# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a95749a-f70c-5e34-a731-90af3af9a0fb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-01-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 14.01.2003 SF 2002 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2002-24_2003-01-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 14. Januar 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 02 24/25 (nicht mündlich eröffnet)

Kontumazurteil
Strafkammer

Vizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Heinz-Bommer, Rehli, Sutter-Ambühl und 
Vital, Aktuar Crameri.

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In der Strafsache

des T., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Ilario Bondolfi, 
Postfach 74, Reichsgasse 71, 7002 Chur,

und

des A. a l i a s  M . , Angeklagter, amtlich verteidigt durch lic. iur. Thomas Engel, 
Vilanstrasse 15, 7000 Chur,

mit Verfügungen des Staatsanwaltes vom 25. November 2002,

wegen Raubes und Sachbeschädigung (beide) sowie Raufhandels, mehrfachen 
Diebstahls und unvollendeten Versuchs dazu (T.),

in Anklagezustand versetzt,

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hat sich ergeben:

A. 1. T. wuchs mit einem Bruder und zwei Schwestern bei seiner Mutter in 
Algerien auf. Sein Vater arbeitete in Frankreich und starb, als T. zwölf Jahre alt war. 
In Algerien besuchte T. sechs Jahre die Primarschule. Danach machte er während 
sechs Monaten eine Schnupperlehre bei einem Maler. Einen Beruf erlernte er nicht. 
T. arbeitete als Händler und Verkäufer in Algerien. Im Alter von 20 Jahren verliess 
er Algerien und lebte als Händler in Libyen, Tunesien und Marokko. 1998 kam T. 
erstmals in die Schweiz und blieb hier bis Ende 2000. Danach hielt er sich wieder 
in Algerien auf. Am 15. November 2001 kam er das zweite Mal in die Schweiz. Von 
Algerien gelangte er über Marseille nach Genf. In der Nähe von Lausanne stellte er 
ein zweites Asylgesuch. Er wurde dem Durchgangszentrum I. in J. zugeteilt. In der 
Woche erhielt er dort Fr. 80.--. T. hat weder nennenswertes Vermögen noch Schul-
den. Am 13. März 2002 wurde T. wegen unbekannten Aufenthaltes abgemeldet und 
am 15. März 2002 dem Bundesamt für Flüchtlinge als verschwunden gemeldet. In 
der Nacht vom 25. auf den 26. Mai 2002 meldete sich T. in seiner ehemaligen Un-
terkunft.

Im schweizerischen Zentralstrafregister ist T. mit einer Eintragung verzeich-
net. Am 11. August 1999 wurde er vom Untersuchungsrichteramt S. wegen Wider-
handlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG mit sechs Wochen Gefängnis, Probezeit zwei 
Jahre, und Fr. 500.-- Busse bestraft. Zudem büsste ihn der Kreispräsident Fünf Dör-
fer am 8. Februar 2002 wegen geringfügigen Diebstahls mit Fr. 120.-- Busse.

T. befand sich zwischen dem 5. Februar 2002 und dem 20. Februar 2002 
sowie zwischen dem 4. Juni 2002 und dem 24. Juni 2002 während 16 bzw. 21 Ta-
gen in Untersuchungshaft.

Vom 25. Juni 2002 bis am 17. Dezember 2002 befand sich T. in Ausschaf-
fungshaft.

2. A. alias M. wuchs zusammen mit zwei Brüdern und zwei Schwestern bei 
den Eltern in Esenia auf. Dort besuchte er neun Jahre die Grundschule. Anschlies-
send absolvierte er den obligatorischen, zweijährigen Militärdienst. Eine Lehre ab-
solvierte A. nie. Nach dem Militärdienst war er zehn Jahre als Kontrolleur in einem 
staatlichen Oelbetrieb tätig. Im Oktober 2000 verliess A. Algerien und gelangte über 
Marokko, Spanien, Marseille und Strasbourg nach Deutschland. Eine Woche hielt 
er sich in Karlsruhe auf und wurde dann dem Asylheim in O. zugewiesen. Danach 

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kam er für die folgenden 18 Monate ins Asylheim in E.. Ohne den Asylentscheid in 
Deutschland abzuwarten reiste A. am 15. Mai 2002 über Singen in die Schweiz ein 
und gelangte nach Zürich. Einen Tag später reiste er nach D., wo er ein Asylgesuch 
stellte. Eine Woche später wurde er dem Durchgangsheim in Q. zugewiesen. Am 
21. Juni 2002 erfolgte die Rückschaffung nach Deutschland. A. ist ledig und hat 
weder Vermögen noch Schulden. In Q. erhielt er Fr. 31.-- in der Woche.

Gemäss Auszug aus dem schweizerischen Strafregister ist A. in der Schweiz 
nicht vorbestraft. Mit Strafverfügung des Bezirksamtes D. vom 24. Juni 2002 wurde 
er wegen Widerhandlung gegen das ANAG mit 10 Tagen Gefängnis, Probezeit zwei 
Jahre, bestraft.

A. befand sich zwischen dem 4. Und 20. Juni während 17 Tagen in Untersu-
chungshaft.

B. Die Staatsanwaltschaft Graubünden wirft T. und A. Raub gemäss Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB und Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB vor. T. ist 
im weiteren des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Dieb-
stahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB sowie des unvollendeten Versuchs dazu 
gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB angeklagt. Der 
Anklage liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

„1. In der zweiten Januarhälfte 2002 wollten T., B. und K. in Q. ins N.. 
Da sie nicht im Besitze einer Clubkarte waren, wurde ihnen der 
Zutritt vom Türsteher P. verweigert. Deswegen gab es eine Dis-
kussion. Während dieser ergriff T. ab der Theke das H. gehörende 
Mobiltelefon. Als P. dies bemerkte, schlug er es T. aus der Hand. 
Danach verliessen T., B. und Q. das Lokal.

T. bestreitet, das Mobiltelefon in Diebstahlsabsicht in die Hand ge-
nommen zu haben. Vielmehr habe er dieses aus Trotz in die Hand 
genommen, ein paar Sekunden gehalten und dann zurückgelegt.

Akten: 5.1 - 5.4, 5.6

2. Nach dem Konsum von einigen alkoholischen Getränken bega-
ben sich T., B. und K. am späten Abend des 4. Februar 2002 ins 
Restaurant R. in J.. Nachdem B. nach Ansicht der Serviceange-
stellten C. unberechtigterweise die Küche betreten wollte, kam es 
kurz nach Mitternacht zu einer lauten Auseinandersetzung zwi-
schen diesen beiden Personen. C. legte B. und seinen Kollegen 
nahe, das Lokal zu verlassen. F., der bis anhin am Stammtisch 
gesessen hatte, wollte ihr bei diesem Vorhaben behilflich sein. Als 
er sich in die Diskussion einmischte, kam es zu einer tätlichen 
Auseinandersetzung zwischen ihm und B.. Kurz darauf wurde der 
Streit im Freien fortgesetzt, wobei sich inzwischen auch T., K. und 

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U. in die Auseinandersetzung einmischten. Von den anderen un-
bemerkt entwendete T. während der Rauferei die beiden Porte-
monnaies von U. (Inhalt ca. Fr. 2'300.--) und von F. (Inhalt ca. Fr. 
320.--). Im weiteren gelangte T. in den Besitz einer Halskette, ei-
ner Armkette sowie einer Herrenarmbanduhr von F.. Erst als die 
Serviertochter mit der Polizei drohte, liessen T., B. und K. von F. 
und U. ab und ergriffen die Flucht. Auf dem Weg zum Durch-
gangszentrum für Asylbewerber zeigte T. seinen beiden Kollegen 
das Portemonnaie von U. und die ebenfalls entwendeten 
Schmuckgegenstände. Während er das Portemonnaie von U. 
samt Fr. 1'800.-- unterwegs bei einem Baum an der Ecke Zoll-
strasse/Gartenstrasse versteckte, warf er die Halskette, die Arm-
banduhr und einiges an Notengeld unmittelbar vor dem polizeili-
chen Zugriff beim Durchgangszentrum I. weg.

T. bestreitet, das Portemonnaie und die Armkette von F. entwen-
det zu haben.

Akten: 4.1 - 4.8, 4.11, 4.16, 4.18 - 4.28, 4.30 - 4.33, 4.35, 4.40, 
4.43

U. konnte das Portemonnaie sowie Fr. 2‘025.-- und F. sein Porte-
monnaie sowie Fr. 225.--, die Halskette und die Uhr zurückerstat-
tet werden. Die Armkette blieb verschwunden.

Akten: 4.1 (S. 3 f.), 4.14, 4.15

Während sich einige der übrigen Beteiligten bei der Rauferei le-
diglich Schürfungen und Prellungen zuzogen, brach F. den Ring-
finger der rechten Hand. Zudem erlitt er eine Kehlkopfprellung und 
verschiedene Schürfungen. F. stellte am 5. Februar 2002 Strafan-
trag wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Gleichen-
tags stellte U. Strafantrag wegen Körperverletzung bzw. Tätlich-
keiten. U. zog seinen Strafantrag am 28. Mai 2002 und F. seinen 
Strafantrag am 10. Juni 2002 wieder zurück.

Akten: 4.10, 4.12, 4.40, 4.43

3. Am Nachmittag des 3. Juni 2002 hielten sich T. und A. auf der 
Quaderwiese in Q. auf und konsumierten ein paar Bier. Gegen 
18.00 Uhr kehrten sie ins Durchgangszentrum an der Loestrasse 
zurück. Um 21.00 Uhr begaben sich T. und A. in eine in der Alt-
stadt gelegene Bar, wo sie sich bis nach Mitternacht aufhielten. T. 
will vier bis sechs Stangen Bier und A. ca. sieben Stangen Bier 
konsumiert haben. Danach verliessen die beiden die Bar und spa-
zierten ca. fünf Minuten durch die Strassen. Dann bemerkten sie 
einen betrunkenen Mann. T. und A. kamen auf die Idee, diesen 
Mann zu überfallen und zu bestehlen. Sie gingen ca. zehn Minu-
ten hinter diesem her. Von der Poststrasse bogen sie in die L. ab. 
Auf der Höhe des V. packte T. G. von vorne an der Kehle und 
stiess ihn zurück. A. packte seinerseits den Mann von hinten am 
Körper. G. und die Angreifer kamen zu Fall. G.s Portemonnaie fiel 
aus der Gesässtasche. Seine Hose zerriss im Kniebereich und 

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der rechten Gesässtasche. Die Lesebrille flog unauffindbar weg. 
G. zog sich am linken Ellenbogen eine oberflächige Schürfwunde 
zu. Als sich T. und A. erhoben nahm T. das Portemonnaie an sich. 
In diesem Moment kam eine wegen des Lärms aufmerksam ge-
wordene Fusspatrouille der Stadtpolizei Q. hinzu. T. und A. ergrif-
fen die Flucht. A. sprang die Poststrasse hinunter und T. bog bei 
der Bankstrasse rechts ab. A. konnte von der Polizei beim Post-
hotel angehalten und festgenommen werden. T. seinerseits 
konnte gleichentags um 15.00 Uhr im Durchgangszentrum ver-
haftet werden.

Das Portemonnaie wurde am 4. Juni 2002 bei der Martinskirche 
aufgefunden und von einer unbekannten Person bei der Zweig-
stelle des Roten Kreuzes an der Rigastrasse abgegeben. Es fehl-
ten die Noten im Betrage von Fr. 220.--.

Akten: 6.1, 6.2, 6.4 - 6.12, 6.14, 6.15 (T.) bzw. 4.1, 4.2, 4.5 - 4.15 
(A.)

G. stellte am 26. Juni 2002 Strafantrag unter anderem wegen 
Sachbeschädigung. 

Akten: 6.3

Als Depositum leistete T. am 20. Februar 2002 Fr. 200.--, A. am 
7. Juni 2002 Fr. 120.--. 

Akten: 1.2, 1.3

Gegen B. und K. wurden separate Strafverfahren eröffnet.“

C. Die Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Kantonsgerichtes findet 
in Abwesenheit von T. und A. statt.

Staatsanwalt Dr. iur. Jakob Grob stellt und begründet folgende Rechtsbegeh-
ren:

„1. a) T. sei des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, des 
Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB, des mehrfachen 
Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB sowie des unvollen-
deten Versuchs dazu gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbin-
dung mit Art. 21 Abs. 1 StGB und der Sachbeschädigung 
gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

b) Dafür sei er mit 20 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung der 
Untersuchungshaft, zu bestrafen.

c) Er sei für die Dauer von zehn Jahren des Landes zu verwei-
sen.

d) Gesetzliche Kostenfolge.

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2. a) A. sei des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und 
der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig 
zu sprechen.

b) Dafür sei er unter Anrechnung der Untersuchungshaft und als 
Zusatzstrafe zur Verurteilung vom 24. Juni 2002 mit zwölf Mo-
naten Gefängnis zu bestrafen.

c) Er sei für die Dauer von fünf Jahren des Landes zu verweisen.

d) Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Landesverweisung sei 
aufzuschieben, unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jah-
ren.

e) Gesetzliche Kostenfolge.“

Die amtlichen Verteidiger von T. und A., Rechtsanwalt lic. iur. Ilario Bondolfi 
und lic. iur. Thomas Engel, tragen vor und begründen folgende Anträge:

„1. a) T. sei des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, des 
Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB, des mehrfachen 
Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB und der Sachbeschä-
digung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

b) Dafür sei er mit sechzehn Monaten Gefängnis zu bestrafen, 
abzüglich der erstandenen Untersuchungshaft.

c) Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei mit einer Probezeit von vier 
Jahren aufzuschieben.

d) Kostenfolge sei die gesetzliche.“

2. a) A. sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

b) Dafür sei er mit einer Gefängnisstrafe von acht Monaten zu 
belegen, welche als Zusatz zur Strafverfügung des Bezirks-
amtes D. vom 24. Juni 2002 auszusprechen sei.

c) Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben, unter An-
setzung einer angemesssenen Probezeit.

d) Von der Anordnung eines Landesverweises sei abzusehen.

e) Gesetzliche Kostenfolge.“

Auf die Ausführungen zur Begründung der Anträge wird in den Erwägungen 
eingegangen.

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. Gemäss Art. 123 Abs. 1 StPO kann das Gericht auf Grund der Akten ent-
scheiden und ein Abwesenheitsurteil fällen, wenn der Angeklagte trotz gehöriger 

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Vorladung nicht zur Hauptverhandlung erscheint und auch nicht vorgeführt werden 
kann. T. wurde ordnungsgemäss vorgeladen. Am 16. Dezember 2002 verfügte das 
Amt für Polizeiwesen Graubünden die Entlassung des Angeklagten aus der Aus-
schaffungshaft, die am nächsten Tag erfolgte. Heute ist er flüchtig. A. wurde am 21. 
Juni 2002, nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft, durch das Amt für Po-
lizeiwesen Graubünden nach Deutschland zurückgeschoben. Zur Hauptverhand-
lung sind beide Angeklagten nicht erschienen. Eine polizeiliche Vorführung ist nicht 
möglich. Es ist demzufolge das Abwesenheitsverfahren durchzuführen, dem auch 
der Staatsanwalt und die Verteidiger nicht widersprechen. 

2. a) Des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, 
wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Androhung gegenwärtiger Gefahr für 
Leib oder Leben oder nachdem er den Betroffenen zum Widerstand unfähig ge-
macht hat, einen Diebstahl begeht. Der Täter muss also zunächst Gewalt ausüben 
oder Nötigungshandlungen vornehmen, die den Diebstahl erst ermöglichen, und 
alsdann diesen auch wirklich verüben; erst damit ist die Tat vollendet. Er muss so-
dann einen Diebstahl nach Art. 139 Ziff. 1 StGB begehen. Dieser muss ihm gerade 
durch die Gewalt oder die Nötigungshandlungen ermöglicht oder mindestens er-
leichtert werden (Rehberg/Schmid, Strafrecht III, 7. Auflage, Zürich 1997, S. 123 ff.).

b) T. und A. sind überführt und haben im Untersuchungsverfahren zugestan-
den, am 4. Juni 2002, gegen 01.00 Uhr, an der L. beim V. in Q., den alkoholisierten 
G. beraubt zu haben, indem sie ihn am Körper und am Hals packten, gewaltsam zu 
Boden rissen und ihm das Portemonnaie wegnahmen. Dem Geschädigten fügten 
sie eine oberflächliche Schürfwunde am linken Ellenbogen zu.

In rechtlicher Hinsicht ist unbestritten, dass diese Verübung von Gewalt um 
den Diebstahl des Portemonnaies zu begehen als Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 
StGB zu qualifizieren ist. Als Gewalt kommt jede Art der Einwirkung auf den Körper 
des Opfers in Betracht und für die Vollendung des Raubes wird stets vorausgesetzt, 
dass ein Diebstahl begangen wird. Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt, so dass 
der objektive Tatbestand des Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB gegeben ist. 

Subjektiv erfordert Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB die vorsätzliche Tatbegehung. 
Der Vorsatz des Täters muss sich auf die Gewalt und auf die Tatbestandsmerkmale 
des Diebstahls (Wegnahme einer fremden beweglichen Sache, Absicht der Aneig-
nung und der unrechtmässigen Bereicherung) beziehen. An einer vorsätzlichen Be-
gehung der Tat durch die Angeklagten kann angesichts des Vorgehens und der 

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einzelnen Tatumstände kein Zweifel bestehen. Beide sahen, dass das Opfer be-
trunken war, gingen ihm nach, fassten den Entschluss es zu überfallen und erhoff-
ten sich dadurch zu Geld zu kommen (act. 6.12, 6.15 T.). Indem sie sich mit Wissen 
und Willen, unter Anwendung von Gewalt das Portemonnaie des Opfers in Berei-
cherungsabsicht aneigneten, haben sie auch sämtliche subjektiven Tatbestands-
elemente des Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB. erfüllt. Damit sind sie, wie es die Staats-
anwaltschaft beantragt und die Verteidiger auch anerkennen, des Raubes gemäss 
Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

3. a) Gemäss der Anklage kam es in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 
2002 im und vor dem Restaurant R. in J. zu einer handgreiflichen Auseinanderset-
zung zwischen T., B. und K. einerseits sowie F. und U. andererseits. Ausgangspunkt 
bildete ein Wortgefecht zwischen B. und der Serviceangestellten, die ihm und sei-
nen zwei Kollegen nahegelegt hatte, das Lokal zu verlassen. F. wollte ihr bei diesem 
Vorhaben behilflich sein. Es kam zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwi-
schen ihm und B.. Der Streit wurde dann im Freien fortgesetzt, wobei dort auch T., 
K. und U. tätlich wurden. F. erlitt einen Bruch des Ringfingers der rechten Hand 
sowie eine Kehlkopfprellung und verschiedene Schürfungen (act. 4.11). Die übrigen 
an der Rauferei Beteiligten zogen sich lediglich Schürfungen und Prellungen zu. 

b) Raufhandel ist eine tätliche Auseinandersetzung, an der mindestens drei 
Personen teilnehmen und bei welcher zwei oder mehr Parteien wechselseitig tätlich 
gegeneinander vorgehen. Die Beteiligung am Raufhandel wird bestraft, wenn dieser 
zum Tod oder zur körperlichen Schädigung im Mindestumfang von Art. 123 StGB 
eines Teilnehmers oder eines Dritten führt (BGE 118 IV 227, 106 IV 246). Aufgrund 
der Depositionen von T. selbst (act. 4.35) und der anderen an der tätlichen Ausein-
andersetzung Beteiligten steht fest, dass fünf Personen wechselseitig tätlich vorgin-
gen und dass sich der Angeklagte daran aktiv beteiligte (act. 4.18, 4.19, 4.27, 4.31, 
4.33, 4.40). Sodann sind die von F. erlittenen Verletzungen als einfache Körperver-
letzung im Sinne von Art. 123 StGB zu qualifizieren. Daraus folgt, dass die Merk-
male des Raufhandels objektiv und subjektiv erfüllt sind. T. hat sich somit der Be-
teiligung an einem Raufhandel im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB schuldig gemacht.

4. a) In der Anklageschrift wird T. zudem mehrfacher Diebstahl gemäss Art. 
139 Ziff. 1 StGB und unvollendeter Versuch dazu gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in 
Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB vorgeworfen. Grundlage der Anklage bildet die 
Entwendung der beiden Portemonnaies von U. und F. sowie der Hals- und Armkette 
wie auch der Armbanduhr des letzteren, begangen in der Nacht vom 4. auf den 5. 

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Februar 2002 während der tätlichen Auseinandersetzung im und vor dem Restau-
rant R. in J.. Ferner die versuchte Wegnahme des Mobiltelefons von H., verübt Ende 
Januar 2002 in der Diskothek N. in Q..

b) Den Tatbestand des Diebstahls erfüllt, wer jemandem eine fremde, be-
wegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen anderen damit un-
rechtmässig zu bereichern. In subjektiver Hinsicht wird das Wissen des Täters um 
die Fremdheit der Sache und seinen Willen zum Bruch des fremden und zur Be-
gründung des eigenen Gewahrsams an der Sache verlangt. Ausserdem sind die 
Aneignungsabsicht und die Absicht der unrechtmässigen Bereicherung erheischt. 
Beim unvollendeten Versuch hat der Täter mit der Ausführung der Tat begonnen, 
aber nicht alles vorgekehrt, was nach seiner Vorstellung zur Vollendung erforderlich 
war. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichtes gehört zur Ausführung schon jede 
Tätigkeit, die nach dem Plan, den sich der Täter gemacht hat, auf dem Weg zum 
Erfolg den letzten entscheidenden Schritt darstellt, von dem es in der Regel kein 
zurück mehr gibt, es sei denn wegen äusserer Umstände, die eine Weiterverfolgung 
der Absicht erschweren oder verunmöglichen (BGE 120 IV 115, 119 IV 227, 117 IV 
384, 396).

c) Der Angeklagte gab vor dem Untersuchungsrichter zu, U. das Portemon-
naie und F. die Halskette sowie die Armbanduhr weggenommen zu haben (act. 
4.30, 4.40). Hingegen bestritt er, das Portemonnaie und die Armkette von F. gestoh-
len sowie das Mobiltelefon von H. in Diebstahlsabsicht zu sich genommen zu haben 
(act. 4.30, 4.35, 5.6).

Grundsätzlich sind im Strafprozess an den Beweis, dass der Angeklagte den 
ihm zur Last gelegten Sachverhalt erfüllt hat, hohe Anforderungen zu stellen. Eine 
Verurteilung setzt voraus, dass der Richter in freier Beweiswürdigung (Art. 249 
BStP, Art. 125 Abs. 2 StPO) zur begründeten Gewissheit gelangt, dass sich der 
betreffende Sachverhalt verwirklicht hat. Jeder Schuldspruch muss deshalb sowohl 
objektiv auf einem ausreichenden Schuldbeweis als auch subjektiv auf der vollen 
richterlichen Überzeugung beruhen (V. Schwander, Freie Beweiswürdigung, Mit 
oder ohne Unschuldvermutung?, in ZSR 98 (1981), S. 221 f.; Hauser, Kurzlehrbuch 
des Schweizerischen Strafprozessrechtes, Basel 1984, S. 147); blosse Wahr-
scheinlichkeit genügt nicht. Folgerichtig ist der Angeklagte freizusprechen, wenn 
das Gericht nicht restlos von seiner Schuld überzeugt ist. Indessen wirken sich nur 
erhebliche und unüberwindliche Zweifel zu seinen Gunsten aus. Unbeachtlich sind 
dagegen - weil immer möglich - rein theoretisch-abstrakte Zweifel (vgl. Hauser, 

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a.a.O., S. 148). Nach dem aus der Unschuldsvermutung (Art. 6 Abs. 2 EMRK) ab-
geleiteten Grundsatz „in dubio pro reo“ (vgl. dazu BGE 106 IV 88 mit Verweisungen; 
Frohwein/Peukert, EMRK-Kommentar, Kehl/Strassbourg 1985, N. 112 zu Art. 6 
EMRK),der auch als Leitgedanke des Bündner Strafprozessrechtes gilt (vgl. PKG 
1978 Nr. 31, 1977 Nr. 77, 1976 Nr. 57), muss das Verfahren nur dort zu einem 
Freispruch oder zumindest zu einer Entlastung in bestimmten Teilfragen führen, wo 
nach sorgfältiger Sichtung der Beweise vernünftige und begründbare Zweifel an den 
tatsächlichen Voraussetzungen der Strafbarkeit bestehen.

Wendet man die dargelegten Kriterien auf den vorliegenden Fall an, erscheint 
der ausreichende Nachweis einer Täterschaft von T. an den Diebstahl des Porte-
monnaies und der Armkette von F. erbracht. Zwar stehen der Strafkammer des Kan-
tonsgerichtes nicht direkte Beweise zur Verfügung. An der Täterschaft des Ange-
klagten kann aber aufgrund von Indizien nicht ernsthaft gezweifelt werden. Tatsa-
chen dieser Art liegen darin, dass die Ermittlung und die Untersuchung ergeben 
haben, dass er nach dem Raufhandel im Besitze von zwei Portemonnaies war. Die 
an der tätlichen Auseinandersetzung beteiligten B. und K. sagten aus, der Ange-
schuldigte habe ihnen auf dem Weg zum Asylantenheim ein Portemonnaie gezeigt, 
das er vor der Festnahme noch wegwerfen konnte (act. 4.24, 4.25, 4.31). In der 
untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 14. Februar 2002 gab der Ange-
schuldigte zu, ein Portemonnaie zu sich genommen und bei einem Baum an der 
Ecke Zollstrasse/Gartenstrasse in J. versteckt zu haben (act. 4.30). Somit ist erwie-
sen, dass er beim Raufhandel zwei Portemonnaies zu sich nahm, eines, das er 
wegwarf und eines, das er versteckte. K. erwähnte im weiteren, dass der Ange-
schuldigte während der tätlichen Auseinandersetzung den Schweizern einige Sa-
chen gestohlen und ihm ein Portemonnaie, eine Halskette und eine Armbanduhr 
gezeigt habe (act. 4.31). Fest steht, dass F. beim Raufhandel nicht nur das Porte-
monnaie, die Halskette und die Armbanduhr, sondern auch die Armkette wegge-
nommen wurde (act. 4.18, 4.43). Es liegen aber keine Anhaltspunkte dafür vor, dass 
einer der anderen an der tätlichen Auseinandersetzung Beteiligten Gegenstände 
gestohlen haben könnte. Die Aussage von K., an deren Glaubhaftigkeit keine Zwei-
fel bestehen, weist somit darauf hin, dass der Angeklagte F. auch die Armkette weg-
nahm. 

Durch den Zeugen P. ist erstellt, dass T. das sich auf der Theke befindende 
Mobiltelefon von H. behändigte (act. 5.6). Der Angeklagte machte geltend, es aus 
Trotz zu sich genommen, nur kurz in der Hand gehalten und dann wieder zurück-
gelegt zu haben. Der Zeuge sagte hingegen aus, er habe es ihm aus der Hand 

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geschlagen. Diese Deposition ist als überzeugender Beweis anzusehen, zumal sie 
von K. und B. im Wesentlichen bestätigt wurde. Beide gaben an, der Angeschuldigte 
habe ein Mobiltelefon nehmen wollen und habe es gepackt. Doch sei er sogleich 
vom Securitaswächter an der Hand gehalten worden, so dass er davon abgelassen 
habe (act. 5.3, 5.4). K. erwähnte noch, dass T. das Mobiltelefon sicher mitgenom-
men hätte, wenn die Wegnahme unbemerkt geblieben wäre. Die Aussage des An-
geklagten, er habe das Mobiltelefon selber wieder zurückgelegt, ist daher überhaupt 
nicht glaubhaft. Ihm muss folglich Diebstahlsabsicht vorgeworfen werden. Es ist auf 
unvollendeten Diebstahlsversuch zu erkennen, weil das Mobiltelefon im Herr-
schaftsbereich des Gewahrsamsinhabers blieb, ein Gewahrsamsbruch also nicht 
stattfand. Erst die Begründung neuen Gewahrsams vollendet die Wegnahme und 
damit den Diebstahl.

Nach der Würdigung dieser Indizien haben die Richter keine Zweifel, dass 
T., entsprechend der Darstellung der Anklage, auch das Portemonnaie und die Arm-
kette von F. wegnahm und das Mobiltelefon von H. zu sich nahm, um es zu stehlen. 
Der objektive und subjektive Tatbestand des Art. 139 Ziff. 1 StGB ist somit gegeben. 
Der Angeklagte erfüllte ihn fünfmal, wobei er jeweils aufgrund eines neuen, sponta-
nen Entschluss handelte. Es ist folglich auf mehrfache Begangenschaft zu erken-
nen. Mit seinem Verhalten hat er sich im Weiteren des unvollendeten Diebstahls-
versuchs gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB schul-
dig gemacht. Seine Bestreitungen sind überhaupt nicht glaubhaft. Der Angeschul-
digte unterdrückte zunächst die Wahrheit, indem Geständnisse nur mühsam und 
sukzessive zustandekamen. In Haft genommen, bestritt er am 6. Februar 2002, 
überhaupt etwas gestohlen zu haben. Er stellte sogar in Abrede im und vor dem 
Restaurant R. gewesen zu sein (act. 3.4). Einen Tag später sagte er sowohl vor 
dem Haftrichter als auch vor der Polizei wiederum aus, er habe nichts gestohlen 
(act. 3.11, 4.23). Auch am 13. Februar 2002 bestritt er jeglichen Diebstahl (act. 
4.28). In der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 14. Februar 2002 stritt 
der Angeschuldigte erneut den Diebstahl eines Portmonnaies ab, denjenigen der 
Halskette und der Armbanduhr gab er hingegen zu. Erst nach einem Einvernahme-
unterbruch und der Besprechung mit dem Verteidiger gestand er, ein Portemonnaie 
zu sich genommen und bei einem Baum an der Ecke Zollstrasse/Gartenstrasse in 
J. versteckt zu haben (act. 4.30). 

5. Unter der Ziff. 3 der Anklageschrift für T. bzw. in der Anklageschrift für A. 
werden T. und A. schliesslich der Sachbeschädigung nach Art. 144 Abs. 1 StGB 
angeklagt. Die Angeklagten hätten G. überfallen und alle drei seien zu Fall gekom-

12

men. Dabei sei die Hose des Opfers im Bereich des Knies und der rechten Gesäs-
stasche zerrissen. Der Geschädigte stellte rechtzeitig Strafantrag. Zwar kam den 
Angeklagten nicht auf die Sachbeschädigung an. Sie wollten aber stehlen und dazu 
Gewalt anwenden, um an das Geld zu kommen. Die Gewalt war folglich das Zwi-
schenziel auf dem Weg zum angestrebten Erfolg und damit das direkt gewollte, vor-
bereitende Mittel des Diebstahls. In Fällen, in denen Gewalt angetan wird, nimmt 
der Täter aber die Verletzung des Opfers und die Beschädigung von dessen Sachen 
in Kauf. Raub konsumiert die einfache Körperverletzung (Trechsel, Schweizeri-
sches Stafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Auflage, Zürich 1997, N 24 zu Art. 140 
StGB), hingegen nicht die Sachbeschädigung. Indem die Angeklagten mit Wissen 
und Willen Gewalt anwandten, sahen sie die mögliche Beschädigung der Kleider 
des Opfers voraus und billigten sie für den Fall ihres Eintritts. Sie haben somit die 
objektiven und subjektiven Tatbestandselemente der Sachbeschädigung gemäss 
Art. 144 Abs. 1 StGB erfüllt. Demnach sind sie gestützt auf diese Bestimmung schul-
dig zu sprechen. 

6. a) Bei der Strafzumessung hat der Richter gemäss Art. 63 StGB vom Ver-
schulden des Täters auszugehen und insbesondere die Beweggründe, das Vorle-
ben und die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Nach der bundesgericht-
lichen Rechtsprechung bezieht sich der Begriff des Verschuldens auf den gesamten 
Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat. Bei der Tatkomponente hat der 
Richter insbesondere das Ausmass des verschuldeten Erfolgs, die Willensrichtung, 
mit welcher der Täter gehandelt hat, und die Beweggründe des Schuldigen zu 
berücksichtigen. Das Mass des Verschuldens variiert mit der Schwere des delikti-
schen Erfolgs, den unterschiedlich gravierenden Modalitäten der Tatbegehung und 
dem Mass an Entscheidungsfreiheit, das dem Täter zugeschrieben werden muss. 
Je leichter bzw. schwerer es für ihn gewesen wäre, die Rechtsgutverletzung zu ver-
meiden, je grösser bzw. kleiner also sein Handlungsspielraum war, desto schwerer 
bzw. leichter wiegt das Verschulden. Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, 
die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfah-
ren, wie beispielsweise Reue, Einsicht und Strafempfindlichkeit (BGE 117 IV 112 
ff.). Treffen mehrere strafbaren Handlungen zusammen, ist nach Art. 68 Ziff. 1 StGB 
eine Gesamtstrafe auszufällen. Auszugehen ist dabei von der schwersten Tat, die 
aufgrund der abstrakten Strafdrohung bestimmt wird. 

b) Schwerstes von T. begangenes Delikt ist der Raub gemäss Art. 140 Ziff. 
1 StGB, für das Zuchthaus bis zu zehn Jahren oder Gefängnis nicht unter sechs 
Monaten vorgesehen sind. Bei der Beurteilung des Verschuldens des Angeklagten 
fallen hauptsächlich der Raub, der Raufhandel und der Diebstahl ins Gewicht. Den 

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übrigen Straftatbeständen kommt für die Festlegung des Strafmas-ses nicht so 
grosse Bedeutung zu. Objektiv wiegt das Verschulden bereits aufgrund der intensi-
ven Delinquenz während der kurzen Zeitspanne schwer. Im Weiteren sah es der 
Angeklagte auf Opfer ab, die betrunken waren und von denen er folglich keinen 
besonders grossen Widerstand zu erwarten hatte. Straferhöhend wirken sich die 
Vorstrafen aus. Einen Straferhöhungsgrund stellt auch die Tatsache dar, dass der 
Angeklagte während hängigem Verfahren delinquierte. Strafschärfend sind das Zu-
sammentreffen mehrerer strafbaren Handlungen und die mehrfache Tatbegehung 
zu berücksichtigen. Strafminderungs- und Strafmilderungsgründe liegen keine vor. 
Der Einwand des Verteidigers, sein Mandant sei unter Alkoholeinfluss gestanden 
und dies müsse strafmindernd berücksichtigt werden, ist zu verwerfen. Der Ange-
klagte sagte aus, er sei stark betrunken gewesen und ein Messerschnitt im Bauch 
hätte ihm kaum Schmerzen bereitet. Er hätte kaum ein Gefühl wahrgenommen und 
in nüchternem Zustand hätte er sich anders verhalten (act. 4.30). Er kannte indes-
sen seine Lage zum voraus und er hätte alkoholische Getränke nicht übermässig 
geniessen müssen. Sein Verhalten, seine Aussagen und die Akten ergeben keine 
Anhaltspunkte dafür, dass er die Straftaten nicht bei vollem Bewusstsein beging. 
Unter Berücksichtigung der dargelegten Strafzumessungsgründe erscheint der 
Strafkammer des Kantonsgerichtes damit eine Strafe von sechzehn Monaten Ge-
fängnis angemessen. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 37 Tagen ist nach 
Art. 69 StGB anzurechnen. 

c) Das Verschulden von A. wiegt auch schwer. Seine Beteiligung am Raub 
ist als Mittäterschaft zu qualifizieren. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerich-
tes liegt Mittäterschaft vor, „wenn jemand bei der Entschliessung, Planung oder 
Ausführung des Deliktes vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit einem anderen 
Täter zusammenwirkt, wobei insbesondere auf das Mass des schuldhaften Willens 
abzustellen ist“ (BGE 108 IV 92 mit Hinweisen). Nach der in der Doktrin vorherr-
schenden Theorie der Tatherrschaft ist für die Mittäterschaft entscheidend, dass der 
Betreffende wenigstens in einem der genannten drei Stadien in für die Tat massge-
bender Weise mit dem bzw. den anderen Tätern zusammenwirken muss (Reh-
berg/Donatsch, Strafrecht I, Verbrechenslehre, siebte Auflage, Zürich, S. 140; 
Trechsel/Noll, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 5. Auflage, Zürich 
1998, S. 192 ff). Als Indiz für Mittäterschft gilt das Interesse an der Tat (Trechsel, a. 
a. O., N 14 vor Art. 24 StGB). Vorliegend fassten A. und T. gemeinsam den Tatent-
schluss und begingen den Raub gemeinsam, um zu Geld zu kommen. An der Tat 
wirkten sie somit gleichmässig mit (act. 6.15). Es kann folglich auf die für T. ge-
machten Ausführungen verwiesen werden. Bei A. fallen aber das Geständnis und 

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die Vorstrafenlosigkeit strafmindernd ins Gewicht. Die Verurteilung vom 24. Juni 
2002 wurde erst nach dem Raub ausgesprochen, weshalb sie für die Strafzumes-
sung nicht zu berücksichtigen ist. Dennoch ist straferhöhend zu werten, dass der 
Angeklagte im Zeitpunkt des Raubes wegen der Widerhandlung gegen das ANAG 
in Strafuntersuchung stand. Strafschärfend ist das Zusammentreffen der zwei straf-
baren Handlungen zu berücksichtigen. Strafmilderungsgründe fehlen. In Würdigung 
der genannten Strafzumessungsgründe wird die Anordnung einer Strafe von 10 Mo-
naten Gefängnis als angemessen betrachtet. Diese wird als Zusatz zu der mit der 
Strafverfügung des Bezirksamtes D. vom 24. Juni 2002 ausgefällte Gefängnisstrafe 
von 10 Tagen ausgesprochen. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 17 Ta-
gen ist nach Art. 69 StGB anzurechnen.

7. a) Gemäss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB kann in objektiver Hinsicht der 
bedingte Strafvollzug gewährt werden, wenn die ausgesprochene Strafe 18 Monate 
nicht übersteigt. Nicht zulässig ist der Aufschub, wenn der Verurteilte innerhalb der 
letzten fünf Jahre vor der Tat wegen eines vorsätzlich begangenen Verbrechens 
oder Vergehens eine Zuchthaus- oder eine Gefängnisstrafe von mehr als drei Mo-
naten verbüsst hat. In subjektiver Hinsicht muss die Aussicht auf künftiges Wohlver-
halten geprüft werden. Massgebend sind die Voraussetzungen im heutigen Zeit-
punkt. Die Gewährung des bedingten Strafvollzuges erfordert eine günstige Pro-
gnose, da heisst den Schluss, der Verurteilte werde sich dauernd wohlverhalten. Es 
sind die Tatumstände, das Vorleben, der Leumund sowie sämtliche weiteren Fest-
stellungen, die Schlüsse auf den Charakter des Verurteilten zulassen, gesamthaft 
zu würdigen (BGE 115 IV 83 Erw. 2b) 

b) Wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG verurteilte das Unter-
suchungsrichteramt S. am 11. August 1999 T. zu sechs Wochen Gefängnis, unter 
Gewährung des bedingten Strafvollzuges bei einer Probezeit von zwei Jahren, und 
Fr. 500.-- Busse. Zudem wurde er vom Kreispräsident Fünf Dörfer am 8. Februar 
2002 mit Fr. 120.-- Busse wegen geringfügigen Diebstahls bestraft. Die objektiven 
Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges sind unbestritte-
nermassen gegeben. In subjektiver Hinsicht hingegen nicht. Die Tatsache, dass er 
die erwähnten Delikte beging, vor allem aber der Umstand, dass er nicht lange nach 
Ablauf der Probezeit erneut mehrmals innert kurzer Zeit und zudem während hän-
gigem Untersuchungsverfahren und nach ausgestandener Untersuchungshaft 
straffällig wurde, wirft kein gutes Licht auf seinen Charakter und lässt es nicht zu, 
ihm die vom Gesetz geforderte günstige Prognose zu stellen. Somit muss sowohl 
aufgrund des Vorlebens als auch des Charakters des Verurteilten verneint werden, 

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dass er sich künftig wohlverhalten könne. Die Gewährung des bedingten Strafvoll-
zuges ist ihm folglich zu verweigern.

c) Zweifelsohne kann hingegen dem in der Schweiz nicht vorbestraften A. für 
das zukünftige Verhalten eine günstige Prognose gestellt werden. Aus den Akten 
lässt sich bezüglich seines Vorlebens nichts ableiten, was Anlass zu Bedenken bie-
ten würde, er werde sich in Zukunft nicht wohlverhalten. Während des Untersu-
chungsverfahrens zeigte er Einsicht in die Verwerflichkeit der Tat und versicherte, 
dass eine solche nicht wieder vorkommen werde. Offensichtlich handelt es sich bei 
ihm um eine einmalige Entgleisung. Es darf daher erwartet werden, dieses Verfah-
ren, bei dem eine Freiheitsstrafe ausgesprochen wurde, werde ihm auch ohne de-
ren Verbüssung eine ausreichende Warnung sein und ihn von der Begehung wei-
terer Delikte abhalten. Demzufolge ist ihm der bedingte Vollzug der ausgesproche-
nen Gefängnisstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren zu ge-
währen.

8. a) Nach Art. 55 Abs. 1 StGB kann der zu Zuchthaus oder Gefängnis ver-
urteilte Ausländer für drei bis fünfzehn Jahre aus der Schweiz ausgewiesen werden. 
Die Landesverweisung ist Nebenstrafe und Sicherungsmassnahme zugleich (BGE 
114 Ib 1 E. 3a mit Hinweis). Obwohl dieser zweite Gesichtspunkt im Vordergrund 
steht (BGE 117 IV 229 ), verlangt ihre Eigenschaft als Nebenstrafe, die ihr das Ge-
setz verleiht, dass sie in Anwendung von Art. 63 StGB festgesetzt wird, das heisst 
nach dem Verschulden des Täters unter Berücksichtigung der Beweggründe, des 
Vorlebens und der persönlichen Verhältnisse des Schuldigen. In Anschlag zu brin-
gen sind zudem Art und Tiefe der Beziehung des Verurteilten zu unserem Land. 
Damit ist der Sicherungszweck nicht ausgeschaltet. Es ist Sache des Richters, im 
Einzelfall dem Straf- und dem Sicherungszweck der Landesverweisung Rechnung 
zu tragen. Gegenüber einem Ausländer, der seit langem in der Schweiz lebt, hier 
verwurzelt ist, kaum mehr Beziehungen zum Ausland hat und durch eine Landes-
verweisung deshalb hart getroffen würde, darf diese jedoch nur mit Zurückhaltung 
ausgesprochen werden (BGE 104 IV 222 E. 1b; 94 IV 102 E. 2). Bezüglich der 
Länge des Landesverweises ist anzumerken, dass zwischen der Dauer der Haupt-
strafe und jener der Nebenstrafe in der Regel eine gewisse Übereinstimmung be-
stehen sollte, weil bei einem schweren Verschulden ein erhöhtes Sicherungsbedürf-
nis gegeben ist, bei einem leichten ein entsprechend geringeres. Bei einer tiefen 
Hauptstrafe braucht aber nicht notwendigerweise eine kurze Landesverweisung 
und bei einer hohen Hauptstrafe eine lange ausgesprochen zu werden (BGE 123 
IV 111).

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b) Wie bereits ausgeführt, wiegt das Verschulden von T. schwer. Zudem ist 
er vorbestraft und er wurde innert kurzer Zeit mehrfach straffällig. Hinsichtlich der 
übrigen Voraussetzungen ist zu erwähnen, dass er keinerlei Beziehungen zur 
Schweiz hat. Vor allem wegen des schweren Verschuldens und der Häufung der 
Straftaten besteht ein grosses Sicherungsbedürfnis. Dies rechtfertigt eine Landes-
verweisung von zehn Jahren, auch wenn die Hauptstrafe nicht allzu lange ist. Ent-
gegen der Auffassung des Verteidigers ist für die Dauer der Landesverweisung nicht 
allein die Schwere der begangenen Straftaten massgebend. 

c) Auch bei A. erheischen sowohl der Straf- als auch der Sicherungszweck 
eine Verhängung der Landesverweisung. Sein Verschulden ist schwer. Er ist aber 
Ersttäter und wurde nicht mehrfach straffällig. Auch er ist in der Schweiz nicht ver-
wurzelt; er hielt sich hier nur kurze Zeit auf. Für ihn erscheint eine Landesverwei-
sung von fünf Jahren als angemessen.

d) Der Entscheid, ob der Vollzug der Landesverweisung aufzuschieben ist 
oder nicht, richtet sich nach der Regel von Art. 41 Ziff. 1 StGB. Für den Vollzug der 
Nebenstrafe gelten somit dieselben Grundsätze wie für die Hauptstrafe. Massge-
bend sind einzig die Besserungsaussichten. Der bedingte Vollzug kann gewährt 
bzw. versagt werden, wenn Vorleben und Charakter des Verurteilten oder die be-
sonderen Tatumstände erwarten lassen bzw. nicht erwarten lassen, dass er von 
weiteren Delikten abgehalten wird. Die Frage, ob sich T. künftig wohlverhalten 
werde, hat die Strafkammer im Zusammenhang mit dem Entscheid über die Ge-
währung des bedingten Vollzuges der Hauptstrafe verneint. Dagegen ist die gleiche 
Frage gegenüber A. positiv beurteilt worden. Da keine Umstände ersichtlich sind, 
die für den Vollzug der Landesverweisung eine andere Beurteilung aufdrängen wür-
den, ist T. auch der Aufschub der Nebenstrafe zu verweigern. Diese Wohltat ist A. 
hingegen mit einer Probezeit von zwei Jahren zu gewähren.

9. Die Untersuchungskosten, die Gerichtsgebühr und die Honorare der amt-
lichen Verteidiger gehen zu Lasten der Verurteilten (Art. 158 Abs. 1 StPO). Die Kos-
ten der Untersuchungshaft und des (allfälligen) Strafvollzuges trägt der Kanton 
Graubünden (Art. 158 Abs. 3, 188 StPO).

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Demnach erkennt die Strafkammer (in contumaciam) :

1. a) T. ist schuldig des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, des Raufhan-
dels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 
139 Ziff. 1 StGB sowie des unvollendeten Versuchs dazu gemäss Art. 139 Ziff. 
1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB und der Sachbeschädigung 
gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB.

b) Dafür wird er mit 16 Monaten Gefängnis bestraft, abzüglich der erstandenen 
Untersuchungshaft von 37 Tagen.  

c) T. wird gestützt auf Art. 55 Abs. 1 StGB für die Dauer von 10 Jahren des Lan-
des verwiesen.

2. a) A. alias M. ist schuldig des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie 
der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB.

b) Dafür wird er als Zusatz zu der mit Strafverfügung des Bezirksamtes D. vom 
24. Juni 2002 ausgefällten Gefängnisstrafe mit 10 Monaten Gefängnis be-
straft, abzüglich der erstandenen Untersuchungshaft von 17 Tagen.

c) Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Pro-
bezeit von 2 Jahren.

d) A. alias M. wird gestützt auf Art. 55 Abs. 1 StGB für die Dauer von 5 Jahren 
des Landes verwiesen.

Der Vollzug der Landesverweisung wird aufgeschoben unter Ansetzung einer 
Probezeit von 2 Jahren.

3. a) T. trägt folgende Verfahrenskosten :

- die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft 

  Graubünden von Fr.   6'066.40

- ¾ der Gerichtsgebühr von Fr. 4'000.-- Fr.   3'000.--

- das Honorar der amtlichen Verteidigung von Fr.   4‘842.--

total Fr. 13'908.40

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Das geleistete Depositum von Fr. 200.-- wird an die Untersuchungskosten der 
Staatsanwaltschft Graubünden angerechnet.

Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft sowie des Strafvollzuges 

trägt der Kanton Graubünden.

b) A. alias M. trägt folgende Verfahrenskosten:

- die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft

  Graubünden von Fr.   1'765.80

- ¼ der Gerichtsgebühr von Fr. 4‘000.-- Fr.   1'000.--

- das Honorar der amtlichen Verteidigung von Fr.   1'500.--

total Fr.   4'265.80

Das geleistete Depositum von Fr. 120.-- wird an die Untersuchungskosten der 

Staatsanwaltschft Graubünden angerechnet.

Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft sowie des allfälligen Straf-

vollzuges trägt der Kanton Graubünden.

4. a) Die Verurteilten können innert 60 Tagen, seit sie von diesem Urteil Kenntnis 
erhalten haben und in der Lage sind, sich zu stellen, beim Kantonsgericht von 
Graubünden die Durchführung des ordentlichen Verfahrens verlangen (Art. 
123 Abs. 2 StPO).

b) Im übrigen kann gegen dieses Urteil, sofern Verletzung eidgenössischen 
Rechts geltend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassati-
onshof des schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem 
Bundesgericht innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung 
des Entscheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstraf-
rechtspflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwer-
delegitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

5. Mitteilung an:

__________

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Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident Der Aktuar