# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2811336-aedf-548a-9d0c-06b859c7a226
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.06.2020 720 19 227/135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-227-135_2020-06-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Juni 2020 (720 19 227 / 135) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts; es ist nicht zu beanstanden, dass die IV-

Stelle bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf den RAD abgestellt hat 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Ana Dettwiler, Advoka-
tin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A.1 Die 1971 geborene A.____ war zuletzt vom 14. April 2014 bis 31. Dezember 2016 im 
Rahmen eines Arbeitsverhältnisses mit der im Personalverleih tätigen Firma B.___AG bei der 
C.____AG in X.____ als Betriebsmitarbeiterin eingesetzt. Am 2. Dezember 2014, 16. Januar 
2017 und 20. August 2017 verunfallte sie, wobei sie sich zunächst das rechte Knie, hernach 
das linke Handgelenk und schliesslich das rechte obere Sprunggelenk (OSG) verletzte. Die 
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Tag-

 

 
 
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geld/Heilbehandlung). Gestützt auf eine kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. D.____, Fach-
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 30. Januar 
2018 ging sie davon aus, dass der Versicherten angepasste Verweistätigkeiten zumutbar seien, 
worauf sie die Taggeldleistungen per 1. Mai 2018 einstellte (Mitteilung vom 6. April 2018). 
 
A.2 Am 29. Januar 2018 meldete sich A.____ bei der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die er-
werblichen und die gesundheitlichen Verhältnisse abgeklärt hatte, ermittelte sie bei der Versi-
cherten einen Invaliditätsgrad von 0 %. Gestützt auf dieses Ergebnis verneinte sie nach Durch-
führung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 25. Mai 2019 einen Anspruch von 
A.____ auf eine Rente. 
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 24. Juni 2019 Einwand (recte: Beschwerde) bei der IV-
Stelle, wobei sie sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 29. Mai 2019 sowie die Zu-
sprache einer Rente beantragte. Am 27. Juni 2019 überwies die IV-Stelle die Beschwerde zu-
ständigkeitshalber an das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
 
C. Am 5. August 2019 bewilligte das Kantonsgericht der Beschwerdeführerin für das vorlie-
gende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung. 
 
D. Mit Verfügung vom 13. August 2019 wies die instruierende Präsidentin des Kantonsge-
richts den Antrag von A.____, nunmehr vertreten durch Advokatin Ana Dettwiler, vom 8. August 
2019 auf Fristerstreckung zur Einrichtung einer ergänzenden Beschwerdebegründung ab. 
Gleichzeitig bewilligte sie ihr für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Verbeiständung 
mit Advokatin Dettwiler als Rechtsvertreterin. 
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 28. August 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
F. In ihrer Replik vom 13. November 2019 beantragte die Beschwerdeführerin, es sei die 
Verfügung vom 29. Mai 2019 aufzuheben und ihr mit Wirkung ab 1. Juli 2018 eine ganze Rente 
zuzusprechen. Eventualiter sei eine polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen und hernach 
über ihren Rentenanspruch zu entscheiden; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte sie 
im Wesentlichen aus, dass der angefochtene Entscheid auf unzureichenden medizinischen Un-
terlagen beruhe. 
 
G. Mit Duplik vom 13. Januar 2020 hielt die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf eine 
Stellungnahme von Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 25. November 2019 an ihrer 
Auffassung fest. 
 
 
  

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Laienbeschwerde der Versicherten vom 24. Juni 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 29. Mai 2019 entwickelt hat. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). Spätere Arztberichte (und andere ein-
schlägige Dokumente) sind allerdings in die Beurteilung mit einzubeziehen, soweit sie Rück-
schlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation 
erlauben (Urteil des Bundesgerichts vom 10. August 2009, 9C_136/2009, E. 2.5; 
BGE 131 V 242 E. 2.1). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 

 

 
 
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3.3 Gemäss Art. 28 Abs.  2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall 
das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 

 

 
 
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4.4 Ständiger und damit wichtigster medizinischer Ansprechpartner in der täglichen Arbeit ist 
für die IV-Stelle der RAD, welcher ihr nach Art. 59 Abs. 2bis IVG zur Beurteilung der medizini-
schen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung steht (Satz 1). Der RAD setzt 
die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähig-
keit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich 
auszuüben (Satz 2). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ist mit jenem von externen medizini-
schen Sachverständigengutachten (BGE 125 V 351 E. 3b/bb) vergleichbar, sofern sie den von 
der Rechtsprechung umschriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 14. Juli 2009, 9C_323/2009, E. 4.3.2). Die IV-Stellen werden aber 
stets externe (meist polydisziplinäre) Gutachten einholen, wenn der ausgeprägt interdisziplinäre 
Charakter einer medizinischen Problemlage dies gebietet, wenn der RAD nicht über die fachli-
chen Ressourcen verfügt, um eine sich stellende Frage beantworten zu können, sowie wenn 
zwischen RAD-Bericht und allgemeinem Tenor im medizinischen Dossier eine Differenz be-
steht, welche nicht offensichtlich auf unterschiedlichen versicherungsmedizinischen Prämissen 
(vgl. SVR 2007 IV Nr. 33 S. 117, I 738/05 E. 5.2) beruht. 
 
5. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den Entscheid als zentral 
erweisen. 
 
6.2 Am 25. Januar 2018 diagnostizierte Dr. med. F.____, Facharzt für Chirurgie und Hand-
chirurgie, einen Status nach Nachresektion PIN am 15. August 2017 sowie Tenolyse EPL links 
bei Verdacht auf Nerven-Entrapment/Neurom des Nervus interosseus posterior am linken 
Handgelenk, nach Osteosynthesematerial-Entfernung am 6. Juni 2017 und nach distaler, intra-
artikulärer, nach dorsal abgekippter Radiusfraktur (AO 23-C3) links am 16. Januar 2017 mit 
offener Reposition und dorsaler Plattenosteosynthese. Klinisch würden nach wie vor nicht klar 
fassbare Beschwerden bestehen. Ein Nervenproblem sei eher auszuschliessen. Die Klopfdo-
lenz bestünde ubiquitär und sei nicht auf einen kutanen Nervenast beschränkt. Bei unauffälliger 
Trophik der Haut sowie fehlenden radiologischen Veränderungen sei auch ein postentzündli-
cher Zustand im Sinne eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) unwahrschein-
lich. Zur weiteren Diagnostik werde ein SPECT-CT des linken Handgelenks veranlasst. Es be-
stünde weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 
 

 

 
 
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6.3 Im SPECT-CT des linken Handgelenks vom 30. Januar 2018 wurde eine erhöhte Tracer 
Uptake im ehemaligen Frakturbereich festgestellt. Möglicherweise bestünde eine beginnende 
posttraumatische Arthrose radiocarpal. Hinweise für eine ulnolunäre Impaktion seien nicht er-
sichtlich. 
 
6.4 Die Suva liess die Versicherte am 29. Januar 2018 kreisärztlich untersuchen. Im Bericht 
vom 30. Januar 2018 führte Dr. D.____ aus, dass die Versicherte bezüglich des linken Handge-
lenks persistierende Schmerzzustände zeige. Es bestünden eine Bewegungseinschränkung 
und eine Druckschmerzhaftigkeit ulnar- und dorsalseitig. Der Endzustand sei noch nicht er-
reicht. Hinsichtlich des rechten Kniegelenks zeige sich eine gut konsolidierte Situation und der 
medizinische Endzustand sei erreicht. Die Beweglichkeit sei unauffällig. Dasselbe gelte für das 
OSG. Leichte bis mittelschwere, wechselbelastende sowie feinmotorische Tätigkeiten seien der 
Versicherten ganztags zumutbar, wobei repetitive Tätigkeiten mit dem linken Handgelenk, das 
Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie kniende und kauernde Arbeiten zu vermeiden seien. 
 
6.5 Am 15. Februar 2018 stellte Dr. F.____ eine mögliche beginnende posttraumatische 
Arthrose fest. Er verwies auf die von Dr. D.____ attestierte Arbeitsfähigkeit und auf den bei der 
IV-Stelle vorgesehenen Termin zur Besprechung der Arbeitsaufnahme für eine leichte Tätigkeit. 
Eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigte er nicht mehr. 
 
6.6 Am 15. November 2018 bestätigte Dr. med. G.____, Facharzt für Neurologie, dass die 
Versicherte wegen eines Verdachts auf neuropathische Schmerzen im Bereich des linken Un-
terarms einmalig mit dem Präparat Qutenza behandelt worden sei. Eine Besserung der Be-
schwerden sei nicht erreicht worden. Aus neurologischer Sicht seien keine weiteren therapeuti-
schen Massnahmen geplant. 
 
6.7 Am 10. Dezember 2018 diagnostizierte Dr. med. H.____, FMH Anästhesiologie, ein 
chronisches posttraumatisches Schmerzsyndrom. Die bisherigen Behandlungen hätten keine 
nachhaltige Schmerzreduktion gebracht. Anlässlich der Untersuchung am 11. Oktober 2018 
habe sich weiterhin eine deutlich gesteigerte Schmerzempfindlichkeit im Bereich der Narben 
und des linken Unterarms gezeigt, begleitet von myofaszialen Triggerpunkten am linken Unter- 
und Oberarm und im Schulterbereich. Es handle sich um eine Schmerzausweitung, vermutlich 
ausgehend von der ursprünglichen, osteosynthetisch-versorgten Radiusfraktur links. Bei zu-
nehmenden Schulter-Nackenschmerzen in den letzten Monaten sei am 4. Mai 2018 ein MRT 
der Halswirbelsäule (HWS) veranlasst worden. Dieses zeige keine Neurokompressionen der 
zervikalen Nervenwurzeln. Eine Pathologie der HWS sei daher als Ursache für die Arm- und 
Schulterschmerzen ausgeschlossen. 
 
6.8 Am 11. Januar 2019 hielt der RAD-Arzt Dr. E.____ fest, aus invalidenversicherungs-
rechtlicher Sicht könne auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. D.____ vom 30. Januar 2018 
abgestellt werden. Unfallfallfremde Einschränkungen bestünden nicht. Die Versicherte sei seit 
dem Unfall vom 16. Januar 2017 in der bisherigen Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig. Eine an-
gepasste Verweistätigkeit sei ihr aber seit der Kreisarztuntersuchung am 29. Januar 2018 zu 
100 % zumutbar.  

 

 
 
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6.9 Am 3. Oktober 2019 diagnostizierte Prof. Dr. med. I.____, FMH Neurologie, einen hohen 
Verdacht auf ein CRPS Typ I ohne Nervenverletzung. Inspektorisch bestünden keine sicheren 
Muskelartropien der oberen Extremitäten. Die Operationsnarbe sei gut verheilt. Am linken 
Handrücken sei eine leichte subkutane Schwellung festzustellen. Bei geringsten Berührungen 
an der gesamten linken oberen Extremität sowie am rechten Thorax, Rücken und Hals komme 
es zu heftigen Schmerzäusserungen der Versicherten, weshalb sie kaum habe untersucht wer-
den können. Es liessen sich aber keine objektivierbaren neurologischen Ausfälle finden. Der 
Reflexstatus sei symmetrisch, die Sensibilität an der linken oberen Extremität sei erhalten und 
es bestünden mit hoher Wahrscheinlichkeit keine signifikanten Paresen. Hinweise auf eine neu-
rogene Verursachung des massiven Schmerzsyndroms seien nicht ersichtlich. Die Versicherte 
erfülle aber die Budapest-Kriterien für ein CRPS Typ I. 
 
6.10 Am 8. Oktober 2019 diagnostizierte Dr. H.____ ein chronisches posttraumatisches 
Schmerzsyndrom an Arm und Schulter links bei Status nach Radiusfraktur links mit osteosyn-
thetischer Versorgung, Osteosynthesematerial-Entfernung und Revisionsoperation sowie eine 
muskuläre Dysbalance an Schultergürtel und Rumpf mit Myogelosen und Triggerpunkten. Die 
bisher durchgeführten Behandlungen hätten keine Besserung gebracht. Die Versicherte leide 
weiterhin unter deutlichen Schmerzen und einer Bewegungseinschränkung im Bereich des lin-
ken Handgelenks sowie der gesamten linken oberen Extremität. Diagnostisch könne keine Er-
klärung für die persistierenden Schmerzen gefunden werden. Auch aus handchirurgischer Sicht 
könne das chronische Schmerzsyndrom des linken Arms nicht erklärt werden. Eine psychiatri-
sche Diagnose könne nicht erhoben werden. Die Versicherte sei in ihrer angestammten Tätig-
keit weiterhin arbeitsunfähig. Empfohlen werde eine körperlich nicht belastende, aber abwechs-
lungsreiche berufliche Tätigkeit z.B. im sozialen Berufsumfeld. 
 
6.11 Am 25. November 2019 hielt der RAD-Arzt Dr. E.____ fest, dass diagnostisch keine Er-
klärung für die persistierenden Schmerzen hätte gefunden werden können. Der von 
Prof. Dr. I.____ im Bericht vom 3. Oktober 2019 erhobene Verdacht auf eine CRPS sei nicht 
gesichert. Aufgrund der objektiven Befunde könnten die Beschwerden weder einem plausiblen 
organischen Korrelat noch einer psychischen Pathologie zugeordnet werden. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 29. Mai 2019 bei der 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf die Einschätzung ihres 
RAD-Arztes Dr. E.____ vom 11. Januar 2019. Sie ging demgemäss davon aus, dass die Versi-
cherte ab dem Datum der kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Januar 2018 in einer ange-
passten Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Diese vorinstanzliche Würdigung des medi-
zinischen Sachverhalts ist nicht zu beanstanden. Zwar kommt, wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4 
hiervor), den Berichten beratender Ärzte der Versicherungsträger – und um einen solchen han-
delt es sich beim RAD-Arzt Dr. E.____ – rechtsprechungsgemäss nicht derselbe Beweiswert 
zu, wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen. 
Ein solcher Bericht ist aber soweit zu berücksichtigen, als keine – auch nur geringe – Zweifel an 
der Richtigkeit seiner Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Vorliegend 
besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. E.____ zu zwei-

 

 
 
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feln. Dessen Einschätzung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. 
der Beurteilung der medizinischen Situation ein und sie ist in den Schlussfolgerungen nachvoll-
ziehbar und schlüssig. 
 
7.2 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, verfängt nicht. Wenn sie rügt, eine 
nachvollziehbare und schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der divergieren-
den Diagnosen der behandelnden Ärzte nicht möglich, weshalb sich eine Aktenbeurteilung 
durch den RAD verbiete, kann ihr nicht gefolgt werden. Zunächst ist in Erinnerung zu rufen, 
dass für die Belange der Invalidenversicherung nicht die Diagnosen und deren Anzahl, sondern 
die Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit entschei-
dend sind (Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2019, 9C_184/2019, E. 2). Auch wenn die 
Beschwerden der Versicherten diagnostisch nicht eindeutig zuordenbar resp. die Ursachen 
nicht abschliessend geklärt werden konnten, wird aufgrund der vorliegenden medizinischen 
Unterlagen dennoch deutlich, dass die erhobenen Befunde keine massgebliche Einschränkung 
der Leistungsfähigkeit in einer körperlich angepassten Tätigkeit bewirken. Eine vom Kreisarzt 
Dr. D.____ vom 30. Januar 2018 abweichende Zumutbarkeitsbeurteilung oder gesicherte Hin-
weise für eine zwischenzeitlich massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands bzw. 
der Arbeitsfähigkeit liegen jedenfalls nicht vor. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, 
der RAD-Arzt Dr. E.____ habe bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 11. Januar 2019 die 
Rücken- und Kniebeschwerden und zudem die nach der kreisärztlichen Untersuchung aufgetre-
tene Schmerzausweitung nicht berücksichtigt, mag dies zwar insofern zutreffen, als er hierzu 
nicht explizit Stellung nahm. Dies ändert indes nichts an der Tatsache, dass fachärztlich keine 
Erklärung für die persistierenden Schmerzen gefunden werden konnte. Dazu kommt, dass 
Dr. F.____ im Bericht vom 15. Februar 2018 keine Arbeitsunfähigkeit mehr bescheinigte und 
Dr. H.____ am 8. Oktober 2019 eine körperlich nicht belastende abwechslungsreiche berufliche 
Tätigkeit empfahl, was mit der Zumutbarkeitsbeurteilung des RAD-Arztes Dr. E.____ im Ein-
klang steht. Auch wenn es für die Versicherte – wie sie geltend macht – schwer vorstellbar ist, 
unter den gegebenen Umständen und Einschränkungen einer Verweistätigkeit nachzugehen, ist 
sie aus ärztlicher Sicht offenbar in der Lage, trotz ihrer subjektiv erlebten Schmerzen eine an-
gepasste Arbeit zu 100 % auszuüben. Die Tatsache, dass die Suva der Versicherten aufgrund 
einer unfallbedingten Handgelenksarthrose mit Verfügung vom 19. September 2019 eine Integ-
ritätsentschädigung von 10 % zusprach, vermag daran nichts zu ändern, da eine Integritätsein-
busse nicht zwingend eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bewirkt. Jedenfalls hat die Be-
schwerdeführerin auch in diesem Verfahren keine medizinischen Berichte beigebracht, die 
Zweifel an der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. E.____ begründen könnten. Soweit sie weiter 
geltend macht, aufgrund der nicht lokalisierbaren und therapieresistenten Schmerzsymptomatik 
liege eine abklärungsbedürftige psychische Überlagerung vor, ist ihr entgegenzuhalten, dass 
sich aus den vorliegenden medizinischen Akten keine Anzeichen für eine invalidenversiche-
rungsrechtlich relevante psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin ergeben. Im Gegenteil 
hielt Dr. H.____ am 8. Oktober 2019 fest, dass keine psychiatrische Diagnose erhoben werden 
könne. Hinzu kommt, dass die Versicherte nie in psychiatrischer Behandlung stand. Nachdem 
das Erfordernis einer neurologischen oder psychiatrischen Abklärung weder ersichtlich noch 
seitens der Beschwerdeführerin substantiiert dargetan ist, ist schliesslich nicht ersichtlich, wes-
halb Dr. E.____ als Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-

 

 
 
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apparates nicht in der Lage gewesen sein soll, die funktionellen Beeinträchtigungen des Bewe-
gungsapparats und die damit einhergehende Arbeitsfähigkeit der Versicherten kompetent zu 
beurteilen. Insgesamt liegt nichts vor, was Zweifel an dessen Beurteilung erwecken könnte. Bei 
dieser Sachlage durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 137 V 64 E. 5.2; 
136 I 229 E. 5.3) – ohne gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu verstos-
sen – auf die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. E.____ abstellen und auf weitere medizinische 
Abklärungen verzichten. 
 
8. Nach dem Gesagten ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin gestützt 
auf die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. E.____ vom 11. Januar 2019 davon ausgegangen ist, 
dass dieser angepasste Tätigkeiten zu 100 % zumutbar sind. Nachdem sich aus den Akten kei-
ne Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das 
Gericht eine andere Einschätzung der Vergleichseinkommen vorzunehmen wäre und die Be-
rechnung auch von Versicherten nicht beanstandet wurde, erübrigt sich eine detaillierte Ausei-
nandersetzung mit dem durch die IV-Stelle angestellten Einkommensvergleich. Es ist mit der 
IV-Stelle davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ein rentenausschliessendes Er-
werbseinkommen erzielen könnte. Die angefochtene Verfügung vom 29. Mai 2019, mit welcher 
ein Rentenanspruch der Beschwerdeführerin abgewiesen wurde, ist im Ergebnis nicht zu bean-
standen. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende 
Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Der Beschwerdeführerin ist nun 
allerdings mit Verfügung vom 5. August 2019 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wor-
den, weshalb die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen werden.  
 
9.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. Da der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 13. August 2019 die unentgeltliche Verbei-
ständung mit ihrer Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen aus der 
Gerichtskasse zu entschädigen. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat in ihrer Ho-
norarnote vom 27. Januar 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 10 Stun-
den und 35 Minuten à Fr. 200.-- (vgl. § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und An-
wälte vom 17. November 2003) für ihre eigenen anwaltlichen Bemühungen sowie 6 Stunden 
und 32 Minuten für die Bemühungen ihres Volontärs geltend gemacht, was sich umfangmässig 
in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen gerade noch als angemessen 
erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die geltend gemachten Auslagen von Fr. 175.40. 
Der Rechtsvertreterin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘101.80 (10,58 Stunden à 

 

 
 
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Fr. 200.--, 6,53 Stunden à Fr. 90.--, Auslagen von Fr. 175.40, zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) 
aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
9.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 3‘101.80 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskas-
se ausgerichtet. 

 

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