# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac6f2261-724e-59f1-9b78-8ff608b6c5cc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.03.2007 A-2276/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2276-2006_2007-03-01.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-2276/2006
{T 0/2}

Urteil vom 1. März 2007

Mitwirkung: Richter André Moser (Vorsitz); Richter Beat Forster; Richter 
Jürg Kölliker; Gerichtsschreiberin Michelle Eichenberger.

A._______ und B._______,
Beschwerdeführende,

gegen

Billag SA,

Bundesamt für Kommunikation (BAKOM),
Vorinstanz

betreffend
Radio- und Fernsehgebühren.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Sachverhalt:
A. Seit  dem 1. Januar 2005 wohnen A._______ und B._______ zusammen 

mit ihrer Tochter im Hotel Hirschen in Unterdorf, Küssnacht. Die Familie ist 
seit längerer Zeit bedürftig und nicht in der Lage, ihre finanzielle Existenz 
aus eigener Kraft zu sichern (vgl. Schreiben der Sozialen Dienste, Bezirk 
Küssnacht vom 3. März 2006).

B. Die  Schweizerische  Inkassostelle  für  Radio-  und  Fernsehempfangsge-
bühren (Billag SA) leitete am 17. November 2005 gegen A._______ wegen 
Nichtbezahlens  der  Radio-  und  Fernsehempfangsgebühren  für  die  Zeit 
vom  1. Januar  2005  bis  am  30.  September  2005  beim  Betreibungsamt 
Küssnacht am Rigi die Betreibung über den Betrag von Fr. 337.80 nebst 
den Mahn- und Betreibungsgebühren von Fr. 35.- sowie den Betreibungs-
kosten von Fr. 30.- ein.

C. A._______ erhielt am 24. November 2005 einen Zahlungsbefehl und erhob 
gegen diesen Rechtsvorschlag.

D. Mit Schreiben vom 14. Dezember 2005 hat A._______ der Billag SA die 
Einstellung des Betriebes seiner Empfangsgeräte mitgeteilt und gleichzei-
tig ein Gesuch um Befreiung von der Gebührenpflicht für den privaten Ra-
dio- und Fernsehempfang gestellt.

E. Die Billag SA stellte mit Verfügung vom 13. Februar 2006 den Bestand der 
Forderung  für  Radio-  und  Fernsehgebühren  für  die  Zeit  vom  1. Janu-
ar 2005 bis am 30. September  2005 fest  und wies den Rechtsvorschlag 
ab. Zudem machte sie die Mahn- und Betreibungsgebühren sowie die Be-
treibungskosten geltend.

F. Gegen  die  Verfügung  der  Billag  SA  vom  13.  Februar  2006  erhoben 
A._______ und B._______ am 3. März 2006 Beschwerde beim Bundesamt 
für Kommunikation (BAKOM).

G. Die Billag SA hat mit Verfügung vom 8. März 2006 festgestellt, die Melde- 
und Gebührenpflicht  von A._______  habe am 31. Dezember 2005 geen-
det. Mit Verfügung vom 5. April 2006 wies sie das Gesuch um Gebühren-
befreiung ab.

H. Mit  Entscheid  vom  11.  September  2006  hiess  das  BAKOM  die  von 
A._______ und B._______ gegen die Verfügung vom 13. Februar 2006 der 
Billag SA erhobene  Beschwerde  teilweise  gut,  soweit  darauf  eingetreten 
wurde: Auf die Frage der Betreibungskosten werde nicht eingetreten, die 
Mahngebühr  werde  um den Betrag von Fr. 5.-  reduziert  und im Übrigen 
werde  die  Beschwerde  abgewiesen.  Da  A._______  gegen  die  Verfü-
gungen vom 8. März 2006 und 5. April 2006 der Billag SA keine Beschwer-
den erhoben habe, seien diese zwischenzeitlich in Rechtskraft erwachsen 
und könnten  grundsätzlich  nicht  mehr  angefochten  werden.  Somit  seien 
A._______ und B._______ bis am 31. Dezember 2005 der Gebührenpflicht 
unterlegen  gewesen,  weshalb  die  von der  Billag  SA geltend  gemachten 
Forderungen berechtigt seien. Hinsichtlich der Mahngebühr führte die Vor-
instanz aus, A._______ und B._______ hätten nur zwei und nicht wie von 
der Billag SA geltend gemacht drei Mahnungen erhalten. Folglich sei die 

3

Mahngebühr entsprechend zu kürzen.

I. Mit Eingabe vom 9. Oktober 2006 führen A._______ und B._______ (Be-
schwerdeführende)  gegen  den  Entscheid  vom  11.  September  2006  Be-
schwerde  beim  BAKOM  (Vorinstanz).  Dieses  leitete  mit  Schreiben  vom 
17. Oktober 2006 die Beschwerde an das in der Sache zuständige Eidg. 
Departement  für  Umwelt,  Verkehr,  Energie  und  Kommunikation  (UVEK) 
weiter. Die Beschwerdeführenden beantragen sinngemäss die Aufhebung 
des  angefochtenen  Entscheids  hinsichtlich  der  Radio-  und  Fernsehge-
bühren. Am 27. Dezember 2004 hätten sie bei der Billag SA telefonisch ih-
ren Fernseher abgemeldet. Das Gerät sei bis heute im Keller eines Cou-
sins in Küssnacht eingestellt. Es sei ihnen neu, dass man, wohne man in 
einem Hotel, den Fernsehanschluss bezahlen müsse. Dieser gehöre zum 
Hotel  und die entsprechenden Gebühren würden auch durch dieses ent-
richtet.

J. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 15. November 2006 die 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Sie halte unein-
geschränkt an ihrer Verfügung fest und verweise auf die darin gemachte 
Begründung. Durch die von der Billag SA zur Verfügung gestellten Akten 
seien nur zwei Mahnungen belegt worden. Sie habe von der Billag SA erst 
nachträglich am 21. September 2006 einen Beleg für die dritte Mahnung 
erhalten,  weshalb  sie diese bei der Entscheidfindung nicht  habe berück-
sichtigen können.

K. Per  1.  Januar  2007  übernahm  das  Bundesverwaltungsgericht  das  beim 
UVEK anhängig gemachte Verfahren.

L. Auf  weitere  Vorbringen der  Parteien  und die  sich  bei  den Akten befind-
lichen Schriftstücke wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-

verwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) beurteilt 
das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach 
Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwal-
tungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach 
Art. 32 VGG vorliegt.  Als  Vorinstanzen  gelten  die in  Art. 33 und 34 VGG 
genannten Behörden. Da im Bereich der Radio- und Fernsehgebühren kei-
ne  Ausnahme  vorliegt  und  das  BAKOM  eine  Behörde  im  Sinne  von 
Art. 33 VGG  ist,  befindet  das  Bundesverwaltungsgericht  über  Beschwer-
den gegen Verfügungen des BAKOM im Bereich der Radio- und Fernseh-
gebühren.

2. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher auch für die Beurteilung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Es übernimmt das beim UVEK hängige 
Verfahren (vgl. vorne Sachverhalt Buchstabe K) und wendet dabei grund-
sätzlich das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VGG). Das Verfahren 
vor  dem Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach dem VwVG, soweit 
das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

4

3. Zur Beschwerde ist nach Art 48 Bst. a VwVG befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung oder Änderung hat. Die Beschwerdeführenden sind als Adres-
saten der angefochtenen Verfügung zur Beschwerde legitimiert.

4. Da Eingabeform und -frist (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG) gewahrt und auch 
die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

5. Die Beschwerdeführenden bringen vor, sie hätten der Billag SA bereits am 
27. Dezember 2004 telefonisch die Einstellung der Geräte mitgeteilt.  Seit 
dem 1. Januar 2005 würden sie im Hotel leben und hätten folglich keine 
Gebühren zu entrichten.

5.1 Die Vorinstanz begründet die Abweisung der Beschwerde im Wesentlichen 
mit der Rechtskraft der Verfügungen der Billag SA vom 8. März 2006 und 
5. April 2006, mit welchen das Ende der Gebührenpflicht der Beschwerde-
führenden per 31. Dezember 2005 festgestellt und das Gesuch um Gebüh-
renbefreiung  abgewiesen  worden sind.  Die Beschwerdeführenden hätten 
sich gegen diese Verfügungen zur Wehr setzen müssen. Da sie dies nicht 
getan hätten, habe die Gebührenpflicht bis Ende des Jahres 2005 bestan-
den.

6. Der  Argumentation  der  Vorinstanz  ist  dahingehend  beizupflichten,  dass 
eine Verfügung, welche innert Frist nicht angefochten wird, grundsätzlich 
Rechtswirkung  entfaltet  und  nicht  mehr  abgeändert  werden  kann  (vgl. 
ULRICH HÄFELIN /  GEORG MÜLLER /  FELIX UHLMANN, Allgemeines  Verwaltungs-
recht, 5. Auflage, Zürich 2006, Rz. 821 und 900 ff.). Somit endete die Ge-
bührenpflicht der Beschwerdeführenden am 31. Dezember 2005. Da sich 
die in Betreibung gesetzte Forderung der Billag SA auf die Zeit  vor dem 
31. Dezember 2005,  d.h.  vom  1.  Januar  2005  bis  zum  30. Septem-
ber 2005, bezieht und den Beschwerdeführenden für diesen Zeitraum kein 
Gebührenerlass  gewährt  worden ist,  ist  der Betrag von Fr. 337.80 somit 
geschuldet. Der Vollständigkeit halber und aufgrund des Umstandes, dass 
es sich bei  den Beschwerdeführenden um juristisch  nicht  geschulte Per-
sonen handelt,  ist  dennoch im Folgenden kurz auf  die Voraussetzungen 
der Gebührenpflicht und deren Ende einzugehen.

7. Personen,  welche  Radio-  und  Fernsehprogramme  empfangen  wollen, 
müssen dies gemäss Art. 55 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über 
Radio- und Fernsehen (RTVG, SR 784.40) der zuständigen Behörde vor-
gängig  melden.  Die  Bestimmung sieht  zudem vor,  dass  der  Betrieb  von 
Radio-  und Fernsehprogrammen gebührenpflichtig  ist  (Empfangsgebühr). 
In  der  Radio-  und  Fernsehverordnung  vom  6. Oktober  1997  (RTVV, 
SR 784.401)  hat  der  Bundesrat  gemäss  Art. 55  Abs. 2  und  3 RTVG  die 
Empfangsgebühren  festgesetzt  und  die  Einzelheiten  geregelt. 
Art. 41 Abs. 2 RTVV formuliert  hinsichtlich der Empfangsgebühr  eine Mit-
wirkungs- und Meldepflicht im Fall einer Änderung des Sachverhalts, wel-
che in  schriftlicher  Form zu ergehen hat.  Das Bundesgericht  hält  hierzu 
fest,  es sei  nicht zu beanstanden,  dass die Billag SA diese Mitwirkungs-
pflicht  relativ  streng  handhabe  und  eine  deutliche  Mitteilung  verlange, 
wenn die Gebührenpflicht ablaufe, da es sich beim Inkasso der fraglichen 

5

Gebühren  um Massenverwaltung  handle  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.621/2006  vom  3. November 2004  E.  2.2).  Art. 44 Abs. 2 RTVV  be-
stimmt weiter, dass bei der Einstellung des Betriebes von Empfangsgerä-
ten die Gebührenpflicht am letzten Tag des Monats endet, in dem die Ein-
stellung mitgeteilt wird.

7.1 Die Beschwerdeführenden haben gemäss eigener Aussage der Billag SA 
erstmals am 27. Dezember 2004 die Einstellung ihrer Geräte gemeldet. Da 
sie dies jedoch lediglich telefonisch und nicht wie in Art. 41 Abs. 2 RTVV 
gefordert  schriftlich  gemacht  haben,  entfaltete  diese  Meldung  keinerlei 
Wirkungen. Es könnte sich jedoch die Frage stellen, ob die Billag SA über-
spitzt  formalistisch  gehandelt  hätte,  wenn  sie  die  Beschwerdeführenden 
anlässlich des Telefonats nicht auf die Notwendigkeit des entsprechenden 
schriftlichen Gesuchs hingewiesen hätte. Ob dem so ist, kann aber vorlie-
gend offen bleiben. Denn den Beschwerdeführenden wird es kaum gelin-
gen, das fragliche Telefonat zwischen ihnen und der Billag SA bzw. des-
sen Inhalt zu beweisen. Die materielle Beweislast, d.h. die Folgen der Be-
weislosigkeit, trägt die Partei, welche aus einem Sachverhalt Rechte ablei-
ten will (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1623). Der diesbezügliche Ent-
scheid fällt somit zu Ungunsten der Beschwerdeführenden aus.

7.2 Die massgebende und aktenkundige Abmeldung seitens der Beschwerde-
führenden an die Billag SA erfolgte folglich mit Schreiben vom 14. Dezem-
ber 2005.  Wie  bereits  ausgeführt,  endet  die  Gebührenpflicht  am  letzten 
Tag des Monats, in dem die Einstellung mitgeteilt  wird, vorliegend mithin 
am 31. Dezember 2005 (Art. 44 Abs. 2 RTVV). Auch mit dem Einzug der 
Beschwerdeführenden  ins  Hotel  am  1.  Januar  2005  hat  die  Gebühren-
pflicht  nicht automatisch geendet.  Selbst wenn der Hotelbetreiber für  die 
Fernsehanschlüsse  in  den  Hotelzimmern  bereits  Empfangsgebühren  be-
zahlen sollte, gelten die Beschwerdeführenden erst dann als von der Ge-
bührenpflicht  befreit,  wenn  sie  ihrer  Mitwirkungs-  und  Meldepflicht 
(Art. 41 Abs. 2 RTVV) nachgekommen sind,  indem sie sich bei der Billag 
SA unter Angabe des Grundes schriftlich abgemeldet haben.

8. Gemäss Art.  45 Abs.  2 RTVV werden AHV- oder IV-Berechtigte,  die Er-
gänzungsleistungen erhalten, auf schriftliches Gesuch hin von der Gebüh-
renpflicht  befreit.  Wird  das  Gesuch  gutgeheissen,  endet  die  Gebühren-
pflicht am letzten Tag des Monats, in dem das Gesuch um Gebührenbe-
freiung eingereicht  worden ist  (Art.  45  Abs. 3 RTVV).  Der  Gesuchsteller 
hat der Inkassostelle einen rechtskräftigen Entscheid über den Anspruch 
auf Ergänzungsleistung beizubringen (Art. 45. Abs. 4 RTVV).

8.1 Die Beschwerdeführenden rügen sinngemäss,  sie  hätten  rückwirkend ab 
dem Zeitpunkt,  in dem sie ins Hotel  gezogen sind, d.h. ab dem 1. Janu-
ar 2005,  Anrecht  auf  eine  Befreiung  von  der  Gebührenpflicht.  Einerseits 
verfügen  die  Beschwerdeführenden  jedoch  über  keine  rechtskräftige  Er-
gänzungsleistungsverfügung, welche für eine Gebührenbefreiung notwen-
dig ist (Art. 45 Abs. 4 RTVV). Andererseits bestünde aufgrund des klaren 
Wortlautes von Art. 45 Abs. 3 RTVV auch bei Vorliegen einer solchen Ver-
fügung keine rechtliche Grundlage für eine rückwirkende Gewährung der 
Gebührenbefreiung.  Denn  da  die  Beschwerdeführenden  mit  Schreiben 

6

vom 14.  Dezember  2005 um Befreiung  von der  Gebührenpflicht  ersucht 
haben, hätte die Billag SA keine Möglichkeit gehabt, die Gebührenbefrei-
ung über den in Art. 45 Abs. 3 RTVV vorgeschriebenen Zeitpunkt, d.h. vor 
dem 1. Januar 2006, zu gewähren.

9. Demzufolge ist zusammenfassend festzuhalten, dass die Gebührenpflicht 
der Beschwerdeführenden am 31. Dezember 2005 geendet hat. Die Billag 
SA hat die Radio- und Fernsehempfangsgebühren für die Zeit vom 1. Ja-
nuar  2005 bis  am 30.  September  2005  über  den Betrag von Fr. 337.80 
rechtmässig in Betreibung gesetzt.

10. Die von der Billag SA zusätzlich in Rechnung gestellten Mahn- und Betrei-
bungsgebühren gemäss Art. 44 Abs. 4 RTVV sind vorliegend nicht Streit-
gegenstand. Die Beschwerde der Beschwerdeführenden richtet sich ledig-
lich  gegen  die  Radio-  und  Fernsehgebühren,  nicht  hingegen  gegen  die 
Mahn- und Betreibungsgebühren.

11. Der Vollständigkeit halber gilt schliesslich zu präzisieren, dass die den Be-
schwerdeführenden auferlegten Betreibungskosten von Fr.  30.- nicht  Teil 
der Forderung sind, für welche die vorliegende Betreibung eingeleitet wor-
den ist. Der Gläubiger ist berechtigt, die Betreibungskosten von den Zah-
lungen des Schuldners vorab zu erheben (Art.  68 Abs. 2 des Bundesge-
setzes  über  Schuldbetreibung und Konkurs  vom 11.  April  1889 [SchKG; 
SR 281.1]). Der von den Beschwerdeführenden erhobene und mit diesem 
Entscheid beseitigte Rechtsvorschlag bezieht sich somit nicht auf die mit 
der Betreibung Nr. 20502136 angefallenen Betreibungskosten.

12. Im Ergebnis gelten vorliegend die Beschwerdeführenden als unterliegend, 
weshalb  sie  grundsätzlich  die  Verfahrenskosten  zu  tragen  haben 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).  Den  Beschwerdeführenden  wurde  jedoch  vom 
UVEK, wie auch bereits von der Vorinstanz, die unentgeltliche Rechtspfle-
ge gewährt (Art. 65 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht sieht aufgrund 
des Schreibens der Sozialen Dienst  des  Bezirks Küssnacht  vom 3. März 
2006 keinen  Anlass,  davon  abzuweichen.  Eine  Parteientschädigung  ist 
nicht  zu  entrichten  (Art. 64 VwVG  i.V.m.  Art.  7  des  Reglements  vom 
11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht, VGKE, SR 173.320.2).

7

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der in der Betreibung Nr. 20502136 des Betreibungsamts Küssnacht erho-
bene Rechtsvorschlag wird für die nachfolgenden Forderungen beseitigt:

- Empfangsgebühren für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis am 30. Septem-
ber 2005 in der Höhe von insgesamt Fr. 337.80

- Mahn- und Betreibungsgebühren von Fr. 30.-

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

5. Dieses Urteil wird eröffnet:

- den Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)

- der Billag SA (eingeschrieben)

- der Vorinstanz (BAKOM) (eingeschrieben)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

André Moser Michelle Eichenberger

Rechtsmittelbelehrung
Sofern der Ausschlussgrund gemäss Art. 83 Bst. p des Bundesgesetzes über das Bun-
desgericht  vom  17.  Juni  2005  (Bundesgerichtsgesetz,  BGG,  SR  173.110)  vorliegend 
nicht zur Anwendung gelangt, kann gegen dieses Urteil Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten beim Bundesgericht erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 
30 Tagen seit der Eröffnung des angefochtenen Urteils zu erheben. Die Rechtsschrift ist 
in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Sie muss spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 
Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-
ben werden (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 BGG).

Versand am: