# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8da59ea8-6f46-5c44-8657-87d95710347a
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-05-26
**Language:** de
**Title:** Abgestufte Rente; Gutachten ist beweiskräftig; neuer Einkommensvergleich
**Docket/Reference:** IV.2013.00094
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00094.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00094
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Oertli
Urteil
vom
26. Mai 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Reto
Zanotelli
Schraner
& Partner Rechtsanwälte
Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1965 geborene
X.___
, diplomierte Pflegefachfrau
(
Urk.
8
/5 und Urk.
8/18/9-11)
, meldete sich im Anschluss an eine
Anzeige
zur Früherfassung ihres damaligen Arbeitgeber
s
,
des
Y.___
(
Urk.
8/2),
nach wieder
holten krankheitsbedingten Abwesenheiten
vom
Arbeitsplatz seit Sommer 2007 (
Urk.
8/7
/3
und
Urk.
8/21 S. 3)
am 2
3.
Oktober 2008 unter Hinweis auf berufs
bedingt
e Folgeschäden im Rückenbereich und
zunehmende psychische und seelische Belastung sowie Konflikte am Arbeitsort zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (Massnahmen der beruflichen Eingliederung) an (Urk.
8/5).
Im März
2008
hatte
sie von der medizinischen Abteilung in die Gastroenterologie
gewechselt
, wo sie nicht mehr als diplomierte Pflegefachfrau
,
sondern als Disponentin
gearbeitet hatte
(
Urk.
8/21 S. 3).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte Arztbericht
e
(
Urk.
8/7
/1-7
,
Urk.
8/12
und
Urk.
8/17
)
, einen Auszug aus dem individuellen Konto (
IK-Auszug,
Urk.
8/9),
einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
8/11)
und berufli
che Unterlagen der Versicherten (
Urk.
8/18)
ein
und nahm mit dem
Casemana
ger
der Stadt Zürich Kontakt auf (
Urk.
8/8
, Urk. 8/13 und
Urk.
8/
15
)
. Da
s
Y.___
beendete das Arbeitsverhältnis mit
der Versicherten
„wegen I
nvalidität
“
per 3
1.
März 2009 (
Urk.
8/19).
1.2
Die IV-Stelle übernahm in der Folge die Kosten für ein Aufbautraining
(Urk.
8/22
und
Urk.
8/43
)
, eine berufliche Abklärung
sowie ein Arbeitstraining
bei der
Z.___
(
Urk.
8/54)
mit einem
längeren
begleiteten
Praktikum bei der
A.___
(
Urk.
8/61,
Urk.
8/64
und
Urk.
8/89
)
und einem weiteren kurzen Praktikum
(
Urk.
8/97)
mit dem Ziel einer Umschulung zur medizinischen Praxisassistentin (MPA;
Urk.
8/60
; vgl. auch
Urk.
8/81 und Urk. 8/83)
.
Diese beruflichen Massnahmen
dauerten
vom
1.
Juni 2009 bis 3
1.
August 201
1.
Im Februar 2011
erlitt
die Versicherte
einen Auffahrunfall
(
Urk.
8/87 und
Urk.
8/
88
S. 1
).
Am 1
3.
September 2011 holte die IV-Stelle bei
der
Z.___
einen Bericht
„
vor Abschluss
von beruflichen Massnahmen
“
ein (
Urk.
8/100)
, worin empfoh
len wurde
,
die Ausbildung zur MPA zu Gunsten einer einfachen Bürotätigk
eit im sozialen Umfeld zurückzustellen
(
Ziff.
4 f.)
. Die Versicherte wünschte in der Folge keine Arbeitsvermittlung durch die IV-Stelle und die sofortige
Renten
prüfung
(
Urk.
8/104 S. 2; vgl. Urk.
8/105).
Sie
meldete sich im September 2011 als arbeitslos an
und
war
ab Januar 2012 im Rahmen eines Einsatzprogramms zu 50
%
als Telefonistin in der geschützten Werkstatt
B.___
in
C.___
beschäftig
t
(
Urk.
8/115 S. 38
und
Urk.
8/149
/4-5
).
1.
3
Die IV-Stelle holte
im Rahmen der Rentenprüfung
Arztberichte (
Urk.
8/107
/1-7,
Urk.
8/108
und
Urk.
8/109
) ein und veranlasste eine medizinische
bidisziplinäre
Abklärung (rheumatologisch/psychiatrisch
,
Urk.
8/111
). Am
1
6.
März 2012 (Urk.
8/115
/1-42
) und am 13.
April 2012 (
Urk.
8/119) erstatteten Dr.
m
ed.
D.___
, I
nnere Medizin FMH
spez. Rheumaerkrankungen, und
Dr.
med.
E.___
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ihre Gutachten unter Einschluss einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL,
Urk.
8/117).
Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
8/124,
Urk.
8/126,
Urk.
8/129 und
Urk.
8/132) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 12.
De
zember 2012 ab April 2009 eine ganze Invalidenrente und ab Juni 2012 eine
Vier
tels
rente
zu (
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom 1
2.
Dezember 2012
(
Urk.
2) erhob die Versicherte am 2
8.
Januar 2013 Beschwerde (
Urk.
1) und beantrag
t
e, diese sei aufzuheben und es sei ihr nach Durchführung einer interdisziplinären medizinischen Begutach
tung ab dem
1.
Juni 2012 mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen (S. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 1
1.
März 2013 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7).
Am 2
9.
April 2013 erstattete die Beschwerdeführerin ihre Replik
und hielt an den gestellten Anträ
gen fest
(
Urk.
11). Am 2
3.
Mai 2013 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik (
Urk.
14), was der Beschwerdeführerin am 2
9.
Mai 2013 zur Kennt
nis gebracht wurde (Urk.
15).
Die
Beschwerdeführerin
reichte in der Folge am 2
3.
Juli 2013
eine
n weiteren
Arztbericht zu den Akten (
Urk.
16 und
Urk.
17/1-2
); die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme hierzu (
Urk.
20).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgebenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend die Bestim
mung des Invaliditätsgrades (Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi
alversicherungsrechts, ATSG),
den Rentenanspruch und dessen Abstufung nach dem Grad der Invalidität (Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung, IVG)
sind in der angefochtenen Verfügung zutreffend wiedergegeben (Urk. 2). Darauf kann, mit den nachste
henden Ergän
zungen, verwiesen werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
5
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder
Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, der Beschwerdeführerin sei aus ärztli
cher Sicht nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (1
7.
März 2009) eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 50
%
zumutbar gewesen, was einen
Invalidi
tätsgrad
von 72
%
ergeben habe
. Ab März 2012 habe sich der Gesundheitszu
stand wesentlich verbessert. Seit diesem Zeitpunkt sei eine
behinde
rungsange
passte
Tätigkeit zu 100
%
zumutbar, woraus ein
Invali
ditätsgrad
von 44
%
resultiere (
Urk.
2, Verfügungsteil 2, S. 1 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin
rügte
die
Rentenherabsetzung
per
1.
Juni
2012
(
Urk.
1
Ziff.
3
). Sie
beanstandete das Gutachten der
Dres
.
D.___
und
E.___
(
Urk.
1 S. 4
Ziff.
10 ff.
und
Urk.
11 S. 2 f.
)
und
führte
hierzu
aus, es seien t
rotz Kennt
nis der Problematik Abklärungen zum Bestand einer Borreliose unterblieben.
Der Beschwerde legte sie eine Dokumentation der Borreliose-Symptome bei (
Urk.
3/3-5). Des Weiteren machte die Beschwerdeführerin geltend,
die
gut
achterliche
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätig
keiten
stehe
in krasser Diskrepanz zum
Schlussbericht von
Z.___
, an dessen Ergebnis sich bis zum Begutachtungszeitpunkt nichts geändert habe.
Überdies
erweise sich die psychiatrische Abklärung und Beurteilung als ober
flächlich und unvollständig. Es sei eine Persönlichkeitsstörung ausgeschlossen worden, ohne dass in diese Beurteilung der Umstand des direkten
intergenerati
onalen
Inzests in der Form einer langjährigen sexuellen Beziehung mit dem eigenen Vater einbezogen worden sei.
Die
Beschwerdeführerin
erstellte sodann
einen abweiche
nden Einkommensvergleich
(
Urk.
1
S. 6
Ziff.
11
und
Urk.
11 S.
3
).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort
führte die
Beschwerdegegnerin
aus
, die Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit im interdisziplinären Gutachten sei in Kenntnis der abweichenden Einschätzung der
Z.___
erfolgt. Es stimme zudem nicht, dass die
Borrelioseerkrankung
von den Gutachtern nicht beachtet worden sei. Weiter finde sich in keinem der aktenkundigen Arztberichte eine von einem Facharzt der Psychiatrie gestellte Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach den K
riterien der ICD-10-Kodierung. W
enn der psychiatrische Gutachter
– in Kenntnis der geschilderten Umstände –
eine solche ebenfalls nicht diagnostiziert habe, so könne daraus nicht gefolg
er
t werden, sein Gutachten sei oberflächlich oder unvollständig. Abschliessend nahm die Beschwerdegegnerin zum
Einkom
mensvergleich
Stellung (
Urk.
7).
3.
3.1
Dr.
med.
F.___
, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, bei dem die Beschwerdeführerin seit dem
6.
Juni 2008 in Behandlung stand, berichtete der IV-Stelle am 2
6.
November 2008 (
Urk.
8/12) von einer depressiven Episode (ICD-10 F32.11) mit Burnout-Syndrom bei akzentuierten Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.0 und Z73.1).
Dr.
F.___
führte aus
, die Beschwerdeführerin sei vierzehn Jahre lang mit g
rossem Einsatz als Krankenschwe
ster im Akutbereich tätig gewesen. Im Som
mer 2007 seien wegen zunehmendem
Stress am Arbeits
platz und unverarbeiteten persönlichen Belastungen erste
Erschöpfungssymp
tome
aufgetreten, die lange verleugnet worden seien. Kurz nach der Versetzung in den administrativen Bereich sei es infolge einer
chronischen
lumbalen Schmerzproblematik im Mai 2008 zu einem depressiven Zusammenbruch mit Arbeitsunfähigkeit und Beginn einer Psychotherapie gekommen. Inzwischen habe sich die depressive Symptomatik aufgehellt
,
aber es bestünden immer noch eine beträchtliche Stimmungsinstabilität und rheumatologische Beschwerden. Die Beschwerdeführerin wolle baldmöglichst wieder arbeiten, fühle sich aber
zurzeit
noch nicht voll arbeitsfähig und wünsche einen sukzessiven
Wiederein
stieg
in einen administrativen Bereich. Die Tätigkeit in der Akutkrankenpflege sei nicht mehr vorstellbar. Die Beschwerdeführerin sei stark leistungsbetont, habe ein Helfersyndrom und neige leicht zur Selbstübe
rforderung. Das
bisher
erreicht
e
Gleichgewicht sei noch fragil und benötige weiterhin therapeutische Stützung. Bei sorgfältiger Gewichtung der gegenwärtigen
Einschränkungen und Anpassung
der beruflichen Tätigkeit an die psychophysischen Möglichkeit
en
der
Beschwerdeführerin
bestehe grundsätzlich eine günstige Prognose.
Dr.
F.___
attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Ende Mai 2008 in der Tätigkeit als Pflegefachfrau für Akutkrankenpflege sowie eine
Arbeits
f
ähigkeit
(vgl.
Ziff.
1.9)
von 30
%
bis 50
%
in der zuletzt aus
geübten administrativen Tätigkeit oder
in
anderer angepasster Arbeit seit zirka Dezember 2008 mit sukzessiver Steigerungs
möglich
keit.
Am 1
6.
März 2009 (
Urk.
8/17) nannte
Dr.
F.___
dieselben Diagnosen. Er berich
tete
,
die psychischen Beschwerden hätten sich inzwischen deutlich gebessert, wobei die Beschwerdeführerin allerdings immer noch unter stärkeren Stimmungsschwankungen leide und generell eine gewisse Fragilität feststellbar sei, welche die Belastbarkeit in Drucksituationen nicht garantiere. Ein einmona
tiger, mehr im administrativen Bereich organisierter Arbeitsversuch
im Umfang von
40
%
im Januar/Februar 2009 sei zufriedenstellend verlaufen. Die B
eschwerdeführerin fühle sich aktuell zu
50
%
arbeitsfähig und bei einer ange
passten Tätigkeit bestehe durchaus die Möglichkeit einer allmählichen weiteren Steigerung.
3.2
Im Bericht vor Abschluss von beruflichen M
assnahmen vom 1
3.
September 2011
(
Urk.
8/100)
gingen die verantwortlich zeichnenden Fachleute der
Z.___
davon aus, der Beschwerdeführerin seien allgemeine Sekretariatsarbeiten sowie Sachbearbeit
ung in einem sozialen
,
eventuell
medizinischen
Tätigkeitsbereich
(Krankenkasse, Seniorenresidenz, Pro
Senectute
) mit gemässigtem Arbeitsanfall und wohlwollendem Umfeld im Umfang von maximal 21 Stunden in der Woche bei ein
em Leistungsgrad von zirka 60
%
(
Ziff.
1.1)
und einem jährlichen Marktlohn von
Fr.
26‘000.-- bis
Fr.
32‘500.-- möglich
.
Sie berichteten weiter, in den letzten Monaten sei eine Präsenzzeit von sieben Stunden pro Tag mit einem Leistun
gs
grad von 50-60
%
möglich gewesen. Die Spätfolgen des erlebten Burnouts im Jahr 2008 sowie das im Februar 2011 erlittene Schleudertrauma schienen auch heute noch die Konzentrations- und Lernfähigkeit der Beschwer
deführerin einzuschränken. Sie könne gute Leistung erbringen, wenn die Umge
bung
stimme
und das Tempo angepasst sei. Kämen mehrere und/oder neue Aufgaben
aufs
Mal zusammen, gerate sie rasch in eine Überforderung. Ihre kogniti
ven Fähigkeiten blockierten dann kurzfristig. Die Beschwerdeführerin müsse sich erst um eine Verbesserung ihrer gesundheitlichen Verfassung
sorgen, bevor ihre Leistungsfähigkeit wieder stabilisiert werden könne
(
Ziff.
3.4
f.)
.
3.3
Am 2
7.
Oktober 2011
diagnostizierten
Dr.
med.
G.___
sowie
lic
. phil.
H.___
,
Psychotherapeut
,
vom
I.___
(
Urk.
8/108)
,
bei denen
die
Beschwerdeführerin
ab
März 2011
eine thera
peutische Behandlung in Anspruch nahm
, eine rezidivierende depressive Stö
rung
(ICD-10 F31.11)
, gegenwärtig mittelgradige Episode, seit zirka 2009 mit zwischenzeitlicher Verbesserung und Verschlechterung d
er Symptomatik. Sie berichteten, eine
Erschöpfungsdepression vor etwa drei Jahren, von der sich die
Beschwerdeführerin kaum je richtig erholt habe, und ein Schleudertrauma
A
nfang
2011 hätten zu einer starken Verunsicherung, Existenz- und Zukunfts
ängsten sowie einer depressiven Symptomatik geführt, gekoppelt mit einer star
ken Selbstwertproblematik.
Dr.
G.___
und
lic
. phil.
H.___
führten weiter aus, die Beschwerdeführerin befinde sich derzeit wieder in einer Krise, da sich ihre berufliche Zukunftsvision als nicht realisierbar erwiesen habe. Die Prognose sei gut, falls
sie
den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben, über das sie sich massgeblich definiere, schaffe.
Dr.
G.___
und
lic
. phil.
H.___
attestierten der Beschwerde
führerin eine 40-50% Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Krankenschwester und wiesen auf eine reduzierte Leistungsfähigkeit infolge Konzentrations- und Auffassungsproblemen, Rückenschmerzen, reduzierter Belastbarkeit, Ermüdbarkeit und allgemeiner Verunsicherung hin. Sie gingen davon aus, dass mit der psychotherapeutischen Behandlung langfristig eine teilweise Verbesserung der Leistungsfähigkeit erreicht werden könne.
3.4
Dr.
J.___
, Spezialarzt FMH für Chirurgie, Wirbelsäulenleiden,
Schleuder
trauma
und orthopädische Traumatologie, stellte im Bericht vom 7.
Dezember 2011 (
Urk.
8/109
/5-9
) die Diagnosen eines zervikal- und lumbalbetonten
Pan
vertebralsyndroms
sowie eines Status nach Beschleunigungstrauma der
Hals
wirbelsäule
(HWS)
am 2
9.
Januar 2011, wobei die aktuellen Restbeschwerden nicht eindeutig dem Unfall zugeordnet werden könnten.
Dr.
J.___
erachtete die Beschwerdeführerin aufgrund der vor allem belastungsabhängigen Beschwerden in ihrem angestammten Beruf als Krankenschwester zurzeit und bis auf weiteres zu 100
%
arbeits
un
fähig. Zur Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit führte er aus, bei der Beschwerdeführerin bestehe eine ver
minderte Belastbarkeit des Achsenorgans. Sie sei für alle Tätigkeiten mit schwerem Heben oder Tragen von Lasten sowie in wirbelsäulenbelastenden Tätigkeiten
in
Zwangshaltungen, für langandauerndes reines Stehen, insbeson
dere in
vornübergeneigter
Körperhaltung, für alle Tätigkeiten mit repetitiven Rumpf- oder halswirbelsäulenrotierenden Stereotypen sowie Arbeiten überwie
gend im Überkopfbereich aufgrund der medizinischen Diagnosen nicht geeig
net. Zumutbar erschienen körperlich leichte bis mittelschwere Tätigk
eiten in wirbelsäulenadaptierten
Wechselposition
en
mit der Möglichkeit zum Wechsel zwi
schen Sitzen, Stehen und Gehen und
insbesondere kein
em
Heben von schweren Lasten, nicht mehr als 5 Kilogramm kurzfristig und 2 Kilogramm län
gerfristig. Um die prozentuale Leistungsfähigkeit ermitteln zu können, müsste ein funktioneller Leistungstest durchgeführt werden.
3.5
3.5.1
Dr.
D.___
stellte
in ihrem internistisch-rheumatologischen Gutachten vom
1
6.
März 2012
die folgenden Diagnosen
(
Urk.
8/115/1-42 S. 36
)
:
mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
:
lumbospondylogene
Beschwerden beidseits bei
/mit
-
kongenitaler
Sakralisation
(wohl)
des
Lendenwirbels
L5
-
leichtem thorakale
m
Flachrücken und leichter Torsionsskoliose
-
normaler Aktivität und ohne Hinweise auf neurale Kompressionen
-
PET-CT 03/2012
-
k
linisch ohne
radikuläre
Zeichen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Nikotin-Abusus
-
Cannabis-Konsum
-
Übergewicht (BMI
29.0 kg/m
2
)
-
Vitamin D-Mangel (20
nmol
/l)
-
Status nach Halswirbelsäulenbeschleunigungstrauma am 2
9.
Januar 2011 mit
-
normalem MRI-Befund (03/2012)
-
normaler Aktivität in der
PET-CT-Untersuchung 03/2012
-
normaler
cerebro
-vaskulärer Doppleruntersuchu
n
g und EEG-Abklärung
(05/2011) und
-
normalem klinische
m
Befund
-
Status nach Erythema
migrans
mit Borreliose 02/2007 mit
-
a
ntibiotischer Behandlung während zehn Tagen und
-
j
etzt keine
n
Zeichen (klinisch beziehungsweise bildgebend) entzündlich-rheuma
tischer (arthritischer) Aktivitäten
-
PET-CT-Untersuchung 03/2012
Dr.
D.___
berichtete, die Beschwerdeführerin sei eine kräftige 46-jährige Frau. Sie sei mit einer
Sakralisation
des untersten lumbalen Wirbelkörpers geboren worden und klage seit Jahren über
lumbospondylogene
Schmerzen beidseits. Am 2
9.
Januar 2011 habe sie ein
HWS-
B
eschleunigungstrauma erlit
ten. In der klinischen Untersuchung sei
en
das Übergewicht mit einem BMI von 29.0 kg/m
2
und
die Brustwirbelsäulenhypokyphose die wesentlichsten Befunde. Alle Gelenke und alle Wirbelsäulenabschnitte seien gut beweglich. Die Beschwerdeführerin könne mit gestreckten Beinen mit den Fingern den Boden berühren.
Radikuläre
Zeichen seien nicht vorhanden. Sie habe auf der
Untersu
chungsliege
spontan den
Langsitz
eingenommen, was eine wesentlich lumbale Nervenwurzelkompression ausschliesse. Die Bioimpedanz-Analyse zeige eine erfreulich grosse Muskelmasse von 43
%
, die den Normwert von 40
% trotz des Übergewichts sogar etwas übertreffe. Die aktuelle
n
bildgebenden Untersuchun
gen (PET-CT 03/2012 und MRI HWS 03/2012) zeigten im
W
esentlichen
alters
entsprechende
Befunde. Vermehrte
ossäre
Aktivitäten seien weder in den Gelen
ken noch in der Wirbelsäule erkennbar.
Bildgebende Hinweise auf eine relevante Nervenwurzelkompression seien nicht vorhanden. Im
Blut finde sich ein deutlicher Vitamin-D-Mangel. Muskel
schmerzen
könnten Symptome eines Vi
tamin-D-Mangels sein, sie habe die Hausärztin
Dr.
K.___
über den Befund informiert. Vom Schmerzmittel Co-
Dafalgan
finde sich im Blut wie auch im Urin keine Spur
, hier sei hingegen Cannabis nachweisbar
(S. 37).
Dr.
D.___
kam zum Schluss, die vorhandenen Befunde erklärten das Aus
mass der Beschwerden nicht. Die Beschwerdeführerin könne eine adaptierte Tätigkeit zu 100
%
ausüben
(S. 37). Entsprechend ihrer Einschätzung sowie den Resultaten der
EFL
im März 2012
(
Urk.
8/117)
könne
die Beschwerdeführerin
eine
r
leichte
n
bis mittelschwere
n
Tätigkeit mit Hantieren von Lasten zu 100
%
nachgehen
. Dabei könne sie Lasten bis zu 15
Kilogramm selten hantieren (bis eine halbe Stunde lang über die Arbeitszeit verteilt).
Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Disponentin in der Ga
s
troenterologie sei für sie sehr geeignet. Bei der Tätigkeit als Pflegefachfrau AKP DN II in der Akutabteilung des
Y.___
gebe es Teilbereiche, die ihre Möglichkeiten überstiegen. Diese nicht adaptierten Teilbereich
e
könne sie nicht mehr ausüben.
3.5.2
Dr.
E.___
führte im seinem psychiatrischen Gutachten mit interdisziplinärer Zusammenfassung (psychiatrisch und rheumatologisch) vom 1
3.
April 2012 (
Urk.
8/119) die folgenden psychiatrischen Diagnosen auf (S. 7):
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
m
ittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F32.4)
Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Dysthymia
(ICD-10 F34.1)
Dr.
E.___
schilderte, dass nach seinem Dafürhalten keine Hinweise für
Intelli
genzminderung
, Verhaltensstörungen oder sonstige anhaltende psychische Probleme mit Krankheitswert in der Kindheit oder im Pubertätsalter vorliegen würden (S. 7). Er führte weiter aus, die Beschwerdeführerin sei im Erwachsenen
alter den sozialen Anforderungen über Jahre
hinweg
gewachsen gewesen und habe jahrelang
eine
kon
stante Arbeitsleistung erbracht und
konstante zwi
schenmenschliche Beziehungen gepflegt. Anhaltende Störungen der Impuls- oder Affektkontrolle seien weder anamnestisch erhoben worden noch akten
mässig dokumentiert. Damit könnten bei der Beschwerdeführerin prämorbide psychische Probleme mit Krankheitswert inklusive einer Persönlichkeitsstörung auch im Erwachsenenalter ausgeschlossen werden
. Nach dem Tod ihres Vaters, 199
6, habe die Beschwerdeführerin gemäss ihren eigenen Angaben stets unter depressiven Verstimmungen gelitten. Ihre Fähigkeit
,
die
ansp
ruchsvolle
Tätig
keit
als Pflegefachfrau auszuüben, spreche aber eindeutig gegen die Entwick
lung einer depressiven Störung
,
sondern eher für die Entwicklung einer
Dy
s
thymia
.
Diese
trete typischerweise nach Verlustereignissen beziehungsweise Todesfällen auf. Sie werde charakterisiert durch Phasen der
Deprimiertheit
, Unzulänglichkeit, Müdigkeit und Schlafstörungen, wobei die Betroffenen in der Regel fähig
seien
, den Anforderungen des täglichen und
des
Berufslebens gerecht zu werden. Erst gegen Ende 2007 sei es laut den vorhandenen Akten zur Akzentuierung der depressiven Symptome gekommen (im
Rahmen der zunehmenden psychophys
ischen Erschöpfung bei hohen Anforderungen am Arbeitsplatz).
Wegen ihrer psychischen Probleme stehe die Beschwerdeführerin seit Juni 2008 in regelmässiger psychiatrischer-psychotherapeutischer Behand
lung
.
Dr.
F.___
habe in seinem Bericht vom 2
6.
November 2008 eine depres
sive
Episode mit Burnout-Syndrom bei akzentuierten Persönlichkeitszügen
dokumentiert
.
Die Kodierung der depressiven Episode mit F32.11 deute auf eine mittelgrad
ige depressive Symptomatik hin
. In den weiteren medizinischen Berichten sei weiterhin eine depressive Störung postuliert worden
(S. 8).
Dr.
E.___
führte weiter
aus, anlässlich seiner Exploration vom 2
2.
März 2012 habe die Beschwerdeführerin nur noch leichte depressive Symptome
aufge
wiesen bei weitgehend erhaltenen psychokognitiven Funktionen (Konzentra
tionsfähigkeit, Gedächtnisfunktionen, Merkfähigkeit, Auffassungsvermögen, Gedankenfluss, geistige Flexibilität, Antrieb und Psychomotorik). Der von der Beschwerdeführerin geschilderte Tagesablauf und
der
Einsatz als Telefonistin an einem geschützten Arbeitsplatz von
9.00
Uhr bis 14.15 Uhr viermal in der Woche (freitags Stellensuche und Therapie)
spreche
auch ganz klar gegen eine mittelgradige depressive Symptomatik. Es sei daher davon auszugehen, dass die therapeutischen Massnahmen doch zur Rückbildung der depressiven Symptome geführt hätten. Ab März 2012 könne der Beschwerdeführerin für adaptierte Tätigkeiten keine Arbeitsunf
ähigkeit mehr attestiert werden, wobei sie für
die Tätigkeit in der Akutpflege
mit sehr hohen Anforderungen an die
geistige Flexibilität, Konzentration, Schnelligkeit und Ausdauer
schon aufgrund der
Dysthymia
nicht mehr
geeignet sei (z.B. Akutpflege, Aufnahmestationen).
Für die Tätigkeit in ihrem Beruf ohne Akut
und Aufnahmebereiche könne der Beschwerdeführerin aber eine voll
e
Arbeitsfähigkeit attestiert werden.
3.5.3
Zusammenfassend kamen die Gutachter
Dr.
D.___
und
Dr.
E.___
zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei
seit dem 1
7.
März 2008 für
die Tätigkeit als Pflegefachfrau in der Akutpflege zu 100
%
arbeitsunfähig. Für adaptierte Tätigkeiten könne der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht eine anhaltende 50%ige Arbeitsunfähigkeit
von
Mai 2008 bis März 2012 attestiert werden. Ab März 2012 sei die Beschwerdeführerin in adaptierten Tätigkeiten zu
100
%
arbeitsfähig. Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in den angepassten Tätigkeiten nie über längere Zeit arbeitsunfähig gewesen.
Tätigkeiten mit sehr hohen Anforderungen an die Ausdauer, Schnelligkeit, geis
tige Flexibilität und Konzentration über längere Zeit
seien
nicht geeignet (z.B.
Akutpflege, Aufnahmestation). Aus rheumatologischer Sicht sei sie durch die eingeschränkte Funktion der
LWS
limitiert. Deswegen könne sie Lasten bis 15
Kilogramm selten hantieren (bis eine halbe Stunde lang über die Arbeitszeit verteilt). Eine leichte bis mittelschwe
re Tätigkeit
könne sie aus rheumatolo
gi
scher Sicht zu 100
%
ausüben
(
Urk.
8/119
S. 11).
4.
4.1
Die Gutachten von
Dr.
D.___
und
Dr.
E.___
, auf welche
sich
die
Beschwer
de
gegnerin
abstützte, erweisen
sich als vollumfänglich beweiskräftig
(vgl. E.
1
.4
)
,
sind sie
doch für die Beantwortung der ges
tellten Fragen um
fassend, beruhen
auf
eingehenden rheumatologischen und psychiatrischen
Unter
suchungen
,
einer EFL
sowie von den Gutachtern veranlassten
bildgeben
den
(
Urk.
8/115/43-44) und
labortechnischen
(
Urk.
8/115/45 f.)
Untersuchun
gen
, berücksichtigen
die geklagten Be
schwerden und setzen
sich mit diesen sowie dem Verhalten
der
Beschwerde
führerin
auseinander. D
ie Expertisen
wurde
ferner
in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit
den
Vorakten
abgege
ben
.
4.2
Im Einzelnen wurde nachvollziehbar dargelegt, dass
die Beschwerdeführerin, die unter einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom, gegenwärtig remittiert
,
sowie
lumbospondylogenen
Beschwerden beidseits lei
det
,
für die zuletzt langjährig ausgeübte Tätigkeit als diplomierte
Pflegefachfrau
in der Akutpflege seit dem 1
7.
März 2008 (Zeitpunkt des krankheitsbedingten Wechsels in die
Gastroenterologie
als Disponentin)
nicht mehr arbeitsfähig war
(
Urk.
8/119 S. 10). Ebenso einleuchtend ist
das
gestützt auf die
Berichte
der behandelnden Ärzte ergangene Attest einer 50%igen
Arbeits
(
un
)
fähi
gkeit
aus psychiatrischer Sicht in einer
adaptierte Tätigkeit von Mai 2008 bis zum Zeit
punkt der Begutachtung (März 2012), was
sich
im Übrigen auch mit der Ein
schätzung im Bericht der
Z.___
vom 1
3.
September 2011
vereinbaren lässt
.
Begründet und n
achvollziehbar ist des Weiteren
die im Begutachtungszeitpunkt festgestellte Verbesserung mit nur noch leichte
n
depressive
n
Symptome
n
bei weitgehend erhaltenen psychokognitiven Funktionen (Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisfunktionen, Merkfähigkeit, Auffassungsvermögen, Gedankenfluss, geistige Flexibilität, Antrieb und Psychomotorik).
Dr.
E.___
kam nachvoll
ziehbar zum Schluss
, dass die therapeutischen Massnahmen zur Rückbildung der depressiven Symptome geführt
hätten
, so wie dies
die
behandelnden Psy
chiater in ihren Berichten in Aussicht gestellt hatten.
Er erachtete die mittelgra
dige depressive
Episode als gegenwärtig remittiert.
Aus psychiatrischer Sicht kann somit ab März 2012 von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausge
gangen werden.
Anzumerken bleibt
unbesehen der Beweistauglichkeit des Gut
achtens
, dass
die Diagnose
Dysthymia
und der Umsta
nd, dass die Beschwerde
führerin
nach Einschätzung des Gutachters f
ür Tätigkeiten mit sehr hohen Anforderungen an die Ausdauer, Schnelligkeit, geistige Flexibilität und Kon
zentration über längere Zeit nicht geeignet
ist
(
Urk.
8/119 S. 8)
, an sich keine weitere Einschränkung der Arbeits
fähigkeit zu begründen vermögen.
Denn
eine
Dysthymia
kommt
nach der Rechtsprechung nicht einem Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes gleich
, wenn sie
nicht zusammen mit anderen Befunden wie etwa einer ernsthaften P
ersönlichkeitsstörung auftritt
; sie ist allein somit regelmässig nicht invalidisierend (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_806/2013 vom
6.
März 2014 E. 6.2 mit Hinweisen
).
So bewertete
Dr.
E.___
die
Dysthy
mia
denn auch als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, was mit
den
gestützt auf dieselbe
n
formulierten Anforderungen an eine geeignete Tätig
keit in einem gewissen Widerspruch steht.
Begründet
und entsprechend dem Vorschlag der behandelnd
en Ärzte mit einer
EFL abgestützt ist
ferner
das Belastungsprofil
in Bezug auf das
Rückenleiden
, wonach
leichte
bis mittelschwere Tätigkeiten mit seltenem Hantieren von Lasten bis 15 Kilogramm (bis eine halbe Stunde lang über die Arbeitszeit verteilt)
zu 100
%
möglich
sind
.
