# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3a65180-0cf4-5a17-8c23-cc2402006c1f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.12.2021 PS210161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS210161_2021-12-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS210161-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Kröger 

Urteil vom 15. Dezember 2021 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

betreffend Betreibungshandlungen 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Winterthur-Stadt) 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 11. 
August 2021 (CB210009) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1. 

1.1. Im Juli und August 2020 pfändete das Betreibungsamt in den 

Geschäftsräumlichkeiten des Beschwerdeführers diverse Gemälde. Diese wurden 

vor Ort durch eine Mitarbeiterin des Auktionshauses B._____ AG begutachtet, 

welche die Gemälde als Kopien ohne Verkaufswert beurteilte. Am 23. September 

2020 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde beim Bezirksgericht Winterthur 

als untere Aufsichtsbehörde in Betreibungssachen (Vorinstanz) und verlangte 

(unter anderem), von Ergänzungspfändungen sei abzusehen bis zur fachlich 

korrekten Schätzung der Gemälde. Mit Beschluss vom 27. November 2020 

entschied die Vorinstanz, die Schätzung scheine nicht lege artis erfolgt zu sein, 

und wies das Betreibungsamt an, eine neue Begutachtung der Gemälde 

vorzunehmen (act. 19 E. 2; act. 1 S. 3; BG Winterthur Verfahren Nr. CB200013 

vom 27. November 2020). Das Betreibungsamt beauftragte in der Folge das vom 

Beschwerdeführer genannte Auktionshaus C._____ AG als Sachverständigen, 

welches am 21. Mai 2021 seinen Schätzungsbericht einreichte (act. 5/3).  

1.2. Mit Schreiben vom 4. Juni 2021 brachte das Betreibungsamt dem 

Beschwerdeführer den Schätzungsbericht zur Kenntnis und teilte mit, es würden 

verschiedene Positionen zum Schätzungswert von total Fr. 69'200.– gepfändet. 

Da der Schätzungswert nicht ausreiche, erfolge eine Ergänzungspfändung in den 

privaten Räumlichkeiten des Beschwerdeführers an der D._____-strasse … in 

E._____ (act. 5/1). Am 24. Juni 2021 erhob der Beschwerdeführer erneut 

Beschwerde bei der Vorinstanz und beantragte, es seien diverse Gemälde durch 

das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft auf ihre Echtheit zu überprüfen 

und neu zu bewerten (act. 1).  

1.3. Nach Durchführung des Verfahrens wies die Vorinstanz die Beschwerde mit 

Urteil vom 11. August 2021 ab (act. 19 [= act. 16 = act. 21]). Dagegen erhob der 

Beschwerdeführer am 30. August 2021 rechtzeitig Beschwerde mit den folgenden 

Anträgen (act. 20; zur Rechtzeitigkeit vgl. act. 17): 

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"Es sei das vom Bezirksgericht am 11. August 2021 unter der Geschäfts-Nummer 
CB210009-K/U/mm gefällte Urteil aufzuheben und die Angelegenheit wegen Verweigerung 
des rechtlichen Gehörs zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; 
 
eventualiter: 
 
Es sei das vorgenannte Urteil vom 11. August 2021 aufzuheben, und es seien die Gemälde 
Nummer 1. (F._____, G._____), 2. (H._____, I._____), 3. (J._____, K._____), 28. (L._____, 
M._____), 33. (N._____, O._____), 34. angeblich nach P._____, bezeichnet als "Q._____"), 
36. (R._____, S._____), 39. (T._____, U._____), 61. (Italien um 1600, V._____), S._____, 
65. (angeblich W._____, AA._____) und 66. (P._____s, angeblich AB._____) durch das 
Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft, … [Adresse], unter Einbezug von 
Fachexperten für die entsprechenden Künstler auf Ihre Echtheit zu überprüfen und neu zu 
bewerten." 
 
In formeller Hinsicht wird beantragt: 
 
Es sei der Beschwerde in dem Sinne die aufschiebende Wirkung zu erteilen, als dass 
jegliche Verwertungshandlungen sowie Ergänzungspfändungen (Gemälde an der 
Privatadresse D._____-strasse … in E._____, sowie Pfändung der Liegenschaft D._____-
strasse …, E._____) bis zum Vorliegen der Schätzung gemäss Antrag Ziffer 1 zu 
unterbleiben haben." 

Mit Verfügung vom 31. August 2021 wurde der Beschwerde antragsgemäss 

einstweilen die aufschiebende Wirkung erteilt (act. 22). Die Akten der Vorinstanz 

wurden beigezogen (act. 1-17). Von der Einholung einer Vernehmlassung bzw. 

Stellungnahme konnte abgesehen werden, da sich die Beschwerde als 

unbegründet erweist (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO).  

2. 

2.1. Auf die Beschwerde an die obere kantonale Aufsichtsinstanz sind die 

Bestimmungen von Art. 319 ff. ZPO anwendbar, soweit das SchKG keine 

Regelung enthält (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. § 18 EG SchKG und §§ 83 f. 

GOG). Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung oder 

offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Neue Tatsachen und Beweismittel sind ausgeschlossen 

(Art. 326 ZPO). 

2.2. Anlass zur Beschwerde gibt die Schätzung gepfändeter Gemälde und damit 

verbunden der Umfang der Pfändung. Das Betreibungsamt schätzt die 

gepfändeten Gegenstände, nötigenfalls mit Zuziehung von Sachverständigen. Es 

wird nicht mehr gepfändet, als nötig ist, um die pfändenden Gläubiger für ihre 

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Forderungen samt Zinsen und Kosten zu befriedigen (Art. 97 Abs. 1 und 2 

SchKG). Die Schätzung der gepfändeten Vermögenswerte muss alle Elemente 

berücksichtigen, welche sich auf den Zuschlag auswirken können. Sie muss 

allerdings nicht möglichst hoch ausfallen, sondern nur den mutmasslichen 

Verkaufswert des Gegenstandes bestimmen (BGE 143 III 532 E. 2.2; 134 III 42 E. 

4). Es liegt im Ermessen des Betreibungsamtes, ob es für die Schätzung einen 

Sachverständigen beiziehen will. Fehlen ihm die nötigen Fachkenntnisse, so ist 

es dazu verpflichtet, was bei Kunstgegenständen regelmässig zutrifft (BGE 93 III 

20 E. 4). Wird geltend gemacht, die Schätzung der Betreibungsbehörden oder 

des von diesem beigezogenen Sachverständigen sei fehlerhaft, weil sie nicht 

richtig zustande gekommen sei, kann Beschwerde nach Art. 17 SchKG erhoben 

werden.  

2.3. Art. 9 Abs. 2 VZG gibt den am Betreibungsverfahren Beteiligten weiter das 

Recht, innerhalb der Beschwerdefrist bei der Aufsichtsbehörde gegen Vorschuss 

der Kosten eine neue Schätzung durch einen Sachverständigen zu verlangen, 

wenn sie mit jener der Betreibungsbehörden nicht einverstanden sind. Eine 

Begründung hierfür braucht es nicht. Die Bestimmung bezieht sich auf die 

Schätzung von Grundstücken. Sie gilt sinngemäss auch für Fahrnis, sofern die 

neue Schätzung innert nützlicher Frist vorgenommen werden kann. Diese 

Voraussetzung ist dort erfüllt, wo anerkannte Schätzungskriterien bestehen (BGE 

145 III 487 E. 3.3.3.). Ist eine zuverlässige Schätzung hingegen nur mit einem 

unverhältnismässigen Zeit- oder Kostenaufwand möglich und somit dem 

betreibenden Gläubiger nicht zuzumuten, hat deren Zweck zur Aufklärung 

allfälliger Steigerungsinteressenten zurück zu treten. In einem solchen Fall muss 

eine summarische Schätzung ausreichen. Gemäss Bundesgericht galt dies etwa 

im Falle von nicht kotierten Aktien oder bei der Schätzung eines Gemäldes (vgl. 

BGE 110 III 65; 101 III 32; vgl. auch SK SchKG-RÜETSCHI/NAWID/LORETAN, 4. Aufl. 

2017, Art. 155 N 8).  

2.4. Auch wenn die Beschwerde nach Art. 17 SchKG und das Gesuch um eine 

Neuschätzung nach Art. 9 Abs. 2 VZG an die gleiche (kantonale) Behörde zu 

richten sind, handelt es sich dennoch um zwei unterschiedliche Verfahren (BGE 

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133 III 537 E. 4.1.; BGer 5A_96/2019 vom 8. Juli 2019 E. 3.2). Bezieht sich eine 

