# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6290ca8-e593-521e-838d-c5a38dffac4c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.12.2021 200 2021 584
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-584_2021-12-14.pdf

## Full Text

200 21 584 IV
KOJ/SHE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 14. Dezember 2021

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Juni 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. 
Beschwerdeführer) erlitt gemäss Unfallmeldung UVG vom 16. April 1999 
am gleichen Tag einen Unfall, indem er die rechte Hand in eine 
Schneidmaschine hielt und sich dabei schwere Verletzungen am rechten 
Zeige- und Mittelfinger mit Teilamputation zuzog (Akten der IV-Stelle Bern 
[nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 9/21). 
Wegen der Folgen dieses Unfalls sprach die Schweizerische 
Unfallversicherungsanstalt (Suva) dem Versicherten im Rahmen der 
obligatorischen Unfallversicherung mit Verfügung vom 11. März 2003 (AB 
43/2) ab dem 1. Mai 2002 eine Invalidenrente basierend auf einem 
Invaliditätsgrad von 11% sowie eine Integritätsentschädigung für eine 
Integritätseinbusse von 5% zu. 

B.

Im Oktober 1999 (AB 1) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf die 
Folgen des Unfalls vom 16. April 1999 bei der IVB zum Leistungsbezug an. 
Diese tätigte in der Folge berufliche und medizinische Abklärungen. 
Insbesondere veranlasste sie eine Abklärung der Eingliederungs- und 
Arbeitsfähigkeit (AB 24) sowie ein Arbeitstraining (AB 30). Mit Verfügung 
vom 7. August 2013 (AB 49) verneinte die IVB bei einem Invaliditätsgrad 
von 10% den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente. Die 
Verfügung blieb unangefochten.

C.

Im April 2016 (AB 51) meldete sich der Versicherte erneut bei der IVB zum 
Leistungsbezug an. Abermals tätigte die IVB medizinische und berufliche 
Abklärungen. Im Auftrag des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums 
(RAV) wurde eine Ermittlung der Arbeitsmarktfähigkeit durchgeführt (11. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 3

Juli bis 8. August 2017 [AB 102]). In der Folge tätigte die IVB medizinische 
Abklärungen (AB 158.1-158.5, 226.1-226.5, 246, 260) und veranlasste Inte-
grationsmassnahmen, konkret ein dreimonatiges Belastbarkeitstraining (30. 
April bis 29. Juli 2018 [118]) mit anschliessendem dreimonatigen 
Aufbautraining (30. Juli bis 4. November 2018 [AB 137]; vorzeitiger 
Abbruch am 23. Oktober 2018 [AB 155 f.]) und schliesslich ein 
sechsmonatiges Aufbautraining (7. Januar bis 7. Juli 2019 [AB 163, 173]; 
vorzeitiger Abbruch am 21. Juni 2019 [AB 188]). Mit Mitteilung vom 8. April 
2020 (AB 230) gewährte die IVB dem Versicherten Arbeitsvermittlung 
(Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche). Mit Vorbescheid vom 
23. März 2021 (AB 263) stellte die IVB in Aussicht, die Arbeitsvermittlung 
abzuschliessen. Hiermit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden; 
weiter verlangte er die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (vgl. 
Eingabe vom 11. Mai 2021 [AB 267]). Am 24. Juni 2021 (AB 269) verfügte 
die IVB dem Vorbescheid entsprechend den Abschluss der 
Arbeitsvermittlung. Mit Vorbescheid vom 26. August 2021 (AB 270) 
kündigte die IVB bei einem Invaliditätsgrad 53% rückwirkend ab 1. Juli 
2017 und befristet bis 31. Juli 2018 die Ausrichtung einer halben 
Invalidenrente an. Weiter stellte sie bei Invaliditätsgraden von 25% ab 1. 
Mai 2018 und 34% ab 19. Februar 2020 für die Zeit ab 1. August 2018 die 
Ablehnung des Rentenbegehrens in Aussicht. Dagegen erhob der 
Versicherte am 30. September 2021 Einwand (Akten des 
Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 4). 

D.

Mit Eingabe vom 26. August 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, Beschwerde gegen die Verfügung vom 
24. Juni 2021 (AB 269). Er beantragt mit Verweis auf sein Lebensalter, die 
reduzierte Leistungsfähigkeit, die sprachliche Einschränkung, die 
jahrzehntelang ausgeübte gleiche Arbeit und die körperlichen 
Behinderungen „berufliche Massnahmen, namentlich Fortsetzung der 
Eingliederungsmassnahmen, Coaching oder zumindest Fortsetzung der 
Arbeitsvermittlung“, wobei zu beachten sei, dass ein Rentenanspruch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 4

„längst“ entstanden sei, weshalb er Anspruch auf „Eingliederung aus der 
Rente“ habe.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 23. 
September 2021 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten 
sei. 

In einer Eingabe des Beschwerdeführers vom 21. Oktober 2021 und einer 
Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 15. November 2021 hielten 
die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) 
Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im 
vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, 
durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 
59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist grundsätzlich (vgl. jedoch E. 1.2 
hiernach) auf die Beschwerde einzutreten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 5

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. Juni 2021 (AB 
269). Streitig und zu prüfen ist einzig der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Eingliederungsmassnahmen in Form von Arbeitsvermittlung.

Soweit der Beschwerdeführer beantragt, er habe Anspruch auf weitere 
Leistungen („berufliche Massnahmen, namentlich Fortsetzung der 
Eingliederungsmassnahmen, Coaching“ sowie Rente), stehen diese 
Rechtsverhältnisse mangels Erlass einer entsprechenden Verfügung 
ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, weshalb darauf nicht 
einzutreten ist (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164 f.; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 
E. 2.1, 2010 BVG Nr. 14 S. 56 E. 4.1). 

1.3 Mit Blick darauf, dass es sich bei der Arbeitsvermittlung nicht um 
eine kostenintensive Massnahme handelt und sie in der Regel befristet 
zugesprochen wird (vgl. Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Kreis-
schreiben über die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art [KSBE], 
gültig ab 1. Januar 2014, Rz. 5009), liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--. 
Demnach fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zu-
ständigkeit (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnah-
men, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder 
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, 
zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den An-
spruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.2 Arbeitsunfähige Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, 
haben Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten 
Arbeitsplatzes und begleitende Beratung im Hinblick auf die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 6

Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (Art. 18 Abs. 1 IVG). Die im 
Zusammenhang mit dem Anspruch auf Arbeitsvermittlung relevante 
Invalidität besteht darin, dass die versicherte Person bei der Suche nach 
einer geeigneten Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen 
Schwierigkeiten hat (BGE 116 V 80 E. 6a S. 81; SVR 2006 IV Nr. 45 S. 164 
E. 4.1.1). Zwischen dem Gesundheitsschaden und der Notwendigkeit einer 
Arbeitsvermittlung muss ein Kausalzusammenhang bestehen (vgl. Art. 4 
Abs. 1 IVG). Wo die fehlende berufliche Eingliederung im Sinne der 
Verwertung der bestehenden Arbeitsfähigkeit nicht auf gesundheitlich 
bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzuführen ist, fällt die 
Arbeitsvermittlung nicht in die Zuständigkeit der Invalidenversicherung, 
sondern allenfalls der Organe der Arbeitslosenversicherung (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 2. September 2008, 9C_16/2008, E. 1; vgl. 
auch MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung 
[IVG], 3. Aufl. 2014, S. 215). Voraussetzung für den Anspruch auf 
Arbeitsvermittlung ist sodann, dass die versicherte Person objektiv und 
subjektiv eingliederungsfähig ist (SVR 2006 IV Nr. 45 S. 164 E. 4.1.1); fehlt 
insbesondere die subjektive Eingliederungsfähigkeit, so besteht kein 
Anspruch (Entscheid des BGer vom 6. Mai 2008, 9C_494/2007, E. 2.2.2 
mit Hinweis auf den Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG, heute BGer] vom 3. Oktober 2005, I 265/05, E. 3.2).

2.3 Solange die Voraussetzungen erfüllt sind, ist der Anspruch auf 
Arbeitsvermittlung grundsätzlich in zeitlicher Hinsicht nicht begrenzt, 
sondern besteht – dem Sinn dieser Massnahme entsprechend – bis zur 
erfolgreichen Eingliederung. Trotz dieses Grundsatzes unterliegt aber auch 
der Anspruch auf Arbeitsvermittlung dem Prinzip der Verhältnismässigkeit, 
d.h. die Arbeitsvermittlung ist nur solange zu erbringen, als der dafür 
notwendige Aufwand nicht unverhältnismässig ist. In der Regel wird sie für 
die Dauer von sechs Monaten erbracht und kann um eine angemessene 
Dauer verlängert werden, wenn die versicherte Person aufgrund der 
Umstände im Einzelfall besondere Schwierigkeiten hat, eine Stelle zu 
finden. In dieser Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass die Arbeitsvermittlung 
keine besonders kostspielige Eingliederungsmassnahme darstellt, weshalb 
zur Anspruchsbegründung bereits ein relativ geringes Mass an 
gesundheitlich bedingten Schwierigkeiten bei der Suche einer neuen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 7

Arbeitsstelle genügt. Dieser Gesichtspunkt ist auch im Hinblick auf die 
Dauer des Anspruches massgebend. Die Gewährung der 
Arbeitsvermittlung wird allerdings dann unverhältnismässig, wenn von 
weiteren Bemühungen der Verwaltung keinerlei Erfolg erwartet werden 
kann, obwohl sich die IV-Stelle vorher intensiv bemüht hat (vgl. Entscheid 
des EVG vom 29. März 2005, I 776/04, E. 3.2; Entscheid des BGer vom 16. 
Dezember 2013, 8C_388/2013, E. 3.2.1; BGer 9C_494/2007, E. 2.2.2; 
SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, 2011, S. 
431 f. N. 854; MEYER/REICHMUTH, a.a.O., S. 216; KSBE Rz. 5001 ff.).

3.

3.1 Von den Parteien unbestritten und durch die Akten belegt (vgl. 
insbesondere AB 226.1/9 ff. Ziff. 4.2 ff., AB 246/3 ff.) leidet der 
Beschwerdeführer an einem Gesundheitsschaden an der rechten Hand 
sowie unter Einschränkungen im Rückenbereich, welche Probleme bei der 
Stellensuche verursachen können, womit in Bezug auf den Anspruch auf 
Arbeitsvermittlung eine leistungsspezifische Invalidität gegeben ist. Damit 
erfüllt der Beschwerdeführer grundsätzlich die Anspruchsvoraussetzungen 
zur Gewährung von Arbeitsvermittlung. 

3.2 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. Entscheid des 
BGer vom 11. August 2008, 8C_156/2008, E. 2.2.1 f.) ist bei fehlender 
Kooperation der Versicherten zwingend ein Mahn- und 
Bedenkzeitverfahren durchzuführen. In der angefochtenen Verfügung vom 
24. Juni 2021 (AB 269) hält die Beschwerdegegnerin zwar u.a. fest, sie 
haben dem Beschwerdeführer mögliche Arbeitgeber genannt, bei denen 
eine Eingliederung möglich gewesen sei, die ihn aber nicht angesprochen 
hätten. Die Einstellung der Arbeitsvermittlung wird jedoch nicht mit 
grundsätzlich fehlender subjektiver Eingliederungsbereitschaft des 
Beschwerdeführers begründet, weshalb hier kein Mahn- und 
Bedenkzeitverfahren durchgeführt werden musste, d.h. der 
Beschwerdeführer musste nicht zur Einhaltung seiner 
Schadenminderungspflicht angehalten werden (vgl. SILVIA BUCHER, a.a.O. 
[Umkehrschluss]). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 8

3.3 Die Beschwerdegegnerin begründet in der angefochtenen 
Verfügung die Einstellung der Arbeitsvermittlung damit, dass dem 
Beschwerdeführer genügend Unterstützung geboten worden sei, er nun 
selber in der Lage sei, eine für ihn passende Stelle weiter zu suchen und 
eine weitere durch die Beschwerdegegnerin durchgeführte 
Arbeitsvermittlung wenig Sinn mache. Damit impliziert sie, dass von 
weiteren Bemühungen kein Erfolg mehr erwartet werden kann und diese 
damit unverhältnismässig wären (vgl. E. 2.3 hiervor). 

Hinsichtlich der Verhältnismässigkeit ist zu berücksichtigen, dass die 
Beschwerdegegnerin gemäss den unwidersprochen gebliebenen Angaben 
in der angefochtenen Verfügung während über elf Monaten und damit über 
den in Rz. 5009 KSBE genannten Regelfall von sechs Monaten hinaus Ar-
beitsvermittlung gewährt hat. Wie den Eintragungen im Protokoll der 
Beschwerdegegnerin (in den Gerichtsakten) zu entnehmen ist (S. 23 ff.), 
wurde gestützt auf die Mitteilung vom 8. April 2020 (AB 230) mit dem 
Beschwerdeführer, dessen Tochter und der Rechtsvertreterin Kontakt 
aufgenommen und der Ablauf wie auch die verschiedenen Möglichkeiten 
der Arbeitsvermittlung telefonisch sowie anlässlich von direkten 
Besprechungen erörtert und die entsprechenden Schritte durchgeführt bzw. 
veranlasst (Protokolleinträge vom 2. und 9. April, 17. Juni, 9. Juli, 20. 
August, 11. und 14. September sowie 6. Oktober 2020 und 15. sowie 19. 
Februar 2021; vgl. auch Aktennotiz vom 17. Juni 2020 [AB 239], Einladung 
zum Erstgespräch „Arbeitsvermittlung“ vom 29. Juni 2020 [AB 243] sowie 
das diesbezügliche Protokoll vom 20. August 2020 [AB 247]). Im Konkreten 
hat die Beschwerdegegnerin mit dem Beschwerdeführer gemeinsam 
Arbeitgeberkontakte durchgeführt, die Bewerbungsunterlagen angepasst 
und mit ihm das Bewerbungsvorgehen dahingehend abgesprochen, als 
festgelegt wurde, wo er sich selber bewerben könne und wo er die 
Beschwerdegegnerin mit der Kontaktaufnahme beauftragte (vgl. die bereits 
erwähnten Protokolleinträge zwischen April 2020 und März 2021). Dem 
Protokoll sind weiter zusätzliche Eingliederungsbemühungen der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (vgl. Protokolleintrag vom 1. April 
2020) wie auch ein koordiniertes Vorgehen der Beschwerdegegnerin mit 
dem zuständigen RAV auch in den Jahren zuvor (vgl. u.a. Protokolleinträge 
vom 16. März, 26. April, 29. Mai, 7. Juni, 4. September 2017, 23. Oktober 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 9

2018, 9. April 2020 und 19. Februar 2021) zu entnehmen. Darüber hinaus 
wurden in den Jahren 2017 bis 2019 eine Ermittlung der 
Arbeitsmarktfähigkeit (11. Juli bis 8. August 2017; AB 102), ein 
dreimonatiges Belastbarkeitstraining (30. April bis 29. Juli 2018; AB 118) 
mit anschliessendem dreimonatigem Aufbautraining (30. Juli bis 4. 
November 2018 [AB 137]; vorzeitiger Abbruch am 23. Oktober 2018 [AB 
155 f.]) und schliesslich ein sechsmonatiges Aufbautraining (7. Januar bis 
7. Juli 2019 [AB 163, 173]; vorzeitiger Abbruch am 21. Juni 2019 [AB 188]) 
durchgeführt. Damit wurden im Rahmen der beruflichen Eingliederung 
bereits intensive Massnahmen zugunsten des Beschwerdeführers 
getroffen. Trotz all dieser Unterstützungen scheiterte die angestrebte 
Vermittlung einer festen Anstellung. Damit ist mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass von weiteren Bemühungen im 
Sinne der Arbeitsvermittlung kein Erfolg mehr erwartet werden kann. 
Soweit der fehlende Erfolg der Stellensuche auf invaliditätsfremde Gründe 
wie Lebensalter, ausländische Schulbildung, Sprachschwierigkeiten oder 
pandemiebedingt erschwerte Arbeitsmarktsituation (Eingabe vom 21. 
Oktober 2021) zurückzuführen ist, hat die Invalidenversicherung hierfür von 
vornherein nicht einzustehen (KSBE Rz. 5005 in fine mit Hinweis auf AHI 
2000 S. 68 f.). 

3.4 Aufgrund des Dargelegten ergibt sich, dass gestützt auf die 
bisherigen Erfahrungen, wonach die über längere Zeit getroffenen 
Massnahmen wirkungslos blieben, auch in absehbarer Zeit 
realistischerweise nicht überwiegend wahrscheinlich ein dauerhafter Erfolg 
bei der Stellensuche zu erwarten ist. Der Beschwerdeführer bringt denn 
auch keine wesentlichen Aspekte vor, die den gegenteiligen Schluss 
zuliessen. Insgesamt erweist sich die Fortführung der Arbeitsvermittlung als 
unverhältnismässig, weshalb sie zu Recht abgeschlossen wurde. Die 
angefochtene Verfügung vom 24. Juni 2021 (AB 269) erweist sich damit als 
rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist. 

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 10

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und 
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- 
festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, werden 
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 800.-- entnommen. Die Restanz von Fr. 300.-- ist nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. 

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 
800.-- entnommen. Die Restanz von Fr. 300.-- wird ihm nach Eintritt 
der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2021, IV/21/584, Seite 11

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.