# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbe5b282-369f-599e-b61f-906c17933ee7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.05.2017 200 2017 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-45_2017-05-24.pdf

## Full Text

200 17 45 UV
KOJ/REL/STL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Mai 2017

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Helsana Unfall AG
Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 29. November 2016 
(2010.10463.15.2)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2017, UV/17/45, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1958 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) ist 
bei der C.________ und zwei weiteren privaten Arbeitgebern als … ange-
stellt und durch diese bei der Helsana Unfall AG (Helsana bzw. Beschwer-
degegnerin) und der D.________ AG gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle 
obligatorisch versichert (Akten der Helsana, Allgemeine Korrespondenz 
[act. IIA] 1, 7, 18). Am 30. April 2015 verunfallte die Versicherte während 
der Arbeit, indem sie durch ihre in der Tür eines Liftes eingeklemmte 
Schürze in die Höhe gehoben wurde und daraufhin aus dieser Höhe zu 
Boden fiel (act. IIA 1, 4). Sie erlitt durch den Sturz eine Torsion im linken 
Hals- und Schulterbereich (Akten der Helsana, Medizinische Akten [act. II] 
3) und war in der Folge vom 30. April 2015 bis am 4. Juli 2015 arbeitsun-
fähig (act. IIA 1, act. II 4). Die fallführende Helsana schloss den Fall per 
30. November 2015 intern formlos ab (act. IIA 23).

B.

Am 4. April 2016 meldete die C.________ der Helsana, dass die Versicher-
te einen Rückfall erlitten habe und per 24. März 2016 erneut arbeitsunfähig 
sei (act. IIA 22). Nachdem die Helsana hierzu Informationen von der Versi-
cherten und der behandelnden Ärztin eingeholt hatte, teilte sie der Versi-
cherten mit Schreiben vom 2. Mai 2016 mit, dass sie ihre Leistungspflicht 
verneine (act. IIA 23, 24, 27). Vertreten durch die C.________ verlangte die 
Versicherte am 10. Mai 2016 den Erlass einer einsprachefähigen Verfü-
gung (act. IIA 31). Die Helsana verfügte darauf am 23. Mai 2016 die Ableh-
nung ihrer Leistungspflicht (act. IIA 32). Am 15. Juni 2016 erhob die Versi-
cherte hiergegen, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, vorsorglich 
Einsprache, welche sie am 15. Juli 2016 bestätigte und ergänzte (act. IIA 
37, 44). Im Einspracheentscheid vom 29. November 2016 (act. IIA 48) 
bestätigte die Helsana ihre Verfügung vom 23. Mai 2016 (act. IIA 32)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2017, UV/17/45, Seite 3

C.

Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte, weiterhin vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, am 14. Januar 2017 Beschwerde mit den 
Rechtsbegehren, es sei der Einspracheentscheid aufzuheben, der Be-
schwerdeführerin seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen und es 
sei ein unabhängiges orthopädisches Gutachten einzuholen.

In der Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2017 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 29. November 2016 
(act. IIA 48), mit welchem die Verfügung vom 23. Mai 2016 (act. IIA 32) 
bestätigt wurde. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerde-

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führerin auf die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen im Zusammen-
hang mit der Schadenmeldung vom 4. April 2016 (act. IIA 22).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden vor-
aus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 
E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Die Anforderungen an den Nachweis des natürlichen Kausalzusammen-
hangs in Medizin und Recht müssen nicht immer gänzlich deckungsgleich 
sein. Deshalb kann es vorkommen, dass der natürliche Kausalzusammen-
hang aufgrund (unfall-)medizinischer Erfahrung rechtlich bejaht wird, ob-
wohl im Einzelfall ein strikter Beweis im medizinisch-wissenschaftlichen 
Sinn nicht zu erbringen ist (BGE 117 V 369 E. 3e S. 379).

2.3 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völ-
lig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; SVR 2016 UV Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte-
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerken-
nung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 
S. 56 E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten 
Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und 

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dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere 
Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid 
zu Lasten der versicherten Person aus (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57 
E. 2.2.2).

3.

3.1 Nicht bestritten und aufgrund der Akten erstellt ist, dass die Be-
schwerdeführerin am 30. April 2015 einen Unfall erlitten und sich dabei an 
Schulter und Hals verletzt hat (act. IIA 1) sowie dass danach unfallkausale 
Beschwerden aufgetreten sind, aus welchen eine Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin entstanden ist (act. IIA 19). Weiter ist es unbestritten, 
dass die Beschwerdeführerin sich am 4. April 2016 erneut aufgrund von 
Beschwerden an Schulter und Hals bei der Beschwerdegegnerin zum Leis-
tungsbezug anmeldete (act. IIA 22). Umstritten ist hingegen, ob die Leis-
tungspflicht bezüglich der erneut aufgetretenen Beschwerden im Rahmen 
des Grundfalles oder eines Rückfalles zu prüfen sind und ob sie sich kau-
sal auf den Unfall vom 30. April 2015 zurückführen lassen.

3.2 Vorab ist somit zu bestimmen, ob die Leistungspflicht im Rahmen 
des Grundfalles oder eines Rückfalles zu prüfen ist. 

3.2.1 Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur 
Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten 
Person mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle 
seine Leistungen ein. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum da-
maligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine 
Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies 
ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der kon-
kreten Umstände zu beurteilen. Dabei kommt der Art der Verletzung und 
dem bisherigen Verlauf eine entscheidende Rolle zu. Lag ein vergleichs-
weise harmloser Unfall mit günstigem Heilungsverlauf vor, welcher nur 
während relativ kurzer Zeit einen Anspruch auf Leistungen begründete, 
wird tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten Abschluss aus-
zugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess. 

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Andererseits ist der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls 
und nicht unter demjenigen eines Rückfalls zu prüfen, wenn die versicherte 
Person während der leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall 
aufgetretenen Beschwerden gelitten hat bzw. wenn Brückensymptome ge-
geben sind, die das Geschehen über das betreffende Intervall hinweg als 
Einheit kennzeichnen (Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 31. Juli 
2013, 8C_400/2013, E. 4 und vom 17. Dezember 2008, 8C_185/2008, 
E. 4.3).

3.2.2 Die Beschwerdegegnerin hat den Fall per 30. November 2015 ab-
geschlossen, ohne dies zu verfügen (act. IIA 23). Dies ist nicht zu bean-
standen, denn für die Zeit nach dem Unfall am 30. April 2015 ist zu Recht 
unbestritten, dass dieser für die damaligen Beschwerden kausal war und 
somit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bestand, welcher die-
se im Übrigen auch nachgekommen ist (vgl. E. 3.1, act. IIA 19). Aus den 
Akten ergibt sich ein problemloser Verlauf sowie die Wiederaufnahme der 
Arbeitstätigkeit der Beschwerdeführerin per 4. Juli 2015 (act. II 2, 4). So hat 
etwa die behandelnde Ärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin, gemäss ihrem Verlaufsbericht vom 4. November 
2015 (act. II 7) am 19. August 2015 eine dritte und letzte Physiotherapie-
verordnung ausgestellt und festgehalten, sie gehe davon aus, dass die 
Beschwerdeführerin nach Abschluss der Therapie anhaltend beschwerde-
frei bleiben werde (act. II 4, 7). Diese Prognose hat sich allerdings ange-
sichts der erneuten Schadenmeldung der Beschwerdeführerin am 4. April 
2016 (act. IIA 22) nicht bewahrheitet. Vorliegend ändert dies an der Gültig-
keit des Fallabschlusses jedoch nichts, da es unter den damals gegebenen 
Umständen zulässig war, den Fall stillschweigend abzuschliessen. So teilte 
Dr. med. E.________ der Beschwerdegegnerin am 4. November 2015 mit, 
dass sie der Beschwerdeführerin am 19. August 2015 eine letzte Physio-
verordnung ausgestellt habe und davon ausgehe, dass diese nach Ab-
schluss dieser Therapie anhaltend beschwerdefrei bleiben werde (act. II 7). 
Bereits am 21. Juli 2015 hatte die Ärztin der Beschwerdegegnerin mitge-
teilt, dass die Beschwerdeführerin seit dem 4. Juli 2015 wieder voll arbeits-
fähig sei (act. II 4). Die Beschwerdegegnerin konnte daher am 30. Novem-
ber 2015 davon ausgehen, dass keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder 
Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten werde. Da ein gültiger stillschweigender 

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Fallabschluss per 30. November 2015 vorliegt, ist die Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin unter dem Aspekt des Rückfalls zu prüfen. Dafür 
spricht im Übrigen auch, dass die Beschwerdeführerin selber durch ihre 
Arbeitgeberin am 4. April 2016 unter Angabe eines Rückfalldatums eine 
erneute Schadenmeldung einreichte (act. IIA 22; vgl. auch act. IIA 25).

4.

4.1 Zu prüfen ist in der Folge, ob die für den Rückfall erforderliche Kau-
salität (vgl. E. 2.3 hiervor) gegeben ist. In medizinischer Hinsicht lässt sich 
den Akten diesbezüglich im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

4.1.1 Im Zwischenbericht vom 27. Mai 2015 (act. II 2) schrieb Dr. med. 
E.________, dass ein problemloser Verlauf vorliege. Es beständen noch 
eine leichte Myogelase der Halswirbelsäule und schmerzbedingte Bewe-
gungseinschränkungen der linken Schulter. Die Beschwerdeführerin sei 
seit dem 30. April 2015 arbeitsunfähig und es sei geplant dass sie die Ar-
beit in zwei bis vier Wochen wieder voll aufnehme.

4.1.2 Im Untersuchungsbericht vom 5. Juni 2015 zum MRI vom 4. Juni 
2015 (act. II 6) legte Dr. med. F.________, Facharzt für Radiologie, dar, es 
liege eine leichte, zum Teil hypertrophe AC-Gelenkarthrose mit lateralem 
down-sloping des Acromions mit entsprechendem subacromialen Im-
pingement an der Rotatorenmanschette mit Zeichen einer leichten Bursitis 
subacromialis subdeltoidea bei Tendinose der Supra- und zum Teil auch 
der Infraspinatussehne vor. Als Differentialdiagnose nannte er eine Tendini-
tis.

4.1.3 Im Arztbericht vom 21. Juli 2015 (act. II 4) stellte Dr. med. 
E.________ die Diagnose einer Halswirbelsäulen- und Schulterdistorsion. 
Es werde eine konservative Therapie mit Analgesie und Physiotherapie 
vorgenommen, wobei ein guter Heilungsverlauf bestehe. Am 30. Juli 2015 
habe die letzte Konsultation stattgefunden und sie habe den Fall abge-
schlossen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2017, UV/17/45, Seite 9

4.1.4 Im Verlaufsbericht vom 4. November 2015 (act. II 7) hielt Dr. med. 
E.________ fest, dass es, nachdem die Beschwerdeführerin ihre Arbeit 
und alle Tätigkeiten im Alltag wieder aufgenommen habe, zu einer Ver-
schlechterung der Beschwerden gekommen sei. Aufgrund dessen habe sie 
am 19. August 2015 eine dritte und damit letzte Physioverordnung ausge-
stellt. Sie gehe davon aus, dass die Beschwerdeführerin nach Abschluss 
dieser Therapie anhaltend beschwerdefrei bleiben werde.

4.1.5 Im Bericht zur Sprechstunde vom 14. April 2016 (act. II 11) führten 
Dr. med. G.________ und PD Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, von der 
Orthopädie … aus, dass es sich bei der im MRI vom 4. Juni 2015 festge-
stellten AC-Gelenkarthrose (vgl. E. 4.1.2 hiervor) aus ihrer Sicht um eine 
traumatisierte AC-Gelenkarthrose, welche aufgrund des Unfalls vom 30. 
April 2015 symptomatisch wurde, handle. Um die Verdachtsdiagnose zu 
bestätigen sei eine AC-Gelenkinfiltration mit Lokalanästhesie und Kortison 
vorzunehmen.

4.1.6 Im Arztbericht vom 19. April 2016 (act. II 8) schrieb Dr. med. 
E.________, dass sie die Behandlung der Beschwerdeführerin aufgrund 
einer erneuten Schmerzexazerbation der linken Schulter wiederaufgenom-
men habe. Als Diagnose nannte sie eine aktivierte (posttraumatische) AC-
Gelenkarthrose. Die Beweglichkeit der Schulter sei schmerzbedingt einge-
schränkt. Die weitere Behandlung erfolge durch PD Dr. med. H.________.

4.1.7 In der Stellungnahme vom 27. April 2016 (act. II 10) hielt der bera-
tende Arzt der Beschwerdegegnerin Prof. Dr. med. I.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
fest, dass die jetzt wieder aufgetretenen Beschwerden an der linken Schul-
ter mit der unfallfremden Vorschädigung einer Arthrose des AC-Gelenks 
zusammenhänge. Eine Rückfallkausalität sei daher nicht überwiegend 
wahrscheinlich. Die Infiltration der linken Schulter am 18. April 2016 werde 
krankheitsbedingt vorgenommen.

4.1.8 Im Bericht zur Sprechstunde vom 26. Mai 2016 (act. II 12) kamen 
Dr. med. G.________ und PD Dr. med. H.________ zum Schluss, dass mit 
der AC-Gelenkinfiltration eine beinahe komplette Beschwerdefreiheit habe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2017, UV/17/45, Seite 10

erzielt werden können. Da die Beschwerdeführerin ein Jahr lang konstant 
über die gleichen Beschwerden geklagt habe und sie jetzt durch die Korti-
soninfiltration schmerzfrei geworden sei, bestehe ein Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfallereignis vom 30. April 2015 und den von der 
Beschwerdeführerin monierten Beschwerden.

4.1.9 In der Stellungnahme vom 15. Juli 2016 (act. II 13) schrieb 
PD Dr. med. H.________, die Begrenzungen der lateralen Clavicula und 
des Acromions seien auf den Bildern des MRI vom 4. Juni 2016 (richtig: 
2015) absolut normal. Es gebe keine Hypertrophie der entsprechenden 
Knochenenden, keine unregelmässige Begrenzung der subchondralen Ko-
rikalis und keine subchondralen Zysten. Die Knorpelflächen seien sowohl 
an der lateralen Clavicula als auch am Acromion sichtbar. Relevante typi-
sche degenerative Veränderungen seien nicht sichtbar. Entsprechend liege 
keine hypertrophe Arthrose vor und die in ihren Sprechstundenberichten 
(act. II 11, 12) verwendete Diagnose einer "traumatisierten AC-
Gelenkarthrose" sei nicht richtig. Es handle sich vielmehr um eine AC-
Arthropathie. Die Beschwerden könnten durch eine Verletzung der Gelenk-
kapsel, des Discus articularis und der Knorpelflächen bedingt sein. Er sei 
der festen Überzeugung, dass (anlässlich des Unfallereignisses vom 
30. April 2015) sowohl der Anprall unter der Decke als auch der Aufprall am 
Boden geeignet gewesen seien, die im MRI sichtbaren Veränderungen des 
AC-Gelenks und die Beschwerden der Beschwerdeführerin zu verursa-
chen. Das gute Ansprechen auf die AC-Gelenksinfiltration bestätige, dass 
die Beschwerden durch das traumatisierte AC-Gelenk und nicht durch die 
engen subacromialen Platzverhältnisse bedingt seien.

4.1.10 In der Stellungnahme vom 30. August 2016 (act. II 15) hielt Dr. med. 
I.________ fest, es könne an seiner Stellungnahme vom 27. April 2016 
festgehalten werden (S. 4). Die erneute fachärztliche Befundung des fünf 
Wochen nach dem Ereignis angefertigten MRI der Schulter und insbeson-
dere des AC-Gelenkes ergebe in diesem Gelenk keine Traumafolgen, wie 
das zum Beispiel in der Stellungnahme von PD Dr. med. H.________ am 
15. Juli 2016 postuliert werde. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen gehe 
PD Dr. med. H.________ von anhaltenden traumatischen Beschwerden am 
AC-Gelenk aus. Im Übrigen sei der Bericht von PD Dr. med. H.________ 

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vom 15. Juli 2016 nicht konsistent. Das positive Ansprechen bezüglich 
Schmerzen durch Infiltration lasse sich nicht als Beweis für oder gegen 
eine Traumatisierung des AC-Gelenks verwerten. Die wieder vermehrt auf-
getretene Schmerzsymptomatik an der linken Schulter nach November 
2015 sei auf die krankhaften, sprich degenerativen Veränderungen des 
rechten AC-Gelenks zurückzuführen. Traumatisch zu erklärende Be-
schwerden könnten nicht identifiziert werden. Es handle sich insgesamt um 
eine vorübergehende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes 
mit dem Erreichen des Status quo sine am 4. Juni 2015.

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2017, UV/17/45, Seite 12

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 
E. 3b ee S. 354). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines 
externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 
135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

4.3

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin legt ihrem Einspracheentscheid vom 
29. November 2016 die Berichte von Prof. Dr. med. I.________ zugrunde. 
Dieser erachtet einen Zusammenhang zwischen dem Unfall und den 
nachträglich gemeldeten Beschwerden nur als möglich, nicht aber als 
überwiegend wahrscheinlich (act. II 10). Er führt diese Beschwerden auf 
eine arthrotische Vorschädigung des AC-Gelenks zurück und erachtet den 
status quo sine am 4. Juni 2015 als eingetreten (act. II 10, 15). Indessen ist 
unbestritten, dass bei der Beschwerdeführerin in jenem Zeitpunkt immer 
noch Schmerzen persistierten, welche im Nachgang an den Unfall vom 
30. April 2015 aufgetreten waren und jedenfalls eine physiotherapeutische 
Behandlung notwendig war, welche zudem im August 2015 noch verlängert 
wurde und für welche die Beschwerdegegnerin Leistungen erbrachte 
(act. IIA 19). Damit war der status quo sine anfangs Juni 2015 offensichtlich 
noch nicht eingetreten. Es bleiben daher Zweifel an den Berichten von 
Prof. Dr. med. I.________ bestehen und im Hinblick auf die strengen An-
forderungen an die Beweiswürdigung, wenn ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll (vgl. E. 4.3 
hiervor), kann daher nicht allein auf diese Berichte abgestellt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2017, UV/17/45, Seite 13

4.3.2 Ebenso wenig kann jedoch auf die Angaben der Orthopädie …, auf 
welche sich die Beschwerdeführerin für die Zeit nach der erneuten Scha-
denmeldung vom 4. April 2016 beruft, abgestellt werden. So hält zum einen 
PD Dr. med. H.________ in seinem Bericht vom 15. Juli 2016 (act. II 13) 
fest, die in den Berichten zu den Sprechstunden vom 14. April und 26. Mai 
2016 (act. II 11, 12) verwendete Diagnose einer "traumatisierten AC-
Gelenkarthrose" sei nicht richtig. Der Beweiswert jener Berichte ist damit 
von vornherein eingeschränkt. Soweit dort zudem festgehalten wird, dass 
die Beschwerdeführerin seit einem Jahr an unveränderten Schmerzen lei-
de, widerspricht dies den übrigen Berichten. So hat Dr. med. E.________ in 
ihrem Bericht vom 21. Juli 2015 (act. II 4) einen guten Heilungsverlauf be-
schrieben und im Bericht vom 4. November 2015 (act. II 7) festgehalten, 
dass sie erwarte, dass die Beschwerdeführerin nach Abschluss der letzten 
Physiotherapie beschwerdefrei sein werde. Angesichts des ohnehin einge-
schränkten Beweiswerts und der bestehenden Widersprüche kann nicht auf 
die Sprechstundenberichte abgestellt werden.

Weiter verweist die Beschwerdeführerin auf den Bericht vom 15. Juli 2016 
(act. II 13) von PD Dr. med. H.________, in welchem dieser Bezug auf das 
MRI vom 4. Juni 2016 (richtig: 4. Juni 2015; act. II 6) nimmt und festhält, 
das Unfallgeschehen sei geeignet, die im MRI sichtbaren Veränderungen 
zu verursachen. Indem er auf das MRI vom Juni 2015 abstellt, bejaht er 
aber einzig die Unfallkausalität der unmittelbar im Anschluss an den Unfall 
aufgetretenen Beschwerden. Diese Kausalität ist indessen unbestritten 
(vgl. E. 3.2 und 3.2.2 hiervor) und die Beschwerdegegnerin hat im Sommer 
und Herbst 2015 denn auch entsprechende Leistungen erbracht. Hinsicht-
lich der erst im April 2016 neu gemeldeten Beschwerden ist der Bericht von 
PD Dr. med. H.________ daher nicht aussagekräftig.

Dasselbe gilt für den von Dr. med. E.________ am 19. April 2016 stich-
wortartig ausgefüllten Fragekatalog (act. II 8). Insbesondere berichtet sie in 
diesem erstmals von einem Impingement sowie Schulter- und Oberarm-
schmerzen rechts, während sie gleichzeitig von einer erneuten Schmerz-
exazerbation der linken Schulter berichtet und auch in den übrigen Arztbe-
richten nur Beschwerden der linken Schulter erwähnt werden (act. II 1, 4, 5, 
6), ohne diese Feststellung bezüglich der rechten Schulter auszuführen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2017, UV/17/45, Seite 14

Sodann wird die Diagnose "Aktivierte (posttraumatische) AC-Gelenk–
arthrose" nicht näher begründet und im Weiteren lediglich auf die Über-
nahme der Behandlung durch PD Dr. med. H.________ hingewiesen.

4.4 Die vorliegenden Berichte bleiben bezüglich der Frage der Kausa-
lität somit insgesamt widersprüchlich und es vermag keiner der Berichte 
diese Widersprüche aufzulösen, weshalb keinem der vorliegenden Berichte 
volle Beweiskraft zukommen kann. Es fehlt daher an aussagekräftigen Un-
terlagen zur hier interessierenden Kausalitätsfrage und der medizinische 
Sachverhalt erweist sich als ungenügend abgeklärt. Die Akten sind an die 
Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese die erforderlichen weiteren Ab-
klärungen vornehme, insbesondere eine externe orthopädische (Kurz-)
Begutachtung bei einem mit dem Fall noch nicht befassten Facharzt einho-
le, und anschliessend über die Leistungspflicht neu verfüge. Die Be-
schwerdegegnerin hat bislang kein eigenes Gutachten in Auftrag gegeben, 
so dass die auch im Bereich der Unfallversicherung sinngemäss anwend-
bare (vgl. BGE 138 V 318 E. 6.2 S. 323) Rechtsprechung gemäss BGE 137 
V 210 praxisgemäss einer Rückweisung nicht entgegensteht.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2

5.2.1 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Nach 
der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtli-
chen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um eine Sozialver-
sicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre 
Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss des Administra-
tivverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden 
Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergän-
zender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2017, UV/17/45, Seite 15

S. 61). Demnach obsiegt die Beschwerdeführerin und hat daher Anspruch 
auf den Ersatz der Parteikosten.

5.2.2 Die zu ersetzenden Parteikosten werden vom Versicherungsgericht 
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 
lit. g ATSG). Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsan-
walt B.________ vom 14. Februar 2017 wird die Parteientschädigung auf 
Fr. 4'297.30 (Honorar Fr. 3'820.--, Auslagen Fr. 159.--, MWSt. Fr. 318.30) 
festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerde-
führerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Helsana Unfall AG vom 29. November 2016 aufge-
hoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, 
damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen – neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'297.30 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Helsana Unfall AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Mai 2017, UV/17/45, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.