# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5070563-4e32-5ec0-ace9-e2a5397615e6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 25.07.2014 UE140075
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE140075_2014-07-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: UE140075-O/U/PFE 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, und lic. iur. W. Meyer, 

der Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie der Gerichtsschreiber 

Dr. iur. S. Christen 

 

Beschluss vom 25. Juli 2014 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
Beschwerdegegnerinnen 

 

betreffend Nichtanhandnahme 
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft Winterthur / Unterland vom 7. März 2014, B-3/2013/7874 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. A._____ erstattete am 1. Oktober 2013 Strafanzeige gegen B._____ bei der 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wegen Urkundenfälschung, Betrugs, Nö-

tigung, Erpressung, Entziehens von Unmündigen (heute Minderjährigen) und 

Drohung (Urk. 13/1). A._____ und B._____ waren vom tt. August 1998 bis zum 

tt. September 2007 verheiratet. Am 24. September 1999 habe B._____ ein For-

mular in ihrem und im Namen von A._____ unterzeichnet. Dabei sei es um die 

Einwilligung einer artifiziellen Insemination mit Spendersamen gegangen. 

A._____ habe den Kinderwunsch von B._____ nicht mitgetragen. Am 12. Dezem-

ber 1999 hätten sie deshalb eine Vereinbarung über Unterhalts- und Vorsorgeleis-

tungen getroffen. Aufgrund einer artifiziellen Fremdbefruchtung kam am 

tt.mm.2000 C._____ zur Welt. B._____ habe die Anfechtung des Kindesverhält-

nisses verhindert und einen Verzicht auf finanzielle Ansprüche vorgetäuscht. Sie 

habe A._____ mit der Beendigung der Ehe gedroht, wenn er sich dagegen zur 

Wehr setze. Bei der Trennung habe sie durch falsche Angaben bei der Gemeinde 

bewirkt, dass die Eheleute im Jahr 2006 gemeinsam besteuert worden seien. Sie 

habe A._____ genötigt, die gemeinsame Besteuerung zu akzeptieren und die 

Steuern zu bezahlen. Durch Androhung der Verweigerung des Besuchsrechts 

habe sie A._____ von der Anfechtung des Kindesverhältnisses abgehalten und 

ihn zur Einwilligung in die Scheidungskonvention mit hohen Zahlungsverpflichtun-

gen genötigt. Zudem habe sie ihm den Kontakt zum Kind während drei Monaten 

verweigert. 

Die Staatsanwaltschaft erliess am 7. März 2014 eine Nichtanhandnahmeverfü-

gung (Urk. 5). 

2. A._____ erhebt Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich (Urk. 2). 

Er beantragt die Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfügung. Die Staatsanwalt-

schaft habe die Strafanzeige erneut zu beurteilen und eine Strafuntersuchung 

durchzuführen. 

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B._____ hat keine Stellung genommen (vgl. Urk. 8). Die Staatsanwaltschaft hat 

sich vernehmen lassen (Urk. 12). Sie beantragt die Abweisung der Beschwerde. 

In der Replik hält A._____ an seinen Anträgen fest (Urk. 16). Die Staatsanwalt-

schaft hat auf eine Duplik verzichtet und auf ihre bisherigen Ausführungen ver-

wiesen (Urk. 20). B._____ hat nicht dupliziert (vgl. Urk. 19). 

II. 

1. Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. 

Dagegen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. 

Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG/ZH). Ob der Be-

schwerdeführer zur Erhebung der Beschwerde bezüglich der beanzeigten Urkun-

denfälschung befugt ist, kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen offen 

bleiben (vgl. dazu Urteile 6B_982/2013 vom 6. Februar 2014 E. 1.1.1; 

6B_549/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2.2.2; 6B_1207/2013 vom 14. Mai 2014 

E. 3.2.2; je mit Hinweisen). Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu 

keinen Bemerkungen Anlass. 

2. Nach Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO eröffnet die Staatsanwaltschaft eine Strafun-

tersuchung, wenn ein hinreichender Tatverdacht besteht. Gemäss Art. 310 Abs. 1 

StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der 

Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass: a) die fraglichen Straftatbe-

stände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind; b) Verfah-

renshindernisse bestehen; c) aus den in Art. 8 StPO genannten Gründen auf eine 

Strafverfolgung zu verzichten ist. 

Ob ein Strafverfahren durch Nichtanhandnahme erledigt werden kann, ist - gleich 

wie bei der Verfahrenseinstellung - nach dem Grundsatz "in dubio pro duriore" zu 

entscheiden. Er bedeutet, dass eine Nichtanhandnahme durch die Staatsanwalt-

schaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden Pro-

zessvoraussetzungen angeordnet werden darf. Klare Straflosigkeit liegt vor, wenn 

sicher ist, dass der Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt. Bei der Beurtei-

lung dieser Frage verfügen die zuständigen Behörden über einen gewissen Spiel-

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raum (Urteil 6B_962/2013 vom 1. Mai 2014 E. 3.2 mit Hinweisen). Die fraglichen 

Tatbestände können als eindeutig nicht erfüllt erachtet werden, wenn gar nie ein 

Verdacht hätte geschöpft werden dürfen oder der zu Beginn der Strafverfolgung 

vorhandene Anfangsverdacht sich vollständig entkräftet hat. Dies ist beispielswei-

se der Fall bei einer unglaubhaften Strafanzeige, wenn sich keine deliktsrelevan-

ten Anhaltspunkte feststellen liessen. Die zur Eröffnung einer Strafuntersuchung 

erforderlichen tatsächlichen Hinweise auf eine strafbare Handlung müssen erheb-

lich und konkreter Natur sein. Blosse Gerüchte oder Vermutungen genügen nicht. 

Der Anfangsverdacht soll eine plausible Tatsachengrundlage haben, aus der sich 

die konkrete Möglichkeit der Begehung einer Straftat ergibt (Urteil 6B_830/2013 

vom 10. Dezember 2013 E. 1.4 mit Hinweisen). 

3. 