In der Tätigkeit im Pflegebereich Akutpflege gibt es
des
halb
Teilber
eiche,
welche die
Möglichkeiten
der Beschwerdeführerin
übersteigen (S. 39)
.
4.
3
Der Beweisw
ert der Gutachten
wird
durch die
von der Beschwerdeführerin erhobenen Rügen nicht geschmälert.
Dies gilt für den Umstand
, dass
Dr.
D.___
und
Dr.
E.___
zum ihnen
bekannten
, in
der
Zusammenfas
sung der
Aktenlage aufgeführten (
Urk.
8/115/1-42 S. 14)
und rund ein
halbes Jahr vor der Begutachtung ergangenen
Z.___
-Bericht
nicht explizit Stellung
nahm
en
.
Massgebend
ist, dass
sich die
Gutachter
mit den Berichten der behan
delnden (Fach-)Ärzte auseinandersetzte
n
.
Die Beurteilung der Gutachter wird auch nicht durch den
Umstand
in
Zweifel gezogen
, dass die Beschwerdeführerin im
Begutachtungszeitpunkt
im Rahmen eines Einsatzprogramms der Arbeitslo
senversicherung nur an vier Wochentagen von
9.00
Uhr bis 14.15 Uhr einge
setzt wurde und den Freit
ag mit Stellensuche verbrachte
, ist es doch gerade ihre Aufgabe, den Tagesablauf in ihre Beurteilung miteinzubeziehen.
4.
4
Auch
der
Vorhalt, der psychiatrische Gutachter habe sich nicht explizit
mit
der von der
Beschwerdeführerin
geschilderten sexuellen Beziehung mit ihrem leibli
chen Vat
er
auseinandergesetzt, vermag den Beweiswert des Gutachtens nicht in Frage zu stellen
.
Dr.
E.___
gab
die entsprechende
Schilderung
der Beschwer
deführerin in der persönlichen Anamnese wieder
,
würdigte
sie
aber in seiner
psychiatrischen Beurteilung
nicht weiter.
Den übrigen medizinischen Unter
lagen sind auch keine Hinweise zu entnehmen, dass die Beschwerde
führerin g
egen
über
ihren behandelnden Ärzten die sexuelle Beziehung mit dem Vater
bis zum Begutachtungszeitpunkt
je
thematisiert
hätte
. Auch in ihrer Schilderung
betreffend die Krankheits
en
t
wick
l
ung hat
sie
selbst
aus dieser Problematik
keinen Leidensdruck abgeleitet
. Dem Gutachter kann deshalb nicht mangelnde Sorgfalt vorgeworfen wer
den, wenn er diese Proble
matik
nicht hervorhob
, sich die Frage nach einer
Persön
lichkeitsstörung
aber stellte
und
mit eingehender Begründung verneinte und
in der Gesamtschau
der
psychiatrischen Beurteilung
zum Schluss kam,
in ange
passten
Tätigkeit
en
liege
im Begutachtungszeitpunkt
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor.
4.
5
Ebenfalls nicht gefolgt werden kann dem Einwand,
Dr.
D.___
habe
die Auswir
kungen einer
Borrelioseerkrankung
zu wenig beachtet (vgl.
Urk.
1
Ziff.
10a).
Dr.
D.___
wies in ihrer Diagnoseliste auf den
Status nach Erythema
migrans
mit Borreliose 02/2007
hin
und merkte an, es hätten sich
keine Zeichen (klinisch beziehungsweise bildgebend) entzündlich-rheumatischer (arthritischer) Aktivitäten
gefunden. Sie kam zum Schluss, aktuell begründe diese Diagnose keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit. Dieser Schluss erscheint umso begründeter, als laut
dem von der Beschwerdeführerin nachge
reichten Bericht von
Dr.
L.___
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
eine e
rneute medizinische Beurteilung
im
M.___
am
8.
Juli 2013 und somit nach Erstellung der Dokumentation
der Beschwerdeführerin zu ihren
Borreliose-Symptomen (
Urk.
3/3-5) ein
blandes
Resultat
ergeben habe
(
Urk.
17/1
Ziff.
4).
4.
6
An
der Beweiswertigkeit der Gutachten vermag auch der
nach Verfügungserlass (BGE 129 V 1 E. 1.2) und über ein Jahr nach der psychiatrischen Begutachtung auf
Veranlassung des Rechtsvertreters
der Beschwerdeführerin ergangene Bericht des Psychiaters
Dr.
L.___
vom
2
2.
Juli 2013
(
Urk.
17
/1
)
nichts
zu
ändern, der in der bisherigen Krankheitsgeschichte als einziger die Diagnosen einer
komplexen
posttraumatischen Belastungsstörung
(ICD-10 F43.0)
mit
Per
sönlichkeitsveränderung
im Sinne einer schweren kombinierten
Persönlich
keitsstörung
mit emotional instabilen und paranoiden Zügen
(ICD-10 F62.1/F61)
stellte
,
aber
auch darauf
hinwies, der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich gegenüber den Feststellungen im Gutachten verschlechtert
.
Dies steht im Widerspruch zu seiner Aussage, die Arbeitsfähig
keit habe sich zwischenzeitlich doch etwas verbessert, weshalb sich diese Beur
teilung nicht als schlüssig erweist.
5.
5.1
5.1.1
Bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was
die
Versi
cherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahr
scheinlichkeit als Gesunde
tatsächlich verdienen würde. Die
Einkom
mensermittlung
hat so konkret wie möglich zu erfolgen (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 835/02 vom 1
8.
November 2003 E.
7.1.1 mit weiteren Hinweisen).
Die
Beschwerdegegnerin
stellte
auf das
laut
Arbeit
geberfragebogen
(
Urk.
8/11
Ziff.
2.10
)
als Disponentin in der G
astroente
rologie
per 1
7.
März 2008
erzielte Einkommen
(
Fr.
89‘647.99)
ab
, das sie der Nominallohnentwicklung anpasste (
Urk.
8/121)
.
Diesem Vorgehen kann nicht gefolgt werden, erfolgte der betriebsinterne Stellenwechsel
vom Pflegedienst in der Akutpflege zur Disponentin in der Gastroenterologie
doch aus gesundheitli
chen Gründen (
Urk.
9/21 S. 3).
Abzustellen ist deshalb auf den
vor Eintritt des Gesundheitsschadens
zuletzt als diplomierte Pflegefachfrau in der Akutpflege
im Jahr 2007
erzielten Verdienst
von
Fr.
84‘557.90
(vgl.
Arbeitgeberfragebogen,
Urk.
8/11
Ziff.
2.12
).
5.1.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
D
as
Invaliden
einkommen
in angepasster Tätigkeit ist, da
die
Beschwerde
führer
in
nach Verlust der Arbeitsstelle als
Disponentin in der Gastroenterologie
keine
entsprechende
neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, anhand der LSE zu bestimmen.
Aufgrund der rückenbedingten Einschränkungen
stehen der
Beschwerdeführerin nicht mehr sämtli
che Tätigkeiten im Gesundheits
wesen
, wo sie über eine Ausbildung als
diplomierte Pflegefachfrau
verfügt,
offen
(vgl.
Urk.
8/115/1-42 S. 39)
. Es rechtfertigt sich deshalb mit der Beschwerdegeg
nerin auf den D
urchschnittslohn in sämtlichen
Dienstleistungs
tätigkeiten abzustellen. Hier kann die Beschwerdeführerin allerdings nicht im Anforderungsniveau 3 ein
gestuft werden, verfügt sie doch
abgesehen von einer
dreissig
Jahre zurück
liegenden einjährigen Handelsschule
und einem EDV-Grundkurs sowie Maschinenschreibkurs beim
N.___
im Jahr 1986 (
Urk.
8/18)
über keine Ausbildung
oder besondere Berufs- und Fachkenntnisse
für Bürotätigkeiten. Ein leidensbedingter Abzug rechtfertigt sich
beim Abstellen auf dieses Lohnniveau
nicht.
5.
2
Für den Rentenanspruch ab
April
2009
(
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG und
Art.
29
Abs.
1 IVG)
bis
Mai
2012
(3
Monate nach Eintritt der Verbesserung,
Art.
88a
Abs.
1 IVV)
ist nach dem Gesagten das
Valideneinkommen
ausgehend vom zuletzt im Pflegeberuf
im Jahr 2007
erzielte
n
Einkommen von
Fr.
84‘557.90 zu ermitteln.
A
ngepasst an die Entwicklung der Nominallöhne der
Frauen
von
24
53
Punkten im Jahr
20
0
7
auf
2552
Punkte im Jahr 20
09
(
Die Volkswirtschaft 4-2014, B10.3, S. 91
) ergibt dies ein
Valideneinkommen
von
Fr.
87‘970
.
55
im Jahr 2009.
Das gestützt auf die Durchschnittslöhne im Dienstleistun
gssektor,
Anforde
rungsni
veau
4,
zu ermittelnde hypothetische Invalidenkommen beträgt
a
ufge
rechnet auf die im Sektor 3 geltende, durchschnittliche betriebsübliche Arbeits
zeit von 41.7 Stunden pro Woche im Jahr 2009 (
Die Volkswirtschaft 4
2014, B9.2, S. 90, Sektor 3
) und angepasst an die Entwicklung der Nominal
löhne der Frauen
im zumutbaren 50%-Pensum
Fr.
2
6
‘
119
.
1
4
(LSE
2008, TA1, S. 26,
Ziff.
50-93;
Fr.
4
‘
089
.--
x 12 / 40 x
41.7
/ 2499 x 2552
x 0.5
)
.
Es
resultiert ein Invaliditätsgrad von 70.
3
%
, der am
Ergebnis
nichts ändert
, wonach
der
Beschwerdeführerin vom 1.
April 200
9
bis 3
1
.
Mai
2012 ein Anspruch auf ei
ne ganze Invalidenrente zustand
.
5.
3
Angepasst an die Nominallohnentwicklung ergeben sich für den Zeitpunkt der Verbesserung des Gesundheitszustandes
(2012)
ein hypothetische
s
Validen
ein
kommen
von
Fr.
9
0
‘
659
.
3
0
(
Fr.
87‘970.55
/ 2552 x 2630) und ein
hypo
theti
sche
s
Invalideneinkommen von
Fr.
5
3
‘
657
.
57
(
LSE 2010, TA1, S. 27,
Ziff.
45
96;
Fr.
4‘
206
.-- x 12 / 40 x 41.7 / 2579 x 2630, Die Volkswirtschaft 4
2014, B9.2,
S.
90, Sektor 3 und B. 10.3, S. 91
).
Es resultiert ein
Invalidi
tätsgrad
von 4
0
.
8
%
.
Die Beschwerdegegnerin hat dementsprechend
ebenfalls
zu Recht einen An
spruch auf eine
Viertelsrente
ab
1.
Juni
2012 verfügt
.
Die Beschwerde gegen die Verfügung vom
1
2.
Dezember 2012 (
Urk.
2) ist
somit
abzuweisen.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessenweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Reto
Zanotelli
, unter Beilage des Doppels von
Urk.
20
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubOertli