# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2921eb1-ab13-5dfa-a619-c7d208d2e68c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.04.2025 720 2024 192 (720 24 192)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2024-192_2025-04-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. April 2025 (720 24 192) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung des Anspruchs auf Ausstattung des Handrollstuhls mit dem Elektroantrieb 

"Swiss-Trac"  

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Gisela Warten-

weiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Mirjam Schneider, 
Rechtsanwältin, Zentralstrasse 47, Postfach, 2502 Biel/Bienne 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 

A. Die 1965 geborene A.____ leidet seit einem Skiunfall im Februar 1984 an einer senso-
rischen kompletten Paraplegie und bezieht aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen eine 
Invalidenrente. Sie arbeitet zurzeit als Sachbearbeiterin in einem 20%-Pensum beim B.____. In 
der Vergangenheit wurden ihr verschiedene Hilfsmittel der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV), unter anderem ein Handrollstuhl, zugesprochen. Am 8. Januar 2001 teilte die damals 

 

 
 
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zuständige IV-Stelle U.____ der Versicherten mit, dass sie Anspruch auf die leihweise Abgabe 
eines Elektroantriebs "Swiss-Trac" habe. Dieser Antrieb wurde mehrmals ersetzt (vgl. Mitteilun-
gen der IV-Stelle Basel-Landschaft [IV-Stelle] vom 8. April 2014 und 16. Juni 2020). Mit Mitteilung 
vom 28. Dezember 2021 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für die leihweise Abgabe eines 
Rollstuhl-Greifreifenantriebs "Alber E-Motion M25". Dieser wurde am 15. März 2022 ausgeliefert. 
Am 6. Mai 2022 bat die IV-Stelle die Versicherte um Rückgabe des Elektroantriebs "Swiss-Trac". 
Die Versicherte machte in ihrer Eingabe vom 26. Juli 2020 (richtig 26. Juli 2022) geltend, dass 
sie sowohl auf den "Alber E-Motion M25" als auch auf den "Swiss-Trac" angewiesen sei. Mit 
Schreiben vom 8. Dezember 2022 informierte die IV-Stelle die Versicherte, dass sie ihr den Elekt-
roantrieb "Albert E-Motion M25" im Austausch gegen den "Swiss-Trac" abgegeben habe. Sie 
habe die Möglichkeit, den "Swiss-Trac" zu einem Restwert von Fr. 4'700.-- zu übernehmen. In 
der Folge lehnte sie eine Kostengutsprache für zwei elektrische Antriebslösungen ("Alber E-Mo-
tion M25" und "Swiss-Trac") nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 
29. Mai 2024 ab mit der Begründung, dass kein Anspruch auf die im Einzelfall bestmögliche Ver-
sorgung, wie z.B. das Befahren von Feld- und Waldwegen, bestehe.  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Mirjam Schneider, mit Eingabe 
vom 27. Juni 2024 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Sie beantragte, die Verfügung vom 29. Mai 2024 sei aufzuheben und die IV-Stelle 
sei zu verpflichten, die Kostengutsprache für die Versorgung mit einem Rollstuhl-Elektroantrieb 
"Swiss-Trac" zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen und Er-
lass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Sie machte 
im Wesentlichen geltend, dass der "Swiss-Trac" und der "Alber  
E-Motion M25" ganz unterschiedliche Zwecke erfüllten und sie für eine selbstständige Fortbewe-
gung im Innen- und Aussenbereich auf beide Hilfsmittel angewiesen sei.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 11. September 2024 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde.  
 
D. Die Versicherte hielt in ihrer Replik vom 2. Oktober 2024 und die IV-Stelle in ihrer Duplik 
vom 31. Oktober 2024 an ihren jeweiligen Anträgen und ihren Begründungen fest.  
 
E.  Am 7. November 2024 wurde der Fall dem Präsidium zur Beurteilung überwiesen.  
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen 

 

 
 
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Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegen-
den Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
vom 27. Juni 2024 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.--. Streitig ist, ob die Ver-
sicherte Anspruch auf Kostengutsprache für die leihweise Abgabe eines Rollstuhlantriebs "Swiss-
Trac" hat. Die Kosten für diesen Elektroantrieb liegen unter dem Streitwert von Fr. 20'000.--, wes-
halb die Angelegenheit präsidial zu entscheiden ist. 
 
2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte 
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, zu 
erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen 
Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Zu diesen Massnahmen gehören nach Art. 8 Abs. 3 lit. d IVG in 
Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 und 2 IVG im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste 
die Hilfsmittel, derer eine versicherte Person für die Ausübung der Erwerbstätigkeit, für die Schu-
lung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Fer-
ner bestimmt Art. 21 Abs. 2 IVG, dass versicherte Personen, die infolge ihrer Invalidität für die 
Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kost-
spieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht 
auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel haben. Hilfsmittel nach Art. 21 Abs. 2 
IVG sollen die Autonomie der invaliden Person fördern, indem diese dank der Hilfsmittel alltägli-
che Lebensverrichtungen selbstständig vornehmen und sich am gesellschaftlichen Leben betei-
ligen kann (vgl. SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, 
S. 206 f.). Ein Hilfsmittel zum Zwecke der Fortbewegung ist nur dann eingliederungswirksam, 
wenn damit eine selbstständige Fortbewegung gewährleistet ist (Urteile des Bundesgerichts vom 
19. Januar 2022, 9C_365/2001, E. 6.5, vom 24. März 2011, 9C_940/2010, E. 4.1 und 4.2 und 
vom 23. Oktober 2009, 8C_531/2009, 4.3). 
 
2.2 Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschrif-
ten im Sinne von Art. 21 Abs. 2 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die Invali-
denversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 an das Eidgenössische Departement des Innern 
(EDI) übertragen. Dieses hat gestützt auf die Subdelegation die Verordnung über die Abgabe von 
Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) vom 29. November 1976 mit anhangsweise 
aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufge-
führten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des 
Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (Abs. 1); Anspruch auf die in 
dieser Liste mit * bezeichneten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung  
einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, 
die funktionelle Angewöhnung oder für die bei einzelnen Hilfsmitteln ausdrücklich genannte Tä-
tigkeit notwendig sind (Abs. 2). Die versicherte Person muss willens und fähig sein, mittels des 
Hilfsmittels einen dieser gesetzlichen Zwecke zu erreichen (Urteile des Bundesgerichts vom 

 

 
 
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19. Januar 2022, 9C_365/2021, E. 6.1, vom 30. Dezember 2013, 9C_70/2013, E. 3.2 und vom 
23. Oktober 2009, 8C_531/2009, E. 4.2, je mit Hinweis auf EVGE 1968, E. 3d).  
 
2.3 Leistungen, die im Anhang zur HVI aufgeführt sind, werden nicht ohne weiteres, sondern 
nur soweit erforderlich und lediglich in einfacher und zweckmässiger Ausführung erbracht (Art. 21 
Abs. 3 IVG; Art. 2 Abs. 4 HVI). Die IV ist auch im Bereich der Hilfsmittel keine umfassende Ver-
sicherung, welche sämtliche durch die Invalidität verursachten Kosten abdecken will; das Gesetz 
will die Eingliederung lediglich soweit sicherstellen als diese im Einzelfall notwendig, aber auch 
genügend ist und zudem der voraussichtliche Erfolg der Eingliederungsmassnahme in einem ver-
nünftigen Verhältnis zu ihren Kosten steht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2014, 
9C_886/2013, E. 2.3 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung bezieht sich die Notwendigkeit 
des Hilfsmittels auf die konkrete Situation, in welcher die versicherte Person lebt. So wurde ein 
Elektrorollstuhl zugesprochen bei einer Versicherten, die sich zwar auf völlig ebenem Gelände 
mit einem Handrollstuhl fortbewegen konnte, aber in ihrer konkreten Wohnlage mit Verkehrsga-
belungen die alltäglichen Besorgungen nicht selbstständig erledigen konnte (Urteil des damaligen 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 25. Mai 1994, 
I 340/93). Der Anspruch auf einen Elektrorollstuhl wurde ebenfalls bejaht, weil ein Versicherter 
sonst nicht in der Lage gewesen wäre, Strassensteigungen, Rampen oder Bordsteinkanten zu 
überwinden, womit ihm der selbstständige Gang ins Dorfzentrum zur Verrichtung verschiedenster 
notwendiger Besorgungen verwehrt gewesen wäre (Urteil des EVG vom 1. September 1992, 
l 185/92; BGE 135 I 161 E. 5.1; ferner FREY FÉLIX/MOSIMANN HANS-JAKOB/BOLLINGER SUSANNE, 
AHVG/IVG Kommentar, Bundesgesetze über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, die In-
validenversicherung und den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] mit weite-
ren Erlassen, Art. 21 Rz. 8). 
 
2.4 Mit den Hilfsmitteln für versicherte Personen, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbe-
wegung kostspieliger Geräte bedürfen, befasst sich Ziff. 9 HVI-Anhang (Rollstühle), wobei unter-
schieden wird zwischen Rollstühlen ohne motorischen Antrieb (Ziff. 9.01) und Elektrorollstühlen 
(Ziff. 9.02). Anspruch auf Elektrorollstühle besteht nur für versicherte Personen, die einen ge-
wöhnlichen Rollstuhl nicht bedienen und sich nur dank elektromotorischem Antrieb selbstständig 
fortbewegen können. (Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2011, 9C_940/2010, E. 2). Die 
Abgabe von zwei Elektrorollstühlen ist möglich an versicherte Personen, die erwerbstätig oder in 
der Ausbildung sind, falls sie den einen am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz und den andern im 
Wohnbereich benötigen, oder die sich zum Zwecke der Ausbildung in einem Internat befinden 
und das Wochenende regelmässig zu Hause verbringen. Versicherte Personen, die diese Vo-
raussetzungen nicht erfüllen, haben die Notwendigkeit eines zweiten Elektrorollstuhls eingehend 
zu begründen. Insbesondere ist zu prüfen, ob die Abgabe eines zusätzlichen Rollstuhls ohne 
motorischen Antrieb genügt (vgl. Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Inva-
lidenversicherung [KHMI], gültig ab 1. Januar 2013, Rz. 2083). Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung sind elektrische Schub- oder Zughilfen für einen gewöhnlichen Rollstuhl funkti-
onell als Elektrorollstuhl im Sinne von Ziff. 9.02 HVI-Anhang zu behandeln (BGE 135 I 161 E. 4).  
 

2.5 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

 

 
 
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des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht 
dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind. Im Sozialversicherungsrecht haben sie den Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Viel-
mehr ist jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 353 E. 5b, 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 
8b, je mit Hinweisen). 
 
3.1 Vorliegend ist unbestritten, dass die Versicherte aufgrund ihrer körperlichen Einschrän-
kungen auf einen Rollstuhl angewiesen ist, damit sie sich selbstständig fortbewegen kann. Da die 
Versicherte im Laufe der Zeit nicht mehr über genügend Kraft verfügte, um ihren Handrollstuhl 
ohne Hilfe fortzubewegen, gab die damals zuständige IV-Stelle U.____ der Versicherten am 8. 
Januar 2001 erstmals den Elektroantrieb "Swiss-Trac" leihweise ab. Der "Swiss-Trac" ist ein Zug-
gerät mit Elektroantrieb, das an den Rollstuhl gekoppelt wird. Dadurch können Absätze oder an-
dere Hindernisse sowie Steigungen auch bei eingeschränkter Greiffunktion und wenig Kraft in 
den Armen besser passiert werden (vgl. Website der Herstellerfirma, die ATEC Ingenieurbüro 
AG, online, URL: https://shorturl.at/hc4w5 [13.01.2025]). Unbestritten ist, dass der "Swiss-Trac" 
für den Innenbereich nicht geeignet ist, weil mit ihm aufgrund dessen Grösse nicht um die Zim-
merecken gefahren werden kann. Wie den Ausführungen der Versicherten entnommen werden 
kann, war sie jahrelang in der Lage, den Handrollstuhl im Innenbereich ohne Hilfe eines Elektro-
antriebs manuell zu bedienen. Aufgrund der Arthrosen im Bereich der Halswirbelsäule und der 
ca. 2017 erstmals aufgetretenen Schulterschmerzen begann die Versicherte zunehmend Mühe 
zu haben, sich im Innenbereich selbstständig mit dem Handrollstuhl fortzubewegen (vgl. Berichte 
von Dr. med. C.____, FMH Neurologie, vom 29. Juni 2018 und 3. September 2018). Die Versi-
cherte ersuchte deshalb im November 2021 um die Ausrüstung ihres Rollstuhls mit einem "Alber 
E-Motion M25". Der "Alber E-Motion M25" ist ein Greifreifenantrieb, dessen Antriebsrad beim Rad 
an den Rollstuhl aufgesteckt wird. Die in die Radnaben integrierten Elektromotoren des "Alber E-
Motion M25" unterstützen die Anschubbewegung der Rollstuhlfahrerin oder des Rollstuhlfahrers. 
Jeder Impuls am Greifreifen wird von der intelligenten Sensorik des " Alber E-Motion M25" regis-
triert und in eine genau passende Kraftunterstützung übersetzt (vgl. Website der Firma Alber 
GmbH, online: URL: https://shorturl.at/UWbGx [13. 01.2025]). Die IV-Stelle sprach der Versicher-
ten am 28. Dezember 2021 anstelle des "Swiss-Trac" den gewünschten Zusatzantrieb "Alber E-
Motion M25" zu.  
 
3.2 Die IV-Stelle ist der Ansicht, dass der "Alber E-Motion M25" der Versicherten eine selbst-
ständige Fortbewegung am Arbeitsplatz bzw. im Wohnbereich und im Aussenbereich gewähr-
leiste. Mit diesem am Handrollstuhl integrierten elektrischen Antriebssystem über Greifreifen 
könne sie auch mit eingeschränkter Kraft längere Strecken oder Steigungen überwinden. So sei 

 

 
 
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es ihr möglich, mit ihm den nächstgelegenen, ca. 400 m von ihrem Haus an der V.____strasse in 
W.____ entfernten Einkaufsladen für täglich benötigte Lebensmittel und die nahe gelegene Bus-
haltestelle zu erreichen, zumal der Weg dorthin überwiegend flach sei. Für Einkäufe an weiter 
entfernte Orte stehe ihr das auf Kosten der IV umgebaute Auto zur Verfügung. Es bestehe kein 
Anspruch auf die bestmögliche Versorgung. Die Kosten für zwei elektrische Antriebslösungen 
könnten deshalb mangels Notwendigkeit nicht von der IV übernommen werden. 
 
3.3 Dieser Ansicht kann die Versicherte nicht zustimmen. Sie macht geltend, dass der "Alber 
E-Motion M25" eine selbstständige Fortbewegung in den Innen-, aber nicht in den Aussenberei-
chen gewährleiste. Sie könne mit ihm nur über flache, glatte Oberflächen in Innenbereichen fah-
ren, jedoch draussen keine Steigungen, Wege aus Kopfsteinpflastern, unebenen Flächen oder 
Bordkanten überwinden. Sie verfüge nicht über genügend Kraft, ihren mit dem "Alber E-Motion 
M25" ausgerüsteten Handrollstuhl anzuheben. Es sei ihr deshalb nicht möglich, selbst kleine Ab-
sätze zu passieren. Hierfür sei sie auf den "Swiss-Trac" angewiesen. Ohne ihn könne sie auf-
grund der örtlichen Gegebenheiten Einkaufsläden, Arztpraxen, den Bahnhof und die nächstgele-
gene Bushaltestelle in W.____ nicht erreichen. Für eine selbstständige Fortbewegung benötige 
sie deshalb beide Elektroantriebe (vgl. Schreiben vom 26. Juli 2020 [richtig 26. Juli 2022]). Aus 
diesem Grund habe sie die Kostengutsprache für eine zusätzliche Versorgung ihres Rollstuhls 
mit einem "Swiss-Trac" beantragt. Der Antrag wird vom zuständigen Arzt der Klinik D.____, Dr. 
med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, sowie von der Sozialberaterin der Klinik D.____, 
F.____, unterstützt (vgl. ärztliche Verordnung von Dr. E.____ vom 21. März 2023 und Schreiben 
der Sozialberaterin vom 11. Mai 2023).  
 
4.1 Es ist somit strittig und zu prüfen, ob die Versicherte unter dem Titel von Art. 21 Abs. 2 
IVG mit Blick auf die Fortbewegung im Aussenbereich Anspruch auf eine Zweitversorgung mit 
einem "Swiss-Trac" hat. Sollte sich erweisen, dass sie mit Hilfe des "Alber E-Motion M25" in der 
Lage ist, sich nicht nur im Innenbereich, sondern auch im Aussenbereich ohne Hilfe Dritter selbst-
ständig fortzubewegen, besteht kein Anspruch auf die beantragte Zweitversorgung. Gemäss bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung besteht unter anderem ein Anspruch auf eine motorische Zug-
hilfe, wenn sich eine versicherte Person mit ihrem Rollstuhl nicht selbstständig zu der nächstge-
legenen Örtlichkeit begeben kann, wo Einkäufe getätigt, die Post erledigt, ansässige Arztperso-
nen besucht, ein Kiosk oder ein Restaurant usw. aufgesucht werden kann. Das Abdecken solcher 
alltäglichen Lebensbedürfnisse ohne Hilfe einer Fremdperson ist vom gesetzlich angestrebten 
Eingliederungserfolg erfasst (BGE 135 I 161 E. 6). Mit Blick auf die Argumentation der Versicher-
ten ist darauf hinzuweisen, dass eine starke Steigung oder ein nicht rollstuhlgängiges Gelände 
generell nicht schon ein Grund sein kann für den Anspruch auf eine Zweitversorgung mit einem 
"Swiss-Trac", da sonst jede auf den Rollstuhl angewiesene Person einen solchen geltend ma-
chen könnte. Die IV-Stelle hat in dieser Hinsicht zu Recht erkannt, dass kein Anspruch auf eine 
Fortbewegung im Rollstuhl in jedem Gelände bestehe. Es ist jedoch fraglich, ob die Versicherte 
mit ihrem allein mit einem "Alber E-Motion M25" ausgerüsteten Handrollstuhl die alltäglichen Be-
sorgungen ohne Fremdhilfe abdecken kann. Vorliegend ist die nächstgelegene Örtlichkeit für sol-
che Besorgungen im Dorfzentrum von W.____, befindet sich doch an der X.____strasse eine der 
behandelnden Arztpersonen der Versicherten, Dr. med. G.____, und der Einkaufsladen "Volg". 
Die Versicherte hat gemäss "Google Maps" zwei Möglichkeiten, mit ihrem Rollstuhl von ihrer 

 

 
 
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Wohnadresse ins Dorfzentrum von W.____ zu gelangen. Entweder sie fährt mit ihrem Rollstuhl 
über die V.____strasse oder über das Y.____weglein und die Z.____strasse an die 
X.____strasse. Die Strassenansicht von "Google Maps" zeigt, dass die X.____strasse von 
W.____ im Dorfzentrum über Trottoirkanten verfügt. Möglicherweise bestehen auf der Strecke 
weitere Hindernisse für Rollstuhlfahrerinnen bzw. Rollstuhlfahrer. Die IV-Stelle hat in Bezug auf 
die örtlichen Gegebenheiten am Wohnort der Versicherten keine Abklärungen vor Ort vorgenom-
men. In dieser Hinsicht hat sie sich bei der Ablehnung der Kostengutsprache für eine Zweitver-
sorgung des Handrollstuhls mit einem Elektroantrieb einzig auf die Strassenansicht der 
V.____strasse von "Google Maps" gestützt. Die Gegebenheiten auf der X.____strasse hat sie 
nicht untersucht. Indem sich die IV-Stelle allein auf die örtlichen Verhältnisse an der 
X.____strasse beschränkt hat, hat sie die konkrete Situation, in welcher die Versicherte lebt, nicht 
genügend geprüft, weshalb sie schon allein deshalb ihrer Abklärungspflicht nach Art. 43 ATSG 
unzureichend nachgekommen ist (vgl. hierzu auch Erwägung 2.5).  
 
4.2 Auf der von der IV-Stelle beigelegten Strassenansicht von "Google Maps" ist zu erken-
nen, dass die V.____strasse nicht durchgehend flach ist. Unter Berücksichtigung der Steigungen 
auf der V.____strasse und der Tatsache, dass die X.____strasse in W.____ Troittoirs hat, stellt 
sich die Frage, ob die Versicherte in der Lage ist, den "Alber E-Motion M25" aus eigener Kraft 
anzuheben, um Steigungen, Rampen, Trottoirkanten oder grössere Unebenheiten auf der 
Strasse zu bewältigen. In dieser Hinsicht bringt die Versicherte zutreffend vor, dass es entgegen 
der Ansicht der IV-Stelle nicht ausreiche, dass ein Gelände überwiegend flach sei. Denn Steigun-
gen, Trottoirkanten, unbefestigte Strassen etc. können für sie unter Umständen unüberwindbare 
Hindernisse darstellen und ihr das selbstständige Verrichten von notwendigen Besorgungen im 
Dorfzentrum verunmöglichen. Ob die Versicherte genügend Kraft hat, die Greifräder des "Alber 
E-Motion M25" bei Steigungen vorwärtszubewegen oder den Rollstuhl über Absätze oder Un-
ebenheiten anzuheben, kann aufgrund der medizinischen Aktenlage nicht beantwortet werden. 
Dem Bericht der Klinik D.____ vom 5. Oktober 2023 ist einzig zu entnehmen, dass die Versicherte 
im August 2017 und im Oktober 2019 an der linken und am 6. April 2023 an der rechten Schulter 
operiert wurde. Bei der Konsultation vom 5. Oktober 2023 zeigte sich die Schulterfunktion nach 
den beidseitigen operativen Rekonstruktionen stabil. In Bezug auf die Kraft wurde dargelegt, dass 
die Rotatorenmanschette rechts eine bessere ordentliche Kraftentwicklung aufweise als links. In 
der Diagnoseauflistung wurde zudem eine anhaltende Kraftminderung des linken Arms seit der 
Schulteroperation im Jahr 2019 festgehalten. Konkrete Ausführungen zur Frage, ob die Versi-
cherte über die nötige Kraft verfügt, mit einem "Alber  
E-Motion M25" ausgerüsteten Rollstuhl Steigungen auf der V.____strasse (oder eventuell auf 
dem Y____weglein und der Z.____strasse) und der X.____strasse in W.____ zu überwinden, 
fehlen. Ein Hinweis, dass die Versicherte hierzu nicht in der Lage sein könnte, ergibt sich gege-
benenfalls aus dem Bericht des behandelnden Arztes der Klink D.____ vom 5. Juni 2024. Dieser 
führte darin aus, dass der "Alber E-Motion-Antrieb" aufgrund der "antriebsspezifischen Einschrän-
kungen" nicht ausreiche, um die topographischen Verhältnisse im Wohngebiet der Versicherten 
zu überwinden. Da aber nicht ganz klar ist, ob sich die "antriebsspezifischen Einschränkungen" 
auf die gesundheitliche Situation der Versicherten beziehen, ist dieser Bericht nicht geeignet, 
einen Anspruch auf die Zweitversorgung mit einem "Swiss-Trac" zu begründen. Somit erweist 
sich die verwaltungsinterne Abklärung des Sachverhalts auch in medizinischer Hinsicht als 

 

 
 
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ungenügend. Daran ändert auch der Hinweis der IV-Stelle nichts, wonach gemäss Bericht der 
Klinik D.____ vom 5. Oktober 2023 in den Ellbogen- und Handgelenken der Versicherten keine 
Druckdolenz und keine Bewegungseinschränkung beständen, geht es beim Überwinden von 
Steigungen und unebenen Flächen mit dem Rollstuhl nicht nur um das mögliche Bedienen der 
Greifräder, sondern auch um die Kraft in den Schultern, welche die Versicherte benötigt, um den 
Rollstuhl fortzubewegen.  
 
4.3 Aus dem Gesuch der H.____ AG vom 9. November 2021 für die Kostengutsprache zur 
leihweisen Abgabe eines "Alber E-Motion M25", welches von der Versicherten mitunterzeichnet 
wurde, kann nichts zu deren Ungunsten abgeleitet werden. In der Begründung wurde ausgeführt, 
dass eine manuelle Fortbewegung mit dem Handrollstuhl infolge der fortschreitenden Erkran-
kung, insbesondere der Schwächung der Schultern, der Arme und der Hände, zunehmend 
schwierig und langfristig unmöglich sei. Die Versicherte benutze im Aussenbereich ein Vorspann-
gerät. Im Innenbereich (Wohnung, Arbeitsplatz oder Einkauf) sei dieses Gerät nicht einsetzbar. 
Ausserdem bereite die Handhabung des Vorspanngeräts im Aussenbereich zunehmend grosse 
Mühe. Nach einem ausführlichen Testen des "Alber E-Motion M25" habe sich gezeigt, dass die-
ser es ihr ermögliche, den Alltag zu bewältigen. Die Schlussfolgerung der IV-Stelle, wonach diese 
Ausführungen bestätigten, dass die Versicherte den "Swiss-Trac" aufgrund ihrer eingeschränkten 
Kraft in den Schultern und in den Armen nicht mehr bedienen könne und der "Alber E-Motion 
M25" ihr sowohl für den Innen- als auch den Aussenbereich eine selbstständige Fortbewegung 
mit dem Rollstuhl ermögliche, scheint voreilig zu sein. Im Fokus dieser Begründung stand der 
Nachweis der Erforderlichkeit der Versorgung des Handrollstuhls mit einem Greifreifenantrieb, da 
die Versicherte aufgrund ihrer eingeschränkten Kraft nicht mehr in der Lage war, den Handroll-
stuhl im Innenbereich – wie bisher – manuell fortzubewegen. Es geht daraus jedoch nicht hervor, 
dass die Versicherte die Versorgung des Rollstuhls mit dem "Swiss-Trac" im Aussenbereich nicht 
mehr als erforderlich erachtete. Mit Eingang des Schreibens der Versicherten vom 26. Juli 2020 
(richtig 26. Juli 2022) am 28. Juli 2022 wurde der IV-Stelle auch klar, dass die Versicherte auf die 
Zweitversorgung mit einem "Swiss-Trac" nicht verzichten wollte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt 
hätte sie im Rahmen ihrer Sachverhaltsermittlung Abklärungen betreffend Erforderlichkeit des 
"Swiss-Trac" im Aussenbereich vornehmen müssen. Sie beschränkte sich jedoch im Wesentli-
chen auf die Recherchen mit "Google Maps", welche – wie bereits oben ausgeführt – nicht für 
eine rechtsgenügliche Sachverhaltsabklärung ausreichen. Dies umso weniger, als sich mit der 
Schulteroperation im April 2023 der Sachverhalt verändert hat und es der Versicherten gemäss 
ihren Aussagen seither wieder möglich sein sollte, den "Swiss-Trac" zu bedienen.  
 
4.4 An diesem Ergebnis ändert auch die Tatsache nichts, dass die Versicherte über ein be-
hindertengerechtes Auto verfügt. Bei den Hilfsmitteln "Elektroantrieb für einen Rollstuhl" und 
"Auto" ist folgende Unterscheidung vorzunehmen: Der Rollstuhl mit Elektroantrieb ersetzt der be-
troffenen Person die Fähigkeit, sich als Fussgängerin zu bewegen. Er dient der Fortbewegung 
bei Verlust der Gehfähigkeit. Geht es also darum, kürzere Strecken zu überwinden, soll die Ver-
sicherte in die Lage versetzt werden, sich wie eine gesunde Fussgängerin fortzubewegen. Dies 
in Abgrenzung zu den Ziff. 10.01*, 10.02* und 10.04* HVI-Anhang, bei welchen die Überwindung 
von längeren Distanzen im Vordergrund steht (vgl. KHMI, Rz. 2082.1). Hier entspricht der Zweck 
des Hilfsmittels vielmehr jenem eines Automobils. Die Notwendigkeit einer Zweitversorgung des 

 

 
 
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Rollstuhls der Versicherten mit einem "Swiss-Trac" kann deshalb nicht mit der Begründung ver-
neint werden, sie könne den Weg ins Dorfzentrum von W.____ mit ihrem Auto bewältigen, hat 
sie doch Anspruch darauf, diese kurze Strecke allein mit ihrem Rollstuhl selbstständig bewältigen 
zu können.  
 
4.5 Nach dem Gesagten sind die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren 
nicht ausreichend beweiskräftig. Die Frage nach der Notwendigkeit einer Zweitversorgung mit 
einem "Swiss-Trac" lässt sich anhand der vorliegenden Aktenlage nicht beurteilen, womit auch 
über die Kostengutsprache der Versicherten nicht entschieden werden kann. Der relevante Sach-
verhalt bedarf deshalb weiterer Abklärung. In einem ersten Schritt ist eine Abklärung vor Ort er-
forderlich, um sich ein Bild zu machen, welche Steigungen, welches unebene Gelände und wel-
che Trottoirkanten etc. die Versicherte als Rollstuhlfahrerin zu überwinden hat, um die alltäglichen 
notwendigen Besorgungen zu verrichten. In einem zweiten Schritt ist aus medizinischer Sicht 
abzuklären, ob die Versicherte über genügend Kraft verfügt, um mit dem "Alber E-Motion M25" 
diese Hindernisse selbstständig zu überwinden. Eventuell ist die Einholung einer Stellungnahme 
der SAHB hilfreich, unterstützt diese doch die IV-Stelle bei der fachtechnischen Beurteilung von 
Hilfsmittelversorgungen, insbesondere von Rollstühlen (KHMI, Rz. 3010), und objektiviert die Be-
dürfnisse der behinderten Personen (KHMI, Rz. 3014). Demzufolge ist die Angelegenheit in Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung vom 29. Mai 2024 zu weiteren Abklärungen an die IV-
Stelle zurückzuweisen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.  
 
5.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht 
die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende 
Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen).  
 
5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten über Invalidenleistungen vor dem kan-
tonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf 
§ 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. 
Bei Präsidialentscheiden wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensauf-
wand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundes-
rechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 400.-- fest. Vorliegend ist die IV-Stelle unterlie-
gende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Der von der Versicherten ge-
leistete Kostenvorschuss wird ihr zurückerstattet. 
 
5.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteientschädigung 
zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Gemäss Honorarnote vom 2. Oktober 2024 macht die 
Rechtsvertreterin der Versicherten einen Aufwand von 12 Stunden und 10 Minuten geltend, was 
sich als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen 
praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zu Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind auch die geltend gemachten Auslagen 

 

 
 
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von Fr. 35.40. Der Versicherten ist demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 3'326.20 (12 Stunden und 10 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 35.40 und 8,1 % 
Mehrwertsteuer) zulasten der IV-Stelle Basel-Landschaft zuzusprechen.  
 
6. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn 
sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei 
einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschlies-
senden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im 
Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine 
materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) 
beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es 
sich um solch einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 
93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bun-
desgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbe-
halt. 
  

 

 
 
Seite 11    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 29. Mai 2024 aufgeho-
ben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-
land zurückgewiesen wird.   

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 400.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'326.20 (inkl. Ausgaben und 8,1 % 
Mehrwertsteuer) auszurichten.