# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8802b87-1be6-5732-a8eb-1e42d9a04249
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 21.02.2025 ZR1 2025 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-9_2025-02-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 21. Februar 2025

Referenz ZR1 25 9

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Bazzell, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Suter
Bahnhofstrasse 6, 5610 Wohlen AG

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg
Bündtistrasse 3, 7220 Schiers

Gegenstand Schuldneranweisung

Anfechtungsobj. Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Prättigau/Davos 
vom 10. Januar 2025, mitgeteilt am 10. Januar 2025 (Proz. Nr. 
135-2024-401)

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Sachverhalt

A. Der Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos verpflichtete A._____ 
auf Gesuch von C._____, vertreten durch ihre Mutter B._____, mit Urteil vom 
3. Oktober 2023 zur Zahlung vorsorglichen Unterhalts für die Dauer des 
Unterhaltsklageverfahrens (Proz. Nr. 135-2023-274). Auf Berufung von A._____ 
passte das Kantonsgericht von Graubünden den vorsorglichen Unterhalt mit Urteil 
vom 4. Juli 2024 an (ZK1 23 139). In der Folge stellte B._____ am 26. November 
2024 beim Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos ein Gesuch um 
Vollstreckung des vorsorglichen Unterhalts durch eine Schuldneranweisung. Zu 
diesem Zeitpunkt war das Hauptverfahren am Obergericht des Kantons 
Graubünden hängig, da A._____ gegen den im Hauptverfahren gefällten Entscheid 
des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 29. August 2024 (Proz. Nr. 115-2023-
19) Berufung eingelegt hatte (ZR1 24 208). Mit Stellungnahme vom 6. Januar 2025 
beantragte A._____ die Abweisung der Klage unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin.

B. Mit Entscheid vom 10. Januar 2025 erkannte der Einzelrichter am 
Regionalgericht wie folgt:

1. Das Gesuch wird gutgeheissen und es wird die D._____, angewiesen, 
mit sofortiger Wirkung und bis zu einem anderslautenden Entscheid 
einen monatlichen Betrag von CHF 1'759.00 aus dem Lohnanspruch 
des A._____, an B._____, zu überweisen, zahlbar im Voraus jeweils am 
1. eines Monats. Der Betrag muss an die E._____, 
__________________, lautend auf B._____, überwiesen werden.

2. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.00 gehen zulasten von A._____. 
Gestützt auf die A._____ mit Entscheid vom 10. Dezember 2024 
gewährte Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Proz. Nr. 135-
2024-434) gehen diese CHF 1'000.00 - unter Vorbehalt von Art. 123 
ZPO - einstweilen zulasten des Kantons Graubünden und werden auf 
die Gerichtskasse genommen. Der Anspruch des Kantons Graubünden 
gegen A._____ verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.

3. A._____ wird verpflichtet, B._____ eine Parteientschädigung von CHF 
1'870.55 (= voller Tarif) zu bezahlen. Da sich diese Parteientschädigung 
von CHF 1'870.55 voraussichtlich als uneinbringlich erweist, wird 
Rechtsanwältin Rita Marugg gestützt auf die B._____ mit Entscheid vom 
28. November 2024 gewährte unentgeltliche Rechtspflege (Proz. Nr. 
135-2024-402) einstweilen zulasten des Kantons Graubünden mit CHF 
1'558.80, inkl. Spesen und MWST, (= URP-Tarif) aus der Kasse des 
Regionalgerichts Prättigau/Davos entschädigt. Mit der Zahlung dieser 
CHF 1'558.80 geht der Anspruch gegen A._____ auf die 
Parteientschädigung im Umfang von CHF 1'558.80 auf den Kanton 
Graubünden über.

4. Rechtsanwalt Christoph Suter wird gestützt auf die A._____ mit 
Entscheid vom 10. Dezember 2024 gewährte Bewilligung der 
unentgeltlichen Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2024-434) - unter 

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Vorbehalt von Art. 123 ZPO - einstweilen zulasten des Kantons 
Graubünden vom Regionalgericht Prättigau/Davos mit CHF 1'558.80 (= 
URP-Tarif) entschädigt. Der Anspruch des Kantons Graubünden gegen 
A._____ verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.

Sollte A._____ zu Geld oder Vermögen kommen, hätte er Rechtsanwalt 
Suter die Differenz zwischen dem Armenrechtshonorar (CHF 1'558.80) 
und dem Vollhonorar (CHF 1 '870.55) von CHF 311.75 zu bezahlen

5. Gegen diesen Entscheid kann zivilrechtliche Berufung geführt werden. 
Diese ist beim Obergericht des Kantons Graubünden, Poststrasse 14, 
Postfach 370, 7001 Chur, innert 10 Tagen seit Zustellung dieses 
Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene 
Entscheid ist beizulegen. Ein Fristenstillstand gemäss Art. 145 Abs. 1 
ZPO gilt nicht.

6. Der Kostenentscheid ist selbstständig nur mit Beschwerde anfechtbar. 
Diese ist beim Obergericht des Kantons Graubünden, Poststrasse 14, 
Postfach 370, 7001 Chur, innert 10 Tagen seit Zustellung dieses 
Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene 
Entscheid ist beizulegen. Ein Fristenstillstand gemäss Art. 145 Abs. 1 
ZPO gilt nicht.

7. Dieser Entscheid ist vollstreckbar.

8. [Mitteilungen]

C. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Berufungskläger) am 
27. Januar 2025 Berufung und stellte folgende Anträge: 

1. In Gutheissung der Berufung seien die Ziffern 1 bis 4 des angefochtenen 
Urteils des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 10. Januar 2025 
aufzuheben und durch folgende Bestimmungen zu ersetzen

"1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.00 werden der Klägerin 
auferlegt.

3. B._____ wird verpflichtet, A._____ eine Parteientschädigung von 
CHF 1'870.55 (= voller Tarif) zu bezahlen. Da sich diese 
Parteientschädigung von CHF 1'870.55 voraussichtlich als 
uneinbringlich erweist, wird Rechtsanwalt Christoph Suter gestützt 
auf die A._____ mit Entscheid vom 10. Dezember 2024 gewährte 
unentgeltliche Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2024-402) einstweilen 
zulasten des Kantons Graubünden mit CHF 1'558.80, inkl. Spesen 
und MWST, (= URP-Tarif) aus der Kasse des Regionalgerichts 
Prättigau/Davos entschädigt. Mit der Zahlung dieser 
CHF 1‘558.80 geht der Anspruch gegen B._____ auf die 
Parteientschädigung im Umfang von CHF 1'558.80 auf den 
Kanton Graubünden über.

4. Rechtsanwältin Rita Marugg wird gestützt auf die B._____ mit 
Entscheid vom 28. November 2024 gewahrte Bewilligung der 
unentgeltlichen Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2024-434) - unter 
Vorbehalt von Art. 123 ZPO - einstweilen zulasten des Kantons 
Graubünden vom Regionalgericht Prättigau/Davos mit 
CHF 1'558.80 (= URP-Tarif) entschädigt Der Anspruch des 

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Kantons Graubunden gegen B._____ verjährt zehn Jahre nach 
Abschluss des Verfahrens."

Ferner beantragte der Berufungskläger, der Berufung sei superprovisorisch 
aufschiebende Wirkung zu erteilen und damit die Vollstreckbarkeit der 
Dispositivziffer 1 des angefochtenen Entscheids aufzuschieben. Alles unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsbeklagten.

D. Die Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer stellte mit Verfügung 
vom 28. Januar 2025 B._____ die Berufung zur Stellungnahme zu und wies den 
Antrag auf superprovisorische Gewährung der aufschiebenden Wirkung mangels 
besonderer Dringlichkeit ab.

E. B._____ (nachfolgend: Berufungsbeklagte) beantragte mit Berufungsantwort 
vom 10. Februar 2025 die Abweisung der Berufung sowie des Antrags auf 
aufschiebende Wirkung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 
Berufungsklägers.

F. Die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen. Das 
Verfahren erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Angefochten ist ein Entscheid, mit welchem der Einzelrichter am 
Regionalgericht Prättigau/Davos eine Schuldneranweisung gestützt auf Art. 291 
ZGB anordnet. Ein solcher Entscheid kann mit Berufung angefochten werden (vgl. 
BGE 145 III 255 E. 5.6; PKG 2018 Nr. 3 E. 1.1 m.w.H.). Da mit dem Gesuch um 
Schuldneranweisung ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt wird, handelt es sich um 
eine vermögensrechtliche Streitigkeit. Die gemäss erstinstanzlichem Gesuch für die 
(unbestimmte) Dauer des Hauptverfahrens beantragte Schuldneranweisung für 
einen monatlichen Betrag von CHF 1'579.00 erfüllt das Streitwerterfordernis (vgl. 
Art. 92 Abs. 1 und Art. 308 Abs. 2 ZPO). Dasselbe gilt für die Streitwertgrenze der 
Beschwerde ans Bundesgericht (vgl. Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG). 

1.2. Der Vorrichter behandelte das Gesuch gestützt auf Art. 302 Abs. 1 lit. c ZPO 
im summarischen Verfahren (vgl. act. B.1, E. 1.1). Ausgehend vom alten Recht 
belehrte der Vorrichter die Parteien, die Berufung sei innert 10 Tagen einzureichen 
(vgl. act. B.1 E. 5.1 mit Verweis auf Art. 314 Abs. 1 ZPO; vgl. act. B.1, 
Dispositivziffer 5). Für die Anweisung an Schuldner des 
Kindesunterhaltsverpflichteten ausserhalb eines Prozesses über die 

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Unterhaltspflicht der Eltern (Art. 291 ZGB) erklärt Art. 302 Abs. 1 lit. c ZPO das 
Summarverfahren für anwendbar. Wie noch vertiefter erläutert wird, greift diese 
Bestimmung vorliegend jedoch nicht, da das Hauptverfahren noch hängig ist, womit 
die Schuldneranweisung nicht ausserhalb eines Unterhaltsprozesses erfolgt und e 
contrario nicht Art. 302 Abs. 1 lit. c ZPO, sondern die für vorsorgliche Massnahmen 
geltenden Bestimmungen (Art. 303 f. ZPO in Verbindung mit Art. 261 ff. ZPO) 
Rechtsgrundlage für die Anwendung des Summarverfahrens bilden. Die 
Schuldneranweisung erging vorliegend nur deshalb in einem "selbständigen" 
Verfahren, da die Vorinstanz trotz des auf Berufungsebene hängigen 
Hauptverfahrens ihre Zuständigkeit bejahte. Dies ändert nichts an der 
massgeblichen Rechtsgrundlage.

1.3. Die Differenzierung in diesem Punkt ist von Bedeutung, da der revidierte 
Art. 314 Abs. 2 ZPO für bestimmte familienrechtliche Streitigkeiten eine 
Berufungsfrist von 30 Tagen vorsieht, wobei er u.a. auf Art. 302 ZPO verweist, 
Art. 303 ZPO hingegen nicht erwähnt. Der revidierte Art. 314 Abs. 2 ZPO kommt zur 
Anwendung, da der vorinstanzliche Entscheid am 10. Januar 2025 und damit nach 
Inkrafttreten der revidierten ZPO am 1. Januar 2025 eröffnet wurde und für 
Rechtsmittel das Recht gilt, das bei der Eröffnung des Entscheides in Kraft ist 
(Art. 405 Abs. 1 ZPO; WILLISEGGER, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 407f N. 17). Es 
fragt sich, ob mangels ausdrücklichen Verweises auf Art. 303 ZPO Art. 314 Abs. 2 
ZPO auch auf Berufungen Anwendung findet, die sich gegen Entscheide gemäss 
Art. 303 ZPO über vorsorglichen Kindesunterhalt sowie dessen Vollstreckung 
richten. Diese Frage kann vorliegend offengelassen werden, da auch die kürzere 
Frist gewahrt ist. Der vorinstanzliche Entscheid wurde dem Berufungskläger 
nachweislich am 15. Januar 2025 zugestellt (vgl. act. E.2), worauf die Berufung am 
27. Januar 2025 und unter Berücksichtigung von Art. 142 Abs. 3 ZPO somit 
rechtzeitig zuhanden des Obergerichts von Graubünden der Post übergeben wurde.

1.4. Das Obergericht entscheidet in einzelrichterlicher Kompetenz über 
Berufungen gegen Entscheide in summarischen Verfahren (Art. 7 Abs. 2 lit. abis 

EGzZPO [BR 320.100]), es sei denn, eine Partei verlange einen Entscheid in 
Dreierbesetzung (Art. 7 Abs. 3 EGzZPO), was vorliegend nicht gemacht wurde. Die 
übrigen Prozessvoraussetzungen sind gegeben. Auf die Berufung ist einzutreten.

2. Materielles; Sachliche Zuständigkeit der Vorinstanz

2.1. Der Vorrichter leitete seine sachliche Zuständigkeit daraus ab, dass Art. 302 
Abs. 1 lit. c ZPO für Schuldneranweisungen gemäss Art. 291 ZGB das 

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summarische Verfahren für anwendbar erkläre und gestützt auf Art. 4 Abs. 1 lit. a 
EGzZPO bzw. Art. 5 Abs. 2 lit. a EGzZPO (in Kraft seit dem 1. Januar 2025) das 
Einzelgericht für die Behandlung summarischer Verfahren sachlich zuständig sei 
(act. B.1, E. 1.1). Im Zeitpunkt des Gesuchs um Schuldneranweisung sowie im 
Urteilszeitpunkt war gegen das erstinstanzliche Urteil in der Hauptsache 
(Unterhaltsklageverfahren) allerdings eine Berufung am Obergericht des Kantons 
Graubünden hängig. Damit stellt sich die Frage, ob in einer solchen Konstellation 
noch Raum für eine erstinstanzliche Zuständigkeit zur Anordnung einer 
Schuldneranweisung für den vorsorglichen Kindesunterhalt besteht.

2.2. Steht das Kindesverhältnis fest, so kann der Beklagte nach Rechtshängigkeit 
einer Unterhaltsklage verpflichtet werden, angemessene Beiträge an den Unterhalt 
des Kindes zu hinterlegen oder vorläufig zu zahlen (Art. 303 Abs. 1 ZPO; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_1025/2020 vom 30. August 2021 E. 3). Die Anordnung 
vorsorglicher Unterhaltsbeiträge setzt voraus, dass die allgemeinen 
Voraussetzungen der vorsorglichen Massnahmen nach Art. 261 Abs. 1 ZPO erfüllt 
sind (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Graubünden ZK1 22 169/170 vom 5. Juni 2023 
E. 5.9.3 m.w.H.). Über den Erlass einer solchen Massnahme entscheidet das für 
die Beurteilung der Klage zuständige Gericht (Art. 304 Abs. 1 ZPO), wobei das 
kantonale Recht (Art. 4 ZPO) dafür eine einzelrichterliche Entscheidkompetenz des 
verfahrensleitenden Richters vorsieht (Art. 9 Abs. 1 GOG [BR 173.000] sowohl in 
der bisherigen als auch in der seit dem 1. Januar 2025 geltenden Fassung). 
Letzteres ergibt sich auch daraus, dass über vorsorgliche Massnahmen im 
summarischen Verfahren zu entscheiden (Art. 248 lit. d ZPO), wofür erstinstanzlich 
generell eine einzelrichterliche Zuständigkeit besteht (Art. 5 Abs. 2 lit. a EGzZPO; 
aArt. 4 Abs. 1 EGzZPO). Das Gericht, das die vorsorglichen Massnahmen anordnet, 
trifft auch die erforderlichen Vollstreckungsmassnahmen (Art. 267 ZPO). Dies kann 
bereits bei Erlass der Massnahme oder auch erst zu einem späteren Zeitpunkt 
geschehen. In die Zuständigkeit des Massnahmengerichts fällt damit auch die 
Anordnung einer Schuldneranweisung gemäss Art. 291 ZGB zur (privilegierten) 
Vollstreckung des vorsorglichen Kindesunterhalts. Dies gilt umso mehr, als sich das 
Gericht beim Entscheid über eine Schuldneranweisung nicht auf eine formale 
Prüfung der Voraussetzungen für die Vollstreckbarkeit eines Entscheides 
beschränken kann, sondern sich auch mit gewissen materiell-rechtlichen Fragen zu 
befassen und in diesem Zusammenhang die finanziellen Verhältnisse der Parteien 
(erneut) zu prüfen hat. Dem Anweisungsentscheid kommt insofern nicht bloss 
Vollstreckungs-, sondern auch Erkenntnischarakter zu. Solange das 
Hauptverfahren (Unterhaltsklage) beim Regionalgericht hängig ist, wird der 
Einzelrichter somit nicht als Vollstreckungsrichter, sondern in seiner Funktion als 

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Massnahmenrichter tätig. Für eine Anwendung von Art. 339 ZPO, auf welchen der 
Vorrichter seine örtliche Zuständigkeit gestützt hat (act, B.1, E. 1.2), bleibt daher 
kein Raum. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich vielmehr allein danach, wo das 
Hauptverfahren hängig ist. Selbst im Falle einer Schuldneranweisung ausserhalb 
eines Prozesses um den Kindesunterhalt bestimmt sich der Gerichtsstand im 
Übrigen nicht nach Art. 339 ZPO, sondern nach Art. 26 ZPO (vgl. dazu BGE 145 III 
255).

2.3. Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, verhält es sich bei einer 
Schuldneranweisung für den vorsorglichen Kindesunterhalt hinsichtlich der 
sachlichen Zuständigkeit somit gleich wie bei der Anordnung einer 
Schuldneranweisung als vorsorgliche Massnahme in einem Scheidungsverfahren 
(Art. 276 ZPO). In diesem Fall stützt sich die Anweisung, auch wenn es um 
vorsorgliche Kindesunterhaltsbeiträge geht, auf Art. 177 ZGB, zumal die Anweisung 
gemäss Art. 291 ZGB in einem eherechtlichen Verfahren in der Anweisung gemäss 
Art. 177 ZGB aufgeht. Die Anordnung als vorsorgliche Massnahme im 
Scheidungsverfahren setzt naturgemäss voraus, dass im Zeitpunkt der 
Gesuchstellung ein Scheidungsverfahren rechtshängig ist. Dies wiederum hat zur 
Folge, dass die sachliche Zuständigkeit zum Erlass vorsorglicher Massnahmen im 
Sinne von Art. 276 ZPO zwingend beim mit der Hauptsache befassten Gericht bzw. 
bei dessen Vorsitzendem liegt. Dies entspricht einer allgemeinen Regel im 
Zivilprozess, wonach vorsorgliche Massnahmen während laufendem Prozess von 
dem Gericht zu treffen sind, das mit der Hauptsache befasst ist. Dabei handelt es 
sich um eine ausschliessliche Zuständigkeit, welche keinen Raum für ein separates 
Verfahren vor dem Vollstreckungsrichter gemäss Art. 339 ZPO belässt (vgl. PKG 
2018 Nr. 3 E. 2.2; Urteil des Obergerichts Zürich LD140006 vom 4. Dezember 2014 
E. C.3 f.; vgl. auch für die Schuldneranweisung zur Vollstreckung nachehelichen 
Unterhalts während hängigem Abänderungsprozess Entscheid des Obergerichts 
Bern ZK 14 505 vom 22. April 2015 E. III.B.11 ff.).

2.4. Gründe für diese ausschliessliche Zuständigkeit sind insbesondere die 
Notwendigkeit eines raschen Entscheids, der Umstand, dass für eine 
"widerklageweise" im Hauptverfahren von der Gegenseite beantragte Abänderung 
der der Schuldneranweisung zugrundeliegenden Unterhaltsbeiträge ebenfalls das 
für das Hauptverfahren zuständige Gericht zuständig ist und eine Beurteilung durch 
dieses zudem weniger umständlich ist als ein Abwarten seines Entscheids oder eine 
nachträgliche Aufhebung einer bereits angeordneten Schuldneranweisung infolge 
eines solchen Abänderungsantrages. Ferner erfordert die Anordnung einer 
Schuldneranweisung eine Prüfung der Wahrung des betreibungsrechtlichen 

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Existenzminimums, was in engem Zusammenhang mit dem Hauptverfahren steht, 
geht es doch darin um die definitive Beurteilung der Leistungsfähigkeit des 
Unterhaltsschuldners. Zudem bestünde bei paralleler Zuständigkeit die Gefahr 
widersprüchlicher Einschätzungen, was dem mit der Schuldneranweisung 
bezweckten raschen und wirksamen Rechtsschutz widerspricht (vgl. Urteil des 
Obergerichts Zürich LD140006 vom 4. Dezember 2014 E. C.3 f. mit Verweis auf ZR 
108/2009 Nr. 58). Die vorstehenden Überlegungen bezogen sich zwar auf die 
Schuldneranweisung im Rahmen eines Scheidungsverfahrens. Weshalb es sich bei 
einer Schuldneranweisung im Rahmen eines selbständigen Unterhaltsprozesses 
nach Art. 295 ff. ZPO anders verhalten sollte, ist jedoch nicht ersichtlich, zumal die 
Regelung über die vorsorglichen Massnahmen (Art. 303 f. ZPO) von ihrer Funktion 
her vergleichbar ist mit derjenigen von Art. 276 ZPO (vgl. MORET/STECK, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 303 N. 7). Nach der Praxis des Obergerichts 
Zürich bleibt daher auch in dieser Konstellation kein Raum für ein selbständiges 
Ausweisungsverfahren im Sinne von Art. 302 Abs. 2 lit. c ZPO (vgl. Urteil des 
Obergerichts Zürich LZ230044 vom 20. November 2023 E. 5.2). Dementsprechend 
wird in der Lehre für den Fall, dass ein Ehescheidungs-, Eheschutz- oder 
Kindesunterhaltsverfahren hängig ist, ebenfalls eine ausschliessliche Zuständigkeit 
des Hauptsachegerichts befürwortet (RODRIGUEZ/GUBLER, in: Handbuch des 
Unterhaltsrechts, 3. Aufl. 2023, Kapitel 14 Rz. 101 m.W.m.).

2.5. Die Zuständigkeit des Einzelrichters am Regionalgericht zum Erlass 
vorsorglicher Massnahmen im Rahmen eines Unterhaltsprozesses besteht bis zum 
Abschluss des erstinstanzlichen Verfahrens. Wird der im Hauptsacheverfahren 
gefällte Entscheid angefochten, geht die Zuständigkeit als Folge des 
Devolutiveffekts der Berufung auf das Berufungsgericht über (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_435/2023 vom 21. November 2024 E. 6.2.2). Dies gilt nach 
ständiger Praxis des Kantonsgerichts sowohl bei hängiger Berufung gegen ein 
Scheidungsurteil (vgl. etwa Verfügungen ZK1 20 4 vom 16. August 2021 E. 1 sowie 
– spezifisch zur Anordnung einer Schuldneranweisung – ZK1 19 169 vom 11. 
November 2019 E. 1) als auch während eines Berufungsverfahrens über den 
Kindesunterhalt (vgl. Verfügung ZK1 22 14 vom 18. Juli 2022 E. 1). Ist ein 
Berufungsverfahren hängig, liegt die (sachliche und funktionelle) Kompetenz zum 
Erlass vorsorglicher Massnahmen – unter Einschluss ihrer Vollstreckung auf dem 
Wege einer Schuldneranweisung – mit anderen Worten ausschliesslich beim 
Berufungsgericht respektive bei der mit der Sache befassten Kammervorsitzenden 
(Art. 9 Abs. 1 GOG i.V.m. Art. 18 Abs. 1 lit. b OGV [BR 173.010]). Dass in einem 
solchen Fall nicht zwei kantonale Instanzen über den Erlass vorsorglicher 

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Massnahmen entscheiden, ist eine Konsequenz der gesetzlichen Regelung, 
wonach das mit der Hauptsache befasste Gericht auch die damit 
zusammenhängenden vorsorglichen Anordnungen treffen soll. Es handelt sich 
somit um eine der Ausnahmen, in welchen der Grundsatz des doppelten 
Instanzenzugs nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung keine Geltung hat 
(vgl. Urteil des Kantonsgerichts Graubünden ZK1 24 23 vom 24. Mai 2024 E. 2.1 
m.w.H.).

2.6.1. Die Berufungsbeklagte führt im Zusammenhang mit der sachlichen und 
funktionellen Zuständigkeit aus, dass Schuldneranweisungen, die auf Art. 177 ZGB 
abstützen, als vorsorgliche Massnahmen gelten. Hingegen könnten 
Schuldneranweisungen gestützt auf Art. 132 ZGB und Art. 291 ZGB nicht als solche 
betrachtet werden, da sie zu einem materiellen Endentscheid führten. Zudem sei 
die Berufungsbeklagte im Berufungsverfahren zwischen dem Berufungskläger und 
dem Kind (ZK1 24 208) nicht Partei und daher nicht aktivlegitimiert, vorsorgliche 
Massnahmen zu beantragen. Selbst wenn das Gesuch um Schuldneranweisung 
wider Erwarten als Gesuch im laufenden Unterhaltsklageverfahren eingereicht 
werden müsste, wäre derselbe Richter sowohl sachlich als auch örtlich zuständig. 
Es wäre daher überspitzt formalistisch anzunehmen, dass er als Massnahmerichter 
und nicht als Vollstreckungsrichter hätte entscheiden müssen. Darüber hinaus sei 
die Zuständigkeit des erstinstanzlichen Richters zu Recht gegeben, da sich die 
örtliche Zuständigkeit nach dem Ort richte, an dem der zu vollstreckende Entscheid 
gefällt worden sei, womit der Ort des erstinstanzlichen Gerichts, und nicht etwa die 
Region des zweitinstanzlichen Gerichts gemeint sei (vgl. act. A.2, B.3).

2.6.2. Die von der Berufungsbeklagten angesprochene Qualifikation von 
Entscheiden über Schuldneranweisungen bezieht sich auf die Rügegründe für die 
Anfechtung vor Bundesgericht, wenn es um die Vollstreckung von definitiv 
festgesetztem Unterhalt geht (vgl. BGE 137 III 193 E. 1.2, 134 III 667 E. 1.1 ff.). 
Vorliegend geht es jedoch um die Vollstreckung des Urteils vom 4. Juli 2024 (ZK1 
23 139), mit welchem der Unterhalt nur vorsorglich festgelegt wurde. Dasselbe 
entfaltet seine Wirkungen nur für die Dauer des Unterhaltsprozesses mit der Folge, 
dass die vorsorglichen Unterhaltsbeiträge mit Eintritt der Rechtskraft des 
Entscheides in der Hauptsache automatisch dahinfallen (Art. 268 Abs. 2 ZPO). Ist 
aber der auf dem Wege einer Schuldneranweisung zu vollstreckende Entscheid nur 
provisorischer Natur, behält auch die Schuldneranweisung selber – ungeachtet ihrer 
materiell-rechtlichen Grundlage –  den Charakter einer vorsorglichen Massnahme. 
Dass sich die Schuldneranweisung im Rahmen eines Kindesunterhaltsprozesses 
auf Art. 291 ZGB stützt, ändert demnach nichts an der ausschliesslichen 

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Zuständigkeit des mit der Hauptsache befassten Gerichts, d.h. bei hängigem 
Berufungsverfahren jener des Berufungsgerichts. 

2.6.3. Die Aktivlegitimation bezeichnet sodann die Zuständigkeit am eingeklagten 
Anspruch als materiellrechtliche Voraussetzung für dessen Durchsetzbarkeit. Der 
vorliegend in Frage stehende Anspruch ist Anspruch auf Kindesunterhalt (vgl. 
Art. 276 und Art. 289 ZGB). Zur prozessualen Durchsetzung von Kindesunterhalt 
(einschliesslich seiner Vollstreckung) aktivlegitimiert ist nicht nur das Kind (vgl. 
Art. 279 ZGB), sondern auch der sorgeberechtigte Elternteil (vgl. Art. 318 Abs. 1 
ZGB; BGE 142 III 78 E. 3.2; vgl. aber Urteil des Obergerichts Zürich RU190036 vom 
10. Juli 2019 E. 3.2). Dies gilt unabhängig von der Parteistellung in einem hängigen 
Verfahren. Die Berufungsbeklagte ist auch dann aktivlegitimiert, wenn sie sich im 
Unterhaltsklageverfahren (im Unterhaltspunkt) nicht als Partei konstituiert hat. Die 
Parteistellung hat keinen Einfluss auf die Frage, welches Gericht sachlich und 
funktionell zuständig ist. Selbstredend wäre die Berufungsbeklagte, hätte sie das 
Gesuch um Schuldneranweisung an das ausschliesslich zuständige Gericht 
gerichtet, im hängigen Hauptverfahren als Partei aufzunehmen gewesen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 5A_744/2022 vom 9. Juni 2023 E. 3.4). Im Übrigen hat der 
Berufungskläger mit seiner Berufung in der Hauptsache (ZR1 24 208) nicht bloss 
das Kind, sondern auch die Berufungsbeklagte ins Recht gefasst, weshalb sie in 
jenem Verfahren bereits Parteistellung hat. Auch dieser Einwand der 
Berufungsbeklagten verfängt folglich nicht.

2.7. Das Fehlen der sachlichen oder funktionellen Zuständigkeit wird 
grundsätzlich als schwerwiegender Mangel bezeichnet, der praxisgemäss zur 
Nichtigkeit eines Entscheids führt. Vorliegend ist jedoch nicht von Nichtigkeit 
auszugehen, da dem Regionalgericht bzw. dessen Einzelrichter auf dem 
vorliegenden Gebiet (Schuldneranweisung nach Art. 291 ZGB) allgemeine 
Entscheidungsgewalt zukommt und die Annahme der Nichtigkeit nicht mit der 
Rechtssicherheit vereinbar wäre, in welchen Fällen auch trotz sachlicher oder 
funktioneller Unzuständigkeit ergangene Entscheide bloss als anfechtbar gelten 
(BGE 137 III 217 E. 2.4.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_977/2018 vom 22. August 
2019 E. 4 f.). Der Berufungskläger hat die Zuständigkeit des Einzelrichters 
erstinstanzlich anerkannt (vgl. RG-act. I.2, S. 3) und dessen Entscheid nicht wegen 
fehlender Zuständigkeit, sondern nur in der Sache angefochten. Dies schadet 
jedoch nicht, da die Zuständigkeit als zwingende Prozessvoraussetzung von Amtes 
wegen zu prüfen ist (Art. 59 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 60 ZPO). Die 
Prüfungspflicht besteht in jedem Verfahrensstadium. Gegebenenfalls hat daher 
auch noch die Rechtsmittelinstanz die sachliche Unzuständigkeit des 

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erstinstanzlichen Gerichts festzustellen, wenn das Fehlen dieser 
Prozessvoraussetzung in einem Verfahren bis dahin unbemerkt geblieben sein 
sollte. Eine Einlassung auf ein sachlich unzuständiges Gericht ist grundsätzlich nicht 
möglich (PKG 2018 Nr. 3 E. 2.2; ERK, Prozessvoraussetzungen, 2022, S. 75, 79, 
230 u. 239 f. m.w.H., u.a. auf BGE 142 III 515 E. 2.2.1 und Urteil des Bundesgerichts 
4A_595/2019 vom 18. Februar 2020 E. 2.3). Die Berufung ist entsprechend mit 
abweichender Begründung gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben 
und auf das Gesuch um Schuldneranweisung nicht einzutreten. Damit erübrigt sich 
eine Beurteilung der in der Sache erhobenen Rügen.

3. Überweisung in hängiges Hauptverfahren

Die ZPO sieht weder eine Klageüberweisung an das zuständige Gericht und erst 
recht keine Überweisung einer bereits beurteilen Klage (bzw. Gesuchs) an das 
zuständige Gericht vor (Botschaft ZPO, BBl 2006 7277). Wünscht die 
Berufungsbeklagte weiterhin eine Schuldneranweisung, so ist das entsprechende 
Gesuch erneut zu stellen und an das zuständige Gericht zu richten, was wie oben 
ausgeführt während hängigem Unterhaltsklageverfahren das mit der Hauptsache 
befasste Gericht ist.

4. Aufschiebende Wirkung

Mit Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids erweist sich der 
berufungsklägerische Antrag um Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 
gegenstandslos (vgl. act. A.1, II.2).

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen

5.1. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch 
über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Die 
Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens sind dem Verfahrensausgang 
entsprechend der unterliegenden Berufungsbeklagten aufzuerlegen (Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten von CHF 1'000.00 gehen daher zulasten der 
Berufungsbeklagten und sie ist zu verpflichten, dem Berufungskläger eine 
Parteientschädigung von CHF 1'870.55 zu bezahlen (vgl. act. B.1, E. 3 f.). Da der 
Berufungsbeklagten für das erstinstanzliche Verfahren die unentgeltliche 
Rechtspflege gewährt wurde, gehen die Gerichtskosten unter Vorbehalt der 
Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO zulasten des Kantons Graubünden und 
werden aus der Gerichtskasse des Regionalgerichts bezahlt. Da angesichts der der 
Berufungsbeklagten gewährten unentgeltlichen Rechtspflege von der 
Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung auszugehen ist, ist der unentgeltliche 

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Rechtsvertreter des Berufungsklägers basierend auf der dem Berufungskläger für 
das erstinstanzliche Verfahren gewährten unentgeltlichen Rechtspflege vom 
Kanton angemessen mit CHF 1'580.55 zu entschädigen (vgl. act. B.1, E. 3 f.). Mit 
der Zahlung geht der Anspruch auf die Parteientschädigung im entsprechenden 
Umfang auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO). Die unentgeltliche 
Rechtsvertreterin der Berufungsbeklagten, Rechtsanwältin Rita Marugg, ist gestützt 
auf die der Berufungsbeklagten für das erstinstanzliche Verfahren gewährten 
unentgeltlichen Rechtspflege mit CHF 1'558.80 (Honorar inkl. Spesen und 
Mehrwertsteuer) angemessen zu entschädigen (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO). Die 
Entschädigung geht unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO 
zulasten des Kantons Graubünden und ist aus der Gerichtskasse des 
Regionalgerichts zu bezahlen (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO).

5.2. Der Berufungskläger beantragte mit der Berufung die Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege unter Einsetzung von Rechtsanwalt Christoph Suter 
als unentgeltlicher Rechtsvertreter (vgl. act. A.1, 4. Berufungsantrag). Dem 
Berufungskläger wurde mit Verfügung vom 17. Dezember 2024 die unentgeltliche 
Rechtspflege im Berufungsverfahren gegen den Entscheid in der Hauptsache 
gewährt (ZK1 24 209). Ausgehend davon ist die Mittellosigkeit zu bejahen. Auch ist 
die vorliegende Berufung nicht aussichtslos, auch wenn sich die fehlende 
Aussichtslosigkeit aus anderen als den vorgebrachten Gründen ergibt. Die 
Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 117 
ZPO) für das vorliegende Verfahren sind damit erfüllt. Zudem erscheint die 
Bestellung einer Rechtsvertretung als notwendig, weshalb Rechtsanwalt Christoph 
Suter als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu ernennen ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO).

5.3. Die Berufungsbeklagte beantragte mit separatem Gesuch vom 6. Februar 
2025 die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Einsetzung von 
Rechtsanwältin Rita Marugg als unentgeltliche Rechtsvertreterin (vgl. act. M.2). 
Ausgehend von den bereits im Verfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege 
des Kindes (ZK1 24 212) für das Hauptverfahren (ZR1 24 208) eingeholten Auskunft 
über die Steuerfaktoren der Berufungsbeklagten sowie den eingereichten Akten 
(vgl. act. M.2.1-8) ergibt sich, dass die Berufungsbeklagte offenkundig nicht über 
die zur Prozessführung erforderlichen Mittel verfügt. Ihr Rechtsbegehren kann 
angesichts des erstinstanzlichen Obsiegens zudem ebenfalls nicht als aussichtslos 
bezeichnet werden. Die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege (Art. 117 ZPO) für das vorliegende Verfahren sind damit erfüllt. Zudem 
erscheint die Bestellung einer Rechtsvertretung als notwendig, weshalb 

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Rechtsanwältin Rita Marugg als unentgeltliche Rechtsbeiständin zu ernennen ist 
(Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO).

5.4. Die Entscheidgebühr des Berufungsverfahrens ist auf CHF 1'000.00 
festzusetzen (Art. 11 Abs. 2 VGZ [BR 320.210]). Diese ist der unterliegenden 
Berufungsbeklagten aufzuerlegen und sie ist zu verpflichten, dem Berufungskläger 
eine Parteientschädigung zu bezahlen, welche nach Ermessen festzusetzen ist 
(Art. 2 Abs. 1 HV [BR 310.250]). Ausgehend von einem für die Berufung samt 
Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege angemessenen 
anwaltlichen Aufwand von fünf Stunden und dem mittleren Stundenansatz von 
CHF 240.00 (Art. 3 Abs. 1 HV; RÜEGG/RÜEGG, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 118 
N. 16; Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 21 53 vom 4. Februar 2022 
E. 3.4) ist die Parteientschädigung auf CHF 1'336.10 (Honorar inkl. Spesen und 
Mehrwertsteuer) festzulegen. Da der Berufungsbeklagten auch für das 
Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wird, gehen die 
Gerichtskosten unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO 
zulasten des Kantons Graubünden und werden aus der Gerichtskasse des 
Obergerichts bezahlt. Zudem ist angesichts der der Berufungsbeklagten gewährten 
unentgeltlichen Rechtspflege von der Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung 
auszugehen, weshalb der unentgeltliche Rechtsvertreter des Berufungsklägers vom 
Kanton angemessen zu entschädigen ist. Unter Anwendung des für die 
unentgeltliche Rechtsvertretung massgeblichen Stundenansatzes von CHF 200.00 
(Art. 5 Abs. 1 HV) ist die angemessene Entschädigung auf CHF 1'113.45 
festzusetzen. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf die Parteientschädigung im 
entsprechenden Umfang auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO).

5.5. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Berufungsbeklagten, 
Rechtsanwältin Rita Marugg, hat ebenfalls Anspruch auf eine angemessene 
Entschädigung durch den Kanton (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO). Ausgehend von einem 
für die Berufungsantwort sowie das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
angemessenen anwaltlichen Aufwand von sieben Stunden und dem Tarif für 
unentgeltliche Vertretung von CHF 200.00 (Art. 5 Abs. 1 HV) ist die angemessene 
Entschädigung auf CHF 1'558.80 (Honorar inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) 
festzulegen. Die Entschädigung geht unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO zulasten des Kantons Graubünden und ist aus der 
Gerichtskasse des Obergerichts zu bezahlen (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO).

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Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird gutgeheissen und der Entscheid des Einzelrichters am 
Regionalgericht Prättigau/Davos vom 10. Januar 2025 wird aufgehoben.

2. Auf das Gesuch um Schuldneranweisung wird nicht eingetreten.

3.1. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 1'000.00 gehen 
zulasten von B._____.

3.2. B._____ wird verpflichtet, A._____ für das erstinstanzliche Verfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 1'870.55 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu 
bezahlen.

Da sich die Parteientschädigung voraussichtlich als uneinbringlich erweist, 
wird der Rechtsvertreter von A._____, Rechtsanwalt Christoph Suter, 
gestützt auf die A._____ mit Entscheid vom 10. Dezember gewährte 
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2024-434) mit 
CHF 1'558.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zulasten des Kantons 
Graubünden aus der Gerichtskasse des Regionalgerichts Prättigau/Davos 
entschädigt. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf die Parteientschädigung 
im entsprechenden Umfang auf den Kanton Graubünden über (Art. 122 
Abs. 2 Satz 2 ZPO).

3.3. Die B._____ auferlegten Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von 
CHF 1'000.00 und die Kosten ihrer Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin Rita 
Marugg, von CHF 1'558.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) gehen gestützt auf 
die ihr mit Entscheid vom 10. Dezember 2024 gewährte Bewilligung der 
unentgeltlichen Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2024-402) unter Vorbehalt der 
Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO zulasten des Kantons Graubünden und 
werden aus der Gerichtskasse des Regionalgerichts Prättigau/Davos 
bezahlt.

4.1. Der Antrag von A._____ auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für 
das Berufungsverfahren wird gutgeheissen, soweit er nicht gegenstandslos 
geworden ist, und es wird ihm Rechtsanwalt Christoph Suter als 
unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt.

4.2. Das Gesuch von B._____ um unentgeltliche Rechtspflege für das 
Berufungsverfahren wird gutgeheissen und es wird ihr Rechtsanwältin Rita 
Marugg als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt.

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5.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 1'000.00 gehen zulasten von 
B._____.

5.2. B._____ wird verpflichtet, A._____ für das Berufungsverfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 1'336.10 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu 
bezahlen.

Da sich die Parteientschädigung voraussichtlich als uneinbringlich erweist, 
wird der unentgeltliche Rechtsvertreter von A._____, Rechtsanwalt Christoph 
Suter, für das Berufungsverfahren mit CHF 1'113.45 (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) zulasten des Kantons Graubünden aus der Gerichtskasse des 
Obergerichts entschädigt. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf die 
Parteientschädigung im entsprechenden Umfang auf den Kanton 
Graubünden über (Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO).

5.3. Die B._____ auferlegten Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 1'000.00 
und die Kosten ihrer Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin Rita Marugg, von 
CHF 1'558.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) gehen unter Vorbehalt der 
Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO zulasten des Kantons Graubünden und 
werden aus der Gerichtskasse des Obergerichts bezahlt.

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