Beschwerde auf Kriterien, die bei der Schätzung zu berücksichtigen sind, ist sie 

nach Art. 17 SchKG zu beurteilen. Betrifft der Streit hingegen den geschätzten 

(Verkaufs-)wert als solchen, ist das Begehren als Antrag auf Neuschätzung zu 

behandeln; auf welche Bestimmung sich die Beschwerde bezieht, ist unerheblich 

(BGE 133 III 537 = Pra 97 (2008) Nr. 43). Die Vorinstanz beurteilte die 

Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die Verfügung des Betreibungsamtes 

vom 4. Juni 2021 als betreibungsrechtliche Beschwerde im Sinne von Art. 17 

SchKG. Der Beschwerdeführer hatte vor Vorinstanz beantragt, die fraglichen 

Gemälde seien durch das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft auf ihre 

Echtheit zu überprüfen und neu zu bewerten (act. 1 S. 2); diesen Antrag 

wiederholt er auch im Beschwerdeverfahren vor Obergericht (act. 20 S. 2). Nach 

Treu und Glauben hätte dieses Begehren auch als Antrag auf eine neue 

Schätzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 VZG verstanden werden können. Wie 

ausgeführt, erfolgt eine analoge Anwendung von Art. 9 Abs. 2 VZG auf die 

Schätzung von Fahrnis aber nur, sofern anerkannte Schätzungskriterien 

bestehen, was bei Gemälden gerade nicht der Fall ist. Das Gericht hat 

insbesondere zu verhindern, dass die Gutachtenskosten unnötig hoch ausfallen 

oder das Verfahren ungebührlich verzögert wird (vgl. E. 2.3.). Gerade wenn wie 

hier aufgrund eines ersten Gutachtens Zweifel bezüglich der Urheberschaft des 

Gemäldes bestehen, können die Kosten für weitere Abklärungen unangemessen 

sein (vgl. BGE 110 III 65). In einem solchen Fall hat der Aufklärungszweck der 

Schätzung daher zurückzutreten, und eine summarische Schätzung muss 

ausreichen. Selbst wenn die Eingabe des Beschwerdeführers als Antrag auf 

Neuschätzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 VZG verstanden würde, könnte diesem 

nicht stattgegeben werden. Es schadet daher nicht, dass die Vorinstanz das 

Begehren nicht in diesem Sinne behandelt hat.  

2.5. Der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz sei in ihrem Entscheid 

nicht auf seine Vorbringen und die eingereichten Beilagen zu den Bewertungen 

der einzelnen Gemälde eingegangen (act. 2 S. 3 ff.). 

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2.5.1. Der Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV 

verlangt, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien 

anhören, prüfen und bei der Entscheidfindung berücksichtigen. Dies gilt für alle 

form- und fristgerechten Äusserungen, Eingaben und Anträge, die zur Klärung der 

konkreten Streitfrage geeignet und erforderlich erscheinen (BGE 136 I 184 E. 

2.2.1.). Damit sich die Parteien ein Bild über die Erwägungen des Gerichts 

machen können, hat es seinen Entscheid zu begründen. Die Begründung muss 

kurz die Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und 

auf die sich sein Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der 

Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes 

einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sich das Gericht auf 

die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Es genügt, wenn der 

Entscheid sachgerecht angefochten werden kann (BGE 142 III 433 E. 4.3.2.; 136 

I 184 E. 2.2.1.; 134 I 83, E. 4.1 je m.w.H.). 

2.5.2. Zu berücksichtigen ist hier ausserdem die beschränkte Bedeutung der 

Schätzung der gepfändeten Gegenstände, welche in keiner Weise dem Preis 

vorgreift, der an einer Versteigerung tatsächlich erzielt wird, sondern in erster 

Linie der Beurteilung dient, wie viel gepfändet werden soll und den Bietern 

höchstens einen Anhaltspunkt hinsichtlich eines vorstellbaren Angebots liefern 

kann (BGE 134 III 42 E. 4 m.H.). Dies rechtfertigt eine knapp gehaltene 

Begründung nicht nur des angefochtenen Entscheids, sondern auch des 

Gutachtens (BGer 5A_799/2010 vom 8. März 2011 E. 4 m.w.H.). 

2.5.3. Die Vorinstanz durfte sich darauf beschränken zu prüfen, ob das 

Gutachten, vollständig, nachvollziehbar und schlüssig ist. Dabei war die in der 

Beschwerde des Beschwerdeführers enthaltene Kritik zu berücksichtigen (OGer 

ZH PS140109 vom 26. Juni 2014 E. 2.4.; D. GASSER/B. RICKLI, DIKE-Komm-ZPO, 

Art. 188 N 2). Bei der Prüfung der Tauglichkeit eines Gutachtens darf das Gericht 

auch ein gewisses Mass an Zweifeln und Unsicherheiten hinsichtlich der 

Schlussfolgerungen durch sein Vertrauen in die Unabhängigkeit und die 

Sachkunde des von ihm bestellten Sachverständigen überbrücken, denn mangels 

eigener Fachkunde kann es die Schlüssigkeit des Gutachtens ja nur aus der Sicht 

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des interessierten Laien vornehmen (vgl. OGer ZH LY130015 vom 27. November 

2013 E. III./2.2.). Weist das Gutachten Mängel auf, sind diese möglichst durch 

Verbesserung – auf dem Weg der Erläuterung oder Ergänzung – zu beheben. Ist 

dies aufgrund der Schwere der Mängel nicht möglich, kann eine andere 

sachverständige Person beigezogen werden (vgl. BSK ZPO-DOLGE, Art. 188 N 8).  

2.5.4. Die Vorinstanz führte aus, die Begutachtung sei durch AC._____ und 

JAD._____ erfolgt. Bei AC._____ handle es sich um eine Kunsthistorikerin. Es 

bestünden keine Hinweise, die an ihrer Fachkompetenz zweifeln liessen. Das 

Betreibungsamt habe somit ein versiertes Auktionshaus als Hilfsperson 

beigezogen, weil ihm selbst die notwendigen Fachkenntnisse fehlten. Dieses 

Vorgehen sei zweckmässig und geboten gewesen. Es bestehe für die nicht 

versierte Aufsichtsbehörde keine Veranlassung, an dem erstellten Schätzbericht 

vom 21. Mai 2021 zu zweifeln. Daran vermöchten auch die Einwände des 

Beschwerdeführers bezüglich einzelner Werke nichts zu ändern, sei doch davon 

auszugehen, das renommierte Auktionshaus, welches gerade vom 

Beschwerdeführer vorgeschlagen worden sei, verfüge über das nötige Know How 

und die Prüfvoraussetzungen, um solche Begutachtungen lege artis 

vorzunehmen. Im Schätzungsbericht werde denn auch festgehalten, die 

Schätzungen seien nach umfangreichen Recherchen und nach bestem Wissen 

und Gewissen erstellt worden und beruhten auf der aktuellen Marktlage (act. 19 

E. 2.).  

2.5.5. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass 

er bezüglich diverser Gemälde Schätzungen der neutralen Stelle "Artprice" 

eingereicht habe, welche sehr viel höher ausfielen als diejenigen des 

Auktionshauses C._____ AG (act. 20 S. 4 ff.).  

Es ist nicht ungewöhnlich, dass zwei Kunstsachverständige dasselbe Objekt 

unterschiedlich beurteilen, und die Bewertungskriterien können erheblich 

voneinander abweichen (vgl. auch BGE 120 III 79 E. 2b). Liegen überzeugende 

Meinungsäusserungen anderer Fachexperten vor, kann dies allenfalls aber die 

Schlüssigkeit eines Gutachtens in Frage stellen (vgl. BGE 118 V 286 E. 1b). Bei 

"Artprice" handelt es sich um einen Online-Schätzservice. Es werden anhand von 

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eingereichten Fotos eine Schätzpreisspanne und Auktionsergebnisse 

vergleichbarer Objekte angegeben. Dabei wird jedoch davon ausgegangen, das 

Kunstwerk sei authentisch, in gutem Zustand und von einwandfreier Provenienz 

(vgl. https://de.artprice.com/…). So wird auch in den vom Beschwerdeführer 

eingereichten "Artpricing report[s]" darauf hingewiesen, diese hätten nicht den 

Wert eines Zertifikats, Sachverständigengutachtens oder einer Authentifikation 

(act. 5/5 S. 3; act. 5/18 S. 3; act. 5/19 S. 3). Die Echtheit eines Gemäldes wird 

demnach nicht überprüft, sondern vorausgesetzt. Damit vermögen die 

eingereichten Angaben von Artprice von vornherein keine ernsthaften Einwände 

gegen die Schlüssigkeit der konkreten Schätzungen der Gemälde durch die 

bestellten Sachverständigen darzustellen. Dass die Vorinstanz diesbezüglich auf 

eine eingehendere Begründung verzichtete, stellt daher keine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs dar.  

2.5.6. Bezüglich dem Gemälde Nummer 1 (F._____, "G._____") beanstandet der 

Beschwerdeführer weiter, die Vorinstanz habe sich nicht mit dem von ihm 

eingereichten Teilgutachten des AE._____, AF._____ [Ort], vom 4. März 2020 

auseinandergesetzt (act. 20 S. 4). Dieses ist jedoch wie auch vom 

Beschwerdeführer ausgeführt nicht fertiggestellt. Es enthält nur die Ergebnisse 

einzelner Analysen, aus welchen sich jedoch keine Aussagen bezüglich der 

Echtheit oder des Wertes des Gemäldes ableiten lassen (vgl. act. 5/4). Wenn der 

Beschwerdeführer ausführt, es könne sich aufgrund der Grösse des Gemäldes 

(anders als im Gutachten erwähnt) nicht um die Kopien Nr. 4 oder 14 handeln, ist 

ebenfalls nicht ersichtlich, was er daraus ableitet. Es ist deshalb auch hier nicht zu 

beanstanden, wenn sich die Vorinstanz mit diesen Vorbringen nicht näher 

auseinandersetzte.  

2.5.7. Hinsichtlich des Gemäldes Nummer 2 (H._____, "I._____") weist der 

Beschwerdeführer darauf hin, im Gutachten werde die Malqualität als für H._____ 

"zu schwach" bezeichnet, ohne dies zu begründen. Er habe im vorinstanzlichen 

Verfahren belegt, dass vergleichbare Werke aus der Werkstatt von H._____ – 

also nicht von ihm selbst – zu einem Preis von Euro 70'000.– versteigert worden 

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seien. Der im Gutachten angegebene Schätzwert von Fr. 1'000.– liege weit 

ausserhalb des marktgerechten unteren Schätzpreises (act. 2 S. 5).  

Im Gutachten wird auf das Gemälde "I._____", H._____ Werkstatt, aus der 

Auktion des Auktionshauses AG._____ vom 18. April 2012, Lot 569, verwiesen 

(act. 5/3 S. 1). Die Sachverständigen gingen bei ihrer Schätzung somit (wie auch 

der Beschwerdeführer) davon aus, das Gemälde könnte aus der Werkstatt von 

H._____ sein. Die vom Beschwerdeführer vor Vorinstanz eingereichten Beilagen 

act. 5/7-9, auf welche er in der Beschwerde verweist, bilden nur das Gemälde ab 

und sagen nichts über dessen Wert aus. Aus act. 5/10 lässt sich entnehmen, dass 

ein anderes Kunstwerk mit dem Titel "AH._____" von "H._____ and …" am 25. 

Mai 2021 für Euro 70'000.– versteigert wurde. Bezüglich des hier zu schätzenden 

Gemäldes sagt auch diese Beilage nichts aus. Der Beschwerdeführer legt nicht 

dar, inwiefern er vor Vorinstanz vorgebracht hätte, die Sachverständigen seien bei 

der konkreten Schätzung von falschen Kriterien ausgegangen. Mangels eigener 

Fachkenntnis durfte die Vorinstanz auf die Begründung der Sachverständigen 

vertrauen, da diese nicht offensichtlich mangelhaft ist. Die Kompetenz der 
Gutachter wird vom Beschwerdeführer auch nicht substantiiert in Frage gestellt (vgl. 

act. 20 S. 4). Hätte er deren Schluss in Zweifel ziehen wollen, hätte er weitere 

konkrete Ergänzungsfragen stellen können. Gestützt auf allgemeine 

Beanstandungen oder kritische Bemerkungen ist das Gericht jedoch nicht 

gehalten, die Experten zur Erläuterung oder Ergänzung ihres Schätzberichts 

aufzufordern (vgl. ZK ZPO-WEIBEL, 2. Aufl. 2013, Art. 187 N 13; BK ZPO-

RÜETSCHI, Art. 187 N 10). Dies wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend 

gemacht. Auch hier ist der Vorinstanz keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

vorzuwerfen. 

2.5.8. Dasselbe gilt auch, wenn der Beschwerdeführer mit Bezug auf das 

Gemälde Nummer 33 (N._____, "O._____") geltend macht, die Darstellung 

stamme entweder aus einem Zyklus der Leidensgeschichte Christi oder aus dem 

Zyklus des Marienlebens. Es sei eine Nachfrage beim AI._____ Museum in 

AJ._____ [Ort] vorzunehmen (act. 20 S. 5).  

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2.5.9. Mit Bezug auf das Gemälde Nummer 3 (J._____, Umkreis, "K._____") 

verweist der Beschwerdeführer auf die Angabe im Schätzbericht "Mitte rechts 

monogrammiert mit J1._____ oder J2._____ (?)" (vgl. act. 5/3 S. 2). Er führt aus, 

demnach handle es sich um ein Werk von J._____ (act. 20 S. 5). Die 

Sachverständigen hatten den Schätzpreis unter Berücksichtigung dieses 

Monogramms sowie der Provenienz festgelegt. Auch hier durfte die Vorinstanz 

mangels Fachkenntnisse auf die Sachkunde der Gutachter vertrauen. Zu den 

Ausführungen zur Provenienz im Gutachten äusserte sich der Beschwerdeführer 

nicht. Seine pauschale Behauptung, das Werk sei von J._____, und der Verweis 

auf die Verkaufs- bzw. Schätzpreise anderer Werke genügen jedenfalls nicht, um 

das Gutachten in Zweifel zu ziehen. Auch hier kann der Vorinstanz keine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs vorgeworfen werden, wenn sie nicht näher auf 

diese Vorbringen einging.  

2.5.10. Das Gemälde Nummer 28 (L._____, "M._____") wurde gemäss 

Ausführungen des Beschwerdeführers am 15. Dezember 2005 beim 

Auktionshaus AK._____ zu einem minimalen Schätzwert von Euro 12'000.– 

angeboten. Dies ergibt sich auch aus der vor Vorinstanz eingereichten Beilage 

act. 5/14. Gemäss dieser wurde das Gemälde aber nicht verkauft, weshalb auch 

diese nicht geeignet war, die Schätzung der Sachverständigen vor Vorinstanz in 

Frage zu stellen. 

2.5.11. Bezüglich des Gemäldes Nummer 66 (P._____s, "AB._____") ergibt sich 

schliesslich – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (act. 20 S. 6) 

– aus den vor Vorinstanz eingereichten Beilagen (act. 5/22-23) nicht, dass dieses 

über das Auktionshaus B._____ ersteigert wurde. Auch diesen liess sich nicht 

entnehmen, inwiefern im Gutachten von falschen Kriterien ausgegangen worden 

wäre. 

2.5.12. Auch wenn der vorinstanzliche Entscheid sehr knapp begründet ist, 

genügt dies daher den Anforderungen im vorliegenden Fall (vgl. E. 2.5.2.). 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz durch den 

Verzicht auf eine eingehendere Begründung das rechtliche Gehör nicht verletzt. 

- 11 - 

2.6. Eventualiter verlangt der Beschwerdeführer die Aufhebung des 

vorinstanzlichen Entscheids und die Anordnung einer neuen Begutachtung. Zur 

Begründung führt er aus, die Schätzung des Auktionshaus C._____ AG sei im 

Vergleich zu den von "Artprice" angegebenen Mindestwerten derart tief, dass 

nicht mehr von einer pflichtgemässen Ermessensausübung gesprochen werden 

könne (act. 20 S. 6 ff.).  

Mit Bezug auf die Schätzungen von "Artprice" kann auf vorstehende 

Ausführungen verwiesen werden (E. 2.5.5.). Danach vermögen diese keine 

höheren Werte der konkreten Gemälde darzutun. Allein der Umstand, dass der 

Beschwerdeführer die Schätzungen für zu tief hält, heisst noch keineswegs, dass 

ein weiteres Gutachten in Auftrag zu geben ist. Diese Beanstandung bezieht sich 

ferner auch nicht auf die im Gutachten berücksichtigten Kriterien, sondern einzig 

auf den geschätzten Verkaufswert als solchen, was jedoch wie erwähnt nicht 

Thema des  

vorinstanzlichen Verfahrens war (vgl. dazu E. 2.3. f.). Mit der Vorinstanz ist 

demnach nicht zu beanstanden, wenn das Betreibungsamt auf den 

Schätzungsbericht Schätzung des Auktionshauses C._____ AG vom 21. Mai 

2021 abstellte. 

3. 

Gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG und Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG werden im 

Beschwerdeverfahren weder Kosten erhoben noch Parteientschädigungen 

zugesprochen.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

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3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer sowie unter Rücksendung 

der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz und an das Betreibungsamt 

Winterthur-Stadt, je gegen Empfangsschein. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form 

einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivil-

sachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung 

mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
versandt am: 
16. Dezember 2021 
 
 
 

	Urteil vom 15. Dezember 2021
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer sowie unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz und an das Betreibungsamt Winterthur-Stadt, je gegen Empfangsschein.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...