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**Case Identifier:** 9c131e08-d11c-5807-a03e-96e21393d929
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-30
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 30.08.2021 S 2020 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-161_2021-08-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 30. August 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 161 (S 2019 168)

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Urteil S 2020 161

A. a) Die Versicherte, A.________, Jahrgang 1966, musste 1991 ihren erlernten 
Beruf als Coiffeuse wegen einer seropositiven chronischen Polyarthritis Stadium I 
aufgeben. Im September gleichen Jahres ersuchte sie die IV-Stelle Zug um Umschulung 
(IV-act. 1 S. 1 ff.). Es folgten von der Invalidenversicherung finanzierte 
Umschulungsmassnahmen zur Naturheilpraktikerin, welche die Versicherte indes abbrach 
und stattdessen (eigenständig) eine Ausbildung zur Akupunkteurin erfolgreich abschloss. 
Daraufhin liess die IV-Stelle die Versicherte polydisziplinär begutachten. Gestützt auf das 
MEDAS-Gutachten vom 10. März 2003 (IV-act. 1 S. 326 ff.) sprach die IV-Stelle der 
Versicherten mit Verfügung vom 9. Januar 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 48 % mit 
Wirkung ab 1. November 2000 eine halbe Rente (Härtefallrente) zu (IV-act. 1 S. 377 f.). Im 
Rahmen der in den Jahren 2005, 2011 und 2015 durchgeführten Rentenrevisionen wurde 
der Rentenanspruch jeweils bestätigt (IV-act. 19, 27 und 34). Im September 2017 ersuchte 
die Versicherte um Erhöhung ihrer seit November 2000 ausgerichteten halben 
Invalidenrente (IV-act. 35). Die IV-Stelle ihrerseits trat auf das Revisionsgesuch ein, holte 
einen Bericht beim Psychotherapeuten ein, legte das Dossier dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) vor und wies das Erhöhungsgesuch schliesslich mit Vorbescheid vom 
21. März 2018 mangels einer wesentlichen und leistungsrelevanten Veränderung des 
Gesundheitszustandes ab (IV-act. 52). Dagegen liess die Versicherte am 4. April 2018 
Einwand erheben (IV-act. 54), woraufhin die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung 
bei der SMAB AG in Auftrag gab. Gestützt auf das Gutachten der SMAB AG vom 24. Mai 
2019 (IV-act. 78) erhöhte die IV-Stelle die bisher bezogene halbe Rente auf eine ganze, 
aber nur für den Zeitraum vom 1. September 2017 bis 31. März 2018. Mit Wirkung ab 
1. April 2018 wurde die Invalidenrente wiederum auf eine halbe herabgesetzt. Gleichzeitig 
setzte die IV-Stelle die der Rechtsvertreterin für das Verwaltungsverfahren im Rahmen der 
unentgeltlichen Verbeiständung zustehende Entschädigung auf Fr. 1'100.– fest 
(Verfügungen vom 23. Juli 2019; IV-act. 83 ff.). 

b) Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 10. Dezember 2019 wurde beantragt, es 
sei der Versicherten in Abänderung der Verfügung vom 23. Juli 2019 auch ab 1. April 2018 
eine ganze Rente zuzusprechen und die Unterzeichnende sei für ihre Bemühungen als 
unentgeltliche Rechtsvertreterin im IV-Vorverfahren mit Fr. 3'437.35 zu entschädigen. 
Eventualiter sei die Nichtigkeit der Verfügung vom 23. Juli 2019 festzustellen und das 
Verfahren an die IV-Stelle zwecks Durchführung eines neuen Vorbescheidverfahrens 
zurück zu weisen. In prozessualer Hinsicht wurde die unentgeltliche Prozessführung und 
in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsvertreterin sowie 
vorsorglich die Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist für die Verfügung vom 23. Juli 2019 

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Urteil S 2020 161

verlangt. In materieller Hinsicht wurde im Wesentlichen die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit und der von der IV-Stelle vorgenommene Einkommensvergleich 
sowie die der Rechtsvertreterin zugesprochene Entschädigung in Höhe von Fr. 1'100.– 
gerügt.

c) Mit Verfügung vom 6. Januar 2020 bewilligte der Vorsitzende der 
sozialversicherungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch der 
Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege und stellte ihr für das Verfahren vor 
dem Verwaltungsgericht in der Person von RA lic. iur. B.________ eine unentgeltliche 
Rechtsbeiständin bei.

d) Mit Urteil S 2019 168 vom 30. März 2020 trat das Verwaltungsgericht wegen 
Fristversäumnisses auf die Beschwerde nicht ein.

e) Eine gegen dieses Verwaltungsgerichtsurteil durch die Versicherte erhobene 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hiess das Bundesgericht mit Urteil 
9C_266/2020 vom 24. November 2020 gut. Das Bundesgericht hob den kantonalen 
Nichteintretensentscheid auf und wies die Sache an die Vorinstanz zurück, damit über die 
Beschwerde materiell entschieden werde. 

B. Daraufhin eröffnete das Verwaltungsgericht unter der Verfahrensnummer S 2020 
161 ein neues Dossier.

C. Mit Vernehmlassung vom 12. Januar 2021 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. 

D. Im Rahmen des weiteren Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen 
und Begründungen fest. Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein. 

E. Mit Schreiben vom 9. Juli 2021 teilte das Gericht RA B.________ mit, dass bei 
Auseinandersetzungen über die Höhe der Entschädigung nur die Rechtsvertreterin im 
eigenen Namen beschwerdelegitimiert sei, weshalb beabsichtigt werde, diesen Antrag in 
einem separaten noch zu eröffnenden Verfahren zu beurteilen. 

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Urteil S 2020 161

F. Innert erstreckter Frist teilte RA B.________ mit, dass sie mit dem Seitens des 
Gerichts vorgeschlagenen Vorgehen einverstanden sei, woraufhin unter der 
Verfahrensnummer S 2021 106 ein neues Dossier betreffend "Entschädigung 
unentgeltliche Rechtsverbeiständung" eröffnet wurde.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
23. Juli 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 10. Dezember 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [EG AHVIVG; BGS 841.1]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 
– Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos gegeben. Wie das Bundesgericht mit Urteil 
9C_266/2020 vom 24. November 2020 entschieden hat, erfolgte die Beschwerde zudem 
fristgerecht. Betreffend den Rentenanspruch ist die Beschwerdeführerin von der 
angefochtenen Verfügung im Weiteren direkt betroffen und daher zur Beschwerde 

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Urteil S 2020 161

legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. Damit ist den 
formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer 
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und 
andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisions-
gründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 
Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a der 
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) festzusetzen ist (vgl. BGE 
121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung 
des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung 
erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts 
im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der 
Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d in fine; 125 
V 368 E. 2; 109 V 262 E. 4a; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.2).

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3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc mit Hinweisen). 
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines Gutachtens kommt es 
entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 
Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die 
Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar 
erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So ist namentlich den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 
zum Ganzen BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen).

4. In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung ihres rechtlichen 
Gehörs bzw. stellt sich auf den Standpunkt, die Verfügung vom 23. Juli 2019 sei nichtig. 
Ihrer Auffassung nach hätte die IV-Stelle, nachdem sie auf die von ihr gegen den 
Vorbescheid vom 21. März 2018 erhobenen Einwände hin bei der SMAB AG ein 
Gutachten in Auftrag gegeben hatte, einen neuen Vorbescheid erlassen müssen. 

4.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht der Sinn und Zweck des 
Vorbescheidverfahrens darin, die Akzeptanz des Entscheids bei den Versicherten zu 

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verbessern. Das Vorbescheidverfahren geht über den verfassungsrechtlichen 
Mindestanspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) hinaus, indem es Gelegenheit 
gibt, sich nicht nur zur Sache, sondern auch zum vorgesehenen Entscheid zu äussern. 
Dies heisst aber nicht, dass eine IV-Stelle, die von dem im Vorbescheid in Aussicht 
gestellten Entscheid abweichend verfügen will, vorgängig nochmals ein 
Vorbescheidverfahren durchzuführen hätte. Ob die Verwaltung, wenn sie auf die 
Einwände der versicherten Person gegen den Vorbescheid hin weitere Abklärungen 
vornimmt, nochmals ein Vorbescheidverfahren durchzuführen hat, hängt vielmehr von den 
Umständen des Einzelfalles ab, unter anderem von der inhaltlichen Bedeutung der 
Sachverhaltsvervollständigung (siehe zum Ganzen BGer 9C_312/2014 vom 
19. September 2014 E. 2.2.1 mit weiteren Hinweisen). 

4.2 Die Beschwerdegegnerin ging im Vorbescheid vom 21. März 2018 auf der 
Grundlage der RAD-Stellungnahmen vom 27. Februar und 15. März 2018 davon aus, dass 
keine wesentliche und leistungsrelevante Veränderung des Gesundheitszustandes 
eingetreten sei. Gestützt darauf verneinte sie eine Erhöhung der Invalidenrente ohne eine 
neue Berechnung des Valideneinkommens durchzuführen und stattdessen auf den 
Einkommensvergleich vom 21. Juli 2003 abzustellen (vgl. IV-act. 52). Auf die von der 
Versicherten dagegen erhobenen Einwände hin, gab die IV-Stelle bei der SMAB AG ein 
polydisziplinäres Gutachten in Auftrag. In diesem am 24. Mai 2019 erstatteten Gutachten 
gelangten die Sachverständigen im Unterschied zur Annahme der IV-Stelle zum Schluss, 
dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit Mitte 2016 verschlechtert 
habe und ihr die angestammte Tätigkeit als Akupunkteurin nicht mehr zumutbar sei (vgl. 
IV-act. 78 S. 9 ff.). Da damit ein Revisionsgrund ausgewiesen war, führte die 
Beschwerdegegnerin im Rahmen der angefochtenen Verfügung einen neuen 
Einkommensvergleich durch und erhöhte den Rentenanspruch für die Zeit vom 
1. September 2017 bis 31. März 2018 auf eine ganze IV-Rente (vgl. IV-act. 83). 

4.3 Ob die Einholung des zu Gunsten der Beschwerdeführerin ausgefallenen 
Gutachtens der SMAB AG für den Erlass eines neuen Vorbescheids gesprochen hätte, 
kann vorliegend offenbleiben. Denn selbst wenn dies zu bejahen wäre, würde der Verzicht 
auf die erneute Durchführung des Vorbescheidverfahrens jedenfalls keinen nicht heilbaren 
Verfahrensfehler darstellen. Wie sich aus den Akten ergibt, konnte sich die 
Beschwerdeführerin vorab zum Gutachten der SMAB AG vom 24. Mai 2019, welches ihrer 
Rechtsvertreterin am 28. Mai 2019 zugestellt wurde (vgl. IV-act. 79), äussern (vgl. 
Stellungnahme zum Gutachten vom 7. Juni 2019 [IV-act. 80]). Sodann verfügt das hiesige 

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Gericht über eine uneingeschränkte Überprüfungsbefugnis in tatsächlicher und rechtlicher 
Hinsicht. Schliesslich wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt. Dementsprechend 
konnte die Beschwerdeführerin auch im vorliegenden Verfahren ihre Einwände gegen die 
Verfügung, insbesondere den ihr zugrunde liegenden Einkommensvergleich, in 
ausreichendem Mass vorbringen, was im Rahmen der Replik auch von der 
Beschwerdeführerin anerkannt wurde (vgl. act. 8 Ziff. 3). Zumindest betreffend das 
Valideneinkommen ist sodann zu beachten, dass sich die Beschwerdeführerin hierzu 
bereits im Rahmen des Vorbescheidverfahrens äussern konnte und sie dies mit Einwand 
vom 4. April 2018 auch tat (vgl. IV-act. 54 S. 4 Ziff. 3.1). Wie nachfolgend unter 
Erwägung 6.1.2 noch aufzuzeigen sein wird, basiert sowohl das dem Vorbescheid vom 
21. März 2018 als auch das der angefochtenen Verfügung vom 23. Juli 2019 zugrunde 
liegende Valideneinkommen auf den Tabellenlöhnen der LSE, mithin auf den gleichen 
Grundlagen. Entsprechend erstaunt es nicht, wenn die Beschwerdeführerin anlässlich des 
vorliegenden Beschwerdeverfahrens in Bezug auf das Valideneinkommen keine über die 
im Rahmen des Einwands vom 4. April 2018 bereits vorgebrachten Einwände 
hinausgehenden Bemerkungen macht. Insbesondere ging die Beschwerdeführerin bereits 
zum damaligen Zeitpunkt von einem Valideneinkommen von Fr. 65'700.– aus. Somit erlitt 
die Beschwerdeführerin zumindest in Bezug auf das Valideneinkommen keinen Nachteil, 
wenn sie sich vorab lediglich zum Einkommensvergleich vom 21. März 2018 und explizit 
nicht auch noch zu demjenigen, welcher der angefochtenen Verfügung zugrunde lag, 
äussern konnte. Im Übrigen sind vorliegend keine Gründe ersichtlich, die gegen die 
Heilung einer allfälligen Gehörsverletzung sprechen könnten. Die Rügen betreffend 
Verletzung des Anspruchs auf Durchführung des Vorbescheidsverfahrens und auf 
Gewährung des rechtlichen Gehörs erweisen sich somit als unbegründet.  

5. In materieller Hinsicht ist vorliegend strittig, ob die Beschwerdeführerin auch über 
den 31. März 2018 hinaus Anspruch auf eine ganze Rente hat bzw. ob die 
Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch mit Wirkung ab 1. April 2018 zu Recht 
wiederum auf eine halbe Rente herabgesetzt hat. 

5.1 Gestützt auf das Gutachten der SMAB AG vom 24. Mai 2019 ist seit Mitte 2016 
von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin 
auszugehen. Die Tätigkeit als Akupunkteurin ist ihr nicht mehr zumutbar. In einer 
angepassten Tätigkeit attestieren die Gutachter der Beschwerdeführerin eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit und für den Zeitraum von Juli bis Ende 2017 sogar eine solche von 
70 % (vgl. IV-act. 78 S. 9 ff.). Ausgehend davon erhöhte die IV-Stelle den Rentenanspruch 

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der Beschwerdeführerin ab September 2017 (Zeitpunkt des Revisionsgesuchs) auf eine 
ganze Rente, während sie den Anspruch nach Ablauf der dreimonatigen Wartefrist per 
Januar 2018 bei einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ab April 2018 wiederum auf eine halbe 
Rente herabsetzte. 

5.2 Die Beschwerdeführerin beanstandet die ihr von der SMAB AG attestierte 50%ige 
Arbeitsfähigkeit nicht. Sie stellt sich jedoch auf den Standpunkt, diese Restarbeitsfähigkeit 
sei wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, was zu einer vollständigen Invalidität im Sinne von 
Art. 8 Abs. 1 ATSG und damit auch zu einer ganzen Rente über den 31. März 2018 hinaus 
führe. 

5.2.1 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare 
Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln. Ein 
ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht 
zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer 
verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten 
beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen 
Einsatzes. Er umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und 
Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 
Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfremden 
Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter 
Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des 
Einzelfalles zumutbar sind (BGer 9C_910/2011 vom 30. März 2012 E. 3.1). An die 
Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch 
rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 
E. 3.1). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person 
die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein 
rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 
E. 4b).

5.2.2  Gemäss der polydisziplinären Beurteilung der SMAB AG vom 24. Mai 2019 ist die 
Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeits- und leistungsfähig. 
Die Gesamtarbeitsunfähigkeit wird dabei überwiegend durch das rheumatische 
Geschehen – Diagnose der rheumatoiden Arthritis – bestimmt (vgl. IV-act. 78 S. 10). 
Demgegenüber konnten aus den Kopfschmerzen keine Einschränkungen der 
Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden (vgl. IV-act. 78 S. 7). Gemäss psychiatrischem 

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Teilgutachten verfügt die Beschwerdeführerin sodann über eine Intelligenz im 
Normbereich. Hinweise für intellektuelle Defizite liessen sich jedenfalls nicht finden, 
ebenso wenig solche für Merkfähigkeits-, Auffassungs- oder Konzentrationsstörungen (vgl. 
IV-act. 78 S. 36 f.). Einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
stehen somit keine geistigen Gründe entgegen.

Was das Anforderungsprofil anbelangt, trifft es zu, dass der rheumatologische 
Teilgutachter die optimal leidensadaptierte Tätigkeit als ausschliesslich intellektuell 
bezeichnet (vgl. IV-act. 78 S. 72). Mit der Beschwerdegegnerin ist jedoch darauf 
hinzuweisen, dass die von rheumatologischer Seite "ausschliessliche intellektuelle" 
Tätigkeit im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurteilung explizit als körperlich nicht 
wesentlich belastende Tätigkeit definiert wird (vgl. IV-act. 78 S. 9). Der 
Beschwerdegegnerin ist somit zuzustimmen, dass der Beschwerdeführerin auch 
Tätigkeiten zumutbar sind, die keine besonderen Anforderungen an den Intellekt stellen, 
wenn sie nur körperlich nicht wesentlich belastend sind. Dementsprechend ist das von den 
Sachverständigen formulierte Anforderungsprofil nicht lediglich auf intellektuelle 
Tätigkeiten beschränkt, sondern es meint in erster Linie, dass keine körperlich wesentlich 
belastenden Tätigkeiten zumutbar sind. Des Weiteren wird das Belastungsprofil 
dahingehend präzisiert, als emotional belastende Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit 
besonderem Zeitdruck vermieden werden sollten (vgl. IV-act. 78 S. 9). Gemäss 
rheumatologischem Gutachter bestehen sodann erhebliche Einschränkungen für manuelle 
Verrichtungen sowie gehende und stehende Tätigkeiten (vgl. IV-act. 78 S. 70), sodass es 
nachvollziehbar erscheint, wenn RAD-Arzt Dr. med. C.________, Facharzt Innere Medizin 
(D), Facharzt Arbeitsmedizin (D), zum Schluss kommt, die angepasste Tätigkeit sollte 
keine erhöhten Anforderungen an manuelle Fertigkeiten (z.B. Feinmotorik) und kein 
anhaltendes Stehen/Gehen beinhalten (vgl. IV-act. 81 S. 4). Zu guter Letzt weist der 
rheumatologische Gutachter darauf hin, dass zurzeit das Bedienen des PCs kaum möglich 
sei (vgl. IV-act. 78 S. 72). Nach dem soeben Dargelegten ergibt sich, dass sich die 
leidensangepasste Tätigkeit auf eine körperlich nicht wesentlich belastende Tätigkeit ohne 
besonderen Zeitdruck und ohne emotionale Belastung sowie ohne erhöhte Anforderungen 
an manuelle Fertigkeiten (z.B. Feinmotorik) und ohne anhaltendes Stehen/Gehen 
beschränkt, wobei zumindest zum Zeitpunkt der rheumatologischen Untersuchung das 
Bedienen der Computertastatur ebenfalls ausgeschlossen war. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin besteht bei diesem Anforderungsprofil 
kein Anlass zur Annahme, dass die bestehende Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 

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allgemeinen Arbeitsmarkt nicht verwertbar ist. Zu berücksichtigen ist, dass der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst, also Stellen- 
und Arbeitsangebote, bei welchen versicherte Personen mit einem sozialen 
Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (BGer 9C_95/2007 vom 
29. August 2007 E. 4.3). Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst 
anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, 
dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht 
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und 
das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen 
erscheint (BGer 8C_1050/2009 vom 28. April 2010 E. 3.3 mit Hinweisen). Davon kann 
vorliegend keine Rede sein. Die Einschränkung auf leichte, vorwiegend sitzende 
Tätigkeiten unter Ausschluss von feinmotorischen Tätigkeiten lässt immer noch ein 
genügend breites Spektrum an möglichen und der Beschwerdeführerin zumutbaren 
Tätigkeiten zu. Auch wenn wohl die meisten feinmotorischen Tätigkeiten in die Kategorie 
der leichten Tätigkeiten fallen, erfordern nicht sämtliche leichten, vorwiegend sitzenden 
Tätigkeiten ein feinmotorisches Geschick. Zu denken ist hierbei etwa an Bürotätigkeiten. 
Des Weiteren ist mit der Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass heutzutage digitale 
elektronische Hilfsmittel vorhanden sind, mit denen Personen, die manuell eingeschränkt 
sind, unterstützt werden können. Insbesondere was die Bedienung eines Computers 
anbelangt, ist dies statt mit den Fingern auch nur durch Sprachbefehle, Kopfbewegungen 
oder sogar durch blosse Augenbewegungen möglich. In diesem Zusammenhang ist 
zudem festzustellen, dass der rheumatologische Gutachter lediglich ausführt, das 
Bedienen des PCs sei zurzeit kaum möglich (vgl. IV-act. 78 S. 72), was in Anbetracht der 
Tatsache, dass die Arthritis zum damaligen Zeitpunkt entzündlich besonders aktiv war, 
sodass die Beschwerdeführerin z.B. auch das eigene Auto nicht mehr benützen konnte 
und durch den Rotkreuzdienst chauffiert werden musste (vgl. IV-act. 78 S. 71), absolut 
nachvollziehbar ist. Dass der Beschwerdeführerin die Bedienung einer Computertastatur 
aber überhaupt nicht mehr möglich wäre, kann dem rheumatologischen Teilgutachten 
nicht entnommen werden. Vielmehr ist die Aussage des Rheumatologen nach dem 
soeben Ausgeführten lediglich bezogen auf den Zeitpunkt der vorgenommenen 
Untersuchung zu verstehen. Hierfür spricht im Übrigen auch die Tatsache, dass die 
Beschwerdeführerin im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung selbst angegeben hat, 
sie gehe ab und zu an den Computer und recherchiere mal etwas (vgl. IV-act. 78 S. 35). 
Im Übrigen ist diesbezüglich das obig Stehende zu beachten, wonach elektronische 
Hilfsmittel eingesetzt werden könnten. Was die Einschränkung der Hände aufgrund der 
rheumatoiden Arthritis anbelangt, darf im Übrigen nicht unberücksichtigt bleiben, dass es 

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Urteil S 2020 161

der Beschwerdeführerin in der Regel auch möglich ist, Auto zu fahren (vgl. IV-act. 78 
S. 35, 53 und 67) und dies sogar ohne entsprechende Auflagen bezüglich Fahreignung 
(vgl. Bf-act. 17 Ziff. 5). 

Soweit die Beschwerdeführerin sodann auf die seit 2015 ärztlicherseits attestierte 
Gehbehinderung verweist und diesbezüglich eine entsprechende Bescheinigung ins Recht 
legt (vgl. Bf-act. 17), kann sie daraus ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dass die 
Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Gesundheitsbeeinträchtigung in ihrer Mobilität 
eingeschränkt ist, zeigte sich bereits anlässlich der polydisziplinären Begutachtung (vgl. 
IV-act. 78 S. 8 und 70) und führte im Hinblick auf das formulierte Zumutbarkeitsprofil 
gerade dazu, dass u.a. Tätigkeiten mit anhaltendem Stehen oder Gehen vermieden 
werden sollten (vgl. IV-act. 81 S. 4). Dieser Umstand wird seitens der 
Beschwerdegegnerin ebenso wenig bestritten wie die Tatsache, dass die 
Beschwerdeführerin gemäss Feststellungen des rheumatologischen Gutachters bei 
manuellen Verrichtungen erheblich eingeschränkt (vgl. IV-act. 78 S. 70) und deshalb auf 
eine wöchentliche Haushaltshilfe angewiesen ist (vgl. IV-act. 78 S. 35, 53, 67 und 71). 
Angesichts dessen sollte eine leidensangepasste Tätigkeit denn auch körperlich nicht 
wesentlich belastend sein (vgl. IV-act. 78 S. 9) und es sollten keine erhöhten 
Anforderungen an manuelle Fertigkeiten (z.B. Feinmotorik) gestellt werden (vgl. IV-act. 81 
S. 4). Darüber hinaus kann die Beschwerdeführerin aus den diesbezüglichen 
Ausführungen und den entsprechenden Unterlagen betreffend Haushaltshilfe (vgl. Bf-
act. 15 f. und 20 f.) in Bezug auf die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
aber nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal sie gemäss ihren eigenen Angaben 
zumindest leichte Arbeiten in der Regel selbständig erledigen kann (vgl. IV-act. 78 S. 35 
und 53).

Aus ihrem Alter allein kann die Beschwerdeführerin ebenfalls nichts für sich ableiten. 
Vorliegend war die Beschwerdeführerin im für die Frage nach der Verwertbarkeit der 
zumutbaren Restarbeitsfähigkeit massgeblichen Zeitpunkt (BGE 138 V 457 E. 3.3) knapp 
53-jährig. Damit blieb ihr eine erhebliche Aktivitätsdauer von mehr als zehn Jahren, wobei 
die Rechtsprechung bereits eine verbleibende Aktivitätsdauer von zweieinhalb Jahren als 
für die Verwertbarkeit grundsätzlich ausreichend taxiert (BGer 8C_645/2017 vom 
23. Januar 2018 E. 4.2.2 und 4.3.2). Zudem bestehen für die Beschwerdeführerin mit 
Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt – wie bereits dargelegt – 
genügend Möglichkeiten, eine geeignete Stelle zu finden. Weitere Umstände, die den 

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Zugang der Beschwerdeführerin zum als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt 
ausschliessen oder zumindest erheblich erschweren würden, sind nicht ersichtlich. 

Zu guter Letzt kann auch aus dem Eingliederungsverlauf nicht auf die Unverwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit geschlossen werden. Unter Hinweis auf die Stellungnahme zum 
Eingliederungsabschluss vom 27. November 2019 ist mit der Beschwerdegegnerin 
zunächst festzustellen, dass die berufliche Abklärung bei der D.________ mit dem Ziel, 
die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit zu prüfen, schon deshalb nicht begonnen werden 
konnte, weil die Beschwerdeführerin das Pensum von 50 % von vornherein als zu hoch 
einstufte (vgl. IV-act. 93 S. 9). Wie aus dem Protokolleintrag vom 18. September 2019 
hervorgeht, hatte die Beschwerdeführerin bereits im Rahmen des Rundgangs bei 
D.________ grosse Bedenken, ob sie diesen Einsatz antreten könne. Sie äusserte sich 
dahingehend, dass das Einstiegspensum von 50 % für sie zu hoch und unrealistisch sei. 
Ausserdem bekäme sie bei Durchzug starke Kopfschmerzen (vgl. IV-act. 93 S. 4). Ein 
Telefongespräch der Eingliederungsberaterin mit der Betriebsleiterin der D.________ vom 
24. September 2019 ergab dann auch, dass es seitens der Versicherten viele "wenn" und 
"aber" in Bezug auf die berufliche Abklärung gegeben habe. Das Gespräch sei schwierig 
gewesen. Infolgedessen wurde entschieden, die berufliche Abklärung nicht durchzuführen 
(vgl. IV-act. 93 S. 5). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin trifft es somit 
gerade nicht zu, dass die praktische Eingliederung in der D.________ deshalb hatte 
abgebrochen werden müssen, weil diese Arbeit händebelastend gewesen sei. Vielmehr ist 
noch einmal darauf hinzuweisen, dass mit der Massnahme überhaupt nicht begonnen und 
die Belastbarkeit sowie Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin daher auch nicht 
geprüft werden konnte und dies im Wesentlichen an der Einstellung der 
Beschwerdeführerin lag, zumal sie sich bereits zu Beginn der beruflichen Eingliederung 
skeptisch gegenüber einer entsprechenden Abklärung zeigte. Nach dem soeben 
Dargelegten kann die Beschwerdeführerin aus der Nichtdurchführung der beruflichen 
Abklärung bei der D.________ jedenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Nichts anderes 
hat schliesslich auch in Bezug auf das Job-Coaching zu gelten. Diesbezüglich fällt auf, 
dass die Beschwerdeführerin bereits zum Vorschlag eines Job-Coachings meinte, ihre 
Gesundheit sei dermassen instabil. Im Moment leide sie an starken Kopfschmerzen und 
spüre schon bei geringstem Druck eine Verschlechterung ihrer Gesundheit. Sie könne sich 
daher nicht vorstellen, an einer beruflichen Massnahme teilzunehmen (vgl. IV-act. 93 
S. 6). In der Folge fand auf Wunsch der Beschwerdeführerin zwar dennoch ein Gespräch 
mit dem Job Coach statt, da sie einen Tag später plötzlich wiederum grosses Interesse an 
einer solchen Unterstützung hatte (vgl. IV-act. 93 S. 7). Nichtsdestotrotz konnte die 

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Beschwerdeführerin offensichtlich auch zu einem späteren Zeitpunkt keine zielführende 
Eingliederungsmöglichkeit erkennen, was aus der entsprechenden Stellungnahme der 
Eingliederungsberaterin vom 27. November 2019 hervorgeht. Die Beschwerdeführerin 
äusserte sich jedenfalls dahingehend, dass sie dem Ganzen einfach nicht mehr 
gewachsen sei, dies habe sie durch die ganzen Gespräche gespürt. Ihre berufliche 
Vorstellung und ihre gesundheitliche Einschränkung wären für den ersten Arbeitsmarkt 
nicht mehr tragbar. Angesichts dessen entschied sich die Eingliederungsberaterin bereits 
nach dem Erstgespräch mit dem Job Coach für die Einstellung der Bemühungen und 
vermerkte, dass keine zielführende Unterstützung im Eingliederungsbereich erkennbar sei 
(vgl. IV-act. 93 S. 9). Das soeben Ausgeführte zeigt, dass die Arbeitsvermittlung 
insbesondere aufgrund der Einstellung der Beschwerdeführerin als nicht zielführend 
erachtet und dementsprechend eingestellt wurde. Dies geht auch daraus hervor, dass in 
den Protokolleinträgen davon die Rede ist, dass zurzeit keine Eingliederungsmassnahme 
zielführend sei (vgl. IV-act. 93 S. 8). Dass aber überhaupt keine 
Eingliederungsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch in einer Nische 
vorhanden sein sollen, kann dem Eingliederungsprotokoll, wie die Beschwerdegegnerin 
zutreffend festgestellt hat, nicht entnommen werden. 

5.2.3 Zusammenfassend ist somit davon auszugehen, dass es der Beschwerdeführerin 
bei Aufbietung allen guten Willens und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht 
allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht zuzumuten ist, ihre 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in einer 
ihren Einschränkungen angepassten Tätigkeit zu verwerten. Die Beschwerdegegnerin ist 
somit zu Recht von einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
ausgegangen. 

6. Ausgehend von der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten 
Tätigkeit ist der IV-Grad im Folgenden mittels Einkommensvergleichs zu bestimmen. 

6.1
6.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat 
dabei so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die 
versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist. 

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Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 
E. 4.1 mit Hinweis). 

6.1.2 Wie sich aus der Begründung der angefochtenen Verfügung ergibt, stellt die 
Beschwerdegegnerin zur Berechnung des Valideneinkommens auf die Tabellenlöhne der 
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016 ab (Sektor Dienstleistungen, Niveau 
2, Frauen). Angepasst an die durchschnittliche Arbeitszeit und an die 
Nominallohnentwicklung geht die Beschwerdegegnerin für das Jahr 2017 von einem 
Valideneinkommen von Fr. 60'344.– aus (vgl. IV-act. 83 S. 2). Demgegenüber ist die 
Beschwerdeführerin der Auffassung, es sei nicht vom massgeblichen Tabellenlohn, 
sondern vielmehr von dem im Rahmen der ersten Rentenzusprache aus dem Jahr 2004 
angenommenen Valideneinkommen von Fr. 55'659.– [recte: Fr. 55'679.–] auszugehen, 
weshalb angepasst an die Nominallohnentwicklung gemäss ihrer Berechnung ein 
massgebendes Valideneinkommen von Fr. 65'700.– resultiert. Diesbezüglich übersieht die 
Beschwerdeführerin, dass das der ursprünglichen Rentenverfügung vom 9. Januar 2004 
(IV-act. 1 S. 377 f.) zugrunde liegende Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 55'679.– 
(vgl. IV-act. 8 S. 1) gemäss Einkommensvergleich vom 21. Juli 2003 (IV-act. 1 S. 369) 
ebenfalls auf der Basis der LSE-Tabelle festgelegt wurde. Wie dem dazugehörenden und 
gleichentags verfassten Bericht des Berufsberaters entnommen werden kann, ging die 
Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Valideneinkommens vom Einkommen als Coiffeuse 
aus (vgl. IV-act. 1 S. 367). Dabei erzielte die Beschwerdeführerin in ihrer letzten 
Anstellung ein monatliches Bruttogehalt von Fr. 4'083.– (vgl. IV-act. 1 S. 14). Dies 
rechnete die Beschwerdegegnerin auf ein Jahr hoch (Fr. 48'996.–) und stellte dieses 
Einkommen dem Durchschnittslohn der LSE-Tabelle 2000, Sektor Dienstleistungen, 
gegenüber (Fr. 54'408.–; vgl. IV-act. 1 S. 367). Von diesem letztgenannten Einkommen 
ging die Beschwerdegegnerin schlussendlich aus, was angepasst an den 
Nominallohnindex ein massgebendes Valideneinkommen von Fr. 55'679.– ergab (vgl. IV-
act. 1 S. 369). Ermittelt die Beschwerdeführerin das Valideneinkommen nun auf der Basis 
von Fr. 55'659.– [recte: Fr. 55'679.–] zeigt sich also, dass ihre Berechnung ebenfalls auf 
den Tabellenlöhnen der LSE beruht. Insofern erscheint ihr Vorwurf an die 
Beschwerdegegnerin, wonach nicht vom massgeblichen Tabellenlohn ausgegangen 
werden dürfe, widersprüchlich und nicht nachvollziehbar. 

Nach dem soeben Dargelegten ist der Beschwerdegegnerin somit zuzustimmen, dass das 
in der angefochtenen Verfügung angenommene Valideneinkommen in der Höhe von 
Fr. 60'344.– auf den gleichen Grundlagen basiert, die dem Einkommensvergleich vom 

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21. Juli 2003 und damit der ursprünglichen Rentenverfügung vom 9. Januar 2004 
zugrunde lagen. Einziger Unterschied ist, dass der Einkommensvergleich vom 21. Juli 
2003 auf der LSE 2000 basierte, während im Rahmen der angefochtenen Verfügung nun 
die LSE 2016 zur Anwendung gelangt, was sich aber daraus ergibt, dass 
rechtsprechungsgemäss die im Verfügungszeitpunkt jeweils aktuellsten veröffentlichten 
Tabellen zu verwenden sind (BGer 9C_414/2017 vom 21. September 2017 E. 4.2) und 
daher nicht zu beanstanden ist. Abgesehen davon gab es für die Beschwerdegegnerin 
aber schlicht keinen Grund, die Basis des Valideneinkommens zu ändern, zumal ein 
solcher auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht wird, da ihre Berechnung 
– wie soeben aufgezeigt – auf die ursprüngliche Rentenverfügung aus dem Jahr 2004 und 
damit im Endeffekt ebenfalls auf die Tabellenlöhne der LSE zurück geht. 

Gesamthaft betrachtet ist jedenfalls kein Grund ersichtlich, weshalb das 
Valideneinkommen anders berechnet werden sollte. Damit bleibt es bei dem von der 
Beschwerdegegnerin angenommenen Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 60'344.–. 

6.2 Was das Invalideneinkommen anbelangt, ist unter Hinweis auf Erwägung 5.2.2 
noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer 
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ausgegangen ist. Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin ist ihr daher ein Invalideneinkommen anzurechnen, wobei sich dieses 
wiederum gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE berechnet. Dabei geht die 
Beschwerdegegnerin vom Durchschnittslohn der Frauen, Total alle Sektoren, 
Kompetenzniveau 1 aus. Bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von wöchentlich 41,7 
Stunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung sowie unter Berücksichtigung 
eines leidensbedingten Abzugs von 5 % ergibt sich gemäss ihrer Berechnung bei einem 
zumutbaren halben Pensum ein Jahreseinkommen von Fr. 26'186.– (vgl. IV-act. 83 S. 2 
f.). 

Die Beschwerdeführerin bestreitet das gestützt auf die LSE 2016 ermittelte 
Invalideneinkommen grundsätzlich nicht. Sie ist hingegen der Ansicht, der von der 
Beschwerdegegnerin vorgenommene Leidensabzug von 5 % sei zu tief angesetzt. 
Begründend verweist die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang darauf hin, dass 
sie in ihrer Gehfähigkeit beeinträchtigt sei und die rheumatoide Arthritis praktisch keinen 
Einsatz ihrer Hände erlaube. Aufgrund dessen müsste ihrer Auffassung nach der 
maximale Leidensabzug von 25 % zur Anwendung gebracht werden. Dem kann indessen 
nicht gefolgt werden. Zunächst ist zu bedenken, dass die Höhe des Abzuges – im 

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Gegensatz zur Frage, ob überhaupt ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist – eine 
Ermessensfrage darstellt und das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne 
triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzt (BGE 126 V 75 E. 6). Des 
Weiteren ist der Beschwerdeführerin entgegenzuhalten, dass ihre gesundheitlichen 
Beschwerden Gegenstand der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht 
bilden und von den Ärzten bereits berücksichtigt wurden, weshalb sie nicht nochmals als 
abzugsrelevant herangezogen werden dürfen. Darüber hinaus legt die 
Beschwerdeführerin nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, welches Kriterium von der 
Verwaltung keine Berücksichtigung gefunden hätte, zumal Stellen des Kompetenzniveaus 
1 grundsätzlich unbesehen von Alter, Nationalität und Dienstjahren vergeben werden. 
Indem die Beschwerdegegnerin neben der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit von 
50 % zusätzlich einen Abzug von 5 % vorgenommen hat, hat sie den Einschränkungen 
bezüglich noch zumutbarer Tätigkeiten angemessen Rechnung getragen. Es besteht kein 
Anlass, in das diesbezügliche Ermessen der Verwaltung einzugreifen, zumal selbst bei 
Berücksichtigung eines Leidensabzug von 10 % – eine weitere Erhöhung drängt sich 
sicherlich nicht auf – kein Invaliditätsgrad resultieren würde, der Anspruch auf eine höhere 
als die mit der angefochtenen Verfügung gewährte Rente geben würde. Dementsprechend 
erübrigen sich Weiterungen hierzu. Damit ist auch das von der Beschwerdegegnerin 
errechnete Invalideneinkommen von Fr. 26'186.– nicht zu beanstanden. 

6.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 60'344.– und einem Invalideneinkommen 
von Fr. 26'186.– ergibt sich ein Minderverdienst von Fr. 34'158.– und damit ein 
Invaliditätsgrad von 57 %. Somit hat die Beschwerdeführerin drei Monate nach der 
Verbesserung der Arbeitsunfähigkeit von 70 auf 50 % ab April 2018 wiederum Anspruch 
auf die halbe IV-Rente. Die lediglich befristete Erhöhung des Rentenanspruchs ab 
1. September 2017 bis 31. März 2018 erweist sich somit als rechtmässig, weshalb die 
dagegen erhobene Beschwerde unbegründet und dementsprechend abzuweisen ist. 

7. Nachdem der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 6. Januar 2020 die 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, sind ihr für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht 
auszurichten. Die von der Beschwerdeführerin beigezogene Rechtsvertreterin ist für ihren 
Aufwand in den beiden Verfahren S 2019 168 und S 2020 161 ausgehend von einem 
Stundenansatz von Fr. 220.– und in Berücksichtigung des Umstandes, dass nur der 
notwendige Aufwand verrechnet werden kann, ermessensweise mit insgesamt Fr. 2'800.– 
(inkl. Barauslagen und MWST) aus der Staatskasse zu entschädigen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin wird für die Beschwerdeverfahren 
S 2019 168 und S 2020 161 mit insgesamt Fr. 2'800.– (inkl. Auslagen und MWST) 
aus der Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 30. August 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am