# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9db23102-4e1e-5677-b760-f52904fd1acd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-10-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 25.10.2005 B 2005/151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2005-151_2005-10-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2005/151

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 25.10.2005

Entscheiddatum: 25.10.2005

Urteil des Verwaltungsgerichts vom 25. Oktober 2005
Ausländerrecht, Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung, Art. 7 ANAG 
(SR 142.20). Im Zusammenhang mit der Frage, ob sich ein Ausländer in 
rechtsmissbräuchlicher Weise auf eine Ehe beruft, spielen die Gründe für 
das Scheitern der Ehe bzw. für die Unmöglichkeit der Wiederannäherung der 
Ehegatten keine Rolle (Verwaltungsgericht, B 2005/151).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin lic. iur. R. 

Haltinner-Schillig

_______________

In Sachen

S.B.,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. A.,

gegen

Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

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Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ S.B., geboren am 7. November 1973, Staatsangehörige von Thailand, reiste am 10. 

Februar 2000 mit einem Besuchervisum in die Schweiz ein. Am 26. Mai 2000 heiratete 

sie den Schweizer Bürger M.B.. In der Folge wurde S.B. eine Aufenthaltsbewilligung 

zum "Verbleib beim CH-Ehemann" erteilt, die letztmals bis zum 25. Mai 2004 verlängert 

wurde.

Mit Verfügung vom 24. August 2004 lehnte das Ausländeramt das Gesuch von S.B. um 

Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab und wies sie an, die Schweiz bis 26. 

November 2004 zu verlassen. Die Verfügung wurde damit begründet, die Ehe mit M.B. 

werde nur noch aufrechterhalten, um ausländerrechtliche Ansprüche nicht untergehen 

zu lassen. Die Berufung auf die Ehe sei daher rechtsmissbräuchlich.

B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramtes vom 24. August 2004 erhob S.B. am 8. 

September 2004 Rekurs beim Justiz- und Polizeidepartement. Sie beantragte, die 

Verfügung sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern. Von einer 

Wegweisung sei abzusehen, eventuell sei die Wegweisungsfrist längstmöglich zu 

erstrecken. Das Justiz- und Polizeidepartement wies den Rekurs am 16. August 2005 

ab und lud das Ausländeramt ein, S.B. eine neue Frist zur Ausreise anzusetzen.

C./ Am 30. August 2005 erhob S.B. gegen den Rekursentscheid des Justiz- und 

Polizeidepartements vom 16. August 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie 

stellt das Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die 

Aufenthaltsbewilligung sei ab Rechtskraft des Verfahrens zu verlängern. Auf die zur 

Begründung gemachten Ausführungen wird in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Am 15. September 2005 stellte das Justiz- und Polizeidepartement den Antrag, die 

Beschwerde sei abzuweisen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

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1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). S.B. ist 

zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 

Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 30. August 2005 entspricht zeitlich, formal 

und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 

Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2./ Nach Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der 

Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) hat die Ehegattin eines Schweizer Bürgers 

Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach einem 

ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat sie 

Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung. Kein solcher Anspruch besteht nach Art. 

7 Abs. 2 ANAG, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften über 

Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern und namentlich jene über die 

Begrenzung der Zahl der Ausländer zu umgehen. Erfasst wird die sogenannte 

Scheinehe bzw. Ausländerrechtsehe, bei der die Ehegatten von vornherein keine echte 

eheliche Gemeinschaft beabsichtigten (BGE 128 II 151, 127 II 55 mit Hinweisen). Auch 

wenn die Ehe nicht bloss zum Schein eingegangen worden ist, heisst dies nicht 

zwingend, dass dem ausländischen Ehepartner der Aufenthalt ungeachtet der weiteren 

Entwicklung gestattet werden muss. Zu prüfen ist insbesondere, ob sich die Berufung 

auf die Ehe nicht anderweitig als rechtsmissbräuchlich erweist (BGE 128 II 151 mit 

Hinweisen).

a) Rechtsmissbrauch liegt vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung 

von Interessen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (BGE 128 II 

151, 127 II 56 je mit Hinweisen). Im Zusammenhang mit Art. 7 ANAG ist dies dann der 

Fall, wenn sich der Ausländer in einem fremdenpolizeilichen Verfahren auf eine Ehe 

beruft, welche nur noch formell und ohne Aussicht auf Aufnahme bzw. 

Wiederaufnahme einer ehelichen Gemeinschaft besteht (BGE 128 II 151 mit Hinweis 

auf BGE 127 II 56, 123 II 50 f.). Ein Rechtsmissbrauch darf nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht leichthin angenommen werden, namentlich 

nicht schon deshalb, weil die Ehegatten nicht mehr zusammenleben oder ein 

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Eheschutz- oder Scheidungsverfahren eingeleitet worden ist (BGE 128 II 151). Gerade 

weil der ausländische Ehegatte nicht der Willkür des schweizerischen ausgeliefert sein 

soll, hat der Gesetzgeber darauf verzichtet, die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung 

vom ehelichen Zusammenleben abhängig zu machen. Erforderlich sind konkrete 

Hinweise darauf, dass die Führung einer Lebensgemeinschaft nicht mehr beabsichtigt 

und nicht mehr zu erwarten ist (BGE 128 II 151, 127 II 57). Wie es sich damit verhält, 

entzieht sich in der Regel dem direkten Beweis und ist oft nur durch Indizien zu 

ermitteln (BGE 128 II 152, 127 II 57). Die Gründe für das Scheitern der Ehe bzw. für die 

Unmöglichkeit der Wiederannäherung der Ehegatten spielen keine Rolle, soweit mit 

einer Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft offensichtlich nicht mehr zu 

rechnen ist (BGE 128 II 154).

b) Die Beschwerdeführerin hat den Schweizer Bürger M.B. am 26. Mai 2000 geheiratet, 

worauf ihr am 30. August 2000 eine Aufenthaltsbewilligung zum "Verbleib beim CH-

Ehemann" erteilt wurde. Am 7. Februar 2002 hatten die Ehegatten ein gemeinsames 

Scheidungsbegehren eingereicht, das anlässlich der gemeinsamen Anhörung am 10. 

Mai 2002 zurückgezogen worden ist. Unbestritten geblieben ist die Feststellung der 

Vorinstanz, wonach die Ehegatten seit Februar 2002, mithin seit dreieinhalb Jahren, 

getrennt leben.

Am 21. Februar 2004 erklärte M.B. gegenüber dem Ausländeramt, er werde die 

eheliche Gemeinschaft nicht wieder aufnehmen, weil die Ehe mit der 

Beschwerdeführerin für ihn seit zwei Jahren erloschen sei. Er habe sich bereits zu 

diesem Zeitpunkt scheiden lassen wollen, die Beschwerdeführerin habe aber nicht 

eingewilligt, vermutlich aus Angst, die Aufenthaltsbewilligung könnte ihr entzogen 

werden. Des weiteren hielt er fest, seit fast zwei Jahren bestehe zwischen ihm und der 

Beschwerdeführerin kein Kontakt mehr. Aus den Schilderungen von M.B. durfte die 

Vorinstanz schliessen, dass er seit Februar 2002 keinen Ehewillen mehr hat bzw. dass 

aus seiner Sicht keine Aussicht auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft 

besteht.

Auch die Beschwerdeführerin hat in einem am 4. Mai 2004 von ihr unterzeichneten 

Schreiben gegenüber dem Ausländeramt zum Ausdruck gebracht, sie könne die Ehe 

nicht weiterführen, weil die Liebe nicht mehr da sei und weil es zu viele 

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Unstimmigkeiten und Probleme gegeben habe. Des weiteren führte sie aus, sie möchte 

sich scheiden lassen, habe aber Angst, die Schweiz verlassen zu müssen. Zutreffend 

ist zwar, dass ein Schreiben eines Bekannten der Beschwerdeführerin bei den Akten 

liegt, mit welchem dieser bestätigt, er habe diesen Text ohne Unterstützung der 

Beschwerdeführerin verfasst, in der Meinung, richtig zu handeln. Diese sei indessen mit 

dem Wortlaut nicht einverstanden, was er zu spät erfahren habe. Abgesehen davon, 

dass diese berichtigende Erklärung wenig glaubwürdig erscheint, kann diesem 

Schreiben hinsichtlich der Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem Ehemann 

entnommen werden, sie seien nicht geschieden und die Beschwerdeführerin lebe seit 

Jahren in einer eigenen Wohnung. Zutreffend ist zwar, dass die Beschwerdeführerin 

zwei Jahre früher, am 10. Mai 2002, im Rahmen des Scheidungsverfahrens zwar zu 

Protokoll gegeben hat, sie liebe ihren Ehemann noch und hoffe auf Besserung bzw. sie 

möchte der Ehe nochmals eine Chance geben. Demselben Protokoll kann indessen 

auch entnommen werden, dass sie die Trennung möchte, weil sie vom Ehemann aus 

verschiedenen Gründen terrorisiert worden sei. Im Rahmen des Rekurs- und des 

Beschwerdeverfahrens hat die Beschwerdeführerin letzteres bestätigt, indem sie 

geltend macht, sie habe das Scheidungsbegehren "unter massivem Druck" ihres 

Ehemannes unterschrieben. Er habe ihr in der Badewanne den Kopf unter das Wasser 

gedrückt. Auch sei sie von ihrem Ehemann, der kurz nach Eheschluss eine 

Drittbeziehung aufgenommen habe, bedroht und finanziell ausgenützt worden. Unter 

diesen Umständen könne nicht erwartet werden, dass sie ein "Geständnis der ewigen 

Liebe" abgebe, was in keiner Weise ehrlich wäre. Dementsprechend behauptet die 

Beschwerdeführerin nicht, sie habe sich seit der Trennung im Februar 2002 bzw. seit 

dem Rückzug des gemeinsamen Scheidungsbegehrens am 10. Mai 2002 ernsthaft um 

die Wiederherstellung einer ehelichen Beziehung zu M.B. bemüht. Bei dieser Sachlage 

ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass seit dieser Zeit keine Anhaltspunkte für 

eine Wiederaufnahme der Ehegemeinschaft bestehen.

An dieser Beurteilung ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin geltend macht, sie 

habe ihren Ehemann aus Liebe geheiratet und die Ehe hätte heute noch Bestand, wenn 

er sie menschenwürdig behandelt hätte. Die Frage, warum die Ehe nach weniger als 

zwei Jahren gescheitert ist bzw. ob diese Tatsache auf ein Fehlverhalten des 

schweizerischen Ehemannes zurückzuführen ist, ist nicht entscheidend. Sodann hilft es 

der Beschwerdeführerin nicht weiter, wenn sie sich darauf beruft, mit der Zustimmung 

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zum Rückzug des gemeinsamen Scheidungsbegehrens habe auch ihr Ehemann zum 

Ausdruck gebracht, dass ein Neuanfang geplant gewesen sei, zumal Anhaltspunkte 

fehlen, wonach einer solchen Absicht von beiden Seiten je nachgelebt worden sein 

könnte.

Die Vorinstanz und das Ausländeramt haben die Berufung der Beschwerdeführerin auf 

den formalen Bestand der Ehe somit zu Recht als missbräuchlich qualifiziert. Sie hat 

gestützt auf Art. 7 Abs. 1 ANAG keinen Anspruch auf Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung (BGE 128 II 154, 127 II 59).

3./ Nach Art. 4 ANAG entscheidet die Behörde im Rahmen der gesetzlichen 

Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen über die 

Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. Art. 4 ANAG wird durch Art. 16 ANAG 

und Art. 8 Abs. 1 der Vollziehungsverordnung zum ANAG (SR 142.201) konkretisiert. 

Danach haben die Bewilligungsbehörden die geistigen und wirtschaftlichen Interessen 

des Landes, den Grad der Ueberfremdung und die Lage des Arbeitsmarktes zu 

berücksichtigen. Entsprechend diesen Zielsetzungen ist die Zuwanderung der 

Ausländer zu begrenzen. Nach den Weisungen und Erläuterungen über Einreise, 

Aufenthalt und Arbeitsmarkt des IMES, 2. Aufl., Bern 2004, Ziff. 654, kann die 

Aufenthaltsbewilligung, namentlich zur Vermeidung von Härtefällen, auch nach der 

Auflösung der ehelichen Gemeinschaft verlängert werden. Massgebend sind 

hauptsächlich folgende Umstände: Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, persönliche 

Beziehungen zur Schweiz (insbesondere, wenn Kinder vorhanden sind), berufliche 

Situation, Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches Verhalten und 

Integrationsgrad. Zu berücksichtigen sind ferner die Umstände, die zur Auflösung der 

ehelichen Gemeinschaft geführt haben. Steht fest, dass der im Familiennachzug 

zugelassenen Person, namentlich wenn sie misshandelt worden ist, eine Fortführung 

der ehelichen Beziehung nicht länger zugemutet werden kann, ist dies beim Entscheid 

besonders in Rechnung zu stellen. Härtefälle sind zu vermeiden. Erfolgt die Auflösung 

der ehelichen Gemeinschaft nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen 

Aufenthalt von fünf Jahren, ist die Nichtverlängerung der Bewilligung sodann nur in 

Erwägung zu ziehen, wenn die Bewilligung erschlichen wurde oder ein 

Ausweisungsgrund oder ein Verstoss gegen die öffentliche Ordnung vorliegt. Ein 

Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Aufhebung der ehelichen 

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Gemeinschaft besteht auch nach der ständigen Praxis des Ausländeramtes, wenn die 

tatsächlich gelebte eheliche Gemeinschaft fünf Jahre gedauert hat (ABl 2001/32).

a) Das Verwaltungsgericht übt lediglich eine Rechtskontrolle aus (Art. 61 Abs. 1 und 2 

VRP). Im Streitfall kann somit nur geprüft werden, ob die Vorinstanz ihr Ermessen 

überschritten oder missbraucht hat und damit rechtswidrig handelte, als sie die 

Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigerte. Das Verwaltungsgericht hat den 

Ermessensspielraum der Verwaltung zu respektieren, wenn diese bei ihrem Entscheid 

von sachlichen und vernünftigen Ueberlegungen ausging, die in Einklang mit Sinn und 

Zweck des Gesetzes stehen (GVP 1998 Nr. 71 und 1996 Nr. 9). Zu prüfen bleibt somit, 

ob die Vorinstanz das ihr in Art. 4 ANAG eingeräumte Ermessen pflichtgemäss 

ausgeübt hat bzw. ob in der Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 

ein Ermessensmissbrauch bzw. eine Ermessensüberschreitung zu erblicken ist.

b) Die Beschwerdeführerin ist im Alter von rund 27 Jahren in die Schweiz eingereist 

und hält sich erst seit Februar 2000 und damit seit rund fünfeinhalb Jahren hier auf. Sie 

verbrachte somit den grössten Teil ihres Lebens im Herkunftsland. Sodann dauerten 

die ehelichen Beziehungen weniger als zwei Jahre, und die Ehe blieb kinderlos.

Die Vorinstanz geht sodann davon aus, die Beschwerdeführerin sei hier schlecht 

integriert, weil sie nur während kurzer Zeit mit ihrem schweizerischen Ehemann 

zusammengelebt habe. Auch seien ihre Deutschkenntnisse bescheiden, was sich 

daraus ergebe, dass sie ein fremdverfasstes Schreiben an das Ausländeramt 

unterschrieben habe, obschon sie dessen Inhalt offenbar nicht verstanden habe. Die 

Beschwerdeführerin wendet in diesem Zusammenhang zwar ein, sie habe die Schweiz 

trotz Eheproblemen nicht sofort verlassen, weil sie das Leben hier meistern könne und 

Heimatgefühle für dieses Land habe. Aus der Tatsache allein, dass sie sich in der 

Schweiz auch ohne Unterstützung des Ehemanns zurechtfindet, kann indessen nicht 

gefolgert werden, sie sei gut integriert, zumal anlässlich ihrer Anhörung im Rahmen des 

Scheidungsverfahrens am 10. Mai 2002 eine Dolmetscherin erforderlich war. Offen 

bleiben kann bei dieser Sachlage, ob sie das von einem Bekannten verfasste Schreiben 

an das Ausländeramt zufolge mangelnder Deutschkenntnisse oder aus anderen 

Gründen unterzeichnet hat.

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Die Vorinstanz geht weiter davon aus, die Beziehungen der Beschwerdeführerin zu 

ihrem Herkunftsland seien intakt. Die Eltern und Geschwister würden dort leben, und 

sie habe in Thailand ein Haus gebaut. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, über 

gute Beziehungen in ihre Heimat zu verfügen und dort ein Haus gebaut zu haben. Die 

Tatsache allein, dass sie behauptet, Geschwister zu haben, die in der Schweiz leben, 

rechtfertigt es jedenfalls nicht, von einem Härtefall auszugehen und die 

Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Hinzu kommt, dass sie zum Beweis keine 

näheren Angaben zu Geschwistern macht, sondern "O.H., G." und "M. M., B." angibt.

Unbestritten ist weiter, dass die Beschwerdeführerin seit Dezember 2001 bei der M. 

AG, B., angestellt ist und dass sie dort als gewissenhafte und zuverlässige Mitarbeiterin 

in der mechanischen Nacharbeit geschätzt wird. Aus der Lage auf dem Arbeitsmarkt 

ergeben sich indessen keine zwingenden Gründe für die Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung, auch wenn die M. AG der Beschwerdeführerin, die ihre 

Arbeitsstelle ohne besondere Qualifikationen angetreten hat, Weiterbildungskurse 

finanziert hat. Angesichts des Angebots an Stellensuchenden wird es der M. AG 

möglich sein, die Beschwerdeführerin zu ersetzen, auch wenn dies mit einigem 

Aufwand verbunden ist. Sodann vermag die Tatsache, dass sich die 

Beschwerdeführerin in der Schweiz korrekt verhalten hat und dass die Rückkehr in die 

Heimat mit wirtschaftlichen Problemen verbunden sein dürfte, die Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung nicht zu rechtfertigen. Zum einen entspricht es den 

Erwartungen, dass sich ausländische Staatsangehörige als Arbeitskräfte bewähren und 

nicht von Sozialhilfe abhängig sind, zum andern würde der Vollzug fremdenpolizeilicher 

Vorschriften grundsätzlich in Frage gestellt, wenn Angehörige von Ländern mit 

niedrigerem Lebensstandard nicht weggewiesen werden könnten.

Was die Umstände, die zum Scheitern der Ehe geführt haben, anbetrifft, geht die 

Vorinstanz sodann zu Recht davon aus, die Vorwürfe der Beschwerdeführerin, ihr 

Ehemann habe Gewalt angewendet und sie sei betrogen und finanziell ausgenützt 

worden, würden durch das Ehescheidungsverfahren, das im Jahr 2002 eingeleitet 

worden war, relativiert. Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin im 

Zusammenhang mit der behaupteten körperlichen Misshandlung offenbar weder einen 

Arzt aufgesucht noch ein Strafverfahren gegen ihren Ehemann eingeleitet hat, hat sie 

im geltend gemachten Fehlverhalten weder einen Trennungs- noch einen 

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Scheidungsgrund gesehen. Sie hat das Scheidungsbegehren am 10. Mai 2002 

zurückgezogen und ist nach wie vor mit M.B. verheiratet, obschon von einer ehelichen 

Beziehung seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gesprochen werden kann. Nicht 

entscheidend ist die Rüge der Beschwerdeführerin, es dürfe ihr jetzt nicht angelastet 

werden, dass sie sich nicht "sofort" habe scheiden lassen, zumal sie seither keinerlei 

Anstrengungen zur Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft unternommen hat. 

Dementsprechend vermögen die Umstände, die nach Darstellung der 

Beschwerdeführerin zur Auflösung der ehelichen Beziehung geführt haben, ebenfalls 

keinen Härtefall zu begründen.

4./ Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs, 

sGS 941.12). Sie ist mit dem gelleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu 

verrechnen.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 98bis VRP).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- bezahlt die 

Beschwerdeführerin unter Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

 

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Zustellung dieses Entscheides an:

 

am:

Rechtsmittelbelehrung:

Soweit eine Verletzung von Bundesrecht bzw. eines Rechtsanspruchs auf Erteilung 

einer Bewilligung geltend gemacht wird (Art. 100 lit. b Ziff. 3 und Art. 104 lit. a und b 

OG), kann gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen seit der Eröffnung 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Schweize-rischen Bundesgericht, 1000 

Lausanne 14, eingereicht werden.

die Beschwerdeführerin (durch Rechtsanwalt Dr. A.)–

die Vorinstanz–

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		2025-07-19T17:02:46+0200
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