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**Case Identifier:** 07238cf4-065a-5592-916a-83cf7fe35522
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.08.2022 SK.2022.19
**Docket/Reference:** SK.2022.19
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2022-19_2022-08-30

## Full Text

Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 1 StGB);;Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 1 StGB);;Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 1 StGB);;Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 1 StGB)

Urteil vom 30. August 2022 
Strafkammer 

Besetzung 

 

Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Einzelrichter 

Gerichtsschreiberin Fiona Krummenacher  

Parteien 

 

BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwalt 

des Bundes Vincens Nold, 

 

und 

 

als Privatklägerschaft: 

 

1. B. 

2. C. 

3. D. 

4. E. 

5. F. 

6. G. 

 

gegen 

  A. 

Gegenstand 

 

Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2022.19 

- 2 - 

SK.2022.19 

Der Einzelrichter erkennt: 

I.       

1. A. wird der Gewalt und Drohung gemäss Art. 285 Ziff. 1 StGB schuldig gesprochen. 

2. A. wird bestraft mit einer Geldstrafe von 82 Tagessätzen à Fr. 50.--, bedingt voll-

ziehbar bei einer Probezeit von 2 Jahren. 

3. A. wird mit einer Verbindungsbusse von Fr. 400.-- bestraft, bei schuldhaftem Nicht-

bezahlen ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von 8 Tagen. 

4. Für den Vollzug der Strafe wird der Kanton Basel-Stadt als zuständig erklärt. 

5. Die Kosten des Verfahrens in der Höhe von Fr. 2'000.-- (Gebühr Vorverfahren:  

Fr. 1'000.--; Gerichtsgebühr: Fr. 1'000.--) werden A. auferlegt. 

 

Wird seitens A. keine schriftliche Urteilsbegründung verlangt, so reduziert sich die 

Gerichtsgebühr um die Hälfte. 

6. Das Entschädigungsbegehren von A. wird abgewiesen. 

II.       

Dieses Urteil wird in der Hauptverhandlung eröffnet und durch den Einzelrichter mündlich 

begründet. Den nicht anwesenden Parteien wird das Urteilsdispositiv schriftlich zugestellt. 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter Die Gerichtsschreiberin 

 

 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 

− Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 

− Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt (Art. 82 Abs. 1 VZAE) 

- 3 - 

SK.2022.19 

Rechtsmittelbelehrung 

Das Gericht verzichtet auf eine schriftliche Begründung, wenn es das Urteil mündlich begründet und nicht eine 

Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren, eine Verwahrung nach Artikel 64 StGB, eine Behandlung nach Ar-

tikel 59 Absatz 3 StGB oder, bei gleichzeitig zu widerrufenden bedingten Sanktionen, einen Freiheitsentzug 

von mehr als zwei Jahren ausspricht (Art. 82 Abs. 1 StPO). Das Gericht stellt den Parteien nachträglich ein 

begründetes Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach der Zustellung des Dispositivs verlangt 

oder eine Partei ein Rechtsmittel ergreift (Art. 82 Abs. 2 StPO). 

Gesuch um neue Beurteilung 

 

Die verurteilte Person, welcher das Abwesenheitsurteil persönlich zugestellt worden ist, kann innert 10 Tagen 

bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts schriftlich oder mündlich eine neue Beurteilung verlangen 

(Art. 368 Abs. 1 StPO). Im Gesuch hat die verurteilte Person kurz zu begründen, weshalb sie an der Haupt-

verhandlung nicht teilnehmen konnte (Art. 368 Abs. 2 StPO).  

 

Das Gericht lehnt das Gesuch ab, wenn die verurteilte Person ordnungsgemäss vorgeladen worden, aber der 

Hauptverhandlung unentschuldigt ferngeblieben ist (Art. 368 Abs. 3 StPO).  

 

Sind die Voraussetzungen für eine neue Beurteilung voraussichtlich erfüllt, so setzt die Verfahrensleitung eine 

neue Hauptverhandlung an. An dieser entscheidet das Gericht über das Gesuch um neue Beurteilung und 

fällt gegebenenfalls ein neues Urteil (Art. 369 Abs. 1 StPO). Bleibt die verurteilte Person der Hauptverhandlung 

erneut unentschuldigt fern, so bleibt das Abwesenheitsurteil bestehen (Art. 369 Abs. 4 StPO). 

 

Solange die Berufungsfrist noch läuft, kann die verurteilte Person neben oder statt dem Gesuch um neue 

Beurteilung auch die Berufung gegen das Abwesenheitsurteil erklären (Art. 371 Abs. 1 StPO). Auf eine Beru-

fung wird nur eingetreten, wenn das Gesuch um neue Beurteilung abgelehnt wurde (Art. 371 Abs. 2 StPO). 

Berufung an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Urteile der Strafkammer des Bundesstrafgerichts, die das Verfahren ganz oder teilweise abschliessen, 

kann innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts mündlich oder 

schriftlich Berufung angemeldet werden (Art. 399 Abs. 1 i.V.m. Art. 398 Abs. 1 StPO; Art. 38a StBOG). 

 

Mit der Berufung kann das Urteil in allen Punkten umfassend angefochten werden. Mit der Berufung können 

gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechts-

verweigerung und Rechtsverzögerung, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhaltes so-

wie Unangemessenheit (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO). 

 

Die Berufung erhebende Partei hat innert 20 Tagen nach Zustellung des begründeten Urteils der Berufungs-

kammer des Bundesstrafgerichts eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Sie hat darin anzugeben, 

ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht, welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils 

sie verlangt und welche Beweisanträge sie stellt. Werden nur Teile des Urteils angefochten, ist verbindlich 

anzugeben, auf welche sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO). 

Einhaltung der Fristen 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen 

der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im 

Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO). 

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SK.2022.19 

Rechtsbelehrung gemäss Art. 44 Abs. 3 StGB (Probezeit) 

Zu Handen von A. 

Die Probezeit beginnt mit der Eröffnung des Strafurteils zu laufen, das vollstreckbar wird, vorliegend mit dem 

Empfang des schriftlichen Urteils (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_522/2010 vom 23. September 2010 E. 3). 

 

Hat sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit bewährt, so wird die aufgeschobene Strafe nicht mehr 

vollzogen (Art. 45 StGB).  

 

Begeht der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, 

dass er weitere Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht die bedingte Strafe oder den bedingten Teil 

der Strafe. Sind die widerrufene und die neue Strafe gleicher Art, so bildet es in sinngemässer Anwendung 

von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe (Art. 46 Abs. 1 StGB). Ist nicht zu erwarten, dass der Verurteilte weitere 

Straftaten begehen wird, so verzichtet das Gericht auf einen Widerruf. Es kann den Verurteilten verwarnen 

oder die Probezeit um höchstens die Hälfte der im Urteil festgesetzten Dauer verlängern. Für die Dauer der 

verlängerten Probezeit kann das Gericht Bewährungshilfe anordnen und Weisungen erteilen. Erfolgt die Ver-

längerung erst nach Ablauf der Probezeit, so beginnt sie am Tag der Anordnung (Art. 46 Abs. 2 StGB). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versand: 30. August 2022