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**Case Identifier:** a8960cd3-0d71-5a0f-8d6d-a52c1a81b3f7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 05.05.2020 S 2019 52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2019-52_2020-05-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 52

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti
RichterIn von Salis, Audétat 
Aktuarin ad hoc Strässle

URTEIL

vom 5. Mai 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Procap Schweiz,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ ist ausgebildeter Forstwart EFZ und seit Januar 2016 bei der Ge-

meinde X._____ als Forstwart tätig. Am 14. August 2017 erlitt A._____ in-

folge eines Berufsunfalls ein schweres Quetschtrauma des linken Fusses 

mit Lisfranc-Luxationsfraktur Strahl II-V und offenen Schaftfrakturen des I-

V Strahles mit massiver Weichteilschädigung und Minderperfusion der I. 

und II. Zehe sowie anschliessender Lisfranc-Amputation I-V und Prothe-

senversorgung. Seit dem Unfall ist A._____ zu 100 % arbeitsunfähig. 

2. Am 27. Oktober 2017 meldete er sich bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) unter Hinweis auf ein schweres 

Quetsch-trauma des linken Fusses mit Amputation für die berufliche Inte-

gration/Rente an. Mit Mitteilung vom 13. Dezember 2017 gewährte die IV-

Stelle Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmög-

lichkeiten durch ihre Berufsberatung. 

3. In der Folge tätigte die IV-Stelle medizinische Abklärungen, indem sie u.a. 

den Bericht der am 3. Mai 2018 stattgefundenen kreisärztlichen Untersu-

chung der SUVA vom 4. Mai 2018 einholte. Darin kam der SUVA-Kreisarzt 

Dr. med. B._____ zum Schluss, dass A._____ die angestammte Tätigkeit 

als Forstwart nicht mehr zumutbar sei. Im Weiteren beschrieb er die 

A._____ noch zumutbaren Tätigkeiten, welche ganztags möglich seien. 

Sodann fanden im Rahmen der Abklärung Gespräche zwischen A._____ 

und einem IV-Berufsberater statt. Gemäss Verlaufsprotokoll wurden dabei 

die beiden Weiterbildungen „Förster HF“ und „Forstingenieur FH“ themati-

siert, wobei sich A._____ für Letztere entschied. Ebenfalls wurde eine Ein-

schätzung des RAD-Arztes eingeholt, welcher in seiner Beurteilung vom 

17. August 2018 festhielt, dass es sich beim Förster durchaus um eine ad-

aptierte Tätigkeit handeln könne, wenn das eingeschränkte Leistungsver-

mögen berücksichtigt werde.

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4. Am 10. September 2018 erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid und stellte 

A._____ eine Teilkostengutsprache für berufliche Massnahmen im Umfang 

derjenigen Kosten, welche ihm für die Weiterbildung zum Förster HF anfal-

len würden, in Aussicht. Den dagegen erhobenen Einwand vom 26. Sep-

tember 2018 und 23. Oktober 2018 wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 

25. März 2019 in Bestätigung ihres Vorbescheids ab. Begründend hielt sie 

fest, die Weiterbildung zum Förster HF (Dauer insgesamt 24 Monate) sei 

dem bisherigen Beruf von A._____ zumindest annähernd gleichwertig und 

zumutbar. A._____ ziehe jedoch ein Studium zum Forstingenieur BSc vor. 

Die Gesamtkosten dieser Ausbildung seien höher als die Kosten der Wei-

terbildung zum Förster HF, weshalb sie nur die Kosten übernehme, die 

A._____ für die Weiterbildung zum Förster HF zustehen würden. Die Rei-

sekosten von Y._____ bis Z._____ und zurück während des hypotheti-

schen Besuchs der fünf Grundlagenmodule, des Kompaktlehrgangs sowie 

des Praktikums während insgesamt 24 Monaten könnten im Rahmen der 

günstigsten Kosten für öffentliche Verkehrsmittel (2. Klasse) verrechnet 

werden. Ab Beginn der Berufsmaturität erhalte er während maximal 26 Mo-

naten ein Taggeld. In der Taggeldabrechnung sei ein Kostendach von Fr. 

16‘950.-- für Schulkosten sowie Lehrmittel enthalten. Für das Taggeld 

werde eine separate Verfügung erlassen. Die Restfinanzierung müsse 

A._____ selbst sicherstellen. 

5. Gegen diese Verfügung erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

am 13. Mai 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm 

Kostengutsprache für die Umschulung zum Forstingenieur zu gewähren. 

Eventualiter sei ihm Kostengutsprache für eine Umschulung zu gewähren 

und es sei dabei von einer Limitierung der Taggeldleistungen auf 26 Mona-

ten abzusehen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Ab-

klärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung brachte er im 

Wesentlichen vor, für die IV-Stelle habe von Vornherein festgestanden, 

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dass nur eine Umschulung zum Förster HF in Betracht komme und die Um-

schulung zum Forstingenieur FH nicht unterstützt würde. Eine tatsächliche 

Auseinandersetzung mit den Umständen des konkreten Einzelfalls sei nicht 

erfolgt. Dies stelle eine Verletzung der Abklärungspflicht nach Art. 43 IVG 

dar. Für die Ausbildung zum Förster HF müsse man körperlich fit sein. 

Während der Ausbildung würden die Studierenden wöchentlich in den Ge-

birgswald gehen, was ihm aufgrund der eingeschränkten Mobilität und Be-

lastbarkeit nicht möglich sei. Demgegenüber sei im entsprechenden Aus-

bildungskonzept zum Forstingenieur nichts Dergleichen beschrieben. Die 

Ausbildung zum Forstingenieur sei als berufliche Eingliederungsmass-

nahme zu qualifizieren, die für ihn in sachlicher, zeitlicher, finanzieller und 

persönlicher Hinsicht angemessen sei. Für den Fall, dass in Bezug auf die 

fraglichen Ausbildungen weitere Abklärungen erforderlich seien, nachdem 

die IV-Stelle dies auch seiner Sicht nur oberflächlich behandelt habe, werde 

im Eventualstandpunkt eine Rückweisung beantragt. Im Weiteren trug der 

Beschwerdeführer vor, die vorgesehene Beschränkung der Taggelder auf 

maximal 26 Monaten sei nicht korrekt, da der nächste Lehrgang im Jahr 

2020 beginne und damit überwiegend wahrscheinlich ein Anspruch auf 

Wartetaggelder zum Tragen kommen werde. 

6. In der Vernehmlassung vom 21. Mai 2019 verlangte die IV-Stelle (nachfol-

gend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Zur Begrün-

dung hielt sie fest, in der Beschwerde würden keine neuen rechtserhebli-

chen Vorbringen angeführt, weshalb sie auf die Wiederholdung ihrer Be-

gründung verzichte und auf die angefochtene Verfügung verweise, an wel-

cher vollumfänglich festgehalten werde. Der Beschwerdeführer liess sich 

nicht mehr vernehmen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie 

auf die angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachste-

henden Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt 

vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die vorlie-

gende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle des Kan-

tons Graubünden vom 25. März 2019, weshalb das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden örtlich und sachlich (Art. 57 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1] i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege [VRG; BR 370.100]) zuständig ist. Als formeller und materieller Ver-

fügungsadressat ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen Verfü-

gung überdies unmittelbar betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse 

an deren Aufhebung oder Abänderung. Demnach ist er zur Beschwerde-

führung berechtigt (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) eingereichte Be-

schwerde ist somit einzutreten.

2.1. Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 

ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, 

soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu 

erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den An-

spruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Der Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Mass-

nahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu 

berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis IVG). Die Eingliederungsmassnahmen 

umfassen unter anderem Massnahmen beruflicher Art wie Berufsberatung, 

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erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung und Ka-

pitalhilfe (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). 

2.2. Eine Eingliederungsmassnahme hat neben den in Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG 

ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Notwendig-

keit auch demjenigen der Angemessenheit (Verhältnismässigkeit im enge-

ren Sinne) als drittem Teilgehalt des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zu 

genügen. Mit der Nennung der Notwendigkeit und Geeignetheit als Voraus-

setzung des Eingliederungsanspruchs hat der Verhältnismässigkeitsgrund-

satz in Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG seine positivrechtliche Verankerung gefunden. 

Danach muss jede Massnahme, falls darauf ein gesetzlicher Anspruch be-

stehen soll, zur Erreichung des von ihr bezweckten Eingliederungszieles 

geeignet sein. Für ungeeigneten Mitteleinsatz hat die Invalidenversiche-

rung nicht aufzukommen. Die Geeignetheit bezieht sich einerseits (objek-

tiv) auf die Massnahme, anderseits (subjektiv) auf die Person des Versi-

cherten. Der Verhältnismässigkeitsaspekt der Notwendigkeit verschafft 

dem Versicherten den Eingliederungsanspruch insoweit, als dies im Hin-

blick auf die erwerbliche Situation notwendig ist (MEYER/REICHMUTH, Recht-

sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesge-

setz über die IVG, 3. Auflage, 2014, Art. 8 N 17 ff.; vgl. ferner BGE 142 V 

523 E.2.3). 

2.3. Nach Art. 17 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschu-

lung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invali-

dität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhal-

ten oder verbessert werden kann. Unter Umschulung im Sinne von Art. 17 

IVG ist rechtsprechungsgemäss grundsätzlich die Summe der Eingliede-

rungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und 

geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen 

versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertigen Er-

werbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der 

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"annähernden Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsni-

veau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwar-

tende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die 

dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Mass-

nahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmögli-

chen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit 

sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist. 

Dabei setzt der Umschulungsanspruch grundsätzlich eine Mindesterwerbs-

einbusse von rund 20 % in den für die versicherte Person ohne zusätzliche 

Ausbildung offenstehenden, noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten voraus 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_808/2017 vom 11. Januar 2018, E.3 

m.w.H.).

3.1. In medizinischer Hinsicht steht fest und vorliegend ist unbestritten, dass der 

Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seiner bis-

herigen Tätigkeit als Forstwart tätig sein kann (vgl. Bericht des SUVA-Kreis-

arztes vom 4. Mai 2018 [Beilagen Beschwerdeführerin [Bg-act.] 34 S. 5]) 

und er Anspruch auf eine Umschulung durch die Invalidenversicherung 

(Art. 17 IVG) hat. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer an 

Stelle der verfügten Kostengutsprache für die Umschulung/Weiterbildung 

zum Förster HF Anspruch auf eine solche zum Forstingenieur FH hat, wie 

dies der Beschwerdeführer beantragt. 

3.2. Aktenkundig und unbestritten ist ebenso, dass der Beschwerdeführer vor 

dem Unfall eine Weiterbildung zum Forstwart-Vorarbeiter (BP) an der ibW 

in X._____ absolvierte, die er jedoch aufgrund des im August 2017 erlitte-

nen Unfalls abbrechen musste (vgl. Einwand vom 23. Oktober 2018 [Bg-

act. 47 S. 1] sowie Verlaufsprotokoll Berufsberatung vom 10. September 

2018 [Bg-act. 39 S. 1]). Ferner steht fest, dass sich der Beschwerdeführer 

für ein Studium zum Forstingenieur FH mit vorgängiger Berufsmatura ab 

dem 13. August 2018 (bis voraussichtlich 31. August 2022) entschieden 

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hat und diese auch bereits angetreten hat (vgl. Verlaufsprotokoll Berufsbe-

ratung vom 10. September 2018 [Bg-act. 39 S. 8]).

4.1. Die Beschwerdegegnerin erteilte mit Verfügung vom 25. März 2019 (Bg-

act. 71) eine Teilkostengutsprache für berufliche Massnahmen und begrün-

dete dies damit, dass gestützt auf die Abklärungen des Berufsberaters die 

Weiterbildung zum Förster HF als Umschulungsmassnahme zum bisheri-

gen Beruf des Beschwerdeführers zumindest annährend gleichwertig und 

zumutbar sei. Die vom Beschwerdeführer bevorzugte Ausbildung zum 

Forstingenieur FH koste mehr. Die Beschwerdegegnerin übernehme somit 

die Kosten, welche dem Beschwerdeführer für die Weiterbildung zum Förs-

ter HF anfallen würden (Bg-act. 71 lit. c). Es sei davon auszugehen, dass 

die Ausbildung zum Förster HF eine Ausbildung sei, welche dem Be-

schwerdeführer im Arbeitsmarkt eine Erwerbstätigkeit ermöglichen würde, 

wie er sie als Forstwart vor dem Unfall gehabt habe (Bg-act. 71 lit. d). Wei-

ter führte die Beschwerdegegnerin aus, dass sowohl gemäss den Recher-

chen des Berufsberaters der IV wie auch nach dem Anforderungsprofil der 

Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BIZ) die Tätigkeiten des Försters 

HF durchaus denjenigen des Forstingenieurs ähnlich seien. Auch beim 

Förster HF fielen regelmässig keine körperlichen Waldarbeiten an, sondern 

deren Planung und Aufsicht und administrative Tätigkeiten. Gelegentliches 

Betreten von unebenen und unwegsamen Gelände in Wald und Hängen 

sei gemäss RAD und Kreisarzt möglich. Es scheine denn auch so, dass 

auch der Beschwerdeführer ursprünglich davon ausgegangen sei, dass die 

Anforderungsprofile von Förster HF und Forstingenieur ähnlich seien und 

er vor allem wegen seiner Ansicht nach besseren Chancen auf dem Ar-

beitsmarkt bei der Besetzung von Försterstellen die aufwändigere Ausbil-

dung zum Forstingenieur bevorzuge. Die Beschwerdegegnerin könne nach 

Gesetz aber die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im 

Einzelfall notwendig, aber auch genügend sei (Bg-act. 71 lit. e). 

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4.2. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass die Ausbil-

dung zum Forstingenieur als berufliche Eingliederungsmassnahme zu qua-

lifizieren sei und diese für ihn in sachlicher, zeitlicher, finanzieller und per-

sönlicher Hinsicht angemessen sei. Er rügt alsdann eine Verletzung der 

Abklärungspflicht gemäss Art. 43 IVG (recte: ATSG) und macht in diesem 

Zusammenhang geltend, für die Beschwerdegegnerin habe zum Vornher-

ein festgestanden, dass nur eine Umschulung zum Förster HF in Betracht 

komme und die Umschulung zum Forstingenieur FH nicht unterstützt 

würde. Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit den Umständen des kon-

kreten Einzelfalls sei nicht erfolgt. Für die Ausbildung zum Förster HF 

müsse man körperlich fit sein. Während der Ausbildung würden die Studie-

renden wöchentlich in den Gebirgswald gehen, was ihm aufgrund der ein-

geschränkten Mobilität und Belastbarkeit nicht möglich sei. Gemäss der 

Beschreibung zum Lehrgang „Förster HF“ der schweizerischen Berufs-, 

Studien- und Berufsberatung fänden im Vollzeitbildungsgang mehrwöchige 

Praxisblöcke mit zahlreichen Übungen und Exkursionen statt. Im entspre-

chenden Ausbildungskonzept zum „Forstingenieur“ sei nichts Derartiges 

beschrieben. Er strebe diese Ausbildung an, da er unfallbedingt zu einem 

„Büroförster“ werden müsse, was mit der Beschreibung zum „Forstingeni-

eur“ übereinstimme. Die Behindertenangepasstheit spreche klar gegen die 

Umschulung zum Förster HF (vgl. Beschwerdeschrift S. 5 f.). 

5.1. Zunächst ist auf die Rüge des Beschwerdeführers einzugehen, wonach die 

Beschwerdegegnerin ihre Abklärungspflicht verletzt habe. 

5.2. Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Ab-

klärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. 

Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten (Art. 43 Abs. 1 

ATSG). Kommt die Verwaltung ihrer Pflicht zur Abklärung des Sachverhalts 

nicht oder nicht genügend nach, kann die Sache aus diesem Grund an sie 

zurückgewiesen werden (BGE 132 V 368 E.5).

http://links.weblaw.ch/de/BGE-132-V-368

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5.3. Vorliegend gewährte die Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom 13. De-

zember 2017 zunächst Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Ein-

gliederungsmöglichkeiten. Aus dem Verlaufsprotokoll Berufsberatung vom 

10. September 2018 (Bg-act. 39) ergibt sich, dass der Beschwerdeführer 

anlässlich des Erstgesprächs mit dem Berufsberater der IV vom 24. Januar 

2018 diesem gegenüber angab, er habe seinen Beruf als Forstwart geliebt 

und er beruflich auf dem Forstgebiet bleiben möchte. Daraufhin informierte 

der Berufsberater den Beschwerdeführer über die Möglichkeit der Ausbil-

dung zum Förster HF, wogegen der Beschwerdeführer sich dahingehend 

äusserte, eher in Richtung Forstingenieur FH gehen zu wollen. Gemäss 

Protokoll teilte der Berufsberater dem Beschwerdeführer sodann mit, dass 

er nicht sicher sei, inwiefern die Beschwerdegegnerin dieses Vorhaben un-

terstützen würde. Weiter geht aus dem Protokoll hervor, dass sich der Be-

rufsberater zusammen mit dem Beschwerdeführer über berufsberatung.ch 

über die zwei Weiterbildungen erkundigte und die Beiden sich darauf einig-

ten, dass sich der Beschwerdeführer bis zum nächsten Termin mit beiden 

Optionen befasse und sich Gedanken mache (vgl. Bg-act. 39 S. 1 f.). Im 

Weiteren ist dem Verlaufsprotokoll Berufsberatung vom 10. September 

2018 zu entnehmen, dass der Berufsberater dem Beschwerdeführer an-

lässlich des zweiten Gesprächs vom 9. Februar 2018 mitteilte, dass die 

Beschwerdegegnerin den akademischen Weg nicht unterstütze, es jedoch 

die Möglichkeit einer Austauschbefugnis gebe (Bg-act. 39 S. 2). 

5.4. Der Berufsberater der IV informierte sich demzufolge über die beiden Wei-

terbildungsmöglichkeiten „Förster HF“ und „Forstingenieur FH“ auf der In-

ternetseite berufsberatung.ch. Der Beschreibung zum Lehrgang „Förster 

HF“ der schweizerischen Berufs-, Studien- und Berufsberatung (Beilagen 

Beschwerdeführer [Bf-act.] 4; auch abrufbar auf: https://www.berufs-bera-

tung.ch/dyn/show/1900?id=3663) ist zu entnehmen, dass die Ausbildung 

auf sechs Grundlagenmodulen aufbaut, die vorgängig berufsbegleitend ab-

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solviert werden. Im anschliessenden Vollzeitbildungsgang werden die Mo-

dule durch mehrwöchige Praxisblöcken mit zahlreichen Übungen und Ex-

kursionen ergänzt. Wie diese Praxisblöcke genau ausgestaltet sind und 

was diese im Detail beinhalten, ist der Beschreibung allerdings nicht zu ent-

nehmen.

5.5. Gemäss den medizinischen Akten sind beim Beschwerdeführer Einschrän-

kungen aufgrund der Fussproblematik vorhanden. So führte der SUVA-

Kreisarzt, Dr. med. B._____, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparats, in seinem Bericht vom 4. Mai 

2018 aus, dem Beschwerdeführer sei eine Tätigkeit mit verminderter Be-

lastung des linken Fusses, das heisst ohne lange Gehstrecken und ohne 

Traglast beim Begehen von unwegsamen Gelände und ohne längere Tätig-

keiten in kniender oder kauender Körperposition ganztags zumutbar. Die 

vorgesehene berufliche Neuorientierung zum Forstingenieur sei aus medi-

zinischer Sicht zu befürworten (Bg-act. 34 S. 5 f.). Zur Weiterbildung bzw. 

Tätigkeit eines Förster HF äusserte er sich nicht. In Bezug auf letztge-

nannte Tätigkeit hielt der RAD-Arzt, Dr. med. C._____, in seiner Beurtei-

lung vom 17. August 2018 fest, dass es sich beim Förster durchaus um 

eine adaptierte Tätigkeit handeln könne, wenn das eingeschränkte Leis-

tungsvermögen berücksichtigt werde. Laut Anforderungsprofil Förster HF 

des BIZ fielen regelhaft keine körperlichen Waldarbeiten an, sondern eher 

deren Planung und Aufsicht sowie administrative Tätigkeiten. Gelegentli-

ches Betreten von unebenen und unwegsamen Gelände in Wald und an 

Hängen sei nach Prothesenversorgung und Tragens entsprechenden fes-

ten Schuhwerkes denkbar, es sollte aber nicht andauernd und nicht belas-

tend sein. Es könnten dabei auch Wanderstöcke eingesetzt werden. Zu-

dem müsse man in der Kenntnis um das Risiko der Entwicklung von Druck-

geschwüren durch die Prothese am Rückfussstumpf behutsam sein. Sol-

che Druckverletzungen/-geschwüre seien unbedingt zu vermeiden, da 

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diese nur sehr hartnäckig abklingen und ständige Prothesenanpassungen 

nach sich ziehen könnten (vgl. Case Report vom 21. Mai 2019 S. 7 f.). 

5.6. Aus der RAD-Beurteilung ergibt sich, dass nur solche Tätigkeiten leidensa-

daptiert sind, welche das eingeschränkte Leistungsvermögen des Be-

schwerdeführers berücksichtigen. Gleiches muss selbstredend für den 

Ausbildungsgang gelten. Damit darf die Ausbildung entsprechend den bei-

den medizinischen Berichten keine langen Gehstrecken und keine Traglast 

beim Begehen von unwegsamen Gelände und keine längere Tätigkeiten in 

kniender oder kauender Körperposition beinhalten. Ob diese Vorausset-

zungen beim Ausbildungsgang zum Förster HF erfüllt sind, ergibt sich aus 

dem Beschrieb zum Lehrgang „Förster HF“ der schweizerischen Berufs-, 

Studien- und Berufsberatung (Bf-act. 4) nicht, da nicht erklärt wird, wie die 

Praxisblöcke mit Übungen und Exkursionen ausgestaltet sind. Die Be-

schwerdegegnerin hat diesbezüglich auch keine entsprechenden Ab-

klärungen getroffen, jedenfalls ergeben sich dazu weder Hinweise aus den 

Protokollen der Berufsberatung vom 10. September 2018 (Bg-act. 39) und 

vom 21. Mai 2019 (vgl. lose Beilage Beschwerdegegnerin – Verlaufsproto-

koll vom 21. März 2019) noch aus den übrigen Akten. Es bleibt damit un-

klar, ob der Beschwerdeführer aufgrund seiner medizinischen Einschrän-

kungen überhaupt in der Lage ist, diese Praxisblöcke zu absolvieren. 

5.7. Die Sachverhaltsabklärungen der Beschwerdegegnerin erweisen sich nach 

dem Dargelegten in dieser Hinsicht als unvollständig, da nicht genügend 

abgeklärt wurde, was die mehrwöchigen Praxisblöcke mit zahlreichen 

Übungen und Exkursionen in der Ausbildung zum Förster HF beinhalten 

und inwiefern die während dieser Praxisblöcken erforderlichen Tätigkeiten 

dem Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkun-

gen zumutbar sind. Hierzu sind von der Beschwerdegegnerin ergänzende 

Abklärungen zu tätigen. Ebenso ist nach Auffassung des Gerichts die 

Frage, ob die Tätigkeit des Försters HF an sich dem Beschwerdeführer aus 

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medizinischer Sicht zumutbar ist, nicht genügend abgeklärt. Der Beschwer-

deführer bestätigte zwar gemäss Verlaufsprotokoll vom 10. September 

2018, dass ein Förster je nach Gemeinde nur leichte körperliche Tätigkei-

ten auszuüben habe (Bg-act. 39 S. 5). Damit geht aber auch hervor, dass 

dies offenbar nicht bei allen Gemeinden der Fall ist. Auch lässt die Be-

schreibung des Tätigkeitsfeldes eines Förster HF gemäss der Beschrei-

bung zum Lehrgang „Förster HF“ der schweizerischen Berufs-, Studien- 

und Berufsberatung (Bf-act. 4) gewisse diesbezügliche Zweifel aufkom-

men. So entscheidet gemäss diesem Beschrieb ein Förster HF z.B., welche 

Bäume gefällt oder gepflanzt und welche Bestände ausgelichtet oder ver-

jüngt werden. Sodann beobachtet er, wie sich menschliche Einflüsse oder 

Naturereignisse auf den Wald auswirken, und entscheidet, ob Massnah-

men ergriffen werden müssen. Ebenso sichert ein Förster HF u.a. steile 

Stellen vor dem Abrutschen und sorgt für den Hochwasser- oder Lawinen-

schutz, wofür er die Lage, Topografie und Funktion seines Waldgebiets 

kennen und die Auswirkungen von Veränderungen beurteilen muss. Aus 

dem Tätigkeitsbeschrieb geht damit hervor, dass gute Kenntnisse der örtli-

chen Gegebenheiten des Waldes/Geländes für die Ausübung des Berufes 

unabdingbar sind. Dies lässt zumindest vermuten, dass deshalb ein mehr 

als nur gelegentliches Gehen in unwegsamem Gelände bzw. das dortige 

Verrichten von körperlichen Arbeiten notwendig ist.

5.8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Angelegenheit an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen ist und diese ergänzende Abklärungen 

betreffend die Weiterbildung und die Tätigkeit als Förster HF vorzunehmen 

hat. Die Abklärungsergebnisse sind dem RAD zur medizinischen Beurtei-

lung vorzulegen. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin neu über den 

Anspruch des Beschwerdeführers betreffend Kostengutsprache für die 

Umschulung unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsgrundsat-

zes in Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG (Notwendigkeit, Geeignetheit, Angemessen-

heit) zu verfügen. 

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6.1. Gemäss der angefochtenen Verfügung vom 25. März 2019 werden die 

Taggelder ab Beginn der Berufsmaturität während maximal 26 Monaten 

ausgerichtet (Bg-act. 71 S. 4). Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich 

vor, dass der Ausbildungsgang zum Förster HF nur alle zwei Jahre statt-

finde. Am ibW Bildungszentrum Wald in Z._____ beginne der nächste Lehr-

gang im Jahre 2020. Daher sei überwiegend wahrscheinlich, dass ein An-

spruch auf Wartetaggelder zum Tragen kommen werde. Selbst der Um-

stand, dass der Beschwerdeführer während der Wartezeit in Erfüllung der 

Schadenminderungspflicht ein Ersatzeinkommen erziele, vermöge den An-

spruch auf Wartetaggelder nicht grundsätzlich auszuschliessen, sondern 

finde nur bei dessen Bemessung Berücksichtigung (Beschwerdeschrift S. 

8).  

6.2. Da vorliegend noch nicht feststeht, welche Ausbildung dem Beschwerde-

führer medizinisch zumutbar ist, kann auch nicht über den Anspruch auf 

Wartetaggelder entschieden werden. Zudem hat die Beschwerdegegnerin 

zur Frage, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf ein Wartetaggeld hat, 

bis anhin keine Stellung genommen. Die Beschwerdegegnerin hat nach 

Vornahme der ergänzenden Abklärungen – je nach Ergebnis – die Voraus-

setzungen gemäss Art. 18 der Verordnung über die Invalidenversicherung 

(IVV; SR 831.201) zu prüfen und anschliessend über den Anspruch auf 

Wartetaggeld zu verfügen. 

7. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 25. März 2019 

somit nicht rechtens und aufzuheben. Der Subeventualantrag des Be-

schwerdeführers auf Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwerde-

gegnerin zu weiteren Abklärungen wird gutgeheissen. Die Sache ist zur 

weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und neuem Entscheid an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

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8.1. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verwei-

gerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Ver-

sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfah-

rensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt. Die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur 

weiteren Abklärung und neuem Entscheid gilt praxisgemäss als vollständi-

ges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei bezüglich der Verteilung 

der Gerichtskosten und der Zusprache einer Parteientschädigung (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_192/2017 vom 25. August 2017 E.8.1). Infolge des 

Ausgangs des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten von Fr. 

700.-- der unterliegenden Beschwerdegegnerin zu überbinden (vgl. Art. 73 

Abs. 1 VRG).

8.2. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Per-

son Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versiche-

rungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-

messen. Vorliegend hat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers trotz 

entsprechender Aufforderung durch das Gericht mit Schreiben vom 23. Mai 

2019 keine Honorarnote eingereicht. Dem Beschwerdeführer ist deshalb 

unter Berücksichtigung des praxisgemäss geltenden, reduzierten Stunde-

ansatzes für Hilfsorganisationen, zu denen auch die Procap Schweiz zu 

zählen ist (vgl. PVG 2010 Nr. 31 und Nr. 32), eine pauschale Parteien-

tschädigung in der Höhe von Fr. 1'500.-- zuzusprechen. In diesem Umfang 

hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Parteientschädi-

gung zu bezahlen.

http://links.weblaw.ch/de/9C_995/2012
http://links.weblaw.ch/de/GR:%20PVG-2010-31

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die Verfügung vom 25. März 2019 wird 

aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Er-

wägungen und neuem Entscheid an die IV-Stelle des Kantons Graubünden 

zurückgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides 

an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden hat A._____ aussergerichtlich mit 

Fr. 1‘500.-- (inkl. MWST) zu entschädigen

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]