# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 748c79d1-4474-5c12-80b0-15308384701d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.09.2025 SB240539
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240539_2025-09-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: SB240539-O/U/hb-sm

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Wenker, Präsident, Oberrichter lic. iur. Castrovilli 

und Oberrichter lic. iur. Amsler sowie Gerichtsschreiberin M.A. HSG 

Eichenberger

Urteil vom 23. September 2025

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin MLaw X1._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend versuchten Diebstahl etc.  

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht in 
Strafsachen, vom 22. Oktober 2024 (GG240034)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 26. Au-

gust 2024 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 16).

Urteil der Vorinstanz:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbin-

dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB;

 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

2. Vom Vorwurf der rechtswidrigen Einreise und des rechtswidrigen Aufenthalts 

wird der Beschuldigte freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 

Fr. 30.00, wovon bis und mit heute 2 Tage als durch Haft geleistet gelten.

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

5. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes 

verwiesen.

6. Von der Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informations-

system wird abgesehen.

7. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides werden die folgenden, mit 

Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 14. August 

2024 beschlagnahmten Gegenstände, lagernd bei der Kantonspolizei Zü-

rich, Asservate-Triage, an den Beschuldigten freigegeben:

 1 Taschenlampe "Ledlenser P2R Core" (Asservat Nr. A018'036'232);

 1 Paar Schuhe, Marke Levis, braun (Asservat Nr. A018'036'254).

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Dem Beschuldigten wird eine Frist von 30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils angesetzt, um die herauszugebenden Gegenstände selbst 

(oder durch eine bevollmächtigte Person) unter Vorlage dieses Urteils und 

eines amtlichen Ausweises, nach telefonischer Voranmeldung, bei der vor-

genannten Lagerbehörde abzuholen.

Werden die herauszugebenden Gegenstände nicht innert Frist abgeholt, 

werden sie vernichtet bzw. der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwen-

dung überlassen. Die Lagerbehörde wird angewiesen, diese Anordnung in-

nert 30 Tagen zu vollziehen und zu dokumentieren.

8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 1'200.00   Gebühr für das Vorverfahren

9. Rechtsanwalt MLaw X2._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher 

Verteidiger des Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 8'487.00 (inkl. 

Barauslagen und MwSt. sowie Aufwendung im Beschwerdeverfahren vor 

Obergericht) entschädigt.

10. Die Kosten, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden 

dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden 

auf die Staatskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Berufungsanträge:

a) Der amtlichen Verteidigung:

(Urk. 50 S. 2)

1. Das Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 22. Oktober 2024 

(GG240034-M/U) sei hinsichtlich der Dispositivziffern 1 (erster Spiegel-

strich), 3, 4, 5, 8 und 10 aufzuheben.

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2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des versuchten Diebstahls im Sinne 

von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 StGB freizuspre-

chen.

3. Es sei von einer Landesverweisung abzusehen.

4. Die Verfahrenskosten für das erstinstanzliche Verfahren seien hälftig 

und für das zweitinstanzliche Verfahren gänzlich auf die Staatskasse 

zu nehmen.

5. Die amtliche Verteidigerin sei für ihre Aufwendungen und Auslagen im 

Berufungsverfahren im Umfang der eingereichten Honorarnoten zuzüg-

lich der Aufwendungen für die vorliegende Berufungsverhandlung 

(zzgl. MWST) zu entschädigen. 

b) Der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland:

(Urk. 42, schriftlich)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

––––––––––––––––––––––––––––––––

Erwägungen:

I.  Verfahrensgang

1. Gegen das eingangs wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, 

Einzelgericht in Strafsachen, vom 22. Oktober 2024 liess der Beschuldigte recht-

zeitig die Berufung anmelden und hernach erklären (Urk. 29; Urk. 38). Innert der 

mit Präsidialverfügung vom 11. Dezember 2024 angesetzten Frist zur Erklärung 

einer Anschlussberufung oder Stellung eines Antrags auf Nichteintretens (Urk. 40) 

ersuchte die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland um Bestätigung des vorin-

stanzlichen Urteils (Urk. 42). 

2. In der Folge wurde auf den 23. September 2025 zur Berufungsverhandlung 

vorgeladen, wobei der Staatsanwaltschaft die Teilnahme freigestellt wurde 

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(Urk. 44). Zur Verhandlung ist der Beschuldigte in Begleitung seiner amtlichen Ver-

teidigerin erschienen (Prot. II S. 3).

3. Hinsichtlich der Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener In-

formationssystem wurde ein Minderheitsantrag gestellt (Urk. 55; Prot. II S. 27), wel-

cher den Parteien zusammen mit diesem Urteil zugestellt wird (vgl. § 124 GOG).

II.  Prozessuales

1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf-

schiebende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dement-

sprechend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche 

Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Auch wenn das 

Berufungsgericht nur die angefochtenen Punkte neu beurteilt, fällt es am Ende ein 

insgesamt neues Urteil (Art. 408 StPO), worin es jedoch anzugeben hat, welche 

Punkte bereits früher in Rechtskraft erwachsen sind.

2. Der Beschuldigte beantragt mit seiner Berufung die Aufhebung der Dispo-

sitivziffern 1 teilweise (Lemma 1, Schuldspruch wegen versuchten Diebstahls), 

3 (Strafe), 4 (Vollzug), 5 (Landesverweisung), 8 (Kostenfestsetzung) und 10 (Kos-

tenauflage), wobei Dispositivziffer 6 (Absehen von der Ausschreibung der Landes-

verweisung im Schengener Informationssystem) als mitangefochten zu gelten hat. 

Dementsprechend ist das Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht in 

Strafsachen, vom 22. Oktober 2024 bezüglich der Dispositivziffern 1 teilweise 

(Lemma 2, Schuldspruch wegen Hausfriedensbruchs), 2 (Freispruch von den Vor-

würfen der rechtswidrigen Einreise und des rechtswidrigen Aufenthalts), 7 (Be-

schlagnahme) und 9 (Bemessung der Entschädigung der amtlichen Verteidigung) 

in Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels Beschluss festzustellen ist. In den üb-

rigen Punkten ist das vorinstanzliche Urteil – unter Berücksichtigung des Ver-

schlechterungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO – gestützt auf Art. 398 

Abs. 2 StPO umfassend zu prüfen.

3. Die Parteien haben im Rahmen des Berufungsverfahrens weder Vorfragen 

aufgeworfen noch die Abnahme weiterer Beweise beantragt (Urk. 49; Urk. 52; 

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Prot. II S. 23). Es drängen sich im Berufungsprozess – abgesehen von der Befra-

gung des Beschuldigten – auch von Amtes wegen keine ergänzenden Beweiser-

hebungen auf. Demgemäss erweist sich die Sache als spruchreif, wobei bereits an 

dieser Stelle darauf hinzuweisen ist, dass sich die urteilende Instanz nicht mit allen 

Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen 

ausdrücklich widerlegen muss. Vielmehr kann sich das Berufungsgericht auf die für 

seinen Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 149 V 156 

E. 6.1; 147 IV 409 E. 5.3.4; 146 IV 297 E. 2.2.7; 141 IV 249 E. 1.3.1 m.w.H.; Urteile 

des Bundesgerichtes 7B_363/2025 vom 21. Mai 2025 E. 2.2.2; 7B_611/2024 vom 

13. November 2024 E. 4.2.2).

III.  Sachverhalt

1. Hinsichtlich des noch berufungsgegenständlichen Teils der Anklageschrift 

vom 8. August 2024 wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor, dass er 

am 23. November 2023 spätabends über ein unverschlossenes Fenster in die im 

Umbau befindliche Liegenschaft in B._____ gestiegen sei und diese – in der Ab-

sicht, möglichst viele Vermögenswerte an sich zu nehmen – durchsucht habe. Als 

der Beschuldigte die Videoüberwachung bemerkt habe, habe er von seinem Vor-

haben abgelassen und die Liegenschaft ohne Deliktsgut verlassen (Urk. 16 S. 2 f.). 

2. Seitens des Beschuldigten wurde in der Untersuchung und vor Vorinstanz 

nicht in Abrede gestellt, dass er sich in der fraglichen Liegenschaft aufgehalten hat. 

Er stellte sich indes auf den Standpunkt, er habe die Liegenschaft auf der Suche 

nach einer Toilette und ohne Diebstahlsabsichten betreten (Urk. 3/1 S. 3 F/A 18 ff., 

S. 6 F/A 6; Urk. 3/2 S. 3 F/A 9, S. 6 f. F/A 45 ff.; Prot. I S. 6 ff.). Im Berufungsver-

fahren blieb der Beschuldigte bei dieser Sachdarstellung (Prot. II S. 14 ff.). 

3. Nach Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht die Beweise frei nach seiner 

aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung. Gemäss Art. 10 

Abs. 3 StPO geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren 

Sachlage aus, wenn unüberwindliche Zweifel daran bestehen, dass die tatsächli-

chen Voraussetzungen der angeklagten Tat erfüllt sind. Diese Bestimmung opera-

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tionalisiert den verfassungsmässigen Grundsatz der Unschuldsvermutung ("in 

dubio pro reo"; Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK). Sie verbietet es, bei der 

rechtlichen Würdigung eines Straftatbestands von einem belastenden Sachverhalt 

auszugehen, wenn nach objektiver Würdigung der gesamten Beweise ernsthafte 

Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt tatsächlich so verwirklicht hat, oder wenn 

eine für die beschuldigte Person günstigere Tatversion vernünftigerweise nicht aus-

geschlossen werden kann (BGE 144 IV 345 E. 2.2).

Liegen keine direkten Beweise vor, ist nach der Rechtsprechung auch ein indirekter 

Beweis zulässig. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht 

unmittelbar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, 

unmittelbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, 

welche für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine 

bestimmte Tatsache oder Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offen lassen, 

können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das den Schluss auf den vollen 

rechtsgenügenden Beweis von Tat oder Täter erlaubt (Urteile des Bundesgerichtes 

6B_398/2024 vom 22. Juli 2025 E. 3.3.2: 6B_1349/2022 vom 24. Januar 2025 

E. 6.3.2; 6B_546/2023 vom 13. November 2023 E. 1.3.2; 6B_1149/2020 vom 

17. April 2023 E. 2.3.2.2; 6B_926/2020 vom 20. Dezember 2022 E. 1.4.3; 

6B_691/2022 vom 17. Oktober 2022 E. 3.2.2; je mit Hinweisen). 

Im Übrigen verlangt auch der "in dubio pro reo"-Grundsatz nicht, dass unbesehen 

auf den für die beschuldigte Person günstigeren Beweis abzustellen ist. Die er-

wähnte Entscheidregel kommt vielmehr nur und erst dann zur Anwendung, wenn 

nach erfolgter Beweiswürdigung als Ganzes relevante Zweifel am Vorhandensein 

oder Nichtvorhandensein eines Lebenssachverhalts oder ernsthaft in Betracht fal-

lende Sachverhaltsalternativen verbleiben (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.2; Urteile des 

Bundesgerichtes 6B_1019/2021 vom 8. Dezember 2021 E. 1.3.3; 6B_1302/2020 

vom 3. Februar 2021 E. 1.2.3 m.w.H.). 

4. Mit der Vorinstanz ist festzustellen (Urk. 37 S. 5 f.), dass der Beschuldigte 

von Beginn an konstant vorbrachte, er habe die Liegenschaft auf der Suche nach 

einer Toilette betreten. Die auf dem Gelände der Liegenschaft befindliche Toi-Toi-

Toilette habe er aufgrund einer erheblichen Verschmutzung nicht benutzen können 

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und auch die initial angesteuerte Toilette der nahegelegenen Tankstelle sei ihm 

nicht ohne weiteres zur Verfügung gestanden (Urk. 3/1 S. 3 ff.; Urk. 3/2 S. 5 ff.; 

Prot. I S. 6 ff.; Prot. II S. 15 ff.). Es fällt jedoch auf, dass der Beschuldigte äusserst 

vage Aussagen zu den Geschehnissen vor dem Eindringen in die Liegenschaft 

machte. So soll er in Begleitung seines Freundes C._____ in die Schweiz eingereist 

sein, weil dieser einen Verwandten habe besuchen wollen, ohne dass es dem Be-

schuldigten möglich war, konkrete Angaben zu diesem Besuch zu machen (vgl. 

Urk. 3/1 S. 2 f.; Urk. 3/2 S. 4; Prot. I S. 10; Prot. II S. 15 f.). Ebenfalls erscheinen 

seine Depositionen, dass er aufgrund des von ihm geltend gemachten dringenden 

Bedürfnisses nach einer Toilette in ein Gebäude eingestiegen sein soll, welches 

augenscheinlich eine Baustelle war und vom Beschuldigten als "zerstört" und "nicht 

bewohnbar" (Urk. 3/2 S. 6) bzw. "komplett leer" und "völlig im Rohbau" (Prot. II 

S. 21) beschrieben wurde, nicht nachvollziehbar. Ebenso wenig erschliesst sich, 

weshalb der Beschuldigte bei der zuvor von ihm angeblich aufgesuchten Tankstelle 

nicht die Toilette nutzte, wobei der von ihm behauptete (antizipierte) Konsumati-

onszwang, der ihn – trotz dringendem Bedürfnis nach einem Gang zur Toilette – 

davon abgehalten haben soll (Urk. 3/2 S. 6 f.; Prot. II S. 17), nicht zu überzeugen 

vermag. Selbiges gilt auch für die vor der Liegenschaft befindliche mobile Toi-Toi-

Toilette, welche dem Beschuldigten (selbst bei einer Verschmutzung) bei der von 

ihm angeführten Not offenstand. Mit der Vorinstanz (Urk. 37 S. 6 f.) ist sodann zu 

konstatieren, dass sich die Aussagen des Beschuldigten nicht mit dem weiteren 

Beweisergebnis in Einklang bringen lassen. Einerseits konnte der Beschuldigte 

keine plausible Erklärung beibringen, weshalb er auf seiner angeblichen Suche 

nach einer Toilette – wie auf der Videoaufnahme der Überwachungskamera er-

sichtlich – Handschuhe trug (vgl. Urk. 6; Prot. I S. 8 f.; Prot. II S. 18). Für diesen 

Umstand sprechen der bereits von der Vorinstanz festgestellte Helligkeitsunter-

schied zwischen Gesicht und Händen des Beschuldigten (vgl. Urk. 37 S. 6), die 

Form der Hände, welche nicht natürlich wirkt, und auch die offensichtlich unschar-

fen Konturen der Hände, die auf das Tragen von Handschuhen hindeuten, was 

entgegen der Auffassung der Verteidigung nicht mit technischen Gründen wie der 

Einstellung der Belichtung erklärt werden kann (vgl. Urk. 50 S. 5). Andererseits er-

scheint das von der Überwachungskamera aufgezeichnete Verhalten des Beschul-

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digten verräterisch, da er bei Erblicken der Überwachungskamera abrupt umkehrt 

und die Liegenschaft offenbar umgehend wieder verlassen hat (Urk. 6). Ebenfalls 

ist auffällig, dass der Beschuldigte im Zeitpunkt seiner Arretierung kein Mobiltelefon 

auf sich trug, ohne dass der von ihm hierfür angeführte Grund nachvollziehbar er-

scheint (Urk. 3/1 S. 5 F/A 38; Prot. II S. 18). Es ist sodann notorisch, dass sich auf 

Baustellen durchaus Wertgegenstände wie hochwertige Gerätschaften, wertvolle 

Baumaterialien wie Kupferkabel oder noch nicht verbaute Elektrogeräte finden las-

sen, weshalb der Einwand der Verteidigung (Urk. 50 S. 7), wonach sich in der Lie-

genschaft nichts befunden habe bzw. sie leer gewesen sei, nicht verfängt. Wie be-

reits die Vorinstanz zutreffend feststellte (Urk. 37 S. 6 f.), lässt sich anhand der 

Videoaufnahmen und des weiteren Beweisergebnisses zwar nicht erstellen, dass 

der Beschuldigte die Liegenschaft gleich nach dem Betreten nach Vermögenswer-

ten durchsuchte. Vielmehr ist als erstellt zu erachten, dass er nach dem Eindringen 

in das Gebäue relativ zügig das Untergeschoss aufsuchte und nach dem dortigen 

Entdecken der Videoüberwachung die Liegenschaft umgehend wieder verliess (vgl. 

auch Prot. II S. 18). Dessen ungeachtet kann bei gesamter Beurteilung der Beweis-

lage – einhergehend mit der Vorinstanz (Urk. 37 S. 6) – einzig der Schluss gezogen 

werden, dass der Beschuldigte in der Absicht zur Begehung eines Diebstahls in die 

Räumlichkeiten der fraglichen Liegenschaft eindrang. Zusammenfassend ist dem-

nach der äussere Ablauf der Geschehnisse und der innere Anklagesachverhalt 

– mit der erwähnten Präzisierung – rechtsgenügend erstellt.

IV.  Rechtliche Würdigung

1. Die Vorinstanz hat die rechtstheoretischen Grundlagen zum Diebstahl im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB sowie zum Versuch im Sinne von Art. 22 

Abs. 1 StGB zutreffend dargelegt (Urk. 37 S. 9 f.), sodass darauf zu verweisen ist. 

Weiter kann den vorinstanzlichen Erwägungen vollumfänglich gefolgt werden, wo-

nach der Beschuldigte die Schwelle zum Versuch mit dem Eindringen in die Lie-

genschaft überschritten hat und er dabei entschlossen war, einen Diebstahl zu be-

gehen, mithin direktvorsätzlich handelte, ohne dass von einem Rücktritt im Sinne 

von Art. 23 Abs. 1 StGB auszugehen ist (Urk. 37 S. 9 ff.). 

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2. Demgemäss hat sich der Beschuldigte – mangels Rechtfertigungs- und 

Schuldausschlussgründen – zusätzlich zum unangefochten gebliebenen Hausfrie-

densbruch auch des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht.

V.  Strafe

1. Grundlagen der Strafzumessung / Strafrahmen

1.1. Die allgemeinen Regeln der Strafzumessung und zur Wahl der Strafart hat 

die Vorinstanz zutreffend dargelegt. Darauf (vgl. Urk. 37 S. 12 ff.) und auf die aktu-

elle Rechtsprechung des Bundesgerichtes zum Thema (BGE 144 IV 313; 136 IV 

55 E. 5.4 ff.; 135 IV 130 E. 5.3.1; 132 IV 102 E. 8.1; Urteile des Bundesgerichtes 

6B_1239/2023 vom 22. Januar 2024 E. 1.1; 6B_619/2019 vom 11. März 2020 

E. 3.3; je mit Hinweisen) kann vorab verwiesen werden. 

1.2. Der ordentliche Strafrahmen für den Diebstahl beläuft sich auf Freiheits-

strafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe (Art. 139 Ziff. 1 StGB). Derjenige für den 

Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB) erstreckt sich auf eine Freiheitsstrafe bis zu 

3 Jahren oder Geldstrafe.

1.3. Was die konkrete Strafzumessung anbelangt, so stellt der versuchte Dieb-

stahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB vorliegend das abstrakt schwerste Delikt dar, 

sodass für diese Tat die Einsatzstrafe festzulegen ist, welche hernach mit der Strafe 

für den Hausfriedensbruch asperiert wird. Im Übrigen sind keine aussergewöhnli-

chen Umstände ersichtlich, welche es rechtfertigen würden, den ordentlichen Straf-

rahmen zu verlassen.

2. Strafart

Nachdem aus den aktenkundigen Strafregisterauszügen keine Vorstrafe hervor-

geht (Urk. 15/2 und 3; Urk. 48), sich eine Geldstrafe verschuldensangemessen er-

weist und eine genügende Warnwirkung auf den Beschuldigten haben dürfte, ist für 

den versuchten Diebstahl und den Hausfriedensbruch jeweils eine Geldstrafe aus-

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zufällen. Hinzu kommt, dass das Verschlechterungsverbot im Sinne von Art. 391 

Abs. 2 StPO einer Freiheitsstrafe ohnehin entgegensteht. 

3. Konkrete Strafzumessung

3.1. Tatkomponente

3.1.1. Versuchter Diebstahl

3.1.1.1. In objektiver Hinsicht ist vorderhand zu berücksichtigen, dass der Beschul-

digte spontan zur Tat geschritten ist, liess sich doch bei seiner Festnahme kein 

einschlägiges Werkzeug finden, was für fehlende Planung und Vorbereitung 

spricht. Der Beschuldigte drang sodann nicht in eine (bewohnte) Privatwohnung, 

bei der das Sicherheitsgefühl der betroffenen Bewohner notorischerweise stark tan-

giert wird, sondern in ein leerstehendes, im Umbau befindliches Gebäude ein. Das 

objektive Verschulden ist demzufolge insgesamt als noch leicht zu werten, wofür 

sich eine Einsatzstrafe im Bereich von 90 Tagessätzen Geldstrafe als angemessen 

erweist.

3.1.1.2. In subjektiver Hinsicht ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der Be-

schuldigte direktvorsätzlich aus rein finanziellen Interessen zur Selbstbereicherung 

handelte, ohne dass eine Notsituation bestand (vgl. Urk. 37 S. 15), sodass die ob-

jektive Verschuldenskomponente durch die subjektive in keiner Weise gemindert 

wird.

3.1.1.3. Dass es bei der versuchten Tatbegehung blieb, ist einzig dem Umstand 

geschuldet, dass der Beschuldigte aufgrund der installierten Videoüberwachungs-

anlage von seinem Vorhaben abliess. Der vollendete Versuch ist daher nur leicht 

strafmindernd zu berücksichtigen, wobei unklar bleibt, welche Diebesbeute der Be-

schuldigte im Erfolgsfall hätte machen können. Nach dem Gesagten rechtfertigt 

sich eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen.

3.1.2. Hausfriedensbruch

3.1.2.1. In objektiver Hinsicht ist bezüglich des Hausfriedensbruchs zu beachten, 

dass der Beschuldigte sich nur wenige Minuten in der Liegenschaft aufhielt. Wie 

erwähnt handelte es sich um ein leerstehendes, im Umbau befindliches Gebäude. 

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Der Beschuldigte wendete zudem keine Gewalt auf, sondern gelangte über ein un-

verschlossenes Fenster im Erdgeschoss in das Gebäude. Insgesamt erscheint das 

Verschulden des Beschuldigten aufgrund des reinen Begleitcharakters des Delikts 

aber als leicht, sodass eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen als angemessen er-

scheint.

3.1.2.2. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte direktvorsätzlich, sodass 

das subjektive Tatverschulden das objektive nicht zu reduzieren vermag. Bei iso-

lierter Betrachtung rechtfertigt sich demgemäss eine Geldstrafe von 60 Tagessät-

zen.

3.1.2.3. In Asperation zur bereits gewürdigten Strafe erweist sich aufgrund des zeit-

lichen und sachlichen engen Zusammenhangs eine Erhöhung der Geldstrafe um 

30 Tagessätze auf 90 Tagessätze als angemessen.

3.2. Täterkomponente

3.2.1. Die Vorinstanz hat das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des 

Beschuldigten anhand seiner Angaben korrekt zusammengefasst, sodass auf 

diese verwiesen werden kann (Urk. 37 S. 16). Anlässlich der Berufungsverhand-

lung ergänzte der Beschuldigte, dass er aufgrund gesundheitlicher Einschränkun-

gen und des täglichen Besuchs eines Deutschkurses sein Arbeitspensum auf 50 % 

reduziert habe und monatlich ein Einkommen von EUR 1'100.– erziele. Er verfüge 

in Deutschland über eine 5-jährige Aufenthaltsbewilligung, die bis ins Jahr 2027 

gültig sei. In Albanien habe er die Grund- und Mittelschule absolviert und ansch-

liessend die Berufsschule als Bautechniker besucht sowie eine Ausbildung als Zim-

mermann abgeschlossen, wobei seine Diplome in Deutschland nicht anerkannt 

seien (Prot. II S. 5 ff.). Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten erweisen 

sich als strafzumessungsneutral.

3.2.2. Der Beschuldigte weist gemäss den aktenkundigen Strafregisterauszügen 

keine Vorstrafen auf (Urk. 39; Urk. 48; Urk. 15/2 f.), was sich ebenfalls strafzumes-

sungsneutral auswirkt.

3.2.3. In Bezug auf das Nachtatverhalten ergibt sich, dass der Beschuldigte zwar 

bezüglich des Vorwurfs des Hausfriedensbruchs von Beginn weg geständig war, 

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was indes der erdrückenden Beweislage geschuldet war. Der Beschuldigte zeigte 

sodann weder Einsicht noch Reue, weshalb sich sein Nachtatverhalten nicht straf-

mindernd auswirkt.

4. Zwischenfazit

Nach Würdigung sämtlicher Strafzumessungsgründe erscheint es mithin angemes-

sen, den Beschuldigten mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu bestrafen.

5. Tagessatzhöhe

5.1. Der Tagessatz beträgt in der Regel mindestens Fr. 30.– und höchstens 

Fr.3'000.–. Das Gericht bestimmt dessen Höhe nach den persönlichen und wirt-

schaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach 

Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstüt-

zungspflichten sowie dem Existenzminimum (Art. 34 Abs. 2 StGB).

5.2. Die Höhe des Tagessatzes ist angesichts der weiterhin ungünstigen finan-

ziellen Verhältnisse des Beschuldigten, wonach er aktuell ein monatliches Netto-

einkommen von EUR 1'100.– erzielt, von seiner Ehefrau und den Kindern im Alter 

von 14 und 19 Jahren getrennt lebt, Wohnkosten von EUR 700.– im Monat hat so-

wie Schulden in unbekannter Höhe aufweist und über kein Vermögen verfügt 

(Urk. 3/1 S. 8 f.; Prot. I S. 11 ff.; Prot. II S. 5 ff.), bei Fr. 30.– zu belassen.

6. Fazit

6.1. Der Beschuldigte ist demzufolge auch in zweiter Instanz mit einer Gelds-

trafe in der Höhe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.– zu bestrafen. Die Frage nach der 

Ausfällung einer Verbindungsbusse, wie von der Staatsanwaltschaft vor Vorinstanz 

beantragt (Urk. 16 S. 4), erübrigt sich aufgrund des vorliegend zu beachtenden Ver-

schlechterungsverbots.

6.2. Das Gericht rechnet die Untersuchungshaft, die der Täter während dieses 

bzw. eines anderen Verfahrens ausgestanden hat, an die Strafe an (Art. 51 StGB). 

Ein Tag Haft entspricht dabei einem Tagessatz der Geldstrafe. Dementsprechend 

ist die ausgestandene Haft von 2 Tagen dem Beschuldigten an die Geldstrafe an-

zurechnen.

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7. Vollzug

Der Vollzug der Geldstrafe kann unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren 

ohne weiteres aufgeschoben werden, da der Beschuldigte gemäss den aktenkun-

digen Strafregisterauszügen keine Vorstrafen aufweist. Der Schuldspruch und die 

Aussicht auf den Vollzug der Geldstrafe im Falle einer erneuten Tatbegehung wäh-

rend der Probezeit dürften jedenfalls eine genügende Warnwirkung auf den Be-

schuldigten haben, um ihn von weiterer Delinquenz abzuhalten (vgl. Art. 42 Abs. 1 

StGB). Schliesslich würde eine strengere Beurteilung der Vollzugsregelung ohne-

hin am Prinzip des in Art. 391 Abs. 2 StPO verankerten Verbots der reformatio in 

peius scheitern. 

VI.  Landesverweisung

1. Ausgangslage

1.1. Die Vorinstanz belegte den Beschuldigten mit einer Landesverweisung von 

5 Jahren (Urk. 37 S. 20). 

1.2. Im Berufungsverfahren beantragte der Beschuldigte ein Absehen von der 

Landesverweisung, das er im Wesentlichen mit dem von ihm begehrten Freispruch 

begründete (Urk. 50 S. 9). Die Staatsanwaltschaft ersuchte um Bestätigung des 

vorinstanzlichen Urteils (Urk. 42). 

2. Beurteilung

2.1. Betreffend die Grundvoraussetzungen für die Anordnung einer Landesver-

weisung kann auf die Erwägungen im erstinstanzlichen Urteil verwiesen werden, 

worin sich die Vorinstanz korrekt zum Vorliegen einer Katalogtat im Sinne von 

Art. 66 Abs. 1 lit. d StGB geäussert hat (vgl. Urk. 37 S. 19). Der Beschuldigte ist 

sodann Staatsangehöriger von Albanien (Urk. 3/2 S. 3 F/A 12 f.; Urk. 15/5; 

Urk. 39), weshalb die Voraussetzungen für die Anordnung einer Landesverweisung 

im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB grundsätzlich gegeben sind, sofern kein 

das öffentliche Interesse an der Wegweisung überwiegender schwerer persönlicher 

Härtefall vorliegt (vgl. Art. 66a Abs. 2 StGB).

- 15 -

2.2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Härtefallklausel re-

striktiv anzuwenden (vgl. statt vieler BGE 144 IV 332 E. 3.3.1 ff.). Von der Anord-

nung der Landesverweisung kann demzufolge nur ausnahmsweise unter den ku-

mulativen Voraussetzungen abgesehen werden, dass der Landesverweis einen 

schweren persönlichen Härtefall bewirken würde und die öffentlichen Interessen an 

der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Ver-

bleib in der Schweiz nicht überwiegen (Art. 66a Abs. 2 Satz 1 StGB). Zu 

berücksichtigen sind namentlich der Grad der (persönlichen und wirtschaftlichen) 

Integration, zu der die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, die 

Respektierung der Werte der Bundesverfassung, die Sprachkompetenzen, die 

Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung und die familiären 

Bindungen des Ausländers in der Schweiz bzw. in der Heimat zählen, der 

Gesundheitszustand und die Resozialisierungschancen (BGE 146 IV 105 E. 3.4.2; 

144 IV 332 E. 3.3.2; Urteile des Bundesgerichtes 6B_192/2025 vom 22. Mai 2025 

E. 2.2; 6B_502/2024 vom 7. Februar 2025 E. 3.2; 6B_1069/2023 vom 21. Januar 

2025 E. 2.2.2; 6B_926/2023 vom 13. Januar 2025 E. 5.4.1). Bei der 

Härtefallprüfung ist nicht schematisch ab einer gewissen Aufenthaltsdauer eine 

Verwurzelung in der Schweiz anzunehmen (BGE 146 IV 105 E. 3.4.4). Erforderlich 

sind besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private 

Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1; 

Urteile des Bundesgerichtes 6B_502/2024 vom 7. Februar 2025 E. 3.4.1; 

6B_926/2023 vom 13. Januar 2025 E. 5.4.3; 6B_549/2024 vom 26. November 

2024 E. 3.5.1). 

2.3. Der Beschuldigte lebt in Deutschland, verfügt über einen dortigen Aufent-

haltstitel und pflegt weder berufliche noch private Beziehungen in der Schweiz 

(Urk. 3/1 S. 5 ff.; Prot. I S. 14; Prot. II S. 19 f.). Den einzigen Bezug zur Schweiz, 

den der Beschuldigte anführt, ist der Transit nach D._____ [europäischer Staat] zu 

seiner dort in Grenznähe lebenden Schwester oder nach Albanien (Urk. 3/1 S. 5 

F/A 39: "Die Schweiz ist für mich der kürzeste Weg [, um] nach D._____ zu gelan-

gen zu meiner Schwester"; s. auch Prot. II S. 20). Die vom Beschuldigten erstmals 

vor Schranken des Berufungsgerichtes vorgebrachten gesundheitlichen Einschrän-

kungen und die damit einhergehende (notwendige) medizinische Behandlung in 

- 16 -

E._____ [Kanton in der Schweiz] (Prot. II S. 20 f.) erfolgten unsubstantiiert und er-

scheinen nicht glaubhaft, zumal der Beschuldigte auch entsprechende Behand-

lungsmöglichkeiten in F._____ [Stadt] (Deutschland) anführte (vgl. Prot. II S. 20). 

Auch daraus folgt kein intensiver Bezug zur Schweiz. Vor diesem Hintergrund ergibt 

sich ohne weiteres, dass kein schwerer persönlicher Härtefall vorliegt, weshalb sich 

die Frage nach der Interessenabwägung erübrigt. Der Beschuldigte ist somit in An-

wendung von Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB obligatorisch des Landes zu verweisen, 

wobei die von der Vorinstanz festgesetzte Dauer von 5 Jahren als angemessen 

erscheint. Im Übrigen kommt eine Verlängerung der Fernhaltedauer schon infolge 

des Verschlechterungsverbotes nicht in Frage. 

VII.  Ausschreibung im Schengener Informationssystem

Die Vorinstanz sah von der Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener 

Informationssystem ab (Urk. 37 S. 20 ff.). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung (BGE 146 IV 172 E. 3.2.2) kommt das Verschlechterungsverbot auf die Aus-

schreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem zumindest 

dann nicht zur Anwendung, wenn die Frage im erstinstanzlichen Verfahren unbe-

handelt blieb. Diese Konstellation liegt im vorliegenden Fall jedoch nicht vor. Auf-

grund des weitreichenden Charakters und der damit einhergehenden 

Konsequenzen für die betroffene Person im Falle einer Ausschreibung im Schen-

gener Informationssystem rechtfertigt es sich, das Verschlechterungsverbot, wel-

ches eine härtere Bestrafung im Berufungsverfahren verhindern soll, auch in Bezug 

auf die Frage der Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informati-

onssystem anzuwenden (vgl. auch Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich, 

I. Strafkammer, SB240032-O, Ziff. IV.8.). Entsprechend hat es beim Verzicht auf 

die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem, wie 

dies von der Vorinstanz ausdrücklich beschlossen worden ist, sein Bewenden.

VIII.  Kostenfolgen

1. Der Berufungsprozess brachte im Schuldpunkt keine Änderung des Urteils 

der Vorinstanz. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziffern 8 und 10 des erstin-

- 17 -

stanzlichen Urteilsdispositivs) ist demzufolge vollumfänglich zu bestätigen 

(vgl. Art. 426 StPO), zumal der Beschuldigte für den Fall der Abweisung seiner Be-

rufung im Schuldpunkt keine begründeten Einwände gegen die vorinstanzliche 

Kostenregelung erhob (vgl. Urk. 50).

2.

2.1. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens haben die Parteien nach 

Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). In-

wiefern eine Partei im Sinne dieser Bestimmung obsiegt oder unterliegt, hängt ins-

besondere davon ab, in welchem Ausmass ihre mit der Berufungserklärung gestell-

ten Anträge gutgeheissen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 6B_1344/2019 

vom 11. März 2020 E. 2.2). Ausnahmen von der allgemeinen Kostenregelung von 

Art. 428 Abs. 1 StPO sieht Art. 428 Abs. 2 StPO für die Fälle vor, dass die Voraus-

setzung für das Obsiegen erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen oder der ange-

fochtene Entscheid nur unwesentlich abgeändert wurde.

2.2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'600.– zu ver-

anschlagen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 Abs. 1 

lit. a GebV OG).

2.3. Der Beschuldigte vermag sich in zweiter Instanz mit seinem Antrag auf 

Freispruch vom Vorwurf des versuchten Diebstahls nicht durchzusetzen und das 

erstinstanzliche Urteil ist auch im Übrigen zu bestätigen. Ausgangsgemäss sind die 

Kosten des Berufungsverfahrens – mit Ausnahme jener der amtlichen Verteidigung 

– somit ebenfalls vollumfänglich dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

2.4. Die amtliche Verteidigerin, Rechtsanwältin MLaw X1._____, macht vor Be-

rufungsgericht ein Honorar von Fr. 6'991.90 (inkl. MWST) geltend (Urk. 51). Der 

Aufwand ist ausgewiesen und das geltend gemachte Honorar steht im Einklang mit 

den Ansätzen der kantonalen Anwaltsgebührenverordnung. Unter Berücksichti-

gung der (von der Verteidigung im Wesentlichen bereits inkludierten) Aufwendun-

gen für die heutige Berufungsverhandlung erscheint es mithin angemessen, die 

amtliche Verteidigerin pauschal mit insgesamt Fr. 7'000.– (inkl. MWST) aus der Ge-

richtskasse zu entschädigen.

- 18 -

2.5. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu neh-

men, wobei die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorzubehalten ist.

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelge-

richt in Strafsachen, vom 22. Oktober 2024 bezüglich der Dispositivziffern 1 

teilweise (Lemma 2, Schuldspruch wegen Hausfriedensbruchs), 2 (Frei-

spruch vom Vorwurf der rechtswidrigen Einreise und des rechtswidrigen Auf-

enthalts), 7 (Beschlagnahme) und 9 (Bemessung der Entschädigung der 

amtlichen Verteidigung) in Rechtskraft erwachsen ist.

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des versuchten Diebstahls im 
Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 

Fr. 30.–, wovon 2 Tagessätze durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.

4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB für 5 Jahre 

des Landes verwiesen.

5. Von der Ausschreibung der Landesverweisung (Einreise- und Aufenthalts-

verweigerung) im Schengener Informationssystem wird abgesehen.

6. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 8 und 10) wird bestätigt.

- 19 -

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 7'000.–   amtliche Verteidigung (inkl. 8,1 % MWST).

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 
 das Migrationsamt des Kantons Zürich

sowie in vollständiger Ausfertigung – zusammen mit der Minderheitsmei-

nung gemäss § 124 GOG betreffend Dispositivziffer 5 – an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz (zusammen mit der Minderheitsmeinung gemäss § 124 
GOG)

 das Migrationsamt des Kantons Zürich 
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung 
des DNA-Profils 

 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

- 20 -

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer

Zürich, 23. September 2025

Der Präsident:

Oberrichter lic. iur. Wenker

Die Gerichtsschreiberin:

M.A. HSG Eichenberger

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB),

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.

- 21 -

Minderheitsantrag zum Urteil vom 23. September 2025

Antrag

"Es sei die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informations-

system SIS anzuordnen."

Kurzbegründung

1. Gemäss BGE 146 IV 172, E. 3.3.3 ff., ist das strafprozessuale Verschlechte-

rungsverbot (Art. 391 Abs. 2 StPO) bezüglich der Anordnung der Ausschreibung 

einer Landesverweisung im SIS nicht anwendbar, da diese vollzugs- bzw. polizei-

rechtlicher Natur ist und – anders als die Landesverweisung selbst – keine straf-

rechtliche Sanktion darstellt. Daran ändert nichts, dass im damaligen Fall konkret 

die Konstellation zu beurteilen war, dass das erstinstanzliche Gericht die Frage 

der Ausschreibung der Landesverweisung im SIS (fälschlicherweise) unbeantwor-

tet bzw. unbehandelt gelassen hatte und diese erst vom Obergericht von Amtes 

wegen angeordnet wurde, obwohl einzig der Beschuldigte Berufung gegen das 

erstinstanzliche Urteil erhoben hatte. Denn es ist nicht einzusehen, wieso dies an-

ders zu beurteilen sein soll, wenn die erste Instanz – wie vorliegend – explizit von 

einer Ausschreibung im SIS abgesehen hat, vermag dieser Umstand doch nichts 

an deren vollzugs- bzw. polizeirechtlichem Charakter zu ändern. Über die Anord-

nung der Ausschreibung der Landesverweisung im SIS ist somit auch hier von 

Amtes wegen und ungeachtet des in den übrigen angefochtenen Punkten gelten-

den Verschlechterungsverbots zu entscheiden.

2.1 Eine Ausschreibung im SIS soll erfolgen, wenn der zur Anordnung einer 

Landesverweisung führende Straftatbestand eine Freiheitsstrafe im Höchstmass 

von einem Jahr oder mehr vorsieht. Indes ist im Sinne einer kumulativen Voraus-

setzung stets zu prüfen, ob von der betroffenen Person eine Gefahr für die öffent-

liche Sicherheit oder Ordnung ausgeht. An die Annahme einer solchen Gefahr 

sind jedoch keine allzu hohen Anforderungen zu stellen. Dass bei der Legalpro-

gnose eine konkrete Rückfallgefahr verneint und die Strafe bedingt ausgespro-

chen wurde, steht einer Ausschreibung der Landesverweisung im SIS nicht entge-

gen. Ebenso wenig setzt Art. 24 Abs. 2 SIS-II-Verordnung die Verurteilung zu ei-

- 22 -

ner "schweren" Straftat voraus, sondern es genügen eine oder mehrere Strafta-

ten, die einzeln betrachtet oder in ihrer Gesamtheit von einer "gewissen" Schwere 

sind, unter Ausschluss von blossen Bagatelldelikten. Entscheidend ist zudem 

nicht das Strafmass, sondern in erster Linie die Art und Häufigkeit der Straftaten, 

die konkreten Tatumstände sowie das übrige Verhalten der betroffenen Person 

(vgl. dazu BGE 146 IV 172, E. 3.2.2, und BGE 147 IV 340, E.4.8; je m.w.H.).

2.2 Der Beschuldigte ist albanischer Staatsangehöriger und hält sich erst seit 

kurzem in Deutschland auf, nachdem er sich dort offenbar im Rahmen eines Fa-

miliennachzugs zu seiner Ehefrau niederlassen konnte, von der er aber mittler-

weile (innerhalb von Deutschland) getrennt lebt. Er verfügt mithin von vornherein 

über einen prekären, wenig gefestigten Bezug zum Schengenraum. Vorliegend 

beging er anlässlich eines Besuchs in der Schweiz einen versuchten Einbruch-

diebstahl, mithin ein an sich bereits relativ gravierendes, die öffentliche Sicherheit 

gefährdendes Delikt. Er ist daher – entgegen der Vorinstanz – durchaus als "Kri-

minaltourist" zu bezeichnen. Gemäss eigenen Angaben verbüsste er zudem be-

reits vor einigen Jahren in Frankreich wegen Drogenbesitzes eine Freiheitsstrafe 

von 10 Monaten. Damit sind die Voraussetzungen für eine Ausschreibung der 

Landesverweisung im SIS – ungeachtet der heute ausgefällten relativ tiefen, be-

dingten Geldstrafe – ohne Weiteres erfüllt.