# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecbbcf5a-2684-56c6-9185-6da6861f1511
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.02.2025 D-4811/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4811-2024_2025-02-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4811/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer;   

Gerichtsschreiberin Sandra Bisig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am 1. Januar 2003 (bestritten), 

Afghanistan,   

vertreten durch MLaw Suzana Djuric,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (sicherer Drittstaat);  

Verfügung des SEM vom 22. Juli 2024. 

 

 

 

D-4811/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 14. April 2024 in der Schweiz um Asyl 

nach. Dabei gab er an, am (…) 2006 geboren und mithin minderjährig zu 

sein.  

B.  

Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der "Eurodac"-Datenbank durch 

das SEM ergab, dass er am 1. August 2023 in Griechenland um Asyl nach-

gesucht hatte. Ausserdem reichte der Beschwerdeführer dem SEM einen 

griechischen Reiseausweis für Flüchtlinge und eine griechische Aufent-

haltsbewilligung zu den Akten. 

C.  

C.a Am 8. Mai 2024 fand – im Beisein der Rechtsvertreterin respektive Ver-

trauensperson des Beschwerdeführers – die Erstbefragung unbegleiteter 

minderjähriger Asylsuchender (EB UMA) statt, anlässlich welcher der Be-

schwerdeführer unter anderem zu seinem Geburtsdatum, seinem Reise-

weg und allfälligen gesundheitlichen Beeinträchtigungen befragt wurde. Er 

bestätigte dabei sein angegebenes Geburtsdatum und brachte im Wesent-

lichen vor, er kenne dieses schon immer, weil er jeweils seinen Geburtstag 

gefeiert habe und zudem beim Sportverein – er sei mit etwa zehn Jahren 

beim (…) (…) geworden – sein Geburtsdatum habe angeben müssen. Von 

Griechenland aus sei er weiter in die Schweiz gereist, weil er in Griechen-

land sehr viele Probleme gehabt habe. So sei er nicht zu Wettkämpfen zu-

gelassen worden. Zudem habe er kein gutes Essen und keine Schulbildung 

erhalten. Ernsthafte Krankheiten oder Probleme habe er keine. Er habe 

aber aufgrund von in Afghanistan miterlebten Explosionen und Attentaten 

Albträume, die ihm den Schlaf rauben würden. Immer wenn er aufwache, 

fühle er sich gelähmt und könne sich kaum bewegen. Weitergehend wird 

auf das Protokoll in den Akten verwiesen. 

C.b Anlässlich der EB UMA teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer 

mit, dass sie sich aufgrund von bleibenden Zweifeln an seinem geltend ge-

machten Alter vorbehalte, eine medizinische Altersabklärung zu veranlas-

sen.  

C.c Der Beschwerdeführer reichte dem SEM während der EB UMA eine 

Fotografie seiner Tazkera und zwei Fotografien, die ihn bei einer Siegereh-

rung in seinem Sportverein in Afghanistan zeigen würden, zu den Akten. 

D-4811/2024 

Seite 3 

D.  

D.a Am 14. Mai 2024 ersuchte das SEM die griechischen Behörden ge-

stützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) und auf das Abkommen zwi-

schen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Helleni-

schen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem 

Aufenthalt (SR 0.142.113.729) um Rückübernahme des Beschwerdefüh-

rers. 

D.b Am 22. Mai 2024 stimmten die griechischen Behörden dem Rücküber-

nahmeersuchen zu und bestätigten, dass der in Griechenland als unbeglei-

teter Minderjähriger registrierte Beschwerdeführer am (…) 2023 als Flücht-

ling anerkannt worden sei und über eine bis am (…) 2026 gültige Aufent-

haltsbewilligung verfüge. 

E.  

Das SEM veranlasste im Anschluss an die EB UMA eine Altersabklärung 

durch das Institut für Rechtsmedizin des (…), welches zum Schluss kam, 

dass sich beim Beschwerdeführer in Zusammenschau aller Untersu-

chungsbefunde ein durchschnittliches Lebensalter von 18 bis 22 Jahren 

und ein Mindestalter von 21.6 Jahren ergebe, weshalb das angegebene 

Geburtsdatum (17 Jahre und […] Monate) nicht zutreffen könne. 

F.  

F.a Anlässlich des persönlichen Gesprächs vom 11. Juni 2024 befragte 

das SEM den Beschwerdeführer – im Beisein seiner Rechtsvertreterin – 

(erneut) zu seinem Aufenthalt in Griechenland und gewährte ihm das recht-

liche Gehör zur voraussichtlichen Wegweisung dorthin sowie zum medizi-

nischen Sachverhalt. 

F.b Der Beschwerdeführer gab im Wesentlichen an, er habe ab November 

oder Dezember 2023 bis zu seiner Ausreise aus Griechenland am 5. April 

2024 in einer durch eine Hilfsorganisation bereitgestellten Zweizimmer-

wohnung in B._______ – zusammen mit drei anderen Personen – ge-

wohnt. Von der Hilfsorganisation habe er auch Geld zum Kauf von Essen 

bekommen, welches allerdings nur für eine Mahlzeit pro Tag gereicht habe; 

einen Teil davon habe er für sein Training ausgegeben. Er hätte nur bis zur 

Volljährigkeit in der Wohnung bleiben können. Bei Erreichen der Volljährig-

keit müsse man sich selbständig um eine Unterkunft kümmern und auch 

D-4811/2024 

Seite 4 

die Geldzahlungen würden eingestellt. Zwei seiner Freunde, die auch in 

einer solchen Unterkunft gelebt hätten, seien nach Erreichen der Volljäh-

rigkeit auf der Strasse gelandet. In Griechenland habe er für zehn Tage 

eine normale staatliche Schule besucht, aber wegen fehlender Sprach-

kenntnisse nichts verstanden. Deswegen sei er auch mehrmals aus der 

Klasse rausgeschmissen worden. Ihm sei kein Griechisch-Sprachkurs an-

geboten worden und er habe auch keine solchen Angebote gesehen, wo-

bei er ohnehin nicht habe dort bleiben wollen. Er habe sich (trotzdem) um 

eine Arbeit bemüht. Aufgrund seiner Minderjährigkeit habe er aber nichts 

erhalten. Sein Ziel sei eigentlich gewesen, eine Ausbildung zu machen 

oder einen Beruf zu erlernen. 

Er wolle nicht nach Griechenland zurück. Er sei dort von der Bevölkerung, 

dem Staat und einer Mafia-Schlepperbande belästigt worden. Viele Flücht-

linge würden ankommen und es gebe immer wieder unbegründete Perso-

nenkontrollen. Trotz Vorhandenseins von Papieren sei er mehrmals von 

der Polizei festgenommen und lange festgehalten worden. Auch die Ar-

beitsumstände seien in Griechenland schwierig. Er habe die professionel-

len Sportaktivitäten nicht weiterführen können. Die Weiterbildung sei auch 

schwierig gewesen und der Zugang zu den Behörden sei sehr mühsam. Er 

habe sich drei Wochen vergeblich darum bemüht, eine Gesundheitsbe-

scheinigung zu erhalten. Auch habe es keinen Zugang zur Gesundheits-

versorgung gegeben.  

Wenn die Schlepper neuen Flüchtlinge gebracht hätten, hätten sie von den 

Anwesenden – auch ihm – Mithilfe verlangt. Wenn man diese Mithilfe ab-

gelehnt habe, sei man geschlagen worden. Habe man zugesagt oder das 

gemacht, was die Schlepper gewollt hätten, habe man Probleme mit den 

Behörden bekommen und man wäre ebenfalls als Schlepper qualifiziert 

worden. Er habe diese Problematik bei der Polizei gemeldet, aber die Po-

lizei habe die Schlepper nicht finden und für ihn nichts machen können. 

Gesundheitlich gehe es ihm gut. Seit er in der Schweiz sei und wieder Sport 

machen könne, seien seine Schlafstörungen und Albträume weniger ge-

worden. Er nehme aber immer noch Schlafmedikamente. Die Angst und 

die Befürchtung, nach Griechenland weggewiesen zu werden, bleibe. Da 

er bald achtzehn Jahre alt werde, werde er in Griechenland auf der Strasse 

stehen, ohne Anschluss. Das bereite ihm sehr viele Sorgen. Er wolle in die 

Schule gehen und auch sein Training fortsetzen. Das habe er in Griechen-

land nicht machen können. Weitergehend wird auf das Protokoll in den Ak-

ten verwiesen. 

D-4811/2024 

Seite 5 

F.c Anlässlich des persönlichen Gesprächs reichte der Beschwerdeführer 

eine Kopie des schweizerischen Aufenthaltstitels eines Freundes zu den 

Akten, zu welchem er transferiert werden wolle. Dieser könne ihm hier be-

hilflich sein und habe ihn bereits in einige Sportclubs gebracht. 

G.  

Mit Schreiben vom 24. Juni 2024 räumte die Vorinstanz dem Beschwerde-

führer das rechtliche Gehör zum Resultat der Altersabklärung ein. Er äus-

serte sich hierzu mit Eingabe vom 2. Juli 2024.  

H.  

Gemäss in den Akten liegenden Dokumenten hatte der Beschwerdeführer 

am 9. Juli 2024 wegen seiner Schlafprobleme sowie wegen Stress, vieler 

Gedanken und Angstzuständen einen Arzttermin. Von Dr. med. C._______ 

wurden eine "Insomnie mit Durchschlafstörungen und Albträumen sehr 

wahrscheinlich im Rahmen einer posttraumatischen Störung", ein Verdacht 

auf Hypercortisolismus sowie – als Nebendiagnose – (…) ([…]) diagnosti-

ziert und mehrere Medikamente (Quetiapin, Redormin und Trittico) ver-

schrieben. 

I.  

Am 15. Juli 2024 mutierte das SEM das Geburtsdatum des Beschwerde-

führers im ZEMIS auf den 1. Januar 2003 und versah es mit einem Bestrei-

tungsvermerk. Dies teilte es der Rechtsvertreterin mit E-Mail vom gleichen 

Tag mit. 

J.  

Ebenfalls am 15. Juli 2024 teilte das SEM den griechischen Behörden – 

unter Zustellung des Altersgutachtens vom 22. Mai 2024 – mit, dass der 

Beschwerdeführer in der Schweiz als volljährige Person betrachtet werde.  

K.  

Mit E-Mail vom 16. Juli 2024 übermittelte Medic-Help der Vorinstanz – auf 

entsprechende E-Mailanfrage hin – das medizinische Verlaufsblatt betref-

fend den Beschwerdeführer, welchem zu entnehmen ist, dass er sich mehr-

mals wegen Schlafproblemen respektive psychischen Beschwerden sowie 

zwei Mal wegen Kopfschmerzen (und [sonstigen] Erkältungssymptomen) 

an Medic-Help gewandt hatte. Ausserdem teilte Medic-Help der Vorinstanz 

mit, dass am 23. Juli 2024 eine Nachkontrolle bei Dr. med. C._______ 

stattfinde. 

D-4811/2024 

Seite 6 

L.  

Mit Eingabe vom 22. Juli 2024 nahm der Beschwerdeführer durch seine 

Rechtsvertreterin zum Entscheidentwurf des SEM Stellung. 

M.  

M.a Mit Verfügung vom 22. Juli 2024 – am darauffolgenden Tag eröffnet – 

trat das SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und ordnete die Weg-

weisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an. Gleichzeitig 

stellte es fest, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS laute 

auf den 1. Januar 2003. 

M.b Die Vorinstanz führte zur Begründung im Wesentlichen an, dass der 

Beschwerdeführer seine angebliche Minderjährigkeit in Anbetracht insbe-

sondere des Resultats der durchgeführten Altersabklärung sowie mangels 

Einreichung rechtsgenüglicher Identitätsdokumente nicht habe glaubhaft 

machen können und sie – entgegen der in der Stellungnahme vom 22. Juli 

2024 vertretenen Ansicht – nicht verpflichtet sei, ein angeblich in Griechen-

land erstelltes Altersgutachten einzufordern. Den Wegweisungsvollzug er-

achtete sie als zulässig, zumutbar und möglich. Dabei wies sie darauf hin, 

dass sich der Beschwerdeführer als Schutzberechtigter auf die Garantien 

der Richtlinie 2011/95/EU des europäischen Parlaments und des Rates 

vom 13. Dezember 2011 (Qualifikationsrichtlinie) – insbesondere auf die 

Regeln betreffend den Zugang zu Beschäftigung (Art. 26), Bildung 

(Art. 27), Sozialhilfeleistungen (Art. 29), Wohnraum (Art. 32) und medizini-

scher Versorgung (Art. 30) – berufen könne. Für die detaillierte Begrün-

dung wird auf die angefochtene Verfügung verwiesen. 

N.  

Am 24. Juli 2024 gingen beim SEM ein Unterstützungsschreiben der (…) 

betreffend den Beschwerdeführer und ein ärztlicher Bericht von Dr. 

med. C._______ zur Nachkontrolle vom 23. Juli 2024 ein. Aus letzterem 

ergibt sich, dass die verordnete Medikation grundsätzlich gut wirke, jedoch 

die Trittico-Dosis erhöht werde. Ausserdem habe der Beschwerdeführer 

neu auftretende Schmerzen im Bereich der Mittellinie unterhalb des Nabels 

bei Anstrengung erwähnt. 

 

 

 

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Seite 7 

O.  

O.a Gegen die vorgenannte Verfügung des SEM erhob der Beschwerde-

führer mit Eingabe vom 30. Juli 2024 – handelnd durch seine Rechtsver-

treterin – Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte da-

bei in materieller Hinsicht, die angefochtene Verfügung sei vollständig auf-

zuheben und das SEM sei anzuweisen, sein Geburtsdatum im ZEMIS auf 

den (…) 2006 abzuändern und seine vorläufige Aufnahme zu verfügen, 

eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das SEM zurückzuwei-

sen, subeventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen und 

diese anzuweisen, die Erstellung eines neuen Altersgutachtens, in wel-

chem die Besonderheiten des Einzelfalls berücksichtigt würden, zu veran-

lassen, subsubeventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, bei den griechi-

schen Behörden eine individuelle Garantieerklärung einzuholen. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses. Weiter sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und 

die Vollzugsbehörden seien im Sinne einer superprovisorischen vorsorgli-

chen Massnahme unverzüglich anzuweisen, von seiner Wegweisung nach 

Griechenland abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über die Er-

teilung der aufschiebenden Wirkung entschieden habe. Sodann sei das 

SEM im Sinne einer superprovisorischen vorsorglichen Massnahme unver-

züglich anzuweisen, sein Geburtsdatum im ZEMIS bis zum rechtskräftigen 

Urteil mit dem (…) 2006 zu erfassen. 

O.b Zur Begründung seiner Beschwerdebegehren weist der Beschwerde-

führer im Zusammenhang mit seiner Minderjährigkeit auf seine Aussagen, 

die schlüssig seien, sowie die eingereichten Beweismittel und (mithin) sei-

ne Registrierung als unbegleiteter Minderjähriger in Griechenland hin. Dem 

vorliegenden Altersgutachten komme sodann – entgegen der vom SEM 

vertretenen Ansicht – nur ein begrenzter Beweiswert zu, zumal darin nicht 

berücksichtigt worden sei, dass er seit seiner Kindheit professionell (…) 

trainiert habe, was einen erheblichen Einfluss auf das körperliche Wachs-

tum haben könne. So ergebe sich aus den der Beschwerde beiliegenden 

Internetquellen, dass entsprechende Belastungen das Wachstum der Kno-

chen stimulieren könnten. Das SEM habe diesbezüglich respektive durch 

die unzureichende Berücksichtigung des in Griechenland registrierten Ge-

burtsdatums und das Versäumnis, die dort durchgeführte Altersabklärung 

anzufordern, den Sachverhalt unvollständig und unrichtig festgestellt sowie 

seine Begründungspflicht verletzt.  

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Seite 8 

Im Falle einer Rückkehr nach Griechenland drohe sodann eine Verletzung 

von Art. 3 EMRK. Dabei sei von gravierender Bedeutung, dass er im (…) 

2024 volljährig werde, womit er keine staatliche Unterstützung mehr erhal-

ten werde. Seine diesbezüglichen Erzählungen würden mit anerkannten 

Berichten über die Situation in Griechenland übereinstimmen. Es sei für ihn 

aufgrund nicht vorhandener Integrationsmassnahmen in Griechenland res-

pektive mangels Sprachkenntnisse als praktisch unmöglich zu erachten, 

(zeitnah) auf dem regulären Arbeitsmarkt ein Einkommen zu generieren. 

Zudem sei davon auszugehen, dass er aufgrund der faktischen Verweige-

rung der Ansprüche gemäss der Qualifikationsrichtlinie ein Leben in Ob-

dachlosigkeit führen müsste, welche er weder durch Eigeninitiative noch 

mit Hilfe von Hilfsorganisationen abwenden könne. Er verfüge sodann über 

keine Sozialversicherungsnummer, weshalb seine Befürchtung, in Grie-

chenland keine angemessene medizinische Versorgung zu erhalten, be-

rechtigt sei. Ferner sei zu berücksichtigen, dass das ihm vor seiner Aus-

reise aus Griechenland zur Verfügung gestellte Haus in einem schlechten 

Zustand gewesen sei, er oftmals keinen Strom gehabt habe und es auch 

erhebliche Mängel in der Ausstattung gegeben habe. Eine Möglichkeit, sich 

darüber zu beschweren oder dagegen Abhilfe zu schaffen, habe es nicht 

gegeben. Schliesslich sei zu beachten, dass er seit Mitte Mai 2024 regel-

mässig bei der (…) trainiere. Im Sportverein in Griechenland sei er nicht 

gut aufgenommen und ausgegrenzt worden. Weitergehend wird auf die 

Ausführungen in der Beschwerde verwiesen. 

P.  

Mit Verfügung vom 9. August 2024 hielt die Instruktionsrichterin fest, der 

Beschwerdeführer dürfe den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz ab-

warten und auf die Anträge auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung und 

unverzügliche Anweisung an die Vollzugsbehörden, von einer Wegweisung 

nach Griechenland abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über die 

Erteilung der aufschiebenden Wirkung entschieden habe, werde nicht ein-

getreten. Das superprovisorische Rechtsbegehren im Zusammenhang mit 

der Datenänderung im ZEMIS wies sie ab. Gleichzeitig hiess sie das Ge-

such um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut und verzich-

tete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Ausserdem lud sie das 

SEM zur Einreichung einer Vernehmlassung ein.  

Q.  

Das SEM nahm mit Vernehmlassung vom 16. August 2024 zu den Be-

schwerdevorbringen Stellung und hielt an seiner bisherigen Einschätzung 

fest.  

D-4811/2024 

Seite 9 

R.  

Mit Eingabe vom 10. September 2024 machte der Beschwerdeführer von 

dem ihm mit Verfügung vom 27. August 2024 eingeräumten Replikrecht 

Gebrauch. Er reichte dabei drei (weitere) Studien, welche den Einfluss 

sportlicher Aktivitäten auf die Knochenentwicklung belegen würden, zu den 

Akten. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

Vorab ist festzuhalten, dass für das mit der Beschwerde gestellte Begehren 

um Anpassung des im ZEMIS vermerkten Geburtsdatums beziehungs-

weise die diesbezüglichen Rückweisungsanträge aus prozessökonomi-

schen Gründen ein separates Verfahren unter der Geschäftsnummer 

D-8249/2024 eröffnet wurde (vgl. Art. 24 Abs. 3 BZP [SR 273] i.V.m. Art. 4 

VwVG). Im vorliegenden Urteil wird somit nur über die den Wegweisungs-

vollzug nach Griechenland betreffenden Rechtsbegehren entschieden. 

2.  

2.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

2.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

2.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

– unter dem bereits in der Instruktionsverfügung vom 9. August 2024 be-

handelten Vorbehalt (vgl. Bst. P. vorstehend) – einzutreten. 

D-4811/2024 

Seite 10 

3.  

Zwar wurde mit der Beschwerde die vollständige Aufhebung der vorin-

stanzlichen Verfügung vom 22. Juli 2024 beantragt. Angesichts der weite-

ren – von der zugewiesenen Rechtsvertretung gestellten – Rechtsbegeh-

ren und der Ausführungen in der Beschwerdeschrift geht das Bundesver-

waltungsgericht aber davon aus, dass sich die Beschwerde nur gegen den 

von der Vorinstanz angeordneten Wegweisungsvollzug und die ZEMIS-

Eintragung richtet. Dies wurde bereits in der Instruktionsverfügung vom 

9. August 2024 festgehalten und ist in der Folge seitens des Beschwerde-

führers unwidersprochen geblieben. Die Ziffern 1 (Nichteintreten auf das 

Asylgesuch) und 2 (Wegweisung) des Dispositivs der Verfügung vom 

22. Juli 2024 sind mithin mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen. 

4.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

5.  

5.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-

cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungs-

weise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie 

nachstehend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

5.2 Dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung ge-

währt wurde (vgl. Bst. P. vorstehend), die Beschwerde also im Beschwer-

dezeitpunkt als nicht aussichtslos zu qualifizieren war, steht einer Behand-

lung der Beschwerde im Verfahren nach Art. 111 Bst. e AsylG in bestimm-

ten Konstellationen nicht entgegen. Dies ist namentlich dann der Fall, wenn 

sich die Beschwerde aufgrund neuer Erkenntnisse oder einer geänderten 

Rechtsauffassung während des Beschwerdeverfahrens als offensichtlich 

unbegründet erweist (vgl. Urteil des BVGer E-171/2018 vom 15. August 

2018 E. 3.2). Zwar decken sich die Begriffe der Aussichtslosigkeit (Art. 65 

Abs. 1 VwVG) und der offensichtlichen Unbegründetheit (Art. 111 Bst. e 

AsylG) materiell weitgehend. Für die Prüfung der offensichtlichen Unbe-

gründetheit (Art. 111 Bst. e AsylG) ist jedoch der Urteilszeitpunkt massge-

bend, während für die Beurteilung der Aussichtslosigkeit der Beschwerde-

begehren (Art. 65 Abs. 1 VwVG) auf den Zeitpunkt der Beschwerdeerhe-

bung abzustellen ist (BGE 133 III 614 E. 5). Insofern ist nicht ausgeschlos-

D-4811/2024 

Seite 11 

sen, dass eine als nicht zum vornherein aussichtslos bezeichnete Be-

schwerde – wie vorliegend aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerde-

führer selbst bei Wahrunterstellung seiner Altersangabe mittlerweile voll-

jährig ist – als offensichtlich unbegründet abgewiesen wird. 

6.  

6.1 Die formellen Rügen (Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und 

der Begründungspflicht) sind vorab zu prüfen, da sie allenfalls geeignet 

sind, eine Kassation der angefochtenen Verfügung zu bewirken. 

6.2 Soweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der geltend ge-

machten (damaligen) Minderjährigkeit eine unvollständige respektive un-

richtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts rügt, ist festzu-

halten, dass er – selbst bei Wahrunterstellung seiner Altersangabe – mitt-

lerweile volljährig ist. Der diesbezügliche Sachverhalt ist mithin im jetzigen 

Zeitpunkt ohne Weiteres als erstellt zu erachten und es besteht kein An-

lass, das angeblich in Griechenland durchgeführte Altersgutachten einzu-

holen oder eine erneute Altersabklärung in der Schweiz – mit dem Hinweis 

auf die behauptete sportliche Tätigkeit des Beschwerdeführers seit seiner 

Kindheit – in Auftrag zu geben. 

6.3 Sodann liegt auch keine Verletzung der Begründungspflicht vor, zumal 

die Vorinstanz die wesentlichen Überlegungen genannt hat, von denen sie 

sich hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt. Dabei ist sie 

insbesondere auch auf die griechischen Dokumente des Beschwerdefüh-

rers eingegangen und hat ihn nach ausführlichen Erwägungen als volljäh-

rig eingestuft, weshalb sie sich – entgegen dem entsprechenden Einwand 

in der Beschwerde – bei der Prüfung des Wegweisungsvollzugs auch nicht 

mit dem Kindeswohl auseinandersetzen musste. 

6.4 Zusammenfassend erweisen sich die formellen Rügen – zumindest im 

heutigen Zeitpunkt – als unbegründet. Die (Sub)eventualanträge auf Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz für weitere Abklärungen und zur Neu-

beurteilung sind abzuweisen.  

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

D-4811/2024 

Seite 12 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK,  

SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) 

einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, 

Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

7.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Referenzurteil E-3427/2021, 

E-3431/2021 vom 28. März 2022 festgehalten, dass der Vollzug der Weg-

weisung nach Griechenland für Personen, die dort einen Schutzstatus er-

halten haben, grundsätzlich zulässig ist (vgl. a.a.O. E. 11.2 und 11.4). Na-

mentlich wurde erwogen, dass nicht von einer Situation auszugehen sei, in 

der jeder Person mit Schutzstatus in Griechenland eine unangemessene 

und erniedrigende Behandlung im Sinne einer Verletzung von Art. 3 EMRK 

drohen würde. Trotz existierender Schwachstellen könne nicht von einem 

dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. Gewisse Angebo-

te, die auch für Schutzberechtigte offen stünden, würden existieren, wenn 

auch die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürften und diese bisher vor 

allem von internationalen Akteuren in Zusammenarbeit mit der lokalen Zi-

vilgesellschaft erbracht und finanziert würden. Trotz dieser schwierigen 

Verhältnisse sei davon auszugehen, dass schutzberechtigte Personen 

grundsätzlich in der Lage seien, ihre existenziellen Bedürfnisse abzude-

cken. Auch sei davon auszugehen, dass Rückkehrenden keine menschen-

unwürdige Behandlung drohe, weshalb für sie kein "real risk" einer völker-

rechtswidrigen Behandlung bestehe.  

7.2.3 Das SEM hat in der angefochtenen Verfügung einlässlich begründet, 

weshalb dem Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers keine völ-

kerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz entgegenstünden, zumal Grie-

chenland, das ihn als Flüchtling anerkannt habe, ihm als sicherer Drittstaat 

Schutz vor Refoulement gebe und auch in Bezug auf Art. 3 EMRK seinen 

Verpflichtungen nachkomme. Darauf kann verwiesen werden. Die Ausfüh-

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Seite 13 

rungen des Beschwerdeführers im Rahmen des vorinstanzlichen Verfah-

rens und auf Beschwerdeebene sowie die von ihm angerufenen Quellen 

vermögen an der – sich auch auf das erwähnte Referenzurteil abstützen-

den – Einschätzung der Vorinstanz nichts zu ändern.  

7.2.4 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach als zulässig zu qualifizie-

ren. 

7.3  

7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie aufgrund von Situationen wie Krieg, 

Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret ge-

fährdet sind. Beim Vollzug von Wegweisungen in Mitgliedstaaten der EU 

besteht eine gesetzliche Vermutung der Zumutbarkeit (Art. 83 Abs. 5 AIG). 

Diese Legalvermutung gilt grundsätzlich auch für vulnerable Personen wie 

beispielsweise Menschen, welche an gesundheitlichen Problemen leiden, 

die nicht als schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind. Hingegen er-

achtet das Gericht den Vollzug der Wegweisung nach Griechenland von 

äusserst vulnerablen schutzberechtigten Personen grundsätzlich als unzu-

mutbar, ausser es bestünden besonders begünstigende Umstände, auf-

grund derer ausnahmsweise von der Zumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs ausgegangen werden kann. Als äusserst vulnerabel gelten Personen, 

welche aufgrund ihrer besonders hohen Verletzlichkeit im Falle einer Rück-

kehr nach Griechenland Gefahr laufen, dauerhaft in eine schwere Notlage 

zu geraten, weil sie nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft die ihnen zu-

stehenden Rechte vor Ort einzufordern. Darunter fallen beispielsweise un-

begleitete Minderjährige oder Personen, deren psychische oder physische 

Gesundheit in besonders schwerwiegender Weise beeinträchtigt ist (vgl. 

zum Ganzen Referenzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 

28. März 2022 E. 11.5.1 und E. 11.5.3). 

Wird im konkreten Einzelfall festgestellt, dass die Legalvermutung der Zu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs besteht, so hat die betroffene Per-

son die Möglichkeit, diese umzustossen. Dazu hat sie jedoch ernsthafte 

Anhaltpunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechenland aufgrund von 

individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art 

in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. Referenzurteil des BVGer 

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.4). 

 

D-4811/2024 

Seite 14 

7.3.2  

7.3.2.1 Wie bereits erwähnt, ist der Beschwerdeführer – selbst bei Wahr-

unterstellung seiner Altersangabe – (mittlerweile) volljährig und gilt mithin 

unter diesem Aspekt nicht (mehr) als äusserst vulnerable Person, bei wel-

cher die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in den sicheren Drittstaat 

Griechenland nur bei Vorliegen besonders begünstigender Umstände be-

jaht werden kann. Eine Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Er-

wägungen zur Unglaubhaftigkeit des von ihm angegebenen Geburtsda-

tums und den diesbezüglichen Entgegnungen auf Beschwerdeebene er-

übrigt sich daher. 

Sodann handelt es sich bei seinen geltend gemachten gesundheitlichen 

Problemen (insb. "Insomnie mit Durchschlafstörungen und Albträumen 

sehr wahrscheinlich im Rahmen einer posttraumatischen Störung", […], 

Schmerzen im Bereich der Mittellinie unterhalb des Nabels und evtl. Hy-

percortisolismus; vgl. Bstn. C.a, F.b, H., K. und N. vorstehend) aufgrund 

der Aktenlage nicht um derart schwerwiegende Probleme im Sinne der 

Rechtsprechung, aufgrund welcher bei ihm von einer äusserst vulnerablen 

Person auszugehen wäre. Demnach gilt in seinem Fall die Legalvermu-

tung, wonach der Wegweisungsvollzug nach Griechenland grundsätzlich 

zumutbar ist. 

7.3.2.2 Der Beschwerdeführer hat weder mit seinen Ausführungen im vor-

instanzlichen Verfahren noch mit seinen Beschwerdevorbringen ernsthafte 

Anhaltspunkte dafür vorgebracht, dass er aufgrund von individuellen Um-

ständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art bei einer Rück-

kehr nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten würde. Auf-

grund seines Schutzstatus hat er grundsätzlich Zugang zu Sozialleistun-

gen, zum griechischen Arbeitsmarkt und zur Gesundheitsversorgung. Er 

kann sich – wie bereits in der angefochtenen Verfügung festgehalten – als 

anerkannter Flüchtling auf die Qualifikationsrichtlinie berufen. Es ist ihm 

zuzumuten, sich an die entsprechenden Stellen zu wenden und im Be-

darfsfall seine Rechte auf dem Rechtsweg durchzusetzen sowie nötigen-

falls die unentgeltliche Hilfe von Nichtregierungsorganisationen zu bean-

spruchen (vgl. etwa Urteil des BVGer D-5740/2024 vom 18. September 

2024 E. 5.3.3). Daran vermögen seine unsubstanziierten Vorbringen zu 

seiner persönlichen Situation sowie seine Vorbringen hinsichtlich der ge-

nerellen Situation in Griechenland nichts zu ändern. Sodann vermag ins-

besondere auch die Anwesenheit eines Freundes in der Schweiz sowie die 

hiesigen sportlichen Aktivitäten des Beschwerdeführers nicht zur Unzumut-

barkeit des Wegweisungsvollzugs nach Griechenland zu führen. Sollte der 

D-4811/2024 

Seite 15 

Beschwerdeführer in Griechenland schliesslich Angriffe von Drittpersonen 

befürchten, kann er sich an die zuständigen staatlichen Stellen wenden; 

diese sind ohne Weiteres als schutzfähig und -willig zu erachten (vgl. etwa 

Urteil des BVGer D-3846/2024 vom 26. Juni 2024 E. 8.4 m.w.H.). 

7.3.3 Der Beschwerdeführer vermag nach dem Gesagten die Vermutung, 

der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland sei auch in seinem Fall 

zumutbar, nicht umzustossen. 

7.4 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich nach Art. 83 Abs. 2 AIG 

möglich, da die griechischen Behörden einer Rückübernahme des Be-

schwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben und er in Griechenland 

über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt. 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

Die sonstigen Beschwerdevorbringen vermögen an dieser Einschätzung 

nichts zu ändern, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist.  

7.6 Nach dem Gesagten erweist sich der subsubeventualiter gestellte An-

trag, das SEM sei anzuweisen, eine individuelle Garantieerklärung bei den 

griechischen Behörden einzuholen, um eine nahtlose Rückübernahme, 

eine adäquate Unterkunft, Verpflegung und Zugang zur medizinischen Ver-

sorgung sicherzustellen, als unbegründet und ist entsprechend abzuwei-

sen.  

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist. Die 

Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten an sich dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihm jedoch mit 

Verfügung vom 9. August 2024 die unentgeltliche Prozessführung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde und weiterhin von der prozessua-

len Bedürftigkeit auszugehen ist, ist von der Kostenerhebung abzusehen. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Sandra Bisig 

 

 

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