# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd2ed646-772d-5c29-9668-a51d50f3c67b
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-15
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 15.05.2024 RR.2024.38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2024-38_2024-05-15.pdf

## Full Text

Entscheid vom 15. Mai 2024 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Patrick Robert-Nicoud und Felix Ulrich, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 

Parteien 

  

A., 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-

rung, 

 

Beschwerdegegner 

 

 

Gegenstand  Auslieferung an Deutschland 

Auslieferung an Ungarn 

 

Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG); Nachtragsersu-

chen; Weiterlieferung (Art. 15 EAUe) 

 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2024.38 

 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Schweiz am 6. September 2023 den ungarischen Staatsangehörigen A. 

für die ihm im Auslieferungsersuchen vom 15. Juni 2023 zur Last gelegten 

Straftaten unter Beachtung des Spezialitätsprinzips an Deutschland auslie-

ferte (vgl. act. 2.1); 

 

- das Justizministerium von Ungarn mit Schreiben vom 3. August 2023, auf 

Rückfrage des Bundesamts für Justiz (nachfolgend «BJ») vom 29. Novem-

ber 2023 am 30. November 2023 ergänzt, die Schweiz um Auslieferung von 

A. für die ihm im Urteil des Amtsgerichts Salgotarjan vom 28. September 

2021 i.V.m. dem Beschluss des Landgerichts Balassagyarmat vom 12. Ok-

tober 2022 zur Last gelegten Straftaten ersuchte (act. 5.B.1, 5.B.2, 5.B.3); 

 

- das Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg mit Schrei-

ben vom 7. November 2023 die Schweiz um Auslieferung von A. für die ihm 

im Haftbefehl des Amtsgerichts Offenburg vom 11. September 2023 und im 

Haftbefehl des Amtsgerichts Freiburg vom 12. Oktober 2023 zur Last geleg-

ten Straftaten ersuchte (act. 5.A.1, 5.A.1a, 5.A.1b, 5.A.1c); 

 

- das BJ mit Auslieferungsentscheid vom 29. Februar 2024 die Auslieferung 

von A. an Deutschland für die dem Nachtragsersuchen des Ministeriums der 

Justiz und für Migration Baden-Württemberg vom 7. November 2023 zu-

grunde liegenden Straftaten und die Auslieferung von A. an Ungarn für die 

dem Nachtragsersuchen des Justizministeriums von Ungarn vom 3. August 

2023, ergänzt am 30. November 2023, zugrunde liegenden Straftaten bewil-

ligte (act. 2.1); 

 

- das BJ mit demselben Auslieferungsentscheid vom 29. Februar 2024 

Deutschland ermächtigte, A. an Ungarn weiterzuliefern, wobei es die Weiter-

lieferungsermächtigung mit dem Spezialitätsprinzip verband (act. 2.1); 

 

- der Auslieferungsentscheid vom 29. Februar 2024 A. am 28. März 2024 

zustellt wurde (act. 2.2); 

 

- das BJ mit Schreiben vom 10. April 2024 der Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts mitteilte, dass A. gegen den Auslieferungsentscheid 

vom 29. Februar 2024 am 3. April 2024 schriftliche Beschwerde erhoben 

habe, welche es der Beschwerdekammer zuständigkeitshalber zukommen 

lasse (act. 2); 

 

- 3 - 

 

 

- die Beschwerdekammer mit Schreiben vom 16. April 2024 das BJ bat, seine 

Verfahrensakten einzureichen (act. 4), welcher Bitte das BJ mit Eingabe vom 

24. April 2024 (Poststempel: 25. April 2024) nachkam (act. 5). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- für den Auslieferungsverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland primär 

das Europäische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 

(EAUe; SR 0.353.1), die hierzu ergangenen Zusatzprotokolle vom 17. März 

1978 (ZPII EAUe; SR 0.353.12) und vom 10. November 2010 (ZPIII EAUe; 

SR 0.353.13) sowie der Vertrag vom 13. November 1969 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland 

über die Ergänzung des EAUe und die Erleichterung seiner Anwendung (ZV 

EAUe; SR 0.353.913.61) massgebend sind; 

 

- für den Auslieferungsverkehr zwischen der Schweiz und Ungarn primär das 

EAUe und die hierzu ergangenen Zusatzprotokolle vom 15. Oktober 1975 

(ZPI EAUe; SR 0.353.11) und ZPII EAUe massgebend sind; 

 

- für den Auslieferungsverkehr mit Deutschland und Ungarn überdies das 

Übereinkommen vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens 

von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkom-

men [SDÜ]; CELEX-Nr. 42000A0922(02); ABl. L 239 vom 22. September 

2000, S. 19–62; Text nicht publiziert in der SR, jedoch abrufbar auf der Web-

seite der Schweizerischen Eidgenossenschaft unter «Rechtssammlung zu 

den sektoriellen Abkommen mit der EU», 8.1 Anhang A; https://www.fed-

lex.admin.ch/de/sector-specific-agreements/EU-acts-register/8) i.V.m. der 

Verordnung (EU) 2018/1862 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 28. November 2018 über die Einrichtung, den Betrieb und die Nutzung 

des Schengener Informationssystems (SIS) im Bereich der polizeilichen Zu-

sammenarbeit und der justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen, zur Än-

derung und Aufhebung des Beschlusses 2007/533/JI des Rates und zur Auf-

hebung der Verordnung (EG) Nr. 1986/2006 des Europäischen Parlaments 

und des Rates und des Beschlusses 2010/261/EU der Kommission, nament-

lich Art. 26–31 (CELEX-Nr. 32018R1862; Abl. L 312 vom 7. Dezember 2018, 

S. 56–106; abrufbar unter «Rechtssammlung zu den sektoriellen Abkommen 

mit der EU», 8.4 Weiterentwicklungen des Schengen-Besitzstands), sowie 

diejenigen Bestimmungen des Übereinkommens vom 27. September 1996 

über die Auslieferung zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union 

(EU-Auslieferungsübereinkommen; CELEX-Nr. 41996A1023(02); Abl. C 313 

- 4 - 

 

 

vom 23. Oktober 1996, S. 12–23), welche gemäss dem Beschluss des Rates 

2003/169/JI vom 27. Februar 2003 (CELEX-Nr. 32003D0169; Abl. L 67 vom 

12. März 2003, S. 25 f.; abrufbar unter «Rechtssammlung zu den sektoriellen 

Abkommen mit der EU», 8.2 Anhang B) eine Weiterentwicklung des Schen-

gen-Besitzstands darstellen, anwendbar sind, wobei die zwischen den Ver-

tragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmungen aufgrund bilateraler 

oder multilateraler Abkommen unberührt bleiben (Art. 59 Abs. 2 SDÜ; Art. 1 

Abs. 2 EU-Auslieferungsübereinkommen); 

 

- soweit die Staatsverträge bestimmte Fragen weder ausdrücklich noch 

stillschweigend regeln, das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über inter-

nationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und die dazugehörige 

Verordnung vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) anwendbar sind; 

 

- das innerstaatliche Recht nach dem sog. Günstigkeitsprinzip auch dann zur 

Anwendung gelangt, wenn es geringere Anforderungen an die Rechtshilfe 

stellt (BGE 148 IV 314 E. 2.1; 147 II 432 E. 3.1; 145 IV 294 E. 2.1); die Wah-

rung der Menschenrechte vorbehalten bleibt (BGE 145 IV 294 E. 2.1; 135 IV 

212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c S. 617; TPF 2020 64 E. 1.1); 

 

- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 

zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 

SR 172.021) anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a 

Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (siehe Art. 12 

Abs. 1 IRSG); 

 

- gegen Auslieferungsentscheide des BJ innert 30 Tagen seit der Eröffnung 

des Entscheides bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Beschwerde geführt werden kann (Art. 55 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 IRSG; 

Art. 50 Abs. 1 VwVG); 

 

- die Beschwerdeschrift unter anderem die Begehren, deren Begründung mit 

Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder 

seines Vertreters zu enthalten hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG); 

 

- die vorliegende Laien-Beschwerde vom 3. April 2024 bzw. deren Überset-

zung den inhaltlichen Anforderungen zu genügen vermag, sie jedoch nicht 

im Original mit eigenhändiger Unterschrift vorliegt (act. 1, 1.1); 

 

- 5 - 

 

 

- angesichts des Verfahrensausgangs darauf verzichtet werden kann, dem 

Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist zur Verbesserung einzuräumen (vgl. 

Art. 52 Abs. 2 VwVG); 

 

- dahingestellt bleiben kann, ob die weiteren Eintretensvoraussetzungen 

vorliegen, da sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist; 

 

- der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht, er würde benachteiligt, 

wenn ein ungarisches Gericht über die ihm in Deutschland vorgeworfenen 

Straftaten urteile; 

 

- die ungarischen Behörden nicht um Auslieferung des Beschwerdeführers zur 

Strafverfolgung der ihm von den deutschen Behörden vorgeworfenen Straf-

taten ersuchen; 

 

- der Beschwerdegegner auch nicht die Auslieferung des Beschwerdeführers 

an Ungarn zur Strafverfolgung der ihm von den deutschen Behörden vor-

geworfenen Straftaten bewilligte; 

 

- der Beschwerdegegner vielmehr die Auslieferung des Beschwerdeführers 

an Ungarn zum Vollzug einer Reststrafe von 5 Jahren, 3 Monaten und 11 Ta-

gen aus dem Urteil des Amtsgerichts Salgotarjan vom 28. September 2021 

i.V.m. dem Beschluss des Landgerichts Balassagyarmat vom 12. Oktober 

2022 bewilligte; 

 

- die Weiterlieferungsermächtigung dem Grundsatz der Spezialität unterliegt; 

 

- im Übrigen bereits der Beschwerdegegner im angefochtenen Auslieferungs-

entscheid festhielt, dass im Falle einer Auslieferungsbewilligung für die ihm 

in Deutschland vorgeworfenen Straftaten die deutschen Behörden ihr Straf-

verfahren gegen ihn weiterführen würden; nach Abschluss des Verfahrens 

der Grundsatz ne bis in idem gelte, wonach niemand nach einer rechts-

kräftigen Aburteilung wegen derselben Tat zweimal bestraft bzw. verfolgt 

werden dürfe; dieser Grundsatz unter anderem in Art. 54 SDÜ gesetzlich 

verankert sei, welcher ebenfalls für Ungarn als Vertragspartei gelte; nach 

dem völkerrechtlichen Vertrauensprinzip zudem vermutet werde, dass ein 

Staat wie Ungarn seine völkerrechtlichen Verpflichtungen wahrnehme; 

 

- nach dem Gesagten sich die Beschwerde in diesem Punkt als unbegründet 

erweist; 

 

- 6 - 

 

 

- der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht, in verschiedenen ihn 

betreffenden ungarischen Verfahren seien elementare Verfahrensgarantien 

verletzt worden, namentlich das Recht auf ein unabhängiges und unparteii-

sches Gericht; 

 

- gemäss Art. 2 lit. a IRSG einem Rechtshilfeersuchen nicht zu entsprechen 

ist, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass das Verfahren im Ausland 

den in der EMRK oder im UNO-Pakt II festgelegten Verfahrensgrundsätzen 

nicht entspricht; 

 

- einzelne Verfahrensverstösse im ausländischen Verfahren für sich allein 

nicht genügen, um die Rechtshilfe auszuschliessen; es in erster Linie 

Aufgabe der Rechtsmittelinstanzen des ersuchenden Staates ist, solche 

Verfahrensfehler zu korrigieren und sicherzustellen, dass der beschuldigten 

Person trotzdem ein faires Strafverfahren garantiert wird; der Ausschluss der 

Rechtshilfe sich nur rechtfertigt, wenn das ausländische Strafverfahren 

insgesamt die durch die EMRK und den UNO-Pakt II umschriebenen Mini-

malgarantien nicht erfüllt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.226/2000 vom 

6. November 2000 E. 3b, nicht publ. in: BGE 126 II 462); 

 

- die beschuldigte Person, die sich auf Art. 2 lit. a IRSG beruft, glaubhaft 

machen muss, dass sie konkret und ernsthaft eine schwerwiegende Ver-

letzung der Menschenrechte im ersuchenden Staat erfahren hat; dabei 

höhere Anforderungen zu stellen sind, wenn sich die geltend gemachten 

Mängel auf ein im ersuchenden Staat bereits rechtskräftig abgeschlossenes 

Strafverfahren beziehen; die erfolgten Grundrechtsverletzungen dann 

konkret aufzuzeigen sind; abstrakte und pauschale Behauptungen nicht ge-

nügen (Urteile des Bundesgerichts 6B_1284/2021 vom 20. Juli 2022 

E. 5.3.2; 1A.159/2003 vom 15. September 2003 E. 5.1; 1A.210/1999 vom 

12. Dezember 1999 E. 8b); 

 

- die Vorbringen des Beschwerdeführers diesen Anforderungen nicht zu 

genügen vermögen; 

 

- sich diese nur am Rande auf das Urteil des Amtsgerichts Salgotarjan vom 

28. September 2021 und den Beschluss des Landgerichts Balassagyarmat 

vom 12. Oktober 2022 beziehen; 

 

- nicht ersichtlich ist, dass das ausländische Strafverfahren insgesamt die 

Minimalgarantien nicht erfüllen würde; 

 

- 7 - 

 

 

- nach dem Gesagten sich die Beschwerde auch in diesem Punkt als un-

begründet erweist; 

 

- die Beschwerde demnach ohne Durchführung eines Schriftenwechsels 

abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist (vgl. Art. 57 Abs. 1 VwVG e 

contrario); 

 

- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens grundsätzlich die 

Verfahrenskosten zu tragen hätte (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG); es sich jedoch 

vorliegend rechtfertigt, auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr zu verzichten 

(vgl. Art. 63 Abs. 1 Satz 3 VwVG); 

 

- eine Partei oder ihr Rechtsbeistand, die im Ausland wohnen, ein Zustellungs-

domizil in der Schweiz zu bezeichnen haben; die Zustellung unterbleiben 

kann, wenn sie dies unterlassen (Art. 9 IRSV); 

 

- der derzeit in Deutschland ansässige Beschwerdeführer kein Zustellungs-

domizil in der Schweiz bezeichnet hat; 

 

- das Rechtshilfeverfahren ein Verwaltungsverfahren ist (BGE 139 II 404 E. 6); 

 

- Deutschland das Europäische Übereinkommen vom 24. November 1977 

über die Zustellung von Schriftstücken in Verwaltungssachen im Ausland 

(EÜZV94; SR 0.172.030.5) ratifiziert hat; Deutschland der Zustellung durch 

die Post (Art. 11 EÜZV94) widersprochen hat; 

 

- der vorliegende Entscheid gemäss Art. 3 ff. EÜZV94 zuzustellen ist; 

 

- 8 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

 

 

Bellinzona, 16. Mai 2024 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. (Zustellung via Regierungspräsidium Freiburg) 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 

Parteien, die im Ausland wohnen, haben in der Schweiz ein Zustellungsdomizil zu bezeichnen. 
Mitteilungen an Parteien, die dieser Auflage nicht Folge leisten, können unterbleiben oder in einem 
amtlichen Blatt eröffnet werden (Art. 39 Abs. 3 BGG).