# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f474c817-cc85-5ebb-877b-4228e5da58c4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 25.04.2013 BRGE IV Nrn. 0049-0050/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-IV-Nrn--0049-00_2013-04-25.pdf

## Full Text

BRGE IV Nrn. 0049 und 0050/2013 vom 25. April 2013 in BEZ 2013 Nr. 25 

3. Ziff. 8.11 revBZO regelt die Standortwahl bzw. die Zulässigkeit von
neuen Mobilfunkanlagen wie folgt: 

«Ziff. 8.11.1 
Mobilfunkanlagen haben der Quartierversorgung zu dienen. In den 
Industrie- und Gewerbezonen sind überdies auch Anlagen für die 

kommunale und überkommunale Versorgung zulässig. 

Ziff. 8.11.2 
Visuell wahrnehmbare Mobilfunkanlagen sind nur in folgenden Zonen und 
gemäss folgenden Prioritäten zulässig:  

1. Priorität: Industrie- und Gewerbezonen

2. Priorität: Zentrumszonen, Wohnzonen mit Gewerbeerleichterung  sowie
Wohnzonen und Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen, in denen
mässig störende Nutzungen zulässig sind

3. Priorität: übrige Zonen für öffentliche Bauten.

Erbringt der Betreiber den Nachweis, dass aufgrund von funktechnischen 
Bedingungen ein Standort ausserhalb der zulässigen Zonen erforderlich 
ist, ist eine Mobilfunkanlage auch in den übrigen Wohnzonen zulässig. In 
den Kernzonen sind visuell wahrnehmbare Mobilfunkanlagen 
ausgeschlossen.  

Ziff. 8.11.3 
Die Betreiber erbringen den Nachweis, dass in den Zonen mit jeweils 
höherer Priorität keine Standorte zur Verfügung stehen.  

Ziff. 8.11.4 
Baugesuche für visuell wahrnehmbare Mobilfunkanlagen im Bereich von 
Natur- und Heimatschutzobjekten sind bezüglich der Einordnung von 
einer externen Fachperson zu begutachten.»  

4.1 Die Rekurrentinnen argumentieren zusammengefasst, gemäss neuerer 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung könnten die Gemeinden mit ihrer 
Nutzungsplanung zwar Prioritätenregelungen zur vollständigen oder teilweisen 
Fernhaltung von Mobilfunkanlagen in Wohnzonen festlegen. Dies bedinge aber 
ein entsprechendes gewichtiges öffentliches Interesse zur Verminderung der 
ideellen Mobilfunkimmissionen sowie eine Zonenplanstruktur, welche trotz 
dieser Einschränkungen eine funktechnisch einwandfreie und qualitativ 
hochstehende Mobilfunkversorgung der betreffenden Gemeinde gewährleiste. 

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Zudem müsse eine solche Prioritäts- oder Kaskadenregelung verhältnismässig 
sein und dürfe nicht zur Verschärfung des Bundesumweltschutzrechts führen. 
Diese Erfordernisse seien in Wallisellen nicht erfüllt. Im Gegensatz zur 
nutzungsplanerischen Ausgangslage in jenen Gemeinden, welche Gegenstand 
der erwähnten Bundesgerichtspraxis seien, gebe es in Wallisellen keine 
grossflächigen Industrie- und Gewerbezonen, die bis ins Ortszentrum reichten. 
Diese konzentrierten sich auf ein Gebiet am südlichen Ortsrand. Wegen der 
beschränkten Ausdehnung von Mobilfunkzellen könnten folglich mit der 
angefochtenen Regelung weite Teile von Wallisellen nicht mehr in 
ausreichender Qualität mit Mobilfunk-Dienstleistungen versorgt werden.  

Die Prioritätsregelung sei in Wallisellen inkonsequent. Bei der Kaskaden-
regelung gehe es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darum, ideelle 
Mobilfunk-Immissionen von den Wohnzonen so weit als möglich fernzuhalten 
Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die «übrigen Zonen für öffentliche 

Bauten» (3. Priorität) den in 2. Priorität aufgeführten «Wohnzonen mit 
Gewerbeerleichterung sowie Wohnzonen und Zonen für öffentliche Bauten und 
Anlagen in denen mässig störende Nutzungen zulässig sind» folgten. Die 
Prioritäten müssten in Nachachtung der Bundesgerichtspraxis gerade umge-
kehrt festgelegt werden. Im Übrigen werde den Wohnzonenbewohnern 
vorgegaukelt, mit den angefochtenen Bestimmungen würden die Wohnzonen 
weitergehend vor nichtionisierender Mobilfunkstrahlung frei gehalten. Gerade 
das Gegenteil treffe aber zu. Einerseits müssten damit in den Wohnquartieren 
vermehrt unsichtbare Mobilfunkanlagen erstellt werden und andererseits 
müssten die in den Industrie- und Gewerbezonen in 1. Priorität erstellten 
Basisstationen mit Höchstlast gefahren werden, damit die Funklöcher in den 
Wohnzonen gestopft werden könnten. (…) 

5. Die Rekurrierenden bestreiten zu Recht nicht die grundsätzliche 
Kompetenz der Gemeinden, gestützt auf § 49a Abs. 3 PBG eine Kaskaden- 
bzw. zonenspezifische Prioritätenregelung für den Bau von Mobilfunk-
Basisstationen festzulegen und verweisen auf die entsprechende Praxis des 
Bundesgerichts, welches im Urteil 1C_51/2012 und 1C_71/2012 vom 21. Mai 
2012, E. 3.4 betreffend die strittige Regelung in der Gemeinde Hinwil festhielt: 
«§ 49a PBG (eingefügt durch das Gesetz vom 1. September 1991; in Kraft seit 
1. Februar 1992) gestattet den Gemeinden, für ganze Zonen, gebietsweise oder 
für einzelne Geschosse die Nutzung zur Wohnzwecken oder gewerblichen 
Zwecken zuzulassen, vorzuschreiben oder zu beschränken. Diese 
Formulierung ist sehr weit gefasst. Generelle Zielsetzung der PBG-Revision von 
1991 war es, den Regelungsbereich der Gemeinden zu erweitern. [….] Kann 
die Gemeinde sowohl die Nutzung zu Wohnzwecken als auch zu betrieblichen 
Zwecken einschränken, erscheint es zumindest nicht willkürlich anzunehmen, 
dass sie auch die Möglichkeit hat, gewisse technische Bauten und 
Infrastrukturanlagen, die diesen Nutzungen dienen, näher zu regeln und 
gegebenenfalls einzuschränken. Insofern können sich auch kommunale 
Regelungen über die Zulässigkeit von Mobilfunkanlagen in einzelnen Zonen 
willkürfrei auf diese Bestimmung stützen, vorausgesetzt, dass ein öffentliches 
Interesse an einer derartigen Regelung besteht.»  

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6. Gemäss Ziff. 8.11.1 revBZO haben Mobilfunkanlagen der 
Quartierversorgung zu dienen, wobei in den Industrie- und Gewerbezonen auch 
Anlagen für die kommunale und überkommunale Versorgung zulässig sind. 
Diese Bestimmung ist nicht zu beanstanden und entspricht der Rechtspraxis, 
wonach gewöhnliche, d.h. bezüglich Ausmass und Leistung durchschnittliche 
und damit lediglich der Quartierversorgung dienende Mobilfunkbasisstationen 
als technisch bedingte Infrastrukturbauten in der Wohnzone ohne weiteres 
zonenkonform sind, während eine Mobilfunkanlage in einer Industrie- und 
Gewerbezone über die Standortzone hinaus auch andere Gebiete abdecken 
darf (u.a. VGr, 27. März 2009, VB.2008.00442 = BEZ 2009 Nr. 29; BRGE I Nr. 
0220/2011 vom 28. Oktober 2011, E. 10). 

7.1 Sowohl die Rekurrentinnen als auch die Vorinstanz vergleichen die 
vorliegend strittige Festlegung mehrfach mit der am 15. März 2010 von der 
Gemeindeversammlung Hinwil beschlossenen BZO-Revision (revBZO Hinwil), 

mit welcher sich seinerzeit auch die Baurekurskommission III, das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich sowie das Bundesgericht beschäftigten. 
Die Parteien ziehen insbesondere aus dem höchstrichterlichen Urteil unter-
schiedliche Schlüsse, womit es angezeigt ist, darauf näher einzugehen bzw. die 
von den erwähnten Rechtsmittelinstanzen in unterschiedlicher Weise teilweise 
aufgehobenen Mobilfunkbestimmungen der revidierten BZO Hinwil nochmals 
eingehend zu beleuchten.  

7.2 Die Gemeinde Hinwil beabsichtigte, die Erstellung von Mobilfunk-
Basisstationen erheblich mehr einzuschränken als im vorliegenden Fall. Neben 
der Beachtung einer Kaskadenregelung mit 4 Prioritätsstufen (Ziff. 2.11.4 
revBZO Hinwil) verlangte die Gemeinde bei jedem Baugesuch, selbst wenn es 
um eine Mobilfunkanlage in der Industrie- und Gewerbezone gehen sollte, eine 
umfassende Interessenabwägung. Insbesondere sollten die orts- und 
raumplanerischen Aspekte gegenüber der netzplanerischen Notwendigkeit der 
vorgesehenen Anlage abgewogen werden (Ziff. 2.11.1 revBZO Hinwil). In der 
gleichen Prioritätsstufe hätte die kommunale Baubehörde auch noch die 
Prüfung von Alternativstandorten verlangen können (Ziff. 2.11.6 revBZO Hinwil). 
Im Weiteren wurden die Betreibergesellschaften grundsätzlich verpflichtet, 
bestehende Standorte der Konkurrenz mitzubenutzen, anstatt neue Basis-
stationen an neuen Standorten zu erstellen (Ziff. 2.11.2 revBZO Hinwil). Bei 
Anlagen zur mobilfunkmässigen Abdeckung des Landwirtschaftsgebiets hätten 
diese ausserhalb der Bauzonen erstellt werden müssen (Ziff. 2.11.5 revBZO 
Hinwil). Im Wesentlichen unbestritten waren die Bestimmungen betreffend die 
mobilfunktechnische Quartierversorgung (Ziff. 2.11.3 revBZO Hinwil) und die 
Begutachtungsplicht bei Anlagen im Bereich von Natur- und 
Heimatschutzobjekten (Ziff. 2.11.7 revBZO Hinwil). 

Die Baurekurskommission III qualifizierte die genannten Mobilfunk-
Bestimmungen grösstenteils als unzweckmässig und rechtswidrig und hob Ziff. 
2.11.1, 2.11.2, 2.11.4, 2.11.5.sowie 2.11.6 revBZO Hinwil auf (BRKE III Nr. 
0163-0164/2010 vom 27. Oktober 2010). Bezüglich der Kaskadenregelung der 
Gemeinde Hinwil erwog die Baurekurskommission III u.a., diese sei 
unzureichend konkretisiert und umfasse in rechtswidriger Weise alle Mobilfunk-
Basisstationen, ungeachtet deren visueller Wahrnehmbarkeit.  

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Das Verwaltungsgericht bestätigte die Aufhebung der Ziff. 2.11.1, 2.11.2, 
2.11.5 (mit Ausnahme von Satz 1) und 2.11.6 revBZO Hinwil. Hingegen 
erachtete das Verwaltungsgericht die Kaskadenregelung von Ziff. 2.11.4 
revBZO Hinwil als rechtskonform und praktikabel (VGr, 6. Dezember 2011, 
VB.2010.00673 und VB.2010.00383). 

Das Bundesgericht beschränkte die Kaskadenregelung demgegenüber auf 
visuell wahrnehmbare Mobilfunksendeanlagen und bestätigte im Übrigen die 
Aufhebungen der genannten BZO Ziffern, soweit diese überhaupt noch 
Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens waren (BGr, 21. Mai 2012, 
1C_51/2012 und 1C_71/2012). 

8.1 Die Gemeinde Wallisellen nahm die in Hinwil von den 
Rechtsmittelinstanzen als rechtswidrig qualifizierten Bestimmungen erst gar 
nicht in ihre revidierte BZO auf, sondern beschränkte sich auf die eigentliche 
Kaskadenregelung, welche hier gemäss Ziff. 8.11.2 revBZO die folgenden drei 
Prioritätsstufen umfasst und ausschliesslich optisch wahrnehmbare 
Mobilfunkanlagen betrifft: 

«1. Priorität: Industrie- und Gewerbezonen 

2. Priorität: Zentrumszonen, Wohnzonen mit Gewerbeerleichterung  
sowie Wohnzonen und Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen in 
denen mässig störende Nutzungen zulässig sind 

3. Priorität: übrige Zonen für öffentliche Bauten.»  

8.2 Zur Zulässigkeit einer solchen Kaskadenregelung erwog das 
Bundesgericht, eine solche sei – vorbehältlich der konkreten Ausgestaltung – 
grundsätzlich gesetzes- und verfassungskonform, sofern sie darauf basiere, 
dass im Rahmen einer solchen ortsplanerischen Festlegung berücksichtigt 
werde, dass bestimmte Nutzungen und Anlagen in der Bevölkerung (oder 
Teilen davon) unangenehme psychische Eindrücke erweckten, welche dazu 
führten, dass die Umgebung als unsicher, unästhetisch oder sonst wie 
unerfreulich empfunden werde. Erfahrungsgemäss werde der Anblick von 
Mobilfunkanlagen als Bedrohung bzw. Beeinträchtigung der Wohnqualität 
empfunden. Die Begrenzung von Mobilfunkantennen in Wohngebieten 
erscheine deshalb grundsätzlich als geeignetes Mittel, Charakter und Attraktivi-
tät der Wohnzonen zu wahren. 

Allerdings bildeten subjektive Ängste und Gefühle des Unbehagens keine 
tragfähige Unterlage für weitgehende Einschränkungen oder gar ein Verbot von 
im allgemeinen Interesse stehenden Infrastrukturanlagen. Hingegen könne es 

sich rechtfertigen, in Zonen, welche vorab für gesundes und ruhiges Wohnen 
bestimmt seien, die Realisierung von Betrieben und Anlagen, die ideelle 
Immissionen verursachen könnten, von einem funktionalen Zusammenhang zur 
jeweiligen Zone abhängig zu machen (BGr, 19. März 2012, 1C_449/2011 und 
1C_451/2011, E. 7.4.3).  

Die Kaskadenregelung habe sich allerdings ausschliesslich auf sichtbare 
und als solche erkennbare Mobilfunkanlagen zu beschränken. Zwar könne auch 

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das Wissen um eine kaschierte oder sich im Gebäudeinnern befindliche Anlage 
Ängste bei bestimmten Personen auslösen. Diese fürchteten sich aber in der 
Regel in gleicher Weise vor Mobilfunkanlagen, welche gemäss 1. Prioritätsstufe 
von der Industrie- und Gewerbezone aus die Wohnzonen mitversorgten und 
letztere folglich mit nichtionisierender Strahlung belasteten. Hier gehe es jedoch 
gerade nicht um den Schutz vor nichtionisierender Strahlung, welche in der 
NISV abschliessend bundesrechtlich geregelt sei, sondern um den Schutz vor 
ideellen Immissionen. Diese knüpften nicht an die Strahlenintensität, sondern in 
erster Linie an den für die Anwohner visuell wahrnehmbaren Standort an. Bei 
nicht sichtbaren Mobilfunk-Basisstationen sei das öffentliche Interesse an der 
Verhinderung ideeller Immissionen derart gering, dass die Beschränkung der 
Standortwahl mittels einer Kaskadenregelung unverhältnismässig wäre (BGr, 
21. Mai 2012, 1C_51/2012, E. 5.5).  

Mit einer Kaskadenregelung dürfe jedoch die Wirtschafts- und 

Informationsfreiheit der Mobilfunkgesellschaften nicht substantiell, d.h. 
höchstens in geringfügiger Weise eingeschränkt werden. Es gehe schliesslich 
nicht um ein Antennenverbot, sondern lediglich um eine Prioritätenordnung. Vor 
allem dürfe die konzessionsmässige Mobilfunkversorgung nicht übermässig 
behindert werden. Dem Bedürfnis der Mobilfunkgesellschaften nach 
kleinräumigen, möglich nahe bei den Endkunden errichteten Basisstationen 
müsse hinreichend Rechnung getragen werden. Der Ausbau der bestehenden 
Netzstruktur im Hinblick auf künftige Technologien dürfe nicht ins Gewicht 
fallend beeinträchtigt werden. Diese Kriterien seien im konkreten Einzelfall vor 
allem unter Einbezug des jeweiligen Zonenregimes zu prüfen (BGr, 19. März 
2012, 1C_449/2011 und 1C_451/2011, E. 6.5 und 6.6). 

9.1 Die Kaskadenregelung in einer kommunalen Bau- und Zonenordnung 
ist folglich nur dann rechtskonform, wenn sie ausschliesslich und 
unmissverständlich dem Schutz vor ideellen Immissionen dient und in keiner 
Weise zu einer Verschärfung des Bundesumweltschutzrechts, also des 
Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG) und der NISV führt.  

Eine derartige Prioritätenregelung muss nach der erläuterten 
höchstrichterlichen Rechtsprechung also zwingend und eindeutig an die 
Sichtbarkeit einer Mobilfunkanlage anknüpfen. Dabei muss die Basisstation als 
solche optisch erkennbar sein, was für kaschierte Anlagen etwa in Form eines 
Kamins, Abluftrohrs, Pfostens oder sonstigen Gebäudeteils in den üblichen 
Dimensionen nicht zutrifft. Es genügt auch nicht, dass ein bestimmter 
Gebäudeteil aufgrund seiner Positionierung und Dimension die Vermutung 
einer kaschierten Basisstation aufkommen lassen könnte. Vielmehr muss eine 
Mobilfunkanlage für einen objektiven Betrachter ohne weiteres eindeutig als 

solche visuell wahrnehmbar und erkennbar sein, ansonsten die Beschränkung 
der Strandortwahl mittels einer Kaskadenregelung nach dem Gesagten 
unverhältnismässig und von keinem öffentlichen Interesse gedeckt wäre. Damit 
sind Ziff. 8.11.2 Abs. 1 und 2 revBZO wie folgt zu präzisieren bzw. zu ergänzen: 
Der Passus «visuell wahrnehmbare Mobilfunkanlagen» ist jeweils durch «visuell 
als solche wahrnehmbare Mobilfunkanlagen» zu ersetzen. Damit ist von 
vornherein der rekurrentische Einwand entkräftet, die angefochtene BZO-
Revision bewirke eine Verschärfung des Bundesumweltschutzrechts.  

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9.2 Es ist gerichtsnotorisch, dass mehr als die Hälfte der in der jüngeren 
Vergangenheit in der Schweiz geplanten und realisierten Mobilfunk-Basisstation 
nicht mehr als solche erkennbar sind, weil sie entweder im Gebäudeinnern oder 
als kaschierte Anlage erstellt werden bzw. wurden (BRKE III Nrn. 0163-
0164/2010 vom 27. Oktober 2010, E. 6.4), was auch in Wallisellen der Fall sein 
dürfte. Für diese Mobilfunkanlagen ist die angefochtene Kaskadenregelung 
somit nicht anwendbar; diese Anlagen können ohne Prioritäteneinschränkung 
selbst in den Wohnzonen realisiert werden.  

9.3 Der Zonenplan zeigt, dass Wallisellen auf der ganzen Länge des 
südlichen Gemeindegebiets über grosse Flächen in den Industrie- und 
Gewerbezonen IG4, IG6 und IG8 verfügt, wo Basisstationen gestützt auf Ziff. 
8.11.1 Satz 3 revBZO auch für die gesamtkommunale und die überkommunale 
Versorgung erstellt werden können. Aus diesen Zonen heraus kann die 
Mobilfunkversorgung, wie die Vorinstanz zutreffend festhält, mit weiter-

reichenden, d.h. eher leistungsstarken Anlagen zumindest bis ins Ortszentrum 
sowie im südwestlichen und südöstlichen Gemeindegebiet von Wallisellen 
sichergestellt werden. Im nördlichen Gemeindegebiet mit einem ziemlich hohen 
Anteil an Wohnzonen, ferner in insgesamt sechs unterschiedlich grossen 
Flächen in der Zone für öffentliche Bauten und schliesslich in den 
vergleichsweise nicht besonders grossflächigen Kernzonen I und II sind – 
unabhängig von der Kaskadenregelung – Inhouse-Antennen sowie kaschierte 
und als solche optisch nicht erkennbare Mobilfunk-Basisstationen ohne 
zonenabhängige Prioritätseinschränkung zulässig. Dies gilt ebenso für die 
Zentrumszone beim und um den Bahnhof Wallisellen. Dies selbstverständlich 
vorbehältlich der Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte und der kommunalen 
und kantonalen Bauvorschriften, wobei diesbezüglich in der Regel vor allem die 
Einordnungsbestimmung von § 238 PBG sowie die kommunalen 
Kernzonenvorschriften (Ziff. 2.5 revBZO) zum Tragen kommen. Letztere dürften 
in den Kernzonen selbst kaschierten Mobilfunkanlagen sehr enge Grenzen 
setzen. Angesichts der eher kleindimensionierten Kernzonen von Wallisellen 
dürfte dies funktechnisch und radioplanerisch aber kaum relevant nachteilig ins 
Gewicht fallen.  

Angesichts dieser Zonenstruktur und des Umstandes, dass kaschierte und 
als solche nicht erkennbare Mobilfunkanlagen grundsätzlich überall innerhalb 
des ganzen Baugebiets von Wallisellen realisiert werden können, steht die 
angefochtene Kaskadenreglung einer qualitativ hochwertigen Mobilfunk-
versorgung bzw. dem entsprechend notwendigen Netzausbau nicht im Wege, 
zumal die bereits in Betrieb stehenden Basisstationen Bestandesgarantie 
haben und daher nicht im Lichte der revidierten kommunalen Nutzungsplanung 
erneut auf ihre Bewilligungsfähigkeit überprüft werden müssen (vgl. § 357 Abs. 
1 PBG). Im Übrigen erscheint es mit Blick auf bewilligungspflichtige 
Änderungen, worunter auch Umwandlungen in LTE-Anlagen fallen könnten 
(BRGE III Nr. 0027/2013 vom 27. März 2013, www.baurekursgericht-zh.ch), 
fraglich, ob bzw. inwieweit bisher bewilligte Anlagen als zufolge 
Rechtsänderung rechtswidrig geworden einzustufen wären und damit bei 
Änderungen die Bestimmung von § 357 Abs. 1 PBG zur Anwendung käme; 
jedenfalls dürfte allein der fehlende Prioritätsnachweis dies noch nicht zur Folge 
haben. Zudem dürfte sich die angefochtene Regelung vor allem, wenn nicht 

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sogar ausschliesslich auf neue Anlagen und nicht auf die Änderung 
bestehender Anlagen beziehen; dies jedenfalls solange, als solche Änderungen 
nicht in einem Masse eine visuell wahrnehmbare Vergrösserung der Anlage zur 
Folge haben, dass deswegen ideelle Immissionen überhaupt ein Thema 
werden könnten. 

Schliesslich bleibt festzustellen, dass die Gemeinde gemäss bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung an die Standortwahl keine übertriebenen 
Anforderungen stellen darf. Es hat zu genügen, wenn die Gesuchstellerin 
glaubhaft macht, dass sie einen in Betracht kommenden Standort in einer 
prioritären Zone nicht zu zumutbaren Bedingungen mieten oder erwerben kann. 
Funktechnische Gründe für einen bestimmten Standort können etwa mittels 
Abdeckungskarten erbracht werden (BGr, 21. Mai 2012, 1C_51/2012, E. 5.2). 

9.4. Nicht zu beanstanden ist entgegen rekurrentischer Auffassung im 
Weiteren die Prioritätsdifferenzierung innerhalb der Zone für öffentliche Bauten. 
Soweit in diesen mässig störende Nutzungen zulässig sind (Empfindlichkeits-
stufe III), werden diese (wie die Wohnzonen) der 2. Prioritätsstufe zugwiesen. 
Die übrigen Flächen dieser Zone sind der 3. Prioritätsstufe zugeteilt, was von 
der Vorinstanz wie folgt begründet wird: Die Flächen in den Zonen für 
öffentliche Bauten sind in Wallisellen «unterschiedlichen Empfindlichkeitsstufen 
zugewiesen, und zwar je nach Lage innerhalb des Dorfgefüges. Soweit die 
entsprechenden Parzellen inmitten von Wohngebieten sind (z.B. Gemeinde-
haus-Areal mit Altersheim, Schulhaus Alpenstrasse, Schulhäuser an der Bürgli-
strasse), sind diese Flächen der Empfindlichkeitsstufe II zugewiesen, weil diese 
letztlich die gleiche Immissionsempfindlichkeit wie die angrenzenden 
Wohnzonen aufweisen». Diese Betrachtungsweise ist auch hinsichtlich der 
Mobilfunk-Regelung sinnvoll und angemessen. Dieser sachgerechten und 
daher nachvollziehbaren Begründung ist nichts weiter beizufügen. 

9.5 Grundsätzlich rechtmässig ist schliesslich Ziff. 8.11.4 BZO, nach 
welcher Bestimmung Baugesuche für visuell wahrnehmbare Mobilfunkanlagen 
von einer externen Fachstelle begutachtet werden müssen, sofern sie im 
Bereich von Natur- und Heimatschutzobjekten erstellt werden sollen (BRGE III 
Nrn. 0163 und 0164/2010 vom 27. Oktober 2010, E. 6.5). In Analogie zu den 
vorstehenden Erwägungen unter Ziffer 8.1 ist diese Vorschrift aber wie folgt zu 
präzisieren: «Baugesuche für visuell als solche wahrnehmbare Mobilfunk-
anlagen im Bereich von Natur- und Heimatschutzobjekten sind bezüglich der 
Einordnung von einer externen Fachperson zu begutachten.»  

9.6 Insgesamt erweist sich die strittige Regelung – unter Einschluss der 
erforderlichen Präzisierungen – als sachgerechte, im öffentlichen Interessen 

liegende, die Eigentumsgarantie der Rekurrentinnen respektierende und den 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit wahrende nutzungsplanerische Festlegung, 
welche sich ohne weiteres innerhalb des Ermessensspielraums der Vorinstanz 
bewegt. 

10. Zusammenfassend sind Ziff. 8.11.2 Abs. 1 und 2 sowie 8.11.4 revBZO 
zu präzisieren bzw. zu ergänzen, was insgesamt zur teilweisen Gutheissung 
der Rekurse führt.