# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bab1def-8e94-5180-bdc2-c4e157e2f33c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 09.12.2021 750 21 224/322
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_750-21-224-322_2021-12-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 9. Dezember 2021 (750 21 224 / 322) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Corona-Erwerbsersatz 
 
 
Art. 5 Abs. 2 Satz 2 der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall verstösst insoweit gegen 
den verfassungsmässigen Grundsatz der Gleichbehandlung, als dass für die Berechnung 
des massgeblichen Einkommens 2019 resp. Neuberechnung der Entschädigung auf 
Grundlagen abgestellt wird, auf deren Ausstellung die antragsstellende Person in zeitli-
cher Hinsicht keinen Einfluss hat. 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Bin-
ningen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Corona-Erwerbsersatzentschädigung  

 
 
 
A. A.____ betreibt als selbständig Erwerbende seit 2007 den Betrieb B.____ mit Hauptsitz in 
C.____. Mit Gesuch vom 26. März 2020 hat sie sich unter Hinweis darauf, dass ihr Betrieb auf-
grund der bundesrätlichen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie seit dem 16. März 2020 

 
 
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geschlossen sei, zum Bezug einer Corona-Erwerbsersatzentschädigung angemeldet. Die Aus-
gleichskasse Basel-Landschaft (Kasse) hat in der Folge basierend auf einer provisorischen Ein-
kommensgrundlage per 2019 von jährlich Fr. 5'400.— eine Erwerbsersatzentschädigung für die 
Zeit vom 17. März bis 16. September 2020 im Umfang von insgesamt Fr. 2'091.60 ausgerichtet. 
Aufgrund der definitiven Steuerveranlagung 2019 hat sie das AHV-pflichtige Einkommen der Ge-
suchstellerin mit Verfügung vom 23. März 2021 auf jährlich Fr. 15'300.— korrigiert, gestützt darauf 
ihre Beitragsforderung für das Jahr 2019 auf Fr. 1'040.60 erhöht und den resultierenden Diffe-
renzbetrag von Fr. 461.60 an geschuldeten AHV-Beiträgen von der Versicherten nachgefordert. 
 

B. Mit Schreiben vom 25. März 2021 ersuchte die Versicherte die Kasse um Neuberechnung 
der Corona-Erwerbsersatzentschädigung auf der Basis des für das Jahr 2019 neu festgesetzten 
Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Umfang von brutto Fr. 15'300.—. 

 
C. Mit Verfügung vom 17. Mai 2021 bestätigte die Kasse den Anspruch der Versicherten im 
Umfang der bereits ausbezahlten Entschädigungsleistungen im Gesamtbetrag von Fr. 2'091.60. 
Eine dagegen erhobene Einsprache der Versicherten wies sie mit Einspracheentscheid vom 
21. Juni 2021 mit der Begründung ab, dass die Entschädigung aufgrund des deklarierten Jahres-
einkommens 2019 gemäss den Akonto-Grundlagen 2019 ausgerichtet worden sei. Die definitive 
Steuerveranlagung 2019 sei erst im November 2020 ergangen. Gemäss Art. 5 Abs. 2bis der Ver-
ordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-
19-Verordnung Erwerbsausfall) vom 20. März 2020 bleibe für anspruchsberechtigte Selbständi-
gerwerbende, die bereits eine Entschädigung gemäss dieser Verordnung in der bis 16. Septem-
ber 2020 geltenden Fassung bezogen hätten, die Berechnungsgrundlage dieselbe. Dies bedeute, 
dass die Entschädigung auf der Grundlage eines Einkommens von Fr. 5'400.— bestehen bleibe 
und eine rückwirkende Neuberechnung auf der Einkommensgrundlage der Steuermeldung 2019 
ausgeschlossen sei, da die Entschädigungen bei Erlass der Steuerveranlagung im November 
2020 bereits bezogen gewesen seien. 
 
D. Gegen diesen Einspracheentscheid hat A.____ mit Eingabe vom 19. Juli 2021 Be-
schwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht), erhoben. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass sie von 
März bis September 2020 eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung auf der Grundlage des von 
ihr angegebenen Einkommens von Fr. 5'400.— bezogen habe. Erst mit Erhalt der Steuerrech-
nung am 19. November 2020 habe sie erfahren, dass ihr AHV-pflichtiges Einkommen aus ihrem 
selbständigen Erwerb für das Jahr 2019 unerwartet auf Fr. 15'300.— angehoben worden sei, da 
der bisherige Abzug im Umfang des Eigenmietwerts ihrer Liegenschaft in der Höhe von Fr. 
7'200.— steuerrechtlich nicht mehr akzeptiert worden sei. Dies habe zur Folge, dass die Kasse 
aufgrund eines höheren steuerrechtlichen Einkommens AHV-Beiträge nachgefordert habe. Es 
könne nicht im Sinne der Gesetzgebung sein, wenn die Kasse aufgrund eines nunmehr höheren 
Einkommens Beiträge nachfordern könne, sich gleichzeitig aber weigere, dasselbe höhere Ein-
kommen bei der Bemessung der Erwerbsersatzentschädigung zu berücksichtigen. 
 
E. Die Ausgleichskasse schloss mit Vernehmlassung vom 3. September 2021 auf Abwei-
sung der Beschwerde. 

 
 
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Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Nach Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall vorliegend anwendbar 
sind, kann gegen Einspracheentscheide der Ausgleichskassen beim zuständigen kantonalen 
Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer-
deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, 
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 
ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf 
die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 19. Juli 2021 ist demnach einzutreten. 
 
2.1     Am 20. März 2020 hat der Bundesrat gestützt auf Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 die Covid-19-Verordnung Erwerb-
sausfall erlassen und rückwirkend auf den 17. März 2020 in Kraft gesetzt sowie deren Geltungs-
dauer bis zum 16. September 2020 befristet (Art. 11 Abs. 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsaus-
fall). Während dieses Geltungszeitraums erfuhr sie am 23. April 2020 und am 6. Juli 2020 zwei 
Änderungen, bevor ihre Geltungsdauer mit Änderung vom 17. September 2020 bis Ende 2021 
verlängert wurde (Art. 11 Abs. 4 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall). Die COVID-19-
Verordnung Erwerbsausfall in der bis zum 16. September 2020 gültigen Fassung unterscheidet 
zwischen direkt betroffenen Selbständigerwerbenden gemäss Art. 2 Abs. 3, welche aufgrund ei-
ner Massnahme einen Erwerbsausfall erleiden, und indirekt Betroffenen gemäss Art. 2 Abs. 3bis, 
welche nicht unter Absatz 3 fallen, aber anspruchsberechtigt sind, wenn sie aufgrund der bun-
desrätlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus einen Erwerbsausfall erleiden, so-
fern ihr Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 10'000.— und Fr. 90'000.— liegt. Für die 
Bemessung der Höhe der Entschädigung ist auf Art. 5 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall 
abzustellen. Demnach beträgt das Taggeld 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, 
das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt worden war (Absatz 1), wobei zur 
Ermittlung des Einkommens Art. 11 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz vom 25. 
September 1952 (EOG) sinngemäss anwendbar ist (Absatz 2 Satz 1). Nach der Festlegung der 
Entschädigung kann eine Neuberechnung der Entschädigung nur vorgenommen werden, wenn 
eine aktuellere Steuerveranlagung bis zum 16. September 2020 der anspruchsberechtigten Per-
son zugestellt wird, und diese den Antrag zur Neuberechnung bis zu diesem Datum einreicht 
(Absatz 2 Satz 2). 

 
 
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2.2 Diese Bemessungsgrundsätze finden sich auch im Kreisschreiben des Bundesamtes für 
Sozialversicherungen (BSV) über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpfung des 
Coronavirus (Corona-Erwerbsersatz, KS CE, in der vorliegend anwendbaren Fassung 6/20, 
Stand 3. Juli 2020). Demnach bildet Grundlage für die Bemessung der Entschädigung für selb-
ständig Erwerbende grundsätzlich das Erwerbseinkommen, welches im Jahr 2019 erzielt wurde. 
Als Basis ist gemäss KS CE dabei jenes Einkommen zu verwenden, welches für die Festsetzung 
der Beitragsrechnungen für das Jahr 2019 (Akonto-Rechnungen) herangezogen worden ist. Ba-
sierte die festgesetzte Entschädigung auf dem Einkommen, welches für die Akontorechnungen 
2019 herangezogen wurde und wurde dieses seit der letzten definitiven Beitragsverfügung nicht 
angepasst, so ist auf Antrag auf das Einkommen der letzten definitiven Beitragsverfügung abzu-
stellen. Liegt im Zeitpunkt der Festsetzung der Entschädigung die definitive Steuerveranlagung 
für das Jahr 2019 bereits vor, ist auf diese abzustellen (KS CE Randziffer [Rz] 1065). Eine nach-
trägliche Anpassung des Erwerbseinkommens infolge der definitiven Steuermeldung für das Bei-
tragsjahr 2019, die nach dem 16. September 2020 eingeht, bewirkt keine Änderung in der Ent-
schädigung. Der Antrag auf Neuberechnung resp. Revision oder Wiedererwägung muss dem 
Wortlaut der KS CE spätestens am 16. September 2020 bei der Ausgleichskasse eingereicht 
werden (a.a.O., Rz 1065.1). 
 
2.3 Bei einem Kreisschreiben handelt es sich um eine von der Aufsichtsbehörde für richtig 
befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Die Weisung ist ihrer Natur nach keine 
Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichmässigen Gesetzesanwendung abgegebene 
Meinungsäusserung der sachlich zuständigen Aufsichtsbehörde. Solche Verwaltungsweisungen 
sind wohl für die Durchführungsorgane, nicht aber für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 
V 206 E. 4c, vgl. auch 123 II 16 E. 7, 119 V 255 E. 3a mit Hinweisen). Das Gericht soll sie bei 
seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht 
werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es weicht ander-
seits insoweit von den Weisungen ab, als sie mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen 
nicht vereinbar sind (BGE 123 V 70 E. 4a mit Hinweisen). Auf dem Wege von Verwaltungswei-
sungen dürfen allerdings keine über Gesetz oder Verordnung hinausgehende Einschränkungen 
eines materiellen Rechtsanspruchs eingeführt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 18. De-
zember 2018 8C_571/2018, E. 3, mit Verweis auf BGE 142 V 442 E. 5.2). 
 
3. Nach Art. 8 Abs. 1 BV verletzt ein Erlass das Rechtsgleichheitsgebot, wenn er rechtliche 
Unterscheidungen trifft, für die kein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen ersicht-
lich ist, oder er Unterscheidungen unterlässt, die sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen, 
wenn also Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nicht nach 
Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Die ungerechtfertigte Gleich- bzw. Un-
gleichbehandlung muss sich dabei allerdings stets auf eine wesentliche Tatsache beziehen. Die 
Frage, ob für eine rechtliche Unterscheidung ein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhält-
nissen besteht, kann zu verschiedenen Zeiten auch unterschiedlich beantwortet werden. Dem 
Gesetzgeber bleibt im Rahmen dieser Grundsätze ein weiter Gestaltungsspielraum (BGE 131 I 1 
E. 4.2 S. 6 f.; BGE 129 I 1 E. 3 S. 3, BGE 129 I 265 E. 3.2 S. 268 f.; BGE 127 I 185 E. 5 S. 192; 
BGE 127 V 448 E. 3b S. 454; je mit Hinweisen). 

 
 
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4.1 In seinem Entscheid vom 29. Oktober 2020 (EE.2020.00006) ist das Zürcher Sozialversi-
cherungsgericht zum Schluss gelangt, dass Rz 1065 KS CE die Anwendung insoweit zu versagen 
sei, als diese Bestimmung gegen den verfassungsmässigen Grundsatz der Gleichbehandlung 
verstosse. Sie stelle zur Berechnung der Corona-Erwerbsersatzentschädigung auf Grundlagen 
ab, auf deren Ausstellung die antragsstellende Person in zeitlicher Hinsicht keinen Einfluss habe. 
Zu welchem Zeitpunkt eine definitive Steuerveranlagung im Einzelfall ausgestellt werde, hänge 
von Faktoren ab, die ausserhalb des Einflussbereichs der steuerpflichtigen Person lägen. Es 
komme daher einer sachlich nicht zu rechtfertigenden Privilegierung bzw. Benachteiligung einer 
antragsstellenden Person gleich, wenn deren Anspruch davon abhängig gemacht werde, ob die 
definitive Steuerveranlagung betreffend das Jahr 2019 im Zeitpunkt des Antrages bzw. spätes-
tens bis 16. September 2020 bereits zugestellt worden sei oder nicht. Eine gesuchstellende Per-
son habe daher einen Anspruch darauf, dass ihre definitive Steuerveranlagung 2019 auch nach 
dem 16. September 2020 zu berücksichtigen sei. 
 

4.2 Dieser Auffassung ist zu folgen. Im vorliegenden Fall ist die definitive Steuerveranlagung 
2019 nachweislich erst am 19. November 2020 erstellt worden. Das steuerbare Einkommen der 
Versicherten aus ihrer selbständiger Erwerbstätigkeit, das für die Bemessung der AHV-Beiträge 
und damit auch für die Erwerbsersatzentschädigung massgeblich ist, ist somit erst nach dem 16. 
September 2020 überhaupt festgelegt worden. Diese Verspätung darf nicht zu einer rechtsun-
gleichen Schlechterbehandlung der Beschwerdeführerin führen. Der dem angefochtenen Ent-
scheid zugrundeliegende Art. 5 Abs. 2 Satz 2 der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall und Rz 
1065.1 KS CE verstossen insoweit gegen den verfassungsmässigen Grundsatz der Gleichbe-
handlung (oben, Erwägung 3), als dass für eine allfällige Neu-Berechnung des massgeblichen 
Einkommens auf Grundlagen abgestellt wird, auf deren Ausstellung die antragsstellende Person 
in zeitlicher Hinsicht keinen Einfluss hat. Zu welchem Zeitpunkt ihre definitive Steuererklärung im 
Einzelfall ausgestellt wird, hängt namentlich von Faktoren ab, die ausserhalb des Einflussbe-
reichs der Versicherten in ihrer Eigenschaft als steuerpflichtige Person liegen. Die Anwendung 
von Rz 1065.1 KS CE und mit ihr insoweit auch Art. 5 Abs. 2 Satz 2 der COVID-19-Verordnung 
Erwerbsausfall würden folglich entweder zu einer sachlich nicht zu rechtfertigenden Privilegierung 
oder aber zu einer Benachteiligung der antragstellenden Person führen, wenn deren etwaiger 
Anspruch davon abhängig gemacht würde, ob die definitive Steuerveranlagung betreffend das 
Jahr 2019 spätestens am 16. September 2020 bereits zugestellt worden ist oder nicht. Als Aus-
fluss der zitierten Bestimmungen ergäben sich mithin rechtliche Unterscheidungen, für die kein 
vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen ersichtlich ist. Die Beschwerdeführerin ist 
daher so zu behandeln, wie wenn ihre definitive Steuerveranlagung 2019 bereits vor dem 
16. September 2019 erfolgt wäre. 
 
4.3 Es ist darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 5 Abs. 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsaus-
fall für die Ermittlung des Einkommens Art. 11 Abs. 1 des Erwerbsersatzgesetzes (EOG) sinnge-
mäss anwendbar ist (oben, Erwägung 2.1). Demnach bildet Grundlage für die Ermittlung des 
durchschnittlichen Erwerbseinkommens jenes Einkommen, von dem die Beiträge nach dem Bun-
desgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) erhoben werden. Der Bun-

 
 
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desrat erlässt Vorschriften über die Bemessung der Entschädigung und lässt durch das Bundes-
amt für Sozialversicherungen verbindliche Tabellen mit aufgerundeten Beträgen aufstellen. Im 
Rahmen dieser Kompetenz hat der Bundesrat die Verordnung über das Erwerbsersatzgesetz 
(EOV) vom 24. November 2004 erlassen, welche in Art. 7 Abs. 1 EOV vorsieht, dass eine nach-
trägliche Anpassung der Erwerbsersatzentschädigung anhand neuer definitiver Steuerveranla-
gungen unbefristet vorzunehmen ist. Insofern widerspricht die von der Beschwerdegegnerin her-
angezogene Weisung in Rz 1065.1 KS CE den allgemein geltenden Vorgaben für eine allfällige 
Anpassung der Erwerbsersatzentschädigung an eine definitive Steuerveranlagung bei Selbstän-
digerwerbenden. Da die Covid-19-Verordnung Erwerbsersatz mittlerweile nicht mehr nur bis zum 
16. September 2020 gilt, sondern deren Geltungszeitraum bis zum 31. Dezember 2021 erstreckt 
worden ist (oben, E. 2.1), vermag umso weniger zu überzeugen, weshalb die für die Bemessung 
der Erwerbsersatzentschädigung relevanten Unterlagen im vorliegenden Fall lediglich bis am 16. 
September 2020 hätten eingereicht werden müssen. Aus dem Umstand, dass eine Entschädi-
gungsregelung nur während eines befristeten Zeitraums gültig ist, lässt sich jedenfalls nicht ab-
leiten, dass eine nachträgliche Korrektur der Bemessung der für diesen befristeten Zeitraum zu 
entrichtenden Entschädigung anhand relevanterer Bemessungsgrundlagen unzulässig wäre. Ge-
mäss ihrer Steuerveranlagung 2019 hat die Versicherte im Jahr 2019 aus selbständiger Erwerbs-
tätigkeit unbestrittenermassen ein steuerbares Netto-Einkommen von Fr. 14'564.— erzielt, was 
erweitert um ihre persönlichen Beiträge zu einem beitragspflichtigen Brutto-Einkommen von 
Fr. 15'300.— führt. Dieses Einkommen bildet die rechtmässige Grundlage für die definitiv verfüg-
ten AHV-Beiträge in der Höhe von Fr. 1'040.60 und muss demnach auch Grundlage für die Be-
messung ihrer Corona-Erwerbsersatzentschädigung bilden. Dies gilt umso mehr, weil die Grund-
lage für die Erhebung ihrer geschuldeten AHV-Beiträge andernfalls um ein Vielfaches höher aus-
fallen würde als die Grundlage für eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung, was sich unter dem 
quantitativen Blickwinkel einer rechtsgleichen Behandlung sachlich schlicht nicht begründen 
liesse.  
 

4.4 Die Kasse wendet nun aber nicht nur ein, dass die Steuerveranlagung 2019 nach dem 16. 
September 2020 und damit verspätet erfolgt sei, sondern beruft sich darüber hinaus auf Art. 5 
Abs. 2bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall. Diese Bestimmung ist im Rahmen der erst am 4. 
November 2020 beschlossenen Änderungen rückwirkend per 17. September 2020 in Kraft ge-
setzt worden. Sie statuiert, dass für Anspruchsberechtigte, die bereits eine Entschädigung ge-
stützt auf die Verordnung in der bis 16. September 2020 geltenden Fassung bezogen haben, die 
Berechnungsgrundlage unverändert bleibt. Die Kasse weist darauf hin, dass die Versicherte be-
reits vor dem 16. September 2020 Entschädigungsleistungen auf der Basis eines Einkommens 
von Fr. 5'400.— bezogen habe. Eine Korrektur sei daher nicht mehr möglich. Es trifft zwar zu, 
dass die Versicherte im hier strittigen Zeitraum bis 16. September 2020 bereits Leistungen bezo-
gen hat. Entgegen der von der Kasse vertretenen Auffassung besagt der Wortlaut der von ihr 
zitierten Bestimmung aber gerade nicht, dass Entschädigungsleistungen für die Zeit bis zum 
16. September 2020 nicht mehr angepasst werden könnten. Art. 5 Abs. 2bis Covid-19-Verordnung 
Erwerbsausfall schreibt lediglich vor, dass allfällige, erst nach dem 17. September 2020 auszu-
richtende Leistungen auf der bisher bis 16. September 2020 geltenden Bemessungsgrundlage 
zu erfolgen haben. Die fragliche Bestimmung in Art. 5 Abs. 2bis Covid-19-Verordnung gilt denn 
auch erst mit Wirkung ab 17. September 2020 und kann mit Blick auf einen Bezug von Leistungen 

 
 
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für die Zeit noch vor dem 17. September 2020 keine Geltung beanspruchen. Sie will lediglich 
sicherstellen, dass eine zuvor erhobene Bemessungsgrundlage nach dem 17. September 2020 
weiter gültig bleibt. Im vorliegenden Fall dreht sich der Streit indes einzig um Leistungen für die 
Zeit vor dem 16. September 2020 und gerade nicht um deren Anpassung für die Zeit danach. Die 
von der Kasse zitierte und erst ab 17. September 2020 in Kraft getretene Bestimmung ist daher 
nicht einschlägig. Zumal Art. 5 Abs. 2bis Covid-19-Verordnung rückwirkend in Kraft gesetzt worden 
ist, kann daraus nicht abgeleitet werden, dass eine Korrektur für Leistungen bis zum 16. Septem-
ber 2020 noch vor dem 16. September 2020 geltend gemacht werden müsste. Dies gilt auch im 
vorliegenden Fall. Der Versicherten kann jedenfalls nicht angelastet werden, dass sie eine An-
passung ihrer steuerrechtlichen Bemessungsgrundlage nicht schon vor dem 16. September 2020 
verlangt hat, nachdem sie selber erst danach von der tatsächlichen Höhe ihres beitragspflichtigen 
Einkommens erfahren hat. 
 
5. Zusammenfassend besitzt die Beschwerdeführerin für die Zeit vom 17. März bis 16. Sep-
tember 2020 Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung auf der Basis eines bei-
tragspflichtigen Jahreseinkommens von brutto Fr. 15'300.—. Dieser Betrag entspricht dem Ein-
kommen, welches die Versicherte gemäss der ihr nachträglich zugestellten definitiven Steuerver-
anlagung im Jahr 2019 nachweisbar erzielt hat. Die Beschwerde ist im Ergebnis daher gutzuheis-
sen. 
 
6. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. f bis ATSG in der ab 1. Januar 
2021 geltenden Fassung hat der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos 
zu sein. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Partei-
entschädigung ist mangels anwaltlicher Vertretung der Beschwerdeführerin nicht auszurichten. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Aus-
gleichkasse Basel-Landschaft vom 21. Juni 2021 aufgehoben, und es 
wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit zwischen dem 
17. März 2020 und 16. September 2020 Anspruch auf eine Corona-Er-
werbsersatzentschädigung auf der Basis eines massgebenden Einkom-
mens aus selbständiger Tätigkeit im Umfang von Fr. 15'300.— besitzt.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.