# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 230560d4-733b-51c9-85c7-6d15df7c74d3
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.08.2025 S 2024 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2024-113_2025-08-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Judith Fischer und Ersatzrichter Dr. iur. Martin Skripsky
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 29. August 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Helsana Versicherungen AG, Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf
Beschwerdegegnerin 
vertreten durch Helsana Versicherungen AG, Debitorenmanagement FDI6, 
Postfach, 8081 Zürich

betreffend

Krankenversicherung
(Prämien)

S 2024 113

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Urteil S 2024 113

A. Die 1971 geborene A.________ wurde von der B.________ mit Verfügung vom 
16. Januar 2018 rückwirkend per 1. Juli 2017 zwangsweise der Helsana Versicherungen 
AG (nachfolgend Helsana) zur obligatorischen Krankenversicherung zugewiesen (BG-act. 
2). Die Helsana führte den Versicherungsvertrag der Versicherten per 1. Juli 2017 in ei-
nem Vertragszusammenschluss mit deren Tochter, C.________. Per 1. April 2018 löste 
die Helsana den Vertragszusammenschluss auf und führte die beiden Verträge separat 
weiter (BG-act. 3).

Am xx.xx.2020 wurde über die Versicherte der Konkurs eröffnet, nachdem der Versuch ei-
ner Schuldenbereinigung erfolglos geblieben war (BG-act. 16 und 250). In der Folge gab 
die Helsana verschiedene Forderungen gegen die Versicherte beim Konkursamt des Kan-
tons Zug ein (BG-act. 17–21). Vor und nach der Konkurseröffnung stand die Versicherte 
mit der Helsana unter anderem aufgrund von ausstehenden Prämien und Kostenbeteili-
gungen immer wieder in Kontakt (vgl. dazu BG-act. 251 S. 2 ff.).

Infolge Nichtbegleichens ausstehender Prämien und Kostenbeteiligungen leitete die Hel-
sana am 14. August 2023 über den Gesamtbetrag von Fr. 13'531.25 beim Betreibungsamt 
D.________ die Betreibung gegen die Versicherte ein (BG-act. 244). Die Versicherte er-
hob am 24. August 2023 Rechtsvorschlag (BG-act. 245). Mit Verfügung vom 26. Septem-
ber 2023 verpflichtete die Helsana die Versicherte zur Bezahlung der für die Monate No-
vember 2020 bis April 2023 ausstehenden KVG-Prämien von insgesamt Fr. 8'791.55 zu-
züglich Zins von 5 % seit 15. August 2023 sowie der ausstehenden Kostenbeteiligung von 
Fr. 1'808.65, des aufgelaufenen Verzugszinses von Fr. 661.05, der Mahn- und Bearbei-
tungsgebühren von insgesamt Fr. 2'270.– sowie der Betreibungskosten von Fr. 103.30 
und hob den von der Versicherten erhobenen Rechtsvorschlag auf (BG-act. 246). Die da-
gegen von der Versicherten erhobene Einsprache (BG-act. 247) hiess die Helsana mit 
Einspracheentscheid vom 2. Oktober 2024 insofern gut, soweit sie sich gegen die Betrei-
bungskosten richtete. In allen übrigen Punkten wurde die Einsprache abgewiesen, die 
Rechtsöffnung bestätigt und der Rechtsvorschlag beseitigt (BG-act. 251). 

B. Dagegen erhob A.________ am 4. November 2024 (Datum Poststempel) Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde. Die Beschwerdeführerin machte geltend, die von der Be-
schwerdegegnerin geforderten Mahngebühren seien überhöht. Weiter rügte die Be-
schwerdeführerin, sie sei für Prämienforderungen betrieben worden, die entstanden seien, 
bevor über ihr Vermögen am xx.xx.2021 der Konkurs eröffnet worden sei. Zudem brachte 
die Beschwerdeführerin vor, sie habe die für das Jahr 2021 offenen Kosten mit Zahlung 

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Urteil S 2024 113

vom 20. Dezember 2022 beglichen und es seien neun weitere Zahlungen für Prämien fäl-
schlicherweise dem Konto ihrer Tochter gutgeschrieben worden. Ausserdem verwies die 
Beschwerdeführerin darauf, dass die Beschwerdegegnerin 2024 einem Mahnstopp zuge-
stimmt habe (act. 1).

C. Mit Vernehmlassung vom 12. Februar 2025 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde (act. 5).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sind nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 
die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) auf die Krankenversicherung anwendbar, so-
weit das KVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Die Abweichungen 
werden in Abs. 2 abschliessend aufgelistet. Die Bestimmungen über den Bezug der Prä-
mien und der Kostenbeteiligung der Versicherten sind dem Geltungsbereich des ATSG 
nicht entzogen, so dass dieses vorliegend anwendbar ist.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung und ist somit für die Beurteilung der vorliegenden Be-
schwerde sachlich zuständig (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 6 des Einführungsgesetzes zum Bundes-
gesetz über die Krankenversicherung [EG KVG; BGS 842.1]). Diese Zuständigkeit be-
schränkt sich im Bereich des Krankenpflegeversicherungsrechts indes auf die Klärung der 
Ansprüche und Forderungen aus dem KVG, während die Geltendmachung von An-
sprüchen nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsver-
tragsgesetz, VVG; SR 221.229.1) der Überprüfung durch die zivilen Gerichte vorbehalten 
ist. Die örtliche Zuständigkeit ist gestützt auf Art. 58 Abs. 1 ATSG gegeben, da die Be-
schwerdeführerin ihren Wohnsitz in D.________ hat. Der Einspracheentscheid vom 2. Ok-
tober 2024 ging frühestens am 3. Oktober 2024 bei der Beschwerdeführerin ein. Die Be-
schwerdeschrift wurde am 4. November 2024 der Post übergeben. Die gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit – unter Berücksichti-
gung von Art. 38 Abs. 3 ATSG – gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist vom angefochtenen 

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Entscheid direkt betroffen und somit zur Beschwerde legitimiert. Letztere entspricht den an 
eine Laienbeschwerde gestellten formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Ver-
waltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 KVG muss sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz 
innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz für Kran-
kenpflege versichern lassen, untersteht also dem Krankenversicherungsobligatorium nach 
KVG. Die Einwohnergemeinden sorgen für die Einhaltung der Versicherungspflicht und 
weisen versicherungspflichtige Personen ohne Versicherungsschutz einem Krankenversi-
cherer zu (Art. 6 Abs. 2 KVG i.V.m. § 5 Abs. 1 EG KVG).

