# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eaf52daa-6332-5106-9047-b4ca90589858
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB250018-O1
**Docket/Reference:** SB250018-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB250018-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB250018-O/U/bs

Mitwirkend: der Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, die Ersatzoberrichterinnen 

lic. iur. P. Tschudi und lic. iur. C. Jost sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw A. Jacomet

Urteil vom 7. Juli 2025

in Sachen

A._____,

Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin MLaw X1._____,

gegen

Staatsanwaltschaft See/Oberland,

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend mehrfacher Betrug 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht, 
vom 16. Oktober 2024 (GG240012)

- 2 -

Anklage:

Die  Anklageschrift  der  Staatsanwaltschaft  See/Oberland  vom  5. April  2024 

(Urk. 18) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 43 S. 38 ff.)

"Das Einzelgericht erkennt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB 

und des geringfügigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 172ter Abs. 1 StGB schuldig.

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer bedingten Geldstrafte von 180 Tagessätzen zu 

CHF 10.– (entsprechend CHF 1'800.–) sowie einer Busse von CHF 200.–. 

3.

4.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an 

deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.

5.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 2 Schadenersatz in der Höhe von 

CHF 229.90 zuzüglich Zins zu 5 % seit 13. Juni 2022 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Begehren abgewiesen.

6.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 3 Schadenersatz in der Höhe von 

CHF 174.– zu bezahlen.

7.

Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. April 2024 

beschlagnahmten Gegenstände werden dem Beschuldigten nach Rechtskraft des vor-

liegenden Entscheids herausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen 

Frist von der Lagerbehörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur ihr gutscheinenden 

Verwendung überlassen:





Rucksack Marke Deuter (Asservat-Nr. A018'189'521)

Katalog B._____ AG 2023/2024 (Asservat-Nr. A018'102'228)

8.

Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. April 2024 be-

schlagnahmten Gegenstände werden der Privatklägerin 1 nach Rechtskraft des vorliegen-

- 3 -

den Entscheids herausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist 

von der Lagerbehörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur ihr gutscheinenden Verwen-

dung überlassen:















Kolben Scheibenbremsen-Set Marke Shimano (Asservat-Nr. A018'102'426)

Bremsscheibe Marke Shimano (lce-Tec) (Asservat-Nr. A018'102'391)

Mismatch 1.2 Adapter links / rechts (Asservat-Nr. A018'220'490)

Disc-Adapter (Asservat-Nr. A018'220'503)

Bremsscheibe Marke Shimano (lce-Tec) (Asservat-Nr. A018'102'335)

Fahrradlampe Marke Lezyne (Asservat-Nr. A018'102'313)

Fahrrad-Kleinteile; Befestigungen für Lampen / Schutzbleche (A018'102'437)

9.

Der folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. April 2024 be-

schlagnahmte Gegenstand wird der C._____ AG, D._____ [Adresse] …, E._____, nach 

Rechtskraft des vorliegenden Entscheids herausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf ei-

ner dreimonatigen Frist von der Lagerbehörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur ihr gut-

scheinenden Verwendung überlassen:



Metabo Akku-Handkreissäge (Asservat-Nr. A018'074'878)

10.

Der folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. April 2024 be-

schlagnahmte Gegenstand wird der Privatklägerin 2 nach Rechtskraft des vorliegenden 

Entscheids herausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist von 

der Lagerbehörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur ihr gutscheinenden Verwendung 

überlassen:



WiFi-Box Range Extender (Asservat-Nr. A018'102'448)

11.

Der folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. April 2024 be-

schlagnahmte Gegenstand wird der F._____ AG, G._____-strasse …, H._____, nach 

Rechtskraft des vorliegenden Entscheids herausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf ei-

ner dreimonatigen Frist von der Lagerbehörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur ihr gut-

scheinenden Verwendung überlassen:



WLAN-Router Marke TP-Link Deco (Asservat-Nr. A018'102'227)

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12.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

CHF

CHF

CHF

CHF

3'000.00   die weiteren Kosten betragen:

2'400.00   Gebühren für das Vorverfahren

5'620.00   amtliche Verteidigung

11'020.00   Kosten total.

13.

Die Kosten und Auslagen des Vorverfahrens sowie des gerichtlichen Verfahrens – mit Aus-

nahme derjenigen der amtlichen Verteidigung – werden dem Beschuldigten auferlegt, je-

doch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

14.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Eine Rückzahlungspflicht der Kosten für die amtliche Verteidigung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

15.

Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____ wird für seine Tätigkeit als amtlicher Verteidiger des Be-

schuldigten mit CHF 5'620.00 (inklusive Barauslagen und 8.1% MwSt.) entschädigt. 

16.

Die Bezirksgerichtskasse wird angewiesen, diesen Betrag an Rechtsanwalt Dr. iur. 

X2._____ auszubezahlen.

17.

(Mitteilungen)

18.

(Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 5)

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 59 S. 3)

1.

Es sei das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich aufzuheben. Der Berufungs-

kläger sei vom Vorwurf des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 StGB 

vollumfänglich freizusprechen.

2.

Eventualiter  sei  der  Berufungskläger  mit  einer  bedingten  Geldstrafe  von 

90 Tagessätzen zu Fr. 10.– (entsprechend Fr. 900.–) zu bestrafen, unter Ge-

währung des bedingten Vollzugs mit einer Probezeit von zwei Jahren.

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3.

Die  Zivilansprüche  und  Herausgabeansprüche  der  Privatkläger  seien  abzu-

weisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen. Die Gegenstände des Be-

schuldigten seien an diesen herauszugeben. 

4.

Die Verfahrenskosten, einschliesslich der Kosten der amtlichen Verteidigung 

(zzgl. MwSt.), seien ausgangsgemäss zu verteilen.

b)

Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 51)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

Erwägungen:

I. Verfahrensgang

1.

Zum  Verfahrensgang  bis  zum  Erlass  des  erstinstanzlichen  Urteils  kann  auf 

die  zutreffenden  Erwägungen  im  angefochtenen  Entscheid  verwiesen  werden 

(Urk. 43 S. 5 f.). Der Beschuldigte wurde mit Urteil des Einzelgerichts des Bezirks-

gerichts  Meilen  vom  16. Oktober  2024  gemäss  dem  eingangs  zitierten  Urteils-

dispositiv (in Abwesenheit) schuldig gesprochen. Die Verteidigung erhob direkt im 

Anschluss an die mündliche Urteilseröffnung mündlich Berufung (Prot. I S. 14). Ein 

Begehren um Neubeurteilung (Art. 368 StPO) ging innert Frist nicht ein. Die Vor-

instanz wies das Gesuch um Entlassung der amtlichen Verteidigung ab (Urk. 39).

Am 2. Dezember 2024 wurde der Verteidigung das begründete Urteil (Urk. 41 

= Urk. 43) zugestellt (Urk. 42/1). Die fristgerechte Berufungserklärung datiert vom 

4. Dezember 2024 (Urk. 44). 

2.

Der Beschuldigte beantragt, es sei das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich 

aufzuheben  und  er  sei  von  den  gegen  ihn  erhobenen  Vorwürfen  vollumfänglich 

freizusprechen; dementsprechend seien die Schadenersatzansprüche der Privat-

klägerinnen 2 und 3 sowie sämtliche Herausgabeansprüche aller Geschädigten ab-

zuweisen  (Urk. 44  S. 2).  Innert  mit  Verfügung  vom  28. Januar  2025  angesetzter 

Frist (Urk. 49) verzichtete die Staatsanwaltschaft auf Anschlussberufung und bean-

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tragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 51). Die Privatklägerinnen 

liessen  sich  innert  Frist  nicht  vernehmen,  womit  sie  implizit  auf  eine  Anschluss-

berufung verzichteten. 

Dem  Beschuldigten  wurde  mit  Verfügung  vom  26. Februar  2025  eine  neue 

amtliche Verteidigung bestellt (Urk. 53).

3.

Am  14. Mai  2025  wurden  die  Parteien  zur  Berufungsverhandlung  auf  den 

7. Juli 2025 vorgeladen (Urk. 55). 

4.

Zur Berufungsverhandlung erschien die amtliche Verteidigung des Beschul-

digten Rechtsanwältin MLaw X1._____. Der Beschuldigte blieb der Berufungsver-

handlung hingegen fern (Prot. II S. 5 f.). Das Urteil erging im Anschluss an die Be-

rufungsverhandlung (Prot. II S. 7 ff.).

II. Prozessuales

1.

Die  Verteidigung  hat  die  Berufung  in  der  Berufungserklärung  ausdrücklich 

nicht  beschränkt  (Urk. 44  S. 2;  Art. 399  Abs. 4  StPO),  womit  der  vorinstanzliche 

Entscheid vollumfänglich angefochten ist und keine Punkte in Rechtskraft erwach-

sen sind (vgl. Art. 404 Abs. 1 StPO). 

Nachdem der Beschuldigte als einziger Berufung führt, steht die Überprüfung 

des angefochtenen Urteils im Übrigen unter dem Vorbehalt des Verschlechterungs-

verbots (Art. 391 Abs. 2 StPO).

2.

Soweit nachfolgend auf Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Ent-

scheid  verwiesen  wird,  erfolgt  dies  in  Anwendung  von  Art.  82  Abs.  4  StPO 

(vgl. dazu  BGer. Urteil  6B_570/2019  vom  23. September  2019,  E.  4.2,  m.w.H.), 

auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet.

Die urteilende Instanz muss sich nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich 

auseinandersetzen  und  jedes  einzelne  Vorbringen  ausdrücklich  widerlegen. 

Vielmehr kann sich das Gericht auf die seiner Auffassung nach wesentlichen und 

massgeblichen Vorbringen der Parteien beschränken (BGE 141 IV 249; BGE 138 

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IV 81 E. 2.2; BGE 136 I 229 E. 5.2). Die Berufungsinstanz kann sich somit in der 

Begründung auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken.

3.

Die  Verteidigerin  beantragte  anlässlich  der  Berufungsverhandlung  als  Vor-

frage, dass das Verfahren betreffend geringfügigen Betrugs im Sinne von Art. 146 

StGB i.V.m. Art. 172ter StGB (Dossier 5) einzustellen sei. Zur Begründung führte sie 

an, dass es sich dabei um ein Antragsdelikt handle, die Privatklägerin 3 (I._____ 

GmbH)  jedoch  keinen  Strafantrag  gestellt  und  sich  auch  nicht  als  Strafklägerin 

konstituiert  habe,  weshalb  mangels  Prozessvoraussetzung  das  Verfahren  einzu-

stellen sei (Urk. 59 S. 2; Prot. II S. 6 f.). 

Die Privatklägerin 3 (I._____ GmbH) hat am 4. Juli 2023 das Formular "Gel-

tendmachung von Rechten als Privatklägerschaft" unterzeichnet und sich dort ex-

plizit als Zivilklägerin konstituiert sowie Schadenersatz in der Höhe von Fr. 174.– 

gefordert  (Urk. D5/4/2).  Die  adhäsionsweise  Geltendmachung  einer  Schadener-

satzforderung  als  Zivilklägerin  bezüglich  eines  Antragsdelikts  wäre  jedoch  sinn-

widrig, wenn gleichzeitig auf den für ein Strafverfahren erforderlichen Strafantrag 

verzichtet  würde  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  6B_1048/2019  vom  28. Januar 

2020 E. 1.5.). Entsprechend sind mit der Konstituierung als Zivilklägerin und der 

adhäsionsweisen Geltendmachung von Schadenersatz seitens der Privatklägerin 3 

die notwendigen Prozessvoraussetzungen erfüllt und das Verfahren ist nicht ein-

zustellen.

III. Sachverhalt

1.

Der Beschuldigte beantragt auch im Berufungsverfahren einen Freispruch in 

allen Anklagepunkten (Urk. 59 S. 3). 

2.1. Hervorzuheben ist vorab, dass der Beschuldigte in seinen Einvernahmen im 

Vorverfahren die Aussagen verweigerte und nicht zur erstinstanzlichen Hauptver-

handlung erschien (Urk. 5 und Urk. 6; Prot. I S. 7 f.). Der Sachverhalt ist damit auf-

grund der übrigen Beweismittel zu erstellen. Dabei sind die Beweise vom Gericht 

frei  nach  seiner  aus  dem  gesamten  Verfahren  gewonnenen  Überzeugung  zu 

würdigen (Art. 10 Abs. 2 StPO). 

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Die  Vorinstanz  hat  im  Rahmen  ihrer  Ausführungen  zum  Sachverhalt  die 

massgeblichen Beweismittel wie auch deren Inhalt detailliert wiedergegeben. Dar-

auf sowie auf die zutreffend wiedergegebenen Grundsätze der Verwertbarkeit der 

Beweismittel und der Beweiswürdigung ist zur Vermeidung von Wiederholungen zu 

verweisen  (Urk.  43  E. III.1,  E. III.2.6.  f.,  E. III.3.6.  f.,  E. III.4.6.  f.,  E. III.5.5  f., 

E. III.6.5. f.). 

Zu ergänzen ist, dass nicht jede aus der Luft gegriffene Schutzbehauptung 

von  der  Anklagebehörde  durch  hieb-  und  stichfesten  Beweis  widerlegt  werden 

muss. Ein solcher Beweis ist nur dann zu verlangen, wenn gewisse Anhaltspunkte 

wie  konkrete  Indizien  oder  eine  natürliche  Vermutung  für  die  Richtigkeit  der 

Behauptung  sprechen  bzw.  diese  zumindest  als  zweifelhaft  erscheinen  lassen, 

oder  wenn  der  Beschuldigte  sie  sonst  wie  glaubhaft  macht  (vgl. BGer.  Urteil 

6B_678/2013  vom  4.  Februar  2014,  E.  4.4;  BGer.  Urteil  6B_453/2011  vom 

20. Dezember 2011 E. 1.6). Andernfalls könnte jede Anklage mit einer Schutzbe-

hauptung zu Fall gebracht werden. 

2.2. Dem  Beschuldigten  wird  hinsichtlich  Dossier  1  (B._____  AG),  Dossier  3 

(C._____  AG),  Dossier  4  (F._____  AG)  und  Dossier  5  (I._____  GmbH)  das 

identische  Vorgehen  vorgeworfen,  nämlich  über  die  Websiten  der  genannten 

Gesellschaften mit den Kundenangaben J._____ bzw. K._____, L._____ GmbH, 

M._____-strasse …, N._____, die in der Anklageschrift aufgeführten Gegenstände 

bestellt  zu  haben,  die  er  dann  an  dieser  Adresse,  die  sowohl  Sitz  der  L._____ 

GmbH  wie  auch  seine  Wohnadresse  gewesen  sei,  abgefangen  und  für  sich 

verwendet habe. 

Vorab ist mit der Vorinstanz erstellt, dass der Beschuldigte bis zum 1. März 

2023 an der M._____-strasse …, N._____ wohnte und damit an derselben Adresse, 

an der die L._____ GmbH ihren Sitz hat (Urk. 43 E. III.1.3., Urk. 7/2-3). 

Wie bereits die Vorinstanz in ihren detaillierten und zutreffenden Erwägungen, 

auf die zu verweisen ist (Urk. 43 E. III.2.7, Urk 43 E. III.5.6.), festhielt, konnte beim 

Beschuldigten am 12. Dezember 2023 in seinem Zimmer an der O._____-strasse 

in Zürich diverses Velozubehör sichergestellt werden (Urk. 8/7). Es handelt sich bei 

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diesem Velozubehör um acht gleiche Gegenstände, die in der von der B._____ AG 

an die L._____ GmbH, J._____ bzw. K._____ ausgestellten Bestellbestätigungen 

vom  12.  und  30. September  2021  aufgeführt  sind  (Urk. D1/2/1,  Urk. D1/2/2;  dort 

sind  total  10  Gegenstände  aufgeführt).  Zudem  wurde  beim  Beschuldigten 

gleichentags ein Katalog der B._____ AG sichergestellt, der an die L._____ GmbH, 

K._____, M._____-strasse … in N._____ adressiert war (Urk. 8/9 S. 3, Urk. 8/7 S. 

1)  sowie  ein  WLan-Router,  dessen  Typbezeichnung  mit derjenigen  auf  der 

Rechnung  der  F._____  AG  vom  8. November  2022  an  die L._____  GmbH, 

M._____-strasse  …,  N._____  mit  der  Bestellreferenz  "K._____@gmail.com" 

übereinstimmt (Urk. 8/10, Urk. 8/9 S. 2). Es besteht unter diesen Umständen – mit 

der  Vorinstanz  –  kein  Zweifel  daran,  dass  es  der  Beschuldigte  war,  der  diese 

Bestellungen bei der B._____ AG und der F._____ AG tätigte und der Beschuldigte 

die  bei  ihm  sichergestellten  Velobestandteile  sowie  den  WLan-Router  an  sich 

nahm. Damit ist auch erstellt, dass die Bestellungen durch die B._____ AG sowie 

die F._____ AG ausgeführt wurden. Daran ändert entgegen der Argumentation der 

Verteidigung (vgl. Urk. 59 S. 4) weder etwas, dass zwei der total zehn bestellten 

Velobestandteile  nicht  beim  Beschuldigten  sichergestellt  wurden,  noch  dass  die 

Artikel-Nummern  bzw.  die  Seriennummern  auf  den  Velobestandteilen  und  dem 

WLan-Router nicht bekannt sind bzw. fehlen (Urk. 59 S. 5 f.). 

Auch  die  Rechnung  der  Akku-Handkreissäge  Metabo  bei  der  C._____  AG 

vom  25. August  2022  (mit darauf  angegebenen  Bestelldatum  vom  gleichen  Tag) 

wurde auf die L._____ GmbH, M._____-strasse …, N._____, Referenz K._____, 

ausgestellt  (Urk. D3/2).  Im  Zeitpunkt  dieser  Bestellung  wohnte  der  Beschuldigte 

noch  an  dieser  Adresse  in  N._____  und  es  wurde  eine  typgleiche  Maschine  am 

9. November 2023 an der M._____-strasse … in N._____ sichergestellt (Urk. 8/6). 

Es  ist  mit  der  Vorinstanz,  auf  deren  zutreffende  Erwägungen  (Urk. 43  E. III.4.7) 

ergänzend zu verweisen ist, erstellt, dass es sich bei der sichergestellten Maschine 

um die von der C._____ AG gelieferte Maschine handelte. Dafür ist ein Abgleich 

der  genauen  Typennummer  bzw.  Seriennummer  (entgegen  dem  vor  Vorinstanz 

sowie  anlässlich  der  Berufungsverhandlung  von  der  Verteidigung  geltend 

gemachten,  vgl.  Urk. 59  S. 5)  nicht  erforderlich.  Zudem  ist  aus  dem  identischen 

Tatvorgehen  mit  der  Vorinstanz  (Urk. 43  E.  III.4.7)  ohne  weiteres  zu  schliessen, 

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dass es der Beschuldigte war, der diese Maschine bestellte. Im Übrigen hatte er, 

da er im Bestellzeitpunkt noch an der M._____-strasse … in N._____ wohnte, auch 

die  Möglichkeit,  diese  Maschine  in  diesem  Abstellraum  zu  deponieren,  was  die 

gegen  den  Beschuldigten  sprechende  Beweislage  noch  verstärkt.  Dass  die 

Maschine erst acht Monate nach dem Auszug des Beschuldigten gefunden wurde, 

lässt  (entgegen  der  Verteidigung  vor  Vorinstanz)  nicht  den  Schluss  zu,  eine 

Drittperson  habe  die  Maschine  nach  dem  Wegzug  des  Beschuldigten  dort 

deponiert. 

Dass auch bei der Bestellung des Wanderrucksackes bei der I._____ GmbH 

am  20. März  2023  als  Besteller  K._____,  L._____  GmbH,  M._____-strasse  …, 

N._____ angegeben wurde, ergibt sich sodann mit der Vorinstanz zweifelsfrei aus 

den vorgelegten Urkunden (Urk. D5/3/3 f.). Aufgrund des identischen Tatvorgehens 

ist diesbezüglich mit der Vorinstanz (Urk. 43 E. III.6.6.) ohne weiteres erstellt, dass 

es der Beschuldigte war, der diese Bestellung tätigte und es bestehen keine Zweifel 

daran, dass die Bestellung ausgeführt wurde. Dass der Rucksack nicht sicherge-

stellt wurde, ändert daran nichts. 

Dass  es  irgend  ein  Dritter  gewesen  sein  könnte,  der  diese  Bestellungen 

getätigt  hätte  (wie  die  Verteidigung  vor  Vorinstanz  geltend  machte)  hat  die  Vor-

instanz zu Recht verworfen (Urk. 43 E. III.2.7.6., E. III.4.7.3., E. III.5.6.3.). Für diese 

Hypothese bestehen keinerlei Anhaltspunkte.

An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass sich der Beschuldigte zwar auf 

sein Aussageverweigerungsrecht berufen kann, in casu jedoch ein klassischer Fall 

vorliegt, wonach eine Erklärung angesichts der belastenden Beweiselemente ver-

nünftigerweise  erwartet  werden  darf  (vgl.  BGer.  Urteile  6B_1213/2020  vom 

30. September 2021 E. 1.4.3. und 6B_1302/2020 vom 3. Februar 2021 E. 1.4.4.). 

Bei den bestellten bzw. sichergestellten und beschlagnahmten Gegenständen han-

delte es sich nicht um alltägliche Ware und diese wurde teilweise auch im Zimmer 

des Beschuldigten selbst vorgefunden. Der Beschuldigte lieferte hierfür jedoch im 

gesamten Verfahren keine (plausible) Erklärung, weshalb aus den dargelegten Um-

ständen  einzig  die  Täterschaft  des  Beschuldigten  als  vernünftige  Erklärung  in 

Frage kommt. 

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2.3. Hinsichtlich  der  dem  Beschuldigten  vorgeworfenen  Bestellung  bei 

P._____ AG [Mobilfunkanbieter] (Dossier 2) am 10. Juni 2022 ist festzuhalten, dass 

die Telefonnummer 1 seit dem 28. Januar 2022 auf den Beschuldigten registriert 

war (Urk. D2/2/2). Die P._____ AG bestätigte, dass sich jemand am 10. Juni 2022 

um 10.26 Uhr mit der Anrufer-ID 1 gemeldet und "2x Wi-Fi Extender = CHF 159.90 

und 1 x Apple TV = 149.55" bestellt habe (Urk. D2/3/3.). 

Die  von  der  P._____  AG  edierten  Akten  befinden  sich  auf  einer  CD 

(Urk. D2/3/4). Die Vorinstanz hat diese wohl für sich in der gespeicherten Reihen-

folge durchnummeriert und so zitiert, womit hier gleich verfahren wird. Daraus ergibt 

sich folgender weiterer Ablauf:

Für die Bestellung der zwei Wi-Fi Box X6 Extender wurde von der P._____ 

AG das Ticket 2 eröffnet (Urk. D2/3/4/3). Diese Bestellung wurde von der P._____ 

AG um 11.09 Uhr auf Q'._____@gmail bestätigt, worauf Q._____ von dieser Mail-

adresse um 11.12 Uhr meldete, dass er dies nicht bestellt habe (Urk. D2/3/4/4). Um 

11.20 Uhr wurde seitens der P._____ AG zurückgemeldet, dass dies laut den er-

haltenen Angaben telefonisch bestellt worden sei, wie in der Bestellung/dem Ticket 

2 angegeben (Urk. D2/3/4/6). Um 11.28 Uhr antwortete Q._____, er bitte darum, 

die Bestellung zu annullieren, sie stamme nicht von ihnen (Urk. D2/3/4/7). Seitens 

der  P._____  AG  wurde  zwar  am  10. Juni  2022  um  11.44 Uhr  auf 

Q'._____@gmail.com hinsichtlich Detailangaben nachgefragt und mitgeteilt, dass 

insoweit nicht innerhalb der nächsten 7 Tage auf diese E-Mail geantwortet werde, 

die Bestellung storniert werde (Urk. D2/3/4/8).

Für die Bestellung  der Apple-TV-Box wurde  am 10. Juni 2022 das  Ticket 3 

eröffnet  (Urk. D2/3/5/7).  Eine  Bestellbestätigung  erfolgte  per  SMS  um  11.12 Uhr 

auf die Telefonnummer 4 (die auf Q._____ lautet; vgl. Urk. 1) – also im selben Zeit-

punkt, in dem Q._____ per Mail auf die Bestellbestätigung der Wi-Fi Box Extender 

reagierte. 

Der Versand von zwei Paketen erfolgte am 13. Juni 2022 und diese Pakete 

wurden gemäss Sendungsverlauf am 15. Juni 2022 von "L._____ GmbH" entgegen 

genommen (Urk. D2/3/4/1 f.). Am 12. Dezember 2023 wurde beim Beschuldigten 

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ein  Wi-Fi  Box  Extender  in  Originalverpackung  sichergestellt  (Urk. 8/7).  Gestützt 

darauf ist erstellt, dass es der Beschuldigte war, der am 10. Juni 2022 telefonisch 

die Bestellung im Namen der L._____ GmbH vornahm und die Gegenstände am 

15. Juni 2022 an seiner ehemaligen Wohnsitzadresse in N._____ in deren Namen 

entgegennahm.  Dass  die  P._____  AG  bei  ihrer  Bestätigung  der  Sendungen  hin-

sichtlich "Router" (=Wi-Fi Box Extender) eine Sendungsnummer angab, zu der kein 

Sendungsverlauf vorliegt (vgl. Urk. D2/3/4/13) lässt nicht daran zweifeln, dass die 

vom Beschuldigten bestellten Wi-Fi Box Extender ausgeliefert wurden. 

Indes ist nicht erstellt, dass sich die Geschädigte im Zeitpunkt, in dem sie die 

Bestellung ausführte, noch in der falschen Vorstellung hätte befinden können, dass 

jemand von der L._____ GmbH die Gegenstände bestellt haben könnte, wurde sie 

doch von Q._____ vor Ausführung der Bestellung vom Gegenteil in Kenntnis ge-

setzt. Auch erschliesst sich nicht, aufgrund welcher Handlungen des Beschuldigten 

– trotz Nachfrage durch P._____ AG mit Hinweis, wenn die Angaben nicht per Mail 

bestätigt werden die Bestellung nicht ausgeführt werde – die Bestellung dann trotz-

dem ausgeführt wurde. Insofern ist der eingeklagte Sachverhalt nicht erstellt.

2.4. Der Beschuldigte wurde von November 2015 bis Januar 2022 von der Sozial-

hilfe  unterstützt  und  erhielt  dann  eine  50 %  IV-Rente  und  Zusatzleistungen.  Die 

Zusatzleistungen  wurden  im  Sommer  2022  zufolge  fehlender  Mitwirkung  des 

Beschuldigten  wieder  eingestellt.  Ab  dem  10. März  2023  erhielt  er  Sozialhilfe 

(Urk. 22/2). In der Steuererklärung 2023 gab er ein Totaleinkommen von Fr. 5'016.– 

an und ein Vermögen von Fr. 0.– (Urk. 22/3). Der Beschuldigte hätte für seine Be-

stellungen folgendes bezahlen müssen:

-
-
-
-

-
-

12. September 2021  Fr. 514.– 
(B._____ AG, Urk. D1/2/1, Urk. D1/3/3/3)
30. September 2021 Fr. 390.30  (B._____ AG, Urk. D1/2/2; Urk. D1/3/3/4)
25. August 2022
(C._____ AG, Urk. D3/2 und Urk. D3/3/3)
13. Juni 2022

Fr. 615.–
Fr. 309.85  (P._____ AG, Urk. D2/3/4/3 und 

8. November 2022  Fr. 685.– 
Fr. 174.–
20. März 2023

Urk. D2/3/4/5)
(F._____ AG, Urk. D4/2/1)
(I._____ GmbH Urk. D5/3/3)

Es ist mit der Vorinstanz erstellt, dass dem Beschuldigten diese Zahlungen 

nicht möglich gewesen wären und er sich mit den ihm nicht zustehenden Waren 

- 13 -

finanziell  besser  stellen  wollte  (Urk.  43  E.  III.2.7.5.,  E.  III.3.7.4.,  E.  III.4.7.4., 

E. III.5.6.4.,  E.  III.6.6.4.).  Ohnehin  kann  schon  aus  dem  vom  Beschuldigten  ge-

wählten  Vorgehen,  Waren  im  Namen  der  L._____  GmbH  zu  bestellen,  seine 

fehlende  Absicht,  die  bestellte  Ware  jemals  zu  bezahlen  und  sich  dadurch  zu 

bereichern,  begründet  werden.  Eine  andere  plausible  Erklärung  für  dieses  Vor-

gehen hat er denn auch nicht vorgebracht.

2.5. Auch im Übrigen ist unter Verweis auf die ausführlichen und sorgfältigen Er-

wägungen  der  Vorinstanz  (Urk.  43  E. III.2.7.,  E. III.3.7.,  E. III.4.7.,  E. III.5.6., 

E. III.6.6.) festzuhalten, dass der rechtserhebliche Sachverhalt sämtlicher Anklage-

punkte erstellt ist. 

IV. Rechtliche Würdigung

1.

In  rechtlicher  Hinsicht  würdigte  die  Vorinstanz  den  eingeklagten  –  und  wie 

oben ausgeführt erstellten – Sachverhalt zutreffend als mehrfachen Betrug sowie 

geringfügigen Betrug und es ist auf ihre zutreffenden Erwägungen (Urk. 43 E. IV) 

zu verweisen. Die Verteidigung erachtete die rechtliche Qualifikation der Vorinstanz 

als  mehrfachen  Betrug  grundsätzlich  als  zutreffend,  führte  jedoch  an,  dass  ent-

gegen  den  Ausführungen  der  Vorinstanz  kein  Lügengebäude  vorliegen  würde. 

Vielmehr  wäre  bei  erstelltem  Sachverhalt  die  Tatbestandsvariante  der  fehlenden 

Überprüfbarkeit  gegeben,  was  entsprechend  bei  der  Strafzumessung  zu  berück-

sichtigen sei (Urk. 59 S. 6 f.). 

Der Beschuldigte bestellte unter dem Deckmantel einer existierenden Gesell-

schaft (L._____ GmbH) unter Verwendung von teils realen und teils fiktiven Perso-

nenangaben verschiedene Waren. Der Beschuldigte hatte seinen Wohnsitz an der 

Adresse der L._____ GmbH, wo er ein Zimmer mietete und auch die bestellte Ware 

jeweils entgegennahm. Dieses Vorgehen stellt zwar, auch wenn nicht im Sinne der 

Errichtung eines eigentlichen Lügengebäudes, auch nicht nur eine einfache Lüge 

dar. Sodann war die Überprüfbarkeit der Angaben des Beschuldigten nicht möglich 

und wusste der Beschuldigte auch, dass eine solche vernünftigerweise ausbleiben 

würde. 

- 14 -

Zu  ergänzen  ist  bezüglich  der  P._____  AG,  dass  zwischen  arglistiger 

Täuschung  und  Irrtum  sowie  zwischen  Irrtum  und  Vermögensverfügung  ein 

Motivationszusammenhang  bestehen  muss,  zwischen  Vermögensverfügung  und 

Vermögensschaden  "nur"  ein  Kausalzusammenhang.  Zwischen  Schaden  und 

Bereicherung  muss  (weil  es  sich  um  eine  Vermögensverschiebung  handelt) 

ebenfalls ein innerer Zusammenhang bestehen, was als Stoffgleichheit bezeichnet 

wird,  d.  h.  die  Bereicherung  muss  Kehrseite  des  Schadens  sein  (BSK  StGB-

MAEDER/NIGGLI, Art. 146 N 40 m.w.H.). 

2.

Ein  versuchter  Betrug  liegt  vor,  wenn  der  Täter  sämtliche  subjektiven 

Tatbestandsmerkmale erfüllt und seine Tatentschlossenheit manifestiert hat, ohne 

dass  alle  objektiven  Tatbestandsmerkmale  verwirklicht  wären  (TRECHSEL  ET  AL., 

Schweizerisches  Strafgesetzbuch,  Praxiskommentar,  vor  Art.  22  N  1;  BGE 137 

IV 113 E.1.4.2). Mit anderen Worten liegt dann ein vollendet versuchter Betrug vor, 

wenn  der  Täter  die  arglistige  Täuschung  zwar  zu  Ende  führt,  der  Irrtum  und  die 

weiteren Tatbestandselemente aber nicht eintreten.

Hinsichtlich der arglistigen Täuschung kann auf die Erwägungen der Vorin-

stanz  verweisen  werden  (Urk. 43  E. IV.4  f.).  Im  Zeitpunkt  der  Ausführung  der 

Bestellung kann kein Irrtum mehr vorgelegen haben und damit auch keine irrtums-

bedingte Vermögensdisposition seitens der P._____ AG. Entsprechend liegt hier 

ein versuchter Betrug vor. 

3. Mit dieser Einschränkung ist der vorinstanzliche Schuldspruch zu bestätigen.

V. Strafzumessung

1.

Die  Vorinstanz  bestrafte  den  Beschuldigten  mit  einer  bedingten  Geldstrafe 

von 180 Tagessätzen zu Fr. 10.– sowie einer Busse von Fr. 200.–. Der Vollzug der 

Geldstrafe  wurde  aufgeschoben  und  die  Probezeit  auf  zwei  Jahre  festgesetzt 

(Urk. 43  S. 38).  Die  Verteidigung  beantragt  im  Berufungsverfahren  im  Eventual-

standpunkt eine Bestrafung des Beschuldigten mit einer bedingten Geldstrafe von 

90 Tagessätzen zu Fr. 10.– (entsprechend Fr. 900.–), unter Ansetzung einer zwei-

jährigen Probezeit (Urk. 59 S. 3). 

- 15 -

2.

Der  ordentliche  Strafrahmen  von  Art. 146  Abs. 1  StGB  reicht  von  einer 

Geldstrafe von drei Tagessätzen bis zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Auf-

grund des hier geltenden Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) kommt 

eine Freiheitsstrafe jedoch ohnehin nicht in Betracht, weshalb es für die Dossiers 1 

bis  4  bei  einer  Geldstrafe  bleibt.  Sodann  kommt  für  den  geringfügigen  Betrug 

(Dossier 5) nur eine Busse von maximal Fr. 200.– in Frage (Art. 146 Abs. 1 StGB 

i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB; vgl. Urk. 43 S. 38). 

3.

Zunächst  ist  die  Einsatzstrafe  für  das  schwerste  Delikt  festzusetzen.  Ent-

gegen den Ausführungen der Vorinstanz (vgl. Urk. 43 S. 31) stellt das Dossier 1 

(B._____  AG)  nicht  das  schwerste  Delikt  dar.  So  können  für  die  Festlegung  der 

Deliktssumme nicht einfach die beiden Bestellungen vom 12. und 30. September 

2021 von Fr. 514.– und Fr. 390.30 des Dossiers 1 zusammengezählt werden. Viel-

mehr ist jede Bestellung bzw. jede Deliktssumme einzeln zu betrachten. Somit stellt 

das Dossier 4 (F._____ AG) mit einem Deliktsbetrag von Fr. 685.– das schwerste 

Delikt dar, für welches in einem ersten Schritt die Einsatzstrafe festzulegen ist. 

4.1. Hinsichtlich der Tatkomponente in Bezug auf Dossier 4 ist festzuhalten, dass 

es sich in objektiver Hinsicht beim Deliktsbetrag von Fr. 685.– um einen nicht un-

wesentlichen Deliktsbetrag handelt. Der Beschuldigte benutzte einen falschen bzw. 

fiktiven Namen, jedoch bediente er sich der Angaben eines existierenden Unter-

nehmens (L._____ GmbH), an welcher Adresse er auch ein Zimmer mietete. Die 

kriminelle  Energie  des  Beschuldigten  ist  aufgrund  seines  Tatvorgehens  nicht  zu 

vernachlässigen, auch wenn mit der Verteidigung (Urk. 59 S. 8) im Bereich des Tat-

bestands des Betrugs noch schwerwiegendere Tatvarianten vorstellbar sind. Ins-

gesamt ist die objektive Tatschwere mit der Vorinstanz im untersten Bereich anzu-

siedeln. In subjektiver Hinsicht ist von direktem Vorsatz auszugehen. Schliesslich 

befand sich der Beschuldigte nicht in einer existenziellen Not, sondern es ging ihm 

lediglich darum, seinen Lebensstandard zu verbessern. 

4.2. Nach Bewertung der objektiven und subjektiven Tatkomponente bleibt es bei 

einem Tatverschulden, welches im untersten Bereich anzusiedeln ist. Eine Einsatz-

strafe von 60 Tagessätzen erscheint angemessen. 

- 16 -

5.

Hinsichtlich der Täterkomponente kann auf die Ausführungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 43 E. V.2.4.). Anlässlich der Berufungsverhandlung ergab 

sich nichts Neues, zumal der Beschuldigte dieser fernblieb (Prot. II S. 5 f.). Mit der 

Vorinstanz und der Verteidigung (Urk. 59 S. 9) ist die Täterkomponente neutral zu 

bewerten. 

6.

Zusammenfassend  bleibt  es  für  das  Dossier  4  (F._____  AG)  bei  einer  Ein-

satzstrafe von 60 Tagessätzen. 

7.

Die Nebendelikte Dossier 1/B._____ AG (Bestellungen vom 12.  und 30. Sep-

tember 2021) und Dossier 3/C._____ AG weichen leidglich mit Bezug auf die De-

liktsbeträge (Fr. 514.– und Fr. 390.30 [Dossier 1]; Fr. 615.– [Dossier 3]) vom Dos-

sier 4 ab. Hinsichtlich der Vorgehensweise des Beschuldigten und seiner kriminel-

len Energie kann hingegen auf die obigen Ausführungen zu Dossier 4 verwiesen 

werden (Erw. V. 4.1. ff.). Es rechtfertigt sich nach dem Gesagten, auch für diese 

drei Nebendelikte je eine Einzelstrafe von 60 Tagessätzen festzusetzen.

8.

Hinsichtlich Dossier 2/P._____ AG ist zu ergänzen, dass im Hinblick auf die 

objektive Tatschwere für die Bestimmung der Einsatzstrafe zunächst das objektive 

Verschulden  für  den  vollendeten  Tatbestand  des  Betrugs  zu  bestimmen  ist.  Die 

Einsatzstrafe ist dann unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die Tat nicht 

über das Versuchsstadium hinausging, zu reduzieren (MATHYS, Strafzumessung, 

3. A., N 119 ff. m.w.H.). Die Einsatzstrafe für das vollendete Delikt ist auch hier – in 

Übereinstimmung mit den soeben gemachten Ausführungen zu den anderen Dos-

siers  –  auf  60  Tagessätze  festzusetzen,  jedoch  aufgrund  des  (vollendeten)  Ver-

suchs auf 45 Tagessätze zu reduzieren. 

Im Ergebnis resultieren in Anwendung des Asperationsprinzips als angemessene 

Strafe für den Beschuldigten trotzdem 180 Tagessätze. 

Dabei handelt es sich nicht um eine unzulässige reformatio in peius. Massge-

blich hierfür ist das Dispositiv (BGE 144 IV 35 E. 3.1.1 S. 44; 142 IV 129 E. 4.5 

S. 136; 139 IV 282 E. 2.6 S. 289). Das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 

Abs. 2 Satz 1 StPO ist etwa bei einer Verschärfung der Sanktion verletzt. Die Recht-

- 17 -

sprechung  betonte  indes  wiederholt,  dass  bei  einem  teilweisen  Freispruch  im 

Rechtsmittelverfahren gestützt auf das Verbot der reformatio in peius nicht auto-

matisch  eine  mildere  Bestrafung  als  vor  erster  Instanz  erfolgen  muss  (Urteile 

6B_461/2018  vom  24. Januar  2019  E.  11.2;  6B_335/2016  vom  24.  Januar  2017 

E. 3.3.1; 6B_433/2013 vom 23. September 2013 E. 5.2 mit Hinweisen zum Ganzen: 

Urteil (Bundesgericht) 6B_572/2019 vom 08.04.2020 E. 2.4.1).

9.

Hinsichtlich  der  Höhe  des  Tagessatzes  von  Fr. 10.–  und  des  Vollzugs  der 

Geldstrafe kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen wer-

den (Urk. 43 E. V.8 und 9.). Ohnehin stünde das Verschlechterungsverbot einem 

unbedingten Vollzug bzw. einer längeren Probezeit entgegen. 

10. Schliesslich erweist sich eine Busse in der Höhe von Fr. 200.– für die Abgel-

tung des geringfügigen Betrugs (Dossier 5/I._____ GmbH) mit der Vorinstanz als 

angemessen (Urk. 43 E. V.10). 

VI. Zivilforderungen/Asservate

Die  Vorinstanz  verpflichtete  den  Beschuldigten  zur  Bezahlung  von  total 

Fr. 229.90  für  die  nicht  sichergestellte  Wifi-Box  (Fr. 79.95)  und  Apple-TV  Box 

(Fr. 149.95) an die P._____ AG sowie von Fr. 174.– an die I._____ GmbH. 

Auf  die  zutreffenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  kann  auch  hier  weitest-

gehend  verwiesen  werden  (Urk. 43  Ziff. VI.)  –  ebenso  hinsichtlich  der  Asservate 

(Urk. 43 Ziff. VII.). So ist der Vorinstanz insbesondere zu folgen, wenn sie erwägt, 

dass der P._____ AG im Umfang von Fr. 229.90 (Wert der Wifi-Box von Fr. 79.95 

und der Apple-TV Box von Fr. 149.95) ein Schaden entstanden ist, welcher ihr zu 

ersetzen ist. Der Anspruch lässt sich jedoch nicht aus Art. 41 Abs. 1 OR ableiten, 

sondern  ergibt  sich  subsidiär  aus  ungerechtfertigter  Bereicherung  im  Sinne  von 

Art. 62 ff. OR. 

VII. Kostenfolgen

1.

Da das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen ist, ist auch das erstinstanzliche 

Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv Ziffern 12-16) zu bestätigen. 

- 18 -

2. Gemäss  Art. 428  Abs. 1  StPO  tragen  die  Parteien  die  Kosten  des  Rechts-

mittelverfahrens  nach  Massgabe  ihres  Obsiegens  und  Unterliegens.  Da  der 

Beschuldigte mit seinen Berufungsanträgen weitestgehend unterliegt, sind ihm die 

gesamten  Kosten  des  Berufungsverfahrens  aufzuerlegen.  Die  Kosten  der  amt-

lichen  Verteidigung  des  Beschuldigten  sind  einstweilen  und  unter  Vorbehalt  der 

Nachzahlungspflicht  gemäss  Art. 135  Abs. 4  StPO  auf  die  Gerichtskasse  zu 

nehmen.

3.

Die amtliche Verteidigerin Rechtsanwältin MLaw X1._____ macht für ihre Auf-

wendungen  im  Berufungsverfahren  eine  Entschädigung  in  der  Höhe  von 

Fr. 5'018.20 (inkl. MwSt., Auslagen und Berufungsverhandlung) geltend (Urk. 58). 

Sie rechnete hierbei vier Stunden für die Dauer der Berufungsverhandlung ein. Da 

diese effektiv nur etwas mehr als zwei Stunden dauerte, ist dies entsprechend zu 

korrigieren. Vom Aufwand abzuziehen ist sodann der Betrag von knapp Fr. 350.– 

für Fotokopien von Akten an den Klienten, da nur die einmalige Reproduktion des 

Aktenstücks durch Fotokopie zu entschädigen ist, dies jedoch bereits als Position 

aufgeführt wurde ("Akten OGZ (685)", vgl. Urk. 58 S. 3). Nach dem Gesagten ist 

Rechtsanwältin  MLaw  X1._____  mit  pauschal  Fr. 4'300.–  (inkl.  8,1 %  MwSt.  und 

Auslagen)  zu  entschädigen  ist.  Der  vormalige  amtliche  Verteidiger  Rechtsanwalt 

Dr. iur. X2._____ wurde bereits mit Fr. 1'196.20 (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse 

entschädigt (Urk. 45/3 und Urk. 45A). 

Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig







des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB

des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbin-
dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB

des geringfügigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Ver-
bindung mit Art. 172ter StGB

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 

Fr. 10.– sowie mit einer Busse von Fr. 200.–. 

- 19 -

3.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4.

Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.

5.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 2 (P._____ SA) Scha-

denersatz in der Höhe von CHF 229.90 zuzüglich Zins zu 5 % seit 13. Juni 

2022 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Begehren abgewiesen.

6.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 3 (I._____ GmbH) 

Schadenersatz in der Höhe von Fr. 174.– zu bezahlen. 

7.

Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

5. April 2024 beschlagnahmten Gegenstände werden dem Beschuldigten 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids herausgegeben 

oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist von der Lagerbe-

hörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung 

überlassen:





Rucksack Marke Deuter (Asservat-Nr. A018'189'521)

Katalog B._____ AG 2023/2024 (Asservat-Nr. A018'102'228)

8.

Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

5. April 2024 beschlagnahmten Gegenstände werden der Privatklägerin 1 

(B._____ AG) nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids her-

ausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist von 

der Lagerbehörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur gutscheinenden 

Verwendung überlassen:







Kolben Scheibenbremsen-Set Marke Shimano 

(Asservat-Nr. A018'102'426)

Bremsscheibe Marke Shimano (lce-Tec) (Asservat-Nr. A018'102'391)

Mismatch 1.2 Adapter links / rechts (Asservat-Nr. A018'220'490)

- 20 -









Disc-Adapter (Asservat-Nr. A018'220'503)

Bremsscheibe Marke Shimano (lce-Tec) (Asservat-Nr. A018'102'335)

Fahrradlampe Marke Lezyne (Asservat-Nr. A018'102'313)

Fahrrad-Kleinteile; Befestigungen für Lampen / Schutzbleche 

(A018'102'437)

9.

Der folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

5. April 2024 beschlagnahmte Gegenstand wird der C._____ AG, D._____ 

…, E._____, nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids her-

ausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist von 

der Lagerbehörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur gutscheinenden 

Verwendung überlassen:



Metabo Akku-Handkreissäge (Asservat-Nr. A018'074'878)

10. Der folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

5. April 2024 beschlagnahmte Gegenstand wird der Privatklägerin 2 

(P._____ SA) nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids her-

ausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist von 

der Lagerbehörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur gutscheinenden 

Verwendung überlassen:



WiFi-Box Range Extender (Asservat-Nr. A018'102'448)

11. Der folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

5. April 2024 beschlagnahmte Gegenstand wird der F._____ AG, G._____-

strasse …, H._____, nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ent-

scheids herausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen 

Frist von der Lagerbehörde vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur gutschei-

nenden Verwendung überlassen:



WLAN-Router Marke TP-Link Deco (Asservat-Nr. A018'102'227)

- 21 -

12. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-

Ziffern 12-16) wird bestätigt. 

13. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

3'600.–

; die weiteren Kosten betragen:

Fr.

1'196.20

  vormalige amtliche Verteidigung durch RA X2._____ 

(inkl. 8,1 % MwSt., bereits ausbezahlt)

Fr.

4'300.–

  amtliche Verteidigung durch RAin X1._____ 

(inkl. 8,1 % MwSt.)

14. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

15. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an







die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten (übergeben)

die Staatsanwaltschaft See/Oberland (versandt)

die Privatklägerin 1 (B._____ AG), die Privatklägerin 2 (P._____ SA) 
und die Privatklägerin 3 (I._____ GmbH) (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an







die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten

die Staatsanwaltschaft See/Oberland 

die Privatklägerin 1 (B._____ AG), die Privatklägerin 2 (P._____ SA) 
und die Privatklägerin 3 (I._____ GmbH) 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an





die Vorinstanz

das Migrationsamt des Kantons Zürich 

- 22 -















die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 

die Privatklägerin 1 (B._____ AG) gemäss Dispositiv-Ziffer 8 

die Privatklägerin 2 (P._____ SA) gemäss Dispositiv-Ziffer 10 

die amtliche Verteidigung gemäss Dispositiv-Ziffer 7 

die C._____ AG, D._____ …, E._____ (im Dispositiv-Auszug Ziffer 9)

die F._____ AG, G._____-strasse …, H._____ (im Dispositiv-Auszug 
Ziffer 11)

die Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage, … [Adresse] (gemäss Dis-
positiv-Ziffern 7–11).

16. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Zürich, 7. Juli 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. B. Gut

MLaw A. Jacomet

- 23 -

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB),

-

-

wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.