# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ef24443-b161-5a7e-8e84-6e4c8a796f34
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.07.2013 UV 2012/56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-56_2013-07-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/56

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 02.07.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2013
Art. 6 UVG. Adäquate Unfallkausalität von Beschwerden im Nachgang zu 
einer HWS-Distorsion (Auffahrunfall) sowie zwei früheren Unfällen mit HWS-
Beteiligung. Leistungseinstellung (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2013, UV 2012/56). Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_635/2013.

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 2. Juli 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17,

3074 Muri b. Bern,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ war bei der B.___ AG angestellt und dadurch bei der Suva unfallversichert, 

als er am 24. November 2000 mit seinem Personenwagen vor einem Lichtsignal anhielt 

und ein anderes Auto von hinten auffuhr. Dr. med. C.___, diagnostizierte am 14. 

Dezember 2000 eine Distorsion der HWS (UV-act. III/1f, III/13). Die Suva anerkannte 

ihre Leistungspflicht. Ab dem 5. Februar 2001 lag wieder eine volle Arbeitsfähigkeit vor 

und die ärztliche Behandlung wurde abgeschlossen (UV-act. III/19, III/27). Am 23. April 

2002 liess der Versicherte einen Rückfall mit Arbeitsunfähigkeit ab 19. April 2002 

melden (UV-act. III/32). Ab August 2002 bestand gemäss Beurteilung des Kreisarztes 

Dr. med. D.___, FMH für orthopädische Chirurgie, wieder volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. 

III/48).

A.b  Am 14. Februar 2007 war der Versicherte bei der E.___ AG angestellt und dadurch 

bei der Suva unfallversichert, als ein anderes Auto seitlich mit dem Heck des vom 

Versicherten gelenkten Fahrzeugs kollidierte und es auf die Seite drehte (UV-act. II/1, II/

6, II/43). Die Suva erbrachte wiederum die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 

28. Juli 2008 stellte die Suva die Leistungen auf den 31. Juli 2008 ein mit der 

Begründung, dass ein adäquater Kausalzusammenhang der Beschwerden zum Unfall 

vom 14. Februar 2007 nicht vorliege (UV-act. II/114). Diese Verfügung wurde mit 

Einspracheentscheid vom 6. Oktober 2008 bestätigt (UV-act. II/118). Der 

Einspracheentscheid erwuchs in Rechtskraft. 

A.c  Am 30. August 2010 war der Versicherte bei der F.___ tätig und dadurch bei der 

Suva unfallversichert, als ein Militärfahrzeug an einer Kreuzung von hinten auf das von 

ihm gelenkte Auto auffuhr (UV-act. I/1, I/16). Dr. med. G.___, Facharzt FMH für 

Allgemeinmedizin, diagnostizierte eine HWS-Distorsion (UV-act. I/2). Nach 

Durchführung von ärztlichen/physiotherapeutischen Behandlungen und medizinischen 

Abklärungen eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 15. Februar 

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2012, dass die aktuell noch geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend 

nachweisbar seien. Die adäquate Unfallkausalität sei in Anwendung der 

Schleudertrauma-Rechtsprechung zu verneinen. Die im Anschluss an den Unfall 

übernommenen Versicherungsleistungen würden daher auf den 29. Februar 2012 

eingestellt. Mangels Vorliegens von adäquat kausalen Unfallfolgen bestehe auch kein 

Anspruch auf eine Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung (UV-act. I/100). 

Die von der Rechtsvertreterin des Versicherten gegen diese Verfügung erhobene 

Einsprache (UV-act. I/105, I/108) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 8. Mai 

2012 ab (UV-act. I/110). Der Krankenversicherer hatte die vorerst erhobene Einsprache 

nach Einsicht in die Akten zurückgezogen (UV-act. I/103, I/104).

B.  

B.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 8. Mai 2012 erhob Rechtsanwalt lic. iur. D. 

Ehrenzeller, Teufen, für den Versicherten mit Eingabe vom 11. Juni 2012 Beschwerde. 

Er beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben, und dem Beschwerdeführer 

seien die gesetzlichen Leistungen über den 29. Februar 2012 hinaus auszurichten 

(Heilungskosten und Taggelder, eventualiter Invalidenrente und 

Integritätsentschädigung). Eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und eine neutrale 

Begutachtung anzuordnen. Vorsorglich werde das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung gestellt (act. G 1). Letzteres Gesuch zog der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers am 15. August 2012 zurück (act. G 6). Am 20. August 2012 

ergänzte er die Beschwerdebegründung. Er wies unter anderem darauf hin, dass die 

Beschwerdegegnerin die Kriterien für die Beurteilung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs falsch gewürdigt und erklärt habe, es hätten keine organisch 

objektivierbaren Unfallfolgen im Sinne struktureller Veränderungen gefunden werden 

können. Es brauche allerdings die Untersuchung am Universitätsspital Zürich, welches 

im RISS-Bericht vom 31. Mai 2011 eine gute Zusammenfassung abgegeben habe. Der 

Beschwerdeführer habe sich am 30. August 2010 immer noch im Heilungsprozess des 

zweiten Unfalls vom 14. Februar 2007 befunden. Es liege ein medizinisch zu wenig 

gründlich abgeklärter Sachverhalt vor, so dass die Angelegenheit erst nach einer 

umfassenden Begutachtung beurteilt werden könne. Es seien sicher drei oder vier der 

für mittelschwere Unfälle aufgestellten Adäquanzkriterien erfüllt, so dass die Adäquanz 

zu bejahen sei (act. G 7).

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B.b  In der Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2012 beantragte Rechtsanwältin Dr. 

iur. M.

Sonder, Muri, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Einspracheentscheid. 

Sie führte unter anderem aus, aufgrund der vorliegenden Unterlagen könne dem 

Beschwerdeführer der Beweis von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen nicht 

gelingen. Die Behauptung, der dritte Unfall habe den Heilungsprozess aus den ersten 

beiden Unfällen unterbrochen bzw. beeinträchtigt, entbehre der Grundlage. Eine 

polyvalente Begutachtung sei nicht erforderlich. Die Kriterien für eine Bejahung des 

adäquten Kausalzusammenhangs seien nicht in gehäufter Zahl und in der 

massgebenden Intensität vorhanden.

B.c  Mit Replik vom 21. Februar 2013 (act. G 20) und Duplik vom 1. März 2013 (act. G 

22) bestätigten die Parteien ihre Standpunkte. Mit einer zusätzlichen Eingabe vom 25. 

April 2013 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Bericht der 

Kliniken Valens vom 5. März 2013 nach (act. G 24). Hierzu äusserte sich die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 6. Mai 2013 (act. G 26).

Erwägungen:

1. 

Streitig ist, ob die Leistungen, welche von der Beschwerdegegnerin im Anschluss an 

das Unfallereignis vom 30. August 2010 ausgerichtet wurden, auf den 29. Februar 2012 

eingestellt werden durften oder nicht. Im Bereich klar ausgewiesener organischer 

Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen Veränderungen (ein organisches 

Substrat konnte mit bildgebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computer­

tomogramm, EEG] nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher 

Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 

291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, 

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bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein 

Schleudertrauma bzw. keine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die 

Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen indessen das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft 

werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik 

aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung 

ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen 

aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). Andernfalls erfolgt die 

Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 

V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten 

Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die 

psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den 

organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, 

ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).

2.  

2.1 Gemäss Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen bestanden beim 

Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 24. November 2000 Nackenbeschwerden mit 

Ausstrahlung in den Rücken (UV-act. III/4). Dr. C.___ bestätigte im Nachgang zu 

diesem Unfall wieder eine volle Arbeitsfähigkeit ab 5. Februar 2001 (UV-act. III/19, III/

28; vgl. auch Bericht Dr. med. H.___, Spezialarzt FMH für Neurologie, vom 9. Februar 

2001, UV-act. III/25). Funktionsaufnahmen der HWS in vier Ebenen ergaben gemäss 

Bericht von Dr. med. I.___ vom 20. Februar 2001 eine leichtgradige 

Bewegungseinschränkung im unteren HWS-Bereich und im Übrigen regelrechte 

Verhältnisse (UV-act. III/26). Ein nach der Rückfallmeldung vom April 2002 

vorgenommenes MRI vom 18. Juni 2002 zeigte, bis auf eine minimale Retrolisthesis 

von HWK5 sowie eine leicht vermehrte Lordosierung des thorakozervikalen Übergangs, 

eine unauffällige Darstellung der HWS mit minimaler Protrusion C4/5 und C5/6 ohne 

Nachweis einer Hernie und ohne Hinweis für eine Myelon- oder 

Nervenwurzelbeeinträchtigung (UV-act. III/31). Kreisarzt Dr. D.___ bescheinigte am 

16. August 2002 eine volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. III/48). Dr. C.___ bestätigte am 26. 

August 2002 den Behandlungsabschluss am 3. Mai 2002 (UV-act. III/55).

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2.2 Nach dem zweiten Unfall vom 14. Februar 2007 lagen beim Beschwerdeführer 

Nackenverspannungen sowie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel vor. Er 

erklärte, wegen des früheren Unfalls vom 24. November 2000, bis auf leichte 

Rückenschmerzen, die er jährlich einmal therapiert habe, sozusagen beschwerdefrei 

gewesen zu sein (UV-act. II/6; UV-act. II/3 und II/11). Funktionsaufnahmen der HWS in 

zwei Ebenen zeigten gemäss Bericht vom 26. Februar 2007, abgesehen von einer 

diskreten skoliotischen Fehlhaltung und diskreten Bewegungseinschränkung im 

unteren HWS-Bereich, eine normale Darstellung der HWS (UV-act. II/7). Ein ambulantes 

Assessment in der Rehaklinik Bellikon ergab gemäss Bericht vom 4. Mai 2007 unter 

anderem eine weitere Behandlungsbedürftigkeit (Physiotherapie) bei uneingeschränkter 

Arbeitsfähigkeit und guter Prognose (UV-act. II/49). Gemäss biomechanischer 

Kurzbeurteilung vom 5. Juli 2007 waren die von der HWS ausgehenden Beschwerden 

und Befunde durch die Kollisionseinwirkung (Unfall vom 14. Februar 2007) im 

Normalfall eher nicht zu erklären; auch mit einem allfälligen Kopfanprall (was nicht 

belegt sei) blieben die Beschwerden schwierig zu erklären (UV-act. II/58). Dr. G.___ 

bescheinigte am 31. August 2007 weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. II/67). 

Ein MRI der HWS vom 3. September 2007 ergab einen regelrechten Befund ohne 

Hinweis auf eine diskoligamentäre Läsion (UV-act. II/68). Dr. med. J.___, 

Rheumatologie FMH, empfahl am 7. Januar 2008 bei weiterhin uneingeschränkter 

Arbeitsfähigkeit eine Osteopathie-Behandlung (UV-act. II/89). Diese wurde in der Folge 

durchgeführt (UV-act. II/95, II/97). PD Dr. med. K.___, Facharzt FMH Neurologie, 

bestätigte am 14. Mai 2008 einen Status nach HWS-Distorsion und ein (am ehesten 

unfallunabhängiges) chronisches Schmerzsyndrom der HWS und BWS ohne Hinweise 

auf neurologische Defizite (UV-act. II/102). Kreisarzt Dr. D.___ hielt am 27. Mai 2008 

fest, weitere medizinische Abklärungen seien aus versicherungsmedizinischer Sicht 

nicht nötig. Von weiteren Therapiemassnahmen könne 1 ½ Jahre nach Unfallereignis 

keine wesentliche Verbesserung mehr erwartet werden. Die Befunde und Symptome 

seien klinisch teilweise fassbar, jedoch organisch nicht hinreichend nachweisbar (UV-

act. II/106).

2.3 Nach dem Unfall vom 30. August 2010 ergab ein ambulantes Assessment in der 

Rehaklinik Bellikon gemäss Bericht vom 12. November 2010 die Diagnosen einer HWS-

Distorsion QTF (Quebec Task Force) II und eines zervikovertebralen Syndroms. Ein CT 

der HWS und der BWS vom 7. September 2010 (UV-act. I/29: keine Hinweise von 

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posttraumatischen Veränderungen) habe keine ossären Läsionen ergeben. Es werde 

eine stationäre Rehabilitation empfohlen. Bis dahin sei weiterhin von einer vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen (UV-act. I/24). Im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon 

vom 21. Dezember 2010 wurde nach einem einmonatigen stationären Aufenthalt des 

Beschwerdeführers die Fortführung der medizinischen Trainingstherapie empfohlen. Es 

sei eine mässige Symptomausweitung (expressives Schmerzverhalten, Tendenz zur 

Selbstlimitierung und Inkonsistenzen, katastrophisierende Kognitionen) beobachtet 

worden. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem Effort eine bessere Leistung 

erbracht werden könnte, als sie bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm 

gezeigt worden sei. Das Ausmass der demonstrierten Einschränkungen lasse sich mit 

den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und 

bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. Die 

Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich auch auf medizinisch-theoretische 

Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den Leistungstests und 

im Behandlungsprogramm. Es liege mit einer leichten Anpassungsstörung (UV-act. I/

36) keine psychische Störung vor, welche eine arbeitsrelevante Leistungsminderung 

begründen könnte. Im MRI der HWS vom 25. November 2010 (UV-act. I/37) habe sich 

lediglich ein sehr diskretes Bandscheibenbulging auf Höhe HWK 4/5 gefunden, kein 

Nachweis diskoligamentärer Läsionen. Bei der neurologischen Untersuchung (UV-act. 

I/38) hätten keinerlei Pathologien des Nervensystems entdeckt werden können. Aus 

unfallkausaler Sicht sei die Arbeit am angestammten Arbeitsplatz ab 20. Dezember 

2010 zu 50% zumutbar (UV-act. I/35). Dr. G.___ berichtete am 20. Januar 2011, die 

50%-Arbeitsfähigkeit habe vom Beschwerdeführer nicht realisiert werden können. 

Neben dem Körper sei auch die Seele verletzt. Immerhin sei er unverschuldet in drei 

Kollisionen verwickelt gewesen (UV-act. I/46). Am 20. März 2011 bestätigte der Arzt 

das Vorliegen eines mittlerweile chronifizierten Schmerzsyndroms (UV-act. I/57). 

Kreisarzt Dr. med. L.___ kam hierauf am 23. März 2011 zum Schluss, dass die klinische 

und radiologische Abklärung vollständig durchgeführt worden sei. Durch weitere 

Untersuchungen seien keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Ein Vorzustand infolge 

der früheren HWS-Verletzungen liege nicht vor, da auch bei diesen beiden Unfällen 

keine strukturellen Läsionen verursacht worden seien. Medizinisch-theoretisch könne 

der Beschwerdeführer als voll arbeitsfähig beurteilt werden. Bei erreichtem Endzustand 

sei der Fallabschluss vorzusehen (UV-act. I/58).

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2.4 Dr. G.___ hielt in einem Schreiben vom 5. Mai 2011 an Prof. Dr. med. M.___, 

Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, Universitätsspital Zürich, unter 

anderem fest, seit dem 7. März 2011 arbeite der Beschwerdeführer "zähneknirschend" 

zu 100%, mit zeitweiligen tageweisen Ausfällen. Es sei ihm (dem Arzt) nicht gelungen, 

dem Patienten die Schwierigkeit klar zu machen, bei "fehlendem" somatischem 

Korrelat die Schmerzsituation schulmedizinisch zu begründen, wobei festgehalten 

werden müsse, dass das Beschwerdebild insgesamt gering sei und der Arbeitgeber 

grosse Anstrengungen mache, um den idealen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen 

(UV-

act. I/65). Im Unfallschein bestätigte der Arzt ab 4. April 2011 - mit Ausnahme einzelner 

Tage - eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (UV-act. I/66, I/68, I/70, I/78). Im Bericht 

der Rheumaklinik des Universitätsspitals vom 31. Mai 2011 (interdisziplinäre 

Schmerzsprechstunde) wurde die Veranlassung einer Therapie bei einem manuellen 

Therapeuten, die regelmässige Einnahme einer Basisanalgesie, eine Psychoredukation 

und die Fortsetzung der Medizinischen Trainingstherapie empfohlen (UV-act. I/67). 

Kreisarzt Dr. L.___ erklärte sich am 4. Juli 2011 mit den vorgeschlagenen 

Therapiemassnahmen einverstanden (UV-act. I/71). Dr. G.___ hielt am 8. Juli 2011 fest, 

er erachte die Prognose für eine erfolgreiche Reintegration aufgrund des bisherigen 

Verlaufs mit prinzipiell schlechter Leistungsbereitschaft von Seiten des Patienten als 

schlecht (UV-act. I/72). N.___, Bewegungswissenschaftlerin ETH, berichtete am 22. 

August 2011, bei einem regelmässigen und gezielten Trainingsablauf sollte innerhalb 

der nächsten vier Wochen eine Verbesserung der muskulären Problematik erkennbar 

sein; andernfalls sei das Vorgehen nochmals zu diskutieren (UV-act. I/79). Am 6. und 

12. Oktober 2011 berichtete die Bewegungswissenschaftlerin, dass sie die Therapie 

und das Training mit dem Beschwerdeführer beenden werde. Trotz intensiver 

trainingstherapeutischer Intervention und begleitender Einzeltherapie beklage er eine 

Zunahme der Beschwerdesymptomatik. Die Schmerz- und vorzeitige 

Erschöpfungssymptomatik sei nur schwer nachvollziehbar (UV-act. I/83, I/84). Die 

Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis auf Ende Oktober 2011 (UV-act. I/88). Im 

Bericht der Rheumaklinik des Universitätsspitals vom 19. Januar 2012 wurde unter 

anderem festgehalten, in den Nachkontrollen habe sich keinerlei Verbesserung der 

Symptomatik gezeigt. Medizinische Trainingstherapie sowie Chiropraktikerbesuche, 

Physiotherapie mit Massage und Tens seien ohne Ansprechen der Symptomatik 

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geblieben. Die im Bericht vom 1. Juni 2011 empfohlenen Massnahmen seien bisher nur 

unvollständig umgesetzt worden. Dem Patienten sei eine analgetische Therapie 

(Schmerzmittel) empfohlen worden. Aktuell seien keine weiteren Kontrollen geplant 

(UV-act. I/98). In der Stellungnahme vom 19. März 2012 führte Dr. G.___ unter anderem 

aus, er erachte ab 1. März 2012 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer 

wechselbelastenden Tätigkeit mit Heben von eher leichten Lasten als gegeben. Es sei 

unmöglich festzustellen, ob die in der Rheumaklinik beschriebenen Befunde 

unfallkausal oder unfallfremd seien. Es seien ausgiebige, qualitativ hochstehende und 

teure Untersuchungen durchgeführt worden. Wenn ein Mensch unverschuldet in einen 

Unfall verwickelt sei, dürfe das psychologische Moment nicht unterschätzt werden. 

Neben dem Körper sei auch die Seele verletzt. Beim Beschwerdeführer sei der Wunsch 

nach Wiedergutmachung (in irgendeiner Art und Weise) zu spüren. Es sei der falsche 

Weg, sich in immer weitere Abklärungen zu stürzen. Dem Beschwerdeführer könne 

zugemutet werden, einer adaptierten Arbeit zu 100% auch mit Restbeschwerden 

nachzugehen (UV-act. I/108 Beilage).

3.  

3.1 Eine manuelle ärztliche Untersuchung der versicherten Person fördert klinische 

Ergebnisse zu Tage. Der hinreichende Nachweis für ein klar fassbares organisches 

Korrelat für die im Zusammenhang mit einer Distorsion der HWS oder einer 

äquivalenten Verletzung geklagten Beschwerden bzw. die Organizität des 

Beschwerdebilds vermag damit allerdings nicht erbracht zu werden (Entscheid des 

Bundesgerichts vom 6. Februar 2007, U 479/05, E.5.4 mit Hinweis auf Entscheid des 

EVG vom 6. November 2006, U 444/05, E.5.2). Von organisch objektiv ausgewiesenen 

Unfallfolgen kann praxisgemäss erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen 

Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 

109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 

479/05]). Diese Untersuchungsmethoden müssen zudem wissenschaftlich anerkannt 

sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). Beispielsweise sind ein Thoracic-outlet-

Syndrom (TOS), myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde für 

sich allein nicht als organisch hinreichend nachweisbare Unfallfolgen zu betrachten. 

Auch Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken 

sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit können für sich allein nicht als klar 

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ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches 

gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, mit vielen Hinweisen, sowie vom 

7. Februar 2008, U13/07, E. 3.2 und 3.3). - Im vorliegenden Fall zeigten die 

medizinischen Abklärungen keine durch den Unfall vom 30. August 2010 bedingten 

organisch-strukturellen Befunde (vgl. UV-act. I/29, I/35, I/37, I/38). Aus dem Bericht des 

Universitätsspitals vom 31. Mai 2011 (UV-act. I/67) sind entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers (act. G 7 Ziff. 1 und 2) keine solchen Befunde ersichtlich. Auch die 

Unfälle von 2000 und 2007 hatten im Übrigen keine somatisch-organischen Befunde 

ergeben (UV-act. III/26, III/31, II/7, II/68, II/102). 

3.2 Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert 

und liegt - wie dies konkret der Fall ist - kein fassbarer organischer (unfallbedingter) 

Befund an der HWS im erwähnten Sinn vor, muss für die Bejahung der natürlichen 

Kausalität ein typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie 

diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, 

Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, 

Depression, Wesensveränderung usw. vorliegen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 

117 V 369 E. 3e; Bestätigung in BGE 134 V 109 E. 9). Dieses Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden muss jedoch nicht in seiner umfassenden Ausprägung 

innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt 

es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS 

manifestieren (Urteile des Bundesgerichts vom 30. Januar 2007, U 215/05, und vom 

15. März 2007, U 258/06; RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 E. 5e). Im Weiteren muss nach 

der Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des EVG vom 4. November 2005, U 312/05) nicht 

der gesamte Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer Unfallkausalität ausgehen zu 

können.

3.3 Nach dem Unfall vom 30. August 2010 vermerkte Dr. G.___ am 31. August 2010 im 

Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma, dass sich beim Unfall bei gerader Kopfstellung kein 

Kopfanprall ergeben habe. Der Beschwerdeführer gab Kopf- und Nackenschmerzen 

sowie Hör- und Schlafstörungen an. Hinsichtlich des Nackens hätten vor dem Unfall 

keine behandlungsbedürftigen Beschwerden bestanden; hinsichtlich des Rückens 

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seien gelegentliche Behandlungen erfolgt (UV-act. I/2). Diese Angaben wurden am 20. 

September 2010 im Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen bestätigt, wobei 

zusätzlich noch BWS-Beschwerden angegeben und als Vorzustand Nacken-, Kopf-, 

Schulter- und Rückenbeschwerden vermerkt wurden (UV-act. I/6). Angesichts dieser 

Aktenlage kann vom Auftreten eines typischen Beschwerdebilds unmittelbar nach dem 

Unfall gesprochen werden, das mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürlich-

kausale Unfallfolge eines HWS-Traumas zu betrachten ist. Entsprechend anerkannte 

die Beschwerdegegnerin einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers bis zum 29. 

Februar 2012.

4. 

4.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich 

dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als 

bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 

2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss jedoch nicht der Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes 

Leiden hat, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal 

bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob 

die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung 

verloren haben (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Ebenso wenig geht es darum, vom 

Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden 

mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile 

des EVG vom 18. Dezember 2003, U 258/02, vom 25. Oktober 2002, U 143/02, und 

vom 31. August 2001, U 285/00).

4.2 Aufgrund der in E. 2 dargelegten medizinischen Akten kann die Frage, ob die nach 

dem streitigen Einstellungszeitpunkt (29. Februar 2012) weiter bestehenden 

Gesundheitsstörungen noch als natürliche (Teil-)Folge des versicherten Unfalls 

anzusehen oder auf den Vorzustand zurückzuführen sind, mangels eindeutiger und 

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übereinstimmender ärztlicher Aussagen nicht abschliessend beantwortet werden. Eine 

weitere Abklärung des natürlichen Zusammenhangs erübrigt sich jedoch, weil es - wie 

nachstehend zu zeigen sein wird - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs fehlt. 

In diesem Zusammenhang ist vorweg festzuhalten, dass die Unfallversicherer bei 

Schleudertrauma-Unfällen die Versicherungsleistungen - ohne Prüfung der adäquaten 

Unfallkausalität - bis zum Behandlungsabschluss einstweilen erbringen. Die spätere 

Prüfung der adäquaten Unfallkausalität setzt den medizinischen 

Behandlungsabschluss voraus bzw. kann ohne Vorliegen desselben nicht erfolgen (vgl. 

dazu nachstehend E. 4.3). Angesichts der geschilderten medizinischen Gegebenheiten 

ist die Adäquanz nach Massgabe der in BGE 117 V 359 E. 6 entwickelten und in BGE 

134 V 109 E. 10 präzisierten Kriterien zu beurteilen und dabei auf eine Differenzierung 

zwischen psychischen und physischen Komponenten zu verzichten, kann doch nach 

Lage der Akten in der Zeit bis Ende Februar 2012 und auch danach eine Dominanz 

psychischer Probleme (vgl. BGE 123 V 98 E. 2a) beim Beschwerdeführer nicht als 

nachgewiesen gelten.

4.3

4.3.1 Zu prüfen ist, ob am 29. Februar 2012 noch eine unfallbedingte 

Behandlungsbedürftigkeit vorlag bzw. ob von einem Fallabschluss im Sinn von Art. 19 

Abs. 1 UVG - als Voraussetzung für die Adäquanzprüfung (BGE 134 V 109 E. 4) - 

ausgegangen werden durfte. Der Abschluss des Falls durch den Unfallversicherer 

bedingt dabei lediglich, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine 

ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. 

November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2.). Für die Annahme eines Andauerns der 

Behandlungskostenübernahme genügt es nicht, dass eine Therapie lediglich eine 

unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für eine namhafte Besserung nur 

eine weit entfernte Möglichkeit besteht (A. Maurer, Unfallversicherungsrecht, 2. A., 

Bern 1989, S. 274). Von einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands kann 

auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine therapeutische Massnahme mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus einem stationären 

Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte Zeit zu lindern 

vermag (RKUV 2005, 388). Für die Bejahung eines medizinischen Endzustands wird 

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keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl. Rumo-Jungo, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 3. A., S. 145).

4.3.2 Nachdem von Seiten der Rehaklinik Bellikon im Dezember 2010 die Fortführung 

der medizinischen Trainingstherapie als erforderlich bezeichnet und auf eine Tendenz 

des Beschwerdeführers zur Selbstlimitierung hingewiesen worden war (UV-act. I/35), 

empfahlen die Ärzte der Rheumaklinik des Universitätsspitals Ende Mai 2011 diverse 

therapeutische Massnahmen (insbesondere manuelle und analgetische Therapie und 

medizinische Trainingstherapie; UV-act. I/67). Der Kreisarzt erklärte sich mit deren 

Durchführung einverstanden (UV-act. I/71), worauf die Bewegungswissenschaftlerin 

N.___ als Behandlungsergebnis im Oktober 2011 unter anderem festhielt, trotz 

Anpassung und Optimierung des medizinischen Trainingsprogramms sowie einer 

objektivierbaren Regredienz der muskulären Verspannungen berichte der 

Beschwerdeführer über eine Verschlimmerung der Symptomatik. Deshalb und 

aufgrund der deutlich vorhandenen Selbstlimitierung habe sie dem Beschwerdeführer 

mitgeteilt, dass sie eine Fortsetzung des Trainings nicht als sinnvoll erachte (UV-act. I/

83, I/84). Von Seiten der Rheumaklinik des Universitätsspitals wurde am 19. Januar 

2012 bestätigt, dass sich anlässlich der Nachkontrollen keinerlei Verbesserungen 

gezeigt hätten bzw. die Symptomatik auf entsprechende Massnahmen nicht 

angesprochen habe. Sie empfahlen die Weiterführung der analgetischen Therapie mit 

Schmerzmitteln (UV-act. I/98). Der geschilderte Sachverhalt spricht klar dafür, dass per 

29. Februar 2012 von den Unfallfolgen her zu Recht von einem Behandlungsabschluss 

im vorerwähnten Sinn ausgegangen werden durfte und weitere Therapien lediglich der 

Aufrechterhaltung des Erreichten bzw. der Schmerzlinderung dienten oder unfallfremde 

Gegebenheiten betrafen. Zu einer anderen Schlussfolgerung vermögen auch die vom 

Beschwerdeführer in diesem Verfahren eingereichten Schreiben der Klinik(en) Valens 

vom 23. Januar und 5. März 2013 (Kostengutsprachegesuche für eine stationäre 

Rehabilitation) nicht zu führen. Dort werden im Wesentlichen therapierefraktäre und 

damit einer Verbesserung nicht zugängliche bzw. chronifizierte zervikozephale und 

zervikothorakale Beschwerden angeführt und eine Schmerzlinderung durch weitere 

Behandlung in Aussicht gestellt (act. G 20.1/1, G 24.1). Wenn in den erwähnten 

Schreiben eine erneute stationäre Rehabilitation als erforderlich erachtet wurde, so ist 

festzuhalten, dass der nach dem Unfall vom 30. August 2010 durchgeführte stationäre 

Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon keine Ergebnisse zeitigte und bereits damals die 

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Selbstlimitierung und mangelnde Leistungsbereitschaft zu Tage trat (UV-act. I/35), 

welche sich später bestätigte (UV-act. I/72, I/83, I/84). Ein Verbesserungspotential 

durch weitere (stationäre) Behandlung ist beim dargelegten Sachverhalt nicht dargetan. 

Von einer interdisziplinären Begutachtung im Sinn einer Gesamtschau (vgl. dazu BGE 

134 V 109 E. 10.2.4) kann vor dem geschilderten Hintergrund ebenfalls abgesehen 

werden, zumal der Beschwerdeführer neurologisch (UV-act. I/38) und psychiatrisch 

(UV-act. I/36) abgeklärt wurde (vgl. auch Stellungnahme Dr. G.___ vom 19. März 2012; 

UV-act. I/108 Beilage). Sodann bedarf es nicht zwingend eines poly-/interdisziplinären 

Gutachtens für die Klärung von bei der Prüfung einzelner Adäquanzkriterien zuweilen 

auftauchenden Problemen, wenn - wie hier - Berichte von Ärzten verschiedener in 

Betracht fallender Fachrichtungen vorliegen, welche eine schlüssige 

Gesamtbeurteilung zulassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom

27. November 2008, 8C_527/2008, E. 3.2.2).

5. 

5.1 Zu prüfen bleibt die adäquate Unfallkausalität. Bei der in Frage stehenden 

Auffahrkollision vom 30. August 2010 (UV-act. I/1, I/43, I/45) ist - auch angesichts der 

Sachschäden am Fahrzeug des Beschwerdeführers (UV-act. I/16) und der 

kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von unterhalb oder knapp innerhalb 

eines Bereiches von 10-15 km/h (UV-act. I/51) - praxisgemäss von einem 

mittelschweren Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen (RKUV 

2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2 mit Hinweisen). Diese Qualifikation dürfte im Übrigen 

auch für die - hier abgesehen von der noch zu prüfenden Frage der besonderen 

Verletzung (wiederholte Einwirkung auf die HWS) nicht zur Diskussion stehenden - 

früheren Ereignisse von 2000 und 2007 gegolten haben (vgl. UV-act. III/5, III/13 sowie 

II/6, II/43 und II/58). Ausgehend von der erwähnten Qualifikation ist die Adäquanz des 

Kausalzusammenhangs dann zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung 

einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegt oder die zu 

berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 

117 V 359 E. 6b).

5.2 Von besonders dramatischen Begleitumständen oder einer besonderen 

Eindrücklichkeit des Unfalls kann konkret nicht gesprochen werden. Die Diagnose 

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eines HWS-Distorsionstraumas vermag die Schwere oder besondere Art der Verletzung 

für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf hierzu vielmehr einer besonderen Schwere 

der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, 

welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese können beispielsweise in einer 

beim Unfall eingenommenen Körperhaltung und den dadurch bewirkten 

Komplikationen bestehen. Konkret kann nicht von einer besonderen Schwere der für 

das Schleudertrauma typischen Beschwerden ausgegangen werden (vgl. BGE 134 V 

109 E. 10.2.2 mit Hinweisen). Auch wenn das Beschleunigungstrauma auf eine HWS 

traf, welche bereits von zwei früheren Unfällen betroffen war, kann - bei fehlender 

somatisch-struktureller Schädigung der HWS durch die früheren Unfälle (vorstehende 

E. 3.1 mit Hinweis auf UV-

act. III/26, III/31, II/7, II/68, II/102) und uneingeschränkter Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

vor dem Unfall vom August 2010 - grundsätzlich nicht von einer Verletzung besonderer 

Art ausgegangen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 

8C_542/2008, E. 5.3). Soweit im Zeitpunkt des Ereignisses vom 30. August 2010 noch 

Restbeschwerden des Ereignisses von 2007 vorlagen, liesse sich die besondere Art der 

Verletzung - im Sinn einer wiederholten Betroffenheit desselben Körperteils - im Ansatz 

dennoch (in geringem Umfang) bejahen (vgl. Urteil des EVG vom 26. April 2006, U 

39/04, E. 3.3.2). In der biomechanischen Kurzbeurteilung vom 26. Januar 2011 wurde 

denn auch festgehalten, an biomechanischen Besonderheiten seien frühere Unfälle mit 

HWS-Distorsion zu berücksichtigen. Nicht ganz eindeutig sei, ob kurz vor dem Ereignis 

vom 30. August 2010 noch Beschwerden bestanden hätten. Im Dokumentationsbogen 

werde dies verneint. Allgemein könne festgehalten werden, dass aus biomechanischer 

Sicht jedes Organ, welches anschliessend an eine frühere Belastung Beschwerden 

verursacht habe, bei einer späteren Belastung sensibler reagiere, auch wenn die 

Beschwerden zur Zeit des erneuten Ereignisses abgeklungen gewesen seien. Daher sei 

konkret von einer Abweichung vom Normalfall auszugehen. Die anschliessend an das 

Ereignis beim Beschwerdeführer festgestellten Beschwerden und Befunde seien durch 

die Kollisionseinwirkung im Normalfall eher nicht erklärbar; bei Berücksichtigung der 

erwähnten Abweichungen vom Normalfall ergäben sich aber Erklärungsmöglichkeiten 

(UV-act. I/51).

5.3 Was das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung 

(vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.3) betrifft, ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 

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nach dem Unfall vom 30. August 2010 in ärztlicher/physiotherapeutischer und 

medikamentöser Behandlung sowie medizinischer Trainingstherapie stand. Im 

November/Dezember 2010 war ein stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon 

erfolgt. Diese Massnahmen führten nach seinen eigenen Angaben und derjenigen der 

behandelnden Personen zu keiner andauernden (vollständigen) Beschwerdebesserung 

(UV-act. I/5, I/12, I/35, I/42, I/56, I/72, I/83, I/84, I/98). In Anbetracht der Aktenlage kann 

eine fortgesetzt spezifische, den Beschwerdeführer belastende ärztliche Behandlung - 

unbestritten (act. G 7 S. 5 lit. c) - nicht als belegt gelten, zumal reine 

Abklärungsmassnahmen hier ausser Betracht zu bleiben haben (Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. Juli 2008, 8C_415/2007, E. 7.3). Die durchgeführten 

Behandlungen bewegten sich in einem nach HWS-Distorsionen üblichen Umfang, bei 

welchem die bundesgerichtliche Rechtsprechung das Kriterium in der Regel verneint 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Mai 2008, 8C_500/2007, E. 5.4, vom 8. 

August 2008, 8C_144/2008, E. 7.3, vom 22. August 2008, 8C_266/2008, E. 4.2.4, und 

vom 30. Oktober 2009, 8C_488/2009, E. 5.2.2).

5.4 Adäquanzrelevant können im Weiteren in der Zeit zwischen dem Unfall und dem 

Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende 

erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften 

Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die 

Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Der 

Beschwerdeführer schilderte im Dezember 2010 anlässlich der Behandlung in der 

Rehaklinik Bellikon bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen und eine leichte 

Bewegungseinschränkung in der HWS sowie Kopfweh und Durchschlafstörungen (UV-

act. I/35). Dr. G.___ ging in einem Schreiben vom 5. Mai 2011 von einem insgesamt 

geringen Beschwerdebild aus (UV-act. I/65). Im Bericht vom 18. Dezember 2012 

betreffend Arbeitssituation im O.___ wurden unter anderem die Schmerzangaben des 

Beschwerdeführers festgehalten und vermerkt, dass diese unabhängig von der 

Arbeitsposition seien (act. G 20.1/4). Zu berücksichtigen sind auch hier die in den 

Akten zuvor immer wieder bestätigten Selbstlimitierungen und Inkonsistenzen (UV-act. 

I/35, I/72, I/83, I/84). Das Kriterium von dauerhaften (ohne wesentlichen Unterbruch 

bestehenden) und erheblichen Beschwerden kann bei diesem Sachverhalt nicht als 

belegt gelten. Sodann lassen sich ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen nicht schon dann bejahen, wenn die angewendeten Therapien nicht zu 

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gänzlicher Schmerzfreiheit führen. Hingegen vermag die vom Beschwerdeführer 

angeführte Tatsache, dass es zu einem erneuten Unfall mit schleppendem Heilverlauf 

gekommen sei (act. G 7 S. 5 lit. f), mit Blick auf das von ihm angeführte Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. Februar 2012, 8C_150/2011, E. 9.2.7, unter Umständen einen 

schwierigen Heilungsverlauf bzw. erhebliche Komplikationen zu begründen, weshalb 

das Kriterium in der einfachen Form als erfüllt gelten kann. Hingegen kann von einer 

ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, nicht 

die Rede sein.

5.5 Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsfähigkeit anbelangt, ist gemäss BGE 134 

V 109 E. 10.2.7 dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis 

mittelschweren Schleudertraumen der HWS und ähnlichen Verletzungen ein längerer 

oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt 

aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher 

massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden 

die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Konkret muss ihr Wille 

erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung so rasch wie möglich wieder in den 

Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person können 

sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher 

Unannehmlichkeiten manifestieren. Sodann können Bemühungen um alternative, der 

gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht 

fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in 

erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, 

kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). Nachdem die Ärzte der 

Rehaklinik Bellikon im Dezember 2010 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit als zumutbar 

erachtet hatten (UV-act. I/35), berichtete Dr. G.___, dass diese vom Beschwerdeführer 

nicht habe realisiert werden können (UV-act. I/46). In einem E-Mail vom 27. Oktober 

2011 erklärte sich Dr. G.___ mit dem Standpunkt des Suva-Sachbearbeiters 

einverstanden, wonach dem Beschwerdeführer ein adaptierter Einsatz als Hilfsarbeiter 

zumutbar wäre. Er habe ihm geraten, sich auf einen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt 

vorzubereiten (UV-act. I/90, I/91). Im Unfallschein bescheinigte der Arzt ab 

1. November 2011 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. I/95). Am 19. März 2012 

führte Dr. G.___ unter anderem aus, dem Beschwerdeführer könne zugemutet werden, 

einer adaptierten Arbeit zu 100% auch mit Restbeschwerden nachzugehen (UV-act. I/

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108 Beilage). Angesichts dieser Arbeitsfähigkeits-Entwicklung lässt sich eine erhebliche 

(rein unfallbedingte) Arbeitsunfähigkeit im Einstellungszeitpunkt nicht bejahen, womit 

auf Art und Umfang der Wiedereingliederungsbemühungen nicht eingegangen zu 

werden braucht.

5.6 Unter diesen Umständen können - mit geringer Ausprägung - lediglich die Kriterien 

der besonderen Art der Verletzung und des schwierigen Heilungsverlaufs bzw. der 

erheblichen Komplikationen als erfüllt gelten, womit dem streitigen Unfall keine 

adäquanzrechtlich massgebende Bedeutung für die über den 29. Februar 2012 hinaus 

andauernden Beschwerden zukommt. Selbst bei drei geringgradig erfüllten Kriterien 

wird die Adäquanz bei mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten 

Unfällen praxisgemäss vom Bundesgericht verneint (Urteil vom 31. Juli 2009, 

8C_172/2009, E. 5.3.5 mit Hinweisen). Die Einstellung der Leistungen auf den 29. 

Februar 2012 erweist sich demgemäss als rechtmässig. Mangels adäquater 

Unfallkausalität kann auch der Anspruch auf Rente und Integritätsentschädigung nicht 

weiter zur Diskussion stehen.

6. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 8. Mai 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2013
	Art. 6 UVG. Adäquate Unfallkausalität von Beschwerden im Nachgang zu einer HWS-Distorsion (Auffahrunfall) sowie zwei früheren Unfällen mit HWS-Beteiligung. Leistungseinstellung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2013, UV 2012/56). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_635/2013.

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