# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2bb17cc-b021-5c4f-9bfd-38693d81a2d9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.11.2008 D-6400/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6400-2008_2008-11-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6400/2008/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni.

A._______, geboren _______,
und dessen Lebensgefährtin
B._______, geboren _______,
sowie deren gemeinsames Kind
C._______, geboren _______,
eigenen Angaben zufolge Eritrea,
alle vertreten durch lic. iur. Pascale Bächler, 
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM
vom 10. September 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6400/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die - damals noch kinderlosen - Beschwerdeführer gemäss eige-
nen Angaben am 19. Oktober 2006 per Zug von Italien her unter Um-
gehung der  Grenzkontrolle  in  die  Schweiz  einreisten und noch glei-
chentags  im Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  D._______  um Asyl 
nachsuchten,

dass die Beschwerdeführer dort am 9. November 2006 zu ihren Perso-
nalien, zu ihrem Reiseweg und - summarisch - zu ihren Asylgründen 
befragt wurden,

dass die Beschwerdeführer - nach erfolgter Zuweisung in den Kanton 
E._______  -  von  der  zuständigen  kantonalen  Behörde  am 
18. Januar 2007 eingehend zu ihren Asylgründen angehört wurden,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Befragungen  geltend 
machte, sie sei als Tochter eines aus Eritrea stammenden ethnischen 
Tigrinya  und  einer  ethnischen  Oromo  aus  Äthiopien  in  F._______ 
(Äthiopien) geboren und aufgewachsen,

dass der Beschwerdeführer anlässlich seiner Anhörungen vorbrachte, 
als Sohn eines Äthiopiers von der Ethnie der Oromo und einer Eritree-
rin von der Ethnie der Tigrinya in G._______ (Eritrea) geboren zu sein 
und die ersten drei  Jahre in  der eritreischen Hauptstadt  Asmara zur 
Schule gegangen zu sein,

dass die Familie des Beschwerdeführers - da der Vater nicht nur äthio-
pischer Abstammung sondern auch ein ehemaliger Soldat des äthiopi-
schen Regimes sei - im Jahre 1991 aus Eritrea ausgewiesen worden 
sei und sich in der Folge nach Addis Abeba (Äthiopien) begeben habe, 

dass sich Ende der 90er-Jahre seine Eltern getrennt hätten, wobei der 
Beschwerdeführer mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in Addis 
Abeba geblieben sei,

dass sich die Beschwerdeführer, welche sich seit  ihrer Kindheit  ken-
nen würden, im Januar 2002 in Addis Abeba nach Brauch verheiratet 
hätten,

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dass  anfangs  2003  zahlreiche  Einwohner  eritreischer  Abstammung 
aus Äthiopien weggewiesen worden seien,

dass  die  Eltern  der  Beschwerdeführerin  diese  und  ihre  jüngere 
Schwester aus Furcht, die beiden könnten dort in den Militärdienst ein-
gezogen  werden,  nicht  nach Eritrea  mitgenommen,  sondern  zu  Ver-
wandten  in  die  nördlich  von  Addis  Abeba  gelegene  Ortschaft 
H._______ geschickt hätten,

dass  die  Beschwerdeführerin  und  ihre  Schwester  in  H._______ 
wiederholt  von  Zwangsverheiratungen  bedroht  gewesen  seien, 
weshalb sie schliesslich im Juli  2006 Äthiopien verlassen hätten und 
nach Khartum (Sudan) gereist seien,

dass der Beschwerdeführer im Januar 2003 zusammen mit seiner Mut-
ter und seinen Geschwistern nach Eritrea deportiert worden sei,

dass der Beschwerdeführer in Eritrea noch im gleichen Jahr in den Mi-
litärdienst eingezogen worden sei,

dass seine Truppe in  I._______ stationiert gewesen sei und er nie an 
der Front gekämpft habe,

dass er wegen verspäteter Rückkehr aus dem Urlaub im Januar 2006 
inhaftiert worden sei,

dass er im Juni 2006 die Erlaubnis erhalten habe, zwecks Behandlung 
einer Hautkrankheit das Gefängnis zu verlassen und nach Asmara zu 
gehen,

dass er sich jedoch nicht nach Asmara begeben habe, sondern Eritrea 
in Richtung Sudan verlassen habe,

dass  die  Beschwerdeführer  sich  in  Khartum wieder  getroffen  hätten 
und von dort aus gemeinsam via Libyen und Italien in die Schweiz ge-
reist seien,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  20.  Mai  2007  im  J._______  den 
gemeinsamen Sohn K._______ zur Welt brachte,

dass das BFM - nach der Durchführung ergänzender Befragungen der 
Beschwerdeführer am 19. Februar 2008 in Bern-Wabern - mit Schrei-

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ben vom 26. Februar 2008 die Schweizer Vertretung in Addis Abeba 
um Abklärungen vor Ort ersuchte,

dass den Beschwerdeführern seitens des BFM am 16. Juli  2008 das 
rechtliche Gehör  zu  den Abklärungsergebnissen  der  Schweizer  Bot-
schaft in Addis Abeba gewährt wurde und die Beschwerdeführer durch 
ihre  damalige  Vertreterin  (Alexandra  von  Weber,  L._______)  am 
13. August 2008 eine Stellungnahme einreichten,

dass  das  BFM  die  Asylgesuche  mit  Verfügung  vom  10. September 
2008 - eröffnet  am 11. September 2008 - ablehnte und die Wegwei-
sung sowie den Wegweisungsvollzug der Beschwerdeführer und ihres 
Sohnes aus der Schweiz anordnete,

dass die Beschwerdeführer durch ihre jetzige Vertreterin mit  auf den 
13. Oktober 2008 datierter Eingabe (Poststempel: 8. Oktober 2008) ge-
gen die Verfügung des BFM vom 10. September 2008 Beschwerde ein-
reichten und -  unter  Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung -  um 
Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  Gewährung  von  Asyl, 
eventualiter um Anordnung der vorläufigen Aufnahme wegen Unzuläs-
sigkeit  beziehungsweise  wegen  Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit 
des  Wegweisungsvollzugs,  subeventualiter  um Rückweisung der  Sa-
che zur Neubeurteilung durch die Vorinstanz ersuchten,

dass gleichzeitig - in prozessrechtlicher Hinsicht - die Gewährung der 
unentgeltlichen Prozessführung und der Verzicht auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses beantragt wurden,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
20. Oktober 2008 - für deren ausführliche Begründung auf die Akten 
und die nachfolgenden Erwägungen verwiesen wird - die Gesuche um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  (Art.  65  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren  [VwVG,  SR  172.021])  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses (Art. 63 Abs. 4 VwVG) abwies und den Beschwer-
deführern gleichzeitig zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in der 
Höhe von Fr. 600.-- eine Frist bis zum 4. November 2008 ansetzte, ver-
bunden mit  der  Androhung,  bei  ungenutzter  Frist  werde auf  die  Be-
schwerde nicht eingetreten,

dass die Beschwerdeführer durch ihre Vertreterin am 14. Oktober 2008 
(Poststempel:  16.  Oktober  2008)  drei  am  6.  Oktober  2008  von  der 

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"ORS Service  AG"  ausgestellte  Fürsorgeabhängigkeitsbestätigungen 
sowie ein auf  den Namen des Beschwerdeführers lautendes, diesen 
als eritreischen Staatsangehörigen bezeichnendes "Baptism Certifica-
te" samt Zustellcouvert zu den Akten reichten,

dass die Vertreterin der Beschwerdeführer mit per Telefax übermittelter 
und gleichentags auch per Post versandter Eingabe vom 22. Oktober 
2008 das Bundesverwaltungsgericht darum ersuchte, es sei wiederer-
wägungsweise auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzich-
ten,

dass zur Begründung dieses Gesuches auf die am 14. Oktober 2008 
(Poststempel: 16. Oktober 2008) eingereichten Unterlagen - deren Ein-
gang sich mit der Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 20. Oktober 2008 gekreuzt hatte - verwiesen und im Weiteren gel-
tend  gemacht  wurde,  die  "Baptistenurkunde"  belege,  dass  der  Be-
schwerdeführer in Eritrea zur Welt gekommen sei,  und sei daher ge-
eignet, "ein anderes Licht auf den Fall zu werfen",

dass das Bundesverwaltungsgericht mit einer weiteren Zwischenverfü-
gung vom 24. Oktober 2008 - für deren Begründung wiederum auf die 
Akten verwiesen wird - das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung ei-
nes  Kostenvorschusses  erneut  abwies  und  die  Beschwerdeführer 
nochmals - und wiederum mit der Androhung, bei Ausbleiben der Zah-
lung werde auf die Beschwerde nicht eingetreten - aufforderte, bis zum 
4. November 2008 einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- 
zu leisten,

dass der verlangte Kostenvorschuss am 28. Oktober 2008 bezahlt wur-
de,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM auf  dem Gebiet des Asyls 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31  -  34  des  Verwaltungsge-
richtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren  teilge-
nommen haben, durch die angefochtenen Verfügung berührt sind, ein 

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schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG), wobei den frauenspezifischen Fluchtgründen Rechnung zu tra-
gen ist (Art. 3 Abs. 2 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 

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sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG),

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend und mit 
hinreichender Begründung ausgeführt hat, weshalb die Vorbringen der 
Beschwerdeführerin  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  nicht 
standhielten,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die sehr ausführli-
chen und auf die durch das Schweizer Generalkonsulat in Addis Abe-
ba  getätigten  Abklärungen  (zu  deren  Resultaten  den  Bescherdefüh-
rern  beziehungsweise  ihrer  damaligen  Vertreterin  -  wie  vorstehend 
ausgeführt - vor Erlass der Verfügung seitens des BFM das rechtliche 
Gehör  gewährt  worden  war)  Bezug  nehmenden  Darlegungen  in  der 
angefochtenen Verfügung vom 10. September 2008 sowie auf die Aus-
führungen  in  den  Zwischenverfügungen  des  Bundesverwaltungsge-
richts  vom  20. Oktober  2008  und  vom  24. Oktober  2008  verwiesen 
werden kann, 

dass das BFM in seiner angefochtenen Verfügung zu Recht feststellte, 
die durch die Schweizer Vertretung in Addis Abeba getätigten Abklä-
rungen hätten ergeben, dass die Grossmutter, die Mutter und die Ge-
schwister des Beschwerdeführers sowie zumindest der Vater der Be-
schwerdeführerin nach wie vor an den für die Zeit vor der angeblichen 
Vertreibung genannten Adressen in Addis Abeba beziehungsweise in 
F._______ lebten, womit sich die Angaben der Beschwerdeführer, sie 
und ihre Familienangehörigen seien des Landes verwiesen oder gar 
deportiert  worden  und  seien  nun  unbekannten  Aufenthaltes  (Familie 
der  Beschwerdeführerin)  beziehungsweise  lebten  in  Eritrea  (Familie 
des Beschwerdeführers) als tatsachenwidrig erwiesen,

dass ebenfalls zutreffend bemerkt wurde, die Tatsache, dass die Fami-
lie des Beschwerdeführers seit 1975 in Addis Abeba wohne, stehe in 
Widerspruch  zu  dessen  Behauptung,  bis  1991  mit  seiner  Familie  in 
Eritrea gelebt zu haben,

dass - wie in der angefochtenen Verfügung richtig festgestellt wurde - 
angesichts der fehlenden Glaubhaftigkeit  der geltend gemachten De-
portation  beziehungsweise  Landesverweisung  sowie  angesichts  der 
Tatsache,  dass  die  Familienangehörigen der  Beschwerdeführer  nach 
wie  vor  in  Äthiopien  lebten,  auch  die  in  der  Stellungnahme  vom 
13. August  2008  an  die  Vorinstanz  gerichtete  Argumentation,  als 

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Angehörige  von  ausgewiesenen  beziehungsweise  deportierten 
Personen  könnten  sie  nicht  nach  Äthiopien  zurückkehren,  nicht  zu 
überzeugen vermag,

dass sodann auch die Rüge, die Vorinstanz habe sich in ihrem ableh-
nenden Entscheid "vollumfänglich" (vgl. Beschwerde S. 7) auf die Re-
sultate der Botschaftsabklärungen abgestützt, welche jedoch - wie sich 
insbesondere aus den Gesprächen mit den Klienten ergeben habe - in 
vielen Punkten nicht korrekt seien, nicht geeignet ist, zu einer anderen 
Beurteilung des Sachverhaltes zu führen, zumal einerseits keine Hin-
weise dafür bestehen, dass der Bericht der Schweizer Vertretung ge-
wichtige Unstimmigkeiten enthalten würde, und andererseits die Vor-
bringen der Beschwerdeführer - wie bereits in der angefochtenen Ver-
fügung (vgl. S. 4,  4. Abschnitt)  zutreffend bemerkt  wurde -  teilweise 
auch widersprüchlich und zu undifferenziert ausgefallen sind,

dass  aufgrund  der  Aktenlage  nicht  geglaubt  werden  kann,  die  Be-
schwerdeführer seien eritreische Staatsangehörige,

dass schliesslich in Bezug auf das am 14. Oktober 2008 (Poststempel: 
16. Oktober 2008) zu den Akten gegebene "Baptism Certificate" fest-
zuhalten ist, dass es sich bei diesem Dokument lediglich um einen von 
der  M._______ ausgestellten Taufschein und nicht  um ein von einer 
staatlichen Behörde ausgestelltes Identitätspapier handelt,