3.1 Der Beschwerdeführer wirft der Beschwerdegegnerin 1 Urkundenfälschung 

(Art. 251 StGB) vor. Sie habe am 24. September 1999 seine Unterschrift auf ei-

nem Dokument angebracht. Dabei sei es um die Einwilligung zu einer artifiziellen 

Insemination mit Spendersamen gegangen (Urk. 13/1 S. 5 f., Urk. 2 S. 1 f. und 

Urk. 16). 

3.2 Die Verjährungsregeln haben seit der angeblichen Tathandlung im Jahr 

1999 mehrfach (per 1. Oktober 2002 und 1. Januar 2007) geändert. Anwendbar 

sind jene Bestimmungen, welche milder sind (Art. 2 Abs. 2 StGB; Art. 389 Abs. 1 

StGB; vgl. dazu Urteil 6B_595/2011 vom 16. März 2012 E. 2.2 ff.). 

3.3 Nach der bis 2002 massgebenden Fassung des Strafgesetzbuchs betrug die 

relative Verjährungsfrist (Verfolgungsverjährung) für den Tatbestand der Urkun-

denfälschung zehn Jahre ab Tatbegehung (vgl. aArt. 70 Abs. 2 und Art. 251 Ziff. 1 

StGB). Diese Verjährungsfrist ist milder als die in der derzeit gültigen Fassung 

des Strafgesetzbuches (Art. 97 Abs. 1 lit. b StGB) vorgesehene Frist von 15 Jah-

ren. 

Die Verjährung wurde nicht unterbrochen. Die angebliche Urkundenfälschung ist 

im Jahr 2009 verjährt. Dass der Erfolg der Urkundenfälschung allenfalls später 

eingetreten sein oder bis heute andauern soll, ist nicht massgebend (vgl. BGE 

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134 IV 297). Ist die Verjährung eingetreten, fehlt eine Prozessvoraussetzung zur 

Durchführung eines Strafverfahrens. Die Nichtanhandnahmeverfügung ist bezüg-

lich des Vorwurfs der Urkundenfälschung nicht zu beanstanden (Art. 310 Abs. 1 

lit. a StPO). Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers und der Staatsanwalt-

schaft zur Urkundenfälschung ist nicht weiter einzugehen. 

4. 

4.1 Der Beschwerdeführer wirft der Beschwerdegegnerin 1 Betrug vor. Sie habe 

das Dokument mit der gefälschten Unterschrift zur Vortäuschung eines gemein-

samen Kinderwunsches gegenüber der Klinik verwendet. Dadurch habe sie die 

Kindeszeugung sowie finanzielle Ansprüche gegen den Beschwerdeführer er-

langt. Sie habe verhindert, dass er gegen die von ihm nicht gewollten Folgen 

rechtliche Schritte unternehmen könne. Sie habe ihm mit der Beendigung der 

Partnerschaft gedroht und den Verzicht auf finanzielle Ansprüche im Falle einer 

Scheidung vorgetäuscht. Die Beschwerdegegnerin 1 sei aber tatsächlich nie be-

reit gewesen, auf finanzielle Ansprüche zu verzichten. Sie habe ihm dies aber mit 

der Vereinbarung vom 12. Dezember 1999 glaubhaft gemacht. Die rechtliche Un-

gültigkeit dieser Vereinbarung sei dem Beschwerdeführer nicht bekannt gewesen. 

Bei der Scheidung habe die Beschwerdegegnerin 1 den Verzicht zurückgewiesen 

und Zahlungen vom Beschwerdeführer verlangt. 

4.2 Des Betrugs nach Art. 146 StGB macht sich strafbar, wer in der Absicht, sich 

oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung 

oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arg-

listig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser 

sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt (Abs. 1). Der Betrug zum 

Nachteil eines Angehörigen oder Familiengenossen wird nur auf Antrag verfolgt 

(Abs. 3). 

Die Verfolgung des Betrugs auf Antrag ist eine Privilegierung, welche Angehöri-

gen und Familiengenossen zukommt. Der Beschwerdeführer war vom tt. August 

1998 bis am tt. September 2007 mit der Beschwerdegegnerin 1 verheiratet. Im 

Zeitpunkt der Strafanzeige (Oktober 2013) war der Beschwerdeführer nicht mehr 

mit der Beschwerdegegnerin 1 verheiratet. Massgebend für Privilegierung im Sin-

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ne von Art. 146 Abs. 3 StGB ist der Zeitpunkt der Tat (Niggli/Riedo, in: Nig-

gli/Wiprächtiger (Hrsg.), Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Auflage, Basel 2013, 

N. 220 zu Art. 139 StGB; Trechsel/Crameri, in: Trechsel/Pieth 

(Hrsg.),Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Auflage, Zü-

rich/St. Gallen 2013, N. 25 zu Art. 139 StGB). Zu prüfen ist, wann der angebliche 

Betrug begangen worden sein soll. 

4.3 Der Beschwerdeführer behauptet, der Betrug habe seinen Ursprung im Jah-

re 1999, als die Beschwerdegegnerin 1 das Dokument für die künstliche Befruch-

tung unterzeichnet und mit ihm eine Vereinbarung über Unterhalts- und Vorsorge-

leistungen abgeschlossen habe. Zu jenem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer 

mit der Beschwerdegegnerin 1 verheiratet. 

Nach der Schilderung des Beschwerdeführers soll sich der Betrug auf Unterhalts-

zahlungen zugunsten der Beschwerdegegnerin 1 und des Kindes ausgewirkt ha-

ben, welche er gemäss Scheidungskonvention zu tragen habe. Gemäss dem 

Scheidungsurteil vom tt. September 2007 des Bezirksgerichts Bülach hat er für 

das Kind monatliche Unterhaltszahlungen zu leisten. Als nachehelicher Unterhalt 

für die Beschwerdegegnerin 1 wurde eine Kapitalabfindung vereinbart (vgl. 

Urk. 13/5/2). 

Betrug ist bereits vor Eintritt der Bereicherung mit dem Eintritt des Vermögens-

schadens vollendet (vgl. Urteil 6S.47/2003 vom E. 2.3.1; 6B_236/2009 vom 18. 

Januar 2010 E. 2.4; A. Donatsch, Strafrecht III, 10. Auflage, Zürich/Basel/Genf 

2013, S. 222). Der Vermögensschaden trat spätestens am tt. September 2007 

(Scheidungsurteil) ein. Zu jenem Zeitpunkt war der angebliche Betrug vollendet. 

Er wurde demnach zu einer Zeit begangen, in welcher der Beschwerdeführer und 

die Beschwerdegegnerin 1 verheiratet waren. Der angebliche Betrug ist nur auf 

Antrag strafbar. Davon geht auch der Beschwerdeführer aus (vgl. Urk. 13/1 

S. 12). 

4.4 Fristauslösend für die Antragsfrist ist der Zeitpunkt der Vollendung des Be-

trugs (Trechsel/Crameri, a.a.O., N. 39 zu Art. 146 StGB). Das Antragsrecht er-

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lischt nach Ablauf von drei Monaten. Die Frist beginnt mit dem Tag, an welchem 

der antragsberechtigten Person der Täter bekannt wird (Art. 31 StGB). 

Spätestens am tt. September 2007 (Scheidungsurteil) war dem Beschwerdeführer 

die Tat und die mutmassliche Täterin bekannt. Der Beschwerdeführer hat im Ok-

tober 2013 Strafanzeige eingereicht bzw. Strafantrag gestellt. Das ist zu spät. Die 

Antragsfrist ist nicht eingehalten. 

4.5 Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe die Antragsfrist aufgrund einer 

Nötigung durch die Beschwerdegegnerin 1 nicht einhalten können (Urk. 13/1 

S. 12 und S. 14 ff.). Sie habe seine Gefühle zu ihr sowie sein Bedürfnis am Fort-

bestehen der Ehe ausgenützt und ihn damit unter Druck gesetzt (Urk. 13/1 S. 15). 

Selbst wenn diese Schilderung zutreffen sollte, hätte dies den Beschwerdeführer 

nicht von einem Strafantrag abhalten können. Die Ehe und Partnerschaft zur Be-

schwerdegegnerin 1 war mit dem Scheidungsurteil vom tt. September 2007 be-

endet. Damit entfiel das vom Beschwerdeführer behauptete Druckmittel. Eine 

Strafanzeige innert drei Monate nach der Scheidung hätte auf die Ehe keine ne-

gativen Auswirkungen haben können. Schliesslich behauptet der Beschwerdefüh-

rer, die Partnerschaft/Ehe sei Ende 2006 von der Beschwerdegegnerin 1 beendet 

worden (Urk. 13/1 S. 16). 

Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Beschwerdegegnerin 1 habe ihm 

nach der Beendung der Partnerschaft/Ehe gedroht, dem gemeinsamen Kind den 

Kontakt zu ihm zu verweigern, wenn er es nicht unterlasse, auf dem Rechtsweg 

gegen sie vorzugehen. Als er versucht habe, das Kindsverhältnis anzufechten, 

habe sie ihm während drei Monaten den Kontakt zum Kind verweigert. Damit ha-

be sie den Rückzug der Klage erreicht (Urk. 13/1 S. 16). 

Selbst wenn diese Ausführungen des Beschwerdeführers zutreffen sollten, hätte 

ihn dies nicht daran hindern können, den Strafantrag im Jahr 2007 nach der 

Scheidung einzureichen. Hätte er die Vaterschaft nach Auflösung der Ehe anfech-

ten wollen und wäre er damit erfolgreich gewesen, hätte er grundsätzlich keinen 

Anspruch mehr auf persönlichen Umgang mit dem Kind gehabt bzw. diesen allen-

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falls nach Art. 274a ZGB durchsetzen können (vgl. zum Ganzen auch hinten 

E. II.6 und E. II.7). 

4.6 Es ist nicht ersichtlich, was den Beschwerdeführer seit der Scheidung bis 

zur Einreichung der Strafanzeige im Oktober 2013 davon abgehalten haben soll, 

den Strafantrag früher zu stellen. Der Beschwerdeführer erläutert nicht, welche 

Umstände nunmehr weggefallen sein sollen, die eine frühere Anzeigeerstattung 

verhindert haben sollen. Den von ihm eingereichten Belegen ist nicht zu entneh-

men, weshalb er nicht beispielsweise im Jahr 2012 einen Strafantrag stellen 

konnte. 

4.7 Der Beschwerdeführer vermag nicht darzutun, weshalb er die Antragsfrist 

verpasst hatte. Bei der Antragsfrist handelt es sich um eine Verwirkungsfrist. Es 

ist insofern ohnehin fraglich, ob sie sich verlängern liesse. Ist die Antragsfrist ab-

gelaufen, liegt kein gültiger Strafantrag vor. Es fehlt an einer Prozessvorausset-

zung nach Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO. Die Staatsanwaltschaft hat bezüglich des 

angeblichen Betrugs zurecht eine Nichtanhandnahmeverfügung erlassen. 

4.8 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es sei allenfalls eine Abgren-

zung des Betrugs zur arglistigen Vermögensschädigung nach Art. 151 StGB rele-

vant (Urk. 2 S. 2). 

Arglistige Vermögensschädigung nach Art. 151 StGB ist ein Antragsdelikt. Unter 

Hinweis auf das Gesagte ist auch bezüglich diesem Tatbestand die Antragsfrist 

abgelaufen. Die Nichtanhandnahmeverfügung ist auch insofern nicht zu bean-

standen. 

5. 

5.1 Der Beschwerdeführer wirft der Beschwerdegegnerin 1 vor, falsche Anga-

ben gegenüber dem Steueramt der Gemeinde D._____ gemacht zu haben. Sie 

habe sich im Oktober 2006 vom Beschwerdeführer getrennt. Bei der Gemeinde 

habe sie aber als Trennungszeitpunkt den Januar 2007 angegeben. Dadurch ha-

be sie bewirkt, dass das Steueramt für das Jahr 2006 von einer gemeinsamen 

Besteuerung ausgegangen sei. Sie habe den Beschwerdeführer zu einer gemein-

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samen Steuererklärung und zur vollumfänglichen Zahlung der gemeinsamen 

Steuern genötigt. Bei seinem Versuch sich zu wehren, habe sie ihm eine Redukti-

on oder Vereitelung des Besuchsrechts bezüglich des Kindes angedroht. Es liege 

ein Betrug vor (Urk. 13/1 S. 13 f.). 

5.2 Der Beschwerdeführer hat zur Belegung seiner Behauptungen den E-Mail-

Verkehr zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin 1 eingereicht (vgl. 

Urk. 13/3/19). Aus diesem geht hervor, dass sie ihn nicht täuschte. Ihm war der 

Sachverhalt bewusst. Er hatte ausgerechnet, dass eine gemeinsame Besteue-

rung zu Mehrausgaben von ca. Fr. 3'000.-- führe (vgl. Urk. 13/3/19 S. 3). Auch 

das Steueramt wurde nicht arglistig getäuscht. Der Beschwerdeführer führt in ei-

ner E-Mail aus, er habe den Sachverhalt mit der Steuerbehörde besprochen. Die-

se sei bereit, eine gemeinsame Steuererklärung zu akzeptieren. Zudem ist die 

Behauptung der Beschwerdegegnerin 1, dass sie erst im Januar 2007 vom Be-

schwerdeführer getrennt sei, eine einfache Lüge. Aus den E-Mails geht keine Nö-

tigungshandlung der Beschwerdegegnerin 1 hervor. Sie drohte dem Beschwerde-

führer in den E-Mails nicht an, sein Besuchsrecht einzuschränken oder zu verei-

teln. Vielmehr entsteht aus den E-Mails der Eindruck, der Beschwerdeführer habe 

- wenn auch widerwillig - eingewilligt, die Steuern 2006 so zu regeln. Dass die 

Ehegatten bei einer gemeinsamen Besteuerung solidarisch haften, ist in § 12 StG 

vorgesehen. Inwiefern die Beschwerdegegnerin 1 den Beschwerdeführer genötigt 

haben soll, sämtliche Steuern selbst zu bezahlen, für welche sie solidarisch hafte-

te, ist aus den E-Mails nicht ersichtlich. Zudem legt der Beschwerdeführer nicht 

weiter dar, dass er keinen Rückgriff auf die Beschwerdegegnerin 1 hätte nehmen 

können. 

5.3 Es trifft zu, dass sich die Staatsanwaltschaft in der angefochtenen Verfü-

gung nicht zu diesem Vorwurf geäussert hat, wie der Beschwerdeführer in der 

Beschwerde rügt (Urk. 2 S. 2). Sie hat insofern den Anspruch auf rechtliches Ge-

hör des Beschwerdeführers bzw. ihre Begründungspflicht verletzt (Art. 29 Abs. 2 

BV). Da die Beschwerdeinstanz über volle Kognition verfügt, wurde der Mangel im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt. Der Umstand ist jedoch bei der Kos-

tenregelung zu berücksichtigen. Eine Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfü-

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gung drängt sich nicht auf, da kein hinreichender Tatverdacht besteht, um eine 

Strafuntersuchung zu eröffnen (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). 

6. 

6.1 Der Beschwerdeführer wirft der Beschwerdegegnerin 1 in der Strafanzeige 

Nötigung vor (Urk. 13/1 S. 14 ff.; vgl. auch Urk. 2 S. 3). Sie habe seine Gefühle zu 

ihr sowie sein Bedürfnis am Fortbestehen der Ehe ausgenützt und ihn damit unter 

Druck gesetzt. Er sei anwesend gewesen, als sie seine Unterschrift gefälscht ha-

be. Das deute auf einen Zwang hin, mit welchem die Duldung herbeigeführt wor-

den sei. Ein sofortiges oder nachträgliches Vorgehen des Beschwerdeführers hät-

te negative Auswirkungen auf die Partnerschaft/Ehe gehabt. Die Beschwerde-

gegnerin 1 habe ihm angedroht, dass sie im Falle seiner Intervention die Partner-

schaft beende. Nach Beendigung der Partnerschaft habe sie ihm gedroht, dass 

sie jeglichen Kontakt zum Kind verweigere, wenn er es nicht unterlasse, auf dem 

Rechtsweg gegen sie vorzugehen. Als der Beschwerdeführer versucht habe, das 

Kindesverhältnis anzufechten, habe sie ihm während drei Monaten den Kontakt 

zum Kind verweigert. Damit habe sie den Rückzug der Anfechtungsklage erreicht. 

Als der Beschwerdeführer versucht habe, mit dem Kind vor dem Kindergarten in 

Kontakt zu treten, habe die Beschwerdegegnerin 1 körperliche Gewalt ange-

wandt. 

6.2 Der Nötigung nach Art. 181 StGB macht sich strafbar, wer jemanden durch 

Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschränkung 

seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden. 

Die Strafnorm setzt voraus, dass das Opfer durch die Anwendung der genannten 

Zwangsmittel in seiner Handlungsfreiheit beeinträchtigt und auf diese Weise - ge-

gen seinen Willen - zu einem bestimmten Verhalten veranlasst wird (Urteil 

6B_717/2013 vom 7. März 2014 E. 2.2 mit Hinweisen). Eine Nötigungshandlung 

ist nur unrechtmässig, wenn das Mittel oder der Zweck unerlaubt ist, wenn das 

Mittel zum angestrebten Zweck nicht im richtigen Verhältnis steht oder wenn die 

Verknüpfung zwischen einem an sich zulässigen Mittel und einem erlaubten 

Zweck rechtsmissbräuchlich oder sittenwidrig ist (Urteil 6B_1143 vom 22. Mai 

2014 E. 3.2.5 mit Hinweisen). 

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6.3 Soweit der Beschwerdeführer die Duldung der Unterschrift im Jahr 1999 an-

spricht, ist eine allfällige Nötigung verjährt (vgl. dazu vorne E. II.3.3). Die Be-

schwerde ist insofern unbegründet. 

6.4 Die Androhung der Beendigung der Ehe mag den Beschwerdeführer in sei-

ner Handlungsfreiheit tangiert haben. Rechtswidrig ist diese Androhung jedoch 

nicht. Der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin 1 waren sich uneinig 

über die künstliche Befruchtung der Beschwerdegegnerin 1. Der Kinderwunsch 

war für die Beschwerdegegnerin 1 offenbar von hoher Wichtigkeit. Der Beschwer-

deführer wusste von ihrem Kinderwunsch und ihrem Vorhaben, sich künstlich be-

fruchten zu lassen. Ihr Kinderwunsch war derart stark, dass sie dafür die Ehe mit 

dem Beschwerdeführer aufgegeben hätte, wenn er die künstlichen Befruchtung 

nicht akzeptiert hätte. Erfüllt ein Ehegatte die Erwartungen des anderen Ehegat-

ten nicht, ist es nicht rechtswidrig, nach Ausbleiben einer erwarteten Eigenschaft 

bzw. eines erwünschten Verhaltens die Scheidung anzustreben. Sowohl das Mit-

tel (Androhung der Scheidung) als auch der Zwecke (Erfüllung des Kinderwun-

sches) sind nicht rechtswidrig. Das Verhältnis und die Verbindung von Mittel und 

Zweck sind ebenfalls nicht rechtswidrig. Dem Beschwerdeführer hätte es frei ge-

standen, sich scheiden zu lassen, wenn die Beschwerdegegnerin 1 nicht seinen 

Erwartungen entsprochen hatte. Dass sie ihn von einer Scheidung abhielt, ist 

nicht ersichtlich. 

6.5 Die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach die Beschwerdegegne-

rin 1 ihm nach Beendigung der Partnerschaft mit der Verweigerung des Kontakts 

zum Kind gedroht habe, sind teilweise widersprüchlich. Einerseits habe er die Va-

terschaft anfechten wollen (vgl. auch Urk. 13/3/17). Andererseits soll ihn die Be-

schwerdegegnerin 1 mit dem Vereiteln des Kontakts zum Kind genötigt haben, 

von der Vaterschaftsklage abzulassen (vgl. auch Urk. 13/3/18). Die erfolgreiche 

Anfechtung der Vaterschaft hätte die Aufhebung des Kindesverhältnisses zum 

Beschwerdeführer zur Folge gehabt. Der Beschwerdeführer hätte dann grund-

sätzlich keinen Anspruch mehr auf Kontakt mit dem Kind gehabt. Dieser aber soll 

ihm offenbar wichtig gewesen sein. Insofern ist nach nachvollziehbar, wie die an-

gebliche Androhung der Beschwerdegegnerin 1 den Beschwerdeführer zum 

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Rückzug der Vaterschaftsklage bewogen haben soll. Er wusste, dass die erfolg-

reiche Anfechtung des Kindesverhältnisses seinen Kontakt zum Kind hätte beein-

trächtigen können. Er war im besagten Verfahren durch einen Anwalt vertreten 

(vgl. Urk. 13/3/18). In der Folge zog er seine Klage zurück (Urk. 13/3/18). Der 

Hinweis auf mögliche rechtliche Folgen der Klage ist keine Nötigung. Weder das 

Mittel noch der Zweck noch deren Verbindung bzw. Verhältnis sind rechtwidrig. 

Dass die Beschwerdegegnerin 1 dem Beschwerdeführer den Kontakt zum Kind 

während drei Monaten verweigert haben soll, ändert daran nichts. Der Entzug des 

Kontakts ist nicht geeignet, die Klage betreffend Anfechtung des Kindesverhält-

nisses zu verhindern, da mit dieser Klage gerade das Kindesverhältnis hätte auf-

gehoben werden sollen und dies grundsätzlich auch die Beendigung des Kontakts 

zum Kind hätte bedeuten können. Die Beschwerde ist insofern unbegründet. 

7. 

7.1 Der Beschwerdeführer wirft der Beschwerdegegnerin 1 Erpressung vor. Sie 

habe ihm gedroht, jeglichen Kontakt zum Kind zu vereiteln, sofern er nicht in die 

Scheidungskonvention mit hohen Zahlungsverpflichtungen einwillige. Durch das 

Kontaktverbot von drei Monaten habe sie auf ihn Druck ausgeübt. Er habe be-

fürchtet, dass das Kind massiv leide. Damit sei die unfreiwillige Bereitschaft des 

Beschwerdeführers zur Verhandlung und Einwilligung in die finanziellen Forde-

rungen erzwungen worden. Es sei eine Scheidungskonvention entstanden, wel-

cher er nicht nach freiem Willen zugestimmt habe. Die Drohungen bezüglich des 

Besuchsrechts seien nach der Scheidung fortgesetzt worden. Die Beschwerde-

gegnerin 1 habe Forderungen durchgesetzt, die deutlich über dem angemesse-

nen Unterhalt lägen (Urk. 13/1 S. 20 ff.). 

7.2 Der Erpressung nach Art. 156 StGB macht sich strafbar, wer in der Absicht, 

sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Gewalt o-

der Androhung ernstlicher Nachteile zu einem Verhalten bestimmt, wodurch die-

ser sich selber oder einen andern am Vermögen schädigt. 

Die genannten Nötigungsmittel stimmen wörtlich mit jenen des Tatbestands der 

Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB überein. Bei der Androhung ernstlicher 

Nachteile im Sinne von Art. 156 StGB und Art. 181 StGB stellt der Täter dem Op-

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fer die Zufügung eines Übels in Aussicht, dessen Eintritt er als von seinem Willen 

abhängig erscheinen lässt. Es kommt dabei nicht darauf an, ob der Täter die Dro-

hung wirklich wahr machen will, sofern sie nur als ernst gemeint erscheinen soll. 

Ernstlich sind die Nachteile, wenn ihre Androhung nach einem objektiven Mass-

stab geeignet ist, auch eine besonnene Person in der Lage des Betroffenen gefü-

gig zu machen und so seine freie Willensbildung und -betätigung zu beschränken. 

Anders als beim Tatbestand der Nötigung nach Art. 181 StGB ergibt sich bei 

Art. 156 StGB die Rechtswidrigkeit grundsätzlich bereits aus dem Zweck der Nö-

tigung, da die erpresserische Handlung darauf gerichtet ist, das Opfer zu einer 

schädigenden Vermögensdisposition zu motivieren, um dadurch einen rechtswid-

rigen Vermögensvorteil zu erlangen. Erweist sich bereits die angestrebte Vermö-

gensverschiebung als unrechtmässig, erübrigt es sich, die nötigende Handlung 

weiter auf ihre Rechtswidrigkeit zu prüfen. Daraus folgt zugleich, dass eine Er-

pressung auch bei Drohung mit rechtmässigen Mitteln vorliegen kann. Das trifft 

etwa zu, wenn der Täter zur Durchsetzung einer Forderung ein an sich erlaubtes, 

freigestelltes Verhalten androht - wie z. B. Strafanzeige zu erstatten -, der erho-

bene Anspruch aber überhaupt nicht besteht, rechtlich nicht durchsetzbar oder 

übersetzt ist (Urteil 6B_47/2010 vom 30. März 2010 E. 2.2 mit Hinweisen). 

7.3 Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern die in der Scheidungskon-

vention geregelten finanziellen Folgen der Scheidung übersetzt sein sollen. Er 

verpflichtete sich, der Beschwerdegegnerin 1 als nachehelichen Unterhalt an Stel-

le einer Rente eine Kapitalabfindung von Fr. 150'000.-- zu bezahlen. An den Un-

terhalt des Kindes hat er bis zum 12. Altersjahr des Kindes Fr. 1'500.--, vom 12. 

bis zum 16. Altersjahr Fr. 1'700.-- und vom 16. bis zum 18. Altersjahr bzw. bis 

zum Abschluss einer Erstausbildung Fr. 1'900.-- zu bezahlen (Urk. 13/5/2). 

Wäre von einer Erpressung auszugehen, müsste es sich bei den in der Schei-

dungskonvention vereinbarten finanziellen Folgen bzw. Unterhaltsbeiträgen um 

einen Schaden im Sinne von Art. 156 StGB handeln. Damit ein Schaden anzu-

nehmen wäre, wäre vorauszusetzen, dass die Ablehnung der Scheidungskonven-

tion durch den Beschwerdeführer zu einer für ihn in finanzieller Hinsicht günstige-

ren Vereinbarung geführt hätte oder bei einer Entscheidung über die finanziellen 

- 14 - 

Folgen durch das Gericht wiederum ein für den Beschwerdeführer günstigerer 

Entscheid vorgelegen hätte. Der Beschwerdeführer legt weder das eine noch das 

andere dar. Es gibt keine Hinweise, wonach ein für den Beschwerdeführer in fi-

nanzieller Hinsicht günstigeres Ergebnis resultiert hätte. Ein Schaden ist deshalb 

nicht ersichtlich. Der Verdacht der Erpressung ist nicht gegeben. Die Staatsan-

waltschaft hat insofern zu Recht eine Nichtanhandnahmeverfügung erlassen. 

7.4 

7.4.1 Zu prüfen ist, ob der vom Beschwerdeführer geschilderte Sachverhalt den 

Tatbestand der Nötigung nach Art. 181 StGB erfüllen könnte. 

7.4.2 Die Staatsanwaltschaft erwog (Urk. 5 S. 5), zwischen dem Beschwerdefüh-

rer und der Beschwerdegegnerin 1 habe es einen erbitterten Scheidungskampf 

gegeben. Die vom Beschwerdeführer geschilderten Androhungen genügten nicht, 

um eine Person seiner Lage gefügig zu machen. Es habe ihm jederzeit freige-

standen, die Beziehung zur Beschwerdegegnerin 1 zu beenden. 

7.4.3 Der Beschwerdeführer verweist in der Strafanzeige auf die Beilagen 6 und 

21 (Urk. 13/1 S. 21). Bei Beilage 6 (Urk. 13/3/6) handelt es sich um ein Schreiben 

vom 29. Januar 2007 der Anwältin der Beschwerdegegnerin 1. Aus diesem geht 

nicht hervor, dass die Höhe der Unterhaltsbeiträge vom Kontakt des Kindes zum 

Vater abhängig gemacht wurden. Zudem lag die Höhe der in der Scheidungskon-

vention vereinbarten Unterhaltsbeiträge unter dem Vorschlag der Anwältin der 

Beschwerdegegnerin 1. Bei Beilage 21 (Urk. 13/3/22) handelt es sich um ein 

Schreiben vom 23. März 2007 des Anwalts des Beschwerdeführers. Dem Schrei-

ben ist zu entnehmen, dass es zwischen dem Beschwerdeführer und der Be-

schwerdegegnerin 1 zu Streitigkeiten kam. Die Beschwerdegegnerin 1 habe ihre 

Mutter instruiert, das Kind dem Beschwerdeführer nicht herauszugeben, da er das 

Kindsverhältnis angefochten habe. Daraus und aus den weiteren in Beilage 21 

beschriebenen Konflikten ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin 1 den 

Kontakt zum Kind von der Höhe der Unterhaltsbeiträge bzw. von der Einwilligung 

in die Scheidungskonvention abhängig gemacht haben soll. Vielmehr ist aus dem 

Schreiben vom 23. März 2007 ersichtlich, dass die Verweigerung der Herausgabe 

des Kindes als Antwort auf die Anfechtung des Kindesverhältnisses zurückzufüh-

- 15 - 

ren sei. Auch aus der Beilage 22 (Urk. 13/3/23), auf welche der Beschwerdeführer 

verweist (Urk. 13/1 S. 21) und die E-Mails enthält, ist nicht ersichtlich, dass die 

Annahme der Scheidungskonvention mit ihren finanziellen Verpflichtungen für den 

Beschwerdeführer vom Kontakt zum Kind abhängig gemacht worden sein soll. 

Vielmehr stammen die meisten E-Mails aus dem Jahr 2009 oder vom November 

2007, während die Ehe bereits am tt. September 2007 geschieden wurde (vgl. 

Urk. 13/3/2). Ein Kausalzusammenhang ist nicht gegeben. Es sind keine Hinweise 

auf eine allfällige Nötigung ersichtlich. 

7.5 

7.5.1 Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend (Urk. 13/1 S. 22), die Dro-

hungen bezüglich des Besuchsrechts seien nach der Scheidung fortgesetzt wor-

den. 

7.5.2 Der Beschwerdeführer verweist dazu in der Strafanzeige auf Beilage 22 

(Urk. 13/1 S. 22). Diese enthält E-Mail-Korrespondenz zwischen dem Beschwer-

deführer und der Beschwerdegegnerin 1 (Urk. 13/3/23). Gemäss dem E-Mail-

Verkehr, der v.a. im Januar 2009 stattfand, stritten der Beschwerdeführer und die 

Beschwerdegegnerin 1 über ausserordentliche Unterhaltsbeiträge für das Kind. 

Es ist jedoch nicht ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin 1 das in der Schei-

dungskonvention vereinbarte Besuchsrecht vereitelt oder dem Beschwerdeführer 

eine Vereitelung angedroht hätte. Vielmehr hat sie ihm offenbar über die verein-

barten und damit gerichtlich festgesetzten Besuchsrechte hinaus Besuche ermög-

licht. Dass sie dies von (zusätzlichen) Zahlungen abhängig gemacht haben soll, 

ergibt sich aus den E-Mails nicht. Am 18. Januar 2009 entgegnete sie ihm, er sol-

le sich einfach an die Scheidungskonvention halten. Es ist nicht rechtswidrig, 

wenn sich die Beschwerdegegnerin1 bei Uneinigkeiten auf die Scheidungskon-

vention beruft. Dass sie bei finanziellen Streitigkeiten das Besuchsrecht im Rah-

men der Scheidungskonvention ermöglicht, ist nicht rechtswidrig. Es ergeben sich 

keine Hinweise auf eine Nötigung oder Erpressung. Die angefochtene Verfügung 

ist auch insofern nicht zu beanstanden. 

8. 

8.1 Der Beschwerdeführer wirft der Beschwerdegegnerin 1 Entziehen von Un-

- 16 - 

mündigen (heute: Minderjährigen) vor. Er führt in der Strafanzeige aus, die Be-

schwerdegegnerin 1 habe während der Trennungsphase und den Streitigkeiten 

bei der Scheidungsregelung ab dem 15. März 2007 über mehrere Monate (bis 

Mai 2007) das Besuchsrecht zum Kind verweigert (Urk. 13/1 S. 19 und Urk. 2 

S. 3). 

8.2 Des Entziehens von Minderjährigen nach Art. 220 StGB macht sich auf An-

trag strafbar, wer eine minderjährige Person dem Inhaber des Rechts zur Be-

stimmung des Aufenthaltsortes entzieht oder sich weigert, sie ihm zurückzuge-

ben. 

Diese Version der Gesetzesbestimmung trat am 1. Juli 2014 in Kraft. Vor Inkraft-

treten der aktuellen Fassung lautete Art. 220 StGB wie folgt: "Wer eine unmündi-

ge Person dem Inhaber der elterlichen oder vormundschaftlichen Gewalt entzieht 

oder sich weigert, sie ihm zurückzugeben, wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis 

zu drei Jahren oder Gefängnis bestraft." 

8.3 Der Beschwerdeführer war mit der Beschwerdegegnerin 1 bis zum tt. Sep-

tember 2007 verheiratet. Während der Ehe stand den Eltern das gemeinsame 

Sorgerecht zu (aArt. 296 Abs. 1 und aArt. 297 Abs. 1 ZGB; vgl. auch Art. 296 

Abs. 2 ZGB). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann ein Elternteil 

den objektiven Tatbestand von Art. 220 StGB erfüllen, der die gerichtlich festge-

setzte Besuchsrechtsregelung verletzt (Urteil 1B_533/2012 vom 22. November 

2012 E. 3.2.1). Der Beschwerdeführer behauptet nicht, von März bis Mai 2007 

habe eine gerichtlich festgesetzte Besuchsregelung bestanden. Das ist aus den 

vorhandenen Akten auch nicht ersichtlich. 

8.4 Dem Beschwerdeführer war die Tat und die Täterin seit Mai 2007 bekannt. 

Das Entziehen von Unmündigen ist nur auf Antrag hin strafbar. Die Antragsfrist 

beträgt drei Monate (Art. 31 StGB). 

Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei durch das nötigende Verhalten der 

Beschwerdegegnerin 1 davon abgehalten worden, den Strafantrag rechtzeitig zu 

stellen (Urk. 13/1 S. 19). Wie bereits erwähnt, sind diese Einwendungen unzutref-

- 17 - 

fend (vgl. vorne E. II.4.4 ff. mit Verweisen). Spätestens mit dem Scheidungsurteil 

war das Besuchsrecht geregelt. Was den Beschwerdeführer danach noch wäh-

rend sechs Jahren davon abhielt, Strafanzeige zu erstatten, ist nicht ersichtlich. 

Die Beschwerde ist insofern unbegründet. 

9. 

9.1 Der Beschwerdeführer wirft der Beschwerdegegnerin 1 Drohung im Sinne 

von Art. 180 StGB vor (Urk. 13/1 S. 23 ff.). 

9.2 Die Staatsanwaltschaft erwog (Urk. 5 S. 5), es seien keine Aussagen der 

Beschwerdegegnerin 1 ersichtlich, die als ernstliche Nachteile zu werten und da-

mit geeignet seien, jemanden in Angst und Schrecken zu versetzen. 

9.3 In der Beschwerde äussert sich der Beschwerdeführer nicht zum Vorwurf 

der Drohung. Seine Beschwerde ist insofern unbegründet, soweit der Beschwerde 

überhaupt ein Wille zur Anfechtung der Nichtanhandnahmeverfügung bezüglich 

des Vorwurfs der Drohung zu entnehmen ist. 

9.4 Im Übrigen ist anzumerken, dass der Verdacht einer Drohung nicht besteht. 

Der Drohung nach Art. 180 StGB macht sich strafbar, wer jemanden durch 

schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt. Der objektive Tatbestand 

setzt voraus, dass der Drohende seinem Opfer ein künftiges Übel ankündigt oder 

in Aussicht stellt. Erforderlich ist ein Verhalten, das geeignet ist, den Geschädig-

ten in Schrecken oder Angst zu versetzen. Dabei ist grundsätzlich ein objektiver 

Massstab anzulegen, wobei in der Regel auf das Empfinden eines vernünftigen 

Menschen mit einigermassen normaler psychischer Belastbarkeit abzustellen ist 

(Urteile 6B_1121/2013 vom 6. Mai 2014 E. 6.3; 6B_946/2013 vom 10. Dezember 

2013 E. 2.3; 6B_192/2012 vom 10. September 2012 E. 1.1 mit Hinweisen). 

Der Beschwerdeführer wirft der Beschwerdegegnerin 1 vor, sie habe ihm damit 

gedroht, ihm den Kontakt zum Kind zu verweigern. Er sei durch die anhaltenden 

Drohungen der Beschwerdegegnerin 1 in Angst und Schrecken versetzt worden, 

was zu einer Erkrankung geführt habe. Die anhaltende unfreiwillige Duldung der 

Urkundenfälschung und des Betrugs sowie die damit verbundenen finanziellen 

- 18 - 

Folgen hätten bei ihm negative gesundheitliche Auswirkungen gehabt (Urk. 13/1 

S. 23 f.). 

Die Androhung, dem Vater den Kontakt zum Kind zu verweigern, ist in objektiver 

Hinsicht nicht geeignet, einen durchschnittlich vernünftigen Menschen mit eini-

germassen normaler psychischer Belastbarkeit in Angst und Schrecken zu ver-

setzen. Die Duldung einer allfälligen Urkundenfälschung und eines allfälligen Be-

trugs sowie der damit verbundenen finanziellen Folgen ist kein zukünftiges Übel. 

Dass die allfälligen Androhungen der Beschwerdegegnerin 1 beim Beschwerde-

führer gesundheitliche Folgen gehabt haben sollen, ist nicht entscheidend. 

Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren betreffend Drohung zu Recht nicht an 

Hand genommen. 

10. Die Beschwerde ist abzuweisen. Der Beschwerdeführer unterliegt. Er hat 

grundsätzlich die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 

StPO). Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Zeitauf-

wands des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf 

Fr. 2'000.-- festzusetzen (§ 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV OG). Die in E. II.5.3 

festgestellte Verletzung der Begründungspflicht ist bei der Auflage der Kosten zu 

berücksichtigen. Die Gerichtsgebühr ist insofern auf die Gerichtskasse zu neh-

men. Der Beschwerdeführer hat demnach die Kosten im Umfang von Fr. 1'750.-- 

zu tragen. Er hat eine Kaution von Fr. 1'000.-- geleistet (Urk. 7). Die Kosten sind 

von der Kaution zu beziehen und im Restbetrag dem Beschwerdeführer in Rech-

nung zu stellen. 

Da der Beschwerdeführer unterliegt, ist ihm keine Entschädigung zuzusprechen 

(Art. 436 StPO). Die Verletzung der Begründungspflicht führt nicht zur Entschädi-

gung des Beschwerdeführers. Die Beschwerdegegnerin 1 hat sich nicht verneh-

men lassen. Ihr ist im Beschwerdeverfahren insofern kein Aufwand entstanden. 

Eine Entschädigung ist ihr deshalb nicht zuzusprechen. 

- 19 - 

 

Es wird beschlossen: 
 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 2'000.-- fest-

gesetzt. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer im 

Umfang von Fr. 1'750.-- auferlegt und im Übrigen (= Fr. 250.--) auf die Ge-

richtkasse genommen. Soweit die Kosten dem Beschwerdeführer auferlegt 

werden, werden sie von der Kaution (= Fr. 1'000.--) bezogen und im Restbe-

trag (= Fr. 750.--) dem Beschwerdeführer von der Gerichtkasse in Rechnung 

gestellt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugespro-

chen. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Beschwerdeführer, per Gerichtsurkunde 
− die Beschwerdegegnerin 1, per Gerichtsurkunde 
− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-3/2013/7874, gegen 

Empfangsbestätigung 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-3/2013/7874, unter 
Rücksendung der eingereichten Akten (Urk. 13), gegen Empfangsbe-
stätigung 

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch) 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in 

der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schrift-

- 20 - 

lich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwer-

devoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen 

des Bundesgerichtsgesetzes. 

 
 
Zürich, 25. Juli 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. S. Christen 
 

	Beschluss vom 25. Juli 2014
	
	Erwägungen:
	I.
	II.

	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 2'000.-- festgesetzt.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 1'750.-- auferlegt und im Übrigen (= Fr. 250.--) auf die Gerichtkasse genommen. Soweit die Kosten dem Beschwerdeführer auferlegt werden, werden sie von der Kaution (=...
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Beschwerdeführer, per Gerichtsurkunde
	 die Beschwerdegegnerin 1, per Gerichtsurkunde
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-3/2013/7874, gegen Empfangsbestätigung

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-3/2013/7874, unter Rücksendung der eingereichten Akten (Urk. 13), gegen Empfangsbestätigung
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch)

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...