# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 390d6a1d-7add-54ab-80a8-93581046e64a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.03.2010 D-1433/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1433-2010_2010-03-18.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1433/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richter Walter Lang, Richter Martin Zoller, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______,
Geburtsdatum unbekannt, Sri Lanka,
c/o Schweizerische Vertretung in Colombo,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 22. Januar 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1433/2010

Sachverhalt:

A.  
A.a Der Beschwerdeführer, ein aus der Ostprovinz stammender srilan-
kischer  Staatsangehöriger  mit  Wohnsitz  in  B._______,  suchte  mit  in 
englischer Sprache verfasstem Schreiben vom 9. Februar 2007 (Ein-
gang Botschaft: 13. März 2007)  an die Schweizerische Vertretung in 
Colombo um Asyl in der Schweiz nach.

Zur Begründung seines Gesuchs führte der Beschwerdeführer im We-
sentlichen an, er sei im Jahre X._______ der C._______ beigetreten 
und  habe  hart  für  ein  friedliches  Zusammenleben  der  ethnischen 
Gruppierungen in seinem Land gearbeitet. Im Jahre Y._______ habe 
er während einer Pilgerreise nach D._______ einen Unfall erlitten und 
sei  deswegen erblindet. Seit  seiner Rückkehr führe er  wegen seiner 
Behinderung ein schwieriges Leben und überdies würden Angehörige 
verschiedener Gruppierungen wegen seiner humanitären Tätigkeit im 
Rahmen der C._______ Druck auf ihn ausüben. So sei er psychisch 
und  physisch  belästigt  worden.  Aufgrund  des  auf  ihn  ausgeübten 
Drucks  und  wegen  seiner  Behinderung  wolle  er  seine  Heimat 
verlassen. 

Seinem Asylgesuch legte der Beschwerdeführer verschiedene Bestäti-
gungen betreffend (Auflistung Beweismittel) bei.

A.b Mit Schreiben vom 5. Juni 2007 überwies die Schweizerische Bot-
schaft in Colombo - ohne den Beschwerdeführer angehört zu haben - 
das Asylgesuch an das BFM.

A.c Mit Schreiben vom 29. Januar 2008 überwies die Schweizerische 
Botschaft in Colombo dem BFM weitere Ergänzungsschreiben des Be-
schwerdeführers vom 15. September 2007 und vom 12. Januar 2008.

A.d Mit  Verfügung vom 18. März  2008 wies  das  BFM das Einreise- 
und  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  ab.  Die  dagegen  erhobene 
Beschwerde vom 5. April 2008 wurde vom Bundesverwaltungsgericht 
mit  Urteil  D-2804/2008  vom  10.  November  2009  gutgeheissen,  die 
vorinstanzliche  Verfügung  vom  18.  März  2008  aufgehoben  und  das 
BFM  angewiesen,  dem  Beschwerdeführer  -  gemäss  der  in 
BVGE 2007/30 entwickelten Rechtsprechung - das rechtliche Gehör zu 
gewähren,  gegebenenfalls  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  er-

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gänzend  vollständig  festzustellen  und  in  der  Sache  neu  zu  ent-
scheiden.

A.e Mit Schreiben der Vorinstanz vom 16. November 2009 wurde der 
Beschwerdeführer aufgefordert, dem BFM innert angesetzter Frist mit-
zuteilen, ob er den Asylbehörden alle Dokumente geschickt habe, um 
seinen Fall  beurteilen zu können, oder ob dazu seiner Einschätzung 
nach eine Befragung durch die Botschaft vonnöten sei. Ferner wurde 
der Beschwerdeführer gefragt, ob er dadurch, dass er bisher nicht zu 
seinen Gründen befragt worden sei, einen Nachteil erlitten habe, und 
falls ja, weshalb er dies so beurteile. Gleichzeitig wurde der Beschwer-
deführer aufgefordert,  das BFM über neue relevante Vorfälle  -  unter 
Beilage geeigneter Beweismittel - zu informieren.

A.f Die  Stellungnahme  des  Beschwerdeführers  vom  3.  Dezember 
2009 ging am 24. Dezember 2009 bei der Schweizerischen Botschaft 
in Colombo ein.

A.g Mit Schreiben vom 6. Januar 2010 überwies die Schweizerische 
Botschaft  in  Colombo die Stellungnahme des Beschwerdeführers an 
das BFM.

B.
Mit neuer Verfügung vom 22. Januar 2010 wies das BFM das Einreise- 
und  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  gestützt  auf  Art.  20  Abs. 2 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 3 
AsylG ab. Zur Begründung führte die Vorinstanz aus, der Verlust der 
Sehkraft des Beschwerdeführers sei zu bedauern und es sei nachvoll-
ziehbar,  dass  sich  deswegen  dessen  Lebensbedingungen  erschwert 
hätten. Aufgrund  der  allgemeinen  Situation  in  Sri  Lanka  sei  sodann 
nicht von vornherein auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer von 
verschiedenen Gruppierungen psychisch und physisch belästigt  wor-
den sei. Es sei bekannt, dass ein Grossteil der Bevölkerung im Norden 
und Osten Sri Lankas von derartigen Vorfällen betroffen sei. Den Akten 
sei allerdings nicht zu entnehmen, dass es gegenüber dem Beschwer-
deführer  oder  seinen  Familienangehörigen  von  privater  oder  staatli-
cher Seite zu konkreten Übergriffen gekommen wäre oder solche dro-
hen würden. Aus den Akten sei  ebenfalls  nicht  zu ersehen,  der Be-
schwerdeführer  habe  sich  vergeblich  um  Schutz  bemüht  respektive 
adäquate  Massnahmen seien nicht  erfolgt. Es  möge zwar  unter  Be-
rücksichtigung der vom Beschwerdeführer geschilderten Vorfälle ver-
ständlich erscheinen, wenn er sich vor Übergriffen fürchte. Diese sub-

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jektive Furcht -  deren Vorhandensein einmal vorausgesetzt -  genüge 
indessen nicht für die Annahme einer einreiserelevanten Verfolgungs-
gefahr,  fehle  es  doch in  casu  an  konkreten  Indizien,  dass  dem Be-
schwerdeführer mit erheblicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer 
Zukunft einreiserelevante Nachteile drohen würden. In Anbetracht die-
ser Ausführungen sowie aufgrund des Umstandes,  dass er kein Ge-
fährdungsprofil  aufweise,  das  im  heutigen  Zeitpunkt  mit  erheblicher 
Wahrscheinlichkeit  auf  eine  Verfolgung  schliessen  lassen würde,  sei 
die geltend gemachte Furcht  vor Übergriffen asylrechtlich nicht  rele-
vant. An diesen Erwägungen vermöchten auch die eingereichten Do-
kumente nichts zu ändern, würden diese doch lediglich seine Vorbrin-
gen stützen, deren Glaubhaftigkeit jedoch nicht in Frage gestellt wor-
den  sei.  Der  Beschwerdeführer  sei  daher  nicht  auf  den  Schutz  der 
Schweiz angewiesen.

Aufgrund  der  Dokumentation  der  geltend  gemachten  Vorkommnisse 
und  der  schriftlichen  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  sei  der 
Sachverhalt als erstellt zu betrachten. Es würden sich keine Anhalts-
punkte dafür ergeben, dass es zu konkreten Übergriffen auf ihn oder 
seine Familienangehörigen gekommen wäre. Den Ausführungen des 
Beschwerdeführers im Rahmen des rechtlichen Gehörs zu einem all-
fällig  negativen Entscheid  ohne vorgängige Anhörung könnten keine 
Hinweise entnommen werden,  dass ihm durch das Ausbleiben einer 
Anhörung Nachteile erwachsen wären. Daher könne im vorliegenden 
Gesuch auf eine persönliche Anhörung durch die Schweizer Botschaft 
verzichtet werden.

Die  Verfügung  wurde  am  3.  Februar  2010  durch  Vermittlung  der 
Schweizerischen  Vertretung  in  Colombo  an  den  Beschwerdeführer 
geschickt.

C.
Mit an das Bundesverwaltungsgericht gerichteter Eingabe vom 1. März 
2010 (Datum Poststempel Sri Lanka: 2. März 2010; Eingang beim Bun-
desverwaltungsgericht: 9. März 2010) beantragte der Beschwerdefüh-
rer sinngemäss die Bewilligung der Einreise in die Schweiz sowie die 
Gewährung von Asyl. Zur Begründung wiederholte er im Wesentlichen 
seine  bereits  im  Asylgesuch  vorgebrachte  Gefährdung  sowie  seine 
schwierige  persönliche und familiäre  Situation und führte  ergänzend 
aus, er sei  seitens der Bewegung E._______ einem kontinuierlichen 
und starken Druck ausgesetzt, dieser beizutreten und aktiv an deren 

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organisatorischen  Tätigkeiten  teilzunehmen.  Dies  deshalb,  weil  die 
E._______  um  seine  Tätigkeiten  für  die  C._______  in  der 
Vergangenheit  wisse  und  sich  seine  Fähigkeiten  zunutze  machen 
wolle.

Der Beschwerdeschrift legte der Beschwerdeführer Kopien von bereits 
bei der Vorinstanz eingereichten Unterlagen sowie Kopien der mit den 
schweizerischen Asylbehörden geführten Korrespondenz bei.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Ju-
ni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist 
daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sach-
gebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 
Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung 
der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des 
Asyls  endgültig  (Art. 105 AsylG;  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die Beschwerde wurde am 2. März 2010 in Sri  Lanka versandt. 
Wann  sie  der  schweizerischen  Post  übergeben  wurde  (vgl.  Art  21 
Abs. 1 VwVG), ist nicht eruierbar. Zu Gunsten des Beschwerdeführers 
wird davon ausgegangen, er habe sie rechtzeitig der Post übergeben. 
Die Beschwerde ist somit frist-  und formgerecht eingereicht. Der Be-
schwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie-
hungsweise Änderung. Er ist  daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert  (Art. 108  Abs. 1  AsylG  und  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37 
VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf  die Beschwerde ist 
einzutreten.

1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  106  Abs.  1 
AsylG).

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1.4 Der  Beschwerdeführer  stellt  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  vom 
1. März 2010 erstmals nicht nur für sich selber, sondern auch für seine 
übrigen  Familienangehörigen  (Ehefrau  und  Kinder)  ein  Einreisege-
such. Diesbezüglich  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  im 
bisherigen Verlauf des Verfahrens stets nur für seine Person ein Asyl-
gesuch sowie ein Gesuch um Einreisebewilligung gestellt hat. Der an-
gefochtene  Entscheid  bezieht  sich  denn  auch  lediglich  auf  den  Be-
schwerdeführer (vgl. BFM-Entscheid vom 22. Januar 2010, S. 4 unten). 
Es ist daher zwar im Beschwerdeentscheid lediglich das Einreise- und 
Asylgesuch des Beschwerdeführers zu beurteilen, jedoch besitzen die 
nachfolgenden Ausführungen auch Gültigkeit für die übrigen Familien-
angehörigen des Beschwerdeführers in Sri Lanka.

1.5 Die  Abteilungen  des  Bundesverwaltungsgerichts  entscheiden  in 
der  Regel  in  der  Besetzung  mit  drei  Richter  oder  Richterinnen 
(Spruchkörper; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG). Das Bundesverwaltungsge-
richt kann auch in solchen Fällen auf die Durchführung des Schriften-
wechsels verzichten (Art. 111a Abs. 1 AsylG).

2.
Das BFM hat in Nachachtung des Urteils des Bundesverwaltungsge-
richts D-2804/2008 vom 10. November 2009 dem Beschwerdeführer in 
korrekter  Weise das rechtliche Gehör  gewährt  und dessen Stellung-
nahme danach im angefochtenen Entscheid vom 22. Januar 2010 ent-
sprechend gewürdigt.

3.  
3.1 Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ableh-
nen,  wenn  die  asylsuchenden  Personen  keine  Verfolgung  glaubhaft 
machen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemu-
tet  werden  kann  (Art.  3,  Art.  7  und  Art.  52  Abs. 2  AsylG). Gemäss 
Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt Asylsuchenden die Ein-
reise zur Abklärung des Sachverhaltes,  wenn ihnen nicht  zugemutet 
werden kann,  im Wohnsitz-  oder  Aufenthaltsstaat  zu bleiben oder  in 
ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann 
das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweize-
rische Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu be-
willigen, die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib 
und Leben oder für die Freiheit aus einem anderen Grund nach Art. 3 
Abs. 1 AsylG bestehe. 

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3.2 Die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebewilligung sind 
grundsätzlich restriktiv zu umschreiben, wobei den Behörden ein wei-
ter  Ermessensspielraum zukommt. Neben der  erforderlichen Gefähr-
dung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe 
zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen ande-
ren  Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische 
Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsu-
che  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs-  und  Assimilations-
möglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen. Ausschlaggebend für  die  Ertei-
lung der Einreisebewilligung ist  dabei die Schutzbedürftigkeit der be-
troffenen Personen,  mithin  die  Prüfung der  Fragen,  ob eine Gefähr-
dung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft  gemacht wird und ob der 
Verbleib  am Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der  Sachverhaltsabklärung 
zugemutet werden kann (vgl. dazu beispielsweise Urteil  des Bundes-
verwaltungsgerichts D-2490/2009 vom 16. Juni 2009, mit weiteren Hin-
weisen).

3.3 Die sachverhaltsmässigen Grundlagen werden in  ihren wesentli-
chen Punkten weder vom Bundesamt noch vom Bundesverwaltungs-
gericht  in  Frage gestellt.  Zur  Prüfung steht  vorliegend,  ob die vorin-
stanzlichen Erwägungen zur fehlenden Einreisebeachtlichkeit der vor-
gebrachten  Benachteiligungen  zutreffend  sind.  Die  betreffenden  Er-
kenntnisse des Bundesamtes sind in casu nach Prüfung der Akten zu 
bestätigen.

Der Beschwerdeführer weist auf seine schwierige persönliche Situati-
on in Sri Lanka, einen starken Druck seitens der E._______ und damit 
einhergehend  auf  physische  und  psychische  Belästigungen  -  auch 
seitens anderer Gruppierungen - hin. Abgesehen vom Umstand, dass 
der  Beschwerdeführer  in  seinen  diversen  Eingaben  keine  konkreten 
Details zum angeführten Druck und den erwähnten Belästigungen an-
zugeben vermag, bleibt festzuhalten, dass die von ihm geschilderten 
diesbezüglichen  Schwierigkeiten  -  bei  allem  Verständnis  für  seine 
schwierige  Situation  -  keine  Gefährdung  im Sinne  von Art.  3  AsylG 
darstellen.  So  vermögen  die  angeführten  Ereignisse  zum  heutigen 
Zeitpunkt zu keiner objektiv begründeten Furcht vor zukünftiger Verfol-
gung im Sinne der zu beachtenden Bestimmungen zu führen.

Auch vermag der Beschwerdeführer aus den angeführten Belästigun-
gen und Druckversuchen seitens verschiedener Gruppierungen keinen 
einreiserelevanten Sachverhalt für sich abzuleiten. So hat er in diesem 

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Zusammenhang keine Verfolgung von staatlicher Seite angeführt; viel-
mehr  sei  er  von  Angehörigen  der  E._______  sowie  anderer 
Gruppierungen unter Druck gesetzt respektive belästigt worden. Eine 
Verfolgung  durch  Dritte  ist  nach  der  Schutztheorie  dann  flüchtlings-
rechtlich relevant, wenn dem Asylsuchenden im Heimatland kein adä-
quater Schutz zur Verfügung steht. Schutz vor nichtstaatlicher Verfol-
gung im Heimatstaat ist als ausreichend zu qualifizieren, wenn die be-
troffene Person effektiv Zugang zu einer funktionierenden und effizien-
ten Schutzinfrastruktur hat und ihr die Inanspruchnahme eines solchen 
innerstaatlichen Schutzsystems individuell zumutbar ist. Eine Garantie 
für langfristigen individuellen Schutz kann jedoch nicht verlangt wer-
den. Keinem Staat gelingt es, die absolute Sicherheit aller seiner Bür-
ger  jederzeit  und  überall  zu  garantieren  (vgl.  Urteil  des  Bun-
desverwaltungsgerichts D-2838/2007 vom 15. Mai 2009; Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2006 Nr. 18 E. 10.3.2. S. 204; EMARK 1996 Nr. 28 S. 271 f.). 

Für den Beschwerdeführer ist nach diesen Massstäben hinreichender 
Schutz durch die heimatlichen Behörden gewährleistet. Nach den Er-
kenntnissen des Bundesverwaltungsgerichtes funktioniert der srilanki-
sche Polizei- und Justizapparat grundsätzlich und ist darauf bedacht, 
seine Unabhängigkeit zu wahren. Polizeiliche Aufgaben werden wahr-
genommen und eine effektive Strafverfolgung wird  ermöglicht. Somit 
sprechen vorliegend keine Gründe dafür, dass in Sri Lanka keine wirk-
same und funktionierende Infrastruktur zur Schutzgewährung zur Ver-
fügung  steht.  Zudem  ergeben  sich  aus  den  Akten  keine  Hinweise, 
dass  die  staatliche  Schutzinfrastruktur  dem  Beschwerdeführer  nicht 
zugänglich  wäre  und  die  srilankischen  Behörden  offensichtlich  nicht 
willens wären, ihm Schutz vor allfälligen Übergriffen der angeführten 
Drittpersonen zu gewähren und zu diesem Zweck konkrete und geeig-
nete Massnahmen zu treffen. Es ist demnach davon auszugehen, dass 
der Beschwerdeführer objektiv Zugang zu den Strafverfolgungsbehör-
den hat. Den Akten zufolge hat sich der Beschwerdeführer wegen des 
auf ihn ausgeübten Drucks sowie der Belästigungen bislang nicht an 
die srilankische Polizei respektive an die zuständigen Gerichtsbehör-
den  gewendet;  es  steht  ihm  jedoch  aufgrund  obiger  Ausführungen 
offen und ist ihm zuzumuten, sich im Bedarfsfall bei den srilankischen 
Behörden um Schutz zu bemühen.

Unter diesen Umständen vermögen die geltend gemachten Ereignisse 

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praxisgemäss nicht  zur  Anerkennung der  Flüchtlingseigenschaft  und 
zur Gewährung des Asyls zu führen.

3.4 Bei  dieser Sachlage und in  Würdigung der gesamten Umstände 
und Vorbringen des Beschwerdeführers ist zusammenfassend festzu-
stellen, dass dieser die Voraussetzungen für die Bewilligung der Ein-
reise nicht erfüllt. Es erübrigt sich angesichts der oben stehenden Aus-
führungen, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde im Einzel-
nen weiter einzugehen, da sie am Ergebnis nichts zu ändern vermö-
gen. Die Vorinstanz hat daher die Einreise des Beschwerdeführers zu 
Recht verweigert und das Asylgesuch abgewiesen.

4.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

5.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  wären  dessen  Kosten  grund-
sätzlich  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  und  5 
VwVG). In Anwendung von Art. 6 Abs. 1 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  ist  jedoch  aus  verwaltungs-
ökonomischen  Gründen  auf  die  Erhebung  von  Verfahrenskosten  zu 
verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (durch Vermittlung der Schweizerischen Bot-
schaft in Colombo Ref. Nr. (...); per EDA-Kurier)

- die Schweizerische Botschaft in Colombo (mit der Bitte, das Urteil 
dem  Beschwerdeführer  gegen  Unterzeichnung  der  beigelegten 
Empfangsbestätigung oder  gegen postalischen Rückschein  zu  er-
öffnen und den Eröffnungsbeleg dem Bundesverwaltungsgericht zu-
zustellen; per EDA-Kurier; in Kopie)

- das  BFM,  Abteilung  Asylverfahren,  mit  den  Akten  Ref.-Nr. 
N_______ (per Kurier; in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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