# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d48714b-c0f2-59a4-a8f1-8ed5f8ed1bef
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-13
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 13.11.2025 WBE.2025.286
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2025-286_2025-11-13.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

1. Kammer 

 

WBE.2025.286 / ae / wm 
(B.2025.14)  

Art. 169 

 

Urteil vom 13. November 2025 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichterin Schircks, Vorsitz  

Verwaltungsrichterin Bärtschi 

Verwaltungsrichter Dommann  

Gerichtsschreiberin Erny  

 

 
   

Beschwerde-

führer 1 

 A._____ 

 

Beschwerde-

führerin 2 

 B._____ 

 

beide vertreten durch lic. iur. Patrick Loeb, Rechtsanwalt, 

Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau   

 

        

gegen 

 

 

  Departement Gesundheit und Soziales, Generalsekretariat, 

Bachstrasse 15, 5001 Aarau    

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Tierschutzgesetzgebung (Massnahmen 

in der Hundehaltung und Hundezucht; aufschiebende Wirkung) 

 

Entscheid des Departements Gesundheit und Soziales vom 28. Juli 2025 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

A._____ und B._____ sind seit Jahrzehnten Halter und Züchter von 

Hunden, namentlich von Pudeln. Seit 2004 sind Beanstandungen bezüg-

lich der Hundehaltung und -zucht aktenkundig. In der Hundedatenbank 

AMICUS ist ab 2015 nur noch B._____ als aktive Hundehalterin registriert.  

 

2. 

Gemäss der Datenbank AMICUS gab es im Hundebestand von B._____ 

im Jahr 2024 fünf Würfe mit insgesamt zwölf Welpen, die alle an andere 

Halter abgegeben wurden. Im Juli 2024 erfolgte eine Tierschutzmeldung, 

wonach seit mehreren Jahren Missstände bei der Tierhaltung bestünden 

und im Messiehaushalt des Ehepaars AB._____ eine medizinisch be-

denkliche Situation herrsche. Nach Vorabklärungen kündigte das Departe-

ment Gesundheit und Soziales (DGS), Amt für Verbraucherschutz, Veteri-

närdienst (nachfolgend: VeD), im November 2024 gegenüber B._____ und 

A._____ an, voraussichtlich Ende Januar 2025 eine Haltungskontrolle 

durchzuführen. Ende Dezember 2024 und Anfang Januar 2025 gingen drei 

weitere Tierschutzmeldungen ein: Die Zucht finde unter katastrophalen Be-

dingungen statt; insbesondere werde das Muttertier ständig trächtig gehal-

ten und es zeige sich ein sehr unhygienischer Zustand. Die angemeldete 

Haltungskontrolle wurde am 28. Januar 2025 in Anwesenheit der (inzwi-

schen pensionierten) Tierärztin des Ehepaars AB._____, Dr. med. vet. 

C._____, durchgeführt. 

 

B. 

Die Stv. Kantonstierärztin des VeD stellte mit Schreiben vom 4. Februar 

2025 A._____ und B._____ einen ausgearbeiteten Entwurf der vorge-

sehenen Verfügung betreffend Massnahmen gemäss Tierschutzgesetz zu 

und gab Gelegenheit zur Stellungnahme. Nach Eingang einer Stellung-

nahme des Ehepaars AB._____ stellte die Stv. Kantonstierärztin mit 

Schreiben vom 18. Februar 2025 sachverhaltliche Fragen, welche B._____ 

und A._____ unter Mithilfe von Dr. med. vet. C._____ am 25. Februar 2025 

beantworteten. Daraufhin verfügte der VeD am 12. März 2025 Folgendes: 

 

I. 
Der Hundebestand von A._____ und B._____  darf nicht erhöht werden 
und muss durch natürliche Abgänge oder Abgaben auf maximal 5 Hunde 
reduziert werden. 
 
II. 
In der Hundezucht von A._____ und B._____ dürfen pro Jahr maximal 2 
Würfe erfolgen. Die Würfe dürfen nicht mit derselben Hündin erfolgen. Die 
Hündinnen dürfen nur mit externen und nicht verwandten Rüden gedeckt 
werden. 
 

 - 3 - 

 

 

III. 
Zur Gewährleistung von Ziffer II. müssen alle Rüden innert Frist von 1 Mo-
nat ab Erhalt der Verfügung chirurgisch kastriert werden.  
 
IV. 
Es muss ab sofort eine schriftliche Dokumentation über die Zucht geführt 
werden. Diese umfasst Angaben vom Vater- und Muttertier, die Geburts-
daten der Welpen, die Anzahl geborener Welpen, der Verlauf der Aufzucht 
und die Abgabe an die neuen Halter (Zeitpunkt und Personalien der neuen 
Halter). Die Dokumentation ist jeweils bis Ende Jahr dem Veterinärdienst 
unaufgefordert einzureichen. 
 
V. 
[Kostenauflage]. 
 
VI.  
Einer Beschwerde gegen die Massnahmen gemäss Ziffern I. bis IV. wird 
die aufschiebende Wirkung entzogen. 
 
VII. 
Vorsätzliche oder fahrlässige Zuwiderhandlungen gegen diese Verfügung 
werden gestützt auf Art. 28 Abs. 3 des eidgenössischen Tierschutzgeset-
zes (TSchG; SR 455) sowie Art. 292 des eidgenössischen Strafgesetzbu-
ches (StGB, SR 311.0) mit Busse bestraft. Art. 28 Abs. 3 TSchG lautet wie 
folgt: "Mit Busse wird bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen eine 
Ausführungsvorschrift, deren Missachtung für strafbar erklärt worden ist, 
oder eine unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn gerich-
tete Verfügung verstösst". Art. 292 StGB lautet wie folgt: "Wer von einer 
zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf 
die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügungen nicht Fol-
ge leistet, wird mit Busse bestraft". 
 
VI. 
[Zustellung]. 

 

C. 

1. 

Dagegen liessen A._____ und B._____ am 14 April 2025 Beschwerde beim 

DGS erheben und folgende Anträge stellen: 

 

1. Es sei die Verfügung bezüglich Ziffer 3 vom 12.03.2025 aufzuheben. 
 
2. Es sei der Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde aufzu-

heben und dieser Beschwerde die aufschiebende Wirkung einzuräu-
men. 

 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin. 

 

In der Beschwerde wurde u.a. ausgeführt, die Beschwerdeführenden seien 

im Grundsatz mit der Verfügung der Beschwerdegegnerin einverstanden, 

einzig gegen die Ziffer III. der Verfügung werde Beschwerde erhoben; dies 

weil die Verhältnismässigkeit nicht gegeben sei und die von der "Beschwer-

 - 4 - 

 

 

deführerin" (wohl: Beschwerdegegnerin) gemachten Ausführungen nicht 

zutreffend seien. 

 

2. 

Am 28. Juli 2025 erliess das DGS, Generalsekretariat, folgenden Zwi-

schenentscheid: 

 

1. 
Der Antrag um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung gemäss 
Rechtsbegehren Ziffer 2 der Beschwerde vom 14. April 2025 wird abge-
wiesen. 
 
2. 
Die Frist gemäss Dispositiv-Ziffer III. der angefochtenen Verfügung vom 
12. März 2025 läuft 40 Tage nach Erhalt des vorliegenden Entscheids ab. 
 
3. 
Über die Kosten des vorliegenden Entscheids wird im Endentscheid ent-
schieden. 
 
4. 
Einer allfälligen Beschwerde gegen den vorliegenden Entscheid wird die 
aufschiebende Wirkung entzogen. 

 

D. 

1. 

Diesen Entscheid liessen A._____ und B._____ mit Beschwerde vom 

8. August 2025 beim Verwaltungsgericht anfechten und folgende Anträge 

stellen: 

 

1. 
Es sei der Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde aufzuhe-
ben und die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen. 
 
2. 
Es sei den Beschwerdeführenden eine Nachfrist zum Nachweis der Ab-
gabe der Hündin "E._____" zu gewähren. 
 

2. 

Mit Eingabe vom 21. August 2025 reichten die Beschwerdeführenden eine 

Bestätigung betreffend Mutation im Tierbestand ein (Abgabe der Hündin 

"E._____"). 

 

3. 

Mit Beschwerdeantwort vom 17. September 2025 beantragte das DGS, 

Generalsekretariat, die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzu-

treten sei. Unter anderem wies es bezüglich des Tierbestands auf den sich 

in den eingereichten Akten befindenden Auszug der AMICUS-Datenbank 

vom 12. September 2025 hin. 

 

 

 - 5 - 

 

 

E. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall auf dem Zirkularweg entschieden (§ 7 

des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 6. Dezember 2011 [GOG; SAR 

155.200]). 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gemäss § 3 der Verordnung über den Vollzug der eidgenössischen Tier-

schutzgesetzgebung vom 7. Juni 1982 (SAR 393.111) vollzieht der kanto-

nale VeD die Tierschutzgesetzgebung und gemäss § 1 Abs. 1 der Verord-

nung zum Hundegesetz vom 7. März 2012 (Hundeverordnung, HuV; 

SAR 393.411) die dem Kanton durch das HuG übertragenen Aufgaben. 

Beschwerden gegen Entscheide des VeD beurteilt das DGS (vgl. § 50 

Abs. 1 lit. a und Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG; 

SAR 271.200] i.V.m. § 9 Abs. 1 und § 12 lit. e der Verordnung über die De-

legation von Kompetenzen des Regierungsrats vom 10. April 2013 [Dele-

gationsverordnung, DelV; SAR 153.113]). Der Beschwerdeentscheid des 

DGS unterliegt der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (vgl. § 54 Abs. 1 

VRPG). Insofern ist das Verwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegen-

den Beschwerde zuständig. 

 

2. 

Verfahrensleitende Zwischenentscheide sind in der Regel nicht selbständig 

mit Beschwerde anfechtbar. Ausnahmsweise angefochten werden können 

sie, wenn sie für den Beschwerdeführer einen später nicht wiedergutzuma-

chenden Nachteil bewirken können, der mit dem Entscheid in der Hauptsa-

che nicht mehr vollständig beseitigt werden kann (vgl. Entscheid des Ver-

waltungsgerichts WBE.2024.175 vom 3. September 2024, Erw. I/1 mit Hin-

weisen; MICHAEL MERKER, Rechtsmittel, Klage und Normenkontrollverfah-

ren nach dem aargauischen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, 

Kommentar zu den §§ 38-72 [a]VRPG, Zürich 1998, § 38 N. 59).  

 

Die aufschiebende Wirkung verhindert die Vollstreckung einer Verfügung 

während des Beschwerdeverfahrens (vgl. § 46 Abs. 1 und § 76 Abs. 1 

VRPG). Mit dem Zwischenentscheid vom 28. Juli 2025 bestätigt das DGS 

den Entzug der aufschiebenden Wirkung und bezweckt damit, dass die 

vom VeD angeordneten Massnahmen während des Rechtsmittelverfah-

rens vollstreckbar sind bzw. bleiben. Die Beschwerdeführenden sind dem-

nach insbesondere verpflichtet, innerhalb der festgelegten Frist alle Rüden 

einer chirurgischen Kastration zu unterziehen. Sie machen diesbezüglich 

geltend, der tiefgreifende Eingriff in die körperliche Unversehrtheit der Rü-

den gelte als schützenswertes ideelles Interesse. Der chirurgische Eingriff 

 - 6 - 

 

 

lässt sich mit dem Entscheid in der Hauptsache nicht mehr beseitigen, wes-

halb der Zwischenentscheid des DGS vom 28. Juli 2025 selbständig mit 

Beschwerde anfechtbar ist. 

 

3. 

Das Verfahren und der Entscheid in der Sache sind grundsätzlich auf den 

Streitgegenstand begrenzt. Streitgegenstand kann in einem Rechtsmittel-

verfahren nur sein, was die Vorinstanz überhaupt entschieden hat oder zu 

entscheiden gehabt hätte, also was Thema des im Anfechtungsobjekt ent-

haltenen Entscheiddispositivs war oder hätte sein müssen. Als zweites Ele-

ment sind die Parteibegehren heranzuziehen, die den Streitgegenstand auf 

Teile des jeweiligen Anfechtungsobjekts beschränken können (vgl. Ent-

scheid des Verwaltungsgerichts WBE.2024.313 vom 19. September 2025, 

Erw. I/2.2 mit weiteren Hinweisen).  

 

Der Streitgegenstand beschränkte sich im vorinstanzlichen Verfahren auf-

grund der Beschwerdeanträge der Beschwerdeführenden auf Ziffer III der 

Verfügung des VeD vom 12. März 2025 (chirurgische Kastration aller Rü-

den). Im angefochtenen Zwischenentscheid vom 28. Juli 2025 wies das 

DGS den Antrag betreffend Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-

kung ab. Der Streitgegenstand ist im verwaltungsgerichtlichen Beschwer-

deverfahren somit auf die Frage beschränkt, ob im vorinstanzlichen Ver-

fahren die aufschiebende Wirkung der Verwaltungsbeschwerde entzogen 

bleibt oder sie wiederherzustellen ist. Soweit in der Verwaltungsgerichtsbe-

schwerde vom 8. August 2025 in Antrag 2 die Gewährung einer Nachfrist 

zum Nachweis der Abgabe der Hündin "E._____" beantragt wird, ist von 

vornherein nicht auf die Beschwerde einzutreten. 

 

4. 

Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Auf die form- und fristgerecht erhobene Beschwerde ist – abgese-

hen von Antrag 2 – einzutreten. 

 

5. 

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können die unrichtige oder unvoll-

ständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen gerügt 

werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). Die Rüge der Unangemessenheit ist demge-

genüber unzulässig (Umkehrschluss aus § 55 Abs. 3 VRPG). 

 

II. 

1. 

1.1. 

Der VeD entzog in Dispositiv-Ziffer VI der Verfügung vom 12. März 2025 

einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (vgl. vorne lit. B). 

Das DGS wies den Antrag um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-

 - 7 - 

 

 

kung ab (vgl. vorne lit. C/2). Materiell zu prüfen ist, ob zu Recht auf eine 

Wiederherstellung verzichtet wurde. 

 

1.2. 

Der Beschwerde kommt gemäss § 46 Abs. 1 VRPG die aufschiebende Wir-

kung zu, wenn nicht aus wichtigen Gründen im angefochtenen Entscheid 

oder durch besondere Vorschrift etwas anderes bestimmt wird. Wichtige 

Gründe ergeben sich aus öffentlichen oder privaten Interessen, welche das 

entgegenstehende Interesse am Bestand der aufschiebenden Wirkung klar 

überwiegen müssen (MERKER, a.a.O., § 44 N. 28). Der Entzug der auf-

schiebenden Wirkung lässt sich nicht allein mit denselben Argumenten be-

gründen, welche zum Erlass der angefochtenen Verfügung geführt haben; 

verlangt wird beispielsweise eine zusätzlich unmittelbar drohende Gefahr 

bzw. es muss sich um sachlich gewichtige und zeitlich dringende Interes-

sen handeln (MERKER, a.a.O., § 44 N. 29 f.). Es muss sich als notwendig 

erweisen, die fraglichen Vorkehren sofort zu treffen, um die betroffenen In-

teressen zu wahren. Zeitliche Dringlichkeit besteht, wenn mit der Mass-

nahme nicht zugewartet werden kann, bis das (Hauptsache-)Verfahren ab-

geschlossen ist, weil sich nach dem voraussehbaren Kausalverlauf der dro-

hende Nachteil bzw. die abzuwendende Gefahr bis dahin bereits verwirk-

licht haben wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_351/232 vom 6. Sep-

tember 2024, Erw. 3.5, mit Hinweisen). 

 

1.3. 

Der Entscheid über die aufschiebende Wirkung erfolgt ohne weitere Be-

weiserhebungen unter Berücksichtigung der Aktenlage. Es genügt für ei-

nen negativen Entscheid, dass eine Gefährdung des öffentlichen Interes-

ses aufgrund einer summarischen Prüfung als wahrscheinlich oder doch 

überwiegend möglich erscheint, auch wenn das Sachverfahren in der Folge 

allenfalls zu einem abweichenden Resultat führen sollte (Urteil des Bun-

desgerichts 2C_465/2015 und 2C_507/2015 vom 8. September 2015, 

Erw. 3.3.1; vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI/BUNDI, Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 4. Aufl. 2025, Rz. 1081). 

 

2. 

2.1. 

Die Vorinstanz verweist zunächst auf die Ausführungen des VeD: Dieser 

habe den Entzug der aufschiebenden Wirkung begründet mit der unmittel-

baren Tierschutzgefährdung, früheren Kontrollbefunden, den konkreten 

Missständen in der Hundehaltung, unzureichenden alternativen Massnah-

men und dem gesundheitlichen Zusatznutzen. Er argumentiere überzeu-

gend, dass die momentane Zuchtpraxis der Beschwerdeführenden nicht 

geeignet sei, eine artgerechte und tierschutzkonforme Haltung sicherzu-

stellen. Während eines monatelangen Beschwerdeverfahrens könnten un-

kontrollierte Deckakte und genetisch problematische Verpaarungen entste-

hen. Der Vollzug müsse darum sofort erfolgen, um Welpen vor tierschutz-

 - 8 - 

 

 

widrigen Bedingungen zu schützen. Insbesondere sei festgestellt worden, 

dass unkastrierte Rüden nicht konsequent von läufigen Hündinnen ge-

trennt würden, was eine unkontrollierte Vermehrung ermögliche und Ge-

burtsprobleme zur Folge gehabt habe. Allein die chirurgische Kastration 

garantiere, dass weitere Deckakte ausblieben. Die Kastration vermindere 

bei älteren Rüden das Krebsrisiko und sei unkompliziert durchführbar, so 

dass das Risiko für die betroffenen Tiere minimal bleibe.  

 

Die Vorinstanz führte weiter aus, die chirurgische Kastration sei geeignet, 

das öffentliche Interesse am Tierschutz und der Verhinderung tierschutz-

widriger Zustände sicherzustellen, weil sie eine dauerhafte und verlässliche 

Kontrolle der Fortpflanzung ermögliche. Dadurch werde verhindert, dass es 

zu unkontrollierter oder tierschutzwidriger Vermehrung komme, etwa durch 

Inzucht oder Überzüchtung. Unter dem Aspekt der Erforderlichkeit argu-

mentierte die Vorinstanz, es gebe nur sehr begrenzte Möglichkeiten, eine 

Deckung in der Hundezucht präventiv zu unterbinden ohne auf operative 

oder hormonelle Eingriffe zurückzugreifen, namentlich eine konsequente 

räumliche Trennung von geschlechtsreifen Rüden und – insbesondere läu-

figen – Hündinnen. Das erfordere jedoch bauliche Massnahmen, eine lü-

ckenlose Überwachung und ein hohes Mass an Disziplin seitens der Halter. 

Mildere, weniger belastende, aber gleichermassen wirksame Massnahmen 

erschienen mit Bezug auf die von den Beschwerdeführenden praktizierte 

Zucht nicht erfolgsversprechend. Vielmehr bestehe die dringliche Gefahr, 

dass es bereits während des laufenden Verfahrens zu weiteren Verletzun-

gen des Tierwohls kommen würde, sollte die aufschiebende Wirkung wie-

derhergestellt werden. Die Anordnung diene ferner nicht primär der Unter-

bindung genetisch problematischer Verpaarungen, sondern der Einhaltung 

der Beschränkung auf maximal zwei Würfe pro Jahr. Die Dringlichkeit er-

gebe sich aus der derzeitigen Gefährdungslage, die sich im anhaltenden 

unmittelbaren Risiko einer unkontrollierten Vermehrung und genetisch 

problematischen Verpaarungen widerspiegle. Insgesamt zeige sich, dass 

ohne medizinische Eingriffe nur ein sehr schmaler Handlungsspielraum 

bleibe, der stark von der Zuverlässigkeit und Kooperationsbereitschaft der 

Halter abhänge. In Fällen, in denen diese nicht gewährleistet sei oder be-

reits tierschutzwidrige Zustände vorgelegen hätten, reichten solche Mass-

nahmen nicht aus, um das Risiko unkontrollierter, tierschutzwidriger Fort-

pflanzung wirksam zu unterbinden. Die Operation von Rüden sei minimal-

invasiv, risikoarm und etabliert. Die dauerhafte Unfruchtbarkeit stehe in ei-

nem vernünftigen Verhältnis zum vorrangigen, unbestreitbaren öffentlichen 

Interesse an der Verhinderung von Tierleid und Geburtskomplikationen, der 

Einhaltung klarer tierschutzrechtlicher Vorgaben sowie der Sicherstellung 

kontrollierter Zuchtbedingungen. Insofern seien die Wirkungen des Ent-

zugs der aufschiebenden Wirkung auch zumutbar. 

 

 - 9 - 

 

 

2.2. 

Die Beschwerdeführenden bringen vor, die Sachlage habe sich inzwischen 

wesentlich geändert, da sie über keine fortpflanzungsfähigen Hündinnen 

mehr verfügen würden. Sie seien gegenwärtig ausschliesslich Halter der 

kastrierten Hündin "D._____". Die anderen beiden Hündinnen, welche in 

der Verfügung des VeD aufgelistet würden ("F._____" und "E._____"), 

seien abgegeben worden. Die zuvor nicht kastrierten Tiere befänden sich 

nicht mehr in ihrem Besitz. Infolgedessen existiere auch keine aktive 

Zuchtpraxis mehr, die Anlass zu tierschutzrechtlichen Beanstandungen 

geben könnte. Die angeordnete Kastration bedeute einen endgültigen 

Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit und damit einen tiefgreifenden Eingriff 

in die Unversehrtheit der Rüden, die als schützenswertes Interesse gelte. 

Es liege ein klassischer Fall eines nicht wiedergutzumachenden Nachteils 

vor, der die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung zwingend 

gebiete. 

 

2.3. 

Die Vorinstanz bestreitet in ihrer Beschwerdeantwort insbesondere, dass 

die Beschwerdeführenden ausschliesslich Halter der kastrierten Hündin 

"D._____" seien. Gemäss Auszug der Datenbank AMICUS vom 

12. September 2025 seien diese nach wie vor Halter von zwei weiteren 

Weibchen, die – nach Rücksprache mit dem VeD – auch nicht kastriert 

seien. Die chirurgische Kastration sei zwar irreversibel, jedoch rechtlich 

zulässig und sachlich geboten, wenn wie vorliegend konkrete 

Anhaltspunkte für eine illegale Zucht ohne Bewilligung bestünden, 

unkastrierte Hündinnen gehalten würden und Wiederholungsgefahr 

bestehe. Die Gefahr, dass ohne sofortige Intervention erneut gezüchtet 

werde und Dispositiv-Ziffer II der angefochtenen Verfügung vom 12. März 

2025 nicht gewährleistet sei, sei nach wie vor gegeben. Die präventive 

Wirkung der Massnahme entfalte sich nur durch sofortige Vollstreckung. 

 

2.4. 

2.4.1. 

Das öffentliche Interesse an einer artgerechten Haltung der Tiere ergibt 

sich aus Art. 80 Abs. 2 lit. a der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101) sowie aus Art. 1 

TSchG, wonach Würde und Wohlergehen der Tiere zu schützen sind. Die-

ses öffentliche Interesse ist gewichtig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_440/2024 vom 20. März 2025, Erw. 5.4, mit Hinweis).  

 

Dem öffentlichen Interesse gegenüber stehen die privaten Interessen der 

Beschwerdeführenden. In der Beschwerdeschrift wird diesbezüglich – 

nachdem keine aktive Zuchtpraxis mehr bestehe – einzig erwähnt, dass die 

angeordnete Kastration einen endgültigen Verlust der Fortpflanzungsfähig-

keit der Rüden und damit einen tiefgreifenden Eingriff in deren körperliche 

Unversehrtheit bedeute, was als ideelles Interesse gelte. 

 - 10 - 

 

 

 

2.4.2. 

Aus den vorliegenden Akten geht hervor, dass es bei den Beschwerdefüh-

renden bezüglich der Hundehaltung und -zucht seit vielen Jahren zu Vor-

fällen und Beanstandungen gekommen ist:  

 

Bereits im Jahr 2004 wurden die Beschwerdeführenden aufgefordert, keine 

Hunde in Transportboxen zu halten und die völlig unzureichende Hygiene 

zu verbessern (Verfügung des Veterinäramts Kanton Thurgau vom 15. Juli 

2004 [act. 57 ff.], Mitteilung des VeD vom 29. November 2004 [act. 65 ff.]). 

2006 und 2011 konnten nach Tierschutzmeldungen aufgrund fehlender 

Mitwirkung der Beschwerdeführenden keine unangemeldeten Kontrollen 

durchgeführt werden (act. 80 ff., act. 84 ff.).  

 

Nach weiteren Tierschutzmeldungen wurden mehrere unangemeldete 

Kontrollen durchgeführt: Am 12. November 2014 fand der VeD u.a. neun 

Hunde in teilweise aufeinander gestapelten Transportboxen vor, Boxen 

und Räume waren in einem verdreckten Zustand (act. 112 ff.). Bei der Kon-

trolle des VeD vom 30. Januar 2015 befanden sich einzelne Hunde in 

Transportboxen; alle Räume des Hauses waren in einem nicht akzeptablen 

Hygienezustand (u.a. herumliegender Rattenkot [act. 135 ff.]). Am 17. Mai 

2018 traf der VeD anlässlich der Kontrolle auf 13 Hunde, die z.T. in einem 

mässigen Pflegezustand waren (verfilztes Fell), ein Hund wurde in einer 

verdreckten Transportbox vorgefunden und im Wohnzimmer war eine an-

geknotete Leine, woran zeitweise Hunde festgebunden worden seien; der 

Hygienezustand der Wohnung war unzureichend (nur ein Jahr nach Umzug 

vom alten Wohnort [act. 155 ff. 191 ff.]). 

 

Die 2019 geplante, unangemeldete Kontrolle konnte aufgrund der fehlen-

den Kooperation der Beschwerdeführenden nur mit Verzögerung stattfin-

den, bis zum Eintreffen der die Beschwerdeführenden unterstützenden 

Tierärztin Dr. med. vet. C._____ (act. 206 ff. [Bericht VeD: "es könnte sein, 

dass sie {die Beschwerdeführerin} Mängel beseitigt hat (wie Hunde aus 

Käfigen gelassen o.ä.)"]).  

 

Ab 2020 fanden keine unangemeldeten Kontrollen des VeD mehr statt, viel-

mehr informierte sich die ab dann zuständige StV Kantonstierärztin des 

VeD nach Eingang von Tierschutzmeldungen im März 2020, Juli und Okto-

ber 2024 bei Dr. med. vet. C._____ telefonisch nach der Situation (act. 216 

ff., 232 f., 236). Ab November 2024 kommunizierte die StV 

Kantonstierärztin mit Dr. med. vet. C._____ per WhatsApp und Mail 

(act. 248 ff.) und kündigte schliesslich mit Schreiben vom 26. November 

2024 eine Kontrolle bei den Beschwerdeführenden per Ende Januar 2025 

an (act. 252 f.). 

  

 - 11 - 

 

 

2.4.3. 

Gemäss Kontrollbericht (act. 311 ff.) fand die Kontrolle vom 28. Januar 

2025 in Begleitung von Dr. med. vet. C._____ statt, welche die 

Beschwerdeführenden beim Aufräumen und Entmisten unterstütze. Diese 

habe folgende Angaben gemacht:  

- In den letzten Wochen seien rund 2,5 Tonnen Abfall entsorgt wor-

den 

- die Hunde würden regelmässig entwurmt und durch die Tierklinik 

K._____ betreut 

- momentan befinde sich eine Hündin in der Klinik (Verdacht Pyo-

metra) 

- die Hundeboxen (Transportboxen) seien schon lange entfernt wor-

den 

- der Hundebestand sollte nicht mehr erhöht werden. 

 

Die Beschwerdeführenden seien kooperativ gewesen und hätten Zutritt zu 

allen Räumlichkeiten gewährt. Nach wie vor befänden sich viele Gegen-

stände, Möbel und Kleider im Haus, es sei jedoch deutlich aufgeräumter 

und entrümpelter als bei den letzten Kontrollen. Das Haus sei immer noch 

schmuddelig und der Geruch gewöhnungsbedürftig. Der Boden sei teil-

weise klebrig und schmutzig gewesen. Die Beschwerdeführenden hätten 

Folgendes angegeben: 

- Einmal täglich fänden Spaziergänge statt; die Hunde würden in 

zwei Gruppen aufgeteilt, pro Gruppe 1,5 bis 2 Stunden Spazier-

gang; die Beschwerdeführenden führten die Hunde mit dem 

Elektroroller aus 

- Futter: die Beschwerdeführerin koche für die Hunde 

- J._____ habe letztes Jahr für sie Arbeiten erledigt und im 

Gegenzug zwei Hunde aus ihrer Zucht erhalten. Die Arbeit habe im 

Füttern der Welpen und "Herrichten" des Welpenzimmers bestan-

den. 

- Die von J._____ eingereichte Fotos – vgl. das dem VeD am 

8. Januar 2025 eingereichte Bildmaterial (act. 274 ff.) – seien ge-

stellt und konstruiert. Der Kot auf dem Boden sei im Welpenzim-

mer, welches J._____ hätte putzen sollen; die Welpen seien nicht 

stubenrein. Zudem seien die Fotos erstellt worden, als die 

Beschwerdeführerin im Spital gewesen sei (ab November 2024). 

Die Würmer im Kot seien ebenfalls so konstruiert worden. 

- Die Beschwerdeführerin habe eine FBA-Ausbildung; das Diplom 

habe sie nicht vorlegen können. 

- Zur Zucht habe die Beschwerdeführerin angegeben, dass sie keine 

Bestandeskontrolle führe; sie habe drei Zuchthündinnen und die 

Väter würden gezielt ausgewählt, es fände keine Inzucht statt. Läu-

fige Hündinnen würden von der Gruppe abgetrennt. 

 - 12 - 

 

 

- Sie habe nicht gewusst, dass sie maximal drei Würfe pro Jahr ha-

ben dürfe; sie möchte weiterzüchten, da sie bereits wieder eine 

lange Warteliste für Welpen habe 

- Sie werde den Hundebestand sicher nicht weiter erhöhen. 

 

Es seien zehn Hunde angetroffen worden, ein Hund befinde sich in der 

Tierklinik in Behandlung. Es sei betreffend die Hunde Folgendes festge-

stellt worden: Kein übermässiges Aggressionsverhalten; es gebe diverse 

Rückzugsmöglichkeiten und Liegeplätze; es seien keine Transportboxen 

im Haus (diese seien in der Garage); Wasser in diversen Näpfen vorhan-

den; die Hunde seien alle normalgewichtig; Fell: teilweise Verklebungen im 

Fell (Kot?); ein alter Zwergpudel sei gestresst und zitternd im Hundebett; 

eine läufige Hündin sei ständig von einem Rüden belästigt und bestiegen 

worden, diese Hündin sei somit nicht von der Gruppe abgetrennt gewesen. 

 

Der VeD habe die Beschwerdeführenden darüber informiert, dass neben 

J._____ auch weitere Personen Strafanzeige gegen sie erstatten wollten. 

Das weitere Vorgehen werde geprüft. Der VeD erachte es als wichtig, dass 

der Hundebestand nicht nur stagniere, sondern mittel- bis langfristig 

reduziert werde. Die Zucht müsse verbessert werden, es dürften maximal 

drei Würfe jährlich stattfinden. Die Beschwerdeführenden seien darüber 

informiert worden, dass weitere Kontrollen stattfinden würden, jedoch 

unangemeldet. 

 

2.4.4. 

Vorab ist festzuhalten, dass eine kantonale Bewilligung benötigt, wer mehr 

als zwanzig Hunde oder drei Würfe Hundewelpen pro Jahr züchtet und aus 

der eigenen Nachzucht abgibt; die maximale Dauer der Bewilligung beträgt 

zehn Jahre (vgl. Art. 101 lit. c und Art. 101b Abs. 2 TSchV). In den Akten 

liegt lediglich ein Ausbildungsnachweis für gewerbsmässige Züchter von 

Heimtieren von 2013 (act. 390). Nachdem die Beschwerdeführenden nicht 

über die erforderliche Bewilligung als Hundezüchter verfügen, entfällt von 

vornherein ein privates Interesse an der (Fortsetzung der) Hundezucht. 

Weiter ist die Behauptung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wonach 

die Beschwerdeführenden ausschliesslich Halter der kastrierten Hündin 

"D._____" seien und die anderen beiden Hündinnen ("F._____" und 

"E._____") abgegeben worden seien, aktenwidrig: Gemäss Auszug aus der 

Datenbank AMICUS vom 12. September 2025 ist die Beschwerdeführerin 

Halterin von folgenden Hündinnen: "D._____", "G._____" und "H._____" 

(act. 474). Gemäss Beschwerdeantwort sind die Hündinnen "G._____" und 

"H._____" nicht kastriert. In den Akten liegt eine Bestätigung von 

Dr. med. vet. I._____ vom 11. Februar 2025, wonach die Hündin "H._____" 

kastriert sei (act. 334). Damit ist die Beschwerdeführerin aber nach 

gegenwärtiger Aktenlage weiterhin Halterin mindestens einer nicht kastrier-

ten Hündin.  

 - 13 - 

 

 

Auch wenn bei der am 28. Oktober 2014 geborenen Hündin altersbedingt 

von einer abnehmenden Fruchtbarkeit auszugehen ist, so erscheint eine 

Trächtigkeit auch im höheren Alter jedenfalls nicht als ausgeschlossen. An-

hand der vorliegenden Aktenlage ist eine konsequente räumliche Trennung 

der Hündin von den – wie die Vorinstanz überzeugend ausführte – nach 

wie vor deckungsfähigen Rüden nicht gewährleistet. Die StV Tierärztin des 

VeD war anlässlich der Kontrolle vom 28. Januar 2025 von der Läufigkeit 

einer nicht separat gehaltenen Hündin ausgegangen, was die Beschwer-

deführenden mit Stellungnahme vom 12. Februar 2025 bestritten (act. 363 

ff.). Die besagte Stellungnahme war von Dr. med. vet. C._____ verfasst 

worden, die den Beschwerdeführenden nahesteht (vgl. bereits das 

Schreiben von 2018 an den VeD [act. 188], sodann die Korrespondenz von 

November 2024 [act. 249 ff.]). Ihre Darlegungen können daher nicht als 

objektive Feststellungen aufgefasst werden, weshalb jedenfalls nach 

summarischer Betrachtung nicht auszuschliessen ist, dass die Gefahr 

unkontrollierter Fortpflanzung bei fehlender Trennung der Rüden und der 

(läufigen) Hündin weiterhin besteht.  

 

Die Entwicklung seit 2004 hat zudem gezeigt, dass die Beschwerdeführen-

den ihnen auferlegte Massnahmen jeweils nicht oder höchst unzureichend 

umgesetzt haben (act. 57 ff., 65 ff., 112 ff., 135 ff., 191 ff.). Beispielhaft her-

vorzuheben sei an dieser Stelle etwa das Verbot der Haltung von Hunden 

in Transportboxen, welches bereits im Jahr 2004 ausgesprochen wurde. 

Trotz wiederkehrender Beanstandungen haben sich die Beschwerdefüh-

renden mindestens 14 Jahre lang um dieses Verbot foutiert (siehe vorne 

Erw. II/2.4.2). Bei unangemeldeten Kontrollen zeigten sich jeweils unhalt-

bare Zustände bezüglich der Hundehaltung und Hygiene. Selbst bei ange-

kündigten Haltungskontrollen waren deutliche Defizite ersichtlich, so auch 

bei derjenigen vom 28. Januar 2025, obwohl diese (mindestens) zwei Mo-

nate vorher angekündigt worden war. Die Räume präsentierten sich teil-

weise schmutzig; die zuvor entsorgten Unmengen von Abfall (gemäss 

Dr. med. vet. C._____: 2,5 Tonnen) lassen erahnen, in welchem Zustand 

sich das Haus der Beschwerdeführenden bis vor dieser Kontrolle befunden 

haben muss. Teilweise fanden sich Verklebungen im Fell der Hunde, mut-

masslich Kot. Offensichtlich waren die Beschwerdeführenden mit der Hun-

dehaltung längst überfordert. 

 

Die Beschwerdeführenden sind nach der Aktenlage nicht im Stande, die 

konsequente räumliche Trennung der Rüden von den Hündinnen (insbe-

sondere bei Läufigkeit) zu gewährleisten. Zudem äusserte die Beschwer-

deführerin vor Ort am 28. Januar 2025 den klaren Wunsch, weiterzüchten 

zu wollen aufgrund der langen Warteliste (act. 316). Ob es zutrifft, dass – 

gemäss Beschwerdeschrift – nun keine aktive Zuchtpraxis mehr bestehen 

soll, erscheint fraglich. Jedenfalls besteht keinerlei Gewähr dafür, dass die 

Zucht mit den eigenen Rüden tatsächlich bereits während des Rechtsmit-

telverfahrens komplett eingestellt wird, ebenso wenig dafür, dass keine zu-

 - 14 - 

 

 

sätzlichen (unkastrierten) Hündinnen im Haushalt der Beschwerdeführen-

den aufgenommen werden bzw. inzwischen aufgenommen worden sind. 

Ohne Kastration der Rüden droht eine unkontrollierte Fortpflanzung im 

Hundebestand, und zwar unabhängig davon, ob dies mit Inzucht verbun-

den wäre. Eine Gefährdung des Tierwohls bei einer Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung ist zumindest überwiegend wahrscheinlich. Da 

die Kastration von Rüden ein unkomplizierter und risikoarmer Eingriff ist, ist 

das private Interesse der Beschwerdeführenden am Erhalt der Unversehrt-

heit ihrer Rüden jedenfalls als deutlich geringer einzuschätzen als das ge-

wichtige öffentliche Interesse am Tierwohl. Angesichts des Umstands, dass 

der VeD – wohl aus Rücksicht auf die Situation der Beschwerdeführenden 

(vgl. act. 213, 218: ab 2020 Kommunikation über Dr. med. vet. C._____) – 

sehr lange zögerlich agierte, bis er die nun verfügten Massnahmen ergriff, 

hätten die Beschwerdeführenden mehr als genügend Zeit gehabt, um dem 

Tierwohl gerecht zu werden. Eine mildere Massnahme ist vorliegend nicht 

ersichtlich, zumal wie erwähnt, zur Vermeidung unkontrollierter Fortpflan-

zung keine strikte räumliche Trennung der Hunde gewährleistet ist, eine 

langjährige Vorgeschichte sowie eine Überforderungssituation besteht (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 2C_620/2024 vom 29. Januar 2025, Erw. 7.3). 

 

Insgesamt ist der Entzug der aufschiebenden Wirkung für die Beschwerde-

führenden zumutbar und damit verhältnismässig. Aufgrund des langjähri-

gen uneinsichtigen Verhaltens der Beschwerdeführenden sind die Aussich-

ten, im Hauptverfahren zu obsiegen, im Übrigen wohl eher gering. 

 

3. 

Zusammenfassend erweist sich der vorinstanzliche Entscheid nicht als 

rechtsverletzend im Sinne von § 55 Abs. 1 VRPG, weshalb er zu bestätigen 

ist. Die dagegen gerichtete Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf ein-

zutreten ist. 

 

Die von der Vorinstanz angesetzte Frist zur Umsetzung der Massnahmen 

ist während des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens abgelaufen. Daher ist 

von Amtes wegen eine neue Frist anzusetzen (vgl. Entscheid des Verwal-

tungsgerichts WBE.2024.207 vom 30. Oktober 2024, Erw. II/3.). Diese ist 

angesichts der Dringlichkeit eher kurz zu bemessen. 

 

III. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die verwaltungsgerichtlichen Ver-

fahrenskosten unter solidarischer Haftung den Beschwerdeführenden auf-

zuerlegen (§ 31 Abs. 2 VRPG). Parteikosten sind keine zu ersetzen, weder 

an die vollständig unterliegenden Beschwerdeführenden (vgl. § 32 Abs. 2 

VRPG) noch an die nicht anwaltlich vertretene Vorinstanz (vgl. § 29 

VRPG). 

  

 - 15 - 

 

 

   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Ziffer 2 des Entscheids des DGS, Generalsekretariat, vom 28. Juli 2025 

wird von Amtes wegen abgeändert und lautet neu wie folgt: 

 

2. Die Frist gemäss Dispositiv-Ziffer III. der angefochtenen Verfü-
gung vom 12. März 2025 läuft am 4. Dezember 2025 ab. 

 

3. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer Ge-

richtsgebühr von Fr. 800.00, sind von den Beschwerdeführenden zu be-

zahlen; diese haften solidarisch. 

 

4. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführenden (Vertreter) 

das Departement Gesundheit und Soziales (DGS), Generalsekretariat 

 

Mitteilung an: 

das Amt für Verbraucherschutz, Veterinärdienst 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Zwischenentscheid kann wegen Verletzung von verfassungsmässi-

gen Rechten innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öf-

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundes-

gericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden, wenn er einen nicht wie-

der gutzumachenden Nachteil bewirken könnte (Art. 93 Abs. 1 lit. a i.V.m. 

Art. 98 BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen 

Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit 

oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 

Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 98 BGG). Die Bestimmungen über den Stillstand der 

Fristen (Art. 46 BGG) gelten nicht. 

  

Die unterzeichnete Beschwerde muss das Begehren, wie der Entscheid zu 

ändern sei, sowie in gedrängter Form die Begründung, inwiefern der ange-

fochtene Akt verfassungsmässige Rechte verletzt, mit Angabe der Beweis-

 - 16 - 

 

 

mittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als Beweismittel angeru-

fene Urkunden sind beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
 

   

Aarau, 13. November 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Schircks Erny