# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db8a0244-051d-5e80-a7f7-426d54bc1258
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 23.03.2022 KSK 2022 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_KSK-2022-10_2022-03-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 23. März 2022

Referenz KSK 22 10

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Coray, Aktuar ad hoc

Parteien A._____ GmbH
Beschwerdeführerin

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Konkurs

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Engiadina Bassa/Val Müstair vom 
24.02.2022, mitgeteilt am 01.03.2022 (Proz. Nr. 335-2022-3)

Mitteilung 24. März 2022

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Sachverhalt und Erwägungen

1. Auf Gesuch der B._____ eröffnete das Regionalgericht Engiadina 
Bassa/Val Müstair mit Entscheid vom 24. Februar 2022 den Konkurs über die 
A._____ GmbH. Dieser Entscheid wurde der A._____ GmbH am 2. März 2022 
zugestellt.

2. Gegen die Konkurseröffnung erhob die A._____ GmbH (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 8. März 2022 Beschwerde beim 
Kantonsgericht von Graubünden. Darin machte sie sinngemäss geltend, die 
Behörden hätten ihr die Corona-Entschädigungen noch nicht in jenem Umfang 
ausgerichtet, der eigentlich geschuldet sei. Deshalb hätten die Gläubiger noch 
nicht bedient werden können.

3. Mit Schreiben vom 9. März 2022 wies das Kantonsgericht die 
Beschwerdeführerin darauf hin, dass sie ihre Eingabe bis zum Ablauf der 
zehntägigen Beschwerdefrist noch verbessern könne. Sie müsse in der 
Beschwerde aufzeigen, inwiefern Gründe nach Art. 320 ZPO oder Art. 174 Abs. 2 
SchKG vorlägen, damit der Konkurs aufgehoben werden könne. Die 
Beschwerdeführerin nahm das Schreiben nicht entgegen bzw. holte es bei der 
Post nicht innert der Abholfrist ab, worauf die Sendung wieder ans Kantonsgericht 
gelangte. Grundlage der Beschwerde bildet somit allein die Eingabe vom 8. März 
2022.

4.1. Gegen den erstinstanzlichen Entscheid über die Konkurseröffnung ist die 
Beschwerde zulässig (Art. 174 Abs. 1 SchKG). Die Beschwerdeinstanz kann die 
Konkurseröffnung aufheben, wenn der Schuldner erstens durch Urkunden 
beweist, dass (i) inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, 
getilgt ist, (ii) der geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhanden des 
Gläubigers hinterlegt ist oder (iii) der Gläubiger auf die Durchführung des 
Konkurses verzichtet, und zweitens seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht 
(Art. 174 Abs. 2 SchKG). 

4.2. Die Beschwerdeinstanz kann darüber hinaus überprüfen, ob die Vorinstanz 
in ihrem Konkurserkenntnis das Recht falsch angewendet oder den Sachverhalt 
offensichtlich falsch festgestellt hat (Art. 320 ZPO). Das Vorliegen eines solchen 
Mangels ist durch die Beschwerdeführerin allerdings schriftlich begründet 
darzulegen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Was nicht in dieser Weise gerügt wird, hat 
grundsätzlich Bestand.

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5. Im vorliegenden Fall schildert die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe zwar 
Umstände, die es ihr verunmöglicht haben sollen, die Forderung, welche zum 
Konkurs geführt hat, zu begleichen. Sie führt sinngemäss aus, dass die Behörden 
ihr die Corona-Entschädigungen noch nicht in jenem Umfang ausgerichtet hätten, 
der eigentlich geschuldet sei. Das Kantonsgericht solle dafür sorgen, dass die 
Kurzarbeitsgelder ausbezahlt werden, damit sie Gläubiger wie die Pensionskasse 
bedienen könne (act. A.1). Das sind zum Vornherein keine Gründe, die nach 
Art. 320 ZPO oder Art. 174 SchKG zur Aufhebung des Konkurserkenntnisses 
führen können. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

6. Da diese Rechtslage offensichtlich ist, ergeht der vorliegende Entscheid in 
einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 18 Abs. 3 GOG [BR 173.000] und Art. 7 Abs. 2 
lit. b EGzZPO [BR 320.100]). 

7. Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird umständehalber verzichtet. 

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: