# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37b4e8b6-3b7b-55cc-ba77-cee1b1d0b90c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.08.2019 S 2018 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2018-78_2019-08-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 18 78

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Audétat
RichterIn von Salis, Racioppi 

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 20. August 2019

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian Thöny,

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. A._____ ist gelernte Kindergärtnerin und stammt aus X._____. Sie ist ver-

heiratet und hat zwei Kinder. A._____ reiste 1998 in die Schweiz ein und 

war hier ab 1. Dezember 2012 beim B._____ (ca. 15 Stunden pro Woche) 

sowie ab 1. März 2014 bei der Firma C._____ (ca. 11 Stunden pro Woche) 

als Reinigungsmitarbeiterin angestellt. Ab 29. August 2014 wurde ihr eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % infolge Krankheit attestiert.

2. Im Arztbericht vom 29. April 2014 hielt Dr. med. D._____, Facharzt FMH 

für Neurologie, fest, dass A._____ seit etwa vier Wochen Handbeschwer-

den beidseits, deutlich rechtsbetont, beklage. Er diagnostizierte ein deutli-

ches Karpaltunnelsyndrom rechts, ein leichtes bis mässiges Karpaltunnel-

syndrom links sowie eine leichte laterale Epicondylalgie (Tennisellenbo-

gen) rechts und empfahl eine operative Dekompression des N. medianus 

im Karpalkanal rechts. Am 5. September 2014 erfolgte im Kantonsspital 

Graubünden eine Operation an der rechten Hand (Karpaltunnel-Release 

rechts). Aufgrund von weiter anhaltenden Schmerzen in der rechten Hand 

scheiterte am 6. Dezember 2014 die Wiederaufnahme der Arbeit.

3. Im Arztzeugnis vom 30. Dezember 2014 stellte Dr. med. E._____, Chefarzt 

Handchirurgie, Facharzt für Chirurgie, Handchirurgie, Allgemein- und Un-

fallchirurgie folgende Diagnosen: Karpaltunnelsyndrom rechts, V.a. Rhizar-

throse (Daumensattelgelenksarthrose)/STT-Arthrose rechts und V.a. 

CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom), Dekompression N. me-

dianus rechts 04.09.2014 (recte: 05.09.2014) fecit Dr. F._____, Infiltration 

Daumensattelgelenk/STT-Gelenk rechts und CRPS-Behandlung. Er attes-

tierte A._____ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 5. September 2014 

bis vorläufig 17. Januar 2015.

4. Am 2. Februar 2015 meldete sich A._____ unter Hinweis auf eine nach der 

Operation des Karpaltunnelsyndroms aufgetretene Entzündung an der 

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rechten Hand bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend:  IV-

Stelle) zum Leistungsbezug an.

5. Am 17. Februar 2015 fand das Evaluationsgespräch Eingliederung statt. 

Dabei teilte A._____ der Eingliederungsberaterin u.a. mit, dass sie seit Au-

gust 2014 an einem Karpaltunnelsyndrom rechts leide und sich ihre ganze 

linke obere Körperhälfte seit einigen Tagen wie taub anfühle. 

6. Im Arztbericht vom 18. Februar 2015 diagnostizierte die Hausärztin Dr. 

med. G._____  ̶  mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit  ̶  einen V.a. CRPS 

bei St. n. Dekompression des N. medianus rechts, eine leichte Rhizarthrose 

rechts, eine Epicondylitis humeri radialis rechts sowie ein leichtes bis mäs-

siges Karpaltunnelsyndrom links. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit stellte die besagte Hausärztin ein polyzystisches Ovarsyn-

drom fest. Sie führte aus, dass A._____ in ihrer zuletzt ausgeübten Tätig-

keit als Raumpflegerin seit dem Operationsdatum bis anhin zu 100 % ar-

beitsunfähig sei. Bezüglich einer behinderungsangepassten Tätigkeit er-

achtete sie sämtliche auf dem Fragebogen der IV-Stelle aufgeführten Ar-

beiten als zumutbar, ausser Über-Kopf-Arbeiten, das Heben/Tragen sowie 

das Besteigen von Leitern/Gerüsten. 

7. Dr. med. E._____ kam im Arztbericht vom 3. März 2015 zum Schluss, dass 

der postoperative Verlauf kompliziert sei. Für die zuletzt ausgeübte Tätig-

keit bestehe vom 5. September 2014 bis vorläufig 31. März 2015 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit. Demgegenüber sei eine behinderungsange-

passte Tätigkeit theoretisch zu 100 % möglich, wobei allerdings das He-

ben/Tragen und das Besteigen von Leitern/Gerüsten nicht mehr zumutbar 

sei.

8. Mit Schreiben vom 2. September 2015 teilte die IV-Stelle A._____ mit, dass 

Eingliederungsmassnahmen aufgrund ihres Gesundheitszustandes zurzeit 

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nicht möglich seien und deshalb abgeschlossen würden. Am 24. Septem-

ber 2015 bejahte die IV-Stelle den Anspruch auf Arbeitsvermittlung und ge-

währte A._____ Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche. Mit Mit-

teilung vom 19. November 2015 informierte die IV-Stelle A._____ darüber, 

dass ein Arbeitsplatzerhalt zurzeit nicht möglich sei, weshalb die Arbeits-

vermittlung abgeschlossen werde.

9. Im Verlaufsbericht vom 6. Januar 2016 hielt die Hausärztin Dr. med. 

G._____ fest, dass sich keine Änderung der Diagnose ergeben habe. Im 

ärztlichen Zeugnis vom 15. März 2016 stellte die besagte Hausärztin die 

gleichen Diagnosen wie bereits im Arztbericht vom 18. Februar 2015. Zu-

sätzlich diagnostizierte sie einen V.a. Diskushernie C6 rechts und eine 

Schwangerschaft. Im ärztlichen Zeugnis vom 27. September 2016 führte 

sie als Diagnosen einen V.a. CRPS bei St. n. Dekompression des N. me-

dianus rechts, ein Schulter-Arm-Syndrom rechts bei V.a. Diskushernie C7 

rechts sowie einen V.a. Rhizarthrose rechts an.

10. Am 21. Juni 2016 bestätigte A._____, dass sie im Gesundheitsfall nach 

dem Mutterschaftsurlaub weiterhin als Reinigungsmitarbeiterin (26 Stun-

den pro Woche) arbeiten würde.

11. Gleichentags erfolgte durch die IV-Stelle eine Haushaltsabklärung. Im ent-

sprechenden Abklärungsbericht Haushalt vom 22./27. Juni 2016 wurde die 

invaliditätsbedingte Einschränkung im Haushalt mit 16.4 % bewertet.

12. Am 31. Januar 2017 erfolgte eine monodisziplinäre Abklärung durch Dr. 

med. H._____, Facharzt für Chirurgie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) 

Ostschweiz. Im entsprechenden Arztbericht vom 7. März 2017 hielt Dr. 

med. H._____ fest, dass A._____ in ihrer angestammten Tätigkeit seit dem 

29. August 2014 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Hingegen bejahte er die Ar-

beitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit. Es liege eine funktio-

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nelle Einarmigkeit vor, was bedeute, dass der linke Arm voll einsatzfähig 

sei, auch wenn dieser nicht der dominante Arm sei. Der rechtsdominante 

Arm sei in der Funktion erheblich eingeschränkt und könne allenfalls aktuell 

als Zudienhand eingesetzt werden. Angepasste Tätigkeiten seien in einem 

täglichen Pensum von bis zu 8.5 Stunden zumutbar. Dabei bestehe eine 

verminderte Leistungsfähigkeit von 20 % sowie ein erhöhter Pausenbedarf 

von 1 bis 2 Stunden pro Arbeitstag. Insgesamt betrage die Gesamtarbeits-

fähigkeit in adaptierter Tätigkeit 80 % seit 21. Juni 2016.

13. Die RAD-Ärztin Dr. med. I._____, Fachärztin für Neurologie, führte in ihrer 

neurologischen Stellungnahme vom 19. April 2017 aus, dass sich auch aus 

ihrer Sicht ein CRPS nach CTS-release rechts im September 2014 entwi-

ckelt habe. Aus den vorhandenen Berichten ergäben sich zudem keine Hin-

weise auf neue, von den Schmerzen unabhängige, eigenständige Leiden. 

Die diagnostischen Möglichkeiten seien somit erschöpft. Dr. med. H._____ 

habe im Rahmen der RAD-Abklärung einen ausführlichen symptomorien-

tierten Befund erhoben und eine umfassende Beurteilung der zumutbaren 

Arbeitstätigkeit abgegeben. Es bestehe deshalb keine Notwendigkeit einer 

zusätzlichen neurologischen Untersuchung. Sie schliesse sich der Beurtei-

lung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit an. 

14. In der Abschlussbeurteilung vom 29. Mai 2017 hielt der RAD-Arzt Dr. med. 

K._____ fest, dass ein CRPS auch nach relativ kleinen Extremitäteneingrif-

fen auftreten könne und für die Betroffenen schmerzhaft und meist stark 

einschränkend sei. Die Heilung gehe üblicherweise  ̶  wie vorliegend  ̶  sehr 

langsam vonstatten. Zwar liege grundsätzlich ein verbesserungsfähiger Zu-

stand vor, diese Verbesserung werde für die einzuschätzende Arbeitsfähig-

keit jedoch erst in ferner Zukunft relevant. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit 

liege also ein stabiler Zustand vor. Für leichte bis zeitweise mittelschwere 

körperliche Arbeiten im Wechselrhythmus ohne vollen Gebrauch der rech-

ten Hand in grob- und feinmotorischem Einsatz bestehe volle Leistungs-

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fähigkeit. In der bisherigen Tätigkeit sei A._____ seit 29. August 2014 zu 

100 % arbeitsunfähig. Die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit be-

trage 80 % seit 21. Juni 2016. Leistungsminderungen würden in dieser 

quantitativen Minderung aufgehen und seien nicht zusätzlich zu berück-

sichtigen. 

15. Mit Vorbescheid vom 30. Mai 2017 stellte die IV-Stelle in Aussicht, A._____ 

für die Zeit vom 1. August 2015 bis 30. September 2016 eine Dreiviertels-

rente (Invaliditätsgrad 66.6 %) auszurichten. Dagegen erhob A._____ am 

22. Juni 2017 Einwand und beantragte, es sei ihr für die Zeit vom 1. August 

2016 (recte: 1. August 2015) bis 30. September 2016 eine ganze Invaliden-

rente und ab 1. Oktober 2016 mindestens eine Viertelsrente auszurichten. 

Gerügt wurden im Wesentlichen die Ermittlung des Valideneinkommens 

und das Ergebnis der Haushaltsabklärung. Mit Einwandergänzung vom 2. 

August 2017 reichte A._____ einen Arztbericht der Hausärztin Dr. med. 

G._____ vom 25. Juli 2017 ein. 

16. Mit Verfügung vom 17. Mai 2018 sprach die IV-Stelle A._____ für die Zeit 

vom 1. August 2015 bis 30. September 2016 eine Dreiviertelsrente (Invali-

ditätsgrad 66.6 %) zu. Begründend wurde ausgeführt, dass A._____ ohne 

Gesundheitsschaden weiterhin ihrer Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin 

zu einem Pensum von 60 % nachgehen würde. Zu den restlichen 40 % 

würden Haushaltsaufgaben sowie die Erziehung der Kinder gehören. Auf 

der Basis der LSE 2014 (Total aller Wirtschaftszweige, Niveau 1, einfache 

Tätigkeiten, weiblich, Leistungsfähigkeit 60 %) belaufe sich das Invaliden-

einkommen (recte: Valideneinkommen) auf Fr. 28'895.--. Als Reinigungs-

mitarbeiterin sei A._____ nicht mehr arbeitsfähig. Mit dem linken Arm und 

der linken Hand seien leichte bis zeitweise mittelschwere körperliche Ar-

beiten im Wechselrythmus ohne vollen Gebrauch der rechten Hand in grob- 

und feinmotorischem Einsatz aus medizinischer Sicht seit 21. Juni 2016 zu 

80 % möglich. Dabei könnte sie gestützt auf die LSE 2014 (Niveau 1, ein-

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fache Tätigkeiten, weiblich) ein Jahreseinkommen von Fr. 23'792.80 (Inva-

lideneinkommen) verdienen. Darin enthalten sei ein Leidensabzug von 10 

%. Die Einschränkung im Haushalt sei mit 16.4 % bewertet worden. In An-

wendung der gemischten Methode resultiere somit ein Invaliditätsgrad von 

66.6 % ab 29. August 2015 bzw. von 17.2 % ab 21. Juni 2016.

17. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 15. Juni 

2018 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

den Begehren um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Ver-

vollständigung der Angelegenheit in medizinischer Hinsicht, allenfalls im 

Rahmen einer Begutachtung und daraufhin sei neu zu entscheiden. Be-

gründend wurde ausgeführt, dass der medizinische Sachverhalt ungenü-

gend ermittelt worden sei. Im Arztbericht vom 27. September 2016 weise 

Dr. med. G._____ auf ein CRPS bei St. nach Dekompression des N. me-

dianus rechts und auf ein Schulter-Arm-Syndrom rechts bei V.a. Diskus-

hernie C7 rechts hin. Seit Anfang 2017 leide die Beschwerdeführerin zu-

dem an Symptomen eines Karpaltunnelsyndroms rechts und links. Die IV-

Stelle stütze sich praktisch ausschliesslich auf den RAD-Bericht von Dr. 

med. H._____ vom 7. März 2017, wonach eine funktionelle Einarmigkeit 

vorliege, der linke Arm voll einsatzfähig sei und der rechtsdominante Arm 

trotz erheblicher funktioneller Einschränkung allenfalls aktuell als Zudien-

hand eingesetzt werden könne. Mit Arztbericht vom 11. September 2017 

habe der Neurologe Dr. med. L._____ bei der Beschwerdeführerin ein Ka-

rpaltunnelsyndrom links diagnostiziert. Wenn die Beschwerdeführerin nun 

also auch linksseitig an einem Karpaltunnelsyndrom leide, sei sie beidhän-

dig bzw. beidarmig eingeschränkt und könne damit mit Sicherheit nicht eine 

adaptierte Arbeitstätigkeit zu 80 % ausführen, geschweige denn selbst un-

ter der geforderten Mithilfe des Ehemannes den Haushalt praktisch unein-

geschränkt führen und ein Kleinkind betreuen. Zudem würden die beste-

henden beidseitigen Schmerzen die Leistungsfähigkeit zusätzlich ein-

schränken. Folglich sei die unzureichend abgeklärte medizinische Situation 

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im Rahmen eines neurologisch-rheumatologischen Gutachtens abzuklären 

und anschliessend sei erneut zu entscheiden. 

18. In der Vernehmlassung vom 3. Juli 2018 beantragte die IV-Stelle (nachfol-

gend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde unter Verweis 

auf die angefochtene Verfügung vom 17. Mai 2018. Ergänzend wurde aus-

geführt, dass die Beschwerdeführerin schon seit Jahren ebenfalls an einem 

Karpaltunnelsyndrom links leide, was auch in der RAD-Abschlussbeurtei-

lung vom 29. Mai 2017 festgehalten worden sei. Dem Arztbericht von Dr. 

med. L._____ vom 11. September 2017 könnten daher keine neuen Er-

kenntnisse entnommen werden. Entgegen der Auffassung der Beschwer-

deführerin sei der Sachverhalt vorliegend medizinisch vollständig abge-

klärt. 

19. Am 4. Juli 2018 wurde der Schriftenwechsel geschlossen. 

20. Mit Schreiben vom 5. Juli 2018 reichte der Rechtsvertreter der Beschwer-

deführerin seine Honorarnote ein.

21. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie 

auf die angefochtene Verfügung vom 17. Mai 2018 wird, soweit erforderlich, 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle 

des Kantons Graubünden vom 17. Mai 2018. Eine solche Anordnung, die 

laut Bundesrecht der Beschwerde an das Versicherungsgericht am Ort der 

verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann beim Verwaltungsgericht des Kan-

tons Graubünden als örtlich und sachlich zuständigem Versicherungsge-

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richt angefochten werden (Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Ver-

waltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie 

Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formelle und materielle Verfügungs-

adressatin ist die Beschwerdeführerin von der angefochtenen Verfügung 

überdies unmittelbar betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an de-

ren Aufhebung oder Änderung. Sie ist daher zur Beschwerdeerhebung le-

gitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die Beschwerde wurde 

zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 

Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 39 Abs. 1 ATSG sowie Art. 61 lit. b ATSG). Auf 

die Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Rentenverfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 17. Mai 2018 auf genügenden medizinischen 

Abklärungen beruht oder nicht. 

3.1. Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederher-

stellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits-

unfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid sind (lit. c). 

3.2. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle 

oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu-

mutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumut-

bare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 

(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich blei-

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bende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-

keit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder 

Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-

einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-

bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 

1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 

zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 

2).  

4.1. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie 

folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu min-

destens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf 

eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 

4.2. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 

16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestim-

mung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-

schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 

ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitslage erzielen könnte (In-

valideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkom-

men). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, 

dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-

lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Ein-

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kommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine 

Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E.1).

4.3. Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche im Aufgabenbereich (z.B. 

Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 

zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abwei-

chung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig 

sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a 

Abs. 2 IVG). 

4.4. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich 

im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen 

Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch 

im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 

28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätig-

keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 

Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 

der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode 

der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten 

anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs 

ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invali-

ditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige 

zu bemessen (Art. 27bis Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversiche-

rung [IVV; SR 831.201]). 

4.5. Ob eine versicherte Person als ganztägig oder teilzeitig erwerbstätig oder 

als nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie 

bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche 

Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Aus-

mass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zu-

gemutet werden könnte, sondern im welchem Pensum sie hypothetisch er-

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werbstätig wäre (BGE 133 V 504 E.3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundes-

gerichts 9C_335/2012 vom 17. Juli 2012 E.3.1). Bei im Haushalt tätigen 

Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und 

erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreu-

ungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten 

und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu 

berücksichtigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall 

ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht üb-

liche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 

137 V 334 E.3.2, 125 V 146 E.2c, je mit Hinweisen). 

5.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Be-

schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge-

gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf-

gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-

teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren 

sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 

der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-

mutet werden können (BGE 132 V 93 E.4 mit Hinweisen). 

5.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialver-

sicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 

Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung 

an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdi-

gen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 

unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach 

zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-

urteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 

bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

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erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist dem-

nach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-

teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun-

gen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 

125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c). 

5.3. Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be-

stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellun-

gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E.3b mit zahlreichen Hinweisen; 

vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E.4.4 f.) So ist den im Rahmen des Verwal-

tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -

ärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-

gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-

rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweis-

würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E.3b/bb 

mit Hinweisen). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das 

Gericht auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 

mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei-

felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.4.5, 

125 V 351 E.3a und 3b). Sodann kommt auch den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er-

scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 

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E.3b/ee, 122 V 157 E.1c, 135 V 465 E.4.4; Urteil des Bundesgerichts 

8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

6.1. Im konkreten Fall sind im Wesentlichen folgende medizinische Akten für 

die Streitentscheidung über den Gesundheitszustand bzw. die Arbeits-

fähigkeit der Beschwerdeführerin von Bedeutung:

6.1.1. Dr. med. D._____, Facharzt FMH für Neurologie, diagnostizierte im Arztbe-

richt vom 29. April 2014 zuhanden der Hausärztin Dr. med. G._____ bei 

der Beschwerdeführerin ein deutliches Karpaltunnelsyndrom rechts, ein 

leichtes bis mässiges Karpaltunnelsyndrom links sowie eine leichte laterale 

Epicondylalgie rechts. Er hielt u.a. fest, dass die Beschwerdeführerin seit 

etwa vier Wochen über beidseits – deutlich rechtsbetont – einschlafende 

Hände klage (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 17 S. 6 f.). 

6.1.2. Im ärztlichen Zeugnis vom 30. Dezember 2014 stellte Dr. med. E._____, 

Chefarzt Handchirurgie, Facharzt für Chirurgie, Handchirurgie, Allgemein- 

und Unfallchirurgie folgende Diagnosen: Karpaltunnelsyndrom rechts, V.a. 

Rhizarthrose/STT-Arthrose rechts und V.a. CRPS, Dekompression N. me-

dianus rechts 04.09.2014 (recte: 05.09.2014) fecit Dr. F._____, Infiltration 

Daumensattelgelenk/STT-Gelenk rechts und CRPS-Behandlung. Be-

schwerden an der linken Hand wurden im besagten Arztzeugnis nicht er-

wähnt (vgl. Bg-act. 13). 

6.1.3. Die Hausärztin Dr. med. G._____ stellte im Arztbericht vom 18. Februar 

2015 zuhanden der Beschwerdegegnerin als Diagnose mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit einen V.a. CRPS bei St. n. Dekompression des N. me-

dianus rechts, eine leichte Rhizarthrose rechts, eine Epicondylitis humeri 

radialis rechts sowie ein leichtes bis mässiges Karpaltunnelsyndrom links 

fest. Sie erachtete bezüglich einer behinderungsangepassten Tätigkeit 

sämtliche auf dem Fragebogen der Beschwerdegegnerin aufgeführten Ar-

- 15 -

beiten als zumutbar, ausser Über-Kopf-Arbeiten, das Heben/Tragen sowie 

das Besteigen von Leitern/Gerüsten (vgl. Bg-act. 17 S. 2 ff.).

6.1.4. Gemäss Arztbericht von Dr. med. E._____ vom 3. März 2015 zuhanden 

der Beschwerdegegnerin bestehe ein eindeutiges Karpaltunnelsyndrom 

rechts mit entsprechenden Gefühlsstörungen und Schmerzen. Am 5. Sep-

tember 2014 sei eine Dekompression des N. medianus rechts erfolgt. Der 

postoperative Verlauf sei kompliziert mit persistierenden Schmerzen im Be-

reich der Narbe und des Daumensattelgelenks sowie des ersten Streck-

sehnenfaches rechts. Postoperativ bestehe der Verdacht auf ein CRPS. 

Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei theoretisch zu 100 % möglich, 

wobei aber Arbeiten wie Heben/Tragen und das Besteigen von Lei-

tern/Gerüsten nicht mehr zumutbar seien. Dr. med. E._____ machte im be-

sagten Arztbericht keinerlei Ausführungen zu Beschwerden im Bereich der 

linken Hand bzw. des linken Armes (vgl. Bg-act. 20). 

6.1.5. Im Verlaufsbericht sowie im entsprechenden Beiblatt vom 6. Januar 2016 

zuhanden der Beschwerdegegnerin erwähnte die Hausärztin Dr. med. 

G._____ keinerlei Beschwerden an der linken Hand bzw. am linken Arm. 

Vielmehr führte sie aus, dass die Beschwerdeführerin die Arbeit als Raum-

pflegerin wegen den Arm-Handschmerzen rechts sowie der Kraftlosigkeit 

der rechten Hand nicht ausüben könne (vgl. Bg-act. 44 S. 1 f.).

6.1.6. Die Hausärztin Dr. med. G._____ führte im Arztzeugnis vom 15. März 2016 

zuhanden der M._____ Versicherungen AG folgende Diagnosen an: V.a. 

CRPS bei St. n. Dekompression des N. medianus rechts, leichte Rhizar-

throse rechts, Epicondylitis radialis rechts, leichtes bis mässiges CTS links, 

V.a. Diskushernie C6 rechts, aktuelle Schwangerschaft (vgl. Bg-act. 62 S. 

5). 

- 16 -

6.1.7. Gemäss Arztzeugnis der Hausärztin Dr. med. G._____ vom 27. September 

2016 zuhanden der M._____ Versicherungen AG bestünden seit Anfang 

2014 Symptome eines CTS rechts und links. Am 5. September 2014 sei 

die Operation CTS links (recte: rechts) durchgeführt worden. Die Be-

schwerdeführerin habe im Februar 2014 über das Einschlafen der Hände 

geklagt, rechts mehr als links. Sämtliche Medikamente seien ab Oktober 

2015 aufgrund der festgestellten Schwangerschaft sistiert worden (vgl. Bg-

act. 62 S. 8 f.).

6.1.8. Im Arztbericht vom 8. November 2016 zuhanden der Hausärztin Dr. med. 

G._____ über die gleichentags durchgeführte Konsultation berichtete Dr. 

med. L._____, Facharzt für Neurologie FMH, lediglich über chronifizierten 

Schmerzen und Sensibilitätsstörungen im rechten Arm. Schmerzen im Be-

reich der linken Hand bzw. des linken Armes wurden nicht erwähnt (vgl. 

Bg-act. 71). 

6.1.9. Im ärztlichen Bericht über die chirurgischen RAD-Abklärung vom 31. Ja-

nuar 2017 hielt der RAD-Arzt Dr. med. H._____, Facharzt für Chirurgie, am 

7. März 2017 fest, dass gemäss der Schilderung der Beschwerdeführerin 

im Rahmen der Anamnese neurologisch auch ein Karpaltunnelsyndrom an 

der linken Hand bekannt sei, die linke Hand aber vollkommen beschwerde-

frei sei und keine Beschwerdesymptomatik vorliege. Betreffend Untersu-

chungsbefunde führte Dr. med. H._____ u.a. aus, dass die Beweglichkeit 

der linken Schulter, des linken Armes, des linken Ellenbogens, des linken 

Handgelenks sowie der linken Finger unauffällig sei. Links lägen keine sen-

somotorischen Defizite vor. Im Rahmen seiner Beurteilung meinte er zu-

dem, dass die Funktionseinschränkung der rechten Hand aufgrund des 

postoperativ sich entwickelnden CRPS erheblich sei. Die rechtsdominante 

Hand könne aktuell nur sehr kraftlos, allenfalls als Zudienhand eingesetzt 

werden. Durch Schonhaltung der rechten Hand hätten sich auch Verspan-

nungsbeschwerden chronischer Art im rechten Oberarm und in der rechten 

- 17 -

Schulter entwickelt. Abgesehen von der Funktionseinschränkung der rech-

ten Hand und des rechten Armes lägen unauffällige körperliche Belas-

tungsverhältnisse vor. Es liege eine funktionelle Einarmigkeit vor, was beu-

tete, dass der linke Arm voll einsatzfähig sei, auch wenn dieser nicht der 

dominante Arm sei. Für leichte bis zeitweise mittelschwere körperliche Ar-

beiten im Wechselrythmus ohne vollen Gebrauch der rechten Hand in grob- 

und feinmotorischem Einsatz bestehe volle Leistungsfähigkeit. Durch die 

erhebliche Funktionseinbusse der rechten Hand und des rechten Armes 

könnten die bislang überwiegend bimanuell ausgeführten Reinigungstätig-

keiten nicht mehr ausgeübt werden. Seit Mitte Mai 2016 hätten sich die 

gesundheitlichen Verhältnisse am rechten Handgelenk stabilisiert mit auch 

von der Beschwerdeführerin bekundeter Tendenz zur Besserung der Sym-

ptomatik, wenn auch die Symptomatik weiterhin wechselhaft und schmerz-

haft ausgeprägt sei. Schliesslich bescheinigte der erwähnte RAD-Arzt der 

Beschwerdeführerin ab 29. August 2014 eine vollständige Arbeitsunfähig-

keit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin. Für eine 

leidensadaptierte Tätigkeit attestierte er der Beschwerdeführerin hingegen 

eine 80%ige Arbeitsfähigkeit ab 21. Juni 2016 (vgl. Bg-act. 74)

6.1.10. In der neurologischen Stellungnahme vom 19. April 2017 führte die RAD-

Ärztin Dr. med. I._____ aus, dass sich auch aus ihrer Sicht ein CRPS nach 

CTS-release rechts im September 2014 entwickelt habe. Zudem ergäben 

sich aus den vorhandenen Berichten keine Hinweise auf neue, von den 

Schmerzen unabhängige, eigenständige Leiden. Die diagnostischen Mög-

lichkeiten seien somit erschöpft. Dr. med. H._____ habe im Rahmen der 

RAD-Abklärung einen ausführlichen symptomorientierten Befund erhoben 

und eine umfassende Beurteilung der zumutbaren Arbeitstätigkeit in ange-

stammter sowie in adaptierter Tätigkeit abgegeben. Es bestehe daher 

keine Notwendigkeit einer zusätzlichen neurologischen Untersuchung. Sie 

schliesse sich der Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit an (vgl. Bg-

act. 97 S. 10 f.). 

- 18 -

6.1.11. In der RAD-Abschlussbeurteilung vom 29. Mai 2017 hielt Dr. med. K._____ 

fest, dass für leichte bis zeitweise mittelschwere körperliche Arbeiten im 

Wechselrhythmus ohne vollen Gebrauch der rechten Hand in grob- und 

feinmotorischem Einsatz volle Leistungsfähigkeit bestehe. In der bisheri-

gen Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin seit 29. August 2014 zu 100 % 

arbeitsunfähig. Die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit betrage 

80 % seit 21. Juni 2016 (vgl. Bg-act. 97 S. 25). 

6.1.12. Mit Arztbericht vom 25. Juli 2017 teilte die Hausärztin Dr. med. G._____ 

dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit, dass aufgrund ihres me-

dizinischen Verständnisses der rechte Arm und die rechte Hand nicht iso-

liert zu betrachten seien. Durch die Schmerzausstrahlung auf den ganzen 

Schulter-Nackenbereich sei auch die linke Seite betroffen. Gewisse Tätig-

keiten könnten sicher mit der linken Hand erlernt werden. Aber die Feinmo-

torik werde nie so sein wie mit der rechten Hand. Gemäss Haushaltsab-

klärungsbericht könne die Beschwerdeführerin nur leichte Arbeiten im 

Haushalt verrichten. Für alle schwereren Arbeiten müsse sie vom Ehemann 

unterstützt werden. Folglich müsste die Arbeitsunfähigkeit im Haushalt min-

destens 50 % betragen (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 5). 

6.1.13. Im Arztbericht vom 11. September 2017 zuhanden der Hausärztin Dr. med. 

G._____ über die gleichentags stattgefundene Untersuchung diagnosti-

zierte Dr. med. L._____ ein Karpaltunnelsyndrom links. Er hielt im Rahmen 

der Anamnese fest, die Beschwerdeführerin berichte, dass sie seit ca. 2-3 

Monaten praktisch permanent an einem Taubheitsgefühl und an Missemp-

findungen der Digiti I-III der linken Hand leide. Auch liege eine zunehmende 

Kraftminderung vor und es bestünden Schmerzen über dem Thenar (ein 

an der daumenseitigen Handfläche gelegener Muskelwulst der Mittelhand). 

Im Rahmen der Beurteilung führte Dr. med. L._____ aus, dass die Ana-

mnese typisch für ein linksseitiges Karpaltunnelsyndrom sei. Auch habe die 

- 19 -

klinische Untersuchung weitere Anhaltspunkte (Sensibilitätsstörung) dafür 

ergeben. Elektrophysiologisch lägen leichte, aber signifikante demyelinisie-

rende Veränderungen des N. medianus am Handgelenk links vor, so dass 

die Diagnose eines Karpaltunnelsyndroms gesamthaft bestätigt werden 

könne. Aufgrund der schlechten Erfahrung mit der rechten Hand sei ein 

operatives Vorgehen linksseitig sicherlich etwas zurückhaltend zu wählen 

(Bf-act. 11).

6.2. Weiter sind für die Beurteilung des vorliegenden Falles folgende Unterla-

gen zu berücksichtigen:

6.2.1. Die Leistungsanmeldung der Beschwerdeführerin vom 2. Februar 2015 zu-

handen der Beschwerdegegnerin enthielt keinerlei Angaben hinsichtlich 

Beschwerden im Bereich der linken Hand bzw. des linken Armes (vgl. Bg-

act. 2). 

6.2.2. Im Rahmen des am 17. Februar 2015 durchgeführten Evaluationsge-

sprächs Eingliederung führte die Beschwerdeführerin bezüglich ihrer aktu-

ellen Befindlichkeit u.a. aus, dass sich die ganze linke obere Körperhälfte 

seit einigen Tagen wie taub anfühle, nämlich die linke Gesichtshälfte, die 

linke Schulter sowie der linke Arm (vgl. Bg-act. 16 S. 1). 

6.2.3. Gemäss Abklärungsbericht Haushalt vom 22./27. Juni 2016 könne die Be-

schwerdeführerin mit der linken Hand die Kombination, den Kühlschrank 

oder Schränke aufgeteilt reinigen. Die Beschwerdeführerin meine, dass 

sich beim Reinigen mit dem linken Arm auch die linke Schulterpartie ver-

spanne. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht sei die Mithilfe des 

Ehemannes und der elfjährigen Tochter im Haushalt zumutbar. Während 

der Schwangerschaft seien die medikamentösen Therapien bis auf die Ein-

nahme von Dafalgan (2x täglich) abgesetzt worden (vgl. Bg-act. 48 S. 1, S. 

7 f. und S. 10). 

- 20 -

7.1. Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung vom 

17. Mai 2018 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts insb. auf 

die RAD-Abschlussbeurteilung vom 29. Mai 2017 bzw. auf den Arztbericht 

des RAD-Arztes Dr. med. H._____ vom 7. März 2017 über die chirurgische 

RAD-Abklärung vom 31. Januar 2017. Dementsprechend geht sie davon 

aus, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Rei-

nigungsmitarbeiterin seit 29. August 2014 zu 100 % arbeitsunfähig und ihr 

mit dem linken Arm und der linken Hand eine adaptierte, leichte bis zeit-

weise mittelschwere körperliche Arbeit im Wechselrythmus ohne vollen Ge-

brauch der rechten Hand in grob- und feinmotorischem Einsatz seit 21. Juni 

2016 im Umfang von 80 % zumutbar sei (vgl. Bg-act. 82).

7.2. Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde geltend, dass der me-

dizinische Sachverhalt unvollständig ermittelt worden sei. Gemäss den im 

Case-Report zusammengefassten medizinischen Berichten leide die Be-

schwerdeführerin an einem CRPS, das vorübergehend sogar Ausmasse 

eines Morbus Sudeck gehabt haben dürfte, sowie an einer Arthrose im 

Daumensattelgelenk rechts, die zusätzlich Schmerzen im gleichen Bereich 

verursache. Ausserdem lägen zwei Bandscheibenvorwölbungen im Be-

reich der Halswirbelsäule vor, von denen eine auf die Nervenwurzel C5 

rechts drücke, was ebenfalls in ähnlicher, teilweise gleicher Region wie die 

vorbestehenden Beschwerden wirke. Sodann weise Dr. med. G._____ im 

Arztbericht vom 27. September 2016 auf ein CRPS bei Status nach De-

kompression des Nervus medianus rechts und auf ein Schulter-Arm-Syn-

drom rechts bei V.a. Diskushernie C7 rechts hin. Seit Anfang 2017 leide 

die Beschwerdeführerin zudem an Symptomen eines Karpaltunnelsyn-

droms rechts und links. Das Karpaltunnelsyndrom rechts sei am 5. Sep-

tember 2014 operiert worden. Laut Bericht von Dr. med. E._____ habe sich 

der postoperative Verlauf kompliziert gestaltet. Die Beschwerdegegnerin 

stütze sich fast ausschliesslich auf den RAD-Bericht von Dr. med. H._____ 

- 21 -

vom 7. März 2017, wonach leidensadaptiert eine funktionelle Einarmigkeit 

vorliege, der linke Arm voll einsatzfähig und der rechtsdominante Arm zwar 

funktionell erheblich eingeschränkt sei, aber allenfalls aktuell als Zudien-

hand eingesetzt werden könne. Der Neurologe Dr. med. L._____ habe bei 

der Beschwerdeführerin anlässlich einer Untersuchung vom 11. September 

2017 ein Karpaltunnelsyndrom links diagnostiziert. Wenn die Beschwerde-

führerin nun auch linksseitig an einem Karpaltunnelsyndrom leide, sei sie 

beidhändig bzw. beidarmig eingeschränkt und könne damit mit Sicherheit 

nicht eine adaptierte Arbeitstätigkeit zu 80 % ausführen, geschweige denn 

selbst unter der geforderten Mithilfe des Ehemannes den Haushalt prak-

tisch uneingeschränkt führen sowie ein Kleinkind betreuen. Dies umso we-

niger, als sie nicht nur an funktionellen Einschränkungen leide, sondern 

auch unter beidseitigen Schmerzen, was ihre Leistungsfähigkeit zusätzlich 

einschränke. Folglich sei die unzureichend abgeklärte medizinische Situa-

tion im Rahmen eines neurologisch-rheumatologischen Gutachtens abzu-

klären und anschliessend sei erneut zu entscheiden.

7.3. Im konkreten Fall leidet die Beschwerdeführerin offenbar eindeutig an ei-

nem Karpaltunnelsyndrom links, zumal der Neurologe Dr. med. L._____ ein 

solches im Rahmen der klinisch-neurologischen Untersuchung der Be-

schwerdeführerin vom 11. September 2017 diagnostizierte. Im entspre-

chenden, gleichentags verfassten Arztbericht hielt er u.a. fest, die Be-

schwerdeführerin berichte, dass sie seit etwa 2-3 Monaten praktisch per-

manent an einem Taubheitsgefühl und an Missempfindungen der Digiti I-III 

der linken Hand leide, hier eine zunehmende Kraftminderung verspüre so-

wie Schmerzen über dem Thenar habe. Eine Zervikobrachialgie liege nicht 

vor. Diese Anamnese sei typisch für ein linksseitiges Karpaltunnelsyndrom. 

Ausserdem hätten sich dafür im Rahmen der klinischen Untersuchung wei-

tere Anhaltspunkte (vordergründige Sensibilitätsstörung) ergeben. Elektro-

physiologisch lägen leichte, aber signifikante demyelinisierende Verände-

rungen des N. medianus am Handgelenk links vor, weshalb die Diagnose 

- 22 -

eines Karpaltunnelsyndroms gesamthaft bestätigt werden könne (vgl. Bf-

act. 11). Zudem ist aktenkundig, dass die Problematik eines Karpaltunnel-

syndroms links bereits im Jahr 2014 bestand. So stellte nämlich schon der 

Neurologe Dr. med. D._____ im Arztbericht vom 29. April 2014 über die 

erfolgte Konsultation der Beschwerdeführerin vom 28. April 2014 ein leich-

tes bis mässiges Karpaltunnelsyndrom links fest. Er führte u.a. aus, dass 

die Beschwerdeführerin seit etwa vier Wochen über beidseits – deutlich 

rechtsbetont – einschlafende Hände klage. Die Anamnese, die klinisch-

neurologischen Untersuchungsbefunde sowie die Elektroneurographie 

würden darauf hinweisen, dass bei der Beschwerdeführerin rechts ein 

deutliches und links ein leichtes bis mässiges Karpaltunnelsyndrom vor-

liege (vgl. Bg-act. 17 S. 6 f.). Im weiteren Verlauf bestätigte dann lediglich 

noch die Hausärztin Dr. med. G._____ die Diagnose eines (leichten bis 

mässigen) Karpaltunnelsyndroms links (vgl. Bg-act. 17 S. 2 und 62 S. 5). 

Vor dem Hintergrund des Gesagten stellt sich die Frage, ob in der Zwi-

schenzeit (Mai 2014 bis August 2017) an der linken Hand der Beschwer-

deführerin keine Beschwerden mehr vorlagen oder ob allfällig vorhandene 

Beschwerden im Bereich der linken Hand im Rahmen der ärztlichen Beur-

teilungen lediglich nicht mehr erwähnt wurden. Die Hausärztin Dr. med. 

G._____ führte zwar sowohl im Arztbericht vom 18. Februar 2015 als auch 

im Arztzeugnis vom 15. März 2016 als Diagnose ein leichtes bis mässiges 

Karpaltunnelsyndrom links an (vgl. Bg-act. 17 S. 2 und 62 S. 5). Es scheint 

jedoch, dass sie diese Diagnose in den erwähnten Akten lediglich wieder-

holte, zumal sie darin jeweils keinerlei Ausführungen zur Diagnosestellung 

machte (vgl. Bg-act. 17 S. 2 ff. und 62 S. 5 f.). Daraus erhellt, dass die 

Problematik der rechten Hand offenbar im Vordergrund stand, so dass den 

Beschwerden im Bereich der linken Hand wenig bzw. kaum Beachtung ge-

schenkt wurde. Immerhin äusserte sich die Hausärztin Dr. med. G._____ 

im Arztbericht vom 25. Juli 2017 zuhanden des Rechtsvertreters der Be-

schwerdeführerin dahingehend, dass gewisse Tätigkeiten mit der linken 

Hand sicher erlernt werden könnten, die Feinmotorik aber nie so sein werde 

- 23 -

wie mit der rechten Hand (vgl. Bf-act. 5 S. 2). Sie ging also davon aus, dass 

die Beschwerdeführerin die linke Hand benutzen kann. Entsprechend wur-

den im angeführten Arztbericht denn auch weder die Diagnose eines Kar-

paltunnelsyndroms links bestätigt noch Schmerzen aufgrund eines solchen 

erwähnt (vgl. Bf-act. 5). Ausserdem erweist sich der im erwähnten Arztbe-

richt angeführte Einwand von Dr. med. G._____, durch die Schmer-

zausstrahlung auf den ganzen Schulter-Nackenbereich sei auch die linke 

Seite betroffen (vgl. Bf-act. 5 S. 2), als zu wenig differenziert und sagt nichts 

über die Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin 

aus. Hingegen nahm die besagte Hausärztin im Arztbericht vom 18. Fe-

bruar 2015 zur Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit der Beschwerde-

führerin Stellung, wobei sie hinsichtlich einer behinderungsangepassten 

Tätigkeit sämtliche auf dem Fragebogen der Beschwerdegegnerin aufge-

führten Arbeiten als zumutbar erachtete, ausser Über-Kopf-Arbeiten, das 

Heben/Tragen sowie das Besteigen von Leitern/Gerüsten (vgl. Bg-act. 17 

S. 2 ff.). Ferner stellte der RAD-Arzt Dr. med. H._____ bei der Beschwer-

deführerin anlässlich der chirurgischen RAD-Abklärung vom 31. Januar 

2017 kein Karpaltunnelsyndrom links fest (vgl. Bg-act. 74 S. 8). Er führte 

im dazugehörigen Arztbericht vom 7. März 2017 im Rahmen der Anamnese 

aus, dass gemäss der Schilderung der Beschwerdeführerin die linke Hand 

vollkommen beschwerdefrei sei und diesbezüglich keine Beschwerdesym-

ptomatik vorliege (vgl. Bg-act. 74 S. 3). Betreffend objektive Untersu-

chungsbefunde hielt Dr. med. H._____ fest, dass die Beweglichkeit der lin-

ken Schulter, des linken Armes, des linken Ellenbogens, des linken Hand-

gelenks sowie der linken Finger unauffällig sei; es bestünden links keine 

sensomotorischen Defizite (vgl. Bg-act. 74 S. 6). Zudem äusserte er sich in 

seiner Beurteilung dahingehend, dass der linke Arm voll einsatzfähig sei 

(vgl. Bg-act. 74 S. 7). Schliesslich erwähnte der besagte RAD-Arzt chroni-

sche Verspannungsbeschwerden lediglich im Zusammenhang mit dem 

rechten Oberarm und der rechten Schulter (vgl. Bg-act. 74 S. 7), nicht je-

doch hinsichtlich der linken Seite, obwohl die Problematik links (mit einem 

- 24 -

ursprünglichen Karpaltunnelsyndrom links sowie möglichen Schulter-Na-

ckenbeschwerden links) – da diagnostisch ja bekannt (vgl. Bg-act. 74 S. 3) 

– in die Beurteilung eingeflossen sein müsste/dürfte. Des Weiteren ist dar-

auf hinzuweisen, dass die Hausärztin Dr. med. G._____ im Arztbericht vom 

25. Juli 2017 das Karpaltunnelsyndrom links nicht im Zusammenhang mit 

der Arbeitsunfähigkeit erwähnte (vgl. Bf-act. 5), sondern – wie bereits dar-

gelegt – lediglich festhielt, dass die Schmerzen auch auf die linke Seite 

(ganzer Schulter-Nackenbereich) ausstrahlen würden (vgl. Bf-act. 5 S. 2). 

