# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68e89472-8f71-5485-a831-c610df221a3a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 21.10.2021 I/1-2021/22 und 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2021-22-und-23_2021-10-21.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/8

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2021/22 und 23

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 08.04.2022

Entscheiddatum: 21.10.2021

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 21. Oktober 2021
Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2, Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 3 StG (sGS 811.1), Art. 35 
Abs. 1 lit. a DBG (SR 642.11). Die Tochter der Steuerpflichtigen absolvierte 
im Steuerjahr einen Teil (5. Semester) der Hotelfachschule. Die Eltern hatten 
das gesamte Schulgeld mit einem Preisnachlass von 500 Franken bereits im 
vorangegangenen Steuerjahr bezahlt, wobei damals der höchstmögliche 
Ausbildungskostenabzug gewährt worden war. Da das ganze Schulgeld in 
einer früheren Steuerperiode in Rechnung gestellt und bezahlt wurde, 
wurden die Ausbildungskosten für das 5. Semester im Sinn der Besteuerung 
nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu Recht nicht zum Abzug 
zugelassen (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 21. Oktober 2021, 
I/1-2021/22, 23).

Präsident Urs Gmünder, Richter Markus Frei und Richterin Barbara Steinbacher; a.o. 

Gerichtsschreiber Oliver Schneider

X und Y, Rekurrenten und Beschwerdeführer,

vertreten durch Brenner Treuhand, Gewerbestrasse 6, 9242 Oberuzwil,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Eigerstrasse 

65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

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Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2019) sowie direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2019)

 

Sachverhalt:

A.- Die Eheleute X und Y wohnen in A. X arbeitete im Jahr 2019 als selbständig 

erwerbender Z. Y war bei ihrem Ehemann angestellt. Sie haben vier gemeinsame 

Kinder C (Jahrgang 0000), D (0000), E (0000) und F (0000).

B.- X und Y deklarierten für 2019 ein steuerbares Einkommen von Fr. 239'833.–. Die 

Veranlagungsbehörde nahm diverse Korrekturen vor und akzeptierte insbesondere die 

für C geltend gemachten Ausbildungskosten von Fr. 14'474.– nicht. Ferner wurde der 

Arbeitnehmerbeitrag bei der beruflichen Vorsorge auf Fr. 18'368.– gekürzt. In der 

Veranlagung für die Steuerperiode 2019 vom 20. Oktober 2020 wurde das steuerbare 

Einkommen bei den Kantons- und Gemeindesteuern auf Fr. 277'200.– und das 

steuerbare Vermögen auf Fr. 2'998'000.– festgesetzt. Bei der direkten Bundessteuer 

wurde das steuerbare Einkommen mit Fr. 271'500.– veranlagt.

Gegen diese Veranlagung erhob das Ehepaar Einsprache mit den Anträgen, es seien 

Ausbildungskosten in der Höhe von Fr. 11'140.– zum Abzug zuzulassen und die 

Differenz von Fr. 1'781.– infolge Kürzung der beruflichen Vorsorge im Einkommen aus 

der selbständigen Erwerbstätigkeit zu berücksichtigen. Mit Einspracheentscheiden vom 

26. Januar 2021 hiess das kantonale Steueramt die Einsprachen teilweise gut. Es folgte 

dem Antrag, die Differenz von Fr. 1'781.– des nicht tolerierten Arbeitnehmerbeitrags 

der beruflichen Vorsorge im Einkommen aus der selbständigen Erwerbstätigkeit zu 

berücksichtigen und reduzierte das steuerbare Einkommen um diesen Betrag. Die 

geltend gemachten Ausbildungskosten liess das Steueramt demgegenüber nicht zum 

Abzug zu. Daraus resultierte im Einspracheentscheid bei den Kantons- und 

Gemeindesteuern ein steuerbares Einkommen von Fr. 275'400.–. Das steuerbare 

Vermögen blieb unverändert. Im Einspracheentscheid zur direkten Bundessteuer wurde 

das steuerbare Einkommen auf Fr. 269'700.– festgesetzt.

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C.- Gegen die Einspracheentscheide erhoben X und Y mit Eingabe vom 19. Februar 

2021 Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission des Kantons 

St. Gallen (VRK). Sie stellten den Antrag, die Ausbildungskosten für ihre Tochter C 

seien zum Abzug zuzulassen. Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 

1. April 2021 die Abweisung des Rekurses und der Beschwerde. Die Eidgenössische 

Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide vom 26. Januar 2021 hinsichtlich der 

Kantons- und Gemeindesteuern 2019 und der direkten Bundessteuer 2019. Hierbei 

handelt es sich um verschiedene Steuern, welche verschiedenen Gemeinwesen 

zufliessen und welche Gegenstand getrennter Veranlagungen und Verfahren sind. Dies 

bedeutet, dass zwei Entscheide zu fällen sind, die in einem einzigen Dokument 

enthalten sein können – der eine für die Kantons- und Gemeindesteuern und der 

andere für die direkte Bundessteuer – mit getrennten Begründungen, wobei 

Verweisungen zulässig sind, und eigenen Rechtssprüchen (Dispositiven) oder 

zumindest einem Rechtsspruch, der die beiden Steuern ausdrücklich auseinanderhält 

(BGE 130 II 509 E. 8.3 = Pra 94 [2005] Nr. 114). Dementsprechend werden der Rekurs 

und die Beschwerde in einem einzigen Dokument behandelt und die Steuern im 

gemeinsamen Rechtsspruch auseinandergehalten. Spätere höchstrichterliche 

Differenzierungen bezüglich Form und Inhalt von Entscheiden (BGE 135 II 260 E. 1.3.1 

und 142 II 293 E. 1.2) haben an der Zulässigkeit dieser Vorgehensweise nichts 

geändert.

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum

Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der 

Rekurs und die Beschwerde vom 19. Februar 2021 sind rechtzeitig eingereicht worden. 

Sie erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der 

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Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h 

Ziff. 1 und Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die Beschwerde ist einzutreten.

3.- Vorab ist festzuhalten, dass die Abzüge, welche Kinder betreffen, bei der direkten 

Bundessteuer und bei den Kantons- und Gemeindesteuern nicht identisch sind. So 

kennt die direkte Bundessteuer keinen zusätzlichen Ausbildungskostenabzug für 

Kinder in schulischer oder beruflicher Ausbildung wie er in Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 3 

StG vorgesehen ist (vgl. Art. 35 Abs. 1 lit. a DBG). Die Vorinstanz hat daher zu Recht 

die unter Ziffer 25.3 der Steuererklärung deklarierten Aufwendungen bei der direkten 

Bundessteuer nicht berücksichtigt. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen. Das 

steuerbare Einkommen bei der direkten Bundessteuer bleibt somit unverändert. Die 

folgenden Ausführungen beschränken sich demnach auf die Ausbildungskostenabzüge 

bei den Kantons- und Gemeindesteuern.

4.- Die Steuerpflichtigen beantragen, der Einspracheentscheid vom 26. Januar 2021 zu 

den Kantons- und Gemeindesteuern 2019 sei aufzuheben und es seien Fr. 11'140.– als 

Ausbildungskosten für ihre Tochter vom Einkommen abzuziehen. Am 9. April 2018 

habe der Ehemann die Ausbildungskosten der Tochter für die G-Hotelfachschule K, 

Höhere Fachschule HF (nachfolgend: Hotelfachschule), von insgesamt Fr. 43'924.– 

bezahlt. Davon seien Fr. 11'140.– der Steuerperiode 2019 zuzuordnen. Dies gehe aus 

dem Schulvertrag vom 12. Februar 2017 und der Schulgeldrechnung vom 6. April 2018 

hervor.

5.- Umstritten und damit Verfahrensgegenstand ist, ob den Steuerpflichtigen für ihre 

gemeinsame Tochter für die Steuerperiode 2019 ein Ausbildungskostenabzug zusteht.

a) Die Steuerpflichtigen brachten vor, bei der Rechnung vom 6. April 2018 über 

Fr. 43'924.– handle es sich um Ausbildungskosten der Jahre 2018 bis 2020. Der 

Steuerpflichtige habe zwar den gesamten Betrag am 9. April 2018 bezahlt, davon 

beträfen aber Fr. 11'140.– die Kosten für das 5. Semester an der Hotelfachschule, 

welches ihre Tochter im Jahr 2019 absolviert habe. Im Sinn der Gleichbehandlung der 

Steuerpflichtigen sei das Schulgeld in der steuerrechtlichen Beurteilung den 

verschiedenen Semestern bzw. Jahren zuzuordnen. Ferner beriefen sich die 

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Steuerpflichtigen auf das Periodizitätsprinzip. Die Hotelfachschule habe die Möglichkeit 

angeboten, das gesamte Schulgeld im Voraus zu bezahlen, wovon die 

Steuerpflichtigen Gebrauch gemacht hätten. Dies ändere aber nichts daran, dass die 

Ausbildungskosten nach dem Periodizitätsprinzip auf die einzelnen Steuerperioden pro 

rata aufzuteilen seien.

Die Vorinstanz hält dem entgegen, für den Abzug von Ausbildungskosten sei das 

Rechnungsdatum massgebend. Weil das Rechnungs- und das Zahlungsdatum im Jahr 

2018 liegen würden, könne ein Abzug nur in der Steuerperiode 2018 geltend gemacht 

werden. Für die Aufteilung des Betrages auf die verschiedenen Jahre fehle es an einer 

gesetzlichen Grundlage. Im Übrigen hätten die Steuerpflichtigen im Jahr 2018 für ihre 

Tochter C Ausbildungskosten in der Höhe von Fr. 52'876.– deklariert. Darin seien die 

gesamten Ausbildungskosten für die Hotelfachschule (Fr. 43'924.–) bereits enthalten 

gewesen, weshalb der Maximalabzug gewährt worden sei. Aus diesen Gründen 

könnten die Kosten für die Hotelfachschule in der Steuerperiode 2019 nicht zum Abzug 

gebracht werden.

b) Nach Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StG werden für jedes unter der elterlichen Sorge oder 

Obhut des Steuerpflichtigen stehende oder volljährige Kind, das in der schulischen 

oder beruflichen Ausbildung steht, als Sozialabzug Fr. 10'200.– abgezogen, wenn der 

Steuerpflichtige für den Unterhalt zur Hauptsache aufkommt und keinen Abzug nach 

Art. 45 Abs. 1 lit. c StG beansprucht. Zusätzlich zum Kinderabzug kann für 

Ausbildungskosten für jedes unter der elterlichen Sorge oder Obhut des 

Steuerpflichtigen stehende oder volljährige Kind, das in der schulischen oder 

beruflichen Ausbildung steht, ein weiterer Abzug von maximal Fr. 13'000.– 

vorgenommen werden, soweit der Steuerpflichtige die Ausbildungskosten selbst trägt 

und sie Fr. 3'000.– übersteigen (Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 3 StG). Zur schulischen 

Ausbildung zählen die obligatorischen Schuljahre, das freiwillige zehnte Schuljahr 

sowie die Mittelschulen. Als berufliche Ausbildung gelten alle Ausbildungsgänge, 

welche dem Erlernen eines Berufes dienen, wie Berufsschule, Berufslehre, Anlehre, 

Berufsmittelschule, Fachhochschule, Universität usw. (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das 

st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, II. Teil N 670 f.).

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Die Tochter der Steuerpflichtigen besuchte vom 25. September 2018 bis 15. August 

2020 die Hotelfachschule. Sie absolvierte in diesem Zeitraum die Semester drei, fünf 

und sechs der Ausbildung zur Diplomierten Hôtelière-Restauratrice HF. Das vierte 

Semester war ein Praktikum im Rahmen der Ausbildung. Im Jahr 2019 war die Tochter 

im fünften Semester an der Hotelfachschule und somit in einer beruflichen Ausbildung 

im Sinn von Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 3 StG. Das Schulgeld für die Semester drei, fünf 

und sechs beträgt insgesamt Fr. 43'924.–. Dieser Betrag wurde den Steuerpflichtigen 

am 6. April 2018 in Rechnung gestellt und vom Ehemann am 9. April 2018 bezahlt. Da 

der Gesamtbetrag innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum bezahlt wurde, konnte ein 

Skonto von Fr. 500.– abgezogen werden (act. 2/4). Gemäss der Schulgeldrechnung 

vom 6. April 2018 sind darin Unterrichtskosten von Fr. 7'300.– sowie Kosten für 

Verpflegung von Fr. 3'840.– des 5. Semesters enthalten. Dies ist zumindest teilweise 

auch aus dem Schulvertrag für Schweizer Studierende ersichtlich.

Das schweizerische Einkommenssteuerrecht beruht auf dem Gedanken der 

Periodizität. Es wird dasjenige Einkommen besteuert, das einer steuerpflichtigen 

Person während einer bestimmten Periode zufliesst (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 38 der VB zu Art. 16-39 DBG). Nach dem 

Grundsatz der Periodizität sind Aufwände grundsätzlich derjenigen Periode 

zuzuweisen, in der sie entstanden sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 

2C_392/2009 vom 23. August 2010 E. 2.1 mit Hinweisen). Das Gesetz regelt nicht, 

wann der steuerpflichtigen Person Einkommen zugeflossen oder Ausgaben 

abgeflossen sind. Im Interesse der Besteuerung nach der wirtschaftlichen 

Leistungsfähigkeit wird jedoch grundsätzlich auf den Zeitpunkt des Leistungsabflusses 

abgestützt. Entsprechend sind Abzüge zu berücksichtigen, wenn der Steuerpflichtige 

zu leisten verpflichtet ist, was der Fälligkeit entspricht. In der Praxis wird häufig auch 

auf den Zeitpunkt der tatsächlichen Zahlung abgestellt (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., 

II. Teil N 72). Das Rechnungsdatum und die Fälligkeit fallen vorliegend in die 

Steuerperiode 2018. Die Steuerpflichtigen haben das Schulgeld von insgesamt 

Fr. 43'924.– abzüglich eines Skontos von Fr. 500.– am 9. April 2018 bezahlt. Der 

Zeitpunkt des Leistungsabflusses fällt demnach ebenfalls in die Steuerperiode 2018. 

Dementsprechend sind die Ausbildungskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 43'924.– 

der Steuerperiode 2018 zuzuordnen. Eine Aufteilung auf die nachfolgenden 

Steuerperioden würde dem Grundsatz der Periodizität zuwiderlaufen. Dies 

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widerspiegelt sich auch in der rechtskräftigen Steuerveranlagung 2018. Wie die Vor­

instanz zu Recht ausführt, haben die Steuerpflichtigen damals Ausbildungskosten in 

der Höhe von Fr. 52'876.– geltend gemacht, weshalb der Maximalabzug von 

Fr. 13'000.– gewährt wurde. Darin waren die gesamten Ausbildungskosten für die 

Hotelfachschule (Fr. 43'942.–) bereits enthalten. Im Weiteren hätten die 

Steuerpflichtigen gemäss der Schulgeldrechnung vom 6. April 2018 die Möglichkeit 

gehabt, das Schulgeld modulweise, das bedeutet aufgeteilt auf die einzelnen 

Steuerperioden, zu bezahlen. Diesfalls wären die Fälligkeit und die tatsächliche 

Zahlung der Ausbildungskosten für das 5. Semester in der Höhe von Fr. 11'140.– in die 

Steuerperiode 2019 gefallen, womit diese zum Abzug gebracht hätten werden können. 

Stattdessen haben sich die Steuerpflichtigen dazu entschieden, den gesamten Betrag 

innert 30 Tagen seit dem Rechnungsdatum zu bezahlen, und haben dadurch einen 

Preisnachlass von Fr. 500.– erwirkt.

e) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Tochter der Steuerpflichtigen während der 

Steuerperiode 2019 zwar in der Ausbildung war, die Ausbildungskosten aber bereits in 

der Steuerperiode 2018 in Rechnung gestellt und bezahlt wurden. Dementsprechend 

können in der Steuerperiode 2019 keine Ausbildungskosten zum Abzug gebracht 

werden. Insbesondere haben die Steuerpflichtigen nicht geltend gemacht, dass es sich 

um Ausbildungskosten handelt, welche zusätzlich zu dem bereits im Jahr 2018 

entrichteten Schulgeld angefallen seien. Das steuerbare Einkommen und das 

steuerbare Vermögen bei den Kantons- und Gemeindesteuern bleiben somit 

unverändert; der Rekurs ist abzuweisen. Ferner sieht das DBG keine zusätzlichen 

Abzüge für Ausbildungskosten vor. Das steuerbare Einkommen bei der direkten 

Bundessteuer bleibt folglich ebenfalls unverändert. Die Beschwerde ist abzuweisen.

6.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des Rekurs- und des 

Beschwerdeverfahrens den Rekurrenten und Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 

Abs. 1 VRP, Art. 144 Abs. 1 DBG). Entscheidgebühren von Fr. 800.– für das 

Rekursverfahren und von Fr. 300.– für das Beschwerdeverfahren, insgesamt 

Fr. 1'100.–, erscheinen angemessen (Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12 und Art. 144 Abs. 5 DBG). Die Kostenvorschüsse von Fr. 1'600.– sind 

damit zu verrechnen und im Restbetrag von Fr. 500.– zurückzuerstatten.

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Ausseramtliche Kosten sind zufolge Unterliegens im Rekurs- und Beschwerdeverfahren 

nicht zu entschädigen (Art. 98  VRP; PK VRP/SG-Linder, Art. 98  N 16; Art. 144 

Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 

[SR 172.021, abgekürzt: VwVG]; Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, N 1184).

Entscheid:

1.

Der Rekurs wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.

Die Rekurrenten haben die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 800.– zu bezahlen, 

unter Verrechnung des Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

4.

Die Beschwerdeführer haben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.– zu 

bezahlen. Der Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird damit verrechnet und den 

Beschwerdeführern im Restbetrag von Fr. 500.– zurückerstattet.

 

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		2025-07-19T02:21:22+0200
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