# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5922a4fa-2dba-5ea2-b567-2156a0837df4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 29.10.2025 SR2 2025 70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR2-2025-70_2025-10-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Verfügung vom 29. Oktober 2025
mitgeteilt am 30. Oktober 2025

Referenz SR2 25 70

Instanz Zweite strafrechtliche Kammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stephan Weber

Gegenstand Verfahrenssistierung

Anfechtungsobj. Verfügung Staatsanwaltschaft Graubünden vom 15. September 
2025 (Proz. Nr. VV.2025.2930)

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In Erwägung, 

– dass die Staatsanwaltschaft Graubünden unter der Verfahrensnummer 
VV.2025.2930 eine Strafuntersuchung wegen Körperverletzung zum Nachteil 
von A._____ führt,

– dass die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung mit Verfügung vom 
15. September 2025 sistierte,

– dass A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) dagegen mit Eingabe vom 
26. September 2025 Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden 
erhob, wobei sie die Aufhebung der Sistierungsverfügung und die Anweisung an 
die Staatsanwaltschaft beantragte, das Verfahren fortzuführen, insbesondere die 
im Bericht vom 14. April 2025 genannte Person einzuvernehmen und weitere 
geeignete Beweismittel zu erheben,

– dass das Obergericht die Staatsanwaltschaft am 8. Oktober 2025 zur 
Stellungnahme einlud und zur Aktenzustellung aufforderte,

– dass die Staatsanwaltschaft dem Obergericht am 20. Oktober 2025 die Akten 
zustellte und zugleich mitteilte, sie habe nicht zuletzt aufgrund der Ausführungen 
in der Beschwerde das sistierte Verfahren wiederanhandgenommen und 
beantrage daher die Abschreibung des Beschwerdeverfahrens als 
gegenstandslos,

– dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 23. Oktober 2025 sich dem 
Antrag auf Abschreibung des Beschwerdeverfahrens anschloss und daneben 
beantragte, die Kosten des Beschwerdeverfahrens wie auch die Kosten ihrer 
Rechtsvertretung seien auf die Staatskasse zu nehmen,

– dass die von der Staatsanwaltschaft vorgenommene Wiedererwägung – trotz 
Devolutiveffekts der Beschwerde – unter prozessrechtlichen Gesichtspunkten 
nicht zu beanstanden ist, da die davon betroffene Verfügung (lediglich) 
verfahrensleitender Natur ist (vgl. hierzu PKG 2016 Nr. 27 E. 3b m.w.H.),

– dass damit das Rechtsschutzinteresse an der Beschwerde nachträglich 
weggefallen ist, sodass das Beschwerdeverfahren infolge Gegenstandslosigkeit 
vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben ist,

– dass die vorliegende Entscheidung gestützt auf Art. 38 Abs. 3 GOG 
(BR 173.000) in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,

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– dass die Staatsanwaltschaft infolge der Wiedererwägung der angefochtenen 
Verfügung die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens zu vertreten hat 
und somit der Kanton Graubünden kostenpflichtig wird,

– dass vorliegend von der Erhebung von Kosten für das Beschwerdeverfahren 
abgesehen werden kann (vgl. Art. 11 VGS [BR 350.210]),

– dass die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin gemäss eingereichter 
Honorarnote eine Entschädigung von total CHF 2'513.12 geltend macht, 
bestehend aus einem Zeithonorar von CHF 2'250.00 (= 9 h x CHF 250.00), 
Spesen von CHF 74.80 und der Mehrwertsteuer von CHF 188.32,

– dass der zeitliche Aufwand zwar hoch, aber noch als angemessen erscheint, weil 
die Rechtsvertretung erst unmittelbar vor der Beschwerdeerhebung beigezogen 
wurde und sie sich zuerst in den Straffall einarbeiten musste,

– dass die Rechtsvertretung jedoch keine Honorarvereinbarung eingereicht hat, 
weshalb praxisgemäss mit einem mittleren Stundenansatz von CHF 240.00 zu 
rechnen ist (vgl. Art. 2 ff. HV [BR 310.250]), was ausgehend von neun Stunden 
Aufwand ein Zeithonorar von CHF 2'160.00 ergibt,

– dass praxisgemäss Spesen bis 3 % des Honorars zugesprochen werden, was 
vorliegend CHF 64.80 ausmacht,

– dass zusammen mit der Mehrwertsteuer von CHF 180.20 (= 8.1 % von 
CHF 2'224.80) im Ergebnis eine Entschädigung von CHF 2'405.00 resultiert, die 
der Kanton Graubünden der Beschwerdeführerin für das Beschwerdeverfahren 
zu bezahlen hat,

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wird verfügt:

1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden vom 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. A._____ wird eine Entschädigung von CHF 2'405.00 (inkl. Spesen und 
MWST) zulasten des Kantons Graubünden zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mitteilung an:]