Nur gerade eineinhalb Monate später, nämlich am 11. September 2017, 

soll die Beschwerdeführerin dann beim Neurologen Dr. med. L._____, wel-

cher diese auf Zuweisung durch die Hausärztin Dr. med. G._____ unter-

suchte, über Beschwerden an der linken Hand – also nicht über solche im 

Schulter-Nackenbereich (keine Zervikobrachialgie) – geklagt haben, die 

bereits 2-3 Monate andauern würden (vgl. Bf-act. 11). Vor diesem Hinter-

grund stellt sich die Frage, weshalb die Hausärztin Dr. med. G._____ diese 

beklagten Handbeschwerden im Arztbericht vom 25. Juli 2017 nicht er-

wähnte und wieso die Beschwerdeführerin bei der chirurgischen RAD-Ab-

klärung vom 31. Januar 2017 angab, dass ihre linke Hand vollkommen be-

schwerdefrei sei. Heisst dies, dass die Beschwerden links trotz der gestell-

ten Diagnose im April 2014 über längere Zeit hinweg keine Probleme be-

reiteten und erst kurz vor der Diagnosestellung von Dr. med. L._____ im 

September 2017 wieder auftauchten. Jedenfalls spricht der besagte Neu-

rologe im Arztbericht vom 11. September 2017 lediglich von seit 2-3 Mona-

ten andauernden Beschwerden an der linken Hand (vgl. Bf-act. 11); in sei-

nem Arztbericht vom 8. November 2016 war noch keine Rede von linkssei-

tigen Beschwerden (vgl. Bg-act. 71). Nach dem Gesagten erweisen sich 

die Arztberichte der Hausärztin Dr. med. G._____ vom 25. Juli 2017 und 

des Neurologen Dr. med. L._____ vom 11. September 2017 als wider-

sprüchlich und daher – auch aufgrund des auftragsrechtlichen Vertrauens-

verhältnisses zwischen der Beschwerdeführerin und Dr. med. G._____ so-

wie des Umstands, dass Dr. med. L._____ die Beschwerdeführerin im Auf-

- 25 -

trag der besagten Hausärztin untersuchte – als nicht besonders glaubhaft, 

weshalb ihnen nur ein geringer Beweiswert zukommt. Im Übrigen ist die 

Einschätzung der Hausärztin Dr. med. G._____, wonach die Arbeitsun-

fähigkeit der Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich mindestens 50 % 

betragen müsse (vgl. Bf-act. 5 S. 2), nicht haltbar, zumal es sich bei der 

Haushaltsabklärung nicht um eine medizinisch-theoretische Einschätzung 

handelt, sondern um eine Prüfung verschiedener Aufgabenbereiche im 

Haushalt (vgl. Bg-act. 48). Ausserdem berücksichtigte die besagte 

Hausärztin im Rahmen ihrer Einschätzung – wie die Beschwerdegegnerin 

in der angefochtenen Verfügung vom 17. Mai 2018 zu Recht festhält – die 

Schadenminderungspflicht (Mithilfe des Ehemannes und der Tochter der 

Beschwerdeführerin im Haushalt) nicht und ihre Angaben sind ohnehin – 

wie bereits erwähnt – mit Vorsicht zu behandeln. Die Abklärungsperson 

gelangte im Abklärungsbericht Haushalt vom 22./27. Juni 2016 zum 

Schluss, dass die Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich um 16.4 % ein-

geschränkt sei. Dabei wurde im Rahmen der Schadenminderungspflicht 

die zumutbare Mithilfe des Ehemannes und der Tochter der Beschwerde-

führerin berücksichtigt. Der erwähnte Bericht wurde zudem von einer qua-

lifizierten Person in Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse ver-

fasst. Der Berichtstext ist insgesamt schlüssig und nachvollziehbar und es 

wird angemessen detailliert bergründet, wieso in den einzelnen Bereichen 

keine oder eine entsprechende Einschränkung angerechnet werden kann 

(vgl. Bg-act. 48). Insgesamt stellt der Abklärungsbericht vom 22./27. Juni 

2016 demnach eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage dar. Fehlein-

schätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresul-

tate sind keine ersichtlich. Die von der Beschwerdegegnerin festgestellte 

Einschränkung im Haushaltsbereich von 16.4 % ist daher nicht zu bean-

standen. Nach dem Gesagten gelangt das angerufene Gericht in Würdi-

gung sämtlicher medizinischer Akten zur Überzeugung, dass die Beurtei-

lungen und Schlussfolgerungen im Arztbericht von Dr. med. H._____ vom 

7. März 2017 über die chirurgische RAD-Abklärung vom 31. Januar 2017 

- 26 -

umfassend, in sich widerspruchsfrei und einleuchtend ausgefallen sind 

(vgl. Bg-act. 74), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt. Die Beschwer-

deführerin bringt nichts vor, was diese fachärztlichen Schlussfolgerungen 

in Zweifel ziehen würden. Demnach ist davon auszugehen, dass die Be-

schwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbei-

terin seit 29. August 2014 zu 100 % arbeitsunfähig und in einer leidensad-

aptierten, leichten bis zweitweise mittelschweren körperlichen Tätigkeit im 

Wechselrythmus ohne vollen Gebrauch der rechten Hand in grob- und fein-

motorischem Einsatz seit 21. Juni 2016 zu 80 % arbeitsfähig ist (vollschich-

tig verwertbar mit zusätzlichem Pausenbedarf). Die im Arztbericht vom 7. 

März 2017 ausführlich gemachten Angaben wurden denn auch von den 

RAD-Ärzten Dr. med. I._____ sowie Dr. med. K._____ geprüft und bestätigt 

(vgl. Bg-act. 97 S. 9 ff. und S. 21 ff.). Ebenfalls zeigte die vorgenommene 

Haushaltsabklärung vom 21. Juni 2016, dass die Beschwerdeführerin ge-

wisse Arbeiten ausführen kann (vgl. Bg-act. 48). Dass es sich dabei teil-

weise nur um leichte Arbeiten handelt, wurde mit dem Abstellen auf das 

Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher 

Art) der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 

berücksichtigt (vgl. E.10.4). Folglich stellte die Beschwerdegegnerin in ihrer 

Beurteilung zu Recht auf die RAD-Abschlussbeurteilung vom 29. Mai 2017 

bzw. auf den ärztlichen Bericht vom 7. März 2017 über die chirurgische 

RAD-Abklärung vom 31. Januar 2017 ab. Weitere medizinische Abklärun-

gen betreffend Karpaltunnelsyndrom links ab November 2017 sind nach 

Ansicht des streitberufenen Gerichts nicht angezeigt, zumal der Neurologe 

Dr. med. L._____ im Arztbericht vom 11. September 2017 nichts über die 

Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin ausführte bzw. nicht festhielt, 

dass eine adaptierte Tätigkeit nicht möglich wäre. Auch kann dem erwähn-

ten Arztbericht nicht entnommen werden, ob es sich beim diagnostizierten 

Leiden um ein leichtes, mittleres oder schweres Karpaltunnelsyndrom links 

handelt. Zudem ging Dr. med. L._____ von einer noch möglichen Behand-

lung des Karpaltunnelsyndroms links aus, da er eine Lokalinfiltration in den 

- 27 -

Karpaltunnel in Betracht zog (vgl. Bf-act. 11). Von einem stabilen Zustand 

kann somit nicht die Rede sein. Sodann erwähnte er die erfolglose Thera-

pie mit einer Handgelenksschiene (vgl. Bf-act. 11), obwohl ein solcher Ver-

such einige Jahre zurückliegt (2014) (vgl. Bg-act. 17 S. 7 und S. 9). Hinzu 

kommt, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde Schmerzen bzw. 

schmerzbedingte Einschränkungen beidseits behauptet, der Neurologe Dr. 

med. L._____ allerdings im Arztbericht vom 11. September 2017 lediglich 

ein Taubheitsgefühl und Missempfindungen der Finger sowie eine Kraft-

minderung und Schmerzen über dem Thenar erwähnte; eine Zervikobra-

chialgie (von der Halswirbelsäule ausgehende und in den Arm ausstrah-

lende Schmerzen) wurde explizit verneint (vgl. Bf-act. 11). Vor dem Hinter-

grund des Gesagten ist dem beschwerdeführerischen Antrag auf Einholung 

eines medizinischen Gutachtens in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. 

BGE 134 I 140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d) 

nicht stattzugeben.

8.1. Die von der Beschwerdeführerin in der Einwandergänzung vom 2. August 

2017 beantragte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) be-

steht u.a. aus einem ergonomischen Assessment, in dessen Rahmen 

durch Arbeitssimulationstests (wie Heben und Tragen, Arbeit über Kopf-

höhe oder Leitersteigen) das arbeitsbezogene Leistungsvermögen generell 

und mit Blick auf die angestammte berufliche Tätigkeit konkret beurteilt 

wird. Die EFL misst somit die Fähigkeit, manuelle Tätigkeiten zu verrichten, 

und schätzt den Zeitraum, während dessen die Probanden diese im Ver-

laufe eines ganzen Tages auszuüben im Stande sind. Das umfassende 

Testverfahren ermöglicht zudem relevante Aussagen zum Leistungsverhal-

ten und zur Konsistenz der versicherten Person, wobei gerade eine allfällig 

beobachtete Symptomausweitung und Selbstlimitierung im Rahmen eines 

chronifizierten Zustandes für die Bewertung der Zumutbarkeit bedeutsam 

sein kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_512/2009 vom 25. November 

2009 E.5.2). Bei zuverlässiger ärztlicher Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

- 28 -

besteht in der Regel keine Notwendigkeit, die Rechtsfrage der Erwerbsun-

fähigkeit durch eine EFL zu überprüfen. Ausnahmsweise kann eine solche 

erforderlich sein, wenn mehrere involvierte Ärzte eine solche angesichts 

eines multiplen und schwierig einzuschätzenden Krankheitsbildes aus-

drücklich befürworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_433/2018 vom 5. 

Oktober 2018 E.4.2, 8C_312/2018 vom 21. September 2018 E.5.1, 

8C_711/2016 vom 15. Dezember 2016 E.3.5). 

8.2. Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in ihrer ange-

stammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin vollständig arbeitsunfähig 

ist. In Bezug auf eine adaptierte Tätigkeit nahmen die involvierten RAD-

Ärzte – wie gesehen (vgl. E.7.3) – eine zuverlässige Einschätzung des leis-

tungsmässig Machbaren vor. Es ist somit nicht davon auszugehen, dass 

eine EFL zusätzliche neue Erkenntnisse bringen würde, zumal die Be-

schwerdegegnerin ja auch bereits eine Haushaltsabklärung durchführte, 

anhand derer aufgezeigt wurde, welche Arbeiten die Beschwerdeführerin 

auszuüben im Stande ist und welche nicht (vgl. Bg-act. 48). Zudem befür-

worteten die hier involvierten Ärzte die Vornahme einer EFL nicht ausdrück-

lich. Sodann leidet die Beschwerdeführerin an keinem komplexen, schwer 

zu beurteilenden Beschwerdebild und die ärztlichen Beurteilungen sind – 

abgesehen von den Arztberichten von Dr. med. G._____ und Dr. med. 

L._____ vom 25. Juli 2017 bzw. 11. September 2017 (vgl. Bf-act. 5 und 11) 

– nicht uneinheitlich. So stimmen beispielsweise die Einschätzungen zu 

den noch zumutbaren behinderungsangepassten Tätigkeiten von Dr. med. 

G._____ vom 18. Februar 2015 (vgl. Bg-act. 17 S. 4 f.) sowie von Dr. med. 

E._____ vom 3. März 2015 (vgl. Bg-act. 20 S. 4) grösstenteils überein. Fer-

ner ist die Einschätzung von Dr. med. G._____ betreffend Haushaltsbe-

reich (Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 %, vgl. Bf-act. 5) – wie bereits 

dargelegt – nicht haltbar, so dass von einer relevanten Diskrepanz zwi-

schen der RAD-Beurteilung und derjenigen von Dr. med. G._____ keine 

Rede sein kann. Schliesslich ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 

- 29 -

die Durchführung einer EFL in ihrer Beschwerde nicht mehr beantragte. 

Eine Erforderlichkeit zur Vornahme einer EFL ist nach dem Gesagten nicht 

ersichtlich. 

9.1. In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob die festgestellte Restarbeits-

fähigkeit von 80 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit auf dem ausgegli-

chenen Arbeitsmarkt verwertbar ist.

9.2. Referenzpunkt für die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit ist der hypothe-

tisch ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG). Nach der Rechtspre-

chung des Bundesgerichts handelt es sich dabei um einen theoretischen 

abstrakten Begriff, der dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenver-

sicherung von demjenigen der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der 

Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem 

Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er ei-

nen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenar-

tiger Stellen offen hält und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten be-

ruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des 

körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im 

Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbs-

fähigkeit zu verwerten (BGE 110 V 273 E.4b; ZAK 1991 S. 320 f. E.3b). 

Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen 

ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 

vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene 

Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar-

beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (vgl. AHI-

Praxis 6/1998 S. 291). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch so-

genannte Nischenarbeitsplätze, also Arbeitsangebote, bei welchen Behin-

derte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers 

rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann dann nicht mehr ge-

sprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter 

- 30 -

Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht 

kennt, oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer ent-

sprechenden Stelle daher von vornherein ausgeschlossen erscheint (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_869/2011 vom 24. April 2012 E.4.3.5 mit Hinweis).

9.3. Rechtsprechungsgemäss bestehen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten für Personen, die funktio-

nell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbei-

ten verrichten können (Urteile des Bundesgerichts 8C_227/2018 vom 14. 

Juni 2018 E.4.2.1, 8C_37/2016 vom 8. Juli 2016 E.5.1.2 mit Hinweis). Es 

entspricht der Praxis, selbst bei faktischer Einhändigkeit zwar eine erheb-

lich erschwerte Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit anzunehmen, gleich-

wohl aber sogar bei Versicherten, die ihre dominante Hand – was hier zu-

trifft – gesundheitlich bedingt nur sehr eingeschränkt (z.B. als unbelastete 

Zudienhand) einsetzen können, einen hinreichend grossen Arbeitsmarkt 

mit realistischen Betätigungsmöglichkeiten zu unterstellen (Urteil des Bun-

desgerichts 8C_811/2018 vom 10. April 2019 E.4.4.2 mit Hinweis). Längst 

nicht alle im Arbeitsprozess im weitesten Sinne notwendigen Aufgaben und 

Funktionen im Rahmen der Überwachung und Prüfung werden durch Com-

puter und automatisierte Maschinen ausgeführt. Abgesehen davon müssen 

solche Geräte auch bedient und ihr Einsatz ebenfalls überwacht und kon-

trolliert werden. Zu denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und 

Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-

)automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die keinen Einsatz 

von rechtem Arm und rechter Hand voraussetzen (Urteil des Bundesge-

richts 8C_37/2016 vom 8. Juli 2016 E.5.1.2 mit Hinweisen). Unter Berück-

sichtigung des von den RAD-Ärzten definierten Zumutbarkeitsprofils und 

mit Blick auf die Rechtsprechung ging die Beschwerdegegnerin in der an-

gefochtenen Verfügung vom 17. Mai 2018 zu Recht von der vollständigen 

- 31 -

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits-

markt (Art. 16 ATSG) aus. 

10.1. Zu prüfen bleibt schliesslich die Bemessung des Invaliditätsgrades. In der 

angefochtenen Verfügung vom 17. Mai 2018 ermittelte die Beschwerde-

gegnerin den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin anhand der ge-

mischten Methode der Invaliditätsbemessung nach Art. 28a Abs. 3 IVG. 

Dabei ging sie davon aus, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde zu 60 

% einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde und zu 40 % 

im Haushalt und mit der Erziehung der Kinder beschäftigt wäre (vgl. Bg-

act. 82). Der Aktenlage ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin am 

21. Juni 2016 schriftlich erklärte, dass sie ohne gesundheitliche Einschrän-

kungen nach dem Mutterschaftsurlaub weiterhin ihrer bisherigen Tätigkeit 

als Reinigungsmitarbeiterin (11 Stunden pro Woche bei der Firma C._____ 

und 15 Stunden pro Woche beim B._____) nachgehen würde (vgl. Bg-act. 

47). Zudem kann gestützt auf die Haushaltsabklärung vom 21. Juni 2016 

davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin die restliche 

Zeit für die Betreuung ihrer Kinder und die Führung des Haushalts aufwen-

den würde (vgl. Bg-act. 48). Somit ist als Zwischenergebnis festzuhalten, 

dass die angefochtene Verfügung vom 17. Mai 2018 sowohl bezüglich der 

Beurteilung der Statusfrage und der damit zusammenhängenden Metho-

denwahl als auch hinsichtlich der Festlegung der Anteile der Erwerbstätig-

keit (60 %) und der Haushalttätigkeit (40 %) nicht zu beanstanden ist und 

von der Beschwerdeführerin denn auch nicht in Frage gestellt wird.

10.2. Im Rahmen der am 1. Dezember 2017 beschlossenen IVV-Änderung (in 

Kraft seit 1. Januar 2018) wurde für Teilerwerbstätige, die sich zusätzlich 

im Aufgabenbereich Haushalt betätigen, in Art. 27bis Abs. 2-4 IVV ein neues 

Berechnungsmodell statuiert (vgl. AS 2017 7581 f.):

- 32 -

2 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Artikel 7 Absatz 2 

IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrads folgende Invaliditätsgrade 

summiert:

a. der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit;

b. der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich.
3 Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach 

Artikel 16 ATSG, wobei:

a. das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbs-

tätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine 

Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird;

b. die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den 

die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird.
4 Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbe-

reich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbe-

reich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, 

ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäftigungsgrad nach 

Absatz 3 Buchstabe b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet.

Auch bei der neuen Regelung wird der Invaliditätsgrad in Bezug auf die 

Erwerbstätigkeit weiterhin nach Art. 16 ATSG berechnet. Hingegen wird 

seit 1. Januar 2018 das Valideneinkommen auf eine hypothetische Voller-

werbstätigkeit hochgerechnet. Die Festlegung des Invalideneinkommens 

erfolgt wie bis anhin. Die letztlich berechnete prozentuale Erwerbseinbusse 

wird anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre, gewichtet. Der Invaliditätsgrad in Bezug auf 

die Betätigung im Aufgabenbereich wird weiterhin durch einen Betätigungs-

vergleich nach Art. 28a Abs. 2 IVG bestimmt. Wie bei versicherten Perso-

nen, die vollständig im Aufgabenbereich tätig sind, wird für die Bemessung 

der Invalidität ermittelt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufga-

benbereich zu betätigen. Die so erhaltene Einschränkung wird gemäss 

dem neben der Erwerbstätigkeit verbleibenden Anteil gewichtet. Die Ge-

samtinvalidität ergibt sich weiterhin aus der Addition der beiden gewichte-

ten Teilinvaliditäten (vgl. LEUENBERGER/MAURO, Änderungen bei der ge-

mischten Methode, in: CHSS Nr. 1 [2018], S. 40, S. 45; vgl. auch Kreis-

- 33 -

schreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung 

[KSIH], gültig ab 1. Januar 2015, Stand: 1. Januar 2018, S. 80 ff.). 

10.3.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die ver-

sicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Per-

son tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der Regel am zuletzt erziel-

ten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an-

gepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 

322 E.4.1). Ist es nicht möglich, zur Bestimmung des Valideneinkommens 

vom zuletzt vor Invaliditätseintritt erzielten Lohn auszugehen, so ist es an-

gezeigt, das Valideneinkommen anhand von Durchschnittswerten – wie 

etwa gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik – 

zu ermitteln. Eine solche Konstellation liegt etwa vor, wenn ein konkreter 

Lohn nicht eruierbar ist, weil keine aussagekräftigen, verwertbaren Lohn-

angaben zu früheren Tätigkeiten vorliegen, wenn die versicherte Person 

seit längerem keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt hat, wenn sie zurzeit 

des Invaliditätseintritts arbeitslos gewesen ist oder wenn sie die bisherige 

Stelle bis zum Rentenbeginn – beispielsweise aus wirtschaftlichen Grün-

den – ohnehin, d.h. auch dann verloren hätte, wenn sie gesund geblieben 

wäre (vgl. Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung So-

zialversicherungsrecht, vom 27. Juli 2017 [720 17 102 / 189] E.5.2). 

10.3.2. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtspre-

chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in wel-

cher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invali-

dität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Ar-

beitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr ver-

bleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und er-

scheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen 

- 34 -

und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst 

als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesund-

heitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Er-

werbstätigkeit aufgenommen hat, so sind für die Bemessung des Invaliden-

einkommen die LSE-Tabellenlöhne heranzuziehen (Urteil des Bundesge-

richts 8C_228/2017 vom 14. Juni 2017 E.2.2). Die Rechtsprechung wendet 

für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen 

in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1 (Monatlicher Brut-

tolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des 

Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor), Zeile "Total", an. Biswei-

len wird aber auch auf Löhne einzelner Sektoren (Sektor 2 "Produktion" 

oder 3 "Dienstleistungen") oder gar einzelner Branchen abgestellt, wenn 

dies als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerbli-

chen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen. 

Dies geschieht namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädi-

gung lange Zeit in diesem Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine 

Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (Urteil des Bundesge-

richts 8C_910/2013 vom 15. Mai 2014 E.3.1.2.1 mit Hinweisen). 

10.4. Vorliegend wurde das Valideneinkommen in der angefochtenen Verfügung 

vom 17. Mai 2018 gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne berechnet (vgl. Bg-

act. 82). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, da die Beschwerde-

führerin seit längerem nicht mehr berufstätig ist. Demnach belief sich der 

monatliche Bruttolohn (Zentralwert) bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 

40 Stunden für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art 

(Kompetenzniveau 1) gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2014 im privaten 

Sektor im Wirtschaftszweig 96 "Sonst. persönliche Dienstleistungen" bei 

Frauen im Jahr 2014 auf Fr. 3'760.-- (vgl. Bg-act. 98 S. 2). Auf der Basis 

einer üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden und 

unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung in den Jahren 2015 von 

- 35 -

0.3674 % und 2016/2017 von je 1 % (vgl. Bg-act. 98 S. 1) ergibt sich somit 

bei einem Vollpensum (vgl. 27bis Abs. 3 lit. a IVV) ein Valideneinkommen 

per 2017 von rund Fr. 48'159.35 (bestehend aus: Fr. 3'760.-- x 12 : 40 x 

41.7 x 1.003674 x 1.01 x 1.01). In ihrer angestammten Tätigkeit als Reini-

gungsmitarbeiterin ist die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen 

vollständig arbeitsunfähig. Hingegen besteht in einer adaptierten, leichten 

bis zeitweisen mittelschweren körperlichen Tätigkeit im Wechselrhythmus 

ohne vollen Gebrauch der rechten Hand in grob- und feinmotorischem Ein-

satz seit 21. Juni 2016 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Da die Beschwerde-

führerin – wie gerade erwähnt – nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

keine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, ist für die Berechnung des Inva-

lideneinkommens auf die LSE 2014, Zentralwert aller Wirtschaftszweige, 

Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher 

Art), Frauen, und damit auf ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 

4'300.-- abzustellen (vgl. Bg-act. 98 S. 1), was auf der Basis einer üblichen 

durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden und unter Berück-

sichtigung der Nominallohnentwicklung und eines Leidensabzugs von 10 

% bei einer Leistungsfähigkeit von 80 % zu einem Invalideneinkommen per 

2017 von Fr. 39'654.61 (bestehend aus: Fr. 4'300.-- x 12 : 40 x 41.7 x 0.8 

– Fr. 4'303.44 x 1.003674 x 1.01 x 1.01) führt. Der von der Beschwerde-

gegnerin gewährte 10%ige Leidensabzug (vgl. Bg-act. 82) wird von der Be-

schwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht beanstandet. Schliesslich be-

trägt die Einschränkung im Haushaltsbereich 16.4 %. In Anwendung der 

gemischten Bemessungsmethode resultieren somit folgende Invaliditäts-

grade:

Einkommensvergleich ab 29.08.2015:

Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung: Fr. 48'159.35

Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung: Fr. 0.--

Erwerbseinbusse: Fr. 48'159.35

Invaliditätsgrad 100 %

Tätigkeit Anteil Einschränkung Teilinvaliditätsgrad

- 36 -

Erwerb 60 % 100 % 60 %

Haushalt 40 % 16.4 % 6.56 %

Invaliditätsgrad 66.56 %

Einkommensvergleich ab 21.06.2016:

Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung: Fr. 48'159.35

Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung: Fr. 39'654.61

Erwerbseinbusse: Fr. 8'504.74

Invaliditätsgrad 17.66 %

Tätigkeit Anteil Einschränkung Teilinvaliditätsgrad

Erwerb 60 % 17.66 % 10.6 %

Haushalt 40 % 16.4 % 6.56 %

Invaliditätsgrad 17.16 %

Gestützt auf diese Darstellung ergibt sich im konkreten Fall ein Gesamtin-

validitätsgrad von gerundet 66.6 % ab 29. August 2015 bzw. 17.2 % ab 

21. Juni 2016. Diese Invaliditätsgrade stimmen denn auch mit den Anga-

ben der Beschwerdegegnerin auf S. 2 der angefochtenen Verfügung vom 

17. Mai 2018 überein, obwohl die dortige Invaliditätsbemessung nicht nach 

der neuen gemischten Methode (vgl. E.10.2) vorgenommen wurde (vgl. Bg-

act. 82 S. 1 f.). Die Beschwerdegegnerin berechnete jedoch auf S. 5 der 

besagten Verfügung den Invaliditätsgrad auch anhand der am 1. Januar 

2018 in Kraft getretenen Bemessungsweise und kam letztlich zum selben 

Ergebnis wie das streitberufene Gericht (vgl. Bg-act. 82 S. 5). Demnach hat 

die Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. August 2015 bis 30. September 

2016 (drei Monate nach Besserung des Gesundheitszustandes) gemäss 

Art. 28 Abs. 2 IVG Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. Oktober 

2016 mangels eines rentenrelevanten Invaliditätsgrades keinen Rentenan-

spruch.

10.5. Schliesslich ist der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass selbst 

der nach der Rechtsprechung maximal mögliche Leidensabzug von 25 % 

keinen Rentenanspruch ab 1. Oktober 2016 zur Folge hätte. Denn aus dem 

- 37 -

Vergleich des – entsprechend reduzierten – Invalideneinkommens von Fr. 

33'045.51 (bestehend aus: Fr. 4'300.-- x 12 : 40 x 41.7 x 0.8 – Fr. 10'758.60 

x 1.003674 x 1.01 x 1.01) mit dem Valideneinkommen von Fr. 48'159.35 

resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 15'113.84, was einen Invaliditäts-

grad im Erwerbsteil von 31.38 % und eine Gesamtinvalidität von 25.39 % 

(31.38 % x 0.6 + 16.4 % x 0.4) ergibt.

11. Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 17. Mai 

2018 als rechtens, was zur Bestätigung derselben und zur Abweisung der 

dagegen erhobenen Beschwerde führt. 

12. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das 

Beschwerdeverfahren – in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Strei-

tigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invali-

denversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 

Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund 

des Ausgangs des Verfahrens rechtfertigt es sich vorliegend, der unterlie-

genden Beschwerdeführerin die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 700.-- 

zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG).  Der obsiegenden Beschwerde-

gegnerin steht keine Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kan-

tons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

- 38 -

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 26. Mai 2020 

abgewiesen (9C_102/2020).