# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b895738b-5cec-5392-ac29-c5ffa2410687
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 26.08.2013 UE130120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE130120_2013-08-26.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: UE130120-O/U/BEE 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, und lic. iur. W. Meyer, 

Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. Ch. Negri  

 

Beschluss vom 26. August 2013 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
Beschwerdegegnerinnen 

 

betreffend Einstellung  
 
Beschwerde gegen die Einstellungs- und Überweisungsverfügung der 
Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 30. April 2013, C-6/2012/6002 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Zwischen dem Fahrradlenker A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) und 

B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1) kam es am 23. Oktober 2012 zu 

einer Kollision, bei welcher sich der Beschwerdeführer diverse Verletzungen 

zuzog (Urk. 7/1). Am 7. Dezember 2012 stellte der Beschwerdeführer einen 

Strafantrag wegen fahrlässiger Körperverletzung (Urk. 7/4/2). Mit Verfügung vom 

30. April 2013 stellte die Staatsanwaltschaft See/Oberland (nachfolgend: 

Staatsanwaltschaft) das Verfahren gegen die Beschwerdegegnerin 1 betreffend 

fahrlässige Körperverletzung ein und überwies die Akten zur weiteren 

Veranlassung an das Statthalteramt Pfäffikon (Urk. 3).  

2. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer innert Frist Beschwerde und 

beantragte sinngemäss die Aufhebung der Einstellungsverfügung und 

Durchführung einer Strafuntersuchung gegen die Beschwerdegegnerin 1 wegen 

"grobfahrlässiger" Körperverletzung. Ferner sei zur Beweisabnahme ein 

Augenschein an der Unfallstelle in Anwesenheit des Beschwerdeführers sowie 

der Beschwerdegegnerin 1 vorzunehmen (Urk. 2). Die Überweisung der Akten an 

die zuständige Übertretungsstrafbehörde wurde nicht angefochten, weshalb diese 

nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet. 

3. Mit Verfügung vom 13. Mai 2013 wurde der Staatsanwaltschaft und der 

Beschwerdegegnerin 1 Frist zur (freigestellten) Stellungnahme angesetzt (Urk. 5). 

Die Staatsanwaltschaft verzichtete am 16. Mai 2013 ausdrücklich auf 

Vernehmlassung (Urk. 6). Die Beschwerdegegnerin 1 liess sich innert Frist nicht 

vernehmen. 

II. 

1. Die Staatsanwaltschaft führt in der angefochtenen Einstellungs- und 

Überweisungsverfügung im Wesentlichen zusammengefasst Folgendes aus: Am 

- 3 - 

23. Oktober 2012, ca. 11.35 Uhr, habe die Beschwerdegegnerin 1 einen 

Personenwagen auf der Hochstrasse mit ca. 40 bis 45 km/h in Richtung Wetzikon 

gelenkt. Höhe Tumbelenstrasse habe sie rechts den Beschwerdeführer auf 

seinem Fahrrad wahrgenommen, wie dieser sich auf der vortrittsbelasteten Tum-

belenstrasse der Hochstrasse genähert habe und schliesslich in diese 

hineingefahren sei, ohne der Beschwerdegegnerin 1 den Vortritt zu lassen. Als er 

unmittelbar darauf den Fussgängerstreifen, der sich direkt nach der Einmündung 

der Tumbelenstrasse auf der Hochstrasse befinde, auf dem Fahrrad fahrend 

überquert habe, sei es trotz Ausweich- und Bremsmanöver der 

Beschwerdegegnerin 1 zur Kollision gekommen, bei welcher der 

Beschwerdeführer gestürzt sei. Der Beschwerdeführer habe sich dabei nebst 

oberflächlichen Schürfungen an der linken Hand und am linken Unterarm das 

Grundgelenk am Kleinfinger der linken Hand ausgerenkt. Es habe unter 

Lokalbetäubung wieder eingerenkt und ruhig gestellt werden müssen (Urk. 3 S. 

1). Anlässlich der Befragungen durch die Staatsanwaltschaft hätten beide 

Parteien übereinstimmend zu Protokoll gegeben, einander erst wahrgenommen 

zu haben, als sich die Beschwerdegegnerin 1 bereits Höhe Tumbelenstrasse, 

sicher in deren ersten Hälfte befunden habe. Die zulässige 

Höchstgeschwindigkeit auf der Hochstrasse betrage 50 km/h, was beiden bekannt 

gewesen sei. Dies gelte auch für die Tatsache, dass die Hochstrasse gegenüber 

der Tumbelenstrasse vortrittsberechtigt gewesen sei (Urk. 3 S. 2). Die 

Beschwerdegegnerin 1 sei aufgrund ihrer Erfahrung als Autolenkerin zwar davon 

ausgegangen, dass sich der Beschwerdeführer nicht regelkonform verhalten 

würde, das heisse, dass er trotz ihres Vortritts in die Hochstrasse einfahren 

würde. Diesem Vorhaben habe sie Rechnung getragen, indem sie vom Gas 

gegangen sei und sich in ihrer Spur links aufgehalten habe. Aufgrund der 

örtlichen Begebenheiten sowie der geringen Distanz der beiden Fahrzeuge zu 

einander habe sie jedoch davon ausgehen dürfen, dass der Beschwerdeführer 

auf dem Radweg bleiben werde. Unter den gegebenen Umständen könne der 

Beschwerdegegnerin 1 kein pflichtwidriges Verhalten vorgeworfen werden (Urk. 3 

S. 3). 

- 4 - 

2. Der Beschwerdeführer führt hierzu in der Beschwerdeschrift im 

Wesentlichen zusammengefasst aus, es habe erst am 5. Februar 2013 eine 

"Vorladung" bei der Staatsanwältin "stattgefunden". Er habe ihr den Unfall genau 

erklärt. Der von der Staatsanwältin angekündigte Augenschein am Unfallort habe 

bis heute nicht stattgefunden. Zu einem Augenschein müssten auch der 

Geschädigte und die beschuldigte Person vorgeladen werden. Die Behauptungen 

der Beschwerdegegnerin 1 seien, "so wie das" die Staatsanwältin schreibe, 

falsch. Er sei auf dem Fussgängerstreifen und nicht mehr auf der 

Tumbelenstrasse gewesen. Er habe zwei Autos vorbeifahren lassen. Da die 

Beschwerdegegnerin 1 in genügender Entfernung gewesen sei, habe er den 

Fussgängerstreifen passiert. Er sei selber auch Autofahrer. Vor einem 

Fussgängerstreifen habe der Autofahrer sein Tempo so zu reduzieren, dass er 

vor dem Fussgängerstreifen anhalten könne (Urk. 2 S. 1). Dies habe die 

Beschwerdegegnerin 1 nicht gemacht. Es sei vermutlich falsch, dass sie nur 40 

bis 45 km/h gefahren sei. Durch den wuchtigen Aufprall sei er (der 

Beschwerdeführer) vom Fussgängerstreifen weggeschleudert worden. Wenn er 

als Autofahrer Leute vor dem Fussgängerstreifen sehe, fahre er nicht 40 bis 45 

km/h. Dies sei grobfahrlässig. Es hätte keinen Zusammenstoss gegeben, wenn 

die Beschwerdegegnerin 1 ihr Tempo reduziert hätte (Urk. 2 S. 2). 

3. Soweit erforderlich, d.h. für die Entscheidfindung notwendig, ist nachfolgend 

auf die Begründung der Staatsanwaltschaft und die Vorbringen des 

Beschwerdeführers näher einzugehen. 

III. 

1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, 

den Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass 

das Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks 

steht der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Insbesondere 

hat sie diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Falles 

Wesentliches beizutragen vermögen. Sie ist aber nicht verpflichtet, alle 

erdenklichen Ermittlungshandlungen vorzunehmen. Nach Beendigung des 

- 5 - 

Untersuchungsverfahrens entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl 

zu erlassen, Anklage zu erheben oder das Verfahren einzustellen sei (Art. 318 

StPO). Eine vollständige oder teilweise Einstellung erfolgt nach Art. 319 Abs. 1 

lit. a StPO, wenn sich ein Tatverdacht nicht in einem Mass erhärten lässt, das 

eine Anklage rechtfertigt. Eine Anklage ist in der Regel nur dann zu erheben, 

wenn genügend Anhaltspunkte vorliegen, welche es rechtfertigen, das Verfahren 

weiterzuführen, und die Staatsanwaltschaft die Tatbeteiligung sowie eine Strafe 

bzw. Massnahme im Zeitpunkt der Anklageerhebung für wahrscheinlich hält. 

Keine Anklage ist zu erheben, wenn mit Sicherheit oder grosser 

Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch zu rechnen ist. Des Weiteren hat eine 

Einstellung nach Art. 319 Abs. 1 StPO zu ergehen, wenn kein Straftatbestand 

erfüllt ist (lit. b), Rechtfertigungsgründe bzw. Schuldausschlussgründe einen 

Straftatbestand unanwendbar machen (lit. c), Prozessvoraussetzungen definitiv 

nicht erfüllt werden können bzw. Prozesshindernisse aufgetreten sind (lit. d) oder 

nach gesetzlicher Vorschrift auf eine Strafverfolgung oder Bestrafung verzichtet 

werden kann (lit. e). Sinn und Zweck des Art. 319 StPO ist es, die beschuldigte 

Person vor Anklagen zu schützen, die mit einiger Sicherheit zu Freisprüchen 

führen müssten. Da die Staatsanwaltschaft nicht dazu berufen ist, über Recht und 

Unrecht zu richten, darf sie jedoch nicht allzu rasch, gestützt auf eigene 

Bedenken, zu einer Einstellung schreiten. In Zweifelsfällen beweismässiger oder 

rechtlicher Natur soll tendenziell Anklage erhoben werden. Der Grundsatz "in 

dubio pro reo" nach Art. 10 Abs. 3 StPO spielt hier nicht (vgl. zum Ganzen: 

Schmid, Handbuch des schweiz. Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009, 

N 1247 ff.; Schmid, StPO Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2009, Art. 319 N 1 

ff., insbesondere N 5; Landshut, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur 

StPO, Zürich 2010, Art. 308 N 1 f., Art. 319 N 1 ff., insbesondere N 15). 

2. Wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit 

schädigt, macht sich, auf Antrag, der fahrlässigen Körperverletzung strafbar (Art. 

125 Abs. 1 StGB). Nach Art. 12 Abs. 3 StGB begeht eine Tat fahrlässig, wer die 

Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder 

darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter 

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die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen 

persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist.  

Im Sinne einer allgemeinen Sorgfaltspflicht im Verkehr hat sich nach der 

Grundregel von Art. 26 Abs. 1 SVG jeder so zu verhalten, dass er andere in der 

ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder gefährdet noch behindert. Die 

Rechtsprechung leitete daraus den Vertrauensgrundsatz ab, gemäss welchem 

"jeder Strassenbenützer, der sich selbst verkehrsgemäss verhält, sofern nicht 

besondere Umstände dagegen sprechen, darauf vertrauen darf, dass sich die 

anderen Verkehrsteilnehmer ebenfalls ordnungsgemäss verhalten, ihn also nicht 

behindern oder gefährden". Schranke für den Vertrauensgrundsatz bildet Abs. 2 

von Art. 26 SVG, wonach besondere Vorsicht geboten ist gegenüber Kindern, 

Gebrechlichen und alten Leuten sowie wenn Anzeichen dafür bestehen, dass sich 

ein Strassenbenützer nicht richtig verhalten wird. Solche Anzeichen sind 

gegeben, "wenn aufgrund seines bisherigen Verhaltens damit gerechnet werden 

muss, dass er sich in verkehrsgefährdender Weise regelwidrig verhalten wird". 

Die abstrakte Möglichkeit eines Fehlverhaltens genügt jedoch nicht. Die 

Rechtsprechung verlangt "zuverlässige Anhaltspunkte" bzw. "konkrete 

Anzeichen" für ein Fehlverhalten eines Strassenbenützers (statt vieler: BGE 118 

IV 280 f., mit Verweisen). Wenn konkrete Anzeichen für ein unrichtiges Verhalten 

eines Strassenverkehrsteilnehmers vorliegen, ist alles Zumutbare vorzukehren, 

um einen Unfall zu verhindern, so erhöhte Aufmerksamkeit, Reduktion der 

Geschwindigkeit, bremsen, anhalten oder ausweichen (Schaffhauser, Grundriss 

des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band I, Bern 2002, 2. Aufl., S. 202, 

RZ 451). 

3.1. Der Beschwerdeführer schilderte den fraglichen Unfall in der 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 5. Februar 2013 im Wesentlichen 

zusammengefasst wie folgt: Er habe kurz angehalten, bevor er in die Hochstrasse 

eingebogen sei (Urk. 7/9 S. 5). Zwei von links kommende Fahrzeuge habe er 

durchfahren lassen. Dann habe er den Personenwagen der 

Beschwerdegegnerin 1 gesehen und habe den Abstand als genügend 

eingeschätzt, dass sie anhalten könnte. Er habe diese Einschätzung gemacht, als 

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er am Fussgängerstreifen angehalten gehabt habe. Die Beschwerdeführerin sei 

"voll" in ihn hineingefahren. Blickkontakt mit der Beschwerdegegnerin 1 habe er 

keinen gehabt, aus "dieser Distanz" sei das nicht möglich gewesen (Urk. 7/9 S. 

6). Er habe auf dem Radweg angehalten, den Kopf gedreht und gesehen, dass 

die Beschwerdegegnerin 1 weit genug weg gewesen sei um anzuhalten. Die 

Beschwerdegegnerin 1 habe ja gesehen, dass er dort die Strasse habe 

überqueren wollen. Er sei auf dem Fussgängerstreifen gestanden, und es sei klar 

gewesen (Urk. 7/9 S. 7). Er bestritt, ungebremst in die Hochstrasse gefahren zu 

sein. Er habe gesehen, dass er auf den Radweg habe einspuren können (Urk. 7/9 

S. 8). 

3.2. Die Beschwerdegegnerin 1 gab in der staatsanwaltschaftlichen 

Einvernahme vom 5. Februar 2013 im Wesentlichen zu Protokoll, sie sei die 

Strasse entlang gefahren und habe rechts auf der Strasse einen Radfahrer 

kommen sehen. Sie habe gewusst, dass sie auf der Hauptstrasse gewesen sei, 

habe jedoch ein erstes Mal gebremst, als sie gesehen habe, dass er keinerlei 

Anstalten gemacht habe zu bremsen und auch keinen Blickkontakt gesucht habe. 

Dann sei es sehr schnell gegangen. Sie sei schon ziemlich weit vorne in der 

Kreuzung gewesen, als er auf die Hochstrasse eingebogen sei. Sie habe erneut 

gebremst, da sie gesehen habe, dass sie beide nicht genügend Platz haben 

würden neben der Fussgänger-Insel, und habe eine Vollbremsung eingeleitet, als 

sie realisiert habe, dass er über den Fussgängerstreifen habe fahren wollen. Da 

sei es zum Zusammenstoss gekommen. Sie schätze, sie sei etwa 40 oder 45 

km/h gefahren, als sie sich der Verzweigung genähert habe (Urk. 7/8 S. 3). Der 

Beschwerdeführer sei nicht schnell gefahren. Ab Mitte der Verzweigung habe sie 

Bremsbereitschaft und erhöhte Aufmerksamkeit erstellt. Sie sei auch eher beim 

Mittelstreifen gefahren. Sie sei zu diesem Zeitpunkt vermutlich 25 oder 30 km/h 

gefahren. Sie habe keinen Blickkontakt mit dem Beschwerdeführer gehabt und 

dieser habe keine Zeichen gegeben (Urk. 7/8 S. 4). Der Beschwerdeführer sei 

ungebremst in die Hochstrasse eingebogen. Sie sei davon ausgegangen, dass er 

auf der Hochstrasse weiterfahren würde. Dass sich der Beschwerdeführer 

umgedreht hätte, habe sie nicht bemerkt. Als sie gemerkt habe, dass er die 

Hochstrasse auf dem Fussgängerstreifen habe überqueren wollen, habe sie eine 

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"Reflexvollbremsung" gemacht. Sie sei bereits "recht" langsam unterwegs 

gewesen. Sie sei noch auf dem Fussgängerstreifen zum Stehen gekommen (Urk. 

7/8 S. 5). 

4. Vorab ist Folgendes festzuhalten: Der Beschwerdeführer bog 

unbestrittenermassen von der nicht vortrittsberechtigten Tumbelen- in die 

Hochstrasse ein und wollte sodann die Hochstrasse auf dem Fussgängerstreifen 

auf seinem Fahrrad fahrend überqueren (Urk. 7/9 S. 5 ff., 7/8 S. 3 ff.). Ein 

Fahrzeugführer muss vor einem Fussgängerstreifen ohne Verkehrsregelung 

jedem Fussgänger oder Benützer eines fahrzeugähnlichen Gerätes, der sich 

bereits auf dem Streifen befindet oder davor wartet und ersichtlich die Fahrbahn 

überqueren will, den Vortritt gewähren (Art. 6 Abs. 1 VRV). Der Beschwerdeführer 

betrat den Fussgängerstreifen jedoch nicht als Fussgänger. Auch handelt es sich 

bei einem Fahrrad nicht um ein fahrzeugähnliches Gerät (vgl. Art. 1 Abs. 10 

VRV). Somit hatte er keinen Vortritt gegenüber der Beschwerdegegnerin 1. 

5. Gemäss der Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers hat dieser bei 

der Einbiegung in die Hochstrasse angehalten und den Fuss auf dem Boden 

abgestellt (Urk. 7/9 S. 5 f.). Er macht geltend, er habe auf dem Radweg 

angehalten und den Kopf gedreht, die Beschwerdegegnerin 1 sei weit genug 

entfernt gewesen um anzuhalten. Er stellt sich weiter auf den Standpunkt, dass er 

beim Überqueren des Fussgängerstreifens auch als Velofahrer gegenüber der 

Beschwerdegegnerin 1 Vortritt gehabt habe (vgl. Urk. 7/9 S. 5 ff.). Dies trifft 

jedoch, wie bereits ausgeführt, nicht zu. Die Beschwerdegegnerin 1 hatte am 

Fussgängerstreifen gegenüber dem Beschwerdeführer Vortritt. Geht man von den 

Aussagen des Beschwerdeführers aus, dann hatte die Beschwerdegegnerin 1 

keine Anhaltspunkte anzunehmen, dieser könnte sich regelwidrig verhalten, 

mithin auf dem Fahrrad fahrend den Fussgängerstreifen überqueren und ihr 

dadurch den Vortritt verwehren. Ausgehend von der vom Beschwerdeführer 

dargestellten Situation war demnach seitens der Beschwerdegegnerin 1 keine 

besondere Vorsicht geboten. Aus seinen Schilderungen bzw. den Akten geht 

nicht hervor, dass sich die Beschwerdegegnerin 1 unmittelbar vor dem Unfall in 

irgendeiner Art und Weise regelwidrig verhalten hätte. Der Beschwerdeführer 

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macht zwar (sinngemäss) geltend, die Beschwerdegegnerin 1 sei zu schnell 

gefahren (Urk. 2, 7/9 S. 6). Dass sie mit erhöhter bzw. einer nicht den örtlichen 

Verhältnissen angepassten Geschwindigkeit gefahren wäre, ist nicht erkennbar. 

Auf den Fotos, welche die Kantonspolizei Zürich von der Unfallendlage erstellt 

hat, ist zu sehen, dass der Personenwagen der Beschwerdegegnerin 1 auf dem 

Fussgängerstreifen, mit den linken Rädern auf dem Rand der Verkehrsinsel, zum 

Stehen kam. Vor dem Fussgängerstreifen lag der Beschwerdeführer (Urk. 7/1 S. 

5, 7/3 S. 6 f.). Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass die 

Beschwerdegegnerin 1 mit sehr geringer Geschwindigkeit gefahren ist und 

unmittelbar nach dem Zusammenstoss auf dem Fussgängerstreifen zum Stehen 

gekommen ist. Andernfalls hätte sie einen längeren Bremsweg gehabt. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass - geht man von den Aussagen des 

Beschwerdeführers aus - keine Sorgfaltspflichtverletzung der 

Beschwerdegegnerin 1 ersichtlich ist und ihr gemäss der Sachverhaltsdarstellung 

des Beschwerdeführers kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorgeworfen 

werden kann. 

Geht man von der Sachverhaltsschilderung der Beschwerdegegnerin 1 aus, so 

hatte sie hingegen konkrete Anzeichen für ein Fehlverhalten des 

Beschwerdeführers. Aufgrund seines Verhaltens, als er auf der Tumbelenstrasse 

an die Hochstrasse heranfuhr, sah sie sich - nach eigenen Angaben - jedenfalls 

dazu veranlasst, Bremsbereitschaft zu erstellen und besonders aufmerksam zu 

sein (vgl. Urk. 7/8 S. 4). Es ist jedoch davon auszugehen, dass sie alles 

Zumutbare vorgekehrt hat, um einen Unfall zu verhindern, gab sie doch zu 

Protokoll, zwei Mal abgebremst zu haben, als sie gesehen habe, dass der 

Beschwerdeführer seinerseits nicht abbremste bzw. sie beide keinen Platz haben 

würden neben der Fussgängerinsel. Als sie realisiert habe, dass der 

Beschwerdeführer über den Fussgängerstreifen habe fahren wollen, habe sie 

eine Vollbremsung eingeleitet. Auch erklärte sie, sie sei eher "Richtung 

Mittelstreifen" und "recht" langsam gefahren. Die Kollision habe sich etwa in der 

Mitte des Fussgängerstreifens ereignet und sie sei noch auf dem 

Fussgängerstreifen zum Stehen gekommen (vgl. Urk. 7/8 S. 3 ff.). Ihre Aussagen 

werden durch die oben genannten Fotos der Kantonspolizei Zürich gestützt und 

- 10 - 

es ist, wie bereits ausgeführt, davon auszugehen, dass sie beim Zusammenstoss 

mit dem Beschwerdeführer mit sehr geringer Geschwindigkeit gefahren ist. Die 

Beschwerdegegnerin 1 hat sich damit der Situation angepasst verhalten, weshalb 

ihr - auch nach ihrer eigenen Darstellung - kein sorgfaltspflichtwidriges Verhalten 

vorgeworfen werden kann. 

Es ist somit weder nach der Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers 

noch derjenigen der Beschwerdegegnerin 1 ein sorgfaltspflichtwidriges Verhalten 

der Beschwerdegegnerin 1 ersichtlich, weshalb ihr kein strafrechtlich relevantes 

Verhalten vorgeworfen werden kann. Hinweise dafür, dass sich das fragliche 

Unfallereignis ganz anders abgespielt haben könnte, als von den beiden 

Beteiligten geltend gemacht wurde, sind nicht ersichtlich. Weder sind 

entsprechende Spuren vorhanden noch sind Zeugen bekannt, welche Aufschluss 

über das Unfallereignis geben könnten.  

6. Bei gegebener Sachlage kann nicht mit einem verurteilenden Erkenntnis 

eines Gerichts gerechnet werden, weil sich auf Seiten der Beschwerdegegnerin 1 

kein strafbares Verhalten erstellen bzw. beweisen liesse. Der Beschwerdeführer 

bringt in seiner Beschwerdeschrift nichts vor, das an dieser Beurteilung etwas zu 

ändern vermöchte. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 

IV. 

1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten 

des Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). In Anwendung von 

§ 17 Abs. 1 der Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG) ist die 

Gerichtsgebühr auf Fr. 1'000.-- festzusetzen.  

2. Mangels wesentlicher Umtriebe - die Beschwerdegegnerin 1 liess sich nicht 

vernehmen - ist dieser für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung 

zuzusprechen (Art. 436 StPO in Verbindung mit Art. 429 StPO).  

 

Es wird beschlossen: 

- 11 - 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.-- festgesetzt und dem 

Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Der Beschwerdegegnerin 1 wird keine Prozessentschädigung 

zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde) 
− die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland (gegen Empfangsbestätigung) 

sowie - nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 
Rechtsmittel - unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 7) 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben 
werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 
Zürich, 26. August 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Negri 
 

	Beschluss vom 26. August 2013
	
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.

	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Der Beschwerdegegnerin 1 wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)
	 die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland (gegen Empfangsbestätigung) sowie - nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel - unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 7)