# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 314bd59a-647d-5134-b8b4-1b06acea84d5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2008 B-1050/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1050-2008_2008-12-01.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-1050/2008

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), 
Richter Frank Seethaler, Richter Francesco Brentani; 
Gerichtsschreiberin Anita Kummer.

X._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Trägerorganisation für die höhere Fachprüfung für 
Steuerexperten,
Erstinstanz,

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT),
Vorinstanz.

Höhere Fachprüfung für Steuerexperten 2006.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-1050/2008

Sachverhalt:

A.
Im Jahr 2006 legte die Beschwerdeführerin die höhere Fachprüfung für 
Steuerexperten ab. Mit Verfügung vom 3. November 2006 teilte ihr die 
zuständige Prüfungskommission mit, sie habe die Steuerexpertenprü-
fung nicht bestanden. 

B.
Mit Beschwerde vom 7. Dezember 2006 beantragte die Beschwerde-
führerin im Wesentlichen, die angefochtene Verfügung vom 3. Novem-
ber 2006 aufzuheben, die gewichtete Durchschnittsnote der Fächer Di-
plomarbeit,  Klausurarbeit Steuern und Steuern mündlich auf mindes-
tens 4.0 festzusetzen und die Steuerexpertenprüfung 2006 als bestan-
den zu erklären. Eventualiter sei ihr die kostenlose Wiederholung der 
schriftlichen  Prüfung  im  Fach  Steuern  sowie  die  Diplomarbeit  ein-
schliesslich Kolloquium zu gestatten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht 
ersuchte sie um Nachfrist  zur Beschwerdeergänzung gemäss Art. 53 
VwVG nach vollständig gewährter Akteneinsicht, insbesondere in die 
Musterlösungen  für  die  Prüfungsfächer  Nationales  Steuerrecht  und 
"Internationales Steuerrecht" und die aufgabenübergreifenden Beurtei-
lungsraster der Diplomarbeit, sowie um Bekanntgabe der Namen der 
Korrektoren der Diplomarbeit. Mit Bezug auf die abgelegte Mehrwert-
steuerprüfung  beantragte  die  Beschwerdeführerin,  diese  kostenlos 
wiederholen zu können, eventualiter die Note zu erhöhen. 

Zur Begründung führte sie unter anderem aus, dass ihr das Aktenein-
sichtsrecht, insbesondere mit Bezug auf die Unterlagen der Diplomar-
beit,  verwehrt  worden sei. Im Zusammenhang mit  der  Durchführung 
und Bewertung ihrer Diplomarbeit  wie auch anlässlich der Mehrwert-
steuerrechtsprüfung sei es zu  Verfahrensfehlern gekommen. Im Übri-
gen rügte sie die fehlende Begründung der Korrektur beziehungsweise 
die Bewertung ihrer  Prüfungsleistungen. Sie machte geltend,  für  die 
Prüfungen in den Fächern Nationales Steuerrecht und Internationales 
Steuerrecht könne sie ihre Rügen bezüglich der Bewertung einzelner 
Leistungen erst substanziieren, nachdem sie umfassende Einsicht  in 
die Akten der Erstinstanz habe nehmen können. 

C.
Das BBT führte in der Folge einen doppelten Schriftenwechsel durch, 
in dessen Verlauf die Prüfungsexperten die Arbeiten der Beschwerde-

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führerin nachkorrigierten und zu ihren Rügen Stellung nahmen. In der 
Stellungnahme der  Trägerorganisation für die höhere Fachprüfung für 
Steuerexperten (nachfolgend: Erstinstanz) vom 28. März 2007 gab die-
se der Beschwerdeführerin zwei zusätzliche Punkte im Fach Nationa-
les Steuerrecht; sowohl  in  diesem Fach wie in  den übrigen Fächern 
führte die Nachkorrektur zu keiner Erhöhung der Noten.

Mit Entscheid vom 15. Januar 2008 wies das BBT die Beschwerde ab.

D.
Dagegen hat die Beschwerdeführerin am 18. Februar 2008 Beschwer-
de beim Bundesverwaltungsgericht erhoben. Sie beantragt, den ange-
fochtenen Entscheid aufzuheben und ihr das eidgenössische Diplom 
als Steuerexpertin zu erteilen. Eventualiter sei ihr die kostenlose Wie-
derholung der schriftlichen Prüfung im Fach Steuern sowie die Diplom-
arbeit einschliesslich Kolloquium zu gestatten.

Die Erstinstanz und die Vorinstanz ersuchen in ihren Stellungnahmen 
vom 2. bzw. 3. April 2008 um Abweisung der Beschwerde. 

Am  2. Mai  2008  schloss  das  Bundesverwaltungsgericht  den  (einfa-
chen) Schriftenwechsel.

Die Erstinstanz hat dem Bundesverwaltungsgericht auf dessen Auffor-
derung hin am 23. Mai 2008 folgende Unterlagen eingereicht: Hilfsblatt 
zur Korrektur Diplomarbeit L8; Beschluss betreffend Grenzfallregelung 
Prüfungsjahr 2006. 

Die Beschwerdeführerin nahm am 28. Juli 2008 am Sitz des Bundes-
verwaltungsgerichts in Zollikofen Einsicht in die Akten. 

Am 3. September 2008 setzte die zuständige Kammerpräsidentin ei-
nen neuen Instruktionsrichter ein. Dies erfolgte aus Gründen interner 
Ausgleichung der Geschäftslast. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gegen  die  angefochtene  Verfügung  ist  die  Beschwerde  an  das 
Bundesverwaltungsgericht zulässig (Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Ver-
waltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG, SR 173.32]). Die 

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Beschwerdeführerin  ist  gemäss  Art. 48  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) zur Beschwerde legitimiert  und die übrigen Sachurteils-
voraussetzungen sind grundsätzlich erfüllt. Fraglich ist  einzig,  ob die 
Beschwerde den Anforderungen an ihre Begründung in allen Teilen zu 
genügen vermag. 

1.2 Gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG hat die Beschwerdeschrift eine Be-
gründung der  Begehren  zu  enthalten. Diese muss darlegen,  in  wel-
chen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet 
wird  (Entscheid  der  Eidgenössischen  Steuerrekurskommission  vom 
28. Mai 2003, veröffentlicht in Verwaltungspraxis der Bundesbehörden 
[VPB] 67.128 E. 2b; Entscheid der Rekurskommission EVD vom 5. Au-
gust 1997, veröffentlicht in VPB 62.61 E. 1.2). Während an die Begrün-
dung von Laienbeschwerden keine allzu hohen Anforderungen zu stel-
len sind,  muss von Anwälten und juristisch  geschulten Beschwerde-
führenden erwartet werden, dass sie sich mit dem angefochtenen Ent-
scheid näher auseinandersetzen und im Einzelnen darlegen, inwiefern 
und aus welchen Gründen dieser rechtsfehlerhaft sein soll. Verweisun-
gen auf  Eingaben an Vorinstanzen sind zwar grundsätzlich zulässig, 
doch darf sich die Begründung nicht in pauschalen Verweisen erschöp-
fen und muss der Beschwerde entnommen werden können, welche vor 
der Vorinstanz erhobenen Rügen weiterhin gelten.

1.2.1 Die Beschwerdeführerin führt aus, sie verzichte aus verfahrens-
ökonomischen  Gründen  darauf,  den  Sachverhalt  und  die  einzelnen 
Ausführungen zu den Rügen detailliert  zu  wiederholen. Sie  verweist 
deshalb auf ihre im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen Rügen, an 
denen sie weiterhin vollumfänglich festhalte, soweit sie nichts anderes 
erwähne (Beschwerde, S. 2 oben). In der Folge nennt die Beschwerde-
führerin jedoch keine früheren Rügen, die sie vor Bundesverwaltungs-
gericht nicht mehr erhebt.

1.2.2 Die Beschwerdeführerin verfügt aufgrund ihrer Vorbereitung auf 
die Höhere Fachprüfung für  Steuerexperten über gewisse juristische 
Vorkenntnisse.  Auch  wenn  diese  vorab  steuerrechtlicher  Natur  sind, 
ergibt  sich aus ihnen,  dass von der  Beschwerdeführerin  in  höherem 
Masse die Beachtung der Anforderungen an Inhalt und Form der Be-
schwerde (Art. 52  VwVG) erwartet  werden kann,  als  dies  bei  juristi-
schen Laien der Fall ist.

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1.2.3 Es kann indessen offen gelassen werden, ob die Beschwerde in 
allen Teilen den Begründungsanforderungen gemäss Art. 52 VwVG ge-
nügt, weil sie sich aus den nachfolgenden Erwägungen als offensicht-
lich unbegründet erweist. 

2.
Gemäss  Berufsbildungsgesetz  kann  die  höhere  Berufsbildung  durch 
eine  eidgenössische  Berufsprüfung,  eine  eidgenössische  höhere 
Fachprüfung oder durch eine eidgenössisch anerkannte Bildung an ei-
ner  höheren Fachschule  erworben werden (Art. 27 Bst. a  und b  des 
Berufsbildungsgesetzes  vom 13. Dezember  2002  [BBG,  SR 412.0]). 
Die  zuständigen  Organisationen  der  Arbeitswelt  regeln  die  Zulas-
sungsbedingungen,  Lerninhalte,  Qualifikationsverfahren,  Ausweise 
und  Titel.  Sie  berücksichtigen  dabei  anschliessende  Bildungsgänge. 
Die Vorschriften unterliegen der Genehmigung durch das Bundesamt 
(Art. 28 Abs. 2 BBG).

2.1 Die  Treuhandkammer  (Schweizerische  Kammer  der  Wirtschafts-
prüfer, Steuerexperten und Treuhandexperten) und weitere Trägerorga-
nisationen  haben  das  Reglement  über  die  höhere  Fachprüfung  für 
Steuerexperten vom 20. Dezember 1993 (nachfolgend: Reglement) er-
lassen (BBl 1995 I 369), welches mit der Genehmigung des Departe-
ments am 20. März 1995 in Kraft getreten ist (vgl. Art. 36 Reglement). 

2.2 Durch die Prüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat die zur 
selbständigen Ausübung des Berufs  eines  Steuerexperten erforderli-
chen  Fähigkeiten  und  Kenntnisse  besitzt  (Art. 2  Reglement).  Die 
Durchführung der Prüfung obliegt der Prüfungskommission, welche die 
Prüfung im Rahmen des Reglements organisiert und die damit verbun-
denen Geschäfte selbständig erledigt. Ihr obliegt die Aufstellung einer 
Wegleitung zum Reglement (Art. 5 Reglement). Die Prüfungskommis-
sion zieht zur Abnahme der Prüfungen Experten zu, welche mindes-
tens zu zweit  alle schriftlichen Arbeiten prüfen und begutachten,  die 
mündlichen Prüfungen abnehmen und die Noten festsetzen (Art. 9 und 
14 Reglement). Die endgültige Festsetzung der Noten erfolgt durch die 
Prüfungskommission, nötigenfalls nach Rücksprache mit den beteilig-
ten Experten (Art. 14 Reglement).

2.3 Die Prüfung erstreckt sich auf folgende Tätigkeitsgebiete: a) Steu-
ern,  b) Recht,  c) Betriebswirtschaft,  Rechnungswesen,  Finanzierung. 
Der Prüfungsstoff  ist  in der Wegleitung näher umschrieben. Die Prü-
fung umfasst eine schriftliche und eine mündliche Prüfung, die schriftli-

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che Prüfung setzt sich zusammen aus einer Diplomarbeit und Klausur-
arbeiten (Art. 23 Reglement). Der Kandidat erhält in jedem Prüfungs-
fach eine Note. Die Note 4 und höhere bezeichnen genügende Leis-
tungen,  Noten unter 4 bezeichnen ungenügende Leistungen. Andere 
als halbe Zwischennoten sind nicht zulässig. Für die Berechnung der 
Durchschnittsnote werden die einzelnen Prüfungsfächer unterschied-
lich gewichtet (Art. 27 Reglement); bei der Berechnung des gewichte-
ten  Durchschnitts  wird  das  Fach  "Steuern"  (schriftlich)  dreifach,  die 
Fächer  "Diplomarbeit  (einschliesslich  Kolloquium)",  "Betriebswirt-
schaft,  Rechnungswesen,  Finanzierung"  (schriftlich)  sowie  "Steuern" 
(mündlich) je zweifach und die Fächer "Wahlfach (Recht oder Betriebs-
wirtschaft usw.)" (mündlich) und "Kurzreferat" je einfach gezählt. Nach 
Art. 28 Reglement ist die Prüfung bestanden, wenn kumulativ die fol-
genden Voraussetzungen gegeben sind: a) Die Gesamtnote muss min-
destens 4,0 betragen; b) Der gewichtete Durchschnitt der Fächer Dip-
lomarbeit Steuern, Klausurarbeit Steuern und Steuern mündlich muss 
mindestens 4,0 betragen,  dabei  wird die Klausurarbeit  Steuern drei-
fach, die Diplomarbeit und die mündliche Prüfung je zweifach gewich-
tet; c) Es  dürfen nicht  mehr  als  zwei  Noten unter  4,0  erteilt  worden 
sein (Art. 28 Reglement,  Änderung Bst. b  vom 24. Juli  2001,  geneh-
migt durch das BBT am 15. August 2001).

2.4 Die  Prüfungsleistungen  der  Beschwerdeführerin  wurden  gemäss 
Notenblatt wie folgt bewertet: 

Schriftliche Prüfung
Diplomarbeit (einschliesslich Kolloquium) zweifach 4,5
Steuern dreifach 3,0
Recht zweifach 4,0
Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Finanzierung zweifach 3,0

Mündliche Prüfung
Steuern zweifach 4,0
Wahlfach (Recht oder Betriebswirtschaft) einfach 5,0
Kurzreferat einfach 5,5

Durchschnittsnote 3,9
Gewichtete Durchschnittsnote 3,7

3.

3.1 Die  Beschwerdeführerin  wendet  sich  gegen die  Bewertung ihrer 
Diplomarbeit mit Kolloquium. Sie hält an ihren vor der Vorinstanz erho-
benen  Rügen  der  Unterbewertung  vollumfänglich  fest.  Weiter  macht 
sie  geltend,  aus der Stellungnahme der Experten gehe hervor, dass 

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das Kolloquium nur der Feststellung gedient habe, ob sie die Diplom-
arbeit  selber verfasst habe. Damit habe die Prüfungskommission ge-
gen das Reglement und die Wegleitung verstossen. Nach den gesam-
ten  Umständen  sei  ihr  für  die  Diplomarbeit  die  Note 5.0  zu  erteilen 
(Beschwerde, S. 3 oben). 

3.2 Die Vorinstanz hat sich mit den Vorbringen der Beschwerdeführe-
rin und der Stellungnahme der Erstinstanz eingehend auseinanderge-
setzt. Die Beschwerdeführerin bringt hierzu keine neuen Einwände vor 
und setzt  sich  mit  dem angefochtenen  Entscheid  nicht  auseinander. 
Die Erstinstanz hat dargelegt, dass für das Kolloquium keine separa-
ten Punkte vergeben würden, sondern dieses nur dazu diene, die (vor-
läufige)  Benotung  der  schriftlichen  Arbeit  danach  zu  überprüfen,  ob 
der Kandidat die Arbeit selber verfasst habe und ihren Inhalt auch im 
Gespräch verständlich erläutern  könne; entsprechend seien allfällige 
Abweichungen von der aufgrund der Lektüre der Arbeit erteilten Note 
zu begründen, während dies für ihre Bestätigung nicht der Fall sei (vgl. 
angefochtener  Entscheid,  S. 10).  Die  Beschwerdeführerin  legt  nicht 
dar, inwiefern dies gegen das Reglement und die Wegleitung verstos-
sen  würde. Dies  ist  auch  nicht  ersichtlich. Im Übrigen  kann  auf  die 
überzeugenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid  und –  in 
Bezug auf die Bewertung der formellen Aspekte der Diplomarbeit – auf 
die  Stellungnahme der  Vorinstanz  vom 3. April  2008 verwiesen wer-
den. 

4.
Die Beschwerdeführerin macht, wie schon vor der Vorinstanz, Verfah-
rensfehler im Fach Mehrwertsteuer geltend. Die Vorinstanz hat sich mit 
ihren Vorbringen eingehend auseinandergesetzt und in überzeugender 
Weise Verfahrensfehler verneint. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit 
der  Begründung  im angefochtenen  Entscheid  auch in  diesem Punkt 
nicht auseinander und beschränkt sich darauf, ihre Rügen zu wieder-
holen. Auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid 
kann hier verwiesen werden. 

Im Übrigen bestehen keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass Kan-
didaten ihre Antworten entgegen den Vorgaben nur auf separaten Lö-
sungsblättern geschrieben hätten und diese Arbeiten von der Erstin-
stanz anders beurteilt  worden wären als die Arbeit  der Beschwerde-
führerin.  Der  von  ihr  in  diesem  Zusammenhang  erhobene  Einwand 

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rechtsungleicher und willkürlicher Beurteilung ist  unsubstanziiert  und 
offensichtlich unbegründet. 

5.
Die  Beschwerdeführerin  rügt  eine  willkürliche  Bewertung  in  den 
schriftlichen Prüfungen im Fach "Nationales Steuerrecht"  und "Mehr-
wertsteuer". Die Vorinstanz hat die Rügen der Beschwerdeführerin im 
Lichte  der  Stellungnahmen  der  Erstinstanz  bzw. der  an  ihrer  Stelle 
handelnden  Experten  im  Einzelnen  geprüft.  Sie  legt  einlässlich  und 
überzeugend dar, dass und weshalb die Stellungnahmen der Experten 
deutlich machen, welche Fehler die Beschwerdeführerin begangen hat 
und aus welchen Gründen ihr bei den einzelnen Antworten Punkte ab-
gezogen worden sind. Ihre Würdigung,  wonach die sehr detaillierten 
Stellungnahmen  der  Experten  ohne  weiteres  nachvollziehbar  seien 
und  darauf  abgestellt  werden  könne,  ist  nicht  zu  beanstanden.  Die 
Prüfung des materiellen Inhalts der Examensleistung durch die Vorin-
stanz mit eingeschränkter Kognition hält sich an die Rechtsprechung 
(statt vieler BVGE 2008/14 E. 4 S. 185 ff.). Die Kognition des Bundes-
verwaltungsgerichts  ist  nicht  weiter  als  jene  der  Vorinstanz  (vgl. 
BVGE 2008/14 E. 3 S. 183 f.). Bei dieser Sach- und Rechtslage durfte 
die  Vorinstanz  ohne  weiteres  auf  die  Durchführung  eines  zweiten 
Schriftenwechsels bzw. auf die Einholung einer zweiten Stellungnah-
me bei den Experten verzichten; dazu und zur Behandlung der einzel-
nen Rügen der Beschwerdeführerin kann weitergehend auf den ange-
fochtenen Entscheid und die Stellungnahme der Vorinstanz verwiesen 
werden. 

6.

6.1 Die  Beschwerdeführerin  rügt,  im  Fach  "Internationales  Steuer-
recht" sei die Erstinstanz überhaupt nicht auf ihre Einwände eingegan-
gen und die Vorinstanz habe ohne zweiten Schriftenwechsel entschie-
den. Die Auffassung der Expertin sei mangels Begründung nicht nach-
vollziehbar. Aufgrund dessen und der Weigerung der Erstinstanz, eine 
Begründung zu liefern,  müsse darauf  geschlossen werden,  dass die 
Bewertung willkürlich sei. Dabei  erweise  es sich als  unerheblich,  ob 
die von ihr  geforderten drei  zusätzlichen Punkte relevant  seien oder 
nicht, "weil jeder einzelne Teil und zusätzlich zu erteilende Punkte zur 
Gesamtbewertung beitragen" würden (Beschwerde, S. 2). 

6.2 Die  Vorinstanz  führt  im  angefochtenen  Entscheid  dazu  aus,  die 
Stellungnahme der Erstinstanz vermöge nicht  restlos zu befriedigen. 

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Da jedoch feststehe,  dass  in  den übrigen Teilbereichen der  schriftli-
chen Prüfung ("Nationales Steuerrecht"  und "Mehrwertsteuer")  keine 
zusätzlichen Punkte  hätten  erteilt  werden können,  weil  die  Leistung 
der Beschwerdeführerin korrekt bewertet worden sei, könne auf die in-
haltliche Prüfung der Leistungen im Fach "Internationales Steuerrecht" 
verzichtet  werden. Es könnten lediglich Vorbringen Rechtsschutz ge-
niessen, welche für den Ausgang des betreffenden Verfahrens von Be-
deutung seien. Selbst wenn – was sehr unwahrscheinlich sei – infolge 
einer festgestellten willkürlichen Bewertung sämtlichen Begehren der 
Beschwerdeführerin  im  Teilbereich  "Internationales  Steuerrecht"  ge-
folgt  werden müssten,  liessen sich  lediglich  drei  Pluspunkte zuspre-
chen. Dies allein würde aber nicht ausreichen, die gewogene Durch-
schnittsnote auf die für das Bestehen der gesamten Prüfung erforderli-
che Note 4 anzuheben (angefochtener Entscheid, E. 4c). 

6.3 In ihrer Stellungnahme vom 13. März 2007 hat die zuständige Ex-
pertin ausgeführt, die Prüfung "Internationales Steuerrecht" nochmals 
vollständig geprüft zu haben. Eine Abweichung zu den von den Exper-
ten gegebenen Punkten habe jedoch nicht gefunden werden können. 
Damit sei die ursprünglich erteilte Gesamtpunktzahl von 27 zu bestäti-
gen. 

Soweit  darin  überhaupt  eine  Begründung erblickt  werden kann,  sind 
diese Ausführungen unzureichend. Die Vorinstanz stellt denn auch zu-
treffend fest,  dass aus ihnen weder für die Beschwerdeführerin noch 
für die Beschwerdeinstanz(en) ersichtlich wird, aus welchen Gründen 
die Prüfungskommission zur konkreten Bewertung gelangt ist. Entspre-
chend könne auch nicht nachvollzogen werden, welche Punkte für wel-
che Antworten vergeben bzw. welche Punkte aufgrund welcher fehler-
haften Antworten nicht erteilt worden seien. 

Damit  steht  fest,  dass die Erstinstanz ihrer  Begründungspflicht  nicht 
nachgekommen ist. Aus ihrer Stellungnahme an die Erstinstanz müss-
te hervorgehen, welche Fragen die Kandidatin korrekt beantwortet hat-
te, welche Mängel festgestellt wurden, welches die richtigen Antworten 
und Lösungen gewesen wären und wie die Mängel im Verhältnis zur 
maximal möglichen Punktzahl jeweils gewichtet wurden. 

Die Vorinstanz hat die Beschwerde aber gleichwohl abgewiesen, ohne 
von der  Erstinstanz eine rechtsgenügliche Begründung einzufordern. 
Darin ist indessen weder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs noch 
eine (anderweitige) Verletzung von Bundesrecht oder eine fehlerhafte 

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Sachverhaltsfeststellung  zu  erblicken. Vielmehr  durfte  die  Vorinstanz 
ohne weiteres in antizipierter Beweiswürdigung davon ausgehen, dass 
selbst  eine ausführliche Begründung der Erstinstanz ihren Entscheid 
bzw. den Ausgang  des  Verfahrens nicht  zu  beeinflussen vermöchte. 
Die Beschwerdeführerin hat nämlich vor der Vorinstanz lediglich gefor-
dert, dass ihr in diesem Teilbereich drei zusätzliche Punkte vergeben 
werden. Für eine Note 4.0 im Fach "Steuern" schriftlich, welche zum 
Bestehen der Prüfung erforderlich wäre, fehlen ihr aber 15.75 Punkte 
(vgl. angefochtener Entscheid E. 6). Dafür, dass die Bewertung im Teil-
bereich "Internationales Steuerrecht" insgesamt willkürlich wäre, erge-
ben sich keine hinreichenden Anhaltspunkte; solches wird von der Be-
schwerdeführerin auch nicht substanziiert vorgebracht. 

7.
Was die weiteren Rügen der  Beschwerdeführerin  betrifft,  welche sie 
im vorinstanzlichen Verfahren vorgebracht hat, kann auf die zutreffen-
den Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. 

Indem der Beschwerdeführerin  im Verfahren vor Bundesverwaltungs-
gericht volle Akteneinsicht gewährt worden ist, hat eine allfällige Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs im Verfahren vor der Vorinstanz als ge-
heilt zu gelten. 

8.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. 
Die Erstinstanz wird aber ihre Begründungspraxis in Beschwerdever-
fahren  vor  der  Vorinstanz  im  oben  (E. 6.3)  ausgeführten  Sinne  zu 
überprüfen haben. 

Bei  diesem  Verfahrensausgang  sind  die  Verfahrenskosten  der  Be-
schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie werden auf 
Fr. 700.- festgesetzt und mit  dem am 19. November 2007 geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr 1'600.- verrechnet. 

9.
Nach  Art. 83  Bst. t  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
(BGG, SR 173.110) können Entscheide über das Ergebnis von Prüfun-
gen nicht  mit  Beschwerde beim Bundesgericht  angefochten werden. 
Der vorliegende Entscheid ist endgültig.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 700.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 1'600.-  verrechnet.  Der  Restbetrag  von  Fr. 900.-  wird  der  Be-
schwerdeführerin aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilagen: Beschwerdeakten, 
Rückerstattungsformular)

- die Vorinstanz (Einschreiben; Vorakten zurück)
- die Erstinstanz (Einschreiben; Vorakten zurück)

Der Instruktionsrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Philippe Weissenberger Anita Kummer

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