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**Case Identifier:** 07624ac1-00e4-5e51-8ddf-51c67b312ab6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.04.2014 200 2011 1194
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2011-1194_2014-04-15.pdf

## Full Text

200 11 1194 IV
KNB/RUM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. April 2014

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. November 2011

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1958 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) ist Mutter dreier 1983, 1986 und 1989 geborener, mittlerweile erwach-
sener Söhne. Sie absolvierte eine …lehre und Kurse im Bereich der … so-
wie der …. Bis 1992 führte sie einen … in selbstständiger Stellung (Dossier 
der IV-Stelle Bern, Antwortbeilagen [AB] 78/3, 69.1/270, 69.1/339-342). Am 
5. Juni 1992 meldete sie sich bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) unter Angabe von Beschwerden nach zwei Schleuder-
traumen zum Bezug von IV-Leistungen an (AB 69.1/338-343). Die IVB hol-
te erwerbliche und medizinische Unterlagen ein und liess die Versicherte 
im C.________ (MEDAS) einer interdisziplinären Begutachtung unterzie-
hen (Gutachten vom 28. April 1993; AB 69.1/239 ff.). Am 12. Juli 1993 er-
stattete der Abklärungsdienst der IVB einen Abklärungsbericht Haushalt, 
worin die Versicherte als Teilerwerbstätige mit Aufgabenbereich Haushalt 
bemessen und ein Gesamtinvaliditätsgrad von rund 75 % ermittelt wurde 
(AB 69.1/213 ff.). Mit Verfügungen vom 29. Oktober 1993 sprach die IVB 
der Versicherten ab 1. April 1992 eine ganze Rente zu (AB 69.1/201 ff.).

B.

Im Rahmen eines im April 1994 (AB 69.1/198) von Amtes wegen eingelei-
teten Rentenrevisionsverfahrens holte die IVB nebst den üblichen Unterla-
gen ein interdisziplinäres Verlaufsgutachten der MEDAS vom 13. Novem-
ber 1995 (AB 69.1/142 ff.) und einen Abklärungsbericht Haushalt vom 
26. April 1996 ein. Darin ermittelte der Abklärungsdienst der IVB bei einem 
Status 63 % Erwerbstätigkeit und 37 % Haushalt einen Gesamtinvaliditäts-
grad von 44 % (AB 69.1/118 ff.). Mit Verfügungen vom 5. und 17. Septem-
ber 1996 setzte die IVB die bisherige ganze Rente per 1. November 1996 
bei einem Invaliditätsgrad von 44 % auf eine halbe Rente im Härtefall herab 
(AB 69.1/80-82, 69.1/93-95), was nach Beschwerden der Versicherten vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 3

Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 6. Februar 1997, 
IV 47843 und IV 48015 (AB 69.1/34 ff.), sowie letztinstanzlich vom Eid-
genössischen Versicherungsgericht (EVG; heute Bundesgericht) mit Ent-
scheid vom 14. September 1999, I 126/97 (AB 69.1/3 ff.), bestätigt wurde.

C.

Mit Verfügung vom 26. Februar 2003 bestätigte die IVB bei einem Invali-
ditätsgrad von 44 % einen unveränderten Rentenanspruch (AB 26). Eine 
von der Versicherten dagegen erhobene Einsprache (AB 28) wies die IVB 
mit Einspracheentscheid vom 23. Juli 2003 ab (AB 30).

Infolge der 4. IV-Revision (Wegfall der Rente im Härtefall) verfügte die IVB 
am 4. Mai 2005 die Ausrichtung einer Viertelsrente ab 1. Mai 2005 (Invali-
ditätsgrad von 44 %; AB 35).

Im Rahmen einer weiteren Rentenüberprüfung bestätigte die IVB mit Ver-
fügung vom 9. Mai 2006 einen unveränderten Rentenanspruch (Invali-
ditätsgrad von 44 %; AB 46).

Im Mai 2009 leitete die IVB ein weiteres Rentenrevisionsverfahren ein, hol-
te aktuelle erwerbliche und medizinische Unterlagen ein und liess die Ver-
sicherte bei Dr. med. D.________, Facharzt für Rheumatologie FMH, sowie 
Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie FMH, interdisziplinär begut-
achten (Gutachten vom 17. November 2010 und 16. Dezember 2010; 
AB 76.1, 77.1). Am 18. Mai 2011 erstattete der Abklärungsdienst der IVB je 
einen Abklärungsbericht Haushalt (AB 78) und für Selbstständigerwerben-
de (AB 79), gemäss welchen bei einem Status von 65 % Erwerbstätigkeit 
und 35 % Haushalt ein Gesamtinvaliditätsgrad von 27 % ermittelt wurde 
(AB 78/9). Gestützt darauf stellte die IVB mit Vorbescheid vom 23. Mai 
2011 die Rentenaufhebung auf das Ende des der Zustellung der Verfügung 
folgenden Monats in Aussicht (AB 80). Dagegen liess die Versicherte, ver-
treten durch Rechtsanwalt B.________, am 4. Juli 2011 Einwand erheben 

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(AB 86) und einen Bericht von Dr. med. F.________, Facharzt für Rheuma-
tologie FMH, einreichen (AB 90). Nach Einholung von Stellungnahmen des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen (RAD) vom 25. August 2011 
(AB 91) und des Abklärungsdienstes vom 18. Oktober 2011 (AB 93) hob 
die IVB mit Verfügung vom 9. November 2011 die bisherige Viertelsrente, 
wie angekündigt, per 31. Dezember 2011 auf (AB 96).

D.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 12. Dezember 2011 Beschwerde erheben und beantragen:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 9. November 2011 sei voll-
umfänglich aufzuheben.

2. Es sei der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
zuzuerkennen resp. die durch die IV-Stelle entzogene aufschie-
bende Wirkung sei wieder herzustellen (Gesuch um Wiederher-
stellung der aufschiebenden Wirkung).

3. a) Es seien der Versicherten weiterhin die gesetzlichen Leistun-
gen nach Massgabe einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 
40 % zzgl. eines Verzugszinses zu 5 % ab wann rechtens auszu-
richten.

b) Eventualiter: Es sei von Amtes wegen ein neues, interdiszi-
plinäres gerichtliches Gutachten (unter Einbezug der rheumatolo-
gischen, psychiatrischen, handchirurgischen und gynäkologischen 
Fachrichtung) im vorliegenden Beschwerdeverfahren und penden-
te lite erstellen zu lassen, wobei der Versicherten während der 
Abklärungszeit weiterhin die gesetzlichen Leistungen nach Mass-
gabe einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40 % zzgl. eines 
Verzugszinses zu 5 % ab wann rechtens auszurichten sind.

4. Es sei beim Hausarzt der Versicherten, Dr. med. G.________, 
durch das angerufene Gericht und von Amtes wegen ein aktuali-
sierter Verlaufsbericht und die vollständige Krankengeschichte der 
Versicherten einzuholen.

5. Es sei ein gerichtlicher Augenschein im Haushalt der Versicherten 
durchzuführen, wobei dem wichtigen Umstand Rechnung zu tra-
gen ist, dass die beiden Söhne H.________ und I.________ sich 
nur vorübergehend in der Wohnung der Versicherten befunden 
haben und in Kürze ausziehen resp. bereits ausgezogen sind und 
wobei ebenso zu berücksichtigen ist, dass der älteste Sohn 
J.________ mit seiner Freundin K.________ im gemieteten Haus 
der Versicherten einen separaten Teil bewohnen und dort auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 5

einen separaten Mietzins bezahlen. Dabei seien die Söhne 
J.________, I.________ und H.________ sowie K.________ als 
Zeugen/Auskunftspersonen von Amtes wegen zu befragen.

6. Dem unterzeichneten Rechtsanwalt seien nochmals die vollstän-
digen IV-Akten (inkl. vollständigem und detailliertem Verlaufspro-
tokoll, einer vollständigen und detaillierten Abrechnung über die 
bisher erbrachten Leistungen, den schriftlich erteilten Gutachtens-
aufträgen und den entsprechenden den Gutachtern unterbreiteten 
Fragenkatalogen) zur kurzen Einsichtnahme zukommen zu las-
sen.

7. Nach Zustellung der vollständigen IV-Akten sei dem unterzeichne-
ten Rechtsanwalt eine angemessene Nachfrist zur allfälligen Be-
schwerdebegründung anzusetzen.

8. Es sei der Versicherten für das vorliegende Beschwerdeverfahren 
die volle unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung 
zu gewähren; dies unter gleichzeitiger Einsetzung des unterzeich-
neten Rechtsanwalts als unentgeltlicher Rechtsbeistand.

9. Von der Erhebung eines Gerichtskostenvorschusses sei abzuse-
hen.

10. Über das hängige Armenrechtsgesuch sei umgehend und ohne 
prozessuale Weiterungen mittels prozessleitender Verfügung zu 
entscheiden, sodass dem Prinzip der Waffengleichheit Genüge 
getan wird und der unterzeichnete Rechtsanwalt raschmöglichst 
wieder disponieren könne (vgl. BGE 101 Ia 34).

11. Es sei eine öffentliche Gerichtsverhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 
EMRK mit Presse- und Publikumsanwesenheit durchzuführen.

12. Vor der Eröffnung des materiellen Endentscheides sei dem unter-
zeichneten Rechtsanwalt Gelegenheit zur Einreichung einer de-
taillierten Kostennote zur Geltendmachung einer Parteientschädi-
gung resp. armenrechtlichen Entschädigung zu geben (vgl. Art. 29 
Abs. 2 BV).

13. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

In der Begründung wurde im Wesentlichen eine unvollständige Feststellung 
bzw. die Beweiswürdigung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die 
Invaliditätsbemessung als unrichtig gerügt.

Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Dezember 2011 wies der Instrukti-
onsrichter das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
und den Antrag auf Ansetzung einer Nachfrist zur Beschwerdeergänzung 
ab.

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Mit Eingabe vom 11. Januar 2012 liess die Beschwerdeführerin Unterlagen 
zum Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung nach-
reichen.

Mit Beschwerdeantwort vom 26. Januar 2012 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 28. September 2012 liess die Beschwerdeführerin weitere 
Unterlagen nachreichen und nahm zur Beschwerdeantwort Stellung.

Mit prozessleitender Verfügung vom 26. Oktober 2012 hiess der Instrukti-
onsrichter das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Beiordnung 
von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt gut. Die mit der Be-
schwerde gestellten Beweisanträge wurden abgewiesen.

Mit Eingabe vom 21. Januar 2013 liess die Beschwerdeführerin weitere Un-
terlagen sowie Schlussbemerkungen einreichen und den Antrag auf ein ge-
richtliches Gutachten bestätigen.

Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Januar 2013 wies der Instruktions-
richter die weiteren Beweisanträge ab und schloss das Beweisverfahren.

Mit Eingabe vom 13. Mai 2013 hielt die Beschwerdeführerin an der Durch-
führung einer öffentlichen Schlussverhandlung fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Mai 2013 setzte der Instruktions-
richter den Termin zur öffentlichen Schlussverhandlung auf den 26. Juni 
2013, 14.00 Uhr, an, wobei der Beschwerdegegnerin das Erscheinen frei-
gestellt wurde, und gab die Zusammensetzung des Spruchkörpers be-
kannt.

Mit Eingabe vom 30. Mai 2013 zeigte die Beschwerdegegnerin die Teil-
nahme an der öffentlichen Schlussverhandlung an.

Mit Eingabe vom 12. Juni 2013 reichte die Beschwerdeführerin weitere 
Unterlagen ein und stellte folgende Anträge:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 7

1. Sämtliche im Beschwerdeverfahren IV/2011/1194 beteiligten Ge-
richtspersonen hätten wegen begründeter Besorgnis der Vorein-
genommenheit in den Ausstand zu treten und das Gericht habe in 
neuer Besetzung das Beschwerdeverfahren fortzusetzen.

2. Die mit Eingabe vom 21. Januar 2013 zugestellten Unterlagen 
seien als Urkunden 3 bis 6 zu bezeichnen und das angerufene 
Gericht habe sich in Nachachtung der gesetzlichen Untersu-
chungspflicht damit auseinander zu setzen.

3. Das mit Verfügung vom 23. Januar 2013 geschlossene Beweis-
verfahren sei wieder zu eröffnen.

4. Die Gutachtensanalyse von Dr. med. L.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 4. Juni 2013 sei als 
Urkunde 7 zu den Akten zu nehmen und zum Beweis zuzulassen.

5. Die E-Mail der Beschwerdeführerin vom 11. Juni 2013 in Kopie 
sei als Urkunde 8 zu den Akten zu nehmen und zum Beweis zu-
zulassen.

6. Die Erklärung von Frau M.________ vom 10. Juni 2013 (betref-
fend die Aktennotiz vom 15. Januar 2013) sei als Urkunde 9 zu 
den Akten zu nehmen und zum Beweis zuzulassen.

7. Dr. med. E.________ sei von Amtes wegen gerichtlich zu den 
Diskrepanzen in seinem Gutachten und zur Behandlung des Soh-
nes der Versicherten zu befragen.

8. Die Beschwerdeführerin sei zu den Diskrepanzen im Gutachten 
des Dr. med. E.________ und zu ihrer Beziehung zu diesem zu 
befragen.

Mit Urteil vom 25. Juli 2013, IV/2013/505, wies das Verwaltungsgericht das 
Gesuch um Ablehnung der Verwaltungsrichter Knapp, Schütz und Schweg-
ler sowie von Gerichtsschreiber Rüfenacht im Verfahren IV/2011/1194 ab. 
Dieses Urteil blieb in der Folge unangefochten.

Mit prozessleitender Verfügung vom 14. Oktober 2013 nahm der Instrukti-
onsrichter das vorliegende Verfahren wieder auf, stellte fest, dass die Ein-
gabe der Beschwerdeführerin vom 21. Januar 2013 samt Beilagen mit pro-
zessleitender Verfügung vom 23. Januar 2013 zu den Akten erkannt und 
der Beschwerdegegnerin zugestellt worden sei, erkannte die Beilagen 7 
bis 9 der Eingabe vom 12. Juni 2013 zu den Akten und wies die weiteren 
Beweisanträge (Ziff. 7 und 8 der Eingabe vom 12. Juni 2013) ab. Die öf-
fentliche Schlussverhandlung wurde neu auf den 2. Dezember 2013, 14.00 
Uhr, angesetzt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 8

Mit Eingabe vom 30. Oktober 2013 bestätigte die Beschwerdegegnerin die 
Teilnahme an der öffentlichen Schlussverhandlung.

Mit Eingabe vom 29. November 2013 (Posteingang vom 2. Dezember 
2013, vorab per Fax) reichte die Beschwerdeführerin weitere Unterlagen 
ein und stellte folgende Anträge:

1. Die kommende Verhandlung vom 2. Dezember 2013 sei abzuset-
zen.

2. Das Beweisverfahren sei wieder zu eröffnen.

3. Die eingereichten Dokumente seien als Urkunden 10 bis 13 zu 
den Akten zu nehmen und zum Beweis zuzulassen.

4. Die Beschwerdegegnerin sei im Rahmen des verfassungsmässi-
gen Anspruchs auf rechtliches Gehör zur schriftlichen Stellung-
nahme aufzufordern.

5. Es seien von Amtes wegen die IV-Akten des Sohnes der Be-
schwerdeführerin beizuziehen.

6. Es sei ein gerichtliches Gutachten zur Frage der gesundheitlichen 
Einschränkungen der Versicherten erstellen zu lassen (vgl. den 
bereits gestellten Antrag vom 21. Januar 2013), wobei besonderer 
Wert auf die Familienanamnese zu legen sei und die IV-Akten des 
Sohnes der Versicherten beizuziehen seien.

7. Es sei dem unterzeichneten Rechtsanwalt nach erneutem Ab-
schluss des Beweisverfahrens Frist zur Einreichung einer Kosten-
note anzusetzen, damit dieser eine anwaltschaftliche Entschädi-
gung geltend machen könne.

Mit prozessleitender Verfügung vom 4. Dezember 2013 stellte der Instrukti-
onsrichter den Rückzug des Antrages auf Durchführung einer öffentlichen 
Schlussverhandlung fest, erkannte die Eingabe vom 29. November 2013 
samt Beilagen zu den Akten und wies die weiteren Beweisanträge ab.

Mit Eingabe vom 9. Dezember 2013 reichte der Rechtsvertreter die Kosten-
note vom 4. Februar 2013 sowie die ergänzende Kostennote zu den Akten 
ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 9. November 2011 (AB 96), mit 
welcher die bisherige Viertelsrente revisionsweise per 31. Dezember 2011 
aufgehoben worden ist. Umstritten ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invali-
denversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2007 IV 
Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicher-
ten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeits-
fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. 
Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 
136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird unter anderem bei Versicherten, die nur zum 
Teil erwerbstätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG fest-
gelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, wird die Invali-
dität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invali-
ditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; vgl. 
BGE 125 V 146 E. 2a S. 150).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). Der Beweiswert eines ärztlichen Be-
richts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-
zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 
S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene Faktoren 
zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizier-
ten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Ver-
hältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden 
Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 12

versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen 
der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich 
muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Einschränkungen 
angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und 
Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbe-
richt voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der die Ab-
klärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschät-
zungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach-
lich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als 
das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 
131 E. 3 S. 132). Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesent-
lichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern auch 
dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen 
auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich geblie-
benen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben; zudem kann 
auch eine Wandlung des Aufgabenbereichs einen Revisionsgrund darstel-

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len (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; AHI 1997 S. 
288 E. 2b).

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde 
die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Ver-
gleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine 
materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsabklärung, eine 
Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für eine Änderung 
in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands bestanden – 
ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 
S. 114).

3.

3.1 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung der anspruchserheblichen 
Änderung (vgl. E. 2.5 hiervor) sind die – letztinstanzlich mit EVG I 126/97 
vom 14. September 1999 bestätigten (AB 69.1/3 ff.) und damit in materielle 
Rechtskraft erwachsenen – Verfügungen vom 5. bzw. 17. September 1996 
(AB 69.1/80-82, 69.1/93-95), womit die IVB nach umfassender Prüfung die 
bis dahin ausgerichtete ganze Rente auf eine halbe Rente (im Härtefall) 
herabgesetzt hatte. Im Rahmen der nachfolgenden Rentenüberprüfungen 
(2003 und 2006) wurde der Rentenanspruch jeweils ohne revisionsrechtlich 
relevante Prüfung allein gestützt auf hausärztliche Verlaufsberichte 
bestätigt. Massgebender Vergleichs- und Beurteilungszeitraum ist damit die 
Zeit von September 1996 bis zum Erlass der hier angefochtenen Verfügung 
vom 9. November 2011.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 14

3.2 Den (Referenz-)Verfügungen vom 5. bzw. 17. September 1996 la-
gen in medizinischer Hinsicht hauptsächlich das interdisziplinäre Gutachten 
vom 13. November 1995 der MEDAS zugrunde.

Darin wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein zervi-
kozephales und zervikobrachiales Schmerzsyndrom nach zweimaliger Dis-
torsion der Halswirbelsäule (HWS) und bei leichten degenerativen Verän-
derungen, zurzeit aber vorwiegend tendomyotisch bedingt, sowie als Diag-
nose ohne Auswirkung der Arbeitsfähigkeit eine psychosomatische 
Schmerzfehlverarbeitung bei einer narzisstischen Persönlichkeit aufgeführt. 
Die Untersuchung ergebe nur eine endgradig diskret eingeschränkte Be-
weglichkeit der Halswirbelsäule. Es fänden sich weder klinisch noch radio-
logisch segmentale Blockierungen oder Instabilitäten. Neurologisch könn-
ten die diffusen Brachialgien links mit der angegebenen diffusen Sensibi-
litätsstörung nicht objektiviert werden, die Beschwerden müssten als pseu-
doradikulär interpretiert werden. Die Schulter- und Nackenbeschwerden 
seien vorwiegend als tendomyotisch verursacht anzusehen. Anhaltspunkte 
für eine Periarthropathie der linken Schulter fänden sich nicht mehr. Die 
psychiatrische Untersuchung ergebe Anhaltspunkte für eine Schmerzfehl-
verarbeitung bei einer sensitiven, schnell kränkbaren Persönlichkeit. Das 
massive Beschwerdebild sei, wie bereits 1993, weitgehend nicht objekti-
vierbar. In ihrem früheren Beruf als Inhaberin eines … könnte die Be-
schwerdeführerin nur noch leichte Arbeiten ausführen, hier wäre die Ar-
beitsfähigkeit weiterhin auf 25 % abzuschätzen. Bei einer Tätigkeit, in der 
sie nicht längere Zeit in der gleichen Haltung arbeiten müsste, keine beson-
deren Kraftanstrengungen auszuführen hätte und ihre Position wechseln 
könnte, wäre sie noch etwa vier bis fünf Stunden einsetzbar. Im Haushalt 
sei die Arbeitsfähigkeit auf etwa 80 % abzuschätzen (AB 69.1/155-157).

3.3 Für die Verlaufsbeurteilung ergibt sich aus den Akten im Wesentli-
chen das Folgende:

3.3.1 Im neurologischen Gutachten vom 25. Mai 1999 führte Dr. med. 
N.________, Facharzt für Neurologie FMH, als Diagnose einen Status 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 15

nach zweimaligem Distorsionstrauma der HWS mit chronisch-persistieren-
dem zervikozephalem und zervikobrachialem Schmerzsyndrom, wahr-
scheinlich vorwiegend tendomyotisch bedingt, auf. Der neurologische Un-
tersuchungsbefund sei, abgesehen von einer leichten und nur endstellig 
vorhandenen Einschränkung der HWS-Beweglichkeit, vollkommen normal. 
Neuropsychologisch finde sich ein deutlicher Leistungsabfall unter erhöhten 
geistigen oder körperlichen Anforderungen infolge dann auftretender Kopf-
schmerzen. Eigentliche neuropsychologische Ausfälle könnten jedoch nicht 
festgestellt werden. Die radiologischen Untersuchungen und die Kernspin-
tomographie der HWS hätten weitgehend normale Befunde ergeben. Im 
angestammten Beruf sei jede Tätigkeit in einem Umfang, der ein genügen-
des Einkommen garantiere, nicht möglich. Eine Tätigkeit als … sei denk-
bar, die Arbeitsfähigkeit sei hier auf 50 % zu schätzen. Auch die Arbeits-
fähigkeit im Haushalt betrage 50 % (AB 1/8-9).

3.3.2 Im Arztbericht vom 13. November 2000 hielt der damalige Hausarzt 
Dr. med. O.________ als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
ein zervikozephales und -brachiales Schmerzsyndrom nach zweimaliger 
Distorsion der HWS sowie als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine psychosomatische Schmerzfehlverarbeitung fest. Die Be-
schwerdeführerin müsse wegen der Schmerzen in Kopf, Nacken, Schultern 
und Rücken zwischendurch ruhen und könne nicht über längere Zeit arbei-
ten. Sie klage über Vergesslichkeit, eine eingeschränkte Lernfähigkeit und 
Konzentrationsmängel. Haushaltsarbeiten seien wegen der Schmerzen un-
möglich. Eine Erwerbstätigkeit und die Haushaltstätigkeit seien höchstens 
zu einem Drittel bzw. zu ca. 2½ Stunden pro Tag möglich (AB 11/1-3).

3.3.3 Im Arztbericht vom 22. Januar 2003 führte der damalige Hausarzt 
Dr. med. P.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, als Di-
agnosen ein chronisches zervikozephales und -brachiales Schmerzsyn-
drom bei Zustand nach zweimaligem Beschleunigungstrauma der HWS, ei-
nen Status nach Spondylodese L5/S1, einen Status nach Hysterektomie 
und Knieoperationen bei Chondropathie beidseits und fibularer Bandplastik 
rechts auf. Es bestehe wegen der Schmerzen sowie der verminderten Kraft 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 16

und Leistungsfähigkeit eine Einschränkung auf zwei bis drei Stunden pro 
Tag in Beruf und Haushalt. Die Beschwerdeführerin habe selbst wortreich 
geschildert, was sie alles nicht mehr könne. Sie erwarte ausdrücklich keine 
weitere Therapie, sie möchte weiter die Rente (AB 24).

3.3.4 Im Arztbericht vom 19. März 2006 führte der damalige Hausarzt Dr. 
med. Q.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, als Dia-
gnose einen Status nach mehrfachem Beschleunigungstrauma der HWS 
auf. Die bisherige Erwerbstätigkeit sei unter Berücksichtigung des reduzier-
ten Tragens (von Gewichten), Vermeidens von langem Stehen und Sitzen 
sowie der Möglichkeit eines Stellungswechsels und eines Wechsels des 
Bewegungsmusters zumutbar. Mit reduziertem Arbeitspensum seien die 
Probleme weitgehend stabil (AB 41/1-4).

3.3.5 Im Arztbericht vom 9. November 2009 hielt der Hausarzt, Dr. med. 
G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, als Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Distorsion der HWS), eine Lu-
xation des Fingers III links im PIP (2009) und eine Rotatorenmanschetten-
läsion links (2005) fest. Bei der Tätigkeit als … bestünden Gedächtnis- und 
Konzentrationsstörungen sowie eine reduzierte physische Belastungsfähig-
keit. Diese Tätigkeit sei in zeitlicher Hinsicht deutlich reduziert bzw. zu 
30 % des normalen Pensums zumutbar (AB 61/2-6).

3.3.6 Im rheumatologischen Gutachten vom 17. November 2010 führte 
Dr. med. D.________, Facharzt für Rheumatologie FMH, als Diagnosen ei-
ne Periarthropathia humeroscapularis beidseitig mit leichter Impingement-
symptomatik, ein chronisches zervikales Schmerzsyndrom, eine chroni-
sche, belastungsabhängige Lumbalgie, residuelle Bewegungseinschrän-
kungen im Fingermittelgelenk III links nach Luxation im PIP, klinisch einen 
Verdacht auf eine rechtsbetonte Rhizarthrose, einen Zustand nach vier 
Patellaoperationen sowie einen Zustand nach fibularer Bandplastik rechts 
auf. Körperlich bestünden eine leichtgradige funktionelle Einbusse von Sei-
ten der Schultergelenke und in Schmerzphasen von Seiten der Halswir-
belsäule. Tätigkeiten, welche diese Abschnitte stark belasteten, seien nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 17

mehr möglich. Die restlichen Funktionen seien erhalten. Die im Gutachten 
der MEDAS von 1995 angenommene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
als Hausfrau von 20 % könne unverändert übernommen werden. Als … sei 
die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht voll arbeitsfähig. Zumutbar 
seien körperlich leichte Tätigkeiten ohne grössere Belastung der Schultern 
(Arbeiten über der Horizontalen) und ohne grössere Belastung der Halswir-
belsäule, wobei der vorhandenen Dekonditionierung Rechnung getragen 
werden müsste (AB 76.1/12-15).

Im psychiatrischen Gutachten vom 16. Dezember 2010 hielt Dr. med. 
E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, fest, es 
seien keine psychischen oder psychosomatischen Befunde feststellbar. 
Hinweise auf eine Milieuschädigung bzw. auf eine Störung in der Persön-
lichkeitsentwicklung fehlten. Die im MEDAS-Gutachten von 1995 festge-
stellten narzisstischen Persönlichkeitsanteile hätten anlässlich der aktuellen 
Untersuchung nicht (mehr) objektiviert werden können. Die Beschwerde-
führerin sei selbstbewusst, habe sich therapeutisch etabliert, … und unter-
nehme grosse Reisen, um Forschungen zu betreiben. Diese aktive Lebens-
gestaltung könne nicht einer seelischen Störung zugeschrieben werden. 
Die Hauptproblematik liege subjektiv im somatischen Bereich (Schmerzzu-
stände). Hinweise auf eine psychische Überlagerung der Schmerzen seien 
jedoch nicht vorhanden. Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 
könne nicht diagnostiziert werden. Im Zusammenhang mit existenziellen 
Lebensproblemen gerate die Beschwerdeführerin zwar hin und wieder in 
Krisen. Hinweise auf eine Psychopathologie fänden sich aber nicht, na-
mentlich sei keine Depression vorhanden. Als ungünstige krankheitsfremde 
Faktoren seien eine längere Phase von unregelmässiger Arbeitstätigkeit, 
ein inneres Berufungsgefühl für alternativ-esoterische Tätigkeiten, eine Ver-
weigerungshaltung gegenüber der Leistungsgesellschaft und ein sekundä-
rer Krankheitsgewinn zu nennen. Zusammenfassend könne aus psychia-
trisch-psychosomatischer Sicht keine Störung festgestellt werden, die sich 
auch auf die Arbeitstätigkeit negativ auswirken würde. Dies gelte auch für 
die geklagten Konzentrationsprobleme. 1999 sei neuropsychologisch fest-
gestellt worden, dass keine relevante Störung vorliege; auch aktuell hätten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 18

sich keine klinischen Hinweise auf eine solche Störung gezeigt (AB 77.1/7-
8).

In der interdisziplinären Beurteilung verwiesen die Dres. med. D.________ 
und E.________ auf den rheumatologischen Standpunkt (AB 75).

3.3.7 Im Bericht vom 11. August 2011 hielt Dr. med. F.________, Fach-
arzt für Rheumatologie FMH, fest, seine Diagnosen deckten sich weitge-
hend mit jenen von Dr. med. D.________, wenn auch in etwas anderer Rei-
henfolge. Es sei bekannt, dass bei chronischen Schmerzzuständen mit 
weichteilrheumatischen myofaszialen Veränderungen die Belastbarkeit je-
den Tag etwas anders sei und auch vom Wetter und Klima beeinflusst wer-
de. An guten Tagen könne die Beschwerdeführerin mehr, an schlechten 
Tagen weniger leisten. Zudem sei durch die Fingerproblematik am Mittel-
finger links ein Teil ihrer Betreuung als … deutlich reduziert worden. Des-
halb bestehe über das ganze Geschehen eine persistierende Arbeitsun-
fähigkeit von 40 % in der heutigen Tätigkeit als …. Die Beschwerdeführerin 
habe einen grossen Haushalt mit vier Mitbewohnern. Hier gelte die gleiche 
Situation mit guten und schlechten Tagen, sodass sie trotz freier Einteilung 
des Arbeitspensums im Haushalt aufgrund der Gesamtsituation 30 % ar-
beitsunfähig bleibe. Da es sich bei der Tätigkeit als … um eine angepasste 
Tätigkeit handle, bleibe sie auch für andere ihrer Behinderung angepassten 
Tätigkeiten 40 % arbeitsunfähig. Da die Belastbarkeit sowohl zervikal, lum-
bal und im Bereich der Schultern reduziert bleibe, sei die Beschwerdeführe-
rin auf das Einlegen von Pausen im Umfang von 15-20 Minuten nach einer 
Tätigkeit von mehr als einer Stunde angewiesen (AB 90).

3.3.8 Im Arztbericht vom 24. September 2012 verwies der Hausarzt Dr. 
med. G.________ auf seinen Bericht vom 9. November 2009. Ergänzend 
hielt er als Diagnosen fortbestehende klimakterische Beschwerden mit un-
kontrollierbarem Schwitzen im Rahmen von Wallungen, therapieresistent, 
chronifizierte Schmerzen, Weichteilrheuma sowie vor allem kognitive Defi-
zite bei Status nach repetitiven Beschleunigungstraumen der HWS fest 
(Dossier der Beschwerdeführerin [BB] IUP 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 19

3.3.9 Im von der Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren nachge-
reichten Bericht vom 4. Juni 2013 hielt Dr. med. L.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, fest, das Gutachten von Dr. med. 
E.________ sei deutlich zu wenig detailliert, um eine narzisstische Persön-
lichkeitsstörung bzw. eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung 
ausschliessen zu können. Bezüglich traumatischer Erlebnisse fehle das 
Ausmass der Traumatisierungen, das die Beschwerdeführerin in ihrer Ur-
sprungsfamilie und als Verdingkind von einem Bauern habe erleiden müs-
sen. Sie, ihre Geschwister und deren Mutter seien von ihrem alkoholkran-
ken Vater regelmässig misshandelt worden und als Verdingkind sei die Be-
schwerdeführerin während eineinhalb Jahren jeden Morgen vom Bauern 
sexuell missbraucht worden. Solche schwere Traumatisierungen könnten 
oft zu einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung führen, wobei 
chronische körperliche Schmerzen sehr oft ein Begleitsymptom seien und 
die Beschwerdeführerin viele Verhaltensauffälligkeiten aufweise, welche 
auf das Vorliegen einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung 
hinwiesen. Aus der beruflichen Anamnese gehe nicht hervor, von wann bis 
wann und zu wieviel Prozent die Beschwerdeführerin gearbeitet habe. 
Ebenfalls werde nicht beschrieben, wie „die Krisen, welche es manchmal 
gebe“ aussähen. Bezüglich des Vorliegens einer narzisstischen Persönlich-
keitsstörung sei festzuhalten, dass es eine solche mit Helfersyndrom, wie 
sie bei der Beschwerdeführerin vorliege, gebe. Dabei erzeugten die Perso-
nen durch Helfen ein Grössengefühl, ein Gefühl der Einmaligkeit und eine 
Phantasie über unbegrenzten Erfolg. Menschen mit einer narzisstischen 
Persönlichkeitsstörung hätten nicht gelernt, sich adäquat einzuschätzen. 
Daher dürfe eine narzisstische Persönlichkeitsstörung nicht ausgeschlos-
sen werden, wenn durch Erfragen der Kriterien einer solchen keine vorlie-
ge. Da sich ein Mensch mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung in 
einem möglichst guten Licht darstelle, dürfe nicht durch Aufzählen seiner 
positiven Eigenschaften, wie dies Dr. med. E.________ in seinem Gutach-
ten tue, davon ausgegangen werden, dass kein psychisches Krankheitsbild 
mit Krankheitswert vorliege. Zusammenfassend könne festgehalten wer-
den, dass die Beschwerdeführerin in ihrer aktuellen Tätigkeit als … einen 
optimal leidensangepassten Nischenarbeitsplatz gefunden habe (BB I 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 20

3.4

3.4.1 Die Gutachten der Dres. med. D.________ und E.________ vom 
17. November und 16. Dezember 2010 beruhen auf einlässlichen ana-
mnestischen Erhebungen, eigenen Untersuchungen, berücksichtigen die 
geklagten Beschwerden und wurden in Kenntnis der Vorakten erstellt. Die 
umfassenden, in der Darlegung der Befunde, Diagnosen und der daraus 
abzuleitenden Arbeits- und Leistungsfähigkeit widerspruchsfrei und nach-
vollziehbar begründeten Gutachten erfüllen die von der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung an den Beweiswert von solchen gestellten Anforde-
rungen und sind damit grundsätzlich voll beweiskräftig (vgl. E. 2.4 hiervor).

3.4.2 Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Eingabe vom 12. Juni 2013 
an das Verwaltungsgericht vor (S. 6; im Gerichtsdossier), es bestehe zwi-
schen ihr und Dr. med. E.________ eine „symbiotische (Behandlungs-)Be-
ziehung“, da einer ihrer Söhne seit 1997 durch den Gutachter behandelt 
werde, was dieser im Gutachten verschwiegen habe. Soweit die Beschwer-
deführerin aufgrund dessen zum Schluss gelangt, Dr. med. E.________ 
hätte deshalb in den Ausstand treten müssen, kann ihr nicht gefolgt wer-
den. Der Beschwerdeführerin wurde am 27. Juli 2010 von der Verwaltung 
die Begutachtung durch Dr. med. E.________ angezeigt, wobei ausdrück-
lich darauf hingewiesen worden ist, dass triftige Einwendungen gegen die 
Person des Gutachters und allfällige Gegenvorschläge bis am 9. August 
2010 vorgebracht werden könnten (AB 67/1). Dies tat sie jedoch nicht, son-
dern akzeptierte die Begutachtung durch Dr. med. E.________ (AB 73/1, 
77.1/1), sodass die in der Eingabe vom 12. Juni 2013 festgehaltenen – im 
Juli 2010 bereits bekannt gewesenen – Vorbringen zur angeblichen Befan-
genheit von Dr. med. E.________ als nachgeschoben erscheinen und 
überdies verspätet sind. Hinzu kommt, dass nach der Rechtsprechung der 
Umstand, dass sich ein Sachverständiger schon einmal mit einer Person 
befasst hat, später dessen Beizug als Gutachter nicht zum Vornherein aus-
schliesst, jedenfalls dann nicht, wenn die sachverständige Person ihren 
Bericht neutral und sachlich abfasste (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110). Dies 
gilt umso mehr, als vorliegend die (vorgängige) Behandlung des Sohnes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 21

der Beschwerdeführerin geltend gemacht wird. Anzeichen einer Befangen-
heit bzw. Voreingenommenheit von Dr. med. E.________ finden sich in 
dessen Gutachten nicht und werden in der Eingabe vom 12. Juni 2013 
auch nicht geltend gemacht. Letztere vermag somit die grundsätzliche Be-
weiswertigkeit des psychiatrischen Gutachtens nicht in Zweifel zu ziehen. 
Im Weiteren wird zu den gutachterlichen Ausführungen nachfolgend im 
Rahmen der Beweiswürdigung Bezug genommen (vgl. E. 3.6.2 hiernach).

3.5 Gemäss der interdisziplinären Beurteilung der Gutachter hat sich 
der körperliche Gesundheitszustand im Vergleich zu der mit VGE IV 47843 
und IV 48015 vom 6. Februar 1997 bzw. letztinstanzlich mit EVG I 126/97 
(AB 69.1/34 ff., 69.1/3 ff.) festgestellten medizinischen Sachlage insgesamt 
verbessert (AB 75). So ist – nach den Ausführungen von Dr. med. 
D.________ vom 17. November 2010 – die zervikale Symptomatologie im 
Vergleich zu früher eher in den Hintergrund getreten und die entsprechen-
den Beschwerden sind nicht mehr konstant vorhanden. Die früher vorhan-
dene Schmerzabstrahlung in den linken Arm besteht nicht mehr, obwohl ra-
diologisch im Vergleich zu 1995 verstärkte degenerative Veränderungen an 
der unteren HWS aufgetreten sind. Schliesslich finden sich sowohl ana-
mnestisch als auch klinisch keine Hinweise auf das früher postulierte Kar-
paltunnelsyndrom mehr (AB 76.1/13 f.). Insgesamt erachtet der Gutachter 
eine adaptierte Erwerbstätigkeit, ohne grössere Belastung der Schultern 
und der HWS aus somatischer Sicht als voll zumutbar (AB 76.1/15; im Ein-
zelnen E. 3.6.1 hiernach), während im Gutachten vom 13. November 1995 
der MEDAS insoweit noch von einer eingeschränkten Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit von vier bis fünf Stunden pro Tag ausgegangen worden war 
(AB 69.1/157).

Weiter ergibt sich hinsichtlich des Aufgabenbereichs der Beschwerdeführe-
rin, dass die von ihr 1995 als alleinerziehende Mutter wahrgenommenen 
Betreuungspflichten gegenüber den drei 1983, 1986 und 1989 geborenen, 
heute erwachsenen Söhnen nunmehr weggefallen sind (vgl. dazu auch die 
Ausführungen der Beschwerdeführerin in BB I 6, S. 19). So wurde der An-
teil Kinderbetreuung im Abklärungsbericht vom 26. April 1996 mit 20 % 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 22

(AB 69.1/122), in demjenigen vom 18. Mai 2011 noch mit 5 % angegeben, 
wobei stattdessen die (telefonische) Betreuung der Mutter der Beschwerde-
führerin hinzu kam (AB 78/8). Der Wegfall der Kinderbetreuungspflichten 
ermöglichte es der Beschwerdeführerin eigentlich, ein höheres ausserhäus-
liches Pensum zu leisten. Weiter hat sich im Aufgabenbereich in tatsächli-
cher Hinsicht auch dahingehend eine Veränderung ergeben, als die Be-
schwerdeführerin nicht mehr in einer 4½-Wohnung (AB 69.1/120), sondern 
in einem grösseren Einfamilienhaus wohnt (AB 76.1/6 unten, 78/6) und 
mehrere Hunde hält, wobei deren Betreuung – gemäss Abklärungsbericht 
vom 18. Mai 2011 – mit einem täglichen Aufwand von zwei Stunden bzw. 
10 % des Aufgabenbereichs einhergeht (AB 78/8).

Damit liegen sowohl in medizinischer Hinsicht als auch im Aufgabenbereich 
Haushalt Veränderungen vor, die grundsätzlich geeignet sind, den Invali-
ditätsgrad zu beeinflussen. Unter diesen Umständen hat die Beschwerde-
gegnerin zu Recht einen Revisionsgrund bejaht und den Invaliditätsgrad ei-
ner freien Prüfung unterzogen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1), was in der Beschwerde denn auch nicht in Frage ge-
stellt wird.

3.6 Zur gutachterlichen Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähig-
keit ist im Einzelnen Folgendes festzuhalten:

3.6.1 Gemäss den Angaben Dr. med. D.________ ergaben die bildge-
benden Untersuchungen der HWS und der Lendenwirbelsäule (LWS) ab-
gesehen von gewissen degenerativen Veränderungen der unteren HWS 
keine Auffälligkeiten (AB 76.1/9). Klinisch zeigte sich die HWS unauffällig, 
hinsichtlich der LWS war einzig eine mässige Fehlhaltung feststellbar und 
im Bereich der Schultern fand sich eine leichtgradig funktionelle Einbusse 
von Seiten der Schultergelenke (AB 76.1/13 f.). Letzterer sowie den bildge-
bend erhobenen degenerativen Veränderungen im Bereich der unteren 
HWS trug Dr. med. D.________ insoweit Rechnung, als er Arbeiten mit der 
Belastung dieser Abschnitte als nicht mehr zumutbar erklärte (AB 76.1/14 
C.1., C.2.). Die restlichen Funktionen bezeichnete er nachvollziehbar als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 23

erhalten (a.a.O. C.3.), zumal bezüglich der geklagten Beschwerden im Be-
reich der Schultern, der HWS und der LWS weder bildgebend noch klinisch 
weitere relevante Befunde festgestellt werden konnten. Etwas anderes er-
gibt sich auch nicht aus den in den Akten liegenden hausärztlichen Berich-
ten, welche sich hauptsächlich darauf beschränken, auf die – weitgehend 
nicht erklärbare – Schmerzproblematik zu verweisen (AB 11/3, 24/3, 41/2-3 
u. 61/3-4). In Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss 
ergebenden Beweisschwierigkeiten muss im Rahmen der sozialversiche-
rungsrechtlichen Leistungsprüfung jedoch verlangt werden, dass subjektive 
Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststell-
bare Befunde hinreichend erklärbar sind (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281), 
was nach dem Gesagten vorliegend nicht der Fall ist.

Der neurologische Untersuchungsbefund war bereits anlässlich der ent-
sprechend fachärztlichen Untersuchung im Jahr 1999 bland (AB 1/8-9).

Die funktionelle Einbusse im linken Fingermittelgelenk III infolge einer Lu-
xation wurde vom Gutachter Dr. med. D.________ als geringgradig be-
schrieben (AB 76.1/13), was mit Blick auf den klinisch erhobenen Beuge- 
und Streckausfall von je 15° nachvollziehbar erscheint (AB 76.1/7). Der 
Hausarzt Dr. med. G.________, der im Bericht vom 9. November 2009 in 
der Diagnoseliste die Luxation des linken Fingermittelgelenks erstmals auf-
führte, wies weder unter den subjektiven Angaben noch unter den objekti-
ven Befunden noch unter den funktionellen Einschränkungen auf allfällige 
Beschwerden in diesem Zusammenhang hin (AB 61/3-4 Ziff. 1.4, 1.7). 
Dass, wie beschwerdeweise (S. 9) vorgetragen wird, das Tastaturschreiben 
am PC, das Schreiben von SMS auf dem Mobiltelefon und das Durch-
führen von … nicht mehr möglich sein soll, ist mit Blick auf die ärztlichen 
Einschätzungen nicht glaubhaft bzw. nicht nachvollziehbar. Im Übrigen 
geht aus den im Dossier der Beschwerdeführerin liegenden Swisscom-
Rechnungen hervor, dass sie in den Monaten Mai, Juli und August 2010 
durchschnittlich 295 SMS pro Monat geschrieben hat (BB IA 6), worauf 
bereits in der Beschwerdeantwort zu Recht hingewiesen wurde. Auch das 
Schreiben von E-Mails und … ist ihr offensichtlich möglich (vgl. AB 86/24, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 24

78/3; BB I 6), sodass der Rechtsvertreter in der Eingabe vom 28. Septem-
ber 2012 (im Gerichtsdossier) denn auch nicht mehr die Unmöglichkeit, das 
linke Fingermittelgelenk III einzusetzen, sondern die dabei empfundenen 
Schmerzen in den Vordergrund gerückt hat. Für die Beurteilung der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit ist allerdings – wie bereits erwähnt – nicht das 
subjektive Empfinden, sondern eine objektive Betrachtungsweise massge-
bend. Diesbezüglich geht aus den medizinischen Unterlagen abschliessend 
hervor, dass die objektivierbare funktionelle Einbusse im linken Fingermit-
telgelenk III nicht derart gross ist, dass dadurch die Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit massgeblich beeinträchtigt wäre.

Was die von der Beschwerdeführerin erwähnte invalidisierende Urge-In-
kontinenz mit angeblicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit betrifft, kann 
ihr nicht gefolgt werden. In den Akten finden sich keine Hinweise auf eine 
solche Problematik. Gegenüber Dr. med. D.________ gab die Beschwer-
deführerin an, allgemein-medizinisch völlig gesund zu sein (AB 76.1/6). 
Auch gegenüber dem Abklärungsdienst äusserte sie sich nicht dahinge-
hend, dass sie wegen einer Inkontinenz bei der Arbeit oder in alltäglichen 
Belangen eingeschränkt wäre (AB 78/2 ff.). Der Hausarzt Dr. med. 
G.________, auf den sich die Beschwerdeführerin beruft (Beschwerde, 
S. 9), gab weder im Bericht vom 9. November 2009 noch im Bericht vom 
24. September 2012 ein solches Leiden an (AB 61, BB IUP 7). Sodann hat 
der Regionale Ärztliche Dienst der IV-Stellen (RAD) in der Stellungnahme 
vom 25. August 2011 schlüssig dargelegt, dass, läge eine Urge-Inkontinenz 
vor, diese im Alltag zwar störend sein könnte, die Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit für sich allein jedoch nicht einzuschränken vermöchte (AB 91/4). 
Gleiches gilt hinsichtlich der in der Beschwerde (S. 9) zusätzlich erwähnten 
Menopause-Beschwerden mit geltend gemachtem übermässigem bzw. un-
kontrollierbarem Schwitzen. Anders als die Urge-Inkontinenz werden kli-
makterische Beschwerden im Bericht des Hausarztes vom 24. September 
2012 zwar aufgeführt. Dass diese die Arbeits- und Leistungsfähigkeit ein-
schränkten, wird jedoch von Dr. med. G.________ nicht vorgebracht. Abge-
sehen davon, wies der RAD zutreffend darauf hin, dass es sich diesbezüg-
lich um einen natürlichen Vorgang handle, der medikamentös erfolgreich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 25

behandelt werden könne (AB 91/4). Es ist hier Sache der Beschwerdefüh-
rerin, welche nach eigenen Angaben seit Jahren eine (schulmedizinische) 
Medikation ablehnt (AB 76.1/6 Ziff. 2.3, 76.1/15 Bst. C.8.), sämtliche Be-
handlungsmöglichkeiten vollumfänglich auszuschöpfen. Eine Einschrän-
kung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ist somit weder hinsichtlich der be-
haupteten Urge-Inkontinenz noch hinsichtlich der Menopause-Beschwer-
den erstellt. Davon durfte die Beschwerdegegnerin nach dem Dargelegten 
im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung auch ohne Einholung weite-
rer Arztberichte ausgehen.

Schliesslich ist die in der Beschwerde (S. 14) an der Person von Dr. med. 
D.________ geübte Kritik zurückzuweisen. Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin bzw. ihres Rechtsvertreters entscheidet allein das Al-
ter und die Weiterbildung eines Gutachters nicht über die Qualität bzw. die 
beweisrechtliche Verwertbarkeit des Gutachtens. Letzteres ist im Rahmen 
der freien Beweiswürdigung anhand der vom Bundesgericht festgehaltenen 
inhaltlichen Kriterien zu beurteilen. Dass und weshalb dem Gutachten von 
Dr. med. D.________ vom 17. November 2010 volle Beweiskraft zukommt, 
wurde vorliegend dargelegt.

3.6.2 In psychischer Hinsicht konnte Dr. med. E.________ gemäss sei-
nem Gutachten vom 16. Dezember 2010 keine Beeinträchtigungen objekti-
vieren. Aus den Akten ergeben sich keine anderweitigen Hinweise, zumal 
die Beschwerdeführerin nie in psychiatrischer Behandlung stand. Auch 
kann aus der „Erklärung“ von Dr. med. E.________ vom 2. Juni 2011, wo-
nach die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen bzw. psychischen 
Gründen auf eine professionelle anwaltschaftliche Vertretung in den Ver-
fahren gegenüber der IV angewiesen sei (AB 86/30), nicht geschlossen 
werden, es sei seit der Begutachtung im Dezember 2010 eine psychische 
Verschlechterung eingetreten (Beschwerde, S. 10). Die im MEDAS-Gut-
achten von 1995 festgehaltenen narzisstischen Persönlichkeitsanteile 
konnten von Dr. med. E.________ im Rahmen seiner Untersuchung nicht 
mehr erhoben werden (AB 77.1/7). Aus welchen Gründen diese Verände-
rung eingetreten ist (Eingabe vom 28. September 2012 [im Gerichtsdossi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 26

er], S. 3 Ziff. 4), spielt für die Frage der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
letztlich keine Rolle. Diesbezüglich massgebend ist einzig, dass gemäss 
ärztlicher Untersuchung und Einschätzung von Seiten der Persönlichkeit 
keine Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestehen, was 
im Übrigen bereits im Jahre 1995 festgehalten worden war (AB 69.1/155). 
Es vermag deshalb nicht zu überzeugen, wenn die Beschwerdeführerin in 
der Eingabe vom 21. Januar 2013 (S. 2; im Gerichtsdossier) ausführen 
lässt, sie sei aufgrund „ihrer Persönlichkeitsstörung“ nicht in der Lage, in ei-
nem Angestelltenverhältnis tätig zu sein; solches ergibt sich aus dem Gut-
achten von Dr. med. E.________ vom 16. Dezember 2010 nicht. Vielmehr 
verneinte er das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung und wertete das 
„innere Berufungsgefühl“ der Beschwerdeführerin für alternativ-esoterische 
Tätigkeiten mit einer Verweigerungshaltung gegenüber der Leistungsge-
sellschaft als krankheitsfremden Faktor (AB 77.1/8). Nichts anderes ergibt 
sich aus dem MEDAS-Gutachten von 1995, worin die Einstellung, nie wie-
der in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten, nicht mit medizinischen 
Befunden erklärt werden konnte (AB 69.1/158 f. Ziff. 7). Die Ausführungen 
der Beschwerdeführerin bestätigen denn vielmehr die seit langem fehlende 
Motivation, sich beruflich als Arbeitnehmerin einzugliedern. Schliesslich 
konnte Dr. med. E.________ in Übereinstimmung mit den Untersuchungs-
ergebnissen von 1999 nach wie vor keine Hinweise auf eine (selbstständi-
ge bzw. vom Schmerzgeschehen unabhängige) neuro-psychologische 
Störung erheben (AB 77.1/8; vgl. AB 1/8 u. 1/11).

Der im vorliegenden Gerichtsverfahren nachgereichte Bericht von Dr. med. 
L.________ vom 4. Juni 2013 (BB I 7) vermag die Einschätzung von Dr. 
med. E.________ nicht in Zweifel zu ziehen. Zwar erwähnte die Beschwer-
deführerin gegenüber Dr. med. E.________, dass ihr Vater Alkoholiker ge-
wesen sei, sich aggressiv verhalten habe und mehrmals im Gefängnis ge-
wesen sei. Die Mutter habe ihre fünf Kinder nicht vor ihm schützen können, 
alle seien unter Vormundschaft gestellt worden. Die Beschwerdeführerin 
sei vom Vater nicht missbraucht worden. Sie habe jedoch zwei Jahre als 
Verdingkind in einer Bauernfamilie gelebt, wo sie vom Bauern sexuell miss-
braucht worden sei (vgl. zu Letzterem auch die Ausführungen im … der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 27

schwerdeführerin; BB I 6, S. 22 f. u. S. 29). Gleichzeitig hielt sie aber auch 
fest, dass es ihr gelungen sei, die misslichen Kindheitserlebnisse zu verar-
beiten (AB 77.1/4). Kein Thema waren der alkoholkranke Vater sowie der 
heute geltend gemachte sexuelle Missbrauch in der Pflegefamilie anläss-
lich der früheren Begutachtungen in der MEDAS. So hatte die Beschwerde-
führerin 1993 einzig angegeben, sie sei in ungünstigen familiären Verhält-
nissen aufgewachsen, habe als Kind nicht die notwendige Zuwendung er-
halten und sei zeitweise in einer Pflegefamilie untergebracht gewesen, wo-
bei sie glaube, die psychischen Traumata von damals verarbeitet zu haben 
(AB 69.1/250). Im Verlaufsgutachten von 1995 war schliesslich allein von 
einer schlechten Kindheit sowie einer idealisierenden Beziehung zum Vater 
die Rede (AB 69.1/154). Selbst wenn vor diesem Hintergrund davon aus-
zugehen ist, dass die Beschwerdeführerin eine schwierige und belastende 
Kindheit und Jugend erlebt hatte und möglicherweise durch ihren Pflegeva-
ter sexuell missbraucht worden war, ist namentlich mit Blick auf die ana-
mnestischen Angaben sowie die damals objektivierte medizinische Befund-
lage in den MEDAS-Gutachten von 1993 und 1995 eine psychische 
Störung auf der Basis traumatischer Erlebnisse nicht erstellt. Eine post-
traumatische Belastungsstörung (PTBS) soll nur dann diagnostiziert wer-
den, wenn sie innert sechs Monaten nach dem traumatisierenden Ereignis 
von aussergewöhnlicher Schwere aufgetreten ist (DIL-
LING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internationale Klassifikation psychischer Störun-
gen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 8. Aufl. 2011, 
S. 208), was vorliegend jedoch nicht der Fall ist. So finden sich weder in 
den Gutachten der MEDAS noch in demjenigen von Dr. med. E.________ 
Hinweise darauf, dass die Diagnose einer PTBS je zur Diskussion stand 
(AB 69.1/152 ff., 69.1/239 f., 69.1/249 f., 77.1/2 f., 77.1/7 f.). Gleichfalls 
liegen keine Anzeichen dafür vor, dass belastende Erlebnisse zu einer 
psychiatrisch relevanten Persönlichkeitsstörung (allein oder als Folge einer 
PTBS) geführt hätten. Was sodann die von Dr. med. L.________ am Gut-
achten von Dr. med. E.________ geäusserte Kritik betreffend einer narziss-
tischen Persönlichkeitsstörung anbetrifft, wurde bereits festgehalten, dass 
eine solche weder anlässlich der Begutachtungen in der MEDAS noch von 
Dr. med. E.________ festgestellt werden konnte. Die losgelöst von der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 28

Person der Beschwerdeführerin allein theoretisch gehaltenen und vagen 
Ausführungen von Dr. med. L.________ (BB I 7) vermögen daran nichts zu 
ändern. Es besteht demnach entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh-
rerin weder hinsichtlich der von Dr. med. L.________ behaupteten PTBS 
noch bezüglich der behaupteten narzisstischen Persönlichkeitsstörung wei-
terer Abklärungsbedarf.

Nicht von Belang ist sodann auch, dass – nach der Darlegung des Rechts-
vertreters in dessen Eingabe vom 21. Januar 2013 (S. 2; im Gerichtsdossi-
er) – Dr. med. E.________ angeblich bestätigen wollte, dass die Beschwer-
deführerin mit ihrer jetzigen Arbeit als selbstständige … optimal eingeglie-
dert sei und eine Tätigkeit als Angestellte nicht denkbar sei (vgl. BB I 3). Dr. 
med. E.________ hat in seinem Gutachten nachvollziehbar sowohl die bis-
herige als auch jede andere angepasste Tätigkeit als vollumfänglich zumut-
bar bezeichnet (AB 77.1/9). Interdisziplinär verwiesen er und Dr. med. 
D.________ sodann auf den rheumatologischen Standpunkt (AB 75/2), wo-
nach aufgrund der geringen körperlichen Anforderungen eine optimalere 
Arbeit als die aktuelle Tätigkeit zwar kaum vorstellbar sei, gleichzeitig aber 
auch jede andere angepasste Tätigkeit voll zumutbar sei (AB 76.1/15 C.10. 
u. C.11.). Damit hat es – aus medizinischer Sicht – sein Bewenden (vgl. zur 
Aufgabe des Arztes BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). Denn die Bezeichnung der 
konkreten wirtschaftlich verwertbaren Arbeitsmöglichkeiten, welche auf-
grund der ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und unter Berück-
sichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person gesundheitsbe-
dingt noch in Frage kommen, ist allein Sache der rechtsanwendenden 
Behörde (BGE 107 V 17 E. 2b S. 20 u. Entscheid des BGer vom 25. Januar 
2013, 8C_545/2012, E. 3.2.1; vgl. auch E. 6.4 hiernach).

Schliesslich ist nicht nachvollziehbar und wird von der Beschwerdeführerin 
auch nicht näher dargelegt, inwiefern die im – in diesem Verfahren nachge-
reichten – psychiatrisch-psychologischen Bericht vom Mai 2013 betreffend 
den ältesten Sohn erwähnte abhängig-symbiotische Beziehung zwischen 
ihm und der Beschwerdeführerin (BB I 12, S. 2) das Gutachten von Dr. 
med. E.________ in Zweifel zu ziehen vermöchte (Eingabe vom 29. No-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 29

vember 2013, S. 2 f., im Gerichtsdossier). Dass allein der Umstand der Be-
treuung des Sohnes durch Dr. med. E.________ die Beweiswertigkeit sei-
nes Gutachtens nicht in Frage stellt, wurde bereits dargelegt (vgl. E. 3.4.2 
hiervor). Weiter kann weder vom Gesundheitszustand noch von der Kran-
kengeschichte des Sohnes ohne weiteres auf den Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin geschlossen werden. Im Übrigen hat sich Dr. med. 
E.________ im Rahmen seiner Begutachtung u.a. auch einlässlich mit der 
Familienanamnese befasst (AB 77.1/4 ff.). Abgesehen davon bestätigte die 
Beschwerdeführerin explizit (BB I 8), dass der Gutachter die Familie in me-
dizinischer Hinsicht kenne, weshalb davon auszugehen ist, dass er den für 
die Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin we-
sentlichen Aspekten Rechnung getragen hat.

3.6.3 Aufgrund der in somatischer Hinsicht allein objektivierbaren leicht-
gradigen funktionellen Einbussen seitens der Schultergelenke und im Zu-
sammenhang der degenerativen Veränderungen im Bereich der unteren 
HWS sowie mit Blick auf den blanden psychiatrisch-psychopathologischen 
Status gingen die Gutachter Dres. med. D.________ und E.________ in ih-
rer interdisziplinären Beurteilung nachvollziehbar von einer vollständigen 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit in körperlich leichten Tätigkeiten ohne grös-
sere Belastung der Schultern und der Halswirbelsäule aus (AB 75/2 i.V.m. 
76.1/15 Bst. C.11.). Die Einschränkung im Haushalt bezifferten die Gutach-
ter mit 20 % (AB 76.1/14 Bst. C.4.), wobei jedoch festzuhalten ist, dass den 
ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kein genereller Vorrang gegen-
über den Abklärungen der Invalidenversicherung im Haushalt zukommt 
(SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1; zu Letzterem vgl. E. 5 hiernach). Die 
vorab in den hausärztlichen Berichten davon abweichenden Einschätzun-
gen vermögen die gutachterliche Beurteilung nicht in Zweifel zu ziehen, da 
diese, wie bereits festgehalten wurde (vgl. E. 3.6.1 hiervor), nicht aufgrund 
nachvollziehbarer medizinisch-theoretischer Grundlage, sondern vielmehr 
aufgrund subjektiver Angaben der Beschwerdeführerin erfolgt sind.

Bei diesem Beweisergebnis erübrigen sich die in der Beschwerde und den 
nachfolgenden Eingaben beantragten zusätzlichen Erhebungen zum medi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 30

zinischen Sachverhalt. Namentlich ist auf die Einholung weiterer Arztbe-
richte bzw. weiterer Gutachten in antizipierter Beweiswürdigung zu verzich-
ten (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

4.

Auf vorstehender Basis ist im Folgenden die Invaliditätsbemessung zu prü-
fen (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.1 Dabei stellt sich unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 ATSG vorab 
die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode (Art. 16 
ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob eine versicherte Person als 
ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als Nichterwerbstätige einzu-
stufen ist – was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditäts-
bemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Me-
thode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unver-
änderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung 
bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). Entscheidend ist nicht, welches 
Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall 
zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch 
erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508). Bei einer im Haushalt tä-
tigen versicherten Person im Besonderen ist zu prüfen, ob sie im Gesund-
heitsfall mit Rücksicht auf die gesamten Umstände vorwiegend erwerbs-
tätig oder im Haushalt beschäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnis-
sen sind sämtliche weiteren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksich-
tigen, wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin-
dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen der versicherten Person (BGE 
125 V 146 E. 2c S. 150; AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die konkrete 
Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der 
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 31

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung (vgl. BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, wobei für die hy-
pothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs-
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150, 
117 V 194 E. 3b S. 195).

4.2 Die Beschwerdeführerin betrieb von 1988 bis 1992 einen eigenen 
… in selbstständiger Stellung. Anlässlich der Haushaltsabklärung im Jahr 
1993 gab die Versicherte gegenüber dem Abklärungsdienst an, dass sie im 
Gesundheitsfall diesen … nebst der Kinderbetreuung während 31.5 Stun-
den pro Woche weitergeführt hätte (AB 69.1/215 Ziff. 4.3). Diese Angaben 
bestätigte sie anlässlich der Hausabklärung im Jahr 1996 (AB 69.1/119 
Ziff. 4.3). Der gestützt darauf ermittelte Status von 63 % Erwerbstätigkeit 
und 37 % Haushalt wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern im 
VGE IV 47843 und IV 48015 vom 6. Februar 1997 mit dem Hinweis 
bestätigt, der Anteil Erwerbstätigkeit liege eher an der oberen Grenze, weil 
die Beschwerdeführerin einen Vierpersonenhaushalt führe (AB 69.1/43 f.). 
Der Status 63 % Erwerbstätigkeit und 37 % Haushalt wurde in der Folge 
auch vom Eidgenössischen Versicherungsgericht bestätigt (EVG I 126/97, 
E. 3 [AB 69.1/6]).

Anlässlich der Erhebungen vom 13. Januar (AB 79/2) und 17. Mai 2010 
(AB 78/2) hielt die Beschwerdeführerin gegenüber dem Abklärungsdienst 
fest, dass sie im Gesundheitsfall den ehemaligen … weitergeführt hätte 
(AB 79/3), wobei sie im Vergleich zur Annahme im Abklärungsbericht von 
1993 die beiden Nachmittagseinsätze im Betrieb wegen Wegfalls der Kin-
derbetreuung um je eine Stunde erhöht hätte (AB 78/4). Auf diese soge-
nannte spontane „Aussage der ersten Stunde“ (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 
115 V 133 E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2) ist abzustellen, 
da sie unbefangener und zuverlässiger ist, als die später in der Beschwer-
de (S. 20 f.) vorgetragene Darstellung, welche als bewusst oder unbewusst 
von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher Art beeinflusst 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 32

erscheint. Die Beschwerdeführerin hat gegenüber dem Abklärungsdienst 
im Wissen um die veränderte Betreuungssituation und die bestehenden 
Schulden (AB 78/5 Ziff. 3.6) festgehalten, dass sie im Gesundheitsfall zwei 
Stunden pro Woche zusätzlich gearbeitet hätte. Hinsichtlich der Schulden 
geht sodann aus dem Dossier der Beschwerdeführerin hervor, dass es sich 
um einen Restbetrag von rund Fr. 11‘000.-- eines seit 16. Oktober 1995 be-
stehenden Verlustscheins handelt (BB IA 15). Im Abklärungsbericht vom 
26. April 1996 wurden die Schulden noch mit Fr. 40‘000.-- bis Fr. 50‘000.-- 
beziffert (AB 69.1/119), was bezüglich der damals unbestrittenen und 
später vom Verwaltungsgericht und vom Eidgenössischen Versicherungs-
gericht bestätigten Statusfestlegung von 63 % Erwerbstätigkeit und 37 % 
Haushalt zu keiner anderen Betrachtungsweise geführt hatte. Dass die Be-
schwerdeführerin wegen der Schulden einer vollen Erwerbstätigkeit nach-
ginge, war damals und ist heute noch (bei vergleichbaren finanziellen Ver-
hältnissen; AB 69.1/119 Ziff. 2.2, 78/5 Ziff. 3.6) nicht überwiegend wahr-
scheinlich. Zu keinem anderen Ergebnis führen die weggefallenen Unter-
haltsbeiträge des Vaters (Beschwerde, S. 21), da die volljährigen und er-
werbstätigen Söhne für ihren Unterhalt mittlerweile selbst aufzukommen 
haben. Die Beschwerdeführerin bewohnt ein 6-Zimmer-Einfamilienhaus 
(Mietverhältnis; AB 78/6 Ziff. 5; BB IA 2) und kümmert sich gemäss dem 
SKOS-Budget für den Monat September 2012 (BB IUP 4) in Übereinstim-
mung mit dem Abklärungsbericht vom 18. Mai 2011 (AB 78/3 Ziff. 2.1) um 
einen Dreipersonenhaushalt. Aus dem Abklärungsbericht ergibt sich weiter, 
dass sie zwei eigene Hunde hält, Gartenarbeiten erledigt und ihre Mutter 
oft u.a. telefonisch betreut (AB 78/2 f., 78/8).

Nach dem Gesagten ist unter Berücksichtigung der ersten Aussagen der 
Beschwerdeführerin und der im Abklärungsbericht vom 18. Mai 2011 fest-
gehaltenen Verhältnisse der von der Verwaltung angenommene Status von 
65 % Erwerbstätigkeit und 35 % Haushalt nicht zu beanstanden, zumal der 
Anteil Erwerbstätigkeit im Jahr 1996 (63 %) gemäss VGE IV 47843 und IV 
48015 (AB 69.1/43 f.) mit Blick auf die damalige Betreuungssituation (Vier-
personenhaushalt) trotz höherer Verschuldung eher an der oberen Grenze 
gelegen hatte. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 33

(S. 19 f.) verletzt schliesslich die gemischte Methode der Invaliditätsbemes-
sung nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung weder den Anspruch auf 
Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art. 13 Abs. 1 der Bundes-
verfassung (BV; SR 101) und Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskon-
vention (EMRK; SR 0.101) noch die Grund-sätze der Gleichbehandlung 
und des Diskriminierungsverbots gemäss Art. 8 BV (BGE 137 V 334). Die 
Invalidität ist daher zu Recht nach der gemischten Bemessungsmethode 
ermittelt worden.

5.

5.1 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 18. Mai 2011 wurde mittels 
Betätigungsvergleichs eine Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt 
von 7 % ermittelt (AB 78/7-8 Ziff. 6). Der Bericht wurde vom spezialisierten 
Abklärungsdienst der IVB aufgrund einer Erhebung vor Ort (17. Mai 2010) 
verfasst. Das Ergebnis stützt sich auf die Angaben der Beschwerdeführerin 
zum Gesundheitszustand, zu den sozialen und erwerblichen Verhältnissen 
und zum Haushalt (Ziff. 1-5). 

Die im Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben 
entspricht den Vorgaben des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosig-
keit in der Invalidenversicherung des Bundesamtes für Sozialversicherung 
in der ab 1. Januar 2010 gültig gewesenen Fassung (KSIH Rz. 3086). Die 
Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche hält sich sodann innerhalb 
der dort angegebenen Bandbreiten und ist in Anbetracht der konkreten 
Umstände nicht zu beanstanden. Was die Gewichtung der einzelnen Ein-
schränkungen anbelangt, ist der Betätigungsvergleich nachvollziehbar be-
gründet und hinreichend detailliert. Den invaliditätsbedingten, jedoch leicht-
gradigen funktionellen Einbussen seitens der Schultergelenke und im Zu-
sammenhang der degenerativen Veränderungen im Bereich der unteren 
HWS (vgl. E. 3.6.3 hiervor) wurde Rechnung getragen. Sodann wurde – im 
Unterschied zur Einschätzung der Gutachter betreffend den Haushalt – zu 
Recht auch berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin nach höchstrich-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 34

terlicher Rechtsprechung im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht in 
gewissem Ausmass die Mithilfe der Familienangehörigen in Anspruch zu 
nehmen hat, welche weitergeht, als die ohne Gesundheitsschädigung übli-
cherweise zu erwartende Unterstützung (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 u. 
130 V 97 E. 3.3.3 S. 101). Entgegen der in der Beschwerde (S. 17 f.) ver-
tretenen Auffassung spielt es somit keine Rolle, dass der älteste Sohn zu-
sammen mit seiner Freundin in einem angeblich vollständig abgetrennten 
Teil des Einfamilienhaus wohnt; gemäss eigenen Angaben der Beschwer-
deführerin gegenüber dem Abklärungsdienst und dem SKOS-Budget für 
den Monat September 2012 werden die beiden nach wie vor zum Haushalt 
der Beschwerdeführerin gezählt (AB 78/3 Ziff. 2.1; BB IUP 4). Unter diesem 
Gesichtspunkt ist die vom Abklärungsdienst berücksichtigte zumutbare Mit-
hilfe des Sohnes und seiner Freundin nicht zu beanstanden. Insgesamt er-
scheint die Gewichtung der einzelnen Einschränkungen als gerechtfertigt; 
es besteht kein Anlass, in das Ermessen der Abklärungsperson einzugrei-
fen bzw. die von der Beschwerdeführerin verlangten weiteren Beweis-
massnahmen (Beschwerde, S. 18 f.) durchzuführen. Soweit in der Be-
schwerde auf den Unterschied zwischen der 1996 ermittelten Einschrän-
kung im Aufgabenbereich Haushalt von damals rund 26 % (AB 69.1/122) 
und derjenigen gemäss dem hier allein massgeblichen Abklärungsbericht 
vom 18. Mai 2011 (AB 78/8; Beschwerde, S. 18) hingewiesen wird, ist fest-
zuhalten, dass im Rahmen der vorliegend – insbesondere auch zufolge 
veränderter Verhältnisse im Aufgabenbereich Haushalt – revisionsweise 
vorzunehmenden neuen und freien Prüfung (vgl. E. 3.4 hiervor) aus frühe-
ren Invaliditätsschätzungen nichts abgeleitet werden kann (BGE 117 V 198 
E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

5.2 Der Abklärungsbericht Haushalt vom 18. Mai 2011 ist demnach voll 
beweiskräftig (vgl. E. 2.4 hiervor) und der beschwerdeweise Antrag auf die 
Durchführung eines Augenscheins samt Anhörung der Söhne ist abzuwei-
sen. Entsprechend der im Abklärungsbericht enthaltenen Aufstellung ist 
von einer leidensbedingten Einschränkung bzw. von einem Teilinvaliditäts-
grad im Aufgabenbereich Haushalt von 7 % bzw. gewichtet (x 0.35) 2,45 % 
auszugehen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 35

6.

6.1

6.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224).

6.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV 
Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass gesundheit-
lich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten 
behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend ein-
setzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der 
Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem 
Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 
134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in 
welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtli-
chen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles 
ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufent-
haltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 36

auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamt-
haft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu be-
grenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

6.2 Für den Einkommensvergleich ist auf den Zeitpunkt der Rentenrevi-
sion (Entscheid des EVG vom 3. Juli 2006, I 86/06, E. 4), mithin auf das 
Jahr der hier angefochtenen Verfügung abzustellen. Massgebend sind so-
mit die Verhältnisse des Jahres 2011.

6.3 Aufgrund der Akten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit er-
stellt, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ihren ehemaligen … 
in selbstständiger Stellung weitergeführt hätte (AB 78/4, 79/3; vgl. E. 4.2 
hiervor). Das Verwaltungsgericht ermittelte im – vom Eidgenössischen Ver-
sicherungsgericht bestätigten (EVG I 126/97 [AB 69.1/3 ff.]) – VGE IV 
47843 und IV 48015 ein Valideneinkommen per 1996 von Fr. 41‘400.-- bei 
einem Arbeitspensum von 63 % (AB 69.1/45). Auf dieser Basis ergibt sich, 
indexiert auf das Jahr 2011 und umgerechnet auf ein Arbeitspensum von 
65 %, ein vorliegend zu berücksichtigendes Valideneinkommen per 2011 
von Fr. 51‘417.25 (Fr. 41‘400.-- / 103.9 [Index 1996] x 124.2 [Index 2010] / 
100 [Index 2010] x 100.7 [Index 2011] / 63 % x 65 %; Indizes gemäss Bun-
desamt für Statistik [BFS], Tabelle T1.2.93: Nominallohnindex, Frauen, 
1993-2010, Bst. M, N, O: Unterrichtswesen, Gesundheits- und Sozialwe-
sen, sonstige öffentliche Dienstleistungen, persönliche Dienstleistungen; 
und Tabelle T1.1.10: Nominallohnindex nach Geschlecht, 2011, Frauen, 
Bst. R, S: Kunst, Unterhaltung und Erholung, sonstige Dienstleistungen).

6.4 Nach ständiger Rechtsprechung ist für die Evaluation geeigneter, 
leidensangepasster Tätigkeiten die Verwaltung zuständig und nicht der 
Arzt, dem in erster Linie die Bestimmung der körperlich-funktionellen Be-
lastbarkeitsgrenzen obliegt (grundlegend: BGE 107 V 17 E. 2b S. 20). Da-
her kann aus der Aussage des Gutachters Dr. med. D.________, eine opti-
malere als die aktuelle Tätigkeit als (selbstständige) … sei kaum vorstellbar 
(AB 76.1/15 Bst. C.10.), nicht geschlossen werden, es handle sich dabei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 37

um die einzig mögliche Invalidentätigkeit (Beschwerde, S. 11). Massgeblich 
ist, dass die Gutachter Dres. med. D.________ und E.________ überein-
stimmend und interdisziplinär festgehalten haben, dass die Beschwerde-
führerin aus medizinischer Sicht in sämtlichen körperlich leichten Tätigkei-
ten ohne grössere Belastung der Schultern und der Halswirbelsäule voll ar-
beits- und leistungsfähig sei (AB 75/2 i.V.m. 76.1/15 Bst. C.11.). Aufgrund 
dieses klaren Beweisergebnisses (vgl. E. 3.6.3 hiervor) bestand entgegen 
der Auffassung der Beschwerdeführerin vorliegend denn auch keine Veran-
lassung, bei Dr. med. E.________ weitere Informationen einzuholen bzw. 
Abklärungen zu veranlassen (vgl. Aktennotiz des Rechtsvertreters; BB I 3).

Auf Grund der der Beschwerdeführerin obliegenden Schadenminderungs-
pflicht (BGE 130 V 97 E. 3.2 S. 99, 113 V 22 E. 4a S. 28) kann die Aufnah-
me einer unselbstständigen (Haupt-)Erwerbstätigkeit als zumutbar erschei-
nen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit 
erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung 
der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisheri-
gen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Ent-
scheide des EVG vom 7. Juni 2006, I 38/06, E. 3.2 und vom 18. Mai 2006, 
I 640/05, E. 3.1). Bereits bei der Rentenherabsetzung im September 1996 
ging die Verwaltung beim Invalideneinkommen von einem Einkommen als 
unselbstständig Erwerbstätige aus (AB 72.1/94, 72.1/124), was von der Be-
schwerdeführerin damals nicht bestritten wurde (AB 72.1/30 unten) und in 
der Folge sowohl vom Verwaltungsgericht wie auch vom Eidgenössischen 
Versicherungsgericht bestätigt wurde (AB 69.1/6 ff., 69.1/42 f.). Damit wird 
der Beschwerdeführerin die Aufnahme einer unselbstständigen Ver-
weistätigkeit – gerichtlich bestätigt – seit Jahren zugemutet, woran festzu-
halten ist. Selbst wenn einer Weiterführung der aktuellen Tätigkeit als 
selbstständige … aus rein medizinischer Sicht an sich nichts entge-
genstünde, handelt es sich dabei mit einem Einkommen von jährlich ledig-
lich ca. Fr. 5‘000.-- (AB 99/5) um eine – unter den gegebenen Umständen 
nach wie vor realitätsfremde (vgl. bereits AB 72.1/159 Mitte) und aus invali-
ditätsfremden Gründen – wirtschaftlich wenig einbringliche Tätigkeit, was 
von der Invalidenversicherung nicht auszugleichen ist. Die Beschwerdefüh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 38

rerin war daher seit langem und ist entsprechend auch weiterhin im Rah-
men der Schadenminderungspflicht gehalten, die selbstständige Erwerbs-
tätigkeit als … zugunsten einer besseren erwerblichen Verwertung ihrer 
Restarbeitsfähigkeit im Rahmen einer medizinisch zumutbaren unselbst-
ständigen Verweistätigkeit aufzugeben. Dass sie nach wie vor in ihrer 
längst aktenkundigen Verweigerungshaltung verharrt (vgl. dazu bereits AB 
72.1/159 f.), vermag daran nichts zu ändern. Zu berücksichtigen ist 
schliesslich, dass der nach Art. 16 ATSG hypothetisch ausgeglichene Ar-
beitsmarkt nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und 
Nachfrage umfasst, sondern auch einen Fächer verschiedenartiger Stellen 
offenhält, und zwar bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellek-
tuellen Voraussetzungen sowie auch bezüglich des körperlichen Einsatzes 
(BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). Gleich-
zeitig sind die invaliditätsbedingten Einschränkungen, anders als in der 
Beschwerde vertreten wird (S. 11), nicht derart ausgeprägt (vgl. E. 3.6.3 
hiervor), dass die verbleibende volle Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt würde.

Die Verwaltung ist somit zu Recht von der zumutbaren Verpflichtung zu ei-
nem Berufswechsel ausgegangen, weshalb das Invalideneinkommen an-
hand der LSE zu bestimmen ist. Entgegen der Auffassung der Verwaltung 
ist dabei jedoch nicht auf einen Durchschnittslohn gemäss Ziff. 93 (Sport 
und Erholung), Anforderungsniveau 3, der LSE abzustellen (AB 78/5, 79/4), 
da der Beschwerdeführerin Arbeiten mit grösserer Belastung der Schultern 
und der Halswirbelsäule weiterhin nicht mehr möglich sind und deshalb Tä-
tigkeiten im Bereich der … und … mit entsprechenden körperlichen Belas-
tungen ausser Betracht fallen. Auch unter Berücksichtigung der beschrie-
benen invaliditätsbedingten funktionellen Einschränkungen stehen der Be-
schwerdeführerin auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt je-
doch in verschiedenen Wirtschaftszweigen Stellen zur besseren erwerbli-
chen Verwertung der Restarbeitsfähigkeit offen, zumal unter den dargeleg-
ten Umständen auch Hilfstätigkeiten zumutbar und in Betracht zu ziehen 
sind. Damit ist das Invalideneinkommen auf der Basis eines Durchschnitts-
lohns für eine Hilfstätigkeit in allen Wirtschaftszweigen gemäss LSE 2010, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 39

Tabelle TA1, Total, Anforderungsniveau 4, Frauen (Fr. 4‘225.-- pro Monat 
bzw. Fr. 50‘700.-- pro Jahr), zu bestimmen. Indexiert auf das Jahr 2011 so-
wie angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit ergibt dies einen Jahres-
lohn (Vollpensum) von Fr. 53‘383.30 (Fr. 50‘700.-- / 100 [Index 2010] x 101 
[Index 2011] / 40 x 41.7; Indizes gemäss BFS, Tabelle T1.1.10: Nominal-
lohnindex nach Geschlecht, 2011, Frauen, Total; BFS, Betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 2011, Total). Gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung ist von diesem Betrag ein angemessener Tabel-
lenlohnabzug zu gewähren (vgl. E. 6.1.2 hiervor), welcher vorliegend mit 
Blick auf die leidensbedingten Einschränkungen auf 10 % festzusetzen ist. 
Damit resultiert bei einem Arbeitspensum von 65 % ein zu berücksichtigen-
des Invalideneinkommen per 2011 von Fr. 31‘229.25 (Fr. 53‘383.30 x 0.9 x 
0.65).

6.5 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 51‘417.25 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 31‘229.25 beträgt die invaliditätsbedingte Erwerbs-
einbusse Fr. 20‘188.--, was einem Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich 
von 39.26 % bzw. gewichtet (x 0.65) 25,51 % entspricht.

7.

7.1 Nach dem Dargelegten beträgt der gewichtete Gesamtinvaliditäts-
grad unter Berücksichtigung eines Status 65 % Erwerbstätigkeit und 35 % 
Haushalt gerundet 28 % ([0,65 x 39.26 % im Erwerbsbereich] + [0,35 x 7 % 
im Aufgabenbereich Haushalt]; zur Rundung BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 
S. 123). Dieser Gesamtinvaliditätsgrad liegt unterhalb der rentenerhebli-
chen Schwelle von 40 %, womit die bisherige Viertelsrente unter Berück-
sichtigung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversi-
cherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) per Ende Dezember 2011 
aufzuheben ist.

7.2 Die Beschwerdeführerin bezog während nur sehr kurzer Zeit eine 
ganze Rente (1. April 1992 bis 31. Oktober 1996; AB 69.1/80 u. 69.1/203). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 40

Danach wurde der Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 44 % 
auf eine halbe Rente im Härtefall bzw. (ab 1. Mai 2005 bei gleichgebliebe-
nem Invaliditätsgrad) auf eine Viertelsrente reduziert (AB 35). Wie darge-
legt worden ist (vgl. E. 6.4 hiervor), wusste die Beschwerdeführerin seit der 
Rentenrevision von 1996, dass sie ihre Resterwerbsfähigkeit in einer un-
selbstständigen Erwerbstätigkeit zu verwerten hat. Dass sie dies nie getan 
hat und nach wie vor nicht tut, ist nicht krankheitsbedingt, wie dies bereits 
im Gutachten der MEDAS ausdrücklich festgehalten worden ist 
(AB 69.1/159). Dieses langjährige (nicht gesundheitlich bedingte) Verhar-
ren in einer faktischen Erwerbslosigkeit bzw. nicht lukrativen selbstständi-
gen Erwerbstätigkeit (vgl. E. 6.4 hiervor) führt – entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführerin (Beschwerde, S. 21 ff. Ziff. 15) – nicht zum An-
spruch auf Eingliederungsmassnahmen vor Aufhebung der Rente.

Der an die Beschwerdegegnerin gerichtete Vorwurf (Beschwerde, S. 22 f.), 
sie habe die Beschwerdeführerin zu Unrecht nicht angehalten, ihre selbst-
ständige Erwerbstätigkeit zugunsten einer unselbstständigen Erwerbstätig-
keit aufzugeben, ist verfehlt. Die Beschwerdeführerin hatte anlässlich der 
Rentenrevision von 1996 die Festsetzung des Invalideneinkommens auf 
der Basis einer unselbstständigen Tätigkeit ausdrücklich akzeptiert 
(AB 72.1/30 unten). Angesichts dessen bestand für die Beschwerdegegne-
rin bei damals vorhandenem Anspruch auf eine Viertelsrente kein Anlass, 
die Beschwerdeführerin an die Möglichkeiten der idealen Verwertung der 
Restarbeitsfähigkeit zu erinnern. Die Verwaltung ging in der angefochtenen 
Verfügung somit zu Recht davon aus, dass die medizinisch attestierte volle 
Arbeitsfähigkeit in einer geeigneten Verweistätigkeit direkt auf dem Weg 
der Selbsteingliederung verwertbar ist. Im Übrigen müsste in Anbetracht 
der jahrelangen hohen Resterwerbsfähigkeit ohnehin die Frage gestellt 
werden, ob sich die Beschwerdeführerin nicht sogar auch als vollständig 
Gesunde, d.h. valideneinkommensseitig, mit einem sehr tiefen Einkommen 
begnügt hätte; angesichts des vorliegenden Ergebnisses kann diese Frage 
jedoch offen gelassen werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 41

7.3 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Rentenan-
spruch zu Recht auf das Ende des der Zustellung der angefochtenen Ver-
fügung folgenden Monats, d.h. per Ende Dezember 2011, aufgehoben. Die 
Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Die unterliegende Beschwerdeführe-
rin hat damit grundsätzlich die Verfahrenskosten zu bezahlen, die mit Blick 
auf die umfangreichen Akten und den von der Beschwerdeführerin verur-
sachten Prozessaufwand sowie den umfangreichen Schriftenwechsel auf 
Fr. 1‘000.-- festgesetzt werden.

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 
lit. g ATSG).

8.3

8.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 42

8.3.2 Mit prozessleitender Verfügung vom 26. Oktober 2012 hiess der In-
struktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 12. De-
zember 2011 unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtli-
cher Anwalt gut.

Die Beschwerdeführerin ist damit – unter Vorbehalt der Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272), d.h. sobald sie in-
nert zehn Jahren nach Abschluss des Verfahrens zur Nachzahlung in der 
Lage ist – vorläufig von der Bezahlung der Verfahrenskosten zu befreien.

8.3.3 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Die Kostennoten von Rechtsanwalt B.________ vom 4. Februar 2013 
(Fr. 5‘901.55 inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer [MWSt.]) und vom 9. De-
zember 2013 (Fr. 2‘279.45 inkl. Auslagen und MWSt.; total Fr. 8‘181.--) 
sind angesichts der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 
Prozesses in vergleichbaren Fällen, selbst unter Berücksichtigung der Auf-
wendungen im Zusammenhang mit der beantragten Wiederherstellung der 
aufschiebenden Wirkung (prozessleitende Verfügung vom 23. Dezember 
2011), der verschiedenen Eingaben sowie des Gesuchs um unentgeltliche 
Rechtspflege zu hoch. Angemessen ist vorliegend maximal ein Aufwand 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 43

von 24 Stunden. Demzufolge ist der tarifmässige Parteikostenersatz auf 
Fr. 6‘729.50 festzusetzen (Honorar von Fr. 5‘760.-- [24 h x Fr. 240.--] + 
Auslagen von Fr. 471.-- [Fr. 386.-- + Fr. 85.--] + MWSt. von Fr. 498.50 [8 % 
von Fr. 6‘231.--]). Davon ist Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von 
Fr. 4‘800.-- (24 h x Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 471.-- und MWSt. 
von Fr. 421.70 (8 % von Fr. 5‘271.--), total somit eine Entschädigung von 
Fr. 5‘692.70 auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht der 
Beschwerdeführerin gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Vor-
aussetzungen von Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO (vgl. E. 6.3.2 hier-
vor).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1‘000.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 6‘729.50 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 5‘692.70 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2014, IV/11/1194, Seite 44

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Rémy B.________ z.H. der Beschwerdeführerin IV-

Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.