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**Case Identifier:** f2ba7be9-26d4-5cd9-8b86-5382ea2d3c57
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2014 BVGE 2014/49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_BVGE-2014-49_2014-12-02.pdf

## Full Text

Zivildienst 2014/49 

 

 

BVGE / ATAF / DTAF 849 

 

49 

Auszug aus dem Urteil der Abteilung II 
i.S. A. gegen Vollzugsstelle für den Zivildienst 

B‒6227/2013 vom 2. Dezember 2014 

Dienstverschiebung. 

Art. 46 Abs. 3 ZDV. 

1. Auch für einen Super League-Profifussballer stellt eine jährliche 
Einsatzpflicht in der Höhe der Mindestdauer von 26 Tagen 

grundsätzlich keine ausserordentliche Härte im Sinne der Zivil-

dienstgesetzgebung dar (E. 5). 

2. Die Pflicht zur Leistung eines langen Einsatzes von 232 Tagen 
stellt aufgrund des so entstehenden faktisch mehrmonatigen 

« Ausfalls » sowohl für einen Super League-Profifussballer als 

auch für seine Arbeitgeberin eine ausserordentliche Härte im 

Sinne der Zivildienstgesetzgebung dar, dies insbesondere dann, 

wenn es sich um einen tatsächlichen oder potenziellen Schlüssel-

spieler handelt (E. 6.2 und 6.3). 

3. Eine strikte und enge Auslegung der Ausnahmebestimmungen in 
Art. 46 Abs. 3 ZDV widerspricht dem Sinn und Zweck der 

Härtefallklausel, wenn ein Beschwerdeführer seine Notsituation 

glaubhaft und substanziiert darlegt sowie eine überzeugende 

Lösung vorschlägt, welche die Absolvierung aller Diensttage 

nicht gefährdet (E. 6.4). 

Report de service. 

Art. 46 al. 3 OSCi. 

1. Même pour un joueur de football professionnel en Super League, 
une obligation de servir d'une durée minimale de 26 jours par 

année ne constitue pas une situation extrêmement difficile au 

sens de la législation sur le service civil (consid. 5). 

2. Une absence de plusieurs mois, occasionnée par le devoir 
d'accomplir un service long d'une durée de 232 jours, représente 

tant pour un joueur de football professionnel en Super League 

que pour son employeur une situation extrêmement difficile au 

sens de la législation sur le service civil, ce d'autant plus s'il 

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s'agit, effectivement ou potentiellement, d'un joueur clé 

(consid. 6.2 et 6.3). 

3. Une interprétation stricte et restrictive de la disposition déro-
gatoire de l'art. 46 al. 3 OSCi contredit le sens et le but de la 

clause relative aux cas de rigueur lorsque le recourant établi de 

manière crédible et fondée la gravité de sa situation et propose 

une solution convaincante qui ne l'empêche pas d'accomplir la 

totalité de ses jours de service (consid. 6.4). 

Differimento del servizio. 

Art. 46 cpv. 3 OSCi. 

1. Nemmeno per un calciatore professionista di Super League, l'ob-
bligo di prestare servizio civile per una durata minima di 

26 giorni all'anno non costituisce una situazione estremamente 

grave ai sensi della legislazione in materia di servizio civile 

(consid. 5). 

2. Considerata l'assenza di vari mesi che esso di fatto comporta, 
l'obbligo di svolgere un impiego di lunga durata di 232 giorni 

rappresenta per un calciatore professionista di Super League e 

per il suo datore di lavoro una situazione estremamente grave ai 

sensi della legislazione in materia di servizio civile, specialmente 

se si tratta effettivamente o potenzialmente di un giocatore chiave 

(consid. 6.2 e 6.3). 

3. Se il ricorrente rende verosimile e sostanzia la gravità della pro-
pria situazione, proponendo una soluzione convincente che gli 

consente di prestare il totale dei giorni di servizio, un'interpre-

tazione rigida e restrittiva delle deroghe contemplate dall'art. 46 

cpv. 3 OSCi è contraria al senso e allo scopo della clausola rela-

tiva ai casi di rigore (consid. 6.4). 

 

Super League-Profifussballer A. (nachfolgend: Beschwerdeführer) steht 

bei der B. AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) unter Vertrag und wurde mit 

Verfügung vom 3. Dezember 2009 zum Zivildienst zugelassen. Die Ge-

samtdauer der zu erbringenden ordentlichen Zivildienstleistung wurde 

dabei auf 386 Tage festgelegt. 

Mit Schreiben vom 1. Juli 2013 orientierte die Vollzugsstelle für den 

Zivildienst (nachfolgend: Vorinstanz) den Beschwerdeführer unter an-

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derem dahingehend, dass er noch 362 Diensttage zu leisten habe, und 

dass im Jahr 2014 der obligatorische lange Einsatz von mindestens 

232 Diensttagen zu leisten sei. Mit Verfügung vom 1. Oktober 2013 hiess 

die Vorinstanz ein Gesuch des Beschwerdeführers um Teilverschiebung 

der Einsatzpflicht gut und erliess eine neue Einsatzplanung. Diese sah für 

die Jahre 2014 sowie 2016‒2019 eine Einsatzpflicht von je 26 Tagen und 

für das Jahr 2015 eine solche von 232 Tagen vor. 

Mit Beschwerde vom 1. November 2013 beantragt der Beschwerdeführer 

vor Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der vorinstanzlichen Ver-

fügung, die Gutheissung des Dienstverschiebungsgesuchs sowie die Er-

teilung der Erlaubnis, seine Zivildienstpflicht nach Beendigung der 

Karriere als Profifussballer zu erfüllen. Eventualiter sei die Verfügung 

aufzuheben und das Dienstverschiebungsgesuch für das Jahr 2014 gutzu-

heissen, sodass der Beschwerdeführer im Jahr 2014 keinen Zivildienst-

einsatz leisten müsse. 

Zur Begründung führt der Beschwerdeführer insbesondere aus, dass er 

nicht in der Lage sei, während seiner Profizeit Zivildienst zu leisten. Da 

ein Karriereende im Profifussball in der Regel im Alter von circa 35 Jah-

ren zu erwarten sei, sei es für einen Profifussballer äusserst wichtig, die 

wenigen Jahre, in denen er seinen Beruf ausüben könne, optimal nutzen 

zu können. Durch eine längere Abwesenheit im Team laufe er insbeson-

dere auch Gefahr, seine Stellung und allenfalls am Ende gar seinen Job 

zu verlieren oder das Karriereende vergegenwärtigen zu müssen. Er sei 

jedoch bereit, seinen Zivildienstpflichten nach Abschluss seiner Profikar-

riere vollumfänglich nachzukommen und diesbezüglich mit der Vorin-

stanz eine Vereinbarung über die spätere Entlassung aus der Zivildienst-

pflicht abzuschliessen. 

Das Bundesverwaltungsgericht heisst die Beschwerde gut, hebt die 

Verfügung der Vorinstanz auf und weist die Sache zur Neuregelung der 

Einsatzpflicht im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurück. 

Aus den Erwägungen: 

2.  
2.1 Jeder Schweizer ist verpflichtet, Militärdienst zu leisten (Art. 59 
Abs. 1 Satz 1 BV). Militärdienstpflichtige, die den Militärdienst mit 

ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, leisten gemäss Art. 1 des 

Zivildienstgesetzes vom 6. Oktober 1995 (ZDG, SR 824.0) auf Gesuch 

hin einen länger dauernden zivilen Ersatzdienst (Zivildienst), welcher 

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grundsätzlich 1,5-mal so lange wie die Gesamtdauer der noch nicht ge-

leisteten Ausbildungsdienste nach der Militärgesetzgebung dauert (vgl. 

Art. 8 Abs. 1 Satz 1 ZDG). Die Zivildienstpflicht beginnt, sobald der 

Entscheid für die Zulassung zum Zivildienst rechtskräftig geworden ist 

(vgl. Art. 10 ZDG) und endet mit der Entlassung oder dem Ausschluss 

aus dem Zivildienst, wobei für die Entlassung die Bestimmungen über 

die Dauer der Militärdienstpflicht sinngemäss gelten (vgl. Art. 11 Abs. 1 

und 2 ZDG). Hat eine zivildienstpflichtige Person das 30. Altersjahr 

vollendet und legt sie glaubwürdig dar, dass die Verpflichtung zur Leis-

tung der restlichen Diensttage bis zur ordentlichen Entlassung aus dem 

Zivildienst für sie, ihre engsten Angehörigen oder ihren Arbeitgeber eine 

ausserordentliche Härte bedeuten würde, so kann sie mit der Vollzugs-

stelle eine Vereinbarung über die spätere Entlassung aus der Zivildienst-

pflicht abschliessen, wobei sie ihre Zustimmung nicht widerrufen kann 

(vgl. Art. 15 Abs. 3bis der Zivildienstverordnung vom 11. September 1996 

[ZDV, SR 824.01]). Eine Entlassung aus der Zivildienstpflicht erfolgt 

spätestens am Ende des Jahres, in dem die zivildienstpflichtige Person 

das 46. Altersjahr vollendet hat (vgl. Art. 15 Abs. 4 ZDV). 

2.2 Der Zivildienst wird in einem oder mehreren Einsätzen geleistet 
(Art. 20 Satz 1 ZDG). Die zivildienstpflichtige Person hat dabei ihre 

Einsätze so zu planen und zu leisten, dass sie die Gesamtheit der ver-

fügten ordentlichen Zivildienstleistungen vor der Entlassung aus der 

Zivildienstpflicht erbracht hat (vgl. Art. 35 Abs. 1 ZDV). Leistet die 

zivildienstpflichtige Person ihren Zivildienst in mehreren Einsätzen, so 

beträgt die Mindestdauer eines Einsatzes grundsätzlich 26 Tage (vgl. 

Art. 38 Abs. 1 ZDV). Hat die zivildienstpflichtige Person keine Rekru-

tenschule bestanden, so hat sie einen langen Einsatz von mindestens 

180 Tagen zu leisten, wobei sie den langen Einsatz in zwei Teilen inner-

halb von zwei Kalenderjahren leisten kann (vgl. Art. 37 Abs. 1 und 3 

ZDV). 

2.3 Wenn eine gesetzliche Verpflichtung oder ein Aufgebot nicht be-
folgt werden kann, ist ein Gesuch um Dienstverschiebung einzureichen 

(vgl. Art. 44 Abs. 1 ZDV). Die Vollzugsstelle kann das Gesuch einer 

zivildienstpflichtigen Person um Dienstverschiebung gemäss Art. 46 

Abs. 3 ZDV dann gutheissen, wenn die zivildienstpflichtige Person wäh-

rend des Einsatzes oder der diesem folgenden drei Monate eine wichtige 

Prüfung ablegen muss (Bst. a), eine schulische oder berufliche Ausbil-

dung absolviert, deren Unterbrechung mit unzumutbaren Nachteilen 

verbunden ist (Bst. b), andernfalls ihren Arbeitsplatz verlieren würde 

Zivildienst 2014/49 

 

 

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(Bst. c), mit einem Einsatzbetrieb vereinbart hat, sämtliche verbleibenden 

Diensttage im Folgejahr zu leisten, sofern das Folgejahr nicht das Jahr 

der Entlassung aus der Zivildienstpflicht darstellt (Bst. cbis), 

vorübergehend aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, den 

vorgesehenen Einsatz zu absolvieren (Bst. d) oder glaubwürdig darlegt, 

dass die Ablehnung des Gesuchs für sie, ihre engsten Angehörigen oder 

ihren Arbeitgeber eine ausserordentliche Härte bedeuten würde (Bst. e). 

Liegen keine solchen Gründe vor beziehungsweise kann dem Anliegen 

der zivildienstpflichtigen Person durch die Gewährung von Urlaub 

weitgehend entsprochen werden oder ist ‒ vorbehältlich eines 

Abschlusses einer Vereinbarung nach Art. 15 Abs. 3bis ZDV ‒ nicht 

gewährleistet, dass die zivildienstpflichtige Person vor ihrer Entlassung 

aus der Zivildienstpflicht die Gesamtdauer der ordentlichen 

Zivildienstleistungen absolviert, so hat die Vollzugsstelle das Gesuch 

abzuweisen (vgl. Art. 46 Abs. 4 ZDV). 

2.4 Gemäss Art. 11 Abs. 3 ZDG verfügt die Vollzugsstelle die vor-
zeitige Entlassung aus dem Zivildienst, wenn die zivildienstpflichtige 

Person voraussichtlich dauernd arbeitsunfähig ist (Bst. a) oder auf ihr 

Gesuch hin zur Militärdienstleistung zugelassen worden ist (Bst. b). Ist 

eine zivildienstpflichtige Person infolge eines Strafurteils wegen eines 

Verbrechens oder Vergehens oder infolge einer freiheitsentziehenden 

Massnahme für den Zivildienst untragbar geworden, wird sie von der 

Vollzugsstelle gemäss Art. 12 Abs. 1 ZDG vorübergehend oder dauernd 

von der Zivildienstleistung ausgeschlossen. Schliesslich kann eine zivil-

dienstpflichtige Person (vorübergehend) vom Dienst befreit werden, 

wenn es sich um ein Mitglied der Bundesversammlung handelt bezie-

hungsweise die Person eine « unentbehrliche Tätigkeit » ausübt (vgl. 

Art. 17 und 18 des Militärgesetzes vom 3. Februar 1995 [MG, SR 

510.10] i.V.m. Art. 13 ZDG).  

3. Ausgangspunkt des vorliegenden Verfahrens bildet das Schrei-
ben vom 26. August 2013, mit welchem der Beschwerdeführer eine mit 

der Profikarriere vereinbare Lösung, zum Beispiel in Form einer Befrei-

ung vom Zivildienst mit Wehrpflichtersatzzahlungen oder in Form des 

kompletten Nachholens der verbleibenden Zivildiensteinsätze nach der 

Profikarriere, beantragt hat und das in der Folge von der Vorinstanz als 

Gesuch um Teil-Dienstverschiebung entgegengenommen worden ist. In 

diesem Zusammenhang werden vom Beschwerdeführer im Rahmen sei-

ner Rechtsschriften Dienstverschiebungsgründe im Sinne von Art. 46 

Abs. 3 Bst. c ZDV (drohender Arbeitsplatzverlust; vgl. E. 4) und Art. 46 

2014/49 Zivildienst 

 

 

854 BVGE / ATAF / DTAF 

 

Abs. 3 Bst. e ZDV (ausserordentliche Härte; vgl. E. 5 und 6) geltend 

gemacht. Zu unterscheiden gilt es im vorliegenden Fall zudem zwei Fall-

konstellationen, so einerseits die Pflicht zur Leistung eines Einsatzes von 

je 26 Tagen in den Jahren 2014 sowie 2016‒2019 sowie andererseits die 

Pflicht zur Leistung des langen Einsatzes von 232 Tagen im Jahr 2015. 

In Bezug auf den im Schreiben vom 26. August 2013 ausgeführten, je-

doch im Rahmen seiner Rechtsschriften nicht mehr näher substanziierten 

oder gar explizit beantragten « Vorschlag » hinsichtlich einer « Dienst-

befreiung » ist an dieser Stelle der Vollständigkeit halber darauf hinzu-

weisen, dass der Beschwerdeführer (…) für die Spitzensport-RS selektio-

niert und in der Folge mit Verfügung vom 3. Dezember 2009 auf eigenes 

Gesuch hin zum Zivildienst zugelassen wurde. Seine Zivildienstpflicht 

endet somit mit der Entlassung oder dem Ausschluss aus dem Zivildienst 

(Art. 11 Abs. 1 ZDG). Vorliegend fällt eine Entlassung beziehungsweise 

ein Ausschluss im Sinne der unter E. 2.4 aufgezeigten Art. 11 Abs. 2 und 

3 ZDG beziehungsweise Art. 12 Abs. 1 ZDG ausser Betracht. Nachdem 

auch für eine eigentliche Dienstbefreiung im Sinne von Art. 13 ZDG 

keinerlei Gründe vorliegen, ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorin-

stanz diesen « Vorschlag » im Rahmen ihrer Verfügung sinngemäss abge-

lehnt hat. 

4. Hinsichtlich der Ausführungen, dass er mit der Erfüllung der 
Zivildienstpflicht Gefahr laufe, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, kann 

dem Beschwerdeführer im Hinblick auf die Leistung eines Einsatzes von 

je 26 Tagen in den Jahren 2014 sowie 2016‒2019 nicht zugestimmt wer-

den. So erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass eine maximale Abwe-

senheit von 26 Tagen pro Jahr, die im Übrigen vom Beschwerdeführer 

zum grössten Teil in die Ferien gelegt werden kann (vgl. E. 5), für sich 

alleine geeignet ist, die Stellung des Beschwerdeführers in der Mann-

schaft dermassen zu erschüttern, dass er nicht nur (…) beziehungsweise 

den Stammplatz in der Startelf verlieren würde, sondern auch gleich noch 

eine Vertragsauflösung zu gewärtigen hätte. Dies gilt umso mehr, wenn 

man wie vorliegend davon ausgeht, dass es sich beim Beschwerdeführer 

(…) um einen Schlüsselspieler handelt. So war sich die Arbeitgeberin 

hinsichtlich der Dienstpflichten des Beschwerdeführers bewusst (…) und 

Letzterer besitzt zudem einen laufenden Vertrag bis (…). Die Arbeitge-

berin liess denn auch in ihrer vom Beschwerdeführer im Rahmen von 

dessen Replik ins Recht gelegten, undatierten Stellungnahme keinerlei 

Kündigungsabsicht in Bezug auf den Einsatz von 26 Tagen erkennen, 

sondern betonte vielmehr die beabsichtigte Respektierung der zivildienst-

Zivildienst 2014/49 

 

 

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rechtlichen Pflichten des Beschwerdeführers unter Hinweis auf die Ge-

fahr physischer Defizite. Auch ist in diesem Zusammenhang darauf hin-

zuweisen, dass gemäss Art. 336c Abs. 1 Bst. a OR der Arbeitgeber im 

Falle eines Zivildiensteinsatzes das Arbeitsverhältnis während des Ein-

satzes sowie im Falle eines Einsatzes von mehr als elf Tagen während 

vier Wochen vorher und nachher nicht kündigen darf. Eine Kündigung 

aufgrund der Zivildienstleistung an sich ist zudem schon ganz grundsätz-

lich missbräuchlich (vgl. Art. 336 Abs. 1 Bst. e OR). Aufgrund der mit 

einer solchen Kündigung verbundenen gravierenden Sanktionen hat es 

denn das Bundesverwaltungsgericht in seiner bisherigen Praxis auch als 

wenig realistisch angesehen, dass ein Angestellter aufgrund einer Abwe-

senheit von 26 Tagen seinen Arbeitsplatz verlieren könnte (vgl. Urteil des 

BVGer B‒2674/2009 vom 23. Juni 2009 E. 4). An diesem Grundsatz ist 

auch im vorliegenden Fall festzuhalten. 

Eine andere Ausgangslage könnte sich hinsichtlich der Pflicht zur Leis-

tung des langen Einsatzes von 232 Tagen im Jahr 2015 ergeben. So ist 

übereinstimmend mit der Ansicht des Beschwerdeführers nicht auszu-

schliessen beziehungsweise bei einem von sportlichen Gesichtspunkten 

ausgehenden Management sogar wahrscheinlich, dass bei einer solch lan-

gen Abwesenheit für den Beschwerdeführer ein Ersatz gesucht werden 

würde, was bei einem Schlüsselspieler durchaus auch einen nominell 

namhaften Transfer bedeuten kann. (…) ist die theoretische Gefahr, dass 

sich das Management vor diesem Hintergrund gleich ganz für einen 

neuen Spieler entscheidet und den Vertrag mit dem zivildienstpflichtigen 

Spieler nicht verlängert nicht gänzlich von der Hand zu weisen. In 

diesem Kontext ist denn auch die bereits erwähnte Stellungnahme der 

Arbeitgeberin des Beschwerdeführers zu sehen, die in Aussicht stellte, 

den Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers im Falle eines Einsatzes von 

232 Tagen « sistieren » zu wollen, ohne jedoch explizit eine Kündigung 

in Aussicht zu stellen. Wie es sich nun hinsichtlich der Gefahr des Ar-

beitsplatzverlustes in einem solchen Fall konkret verhält, braucht jedoch 

an dieser Stelle nicht entschieden zu werden, da ‒ wie unter E. 6 

aufzuzeigen ist ‒ im vorliegenden Fall unabhängig von dieser Fragestel-

lung hinsichtlich der Pflicht zur Leistung des langen Einsatzes im Jahr 

2015 von einer ausserordentlichen Härte im Sinne von Art. 46 Abs. 3 

Bst. e ZDV auszugehen ist. 

5. Soweit sich die Beschwerde gegen die Pflicht zur Leistung eines 
jährlichen Einsatzes von je 26 Tagen richtet, ist diese vor dem Hinter-

grund der bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung abzuweisen. 

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856 BVGE / ATAF / DTAF 

 

Wie das Bundesverwaltungsgericht bereits (…) festgehalten hat (…), 

wird ein Anspruch eines Zivildienstpflichtigen oder seines Arbeitsgebers 

auf eine Dienstverschiebung nur dann anerkannt, wenn eine eigentliche 

Notsituation vorliegt. Vor dem Hintergrund des Grundsatzes, dass zivil-

dienstpflichtige Personen beziehungsweise ihre Arbeitgeber nicht besser 

gestellt werden dürfen als Militärdienstpflichtige, hat das Bundesverwal-

tungsgericht dabei festgestellt, dass eine Einsatzpflicht in der Höhe der 

Mindestdauer von 26 Tagen gemäss Art. 38 Abs. 1 ZDV grundsätzlich 

keine übermässige Härte im Sinne von Art. 46 Abs. 3 Bst. e ZDV dar-

stellt. An dieser Haltung hat das Bundesverwaltungsgericht seither in 

konstanter Rechtsprechung festgehalten. 

Ein Abweichen von der soeben aufgezeigten bundesverwaltungsgericht-

lichen Praxis erscheint im vorliegenden Fall nicht zuletzt auch im Hin-

blick auf die Rechtsgleichheit im Sinne von Art. 8 BV nicht angezeigt. 

Auch wenn sich das Bundesverwaltungsgericht der Besonderheiten des 

Profisports durchaus bewusst ist, so ist doch festzustellen, dass sich die 

Situation des Beschwerdeführers grundsätzlich nicht anders präsentiert 

als diejenige eines « normalen » Zivildienstpflichtigen. Ist in diesem Zu-

sammenhang doch beispielsweise darauf hinzuweisen, dass das Bundes-

verwaltungsgericht in seiner Rechtsprechung unter anderem auch einen 

26-tägigen Einsatz eines Alleinunternehmers (…) oder eines Primarleh-

rers (vgl. Urteil des BVGer B‒1213/2009 vom 14. April 2009) als zumut-

bar erachtet hat. Die Kritik des Beschwerdeführers hinsichtlich einer ver-

meintlichen Schlechterstellung gegenüber militärdienst- beziehungsweise 

zivilschutzpflichtigen Spitzensportlern ändert nichts an dieser Betrach-

tungsweise, zumal es inkonsequent ist, sich nun auf einen solchen Stand-

punkt zu stellen. Gilt es doch an dieser Stelle festzuhalten, dass der Be-

schwerdeführer seinerseits von den nun geltend gemachten Vorzügen der 

Spitzensport-RS beziehungsweise -WK hätte profitieren können. Er hat 

jedoch die Absolvierung der Spitzensport-RS (…) mehrfach verschoben 

und in der Folge ein Gesuch um Zulassung zum Zivildienst gestellt, wo-

durch er auch der Möglichkeit um Aufnahme in die Spitzensport-WK 

verlustig ging. Im Übrigen ist der Vollständigkeit halber darauf hinzu-

weisen, dass der Gesetzgeber hinsichtlich der Förderungspolitik für den 

leistungsorientierten Nachwuchssport beziehungsweise den Spitzensport 

ganz bewusst zwischen Militär- und Zivilschutzpflichtigen auf der einen 

und Zivildienstpflichtigen auf der anderen Seite unterschieden hat (vgl. 

Art. 16 Abs. 2 Bst. c des Sportförderungsgesetzes vom 17. Juni 2011 

[SpoFöG, SR 415.0]). Eine allfällige Gesetzesänderung dahingehend, 

dass der Bund auch für zivildienstpflichtige Spitzensportler Möglichkei-

Zivildienst 2014/49 

 

 

BVGE / ATAF / DTAF 857 

 

ten schaffen soll, den Dienst für die Leistungsentwicklung zu nutzen, 

obliegt daher dem Gesetzgeber (vgl. Art. 190 BV). 

Wohl ist nachvollziehbar, dass ein Profisportler die Ferien sinnvoller-

weise zur Regeneration nutzen sollte (…), doch unterscheidet er sich 

darin nicht von anderen Zivildienstpflichtigen, die ebenfalls körperlich 

anstrengenden bis sehr anstrengenden Berufen nachgehen (z.B. im Bau-

wesen) und im Regelfall ebenfalls nur vier Wochen Ferien zur Verfügung 

haben (vgl. Art. 329a Abs. 1 OR). Dass sich die dienstlichen Abwesen-

heiten der der Militär- oder Zivildienstpflicht unterliegenden Schweizer 

Männer auch auf den privaten Bereich und damit die betroffenen Part-

ner/Innen und Familien auswirken, liegt zudem in der Natur der Sache, 

und die Dienstpflicht ist entsprechend in die persönliche Lebens- und 

Karriereplanung miteinzubeziehen (vgl. Urteile des BVGer B‒2591/2014 

vom 27. August 2014 sowie B‒6281/2009 vom 7. Mai 2010 E. 7.3.5). 

Ferner geht auch die Argumentation des Beschwerdeführers hinsichtlich 

einer durch den Zivildiensteinsatz verursachten Einbusse an körperlicher 

und fussballerischer Leistungsfähigkeit ins Leere, ist doch davon auszu-

gehen, dass mit einem zeitlich beschränkten Trainingsausfall im Profi-

fussball grundsätzlich jederzeit zu rechnen ist (z.B. infolge Verletzungen 

oder längeren Spielsperren). Auch ist darauf hinzuweisen, dass gemäss 

bundesverwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung eine ausserordentliche 

Härte nicht schon dann gegeben ist, wenn der Arbeitgeber aufgrund eines 

Einsatzes des Arbeitnehmers von 26 Tagen eine gewisse Mehrbelastung 

zu vergegenwärtigen hat sowie umdisponieren und allenfalls in Bezug 

auf die innerbetriebliche Arbeitsteilung vorübergehend zeitliche oder per-

sonelle Anpassungen vornehmen muss, zumal sich solche Situationen 

auch aus anderen Gründen (im vorliegenden Fall wie bereits zuvor 

ausgeführt z.B. Verletzungen oder längere Spielsperren) ergeben können 

(vgl. Urteil des BVGer B‒2767/2011 vom 29. Juni 2011 E. 2.2 m.w.H.). 

Dass ein 26-tägiger Zivildiensteinsatz sowohl für den Beschwerdeführer 

als auch für die Arbeitgeberin machbar ist und nicht zwangsläufig zum 

Verlust (…) des Stammplatzes in der Startelf führt, wurde im Übrigen 

mit der Leistung eines solchen Einsatzes im Jahre 2013 unter Beweis ge-

stellt. 

Schliesslich sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass dem in der 

Replik formulierten Wunsch des Beschwerdeführers, kürzere Zivildienst-

einsätze als 26 Tage am Stück zu leisten grundsätzlich nachgekommen 

werden kann, wie selbst die Vorinstanz einräumt. Gemäss Art. 35 Abs. 1 

ZDV plant und leistet die zivildienstpflichtige Person ihre Einsätze so, 

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858 BVGE / ATAF / DTAF 

 

dass sie die Gesamtheit der verfügten ordentlichen Zivildienstleistungen 

vor der Entlassung aus der Zivildienstpflicht erbringt. Es steht dem Be-

schwerdeführer somit frei, seine Einsätze auf die beiden Ferienphasen 

(gemäss Beschwerdeführer […]) und/oder andere passende Termine be-

ziehungsweise gar Tageszeiten zu verteilen, so er denn solche Einsätze 

vereinbaren kann (vgl. auch Art. 38 Abs. 2 ZDV). Auch besteht die Mög-

lichkeit, mittels passender Einsatzbetriebswahl, zum Beispiel in einem 

sportnahen und örtlich nahen Umfeld, einen allfälligen vorübergehenden 

Verlust körperlicher Leistungsfähigkeit in Grenzen zu halten oder mit der 

Gutheissung von Urlaubsgesuchen auf gewisse terminliche Härtefälle zu 

reagieren. Bezüglich Letzterem wurde von der Vorinstanz bereits 2013 

der Tatbeweis hinsichtlich eines vorhandenen Willens zum Finden einer 

kulanten Lösung erbracht (…). 

Als Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass im vorliegenden Fall die 

Pflicht zur Leistung eines jährlichen Einsatzes von je 26 Tagen keine 

ausserordentliche Härte im Sinne von Art. 46 Abs. 3 Bst. e ZDV darstellt, 

wodurch grundsätzlich ein entsprechender Einsatz verfügungsgemäss be-

reits im Jahre 2014 zu leisten wäre. Indessen muss es einem Zivildienst-

pflichtigen möglich sein, sich auf einen Zivildiensteinsatz einstellen zu 

können und entsprechende organisatorische Massnahmen zu treffen be-

ziehungsweise entsprechende Dispositionen zu tätigen (vgl. dazu auch 

Urteil des BVGer B‒5589/2011 vom 5. März 2012 E. 3.4.1). Diese Vor-

aussetzung ist vorliegend aufgrund des Urteilszeitpunktes für das Jahr 

2014 nicht mehr gegeben, wodurch der Eventualantrag des Beschwerde-

führers insofern gutzuheissen ist, als dass der Beschwerdeführer im Jahr 

2014 keinen Zivildiensteinsatz mehr zu leisten hat. 

6.  
6.1 Soweit sich die Beschwerde gegen die Pflicht zur Leistung des 
langen Einsatzes von 232 Tagen im Jahr 2015 richtet, ist diese gutzu-

heissen. 

6.2 Betrachtet man die Anforderungen an einen Profifussballspieler 
in der höchsten nationalen Spielklasse, ist übereinstimmend mit dem Be-

schwerdeführer davon auszugehen, dass eine durch einen 232-tägigen 

Einsatz bewirkte faktisch mehrmonatige Trainingspause für den Be-

schwerdeführer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den 

Verlust des Stammplatzes, (…) sowie von Spielpraxis zur Folge hätte. 

Sowohl der Beschwerdeführer als auch die Vorinstanz stimmen dahinge-

hend überein, dass die Leistung der Zivildiensteinsätze beim Beschwer-

deführer zu einem Trainingsrückstand führt, da dieser während seiner 

Zivildienst 2014/49 

 

 

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Einsätze nicht mit der gleichen Intensität trainieren kann. Gänzlich ab-

wegig erscheint in diesem Zusammenhang die scheinbare Annahme der 

Vorinstanz, dass ein tägliches Individualtraining über einen solch langen 

Zeitraum ein geordnetes, mehrmals täglich erfolgendes Mannschafts-

training auf Spitzenfussballniveau zu ersetzen vermag, zumal so jegliche 

Einbettung des betreffenden Spielers in das Spielsystem der Mannschaft 

verunmöglicht wird und so auch ein allfälliger Verlust an Spielpraxis 

nicht kompensiert werden kann. Ist ein vorübergehender Verlust der kör-

perlichen Leistungsfähigkeit aufgrund eines zeitlich beschränkten Trai-

ningsausfalls noch zum grundsätzlichen Berufsrisiko eines Profisportlers 

zu zählen und kann dieser allenfalls noch durch eine geschickte Einsatz-

planung und Einsatzbetriebswahl in Grenzen gehalten werden, so führt 

ein Einsatz von 232 Tagen unweigerlich zu einem Rückstand, der nicht 

mehr so einfach wieder aufgeholt werden kann, was nicht zuletzt auch 

mehrmonatige Pausen infolge von schweren Verletzungen belegen. Auch 

ist allgemein bekannt, dass ein mehrmonatiger Ausfall eines Spielers des-

sen Karriereverlauf und Marktwert entscheidend beeinflussen kann, wo-

bei das konkrete Ausmass freilich von den jeweiligen Umständen im Ein-

zelfall abhängt. Gerade bei einem Schlüsselspieler ist dabei ‒ wie bereits 

unter E. 4 ausgeführt ‒ nicht unwahrscheinlich beziehungsweise wäre es 

aus Sicht der Arbeitgeberin wohl vernünftig, dass unter diesen Umstän-

den ein möglichst gleichwertiger beziehungsweise vorzugsweise besserer 

Ersatz gesucht werden würde (vgl. diesbezüglich auch die vom Be-

schwerdeführer im Rahmen seiner Replik ins Recht gelegte undatierte 

Stellungnahme der Arbeitgeberin). Es wird der besonderen Situation ei-

nes Spitzenmannschaftssportlers denn auch nicht gerecht, wenn die Vor-

instanz analog zu Fällen « normaler » berufstätiger Zivildienstpflichtiger 

in diesem Zusammenhang reflexionslos von der Möglichkeit einer tem-

porären Stellvertretung ausgeht und diese als unproblematisch ansieht. 

Übereinstimmend mit der Ansicht des Beschwerdeführers ist vielmehr 

davon auszugehen, dass in Fallkonstellationen wie der vorliegenden ein 

solcher « Stellvertreter » aufgrund des faktisch mehrmonatigen « Aus-

falls » des Zivildienstpflichtigen im Regelfall mit einem Vertrag für 

zumindest eine ganze Saison ausgestattet werden und in der Folge sein 

bestmögliches dafür tun wird, seine Position zu verteidigen. Nachdem im 

Gegensatz zu den Gegebenheiten in einem normalen unternehmerischen 

Umfeld die verfügbaren Plätze in der Startelf beziehungsweise ersten 

Mannschaft beschränkt sind, besteht somit ‒ insbesondere bei einem er-

folgreichen Auftreten des Teams mit dem « Stellvertreter » ‒ eine reelle 

Gefahr, dass der Beschwerdeführer infolge seiner Abwesenheit seinen 

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Platz in der Startelf auf längere Zeit verlieren beziehungsweise sich 

allenfalls aufgrund der direkten Konkurrenzsituation auf der jeweiligen 

Position auch die Frage eines Transfers stellen wird. 

Übereinstimmend mit dem Beschwerdeführer ist ferner davon auszu-

gehen, dass sich ein Feldspieler im Alter von (…) langsam, aber sicher 

dem Ende seiner Karriere im Spitzenprofifussball nähert. Auch sei der 

Vollständigkeit halber erwähnt, dass der Arbeitsvertrag des Beschwerde-

führers zahlreiche Mechanismen beinhaltet, die den Lohn vom Erreichen 

von diversen Leistungszielen abhängig macht, wodurch ein faktischer 

« Ausfall » während mehrerer Monate auch signifikante Lohneinbussen 

zur Folge hätte (…). Es ist daher festzustellen, dass sich die vorliegende 

Fallkonstellation bei ganzheitlicher Betrachtung in entscheidendem Mas-

se von den bisher vor dem Bundesverwaltungsgericht verhandelten Fäl-

len « normaler » berufstätiger Zivildienstpflichtiger unterscheidet. So ist 

festzuhalten, dass die durch den langen Einsatz erzwungene Trainings- 

und wohl auch Wettkampfpause das weitere (sportliche wie wirtschaft-

liche) Fortkommen des Beschwerdeführers behindert, dessen Marktwert 

negativ beeinflusst und ‒ unter Berücksichtigung des Alters sowie Kar-

rierestadiums ‒ dessen Karriere als Spitzenfussballer ganz grundsätzlich 

gefährdet. Vor dem Hintergrund, dass einem Profifussballer im Gegen-

satz zu einem « normalen » berufstätigen Zivildienstpflichtigen im Re-

gelfall nur rund ein Drittel bis die Hälfte der Zeit zur Verfügung steht, um 

in seinem Beruf Karriere zu machen, ist vorliegend von einer ausseror-

dentlichen Härte im Sinne von Art. 46 Abs. 3 Bst. e ZDV auszugehen.  

6.3 Eine ausserordentliche Härte stellt ein Verlust eines tatsäch-
lichen oder potenziellen Schlüsselspielers im Übrigen auch für die Ar-

beitgeberin dar. Wie bereits ausgeführt, erscheint es aus sportlichen Ge-

sichtspunkten bei einem so langen « Ausfall » eines tatsächlichen oder 

potenziellen Schlüsselspielers naheliegend und vernünftig, einen Ersatz 

zu verpflichten. Wohl erachtet das Bundesverwaltungsgericht in konstan-

ter Rechtsprechung die Verpflichtung einer Stellvertretung und den damit 

zusammenhängenden Zusatzaufwand für einen Arbeitgeber grundsätzlich 

als zumutbare Belastung, indessen präsentiert sich im vorliegenden Fall 

die Ausgangslage in entscheidenden Punkten anders. So gilt es zu be-

rücksichtigen, dass es im vorliegenden Fall um hochqualifizierte Spezia-

listen geht und ein gleichwertiger Ersatz aufgrund des kleinen Marktes 

hinsichtlich in Frage kommender Spieler sowie dem harten Wettbewerb 

zwischen den (in- und insb. auch ausländischen) Klubs nicht einfach zu 

finden ist, so denn nicht finanzielle Risiken eingegangen werden sollen. 

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Hinsichtlich Letzterem darf auch nicht ausser Acht gelassen werden, dass 

ein erfolgreicher Transfer eines Spitzenspielers für die Arbeitgeberin zu 

einer zusätzlichen, aus sportlichen Gesichtspunkten (da Doppelbesetzung 

einer Position) allenfalls nicht notwendigen, Lohnzusatzbelastung (…) 

führt, wodurch sich der finanzielle Spielraum für die weitere Geschäfts-

tätigkeit empfindlich einschränken kann. Im Gegensatz zu den Gegeben-

heiten in einem normalen unternehmerischen Umfeld kann denn auch in 

vorliegender Fallkonstellation nicht einfach davon ausgegangen werden, 

dass die Verpflichtung eines « Stellvertreters » für die Arbeitgeberin im 

Hinblick auf die weitere Geschäftstätigkeit so ohne Weiteres positiv ist, 

birgt diese doch in casu nicht zuletzt auch die Gefahr möglicher nega-

tiver Auswirkungen auf das Mannschaftsgefüge in sich. Möglich ist 

schliesslich auch die gegensätzliche Konstellation, dass nämlich die Ar-

beitgeberin keinen gleichwertigen Ersatz für den Beschwerdeführer fin-

det. Ein mangelnder Ersatz kann sich beim Verlust von Schlüsselspielern 

im schlechtesten Fall direkt auf die sportliche Konkurrenzfähigkeit der 

Mannschaft auswirken, was insbesondere (…) zu signifikanten Einnah-

meverlusten führen kann.  

Es ist somit vorliegend nicht auszuschliessen, dass der faktische Ausfall 

eines tatsächlichen oder potenziellen Schlüsselspielers für die betroffene 

Arbeitgeberin zu einer insbesondere auch empfindlichen finanziellen Zu-

satzbelastung führt, was vorliegend als ausserordentliche Härte im Sinne 

von Art. 46 Abs. 3 Bst. e ZDV aufzufassen ist. 

6.4 Abschliessend ist an dieser Stelle auch darauf hinzuweisen, dass 
der Beschwerdeführer glaubwürdig darlegt, dass es ihm nicht darum ge-

he, sich vor seinen Zivildienstpflichten zu drücken. Vielmehr anerkennt 

er seine Zivildienstpflicht ausdrücklich und gibt an, diesen nach Ab-

schluss seiner Profikarriere vollumfänglich nachkommen zu wollen be-

ziehungsweise sich bereits zuvor um mehrere kürzere, auf das Jahr 

verteilte Einsätze à total 26 Tage zu bemühen. Wie das Bundesverwal-

tungsgericht im Urteil B‒4135/2010 vom 3. November 2010 festgehalten 

hat, widerspricht eine strikte und enge Auslegung der Ausnahmebe-

stimmungen in Art. 46 Abs. 3 ZDV dem Sinn und Zweck der Härte-

fallklausel, wenn der Beschwerdeführende ‒ wie im vorliegenden Fall ‒ 

seine Notsituation glaubhaft und substanziiert darlegt sowie eine über-

zeugende Lösung vorschlägt, welche die Absolvierung aller Diensttage 

nicht gefährdet (Urteil des BVGer B‒4135/2010 E. 4.3). Sollen doch 

diese Bestimmungen gerade die notwendige Flexibilität im Rahmen der 

gesetzlichen Fristen gewährleisten. Ganz grundsätzlich ist es daher nicht 

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ausgeschlossen, dass ein Spitzensportler seiner Zivildienstpflicht erst 

nach dem Abschluss seiner Profikarriere nachkommt ‒ dies wohlver-

standen unter Einhaltung des gesetzlichen Rahmens, namentlich dem 

Vorliegen entsprechender Gründe für Dienstverschiebungsgesuche, dem 

Einhalten der entsprechenden gesetzlichen Fristen sowie der Nicht-Ge-

fährdung der Absolvierung aller Diensttage (vgl. Art. 35 Abs. 1 ZDV).  

Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, erfüllt der Beschwerdeführer im 

Urteilszeitpunkt die Voraussetzungen für den Abschluss einer Vereinba-

rung im Sinne von Art. 15 Abs. 3bis ZDV nicht. Indessen wäre es an der 

Vorinstanz gelegen, vor dem Hintergrund der glaubhaften Äusserungen 

des Beschwerdeführers dessen persönliche Situation im Lichte einer wer-

tenden Gesamtbetrachtung (…) und einer umfassenden Abwägung aller 

Interessen sowie unter Beachtung des Verhältnismässigkeitsprinzips an-

gemessen zu würdigen (vgl. Urteil des BVGer B‒4135/2010 E. 4.3.4). 

Wie die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 31. Januar 2014 be-

ziehungsweise ihrer Duplik selber ausführt, besteht ‒ sofern das Leisten 

aller verfügten Diensttage dadurch nicht gefährdet wird ‒ hinsichtlich der 

Pflicht zur Leistung des langen Einsatzes Spielraum zu Dienstver-

schiebungen, ohne dass von der grundsätzlichen Leistungspflicht abge-

wichen werden muss. Es sei denn an dieser Stelle auch darauf hinge-

wiesen, dass zwei Regionalzentren 2012 beziehungsweise 2013 die 

Dienstverschiebungsgesuche eines Fussballers beziehungsweise eines 

(NLA-)Eishockeyspielers gutgeheissen haben, obwohl die Gesuche im 

Wesentlichen keine substanziiertere Begründung aufgewiesen haben als 

dasjenige des Beschwerdeführers, es sich « nur » um einen langen 

Einsatz von jeweils 180 Tagen handelte und es im Fall des Fussballers 

« nur » um einen Schlüsselspieler in der Challenge League ging. Dass ein 

Leisten aller verfügter Diensttage gefährdet sein könnte, ist im vorlie-

genden Fall weder ersichtlich noch von der Vorinstanz substanziiert dar-

getan, sodass den Parteien der Weg offen steht, Verhandlungen betreffend 

einer Vereinbarung aufzunehmen.