# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fb0d01f-dbab-5314-b7ae-f8efc93d3b40
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.12.2010 C-2058/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2058-2009_2010-12-07.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2058/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Kosovo, Zustelladresse: Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2058/2009

Sachverhalt:

A.
Der  am  (...)  1967  geborene,  verheiratete  Staatsangehörige  von 
Serbien und Montenegro X._______ lebt seit September 2006 in Ko-
sovo (act. 1 und 30). Er war in den Jahren 1991 bis 2002 (mit Unter -
brüchen)  in  der  Schweiz als  Gipser  erwerbstätig  und hat  dabei  Bei-
träge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-
sicherung (AHV/IV) entrichtet (act. 1 und 2). Mit Gesuch vom 14. Ok-
tober 2005 (act. 1; Posteingang IV-Stelle St. Gallen [nachfolgend: IV-
Stelle  SG]  am 16. November  2005)  hat  X._______ einen Antrag auf 
Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung (IV) gestellt.

B.
Mit Schreiben vom 29. November 2005 (act. 5) hat die IV-Stelle SG die 
Anmeldung von X._______ der Invalidenversicherung des Fürstentums 
Liechtenstein (nachfolgend: IV FL) zur Bearbeitung weitergeleitet,  da 
dieser zuletzt im Fürstentum Liechtenstein gearbeitet habe.

Mit Schreiben vom 8. Dezember 2006 (act. 34) hat die IV-Stelle SG die 
Akten an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) 
weitergeleitet, da X._______ im Ausland Wohnsitz begründet habe.

C.
Mit Verfügung vom 25. Februar 2009 (act. 114) hat die mit dem Leis-
tungsgesuch befasste IVSTA gemäss Vorankündigung im Vorbescheid 
vom  22. Dezember  2008  (act. 111)  das  Leistungsbegehren  von 
X._______ abgewiesen.

Die IVSTA zog zur Beurteilung des Gesuchs namentlich folgende Un-
terlagen  bei:  den  Bericht  von  Dr. med. A._______,  Ärztin  für 
Rheumatologie und Innere Medizin, vom 31. März 2005 (act. 61), den 
Bericht  von  Dr. med. B._______,  Facharzt  Radiologie,  vom  18. Mai 
2005 (act. 62), die Berichte des Kantonsspitals J._______ vom 5. Au-
gust  2005 (act. 64),  vom 6. Januar  2006 (act. 66) und vom 10. März 
2006  (act. 67),  den  Bericht  von  Dr. med. C._______, 
Allgemeinmedizin, vom 23. April 2006 (act. 68), den Bericht der Klinik 
D._______, Klinik für Neuropsychiatrie und neurologische Bildgebung, 
vom  22. Januar  2007  (act. 75),  den  undatierten  Bericht  der  Klinika 
E._______  (act. 91),  die  Berichte  von  Dr. med. F._______  des  ärzt-
lichen Dienstes der IV FL vom 31. Mai 2007 (act. 79) und vom 21. Mai 

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2008  (act. 95)  sowie  die  Stellungnahme  von  Dr. med. G._______, 
Allgemeinmedizin,  des  regionalen  ärztlichen  Dienstes  (RAD)  Rhone 
vom 17. November 2008 (act. 108).

Die  Ärzte  diagnostizierten  bei  X._______  im  Wesentlichen  Schul-
terbeschwerden  (Impingement-Syndrom),  ein  zervikobrachiales  Syn-
drom,  Spannungskopfschmerzen  sowie  eine  somatoforme  Schmerz-
störung.

D.
Gegen die Verfügung vom 25. Februar 2009 hat X._______ (nachfol-
gend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 24. März 2009 Beschwerde 
beim  Bundesverwaltungsgericht  erhoben.  Er  beantragte  im  We-
sentlichen die  Aufhebung der  Verfügung und  die  Zusprechung  einer 
Invalidenrente, eventualiter die erneute Anordnung einer Begutachtung 
in der Schweiz. Zur Begründung führte er aus, er sei gesundheitlich er-
heblich beeinträchtigt, müsse sich verschiedenen Therapien unterzie-
hen und viele Medikamente einnehmen.

E.
Mit  undatierter  Eingabe  (Posteingang  Bundesverwaltungsgericht 
[BVGer]  am 27. April  2009) hat  der Beschwerdeführer ein schweize-
risches Zustelldomizil angegeben.

F.
Am 11. Mai  2009 ist  der  mit  Zwischenverfügung  vom 29. April  2009 
einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 300.-- beim Bundes-
verwaltungsgericht eingegangen.

G.
Mit  Vernehmlassung vom 17. August  2009 hat  die IVSTA die Abwei-
sung der Beschwerde beantragt. Zur Begründung führte sie aus, der 
Beschwerdeführer sei nicht in rentenrelevantem Ausmass invalid, wes-
halb er keinen Anspruch auf eine Rente habe. 

H.
Mit  Replik  vom 17. September  2009  hielt  der  Beschwerdeführer  an 
seinen Anträgen fest.

I.
Die IVSTA liess sich nicht mehr vernehmen.

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J.
Auf  Aufforderung  des Instruktionsrichters  hat  die  IV  FL mit  Eingabe 
vom  13. Oktober  2010  das  nervenfachärztliche  Gutachten  von 
Dr. med. H._______  vom  12. Juni  2009  sowie  das  orthopädische 
(Gesamt-)Gutachten von Dr. med. I._______ vom 10. Juli 2009 einge-
reicht.  Diese  Unterlagen wurden  den  Parteien  am 20. Oktober  2010 
zur Kenntnisnahme zugestellt.

K.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Be-
weismittel  ist  –  soweit  für  die Entscheidfindung erforderlich – in den 
nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesverwal-
tungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Verfü-
gungen der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland. Eine Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968  über  das  Ver-
waltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts ande-
res bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in 
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmun-
gen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. 
Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die 
bundesgesetzlich  geregelten Sozialversicherungen  anwendbar,  wenn 
und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vorsehen. 
Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung  anwendbar  (Art. 1a bis  70  IVG),  soweit  das  IVG nicht 
ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach 
den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher 
Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen  grund-

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sätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der 
Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  er  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG beschwerdelegi-
timiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvor-
schuss innert Frist geleistet wurde, ist darauf einzutreten.

2.  

2.1 Nach  dem  Zerfall  der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien 
blieben  zunächst  die  Bestimmungen  des  Abkommens  vom  8. Juni 
1962  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der 
Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung 
(SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Ju-
goslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2B, 122 V 381 E. 1 mit Hin-
weis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit Nachfolgestaaten des ehe-
maligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, Mazedonien),  nicht  aber 
mit  Serbien  und  (nach  dessen  Unabhängigkeitserklärung)  Kosovo, 
neue  Abkommen  über  Soziale  Sicherheit  abgeschlossen.  Mit  dem 
Kosovo wird das Sozialversicherungsabkommen mit Jugoslawien seit 
dem 1. April 2010 nicht mehr weitergeführt. Für den Beschwerdeführer 
als  Bürger  des  Kosovo  findet  demnach  das  schweizerisch-jugo-
slawische Sozialversicherungsabkommen vom 8. Juni 1962 noch inso-
weit Anwendung, als Sachverhalte zu beurteilen sind, die sich vor dem 
1. April  2010 ereignet haben. Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen 
die  Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in  ihren  Rechten  und 
Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen 
die  schweizerische Bundesgesetzgebung über  die  Invalidenversiche-
rung gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist.

Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur Anwendung ge-
langen, bestimmt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leis-
tungen der schweizerischen Invalidenversicherung gemäss vorstehen-
der Ausführungen auf Grund des schweizerischen Rechts.

2.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, dei bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 

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führenden  Sachverhalts  Geltung  haben  (BGE 130 V 329  E. 2.3).  Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel  
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).

Für die Beurteilung des Leistungsanspruchs sind bis zum 31. Dezem-
ber 2007 das IVG und das ATSG in der Fassung vom 21. März 2003 
und  die  IVV  in  der  Fassung  vom  21. Mai  2003  (4. IV-Revision, 
AS 2003 3837 beziehungsweise AS 2003 3859, in Kraft vom 1. Januar 
2004 bis 31. Dezember 2007) anwendbar. Am 1. Januar 2008 sind die 
Änderungen des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der 
IVV  vom  28. September  2007  (5. IV-Revision,  AS 2007 5129  bezie-
hungsweise AS 2007 5155) in Kraft getreten. Soweit sich der Renten-
anspruch auf die Zeit nach dem 1. Januar 2008 bezieht, sind die Be-
stimmungen der erwähnten Erlasse in der seit diesem Datum gelten-
den Fassung anwendbar.

Sofern sich die einschlägigen Bestimmungen materiell nicht verändert 
haben, werden im Folgenden – falls nichts Gegenteiliges vermerkt  – 
die Bestimmungen lediglich in der ab 1. Januar 2008 gültig gewesenen 
Fassung zitiert.

2.3 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen 
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen 
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).

Nachfolgend zu würdigen sind jedoch nebst den ärztlichen Berichten, 
welche bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 25. Februar 
2009 verfasst wurden, auch die von der IV FL im vorliegenden Verfah-
ren eingereichten Gutachten neueren Datums, da diese medizinischen 
Dokumente in einem engen Sachzusammenhang stehen, geht es doch 
in den Gutachten auch darum, die gesundheitliche Situation des Be-
schwerdeführers  zur  Beurteilung  des  Leistungsgesuchs  zu  erörtern, 
um  anschliessend  über  einen  Rentenanspruch  zu  entscheiden.  Die 
Gutachten  sind  daher  geeignet,  die  Beurteilung  im  Verfügungszeit-
punkt  zu  beeinflussen  (vgl.  BGE 116 V 80  E. 6b;  ZAK 1989  S. 111 
E. 3b mit Hinweisen).

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2.4 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.  
Vorab ist zu prüfen, ob die IVSTA angesichts des bei der IV-Stelle SG 
eingereichten Gesuchs und des im September 2006 erfolgten Wohn-
sitzwechsels des Beschwerdeführers überhaupt die zuständige Verfü-
gungsbehörde war.

3.1 Die  örtliche  Zuständigkeit  der  IV-Stelle  richtet  sich  in  der  Regel 
nach  dem  Wohnsitz  des  Versicherten  im  Zeitpunkt  der  Anmeldung 
(Art. 55 IVG). Im Zeitpunkt der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistun-
gen im November 2005 hatte der Beschwerdeführer Wohnsitz im Kan-
ton St. Gallen, weshalb das Rentengesuch zu Recht bei der IV-Stelle 
SG eingereicht wurde (Art. 40 Abs. 1 lit. a IVV).

3.2 Gemäss Art. 40 Abs. 3 IVV bleibt die einmal begründete Zustän-
digkeit  der IV-Stelle  im Verlaufe des Verfahrens erhalten. Frühestens 
nach einer gerichtlichen Rückweisung der Sache zur weiteren Abklä-
rung und neuer Verfügung an die Verwaltung kann sich ein Wechsel 
der IV-Stelle rechtfertigen (Urteil  des Bundesgerichts [BGer] I 232/03 
vom  22. Januar  2004,  publiziert  in  SVR  2005  IV  Nr. 39  S. 145 ff. 
E. 3.3.1 f.;  vgl.  auch  Urteil  des  BGer  I 190/06  vom  16. Mai  2007 
E. 3.2). Die IV-Stelle SG wäre somit für den Erlass der Verfügung zu-
ständig gewesen.

3.3 Verfügungen von örtlich unzuständigen IV-Stellen – vorliegend der 
IVSTA – sind in der Regel nicht nichtig, sondern lediglich anfechtbar  
(Urteil  des  BVGer  C-2687/2006  vom  27. August  2008  E. 3.2  mit 
Hinweisen). Nach der Rechtsprechung kann im Beschwerdeverfahren 
aus prozessökonomischen Gründen von der Aufhebung der Verfügung 
einer unzuständigen IV-Stelle und Überweisung der Sache an die zu-
ständige IV-Stelle abgesehen werden, wenn die fehlende Zuständigkeit 
nicht gerügt wird und aufgrund der gegebenen Aktenlage in der Sache 
entschieden werden kann (Urteile des BGer I 8/02 vom 16. Juli 2002 
E. 2.4  in  Verbindung  mit  E. 1.1  und  I 232/03  vom 22. Januar  2004, 
publiziert in SVR 2005 IV Nr. 39, E. 4.2.1).

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3.4 Da vorliegend die fehlende Zuständigkeit nicht gerügt wurde und 
aufgrund der gegebenen Aktenlage in der Sache entschieden werden 
kann, ist  aus prozessökonomischen Gründen von der Aufhebung der 
Verfügung der Vorinstanz und von der Überweisung der Sache an die 
zuständige IV-Stelle SG abzusehen.

4.  

4.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 
IVG (4. IV-Revision) die rentenberechtigten Versicherten, die bei Ein-
tritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Bei träge an 
die schweizerische Sozialversicherung geleistet haben. Meldet sich ein 
Versicherter  mehr  als  zwölf  Monate  nach  Entstehen  des  Anspruchs 
an, so werden die Leistungen in Abweichung von Artikel  24 Absatz 1 
ATSG lediglich für  die  zwölf  der  Anmeldung vorangehenden Monate 
ausgerichtet (Art. 48 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung]).

4.2 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 Prozent besteht  ein Anspruch auf  eine halbe Rente,  bei  
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV-Revision] 
respektive  Art. 28  Abs. 2  IVG  [5. IV-Revision]).  Gemäss  Art. 28 
Abs. 1ter IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von weniger 
als  50 Prozent  entsprechen,  jedoch nur  an Versicherte  ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine ab-
weichende Regelung vorsehen, was vorliegend nicht der Fall ist.

4.3 Der Rentenanspruch nach Artikel 28 entsteht nach den Vorschrif-
ten  der  4. IV-Revision frühestens in  dem Zeitpunkt,  in  dem der  Ver-
sicherte  mindestens  zu  40% bleibend  erwerbsunfähig  (Art.  7  ATSG) 
geworden ist  (Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG [4. IV-Revision])  oder während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 
lit. b IVG [4. IV-Revision]). Nach den Bestimmungen der 5. IV-Revision 
haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare  Eingliederungsmassnahmen  wieder  herstellen,  erhalten 
oder  verbessern  können,  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen 
Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40%  arbeitsunfähig  (Art. 6 

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ATSG) gewesen sind und nach Ablauf  dieses Jahres zu mindestens 
40% invalid  (Art. 8  ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. a  bis  c  IVG [5. IV-
Revision]).

4.4  Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG 
ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsge-
brechen,  Krankheit  oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss Art.  7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenversiche-
rungsverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und gegebenenfalls bezüg-
lich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Die  ärzt -
lichen Auskünfte  sind sodann eine wichtige Grundlage für  die  Beur-
teilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret 
noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; 
AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc).

4.5.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel  zu  würdigen  sind.  Für  das  gesamte  Verwaltungs-  und  Be-
schwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-
nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 
Beweise frei,  das heisst  ohne förmliche Beweisregeln,  sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, 
dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv 
zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterla-
gen  eine  zuverlässige  Beurteilung  des  streitigen  Rechtsanspruches 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medi-

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zinischen Berichten den Prozess nicht  erledigen,  ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 

4.5.2 Bezüglich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all -
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend 
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Be-
weismittels  noch die  Bezeichnung der  eingereichten  oder  in  Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu 
das Urteil  des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hin-
weis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als  vereinbar, Richtlinien für  die Beweiswür-
digung  in  Bezug  auf  bestimmte  Formen medizinischer  Berichte  und 
Gutachten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat -
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen,  bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti -
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2).

4.5.3 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Be-
weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre Zuverlässigkeit  bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte 
Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht, 

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lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf  Befangenheit 
schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das 
Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begrün-
det erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

4.6 Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss jeweils beurteilt 
werden, ob die versicherte Person als (teil-)erwerbstätig oder nichter -
werbstätig einzustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzu-
wendende  Methode  der  Invaliditätsgradbemessung  hat  (allgemeine 
Methode des Einkommensvergleichs, gemischte Methode, spezifische 
Methode des Betätigungsvergleichs, vgl. Art. 16 ATSG in Verbindung 
mit  Art. 28  Abs. 2,  Abs. 2bis und  Abs. 2ter IVG  [4. IV-Revision]  und 
Art. 28a IVG [5. IV-Revision]).

Beim Einkommensvergleich wird das Erwerbseinkommen, das die ver-
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-
ge erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt  zum Erwerbseinkommen,  das  sie  erzielen  könnte,  wenn sie 
nicht  invalid  geworden  wäre  (sogenanntes  Valideneinkommen).  Der 
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenüber gestellt  werden, worauf sich 
aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (all-
gemeine  Methode  des  Einkommensvergleichs;  BGE 130 V 343 
E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Ver-
hältnisse  im  Zeitpunkt  des  (hypothetischen)  Beginns  des  Rentenan-
spruchs  massgebend,  wobei  Validen-  und  Invalideneinkommen  auf 
zeitidentischer  Grundlage  zu  erheben  und  allfällige  rentenwirksame 
Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass res-
pektive  bis  zum  Einspracheentscheid  zu  berücksichtigen  sind 
(BGE 129 V 222 E. 4). Für  die  Ermittlung des Einkommens, welches 
der Versicherte ohne Invalidität  erzielen könnte (Valideneinkommen), 
ist entscheidend, was er im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozial-
versicherungsrecht allgemein gültigen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je 
mit Hinweisen)  als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der rea-
len Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es 
empirischer  Erfahrung  entspricht,  dass  die  bisherige  Tätigkeit  ohne 

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Gesundheitsschaden  fortgesetzt  worden  wäre.  Ausnahmen  von  die-
sem Grundsatz müssen ebenfalls mit  überwiegender Wahrscheinlich-
keit  erwiesen  sein,  damit  sie  berücksichtigt  werden können. Für  die 
Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er-
werblichen  Situation  auszugehen,  in  welcher  die  versicherte  Person 
konkret steht. Ist – wie hier – kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men  nach  Eintritt  der  Invalidität  mehr  gegeben,  namentlich  weil  die 
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 
zumindest  keine  zumutbare  Erwerbstätigkeit  aufgenommen  hat,  so 
sind nach der  Rechtsprechung die  gesamtschweizerischen Tabellen-
löhne gemäss den vom BFS periodisch herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen  (LSE)  heranzuziehen  (vgl.  BGE 129 V 472  E. 4.2.1). 
Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zentralwerte) im 
jeweiligen Wirtschaftssektor.

5.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren des 
Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat.

5.1 Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  er  sei  in  seiner  Arbeits-
fähigkeit stark eingeschränkt und müsse viele Therapien machen und 
Medikamente einnehmen.

5.2 Die IVSTA entgegnet, es sei keine rentenrelevante Invalidität fest-
gestellt  worden, weshalb der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 
eine Rente habe.

5.3  

5.3.1 Dem Bericht von Dr. med. A._______, Ärztin für Rheumatologie, 
vom  31. März  2005  (act. 61)  ist  zu  entnehmen,  dass  beim  Be-
schwerdeführer  ein  zervikobrachiales  Syndrom rechts  sowie  ein  Im-
pingement  der  rechten  Schulter,  Status  nach  subacromialer  Dekom-
pression 03/2001 vorliege. Seit Dezember 2004 hätten die Schmerzen 
massiv zugenommen; seit dem 28. Dezember 2004 liege eine volle Ar-
beitsunfähigkeit  vor. Die Ärztin führte aus, sie empfehle eine weitere 
Abklärung  der  Impingement-Symptomatik,  habe  dem  Beschwerde-
führer aber trotz der bestehenden Beschwerden angeraten, weiterhin 
zu 50% arbeiten zu gehen.

5.3.2 Gemäss  dem  Bericht  von  Dr. med. B._______,  Facharzt  für 
Radiologie,  vom 18. Mai  2005 (act. 62)  liegt  beim Beschwerdeführer 

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ein  Bandscheibenvorfall  lateralseitig  im  Fach  HWK4/5  links  mit  Ein-
engung des Neuroforamens vor. Der Zustand habe sich im Vergleich 
zur Voruntersuchung am 10. März 2005 nicht verändert. Zur Arbeits-
fähigkeit hat sich Dr. med. B._______ nicht geäussert.

5.3.3 Den  Berichten  des  Kantonsspitals  J._______  vom  5. August 
2005 sowie  vom 6. Januar  2006 (act. 64  und 66)  ist  zu  entnehmen, 
dass beim Beschwerdeführer episodische Kopfschmerzen vom Span-
nungstyp mit Tendenz zur Chronifizierung, ein Status nach zweimaliger 
Commotio  cerebri  (1999  und  2001)  sowie  ein  zervikobrachiales 
Schmerzsyndrom rechts bei Neeracromioplastik am 11. Mai 2005 fest-
gestellt worden sind. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ist den Berich-
ten nichts zu entnehmen.

5.3.4 Dr. med. C._______  hat  in  seinem Bericht  vom 23. April  2006 
(act. 68)  die  Diagnosen chronische  Schulterbeschwerden rechts  und 
Status  nach  Zervikobrachialgie  rechts  gestellt.  Aufgrund  dieser  Be-
schwerden schätzte er den Beschwerdeführer in seiner früheren Tätig-
keit als Gipser zu 100% arbeitsunfähig und in einer leichten, wechsel -
belastenden Tätigkeit  ohne Arbeiten über Schulterhöhe als zu 100% 
arbeitsfähig.

5.3.5 Dem Bericht der Klinik D._______ vom 22. Januar 2007 (act. 75) 
ist zu entnehmen, der Beschwerdeführer leide an einem ängstlich-de-
pressiven  posttraumatischen  Syndrom,  an  einem  zervikobrachialen 
Syndrom rechts, an einer Impingement-Symptomatik und es bestehe 
ein Status nach Acromionplastik rechts. Zur Arbeitsfähigkeit äusserten 
sich die Ärzte nicht.

5.3.6 K._______  der  Klinika  E._______  attestiert  dem  Be-
schwerdeführer  in  seinem undatierten  Bericht  (act. 91)  einen  Status 
nach  Schädel-Hirn-Trauma,  ein  zervikobrachiales  Syndrom  rechts, 
eine psychoorganische Störung sowie eine somatoforme Schmerzstö-
rung. Die Arbeitsunfähigkeit liege bei 40% bis 50%.

5.3.7 Dr. med. F._______ des ärztlichen Dienstes der IV FL verwies in 
seinen Stellungnahmen vom 31. Mai 2007 (act. 79) sowie vom 21. Mai 
2008 (act. 95) in Bezug auf die Diagnosen auf den SUVA-Bericht vom 
28. September  2005  (Residualbeschwerden  Schulter  rechts, 
Zervikozephalgie  bei  degenerativem  Bandscheibenleiden  mittlere 
HWS  sowie  wahrscheinliche  vorübergehende  Traumatisierung  durch 
frontal-seitliche Kollision bei Autounfall),  ferner hielt  er  fest, dass die 

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diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung nicht als invalidisierend 
angesehen werden könne, da keine schwere Komorbidität oder andere 
"Förster-Kriterien"  erfüllt  seien.  Aufgrund  der  festgestellten  Ein-
schränkungen im Schulterbereich, sei der Beschwerdeführer in seiner 
Tätigkeit als Gipser zu 100% arbeitsunfähig. In einer angepassten Tä-
tigkeit (leichte bis mittelschwere Arbeit, Belastung des rechten Armes 
mit bis zu maximal 7,5 kg bis auf Bauchhöhe, keine repetitiven Über-
kopfarbeiten, keine Arbeitsabläufe mit  Vibration, Schlägen, ausladen-
den oder  werfenden Bewegungen)  sei  der  Beschwerdeführer  als  zu 
100% arbeitsfähig anzusehen.

5.3.8 Dr. med. G._______ des RAD Rhone würdigte  in  seiner  medi-
zinischen  Stellungnahme  vom  17. November  2008  die  vorhandenen 
Berichte wie folgt: Der Beschwerdeführer leide hauptsächlich an einem 
zervikalen  Zephalsyndrom,  an  Zervikobrachialgien  links,  an  einer 
degenerativen  Diskopathie  (ICD-10  M50.3)  sowie  einer  post-
traumatischen  Verletzung  der  rechten  Schulter  (ICD-10  M75.9).  Als 
Nebendiagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine 
somatoforme Schmerzstörung ohne schwere psychiatrische Komorbi-
dität. In der früheren Tätigkeit als Gipser liege eine Arbeitsunfähigkeit  
von  100%  vor,  hingegen  bestehe  in  einer  leichten  Verweistätigkeit 
keine Arbeitsunfähigkeit.

5.3.9 Dr. med. H._______,  Facharzt  für  Psychiatrie  und  Neurologie, 
stellte im nervenfachärztlichen Gutachten vom 12. Juni 2009 fest, der 
Beschwerdeführer  leide an einer  leichtgradigen depressiven Störung 
bei körperlichen Beschwerden und sozialer Belastungssituation sowie 
(Spannungs-)Kopfschmerzen. Ferner hielt der Arzt fest, er könne das 
im  Bericht  der  Klinika  E._______  erwähnte  psychoorganische 
Syndrom keineswegs bestätigen, ja sogar ausschliessen, zumal beim 
Beschwerdeführer  keine entsprechende psychiatrische Vorgeschichte 
vorhanden und somit  das Vorliegen eines solchen Syndroms ausge-
schlossen sei. Die Arbeitsfähigkeit als Gipser erachtete er (aus ortho-
pädischen Gründen) als nicht mehr gegeben. In leichteren Tätigkeiten 
sei  der Beschwerdeführer grundsätzlich zu 100% arbeitsfähig,  wobei 
in einer gewissen Einarbeitungszeit aufgrund der depressiven Störung 
die (psychische) Belastbarkeit möglicherweise noch vermindert sei.

5.3.10 Dr. med. I._______,  Facharzt  für  Orthopädie,  hat  in  seinem 
(Gesamt-)Gutachten vom 10. Juli  2009 folgende Diagnosen mit  Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: chronisches zervikobrachiales 

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Syndrom rechts mit  Sensibilitätsverminderung ohne motorische Aus-
fälle,  chronische Lumboischialgie  rechts  mit  leichter  Sensibilitätsver-
minderung ohne motorische Ausfälle sowie schmerzhafter Zustand der 
rechten Schulter  bei  Impingement  und Teilruptur  der  Supraspinatus-
Sehne. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte 
Dr. med. I._______ eine Chondropathia patellae am rechten Knie. Der 
Beschwerdeführer  sei  (gemäss  Dr. med. C._______)  vom  28. De-
zember 2004 bis im Oktober 2005 vollständig arbeitsunfähig gewesen. 
Seit  Oktober  2005  (Beginn  der  50%igen  Arbeitsunfähigkeit  in  der 
bisherigen  Tätigkeit;  vgl.  act. 68)  sei  ihm  eine  angepasste  Tätigkeit 
wieder zumutbar.

5.4 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Ärzte  im  Wesent-
lichen übereinstimmend davon ausgehen, der Beschwerdeführer leide 
namentlich an einem zervikobrachialen Syndrom rechts, an einer Im-
pingement-Symptomatik  der  rechten  Schulter  und  an  einem  Band-
scheibenvorfall lateralseitig im Fach HWK4/5 links. Uneinheitlich ist die 
Beurteilung  der  Ärzte  in  Bezug  auf  die  Frage,  ob  der  Beschwerde-
führer zudem an einer somatoformen Schmerzstörung oder an einer 
depressiven Störung leidet.

Zu der aus den festgestellten Beeinträchtigungen folgenden Arbeitsun-
fähigkeit  haben sich  nicht  alle  Ärzte  geäussert.  Diejenigen,  die  eine 
Angabe  gemacht  haben,  gehen  in  der  Regel  davon  aus,  der  Be-
schwerdeführer sei aufgrund der Schulterproblematik in der ursprüng-
lichen Tätigkeit als Gipser zwar nicht mehr arbeitsfähig, er sei jedoch 
in einer leichten bis mittelschweren Verweistätigkeit  unter Beachtung 
gewisser Einschränkungen (Belastung des rechten Armes mit  bis zu 
maximal 7,5 kg bis auf Bauchhöhe, keine repetitiven Überkopfarbeiten, 
keine Arbeitsabläufe mit  Vibration,  Schlägen, ausladenden oder wer-
fenden Bewegungen) zu 100% arbeitsfähig. Von dieser Einschätzung 
weicht lediglich die Beurteilung von K._______ der Klinika E._______ 
ab,  welcher  dem Beschwerdeführer  eine Arbeitsunfähigkeit  von 40% 
bis 50% attestiert. Allerdings geht aus dieser Beurteilung nicht hervor, 
auf  welche  Tätigkeit  sich  die  angegebene  Einschränkung  beziehen 
soll. Der beurteilende Arzt führt zur Begründung der Arbeitsunfähigkeit 
lediglich  aus,  diese  resultiere  aus  den  Unfallfolgen  und  sei 
insbesondere  psychiatrisch  begründet.  Im  Übrigen  ist  darauf 
hinzuweisen,  dass  die  gestellten  psychiatrischen  Diagnosen  der 
Klinika E._______ sowie der Klinik D._______ ohne Berücksichtigung 
der Anamnese und ohne nähere Erklärung gestellt  wurden,  so dass 

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weder das Bestehen noch die Auswirkungen derartiger Einschränkun-
gen  nachvollziehbar  sind.  Dies  gilt  umso  mehr,  als  –  wie  Dr.  med. 
H._______  festgestellt  hat  –  in  psychiatrischer  Hinsicht  keine  ent-
sprechende Vorgeschichte oder bisherige Behandlungen dokumentiert 
sind, welche das Bestehen derartiger Einschränkungen belegen wür-
de.  Dr. med. H._______  diagnostiziert  hingegen  nach  sorgfältiger 
Abklärung und unter nachvollziebarer Dokumentation seiner Feststel-
lungen lediglich eine leichte depressive Störung, welche seines Erach-
tens grundsätzlich keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, aber mög-
licherweise auf die Belastbarkeit des Beschwerdeführers hat. Somit ist 
in  Übereinstimmung  der  Würdigungen  von  Dr. med. F._______, 
Dr. med. G._______ sowie auch des Spezialisten Dr. med. H._______ 
davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer aus psychiatrischer 
Sicht  keine  relevante  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  besteht, 
sofern dem Beschwerdeführer keine psychisch belastenden Arbeiten 
zugewiesen  werden.  Daher  sind  lediglich  die  somatischen  Be-
schwerden, namentlich also die Schulterbeschwerden sowie die Zer-
vikobrachialgie  als  limitierend  anzusehen.  Die  abschliessende  Ein-
schätzung von Dr. med. G._______, gemäss welcher der Beschwerde-
führer  zufolge  der  somatischen  Beschwerden  in  der  Tätigkeit  als 
Gipser seit Dezember 2004 als zu 100% arbeitsunfähig, in einer leich-
ten  Tätigkeit  jedoch  spätestens  seit  Oktober 2005  als  zu  100% 
arbeitsfähig ist, ist nachvollziehbar und schlüssig, weshalb ihr zu fol-
gen ist.

6.
Zu prüfen bleibt noch der durchgeführte Einkommensvergleich.

6.1 Gestützt auf den Fragebogen für den Arbeitgeber vom 16. Dezem-
ber  2005  (act. 11)  betrug  das  Valideneinkommen  des  Beschwerde-
führers  im Jahr  2005  monatlich  Fr. 5'273.--. Indexiert  auf  das  Lohn-
niveau  im  Jahr  2006  entspricht  dies  einem  Monatslohn  von 
Fr. 5'331.24.

Das Invalideneinkommen hat die IVSTA für die dem Beschwerdeführer 
noch möglichen einfachen und repetitiven Tätigkeiten gestützt auf die 
LSE auf Fr. 4'732.-- festgelegt. Hochgerechnet auf die branchenübliche 
Arbeitszeit  von  41,7  Wochenstunden  entspricht  dies  einem Einkom-
men von Fr. 4'933.11.

Die erlittene Einkommenseinbusse beträgt somit Fr. 398.10 respektive 

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rund 7%.

Die  IV-Stelle  hat  in  Anbetracht  des  tiefen  Alters  des  Versicherten 
keinen so genannten leidensbedingten Abzug vorgenommen. Die Be-
urteilung der Frage, ob sich vorliegend ein – allenfalls geringer – lei -
densbedingter Abzug rechtfertigen würde, kann offen bleiben,  würde 
sich doch sogar bei einem Maximalabzug von 25% kein IV-Grad von 
mindestens 50% (vgl. E. 4.2 hiervor) ergeben ([{5'331.24 – 3'699.83} 
x 100] : 5'331.24 = 30,60%).

6.2 Da die Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% im Dezember 2004 
eingetreten ist, läuft das Wartejahr gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in 
der bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Fassung) bis im Dezember 
2005,  weshalb  ein  allfälliger  Anspruch erst  ab Dezember  2005 (vgl.  
Art. 29  Abs. 2  IVG  [in  der  bis  zum  31. Dezember  2007  geltenden 
Fassung]) entstehen könnte. Da der Beschwerdeführer jedoch bereits 
spätestens ab Oktober 2005 (das genaue Datum kann offen gelassen 
werden) in einer Verweistätigkeit wieder zu 100% arbeitsfähig ist und 
gemäss Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad von lediglich 7% 
aufweist, hat er keinen Anspruch auf eine Rente.

6.3 Zusammenfassend  ist  somit  festzuhalten,  dass  die  IVSTA  das 
Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat, 
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

7.  

7.1 Die  Verfahrenskosten  sind  bei  Streitigkeiten  um  die  Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensauf-
wand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1'000 Fran-
ken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren 
sind  die  Verfahrenskosten  auf  Fr. 300.--  festzusetzen  und  dem  Be-
schwerdeführer  als  unterlegene Partei  aufzuerlegen. Die Verfahrens-
kosten sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

7.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64  Abs. 1 
VwVG). Als Bundesbehörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 7  Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Partei -
entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

Seite 18

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen .

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff.,  90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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