# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cecb73ab-a80e-5b9f-a3ae-aca655e015e4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PQ250031-O1
**Docket/Reference:** PQ250031-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PQ250031-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ250031-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Schmidt

Urteil vom 9. Juli 2025

in Sachen

A._____, 

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____, 

sowie

B._____, 

Verfahrensbeteiligter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, 

betreffend Erwachsenenschutzmassnahme / vorsorgliche Massnahme

Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksrates Winterthur vom 

19. Mai 2025; VO.2025.19 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winter-

thur-Andelfingen)

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Erwägungen:

I.

1.   Nach Eingang einer Gefährdungsmeldung des Betreibungsamtes Seuzach im 

Dezember 2024 (KESB act. 9) eröffnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbe-

hörde der Bezirke Winterthur und Andelfingen (KESB) ein Erwachsenenschutzver-

fahren und errichtete mit Entscheid vom 2. April 2025 für B._____ vorsorglich eine 

Beistandschaft im Sinne von Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB, ernannte C._____ zur 

Beiständin und ordnete eine Verfahrensvertretung in der Person von Rechtsanwalt 

lic. iur. Y._____ an. Die Beiständin wurde insbesondere mit den Aufgaben betraut, 

B._____ bei der Erledigung der administrativen und finanziellen Angelegenheiten 

soweit nötig zu vertreten, sein Einkommen und Vermögen zu verwalten und sämt-

liche von ihm seit dem 1. Januar 2024 ausgestellten Vollmachten zu widerrufen. 

Zugleich wurde B._____ vorsorglich der alleinige Zugriff auf seine Vermögenswerte 

entzogen, mit Ausnahme eines noch einzurichtenden Kontos (KESB act. 54 = BR 

act. 3).

2.   Am  25.  April  2025  erhob  A._____  (nachfolgend  Beschwerdeführerin)  Be-

schwerde beim Bezirksrat Winterthur (Vorinstanz) und beantragte, es sei die Bei-

standschaft in Bezug auf die ihr erteilten Vollmachten aufzuheben (BR act. 1 S. 2). 

Der Bezirksrat holte die Stellungnahmen der KESB (BR act. 7) und des Verfahrens-

beistands  (BR  act. 8)  ein.  Mit  Beschluss  vom  19.  Mai  2025  trat  er  auf  die  Be-

schwerde nicht ein (Dispositiv-Ziff. I), wies das Gesuch der Beschwerdeführerin um 

Einsicht in die Akten ab (Dispositiv-Ziff. II) und auferlegte ihr die Entscheidgebühr 

sowie die Kosten der Verfahrensvertretung (Dispositiv-Ziff. III; BR act. 10 = act. 3 = 

act. 8 [Aktenexemplar]).

3.   Mit  Beschwerde  vom  2.  Juni  2025  gelangt  die  Beschwerdeführerin  an  die 

Kammer und stellt folgende Rechtsbegehren (act. 2):

"1.  Der Beschluss des Bezirksrats Winterthur vom 19. Mai 2025 sei 

aufzuheben und es sei auf die Beschwerde einzutreten.

2.  Der Beschwerdeführerin sei Akteneinsicht zu gewähren.

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3.

Die Beiständin C._____ sei anzuhalten, die von B._____ an die 
Beschwerdeführerin erteilten Vollmachten nicht zu widerrufen 
resp. ihren Widerruf der Vollmachten zu widerrufen.

4.  Eventualiter sei die Sache zur materiellen Beurteilung an den Be-

zirksrat Winterthur zurückzuweisen.

5.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Staates. 

Der Beschwerdeführerin sei eine angemessene Parteientschädi-
gung (zzgl MwSt.) zuzusprechen."

Die Kammer zog die Akten des Bezirksrats (act. 9/1-15, zitiert als BR act.) 

und der KESB (act. 10/1-66, zitiert als KESB act.) bei. Da sich die Beschwerde 

sogleich als unbegründet erweist, kann auf Weiterungen verzichtet werden; das 

Verfahren ist spruchreif.

II.

1.  Gegen Entscheide des Bezirksrats im Rahmen vorsorglicher Massnahmen kann 

innert 10 Tagen seit der Mitteilung bei der Kammer Beschwerde erhoben werden 

(Art. 445 Abs. 3 ZGB). Die Beschwerde ist schriftlich mit Anträgen sowie einer Be-

gründung versehen einzureichen (Art. 450 Abs. 3 ZGB). Die Beschwerdeführerin 

reichte die Beschwerde frist- und formgerecht ein (act. 2; vgl. BR act. 10, Anhang). 

Sie ist als am Verfahren vor Vorinstanz beteiligte Person zur Beschwerde legitimiert 

(Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Damit steht dem Eintreten auf die Beschwerde nichts 

entgegen.

2. 

2.1.   Umstritten  ist  die  Frage  der  Beschwerdelegitimation.  Die  Vorinstanz  führte 

dazu aus, die Beschwerdeführerin verfolge mit der Beschwerde eigene (wirtschaft-

liche) Interessen, welche denjenigen von B._____ widersprächen. Die Betreibun-

gen gegen B._____ hätten seit April 2024 zugenommen und sein Vermögen habe 

sich in den letzten Jahren stark reduziert. Im Mai 2024 habe er zusammen mit der 

Beschwerdeführerin ein mit einem Grundpfandrecht auf seinem Haus gesichertes 

Darlehen in der Höhe von Fr. 200'000.– aufgenommen, um ein Haus in Deutsch-

land  zu  kaufen.  Auch  habe  B._____  diverse  Autos  auf  die  Beschwerdeführerin 

überschreiben lassen. Er werde teilweise als verwirrt und verwahrlost beschrieben. 

Es  bestehe  der  Eindruck,  dass  sich  die  Beschwerdeführerin  nicht  genügend  um 

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dessen Angelegenheiten kümmere. Sie könne unter diesen Umständen nicht als 

nahestehende Person im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB betrachtet werden. 

Daran ändere auch nichts, wenn sie geltend mache, die Rechnungen von B._____ 

zu bezahlen, um Betreibungen von ihm abzuwenden, und dafür gesorgt zu haben, 

dass ihre Mutter ihm ein Darlehen gewähre (act. 3 E. 2.4). 

Weiter erwog die Vorinstanz, mit der Beistandschaft, namentlich dem Widerruf 

der seit 1. April 2024 erteilten Vollmachten, würden zwar gewisse Interessen der 

Beschwerdeführerin tangiert, es würden jedoch keine mit der Massnahme rechtlich 

geschützten  Interessen  der  Beschwerdeführerin  verletzt.  Demnach  sei  auch  die 

Beschwerdelegitimation gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB nicht gegeben (act. 3 

E. 2.4).

2.2.   Die Beschwerdeführerin hält im Wesentlichen daran fest, sie sei als naheste-

hende Person gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB zur Beschwerde legitimiert. Sie 

sei seit fünf Jahren die Lebenspartnerin von B._____ und sie beide planten zu hei-

raten.  Aufgrund  ihrer  engen  Beziehung  sei  sie  geeignet,  die  Interessen  von 

B._____  wahrzunehmen.  Dies  habe  sie  auch  getan.  Sie  wolle  nur  das  Beste  für 

ihren  Partner  und  handle  stets  in  seinem  Interesse.  B._____  habe  selber  den 

Wunsch geäussert, dass sie sich um ihn kümmern und für ihn handeln können soll. 

Auch der Verfahrensbeistand habe ausgeführt, sein Klient sei der Auffassung, dass 

die Beschwerdeführerin seine Interessen wahrnehme. Die nahestehende Person 

im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB dürfe mit der Beschwerdeerhebung auch 

eigene Interesse verfolgen, solange ihre Interessen und diejenigen der betroffenen 

Person gleichgerichtet seien. Dies sei vorliegend der Fall (act. 2 Rz 6-9).

3. 

3.1.   Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind unter anderem die der betroffenen Person 

nahestehenden Personen zur Beschwerde befugt (Ziff. 2). Als solche gilt, wer auf-

grund  des  Näheverhältnisses  geeignet  erscheint,  die  Interessen  der  betroffenen 

Person wahrzunehmen. Gemäss präzisierter bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

fallen darunter nur nahestehende Personen, die mit der Beschwerde auch tatsäch-

lich die Interessen der betroffenen Person verfolgen. Nimmt die Drittperson eigene 

Interessen wahr, ist unerheblich, ob sie als nahestehende Person zu qualifizieren 

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ist.  Ihre  Beschwerdelegitimation  richtet  sich  diesfalls  nach  den  Voraussetzungen 

von  Art. 450  Abs.  2  Ziff.  3  ZGB  (BGer  5A_112/2015  vom  7.  Dezember  2015 

E. 2.5.1.1; BGer 5A_746/2016 vom 5. April 2017 E. 2.3.2). Die Eignung fehlt bei-

spielsweise,  wenn  zwischen  der  betroffenen  Person  und  der  ihr  nahestehenden 

Person grundlegende Interessenkonflikte in Frage stehen, die für die angefochtene 

Massnahme relevant sind (u.a. BGer 5A_668/2022 vom 16. März 2023 E. 4.2 und 

5A_112/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 2.5.1.1; OG ZH PQ230026 vom 20. Juni 

2023 E. II/2.2.1; vgl. auch OG ZH PQ240079 vom 6. Januar 2025 E. II/2.4).

3.2.   Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die KESB wiederholt versuchte, B._____ 

anzuhören, die Beschwerdeführerin die Termine jedoch absagte (KESB act. 17 und 

19). Am 20. Mai 2025 konnte er im Beisein seines Verfahrensvertreters schliesslich 

von  der  KESB  angehört  werden  (act. 12/2).  Über  das  Näheverhältnis  der  Be-

schwerdeführerin  zu  B._____  bestehen  unterschiedliche  Angaben.  In  der  Be-

schwerde  führt  die  Beschwerdeführerin  aus,  sie  sei  seit  fünf  Jahren  die  Lebens-

partnerin von B._____ und sie planten zu heiraten (act. 2 Rz 7). B._____ erklärte 

an der Anhörung (lachend), man könne die Beschwerdeführerin als Lebensgefähr-

tin bezeichnen, und fügte an, sie wohne ja nicht bei ihm, sie habe ihr eigenes Haus, 

sie hätten kein Liebesverhältnis, Frau A._____ sei eine gute Kollegin. Auf die Frage 

nach den Heiratsplänen antwortete er, Frau A._____ sei noch verheiratet, ihr Ehe-

mann sei fast 90 Jahre alt, er kenne Frau A._____ seit etwa vier oder fünf Jahren 

(act. 12/2 S. 3). Aufgrund der Antworten von B._____ ergibt sich der Eindruck einer 

eher unverbindlichen Beziehung. Es bleibt daher fraglich, ob ein hinreichendes Nä-

heverhältnis der Beschwerdeführerin zu B._____ besteht, demgemäss sie geeignet 

erscheint, dessen Interessen wahrzunehmen. Die Frage braucht indes nicht absch-

liessend geklärt zu werden, weil, wie nachstehend dargelegt, davon auszugehen 

ist,  dass  die  Beschwerdeführerin  mit  der  Beschwerde  nicht  die  Interessen  von 

B._____, sondern hauptsächlich ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgt.

3.3.   B._____ unterzeichnete zunächst am 4. April 2024 eine Generalvollmacht zu-

gunsten seines Sohnes, D._____ (KESB act. 14), und am 13. November 2024 eine 

solche zugunsten der Beschwerdeführerin (KESB act. 22, Sammelbeilage). Weiter 

befindet sich eine Vollmacht an die Treuhandgesellschaft E._____ vom 26. März 

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2025 (KESB act. 48) bei den Akten. In der Generalvollmacht wurden der Beschwer-

deführerin  weitreichende  Kompetenzen  übertragen,  insbesondere  kann  sie  für 

B._____  jegliche  Rechtsgeschäfte  abschliessen,  Handlungen  für  ihn  vornehmen 

und ihn vor Behörden und bei Privaten vertreten. B._____ betraute zudem mit öf-

fentlich beurkundetem Vorsorgeauftrag vom 13. November 2024 die Beschwerde-

führerin für den Fall seiner Urteilsunfähigkeit mit der umfassenden Personen- und 

Vermögenssorge  sowie  der  Vertretung  im  Rechtsverkehr  (KESB  act. 2).  Gegen-

stand dieses Beschwerdeverfahrens ist einzig der Widerruf der Generalvollmacht 

an die Beschwerdeführerin vom 13. November 2024. Die Validierung des Vorsor-

geauftrags wird die KESB im Falle der Urteilsunfähigkeit von B._____ in einem se-

paraten Verfahren zu prüfen haben (Art. 363 Abs. 2 ZGB). 

3.4.   Wie die Recherchen der KESB ergeben haben, hat sich die finanzielle Situa-

tion  von  B._____  während  der  Beziehung  zur  Beschwerdeführerin  drastisch  ver-

schlechtert. Die Betreibungen haben sich seit April 2024 gehäuft. Gemäss Betrei-

bungsregisterauszug vom Februar 2025 wurden seither dreizehn Betreibungen im 

Gesamtbetrag von über Fr. 210'000.– eingeleitet und es musste bereits einmal zur 

Pfändung geschritten werden (KESB act. 22). Im Mai 2024 ging B._____ (mit der 

Beschwerdeführerin als Solidarschuldnerin) einen bis 30. Mai 2025 befristeten Dar-

lehensvertrag  über  Fr. 200'000.–  ein  (mit  der  Möglichkeit  zur  Verlängerung  bis 

längstens 30. Mai 2027 unter gewissen Bedingungen), wobei ein Schuldzins von 

7,5%  sowie  ein  Verzugszins  von  9,5%  vereinbart  wurden.  Zur  Absicherung  des 

Darlehens liess B._____ auf seinem Grundstück in F._____ einen Schuldbrief über 

Fr. 200'000.– errichten (KESB act. 22). Da er die Darlehenszinsen schuldig blieb, 

droht nun die Verwertung seines Grundstücks (vgl. act. 12/2 S. 4 und KESB act. 22, 

Darlehensvertrag Ziff. V). Gemäss seinen Angaben habe er das Darlehen aufge-

nommen, weil die Beschwerdeführerin Geld gebraucht habe. Er erklärte, er sei ein 

gutmütiger "Dubbel", der nicht nein sagen könne. Die Beschwerdeführerin habe ihr 

Haus in G._____ renovieren wollen (act. 12/2 S. 3). Zudem gab B._____ an, die 

Zinsen  für  das  Darlehen  nicht  bezahlt  zu  haben,  weil  er  gemeint  habe,  die  Be-

schwerdeführerin  bezahle  diese  (act. 12/2  S. 4).  Gemäss  Steuerklärungen  nahm 

sein Vermögen von Fr. 2'533'001.– im Jahr 2019 (KESB act. 36) auf Fr. 801'545 im 

Jahr 2022 ab (KESB act. 26). Seither wurden keine Steuererklärungen mehr ein-

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gereicht (KESB act. 26 S. 1). Auch wurden angeblich diverse Autos von B._____ 

auf die Beschwerdeführerin überschrieben. Der Verfahrensbeistand bestätigte wei-

ter,  dass  aktuell  diverse  Sachen  (Rechnungen)  offen  seien.  Er  wies  schliesslich 

darauf hin, dass die Beschwerdeführerin im Haus von B._____ über ein Wohnrecht 

verfüge, das den Wert der Liegenschaft reduziere, worauf B._____ bemerkte, da 

(beim Wohnrecht) sei er "gelinkt" worden (act. 12/2 S. 8).

3.5.   Zusammenfassend scheint die Beschwerdeführerin während ihrer Beziehung 

mit B._____ erheblich finanziell profitiert zu haben, während sich dessen wirtschaft-

lichen Verhältnisse infolgedessen deutlich verschlechterten und nun gar die Ver-

wertung seiner Liegenschaft droht. Es ist unter den geschilderten Umständen da-

von auszugehen, dass die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde bzw. der Auf-

rechterhaltung  ihrer  Vollmacht  hauptsächlich  eigene  wirtschaftliche  Zwecke  ver-

folgt,  welche  denjenigen  von  B._____  widersprechen.  Demzufolge  verneinte  die 

Vorinstanz die Beschwerdelegitimation nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB zu Recht.

4. 

4.1.   Die  Beschwerdeführerin  stützt  ihre  Beschwerdelegitimation  explizit  nur  auf 

Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB (act. 2 Rz 8). Dennoch ist der Vollständigkeit halber die 

Beschwerdelegitimation  gemäss  Art. 450  Abs. 2  Ziff. 3  ZPO  kurz  zu  prüfen.  Ge-

mäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB ist ein Dritter zur Beschwerde legitimiert, wenn er 

die Verletzung eigener Rechte geltend macht und ein rechtliches Interesse verfolgt, 

das  durch  das  Erwachsenenschutzrecht  geschützt  werden  soll.  Die  Geltendma-

chung des eigenen rechtlich geschützten Interesses, das wirtschaftlicher oder ide-

eller Natur sein kann, ist nur zulässig, wenn es mit der fraglichen Massnahme direkt 

zusammenhängt bzw. mit der Massnahme geschützt werden soll und deshalb von 

der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde hätte berücksichtigt werden müssen 

(BGer 5A_668/2022 vom 16. März 2023 E. 4.2 und BGer 5A_112/2015 vom 7. De-

zember 2015 E. 2.5.1.3; vgl. auch OG ZH PQ240079 vom 6. Januar 2025 E. II/2.4). 

4.2.   Die  Befugnisse  der  Beschwerdeführerin  gemäss  Generalvollmacht  über-

schneiden sich mit den Befugnissen der Beiständin, die damit betraut ist, die admi-

nistrativen und finanziellen Angelegenheiten von B._____ zu besorgen und ihn ge-

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genüber Behörden und Privatpersonen zu vertreten. Aufgrund der parallelen Be-

fugnisse bestünde beim Weiterbestand der Vollmacht die Gefahr, dass die Tätigkeit 

der Beiständin erschwert würde, zumal nicht anzunehmen ist, dass die Beschwer-

deführerin ihre Handlungen mit der Beiständin absprechen würde. Die Generalvoll-

macht widerspräche damit dem mit der Beistandschaft beabsichtigen Schutz der 

vermögensrechtlichen Interessen von B._____. Daraus ergibt sich ohne weiteres, 

dass der vorgesehene Widerruf der Generalvollmacht keine mit der Beistandschaft 

zu schützenden Interessen der Beschwerdeführerin verletzt. Damit fehlt ihr auch 

die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB.

5.  

5.1.   Aus den genannten Gründen trat die Vorinstanz korrekt auf die Beschwerde 

nicht ein. Beschwerdeantrag 1 ist daher abzuweisen.

5.2.   Die  Beschwerdeführerin  verlangt  Akteneinsicht  (Beschwerdeantrag  2)  und 

beruft sich dabei auf ihre Beschwerdelegitimation (act. 2 Rz 9). Wie gesehen ist sie 

nicht zur Beschwerde legitimiert, was für die Akteneinsicht grundsätzlich Voraus-

setzung wäre. Sie könnte damit höchstens als Dritte im Sinne von § 19 ff. der Infor-

mations-  und  Akteneinsichtsverordnung  der  obersten  kantonalen  Gerichte  (IAV) 

Akteneinsicht haben. Dritte haben indes in laufenden Verfahren keinen Anspruch 

auf Akteneinsicht (§ 19 Abs. 1 IAV). Der Beschwerdeantrag 3 ist daher abzuwei-

sen.

5.3.   Ob die materiellen Voraussetzungen für die Errichtung der Beistandschaft er-

füllt sind, ist nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens. Da die Beschwerde-

führerin ferner diesbezüglich nicht zur Beschwerde legitimiert wäre, ist auf den Be-

schwerdeantrag 3 (kein Widerruf der Vollmachten) sowie den eventualiter gestell-

ten Beschwerdeantrag 4 (Rückweisung zur materiellen Beurteilung) nicht einzutre-

ten (act. 2 S. 2 und Rz 10 f.).

6.   Es handelt sich um eine nichtvermögensrechtliche Streitigkeit. Die Gerichts-

gebühr im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren ist gemäss § 5 Abs. 1 und § 12 

Abs. 1 und 2 GebV OG sowie in Anbetracht des überschaubaren Aufwands und 

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der  Schwierigkeit  der  Sache  auf  Fr. 800.–  festzusetzen.  Die  Gerichtskosten  sind 

der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Eine 

Parteientschädigung  ist  nicht  zuzusprechen,  weil  die  Beschwerdeführerin  unter-

liegt.

Es wird erkannt: 

1.

Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  darauf  eingetreten  wird.  Der  Be-

schluss des Bezirksrates Winterthur vom 19. Mai 2025 wird bestätigt.

2.

Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und der Beschwerdefüh-

3.

4.

rerin auferlegt.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an den Verfahrensbeteilig-

ten unter Beilage eines Doppels von act. 2, an die Beiständin C._____, Fach-

stelle Erwachsenenschutz H._____, … [Adresse], die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde Bezirke Winterthur und Andelfingen sowie an den Bezirks-

rat Winterthur, je gegen Empfangsschein.

Nach  unbenütztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  beigezogenen 

Akten an den Bezirksrat zurück.

5.

Eine  Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid  an  das  Bundesgericht  ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

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Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. C. Schmidt

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