# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 656ad88f-26e5-50b9-aa8c-b9900f0c8edf
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-17
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 17.05.2022 SBK.2022.44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2022-44_2022-05-17.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

 

SBK.2022.44 / ik  
(DI.2022.1; STA.2020.4001)  

Art. 164 

 

 

Entscheid vom 17. Mai 2022 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari 

Oberrichter Egloff  

Gerichtsschreiberin Kabus 

 

 
   

Gesuchstellerin   Bezirksgericht Bremgarten, 

Rathausplatz 1, 5620 Bremgarten AG  

  

 
   

Gegenstand  Ausstandsgesuch des Bezirksgerichts Bremgarten 

 

in der Strafsache gegen C._____ 

 

  

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Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten erhob gegen C. (Beschuldigter) 

am 19. Januar 2022 beim Bezirksgericht Bremgarten Anklage u.a. wegen 

mehrfachen betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs sowie Un-

terlassung der Buchführung. Der Antrag lautete u.a. auf 30 Monate Frei-

heitsstrafe, womit die Angelegenheit in die sachliche Zuständigkeit des Kol-

legialgerichtes fiel (§§ 11 und 12 EG StPO). 

 

1.2. 

Am 20. Januar 2022 beurteilte das Bezirksgericht Bremgarten als Kollegi-

algericht im Verfahren ST.2021.48 den weitgehend gleichen – wie dem Be-

schuldigten vorgeworfenen – Sachverhalt betreffend seine Mutter. 

 

2. 

Mit Eingabe vom 4. Februar 2022 stellte Gerichtspräsident Peter Thurnherr 

bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons 

Aargau für das gesamte Bezirksgericht Bremgarten folgendes Ausstands-

gesuch: 

 

" 1. 
Das Ausstandsgesuch sei gutzuheissen. 
 
2. 
Im Falle der Gutheissung seien die Akten der Justizleitung zu unterbreiten 
mit dem Ersuchen, das Verfahren einem anderen Bezirksgericht zu über-
tragen." 

 

3. 

Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.  

 

 
   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Nach Art. 56 StPO hat eine in einer Strafbehörde tätige Person in den Aus-

stand zu treten, wenn ein Ausstandsgrund gemäss lit. a - f vorliegt. Wird 

ein Ausstandsgrund nach Art. 56 lit. a oder f StPO geltend gemacht, so 

entscheidet gemäss Art. 59 Abs. 1 lit. b StPO ohne weiteres Beweisverfah-

ren und endgültig die Beschwerdeinstanz, wenn die erstinstanzlichen Ge-

richte betroffen sind. 

 

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1.2. 

Das Ausstandsgesuch stützt sich hier auf Art. 56 lit. f StPO und betrifft ein 

erstinstanzliches Gericht, womit für dessen Beurteilung gemäss Art. 59 

Abs. 1 lit. b StPO i.V.m. § 13 EG StPO und § 9 f. sowie Anhang 1 Ziff. 2 

Abs. 5 lit. b der Geschäftsordnung des Obergerichts des Kantons Aargau 

die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts zuständig ist. 

 

2. 

2.1. 

Das vorliegende Ausstandsgesuch wird seitens Bezirksgericht Bremgarten 

damit begründet, dass die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten am 19. Ja-

nuar 2022 gegen den Beschuldigten beim Bezirksgericht Bremgarten An-

klage erhoben habe. Aufgrund der beantragten Höhe der Freiheitsstrafe 

falle die Angelegenheit in die sachliche Zuständigkeit des Kollegialgerich-

tes. Am 20. Januar 2022 habe das Bezirksgericht Bremgarten den weitge-

hend gleichen Sachverhalt im Verfahren betreffend die Mutter des Beschul-

digten beurteilt. Überdies sei der Beschuldigte anlässlich der Verhandlung 

und Urteilseröffnung vom 20. Januar 2022 persönlich anwesend gewesen. 

Eine erneute Beurteilung des beinahe identischen Sachverhaltes könne 

nicht mehr urteilsoffen stattfinden, so dass ein Ausstandsgrund vorliege. 

Das Bezirksgericht Bremgarten verfüge lediglich über zwei weitere Bezirks-

richter, welche nicht Teil des Spruchkörpers gewesen seien und noch ein-

gesetzt werden könnten. Demzufolge sei das Verfahren im Falle der Gut-

heissung einem anderen Bezirksgericht zu übertragen. 

 

2.2. 

2.2.1. 

Gemäss Art. 30 Abs. 1 BV hat jede Person, deren Sache in einem gericht-

lichen Verfahren beurteilt werden muss, Anspruch auf ein unabhängiges 

und unparteiisches Gericht. Gemäss Art. 56 lit. f StPO tritt eine in einer 

Strafbehörde tätige Person in den Ausstand, wenn sie aus anderen als den 

in Art. 56 lit. a - e StPO genannten Gründen, insbesondere wegen Freund-

schaft oder Feindschaft mit einer Partei oder deren Rechtsbeistand, befan-

gen sein könnte. Der Anspruch auf ein unparteiisches Gericht wird verletzt, 

wenn bei objektiver Betrachtung Gegebenheiten vorliegen, die den An-

schein der Befangenheit oder die Gefahr der Voreingenommenheit begrün-

den. Voreingenommenheit und Befangenheit werden nach der Rechtspre-

chung angenommen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Miss-

trauen in die Unparteilichkeit des Richters zu erwecken. Solche Umstände 

können in einem bestimmten Verhalten des betreffenden Richters oder in 

gewissen äusseren Gegebenheiten funktioneller und organisatorischer Na-

tur begründet sein. Dabei ist nicht auf das subjektive Empfinden einer Par-

tei abzustellen. Das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss viel-

mehr in objektiver Weise begründet erscheinen. Es genügt, wenn Um-

stände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befan-

genheit und Voreingenommenheit erwecken. Für die Ablehnung wird nicht 

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verlangt, dass der Richter tatsächlich befangen ist (Urteil des Bundesge-

richts 1B_75/2020 vom 10. Dezember 2020 E.  2.2 mit Hinweisen).  

 

Eine gewisse Besorgnis der Voreingenommenheit und damit Misstrauen in 

das Gericht kann bei den Parteien immer dann entstehen, wenn einzelne 

Gerichtspersonen in einem früheren Verfahren mit der konkreten Streitsa-

che schon einmal befasst waren. In einem solchen Fall sogenannter Vor-

befassung stellt sich die Frage, ob sich ein Richter durch seine Mitwirkung 

an früheren Entscheidungen in einzelnen Punkten bereits in einem Mass 

festgelegt hat, die ihn nicht mehr als unvoreingenommen und dementspre-

chend das Verfahren nicht mehr offen erscheinen lassen (BGE 140 I 326 

E. 5.1 mit Hinweis, Urteil des Bundesgerichts 1B_75/2020 vom 10. Dezem-

ber 2020 E.  2.2).  

 

Der Umstand allein, dass ein Richter eine beschuldigte Person verurteilt 

oder freigesprochen hat, genügt grundsätzlich noch nicht, um ihn in einem 

späteren (getrennten) sachkonnexen Parallelverfahren gegen andere Be-

schuldigte wegen unzulässiger Vorbefassung abzulehnen. Ein Ausstands-

grund ist nur dann anzunehmen, wenn der Erstrichter sich zur Frage der 

Strafbarkeit oder der Straflosigkeit eines im Zweitverfahren separat zu be-

urteilenden Beschuldigten bereits präjudiziell geäussert hat (Urteil des Bun-

desgerichts 1B_440/2016, 1B_442/2016, 1B_446/2016, 1B_448/2016 vom 

6. Juni 2017 E. 4.7 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist es dann, 

wenn derselbe Richter befugt ist, die Beschuldigten gemeinsam zu beurtei-

len, im Allgemeinen auch zulässig, dass er über einen bestimmten Beschul-

digten in einem späteren Verfahren urteilt. Ein Ablehnungsgrund besteht 

nur in engen Grenzen, z.B. dort, wo der Richter im früheren Verfahren den 

Beschuldigten A verurteilt hat in der Erwägung, es sei erwiesen, dass die-

ser mit dem im späteren Verfahren Beschuldigten B die Tat begangen 

habe, oder auch dort, wo er den Beschuldigten A mit der Begründung frei-

gesprochen hat, nicht dieser, sondern der im späteren Prozess Beschul-

digte B habe die Tat begangen (BGE 115 Ia 34 E. 2c/cc mit Hinweis, Urteil 

des Bundesgerichts 1B_75/2020 vom 10. Dezember 2020 E.  2.2).  

 

2.2.2. 

2.2.2.1. 

Das Bezirksgericht Bremgarten sprach die Mutter des Beschuldigten mit 

Urteil ST.2021.48 vom 20. Januar 2022 u.a. wegen mehrfachen betrügeri-

schen Konkurses und Pfändungsbetrugs sowie Unterlassung der Buchfüh-

rung schuldig. Das begründete Urteil befindet sich nicht bei den Akten. Die 

Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten hielt in der Anklageschrift vom 30. Juli 

2021 fest, die Mutter des Beschuldigten habe mit diesem zusammen am 

tt.mm.2018 ein Unternehmen im Handelsregister (HR) des Kantons Aargau 

eintragen lassen. Sie sei dabei als Inhaberin mit Einzelunterschrift und der 

Beschuldigte mit Einzelunterschrift eingetragen gewesen. Die Mutter des 

Beschuldigten habe wissentlich und willentlich die Buchführung vollständig 

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unterlassen. Ferner bestünden gegen sie verschiedene Pfändungsurkun-

den. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten warf ihr vor, gegenüber un-

terschiedlichen Betreibungsämtern angegeben zu haben, mittellos zu sein. 

Dabei habe sie Einnahmen erzielt und diese verbraucht, ohne die das Exis-

tenzminimum übersteigenden Beträge den Betreibungsämtern abzuliefern. 

Dadurch seien ihre Gläubiger zur Verlust gekommen. Zudem habe die Mut-

ter des Beschuldigten mehrfach Geldbeträge, welche klar dem Unterneh-

men zugestanden hätten, auf ihr persönliches Privatkonto überwiesen und 

damit bewusst und gezielt den Konkurs herbeigeführt.  

 

Dem Beschuldigten wird seitens Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten in 

der Anklageschrift vom 19. Januar 2022 u.a. vorgeworfen, dass gegen ihn 

verschiedene Pfändungsurkunden bestünden. Er habe gegenüber unter-

schiedlichen Betreibungsämtern angegeben, über kein pfändbares Ein-

kommen bzw. Vermögen zu verfügen. Tatsächlich habe er für das Unter-

nehmen seiner Mutter verschiedene Arbeiten ausgeführt und daraus Ein-

kommen generiert. Diese Einnahmen hätten pfändbare Quoten ergeben. 

Die das Existenzminimum übersteigenden Beträge hätten den Betrei-

bungsämtern abgeliefert werden müssen. Ferner habe seine Mutter als In-

haberin des Unternehmens Gelder, welche diesem hätten zugewiesen wer-

den müssen, widerrechtlich auf ihre beiden privaten Konti überwiesen. Sie 

habe ihm daraus regelmässig Lohnzahlungen überwiesen, welche in keiner 

Buchhaltung erschienen seien. Sodann habe der Beschuldigte an den Ein-

nahmen partizipieren können und zwar in Form der gemeinsamen Benut-

zung der Wohnung und der Kostendeckung des übrigen Lebensunterhal-

tes. Zudem habe der Beschuldigte das Vorgehen seiner Mutter geduldet. 

Überdies habe er die Buchführung für besagtes Unternehmen unterlassen. 

Der Beschuldigte hätte in seiner Eigenschaft als Einzelunterschriftsberech-

tigter pflichtgemäss einschreiten und die Tathandlungen seiner Mutter un-

terbinden müssen. Dies habe er wissentlich und willentlich unterlassen.  

 

2.2.2.2. 

Die Bezirksrichter erachten sich selbst als befangen, da eine erneute Be-

urteilung des beinahe identischen Sachverhalts unter objektiven Gesichts-

punkten nicht mehr urteilsoffen erscheine. Laut der Anklageschrift vom 

19. Januar 2022 war der Beschuldigte anscheinend gemeinsam mit seiner 

Mutter für die Buchführung zuständig. Ihre Verurteilung präjudiziert tatsäch-

lich, dass er ebenfalls vom Bezirksgericht Bremgarten hierfür schuldig ge-

sprochen würde. Die Mutter des Beschuldigten wurde wegen mehrfachen 

betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs verurteilt. Die Einnah-

men, welche sie den Beitreibungsämtern nicht deklarierte und verbrauchte, 

stammen u.a. aus Aufträgen für Arbeiten, welche der Beschuldigte für sie 

ausführte. Infolge der Verurteilung der Mutter ging das Bezirksgericht 

Bremgarten davon aus, dass der Beschuldigte die Arbeiten tatsächlich aus-

geführt und daraus Lohn generiert hat, welchen er den Betreibungsämtern 

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wiederrum verschwieg. Somit ist auch seine Verurteilung wegen mehrfa-

chen betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs präjudiziert. 

 

Zusammenfassend hat sich der Spruchkörper des Bezirksgerichts Brem-

garten zur Frage der Strafbarkeit des Beschuldigten bereits präjudiziell ge-

äussert. Laut eigenen Angaben haben sich die Richter in einem Mass fest-

gelegt, das sie nicht mehr als unvoreingenommen und das Verfahren nicht 

mehr als offen erscheinen lässt. Demnach können sie in der vorliegenden 

Sache nicht mehr unbefangen tätig werden, weshalb das Ausstandsgesuch 

gutzuheissen ist.  

 

2.3. 

2.3.1. 

Gemäss § 49 Abs. 1 GOG vertreten sich die Bezirksgerichtspräsidentinnen 

und -präsidenten desselben Gerichts gegenseitig.  

 

Die Bezirksrichterinnen und Bezirksrichter desselben Gerichts vertreten 

sich ebenfalls gegenseitig (§ 51 Abs. 1 GOG). Die Justizleitung kann einem 

Bezirksgericht insbesondere bei Ausstand mehrerer oder sämtlicher seiner 

Richterinnen und Richter bzw. seiner Gerichtsschreiberinnen und Gerichts-

schreiber zusätzliche Richterinnen und Richter bzw. Gerichtsschreiberin-

nen und Gerichtsschreiber anderer Bezirksgerichte zuweisen (§ 51 Abs. 2 

GOG). 

 

2.3.2. 

Da Gerichtspräsident Peter Thurnherr, die Bezirksrichter/-innen Edwin 

Brunner, Eduard Huber, Evelyne Kellenberger und Erika Melliger sowie Ge-

richtsschreiber Sebastian Meier am Urteil ST.2021.48 vom 20. Januar 2022 

mitwirkten, können sie gemäss den Ausführungen in E. 2.2 hiervor im Ver-

fahren gegen den Beschuldigten nicht mehr tätig sein. Demzufolge wird 

Gerichtspräsident Thurnherr entsprechend § 49 Abs. 1 GOG durch eine 

andere Präsidentin/einen anderen Präsidenten des Bezirksgerichts Brem-

garten zu ersetzen sein. Anstelle von Gerichtsschreiber Meier wird ein an-

derer Gerichtsschreiber/eine andere Gerichtschreiberin des Bezirksge-

richts Bremgarten einzusetzen sein. Bezirksrichter/-innen Brunner, Huber 

Kellenberger und Melliger werden nach Massgabe von § 51 GOG durch die 

bislang mit der Sache nicht befassten Bezirksrichter/-innen Monika Oehler 

und Bruno Sekinger sowie zwei Richterinnen oder Richter anderer Bezirks-

gerichte zu ersetzen sein. 

 

3. 

Zuständig für die Zuweisung zusätzlicher Richterinnen oder Richter ande-

rer Bezirksgerichte ist die Justizleitung (§ 51 Abs. 2 GOG; vgl. Botschaft 

des Regierungsrates des Kantons Aargau an den Grossen Rat vom 27. Ap-

ril 2011 zur Totalrevision des Gerichtsorganisationsgesetzes, 

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Ges. Nr. GR.11.154, Ziff. 8.2.2.2.4). Der vorliegende Entscheid ist damit 

nach Eintritt der Rechtskraft der Justizleitung zuzustellen.  

 

4. 

Infolge Gutheissung des Ausstandsgesuchs sind die Kosten auf die Staats-

kasse zu nehmen (Art. 59 Abs. 4 StPO). Entschädigungen sind keine aus-

zurichten. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Das Ausstandsgesuch des Bezirksgerichts Bremgarten in der Strafsache 

gegen C. wird mit Bezug auf Gerichtspräsident Thurnherr, Bezirksrichter/-

innen Brunner, Huber Kellenberger und Melliger sowie Gerichtsschreiber 

Meier gutgeheissen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten werden auf die Staatskasse genommen. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 

Ausstandsbegehren kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der vollständi-

gen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das Schweizerische 

Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 92, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

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Aarau, 17. Mai 2022 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Kabus