# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0616a05a-f2a1-5f05-95b8-e3e09648ba28
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2014 C-4820/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4820-2013_2014-09-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-4820/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Markus Metz (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 

 

 
 

Parteien 

 
X._______, Deutschland,   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Rentenrevision (Verfügung vom 2. August 2013). 

 

 

C-4820/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Zufolge eines vom 13. Juni 1998 datierenden Unfalls sprach die Schwei-

zerische Unfallversicherungsanstalt (im Folgenden: Suva) dem 1972 ge-

borenen, in Deutschland wohnhaften Italiener X._______ (im Folgenden: 

Versicherter oder Beschwerdeführer) mit Verfügungen vom 19. Juli 2001 

und 24. Juni 2002 eine Integritätsentschädigung sowie eine Rente (Inva-

liditätsgrad [im Folgenden: IV-Grad]: 15 %) zu (vgl. Akten [im Folgenden: 

act.] der IV-Stelle des Kantons Freiburg [im Folgenden: IV-Stelle FR] 112 

bis 113 und 116 bis 119). 

B.  

Mit Datum vom 21. Dezember 2000 (Eingangsstempel der IV-Stelle FR) 

beantragte der Versicherte Leistungen der Schweizerischen Invalidenver-

sicherung (IV) in Form von beruflichen Massnahmen und einer Rente. 

Nach durchgeführten beruflichen Abklärungs- resp. Eingliederungsmass-

nahmen wurde ihm mit Verfügung vom 1. Mai 2002 bei einem IV-Grad 

von 87 % mit Wirkung ab 1. Mai 2001 eine ganze IV-Rente zugespro-

chen; diese wurde revisionsweise am 12. August 2003 bestätigt (vgl. un-

paginierte act. der IV-Stelle FR). 

C.  

Nachdem die zwischenzeitlich zuständig gewordene Invalidenversiche-

rungs-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder Vorin-

stanz) ab November 2007 von Amtes wegen eine Rentenrevision durch-

geführt hatte (act. 44), bestätigte diese mit Mitteilung vom 21. Juli 2008 

die bisherige ganze IV-Rente (act. 58). Die nächste Rentenrevision war 

für den 1. Juli 2011 vorgesehen (act. 60). 

D.  

Ab Mai 2011 setzte die IVSTA ein weiteres Revisionsverfahren von Amtes 

wegen in Gang (act. 96). Nach Vorliegen des vom Versicherten am 

25. Mai 2011 unterzeichneten Fragebogens (act. 99) und nachdem 

Dr. med. A._______, Fachärztin für Innere Medizin, vom Regionalen Ärzt-

lichen Dienst (im Folgenden: RAD) am 15. September 2011 die Einholung 

eines Formulars E 213 oder eines psychiatrischen Berichts empfohlen 

hatte (act. 116), ersuchte die IVSTA mit Schreiben vom 27. September 

2011 die deutsche Rentenversicherung um Durchführung der entspre-

chenden medizinischen Abklärungen (act. 118). In der Folge gingen am 

13. März 2012 die Berichte der Dres. med. B._______, Facharzt für Neu-

rologie und Psychiatrie, und C._______, Facharzt für Allgemeinmedizin 

C-4820/2013 

Seite 3 

sowie Physikal- und Rehabilitationsmedizin, vom 24. und 27. Januar 2012 

bei der IVSTA ein (act. 124 und 125). Nach einer Stellungnahme von 

Dr. med. A._______ vom 3. April 2012 (act. 131) beauftragte die IVSTA 

am 26. Juni 2012 die Dres. med. D._______, Facharzt für Innere Medizin 

und Rheumaerkrankungen, und E._______, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, mit einer interdisziplinären Begutachtung (act. 135); die 

entsprechenden Expertisen datieren vom 26. November 2012 (act. 138 

bis 140). Nachdem diese Gutachten am 9. Januar 2013 von Dr. med. 

A._______ vom RAD gewürdigt worden waren (act. 143), wurde dem 

Versicherten mit Vorbescheid vom 23. Januar 2013 die Aufhebung der IV-

Rente in Aussicht gestellt (act. 148). Nach Vorliegen der hiergegen vom 

Versicherten am 11. März 2013 vorgebrachten Einwendungen (act. 153) 

erliess die IVSTA mit Datum vom 2. August 2013 eine dem Vorbescheid 

im Ergebnis entsprechende Verfügung, mit welcher die IV-Rente des Ver-

sicherten per 1. Oktober 2013 aufgehoben wurde (act. 155). 

E.  

Hiergegen erhob der Versicherte beim Bundesverwaltungsgericht mit 

Eingabe vom 23. August 2013 Beschwerde und beantragte (sinngemäss) 

die Aufhebung der Verfügung vom 2. August 2013 (act. im Beschwerde-

verfahren [B-act.] 1). 

Zur Begründung führte er aus, seine Krankheiten seien unverändert. Er 

habe zufolge seiner Schmerzen erst am 28. Oktober 2013 einen Untersu-

chungstermin. Da erst im Anschluss daran ein Befundbericht erstellt wer-

den könne, bitte er um eine Fristverlängerung. Ausserdem sei er weiter-

hin in der Gemeinschaftspraxis F._______ in ärztlicher Behandlung. Bei 

dieser Praxis seien die Medikamente und die Behandlungen in Erfahrung 

zu bringen. 

F.  

Nachdem beim Bundesverwaltungsgericht am 30. September 2013 ein 

ärztliches Attest der Praxis F._______ vom 17. September 2013 sowie 

weitere ärztliche Dokumente eingegangen waren (B-act. 4), wurden mit 

prozessleitender Verfügung vom 4. Oktober 2013 die Frist zur Einrei-

chung der Vernehmlassung erstreckt und die eingegangenen Arztberichte 

in Kopie der Vorinstanz übermittelt (B-act. 6). 

G.  

In ihrer Vernehmlassung vom 19. November 2013 beantragte die Vorin-

stanz die Abweisung der Beschwerde (B-act. 7). 

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Seite 4 

Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, die bislang ausgerich-

tete ganze IV-Rente sei in Anwendung von Bst. a Abs. 1 der Schlussbe-

stimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; in 

Kraft seit 1. Januar 2012 [im Folgenden auch: SchlB IVG]) mit Wirkung ab 

1. Oktober 2013 aufgehoben worden. Vorliegend sei aufgrund einer so-

matoformen Schmerzstörung die IV-Rente zu überprüfen gewesen. Die 

IVSTA habe den Sachverhalt durch ein interdisziplinäres Gutachten 

gründlich abklären lassen. Dieses sei samt den vorliegenden medizini-

schen Akten dem RAD unterbreitet worden. Die beurteilende RAD-Ärztin 

habe sich den Erkenntnissen beider Gutachten angeschlossen. Aufgrund 

der Expertisen sei dem Versicherten – unter entsprechender, zumutbarer 

Überwindung der Schmerzsymptomatik – seit März 2008 auch aus psy-

chiatrischer Sicht eine gänzliche Arbeitsfähigkeit zuzumuten. An dieser 

Feststellung vermöchten auch die beschwerdeweise neu eingereichten 

Akten nichts zu ändern; diesbezüglich werde auf die ausdrückliche Wür-

digung und Auseinandersetzung mit den Befunden durch die RAD-Ärztin 

vom 5. November 2013 (act. 157) verwiesen. 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 28. November 2013 wurde der Beschwerde-

führer – unter Hinweis auf die Säumnisfolgen – aufgefordert, einen Kos-

tenvorschuss von Fr. 400.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrens-

kosten zu leisten (B-act. 8 und 11). Daraufhin teilte der Versicherte mit 

Schreiben vom 12. Dezember 2013 mit, er sei aus finanziellen Gründen 

nicht in der Lage, den verlangten Kostenvorschuss zu bezahlen (B-act. 

9). Daraufhin erging am 19. Dezember 2013 eine weitere Zwischenverfü-

gung, mit welcher diejenige vom 28. November 2013 aufgehoben und 

dem Beschwerdeführer mitgeteilt wurde, er habe innert Frist das Formu-

lar "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" ausgefüllt und mit den nöti-

gen Beweismitteln versehen einzureichen (B-act. 10 und 12); dieser Auf-

forderung wurde nachgekommen (B-act. 13). In der Folge wurde mit Zwi-

schenverfügung vom 17. Januar 2014 das Gesuch um Gewährung des 

Rechts auf unentgeltliche Prozessführung gutgeheissen und der Be-

schwerdeführer von der Bezahlung des Kostenvorschusses befreit (B-act. 

14 und 16).  

I.  

Nachdem am 23. Januar 2014 der Schriftenwechsel geschlossen worden 

war (B-act. 15), wurde mit einer weiteren, vom 1. April 2014 datierenden 

prozessleitenden Verfügung das Gesuch der Suva um Einsicht in die IV-

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Seite 5 

Akten zuständigkeitshalber an die Vorinstanz überwiesen (B-act. 18 bis 

21). 

J.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Parteien 

ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den an-

fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz 

des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die In-

validenversicherung [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sach-

gebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestim-

mungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialver-

sicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversiche-

rungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des 

ATSG auf die IV anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht 

ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. In formellrechtlicher 

Hinsicht finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln 

mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich dieje-

nigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebe-

urteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht 

(vgl. Art. 22a in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 50 Abs. 1 und 52 

Abs. 1 VwVG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung vom 2. August 

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Seite 6 

2013 (act. 155) ist der Beschwerdeführer besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 

48 Abs. 1 VwVG). Zusammenfassend ergibt sich, dass sämtliche Pro-

zessvoraussetzungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist daher einzutre-

ten. Zu ergänzen ist, dass der Beschwerdeführer nach der Renten-

zusprache resp. deren ersten Bestätigung im Februar 2007 nach Brasi-

lien resp. Deutschland umzog (act. 37 bis 43). Nachdem er – nach durch-

geführtem zweiten Revisionsverfahren – seinen Wohnsitz im April 2009 in 

die Schweiz verlegt hatte (act. 60, 64 und 68), wechselte er diesen von 

November 2009 bis Februar 2013 – somit auch während des im Mai 2011 

eingeleiteten Revisionsverfahrens – mehrfach zwischen Brasilien und 

Deutschland (act. 75 bis 78, 84 bis 85, 87 bis 94, 103, 113, 117, 119 bis 

120, 130, 133, 149 und 152). In Anwendung von Art. 40 Abs. 1 Bst. b in 

Verbindung mit Art. 40 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversiche-

rung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 813.201) war die IVSTA zum Erlass 

der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 2. August 2013 zuständig. 

1.4 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 2. August 

2013 (act. 155). Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit dieser Ver-

fügung resp. ob die Vorinstanz die bisher ausgerichtete ganze IV-Rente 

zu Recht per 1. Oktober 2013 eingestellt hat. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren im Wesentlichen 

anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 Der Beschwerdeführer ist Italiener und wohnt in Deutschland, so dass 

vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 

Gemeinschaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 

(Freizügigkeitsabkommen, im Folgenden: FZA, SR 0.142.112.681) an-

wendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 4 des Bundesge-

setzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmungen über die 

Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens 

zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Das Freizügigkeitsab-

kommen setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkom-

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Seite 7 

men zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzel-

nen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit aus, als darin der-

selbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA 

werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere 

die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewährleis-

ten.  

Nach Art. 3 Abs. 1 der bis zum 31. März 2012 in Kraft gewesenen Ver-

ordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831. 

109.268.1) hatten die Personen, die im Gebiet eines Mitgliedstaates 

wohnten, für die diese Verordnung galt, die gleichen Rechte und Pflichten 

aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsan-

gehörigen dieses Staates selbst, soweit besondere Bestimmungen dieser 

Verordnung nichts anderes vorsehen. Dabei war im Rahmen des FZA 

und der Verordnung auch die Schweiz als „Mitgliedstaat“ zu betrachten 

(Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA).  

Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt (2. August 2013) finden vorliegend 

auch die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) 

Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 

2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 

0.831.109.268.1) sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten 

für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordi-

nierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) An-

wendung. Gemäss Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Per-

sonen, für die diese Verordnung gilt, sofern (in dieser Verordnung) nichts 

anderes bestimmt ist, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der 

Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses 

Staates. Im Rahmen ihres Geltungsbereichs tritt diese Verordnung an die 

Stelle aller zwischen den Mitgliedstaaten geltenden Abkommen über so-

ziale Sicherheit. Einzelne Bestimmungen von Abkommen über soziale Si-

cherheit, die von den Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung 

dieser Verordnung geschlossen wurden, gelten jedoch fort, sofern sie für 

die Berechtigten günstiger sind oder sich aus besonderen historischen 

Umständen ergeben und ihre Geltung zeitlich begrenzt ist. Um weiterhin 

Anwendung zu finden, müssen diese Bestimmungen in Anhang II aufge-

führt sein. Ist es aus objektiven Gründen nicht möglich, einige dieser Be-

stimmungen auf alle Personen auszudehnen, für die diese Verordnung 

gilt, so ist dies anzugeben (Art. 8 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 883/ 

2004). Die Bestimmung des anwendbaren Rechts ergibt sich aus Art. 11 

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Seite 8 

ff. der Verordnung (EG) Nr. 883/2004. Die Bestimmung der Invalidität und 

die Berechnung der Rentenhöhe richten sich auch nach dem Inkrafttreten 

des FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4).  

Ergänzend ist mit Blick auf die erfolgten Wohnsitzwechsel zwischen 

Deutschland und Brasilien darauf hinzuweisen, dass auch unter Berück-

sichtigung der Rechtslage mit Brasilien (Nichtvertragsstaat) ausschliess-

lich schweizerisches Recht zur Anwendung gelangt. 

2.2 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV-Revision Änderungen 

des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit-

licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelun-

gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der 

Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1), 

sind die Leistungsansprüche für die Zeitab dem 1. Januar 2008 nach den 

neuen Normen zu prüfen. Diese Lösung stellt zufolge ihres allgemein gül-

tigen Bedeutungsgehalts einen für alle Rechtsverhältnisse – und somit 

auch für Dauerleistungen – geltenden intertemporalrechtlichen Grundsatz 

auf (BGE 130 V 445 E. 1.2.1; SVR 2010 IV Nr. 59 S. 181 E. 3.1).  

Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene Vor-

schriften Anwendung, die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 

2. August 2013 in Kraft standen; weiter aber auch solche, die zu jenem 

Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung 

allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind (das 

IVG ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 

2007 5129; 5. IV-Revision]; die IVV in der entsprechenden Fassung der 

5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]).  

Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt (2. August 2013) und -inhalt kom-

men auch die Normen des vom Bundesrat auf den 1. Januar 2012 in 

Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-Revision (IV-Revision 6a) zur An-

wendung (vgl. E. 2.8 hiernach). 

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 

IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursach-

te und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende 

länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

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Seite 9 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt resp. der 

Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invali-

ditätsbegriff enthält damit zwei Elemente: ein medizinisches (Gesund-

heitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirt-

schaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Ein-

schränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; 

vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, 

Art. 8 Rz. 7). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 

teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu-

mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 

6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei-

se Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas-

sung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbs-

fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten 

oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jah-

res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-

beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen und auch nach Ablauf dieses Jahres 

zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung besteht der 

Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 

70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % in-

valid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht An-

spruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von min-

destens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG 

(in der ab 2008 geltenden Fassung) werden Renten, die einem Invalidi-

tätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte 

ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 

ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinba-

rungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme, 

wie sie seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehörigen eines Mitglied-

staates der EU und der Schweiz gilt, sofern sie in einem Mitgliedstaat der 

EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1), ist vorliegend gege-

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ben. Nach der Rechtsprechung des Eidg. Versicherungsgericht (im Fol-

genden: EVG [seit 1. Januar 2007: Bundesgericht]) stellt diese Regelung 

nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere An-

spruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 

2.5 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 

7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 

damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-

kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbie-

tung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwer-

ten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend 

objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 

IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-

cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Rest-

arbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden aus-

geglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft 

tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu 

prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1). 

2.6 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch ei-

ner anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 

fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaft-

lich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1). 

Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine 

diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch 

keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme 

Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstren-

gung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewäl-

tigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in 

den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person als-

dann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen 

Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet 

sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht 

die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwe-

re, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Fakto-

ren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, 

chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter 

Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in 

allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr be-

einflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psy-

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Seite 11 

chisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsge-

winn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchge-

führten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedli-

chem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher-

ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich 

die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmswei-

se – die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu 

verneinen (BGE 137 V 64 E. 4.1, 136 V 279 E. 3.2.1, 131 V 49 E. 1.2, 

130 V 352 E. 2.2.3). Diese für alle Versicherten in gleicher Weise gelten-

de Gerichtspraxis ist weder menschenrechtswidrig noch diskriminierend 

(SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2) noch basiert sie – mit Blick auf die 

rechtliche Natur des Kriterienkataloges – auf medizinwissenschaftlich un-

haltbaren Annahmen (Entscheid des BGer 9C_776/2010 vom 20. De-

zember 2011 E. 2.3 bis 2.5). Aus Gründen der Rechtssicherheit ist es ge-

boten, sämtliche pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Be-

schwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage den gleichen 

sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen zu unterstellen (BGE 137 

V 64 E. 4.3, 136 V 279 E. 3.2.3). 

In Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss ergeben-

den Beweisschwierigkeiten muss im Rahmen der sozialversicherungs-

rechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass die subjektiven 

Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig fest-

stellbare Befunde hinreichend erklärbar sind (BGE 136 V 279 E. 3.2.1). 

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Wei-

teren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 

der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet 

werden können (BGE 132 V 93 E. 4).  

Aufgabe des begutachtenden Arztes im Rahmen der Invaliditätsbemes-

sung bei Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ist, 

sich dazu zu äussern, ob eine psychische Komorbidität oder weitere Um-

stände gegeben sind, welche die Schmerzbewältigung im Hinblick auf ei-

ne erwerbliche Tätigkeit behindern. Gestützt darauf haben die rechtsan-

wendenden Behörden zu entscheiden, ob der Gesundheitsschaden inva-

C-4820/2013 

Seite 12 

lidisierend ist, d.h. zu prüfen, ob eine festgestellte psychische 

Komorbidität hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der 

festgestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz 

vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine im Hinblick auf eine 

erwerbliche Tätigkeit nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwind-

bare Schmerzstörung zu erlauben. Die Prüfung schliesst die Beurteilung 

der Frage ein, inwiefern die ärztliche Einschätzung der psychisch beding-

ten Arbeitsunfähigkeit invaliditätsfremde Gesichtspunkte (insbesondere 

psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitberücksichtigt 

(SVR 2012 IV Nr. 1 S. 2 E. 3.4.1). 

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-

abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 

ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des stritti-

gen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei ein-

ander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er-

ledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-

tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-

schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-

kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2, 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 

E. 3a). 

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tä-

tigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich be-

stellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein me-

dizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 

und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandeln-

den Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 

bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 

die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In-

C-4820/2013 

Seite 13 

terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-

gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 

15 S. 44 E. 2.2.1). Von einem medizinischen Sachverständigen, dessen 

Aufgabe sich klar von jener des behandelnden Arztes unterscheidet, darf 

und muss erwartet werden, dass er eine objektive Prüfung der medizini-

schen Situation der begutachteten Person vornimmt, dass er auf neutrale 

und gründliche Art über seine Feststellungen berichtet und dass sich sei-

ne Schlussfolgerungen auf medizinische Erwägungen stützen und nicht 

auf Werturteile. In formeller Hinsicht muss der Sachverständige mit Bezug 

auf seine Ansichten eine gewisse Zurückhaltung üben, ungeachtet der 

Kontroversen, die es zu bestimmten Themen im medizinischen Bereich 

geben kann: Wenn er beispielsweise Theorien vertritt, die nicht von einem 

Konsens getragen sind, wird von ihm erwartet, dass er dies kund tut und 

mit Bezug auf seine Schlussfolgerungen transparent macht. Sein Gutach-

ten muss in sachlicher Art verfasst und frei von abwertenden Bezeich-

nungen oder von Formulierungen mit subjektivem Anstrich sein, und es 

soll einem logischen Aufbau folgen, damit der Leser die wissenschaftli-

chen Überlegungen nachvollziehen kann, die der Ansicht zugrunde lie-

gen, die er vertritt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.3). 

2.8 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 

Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 

Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder auf-

gehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). 

Gemäss lit. a der Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 

2011 des IVG (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; in Kraft seit 

1. Januar 2012) werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unkla-

ren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische 

Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttre-

ten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Art. 7 

ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch 

wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind 

(Abs. 1). Davon nicht erfasst sind Personen, die im Zeitpunkt des Inkraft-

tretens dieser Änderung das 55. Altersjahr zurückgelegt haben oder im 

Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jah-

ren eine Rente der Invalidenversicherung beziehen (Abs. 4). 

3.  

Hinsichtlich der erheblichen zeitlichen Anknüpfungspunkte hat im vor-

liegenden Fall als letztmaliger, das Ergebnis einer rechtsgenüglichen ma-

C-4820/2013 

Seite 14 

teriellen Prüfung des Rentenanspruchs darstellender Rechtsakt die Mittei-

lung der Vorinstanz vom 21. Juli 2008 (act. 58) zu gelten, mit welcher op-

positionslos weiterhin die mit ursprünglicher Verfügung vom 1. Mai 2002 

zugesprochene ganze IV-Rente zum zweiten Mal (vgl. Bst. B. hiervor) 

bestätigt worden war. Zu beurteilen ist daher, ob zwischen der Mitteilung 

vom 21. Juli 2008 – auf welche hin der Beschwerdeführer keine Verfü-

gung verlangt hatte – und der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 

2. August 2013 (act. 155) eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen eingetreten war, die geeignet war bzw. ist, den Invaliditäts-

grad und damit den Rentenanspruch in rentenrelevanter Weise zu beein-

flussen. 

3.1 Im Rahmen der Mitteilung vom 21. Juli 2008 stützte sich die Vorin-

stanz in medizinischer Hinsicht auf Berichte der Dres. med. C._______, 

Facharzt für Allgemeinmedizin, und A._______, Fachärztin für Innere Me-

dizin, vom 27. März und 8. Juli 2008 (act. 55 und 57). 

3.1.1 Dr. med. C._______ diagnostizierte eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung mit ängstlich-depressiven Zügen sowie eine Inaktivitäts-

artrophie der Schulter-Arm-Muskulatur rechts nach einer Schulterprellung 

1998 und Entwicklung dieser Störung. Weiter berichtete Dr. med. 

C._______, bei chronifizierter Entwicklung sei die Prognose ungünstig. 

Eine Besserung des Leistungsvermögens sei zukünftig jedoch möglich, 

insbesondere bei Ausschöpfung der ambulanten Behandlungsmassnah-

men. Im Vordergrund stehe eine neuro-psychiatrische Weiterbehandlung 

sowie eine psychotherapeutische Behandlung (act. 55).  

3.1.2 Dr. med. A._______ führte aus, der Bericht von Dr. med. C._______ 

zeige eine Stabilität der medizinischen Situation. Es sei illusorisch, dass 

eine Psychotherapie die Arbeitsfähigkeit verbessern könnte. 

3.2 Dem im Rahmen des im Mai 2011 eingeleiteten Revisionsverfahrens 

in Auftrag gegebenen interdisziplinären Gutachten vom 26. November 

2012, welches in medizinischer Hinsicht Grundlage für die angefochtene 

Verfügung vom 2. August 2013 bildet, ist zusammengefasst Folgendes zu 

entnehmen: 

3.2.1 Dr. med. D._______, Facharzt für Innere Medizin und Rheumaer-

krankungen, stellte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit keine Diag-

nose. Ohne Auswirkungen diagnostizierte er eine chronische Schmerz-

störung mit somatischen und psychischen Faktoren gemäss Begutach-

C-4820/2013 

Seite 15 

tung von Dr. med. E._______, ein chronisches Schmerzsyndrom im Be-

reich des Schultergürtels rechts, des Armes rechts, der Halsregion und 

des Bauches, eine Adipositas, eine gestörte Gluconeogenese, eine 

Pankreatitis im Herbst 2010 sowie ein Reizmagen-Syndrom (anam-

nestisch). Weiter führte Dr. med. D._______ aus, bezüglich der Belast-

barkeit gelte es darauf hinzuweisen, dass sich der Versicherte im Rah-

men seines Übergewichts körperlich belaste. Ein Übergewicht führe per 

se zu einer körperlichen Belastung und erhöhe zudem das Risiko für die 

Entwicklung von allgemeininternistischen Komplikationen. Die Arbeitsfä-

higkeit sei – aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt – nach 

dem Unfall von 1998 höchstens kurz dauernd (zum Beispiel für maximal 

vier bis acht Wochen) eingeschränkt gewesen. Anschliessend könne er, 

Dr. med. D._______, keine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähig-

keit für die vom Versicherten früher in der Schweiz ausgeübten berufli-

chen Tätigkeiten begründen. Bezüglich dieser Einschätzung berücksichti-

ge er zudem eine zeitlich limitierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im 

Rahmen der im Herbst 2010 stattgehabten Pankreatitis von – bei gross-

zügiger Auslegung – maximal drei Monaten. Für Haushaltsarbeiten mit 

einem leicht- bis mittelgradig körperlich belastenden Arbeitsprofil könne 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden. Die Be-

schwerden könnten mit der Umsetzung der empfohlenen und zumutbaren 

medizinischen Massnahmen möglicherweise günstig beeinflusst werden. 

In der interdisziplinären Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, die sowohl die 

somatisch-rheumatologische als auch die psychosomatisch-psychiatri-

sche Komponente mitberücksichtige, könne für die in der Schweiz früher 

ausgeübten Tätigkeiten zu keinem Zeitpunkt eine anhaltende Einschrän-

kung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden. Bezüglich der Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit, aus rein psychosomatisch-psychiatrischer Sicht beur-

teilt, verweise er auf die Begutachtung durch Dr. med. E._______. Die 

Prognose sei gut. 

3.2.2 Dr. med. E._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

hielt in seiner Expertise vom 26. November 2012 zusammenfassend fest, 

die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerz-

störung würden im Falle des Versicherten weit überwiegend nicht erfüllt. 

Es sei stattdessen von einer chronischen Schmerzstörung mit somati-

schen und psychischen Faktoren gemäss ICD-10: F45.41 auszugehen. 

Diese und die damit verbundenen Defizite würden im Fall des Versicher-

ten aus rein psychisch-psychiatrischer Sicht keine relevante (> 20 % von 

100 %), längerfristige Arbeitsunfähigkeit begründen. Es seien aus psy-

chisch-psychotherapeutischer Sicht auch keine besonderen Hinweise 

C-4820/2013 

Seite 16 

vorhanden, die schwere Defizite aufgrund eines Gesundheitsschadens 

und/oder eine Unzumutbarkeit zu deren Überwindung begründen könn-

ten. Eine Einschränkung der Zumutbarkeit einer Willensanstrengung zur 

Überwindung der vor allem rein subjektiven Defizite sei aus psychiatrisch-

psychotherapeutischer Sicht somit nicht zu begründen. Hingegen seien 

vielfältige psychosoziale Faktoren bekannt, die die Motivation zur Leis-

tungssteigerung deutlich beeinträchtigten. Sie erklärten auch weit über-

wiegend die anlässlich der aktuellen Untersuchung erkennbare grosse 

Diskrepanz zwischen der subjektiv wahrgenommenen und der objekti-

vierbaren Arbeitsfähigkeit. Von dieser Einschätzung könne mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit seit März 2008 unverändert bis heute ausge-

gangen werden; dies gelte in jeder körperlich zumutbaren ausserhäusli-

chen Tätigkeit und für Arbeiten im Haushalt. Eine rein psychiatrisch-

psychotherapeutisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20 % oder mehr 

sei zu keinem Zeitpunkt ab März 2008 ausreichend nachvollziehbar an-

zunehmen. Beim Versicherten liege keine psychiatrische Komorbidität 

von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer vor. Weiter liege weder 

ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens noch ein verfestigter, 

therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf vor. Der 

Verlauf der Störung ab März 2008 könne aus psychiatrisch-

psychotherapeutischer Sicht als (sogenannter) Spontanverlauf eingeord-

net werden. In der interdisziplinären Einschätzung (Konsensbeurteilung) 

der Arbeitsfähigkeit könne für die in der Schweiz ausgeübten Tätigkeiten 

und für angepasste Verweisungstätigkeiten keine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit formuliert werden. 

3.3 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die nach Verfügungserlass (2. Au-

gust 2013) verfassten, nachstehend erwähnten Berichte ebenfalls zu be-

rücksichtigen sind, da diese (rückwirkend) Bezug auf den – bereits im 

Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügungen vorliegenden – 

gesundheitlichen Zustand des Beschwerdeführers nehmen, demnach mit 

dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und dar-

über hinaus allenfalls geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Ver-

fügungserlasses zu beeinflussen (vgl. BGE 116 V 80 E. 6b; ZAK 1989 

S. 111 E. 3b mit Hinweisen). 

3.3.1 Die interdisziplinäre Expertise der Dres. med. D._______ und 

E._______ vom 26. November 2012 erfüllt die an den vollen Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens gestellten Kriterien. Insbesondere ist sie für 

die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, 

berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der 

C-4820/2013 

Seite 17 

Vorakten (Anamnese) abgegeben. Sie ist zudem in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-

schen Situation für die hier interessierenden Fragen einleuchtend und in 

den Schlussfolgerungen begründet, so dass darauf abgestellt werden 

kann. Demnach lässt sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerde-

führers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit 

schlüssig und zuverlässig beurteilen (vgl. E. 2.7 [4. Absatz] hiervor). Zwar 

sind retrospektive Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit schwierig, wes-

halb entsprechende Begutachtungen erhöhten Ansprüchen genügen 

müssen (vgl. Urteil des EVG I 200/03 vom 26. Juli 2004 E. 4.5). Da die 

Dres. med. D._______ und E._______ die zur Verfügung stehenden In-

formationsquellen – in Form von Arztberichten der behandelnden Ärzte 

und Patienten-, Fremd- und Sozialanamnesen – berücksichtigt und um-

fassend sowie schlüssig gewürdigt haben, ist ohne Weiteres davon aus-

zugehen, dass deren Gutachten vom 26. November 2012 diesen Ansprü-

chen genügt. Dies gilt im Übrigen insbesondere auch für die entscheidre-

levanten Berichte im Sinne von Art. 59 Abs. 2
bis

 IVG von Dr. med. 

A._______ vom 9. Januar und 5. November 2013 (act. 143 und 157; vgl. 

hierzu Urteile des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.2 mit zahl-

reichen weiteren Hinweisen, I 143/07 vom 14. September 2007 E. 3.3 mit 

Hinweisen und I 694/05 des EVG vom 15. Dezember 2006 E. 5). Im Sin-

ne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. hierzu BGE 131 I 153 E. 3; 

SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149 E. 4; Urteil des BGer I 9/07 vom 9. Februar 

2007 E. 4) kann demnach auf zusätzliche medizinische Abklärungen ver-

zichtet werden. 

3.3.2 An diesem Ergebnis vermag auch der Bericht der Praxis F._______ 

vom 17. September 2013 (B-act. 4 Beilage 1) nichts zu ändern, denn ei-

nerseits enthält dieser Bericht bloss subjektive Schilderungen des Versi-

cherten. Andererseits wurde die erwähnte Pankreatitis sowie die weiteren 

Leiden vom Gutachter Dr. med. D._______ einer rechtsgenüglichen Wür-

digung unterzogen. 

3.3.3 Weiter vermag auch der Bericht des G._______ vom 25. Juni 2013 

(B-act. 4 Beilage 6) das interdisziplinäre Gutachten nicht in Zweifel zu 

ziehen. So fanden sich keine klar auf ein Nervenversorgungsgebiet be-

grenzte neurologischen Ausfälle, und es bestand keine Indikation zur 

operativen Therapie, da sich elektrophysiologisch ein Karpaltunnel-

syndrom rechts ausschliessen liess. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, 

dass sich diesem Bericht – wie auch demjenigen der Praxis F._______ 

http://links.weblaw.ch/9C_323/2009

C-4820/2013 

Seite 18 

vom 17. September 2013 – keine Beurteilung der Arbeits- und Leistungs-

fähigkeit entnehmen lässt. 

3.3.4 Zu keiner Änderung führt auch das nervenfachärztliche Gutachten 

von Dr. med. B._______, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, vom 

24. Januar 2012 (act. 124), da die diesbezüglichen Ausführungen des 

Gutachters Dr. med. E._______, wonach die Diagnose mit Bezug auf ein 

gängiges Klassifikationssystem weder differenziert beschrieben noch dis-

kutiert werde, die objektiven psychopathologischen Befunde spärlich sei-

en und die pauschale (psychosoziale, somatische und psychische Fakto-

ren umfassende) Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit aus einem Vorbe-

richt vom März 2008 ohne Einschränkung übernommen werde, für das 

Bundesverwaltungsgericht plausibel sind. 

3.3.5 Betreffend den auf dem Formular E 213 erstellten Bericht von 

Dr. med. C._______, Facharzt für Allgemeinmedizin und Physikalische 

und Rehabilitationsmedizin, vom 27. Januar 2012 ist zu erwähnen, dass 

auch dieser Facharzt – in Übereinstimmung mit den Gutachtern – leichte 

Tätigkeit für zumutbar erachtet hat (act. 125 S. 4). Eine nachvollziehbare 

Begründung für die Beurteilung, weshalb der Beschwerdeführer seine zu-

letzt in der Schweiz ausgeübte Tätigkeit nicht mehr vollschichtig verrich-

ten können sollte, ist dem Bericht von Dr. med. C._______ nicht zu ent-

nehmen. Vielmehr überzeugt die entsprechende Stellungnahme von Dr. 

med. D._______, wonach sich mit den in diesem Bericht gemachten An-

gaben – aus rein somatischer Sicht beurteilt – keine anhaltende Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen lässt. 

3.3.6 Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die von Dr. med. 

D._______ erwähnte Adipositas – obwohl körperlich belastend und das 

Risiko für die Entwicklung von allgemeininternistischen Komplikationen 

erhöhend – in der Regel keinen relevanten Einfluss auf die Arbeits- bzw. 

Leistungsfähigkeit hat und somit nicht rentenrelevant ist (vgl. hierzu Ent-

scheid des BGer 8C_74/2008 vom 22. August 2008 E. 2.2 mit Hinwei-

sen). 

3.3.7 Zu beachten ist jedoch Folgendes: Im Gegensatz zu Dr. med. 

C._______, welcher in seinem Bericht vom 27. März 2008 unter anderem 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit ängstlich-depressiven 

Zügen diagnostizierte hatte, stellte der Gutachter Dr. med. E._______ die 

Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psy-

chischen Faktoren gemäss ICD-10: F45.41. Obwohl Dr. med. E._______ 

http://links.weblaw.ch/8C_74/2008

C-4820/2013 

Seite 19 

nachvollziehbar die Gründe dafür nannte, weshalb nicht von einer anhal-

tenden somatoformen Schmerzstörung ausgegangen werden kann (act. 

140 S. 15 ff.) und weshalb seine Beurteilung der Arbeits- und Leistungs-

fähigkeit im Oktober 2012 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits 

ab März 2008 Bestand gehabt hatte, ist dies im vorliegenden Fall revisi-

onsrechtlich nicht von wesentlicher Relevanz. Dies insbesondere des-

halb, weil es sich dabei um eine unterschiedliche Beurteilung eines im 

Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts handelt (BGE 112 V 371 

E. 2b; SVR 2009 IV Nr. 57 S. 178 E. 3.2.1). Damit kann es vorliegend je-

doch nicht sein Bewenden haben: 

3.4  

Da nach dem vorstehend Dargelegten eine Rentenrevision gestützt auf 

Art. 17 ATSG nicht möglich ist, ist nachfolgend zu prüfen, ob die Rente 

aufgrund der am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Regelung gemäss 

den SchlB IVG (vgl. E. 2.8 hiervor) aufzuheben ist. 

3.4.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Regelung der SchlB IVG beim Be-

schwerdeführer in zeitlicher Hinsicht trotz der bereits im Jahr 2011 einge-

leiteten Rentenrevision anwendbar ist, da vorbehältlich besonderer über-

gangsrechtlicher Regelungen in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejeni-

gen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 

ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 

(vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1; vgl. auch Kreisschreiben des Bundesamtes 

für Sozialversicherungen [BSV] über die Schlussbestimmungen der Än-

derung vom 18. März 2011 des IVG [KSBB] Rz. 1017). Im Grundsatzurteil 

BGE 140 V 8 bestätigte das Bundesgericht, dass die Überprüfung nach 

lit. a Abs. 1 SchlBest. IVG nicht auf vor dem 1. Januar 2008 zugespro-

chene Renten beschränkt ist (E. 2.2.2). 

3.4.2 Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten ist erstellt, dass die 

dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1. Mai 2002 mit Wirkung ab 

1. Mai 2001 zugesprochene ganze IV-Rente resp. deren Bestätigungen 

(vgl. Bst. B. und C. hiervor) in medizinischer Hinsicht in erster Linie auf 

einer Anpassungsstörung (ICD-10: F43.22), einer Persönlichkeitsstörung 

sowie auf einer anhaltenden Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) beruhte. 

Die Rente wurde dem Beschwerdeführer somit aufgrund eines pathoge-

netisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildes ohne nach-

weisbare organische Grundlage zugesprochen. Aus heutiger Sicht würde 

ihm allein aufgrund eines solchen Beschwerdebildes keine Rente mehr 

zugesprochen, weil ein solches grundsätzlich als überwindbar gilt und 

http://links.weblaw.ch/BGE-112-V-371

C-4820/2013 

Seite 20 

weil auch die Foerster-Kriterien nicht erfüllt wären (act. 140 S. 19 f.; vgl. 

E. 2.6 hiervor). 

3.5 Gemäss der interdisziplinären Einschätzung (Konsensbeurteilung) der 

Arbeitsfähigkeit der Dres. med. D._______ und E._______ kann der Be-

schwerdeführer die in der Schweiz ausgeübten Tätigkeiten und andere 

angepasste Verweisungstätigkeiten ohne Einschränkung ausüben. Unter 

diesen Umständen erübrigt sich die Durchführung eines bezifferten Ein-

kommensvergleichs (vgl. Entscheid I 816/05 des EVG vom 7. Juni 2006 

E. 4.3 mit Hinweisen). Da beim Versicherten nach dem Dargelegten die 

Voraussetzungen des Art. 7 ATSG nicht gegeben sind, sind vorliegend die 

Voraussetzungen für eine Rentenaufhebung – ohne die Notwendigkeit ei-

ner Änderung des Invaliditätsgrades – nach Massgabe der SchlB IVG er-

füllt. In BGE 140 V 15 wurde erwogen, dass bei Revisionsverfahren, wel-

che noch vor Inkrafttreten der 6. IV-Revision eingeleitet wurden, der 

1. Januar 2012 fiktiven Anknüpfungspunkt für die Ermittlung der massge-

benden Rentenbezugsdauer bildet (E. 5). Angesichts des (ab 1. Mai 

2001) noch nicht 12 Jahre dauernden Bezugs der Invalidenrente bis zum 

genannten Datum gelangt der 1972 geborene Beschwerdeführer nicht in 

den Genuss der Ausschlussklausel gemäss Abs. 4 von lit. a SchlBest. IV 

6/1 (vgl. E. 2.8 hiervor). 

4.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzu-

stellen, dass die ordentliche ganze IV-Rente unter Berücksichtigung der 

Frist von Art. 88
bis

 Abs. 2 Bst. a IVV revisionsweise zu Recht per 1. Okto-

ber 2013 aufgehoben wurde. Die gegen die angefochtene Verfügung vom 

2. August 2013 erhobene Beschwerde vom 23. August 2013 ist demnach 

abzuweisen. 

5.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver-

weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kosten-

pflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden 

Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

C-4820/2013 

Seite 21 

Mit Zwischenverfügung vom 17. Januar 2014 (B-act. 14) wurde das Ge-

such des Beschwerdeführers vom 12. Dezember 2013 (B-act. 9) um un-

entgeltliche Prozessführung gutgeheissen, weshalb auf die Erhebung von 

Verfahrenskosten zu verzichten ist. 

5.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor-

instanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Markus Metz Roger Stalder 

 

C-4820/2013 

Seite 22 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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