# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 322ba04d-ed73-5f94-8a6b-29de3e12b0e7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 30.09.2014 KSK 2014 61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_KSK-2014-61_2014-09-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 30. September 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 14 61 28. Oktober 2014

Entscheid
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Vorsitz Michael Dürst
Aktuar ad hoc Bott

In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

der X . _ _ _ _ _ A G , Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw 
Sandro E. Obrist, Baarerstrasse 8, 6300 Zug, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 20. August 2014, 
Beschwerdegegner,

betreffend Rechtsöffnung (Parteientschädigung),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Gesuch vom 22. Juli 2014 beantragte die durch Rechtsanwalt Sandro E. 
Obrist vertretene X._____AG, es sei ihr in der Betreibung Nr. _____ des 
Betreibungsamts Chur gegen Y._____ provisorische Rechtsöffnung für den Betrag 
von CHF 912.70 zu erteilen, dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
zuzüglich MWSt zu Lasten der beklagten Partei.

B. Mit Schreiben des Bezirksgerichts Plessur vom 28. Juli 2014 wurde die 
X._____AG aufgefordert, einen Gerichtskostenvorschuss in Höhe von CHF 150.-- 
bis spätestens 15. August 2014 zu leisten. Des Weiteren wurde an-gezeigt, dass 
am 20. August 2014, um 15.00 Uhr, die Rechtsöffnungsverhandlung vor dem 
Bezirksgericht Plessur stattfinde, an welcher persönliches Erscheinen nicht 
zwingend sei. Das Gesuch werde den Gesuchsgegner samt Beilagen zugestellt 
und ihm werde Frist zur Stellungnahme und zur Einreichung allfälliger weiterer 
Akten bis zum 18. August 2014 eingeräumt.

C. Mit Stellungnahme vom 14. August 2014 (Poststempel) führte Y._____ aus, 
dass er Rechtvorschlag erhoben habe, weil er im Jahr 2009 habe Privatkonkurs 
anmelden müssen und seither nicht zu neuem Vermögen gekommen sei. Da er 
arbeitslos sei und somit über kein Erwerbseinkommen verfüge, werde er von den 
Sozialen Diensten der Stadt Chur unterstützt. Der Stellungnahme legte er einen 
Budgetauszug der Sozialen Dienste der Stadt Chur bei.

D. Mit Schreiben vom 18. August 2014 liess der Einzelrichter am 
Bezirksgericht Plessur dem Rechtsvertreter der X._____AG die Stellungnahme 
von Y._____ mit Beilage zur Kenntnisnahme zukommen.

E. Am 20. August 2014 fand die mündliche Rechtsöffnungsverhandlung vor 
dem Bezirksgericht Plessur statt, an welcher Y._____ persönlich teilnahm. Die 
X._____AG bzw. deren Rechtsvertreter waren nicht anwesend. Anlässlich der 
Rechtsöffnungsverhandlung zog Y._____ den Rechtsvorschlag zurück.

F. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur erkannte mit 
Rechtsöffnungsentscheid vom 20. August 2014, mitgeteilt am 21. August 2014, 
was folgt:

„1. Das Gesuch um Rechtsöffnung in der Betreibung-Nr. _____ des 
Betreibungsamtes Chur wird abgeschrieben.

2. Die Verfahrenskosten im Betrage von CHF 100.00 gehen zu Lasten 
von Y._____. Sie werden durch Verrechnung mit dem 

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Kostenvorschuss bei der X._____AG unter Regresserteilung auf 
Y._____ erhoben. Der Rest des geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von CHF 50.00 wird der X._____AG durch das Gericht 
zurückerstattet.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung)“

Begründet wurde der Entscheid damit, dass der Gesuchsgegner den 
Rechtsvorschlag anlässlich der Rechtsöffnungsverhandlung zurückgezogen habe 
und das Verfahren damit abgeschrieben werden könne. Bei diesem Ausgang des 
Verfahrens würden die Gerichtskosten zu dessen Lasten gehen. Zur beantragten 
Entschädigungsfolge äusserte sich der Einzelrichter nicht.

G. Gegen diesen Entscheid liess die X._____AG mit Eingabe vom 26. August 
2014 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden erheben und stellte 
folgende Anträge:

„1. Der Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur sei 
betreffend Entschädigungsfolge (Ziffer 2 des Dispositivs) teilweise 
aufzuheben und es sei die beklagte Partei zu verpflichten, der 
klagenden Partei eine Anwaltskostenentschädigung von Fr. 180.00 zu 
bezahlen.

Eventualiter sei der Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht 
Plessur betreffend Entschädigungsfolge aufzuheben und die Sache im 
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu Lasten der 
beklagten Partei“

Zur Begründung führte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen aus, dass es gemäss Art. 68 Abs. 1 ZPO jeder prozessfähigen 
Partei freistehe, sich im Prozess vertreten zu lassen, ohne dass die Notwendigkeit 
des Rechtsbeistandes zur Wahrung der Rechte vorausgesetzt werde. Dasselbe 
ergebe sich aus Art. 95 Abs. 3 ZPO, worin die Kosten einer berufsmässigen 
Vertretung (lit. b) nebst den notwendigen Auslagen (lit. a) gesondert aufgeführt 
seien, weshalb für deren Entschädigung kein Nachweis der Notwendigkeit der 
anwaltlichen Vertretung erbracht werden müsse. Voraussetzung sei einzig, dass 
die Aufwendungen durch die Interessenwahrung im betreffenden Prozess 
entstanden und somit kausal gewesen seien. Es sei der klagenden Partei somit 
frei gestanden, für das Rechtsöffnungsverfahren einen berufsmässigen Vertreter 
beizuziehen, unbesehen davon, dass sie sich selber professionell mit der 
Einbringung von Forderungen befasse. Der durch die Interessenwahrung im 
Rechtsöffnungsverfahren entstandene Aufwand des von der klagenden Partei 
mandatierten Rechtsanwalts sei daher durch die unterlegene beklagte Partei zu 

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vergüten. Bei zeitlichen Aufwendungen von total eineinhalb Stunden und einem 
sich im mittleren Bereich des Üblichen bewegenden Stundenansatz von CHF 
250.-- resultiere ein Honoraranspruch von CHF 375.-- (exkl. MWST und 
Auslagen), wobei in Anbetracht dessen, dass die Parteientschädigung bei 
Summerverfahren erfahrungsgemäss gekürzt werde, nur eine solche von CHF 
180.-- (inkl. MWST und Auslagen) geltend gemacht werde.

H. Mit Schreiben vom 5. September 2014 nahm der Einzelrichter am 
Bezirksgericht Plessur zu dieser Beschwerde – ohne Anträge zu stellen – Stellung 
und führte insbesondere aus, vorliegend sei entscheidend, ob die Zusprechung 
einer Parteientschädigung die Notwendigkeit einer Vertretung bzw. des jeweiligen 
Aufwands voraussetze. Gestützt auf ein Zitat aus dem Berner Kommentar zur 
ZPO und die auch der Botschaft zugrundeliegende bundesgerichtliche 
Rechtsprechung vertrat er sodann den Standpunkt, dass die Notwendigkeit von 
anwaltlicher Hilfe für die Frage der Entschädigung massgebend sei und zwar auch 
für den Beizug und nicht nur für die Frage der einzelnen Bemühungen. Nichts 
anderes ergebe sich – soweit das kantonale Recht noch massgeblich sein sollte 
und nicht durch Bundesrecht derogiert worden sei – aus Art. 2 der bündnerischen 
Honorarverordnung. Grund für die Verpflichtung zur Vergütung von 
Vertretungskosten sei nicht allein die anwaltliche Tätigkeit im Prozess. Grund im 
Sinne eines Konnexes von Ursache und Wirkung bestehe nur, wenn mangelnde 
Kenntnisse bzw. die Komplexität von Sach- und Rechtsfragen zum Beizug 
zwingen würden und nicht schon, wenn der Entscheid zum Beizug eines Anwaltes 
ohne Sachzwänge und damit freiwillig gefällt werde. Die Freiwilligkeit verhindere 
die Kausalität. Gemäss der aus dem Handelsregisterauszug ersichtlichen 
Zweckbestimmung der X._____AG und deren Internetauftritt sei bei dieser einiges 
Know-how in Inkassofragen vorhanden. Wenn schon vom Bürger zu erwarten sei, 
dass er mit Hilfe von Formularen seine Forderungen auf dem Vollstreckungsweg 
nach SchKG durchsetze, falle dieselbe Aufgabe einer Inkassofirma mit 
besonderem Fachwissen in Vollstreckungsfragen nach SchKG ungleich leichter. 
Die Durchsetzung von Verlustscheinforderungen sei häufig besonders einfach und 
sei es auch in diesem Fall gewesen, was sich namentlich im bescheidenen 
Umfang und Inhalt des Rechtsöffnungsgesuchs manifestiert habe. Die Beteiligung 
des nicht anwaltlich vertretenen Gesuchsgegners am Verfahren habe keine 
schweren tatsächlichen und rechtlichen Fragen aufgeworfen und der Streitwert 
habe weniger als  CHF 1'000.-- betragen. Dementsprechend habe die 
Gesuchstellerin ohne Notwendigkeit einen Rechtsanwalt beigezogen, was nicht 
zulasten der Gegenpartei gehe.

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I. Auf die weitergehenden Ausführungen in der Beschwerde und der 
Stellungnahme der Vorinstanz sowie im angefochtenen Entscheid wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Gegen Entscheide des Einzelrichters des Bezirksgerichts in Rechtsöff-
nungssachen (Art. 15 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs [GVV zum SchKG; BR 220.100] in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung [EGzZPO; BR 320.100] und Art. 251 lit. a der Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung [ZPO; SR 272]) kann gemäss Art. 319 lit. a und Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO 
innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung Beschwerde an das Kantonsge-
richt von Graubünden erhoben werden (Art. 321 Abs. 2 ZPO in Verbindung mit 
Art. 7 Abs. 1 EGzZPO). Soweit – wie vorliegend – nur der Kostenpunkt 
angefochten wird, steht sodann aufgrund von Art. 110 ZPO nur das Rechtsmittel 
der Beschwerde zur Verfügung. Die Beschwerde ist schriftlich und begründet 
einzureichen, wobei der angefochtene Entscheid beizulegen ist (Art. 321 Abs. 1 
und 3 ZPO). Die gegen den am 20. August 2014 ergangenen und am 21. August 
2014 mitgeteilten Kostenentscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur 
am 26. August 2014 eingereichte Beschwerde erweist sich als den an sie 
gestellten Frist- und Formerfordernissen entsprechend, weshalb darauf 
eingetreten wird.

b) Da der Streitwert des vorliegenden Verfahrens CHF 5'000.-- unterschreitet, 
ergeht der Entscheid gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO in einzelrichterlicher 
Kompetenz.

