# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 884e53e6-92af-5541-a326-3f0676b9c56a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 18.03.2024 WBE.2023.235
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2023-235_2024-03-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2023.235 / sr / jb 
(Nr. 2023-000590)  

Art. 31 

 

Urteil vom 18. März 2024 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Winkler, Vorsitz  

Verwaltungsrichterin Lang  

Verwaltungsrichter Leibundgut  

Gerichtsschreiberin Ruchti      

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____,  

vertreten durch Dr. iur. Markus Siegrist, Rechtsanwalt, 

Bleichemattstrasse 43, Postfach, 5001 Aarau    

 

 

gegen 

 

 
   

Vorinstanzen  Gemeinderat Q._____,     

 

  Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5000 Aarau    

 

   

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Baubewilligung 

 

Entscheid des Regierungsrats vom 31. Mai 2023 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

Am 8. Oktober 1998 verweigerte die damalige Koordinationsstelle Bauge-

suche des Baudepartements des Kantons Aargau B._____ die Zu-

stimmung zur von ihm nachgesuchten Hofüberdachung (Holz- und Stahl-

konstruktion, Dachoberfläche aus Welleternit) als witterungsgeschützter 

Umschlagsplatz für Futtermitteltransporte mit eigenen Lastwagen mit einer 

Fläche von rund 175 m2 auf der in der Landwirtschaftszone und einer diese 

überlagernden Weilerzone gelegenen Parzelle Nr. aaa in der Gemeinde 

Q._____. Gestützt auf diese Verfügung wies der Gemeinderat Q._____ das 

betreffende Baugesuch von B._____ am 19. Oktober 1998 ab. Die 

dagegen erhobene Beschwerde von B._____ wies der Regierungsrat des 

Kantons Aargau mit Entscheid vom 21. April 1999 ebenfalls ab. 

 

2. 

Im März 2003 stellte der Gemeinderat Q._____ fest, dass B._____ 

gleichwohl mit der Erstellung der nicht bewilligten Hofüberdachung begon-

nen hatte, worauf er die Bauherrschaft zur Einreichung eines nachträgli-

chen Baugesuchs aufforderte. Das von B._____ darauf eingereichte 

Baugesuch bezog sich auf eine Hofüberdachung mit einer Fläche von rund 

430 m2 sowie den Abbruch bestehender Anbauten. Die Koordinationsstelle 

Baugesuche wies auch dieses Baugesuch am 2. August 2004 ab und ord-

nete den Rückbau der Hofüberdachung bis 28. Februar 2005 an. Dieser 

Entscheid wurde B._____ mit Protokollauszug des Gemeinderats Q._____ 

vom 16. August 2004 eröffnet, unter Wiederholung des Rückbaubefehls mit 

Restitution bis 28. Februar 2005. 

 

B. 

1. 

Dagegen erhob B._____ am 17. September 2004 Beschwerde beim 

Regierungsrat und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Entschei-

de der Koordinationsstelle Baugesuche und des Gemeinderats Q._____ 

und die Erteilung der Baubewilligung für die Hofüberdachung, eventuell un-

ter Bedingungen und Auflagen. 

 

2. 

Im Hinblick auf die geplante Revision der Weilerzonenvorschriften der Ge-

meinde Q._____ sowie aus Anlass eines Gestaltungsplanverfahrens für die 

streitbetroffene Parzelle Nr. aaa sistierte der Rechtsdienst des Regierungs-

rats das vorliegende Beschwerdeverfahren mehrfach. Nachdem die Abtei-

lung Raumentwicklung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) 

keine Genehmigung eines Gestaltungsplans in Aussicht stellen konnte, mit 

welchem die Hofüberdachung vollständig legalisiert worden wäre, wurde 

 - 3 - 

 

 

das Beschwerdeverfahren wieder aufgenommen, der Schriftenwechsel 

fortgesetzt und im Dezember 2019 abgeschlossen. Im Oktober 2019 zeigte 

der Rechtsvertreter von B._____ dem Rechtsdienst des Regierungsrats an, 

dass dessen Sohn A._____ die Parzelle Nr. aaa käuflich erworben habe 

und anstelle seines Vaters in den Prozess eintrete. 

 

3. 

Am 31. Mai 2023 entschied der Regierungsrat: 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. 
Die Hofüberdachung auf Parzelle aaa ist innert sechs Monaten ab Rechts-
kraft des vorliegenden Entscheids abzubrechen. 
 
3. 
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer 
Staatsgebühr von Fr. 3'500.–, der Kanzleigebühr und den Auslagen von 
Fr. 769.50, insgesamt Fr. 4'269.50, werden dem Beschwerdeführer 
A._____ auferlegt. 
 
4. 
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

C. 

1. 

Diesen regierungsrätlichen Entscheid liess A._____ mit Beschwerde vom 

4. Juli 2023 beim Verwaltungsgericht anfechten, mit den Anträgen in der 

Sache: 

 

1. 
Es sei der Regierungsratsbeschluss Nr. 2023-000590 vom 31. Mai 2023 
(samt Ziffern 1, 2 und 3 der Verfügung des Gemeinderats Q._____ vom 
16. August 2004 [Pa 400 3.3] und der Verfügung der Koordinationsstelle 
Baugesuche vom 2. August 2004 [BDKB.03.1085-1]) aufzuheben und es 
sei die Baubewilligung für die Hofüberdachung zu erteilen. 
 
2. 
Eventualiter sei die Baubewilligung für die Hofüberdachung unter Bedin-
gungen und Auflagen zu erteilen. 
 
3. 
Subeventualiter sei die bereits erstellte Hofüberdachung zu tolerieren. 
 
4. 
Subsubeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen 
zurückzuweisen. 
 
5. 
Subsubsubeventualiter sei eine Rückbaufrist von 18 Monaten zu verfügen. 

  

 - 4 - 

 

 

 
6. 
Die Verfahrenskosten des regierungsrätlichen Verfahrens seien den Vorin-
stanzen, eventualiter der Staatskasse aufzuerlegen. Dem Beschwerdefüh-
rer sei eine Parteientschädigung (inkl. MWST) für das regierungsrätliche 
Verfahren auszurichten. 
 
7. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der 
Staatskasse. 

 

In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die Durchfüh-

rung einer öffentlichen Verhandlung gemäss Art. 6 EMRK und eines Au-

genscheins vor Ort. 

 

2. 

Mit Eingabe vom 11. September 2023 verzichtete der Gemeinderat 

Q._____ auf eine ausführliche Beschwerdeantwort. Der Rechtsdienst des 

Regierungsrats stellte in der Beschwerdeantwort vom 12. September 2023 

Antrag auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 

einzutreten sei. 

 

3. 

Im zweiten Schriftenwechsel (Replik vom 23. Oktober 2023; Duplik vom 

9. November 2023) hielten der Beschwerdeführer und der Rechtsdienst 

des Regierungsrats an ihren Anträgen fest. 

 

4. 

Mit Eingabe vom 23. November 2023 verzichtete der Beschwerdeführer auf 

ausführliche Gegenbemerkungen zur Duplik. 

 

5. 

Mit Verfügung vom 10. Januar 2024 eröffnete der instruierende Verwal-

tungsrichter den Parteien, dass – unter Vorbehalt eines zeitnahen Verzichts 

seitens des Beschwerdeführers – in Kürze zu einer Verhandlung im Sinne 

von Art. 6 Ziff. 1 EMRK (ohne Beweismassnahmen, konkret eines Augen-

scheins vor Ort, Partei- und Zeugenbefragung) vorgeladen werde, wobei 

dem Gemeinderat Q._____ und dem Regierungsrat die Teilnahme an 

dieser Verhandlung ausdrücklich freigestellt werde. 

 

6. 

Mit Schreiben vom 31. Januar 2024 teilte der Rechtsvertreter des Be-

schwerdeführers dem Verwaltungsgericht mit, der Beschwerdeführer wer-

de allein zur Verhandlung erscheinen. 

 

7. 

Mit Instruktionsverfügung vom 1. Februar 2024 wurden die Parteien zu 

einer mündlichen Verhandlung auf den 18. März 2024 vorgeladen, wobei 

 - 5 - 

 

 

dem Gemeinderat Q._____ und dem Regierungsrat das Erscheinen an der 

Verhandlung ankündigungsgemäss freigestellt wurde. 

 

D. 

An der Verhandlung vom 18. März 2024 erhielt der Beschwerdeführer Ge-

legenheit, sich noch einmal zur Streitsache zu äussern. Im Anschluss an 

die Verhandlung hat das Verwaltungsgericht den Fall beraten und entschie-

den. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspfle-

gegesetz, VRPG; SAR 271.200]). Das gilt auch in Bausachen (§ 61 Abs. 3 

der Bauverordnung vom 25. Mai 2011 [BauV; SAR 713.121]. Der Entscheid 

des Regierungsrats ist verwaltungsintern letztinstanzlich. Das Verwal-

tungsgericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu-

ständig. 

 

2. 

2.1. 

Gemäss § 43 Abs. 2 VRPG muss eine Beschwerdeschrift einen Antrag so-

wie eine Begründung enthalten. Auf Beschwerden, die diesen Anforderun-

gen nicht entsprechen, ist nicht einzutreten. Mit der Formulierung dieser 

Bestimmung wurde faktisch die unter Geltung des Gesetzes über die Ver-

waltungsrechtspflege vom 9. Juli 1968 (aVPRG) geltende Praxis kodifiziert 

(Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2022.215 vom 7. Dezember 

2022, Erw. I/3; Botschaft des Regierungsrats des Kantons Aargau an den 

Grossen Rat vom 14. Februar 2007, Gesetz über die Verwaltungsrechts-

pflege, 07.27, S. 56 f.). Der Beschwerdeführer muss darlegen, in welchen 

Punkten der vorinstanzliche Entscheid abgeändert werden soll. Aus dem 

Beschwerdeantrag oder im Zusammenhang mit der Begründung muss hin-

reichend erkennbar sein, was der Beschwerdeführer will (Entscheid des 

Verwaltungsgerichts WBE.2020.3 vom 23. März 2020, Erw. I/4; MICHAEL 

MERKER, Rechtsmittel, Klage und Normenkontrollverfahren nach dem aar-

gauischen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege [vom 9. Juli 1968], 

Kommentar zu den §§ 38–72 [a]VRPG, 1998, N. 5 ff zu § 39). Dazu muss 

der Beschwerdeführer in der Begründung ausführen, in welchen Punkten 

seiner Auffassung nach der angefochtene Entscheid Mängel aufweist 

(Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2009, S. 275, 

Erw. 3.1). 

 

 - 6 - 

 

 

2.2. 

In seinem ersten Eventualbegehren stellt der Beschwerdeführer den An-

trag, dass die Baubewilligung für die Hofüberdachung unter Bedingungen 

und Auflagen zu erteilen sei (Antrag 2). Mit welchen Auflagen und/oder Be-

dingungen die Baubewilligung verbunden werden soll, wird indessen nicht 

näher erläutert. Dementsprechend lässt sich auch nicht nachvollziehen, mit 

welcher Auflage oder unter welcher Bedingung sich der Bau und die Nut-

zung der Hofüberdachung als (materiell) rechtmässig erweisen könnten. 

Mangels näherer Ausführungen dazu kann auf Antrag 2 der Beschwerde 

nicht eingetreten werden. 

 

3. 

Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist mit der 

vorerwähnten Ausnahme (Antrag 2) einzutreten. 

 

4. 

Worauf der Beschwerdeführer mit seiner Rüge der Verletzung von Art. 29 

Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

vom 18. April 1999 (BV; SR 101) bzw. des Verstosses gegen die Verfah-

rensfairness abzielt, ist nicht ersichtlich, lag doch die Sistierung des vorin-

stanzlichen Beschwerdeverfahrens und die lange Behandlungsdauer nach 

Aufhebung der Sistierung im Jahr 2019 in seinem Interesse und beruft er 

sich doch erklärtermassen nicht auf eine Verletzung des Beschleunigungs-

gebots. Dass ihm der vorinstanzliche Entscheid noch vor den Sommerge-

richtsferien 2023 eröffnet wurde, ist nicht zu beanstanden, zumal ihm der 

vorinstanzliche Entscheid schon am 6. Juni 2023, also nicht erst kurz vor 

Beginn der Sommergerichtsferien am 15. Juli 2023 zuging. Offenbar hat er 

nach Ankündigung des regierungsrätlichen Rechtsdienstes mit Schreiben 

vom 14. April 2023, dass geplant sei, die Beschwerdeangelegenheit nun 

dem Regierungsrat so bald wie möglich zum Entscheid zu unterbreiten, 

auch nie darum ersucht, in einem bestimmten Zeitraum keine Zustellung 

des Entscheids an ihn zu veranlassen. 

  

5. 

Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht können die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen 

gerügt werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). Die Kontrolle der Angemessenheit ist 

demgegenüber ausgeschlossen (Umkehrschluss aus § 55 Abs. 3 VRPG). 

 

II. 

1. 

Das Grundstück des Beschwerdeführers (Nr. aaa) liegt gemäss Kulturland-

plan der Gemeinde Q._____ vom tt.mm.jjjj (Vorakten, act. 181, Beilage 7) 

in der Landwirtschaftszone und ist ausserdem der im Richtplantext (Kapitel 

S 1.6, Planungsanweisungen und örtliche Festlegungen) und in der 

 - 7 - 

 

 

Richtplan-Gesamtkarte (iii) festgesetzten Weilerzone "R._____" 

(beschränkte Bauzone nach Art. 18 des Bundesgesetzes über die Raum-

planung vom 22. Juni 1979 [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700] i.V.m. 

Art. 33 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 700.1]) 

zugewiesen. Die besagte Weilerzone dient gemäss § 29 Abs. 1 der Bau- 

und Nutzungsordnung (BNO) der Gemeinde Q._____ vom tt.mm.jjjj der 

Erhaltung und massvollen Erneuerung bzw. Entwicklung sowie einer 

hinreichenden Dauerbesiedlung des Weilers R._____ unter Wahrung des 

Weilerbildes, der landwirtschaftlichen Nutzung und des traditionellen 

Charakters der Kleinsiedlung. Sämtliche baulichen Massnahmen, 

Nutzungsänderungen sowie die Umgebungsgestaltungen müssen sich ein-

wandfrei in das entsprechende Weilerbild einfügen (§ 29 Abs. 5 Satz 1 

BNO). 

 

Die Parzelle Nr. aaa umfasst gemäss Grundbuchauszug (Beschwerdebei-

lage 3) 8'109 m2. Davon sind 1'176 m2 mit Gebäuden (Nrn. hhh [ehemaliges 

Stallgebäude], bbb [Wohnhaus für drei Familien], ccc [Mischerei zur Her-

stellung von Tierfutter; ehemaliger Einstellplatz bzw. Remise], ddd [Bienen-

haus], eee [Einstellhalle für Traktoren und Lastwagen sowie Schlosserei], 

fff und ggg [Jauchesilo]) überbaut. Weitere 3'433 m2 sind befestigt und auf 

3'500 m2 besteht eine Gartenanlage. Auf den befestigten Flächen befinden 

sich zahlreiche Silos, Tanks und containerartige Anlagen. 

 

Neben einem Landwirtschaftsbetrieb (mit Ackerbau) werden auf der Par-

zelle Nr. aaa (vom Beschwerdeführer) zwei nichtlandwirtschaftliche Gewer-

betriebe geführt. Der Zweck der am 6. September 1995 ins Handelsregister 

eingetragenen und seit 22. Juni 2000 an der Adresse S-Strasse bbb 

(Parzelle Nr. aaa) domizilierten C._____ AG besteht in der Herstellung  

von und im Handel mit Produkten für die Ernährung und Haltung von 

Tieren. Die am 3. März 2010 ins Handelsregister eingetragene D._____ AG 

mit derselben Domiziladresse bezweckt den Transport von Gütern aller Art, 

das Erbringen von Logistikleistungen jeder Art sowie das Beschaffen, 

Lagern, Kontrollieren, Bearbeiten, Umschlagen und Verteilen von Gütern 

für Dritte in diesem Zusammenhang.  

 

Die streitige Hofüberdachung mit einer Fläche von rund 430 m2 (vgl. Vor-

akten, act. 2) wurde in den Jahren 2002/03 (ohne eine Baubewilligung) er-

baut, ist im Westen an die Gebäude Nrn. hhh (ehemaliges Stallgebäude) 

und bbb (Wohnhaus) angelehnt, grenzt im Süden an das Gebäude Nr. ccc 

(Mischerei, ehemalige Remise), ist ansonsten aber offen (ohne Seitenwän-

de) konstruiert. Sie wird für das Einstellen sowie das witterungsgeschützte 

Be- und Entladen von Lastwagen verwendet. 

 

 - 8 - 

 

 

2. 

2.1. 

In Erw. 2 des angefochtenen Entscheids stellte die Vorinstanz fest, die 

streitige Hofüberdachung diene nicht dem zonenkonformen Landwirt-

schaftsbetrieb des Beschwerdeführers, sondern seinen nicht landwirt-

schaftlichen Gewerbebetrieben. Für den Landwirtschaftsbetrieb stünden im 

als Remise errichteten Gebäude Nr. ccc mit einer Grundfläche von 100 m2, 

in der 1982 erstellten Einstellhalle Nr. eee mit einer Grundfläche von 

395 m2, wovon 239 m2 als Remisenfläche konzipiert seien, sowie im ehe-

maligen Stall- oder Scheunengebäude Nr. hhh mit einer Nutzfläche von 

230 m2 seit der Aufgabe der dortigen Schweinehaltung ohnehin mehr als 

genügend Remisenflächen zur Verfügung. Demzufolge sei die Hofüberda-

chung keine in der Landwirtschaftszone zonenkonforme Baute im Sinne 

von Art. 16a RPG und insofern keiner ordentlichen Baubewilligung nach 

Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG zugänglich.  

 

Doch auch eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24b RPG für eine Baute 

für einen nicht landwirtschaftlichen Nebenbetrieb ausserhalb der Bauzone 

falle mangels Vorliegens eines landwirtschaftlichen Gewerbes im Sinne 

von Art. 5 oder 7 des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht 

vom 4. Oktober 1991 (BGBB) ausser Betracht. Aufgrund der Faktorenaus-

stattung und des geringen Bedarfs an Standardarbeitskraft für den land-

wirtschaftlichen Betrieb des Beschwerdeführers werde die Gewerbegrenze 

gemäss Art. 5 oder Art. 7 BGBB nicht erreicht. 

 

2.2. 

Der Beschwerdeführer rügt im Zusammenhang mit diesen vorinstanzlichen 

Erwägungen einzig, dass gestützt auf eine falsche Annahme zur flächen-

mässigen Ausdehnung des zum Landwirtschafsbetrieb des Beschwerde-

führers gehörenden selbstbewirtschafteten Kulturlandes von 19,8 ha an-

statt nur 7,76 ha der Remisenbedarf falsch berechnet worden sei. Mit dem 

effektiven Remisenbedarf sei die Hofüberdachung bewilligungsfähig (Be-

schwerde, S. 17 f.). 

 

Dieser Argumentation kann schon deshalb nicht gefolgt werden, weil nicht 

bestritten bzw. sogar anerkannt und an anderer Stelle ausgeführt wird, 

dass die Hofüberdachung für die Gewerbebetriebe (das Umschlagen von 

gehandelten Futtermitteln), mithin nicht für den Landwirtschaftsbetrieb be-

nötigt wird (vgl. Beschwerde, S. 15 f., Ziff. 21 f.). Es spielt somit keine Rolle, 

ob der Remisenbedarf für den Landwirtschaftsbetrieb andernorts gedeckt 

ist oder nicht, wovon jedoch aufgrund der vorhandenen Bauten mit Nutzflä-

chen von mehreren hundert Quadratmetern in den Gebäuden Nrn. hhh, ccc 

und eee, die sich (im ursprünglichen, noch nicht zweckentfremdeten 

baulichen Zustand) zur Unterstellung von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, 

Maschinen und Geräten eignen würden, nicht ausgegangen werden kann. 

 

 - 9 - 

 

 

Es bleibt somit bei der richtigen Einschätzung der Vorinstanz, dass eine 

Bewilligung der Hofüberdachung als zonenkonforme landwirtschaftliche 

Baute ausscheidet.  

 

3. 

Mit den vorinstanzlichen Erwägungen dazu, dass die Weilerzonenvorschrif-

ten weder im Zeitpunkt der Errichtung der Hofüberdachung in den Jahren 

2002/03 noch heute Neu- und Erweiterungsbauten über die Möglichkeiten 

nach dem RPG und der RPV hinaus zuliessen respektive zulassen (vgl. zur 

Rechtslage im Errichtungszeitpunkt § 20 Abs. 6 BNO Q._____ vom 

tt.mm.jjjj), setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander, weshalb es 

bei einem Verweis auf die zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen in 

Erw. 3 des angefochtenen Entscheids sein Bewenden haben kann. Nach 

geltendem Recht sind in der Weilerzone ausserhalb eines Gestaltungs-

plans nach § 29 Abs. 6 BNO und neben den in § 29 Abs. 5 BNO genannten 

Garten- und Aussenanlagen an in der Landwirtschaftszone zonenfremden 

baulichen Massnahmen nur die Schaffung einer beschränkten Anzahl neu-

er Wohneinheiten sowie der dafür benötigten Nebenräume (ein Garagen-

platz pro Wohneinheit) oder die Einrichtung von mässig störenden Kleinge-

werbetrieben im bestehenden Gebäudevolumen oder nötigenfalls in Klein- 

und Anbauten von Gebäuden unter Substanz- oder Volumenschutz zuläs-

sig. Von den Gebäuden auf der Parzelle Nr. aaa steht keines unter Sub-

stanz- oder Volumenschutz. Abgesehen davon lässt sich die streitgegen-

ständliche Hofüberdachung von ihren Dimensionen her ohnehin nicht als 

Anbaute (mit den geringen Ausmassen nach § 19 Abs. 1 BauV) qualifizie-

ren. Es bleibt daher nunmehr zu prüfen, ob die Hofüberdachung von den 

Erweiterungsmöglichkeiten der Besitzstandsgarantie für bestehende Ge-

bäude profitieren kann, wobei insoweit die erweiterte Besitzstandsgarantie 

für gewerbliche Bauten ausserhalb der Bauzone nach Art. 37a RPG i.V.m. 

Art. 43 RPV im Vordergrund steht. 

 

4. 

4.1. 

Gemäss Art. 37a RPG regelt der Bundesrat, unter welchen Voraussetzun-

gen Zweckänderungen gewerblich genutzter Bauten und Anlagen zulässig 

sind, die vor dem 1. Januar 1980 (Datum des Inkrafttretens des RPG) er-

stellt wurden oder seither als Folge von Änderungen der Nutzungspläne 

zonenwidrig geworden sind. Die dazugehörige Ausführungsbestimmung 

findet sich in Art. 43 RPV, wonach Zweckänderungen und Erweiterungen 

von zonenwidrig gewordenen gewerblichen Bauten und Anlagen bewilligt 

werden können, wenn (a) die Baute oder Anlage rechtmässig erstellt oder 

geändert worden ist; (b) keine wesentlichen neuen Auswirkungen auf 

Raum und Umwelt entstehen; (c) die neue Nutzung nach keinem anderen 

Bundeserlass unzulässig ist (Abs. 1). Die zonenwidrig genutzte Fläche darf 

um 30 Prozent erweitert werden; Erweiterungen innerhalb des bestehen-

den Gebäudevolumens werden nur zur Hälfte angerechnet (Abs. 2). Soll 

 - 10 - 

 

 

die zonenwidrig genutzte Fläche ausserhalb des bestehenden Gebäude-

volumens um mehr als 100 m2 erweitert werden, so darf dies nur dann be-

willigt werden, wenn die Erweiterung für die Fortführung des Betriebs er-

forderlich ist (Abs. 3).  

 

Dazu erwog die Vorinstanz in Erw. 4 des angefochtenen Entscheids, der 

Beschwerdeführer habe die Entstehung eines nicht landwirtschaftlichen 

Gewerbes (landwirtschaftliches Lohnunternehmen) auf der Parzelle 

Nr. aaa mangels Angaben dazu, wann genau wie viele Landmaschinen für 

den Einsatz auf fremden Landwirtschaftsbetrieben angeschafft worden 

seien, nicht dargetan. Solange der 1966 angeschaffte Mähdrescher auch 

noch im eigenen Landwirtschaftsbetrieb eingesetzt worden sei, habe noch 

kein landwirtschaftliches Lohnunternehmen vorgelegen. Ein in der Land-

wirtschaftszone nicht mehr zonenkonformes landwirtschaftliches Lohnun-

ternehmen dürfte hier erst erreicht worden sein, als die Zahl der vorhande-

nen Landmaschinen so gross geworden sei, dass sie den Bedarf des eige-

nen Landwirtschaftsbetriebs klar überstiegen habe und auch der Einsatz 

mehrheitlich gegen Lohn auf fremden Landwirtschaftsbetrieben erfolgt sei. 

Gemäss Darstellung des Rechtsvorgängers des Beschwerdeführers in der 

Eingabe vom 20. Mai 2005 sei der ursprüngliche Maschineneinstellplatz im 

Gebäude Nr. ccc (heute als Mischerei genutzt) 1971 von 65 m2 um 35 m2 

auf heute 100 m2 erweitert worden. Das sei zwar ein Indiz dafür, dass da-

mals zusätzliche Maschinen angeschafft worden seien, um diese dort ein-

zustellen, aber noch kein Beweis für die Existenz eines Lohnunternehmens 

vor 1982. Das Gebäude Nr. eee (Einstellhalle) sei erst im Jahr 1982 erstellt 

worden und erst im Jahr 1988 sei die darin eingebaute Schlosserei-

werkstatt als Teil eines Lohnunternehmens bezeichnet und bewilligt wor-

den. Für das Aufkommen eines Handelsbetriebs mit landwirtschaftlichen 

Produkten, Futtermitteln und dergleichen spreche die Erstellung eines ers-

ten Mehlsilos im Jahr 1973, das 1979/80 durch zehn neue Silos ersetzt 

worden sei. 1989 sei gemäss den Angaben des Rechtsvorgängers des Be-

schwerdeführers am Augenschein vom 12. Januar 2005 ein erster Lastwa-

gen für den Handelsbetrieb gekauft worden. Und erst 1996 sei die Mische-

rei für die Herstellung von Futtermitteln anstelle des Einstellgebäudes 

Nr. ccc errichtet worden. Letztlich könne aber offenbleiben, ob auf der Par-

zelle Nr. aaa schon vor dem 1. Januar 1980 ein zonenwidriges Lohnunter-

nehmen bestanden habe, weil die Hofüberdachung die maximale Erweite-

rungsreserve von 30% gemäss Art. 43 Abs. 2 RPV ohnehin klar überschrei-

te. 

 

Bis 1. Januar 1980 hätten auf der Parzelle Nr. aaa nur das ehemalige 

Scheunengebäude Nr. hhh mit einer Nutzfläche von 230 m2 und das Ein-

stellgebäude Nr. ccc mit einer Nutzfläche von 100 m2 bestanden, wobei die 

Scheune im Erdgeschoss noch bis in die 1990er-Jahre als Schweinestall 

genutzt worden sei, also keinem nicht landwirtschaftlichen Gewerbe ge-

dient habe. Doch selbst wenn man zugunsten des Beschwerdeführers an-

 - 11 - 

 

 

nehmen würde, dass vor dem 1. Januar 1980 330 m2 Nutzfläche für nicht 

landwirtschaftliche Gewerbe genutzt worden seien, überschreite die Fläche 

der Hofüberdachung von 430 m2 die Erweiterungsreserve von 99 m2 (30% 

von 330 m2) bei weitem. Nicht in die Berechnung der Erweiterungsreserve 

einzubeziehen sei die Nutzfläche des erst nach dem 1. Januar 1980 erbau-

ten Einstellgebäudes Nr. eee, das auch nicht durch eine Rechtsänderung 

nach dem erwähnten Stichtag zonenwidrig geworden sei. Und selbst wenn 

die Hofüberdachung entgegen den eingereichten Baugesuchsplänen ledig-

lich eine Fläche von 390 m2 aufweisen würde und davon vorbestehende, 

abgebrochene Überdachungen mit einer Fläche von 196 m2 abzuziehen 

wären, würde mit einer verbleibenden Neuüberdachung im Umfang von 

194 m2 die Erweiterungsreserve von 99 m2 immer noch klar überschritten. 

Unter diesen Umständen sei lediglich noch summarisch darauf hinzuwei-

sen, dass die überdimensionierte Überdachung auch aus Sicht des Ge-

meinderats nicht ins Weilerbild passe. 

 

4.2. 

Der Beschwerdeführer hält dagegen, die Voraussetzungen für eine Erwei-

terung der rechtmässigen nicht landwirtschaftlichen Gewerbebetriebe auf 

der Parzelle Nr. aaa mit der streitigen Hofüberdachung seien nach Art. 37a 

RPG und Art. 43 RPV gegeben. Gemäss BNO 1966 und 1986 seien auf 

der Parzelle Nr. aaa nicht landwirtschaftliche Gewerbebetriebe immer zu-

lässig gewesen und auch Bauten und Anlagen dafür bewilligt worden. Der 

1. Januar 1980 sei als Stichtag nicht relevant. Die gewerblich genutzten 

Bauten auf der Parzelle Nr. aaa seien auch noch nach diesem Stichtag zo-

nenkonform gewesen. Ohnehin verhalte es sich aber so, dass seit dem 

Jahr 1966 ein gewerbliches Lohnunternehmen bestanden habe. Der Vater 

des Beschwerdeführers, B._____, habe sich schon in den 1960er-Jahren 

im Handel mit landwirtschaftlichen Produkten (Mais und Stroh), Fut-

termitteln und dergleichen betätigt. In den 1970er-Jahren seien drei Mäh-

drescher, zwei Ballen-Pressen, zwei Mais-Häcksler, mindestens drei Trak-

toren sowie ein Trax für das Lohnunternehmen von B._____ zum Einsatz 

gekommen, was teilweise dokumentiert sei und im Übrigen auch von 

verschiedenen Zeugen bestätigt werden könne. Nur weil der 1966 ange-

schaffte Mähdrescher auch noch im eigenen Landwirtschaftsbetrieb einge-

setzt worden sei, dürfe das Vorhandensein eines Gewerbes nicht verneint 

werden. Wenn mehr als die Hälfte des Gesamteinkommens aus überbe-

trieblicher landwirtschaftlicher Lohnarbeit resultiere, sei gemäss den Richt-

linien "Remisenflächen" des BVU vom Juni 2014 von einem zonenfremden 

Lohnunternehmen auszugehen. Die Arbeit auf den eigenen landwirtschaft-

lichen Flächen sei stets ein untergeordneter Teil der Tätigkeit des Vaters 

des Beschwerdeführers gewesen. Er habe sich seit 1966 zu über 90% ge-

werblich betätigt.  

 

Weil die gewerblichen Bauten und Anlagen auf der Parzelle Nr. aaa auch 

noch nach dem 1. Januar 1980 zonenkonform gewesen und erst später 

 - 12 - 

 

 

zonenwidrig geworden seien, sei als Stichdatum für den Bestand von ge-

werblichen Nutzungen nicht auf den 1. Januar 1980, sondern auf einen 

späteren Zeitpunkt, nämlich frühestens den 27. November 1998 (Be-

schluss einer neuen BNO der Gemeinde Q._____) abzustellen. Zudem ver-

kenne die Vorinstanz, dass die Fläche zwischen den Silos und den Gebäu-

den Nrn. hhh (Scheunengebäude), bbb (Wohnhaus) und ccc (Mischerei, 

ehemalige Remise), welche die streitige Hofüberdachung überdecke, stets 

für das Gewerbe des Vaters des Beschwerdeführers genutzt worden sei, 

und zwar für den Umschlag der gewerblichen Güter (Mais, Stroh, Futtermit-

tel usw.). Entsprechend sei die zonenwidrig genutzte Fläche nie erweitert 

worden, sondern identisch geblieben. Abgesehen von der Überdachung 

seien auch keine baulichen Massnahmen erfolgt. Somit komme die Erwei-

terungsbeschränkung nach den Art. 43 Abs. 2 und 3 RPV hier gar nicht 

zum Tragen. Selbst wenn es aber anders wäre, müsste für deren Berech-

nung die Fläche der im Jahr 1982 erstellten Einstellhalle/Schlosserei von 

395 m2 mitberücksichtigt werden. Dasselbe gelte für die weiteren seit 1980 

und 2003 gewerblich genutzten Flächen im Umfang von 1'155 m2 und 

1'740 m2, womit sich insgesamt gewerblich genutzte Flächen von 2'465 m2, 

anstatt nur 330 m2 ergäben. Die Fläche der streitigen Hofüberdachung be-

trage nicht die von der Vorinstanz angenommenen 430 m2, sondern nach 

Abzug von vorbestehenden, abgebrochenen Vordächern im Bereich der 

Gebäude Nrn. hhh, bbb und ccc mit Flächen von total 196 m2 lediglich noch 

234 m2, die innerhalb der Erweiterungsreserve von 30% (von 2'465 m2) lä-

gen. 

 

Schliesslich sei die Hofüberdachung für die Weiterführung des Betriebs des 

Beschwerdeführers erforderlich. Das Dach diene als Witterungsschutz. Die 

futtermittelrechtlichen Anforderungen verlangten nach Hygiene; der Um-

schlagplatz müsse sauber gehalten werden, was mit Eis- und Schneebelag 

nicht mehr gewährleistet sei. Die Handelsware werde bei offenem Deckel 

von oben in die Lastwagen gefüllt. Es dürfe kein Wasser dazukommen. Das 

Konzentrat der Schotten verändere sich ansonsten in unzulässiger Weise. 

Verunreinigungen würden von den Geschäftspartnern nicht akzeptiert. Hin-

zu komme, dass die Arbeitssicherheit eine Überdachung des Umschlag-

platzes notwendig mache. Das Begehen von Leitern und Laufstegen in bis 

zu 4 m Höhe ab Boden stelle ohne Witterungsschutz eine erhebliche Ge-

fahr dar. Ohne Überdachung drohe deshalb der Verlust von Zertifikaten und 

damit von Lieferanten und Kunden. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Unter-

nehmen des Beschwerdeführers ohne Hofüberdachung sei zweifelhaft. 

 

4.3. 

Der Sichtweise des Beschwerdeführers kann in verschiedener Hinsicht 

nicht geteilt werden. Zudem argumentiert er phasenweise an der Sache 

vorbei, zum Teil aber auch widersprüchlich.  

 

 - 13 - 

 

 

So möchte er einerseits für die in der Landwirtschaftszone und in der über-

lagernden Weilerzone klar nicht zonenkonforme streitbetroffene Hofüber-

dachung (vgl. dazu die Ausführungen in den Erw. 2 und 3 vorne) den Be-

sitzstandsschutz von Art. 37a RPG i.V.m. Art. 43 RPV in Anspruch neh-

men, macht jedoch gleichzeitig sinngemäss geltend, dass die Bauten und 

Anlagen auf der Parzelle Nr. aaa nicht in den Geltungsbereich dieser Be-

stimmungen fallen; denn dieser ist auf gewerblich genutzte Bauten und An-

lagen beschränkt, die vor dem 1. Januar 1980 in Übereinstimmung mit dem 

damaligen materiellen Recht erstellt (und mit dem Inkrafttreten des RPG 

am 1. Januar 1980 Teil der Landwirtschaftszone und damit zonenwidrig) 

wurden oder die seither durch die nachträgliche Änderung von Nutzungs-

plänen, d.h. durch die nachträgliche Zuweisung zu einer Nichtbauzone zo-

nenwidrig geworden sind (vgl. RUDOLF MUGGLI, in: HEINZ AEMISEGGER/ 

PIERRE MOOR/ALEXANDER RUCH/PIERRE TSCHANNEN [HRSG.], Praxiskom-

mentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich/Basel/ Genf 2017, 

N. 13 zu Art. 37a). Demgegenüber scheint sich der Beschwerdeführer auf 

den Standpunkt zu stellen, die gewerblichen Bauten und Anlagen auf der 

Parzelle Nr. aaa seien über den 1. Januar 1980 hinaus zonenkonform ge-

blieben bzw. nicht zonenwidrig geworden, was auf bestehende gewerbliche 

Bauten und Anlagen (in einer Weilerzone) unter Umständen zutreffen mag, 

aber für Neu- und Erweiterungsbauten aufgrund des Charakters der Wei-

lerzone als beschränkte Bauzone (vgl. dazu Erw. 1 vorne) nicht in gleichem 

Masse gilt, ansonsten die Berufung auf die Besitzstandsgarantie gemäss 

Art. 37a RPG und Art. 43 RPV auch obsolet wäre.  

 

Weil die gewerblich genutzten Bauten und Anlagen auf der Parzelle Nr. aaa 

zumindest in der Landwirtschaftszone als Grundnutzungszone seit 1. Ja-

nuar 1980 nicht mehr zonenkonform sind, rechtfertigt sich die Anwendung 

dieser Bestimmungen, und für die Beurteilung der Frage, für welche Bauten 

und Anlagen auf der Parzelle Nr. aaa die erweiterte Besitzstandsgarantie 

nach Art. 37a RPG und Art. 43 RPV gilt, sind der Bestand und die Nutzung 

am Stichtag des 1. Januar 1980 sehr wohl relevant. Für erst später erstellte 

Gebäude oder zu diesem Zeitpunkt noch landwirtschaftlich genutzte Öko-

nomiebauten gilt die erweiterte Besitzstandsgarantie nämlich nicht (vgl. 

MUGGLI, a.a.O., N. 10 und 13 f. zu Art. 37a). Daran würde auch der Um-

stand nichts ändern, dass sich zwischenzeitlich die Weilerzonenvorschrif-

ten geändert und allenfalls in dem Sinne verschärft haben, dass die ge-

werblichen Bauten und Anlagen auch in dieser die Landwirtschaftszone 

überlagernden beschränkten Bauzone (neu) nicht mehr als zonenkonform 

beurteilt werden können. Mit Rechts- und Planänderungen, die nach dem 

1. Januar 1980 zur Zonenwidrigkeit einer gewerblichen, nicht landwirt-

schaftlichen Nutzung geführt haben und die Besitzstandsgarantie nach 

Art. 37a RPG i.V.m. Art. 43 RPV auslösen, sind nur nach dem 1. Januar 

1980 erfolgte Zuweisungen von einer Bau- in eine Nichtbauzone gemeint. 

Änderungen der Weilerzonenvorschriften haben demgegenüber keinen 

Einfluss auf den Inhalt der bundesrechtlich geregelten und definierten Be-

 - 14 - 

 

 

sitzstandsgarantie. Gegenteiliges lässt sich auch dem vom Beschwerde-

führer an dieser Stelle zitierten Urteil des Bundesgerichts 1C_328/2010 

vom 7. März 2011, Erw. 4.3, nicht entnehmen. Vielmehr stellte das Bundes-

gericht in jenem Entscheid für die Beurteilung des Gegenstands der Besitz-

standsgarantie auf die gewerblich genutzte Fläche am Stichtag 1. Januar 

1980 ab und rechnete sämtlichen später neu hinzugekommenen Gewerbe-

flächen als Erweiterung an. 

 

Irrelevant ist hingegen, ob auf der Parzelle Nr. aaa schon vor dem 1. Ja-

nuar 1980 nicht landwirtschaftliche Gewerbe betrieben wurden insofern, als 

die Hofüberdachung nach richtiger Auffassung der Vorinstanz die Erweite-

rungsreserve nach Art. 37a RPG i.V.m. Art. 43 RPV so oder so bei weitem 

sprengt. In diesem Sinne kann auf die Einvernahme von Zeugen, welche 

die Existenz von Gewerbetrieben schon vor dem 1. Januar 1980 bestätigen 

sollen, mangels Relevanz verzichtet werden. Als anerkanntermassen ge-

werblich genutztes Gebäude bestand im für die Besitzstandsgarantie nach 

Art. 37a RPG und Art. 43 RPV massgeblichen Zeitpunkt am 1. Januar 1980 

höchstens das damalige Remisengebäude Nr. ccc mit einer Grund- und 

Nutzfläche von 100 m2. Hingegen wurde das Scheunengebäude Nr. hhh 

der unbestritten gebliebenen Feststellung der Vorinstanz zufolge noch  

bis in die 1990er-Jahre zumindest im Erdgeschoss landwirtschaftlich (als 

Schweinestall) genutzt. Ob ein Teil der für das Gebäude Nr. hhh angegebe-

nen Nutzfläche von 230 m2 (vgl. Vorakten, act. 81a, Beilage 1) schon am 

1. Januar 1980 gewerblich bzw. nicht landwirtschaftlich genutzt wurde, ist 

nicht bekannt, aber auch nicht weiter von Belang, weil selbst bei gewerblich 

genutzten Flächen von bis zu 330 m2 nur die von der Vorinstanz zutreffend 

berechnete Erweiterungsreserve von 99 m2 bestünde, die nicht einmal an-

nähernd auch nicht für eine Hofüberdachung mit einer Fläche im Umfang 

der vom Beschwerdeführer nach Abzug von abgebrochenen Vordächern 

berechneten 234 m2 ausreichen würde. Das erst nach dem 1. Januar 1980 

erstellte Remisengebäude Nr. eee mit einer Nutzfläche von 395 m2 ist nicht 

in die Berechnung der Erweiterungsreserve einzubeziehen. Vielmehr 

wurde damit die Erweiterungsreserve von maximal 99 m2 bereits mit jenem 

Gebäude mehr als ausgeschöpft. Für die Berechnung der Erweiterungs-

reserve unmassgeblich sind sodann gewerblich genutzte Flächen im Frei-

en; denn Vergleichsbasis nach Art. 43 Abs. 2 und 3 RPV sind einzig zonen-

widrig genutzte Gebäudeflächen (MUGGLI, a.a.O., N. 20 zu Art. 37a RPG). 

 

Aufgrund all dessen ist klar, dass die streitige Hofüberdachung nicht von 

der Besitzstandsgarantie nach Art. 37a RPG und Art. 43 RPV gedeckt ist 

und profitieren kann, und zwar schon mangels einer (genügenden) Erweite-

rungsreserve nach Art. 43 Abs. 2 RPV nicht. Deshalb braucht auch nicht 

entschieden zu werden, ob die Hofüberdachung für die Gewerbetriebe des 

Beschwerdeführers erforderlich im Sinne von Art. 43 Abs. 3 RPV ist; dies-

falls dürfte nämlich lediglich die im gleichen Absatz geregelte absolute Er-

weiterungsreserve von 100 m2 ausserhalb des Gebäudevolumens, nicht 

 - 15 - 

 

 

aber die relative Erweiterungsreserve von 30% der bestehenden gewerb-

lich genutzten Gebäudeflächen nach Art. 43 Abs. 2 RPV überschritten wer-

den (vgl. MUGGLI, a.a.O., N. 21 zu Art. 37a). Die allgemeine Besitzstands-

garantie für Bauten ausserhalb der Bauzone nach Art. 24c RPG i.V.m. 

Art. 42 RPV bietet dem Beschwerdeführer schon in quantitativer Hinsicht 

keine über Art. 43 Abs. 2 RPV hinausgehenden Erweiterungsreserven (vgl. 

Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV) und stünde zudem einer Zweckänderung der am 

1. Juli 1972 allenfalls bestehenden gewerblichen Nutzung entgegen, mit 

welcher die Wesensgleichheit nach Art. 42 Abs. 1 und 2 RPV nicht mehr 

gewahrt würde. Die Entwicklung des gewerblichen Betriebs des Vaters des 

Beschwerdeführers von einem landwirtschaftlichen Lohnunternehmen mit 

dem Zweck des Einsatzes von einigen wenigen landwirtschaftlichen Ma-

schinen auf betriebsfremden Produktionsflächen hin zu einem Unterneh-

men der Futtermittelproduktion und des Transport- und Logistikwesens mit 

mehreren Angestellten, darunter drei Chauffeuren (vgl. dazu Beschwerde-

beilage 10), lässt sich kaum noch mit dem Identitätsgrundsatz nach Art. 42 

Abs. 1 und 2 RPV vereinbaren. Somit ist die Hofüberdachung auch unter 

diesem Titel nicht (als Ausnahmetatbestand vom Bauen ausserhalb der 

Bauzone) bewilligungsfähig. 

 

Ob sich die Hofüberdachung darüber hinaus nicht ins Weilerbild einfügt und 

auch unter diesem Aspekt nicht bewilligt werden könnte, kann wiederum 

offenbleiben. 

 

5. 

5.1. 

Wird durch die Errichtung von Bauten oder Anlagen ohne Bewilligung, unter 

Verletzung einer solchen oder auf andere Weise ein unrechtmässiger Zu-

stand geschaffen, so kann die Herstellung des rechtmässigen Zustandes, 

insbesondere die Beseitigung oder Änderung der rechtswidrigen Bauten 

oder Anlagen angeordnet werden (§ 159 Abs. 1 des Gesetzes über Raum-

entwicklung und Bauwesen vom 19. Januar 1993 [Baugesetz, BauG; 

SAR 713.100]). 

 

Wie jegliches Verwaltungshandeln steht jedoch ein solcher Wiederherstel-

lungsbefehl unter dem Vorbehalt der Verhältnismässigkeit. Ein Wiederher-

stellungsbefehl ist dann unverhältnismässig, wenn die Abweichung vom 

Gesetz gering ist und die berührten öffentlichen Rechtsgüter den Schaden, 

welcher der Eigentümerin durch die Wiederherstellung entstünde, nicht zu 

rechtfertigen vermögen (vgl. BGE 136 II 359, Erw. 6; 132 II 21, Erw. 6; Ur-

teile des Bundesgerichts 1C_578/2019 vom 25. Mai 2020], Erw. 6.1, 

1C_22/2018 vom 23. Juli 2018, Erw. 3.2, 1C_415/2014 vom 1. Oktober 

2015, Erw. 4.3, 1C_535/2012 vom 4. September 2013, Erw. 4.2.1, 

1C_179/2013 vom 15. August 2013, Erw. 5.3, 1C_397/2009 vom 26. April 

 - 16 - 

 

 

2010, Erw. 4.1, 1C_408/2009 vom 11. Februar 2010, Erw. 4 und 

1A.169/2002 vom 29. November 2002, Erw. 2.1). 

 

Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch ein Bauherr 

berufen, der nicht gutgläubig gehandelt hat. Er muss aber in Kauf nehmen, 

dass die Behörden aus grundsätzlichen Überlegungen, insbesondere zum 

Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse an 

der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht 

beimessen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht 

oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (vgl. BGE 132 II 21, 

Erw. 6.4; Urteile des Bundesgerichts 1C_578/2019 vom 25. Mai 2020, 

Erw. 6.1, 1C_22/2018 vom 23. Juli 2018, Erw. 3.6., 1C_415/2014 vom 

1. Oktober 2015, Erw. 4.3 und 1C_535/2012 vom 4. September 2013, 

Erw. 4.2.1). Nicht als gutgläubig gilt, wer bei der Aufmerksamkeit, wie sie 

nach den Umständen von ihm erwartet werden kann, nicht hat gutgläubig 

sein können; dabei muss sich die Bauherrschaft auch das Wissen der bei-

gezogenen Fachpersonen anrechnen lassen (BGE 132 II 21, Erw. 6.2.2; 

Urteil des Bundesgerichts 1C_22/2018 vom 23. Juli 2018, Erw. 3.2). Es 

darf aber als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, dass Bauten und 

Anlagen einer Baubewilligung bedürfen und das Bauen ausserhalb der 

Bauzone restriktiven Voraussetzungen unterliegt (vgl. die Urteile des Bun-

desgerichts 1C_480/2019, 1C_481/2019 vom 16. Juli 2020, Erw. 5.1, 

1C_10/2019 vom 15. April 2020, Erw. 5.1; 1C_272/2019 vom 28. Januar 

2020, Erw. 5.1, 1C_347/2017 vom 23. März 2018, Erw. 6.3 sowie den Ent-

scheid des Verwaltungsgerichts WBE.2021.30 vom 4. Mai 2021, 

Erw. II/4.3.1). 

 

5.2. 

Der Beschwerdeführer erblickt die fehlende Verhältnismässigkeit des an-

geordneten Rückbaus der Hofüberdachung vorab darin, dass die Behörden 

über Jahre hinweg versucht hätten, mittels Anpassung der Weilerzonen-

vorschriften einen Rückbau zu vermeiden. Dementsprechend seien auch 

die Behörden von einer Verträglichkeit der Hofüberdachung mit dem Wei-

ler- und Landschaftsbild ausgegangen. Betreffend die Herstellungs- und 

Rückbaukosten sei zu beachten, dass die Baukosten seit der Corona-Pan-

demie massiv gestiegen seien. Die Hofüberdachung sei zudem konstruktiv 

mit den bestehenden Gebäuden verbunden, weshalb ein Rückbau der Hof-

überdachung zur Folge hätte, dass die verbleibenden Gebäude neu abge-

stützt werden müssten, was zusätzliche Investitionen zur Folge hätte. Hin-

sichtlich der finanziellen Auswirkungen des Rückbaus seien nicht nur die 

(schon allein betrachtet erheblichen) Herstellungs- und Rückbaukosten 

einzukalkulieren, sondern auch, dass die Entfernung der Hofüberdachung 

das Haupteinkommen des Beschwerdeführers in hohem Masse gefährde. 

Auch die Angestellten des Beschwerdeführers wären davon betroffen. 

Dass die Hofüberdachung ohne Baubewilligung erstellt worden sei, könne 

niemandem zum Vorwurf gemacht werden. Im Winter 2002/03 habe eine 

 - 17 - 

 

 

grosse Schneelast die bestehenden Vordächer des Ökonomiegebäudes 

bedroht, die deshalb abgebrochen und durch die neue Überdachung er-

setzt worden seien. Es sei daher von einem Handeln unter zeitlichem Druck 

und nicht einem vorsätzlichen Zuwiderhandeln gegen die Baubewilligungs-

pflicht auszugehen. Zudem sei der Bau noch durch den Vater des Be-

schwerdeführers ausgeführt worden. Bei korrekter Ermittlung und Gewich-

tung der sich gegenüberstehenden Interessen, zeige sich die Unverhältnis-

mässigkeit der Rückbauanordnung. Entsprechend sei die Hofüberda-

chung, sollte sie wider Erwarten nicht bewilligungsfähig sein, zumindest zu 

tolerieren. 

 

5.3. 

Der Vater des Beschwerdeführers hat die Hofüberdachung vor mehr als 

20 Jahren ganz bewusst ohne Baubewilligung erstellt, nachdem ihm rund 

vier Jahre zuvor eine solche für eine wesentlich kleiner dimensionierte Hof-

überdachung verweigert worden war. Dessen Verhalten muss sich der Be-

schwerdeführer voll anrechnen lassen, worin nach dem berechtigten Hin-

weis der Vorinstanz keine verpönte "Sippenhaft" zu sehen ist, sondern 

ganz einfach die Verantwortlichkeit für einen rechtswidrigen Zustand auf 

der mittlerweile in seinem Eigentum stehenden Parzelle Nr. aaa, von wel-

chem er genauso wenig wie sein bösgläubiger Rechtsvorgänger länger 

profitieren können soll (vgl. den Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2022.236 vom 12. April 2023, Erw. II/4.3.2.2 mit Hinweisen auf die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung). Die Bauherrschaft kann also eindeu-

tig nicht als gutgläubig angesehen werden. Umso weniger hoch sind die 

privaten Interessen des Beschwerdeführers zu gewichten, die einem Rück-

bau der Hofüberdachung entgegenstehen.  

 

Kommt hinzu, dass die Baukosten für die Erstellung der Hofüberdachung 

nach einer Nutzungsdauer von über 20 Jahren zwischenzeitlich (grössten-

teils) amortisiert sein dürften, so dass nur noch die Rückbaukosten ins 

Gewicht fallen. Diese sind mit Sicherheit tiefer als die Baukosten, auch 

wenn das Bauen und Abbrechen heute allgemein teurer sein sollte als vor 

20 Jahren. Dass für eine Entfernung der Hofüberdachung die Gebäude 

Nr. hhh, bbb oder ccc (kostenintensiv) anderweitig abgestützt werden 

müssten, ist als nicht näher begründete und auch nicht nachvollziehbare 

Schutzbehauptung zu werten. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer bzw. 

sein Rechtsvorgänger für die gewählte Konstruktion und die behauptete, 

aber nicht plausibilisierte statische Abhängigkeit der bestehenden Gebäu-

de von der Hofüberdachung verantwortlich und kann daraus nichts zu sei-

nen Gunsten ableiten.  

 

Die Argumentation, es habe eine zeitliche Dringlichkeit für die Errichtung 

der Hofüberdachung bestanden, welche das Einholen einer vorgängigen 

Bewilligung verunmöglicht habe, ist ebenfalls nicht nachvollziehbar. Selbst 

wenn die bestehenden Vordächer wegen einer hohen Schneelast einsturz-

 - 18 - 

 

 

gefährdet gewesen wären, hätte deren Ertüchtigung im Vordergrund ge-

standen. Die zeitliche Dringlichkeit wirkt somit vorgeschoben. In Tat und 

Wahrheit dürfte der Vater des Beschwerdeführers keine vorgängige Baube-

willigung eingeholt haben, weil er nach der Erfahrung im Jahr 1998 mit ei-

nem weiteren Bauabschlag rechnete. Solches Verhalten soll aus grund-

sätzlichen Überlegungen auch dann nicht geschützt werden, wenn der Ver-

lust erheblicher (finanzieller) Investitionen zur Debatte steht. Ansonsten 

hätten illegal bauende Bauherren immer einen wirtschaftlichen Vorteil ge-

genüber denjenigen, die sich an die Rechtsordnung halten und durch die 

Einreichung eines Baugesuchs eine vorgängige Kontrolle ermöglichen, an-

statt Fakten zu schaffen. Der mit der Entfernung der Hofüberdachung in 

Zusammenhang gebrachte Einkommensverlust liegt nicht darin begründet, 

dass eine Hofüberdachung gutgläubig im berechtigten Vertrauen auf deren 

längerfristigen Fortbestand errichtet wurde, sondern darin, dass solche 

Bauten und Anlagen am fraglichen Standort schlicht nicht zulässig sind, 

was schon im Errichtungszeitpunkt 2002/03 bekannt war. Immerhin haben 

der Beschwerdeführer und sein Rechtsvorgänger in den vergangenen 

20 Jahren mit der Hofüberdachung ein Erwerbseinkommen generiert, das 

ihnen von Rechts wegen aufgrund der Unzulässigkeit des dadurch gewähr-

leisteten Gewerbebetriebs nicht (in diesem Umfang) zugestanden hätte. 

 

Die Abweichung vom erlaubten baulichen Zustand ist schon aufgrund der 

Dimensionen der Hofüberdachung weit mehr als nur gering. Zudem sind 

mit dieser gewerblichen Nutzung beträchtliche landwirtschaftsfremde Im-

missionen verbunden, die ausserhalb der Bauzone und speziell in einer 

Weilerzone zur Bewahrung des traditionellen Charakters einer (bäuerli-

chen) Kleinsiedlung so nicht erwünscht sind. Das betrifft vor allem die Ver-

kehrsbewegungen mit Lastwagenfahrten.  

 

Eine Abwägung der sich gegenüberstehenden Interessen, nämlich des er-

heblichen öffentlichen Interesses an der Einhaltung der Rechtordnung, der 

Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) und des fundamentalen Trennungs-

grundsatzes zwischen Bau- und Nichtbaugebiet auf der einen Seite und 

den finanziellen Interessen des Beschwerdeführers an der Beibehaltung 

der Hofüberdachung auf der anderen Seite, fällt demnach klar zulasten des 

Beschwerdeführers aus. Der angeordnete Rückbau ist insofern mit dem 

Verhältnismässigkeitsgrundsatz vereinbar.   

 

6. 

Der Beschwerdeführer hält schliesslich eine Rückbaufrist von sechs Mona-

ten für zu kurz. Er müsse sich gegen Ende Oktober 2023 einer Hüftopera-

tion unterziehen und sei vor und nach der Operation nur eingeschränkt in 

der Lage, sich einem allfälligen Rückbau zu widmen. Zudem würden die 

langen Wartefristen in der Baubranche einen Rückbau verzögern. Ein 

Rückbau im Winter würde sodann zusätzlichen Aufwand und erschwerte 

Arbeitsbedingungen mit sich bringen. Eine Rückbaufrist von 18 Monaten 

 - 19 - 

 

 

wäre der Situation angemessener, insbesondere in Anbetracht dessen, 

dass die streitbetroffene Hofüberdachung schon seit zwei Jahrzehnten be-

stehe und ein allfälliger Rückbau daher nicht dringlich sei. 

 

Es ist nicht plausibel, dass die Unternehmen der Baubranche derzeit der-

massen ausgelastet sind, dass ein Rückbau innerhalb von sechs Monaten 

nicht zu bewältigen wäre. Für den Abbruch als solchen werden nur wenige 

Tage benötigt. Nötigenfalls könnte die Baubehörde die Rückbaufrist auf be-

gründetes Gesuch hin (mit Nachweis von längeren Bestell- und Wartefris-

ten) immer noch erstrecken. Im Zeitpunkt der Rechtskraft des vorliegenden 

Entscheids ist der Winter 2023/24 vorbei und auch die akute Rekonvales-

zenzphase nach der Hüftoperation des Beschwerdeführers dürfte zwi-

schenzeitlich der Vergangenheit angehören, so dass er durchaus in der 

Lage sein wird, die angeordneten Rückbaumassnahmen rechtzeitig zu or-

ganisieren. Eine Rückbaufrist von 18 Monaten wäre dagegen klar zu lang, 

zumal der Beschwerdeführer während des vorliegenden Rechtsmittelver-

fahrens genügend Zeit hatte, sich nach anderen Optionen für eine Betriebs-

stätte für seine gewerblichen Unternehmen umzuschauen. Dass sich die 

Hofüberdachung nicht mit einem Gestaltungsplan legalisieren lässt, weiss 

der Beschwerdeführer seit mehreren Jahren. Eine Rückbaufrist von sechs 

Monaten spricht weder für eine besondere Dringlichkeit des Rückbaus 

noch ist eine solche notwendig. Die Rückbaufrist hat sich an den bautech-

nischen und bauwirtschaftlichen Möglichkeiten zu orientieren und ist nicht 

dazu gedacht, der Bauherrschaft ein bei zügiger Umsetzung der Restitu-

tionsmassnahmen tatsächlich nicht benötigtes zeitliches Polster für die De-

montage der Baute zu verschaffen. 

 

7. 

Zusammenfassend ist die streitige Hofüberdachung weder als in der Land-

wirtschaftszone und in der überlagernden Weilerzone zonenkonforme noch 

als zonenfremde Baute gestützt auf eine Ausnahmebewilligung nach den 

Art. 24 ff. RPG, namentlich Art. 37a RPG i.V.m Art. 43 RPV bewilligungsfä-

hig. Entsprechend muss die Überdachung zurückgebaut werden, wobei der 

Verhältnismässigkeitsgrundsatz dem angeordneten Rückbau innerhalb 

von sechs Monaten ab Rechtskraft der von der Vorinstanz bestätigten 

Rückbauanordnung nicht entgegensteht. Demnach ist die vorliegende Be-

schwerde als unbegründet abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (zum 

Nichteintreten auf Antrag 2 vgl. Erw. I/2.2 vorne). Mit welcher Auflage oder 

unter welcher Bedingung die Hofüberdachung bewilligungsfähig sein könn-

te, ist im Übrigen nicht ersichtlich. 

 

Weiterer Beweismassnahmen bedarf es bei dieser Ausgangslage nicht. 

Namentlich kann auf einen Augenschein vor Ort, eine Parteibefragung und 

die vom Beschwerdeführer beantragten Zeugenbefragungen verzichtet 

werden. Auch wenn sich sämtliche Vorbringen des Beschwerdeführers an-

hand dieser Beweismassnahmen bestätigen liessen und vollumfänglich auf 

 - 20 - 

 

 

seine Darstellung des Sachverhalts abgestellt würde (zu den Entstehungs- 

und Nutzungsdaten der einzelnen Gebäude und Anlagen auf der Parzelle 

Nr. aaa vgl. Vorakten, act. 81a, Beilagen 1 und 2), bestünde aus den oben 

dargelegten rechtlichen Gründen keine Handhabe für die Erteilung einer 

ordentlichen Baubewilligung oder einer Ausnahmebewilligung (unter dem 

Titel der [gewerblichen] Besitzstandsgarantie). Insbesondere ist für die Be-

urteilung des vorliegenden Rechtsstreits irrelevant, seit wann und in wel-

chem Umfang der Vater des Beschwerdeführers auf der Parzelle Nr. aaa 

ein nicht landwirtschaftliches Gewerbe führte, ob die von der Hofüberda-

chung überdeckte Bodenfläche sowie weitere Bodenflächen auf der Par-

zelle Nr. aaa seit mindestens 1. Januar 1980 stets gewerblich genutzt wur-

den (als Plätze im Freien), ob vor der Hofüberdachung Vordächer mit ver-

gleichbarer Funktion und einer Fläche von 196 m2 bestanden, ob und inwie-

fern die Hofüberdachung betriebsnotwendig ist, wie hoch der Bedarf an Re-

misenflächen für den landwirtschaftlichen Betrieb des Beschwerdeführers 

ist, welchem die Hofüberdachung erklärtermassen nicht dient, und wie sich 

die Hofüberdachung ins Weiler- und Landschaftsbild einfügt. 

  

III. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer nach Mass-

gabe des in den §§ 31 Abs. 2 und 32 Abs. 2 VRPG verankerten Unterlie-

gerprinzips die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten zu tragen. Par-

teikosten für die anwaltliche Vertretung vor Verwaltungsgericht sind ihm 

keine zu ersetzen. Doch auch die obsiegenden Parteien, Regierungsrat 

und Gemeinderat Q._____, haben mangels anwaltlicher Vertretung bzw. 

prozessualer Umtriebe keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von Fr. 4'000.00 sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen 

von Fr. 412.00, gesamthaft Fr. 4'412.00, sind vom Beschwerdeführer zu 

bezahlen. 

 

3. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer (Vertreter) 

 - 21 - 

 

 

den Regierungsrat 

den Gemeinderat Q._____ 

das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) 

 

Mitteilung an: 

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (Abteilung für 

Baubewilligungen) 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und 

vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 

 
 

   

Aarau, 18. März 2024 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Winkler Ruchti