# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a9b2caa0-e6d4-5e18-be35-ca6ec1ecd2bc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 18.06.2021 SB200258
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200258_2021-06-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB200258-O/U10 
 

Mitwirkend: der Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, die Ersatzoberrichterinnen 

lic. iur. Tschudi und lic. iur. Jeker sowie Gerichtsschreiber 

MLaw Pandya 

Urteilsdispositiv vom 18. Juni 2021 

 

in Sachen 

 

1. Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
Anklägerin 

2. Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. Kaegi,  

Anklägerin und Erstberufungsklägerin 

 

sowie 

 

1. A._____ SE,  
2. B._____ Genossenschaft,  
3. C._____,  
4. D._____,   
5. E._____,  
Privatklägerinnen 

6. F._____,  
Privatklägerin und Anschlussberufungsklägerin 

7. G._____ AG,  
Privatklägerin 

 

1 vertreten durch A._____ SE, … / Rechtsanwalt X1._____,  

3 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ 

-  2  - 

5 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X3._____ 

6 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X4._____ 

 

gegen 

 

H._____, Beschuldigter, Zweitberufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 
 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Vergewaltigung etc. und Widerruf 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster, Strafgericht, vom 
7. Februar 2020 (DG180016) 
 
 
  

-  3  - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 

7. Februar 2020 bezüglich Dispositivziffer 1, Lemma 2-12 (Schuldsprüche 

mit Ausnahme der Vergewaltigung), Ziffer 2, Lemma 4 (Freispruch mehrfa-

cher Missbrauch einer Fernmeldeanlage), Ziffer 3 (Einstellung), Ziffer 4 

(Nichteintreten), Ziffer 7 (Widerruf), Ziffern 10 und 11 (Herausgabe von Ge-

genständen), Ziffer 12 (Verweisung der Privatklägerin 1 auf den Zivilweg), 

Ziffern 13, 14 und 16 (Schadenersatz Privatklägerinnen 2, 5 und 7), Ziffern 

18 und 19 (Kostenaufstellung), Ziffer 21, 1. Absatz (Entschädigung amtliche 

Verteidigung), Ziffer 22 (Entschädigung Geschädigtenvertretung Privatkläge-

rin 5) sowie Ziffer 23, 1. Absatz (Entschädigung Rechtsvertreter Privatkläge-

rin 6) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte H._____ ist ferner schuldig  

− der Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 StGB (Nachtragsan-

klage vom 9. Oktober 2019; Anklageziffer 1.1.1). 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen 

− der versuchten vorsätzlichen schweren Körperverletzung im Sinne von 

Art. 122 Abs. 1 und 2 StGB (Nachtragsanklage vom 9. Oktober 2019; 

Anklageziffer 1.1.2), 

− der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 

SVG (Nachtragsanklage vom 9. Oktober 2019; Anklageziffer 1.1.2), 

sowie 

− der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB (Nachtragsanklage vom 

9. Oktober 2019; Anklageziffer 1.2). 

-  4  - 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 984 Tage durch Haft erstanden sind, und mit Fr. 1'500.– Busse. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen. 

5. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 

StGB angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.  

6. Von der Anordnung eines Kontakt- und Rayonverbots wird abgesehen. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 (F._____) als Scha-

denersatz Fr. 3'770.– nebst Zins zu 5 % seit dem 15. Mai 2018 zu bezahlen. 

Der Antrag der Privatklägerin 6 (F._____) auf Vormerknahme einer grund-

sätzlichen Schadenersatzpflicht ihr gegenüber für sämtlichen Schaden aus 

dem eingeklagten Sachverhalt wird auf den Weg des Zivilprozesses verwie-

sen. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 (F._____) als Genug-

tuung Fr. 8'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 13. Juli 2018 zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird die Genugtuungsforderung abgewiesen. 

9. Die erstinstanzliche Kostenauflage sowie die Festsetzung der 

Nachforderungsvorbehalte (Dispositiv Ziffer 20; Ziffer 21, 2. Absatz sowie 

Ziffer 23, 2. Absatz) werden bestätigt. 

10. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr.  5'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'000.–   amtliche Verteidigung 

Fr. 2'500.–   unentgeltliche Verbeiständung der Privatklägerin 6 

 
11. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der 

Privatklägerin 6, werden zu einem Drittel dem Beschuldigten auferlegt und 

zu zwei Dritteln auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen 

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Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft wer-

den auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Be-

schuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt bezüglich der Kosten der 

amtlichen Verteidigung im Umfang von einem Drittel vorbehalten. 

12. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
− das Gefängnis Limmattal 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die Staatsanwaltschaft See / Oberland 
− die Vertretung der Privatklägerin 6 im Doppel für sich und die Privat-

klägerin 
− die Privatkläger 1 - 5 und 7 bzw. deren Vertreter im Doppel 

(Eine begründete Urteilsausfertigung – und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge [Art. 84 Abs. 4 StPO] – wird den Privatklägern jeweils 
nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des 
Dispositivs verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  
− die Staatsanwaltschaft See / Oberland  
− die Vertretung der Privatklägerin 6 im Doppel für sich und die Privat-

klägerin 6 
− an die Privatklägerschaft 1 - 5 und 7 bzw. deren Vertreter (auf Verlan-

gen) 
und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-
ger Rechtsmittel an 
− die Vorinstanz (insbesondere mit dem Ersuchen um Mitteilung an die 

zuständigen Lagerbehörden gemäss Dispositivziffern 10 und 11 des 
erstinstanzlichen Urteils sowie an die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
gemäss Dispositivziffer 7 des erstinstanzlichen Urteils) 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste, 

-  6  - 

− die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 
Abs. 1 PolG) 

− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 
des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" 

− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und Formular B 

13. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 18. Juni 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw Pandya 
 

 

	Urteilsdispositiv vom 18. Juni 2021
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 7. Februar 2020 bezüglich Dispositivziffer 1, Lemma 2-12 (Schuldsprüche mit Ausnahme der Vergewaltigung), Ziffer 2, Lemma 4 (Freispruch mehrfacher Missbrauch einer Fernmeldeanlage)...
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte H._____ ist ferner schuldig
	 der Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 StGB (Nachtragsanklage vom 9. Oktober 2019; Anklageziffer 1.1.1).

	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen
	 der versuchten vorsätzlichen schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 und 2 StGB (Nachtragsanklage vom 9. Oktober 2019; Anklageziffer 1.1.2),
	 der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG (Nachtragsanklage vom 9. Oktober 2019; Anklageziffer 1.1.2), sowie
	 der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB (Nachtragsanklage vom 9. Oktober 2019; Anklageziffer 1.2).

	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 984 Tage durch Haft erstanden sind, und mit Fr. 1'500.– Busse.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen.
	5. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	6. Von der Anordnung eines Kontakt- und Rayonverbots wird abgesehen.
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 (F._____) als Schadenersatz Fr. 3'770.– nebst Zins zu 5 % seit dem 15. Mai 2018 zu bezahlen.
	Der Antrag der Privatklägerin 6 (F._____) auf Vormerknahme einer grundsätzlichen Schadenersatzpflicht ihr gegenüber für sämtlichen Schaden aus dem eingeklagten Sachverhalt wird auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 (F._____) als Genugtuung Fr. 8'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 13. Juli 2018 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Genugtuungsforderung abgewiesen.
	9. Die erstinstanzliche Kostenauflage sowie die Festsetzung der Nachforderungsvorbehalte (Dispositiv Ziffer 20; Ziffer 21, 2. Absatz sowie Ziffer 23, 2. Absatz) werden bestätigt.
	10. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	11. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin 6, werden zu einem Drittel dem Beschuldigten auferlegt und zu zwei Dritteln auf die Gerichtskasse genommen...
	12. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 das Gefängnis Limmattal
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Staatsanwaltschaft See / Oberland
	 die Vertretung der Privatklägerin 6 im Doppel für sich und die Privatklägerin
	 die Privatkläger 1 - 5 und 7 bzw. deren Vertreter im Doppel
	(Eine begründete Urteilsausfertigung – und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge [Art. 84 Abs. 4 StPO] – wird den Privatklägern jeweils nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 die Staatsanwaltschaft See / Oberland
	 die Vertretung der Privatklägerin 6 im Doppel für sich und die Privatklägerin 6
	 an die Privatklägerschaft 1 - 5 und 7 bzw. deren Vertreter (auf Verlangen)
	und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an
	 die Vorinstanz (insbesondere mit dem Ersuchen um Mitteilung an die zuständigen Lagerbehörden gemäss Dispositivziffern 10 und 11 des erstinstanzlichen Urteils sowie an die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl gemäss Dispositivziffer 7 des erstinstanzlichen...
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste,
	 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG)
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und Formular B

	13. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.