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**Case Identifier:** f10e8c88-204f-5d81-ae57-76f9a23ae409
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 04.09.2019 810 18 231
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-18-231_2019-09-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 4. September 2019 (810 18 231) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Daniel Ivanov, Claude Jeanneret, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Alessia Jeker 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Moritz Gall, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung  

(RRB Nr. 1166 vom 14. August 2018) 
 
 
 

A. A.____, geb. am XX.XX.1982, ist kenianischer Staatsbürger und reiste am 11. Juli 
1992 im Alter von zehn Jahren im Rahmen eines Familiennachzugs in die Schweiz ein. Er ist im 
Besitze einer Niederlassungsbewilligung. Sowohl seine Mutter als auch seine Geschwister 
leben in der Schweiz. Im Jahr 2009 wurde bei A.____ eine paranoide Schizophrenie mit konti-
nuierlichem Verlauf diagnostiziert.  
 

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B. A.____ trat diverse Male strafrechtlich in Erscheinung. Erstmals wurde er vom Bezirks-
statthalteramt Sissach am 8. August 2001 wegen Diebstahls, Entwendung zum Gebrauch und 
Fahrens ohne Führerausweis zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Tagen verurteilt. 
Daraufhin verurteilte ihn das Bezirksstatthalteramt Waldenburg am 13. Januar 2004 wegen ein-
facher Körperverletzung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 10 Tagen.  
 
C. Am 9. März 2010 sprach das Strafgericht Basel-Stadt A.____ unter anderem von der 
Anklage der versuchten einfachen Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand und 
der versuchten Nötigung mangels Schuldfähigkeit frei und ordnete aufgrund seiner paranoiden 
Schizophrenie eine stationäre Massnahme an. 
 
D. Am 16. August 2010 trat A.____ die stationäre Massnahme an. Diese wurde im Juni 
2014 zufolge Aussichtslosigkeit aufgehoben.  
 
E. Mit Schreiben vom 19. Januar 2012 verwarnte das Amt für Migration des Kantons 
Basel-Landschaft (AfM, heute Amt für Migration und Bürgerrecht [AfMB]) A.____ ausländer-
rechtlich aufgrund der oben genannten Verurteilungen, 27 Betreibungen in der Höhe von 
Fr. 19‘391.75 und 16 offenen Verlustscheinen von gesamthaft Fr. 18‘478.50. 
 
F. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft verurteilte A.____ mit Strafbefehlen vom 
2. Oktober 2014 und vom 28. Mai 2015 wegen mehrfacher Sachbeschädigung und einfacher 
Körperverletzung zu bedingt vollziehbaren Geldstrafen von 120 bzw. 20 Tagessätzen sowie zu 
Bussen von Fr. 700.-- bzw. Fr. 300.--. 
 
G. Das AfM gewährte A.____ mit Schreiben vom 22. Januar 2015 das rechtliche Gehör 
bezüglich des beabsichtigten Widerrufs seiner Niederlassungsbewilligung. A.____ nahm mit 
Schreiben vom 29. Januar 2015 Stellung und erklärte unter anderem, er sei auf der Suche nach 
einer Arbeitsstelle. 
 
H. Am 18. Februar 2015 kündigte das AfM an, der Entscheid über den weiteren Verbleib 
von A.____ in der Schweiz werde aufgeschoben.  
 
I. Mit Urteil vom 27. Juli 2017 verurteilte das Strafgericht Basel-Landschaft A.____ 
wegen versuchter schwerer Körperverletzung, einfacher Körperverletzung mit einem gefährli-
chen Gegenstand, Raufhandels, Tätlichkeit, Drohung, Beschimpfung, geringfügiger Sachbe-
schädigung und mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von 16 
Monaten sowie zu einer Busse von Fr. 300.--. Ausserdem wurde eine ambulante Behandlung 
bei einer forensisch psychiatrischen Fachperson angeordnet. Eine bedingte Entlassung wurde 
mit Verfügung der Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft vom 28. August 2017 aufgrund der 
ungünstigen Legalprognose abgelehnt. Zur Begründung wurde angeführt, A.____ weigere sich, 
in einer ambulanten Massnahme mitzuarbeiten. 
 
J. Mit Schreiben vom 19. September 2017 gewährte das AfM A.____ ein weiteres Mal 
das rechtliche Gehör bezüglich des beabsichtigten Widerrufs seiner Niederlassungsbewilligung.  

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K. Am 27. Oktober 2017 wurde A.____ aus dem Strafvollzug entlassen und begab sich 
bei Dr. med. B.____, forensischer Psychiater, Psychiatrie C.____, in therapeutische Behand-
lung. 
 
L. Mit Verfügung vom 14. Dezember 2017 widerrief das AfM die Niederlassungsbewilli-
gung von A.____.  
 
M. Die gegen diese Verfügung von A.____, vertreten durch Moritz Gall, Advokat in Basel, 
erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) 
mit Beschluss (RRB) Nr. 1166 vom 14. August 2018 ab. Zur Begründung führte er an, A.____ 
sei wiederholt straffällig geworden und habe dabei hochwertige Rechtsgüter verletzt und 
bedroht. Die Gefahr von weiteren Delikten erscheine durchaus real, weshalb ein gewichtiges öf-
fentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung bestehe. Auch seien keine pri-
vaten Interessen seitens A.____ ersichtlich, welche die sicherheitspolitischen Interessen an der 
Beendigung seines Aufenthaltes überwiegen würden. 
 
N. Dagegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Moritz Gall, mit Eingabe vom 31. Au-
gust 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den Rechtsbegehren, es sei der RRB vom 14. August 
2018 vollumfänglich aufzuheben und dem Beschwerdeführer in verfahrensrechtlicher Hinsicht 
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren; dies unter o/e-Kostenfolge.  
 
O. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 16. November 2018 die Abwei-
sung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge.  
 
P. Mit Verfügung vom 21. November 2018 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im 
Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen und dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Pro-
zessführung und Verbeiständung bewilligt.  
 
Q. Anlässlich der Urteilsberatung vom 3. April 2019 beschloss die Kammer, im vorliegen-
den Fall eine Parteiverhandlung durchzuführen und Dr. med. B.____, Psychiatrie C.____, als 
Auskunftsperson zu befragen. 
 
R. An der heutigen Parteiverhandlung nahmen der Beschwerdeführer und sein Rechtsver-
treter, eine Vertreterin des Beschwerdegegners sowie Dr. med. B.____ als Auskunftsperson 
teil. Die Parteien hielten an ihren Anträgen und Begründungen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Re-
gierungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 

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ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Vor-
aussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde eingetreten werden kann. 
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantons-
gericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und seine Wegweisung aus der Schweiz zu 
Recht erfolgten.  
 
3.1 Gemäss Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 
und über die Integration (AIG) vom 16. Dezember 2005 (bis 31. Dezember 2018 und soweit im 
Folgenden die altrechtliche Fassung massgeblich ist: AuG) verleiht die Niederlassungsbewilli-
gung einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz. 
Es ist somit von einem grundsätzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Aufenthalt in der 
Schweiz auszugehen. Dieser gilt indes nicht absolut. Bei Vorliegen eines Widerrufsgrundes 
nach Art. 63 AuG kann die Niederlassungsbewilligung entzogen werden. 
 
3.2 Gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG kann die Nieder-
lassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe verurteilt oder gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 
59 - 61 oder 64 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. Dezember 1937 an-
geordnet worden ist. Das Bundesgericht hat das Kriterium der Längerfristigkeit der Strafe in die-
sem Kontext dahingehend konkretisiert, dass es einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr 
bedarf, wobei mehrere unterjährige Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden dürfen 
(vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2; BGE 137 II 297 E. 2). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, 
teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil des Bundesgerichts 2C_515/2009 vom 
27. Januar 2010 E. 2.1). Der genannte Widerrufsgrund gilt auch für die Niederlassungsbewilli-
gung ausländischer Personen, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungs-
gemäss in der Schweiz aufhalten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_218/2010 vom 27. Juli 
2010 E. 2). 
 
3.3 Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil vom 27. Juli 2017 des Strafgerichts Basel-
Landschaft wegen versuchter schwerer Körperverletzung, einfacher Körperverletzung mit einem 
gefährlichen Gegenstand, Raufhandels, Tätlichkeit, Drohung, Beschimpfung, geringfügiger 
Sachbeschädigung und mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe 

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von 16 Monaten verurteilt. Damit hat der Beschwerdeführer den Widerrufsgrund gemäss Art. 63 
Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AuG gesetzt, was er zu Recht nicht bestreitet. 
 
3.4 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
sei vorliegend schon deshalb unzulässig, weil das Strafgericht Basel-Landschaft in seinem 
Urteil vom 27. Juli 2017 auf die Anordnung einer Landesverweisung verzichtet habe, so ist ihm 
nicht zu folgen. Die Delikte, welche das Strafgericht am 27. Juli 2017 zu beurteilen hatte, 
fanden vor Inkrafttreten von Art. 66abis des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) vom 
21. Dezember 1937 und somit auch vor Inkrafttreten von Art. 63 Abs. 3 AuG statt. Somit darf 
ein allfälliger Widerruf der Niederlassungsbewilligung gestützt auf den Widerrufsgrund der 
längerfristigen Freiheitsstrafe gemäss AuG erfolgen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_188/2019 vom 5. April 2019 E. 2.2.2). 
 
4.1 Liegt ein Widerrufsgrund vor, muss die aufenthaltsbeendende Massnahme im konkre-
ten Fall auch verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999 und Art. 96 Abs. 1 AuG; vgl. auch Art. 13 Abs. 1 
i.V.m. Art. 36 Abs. 3 BV und Art. 8 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 1950, wenn durch die Entfernungsmassnahme die 
weitere Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. des inhaltlich 
deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt wird; BGE 135 II 377 E. 4.3). Verlangt ist in-
sofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung der 
Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sin-
ne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 
mit Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration 
bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie 
drohenden Nachteile zu berücksichtigen (BGE 139 I 31 E. 2.3.1; Urteil des Bundesgerichts 
2C_263/2016 vom 11. November 2016 E. 3.2). Die konventionsrechtliche Verhältnismässig-
keitsprüfung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG und kann in 
einem einzigen Schritt vorgenommen werden (Urteile des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 
24. Februar 2014 E. 2.4 und 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
4.2 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Entscheid, die Tatsachen, dass der Be-
schwerdeführer seit 26 Jahren in der Nordwestschweiz lebe, die deutsche Sprache spreche und 
sich seine Mutter sowie seine Geschwister in der Schweiz aufhalten würden, seien zu seinen 
Gunsten zu berücksichtigen. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer keinerlei Bindungen 
mehr zu Kenia. All dies führe zu einem gewichtigen Interesse des Beschwerdeführers an 
dessen Verbleib in der Schweiz. Andererseits habe er aber weder eine Ausbildung abgeschlos-
sen noch sei er beruflich integriert; er sei verschuldet und werde seit dem Jahr 2009 von der 
Sozialhilfe unterstützt. Ebenfalls negativ ins Gewicht falle, dass weder die ergangenen Strafur-
teile noch die ausländerrechtliche Verwarnung den Beschwerdeführer dazu veranlasst hätten, 
sein Verhalten zu ändern. Auch miteinzubeziehen in die Interessenabwägung sei die psychi-
sche Erkrankung des Beschwerdeführers, da seine Straffälligkeit auch in Zusammenhang mit 
seiner Erkrankung stehe. Anhand der Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Ver-
handlung vom 24. Oktober 2017 am Strafgericht Basel-Landschaft sei davon auszugehen, dass 

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es um die Therapiebereitschaft des Beschwerdeführers und seine Krankheitseinsicht immer 
noch schlecht stehe. Da es auch in Kenia diverse Institutionen gebe, welche bei Erkrankungen 
im Bereich der schizophrenen Störungen Hilfe anböten, sei anzunehmen, dass dem Beschwer-
deführer die notwendige ärztliche und psychiatrische Unterstützung auch in Kenia zukommen 
werde. Negativ ins Gewicht falle nebst seiner Verurteilung vom 27. Juli 2017 zu einer 16-mona-
tigen Freiheitsstrafe und der wiederholten Straffälligkeit auch, dass bei andauerndem Alkohol- 
und Drogenkonsum weiterhin eine erhebliche Wiederholungsgefahr bestehe. Insbesondere 
deshalb, weil der Beschwerdeführer offenbar keine Medikamente nehme um seine Krankheit zu 
behandeln und auch seine Abstinenz nicht kontrolliert werde. Aus den genannten Gründen 
vermöge der Beschwerdeführer keine privaten Interessen anzuführen, welche die sicherheits-
politischen Interessen an der Beendigung seines Aufenthaltes überwiegen würden, auch wenn 
seine privaten Interessen an einem weiteren Verbleib in der Schweiz gross seien. Demzufolge 
seien der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sowie die damit einhergehende Wegweisung 
als verhältnismässig zu qualifizieren. 
 
4.3 Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerdebegründung vor, die vorinstanzli-
chen Ausführungen würden sich auf den Zeitraum von 2010 bis 2014 beziehen, wodurch sie 
weder aktuell noch geeignet seien, eine ausländerrechtliche Massnahme zum heutigen Zeit-
punkt zu begründen. Es sei insbesondere zu berücksichtigen, dass er seit seiner Entlassung 
aus dem Strafvollzug am 27. Oktober 2017 weder strafrechtlich noch polizeilich in Erscheinung 
getreten sei. Es sei mittlerweile gemäss Frau Dr. med. D.____ nicht mehr von einer hohen 
Rückfallgefahr auszugehen, da bei ihm positive Veränderungen festzustellen seien und er nun 
medikamentös eingestellt sei. Dementsprechend sei auch die Annahme, er sei weder krank-
heitseinsichtig noch therapiewillig unzutreffend. Er befinde sich in Behandlung bei Dr. med. 
B.____ und erscheine regelmässig zu den Therapiesitzungen. Dr. med. B.____ komme in sei-
nem Bericht denn auch zum Schluss, eine Wegweisung könne unter Umständen verheerende 
Folgen für seine psychische Gesundheit haben und er sei unter Berücksichtigung der Tatsache, 
dass er in der hiesigen Berufswelt nicht habe Fuss fassen können, in Kenia, ohne ausgebautes 
Sozialversicherungssystem, nicht überlebensfähig. Der Bericht von Dr. med. B.____ sei von der 
Vorinstanz aber weitgehend unberücksichtigt geblieben. Seine Taten seien ausserdem nicht 
Ausdruck mangelnder Integration, sondern stünden im Zusammenhang mit seinem Betäu-
bungsmittel- und Alkoholkonsum. Diesbezüglich habe sich aber eine deutliche Besserung ein-
gestellt. Des Weiteren befänden sich alle seine Familienangehörigen, zu welchen er einen 
engen Kontakt pflege, in der Schweiz; über familiäre oder soziale Kontakte verfüge er in Kenia 
nicht. Auch dürfe der Umstand, dass er von der Sozialhilfe unterstützt werde, im Hinblick auf 
seinen mehr als 15-jährigen Aufenthalt in der Schweiz nicht berücksichtigt werden. Damit sei 
dargelegt, dass das sicherheitspolitische Interesse an seiner Wegweisung sein persönliches 
Interesse an einem Verbleib in der Schweiz nicht zu überwiegen vermöge. 
 
5.1.1 Ausgangspunkt für die Schwere des Verschuldens sowie die vorzunehmende auslän-
derrechtliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 2C_725/2016 vom 30. Dezember 2016 E. 3.2). Das entsprechende sicherheitspoli-
zeiliche Interesse kann durch den Zeitablauf seit der Tatbegehung, das Verhalten der ausländi-
schen Person bis zum angefochtenen Urteil sowie weitere Faktoren (wie das Alter bei der jewei-

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ligen Tatbegehung) relativiert oder erhöht werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_804/2016 
vom 21. März 2017 E. 5.1 mit Hinweisen). 
 
5.1.2 Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 27. Juli 
2017 wegen versuchter schwerer Körperverletzung, einfacher Körperverletzung mit einem ge-
fährlichen Gegenstand, Raufhandels, Tätlichkeit, Drohung, Beschimpfung, geringfügiger Sach-
beschädigung sowie mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von 
16 Monaten verurteilt. Gleichzeitig ordnete das Strafgericht Basel-Landschaft aufgrund der 
Krankheit des Beschwerdeführers eine ambulante Behandlung bei einer forensisch psychiatri-
schen Fachperson an. Angesichts der schwerwiegenden Taten des Beschwerdeführers gegen 
Leib und Leben, ist das ordnungs- und sicherheitspolitische Interesse an seiner Fernhaltung 
gegeben. Nach dem Gesagten besteht somit ein gewichtiges öffentliches Interesse am Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers.  
 
5.2.1 Dem öffentlichen Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers sind dessen 
private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Entscheidend ist stets 
das Gesamtbild eines jeden Einzelfalles, welches anhand sämtlicher massgeblicher Kriterien zu 
beurteilen ist (BGE 139 I 145 E. 2.4). 
 
5.2.2 Die strafrechtliche Verurteilung des Beschwerdeführers vom 27. Juli 2017 muss nega-
tiv in die Bewertung einfliessen. Es gilt jedoch zu beachten, dass beim Beschwerdeführer mit 
Gutachten vom 10. August 2009 eine paranoide Schizophrenie mit kontinuierlichem Verlauf 
diagnostiziert wurde, weshalb er mit Urteil vom 9. März 2010 des Strafgerichts Basel-Land-
schaft mangels Schuldfähigkeit von der Anklage der versuchten einfachen Körperverletzung mit 
einem gefährlichen Gegenstand, der versuchten Nötigung, der Beschimpfung sowie des Kon-
sums von Betäubungsmitteln freigesprochen wurde. Nachdem sich der Beschwerdeführer wie-
derholt krankheitsuneinsichtig gezeigt hatte und jegliche Therapie und medikamentöse Behand-
lung im Rahmen einer angeordneten ambulanten Massnahme abgelehnt hatte, begab er sich 
nach seiner Entlassung aus dem Freiheitsentzug am 27. Oktober 2017 zu Dr. med. B.____ in 
therapeutische Behandlung. Den Aussagen von Dr. med. B.____ anlässlich der heutigen Partei-
verhandlung ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer noch immer bei ihm in Behand-
lung befindet. Er erlebt den Beschwerdeführer seit dessen Entlassung aus dem Freiheitsentzug 
psychisch stabil, was wohl auch auf seine regelmässige Medikamenteneinnahme zurückzufüh-
ren sei. Trotz zweier Belastungsproben im Leben des Beschwerdeführers habe sich dieser 
resilient gezeigt. Dem Beschwerdeführer fehle es am élan vital; er sei seit seiner Entlassung 
apathischer und initiativloser geworden, was aus medizinischer Sicht eine Verschlechterung 
seines Zustands bedeute. Er habe sich von seinem vormaligen Bekanntenkreis gelöst und 
pflege auch sonst ein zurückgezogenes Leben. Auch Dr. med. D.____ ging anlässlich der 
Hauptverhandlung des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 9. Oktober 2018 (Verfügung des 
Präsidenten des Strafgerichts vom 9. Oktober 2018, S. 6) nur noch von einer mittleren Rückfall-
gefahr des Beschwerdeführers aus, unter der Voraussetzung, dass er seine Medikamente 
regelmässig einnehme. Den Aussagen von Dr. med. B.____ ist zu entnehmen, dass sich der 
psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stabilisiert hat und dieser seinen Alltag 
im Rahmen seiner Möglichkeiten gut bestreitet, was unter anderem auf die regelmässige 

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Medikamenteneinnahme zurückzuführen ist. Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass der Be-
schwerdeführer seit seiner Entlassung aus dem Strafvollzug am 27. Oktober 2017 nicht mehr 
strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, wodurch die Einschätzung der Situation des 
Beschwerdeführers durch Dr. med. B.____ bestärkt wird.  
 
5.2.3 Des Weiteren lebt der 37-jährige, ledige und kinderlose Beschwerdeführer bereits seit 
27 Jahren in der Schweiz und kann sich daher auf eine lange Aufenthaltsdauer sowie die damit 
verbundene Verwurzelung in den hiesigen Verhältnissen berufen. Die Mutter und die Geschwis-
ter des Beschwerdeführers leben allesamt in der Schweiz, zu seinem Heimatland unterhält er 
keinerlei Beziehungen. Allerdings konnte der Beschwerdeführer in der Schweiz beruflich nie 
Fuss fassen und wird seit dem Jahr 2009 von der Sozialhilfe unterstützt. Anlässlich der heuti-
gen Parteiverhandlung hält Dr. med. B.____ eine geschützte Tätigkeit im Rahmen des zweiten 
Arbeitsmarktes für den Beschwerdeführer als realistisch. Auf Grund der psychischen Krankheit 
des Beschwerdeführers gehe er nicht davon aus, dass dieser in Kenia überlebensfähig wäre. 
Ohne Sozialsystem würde der Beschwerdeführer durch alle Maschen fallen. Hinsichtlich der 
beruflichen Möglichkeiten des Beschwerdeführers sei folglich nicht davon auszugehen, dass 
dieser in absehbarer Zeit dazu fähig sein werde, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu 
bestreiten. Allerdings ist zu beachten, dass die Unfähigkeit des Beschwerdeführers, einer tägli-
chen Arbeit nachzugehen, massgeblich mit dessen Krankheit zusammenhängt. 
 
5.3 Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, dass es dem Beschwerdeführer mit Hilfe 
seines Psychiaters gelungen ist, seine Krankheit zu behandeln und ein gewaltfreies Leben zu 
führen. Zwar ist das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung aufgrund der wiederholten 
Delinquenz sowie seiner Verschuldung und der fortbestehenden Sozialhilfeabhängigkeit nach 
wie vor vorhanden. Unter Berücksichtigung der unternommenen Anstrengungen vermag es die 
privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz nament-
lich mit Blick auf seinen Gesundheitszustand, die lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz und 
die Verwurzelung in die hiesigen Verhältnisse jedoch nicht zu überwiegen. Der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung erweist sich demnach als unverhältnismässig und die Beschwerde 
ist gutzuheissen.  
 
6.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in 
der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). 
Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'307.50 (bestehend aus einer 
Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 1'800.-- und Gutachterkosten in der Höhe von Fr. 507.50) 
vorliegend dem Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft aufzuerlegen. 
 
6.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den 
Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens 
ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Beschwerdegegners 
zuzusprechen. In seiner Honorarnote vom 21. Dezember 2018 macht der Rechtsvertreter des 

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Beschwerdeführers für seine Bemühungen vom 16. August 2018 bis zum 22. November 2018 
einen Aufwand von 8.8 Stunden à Fr. 200.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 21.20 geltend. 
Des Weiteren macht er für seine Bemühungen vom 5. April 2019 bis zum 4. September 2019 
einen Aufwand von 2.7 Stunden à Fr. 200.-- geltend sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 5.30. 
Die beiden Honorarnoten des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers sind nicht zu bean-
standen. Für die Teilnahme an der Hauptverhandlung erscheint vorliegend ein Aufwand von 
insgesamt drei Stunden als angemessen. Ausgehend von einem Aufwand von insgesamt 14.5 
Stunden hat der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 3‘151.85 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) zu bezahlen. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungsrats 

des Kantons Basel-Landschaft vom 14. August 2018 aufgehoben. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2‘307.50 werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. 
   
 3. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwer-

deführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘151.85 (inkl. 
Auslagen und 7.7% MWST) zu bezahlen. 

 
 

 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.