3.2  Nach Art. 61 Abs. 1 KVG legt der Versicherer die Prämien fest. Diese sind im 
Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen (Art. 90 der Verordnung über die Kran-
kenversicherung [KVV; SR 832.102]). 

3.3 Artikel 64 Abs. 1 KVG sieht vor, dass sich die Versicherten an den Kosten der für 
sie erbrachten Leistungen beteiligen. Die Kostenbeteiligung besteht aus einem festen Jah-
resbetrag (Franchise; Art. 64 Abs. 2 lit. a KVG) sowie 10 % der die Franchise übersteigen-
den Kosten (Selbstbehalt; Art. 64 Abs. 2 lit. b KVG). Der Bundesrat bzw. der Verord-
nungsgeber bestimmt den Rahmen für die Franchise und legt den Höchstbetrag des 
Selbstbehaltes fest (Art. 64 Abs. 3 KVG). Der Rahmen für die Franchise für Erwachsene 
beträgt derzeit Fr. 300.– bis Fr. 2'500.– und der jährliche Höchstbetrag des Selbstbehaltes 
beträgt Fr. 700.– (Art. 93 Abs. 1 und 2 und Art. 103 Abs. 1 und 2 KVV).

3.4 Artikel 64a KVG und Art. 105b ff. KVV regeln die Folgen des Zahlungsverzuges 
von Prämien und Kostenbeteiligungen.

Nach Art. 64a KVG hat der Versicherer der versicherten Person, welche fällige Prämien 
oder Kostenbeteiligungen nicht bezahlt, nach mindestens einer schriftlichen Mahnung eine 
Zahlungsaufforderung zuzustellen, ihr eine Nachfrist von 30 Tagen einzuräumen und sie 
auf die Folgen des Zahlungsverzuges hinzuweisen (Abs. 1). Bezahlt die versicherte Per-
son trotz Zahlungsaufforderung die Prämien, Kostenbeteiligungen und Verzugszinsen 
nicht innert der gesetzten Frist, so muss der Versicherer die Betreibung anheben (Abs. 2).

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Gestützt auf Art. 105b KVV muss der Versicherer die Zahlungsaufforderung bei Nichtbe-
zahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen spätestens drei Monate ab deren Fälligkeit 
und getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen zustellen (Abs. 1). Verschuldet 
die versicherte Person Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht entstanden 
wären, so kann der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren erheben, sofern er 
in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der versicherten Per-
son eine entsprechende Regelung vorsieht (Abs. 2).

3.5 Rechtsprechungsgemäss sind die Versicherer befugt, den gegen eine Prämien-
forderung oder Kostenbeteiligung im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversiche-
rung erhobenen Rechtsvorschlag im Rahmen des Verwaltungsverfahrens mittels Verfü-
gung und/oder Einspracheentscheid aufzuheben. Dabei muss ausdrücklich auf die Betrei-
bung Bezug genommen und der Rechtsvorschlag als aufgehoben erklärt werden. Der 
Versicherer fällt in dieser Konstellation nicht nur einen Sachentscheid, sondern handelt 
gleichzeitig auch als Rechtsöffnungsinstanz (BGer 9C_903/2009 vom 11. Dezember 2009 
E. 2.1 mit Verweis auf BGE 119 V 329 E. 2b).

4. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwerde-
führerin zu Recht für die ausstehenden Prämienforderungen der Monate November 2020 
bis April 2023 im Betrag von Fr. 8'791.55 zuzüglich Zins von 5 % seit 15. August 2023, für 
Kostenbeteiligungen im Betrag von Fr. 1'808.65, einen aufgelaufenen Verzugszins im Be-
trag von Fr. 661.05 sowie für Mahn- und Bearbeitungskosten im Betrag von Fr. 2'270.– be-
trieben hat und ob der Rechtsvorschlag aufgehoben werden kann. 

5.
5.1 Die in Betreibung gesetzte Prämienforderung im Betrag von Fr. 8'791.55 setzt sich 
gemäss Einspracheentscheid wie folgt zusammen (BG-act. 251 S. 8):

Prämien KVG November bis Dezember 2020 Fr. 709.50

Prämie KVG Januar 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG Februar 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG März 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG April 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG Mai 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG Juni 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG Juli 2021 Fr. 346.35

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Prämie KVG August 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG September 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG Oktober 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG November 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG Dezember 2021 Fr. 346.35

Prämie KVG Januar 2022 Fr. 343.75

Prämie KVG Februar 2022 Fr. 343.75

Prämie KVG März 2022 Fr. 343.75

Prämie KVG April 2022 Fr. 343.75

Prämie KVG Mai 2022 Fr. 343.75

Prämie KVG Juni 2022 Fr. 343.75

Prämie KVG Juli 2022 Fr. 343.75

Prämie KVG August 2022 Fr. 343.75

Zahlung vom 20. Dezember 2022 (Fr. 2'093.65) Fr. –343.75

Prämie KVG September 2022 Fr. 343.75

Zahlung vom 20. Dezember 2022 (Fr. 2'093.65) Fr. –343.75

Prämien KVG Januar bis März 2023 Fr. 1'139.70

Prämie KVG April 2023 Fr. 379.90

Total Fr. 8'791.55

5.2 Die in Betreibung gesetzte Forderung für Kostenbeteiligungen im Betrag von 
Fr. 1'808.65 setzt sich gemäss Einspracheentscheid wie folgt zusammen (BG-act. 251 
S. 8):

Leistung KVG vom 21. November 2020 Fr. 188.15

Leistung KVG vom 28. November 2020 Fr. 12.60

Leistung KVG vom 11. Dezember 2020 Fr. 22.70

Leistung KVG vom 26. Dezember 2020 Fr. 59.40

Leistung KVG vom 7. März 2021 Fr. 312.45

Leistung KVG vom 26. März 2021 Fr. 10.95

Leistung KVG vom 24. April 2021 Fr. 31.10

Leistung KVG vom 6. Juni 2021 Fr. 27.15

Leistung KVG vom 10. Juli 2021 Fr. 41.00

Leistung KVG vom 21. August 2021 Fr. 8.15

Leistung KVG vom 5. September 2021 Fr. 39.60

Leistung KVG vom 24. September 2021 Fr. 35.45

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Leistung KVG vom 2. Oktober 2021 Fr. 20.70

Leistung KVG vom 8. Oktober 2021 Fr. 41.00

Leistung KVG vom 27. November 2021 Fr. 59.40

Leistung KVG vom 31. Dezember 2021 Fr. 79.20

Leistung KVG vom 6. März 2022 Fr. 329.40

Leistung KVG vom 9. Juli 2022 Fr. 19.80

Zahlung vom 20. Dezember 2022 (Fr. 2'093.65) Fr. –19.80

Leistung KVG vom 23. Juli 2022 Fr. 37.60

Zahlung vom 20. Dezember 2022 (Fr. 2'093.65) Fr. –37.60

Leistung KVG vom 30. Juli 2022 Fr. 8.00

Zahlung vom 20. Dezember 2022 (Fr. 2'093.65) Fr. –8.00

Leistung KVG vom 9. Dezember 2022 Fr. 1.40

Leistung KVG vom 16. Dezember 2022 Fr. 55.15

Leistung KVG vom 31. Dezember 2022 Fr. 62.30

Leistung KVG vom 7. Januar 2023 Fr. 21.90

Leistung KVG vom 11. Februar 2023 Fr. 329.70

Leistung KVG vom 4. März 2023 Fr. 19.80

Total Fr. 1'808.65

6.
6.1 Die in Betreibung gesetzten Prämien und Kostenbeteiligungen werden von der 
Beschwerdeführerin in masslicher und zeitlicher Hinsicht nicht beanstandet. Es sind auch 
keine Anhaltspunkte ersichtlich, wonach diese in Zweifel zu ziehen wären. Für die Monate 
November und Dezember 2020 betrug die Monatsprämie gemäss Versicherungspolice 
Fr. 354.75 (BG-act. 23 S. 1), für das Jahr 2021 Fr. 346.35 (BG-act. 23 S. 2), für das Jahr 
2022 Fr. 343.75 (BG-act. 105) und für das Jahr 2023 Fr. 379.90 (BG-act. 200). Die Jahres-
franchise betrug dabei jeweils Fr. 300.– und der Selbstbehalt Fr. 700.–. Bei den Kostenbe-
teiligungen enthielt die Rechnung soweit ersichtlich jeweils eine detaillierte Leistungsab-
rechnung (vgl. BG-act. 25 und 26).

6.2 Des Weiteren finden sich auch keine Anhaltspunkte, dass die geltend gemachten 
Prämien und Kostenbeteiligungen nicht ordnungsgemäss in Rechnung gestellt oder die 
vorstehend in E. 3.4 wiedergegebenen gesetzlichen Vorgaben zum Mahnverfahren nicht 
eingehalten worden wären, was von der Beschwerdeführerin denn auch nicht geltend ge-
macht wird. Die Prämien für die Monate November und Dezember 2020 wurden der Be-
schwerdeführerin am 4. November 2020 gemeinsam in Rechnung gestellt (BG-act. 24). 

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Sodann wurde die Beschwerdeführerin am 19. Dezember 2020 zur Zahlung erinnert (BG-
act. 29) und am 17. Januar 2021 gemahnt (BG-act. 36). In einer zweiten Mahnung vom 
13. Februar 2021 wurde eine letzte Nachfrist von 30 Tagen angesetzt und auf die Folgen 
des Zahlungsverzugs hingewiesen (BG-act. 42). Die Prämien für die Jahre 2021 und 2022 
sind soweit ersichtlich jeweils monatlich in Rechnung gestellt und nach erfolgter Zahlungs-
erinnerung zweimal gemahnt worden, wobei auch hier jeweils eine letzte Nachfrist von 
30 Tagen angesetzt wurde und ein Hinweis auf die Folgen des Zahlungsverzugs erfolgte 
(vgl. für die Monatsprämie Januar 2021: BG-act. 27, 35, 44, 51; für die Monatsprämie Ja-
nuar 2022: BG-act. 127, 149, 156, 160). Die Prämien für die Monate Januar bis März 2023 
wurden der Beschwerdeführerin gemeinsam und für den April 2023 einzeln in Rechnung 
gestellt (BG-act. 219 und 225). Auch hier erfolgten die erforderlichen Zahlungserinnerun-
gen und Mahnungen (für die Prämien Januar bis März 2023: BG-act. 226, 233, 237; für die 
Monatsprämie April 2023: BG-act. 231, 238, 241). Bei den Kostenbeteiligungen erfolgte 
soweit ersichtlich jeweils eine Zahlungserinnerung und eine Mahnung (vgl. BG-act. 33 und 
49 für die am 21. November 2020 in Rechnung gestellte Kostenbeteiligung [BG-act. 25]).

7.
7.1 Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Rügen sind nachfolgend im Ein-
zelnen zu prüfen. Vorab ist in Bezug auf den gemäss der Beschwerdeführerin durch die 
Ombudsstelle anfangs 2024 vermittelten Mahnstopp (act. 1 S. 2) festzuhalten, dass dieser 
dem Bestand der bereits im August 2023 in Betreibung gesetzten Forderungen nicht ent-
gegenstehen würde.

7.2 Nicht zu überzeugen vermag der Einwand der Beschwerdeführerin, dass über ihr 
Vermögen am xx.xx.2021 der Konkurs eröffnet worden sei und die vor diesem Zeitpunkt 
ausstehenden Prämien gemäss dem Konkursamt in der Konkursmasse enthalten seien 
(act. 1 S. 1). Aus den Akten ergibt sich, dass über das Vermögen der Beschwerdeführerin 
bereits ein Jahr vorher – am xx.xx.2020 – der Konkurs eröffnet worden ist. Das entspre-
chende Konkursverfahren war bis zum 23. September 2024 noch nicht abgeschlossen 
(BG-act. 250). Es finden sich in den Akten keine Hinweise auf eine weitere Konkurseröff-
nung am xx.xx.2021. Die Beschwerdeführerin belegt diese Behauptung auch nicht. Es ist 
folglich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin Prämienausstände und Kos-
tenbeteiligungen ab November 2020 (vgl. oben E. 5) in Betreibung gesetzt hat.

7.3 Ebenfalls nicht gehört werden kann die Beschwerdeführerin, wenn sie geltend 
macht, sie habe mit der Zahlung von Fr. 2'093.65 vom 20. Dezember 2022 sämtliche für 

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2021 offenen Forderungen beglichen (act. 1 S. 1 und 3). Weder aus den Ausführungen 
der Beschwerdeführerin noch aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin 
die Zahlung von Fr. 2'093.65 zur Tilgung für offene Forderungen aus dem Jahr 2021 ver-
anlasst hat. Vielmehr erklärte die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 19. Dezember 2022 
gegenüber der Beschwerdegegnerin, dass ihr die Details der Rechnung aus dem Jahr 
2022 über Fr. 2'093.65 telefonisch am 14. November 2022 erklärt worden seien und sie 
die entsprechende Rechnung beglichen habe (BG-act. 213). Die Beschwerdeführerin wi-
derspricht sich damit selbst, wenn sie in der Beschwerde ausführt, der Betrag von 
Fr. 2'093.65 habe sich auf Kosten aus dem Jahr 2021 bezogen. Den Akten kann zudem 
entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin die Zahlung vom 20. Dezember 2022 
auf die Prämien für die Monate August bis Dezember 2022 sowie Leistungsabrechnungen 
und Mahngebühren verbuchte (BG-act. 217, vgl. oben E. 5). 

7.4
7.4.1 Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, neun von ihr bezahlte Mo-
natsbeiträge seien durch eine Falschbuchung dem Konto ihrer Tochter gutgeschrieben 
worden. Der Vertragszusammenschluss mit ihrer erwachsenen Tochter per 1. Juli 2017 
durch die Beschwerdegegnerin sei ohne ihr Einverständnis erfolgt. Sie habe zusammen 
mit ihrer Tochter mehrmals darum gebeten, die Zahlungen umzubuchen. Die Tochter habe 
auch erklärt, dass sie allein für ihre Kosten aufkomme, da die Verträge seit April 2018 wie-
der getrennt worden seien. Die Beschwerdegegnerin habe eine Umbuchung kategorisch 
zurückgewiesen, obwohl die Zahlungen von ihrem Konto aus getätigt worden seien und 
betragsmässig ihren Prämien und nicht denjenigen ihrer Tochter entsprochen hätten 
(act. 1 S. 3).

7.4.2 Die Beschwerdegegnerin bestreitet den Eingang der Zahlungen der Beschwerde-
führerin nicht. Sie stellt sich jedoch auf den Standpunkt, die Beschwerdeführerin habe für 
die getätigten Zahlungen jeweils eine Referenznummer angegeben, welcher der Prämie 
für den Monat Februar 2020 aus dem Vertrag der Tochter entsprochen habe. Da diese 
Prämie bei Eingang der Zahlungen der Beschwerdeführerin bereits beglichen gewesen 
sei, habe sie die Zahlungen an die älteste Prämienschuld der Tochter angerechnet. Es sei 
nicht erkennbar gewesen, dass die Zahlungen für die Prämien der Beschwerdeführerin 
bestimmt gewesen seien. Die für die Zuweisung einer Zahlung notwendigen Informationen 
würden sich in der Referenznummer befinden. Mangels Angabe eines Zahlungszwecks 
und mangels einer abweichenden Regelung in den Versicherungsbedingungen sei die 
Zahlung gemäss Art. 87 Abs. 1 OR verbucht worden (act. 5 S. 18 f.). 

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7.4.3 Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin 
mit E-Mail vom 19. Dezember 2022 einen Auszug aus ihrem E-Banking vorlegte. Auf die-
sem Auszug sind neun Zahlungen à Fr. 346.35 ersichtlich, die zwischen dem 8. Februar 
2021 und dem 7. April 2022 der "HELSANA VERSICHERUNGEN A" überwiesen wurden. 
Auf dem Auszug ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin bei den Zahlungen als Zweck 
jeweils ihren Namen sowie die Monate Januar bis September 2021 vermerkt hat (für den 
Januar: "A.________01/21" [BG-act. 213]). Für das Jahr 2021 betrug die Monatsprämie 
gemäss der Versicherungspolice vom 27. Oktober 2020 Fr. 346.35 (BG-act. 23 S. 2).

7.4.4
7.4.4.1 Werden Prämien für volljährige Familienmitglieder zur Erleichterung des Prämien-
inkassos im Rahmen eines Familienzusammenschlusses dem Familienoberhaupt in 
Rechnung gestellt, wird das Familienoberhaupt dadurch nicht zum Schuldner der Prämien 
und Kostenbeteiligungen der betreffenden Familienmitglieder, soweit keine klare Schuld-
mitübernahmevereinbarung vorliegt und soweit das Familienoberhaupt nicht von Gesetzes 
wegen solidarisch haftet (Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in: Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 800 f. N 1320).

7.4.4.2 Bestehen mehrere Prämienschulden und macht die versicherte Person Tilgung 
der betriebenen Forderungen geltend, sind die Zahlungsregeln nach Art. 86 und 87 OR 
analog anwendbar (vgl. Bühler/Egle, in: Basler Kommentar, Krankenversicherungsge-
setz/Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, 2020, Art. 64a N 35). Gemäss Art. 86 OR ist 
der Schuldner, welcher mehrere Schulden an denselben Gläubiger zu bezahlen hat, be-
rechtigt, bei der Zahlung zu erklären, welche Schuld er tilgen will (Abs. 1). Mangelt eine 
solche Erklärung, so wird die Zahlung auf diejenige Schuld angerechnet, die der Gläubiger 
in seiner Quittung bezeichnet, vorausgesetzt, dass der Schuldner nicht sofort Widerspruch 
erhebt (Abs. 2). Liegt weder eine gültige Erklärung über die Tilgung noch eine Bezeich-
nung in der Quittung vor, ist die Zahlung auf die fällige Schuld anzurechnen, unter mehre-
ren fälligen auf diejenige Schuld, für die der Schuldner zuerst betrieben worden ist, und 
hat keine Betreibung stattgefunden, auf die früher verfallene (Art. 87 Abs. 1 OR).

7.4.5 Der Standpunkt der Beschwerdegegnerin, dass die Zahlungen der Beschwerde-
führerin in analoger Anwendung von Art. 87 Abs. 1 OR an Prämienschulden der Tochter 
angerechnet werden dürfen, ist nicht nachvollziehbar. Die Beschwerdegegnerin verkennt, 
dass Art. 86 und 87 OR nur auf Schulden Anwendung finden, die derselbe Schuldner an 

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denselben Gläubiger zu bezahlen hat (Jolanta Kren Kostkiewicz, in: OR Kommentar, 
Kommentar zum Schweizerischen Obligationenrecht, 4. Aufl. 2023, Art. 86 N 3). Die Be-
schwerdegegnerin hat vorliegend aber Zahlungen der Beschwerdeführerin an Prämien-
schulden der Tochter angerechnet. Die am xx.xx.1996 geborene Tochter ist bereits seit 
dem xx.xx.2014 volljährig (vgl. BG-act. 251 S. 2). Es ist nicht ersichtlich und wird von der 
Beschwerdegegnerin auch nicht vorgebracht, dass die Beschwerdeführerin für die Prä-
mienschulden der Tochter haftet. Auf der detaillierten Kontoaufstellung der Beschwerde-
gegnerin vom 13. Juni 2024 (BG-act. 249 S. 11) sind keine offenen Prämienschulden aus 
der Zeit, bevor die Tochter am xx.xx.2014 volljährig wurde, ersichtlich. Es liegen auch kei-
ne Hinweise vor, dass die Beschwerdeführerin aufgrund einer Vereinbarung oder aus soli-
darischer Haftung von Gesetzes wegen für die Prämien ihrer erwachsenen Tochter haftet. 
Vielmehr verweist sogar die Beschwerdegegnerin in ihrem Schreiben vom 5. März 2018 
selbst darauf, dass sie verpflichtet sei, Prämienausstände der volljährigen Tochter bei die-
ser selbst einzufordern (BG-act. 3). Da die Beschwerdeführerin nicht für die Prämien-
schulden der Tochter haftet, war die Anrechnung der Zahlungen der Beschwerdeführerin 
an Prämienschulden ihrer Tochter weder nachvollziehbar noch wirksam.

7.4.6 Soweit die Beschwerdegegnerin argumentiert, es sei für sie nicht erkennbar ge-
wesen, dass die Zahlungen für die Prämien der Beschwerdeführerin bestimmt gewesen 
seien, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin hat, soweit aus den 
Akten ersichtlich, mit den Angaben im Zahlungszweck zum Ausdruck gebracht, dass sich 
die Zahlungen auf ihre Prämienschulden für die Monate Januar bis September 2021 be-
ziehen (BG-act. 213). Die Beschwerdeführerin hat somit von dem ihr in analoger Anwen-
dung von Art. 86 Abs. 1 OR zustehenden Recht Gebrauch gemacht und bei der Zahlung 
erklärt, welche Schuld sie tilgen möchte. Aus den Ausführungen der Beschwerdegegnerin 
erschliesst sich nicht, weshalb diese Angaben für sie nicht einsehbar gewesen sein soll-
ten. Zudem stimmen die Zahlungsbeträge mit den geschuldeten Prämien der Beschwerde-
führerin betraglich genau überein. Neben dem Zahlungszweck wird damit auch aus den 
Zahlungsbeträgen ersichtlich, dass sich die Zahlungen der Beschwerdeführerin nicht auf 
Prämienschulden der Tochter, sondern auf jene der Beschwerdeführerin selbst bezogen. 
Daran vermag die Verwendung der falschen Referenznummer nichts zu ändern. Die Refe-
renznummer bezog sich auf eine bereits beglichene Schuld und stand im Widerspruch 
zum Zahlungszweck und -betrag. Es wäre für die Beschwerdegegnerin folglich erkennbar 
gewesen, dass die Referenznummer offensichtlich versehentlich verwendet worden ist.

12

Urteil S 2024 113

7.4.7 Sodann ist bei einer Geldschuld im Prinzip auch die Tilgung durch einen Dritten 
möglich, der nicht selbst Schuldner der Forderung ist (siehe Art. 68 OR). So schien die 
Beschwerdegegnerin die Zahlungen sinngemäss zunächst auch zu interpretieren (vgl. BG-
act. 214). Die Erfüllung durch einen Dritten setzt jedoch einen erkennbaren Willen voraus, 
eine bestimmte fremde Schuld zu tilgen (BGer 4C.69/2005 vom 14. April 2005 E. 3). 
Selbst falls – wie die Beschwerdegegnerin behauptet – mangels Angabe eines Zahlungs-
zwecks einzig und allein die Referenznummer auf den Zweck der Zahlungen hingewiesen 
hätte (act. 5 S. 18), kann die Beschwerdegegnerin solch einen Willen nicht erkannt haben: 
Sie selbst weist mehrfach darauf hin, die Referenznummer sei präzis und einzigartig. Es 
war also, wie bereits ausgeführt, sofort ersichtlich, dass nicht nur Person und Betrag von 
der Rechnung mit der Referenznummer abwichen, sondern vor allem dass sich die stets 
gleiche Referenznummer mehrerer Zahlungen auf eine ältere, bereits beglichene Forde-
rung bezog, deren wiederholte Tilgung weder möglich war noch gewollt sein konnte. 

7.4.8 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin mit ihren neun 
Zahlungen à Fr. 346.35 zwischen dem 8. Februar 2021 und dem 7. April 2022 ihre Prä-
mienschulden für die Monate Januar bis September 2021 beglichen hat. Die geltend ge-
machte Prämienforderung im Betrag von Fr. 8'791.55 ist deshalb um Fr. 3'117.15 (9 x 
Fr. 346.35) auf Fr. 5'674.40 zu reduzieren. Die Beschwerdeführerin schuldet der Be-
schwerdegegnerin somit insgesamt Prämien- und Kostenbeteiligungen im Betrag von 
Fr. 7'483.05 (Fr. 5'674.40 + Fr. 1'808.65).

8.
8.1 Des Weiteren hat die Beschwerdegegnerin auf den Prämienforderungen zusätz-
lich Verzugszinsen von 5 % ab dem 15. August 2023 in Betreibung gesetzt. Für die aufge-
laufenen Zinsen bis zu diesem Datum forderte sie den Betrag von Fr. 661.05. 

8.2 Nach Art. 26 Abs. 1 ATSG sind für fällige Beitragsforderungen Verzugszinsen zu 
leisten. Der Zinssatz beträgt dabei 5 % (Art. 105a KVV). Der Zinsenlauf beginnt bereits mit 
der Fälligkeit zu laufen, weshalb der Schuldner nicht gemahnt werden muss, um die Ver-
zugszinspflicht auszulösen (Marco Reichmuth, in: Kommentar zum Bundesgesetz über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 26 N 30). 
Die Prämien sind im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen (Art. 90 KVV). 
Gemäss Art. 12.4 der Versicherungsbedingungen BeneFit, Ausgabe 1. Januar 2014, wer-
den die Prämien in der Regel monatlich erhoben, sind im Voraus zahlbar und werden am 
1. Tag jedes Monats fällig (BG-act. 1 S. 3, vgl. auch Art. 10 der Versicherungsbedingun-

13

Urteil S 2024 113

gen BeneFit Plus Versicherung, Ausgabe 1. Januar 2021 [BG-act. 31 S. 3]). Die Verzugs-
zinsforderung richtet sich entweder einzeln nach der Fälligkeit der jeweiligen Prämie oder 
aber es ist bei einer sich aus mehreren betragsmässig gleichen Prämien zusammenge-
setzten Forderung vom mittleren Verfall auszugehen (vgl. BGE 131 III 12 E. 9.5; Büh-
ler/Egle, a.a.O., Art. 64a N 10).

8.3
8.3.1 Nicht zu beanstanden ist der geltend gemachte Verzugszins von 5 % ab Betrei-
bungsdatum auf die ausstehenden Prämien. Somit ist ein Zins ab dem 15. August 2023 
auf den Betrag von Fr. 5'674.40 (vgl. oben E. 7.4.8) geschuldet.

8.3.2 Die Berechnung des geltend gemachten aufgelaufenen Verzugszinses bis am 
14. August 2023 im Betrag von Fr. 661.05 kann hingegen nicht nachvollzogen werden. Die 
von der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid auf S. 14 Ziff. 14 erwähnte Zinsbe-
rechnung ist in den Akten nicht ersichtlich. Vielmehr wird in der detaillierten Kontoaufstel-
lung ein abweichender (pauschaler) Verzugszins von Fr. 758.55 ausgewiesen (BG-
act. 249 S. 12). Das Gericht errechnet für die ausstehenden Prämien einen mittleren Ver-
fall am 4. April 2022 (Summe der Tage zwischen dem Verzugsbeginn [1. Dezember 2020, 
vgl. BG-act. 251 S. 8] und den einzelnen Forderungen, multipliziert mit den jeweiligen For-
derungen, ergibt 2'775'709.30 [= Fr. 709.50 x 0 Tage, 1. Dezember 2020; Fr. 346.35 x 
304 Tage, 1. Oktober 2021; Fr. 346.35 x 335 Tage, 1. November 2021; Fr. 346.35 x 
365 Tage, 1. Dezember 2021; Fr. 343.75 x 396 Tage, 1. Januar 2022; Fr. 343.75 x 
427 Tage, 1. Februar 2022; Fr. 343.75 x 455 Tage, 1. März 2022; Fr. 343.75 x 486 Tage, 
1. April 2022; Fr. 343.75 x 516 Tage, 1. Mai 2022; Fr. 343.75 x 547 Tage, 1. Juni 2022; 
Fr. 343.75 x 577 Tage, 1. Juli 2022; Fr. 1'139.70 x 820 Tage, 1. März 2023; Fr. 379.90 x 
851 Tage, 1. April 2023] geteilt durch die offene Prämienforderung von Fr. 5'674.40 = 
489 Tage, was, ausgehend vom 1. Dezember 2020 dem 4. April 2022 entspricht; zur Be-
rechnung vgl. SVGer AG VBE.2024.397 vom 24. Januar 2025 E. 3.3). Somit ist bei einem 
mittleren Verfall am 4. April 2022 für den Zeitraum bis zum 14. August 2023 auf den Be-
trag von Fr. 5'674.40 ein Verzugszins von Fr. 386.35 geschuldet (Fr. 5'674.40 x 0.05 x 
497/365). Da vorliegend nicht auf eine Zinsberechnung der Beschwerdegegnerin abge-
stellt werden kann sowie aufgrund der Geringfügigkeit der Beträge wird darauf verzichtet, 
den Verzugszins für die teils einige Monate zu spät bezahlten Monatsprämien von Januar 
bis September 2021 zu berechnen (vgl. BG-act. 213).

14

Urteil S 2024 113

9.
9.1 Weiter zu prüfen sind die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Mahn- 
und Bearbeitungsgebühren von gesamthaft Fr. 2'270.–. Die Beschwerdegegnerin begrün-
det dies damit, dass die Mahnkosten 21 % des geltend gemachten Ausstands entspre-
chen würden und vor dem Hintergrund der insgesamt 50 gemahnten Abrechnungen ge-
rechtfertigt seien (BG-act. 251 S. 13 f., act. 5 S. 19). Die Beschwerdeführerin hält dage-
gen, dass die geltend gemachten Mahnkosten überhöht seien. Sie habe diese Kosten 
nicht schuldhaft verursacht, sondern sich mehrfach um Klärung der Situation bemüht. Zu-
dem seien Mahnkosten in der Höhe von Fr. 10.– bis Fr. 15.– pro Rechnung üblich (act. 1 
S. 4).

9.2
9.2.1 Verschuldet die versicherte Person Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung 
nicht entstanden wären, so kann der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren 
erheben, sofern er in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten 
der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht. Das EDI legt die Höchstbeiträge 
dieser Gebühren fest (Art.105b Abs. 2 KVV).  

Gemäss Art. 12.7 der Versicherungsbedingungen BeneFit, Ausgabe 1. Januar 2014 (BG-
act. 1 S. 3) und Art. 13 der Versicherungsbedingungen BeneFit Plus Versicherung, Aus-
gabe 1. Januar 2021 (BG-act. 31 S. 3), gehen die durch Rückstände in der Prämienzah-
lung und den Kostenbeteiligungen verursachten Gebühren wie z.B. Mahnspesen und In-
kassogebühren zulasten der versicherten Person. 

9.2.2 Die Höhe der im Zahlungsverzug einer obligatorisch versicherten Person zu erhe-
benden Kosten steht im Ermessen der Krankenversicherung, soweit sie sich an das Äqui-
valenzprinzip hält. Das Äquivalenzprinzip verlangt, dass eine Gebühr nicht in einem offen-
sichtlichen Missverhältnis zum fraglichen Ausstand stehen darf und sich in vernünftigen 
Grenzen halten muss (BGer 9C_870/2015 vom 4. Februar 2016 E. 4.1). 

Hinsichtlich der erforderlichen Verhältnismässigkeit der Mahn- und Bearbeitungskosten 
zum Prämienausstand zeigt die Kasuistik, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht 
beispielsweise im Urteil K 112/05 vom 2. Februar 2006 eine Mahngebühr von Fr. 160.–
zuzüglich Fr. 30.– Bearbeitungskosten bei einem Prämienausstand von Fr. 1'770.– sowie 
offenen Kostenbeteiligungen von Fr. 363.15 (somit Ausständen von total Fr. 2'133.15) 
ebenso als grenzwertig erachtet hat wie im Urteil K 76/03 vom 9. August 2005 eine Ge-

15

Urteil S 2024 113

bühr von Fr. 300.– bei einem Prämienausstand von Fr. 4'346.70. Es wurden somit in Wür-
digung der konkreten Gegebenheiten Spesen, die sich auf weniger als 10 % der Ausstän-
de beliefen, als gerade noch verhältnismässig erachtet. Bei lediglich geringfügigen 
Ausständen hat das Bundesgericht allerdings auch eine wesentlich kleinere Differenz zwi-
schen Ausstand einerseits und Mahn- sowie Verwaltungskosten andererseits nicht bean-
standet (EVG K 24/06 vom 3. Juli 2005 E. 3.2; zum Ganzen: BGer 9C_870/2015 vom 
4. Februar 2016 E. 4.2.2; Gebhard Eugster, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
KVG, 2. Aufl. 2018, Art. 64a N 4).

9.3 Die Beschwerdegegnerin hat die Höhe für Mahnspesen und Inkassogebühren in 
ihren Versicherungsbedingungen nicht festgelegt. Grundsätzlich ist sie jedoch zur Erhe-
bung solcher Bearbeitungsgebühren befugt (vorstehend E. 9.2.1). Die vorliegend teils in 
Rechnung gestellten Mahngebühren von Fr. 50.–, Fr. 60.– oder Fr. 70.– (BG-act. 231; 
237, 241, vgl. auch die Aufstellung in BG-act. 249 S. 11 f.) erscheinen angesichts des au-
tomatisierten Mahnsystems der Beschwerdegegnerin als ausgesprochen hoch (vgl. SVGer 
ZH KV.2015.00086 vom 26. Mai 2017 E. 3.4.2 wonach die Erhebung von Beträgen von 
Fr. 30.– pro Mahnung angemessen ist). Zudem gilt es zu beachten, dass Mahn- und Be-
arbeitungsgebühren gemäss der Rechtsprechung keine zusätzliche Ertragsquelle der Ver-
sicherer darstellen, sondern höchstens kostendeckend sein dürfen, und dass sie den Sinn 
und Zweck der Prämienverbilligung, welche darauf abzielt, für Personen in bescheidenen 
wirtschaftlichen Verhältnissen die wirtschaftliche Last der Krankenversicherungsprämien 
zu mildern, nicht unterlaufen dürfen (BGer 9C_870/2015 vom 4. Februar 2016 E. 4.2.2). 
Die vorliegend geltend gemachten Mahn- und Bearbeitungskosten betragen rund 21 % der 
in Betreibung gesetzten Prämien- und Kostenbeteiligungsforderung (Fr. 2'270.– / 
Fr. 10'600.20) und stehen somit rechtsprechungsgemäss in einem Missverhältnis zu 
ebendieser, ohne dass die Ausstände noch als geringfügig bezeichnet werden könnten. 
Die Mahn- und Bearbeitungsgebühren sind folglich unter 10 % zu reduzieren sowie dem 
korrigierten Prämien- und Kostenbeteiligungsausstand von Fr. 7'483.05 (vgl. oben 
E. 7.4.8) anzupassen. Entsprechend werden die Mahn- und Bearbeitungsgebühren vorlie-
gend auf einen angemessenen Betrag von Fr. 740.– festgesetzt.

10.
10.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Beschwerdeführerin demnach zu 
verpflichten, der Beschwerdegegnerin Prämien im Betrag von Fr. 5'674.40, Kostenbeteili-
gungen im Betrag von Fr. 1'808.65, einen Verzugszins im Betrag von Fr. 386.35 bis zum 
14. August 2023, einen Verzugszins von 5 % auf den Betrag von Fr. 5'674.40 seit dem 

16

Urteil S 2024 113

15. August 2023 sowie Mahn- und Bearbeitungskosten im Betrag von Fr. 740.– zu bezah-
len.

10.2 Zudem ist der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. x.________ des Betrei-
bungsamtes D.________ für Prämien im Betrag von Fr. 5'674.40, für Kostenbeteiligungen 
im Betrag von Fr. 1'808.65, für einen Verzugszins im Betrag von Fr. 386.35 bis zum 14. 
August 2023, für einen Verzugszins von 5 % auf den Betrag von Fr. 5'674.40 seit dem 15. 
August 2023 sowie für Mahn- und Bearbeitungskosten im Betrag von Fr. 740.– aufzuhe-
ben und der Beschwerdegegnerin ist in diesem Umfang definitive Rechtsöffnung zu ertei-
len.

Die Betreibungskosten von Fr. 103.30 sind von Gesetzes wegen geschuldet (Art. 68 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]) und 
vom Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zur Forderung zu bezahlen. Die 
Beschwerdegegnerin ist berechtigt, diese Kosten von den Zahlungen der Beschwerdefüh-
rerin vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 SchKG). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 
bemerkte (BG-act. 251 S. 14 Rz. 15), bilden die Betreibungskosten nicht Gegenstand des 
Rechtsöffnungsverfahrens, weshalb dafür keine Rechtsöffnung zu erteilen ist (EVG K 
144/03 vom 18. Juni 2004 E. 4.1).

11.
11.1 Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs-
leistungen i.S.v. Art. 61 lit. fbis ATSG geht, sind die Bestimmungen des kantonalen Rechts 
über die Verfahrenskosten anwendbar (vgl. BGer 9C_369/2022 vom 19. September 2022 
E. 6.2). Hat im Beschwerdeverfahren oder im verwaltungsgerichtlichen Prozess keine Par-
tei ganz obsiegt, sind die Kosten in dem Verhältnis zu teilen, in welchem die Parteien un-
terlegen sind (§ 23 Abs. 2 VRG). Gemäss § 1 der Verordnung über die Kosten im Verfah-
ren vor dem Verwaltungsgericht (Kosten VO; BGS 162.12) erhebt das Verwaltungsgericht 
für die Deckung des Verfahrensaufwands und die Kosten des Entscheids eine pauschale 
Spruchgebühr; diese beträgt Fr. 400.– bis Fr. 15’000.– (Abs. 1). Sie ist in sozialversiche-
rungsrechtlichen Streitigkeiten nach dem Zeit- und Arbeitsaufwand des Gerichtes, der 
Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie in zweiter Linie nach dem Streitwert und 
den sonstigen Interessen der Parteien festzusetzen (Abs. 2). Vorliegend wird die Spruch-
gebühr ermessensweise und umständehalber auf Fr. 800.– festgelegt. Da die Begehren 
der Beschwerdeführerin nur teilweise gutgeheissen wurden, wird die Spruchgebühr den 
Parteien vorliegend je hälftig auferlegt.

17

Urteil S 2024 113

11.2 Unabhängig vom Verfahrensausgang stehen der Beschwerdegegnerin aufgrund 
ihrer Stellung als Sozialversicherungsträgerin (vgl. BGE 126 V 143 E. 4b) sowie der Be-
schwerdeführerin mangels entschädigungspflichtigen Aufwands (127 V 205 E. 4b) kein 
Anspruch auf eine Parteientschädigung zu.

18

Urteil S 2024 113

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Beschwerdeführerin verpflich-
tet, der Beschwerdegegnerin Prämien im Betrag von Fr. 5'674.40, Kostenbeteili-
gungen im Betrag von Fr. 1'808.65, einen Verzugszins im Betrag von Fr. 386.35, 
einen Verzugszins von 5 % auf den Betrag von Fr. 5'674.40 seit dem 15. August 
2023 sowie Mahn- und Bearbeitungskosten im Betrag von Fr. 740.– zu bezahlen.

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. x.________ des Betreibungsamtes 
D.________ wird für Prämien im Betrag von Fr. 5'674.40, für Kostenbeteiligungen 
im Betrag von Fr. 1'808.65, für einen Verzugszins im Betrag von Fr. 386.35, für ei-
nen Verzugszins von 5 % auf den Betrag von Fr. 5'674.40 seit dem 15. August 
2023 sowie für Mahn- und Bearbeitungskosten im Betrag von Fr. 740.– aufgeho-
ben und der Beschwerdegegnerin wird in diesem Umfang definitive Rechtsöffnung 
erteilt.

3. Den Parteien wird je eine Spruchgebühr von Fr. 400.– auferlegt.

4. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

6. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung; 
Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an die Beschwerdegegnerin (Rech-
nung folgt nach Rechtskraft des Urteils) und an das Bundesamt für Gesundheit, 
Bern sowie zum Vollzug von Ziffer 3 (im Dispositiv) an die Finanzverwaltung des 
Kantons Zug.

Zug, 29. August 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am