# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30ecc976-0c42-5c30-962f-ed8e0e4041db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.08.2025 E-5787/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5787-2025_2025-08-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5787/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla;   

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kosovo,  

(…),   

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (Art. 40 i.V.m. Art. 6a Abs. 2 AsylG); 

Verfügung des SEM vom 29. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

E-5787/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge zuletzt am (…) 

oder (…) Dezember 2024 ihren Heimatstaat verliess und am 5. Januar 

2025 in die Schweiz einreiste, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass sie anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen vom 12. Juni 2025 

(Protokoll in den SEM-Akten […][A]38) zur Begründung des Asylgesuchs 

im Wesentlichen geltend machte, sie sei Muslimin und in B._______ gebo-

ren worden sowie im Dorf C._______ (Gemeinde D._______) aufgewach-

sen, 

dass sie von 2019 bis 2022 in Pristina ein dreijähriges universitäres (…)-

Studium absolviert und zu diesem Zweck von Oktober 2019 bis Juni 2020 

zusammen mit einer Freundin in einer Mietwohnung in Pristina gewohnt 

habe und anschliessend aufgrund der Corona-Pandemie in ihr Elternhaus 

in C._______ zurückgekehrt sei sowie von dort aus ihr Studium abge-

schlossen habe, 

dass sie im Mai 2024 während eines Besuches in der Schweiz ihren heu-

tigen Lebenspartner kennengelernt habe und am (…) Juli 2024 in den Ko-

sovo zurückgekehrt sei, wo sie ihrer Familie von der neuen Beziehung er-

zählt habe; die Familie habe ihren Verlobten nicht akzeptiert, weil er katho-

lischen Glaubens sei und ihr Vater habe ihr deswegen physische und psy-

chische Gewalt zugefügt; auch hätten sich Verwandte von ihr distanziert 

und zu ihrem Onkel väterlicherseits habe sie seither keinen Kontakt mehr; 

ebenfalls sei ihr gedroht worden, sie aus dem Familienverband auszu-

schliessen, und dass sie lebenslang Probleme haben werde, sofern sie mit 

dem heutigen Lebenspartner zusammenkäme, 

dass sie nach einem längeren Unterbruch wieder heimlich Kontakt zu ih-

rem Lebenspartner aufgenommen und er ihr erzählt habe, dass er im Ko-

sovo unter dem Druck seiner Familie eine Ehe eingegangen sei, jedoch ein 

Scheidungsverfahren eingeleitet worden sei, 

dass sie ungefähr im September 2024 vergeblich einem kosovarischen Po-

lizeibeamten mitgeteilt habe, dass sie ein familiäres Problem habe; dieser 

habe sie aber nicht ernst genommen und ihr geantwortet, dass dies ihr 

Problem sei und sie es mit ihrem Vater lösen solle; aus Furcht, dass ihr 

Vater von ihrer Kontaktaufnahme zur Polizei erfahren würde, habe sie sich 

seither nicht mehr an die Behörden gewandt, 

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Seite 3 

dass sie bei einem weiteren Versuch, mit der Familie zu reden, erniedrigt 

und mit dem Tod bedroht worden sei, da die Familie befürchte, dass sie 

zum Katholizismus konvertieren würde, was sie tatsächlich auch in Erwä-

gung gezogen habe; auch ihre Freunde hätten sich von ihr abgewandt, 

dass sie im Oktober 2024 erneut in die Schweiz gereist sei, jedoch sei sie 

Ende jenes Monats wieder in den Kosovo zurückgereist, weil sie nicht län-

ger in der Schweiz habe bleiben dürfen, 

dass sie danach kaum mehr aus dem Haus gegangen und nur geweint 

habe; in der Folge hätten ihre Familienangehörigen geglaubt, sie habe sich 

von ihrem Lebenspartner getrennt und hätten ihn schlecht geredet, 

dass sie am (…) oder (…) Dezember 2024 zusammen mit ihrem Lebens-

partner, der in den Kosovo gekommen sei, im Auto nach Albanien gereist 

sei; während ihres Aufenthalts in Albanien habe ihre Schwester ihr mitge-

teilt, dass alle sie umbringen wollten, da sie gegenüber ihrer Familie zu 

weit gegangen sei, woraufhin sie über Serbien, Kroatien, Slowenien und 

Italien in die Schweiz eingereist sei, 

dass das SEM mit Verfügung vom 29. Juli 2025 feststellte, die Beschwer-

deführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, ihr Asylgesuch ablehnte 

sowie die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Kosovo sei 

ein sicherer Herkunftsstaat (Safe Country) im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

Bst. a AsylG, weshalb die Regelvermutung bestehe, wonach der Schutz 

vor nicht-staatlicher Verfolgung grundsätzlich gewährleistet sei; diese Re-

gelvermutung könne im Einzelfall aufgrund konkreter und substantiierter 

Hinweise umgestossen werden, 

dass in Bezug auf die von der Beschwerdeführerin in Erwägung gezogene 

Konversion zum katholischen Glauben festzuhalten sei, dass Katholiken 

im Kosovo nicht allein aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit verfolgt 

seien, 

dass betreffend die häusliche Gewalt durch den Vater der Beschwerdefüh-

rerin davon auszugehen sei, dass sie im Kosovo bei allfälligen Übergriffen 

seitens Dritter Zugang zu wirksamen Schutzstrukturen habe und es ihr zu-

zumuten wäre, dieses interne Schutzsystem zu beanspruchen, 

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dass die Beschwerdeführerin durch die einmalige Kontaktaufnahme mit ei-

nem Polizeibeamten die ihr im Kosovo zugänglichen Schutzstrukturen ge-

gen häusliche Gewalt nicht ausgeschöpft habe, 

dass der diesbezügliche Einwand, sie habe befürchtet, ihr Vater würde da-

von erfahren, aufgrund der vorhandenen Schutzstrukturen im Kosovo nicht 

zu überzeugen vermöge, 

dass in den Akten keine Hinweise ersichtlich seien, dass der kosovarische 

Staat ihr den Schutz verweigert habe oder schutzunfähig gewesen sei, 

dass somit die Regelvermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um-

gestossen worden sei und daher vom Vorhandensein eines adäquaten 

Schutzes im Heimatstaat auszugehen sei, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 4. August 2025 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

sinngemäss beantragte, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich 

aufzuheben, 

dass sie zur Begründung ihrer Beschwerde im Wesentlichen ausführt, sie 

sei in einem patriarchalischen und gewalttätigen Umfeld aufgewachsen 

und habe seit ihrer Kindheit psychische und physische Gewalt durch ihre 

Familie erlebt, 

dass sie gezwungen worden sei, ihre Familie zu verlassen, weil sie wegen 

ihrer Beziehung zu ihrem Lebenspartner abgelehnt und ihr der Kontakt zu 

ihm untersagt worden sei, 

dass sie ernsthafte Drohungen dahingehend erhalten habe, dass sie ent-

ehrt und verfolgt werde, falls sie an der Beziehung festhalte und dass sie 

seither in ständiger Angst lebe, 

dass der Kosovo jungen Frauen insbesondere bei familiärer Gewalt keinen 

echten Schutz biete und solche Fälle als «private Angelegenheiten» be-

handle, 

dass die Jugend den Kosovo massenhaft verlasse wegen fehlender Si-

cherheit, Rechtsstaatlichkeit und Zukunftsperspektiven, 

dass der Rechtsmitteleingabe unter anderem eine persönliche Erklärung 

der Beschwerdeführerin vom 1. August 2025, zwei persönliche Stellung-

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nahmen des Lebenspartners der Beschwerdeführerin vom 1. August 2025 

und vom 3. August 2025 inklusive auf Deutsch übersetzte Scheidungsun-

terlagen sowie ein Bestätigungsschreiben der E._______ vom (…) Mai 

2025 betreffend Religionswechsel beilagen,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

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begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG); als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass der Bundesrat mit Beschluss vom 6. März 2009 Kosovo auf die Liste 

der verfolgungssicheren Staaten aufgenommen hat und dieser Staat ab 

dem 1. April 2009 im Sinne des Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG als sicherer 

Herkunftsstaat (Safe Country) bezeichnet wird, 

dass dies die Regelvermutung beinhaltet, dass eine asylrelevante Verfol-

gung nicht stattfindet und der Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung ge-

währleistet ist, 

dass es sich hierbei um eine relative Verfolgungssicherheit handelt, die im 

Einzelfall auf Grund konkreter und substanziierter Hinweise umgestossen 

werden kann, was der Beschwerdeführerin jedoch nicht gelungen ist, 

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die überzeugenden Erwä-

gungen der Vorinstanz (vgl. angefochtene Verfügung Ziff. II) verwiesen 

werden kann, die in der Beschwerde insbesondere durch den neuerlichen, 

pauschalen Hinweis auf die Gefährdung der Beschwerdeführerin nicht um-

gestossen werden und denen nichts Substanzielles entgegengehalten 

wird, 

dass mit der Vorinstanz insbesondere festzuhalten ist, dass die vorge-

brachten Behelligungen einzig von Drittpersonen ausgehen und aufgrund 

der Einstufung Kosovos als sicherer Drittstaat von einem adäquaten 

Schutz auszugehen ist, 

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Seite 7 

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass das SEM bei Ablehnung eines Asylgesuchs oder bei Nichteintreten 

auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz verfügt 

und den Vollzug anordnet, wobei es dabei den Grundsatz der Familie be-

rücksichtigt (Art. 44 AsylG),  

dass die Beschwerdeführerin insbesondere weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen verfügt, weshalb die Wegweisung zu Recht angeordnet 

wurde (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), 

dass sie insbesondere aus der Beziehung zu ihrem Lebenspartner kein 

offensichtlich erscheinender potenzieller Anspruch auf dauerhaften Aufent-

halt in der Schweiz gemäss Art. 8 EMRK ableiten kann, zumal nicht vom 

Bestehen einer nahen, echten und tatsächlich gelebten beziehungsweise 

bezüglich Art und Stabilität in ihrer Substanz einer Ehe gleichkommenden 

Beziehung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auszugehen 

ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_880/2017 vom 3. Mai 2018 E. 3.1 f. 

m.w.H.), 

dass im Übrigen darauf hinzuweisen ist, dass der Entscheid, ob die Vo-

raussetzungen für die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zwecks 

Vorbereitung eines Eheschlusses vorliegen, die kantonale Migrationsbe-

hörde trifft (vgl. Urteil des Bundesgerichts, a.a.O., E. 4.2 f. m.w.H.), und es 

der Beschwerdeführerin unbenommen ist, gegebenenfalls ein entspre-

chendes Gesuch bei der zuständigen Migrationsbehörde zu stellen, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

dass auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat den 

Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erschei-

nen, zumal Kosovo ein verfolgungssicherer Staat ist, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass die allgemeine Lage im Kosovo, die weder von Bürgerkrieg noch von 

allgemeiner Gewalt gekennzeichnet ist, einem Wegweisungsvollzug nicht 

entgegensteht, 

dass der Bundesrat den Kosovo als Staat bezeichnet hat, in den die Rück-

kehr in aller Regel zumutbar ist (Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Art. 18 der Ver-

ordnung über den Vollzug der Weg- und Ausweisung sowie der 

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Seite 9 

Landesverweisung von ausländischen Personen [VVWAL, SR 142.281] 

und Anhang 2 der Verordnung), 

dass die Beschwerdeführerin die gesetzliche Vermutung der Zumutbarkeit 

der Rückkehr in den Kosovo mit ihren Vorbringen nicht umzustossen ver-

mag, zumal sie diesbezüglich in der Beschwerde auch nichts vorbringt, 

dass die Vorinstanz insbesondere zu Recht festgehalten hat, dass der Le-

benspartner der Beschwerdeführerin oder seine Familie nach ihrer Rück-

kehr für sie aufkommen könne und sie daher nicht darauf angewiesen sei, 

zu ihrer Familie zurückzukehren, 

dass sie über einen universitären Abschluss im Bereich der (…) verfügt, 

womit davon auszugehen ist, dass sie ihren Lebensunterhalt zukünftig 

auch selbst bestreiten kann, 

dass zu den auf Beschwerdestufe vorgebrachten psychischen Beeinträch-

tigungen festzuhalten ist, dass gemäss Praxis des Bundesverwaltungsge-

richts die hierzu allenfalls benötigte medizinische Behandlung aufgrund der 

im Kosovo vorhandenen medizinischen Versorgungslage ausreichend ge-

währleistet ist, weshalb die Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr in ihr 

Heimatland angesichts der dort bestehenden medizinischen Strukturen 

keine drastische und lebensbedrohende Verschlechterung ihres Gesund-

heitszustandes befürchten muss (vgl. etwa Urteil des BVGer E-3759/2025 

vom 2. Juni 2025 E. 8.3.3 m.w.H.), 

dass auch eine allfällige Suizidalität einem Wegweisungsvollzug praxisge-

mäss nicht entgegensteht, solange konkrete Massnahmen zur Verhütung 

der Umsetzung einer entsprechenden Drohung getroffen werden (vgl. Ur-

teil des BVGer D-2644/2021 vom 28. Januar 2022 E. 7.3.4.6, vgl. auch die 

Rechtsprechung des Bundesgerichts: Urteil des BGer 2C_856/2015 vom 

10. Oktober 2015 E. 3 m.w.H., BGE 139 II 393 E. 5.2.2), und dass allfälligen 

suizidalen Tendenzen im Hinblick auf einen zwangsweisen Wegweisungs-

vollzug durch geeignete medizinische Massnahmen und Betreuung entge-

genzuwirken ist,  

dass es schliesslich der Beschwerdeführerin obliegt, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG), 

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dass nach dem Gesagten die Vorinstanz zu Recht den Wegweisungsvoll-

zug als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat, weshalb eine An-

ordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1–4 

AIG), 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Janic Lombriser 

 

 

Versand: