# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 047faa96-824b-578d-8ff1-c89187d29350
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 19.01.2024 RT240005
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT240005_2024-01-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT240005-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichter  

Dr. M. Kriech und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler  

sowie Gerichtsschreiberin MLaw L. Hengartner 

Urteil vom 19. Januar 2024 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdegegner 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
 
 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 3. Januar 2024 (EB230434-K) 

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Erwägungen: 

1.1. Mit Urteil vom 3. Januar 2024 erteilte die Vorinstanz der Gesuchstelle-

rin und Beschwerdeführerin (fortan Gesuchstellerin) in der Betreibung Nr. … des 

Betreibungsamts Winterthur-Wülflingen (Zahlungsbefehl vom 29. August 2023) 

provisorische Rechtsöffnung für Fr. 4'909.90 sowie für die Kosten und Entschädi-

gung dieses Entscheids. Im Mehrbetrag (Fr. 3'521.65 und Fr. 1'720.45) wies sie 

das Rechtsöffnungsbegehren ab. Ferner auferlegte sie der Gesuchstellerin die 

Kosten des Verfahrens zur Hälfte und verpflichtete den Gesuchsgegner und Be-

schwerdegegner (fortan Gesuchsgegner), ihr eine reduzierte Parteientschädigung 

in Höhe von Fr. 50.– zu bezahlen (Urk. 7 S. 5 = Urk. 13 S. 5). 

1.2. Dagegen erhob die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 10. Januar 2024 

fristgerecht (Urk. 8 und Art. 321 Abs. 2 ZPO) Beschwerde mit den folgenden An-

trägen (Urk. 12 S. 2): 

"1. Eine Aufsichtsbeschwerde gegen Frau Bezirksrichterin C._____ 
und Untersuchung in allen 4 Fällen. 

2. Vollumfängliche Kostenfreisprache – sämtliche Kosten sind vom 
Gericht oder von den Schuldnern zu tragen – für sämtliche 4 Ge-
schäftsfälle. Rückzahlung sämtlicher Gerichtskosten. 

3. Vollumfängliche Rechtsöffnung in beiden Geschäften EB230434-
K/U/ak und EB230433-K/UV/ak" 

1.3. Da sich die Beschwerde gegen zwei Urteile richtet, wurden zwei Be-

schwerdeverfahren angelegt (das vorliegende Verfahren sowie das Verfahren mit 

der Geschäfts-Nummer RT240004-O). Die vorinstanzlichen Akten wurden beige-

zogen (Urk. 1-11). Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegrün-

det erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (Art. 322 

Abs. 1 ZPO).  

2. Die Vorinstanz erwog, es dürfe nur dem durch den Rechtsöffnungstitel 

ausgewiesenen Gläubiger Rechtsöffnung erteilt werden. Die Gesuchstellerin habe 

nicht begründet, woraus sie ihre Berechtigung aus den Titeln bzw. ihre Gläubiger-

stellung ableite. Die Gläubigerstellung ergebe sich – mindestens teilweise – nicht 

aus den vorgelegten Unterlagen, da zwei der eingereichten Verlustscheine auf die 

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D._____ AG statt auf die Gesuchstellerin lauteten. Es lägen keine weiteren Unter-

lagen vor, welche die Gläubigerschaft der Gesuchstellerin betreffend diese beiden 

Rechtsöffnungstitel belegten. Folglich fehle die ausgewiesene Berechtigung der 

Gesuchstellerin, die Forderung vom Gesuchsgegner zu verlangen, und das 

Rechtsöffnungsbegehren sei entsprechend in diesem Umfang abzuweisen. Hin-

sichtlich des Verlustscheins Nr. … sei die Gläubigerstellung jedoch ausgewiesen 

und es sei der Gesuchstellerin hierfür provisorische Rechtsöffnung zu erteilen. Da 

sich das Obsiegen und das Unterliegen etwa die Waage hielten, rechtfertige es 

sich, den Parteien die Kosten des Verfahrens je zur Hälfte aufzuerlegen (Urk. 13 

S. 3 f.). 

3. Die Gesuchstellerin wirft der Vorinstanz unsorgfältiges Aktenstudium 

vor. Es sei richtig, dass die ursprünglichen Verpflichtungen des Gesuchsgegners 

an die D._____ AG zahlbar gewesen wären. Die Firma D._____ AG sei aber eine 

100%ige Tochter der Gesuchstellerin (A._____ AG). Diese Angaben seien klar 

und deutlich im Handelsregister festgehalten und die Vorderrichterin hätte diese 

Grundlagen prüfen müssen. Die D._____ AG habe die schwierigen und langjähri-

gen Debitorenausstände – wie im vorliegenden Fall – bereits in früherer Zeit an 

sie (die Gesuchstellerin) abgetreten. Diese Debitorenzessionen seien eindeutig in 

ihrer Steuerbilanz aufgeführt. Sie habe daher die Befugnis, den Debitorenaus-

stand gerichtlich einzufordern. Sie habe in dieser Debitorenforderung bereits im 

Verfahren EB220270 gegen die ehemalige Ehefrau des Gesuchsgegners geklagt 

(Urk. 12 S. 1). In diesem Verfahren sei sie (die Gesuchstellerin) auf der Warte-

bank zur Zeugenbefragung vergessen worden. Die zweite Verhandlung habe die 

Vorderrichterin praktisch ohne Belege der Gegenpartei durchgeführt. Sie habe 

sich auf übersetzte Äusserungen des Dolmetschers verlassen und es schlicht 

nicht für nötig befunden, die notwendigen Unterlagen der Schuldnerin einzufor-

dern. Die Vorderrichterin habe in allen vier Fällen äusserst flüchtig gearbeitet 

(Urk. 12 S. 2). 

4. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweis-

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mittel sind nach Art. 326 Abs. 1 ZPO im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen. 

Das Beschwerdeverfahren dient nicht der Fortführung des erstinstanzlichen Pro-

zesses, sondern im Wesentlichen der Rechtskontrolle des vorinstanzlichen Ent-

scheids. Was im erstinstanzlichen Verfahren nicht vorgetragen wurde, kann des-

halb im Beschwerdeverfahren nicht mehr geltend gemacht bzw. nachgeholt wer-

den (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO 

Komm., Art. 326 N. 3 f.). 

5.1. Wie die Vorinstanz zu Recht erwog, darf nur dem aus dem Rechtsöff-

nungstitel ausgewiesenen Gläubiger Rechtsöffnung erteilt werden. Dass die 

streitgegenständliche Forderung zediert worden sei, behauptete die Gesuchstelle-

rin im vorinstanzlichen Verfahren jedoch nicht und belegte dies insbesondere 

auch nicht (Urk. 1). Die erst im Beschwerdeverfahren behauptete Zession und 

nachgereichten Belege können aufgrund des Novenverbots nicht berücksichtigt 

werden (siehe E. 4). Selbst wenn es sich um Mutter- bzw. Tochtergesellschaften 

handelte, reichte dies zum Nachweis einer Zession nicht aus. Bei der Gesuchstel-

lerin und der D._____ AG handelt es sich trotz allfälliger wirtschaftlicher Verflech-

tung um zwei eigenständige juristische Personen. Die Vorinstanz hat das Rechts-

öffnungsbegehren im Umfang von Fr. 3'521.65 und Fr. 1'720.45 daher zu Recht 

abgewiesen und der Gesuchstellerin entsprechend teilweise die Kosten auferlegt. 

Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.2. Auf den Antrag, dass die Gerichtskosten des Verfahrens EB220270 

von den Schuldnern oder dem Gericht zu tragen seien, ist sodann nicht einzutre-

ten. Wenn die Gesuchstellerin mit der Kostenauflage im genannten Verfahren 

nicht einverstanden gewesen wäre, hätte sie dagegen innert zehn Tagen Be-

schwerde erheben müssen. Die Gesuchstellerin legt jedoch keinen Entscheid bei, 

welcher angefochten werden könnte, und angesichts der Tatsache, dass es sich 

um ein Verfahren aus dem Jahr 2022 handelt, ist auch davon auszugehen, dass 

die Beschwerdefrist längst verstrichen ist. Gegenstand des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens kann jedoch nur das Dispositiv des vorinstanzlichen Ent-

scheids vom 3. Januar 2024 sein. 

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5.3. Schliesslich ist die Gesuchstellerin darauf hinzuweisen, dass eine Auf-

sichtsbeschwerde gegen die Vorderrichterin bei der Verwaltungskommission des 

Obergerichts einzureichen ist (§ 18 Abs. 1 lit. k Ziff. 1 der Verordnung über die 

Organisation des Obergerichts). Die Eingabe der Gesuchstellerin wird im Verfah-

ren RT240004-O mit separatem Schreiben an die Verwaltungskommission wei-

tergeleitet. 

6. Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 5'242.10. Die 

zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.– festzusetzen und ausgangsgemäss der Ge-

suchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschädigungen sind 

keine zuzusprechen, da die Gesuchstellerin unterliegt und dem Gesuchsgegner 

keine Aufwendungen entstanden sind (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin 

auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage 

der Doppel von Urk. 12, Urk. 14 und Urk. 15/1-5, sowie an die Vorinstanz, je 

gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 5'242.10. Die Beschwerde an 
das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs 
gelten die Art. 44 ff. BGG.  

 
Zürich, 19. Januar 2024 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw L. Hengartner 
versandt am: 
st 

	Urteil vom 19. Januar 2024
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage der Doppel von Urk. 12, Urk. 14 und Urk. 15/1-5, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...