# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75bee574-605c-596b-a7a9-addc98978595
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.10.2022 810 22 126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-126_2022-10-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 19. Oktober 2022 (810 22 126) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strassen und Verkehr 
 
 
Warnungsentzug des Führerausweises / Entzugsdauer 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Hans 

Furer, Stefan Schulthess, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichts-
schreiber i.V. Marco Belser 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Yann Moor, Rechtsanwalt 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Warnungsentzug des Führerausweises sowie Verlängerung der Probe-

zeit des Führerausweises auf Probe  
(RRB Nr. 826 vom 24. Mai 2022) 

 
 
 
 
A. A.____ ist deutscher Staatsangehöriger und erlangte am 4. Dezember 2007 einen 
deutschen Führerausweis auf Probe. Dieser wurde ihm nach einer Fahrt unter Einfluss von Be-
täubungsmitteln am 18. März 2010 von den deutschen Behörden entzogen. 
 

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B. Mit Verfügung vom 24. September 2010 verweigerte das Verkehrsamt des Kantons 
Schwyz A.____ die Erteilung von Lernfahr- bzw. Führerausweisen aller Kategorien auf unbe-
stimmte Zeit, nachdem dieser am 16. Juni 2010 trotz entzogenem Führerausweis und unter 
Drogeneinfluss ein Fahrzeug gelenkt hatte. Aufgrund dieses Ereignisses wurde A.____ mit 
Strafbefehl des Bezirksamts B.____ (SZ) vom 15. Dezember 2010 zu einer bedingten Geld-
strafe von 80 Tagessätzen à Fr. 90.-- und einer Busse in der Höhe von Fr. 1'900.-- verurteilt. 

 
C. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Luzern vom 6. Mai 2015 wurde A.____ zu einer 
unbedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen à Fr. 60.-- und einer Busse von Fr. 100.-- verur-
teilt, da er am 11. März 2015 unter Drogeneinfluss und ungeachtet des Entzugs seines Führer-
ausweises ein Fahrzeug gelenkt hatte. 

 
D. Am 25. Juni 2015 verfügte die Polizei Basel-Landschaft, Abteilung Administrativmass-
nahmen (Polizei Basel-Landschaft), die vorsorgliche Aberkennung des ausländischen Führe-
rausweises von A.____ und am 14. Juli 2015 dessen Sicherungsaberkennung auf unbestimmte 
Zeit. Es wurde zudem verfügt, dass A.____ für die Wiedererteilung des Führerausweises eine 
Sperrfrist von drei Monaten abwarten und ein positives Verkehrsgutachten beibringen müsse. 

 
E. Das verkehrsmedizinische Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität 
Basel vom 6. Dezember 2016 verneinte die Fahreignung von A.____, da die durchgeführte 
Haaranalyse für den Zeitraum Mai 2016 bis November 2016 einen verkehrsrelevanten, über-
mässigen Alkoholkonsum konstatierte. 

 
F. Am 24. Februar 2017 verfügte die Polizei Basel-Landschaft eine Änderung der Aufla-
gen für die Wiederzulassung von A.____ zum Strassenverkehr. Es wurde insbesondere ein 
positives Resultat eines verkehrspsychologischen Tests der charakterlichen Fahreignung und 
eine nachgewiesene Alkoholabstinenz von mindestens sechs Monaten sowie die Einhaltung der 
Drogenabstinenz verlangt. 

 
G. Da die vom Zentrum C.____ am 25. September 2017 durchgeführte Fahreignungs-
abklärung positiv ausfiel, hob die Polizei Basel-Landschaft mit Verfügung vom 11. Oktober 2017 
die Sicherungsaberkennung vom 14. Juli 2015 per sofort auf und ordnete an, dass A.____ eine 
neue Führerprüfung absolvieren sowie weiterhin seine Drogen- und Alkoholabstinenz nachwei-
sen müsse. 

 
H. Am 23. Februar 2018 erwarb A.____ den schweizerischen Führerausweis auf Probe 
mit Gültigkeit bis zum 22. Februar 2021. 

 
I. Mit Verfügung vom 14. Mai 2019 ordnete die Polizei Basel-Landschaft den Sicherungs-
entzug des Führerausweises von A.____ auf unbestimmte Zeit an, da dieser die mit Verfügung 
vom 11. Oktober 2017 angeordneten medizinischen Auflagen nicht eingehalten habe. Der Si-
cherungsentzug wurde mit Verfügung vom 26. August 2019 wieder aufgehoben. 

 

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J. Nachdem A.____ am 16. Oktober 2019 in D.____ (SO) mit einem Personenwagen die 
innerorts zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um 25 km/h überschritten hatte, wurde 
er mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Solothurn vom 6. Mai 2020 wegen grober Verletzung 
der Verkehrsregeln zu einer bedingten Geldstrafe von 25 Tagessätzen à Fr. 100.-- und einer 
Busse von Fr. 650.-- verurteilt. 
 
K. Mit Verfügung vom 17. Februar 2020 hob die Polizei Basel-Landschaft die Auflagen 
gemäss der Verfügung vom 26. August 2019 per sofort auf. Die Verfügung erging auf Grund-
lage des positiven Verlaufsberichts der Verkehrsmedizin E.____ vom 13. Februar 2020. 
 
L. Aufgrund der am 16. Oktober 2019 begangenen schweren Widerhandlung gegen das 
Strassenverkehrsgesetz (SVG) vom 19. Dezember 1958 und nach Gewährung des rechtlichen 
Gehörs entzog die Polizei Basel-Landschaft mit Verfügung vom 12. Oktober 2020 den Führe-
rausweis und den Lernfahrausweis Kat. BE von A.____ für die Dauer von zwölf Monaten. 
 
M. Gegen die vorgenannte Verfügung erhob A.____, vertreten durch Yann Moor, Rechts-
anwalt in Zürich, mit Eingabe vom 23. Oktober 2020 Beschwerde beim Regierungsrat des Kan-
tons Basel-Landschaft (Regierungsrat), welcher die Beschwerde mit Regierungsratsbeschluss 
(RRB) Nr. 2021-263 vom 2. März 2021 abwies. 
 
N. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), gut und wies die Angelegenheit zur 
Neubeurteilung an die Polizei Basel-Landschaft zurück (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung 
Verwaltungs- und Verfassungsrecht [KGE VV], vom 1. September 2021 [810 21 64]). Zur Be-
gründung hielt es zusammengefasst fest, dass bei der Bestimmung der Entzugsdauer des Füh-
rerausweises auf Probe nicht die Kaskadenfolge von Art. 16c Abs. 2 SVG zur Anwendung 
komme, sondern die Entzugsdauer nach Art. 16 Abs. 3 SVG zu bestimmen sei. 
 
O. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs verfügte die Polizei Basel-Landschaft am 
22. März 2022 gegenüber A.____ den Warnungsentzug des Führerausweises für zehn Monate 
sowie die Verlängerung der Probezeit des Führerausweises auf Probe um ein Jahr. 
 
P. Gegen die Verfügung der Polizei Basel-Landschaft vom 22. März 2022 erhob A.____, 
wiederum und nachfolgend immer vertreten durch Rechtsanwalt Yann Moor, Beschwerde an 
den Regierungsrat mit dem Begehren, die angefochtene Verfügung in Bezug auf die Entzugs-
dauer von zehn Monaten aufzuheben und die Entzugsdauer auf vier Monate festzulegen. 
 
Q. Mit RRB Nr. 2022-826 vom 24. Mai 2022 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab 
und bestätigte die Entzugsdauer von zehn Monaten. 
 
R. Gegen den regierungsrätlichen Entscheid vom 24. Mai 2022 erhob A.____ am 7. Juni 
2022 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids sowie die Festsetzung der Warnungsentzugsdauer auf vier Monate unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge. 

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S. Mit Vernehmlassung vom 5. Juli 2022 schliesst der Regierungsrat auf kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde. 

 
T. Mit Verfügung vom 18. August 2022 wurde die Angelegenheit der Kammer zur Beurtei-
lung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. 
 
1.2 Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene 
Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
der Änderung oder Aufhebung hat. Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Ent-
scheid in schutzwürdigen Interessen betroffen und somit zur Beschwerde legitimiert. Da die 
weiteren formellen Voraussetzungen ebenfalls erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3.1 Gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG sind bei der Festsetzung der Dauer des Lern- oder Füh-
rerausweisentzugs die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefähr-
dung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die 
berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf dabei – 
mit Ausnahme von Vorfällen auf Dienstfahrten gemäss Art. 100 Abs. 4 SVG – nicht unterschrit-
ten werden (vgl. auch BGE 143 II 699 E. 2.3). Im Einzelfall ist bei der Bemessung der Entzugs-
dauer in einem ersten Schritt die vorgesehene Mindestentzugsdauer zu bestimmen. Diese 
ergibt sich aus den Spezialbestimmungen in Art. 16a - 16c SVG, wobei einerseits die Art der 
Widerhandlung (leichte, mittelschwere oder schwere Widerhandlung) und andererseits die all-
fällige Rückfälligkeit des betroffenen Lenkers (sog. Kaskadensystem) massgebend sind. In ei-
nem zweiten Schritt ist die Entzugsdauer unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls 
konkret festzulegen. Schliesslich ist eine Gesamtwürdigung vorzunehmen (vgl. BERNHARD 
RÜTSCHE, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, 
Basel 2014, N 90 zu Art. 90).  
 

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3.2 Bei der Beurteilung der Gefährdung der Verkehrssicherheit im Sinne von Art. 16 Abs. 3 
SVG ist die Gefährdung der Sicherheit anderer, die der Fahrzeugführer durch die konkrete Wi-
derhandlung hervorgerufen oder in Kauf genommen hat, zu beurteilen (vgl. BGE 133 II 331 
E. 6.4.2). Dabei kommt es nicht auf das Ausmass einer realen konkreten Gefährdung an, son-
dern auf das Ausmass einer hypothetischen konkreten Gefährdung. Massgebend ist demnach 
das Ausmass der konkreten Gefährdung, die von der Widerhandlung adäquat kausal, nach ge-
wöhnlichem Lauf der Dinge und allgemeiner Lebenserfahrung, ausgehen konnte (vgl. RÜTSCHE, 
a.a.O., N 119 zu Art. 16). Hinsichtlich des Kriteriums des Verschuldens ist zwischen besonders 
leichtem, leichtem, mittelschwerem und schwerem Verschulden zu unterscheiden 
(vgl. RÜTSCHE, a.a.O., N 119 zu Art. 16). Der Grad des Verschuldens bestimmt sich primär nach 
der objektiven Seite des Verschuldens, d.h. nach der Schwere der Verkehrsregelverletzung. 
Subjektive Umstände wie mangelnde Erfahrung, körperliche Defizite oder Übermüdung sind für 
die Beurteilung des Verschuldensgrades grundsätzlich nicht massgebend (vgl. RÜTSCHE, 
a.a.O., N 121 zu Art. 16). Die Berücksichtigung des automobilistischen Leumunds bezieht sich 
auf vergangene Administrativmassnahmen oder Strafen wegen Verletzung von Strassenver-
kehrsvorschriften gegen den Fahrzeugführer, wobei entscheidend ist, wie häufig, in welchem 
Zeitraum und von welcher Schwere diese angeordnet worden sind. Zu den Administrativ-
massnahmen zählen unter anderem Verwarnungen, Warnungsentzüge, Sicherungsentzüge 
wegen Widerhandlung gegen Strassenverkehrsvorschriften und die Aberkennung ausländischer 
Führerausweise (vgl. RÜTSCHE, a.a.O., N 123 zu Art. 16). Das Bemessungskriterium der beruf-
lichen Notwendigkeit dient der unterschiedlichen Massnahmenempfindlichkeit von Personen, 
welche beruflich auf das Führen eines Motorfahrzeuges angewiesen sind. Dieser Umstand 
kann mit einer kürzeren Entzugsdauer berücksichtigt werden (vgl. RÜTSCHE, a.a.O., N 127 zu 
Art. 16). Im Rahmen der Festsetzung der Entzugsdauer des Führerausweises gemäss Art. 16 
Abs. 3 SVG sind alle Umstände gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall 
so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wir-
kung am besten erreicht wird (Urteil des Bundesgerichts 1C_165/2022 vom 28. Juni 2022 E. 2.2 
mit Verweisen). 
 
3.3 Mit den Mindestentzugsdauern begrenzt der Gesetzgeber das Auswahlermessen der 
Entzugsbehörde nach unten. Demgegenüber existieren für den Warnungsentzug abgesehen 
von einer hier nicht interessierenden Ausnahme keine Höchstentzugsdauern. Die Behörde soll-
te sich zwar bei der Bemessung der Entzugsdauer nach oben an der Mindestentzugsdauer der 
nächst höheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Es handelt sich dabei jedoch nicht um 
fixe Höchstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Oberhalb der Mindestentzugsdauer 
kommt den Behörden bei der Bemessung der Entzugsdauer ein beträchtliches Ermessen zu 
(KGE VV vom 21. August 2019 [810 19 11] E. 7.2). 
 
3.4 Vorliegend hat der Beschwerdeführer wegen Überschreitens der zulässigen Höchstge-
schwindigkeit innerorts von 50 km/h um 25 km/h am 16. Oktober 2019 eine schwere Wider-
handlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG begangen. Gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG wird der 
Lern- oder Führerausweises nach einer schweren Widerhandlung für mindestens drei Monate 
entzogen (vgl. BGE 143 II 699 E. 2.3). Dieser Umstand wird vom Beschwerdeführer zu Recht 
nicht bestritten. Hingegen ist strittig, ob die gegenüber dem Beschwerdeführer in Berücksichti-

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gung der Umstände des Einzelfalls gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG verfügte Entzugsdauer des 
Führerausweises auf Probe zu Recht auf zehn Monate erhöht wurde. Nachfolgend muss des-
halb die vom Regierungsrat vorgenommene Würdigung näher überprüft werden. 
 
4.1.1 Im Rahmen der Beurteilung der Gefährdung führt der Regierungsrat aus, der bei der 
Geschwindigkeitsübertretung überholte Velofahrer habe nicht mit einem Überholmanöver rech-
nen müssen und sei dadurch einer Gefahr ausgesetzt gewesen. Die Strasse sei an dieser Stel-
le eng und es gebe keinen Velostreifen. Zudem befänden sich am Ort des Überholmanövers ein 
Sportplatz sowie mehrere Hofausfahrten. Der Beschwerdeführer habe auch eine Gefahr für die 
zum Zeitpunkt des Ereignisses zu erwartenden Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich geschaf-
fen. Im Zusammenhang mit der Gefährdung der Verkehrssicherheit rechtfertige sich somit eine 
Erhöhung der Entzugsdauer des Führerausweises auf Probe um zwei Monate. Darüber hinaus 
wiege das Verschulden des Beschwerdeführers schwer. Er habe keinen Grund gehabt, den vor 
ihm fahrenden Velofahrer mit einer überhöhten Geschwindigkeit zu überholen und ihn dadurch 
zu gefährden. Der Beschwerdeführer hätte das Gefährdungspotenzial seines Überholmanövers 
zudem erkennen müssen. Aus diesen Gründen sei die Entzugsdauer in Bezug auf das Ver-
schulden um weitere zwei Monate zu erhöhen. 
 
4.1.2 Hingegen wendet der Beschwerdeführer ein, der Regierungsrat habe die Entzugsdauer 
willkürlich festgesetzt und sei in unerklärlicher Weise von den schematischen Strafmassem-
pfehlungen abgewichen, an denen sich Behörden und Gerichte im Strassenverkehrsrecht übli-
cherweise orientieren. Der Strecke, auf welcher das Überholmanöver des Beschwerdeführers 
stattgefunden habe, komme aufgrund des fehlenden Trottoirs kein Innerortscharakter zu und es 
sei zudem nicht damit zu rechnen gewesen, dass Benutzer des Sportplatzes die Strasse – und 
vorab illegalerweise das Bahngleis – hätten überqueren wollen. Die Mindestentzugsdauer von 
drei Monaten berücksichtige die Gefährdung der Verkehrssicherheit und das Verschulden be-
reits ausreichend, weshalb eine Erhöhung der Entzugsdauer nicht in Frage komme. 
 
4.1.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers existiert entlang der Strecke, auf wel-
cher das Überholmanöver stattgefunden hat, ein Trottoir. Dieses befindet sich auf der rechten 
Seite in Fahrtrichtung Zentrum und somit auf der Seite, auf welcher der Beschwerdeführer ge-
fahren ist. Hingegen gibt es auf der anderen Strassenseite kein Trottoir. Bei der Strasse handelt 
es sich um eine nicht übermässig breite Strasse ohne einen Velostreifen, die unmittelbar ent-
lang eines Sportplatzes verläuft. Das vom Beschwerdeführer angeführte Bahngleis ist stillgelegt 
und verschwindet zu Beginn und am Ende des Sportplatzes im Boden. Auf der gegenüberlie-
genden Seite des Sportplatzes befinden sich zudem Wohnhäuser und ein Parkplatz, der über 
die Strasse erschlossen ist. Personen, die vom Sportplatz zu den Wohnhäusern gelangen wol-
len oder Bewohner der Wohnhäuser, die auf das Trottoir entlang des Sportplatzes wechseln 
müssen, haben hierzu die Strasse zu überqueren. Angesichts dessen kann dem Vorbringen 
des Beschwerdeführers nicht gefolgt werden, es sei an der Stelle des Überholmanövers nicht 
damit zu rechnen gewesen, dass Personen die Strasse hätten überqueren wollen. Das Über-
holmanöver mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit stellt eine erhöhte Gefährdung der Verkehrs-
sicherheit – sowohl für den Velofahrer als auch für Drittpersonen – dar. Dass der Regierungsrat 

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deshalb die Mindestentzugsdauer um zwei Monate erhöht hat, ist in Anbetracht der Umstände 
nicht zu beanstanden. 
 
4.1.4 Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass der Regierungsrat das Verschulden des Be-
schwerdeführers als schwer würdigte. Soweit sich der Grad des Verschuldens primär nach der 
objektiven Seite des Verschuldens und damit nach der Schwere der Verkehrsregelverletzung 
richtet, ist in Beachtung der Tatsache, dass der Beschwerdeführer eine schwere Widerhandlung 
gegen das Strassenverkehrsrecht beging, von einem schweren Verschulden des Beschwerde-
führers auszugehen; subjektive Umstände sind vorliegend keine zu berücksichtigen und werden 
auch nicht geltend gemacht. Tatsächlich bestand für den Beschwerdeführer keine Notwendig-
keit, sein Fahrzeug auf 80 km/h bzw. 75 km/h zu beschleunigen, um den Velofahrer zu überho-
len. Ein Überholmanöver wäre auch innerhalb der erlaubten Geschwindigkeit möglich gewesen. 
Durch sein Verhalten hat der Beschwerdeführer die anderen Verkehrsteilnehmer unnötiger-
weise und grundlos gefährdet. Dementsprechend erscheint die Erhöhung der Entzugsdauer um 
weitere zwei Monate als vertretbar. 
 
4.2.1 Im Hinblick auf den automobilistischen Leumund des Beschwerdeführers sind die bis-
lang angeordneten Administrativmassnahmen bzw. die strassenverkehrsrechtliche Vergangen-
heit des Beschwerdeführers zu betrachten. So wurde die Probezeit seines am 4. Dezember 
2007 in Deutschland erworbenen Führerausweises infolge eines Probezeitverstosses um zwei 
Jahre verlängert. Am 18. März 2010 lenkte der Beschwerdeführer in seinem Heimatland noch 
während der verlängerten Probezeit ein Motorfahrzeug unter Drogeneinfluss, worauf ihm der 
Führerausweis von den deutschen Behörden für unbestimmte Zeit entzogen wurde. Nachdem 
er am 1. Juni 2010 in die Schweiz eingereist war, fuhr der Beschwerdeführer am 16. Juni 2010 
ohne im Besitz eines Führerausweises zu sein und wiederum unter Drogeneinfluss ein Motor-
fahrzeug. Aufgrund dessen wurde ihm die Erteilung von Lern- bzw. Führerausweisen aller Ka-
tegorien auf unbestimmte Zeit verweigert. Am 11. März 2015 lenkte der Beschwerdeführer 
abermals ein Motorfahrzeug unter Drogeneinfluss und trotz Entzug des Führerausweises, wes-
halb die Polizei Basel-Landschaft die Sicherungsaberkennung seines ausländischen Führer-
ausweises auf unbestimmte Zeit verfügte. Infolge eines Verstosses gegen die ihm auferlegte 
Alkoholabstinenz wurde ihm am 14. Mai 2019 sein am 23. Februar 2018 erworbener Führer-
ausweis auf Probe auf unbestimmte Zeit entzogen. Demgemäss ist festzuhalten, dass der Be-
schwerdeführer diverse schwere Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz beging, 
was bereits mehrere Führerausweisentzüge zur Folge hatte. Dies hinderte ihn indes nicht da-
ran, weiterhin ohne Führerausweis mit einem Fahrzeug am Strassenverkehr teilzunehmen. Mit 
dem Regierungsrat muss demnach von einer gewissen Unbelehrbarkeit und Gleichgültigkeit 
ausgegangen werden. Sodann gilt zu berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer als Folge 
seiner Widerhandlungen nur unter strengen Bedingungen wieder ein Führerausweis ausgestellt 
wurde. Vor diesem Hintergrund ist die schwere strassenverkehrsrechtliche Widerhandlung vom 
16. Oktober 2019 als erneuter Rückfall zu beurteilen und zweifellos von einem stark getrübten 
automobilistischen Leumund auszugehen, welcher eine Strafschärfung rechtfertigt. 
 
4.2.2 Der Beschwerdeführer bestreitet eine Strafschärfung infolge seines getrübten auto-
mobilistischen Leumunds denn auch zu Recht nicht. Im Gegensatz zum Regierungsrat erachtet 

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er jedoch eine Erhöhung der Entzugsdauer von nur drei Monaten bzw. eine Verdoppelung der 
Mindestentzugsdauer als gerechtfertigt und bringt vor, es müsse relativiert werden, dass er 
noch nie wegen einer relevanten Geschwindigkeitsüberschreitung bestraft worden sei und er 
sich seit dem Vorfall vom 16. Oktober 2019 nichts zu Schulden habe kommen lassen. Entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers kann es vorliegend bei der Beurteilung seines auto-
mobilistischen Leumunds nicht darauf ankommen, dass er eine bestimmte Widerhandlung (Ge-
schwindigkeitsüberschreitung) nicht begangen hat, wenn sogleich mehrere andere schwere 
Widerhandlungen vorliegen. Das vermag die Berücksichtigung seines stark getrübten automobi-
listischen Leumunds nicht zu relativieren. Dem Beschwerdeführer grundsätzlich beizupflichten 
und positiv zu bewerten ist indes, dass er sich – soweit ersichtlich – seit dem Vorfall vom 
16. Oktober 2019 keine weiteren strassenverkehrsrechtlichen Widerhandlungen mehr hat zu 
Schulden kommen lassen. Allerdings wird dies angesichts der zahlreichen schweren Wider-
handlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz wiederum relativiert. Zudem gilt es diesbezüg-
lich zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer die erhebliche Geschwindigkeitsübertre-
tung vom 16. Oktober 2019 nur gerade etwas mehr als ein Jahr nach der erneuten Erteilung 
eines Führerausweises begangen hat. Diese Umstände sind gleichsam negativ zu werten, wie 
der obgenannte vom Beschwerdeführer vorgebrachte und grundsätzlich positiv zu wertende 
Umstand. Dementsprechend vermögen die Ausführungen des Beschwerdeführers nicht zu ei-
nem anderen Ergebnis als der Regierungsrat zu gelangen. Wenn der Regierungsrat den stark 
getrübten automobilistischen Leumund des Beschwerdeführers im Rahmen seines Ermessens 
mit einer zusätzlichen Entzugsdauer von fünf Monaten berücksichtigte, erscheint dies nachvoll-
ziehbar und gerechtfertigt und ist nicht weiter zu beanstanden. 
 
4.3 Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, er sei beruflich auf das Führen von Mo-
torfahrzeugen angewiesen, was mit einer Reduktion der Entzugsdauer von zwei Monaten zu 
berücksichtigen sei. Aus dem sich bei den Akten befindenden Schreiben seines Arbeitgebers 
vom 31. Januar 2022 ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer als Montageleiter arbeite und 
im Berufsalltag auf ein hohes Mass an individueller Mobilität angewiesen sei. Sowohl die Polizei 
Basel-Landschaft als auch der Regierungsrat berücksichtigten diesen Umstand, indem sie die 
Entzugsdauer um zwei Monate reduzierten. Die vorinstanzlichen Ausführungen geben keinen 
Anlass zur Beanstandung. 
 
5. Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die gegenüber dem Beschwerdeführer ver-
fügte Entzugsdauer des Führerausweises auf Probe von zehn Monaten zu Recht erfolgte und 
der Regierungsrat sein Ermessen weder unrechtmässig überschritten oder unterschritten noch 
missbraucht hat. Die Beschwerde des Beschwerdeführers ist demnach vollumfänglich abzuwei-
sen. 
 
6. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem 
Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des Verfahrens 
entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem bereits geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.