# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f30ebaca-2de8-5356-ad27-405c0ab5ea6b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-03-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.03.2014 E-1369/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1369-2014_2014-03-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1369/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  M ä r z  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger,     

Gerichtsschreiber Nicholas Swain. 

   Parteien 
 

A._______, 

Afghanistan,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 27. Februar 2014 / N (…). 

 

 

E-1369/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 27. Januar 2014 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte und am 4. Februar 2014 im Empfangs- und Verfahrenszent-

rum (EVZ) Kreuzlingen summarisch zu seinem Gesuch befragt wurde, 

wobei ihm das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung nach Ita-

lien, Schweden beziehungsweise Dänemark gestützt auf das Dublin-

Abkommen gewährt wurde, 

dass das BFM mit Verfügung vom 27. Februar 2014 – eröffnet am 4. März 

2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b des Asylgesetzes vom 

26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 

Wegweisung aus der Schweiz nach Italien anordnete und den Beschwer-

deführer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Be-

schwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. März 2014 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei beantragte, diese sei aufzuheben und das BFM sei anzuweisen, 

von seinem Recht zum Selbsteintritt Gebrauch zu machen und sich als 

für das vorliegende Asylgesuch zuständig zu erklären, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei seiner Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbehör-

den seien anzuweisen, bis zum Entscheid über die vorliegende Be-

schwerde von einer Überstellung nach Italien abzusehen, 

dass ihm ferner die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und von 

der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen sei, 

dass der Instruktionsrichter mit Telefax-Verfügung vom 17. März 2014 den 

Vollzug der Überstellung per sofort einstweilen aussetzte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 18. März 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

E-1369/2014 

Seite 3 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 

1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 

eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch 

zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass die Verordnung EG Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 

zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglied-

staates, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrages zuständig ist 

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Seite 4 

(Dublin-II-VO) durch die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Krite-

rien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prü-

fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(Dublin-III-VO), abgelöst worden ist, welche ab dem 1. Januar 2014 in al-

len Staaten der Europäischen Union anwendbar ist,  

dass im Notenaustausch vom 14. August 2013 zwischen der Schweiz und 

der Europäischen Union betreffend die Übernahme der Dublin-III-VO 

(Weiterentwicklung des Dublin/Eurodac-Besitzstands) der Bundesrat der 

Europäischen Union mitteilte, dass die Schweiz den Inhalt dieses 

Rechtsakts akzeptiere und in ihre innerstaatliche Rechtsordnung umset-

zen werde, und mit Bundesratsbeschluss vom 18. Dezember 2013 fest-

gehalten wurde, die Dublin-III-VO werde ab dem 1. Januar 2014 vor-

läufig angewendet, mit Ausnahme von Art. 18 Abs. 2, Art. 27 Abs. 3 und 

Art. 28 Dublin-III-VO,  

dass gestützt auf das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 

2004 (DAA, SR 0.142.392.68) folglich in der Schweiz ab dem 1. Januar 

2014 grundsätzlich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt,  

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem ein-

zigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im 

Kapitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in 

den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentli-

che Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, welche die Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000; 

nachfolgend EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Re-

geln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt 

werden kann, 

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Seite 5 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sogenanntes 

Selbsteintrittsrecht), wobei diese Bestimmung nicht direkt anwendbar ist, 

sondern nur in Verbindung mit einer anderen Norm des nationalen oder 

internationalen Rechts angerufen werden kann (vgl. BVGE 2010/45 E. 5), 

dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, 

SR 142.311) vorsieht, dass das BFM aus humanitären Gründen ein Ge-

such behandeln kann, auch wenn nach den Kriterien des Dublin-

Abkommens ein anderer Staat zuständig ist, wobei diese Bestimmung 

der Behörde einen gewissen Ermessensspielraum lässt und restriktiv 

auszulegen ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 4.1 und 8.1 m.w.H.),  

dass hingegen bei drohendem Verstoss gegen Normen des Völkerrechts, 

wie insbesondere das flüchtlingsrechtliche Refoulement-Verbot nach 

Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), die menschenrechtlichen Garantien der 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrech-

te und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), der Internationale Pakt über 

bürgerliche und politische Rechte (UNO-Pakt II, SR 0.103.2) oder das 

Übereinkommen vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-

same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 

SR 0.105), ein einklagbarer Anspruch auf Ausübung des Selbsteintritts-

rechts besteht (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; CHRISTIAN FILZWIESER /  

ANDREA SPRUNG, Dublin II-Verordnung: Das Europäische Asylzuständig-

keitssystem, 3. Aufl., Wien und Graz 2012, Art. 3 K8 K11 S. 74), 

dass der nach Dublin-III-VO zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, ei-

nen Antragsteller, dessen Antrag abgelehnt worden ist und der in einem 

anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder sich im Hoheitsgebiet 

eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massga-

be der Art. 23, 24, 25 und 29 Dublin-III-VO aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 

Bst. d Dublin-III-VO), 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der 

"Eurodac"-Datenbank ergab, dass dieser am (…) Juli 2013 in Italien dak-

tyloskopisch erfasst wurde, 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2010/45
http://links.weblaw.ch/BVGE-2011/9
http://links.weblaw.ch/BVGE-2010/45

E-1369/2014 

Seite 6 

dass das BFM die italienischen Behörden am 7. Februar 2014 um Auf-

nahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-

III-VO ersuchte, 

dass die italienischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 

21. Februar 2014 innert der in Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO vorgesehenen 

Frist zustimmten,  

dass der Beschwerdeführer nicht bestreitet, sich in Italien aufgehalten zu 

haben und auch die Zuständigkeit dieses Mitgliedstaates unbestritten 

blieb, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Italiens somit gegeben ist, 

dass sich der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Beschwerde im 

Wesentlichen die Befürchtung äussert, von den italienischen Behörden 

nach Afghanistan zurückgeschafft zu werden,  

dass er zudem geltend macht, er wäre in Anbetracht seiner körperlichen 

Behinderung, des fehlenden sozialen Netzes sowie der mangelnden Un-

terstützung und medizinischen Versorgung der Asylsuchenden in Italien 

einer lebensgefährlichen Situation ausgesetzt, weshalb der Vollzug seiner 

Überstellung in dieses Land als unzumutbar zu erachten sei,  

dass es keine wesentliche Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Italien würden sys-

temische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschli-

chen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU–

Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass Italien Signatarstaat der EMRK, des FoK und des FK sowie des Zu-

satzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und seinen 

diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des 

internationalen Schutzes (sogenannte Verfahrensrichtlinie) sowie 

2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-

nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sogenann-

te Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

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dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die italienischen Behörden würden sich weigern, ihn aufzuneh-

men und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der 

Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Italien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement miss-

achten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein 

Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG ge-

fährdet ist oder in dem ihn Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden,  

dass der Beschwerdeführer ferner keine konkreten Hinweise für die An-

nahme dargetan hat, Italien würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Auf-

nahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthal-

ten, und er sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen 

nötigenfalls an die italienischen Behörden wenden und die ihm zustehen-

den Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. 

Art. 26 Aufnahmerichtlinie),  

dass zwar das italienische Fürsorgesystem für Asylsuchende in gewissen 

Punkten in der Kritik steht (vgl. namentlich Bericht der Schweizerischen 

Flüchtlingshilfe [SFH], Italien: Aufnahmebedingungen, Aktuelle Situation 

von Asylsuchenden und Schutzberechtigten, insbesondere Dublin-Rück-

kehrenden, Bern, Oktober 2013; vgl. auch UNHCR, Recommendations 

on Important Aspects of Refugee Protection in Italy, Juli 2013, Ziffer 5: 

"Reception conditions for asylum-seekers"),  

dass indes nach Kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts Dublin-Rück-

kehrende sowie verletzliche Personen bezüglich Unterbringung von den 

italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden, 

dass sich zudem auch private Hilfsorganisationen der Betreuung von 

Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen, 

dass in seiner bisherigen Rechtsprechung auch der Europäische Ge-

richtshof für Menschenrechte (EGMR) festgestellt, in Italien bestehe kein 

systematischer Mangel an Unterstützung und Einrichtungen für Asylsu-

chende, dies obwohl die allgemeine Situation und insbesondere die Le-

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Seite 8 

bensumstände von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen und Perso-

nen mit einem subsidiären Schutzstatus in Italien gewisse Mängel auf-

weisen würden (vgl. EGMR: Entscheidung Mohammed Hussein und an-

dere vs. Niederlande und Italien [Beschwerde Nr. 27725/10] vom 2. April 

2013), 

dass somit keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass Italien seine staats-

vertraglichen Verpflichtungen missachten würde und der Beschwerdefüh-

rer unter Missachtung von Art. 3 EMRK einer menschenunwürdigen oder 

erniedrigenden Behandlung ausgesetzt wäre,  

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen grundsätzlich nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK 

darstellen kann, wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschritte-

nen oder terminalen Krankheitsstadium befindet (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 

mit Hinweisen auf die Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Men-

schenrechte [EGMR]),  

dass dies vorliegend nicht zutrifft, zumal sich aus der Aktenlage keine 

Hinweise darauf ergeben, dass er aufgrund seiner Behinderung einer be-

sonders aufwändigen medizinischen Behandlung bedürfte, welche in Ita-

lien nicht erhältlich wäre, 

dass es im Übrigen allgemein bekannt ist, dass Italien über eine ausrei-

chende medizinische Infrastruktur verfügt, 

dass die Mitgliedstaaten den Antragstellern die erforderliche medizinische 

Versorgung, die zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforder-

liche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Störungen 

umfasst, zugänglich machen müssen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie), 

und den Antragstellern mit besonderen Bedürfnissen die erforderliche 

medizinische oder sonstige Hilfe zu gewähren haben (Art. 19 Abs. 2 Auf-

nahmerichtlinie),  

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten 

Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Be-

stimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerde-

führenden Rechnung tragen und die italienischen Behörden vorgängig in 

geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände infor-

mieren werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO),  

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Seite 9 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Er-

messensklauseln von 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhal-

ten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-

räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch 

BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass an dieser Stelle auch darauf hingewiesen werden kann, dass ge-

mäss Angabe des Beschwerdeführers auch Schweden und Dänemark 

seine Überstellung nach Italien gestützt auf das Dubliner-Abkommen an-

geordnet haben (vgl. Befragungsprotokoll S. 6), 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre-

ten ist und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen 

Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von 

Art. 44 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu prü-

fen sind, da das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraus-

setzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10 S. 645),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des BFM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen 

ist, weshalb sich die Anträge auf Gewährung der aufschiebenden Wir-

kung und auf Befreiung von der Kostenvorschusspflicht als gegenstands-

los erweisen, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich 

aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeich-

nen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht 

erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

E-1369/2014 

Seite 10 

173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sin-

ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Markus König Nicholas Swain 

 

 

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