# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbb1d87d-0073-56f0-a880-9e0c96e45603
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.10.2008 E-4632/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4632-2006_2008-10-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4632/2006/

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Kurt Gysi (Vorsitz), Richter Walter Lang, 
Richter Jean-Pierre Monnet, 
Gerichtsschreiberin Barbara Balmelli.

A._______,
Kamerun,
vertreten durch Monica Capelli, Bündner Beratungsstelle 
für Asylsuchende, (...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom
2. September 2005 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4632/2006

Sachverhalt:

A.
Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  die  Beschwerdeführerin  den  Hei-

matstaat  Ende  Januar  2005  über  den  Flughafen  von  Yaoundé  und 

reiste gleichentags über den Flughafen Zürich-Kloten in die Schweiz 

ein.  Am 5.  Februar  2005 wurde sie von der Polizei  in B._______ in 

schlechter gesundheitlicher Verfassung auf der Strasse gefunden und 

ins  C._______  eingeliefert.  Am  22.  Februar  2005  reichte  die  Be-

schwerdeführerin  durch  ihre  Vertreterin  ein  schriftliches  Asylgesuch 

ein.  Das  D._______  hörte  sie  am  31.  März  2005  im  Beisein  ihrer 

Vertreterin  zu  den  Asylgründen  an.  Im  Wesentlichen  machte  die 

Beschwerdeführerin  geltend,  sie  stamme ursprünglich  aus  Yaoundé. 

Von  1984  bis  1996  habe  sie  in  E._______,  danach  in  F._______ 

gelebt. Ihr Ehemann sei seit 2002 Mitglied der SDF gewesen. Auch sie 

sei  Mitglied  dieser  Organisation  gewesen,  kenne  allerdings  die 

Bedeutung der  „drei  Buchstaben“  nicht  und  wisse  auch  nichts  über 

diese Organisation. Am 14. September 2004 sei ihr Ehemann auf einer 

Strasse in F._______ mit  einem Messer erstochen worden. Ihr Sohn 

sei am 2. Januar 2005 ebenfalls auf offener Strasse mit einem Messer 

getötet worden. In beiden Fällen habe sie keine Anzeige erhoben, da 

sie niemanden gehabt habe, der ihr habe helfen können. Auch habe 

es  seitens  des  Staates  keine  Untersuchungen  gegeben.  Sie  selber 

habe nie Probleme mit den heimatlichen Behörden gehabt. Allerdings 

habe  sie  nach  dem  Tod  ihres  Ehemannes  und  ihres  Sohnes 

befürchtet, ebenfalls umgebracht zu werden, dies namentlich deshalb, 

weil alle Leute, welche mit der SDF in Zusammenhang stehen würden, 

gleichermassen solchen Übergriffen ausgesetzt  seien. Sie habe sich 

deshalb entschlossen, das Heimatland zu verlassen.

B.
Mit  Verfügung vom 2.  September  2005  -  eröffnet  am 7.  September 

2005 - stellte das BFM fest, die Beschwerdeführerin erfülle die Flücht-

lingseigenschaft  nicht,  lehnte  das  Asylgesuch  ab  und  ordnete  die 

Wegweisung sowie deren Vollzug an.

C.
Mit Eingabe vom 6. Oktober 2005 an die damals zuständige Schweize-
rische  Asylrekurskommission  (ARK)  beantragte  die  Beschwerdefüh-
rerin durch ihre Vertreterin, die Verfügung vom 2. September 2005 sei 
aufzuheben. Es sei ihr Asyl oder die vorläufige Aufnahme zu gewäh-

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ren. Von einer Wegweisung sei abzusehen. Sodann sei ihr die unent-
geltliche Rechtspflege zu gewähren. 

D.
Mit Zwischenverfügung vom 11. Oktober 2005 hiess der Instruktions-
richter  der  ARK  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gut  und verzichtete auf  die Erhebung eines Kostenvor-
schusses. 

E.
Mit Schreiben vom 25. Oktober 2005 teilte die Vertreterin mit, die Be-
schwerdeführerin habe hospitalisiert werden müssen.

F.
Das BFM beantragte in der Vernehmlassung vom 16. Mai 2006 die Ab-
weisung der  Beschwerde. Mit  Zwischenverfügung vom 19. Mai  2006 
unterbreitete der Instruktionsrichter der ARK der Beschwerdeführerin 
die Vernehmlassung zur Stellungnahme. Innert  der angesetzten Frist 
reichte diese am 2. Juni 2006 die Replik ein.

G.
In  der  zweiten  Vernehmlassung  vom  21.  Juni  2006  beantragte  das 
BFM weiterhin die Abweisung der Beschwerde. Mit Zwischenverfügung 
vom 29. Juni 2006 stellte der Instruktionsrichter die Vernehmlassung 
der Beschwerdeführerin zur Stellungnahme zu. Innert der angesetzten 
Frist reichte diese am 7. Juli 2006 ihre Antwort zu den Akten.

H.
Mit  Zwischenverfügung  vom 14.  November  2007  setzte  der  Instruk-
tionsrichter  des  inzwischen  neu  zuständigen  Bundesverwaltungs-
gerichts der Beschwerdeführerin Frist zur Einreichung eines ärztlichen 
Berichts und der ihrerseits angekündigten Abklärungsergebnisse.

I.
Innert  der  angesetzten  Frist  reichte  die  Beschwerdeführerin  am 17. 
Dezember 2007 eine Stellungnahme, einen Arztbericht  von Dr. med. 
G._______ vom 22. November  sowie mehrere ärztliche Berichte  der 
H._______ zu den Akten.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021). Das BFM für Migration (BFM) gehört zu den Be-
hörden nach  Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundes-
verwaltungsgerichts. Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
und  entscheidet  in  diesem  Bereich  endgültig  (Art. 105  des  Asylge-
setzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht  hat  am 1. Januar 2007 die Beur-
teilung  der  bei  der  ARK  hängigen  Rechtsmittel  übernommen.  Das 
neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teil-

genommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, 

hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-

weise Änderung und ist daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-

miert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 Abs. 1 und Art. 

52 Abs. 1 VwVG).

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.  
3.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt 
wohnte,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu 
einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer  politischen An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 

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Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vor-
bringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeb-
lich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden 
(Art. 7 AsylG).

4.  
4.1 Das BFM lehnte  das  Asylgesuch ab,  da  die Vorbringen der  Be-
schwerdeführerin  den  Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft 
gemäss  Art.  3  AsylG  nicht  standhielten.  Zur  Begründung  führte  die 
Vorinstanz  aus,  die  Beschwerdeführerin  habe  geltend  gemacht,  ihr 
Ehemann und ihr  Sohn seien ermordet  worden. Diesbezüglich  habe 
die Beschwerdeführerin keine Belege eingereicht. Ihren Aussagen sei-
en keine Hinweise zu entnehmen, dass auch sie persönlich Ziel eines 
Übergriffes  hätte  sein  können.  Auch  habe  sie  gemäss  eigenen  An-
gaben keine Schwierigkeiten  mit  den heimatlichen Behörden gehabt 
und sei auch nie bedroht worden. 

4.2 In  der  Rechtsmitteleingabe  hält  die  Beschwerdeführerin  daran 
fest, sie erfülle die Voraussetzungen zur Anerkennung als Flüchtling. 
Die  kantonale  Befragung  habe  im  H._______  stattgefunden.  Der 
Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  sei  damals 
einigermassen stabil gewesen. Indes habe die Anhörung aufgrund von 
Krämpfen bei der Beschwerdeführerin unterbrochen werden müssen. 
Diese  habe  erst  nach  der  Verabreichung  eines  Medikamentes 
weitergeführt  werden  können.  Heute  sage  die  Beschwerdeführerin 
aus, sie sei damals nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte gewesen, habe sich 
deshalb nicht immer konzentrieren können und könnte sich heute aus-
führlicher  äussern.  Sodann  habe  die  Beschwerdeführerin  zwischen-
zeitlich  die  Sterbeurkunden ihres  Ehemannes und ihres  Sohnes be-
schaffen können. Zu den Todesumständen würden indes keine Unter-
lagen bestehen. Auch wenn sie nicht direkt von den Behörden verfolgt 
worden sei, habe sie doch durch den Verlust ihrer nächsten Familien-
angehörigen ernsthafte  Nachteile  erlitten und müsse damit  rechnen, 

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bei einer Rückkehr von den gleichen Aggressoren verfolgt zu werden. 
Es  liege  eine  begründete  Furcht  vor,  bei  einer  Rückkehr  ernsthafte 
Nachteile zu erleiden. 

4.3 In der ersten Vernehmlassung hält das BFM fest, bei den einge-
reichten  Sterbeurkunden  handle  es  sich  um  blosse  Kopien,  welche 
leicht Objekt von Fälschungen sein können.

4.4
4.4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, anlässlich der kantona-
len  Anhörung sei  sie  nicht  im Vollbesitz  ihrer  Kräfte  gewesen,  habe 
sich  nicht  gut  konzentrieren  und  deshalb  nicht  genügend  detailliert 
aussagen  können.  Zunächst  ist  festzustellen,  dass  dem  kantonalen 
Protokoll  keine  Hinweise  auf  das  gesundheitliche  Befinden  der  Be-
schwerdeführerin  zu  entnehmen  sind.  Hätte  die  Beschwerdeführerin 
tatsächlich unter schweren Krampfanfällen gelitten und hätte die An-
hörung  deshalb  unterbrochen  werden  müssen,  wäre  dies  wohl  ent-
sprechend vermerkt worden. Weiter ist festzustellen, dass die kantona-
le Befragung im Beisein der Vertreterin der Beschwerdeführerin statt-
fand. Dabei hatte sie die Gelegenheit Einwände zu erheben und Fra-
gen zu stellen. Davon hat die Vertreterin Gebrauch gemacht und die 
Beschwerdeführerin unter anderem gefragt, wie sie sich während der 
Anhörung gefühlt habe und ob sie sich genügend habe konzentrieren 
können. Die  Beschwerdeführerin  antwortete,  sie  habe  sich  sehr  gut 
konzentrieren können und sich auch sehr gut gefühlt. Sodann erklärte 
sie,  sie  habe  „heute  wirklich  alles“  sagen  können  und  habe  nichts 
mehr  beizufügen  (vgl.  A7  S. 14).  Diese  Angaben  bestätigte  die  Be-
schwerdeführerin  anschliessend  unterschriftlich.  Vor  diesem  Hinter-
grund und in  Anbetracht  des  Umstandes,  dass  die  Vertreterin  ihrer-
seits  nichts  gegen  die  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  betreffend 
ihres Befindens zu Handen des Protokolls eingewendet hat,  vermag 
der erhobene Einwand in keiner Weise zu überzeugen. Die Beschwer-
deführerin hat sich demnach bei ihren unterschriftlich bestätigten Aus-
sagen  behaften  zu  lassen.  Das  Protokoll  der  kantonalen  Befragung 
kann somit dem vorliegenden Entscheid zugrunde gelegt werden.

4.4.2 Als  Beleg  für  die  geltend  gemachte  Ermordung  ihres  Ehe-
mannes und ihres Sohnes hat die Beschwerdeführerin deren Sterbe-
urkunden  eingereicht.  Dazu  ist  festzustellen,  dass  die  beiden  Doku-
mente lediglich  in  Kopie vorliegen. Als  solche können sie leicht  ver-
fälscht oder gefälscht werden. Dies scheint auch vorliegend der Fall zu 

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sein.  So  stimmt  der  im  Dokument  angegebene  Name  und  das 
Geburtsdatum  des  Sohnes  (I._______  geb. _______)  nicht  mit  den 
von  der  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Anhörung  angegebene 
Angaben  (J._______  geb.  _______)  überein.  Sodann  ist  davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als Ehefrau und Mutter der 
Getöteten  im  Besitze  der  entsprechenden  Originalurkunden  sein 
müsste  und  diese  -  nach  den  Erkenntnissen  des 
Bundesverwaltungsgerichts  -  auch  zu  Handen  der  schweizerischen 
Asylbehörden  abgeben  könnte.  Die  Beschwerdeführerin  legt  in  der 
Rechtsmitteleingabe indes nicht dar, weshalb es ihr zwar möglich war, 
die  Kopien,  nicht  aber  die  Originaldokumente  einzureichen.  Des 
Weitern sind den beiden Dokumenten keine Hinweise auf die geltend 
gemachten  Todesumstände  des  Ehemannes  und  des  Sohnes  zu 
entnehmen.  Insoweit  vermag  die  Beschwerdeführerin  aus  den 
eingereichten Dokumenten nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Ferner 
ist in diesem Zusammenhang auch nicht nachvollziehbar, weshalb die 
Beschwerdeführerin  keine  Anzeige  gegen  die  Mörder  ihrer 
Familienangehörigen  erhoben  hat.  Allein  der  Einwand,  sie  habe 
niemanden  gehabt,  der  ihr  dabei  geholfen  habe,  vermag  in  keiner 
Weise zu überzeugen, zumal die Beschwerdeführerin sich lediglich auf 
einen Polizeiposten hätte begeben und dort  die Vorkommnisse hätte 
schildern müssen. 

4.4.3 In  der  Rechtsmitteleingabe  wird  weiter  ausgeführt,  die  Be-
schwerdeführerin habe begründete Furcht, bei einer Rückkehr von den 
gleichen Aggressoren wie ihre Familienmitglieder verfolgt zu werden. 
Nach Lehre und Rechtsprechung erfüllt eine asylsuchende Person die 

Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, wenn sie Nachteile 

von  bestimmter  Intensität  erlitten  hat  beziehungsweise  mit  beachtli-

cher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft berechtigterweise 

befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter, in Art. 3 

Abs.  1  AsylG  aufgezählter  Verfolgungsmotive  zugefügt  worden  sind 

beziehungsweise zugefügt zu werden drohen, ohne dass im Heimat-

staat  effektiver  Schutz geboten würde (vgl.  die weiterhin zutreffende 

Praxis der ARK in Entscheidungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 

2006 Nr.  18 E. 10 S.  201 ff.).  Begründete Furcht  vor Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG liegt vor, wenn konkreter Anlass zur An-

nahme besteht,  letztere  hätte  sich  -  aus  der  Sicht  im Zeitpunkt  der 

Ausreise - mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zeit 

verwirklicht  beziehungsweise werde sich -  auch aus heutiger Sicht  - 

mit  ebensolcher  Wahrscheinlichkeit  in  absehbarer  Zukunft  verwirkli-

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chen.  Eine  bloss  entfernte  Möglichkeit  künftiger  Verfolgung  genügt 

nicht; es müssen konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt  der 

erwarteten Benachteiligung als wahrscheinlich und dementsprechend 

die Furcht  davor  als  realistisch  und nachvollziehbar  erscheinen las-

sen. 

Gemäss ihren eigenen Angaben war die Beschwerdeführerin politisch 
nie aktiv und hatte nie Schwierigkeiten mit den heimatlichen Behörden. 
Sodann war  die  Beschwerdeführerin  weder  anlässlich  der  Anhörung 
noch auf Beschwerdeebene in der Lage, substanziiert darzutun, wes-
halb  und von wem sie  allenfalls  bei  einer  Rückkehr  verfolgt  werden 
sollte. Schliesslich hat sie das Heimatland laut ihren Aussagen legal 
über den Flughafen von Yaoundé verlassen. Damit liegen offensichtlich 
keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  die  Annahme  einer  begründeten 
Furcht vor künftiger Verfolgung vor.

4.4.4 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Beschwerdefüh-
rerin  keine Verfolgung im Sinne von Art.  3  AsylG glaubhaft  machen 

konnte und nicht als Flüchtling anerkannt werden kann. Aufgrund der 

vorstehenden  Erwägungen  erübrigt  es  sich,  auf  die  weiteren  Aus-

führungen in der Rechtsmitteleingabe einzugehen, da sie am festge-

stellten Ergebnis nichts zu ändern vermögen. Mangels erfüllter Flücht-

lingseigenschaft ist der Beschwerdeführerin das nachgesuchte Asyl zu 

Recht nicht gewährt worden.

5.  
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2 Die  Beschwerdeführerin  verfügt  weder  über  eine  Aufenthaltsbe-
willigung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die 
Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht  angeordnet  (Art.  44  Abs.  1 
AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

6.
6.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-

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desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder  in  einen  Drittstaat  entgegen-
stehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen  werden,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

6.3 Die  Vorinstanz  wies  in  der  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER, 
Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da 
es  der  Beschwerdeführerin  nicht  gelungen ist,  eine  asylrechtlich  er-
hebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft  zu machen, kann 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden. 
Eine  Rückkehr  der  Beschwerdeführerin  nach  Kamerun  ist  demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdefüh-
rerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall 
einer Ausschaffung nach Kamerun dort  mit  beachtlicher Wahrschein-
lichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder 
Behandlung ausgesetzt  wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Ge-
richtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Fol-

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terausschusses müsste die Beschwerdeführerin eine konkrete Gefahr 
("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer 
Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde 
(vgl.  EMARK  2001  Nr.  16  S.  122,  mit  weiteren  Hinweisen;  EGMR, 
Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil  vom 6. Februar 2001, Recueil 
des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die allgemeine Men-
schenrechtssituation in Kamerun lässt  den Wegweisungsvollzug zum 
heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach 
dem Gesagten ist  der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der 
asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

6.4
6.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 
7  AuG -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft  zum 
Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818).

6.4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, aufgrund ihres gesund-
heitlichen Befindens sei der Vollzug der Wegweisung unzumutbar. 

Aufgrund der  Akten ergibt  sich,  dass  die  Beschwerdeführerin  am 5. 
Februar 2005 in einem verwirrten Zustand und mit heftigen Schmerzen 
(vgl.  A5)  auf  der  Strasse  gefunden  wurde.  Die  Beschwerdeführerin 
wurde deshalb ins H._______ eingeliefert, wo eine akute disseminierte 
Enzephalomyelitis  (entzündliche  Erkrankung  des 
Zentralnervensystems)  diagnostiziert  wurde.  Gemäss  den  ärztlichen 
Zeugnissen  der  H._______  vom  12.  und  19.  Mai  2005  wurde  die 
Beschwerdeführerin  nach  einem  rund  dreimonatigen,  sehr 
erfolgreichen  Rehabilitationsaufenthalt,  in  dem  sie  sich  in  allen  Be-
reichen deutlich verbessern konnte, entlassen. Im ärztlichen Schreiben 
von Dr. med. G._______ vom 4. August  2005 hielt  der behandelnde 
Arzt fest, die Beschwerdeführerin sei bei ihm in in regelmässiger Kont-
rolle und bedürfe einer regelmässigen Physio- sowie Ergotherapie. Zu-
dem benötige sie täglich verschiedene Medikamente. 

Am 1. November 2005 musste die Beschwerdeführerin  erneut  in  die 
H._______  eingewiesen  werden,  wo  sie  sich  in  der  Folge  während 
rund  drei  Wochen  aufhielt.  Gemäss  dem  Austrittsbericht  der 

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H._______ vom 25. November 2005 kam es während des Aufenthalts 
zu  einer  Verbesserung  der  allgemeinen  Kraft  und  Beweglichkeit  der 
Beschwerdeführerin und wurden die angestrebten Rehabilitationsziele 
erreicht.  Namentlich  konnte  die  Beschwerdeführerin  bei  ihrer 
Entlassung  zwei  Stockwerke  ohne  Pausen  hochsteigen,  über  einen 
Balken balancieren, ohne den Fuss auf den Boden zu setzen und war 
die Beweglichkeit im Schulterbereich sowie im Arm besser geworden. 
Als  weiteres  Procedere  wurden  wöchentlich  zwei  ambulante 
Physiotherapien  empfohlen,  um  die  Schulterbeweglichkeit  weiter  zu 
verbessern  und  den  Nackenschmerzen  vorzubeugen.  Gemäss  dem 
letzten ärztlichen Zeugnis von Dr. med. G._______ vom 22. November 
2007  leidet  die  Beschwerdeführerin  an  chronischen  Schmerzen  im 
Nacken und beiden Schultern sowie vom Rücken über das rechte Bein 
bis  in  den  Fuss. Zudem ist  die  Kraft  im  linken  Arm vermindert,  die 
Beweglichkeit  der linken Schulter eingeschränkt und es besteht  eine 
Gangunsicherheit.  Als  weitere  Behandlung  empfiehlt  der  Arzt  eine 
intensiven  Physiotherapie  sowie  verschiedener,  namentlich 
schmerzstillender  Medikamente  sowie  solche  zur  Senkung  des 
Blutzuckerspiegels. 

6.4.3 Vorliegend steht  fest,  dass sowohl  im Rahmen des ersten wie 
zweiten Klinikaufenthalts der Beschwerdeführerin die jeweiligen Reha-
bilitationsziele erreicht wurden. Weiter ist laut dem ärztlichen Zeugnis 
vom 22. November 2007 davon auszugehen, dass die Beschwerdefüh-
rerin nach wie vor Schmerzen hat und in ihrer Beweglichkeit etwas ein-
geschränkt  ist.  Gemäss  dem ärztlichen  Zeugnis  vom 22.  November 
2007 bedarf sie weiter einer Physiotherapie und einiger Medikamente. 

Nach  den  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  verfügt 
Kamerun im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten über ein rela-
tiv gut ausgebautes Gesundheitssystem. Insbesondere gibt es in den 
grösseren  Städten  gut  ausgerüstete  Spitäler,  sehr  gute  Ärzte  sowie 
ausreichend Apotheken, die alle wichtigen Medikamente führen. Inso-
weit  sollte  die  Beschwerdeführerin  die  benötigten  Medikamente  vor 
Ort  erhalten. Sodann haben die Abklärungen der  Vorinstanz bei  der 
„Organisation  Internationale  des  Migrations“  ergeben,  dass  an  ver-
schiedenen Spitälern  in  Yaoundé,  dem ehemaligen Wohnort  der  Be-
schwerdeführerin,  namentlich  im  Hôpital  Général  von  Yaoundé,  im 
Hôpital Central de Yaoundé und im Centre Hospitalier Universitaire de 
Yaoundé einerseits Therapien betreffend Nervenerkrankungen, ande-
rerseits Physiotherapien angeboten werden. Nachdem die Beschwer-

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deführerin  laut  den  ärztlichen  Angaben  insbesondere  einer  Physio-
therapie  bedarf,  kann  sie  eine  solche  nach  den  Erkenntnissen  des 
Bundesverwaltungsgerichts  an  einem  der  vorstehend  aufgeführten 
Spitäler  in  Anspruch  nehmen.  Sodann  ist  festzustellen,  dass  die 
Beschwerdeführerin seit nunmehr über drei Jahren hier in der Schweiz 
eine Physiotherapie besucht,  somit bestimmte, schmerzlindernde so-
wie kräftigende Übungen kennengelernt hat und diese soweit möglich 
auch  selbständig  vornehmen  kann.  Zudem  besteht  die  Möglichkeit, 
dass sich die Beschwerdeführerin von ihrem Therapeuten vor der Aus-
reise noch gezielt einige entsprechende Übungen zeigen lassen kann, 
die sie alsdann selbständig zu Hause vornehmen kann. Nachdem die 
drei zwischenzeitlich erwachsenen Kinder, die Mutter sowie eine Cou-
sine der Beschwerdeführerin (betreut die Mutter der Beschwerdefüh-
rerin) nach wie vor in Kamerun leben, verfügt die Beschwerdeführerin 
in  ihrem  Heimatstaat  auch  über  ein  familiäres  Beziehungsnetz,  auf 
welches  sie  sich  bei  ihrer  Reintegration  abstützen  kann.  Was  die 
Finanzierung der Therapie und der Medikamente anbelangt, so hat die 
Beschwerdeführerin die Möglichkeit beim BFM einen Antrag auf medi-
zinische Rückkehrhilfe  (Art.  93 Abs. 1 Bst.  c AsylG, Art.  75 AsylV 2; 
vgl. Vernehmlassung) zu stellen. Sodann ist es den erwachsenen Kin-
dern  der  Beschwerdeführerin  auch zuzumuten,  ihre  Mutter  finanziell 
zu unterstützen, damit sie einerseits die - soweit erforderlichen - The-
rapien besuchen, andererseits die notwenigen Medikamente beschaf-
fen kann. Insgesamt liegen somit keine medizinisch bedingten Gründe 
vor,  welche  den  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin 

nach Kamerun als unzumutbar erscheinen liessen. 

6.4.4 Nach dem Gesagten erweist sich Vollzug der Wegweisung auch 
als zumutbar.

6.5 Schliesslich  obliegt  es  der  Beschwerdeführerin,  sich  bei  der  zu-
ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 
83 Abs. 2 AuG).

7.
Insgesamt ist die durch das BFM verfügte Wegweisung zu bestätigen. 
Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und 
möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläu-
figen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

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8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist daher abzuweisen.

9.
Mit Zwischenverfügung vom 11. Oktober 2005 hat der damals zustän-
dige Instruktionsrichter der ARK das Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen. 
Entsprechend  sind  der  Beschwerdeführerin  keine  Verfahrenskosten 
aufzuerlegen.

(Dispositiv: nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N_______ (in Kopie)
- das D._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Kurt Gysi Barbara Balmelli

Versand: 

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