2.a) Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 320 ZPO). 
Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Verstoss gegen ge-
schriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz überprüft ent-
sprechende Rügen mit freier Kognition. Unrichtige Rechtsanwendung beinhaltet 
dabei auch die Unangemessenheit, weshalb mit der Beschwerde auch die 
Angemessenheit eines Kostenentscheides von der Rechtsmittelinstanz frei 
überprüft werden kann (vgl. PKG 2012 Nr. 11 mit zahlreichen Hinweisen). 
Hinsichtlich des von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalts gilt demgegenüber 
eine eingeschränkte Kognition. Letzteren überprüft die Rechtsmittelinstanz nur 

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unter dem Gesichtspunkt einer offensichtlich unrichtigen, also willkürlichen 
Feststellung (vgl. statt vieler Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/ Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, Zürich 2013, N 5 zu Art. 320). Insoweit als eine unrichtige 
Sachverhaltsfeststellung allerdings auf einer falschen Rechtsanwendung beruht, 
ist wiederum der Beschwerdegrund der unrichtigen Rechtsanwendung nach Art. 
320 lit. a ZPO gegeben, welcher von der Rechtsmittelinstanz mit freier Kognition 
überprüft werden kann (Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Basel 2013, N 5 zu Art. 320 
ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt dabei die Rügepflicht. Die Beschwerde 
führende Partei hat mit anderen Worten in der Beschwerdeschrift im Einzelnen 
darzulegen, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet und auf 
welche Beschwerdegründe sie sich beruft (Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 15 zu 
Art. 321 ZPO). Was nicht gerügt wird, hat Bestand. 

b) Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind im Beschwerdeverfahren neue Anträge, 
Tatsachenbehauptungen und Beweismittel ausgeschlossen. Die Beschwerde hat 
im Gegensatz zur Berufung nicht den Zweck, das erstinstanzliche Verfahren 
fortzusetzen. Massgebend ist somit der Prozessstoff, wie er im Zeitpunkt des 
Erlasses des angefochtenen Entscheides bestanden hat. Das Novenverbot gilt 
nicht nur bei Verfahren, welche der Verhandlungsmaxime unterliegen, sondern 
auch bei jenen, welche vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht sind. Zulässig 
sind hingegen neue rechtliche Erwägungen (vgl. Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 3 
f. zu Art. 326 ZPO; Spühler,  a.a.O., N 1 ff. zu Art 326 ZPO; Dominik 
Gasser/Brigitte Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, Bern 
2014, N. 1 zu Art. 326). 

3.a) Gegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet die Verweigerung einer 
Parteientschädigung für die im Rechtsöffnungsverfahren entstandenen 
Anwaltskosten. Nicht gerügt wird, dass der mit dem Rechtsöffnungsbegehren 
gestellte Antrag auf Zusprechung einer Entschädigung im angefochtenen 
Entscheid unbehandelt blieb und sich darin keinerlei Begründung für das Absehen 
von einer Parteientschädigung findet. In Anbetracht des im Beschwerdeverfahrens 
geltenden Rügeprinzips ist daher auf die Frage einer Verletzung des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör (vgl. dazu PKG 2004 Nr. 11 E. 3) nicht weiter einzugehen. 

b) In ihrer Beschwerde äussert sich die Beschwerdeführerin erstmals zu dem 
im Rechtsöffnungsverfahren entstandenen Aufwand ihres Rechtsvertreters und 
stellt auch erstmals einen bezifferten Entschädigungsantrag. In diesem 

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Zusammenhang wird in der Begründung vorgebracht, die nachträgliche 
Bezifferung der Parteientschädigung stelle aus prozessualer Sicht keine 
unzulässige Klageänderung dar, da die Geltendmachung des Anspruchs auf 
Ersatz der Parteikosten als rein prozessrechtliche und akzessorische 
Nebenforderung nicht dem Klageänderungsverbot unterliege. Daher sei es 
vorliegend ohne weiteres zulässig, dass die klagende Partei die genaue Höhe der 
Parteientschädigung erst in der Beschwerdeschrift angebe. Die 
Beschwerdeführerin stützt sich dabei auf Martin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 
2012, N 8 zu Art. 105 ZPO. Dessen Ausführungen betreffen jedoch die 
Bezifferungspflicht im erstinstanzlichen Verfahren und nicht die Frage, ob eine 
unterlassene Bezifferung im Beschwerdeverfahren nachgeholt werden kann. 
Zutreffend ist, dass im erstinstanzlichen Verfahren ein allgemein gehaltener 
Entschädigungsantrag genügt und keine weitere Bezifferung nötig ist (so auch 
Urteil des Bundesgerichts 5A_126/2014 vom 10. Juli 2014 E. 3.2.2). Die 
Bezifferung kann bis zum Beginn der Urteilsberatung nachgeholt werden. Wenn 
von der Möglichkeit zur Einreichung einer Kostennote jedoch kein Gebrauch 
gemacht wird, erfolgt die Festsetzung der Parteientschädigung nach Ermessen 
des Gerichts (vgl. Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts Graubünden ZK1 
13 112 vom 30. Januar 2014 E. 2.a). Dabei ist das Gericht nicht dazu verpflichtet, 
die Parteien vorgängig zur Einreichung ihrer Kostennoten aufzufordern. Ist die 
Bezifferung vor der Vorinstanz unterlassen worden, sind Ausführungen zum 
tatsächlichen anwaltlichen Aufwand im Beschwerdeverfahren aufgrund des 
Novenverbots ausgeschlossen. Gerügt werden kann einzig die fehlerhafte 
Ermessensbetätigung bei der anhand der Akten vorzunehmenden Schätzung des 
notwendigen und der objektiven Bedeutung der Streitsache angemessenen 
Aufwands. Dies ändert allerdings nichts daran, dass im Rechtsmittelverfahren auf 
Geldzahlung gerichtete Anträge grundsätzlich zu beziffern sind, was jedenfalls 
dann, wenn der Vorderrichter über die Höhe der Parteientschädigung entschieden 
hat und ein reformatorischer Entscheid der Beschwerdeinstanz möglich ist, auch 
für Anträge zum Kostenpunkt zu gelten hat. Insofern dürfte eine erstmalige 
Bezifferung des Antrags in der Beschwerdeschrift wohl kaum mit dem Hinweis auf 
das Novenverbot verwehrt werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_126/2014 vom 10. Juli 2014 E. 3.2.3). Vorliegend wehrt sich die 
Beschwerdeführerin allerdings nicht gegen eine zu tiefe, sondern gegen die 
vollständige Verweigerung einer Parteientschädigung. Ob in dieser Konstellation 
eine Bezifferung im Beschwerdeverfahren möglich und nötig ist, kann mit Blick auf 
den Ausgang des Verfahrens offengelassen werden. 

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4.a) Die rechtlichen Grundlagen für die Parteientschädigung im 
Rechtsöffnungsverfahren waren bis zum Inkrafttreten der ZPO in Art. 62 Abs. 1 
der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs 
(GebV SchKG; SR 281.35) geregelt. Nach dieser Bestimmung konnte der 
obsiegenden Partei auf deren Verlangen für Zeitversäumnisse und Auslagen auf 
Kosten der unterliegenden Partei eine angemessene Entschädigung 
zugesprochen werden, deren Höhe im Entscheid festzusetzen war. Auf dieser 
Grundlage konnten nicht anwaltlich vertretene Parteien im Falle ihres Obsiegens 
eine sog. Umtriebsentschädigung beanspruchen. Bei anwaltlicher Vertretung 
waren als Auslagen auch die Kosten zu berücksichtigen, die der obsiegenden 
Partei durch die bei objektiver Würdigung notwendig erscheinende 
Inanspruchnahme eines Anwalts entstanden waren. Während die Notwendigkeit 
des Beizugs eines Anwalts auch in einfachen Fällen kaum in Zweifel gezogen 
wurde, wurde die nach den einschlägigen Honorarsätzen bemessene 
Entschädigung regelmässig auf ihre Angemessenheit und mithin auch auf die 
Notwendigkeit des in Rechnung gestellten Aufwandes überprüft. So galt ein 
Anwalt dann als angemessen entschädigt, wenn neben seinem zeitlichen Aufwand 
auch die Schwierigkeit der sich stellenden Rechtsfragen und die mit dem Fall 
verbundene Verantwortung, die sich auch in der Höhe des Streitwerts zeigen 
konnte, berücksichtigt wurden. Insbesondere musste ein angemessenes 
Verhältnis zwischen dem Streitwert und dem Prozesswert vorliegen, weshalb das 
nach Zeitaufwand bemessene Honorar bei einem geringen Streitwert regelmässig 
herabgesetzt wurde (vgl. PKG 2004 Nr. 11 E. 6.a mit Hinweis auf BGE 119 III 68 
E. 3.b).

b) Mit Inkrafttreten der ZPO wurde Art. 62 Abs. 1 GebV SchKG aufgehoben. 
Ob und in welcher Höhe der obsiegenden Partei im Rechtsöffnungsverfahren eine 
Parteientschädigung zuzusprechen ist, bestimmt sich seither nach den 
allgemeinen Regeln der ZPO und des in Art. 96 ZPO vorbehaltenen kantonalen 
Rechts. Wie bisher werden die Parteikosten nur auf Antrag zugesprochen (Art. 
105 Abs. 2 ZPO; BGE 139 III 334 E. 4.3). Was als Parteientschädigung gilt, wird in 
Art. 95 Abs. 3 ZPO festgelegt. Prozessiert eine Partei ohne berufsmässige 
Vertretung, hat sie neben dem Ersatz notwendiger Auslagen (lit. a) nur in 
begründeten Fällen Anspruch auf eine angemessene Umtriebsentschädigung (lit. 
c). Bei berufsmässiger Vertretung umfasst die Parteientschädigung die Kosten 
dieser Vertretung (lit. b), wobei sich deren Höhe grundsätzlich nach dem 
anwendbaren kantonalen Tarif richtet. Falls der kantonale Tarif auf den Streitwert 
abstellt, bestimmt sich letzterer wiederum nach Art. 91 ZPO (BGE 139 III 195 E. 

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4.3). Im Kanton Graubünden ist die Parteientschädigung für die Kosten der 
anwaltlichen Vertretung in Gerichtsverfahren in der Verordnung über die 
Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 
[Honorarverordnung, HV; BR 310.250]) geregelt. Gemäss Art. 2 HV setzt die 
urteilende Instanz die Parteientschädigung der obsiegenden Partei nach 
Ermessen fest (Abs. 1). Sie geht dabei vom Betrag aus, welcher der 
entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung in Rechnung 
gestellt wird, soweit der vereinbarte Stundenansatz zuzüglich allfällig vereinbartem 
Interessenwertzuschlag üblich ist und keine Erfolgszuschläge enthält (Abs. 2 Ziff. 
1), der geltend gemachte Aufwand angemessen und für die Prozessführung 
erforderlich ist (Abs. 2 Ziff. 2) und die geforderte Entschädigung nicht eine von der 
Sache bzw. von den legitimen Rechtsschutzbedürfnissen her nicht gerechtfertigte 
Belastung der unterliegenden Partei zur Folge hat (Abs. 2 Ziff. 3). Die Bemessung 
hat folglich auf einer individuellen Würdigung zu beruhen, bei welcher dem Gericht 
ein erheblicher Ermessensspielraum zukommt (vgl. Urteil der Schuldbetreibungs- 
und Konkurskammer des Kantonsgerichts Graubünden KSK 11 56 vom 6. 
September 2011 E. 5.b). Verzichtet eine Partei auf die Einreichung einer 
Kostennote oder eine anderweitige Bezifferung ihres Aufwandes, wird letzterer 
vom Gericht anhand der Akten nach dem Umfang der notwendigen und 
tatsächlich geleisteten Arbeit sowie nach dem Mass der unumgänglichen Umtriebe 
und nach der objektiven Bedeutung der Streitsache bemessen (vgl. Urteil der 
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts Graubünden KSK 
14 1 vom 14. Januar 2014 E. 3.b). Das kantonale Recht sieht damit seinerseits 
eine Angemessenheitsprüfung vor und erlaubt mithin eine Weiterführung der zu 
Art. 62 Abs. 1 GebV SchKG entwickelten Praxis.

c) Keine besonderen Regeln für die Zusprechung einer Parteientschädigung 
im Rechtsöffnungsverfahren ergeben sich aus Art. 27 Abs. 3 SchKG. Gemäss 
Satz 3 dieser Bestimmung dürfen die Kosten der Vertretung nicht dem Schuldner 
überbunden werden. Anders als die beiden ersten Absätze von Art. 27 SchKG, 
welche die Kompetenz der Kantone zur Regelung der Vertretungsbefugnis im 
Zwangsvollstreckungsverfahren zum Gegenstand haben und aufgrund des 
ausdrücklichen Verweises in Art. 68 Abs. 2 lit. c ZPO seit dem Inkrafttreten der 
ZPO auch für die gerichtlichen Inzidenzverfahren gelten (BGE 138 III 396), muss 
der Geltungsbereich von Abs. 3 in Übereinstimmung mit der früheren 
Rechtsprechung (BGE 103 Ia 47) und dem Willen des Gesetzgebers (vgl. dazu 
Botschaft vom 8. Mai 1991 über die Änderung des Bundesgesetzes über 
Schuldbetreibung und Konkurs, BBl 1991 III S. 40 f.) auf die eigentlichen 

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Vollstreckungsverfahren beschränkt bleiben. Dass die Berücksichtigung von 
Kosten einer berufsmässigen Vertretung – sei dies durch einen patentierten 
Rechtsanwalt oder durch einen gemäss kantonalem Recht befugten Vertreter – 
bei der Festsetzung einer Parteientschädigung im Rechtsöffnungsverfahren mit 
Inkrafttreten der ZPO generell hätte ausgeschlossen werden sollen (vgl. in diesem 
Sinne Benedikt A. Sutter/Christina von Holzen, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., N 36 zu Art. 95 ZPO), geht aus 
den Materialien nicht hervor und findet auch in der Lehre keine Mehrheit (vgl. 
Sterchi, a.a.O., N 12 zu Art. 95 ZPO in Verbindung mit N 10 zu Art. 68 ZPO; Hans 
Schmid, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 2. Aufl., 
Basel 2014, N 19 zu Art. 95 ZPO; Adrian Urwyler, in: Brunner/Gasser/Schwander, 
DIKE-Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St.Gallen 
2011, N 24 f. zu Art. 95 ZPO). All diese Autoren gehen davon aus, dass die 
Kosten eines gewerbsmässigen Vertreters im Sinne von Art. 27 SchKG in den 
summarischen SchKG-Verfahren zu den ersatzfähigen Kosten gehören. 

5.a) Vorliegend war die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren 
anwaltlich vertreten. Strittig ist, ob damit unabhängig von der Notwendigkeit des 
Beizugs eines Anwalts ein Anspruch auf Ersatz der Anwaltskosten besteht, oder 
ob die Zusprechung einer Parteientschädigung im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. b 
ZPO die Notwendigkeit einer Vertretung voraussetzt.

b) Die Beschwerdeführerin stützt sich primär auf Art. 68 Abs. 1 ZPO, welcher 
ein Recht zum Beizug eines Vertreters unabhängig von der Notwendigkeit eines 
Rechtsbeistands statuiere. Letzteres trifft zweifellos zu und beinhaltet entgegen 
der Stellungnahme des Vorderrichters auch das Recht zum Beizug eines 
berufsmässigen Vertreters. Die ZPO kennt weder eine Vertretungspflicht noch 
schliesst sie eine gewillkürte Vertretung – gleich welcher Art – in bestimmten 
Verfahren generell aus. So ist auch in Rechtsöffnungsverfahren eine Vertretung 
durch einen Rechtsanwalt grundsätzlich zulässig. Aus dem Recht zum Beizug 
eines (auch berufsmässigen) Vertreters fliesst indessen noch kein 
bedingungsloser Anspruch darauf, im Falle eines Obsiegens die 
Vertretungskosten vollständig ersetzt zu erhalten. Ob und in welchem Umfang die 
Kosten der berufsmässigen Vertretung zu entschädigen sind, bestimmt sich wie 
dargelegt nach Art. 95 Abs. 3 ZPO in Verbindung mit den einschlägigen 
kantonalen Tarifen.

c) Zutreffend ist, dass Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO die Entschädigung der 
Anwaltskosten dem Wortlaut nach nicht von der Notwendigkeit einer anwaltlichen 

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Vertretung abhängig macht. Dass die Kosten der berufsmässigen Vertretung in 
Art. 95 Abs. 3 ZPO separat aufgeführt sind, dient gemäss Botschaft vom 28. Juni 
2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (BBl 2006 S. 7293) jedoch einzig 
der Transparenz. Ohne separate Nennung in lit. b wären sie gemäss den 
Ausführungen des Bundesrats, die in der parlamentarischen Beratung zu keinerlei 
Diskussionen Anlass gaben, von lit. a (Ersatz notwendiger Auslagen) erfasst 
worden. Dies zeigt, dass mit der ZPO lediglich die bisherige Praxis kodifiziert 
werden sollte. Dementsprechend wird auch in der Lehre zur neuen ZPO dafür 
gehalten, dass das Kriterium der Erforderlichkeit der anwaltlichen Vertretung bei 
der Festsetzung der Parteientschädigung zu berücksichtigen ist (so Sterchi, 
a.a.O., N 14 zu Art. 95 ZPO; a.M. allerdings Suter/von Holzen, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., N 5 zu Art. 320). Mit der 
Wendung, dass nur der gebotene, d.h. der durch die bei objektiver Würdigung 
notwendig erscheinende Inanspruchnahme des Anwalts entstandene Aufwand zu 
vergüten ist, lehnt sich Sterchi – wie vom Vorderrichter in seiner Stellungnahme 
richtig dargelegt wurde – an BGE 119 III 68 an, welcher ebenfalls eine 
Parteientschädigung im Rechtsöffnungsverfahren zum Gegenstand hatte und 
seinerseits auf den in der Botschaft (BBl 2006 S. 7293) zitierten BGE 113 III 110 
Bezug nahm. Dem Vorderrichter ist daher darin beizustimmen, dass die 
Notwendigkeit anwaltlicher Hilfe für die Frage der Parteientschädigung 
massgebend ist. Allerdings sind wie bisher keine allzu hohen Anforderungen an 
die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung zu stellen. Bei prozessunerfahrenen 
Personen ohne eigene Rechtskenntnisse wird auch in einfachen 
Rechtsöffnungsverfahren die Notwendigkeit des Beizugs eines Rechtsanwalts 
nicht verneint werden können. Anders sieht dies bei einem professionellen 
Inkassounternehmen aus, bei dem das entsprechende Know-how vorausgesetzt 
werden kann und vorliegend auch durch auf der eigenen Website abrufbare und 
damit als notorisch geltende Informationen bestätigt wird. 

d) Nichts Gegenteiliges ergibt sich aus der von der Beschwerdeführerin 
zitierten Kommentarstelle (vgl. Florian Mohs, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], ZPO 
Kommentar, Zürich 2010, N 7 zu Art. 95 ZPO), wonach für die Zusprechung einer 
Anwaltskostenentschädigung kein Nachweis der Notwendigkeit der anwaltlichen 
Vertretung erbracht werden muss. Wie in der Stellungnahme des Vorderrichters 
zu Recht festgehalten wurde, geht die Notwendigkeit der anwaltlichen Hilfe in den 
meisten Fällen aus dem Prozessstoff selber hervor, sodass sich ein spezieller 
Nachweis erübrigt. Nicht ausgeschlossen ist indessen, dass im Einzelfall die Akten 
zu einem gegenteiligen Schluss führen. Ist die fehlende Notwendigkeit des 

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Beizugs eines Rechtsanwalts offensichtlich, darf dies bei der Frage der 
Parteientschädigung zweifellos berücksichtigt werden. Dies gilt umso mehr, als im 
betreffenden Zitat das kantonale Recht ausdrücklich vorbehalten bleibt. Soweit 
nicht bereits das Bundesrecht die Notwendigkeit der anwaltlichen Hilfe für die 
Zusprechung einer Entschädigung für die Kosten der berufsmässigen Vertretung 
voraussetzt, ergibt sich das Kriterium der Erforderlichkeit des anwaltlichen 
Aufwands zumindest aus den einschlägigen kantonalen Bestimmungen.

e) Nicht weiter hilft der Beschwerdeführerin sodann das Argument, dass die 
durch die Interessenwahrung im Rechtsöffnungsverfahren entstandenen 
Vertretungskosten als kausale Kosten zu vergüten sind. Zwar stellt Viktor Rüegg, 
in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], a.a.O., N 18 zu Art. 95 ZPO, an den sich die 
Ausführungen in der Beschwerdeschrift anzulehnen scheinen, auf das Kriterium 
der Kausalität ab, ohne die Erforderlichkeit der Interessenwahrung vorzubehalten. 
Aus den weiteren Ausführungen im Zusammenhang mit den Kosten eines 
Anwaltswechsels und den Kosten mehrerer Anwälte wird jedoch deutlich, dass 
auch dieser Autor die Notwendigkeit des anwaltlichen Aufwands für eine 
Vergütungspflicht voraussetzt.

f) Zu erwähnen bleibt in diesem Zusammenhang schliesslich auch Art. 108 
ZPO, wonach unnötige Prozesskosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat. 
Unter diese Bestimmung fallen Kosten, die bei gehöriger Sorgfalt vermeidbar 
gewesen wären, ohne dass sich am Ausgang des Verfahrens etwas geändert 
hätte (so Sterchi, a.a.O., N 1 zu Art. 108 ZPO). In Anlehnung an die Botschaft (BBl 
2006 S. 7298) werden darunter etwa auch weitschweifige Parteivorträge 
subsumiert, deren Kosten unabhängig vom Obsiegen in der Sache nicht auf die 
Gegenpartei sollen überwälzt werden können. Mit der Verankerung des 
Verursacherprinzips hat der Gesetzgeber klar zum Ausdruck gebracht, dass das 
Kriterium der Notwendigkeit der Prozesskosten bei deren Verteilung zu 
berücksichtigen ist. Dies muss auch bei der Festsetzung der Parteientschädigung 
gelten. Wie unter bisherigem kantonalen Recht (Art. 122 Abs. 2 ZPO-GR) sind 
daher nur die durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu 
ersetzen. Daraus hat die kantonale Praxis abgeleitet, dass von einem 
Rechtsanwalt erwartet werden darf, in rechtlich einfachen Angelegenheiten von 
bescheidener Bedeutung selber tätig zu werden, weshalb für die durch den Beizug 
eines Anwalts entstandenen Zusatzkosten kein Entschädigungsanspruch besteht 
(vgl. PKG 2005 Nr. 11 E. 4; PKG 2007 Nr. 6 E. 3.c). Dieses 
Schadenminderungsprinzip muss nach dem Gesagten auch unter neuem Recht 
beachtlich bleiben. Eine bei objektiver Würdigung nicht gebotene 

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Inanspruchnahme anwaltlicher Vertretung kann daher keinen Anspruch auf Ersatz 
der Vertretungskosten im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO begründen.

g) Eine andere Frage ist, ob in einem solchen Fall die Zusprechung einer 
Parteientschädigung vollständig verweigert werden darf, wovon der Vorderrichter 
auszugehen scheint. Nach bisheriger Praxis war dem Anwalt, der für die 
Prozessführung in eigener Sache ohne Notwendigkeit einen Berufskollegen 
beauftragte, eine Umtriebsentschädigung in gleicher Höhe zuzusprechen, wie 
wenn er selber tätig geworden wäre. Diese entsprach etwa 50 Prozent des nach 
den Ansätzen des Bündnerischen Anwaltsverbands berechneten Honorars. Die 
Möglichkeit einer Umtriebsentschädigung für eine nicht berufsmässig vertretene 
Partei (nebst dem Ersatz der notwendigen Auslagen) ist auch in der ZPO 
vorgesehen, gemäss Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO allerdings nur in begründeten Fällen. 
In der Lehre wird die Frage, ob gestützt auf diese Bestimmung auch die mit der 
Prozessführung verbundene eigene Zeitversäumnis zu entschädigen ist, 
kontrovers behandelt. Gemäss Botschaft (BBl 2006 S. 7293) soll damit in erster 
Linie ein gewisser Ausgleich für den Verdienstausfall einer selbstständig 
erwerbenden Person ermöglicht werden. Entsprechend ist weitgehend 
unbestritten, dass in eigener Sache prozessierenden Anwälten eine 
Umtriebsentschädigung zusteht. Gleiches gilt für juristische Personen, die einen 
Prozess durch hauseigene Anwälte führen lassen (vgl. Sterchi, a.a.O., N 18 zu 
Art. 95; Suter/von Holzen, a.a.O., N 42 zu Art. 95; Rüegg, a.a.O., N 21 zu Art. 95). 
Verlangt wird teilweise aber das Vorliegen einer komplizierten Streitsache mit 
hohem Streitwert, welche einen grossen Arbeitsaufwand notwendig macht, der 
den Rahmen dessen überschreitet, was der Einzelne üblicher- und 
zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf 
sich zu nehmen hat (vgl. Urwyler, a.a.O., N. 26 zu Art. 95). Damit wäre die 
Zusprechung einer Umtriebsentschädigung in einem einfachen 
Rechtsöffnungsverfahren regelmässig ausgeschlossen. Entsprechend sind die 
Gerichte in einzelnen Kantonen dazu übergegangen, auch den durch eigene 
Rechtsdienste vertretenen öffentlich-rechtlichen Körperschaften (Kanton und 
Gemeinden) vorbehältlich besonderer Umstände keine Umtriebsentschädigung 
mehr zuzusprechen (so etwa für den Kanton Neuenburg: RJN 2011 S. 213). Im 
Kanton Graubünden hat sich bis anhin keine derart strenge Praxis etabliert. Die 
Zusprechung einer Umtriebsentschädigung für Kanton und Gemeinden ist nach 
wie vor üblich (vgl. zuletzt etwa Urteil der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 
des Kantonsgerichts Graubünden KSK 14 35 vom 4. August 2014). Auch an die 
Zusprechung einer Umtriebsentschädigung an Privatpersonen werden keine allzu 

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hohen Anforderungen an die Darlegung besonderer Umstände gestellt; betont 
wird vielmehr der grosse Ermessensspielraum, der dem Gericht in dieser Frage 
zukommt (vgl. Urteil der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des 
Kantonsgerichts Graubünden KSK 13 55/57 vom 2. Dezember 2013 E. 9). Ob 
diese grosszügige Praxis in allen Fällen vor Bundesrecht standhält, kann 
vorliegend dahingestellt bleiben. Jedenfalls bei der vorliegenden Konstellation – in 
welcher der Ersatz der Vertretungskosten mit der Begründung verweigert wird, 
dass das Rechtsöffnungsverfahren in Anbetracht des im Unternehmen 
vorhandenen Sachverstands selber hätte geführt werden können – rechtfertigt 
sich die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung. Auch wenn sich der im 
einzelnen Verfahren anfallende Aufwand in einem bescheidenen Rahmen bewegt, 
übersteigt er bei einem professionellen Inkassounternehmen (wie übrigens auch 
bei den mit dem Steuereinzug betrauten Behörden) in der Summe der zu 
bearbeitenden Fälle das Ausmass, dessen Tragung jemandem üblicherweise 
selber zugemutet werden kann. Dies gilt umso mehr, als die Gegenpartei das 
Rechtsöffnungsverfahren durch Erhebung des Rechtsvorschlags veranlasst hat 
und im Falle ihres Unterliegens keine besondere Schonung verdient. In der Höhe, 
in welcher die Beschwerdeführerin bei eigenem Tätigwerden eine 
Umtriebsentschädigung hätte beanspruchen können, ist ihr daher auch bei 
anwaltlicher Vertretung eine Parteientschädigung zuzusprechen.

h) Nicht schaden kann es, dass sich die Beschwerdeführerin zur Frage einer 
Umtriebsentschädigung nicht geäussert und dementsprechend keine besonderen 
Umstände im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO geltend gemacht hat. Dazu hatte 
sie als anwaltlich vertretene Partei keinen Anlass. Letztlich handelt es sich bei der 
Frage, ob und in welcher Höhe bei fehlender Notwendigkeit der anwaltlichen Hilfe 
eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, um eine auch im 
Beschwerdeverfahren von Amtes wegen zu beantwortende Rechtsfrage. Soweit in 
diesem Zusammenhang besondere Umstände als Voraussetzung einer 
Umtriebsentschädigung relevant werden, können sich diese auch aus den Akten 
ergeben. In diesem Sinne hat sich denn auch das Bundesgericht gegen die 
Notwendigkeit einer Bezifferung der Auslagen bzw. einer Umtriebsentschädigung 
ausgesprochen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_126/2014 vom 10. Juli 2014 E. 
3.2.2).

i) Vorliegend handelt es sich unbestreitbar um ein sehr einfaches Verfahren. 
Verlangt wurde die Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung für eine der 
Beschwerdeführerin abgetretene und durch Konkursverlustschein ausgewiesene 
Forderung in Höhe von weniger als CHF 1'000.--, nachdem der Schuldner in der 

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vorangegangenen Betreibung keine Einrede des mangelnden neuen Vermögens 
erhoben zu haben scheint. Wie der beigezogene Rechtsvertreter hätte sich auch 
die Beschwerdeführerin selber mit einer äusserst knapp begründeten 
Standardeingabe begnügen können. Es darf daher von einem sehr geringen 
Zeitaufwand ausgegangen werden. Unter Berücksichtigung der notwendigen 
Auslagen für Kopien und Porti rechtfertigt sich ermessensweise die Zusprechung 
einer Parteientschädigung von CHF 80.--. In diesem Sinne ist die Beschwerde 
teilweise gutzuheissen und der angefochtene Entscheid entsprechend zu 
ergänzen.

6.a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Kosten des 
Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 150.-- (vgl. Art. 48 in Verbindung mit Art. 
61 Abs. 1 GebV SchKG) nach Massgabe von Art. 106 Abs. 2 ZPO zur Hälfte der 
Beschwerdeführerin auferlegt. Die Gegenpartei hat am Beschwerdeverfahren 
nicht teilgenommen und kann mangels Antragstellung nicht als unterlegene Partei 
gelten. Ein grober Fehler der Vorinstanz, welcher eine Überbindung der Kosten 
gestützt auf Art. 108 ZPO rechtfertigen würde, liegt nicht vor. Die Hälfte der 
Kosten verleibt daher beim Kanton Graubünden (Art. 107 Abs. 2 ZPO).

b) Aufgrund der gleichen Überlegungen besteht auch ein Anspruch auf eine 
hälftige Parteientschädigung zulasten des Kantons. Im Beschwerdeverfahren kann 
die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung nicht in Abrede gestellt werden. 
Mangels Einreichung einer Honorarnote wird die Parteientschädigung nach 
richterlichem Ermessen festgesetzt (vgl. Art. 105 Abs. 2 ZPO). Da keine 
Honorarvereinbarung bei den Akten liegt, ist ein mittlerer Stundenansatz von CHF 
240.-- anwendbar. Ausgehend von einem Aufwand von rund 2 Stunden wird die 
Parteientschädigung auf CHF 250.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) festgelegt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid des 
Einzelrichters SchKG am Bezirksgericht Plessur vom 20. August 2014 wird 
dahingehend ergänzt, dass Y._____ verpflichtet wird, der X._____AG für 
das Rechtsöffnungsverfahren eine Parteientschädigung von CHF 80.-- zu 
bezahlen.

2. a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 150.-- gehen je hälftig zu 
Lasten der X._____AG und des Kantons Graubünden. Sie werden mit dem 
von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss von CHF 150.-- 
verrechnet. Der Restbetrag des Kostenvorschusses von CHF 75.-- wird der 
Beschwerdeführerin durch das Kantonsgericht erstattet. 

b) Der Kanton Graubünden hat die X._____AG mit CHF 250.-- (inkl. 
Barauslagen und MWSt) zu entschädigen.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG 
Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 
grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden 
Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: