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**Case Identifier:** 2d4d5db2-97b2-51fb-9e6a-8cc595257311
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.04.2017 200 2016 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-127_2017-04-19.pdf

## Full Text

200 16 127 IV
GRD/PES/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. April 2017

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. Dezember 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. April 2017, IV/16/127, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1958 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) arbeitete ab 2007 zu 40% als ... (Akten der Invalidenversiche-
rung, Antwortbeilage [AB] 8 S. 2). Im August 2013 meldete sie sich unter 
Hinweis auf eine Diskushernie und «Nerven» bei der IV-Stelle Bern (nach-
folgend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an 
(AB 1). Die IV-Stelle nahm in der Folge erwerbliche und medizinische Ab-
klärungen vor, u.a. veranlasste sie eine interdisziplinäre Begutachtung 
durch die Dres. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, und D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für 
Rheumatologie (Gutachten vom 21. August 2014 [AB 39.1] und vom 
22. August 2014 [AB 38.1]). 

Mit Vorbescheid vom 29. September 2014 stellte die IV-Stelle der Versi-
cherten die Abweisung ihres Leistungsbegehrens hinsichtlich einer Invali-
denrente in Aussicht (AB 43). Hiergegen erhob die Versicherte am 27. Ok-
tober 2014 (Datum der Postaufgabe) Einwand (AB 46). Nach einer Stel-
lungnahme von med. prakt. E.________ vom Regionalen Ärztlicher Dienst 
(RAD), Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation (AB 49), 
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 24. Dezember 2014 einen An-
spruch der Versicherten auf eine Invalidenrente (AB 50). 

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, am 2. Februar 2015 Beschwerde (AB 54 S. 3 ff.). Mit Urteil 
vom 18. August 2015, IV/2015/116, hiess das Verwaltungsgericht die Be-
schwerde dahingehend gut, als es die angefochtene Verfügung aufhob und 
die Sache zur Einholung eines Haushaltsberichts und zur Prüfung, welche 
Arbeiten von den Familienangehörigen übernommen werden können und 
diesen aufgrund der Schadenminderungspflicht auch zumutbar sind, an die 
Beschwerdegegnerin zurückwies. Nach Vornahme der Abklärungen habe 
sie neu zu verfügen (AB 57).

Nach Erhebung bei der Versicherten zu Hause vom 30. September 2015 
und telefonsicher Vervollständigung vom 2. Oktober 2015 erstellte der Ab-

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klärungsdienst der IV-Stelle am 5. Oktober 2015 einen Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb (AB 60 S. 2 ff.).

Am 16. Oktober 2015 erliess die IV-Stelle einen neuen Vorbescheid, wobei 
sie den Abklärungsbericht zum Bestandteil des vorgesehenen Entscheides 
erklärte und der Versicherten erneut die Abweisung ihres Leistungsbegeh-
rens auf eine Invalidenrente in Aussicht stellte. Die Haushaltsabklärung 
habe eine zu berücksichtigende Einschränkung in der Haushaltsführung 
von 0.63% ergeben. Im erwerblichen Bereich betrage der Invaliditätsgrad 
unter Berücksichtigung des Valideneinkommens gemäss Gerichtsurteil 0%. 
Bei einem Status von 40% Erwerbstätigkeit und 60% Haushalt bestehe 
damit kein iv-relevanter Invaliditätsgrad (AB 62).

Hiergegen erhob die Versicherte, wiederum vertreten durch Fürsprecher 
B.________, am 16. November 2015 Einwand. Nach Einholung einer Stel-
lungnahme des Bereichs Abklärungen zu den erhobenen Einwänden 
(AB 67) verfügte die IV-Stelle am 17. Dezember 2015 ihrem Vorbescheid 
entsprechend die Abweisung des Leistungsbegehrens, wobei sie neben 
dem Abklärungsbericht auch die Stellungnahme des Abklärungsdienstes 
vom 2. bzw. 8. Dezember 2015 zum Bestandteil der Verfügung erklärte. Es 
bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente (AB 68).

B.

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, wiederum vertreten durch 
Fürsprecher B.________, am 20. Januar 2016 Beschwerde mit den 
Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei 
ihr rückwirkend ab August 2013 eine ganze, eventualiter eine halbe Invali-
denrente zuzusprechen. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung 
sowie zur ordentlichen und vollständigen Vornahme der notwendigen Ab-
klärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Februar 2016 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 17. De-
zember 2015 (AB 68). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin 
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 
Vollendung des 18. Altersjahres folgt. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht 
der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindes-
tens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% 
invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht An-
spruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 

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ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betäti-
gungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). Als Aufgabenbereich der im 
Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Personen gelten insbesondere die 
übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützi-
ge und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Als Aufgabenbe-
reich gilt auch die unentgeltliche Pflege und Betreuung von Angehörigen, 
nicht hingegen die Ausübung eines Hobbys, beispielsweise eine sportliche 
Betätigung (BGE 141 V 15 E. 4.4 S. 22). Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei 
Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die 
Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Auf-
gabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf 
einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle 
sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im 
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen 
zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

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ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

2.5.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

2.5.2 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 

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fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

Den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kommt kein genereller 
Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im Haus-
halt zu. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommensver-
gleichs nach Art. 16 ATSG kann beim Betätigungsvergleich nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG auf eine medizinisch-theoretische Schätzung der Invalidität ab-
gestellt werden. Massgebend ist die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen, was unter Berücksichtigung der konkreten Ver-
hältnisse im Einzelfall festzustellen ist. Die von der Invalidenversicherung 
eingeholten Abklärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im 
Regelfall genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung dar. Nach 
der Rechtsprechung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den 
einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der 
Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei 
unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu 
den ärztlichen Befunden stehen (SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1). 

2.6 Rechtsprechungsgemäss können Familienangehörigen im Rah-
men der familienrechtlichen Beistandspflicht im Einzelfall umfangreiche 
Hilfestellungen zugemutet werden. Diese Mithilfe geht zwar weiter als die 
ohne Gesundheitsschaden üblicherweise zu erwartende Unterstützung, 
jedoch darf den Familienangehörigen keine unverhältnismässige Belastung 
entstehen. Vielmehr ist bei der Mitarbeit von Familienangehörigen stets 
danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrich-
ten würde, sofern keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären (BGE 
133 V 504 E. 4.2 S. 509; SVR 2011 IV Nr. 11 S. 30 E. 5.5). Soweit es um 
sporadische kleinere, nicht mit erheblichem Zeitaufwand verbundene 
und/oder spezifische Kenntnisse voraussetzende Hilfeleistungen geht, sind 
solche auch von nicht behinderten ausserfamiliären Personen, beispiels-
weise Arbeitskolleginnen und -kollegen, zu erwarten. Täglich ein- oder 
mehrmalig zu erbringende, mit grösserem Zeitaufwand verbundene und 
eine spezifische Instruktion voraussetzende Hilfestellungen können aus-

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senstehenden Personen in der Regel aber nicht zugemutet werden (SVR 
2006 IV Nr. 25 S. 86 E. 3.1).

3.

3.1 Eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit der 
vom Verwaltungsgericht mit Urteil vom 18. August 2015 (VGE IV/2015/116; 
AB 57) aufgehobenen Rentenverfügung vom 24. Dezember 2014 (AB 50) 
wird von der Beschwerdeführerin weder geltend gemacht, noch finden sich 
in den Akten medizinische Berichte, die für eine solche sprechen würden. 
Es ist somit im Wesentlichen vom selben Gesundheitszustand auszuge-
hen, wie er bereits dem Urteil vom 18. August 2015 (VGE IV/2015/116; 
AB 57) zu Grunde lag. Damit ist nach wie vor erstellt, dass die Beschwer-
deführerin in der angestammten wie auch in einer angepassten Ver-
weistätigkeit seit Anfang 2012 maximal zu 20% und seit Februar 2014 ma-
ximal zu 45% arbeitsunfähig ist. Es kann diesbezüglich vollumfänglich auf 
die Würdigung der medizinischen Akten in VGE IV/2015/116 E. 3 verwie-
sen werden (AB 57 S. 6 ff.). Der Beurteilung von Dr. med. D.________ ist 
unverändert volle Beweiskraft zuzuerkennen.

3.2 VGE IV/2015/116 E. 4.1 entsprechend ist auch nach wie vor von 
einem Status der Beschwerdeführerin von 40% Erwerbstätigkeit und 60% 
Haushaltstätigkeit auszugehen. Etwas anderes wird denn auch beschwer-
deweise nicht geltend gemacht. 

Nachdem gestützt auf die medizinischen Akten erstellt ist, dass der Be-
schwerdeführerin ihre Erwerbstätigkeit als ... weiterhin zumutbar ist und 
zwar zu einem Pensum von mindestens 55% am Stück (siehe E. 3.1 hier-
vor i.V.m. VGE IV/2015/116 E. 4.3 sowie AB 38.1 S. 15) – mithin zu einem 
höheren Pensum, als sie ohne Gesundheitsschaden erwerbstätig wäre – ist 
das Vorliegen einer gesundheitsbedingten Erwerbseinbusse und damit 
einer Invalidität im erwerblichen Bereich zu verneinen. 

3.3 Bezüglich Haushaltsbereich wurde mit VGE IV/2015/116, E. 4.5 
erkannt, dass gestützt auf das Gutachten von Dr. med. D.________ vom 
22. August 2014 (AB 38.1) erstellt ist, dass die Beschwerdeführerin leichte 

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bis mittelschwere Haushaltstätigkeiten ausführen kann, da diese in idealer 
Weise mit reduziertem Tempo über den Tag verteilt abgeleistet werden 
können. Schwere Haushaltsarbeiten seien jedoch unzumutbar. Weiter wur-
de festgehalten, dass die Frage, welchen Anteil die schweren Arbeiten an 
der Haushaltstätigkeit insgesamt haben, bisher nicht ausreichend abgeklärt 
worden sei; die Einschränkung im Haushalt sei deshalb nicht ermittelbar. 
Auf die diesbezüglichen Angaben der Versicherten in der Beschwerde kön-
ne hier nicht abgestellt werden, denn sie gebe an, die Tochter müsse ihr 
beinahe sämtliche Arbeiten im Haushalt abnehmen, was letztlich nicht mit 
der von den Gutachtern angegebenen Leistungsfähigkeit im Haushalt 
übereinstimme (siehe AB 38.1 S. 15: „Für Haushaltsarbeiten mit einem 
leicht- bis mittelgradig körperlich belastenden Arbeitsprofil […] kann keine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden […]“). Die Sache 
wurde deshalb an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen mit dem Auf-
trag, die Einschränkungen im Aufgabenbereich insbesondere mit Blick auf 
den Anteil der schweren Haushaltstätigkeiten anlässlich einer Haushalts-
abklärung festzulegen; zudem sei zu prüfen, welche Arbeiten von den Fa-
milienangehörigen übernommen werden können und diesen aufgrund der 
Schadenminderungspflicht auch zumutbar sind. 

3.4 Im Rahmen einer Abklärung bei der Beschwerdeführerin zu Hause 
vom 30. September 2015 mit telefonischer Vervollständigung am 2. Okto-
ber 2015 erhob die Beschwerdegegnerin in der Folge unter Berücksichti-
gung der konkreten Verhältnisse vor Ort die anfallenden Haushaltstätigkei-
ten und die dabei aufgrund des medizinischen Zumutbarkeitsprofils objektiv 
bestehenden Einschränkungen. Bei den körperlich mittelschweren bis 
schweren Arbeiten, die der Beschwerdeführerin gemäss medizinischem 
Gutachten nicht mehr zumutbar sind, prüfte sie zudem, welche Arbeiten 
vom Ehemann oder allenfalls der im selben Haus lebenden Tochter über-
nommen werden können und ob dies im Rahmen der familienrechtlichen 
Beistandspflicht zumutbar ist. Erhebungen zu den persönlichen Verhältnis-
sen und zur Wohnsituation der Beteiligten sind in diesem Zusammenhang 
unentbehrlich und lassen nicht auf eine Voreingenommenheit der Ab-
klärungsfachperson schliessen. Der Abklärungsbericht ist sachlich und 
neutral verfasst. Entgegen der Vorbringen in der Beschwerde sind keine 
Umstände ersichtlich, die das subjektive Empfinden der Beschwerdeführe-

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rin, die Abklärungsfachperson sei ihr gegenüber nicht objektiv und neutral 
bzw. voreingenommen gewesen (vgl. Beschwerde S. 9), als in objektiver 
Weise begründet erscheinen liessen. Die Abklärungsfachperson hat die 
Angaben der Beschwerdeführerin protokolliert und anhand des medizini-
schen Zumutbarkeitsprofils gewürdigt. Dass sie dabei abweichend von den 
Angaben der Beschwerdeführerin zur Beurteilung kam, dass dieser die 
meisten der beschriebenen Haushaltstätigkeiten aufgrund des medizini-
schen Zumutbarkeitsprofils nach wie vor uneingeschränkt möglich und zu-
mutbar sind, lässt nicht auf eine mangelnde Objektivität der Abklärungs-
fachperson schliessen. Deren Beurteilung deckt sich vielmehr mit dem me-
dizinisch erstellten Zumutbarkeitsprofil, gemäss welchem für leicht- bis mit-
telgradig körperlich belastende Haushaltsarbeiten mit einem Heben von 
Gewichten von maximal 10 bis 15kg objektiv keine Einschränkung in der 
Arbeitsfähigkeit besteht (siehe AB 38.1 S. 15, AB 60 S. 8 sowie E. 3.3 hier-
vor). Dass die Abklärungsfachperson angesichts dieses medizinischen 
Zumutbarkeitsprofils die Angaben der Tochter, dass sie der Beschwerde-
führerin täglich bis zu 4 Stunden im Haushalt helfe, kritisch hinterfragt hat 
(vgl. Beschwerde S. 10 f. sowie AB 67 S. 2), ist nachvollziehbar und kein 
Indiz für mangelnde Objektivität. Entscheidend ist letztlich ohnehin nicht der 
Umfang der tatsächlich geleisteten, sondern der objektiv erforderlichen 
Hilfe, wie sie die hierzu kompetente Abklärungsfachperson in Kenntnis der 
örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen 
Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen nach-
vollziehbar eruiert hat. Objektiv ist die Beschwerdeführerin nur bei Haus-
haltstätigkeiten eingeschränkt, die mehr als leicht bis mittelschwer körper-
lich belastend sind. Wie die Abklärung vor Ort gezeigt hat, sind der Be-
schwerdeführerin die Backofenreinigung, die Reinigung der Fensterläden 
aussen, das Aufhängen der Vorhänge nach dem Waschen, der Einkauf 
schwerer Gegenstände über 15 kg, das Schneiden eines Bäumchens im 
Garten, die periodische Reinigung der Gartenplatten mit dem Hochdruck-
reiniger sowie die Schneeräumung im Winter – soweit sie über eine leichte 
Schneereinigung hinausgeht – nicht mehr zumutbar (siehe AB 60 S. 9 ff.). 
Dabei handelt es sich ausnahmslos um Arbeiten, die nicht regelmässig 
anfallen und deren Übernahme dem Ehemann oder der Tochter im Rah-
men der familienrechtlichen Beistandspflicht (vgl. E. 2.6 hiervor) ohne wei-
teres zumutbar ist, wie die Abklärungsfachperson zu Recht erkannt hat. 

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Daran ändert auch das geltend gemachte hohe Arbeitspensum des Ehe-
mannes als ... nichts, fallen die betreffenden Haushaltstätigkeiten auf das 
Jahr verteilt doch kaum ins Gewicht. Entsprechend ist auch das geltend 
gemachte mögliche Auswandern der Tochter für die Beurteilung, welche 
Arbeiten zumutbarerweise von den Familienangehörigen übernommen 
werden können, ohne Bedeutung, wobei festzuhalten bleibt, dass hypothe-
tische zukünftige Ereignisse im Rahmen einer Invaliditätsbemessung oh-
nehin nicht zu berücksichtigen sind. Der Abklärungsbericht vom 5. Oktober 
2015 erfüllt nach dem Dargelegten sämtliche der von der Rechtsprechung 
an den Beweiswert solcher Berichte gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.5.2 
hiervor). Klare Fehleinschätzungen liegen nicht vor. Die Beschwerdegegne-
rin hat dem Bericht somit zu Recht volle Beweiskraft zuerkannt. 

3.5 Zusammenfassend erweist sich der Sachverhalt als rechtsgenüg-
lich abgeklärt. Von weitergehenden Abklärungen sind vorliegend keine 
neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten, weshalb auf solche in antizipierter 
Beweiswürdigung zu verzichten ist (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Ge-
stützt auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 5. Oktober 2015 
(AB 60 S. 2 ff.) ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Bereich Haus-
halt lediglich im Umfang von 0.6% invalid ist. Weiter ist erstellt, dass im 
erwerblichen Bereich bei einem Status von 40% Erwerb und 60% Haushalt 
überhaupt keine Invalidität im Rechtssinne besteht (vgl. E. 3.2 hiervor). Der 
gewichtete Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin beträgt somit 0.36% 
bzw. gerundet 0%. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
17. Dezember 2015 (AB 68) ist folglich nicht zu beanstanden und die da-
gegen erhobene Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. April 2017, IV/16/127, Seite 13

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerde-
führerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat weder die unterliegende 
Beschwerdeführerin (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG) noch die obsiegende Beschwerdegegnerin als Sozialversiche-
rungsträgerin einen Anspruch auf Parteikostenersatz (vgl. BGE 128 V 124 
E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. April 2017, IV/16/127, Seite 14

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.