# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b874631-2e72-51ee-99d1-435de82ff882
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 12.03.2025 ZR1 2024 220
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-220_2025-03-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 12. März 2025

Referenz ZR1 24 220

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Schmid Christoffel und Michael Dürst
Gabriel, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Ivan Brüschweiler
c/o ME Advocat, Hauptstrasse 17, 9422 Staad SG

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marcel Köppel
Rechtsanwälte Mätzler & Partner, Grossfeldstrasse 45,
7320 Sargans

in Sachen

C._____

Gegenstand Aufhebung der Beistandschaft

Anfechtungsobj. Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Graubünden, Zweigstelle Surselva, vom 22. Oktober 2024, 
mitgeteilt am 22. Oktober 2024

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Sachverhalt

A. C._____ (nachfolgend: C._____), geboren am _____, ist das Kind von 
B._____ und A._____. Die Eltern sind nicht miteinander verheiratet und leben seit 
mehr als acht Jahren getrennt.

B. Das Kreisgericht D._____ sprach den Eltern mit Entscheid vom 28. März 
2018 die gemeinsame elterliche Sorge zu, stellte C._____ unter die alleinige Obhut 
der Mutter und regelte den persönlichen Verkehr mit dem Vater. Zudem wurde eine 
Besuchsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet. Gegen 
diesen erstinstanzlichen Entscheid legten Vater und Mutter beide Berufung ein. Mit 
unangefochten gebliebenem Berufungsentscheid vom 16. Dezember 2019 regelte 
das Kantonsgericht von E._____ den persönlichen Verkehr und bestätigte hierbei 
die Feiertags- und Ferienregelung der Vorinstanz (Entscheid des Kantonsgerichts 
E._____ ____________________________________ vom 16. Dezember 2019).

C. Weil B._____ gemeinsam mit C._____ per 1. Dezember 2018 nach F._____ 
zog, übernahm die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Surselva (nachfolgend: KESB Surselva), die Besuchsbeistandschaft am 
19. Dezember 2018. Die KESB Surselva ernannte G._____ zum Beistand.

D. Nachdem der Beistand berichtete, C._____ weigere sich dezidiert, ihren 
Vater zu treffen, wobei selbst Versuche zur Kontaktanbahnung im Rahmen von 
freiwillig begleitet durchgeführten Besuchen gescheitert seien, ordnete die KESB 
Surselva eine Kindesanhörung an. Die Durchführung derselben delegierte sie an 
die eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin H._____ vom I._____ für das 
Kind, einem assoziierten Institut der Universität J._____. Die Anhörung von C._____ 
fand am 25. August 2023 statt. Befragt wurde sie zu ihren Wünschen, Bedürfnissen 
und Ängsten im Zusammenhang mit dem Kontakt zum Vater und dem 
Besuchsrecht.

E. Die im Bericht zur Kindesanhörung festgehaltenen Aussagen von C._____ 
veranlassten die KESB Surselva am 21. November 2023 den folgenden Entscheid 
zu treffen:

1. Die für C._____ bestehende Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 
ZGB wird angepasst.

2. Die Beistandsperson erhält im Rahmen einer Beistandschaft mit 
besonderen Befugnissen (Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB) neu die Aufgaben 
und Kompetenzen:

a. sämtlichen an der Betreuung und Förderung von C._____ 
Beteiligten als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen, mit 
diesen in Kontakt zu treten und sich mit ihnen auszutauschen.

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b. regelmässig relevante Informationen über C._____, insbesondere 
betreffend Gesundheit und Befinden, schulische Leistung und 
Arbeitshaltung sowie Ausbildung und Freizeitgestaltung an den 
Vater weiterzugeben.

c. regelmässig wichtige Informationen bei der Mutter einzuholen und 
diese an den Vater weiterzugeben.

d. mindestens halbjährlich mit C._____ sowie mit dem Vater zu 
sprechen und bei C._____ die Bereitschaft für Erinnerungskontakte 
zu entwickeln und zu fördern.

e. Kontaktwünsche von C._____ zu eruieren sowie 
entgegenzunehmen und diese kindeswohldienlich aufzugleisen.

3. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 1'562.50 festgesetzt.

b. Diese gehen je zur Hälfte an die Eltern von C._____.

c. Auf die Erhebung des Kostenanteils des Vaters wird verzichtet.

4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilung)

F. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ am 22. Dezember 2023 
Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden (seit dem 1. Januar 2025 das 
Obergericht des Kantons Graubünden). Am 8. Januar 2024 erklärte A._____ den 
Rückzug der Beschwerde, worauf das Verfahren ZK1 23 173 am 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben wurde.

G. Der Beistand gelangte am 9. Juli 2024 an die KESB Surselva und beantragte 
die sofortige Aufhebung der Beistandschaft und seine "Entlastung" (gemeint wohl 
Entlassung) aus dem Amt. Auf E-Mails von A._____ verweisend hielt er fest, die 
Fortführung des Mandats sei ihm aufgrund des zerrütteten Verhältnisses zum Vater 
von C._____ nicht möglich.

H. Mit gleichentags mitgeteiltem Entscheid vom 22. Oktober 2024 entschied die 
KESB Surselva folgendermassen:

1. Die für C._____ geführte Erziehungsbeistandschaft mit besonderen 
Befugnissen nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird ersatzlos 
aufgehoben.

2. Der Beistand G._____ wird aufgefordert, der KESB Graubünden, 
Zweigstelle Surselva, innert zwei Monaten die Berichte über die 
Mandatsführung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 
2024 sowie vom 1. Oktober 2024 bis und mit 22. Oktober 2024 
einzureichen.

3. Die Verfahrenskosten für diesen Entscheid von Fr. 500.00 werden den 
Eltern von C._____ je zur Hälfte auferlegt und beim Verfahren belassen.

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4. Den Eltern wird die Möglichkeit eingeräumt, der KESB Graubünden, 
Zweigstelle Surselva, bis zum 15. November 2024 gemäss 
beigelegtem Schreiben Angaben zu ihrer finanziellen Situation mit den 
entsprechenden Unterlagen einzureichen. Bei unbenutztem Ablauf der 
Frist werden die Verfahrenskosten den Eltern je zu Hälfte auferlegt.

5. (Rechtsmittelbelehrung)

6. (Mitteilung)

I. Diesen Entscheid focht A._____ am 21. November 2024 mit Beschwerde 
beim Kantonsgericht von Graubünden (seit dem 1. Januar 2025 das Obergericht 
des Kantons Graubünden) an und stellte die folgenden Rechtsbegehren:

1. Es seien die Ziff. 1, 3 und 4 des Entscheides der Kollegialbehörde der 
KESB Surselva vom 22. Oktober 2024 vollumfänglich aufzuheben und 
die mit Entscheid des Kreisgerichtes D._____ vom 28. März 2018 für 
die Beschwerdegegnerin 1 errichtete Beistandschaft gemäss Art. 308 
Abs. 1 und 2 ZGB mit der Anpassung fortzuführen, dass auf unbefristete 
Dauer begleitete Besuche und Übergaben des Kindes im Rahmen des 
elterlichen Besuchsrechts durch K._____ angeordnet sowie der KESB 
Surselva die Weisung erteilt wird, anstelle von G._____ eine andere 
geeignete Fachperson zum Beistand der Beschwerdegegnerin 1 zu 
ernennen und dem neu zu ernennenden Beistand die folgenden 
Aufgaben und Kompetenzen zuzuteilen:

- die Eltern im Rahmen einer Besuchsrechtsbeistandschaft (Art. 308 
Abs. 1 und 2 ZGB) angemessen zu beraten, zu begleiten und 
tatkräftig zu unterstützen; insbesondere

- die persönlichen Kontakte gemäss gerichtlicher Festsetzung 
der Ausübungsmodalitäten einschliesslich der 
Übernachtungen beim Vater schrittweise aufbauend (zunächst 
im Rahmen der begleiteten Besuchsrechtstage) umzusetzen 
und zu überwachen,

- den Eltern Weisungen zu erteilen, im Konfliktfall zwischen den 
Eltern zu vermitteln und schlichtend einzugreifen sowie 
konkrete Lösungen festzulegen,

- sämtlichen Beteiligten in Besuchsrechtsangelegenheiten als 
Ansprechperson zur Verfügung zu stehen,

- sämtlichen an der Betreuung und Förderung von C._____ 
Beteiligten als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen, mit 
diesen in Kontakt zu treten und sich mit ihnen auszutauschen,

- regelmässig relevante Informationen über C._____, insbesondere 
betreffend Gesundheit und Befinden, schulische Leistung und 
Arbeitshaltung sowie Ausbildung und Freizeitgestaltung an den 
Vater weiterzugeben, regelmässig wichtige Informationen bei der 
Mutter einzuholen und diese an den Vater weiterzugeben, über die 
gerichtlich festgelegten Ausübungsmodalitäten hinausgehende 
Kontaktwünsche von C._____ zu eruieren sowie 
entgegenzunehmen und diese kindeswohldienlich aufzugleisen.

2. Eventualiter zu Ziff. 1 seien die Ziff. 1 bis 4 des Entscheides der 
Kollegialbehörde der KESB Surselva vom 22. Oktober 2024 

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vollumfänglich aufzuheben und sei die Angelegenheit zur 
Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen des Kantonsgerichts von 
Graubünden an die KESB Surselva zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (einschliesslich MwSt) 
zulasten der Beschwerdeführer, eventualiter zulasten des Kantons 
Graubünden.

J. Die KESB Surselva schloss mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2024 
auf Abweisung der Beschwerde.

K. Der vom Beschwerdeführer einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe von 
CHF 1'500.00 wurde fristgerecht geleistet.

L. B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) liess mit Beschwerdeantwort 
vom 16. Dezember 2024 die Abweisung der Beschwerde beantragen.

M. Am 1. Januar 2025 ist im Kanton Graubünden die Totalrevision des 
Gerichtsorganisationsgesetzes vom 14. Juni 2022 (GOG; BR 173.000) 
vollumfänglich in Kraft getreten. Auf dieses Datum hin sind das Kantons- und das 
Verwaltungsgericht zum Obergericht des Kantons Graubünden zusammengelegt 
worden. Die hängigen Verfahren des Kantonsgerichts sind per 1. Januar 2025 auf 
das Obergericht übertragen worden (Art. 122 Abs. 5 GOG). Infolgedessen hat die 
ursprüngliche Verfahrensnummer ZK1 24 220 zu ZR1 24 220 geändert. Die 
Verfahrensparteien sind hierüber in Kenntnis gesetzt worden.

N. Die Verfahrensakten der KESB Surselva sind beigezogen worden. Die Sache 
ist spruchreif. Auf die weitergehenden Ausführungen in den Rechtsschriften sowie 
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Eintreten

1.1. Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann gestützt auf 
Art. 450 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Dies 
gilt auf auch für Entscheide in Kindesschutzverfahren (Art. 314 Abs. 1 ZGB). Das 
Obergericht des Kantons Graubünden ist die einzige kantonale Beschwerdeinstanz 
(Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]). Über Beschwerden im Erwachsenen- und 
Kindesschutzrecht entscheidet die Erste zivilrechtliche Kammer des Obergerichts 
(Art. 9 Abs. 1 lit. a OGV [BR 173.010]). Der vorliegend angefochtene Entscheid der 
KESB Surselva vom 22. Oktober 2024 betreffend die Aufhebung der Beistandschaft 

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mit besonderen Befugnissen nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB ist der Beschwerde 
im Sinne von Art. 450 Abs. 1 ZGB zugänglich (act. B.2).

1.2. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich 
und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 450b Abs. 1 i.V.m. 
Art. 450 Abs. 3 ZGB). Der vom 22. Oktober 2024 datierende Entscheid wurde 
gleichentags mitgeteilt, womit die Beschwerde vom 21. November 2024 (Datum 
Poststempel) fristgerecht erhoben wurde. Die Beschwerde genügt im Übrigen den 
formellen Vorgaben.

1.3. Die Aufzählung in Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1-3 ZGB regelt die 
Beschwerdebefugnis abschliessend. Zur Beschwerde legitimiert sind die am 
Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie die von der behördlichen 
Massnahme unmittelbar betroffenen natürlichen Personen (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 
ZGB; DROESE, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch 
I, 7. Aufl. 2022, Art. 450 N. 26a, 29 m.H.a. Urteile des Bundesgerichts 5A_721/2019 
vom 8. Mai 2020 E. 2.2, 5A_765/2015 vom 23. November 2015 E. 2.2.3). Dazu 
zählen im Kindesschutzverfahren neben dem Kind selbst in aller Regel auch die 
Eltern (Urteil des Bundesgerichts 5A_979/2013 vom 28. März 2014 E. 6). Der Vater 
von C._____ ist von der mit dem angefochtenen Entscheid angeordneten 
ersatzlosen Aufhebung der Erziehungsbeistandschaft mit besonderen Befugnissen 
unmittelbar betroffen und daher als Verfahrensbeteiligter im Sinne von Art. 450 
Abs. 2 Ziff. 1 ZGB ohne Weiteres beschwerdelegitimiert. Auf seine Beschwerde ist 
einzutreten.

2. Prozessuales

2.1. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär die 
Art. 450 ff. ZGB. Sofern weder das ZGB noch das EGzZGB eine Regelung 
enthalten, kommen die Bestimmungen der ZPO sinngemäss zur Anwendung 
(Art. 450f ZGB). Das EGzZGB bestimmt in Art. 60 Abs. 5 EGzZGB, dass die 
Regelungen für die zivilprozessuale Berufung sinngemäss gelten, soweit das 
übergeordnete Recht nichts Anderes vorsieht. Demnach kann die 
Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO aufgrund der Akten und ohne 
Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung entscheiden. Ferner sind im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die allgemeinen 
Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens zu beachten (Art. 443 ff. 
ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften 
enthält (vgl. DROESE, a.a.O., Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 
ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an 

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gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. 
Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf 
sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt 
sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz (MARANTA, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 446 N. 1 f.).

2.2. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB 
Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt 
werden. Die Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das 
erstinstanzliche Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft 
werden kann (vgl. Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], 
BBI 2006 7085 Ziff. 2.3.3; vgl. SCHMID, Erwachsenenschutz Kommentar, 2010, 
Art. 450a N. 1). Dennoch gilt das Rügeprinzip gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB, 
welches die nach Art. 446 ZGB geltende Untersuchungs- und Offizialmaxime 
insoweit relativiert, als eine Überprüfung des erstinstanzlichen Entscheids eine 
förmliche Beschwerde voraussetzt und sich die Beschwerdeinstanz infolgedessen 
primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentriert (vgl. DROESE, 
a.a.O., Art. 450a N. 4 f.).

2.3. Der Beschwerdeführer macht generell Rechtsverletzungen, unrichtige oder 
unvollständige Feststellungen des rechtserheblichen Sachverhaltes sowie 
Unangemessenheit geltend (act. A.1, Rz. 4).

3. Streitgegenstand

3.1. Die KESB Surselva hob mit dem angefochtenen Entscheid die für C._____ 
geführte Erziehungsbeistandschaft mit besonderen Befugnissen nach Art. 308 
Abs. 1 und 2 ZGB ersatzlos auf (act. B.2, Dispositivziffer 1).

3.2. Die Aufhebung der Massnahme begründete die KESB Surselva damit, dass 
C._____ offenbar etwas daran hindere, die Besuche beim Vater wahrzunehmen. 
Sie sei inzwischen in einem Alter, in welchem sie ohne Weiteres ihren Willen 
äussern und damit alleine und selbstbestimmt über den Zeitpunkt einer 
Kontaktnahme zu ihrem Vater bestimmen könne. Eine zwangsweise Durchsetzung 
des festgesetzten Besuchsrechts sei vorliegend mit dem Kindeswohl nicht 
vereinbar, zumal aus Gründen des Persönlichkeitssschutzes kein körperlicher oder 
psychischer Zwang angewendet werden dürfe. Weitere Unternehmungen zu 

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starten, um C._____ zu motivieren, ihren Vater zu kontaktieren und persönlich zu 
treffen, würde einem unangemessenen Druck gleichkommen. C._____ brauche Zeit 
und diese Zeit sei ihr im Lichte des Kindeswohls zu gewähren. Eine weitere 
behördliche Intervention sei dem Kindeswohl kaum zuträglich. Es bestehe nämlich 
die Gefahr, dadurch bei C._____ psychologisch etwas in Gang zu bringen, was ihre 
Persönlichkeitsentwicklung negativ beeinflussen könnte. Die Aufhebung der 
Beistandschaft erachtete die KESB Surselva aus diesen Gründen als 
verhältnismässig (act. B.2, Ziff. II.1).

3.3. Der Beschwerdeführer hält fest, dass die Modalitäten des persönlichen 
Verkehrs zwischen ihm und seiner Tochter gerichtlich geregelt und seit spätestens 
Ende 2019 rechtskräftig und vollstreckbar seien. Seither habe er sein Besuchsrecht 
allerdings lediglich einige wenige Male ausüben können, letztmals am 8. Februar 
2020, als seine Tochter knapp vierjährig gewesen sei. Demnächst werde sie das 
neunte Altersjahr vollenden. Somit habe er seine Tochter bereits mehr als deren 
halbes Leben nicht gesehen und überhaupt keine persönliche Beziehung zu ihr 
aufbauen können. Trotzdem habe er sich in den vergangenen Jahren durchaus 
einsichtig und kooperativ verhalten. Dass ihm seitens des Beistandes 
Uneinsichtigkeit, unkooperatives Verhalten sowie Beratungsresistenz vorgeworfen 
werde, sei nur eine Reaktion darauf, dass der Beschwerdeführer dem Beistand 
gegenüber – insbesondere in jüngerer Zeit – berechtigterweise seine 
Unzufriedenheit mit der Situation und sein damit begründetes Misstrauen zum 
Ausdruck gebracht habe. Es sei absolut nicht akzeptabel, dass die Errichtung der 
Besuchsrechtsbeistandschaft und die bisherigen Bemühungen der KESB Surselva 
und des ernannten Beistandes G._____ bislang nicht ansatzweise gefruchtet hätten 
und der Beschwerdeführer seine Tochter seit bald fünf Jahren nicht mehr besuchen 
bzw. zu sich auf Besuch nehmen könne – ohne dass ihm irgendein konkreter, 
inhaltlich auch zutreffender Vorwurf einer Gefährdung des Kindeswohls gemacht 
werden könnte (act. A.1, Rz. 35, 45).

3.4. Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht und das 
minderjährige Kind haben gestützt auf Art. 273 Abs. 1 ZGB gegenseitig Anspruch 
auf angemessenen persönlichen Verkehr. Das Recht auf persönlichen Verkehr ist 
nicht nur verfassungsmässig durch das Grundrecht auf Privat- und Familienleben 
geschützt (Art. 13 Abs. 1 BV). Es ist auch vom Schutzbereich des Rechts auf 
Achtung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK erfasst. Auf 
internationaler Ebene sieht Art. 9 Abs. 3 des für die Schweiz bindenden 
Übereinkommens über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989 
(Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107) explizit vor, dass die Vertragsstaaten das 

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Recht des Kindes achten, das von einem oder beiden Elternteilen getrennt ist, 
regelmässige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden 
Elternteilen zu pflegen, soweit dies nicht dem Wohl des Kindes widerspricht 
(SCHWENZER/COTTIER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 273 N. 1). Beim Anspruch auf persönlichen 
Verkehr handelt es sich um ein gegenseitiges Pflichtrecht, das in erster Linie dem 
Interesse des Kindes dient (vgl. BGE 122 III 404 E. 3a, 120 II 229 E. 3b/aa je 
m.w.H.). Das Bundesgericht betont in konstanter Rechtsprechung, dass das 
Kindeswohl oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs 
bildet (vgl. BGE 131 III 209 E. 5, 130 III 585 E. 2.1). Das Gericht hat sich deshalb in 
erster Linie an den Bedürfnissen des Kindes zu orientieren; die Interessen der Eltern 
haben hinter dem vorrangig massgebenden Kindeswohl zurückzutreten (BGE 
130 III 585 E. 2.1 m.w.H.).

3.5. Erfordern es die Verhältnisse, so ernennt die Kindesschutzbehörde dem Kind 
einen Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt 
(Art. 308 Abs. 1 ZGB). Sie kann dem Beistand besondere Befugnisse übertragen, 
namentlich die Überwachung des persönlichen Verkehrs (Art. 308 Abs. 2 ZGB). 
Das Kreisgericht D._____ errichtete mit Entscheid vom 28. März 2018 eine 
Besuchsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB und umschrieb als 
anordnende Behörde das Mandat folgendermassen:

Der Beistand soll das Besuchs- und Ferienrecht überwachen, zwischen 
den Eltern vermitteln, sie bei der Umsetzung des Besuchs- und 
Ferienrechts unterstützen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. 
Insbesondere soll der Beistand auch überwachen, dass C._____ die 
zugesprochenen Kontakte betreffend Übernachtungen, Ferien und 
Feiertage beim Vater ermöglicht werden. Der Beistand hat die Befugnis, 
den Eltern Weisungen zu erteilen (Entscheid des Kreisgerichts D._____ 
VV.2017.10-WS2ZE-NSC vom 28. März 2018, act. B.3, Dispositivziffer 
4 und E. 18.1).

Diese Dispositivziffer des erstinstanzlichen Entscheids wurde im Zuge des 
Berufungsverfahrens vom Kantonsgericht E._____ mit Entscheid vom 
16. Dezember 2019 bestätigt und erwuchs unangefochten in Rechtskraft (siehe 
act. B.4, Dispositivziffer 2). Der Beschwerdeführer wurde berechtigt und verpflichtet, 
C._____ ab Erlass des Entscheids an jedem Kalenderwochenende von 
Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagabend, 18.00 Uhr, zu sich auf Besuch zu 
nehmen (act. B.4, Dispositivziffer 3). Die Ferien und Feiertagsregelung des 
erstinstanzlichen Entscheids wurde bestätigt (act. B.4, Dispositivziffer 2). Diese 
Regelung des persönlichen Verkehrs hat nach wie vor Geltung (act. A.1, Rz. 14), 
was die Beschwerdegegnerin auch nicht bestreitet (act. A.3). Im vorliegenden Streit 
stellt sich daher nicht die Frage nach der Rechtmässigkeit eines Ausschlusses oder 

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einer Beschränkung des Besuchsrechts im Sinne von Art. 274 Abs. 2 ZGB. 
Vielmehr geht es um die Vollstreckung eines gerichtlich festgelegten Rechts auf 
persönlichen Verkehr. 

3.6. Wurde der persönliche Verkehr in einem gerichtlichen Verfahren geregelt, 
obliegt die Vollstreckungsverfügung dem Gericht. Das Besuchsrecht darf die 
körperliche, seelische und sittliche Entfaltung des Kindes nicht bedrohen, weshalb 
auf die direkte Realvollstreckung nach heutiger Auffassung jedenfalls bei 
urteilsfähigen Kindern zu verzichten ist. Der Vollstreckungsrichter kann auf 
entsprechendes Gesuch hin die indirekte Zwangsvollstreckung gegenüber dem 
Obhutsinhaber anordnen (Art. 338 Abs. 1 ZPO, Androhung der Ungehorsamsstrafe 
nach Art. 292 StGB oder von Ordnungsbussen nach Art. 343 Abs. 1 lit. b und c 
ZPO; vgl. BGE 107 II 301 E. 5; vgl. ferner Urteile des Bundesgerichts 5A_167/2017 
vom 11. September 2017 E. 6.1, 5A_764/2013 vom 20. Januar 2014 E. 2.1). 
Ungenügende Vollstreckungsmassnahmen können eine Verletzung von Art. 8 
EMRK darstellen (vgl. etwa Urteil des EGMR Kuppinger gegen Deutschland vom 
15. Januar 2015 E. 99 ff.). Bei Vollstreckungsmassnahmen zum persönlichen 
Verkehr ist immer in Erinnerung zu rufen, dass sich nie das Besuchsrecht als 
solches, geschweige denn die innere Beziehung zwischen den Beteiligten 
vollstrecken lässt, sondern – wenn überhaupt – höchstens das für die Realisierung 
des Kontaktes nötige Verhalten der Verkehrsbelasteten oder -berechtigten, konkret 
die Übergabe des Kindes (vgl. AFF-OLTER-FRINGELI, Die 
Besuchsrechtsbeistandschaft oder der Glaube an eine dea ex machina, in: ZKE 
03/2015, S. 184 f.). Widersetzt sich das Kind dem persönlichen Verkehr, hat die 
KESB nötigenfalls die Gründe zu untersuchen und gestützt darauf weitere 
Massnahmen zu treffen (HEGNAUER, in: Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar, 
Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Bd. II/2/2/1: Die Gemeinschaft der Eltern und 
Kinder, Kommentar zu Art. 270–275; Die Unterhaltspflicht der Eltern, Kommentar 
zu Art. 276–295 ZGB, 1997, Art. 275 N. 157). Die gerichtliche Vollstreckung des 
Besuchsrechts war vorliegend indessen nie Thema, zumal eine 
Besuchsrechtsbeistandschaft errichtet und deren Vollzug der zuständigen KESB 
übertragen wurde (act. B.3, Dispositivziffer 4 in fine). Die 
Besuchsrechtsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB kann als das wirksamste 
Mittel zur sinnvollen Verwirklichung eines von irgendeiner Seite verweigerten 
Anspruchs auf persönlichen Verkehr bezeichnet werden – und das obschon der 
Beistand rechtstechnisch keineswegs ein Vollstreckungsorgan ist (so bereits 
BIDERBOST, Die Erziehungsbeistandschaft [Art. 308 ZGB], 1996, S. 324, 328). 

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4. Anpassung der Besuchsrechtsbeistandschaft

4.1. Die KESB trifft Kindesschutzmassnahmen, wenn das Wohl des Kindes 
gefährdet ist und die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen oder dazu 
ausserstande sind (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Die Besuchsrechtsbeistandschaft wird 
angeordnet, wo es die Verhältnisse erfordern, wo erhebliche, das Kindeswohl 
gefährdende Auseinandersetzungen im Umfeld des Besuchsrechts zu befürchten 
sind (Art. 308 Abs. 1 ZGB, vgl. HEGNAUER, a.a.O., Art. 275 N. 108 ff.; BIDERBOST, 
a.a.O., S. 303 ff.). Die Beistandschaft nach Art. 308 ZGB wird generell als 
Erziehungsbeistandschaft bezeichnet. Ob es sich bei der Beistandschaft mit 
besonderen Befugnissen nach Art. 308 Abs. 2 ZGB um eine Untervariante der 
Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB handelt, ist umstritten (dazu 
BGE 140 III 241 E. 2.3 m.H. auf die Lehrmeinungen). Weil die Aufgaben des 
Beistandes von der KESB im Einzelfall jeweils konkret umschrieben werden 
müssen, hat dieser Streit allerdings keine praktische Bedeutung (Art. 314 Abs. 2 
ZGB; vgl. AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Die elterliche Sorge/der 
Kindesschutz, Art. 296–317 ZGB, 2016, Art. 308 N. 6 f.).

4.2. Die Anordnung einer Beistandschaft hat den im Kindesschutz geltenden 
Grundsätzen zu genügen. Sie muss zur Erreichung des angestrebten Zwecks 
geeignet erscheinen (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Vorausgesetzt ist, dass die Eltern einer 
Gefährdung der Entwicklung des Kindes nicht beizukommen vermögen und dieser 
auch nicht durch weniger einschneidende Massnahmen gemäss Art. 307 ZGB 
begegnet werden kann (Grundsatz der Verhältnismässigkeit; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_831/2018 vom 23. Juli 2018 E. 6.2 in fine). Verändern sich die 
Verhältnisse, so sind die Massnahmen zum Schutz des Kindes der neuen Lage 
anzupassen (Art. 313 Abs. 1 ZGB). Die Besuchsrechtsbeistandschaft ist insofern 
vorübergehender Natur, als sie zum massnahmelosen Normalzustand hinführen 
soll. Wo sich eine Normalisierung der Verhältnisse nicht abzeichnet, ist deshalb ein 
Ausschluss des Besuchsrechts möglich, in welchem Sinne der Beistand – bei 
entsprechender Umschreibung bzw. Ergänzung seines Auftrags – bei der nach 
Art. 315 f. ZGB zuständigen Behörde Antrag stellen kann (BREITSCHMID, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 308 N. 16)

4.3. Nach Angabe des Beschwerdeführers ist es seit Rechtskraft und 
Vollstreckbarkeit der Besuchsrechtsregelung lediglich einige wenige Male zum 
persönlichen Kontakt mit der Tochter gekommen, letztmals am 8. Februar 2020 
(act. A.1, Rz. 15). Eine daraufhin von der KESB Surselva erlassene Weisung zur 

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Inanspruchnahme einer Mediation zwecks Wiederherstellung des gegenseitigen 
Vertrauens und der Verbesserung der Kommunikation sei erfolglos geblieben 
(act. A.1, Rz. 18 f.). Die KESB Surselva führte in ihrem Entscheid vom 
21. November 2023 dazu aus, dass schliesslich auch Versuche zur Durchführung 
eines begleiteten Besuchskontakts in den Räumlichkeiten der K._____ gescheitert 
seien, weil sich C._____ im Kofferraum des Fahrzeuges der Kindsmutter versteckt 
habe und nicht habe aussteigen wollen (act. A.1, Rz. 25; KESB-act. 5, Ziff. II.1). 
Weiter erwog die massnahmenvollziehende KESB Surselva, es habe in den Jahren 
der für C._____ bestehenden Besuchsrechtsbeistanschaft keine hinreichende 
Beruhigung und Stabilisierung der Konfliktdynamik erreicht werden können, um eine 
erfolgreiche Kontaktanbahnung zwischen C._____ und ihrem Vater in die Wege 
leiten zu können. Negative Reaktionen von C._____ hätten beim Vater primär zu 
tiefen Kränkungen und Gefühlen von Ablehnung geführt. Es werde dann jeweils ein 
psychischer Mechanismus aktiv, durch welchen der Vater die Gründe am Verhalten 
von C._____ in der Mutter sehe. Es gelinge ihm in diesem Modus kaum, eigene 
Anteile am Geschehen zu erkennen und sein eigenes Verhalten zu hinterfragen. 
Aufgrund dieser Konfliktdynamik und der im Bericht zur Kindesanhörung 
festgehaltenen Aussagen von C._____ würde eine erzwungene Kontaktanbahnung 
mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Verstärkung der negativen Haltung von 
C._____ gegenüber Kontaktaufnahmen zum Vater führen. Es bestehe zudem die 
Gefahr, dass die von C._____ entwickelte Angst- und Belastungssymptomatik sich 
bei erzwungenen Kontakten verstärke und das innere negative Bild verfestigt werde 
(KESB-act. 5, Ziff. II.1).

4.4. Die zum Vollzug der Besuchsrechtsbeistandschaft zuständige KESB 
Surselva erachtete die Ausgangslage aufgrund der soeben wiedergegebenen 
Erwägungen als geändert, weswegen sie die für C._____ geführte Massnahme im 
Bereich des persönlichen Verkehrs anpasste. Konkret änderte sie den Sinn und 
Zweck der Massnahme und damit einhergehend auch den Aufgabenkatalog des 
Beistands: Anstelle der Überwachung und Unterstützung bei der Umsetzung des 
persönlichen Verkehrs sollte die Beistandsperson neu lediglich unbelastete 
Kontaktnahmen zwischen Vater und Tochter anstreben. Ferner sollten dem Vater 
insbesondere die seine Tochter betreffenden Informationen auf angemessene Art 
und Weise zukommen (zu den Aufgaben im Einzelnen vgl. lit. E, oben; KESB-act. 5, 
Ziff. II.2). Mit Rechtskraft der am 21. November 2023 entschiedenen Anpassung 
bestand die besondere Befugnis des Beistands demnach nicht mehr in der 
Überwachung des faktisch nicht stattfindenden persönlichen Verkehrs. Weil ihm 
jedoch nach wie vor ausschliesslich spezifische Befugnisse übertragen waren, ist 
im Dispositiv des nun angefochtenen – diese angepasste Beistandschaft 

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aufhebenden – Entscheids korrekterweise von der "Erziehungsbeistandschaft mit 
besonderen Befugnissen" anstelle der "Besuchsrechtsbeistandschaft" die Rede. 
Weder hat diese Terminologie die Nichtigkeit des angefochtenen Entscheids zur 
Folge noch wäre der Entscheid deswegen aufzuheben, wie das der 
Beschwerdeführer verlangt (act. A.1, Rz. 49).

5. Aufhebung der Erziehungsbeistandschaft mit besonderen Befugnissen

5.1. Vor dem vorstehenden Hintergrund ist zu prüfen, ob die KESB Surselva die 
von ihr angepasste Erziehungsbeistandschaft mit besonderen Befugnissen zu 
Recht aufgehoben hat.

5.2. Am 25. August 2023 wurde am I._____ für das Kind in J._____ auf 
Anordnung der KESB eine Kindesanhörung durch die Psychotherapeutin H._____ 
durchgeführt. Gemäss Protokoll hat C._____ unter anderem erklärt, der Vater sei 
"böse" und sie habe Angst vor ihm. Sie könne sich erinnern, dass er sie einfach ins 
Auto gestossen habe und mit ihr weggefahren sei. Das habe ihr Angst gemacht und 
sei mehrmals passiert, auch noch in F._____, als sie mit der Mutter im 
Gemeindehaus gelebt habe. Einmal habe er sie gar nicht mehr nach Hause 
gebracht, da habe die Polizei kommen müssen. Das sei auch schlimm gewesen. 
Wenn sie bei ihrem Vater gewesen sei, habe sie immer nach Hause gehen wollen. 
Sie habe sich mit dem Vater nie wohl gefühlt. Sie könne schlecht beschreiben, was 
alles dazu beigetragen habe, es sei schon lange her und sie sei ja auch noch recht 
klein gewesen. Jedenfalls fühle sie sich sehr unwohl, wenn sie daran denke, mit ihm 
sein zu müssen. Die befragende Psychotherapeutin ordnete diese Äusserungen nur 
insoweit ein, als sie erklärte, dass die Ablehnung der Kontakte klar und dezidiert, 
ohne Ambivalenzen, erfolgt sei (KESB-act. 1, Ziff. III, IV).

5.3. Den Erkenntniswert aus dieser Anhörung beziehungsweise aus dem daraus 
hervorgehenden schriftlichen Bericht vom 4. September 2023 erachtet der 
Beschwerdeführer als minimal, jedenfalls sei er stark zu relativieren. C._____ sei 
zum Zeitpunkt der Anhörung siebenjährig gewesen. Entsprechend der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei die Meinung von C._____ aufgrund ihres 
Alters entgegen dem Standpunkt der KESB Surselva nicht entscheidend zu 
berücksichtigen. Insbesondere sei nach der konstanten Rechtsprechung eine 
Gefährdung des Kindeswohls nicht leichthin anzunehmen und könne nicht schon 
deswegen bejaht werden, weil beim betroffenen Kind eine Abwehrhaltung gegen 
den nicht obhutsberechtigten Elternteil festzustellen sei (act. A.1, Rz. 42 mit 
Rechtsprechungshinweisen).

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5.4. Die Kindesanhörung wird für das Verfahren vor der Kindesschutzbehörde in 
Art. 314a ZGB geregelt. Demnach wird das Kind durch die Kindesschutzbehörde 
oder durch eine beauftragte Drittperson in geeigneter Weise persönlich angehört, 
soweit nicht sein Alter oder andere wichtige Gründe dagegen sprechen (Art. 314a 
Abs. 1 ZGB). Die Bestimmung bezieht sich auf alle Verfahren, bei denen die 
Anordnung von Kindesschutzmassnahmen geprüft wird oder die Regelung von 
Kinderbelangen ansteht (AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Die elterliche Sorge, der 
Kindesschutz, Art. 296–317 ZGB, 2016, Art. 314a N. 32). Die Anhörung ist Ausfluss 
der Persönlichkeit des Kindes und somit ein höchstpersönliches Recht. Sobald das 
Kind urteilsfähig ist, nimmt es seinen Anspruch selbst wahr; ab diesem Stadium 
erhält der Gehörsanspruch die Komponente eines persönlichen Mitwirkungsrechts. 
Daneben dient die Anhörung unabhängig vom Alter des Kindes der (von Amtes 
wegen vorzunehmenden) Ermittlung des Sachverhalts. Was den Ausschlussgrund 
des (mangelnden) Alters des Kindes anbelangt, hat das Bundesgericht die Schwelle 
im Sinn einer Richtlinie auf den Zeitpunkt des vollendeten sechsten Altersjahres 
festgelegt. Die Anhörung setzt nicht voraus, dass das Kind im Sinne von Art. 16 
ZGB urteilsfähig ist (vgl. BGE 133 III 553 E. 3, 131 III 553 E. 1.1, 1.2.2 f., letzterer 
in Bezug auf aArt. 144 ZGB, mit den identischen Voraussetzungen bzw. 
Ausschlussgründen wie Art. 314a Abs. 1 ZGB). Die KESB kann Drittpersonen mit 
der Anhörung beauftragen, zum Beispiel, wenn besonderes psychologisches 
Geschick erforderlich erscheint, welches innerhalb der KESB nicht verfügbar ist. Die 
Anhörung ist kindergerecht durchzuführen und das Kind ist persönlich anzuhören 
(MARANTA, in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser [Hrsg.], Orell Füssli 
Kommentar ZGB, 4. Aufl. 2021, Art. 314a N 9 f.). 

5.5. Weder das Alter – C._____ war im Zeitpunkt der Anhörung sieben Jahre alt 
– noch anderweitige wichtige Gründe standen der Durchführung einer 
Kindesanhörung vorliegend entgegen, womit diese indiziert war. Nicht zu 
beanstanden ist die Delegation an H._____, einer gemäss eidgenössischem 
Register der Psychologieberufe eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin mit 
Schwerpunkt Kinder, Jugendliche und Familien (Art. 151 Abs. 1 ZPO, Daten 
offizieller Register dürfen als offenkundige Tatsachen berücksichtigt werden). 
C._____ wurde von H._____ persönlich angehört (vgl. KESB-act. 1). Der Bericht 
lässt an keiner Stelle den Eindruck aufkommen, die Kindesanhörung sei nicht 
sorgfältig vorbereitet worden. Unbegründet ist der Vorwurf des Beschwerdeführers, 
er habe an der Anhörung seiner Tochter nicht teilnehmen können (act. A.1, Rz. 41). 
Dem Anspruch der Eltern auf rechtliches Gehör genügt es nämlich, wenn sie zum 
Ergebnis des Gesprächs Stellung nehmen können. Auch muss die Anhörung nicht 

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auf Video aufgezeichnet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_88/2015 vom 
5. Juni 2015 E. 3.3.1 m.H., bei dem vom Beschwerdeführer angeführten Urteil 
5A_831/2018 vom 23. Juli 2019 geschah die Kindesanhörung im Zuge der 
Erstellung eines Gutachtens). Die Eltern werden über die für den Entscheid 
wesentlichen, im Protokoll der Anhörung festgehaltenen Ergebnisse informiert. Sie 
haben Anspruch auf Einsicht in das Protokoll (Art. 314a Abs. 2 ZGB). Dem Kind ist 
diese Zusammenfassung vorab bekannt zu geben und zu erläutern. Es darf Teile 
der Anhörung als vertraulich bezeichnen (MARANTA, a.a.O., Art. 314a N. 10). Aus 
dem das Protokoll enthaltende und um Beobachtungen sowie summarische 
Überlegungen ergänzten Bericht zur Anhörung ergeht, dass die Psychotherapeutin 
diese Vorgaben umgesetzt hat. Die wesentlichen Ergebnisse der Kindesanhörung 
sind sodann in Ziffer III des Berichts festgehalten (KESB-act. 1). Generell lässt der 
Bericht zur Kindesanhörung an keiner Stelle den Eindruck aufkommen, dass die 
Anhörung in irgend einer Art und Weise unprofessionell oder nicht den gesetzlichen 
Vorgaben entsprechend durchgeführt worden wäre. Die vom Beschwerdeführer 
diesbezüglich vorgebrachte Kritik erweist sich demzufolge als haltlos (act. A.1, 
Rz. 41). Anzumerken bleibt, dass der Inhalt des Protokolls von C._____ genehmigt 
wurde (KESB-act. 1, Ziff. II). Im Sinne eines Zwischenfazits kann festgehalten 
werden, dass keinerlei Hinweise auf eine formell mangelhafte Durchführung der 
Kindesanhörung hindeuten, es sich auch nicht etwa nur um eine unilateral erstellte 
Aktennotiz, sondern um ein Protokoll der Anhörung im Sinne von Art. 314a Abs. 2 
ZGB handelt, dem voller Beweiswert zukommt.

5.6. Das Schwellenalter, ab dem eine Anhörung grundsätzlich in Frage kommt, 
ist zu unterscheiden von der kinderpsychologischen Erkenntnis, dass 
formallogische Denkoperationen erst ab ungefähr elf bis dreizehn Jahren möglich 
sind und auch die sprachliche Differenzierungs- und Abstraktionsfähigkeit erst ab 
diesem Alter entwickelt ist (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 5A_775/2016 vom 
17. Januar 2017 E. 3.3 m.w.H.; AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., Art. 314a N. 37). 
Um zu beurteilen, welches Gewicht der Meinung des Kindes beizumessen ist, 
kommt es entscheidend auf das Alter des Kindes, auf die Konstanz des geäusserten 
Willens und auf seine Fähigkeit zu autonomer Willensbildung an. Von dieser 
Fähigkeit ist nach der Rechtsprechung ungefähr ab dem zwölften Altersjahr 
auszugehen. Je konstanter die Willenskundgebungen vorgebracht werden und je 
mehr sie mit nachvollziehbaren und auf das Kindeswohl zielenden Argumenten 
unterlegt sind, desto stärker können sie bei der Urteilsfindung gewichtet werden 
(Urteil des Bundesgerichts 5A_13/2024 vom 22. November 2024 E. 4.3.3 m.w.H.). 
Bei Kindern im Alter zwischen circa sechs und zwölf Jahren geht es bei der 
Anhörung darum, die Möglichkeit zur Äusserung zu bieten und einen Einblick in die 

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behördlichen Abläufe zu vermitteln, die ihnen ihre Situation besser verständlich 
werden lassen. Behörden und Gerichten dienen die Aussagen der Kinder eher zur 
Hypothesenbildung, die anhand anderer Beweisaufnahmen zu überprüfen sind. Die 
Anhörung dient hier demnach in erster Linie der Beweisaufnahme (vgl. AFFOLTER-
FRINGELI/VOGEL, a.a.O., Art. 314a N. 36 m.H.).

5.7. Die im Moment der Anhörung siebenjährige C._____ verfügte nach dem 
Gesagten aus kinderpsychologischer Sicht aufgrund ihres Alters noch nicht über die 
Fähigkeit zur autonomen Willensbildung. Gleichwohl ist zu berücksichtigen, dass 
sie in ihrem Willen zur Meidung jeglichen Kontakts zum Vater seit 2020 bis zur 
Anhörung konstant geblieben ist.

5.8. Verweigert sich das Kind dem Umgang mit einem Elternteil, ist dieser gemäss 
dem Bundesgericht aus Gründen des Kindeswohls dort auszuschliessen, wo das 
urteilsfähige Kind den Umgang aufgrund seiner Erfahrungen mit dem persönlichen 
Verkehr kategorisch verweigert. Denn ein gegen den starken Widerstand 
erzwungener Besuchskontakt ist mit dem Zweck des Umgangsrechts im 
Allgemeinen ebenso unvereinbar wie mit dem Persönlichkeitsschutz des Kindes 
(BGE 126 III 219 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts 5A_293/2024 vom 27. Januar 
2025 E. 4.3 m.w.H.). Anderseits ist auch zu berücksichtigen, dass das Besuchsrecht 
dem nicht obhutsberechtigten Elternteil um seiner Persönlichkeit willen zusteht (vgl. 
BGE 142 III 502 E. 2.4.1) und ihm nicht ohne wichtige Gründe ganz abgesprochen 
werden darf. Allgemein anerkannt ist ausserdem der Grundsatz, dass aufgrund des 
schicksalhaften Eltern-Kind-Verhältnisses die Beziehung von Kindern zu beiden 
Elternteilen wichtig ist und bei der Identitätsfindung eine entscheidende Rolle 
spielen kann (BGE 131 III 209 E. 4, 130 III 585 E. 2.2.2). Eine Gefährdung des 
Kindeswohls ist nicht leichthin anzunehmen und kann nicht schon deswegen bejaht 
werden, weil beim betroffenen Kind eine Abwehrhaltung gegen den nicht 
obhutsberechtigten Elternteil festzustellen ist (Urteil des Bundesgerichts 
5A_404/2015 vom 27. Juni 2016 E. 5.2.3). Lehnt das Kind den nicht betreuenden 
Elternteil ab, ist im Einzelfall zu prüfen, worin diese Haltung begründet liegt und ob 
die Ausübung des Besuchsrechts den Interessen des Kindes tatsächlich 
widerspricht (Urteil des Bundesgerichts 5A_745/2015, 5A_755/2015 vom 15. Juni 
2016 E. 3.2.2.2). 

5.9. Zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen ist, den von C._____ klar und 
konstant statuierten Willen zu übergehen und Kontakte mit dem Beschwerdeführer 
zu forcieren. Da es nunmehr seit mehreren Jahren zu keinem Umgang gekommen 
ist, wäre eine zwangsweise Durchsetzung des Besuchsrechts mit dem Kindeswillen 
nicht zu vereinbaren. Ihre ablehnende Haltung erklärte sich C._____ anlässlich der 

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Kindesanhörung mit bereits einige Zeit zurückliegenden negativen Erlebnissen im 
Zusammenhang mit der Ausbübung des Besuchsrechts (siehe E. 5.2, oben). Weiter 
vermochte C._____ ihre Ablehnung gegenüber ihrem Vater aber nicht zu 
begründen, was angesichts ihres Kindesalters nachvollziehbar ist. Für das 
Bestehen eines Loyalitätskonflikts gibt es in den Akten keinerlei konkrete Hinweise. 
Da bei C._____ (noch) nicht davon ausgegangen werden kann, dass sie zur 
autonomen Willensbildung fähig ist, kann nicht kategorisch ausgeschlossen 
werden, dass erstens ein Loyalitätskonflikt besteht und dieser zweitens derart 
manifestiert ist, dass er mit ein Grund für die gänzliche Ablehnung des 
Beschwerdeführers bildet. Bei einer ersatzlosen Aufhebung der Beistandschaft 
wäre daher zu erwarten, dass sich das autoritativ festgelegte Besuchsrecht als 
faktisch nicht durchsetzbar erweist und der Kontakt von C._____ zu ihrem Vater 
künftig vollends unterbleibt. Der Entscheid zur ersatzlosen Aufhebung der 
Beistandschaft könnte daher folgenschwer sein: Eine vollständige Negierung des 
Vaters und Eliminierung desselben aus der Lebenswirklichkeit kann mittel- oder 
langfristig negative Konsequenzen für die psychische Entwicklung von C._____ 
haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_831/2018 vom 23. Juli 2019 E. 6.3). Das 
Wohl des Kindes ist denn auch nicht nur aus seiner subjektiven Sicht mit Blick auf 
sein momentanes Befinden zu beurteilen, sondern auch objektiv und mit Blick auf 
seine künftige Entwicklung (vgl. BÜCHLER/ENZ, Der persönliche Verkehr unter 
besonderer Berücksichtigung des Kindeswillens, FamPra.ch 2018 S. 927). Die von 
C._____ geäusserten Gefühle hinsichtlich der Kontakte zu ihrem Vater sind ernst 
zu nehmen. Das Ergebnis der Kindesanhörung als subjektive Komponente ist also 
durchaus gewichtig und lässt die Hypothese zu, dass C._____ zum 
Beschwerdeführer derzeit keinerlei Kontakte will und behördliche Bestrebungen zur 
Herstellung eines Kontakts dementsprechend das Kindeswohl gefährden könnten. 
Durchgeführt wurde die Kindesanhörung im Vorfeld zum Entscheid über die 
Anpassung der Besuchsrechtsbeistandschaft am 21. November 2023. Für den 
mehr als ein Jahr später am 22. Oktober 2024 getroffenen Entscheid hatte dieses 
Beweismittel nicht mehr denselben Wert. Die KESB Surselva hat es dennoch dabei 
bewenden lassen, einzig gestützt darauf eine Hypothese aufzustellen. Das ist zu 
korrigieren. Weil die Gründe für den Willen von C._____ nicht näher beleuchtet 
wurden, kann nämlich nicht mit hinreichender Gewissheit beurteilt werden, ob 
weitere Anstrengungen zur Kontaktanbahnung auch objektiv gesehen die 
Entwicklung von C._____ mittel- und langfristig positiv oder negativ beeinflussen. 
Der Sachverhalt erweist sich in dieser Hinsicht als unvollständig, die 
Entscheidungsgrundlage als ungenügend. Dem Bestehen einer (auch nur 
minimalen) Beziehung zu beiden Elternteilen misst die Rechtsprechung eine grosse 
Bedeutung bei. Ein ungerechtfertigt verfrühter Abbruch – C._____ ist gerade einmal 

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acht Jahre alt – der Bemühungen zur Wiederherstellung eines Kontakts zu ihrem 
Vater wäre daher nicht vertretbar. Den Ursprung des von C._____ geäusserten 
Willens kann nur eine psychologische Fachperson zutreffend ergründen und 
einordnen. Die Kindesanhörung liegt nun bereits mehr als eineinhalb Jahre zurück. 
Angesichts der Signifikanz des Entscheides über die Fortsetzung der behördlichen 
Bemühungen zur Wahrung oder Herstellung eines Kontakts zwischen Vater und 
Tochter ist es angezeigt, den Sachverhalt mit einer fachlich fundierten Abklärung, 
sprich mit einem fachpsychologischen Gutachten, zu vervollständigen. Weil im 
vorliegenden Fall der Grund für den mehrere Jahre andauernden Kontaktabbruch 
nicht bekannt ist, sämtliche Versuche des Beistands zur Kontaktanbahnung 
erfolglos geblieben sind und mithin auch der Verdacht von böswilligen 
Beziehungsstörungen abzuklären sein wird, muss der begutachtenden Fachperson 
die Möglichkeit zu einem interventionsorientierten Vorgehen eingeräumt werden, 
damit diese bereits im Rahmen der Begutachtung die Lage von 
C._____ kindeswohldienlich verändern kann (zum Unterschied zwischen dem 
entscheidungs- und interventionsorientierten Gutachten vgl. STAUB, 
Interventionsorientierte Gutachten als Handlungsalternative bei hochkonfliktigen 
Trennungs-/Scheidungsfamilien, in: ZKE 2010, S. 34 ff.).

5.10. Die KESB hielt im angefochtenen Entscheid fest, die vorgenommene 
Anpassung der Beistandschaft zwecks Aufrechterhaltung von 
Erinnerungskontakten habe keine positive Veränderung gezeigt. Wohl habe der 
Beistand einzelne Informationen über die Lebenssituation von C._____ gesammelt 
und dem Vater übermittelt. Weitergehende Kontakte habe C._____ aber weiterhin 
klar abgelehnt, was wiederum auf der Seite des Vaters auf Unverständnis stosse 
und Enttäuschung sowie Resignation aufkommen lasse. Der Vater würde seinen 
Antrag auf Weiterführung der Beistandschaft auf den Vorwurf stützen, die 
Beistandsperson und die Mutter würden C._____ manipulieren. Diese Vorwürfe 
vermöge er nicht substanziell zu begründen und auf den ihm vorgeworfenen 
Kooperationsmangel gehe er nicht ein. Eine auch nur ansatzweise zweckdienlich 
geführte Beistandschaft sei kaum mehr möglich. Eine Weiterführung der 
Massnahme sei nicht zielführend, aus der Sicht von C._____ unverhältnismässig 
und nicht im Sinne des Kindeswohls (act. B.2, Ziff. II.1). Aus Sicht des Kindeswohls 
spricht jedoch nichts gegen eine Beibehaltung der Beistandschaft zur weiteren 
Gewährleistung des Informationsflusses zwischen den Eltern und einer 
Realisierung von allenfalls spontan doch noch aufkommenden Kontaktwünschen 
von C._____. Nicht sinnvoll ist es allerdings zum jetzigen Zeitpunkt – jedenfalls bis 
über die Gründe für C._____ Haltung mehr bekannt ist –, die Bemühungen für die 
Entstehung der Bereitschaft zu Erinnerungskontakten fortzusetzen. Die jüngeren im 

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Recht liegenden Korrespondenzen zwischen dem Beschwerdeführer und dem 
Beistand lassen nämlich befürchten, dass Handlungen oder vermeintliche 
Unterlassungen des Beistandes im Zusammenhang mit letztgenannter Aufgabe 
zum Streitthema zu werden drohen (vgl. KESB-act. 11, 18 und auch oben, E. 3.3). 
Damit wäre dem Wohl von C._____ freilich nicht gedient. Da die Beistandschaft 
gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB nicht ersatzlos aufgehoben wird, hat die KESB 
Surselva daher den mit Entscheid vom 21. November 2023 festgelegten 
Aufgabenkatalog auf die heutigen Umstände anzupassen. 

5.11.1. Soweit der Beschwerdeführer den Hauptantrag stellt, es sei anstelle 
von G._____ eine andere geeignete Fachperson als Beistandsperson zu 
bezeichnen, ist was folgt festzuhalten: Mit der Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids ist der Beistand G._____ – da der Beschwerde aufschiebende Wirkung 
zukam – weiterhin im Amt. Die Bestellung eines anderen Beistandes rechtfertigt 
sich nicht. Der Beschwerdeführer hat sich denn auch lediglich kurz dahingehend 
geäussert, dass die Abberufung bereits mit dem Antrag von G._____ vom 9. Juli 
2024 und dem von ihm erfolgen Abbruch der Kindesschutzmassnahme der 
begleiteten Besuchsrechtstage genügend begründet sei (act. A.1, Ziff. 56). Dem 
kann nicht gefolgt werden. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer vor der 
KESB Surselva gar nicht einen Wechsel der Beistandsperson beantragt hat (ein 
entsprechender Antrag war jedoch Gegenstand des vor Kantonsgericht geführten 
Beschwerdeverfahrens ZK1 20 169) – sondern trotz Kritik die KESB Surselva 
gebeten hat, dass der Beistand sein Amt weiterführe (vgl. KESB-act. 15), bestehen 
auch keine Gründe für eine entsprechende Anordnung durch das Obergericht. 

5.11.2. Die KESB entlässt gemäss Art. 423 ZGB einen Beistand, wenn die 
Eignung für die Aufgaben nicht mehr besteht (Abs. 1 Ziff. 1) oder ein anderer 
wichtiger Grund für die Entlassung vorliegt (Abs. 1 Ziff. 2). Die Entlassung kann von 
der betroffenen oder einer ihr nahestehenden Person beantragt werden (Abs. 2). 
Soweit das Gesetz auf den wichtigen Grund verweist, hat die Behörde ihre 
Entscheidung im konkreten Fall nach Recht und Billigkeit zu treffen (Art. 4 ZGB). 
Sie verfügt dabei über grosses Ermessen. Bei der Entlassung der Beistandsperson 
aus wichtigem Grund stehen die Interessen der betroffenen Person im Vordergrund 
(Urteil des Bundesgerichts 5A_469/2018 vom 14. Dezember 2018 E. 2 mit Verweis 
auf BGE 143 III 65 E. 6.1). Aus den Akten ist nicht ersichtlich, inwiefern dem 
Beistand G._____ die Eignung für die Erfüllung seiner Aufgaben fehlen oder ein 
anderer wichtiger Grund – insbesondere das Kindeswohl – für seine Entlassung 
durch die KESB gemäss Art. 423 Abs. 1 ZGB bestehen würde. Allein der Umstand, 
dass der Beistand am 9. Juli 2024 aufgrund von Schwierigkeiten im Umgang mit 

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dem Vater einen Antrag gestellt hat, reicht dafür nicht aus. Aus diesem Grund 
erweist sich die Beschwerde, soweit sie in Ziff. 1 der Rechtsbegehren einen 
Mandatswechsel beinhaltet, als unbegründet und ist abzuweisen.

6. Fazit

Als begründet erweist sich die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Rüge einer 
unvollständigen Feststellung des Sachverhaltes. In teilweiser Gutheissung der 
Beschwerde ist dem Eventualantrag des Beschwerdeführers stattzugeben und der 
angefochtene Entscheid vollumfänglich aufzuheben. Die Angelegenheit ist zur 
Vervollständigung des Sachverhalts sowie zu neuem Entscheid im Sinne der 
vorstehenden Ausführungen an die KESB Surselva zurückzuweisen. Somit hat die 
KESB Surselva die mit Entscheid vom 21. November 2023 errichtete 
Erziehungsbeistandschaft mit besonderen Befugnissen bis auf Weiteres 
fortzuführen. 

7. Kosten des Beschwerdeverfahrens

7.1. Gerichtskosten

7.1.1. Für die vorliegende Angelegenheit wird die Entscheidgebühr in Anwendung 
von Art. 10 Abs. 1 VGZ (BR 320.210) auf CHF 1'500.00 festgelegt. Die 
Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 450f ZGB und 
Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Wenn keine Partei vollständig 
obsiegt, werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt 
(Art. 106 Abs. 2 ZPO). 

7.1.2. Vorliegend kann nicht von einem überwiegenden Obsiegen des 
Beschwerdeführers oder der Beschwerdegegnerin ausgegangen werden. Zwar wird 
die Beschwerde insoweit gutgeheissen, als die am 21. November 2023 angeordnete 
Erziehungsbeistandschaft nicht aufgehoben und die Angelegenheit zur 
Vervollständigung des Sachverhalts an die KESB Surselva zurückgewiesen wird. 
Der Beschwerdeführer dringt somit mit seinem Eventualantrag, nicht aber mit 
seinen weiteren Anträgen zur Anpassung der Beistandschaft und Anordnung von 
begleiteten Besuchen und zur Erteilung von Weisungen durch. Bei diesem 
Verfahrensausgang ist es gerechtfertigt, die Gerichtskosten des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin je 
hälftig aufzuerlegen. Die Gerichtskosten werden mit dem vom Beschwerdeführer 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet (aArt. 111 Abs. 1 ZPO, Art. 407f ZPO e 
contrario). Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer den von ihm 

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geleisteten Kostenvorschuss im Umfang ihres Kostenanteils von CHF 750.00 zu 
ersetzen (aArt. 111 Abs. 2 ZPO, Art. 407f ZPO e contrario).

7.2. Parteientschädigung

Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist nicht von einem überwiegenden Obsiegen 
des Beschwerdeführers auszugehen, welches die Zusprechung einer 
Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin rechtfertigen würde. Von 
der Zusprechung einer Parteientschädigung ist daher abzusehen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der angefochtene 
Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Surselva, vom 22. Oktober 2024 wird aufgehoben. Die 
Angelegenheit wird zur Vervollständigung des Sachverhalts im Sinne der 
vorstehenden Erwägungen und neuem Entscheid an die KESB Surselva 
zurückgewiesen.

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten werden auf CHF 1'500.00 (Entscheidgebühr) festgelegt 
und gehen je zur Hälfte, somit CHF 750.00, zu Lasten von A._____ und 
B._____. Die Gerichtskosten werden mit dem von A._____ geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 1'500.00 verrechnet. B._____ hat 
A._____ den Kostenvorschuss im Umfang von CHF 750.00 zu ersetzen.

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen]