# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3aad391-6366-5340-a1d7-13fe5d4214bc
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.03.2022 U 2021 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2021-55_2022-03-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 21 55

4. Kammer 

Vorsitz von Salis

RichterIn Pedretti und Meisser

Aktuar Gees

URTEIL

vom 9. März 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Rechtsanwalt A.________,

Beschwerdeführer

gegen

Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte, c/o Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Disziplinarverfahren

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I. Sachverhalt:

1. Rechtsanwalt A.________ ist pensioniert und seit Juli 2019 nicht mehr im 

Anwaltsregister des Kantons Graubünden eingetragen. Er hob beim Be-

treibungsamt B.________ eine Betreibung an (Betreibungsverfahren Nr. 

C.________), woraufhin ein der Betriebenen zustehendes Nutzniessungs-

recht einer Stockwerkeigentumseinheit gepfändet wurde. Die D.________ 

stellte A.________ den einzelrichterlichen Entscheid vom 11. Januar 2021 

persönlich, d.h. direkt, zu, nachdem seine Rechtsvertretung mitgeteilt 

hatte, ihn nicht mehr zu vertreten. In der Folge vertrat sich A.________ in 

diesem Verfahren selbst.

2. Am 14. Januar 2021 erstattete die D.________ die Meldung an die Auf-

sichtskommission über die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte des 

Kantons Graubünden (nachfolgend AKR), A.________ verwende den Titel 

"Rechtsanwalt" und den Briefkopf "Advokaturbüro A.________", obwohl 

nicht ersichtlich sei, dass er im Anwaltsregister des Kantons Graubünden 

eingetragen sei.

3. Mit Verfügung der AKR vom 28. Januar 2021 wurde A.________ über den 

Eingang der Anzeige betreffend unbefugte Berufsausübung/Titelverwen-

dung in Kenntnis gesetzt und aufgefordert, sich dazu vernehmen zu las-

sen. 

4. Nach Eingang einer Stellungnahme von A.________, welche dieser am 1. 

Februar 2021 einreichte und damit die Abweisung der Anzeige beantragte, 

eröffnete die AKR gegen ihn mit Beschluss vom 16. März 2021 (AKR 21 

9), mitgeteilt am 18. März 2021, ein entsprechendes Disziplinarverfahren 

wegen Verletzung der anwaltlichen Berufsregeln (unbefugte Berufsausü-

bung/Titelverwendung). Nachdem dagegen seitens    A.________ keine 

weitere Stellungnahme erging, erliess die AKR am 28. Mai 2021, mitgeteilt 

am 4. Juni 2021, folgenden Beschluss:

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1. Es wird festgestellt, dass Rechtsanwalt A.________ gegen die anwaltlichen Berufs-

pflichten gemäss Art. 12 lit. a und d BGFA verstossen hat.

2. Das Fehlverhalten von Rechtsanwalt A.________ wird disziplinarisch mit einer Ver-

warnung geahndet.

3. Die Kosten dieses Verfahrens von CHF 700.00 gehen zu Lasten von Rechtsanwalt 

A.________.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Zur Begründung führte die AKR aus, A.________ habe Briefpapier mit 

dem Briefkopf "Advokaturbüro A.________" ohne einen Hinweis auf einen 

Registereintrag verwendet. Dies erwecke zumindest den Anschein, als 

übe er eine anwaltliche Tätigkeit aus, mithin als würde er unter anderem 

auch uneingeschränkt Personen vor Gerichtsbehörden vertreten. Damit 

habe er Berufsregeln verletzt, nämlich das Gebot, nicht unter falscher oder 

täuschender Berufsbezeichnung aufzutreten und klare Rechtsverhältnisse 

zum Schutz des Publikums zu schaffen. Die AKR erachte daher eine Ver-

warnung als ausreichend und angemessen. Sie wies zudem darauf hin, 

dass sie bei der Bestimmung der Sanktion berücksichtigt habe, dass 

A.________ in den Jahren 2018 und 2019 im Rahmen seiner damaligen 

anwaltlichen Tätigkeit bereits zweimal wegen mehrerer Verstösse gegen 

die Berufsregeln mit der Aussprechung von Bussen diszipliniert worden 

sei.

5. Dagegen erhob A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 5. Juli 

2021 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, die Ziffern 1, 2 und 3 seien 

aufzuheben; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorin-

stanz und der D.________. Begründend hielt er fest, er sei selbst Partei 

und müsse deshalb nicht im kantonalen Anwaltsregister eingetragen sein. 

Die Vorinstanz weite das Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwäl-

tinnen und Anwälte unrichtig aus. Auf eine abschliessende Vernehmlas-

sung zum AKR-Beschluss vom 16. März 2021 habe er verzichtet. Die Auf-

forderung dazu werte er als vorgefasste Meinung und "Fischenversuch" 

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der Vorinstanz. Es werde argumentiert, er habe zumindest den Anschein 

erweckt, als würde er eine anwaltliche Tätigkeit ausüben. Von einem Ge-

richt dürfe man erwarten, dass es nicht von Anscheinen geleitet werde. 

Der von der Vorinstanz geltend gemachte Schutz des Publikums stosse 

offensichtlich ins Leere, weil ein vor Gericht aufgetauchter Briefkopf von 

keinem Publikum eingesehen werde. Es sei ein Schuldspruch "in dubio 

contra reo" erfolgt. Nach seiner Stellungnahme vom 1. Februar 2021 seien 

unnötige Abklärungen und Aufbauschungen durch die Vorinstanz erfolgt. 

So gehe es ihn nichts an, was ein Anwalt in Deutschland nach Praxisauf-

gabe unternehmen dürfe oder nicht. Er habe keine Computerkenntnisse, 

weshalb er für den Beizug einer Hilfskraft für das Schreiben um eine an-

gemessene ausseramtliche Entschädigung ersuche.

6. Am 12. August 2021 beantragte die AKR (nachfolgend Beschwerdegeg-

nerin) die Abweisung der Beschwerde und verzichtete unter Verweis auf 

den angefochtenen Entscheid auf eine Vernehmlassung.

7. In seiner Replik vom 27. September 2021 hielt der Beschwerdeführer fest, 

dass, wenn die Gegenpartei zu seiner Beschwerde keine Argumente 

nachliefere, er dies als Anerkennung seines Standpunktes erachte. Es 

gebe keine hinreichende Begründung dafür, dass ihn eine "ethische" In-

stanz wie die AKR im vorliegenden Fall mit Kosten belaste.

8. Am 6. Oktober 2021 verzichtete die AKR auf die Einreichung einer Duplik.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Beschluss sowie die weiteren Aus-

führungen der Parteien wird, sofern entscheidrelevant, in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Beschluss der Beschwerdegegnerin 

vom 28. Mai 2021 betreffend unbefugte Berufsausübung und Titelverwen-

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dung. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. g des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege (VRG; BR 370.100) können Entscheide von Behörden, die 

nicht in Art. 49 Abs. 1 lit. a-f VRG aufgeführt sind, mit Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht weitergezogen werden, wenn dies gesetzlich vorgese-

hen ist. Diese Weiterzugsmöglichkeit sieht Art. 7 Abs. 2 des kantonalen 

Anwaltsgesetzes (AnwG; BR 310.100) vor, wonach Entscheide der AKR 

mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden wei-

tergezogen werden können. In verfahrensrechtlicher Hinsicht gelten, so-

weit das AnwG keine besonderen Bestimmungen enthält, die Bestimmun-

gen des VRG sinngemäss (Art. 7 Abs. 1 AnwG). 

1.2. Gemäss Art. 50 VRG ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den ange-

fochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an sei-

ner Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere Vorschrift 

dazu ermächtigt ist (Art. 50 VRG). Vorliegend ist der Beschwerdeführer als 

formeller und materieller Adressat des angefochtenen Beschlusses der 

Beschwerdegegnerin vom 28. Mai 2021 von diesem berührt, und er weist 

ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf 

(Art. 50 VRG); seine Beschwerdelegitimation ist daher zu bejahen. Auf die 

im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist deshalb 

einzutreten.

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den 

Beschwerdeführer zu Recht wegen Verletzung der Berufsregeln – insbe-

sondere gemäss Art. 12 lit. a und d des Bundesgesetzes über die Freizü-

gigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA; SR 935.61) i.V.m. Art. 13 

Abs. 1 AnwG – mit einer Verwarnung diszipliniert hat oder nicht.

3.1. Gemäss Art. 12 BGFA haben Anwälte ihren Beruf sorgfältig und gewis-

senhaft auszuüben (lit. a). Sie können Werbung machen, solange diese 

objektiv bleibt und solange sie dem Informationsbedürfnis der Öffentlich-

keit entspricht (lit. d).

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3.2. Gemäss Art. 13 Abs. 1 AnwG gelten für Anwälte hinsichtlich der anwaltli-

chen Tätigkeit unabhängig von ihrer Eintragung im Anwaltsregister die Be-

stimmungen des BGFA über die Berufsregeln und das Berufsgeheimnis. 

Sie unterstehen ebenfalls unabhängig von ihrer Eintragung der Aufsicht 

und der Disziplinargewalt der Aufsichtskommission; die Disziplinarmass-

nahmen finden sinngemäss Anwendung.

4.1. Dass der Beschwerdeführer nicht mehr im Anwaltsregister des Kantons 

Graubünden eingetragen ist, ist unbestritten. Ebenso unbestritten ist, dass 

er sich in besagtem Betreibungs- und Verwertungsverfahren selbst vertrat, 

wofür kein Eintrag im kantonalen Anwaltsregister erforderlich ist. Auch 

sind sich die Parteien richtigerweise einig, dass sich der Beschwerdefüh-

rer weiterhin "Rechtsanwalt" nennen darf, obschon er pensioniert ist und 

die anwaltliche Tätigkeit aufgegeben hat (vgl. angefochtener Beschluss, 

E.3.2). Einzig zu klären ist folglich die Frage, ob der Briefkopf "Advokatur-

büro A.________" fälschlicherweise den Anschein erweckte, dass er be-

rufsmässig Dritte vor Gericht vertritt und damit die Berufsregeln verletzte.

4.2. Die Vorinstanz führt im angefochtenen Beschluss (E.3.1) aus, der vom Be-

schwerdeführer vor dem Einzelrichter der D.________ verwendete Brief-

kopf stelle ein Werbemedium dar. Dieser entgegnet, dass der von der Be-

schwerdegegnerin geltend gemachte Schutz des Publikums offensichtlich 

ins Leere stosse, weil ein vor Gericht aufgetauchter Briefkopf von keinem 

Publikum eingesehen werde. Offensichtlich unrichtig ist die Einschätzung 

des Beschwerdeführers, dass es als Anerkennung seines Standpunktes 

zu werten sei, wenn die Gegenpartei zu seiner Beschwerde keine Argu-

mente nachliefere (Replik vom 27. September 2021). Der Ansicht des Be-

schwerdeführers kann nicht gefolgt werden, da zumindest die Verfahrens-

beteiligten und Mitarbeitenden der betreffenden Betreibungs- und Auf-

sichtsbehörden Einblick in die besagten Unterlagen haben. Demnach ist 

nicht von der Hand zu weisen, dass bei einem Briefkopf, wie ihn der Be-

schwerdeführer verwendet hat, irrtümlicherweise von einer nicht definier-

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ten bzw. definierbaren Anzahl von Personen angenommen werden kann, 

dass dieser einer anwaltlichen Tätigkeit nachgeht und daher eine – wenn 

auch nur geringfügige – Verletzung der Berufspflichten gemäss BGFA und 

AnwG vorliegt. Zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung ei-

nes Anwalts gehört nämlich, dass er seine Person nach aussen nicht in 

irreführender Weise beschreibt. Er muss sachlich richtige und eindeutige 

Bezeichnungen verwenden (FELLMANN/ZINDEL, Kommentar zum Anwalts-

gesetz, 2. Aufl., 2011, Rz. 114b). Mit dem Briefkopf "Advokaturbüro 

A.________" (ohne Hinweis auf ein kantonales Anwaltsregister) impliziert 

der Beschwerdeführer, (noch immer) ein Advokaturbüro zu führen und 

(noch immer) als Rechtsanwalt (Advokat) tätig zu sein. Diese Bezeichnung 

war im Zeitpunkt des Schreibens vom 14. Dezember 2020 nicht mehr 

sachlich richtig, womit Art. 12 lit. a BGFA i.V.m. Art. 13 Abs. 1 AnwG ver-

letzt ist. Gleichzeitig liegt ein Verstoss gegen Art. 12 lit. d BGFA i.V.m. Art. 

13 Abs. 1 AnwG vor, da auch ein Briefkopf ein Werbemedium ist, zumal 

er einer unbestimmten Vielzahl von Personen zur Kenntnis gebracht wird 

und damit eine gewisse Breitenwirkung hat. Er ist geeignet, Dritte (werbe-

wirksam) auf die Person des Betroffenen aufmerksam zu machen, was 

aber falsch und irreführend ist, wenn der betroffene Anwalt in Tat und 

Wahrheit im fraglichen Zeitpunkt nicht mehr als Anwalt tätig ist bzw. im 

vorliegenden Fall kein Advokaturbüro (mehr) führt (vgl. FELLMANN/ZINDEL, 

a.a.O., Rz. 114b; vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich vom 30. Sep-

tember 2021, VB.2020.00534, E.2.1 f.). Somit ist die Anordnung einer Dis-

ziplinarmassnahme durch die Beschwerdegegnerin als solche nicht zu be-

anstanden.

4.3. Im angefochtenen Beschluss wurde eine Verwarnung ausgesprochen. Im 

Disziplinarmassnahmenkatalog des BGFA (Art. 17) stellt die Verwarnung 

die niedrigste Stufe einer anzuordnenden Disziplinarmassnahme dar. Die 

Vorinstanz ging also von einer geringfügigen Verletzung aus. Weiter 

berücksichtigte sie bei der Bestimmung der angemessenen Sanktion für 

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das beanstandete Fehlverhalten des Beschwerdeführers, dass die Be-

schwerdegegnerin ihn in den Jahren Jahr 2018 und 2019 im Zusammen-

hang mit zwei Willensvollstreckermandaten wegen mehrerer Verstösse 

gegen die Berufsregeln mit der Aussprechung von Bussen bereits zweimal 

disziplinierte (AKR 18 11: Busse von CHF 3'500.00; AKR 18 16: Busse 

von CHF 2'500.00; beide vom Verwaltungsgericht bestätigt mit den Urtei-

len U 18 83 und U 19 116, jeweils vom 3. Juni 2020). Die von der Be-

schwerdegegnerin ausgesprochene Verwarnung ist daher angemessen 

und nicht zu beanstanden.   

4.4. Abschliessend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer mit seinem 

Rechtsbegehren auch die Kostenauflage von CHF 700.00 für das vorin-

stanzliche Verfahren anficht. Gemäss Art. 9 Abs. 3 der kantonalen An-

waltsverordnung (AnwV; BR 310.200) richten sich die Verfahrenskosten 

für andere (als in dessen Abs. 1 und 2 aufgelistete) Amtshandlungen und 

Verfügungen der Aufsichtskommission nach den für die kantonalen Ver-

waltungsbehörden geltenden allgemeinen Bestimmungen. Die maximale 

Gebührenhöhe richtet sich nach dem AnwG. Gemäss Art. 18 Abs. 1 AnwG 

setzt die Regierung die Gebühren für die gestützt auf die Anwaltsgesetz-

gebung erbrachten Amtshandlungen, Verfügungen und Leistungen fest. 

Sie betragen maximal 5'000 Franken, bemessen sich nach Umfang und 

Schwierigkeit der Sache und sind von den Leistungsempfängerinnen oder 

Leistungsempfängern oder den Betroffenen zu tragen. In Verfahren, die 

einen besonders grossen Aufwand verursachen, erhöht sich der Ge-

bührenrahmen auf 20'000 Franken (Art. 18 Abs. 2 AnwG). Die Kosten des 

vorinstanzlichen Verfahrens im Umfang von CHF 700.00 liegen somit un-

zweifelhaft im gesetzlichen Rahmen, sind angemessen und nicht zu bean-

standen. Der Antrag des Beschwerdeführers auf Aufhebung der Kosten-

auflage für das vorinstanzliche Verfahren ist ebenfalls abzuweisen.

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den Be-

schwerdeführer zu Recht wegen Verletzung der Berufsregeln gemäss 

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Art. 12 lit. a und d BGFA i.V.m. Art. 13 Abs. 1 AnwG diszipliniert hat. Eine 

Verwarnung ist aufgrund der Geringfügigkeit der Verletzung und unter 

Berücksichtigung der zuvor zweimaligen Disziplinierung mit Bussen ange-

messen. Auch die Kostenauflage für das vorinstanzliche Verfahren in der 

Höhe von CHF 700.00 ist nicht zu beanstanden. Der angefochtene Be-

schluss der Beschwerdegegnerin vom 28. Mai 2021 ist somit rechtens und 

die dagegen eingereichte Beschwerde erweist sich als unbegründet und 

ist abzuweisen.

6.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die 

Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Verfahrenskosten bestehen 

aus der Staatsgebühr, den Gebühren für die Ausfertigungen und Mitteilun-

gen des Entscheids sowie den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG). Die 

Staatsgebühr beträgt höchstens CHF 20'000.00, sie richtet sich nach dem 

Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse und 

der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 

Abs. 2 VRG). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird die Staatsge-

bühr im Sinne von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 800.00 festgesetzt. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend geht die Staatsgebühr zusammen 

mit den Kanzleiausgaben zu Lasten des Beschwerdeführers.

6.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel 

verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit verursach-

ten notwendigen Kosten zu ersetzen. Bund, Kanton und Gemeinden sowie 

mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird in der 

Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtli-

chen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2 VRG). Vorliegend hat die 

obsiegende Beschwerdegegnerin in ihrem amtlichen Wirkungskreis ge-

handelt, weshalb ihr keine Parteientschädigung zusteht. Davon abzuwei-

chen besteht hier kein Anlass.

III. Demnach erkennt das Gericht:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 800.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 230.00

Zusammen CHF 1'030.00

gehen zulasten von A.________.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]