# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83d688e8-5580-5e6b-90d2-2df451370af2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 03.05.2022 HE220035
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE220035_2022-05-03.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE220035-O U/mk 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Roland Schmid, Präsident, sowie Gerichtsschreiberin 

Nadja Kiener 

 

Urteil vom 3. Mai 2022 

 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Gesuchstellerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. X._____,  

 

gegen 

 

Anlagestiftung der B._____-Pensionskasse,  
Gesuchsgegnerin 

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 
 

 

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Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

"1. Das Grundbuchamt C._____ (D._____-strasse ..., … C._____) 
sei im Sinne von Art. 961 ZGB sofort und ohne Anhörung der Ge-
genpartei einstweilen anzuweisen, zugunsten der Gesuchstellerin 
und zulasten des Grundstücks, das der Gesuchsgegnerin gehört, 
ein Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen auf Liegen-
schaft Kat. Nr. 1 GbBl. 2 EGRID CH3, E._____-strasse …, ... 
C._____, für eine Pfandsumme von Fr. 66'271.–. 

Unter (solidarischer) Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Gesuchsgegnerin." 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Am 4. April 2022 (Datum Poststempel) reichte die Gesuchstellerin das Ge-

such mit obigem Rechtsbegehren ein (act. 1). Mit Verfügung vom 5. April 2022 

wurde dem Gesuch einstweilen ohne Anhörung der Gegenpartei entsprochen und 

das Grundbuchamt C._____ angewiesen, das beantragte Pfandrecht vorläufig im 

Grundbuch einzutragen (act. 4 Disp.-Ziff. 1). Gleichzeitig wurde der Gesuchsgeg-

nerin – unter Androhung eines Aktenentscheids im Säumnisfall – Frist angesetzt, 

um eine Stellungnahme zum Gesuch einzureichen (act. 4 Disp.-Ziff. 2). Nachdem 

die Gesuchsgegnerin diese Frist ungenutzt hat verstreichen lassen, ist andro-

hungsgemäss aufgrund der Akten zu entscheiden (Art. 223 Abs. 2 ZPO).  

2. Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung ei-

nes gesetzlichen Grundpfandrechts für Forderungen von Handwerkern und Un-

ternehmern, die zu Bauten oder anderen Werken auf einem Grundstück Material 

und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben. Der Anspruch auf Errichtung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts richtet sich gegen den jeweiligen Eigentümer des 

Grundstücks, auch wenn die Leistungen nicht in seinem Auftrag erbracht worden 

sind (vgl. SCHUMACHER, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Aufl. 2008, N 291 ff. 

und N 869 ff. m.H.). Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate 

nach der Vollendung der Arbeiten zu geschehen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). 

3. Unter Berücksichtigung der Eingabe der Gesuchstellerin (act. 1) und der 

eingereichten Unterlagen (act. 3/2-22) ist glaubhaft und unbestritten geblieben, 

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dass die Gesuchstellerin für die eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück 

der Gesuchsgegnerin (Prot. S.  2 und act. 3/3) im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 

ZGB Arbeit (diverse Gipserarbeiten) geleistet hat (act. 1 Rz. 22 f.). Ebenso er-

scheint glaubhaft, dass der Betrag in der Höhe der eingetragenen Pfandsumme 

bisher unbezahlt geblieben ist (act. 1 Rz. 31) und die Viermonatsfrist gemäss 

Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung am 5. April 2022 gewahrt 

wurde (act. 1 Rz. 12 ff.). Demgemäss steht der vorläufigen Eintragung des Bau-

handwerkerpfandrechts im mit Verfügung vom 5. April 2022 verfügten Umfang 

(act. 4) nichts entgegen, womit die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt 

C._____ als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB zu bestätigen ist. 

4. Sodann ist der Gesuchstellerin Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Ein-

tragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequie-

rungsfrist ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berücksichtigen (BGE 143 

III 554 E. 2.5.2). Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf aber eines ge-

sonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in ei-

nem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine 

Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustim-

mung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beein-

flussbare Hinderungsgründe anerkannt. 

5.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in 

erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 

Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 66'271.– auszuge-

hen, wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 

Abs. 1 GebV OG auf CHF 3'400.– festzusetzen ist. 

5.2. Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv ent-

schieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuch-

stellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren 

lediglich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzel-

gerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Ver-

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fahren betreffend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Gesuchstel-

lerin zu beziehen, wobei der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen 

Verfahren vorbehalten bleibt. Nur für den Fall des Nichtanhängigmachens des 

Prozesses in der Hauptsache ist eine definitive (wenn auch bedingte) Anordnung 

zu treffen und sind die Kosten der (diesfalls unterliegenden) Gesuchstellerin auf-

zuerlegen, womit der Kostenbezug definitiv würde. 

5.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentli-

chen Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren An-

spruch jedoch nicht prosequieren sollte, ist der Gesuchsgegnerin jedoch mangels 

Antrags sowie mangels prozessualen Aufwands (vgl. § 11 Abs. 1 AnwGebV) kei-

ne Entschädigung zuzusprechen. Der Gesuchstellerin ist für diesen Fall ebenfalls 

keine Entschädigung zuzusprechen. 

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt 

als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu-

figer Eintragung gemäss Verfügung vom 5. April 2022 bis zur rechtskräftigen 

Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses 

auf Liegenschaft Kat. Nr. 1, GBBl. 2, EGRID CH3, 

E._____-strasse ..., ... C._____, 

für eine Pfandsumme von CHF 66'271.–. 

2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 4. Juli 2022 angesetzt, um eine Klage 

auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin an-

zuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag 

(Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen. 

3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 3'400.–. 

Allfällig weitere Kosten (insbesondere Rechnung des Grundbuchamtes) 

bleiben vorbehalten.  

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4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin be-

zogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfol-

genden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert 

Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr 

die Kosten definitiv auferlegt. 

5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin 

innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, wer-

den den Parteien keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt CHF 66'271.–. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).  

 

Zürich, 3. Mai 2022 
 

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 
Einzelgericht 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Nadja Kiener 

 

	Urteil vom 3. Mai 2022
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 5. April 2022 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss Disposi...
	2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 4. Juli 2022 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) löschen ...
	3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 3'400.–. Allfällig weitere Kosten (insbesondere Rechnung des Grundbuchamtes) bleiben vorbehalten.
	4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Zi...
	5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden den Parteien keine Par...
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).