# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af0131ce-5e28-54be-902e-b8450ce824be
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 16.07.2020 ZK1 2019 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-62_2020-07-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Entscheid vom 16. Juli 2020

Referenz ZK1 19 62

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Brunner, Vorsitzender
Michael Dürst und Pedrotti
Richter, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Luca Tenchio
Obere Plessurstrasse 36, 7000 Chur 

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Avvocato Christopher Jackson
Via Emilio Bossi 12, CP 5354, 6901 Lugano 

in Sachen

C._____

Gegenstand Besuchsrecht, Beistandschaft

Anfechtungsobj. Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Mittelbün-
den/Moesa vom 07. März 2019, mitgeteilt am 11. März 2019 

Mitteilung 20. Juli 2020

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I. Sachverhalt

A. A._____ und B._____ sind die Eltern des am _____ 2017 geborenen 
C._____. Sie sind nicht miteinander verheiratet, lebten aber im Zeitpunkt der Ge-
burt ihres Sohnes zusammen im gleichen Haushalt in O.1_____. 

B. Bereits am 28. Dezember 2016 hatte A._____ C._____ als sein Kind aner-
kannt. Gleichzeitig mit der Anerkennung der Vaterschaft einigten sich die Eltern 
auf die gemeinsame Ausübung der elterlichen Sorge und vereinbarten, dass die 
Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-/IV-Renten den Eltern je 
zur Hälfte angerechnet werden.

C. Im Juni 2017 zog B._____ mit C._____ nach O.2_____. A._____ blieb in 
O.1_____ wohnhaft. Wenige Monate später, im November 2017, trennten sich die 
Eltern. 

D. Am 5. Dezember 2017 ersuchte B._____ bei der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde Mittelbünden/Moesa (fortan KESB Mittelbünden/
Moesa) um Regelung der Obhut von C._____ und des persönlichen Verkehrs zwi-
schen Vater und Sohn. Zudem beantragte sie die Zuteilung der Erziehungsgut-
schriften vollumfänglich an sich selbst. Konkret stellte sie folgende Begehren:

1. L'affidamento e la custodia di C._____ sono attribuiti esclusivamente 
alla madre B._____.

2. Le relazioni personali tra C._____ e il padre A._____ sono fissate co-
me segue:

– il padre A._____ può visitare e intrattenersi per tre ore con il figlio 
C._____ in un centro situato a non più di trenta chilometri da ca-
sa di C._____, attrezzato per ospitare bambini in tenera età e do-
tato di personale formato per sorvegliare e assistere il padre nel-
le attività con il figlio;

– la madre B._____ si impegna a portare C._____ nel predetto 
centro ogni due settimane, il sabato pomeriggio, e a prelevarlo 
dopo che il padre A._____ si è intrattenuto con lui.

3. Gli accrediti per compiti educativi a favore di C._____, oggi formalmen-
te assegnati alla madre B._____ a e al padre A._____ [recte: alla ma-
dre B._____ e al padre A._____] in ragione di metà ciascuno, sono 
assegnati in ragione del 100% alla madre B._____.

4. L'APMA Grigioni Centrale/Moesa sottopone alla madre B._____ e al 
padre A._____ una proposta di convenzione di mantenimento.

E. Die Erhebung der wirtschaftlichen Verhältnisse von A._____ durch die 
KESB Mittelbünden/Moesa datiert vom 13. März 2018 und bescheinigt ihm einen 
monatlichen Nettolohn von rund CHF 3'000.00 (zzgl. 13. Monatslohn).

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F. Am 22. März 2018 teilte Rechtsanwalt Luca Tenchio der KESB Mittelbün-
den/Moesa mit, die Vertretung von A._____ übernommen zu haben. Mit Eingabe 
vom 27. März 2018 stellte A._____ alsdann ein Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege, unter Einsetzung von Rechtsanwalt Luca Tenchio als 
unentgeltlicher Rechtsvertreter. 

G. Am 17. April 2018 reichte A._____ seine Stellungnahme zum Gesuch vom 
5. Dezember 2017 ein. Er stellte folgende Rechtsbegehren:

1. B._____ [recte: B._____] kann die Obhut über C._____ zugewiesen 
werden.

2. C._____ und A._____ seien das Recht einzuräumen, dass A._____ 
C._____ jedes zweite Wochenende von Freitag, 1700 h, bis Sonntag, 
1700 h, auf eigene Kosten zu sich auf Besuch nehmen darf.

Zusätzlich sei A._____ das Recht einzuräumen, seinen Sohn drei Wo-
chen / Jahr auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen.

3. Es sei für C._____ eine Besuchsrechtsbeistandschaft nach Art. 308 
ZGB anzuordnen. Es sei ein Besuchsrechtsbeistand bzw. eine Be-
suchsrechtsbeiständin zu ernennen, welche(r) notwendigerweise der 
englischen Sprache mächtig ist und welche(r) nach Art. 308 Abs. 3 
ZGB die elterliche Sorge beschränken kann. Die eingesetzte Beistän-
din bzw. der eingesetzte Beistand sei im Sinne der Erwägungen zu 
beauftragen:

a) das gemäss Ziff. 2 hiervor angeordnete Besuchsrecht durch zu 
setzen und zu überwachen;

b) gegebenenfalls für die Überwachung der Übergaben von 
C._____ (allenfalls durch eine Drittperson) besorgt zu sein;

c) zwischen den Eltern zu vermitteln und sie bei der Umsetzung des 
Besuchsrechts zu unterstützen;

d) unter Einbezug aller Beteiligten die weiteren Modalitäten des Be-
suchsrechts festzulegen.

Dem Besuchsrechtsbeistand bzw. der Besuchsrechtsbeiständin sei 
das Recht einzuräumen, die Modalitäten des Besuchsrechts unter 
Hinweis der Bestrafung nach Art. 292 StGB für den Fall der Wider-
handlung zu verfügen. Ferner wird ihm bzw. ihr das Recht eingeräumt, 
bei von der Kindsmutter verunmöglichten, vorab vereinbarten Be-
suchsrechten der Kindsmutter die dadurch unnütz gewordenen Fahr-
kosten des Kindsvaters ihr in Rechnung zu stellen.

4. Ziff. 2 des Rechtsbegehrens der Kindsmutter in ihrer Eingabe vom 
5. Dezember 2017 sei entsprechend abzuweisen.

5. Ziff. 3 des Rechtsbegehrens der Kindsmutter in ihrer Eingabe vom 
5. Dezember 2017 kann vorläufig gutgeheissen werden unter Vorbe-
halt eines zukünftigen Gesuches um Abänderung für den Fall der Än-
derung der Umstände.

6. Ziff. 4 des Rechtsbegehrens der Kindsmutter in ihrer Eingabe vom 
5. Dezember 2017 sei abzuweisen.

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7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (letztere zuzügl. MwSt.) 
gemäss Gesetz.

H. Mit Entscheid vom 29. Mai 2018 bewilligte die KESB Mittelbünden/Moesa 
A._____ die unentgeltliche Rechtspflege, unter Einsetzung von Rechtsanwalt Luca 
Tenchio als unentgeltlicher Rechtsvertreter.

I. Mit Replik vom 11. Juni 2018 und Duplik vom 24. Juli 2018 hielten die Par-
teien an ihren Rechtsbegehren fest. 

J. Die KESB Mittelbünden/Moesa hörte am 4. Oktober 2018 die Kindseltern im 
Beisein von deren Rechtsvertretern an.

K. Die Eltern einigten sich mit Unterhaltsvertrag vom 18./19. Dezember 2018 
auf einen von A._____ monatlich zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag von 
CHF 250.00 für C._____. Am 31. Januar/4. Februar 2019 unterzeichneten die El-
tern einen ergänzten Unterhaltsvertrag. Dabei passten sie die Grundlagen der Un-
terhaltsberechnung ihren veränderten finanziellen Verhältnissen an, die Höhe des 
Unterhaltsbeitrages blieb indessen unverändert. Zudem hielten sie in Nachach-
tung der gesetzlichen Vorschriften (Art. 301a lit. c ZPO) das infolge des vereinbar-
ten Unterhaltsbeitrages resultierende Manko (Unterdeckung des gebührenden 
Unterhalts) von C._____ fest. Sie unterbreiteten den Unterhaltsvertrag alsdann der 
KESB Mittelbünden/Moesa zur Genehmigung.

L. Mit Entscheid vom 7. März 2019, mitgeteilt am 11. März 2019, beschloss 
die KESB Mittelbünden/Moesa was folgt:

1. Si prende atto del fatto che il rapporto di filiazione fra C._____ e il pa-
dre A._____ è stabilito per riconoscimento prima della nascita del 28 
dicembre 2016.

2. Si prende atto che B._____ (nata il 12 febbraio 1990, attinente di 
O.3_____) e A._____ (nato il 16 febbraio 1980, cittadino di O.4_____) 
si sono accordati riguardo all'autorità parentale congiunta sul figlio 
C._____ (nato il 21 gennaio 2017, attinente di O.3_____).

3. Si prende atto che B._____ (nata il 12 febbraio 1990, attinente di 
O.3_____) e A._____ (nato il 16 febbraio 1980, cittadino del 
O.4_____) si sono accordati in merito alla custodia di C._____ (nato il 
21 gennaio 2017, attinente di O.3_____) che è conferita esclusivamen-
te a B._____.

4. Il contratto di mantenimento stipulato in data 31 gennaio/4 febbraio 
2019 tra B._____ (quale rappresentante legale del figlio C._____) e 
A._____ è approvato (art. 287 CC). Si prende atto che i genitori si im-
pegnano, al compimento del 4. anno di età di C._____, a inoltrare all'-
APMA per approvazione un nuovo accordo di mantenimento fra 
A._____ e il figlio C._____, rappresentato dalla madre B._____. 

5. Si rinuncia all'ascolto di C._____.

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6. Il diritto di visita del padre è esercitato secondo le modalità concordate 
preventivamente dai genitori di C._____ in base alle situazioni, alle 
necessità e avendo il massimo riguardo del bene del figlio.

Qualora non vi fosse accordo fra i genitori, vale il seguente regime mi-
nimo:

– il sabato o la domenica di un fine-settimana ogni due, dalle 13:00 
alle 18:00;

– una sera a settimana telefonicamente o attraverso analoghi si-
stemi di comunicazione elettronica.

7. In favore di C._____ è istituita una curatela educativa (art. 308 CC).

8. D._____, Ufficio curatori professionali Regione Moesa, Roveredo, è 
nominato curatore di C._____.

9. Nell'ambito di una curatela con speciali poteri (art. 308 cpv. 2 CC) al 
curatore sono conferiti i seguenti compiti e competenze:

– attuare il diritto di visita con il padre;

– fungere da intermediario tra i genitori, occupandosi delle relazioni 
e dei contatti tra gli stessi, con lo scopo di instaurare fra di loro 
un dialogo costruttivo;

– valutare la necessità di eventuali ulteriori interventi (da parte dell-
'APMA o di altri servizi) a sostegno della famiglia.

10. Il curatore viene invitato ad acquisire le informazioni necessarie all'-
adempimento dei suoi compiti e a prendere contatto personalmente 
con la madre e con il padre di C._____ subito dopo la ricezione della 
presente decisione.

11. Il curatore è incaricato di:

– presentare all'APMA un rapporto per il periodo 1. aprile 2019-
30 giugno 2019, entro il 31 luglio 2019;

– presentare all'APMA un rapporto per il periodo 1. luglio 2019-
30 settembre 2019, entro il 31 ottobre 2019;

– informare con un rapporto l'APMA se vi sono cambiamenti impor-
tanti e richiedere se necessario una modifica o una revoca della 
curatela.

12. Per quanto riguarda le spese procedurali, viene disposto quanto se-
gue:

– le spese nella procedura fino alla presente decisione vengono 
fissate a fr. 1'500.00 e addebitate ai genitori di C._____ in ragio-
ne della metà ciascuno.

– in considerazione delle rispettive situazioni finanziarie dei genitori 
si rinuncia alla riscossione di tali spese per un importo comples-
sivo di fr. 1'500.00.

13. (Rimedio giuridico)

14. (Comunicazione)

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M. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (fortan Beschwerdeführer bzw. 
Kindsvater) am 11. April 2019 beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde. 
Er stellte folgende Anträge:

1. Ziff. 6 des Dispositivs des angefochtenen Entscheides sei aufzuheben. 
Dem Kindsvater sei für den Fall, dass die Eltern sich nicht zu einigen 
vermögen, das Recht einzuräumen, C._____, geb. _____ 2017,

– jeweils jedes zweite Wochenende, und zwar von Freitag 17 h, bis 
Sonntag 17 h;
sowie

– für drei Wochen Ferien / Kalenderjahr;

zu sich auf Besuch zu nehmen. Ein Abend pro Woche darf der Kinds-
vater zudem telefonisch oder über entsprechende elektronische Kom-
munikationsmittel sich mit dem Kind austauschen.

2. Ziff. 8 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben. 
Es sei die K[E]SB Mittelbünden/Moesa anzuweisen, einen Beistand 
einzusetzen, welcher der englischen, eventuell der deutschen Sprache 
gut mächtig ist.

3. Ziff. 9 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids sei durch folgen-
den Spiegelstrich zu erweitern:

– gegebenenfalls für die Überwachung der Übergaben von 
C._____ (allenfalls durch eine Drittperson) besorgt zu sein.

Ferner sei Ziff. 9 des Dispositivs dahingehend zu ergänzen, dass der 
[recte: dem] Besuchsrechtsbeistand das Recht eingeräumt wird, sofern 
nötig, nach Art. 308 Abs. 3 ZGB die elterliche Sorge zu beschränken. 

4. Ziff. 12, erster Spiegelstrich, des Dispositivs des angefochtenen Ent-
scheids sei aufzuheben und festzustellen, dass die Behördenkosten 
der Vorinstanz zulasten des Beschwerdeführers (über CHF 750) 
gemäss Verfügung vom 29. Mai 2018 der KESB Mittelbünden/Moesa 
durch den Kanton Graubünden getragen werden.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (letztere zuzüglich MwSt) zu-
lasten des Kantons Graubünden.

N. Während laufender Frist zur Erstattung der Beschwerdeantwort stellte 
B._____ (fortan Beschwerdegegnerin bzw. Kindsmutter) am 30. April 2019 bei der 
KESB Mittelbünden/Moesa ein neues Gesuch mit dem Begehren, das Besuchs-
recht sei lediglich begleitet auszuüben. Zudem beantragte sie, die Besuchszeiten 
des Kindsvaters seien zu modifizieren bzw. zu reduzieren.

O. Die Beschwerdegegnerin ersuchte das Kantonsgericht von Graubünden 
alsdann mit Eingabe vom 7. Mai 2019 um Sistierung des Beschwerdeverfahrens 

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bis zur Erledigung des bei der KESB Mittelbünden/Moesa hängigen Verfahrens. 
Der Beschwerdeführer erklärte sich in der Folge mit dem Sistierungsantrag nicht 
einverstanden.

P. Mit Beschwerdeantwort vom 10. Mai 2019 schloss die KESB Mittelbün-
den/Moesa auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden 
könne, unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolgen. Darüber hinaus ver-
zichtete sie auf eine einlässliche Beschwerdeantwort und verwies auf die Aus-
führungen im angefochtenen Entscheid.

Q. Die Beschwerdegegnerin erstattete ihre Beschwerdeantwort am 16. Mai 
2019. In prozessualer Hinsicht wiederholte sie ihren Sistierungsantrag. In der 
Hauptsache beantragte sie die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers. Darüber hinaus stellte sie 
eigene Anträge zur Modifizierung der Besuchsrechtszeiten gemäss Dispositivzif-
fer 6 des angefochtenen Entscheids.

R. In der Folge liessen die Parteien dem Gericht zwischen dem 21. Mai 2019 
und dem 17. Dezember 2019 unaufgefordert insgesamt zwölf Replik- bzw. Nove-
neingaben zukommen, die jeweils praxisgemäss der Gegenpartei zugestellt wur-
den. Vorzumerken ist, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 31. Oktober 
2019 Ziffer 2 des Rechtsbegehrens seiner Beschwerde betreffend Wechsel des 
Beistandes infolge unüberbrückbarer Sprachbarrieren zurückzog.

S. Im parallel zum Beschwerdeverfahren angestrebten Verfahren bestätigte 
die KESB Mittelbünden/Moesa mit Entscheid vom 5. Mai 2020 den angefochtenen 
Entscheid vom 7. März 2019 und wies das Gesuch der Beschwerdegegnerin vom 
30. April 2019 ab, soweit sie darauf eintrat. Der angefochtene Entscheid erfuhr 
indessen insoweit eine Ergänzung, als die KESB Mittelbünden/Moesa dem Bei-
stand und den Eltern gestützt auf Art. 273 Abs. 2 ZGB in Bezug auf den persönli-
chen Verkehr zwischen Vater und Sohn Weisungen erteilte.

T. Mit Verfügung vom heutigen Tag heisst der Vorsitzende das Gesuch des 
Beschwerdeführers vom 2. April 2019 um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege, unter Einsetzung von Rechtsanwalt Luca Tenchio als unentgeltlicher 
Rechtsvertreter, gut und gewährt ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne 
einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung gemäss Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO 
(ZK1 19 57).

II. Erwägungen

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1.1. Gegen Entscheide der Kindesschutzschutzbehörde kann gestützt auf 
Art. 314 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 450 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Ge-
richt Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes 
zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsge-
richt von Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz. 

1.2. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich primär 
nach den Regeln des ZGB und den ergänzenden kantonalen Bestimmungen 
(EGzZGB), subsidiär gelten die Bestimmungen der ZPO (Art. 450f ZGB; Art. 60 
Abs. 2 EGzZGB).

1.3. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheids der 
KESB bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 450b Abs. 1 ZGB), und zwar 
schriftlich und begründet (Art. 450 Abs. 3 ZGB), wobei in formeller Hinsicht keine 
hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7085 [zit. Botschaft Erwachse-
nenschutz]); Lorenz Droese/Daniel Steck, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 42 zu Art. 450 ZGB). Der 
Entscheid der KESB Mittelbünden/Moesa ging dem Beschwerdeführer am 
12. März 2019 zu (KESB act. 69.4). Die dagegen mit Eingabe vom 11. April 2019 
erhobene Beschwerde erfolgte demnach fristgerecht. Sie entspricht zudem den 
Begründungsanforderungen (act. A.1). Der Beschwerdeführer ist als biologischer 
und rechtlicher Vater durch den angefochtenen Entscheid selbst unmittelbar in 
seinen Rechten betroffen, sodass er gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB als 
direkt am Verfahren beteiligte Person ohne Weiteres zur Beschwerdeerhebung 
legitimiert ist. Damit ist auf die Beschwerde, unter dem Vorbehalt nachstehender 
Erwägungen (vgl. nachstehend E. 8.2), einzutreten. Deren Beurteilung fällt 
gemäss Art. 6 lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts 
(KGV; BR 173.100) in die Zuständigkeit der I. Zivilkammer.

1.4. Der vorliegenden Beschwerde kommt keine aufschiebende Wirkung zu 
(Art. 450c ZGB; act. B.1, Ziff. 13; vgl. ferner act. A.1).

2.1. Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-
rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides gerügt 
werden (Art. 450a Abs. 1 und Abs. 2 ZGB). Der Rechtsmittelbehörde kommt so-
wohl in rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht umfassende Überprüfungsbe-
fugnis zu; dazu gehört auch die volle Ermessensüberprüfung (vgl. Botschaft Er-

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wachsenenschutz, a.a.O., S. 7085; Daniel Steck, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler, 
FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 3, 7 und 10 zu Art. 450a 
ZGB). Im Kindesrecht gilt wegen des fundamentalen Grundsatzes der Wahrung 
des Kindeswohls durchwegs die uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizial-
maxime (Art. 446 Abs. 1, 2 und 3 ZGB; Daniel Steck, a.a.O., N 7 zu Art. 446 ZGB). 
Demnach ist im Verfahren vor der KESB und der gerichtlichen Beschwerdeinstanz 
der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen und die zuständige Behörde ist 
an die Anträge der Parteien nicht gebunden. 

2.2. Wie eingangs erwähnt, stellte die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwer-
deantwort vom 16. Mai 2019 für das vorliegende Verfahren eigene Anträge 
(act. A.5, S. 2; vorstehend E. P). Angesichts der geltenden Verfahrensmaximen im 
Kindesrecht sind die eigenen Anträge der Beschwerdegegnerin lediglich als Vor-
schläge zu werten. Folgerichtig sind sie in diesem Rahmen entgegen der Darstel-
lung des Beschwerdeführers auch im Beschwerdeverfahren als zulässig zu erach-
ten (vgl. act. A.9, Rz. S. 3 f.).

3. Die Festlegung der massgeblichen Amtssprache obliegt dem Vorsitzenden 
des Gerichts (Art. 7 Abs. 1 des Sprachengesetzes des Kantons Graubünden 
[SpG; BR 492.100] i.V.m. Art. 49 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG; 
BR 173.000]). Die Verfahrenssprache richtet sich in der Regel nach der im ange-
fochtenen Entscheid verwendeten Amtssprache bzw. nach der Amtssprache, wel-
cher die beklagte Partei mächtig ist (Art. 8 Abs. 2 SpG). Das vorinstanzliche Ver-
fahren wurde in italienischer Sprache geführt. Der Beschwerdeführer als beklagte 
Partei vor Erstinstanz ist indessen von den drei kantonalen Amtssprachen einzig 
der deutschen Sprache mächtig, weshalb auch seine Eingaben im Beschwerde-
verfahren in Deutsch erfolgten. Angesichts dessen rechtfertigt es sich, das vorlie-
gende Verfahren in deutscher Amtssprache zu führen. 

4. Aufgrund des Entscheids der KESB Mittelbünden/Moesa vom 5. Mai 2020 
erweist sich der von der Beschwerdegegnerin gestellte Sistierungsantrag als ge-
genstandslos (act. E.7).

5. Die Dispositivziffern 1-5, 7, 10 und 13 des vorinstanzlichen Entscheids blie-
ben unangefochten. Zudem zog der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 31. Okto-
ber 2019 Ziffer 2 seines Rechtsbegehrens zurück (act. A.15). Mit Letzterem wehr-
te er sich gegen Dispositivziffer 8 des angefochtenen Entscheids und verlangte die 
Einsetzung eines Beistands, welcher der englischen, eventuell der deutschen 
Sprache gut mächtig sei (act. A.1, S. 2). In diesem Umfang ist der Entscheid der 
Vorinstanz in Rechtskraft erwachsen. Dies ist vorzumerken. Gegenstand des vor-

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liegenden Verfahrens bilden demnach die Ausgestaltung des Besuchsrechts, die 
Kompetenzen des Beistandes sowie die Kostenfolge.

6.1. Der Beschwerdeführer begehrte im erstinstanzlichen Verfahren, dass ihm 
ein gerichtsübliches Besuchs- und Ferienrecht, mithin jedes zweite Wochenende 
von Freitag 17.00 Uhr bis Sonntag 17.00 Uhr sowie drei Wochen Ferien pro Jahr, 
eingeräumt werde (KESB act. 30). Die Vorinstanz beschränkte das Recht auf per-
sönlichen Verkehr des Kindsvaters mit dem angefochtenen Entscheid indes im 
Sinne einer Mindestregelung auf ein Besuchsrecht alle zwei Wochen am Samstag 
oder Sonntag von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie an einem Abend pro Woche ei-
nen Kontakt per Telefon oder ein elektronisches Kommunikationsmittel. Die Vor-
instanz begründete das eingeschränkte Besuchsrecht damit, dass die Vater-Kind-
Beziehung zwar in den ersten rund fünf Monaten nach der Geburt habe aufgebaut 
werden können. Danach sei die Mutter aber mit dem Kind nach O.2_____ gezo-
gen. Infolge des Umzuges hätten in der Zeit von Juni 2017 bis November 2017 
zwischen Vater und Sohn nur jeweils dann Kontakte stattgefunden, wenn die Mut-
ter das Kind freiwillig zu seinem Vater nach O.1_____ gebracht habe. Zwischen 
November 2017 und Mai 2018 sei der Kontakt gänzlich unterbrochen gewesen. Ab 
Mai 2018 habe die Mutter in Umsetzung der Anweisungen, welche sie von der 
KESB Mittelbünden/Moesa erhalten habe, dem Vater das Recht auf persönlichen 
Verkehr zugesichert und mit dem Vater mehrere Besuche vereinbart, wovon nur 
drei Treffen hätten durchgeführt werden können. Ein begleitetes Besuchsrecht sei 
indessen derzeit ungerechtfertigt und unverhältnismässig. Schliesslich bleibe die 
Anpassung des Besuchsrechts gestützt auf die Berichte des Beistands vorbehal-
ten (act. B.1, E. 6). 

6.2. In seiner Beschwerde vom 11. April 2019 verneint der Vater, dass Gründe 
für eine Einschränkung des persönlichen Verkehrs vorlägen. Es treffe zwar zu, 
dass er nach der Trennung der Eltern kurzzeitig den Kontakt zum Kind habe un-
terbrechen müssen. Dies sei jedoch geschehen, weil die Kindsmutter das Be-
suchsrecht unterbunden habe und der Kindsvater – vor dem Hintergrund der Ab-
weisung und purer Verzweiflung infolge der wiederholten, erfolglosen Kontaktver-
suche – es unterlassen habe, weiter zu bohren. Beim Beschwerdeführer handle es 
sich um einen liebevollen Vater, der in einer kindsgerechten Wohnung in 
O.1_____ wohne und endlich sein Kind angemessen zu sich nehmen möchte, was 
ihm bislang durch die Kindsmutter und nunmehr durch die Vorinstanz widerrecht-
lich verunmöglicht werde. Ausserdem treffe es nicht zu, dass der Vater dem Kind 
praktisch fremd sei; bei jedem Treffen umarme das Kind den Vater und zeige eine 
normale Kind-Vater-Beziehung. Durch den persönlichen Verkehr im gerichtsübli-

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chen Umfang würde dem Kindsvater erstmals ermöglicht, eine längere, nicht über-
trieben lange Zeit mit dem Kind alleine zu sein, wodurch die Grundlage für eine 
adäquate Vater-Kind-Beziehung verstärkt werden könne. Der angefochtene Ent-
scheid verletze das dem Kindsvater und dem Kind selbst zustehende Recht auf 
angemessenen persönlichen gegenseitigen Verkehr (act. A.1, S. 4 ff.).

6.3. Bei der Regelung des persönlichen Verkehrs steht das Kindeswohl im Vor-
dergrund. Allfällige Interessen der Eltern haben dahinter zurückzutreten. Der zu-
ständigen Behörde kommt dabei ein relativ weites Ermessen zu. Zu beachten sind 
die Umstände des Einzelfalls, wobei insbesondere das Alter des Kindes, seine 
Beziehung zum Besuchsberechtigten und die Beziehung der Eltern untereinander 
in Betracht zu ziehen sind. Zur Angemessenheit der Besuchsrechtsregelung 
gehört ebenfalls die Möglichkeit der Anpassung an veränderte Verhältnisse (vgl. 
Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 10 zu Art. 273 ZGB). 
C._____ ist mittlerweile 3 ½-jährig. Er ist damit zwar kein Säugling mehr, aber 
noch ein kleines Kind. Er lebte bislang grundsätzlich mit der Mutter und nur in den 
ersten paar Monaten nach der Geburt auch mit dem Vater im gemeinsamen 
Haushalt. In der Folge fanden lediglich in unregelmässigen Abständen Besuche 
beim Vater statt. Rund ein halbes Jahr lang war der Kontakt vollständig abgebro-
chen. Auch danach konnten bis zum Entscheid der Vorinstanz lediglich drei Tref-
fen durchgeführt werden (vgl. KESB act. 34, 54). Der Kindsvater übte sein Be-
suchsrecht somit bislang nur während des Tages über wenige Stunden aus. Das 
Kind verbrachte noch nie längere Zeit, insbesondere auch über Nacht, beim Vater. 
Eine genügend eigenständige und tragfähige Beziehung dürfte C._____ zum Va-
ter bisher kaum aufgebaut haben, weil er mangels Gelegenheit dazu gar (noch) 
nicht in der Lage war. Daran ändert auch nichts, dass der Vater offenbar fähig ist, 
die Bedürfnisse seines Sohnes zu verstehen und angemessen auf sie zu reagie-
ren (vgl. auch act. E.7). Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es bestünden – 
nach Angaben der Vor-instanz selbst – keine Anzeichen für eine konkrete Kinds-
wohlgefährdung, verkennt er, dass das Fehlen einer Kindswohlgefährdung für die 
Ausübung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts allein nicht genügt. Ob ein Kind 
beim Besuchsberechtigten längere Zeit samt Übernachtungen verbringt, hängt 
insbesondere auch vom Alter des Kindes sowie der Stabilität und Qualität der Be-
ziehung zwischen Besuchsberechtigtem und Kind ab. Vor diesem Hintergrund 
steht es deshalb ausser Frage, dass nicht direkt ein übliches Besuchs- und Feri-
enrecht von einem ganzen Wochenende alle zwei Wochen und drei Wochen Feri-
en eingeräumt werden kann. Dies wäre mit dem Kindeswohl nicht vereinbar. Viel-
mehr muss ein behutsamer Auf- und Ausbau des persönlichen Verkehrs des Va-

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ters mit C._____ stattfinden. Der Entscheid der Vorinstanz ist deshalb auch in die-
sem Sinne zu verstehen. Mit einer regelmässigen Ausübung des Besuchsrechts 
am Samstag oder Sonntag jede zweite Woche und dem wöchentlichen telefoni-
schen Kontakt oder mittels elektronischen Kommunikationsmitteln – allenfalls un-
terstützt durch den Beistand – soll ein Vertrauensverhältnis zwischen Vater und 
Sohn aufgebaut werden, welches bei positivem Ergebnis baldmöglichst eine Er-
weiterung des persönlichen Verkehrs erlaubt. Für die erste Zeit des Kontaktauf-
baus erscheint das eingeräumte Besuchsrecht ohne Weiteres als geeignet und 
angemessen. Hervorzuheben ist, dass sich die Vorinstanz gemäss ihren Erwä-
gungen bewusst ist, dass dies nur eine Übergangslösung sein kann und das 
Recht auf persönlichen Verkehr zu erweitern ist, sobald die Beziehung zwischen 
Vater und Sohn gefestigt ist. Diese Intention zur schrittweisen Ausweitung des 
persönlichen Verkehrs bekräftigt die Vorinstanz überdies erneut mit Entscheid 
vom 5. Mai 2020 (act. E.7, E. 2). In diesem Sinne ist dieser Beschwerdepunkt ab-
zuweisen. 

6.4. Demgegenüber besteht aber kein Anlass, das Besuchsrecht nur begleitet 
und überwacht zu gestatten, wie es die Kindsmutter in ihrer Replikeingabe ("dupli-
ca spontanea") vom 8. Juli 2019 beantragt (act. A.10). Es bestehen keine konkre-
ten Anhaltspunkte, dass das Kindeswohl durch die Ausübung des Besuchsrechts 
des Vaters während einiger Stunden gefährdet würde (KESB act. 55; act. B.1, 
E. 6; ferner act. E.7). Der Verdacht einer Kindeswohlgefährdung von C._____ 
durch den Beschwerdeführer bei der Ausübung eines unbegleiteten Besuchs-
rechts erhärtete sich auch nicht im Parallelverfahren. In dessen Rahmen einigten 
sich die Parteien zur Durchführung von beobachteten Treffen zwischen Vater und 
Sohn in Anwesenheit von E._____ als Fachperson. Gestützt auf die Erkenntnisse 
von E._____ kam die Vorinstanz mit Entscheid vom 5. Mai 2020 erneut zum 
Schluss, dass eine Beschränkung des Besuchsrechts auf überwachte bzw. beglei-
tete Besuche unverhältnismässig und ungerechtfertigt wäre (act. E.7, E. 1; ebenso 
bereits act. B.1, E. 6). Angesichts des kleinkindlichen Alters von C._____ sah sich 
die Vorinstanz – ebenfalls gestützt auf die Empfehlung von E._____ – nichtsdesto-
trotz veranlasst, den Eltern und dem Beistand zur Umsetzung des persönlichen 
Verkehrs ergänzende Weisungen zu erteilen (act. E.7, E. 1; vgl. auch nachste-
hend E. 7.2).

7.1. Der Beschwerdeführer ersucht des Weiteren um eine Ergänzung der Be-
fugnisse des Beistandes nach Art. 308 Abs. 2 ZGB. Der Besuchsrechtsbeistand 
sei anzuweisen, gegebenenfalls für die Überwachung der Übergaben von C._____ 

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(allenfalls durch eine Drittperson) besorgt zu sein. Dispositivziffer 9 des angefoch-
tenen Entscheids sei entsprechend zu erweitern (act. A.1, S. 10 f.).

7.2. Wie soeben erwähnt, ergänzte die Vorinstanz den angefochtenen Ent-
scheid mit Entscheid vom 5. Mai 2020 dahingehend, dass sie den Eltern und dem 
Beistand gestützt auf Art. 273 Abs. 2 ZGB in Bezug auf den persönlichen Verkehr 
zwischen Vater und Sohn Weisungen erteilte. Insbesondere betraute sie den Bei-
stand mit der Organisation des Besuchsrechts gemäss dem angefochtenen Ent-
scheid und hielt ihn dazu an, die KESB zu informieren, falls die Nichtausübung 
des Rechts auf persönlichen Verkehr C._____ einer Gefahr für seine Entwicklung 
aussetzen würde, sodass eine Änderung oder Einstellung des Rechts auf persön-
lichen Verkehr im Sinne von Art. 274 Abs. 1 und 2 erforderlich würde (act. E.7, 
Dispositivziffer 2). Dies in Anbetracht der aufgetretenen Schwierigkeiten der El-
tern, das Recht auf persönlichen Verkehr so zu organisieren und kongruent umzu-
setzen, dass die Vater-Sohn-Beziehung schrittweise aufgebaut werden kann. Da-
bei ist anzumerken, dass sich besagte Schwierigkeiten primär auf praktische As-
pekte bezogen (berufliche Verpflichtungen, Distanzen zwischen den Wohnorten 
und entsprechende Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, mangelnde 
Kenntnisse der Örtlichkeiten und, damit verbunden, mangelnde Kenntnisse von 
dem Alter von C._____ entsprechenden Animationsangeboten). Zudem ist darauf 
hinzuweisen, dass der Vater das letzte geplante Treffen in Anwesenheit von 
E._____ versäumte, was zufolge Letzterer eine schmerzliche Enttäuschung für 
C._____ bedeutete (act. E.7, E. 1: "La sua mancata venuta all'ultimo incontro è 
stato comunque un penoso momento di delusione."). Inwiefern über die erlasse-
nen Weisungen hinaus ein Bedürfnis zu spezifischen Kompetenzen bestünde, ist 
nicht ersichtlich und würde demnach gegen das Subsidiaritäts- und Verhältnis-
mässigkeitsprinzip verstossen. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers 
bestanden denn auch vor Erlass des ergänzenden Entscheids der Vorinstanz kei-
ne Anhaltspunkte, dass die Beschwerdegegnerin die Kindesübergabe bewusst 
erschweren würde. Im Gegenteil sprachen die zwischenzeitlich getroffenen Ver-
einbarungen der Parteien über die Besuchsrechtszeiten dagegen. Der Antrag ist 
somit abzuweisen. Im Übrigen erteilte die Vorinstanz dem Beistand bereits mit 
dem angefochtenen Entscheid gestützt auf Art. 308 Abs. 2 ZGB unter anderem die 
Aufgabe zur "Umsetzung des Besuchsrechts mit dem Vater" (act. B.1). Bereits 
unter diese Befugnis konnte durchaus subsumiert werden, dass der Beistand bei 
Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Kindesübergabe eingreifen konnte. 

Abschliessend ist daran zu erinnern, dass beiden Eltern Erziehungsverantwortung 
zukommt. Sie sind gehalten, im Interesse des Kindes liegende Entscheide zu tref-

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fen und entsprechend zu handeln. In diesem Sinne appellierte auch E._____ an 
die Beteiligten (act. E.7, E. 1: "È auspicabile però che si presenti agli appuntamen-
ti evitando al bambino delusioni inaccettabili.").

7.3. Ferner beantragt der Beschwerdeführer, Dispositivziffer 9 des angefochte-
nen Entscheids sei dahingehend zu ergänzen, dass dem Besuchsrechtsbeistand 
das Recht einzuräumen sei, die elterliche Sorge nach Art. 308 Abs. 3 ZGB zu be-
schränken (act. A.1, S. 10 f.). Vorliegend bestehen keine konkreten Hinweise, 
dass die Kindsmutter die Ausübung des Besuchsrechts verhindern oder erschwe-
ren will. Hinzu kommt, dass eine derartige Anweisung von vornherein gegen das 
Subsidiaritäts- und Verhältnismässigkeitsprinzip verstiesse (Art. 389 ZGB). Des-
sen ungeachtet handelt es sich bei der Möglichkeit zur Beschränkung der elterli-
chen Sorge nach Art. 308 Abs. 3 ZGB um eine Kompetenz der KESB, welche 
nicht dem Beistand delegiert werden kann. Der Beistand hätte sich auf einen allfäl-
ligen Antrag an die KESB zu beschränken. Die Beschwerde ist somit auch in die-
sem Punkt abzuweisen.

8.1. Schliesslich wehrt sich der Beschwerdeführer gegen die Regelung der Ver-
fahrenskosten durch die Vorinstanz (Dispositivziffer 12). Die Vorinstanz setzte die 
Kosten des Verfahrens auf CHF 1'500.00 fest und auferlegte sie den Eltern je zur 
Hälfe. Angesichts der jeweiligen finanziellen Situation der Eltern verzichtete die 
Vorinstanz indessen auf die Einziehung dieser Kosten. Dagegen bringt der Be-
schwerdeführer vor, ihm sei die unentgeltliche Rechtpflege gewährt worden. Die 
ihm von der Vorinstanz direkt auferlegten Verfahrenskosten in Höhe von 
CHF 750.00 habe der Kanton Graubünden zu tragen (act. A.1, S. 11.).

8.2. Die Vorinstanz verzichtete offensichtlich in Anwendung von Art. 63 Abs. 3 
EGzZGB i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c der Verordnung zum Kindes- und Er-
wachsenenschutz (KESV; BR 215.010) auf die Erhebung von Verfahrenskosten 
beim Kindsvater (und der Kindsmutter). Zu diesem Schluss kam sie aufgrund der 
im Rahmen der Genehmigung des Unterhaltsvertrages erhobenen wirtschaftlichen 
Verhältnisse der Eltern (act. B.1, E. 12 letzter Absatz). Die Festlegung der Verfah-
renskosten auf CHF 1'500.00 erfolgte lediglich zu buchhalterischen Zwecken. Der 
Vorteil für die betreffende Partei, dass gestützt auf Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die 
Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet wird, besteht darin, dass Art. 63 EGz-
ZGB keine Pflicht zur Nachzahlung vorsieht. Erfolgt die Liquidation der Verfah-
renskosten stattdessen über die gewährte unentgeltliche Rechtspflege, wird die 
Partei nicht definitiv von ihren Kostenpflichten befreit. Vielmehr ist die einst mittel-
lose Partei nämlich zur vollständigen oder teilweisen Nachzahlung verpflichtet, 
wenn sie nachträglich zu Vermögen oder ausreichend Einkommen gelangt und 

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diese veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse eine Bewilligung der unentgeltli-
chen Rechtspflege im heutigen Zeitpunkt ausschliessen würde (Art. 123 ZPO). Auf 
das entsprechende Begehren des Beschwerdeführers ist somit mangels Beschwer 
nicht einzutreten.

9. Insgesamt ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten wer-
den kann. 

10.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer grundsätz-
lich kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 60 Abs. 2 EGzZGB i.V.m. Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Die Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 10 Abs. 1 der Ver-
ordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf 
CHF 1'500.00 festzusetzen. Angesichts der knappen Einkommens- und Vermö-
gensverhältnisse des Beschwerdeführers, die im separaten Verfahren um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege ausgewiesen sind (ZK1 19 59), recht-
fertigt es sich, beim Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten zu erheben 
(Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). Die Entscheidgebühr verbleibt beim Kanton.

10.2. Trotz Verzicht auf die Erhebung der Verfahrenskosten ist der 
Beschwerdeführer ausgangsgemäss zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin 
eine Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 95 Abs. 1 
li. b ZPO; vgl. auch Art. 118 Abs. 3 ZPO). Mangels Einreichung einer Honorarnote 
ist die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen (Art. 105 Abs. 2 Satz 2 ZPO). 
In Anbetracht der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen rechtfertigt es sich die 
Parteientschädigung auf CHF 2'000.00 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) 
anzusetzen. An der Angemessenheit der Entschädigung ändert auch die beträcht-
liche Anzahl an Eingaben im Beschwerdeverfahren nichts, da sich diese teilweise 
als unnötig und an der Grenze zur Weitschweifigkeit erwiesen.

10.3. Mit Verfügung vom heutigen Tag heisst der Vorsitzende der I. Zivilkammer 
das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege, beschränkt auf die unentgeltliche Rechtsverbeiständung, gut und 
setzt Rechtsanwalt Luca Tenchio als unentgeltlichen Rechtsvertreter ein 
(ZK1 19 57). Die Kosten seiner Rechtsvertretung gehen somit nach Massgabe von 
Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO zulasten des Kantons Graubünden und sind aus der 
Gerichtskasse zu bezahlen (Art. 12 Abs. 3 des Einführungsgesetzes zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Vorbehalten bleibt die 
Rückforderung im Sinne von Art. 123 ZPO. Der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers reichte keine Honorarnote ins Recht. Die erkennende Kammer 
setzt die Entschädigung somit nach Ermessen fest (Art. 5 Abs. 2 der Verordnung 

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über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 
[HV; BR 310.250]). Angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie 
unter Berücksichtigung der abgefassten Rechtsschriften und des 
Stundenansatzes für die unentgeltliche Vertretung von CHF 200.00 (Art. 5 Abs. 1 
HV) erscheint vorliegend eine Entschädigung von CHF 2'000.00 (inkl. Barauslagen 
und Mehrwertsteuer) als angemessen, zumal Rechtsanwalt Luca Tenchio den 
Beschwerdeführer bereits im vor-instanzlichen Verfahren vertrat und ihm die Akten 
sowie die rechtlichen Fragen bekannt waren.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Der Sistierungsantrag von B._____ wird infolge Gegenstandslosigkeit ab-
geschrieben.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

4. A._____ wird verpflichtet, B._____ eine Parteientschädigung von 
CHF 2'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

5. Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters von A._____, 
Rechtsanwalt Dr. iur. Luca Tenchio, wird auf CHF 2'000.00 (inkl. Barausla-
gen und MwSt.) festgesetzt und unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss 
Art. 123 Abs. 1 ZPO gestützt auf die entsprechende Verfügung des Vorsit-
zenden der I. Zivilkammer vom 16. Juli 2020 (ZK1 19 57) aus der Gerichts-
kasse des Kantonsgerichts von Graubünden entrichtet.

6. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

7. Mitteilung an: