# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c1f9e4d-3f68-5701-9803-d8be02d2105b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 28.10.2025 VR1 2025 26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2025-26_2025-10-28.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 28. Oktober 2025
mitgeteilt am 10. November 2025

Referenz VR1 25 26

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Pedretti und von Salis
Hubmann, Aktuarin ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführerin

gegen

B.________
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andrea Martin Brunner

und

C.________
Beigeladene

Gegenstand Submission

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Sachverhalt

A. Das B.________ schrieb am _____ 2024 auf simap.ch und im kantonalen 
Amtsblatt im offenen Verfahren die Beschaffung von Labordienstleistungen 
(Laboranalysen) sowie die Installation von Schnittstellen zur bereits bestehenden 
Praxissoftware D.________ (Firma E.________) für einen festen Zeitraum von zwei 
Jahren mit dreimaliger Verlängerungsoption von je einem Jahr aus.

Als Eignungskriterien definierte die Vergabebehörde, dass die Anbietenden die 
Einhaltung der in der Selbstdeklaration aufgeführten Bedingungen und 
Bestimmungen bestätigen sowie die wirtschaftliche und finanzielle 
Leistungsfähigkeiten für die Ausführung des Auftrags gegeben sein müssen. Des 
Weiteren hatten die Anbietenden alle Anforderungen in "Teil B Angebotsunterlagen" 
zu beantworten bzw. zu erfüllen. 

In den Ausschreibungsunterlagen wurden zudem die Zuschlagskriterien und deren 
Gewichtung wie folgt formuliert: 

 Preis netto, exkl. MWST 50%

 Referenzen 20%

 Anbindung an D.________ 10%

 Organisation der Anbieterin, Plausibilität des Angebotes 20%

Subunternehmer und Varianten sind in den Ausschreibungsunterlagen zugelassen.

B. Es reichten drei Anbieterinnen eine Offerte ein. Anlässlich der Offertöffnung 
am 4. Februar 2025 zeigte sich folgendes Bild (act. C.8):

 C.________ CHF   2'860.84

 F.________ CHF 40'978.50

 A.________ CHF 48'432.16

Bei der gleichentags erfolgten Auswertung der Offerten ergab sich folgende 
Reihenfolge:

 C.________ 877.89 Punkte

 A.________ 731.36 Punkte

 F.________ 586.94 Punkte

C. Mit E-Mail vom 11. Februar 2025 forderte die Vergabebehörde die 
A.________ zur Erläuterung ihres Angebotes auf, welche am 17. Februar 2025 in 
Preisanpassungen ihres ursprünglichen Angebotes mündeten. Die anderen zwei 
Anbieterinnen wurden ebenfalls kontaktiert, wobei die C.________ ebenfalls ihr 

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Angebot am 14. Februar 2025 preislich anpasste. Die F.________ verzichtete auf 
eine Preisanpassung, reichte aber ein revidiertes Angebot ein. 

Nach der Angebotsbereinigung bot sich folgendes Bild bezüglich den 
Gesamtpreisen der Anbietenden:

 C.________ CHF 26'558.10

 F.________ CHF 40'978.50

 A.________ CHF 34'854.10

D. Mit Vergabebeschluss vom _____ 2025 erteilte das B.________ der 
C.________ den Zuschlag mit folgendem Wortlaut:

"(…)

2. Der Zuschlag erfolgt an die C.________, zum Gesamtpreis von CHF 26'558.10 (netto, exkl. 
MwSt).

3. Massgebende Merkmale und Vorteile des berücksichtigten Angebots: Unter 
Berücksichtigung der in den Ausschreibungsunterlagen festgelegten Zuschlagskriterien erweist 
sich das Angebot der Firma C.________ als das vorteilhafteste Angebot. 

4. Die Zuschlagsempfängerin erreicht im Total der geforderten Kriterien den 1. Rang mit einer 
Punktzahl von 877.89 (max. 1000 Punkte). 

5. Das A.________ erreichte den 2. Rang mit einer Punktzahl von 731.36 (max. 1000 Punkte).

(…).

Weitere Auskünfte können bei der G.________, über Mail (_____) erfragt werden."

Der Entscheid wurde den Anbieterinnen schriftlich und ohne weitere Beilagen 
mitgeteilt.

E. Gegen diese Zuschlagsverfügung erhob die A.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 2. April 2025 (Poststempel) Beschwerde beim Obergericht 
des Kantons Graubünden. Sie beantragte die Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids, den Ausschluss der Zuschlagsempfängerin und die Erteilung des 
Zuschlags, eventualiter die Rückweisung der Angelegenheit an die 
Vergabebehörde zur Neuvergabe an die Beschwerdeführerin und subeventualiter 
die Rückweisung der Angelegenheit zur Neuevaluation und Zuschlagserteilung 
bzw. subsubeventualiter die Wiederholung der Ausschreibung. Zudem stellte sie 
verschiedene Verfahrensanträge. Ihre Beschwerde begründete die 
Beschwerdeführerin im Wesentlichen damit, dass die Vergabebehörde formelle und 
materielle Vorschriften des Vergaberechts verletzt habe, weshalb der angefochtene 

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Entscheid rechtsfehlerhaft und der rechtserhebliche Sachverhalt nicht richtig 
festgestellt worden sei. 

F. Mit prozessleitender Verfügung vom 3. April 2025 gewährte der 
Instruktionsrichter superprovisorisch der Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 

G. Innert erstreckter Frist beantragte die C.________ (nachfolgend: 
Beigeladene/Zuschlagsempfängerin) in ihrer Stellungnahme vom 29. April 2025 
sinngemäss die Abweisung der Beschwerde, ohne sich zu den Verfahrensanträgen 
zu äussern. Im Wesentlichen betonte sie, dass sie als jetzige Auftragnehmerin der 
Vergabebehörde aus verschiedenen Gründen nicht vorbefasst gewesen sei und 
darum sich ihr Verfahrensausschluss nicht rechtfertigen würde. Betreffend dem 
Zuschlagskriterium Preis führte die Beigeladene aus, dass es keine zulässige 
Preisuntergrenze pro Taxpunkte gebe, weshalb es den Anbieterinnen grundsätzlich 
frei stehe, wie sie ihre Preiskalkulationen vornehme. Das Gesuch um Gewährung 
der aufschiebenden Wirkung sei im Übrigen abzuweisen. 

H. In ihrer Vernehmlassung vom 30. April 2025 beantragte das B.________ 
(nachfolgend: Vergabebehörde/Beschwerdegegnerin) die Abweisung der 
Beschwerde. Die Bewertung der Angebote sei entsprechend den 
ausgeschriebenen Zuschlagskriterien erfolgt und sei zudem sachlich begründet. Zur 
Frage des Ausschlusses führte sie aus, dass die Zuschlagsempfängerin nicht an 
der Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen beteiligt gewesen sei und sie somit 
auch keinen Wettbewerbsvorteil bei der Angebotsausarbeitung gehabt habe. Des 
Weiteren sei auch das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung 
abzuweisen. 

I. Innert erstreckter Frist bestätigte die Beschwerdeführerin in ihrer Replik vom 
10. Juni 2025 ihre Rechtsbegehren. Darin vertiefte sie ihre vorgebrachten Rügen, 
verlangte weitere Akten sowie die Gewährung des rechtlichen Gehörs dazu sowie 
die definitive Erteilung der aufschiebenden Wirkung. 

J. Mit auf den 16. Juli 2025 datierter Duplik (Poststempel 15. Juli 2025) vertiefte 
die Beigeladene ihren Standpunkt. 

K. Ebenfalls mit Duplik vom 16. Juli 2025 reichte die Beschwerdegegnerin 
weitere Akten in Bezug auf Referenzauskünfte ein und ergänzte ihre bisherigen 
Ausführungen, hielt jedoch an den Anträgen ihrer bisherigen Stellungahme fest.

L. Innert verlängerter Frist und mit Triplik vom 25. August 2025 stellte die 
Beschwerdeführerin neben den bisherigen Rechtsbegehren die prozessualen 

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Anträge, dass der Beschwerde definitiv die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei, 
die Vergabebehörde und Beigeladene zu verpflichten sei, weitere nicht eingereichte 
Akten (Korrespondenzen betreffend Fragen der Anbieter, der Bereinigung der 
Angebote, Begleitschreiben der Anbieter, sämtliche Akten betreffend der 
Vorbefassungsfrage) einzureichen und ihr dazu das rechtliche Gehör zu gewähren. 

M. Mit Verfügung vom 28. August 2025 forderte der Instruktionsrichter die 
Beschwerdegegnerin nochmals auf, sämtliche Akten und alle verfügbaren 
Beweismittel einzureichen; weiter räumte er ihr Frist zur Einreichung einer 
Quadruplik bis zum 9. September 2025 ein. 

N. Innert erstreckter Frist reichte die Beschwerdegegnerin am 29. 
September 2025 eine Quadruplik ein, hielt an ihren bisherigen Anträgen und 
Begründungen fest und reichte keine weiteren Unterlagen zu den Akten. Mit 
Verfügung vom 1. Oktober 2025 schloss der Instruktionsrichter den 
Schriftenwechsel. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, in der angefochtenen 
Zuschlagsverfügung vom _____ 2025 sowie auf die eingereichten Beweismittel 
wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Gegen Verfügungen einer Vergabebehörde kann Beschwerde an das 
kantonale Verwaltungsgericht gemäss Art. 52 Abs. 1 IVöB (BR 803.710) erhoben 
werden. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Justizreform 3 in Kraft. 
Das Kantons- und das Verwaltungsgericht wurden zum neuen Obergericht des 
Kantons Graubünden zusammengeführt, welches seit diesem Datum die 
Verwaltungsgerichtsbarkeit ausübt (vgl. Art. 55 Abs. 1 Ziff. 1 der Verfassung des 
Kantons Graubünden; BR 110.100).

1.2. Die Beschwerdefrist von zwanzig Tagen seit Mitteilung des 
Zuschlagsentscheids am _____ 2025 (Art. 56 Abs. 1 IVöB) ist mit der Eingabe vom 
2. April 2025 gewahrt worden (act. A.1). 

1.3. Die streitgegenständliche Auftragsvergabe untersteht unbestrittenermassen 
dem öffentlichen Beschaffungsrecht (Art. 1 IVöB). Die Beschwerde ist gemäss 
Art. 4 des Einführungsgesetzes zur Interkantonalen Vereinbarung über das 
öffentliche Beschaffungswesen vom 7. Dezember 2021 (EGzIVöB; BR 803.600) ab 
der Stufe Einladungsverfahren an das Obergericht als einzige Instanz zulässig 
(Art. 52 IVöB). Gemäss Art. 55 IVöB richtet sich das Verfügungs- und 

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Beschwerdeverfahren im Übrigen nach den Bestimmungen des VRG (BR 370.100), 
soweit die IVöB nichts anderes bestimmt.

1.4. Der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung für die eingereichte 
Beschwerde entfällt mit der materiellen Beurteilung des vorliegenden Streitfalls. 

1.5. In beweisrechtlicher Hinsicht ist vorab festzuhalten, dass auf die 
Durchführung der von der Beschwerdeführerin beantragten Parteibefragung, auf die 
Einholung eines gerichtlichen Gutachtens zu Preisgestaltung von Laboranalytik im 
stationären Bereich sowie auf die Edition der Begleitschreiben der Anbietenden zu 
den Angeboten verzichtet werden kann (Beschwerde Rz. 57 [act. A.1]; Triplik 
Rz. 5  ff. [act. A.3]). Einerseits ergibt sich der Sachverhalt hinreichend aus den 
Akten und anderseits gilt es vorliegend ausschliesslich Fragen zu beantworten, die 
sich anhand der vorhandenen Unterlagen beurteilen lassen. Vor diesem 
Hintergrund erweist sich die Durchführung einer Parteibefragung oder das Einholen 
eines zusätzlichen Gutachtens als nicht notwendig, weshalb das Gericht in 
antizipierter Beweiswürdigung auf die entsprechende Durchführung bzw. Einholung 
verzichtet (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.1, 144 II 427 E. 3.1.3; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 1C_631/2023 vom 18. Februar 2025 E. 4.1 und 1C_522/2022 vom 
25. März 2024 E. 1.2 und 2.3).

Dem von der Beschwerdeführerin gestellten Verfahrensantrag, die vollständigen 
Akten (Korrespondenzen betreffend Fragen der Anbieter, der Bereinigung der 
Angebote, sämtliche Akten betreffend der Vorbefassungsfrage) dem Obergericht 
zukommen zu lassen, kam der Instruktionsrichter mit Verfügungen vom 3. April 
2025, 13. Juni 2025 und 28. August 2025 nach (act. D.1, act. D.8, act. D.18). Von 
der Beschwerdegegnerin wurden in ihrer Quadruplik weder weitere Vergabeakten 
noch Entgegnungen zu diesem Thema nachgereicht, obwohl Aktenstücke 
betreffend (elektronische) Korrespondenz bezüglich der Kalkulationstabellen (inkl. 
Bereinigung) zwischen ihr und der Beigeladenen offensichtlich fehlen (act. A.8). 
Auch bei einer allfälligen Verletzung von Mitwirkungspflichten einer Partei kann 
aufgrund der Akten entschieden werden (BGE 2C_22/2023 vom 28. Februar 2024 
E.4.4). Akten betreffend die Fragen der Anbieterinnen auf der simap-Plattform 
liegen jedoch, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin, vor (Fragen-
Antworten vom 13. Januar 2025 [act. B.13]).

2. Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, der Zuschlag an die 
Beigeladene sei widerrechtlich erfolgt, da die Zuschlagsempfängerin in 
unzulässiger Weise vorbefasst gewesen sei (vgl. E.2.1-2.3 hernach). 

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Beschwerdethema ist somit die Rechtmässigkeit des angefochtenen 
Vergabeentscheides unter nicht erfolgtem Ausschluss der Beigeladenen. 

2.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die Beigeladene schon vor der 
Ausschreibung in einer vorteilhafteren Position als sie gewesen sei, da diese aktuell 
und ohne vorangegangene Ausschreibung Labordienstleistungen (Laboranalysen 
unter Einbindung der Praxissoftware D.________) für die Beschwerdegegnerin 
erbringe. Dies habe der Beigeladenen zu einem Wissens- und Kostenvorteil 
verholfen. Die Beigeladene habe zudem die Kalkulationstabelle mit den 
Mengenangaben und den Codes für die Tests der Laboranalysen erstellt, welche 
Angebotsbestandteil und somit Teil der Ausschreibungsunterlagen gewesen sei 
(Beschwerde Rz. 19 ff., 37 ff. [act. A.1]; Triplik Rz. 12 ff. [act. A.7]). Zudem habe 
sich die Beigeladene aufgrund ihres bereits bestehenden Auftragsverhältnisses, 
des Austausches bezüglich der Kalkulationstabelle, der Spezifizierung des 
Beschaffungsgegenstandes (Menge und Bedarf an Analysen) sowie beim 
Einbringen ihrer eigenen Analysencodes in die Ausschreibung einen unzulässigen 
Wettbewerbsvorteil verschaffen können. Die Vergabebehörde hätte die Analyseliste 
des Eidgenössischen Departementes des Innern (nachfolgend: EDI) verwenden 
müssen, denn nur bei diesen Testcodes sei erkennbar, ob diese eine Kombination 
von gewissen Analysen in denselben Testblocks zulassen würden. Mit Verwendung 
der eigenen und für die anderen Anbieterinnen unklaren Testcodes in der 
Angebotskalkulationstabelle habe die Beigeladene einen unzulässigen 
Wettbewerbsvorteil erhalten. Der Wettbewerbsvorteil der Beigeladenen habe darin 
bestanden, dass diese selbst die Beschreibung des Bedarfs an Analysen mit ihren 
eigenen Analysencodes habe vornehmen können. Die Beschwerdeführerin habe 
bei Durchsicht der Ausschreibungsunterlagen nicht damit gerechnet, dass die 
Beigeladene die Testcodes entwickelt habe, weshalb sie auch nicht entsprechende 
Fragen gestellt habe (Triplik, Rz. 12-23 [act. A.7]). Zusammenfassend habe die 
Beigeladene den Beschaffungsbedarf ermittelt, die nachgefragte Leistung nach Art 
und Menge spezifiziert und eigene, unverständliche Codes für die 
Angebotskalkulationstabelle verwendet. Dies münde in einen unzulässigen 
Wettbewerbsvorteil, welcher weder offengelegt noch ausgeglichen worden sei. Die 
Beschwerdeführerin sei davon ausgegangen, dass für alle Anbieterinnen die Codes 
unbekannt gewesen seien und habe erst im Beschwerdeverfahren gemerkt, dass 
es sich um Codes der Beigeladenen handle und die Exceltabelle als 
Angebotsgrundlage von ihr erstellt worden sei (Replik, Rz. 20 ff. [act. A.4]; Triplik, 
Rz. 15 ff. [act. A.7]). 

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Die Beigeladene bestätigt, der Beschwerdegegnerin eine Exceltabelle am 26. 
August 2024 mit einem Grundgerüst der Mengen zur Verfügung gestellt zu haben. 
Dieses Vorgehen habe aber einem branchenüblichen Austausch zwischen 
Auftraggeberin und Auftragnehmerin entsprochen. Dieser Austausch sei aber vor 
der Ausschreibung geschehen. Sie selbst habe erst von der Ausschreibung 
erfahren, als deren Publikation am _____ 2024 auf simap erfolgt sei 
(Vernehmlassung Beigeladene, S. 2 [act. A.2]; Duplik Beigeladene, S. 1 f. [act. 
A.5]).

Die Beschwerdegegnerin hält die Rügen betreffend die Kalkulationstabelle, welche 
unbestrittenermassen nicht auf den Bezeichnungen und Tarifziffern des EDI 
beruhe, für verspätet. Sie bestätigt aber, dass ihr die Testarten von der 
Beigeladenen als aktuelle Laborpartnerin für die Ausschreibung zur Verfügung 
gestellt worden sind. Sie selbst habe aber dann diese Testdaten in die 
Ausschreibungsunterlagen eingefügt, eine weitere Mitwirkung der Beigeladenen am 
Vergabeverfahren habe es nicht gegeben. Darüber hinaus würden die von ihr 
nachgefragten Tests nicht genau mit der Analyseliste des EDI übereinstimmen, 
sondern gewisse nachgefragte Tests würden eine Kombination verschiedener 
Analysen enthalten (Duplik, Rz. 3 f., 13-15 [act. A.6]).

2.2. Gemäss Art. 14 IVöB sind Anbieter, die an der Vorbereitung eines 
Vergabeverfahrens beteiligt waren, zum Angebot nicht zugelassen, wenn der ihnen 
dadurch entstandene Wettbewerbsvorteil nicht mit geeigneten Mitteln ausgeglichen 
werden kann und wenn der Ausschluss den wirksamen Wettbewerb unter den 
Anbietern nicht gefährdet. 

Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt in denjenigen Fällen eine 
qualifizierte Vorbefassung vor, in welchen ein Anbieter bei der Vorbereitung eines 
Beschaffungsverfahrens, wie z.B. durch das Verfassen von Projektgrundlagen, 
durch das Erstellen von Ausschreibungsunterlagen oder durch das Informieren der 
Vergabebehörde über bestimmte technische Spezifikationen der zu beschaffenden 
Leistungen, mitwirkte. Nur eine qualifizierte Vorbefassung führt zum Verbot der 
Teilnahme am Vergabeverfahren, wenn dann auch der bestehende 
Wissensvorsprung gegenüber den anderen Anbietenden nicht ausgeglichen und 
transparent gemacht werden kann (Botschaft vom 15. Februar 2017 zur 
Totalrevision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen, BBl 
2017 1851 ff. S. 1917).

Neben diesen Massnahmen zur Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbs sieht 
Art. 14 Abs.1 IVöB ergänzend vor, dass eine vorbefasste Anbieterin auch dann im 

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Verfahren zuzulassen sei, wenn ihr Ausschluss den wirksamen Wettbewerb unter 
den Anbietenden gefährden würde. Dies gilt auch, wenn der Vorteil der 
vorbefassten Anbietenden nicht ausgeglichen werden kann. Ein Verzicht 
auf  Ausgleichsmassnahmen  des Wissensvorsprungs führt jedoch zum Ausschluss 
der Vorbefassten. So soll es möglich sein, vorbefasste Anbietende zum Verfahren 
zuzulassen, wenn lediglich ein oder allenfalls zwei weitere Anbietende bei der 
Ausschreibung mitmachen. Da dies zu einer Verletzung des 
Gleichbehandlungsgrundsatzes führt, ist es notwendig, sämtliche möglichen 
Massnahmen zur Ausgleichung des Wettbewerbsvorteils zu ergreifen, um die 
Vorbefassung auf ein Minimum zu beschränken bzw. mit dem Ziel, alle Anbietenden 
im gleichen Masse "vorzubefassen" (HÄNER, in Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum 
Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, Art. 14 N. 5-11).

Die Beigeladene ist als qualifiziert vorbefasst zu betrachten, da sie die 
voraussichtliche Menge, die Art der nachgefragten Leistung sowie den 
Leistungsbeschrieb mit ihren eigenen internen Medizinalcodes der 
Beschwerdegegnerin zumindest zukommen liess, wenn nicht gar selbst die 
Exceltabelle für die Ausschreibungsunterlagen erschaffen hat (Kalkulationstabelle, 
[act. C.5]; Beschwerde, Rz. 38 [act. A.1]). Zudem zeigt die Versionierung als 
Urheberin der Exceltabelle als Angebotsgrundlage die Beigeladene und weder sie 
noch die Beschwerdegegnerin liessen dem Obergericht Beweismittel zukommen, 
welche ihre eigenen diesbezüglichen Behauptungen glaubwürdiger erscheinen 
liessen als diejenigen der Beschwerdeführerin. Der Wissensvorsprung, welcher der 
Beigeladenen zu einem Wettbewerbsvorteil verhalf, bestand darin, dass sie ihre 
internen Codes verwenden konnte, welche nachgefragte Leistungen von anderen 
Positionen bereits beinhalteten (vgl. zahlreiche bereinigte Positionen mit der 
Bemerkung «in anderer Analyse enthalten») und dies für die Beschwerdeführerin 
nicht kalkulierbar bzw. unklar war, was schliesslich auch zur Bereinigung der 
Angebote führte (Aufforderung zur Erläuterung der Angebote vom 11. Februar 2025 
[act. C.9]; korrigierte Kalkulationstabelle der Beschwerdeführerin [act. C.10]; 
korrigierte Kalkulationstabelle der Beigeladenen [act. C.11]). Ob dies auch für die 
weitere Anbietende so war, entzieht sich der Kenntnis des Obergerichts, da auch 
diese Vergabeakten nicht von der Beschwerdegegnerin eingereicht wurden. Das 
Verwenden der eigenen, internen Testcodes ermöglichte der Beigeladenen aber, 
ein preislich optimiertes Angebot einzureichen, womit ein Wettbewerbsvorteil 
einhergeht. Bezeichnend dafür ist ihr bereinigtes Angebot, welches keine unklaren 
Positionen enthielt, sondern bei diversen Positionen festhielt, dass diese 
nachgefragten Tests in anderen Analysen enthalten seien (korrigierte 
Kalkulationstabelle der Beigeladenen [act. C.11]). Der Einwand der 

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Beschwerdegegnerin, dass die Beschwerdeführerin Fragen hätte stellen können, 
ist unbehelflich, da mindestens die Angebote der Beigeladenen und der 
Beschwerdeführerin diverse Bemerkungen und Fragen enthielten, welche ja dann 
gerade zu Angebotsbereinigungen mit Preisanpassungen führten. Insofern ist 
fraglich, ob die Angebote überhaupt vergleichbar waren, wenn nicht normierte 
Analysecodes verwendet wurden; dies führte nämlich dazu, dass Positionen in der 
Kalkulationstabelle trotz Nachbereinigungen offen oder ungeklärt blieben.

Somit hätte in den Ausschreibungsunterlagen zwingend erwähnt werden müssen, 
dass die Beigeladene vorbefasst ist, und es hätten entsprechende 
Ausgleichsmassnahmen von der Beschwerdegegnerin ergriffen werden müssen, 
um den Informationsvorteil der Beigeladenen auszugleichen. Eine 
Ausgleichsmassnahme wäre gewesen, sämtliche Vorarbeiten der Beigeladenen 
offenzulegen sowie nicht deren interne Analysecodes zu verwenden. Ein 
Ausschluss der Beigeladenen drängt sich somit auf, auch wenn der Markt sehr klein 
ist. Allerdings stellt sich die Frage, ob der Markt ohnehin nicht grösser wäre, wenn 
offizielle Analysecodes z.B. diejenigen des EDI verwendet würden. 

2.3. Als Zwischenfazit ist somit festzustellen, dass die Beschwerde bereits wegen 
des Ausschlussgrunds der qualifizierten und intransparenten Vorbefassung mit 
nicht erfolgten Ausgleichsmassnahmen und damit erfolgtem Wettbewerbsvorteil für 
die Beigeladene gutzuheissen ist. Somit ist dem Rechtsbegehren 1 und 2 der 
Beschwerdeführerin stattzugeben, worin die Aufhebung des Zuschlagsentscheids 
und der Ausschluss der Zuschlagsempfängerin (Beigeladenen) vom 
Vergabeverfahren beantragt wurden. Darüber, ob dies zum Zuschlag an die 
Beschwerdeführerin führt oder nicht, hat praxisgemäss nicht das Obergericht zu 
befinden. Vielmehr wird die Streitsache bei dieser Konstellation an die Vorinstanz 
zu einem neuen Entscheid zurückgewiesen. Dieser neue Entscheid kann entweder, 
unter Ausschluss der Beigeladenen, zu einem Zuschlag im laufenden Verfahren 
oder zum Abbruch des Verfahrens mit neuer Ausschreibung führen. Das jetzige 
Urteil ist folglich kassatorischer und nicht reformatorischer Natur, was bedeutet, 
dass der Beschwerdegegnerin ein nennenswerter Ermessensspielraum verbleibt, 
wie sie in dieser Angelegenheit weiter vorgehen möchte (Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U  23 33 vom 4. Oktober 2023 E. 
2.5). 

2.4. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass das Obergericht weitere 
Unzulänglichkeiten im Verfahrensablauf und in der Angebotsbewertung festgestellt 
hat. 

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So ist beispielsweise die Zuschlagsverfügung nicht korrekt, da sich im Laufe des 
Beschwerdeverfahrens herausgestellt hat, dass der Angebotspreis der 
Beigeladenen nicht CHF 26'558.10 sondern CHF 28’623.60 betrug. Weiter wurde 
nicht der korrekte Auftragswert errechnet und bewertet (Art. 15 Abs. 3 IVöB; 
Ausschreibung Kantonsamtsblatt Graubünden vom _____ 2024, S. 3 [act. C.1]). 

Das Offertöffnungsprotokoll lässt zudem auf verspätete Angebotseingaben, eine 
nicht termingerechte Offertöffnung (4. Februar 2025 anstatt 3. Februar 2025) sowie 
auf ein Beisein der Beschwerdeführerin schliessen, obschon in der Ausschreibung 
die Öffentlichkeit der Offertöffnung verneint wurde (Ausschreibung 
Kantonsamtsblatt Graubünden vom _____ 2024 , S. 3 [act. C.1]; 
Ausschreibungsunterlagen Allgemeiner Beschrieb, Teil A [act. C.3]). Auch bei der 
Auswertung der Angebote, welche gleichentags wie die Offertöffnung stattgefunden 
haben soll, stellt sich die Frage, weshalb bereits der bereinigte Angebotspreis der 
Zuschlagsempfängerin bewertet werden konnte, obwohl die Bereinigung erst rund 
eine Woche später stattfand. Solche Ungereimtheiten lassen den Schluss zu, dass 
ein unzulässiger Informationsaustausch zwischen der Beigeladenen und der 
Beschwerdegegnerin stattgefunden hat (Bewertungsmatrix vom 4. Februar 2025 
[C.12]; korrigierte Kalkulationstabelle vom 12. Februar 2025 [act. C.11]). 

Schliesslich ist bei der Bewertung der Referenzen von einer Gesamtpunktzahl von 
45 und nicht von 36 Punkten auszugehen, da es sich um neun Fragen mit je fünf 
erreichbaren Punkten handelte (Referenzauskünfte [act. C.13 f.]; Bewertungsmatrix 
[act. C.12]). Somit ist auch die Bewertung des Angebotes der 
Zuschlagsempfängerin in unzulässiger Weise erfolgt. 

3.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 
Art. 73 Abs. 1 und Abs. 2 VRG der Beschwerdegegnerin und der Beigeladenen je 
zur Hälfte aufzuerlegen. Auch wenn der Auftragswert nur knapp bei ca. 
CHF 150'000.00 (Art. 15 Abs. 6 IVöB) liegt, rechtfertigt sich eine Staatsgebühr von 
CHF 3'000.00 infolge des erheblichen Aufwandes durch drei Schriftenwechsel und 
der unvollständigen Aktenherausgabe.

3.2. Aussergerichtlich steht der obsiegenden Beschwerdeführerin gemäss Art. 78 
Abs. 1 VRG praxisgemäss keine Parteientschädigung zu, weil sie keine externe 
Rechtsvertretung beansprucht hat und ihr deshalb keine Fremdkosten entstanden 
sind. Der zeitliche und finanzielle Aufwand der Beschwerdeführerin im eigenen 
Interesse und auf eigene Rechnung fällt nicht unter die erwähnte Bestimmung und 
wird deshalb nicht vergütet.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Vergabeentscheid vom _____ 2025 
des B.________ aufgehoben und die C.________ vom Vergabeverfahren 
ausgeschlossen.

2. Die Angelegenheit wird zu neuem Entscheid an das B.________ 
zurückgewiesen. 

3. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 3'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 327.00

Total CHF 3'327.00

gehen je hälftig zulasten des B.________ und der C.________.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

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6. [Mitteilungen]