# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be005db8-e848-5b3f-b52e-325ea629a66e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 06.12.2016 S 2016 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2016-12_2016-12-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 12

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Stecher
Richter Meisser, Audétat

Aktuar Decurtins

URTEIL

vom 6. Dezember 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Paralegal Services, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ erlitt am 13. November 2012 bei seiner Tätigkeit als Mau-

rer/Hilfsarbeiter einen Berufsunfall (Schlag gegen die Nase durch eine 

Bohrmaschine), wobei er sich eine Nasenbeinfraktur mit Schiefstand der 

Nase nach links und eine HWS-Distorsion zuzog. Nach einer ambulanten 

Operation, verschiedenen medizinischen Untersuchungen wegen anhal-

tendem Schwindel und Kopfschmerzen bei Kopfrotation, Sehstörungen 

und Handschwäche links sowie einem stationären Aufenthalt in einer 

psychiatrischen Klinik meldete sich A._____ am 31. Juli 2013 bei der IV-

Stelle des Kantons Graubündens (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an.

2. Daraufhin holte die IV-Stelle bei den behandelnden Ärzten diverse Arztbe-

richte ein und führte mit A._____ am 3. September 2013 ein Evaluations-

gespräch durch. Am 10. September 2013 wurde seine bisherige Tätigkeit 

seitens des Arbeitgebers gekündet, nachdem er dort zwei erfolglose Wie-

dereingliederungsversuche von jeweils einem Vormittag unternommen 

hatte.

3. Die geplante Beschäftigungsmassnahme im Einsatzprogramm Mittelbün-

den kam nicht zustande, nachdem A._____ bereits am Einführungstag 

vom 25. September 2013 gesundheitliche Probleme bekundet hatte. Dar-

aufhin wurde A._____ seitens der IV-Stelle am 11. Oktober 2013 mitge-

teilt, dass Eingliederungsmassnahmen zurzeit nicht möglich seien und 

deshalb abgeschlossen würden. Bei veränderten Verhältnissen könne je-

doch jederzeit erneut ein entsprechendes Gesuch eingereicht werden.

4. Nachdem die IV-Stelle weitere medizinische Berichte eingeholt hatte, 

liess sie A._____ psychiatrisch und rheumatologisch begutachten und ei-

ne Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit 

(EFL) durchführen.

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5. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (in welchem der verspätete 

Einwand vom 3. Juni 2015 wegen Zustellungsverzögerungen des ersten 

Vorbescheids dennoch berücksichtigt wurde) wies die IV-Stelle das Leis-

tungsbegehren von A._____ mit Verfügung vom 18. Dezember 2015 ab. 

Bereits am 14. Dezember 2015 hatte sie verfügt, dass berufliche Mass-

nahmen zurzeit nicht möglich seien und deshalb abgeschlossen würden. 

Da eine Arbeitsvermittlung für eine Stelle zu einem nicht steigerbaren 

Pensum von 50 % nicht im Rahmen ihrer Einschätzung liege, müsse der 

Auftrag an die Arbeitsvermittlung abgebrochen werden.

6. Gegen diese abschlägigen Verfügungen erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) am 29. Januar 2016 Beschwerde ans Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden und stellte folgende Anträge:

"Es sei die Verfügung vom 14. Dezember 2016 bezüglich beruflicher Massnahmen auf-

zuheben und auf ein 50 % Pensum anzupassen.

Es sei die Verfügung vom 18. Dezember 2016 betreffend Invalidenrente aufzuheben.

Es sei dem Beschwerdeführer die ihm zustehende Rente zuzusprechen.

Der Leidensabzug sei im Invalideneinkommen einzurechnen.

Eventualiter sei ein medizinisches Obergutachten einzuholen.

Dem Beschwerdeführer sei unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin."

Dabei monierte der Beschwerdeführer die Bemessung des Invalidenein-

kommens insofern als fehlerhaft, als ein zu geringer Leidensabzug ge-

währt worden sei, das psychiatrische Teilgutachten fehlerhaft, wider-

sprüchlich und nicht umfassend sei, die wirtschaftliche Verwertbarkeit 

seiner Arbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt nicht gegeben sei, die neue 

Rechtsprechung in Bezug auf die zumutbare Willensanstrengung nicht 

angewendet worden sei und der Sachverhalt allgemein falsch festgestellt 

worden sei. So sei er aus rheumatologischer Sicht zu mind. 20 % und aus 

psychiatrischer Sicht zu mind. 50 % in seiner Arbeitsfähigkeit einge-

schränkt.

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7. In ihrer Vernehmlassung vom 11. Februar 2016 schloss die IV-Stelle auf 

kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit diese nicht anerkannt 

werde. Dabei legte sie dar, weshalb am ermittelten Invalideneinkommen 

und am daraus resultierenden, nicht rentenanspruchsbegründenden Inva-

liditätsgrad von 38.51 % festzuhalten sei. Hinsichtlich des Anspruchs auf 

berufliche Massnahmen anerkannte sie die Beschwerde, merkte in Bezug 

auf die Kostenfolge jedoch an, dass sich der Beschwerdeführer im Vorbe-

scheidverfahren diesbezüglich nicht habe vernehmen lassen. Da sich das 

Beschwerdeverfahren in Bezug auf den Anspruch auf berufliche Mass-

nahmen andernfalls erübrigt hätte, sei dem Beschwerdeführer dafür keine 

Parteientschädigung zuzusprechen resp. der IV-Stelle keine Gerichtskos-

ten aufzuerlegen.

8. In seiner Replik vom 9. März 2016 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest und vertiefte seine bisherige Argumentation in Bezug auf 

die Arbeitsfähigkeit. Zudem hielt er dafür, der vermehrte Pausenbedarf sei 

separat auszuweisen und zu werten, womit sich eine weitere Reduktion 

der Arbeitsfähigkeit von 80 % um 20 % auf 64 % ergebe. Ausserdem führ-

te er aus, inwiefern hinsichtlich des anerkannten Anspruchs auf berufliche 

Massnahmen keine Verletzung der Mitwirkungspflicht vorliege und ihm 

demnach sehr wohl eine Parteientschädigung zuzusprechen sei.

9. Am 4. April 2016 wiederholte die IV-Stelle duplicando ihre Ausführungen 

zur Kostenfolge.

Auf die weiteren Ausführungen in den angefochtenen Verfügungen und in 

den Rechtsschriften der Parteien sowie auf die im Recht liegenden Be-

weismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

cherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen di-

rekt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die 

Verfügungen der IV-Stelle vom 14. und 18. Dezember 2015 betreffend 

berufliche Massnahmen bzw. Rentenanspruch stellen demnach taugliche 

Anfechtungsobjekte für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden dar. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungs-

gerichts als Versicherungsgericht ergibt sich überdies aus Art. 57 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat der angefoch-

tenen Verfügungen ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung auf, weshalb er zur Be-

schwerdeerhebung berechtigt ist (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

b) Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die IV-

Stelle das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht abgewie-

sen hat. Dies hängt in erster Linie von dessen Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit ab, zumal die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen 

Tätigkeit als Kehrichtwagenbelader unbestritten ist. Nicht mehr umstritten 

ist demgegenüber der seitens der IV-Stelle inzwischen anerkannte An-

spruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen (vgl. hierzu 

jedoch nachfolgend Erwägung 6).

2. a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten wie dem Beschwerdeführer gilt als 

Invalidität die durch einen körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-

sundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere 

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Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), 

welche die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann 

(Art. 4 Abs. 1 IVG). Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem 

Fall aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 

IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensver-

gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe-

tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdif-

ferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Ein-

kommensvergleichs; vgl. BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein ren-

tenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte Person 

ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann, während mindestens ei-

nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 

40 % im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen 

ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 

Abs. 1 IVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten 

Person nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des An-

spruchs, frühestens im Monat der Vollendung des 18. Altersjahres (Art. 29 

Abs. 1 IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Vier-

telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe 

Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertels-

rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % eine ganze 

Rente zu (Art. 28 Abs. 2 IVG).

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b) Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet 

werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls an-

dere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei besteht die Aufgabe des Arz-

tes darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und – wenn nötig – sei-

ne Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln 

fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjek-

tiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine Diagno-

se zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür die 

Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der 

Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende 

Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stel-

lung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so sub-

stanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann ei-

ne wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-

tungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (vgl. 

BGE 140 V 193 E.3.2, 125 V 256 E.4).

c) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-

nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-

send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren be-

deutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

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das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-

stellt (vgl. BGE 125 V 351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-

geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 

E.5.1, 125 V 351 E.3a mit Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert 

ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnah-

me als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c 

mit Hinweisen). Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimm-

te Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Be-

weiswürdigung aufzustellen. Danach haben Gutachten versicherungsex-

terner Ärzte, insbesondere solche von der interdisziplinären medizini-

schen Gutachterstellen (MEDAS) der Invalidenversicherung, vollen Be-

weiswert, wenn sie die vorgenannten Anforderungen erfüllen und nicht 

konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (vgl. BGE 125 V 

351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Ge-

richt hingegen der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 

mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 

Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 

125 V 351 E.3a mit Hinweisen). Auch den Berichten und Gutachten versi-

cherungsinterner Ärzte – etwa des RAD – kommt schliesslich Beweiswert 

zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie 

in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Dabei ist auf Art. 59 Abs. 2bis IVG sowie Art. 49 der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) hinzuweisen, wonach 

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die regionalen ärztlichen Dienste den IV-Stellen zur Beurteilung der medi-

zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs (mithin der Feststel-

lung der massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit) zur Verfügung 

stehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungs-

verhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangeln-

de Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-

sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 

Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die 

erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungs-

recht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein 

strenger Massstab anzulegen (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E.3b; 

122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Stützt sich eine angefochtene Verfügung 

indes im Wesentlichen oder ausschliesslich auf solche Beweisgrundla-

gen, sind an die Beweiswürdigung höhere Anforderungen zu stellen. Be-

stehen in einem solchen Fall auch nur geringe Zweifel an der Zuverläs-

sigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, erweist sich das 

fragliche Gutachten nicht als voll beweiskräftig und es sind weitere Be-

weiserhebungen zu veranlassen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.4; Urteil des 

Bundesgerichts I 142/04 vom 20. November 2007 E.3.2.1; MÜLLER, Das 

Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, N. 1730 

sowie FLÜCKIGER, in: STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.], Recht der So-

zialen Sicherheit, Basel 2014, N. 4.146).

3. a) Vorliegend ist die IV-Stelle gestützt auf das bidisziplinäre rheumatolo-

gisch-psychiatrische Gutachten inkl. EFL vom 6. Juni 2014 sowie die 

RAD-Abschlussbeurteilung vom 17. Juni 2014 zum Schluss gekommen, 

dass der Beschwerdeführer in adaptierter (d.h. körperlich leichter bis 

knapp mittelschwerer, wechselbelastender) Tätigkeit über eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit verfüge, deren Verwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt zu-

mutbar sei. Im erwähnten Gutachten vom 6. Juni 2014 hielten pract. med. 

B._____, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, Manuelle Me-

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dizin SAMM, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, sowie Dr. med. 

C._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zertifizierter medi-

zinischer Gutachter SIM, fest, dass dem Beschwerdeführer die bisherige 

mittelschwere bis sehr schwere Tätigkeit als Hilfsarbeiter auf dem Stein-

bruch und zuletzt auf dem Hochbau aus rheumatologischer Sicht nicht 

mehr zumutbar sei, zumal für solche Tätigkeiten eine ungenügende kör-

perliche Leistungsfähigkeit bestehe. Demgegenüber seien dem Be-

schwerdeführer aus rheumatologischer Sicht wechselbelastende, mindes-

tens leicht bis knapp mittelschwere Tätigkeiten mit Gewichten bis maximal 

12.5 – 15 kg, ohne monoton-repetitive Bewegungsmuster resp. Hal-

tungsmonotonien und ohne Exposition auf Leitern oder Gerüsten zumut-

bar. Aufgrund der ausgeprägten multilokulären Schmerzen und einer sehr 

wahrscheinlich chronifizierten, im Moment nur schwer zu reduzierenden 

Dekonditionierung bestehe ein Bedarf für vermehrte Pausen über den 

Tag verteilt im Rahmen von 20 %. Damit bestehe aus rheumatologischer 

Sicht in einer ideal angepassten Tätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. 

Aus psychiatrischer Sicht habe sich demgegenüber keine Diagnose mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit finden lassen. Dass vorübergehend 

tatsächlich eine eigentliche, die Arbeitsfähigkeit einschränkende depres-

sive Episode bestanden habe, sei nicht auszuschliessen. Allerdings fän-

den sich keine Hinweise, wonach eine nicht mehr zu beeinflussende Ein-

schränkung im IV-rechtlichen Sinne bestehe oder jemals bestanden habe 

(vgl. interdisziplinäre Beurteilung vom 6. Juni 2014 in IV-act. 69 S. 95). 

Die durchgeführte EFL liess keine abschliessende Aussage über die Leis-

tungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu, zumal dieser dabei eine aus-

geprägte Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz mani-

festiert hatte (vgl. Bericht über die EFL vom 15. Mai 2014 in IV-act. 70). 

Die vorerwähnte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit wurde in der Abschluss-

beurteilung des fallführenden RAD-Arztes Dr. med. D._____ vom 17. Juni 

2014 sodann explizit bestätigt (vgl. Case Report in IV-act. 83 S. 13 f.).

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b) Zu diesem bidisziplinären Gutachten ist zunächst festzuhalten, dass es 

einen Gesamtwert der Arbeitsfähigkeit darstellt und auf einer sorgfältigen 

Anamnese, den bisherigen Akten, mehreren persönlichen Untersuchun-

gen des Beschwerdeführers, einer Fremdanamnese (Telefongespräch mit 

Dr. med. E._____ vom 2. April 2014) sowie einer zweitätigen EFL beruht. 

