# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af92bc47-a91b-5522-ae3e-dade08ef5d19
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 12.06.2024 BEK 2024 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2024-96_2024-06-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Verfügung vom 12. Juni 2024
BEK 2024 96

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Berufungsführer,

gegen

Staatsanwaltschaft, 4. Abteilung, Postfach 128, Bahnhofstrasse 4,
8832 Wollerau,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt B.________,

betreffend Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit innerorts
(Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts March vom 22. Februar 2024, 
SEO 2023 20);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung, dass

- der Beschuldigte gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil des Bezirksge-
richts March vom 22. Februar 2024 am 7. März 2024 fristgerecht Berufung 
anmeldete (Art. 399 Abs. 1 StPO) und ihm das begründete Urteil am 
8. Mai 2024 zugestellt wurde;

- innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO, die am 
28. Mai 2024 endete, keine Berufungserklärung einging;

- die Befristungen für Berufungsanmeldung und -erklärung Gültigkeitsvor-
schriften sind, sodass zur gültigen Einlegung einer Berufung der diesbezügli-
che Wille zweimal zu erklären ist, abgesehen vom Fall, in welchem ein Urteil 
direkt begründet zugestellt wird (BGE 143 IV 40 E. 3.4.1; 138 IV 157, E. 2.1 f.; 
Bähler, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizeri-
sche Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 399 StPO N 1 und 3; Zimmerlin, in: 
Donatsch/Lieber/Summer/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 3. A. 2020, Art. 399 StPO N 10 f.; a.M. Schmid/Jositsch, 
Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. A. 2018, 
Art. 399 StPO N 10 f. und Art. 403 StPO N 4);

- damit der Beschuldigte die Berufung zwar anmeldete, aber nicht erklär-
te, was mit einem nachträglichen Verzicht gleichzusetzen ist, weshalb praxis-
gemäss nicht nach Art. 403 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 StPO zu verfahren ist, 
sondern die Berufung gemäss §§ 40 Abs. 2 und 41 Abs. 1 JG präsidial abge-
schrieben werden kann (Art. 386 StPO und STK 2012 22 vom 7. Mai 2012);

- die Gerichtskosten der zweiten Instanz bei diesem Ausgang zulasten 
des Staates gehen und Entschädigungen mangels Aufwands nicht zu spre-
chen sind;-

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verfügt:

1. Die Berufung wird als durch Verzicht auf Berufungserklärung erledigt 
abgeschrieben.

2. Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 300.00 gehen zulasten 
des Staates.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Massgabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) 
Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht 
werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von 
Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an den Beschuldigten (1/R), die Staatsanwaltschaft (1/A an 
die 4. Abteilung sowie 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst), die Vor-
instanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz 
(1/R unter Rückgabe der Akten; zum Vollzug) und an die Kantonsge-
richtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident

Versand 12. Juni 2024  amu