# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96a7db5d-ad28-5a18-b008-8d766efcd14d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-01
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 01.02.2024 UH230408
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UH230408_2024-02-01.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UH230408-O/U/SBA

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, die Oberrichterinnen lic. 

iur. A. Meier und lic. iur. K. Eichenberger sowie Gerichtsschreiberin 

Dr. iur. E. Welte

Beschluss vom 1. Februar 2024

in Sachen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 
Beschwerdeführerin

gegen

A._____, 
Beschwerdegegnerin

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. X._____

betreffend Zuständigkeit 

Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, 
vom 6. Dezember 2023, DG230176-L

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Erwägungen:

I.

1. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (nachfolgend Beschwerdeführerin) er-

hob am 26. Oktober 2023 gegen A._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

beim Bezirksgericht Zürich Anklage wegen gewerbsmässigen Betruges etc. 

(Urk. 3/3). Das Bezirksgericht Zürich legte das Verfahren DG230176-L in der Zu-

ständigkeit der 7. Abteilung, Kollegialgericht, an und beschloss am 6. Dezember 

2023, wegen fehlender örtlicher Zuständigkeit nicht auf die Anklage einzutreten 

(Urk. 3/1).

2. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 13. Dezember 2023 

Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und das 

Bezirksgericht Zürich sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, das Hauptver-

fahren gestützt auf ihre Anklage vom 26. Oktober 2023 durchzuführen (Urk. 2).

3. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2023 wurde der Beschwerde die aufschie-

bende Wirkung erteilt, um Unsicherheiten hinsichtlich der gegen die Beschwerde-

gegnerin angeordneten Sicherheitshaft zu vermeiden (Urk. 7). Das Bezirksgericht 

Zürich, 7. Abteilung (nachfolgend: Vorinstanz), nahm mit Schreiben vom 26. De-

zember 2023 Stellung zur Beschwerde (Urk. 14). Die Beschwerdegegnerin liess 

sich nicht vernehmen. In der Folge verzichtete die Beschwerdeführerin auf die Er-

stattung einer Replik (Urk. 18). Damit erweist sich das Verfahren als spruchreif. 

4. Infolge Neukonstituierung der Kammer per 1. Januar 2024 wird vorliegender 

Entscheid teilweise nicht durch die ursprünglich angekündigte Gerichtsbesetzung 

gefällt.

II.

1. Die Vorinstanz begründete ihre örtliche Unzuständigkeit im Wesentlichen da-

mit, dass sich der Gerichtsstand vorliegend nach Art. 34 Abs. 1 StPO bestimme 

und es an einem Anknüpfungspunkt bzw. einem Tatort im Bezirk Zürich fehle. So 

seien die der Beschwerdegegnerin gemäss Anklageschrift in Mittäterschaft anzu-

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rechnenden Täuschungshandlungen mutmasslich im Ausland vorgenommen wor-

den und im Bezirk Zürich seien die Betrüge selbst gemäss Anklage nicht ausgeführt 

worden, auch nicht teilweise. Ein tatbeständliches Handeln der Beschwerdegegne-

rin in der Stadt Zürich sei nicht zu erkennen. Mithin bestehe kein Tatort im Bezirk 

Zürich. Weiter lägen auch die jeweiligen Erfolgsorte nicht im Bezirk Zürich, hätten 

sich die beiden Geschädigten im Zeitpunkt der Täuschung doch an ihren Wohnsit-

zen in den Bezirken B._____ und in C._____ (AG) befunden und hätten die Ver-

mögensdispositionen gemäss Anklage in D._____ vorgenommen bzw. in B._____ 

vorzunehmen beabsichtigt, sodass auch die Entreicherung an ihren Wohnorten 

stattgefunden habe bzw. hätte. Nicht entscheidend sei sodann, ob im Bezirk Zürich 

erste "Verfolgungshandlungen" durch die Staatsanwaltschaft und Ermittlungshand-

lungen, u.a. auch von der Stadtpolizei Zürich, vorgenommen worden seien, liege 

doch im Bezirk Zürich weder ein Ausführungs- noch ein Erfolgsort. Auch bestehe 

keine Vereinbarung eines abweichenden Gerichtsstandes i.S.v. Art. 38 StPO, an 

den das Gericht gebunden wäre (Urk. 3/1). 

2. Die Beschwerdeführerin wendet im Wesentlichen ein, die inkriminierten Hand-

lungen hätten einen klaren örtlichen Bezugspunkt zur Stadt Zürich gehabt, indem 

sich die Beschwerdegegnerin bei den inkriminierten Handlungen jeweils hier auf-

gehalten habe, um deliktisch tätig zu werden (sog. Ausschwärmen). Zwar stellten 

diese Handlungen in objektiver Hinsicht noch keine Tatbestandselemente dar, was 

jedoch nicht von Belang sei. Die Zuständigkeit der Vorinstanz lasse sich vorliegend 

auf den Beschluss der hiesigen Kammer im Verfahren UH230191-O stützen. Darin 

werde festgehalten, dass innerkantonal zwischen den Staatsanwaltschaften ein ab-

weichender Gerichtsstand vereinbart werden könne, welche Festlegung zur Folge 

habe, dass die so zuständige Staatsanwaltschaft auch am sich in ihrem Bezirk be-

findlichen Gericht (und eben nicht an jenem Gericht, in dessen Zuständigkeit sich 

die erste beanzeigte Tat ereignet habe) anzuklagen habe, sofern im Einzugsgebiet 

effektiv ein Anknüpfungspunkt vorhanden sei. Vorliegend liege zwar keine Festle-

gung des innerkantonalen Gerichtsstandes durch die Oberstaatsanwaltschaft vor, 

der zuständige Staatsanwalt habe sich aber auf die Zuständigkeit der Beschwerde-

führerin eingelassen, womit diese zumindest konkludent anerkannt worden sei. Der 

Begriff des örtlichen Anknüpfungspunktes sei nicht eng auszulegen und ergebe 

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sich vorliegend zweifelsfrei aus dem Umstand, dass die Beschwerdegegnerin in 

der Stadt Zürich logiert habe, um sich für die zur Anklage gebrachten Taten bereit-

zuhalten. Dort seien denn auch Funktionäre der Stadtpolizei Zürich auf die Be-

schwerdegegnerin aufmerksam geworden und hätten diese jeweils von ihrem Lo-

gisort in der Stadt Zürich aus observiert. Mithin hätten die polizeilichen Massnah-

men in der Stadt Zürich ihren Anfang genommen, womit keine Gründe bestünden, 

die bei bzw. nach Anklageerhebung eine erneute Änderung des Gerichtsstandes 

aufgedrängt hätten. Im Ergebnis sei sie (die Beschwerdeführerin) zur Führung des 

Vorverfahrens berechtigt und schliesslich aufgrund der konkludenten Anerkennung 

verpflichtet gewesen, woran auch die Vorinstanz gebunden sei (Urk. 2). 

3. Die Vorinstanz ergänzt in ihrer Stellungnahme, bei einem klaren Tatort wie 

vorliegend sei weder Raum noch Notwendigkeit für Überlegungen, wo erste Verfol-

gungshandlungen vorgenommen worden seien oder welche weiteren Anknüp-

fungspunkte gegeben sein könnten, geschweige denn dürften Praktikabilitätsüber-

legungen eine Rolle spielen. Der von der Beschwerdeführerin angeführte Be-

schluss der hiesigen Kammer sei nicht einschlägig, insoweit es um mehrere Mittäter 

und interkantonale Vereinbarungen zwischen den Untersuchungsbehörden mehre-

rer Kantone gehe. Zudem habe sich dort gar nicht die Frage des Tatortes gemäss 

Art. 31 StPO gestellt, sondern es seien in verschiedenen Bezirken des Kantons 

Zürich begangene Taten zu beurteilen gewesen, wobei nur zwei von drei Mittätern 

auch im Bezirk Zürich deliktisch in Erscheinung getreten seien. Die zu klärenden 

Fragen hätten sich damit auf die komplexeren Abgrenzungen der Anwendung der 

Art. 33 und 34 StPO bezogen. Den Ausgangspunkt für die örtliche Zuständigkeit 

bei Anklageerhebung bilde allein die Anklageschrift. Es sei schwer nachvollziehbar, 

weshalb die Beschwerdeführerin die Anklage nicht am offensichtlich zuständigen 

Bezirksgericht B._____ einreiche, zumal ihr die örtliche Problematik bewusst ge-

wesen sein müsse, habe der Staatsanwalt doch "Stadt Zürich" zweimal in der An-

klage unterstrichen. Der Bezirk B._____ erscheine für die Durchführung des Straf-

verfahrens nicht unzweckmässiger als der Bezirk Zürich, zumal auch die Rechte 

der Geschädigten zu berücksichtigen seien, von welchen die eine im Bezirk 

B._____ wohnhaft sei. Dass die Stadtpolizei Zürich (mit-)ermittelt habe, ändere 

nichts daran, dass kein Tatort im Bezirk Zürich vorliege. Auch die Beschwerdefüh-

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rerin spreche insoweit nur von "straflosem Bereithalten" der Beschwerdegegnerin. 

Ein solches begründe keinen Tatort i.S.v. Art. 31 StPO und eine Abweichung vom 

gesetzlichen Gerichtsstand müsse eine Ausnahme bleiben (Urk. 14).

III.

1.

1.1. Die örtliche Zuständigkeit der Strafbehörden wird durch die Gerichtsstandsre-

geln nach Art. 31 ff. StPO bestimmt. Diese Bestimmungen gelten sowohl im inter-

kantonalen als auch im innerkantonalen Verhältnis (SCHLEGEL, in: Donatsch/Lieber/

Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 

3. Aufl. 2020 [=Kommentar StPO], Art. 31 StPO N 1; vgl. sodann BGE 127 IV 135 

E. 2 f. und 113 Ia 165 E. 3, mit Bezug auf die früheren strafrechtlichen Bestim-

mungen). 

1.2. Primärer Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Gerichtsstandes ist der 

Tatort (Art. 31 Abs. 1 StPO). Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an 

verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher 

Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe 

bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden 

des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden 

sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). 

1.3. Die Strafbehörden prüfen ihre Zuständigkeit von Amtes wegen und leiten ei-

nen Fall wenn nötig der zuständigen Stelle weiter (Art. 39 Abs. 1 StPO). Erscheinen 

mehrere Strafbehörden als örtlich zuständig, so informieren sich die beteiligten 

Staatsanwaltschaften unverzüglich über die wesentlichen Elemente des Falles und 

bemühen sich um eine möglichst rasche Einigung (Abs. 2). Nach Art. 38 Abs. 1 

StPO können die Staatsanwaltschaften untereinander einen anderen als den in den 

Artikeln 31–37 StPO vorgesehenen Gerichtsstand vereinbaren, wenn der Schwer-

punkt der deliktischen Tätigkeit oder die persönlichen Verhältnisse der beschuldig-

ten Person es erfordern oder andere triftige Gründe vorliegen. Ist der Gerichtsstand 

unter Strafbehörden des gleichen Kantons streitig, so entscheidet im Kanton Zürich 

die Oberstaatsanwaltschaft endgültig (Art. 40 Abs. 1 StPO i.V.m. § 86 Abs. 1 lit. b 

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Ziff. 3 und § 106 f. GOG sowie § 4 Verordnung über die Organisation der Ober-

staatsanwaltschaften und der Staatsanwaltschaften vom 27. Oktober 2004 

[VOSTA], LS 213.21). Auch die Oberstaatsanwaltschaft kann einen andern als den 

in den Art. 31–37 StPO vorgesehenen Gerichtsstand festlegen, wenn der Schwer-

punkt der deliktischen Tätigkeit oder die persönlichen Verhältnisse der beschuldig-

ten Person es erfordern oder andere triftige Gründe vorliegen (Art. 40 Abs. 3 StPO). 

Ein Abweichen vom gesetzlich vorgesehenen Gerichtsstand durch Vereinbarung, 

implizite Anerkennung oder Entscheid setzt neben diesen Gründen zwingend vor-

aus, dass am abweichenden Ort ein entsprechender Anknüpfungspunkt besteht 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_1208/2015 vom 14. März 2016 E. 3.2 m.H. unter 

anderem auf BGE 120 IV 280 E. 2; Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2023.6 

vom 11. Mai 2023 E. 5.2; TPF 2018 38 E. 3.1 m.H.; MOSER/SCHLAP-BACH, BSK 

StPO, Art. 38 StPO N 2; SCHLEGEL, Kommentar StPO, Art. 38 StPO N 1). Ein sol-

ches Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand soll indes die Ausnahme bleiben. 

1.4. Die Frage des Gerichtsstands soll möglichst früh im Verfahren geklärt werden 

(Urteil des Bundesgerichts 1B_457/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1; BGE 133 

IV 225 E. 7.1; 119 IV 102 E. 4c). Ein nach den Art. 38–41 StPO festgelegter Ge-

richtsstand kann deshalb laut Art. 42 Abs. 3 StPO nur aus neuen wichtigen Grün-

den und nur vor der Anklageerhebung geändert werden. Letzteres ergibt sich auch 

aus den Bestimmungen in Art. 34 Abs. 2 und Art. 40 Abs. 2 StPO. Innerkantonal 

kann die Beschwerdeinstanz des Kantons noch nach Erhebung der Anklage zur 

Wahrung der Verfahrensrechte einer Partei auf Antrag dieser Partei oder von Am-

tes wegen die Beurteilung in Abweichung der Gerichtsstandsvorschriften einem an-

dern sachlich zuständigen erstinstanzlichen Gericht des Kantons zur Beurteilung 

überweisen (Art. 38 Abs. 2 StPO). 

1.5. Vorbehalten bleibt der Fall, dass ein erstinstanzliches Gericht sich als örtlich 

nicht zuständig erachtet. Dessen Verfahrensleitung prüft nach Eingang der Ankla-

geschrift, ob die Anklageschrift und die Akten ordnungsgemäss erstellt sind, ob die 

Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob Verfahrenshindernisse bestehen 

(Art. 329 Abs. 1 StPO). Zu den Prozessvoraussetzungen gehört auch die örtliche 

Zuständigkeit des angerufenen Gerichts (vgl. Art. 39 Abs. 1 StPO; Urteil des Bun-

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desgerichts 1B_457/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 und E. 3.4 m.H.; GRIES-

SER, Kommentar StPO, Art. 329 StPO N 10). Stellt das erstinstanzliche Gericht in 

der Folge seine örtliche Unzuständigkeit fest, tritt es in analoger Anwendung von 

Art. 329 Abs. 4 StPO auf die Anklage nicht ein (Beschluss der Kammer UH210368-

O vom 23. Februar 2022 E. II.1; JOSITSCH/SCHMID, Schweizerische Strafprozess-

ordnung, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023 [Praxiskommentar StPO], Art. 39 StPO 

N 3; SCHLEGEL, Kommentar StPO, Art. 39 StPO N 4). In diesem Zusammenhang 

wird – neben dem Abweichungsgrund nach Art. 38 Abs. 2 StPO – in der Lehre der 

Fall angeführt, dass der Gerichtsstand im bisherigen Verfahren nie Thema war und 

kein örtlicher Anknüpfungspunkt im Zuständigkeitsbereich dieses Gerichts gege-

ben ist (ECHLE/KUHN, BSK StPO, Art. 42 StPO N 7; MOSER/SCHLAPBACH, BSK 

StPO, Art. 38 StPO N 15; SCHLEGEL, Kommentar StPO, Art. 42 StPO N 7 und 

Art. 39 StPO N 4; JOSITSCH/SCHMID, Praxiskommentar StPO, Art. 42 StPO N 5; vgl. 

auch BAUMGARTNER, Die Zuständigkeit im Strafverfahren, Die Bestimmung des Ge-

richtsstands und das Gerichtsstandsverfahren, Basel/Zürich/Genf, Diss. 2014, 

S. 451). Abgesehen von diesen Fällen aber ist das erstinstanzliche Gericht im ört-

lichen Zuständigkeitsbereich eines im Vorverfahren festgelegten Gerichtsstands an 

diesen Gerichtsstand gebunden (vgl. Beschluss der Kammer UH220083-O vom 

22. Juli 2022 E. II.5.4; BAUMGARTNER, S. 451; SCHWERI/BÄNZIGER, N 457; Be-

schluss des Bundesstrafgerichts BG.2013.25 vom 25. Februar 2014 E. 1.5).

2. Vorliegend ist unbestritten, dass mit Bezug auf die in der Anklageschrift vom 

26. Oktober 2023 (Urk. 3/3) aufgeführten Betrugshandlungen als schwerste Delikte 

weder ein Begehungs- noch ein Erfolgsort im Bezirk Zürich besteht. Uneinigkeit 

besteht hingegen darüber, ob die Staatsanwaltschaft durch implizite Anerkennung 

ihrer Zuständigkeit einen Gerichtsstand begründet hat, an welchen die Vorinstanz 

gebunden ist. 

2.1. Zwar weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die Ausgangslage im von 

der Staatsanwaltschaft zitierten Beschluss der hiesigen Kammer vom 27. Juli 2023 

im Verfahren UH230191-O in verschiedener Hinsicht von der vorliegenden Kon-

stellation abweicht. So steht vorliegend – im Gegensatz zum zitierten Beschluss – 

unstreitig keine im Bezirk Zürich ausgeführte Tat im Raum. Zudem war in jenem 

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Fall die Zuständigkeit durch die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich explizit 

festgelegt worden, wohingegen es vorliegend nie zu Abklärungen mit Bezug auf 

den Gerichtsstand kam. Nichtsdestotrotz beanspruchen die in jenem Beschluss ge-

troffenen grundsätzlichen Überlegungen auch im vorliegenden Fall Geltung. 

2.2. Wie erwähnt gilt die Durchführung der Untersuchung durch eine Staatsanwalt-

schaft und die anschliessende Anklageerhebung beim Gericht als konkludente An-

erkennung des Gerichtsstands, sofern ein örtlicher Anhaltspunkt besteht und die 

eigene örtliche Zuständigkeit nie in Frage gestellt worden ist. Vorliegend hat die 

Beschwerdeführerin die Strafuntersuchung von allem Anfang an und bis zur Ankla-

geerhebung geführt, ohne dass ihre Zuständigkeit jemals in Frage gestellt worden 

wäre, sei es von ihr selber oder von der Beschwerdegegnerin bzw. deren Verteidi-

gung. Entsprechend kam es auch zu keinerlei Abklärungen mit Bezug auf den Ge-

richtsstand (vgl. Urk. 6). Mithin gingen sämtliche Beteiligten von Beginn weg (impli-

zit) von der Zuständigkeit der Beschwerdeführerin zur Durchführung der vorliegen-

den Strafuntersuchung aus. 

2.3. Zu beantworten bleibt somit die Frage, ob ein örtlicher Anknüpfungspunkt be-

steht, welcher die Annahme einer impliziten Anerkennung ihrer Zuständigkeit durch 

die Beschwerdeführerin rechtfertigt. Diesbezüglich weist die Beschwerdeführerin 

zu Recht darauf hin, dass die vorliegende Strafuntersuchung ihren Anfang unstrei-

tig in der Stadt Zürich nahm, indem die Stadtpolizei Zürich auf die dort in einem 

Hotel logierende (und wegen einschlägiger Delikte im Ausland bereits polizeilich 

bekannte, vgl. Urk. 6/1.3.3 S. 2; Urk. 6/1.1.8.1 S. 3) Beschwerdegegnerin aufmerk-

sam wurde. Die Beschwerdegegnerin wurde in der Folge polizeilich observiert, um 

allfällige deliktische Aktivitäten derselben aufzudecken und Näheres über ihre Be-

weggründe für ihre Reise in die Schweiz in Erfahrung zu bringen (vgl. Urk. 6/1.1.3 

und Urk. 6/1.1.4). Zu diesem Zeitpunkt wurde die Beschwerdegegnerin mithin sei-

tens der Stadtpolizei Zürich einer strafbaren Handlung verdächtigt, wobei naturge-

mäss noch unklar war, wo der Begehungs- und Erfolgsort eines allfälligen straf-

rechtlich relevanten Handelns liegen würde. Es war unter den gegebenen Umstän-

den auch nicht ausgeschlossen, dass es zu einem entsprechenden Betrug bzw. 

Betrugsversuch mit Begehungs- oder Erfolgsort im Bezirk Zürich hätte kommen 

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können. Nachdem die Beschwerdegegnerin in der Stadt Zürich logierte, von dort 

aus nach potenziellen Opfern für die hernach begangenen Betrugshandlungen 

Ausschau gehalten haben dürfte und zudem die ersten Verfolgungshandlungen ge-

stützt auf einen entsprechenden Tatverdacht durch die Polizei im Bezirk Zürich vor-

genommen wurden, ist der erforderliche örtliche Anknüpfungspunkt entgegen dem 

Dafürhalten der Vorinstanz zu bejahen. Dass die in Frage stehenden, vorbereiten-

den Handlungen der Beschwerdegegnerin auf dem Gebiet der Stadt Zürich nicht 

als strafbare Vorbereitungshandlungen zu den in der Folge begangenen Betrugs-

delikten betrachtet werden können, ändert daran nichts. 

2.4. Nach dem Gesagten ist eine implizite Anerkennung ihrer Zuständigkeit durch 

die Beschwerdeführerin zu bejahen, an welche das erstinstanzliche Gericht gebun-

den ist.

2.5. Die Vorinstanz ist nach dem Gesagten an die durch implizite Anerkennung 

begründete Zuständigkeit der Beschwerdeführerin gebunden und beschloss somit 

zu Unrecht das Nichteintreten auf die Anklage. Der angefochtene Beschluss ist 

folglich aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen 

an die Vorinstanz zurückzuweisen. Soweit die Staatsanwaltschaft darüber hinaus 

beantragt, die Vorinstanz sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, das Haupt-

verfahren durchzuführen, ist die Beschwerde abzuweisen. Die Beschwerdeinstanz 

kann die Vorinstanz hierzu nicht verpflichten. Nebst der örtlichen Zuständigkeit 

müssen auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sein. Deren Prüfung ist 

der Vorinstanz vorbehalten (vgl. Art. 329 Abs. 1 StPO).

IV.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens (inklusive der Kosten für die amtliche Ver-

teidigung) sind auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Eine all-

fällige Entschädigung der amtlichen Verteidigung der Beschwerdegegnerin wird 

durch die das Strafverfahren abschliessende Behörde festzusetzen sein (Art. 135 

Abs. 2 StPO).

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Es wird beschlossen:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss des Bezirks-

gerichts Zürich vom 6. Dezember 2023 (Geschäfts-Nr. DG230176-U) aufge-

hoben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die 

Vorinstanz zurückgewiesen.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens (inklusive der Kosten der amtlichen 

Verteidigung für diesen Verfahrensabschnitt) werden auf die Gerichtskasse 

genommen.

3. Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung wird durch die das Strafver-

fahren abschliessende Behörde festzusetzen sein.

4. Schriftliche Mitteilung an:

 Rechtsanwalt Dr. X._____, zweifach, für sich und die Beschwerdegeg-
nerin (per Gerichtsurkunde)

 das Bezirksgericht Zürich, 7. Abteilung, ad DG230176-L (gegen Emp-
fangsbestätigung)

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ad D-3/2023/10020441 (gegen 
Empfangsbestätigung)

3. Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Be-

schwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten 

sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.

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Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 1. Februar 2024

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

lic. iur. D. Oehninger

Die Gerichtsschreiberin:

Dr. iur. E. Welte