Sodann erscheinen die Ergebnisse schlüssig, nachvollziehbar und wider-

spruchsfrei. In Anbetracht der vorstehenden Ausführungen zu den be-

weisrechtlichen Anforderungen an medizinische Beurteilungen ist nach-

folgend jedoch zu prüfen, ob weitere medizinische Berichte bei den Akten 

liegen, welche geeignet wären, diese gutachterlichen Einschätzungen hin-

reichend in Zweifel zu ziehen und damit weitere Abklärungen erforderlich 

zu machen.

4. a) Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer in seinen angestammten 

Tätigkeiten im Steinbruch und auf dem Hochbau nicht mehr arbeitsfähig 

ist. Unbestritten ist auch, dass in einer ideal leidensangepassten Tätigkeit 

aus rheumatologischer Sicht eine 80%ige Arbeitsfähigkeit besteht, wes-

halb sich hierzu weitere Ausführungen erübrigen. Dennoch ist die be-

schwerdeführerische Interpretation des Gutachtens, wonach der erhöhte 

Pausenbedarf zusätzlich in Abzug zu bringen sei, mithin diese Einschrän-

kung im Umfang von 20 % in Bezug auf eine 80%ige Arbeitsfähigkeit zu 

werten sei und daraus eine 64%ige Arbeitsfähigkeit resultiere, aber als 

unzutreffend zurückzuweisen. Aus dem rheumatologischen Teilgutachten 

sowie der RAD-Abschlussbeurteilung geht nämlich unmissverständlich 

hervor, dass sich die Einschränkung von 20 % auf ein volles Arbeitspen-

sum bezieht und sich daraus eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in ideal ange-

passter Tätigkeit ergibt (vgl. hierzu das rheumatologische Teilgutachten 

vom 6. Juni 2014 in IV-act. 69 S. 89 sowie die RAD-Abschlussbeurteilung 

vom 17. Juni 2014 im Case Report in IV-act. 83 S. 13 f.).

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b) Diskrepanzen bestehen jedoch bei der Beurteilung des psychischen Ge-

sundheitszustandes resp. der daraus resultierenden Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit. Wie vorstehend angetönt, konnte Dr. med. C._____ im 

Rahmen seines psychiatrischen Teilgutachtens vom 9. April 2014 keiner-

lei Hinweise für das Vorliegen einer organischen einschliesslich einer 

symptomatischen psychischen Störung, einer Störung durch psychotrope 

Substanzen, einer Schizophrenie, einer schizotypen oder wahnhaften 

Störung ausmachen, mithin keine psychiatrische Diagnose stellen. Dem-

gegenüber wurde von den behandelnden Ärzten in den Monaten nach 

dem Unfall mehrfach eine depressive Störung diagnostiziert (vgl. etwa 

Arztbericht von Dr. med. F._____ vom 4. Juni 2013 in IV-act. 16 S. 2 so-

wie Arztbericht von Dr. med. G._____ vom 18. Juni 2013 in IV-act. 16 

S. 4). In Würdigung dieser damaligen Beurteilungen sowie auch in Anbe-

tracht der anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers (so spricht 

der Beschwerdeführer etwa von früheren Suizidgedanken, vgl. psychiatri-

sches Teilgutachten vom 9. April 2014 in IV-act. 69 S. 17) schliesst 

Dr. med. C._____ zwar nicht aus, dass damals tatsächlich eine eigentli-

che depressive Episode vorgelegen habe. Auf der anderen Seite sei der 

damals von Dr. med. G._____ beschriebene Psychostatus aber nicht sehr 

ausführlich, und schon im Austrittsbericht der Klinik Valens, wo sich der 

Beschwerdeführer vom 3. bis zum 23. Juli 2013 aufgehalten habe, sei nur 

noch eine Anpassungsstörung diagnostiziert worden. Aufgrund der aktuel-

len Untersuchung komme die Diagnose einer eigentlichen depressiven 

Episode aktuell jedoch sicherlich nicht mehr in Frage (vgl. psychiatrisches 

Teilgutachten vom 9. April 2014 in IV-act. 69 S. 30 f.). Zu dieser Auffas-

sung gelangte letztlich auch Dr. med. E._____ in seinem Arztbericht vom 

26. August 2015 (vgl. beschwerdeführerische Beilage [Bf-act.] 7), ob-

schon dieser einen depressiven Zustand im Rahmen des Telefonge-

sprächs mit Dr. med. C._____ vom 2. April 2014 noch als vorhanden er-

achtet hatte (vgl. psychiatrisches Teilgutachten vom 9. April 2014 in IV-

act. 69 S. 24 f.).

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c) In den früheren Berichten war sodann von einer Anpassungsstörung 

gemäss ICD-10 F43.22 die Rede (vgl. etwa Arztbericht von Dr. med. 

F._____ vom 29. Juli 2013 in IV-act. 16 S. 7, Austrittsbericht der Klinik 

Valens vom 28. August 2013 in IV-act. 30 S. 9 oder Arztbericht der Klinik 

Valens vom 18. November 2013 in IV-act. 41). Keinem dieser Berichte 

lässt sich indes eine Stellungnahme zu einer daraus resultierenden Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit entnehmen. Auch Dr. med. E._____ er-

wähnt in seinem Bericht vom 26. August 2016 eine Anpassungsstörung 

mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen wie Angst, Be-

sorgnis, Anspannung und Ärger, doch relativiert er diese Diagnose inso-

fern umgehend selber, als diese "am ehesten" zutreffe und nur bis zu ei-

ner Dauer von sechs Monaten gestellt werden könne (vgl. Bf-act. 7). 

Diesbezüglich hielt Dr. med. C._____ in seinem psychiatrischen Teilgut-

achten fest, dass sich aktuell keine Hinweise auf eine Anpassungsstörung 

finden liessen und der Psychostatus bezüglich Angst oder depressiver 

Symptome völlig unauffällig sei (vgl. psychiatrisches Teilgutachten vom 

9. April 2014 in IV-act. 69 S. 31). Auch die in vormaligen Berichten er-

wähnte (unspezifische) Somatisierungsstörung (vgl. etwa Arztberichte von 

Dr. med. G._____ vom 16. Mai resp. 18. Juni 2013 in IV-act. 39 S. 18 und 

IV-act. 16 S. 4 oder Arztbericht von Dr. med. F._____ vom 29. Oktober 

2013 in IV-act. 39 S. 1), welche schon damals nicht hinreichend nachvoll-

ziehbar diagnostiziert wurde, liegt zum jetzigen Zeitpunkt gemäss über-

einstimmender Auffassung von Dr. med. C._____ und Dr. med. E._____ 

nicht mehr vor. So seien die entsprechenden Symptome (mithin die früher 

nebst den Rückenschmerzen geklagten Beschwerden wie diffuse Glie-

derschmerzen, Bauchschmerzen, Überblähung, Miktionsschwierigkeiten, 

Atemlosigkeit, Übelkeit, Brustschmerzen) nicht mehr vorhanden (vgl. Be-

richt von Dr. med. E._____ vom 26. August 2015 in Bf-act. 7) resp. habe 

der Beschwerdeführer anlässlich der gutachterlichen Untersuchung fest-

gehalten, dass er keine Schmerzen habe, wenn er sitze und sich nicht 

bewege (vgl. psychiatrisches Teilgutachten vom 9. April 2014 in IV-act. 69 

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S. 31). Ausserdem legt auch die Beschreibung von Kreisarzt Dr. med. 

Bürge, welcher in seinem Bericht vom 24. April 2013 den nicht weiter be-

gründeten Verdacht auf eine Somatisierungsstörung geäussert hatte (vgl. 

IV-act. 39 S. 4 ff.), keine abweichende Einschätzung nahe. Gemäss Dr. 

med. C._____ habe dieser in erster Linie Nackenbeschwerden mit unter-

schiedlichen Ausstrahlungen bei Status nach Schlag gegen die Nasen-

beinregion beschrieben und damit wohl keine undifferenzierte Somatisie-

rungsstörung nach ICD-10 gemeint (vgl. psychiatrisches Teilgutachten 

vom 9. April 2014 in IV-act. 69 S. 31).

d) Zu klären bleibt das Vorliegen einer neurotischen oder somatoformen 

Störung sowie die ebenfalls im Raum stehende Diagnose einer anhalten-

den somatoformen Schmerzstörung. Hierzu führt der psychiatrische Teil-

gutachter Dr. med. C._____ nachvollziehbar aus, dass diesbezüglich in-

sofern keine Hinweise vorlägen, als der Beschwerdeführer nicht über an-

haltende Schmerzen klage. Die Diagnose einer anhaltenden Schmerz-

störung bedinge gemäss den ICD-10-Klassifikationen jedoch einen an-

dauernden, schweren und quälenden Schmerz (ICD-10: F45.4; vgl. 

psychiatrisches Teilgutachten vom 9. April 2014 in IV-act. 69 S. 31). Die-

se Einschätzung steht auch nicht im Widerspruch zu den gegenüber dem 

rheumatologischen Gutachter geäusserten multilokulären Schmerzen, 

zumal der Beschwerdeführer anlässlich der EFL-Untersuchung ein nicht 

adäquates Schmerzverhalten, eine undifferenzierte Beschreibung von 

Schmerzen und Einschränkungen und damit eine erhebliche Sym-

ptomausweitung offenbart hat (vgl. rheumatologisches Teilgutachten vom 

6. Juni 2014 in IV-act. 69 S. 83 sowie EFL-Bericht vom 15. Mai 2014 in 

IV-act. 70). Obschon die geklagten Schmerzen im Nacken und im Kreuz 

nicht durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung 

hinreichend erklärbar sind, treten diese nicht in Verbindung mit emotiona-

len Konflikten oder psychosozialen Belastungen auf, denen die Hauptrolle 

für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der 

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Schmerzen zukommt. Ebensowenig ist eine beträchtliche Steigerung der 

persönlichen oder medizinischen Hilfe oder Unterstützung ausgewiesen, 

weshalb die Kriterien für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

gemäss ICD-10 F45.4 entgegen der Auffassung von Dr. med. E._____ 

(vgl. Bf-act. 7) nicht vollumfänglich erfüllt sind. Nicht nachvollziehbar ist 

sodann die Aussage von Dr. med. E._____, inwiefern dabei auch psychi-

sche Faktoren eine Rolle spielten und demnach die Diagnose einer chro-

nischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(ICD-10 F45.41) angebrachter sei. Vielmehr zählt Dr. med. E._____ am 

Ende seines Berichts vom 26. August 2015 lediglich die Voraussetzungen 

für das Vorliegen einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren auf und erklärt diese als erfüllt, ohne diese Aus-

führungen zu begründen oder mit Einschätzungen anderer Ärzte zu un-

termauern. 

e) Insgesamt liegen demnach keine Anhaltspunkte vor, welche dazu veran-

lassen, die voll beweiswertigen gutachterlichen Schlussfolgerungen in 

Zweifel zu ziehen. Wie soeben dargelegt, liegen sämtliche medizinischen 

Berichte, welche eine abweichende Einschätzung des psychischen Ge-

sundheitszustandes beinhalten, entweder zeitlich weiter zurück oder sind 

diese nicht differenziert begründet. Ausserdem hat sich Dr. med. C._____ 

im Rahmen seiner psychiatrischen Begutachtung mit diesen früheren Be-

urteilungen eingehend auseinandergesetzt und gestützt auf seine durch-

geführten Untersuchungen nachvollziehbar dargelegt, weshalb keine psy-

chischen Einschränkungen (mehr) vorliegen, welche die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit negativ beeinflussen kön-

nen. Insbesondere hat er nachvollziehbar ausgeführt, weshalb beim Be-

schwerdeführer keine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vorliege, 

weshalb selbstredend auch nicht geprüft werden musste, ob die Schmer-

zen mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbar sind oder nicht. Ent-

gegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist das bidisziplinäre Gut-

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achten für die streitigen Belange demnach umfassend und gilt der medi-

zinische Sachverhalt als ausreichend abgeklärt. Da von weiterführenden 

medizinischen Abklärungen überdies keine abweichenden Erkenntnisse 

zu erwarten sind, ist dem beschwerdeführerischen Antrag auf Einholung 

eines Obergutachtens in antizipierter Beweiswürdigung nicht stattzugeben 

(vgl. BGE 136 I 229 E.5.3 m.w.H). Folglich ist die IV-Stelle bei der Be-

messung des Invalideneinkommens (vgl. hierzu sogleich Erwägung 5) 

gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten zu Recht von einer 80%igen Ar-

beitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit ausgegangen.

5. a) Zur Bemessung des Invaliditätsgrades ist zunächst festzuhalten, dass 

sowohl die Anwendung der Einkommensvergleichsmethode als auch das 

für das Jahr 2014 ermittelte Valideneinkommen von Fr. 77'624.54 seitens 

des Beschwerdeführers zu Recht nicht bestritten wird. In Bezug auf das 

Invalideneinkommen macht der Beschwerdeführer einen Leidensabzug 

von insgesamt 20 % geltend, zumal ihm aufgrund der starken Einschrän-

kungen keine Arbeit im Produktionssektor mehr zumutbar sei und teilzeit-

arbeitende Männer statistisch gesehen weniger gut entlohnt würden als 

Vollzeitarbeitende. Hierzu ist mit der IV-Stelle festzuhalten, dass es auch 

im Produktionssektor zahlreiche körperlich leichte bis knapp mittelschwe-

re, wechselbelastende Arbeitsmöglichkeiten gibt, welche vom Beschwer-

deführer noch ausgeführt werden können. Zu denken ist dabei etwa an 

leichte Maschinenbedienung, Kontrollfunktionen, leichte Sortier-, Prüf- 

und Verpackungsarbeiten sowie leichtere Arbeiten im Bereich der Lager- 

oder Ersatzteilbewirtschaftung (vgl. hierzu angefochtene Verfügung S. 9). 

Das gestützt auf die LSE 2012-Tabellenlöhne zu ermittelnde Invalidenein-

kommen ist also nicht auf den Dienstleistungssektor anzupassen, und 

entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann vor diesem Hin-

tergrund auch nicht von einer fehlenden wirtschaftlichen Verwertbarkeit 

seiner (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt die Rede sein. Aus-

serdem ist der geltend gemachte Teilzeitabzug bei Männern resp. die 

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hierzu vorgebrachte Rechtsprechung mittlerweile überholt. Wie aus den 

neuesten LSE 2012 hervorgeht, wirkt sich eine Teilzeitbeschäftigung zwi-

schen 50 – 89 % bei den hier relevanten Tätigkeiten ohne Kaderfunktion 

(Kompetenzniveau 1) nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern 

eher lohnerhöhend, jedenfalls aber nicht lohnmindernd aus (vgl. den ent-

sprechenden LSE 2012-Auszug in der Beilage zur Vernehmlassung der 

IV-Stelle). Ausserdem rechtfertigt der Umstand, dass eine grundsätzlich 

vollzeitlich arbeitsfähige Person behinderungsbedingt lediglich reduziert 

leistungsfähig ist, keinen über die Berücksichtigung der eingeschränkten 

Leistungsfähigkeit hinausgehenden Abzug (dies im Gegensatz zu einer 

aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbsfähigen Per-

son; vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 8C_344/2012 vom 16. August 

2012 E.3.2 m.w.H. sowie Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden S 15 48 vom 2. Februar 2016 E.3b/aa). Entgegen der Auf-

fassung des Beschwerdeführers rechtfertigt es sich demnach nicht, einen 

über die bereits veranschlagten 10 % hinausgehenden Leidensabzug zu 

gewähren. Die Rechtmässigkeit dieses von der IV-Stelle berücksichtigten 

Leidensabzuges von 10 % braucht an dieser Stelle jedoch nicht absch-

liessend beurteilt zu werden, zumal ohnehin kein rentenanspruchsbe-

gründender Invaliditätsgrad vorliegt (vgl. hierzu sogleich Erwägung 5b).

b) Ausgehend von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

sowie einem Leidensabzug von 10 % hat die IV-Stelle das Invalidenein-

kommen im Jahre 2014 auf Fr. 47'728.56 berechnet (vgl. angefochtene 

Verfügung S. 8). Aus dem Vergleich mit dem Valideneinkommen von 

Fr. 77'624.54 resultiert ein nicht rentenanspruchsbegründender IV-Grad 

von 38.51 %, weshalb die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Be-

schwerdeführers in der angefochtenen Verfügung vom 18. Dezember 

2015 zu Recht abgewiesen hat. Diesbezüglich ist die vorliegende Be-

schwerde demnach abzuweisen.

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6. a) In Bezug auf den Anspruch auf berufliche Massnahmen hat die IV-Stelle 

die vorliegende Beschwerde im Rahmen ihrer Vernehmlassung vom 

11. Februar 2016 anerkannt. Insoweit kann die Beschwerde demnach als 

erledigt abgeschrieben werden (Art. 20 Abs. 1 VRG). Umstritten ist dies-

bezüglich lediglich die Kostenfolge, weshalb diese in Anwendung von 

Art. 20 Abs. 2 VRG vom Gericht festzulegen ist. Grundsätzlich gilt der Be-

schwerdeführer diesbezüglich als obsiegend und damit nicht kostenpflich-

tig resp. entschädigungsberechtigt, zumal sein Anspruch auf berufliche 

Massnahmen anerkannt worden ist. Die IV-Stelle weist jedoch zutreffend 

darauf hin, dass keine Parteientschädigung beanspruchen kann, wer zwar 

im Prozess (teilweise) obsiegt, sich aber den Vorwurf gefallen lassen 

muss, er habe es wegen Verletzung der auch im Rahmen des Untersu-

chungsgrundsatzes geltenden Mitwirkungspflicht selber zu verantworten, 

dass ein unnötiger Prozess geführt worden sei (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 9C_4/2007 vom 30. Juli 2007 E.1 sowie zur dem Verursacherprin-

zip folgenden Praxis des Verwaltungsgerichts zur Kostenverteilung bei 

Gegenstandslosigkeit auch Urteil des Verwaltungsgerichts A 15 36 vom 

23. Oktober 2015 E.2).

b) Vorliegend ist der IV-Stelle insofern zuzustimmen, als sich der Beschwer-

deführer im Zusammenhang mit den beruflichen Massnahmen im Vorbe-

scheidverfahren nicht hat vernehmen lassen. Daran ändert es auch 

nichts, dass in den Wochen vor dem Erlass des Vorbescheids am 1. Ok-

tober 2015 (vgl. IV-act. 113) diesbezüglich ein reger Austausch stattge-

funden hat (Telefonate, E-Mails, Sistierungsgesuch; vgl. Replik S. 3 f.). 

Da die entsprechende Korrespondenz ausnahmslos vor dem Erlass des 

Vorbescheids betreffend berufliche Massnahmen stattgefunden hatte, be-

stand für die IV-Stelle kein Anlass, ihren im Vorbescheid vertretenen 

Standpunkt zu überprüfen und die Arbeitsvermittlung wieder aufzuneh-

men. Demnach hat es der Beschwerdeführer zu verantworten, dass es 

hinsichtlich der beruflichen Massnahmen zu einem unnötigen Prozess 

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gekommen ist. In Bezug auf die teilweise Anerkennung der vorliegenden 

Beschwerde ist er demnach nicht von den Gerichtskosten zu befreien re-

sp. aussergerichtlich zu entschädigen.

7. a) Aufgrund des Gesagten ist es nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle 

bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf die 

Einschätzungen im bidisziplinären Gutachten vom 6. Juni 2014 abgestellt 

und dessen Leistungsanspruch mangels rentenanspruchsbegründendem 

Invaliditätsgrad abgewiesen hat. Demnach ist die angefochtene Verfü-

gung vom 18. Dezember 2015 zu bestätigen und die vorliegende Be-

schwerde abzuweisen, soweit diese – in Bezug auf die Verfügung vom 

14. Dezember 2015 betreffend Anspruch auf berufliche Massnahmen – 

nicht zufolge Anerkennung als gegenstandslos geworden abzuschreiben 

ist.

b) Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung 

von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren gestützt 

auf Art. 69 Abs. 1bis IVG – in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – 

grundsätzlich kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-

aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend rechtfertigt es sich, dem unterliegenden 

Beschwerdeführer Parteikosten in Höhe von Fr. 700.-- aufzuerlegen (vgl. 

zur Kostenverteilung trotz Anerkennung vorstehend Erwägung 6).

c) Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird nach Art. 61 lit. f ATSG 

i.V.m. Art. 76 VRG entsprochen, zumal die finanzielle Bedürftigkeit des 

Beschwerdeführers in Anbetracht der Sozialhilfeverfügung der Gemeinde 

X._____ vom 11. März 2016 (vgl. Schreiben des Beschwerdeführers vom 

11. Mai 2016 inkl. Verfügung im separaten URP-Dossier) ausgewiesen 

und seine Beschwerde nicht gerade von Vornherein als aussichtslos zu 

bezeichnen war. Aus diesem Grunde werden die Gerichtskosten von 

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Fr. 700.-- auf die Gerichtskasse genommen. Die Entschädigung der 

Rechtsbeiständin wird – infolge Fehlens einer detaillierten Honorarnote, in 

Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei der Vertreterin des Beschwer-

deführers nicht um eine Rechtsanwältin/Juristin handelt sowie vor dem 

Hintergrund der vorstehenden Ausführungen zur Kostenfolge in Bezug 

auf die teilweise Anerkennung der vorliegenden Beschwerde (vgl. vorste-

hend Erwägung 6) – ermessensweise auf insgesamt Fr. 1'500.-- (inkl. all-

fälliger MWST) festgelegt. In diesem Umfang wird die Vertreterin des Be-

schwerdeführers durch die Staatskasse entschädigt. Der Beschwerdefüh-

rer ist nach Art. 77 VRG jedoch verpflichtet, die erlassenen Gerichts- und 

Vertretungskosten zurückzuerstatten, falls er dereinst aufgrund verbes-

serter Einkommens- und Vermögensverhältnisse dazu im Stande sein 

sollte. Der obsiegenden IV-Stelle steht demgegenüber keine Parteien-

tschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht zufolge Anerkennung 

als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird.

2. a) In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 76 VRG) werden 

die Kosten von Fr. 700.-- zulasten von A._____ von der Gerichtskasse 

übernommen.

b) A._____ wird in der Person einer Rechtsvertreterin auf Kosten des Staates 

bestellt. Diese wird durch die Gerichtskasse mit Fr. 1'500.-- entschädigt.

c) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlassene und 

die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG).

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