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**Case Identifier:** ce08975c-d71d-5e15-94d9-677789d85024
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.02.2021 200 2020 451
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-451_2021-02-02.pdf

## Full Text

200 20 451 ALV
KOJ/SCM/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Februar 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Arbeitslosenkasse Unia
Kompetenzzentrum D-CH-West, Postfach 3398, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. Mai 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Feb. 2021, ALV/20/451, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im November 2018 bei der Arbeitslosenversicherung zur Ar-
beitsvermittlung an und stellte Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 
dem 1. November 2018 (Akten der Arbeitslosenkasse Unia [Arbeitslosen-
kasse bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 323-324, 327-330). Nach Prüfung 
der eingereichten weiteren Unterlagen (vgl. hierzu act. II 281, 309, 312, 
315-316) sowie nach Durchführung eines im Zusammenhang mit der an-
spruchsverneinenden Verfügung vom 21. Januar 2019 (act. II 273-276) 
stehenden Einspracheverfahrens (vgl. act. II 267) bejahte die Arbeitslosen-
kasse mit Einspracheentscheid vom 28. Februar 2019 (act. II 226-231) den 
grundsätzlichen Anspruch auf Arbeitslosentschädigung ab dem 1. Novem-
ber 2018. Am 18. Juli 2019 (act. II 162-164) bzw. mit Verfügung vom 
27. März 2020 (act. II 69-71) setzte sie den versicherten Verdienst auf 
Fr. 3'346.-- fest. Die dagegen erhobene Einsprache (act. II 61) wies sie mit 
Entscheid vom 15. Mai 2020 ab (act. II 43-46).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 11. Juni 2020 Beschwerde. Er bean-
tragt, es sei festzustellen, dass der versicherte Verdienst höher sei. Weiter 
sei festzustellen, dass es sich nicht um einen Zwischenverdienst handle.

Mit Beschwerdeantwort vom 27. Juli 2020 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 1. September 2020 bestätigt der Beschwerdeführer die ge-
stellten Begehren und reicht weitere Unterlagen zu den Akten.

Am 15. September 2020 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf die Einrei-
chung einer Duplik.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Feb. 2021, ALV/20/451, Seite 3

Auf instruktionsrichterliche Aufforderung hin (vgl. prozessleitende Verfü-
gung vom 2. Oktober 2020) reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
2. November 2020 zusätzliche Unterlagen zu den Akten. Von der hierzu 
erteilten Möglichkeit zur Stellungnahme machte die Beschwerdegegnerin 
am 1. Dezember 2020 unter Bestätigung des bereits gestellten Antrags 
Gebrauch.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde grundsätzlich einzutreten (vgl. E. 1.2 hiernach).

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 15. Mai 
2020 (act. II 43-46). Streitig und zu prüfen ist einzig die Berechnung bzw. 
die Höhe des versicherten Verdienstes.

Soweit der Beschwerdeführer verlangt, es sei festzustellen, dass der versi-
cherte Verdienst höher sei und dass es sich nicht um einen Zwischenver-
dienst handle, ist ein bezüglich Feststellungsbegehren vorausgesetztes 
schutzwürdiges Interesse (vgl. Art. 59 ATSG; BGE 138 V 292 E. 3 S. 294; 
SVR 2020 UV Nr. 13 S. 48 E. 2.2) weder ersichtlich noch wird ein solches 
dargelegt. Folglich ist insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten. Eben-
falls auf die Beschwerde nicht einzutreten ist hinsichtlich der ab Januar 
2019 beanstandeten Anrechnung eines Zwischenverdienstes, da diese 
Frage nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheides bildet 
(Bemessungszeitraum ist vom 1. April 2017 bis 31. März 2018 [act. II 44 
Ziff. 5]) und es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand und somit 
an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; 
SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wer neben anderen 
Erfordernissen ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 8 Abs. 1 lit. a AVIG) 
und einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 8 Abs. 1 lit. b 
AVIG). 

2.2 Die Arbeitslosenentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet 
(Art. 21 Satz 1 AVIG). Ein volles Taggeld beträgt 70 % bzw. 80 % des ver-
sicherten Verdienstes (Art. 22 AVIG). 

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2.3 Als versicherter Verdienst gilt der massgebende Lohn im Sinne von 
Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- 
und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) i.V.m. Art. 7 der Ver-
ordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversi-
cherung (AHVV; SR 831.101), der während eines Bemessungszeitraumes 
aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wur-
de. Darin eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten regelmässigen 
Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenien-
zen darstellen (Art. 23 Abs. 1 AVIG; BGE 144 V 195 E. 4.1 S. 198).

Mit dem Rechtsbegriff „normalerweise“ sollen Einkünfte, die mit über ein 
normales Arbeitnehmerpensum hinausgehenden Beschäftigungen erzielt 
werden, für den versicherten Verdienst unbeachtlich bleiben. Entsprechend 
der Zweckbestimmung, nur für normale übliche Arbeitnehmertätigkeit Ver-
sicherungsschutz zu bieten, oder weil der eigentliche Grund ihrer Ausrich-
tung mit der Arbeitslosigkeit entfallen ist, sind Überzeit- und Überstunden-
entschädigung, vertraglich vereinbarte Schichtzulagen, Familienzulagen 
und Spesenentschädigungen etc. bei der Ermittlung des versicherten Ver-
dienstes nicht zu berücksichtigen. Ferner ist auch die Entschädigung für 
nicht bezogene Ferien bei der Festsetzung des versicherten Verdienstes 
ausser Acht zu lassen. Hingegen zählen Treueprämien und Dienstaltersge-
schenke im Sinne von vertraglich vereinbarten und tatsächlich ausbezahl-
ten regelmässigen Zulagen zum versicherten Verdienst (BGE 144 V 195 
E. 4.1 S. 198 und E. 4.4 S. 199).

Nach Art. 37 Abs. 1 AVIV bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem 
Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rah-
menfrist für den Leistungsbezug. Er bemisst sich gemäss Abs. 2 nach dem 
Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rah-
menfrist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist 
als derjenige nach Abs. 1. Der Bemessungszeitraum beginnt, unabhängig 
vom Zeitpunkt der Anmeldung zum Taggeldbezug, am Tag vor dem Eintritt 
eines anrechenbaren Verdienstausfalls. Voraussetzung ist, dass vor die-
sem Tag mindestens zwölf Beitragsmonate innerhalb der Rahmenfrist für 
die Beitragszeit liegen (Art. 37 Abs. 3 AVIV).

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2.4 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der verfügen-
den Behörde – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt 
zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Re-
gel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie-
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aller-
dings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswür-
digung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlich-
keit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 
429, 138 V 218 E. 6 S. 222).

3.

3.1 Aufgrund der Akten erstellt und unbestritten ist, dass der Beschwer-
deführer am 1. November 2018 sämtliche Anspruchsvoraussetzungen nach 
Art. 8 Abs. 1 AVIG erfüllte und somit Anspruch auf Arbeitslosenentschädi-
gung hat (vgl. act. II 43-45, 69-70, 162, 226-230). Streitig ist hingegen die 
Bemessung resp. Höhe des versicherten Verdienstes.

3.2 Der mündlich abgeschlossene (vgl. act. II 315) Arbeitsvertrag mit 
B.________ bzw. C.________ (das Unternehmen ist nicht im Handelsregis-
ter eingetragen; vgl. www.zefix.ch) dauerte vom 1. März bzw. April 2017 bis 
31. März 2018 (vgl. act. II 323; Beschwerde S. 1). Im November 2018 mel-
dete sich der Beschwerdeführer zur Arbeitsvermittlung an und stellte An-
trag auf Arbeitslosenentschädigung (vgl. act. II 323-324, 327-330). Gestützt 
auf Art. 37 Abs. 3 AVIV beginnt der Bemessungszeitraum für den versi-
cherten Verdienst demnach am 31. März 2018 (am Tag vor dem Eintritt 
eines anrechenbaren Verdienstausfalls; vgl. E. 2.3 hiervor; AVIG-Praxis 
ALE, Ziff. C22, abrufbar unter: www.arbeit.swiss; vgl. zur Bedeutung von 
Verwaltungsweisungen BGE 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Zu Recht unbe-
stritten ist sodann, dass gestützt auf Art. 37 Abs. 2 AVIV auf den Durch-
schnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate abzustellen ist, da der daraus 
resultierende versicherte Verdienst höher ist, als der auf Basis der letzten 

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sechs Monate ermittelte (vgl. act. II 165-166). Massgebend ist somit der 
Zeitraum vom 1. April 2017 bis 31. März 2018. Der Beschwerdeführer gibt 
an, in der fraglichen Zeit bei zwei Arbeitgebern (D.________ AG sowie 
C.________) angestellt gewesen zu sein (vgl. act. II 60-63; Beschwerde; 
siehe hierzu auch E. 3.5 hiernach). Zu prüfen sind die dabei erzielten Ein-
künfte.

3.3 Hinsichtlich des bei der D.________ AG erzielten Einkommens er-
gibt der Vergleich der Lohnabrechnungen (act. II 283-294) mit der von der 
Beschwerdegegnerin vorgenommenen Aufstellung (act. II 165) im hier 
massgeblichen Zeitraum (E. 3.2 hiervor) folgende Beträge:

Monat Lohn gemäss 
Lohnabrechnungen
(act. II 283-294)

Lohn gemäss Aufstel-
lung der Beschwerde-
gegnerin
(act. II 165)

Differenz

April 2017 Fr. 2'064.-- 
(act. II 283)

Fr. 2'064.-- Fr. 0.--

Mai 2017 Fr. 1'913.50
(act. II 284)

Fr. 1'913.50 Fr. 0.--

Juni 2017 Fr. 2'569.25
(act. II 285)

Fr. 2'569.25 Fr. 0.--

Juli 2017 Fr. 2'311.25
(act. II 286)

Fr. 2'311.25 Fr. 0.--

August 2017 Fr. 1'666.25
(act. II 287)

Fr. 1'666.25 Fr. 0.--

September 2017 Fr. 1'343.75
(act. II 288)

Fr. 1'343.75 Fr. 0.--

Oktober 2017 Fr. 1'354.50
(act. II 289)

Fr. 1'354.50 Fr. 0.--

November 2017 Fr. 1'730.75
(act. II 290)

Fr. 1'730.75 Fr. 0.--

Dezember 2017 Fr. 1'225.50
(act. II 291)

Fr. 1'225.90 Fr. --.40

Januar 2018 Fr. 1'591.--
(act. II 292)

Fr. 1'591.-- Fr. 0.--

Februar 2018 Fr. 870.75
(act. II 293)

Fr. 870.75 Fr. 0.--

März 2018 Fr. 1'204.--
(act. II 294)

Fr. 1'204.-- Fr. 0.--

Total Fr. 19'844.50 Fr. 19'844.90 Fr. --.40

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Feb. 2021, ALV/20/451, Seite 8

Aus der vorstehenden Tabelle ergibt sich gestützt auf die Lohnabrechnun-
gen eine minimale Korrektur von Fr. --.40 zu Lasten des Beschwerdefüh-
rers. Mithin ist die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Berech-
nung (act. II 165) um diesen Betrag anzupassen. Das hieraus resultierende 
Gesamteinkommen für den hier interessierenden Zeitraum in der Höhe von 
Fr. 19'844.50 ist mit den vom Beschwerdeführer zu den Akten gereichten 
Lohnausweisen betreffend seine Tätigkeit als … der Liegenschaften … und 
… (Akten des Beschwerdeführers [act. I und IA] act. IA 1-2, 7-8; vgl. auch 
act. II 303-304) vereinbar. Der durchschnittliche Monatsverdienst bei der 
D.________ AG beträgt demnach Fr. 1'653.70 (Fr. 19'844.50 / 12). Diesen 
(gerundeten) Betrag hat der Beschwerdeführer beschwerdeweise als kor-
rekt bezeichnet.

3.4 Bezüglich des im Zusammenhang mit der Tätigkeit bei C.________ 
erzielten Einkommens ist auf die bei den Verwaltungsakten liegende Auf-
stellung (Eingang bei der Beschwerdegegnerin am 5. bzw. 8. Juli 2019; 
act. II 178) abzustellen, da diese – entgegen der „Bescheinigung von 
C.________ z.H. der Unia“ (Eingang bei der Beschwerdegegnerin am 
12. März 2019; act. I 3) und dem Lohnausweis betreffend das Jahr 2017 
(act. IA 5) – nach einzelnen Monaten aufgeschlüsselt ist. Die darin aufge-
führten Spesen im Totalbetrag von Fr. 3'267.50 haben bei der Ermittlung 
des versicherten Verdienstes unberücksichtigt zu bleiben (E. 2.3 hiervor; 
AVIG-Praxis ALE, Ziff. C2; THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversiche-
rung, in ULRICH MEYER [Hrsg.] Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht 
[SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2376 N. 367). Auf 
den Lohnausweis 2017 (act. IA 5) kann entgegen der Ansicht des Be-
schwerdeführers für den hier massgebenden Zeitraum vom 1. April 2017 
bis 31. März 2018 nicht abgestellt werden. In dem darin ausgewiesenen 
Einkommen sind auch die hohen Löhne von Januar bis März 2017 enthal-
ten. Ausserdem ist aus den Bankauszügen des Beschwerdeführers ersicht-
lich, dass ihm im Jahr 2018 kein Lohn mehr ausbezahlt worden ist. Für das 
Jahr 2018 liegt denn auch kein Lohnausweis vor. Daher ist davon auszu-
gehen, dass im Lohnausweis 2017 auch die Löhne 2018 enthalten sind. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Feb. 2021, ALV/20/451, Seite 9

Gestützt auf die Aufstellung gemäss act. II 178 hat die Beschwerdegegne-
rin eine eigene Auflistung (act. II 166) vorgenommen. Die Überprüfung die-
ser Auflistung ergibt das Folgende:

Monat Lohn gemäss Aufstel-
lung in act. II 178

Lohn gemäss Auf-
stellung der Be-
schwerdegegnerin
(act. II 166)

Differenz

April 2017 Fr. 1’531.25 Fr. 1’531.25 Fr. 0.--

Mai 2017 Fr. 1'777.50 Fr. 1'777.50 Fr. 0.--

Juni 2017 Fr. 2'522.20 Fr. 2'522.20 Fr. 0.--

Juli 2017 Fr. 1'023.65 Fr. 1'023.65 Fr. 0.--

August 2017 Fr. 4'412.60 Fr. 4'412.60 Fr. 0.--

September 2017 Fr. 3'919.75 Fr. 3'919.75 Fr. 0.--

Oktober 2017 Fr. 1'285.05 Fr. 1'285.05 Fr. 0.--

November 2017 Fr. 907.05 Fr. 907.05 Fr. 0.--

Dezember 2017 Fr. 612.37 Fr. 612.37 Fr. 0.--

Januar 2018 Fr. 544.81 (15.566h x 
Fr. 35.--/h)

Fr. 544.81 Fr. 0.--

Februar 2018 Fr. 378.70 (10.82h x 
Fr. 35.--/h)

Fr. 378.70 Fr. 0.--

März 2018 Fr. 1'267.80 (36.223h 
x Fr. 35.--/h)

Fr. 1'393.11 Fr. 125.31

Total Fr. 20'182.73 Fr. 20'308.04 Fr. 125.31

Aus dem Dargestellten ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin für den 
Monat März 2018 einen um Fr. 125.31 zu hohen Betrag eingesetzt hat. Bei 
einem zeitlichen Aufwand gemäss act. II 178 von zusammengezählt 36.223 
Stunden und einem Stundenansatz von Fr. 35.-- beträgt das Einkommen 
im März 2018 Fr. 1'267.80 (und nicht Fr. 1'393.11; 36.223h x Fr. 35.--/h). 
Die Differenz von Fr. 125.31 entspricht einem zeitlichen Aufwand von 3.58 
Stunden (Fr. 125.31 / Fr. 35.--/h), dies wiederum entspricht exakt dem Ein-
trag vom 28. Februar 2018 („K19“, „Treppe“), welcher offenbar irrtümlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Feb. 2021, ALV/20/451, Seite 10

neben der Berücksichtigung im Februar 2018 auch im März 2018 ange-
rechnet wurde. Das bei C.________ im hier massgeblichen Zeitraum erziel-
te Einkommen beträgt damit gesamthaft Fr. 20'182.73, woraus sich ein 
durchschnittlicher Monatsverdienst von gerundet Fr. 1'681.90 
(Fr. 20'182.73 / 12) ergibt.

3.5 In der hier massgeblichen Zeit erzielte der Beschwerdeführer aus-
serdem einen regelmässigen Lohn von der E.________ GmbH (seit No-
vember 2018 im Handelsregister eingetragen; vgl. www.zefix.ch) von 
Fr. 400.-- pro Monat im Zusammenhang mit einer Teilzeitanstellung als … 
der Liegenschaft … (vgl. Eingaben des Beschwerdeführers vom 1. Sep-
tember und 30. Oktober 2020 [im Gerichtsdossier]; act. IA 3, 9). Diese Lie-
genschaft wird in den übrigen bei den Akten liegenden Unterlagen, nament-
lich in den Verträgen mit der D.________ AG und C.________, nicht er-
wähnt (vgl. insbesondere act. II 303-304). Es handelt sich demnach um 
zusätzliches Einkommen, welches beitragsrechtlich denn auch korrekt ab-
gerechnet wurde (vgl. act. II 7, „F.________“). Dieses ist bei der Berech-
nung des versicherten Verdienstes ebenfalls (vgl. E. 3.3 und 3.4 hiervor) zu 
berücksichtigen.

3.6 Zusammenfassend ergibt sich nach dem Ausgeführten für den hier 
massgeblichen Bemessungszeitraum vom 1. April 2017 bis 31. März 2018 
aus den Einkommen bei D.________ AG (E. 3.3. hiervor), C.________ 
(E. 3.4 hiervor) und E.________ GmbH (E. 3.5 hiervor) ein versicherter 
Verdienst von gesamthaft und gerundet Fr. 3'736.--(Fr. 1'653.70 + 
Fr. 1'681.90 + Fr. 400.--). Soweit darauf einzutreten ist, ist daher in Gut-
heissung der Beschwerde der angefochtene Einspracheentscheid vom 
15. Mai 2020 (act. II 43-46) aufzuheben und der versicherte Verdienst auf 
Fr. 3'736.-- festzusetzen. 

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. aArt. 61 lit. a ATSG (in 
der bis 31. Dezember 2020 gültigen Fassung) und Art. 83 ATSG sind keine 
Verfahrenskosten zu erheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Feb. 2021, ALV/20/451, Seite 11

4.2 Trotz seines Obsiegens hat der nicht vertretene Beschwerdeführer 
nach konstanter Praxis keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da 
der Aufwand zur Wahrung seiner Interessen den Rahmen dessen nicht 
überschritten hat, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise zur Be-
sorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat 
(BGE 127 V 205 E. 4b S. 207; SVR 2019 KV Nr. 7 S. 51 E. 9.2.1).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Soweit darauf einzutreten ist, wird in Gutheissung der Beschwerde der 
angefochtene Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse Unia vom 
15. Mai 2020 aufgehoben und der versicherte Verdienst auf Fr. 3'736.-- 
festgesetzt.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Arbeitslosenkasse Unia
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.