraussetzungen für eine ordentliche Rente 

erfüllt sind, kann jedoch, wie die nachfolgenden Erwägungen ergeben werden, 

offenbleiben. Deshalb braucht dem Beschwerdeführer auch der beigezogene Auszug 

aus seinem individuellen Konto nicht noch nachträglich eröffnet zu werden.

2.5. 

Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem 

in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.1. 

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % 

besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine 

Dreiviertelsrente und ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze 

Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.

Zunächst ist zu prüfen, ob die Akten eine zuverlässige Beurteilung des medizinischen 

Sachverhalts zulassen. Zu prüfen ist insbesondere die Beweistauglichkeit der beiden 

vorliegenden Gutachten, auf welche sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer 

Hinsicht im Wesentlichen abstützt. Der Beschwerdeführer macht mehrere Mängel 

geltend. Auf die einzelnen Vorbringen wird im Folgenden soweit erforderlich 

eingegangen.

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 

360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

3.4. 

 4.1. 

Der Beschwerdeführer schilderte an somatischen Beschwerden, kurz nach dem 

Unfall sei es zu ausgeprägten Nacken- und Kopfschmerzen gekommen. Diese hätten 

4.1.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

persistiert. Er könne den Kopf nur noch eingeschränkt bewegen, da es sonst zu 

starken Schmerzen komme. Zudem seien Gefühlsstörungen vom Ellbogen links 

abwärts bis zur Hand aufgetreten. Die Schmerzen seien nach mehreren Infiltrationen im 

Jahr 2013 in den letzten Jahren gleich geblieben. Die Beweglichkeit des Kopfes sei 

eingeschränkt, der linke Arm "schlafe ein", das Gefühl und die grobe Kraft seien 

vermindert (IV-act. 168-37 f., 47).

Im Rahmen der Vorbegutachtung durch die Medas Ostschweiz wurde am 

29. August 2013 ein MRI der HWS angefertigt, welches unter anderem mögliche 

Kompressionen der Nervenwurzeln C4 und C6 links und C5 und C7 rechts, eine 

Altlantodentalgelenksarthrose oder -arthritis sowie diskrete Uncovertebral- und 

Facettengelenksarthrosen zeigte (Fremdakten, act. 5-13).

4.1.2. 

Dem Gutachten der N.___ AG vom 16. April 2018 liegt dieser MRI-Befund 

zugrunde (IV-act. 168-41). Im Rahmen der Begutachtung wurden sodann 

konventionelle Röntgenbilder angefertigt auf welchen eine moderate Osteochondrose 

HWK 4 bis 7, eine leichte Osteochondrose HWK 3/4 mit leichter Retrolisthesis, eine 

leichte Uncovertebralarthrose HWK 3/4 und eine diskrete Retrospondylose HWK 5/6 zu 

erkennen waren (IV-act. 168-26). Klinisch stellte der orthopädische Gutachter - wie die 

orthopädische Vorgutachterin (vgl. Fremdakten, act. 5-12) - eine schmerzhaft 

eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule fest mit gegenüber der 

Vorbegutachtung um rund 10° verminderter Rotation nach rechts und Neigung nach 

links (IV-act. 168-39). Sowohl im orthopädischen Status vom 21. August 2013 

(Fremdakten, act. 5-12 f.) als auch in demjenigen vom 18. Januar 2018 (IV-

act. 168-38 ff.) wurde ein Druck- und Klopfschmerz über den Dornfortsätzen und eine 

Druckdolenz der Trapeziusmuskulatur erhoben. Schulter, Ellbogen, Hand- und 

Fingergelenke waren bei der Erstbegutachtung frei beweglich (FA, act. 5-12). Bei der 

aktuellen Begutachtung gab der Beschwerdeführer bei der Palpitation beider 

Epicondylen, des Olecranons sowie des Sulcus nervi ulnari Schmerzen an (IV-

act. 168-39). Der neurologische Vorgutachter hatte ausgeführt, für bildgebend (früherer 

MRI-Befund vom 2. Juli 2012, vgl. Fremdakten, act. 2-45) beschriebene Irritationen der 

Nervenwurzeln C5 und C6 links finde sich klinisch kein Korrelat. Elektrophysiologisch 

fänden sich aktuell auch keine Hinweise auf eine Radikulopathie C8 links (FA, 

act. 5-27). Die neurologischen Gutachter der N.___ AG hielten im Wesentlichen fest, die 

Diagnose einer mutmasslich posttraumatischen, leichtgradigen, sensiblen 

Ulnarisneuropathie habe elektrophysiologisch nicht objektiviert werden können, was 

einen schwerwiegenden Nervenschaden ausschliesse. Zwischenzeitlich sei es hier zu 

einer Symptomausweitung ohne organisches Korrelat gekommen. Die angegebenen 

4.1.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Kopfbereich könnten als Folge des beim 

Unfall erlittenen HWS-Distorsionstraumas betrachtet werden (IV-act. 168-48). Die 

orthopädische und neurologische Diagnostik entsprach im Wesentlichen derjenigen 

des Vorgutachtens (IV-act. 168-42, 49), und es wurde dem Beschwerdeführer aus 

orthopädischer und neurologischer Sicht für angepasste Tätigkeiten wiederum eine 

volle Arbeitsfähigkeit attestiert (IV-act. 168-43, 49). Aus orthopädischer und 

neurologischer Sicht diagnostizierten die Gutachter ein chronisches cervico-vertebrales 

Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen ossärer und discogener Art nach 

HWS-Distorsionstrauma am 6. Mai 2012 (IV-act. 168-42) bzw. ein HWS-

Distorsionstrauma bei Verkehrsunfall am 6. Mai 2012 ohne neurologische Symptomatik 

oder Pathologie (IV-act. 168-48 f.). Weiter erhoben der orthopädische Gutachter den 

Verdacht auf eine beginnende Coxarthrose links (IV-act. 168-42) und die 

neurologischen Gutachter anamnestisch eine leichtgradige sensible Neuropathie des 

N. ulnaris links ohne Nachweis eines elektroneurographischen Korrelats oder einer 

Funktionsstörung (IV-act. 168-68). Die Gutachter nehmen ausdrücklich auf das Vor­

gutachten Bezug (Fremdakten, act. 5-35): Aus orthopädische Sicht sei eine 

leichtgradige Verschlechterung der objektiven Befunde festzustellen (IV-act. 168-42), 

während die neurologische Einschätzung im Wesentlichen unverändert zur 

neurologischen Begutachtung im Oktober 2013 sei (IV-act. 168-48). Dies erscheint 

plausibel, denn der Beschwerdeführer berichtete nicht über eine Zunahme der 

Beschwerden seit der Vorbegutachtung, und zwischen den Begutachtungen sind keine 

orthopädischen oder neurologischen Abklärungen oder Behandlungen aktenkundig, 

und aufgrund des Resultats der MRI-Untersuchung wurde keine Änderung der 

Therapie veranlasst. Wie bereits im Vorgutachten (Fremdakten, act. 5-29, 39), 

attestierten die N.___-Gutachter aus orthopädischer und neurologischer Sicht in 

angepassten Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 168-43, 49).

Nach Erstattung des der angefochtenen Verfügung zugrundeliegenden 

Gutachtens der N.___ AG vom 16. April 2018 wurde am 12. September 2018 erneut 

eine MRI-Untersuchung der Wirbelsäule durchgeführt. Diese zeigte im Gegensatz zur 

Voruntersuchung vom 29. August 2013 nachweisbare und nicht bloss mögliche 

Kompressionen bzw. Irritationen der Nervenwurzeln C6 und C7 links, eine vom 

orthopädischen Gutachter nicht (mehr) als vorhanden betrachtete Ödemzone und eine 

aktivierte Osteochondrose HWK 6/7 (vgl. IV-act. 183-6 f.).

