# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83529888-0144-5aa1-950d-42497533c888
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-15
**Language:** de
**Title:** Auf das nach Rückweisung eingeholte Gutachten kann abgestellt werden. Kein relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen. Kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2017.00573
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.00573.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.00573
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Schüpbach
Urteil vom 15. August 2017
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Birgitta Zbinden
Roth Hauser & Zbinden, Anwaltskanzlei
Herrenacker 15, 8200 Schaffhausen
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___, geboren 1969, meldete sich unter Hinweis auf eine Spondylitis ankylosans sowie eine Depression am 22. November 2013 bei der Invaliden
ver
sicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/7). Die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und zog Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 7/13).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/25-45) verneinte die IV
Stelle
mit Verfügung vom 27. November 2014 einen Rentenanspruch (Urk. 7/46) des Versicherten. Dagegen erhob d
er
Versicherte am
12. Januar 2015
Beschwerde (
Urk. 7/47/3-14), welche vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 17. Juni 2015 (Verfahren Nr. IV.2015.00032) in dem Sinne gutgeheissen wurde, dass die Sache an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung zurückgewiesen wurde (Urk. 7/51).
1.2
Die IV-Stelle holte in der Folge weitere medizinische Berichte (Urk. 7/59, Urk. 7/61) sowie ein polydisziplinäres Gutachten beim Y.___
ein, welches am 5. September 2016 erstattet wurde (Urk. 7/83).
Mit Schreiben vom 9. Dezember 2016 (Urk. 7/85) wies die IV-Stelle den Ver
sicherten auf seine Mitwirkungspflicht hin und forderte ihn auf, sich denjenigen Behandlungen und Massnahmen zu unterziehen, die zur Erhaltung oder Ver
besserung des Gesundheitszustandes beitragen würden.
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/86-96) verneinte die IV-Ste
lle mit Verfügung vom 20. April 2017 einen Rentenanspruch (Urk. 7/97 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
22. Mai 2017
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
20. April 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben
und es sei
ihm
mindestens eine halbe Rente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. Juni 2017 (Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 30. Juni 2017 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 11).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerb
s
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
wind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sin
d.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die ver
sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein ren
tenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bun
desgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs.
1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychia
tri
s
che Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzel
fall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähig
keiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zu
mut
bar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass der Beschwerdeführer seit Mai 2015 in der bisherigen Tätigkeit als Stapelfahrer sowie in einer seinen Leiden angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und somit auch der Invaliditätsgrad betrügen 20 % (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend (Urk. 1), dass sich die Y.___-Gutachter nicht in genügender Weise mit den Berichten der behandelnden Psychiaterin auseinandergesetzt hätten. Insbesondere werde keine Begründung angeführt, weshalb die Schwere der Depression anders eingeschätzt werde (S. 6). Gemäss Bericht der Z.___ leide er an einer
mittelgradigen depressiven Episode, was mit der Einschätzung der behand
eln
de
n
Psychiaterin übereinstimme, welche eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 %
attestiere. Es sei deshalb aufgrund dieser beiden Einschätzungen von einer Arbeits
unfähigkeit von 50 % auszugehen (S. 8). Ausserdem handle es sich bei der bisherigen Tätigkeit als Stapelfahrer nicht um eine wechselbelastende Tätig
keit ohne Einnahme von wirbelsäulenbelastenden Zwangshaltungen (S. 9). Für diese Tätigkeit sei er zu 100 % arbeitsunfähig (S. 10).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
die Arbeitsfähigkeit sowie ein allfälliger
Rentenanspruch de
s Beschwerdeführers.
3.
3.1
Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 31. August 2015 (Urk. 7/61) und nannte als Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode (S. 1 Ziff. 1.2). Sie führte aus, dass das psy
chische Zustandsbild unverändert sei. Der Beschwerdeführer berichte über Angst,
Depression, Verzweiflung, Misstrauen und Hoffnungslosigkeit. Die Konzentra
tion
, Aufmerksamkeit und Auffassung seien vermindert. Zu erwähnen seien auch körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden und Kopf
schmerzen. Der Beschwerdeführer lasse sich nicht motivieren, etwas zu machen. Zu allem was ihm vorgeschlagen werde, meine er, da könne er nichts machen (S. 1 Ziff. 1.3).
3.2
Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 1. Oktober 2015 (Urk. 7/59/1-3) und nannte als Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Spondylitis ankylosans, eine Coxarthrose beidseits sowie eine chronische Depression (S. 1 Ziff. 1.2). Eine leidensangepasste Tätig
keit sei dem Beschwer
de
führer zu 10-20 % zumutbar (S. 1 Ziff. 2.1). Es bestehe eine um 50 % verminderte Leistungsfähigkeit (S. 1 Ziff. 2.2).
3.3
Die Ärzte der Y.___ erstatteten ihr polydisziplinäres Gutachten am 5. September 2016 (Urk. 7/83/2-24) gestützt auf die Akten sowie die Untersuchungen in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Rheumatologie und Neurologie. Sie nannten folgende Diag
nosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 20 Ziff. 5.1):
-
Spondylitis ankylosans (Erstdiagnose 1992)
-
axialer Befall mit Ankylose der Iliosakralgelenke (ISG) und Syndes
mophyten Th11-LWK3
-
anamnestisch peripherer Befall Oktober 2009 mit Arthritis Dig. III rechte Hand und Dig. I rechter Fuss
-
aktuell klinisch und labortechnisch keine Entzündungsaktivität
-
Basistherapie mit Salazopyrin seit August 2009
-
chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom
-
Dysbalancen der Schultergürtelmuskulatur
-
klinisch keine Hinweise für radikuläre Symptomatik
-
Spondylosis deformans C4-C6
-
radiologisch und kernspintomographisch keine Hinweise für entzündliche
-
rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichter Episode (ICD-10 F33.0)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie ein beginnen
des generalisiertes multilokuläres Schmerzsyndrom, episodisches Spannungs
typ
-Kopfweh, sowie einen Status nach Commotio cerebri am 1. Juli
1998 (S.
21 Ziff. 5.2
).
Sie führten aus, dass der Beschwerdeführer aus allgemeininternistischer Sicht keine spezifischen Beschwerden angegeben habe. In der klinischen Untersu
chung seien die Befunde unauffällig gewesen. Aus allgemeininternistischer Sicht
könne keine Diagnose gestellt werden. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh
rers sei nicht eingeschränkt (S. 7).
Aus psychiatrischer Sicht
wirk
e der Beschwerdeführer
äu
sserlich unauffällig. Er erweise
sich bei klarem Bewusstsein, zeitlich, örtlich und autopsychisch voll orientiert. Der Gedankengang entfalte sich formal
geordnet und
sei inhaltlich unauf
fällig.
Hinweise für ein psychotisches Geschehen könn
t
en nicht beobach
tet werden, insbesondere könn
t
en
Wahnideen, Hall
uzinationen oder eine Ich-Störung verneint werden. Die kognitiven Funktionen wie Wahrnehmung, Auf
fassung und Gedächtnis imponier
t
en in der grob klinischen Prüfung unauffällig. Konzentration und Aufmerksamkeit k
önne
der
Beschwerdeführer
in genügen
dem Masse bereithalten.
Psychomotorisch präsentier
e
sich der
Beschwerdeführer
weder agitiert noch gehemmt. Im Affekt zeig
e
er eine leicht bedrückte Stimmungslage
.
Hinweise für eine schwere depressive Symptomatik mit aus
ge
prägter Hemmung oder Agitiertheit mit Suizidphantasien s
eien
nicht zu
beob
achten. Im Sozialen bestehe
eine leicht erhöhte Ängstlichkeit. Der
Beschwerde
führer
sei
in der Lage, einen lebhaften af
fektiven Rapport zu etablieren.
Die Fähigkeit zur Modulation der Affekte
sei erhalten. Der Beschwerdeführer weise eine bedrückte Stimmungslage auf mit Schlafstörung und frühmorgendlichem Erwachen. Er zeige einen gewissen sozialen Rückzug mit einer erhöhten Ängst
lichkeit/Reizbarkeit in der Gesellschaft. Er beklage eine starke Müdigkeit und auch einen teilweisen Libido-Verlust. Insgesamt sei die Symptomatik deutlich, aber nicht schwer ausgeprägt. Zusammengefasst könne ein leicht depressiver Zustand festgestellt werden. Der Beschwerdeführer beklage in erster Linie rheu
ma
tische Beschwerden. Ausgehend von diesem Leiden habe sich zunehmend eine depressive Stimmungslage entwickelt (S. 9).
Eine Aggravation sei nicht zu beobachten (S. 10). Die bisherige Therapie finde hinsichtlich Pharmakotherapie nicht lege artis statt. Bei zwei Medikamenten liege der Serumspiegel unter der Nachweisgrenze, so dass die Behandlungs
mög
lichkeiten besser ausgeschöpft werden könnten (S. 10).
Beim
Beschwer
de
führer sei
seit 2001 die Diagnose einer Spondylitis ankylosans bekannt. Die be
klag
ten Schmerzen am Bewegungsapparat s
eien
daher organisch begründbar. Eine psy
chische
Ü
berlagerung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerz
störung
sei
daher nicht festzustellen. Di
e körperlichen Beschwerden hätten
depressive Verstimmungen nach sich gezogen. Wegen Depressionen steh
e
der Beschwerdeführer
seit 2013 auch in psychiatrischer Behandlung. Gegenwärtig zeig
e
der
Beschwerdeführer
eine leichte depressive Episode und somit einen krank
heitswertigen und therapi
ebedürftigen Zustand. Er schöpfe
die Behand
lungs
möglichkeiten
nicht voll aus (S. 11).
Im ersten Bericht der behandelnden Psychiaterin werde eine mittelgradige de
pressive Episode bei Spondylitis ankylosans beschrieben, wobei dem Beschwer
de
führer eine volle Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bescheinigt werde. Im zweiten Verlaufsbericht werde dann ein unverändertes psychisches Zustandsbild mit weiterhin andauernder mittelgradiger depressiver Episode bescheinigt. Die Arbeitsfähigkeit sei vor allem von den körperlichen Beschwerden abhängig. Aufgrund der heutigen Untersuchung könne ein depres
sives Zustandsbild bestätigt werden, der Schweregrad der depressiven Episode werde jedoch als leichtgradig eingeschätzt. Die depressive Komponente im Krank
heitsbild habe eher einen reaktiven Anpassungscharakter auf die rheu
matische Störung. Der Beschwerdeführer weise keine mittelgradigen depressiven Symptome mit erheblicher Antriebsstörung, vitaler Traurigkeit oder Suizidim
pul
sen auf. Daher sei das depressive Zustandsbild als leichtgradig einzustufen. Die bisherige Tätigkeit sei wahrscheinlich aus körperlichen Gründen nicht mehr zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht ergebe sich eine Einschränkung von 20 % aufgrund der depressiv bedingten Verlangsamung. Die psychischen Symptome könnten seit Mai 2013 als objektivierbar eingeordnet werden. In einer ange
passten Tätigkeit wirke sich die depressive Verlangsamung auch aus, sodass auch dort von einer 20%igen Einschränkung auszugehen sei (S. 12).
Aus rheumatologischer Sicht bestehe seit 1992 eine Spondyl
itis ankylosans mit vorwiegend axialem Befall. Aktuell besteh
e
unter der im August 2009 einge
leiteten Basistherapie mit Salazopyrin weder klinisch noch laborte
chnisch eine Entzündungsaktivitä
t.
Aktuell ergä
ben sich keine Hinweise für eine Beteiligung der peripheren Gelenke. Auffällig bei
der klinischen Untersuchung sei
eine deutliche Wirbelsäulenfehlstatik mit weitestgehend fixierter Hyperkyphose im thorakolumbalen Übergang.
In Übereinstimmung hiermit zeig
t
en sich auf den hier zur Verlaufskontrolle durchgeführten Röntgenaufnahmen der
Brustwirbel
säule
(
BWS
)
und
Lendenwirbelsäule
(
LWS
)
die seit Jahren bekannten über
brück
enden Spondylophyten TM1-LWK3 sowie eine nahezu vollständige Ankylose der ISG. Der Befund
sei
seit 2005 konstant gebli
eb
en.
Nachdem anamnestisch eine Koxarthrose beidseits angegeben w
erde
,
sei
vorliegend
trotz freier Hüft
ge
lenksbeweglichkeit beidseits eine Beckenübersichtsaufnahme durchgeführt wor
den
,
auf der diese Diagnose nicht
habe
bestätigt werden k
önnen
. In Überein
stimmung mit dem klinischen Bild
hätten
sich die Hüftgelenke beidseits unauf
fällig dar
gestellt. Darüber hinaus bestehe
ein chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom mit Zervikozephalgien und Zervikobrachialgien beidseits bei Dysbalanc
en der Schultergürtelmuskulatur.
Bei der aktuellen klinischen Unter
suchung
sei
die Beweglichkeit der HWS in sämtlichen Ebenen eingeschränkt. Klinische Hinweise für radikuläre oder Wurzelkompressionssymptomatik wie Reflexausfälle oder Abschwächung von Kennmuskeln f
ä
nden sich nicht. Auf
den zur Verlaufskontrolle durchgeführten Röntgenaufnahmen der HWS zeige sic
h eine Zunahme der degenerativen Veränderungen gegenüber den Vorauf
nah
men
vom Oktober 2005 mit Entwicklung einer Spondylosis deformans C4-C6.
Hin
weise für einen entzündlichen Befall der HWS zeig
t
en sich nicht. Zusätzlich g
ebe
es Hinweise für die Entwicklung eines generalisierten
multilokulären Schmerzsyndroms.
Daneben finde sich ein aggravatorisches Verhalten mit zum Teil deutlichen Diskrepanzen zwischen den demonstrierten Einschränkungen im Rahmen der Untersuchungssituation und der deutlich besseren Beweglichkeit der unbewuss
ten Bewegungen. So demonstriere der Beschwerdeführer
bei der Über
prüfung der Gang- und Standvarianten ein kleinschrittiges, äusserst unsi
che
res Gangbild. Beim Zehenspitzen- und Hackengang, dem Einbeinstand beidseits und beim Einn
e
hmen der tiefen Hocke m
üsse
sich der
Beschwerde
führer
an der Untersuchungsliege abstützen. Im Gegensatz hierzu l
asse
sich beim Verlassen des
Y.___
ein deutlich besseres, sicheres Gangbild beobachten. Entgegen seinen anamnestischen Angaben, dass er nur wenige Minuten sitzen könne und dann starke Schmerzen im Wirbelsäule
nbereich auftreten würden, sitze
der
Beschwerdeführer
während der
eineinhalb
stündigen Anamneseer
he
bung entspannt auf dem Stuhl (S. 16 f.).
Aufgrund der deutlichen Wirbelsäulenfehlstatik mit weitestgehender Einsteifung im thorakolumbalen Übergangsbereich und den degenerativen Veränderungen im Zervikalbereich seien dem Beschwerdeführer schwere und mittelschwere Tätig
keiten nicht zumutbar. Für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Einnahme von wirbelsäulenbelastenden Zwangshaltungen und ohne Arbeiten mit den Armen über der Horizontalen bestehe aus rheumatologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit. Die angestammte Tätigkeit des Staplerfahrers entspreche gemäss den Angaben des Beschwerdeführers dem zumutbaren Leistungsprofil und sei ihm demnach vollschichtig zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit im oben dar
gelegten Ausmass bestehe m
it Sicherheit seit Oktober 200
5.
Es gebe aus rheu
matologischer Sicht keine Hinweise dafür, dass die Arbeitsfähigkeit für leichte, gut adaptierte Tätigkeiten in den vergangenen Jahren längerfristig
relevant ein
geschränkt gewesen sei (S. 17 Mitte)
.
Die im
B
ericht des behandelnden Rheumatologen
Dr. B.___
vom
Dezember
2013 gestellte Diagnose einer Spondylitis ankylosans
sei korrekt und decke
sich mit der
ihrigen
. Hinweise für
d
ie von
ih
m diagnostizierte Koxarthrose f
ä
nden sich hier weder klinisch noch radiologisch. Die
durch
i
h
n attestierte 100
%ige Arbeitsunf
ähigkeit als Hil
f
sarbeiter
ab
März 2013 und die lediglich 20%ige Arbeitsfähigkeit für eine leichte, leidensangepasste Tätigkeit
sei
anhand der objektivierbaren Befunde als deutlich zu niedrig anzusehen. Inwieweit hierbei die durch ihn ebenfalls gestellte Diagnose einer chronischen Depression mitein
geflossen
sei
, l
asse
sich anhand des Berichtes nicht sicher unterscheiden.
In seinem Verlaufsbericht vom Oktober
2015 g
ebe er an,
dass der Gesundheits
zu
stand verschlechtert sei. Es sei zu einer zunehmenden Einsteifung
t
horako
lumbal sowie zu einer Abnahme der Hüftgelenksbe
weglichkeit gekommen. Dies lasse
sich anhand der vorliegenden Befunde nicht bestätigen. Daneben sei es zu
einer zunehmenden depressiven Grundstimmung gekommen. Diesbezüglich kö
nne
aus rein rheumatologischer Sicht keine Stellung bezogen werden. Die
durch ihn attestierte lediglich maximal 20%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten
sei
weiterhin als deutlich zu niedrig anzusehen und g
ebe
über
wiegend die subjekt
ive Einschätzung des Beschwerdeführers
wieder. Ursächlich für die Diskrepanz zwischen
ihrer
Einschätzung und der von
Dr. B.___
sei
ver
mutlich in erster Linie die schwierige Rolle des behandelnden Arztes, welcher natu
r
gemä
ss bemüht
sei
, seinen Patienten zu helfen und sie zu beschützen
(S. 17 f.)
.
Eine neurologische Problematik könne der Aktenlage nicht entnommen werden. Der Beschwerdeführer
selbst beschreib
e
ausgedehnte Schmerzen mit offenbar einem Maximum im Nacken, dann aber im ganzen Rücken und auch in
den Beinen. Auf Befragen bejahe
er auch intermittierende Kopfschmerzen von druck
artigem Charakter und wechselnder Lokalisation. Bei d
er klinischen Unter
suchung falle
in erster Linie die vornübergebeugte Oberkörperhaltung auf, welche zusammen mit dem kleinschrittigen, leicht flektierten Gangbild in den Knien an eine extrapyr
amidale Symptomatik denken lasse
. Ein Rigor k
önne
aber nicht festgestellt werden, der
Beschwerdeführer
schwing
e
auch beide Arme gut mit. Im Status
sei auffallend, dass eine Kraft
prüfung wegen ständigem Nach
lassen und wechselnder Innervation nicht möglich
sei
,
ebenso
das orga
ni
sch nicht zu erklärende Muster der Sensibilitätsstörung und auch die Durch
füh
rung der Koordinationsprüfungen. Aus neurologischer Sicht
sei
von einer funk
tionellen
Ü
berlagerung einer nich
t
neurologische
n Schmerzsymptomatik auszu
gehen.
E
s best
ünden
deutliche demonstrative und regressive Tendenzen.
Aus neurologischer Sicht besteh
e
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(S. 20)
.
Zusammenfassend könnten die vom Beschwerdeführer
angegebenen Beschwer
den
nicht vollständig auf die Spondyli
t
is ankylosans und die klinischen Befun
de zurückgeführt werden. Es
hätten
sich auch deutliche Diskrepanzen zwischen den Einschränkungen in der Untersuchung und bei spontanen Bewegungen
ge
zeigt
. Insgesamt
sei
die Belastbarkeit der Wirbelsäule aus rheumatologischer Sicht deutlich eingeschränkt.
A
us polydisziplinärer Sicht
sei der Beschwer
de
führer f
ür eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit, wie er sie auch früher als Staplerfahrer ausgeübt
habe
, zu 80
%
arbeits- und leistungsfähig, in einem ganztägigen Pensum mit etwas vermehrten Pausen verwertbar. Körper
lich schwere und mittelschwere Tätigkeiten s
eien
ihm nicht mehr zumutbar
(S. 22)
.
3.4
Die Ärzte der Z.___ berichteten am 8. März 2017 (Urk. 3/5) über den stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 25. Januar bis 10. Februar 2017 und nannten folgende Diagnose:
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.1)
Sie führten aus, dass leichte Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen be
stünden und der Beschwerdeführer im Affekt innerlich unruhig und leicht- bis mittelgradig deprimiert sei. Im Antrieb sei er leicht reduziert. Der Be
schwer
de
führer habe am multimodalen Therapieangebot immer regelmässig und moti
viert teilgenommen. Nach der Einstellung von Sertralin und Surmontil hätten sich seine Laune leicht und der Schlaf wesentlich verbessert (S. 2).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Be
schwer
deführer
s
auf das
polydisziplinäre
Gutachten
des Y.___ vom
5. September 2016 (vgl. vorstehend E. 3.3) ab.
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, für die Beurteilung seines Gesundheits
zustandes sei auf den Bericht der Z.___ abzustellen. Entgegen den Ausführungen im Gutachten bestehe gegenwärtig eine mittelgradige depressive Episode, weshalb er lediglich zu 50 % arbeitsfähig sei.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das Y.___-Gutachten
(vor
stehend E. 3.
3
)
d
ie vo
m Beschwerdeführer
geklagten Beschwer
den in ange
messe
ner Weise berücksichtigen, in Kenntnis der und in Ausein
an
dersetzung mit den Vorakten erstattet wurde und der konkreten medizi
ni
schen Situation Rechnung trägt. Die Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medi
zini
schen Zusammen
hänge ein und die vorgenommenen Schlussfolge
rungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begrün
det. Die Beurteilung durch die Y.___-Gutachter ist nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend. Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entschei
dungs
grundlagen (vorstehend E. 1.4) vollum
fänglich, so dass – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers - für die Entscheid
findung darauf abgestellt werden kann.
4.3
Die
Y.___-
Gutachter diagnostizierten eine Spondylitis ankylosans, ein chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom sowie eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichter Episode (ICD-10 F33.0) als mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit und be
grün
deten dies einlässlich und sorgfältig (Urk. 7/83
S. 20 ff.
).
Das Vorliegen einer
mittelgradigen depressiven Episode
wurde von de
n
Gutachtern unter Bezugnahme
auf die ICD-Kriterien (vgl. Kli
nisch-diagnostische Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychischer Störun
gen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10 Kapital V (F), Dil
ling/
Mom
bour/
Schmidt (Herausgeber), 9. Auflage, Bern 20
14
)
nach
voll
zieh
bar verneint (S. 12, S. 22
).
Die Y.___-Gutachter nahmen diesbezüglich ausführlich und ein
lässlich Stellung zu den anderen ärztlichen Berichten und Einschätzungen und führten in nach
vollziehbarer Weise aus, weshalb das Vorliegen einer mittelgra
digen depressiven Episode aktuell zu verneinen sei.
Ent
schei
dend sind allerdings nicht die Diagnosen, sondern die Aus
wirkungen der gesund
heitlichen Beein
träch
tigungen auf die Arbeitsfähigkeit (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 mit Hin
weis auf BGE 127 V 294). Diesbezüglich attes
tierte
n die Y.___-
Gutachter de
m
Beschwerde
füh
rer aufgrund der
depressiv bedingten Verlangsamung eine 20%ige Arbeits
un
fähig
keit sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit (S. 12, S. 22). Sie führten jedoch auch aus, dass der Beschwerdeführer die Be
handlungsmöglichkeiten nicht voll ausschöpfe (S. 11).
4.4
S
oweit
der Beschwerdeführer
geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei
nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen zu treffen
, ist festzuhal
ten, dass sowohl der psy
chi
sche wie auch der physische Gesund
heits
zustand sowie die Beein
trächtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwer
de
führers in den Beurtei
lun
gen gebührend be
rücksichtigt wurden. Der Beschwer
de
führer ver
mochte so
dann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzu
treffend bezieh
ungs
weise unvollständig ist. Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitrei
chende medizinische Einschätzungen abgeklärt wurde, erweisen sich die vorlie
genden medizinischen Akten als ausrei
chend. So lässt auch der neueste vom Beschwerdeführer eingereichte Bericht der Ärzte der Z.___ (vgl. vor
stehend E. 3.4) nicht darauf schliessen, dass eine neue psychiatrische Begut
ach
tung zu ei
nem anderen Re
sul
tat führen würde. Dem Bericht ist nichts Anderes bezie
hungsweise Neues zu entnehmen, das geeignet wäre, das Y.___-Gut
achten in Zweifel zu ziehen. So führten die Ärzte der Z.___ in ihrem Bericht in erster Linie die vom Beschwerdeführer
angegebenen Beschwerden
auf, und er
wähnte
n
zwar
die erhobenen Befunde, gaben jedoch keine Beurtei
lung der Ar
beitsfähigkeit ab. Aus der Beurteilung geht somit nicht klar her
vor, wie und in welchem Ausmass die beschriebenen Befunde die Arbeitsfähig
keit ein
schrän
ken.
Sodann ist bei Berichten von behandelnden Ärzten der Erfahrungs
tat
sache Rech
nung zu tragen, dass diese mitunter im Hin
blick auf ihre auf
tragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifel eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc S. 353 mit weiteren Hinwei
sen).
Zwar kann die einen län
ge
ren Zeitraum ab
deckende und umfassende Betreuung durch be
han
delnde Ärzte
oft wertvolle Erkenntnisse hervorbringen. Jedoch lässt es die
unterschied
liche Natur von Behandlungsauftrag des thera
peutisch tätigen (Fach-)
Arztes ei
ner
seits und Begutachtungsauftrag des bestell
ten fachmedizinischen Experten an
de
rer
seits nicht zu, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan
delnden Ärzte zu anderslau
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei
ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung auf
drängt, da die behan
delnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztli
cher Interpre
tation entspringende - Aspekte benen
nen, welche im Rahmen der Begutachtung
uner
kannt oder ungewürdigt geblie
ben sind (Urteil des Bundes
gerichts 8C_278/2011
vom 26.
Juli 2011 E. 5.3; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.2.1).
Dies ist vorliegend nicht der Fall
.
4.5
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf die medizinischen Ab
klä
run
gen sind nach dem Gesagten unbehelflich. Weitere substantiierte Ein
wände brachte er nicht vor.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die Beur
teilung durch die Gutachter umzustossen ver
möchten. Auf weitere Ab
klärungen kann deshalb verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157).
4.6
Nach der Würdigung der medizinischen Akten ist zusammenfassend festzuhal
ten, dass auf die überzeugende, nachvollziehba
re und ausführ
lich begründete Einschätzung der Y.___-Gutachter abzustellen und bezüglich der Arbeitsfähigkeit von einer 80%igen Zumutbarkeit auch in der angestammten Tätigkeit auszu
gehen ist.
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Leistungen
der Invalidenv
ersicherung zu Recht ver
neint.
Die angefochtene Verfügung vo
m 20. April 2017 erweist sich somit als rech
tens und ist zu bestätigen, was zur Ab
weisung der Beschwerde führt.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert festzu
legen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie de
m
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuer
legen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstwei
len auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Der
Beschwerdeführer
ist auf
§
16 Ab. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hinzuweisen.
5.2
Mit Gerichtsverfügung vom 30. Juni 2017 wurde unter anderem auf die Mög
lich
keit hingewiesen, dem Gericht vor Fällung des Endentscheides eine detail
lierte Zusammenstellung über den bisherigen Zeitaufwand und die bisher ange
fallenen Barauslagen einzureichen, und darauf, dass im Unterlassungsfall das Gericht die Entschädigung nach Ermessen festsetzt (Urk. 11 S. 2 Ziff. 3).
Bis dato wurde keine entsprechende Honorarnote eingereicht, weshalb Rechts
anwältin Birgitta Zbinden beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise mit Fr. 2‘100.-- (inkl. Baraus
lagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr. 800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zu
folge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungs
pflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.
3.
Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Birgitta Zbinden
,
Schaffhausen
,
wird mit Fr. 2‘
1
00.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gericht
s
kasse entschädigt.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Birgitta Zbinden
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundes
gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die
Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchüpbach