# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed0eb3f7-85a2-5540-b828-82900adb7632
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.09.2010 E-6001/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6001-2010_2010-09-01.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6001/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Markus König, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid;
Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay.

A._______, geboren (...), und
B._______, geboren (...),
Serbien,
(...),
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 16. August 2010 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6001/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die  Beschwerdeführenden –  Angehörige der  Roma mit  letztem 
Wohnsitz in (...) – eigenen Angaben zufolge ihr Heimatland am 11. Juli 
2010 verliessen und am 13. Juli 2010 in die Schweiz einreisten, wo sie 
am selben Tag um Asyl nachsuchten,

dass  sie  anlässlich  der  jeweiligen  Kurzbefragung  vom 19. Juli  2010 
sowie der Anhörung zu den Asylgründen vom 4. August 2010 im Emp-
fangs- und Verfahrenszentrum Basel zur Begründung des Asylgesuchs 
im Wesentlichen geltend machten, seit (...) Jahren Mitglieder der Par-
tei  des aktuellen Staatspräsidenten Tadic zu sein und ohne eine be-
stimmte Funktion auszuüben an Parteiversammlungen teilgenommen 
zu haben,

dass sie deswegen von Unbekannten – vermutlich von Anhängern der 
Partei Milosevics – wiederholt zu Hause aufgesucht, bedroht und miss-
handelt worden seien,

dass  die  Beschwerdeführerin  zweimal  von  Unbekannten  zu  Hause 
vergewaltigt worden sei, seither unter Diabetes leide und neben Insulin 
Herz- und Beruhigungsmedikamente einnehmen müsse,

dass der Beschwerdeführer angab, er sei wiederholt von Unbekannten 
zu  Hause  geschlagen  und  bedroht  worden  und  habe  die  Ver-
gewaltigungen seiner  Ehefrau mit  ansehen müssen,  er  sei  letztmals 
zwei Monate vor der Ausreise geschlagen und bedroht worden,

dass die Unbekannten durch diese Nachstellungen offenbar hätten er-
reichen wollen, dass die Beschwerdeführenden sich zu Milosevic be-
kennen,

dass die Beschwerdeführenden keine Anzeige erstattet hätten, weil die 
Unbekannten ihnen für diesen Fall mit dem Tod gedroht hätten,

dass  der  Beschwerdeführer  in  den  Jahren  2007  und  2008  operiert 
worden sei und er seither einen künstlichen Darmausgang habe,

dass die Beschwerdeführenden zum Beleg ihrer Vorbringen ihre ser-
bischen  Identitätsausweise  sowie  verschiedene  medizinische  Unter-
lagen einreichten,

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dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  16.  August  2010  –  eröffnet  am 
17. August 2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht ein-
trat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug  an-
ordnete,

dass das BFM zur  Begründung  im Wesentlichen anführte,  der  Bun-
desrat  habe  mit  Beschluss  vom  6.  März  2009  Serbien  als  ver-
folgungssicheren Staat ("Safe Country") im Sinn von Art. 6a Abs. 2 Bst. 
a AsylG bezeichnet,

dass deshalb auf das Asylgesuch serbischer Staatsangehöriger nicht 
eingetreten werde, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung,

dass derartige Hinweise, welche die widerlegbare Vermutung der Ver-
folgungssicherheit  umstossen  würden,  im  vorliegenden  Fall  aus  den 
Akten nicht ersichtlich seien,

dass aufgrund unsubstanziierter und widersprüchlicher Aussagen der 
Beschwerdeführenden  erhebliche  Zweifel  am  Wahrheitsgehalt  der 
Vorbringen bestünden,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  24. August 2010 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erhoben  und  dabei  beantragten,  die  vorinstanzliche  Verfügung  sei 
aufzuheben, die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der 
Anweisung,  das  Asylgesuch  materiell  zu  prüfen,  eventuell  seien  die 
Beschwerdeführenden zufolge Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvoll-
zugs vorläufig in der Schweiz aufzunehmen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  und  der  Verzicht  auf  Kostenvorschusserhebung  be-
antragt wurde,

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und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM 
auf dem Gebiet des Asylrechts entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m Art. 
31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 
173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 37  VGG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 1  AsylG,  Art. 37  VGG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, die Vor-
instanz jedoch die Frage der Wegweisung und des Vollzugs materiell 
prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  voll-
umfängliche Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 

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Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (so genannte Safe Country-Rege-
lung) nicht eingetreten wird, ausser es geben Hinweis auf Verfolgung 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Ver-
folgungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG 
zur Anwendung gelangt (zu den beiden erstgenannten Bestimmungen 
vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht bloss 
ernsthafte Nachteile nach Art. 3 AsylG, sondern auch von Menschen-
hand  verursachte  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art.  44 
Abs. 2  AsylG  i.V.m. Art. 83  Abs.  3  und  4  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 
142.20)  umfasst  (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f.,  EMARK 
2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass ausserdem ein im Vergleich zum – bereits herabgesetzten – Be-
weismass des Glaubhaftmachens nochmals reduzierter Massstab an-
zuwenden  ist  und  auch  bei  Asylsuchenden  aus  einem verfolgungs-
sicheren Staat das Erfüllen der Flüchtlingseigenschaft geprüft werden 
muss,  sobald  in  den  Akten  Hinweise  auf  Verfolgung  (im  soeben  er-
läuterten  Sinn)  zu  verzeichnen  sind,  deren  Unglaubhaftigkeit  nicht 
schon auf den ersten Blick erkannt werden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 
2 E. 4.3 S. 16 f.),

dass der Bundesrat mit Beschluss vom 6. März 2009 Serbien als ver-
folgungssicheren Staat  im Sinn von Art. 6a Abs. 2 Bst. a  AsylG be-
zeichnet hat,

dass  die  Vorinstanz  in  ihrer  Verfügung  festhielt,  die  Vorbringen  der 
Beschwerdeführenden  seien  unsubstanziiert,  nicht  nachvollziehbar 
und widersprüchlich, mithin haltlos, ausgefallen,

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dass die Beschwerdeführenden in der Beschwerde den Sachverhalt im 
Wesentlichen  erneut  darlegen  und  an  dessen  Wahrheitsgehalt  fest-
halten,

dass  die  angeführten  Schikanen  und  Misshandlungen  wegen  ihrer 
Zugehörigkeit zur Partei  von Tadic erfolgt seien und sie mangels Bil -
dung diesbezüglich keine genaueren Abklärungen hätten vornehmen 
können,

dass zeitliche und inhaltliche Widersprüche der Vorfälle insbesondere 
dadurch entschuldbar seien, dass sie einerseits keine gute Ausbildung 
hätten, andererseits nicht gerne über das Vorgefallene sprechen wür-
den,

dass namentlich der Beschwerdeführer die geschilderten Vorfälle als 
Mann  aus  Scham aus  seinem Gedächtnis  zu  verdrängen  versuche, 
und die Beschwerdeführerin ihrerseits die Ehre ihres Ehemanns habe 
schützen  wolle,  indem  sie  (fälschlicherweise)  angegeben  habe,  die 
Angreifer seien mit einem Messer bewaffnet gewesen,

dass die Prüfung der Befragungsprotokolle ergibt, dass die Aussagen 
der  Beschwerdeführenden  erhebliche  inhaltliche  und  zeitliche  Un-
gereimtheiten und Widersprüche aufweisen,

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  nicht  zu  be-
anstandenden  diesbezüglichen  Erwägungen  in  der  vorinstanzlichen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass der  Einwand der  fehlenden  Bildung  vorliegend die  zahlreichen 
Widersprüche  und  Ungereimtheiten  offensichtlich  nicht  plausibel  er-
klären kann,

dass die Prüfung der Akten vielmehr die Vorbringen der Beschwerde-
führenden in verschiedenen zentralen Elementen der Sachvorbringen 
als völlig unglaubhaft erscheinen lassen und die von der Vorinstanz er-
kannten  klaren  Unglaubhaftigkeitsaspekte  und  damit  verbunden  der 
offensichtliche Mangel an Realkennzeichen zu bestätigen sind,

dass der rechtserhebliche Sachverhalt aufgrund der vorliegenden Ak-
ten als hinreichend erstellt zu beurteilen ist,

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dass den vorliegenden Akten keine Hinweise zu entnehmen sind, die 
in Berücksichtigung der aktuellen Situation in Serbien Zweifel an der 
grundsätzlich  widerlegbaren  Vermutung  einer  Verfolgungssicherheit 
aufkommen lassen, 

dass die Vorinstanz vor diesem Hintergrund zu Recht in Anwendung 
von  Art.  34  Abs.  1  AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerde-
führenden nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  ge-
setzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG) und keine Person in irgendeiner 
Form zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden  darf,  in  dem ihr 
Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 
AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein 
solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso 
Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 28. Juli  1951  über  die  Rechts-
stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da  es  den  Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asyl -
rechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu ma-
chen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlings-
rechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  An-
wendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  im  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung ersicht-
lich sind,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar  erweist,  wenn  sie  im Heimat-  oder  Herkunftsstaat  aufgrund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführenden  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete 
Gefährdung im Falle einer  Rückkehr  schliessen lassen,  weshalb der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend grundsätzlich zumutbar ist,

dass  die  Beschwerdeführenden  sich  für  die  Behandlung  der  jeweils 
geltend gemachten gesundheitlichen Probleme erneut  an die bereits 
vor  der  Ausreise  damit  betrauten  Ärzte  und  medizinischen  Ein-
richtungen  wenden  können,  sie  zudem  beide  erklärt  haben,  nicht 
wegen  der  gesundheitlichen  Situation  in  die  Schweiz  gekommen zu 
sein  (vgl.  Protokoll  der  Anhörung  zu  den  Asylgründen  S.  9  [Be-
schwerdeführer] respektive S. 12 [Beschwerdeführerin]),

dass die Beschwerdeführenden in ihrer Heimat gemäss Akten über ein 
ausgedehntes familiäres Beziehungsnetz verfügen,

dass sich der Vollzug der Wegweisung damit als zumutbar erweist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  den  Beschwerdeführenden  ob-
liegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht  gelungen ist  dar-
zutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  die  Beschwerdeführenden  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinn von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersuchen,

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dass gemäss dieser Gesetzesbestimmung von der Erhebung von Ver-
fahrenskosten  abgesehen  werden  kann,  wenn  die  Beschwerde-
führenden  nicht  über  die  erforderlichen  Mittel  verfügen  und  die  Be-
gehren nicht aussichtslos erscheinen,

dass  sich  die  Beschwerde  –  wie  vorstehend  aufgezeigt  –  als  aus-
sichtslos erwiesen hat, weshalb unbesehen einer Prozessbedürftigkeit 
das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  abzu-
weisen ist und die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  den  Beschwerde-
führenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass das Gesuch um Befreiung von der Vorschusspflicht mit dem vor-
liegenden Entscheid in der Sache gegenstandslos geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils 
zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM und  die 
kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus König Eveline Chastonay

Versand: 

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