# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bce81c63-2b0d-506c-9bf6-1de16f0b2bf5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 06.08.2019 ZK1 2019 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-97_2019-08-06.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Entscheid vom 6. August 2019

Referenz ZK1 19 97

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Brunner, Vorsitzender
Michael Dürst und Pritzi
Mehli, Aktuarin ad hoc

Parteien X._____
Beschwerdeführerin

gegen

Y._____
Beschwerdegegner

in Sachen 

Z.1_____, 

Z.2_____

Gegenstand Wechsel des Aufenthaltsorts (vorsorgliche Massnahmen)

Anfechtungsobj. Entscheide Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Mittelbün-
den/Moesa vom 06.06.2019, mitgeteilt am 07.06.2019 

Mitteilung 14. August 2019

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I. Sachverhalt

A. X._____ und Y._____ sind die unverheirateten Eltern von Z.1_____, gebo-
ren am _____ 2011, und Z.2__________, geboren am _____ 2013, beide von 
O.1_____. Die Eltern haben sich im Sommer 2017 getrennt und X._____ wohnt 
nun in L.1_____, während Y._____ seinen Wohnsitz in O.1_____ hat. Die Kinder 
stehen unter der gemeinsamen elterlichen Sorge. Aufgrund gesundheitlicher Pro-
bleme der Kindsmutter vereinbarten die Eltern, dass die Kinder vorerst unter der 
Obhut des Vaters bleiben sollen. 

B. Am 21. Mai 2019 gingen zwei voneinander unabhängige Gefährdungsmel-
dungen von X._____ und Y._____ bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehör-
de Mittelbünden/Moesa (nachfolgend: KESB Mittelbünden/Moesa) ein, nachdem 
die Kinder von einem Besuchswochenende bei der Mutter nicht zum Vater 
zurückgekehrt waren. Y._____ meldete dies bei der KESB Mittelbünden/Moesa 
und erwähnte eine psychische Erkrankung der Kindsmutter. Diese begründete 
ihrerseits in ihrer Gefährdungsmeldung das Zurückbehalten der Kinder mit Miss-
brauchsanschuldigungen gegenüber dem Kindsvater. Aufgrund dessen eröffnete 
die KESB Mittelbünden/Moesa gleichentags ein Abklärungsverfahren. 

C. Am Tag darauf, dem 22. Mai 2019, fand das Erstgespräch der KESB Mit-
telbünden/Moesa mit Y._____ statt. Dieser schilderte, dass X._____ während der 
ersten Schwangerschaft eine (unerkannte) Psychose gehabt habe. Ab dem Jahr 
2016 habe sie ihm gegenüber jeweils während einer Psychose oder kurz davor 
Missbrauchsvorwürfe geäussert. Im Sommer 2017 sei es dann zur Trennung ge-
kommen, was für X._____ sehr belastend gewesen sei. Zum ersten Klinikaufent-
halt von X._____ sei es Ende 2017 gekommen. Seither wisse er nichts über den 
Krankheitsverlauf und allfällige Therapien. Seit der Trennung sei der Kontakt aufs 
Minimum reduziert, sie hätten aber gemeinsam geregelt, dass die Kinder jedes 
zweite Wochenende und die Ferien bei der Mutter in L.1_____ verbringen würden, 
was in den letzten 1.5 Jahren gut funktioniert habe. Y._____ betonte, dass es ihm 
wichtig sei, den Kindern eine gute Struktur zu geben, und dass er es schlimm fän-
de, wenn sie aus dieser herausgenommen werden würden. 

D. Aus den Arztberichten von Dr. med. A._____ vom 2. September 2016 und 
vom 15. Mai 2017 betreffend X._____ wird ersichtlich, dass bei dieser eine bipola-
re affektive Störung mit manischer Episode mit psychotischen Symptomen (F 
31.2) bzw. mit gemischter Episode mit psychotischen Symptomen (F 31.6) dia-
gnostiziert wurde und dass sie sich vom 22. Februar 2016 bis am 4. März 2016, 
vom 25. August 2016 bis am 2. September 2016 (mit fürsorglicher Zurückbehal-

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tung) und vom 10. Mai 2017 bis am 15. Mai 2017 in stationärer Behandlung be-
fand. 

E. Anlässlich des Telefongesprächs vom 24. Mai 2019 der KESB Mittelbün-
den/Moesa mit der Kindsmutter bestätigte diese, dass sie während der Schwan-
gerschaft die erste Psychose erlitten habe. Sie erläuterte weiter, die Obhut der 
Kinder dem Kindsvater zu überlassen, sei nur eine Übergangslösung gewesen, bis 
es ihr gesundheitlich besser gehe, was nun der Fall sei. Deshalb und weil 
Z.1._____ über schreckliche Dinge gesprochen habe, behalte sie die Kinder 
zurück. Ebenfalls am 24. Mai 2019 fand ein Telefonat der KESB Mittelbün-
den/Moesa mit B._____, der Kindergärtnerin von Z.2__________, statt. Diese er-
läuterte, dass die Kindsmutter viele Probleme gehabt habe. Der Kindsvater habe 
sich immer dafür eingesetzt, dass die Mutter die Kinder auch sehe. Er sei überdies 
in der Zusammenarbeit stets zuvorkommend gewesen. Das Telefongespräch der 
KESB Mittelbünden/Moesa mit Dr. med. B._____, der behandelnden Psychiaterin 
von X._____, ergab, dass sie die Patientin letztmals im März 2019 gesehen habe. 
Da sei sie gesundheitlich stabil gewesen. Ihres Erachtens sei Gewalt nie ein The-
ma gewesen und es sei vertretbar, die Kinder über das Wochenende bis am Mon-
tag bei der Mutter zu belassen. 

F. Jeweils mit Schreiben vom 27. Mai 2019 äusserten sich der Schulverband 
O.3_____, namentlich B._____, die Kindergärtnerin von Z.2__________, sowie 
die Heilpädagogin C._____, und D._____, die Klassenlehrerin von Z.1_____, da-
hingehend, dass es für das Kindeswohl wichtig wäre, während der Abklärung die 
Normalität im Alltag zu bewahren. Übereinstimmend äusserten sie sich positiv 
über den Kindsvater. Dieser kümmere sich gut um die Kinder und gehe gut mit der 
schwierigen Situation um. Die Kinder seien stets pünktlich erschienen und sie hät-
ten den Eindruck, dass sich die Kinder bei ihm wohlfühlen. D._____ berichtete 
zudem vom eigenartigen Verhalten der Kindsmutter am 21. Dezember 2018. Die-
se habe es zunächst versäumt, Z.1._____ in die Schule zu bringen, und sei dann 
bei einem Zusammentreffen nach Schulende so abwesend und desorientiert ge-
wesen, dass sie es nicht habe verantworten können, die Mutter mit den Kindern 
nach L.1_____ gehen zu lassen. Auch die Verpächterin von Y._____, F._____, 
äusserte sich positiv über ihn und führte aus, sie habe X._____ als instabile Per-
son kennengelernt, die mit der Betreuung der Kindern schnell überfordert gewe-
sen sei. 

G. Mit der unterzeichneten "Erklärung Kindesschutzrecht" vom 3. Juni 2019 
zeigte X._____ ihr Einverständnis mit den durch die KESB Mittelbünden/Moesa 
vorgesehenen Massnahmen, darunter unter anderem eine vorsorgliche Erzie-

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hungsbeistandschaft sowie eine vorsorgliche Beistandschaft mit besondere Be-
fugnissen in den Bereichen Medizin und Gesundheit, Kindergarten und Schule 
sowie Wohnen (Art. 308 ZGB). Zudem äusserte X._____ den Wunsch der Prüfung 
eines Verzichts auf Kostenauferlegung für das Verfahren vor der KESB und mach-
te dazu Angaben über ihre finanziellen Verhältnisse. Es zeigte sich, dass X._____ 
über kein realisierbares Vermögen verfügt und dass ihre monatlichen Ausgaben 
die Einnahmen übersteigen. Y._____ stimmte bei der Anhörung vom 6. Juni 2016 
durch die KESB Mittelbünden/Moesa den vorgesehenen vorsorglichen Massnah-
men ebenfalls zu. 

H. Mit Entscheiden vom 6. Juni 2019, mitgeteilt am 7. Juni 2019, verweigerte 
die KESB Mittelbünden/Moesa die Zustimmung zum von X._____ beabsichtigten 
Wechsel des Aufenthaltsortes von Z.1._____ und Z.2__________ von O.1_____ 
nach O.2_____ (L.1_____) und richtete für Z.1._____ und Z.2__________ vor-
sorglich eine Beistandschaft ein. Die Beistandschaft setzt sich aus einer Erzie-
hungsbeistandschaft (Art. 308 Abs. 1 ZGB) und einer Beistandschaft mit besonde-
ren Befugnissen (Art. 308 Abs. 2 ZGB) zusammen. Als Beiständin wurde sowohl 
für Z.1._____ als auch für Z.2__________ E._____ ernannt. Ebenfalls am 6. Juni 
2019, mitgeteilt am 7. Juni 2019, ordnete die KESB Mittelbünden/Moesa mittels 
verfahrensleitender Verfügung eine Begutachtung zur Abklärung der Erziehungs-
fähigkeit der Eltern an. 

I. Mit Entscheid vom 28. Juni 2019, gleichentags mitgeteilt, sistierte die KESB 
Mittelbünden/Moesa mittels superprovisorischer Massnahme den persönlichen 
Verkehr zwischen Z.1._____ und Z.2__________ und X._____ per sofort bis ma-
ximal Ende Sommerferien (Schulferien von Z.1_____) 2019. 

J. Gegen die Entscheide der KESB Mittelbünden/Moesa vom 6. Juni 2019 
erhob X._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 14. Juni 2019 
Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden und beanstandete die Ver-
weigerung des Wechsels des Aufenthaltsortes von Z.1____ und Z.2_____ nach 
O.2_____ (L.1_____). Sie beantragte die Zustimmung zum Wechsel des Aufent-
halts zu ihr auf Ende Sommerferien 2019. 

K. Y._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) beantragte in seiner Beschwer-
deantwort vom 24. Juni 2019 die Abweisung der Beschwerde. 

L. Die KESB Mittelbünden/Moesa verzichtete auf die Einreichung einer Stel-
lungnahme und stellte am 28. Juni 2019 dem Kantonsgericht von Graubünden 
lediglich die Akten zu. 

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M. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid, in den 
Rechtsschriften sowie auf die weiteren im Recht liegenden Beweismittel wird, so-
weit erforderlich und rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.

II. Erwägungen

1. Da die Kindsmutter ihren Wohnsitz in L.1_____ hat, liegt ein internationaler 
Tatbestand vor, weshalb vorab die internationale Zuständigkeit der Schweizer Ge-
richte und Verwaltungsbehörden zu prüfen ist. Gemäss Art. 85 Abs. 1 in Verbin-
dung mit Art. 1 Abs. 2 IPRG (SR 291) sind die Zuständigkeit und das anwendbare 
Recht vorliegend nach dem Übereinkommen über die Zuständigkeit, das anzu-
wendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem 
Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Massnahmen zum Schutz von Kin-
dern (Haager Kindesschutzübereinkommen, HKsÜ, SR 0.211.231.011) zu be-
stimmen (Art. 3 lit. b und c HKsÜ), zumal die Schweiz und L.1_____ HKsÜ Ver-
tragsstaaten sind. Die Zuständigkeit der Gerichte und Verwaltungsbehörden 
knüpft gemäss Art. 5 Abs. 1 HKsÜ an den gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes an. 
Sowohl Z.1._____ als auch Z.2__________ haben ihren gewöhnlichen Aufenthalt 
unbestritten in O.1_____ in der Region O.4____, so dass die Behörden in der 
Schweiz, d.h. die KESB Mittelbünden/Moesa und nunmehr im Beschwerdeverfah-
ren das Kantonsgericht von Graubünden für den Entscheid über die Bestimmung 
des Aufenthaltsortes der Kinder und über die errichteten Beistandschaften (welche 
jedoch nicht angefochten sind) zuständig sind (Art. 315 Abs. 1 ZGB, Art. 38 Abs. 1 
lit. b und Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilge-
setzbuch [EGzZGB, BR 210.100]). Die sachliche Zuständigkeit bezüglich des Auf-
enthaltsbestimmungsrechts ergibt sich aus Art. 301a Abs. 2 lit. a ZGB. Anzuwen-
den ist gemäss Art. 15 Abs. 1 HKsÜ das Schweizerische Recht.

2.1. Vorliegend sind zwei Entscheide der KESB Mittelbünden/Moesa angefoch-
ten, die sich auf Bestimmungen des Kindesrechts (Art. 301a Abs. 2 ZGB und 
Art. 308 ZGB) stützen. Für derartige Verfahren gelten die Bestimmungen über das 
Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde sinngemäss (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 443 ff. ZGB). Damit kann gegen Entscheide der Kindesschutzbehörde gestützt 
auf Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB beim zuständigen 
Gericht Beschwerde erhoben werden. Gemäss Art. 60 Abs. 1 EGzZGB ist das 
Kantonsgericht von Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz.

2.2. Die Beschwerde ist innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids der 
KESB bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Die Mittei-

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lung der Entscheide der KESB vom 6. Juni 2019 erfolgte am 7. Juni 2019, sodass 
die zehntägige Frist mit Beschwerde vom 14. Juni 2019 gewahrt wurde. 

2.3. Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB insbeson-
dere die am Verfahren beteiligten Personen, d.h. die unmittelbar am Verfahren 
beteiligten Personen, die an der Aufhebung oder Abänderung des daraus resultie-
renden Entscheids ein aktuelles, tatsächliches Interesse haben. Im Bereich des 
Kindesschutzes gelten in der Regel nebst den Kindern auch deren Eltern im Sinne 
dieser Bestimmung als am Verfahren beteiligte Personen (vgl. Lorenz Droe-
se/Daniel Steck, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz-
buch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 29 zu Art. 450 ZGB; Urteil des Bundesgericht 
5A_979/2013 vom 28. März 2014, E. 6). Die Beschwerdeführerin ist folglich zwei-
fellos als am Verfahren beteiligte Person im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB 
zu qualifizieren und damit beschwerdelegitimiert. 

2.4. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, sofern die Erwachsenen-
schutzbehörde oder die gerichtliche Beschwerdeinstanz nichts anderes verfügt 
(Art. 450c ZGB). Vorliegend hat das Rechtsmittel keine aufschiebende Wirkung, 
da die aufschiebende Wirkung des Rechtsmittels durch die KESB Mittelbün-
den/Moesa in den Entscheiden vom 6. Juni 2019 entzogen wurde. Ein Antrag auf 
Wiedererteilung wurde nicht gestellt. 

2.5. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil 
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. 
Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenen-
schutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 S. 7001 ff., 
S. 7085 [zit. Botschaft]); Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, 
Zürich 2010, N 1 zu Art. 450a ZGB). Dennoch gilt das Rügeprinzip gemäss Art. 
450a Abs. 1 ZGB, welches die gemäss Art. 446 ZGB geltende Untersuchungs- 
und Offizialmaxime insoweit einschränkt, als eine Überprüfung des erstinstanzli-
chen Entscheids eine förmliche Beschwerde voraussetzt und die Beschwerdein-
stanz sich folglich primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzen-
triert (vgl. Lorenz Droese/Daniel Steck, a.a.O., N 4 f. zu Art. 450a ZGB; Daniel 
Steck, in: Büchler et al. [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 2013, 
N 7 zu Art. 446 ZGB).

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2.6. Gemäss Art. 450 Abs. 3 ZGB ist die Beschwerde schriftlich und begründet 
bei der Beschwerdeinstanz einzureichen, wobei in formeller Hinsicht nach herr-
schender Lehre keine hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Botschaft, 
S. 7085; Lorenz Droese/Daniel Steck, a.a.O, N 42 zu Art. 450 ZGB). Die Eingabe 
der Beschwerdeführerin erfolgte schriftlich und enthält einen klar formulierten An-
trag (Wechsel Aufenthaltsort der Kinder zur Beschwerdeführerin nach L.1_____). 
Obwohl wie erwähnt keine hohen Anforderungen an die Begründung der Be-
schwerde gestellt werden dürfen, ist eine Auseinandersetzung mit den Begrün-
dungen der KESB zu erwarten, indem in der Beschwerde ausgeführt wird, wes-
halb die von der Vorinstanz ausgeführten Gründe nicht stichhaltig sein sollen. Eine 
Auseinandersetzung mit den Begründungen der KESB ist vorliegend nur schwer 
zu erkennen. Vielmehr sind die Behauptungen der Beschwerdeführerin, ein länge-
rer Aufenthalt der Kinder beim Vater sei für sie schädlich und die gesunde Weite-
rentwicklung der Kinder werde durch das Zusammensein mit dem Vater infolge 
seiner Erziehungsweise massiv gefährdet, durch nichts belegt. An sich liegt daher 
eine unzureichende Begründung vor. Aufgrund der umfassenden Untersuchungs- 
und Offizialmaxime (vgl. Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 446 ZGB) ist aber dennoch zu 
prüfen, ob die angefochtenen Entscheide der KESB Mittelbünden/Moesa rechts-
konform und angemessen waren. 

3. Von der Beschwerdeführerin angefochten wurde lediglich jeweils die Ziffer 1 
der von der KESB Mittelbünden/Moesa erlassenen Entscheide, wonach einem 
Wechsel des Aufenthaltsortes der Kinder von O.1_____ nach O.2_____ 
(L.1_____) nicht zugestimmt wurde. Festzuhalten ist zunächst, dass es sich dabei 
bloss um eine vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 445 ZGB für die Dauer 
des Verfahrens handelt und nicht bereits um die abschliessende Beurteilung die-
ser Frage durch die KESB. 

3.1. Der bisherige Aufenthaltsort von Z.1._____ und Z.2__________ befindet 
sich in O.1_____. Gemäss dem Antrag der Beschwerdeführerin sollen die Kinder 
zu ihr nach L.1_____ ziehen, womit der Kindsvater nicht einverstanden ist. Die 
KESB Mittelbünden/Moesa führte in den angefochtenen Entscheiden aus, dass 
dem Wechsel des Aufenthaltsortes bis zum Abschluss der Abklärungen der KESB 
in Bezug auf die Zuteilung des Aufenthaltsbestimmungsrechts nicht zuzustimmen 
sei, um die vorhandene Tagesstruktur der Kinder zu gewährleisten und da ein 
Herausholen aus dem gewohnten schulischen und sozialen Umfeld vor Abschluss 
der Abklärungen der KESB ein unverhältnismässiger Eingriff in den Alltag der Kin-
der wäre. Gemäss den Abklärungen der KESB Mittelbünden/Moesa bestünden 
keine Hinweise, dass das Wohl der Kinder im Umfeld des Vaters in O.1_____ ge-

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fährdet sein könnte. Demgegenüber findet die Auffassung der Beschwerdeführe-
rin, das Kindeswohl sei durch einen längeren Aufenthalt beim Vater massiv ge-
fährdet, in den Akten keine Stütze. Im Gegenteil lauten die Berichte des Schulver-
bandes O.3_____, der Lehrerin D._____ und der Verpächterin des Beschwerde-
gegners, F._____, bezüglich des Umgangs des Vaters mit seinen Kindern durch-
wegs positiv. Demgegenüber ergeben sich aus den Akten immer wieder Hinweise 
darauf, dass die Mutter psychisch instabil und deswegen in ärztlicher Behandlung 
ist (vgl. z.B. act. 7, 8, 10, 12, 15, 49, 50, 57 KESB [Z.1._____]). Die KESB Mit-
telbünden/Moesa hat denn auch aus diesem Grunde am 28. Juni 2019 superpro-
visorisch verfügt, dass das Besuchsrecht der Kindsmutter bis maximal zum Ende 
der Sommerferien sistiert wird. Gerade aus der Sicht des Kindeswohls, welches 
für die Zuteilung des Aufenthaltsbestimmungsrechts allein massgebend ist, ist der 
Gesundheitszustand der Mutter von grosser Bedeutung. Bevor allenfalls ein 
Wechsel des Aufenthaltsortes der Kinder ins Auge gefasst wird, ist es bedeutsam, 
genau abzuklären, welche Auswirkungen auf das Kindeswohl die psychischen 
Probleme der Kindsmutter haben. Da zudem Anzeichen fehlen, dass die Betreu-
ung der Kinder durch den Vater zu Beanstandungen Anlass gibt, hat die KESB 
Mittelbünden/Moesa völlig zu Recht dem Antrag der Beschwerdeführerin auf einen 
Wechsel des Aufenthaltsortes zum jetzigen Zeitpunkt nicht stattgegeben. Bis zu 
einem definitiven Entscheid der KESB Mittelbünden/Moesa über das Aufenthalts-
bestimmungsrecht sollen die Kinder deshalb unter der Obhut des Vaters bleiben. 
Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten von CHF 1'500.00 (Ge-
richtsgebühr) grundsätzlich zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 60 Abs. 2 EGz-
ZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerde-
gegner wird keine aussergerichtliche Entschädigung zugesprochen. 

Gemäss Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden ist im Beschwerdeverfahren 
nach Art. 60 Abs. 1 EGzZGB die Bestimmung von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB an-
wendbar, wonach bei Vorliegen besonderer Umstände auf die Erhebung von Ver-
fahrenskosten verzichtet werden kann, sofern das Verfahren nicht mutwillig oder 
trölerisch eingeleitet worden ist. Angesichts der angespannten finanziellen Ver-
hältnisse der Beschwerdeführerin, die sich aus der beschwerdeführerischen Dar-
legung der wirtschaftlichen Verhältnisse (vgl. act. 21 KESB [Z.1._____]) ergeben, 
erscheint die Anwendung von Art. 63 Abs. 3 EG-zZGB angemessen, zumal die 
Beschwerde nicht mutwillig oder trölerisch erhoben wurde. Die Kosten verbleiben 
daher beim Kanton Graubünden.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: