# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31b2b4ca-3f64-5d53-b133-4c942f20f2db
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 31.10.2025 BS 2025 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BS-2025-33_2025-10-31.pdf

## Full Text

BS 25 33_ANOM.docx

I. Beschwerdeabteilung BS 2025 33

Oberrichterin F. Wiget, Abteilungspräsidentin
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber F. Eller

Beschluss vom 31. Oktober 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, I. Abteilung, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug,
vertreten durch Staatsanwältin C.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Nichtanhandnahme 

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Sachverhalt

1. Am 10. März 2025 reichte Rechtsanwalt B.________ für A.________ (nachfolgend: Be-
schwerdeführerin) bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug eine umfassende "Strafan-
zeige mit Strafanträgen im Sinne von Art. 173, Art. 177 StGB und alle anderen strafrechtli-
chen Bestimmungen, welche das Verhalten der Tatverdächtigen erfüllen können" ein. Diese 
Anzeige richtete sich gegen F.________ (nachfolgend: Beschuldigter) und "weitere tatver-
dächtige Teilnehmer/innen" bzw. "gegen alle Tatverdächtigen, einschliesslich infolge Organi-
sationsverschuldens gegen die Medienhäuser, in welcher Rechtsform diese auch immer 
agieren, sowie gegen die handelnden Medienschaffenden". Zur Begründung liess die Be-
schwerdeführerin – zusammengefasst – Folgendes ausführen (Vi act. 1/1-8):

1.1 Die "Zuger Zuständigkeit für die Strafanzeige" sei aufgrund des Wohnsitzes der Beschwerde-
führerin gegeben. Natürlich hätte auch anderswo Strafanzeige gestellt werden können, aber 
in E.________ wäre "maximal gewährleistet", dass sofort über die Staatsanwaltschaft die 
Medien vorgewarnt würden bzw. "die Teilzeitindustrie der E.________ Staatsanwaltschaft 
dafür sorgt, dass in zeitlicher Hinsicht Strafanzeigen nach politischen Kriterien behandelt 
werden."

1.2 Der Beschuldigte habe in seiner Eigenschaft als Präsident des D.________-Verbands (und 
nicht etwa als I.________ [politisches Amt]) gegenüber verschiedenen Medien, u.a. "Publika-
tion in Watson vom tt.mm.jjjj", die Ehre der Beschwerdeführerin in schwerer Weise verletzt. 
Dies, indem er behauptet habe, dass die Beschwerdeführerin als Eigentümerin der drei sog. 
"G.________-Liegenschaften" in E.________ den Mieterinnen und Mietern in voller Absicht 
bzw. in inakzeptabler Weise vor Weihnachten (zur Unzeit) gekündigt habe, da sie möglicher-
weise davon ausgehe, auf diese Weise von der Stadt E.________ ein übersetztes Angebot 
für die Übernahme der Häuser zu erhalten. Damit unterstelle der Beschuldigte der Beschwer-
deführerin Geldgier bzw. die Absicht, sich zulasten der E.________ Steuerzahler zu berei-
chern. 

2. Mit Verfügung vom 8. April 2025 nahm die Staatsanwaltschaft "die Strafuntersuchung" gegen 
den Beschuldigten betreffend üble Nachrede, Verleumdung und Beschimpfung nicht an die 
Hand. Die Verfahrenskosten in Höhe von CHF 170.00 wurden auf die Staatskasse genom-
men und der beschuldigten Person wurde keine Entschädigung und keine Genugtuung aus-
gerichtet. Zudem wurde auf die Zivilforderung der Beschwerdeführerin nicht eingetreten und 
deren Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen (Vi act. 2/1-4).

3. Mit Eingabe vom 19. April 2025 liess die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung Be-
schwerde bei der I. Beschwerdeabteilung des Obergerichts des Kantons Zug erheben mit fol-
genden Anträgen (act. 1):

"1. Die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 2. April 2025 sei 
aufzuheben.

 2. Die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, eine Strafuntersuchung gegen F.________ sowie allfäl-
lige Mittäter und Gehilfen wegen übler Nachrede (Art. 173 StGB), Verleumdung (Art. 174 StGB) 

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und Beschimpfung (Art. 177 StGB) zu eröffnen. Insbesondere sei die Strafuntersuchung, Unteil-
barkeit derselben, gegen alle Tatverdächtigen zu führen.

 3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien der Staatskasse aufzuerlegen; der Beschwerdefüh-
rerin sei eine angemessene Entschädigung gemäss Art. 429 Abs. 1 StPO zuzusprechen.

 4. Verfahrensantrag: Sämtlichen zur Vernehmlassung eingeladenen Beschwerdegegnern sei für ihre 
Stellungnahme eine Frist von höchstens zehn Tagen zu gewähren, entsprechend der Frist von 
zehn Tagen, die der Beschwerdeführerin gemäss Art. 322 Abs. 2 StPO für die Einreichung der 
Beschwerde zur Verfügung stand."

4. Nach entsprechender Aufforderung durch die Verfahrensleitung leistete die Beschwerdefüh-
rerin einerseits den geforderten Kostenvorschuss in Höhe von CHF 800.00 und reichte deren 
Rechtsvertreter anderseits eine neue Vollmacht zu den Akten (act. 2-5).

5. Die Staatsanwaltschaft beantragte mit Eingabe vom 6. Mai 2025 die kostenpflichtige Abwei-
sung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf die angefochtene Nichtanhandnah-
meverfügung (act. 6).

6. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reichte am 11. und 18. Juli 2025 je eine "Ergän-
zung zur Beschwerde", zusammen mit zahlreichen Beilagen, ein. Zudem erfolgten mit 
Schreiben vom 19. August 2025 "Bemerkungen zur Beschwerde" (act. 7-9).

7. Der Beschuldigte liess sich im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht vernehmen.

Erwägungen

1. Gegen Entscheide der Staatsanwaltschaft kann innert 10 Tagen bei der I. Beschwerdeabtei-
lung des Obergerichts Beschwerde geführt werden (Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO, Art. 393 Abs. 1 
lit. a StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO, § 21 Abs. 1 lit. b GOG und § 7 Abs. 1 GO OG). Die Be-
schwerde erfolgte innert Frist.

Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Sachver-
haltsfeststellung und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). Die Be-
schwerdeinstanz entscheidet in einem schriftlichen Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie 
verfügt dabei über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1 StPO).

2. Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine Untersuchung, wenn sich etwa aus einer Strafanzeige 
ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Die zur Eröffnung einer 
Strafuntersuchung erforderlichen tatsächlichen Hinweise auf eine strafbare Handlung müs-
sen erheblich und konkreter Natur sein. Blosse Gerüchte oder Vermutungen genügen nicht. 
Der Anfangsverdacht soll eine plausible Tatsachengrundlage haben, aus der sich die kon-
krete Möglichkeit ergibt, dass eine Straftat begangen worden ist. 

Dagegen verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der Straf-
anzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Pro-

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zessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Ob die Behörde 
ein Strafverfahren durch Nichtanhandnahme erledigen kann, beurteilt sich nach dem aus 
dem strafprozessualen Legalitätsprinzip abgeleiteten Grundsatz "in dubio pro duriore". Da-
nach darf die Nichtanhandnahme nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen erge-
hen. Die Strafverfolgungsbehörde und die Beschwerdeinstanz verfügen in diesem Rahmen 
über einen gewissen Ermessensspielraum (Urteile des Bundesgerichts 7B_637/2023 vom 
6. Januar 2025 E. 2.1 sowie 6B_700/2020 vom 17. August 2021 E. 3.3 je mit Hinweisen).

3. Die Staatsanwaltschaft führte zur Begründung der von ihr verfügten Nichtanhandnahme aus, 
der Beschuldigte habe sich zusammengefasst in den in der Anzeige erwähnten Artikeln 
(Watson und Blick vom tt.mm.jjjj sowie nau.ch vom tt.mm.jjjj) dahingehend geäussert, dass 
die Beschwerdeführerin den Mietern der von ihr geerbten drei "G.________-Liegenschaften" 
nur deshalb gekündigt habe, um diese Wohnblöcke zu einem massiv übersetzten Preis an 
die Stadt E.________ zu verkaufen. Mit anderen Worten werde die Behauptung aufgestellt, 
dass die Beschwerdeführerin durch den Verkauf der drei in ihrem Eigentum stehenden 
Wohnblöcke einen möglichst hohen Gewinn erwirtschaften wolle bzw. dass es ihr einzig und 
allein darum gehe, möglichst viel Geld aus dem Verkauf der Häuser herauszuholen. Dies ins-
besondere auch weil sie wisse, dass die Stadt E.________ jeden Preis bezahle. Diese Be-
hauptung des Beschuldigten betreffe jedoch nicht die strafrechtlich geschützte ethische Inte-
grität, sondern die Beschwerdeführerin werde – wenn überhaupt – als Geschäftsfrau und 
Hauseigentümerin in der gesellschaftlichen Geltung herabgesetzt. Da somit die Straftat-
bestände der üblen Nachrede, der Verleumdung und der Beschimpfung eindeutig nicht erfüllt 
seien, werde die "vorliegende Strafuntersuchung" nicht an die Hand genommen. Und selbst 
wenn es sich bei den oben erwähnten Äusserungen um solche handeln sollte, welche geeig-
net seien, die ethische Integrität der Beschwerdeführerin zu verletzen, so hätte es sich, so 
die Staatsanwaltschaft weiter, dabei lediglich um verhältnismässig unbedeutende Übertrei-
bungen des Beschuldigten gehandelt, welche ihrerseits straflos bleiben würden (Vi act. 2/2).

4. Zur Beschwerde ist zunächst Folgendes auszuführen:

4.1 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin fasste in der Eingabe vom 19. April 2025 zuerst 
seine ursprüngliche Strafanzeige zusammen und macht danach in unübersichtlicher und teil-
weise schwer verständlicher Art und Weise verschiedene Angaben zu den Geschehnissen 
und zur Berichterstattung rund um die fraglichen Liegenschaften seiner Mandantin 
("G.________-Liegenschaften"). Zudem werden wahllos Schlagworte eingefügt sowie – ohne 
näheren bzw. nachvollziehbaren Sachbezug – zahlreiche Literatur- und Judikaturquellen auf-
geführt. Ferner werden dem damals zuständigen Staatsanwalt verschiedene haltlose Vor-
würfe gemacht. Die am Schluss noch angefügten Hinweise auf die "Zuger Landammann 
Feier" bzw. die "Strafuntersuchung H.________" machen klar, dass die Beschwerdeführerin 
sich vor allem an der Berichterstattung der Medien stört und von diesen – ähnlich wie in je-
nem Fall – im Ergebnis eine Gewinnherausgabe fordert (act. 1). Die Beschwerdeschrift er-
weist sich in vielen Teilen als unverständlich und weitschweifig und zum Teil auch als unge-
bührlich. Dies ergibt sich wohl auch daraus, dass es sich dabei gemäss Angaben des 
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin nur um einen Entwurf handle, welcher in materieller 
Hinsicht aber stimme (act. 9). Aufgrund der für die Beschwerdeinstanz klaren Sachlage kann 
indessen auf eine Rückweisung zur Überarbeitung gemäss Art. 110 Abs. 4 StPO verzichtet 
werden. 

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4.2 Im Kernpunkt bzw. in rechtlicher Hinsicht wird in der vorgenannten Rechtsschrift ausgeführt, 
der "verfügende Staatsanwalt" habe sich in krasser Weise und ohne Begründung über die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung (erwähnt wird ein angeblicher "Leitentscheid", der vor 46 
Jahren ergangen ist; BGE 105 IV 111) hinweggesetzt. Die "medialen Behauptungen" des Be-
schuldigten seien geeignet, die Reputation der Beschwerdeführerin zu schädigen, und dank 
den Medien mit einer x-fachen Hebelwirkung für die "weite Verbreitung". Die dem Beschul-
digten zugeschriebenen Behauptungen ("voller Absicht", "Geldgier", "in inakzeptabler Weise" 
sowie "die Stadt bezahlt jeden Preis, das weiss man in der Branche") würden der Beschwer-
deführerin in der Sache vorwerfen, unehrenhaft (verwerflich und eigennützig) gehandelt und 
die Mieter bewusst getäuscht zu haben sowie die öffentliche Hand auszunutzen. Dies be-
treffe klar die ethische Integrität, nämlich Redlichkeit, Lauterkeit und Gemeinsinn, und erfülle 
den objektiven Tatbestand der üblen Nachrede. Das Bundesgericht verlange zwar einen An-
griff "von einiger Erheblichkeit", jedoch überschritten massenmedial verbreitete Vorwürfe der 
Geldgier und Täuschung diese Schwelle bei Weitem. Zudem vermöge die angefochtene 
Nichtanhandnahmeverfügung den Anforderungen an eine sachgerechte Begründung im 
Sinne von Art. 310 Abs. 2 StPO nicht zu genügen. Vorliegend entstehe vielmehr der Ein-
druck, dass zentrale Elemente der Strafanzeige, namentlich die mediale Verbreitungswir-
kung, die konkrete Diffamierung in der Person der Beschwerdeführerin, die finanziellen Fol-
gen sowie der systematische Kontext, entweder unbeachtet geblieben oder nicht ernsthaft 
gewürdigt worden seien. Die Verfügung wirke daher methodisch lückenhaft, in Teilen verfah-
rensökonomisch motiviert (nämlich das Verfahren ohne Prüfung niederzuschlagen) und 
rechtsstaatlich unhaltbar.

4.3 Sodann ist festzustellen, dass auf sämtliche (unstrukturierten) Vorbringen der Beschwerde-
führerin betreffend die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft bzw. Schlagworte wie bei-
spielsweise "Untersuchungsmaxime" und "Amtsermittlungspflicht" sowie "unterlassene Er-
mittlungen" und "Nichtanhandnahme ohne Abklärung wesentlicher Beweismittel" nicht einzu-
gehen ist. Sofern bereits aufgrund einer Strafanzeige feststeht, dass die fraglichen Straftat-
bestände nicht erfüllt sind, wird gar keine Untersuchung eröffnet und sind folglich auch keine 
Ermittlungen einzuleiten oder Untersuchungshandlungen durchzuführen. Für solche braucht 
es vielmehr einen hinreichenden Tatverdacht, welchen die Staatsanwaltschaft im konkreten 
Fall mit Bezug auf die behaupteten Ehrverletzungen durch den Beschuldigten zu Recht (vgl. 
hinten E. 6.1 ff.) verneinte. Ebenfalls nicht einzugehen ist auf die beiden Ergänzungen zur 
Beschwerde. Anträge und Rügen, die die Beschwerdeführerin bereits in der Beschwerde 
hätte erheben können, sind nach Ablauf der Beschwerdefrist ausgeschlossen. Beschwerde-
ergänzungen können nur soweit berücksichtigt werden, als sie Noven enthalten, die der ma-
teriellen Wahrheitsfindung dienen (vgl. Urteil des Obergerichts Zug BS 2020 66 vom 21. April 
2021 E. 1). Diese Voraussetzung ist vorliegend offensichtlich nicht erfüllt.

5. Weiter ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall eine örtliche Zuständigkeit der Zuger Straf-
verfolgungsbehörden nicht gegeben sein dürfte. Der in der Strafanzeige behauptete Anknüp-
fungspunkt über den "Wohnsitz der Geschädigten" existiert im Strafrecht nicht. Vielmehr ist 
der mögliche Tatort massgebend (Art. 31 StPO), welcher mit Bezug auf die behaupteten Ehr-
verletzungsdelikte unschwer erkennbar im Kanton E.________ läge. Eine Verlagerung in ei-
nen anderen Kanton aus der Befürchtung, dass die dortige Staatsanwaltschaft die Medien 
vorwarnen könnte bzw. dieser a priori nicht zu trauen sei, ist nicht nur unstatthaft, sondern 
fast schon als querulatorische Machenschaft einzuordnen. Nachdem indessen ein Zuständig-

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keitswechsel aufgrund der klaren Sachlage einem prozessualen Leerlauf gleichkäme, erüb-
rigt sich eine weitere Befassung mit dieser Thematik.

6. Die Ehrverletzungstatbestände gemäss Art. 173 ff. StGB schützen nach ständiger bundesge-
richtlicher Rechtsprechung den Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, d.h. sich so zu benehmen, 
wie nach allgemeiner Anschauung ein charakterlich anständiger Mensch sich zu verhalten 
pflegt. 

6.1 Unter der vom Strafrecht geschützten Ehre wird allgemein ein Recht auf Achtung verstanden, 
das durch jede Äusserung verletzt wird, die geeignet ist, die betroffene Person als Mensch 
verächtlich zu machen. Äusserungen, die sich lediglich eignen, jemanden in anderer Hin-
sicht, zum Beispiel als Geschäfts- oder Berufsmann, als Politiker oder Künstler in der gesell-
schaftlichen Geltung herabzusetzen, sind nicht ehrverletzend. Voraussetzung ist aber, dass 
die Kritik an den strafrechtlich nicht geschützten Seiten des Ansehens nicht zugleich die Gel-
tung der Person als ehrbarer Mensch trifft (Urteil des Bundesgerichts 6B_874/2023 vom 
23. Juni 2025 E. 4.3.1 m.H.).

6.2 Soll sich eine behauptete Ehrverletzung in einem Text finden, so ist dieser nicht allein an-
hand der verwendeten Ausdrücke – je für sich allein genommen – zu würdigen, sondern 
auch nach dem Sinn, der sich aus dem Text als Ganzes ergibt, so wie die Äusserungen im 
Gesamtzusammenhang verstanden werden (vgl. Rikli, Basler Kommentar, 4. A. 2019, vor 
Art. 173 StGB N 30). Massgeblich, ob eine Ehrverletzung vorliegt, ist dabei stets der nach 
objektiven Kriterien zu ermittelnde Sinn einer Äusserung, den ihr ein unbefangener Hörer 
oder Leser nach den Umständen beilegen musste (Trechsel/Lehmkuhl, in: Trechsel/Pi-
eth/Geth [Hrsg.], Praxiskommentar, 5. A. 2025, Vor Art. 173 StGB N 11).

6.3 Sodann spielt es auch eine Rolle, ob ein Angriff auf die Ehre quantitativ eine gewisse Erheb-
lichkeit aufweist. So sind unbedeutende Übertreibungen unerheblich und bleiben straflos. Zu-
dem ist in einer politischen Auseinandersetzung eine strafrechtlich relevante Ehrverletzung 
nur mit grosser Zurückhaltung anzunehmen, weil das Publikum in einem solchen Fall mit 
Übertreibungen und scharfen Formulierungen rechnet und nicht jedes Wort auf die Gold-
waage zu legen pflegt (Rikli, a.a.O, N. 32 f.).

6.4 Nicht als Verletzung der strafrechtlich geschützten Ehre wurde z.B. der Vorwurf der Spekula-
tion gegenüber einem Immobilienhändler bewertet (BGE 115 IV 42, 43) sowie auch nicht die 
Behauptung, jemand handle in Bereicherungsabsicht und ausschliesslich im Eigeninteresse 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_310/2013 vom 30. Juli 2013 E. 2.4).

7.1 Mit der Staatsanwaltschaft ist festzustellen, dass sich die inkriminierten Medienberichte (und 
somit auch die dieser offenbar zumindest teilweise zugrunde liegenden Meinungsäusserun-
gen des Beschuldigten) einzig und allein auf die Beschwerdeführerin als Erbin bzw. neue Ei-
gentümerin der drei "G.________-Liegenschaften" bezogen. In diesem Zusammenhang bzw. 
bezüglich der damals in den Medien thematisierten Kündigungen von [Anzahl] Mietverhältnis-
sen per tt.mm.jjjj ist die Beschwerdeführerin als faktische Geschäftsfrau einzuordnen. Folg-
lich konnten sich die Äusserungen des Beschuldigten von vorneherein lediglich eignen, die 
Beschwerdeführerin in dieser Eigenschaft in ihrer gesellschaftlichen Geltung herabzusetzen, 
so dass eine Verurteilung wegen eines Ehrverletzungsdelikts aufgrund der vorbeschriebenen 

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Bundesgerichtspraxis gar nicht in Frage kommen kann. Der Beschuldigte äusserste sich ein-
zig und allein über das Geschäftsgebaren der Beschwerdeführerin mit Bezug auf die darge-
stellten [Anzahl] Kündigungen. Was die Beschwerdeführerin dazu Gegenteiliges im Be-
schwerdeverfahren vorbringt, verfängt nicht. Es wird nicht dargetan und ist auch nicht er-
kennbar, in welcher Weise die inkriminierten, rein auf die konkreten Wohnungskündigungen 
bezogenen Meinungsäusserungen des Beschuldigten zugleich auch die Geltung der Be-
schwerdeführerin als ehrbarer Mensch hätten treffen können.

7.2 Aber selbst wenn diese Einschätzung nicht zutreffen sollte, fehlte es hinsichtlich der von der 
Beschwerdeführerin letztlich nur ansatzweise behaupteten Ehrverletzungsdelikte an einem 
hinreichenden Tatverdacht für die Eröffnung eines Strafverfahrens.

7.2.1 Mit Bezug auf sämtliche dem Beschuldigten vorgeworfenen Aussagen ist vorab zu beachten, 
dass diese einzig und allein im Rahmen von Berichterstattungen durch verschiedene Medien 
für Dritte wahrnehmbar wurden. Sie sind somit nicht allein anhand der angeblich vom Be-
schuldigten verwendeten Ausdrücke je für sich allein genommen zu würdigen. Vielmehr ist 
der Sinn, der sich aus dem Text als Ganzes für einen unbefangenen Hörer oder Leser nach 
den Umständen ergibt, massgeblich. Die Äusserungen sind mit anderen Worten so zu beur-
teilen, wie sie im Gesamtzusammenhang (unter anderem im Zusammenhang der allseits be-
kannten Wohnungsknappheit der Stadt E.________) von einem Durchschnittsleser verstan-
den wurden.

7.2.2 Die angebliche Aussage bzw. eher Vermutung des Beschuldigten, wonach die Beschwerde-
führerin bewusst so vorgegangen sei, weil sie möglicherweise damit gerechnet habe, dass 
die Stadt danach sofort bereitstehe und viel Geld (für die "G.________-Liegenschaften") be-
zahle, ist in keiner Weise ehrverletzend. Weder macht die Beschwerdeführerin geltend noch 
ist erkennbar, wieso aufgrund einer in verschiedenen Medien weiterverbreiteten Vermutung, 
dass eine Hausbesitzerin ihr Haus verkaufen möchte und dafür den höchstmöglichen Preis 
zu erreichen versucht, beim Durchschnittsleser der Eindruck entstehen könnte, ein solches 
Vorgehen sei unehrenhaft. Zudem würde sich der damit allenfalls implizit verbundene Vor-
wurf (Kauf von Häusern zu einem übersetzten Preis bzw. sich von der Beschwerdeführerin 
allenfalls übers Ohr hauen lassen) ohnehin in erster Linie gegen die Verantwortlichen der 
Stadt E.________ richten.

7.2.3 Sodann legt die Beschwerdeführerin in der Strafanzeige vom 10. März 2025 auch nicht an-
satzweise dar, durch welche Äusserungen der Beschuldigte ihr konkret ein Handeln in Geld-
gier vorgeworfen haben könnte. Ein solcher Vorwurf ergibt sich für einen unbefangenen Le-
ser zudem auch nicht aus dem Gesamtzusammenhang. Und wenn das Bundesgericht – wie 
oben aufgezeigt – selbst den Vorwurf der Spekulation gegenüber einem Immobilienhändler 
wie auch die Behauptung, jemand handle in Bereicherungsabsicht und ausschliesslich im Ei-
geninteresse, nicht als Verletzung der strafrechtlich geschützten Ehre wertete, so muss dies 
umso mehr für den vom Beschuldigten der Beschwerdeführerin zumindest vermutungsweise 
gemachten Vorwurf gelten, sie könnte die [Anzahl] Wohnungen gekündigt haben, "weil sie 
möglicherweise damit gerechnet habe, dass die Stadt sofort bereit stehe und viel Geld für die 
Liegenschaft biete" bzw. sie sei "möglicherweise absichtlich so vorgegangen, weil sie damit 
gerechnet habe, dass die Stadt einspringe".

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7.2.4 Schliesslich ist – wie bereits im Rahmen der angefochtenen Verfügung zutreffend dargelegt – 
abschliessend nochmals klarzustellen, dass unbedeutende Übertreibungen im Rahmen einer 
einseitigen Meinungsäusserung oder eines Disputs mit Bezug auf den strafrechtlich ge-
schützten Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, unerheblich sind und straflos bleiben müssen. 
Daran vermögen auch die in casu offenbar gegenteiligen subjektiven Empfindungen der Be-
schwerdeführerin nichts zu ändern. Ehrverletzungen im strafrechtlichen Sinn wurden weder 
ausreichend dargetan noch sind solche im Zusammenhang mit den behaupteten Meinungs-
äusserungen des Beschuldigten nach den Kündigungen der [Anzahl] Wohnungen bzw. der 
diesbezüglichen medialen Berichterstattung ersichtlich.

8. Aufgrund des Vorgesagten lag kein hinreichender Tatverdacht vor, um gegen den Beschul-
digten (wie auch weitere Personen) ein Strafverfahren wegen Ehrverletzung zu eröffnen. Die 
Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft vom 8. April 2025 ist somit in keiner 
Weise zu beanstanden. 

9. Im Beschwerdeverfahren tragen die Parteien die Kosten grundsätzlich nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Nachdem die Beschwerdeführe-
rin vollumfänglich unterliegt, sind ihr die gesamten Verfahrenskosten aufzuerlegen. Dem Be-
schuldigten, welcher sich im Beschwerdeverfahren nicht vernehmen liess, ist keine Entschä-
digung auszurichten.

Beschluss

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten dieses Verfahrens betragen

CHF 1'000.00Gebühren
CHF 60.00 Auslagen
CHF 1'060.00Total

und werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
Höhe von CHF 800.00 verrechnet. Im Mehrbetrag von CHF 260.00 stellt die Gerichtskasse 
Rechnung.

3. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. und 90 ff. des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) erhoben werden. Die Beschwerdegründe richten sich nach 
Art. 95 ff. BGG. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schrift-
lich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheides und der 
Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
einzureichen.

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4. Mitteilung an:
- Parteien (an die Staatsanwaltschaft unter Rückgabe der eingereichten Akten)
- F.________
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Beschwerdeabteilung

F. Wiget F. Eller
Abteilungspräsidentin Gerichtsschreiber

versandt am: