# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d927d75-4ad7-56f5-a0a1-290a8bba0700
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 20.01.2022 U 2021 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2021-97_2022-01-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 21 97

3. Kammer 

Einzelrichterin Pedretti

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 20. Januar 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Stadt A._____, 

Beschwerdeführerin

gegen

B._____,

Beschwerdegegnerin

betreffend Erläuterungsgesuch der Stadt A._____ zum Urteil Verwaltungs-
gericht des Kantons Graubünden U 21 5 vom 2. Juli 2021

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I. Sachverhalt:

1. Die 1973 geborene B._____ wird seit dem 1. Februar 2019 auf der Basis 

eines Einpersonenhaushalts von der Stadt A._____ öffentlich unterstützt. 

Sie wohnt an der C._____ in einer Zweizimmerwohnung. Der monatliche 

Mietzins liegt bei brutto CHF 1'154.--. 

2. Die Sozialen Dienste der Stadt A._____ (nachfolgend: Soziale Dienste) 

verfügten am 17. September 2020 die Reduktion der anrechenbaren 

Wohnkosten von B._____ ab dem 1. Oktober 2020 auf CHF 750.--, da der 

Nachweis, sich intensiv und konkret um eine günstigere Wohnmöglichkeit 

bemüht zu haben, nicht erbracht worden sei. 

3. Dagegen gelangte B._____ mit Eingabe vom 24. September 2020 an den 

Stadtrat von A._____ (nachfolgend: Stadtrat), wobei sie namentlich 

geltend machte, ihr sei vorgängig zum Entscheid vom 17. September 2020 

das rechtliche Gehör nicht gewährt worden. Daraufhin hoben die Sozialen 

Dienste mit Verfügung vom 29. September 2020 diejenige vom 17. 

September 2020 auf und räumten B._____ das rechtliche Gehör ein. Auch 

dagegen erhob B._____ am 5. Oktober 2020 Beschwerde beim Stadtrat. 

Dieser vereinigte die beiden Beschwerdeverfahren und erteilte ihnen die 

aufschiebende Wirkung.

4. Mit Entscheid vom 17. November 2020 hiess der Stadtrat in Aufhebung 

der Verfügung vom 29. September 2020 die Beschwerde vom 5. Oktober 

2020 gut (Dispositiv-Ziffer 1), zumal mit der Rechtshängigmachung der 

Streitsache die Verfahrensherrschaft infolge Devolutiveffekts auf den 

Stadtrat übergegangen sei, weshalb es den Sozialen Diensten nicht 

zugestanden habe, die (angefochtene) Verfügung vom 17. September 

2020 in Eigenregie materiell aufzuheben. Der Stadtrat wies hingegen die 

Beschwerde von B._____ vom 24. September 2020 gegen die Verfügung 

der Sozialen Dienste vom 17. September 2020 ab und befand, dass die 

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Mehrmiete von CHF 404.-- pro Monat ab dem 1. April 2021 vom 

Grundbedarf abzuziehen und die anrechenbaren Wohnkosten auf CHF 

750.-- pro Monat festzulegen seien (Dispositiv-Ziffer 2).

5. Mit dagegen beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden am 

14. Januar 2021 erhobener Beschwerde beantragte B._____ die 

Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 2 des Entscheids vom 17. November 

2020. In ihrer Vernehmlassung vom 18. Februar 2021 schloss die Stadt 

A._____ auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten 

werden könne.

6. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hiess die Beschwerde 

mit Urteil U 21 5 vom 2. Juli 2021 gut, hob den angefochtenen Entscheid 

vom 17. November 2020 auf und wies die Sache an die Stadt A._____ 

zurück, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre. In Erwägung 6.2 

wurde insbesondere festgehalten, es sei nicht ersichtlich, dass der 

anrechenbare Maximalmietzins von monatlich CHF 750.-- für einen 

Einpersonenhaushalt gemäss den stadträtlichen Richtlinien für 

Wohnungskosten im konkreten Fall für eine mit Lift erschlossene, über 

eine Duschkabine bzw. ebenerdige Dusche verfügende und in der Nähe 

einer Busstation befindliche Wohnung als ortsüblich angesehen werden 

könne. Die Sache sei daher in Gutheissung der Beschwerde an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Beschwerdeführerin 

bei der Suche nach einer Wohnung, welche den erwähnten 

gesundheitsbedingten Anforderungen entspreche, unterstütze. 

7. Mit Schreiben vom 8. September 2021 informierte die Abteilung 

Sozialleistungen der Stadt A._____ (nachfolgend: Abteilung 

Sozialleistungen) B._____ darüber, dass ihr die Auflage erteilt werde, in 

Zusammenarbeit mit dem Regionalen Sozialdienst A._____ aktiv nach 

einer geeigneten Wohnung zu suchen, welche den gesundheitsbedingten 

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Anforderungen entspreche. Gleichzeitig wurde B._____ betreffend Erlass 

einer entsprechenden Verfügung das rechtliche Gehör eingeräumt.

8. Am 15. September 2021 teilte B._____ der Abteilung Sozialleistungen 

insbesondere mit, aus dem Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden 

(recte: Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden) gehe klar hervor, 

dass sie bei der Wohnungssuche von der Stadt A._____ zu unterstützen 

sei und nicht, dass sie diesbezüglich mit dem Regionalen Sozialdienst 

zusammenzuarbeiten habe. Damit sich ihre Chancen bei der Suche nach 

einer Wohnung verbesserten, wäre es aus ihrer Sicht sinnvoll, wenn ihr 

die Mitarbeitenden der Stadt A._____ dabei helfen würden, Bewerbungen 

zu schreiben oder solche in ihrem Namen zu verfassen. Zudem wäre es 

auch sinnvoll, wenn sie bei Besichtigungsterminen begleitet würde. Dies 

seien nur einige Ideen, wie sie sinnvollerweise von der Stadt A._____ 

unterstützt werden könnte. Die "Auflage" sei deshalb dahingehend 

anzupassen, dass sie bei der Wohnungssuche von der Stadt A._____ zu 

unterstützen sei. 

9. Am 21. Dezember 2021 reichte die Stadt A._____ beim Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden ein Erläuterungsgesuch ein. Darin bean-

tragte sie, Ziffer 6.2 der Erwägungen auf Seite 21, viertletzte Zeile, des 

Urteils U 21 5 vom 2. Juli 2021 sei wie folgt anzupassen:

"Die Sache ist daher in Gutheissung der Beschwerde an die Abteilung Sozialleistungen 

der Stadt A._____ zurückzuweisen, damit diese den Regionalen Sozialdienst 

A._____/D._____ (RSD) anweisen kann, die Beschwerdeführerin bei der Suche nach ei-

ner Wohnung, welche den erwähnten gesundheitsbedingten Anforderungen entspricht, 

zu unterstützen."

Begründend wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Erwägungen des Ver-

waltungsgerichts würden die gesetzliche Zuständigkeitsordnung zur Sozi-

alhilfe im Kanton Graubünden verkennen, weshalb die von B._____ dar-

aus abgeleiteten Ansprüche an die Unterstützung bei der Wohnungssuche 

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falsch seien. Einzig die materielle Sozialhilfe sei Sache der Gemeinden. 

Demgegenüber übernehme der Kanton – abgesehen von hier nicht weiter 

interessierenden Ausnahmen – die Aufgabe der persönlichen Hilfe und da-

mit auch die hier konkret zur Debatte stehende Hilfe bei der Wohnungssu-

che. Somit sei erstellt, dass es nicht Sache der Stadt A._____ bzw. ihrer 

Abteilung Sozialleistungen sein könne, B._____ bei der Wohnungssuche 

zu unterstützen, für sie Bewerbungen zu schreiben oder gar an Besichti-

gungen dabei zu sein. Hierfür sei einzig der Regionale Sozialdienst in 

A._____ zuständig. Gleichzeitig verlangte die Stadt A._____ den Ausstand 

von Verwaltungsrichter Audétat. 

10. B._____ verzichtete am 19. Januar 2022 auf eine Stellungnahme.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die weiteren Akten wird, so-

fern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1.1. Die Zuständigkeit zur Erläuterung liegt bei der Behörde, die den zu erläu-

ternden Entscheid gefällt hat, wobei die Mitwirkung der gleichen Personen 

nicht verlangt wird, im vorliegenden Fall also beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden (vgl. BERTSCHI, in: GRIFFEL [Hrsg.], Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2014, Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 25; HÄFELIN/ 

MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St. Gal-

len 2020, Rz. 1211). 

1.2. Befugt zur Einreichung eines Erläuterungsgesuchs ist jede Person oder 

Behörde, die ein schutzwürdiges Interesse an der Erläuterung hat, so ne-

ben den Parteien etwa die für den Vollzug zuständige Behörde, bei Rück-

weisungsentscheiden auch die Vorinstanz (vgl. BERTSCHI, a.a.O., Vorbe-

merkungen zu §§ 86a-86d Rz. 25; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsver-

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fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/ 

Genf 2013, Rz. 1320; VOGEL, in: AUER/MÜLLER/SCHINDLER [Hrsg.], VwVG - 

Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl., 

Zürich/St. Gallen 2019, Art. 69 Rz. 8). Die Stadt A._____ ist somit legiti-

miert, das vorliegende Erläuterungsgesuch zu stellen. 

1.3. Die weiteren formellen Anforderungen an ein Erläuterungsgesuch geben 

zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf dieses einzutreten ist. 

1.4. Über das vorliegende Erläuterungsgesuch entscheidet das angerufene Ge-

richt aufgrund eines einfachen Schriftenwechsels (Art. 66 Abs. 3 des Ge-

setzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]).

2.1. Das Verwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 43 Abs. 3 VRG in einzel-

richterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.-- nicht überschrei-

tet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist (lit. a) oder wenn ein 

Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder 

unbegründet ist (lit. b). Da bereits über das Hauptverfahren U 21 5 in ein-

zelrichterlicher Kompetenz entschieden wurde (vgl. Erwägung 1.2 des Ur-

teils), ergeht das vorliegende Urteil ebenfalls in dieser Besetzung. 

2.2. Da das angerufene Gericht somit ohne Verwaltungsrichter Audétat urteilt, 

ist das ihn betreffende Ausstandsbegehren der Stadt A._____ als gegen-

standslos abzuschreiben. Folglich besteht auch kein Grund, die Rechts-

schriften und Akten der zum Zeitpunkt der Einreichung des Erläuterungs-

gesuchs vor Verwaltungsgericht hängigen Verfahren U 21 80 und U 21 84 

– wie von der Stadt A._____ beantragt – beizuziehen. Ohnehin wurden 

diese Verfahren mit Verfügungen vom 12. Januar 2022 zufolge Rückzugs 

als erledigt abgeschrieben. 

3.1. Eine Erläuterung nach Art. 66 Abs. 1 VRG kommt in Frage, wenn ein Ent-

scheid Unklarheiten oder Widersprüche im Dispositiv oder im Verhältnis 

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entscheidender Erwägungen zum Dispositiv enthält. Ein Entscheid bedarf 

der Erläuterung, wenn das Dispositiv unklar, unvollständig oder zweideutig 

ist oder wenn es Widersprüche in sich bzw. zu den Entscheidungsgründen 

aufweist (vgl. BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 24). 

Grundsätzlich kann nur das Dispositiv erläutert werden; allein auf die Er-

wägungen kann sich die Erläuterung nur beziehen, wenn sich Sinn und 

Tragweite des Dispositivs erst aus der Begründung des Entscheids erge-

ben, wie dies etwa bei Rückweisungen im Sinne der Erwägungen der Fall 

ist (vgl. BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 24; KÖLZ/ 

HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1319). 

3.2. Mit Urteil U 21 5 vom 2. Juli 2021 hiess das Verwaltungsgericht die Be-

schwerde von B._____ gut, hob den angefochtenen Entscheid vom 17. No-

vember 2020 auf und wies die Sache an die Stadt A._____ zurück, damit 

sie im Sinne der Erwägungen verfahre (Dispositiv-Ziffer 1). Sinn und Trag-

weite dieser Dispositiv-Ziffer ergeben sich aus der Erwägung 6.2 des be-

sagten Urteils, weshalb die Erläuterung dieser Erwägung grundsätzlich in 

Frage kommt. 

4. Die Stadt A._____ beantragte in ihrem Erläuterungsgesuch vom 21. De-

zember 2021, Ziffer 6.2 der Erwägungen auf Seite 21, viertletzte Zeile, des 

Urteils U 21 5 vom 2. Juli 2021 sei wie folgt anzupassen: "Die Sache ist 

daher in Gutheissung der Beschwerde an die Abteilung Sozialleistungen 

der Stadt A._____ zurückzuweisen, damit diese den Regionalen Sozial-

dienst A._____/D._____ (RSD) anweisen kann, die Beschwerdeführerin 

bei der Suche nach einer Wohnung, welche den erwähnten gesundheits-

bedingten Anforderungen entspricht, zu unterstützen." Dieser Antrag wurde 

im Wesentlichen damit begründet, dass die Erwägungen des Verwaltungs-

gerichts die gesetzliche Zuständigkeitsordnung zur Sozialhilfe im Kanton 

Graubünden verkennen würden, weshalb die von B._____ daraus abgelei-

teten Ansprüche an die Unterstützung bei der Wohnungssuche falsch 

seien. Aufgrund der vorliegend massgeblichen gesetzlichen Grundlagen 

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und des gestützt darauf ergangenen Konzepts für die Sozialberatung im 

Kanton Graubünden sei erstellt, dass es nicht Sache der Stadt A._____ 

bzw. ihrer Abteilung Sozialleistungen sein könne, B._____ bei der Woh-

nungssuche zu unterstützen, für sie Bewerbungen zu schreiben oder gar 

an Besichtigungen dabei zu sein. Hierfür sei einzig der Regionale Sozial-

dienst in A._____ zuständig. 

5.1. Zunächst ist auf die Zuständigkeitsordnung zur Sozialhilfe im Kanton 

Graubünden einzugehen. Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Gesetzes über die öf-

fentliche Sozialhilfe im Kanton Graubünden (Sozialhilfegesetz; BR 

546.100) umfasst die Sozialhilfe die persönliche und die materielle Hilfe. 

Die persönliche Sozialhilfe bzw. Sozialberatung beinhaltet die Beratung 

von Menschen bei persönlichen, familiären oder finanziellen Problemen. 

Das Ziel ist, die hilfesuchenden Personen bei der Suche nach Lösungen 

für ihre Probleme – so z.B. auch bei der Wohnraumsuche bzw. Wohnraum-

sicherung – zu unterstützen (vgl. act. 4 der Stadt A._____ [Konzept Sozial-

beratung im Kanton Graubünden vom 19. Dezember 2017] S. 7 f., S. 15, 

S. 27 und S. 36). Demgegenüber stellt die materielle bzw. wirtschaftliche 

Sozialhilfe ein soziales Existenzminimum sicher. Dieses ermöglicht die 

Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen. Sie wird Personen in finanziel-

len Notlagen gewährt, sofern kein Anspruch auf andere Leistungen besteht 

oder diese nicht rechtzeitig erhältlich sind (vgl. act. 4 der Stadt A._____ 

[Konzept Sozialberatung im Kanton Graubünden vom 19. Dezember 2017] 

S. 8; vgl. auch das Gesetz über die Unterstützung Bedürftiger [Kantonales 

Unterstützungsgesetz; BR 546.250], die dazugehörigen Ausführungsbe-

stimmungen [ABzUG; BR 546.270] und die SKOS-Richtlinien [C. Materielle 

Grundsicherung]). Die materielle Sozialhilfe ist Sache der Gemeinden (Art. 

4 Abs. 2 des Sozialhilfegesetzes; vgl. auch act. 4 der Stadt A._____ [Kon-

zept Sozialberatung im Kanton Graubünden vom 19. Dezember 2017] S. 

7). Demgegenüber erbringen in Graubünden – abgesehen von hier nicht 

weiter interessierenden Ausnahmen – die Sozialdienste des Kantons die 

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Aufgabe der persönlichen Hilfe bzw. Sozialberatung und damit auch die 

vorliegend in Frage stehende Hilfe bei der Wohnungssuche (vgl. act. 4 der 

Stadt A._____ [Konzept Sozialberatung im Kanton Graubünden vom 

19. Dezember 2017] S. 7 ff. und S. 23; https://www.gr.ch/DE/institutio-

nen/verwaltung/dvs/soa/beratung/soz ialberatung/Seiten/default.aspx, zu-

letzt besucht am 20. Januar 2022). Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass 

der Regionale Sozialdienst A._____/D._____ zuständig ist, B._____ bei 

der Wohnungssuche zu unterstützen.

5.2. Sodann geht die Praxis des angerufenen Gerichts dahin, dass im Falle ei-

ner Rückweisung einer Sache im Sinne der Erwägungen diese in der Regel 

an die direkte Vorinstanz bzw. den/die Beschwerdegegner/in erfolgt, ohne 

dass spezifiziert würde, wer genau die Angelegenheit letztlich an die Hand 

zu nehmen hat. So wies denn auch in der Vergangenheit das Verwaltungs-

gericht in Sozialhilfeverfahren, in denen die Stadt A._____ involviert war 

und ein Rückweisungsentscheid im Sinne der Erwägungen erging, die Sa-

che stets an die Stadt A._____ und nicht etwa – wie von ihr im Erläute-

rungsgesuch beantragt – an die Sozialen Dienste bzw. die Abteilung Sozi-

alleistungen zurück (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden U 15 57 vom 26. Januar 2016 und U 15 59 vom 29. Septem-

ber 2015). Eine solche Rückweisung im Sinne der Erwägungen schliesst 

indes eine Weiterverweisung an die sachlich zuständige Behörde nicht aus. 

So hob das Bundesgericht mit Urteil 1C_86/2020 vom 22. April 2021 das 

verwaltungsgerichtliche Urteil R 18 60 vom 2. Dezember 2019 betreffend 

Ortsplanungsrevision in teilweiser Gutheissung der dagegen erhobenen 

Beschwerde auf und wies die Sache zu neuer Beurteilung im Sinne der 

Erwägungen an das Verwaltungsgericht zurück (Dispositiv-Ziffer 1). Zum 

konkreten Vorgehen, wie das Verwaltungsgericht bei der als notwendig er-

achteten Sachverhaltsergänzung vorzugehen hat, äusserte sich das Bun-

desgericht nicht. In der Folge hiess das Verwaltungsgericht mit Urteil R 21 

51 vom 26. Oktober 2021 die Beschwerde teilweise gut, hob die angefoch-

https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/soa/beratung/sozialberatung/Seiten/default.aspx
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/soa/beratung/sozialberatung/Seiten/default.aspx

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tenen Entscheide auf und wies die Angelegenheit zu ergänzenden Ab-

klärungen im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen an die betroffene 

Gemeinde zurück (Dispositiv-Ziffer 1.1) mit der Begründung, dass die not-

wendigen Sachverhaltsabklärungen und die damit untrennbar verbunde-

nen Abwägungsentscheidungen nur durch die zuständige Planungs-

behörde vorgenommen werden könnten (vgl. Erwägung 3.4 ff. des Urteils). 

Somit steht der Verzicht des Bundesgerichts auf Vorgaben in Bezug auf 

das konkrete Vorgehen bei vorzunehmenden weiteren Abklärungen bzw. 

auf eine direkte Rückweisung an die erste Instanz (vgl. Art. 107 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz; 

SR 173.110]) einer Weiterverweisung der Abklärungsaufträge seitens des 

Verwaltungsgerichts – im konkreten Fall an die involvierte Gemeinde – 

ebenfalls nicht entgegen. 

Insofern ist nicht zu beanstanden, wenn im Rahmen des verwaltungsge-

richtlichen Verfahrens U 21 5 die Sache im Sinne der Erwägungen an die 

Stadt A._____ zurückgewiesen wurde (vgl. vorstehende Erwägung 3.2). 

Das bedeutet allerdings nicht, dass der Stadt A._____ damit die Möglichkeit 

genommen wird, den durch das Verwaltungsgericht angeordneten Unter-

stützungsauftrag innerhalb der massgeblichen Zuständigkeitsordnung von 

sich aus weiterzuverweisen. Somit kann die Stadt A._____ die vom ange-

rufenen Gericht mit Urteil U 21 5 vom 2. Juli 2021 angeordnete Unterstüt-

zung von B._____ bei der Wohnungssuche von sich aus an den zuständi-

gen Regionalen Sozialdienst in A._____ (vgl. vorstehende Erwägung 5.1) 

weiterdelegieren. In diesem Sinne ist das vorliegende Erläuterungsgesuch 

(vgl. vorstehende Erwägung 4) mithin als unbegründet abzuweisen. Der 

Einwand der Stadt A._____, das angerufene Gericht verkenne die gesetz-

liche Zuständigkeitsordnung zur Sozialhilfe im Kanton Graubünden, erweist 

sich als nicht stichhaltig. 

5.3. Schliesslich ist auf das Verhalten von B._____ einzugehen. Im Rahmen 

ihrer beim Verwaltungsgericht erhobenen Beschwerde vom 14. Januar 

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2021 verlangte sie Unterstützung bei der Wohnungssuche durch die zu-

ständige Behörde. Wie bereits dargelegt, wurde die Beschwerde mit Urteil 

des Verwaltungsgerichts U 21 5 vom 2. Juli 2021 gutgeheissen, der ange-

fochtene Entscheid vom 17. November 2020 aufgehoben und die Sache 

an die Stadt A._____ zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen 

verfahre (vgl. vorstehende Erwägung 3.2). In der Begründung erwog das 

Verwaltungsgericht im Wesentlichen, die im Rahmen des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens auf einschlägigen Mietwohnungsportalen 

getätigten Recherchen zeigten, dass sich auf dem Immobilienmarkt der 

Stadt A._____ nur sehr wenige Wohnungen für maximal CHF 750.-- pro 

Monat finden liessen, die mittels Lift erschlossen seien, eine Duschkabine 

bzw. ebenerdige Dusche aufwiesen und sich in der Nähe einer Busstation 

befänden. Auch ergebe sich aus der Zusammenstellung der 

Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde, dass das Angebot an 

Wohnungen, welche den stadträtlichen Mietzinsrichtlinien entsprächen und 

gleichzeitig die dargelegten gesundheitsbedingten Kriterien erfüllten, in 

A._____ äusserst knapp sei. Vor diesem Hintergrund sei nicht ersichtlich, 

dass der anrechenbare Maximalmietzins von monatlich CHF 750.-- für 

einen Einpersonenhaushalt gemäss den stadträtlichen Richtlinien für 

Wohnungskosten im konkreten Fall für eine mit Lift erschlossene, über eine 

Duschkabine bzw. ebenerdige Dusche verfügende und in der Nähe einer 

Busstation befindliche Wohnung als ortsüblich angesehen werden könne. 

Die Sache sei daher in Gutheissung der Beschwerde an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Beschwerdeführerin 

bei der Suche nach einer Wohnung, welche den erwähnten 

gesundheitsbedingten Anforderungen entspreche, unterstütze (vgl. 

Erwägung 6.2 des Urteils). In der Folge informierte die Abteilung 

Sozialleistungen B._____ mit Schreiben vom 8. September 2021 darüber, 

dass ihr die Auflage erteilt werde, in Zusammenarbeit mit dem Regionalen 

Sozialdienst A._____ aktiv nach einer geeigneten Wohnung zu suchen, 

welche den gesundheitsbedingten Anforderungen entspreche, und 

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gewährte ihr betreffend Erlass einer entsprechenden Verfügung das 

rechtliche Gehör (vgl. act. 2 der Stadt A._____ S. 2 f.). Daraufhin machte 

B._____ mit Schreiben vom 15. September 2021 an die Abteilung 

Sozialleistungen hauptsächlich geltend, aus dem Urteil des 

Kantonsgerichts von Graubünden (recte: Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden) gehe klar hervor, dass sie bei der Wohnungssuche von der 

Stadt A._____ unterstützt werden müsse und nicht, dass sie diesbezüglich 

mit dem Regionalen Sozialdienst zusammenzuarbeiten habe, weshalb die 

"Auflage" dahingehend anzupassen sei, dass sie bei der Wohnungssuche 

von der Stadt A._____ zu unterstützen sei (vgl. act. 3 der Stadt A._____ S. 

2). B._____ stellt sich also – wie bereits aufgezeigt (vgl. vorstehende 

Erwägung 5.1) – zu Unrecht auf den Standpunkt, dass der Regionale 

Sozialdienst in A._____ nicht zuständig sei, nachdem sie in ihrer 

Beschwerde vom 14. Januar 2021 selbst die Unterstützung bei der 

Wohnungssuche durch die zuständige Behörde verlangt und ihr das 

Verwaltungsgericht diesbezüglich – wie gesehen – Recht gegeben hatte. 

Dieses (widersprüchliche) Verhalten verdient keinen Rechtsschutz. Auch 

erscheint es nicht plausibel und nachvollziehbar, wenn B._____ behauptet, 

es sei ein Unterschied, ob sie "unterstützt" werden müsse oder ob sie 

"zusammenzuarbeiten" habe. Vielmehr ist sie in diesem Zusammenhang 

auf ihre Mitwirkungspflichten als Sozialhilfebezügerin hinzuweisen. So 

sieht Art. 4 des Kantonalen Unterstützungsgesetzes unter anderem 

ausdrücklich vor, dass die unterstützte Person verpflichtet ist, den mit der 

Unterstützungsleistung verbundenen Auflagen der Sozialbehörden Folge 

zu leisten.

6. Vorliegend wird aufgrund der besonderen Umstände dieses Einzelfalls, der 

dem angerufenen Gericht zudem nur einen bescheidenen Aufwand verur-

sacht hat, auf die Auferlegung von Kosten verzichtet. Der nicht anwaltlich 

vertretenen B._____ steht praxisgemäss keine Parteientschädigung zu. 

III. Demnach erkennt die Einzelrichterin:

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1. Das gegen Verwaltungsrichter Audétat gerichtete Ausstandsbegehren 

wird als gegenstandslos abgeschrieben. 

2. Das Erläuterungsgesuch wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.  

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]