# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07738a7a-82e9-57e5-9f56-4db8a1687b4f
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-13
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 13.12.2021 I 2021 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-44_2021-12-13.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 44

Entscheid vom 13. Dezember 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien C.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. C.________, geb. 14. November 1972, ist gelernter Sanitärinstallateur. Zu-
letzt arbeitete er bis im November 2016 bei der …, … (Vi-act. 7-3/3). Seitdem 
geht er keiner Erwerbstätigkeit mehr nach und er bezieht wirtschaftliche Sozialhil-
fe (Bf-act. 5). Am 9. Dezember 2020 (Eingangsdatum) hat er sich mit dem sinn-
gemässen Hinweis auf eine allergische Erkrankung bei der IV-Stelle Schwyz zum 
Bezug von Leistungen angemeldet (Vi-act. 1). 

Mit Vorbescheid vom 7. Mai 2021 stellte die IV-Stelle Schwyz die Ablehnung des 
Leistungsgesuches in Aussicht (Vi-act. 18). C.________ liess sich dazu in der 
Folge nicht vernehmen. Mit Verfügung vom 18. Juni 2021 hat die IV-Stelle 
Schwyz das Leistungsgesuch abgewiesen. 

B. Dagegen erhebt C.________ mit Eingabe vom 22. Juni 2021 fristgemäss 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit dem sinngemäs-
sen Antrag, die Verfügung vom 18. Juni 2021 sei aufzuheben. Sinngemäss stell-
te er zudem Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege.

C. Die IV-Stelle beantragt mit Vernehmlassung vom 23. September 2021, die 
Beschwerde sei abzuweisen unter Kostenfolgen zu Lasten des Beschwerdefüh-
rers. Dazu nimmt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. September 2021 
Stellung. Mit Notiz vom 7. Oktober 2021 teilte er dem Gericht zudem mit, dass 
Dr.med. D.________, Spital …, weitere Auskünfte geben könne. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetz über den Allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; SR 830.1). Die Invalidität 
kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, IVG; SR 831.20). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er-
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle 

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oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

1.2.1 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte ha-
ben gemäss Art. 8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit 
(Abs.1): a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten 
oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die ein-
zelnen Massnahmen erfüllt sind.

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus-
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der 
Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu 
berücksichtigen (Abs. 1bis). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss 
Abs. 3 in medizinischen Massnahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vor-
bereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. abis), Massnahmen beruflicher Art 
(Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermitt-
lung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).

1.2.2 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung 
auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwen-
dig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert 
werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die 
Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Abs. 2). 

1.2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, 
die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 
40% invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG sieht vor, dass der Rentenanspruch 
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-
tungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf 
die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt, entsteht. 

1.3 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützt sich die Verwaltung und 
im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebe-
nenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Auf-
gabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh-

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men, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Per-
son arbeitsfähig ist (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1 und 3.2). 

1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen. Die behördliche und richterliche Abklärungspflicht umfasst indessen 
nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Viel-
mehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses 
(Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tat-
sachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so  
oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden 
und Gericht zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hiezu aufgrund 
der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 
hinreichender Anlass besteht (SVR 1999 IV Nr. 10 Erw. 2c; AHI 1994 S. 212 
Erw. 4a; BGE 117 V 282 Erw. 4a mit Hinweis auf 110 V 52 Erw. 4a).

Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein 
Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 Erw. 2, 122 V 
157 Erw. 1a, vgl. BGE 130 I 180 Erw. 3.2). Diese haben, soweit zumutbar na-
mentlich jene Tatsachen und Beweismittel zu nennen, die nur ihnen bekannt 
sind, sowie diejenigen, aus denen sie für sich Rechte oder sonstige Vorteile ab-
leiten. Soweit die Beschaffung von Unterlagen für die Parteien mit erheblichem 
Aufwand verbunden wäre, diese den Behörden aber ohne weiteres zur Verfü-
gung stehen, genügt eine Partei ihrer Mitwirkungspflicht, wenn sie entsprechende 
Beweis- oder Editionsanträge stellt (Urteil BGer I 404/04 vom 2.11.2004 Erw. 
3.2). Zur Mitwirkungspflicht gehört auch die Substantiierungspflicht, welche bein-
haltet, dass die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den 
Rechtsschriften enthalten sein müssen (Urteil BGer B 83/06 v. 26.1.2007 Erw. 
2.2). 

