# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ed677a9-16d2-5553-9b51-b1cddc3cc5a5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 19.09.2018 S 2017 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2017-116_2018-09-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 116

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Meisser
Richter von Salis, Audétat

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 19. Juni 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Husmann,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ erlitt im Februar 2008 einen Verkehrsunfall, bei dem er sich eine 

HWS-Distorsion mit stabiler ventraler Deckenplattenimpressionsfraktur 

zuzog. Zuletzt arbeitete er vom 1. März 2011 bis 2. August 2011 bei der 

damaligen B._____ AG als Verkaufsberater.

2. Mit Verfügung vom 8. Mai 2013 sprach die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) A._____ eine Integritätsentschädigung 

bei einem Integritätsschaden von 5 % und mit Verfügung vom 

23. Dezember 2015 für die verbleibende Beeinträchtigung aus dem Unfall 

vom Februar 2008 auf der Basis einer Beeinträchtigung der 

Erwerbsfähigkeit von 13 % ab dem 1. Juni 2015 eine Invalidenrente zu. 

Während die Verfügung vom 8. Mai 2013 unangefochten in Rechtskraft 

erwuchs, bestätigte die SUVA die Verfügung vom 23. Dezember 2015 mit 

Einspracheentscheid vom 8. August 2016. Die dagegen erhobene 

Beschwerde vom 15. September 2016 hiess das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden mit Urteil S 16 118 vom 6. Dezember 2017 gut und 

wies die Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der 

Erwägungen und zu neuem Entscheid über den Anspruch auf 

Versicherungsleistungen gemäss UVG an die SUVA zurück. Das Urteil 

S 16 118 vom 6. Dezember 2017 erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

3. Am 6. Oktober 2011 meldete sich A._____ aufgrund der Folgen des Unfalls 

vom Februar 2008 (traumatisch bedingte stabile ventrale 

Deckenplattenimpressionsfraktur BWK 1 nach HWS-Distorsion) sowie 

eines Rückfalls (Anterolisthese C6/7 mit Instabilität bei discoligamentärer 

Läsion) bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) 

zum Bezug von IV-Leistungen an.

4. Nach diversen Abklärungen sowie nach Einholung verschiedener 

medizinischer Berichte einschliesslich eines polydisziplinären Gutachtens 

des Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) vom 

6. Januar 2017 stellte die IV-Stelle A._____ mit Vorbescheid vom 23. März 

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2017 in Aussicht, das Leistungsbegehren abzuweisen. Dagegen erhob 

A._____ am 15. Mai 2017 Einwand und beantragte im Wesentlichen die 

Ausrichtung einer Dreiviertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 65 %. Mit 

Verfügung vom 16. Juni 2017 bestätigte die IV-Stelle den Vorbescheid vom 

23. März 2017 und wies das Leistungsbegehren von A._____ ab. 

Begründend führte die IV-Stelle im Wesentlichen aus, dass auf das 

polydisziplinäre SMAB-Gutachten vom 6. Januar 2017 abgestellt werden 

könne, wonach A._____ in Berücksichtigung seiner Beschwerden in 

angepassten Tätigkeiten zu 80 % arbeitsfähig sei. Die SMAB-Gutachter 

hätten den Einspracheentscheid der SUVA unter der Vorgeschichte 

festgehalten und ausgeführt, dass sich seit der Rentenzusprache keine 

Veränderungen/Verschlechterungen der Gesundheitsstörungen feststellen 

liessen. Das im SMAB-Gutachten festgehaltene Belastungs- und 

Ressourcenprofil sei ausführlich, detailliert und schlüssig. Daraus gehe 

hervor, dass A._____ auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend 

zumutbare Tätigkeiten offen stünden. Auch der Arztbericht von Dr. med. 

C._____ sei von den SMAB-Gutachtern berücksichtigt worden und dessen 

abweichende Beurteilung vermöge das SMAB-Gutachten genauso wenig 

zu erschüttern wie die Berichte des KIGA, aus denen sich keine 

Rückschlüsse auf die Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht ziehen 

liessen. Für den Einkommensvergleich sei auf die aktuellsten LSE-

Tabellen abzustellen und ein Leidensabzug sei nicht gerechtfertigt.

5. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 22. August 

2017 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

folgenden Anträgen:

"1. Es sei die Verfügung vom 16.06.2017 aufzuheben und es sei die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine (recte) IV-
Rente von mindestens 64 % zuzusprechen. 

2. Es seien die nachstehend unter Ziff. 40 offerierten Zeugen zur Frage nach der 
festgestellten Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers einzuvernehmen; 
nach Eingang der Zeugeneinvernahmen sei unter Berücksichtigung dieser 
eventualiter ein neues Gutachten einzuholen.

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3. Es sei dem Versicherten in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher 
Rechtsbeistand zu bestellen und die unentgeltliche Prozessführung zu 
bewilligen;
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Beschwerdegegnerin."

Begründend führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass für 

eine abschliessende Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit die Aktenlage 

gesamtheitlich zu würdigen sei, was hier nicht erfolgt sei. Es dürfe nicht auf 

das strenge SMAB-Gutachten abgestellt werden, weil diesem die 

bisherigen Beurteilungen diametral entgegenstünden. Der 

Untersuchungsgrundsatz sei verletzt, weil die IV-Stelle ohne 

Berücksichtigung der Stellungnahmen der übrigen Ärzte, Arbeitgeber und 

Amtsstellen allein auf das SMAB-Gutachten abstelle. Die Migräne ohne 

Aura sei im SMAB-Gutachten zu Unrecht nicht als die Arbeitsfähigkeit 

einschränkend aufgeführt. Zudem sei das Profil der Restarbeitsfähigkeit im 

SMAB-Gutachten nicht schlüssig, gebe es doch kaum eine Arbeit, die 

phasenweise bloss geistige und alternierend dazu bloss körperliche 

Fähigkeiten abverlange. Überdies sei das ergonomische Profil auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht umsetzbar. Im Gutachten werde 

sodann nicht gesagt, welche nicht versicherten Faktoren im konkreten Fall 

angeschlagen hätten. Das Gutachten widerspreche auch dem Amtsbericht 

des Einsatzprogramms, worin im Längsschnittverlauf eine deutlich höhere 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt worden sei. Die IV-Stelle 

habe zu Unrecht auf die Einvernahme der offerierten Zeugen verzichtet; 

diese seien im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren 

einzuvernehmen. Bei ergebnisoffener und symmetrischer Würdigung 

sämtlicher Akten betrage die Restarbeitsfähigkeit für eine Verweistätigkeit 

maximal 50 %. Unter Gewährung eines zusätzlichen Leidensabzugs von 

20 % ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 64.6 %.

6. Mit Schreiben vom 23. August 2017 wies der Beschwerdeführer auf drei 

Korrekturen der Beschwerdeschrift vom 22. August 2017 hin.

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7. Am 7. September 2017 beantragte die IV-Stelle (nachstehend 

Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf die Ausführungen in der 

angefochtenen Verfügung vom 16. Juni 2017 die Abweisung der 

Beschwerde.

8. Mit Schreiben vom 13. März 2018 verwies der Beschwerdeführer auf das 

nunmehr ergangene Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons 

Graubünden S 16 118 vom 6. Dezember 2017 und führte aus, dass 

gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung zur Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit auch auf die Resultate allfälliger beruflicher Abklärungen 

abzustellen sei. Die Einschätzung des Einsatzprogramms RAV sei im 

SMAB-Gutachten bei der Bemessung der Arbeitsfähigkeit nicht gewürdigt 

worden. Was für das UVG-Verfahren gelte, gelte auch für das hängige IV-

Verfahren, weshalb auch hier in Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes von einer ungenügenden Abklärung der 

Arbeitsfähigkeit auszugehen sei.

9. Am 22. März 2018 führte die Beschwerdegegnerin aus, dass sie bereits in 

der angefochtenen Verfügung vom 16. Juni 2017 ausgeführt habe, dass 

die Berichte des KIGA das SMAB-Gutachten nicht zu erschüttern 

vermöchten. Daran sei festzuhalten.

10. Nach Aufforderung des Instruktionsrichters zur Einreichung des Formulars 

"Gesuch um unentgeltliche Prozessführung" vom 19. Juni 2018 teilte der 

Beschwerdeführer dem Gericht am 5. September 2018 mit, dass er das 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurückziehe.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und in 

der angefochtenen Verfügung vom 16. Juni 2017 sowie auf die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen 

IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 

anfechtbar. Die Verfügung vom 16. Juni 2017, mit welcher die 

Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des Beschwerdeführers 

aufgrund eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrads von 24 % 

abgewiesen hat, stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein 

Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die 

sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus Art. 57 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als 

formeller und materieller Adressat der angefochtenen Verfügung ist der 

Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an 

deren Aufhebung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Streitig und zu prüfen ist die beschwerdeführerische Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit und damit verbunden der Invaliditätsgrad und 

die Höhe des Invalideneinkommens. Unbestritten ist demgegenüber die 

Tatsache, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen 

Beschwerden in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Chauffeur mit 

gleichzeitiger Verkaufsberatungstätigkeit arbeitsunfähig ist. Ebenfalls 

unbestritten ist das Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 71'536.60.

3. Zunächst gilt es an dieser Stelle im Sinne einer Vorbemerkung 

festzuhalten, dass die im Verfahren S 16 118 betreffend 

Versicherungsleistungen nach UVG erfolgte Rückweisung der 

Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der 

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Erwägungen und zu neuem Entscheid über den Anspruch auf 

Versicherungsleistungen gemäss UVG an die SUVA (vgl. Urteil des 

Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden [VGU] S 16 118 vom 

6. Dezember 2017) nicht automatisch bedeutet, dass auch im vorliegenden 

Verfahren S 17 116 betreffend Versicherungsleistungen nach IVG so zu 

entscheiden wäre. Dies zumal die Rückweisung im Verfahren S 16 118 

primär erfolgte, weil die medizinische Beweislage in Bezug auf die Frage 

des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 5. Februar 

2008 und den seit dem Unfallereignis dokumentierten Kopfschmerzen 

sowie den leichten kognitiven Funktionsstörungen unvollständig war und 

keine zuverlässige Beurteilung erlaubte. Weil die Frage des 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 5. Februar 2008 

und den seither geklagten Beschwerden im vorliegenden Verfahren 

S 17 116 betreffend Versicherungsleistungen nach IVG aufgrund der 

Konzeption der Invalidenversicherung als finale Versicherung, welche das 

Risiko der Invalidität unabhängig vom Vorliegen eines bestimmten 

versicherten Ereignisses wie Krankheit oder Unfall deckt (im Gegensatz zur 

kausal ausgerichteten Unfallversicherung), nicht relevant ist, und weil 

überdies im Verfahren S 16 118 keine eingehende Auseinandersetzung mit 

dem SMAB-Gutachten vom 6. Januar 2017 und dem Beweiswert 

desselben vorgenommen wurde, weil sich das SMAB-Gutachten nicht zur 

in jenem Verfahren relevanten Frage der Unfallkausalität der vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden äussert, weshalb die 

Aussagekraft des SMAB-Gutachtens für die dort zu beurteilenden 

Streitfragen − im Gegensatz zum vorliegenden Verfahren − sehr gering 

war, lässt sich das vorliegende Verfahren diesbezüglich nicht mit dem 

Verfahren S 16 118 betreffend Versicherungsleistungen nach UVG 

vergleichen. Eine Rückweisung der Angelegenheit an die 

Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung ist daher bloss aufgrund der 

Tatsache, dass eine solche Rückweisung im Verfahren S 16 118 

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG erfolgte − entgegen der 

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beschwerdeführerischen Auffassung (vgl. dessen Stellungnahme vom 

13. März 2018) − nicht angezeigt.

4. In beweisrechtlicher Hinsicht gilt es sodann auf die vom Beschwerdeführer 

beantragte Einvernahme von Dr. med. C._____, leitender Arzt 

Medizin/Rheumatologie, D._____ und E._____ vom Einsatzprogramm, 

F._____, Leiter ARBES X._____, Dr. med. G._____, Fachärztin für 

Neurologie, zertifizierte medizinische Gutachterin SIM, sowie von Dr. med. 

H._____, Innere Medizin FMH, einzugehen. Der Beschwerdeführer 

beantragt − wie er dies bereits im Einwandverfahren getan hat − die 

Einvernahme der erwähnten Personen zur Frage des Ausmasses der 

Arbeitsunfähigkeit und zum Inhalt des SMAB-Gutachtens vom 6. Januar 

2017. Dazu gilt es festzuhalten, dass die Ansicht von Dr. med. C._____ mit 

den Arztberichten vom 1. Februar 2016 (Akten der Beschwerdegegnerin 

[IV-act.] 222) und 18. März 2016 (IV-act. 223) bereits vollständig 

ausformuliert bei den Akten liegt. Selbiges gilt bezüglich der beantragten 

Einvernahme von D._____ und E._____, liegen doch auch die 

Erkenntnisse der betreuenden Personen des Einsatzprogramms anhand 

deren Berichte bereits bei den Akten (vgl. insbesondere den Schlussbericht 

des Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit [KIGA] vom 30. Juni 2016 [IV-

act. 230]). Weil überdies auch der Bericht vom 3. Juni 2016 der RAD-

Abklärung vom 26. Mai 2016 von Dr. med. G._____ (vgl. IV-act. 227) sowie 

verschiedene Berichte der Hausärztin Dr. med. H._____ (vgl. IV-act. 20, 29 

S. 6, 184, 213 S. 2 f., 220) aktenkundig sind, ist nicht ersichtlich, welche 

neuen Erkenntnisse mit den beantragten Zeugeneinvernahmen zu 

erwarten wären. Zudem gilt es auch zu berücksichtigen, dass das SMAB-

Gutachten vom 6. Januar 2017 durch das Gericht zu würdigen ist, wozu es 

keiner Zeugeneinvernahmen bedarf. Und schliesslich sind die vom 

Beschwerdeführer offerierten Zeugen D._____, E._____ und F._____ als 

Nicht-Mediziner ohnehin nicht geeignet, sich zu medizinischen Fragen 

sowie zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu äussern, ist es 

gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes doch Aufgabe 

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des Arztes, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 

nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der 

Versicherte arbeitsunfähig ist (statt vieler: BGE 125 V 256 E.4 sowie 

nachstehend E.5.2). Weil damit nicht ersichtlich ist, welche neuen 

Erkenntnisse mittels Einvernahme der beantragten Zeugen erlangt werden 

könnten und sich der rechtserhebliche Sachverhalt und die 

Krankengeschichte des Beschwerdeführers überdies in hinreichendem 

Masse aus den bei den Akten liegenden Unterlagen ergeben, sieht das 

streitberufene Gericht in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 134 I 140 

E.5.3, 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d) von der 

Einvernahme der vom Beschwerdeführer beantragten Zeugen ab. Aus 

denselben Gründen ist es auch nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin im Einwandverfahren dem Antrag des heutigen 

Beschwerdeführers auf Einvernahme der erwähnten Zeugen nicht gefolgt 

ist; eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist damit − entgegen 

der beschwerdeführerischen Auffassung − zu verneinen.

5.1. Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden 

verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), welche 

die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die 

Begründung des Anspruchs erforderliche Art und Schwere erreicht hat 

(Art. 4 Abs. 2 IVG). Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem 

Fall aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 

IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

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zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 

ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine 

Methode des Einkommensvergleichs; vgl. BGE 130 V 343 E.3.4.2, 

128 V 29 E.1). Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine 

versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

kann, während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich zu mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder 

Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). Sind diese 

Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten Person nach Ablauf von 

sechs Monaten nach Geltendmachung des Anspruchs, frühestens im 

Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 Abs. 1 IVG), bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei einem 

Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2 IVG).

5.2. Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet 

werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 

andere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei können sich die IV-Stellen 

und im Streitfall die Sozialversicherungsgerichte auf die Regionalen 

Ärztlichen Dienste (Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der 

behandelnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe medizinische 

Sachverständige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Die Aufgabe des Arztes 

besteht darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und − wenn nötig − 

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seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln 

fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der 

subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine 

Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür 

die Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der 

Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 

die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende 

Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit 

Stellung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so 

substanziell wie möglich zu begründen hat. Die ärztlichen Auskünfte bilden 

sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der Versicherten konkret noch zugemutet werden 

können (vgl. BGE 140 V 193 E.3.2 mit weiteren Hinweisen).

6.1. In Bezug auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zum 

Erlasszeitpunkt der angefochtenen Verfügung (16. Juni 2017) hat die 

Beschwerdegegnerin insbesondere auf das polydisziplinäre SMAB-

Gutachten vom 6. Januar 2017 (IV-act. 247) abgestellt. Die SMAB-

Gutachter diagnostizierten beim Beschwerdeführer mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ein chronisches zervikothorakovertebrales 

Schmerzsyndrom im Zustand nach ventraler Diskektomie und 

interkorporeller Plattenspondylodese C6/7 vom 30. Juni 2010 mit 

demonstrierter Funktionseinschränkung im Status nach HWS-Distorsion 

und Deckenplattenimpressionsfraktur BWK 1 (leichtgradige 

Keildeformierung) vom 5. Februar 2008 sowie eine leichte kognitive 

Funktionsstörung. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein 

chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, bei freier Funktion, ohne 

Zeichen einer radikulären Defizitsymptomatik, Asthma bronchiale bei 

schwerer Mehlstauballergie sowie ein Übergangskopfweh (Kombination 

von Migräne ohne Aura und Spannungskopfweh) diagnostiziert (vgl. IV-

act. 247 S. 17). Das Belastungs-/Ressourcenprofil definierten die SMAB-

Gutachter im polydisziplinären Konsens wie folgt (vgl. IV-act. 247 S. 19):

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"Der Versicherte ist in der Lage körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit 
Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 kg durchzuführen. Tätigkeiten in 
Zwangshaltungen (Überkopfarbeiten) sollten vermieden werden. Tätigkeiten unter 
extremen Temperaturschwankungen mit Hitze, Kälte, Nässe sollten ebenfalls 
vermieden werden. Tätigkeiten mit Mehlexposition sind wegen des Asthmas 
bronchiale (nicht Eignungsverfügung ab dem [recte] 01.10.1999) ausgeschlossen. 
Aufgrund der leichten kognitiven Funktionsstörungen ist zu beachten, dass der 
schulische Besuch tageweise wohl möglich ist, jedoch nicht wochenweise. Da 
Aufmerksamkeits- und Arbeitsgedächtnisschwierigkeiten vorliegen, ist das 
Absolvieren einer Schule für den Versicherten sehr fordernd. Bei starker emotionaler 
Überreagibilität oft mit unruhiger, hyperaktiver Arbeitsweise ist von einer 
Einschränkung der psychophysischen Belastbarkeit auszugehen."

In der zusammenfassenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im 

polydisziplinären Konsens führten die SMAB-Gutachter aus, dass die 

bisherige Arbeitstätigkeit als Chauffeur mit gleichzeitiger 

Verkaufsberatungstätigkeit nicht leidensgerecht sei und das 

Belastungsprofil des Beschwerdeführers übersteige. Die Arbeitsfähigkeit in 

der bisherigen Tätigkeit in Ausbildung zum Arbeitsagogen (wie auch einer 

späteren Berufsausübung) bestehe aus neuropsychologischer Sicht zu 

70 % aufgrund der leichten kognitiven Funktionseinschränkungen. In einer 

angepassten Tätigkeit mit wechselnder geistiger und körperlicher Tätigkeit 

könne der Beschwerdeführer eher körperlich mehr leisten. In einer 

angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Eine solche 

80%ige Arbeitsfähigkeit habe retrospektiv immer bestanden. Eine 

Einschränkung in einer leidensadaptierten Tätigkeit sei aus orthopädischer 

Sicht nach dem Unfallereignis vom Februar 2008 sowie nach erfolgter 

Spondylodese für längstens drei bis vier Monate nachvollziehbar. 

Zuverlässige Prognosen über den Verkauf der Kopfwehproblematik seien 

schwierig, da immer verschiedene Faktoren mitwirkten. An den leichten 

kognitiven Einschränkungen werde sich nichts ändern. Die 

Invalidisierungsüberzeugung des Beschwerdeführers und seine 

gedankliche Fixierung auf einen definitiven Anspruch auf IV-Leistungen 

seien ungünstig, zumal er eine Rückkehr ins Erwerbsleben innerhalb der 

nächsten Jahre praktisch ausschliesse. Aus orthopädischer Sicht sei die 

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Prognose nicht ungünstig. Das Ausmass der beklagten Schmerzen lasse 

sich orthopädisch nicht begründen (vgl. IV-act. 247 S. 19 f.).

6.2. Die Beschwerdegegnerin ist in der angefochtenen Verfügung vom 16. Juni 

2017 gestützt auf das SMAB-Gutachten vom 6. Januar 2017 davon 

ausgegangen, dass der Beschwerdeführer in Berücksichtigung seiner 

Beschwerden in angepassten Tätigkeiten zu 80 % arbeitsfähig sei und wies 

den beschwerdeführerischen Rentenanspruch aufgrund eines 

rentenausschliessenden Invaliditätsgrads von 24 % ab. Im Folgenden ist 

deshalb zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das 

polydisziplinäre SMAB-Gutachten vom 6. Januar 2017 abgestellt hat, 

mithin ob dieses Gutachten hinsichtlich seines Beweiswerts den an solche 

Gutachten gestellten Anforderungen zu genügen vermag oder ob die 

übrige Aktenlage dieses in Zweifel zu ziehen vermag und allenfalls weitere 

Abklärungen erforderlich sind.

7. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 

zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 

zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 

auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

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geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(vgl. BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a). Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 

122 V 157 E.1c). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 

112 V 30 E.1a). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 

Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). 

In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter auch der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 

auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4 und 

4.5, 125 V 351 E.3a und 3b). Sodann kommt auch den Berichten und 

Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

- 15 -

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. zum Ganzen 

BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c m.w.H.). Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 

ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

(vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil des Bundesgerichtes 

8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

8.1. Die Ausführungen der SMAB-Gutachter in deren orthopädisch-/trauma-

tologischen (vgl. IV-act. 247 S. 28 ff.), psychiatrischen (vgl. IV-act. 247 

S. 41 ff.), internistischen (vgl. IV-act. 247 S. 53 ff.), neurologischen (vgl. IV-

act. 247 S. 59 ff.) und neuropsychologischen Teilgutachten (vgl. IV-

act. 247 S. 67 ff.) sowie insbesondere auch die Ausführungen im 

polydisziplinären Konsens vom 6. Januar 2017 (vgl. IV-act. 247 S. 16 ff.) 

sind für die strittigen Belange umfassend, berücksichtigen die vom 

Beschwerdeführer geklagten Leiden und erscheinen schlüssig und 

widerspruchsfrei. Sie beruhen auf eingehenden persönlichen 

Explorationen des Beschwerdeführers und wurden in Kenntnis der 

Vorakten erstellt. Da sich das SMAB-Gutachten auch hinreichend mit 

anderen ärztlichen Beurteilungen auseinandersetzt und die 

Schlussfolgerungen überdies nachvollziehbar begründet sind, genügt es 

den beweismässigen Anforderungen an eine medizinische Beurteilung, 

weshalb dem SMAB-Gutachten vom 6. Januar 2017 denn auch voller 

Beweiswert zukommt. Dementsprechend ist mit der Beschwerdegegnerin 

davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der SMAB-Begutachtung − wie im 

Übrigen bereits früher (vgl. IV-act. 247 S. 20) − eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit vorgelegen hat, wie dies die SMAB-Gutachter in ihrem 

Gutachten attestieren (vgl. IV-act. 247 S. 19 f.). Was der Beschwerdeführer 

dagegen vorbringt, vermag − wie nachstehend dargestellt − nicht zu 

überzeugen.

- 16 -

8.2. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass bei 

ergebnisoffener und symmetrischer Würdigung sämtlicher Akten maximal 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit zu resultieren habe. Es dürfe nicht auf das 

strenge SMAB-Gutachten abgestellt werden, weil diesem die bisherigen 

Beurteilungen diametral entgegenstünden. Zudem sei im SMAB-Gutachten 

die Migräne ohne Aura zu Unrecht nicht als die Arbeitsfähigkeit 

einschränkend aufgeführt worden, obschon die Migräne Bestandteil des 

beim Unfall erlittenen HWS-Distorsionstraumas sei und im IV-Verfahren 

berücksichtigt werden müsse. Die Ausbildung zum Arbeitsagogen habe 

wegen exazerbierten Rückenproblemen abgebrochen werden müssen und 

auch ein Arbeitsversuch beim ehemaligen Arbeitgeber sei gescheitert, 

obschon der Beschwerdeführer motiviert gewesen sei.

Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. In den SMAB-

Teilgutachten wird nämlich schlüssig aufgezeigt, weshalb den teilweise 

anderslautenden Beurteilungen, insbesondere jener von Dr. med. C._____ 

im Arztbericht vom 1. Februar 2012, wonach der Beschwerdeführer auch 

in einer adaptierten Tätigkeit maximal zu 60 % arbeitsfähig sei (vgl. IV-

act. 222 S. 3), nicht gefolgt werden kann. So wird im orthopädisch-

/traumatologischen Teilgutachten vom 24. November 2016 (vgl. IV-act. 247 

S. 28 ff.) nachvollziehbar aufgezeigt, dass die Beurteilung des SMAB-

Gutachters auf objektivierbaren und dadurch reproduzierbaren 

pathologischen Befunden beruht. In Anbetracht dieser objektiven Befunde 

vermag die im Ergebnis abweichende Beurteilung des behandelnden 

Rheumatologen Dr. med. C._____ das SMAB-Gutachten vom 6. Januar 

2017 nicht zu erschüttern, zumal es in Bezug auf Berichte von 

behandelnden Ärzten − wie gesehen − auch der Tatsache Rechnung zu 

tragen gilt, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. vorstehend E.7). Des Weiteren wird im neurologischen 

Teilgutachten vom 5. Dezember 2016 auch schlüssig und nachvollziehbar 

ausgeführt, weshalb bei einer Kombination von Spannungskopfweh und 

- 17 -

Migräne ohne Aura eine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit nicht 

begründbar sei bzw. weshalb die entsprechenden Beschwerden des 

Beschwerdeführers als die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkend beurteilt 

werden (vgl. IV-act. 247 S. 64). Schliesslich haben die SMAB-Gutachter 

auch die Tatsache berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer diverse 

berufliche Massnahmen durchgeführt hat und Ende 2015 die Umschulung 

zum Arbeitsagogen wegen erneut exazerbierten Rückenproblemen 

abbrechen musste (vgl. IV-act. 247 S. 16, 29, 35, 42, 62, 68). Unter 

Berücksichtigung all dieser Tatsachen sind die SMAB-Gutachter − wie 

gesehen − zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdeführer zwar in der 

zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Chauffeur mit gleichzeitiger 

Verkaufsberatungstätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei, während in einer 

adaptierten Tätigkeit aber eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. IV-

act. 247 S. 19 f.).

8.3. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass ein Arbeitsprofil 

(ergonomisches Profil) zu entwerfen sei, damit die Arbeitsfähigkeit korrekt 

eingeschätzt werden könne. Im SMAB-Gutachten sei das Profil nur sehr 

vage umschrieben worden mit "In einer angepassten Tätigkeit in 

wechselnden geistigen und körperlichen Tätigkeiten kann der Versicherte 

eher im körperlichen Bereich mehr leisten". Dieses Profil der 

Restarbeitsfähigkeit sei nicht schlüssig, gebe es doch kaum eine Arbeit, die 

phasenweise bloss geistige und alternierend dazu bloss körperliche 

Fähigkeiten abverlange. Zudem sei das ergonomische Profil, auf welches 

die Gutachter abstellten, auf dem fiktiven allgemeinen und ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt auch nicht umsetzbar.

Diese Ausführungen des Beschwerdeführers zielen − wie nachstehend 

dargestellt − ins Leere. Die Arbeitsmöglichkeiten, die mit der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung vereinbar und nach den objektiven und 

subjektiven Umständen zumutbar sind, bilden strukturell nur dann den in 

Art. 16 ATSG vorausgesetzten Arbeitsmarkt, wenn sie in verschiedenen 

- 18 -

Ausformungen und hinreichender Zahl, also in ausreichender qualitativer 

und quantitativer Bandbreite, tatsächlich vorhanden sind. Je enger 

umschrieben das Anforderungsprofil und damit der Kreis der geeigneten 

Verweisungstätigkeiten ist, desto weiter geht die Substantiierungspflicht 

der Verwaltung bei der Bezeichnung entsprechender Arbeitsgelegenheiten 

(vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_364/2011 vom 5. April 2012 E.3.1, 

9C_1032/2009 vom 12. April 2010 E.2.3). Von einer Arbeitsgelegenheit im 

Sinne von Art. 16 ATSG kann insbesondere dort nicht mehr gesprochen 

werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in solch eingeschränkter Form 

möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder 

dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer 

entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als ausgeschlossen 

erscheint (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes I 447/06 

vom 5. September 2006 E.2.2 mit weiteren Hinweisen). Dabei sind 

invalidenversicherungsrechtlich nicht die Verhältnisse auf dem 

tatsächlichen, sondern vielmehr jene auf dem allgemeinen und 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt massgeblich, denn nur so kann vermieden 

werden, dass die Invalidenversicherung Leistungen erbringen muss, die 

ihren Grund bei genauer Betrachtung nicht in einer Invalidität, sondern in 

einer Arbeitslosigkeit haben. Für die Invaliditätsbemessung muss also 

fingiert werden, dass auf dem Arbeitsmarkt ein Gleichgewicht zwischen 

dem Angebot an und der Nachfrage nach Arbeitskräften bestehe. Zudem 

muss fingiert werden, dass ein breiter Fächer verschiedenartigster 

Tätigkeiten existiere. In der Rechtsprechung hat sich für diese Fiktionen 

der Begriff des allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarktes 

eingebürgert. In diesem Sinne hat die Invalidenversicherung nicht dafür 

einzustehen, dass ein Versicherter zufolge seines Alters, wegen 

mangelnder Ausbildung oder Verständigungsschwierigkeiten keine 

entsprechende Arbeit findet; die sich hieraus ergebende 

"Arbeitsunfähigkeit" ist nicht invaliditätsbedingt (vgl. BGE 107 V 17 E.2c).

- 19 -

Vorliegend haben die SMAB-Gutachtern das Profil der Restarbeitsfähigkeit 

− entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers − keineswegs nur 

sehr vage umschrieben. Vielmehr haben sie ein ausführliches, detailliertes 

und nachvollziehbares Belastungs- und Ressourcenprofil festgelegt und 

dabei ausgeführt, dass der Beschwerdeführer in der Lage sei, körperlich 

leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis 

15 kg durchzuführen. Tätigkeiten in Zwangshaltungen (Überkopfarbeiten) 

sowie Tätigkeiten unter extremen Temperaturschwankungen mit Hitze, 

Kälte und Nässe sollten vermieden werden. Tätigkeiten mit Mehlexposition 

seien wegen des Asthmas bronchiale (Nichteignungsverfügung ab dem 

1. Oktober 1999) ausgeschlossen. Aufgrund der leichten kognitiven 

Funktionsstörungen sei zu beachten, dass der schulische Besuch 

tageweise wohl möglich sei, jedoch nicht wochenweise. Da 

Aufmerksamkeits- und Arbeitsgedächtnisschwierigkeiten vorlägen, sei das 

Absolvieren einer Schule für den Beschwerdeführer sehr fordernd. Bei 

starker emotionaler Überreagibilität oft mit unruhiger, hyperaktiver 

Arbeitsweise sei von einer Einschränkung der psychophysischen 

Belastbarkeit auszugehen (vgl. IV-act. 247 S. 19). Inwiefern dieses 

ausführlich, detailliert und nachvollziehbar beschriebene Profil der 

Restarbeitsfähigkeit auf dem fiktiven allgemeinen und ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt nicht umsetzbar sei soll, ist weder ersichtlich noch wird dies 

vom Beschwerdeführer genauer dargelegt. Vor diesem Hintergrund ist mit 

der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer 

auf dem fiktiven allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend 

zumutbare Tätigkeiten offenstehen, zumal nach dem Gesagten für den 

Beschwerdeführer in Bezug auf eine Vielzahl von Beschäftigungen auf dem 

allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt kaum Einschränkungen 

bestehen.

8.4. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass gemäss SMAB-

Gutachten die nicht versicherten Bereiche bei der Beurteilung der 

Restarbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt worden seien. Im Gutachten 

- 20 -

werde jedoch nicht gesagt, welche nicht versicherten Faktoren im 

konkreten Fall angeschlagen hätten. Zudem könne gemäss 

Rechtsprechung nicht davon ausgegangen werden, dass Faktoren wie 

Arbeitslosigkeit, schwierige wirtschaftliche Lage, Alter sowie soziokulturelle 

Umstände partout nicht versichert seien.

Auch diesbezüglich kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden. Wie 

die Beschwerdegegnerin bereits in der angefochtenen Verfügung vom 

16. Juni 2017 zu Recht ausgeführt hat, haben die SMAB-Gutachter explizit 

ausgeführt, dass im konkreten Fall invaliditätsfremde Faktoren wie 

Arbeitslosigkeit und eine drohende schwierige wirtschaftliche Lage bei 

Auslauf von Arbeitslosengeld vorlägen und dass diese invaliditätsfremden 

Faktoren bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt 

würden (vgl. IV-act. 247 S. 21). Inwiefern diese Nichtberücksichtigung der 

invaliditätsfremden Faktoren nicht rechtens sein soll, wird vom 

Beschwerdeführer nicht aufgezeigt und ist auch nicht ersichtlich, zumal 

soziale Belastungsfaktoren nach dem bio-psychischen 

Krankheitsverständnis, welchem die Invalidenversicherung folgt, 

grundsätzlich nicht geeignet sind, einen invalidisierenden 

Gesundheitsschaden zu begründen und daher bei der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit als invaliditätsfremde Umstände auszuklammern sind (vgl. 

BGE 127 V 294 E.5a; MEYER-BLASER, Der Rechtsbegriff der 

Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, 

namentlich für den Einkommensvergleich in der Invaliditätsbemessung, in: 

SCHAFFHAUSER/SCHLAURI [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. 

Gallen 2003, S. 27 ff., S. 74; LOCHER, Invalidität und invaliditätsfremde 

Faktoren, in: SCHAFFHAUSER/SCHLAURI [Hrsg.], Schmerz und 

Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 243 ff., S. 248 ff.). 

Dementsprechend kann der Beschwerdeführer aber auch aus der 

Tatsache, dass die SMAB-Gutachter die invaliditätsfremden Faktoren wie 

Arbeitslosigkeit und die drohende schwierige wirtschaftliche Lage bei 

- 21 -

Auslauf von Arbeitslosentaggeld bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

nicht berücksichtigt haben, nichts zu seinen Gunsten ableiten.

8.5. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer noch vor, dass das SMAB-

Gutachten vom 6. Januar 2017 auch dem Amtsbericht des 

Einsatzprogramms widerspreche. Er habe im Einsatzprogramm des KIGA 

keine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (recte: Arbeitsfähigkeit) durchstehen 

können; selbst bei leichten Tätigkeiten sei es zu Schmerzexazerbation 

gekommen, die sich bei bloss 50%iger Tätigkeit wieder gebessert hätte. Im 

Amtsbericht des Einsatzprogramms, welchem als Administrativbericht 

erhöhter Beweiswert bzw. die gleiche Beweiskraft wie dem SMAB-

Gutachten zukomme, sei im Längsschnittverlauf eine deutlich höhere 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt worden.

Wie nachstehend dargestellt vermögen auch die Berichte des KIGA das 

SMAB-Gutachten vom 6. Januar 2017 nicht zu erschüttern. Im 

Situationsbericht des KIGA vom 8. März 2016 wird ausgeführt, dass der 

Beschwerdeführer im Januar 2016 vom RAV mit einem Pensum von 100 % 

zugewiesen worden sei. Bedingt durch seine gravierenden, 

gesundheitlichen Einschränkungen und offensichtlich starken Schmerzen 

sei ihm zugestanden worden, in Eigenverantwortung zwischen 

verschiedenen, wechselbelastenden Arbeiten zu wählen, zusätzliche 

Pausen einzulegen oder sich während der Mittagspause in einem 

Gästebett auszustrecken und zu erholen. Er arbeite gerne, sehr 

zuverlässig, selbständig, sorgfältig, denke mit und bringe 

Verbesserungsvorschläge ein. Die Qualität seiner Arbeiten sei 

überdurchschnittlich. An mehreren Tagen habe er aber aufgrund zu starker 

Schmerzen und Blockaden/Ausstrahlungen im Nacken/Rücken-

bereich nicht am Einsatzprogramm teilnehmen können. Trotzdem habe er 

versucht, immer sein Bestes zu geben und den Mut nicht zu verlieren. 

Seine Einstellung sei beispielhaft. In letzter Zeit hätten die Betreuer jedoch 

festgestellt, dass der Beschwerdeführer seine Grenzen überschreite. 

- 22 -

Realistischerweise müsste das Arbeitspensum drastisch reduziert werden, 

da sein Zustand absolut keine Belastungen und intensiven Tätigkeiten 

mehr zulasse (vgl. IV-act. 226). Im Arbeitszeugnis des KIGA vom 30. Juni 

2016 wird sodann ausgeführt, dass der Beschwerdeführer vom 4. Januar 

bis 30. Juni 2016 mit einem Arbeitspensum von 50 - 100 % im 

Einsatzprogramm gearbeitet habe. Er sei mehrheitlich im handwerklichen 

Bereich beschäftigt gewesen und habe die ihm aufgetragenen Arbeiten 

sehr selbständig, ruhig und ausdauernd erledigt. Er sei einsatzfreudig 

gewesen und sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitenden 

sei jederzeit absolut korrekt und freundlich gewesen. An vereinbarte 

Abmachungen habe er sich zuverlässig gehalten und er habe mit seiner 

positiven Ausstrahlung und seinem freundlichen Auftreten viel zum guten 

Klima im Betrieb beigetragen. In unvorhergesehenen Situationen habe er 

mit der notwendigen Ruhe und Gelassenheit reagiert und sich besonnen 

und überlegt verhalten (vgl. IV-act. 231). Weitgehend identische 

Ausführungen wie im Situationsbericht vom 8. März 2016 und im 

Arbeitszeugnis vom 30. Juni 2016 finden sich auch im Schlussbericht des 

KIGA vom 30. Juni 2016 (vgl. IV-act. 230). Nach dem Gesagten lassen sich 

den erwähnten Berichten des KIGA vom 8. März und 30. Juni 2016 keine 

Rückschlüsse auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus 

medizinischer Sicht ziehen. Vielmehr zeigt insbesondere der 

Situationsbericht vom 8. März 2016, dass den betreuenden Personen 

unklar gewesen ist, welche Arbeit der Beschwerdeführer noch ausführen 

kann und welches Pensum ihm zumutbar und für ihn verkraftbar ist (vgl. IV-

act. 226 S. 2). Entgegen den beschwerdeführerischen Ausführungen 

lassen sich den erwähnten Berichten keine deutlich höhere Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit entnehmen, als dies im SMAB-Gutachten festgestellt 

wurde. Explizit haben sich die betreuenden Personen denn auch gar nicht 

zur beschwerdeführerischen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

geäussert, sondern vielmehr die Tätigkeit und das Arbeitsverhalten des 

Beschwerdeführers im Einsatzprogramm beschrieben. Die Beurteilung des 

Gesundheitszustands sowie der Arbeitsfähigkeit ist denn auch nicht 

- 23 -

Aufgabe von betreuenden Personen in Einsatzprogrammen. Vielmehr ist 

es − wie vorstehend erläutert (vgl. E.5.2) − Aufgabe von Ärzten, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 

welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist. Dies haben die SMAB-Gutachter im Gutachten vom 

6. Januar 2017 − unter Berücksichtigung der vorstehend erwähnten 

Berichte des KIGA (vgl. IV-act. 247 S. 14 f.) − denn auch getan. Dabei sind 

sie − wie gesehen − zum Schluss gelangt, dass dem Beschwerdeführer 

zwar die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Chauffeur mit gleichzeitiger 

Verkaufsberatungstätigkeit nicht mehr zumutbar sei, dass aber in einer 

adaptierten Tätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. IV-act. 247 

S. 19 f.). Diese Schlussfolgerungen sind − auch unter Berücksichtigung der 

Berichte des KIGA vom 8. März und 30. Juni 2016 (vgl. IV-act. 226, 230, 

231) − nicht zu beanstanden.

8.6. Zusammenfassend lässt sich nach dem vorstehend Gesagten festhalten, 

dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das voll beweiswertige SMAB-

Gutachten vom 6. Januar 2017 abgestellt hat, welches auf der 

Vorgeschichte beruht und in seinen Ergebnissen schlüssig und 

widerspruchsfrei erscheint. Darin kommen die SMAB-Gutachter − wie 

gesehen − zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten 

Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei. Dies ist nach dem vorstehend Gesagten 

nicht zu beanstanden.

9.1. Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen von Fr. 54'430.30 

auf Basis der LSE 2014, Kompetenzniveau 1, Leistungsfähigkeit 80 %, 

indexiert, ohne Berücksichtigung eines Leidensabzugs berechnet (vgl. IV-

act. 257). Der Beschwerdeführer beanstandet zum einen, dass die 

Beschwerdegegnerin zu Unrecht die LSE 2014 angewendet habe. Die 

statistische Berechnungsmethode sei nicht korrekt und zudem seien in der 

LSE 2014 sämtliche schweren Arbeiten, die naturgemäss besser bezahlt 

würden (z.B. Baugewerbe), mitenthalten. Diese Arbeiten könne der 

- 24 -

Beschwerdeführer aber gerade nicht mehr ausführen. Richtigerweise sei 

das Invalideneinkommen aus der LSE 2010 abzuleiten und der Teuerung 

anzupassen. Zum anderen beanstandet der Beschwerdeführer die 

Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des 

Invalideneinkommens keinen Leidensabzug berücksichtigt habe. Es sei ein 

solcher von 20 % zu berücksichtigen; immerhin seien die Betreuer im 

Einsatzprogramm von einem Pensum wesentlich unter 50 % 

ausgegangen. Zudem könne der Beschwerdeführer seine ursprüngliche 

Tätigkeit nicht mehr ausüben und er müsse jedem Arbeitgeber Auskunft 

erteilen über seine Vorzustände, was zu einer erheblichen Lohnreduktion 

führe.

9.2. Wie nachstehend dargestellt kann dem Beschwerdeführer auch in dieser 

Hinsicht nicht gefolgt werden. Der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

zufolge sind nämlich grundsätzlich immer die aktuellsten statistischen 

Daten zu verwenden, wenn − wie im vorliegenden Fall − auf Tabellenlöhne 

abgestellt wird (vgl. BGE 143 V 295 E.2.3, 142 V 178 E.2.5.8.1; Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_266/2016 vom 15. März 2017 E.5.2.3). Folglich hat 

aber die Beschwerdegegnerin − entgegen der beschwerdeführerischen 

Auffassung − für die Berechnung des Invalideneinkommens zu Recht auf 

die LSE 2014 abgestellt. Ebenfalls nicht zu folgen ist dem 

Beschwerdeführer, soweit er einen Leidensabzug von 20 % verlangt. 

Gemäss SMAB-Gutachten sind dem Beschwerdeführer − wie gesehen − 

leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis 

zu 15 kg zumutbar. Zu vermeiden sind Tätigkeiten in Zwangshaltung 

(Überkopfarbeiten) sowie Tätigkeiten unter extremen 

Temperaturschwankungen mit Hitze, Kälte und Nässe (vgl. IV-act. 247 

S. 19). Vor dem Hintergrund dieses Profils der Restarbeitsfähigkeit geht die 

Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass der Beschwerdeführer 

damit im Umfang seiner Restarbeitsfähigkeit von 80 % eine adaptierte 

Tätigkeit ausüben kann, ohne dass ein Arbeitgeber weitere nennenswerte 

gesundheitlich bedingte Einschränkungen des Leistungsvermögens zu 

- 25 -

gewärtigen hätte, so dass deswegen kein Leidensabzug gerechtfertigt ist. 

Sodann hat die Beschwerdegegnerin auch den Umstand, dass der 

Beschwerdeführer seine ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr ausüben kann 

und in einer Verweistätigkeit über keine Berufserfahrung verfügt, insofern 

berücksichtigt, indem sie auf das Kompetenzniveau 1 abgestellt hat. 

Inwiefern schliesslich der vom Beschwerdeführer geltend gemachte 

Umstand, dass er jedem Arbeitgeber über seine Vorzustände Auskunft 

erteilten müsse, zu einer erheblichen zusätzlichen Lohnreduktion führen 

und deshalb einen Leidensabzug rechtfertigen sollte, ist ebenfalls nicht 

ersichtlich. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des Invalideneinkommens 

keinen Leidensabzug vorgenommen hat. Insofern erweist sich auch das 

von der Beschwerdegegnerin auf Basis der LSE 2014, Kompetenzniveau 

1, Leistungsfähigkeit 80 %, indexiert, berechnete Invalideneinkommen von 

Fr. 54'430.30 als rechtens.

10.1. Aus der Gegenüberstellung des unbestrittenen Valideneinkommens von 

Fr. 71'536.60 und des Invalideneinkommens von Fr. 54'430.30 ergibt sich 

ein Invaliditätsgrad von 24 %. Folglich hat der Beschwerdeführer in 

Anwendung von Art. 28 Abs. 2 IVG keinen Rentenanspruch. Die 

angefochtene Verfügung vom 16. Juni 2017 erweist sich somit als 

rechtens, was zur Bestätigung derselben und zur Abweisung der dagegen 

erhobenen Beschwerde führt.

10.2. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 

Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor 

dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden 

nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen 

von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend erscheinen 

Gerichtskosten von Fr. 700.-- als angemessen. Diese werden in 

Anwendung von Art. 73 Abs. 1 VRG − nachdem der Beschwerdeführer mit 

Schreiben vom 5. September 2018 sein Gesuch um unentgeltliche 

- 26 -

Rechtspflege zurückgezogen hat − dem unterliegenden Beschwerdeführer 

auferlegt. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine 

Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

- 27 -

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheids an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]