# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab9c21b1-9e20-5af4-985e-3cfd30b67807
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.02.2014 200 2013 1090
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1090_2014-02-26.pdf

## Full Text

200 13 1090 ALV
MAW/BOC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 26. Februar 2014

Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

beco Berner Wirtschaft 
Arbeitsvermittlung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 5. November 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Feb. 2014, ALV/13/1090, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 17. April 2012 bei der Regionalen Arbeitsver-
mittlung (RAV) Bern Zentrum an und stellte anschliessend bei der Arbeits-
losenkasse UNIA Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 26. April 
2012 (Dossier der UNIA [act. IIB] 183 f.,178 – 181). Auf ihr Begehren hin 
wurde der Versicherten vom 1. April bis 30. Juni 2013 ein Leistungsexport 
nach … bzw. bei Arbeitssuche im Ausland gewährt, da sie sehr gerne wie-
der nach … zurückkehren wollte (Dossier RAV-Region Bern-Mitteland [act. 
II] 105, 103, 89, 88). 

Nachdem sich die Versicherte am Ende des Leistungsexportes am 1. Juli 
2013 wieder auf der RAV gemeldet hatte (act. IIB 193), wurde sie am 
30. Juli 2013 aufgefordert, betreffend Juli-Abrechnung 2013 die Bescheini-
gung über den Zwischenverdienst einzureichen (act. IIB 194). Da sich die 
Versicherte nicht gemeldet hatte, wurde sie mit Schreiben vom 21. August 
2013 gemahnt (act. IIB 197). Am 22. August 2013 nahm die Versicherte per 
E-Mail mit der UNIA Kontakt auf, um nachzufragen, weshalb sie für den 
Monat Juli 2013 noch keine Zahlung erhalten habe (act. IIB 200 f.). Im ent-
sprechenden Mailverkehr berichtete die Versicherte zudem über eine seit 
dem 1. August 2013 laufende Teilzeitbeschäftigung in …, wobei die RAV 
diesbezüglich bereits informiert worden sei. Daraufhin wandte sich die UN-
IA mit Schreiben vom 27. August 2013 an das beco, Berner Wirtschaft, 
Arbeitsvermittlung, Rechtsdienst (nachfolgend: beco bzw. Beschwerdegeg-
ner; act. IIB 206), welches die Versicherte am 29. August 2013 aufforderte, 
zur Überprüfung ihrer Vermittlungsfähigkeit Stellung zu nehmen (act. II 46 –
48), was die Versicherte mit Eingabe vom 3. September 2013 tat (act. II 39 
– 45).

Mit Verfügung vom 12. September 2013 (act. IIB 215 – 219) entschied das 
beco, die Versicherte habe ab dem 22. Juli 2013 keinen Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung mehr, da sie spätestens ab diesem Datum die 
Voraussetzung des Wohnens in der Schweiz nicht mehr erfülle. Die dage-

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gen erhobene Einsprache (act. II 14 – 16) wies das beco mit Entscheid 
vom 5. November 2013 ab (act. II 9 – 11). 

B.

Dagegen erhob die Versicherte am 2. Dezember 2013 Beschwerde und 
beantragt sinngemäss, ihre Anspruchsberechtigung sei weiterhin anzuer-
kennen und ihr in der Zwischenzeit in … erzieltes Einkommen sei als Zwi-
schenverdienst anzuerkennen.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. Januar 2014 beantragt der Beschwerde-
gegner die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Ar-
beitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung vom 25. Juni 1982 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatori-
sche Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung vom 

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31. August 1983 [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 
1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 5. November 2013 
(act. II 9 – 11). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner den 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung – insbesondere die Vorausset-
zung des Wohnens in der Schweiz – ab dem 22. Juli 2013 zu Recht ver-
neint hat.

1.3 Die Beschwerdeführerin hat sich per 1. November 2013 von der 
Arbeitslosenversicherung abgemeldet (act. II 1). Folglich ist in der Zeit vom 
22. Juli bis 31. Oktober 2013 der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung 
bzw. die entsprechende Kompensationszahlung bei einem (allfälligen) Zwi-
schenverdienst ab 1. August 2013 mit einem wöchentlichen Arbeitspensum 
von 20 Stunden (act. II 63 – 65) streitig, dies bei einem versicherten Ver-
dienst von Fr. 9‘508.-- monatlich bzw. einem Taggeld von Fr. 306.70 (vgl. 
act. IIB 220). Der Streitwert liegt daher unter Fr. 20'000.--, weshalb die Be-
urteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 
Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt unter anderem 
voraus, dass die versicherte Person in der Schweiz wohnt (Art. 8 Abs. 1 lit. 
c AVIG). Der Begriff des Wohnens in der Schweiz ist nicht im Sinne des 
zivilrechtlichen Wohnsitzes (Art. 23 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbu-
ches [ZGB; SR 210]) zu verstehen, sondern setzt den gewöhnlichen 
Aufenthalt in der Schweiz voraus; verlangt werden der tatsächliche 
Aufenthalt in der Schweiz und die Absicht, diesen Aufenthalt während einer 

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gewissen Zeit aufrechtzuerhalten und hier in dieser Zeit auch den 
Schwerpunkt der Lebensbeziehungen zu haben (BGE 125 V 465 E. 2a S. 
467, 115 V 448 E. 1b S. 449). Daran hat das auf den 1. Januar 2003 in 
Kraft getretene ATSG nichts geändert, weil der in Art. 13 Abs. 1 ATSG 
umschriebene Wohnsitzbegriff auf die Arbeitslosenversicherung nicht 
Anwendung findet. Eine ausdrückliche Abweichung von Art. 13 ATSG sieht 
Art. 12 AVIG zwar lediglich für die in der Schweiz wohnenden Ausländer 
vor. Mangels eines gegenteiligen gesetzgeberischen Willens hat die 
bisherige Praxis jedoch auch im Rahmen der Anspruchsvoraussetzung von 
Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG weiterhin Geltung (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 7. Dezember 2007, 8C_270/2007, E. 2.1 mit Hinweis auf THO-
MAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in ULRICH MEYER [Hrsg.], 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Si-
cherheit, 2. Aufl. 2007, S. 2233 N. 181).

2.2 Nach der Rechtsprechung setzt das Wohnen in der Schweiz im 
Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG nicht einen ununterbrochenen 
tatsächlichen Aufenthalt im Inland voraus. Es genügt der gewöhnliche 
Aufenthalt in der Schweiz. Das Fortdauern des gewöhnlichen Aufenthalts in 
der Schweiz setzt aber unter anderem voraus, dass trotz Unterbrüchen des 
tatsächlichen Aufenthalts weiterhin eine enge Verbindung mit der hiesigen 
Arbeitswelt besteht (Entscheide des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG, heute BGer] vom 22. September 2003, C 
153/03, und vom 30. November 1999, C 183/99). Im Entscheid vom 
6. März 2006, C 290/03 (SVR 2006 ALV Nr. 24 S. 82) stellte das 
Eidgenössische Versicherungsgericht fest, dass die 
Anspruchsvoraussetzung des Wohnens in der Schweiz auch während 
eines durch die Ausübung einer Erwerbstätigkeit im Ausland bedingten 
Auslandaufenthaltes erfüllt sein kann. Im konkreten Fall ging es um eine 
Versicherte, welche im Rahmen eines zunächst auf zwei Monate 
befristeten und später um wenige Wochen verlängerten 
Arbeitsverhältnisses als Schauspielerin für eine Film- und Fernsehprodukti-
onsgesellschaft in Deutschland gearbeitet hatte. Im Hinblick darauf, dass 
die Versicherte während des vorübergehenden Auslandaufenthaltes 
weiterhin auch in der Schweiz nach einer Stelle gesucht hatte und in 
Ermangelung von Anhaltspunkten dafür, dass der Aufenthalt in 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Feb. 2014, ALV/13/1090, Seite 6

Deutschland anderen Zwecken als der Erlangung eines 
Zwischenverdienstes gedient hatte, ist das Gericht zum Schluss gelangt, 
dass die Versicherte den Schwerpunkt der Lebensbeziehungen während 
des fraglichen Zeitraums in der Schweiz hatte, zumal sie an den 
Wochenenden jeweils an ihren schweizerischen Wohnort zurückgekehrt 
war. Das Gericht erachtete die in Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG vorgesehene 
Voraussetzung des Wohnens in der Schweiz daher als erfüllt (BGer 
8C_270/2007, E. 2.2).

3.

Vorliegend ist umstritten, ob die Beschwerdeführerin ab dem 22. Juli 2013 
das Erfordernis des Wohnens in der Schweiz noch erfüllt oder nicht.

3.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin gegenü-
ber der RAV-Beraterin bereits am 24. Juli 2012 den Wunsch geäussert hat, 
dass sie wieder gerne in … leben und arbeiten würde, weshalb sie im Juli 
2012 mehrere Initiativbewerbungen vor allem nach … verschickt habe (act. 
II 133 – 135). Auch in den Monaten August 2012 bis März 2013 hat sich die 
Beschwerdeführerin mehrheitlich auf Stellenangebote in … beworben (act. 
II 129 f., 125 f., 120 f., 116 f., 110 f., 107 f., 100 f., 86 f.). Im Januar und 
Februar 2013 erzielte die Beschwerdeführerin in … bei der E.________ in 
… einen Zwischenverdienst (Dossier der UNIA [act. IIC] 108 f., 138 f.). Am 
4. Februar 2013 teilte die Beschwerdeführerin ihrer RAV-Beraterin zudem 
mit, dass sie beschlossen habe, nach … zurückzukehren und einen Leis-
tungsexport nach … beantragen werde (act. II 109). Im März 2013 bezog 
die Beschwerdeführerin Ferien (act. II 97 f.) und vom 1. April bis 30. Juni 
2013 wurden ihr Leistungen bei der Arbeitssuche im Ausland (Leistungsex-
port) gewährt (act. II 88 f.). Am 28. Juni 2013 unterzeichnete die Be-
schwerdeführerin einen Vertrag mit B.________ in … über ein Anstellungs-
verhältnis mit Arbeitsbeginn ab 1. August 2013 in einem Arbeitspensum 
von wöchentlich 20 Stunden und einer sechsmonatigen Probezeit (act. II 63 
– 65). Am 1. Juli 2013 meldete sich die Beschwerdeführerin persönlich bei 
der RAV aus dem Leistungsexport zurück (act. II 66). Gemäss eigenen 
Angaben (act. II 39 ff.) löste die Beschwerdeführerin im Verlaufe des Jah-

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res 2013 ihre Wohnung am C.________ in … auf und hatte anschliessend 
nur noch ein Untermietverhältnis an der D.________ in …, wobei sie die 
Adressänderung der UNIA am 26. April 2013 mitteilte (act. IIB 182). Laut 
ihren Angaben hielt sie sich seit Januar bis Juni 2013 regelmässig ein- bis 
zweimal im Monat in der Schweiz auf, wobei im Januar und Februar 2013 
nur am Wochenende aufgrund ihrer Berufstätigkeit (in …) und von März bis 
Juni 2013 für unterschiedlich längere Zeiträume (zirka 5 – 7 Tage pro Mo-
nat). Vom 1. bis 21. Juli 2013 weilte sie in … und … und traf Vorbereitun-
gen, um ihre persönlichen Sachen abzuholen und sich auf ihre neue Ar-
beitsstelle in … vorzubereiten (act. II 39 ff.). Vom 22. bis 25. Juli 2013 weil-
te die Beschwerdeführerin für Einarbeitungstage im Hinblick auf den Stelle-
nantritt am 1. August 2013 wieder in … (act. IIB 195). In den Monaten Juli 
und August 2013 bewarb sich die Beschwerdeführerin hauptsächlich auf 
Stellenangebote aus … (act. II 55 f., 51 f.), in den Monaten September und 
Oktober 2013 (act. II 24 f., 5 f.) lag das Schwergewicht der Bewerbungen in 
der Schweiz.

3.2 Vorweg ist festzuhalten, dass während des Leistungsexportes nach 
… vom 1. April bis 30. Juni 2013 die Wohnortklausel gemäss Art. 8 Abs. 1 
lit. c und Art. 12 AVIG aufgehoben war (vgl. Ziff. G2 [und Ziff. D 42 sowie D 
43] des Kreisschreibens über die Auswirkungen der Verordnungen (EG) Nr. 
883/2004 und 987/2009 auf die Arbeitslosenversicherung [KS ALE 883]). 
Die Beschwerdeführerin hatte demnach die gemäss Rechtsprechung für 
den gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz massgebenden Kriterien (vgl. 
E. 2.2 hiervor) während dieser Zeitspanne nicht zu erfüllen, so dass sie 
sich insbesondere ausschliesslich auf Stellenangebote in … bewerben 
durfte, was der Beschwerdegegner denn auch so im angefochtenen Ent-
scheid vom 5. November 2013 (S. 2; act. II 9 – 11) bestätigt hat. Aus den in 
Erwägung 3.1 hiervor gemachten Ausführungen ergibt sich jedoch, dass 
die Beschwerdeführerin in der Zeit vor dem Leistungsexport vom 1. April 
bis 30. Juni 2013 und insbesondere im Anschluss daran nach und nach 
den Schwerpunkt ihrer Lebensbeziehungen und ihre Arbeitsbemühungen 
nach … verlegt hat, in der Absicht dorthin zurückzukehren, so gab sie ins-
besondere spätestens im April 2013 die Wohnung an der C.________ in … 
auf und verfügte anschliessend lediglich noch über ein Untermietverhältnis 
an der D.________ in … (act. II 39 ff.; act. IIB 182). Ihre Ausführungen im 

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vorinstanzlichen (act. II 39 – 41 und 14 – 16) und im vorliegenden Verfah-
ren ergeben klar, dass sich die Beschwerdeführerin seit Januar 2013 nur 
noch vereinzelt in der Schweiz aufgehalten und ihr ganzes Bestreben dar-
auf ausgerichtet hat, nach … zurückzukehren und dort eine Stelle zu fin-
den. Folglich kann nicht mehr gesagt werden, der Aufenthalt in … bzw. der 
Antritt der Teilzeitarbeitsverhältnisses ab 1. August 2013, bei welchem gute 
Aussicht auf eine dauerhafte Anstellung bestand bzw. besteht, habe kei-
nem anderen Zweck gedient als der Erzielung eines Zwischenverdienstes 
(vgl. E. 2.2 hiervor). Insoweit besteht ein Unterschied zu denjenigen Fällen, 
in denen das Bundesgericht die Beibehaltung des Schwerpunktes der Le-
bensbeziehungen in der Schweiz bejaht hat (vgl. SVR 2006 ALV Nr. 24 
S. 82; BGer 8C_270/2007). Damit ist nicht zu beanstanden, dass der Be-
schwerdegegner entschieden hat, die Beschwerdeführerin habe spätestens 
ab dem 22. Juli 2013 nicht mehr in der Schweiz gewohnt.

3.3 Die Beschwerdeführerin macht aber zusätzlich – zumindest sinn-
gemäss – noch geltend (Beschwerde S. 2 f.), sie sei nicht früh genug dar-
auf aufmerksam gemacht worden, dass sie ihre Anspruchsberechtigung 
verlieren könnte und es sei nicht „zeitnah genug“, dass ihre Vermittlungs-
fähigkeit erst rund acht Wochen nachdem sie sich am 1. Juli 2013 wieder 
bei der RAV gemeldet habe, angezweifelt worden sei. Zudem sei dem Zwi-
schenverdienst Anfang 2013 unter den gleichen Bedingungen stattgegeben 
worden (Beschwerde S. 4). 

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin 
genügend darüber informiert worden ist, dass sie ihre Anspruchsberechti-
gung verliert, wenn sie ihren Schwerpunkt der Lebensbeziehungen von der 
Schweiz nach … verschiebt. Mit anderen Worten ist zu prüfen, ob die Be-
schwerdeführerin aus dem Rechtsgrundsatz des Vertrauensschutzes etwas 
zu ihren Gunsten ableiten kann.

3.3.1 Abgeleitet aus dem Grundsatz von Treu und Glauben, welcher die 
Bürgerin und den Bürger in ihrem berechtigten Vertrauen auf behördliches 
Verhalten schützt, können falsche Auskünfte von Verwaltungsbehörden 
unter bestimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abwei-
chende Behandlung der rechtsuchenden Person gebieten. Gemäss Lehre 

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und Rechtsprechung (BGE 131 V 472 E. 5 S. 480; SVR 2012 ALV Nr. 3 S. 
7 E. 5.2) ist dies der Fall,

1. wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte 
Personen gehandelt hat;

2. wenn sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder 
wenn die rechtsuchende Person die Behörde aus zureichenden Grün-
den als zuständig betrachten durfte;

3. wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres er-
kennen konnte;

4. wenn sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen 
getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden kön-
nen, und

5. wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Ände-
rung erfahren hat.

Der unrichtigen Auskunft gleichgestellt ist die Unterlassung einer behördli-
chen Auskunft, welche gesetzlich vorgeschrieben oder nach den im Einzel-
fall gegebenen Umständen geboten war. Die dritte Voraussetzung lautet 
diesfalls: wenn die Person den Inhalt der unterbliebenen Auskunft nicht 
kannte oder deren Inhalt so selbstverständlich war, dass sie mit einer ande-
ren Auskunft nicht hätte rechnen müssen (BGE 131 V 472 E. 5 S. 480; 
SVR 2012 ALV Nr. 3 S. 7 E. 5.2).

3.3.2 Jede Person hat Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Bera-
tung über ihre Rechte und Pflichten. Dafür zuständig sind die Versiche-
rungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die 
Pflichten zu erfüllen sind (Art. 27 Abs. 2 ATSG). Eine ungenügende oder 
fehlende Wahrnehmung der Beratungspflicht nach Art. 27 Abs. 2 ATSG 
kommt gemäss konstanter Rechtsprechung einer falsch erteilten Auskunft 
des Versicherungsträgers gleich. Dieser hat in Nachachtung des Vertrau-
ensschutzprinzips hierfür einzustehen, sofern sämtliche Voraussetzungen 
des öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutzes erfüllt sind (BGE 131 V 472 
E. 5 S. 481; SVR 2012 ALV Nr. 3 S. 7 E. 5.1.3).

3.3.3 Der Grundsatz des Vertrauensschutzes gilt nicht nur dann, wenn die 
Bürgerin oder der Bürger Dispositionen getroffen haben, die nicht ohne 

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Nachteil rückgängig gemacht werden können, sondern auch dann, wenn es 
im Vertrauen auf die Richtigkeit der behördlichen Auskunft oder Anordnung 
unterlassen wurde, Dispositionen zu treffen, die nicht mit dem früher mögli-
chen Erfolg nachgeholt werden können (BGE 110 V 145 E. 4b S. 156; SVR 
1998 AHV Nr. 30 S. 95 E. 8b).

Erforderlich ist, dass die Auskunft für die darauf folgende Unterlassung 
ursächlich war. Ein solcher Kausalzusammenhang ist gegeben, wenn an-
genommen werden kann, die versicherte Person hätte sich ohne die feh-
lerhafte Auskunft anders verhalten. An den Beweis des Kausalzu-
sammenhangs zwischen Auskunft und Disposition bzw. Unterlassung wer-
den nicht allzu strenge Anforderungen gestellt (BGE 121 V 65 E. 2b S. 67; 
SVR 2013 BVG Nr. 13 S. 49 E. 4.2.3).

3.4 Im Zusammenhang mit dem ersten Zwischenverdienst in … in den 
Monaten Januar und Februar 2013 hat sich die Beschwerdeführerin mit E-
Mail vom 4. Dezember 2012 (act. IIC 116) bei der UNIA über die Moda-
litäten eines allfälligen Zwischenverdienstes im Ausland erkundigt. In der 
Folge wurde ihr von der UNIA mit E-Mail vom 6. Dezember 2012 (act. IIC 
118) die Weisung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zum Zwi-
schenverdienst im Ausland (ALE 024-AVIG-Praxis 2007/20) zugestellt (act. 
IIC 112 f.), welche unter anderem auf die Anspruchsvoraussetzung des 
Wohnens in der Schweiz gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG verweist. Im Sin-
ne einer Nachfrage bzw. Präzisierung hielt die Beschwerdeführerin ge-
genüber der UNIA in einer weiteren E-Mail vom 7. Dezember 2012 fest 
(act. IIC 120), sie werde zur Untermiete in … wohnen, werde aber in der 
Schweiz weiterhin ihren Wohnsitz haben (sie werde sich auch nicht in … 
anmelden), dies sollte in Ordnung sein, falls dies Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG 
entspreche. Es ist nicht zu beanstanden, dass die UNIA zu diesen Aus-
führungen der Beschwerdeführerin keine weiteren Anmerkungen machte. 
Folglich musste der Beschwerdeführerin – auch ohne zusätzliche Informa-
tionen von Seiten der Arbeitslosenversicherung – bewusst sein, dass die 
Gefahr bestand, das Erfordernis des Wohnens in der Schweiz nicht mehr 
zu erfüllen, falls sich an der von ihr in der E-Mail vom 7. Dezember 2012 
umschriebenen Sachlage etwas ändern würde, was sie insbesondere mit 
der Wohnungsaufgabe (im April 2013) an der C.________ in … und dem 

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Wechsel in ein Untermietverhältnis an der D.________ in … der Fall war. 
Folglich kann nicht gesagt werden, die Organe der Arbeitslosenversiche-
rung hätten ihre Aufklärungs- und Beratungspflicht verletzt.

Selbst wenn von einer pflichtwidrig unterlassenen Information durch die 
ALV-Organe auszugehen wäre, könnte die Beschwerdeführerin daraus 
nichts zu ihren Gunsten ableiten, da eine der fünf kumulativ zu erfüllenden 
Voraussetzungen des Vertrauensschutzes nicht erfüllt ist (vgl. E. 3.3.1 
hiervor). Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Stellungnahme vom 3. Sep-
tember 2013 (act. II 39 – 41) sinngemäss geltend gemacht, wenn ihr nicht 
in Kürze weiterhin Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet werde, müsse 
sie die (per 1. August 2013 in … angetretene) Arbeitsstelle sofort aufgeben 
und in die Schweiz zurückkehren; im Einspracheverfahren führte sie zudem 
aus (act. II 14 – 16), wenn sie früher über die Anzweiflung der Vermittlungs-
fähigkeit informiert worden wäre, hätte sie selbstverständlich Bewerbungen 
in die Schweiz gerichtet und hätte die Stelle per 1. August 2013 (in …) nicht 
angenommen, sondern wäre in … geblieben und hätte von dort in beide 
Länder Bewerbungen geschrieben. Obwohl der Beschwerdeführerin entge-
gen ihrem Antrag keine Arbeitslosenentschädigung mehr ausgerichtet wur-
de, verliess sie jedoch entgegen ihrer Ankündigung die per 1. August 2013 
in … angetretene Stelle nicht und blieb in … . Dies und der Umstand, dass 
sie selbst nach der Anzweiflung der Vermittlungsfähigkeit Ende August 
2013 (act. IIB 206 f.) in … weiter arbeitete, spricht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich die Beschwerdeführerin auch bei zu-
sätzlicher (bzw. früher erfolgter) Information über das Erfordernis des Woh-
nens in der Schweiz nicht anders verhalten hätte. Folglich ist selbst unter 
der Annahme eines behördlichen Fehlverhaltens die Kausalität zwischen 
diesem und den (unterlassenen) Dispositionen der Beschwerdeführerin zu 
verneinen (vgl. E. 3.3.1 und 3.3.3 hiervor).

3.5 Abschliessend bleibt festzuhalten, dass die Situation im Januar und 
Februar 2013 (Anstellung bei E.________) mit derjenigen ab 1. August 
2013 (Anstellung bei B.________) entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 4 unten) nicht deckungsgleich war, 
was denn auch zu unterschiedlichen Rechtsfolgen führt. So war das erst-
genannte Anstellungsverhältnis vom 1. Januar bis 28. Februar 2013 befris-

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tet (act. IIC 128 – 133), wohingegen jenes ab dem 1. August 2013 unbefris-
tet war (act. II 63 – 65). Zudem hatte die Beschwerdeführerin im April 2013 
ihre Wohnsituation in der Schweiz von einer eigenen Wohnung in ein Un-
termietverhältnis verändert (act. II 39 ff.; act. IIB 182).

3.6 Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung 
- Staatssekretariat für Wirtschaft - seco

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Feb. 2014, ALV/13/1090, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Feb. 2014, ALV/13/1090, Seite 14

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.