2.1 In der rudimentär ausgefüllten Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen 
gab der Beschwerdeführer als behandelnde Ärzte Dr.med. … und Dr.med. 
E.________, …, an (Vi-act. 1-7/8). Angaben zu gesundheitlichen Leiden machte 
er nicht (Vi-act. 1-6/8). Er legte der Anmeldung jedoch Laborberichte aus den 
Jahren 2010 und 2011 bei, aus welchen zu schliessen ist, dass der Beschwerde-
führer an verschiedenen Allergien leidet (diverse Gräserpollen, Hausstaubmilben, 
Hunde, Katzen, Schimmelpilze, Vi-act. 2). 

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Mit Schreiben vom 9. Dezember 2020 forderte die Vorinstanz den Beschwerde-
führer auf, die Anmeldung zu ergänzen und insbesondere Angaben zur Arbeits-
unfähigkeit, zur Art der Beschäftigung (aktuelle oder letzte vor Eintritt der Invali-
dität) sowie zur gesundheitlichen Beeinträchtigung zu machen (Vi-act. 4-1/4). In 
der Folge gab der Beschwerdeführer zur Frage nach der Art der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung an (Vi-act. 5-6/8): "Hautausschlag, Rückenweh, Gelenk-
schmerzen, Überempfindlichkeit bei Grippe (Hals, Nasen, Ohren)". 

2.2 Auf Anfrage der Vorinstanz hielt Dr.med. …, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, …, welcher vom Versicherten als Hausarzt genannt wurde, mit Bericht 
vom 21. Dezember 2020 fest, dass der Versicherte letztmals am 25. Juni 2016 
bei ihm in Behandlung gewesen sei. Eine Arbeitsunfähigkeit sei durch ihn nicht 
attestiert worden. Da ihm keine invalidisierenden Beschwerden bekannt seien, 
könne er diesbezüglich auch keine weiteren Angaben machen. Als einzige Dia-
gnose wurde eine obstruktive Atemwegserkrankung angegeben. Abschliessend 
hielt Dr.med. … zudem fest, der Versicherte beziehe Inhalationsmedikamente 
über ihn. Eine regelmässige ärztliche Kontrolle sei vom Versicherten vehement 
abgelehnt worden (Vi-act. 9). 

2.3 Die Praxis von Dr.med. E.________ (Facharzt für Dermatologie und Vene-
rologie), …, teilte der Vorinstanz am 30. Dezember 2020 mit, dass der Versicher-
te schon seit über 10 Jahren nicht mehr bei ihnen zur Kontrolle gewesen sei. Er 
beziehe lediglich Medikamente (Vi-act. 10). 

2.4 Mit Schreiben vom 15. März 2021 teilte die Vorinstanz dem Versicherten 
mit, dass sowohl Dr.med. … als auch Dr.med. E.________ keine aussagekräfti-
gen Berichte hätten zustellen können, da die letzte Behandlung bereits vor vielen 
Jahren erfolgt sei. Der Versicherte wurde aufgefordert, allfällige weitere Ärzte an-
zugeben, bei welchen er in Behandlung sei (Vi-act. 11-1/4). Daraufhin teilte der 
Versicherte der Vorinstanz mit (Mitteilung vom 23.3.2021), er sei bei keinem an-
deren Arzt in Behandlung. Er sei "austherapiert" (Vi-act. 12). 

2.5 Mit Stellungnahme vom 6. Mai 2021 führte die RAD-Ärztin Dr.med. 
F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, aus, beim Versicherten 
scheine ein allergisches Asthma und eine Dermatitis vorzuliegen. Diese Erkran-
kungen könnten mit den üblichen fachärztlichen/hausärztlichen Behandlungen 
therapiert werden. Ein dauerhafter, für die Arbeitsfähigkeit relevanter Gesund-
heitsschaden sei nicht erkennbar. Insbesondere würden keine Therapien in An-
spruch genommen, was nicht auf einen erhöhten Leidensdruck schliessen lasse 
(Vi-act. 16). 

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2.6 Auf den Vorbescheid vom 7. Mai 2021 hin, mit welchem die Vorinstanz die 
Ablehnung des Leistungsgesuches in Aussicht stellte, da die vorliegenden Er-
krankungen behandelbar seien und keine Arbeitsunfähigkeit begründen würden 
(Vi-act. 18), reagierte der Beschwerdeführer nicht.

3.1 Die Vorinstanz begründet die Abweisung des Leistungsbegehrens in 
Berücksichtigung der Stellungnahme der RAD-Ärztin vom 6. Mai 2021 damit, 
dass keine Arbeitsunfähigkeit vorliege. Die Erkrankungen des Versicherten seien 
einer üblichen fachärztliche/hausärztlichen Behandlung zugänglich und thera-
pierbar. Ein dauerhafter IV-relevanter Gesundheitsschaden lasse sich nicht er-
kennen. 

3.2 In seiner Beschwerdeschrift verweist der Beschwerdeführer auf seine 
Krankheiten (Ödeme, offene Wunden, brennende Fusssohlen, Asthmaanfälle). 
Cortison könne er nicht nehmen. Es bestehe Lebensgefahr, weil die körpereige-
ne Abwehr komplett ausfallen könnte. 

3.3 Die Vorinstanz hält vernehmlassend fest, aus den Akten würden sich keine 
Hinweise für eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbs-
unfähigkeit ergeben. Hinsichtlich der geltend gemachten gesundheitlichen Ein-
schränkungen sei weder eine fachärztliche Behandlung noch eine objektive Be-
funderhebung ersichtlich. Angesichts der seit vielen Jahren fehlenden fachärztli-
chen Behandlung sei nicht von einem erhöhten Leidensdruck auszugehen. Unter 
diesen Umständen bestünden keine hinreichenden Anhaltspunkte für einen inva-
lidisierenden Gesundheitsschaden.  

3.4 Mit Eingabe vom 29. September 2021 macht der Beschwerdeführers dar-
aufhin geltend, die Behandlung durch den Hausarzt (Abgabe von Medikamenten) 
habe zu keiner Verbesserung des Gesundheitszustandes geführt. Auch von 
Dr.med. E.________ habe er sehr starke Medikamente mit erheblichen Neben-
wirkungen erhalten. Die Beschwerden hätten einige Zeit in Schach gehalten wer-
den können, was jetzt nicht mehr der Fall sei.  Er habe im Spital … einen Lun-
genfunktionstest absolviert und die Resultate "seien im roten Bereich". Ein zwei-
ter Test sei vorgesehen und er werde die Ergebnisse nachreichen. 

Die in Aussicht gestellten Ergebnisse des Lungenfunktionstests wurden nicht 
nachgereicht. Mit Notiz vom 7. Oktober 2021 hielt der Beschwerdeführer dann 
fest, Dr.med. D.________, …, werde auf Anfrage gerne Auskunft geben.

5.1 Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, ist die rein subjektive Einschätzung 
des Versicherten betreffend seine Arbeitsfähigkeit nicht massgebend. Vielmehr 
ist es primär ärztliche Aufgabe, anhand der objektiven Befunderhebung die sich 

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daraus ergebenden Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit zu bestimmen (Ur-
teile BGer 8C_101/2014 v. 3.4.2014 Erw. 5.1; 9C_319/2011 v. 11. 7.2011 Erw. 
3.2 und 8C_611/2007 v. 23.4.2009 Erw. 4). 

Die vorhandenen ärztlichen Berichte lassen vorliegend allerdings keinen Schluss 
auf das Vorliegen einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit zu. Die RAD-
Ärztin verweist nachvollziehbar auf die Behandelbarkeit der geltend gemachten 
Leiden. Aus den Angaben der im Abklärungsverfahren genannten Ärzte lässt 
sich ebenfalls auf keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit schliessen. 
Eine Behandlung bei den vom Versicherten genannten Ärzten fand offenbar seit 
Jahren nicht mehr statt. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 
29. September 2021 vorbringt, es stimme nicht, dass er eine regelmässige ärztli-
che Kontrolle ablehne, ist darauf hinzuweisen, dass er auf Nachfrage der Vor-
instanz hin am 23. März 2021 ausdrücklich festhielt, bei keinem Arzt in Behand-
lung zu sein, da er austherapiert sei (Vi-act. 12). Der Beschwerdeführer legt zu-
dem auch nirgends substantiiert dar, inwiefern er durch das Asthma in seiner be-
reits schon vor Jahren aufgegebenen Arbeitstätigkeit eingeschränkt wird. 

Aus dem Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten ergibt sich im 
Übrigen, dass dieser bis Ende November 2016 einer Erwerbstätigkeit als Sanitär-
installateur nachgegangen ist. Die obstruktive Atemwegserkrankung (Asthma) 
besteht aber bereits seit viel längerer Zeit. Dies ergibt sich aus den mit der IV-
Anmeldung eingereichten Laborberichten betr. Allergieabklärung vom 23. Juli 
2010, vom 26. April 2011 und vom 21. Februar 2011. Der Beschwerdeführer war 
mithin offenkundig während vielen Jahren trotz des bestehenden Asthmas in der 
Lage, uneingeschränkt einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Schlussfolge-
rung der RAD-Ärztin, ein dauerhafter, für die Arbeitsfähigkeit relevanter Gesund-
heitsschaden sei nicht erkennbar, erweist sich auch unter diesem Gesichtspunkt 
als nachvollziehbar und begründet. Dass die Vorinstanz unter Berücksichtigung 
der Stellungnahme der RAD-Ärztin sowie der vorhandenen medizinischen Be-
richte das Leistungsbegehren abgewiesen hat, ist mithin nicht zu beanstanden. 

5.2 Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Beschwerdeführer im Ver-
fahren vor Verwaltungsgericht (erstmals) auf eine Abklärung beim Pneumologen 
Dr.med. D.________ hinweist, ohne allerdings konkrete Diagnosen zu nennen 
oder die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Beschwerden zu beschreiben, obwohl 
eine Substanziierung dem Beschwerdeführer mit Blick auf die Mitwirkungspflicht 
ohne weiteres zumutbar wäre (vgl. Urteil BGer 9C_73/2019 v. 4.3.2020 Erw. 4.1 
und 4.2). Für die Beurteilung ist in zeitlicher Hinsicht der Sachverhalt massge-
bend, wie er zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 18. 
Juni 2021 gegeben war (BGE 130 V 445 Erw. 1.2; Urteile BGer 9C_613/2015 v. 

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2.2.2015 Erw. 4.2; 9C_481/2008 v. 17.11.2008 Erw. 4; Meyer/Reichmuth, Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3.A., Art. 53-57, Rz 25). Deshalb sollen 
Tatsachen, welche den Sachverhalt nach dem Verfügungszeitpunkt verändert 
haben, in der Regel Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 
117 V 293 Erw. 4). Ein erst nach Erlass der für die richterliche Beurteilung mass-
gebenden Zeitpunkt erstellter medizinischer Bericht ist für die Beurteilung der 
Rechtmässigkeit der angefochtenen Verfügung mithin grundsätzlich ohne Belang 
bzw. vermag an deren Rechtmässigkeit nichts zu ändern. Im Übrigen vermag der 
Hinweis des Beschwerdeführers, seine "Werte" seien gemäss den neuen Ab-
klärungen "im roten Bereich" die Schlussfolgerung der RAD-Ärztin, wonach die 
Beschwerden des Versicherten behandelbar seien und keine Arbeitsunfähigkeit 
begründeten, nicht in Frage zu stellen. 

In seiner Eingabe vom 29. September 2021 erwähnt der Beschwerdeführer einen 
absolvierten Lungenfunktionstest sowie einen zweiten, am 7. Oktober 2021 ge-
planten Test. Soweit er damit sinngemäss geltend machen will, dass er seit Er-
lass der angefochtenen Verfügung (vom 18.6.2021) eine medizinische Behand-
lung wegen eines Leidens benötige, welches ihn in seiner Arbeitsfähigkeit ein-
schränke, steht es ihm offen, dies ihm Rahmen einer Neuanmeldung bei der IV-
Stelle darzulegen.  

6. Nicht eingetreten werden kann auf den Antrag des Beschwerdeführers, das 
Sozialamt Galgenen sei anzuweisen, ihm den Grundbedarf "ohne Stellensuche" 
auszuzahlen. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Ver-
fügung der IV-Stelle Schwyz vom 18. Juni 2021. Die durch den Sozialdienst … 
organisierte bzw. durch die Fürsorgebehörde … zugesprochene wirtschaftliche 
Hilfe ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.

Abgesehen davon hat der Beschwerdeführer Begehren, welche die Ausrichtung 
von wirtschaftlicher Hilfe betreffen, erstinstanzlich an die Fürsorgebehörde … zu 
richten. Diesbezüglich ist das Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren ge-
gen die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 18. Juni 2021 nicht zuständig.  

Analoges gilt bezüglich des Antrages des Beschwerdeführers, es seien ihm keine 
Rechnungen von 2017, 2018 und 2019 mehr zuzustellen. Solche Rechnungen 
sind nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung der IV-Stelle. Der Be-
schwerdeführer hat sich diesbezüglich an die Absender der erwähnten Rechnun-
gen zu wenden. 

7. In der Beschwerde vom 22. Juni 2021 führt der Beschwerdeführer einlei-
tend aus, er könne sich keinen Anwalt leisten und er verweist zudem auf Leis-
tungen des Sozialamtes. Diese Äusserungen wurden sinngemäss als Gesuch 

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um unentgeltliche Rechtspflege interpretiert und der Beschwerdeführer wurde 
durch das Gericht mit Schreiben vom 25. Juni 2021 aufgefordert, das entspre-
chende Formular zur Erlangung der unentgeltlichen Rechtspflege auszufüllen 
und einzureichen. Dem kam der Beschwerdeführer mit Eingaben vom 2. Juli 
2021 und vom 6. Juli 2021 nach.  

Der Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung ist im Bereich der Invalidenver-
sicherung nach kantonalem Verfahrensrecht (Art. 61 Einleitungssatz ATSG i.V.m. 
§ 75 Abs. 1 VRP) zu beurteilen (vgl. auch Art. 29 Abs. 3 BV). Nach ständiger 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung setzt die Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege Bedürftigkeit und fehlende Aussichtslosigkeit voraus (vgl. BGE 125 
V 32 Erw. 2; BGE 124 I 2;). Was das Kriterium der Bedürftigkeit anbelangt ist ak-
tenkundig, dass der Beschwerdeführer durch die Fürsorgebehörde der Gemein-
de Galgenen wirtschaftlich unterstützt wird (vgl. Bf-act. 5), womit die Bedürftigkeit 
zu bejahen ist. Die weitere Voraussetzung der fehlenden Aussichtslosigkeit kann 
als knapp erfüllt qualifiziert werden. Entsprechend wird die unentgeltliche Pro-
zessführung gewährt. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden pauschal auf Fr. 500.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Die Verfahrenskosten werden in Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege auf die Gerichtskasse genommen. Der Beschwerdeführerin 
hat dem Gericht die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- zurückzuerstatten, 
wenn er dazu innert 10 Jahren seit Rechtskraft dieses Entscheides in der 
Lage ist (vgl. § 75 Abs. 3 VRP).

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und an das Bundesamt für Sozialversicherung, Bern (A).

Schwyz, 13. Dezember 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. Januar 2022