# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c615903a-3d0d-5508-ae9c-aabaa61d9fa8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.11.2011 UE110006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE110006_2011-11-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UE110006-O/U/gk 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. K. Balmer, Präsident, lic. iur. W. Meyer und 

Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. M. Wetli 

 

Beschluss vom 16. November 2011 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____  

 

gegen 

 

1) B._____,  
2) Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Nichtanhandnahme einer Untersuchung  
 
Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 
vom 7. Januar 2011, B-5/2011/74 

 

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Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte 

Am 5. Oktober 2010 liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) bei der 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) Strafan-

zeige gegen B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner 1) sowie eventuell gegen 

Unbekannt wegen "Verdacht auf strafrechtlich relevante Handlungen" erstatten 

(Urk. 7/1). Mit Verfügung vom 7. Januar 2011 nahm die Staatsanwaltschaft ge-

stützt auf Art. 310 Abs. 1 StPO die Untersuchung nicht anhand (Urk. 5 = 

Urk. 7/12). Mit Eingabe vom 24. Januar 2011 liess die Beschwerdeführerin gegen 

diese Verfügung innert Frist Beschwerde mit folgenden Anträgen erheben 

(Urk. 2):  

"1. Die Nichtanhandnahmeverfügung der Beschwerdegegnerin vom 
7. Januar 2011 sei aufzuheben und es sei ein Strafverfahren ge-
gen den Beschuldigten einzuleiten. 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Staates." 

Mit Präsidialverfügung vom 4. Februar 2011 wurde der Staatsanwaltschaft und 

dem Beschwerdegegner 1 Frist zur freigestellten Stellungnahme angesetzt 

(Urk. 8; Prot. S. 2). Mit Eingabe vom 21. Februar 2011 beantragte die Staatsan-

waltschaft innert Frist die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Der Beschwer-

degegner 1 beantragte innert Frist sinngemäss die Abweisung der Beschwerde 

(Urk. 12). Die Stellungnahmen der Staatsanwaltschaft sowie des Beschwerde-

gegners 1 wurde der Beschwerdeführerin am 24. Februar 2011 zur Kenntnisnah-

me übermittelt (Urk. 14 f; Prot. S. 3). Mit Eingabe vom 3. März 2011 liess die Be-

schwerdeführerin eine Stellungnahme mit Beilagen zu diesen Stellungnahmen 

einreichen (Urk. 16 f.).  

II. Materielle Beurteilung  

1. Der Strafanzeige zugrunde liegender Sachverhalt  

Die Beschwerdeführerin wirft dem Beschwerdegegner 1 vor, er habe sie als Ge-

schäftsführer der C._____ GmbH beim Verkauf eines Erotikstudios vom 

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tt. November 2007 getäuscht, weil die gemachten Zusicherungen der C._____ 

GmbH betreffend des übertragenen Studios nicht zugetroffen hätten. Zwar hätte 

der Beschwerdegegner 1 im Nachhinein in Aussicht gestellt, ihr die im Hinblick 

auf diesen Kauf geleistete Anzahlung von Fr. 85'000.– wenigstens im Umfang von 

Fr. 55'000.– zurückzuzahlen. Zu dieser Rückzahlung sei er indessen gar nie wil-

lens gewesen und er habe sie diesbezüglich hingehalten. Diese Hinhaltetaktik 

habe der Beschwerdegegner 1 so lange aufrecht erhalten, bis über die C._____ 

GmbH der Konkurs habe eröffnet werden müssen. In diesem Konkursverfahren 

sei der Beschwerdegegner 1 am 25. August 2010 protokollarisch befragt worden, 

wobei er wahrheitswidrig angegeben habe, dass die C._____ GmbH kein Gewer-

be betrieben habe und der Verkauf des Erotikstudios nicht zustande gekommen 

sei (Urk. 5 S. 1; Urk. 2 S. 3).  

2. Begründung der Staatsanwaltschaft zur Nichtanhandnahmeverfügung 

Die Staatsanwaltschaft begründete ihre Nichtanhandnahmeverfügung im Wesent-

lichen zusammengefasst und sinngemäss damit, dem vorliegend zur Anzeige ge-

brachten Sachverhalt gehe eine Zivilstreitigkeit zwischen der Beschwerdeführerin 

und der C._____ GmbH voraus, welche vom Handelsgericht des Kantons Zürich 

mit Urteil vom tt. Januar 2010 zugunsten der Beschwerdeführerin entschieden 

worden sei. Das Handelsgericht sei davon ausgegangen, dass die Beschwerde-

führerin den Vertrag über das Erotikstudio zu Recht wegen Grundlagenirrtums 

[gemeint wohl: als unverbindlich] erklärt habe und habe die C._____ GmbH ver-

pflichtet, der Beschwerdeführerin die geleistete Zahlung von Fr. 85'000.– zurück-

zuerstatten. Das Vorliegen einer absichtlichen Täuschung durch die C._____ 

GmbH habe das Handelsgericht verneint.  

Die von der Beschwerdeführerin in der Anzeige dargelegten Täuschungen beträ-

fen den Abschluss und die Rückabwicklung des Vertrages vom tt. November 

2007. Da dieser Vertrag infolge Grundlagenirrtums und nicht wegen Täuschung 

aufgehoben worden sei, scheide eine strafrechtlich relevante Täuschung im Sinne 

von Art. 146 StGB von vorneherein aus. Die von der Beschwerdeführerin im Zu-

sammenhang mit der Rückabwicklung geltend gemachten haltlosen Behauptun-

gen des Beschwerdeführers, seine Hinhaltetaktik und sein mangelnder Wille, die 

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Fr. 85'000.– zurückzuzahlen, erfüllten eindeutig keine Straftatbestände: Betref-

fend den Tatbestand des Betrugs fehle es an einer aufgrund eines Irrtums der 

Beschwerdeführerin vorgenommenen Vermögensdisposition der Beschwerdefüh-

rerin; betreffend den Tatbestand der Veruntreuung bestünden keinerlei Anhalts-

punkte, dass dem Beschwerdegegner 1 dieser Betrag anvertraut gewesen wäre.  

Die dem Beschwerdegegner 1 gemäss Anzeige zur Last gelegten unwahren An-

gaben gegenüber dem Konkursamt D._____, die C._____ GmbH habe kein Ge-

werbe betrieben, betreffe einen juristischen Fachbegriff (kaufmännisches Gewer-

be im Sinne von Art. 934 OR) und damit keine Vermögenswerte im Sinne von 

Art. 163 StGB bzw. Vermögensgegenstände im Sinne von Art. 323 StGB. Das 

Gleiche gelte bezüglich der Aussage des Beschwerdegegners 1, im Zusammen-

hang mit dem Verkauf des Erotikstudios seien Umbaukosten entstanden sowie 

Geschäftsausfall und Mietzinskosten angefallen. Da mit der erfolgreichen Gel-

tendmachung von Willensmängeln durch die Geschädigte der Vertrag vom 

tt. November 2007 dahingefallen sei, sei schliesslich die Aussage des Beschwer-

degegners 1 beim Konkursamt, der Verkauf des Erotikstudios sei nicht zustande 

gekommen, nicht unzutreffend.  

Die Voraussetzungen für die Eröffnung einer Untersuchung seien damit nicht ge-

geben, weshalb auf die Anzeige nicht einzutreten und die Untersuchung nicht an-

hand zu nehmen sei (Urk. 5).  

3. Begründung der Beschwerde 

Die Beschwerdeführerin liess im Wesentlichen zusammengefasst und sinnge-

mäss ausführen, die Staatsanwaltschaft halte in ihrer Verfügung vom 7. Januar 

2011 fest, eine strafrechtlich relevante Täuschung im Sinne von Art. 146 StGB 

scheide im Vornherein aus, zumal der Vertrag in Folge Grundlagenirrtums und 

nicht wegen Täuschung aufgehoben worden sei. Letzteres treffe grundsätzlich zu, 

wobei darauf hinzuweisen sei, dass der Strafrichter nicht an eine zivilrechtliche 

Feststellung gebunden sei. Dem Urteil des Handelsgerichtes vom tt. Januar 2010 

sei zwar zu entnehmen, der Vertreter des Beschwerdegegners 1 sei selbst davon 

ausgegangen, dass eine Bewilligung vorliege (S. 13), wobei diese Feststellung 

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jeglicher Grundlage entbehre, zumal der Vertreter des Beschwerdegegners 1 

wohl dessen Interesse zu wahren habe und kaum davon auszugehen sei, dass 

ein Rechtsanwalt – nota bene – ein Spezialist auf diesem Gebiet, einem 

Rechtsirrtum unterlegen sei. Dies zeige, dass diese Frage vertieft geklärt werden 

müsse.  

Weiter sei der Verfügung vom 7. Januar 2011 zu entnehmen, es bestünden kei-

nerlei Anhaltspunkte betreffend den Tatbestand der Veruntreuung resp. dass dem 

Beschwerdegegner 1 der Betrag in der Höhe von Fr. 85'000.– anvertraut gewe-

sen sei. Unbestrittenermassen sei dem Beschwerdegegner 1 der Betrag in der 

Höhe von Fr. 85'000.– zwecks Zahlung des Erotikstudios gegeben worden. Der 

Verwendungszweck des Geldes sei somit festgelegt worden. In der Folge habe 

das Handelsgericht mit Urteil vom tt. Januar 2010 verbindlich festgestellt, es habe 

ein Willensmangel vorgelegen und der Beschwerdegegner 1 habe der Beschwer-

deführerin Fr. 85'000.– zurückzuzahlen. Es lasse sich wohl in rechtlicher Hinsicht 

streiten, ob nun der Vertrag mit Wirkung ex tunc oder ex nunc dahingefallen sei. 

Unabhängig davon stehe der Beschwerdeführerin ein Bereicherungsanspruch in 

der Höhe des gezahlten Geldes und im Weiteren Schaden zu. In diesem Zusam-

menhang stelle sich die Frage, ob die Anzahlung des Kaufpreises mit Dahinfallen 

des Vertrags nicht als anvertraut gelte.  

Es stelle sich zudem die Frage – sollte man zum Schluss kommen, das Geld sei 

nicht anvertraut gewesen –, ob der Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesor-

gung erfüllt sei.  

Die Beschwerdeführerin habe dem Beschwerdegegner 1 resp. der C._____ 

GmbH Fr. 85'000.– bezahlt, wobei dieses Geld einfach nicht mehr vorhanden sein 

solle, ohne dass nachvollziehbare Aufwendungen ersichtlich wären und es offen-

bar keine Gegenwerte gegeben habe. Weiter sei davon auszugehen, dass 

schliesslich der erotische Dienstleistungsbetrieb an Dritte verkauft worden sei und 

aus diesem Verkauf ebenfalls ein beachtliches Resultat resultiert habe. Insofern 

müsste die in Konkurs gegangene C._____ GmbH Vermögen aufweisen, was je-

doch gemäss Aussagen des Beschwerdegegners 1 gegenüber dem Konkursamt 

nicht zutreffe. Somit bestehe der berechtigte Verdacht, dass ein Konkursdelikt 

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vorliege und durch den Beschwerdegegner 1 Vermögen vermindert oder beiseite 

geschafft worden sei.  

Der Beschwerdegegner 1 habe anlässlich der Einvernahme vom 18. August 2010 

gegenüber dem Konkursamt angegeben (Antwort auf Frage 19), die erhaltenen 

Gelder der Beschwerdeführerin seien für Umbaukosten aufgewendet worden. Zu-

dem sei ein Geschäftsausfall und Mietzinskosten in der Übergangszeit bis zur 

Verkaufbereitschaft entstanden. Dazu sei zunächst anzumerken, dass ein Ge-

schäftsausfall völlig irrelevant sei, zumal dieser keine Verminderung der Aktiven 

bewirke. Weiter treffe die Aussage, es seien Umbaukosten entstanden, nicht zu, 

zumal gemäss den Informationen der Beschwerdeführerin zufolge gar keine Um-

bauarbeiten vorgenommen worden seien, sie zumindest habe solche nicht ge-

wünscht. Insofern blieben lediglich noch die Mietzinskosten, wobei diese rund 

Fr. 3'100.– pro Monat betragen hätten, woraus folge, dass der Mietzins für rund 

2,5 Jahre hätte bezahlt werden können, jedoch das Geschäft offenbar bereits kurz 

nach dem Verkauf an die Beschwerdeführerin an Dritte weiterverkauft worden sei. 

Diesbezüglich behaupte der Beschwerdegegner 1 auf Frage 21 zwar, die Räume 

seien im Juni 2008 an den Vermieter zurückgegeben worden, was jedoch gemäss 

Informationen der Beschwerdeführerin nicht stimme, zumal nachmalig eine Kon-

taktbar E._____ betrieben worden sei.  

Selbst wenn davon ausgegangen werde, dass – wie vom Beschwerdegegner 1 

behauptet – die Räume im Juni 2008 an den Vermieter zurückgegeben worden 

seien, wäre lediglich [Miete] für sieben Monate von November 2007 bis Juni 2007 

[gemeint wohl: Juni 2008] zu bezahlen gewesen, was ca. Fr. 23'000.– entspreche. 

Insofern fehlten nach wie vor Fr. 23'000.–, welche vom Beschwerdegegner 1 nicht 

hätten geklärt werden können. Vor diesem Hintergrund sei zumindest ein Verfah-

ren zu eröffnen und die Buchhaltung beizuziehen, zumal ein genügender Tatver-

dacht betreffend ein Konkursdelikt bestehe.  

Gemäss Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO erfolge eine Nichtanhandnahmeverfügung le-

diglich, wenn die fraglichen Straftatbestände eindeutig nicht erfüllt seien. Vorlie-

gend könne nicht die Rede davon sein, dass eindeutig kein Vermögensdelikt vor-

liege, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin einer ju-

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ristischen Person Fr. 85'000.– zwecks Kauf eines erotischen Dienstleistungsbe-

triebes gezahlt habe und das zweckbestimmte Geld später ohne erklärbaren 

Grund nicht mehr vorhanden sei und gegenüber dem Konkursamt ausgeführt 

worden sei, dass kein Gewerbe betrieben worden und für den Verkauf Umbau-

kosten entstanden seien, was nicht zutreffe (Urk. 2).  

4. Stellungnahme der Staatsanwaltschaft 

Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer Stellungnahme die Abweisung der Be-

schwerde und führte im Wesentlichen zusammengefasst und sinngemäss aus, 

betreffend Ziffer 4 der Beschwerde sei festzuhalten, dass das Handelsgericht in 

seinem Urteil vom tt. Januar 2010 das Vorliegen einer absichtlichen Täuschung 

ausdrücklich verneint habe. Diese Erwägungen schlössen – auch wenn in diesem 

Verfahren zivilrechtliche Fragen zu klären gewesen seien – einen Tatverdacht auf 

ein betrügerisches Handeln des Beschwerdegegners 1 aus.  

Zu Ziffer 5 und 6 der Beschwerde sei Folgendes festzuhalten: Wie die Beschwer-

deführerin selber ausführe, seien die Fr. 85'000.– zwecks Zahlung des Erotikstu-

dios geleistet worden. Es entspreche konstanter Rechtsprechung, dass dem Täter 

nur anvertraut sei, was er nicht im eigenen Interesse, sondern im Interesse eines 

anderen empfange, mit der Verpflichtung, es in einem bestimmten Sinne zu ver-

wenden. Eine solche Verpflichtung fehle vorliegend, da der Beschwerdeführer 1 

das Geld aufgrund eines Kaufvertrages im eigenen Interesse der C._____ GmbH 

erhalten habe, für die er gehandelt habe. Die C._____ GmbH sei somit im Zeit-

punkt der Zahlung in rechtlicher Hinsicht in keiner Weise verpflichtet gewesen, 

dieses Geld im Sinne der Beschwerdeführerin zu verwenden. Die Tatbestände 

der Veruntreuung und der ungetreuen Geschäftsbesorgung seien damit eindeutig 

nicht erfüllt.  

Bezüglich den Ziffern 7 bis 9 der Beschwerde werde auf die Erwägungen in der 

angefochtenen Verfügung verwiesen (Urk. 10).  

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5. Stellungnahme des Beschwerdegegners 1 

Der Beschwerdegegner 1 machte geltend, die Beschwerdeschrift der Beschwer-

deführerin enthalte verschiedene unwahre Behauptungen: Der Mietzins sei nicht 

Fr. 3'100.–, sondern Fr. 6'500.– gewesen. Von der Beschwerdeführerin seien 

Umbauarbeiten verlangt worden. Sie hätten das Büro vom unteren in das obere 

Stockwerk zügeln und sämtliche Kabel neu verlegen müssen. Wegen dieser Um-

bauarbeiten und dem Verkauf des Betriebes hätten sie den Betrieb ihres Gewer-

bes einstellen müssen. Sie hätten Umbau- und Mietkosten, aber keine Einnah-

men mehr gehabt. Die Beschwerdeführerin sei nie hingehalten worden. Schon an 

der Referentenaudienz beim Handelsgericht hätte sie ihre finanzielle Situation 

genau gekannt. Die Beschwerdeführerin sei nie getäuscht worden. Vor dem Ver-

kauf sei ihr ein Fax des Bauamtes D._____ vorgelegt worden. Darin sei gestan-

den, dass der Betrieb des Erotikstudios zonenkonform und somit zulässig sei. Um 

eine Baubewilligung sei nie nachgesucht worden. Die Beschwerdeführerin habe 

über alles genau Bescheid gewusst (Urk. 12).  

6. Stellungnahme der Beschwerdeführerin 

Die Beschwerdeführerin liess ausführen, aus den neu eingereichten Unterlagen 

[Urk. 17/1-4] gehe hervor, wie genau der Beschwerdegegner 1 es mit der Wahr-

heit nehme.  

Er behaupte, der Mietzins habe nicht Fr. 3'000.–, sondern Fr. 6'500.– betragen. 

Dies stimme gemäss dem beiliegenden E-Mail vom 7. November 2007, in wel-

chem der Beschwerdegegner 1 den Mietzins selbst mit Fr. 3'100.– / Fr. 3'200.– 

betitelt habe, nicht.  

Weiter behaupte der Beschwerdegegner 1, die Beschwerdeführerin hätte Um-

bauarbeiten verlangt, welche wunschgemäss ausgeführt worden seien. In diesem 

Zusammenhang sei der Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 11. Dezember 2007 

mitgeteilt worden, vorsichtshalber solle mit festem Mobiliar wie Wände zugewartet 

werden.  

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Gemäss dem Beschwerdegegner 1 sollte wegen diesen Umbauarbeiten und dem 

Verkauf des Betriebes der eigene Betrieb eingestellt worden sein. Dazu sei an-

zumerken, dass der Beschwerdegegner 1 einerseits gegenüber dem Konkursamt 

offenbar fälschlicherweise angegeben habe, kein Gewerbe zu betreiben und mit 

E-Mail vom 10. Dezember 2007 die Klägerin angefragt habe, die Folterkammer 

doch noch bis Freitag gebrauchen zu dürfen. Daraus erhelle klar, dass entgegen 

der Aussage des Beschwerdegegners 1 der eigene Betrieb sehr wohl aufrecht-

erhalten geblieben sei.  

Schliesslich behaupte der Beschwerdegegner 1, die Beschwerdeführerin sei nie 

hingehalten worden. In diesem Zusammenhang sei darauf hinzuweisen, dass der 

Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 10. Januar 2008 mitgeteilt worden sei, dass 

ihr das ganze Geld zurückgegeben werde, ohne Stress. Da der Beschwerdegeg-

ner 1 das Geld nicht zurückbezahlt habe, manifestiere er hiermit, dass er die Be-

schwerdeführerin hingehalten habe.  

In Bezug auf die Täuschung sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdegeg-

ner 1 ein schlüsselfertiges Erotikstudio mit Betriebsbewilligung angeboten habe, 

obwohl er nicht über eine entsprechende Bewilligung verfügt habe. Da helfe auch 

das Faxschreiben des Bauamtes D._____ nicht darüber hinweg. Tatsache sei, 

dass die Beschwerdeführerin vom Beschwerdegegner 1 getäuscht worden sei.  

Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass es der Beschwerdegegner 1 

offenbar nicht genau mit den tatsächlichen Gegebenheiten nehme und die "Tat-

sachen" jeweils so auslege, wie es ihm passe. Dies deute klar darauf hin, dass 

der Beschwerdegegner 1 Dinge zu verbergen versuche, was den Verdacht straf-

rechtlich relevantes Verhalten bestärke. Vor diesem Hintergrund könne auch nicht 

gesagt werden, es liege eindeutig ein [gemeint wohl: kein] strafrechtlich relevan-

tes Verhalten vor, weshalb das Verfahren an Hand zu nehmen sei (Urk. 16).  

7. Rechtliches und Folgerungen 

7.1. Gemäss Art. 309 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Eröffnung 

einer Untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, 

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aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender 

Tatverdacht ergibt, wenn sie Zwangsmassnahmen anordnet sowie wenn sie von 

der Polizei über schwere Straftaten oder andere schwer wiegende Ereignisse in-

formiert wurde. Gelangt sie hingegen zum Schluss, dass die fraglichen Straftatbe-

stände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind, Verfah-

renshindernisse bestehen oder gemäss Art. 8 StPO aus Opportunitätsgründen auf 

eine Strafverfolgung zu verzichten ist, verfügt sie die Nichtanhandnahme (Art. 310 

Abs. 1 StPO). Der Zweck der Untersuchung besteht nach Art. 308 Abs. 1 StPO 

darin, den Sachverhalt so weit zu ermitteln, dass das Vorverfahren entweder mit 

einem Strafbefehl, einer Anklage oder einer Einstellung abgeschlossen werden 

kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht der Staatsanwaltschaft ein gewis-

ser Ermessensspielraum zu. Dies bedeutet unter anderem, dass die Staatsan-

waltschaft nicht jeglicher Spur und jedem Hinweis nachzugehen hat, auch wenn 

sich eine beschuldigte Person oder ein Geschädigter solches vorstellt. Die 

Staatsanwaltschaft darf dann die Untersuchung - z.B. aufgrund einer Anzeige - 

nicht anhand nehmen, wenn mit Sicherheit feststeht, dass der zur Beurteilung vor-

liegende Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt oder wenn mit anderen 

Worten eine Anzeige zum Vornherein aussichtslos ist, weil offensichtlich keine 

Straftatbestände oder Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Ebenso ist keine Un-

tersuchung anhand zu nehmen, wenn Prozesshindernisse wie z.B. Verjährung 

gegeben sind. Eine Nichtanhandnahmeverfügung darf jedoch nicht ergehen, 

wenn es bloss zweifelhaft ist, ob ein Straftatbestand vorliegt (vgl. zum Ganzen: 

Niklaus Schmid, Handbuch des schweiz. Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 

2009, N 1231; Niklaus Schmid, StPO Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2009, 

Art. 309 N 3 f., Art. 310 N 1 ff.; Nathan Landshut, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, 

Kommentar zur StPO, Zürich 2010, Art. 309 N 11-14, N 19-23, Art. 310 N 2 ff.; 

sowie auch Niklaus Schmid, in: Donatsch/Schmid, Kommentar zur Strafprozess-

ordnung des Kantons Zürich, Zürich 1999, N 4 ff. zu § 38 alt StPO/ZH). 

7.2. Betrug 

7.2.1. Des Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer 

in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden 

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durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder 

ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten be-

stimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt.  

Arglist liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn der Täter sich zur Täuschung 

besonderer Machenschaften (Lügengebäude) bedient, oder wenn er blosse fal-

sche Angaben macht, deren Überprüfung jedoch dem Getäuschten nicht oder nur 

mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, und schliesslich dann, 

wenn der Täter den Getäuschten von einer möglichen Überprüfung abhält oder 

wenn er nach den Umständen voraussieht, dass jener die Überprüfung unterlas-

sen wird, weil ein besonderes Vertrauensverhältnis besteht (statt Vieler: Arzt, 

Basler Kommentar, Strafrecht II, Basel 2007, Art. 146 N 56). Unabhängig von den 

vorstehend angeführten Varianten ist Arglist ausgeschlossen, wenn das Opfer die 

angesichts der konkreten Umstände und seiner persönlichen Verhältnisse ange-

messenen, grundlegendsten Vorsichtsmassregeln nicht beachtet (Opfermitver-

antwortung) (vgl. dazu BGE 122 IV 205; Pra. 91 (2002) Nr. 60 E.3a; Do-

natsch/Flachsmann/Hug/Weder, Kommentar Schweizerisches Strafgesetzbuch, 

Zürich 2010, Art. 146 N 14).  

7.2.2. Das Handelsgericht führte in seiner Begründung des Urteils vom tt. Januar 

2010 aus, die Klägerin [die Beschwerdeführerin] habe zu Recht die Vertragsauf-

hebung wegen Grundlagenirrtums erklärt und die Beklagte [C._____ GmbH] sei 

aus diesem Grund zu verpflichten, die bereits geleistete Zahlung über 

Fr. 85'000.– zurückzuerstatten. Von einer absichtlichen Täuschung der Klägerin 

[der Beschwerdeführerin] sei jedoch nicht auszugehen, da selbst der Vertreter der 

Beklagten [Beschwerdegegner 1, Urk. 7/5 S. 3], welcher das Schreiben der Bau-

polizei D._____ übergeben habe, davon ausgegangen sei, der Betrieb sei voll-

ständig bewilligt (Urk. 7/5 S. 13).  

7.2.3. Der Beschwerdeführer präsentierte der Beschwerdeführerin vor Unter-

zeichnung des Kaufvertrages ein Schreiben vom 12. Oktober 2007, in welchem 

das Bauamt D._____ die Zulässigkeit des Erotikstudios in der Industriezone be-

stätigte und zudem ausführte, um eine Baubewilligung gemäss § 309 lit. b PBG 

sei jedoch nie nachgesucht worden. Eine solche sei auch nie erteilt worden (Urteil 

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des Handelsgerichts, Urk. 7/5 S. 2 f.). Dass sie dieses Schreiben vom 12. Oktober 

2007 nicht bereits vor der Vertragsunterzeichnung erhalten hätte, liess die Be-

schwerdeführerin nicht geltend machen. Es darf daher davon ausgegangen wer-

den, dass ihr bei Vertragsunterzeichnung bekannt war, dass nie eine Baubewilli-

gung gemäss § 309 lit. b PBG erteilt worden war. Die Beschwerdeführerin hätte 

sich beim Bauamt D._____ problemlos erkundigen können, ob eine Baubewilli-

gung notwendig sei. Dies wäre ihr auch zumutbar gewesen. Hinweise, dass der 

Beschwerdegegner 1 die Beschwerdeführerin von einer Erkundigung beim Bau-

amt abgehalten hätte oder dass aufgrund eines Vertrauensverhältnisses abseh-

bar war, dass sie keine solche vornehmen würde, sind nicht ersichtlich. Ebenso 

bestehen keine Hinweise auf besondere Machenschaften. Eine entsprechende 

Erkundigung beim Bauamt hätte die Beschwerdeführerin auch unter dem Aspekt 

der Opfermitverantwortung vornehmen müssen. Nach dem Ausgeführten darf da-

von ausgegangen werden, dass das Tatbestandsmerkmal der Arglist nicht erfüllt 

ist. Damit ist festzuhalten, dass es an ausreichenden Hinweisen auf die Erfüllung 

des Tatbestandes des Betruges im Sinne von Art. 146 StGB fehlt.  

7.3. Veruntreuung 

7.3.1. Den Tatbestand der Veruntreuung erfüllt u.a., wer ihm anvertraute Vermö-

genswerte (Sachen oder Forderungen) unrechtmässig in seinem oder eines an-

dern Nutzen verwendet; mithin wer Vermögenswerte, die nicht fremd sind, weil sie 

rechtlich, nicht aber wirtschaftlich in seinem Eigentum stehen, und worüber er mit 

Willen des Berechtigten die Herrschaft ausübt, pflichtwidrig im eigenen Nutzen 

verwendet (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB; Trechsel/Crameri, Schweizerisches 

Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Trechsel et al. [Hrsg.], Zürich/St. Gallen 

2008, Art. 138 N 1 ff., insbes. N 10 ff.).  

Die Staatsanwaltschaft verneint vorliegend die Erfüllung des Kriteriums der anver-

trauten Vermögenswerte. Dem ist zu folgen: Was jemand für sich eingenommen 

hat, ist nicht anvertraut, wenn der Betreffende nicht als Zahlungs- oder Inkas-

sogehilfe als direkter oder indirekter Stellvertreter handelt (BGE 118 IV 241 f.; 

Trechsel/Crameri, a.a.O., Art. 138 N 13). Aus gegenseitigen Zuwendungen aus 

synallagmatischen Verträgen entstehen nur Ansprüche auf Gegenleistungen, 

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nicht aber auf Werterhaltung (BGE 133 IV 30). Wie die Staatsanwaltschaft zutref-

fend ausführte, erhielt der Beschwerdegegner 1 als Geschäftsführer der C._____ 

GmbH das Geld aufgrund des Kaufvertrages im eigenen Interesse der C._____ 

GmbH. Die C._____ GmbH war somit in rechtlicher Hinsicht in keiner Weise ver-

pflichtet, dieses Geld im Sinne der Beschwerdeführerin zu verwenden. Eine sol-

che Verpflichtung konnte sich auch nicht nachträglich nach dem Vertragsrücktritt 

der Beschwerdeführerin ergeben, war das Geld doch bereits zuvor ohne eine ent-

sprechende Verpflichtung bezahlt worden. Irrelevant ist, ob der Beschwerdeführe-

rin ein Bereicherungsanspruch in der Höhe des bezahlten Betrages zustand, ver-

möchte ein solcher nichts daran zu ändern, dass der Beschwerdegegner 1 das 

Geld für die C._____ GmbH in deren Interesse eingenommen hatte.  

Damit fehlt es an ausreichenden Hinweisen auf die Erfüllung des Tatbestandes 

der Veruntreuung nach Art. 138 StGB.  

7.4. Ungetreue Geschäftsbesorgung  

7.4.1. Wer aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrages oder eines 

Rechtsgeschäfts damit betraut ist, Vermögen eines andern zu verwalten oder eine 

solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verletzung sei-

ner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Vermögen geschädigt 

wird, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 1 StGB). Handelt der Täter in der Absicht, sich oder einen andern un-

rechtmässig zu bereichern, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf 

Jahren erkannt werden (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB). Der Tatbestand des soge-

nannten "Treubruchs" nach Art. 158 Ziff. 1 StGB kennt vier Voraussetzungen, 

nämlich die Eigenschaft als "Geschäftsführer" (wer in tatsächlich und formell selb-

ständiger und verantwortlicher Stellung im Interesse eines anderen für einen 

Vermögenskomplex zu sorgen hat), die Verletzung der damit zusammenhängen-

den Pflicht, ein daraus resultierender Vermögensschaden sowie Vorsatz hinsicht-

lich dieser Elemente (BGE 120 IV 192; vgl. dazu statt Vieler: Niggli, Basler Kom-

mentar, Strafrecht II, Basel 2007, Art. 158 N 9 und N 11). 

- 14 - 

Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, die ihm 

durch das Gesetz, einen behördlichen Auftrag oder ein Rechtsgeschäft einge-

räumte Ermächtigung, jemanden zu vertreten, missbraucht und dadurch den Ver-

tretenen am Vermögen schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder 

Geldstrafe bestraft (Art. 158 Ziff. 2 StGB). Den sog. "Missbrauchstatbestand" 

kann jedermann erfüllen, der aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrags 

oder eines Rechtsgeschäfts die Ermächtigung zur Vertretung eines anderen inne-

hat, wenn auch nur zur Besorgung eines einzelnen Geschäfts (vgl. dazu statt Vie-

ler: Donatsch, Strafrecht III, Zürich 2008, § 30.2.11, S. 283).  

7.4.2. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner 1 im Interesse der 

Beschwerdeführerin in Bezug auf die Kaufpreiszahlung von Fr. 85'000.– in tat-

sächlich und formell selbständiger und verantwortlicher Stellung für einen Vermö-

genskomplex zu sorgen gehabt hätte. Ebenso ist nicht ersichtlich, inwiefern der 

Beschwerdegegner 1 die Ermächtigung zur Vertretung der Beschwerdeführerin 

innehaben sollte. Wie bereits unter dem Tatbestand der Veruntreuung ausgeführt 

hatte der Beschwerdegegner 1 als Geschäftsführer die Kaufpreiszahlung für die 

C._____ GmbH im eigenen Interesse der C._____ GmbH entgegen genommen. 

Die C._____ GmbH bzw. der Beschwerdegegner 1 waren somit in rechtlicher 

Hinsicht in keiner Weise verpflichtet, dieses Geld im Interesse der Beschwerde-

führerin zu verwalten bzw. sie zu vertreten. Damit fehlt es an ausreichenden Hin-

weisen auf die Erfüllung des Tatbestandes ungetreuen Geschäftsbesorgung in 

der Form des Treuebruch- als auch des Missbrauchstatbestandes im Sinne von 

Art. 158 StGB.  

7.5. Betrügerischer Konkurs und Pfändungsbetrug, Ungehorsam des Schuldners 

im Betreibungs- und Konkursverfahren und weitere Konkursdelikte 

7.5.1. Der Schuldner, der zum Schaden der Gläubiger sein Vermögen zum 

Scheine vermindert, namentlich Vermögenswerte beiseite schafft oder verheim-

licht, Schulden vortäuscht, vorgetäuschte Forderungen anerkennt oder deren Gel-

tendmachung veranlasst, wird, wenn über ihn der Konkurs eröffnet oder gegen 

ihn ein Verlustschein ausgestellt worden ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren 

oder Geldstrafe bestraft (Art. 163 Ziff. 1 StGB). Unter den gleichen Voraussetzun-

- 15 - 

gen wird der Dritte, der zum Schaden der Gläubiger eine solche Handlung vor-

nimmt, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 163 

Ziff. 2 StGB).  

7.5.2. Mit Busse wird bestraft: 1. […]; 2.  der Schuldner, der seine Vermögensge-

genstände, auch wenn sie sich nicht in seinem Gewahrsam befinden, sowie seine 

Forderungen und Rechte gegenüber Dritten nicht so weit angibt, als dies zu einer 

genügenden Pfändung oder zum Vollzug eines Arrestes nötig ist (Art. 91 Abs. 1 

Ziff. 2 und 275 SchKG); 3.  der Schuldner, der seine Vermögensgegenstände, 

auch wenn sie sich nicht in seinem Gewahrsam befinden, sowie seine Forderun-

gen und Rechte gegenüber Dritten bei Aufnahme eines Güterverzeichnisses nicht 

vollständig angibt (Art. 163 Abs. 2, 345 Abs. 1 SchKG); 4.  der Schuldner, der 

dem Konkursamt nicht alle seine Vermögensgegenstände angibt und zur Verfü-

gung stellt (Art. 222 Abs. 1 SchKG); 5. […] (Art. 323 StGB). 

7.5.3. Die Beschwerdeführerin liess geltend machen, der Beschwerdegegner 1 

habe anlässlich seiner protokollarischen Befragung vom 25. August 2010 [im 

Konkursverfahren] auf Frage 8 angegeben, die Konkursitin [C._____ GmbH] habe 

kein Gewerbe betrieben, was wohl nicht zutreffend sein dürfte, wenn sie doch 

vorher einen erotischen Dienstleistungsbetrieb geführt habe und mehrwertsteuer-

pflichtig gewesen sei. Im Weiteren habe der Beschwerdegegner 1 auf Frage 19 

angegeben, der Verkauf sei nicht zustande gekommen und für den Verkauf seien 

Umbaukosten entstanden, zudem seien ein Geschäftsausfall und Mietzinskosten 

angefallen. Diese Aussage sei unzutreffend, zumal für den Verkauf an die Be-

schwerdeführerin  keine Umbauarbeiten hätten vorgenommen werden müssen, 

da eben gerade vereinbart worden sei, mit Umbauarbeiten zuzuwarten (vgl. Mail 

vom 11. Dezember 2007) und der Club in der Folge an eine Drittperson verkauft 

worden sei (Urk. 7/1 S. 2).  

7.5.4. Bei der Frage, ob die Konkursitin [C._____ GmbH] ein Gewerbe betrieben 

habe (Urk. 7/7 S. 7), geht es nicht um Vermögenswerte im Sinne von Art. 163 

StGB bzw. Vermögensgegenstände im Sinne von Art. 323 StGB, sondern um ei-

nen juristischen Fachbegriff (kaufmännisches Gewerbe im Sinne von 

Art. 934 OR). Die Frage wurde denn auch im Zusammenhang mit dem Handels-

- 16 - 

registereintrag gestellt (Urk. 7/7 S. 7), welcher für nach kaufmännischer Art ge-

führte Gewerbe obligatorisch ist (Art. 934 OR).  

7.5.5. Daraus, dass der Beschwerdegegner 1 im Jahr 2007 Fr. 85'000.– für die 

C._____ GmbH erhalten hat, der Dienstleistungsbetrieb und gemäss Ausführun-

gen der Beschwerdeführerin verkauft wurde und der Beschwerdegegner 1 beim 

Konkursamt angab, die C._____ GmbH habe kein Vermögen (vgl. Urk. 2 S. 4; 

Urk. 7/7 S. 10 ff.), ergibt sich kein genügender Anfangsverdacht auf ein Konkurs-

delikt: Die Bezahlung von Fr. 85'000.– fand bereits im Jahr 2007 statt 

(vgl. Urk. 7/1 S. 1). Der Konkurs über die C._____ GmbH wurde erst am 

18. August 2010 eröffnet (Urk. 7/6). Zwischen Geldübergabe und Konkurseröff-

nung liegen demnach rund drei Jahre. Allein daraus, dass das Geld nicht mehr 

vorhanden ist, darf nicht auf ein Konkursdelikt geschlossen werden und weitere 

Tatsachen, die auf ein Konkursdelikt hinweisen würden, lässt die Beschwerdefüh-

rerin nicht geltend machen und ergeben sich auch nicht aus den Akten. Dasselbe 

gilt auch bezüglich der Aussage des Beschwerdegegners 1, im Zusammenhang 

mit dem Verkauf des Erotikclubs im Jahr 2007 seien Umbaukosten sowie Ge-

schäftsausfall entstanden und Mietzinskosten angefallen sowie betreffend den 

Zeitpunkt der Rückgabe der Räume an den Vermieter. Zudem handelt es sich da-

bei nicht um Vermögenswerte im Sinne von Art. 163 StGB bzw. Vermögensge-

genstände im Sinne von Art. 323 StGB. Lediglich der Vollständigkeit halber ist an-

zumerken, dass die C._____ GmbH erst mit Urteil vom tt. Januar 2010 verpflichtet 

wurde, der Beschwerdeführerin Fr. 85'000.– zuzüglich Zins seit dem 19. Februar 

2008 zu bezahlen (Urk. 7/5 S. 19). Demnach stand die Zahlungspflicht erst rund 

sieben Monate vor der Konkurseröffnung am 18. August 2010 (Urk. 7/6) fest.  

7.5.6. Da der Kaufvertrag über den Erotikclub vom tt. November 2007 mit der er-

folgreichen Geltendmachung von Willensmängeln durch die Beschwerdeführerin 

dahingefallen ist (Urteil des Handelsgerichtes, Urk. 7/5 S. 13), ist die Aussage des 

Beschwerdegegners 1 beim Konkursamt, der Verkauf des Erotikclubs sei nicht 

zustande gekommen (Urk. 7/7 S. 9), nicht unzutreffend.  

Damit fehlt es an ausreichenden Hinweisen auf die Erfüllung von Konkursdelikten, 

insbesondere der Tatbestände von Art. 163 und Art. 323 StGB.  

- 17 - 

7.6. Im Vorwurf der Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegner 1 habe sie hin-

gehalten resp. die Sache hinausgezögert, bis schliesslich der Konkurs über die 

C._____ GmbH habe eröffnet werden müssen (Urk. 7/1 S. 2), ist kein strafrecht-

lich relevantes Handeln ersichtlich.  

7.7. Insgesamt hat die Staatsanwaltschaft zu Recht keine Strafuntersuchung an-

hand genommen, kann nach der vorliegenden Sachlage nicht von einem An-

fangsverdacht, d.h. einem hinreichenden und auf konkreten Tatsachen beruhen-

den Verdacht, dass eine strafbare Handlung verübt worden ist, ausgegangen 

werden. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und 

ist abzuweisen.  

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss hat die mit ihrer Beschwerde unterliegende Beschwerdeführe-

rin die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu bezahlen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 1'000.- festzusetzen.  

Dem Beschwerdegegner 1 ist mangels erheblicher Umtriebe keine Prozessent-

schädigung zu entrichten.  

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt und der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt.  

3. Es werden keine Prozessentschädigungen ausgerichtet.  

- 18 - 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, zweifach, für sich und zu-
handen der Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde) 

− den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (unter Beilage einer Kopie von 

Urk. 16 und 17/1-4, gegen Empfangsschein)  
sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 
Rechtsmittel  
− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (unter Rücksendung der Akten 

[Urk. 7], gegen Empfangsschein)  

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 

14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise 

schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Zürich, 16. November 2011 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. K. Balmer 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. M. Wetli 
 

	Beschluss vom 16. November 2011
	
	Erwägungen:
	I. Prozessgeschichte
	Mit Präsidialverfügung vom 4. Februar 2011 wurde der Staatsanwaltschaft und dem Beschwerdegegner 1 Frist zur freigestellten Stellungnahme angesetzt (Urk. 8; Prot. S. 2). Mit Eingabe vom 21. Februar 2011 beantragte die Staatsanwaltschaft innert Frist d...

	II. Materielle Beurteilung
	1. Der Strafanzeige zugrunde liegender Sachverhalt
	Die Beschwerdeführerin wirft dem Beschwerdegegner 1 vor, er habe sie als Geschäftsführer der C._____ GmbH beim Verkauf eines Erotikstudios vom tt. November 2007 getäuscht, weil die gemachten Zusicherungen der C._____ GmbH betreffend des übertragenen S...

	2. Begründung der Staatsanwaltschaft zur Nichtanhandnahmeverfügung
	Die Staatsanwaltschaft begründete ihre Nichtanhandnahmeverfügung im Wesentlichen zusammengefasst und sinngemäss damit, dem vorliegend zur Anzeige gebrachten Sachverhalt gehe eine Zivilstreitigkeit zwischen der Beschwerdeführerin und der C._____ GmbH v...
	Die von der Beschwerdeführerin in der Anzeige dargelegten Täuschungen beträfen den Abschluss und die Rückabwicklung des Vertrages vom tt. November 2007. Da dieser Vertrag infolge Grundlagenirrtums und nicht wegen Täuschung aufgehoben worden sei, schei...
	Die dem Beschwerdegegner 1 gemäss Anzeige zur Last gelegten unwahren Angaben gegenüber dem Konkursamt D._____, die C._____ GmbH habe kein Gewerbe betrieben, betreffe einen juristischen Fachbegriff (kaufmännisches Gewerbe im Sinne von Art. 934 OR) und ...
	Die Voraussetzungen für die Eröffnung einer Untersuchung seien damit nicht gegeben, weshalb auf die Anzeige nicht einzutreten und die Untersuchung nicht anhand zu nehmen sei (Urk. 5).

	3. Begründung der Beschwerde
	Die Beschwerdeführerin liess im Wesentlichen zusammengefasst und sinngemäss ausführen, die Staatsanwaltschaft halte in ihrer Verfügung vom 7. Januar 2011 fest, eine strafrechtlich relevante Täuschung im Sinne von Art. 146 StGB scheide im Vornherein au...
	Weiter sei der Verfügung vom 7. Januar 2011 zu entnehmen, es bestünden keinerlei Anhaltspunkte betreffend den Tatbestand der Veruntreuung resp. dass dem Beschwerdegegner 1 der Betrag in der Höhe von Fr. 85'000.– anvertraut gewesen sei. Unbestrittenerm...
	Es stelle sich zudem die Frage – sollte man zum Schluss kommen, das Geld sei nicht anvertraut gewesen –, ob der Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung erfüllt sei.
	Die Beschwerdeführerin habe dem Beschwerdegegner 1 resp. der C._____ GmbH Fr. 85'000.– bezahlt, wobei dieses Geld einfach nicht mehr vorhanden sein solle, ohne dass nachvollziehbare Aufwendungen ersichtlich wären und es offenbar keine Gegenwerte gegeb...
	Der Beschwerdegegner 1 habe anlässlich der Einvernahme vom 18. August 2010 gegenüber dem Konkursamt angegeben (Antwort auf Frage 19), die erhaltenen Gelder der Beschwerdeführerin seien für Umbaukosten aufgewendet worden. Zudem sei ein Geschäftsausfall...
	Selbst wenn davon ausgegangen werde, dass – wie vom Beschwerdegegner 1 behauptet – die Räume im Juni 2008 an den Vermieter zurückgegeben worden seien, wäre lediglich [Miete] für sieben Monate von November 2007 bis Juni 2007 [gemeint wohl: Juni 2008] z...
	Gemäss Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO erfolge eine Nichtanhandnahmeverfügung lediglich, wenn die fraglichen Straftatbestände eindeutig nicht erfüllt seien. Vorliegend könne nicht die Rede davon sein, dass eindeutig kein Vermögensdelikt vorliege, insbeson...

	4. Stellungnahme der Staatsanwaltschaft
	Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer Stellungnahme die Abweisung der Beschwerde und führte im Wesentlichen zusammengefasst und sinngemäss aus, betreffend Ziffer 4 der Beschwerde sei festzuhalten, dass das Handelsgericht in seinem Urteil vom tt. ...
	Zu Ziffer 5 und 6 der Beschwerde sei Folgendes festzuhalten: Wie die Beschwerdeführerin selber ausführe, seien die Fr. 85'000.– zwecks Zahlung des Erotikstudios geleistet worden. Es entspreche konstanter Rechtsprechung, dass dem Täter nur anvertraut s...
	Bezüglich den Ziffern 7 bis 9 der Beschwerde werde auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen (Urk. 10).

	5. Stellungnahme des Beschwerdegegners 1
	Der Beschwerdegegner 1 machte geltend, die Beschwerdeschrift der Beschwerdeführerin enthalte verschiedene unwahre Behauptungen: Der Mietzins sei nicht Fr. 3'100.–, sondern Fr. 6'500.– gewesen. Von der Beschwerdeführerin seien Umbauarbeiten verlangt wo...

	6. Stellungnahme der Beschwerdeführerin
	Die Beschwerdeführerin liess ausführen, aus den neu eingereichten Unterlagen [Urk. 17/1-4] gehe hervor, wie genau der Beschwerdegegner 1 es mit der Wahrheit nehme.
	Er behaupte, der Mietzins habe nicht Fr. 3'000.–, sondern Fr. 6'500.– betragen. Dies stimme gemäss dem beiliegenden E-Mail vom 7. November 2007, in welchem der Beschwerdegegner 1 den Mietzins selbst mit Fr. 3'100.– / Fr. 3'200.– betitelt habe, nicht.
	Weiter behaupte der Beschwerdegegner 1, die Beschwerdeführerin hätte Umbauarbeiten verlangt, welche wunschgemäss ausgeführt worden seien. In diesem Zusammenhang sei der Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 11. Dezember 2007 mitgeteilt worden, vorsichtsha...
	Gemäss dem Beschwerdegegner 1 sollte wegen diesen Umbauarbeiten und dem Verkauf des Betriebes der eigene Betrieb eingestellt worden sein. Dazu sei anzumerken, dass der Beschwerdegegner 1 einerseits gegenüber dem Konkursamt offenbar fälschlicherweise a...
	Schliesslich behaupte der Beschwerdegegner 1, die Beschwerdeführerin sei nie hingehalten worden. In diesem Zusammenhang sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 10. Januar 2008 mitgeteilt worden sei, dass ihr das ganze Geld z...
	In Bezug auf die Täuschung sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdegegner 1 ein schlüsselfertiges Erotikstudio mit Betriebsbewilligung angeboten habe, obwohl er nicht über eine entsprechende Bewilligung verfügt habe. Da helfe auch das Faxschreiben ...
	Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass es der Beschwerdegegner 1 offenbar nicht genau mit den tatsächlichen Gegebenheiten nehme und die "Tatsachen" jeweils so auslege, wie es ihm passe. Dies deute klar darauf hin, dass der Beschwerdegegner 1 ...

	7. Rechtliches und Folgerungen
	7.1. Gemäss Art. 309 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Eröffnung einer Untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergib...
	7.2. Betrug
	7.2.1. Des Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrt...
	Arglist liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn der Täter sich zur Täuschung besonderer Machenschaften (Lügengebäude) bedient, oder wenn er blosse falsche Angaben macht, deren Überprüfung jedoch dem Getäuschten nicht oder nur mit besonderer Mühe mögli...
	7.2.2. Das Handelsgericht führte in seiner Begründung des Urteils vom tt. Januar 2010 aus, die Klägerin [die Beschwerdeführerin] habe zu Recht die Vertragsaufhebung wegen Grundlagenirrtums erklärt und die Beklagte [C._____ GmbH] sei aus diesem Grund z...
	7.2.3. Der Beschwerdeführer präsentierte der Beschwerdeführerin vor Unterzeichnung des Kaufvertrages ein Schreiben vom 12. Oktober 2007, in welchem das Bauamt D._____ die Zulässigkeit des Erotikstudios in der Industriezone bestätigte und zudem ausführ...
	7.3. Veruntreuung
	7.3.1. Den Tatbestand der Veruntreuung erfüllt u.a., wer ihm anvertraute Vermögenswerte (Sachen oder Forderungen) unrechtmässig in seinem oder eines andern Nutzen verwendet; mithin wer Vermögenswerte, die nicht fremd sind, weil sie rechtlich, nicht ab...
	7.4. Ungetreue Geschäftsbesorgung
	7.4.1. Wer aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrages oder eines Rechtsgeschäfts damit betraut ist, Vermögen eines andern zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt...
	7.4.2. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner 1 im Interesse der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Kaufpreiszahlung von Fr. 85'000.– in tatsächlich und formell selbständiger und verantwortlicher Stellung für einen Vermögenskomplex ...
	7.5. Betrügerischer Konkurs und Pfändungsbetrug, Ungehorsam des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren und weitere Konkursdelikte
	7.5.1. Der Schuldner, der zum Schaden der Gläubiger sein Vermögen zum Scheine vermindert, namentlich Vermögenswerte beiseite schafft oder verheimlicht, Schulden vortäuscht, vorgetäuschte Forderungen anerkennt oder deren Geltendmachung veranlasst, wird...
	7.5.2. Mit Busse wird bestraft: 1. […]; 2.  der Schuldner, der seine Vermögensgegenstände, auch wenn sie sich nicht in seinem Gewahrsam befinden, sowie seine Forderungen und Rechte gegenüber Dritten nicht so weit angibt, als dies zu einer genügenden P...
	7.5.3. Die Beschwerdeführerin liess geltend machen, der Beschwerdegegner 1 habe anlässlich seiner protokollarischen Befragung vom 25. August 2010 [im Konkursverfahren] auf Frage 8 angegeben, die Konkursitin [C._____ GmbH] habe kein Gewerbe betrieben, ...
	7.5.4. Bei der Frage, ob die Konkursitin [C._____ GmbH] ein Gewerbe betrieben habe (Urk. 7/7 S. 7), geht es nicht um Vermögenswerte im Sinne von Art. 163 StGB bzw. Vermögensgegenstände im Sinne von Art. 323 StGB, sondern um einen juristischen Fachbegr...
	7.5.5. Daraus, dass der Beschwerdegegner 1 im Jahr 2007 Fr. 85'000.– für die C._____ GmbH erhalten hat, der Dienstleistungsbetrieb und gemäss Ausführungen der Beschwerdeführerin verkauft wurde und der Beschwerdegegner 1 beim Konkursamt angab, die C.__...
	7.5.6. Da der Kaufvertrag über den Erotikclub vom tt. November 2007 mit der erfolgreichen Geltendmachung von Willensmängeln durch die Beschwerdeführerin dahingefallen ist (Urteil des Handelsgerichtes, Urk. 7/5 S. 13), ist die Aussage des Beschwerdegeg...
	7.6. Im Vorwurf der Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegner 1 habe sie hingehalten resp. die Sache hinausgezögert, bis schliesslich der Konkurs über die C._____ GmbH habe eröffnet werden müssen (Urk. 7/1 S. 2), ist kein strafrechtlich relevantes Hand...
	7.7. Insgesamt hat die Staatsanwaltschaft zu Recht keine Strafuntersuchung anhand genommen, kann nach der vorliegenden Sachlage nicht von einem Anfangsverdacht, d.h. einem hinreichenden und auf konkreten Tatsachen beruhenden Verdacht, dass eine strafb...

	III. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Es werden keine Prozessentschädigungen ausgerichtet.
	4.  Schriftliche Mitteilung an:
	 den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, zweifach, für sich und zuhanden der Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (unter Beilage einer Kopie von Urk. 16 und 17/1-4, gegen Empfangsschein)
	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (unter Rücksendung der Akten [Urk. 7], gegen Empfangsschein)

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art....