# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d774bed5-2261-511d-b98a-b4e86b124528
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.01.2012 D-6721/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6721-2011_2012-01-27.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­6721/2011

U r t e i l   v om   2 7 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richter Thomas Wespi als Einzelrichter,
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

Parteien A._______, geboren U._______,
B._______, geboren V._______,
C._______, geboren X._______,
D._______, geboren Y._______,
E._______, geboren Z._______,
Serbien,  
alle vertreten durch lic. iur. Stefan Galligani, Rechtsanwalt, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Vollzug der Wegweisung
(Beschwerde gegen Wiedererwägungsentscheid);
Verfügung des BFM vom 14. November 2011 / N_______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das BFM mit Verfügung vom 21. April 2009 gestützt auf Art. 3 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) die Asylgesuche der 
Beschwerdeführer  vom 25.  August  2008  ablehnte  und  die Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass auf eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 18. Mai 
2009  mit  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­3199/2009  vom  19. 
Juni  2009  nicht  eingetreten  wurde,  weil  innert  Frist  weder  eine 
Beschwerdeverbesserung eingereicht noch ein Kostenvorschuss bezahlt 
worden war,

dass das BFM den Beschwerdeführern mit Schreiben vom 24. Juni 2009 
eine  Ausreisefrist  zum  Verlassen  der  Schweiz  bis  zum  22.  Juli  2009 
ansetzte,

dass  die  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  11.  Juli  2009  die 
Wiederherstellung  "der  Beschwerdefrist"  nach  unverschuldetem 
Versäumnis  gemäss  Art.  24  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. 
Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021) 
beantragten,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  D­4473/2009  vom  12. 
August 2009 das Fristwiederherstellungsgesuch guthiess, das Urteil vom 
19. Juni  2009  (Nichteintreten  auf  Beschwerde)  aufhob,  auf  die 
Beschwerdeeingabe  vom  18.  Mai  2009  eintrat  und  das 
Beschwerdeverfahren weiterführte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  weiterem  Urteil  D­4473/2009 
vom 13. Mai 2011 die Beschwerde vom 18. Mai 2009 abwies,

dass die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Juni 2011 beim BFM ein 
Wiedererwägungsgesuch  einreichten,  das mit  Verfügung  der Vorinstanz 
vom  1.  Juli  2011  abgewiesen  wurde,  wobei  sie  gleichzeitig  die 
Rechtskraft  sowie  die  Vollstreckbarkeit  des  negativen  Asylentscheids 
vom 21. April 2009 feststellte und eine Gebühr von Fr. 600.– erhob,

dass  die  gegen  diese  Verfügung  erhobene Beschwerde  vom  3.  August 
2011  mit  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­4295/2011  vom 
30. September 2011 vollumfänglich abgewiesen wurde,

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dass die Beschwerdeführer beim BFM am 21. Oktober 2011 ein zweites 
Wiedererwägungsgesuch  einreichten  und  darin  zur  Begründung  im 
Wesentlichen  vorbrachten,  es  könne  in  der  Zwischenzeit  ein  neues 
Beweismittel  (Nennung  Beweismittel)  vorgelegt  werden,  welches  die 
psychischen  Beschwerden  der  Beschwerdeführerin  B._______ 
eingehend beschreibe,

dass  F._______  zwar  bereits  im  ersten  Wiedererwägungsgesuch  vom 
6. Juni  2011  geltend  gemacht  worden  sei,  die  Beschwerdeführerin 
damals  jedoch noch nicht  in der Lage gewesen sei, mit einem Fremden 
respektive  einem  Arzt  über  das  Vorgefallene  zu  sprechen  und  eine 
Therapie zu besuchen,

dass sie sich aber nach längerem Zögern entschieden habe, für sich und 
ihre ganze Familie eine Therapie zu beginnen und die Geschehnisse zu 
verarbeiten,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  14.  November  2011  –  eröffnet  am 
15. November  2011  –  das  zweite,  betreffend  den  Wegweisungsvollzug 
eingereichte  Wiedererwägungsgesuch  der  Beschwerdeführer  vom 
21. Oktober  2011  abwies,  die  Verfügung  vom  21.  April  2011  als 
rechtskräftig und vollstreckbar erklärte, eine Gebühr von Fr. 600.– erhob 
und  feststellte,  dass  einer  allfälligen  Beschwerde  keine  aufschiebende 
Wirkung zukomme,

dass  zur  Begründung  im  Wesentlichen  angeführt  wurde,  die 
Beschwerdeführer  würden  die  genau  gleichen  Gründe  wie  im  ersten 
Wiedererwägungsgesuch  geltend  machen,  welche  mit  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  30.  September  2011  rechtskräftig 
beurteilt  und  als  unglaubhaft  qualifiziert  worden  seien,  weshalb  es  sich 
erübrige, noch einmal darauf einzugehen,

dass  auch  der  neu  eingereichte  (Nennung  Beweismittel),  worin  der 
Beschwerdeführerin  B._______  eine  (Nennung  Diagnose)  attestiert 
werde, an der bisherigen Einschätzung nichts zu ändern vermöge, zumal 
nicht nachvollziehbar sei, warum sich die Beschwerdeführerin erst am 8. 
September 2011 in ärztliche Behandlung begeben habe,

dass  die  im Wiedererwägungsgesuch  angeführte Erklärung,  sie  sei  erst 
jetzt  in  der  Lage,  über  die  angeblich  erlittene  F._______  zu  sprechen, 
nicht  zu  überzeugen  vermöge,  und  es  sei  vielmehr  davon  auszugehen, 

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dass  die  Beschwerdeführerin  mit  diesem  verspäteten  Vorbringen 
versuche, eine drohende Wegweisung zu umgehen,

dass  überdies  im  ärztlichen  Bericht  augenfällig  sei,  dass  die 
Unabhängigkeit der ärztlichen Fachperson nicht gegeben sei, zumal darin 
ausschliesslich  auf  die  Sachverhaltsdarstellung  der  Beschwerdeführerin 
abgestützt werde, weshalb die Ausführungen  im ärztlichen Bericht somit 
berechtigten  Anlass  zu  Zweifeln  an  der  Richtigkeit  der  entsprechenden 
Feststellungen geben würden,

dass  eine  Behandlung  der  Beschwerdeführerin  –  wie  bereits  anlässlich 
des  ersten  Wiedererwägungsgesuchs  abgehandelt  –  auch  in  ihrem 
Heimatland gewährleistet sei und somit kein Vollzugshindernis bilde,

dass die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Dezember 2011 gegen 
diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben 
und  beantragten,  es  sei  die Verfügung  des BFM  vom 21.  April  2009  in 
Wiedererwägung  zu  ziehen und aufzuheben,  es  sei  die Unzumutbarkeit 
des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  eventualiter  die  vorläufige 
Aufnahme  anzuordnen,  es  sei  ein  medizinisches  Gutachten  im 
Zusammenhang  mit  F._______  der  Beschwerdeführerin  B._______  in 
Auftrag  zu  geben,  es  sei  dem  Gesuch  die  aufschiebende  Wirkung  zu 
gewähren und es seien die diesbezüglich notwendigen Massnahmen zu 
treffen,

dass  sie  ferner  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie um Beigabe 
eines Anwalts im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG ersuchten,

dass  mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 
28. Dezember  2011  das  sinngemässe  Gesuch  um  Aussetzung  des 
Wegweisungsvollzugs  sowie  die  Gesuche  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie 
um  unentgeltliche  Rechtsverbeiständung  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  2 
VwVG  abgewiesen  wurden  und  den  Beschwerdeführern  Frist  zur 
Bezahlung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 1200.– bis zum 
12. Januar 2012 angesetzt wurde,

dass zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt wurde, die Einreichung 
des angeführten neuen Beweismittels (Nennung Beweismittel) betreffend 
den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin als Folge 

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einer in der Heimat erlittenen F._______ dürfte nicht als rechtswesentlich 
erachtet werden beziehungsweise keine veränderte Sachlage darstellen, 
die eine von den bisherigen Beurteilungen abweichende Würdigung der 
Frage  der  Zulässigkeit  und  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
zulasse,  und  die  entsprechenden  vorinstanzlichen  Erwägungen  dürften 
zu bestätigen sein,

dass  schon  im Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­4295/2011  vom 
30.  September  2011  festgehalten  worden  sei,  dass  es  der 
Beschwerdeführerin möglich und zumutbar gewesen wäre, die angeführte 
F._______  bereits  im  ordentlichen  (Beschwerde­)Verfahren  anzuführen, 
und an dieser Einschätzung auch das ins Recht gelegte weitere ärztliche 
Zeugnis  –  unbesehen  der  von  der  Vorinstanz  angezweifelten 
Unabhängigkeit des Facharztes – nichts ändern dürfte,

dass  in  diesem  Zusammenhang  anzuführen  sei,  dass  die 
Beschwerdeführerin  gemäss  diesem  Zeugnis  seit  dem  8.  September 
2011 in fachärztlicher Behandlung stehe, und es dieser somit problemlos 
möglich gewesen wäre, noch vor Erlass des Beschwerdeurteils im ersten 
Wiedererwägungsverfahren  vom  30.  September  2011  ein 
entsprechendes  ärztliches  Zeugnis  dieses  Facharztes  einzureichen, 
zumal  sie  im  damaligen  Instruktionsverfahren  ausdrücklich  zur 
Einreichung solcher Beweismittel aufgefordert worden sei,

dass  auch  im  ärztlichen  Bericht  vom  2.  Oktober  2011  nicht  konkret 
dargelegt  werde,  aufgrund  welcher  Umstände  die  Beschwerdeführerin 
nicht  in  der  Lage  gewesen  sein  soll,  die  angeblich  vor  (...)  erlittene 
F._______  nicht  schon  früher,  mithin  im  ordentlichen  (Beschwerde­
)Verfahren geltend zu machen,

dass  eine  Behandlung  des  diagnostizierten  Krankheitsbilds  der 
Beschwerdeführerin  auch  in  Serbien  gewährleistet  sei,  mithin  eine 
Fortsetzung  der  in  der  Schweiz  begonnenen  Therapie  allenfalls  dort 
fortgeführt werden könne, 

dass  die  in  der  Beschwerde  enthaltenen  Ausführungen,  wonach  eine 
Rückkehr  nach  Kosovo  unzumutbar  sei,  unbehelflich  sein  dürften,  da 
bereits  im  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­4473/2009  vom  13. 
Mai  2011  mangels  einer  innerstaatlichen  Aufenthaltsalternative  im 
Norden Kosovos der Vollzug der Wegweisung nach Serbien als zumutbar 
erachtet worden sei,

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dass  die  Vorbringen  betreffend  eine  befürchtete  Blutrache 
wiedererwägungsrechtlich  nicht  relevant  sein  dürften,  weil  die 
diesbezüglichen  Umstände  bereits  im  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  D­4295/2011  vom  30.  September  2011 
beurteilt  worden  seien  und  eine  neue  Würdigung  von  in  früheren 
Verfahren  geltend  gemachten  Sachverhalten  keinen 
Wiedererwägungsgrund darstelle,

dass somit dem Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführer  in  ihren 
Heimatstaat  aufgrund  der  gegenwärtigen  Aktenlage  keine 
Wegweisungshindernisse  entgegen  stehen  dürften  und  der  rechtskräftig 
angeordnete Wegweisungsvollzug somit vollstreckbar sei,

dass dementsprechend die in der Beschwerde formulierten Begehren von 
vornherein aussichtslos sein dürften,

dass der Kostenvorschuss am 5. Januar 2012 bezahlt wurde,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht,  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 
105  Abs.  1  AsylG  i.V.m.  Art.  31  ­  33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme  im Sinne von Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 BGG  in 
casu  nicht  vorliegt,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht  demnach 
endgültig entscheidet,

dass vorliegend der Entscheid vom 14. November 2011, mit welchem das 
von den Beschwerdeführern gestellte Gesuch vom 21. Oktober 2011 um 
Wiedererwägung  der  ursprünglichen  Verfügung  des  BFM  vom  21.  April 
2009 abgewiesen wurde, eine Verfügung des BFM im Bereich des Asyls 
darstellt,  die  mit  Beschwerde  an  das  letztinstanzlich  zuständige 
Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden kann,

dass  die  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  dem  BFM  teilgenommen 
haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  und 
daher  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG 
und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass sie daher  zur Einreichung einer Beschwerde gegen die Verfügung 
des BFM vom 14. November 2011 legitimiert sind,

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich,  wie  nachstehend  aufgezeigt,  vorliegend  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass vorliegend gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung 
des Schriftenwechsels verzichtet wurde,

dass  nach  Art.  29  Abs.  1  und  2  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101; zu 
der  unter  Art.  4  aBV  entwickelten  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts 
vgl. BGE 127  I 133 E. 6 S. 137) ein verfassungsmässiger Anspruch auf 
Wiedererwägung besteht, wenn erhebliche Tatsachen oder Beweismittel 
geltend gemacht werden, die im früheren Verfahren nicht bekannt waren 
oder damals noch nicht eingebracht werden konnten, oder wenn sich die 
Umstände  seit  der  letzten  Beurteilung  wesentlich  geändert  haben  und 
mithin  der  ursprüngliche  (fehlerfreie)  Entscheid  an  nachträglich 
eingetretene Veränderungen der Sach­ oder Rechtslage anzupassen  ist 
(vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 7 E. 1 S. 42 f.; BGE 124 II 1 E. 
3a S. 6; 120 Ib 42 E. 2b S. 46; 113 Ia 146 E. 3a S. 150 ff.),

dass  ungeachtet  dieses  verfassungsmässigen  Anspruchs  ein 
Wiedererwägungsgesuch  nicht  dazu  dienen  darf,  die  Verbindlichkeit 
eines  Verwaltungsentscheides  fortlaufend  in  Frage  zu  stellen  (vgl. 
EMARK 2003 Nr. 17 E. 2b S. 104),

dass das BFM in der angefochtene Verfügung dargelegt hat, weshalb die 
Vorbringen  im  Wiedererwägungsgesuch  nicht  geeignet  sind,  an  der 
ursprünglichen Verfügung etwas zu ändern,

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dass  sich  aufgrund  der  Akten  die  Ausführungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung  als  in  jeder  Hinsicht  zutreffend  erweisen,  weshalb  zur 
Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  entsprechenden  Erwägungen 
des BFM im angefochtenen Entscheid verwiesen werden kann,

dass die Vorbringen in der Beschwerdeschrift nicht geeignet sind, an der 
vorinstanzlichen Einschätzung etwas zu ändern,

dass  in  der  Zwischenverfügung  vom  28.  Dezember  2011  einlässlich 
dargelegt  wurde,  weshalb  die  Vorbringen  in  der  Rechtsmitteleingabe 
keine  Wegweisungshindernisse  zu  begründen  vermöchten,  die  einem 
Vollzug der Beschwerdeführer in ihren Heimatstaat entgegenstünden und 
die  Begehren  der  Beschwerdeführer  daher  als  aussichtslos  zu 
qualifizieren seien,

dass seit dieser Beurteilung keine Änderung der Sachlage hinsichtlich der 
im zweiten Wiedererwägungsgesuch gestellten Begehren eingetreten ist,

dass, um Wiederholungen zu vermeiden, daher ebenfalls vollumfänglich 
auf die Ausführungen in der erwähnten Zwischenverfügung zu verweisen 
und  dem  Antrag  um  Anordnung  eines  medizinischen  Gutachtens  im 
Zusammenhang mit der angeführten F._______ der Beschwerdeführerin 
B._______ nicht stattzugeben ist,

dass sich bei dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen,

dass  es  den  Beschwerdeführern  somit  nicht  gelingt,  erhebliche 
Tatsachen  oder  Beweismittel  oder  eine  wesentliche  Änderung  der 
Umstände  im  Sinne  der  wiedererwägungsrechtlichen  Bestimmungen 
darzulegen,

dass das BFM nach dem Gesagten das zweite Wiedererwägungsgesuch 
vom  21.  Oktober  2011  zu  Recht  abgewiesen  hat  und  die  Beschwerde 
demnach abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  1200.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführern  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG) und mit dem am 5. Januar 2012 in der gleichen Höhe geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

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Seite 9

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  1200.–  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt  und  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss 
verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführer, das BFM und die zuständige 
kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

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