4.1.4. 

Massgebend sind aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht die bildgebenden 

Befunde, sondern ob sie und gegebenenfalls welche klinischen und arbeitsfähigkeits­

relevanten Einschränkungen sie hervorrufen. Die neurologischen und der 

4.1.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

orthopädische Gutachter kamen im Gutachten vom 16. April 2018 zum Fazit, in 

Zusammenschau aller vorliegenden Befunde sei die Einschätzung im Wesentlichen 

unverändert zur Begutachtung vom Oktober 2013 (IV-act. 168-42, 49). Der 

orthopädische und die neurologischen Gutachter haben nachvollziehbar dargelegt, 

dass sich die Befunde seit der ersten Begutachtung nicht in relevantem Ausmass 

verschlechtert haben (vgl. E. 4.1.3). Die im MRI vom 12. September 2018 ersichtlichen 

Veränderungen haben sich somit bis zur N.___-Begutachtung nicht auf die funktionelle 

Leistungsfähigkeit ausgewirkt. Eine Zunahme der Beschwerden im Zeitraum zwischen 

der zweiten Begutachtung und dem aktuellen MRI-Befund wird nicht geltend gemacht 

und geht aus den Akten nicht hervor. Der neue MRI-Befund wurde dem RAD vorgelegt 

und dieser führte aus, aus versicherungsmedizinischer Sicht ergebe sich aus dem 

neuen MRI-Befund keine relevante Veränderung gegenüber den Voruntersuchungen 

(Stellungnahme vom 9. November 2018, IV-act. 184). Auch berichtete der 

Beschwerdeführer nicht über eine Zunahme der Schmerzen. Dies spricht ebenfalls 

gegen eine bedeutende klinische Verschlimmerung der Nacken-, Kopf-, Arm- und 

Handbeschwerden. Somit ist davon auszugehen, dass sich die Befunde zwar 

bildgebend verschlechtert haben, der klinische Befund und die 

arbeitsfähigkeitsrelevanten Einschränkungen für adaptierte Tätigkeiten jedoch in ihrer 

Schwere etwa konstant geblieben sind. Auf das orthopädische und das neurologische 

Teilgutachten kann somit abgestellt werden.

Der kardiologische Gutachter attestierte eine volle Arbeitsfähigkeit für körperlich 

leichte Tätigkeiten bzw. Arbeiten mit geringer körperlicher Belastung ohne plötzlichen 

und schnellen intrathorakalen Druckanstieg (IV-act. 168-53 f.). Er stimmt darin überein 

mit der Klinik für Kardiologie des KSSG, welche im Konsiliarbericht vom 13. Oktober 

2015 ausführte, aus kardiologischer Sicht sei der Beschwerdeführer für leichte 

körperliche Arbeiten 100 % einsatzfähig. Auch aus den Berichten des behandelnden 

Kardiologen Dr. H.___, insbesondere jenem vom 11. Februar 2015 (IV-act. 98), ergibt 

sich kein Anlass, das kardiologische Teilgutachten in Frage zu stellen.

4.2. 

Zum psychiatrischen Teilgutachten bringt der Beschwerdeführer zusammengefasst 

vor, es seien echtzeitliche Diagnosen der behandelnden Fachärzte nicht berücksichtigt; 

(vor allem) retrospektiv hätten zusätzliche psychische Beeinträchtigungen und eine 

relevant höhere Arbeitsunfähigkeit bestanden. Darauf ist im Folgenden einzugehen.

4.3. 

Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte dem Beschwerdeführer eine 

kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen, emotional instabilen und impulsiven 

Anteilen (ICD-10: F61.0; IV-act. 33 f.) und bestätigte aufgrund dieser eine 

4.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Arbeitsunfähigkeit von 20 %, die seit Beginn der beruflichen Tätigkeit im Jahr 1979 

bestehe (IV-act. 168-35). Weiter stellte er die Diagnose einer rezidivierenden 

depressiven Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4), die keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit habe (IV-act. 168-35). Die von ihm attestierte 20%ige 

Arbeitsunfähigkeit begründete er (jedoch) mit depressiven Stimmungseinbrüchen (IV-

act. 168-34). Diesen scheinbaren Widerspruch löste RAD-Arzt U.___ nachvollziehbar 

auf, indem er erklärte, der Gutachter sehe die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

wegen wiederkehrender depressiver Stimmungen als Folge der Persönlichkeitsstörung 

und nicht im Rahmen der gegenwärtig remittierten depressiven Störung 

(Stellungnahme vom 25. Mai 2018, IV-act. 170).

Beim Beschwerdeführer wurden seitens behandelnder Fachärzte die Diagnosen 

einer bipolaren affektiven Störung (Austrittsbericht psychiatrische Klinik B.___ vom 

12. Juli 2012, IV-act. 135-12 ff.; Arztbericht med. pract. I.___ vom 19. Februar 2015, IV-

act. 95; Arztbericht Dr. L.___ vom 23. August 2016, IV-act. 125; Berichte Klinik K.___ 

vom 29. Juli 2016, IV-act. 130, und vom 22. Mai 2017, IV-act. 151-2 f.) und einer 

posttraumatischen Belastungsstörung (Berichte med. pract. I.___ vom 30. Juli 2014, IV-

act. 84, vom 10. März 2016, IV-act. 95, und vom 10. März 2016, IV-act. 119, 

Austrittsbericht psychiatrisches Zentrum M.___ vom 20. März 2017, IV-act. 142-2 ff.) 

gestellt bzw. bestätigt. Der psychiatrische Gutachter führte zum Psychostatus aus, die 

Kriterien gemäss ICD-10 für eine depressive Episode hätten sich nicht erheben lassen, 

der Test mittels semiquantitativen Fragebogens habe einen leicht auffälligen Befund 

ergeben. Die gezielte Befragung nach Symptomen einer posttraumatischen 

Belastungsstörung mittels Fragebogens habe ergeben, dass keine Kriterien für eine 

posttraumatische Belastungsstörung vorhanden seien. Wiederholungen, 

Vermeidungsverhalten, kognitive Phänomene oder typische Veränderungen der 

Persönlichkeit seien nicht beschrieben oder berichtet worden (IV-act. 168-29). Ebenso 

fand er keine Hinweise auf eine affektive bipolare Störung bzw. auf manische oder 

hypomanische Phasen (IV-act. 168-33). Auch RAD-Ärztin Dr. med. V.___, Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie, stellte die Diagnose in Frage, da keine entsprechende 

Anamnese/Fremdanamnese vorliege und die medikamentöse Therapie diesbezüglich 

unzureichend erscheine (Stellungnahme vom 6. Februar 2017, IV-act. 133). Der 

psychiatrische Experte legte auch dar, dass die Diagnosekriterien in den Berichten der 

behandelnden Ärzte nicht ausreichend nachvollziehbar befundlich begründet worden 

seien (vgl. IV-act. 168-31 ff.). Retrospektiv führte er an, der Beschwerdeführer habe 

ohne Zweifel mehrere depressive Episoden unterschiedlichen Schweregrades 

4.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

durchgemacht. Diese hätten zeitweise, jedoch nicht dauerhaft, zu einer 

Arbeitsunfähigkeit geführt (IV-act. 168-33).

 4.4. 

Für psychische Erkrankungen wie namentlich Depressionen ist der Beweis nach 

dem strukturierten Verfahren mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu BGE 141 V 281 

und BGE 143 V 428, E. 7.1). Der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche 

gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als geleistet betrachtet werden, 

wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden 

Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 

(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 427, E. 6 a. E.).

4.4.1. 

Der psychiatrische Gutachter attestierte dem Beschwerdeführer aufgrund der 

diagnostizierten Persönlichkeitsstörung eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (E. 4.3.1). 

Obwohl dieser in den letzten Jahren ca. 10 % der Zeit in stationärer Behandlung oder 

der Tagesklinik verbracht und während der übrigen Zeit nach seinen Angaben ohne 

feste Tagesstruktur gelebt habe, gebe es keine klaren und anhaltenden psychiatrisch 

bedingten arbeitsfähigkeitsrelevanten Einschränkungen. In Zeiten ohne klare 

depressive Symptomatik sei die Einschränkung der Funktionsfähigkeit gering (IV-

act. 168-33). Die Fähigkeiten gemäss Mini-ICF-APP beurteilte er als intakt bis 

ausserhalb von depressiven Episoden höchstens leicht eingeschränkt. Insgesamt sei 

die Funktionsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht leicht beeinträchtigt (IV-act. 168-34). 

Demgegenüber attestierten med. pract. I.___ und Dr. L.___ dem Beschwerdeführer 

jeweils keine Arbeitsfähigkeit. Med. pract. I.___ hielt hierzu fest, während manischen 

Phasen sei der Beschwerdeführer unkonzentriert und überschätze sich (Arztbericht 

vom 19. Februar 2015, IV-act. 95), aufgrund der wegen der schwergradigen 

Herabgestimmtheit mit der Ein- und Durchschlafstörungen leide der Beschwerdeführer 

unter deutlicher Tagesmüdigkeit. Es seien ihm fast alle Ressourcen im Alltag verloren 

gegangen (Verlaufsbericht vom 10. März 2016, IV-act. 119). Dr. L.___ führte an, der 

Beschwerdeführer leide unter Ängsten, die ein hohes Stresserleben und eine reduzierte 

Belastbarkeit bewirkten. Aufgrund von rigiden Glaubenssätzen und Ängsten dürfte er 

kaum integrierbar sein (Arztbericht vom 23. August 2016, IV-act. 125).

4.4.2. 

Dass die durch die behandelnden Ärzte attestierten Arbeitsunfähigkeiten 

wesentlich höher sind als die gutachterlich geschätzte Arbeitsunfähigkeit, ist 

massgeblich Folge davon, dass erstere nicht genügend objektivierte Diagnosen in ihre 

Beurteilung mit einbezogen haben. Zudem erkannte der psychiatrische Gutachter im 

Gespräch eine gewichtige Rolle invaliditätsfremder psychosozialer Faktoren, 

4.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

namentlich in der Aussage des Beschwerdeführers, dass ihm die IV-Anerkennung eine 

Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz ermöglichen könne (IV-act. 168-33). 

Motivationale Faktoren beziehungsweise Anhaltspunkte, die gegen einen sehr grossen 

gesundheitlichen Leidensdruck sprechen, finden auch in den Berichten über die 

stationären und teilstationären Klinikaufenthalte Ausdruck: Am 31. Dezember 2016 trat 

der Beschwerdeführer vorübergehend aus der stationären Therapie im psychiatrischen 

Zentrum M.___ aus, um persönliche Angelegenheiten in Italien zu regeln. Bezüglich der 

medikamentösen Therapie war zudem die Compliance nicht optimal. Im 

Austrittsbefund wurde festgehalten, es seien keine formalen oder inhaltlichen 

Denkstörungen, keine Befürchtungen, Ängste oder Zwänge eruierbar. Im Gespräch 

ergäben sich keine Anhaltspunkte für Wahn, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen 

(Austrittsbericht vom 18. Januar 2017, IV-act. 135-7). Während der zweiten 

Therapiephase empfand der Beschwerdeführer das stationäre Therapiesetting 

zunehmend als zu einschränkend und verliess die Klinik vier Tage früher als 

vorgesehen, da sein Sohn bereits früher anreisen wollte (Austrittsbericht vom 20. März 

2017, IV-act. 142-4). Bei Austritt aus der tagesklinischen Behandlung in der Klinik K.___ 

wurde festgehalten, die Beteiligung am Programm habe sich im Verlauf verbessert und 

gegen Ende wieder schwer abgenommen. Die Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der 

reduzierten Compliance nicht einschätzbar. In einer adaptierten Tätigkeit würde eine 

Teilarbeitsfähigkeit von 30 % bis 50 % gutgeheissen (Bericht vom 22. Mai 2017, IV-

act. 151-4).

Der RAD hat dem Gutachten der N.___ AG einwandfreie Qualität bescheinigt und 

ausführlich dargelegt, weshalb den dort getroffenen Schlussfolgerungen zuzustimmen 

ist (RAD-Stellungnahme vom 25. Mai 2018, IV-act. 170). Der psychiatrische Gutachter 

habe sich ausführlich mit den Berichten und Diagnosen der behandelnden Psychiater 

auseinandergesetzt (Seiten 31 und 32) und plausibel begründet, weshalb er deren 

diagnostische Einschätzung nicht teile. Er habe überzeugend dargelegt, warum weder 

die Kriterien für eine bipolare affektive Störung noch für eine posttraumatische 

Belastungsstörung erfüllt seien. Er habe zudem plausibel begründet, dass aktuell keine 

depressive Episode vorliege. Übereinstimmend mit dem Vorgutachter bestätige er die 

Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, messe dieser im Gegensatz zu 

jenem nachvollziehbar eine geringere Einschränkung der Funktionsfähigkeit und eine 

um lediglich 20 % verminderte Arbeitsfähigkeit zu. Aus dem Kontext des Gutachtens 

gehe hervor, dass der Gutachter die Einschränkung mit wiederkehrenden depressiven 

Stimmungen als Folge der Persönlichkeitsstörung begründe und nicht im Rahmen der 

gegenwärtig remittierten rezidivierenden depressiven Störung sehe. Weiter führe der 

Gutachter aus, dass die wiederkehrenden depressiven Einbrüche lediglich zeitweise, 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

nicht aber dauerhaft zur Arbeitsunfähigkeit führten. In Zeiten ohne klare depressive 

Symptomatik sei die Einschränkung der Funktionsfähigkeit gering. Obwohl der 

Beschwerdeführer nur wenige Jahre regulär in einer Festanstellung gearbeitet habe, sei 

dies trotz der Persönlichkeitsstörung möglich gewesen. Da sich die Auswirkungen von 

Persönlichkeitsstörungen im frühen Erwachsenenalter manifestierten, seien diese 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit schon bei Einreise in der Schweiz vorhanden 

gewesen und nicht Folge des Unfallereignisses 2012. Vom psychiatrischen Gutachter 

werde auch erwähnt, dass psychosoziale Faktoren wie namentlich der Umstand, dass 

nur eine IV-Anerkennung ihm eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz ermöglichen 

würde, eine Rolle spielen würden. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei 

nachvollziehbar, dass diese motivationale Problematik mit dazu beigetragen habe, die 

Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit zu verunmöglichen. In diesem Zusammenhang 

werde auch auf die neuropsychologische Begutachtung mit stark auffälliger 

Symptomvalidierung verwiesen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht könnten die 

50%ige Arbeitsunfähigkeit aus kardiologischer Sicht für körperlich schwere Tätigkeiten 

im Rahmen des Aortenaneurysmas sowie die diesbezüglichen Adaptionskriterien geteilt 

werden. Ein erhöhter intrathorakaler Druck würde die lebensbedrohliche Gefahr einer 

Ruptur des Aneurysmas beinhalten. Aus orthopädischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit in 

der angestammten Tätigkeit um 20 % eingeschränkt aufgrund der eingeschränkten 

Kopfbeweglichkeit. Zusammenfassend sei die Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation bei allen Teilgutachten einleuchtend, 

die Schlussfolgerungen der Experten seien begründet. Die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit im polydisziplinären Konsens sei plausibel und nachvollziehbar. Aus 

versicherungsmedizinischer Sicht könne daher auf das polydisziplinäre Gutachten 

abgestellt werden. Die 50%ige Arbeitsfähigkeit angestammt seit Juli 2014 und eine 

80%ige Arbeitsfähigkeit seit dem Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung 

(18. Januar 2018) könnten übernommen werden (IV-act. 170). Auch aus der 

ausführlichen RAD-Stellungnahme vom 25. Mai 2018 ergibt sich somit schlüssig, dass 

die Vorbringen des Beschwerdeführers die gutachterliche Beurteilung nicht zu 

entkräften vermögen.

Auf die Ergebnisse der Gutachten bzw. die dortigen Arbeitsfähigkeitsschätzungen 

ist abzustellen. Mit dem RAD ist davon auszugehen, dass seit Juli 2014 von einer 50%-

igen Einschränkung in der angestammten Tätigkeit als Allrounder in einer Pizzeria und 

seit dem Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung von Januar 2018 von einer 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten von 80 % auszugehen ist. Retrospektiv kann 

von der Einschätzung der Medas Ostschweiz von Oktober 2013 abgestellt werden, 

4.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.

Zu prüfen ist nun, ob und wann der Versicherungsfall hinsichtlich einer allfälligen IV-

Rente eingetreten ist. Solange die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

lediglich 20 % betrug, konnte das Wartejahr nicht beginnen. Ab der Diagnose des 

Herzleidens bzw. den entsprechenden zu berücksichtigenden gesundheitlichen 

Einschränkungen (folglich ab Juli 2014) ist für angestammte Tätigkeiten von einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen. Demnach betrug die durchschnittliche 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit im Verlauf des Juni 2015 während 

eines Jahres 40 % und war das Wartejahr erfüllt. Da der Beschwerdeführer gemäss 

vorstehend festgestelltem medizinischen Sachverhalt weder bleibend und ebenso zu 

keiner Zeit längerdauernd im Umfang von mindestens 40 % erwerbsunfähig (d.h. auch 

in adaptierten Tätigkeiten in einem Ausmass von ungefähr 40 % arbeitsunfähig) war, ist 

im Hinblick auf eine IV-Rente im Verlauf des Juni 2015 sowie auch zu keinem anderen 

Zeitpunkt eine Invalidität eingetreten. Mit anderen Worten hat die Art und Schwere der 

Einschränkungen nie einen Eintritt der Invalidität in einem eine Rente begründenden 

Ausmass bewirkt. Somit kann bis und mit Verfügungszeitpunkt kein Eintritt der 

Invalidität hinsichtlich eines Rentenanspruches anerkannt werden und dessen 

Abweisung erfolgte zu Recht. Gleichzeitig konnte die Prüfung des Vorhandenseins der 

versicherungsmässigen Voraussetzungen gemäss Art. 4 ff. IVG im Hinblick auf eine 

Rente gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG unterbleiben.

6.  

mithin von einer erhaltenen bzw. lediglich um 20 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit 

für angepasste Tätigkeiten für den gesamten Zeitraum ausgegangen werden.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden 

Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten vollumfänglich aufzuerlegen. Zufolge 

unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.

6.2. 

bis

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 

600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGs 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat 

keine Kostennote eingereicht. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale Parteientschädigung von 

Fr. 3‘500.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2‘800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

6.4. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 15.02.2021
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss beweistauglichem, überzeugendem polydisziplinärem Gutachten besteht kein Gesundheitsschaden, der eine mindestens 40%ige Erwerbsunfähigkeit bewirkt oder bewirkt hat. Eine erforderliche Invalidität bei Ablauf des Wartejahres im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b und c hat somit nie vorgelegen. Der Beschwerdeführer hat somit keinen Rentenanspruch und die Prüfung der versicherungsmässigen Voraussetzungen kann unterbleiben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Februar 2021, IV 2018/405). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten. 9C_189/2021.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2024-05-27T01:27:32+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen