# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d425e75-716d-55c9-b025-0d9e6ae07942
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.03.2007 B-2207/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2207-2006_2007-03-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-2207/2006
{T 0/2}

Urteil vom 23. März 2007       

Mitwirkung: Richter Philippe Weissenberger (vorsitzender Richter); 
Richter Ronald Flury; Richterin Eva Schneeberger; 
Gerichtsschreiber Kaspar Luginbühl 

Z._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Minder,

Beschwerdeführerin

gegen

Prüfungskommission der höheren Fachprüfung für Wirtschaftsprüfer , 
Erstinstanz

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) ,
Vorinstanz

betreffend

Höhere Fachprüfung

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Z._______ legte in den Monaten August und September 2005 die höhere  
Fachprüfung für  Wirtschaftsprüfer  ab.  Das Fach Professional  Judgement 
schriftlich  (Fallstudie)  wird  dreifach,  das  Fach  Professional  Judgement 
mündlich zweifach und das Kurzreferat einfach gewichtet. Diese Gewich-
tung gilt ebenso für allfällige Notenpunkte unter 4,0 (Ziff. 6.13 i.V.m. 7.11 
Prüfungsordnung).

Mit Entscheid vom 19. September 2005 teilte ihr die Prüfungskommission 
der höheren Fachprüfung für Wirtschaftsprüfer (Prüfungskommission) mit, 
sie  habe  die  Prüfung  nicht  bestanden.  Dagegen  erhob  Z._______  mit 
Schreiben  vom  19.  Oktober  sowie  Zusatzschreiben  vom  14.  November 
2005  beim Bundesamt  für  Berufsbildung  und  Technologie  (nachfolgend: 
Bundesamt, Vorinstanz) Beschwerde. Sie stellte den Antrag, im Fach Fall -
studie sei ihr die Note 4,0 zu erteilen. Ihren Antrag begründete sie damit,  
dass ihre Lösung der Fallstudie zu tief, konkret mit 56 Punkten zu wenig, 
bewertet worden sei. Ihrer Beschwerde legte sie eine umfangreiche, nach 
Prüfungsaufgaben aufgegliederte Begründung bei. Die Prüfungskommissi-
on beantragte  mit  Stellungnahme vom 14.  Februar  2006  die  Abweisung 
der Beschwerde, wobei sie gleichzeitig darauf hinwies, dass eine Nachkor -
rektur der Fallstudie von Z._______ das Anheben der Note durch die Ge-
währung von zusätzlichen 3 Punkten von 2,5 auf  3,0 erlaubt  habe. Dies 
ändere jedoch nichts am Resultat. Replik, Duplik und Triplik brachten kei -
ne neuen Vorbringen der Parteien.

Mit  Entscheid  vom  12.  September  2006  wies  das  Bundesamt  die  Be-
schwerde  von  Z._______  ab.  Es  begründete  seinen  Entscheid  im  We-
sentlichen damit, dass den beurteilenden Experten einerseits ein grosser 
Ermessensspielraum hinsichtlich der Frage zustehe, welches relative Ge-
wicht  den  verschiedenen  in  der  Lösung  gemachten  Angaben,  Überle-
gungen und Berechnungen, die dann zusammen die jeweilige Antwort aus-
machten, zukomme. Andererseits sei der Ermessensspielraum der Exper-
ten bei der Punktevergabe für Aufgabenteile nicht weniger gross. Das Ex-
pertenermessen sei  nur in  jenen Fällen eingeschränkt,  in denen ein Be-
wertungsraster vorläge, aus dem eine akkurate Punkteverteilung per Tei -
lantwort hervorginge, was vorliegend aber nicht der Fall sei. Weiter seien 
die Experten mit Ausnahme von Aufgabe 15.2 auf alle wesentlichen Rügen 
der  Beschwerdeführerin  eingegangen  und  hätten  sich  grösstenteils  auf 
rechtsgenügliche  Art  und  Weise  mit  ihnen  auseinandergesetzt.  Dadurch 
bestehe für das Bundesamt grundsätzlich kein Anlass, von der Beurteilung 
der Experten abzuweichen. 

Innerhalb  der  rechtlichen  Würdigung  (nicht  aber  im  Dispositiv)  hielt  das 
Bundesamt fest, dass Z._______ für die Lösung der Fallstudie insgesamt 
6,5 Punkte mehr hätten zugesprochen werden können. Dies sei jedoch un-
erheblich, weil Z._______ damit immer noch 11,5 Punkte für das Erreichen 
einer höheren Note (3.5)  fehlen würden. Bei gegebener Sachlage könne 

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sie unbestrittenermassen nicht von der Grenzfallregelung profitieren. Aus 
diesem Grund sei die Prüfungskorrektur korrekt erfolgt und die Note 3.0 für 
den Prüfungsteil Fallstudie zu Recht erteilt worden.

B. Gegen diesen Entscheid erhebt  Z._______ (Beschwerdeführerin),  vertre-
ten durch Rechtsanwalt Stefan Minder, mit Eingabe vom 13. Oktober 2006 
Beschwerde bei der Rekurskommission EVD (REKO/EVD). Sie beantragt:

"1. Der Entscheid der Vorinstanz vom 12. September 2006 sei aufzuheben.

2. Es  sei  festzustellen,  dass  die  Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  zusätzlich  6,5 
Punkte zugesprochen hat (somit total 193,5 Punkte).

3. Der Beschwerdeführerin sei in der Diplomprüfung vom 19. September 2005 zusätz-
lich 39,5 Punkte und entsprechend die Note 4.0 zu erteilen.

4. Eventualiter sei die Beschwerdeführerin zur nächsten Diplomprüfung zuzulassen.

5. Die Rechtsprechung zur Grenzfallregelung sei zu berücksichtigen, und die Note in 
der Prüfung Fallstudie sei entsprechend aufzurunden.

6. Alles  unter  Kosten-  und Entschädigungsfolge zu  Lasten  der  Erstinstanz  und/oder 
der Vorinstanz."

Zum Verfahren stellt die Beschwerdeführerin folgende Anträge:

"1. Es sei  festzustellen,  dass die  Akteneinsicht  der Beschwerdeführerin bei  der Erst -
instanz verletzt worden ist.

2. Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Verweigerung des 
Akteneinsichtsrechts  durch  die  Erstinstanz  noch  keine  abschliessende  materielle 
Begründung der Beschwerde einreichen konnte.

3. Der  Beschwerdeführerin  sei  vollständige  und  umfassende  Akteneinsicht  bei  der 
Erstinstanz zu gewähren.

4. Eine allfällige Verweigerung der Akteneinsicht sei zu begründen.

5. Der Beschwerdeführerin sei  nach erfolgter Akteneinsicht bei der Erstinstanz unter 
Ansetzung  einer  angemessenen  Frist  Gelegenheit  zur  abschliessenden  Stellung-
nahme einzuräumen."

In formeller  Hinsicht  beanstandet die Beschwerdeführerin,  das rechtliche 
Gehör  in  Form des  Akteneinsichtsrechts  sei  verletzt  worden.  Es  handle 
sich dabei um einen absoluten Fehler, der die Nichtigkeit der Notenmittei -
lung der Erstinstanz zur Folge habe. Selbst wenn die beurteilende Instanz 
nicht von einem absoluten Fehler ausgehen sollte, so handle es sich doch 
um einen relativen Mangel, der so schwer wiege, dass die Begründung der 
Rechtsbegehren  teilweise  verunmöglicht  werde.  Daher  müsse  die  be-
urteilende Instanz die angefochtene Verfügung aufheben.

Materiell  beanstandet die Beschwerdeführerin im Wesentlichen,  dass die 
von der Prüfungskommission aufgestellte Grenzfallregelung nicht auf ihren 
Fall  angewandt  worden sei,  zumal  nicht  bekannt  sei,  was die  Prüfungs-
kommission unter "wenigen Punkten" verstehe. Jedenfalls sei subsidiär die 

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Grenzfallregelung  der  REKO/EVD anzuwenden.  Diese ergebe klar,  dass 
die Note der Beschwerdeführerin auf 3,5 aufgerundet werden müsse. Dies 
sei unabhängig  davon so,  ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin die 
fraglichen 6,5 Punkte erteilt  habe oder nicht.  In der Folge macht die Be-
schwerdeführerin umfangreiche Ausführungen zu den einzelnen Aufgaben, 
wobei darauf bei Erheblichkeit innerhalb der rechtlichen Würdigung einge-
gangen wird.

C. Mit Vernehmlassung vom 7. Dezember 2006 beantragt die Prüfungskom-
mission die Abweisung der Beschwerde. Sie begründet ihren Antrag damit,  
dass  der  Beschwerdeführerin  das  rechtliche  Gehör  gewährt  worden  sei. 
Weiter sei nicht ersichtlich, inwiefern ein absoluter oder ein relativer Eröff -
nungsfehler  vorliege.  Die Beschwerdeführerin  komme vorliegend nicht  in 
den Bereich der Grenzfallregelung der Prüfungskommission. Zudem seien 
die  Überlegungen  der  Beschwerdeführerin  bezüglich  mathematischen 
Rundungsgrenzen abstrus.

Mit Vernehmlassung vom 24. November 2006 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde. Sie begründet ihren Antrag damit, dass das 
rechtliche Gehör auch in Form der Akteneinsicht gewährt worden sei, und 
dass weder die Grenzfallregelung der Prüfungskommission noch jene der 
REKO/EVD anwendbar seien.

D. Mit Schreiben der REKO/EVD vom Dezember 2006 wurde die Beschwer-
deführerin über die Übertragung ihres Verfahrens an das neue Bundesver -
waltungsgericht ab dem 31. Dezember 2006 informiert.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Der  Beschwerdeentscheid  des  Bundesamtes  vom  12.  September  2006 
stellt  eine Verfügung im Sinne von Art.  5 Abs. 2 des Verwaltungsverfah -
rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar.

Gemäss Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32), 
welches am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist, unterliegen Verfügungen 
des Bundesamtes der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (vgl. 
Art. 31, Art. 33 Bst. f und Art. 37 VGG i. V. m. Art. 44 VwVG). 

Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 seine Tätigkeit auf -
genommen.  Es  übernimmt,  sofern  es  zuständig  ist,  die  Beurteilung  der 
beim Inkrafttreten dieses Gesetzes bei Eidgenössischen Rekurskommissi -
onen hängigen Rechtsmittel.  Die Beurteilung erfolgt nach neuem Verfah-
rensrecht (Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.1 Die Beschwerdeführerin ist Adressatin der angefochtenen Verfügung und 
durch diese berührt. Sie hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

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bung  oder  Änderung  und  ist  zur  Beschwerdeführung  legitimiert  (Art.  48 
Bst. a VwVG). Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 
VwVG),  der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt  (Art.  63.  Abs.  4 
VwVG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 46 ff. 
VwVG).

1.2 Auf die Verwaltungsbeschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

2.

2.1 Gemäss Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002 (BBG, SR 412.10) 
kann die höhere Berufsbildung durch eine eidgenössische Berufsprüfung 
oder eine eidgenössische höhere Fachprüfung erworben werden (vgl. Art. 
27 Bst. b BBG). Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt regeln die 
Zulassungsbedingungen,  Lerninhalte,  Qualifikationsverfahren,  Ausweise 
und Titel.  Sie  berücksichtigen dabei  anschliessende  Bildungsgänge.  Die 
Vorschriften unterliegen der Genehmigung durch das Bundesamt (Art. 28 
Abs. 2 BBG).

2.2 Gestützt  darauf  hat  die  Treuhandkammer  (Schweizerische  Kammer  der 
Wirtschaftsprüfer,  Steuerexperten  und  Treuhandexperten)  die  Prüfungs-
ordnung vom 11. Juni 2004 über die Höhere Fachprüfung für Wirtschafts-
prüferinnen  und  Wirtschaftsprüfer  (hiernach:  Prüfungsordnung,  vgl.  BBl 
2004 Nr. 36 S. 4860) erlassen, welche mit der Genehmigung des Bundes-
amtes für Bildung und Technologie am 15. Oktober 2004 in Kraft trat und 
erstmals für die Prüfung 2005 angewendet wurde (vgl. Übergangsbestim-
mungen der Prüfungsordnung, Ziff. 10.21).

Durch die Höhere Fachprüfung für Wirtschaftsprüfer  soll  festgestellt  wer -
den, ob der Kandidat oder die Kandidatin die zur selbständigen Ausübung 
des  Berufes  eines  Wirtschaftsprüfers  erforderlichen  Fähigkeiten  und 
Kenntnisse  besitzt.  Die  Durchführung  der  Prüfung  obliegt  der  Prüfungs-
kommission  (vgl.  Ziff.  2.11 Prüfungsordnung),  welche auch eine Weglei -
tung  erlässt,  in  der  der  Prüfungsstoff  näher  umschrieben  ist  (Ziff.  2.21 
Bst. a Prüfungsordnung). Die Prüfung besteht aus den Fächern Professio -
nal Judgement und einem Kurzreferat. Das Fach Professional Judgement 
wird mündlich und schriftlich geprüft (vgl. Ziff. 5.12 Prüfungsordnung), wo-
bei die schriftliche Klausur eine Fallstudie im interdisziplinären Sinn ist, in  
der sich Probleme aus dem praktischen Tätigkeitsgebiet eines Wirtschafts-
prüfers stellen (vgl.  Ziff.  3 Wegleitung zur Prüfungsordnung über die hö-
here Fachprüfung für Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer,  Weg-
leitung).

Die Prüfung und Begutachtung der schriftlichen Arbeiten sowie die Punkte-
verteilung  findet  durch mindestens  zwei  Experten  gemeinsam statt  (Ziff.  
4.43 Prüfungsordnung). Der endgültige Beschluss über das Bestehen oder 
Nichtbestehen  der  Prüfung  ergeht  durch  die  Prüfungskommission, 
nötigenfalls nach Rücksprache mit den beteiligten Experten (vgl. Ziff. 4.51 
Prüfungsordnung).  Gemäss  Prüfungsordnung  ist  die  Prüfung  bestanden, 

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wenn der Kandidat oder die Kandidatin zusammengerechnet eine gewich -
tete Gesamtnote von mindestens 4,0 (d.h. 24 Notenpunkte) erzielt hat und 
dabei insgesamt nicht mehr als 1,5 Notenpunkte unter 4,0 zur Anrechnung 
kommen (Ziff.  7.11 Prüfungsordnung). Das Fach Professional Judgement 
schriftlich  (Fallstudie)  wird  dreifach,  das  Fach  Professional  Judgement 
mündlich zweifach und das Kurzreferat einfach gewichtet. Diese Gewich-
tung gilt ebenso für eventuelle Notenpunkte unter 4,0 (Ziff. 6.13 i.V.m. 7.11 
Prüfungsordnung).

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst eine Verletzung ihres Anspruchs 
auf rechtliches Gehör in Form des Akteneinsichtsrechts geltend. Die Prü-
fungskommission habe zu Unrecht eine allfällige Musterlösung sowie das 
Bewertungsschema (beziehungsweise die Lösungsskizze) nicht herausge-
geben.  Diese seien  gemäss  objektiven  Gesichtspunkten  die  wesentliche 
Grundlage für die Bewertung der Leistung eines Kandidaten sowie für die 
Erstellung der Notenverfügung. Erst gestützt auf diese Unterlagen könne 
eine  Prüfungsbewertung  nachvollzogen  werden.  Die  Weigerung  zur  He-
rausgabe  stelle  einen  absoluten  Eröffnungsfehler  mit  einhergehender 
Nichtigkeit der Notenverfügung dar, jedenfalls aber einen relativen Fehler, 
der derart schwer wiege, dass die Notenverfügung aufzuheben sei.

3.2 Der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  (Art.  29  Abs.  2  Bundesverfassung 
vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) ist gemäss konstanter Praxis des Bun-
desgerichts formeller Natur. Sofern der Mangel nicht geheilt werden kann, 
hat die Verletzung die Aufhebung des angefochtenen Entscheides zur Fol-
ge, und zwar auch dann, wenn der Beschwerdeführer kein materielles In-
teresse nachzuweisen vermag (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, BGE 125 I 113 
E. 3, BGE 124 V 180 E. 4a).

Gemäss  bundesgerichtlicher  Formulierung  gewährleistet  der  Gehörsan-
spruch allen Personen, die vom Ausgang des Verfahrens mehr als die All -
gemeinheit betroffen werden könnten, das Recht auf Mitwirkung und Ein-
flussnahme (BGE 132 V 387  E. 5).  Der Anspruch auf  rechtliches Gehör 
enthält eine ganze Reihe von Verfahrensgarantien, insbesondere auch das 
Recht  auf  Akteneinsicht  (vgl.  BGE  129  V  478  E. 4.4.2,  BGE  127  I  54 
E. 2b).  Eine gerügte  Verletzung  des rechtlichen  Gehörs  und somit  auch 
des Rechts auf Akteneinsicht wird vom Bundesverwaltungsgericht mit vol-
ler Kognition überprüft.

3.3 Das  Recht  auf  Akteneinsicht  bezieht  sich  grundsätzlich  auf  alle  für  den 
Entscheid  erheblichen Akten.  Verweigert  werden darf  nur die Einsicht  in 
verwaltungsinterne Akten (BGE 125 II  473 E.  4a).  Als  verwaltungsintern 
gelten Akten, denen für die Behandlung eines Falles kein Beweischarakter  
zukommt,  weil  sie  ausschliesslich  der  verwaltungsinternen  Meinungsbil-
dung dienen und insofern lediglich für den behördeninternen Gebrauch be-
stimmt sind (z.B. Entwürfe, Anträge, Notizen, Mitberichte, Hilfsbelege etc.). 

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In der Literatur ist die Unterscheidung zwischen internen und anderen Ak-
ten allerdings umstritten (vgl. BGE 125 II 473 E. 3 mit Verweisen auf die 
Literatur).

3.4 Was die von der Beschwerdeführerin verlangte Herausgabe der Musterlö-
sungen beziehungsweise der Lösungsskizze der Examinatoren betrifft, so 
ist nach der Praxis der bisher zuständigen REKO/EVD davon auszugehen, 
dass in  jedem Fall  dann, wenn – wie vorliegend – weder das Berufsbil -
dungsgesetz,  die  Berufsbildungsverordnung  noch  die  Prüfungsordnung 
Musterlösungen vorsehen, diese als unverbindliche Lösungsvorschläge zu 
betrachten sind, die ausschliesslich der verwaltungsinternen Meinungsbil -
dung dienen. Aus diesem Grund unterliegen sie nicht dem Akteneinsichts-
recht  (statt  vieler:  Beschwerdeentscheid  der  REKO/EVD HB/2005-1 vom 
14.  Dezember  2005 E. 4.2.1 mit  vielen weiteren Verweisen).  Ausnahms-
weise kann ein Anspruch auf Herausgabe bestehen, wenn in der Musterlö-
sung gleichzeitig die Bewertung festgelegt ist und kein selbständiger Be-
wertungsraster vorliegt (vgl. Beschwerdeentscheid der REKO/EVD 01/HB-
013 vom 1. Mai 2002 E. 3.3).

3.5 Im vorliegenden  Fall  liegen separate  Bewertungsraster  vor:  so  kann auf 
Beilage C zur Beschwerde an das Bundesamt (Bewertung für Z._______ 
[896])  verwiesen  werden,  aus  der  hervorgeht,  dass  die  Maximalpunkt-
zahlen für jede Teilaufgabe einzeln aufgeführt wurden und dass sich auf  
S. 17 des Dokumentes eine Notenskala mit den Punktebandbreiten befin-
det. Die Musterlösungen legen die Bewertung also nicht verbindlich fest.

Im konkreten Fall  besteht  daher kein Akteneinsichtsrecht  in allfällige Lö-
sungsskizzen. Somit besteht weder ein absoluter noch ein relativer Eröff -
nungsfehler. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.

4.

4.1 Die  Beschwerdeführerin  macht  geltend,  dass  die  Prüfungskommission 
zwar eine Grenzfallregelung kenne, diese jedoch unklar sei,  weil sie von 
"wenigen Punkten"  zum Erreichen der  nächsthöheren Note  spreche.  Bis 
zum Erreichen der Note 3,5 würden ihr insgesamt 18 Punkte fehlen. Somit 
sei die Grenzfallregelung der REKO/EVD anwendbar und die Note anzu-
heben. Überdies sei vom Bundesverwaltungsgericht festzustellen, dass ihr 
die Vorinstanz weitere 6,5 Punkte zugesprochen habe. Somit würden ihr 
lediglich noch 11,5 Punkte zum Erreichen der Note 3,5 fehlen. Gestützt da-
rauf  führt  sie aus,  dass die Grenzfallregelung der REKO/EVD in diesem 
Fall umso mehr gelte, weil sie mit diesem Resultat lediglich 0,0375 Noten-
einheiten von der mathematischen Rundungsgrenze von 3,25 entfernt sei.

4.2 Das Berufsbildungsgesetz stellt keine allgemein gültige Grenzfallregelung 
auf. Falls weder in den jeweiligen Prüfungsreglementen noch in den Weg-
leitungen eine Regelung für Grenzfälle getroffen wurde, darf die Prüfungs-
kommission grundsätzlich selbst Kriterien zur Behandlung von Grenzfällen 

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aufstellen.  Diese Kompetenz ergibt  sich aus der  Befugnis  der  Prüfungs-
kommission,  die  Noten  der  Kandidaten  endgültig  festzusetzen  (vgl.  Ziff. 
4.5.1 Prüfungsordnung). Eine allfällige solche Regelung muss aber sach-
lich vertretbar sein und rechtsgleich auf alle Prüfungskandidaten zur An-
wendung gelangen. Nur wenn die Prüfungskommission keine Regelung er-
lassen hat, kommt nach der bisherigen Praxis subsidiär die eigene Grenz-
fallregelung  der  REKO/EVD zur  Anwendung (VPB 59.77 E.  3.2).  Es be-
steht kein Anlass, diese Praxis vorliegend in Frage zu stellen.

4.2.1 Grundsätzlich steht es im Ermessen der Prüfungskommission, was sie als 
Grenzfall definiert und wie sie in derartigen Fällen vorgehen will. Ein gene -
reller Anspruch darauf, dass Punktzahlen knapp unter der für eine genü-
gende Note erforderlichen Grenze aufgerundet werden, besteht nicht (Ur-
teil  des  Bundesgerichts  2P.177/2002  vom 7.  November  2002 E.  4).  Die 
von der REKO/EVD entwickelte Grenzfallregelung kommt nur subsidiär zur 
Anwendung, d.h. wenn sich das Punktebild im Verlauf des Beschwerdever -
fahrens  wesentlich  verändert  hat  und  mangels  einer  Grenzfallregelung 
nicht bekannt ist, wie die Prüfungskommission den in erster Linie ihr zuste-
henden Ermessensspielraum genutzt hätte, wenn an der Notenkonferenz 
bereits diese für den Beschwerdeführer günstigere Punktesituation vorge-
legen hätte.  Ist  auf  Grund einer Grenzfallregelung bekannt,  wie die Prü-
fungskommission  bei  dieser  neuen  Konstellation  entschieden  hätte,  und 
hält  diese  Regelung  den  obgenannten  Kriterien  stand,  so  hat  die  Be-
schwerdeinstanz das Ermessen der Prüfungskommission zu respektieren 
und wendet die Regelung der Prüfungskommission an. Auch insoweit be-
steht hier kein Anlass, von der bisherigen Praxis abzuweichen.

4.2.2 Vorliegend legte die Prüfungskommission in ihrer Vernehmlassung zur Be-
schwerde vom 7. Dezember 2006 dar, dass sie für das Fach Professional  
Judgement (Fallstudie) in der Session 2005 eine Grenzfallregelung aufge-
stellt habe. Ein Grenzfall sei dann gegeben, wenn einem Kandidaten maxi -
mal 5 Punkte zum Bestehen der Prüfung gefehlt hätten. Aus diesem Grund 
habe  die  Anwendung  der  Grenzfallregelung  auf  die  Beschwerdeführerin 
denn auch nicht zur Diskussion gestanden.

Es gibt keinen Anlass, diese Auskunft in Zweifel zu ziehen. Sie ist auch in -
haltlich klar. Der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach ihr die Grenz-
fallregelung der Prüfungskommission unklar gewesen sei, und aus diesem 
Grund nicht angewendet werden könne, ist offensichtlich unbegründet. Die 
Beschwerdeführerin hielt  in ihrer Eingabe an die Vorinstanz vom 5. Juni 
2006 selbst fest, dass mit "wenigen Punkten" aufgrund einer Auskunft von 
Herrn X._______ 5 Punkte gemeint seien. Die Beschwerdeführerin wusste 
demnach sehr wohl um den Bestand und den Inhalt der Grenzfallregelung.

4.1 Im  konkreten  Fall  ist  der  Entscheid  der  Prüfungskommission  über  die 
Grenzfallregelung sachlich vertretbar. Nach wie vor besteht zwar das Risi-
ko, dass ein Kandidat nur gerade einen oder gar einen halben Punkt zu 
wenig  erreicht,  um von  der  Grenzfallregelung  profitieren  zu  können.  Je-
doch wäre dies auch so, wenn die Prüfungskommission zum Bestehen der 
Prüfung das Erreichen der exakten Punktezahl für die jeweilige Note ver-

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langt  hätte.  Gemäss  Praxis  REKO/EVD  wäre  nämlich  auch  eine  solche 
Regelung als Grenzfallregelung zu akzeptieren (vgl. Beschwerdeentscheid 
der REKO/EVD HB/2003-11 vom 28. Juli 2004 E. 9.3).

Immerhin  erlaubt  es  die  getroffene  Grenzfallregelung,  bei  sehr  knappen 
Resultaten innerhalb einer bestimmten Bandbreite die grössten Härten zu 
vermeiden. Die getroffene Grenzfallregelung ist ohne weiteres rechtsgleich 
anwendbar. Es gibt zudem keine Anhaltspunkte, dass sie im vorliegenden 
Fall  nicht rechtsgleich angewendet worden wäre.  Die Regelung der Prü-
fungskommission  für  die  Behandlung  von  Grenzfällen  ist  folglich  zu  re-
spektieren.

4.2 In  diesem  Zusammenhang  ist  denn  auch  nicht  ersichtlich,  weshalb  die 
subsidiäre Grenzfallregelung zur Anwendung kommen sollte, kommt diese 
doch nur zum Tragen,  wenn gar keine Grenzfallregelung besteht.  Selbst 
wenn sich bei einer Nachprüfung eine erheblich höhere Punktzahl ergeben 
sollte, müsste die Grenzfallregelung der Prüfungskommission angewendet 
werden. Wegen dieses Vorrangs der Grenzfallregelung der Prüfungskom-
mission kann darauf verzichtet werden, zu den Ausführungen und Berech-
nungen der Beschwerdeführerin zur subsidiären Grenzfallregelung materi-
ell Stellung zu nehmen.

5.

5.1 In  Bezug  auf  die  Bewertung  ihrer  Prüfungsleistung  macht  die  Be-
schwerdeführerin geltend, ihr seien in den Aufgaben 1.2, 1.3, 1.4, 2.2, 3.1, 
3.2,  3.3,  4.1,  7.2,  9.5,  9.6,  9.9,  9.14,  10.1,  11.1,  11.2,  11.3,  13.2,  14.1, 
14.2 und 15.2 insgesamt 46 zusätzliche Punkte zu gewähren. Sie führt bei 
jeder  gerügten  Prüfungsaufgabe  aus,  inwiefern  ihr  jeweils  mehr  Punkte 
zuzusprechen seien.

5.2 Ebenso wie das Bundesgericht (z.B. BGE 131 I 467 E. 3.1, BGE 121 I 225 
E. 4b mit weiteren Verweisen), der Bundesrat (z.B. VPB 62.62 E.3, VPB 
56.16  E.  2.1)  sowie  die  ehemaligen  Rekurs-  und  Schiedskommissionen 
des Bundes (VPB 66.62 E. 4, VPB 64.122 E. 2) auferlegt sich das Bundes-
verwaltungsgericht  bei  der  Überprüfung  von  Examensleistungen  Zurück-
haltung, indem es in Fragen, die seitens der Justizbehörden naturgemäss 
schwer überprüfbar sind, nicht ohne Not von den Beurteilungen der erst-
instanzlichen  Prüfungsorganen  und Experten  abweicht.  Der  Grund  dafür 
liegt  darin,  dass  der  Rechtsmittelbehörde  zumeist  nicht  alle  massge-
benden Faktoren der Bewertung bekannt sind und es ihr in der Regel nicht 
möglich ist, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen 
des Beschwerdeführers sowie der Leistungen der übrigen Kandidaten zu 
machen.  Hinzu  kommt,  dass  Prüfungen  oft  Spezialgebiete  zum Gegen-
stand haben, in denen die Rechtsmittelbehörde über keine eigenen Fach-
kenntnisse verfügt. Eine freie Überprüfung der Examensbewertung würde 
zudem die Gefahr  von Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten gegenüber 

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anderen Kandidaten in sich bergen. Daher hat sich die Auffassung durch-
gesetzt,  dass  die  Bewertung  von  akademischen  Leistungen  von  der 
Rechtsmittelbehörde nicht frei, sondern nur mit Zurückhaltung zu überprü-
fen ist (vgl. BGE 118 Ia 488 E. 4c, BGE 106 Ia 1 E. 3c mit Verweis auf IM-
BODEN/RHINOW,  Schweizerische  Verwaltungsrechtsprechung,  Band  I,  Basel 
und Frankfurt am Main 1986, Nr. 66 B II a, d und V a, sowie Nr. 67 B III c). 

5.3 In einem Beschwerdeverfahren nehmen die Examinatoren,  deren Noten-
bewertung  beanstandet  wurde,  im  Rahmen  der  Beschwerdeantwort  der 
Prüfungskommission  Stellung  (vgl.  Art.  57  Abs.  1  VwVG).  In  der  Regel 
überprüfen sie ihre Bewertung nochmals und geben bekannt, ob sie eine 
Korrektur als gerechtfertigt erachten oder nicht. 

Solange konkrete  Hinweise auf  Befangenheit  fehlen und die Beurteilung 
nicht  als  fehlerhaft  oder völlig  unangemessen erscheint,  ist  auf  die  Mei -
nung der Examinatoren abzustellen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass 
die Stellungnahme insofern vollständig ist, als darin substantiierte Rügen 
des Beschwerdeführers beantwortet werden, und dass die Auffassung der 
Examinatoren,  insbesondere soweit  sie von derjenigen des Beschwerde-
führers abweicht,  nachvollziehbar und einleuchtend ist (vgl.  Beschwerde-
entscheid der REKO/EVD HB/2005-1 vom 14. Dezember 2005 E. 3).

Die dargelegte Zurückhaltung gilt nur bei der Bewertung von Prüfungslei-
stungen.  Ist  hingegen  die  Auslegung  und  Anwendung  von  Rechtsvor-
schriften streitig oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, 
hat die Rechtsmittelbehörde die erhobenen Einwendungen in freier Kogni-
tion zu prüfen, andernfalls sie eine formelle Rechtsverweigerung beginge 
(vgl. BGE 106 Ia 1 E. 3c, VPB 56.16 E. 2.2, RHINOW/KRÄHENMANN, Schweize-
rische Verwaltungsrechtsprechung,  Ergänzungsband,  Basel  1990, Nr.  80 
B I f.).

5.1 In den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Rügen zu den ein-
zelnen  Prüfungsaufgaben  geht  es  um  die  Bewertung  ihrer  Leistungen. 
Eine falsche Rechtsanwendung macht sie nicht geltend. Nachfolgend ist in 
einem ersten Schritt zu prüfen, ob die Prüfungskommission, die Experten 
und  die  Vorinstanz  auf  eine  Gruppe  von  Aufgaben,  zu  denen  die  Be-
schwerdeführerin  jeweils  ähnliche  Rügen  vorbringt,  materiell  insgesamt 
rechtsgenüglich  eingegangen sind,  und ob sie die substantiierten Rügen 
der  Beschwerdeführerin  rechtsgenüglich  beantwortet  haben.  In  einem 
zweiten Schritt ist zu prüfen, ob das Feststellungsbegehren der Beschwer-
deführerin,  wonach  ihr  die  Vorinstanz  6,5  zusätzliche  Punkte  gewährt 
habe,  berechtigt  ist.  Schliesslich  wird  auf  bestimmte  Einzelrügen  einge-
gangen.

5.1.1 Zu den Aufgaben 1.2, 1.4, 2.2, 3.1, 3.2, 3.3, 4.1, 9.5, 9.6, 9.9, 9.14, 10.1,  
11.1,  11.2,  13.2,  14.1  und  14.2  macht  die  Beschwerdeführerin  geltend, 
dass sie diese in  dem von ihr  geltend gemachten Umfang richtig  gelöst 
habe. Insgesamt verlangt  sie die Erteilung von 37 zusätzlichen Punkten. 
Zu einem Teil der Aufgaben führt sie aus, dass sie die in den Stellungnah -

11

men der  Experten  verlangten Elemente  wiedergegeben  habe.  Zum Rest 
der Aufgaben macht sie geltend, dass sie zwar nicht alle verlangten Ele-
mente  aufgeführt  habe,  jedoch  Alternativlösungen  präsentiert  habe.  In 
einem Fach wie der Wirtschaftsprüfung gebe es nie nur eine einzige rich -
tige Lösung,  weshalb  ihr  für  ihre Lösungsansätze zusätzliche Punkte zu 
gewähren seien. Ausserdem verlange sie in den meisten der gerügten Auf-
gaben gar nicht die Erteilung der vollen Punktzahl. Aus diesem Grund sei 
unerheblich, ob ihre Ausführungen komplett seien. 

Die Experten geben in ihren Stellungnahmen jeweils an, inwiefern die von 
der Beschwerdeführerin präsentierte Lösung nicht korrekt ist. Nachstehend 
wird deshalb kurz wiedergegeben, welche Teile der jeweiligen Lösung ge-
mäss  Experten  Y._______  und A._______  sowie  gemäss  Nachkorrektur 
nicht korrekt waren: Aufgabe 1.2 (Fehlen der gesamten Prüfungsplanung, 
der  Risikobeurteilung  und  der  Beurteilung  des  IKS,  sowie  Schluss-
besprechung Audit  Komitee,  Management Letter);  Aufgabe 1.4 (fehlende 
Zuordnung und Nennung der  wesentlichen und kompletten Aufgaben an 
die  Experten);  Aufgabe  2.2  (Fehlen  der  Bereiche  Vorräte,  Sachanlagen 
und Betriebsaufwand); Aufgabe 3.1 (Aufführen einer nicht der Frage ent-
sprechenden  alternativen  Lösung  sowie  Ausserachtlassen  von 
Gründungsvarianten/Änderung  der  Unternehmensform);  Aufgabe  3.2 
(genauer Beschrieb des Vorgangs bezüglich der beabsichtigten Sachein-
lage  und  der  Kapitalherabsetzung);  Aufgabe  3.3  (Fehlen  der  Bereiche 
Übertragung  Teilbetriebe  und/oder  Weiterführung  derselben,  steuer-
neutrale Übertragung der Liegenschaften und/oder Beteiligungen, Verrech-
nungssteuerpflicht  auf  Dividenden-Auszahlungen);  Aufgabe  4.1  (Fehlen 
der Option, einen externen Berater beizuziehen); Aufgabe 9.5 (Fehlen der 
Hauptaussage, wonach Swap-Geschäfte schwebende Geschäfte sind); 9.6 
(falsche  Beantwortung  bezüglich  Bilanzierung,  Ausserachtlassen  von 
Risiken);  Aufgabe 9.9 (Fehlen der Erwähnung des Niederstwertprinzips); 
Aufgabe  9.14  (Keine  Erwähnung  von  Prozessanalyse  und 
Einhalteprüfung);  10.1  (zu  kleiner  Detaillierungsgrad  und  unvollständige 
Prüfungsschritte  bezüglich  Anlage-  und  Erfolgskonti  und  Augenschein); 
11.1  (unpräzise  Beschreibung  und  keine  Erwähnung  der  steuerlichen 
Nachteile  durch  die  PoC-Methode);  11.2  (Fehlen wesentlicher  Prüfungs-
handlungen);  13.2  (Fehlen  der  Abklärung  über  Steuerrückstellungen, 
fehlen des Einbezugs der Wesentlichkeit des Falles und der Meinung des 
Verwaltungsrates);  14.1  (keine Erwähnung der  anderen Lösungsvariante 
nach  Neuinformation  der  Berichtsempfänger);  Aufgabe  14.2  (Fehlen  der 
zentralen  Angaben  bezüglich  stille  Reserven,  keine  Änderung  des  Ab-
schlusses, Information an den Verwaltungsrat).

5.1.2 Soweit  die Beschwerdeführerin geltend macht,  für von ihr aufgeführte al-
ternative  Lösungen  seien  zusätzliche  Punkte  zu  sprechen,  muss  darauf 
hingewiesen werden, dass gerade bei der Auslegung, ob für eine konkrete, 
von der Vorlage abweichende Antwort Punkte erteilt werden müssen, das 
Ermessen der Experten gross ist. Insbesondere liegt es auch im Ermessen 
der  Experten,  welches  relative  Gewicht  den  verschiedenen  Angaben, 
Überlegungen  und  Berechnungen  zukommt,  die  zusammen  die  korrekte 

12

und vollständige Antwort auf eine bestimmte Prüfungsfrage darstellen, und 
wie viele Punkte in der Folge für nur teilweise richtige Antworten zu verge -
ben sind. Das Ermessen der Experten ist hingegen in jenen Fällen einge-
schränkt, in denen die Prüfungsorgane einen verbindlichen Bewertungsra-
ster vorgegeben haben, aus dem die genaue Punktverteilung pro Teilant-
wort hervorgeht. Der Grundsatz der Rechtsgleichheit beziehungsweise der 
Gleichbehandlung aller Kandidaten gewährt in einem derartigen Fall jedem 
Kandidaten den Anspruch darauf, dass er auch diejenigen Punkte erhält,  
die ihm gemäss Bewertungsraster  für  eine richtige  Teilleistung zustehen 
(vgl. Beschwerdeentscheid der REKO/EVD HB/2004-10 vom 1. April 2005 
E. 6.1.1). 

Im vorliegenden Fall besteht zwar ein Lösungsschema, welches der Stel -
lungnahme von Experte A._______ auszugsweise beiliegt.  Dabei handelt 
es sich jedoch nicht um ein verbindliches Bewertungsraster. Vielmehr liegt  
ein  separates  Bewertungsraster  vor,  das jeweils  die  pro  Teilaufgabe er-
reichbaren Maximalpunktzahlen aufführt  (siehe Ausführungen unter Ziffer 
3). Die Lösungsskizze stellt den Experten eine Korrekturhilfe dar, ist aber  
für die Bewertung nicht verbindlich. In ihren Stellungnahmen machen die 
Experten demnach von ihrem Ermessen Gebrauch. Es ist daher nicht zu 
beanstanden,  wenn  die  Experten  und die  Vorinstanz nicht  für  jede Teil-
antwort  voraussetzungslos  Punkte  erteilen,  wie  dies  die  Beschwerde-
führerin verlangt.  Vielmehr bedarf es für die Erteilung von Punkten einer 
Antwort,  die inhaltlich  korrekt  ist  und die auf  die  sich  in  der  Frage stel-
lenden Probleme genügend Bezug nimmt.  Es ist  mithin  nachvollziehbar, 
wenn die Experten für Antworten, die zwar inhaltlich nicht falsch sind, aber 
den Kern des Problems nicht  erfassen  beziehungsweise nichts  zur  Pro-
blemlösung beitragen, keine Punkte erteilen. Insgesamt ist ferner nicht er-
sichtlich,  dass  die  Experten  und  die  Vorinstanz  übermässige  An-
forderungen  an  eine  korrekte  Lösung  gestellt  hätten.  Möglich  ist,  dass 
gewisse Aussagen der Beschwerdeführerin inhaltlich stimmen, oder dass 
sie gewisse von den Experten verlangte Antworten ansatzweise geliefert 
hat. Jedoch legen die Experten und die Vorinstanz überzeugend dar, dass 
diese Aussagen und Lösungsansätze nicht genügen, um mehr Punkte zu 
erteilen.

5.1.3 Bei der Behandlung der Rügen der Beschwerdeführerin zu den unter Ziffer  
5.4.1 aufgeführten Aufgaben kann beispielhaft  auf  ihre Ausführungen zu 
einem Teil  der Aufgabe 3.3 verwiesen werden. Darin macht sie geltend,  
sie habe zwar nicht auf die Verrechnungssteuer im Zusammenhang mit Di -
videndenzahlungen hingewiesen, dafür habe sie ausgeführt, dass die Ver-
rechnungssteuer bei der Übertragung von Reserven anlässlich einer Spal-
tung nicht anfalle. Aus diesem Grund würden ihr zwei zusätzliche Punkte 
zustehen. Es gehe nicht an, dass für erwiesenermassen korrekte Antwor-
ten keine Punkte erteilt würden, nur weil diese nicht dem Lösungsschema 
entsprächen. Den Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach anläss-
lich  einer  Spaltung  auf  die  Übertragung  von  Reserven  keine  Verrech-
nungssteuer geschuldet ist, stimmen zwar inhaltlich. Aus der Stellungnah-
me der Experten geht jedoch klar hervor, dass verschiedene, sehr wesent-

13

liche Bestandteile für eine korrekte Antwort fehlen (siehe Ziffer 5.4.1). Die 
Frage 3.3 ist  allgemein gut verständlich.  So wurde vom Kandidaten ver-
langt, er solle die steuerlichen Konsequenzen und eventuelle Steuerrisiken 
bei einer Restrukturierung gemäss Beilage II darstellen. In diesem Zusam-
menhang  erscheint  die  Nennung  der  Verrechnungssteuerfreiheit  bei  der 
Übertragung von Reserven doch recht nebensächlich. Im Gegensatz dazu 
wirken die Ansprüche der Experten, einen Gesamtüberblick über die steu-
erlichen Konsequenzen zu skizzieren, vorliegend nicht übertrieben. Die in 
der  Stellungnahme  beschriebenen  fehlenden  Elemente  sind  zentral  und 
hätten erwähnt werden sollen. Inwiefern für die Angaben der Beschwerde-
führerin  allfällige  zusätzliche  Punkte  zu  erteilen  sind,  liegt  unter  diesen 
Umständen im Ermessen der Experten, zumal sie damit keinen zentralen 
Punkt angesprochen hat. Der Beschwerdeführerin kann auch nicht gefolgt 
werden, soweit sie geltend macht, dass sie nicht die volle Punktzahl für die  
Aufgabe  verlange.  Vorliegend  verlangt  sie  die  volle  Punktzahl  für  eine 
Teilaufgabe. Auch hier liegt eine Erteilung im Ermessen der Experten. Die  
Nachprüfung hat ergeben, dass das Ermessen von den Experten in ver-
tretbarer Weise ausgeübt wurde.

5.1.4 Die Experten legen in den unter Ziffer 5.4.1 gerügten Aufgaben insgesamt 
glaubwürdig und einleuchtend dar, dass die Teilantworten der Beschwer-
deführerin, für die keine Punkte erteilt worden sind, für die Problemlösung 
nicht relevant oder gar falsch waren. Weiter zeigen sie auf, welche Anga-
ben für die Erteilung von zusätzlichen Punkten fehl ten. Insoweit kann auf 
die Stellungnahmen der Experten und der Vorinstanz verwiesen werden. 
Die Experten der Ersinstanz sind demnach materiell  rechtsgenüglich auf 
die gerügten Aufgaben eingegangen. Insbesondere erscheint die Begründ-
ung der Experten weder mangelhaft  noch völlig unangemessen. Die Rü-
gen der Beschwerdeführerin wurden überdies rechtsgenüglich beantwortet 
und widerlegt.  Es besteht  daher kein Anlass,  in das Ermessen der Erst-
instanz einzugreifen.

6. In  Aufgabe  7.2  macht  die  Beschwerdeführerin  geltend,  einem  anderen 
Kandidaten seien für eine sehr ähnliche Antwort insgesamt 5 und nicht le -
diglich 2,5 Punkte erteilt worden. Dies stelle eine unzulässige Ungleichbe-
handlung dar, weshalb ihr 2,5 zusätzliche Punkte zu gewähren seien.

Experte  Y._______  führt  in  seiner  Stellungnahme  aus,  dass  die  Be-
schwerdeführerin nicht auf die in einem Management Letter erforderliche 
Behandlung von Schwachstellen im IKS und die Risiken eingegangen sei. 
Diese  Begründung  ist  schlüssig  und  beantwortet,  weshalb  der  Be-
schwerdeführerin  nicht  mehr  Punkte  gewährt  werden  können.  Bezüglich 
Gleichbehandlung  sind  die  Ausführungen  der  Vorinstanz  nicht  zu  be-
anstanden. So kann sich die Beschwerdeführerin insbesondere nicht auf 
eine  Gleichbehandlung  im  Unrecht  berufen.  Somit  gingen  Experte 
Y._______ und die Vorinstanz materiell rechtsgenüglich auf die Rüge der 
Beschwerdeführerin ein. Sowohl die Ausführungen der Experten als auch 
jene der Vorinstanz sind weder mangelhaft noch völlig unangemessen. Es 

14

besteht daher kein Grund, der Beschwerdeführerin weitere Punkte zu er-
teilen.

7.

7.1 Zum Feststellungsbegehren der Beschwerdeführerin, wonach ihr die Vor-
instanz für die Aufgaben 1.3, 3.2 sowie 11.3 und 15.2 insgesamt 6,5 zu-
sätzliche  Punkte  erteilt  habe,  kann  Folgendes  festgehalten  werden:  die 
Vorinstanz  führte  in  ihrem Entscheid  aus,  dass  das  Punktetotal  bei  der 
Erstkorrektur aufgrund eines Rechenfehlers bei 184 und nicht 182,5 Punk-
ten  liege.  Unter  Berücksichtigung  der  korrekten  Punktezählung  für  die 
Erstkorrektur  habe  die  Beschwerdeführerin  nach  erfolgter  Nachkorrektur 
eine Gesamtpunktzahl von 187 erreicht. Weiter machte sie geltend, dass 
für  sie aufgrund der Begründung der Experten nicht  nachvollziehbar  sei, 
weshalb  ihr  in  Aufgabe  1.3  nicht  1,5  zusätzliche  Punkte  erteilt  worden 
seien. Aus der Begründung zu Aufgabe 3.2 gehe nicht hervor, weshalb der 
Beschwerdeführerin  nicht  2  zusätzliche  Punkte  gewährt  worden  seien. 
Zudem sei die Begründung zu Aufgabe 11.3 bezüglich Nichterteilung eines 
Punktes  zu  pauschal  ausgefallen.  Zu  Aufgabe  15.2  sei  nie  materiell 
Stellung bezogen worden, weshalb für die Vorinstanz nicht ersichtlich sei, 
warum der Beschwerdeführerin nicht 2 zusätzliche Punkte gewährt worden 
seien.

Daraus erhellt,  dass die Vorinstanz in ihrem Entscheid der Beschwerde-
führerin keineswegs 6,5 Punkte zugesprochen hat. Sie hielt vielmehr ledig-
lich fest, dass die Verweigerung dieser 6,5 Punkte nicht genügend begrün-
det  sei.  Bei  der weiteren Prüfung hat  sie die Berechnung so vorgenom-
men, wie wenn die 6,5 Punkte erteilt worden wären. Gestützt darauf führte 
sie aus, dass die Beschwerdeführerin auch bei einer allfälligen Erteilung 
dieser 6,5 Punkte nicht von der Grenzfallregelung hätte profitieren können, 
da ihr nach wie vor mindestens 11,5 Punkte für eine höhere Note bezie-
hungsweise das Bestehen der Prüfung fehlen würden.

Den Ausführungen der Vorinstanz kann ohne weiteres gefolgt werden. Auf 
das Feststellungsbegehren, wonach die Vorinstanz der Beschwerdeführe-
rin  zusätzliche  6,5  Punkte  zugesprochen  habe,  kann  mangels  Feststel-
lungsinteresse  nicht  eingetreten  werden  (vgl.  Ausführungen  unter  Ziffer 
7.3). Im Übrigen ist das Feststellungsbegehren abzuweisen.

7.2 Wie erwähnt hielt die Vorinstanz in ihrem Entscheid fest, dass die Exper -
ten  zu  den  Aufgaben  1.3,  3.2,  11.3  sowie  15.2  nicht  genügend  bezie-
hungsweise gar keine Stellung bezogen haben. Zu Aufgabe 1.3 hielt  die 
Vorinstanz fest, dass die Beschwerdeführerin die von ihr geltend gemach-
ten  Elemente  korrekt  erwähnt  habe,  weshalb  ihr  die  1,5  zusätzlichen 
Punkte dafür zu gewähren seien. Die Nachprüfung durch das Bundesver -
waltungsgericht hat ergeben, dass die diesbezüglichen Ausführungen der 
Beschwerdeführerin und der Vorinstanz nachvollziehbar sind. Weiter kann 
sowohl  der  Beschwerdeführerin  als  auch der  Vorinstanz  in  den Ausfüh-

15

rungen zu Aufgabe 3.2 gefolgt werden, was die Ausführungen zu den 2 zu-
sätzlichen  Punkten  betrifft.  Für  die  darüber  hinausgehend  geforderten  3 
Punkte  kann  auf  die  Ausführungen  unter  Ziffer  5.4.1  verwiesen  werden. 
Hingegen ging die Vorinstanz bei den Aufgaben 11.3 und 15.2 nicht auf 
die  materiellen  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  ein,  weshalb  es sich 
rechtfertigt, dies nachstehend in der gebotenen Kürze zu tun.

7.2.1 Zu Aufgabe 11.3 bringt die Beschwerdeführerin vor, dass sie in ihrer Lö-
sung die Handlung "Kosten plausibilisieren"  und "Überlegungen  der  Ge-
schäftsleitung zur Bilanzierung kritisch würdigen" vorgebracht  habe. Weil 
es  sich  dabei  um  zwei  unterschiedliche  Prüfungshandlungen  in  unter-
schiedlichen  Gebieten  handle,  stehe  ihr  ein  weiterer  Punkt  zu.  In  der 
Nachprüfung führt die Prüfungskommission aus, dass ausformulierte Prü-
fungshandlungen erwartet worden seien (z.B. womit man die geschätzten 
Kosten plausibilisieren könne). Dies habe in der Lösung der Beschwerde-
führerin gefehlt, weshalb ihr pro Stichwort lediglich ein halber Punkt zuste -
he. 

Die  Ausführungen  in  der  Nachprüfung  sind  einleuchtend  und  materiell 
rechtsgenüglich.  Die Beschwerdeführerin  hat  offenbar  verkannt,  dass ihr 
pro Stichwort 0,5 Punkte erteilt  worden sind, und nicht ein Punkt für das 
eine Stichwort und keiner für das andere. Die Begründung in der Nachkor -
rektur für die Nichterteilung ist weder mangelhaft noch völlig unangemes-
sen.  Es  besteht  daher  kein  Grund,  der  Beschwerdeführerin  in  Aufgabe 
11.3 weitere Punkte zu erteilen.

7.2.2 Zu Aufgabe 15.2 bringt die Beschwerdeführerin vor, ihr stünden zwei zu-
sätzliche Punkte zu, weil  sie gestützt auf die von ihr getroffenen Annah-
men  korrekte  Empfehlungen  abgegeben  habe  (Annahmeempfehlung  mit 
dem Zusatz, das Urteil  sei eingeschränkt,  beziehungsweise,  falls sich im 
Anhang keine Anmerkung befindet,  eine Rückweisungsempfehlung). Vor-
liegend ist mangels Stellungnahme der Erst- oder der Vorinstanz nicht er-
sichtlich, inwiefern die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen falsch 
liegt oder zu wenig ausführlich war. Zudem führt sie glaubhaft  aus, dass 
ihre Ausführungen stimmen.  Es ist  daher  nicht  nachvollziehbar,  weshalb 
die  von  der  Beschwerdeführerin  geforderten  zusätzlichen  zwei  Punkte 
nicht erteilt worden sind.

7.3 Aus  dem Obenstehenden  ergibt  sich,  dass  nicht  ersichtlich  ist,  weshalb 
der Beschwerdeführerin in den Aufgaben 1.3, 3.2 und 15.2 nicht insgesamt 
5,5 zusätzliche Punkte erteilt  worden sind. Jedoch kann vorliegend man-
gels Feststellungsinteresse von einer Erteilung abgesehen werden, da 5,5 
zusätzliche Punkte nichts am Resultat zu ändern vermöchten. Bei einer Er-
teilung  dieser  Punkte  würde  die  Beschwerdeführerin  nämlich  auf  insge-
samt 192,5 Punkte kommen. Somit wäre sie immer noch 12,5 Punkte unter 
der für die Note 3,5 massgeblichen Mindestpunktzahl von 205. Um in die 
Bandbreite  der  korrekterweise  anwendbaren  Grenzfallregelung  der  Prü-
fungskommission zu kommen, würden ihr nach wie vor 7,5 Punkte fehlen.

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8. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten wer-
den kann.

Bei  diesem  Verfahrensausgang  hat  die  Beschwerdeführerin  die 
Verfahrenskosten zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese werden mit  
dem  am  27.  Oktober  2006  geleisteten  Kostenvorschuss  von  Fr. 1000.– 
verrechnet.  Eine Parteientschädigung wird nicht gesprochen (vgl.  Art.  64 
Abs. 1 VwVG).

9. Dieser Entscheid kann nicht  mit  Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten  an das  Bundesgericht  weitergezogen  werden  (vgl.  Art.  83 
Bst. t  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 [BGG, 
SR 173.110]). Er ist somit endgültig (vgl. Art. 74 Bst. c VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Der Beschwerdeführerin wird die Gerichtsgebühr von insgesamt Fr.  1000.– 
auferlegt.

3. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- der  Beschwerdeführerin  p.A.  RA  Stefan  Minder  (eingeschrieben  unter 
Rücksendung der Beschwerdebeilagen)

- der Vorinstanz (eingeschrieben unter Rücksendung der Vorakten)

- der Prüfungskommission  der höheren Fachprüfung für Wirtschaftsprüfer 
(eingeschrieben)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Philippe Weissenberger Kaspar Luginbühl

Versand am: 27. März 2007