# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c7dd673-11b0-54bf-9373-692904773d61
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.08.2014 100 2013 413
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-413_2014-08-08.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 2.10.2014 abgewiesen, soweit es 
darauf eingetreten ist (2C_841/2014).

100.2013.413U
HER/SCA/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. August 2014     

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli und Keller
Gerichtsschreiberin Schnyder Niedermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge 
Aufhebung der Ehegemeinschaft (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 24. Oktober 2013; BD 119/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der Kosovare A.________, geb. … 1980, heiratete am 6. August 2007 im Kosovo die 
in der Schweiz niederlassungsberechtigte Landsfrau B.________. Am 26. Februar 
2008 reiste er in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine 
Aufenthaltsbewilligung. Als gemeinsamen Wohnsitz gaben die Eheleute eine Adresse 
in C.________ an. Die Aufenthaltsbewilligung von A.________ wurde in der Folge 
mehrmals verlängert. Am 24. Oktober 2011 wurde die kinderlos gebliebene Ehe 
geschieden. Im Frühling 2012 stellte sich heraus, dass die (inzwischen geschiedene) 
Ehefrau von A.________ in C.________ nie angemeldet war und bereits am 
1. November 2008 in D.________ Wohnsitz genommen hatte. Mit Verfügung vom 
11. April 2013 verweigerte das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern 
(MIP), Migrationsdienst (MIDI), A.________ die Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und wies ihn aus der Schweiz weg.

B.

Die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde vom 15. Mai 2013 wies die 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM) mit Entscheid vom 24. Oktober 
2013 ab, unter Ansetzung einer neuen Ausreisefrist bis 5. Dezember 2013.

C.

Am 25. November 2013 hat A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit 
folgenden Anträgen in der Sache:

«1. Der Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 24. Oktober 
2013 […] betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
Wegweisung aus der Schweiz sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers sei zu verlängern.

3. Eventualiter seien die Akten zur Vornahme weiterer sachdienlicher Abklärungen 
an die Vorinstanz respektive den Migrationsdienst zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegner.»

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 3

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 12. Dezember 2013 die Abweisung der 
Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin. Gerügt werden können die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des Sachverhalts sowie andere Rechtsverletzungen einschliesslich 
Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Umstritten ist zunächst, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf Verlängerung 
seiner Aufenthaltsbewilligung hat. 

2.1 Nach Art. 43 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) haben ausländische Ehegatten von 
Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der 
Bewilligungsanspruch besteht trotz Auflösens bzw. definitiven Scheiterns der 
Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene 
ausländische Person sich hier erfolgreich integriert hat (vgl. Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 4

Eine (relevante) Ehegemeinschaft besteht solange, als die eheliche Beziehung 
tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist (BGE 138 II 229 
E. 2, 137 II 345 E. 3.1.2). Dabei ist grundsätzlich auf die nach aussen wahrnehmbare 
eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 1 AuG). Vom Erfordernis 
des Zusammenwohnens wird nach Art. 49 AuG jedoch ausnahmsweise abgesehen, 
wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe vorliegen, die Ehegemeinschaft indes 
weiter besteht (statt vieler BGer 2C_505/2013 vom 4.10.2013, E. 4.2 mit Hinweisen). 
Solche Gründe können insbesondere in beruflichen Verpflichtungen oder in einer 
vorübergehenden Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme liegen (Art. 76 der 
Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
[VZAE; SR 142.201]). 

2.2 Den Akten lässt sich dazu Folgendes entnehmen: Im Rahmen des 
Familiennachzugsgesuchs gaben die Eheleute ... an, im gemeinsamen Haushalt in 
C.________ zu leben (Akten MIDI, pag. 1 f.). Die damalige Ehefrau des 
Beschwerdeführers hatte dort auf ihren Namen per 1. Dezember 2007 eine 
Dreizimmerwohnung gemietet (Akten MIDI, pag. 6), sich in der Gemeinde aber nie 
angemeldet (Akten MIDI, pag. 65). Per 1. November 2008, d.h. rund acht Monate nach 
der Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz, hat sie in der Gemeinde 
D.________ Wohnsitz genommen (Hauptwohnsitzbescheinigung der Gemeinde 
D.________ vom 21.6.2011 [Akten POM, Beilagen zum Dossier]). Der 
Beschwerdeführer wohnte weiterhin in C.________ (Wohnsitzbestätigung der 
Gemeinde C.________ vom 15.8.2011 [Akten POM, Beilagen zum Dossier]). 
Gleichwohl meldete er den Migrationsbehörden im Januar 2009, Dezember 2009 und 
Dezember 2010 im Rahmen der Verfallsanzeige seiner Aufenthaltsbewilligung, er führe 
mit seiner Ehefrau einen gemeinsamen Haushalt (zusammenwohnend) in C.________ 
(Akten MIDI, pag. 24, 27 und 30). Weiter ist aktenkundig, dass die Ehefrau in 
D.________ zu einem anderen Mann gezogen ist, mit welchem sie eine Beziehung 
unterhielt (Befragung von B.________ vom 14.11.2012 [Akten MIDI, pag. 95]). Der 
Beschwerdeführer will vom «Doppelleben» seiner Frau nichts gewusst haben 
(Verwaltungsgerichtsbeschwerde Ziff. 7 und 10). Ab dem Steuerjahr 2010 wurden die 
Ehegatten getrennt veranlagt (Zivilstand «getrennt» [vgl. Details zur 
Veranlagungsverfügung 2010, in Akten POM, Beilagen zum Dossier]). – In beruflicher 
Hinsicht lässt sich den Akten entnehmen, dass der Beschwerdeführer vom 24. Mai 
2008 bis 20. Februar 2009 als Mitarbeiter der … in E.________ arbeitete (Akten MIDI, 
pag. 25; Beilage 3 zur Beschwerde vom 15.5.2013 [Akten POM, Beilagen zum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 5

Dossier]). Im Dezember 2009 und 2010 gab er an, auf Stellensuche zu sein (Akten 
MIDI, pag. 28, 31). Im Rahmen der Verfallsanzeige seiner Aufenthaltsbewilligung vom 
Dezember 2011 teilte er den Behörden mit, er sei seit September 2011 als Student an 
der Universität … immatrikuliert (Akten MIDI, pag. 34 f.). Seit dem 15. Januar 2012 ist 
er zudem als … bei der Unternehmung … AG, Filiale …, angestellt (undatierte 
Bestätigung der Filialleitung, in Akten POM, Beilagen zum Dossier). Die Ehefrau hatte 
am 1. November 2007 eine Stelle als … in F.________ angetreten (Akten MIDI, 
pag. 3). 

2.3 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer und seine damalige Ehefrau ab 
1. November 2008 getrennte Wohnsitze hatten. Umstritten ist jedoch, ob ihre 
Ehegemeinschaft die dreijährige Mindestdauer gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG 
dennoch erreicht hat. Ausgangspunkt für die Berechnung der Dauer der 
Ehegemeinschaft ist der Zeitpunkt des Eheschlusses bzw. – bei einem Eheschluss im 
Ausland – der Zeitpunkt der Aufnahme der Ehegemeinschaft in der Schweiz (vgl. BGE 
136 II 113 E. 3.3, insb. 3.3.5). Mit Blick auf die Einreise des Beschwerdeführers am 
26. Februar 2008 hielt die POM im angefochtenen Entscheid zutreffend fest, die 
erforderliche Dauer von drei Jahren Ehegemeinschaft sei hier nur dann erfüllt, wenn für 
die getrennten Wohnorte ab Wohnsitznahme der Ehefrau in D.________ bis 
mindestens zum 26. Februar 2011 wichtige Gründe im Sinn von Art. 49 AuG 
bestanden haben und die Ehegemeinschaft während dieser Zeit trotz getrennter 
Wohnsitze weiterhin gelebt worden ist (E. 5a). Der Beschwerdeführer bringt dazu vor, 
es habe sich um eine «rein geografische», beruflich bedingte Trennung «während den 
Arbeitstagen» gehandelt. Das Mieten einer gemeinsamen Wohnung in vernünftiger 
Distanz zu beiden Arbeitsorten sei aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen 
(Verwaltungsgerichtsbeschwerde Ziff. 6). Gleichwohl hätten er und seine Ehefrau in 
der fraglichen Zeit eine Ehe geführt und gelebt, indem sie beispielsweise gemeinsam 
ausgegangen seien, an Familienfesten teilgenommen und zusammen Ferien verbracht 
hätten (Verwaltungsgerichtsbeschwerde Ziff. 7; Beschwerdebeilagen 3-6). Dass die 
Ehefrau gleichzeitig eine Beziehung zu einem anderen Mann geführt habe, was ihm 
verborgen geblieben sei, ändere daran nichts. Ausserdem müssten auch für Ehen mit 
einem Auslandsbezug die gleichen liberalen Gesellschaftsformen gelten wie bei allen 
übrigen Ehegemeinschaften; in solchen Fällen eine traditionellere Form des 
Zusammenlebens zu verlangen, sei eine unzulässige Lebensführungskontrolle 
(Verwaltungsgerichtsbeschwerde Ziff. 5).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 6

2.4 Die Auffassung des Beschwerdeführers, der gemeinsame Haushalt sei lediglich 
ein Indiz für eine gelebte Ehegemeinschaft, dem in einer liberalen 
Gesellschaftsordnung kein entscheidendes Gewicht zukommen könne, geht fehl. Im 
hier massgeblichen ausländerrechtlichen Kontext ist das Zusammenwohnen der 
Eheleute eine grundsätzliche Voraussetzung für den Familiennachzug (vgl. Art. 42 ff. 
AuG), von der nur aus gewichtigen, objektiv nachvollziehbaren Gründen im Sinn von 
Art. 49 AuG bzw. Art. 76 VZAE abgewichen werden kann (vgl. BGE 136 II 113 E. 3.2 
S. 116). Das System des Ausländerrechts ist nicht darauf ausgelegt, dass 
ausländische Eheleute längere Zeit voneinander getrennt in der Schweiz leben (vgl. 
z.B. VGE 2013/390 vom 10.4.2014, E. 3.1, 2012/82 vom 9.12.2012, E. 4.4, beide mit 
Hinweisen; vgl. auch Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und 
Ausländer, in BBl 2002 S. 3709 ff., 3753 und 3795). Der Grundsatz des 
Zusammenlebens gilt auch bei der retrospektiven Berechnung der Ehedauer nach 
Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG (vgl. auch vorne E. 2.1): Diese Bestimmung lässt unter 
bestimmten Voraussetzungen den Anspruch nach Art. 42 und 43 AuG weiterbestehen, 
welcher seinerseits das Zusammenwohnen ausdrücklich voraussetzt. Hatten die 
Eheleute während einer bestimmten Zeit getrennte Wohnsitze, ohne dass hierfür 
wichtige Gründe im Sinn von Art. 49 AuG bzw. Art. 76 VZAE bestanden haben, so 
waren im fraglichen Zeitraum weder die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 42 f. 
AuG erfüllt, noch kann die auf diesen Zeitraum entfallende Ehedauer nachträglich im 
Rahmen von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG berücksichtigt werden. Dies gilt selbst dann, 
wenn in der fraglichen Zeit ein gemeinsamer Ehewille (noch) vorhanden war (vgl. z.B. 
VGE 2010/124 vom 21.10.2010, E. 4.3.2 am Schluss; a.M. offenbar Martina Caroni, in 
Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Handkommentar AuG, 2010, Art. 50 N. 16, unter 
Hinweis auf moderne Lebensformen wie das «living apart together», was vom 
Bundesgericht indes nicht als wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 anerkannt wird [z.B. 
BGer 2C_505/2013 vom 4.10.2013, E. 4.2 am Schluss]). 

2.5 Ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AuG, welcher die Eheleute vom 
Erfordernis des Zusammenlebens befreit, muss objektivierbar sein und ein gewisses 
Gewicht aufweisen, was grundsätzlich von der ausländischen Person darzutun ist (vgl. 
Art. 90 AuG zur Mitwirkungspflicht in ausländerrechtlichen Verfahren). Er ist umso eher 
zu bejahen, je weniger die Eheleute auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss 
nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. 
Dementsprechend ist nicht jeder berufliche Grund ein wichtiger Grund, um eine 
Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens zu rechtfertigen. Ein das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 7

Getrenntleben rechtfertigender Grund liegt beispielsweise vor, wenn für einen be-
stimmten Arbeitgeber eine besondere Tätigkeit an einem weit entfernt gelegenen Ort 
ausgeübt werden muss und ein Umzug der Familie bzw. der Ehepartnerin oder des 
Ehepartners an diesen Ort nicht zumutbar ist (VGE 2013/390 vom 10.4.2014, E. 3.1 
mit Hinweisen; Esther S. Amstutz, in Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], 
Handkommentar AuG, 2010, Art. 49 AuG N. 25). Allgemein trägt die Regelung von 
Art. 49 AuG den Charakter einer Ausnahmebestimmung, die nur in besonderen, nicht 
leichthin anzunehmenden Konstellationen von der grundsätzlichen Notwendigkeit des 
ehelichen Zusammenlebens befreit (statt vieler BGer 2C_891/2012 vom 7.6.2013, 
E. 2.3, 2C_635/2009 vom 26.3.2010, E. 4.4). 

2.6 Die POM hat das Vorliegen wichtiger Gründe im Sinn von Art. 49 AuG verneint. 
Dies ist nicht zu beanstanden. Die beruflichen Gründe für die getrennten Wohnsitze 
erscheinen vorgeschoben. So hatte die damalige Ehefrau des Beschwerdeführers ihre 
Stelle in F.________ bereits am 1. November 2007 angetreten. Gleichwohl hat sie im 
Wissen um die sich daraus ergebenden Konsequenzen für ihren Arbeitsweg per 
1. Dezember 2007 die Wohnung in C.________ gemietet. Hierzu bestand zum 
damaligen Zeitpunkt auch aus Sicht des Beschwerdeführers keine Veranlassung, hat 
er doch seine Stelle in E.________ erst am 24. Mai 2008 angetreten (vorne E. 2.2). 
Ausserdem hat er, wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, nur bis am 
20. Februar 2009 in E.________ gearbeitet. Danach war er nicht mehr erwerbstätig 
bzw. auf Stellensuche (vorne E. 2.2). Die behaupteten beruflichen Gründe für die 
getrennten Wohnsitze wären spätestens ab diesem Zeitpunkt ohnehin weggefallen. 
Soweit der Beschwerdeführer finanzielle Gründe für die getrennten Wohnungen 
anführt, ist ihm entgegenzuhalten, dass zwei Wohnungen bzw. Haushalte das 
Familienbudget wesentlich stärker belasten als ein gemeinsamer Haushalt. Auch vor 
diesem Hintergrund sind keine nachvollziehbaren Gründe im Sinn von Art. 49 AuG 
ersichtlich oder dargetan, weshalb die Eheleute auch nach dem 20. Februar 2009 an 
getrennten Wohnsitzen festgehalten haben. Jedenfalls lag hier offensichtlich keine 
besondere, nicht leichthin anzunehmende Konstellation vor, die eine Ausnahme vom 
Grundsatz des Zusammenlebens bis zum hier massgeblichen Zeitpunkt im Februar 
2011 gerechtfertigt hätte. Es ist nicht ersichtlich, weshalb es den Ehegatten … nicht 
möglich gewesen sein soll, ihre Wohn- und Arbeitssituation so zu gestalten, dass sie 
hätten zusammenwohnen können. Vielmehr ist davon auszugehen, dass bereits 
(lange) vor dem 26. Februar 2011 zumindest kein gegenseitiger Ehewille mehr 
bestanden hat, zumal B.________ in der fraglichen Zeit unbestritten eine Beziehung zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 8

einem anderen Mann führte. Wenn sie und der Beschwerdeführer zur gleichen Zeit 
noch in Kontakt standen und angeblich gemeinsamen Aktivitäten nachgegangen sind 
und Familienfeste besucht haben, kann daraus nicht auf eine gelebte Ehe geschlossen 
werden. Der Nachweis von lediglich freundschaftlichen Kontakten zwischen den 
Eheleuten genügt nicht, um eine Ehegemeinschaft nachzuweisen, selbst wenn die 
Kontakte zwei- oder dreimal pro Woche stattfinden (BGer 2C_212/2011 vom 
13.7.2011, E. 7.1; VGE 2013/390 vom 10.4.2014, E. 3.6). Ausserdem liefern auch 
diese Vorbringen keine Erklärung dafür, weshalb die Eheleute … zumindest nach dem 
20. Februar 2009 nicht wieder zusammengezogen sind. Weitere Abklärungen in dieser 
Hinsicht (vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde Ziff. 7) sind nicht angezeigt. Es handelt 
sich um Umstände aus dem Lebensbereich des (im Übrigen anwaltlich vertretenen) 
Beschwerdeführers, die er besser kennt als die Behörden, weshalb erwartet werden 
darf, dass er die wesentlichen Sachumstände von sich aus dartut und (soweit möglich) 
anhand geeigneter Belege nachweist (Art. 90 AuG; vgl. auch VGE 2013/390 vom 
10.4.2014, E. 3.6 mit Hinweisen). Ebenso wenig ist ein Parteiverhör durchzuführen; ein 
solches vermöchte an der vorstehend dargelegten Einschätzung nichts zu ändern. Der 
entsprechende Beweisantrag wird daher abgewiesen. Es ist somit festzuhalten, dass 
zumindest für die Zeit ab Ende Februar 2009 keine objektivierbaren Gründe im Sinn 
von Art. 49 AuG und Art. 76 VZAE dargetan oder ersichtlich sind, welche eine 
Ausnahme vom grundsätzlichen Erfordernis des Zusammenlebens gerechtfertigt 
hätten. Die Ehegemeinschaft hat demnach weniger als drei Jahre bestanden, weshalb 
die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG zu 
Recht verweigert wurde. 

2.7 Soweit sich der Beschwerdeführer auf Art. 50 Abs. 2 Bst. b AuG beruft, ist 
Folgendes festzuhalten: 

2.7.1 Die Vorschrift bezweckt nach dem gesetzgeberischen Willen, «schwerwiegende 
Härtefälle» bei der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft zu vermeiden (zum Ganzen 
BVR 2010 S. 481 E. 5.1). Dabei muss sich der Härtefall auf die Ehe und den damit 
verbundenen Aufenthalt in der Schweiz beziehen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 mit 
Hinweisen). Wichtige Gründe liegen gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG namentlich vor, wenn 
der Ehegatte oder die Ehegattin Opfer ehelicher Gewalt wurde oder (alternativ) die 
soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (vgl. 
BGE 137 II 345 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 136 II 1 E. 5.3). Ein wichtiger 
persönlicher Grund kann sich aber auch aus anderen Umständen ergeben. Bei der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 9

Beurteilung sind sämtliche Aspekte des Einzelfalls mitzuberücksichtigen, namentlich 
der Grad der Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die Familienverhält-
nisse, die finanziellen Verhältnisse, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz und der 
Gesundheitszustand sowie die Umstände, die zur Auflösung der Gemeinschaft geführt 
haben (BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.; vgl. auch Art. 31 VZAE). Als 
Richtlinie bleibt indes beachtlich, dass ein persönlicher nachehelicher Härtefall gemäss 
gesetzlicher Konzeption eine erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- 
und Familienleben der ausländischen Person voraussetzt, die mit ihrer Lebenssituation 
nach dem Dahinfallen der gestützt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG 
abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind (BGE 138 II 229 E. 3.1, 
137 II 345 E. 3.2.3; BVR 2010 S. 481 E. 5.1.3; VGE 2013/390 vom 10.4.2014, E. 4.3).

2.7.2 Was der Beschwerdeführer vorbringt (Verwaltungsgerichtsbeschwerde Ziff. 10), 
vermag offensichtlich keinen solchen Härtefall zu begründen. Das Scheitern des 
«gemeinsamen Lebensplans mit seiner damaligen Ehefrau» bzw. die Tatsache, dass 
diese «fremdgegangen und heimlich eine Zweitbeziehung geführt hat», vermag keinen 
nachehelichen Härtefall zu begründen. Dass der Beschwerdeführer dadurch Opfer 
ehelicher Gewalt geworden wäre, behauptet er zu Recht nicht. Nicht jede unglückliche, 
belastende und nicht den eigenen Vorstellungen entsprechende Entwicklung einer 
Beziehung begründet einen nachehelichen Härtefall und ein weiteres 
Anwesenheitsrecht in der Schweiz (BGE 138 II 229 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Auch der 
Umstand, dass zahlreiche Verwandte des Beschwerdeführers in der Schweiz leben, 
stellt keinen wichtigen Grund dar (vgl. BGer 2C_316/2011 vom 17.10.2011, E. 3.4). 
Dass er sich nach seiner Einreise in die Schweiz sogleich um eine Arbeitsstelle bemüht 
und rasch gute Kenntnisse der deutschen Sprache erworben hat, ist zwar anzuerken-
nen. Weshalb aus diesem Grund ein weiterer Aufenthalt in der Schweiz erforderlich 
bzw. die Wiedereingliederung im Heimatland gefährdet sein soll, ist jedoch nicht 
ersichtlich. Massgeblich ist vielmehr, dass der Beschwerdeführer bis zu seinem 
27. Altersjahr im Kosovo lebte und auch heute noch regelmässig in sein Heimatland 
reist (vgl. die unbestrittenen Feststellungen der POM in E. 6b des angefochtenen 
Entscheids sowie die während Rechtshängigkeit des Verfahrens vor dem 
Verwaltungsgericht gestellten Visa-Anträge [act. 3, 7, 9]). Aus diesen Umständen 
durfte die POM darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer mit den Verhältnissen 
im Kosovo nach wie vor bestens vertraut ist und eine Wiedereingliederung ohne 
weiteres möglich erscheint. Ein Parteiverhör vermöchte nichts zu ergeben, was zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 10

einer anderen Beurteilung führen könnte; der Beweisantrag wird daher abgelehnt. Die 
Beschwerde erweist sich somit auch insoweit als unbegründet.

2.8 Ob der Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 AuG 
auch wegen falscher Angaben bzw. Verschweigens wesentlicher Tatsachen (keine 
Meldung der getrennten Wohnsitze bzw. Angabe, die Ehegatten würden 
zusammenwohnen; vgl. vorne E. 2.2) erloschen wäre (vgl. Art. 51 Abs. 2 Bst. b i.V.m. 
Art. 62 Bst. a AuG), kann damit offenbleiben. 

3.

Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entscheidet die zuständige 
Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilligungsverlängerung (Art. 3, 
Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AuG). – Die Vorinstanz hat die ermessensweise 
Bewilligungsverlängerung geprüft und kam zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer 
bei kurzer Aufenthaltsdauer von einer normalen sozialen, beruflichen und 
wirtschaftlichen Integration auszugehen sei. Seine Bemühungen um Integration seien 
zwar «lobenswert», es lägen jedoch keine besonderen Umstände vor, die einen 
weiteren Aufenthalt entgegen dem öffentlichen Interesse an der Durchsetzung der im 
AuG vorgezeichneten restriktiven Migrationspolitik rechtfertigen würden (E. 7 des 
angefochtenen Entscheids). Der Beschwerdeführer äussert sich dazu nicht und bringt 
auch sonst nichts vor, was die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz als 
rechtsfehlerhaft erscheinen liesse. Dies gilt auch unter Berücksichtigung des 
Umstands, dass er offenbar die Ehefrau seines gesundheitlich beeinträchtigten Onkels 
bei dessen Pflege unterstützt (vgl. Beschwerdebeilage 7), zumal nicht dargetan ist, 
dass es sich hierbei um eine unabdingbare Betreuung handelt, welche nur vom 
Beschwerdeführer persönlich geleistet werden kann. Es ist daher nicht zu 
beanstanden, dass die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers auch nicht 
ermessensweise verlängert wurde.

4.

Nach dem Erwogenen hat die POM durch die Nichtverlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung kein Recht verletzt. Der angefochtene Entscheid hält damit der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.08.2014, Nr. 100.2013.413U, Seite 11

Rechtskontrolle stand. Dem Beschwerdeführer ist praxisgemäss eine neue 
Ausreisefrist anzusetzen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine neue 
Ausreisefrist angesetzt auf den 29. September 2014.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt werden.