dass  derartige  Dokumente  oft  aus  Gefälligkeit  oder  gegen  entspre-
chende Bezahlung ausgestellt werden,

dass  im  Übrigen  -  wie  bereits  in  der  Zwischenverfügung  vom 
24. Oktober 2008 bemerkt wurde - auffällt, dass der Taufschein angeb-
lich am 14. Januar 1982 ausgestellt  worden ist, was jedoch in einem 
krassen Widerspruch nicht nur zu seinem neuen Aussehen, sondern 
auch zum Umstand steht, dass er offensichtlich per Computer erstellt 
und farbig ausgedruckt worden ist, 

dass es den Beschwerdeführern somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat,

dass der massgebliche Sachverhalt  ausreichend erstellt  ist,  weshalb 
keine Veranlassung besteht, die Sache zur Neubeurteilung an die Vor-
instanz zurückzuweisen oder einen sich ebenfalls als Asylbewerber in 

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der Schweiz aufhaltenden entfernten Verwandten des Beschwerdefüh-
rers (vgl. Beschwerde S. 9) zu befragen, und die entsprechenden An-
träge abzuweisen sind,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend der  Kanton,  welchem die  Be-
schwerdeführer für den Aufenthalt während der Dauer des Asylverfah-
rens  zugewiesen  wurden  (E._______),  keine  Aufenthaltsbewilligung 
erteilt  hat (Art. 32 Bst. a  der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311])  und  die  Beschwer-
deführer zudem keinen Anspruch auf  Erteilung einer  solchen haben 
(vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu be-
stätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  aufgrund  der  Aktenlage davon ausgegangen werden kann,  die 
Beschwerdeführer seien äthiopischer Herkunft, wobei jedoch - wie in 
der angefochtenen Verfügung zutreffend bemerkt wurde - auch andere 
Heimat- oder Herkunftsländer nicht völlig ausgeschlossen werden kön-
nen, 

dass es indessen nicht  Sache der  Asylbehörden ist,  nach allfälligen 
Wegweisungshindernissen  in  weiteren  hypothetischen  Herkunftslän-
dern zu forschen, 

dass daher im Folgenden die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglich-
keit  des  Vollzugs  der  Wegweisung in  den in  erster  Linie  in  Betracht 
kommenden Staat Äthiopien zu prüfen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da es den Beschwerdeführern - wie vorstehend dargelegt - nicht 
gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen 
oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte 
Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im vorliegenden 
Verfahren keine Anwendung findet, und auch keine Anhaltspunkte für 
eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die den Be-
schwerdeführern und ihrem Sohn im Heimat- oder Herkunftsstaat dro-
hen könnte,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass bezüglich Äthiopien - und insbesondere bezüglich der Hauptstadt 
Addis  Abeba  und  bezüglich  der  südwestlich  davon  gelegenen  dritt-
grössten Stadt des Landes,  F._______, wo die Beschwerdeführer ge-
mäss ihren Angaben während mehrerer Jahre gelebt und die Schule 
besucht haben und wo gemäss Abklärungen der Schweizer Vertretung 
in Addis Abeba die Familien der Beschwerdeführer jetzt noch wohnen - 
unter  den heute bestehenden Verhältnissen nicht  von Krieg,  Bürger-
krieg oder von einer Situation allgemeiner Gewalt gesprochen werden 
kann, 

dass  sodann auch keine anderen,  individuellen  Merkmale  bestehen, 
welche den Vollzug der Wegweisung der beiden jungen, soweit akten-
kundig gesunden und über eine gute Schulbildung und Sprachkennt-
nisse (beide sprechen Tigrinya,  Amharisch und Oromo) verfügenden 
Beschwerdeführer  und  ihres  mittlerweile  eineinhalbjährigen  Sohnes 
als unzumutbar erscheinen lassen könnten,

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dass der Vollzug der Wegweisung in den mutmasslichen Heimatstaat 
Äthiopien schliesslich auch möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine 
praktischen Hindernisse erkennbar sind, die einer Rückkehr entgegen-
stehen könnten, und die Beschwerdeführer verpflichtet sind, sich bei 
der  heimatlichen Vertretung  allenfalls  benötigte  Reisepapiere  zu  be-
schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass nach dem Gesagten somit keine Wegweisungshindernisse vorlie-
gen und der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu be-
stätigen ist,

dass es den Beschwerdeführern demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 
2008 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführern aufzuer-
legen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem am 28. Oktober 2008 geleis-
teten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden den Beschwer-
deführern auferlegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kosten-
vorschuss verrechnet.  

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Vertreterin der Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Kathrin Mangold Horni

Versand: 

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