# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09a18c93-e22c-534d-864f-1a138097f508
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.05.2024 F-1081/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-1081-2024_2024-05-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-1081/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richter Gregor Chatton, Richterin Aileen Truttmann,    

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch Jenny Tenner, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Reisedokumente für ausländische Personen; 

Verfügung des SEM vom 26. Januar 2024. 

 

 

 

F-1081/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer (Staatsangehöriger von Serbien) wurde am (...) in 

der Schweiz als Sohn einer Roma-Familie geboren und wuchs hierzulande 

auf. Sein Vater wurde im gleichen Jahr aus dem Land verwiesen. Seine 

Mutter wurde (Nennung Grund) in der Erziehung und Betreuung der Kinder 

unterstützt. Da diese Unterstützung nicht ausreichte, wurden der Be-

schwerdeführer und seine Geschwister unter Vormundschaft gestellt und 

in einem Kinderheim platziert. Im Jahr (...) verliess die Mutter ohne die Kin-

der die Schweiz und verstarb am (...) in (...). 

B.  

B.a Am 22. November 2023 beantragte der Beschwerdeführer beim (Nen-

nung Migrationsamt) die Ausstellung eines Reisepasses für eine ausländi-

sche Person. Das Gesuch wurde dem SEM am 15. Dezember 2023 zur 

Prüfung und zum Entscheid überwiesen. 

B.b Mit Schreiben vom 20. Dezember 2023 teilte das SEM dem Beschwer-

deführer mit, es beabsichtige die Ablehnung des Gesuchs. Gleichzeitig 

räumte es ihm eine Frist bis zum 19. Januar 2024 ein, um eine beschwer-

defähige Verfügung zu verlangen. Mit Schreiben vom 17. Januar 2024 er-

suchte er über seine Vertretung um Erlass einer beschwerdefähigen Ver-

fügung. 

C.  

Mit Verfügung vom 26. Januar 2024 – eröffnet am 31. Januar 2024 – wies 

die Vorinstanz das Gesuch um Ausstellung eines Reisepasses für auslän-

dische Personen ab.  

D.  

In seiner an das Bundesverwaltungsgericht gerichteten Beschwerde vom 

16. Februar 2024 beantragte der Beschwerdeführer, es sei die Vorinstanz 

anzuweisen, ihm einen Reisepass für eine ausländische Person auszustel-

len. 

E.  

Am 22. Februar 2024 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Ein-

gang der Beschwerdeschrift.  

 

F-1081/2024 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Verfügungen der Vorinstanz betreffend die Ausstellung von Reisedoku-

menten für ausländische Personen sind mit Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht anfechtbar (vgl. Art. 31 ff. VGG; Art. 5 VwVG). Dieses ent-

scheidet in der vorliegenden Materie endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 6 BGG). 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-

verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Massgebend ist grund-

sätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 

2014/1 E. 2 m.H.). 

3.  

3.1 Einer schriftenlosen Person mit Aufenthaltsbewilligung kann die Vor-

instanz einen Pass für eine ausländische Person abgeben (vgl. Art. 59 

Abs. 1 AIG [SR 142.20] i.V.m. Art. 4 Abs. 2 Bst. a der Verordnung vom 

14. November 2012 über die Ausstellung von Reisedokumenten für aus-

ländische Personen [RDV; SR 143.5]). Schriftenlos ist eine ausländische 

Person gemäss Art. 10 Abs. 1 RDV dann, wenn sie über kein gültiges Rei-

sedokument ihres Heimat- oder Herkunftsstaates verfügt und von ihr nicht 

verlangt werden kann, dass sie sich bei den zuständigen Behörden ihres 

Heimat- oder Herkunftsstaates um die Ausstellung oder Verlängerung von 

Reisedokumenten bemüht (Bst. a) oder für welche die Beschaffung von 

Reisedokumenten unmöglich ist (Bst. b). 

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Seite 4 

3.2 Die Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden des Heimat- oder 

Herkunftsstaates kann namentlich von schutzbedürftigen und asylsuchen-

den Personen nicht verlangt werden (Art. 10 Abs. 3 RDV).  

3.3 Als unmöglich im Sinne dieser Bestimmung gilt die Beschaffung eines 

Reisepapiers grundsätzlich nur dann, wenn sich die ausländische Person 

bei den Behörden ihres Heimatstaates um einen Reisepass bemüht, des-

sen Ausstellung aber ohne zureichende Gründe verweigert wird (zum Gan-

zen siehe BVGE 2014/23 E. 5.3–5.4). Die Ausstellung von Reise- und Iden-

titätspapieren liegt in der Kompetenz des jeweiligen Heimatstaates. Die-

sem kommt bei der Ausübung seiner Passhoheit ein erheblicher Gestal-

tungsspielraum zu, den es zu respektieren gilt (vgl. Urteil des BVGer  

F-6281/2016 vom 17. Mai 2018 E. 4.2 m.H.). Es obliegt grundsätzlich der 

gesuchstellenden Person, die von den heimatlichen Behörden verlangten 

notwendigen Anforderungen zur Ausstellung eines Passes zu erfüllen. 

3.4 Die Unmöglichkeit einer Beschaffung von Reisedokumenten im Sinne 

von Art. 10 Abs. 1 Bst. b RDV impliziert, dass die gesuchstellende Person 

ihren Mitwirkungsverpflichtungen nachgekommen sein muss (vgl. Art. 13 

Abs. 1 Bst. a und Bst. c VwVG; Art. 89 f. AIG; Art. 8 der Verordnung vom 

24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, 

SR 142.201]; Urteil des BVGer C-3242/2013 vom 7. August 2014 E. 5.3). 

Zwar hat die Vorinstanz im Verfahren um Ausstellung eines Passes für eine 

ausländische Person den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen 

festzustellen. Die gesuchstellende Person hat jedoch alle ihr zumutbaren 

und verhältnismässigen Vorkehren zu treffen, um die Ausstellung von Pa-

pieren bei den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaates zu erwirken 

und die dazu gehörenden Anforderungen zu erfüllen (vgl. Urteil des BVGer 

F-4843/2022 vom 16. Januar 2024 E. 4.4 m.w.H.). 

4.  

4.1 In ihrem ablehnenden Entscheid führte die Vorinstanz zur Begründung 

aus, der Beschwerdeführer sei kein anerkannter Flüchtling und im Besitz 

einer Aufenthaltsbewilligung B. Es sei ihm deshalb möglich und zumutbar, 

sich bei den zuständigen Behörden seines Heimatstaates um die Ausstel-

lung heimatlicher Reisedokumente zu bemühen. Es obliege ihm dabei, die 

von den heimatlichen Behörden verlangten notwendigen Anforderungen 

zur Ausstellung eines Passes zu erfüllen und sich die erforderlichen Grund-

lagendokumente zu beschaffen. Als unmöglich im Sinne von Art. 10 Abs. 1 

Bst. b RDV gelte die Beschaffung eines Reisepasses grundsätzlich nur 

dann, wenn sich die ausländische Person bei den Behörden ihres 

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Heimatstaates um einen Reisepass bemühe, diese die Ausstellung aber 

ohne zureichende Gründe verweigern würden. Der Beschwerdeführer 

bringe vor, es sei ihm nicht möglich, ein heimatliches Reisedokument bei 

der Auslandvertretung Serbiens zu beantragen, da er als Sohn einer 

Roma-Familie aufgewachsen und von seinen Eltern nie im serbischen Ge-

burtsregister eingetragen worden sei. Eine dementsprechende Bestäti-

gung liege vor. Es sei jedoch Sache des Beschwerdeführers abzuklären, 

wie er die nötigen Voraussetzungen zur Ausstellung eines heimatlichen 

Reisedokuments erfüllen könne. Sobald er im Besitz der nötigen Doku-

mente sei und die erforderliche Eintragung ins entsprechende Register er-

wirkt habe, könne ihm ein heimatlicher Pass ausgestellt werden. 

4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei Sohn einer Roma-Familie. 

Trotz seiner schwierigen Familiengeschichte (...) habe er sich sehr gut in 

der Schweiz integriert und die hiesigen Schulen besucht. Er absolviere der-

zeit eine Berufslehre. Am (...) habe er einen Termin beim serbischen Ge-

neralkonsulat wahrgenommen. Er habe sich einen Reisepass ausstellen 

lassen wollen. Jedoch sei er in Serbien nirgends als Bürger eingetragen, 

weshalb das serbische Konsulat auch keine Papiere für ihn ausstelle, was 

aus der entsprechenden Bestätigung ersichtlich werde. Am (...) sei seine 

Mutter in Köln verstorben. Es sei ihm nicht möglich gewesen, sich von ihr 

zu verabschieden und an ihrer Beerdigung teilzunehmen. In Ermangelung 

von Reisedokumenten habe ihm kein Visum ausgestellt werden können. 

Dieser Missstand erschwere sein Leben zusätzlich, weshalb ihm ein Rei-

sedokument auszustellen sei. 

5.   

5.1 Der Beschwerdeführer verfügt über eine Aufenthaltsbewilligung. Da er 

weder schutzbedürftig noch asylsuchend ist, kann ihm eine Kontaktauf-

nahme mit den serbischen Behörden unbestrittenermassen zugemutet 

werden (vgl. Art. 10 Abs. 1 Bst. a RDV i.V.m. Art. 10 Abs. 3 RDV). Zu Recht 

erhebt er denn auch keine Einwände gegen eine Kontaktaufnahme mit den 

heimatlichen Behörden und hat sich bereits einmal mit denjenigen in der 

Schweiz in Verbindung gesetzt. Somit bleibt einzig darüber zu befinden, ob 

ihm die Papierbeschaffung möglich ist (Art. 10 Abs. 1 Bst. b RDV). 

5.2 Der Beschwerdeführer hat den Akten zufolge am (...) beim serbischen 

Generalkonsulat in der Schweiz vorgesprochen. In der eingereichten Be-

stätigung des Generalkonsulats gleichen Datums wird der Grund seiner 

Vorsprache nicht ersichtlich. Darin ist lediglich vermerkt, dass er sich nicht 

in den Aufzeichnungen der Bürger der Republik Serbien befinde (vgl. 

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Seite 6 

Beschwerdebeilage 3). Daraus und aus dem Umstand, dass er aus einer 

Roma-Familie stamme, schliesst der Beschwerdeführer nun ohne Weite-

res, er könne sich kein heimatliches Reisepapier ausstellen lassen. Den 

vorliegenden Akten sind keine weiteren konkreten Bemühungen um Erhalt 

eines serbischen Reisedokuments zu entnehmen.  

 

Diesbezüglich ist Folgendes festzuhalten: Die serbische Staatsangehörig-

keit kann unter anderem nach einer Geburt eines Kindes im Ausland (wie 

vorliegend im Fall des Beschwerdeführers) vom serbischen Elternteil vor 

dessen 18. Geburtstag beantragt werden. Ein Kind, das älter als 18 Jahre 

alt ist, kann den erforderlichen Antrag selber bis zur Vollendung des 23. 

Lebensjahres stellen (Art. 9 und 10 des Gesetzes über die Staatsbürger-

schaft der Republik Serbien vom 20. Dezember 2004 [StAG]). Anträge zum 

Erwerb der serbischen Staatsangehörigkeit werden bei dem für innere An-

gelegenheiten zuständigen Ministerium im Eilverfahren behandelt (Art. 38 

StAG) und können nach Massgabe von Art. 39 StAG bei den zuständigen 

Inlandsbehörden und Auslandvertretungen eingereicht werden (vgl. dazu 

KRALJIĆ SUZANA, KRALJIĆ MLADEN, Serbien: Ehe- und Kindschaftsrecht 

(III), in: Bergmann Alexander, Ferid, Murad, Internationales Ehe- und Kind-

schaftsrecht mit Staatsangehörigkeitsrecht, 2006). Dabei müssen die voll-

jährigen Nachkommen von serbischen Auswanderern, denen die Hand-

lungsfähigkeit nicht entzogen ist, bei den zuständigen Behörden in Serbien 

selbst oder bei der zuständigen Vertretung im Ausland eine schriftliche Er-

klärung einreichen, in welcher die Person die Republik Serbien als ihren 

Staat anerkennt (vgl. PETROVIĆ, MOJSIĆ & PARTNERS, Erwerb der Serbi-

schen Staatsbürgerschaft, 04.2017, https://law-firm.rs/de/erwerb-der-ser-

bischen-staatsbuergerschaft/; Ambassade de la République de Serbie Pa-

ris – France, Questions fréquemment posées, undatiert, http://pa-

ris.mfa.gov.rs/fra/consularservicestext.php?subaction=showfull&id= 

1623746045&ucat=136&template=MeniENG&; beide abgerufen am 

13.05.2024). Auch wenn der Beschwerdeführer geltend macht, aus einer 

Roma-Familie zu stammen, stellt sich die dadurch möglicherweise einher-

gehende Problematik einer Staatenlosigkeit vorliegend nicht (es dürfte bei 

fehlender Registrierung der Eltern die Feststellung der serbischen Staats-

bürgerschaft nicht mehr möglich sein, vgl. Praxis, Institute on Stateless-

ness and Inclusion, European Network on Statelessness and European, 

Roma Rights Centre, Joint Submission to the Human Rights Council at the 

29th session of the Universal Periodic Review, 29.06.2017, https://files.in-

stitutesi.org/UPR29_Serbia.pdf, abgerufen am 13.05.2024). So muss sein 

Vater als Serbe registriert worden sein, zumal dieser gemäss dem Zentra-

len Migrations- und Informationssystem (ZEMIS) über einen bis am (...) 

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Seite 7 

gültigen serbischen Pass (Pass-Nr: [...] verfügte. Sodann dürfte der Be-

schwerdeführer im Besitz eines schweizerischen Geburtsscheins sein, den 

er seinem Antrag zur Erlangung der Staatsbürgerschaft als geforderte Un-

terlage beilegen kann (vgl. PETROVIĆ, MOJSIĆ & PARTNERS, a.a.O.). Der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer aktuell verbeiständet ist, gereicht 

ihm sodann nicht zum Nachteil. So ist er aufgrund der errichteten Beistand-

schaft zwar gewissen Einschränkungen in seiner Handlungsfähigkeit un-

terworfen (vgl. Art. 393 bis 395 ZGB), was aber keinem Entzug derselben 

gleichkommt; es könnte denn auch nur ein Entzug derselben der Erlangung 

der serbischen Staatsbürgerschaft entgegenstehen (vgl. PETROVIĆ, 

MOJSIĆ & PARTNERS, a.a.O.).  

 

Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz zu Recht ausgeführt, dass es 

dem Beschwerdeführer mit Blick auf die beabsichtigte Ausstellung eines 

Reisepasses möglich ist, die erforderliche Eintragung im serbischen Re-

gister zu erwirken. Es steht ihm diesbezüglich auch offen, dazu auf in Ser-

bien tätige Anwaltskanzleien zurückzugreifen, welche Unterstützung beim 

Erwerb der serbischen Staatsangehörigkeit anbieten (vgl. Anwaltskanzlei 

Belgrad, Serbische Staatsbürgerschaft, undatiert, https://ab-lega-

loffice.com/blog/serbische-staatsburgerschaft/; Schiff Sovereign, Getting 

Serbian Citizenship By Descent in 2023, 11.01.2022, https://www.schiffso-

vereign.com/second-citizenship/getting-serbian-citizenship-by-descent-in-

in-2022-34248/, beide abgerufen am 13.05.2024; PETROVIĆ, MOJSIĆ & 

PARTNERS, a.a.O.). 

6.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass zum heutigen Zeitpunkt keine 

Umstände vorliegen, aufgrund derer der Beschwerdeführer als schriftenlos 

im Sinne von Art. 10 Abs. 1 RDV anzusehen wäre. Somit fehlt es an einer 

unabdingbaren Voraussetzung für die Ausstellung des beantragten Reise-

passes für eine ausländische Person. Im Falle neuer Erkenntnisse oder 

veränderter Umstände steht es ihm offen, bei der Vorinstanz erneut ein 

entsprechendes Gesuch zu stellen.  

7.  

Aus diesen Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte 

von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist daher ab-

zuweisen. 

8.  

Ausnahmsweise können einer unterliegenden Partei die Verfahrenskosten 

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Seite 8 

erlassen werden (Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG). Dem Beschwerdeführer 

sind in Anbetracht der Aktenlage keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Stefan Weber 

 

 

 

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