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**Case Identifier:** 31756416-cf08-50f3-8051-4beb091f02b7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.01.2012 UV 2010/96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-96_2012-01-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/96

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.08.2019

Entscheiddatum: 13.01.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 13.01.2012
Art. 6 UVG. Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden zehn Jahre 
nach Autounfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 13. Januar 2012, UV 2010/96).

Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_241/2012

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 13. Januar 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Simone Schmucki, Marktgasse 3, 9004 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17,

3074 Muri b. Bern,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ war als Lehrling bei der Autospenglerei B.___ beschäftigt und dadurch bei 

der Suva unfallversichert, als er am 6. Februar 2000 mit seinem Fahrzeug frontal mit 

einem Baum kollidierte. Gleichentags begab sich der Versicherte in das Kantonale 

Spital, wo eine Commotio cerebri (GCS 15) sowie eine Rissquetschwunde am rechten 

medialen Unterschenkel diagnostiziert wurde. Der Röntgenbefund ergab intakte ossäre 

Strukturen an Schädel und rechtem Unterschenkel; am 7. Brustwirbelkörper (BWK) 

zeigte sich eine keilförmige Deformation älterer Natur. Am darauffolgenden Tag wurde 

der Versicherte in gutem Allgemeinzustand aus der Spitalbehandlung entlassen (UV-

act. 1-6). Dr. med. O.___, allg. Medizin FMH, C.___, bestätigte am 25. März 2000 

zusätzlich eine HWS-Distorsion mit Kopf- und Nackenschmerzen (UV-act. 8). Dr. med. 

D.___, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, bestätigte ab 17. Juli 2000 eine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (UV-act. 38, 40).

A.b Nachdem er im Frühjahr 2004 als Angestellter der E.___ AG (nicht Suva-versichert; 

vgl. UV-act. 48.1) eine Rückenverletzung erlitten hatte und die Beschwerden 

persistierten, begab sich der Versicherte in Behandlung zu Dr. med. F.___, Klinik G.___, 

welcher in den Berichten vom 26. Januar und 21. Februar 2005 ein chronifiziertes 

thorako-zervikovertebrales Schmerzsyndrom feststellte. Ende 2004 war der Versicherte 

beim Skirenn-Service von Swiss-Ski in einem Zwischenverdienst zu 75% angestellt 

(UV-act. 41, 43, 44, 45, 51, 57). Am 24. Januar 2005 hatte er der Suva einen Rückfall 

zum Unfall vom 6. Februar 2000 gemeldet (UV-act. 47). Diese anerkannte ihre 

Leistungspflicht (UV-act. 81). Vom 15. August 2005 bis 28. Februar 2007 absolvierte 

der Versicherte eine teilweise von der Invalidenversicherung finanzierte erstmalige 

berufliche Ausbildung zum Trainer/Betreuer Wettkampf Alpin (UV-act. 92). Am 2. 

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Januar 2006 erlitt er einen (nicht Suva-versicherten) Sturz auf das Gesäss, der eine 

vorübergehende Verschlechterung der Rückensituation bewirkte (UV-act. 96f, 100). 

Nach Durchführung von weiteren Abklärungen eröffnete die Suva dem Versicherten am 

26. November 2008 verfügungsweise, aufgrund der Folgen des Unfalls vom 6. Februar 

2000 liege keine erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität vor. Die 

Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung seien nicht erfüllt 

(UV-act. 151). Gegen diese Verfügung liess der Versicherte Einsprache erheben (UV-

act. 162, 189), worauf die Suva die Verfügung am 20. Januar 2009 widerrief (UV-act. 

190). Mit Verfügung vom 20. März 2009 zog die Suva ihren Entscheid, ihre 

Leistungspflicht als Rückfall (2005) wieder aufleben zu lassen, als zweifellos unrichtig in 

Wiedererwägung und forderte vom Versicherten die seit 2005 erbrachten Heilkosten- 

und Taggeldleistungen zurück. Keine der im Jahr 2005 gemeldeten Beschwerden seien 

mindestens wahrscheinlich auf das Ereignis vom 6. Februar 2000 zurückzuführen (UV-

act. 207). Nachdem dagegen Einsprache erhoben worden war (UV-act. 213, 214), 

widerrief die Suva die Verfügung am 8. Juli 2009 (UV-act. 223). Nach Vornahme 

weiterer ärztlicher Behandlungen und Abklärungen eröffnete sie der Rechtsvertreterin 

des Versicherten, Rechtsanwältin lic. iur. S. Schmucki, St. Gallen, mit Verfügung vom 

31. August 2010, die Versicherungsleistungen würden auf den 30. September 2010 

eingestellt. Die aktuell noch geklagten Beschwerden seien organisch nicht hinreichend 

nachweisbar. Nach Prüfung der massgebenden Kriterien sei auch die Adäquanz zu 

verneinen. Die BWS-Beschwerden stünden gemäss ärztlicher Beurteilung in keinem 

mindestens wahrscheinlichen Zusammenhang zum Unfall vom 6. Februar 2000. 

Mangels Vorliegens adäquater Unfallfolgen bestehe auch kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung (UV-act. 309). Die gegen diese 

Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. 313) wies die Suva mit Einspracheentscheid 

vom 12. November 2010 ab und entzog einer allfälligen Beschwerde gegen diesen 

Entscheid die aufschiebende Wirkung (UV-act. 322).

B.   

B.a Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwältin Schmucki für den Versicherten am 

15. Dezember 2010 Beschwerde (act. G1) mit den Anträgen, der Entscheid sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die gesetzlich vorgesehenen 

Leistungen weiterhin zu erbringen. Insbesondere seien Sachverhaltsabklärungen 

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vorzunehmen, in deren Folge eventuell ein Fallabschluss mit Festsetzung der 

Integritätsentschädigung und Rentenprüfung vorzunehmen sei. Zur Begründung legte 

die Rechtsvertreterin unter anderem dar, die Beschwerdegegnerin habe nur gerade 

beim behandelnden Psychiater einen Bericht einverlangt, obschon der Kreisarzt darauf 

hingewiesen habe, dass auch die Schmerzsituation noch näher abgeklärt werden 

müsse. Der Beschwerdeführer werde diesbezüglich noch einen Bericht des 

Schmerzspezialisten Dr. med. H.___, FMH Anästhesiologie/Intensivmedizin, zu den 

Akten geben. Es lägen bereits Berichte von verschiedenen Ärzten vor, welche den 

natürlichen Kausalzusammenhang der Schmerzsituation aufgrund von Beschwerden, 

welche organisch fassbar seien, zum Unfallereignis von 2000 klar bestätigen würden. 

Der Beschwerdeführer leide immer noch unter denselben Beschwerden wie zuvor, 

wenn auch weniger häufig und weniger stark. Die Voraussetzungen für das Dahinfallen 

der Leistungspflicht seien nicht gegeben. Mangels genügender Sachverhaltsabklärung 

könne die Beschwerdegegnerin den Wegfall des Kausalzusammenhangs nicht 

beweisen. Es sei nicht einzusehen, weshalb der Unfall im Jahr 2000 nicht als schwer zu 

beurteilen sei. Zum heutigen Zeitpunkt leide der Beschwerdeführer nur noch unter 

minimen Folgen dieses schweren Unfalls, so dass er momentan erfolgreich seine 

Erstausbildung im Rahmen einer Leistung von 50-70% absolvieren könne. Die ab und 

zu auftretenden Schmerzzustände könne er bei Dr. H.___ behandeln lassen. Die 

Situation habe sich seit Behandlungsbeginn gebessert. Auch dies zeige, dass der 

Fallabschluss noch verfrüht sei. Aufgrund eines noch einzuholenden Gutachtens sei zu 

entscheiden, ob eine weitere Heilbehandlung erforderlich oder ein medizinischer 

Endzustand erreicht worden sei.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 2. März 2011 (act. G7) beantragte Rechtsanwältin 

Dr. M. Sonder, Muri, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte 

unter anderem aus, unbestritten geblieben sei, dass die Beschwerden an der BWS 

nicht auf den Unfall vom 6. Februar 2000 zurückzuführen seien. Auch Dr. H.___ habe 

keine organischen Funktionsausfälle nachzuweisen vermocht. Es lägen zahlreiche 

medizinische Berichte im Recht, womit der rechtserhebliche Sachverhalt umfassend 

abgeklärt sei und sich weitere Abklärungen erübrigen würden. Der Zeitpunkt des Fall­

abschlusses lasse sich nicht beanstanden. Die Zuweisung des Unfalls zu den 

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mittelschweren Ereignissen im Grenzbereich zu den leichten sei korrekt. Die Adäquanz­

kriterien seien nicht in gehäufter Zahl und in der massgebenden Intensität erfüllt.

B.c Mit Replik vom 13. April 2011 bestätigte die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers ihren Standpunkt und reichte einen Bericht von Dr. H.___ vom 25. 

März 2011 ein (act. G 11).

B.d In der Duplik vom 20. Juni 2011 hielt die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag und ihren Ausführungen fest (UV-act. 15).

Erwägungen:

1.

1.1  Streitig ist, ob die Leistungen, welche von der Beschwerdegegnerin aufgrund des 

Unfallereignisses vom 6. Februar 2000 ausgerichtet wurden, auf den 30. September 

2010 eingestellt werden durften oder nicht. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

entfällt erst, wenn das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es 

sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - 

anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss der 

Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Welche 

Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, 

dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er 

unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen 

vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben (RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 329 E. 3b). Ebenso wenig hat der Unfallversicherer den negativen Beweis zu 

erbringen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte 

Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 

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2006: Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] vom 18. Dezember 2003, U 258/02, 

vom 25. Oktober 2002, U 143/02, und vom 31. August 2001, U 285/00).

1.2  Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweis­

baren strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild gebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 

127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist 

eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu 

differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. 

keine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung 

gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen 

das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Folgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten 

Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang 

bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus 

dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die 

ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild 

ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).

2.  

2.1  Eine MRI-Untersuchung vom 7. April 2000 ergab keine Auffälligkeiten des 

Schädels, diskrete degenerative Veränderungen der HWS ohne Nachweis einer 

Protrusion oder Hernie sowie eine Keilwirbelbildung von BWK7 mit vermehrter 

Kyphosierung der BWS (UV-act. 17). Dr. D.___ bestätigte im Bericht vom 12. April 2000 

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das Vorliegen eines chronifizierten cervicobrachiachen Schmerzsyndroms, welches 

nach einem Skiunfall vor zwei Jahren (nicht Suva-versichert; UV-act. 22) begonnen und 

seither nicht mehr vollständig gebessert habe und nun anlässlich des Autounfalls vom 

6. Februar 2000 akut verschlimmert worden sei. Seit dem Unfall habe der 

Beschwerdeführer noch nicht arbeiten können (UV-act. 18; vgl. auch UV-act. 69). Nach 

Differenzen mit dem Arbeitgeber löste der Beschwerdeführer im Mai 2000 den 

Lehrvertrag auf und setzte die Lehre bei einem anderen Arbeitgeber fort (UV-act. 21, 

23, 31f). Im Nachgang zu einem stationären Aufenthalt in der Rehaklinik I.___ bestand 

ab Juni 2000 wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. 25, 27, 33). Eine 

biomechanische Kurzbeurteilung vom 3. August 2000 ergab, dass sich die nach dem 

Unfall aufgetretenen Beschwerden durch diesen sicher erklären lassen würden. 

Allfällige Vorzustände würden erschwerend ins Gewicht fallen, seien aber keine 

Voraussetzung für den vorliegenden Verlauf (UV-act. 36). Nach der Rückfallmeldung 

vom Januar 2005 ergab eine neuerliche MRI-Untersuchung des Schädels wiederum 

einen regelrechten, altersgemässen Befund (UV-act. 50). Die Ärzte der Rehaklinik I.___ 

diagnostizierten im Nachgang zu einem stationären Aufenthalt im Bericht vom 30. Juni 

2005 - bezogen auf das Unfallereignis vom 5. (richtig 6. Februar) Februar 2000 - ein 

zervicozephales Schmerzsyndrom und eine leichte neuropsychologische Störung. 

Sodann hielten sie ein thorakales Schmerzsyndrom bei Status nach Skiunfall 1995 

(1997 diagnostizierte Kompressionsfraktur von BWK3 und BWK7 und Status nach 

diversen Rückentraumen im Bereich der BWS am 2. März und 2. April 2004) sowie eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig einigermassen kompensiert, fest. Bis 

31. Juli 2005 bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. Ab 1. August 2005 beginne der 

Beschwerdeführer eine Ausbildung zum Schneesportlehrer an einer Sportschule. Ab 

diesem Zeitpunkt bestehe eine Arbeitsfähigkeit für berufliche Massnahmen im Rahmen 

des Zumutbaren (UV-act. 80).

2.2  Der (nicht Suva-versicherte) Sturz auf das Gesäss vom 2. Januar 2006 bewirkte 

nach Beurteilung von Dr. F.___ eine vorübergehende Verschlechterung des 

chronischen posttraumatischen zerviko- und thorakovertebralen Schmerzsyndroms 

(UV-act. 96f, 100). Gemäss Bericht der neurologischen Klinik des Universitätsspitals 

Zürich vom 2. Mai 2007 hatte die Untersuchung vom gleichen Tag einen unauffälligen 

Neurostatus bei selektiven neuropsychologischen Defiziten gezeigt (Einschränkungen 

der Konzentrationsfähigkeit und leichte Gedächtnisstörungen; UV-act. 275). Eine 

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Untersuchung des Beschwerdeführers in der Universitätsklinik J.___ hatte gemäss 

Bericht vom 9. Mai 2007 als einzigen pathologischen Befund eine leichtgradige 

Keilwirbelbildung BWK7 ergeben, welche vom Klinikarzt als wahrscheinlich 

posttraumatisch eingestuft wurde. Insgesamt finde sich morphologisch kein sicheres 

Korrelat für die Beschwerden. Am ehesten handle es sich um muskuläre Schmerzen 

(UV-act. 112). Die Ärzte der Uniklinik J.___ bestätigten am 18. August 2008 von Seiten 

der Hüfte eine volle Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten. Von Seiten der 

Wirbelsäulenproblematik sei die Arbeitsfähigkeit durch Dr. F.___ zu beurteilen (UV-act. 

130). Dr. F.___ berichtete am 4. September 2008 zuhanden des Unfall-

Invaliditätskapitalversicherers (Swica), als (auschliesslich und überwiegend 

wahrscheinlich) unfallbedingte Diagnosen (Ereignis vom 6. Februar 2000) bestünden 

das chronifizierte thorakovertebrale und zervikovertebrale Schmerzsyndrom sowie 

sekundäre depressive Episoden. Der Status quo ante/sine sei nicht erreicht. Bei 

deutlichen Schmerzzunahmen sollte die Möglichkeit einer physiotherapeutischen 

Behandlung bestehen. Unfallfremd sei das Impingement der rechten Hüfte. Als Folge 

der BWK-Frakturen mit chronisch rezidivierender Schmerzsymptomatik sei auch 

längerfristig eine anhaltende Invalidität von mindestens 20% zu postulieren (UV-act. 

138). Eine Abklärung in der Befas Appisberg ergab gemäss Schlussbericht vom 

22. September 2008 (UV-act. 127) unter anderem, dass aus rheumatologischer Sicht 

unter behinderungsadaptierten Verhältnissen nach vier bis sechs Monaten eine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt zu erwarten sei. Am 13. 

Oktober 2008 führte Dr. F.___ ergänzend aus, dass die aktuellen gesundheitlichen 

Beschwerden insgesamt als Folge des im Februar 2000 erlittenen Unfalls angesehen 

werden müssten. Der daraus resultierende Integritätsschaden dürfte gemäss Tabelle 

der Swica (Unfall-Invaliditätskapital) schätzungsweise 30% betragen (UV-act. 139). Am 

24. Oktober 2008 berichtete der Arzt zudem, dass der Beschwerdeführer am 11. 

Oktober 2008 von einer anderen Person einen Stockschlag auf den Kopf erhalten habe, 

wodurch es zu einer vorübergehenden Verschlechterung der zervikalen und thorakalen 

Schmerzen gekommen sei (UV-act. 228). Kreisarzt Dr. med. K.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie, hielt im Bericht vom 13. November 2008 fest, gestützt auf die 

medizinischen Akten bestehe kein unfallbedingter Integritätsschaden. Weitere 

Abklärungen seien seines Erachtens nicht notwendig (UV-act. 137). Am 21. November 

2008 bestätigte Dr. K.___, dass sich der Beschwerdeführer am 6. Februar 2000 keine 

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BWK-Fraktur zugezogen habe. Es habe bereits damals ein Zustand nach BWK- und 

LWK-Fraktur, ca. 1995, bestanden (UV-act. 142). Am 2. Dezember 2008 teilte die IV-

Stelle mit, der Beschwerdeführer habe die beruflichen Massnahmen (Abklärung im 

Infrastrukturcenter Mels) eigenverantwortlich abgebrochen (UV-act. 164). Am 3. 

Dezember 2008 gab die IV-Stelle bekannt, sie übernehme die Kosten für die berufliche 

Abklärung im Rahmen von Vorbereitungskursen an einer Handels- und Bürofachschule 

(UV-act. 165).

2.3  In der ärztlichen Beurteilung vom 18. Dezember 2008 kam Suva-Arzt Dr. med. 

L.___, Facharzt FMH für Chirurgie, zum Schluss, als Folge des Ereignisses vom 

6. Februar 2000 sei ein struktureller Schaden weder nachweisbar noch wahrscheinlich; 

insbesondere sei damals keine neue BWS-Fraktur erfolgt. Die sekundäre 

Symptomausweitung bei objektiv unverändertem radiologischem Befund an der BWS 

(alte Keilform BWK7, vermutlich 1997 entstanden) sei auf körperlicher Ebene gar nicht 

erklärbar. Statisch sei der Röntgenbefund nicht erheblich. Auch die einfache Prellung 

vom 27. Februar 2004 (nicht Suva-versichert) habe keinen Einfluss auf den aktuellen 

Zustand gehabt. Vielmehr müsse von einer psychogenen 

Schmerzverarbeitungsstörung ausgegangen werden, was ein juristisches Adäquanz-

Problem darstelle. Eine fundierte organische Diagnose lasse sich nicht stellen. Es 

bestehe ohne suva-versichertes Substrat weder eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit noch ein dauernder Integritätsschaden. Unter Abstraktion der Psyche 

seien weitere Behandlungen unnötig (UV-act. 187). Die IV sprach dem 

Beschwerdeführer in der Folge am 16. Januar 2009 eine weitere berufliche Ausbildung 

in Form einer sechsmonatigen Halbtageshandelsschule zu (UV-act. 191). Eine 

Kernspintomographie der HWS vom 6. April 2009 ergab geringgradige Diskopathien 

C3/4 und C5/6 ohne Nachweis einer Kompression der linken C4-Wurzel und ohne 

Nachweis einer Diskushernie sowie bekannte, wahrscheinlich posttraumatische 

Keildeformierungen von BWK7 und angedeutet auch BWK3 (UV-act. 281). Dr. F.___ 

bestätigte am 9. April 2009 seinen bisherigen Standpunkt, wonach als Folge des 

Unfalls vom 6. Februar 2000 eine Integritätsentschädigung von 30% geschuldet sei. 

Eine genaue Aufschlüsselung der erlittenen Verletzungen sei aufgrund der mehrfachen 

Unfälle sicher nicht ganz einfach. Zu korrigieren sei, dass die Frakturen der BWK3 und 

BWK7 auf den Unfall von 1995 zurückzuführen seien mit erstmaliger Diagnose 1997. 

Durch den Unfall vom 6. Februar 2000 sei es zu einer richtungsweisenden 

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Verschlechterung mit chronifiziertem thorakozervikalem und zervikozephalem 

Schmerzsyndrom gekommen. Die sichere Erklärbarkeit dieser Folgen durch das 

erwähnte Ereignis ergebe sich auch aus dem biomechanischen Gutachten. Seit dem 

Unfall 2000 würden immer wieder Schmerzexazerbationen mit massivem muskulärem 

Hartspann auftreten. Diese Verschlechterung sei klinisch objektiv fassbar, auch wenn 

im Röntgen keine entsprechenden Verletzungen sichtbar seien. Psychische Faktoren 

dürften eher sekundär als Folge der chronifizierten Schmerzsymptomatik anzusehen 

sein (UV-act. 215 Beilage). In seiner Stellungnahme vom 5. Juli 2009 legte Dr. H.___ 

unter anderem dar, die Funktionsstörungen im Nacken und die entsprechenden 

Befunde stünden in sicherem Zusammenhang zum Unfall vom 6. Februar 2000. Die 

vom Nacken ausgehenden Beschwerden seien erst nach diesem Unfall aufgetreten. Ob 

der Unfall allein für die Beschwerden verantwortlich sei, lasse sich nicht eindeutig 

beurteilen. Sicher sei, dass es sich um den "Schlüssel-" bzw. auslösenden Unfall 

gehandelt habe. Der Nachweis alter Wirbelkörperfrakturen sowie der Zustand nach 

Femurfraktur beweise, dass es bei diversen Skiunfällen zu erheblichen 

Gewalteinwirkungen gekommen sei. Diese hätten sich nicht auf den Thorakalbereich 

beschränkt, sondern auch Verletzungen der empfindlichen Strukturen der HWS 

verursacht. Die Kollision mit dem Baum habe entweder allein oder kumuliert mit 

früheren unfallbedingten Mikroverletzungen im HWS-Bereich zum jetzigen 

Beschwerdebild im Sinn eines HWS-Beschleunigungssyndroms geführt. Die in der 

Bildgebung fehlenden Zeichen unfallbedingter Strukturveränderungen könnten nicht als 

Ausschlusskriterium für die Unfallkausalität herangezogen werden. Der fehlende 

radiologische Nachweis sei nicht beweisend für das Fehlen unfallbedingter Korrelate. 

Mikroskopische Veränderungen der HWS würden sich radiologisch nicht nachweisen 

lassen. Degenerative Veränderungen als natürliche Alterserscheinung seien relativ 

selten schmerzhaft. Beim Beschwerdeführer hätten Facettengelenksinfiltrationen C2/3 

und C5/6 zu einer markanten Schmerzreduktion geführt, was ein Hinweis dafür sei, 

dass die Facettengelenke zumindest teilweise an der Schmerzgenese beteiligt seien. 

Die schmerzhaften Muskelverspannungen als reversibel und psychosomatisch 

abzutun, sei in diesem Fall blanker Unsinn. Gerade anhaltende Nackenbeschwerden 

hätten eine Tendenz zur Schmerzchronifizierung bzw. Symptomausweitung. In solchen 

Fällen lasse sich radiologisch meist keine eindeutige Schmerzursache lokalisieren. Bei 

wechselnder Arbeitsposition sollte eine Arbeitsfähigkeit von täglich vier bis fünf 

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Stunden möglich sein. Das Ziel liege in einer Arbeitssteigerung auf 100%. Es sei davon 

auszugehen, dass infolge des Unfalls vom 6. Februar 2000 dauerhaft eine leichte 

Einschränkung der körperlichen und allenfalls geistigen Integrität bestehen bleibe. 

Bindende Aussagen bezüglich des Umfangs seien nicht möglich. Die Arbeitsfähigkeit 

müsse im Detail von entsprechenden Fachstellen beurteilt werden (UV-act. 225).

2.4  Dr. med. M.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, berichtete am 

27. August 2009, er kenne den Beschwerdeführer seit Juni 2004 (Diagnose: 

Anpassungsstörung, Angst und Depression gemischt, bei akzentuierten 

Persönlichkeitszügen). Eine erste Behandlungstranche habe im Oktober 2004 geendet, 

nachdem sich der Patient deutlich habe stabilisieren können. Im Herbst 2008 habe er 

sich erneut vorgestellt. Die durchgeführten Massnahmen hätten eine deutliche 

Verbesserung möglich gemacht. Die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht beurteile 

er mit 100% (UV-act. 239). Von Seiten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV 

wurde am 3. November 2009 festgehalten, insgesamt sei aus psychiatrischer Sicht 

keine Störung mit Krankheitswert und Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit festzustellen 

(UV-act. 271). Dr. H.___ vermerkte im Bericht vom 13. November 2009, dass sich im 

Cervikalbereich eine deutliche Beschwerdelinderung gezeigt habe. Im Vordergrund 

stünden immer noch die Muskelverspannungen im Thorakalbereich. Hier hätten die 

durchgeführten Interventionsversuche nicht die erhoffte Linderung bewirkt (UV-act. 

272). Für die von Dr. H.___ empfohlene Botox-Behandlung erteilte die 

Beschwerdegegnerin Kostengutsprache mit dem Vermerk, dass eine wesentliche und 

nachhaltige (andauernde) Besserung davon nicht zu erwarten sei (UV-act. 273, 279). 

Dr. H.___ gab am 11. Februar 2010 bekannt, dass der Behandlungsversuch mit Botox 

nicht zur erhofften Lockerung der muskulären Verspannung im BWS-Bereich geführt 

habe. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor willens und fähig, seinem schulischen 

Pensum von 5 Stunden pro Tag an 5 Tagen in der Woche nachzukommen. Allfällige 

weitere schmerz-therapeutische Massnahmen richteten sich nach dem Verlauf. Weitere 

Behandlungstermine seien nicht vereinbart worden (UV-act. 285). Der Psychiater Dr. 

M.___ bescheinigte am 21. April 2010 eine wesentliche Besserung des medizinischen 

Gesamtzustands. Eine weitere Besserung/Stabilisierung werde möglich sein (UV-act. 

290). Eine psychiatrische Beurteilung durch Suva-Arzt N.___, FMH Psychiatrie und 

Psychotherapie, ergab gemäss Bericht vom 8. Juni 2010, dass eine weitere Besserung 

nicht zu erwarten und die psychiatrische Behandlung aktuell zur Stabilisierung des 

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mittlerweile unauffälligen psychischen Zustands des Beschwerdeführers diene (UV-act. 

293). Dr. M.___ legte am 16. August 2010 dar, die aktuell noch bestehenden 

psychischen Beschwerden seien auf akzentuierte Persönlichkeitszüge mit impulsivem 

Verhalten zurückzuführen. Deren Ätiologie dürfte in einer traumatisierenden Kindheits- 

und Jugenderfahrung mit dem Vater liegen. Die psychiatrische Weiterbehandlung sei 

indiziert; sie werde jedoch nicht über die Unfall-, sondern über die 

Krankenversicherung abgerechnet (UV-act. 303).

3.  

Eine manuelle ärztliche Untersuchung der versicherten Person fördert klinische, nicht 

aber objektivierbare Ergebnisse im Sinn eines organischen Substrats zu Tage. 

Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des 

Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde auf 

Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein 

organisches Substrat namhaft gemacht. Folglich kann von organisch objektiv 

ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen 

Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 

109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 

479/05]). Diese Untersuchungsmethoden müssen zudem wissenschaftlich anerkannt 

sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). Beispielsweise sind ein Thoracic outlet 

Syndrom (TOS), myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde für 

sich allein nicht als organisch hinreichend nachweisbare Unfallfolgen zu betrachten. 

Auch Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken 

sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit können für sich allein nicht als klar 

ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches 

gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (Urteile des 

Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, mit vielen Hinweisen, sowie vom 

7. Februar 2008, U 13/07, E. 3.2 und 3.3, und vom 22. September 2010, 8C_240/2010). 

In Bezug auf den HWS/Nacken-Bereich ist ein durch den Unfall vom 6. Februar 2000 

bedingter organisch-struktureller (somatischer) Gesundheitsschaden in Anbetracht der 

geschilderten Aktenlage und der vorstehenden Ausführungen überwiegend 

wahrscheinlich zu verneinen (vgl. UV-act. 17, 50, 112, 215 Beilage [Bericht Dr. F.___ 

vom 9. April 2009], 225, 281). Hinsichtlich der Beschwerden im BWS-Bereich ist 

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aktenmässig klar dokumentiert, dass die Frakturen BWK3 und BWK7 nicht auf das 

Unfallereignis vom 6. Februar 2000 zurückzuführen sind, sondern auf frühere nicht 

Suva-versicherte Skiunfälle (vgl. UV-act. 5, 80 S. 1, 142, 187, 215 Beilage [Bericht Dr. 

F.___ vom 9. April 2009], 225 S. 2 und 3, 281). Die signifikante und dauernde 

Verschlimmerung einer vorbestandenen Schädigung der Wirbelsäule, hervorgerufen 

durch einen Unfall, ist nur dann bewiesen, wenn die Radioskopie ein plötzliches 

Zusammensinken der Wirbel sowie das Auftreten und Verschlimmern von Verletzungen 

aufgrund eines Traumas aufzeigt (RKUV 2000, 45). Ein solcher Sachverhalt ist 

vorliegend mit Bezug auf den BWK-Bereich nicht dargetan. Selbst wenn es durch den 

Unfall vom 6. Februar 2000 zu einer Verschlechterung der Situation im BWK-Bereich 

gekommen sein sollte, so hätte diese bei fehlendem Nachweis einer organisch-

strukturellen Unfallfolge jedenfalls auf Ende September 2010 - über zehn Jahre nach 

dem Unfall - als abgeheilt zu gelten (vgl. Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung oder 

Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen Nr. 67 der Suva, S. 45ff, wo die 

Abheilungsdauer bei vergleichbaren Sachverhalten mit maximal 12-18 Monaten 

angegeben wird). Da eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität nicht belegt 

ist, besteht für die gesundheitlichen Beschwerden im BWS-Bereich und daraus 

allenfalls resultierender Arbeitsunfähigkeit, Behandlungsbedürftigkeit und 

Integritätseinbusse jedenfalls für die Zeit ab Oktober 2010 keine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin.

Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert und 

liegt - wie vorliegend - kein fassbarer organischer (unfallbedingter) Befund an der HWS 

vor, muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches Beschwerdebild mit 

einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, 

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und 

Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e; Bestätigung in 

BGE 134 V 109 E. 9). Dieses Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden 

muss jedoch nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 

72 Stunden nach dem Unfall aufgetreten sein. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem 

Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestiert haben (Urteile 

des Bundesgerichts vom 30. Januar 2007, U 215/05, und vom 15. März 2007, U 

258/06; RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e).Gemäss Bericht des Kantonalen Spitals C.___ 

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vom 17. Februar 2000 gab der Beschwerdeführer an, nach dem Unfall an Schmerzen 

im rechten Unterschenkel sowie im Bereich der oberen BWS gelitten zu haben. 

Anhaltspunkte für eine Amnesie sowie Schwindel und Erbrechen wurden verneint. Als 

gesundheitliche Vorzustände erwähnte der Beschwerdeführer eine Bursektomie (1995) 

sowie eine BWK7- und -12 Fraktur "vor einigen Jahren" (vgl. dazu vorangehende E. 

3.1). Die Spitalärzte vermerkten eine Commotio cerebri und einen GCS (Glasgow-

Coma Skale) von 15 bei äusserlich sichtbarer Kontusionsmarke am Schädel (UV-act. 5) 

und bestätigten damit eine leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI; vgl. dazu S. 

Johannes/R. Schaumann-von Stosch, Grundlegende Aspekte der leichten 

traumatischen Hirnverletzung, Medizinische Mitteilungen der SUVA Nr. 78 [2007], 74ff). 

Dr. O.___ bestätigte am 25. März 2000 zusätzlich eine HWS-Distorsion mit Kopf- und 

Nackenschmerzen (UV-act. 8). Auch im Zervikal- bzw. HWS-Bereich hatte ein 

gesundheitlicher Vorzustand vorgelegen (vgl. UV-act. 18 S. 2). Im Erhebungsblatt für 

die Abklärung von HWS-Fällen wurde am 5. Juli 2000 festgehalten, beim Unfall sei die 

Kopfstütze des Unfallfahrzeugs abgebrochen. Es habe ein Kopfanprall mit der Stirne 

auf dem Steuerrad (UV-act. 30) stattgefunden mit Rückschlag in die Kopfstütze. Der 

Bewusstseinsverlust habe ca. 10-15 Minuten betragen. Nierenschmerzen und leichte 

Kopfschmerzen seien sofort nach dem Unfall aufgetreten, Rücken- und 

Nackenschmerzen erst nach einigen Tagen. Es hätten bereits vor dem Unfall Nacken-, 

Kopf-, Schulter- und Rückenschmerzen bestanden (UV-act. 29). Die Ärzte der 

Rehaklinik I.___ führten sodann die leichten neuropsychologischen Funktionsstörungen 

auf den Unfall vom Februar 2000 zurück (UV-act. 80). Angesichts der geschilderten 

Aktenlage kann vom Auftreten des typischen Beschwerdebilds mit einer Häufung von 

Beschwerden, wozu auch die von der Rehaklinik I.___ als unfallkausal eingeschätzten 

leichten neuropsychologischen Einschränkungen gehören (UV-act. 80), gesprochen 

werden. Nach der Rechtsprechung sind die Anforderungen an den Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs im Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit umso strenger, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem 

Unfall und dem (erneuten) Eintritt der Gesundheitsschädigung ist (RKUV 1997, 188 E. 

1c). Damit wieder aufgetretene Beeinträchtigungen auch noch nach einer längeren Zeit, 

während der sich die anfängliche Symptomatik zurückgebildet hat, mit hinreichender 

Zuverlässigkeit dem Unfall als versichertem Ereignis zugerechnet werden können, 

muss der Beschwerdeverlauf eine gewisse Kontinuität aufweisen. Dieser zeitliche 

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Zusammenhang ist gerade nach Distorsionsverletzungen der Halswirbelsäule von 

grosser Bedeutung für die Beurteilung der Kausalität, weil ein Zervikalsyndrom - als 

das nach einer Schleudertraumaverletzung meist zentrale Symptom - in dem Sinn 

ätiologisch unspezifisch ist, als oft auch andere Faktoren (degenerative Veränderungen, 

muskuläre Dysbalance etc.) als massgebende Ursachen für diese Beeinträchtigungen 

in Betracht fallen (vgl. Urteil des EVG vom 6. Juni 2006, U12/06, E. 4.2). - Die 

Beschwerdegegnerin ging im Resultat von einer - wenn auch zeitlich befristeten - 

Unfalleinwirkung aus, indem sie ihre Leistungspflicht für den im Jahr 2005 gemeldeten 

Rückfall bis Ende September 2010 anerkannte.

3.2  Nachdem Suva-Arzt Dr. L.___ bereits im Bericht vom 18. September 2008 eine 

weitere, durch den Unfall vom 6. Februar 2000 bedingte Behandlungsbedürftigkeit

verneint hatte (UV-act. 187), legte Dr. H.___ am 5. Juli 2009 dar, Therapieziel

sei eine über längere Zeit dauernde Schmerzlinderung auf ein erträgliches Niveau. Die

Therapiemöglichkeiten (im Zervikalbereich) seien noch nicht ausgeschöpft. Im 

Thorakalbereich seien Behandlungserfolge unsicher. Es müsse versucht werden, die 

fortschreitende Chronifizierung zu stoppen (UV-act. 225). Psychiater Dr. M.___ empfahl 

hierauf am 27. August 2009 eine niedrigfrequente ambulante psychiatrisch-

psychotherapeutische Weiterbetreuung, um die erreichten Fortschritte zu erhalten und 

eine weitere Besserung zu unterstützen (UV-act. 239). Dr. H.___ hielt im Bericht vom 

26. Oktober 2009 fest, die durch die Facettengelenksbehandlung erhoffte längerfristige 

Schmerzlinderung sei leider ausgeblieben. Weitere Behandlungen im Thorakalbereich 

seien nicht vorgesehen (UV-act. 263). Die folgenden, durch Dr. H.___ im 

Zervikalbereich vorgenommenen Behandlungen dienten der Beschwerdelinderung (UV-

act. 272, 285). Dr. M.___ bescheinigte in den Folgemonaten, dass die weitere 

Behandlung der Stabilisierung des Zustands diene und überdies krankheitsbedingt sei 

(vgl. UV-act. 290, 303). Im Bericht vom 25. März 2011 wies Dr. H.___ unter Bestätigung 

der (natürlichen) Unfallkausalität des Beschwerdebilds erneut darauf hin, dass es bei 

den Nackenschmerzen immer wieder zu einer Zunahme komme und trotz 

Schmerzlinderung es um eine chronische Symptomatik mit ungewissem Ausgang 

handle. Eine Schmerzfreiheit erachtete er als unwahrscheinlich. Der Beschwerdeführer 

habe sich eine gute Schmerzbewältigung angeeignet. Es sei weiterhin regelmässige 

Physiotherapie zur Lockerung der Nacken- und Schultergürtelmuskulatur angezeigt 

(act. G 11.1). Gestützt auf diese Aktenlage ist überwiegend wahrscheinlich davon 

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auszugehen, dass jedenfalls per Ende September 2010 keine unfallbedingte 

Behandlungsbedürftigkeit mit der Aussicht auf eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit mehr vorlag und die durchgeführten 

Behandlungsmassnahmen (bei unsicherem Behandlungserfolg) lediglich der 

Schmerzlinderung und Aufrechterhaltung des erreichten Zustands dienten. Der 

Abschluss des Falls durch den Unfallversicherer im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG 

bedingt lediglich, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine 

ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. 

November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2.). Es genügt für eine weiterdauernde 

Übernahme der Behandlungskosten nicht, dass eine Therapie lediglich eine 

unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für eine namhafte Besserung nur 

eine weit entfernte Möglichkeit besteht (A. Maurer, Unfallversicherungsrecht, 2. A., 

Bern 1989, 274). Von einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands kann auch 

dann nicht gesprochen werden, wenn eine therapeutische Massnahme mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus einem stationären 

Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte Zeit zu lindern 

vermag (RKUV 2005, 388). Für die Bejahung eines medizinischen Endzustands wird 

keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl. Rumo-Jungo, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 3. A., S. 145). Die Beschwerdegegnerin nahm somit zu 

Recht den Fallabschluss im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG - als Voraussetzung für die 

Adäquanzprüfung (BGE 134 V 109) - auf Ende September 2010 an. Laufende 

Eingliederungsmassnahmen der IV (kaufmännische Ausbildung des 

Beschwerdeführers) vermögen den Fallabschluss ebenfalls nicht zu hindern (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 19. Januar 2010, 8C_895/2009, E. 5, mit welchem der 

Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 8. September 2009, UV 

2008/93 [vgl. dort E. 4.3 zweiter Abschnitt] bestätigt wurde).

3.3  Das Vorliegen eines Schädel-Hirntraumas, worunter sämtliche 

Hirnfunktionsstörungen mit oder ohne morphologisch fassbare Schädigung des 

Gehirns und seiner Hüllen, einschliesslich Gehirnschädel und Kopfschwarte subsumiert 

werden (Trentz/Bühren, Checkliste Traumatologie, Stuttgart/New York 2001, S. 122 ff.), 

rechtfertigt die analoge Anwendung der Schleudertrauma-Praxis nur, wenn die erlittene 

Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen Commotio und Contusio 

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cerebri liegt. Leichte Hirnerschütterungen hingegen reichen hierfür nicht aus (vgl. 

Urteile des EVG vom 6. Mai 2003, U 6/03, und vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1). 

Vorliegend ist wie erwähnt von einer leichten traumatischen Hirnverletzung 

auszugehen, womit die Schleudertrauma-Praxis zur Anwendung gelangt. Die Adäquanz 

beurteilt sich damit nach Massgabe der in BGE 117 V 359 E. 6 entwickelten und in 

BGE 134 V 109 E. 10 präzisierten Kriterien. Dabei ist auf eine Differenzierung zwischen 

psychischen und physischen Komponenten zu verzichten, fehlt es doch nach Lage der 

Akten an einer Dominanz psychischer Probleme (vgl. BGE 123 V 98 E. 2a).

4.  

4.1  Der in Frage stehende Unfall vom 6. Februar 2000 ist aufgrund des 

Geschehensablaufs - das vom Beschwerdeführer gelenkte Fahrzeug kollidierte, 

nachdem es in einer langgezogenen Linkskurve von der Strasse abgekommen war, mit 

einem Baum (UV-act. 1-6, 36) - und der Verletzungen (UV-act. 5) nicht als 

ausserordentlich schweres, lebensbedrohliches Geschehen im Sinn der Praxis 

(dargestellt in RKUV 1995, 91) einzustufen (vgl. auch Urteile des EVG vom 20. Juli 

2005, U 338/04, und vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.3). Die Unterscheidung 

zwischen mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den schweren Unfällen und 

solchen im mittleren Bereich ist insofern von Bedeutung, als bei Unfällen im 

mittelschweren Bereich nach der Praxis mehrere Zusatzkriterien erfüllt sein müssen, 

um die Adäquanz bejahen zu können, wobei die Zahl um so geringer sein kann, je 

näher das Ereignis bei den schweren Unfällen liegt (vgl. dazu BGE 115 V 133 E. 6c/bb). 

Es scheint konkret gerechtfertigt, von einem mittelschweren Unfall auszugehen, 

allerdings nicht im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen (vgl. dazu etwa die 

Sachverhalte in den Urteilen des EVG vom 14. April 2000, U 257/99, und vom 24. 

August 2007, U 497/06, E. 4.2, sowie vom 22. August 2008, 8C_609/2007, E. 4.1.3). 

Weitere Abklärungen zum Unfallereignis bzw. zur Unfallursache vermöchten an dieser 

Einstufung nichts zu ändern. Nach den Angaben des Beschwerdeführers vom 5. Juli 

2000 bewirkte der Unfall einen Bewusstseinsverlust von ca. 10-15 Minuten (UV-act. 

29). Danach habe er trotz der Verletzungen auf die Strasse hinaufkriechen können (UV-

act. 30). Gemäss Polizeibericht gab er demgegenüber lediglich an, dass er nach dem 

Stillstand ca. fünf Minuten im Fahrzeug geblieben sei und kurze Zeit später das 

Fahrzeug mit Hilfe anderer Verkehrsteilnehmer durch die Frontscheibe habe verlassen 

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können. Einen Bewusstseinsverlust erwähnte er nicht (vgl. UV-act. 6/2). Eine gewisse 

Eindrücklichkeit für den Beschwerdeführer kann dem Ereignis nicht abgesprochen 

werden. Eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische Begleitumstände sind 

allerdings nicht belegt, zumal das objektive Unfallgeschehen massgebend ist (vgl. die 

Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 

58-64, sowie Urteile des EVG vom 23. November 2004, U 109/04, E. 2.3 und vom 

2. März 2005, U 309/03, E. 5.1). Beim erlittenen zervikalen Trauma handelt es sich nicht 

um eine Gesundheitsschädigung, die durch ihre Schwere oder besondere Art 

charakterisiert ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 17. August 2007, 8C_101/2007, 

E. 5.2 und 5.3, und vom 21. Dezember 2007, U 558/06, E. 4.2.2, sowie Urteil des EVG 

vom 9. August 2004, U 116/04). Das Trauma dürfte konkret jedoch eine unter anderem 

im Zervikal-Bereich vorgeschädigte Wirbelsäule (vgl. UV-act. 18 S. 2, 225) getroffen 

haben; es ist somit als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren. Das Kriterium ist 

damit - wenn auch nicht in besonders ausgeprägtem Masse - als erfüllt anzusehen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2008, 8C_785/2007, E. 4.4).

Was das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung 

(vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.3) betrifft, ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 

nach dem Unfall vom 6. Februar 2000 mit initialer Behandlung im Kantonalen Spital 

C.___ und anschliessender konservativer Therapie einen sechswöchigen 

Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik G.___ absolvierte (UV-act. 27). Nach 

regelmässiger Physiotherapie wurde in der Folge eine Besserung der Beschwerden des 

Bewegungsapparats erreicht und die Therapie gut acht Monate nach dem Unfall im 

Wesentlichen abgeschlossen (vgl. UV-act. 30, 33, 38, 40). Erst rund vier Jahre danach, 

und nachdem er als Angestellter der E.___ AG eine erneute Rückenverletzung erlitten 

hatte (vgl. UV-act. 48.1 Beilagen), erfolgten erneute Behandlungen, welche der 

Beschwerdegegnerin im Januar 2005 als Rückfall gemeldet wurden (UV-act. 47). Die 

Behandlungen umfassten einen weiteren stationären Aufenthalt in der Rehaklinik I.___ 

(UV-act. 80) sowie ambulante Massnahmen in somatischer und psychiatrischer 

Hinsicht, welche allerdings auch nicht unfallkausale Gesundheitsschäden betrafen. 

Reine Abklärungsmassnahmen fallen ausser Betracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 26. August 2008, 8C_687/2007, E. 5.3). Ende September 2010 war von weiteren 

Behandlungsmassnahmen keine namhafte Besserung mehr zu erwarten (vgl. 

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vorstehende E. 3.3). In Anbetracht dieser Aktenlage kann eine fortgesetzt spezifische, 

den Beschwerdeführer belastende ärztliche Behandlung im Sinn der Rechtsprechung 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2008, 8C_331/2007, E. 4.2.3) nicht als 

belegt gelten. Adäquanzrelevant können im Weiteren in der Zeit zwischen dem Unfall 

und dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch 

bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den 

glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person 

durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Der 

Beschwerdeführer leidet gemäss den Darlegungen von Dr. H.___ vom 11. Februar 2010 

insbesondere unter muskulären Verspannungen im BWS-Bereich (UV-act. 285). Deren 

Unfallkausalität kann jedoch, wie diejenige der psychischen Beschwerden (vgl. UV-act. 

293, 303), wie erwähnt (vorstehende E. 3.1 Absatz 3) nicht als belegt gelten. Im 

Weiteren wurden in älteren Akten anhaltende Konzentrationsstörungen mit 

Gedächtnisproblemen und rascher Ermüdung angegeben (UV-act. 275). In der Pflege 

sozialer Kontakte (unter anderem Schulbesuch) ist der Beschwerdeführer soweit 

ersichtlich nicht eingeschränkt (vgl. unter anderem UV-act. 239, 290). Damit lässt sich 

das Kriterium von ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden erheblichen 

Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejahen. Im Weiteren 

können auch ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

angesichts der medizinischen Aktenlage (E. 2 und 3.1) nicht als gegeben erachtet 

werden. Dieses Kriterium ist deshalb nicht erfüllt. Ebenso wenig steht eine die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmernde ärztliche Fehlbehandlung zur Diskussion.

4.2  Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsfähigkeit anbelangt, ist gemäss BGE 134 

V 109 E. 10.2.7 dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis 

mittelschweren Schleudertraumen der HWS und leichten Schädelhirntraumen ein 

längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen 

Standpunkt aus eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist 

daher massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu 

überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Konkret 

muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder in 

den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person 

können sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher 

Unannehmlichkeiten manifestieren. Sodann können Bemühungen um alternative, der 

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gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht 

fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in 

erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, 

kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). - Nachdem in der Zeit nach dem 

Unfall eine volle Arbeitsunfähigkeit und ab 1. Juni 2000 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

attestiert worden war (UV-act. 33), bestand ab 17. Juli 2000 wieder eine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (UV-act. 38, 40). Nach der Rückfallmeldung (Januar 

2005) und einem stationären Klinik-Aufenthalt bescheinigte die Rehaklinik I.___ am 30. 

Juni 2005 eine Arbeitsfähigkeit im Rahmen des Zumutbaren für die ab 1. August 2005 

beginnende Ausbildung (UV-act. 80). Gemäss Bericht der Befas vom 22. September 

2008 war damals nach vier bis sechs Monaten eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

auf dem freien Arbeitsmarkt zu erwarten (UV-act. 127). Dr. F.___ hatte im Bericht vom 

4. September 2008 - bezogen auf die (nicht unfallkausalen) BWK-Frakturen - eine 

"anhaltende Invalidlität von mindestens 20%" postuliert (UV-act. 138). Ende 2008 

brach der Beschwerdeführer die von der IV bewilligten beruflichen Massnahmen ab 

(UV-a-ct. 164). Unmittelbar im Anschluss daran bewilligte die IV weitere berufliche 

Massnahmen (UV-act. 165, 191). Suva-Arzt Dr. L.___ verneinte am 18. Dezember 2008 

eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 187). Der Psychiater Dr. M.___ 

bestätigte am 27. August 2009 in seinem Fachgebiet eine uneingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit (UV-act. 239). Der RAD gelangte am 3. November 2009 zum selben 

Ergebnis (UV-act. 271). Das Kriterium der erheblichen (unfallbedingten) 

Arbeitsunfähigkeit trotz Anstrengungen kann bei diesem Sachverhalt ebenfalls nicht als 

erfüllt betrachtet werden. Bei Erfüllung eines einzigen Adäquanz-Kriteriums kommt 

dem Unfall keine adäquanzrechtlich massgebende Bedeutung für die andauernden 

gesundheitlichen Beschwerden zu.

4.3  Bei fehlendem bzw. mit Erreichen des medizinischen Endzustands weggefallenem 

adäquatem Unfallkausalzusammenhang ist auch ein Anspruch auf Rente und 

Integritätsentschädigung nicht weiter zu prüfen. Hieran vermag der Umstand nichts zu 

ändern, dass Dr. F.___ den Integritätsschaden im Bericht vom 9. April 2009 auf 30% 

veranschlagt (UV-act. 215 Beilage), zumal die von ihm einbezogenen Beschwerden im 

BWK-Bereich nicht als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal gelten können 

(vorstehende E. 3.1).

5.  

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 12. November 2010 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.01.2012
	Art. 6 UVG. Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden zehn Jahre nach Autounfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Januar 2012, UV 2010/96).

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		2025-07-19T12:00:04+0200
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