# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be3d977c-9858-52f2-ad22-16820a758f5b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.03.2025 720 24 230 (720 2024 230)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-24-230_2025-03-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 20. März 2025 (720 24 230) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Keine Erhöhung der laufenden Viertelsrente: Mangels einer wesentlichen Änderung des 
massgebenden medizinischen Sachverhalts fehlt es vorliegend an einem Revisionsgrund 
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Samuel Lenzin, Advo-
kat, Pelikanweg 2, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1980 geborene A.____ hatte sich im Februar 2008 unter Hinweis auf eine Depres-
sion und ein ADHS bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leis-
tungen angemeldet. Die IV-Stelle Basel-Landschaft gewährte der Versicherten in der Folge be-
rufliche Eingliederungsmassnahmen. Da diese letztlich erfolglos verliefen, orientierte die IV-

 

 
 
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Stelle A.____ darüber, dass man das Dossier zur Prüfung eines allfälligen Rentenanspruchs 
der hierfür zuständigen Abteilung übergebe. Letztere veranlasste nach der Aktenüberweisung 
ergänzende medizinische Abklärungen, insbesondere holte sie bei Dr. med. B.____, Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, das psychiatrische Gutachten vom 2. November 2012 ein. Auf der 
Grundlage dieser Expertise und der parallel erfolgten Abklärung der erwerblichen Verhältnisse 
ermittelte die IV-Stelle bei der Versicherten einen Invaliditätsgrad von 46 %, worauf sie A.____ 
mit Verfügung vom 27. März 2013 rückwirkend ab 1. Februar 2007 eine Viertelsrente zusprach. 
 
Im Juli 2015 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein erstes Rentenrevisionsverfahren ein. In 
dessen Rahmen erfolgte eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer 
vertieften Abklärung des medizinischen Sachverhalts, holte die IV-Stelle doch bei Dr. B.____ 
das psychiatrische (Verlaufs-) Gutachten vom 27. April 2016 ein. Gestützt auf dessen Ergebnis-
se eröffnete die IV-Stelle A.____ mit Mitteilung vom 14. Dezember 2016, dass man keine Ände-
rung festgestellt habe, die sich auf die Rente auswirke, weshalb weiterhin Anspruch auf die bis-
herige Viertelsrente bestehe. 
 
Im Januar 2022 leitete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren ein. Dabei gab sie zur Klä-
rung des aktuellen medizinischen Sachverhalts bei PD Dr. med.C.____, Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag, das dieser am 28. April 2023 er-
stattete. In der Folge teilte die IV-Stelle der Versicherten am 8. September 2023 mit, dass sie 
wiederum keine Änderung festgestellt habe, die sich auf die Rente auswirke. Es bestehe des-
halb nach wie vor Anspruch auf die bisherige Viertelsrente. Da A.____ der Auffassung war, es 
stehe ihr aufgrund der Ergebnisse der aktuellen medizinischen Abklärungen neu eine ganze 
Rente zu, verlangte sie eine beschwerdefähige Verfügung. Dieser Forderung kam die IV-Stelle 
mit dem Erlass der Verfügung vom 20. Juni 2024 nach, in welcher sie die laufende Viertelsrente 
der Versicherten bestätigte. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Samuel Lenzin, am 
23. August 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei 
ihr "spätestens per 13. April 2023 eine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit von 100 %" bzw. 
spätestens per 13. April 2023 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. 
Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Im 
Weiteren seien ihr die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertre-
ter zu bewilligen; unter o/-Kostenfolge.  
 
C. Mit Verfügung vom 25. Oktober 2024 gewährte das Kantonsgericht A.____ gestützt auf 
die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Pro-
zessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Samuel Lenzin als Rechtsver-
treter. 
 
D. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 13. November 2024 die Abwei-
sung der Beschwerde, wobei sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von pract. med. D.____, 

 

 
 
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Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, 
vom 22. Oktober 2024 beilegte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 23. August 2024 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV revidierte Bestimmun-
gen des IVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 und 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 
6. Oktober 2000 in Kraft. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen 
(vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage 
zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so 
erfolgt ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Renten-
bezügerin oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG 
zur Änderung vom 19. Juni 2020. Laut lit. b Abs. 1 bleibt für Rentenbezügerinnen und -bezüger, 
deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten 
der Änderung zwar das 30., aber noch nicht das 55. Altersjahr vollendet haben, der bisherige 
Rentenanspruch solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Art. 17 Abs. 1 ATSG än-
dert. Die Beschwerdeführerin bezieht mit Wirkung ab 1. Februar 2007 eine Viertelsrente der IV. 
Da sie am 1. Januar 2022 zwar das 30., aber noch nicht das 55. Altersjahr vollendet hatte, 
bleibt dieser Anspruch so lange unverändert bestehen, bis ein Revisionsgrund nach Art. 17 
Abs. 1 ATSG eintritt.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 

 

 
 
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(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Laut der bis Ende 2021 gültig gewesenen Fassung von Art. 28 Abs. 2 IVG wurde die 
Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hatte Anspruch 
auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu 
mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsren-
te, wenn sie zu mindestens 40 % invalid war. Gemäss der am 1. Januar 2022 in Kraft getrete-
nen Bestimmung von Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs nunmehr in prozessua-
len Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % 
entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 
70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 
40 % und 49 % wird der prozentuale Anteil anhand der in Abs. 4 wiedergegebenen Tabelle 
festgesetzt; er beträgt zwischen 47,5 % (bei einem Invaliditätsgrad von 49 %) und 25 % (bei 
einem Invaliditätsgrad von 40 %). Bei einem Invaliditätsgrad von weniger als 40 % besteht kein 
Rentenanspruch. 
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgra-
des das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Pro-
zentvergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3. In der angefochtenen Verfügung vom 20. Juni 2024 entschied die IV-Stelle, dass die 
Versicherte weiterhin Anspruch auf die ihr bis anhin ausgerichtete Viertelsrente habe. Demge-
gegenüber macht die Versicherte in der vorliegenden Beschwerde geltend, dass ihr "spätestens 
per 13. April 2023" eine ganze Rente zuzusprechen sei.  
 
3.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG (in der hier anwendbaren, seit 1. Januar 2022 geltenden 
Fassung) wird die Invalidenrente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft erhöht, 
herabgesetzt oder aufgehoben, wenn der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 

 

 
 
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Rentenbezügers sich: um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (lit. a); oder auf 100 Prozent 
erhöht (lit. b).  
 
3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede (wesentliche) Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 144 I 103 E. 2.1). Ein Revisionsgrund in diesem Sinne 
betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, wozu nament-
lich der Gesundheitszustand gehört. Die Invalidenrente ist aber nicht nur bei einer wesentlichen 
Änderung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerbli-
chen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert 
haben oder eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt (Urteil des 
Bundesgerichts vom 27. Januar 2025, 8C_255/2024, E. 4.1 mit zahlreichen Hinweisen). Dem-
gegenüber stellt eine bloss abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhaltes keine revisionsrechtlich relevante Änderung dar (BGE 147 V 161 E. 4.2 mit Hin-
weisen). So genügt weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich 
attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend 
gemachten Leidens, um auf einen geänderten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist 
vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar 2025, 
8C_255/2024, E. 4.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei 
keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).  
 
3.3 Die Frage, ob eine revisionsbegründende Veränderung stattgefunden hat, ist durch die 
Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustands zu beurteilen.  
 
3.3.1 Gegenstand des Beweises ist demnach das Vorhandensein einer entscheidungserheb-
lichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen zu entnehmenden Tatsachen. Die Fest-
stellung des aktuellen gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar 
Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entschei-
dungserheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zu-
stand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision verfassten Gutachtens hängt 
folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche Ände-
rung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollzieh-
baren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurtei-
lung der Rentenberechtigung beweisend wäre, fehlt es daher in der Regel am rechtlich erforder-
lichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszu-
stands stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die ge-
sundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Oktober 
2017, 9C_244/2017, E. 4.2.1 mit Hinweisen). 
 
3.3.2 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und 
des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen 
abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet 

 

 
 
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wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem 
Ausmass substanziell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung der tatsächlich eingetre-
tenen von der nur angenommenen Veränderung ist als erforderliche Beweisgrundlage nicht 
erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über 
eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen genügend 
untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunk-
te in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnosti-
schen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrads der Störungen geführt haben (Urteil 
des Bundesgerichts vom 26. Oktober 2017, 9C_244/2017, E. 4.2.2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 
(BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle der 
Versicherten mit Verfügung vom 27. März 2013 in Anwendung der allgemeinen Methode des 
Einkommensvergleichs rückwirkend ab 1. Februar 2007 eine Viertelrente (Invaliditätsgrad: 
46 %) zu. Im Juli 2015 leitete die IV-Stelle ein Rentenrevisionsverfahren ein, in dessen Rahmen 
eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer vertieften Abklärung des 
medizinischen Sachverhalts erfolgte. Gestützt auf die Ergebnisse des von ihr eingeholten psy-
chiatrischen (Verlaufs-) Gutachtens eröffnete die IV-Stelle der Versicherten in der Mitteilung 
vom 14. Dezember 2016, dass sie keine Änderung festgestellt habe, die sich auf die Rente 
auswirke, weshalb weiterhin Anspruch auf die bisherige Viertelsrente bestehe. Ab Januar 2022 
erfolgte von Amtes wegen eine weitere Überprüfung des Rentenanspruchs. In deren Rahmen 
nahm die die IV-Stelle erneut vertiefte Abklärungen des medizinischen Sachverhalts vor. Ge-
stützt auf die daraus gewonnenen Erkenntnisse teilte die IV-Stelle der Versicherten am 8. Sep-
tember 2023 mit, dass sie wiederum keine Änderung festgestellt habe, die sich auf die Rente 
auswirke. Es bestehe deshalb weiterhin Anspruch auf die bisherige Viertelsrente. Da die Versi-
cherte der Auffassung war, es stehe ihr aufgrund der Ergebnisse der aktuellen medizinischen 
Abklärungen neu eine ganze Rente zu, verlangte sie eine beschwerdefähige Verfügung. Dieser 
Forderung kam die IV-Stelle mit dem Erlass der Verfügung vom 20. Juni 2024 nach, in welcher 
sie die laufende Viertelsrente der Versicherten bestätigte. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beur-
teilung der Frage, ob bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 20. Juni 
2024 allenfalls eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisi-
onsweise Erhöhung der bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, bildet demnach die Situati-
on, wie sie im Zeitpunkt der Mitteilung vom 14. Dezember 2016 bestand; denn laut Art. 74ter lit. f 
IVV bedarf es keiner Verfügung, wenn die Invalidenrente nach einer von Amtes wegen durchge-
führten Revision weiter ausgerichtet wird, sofern keine leistungsbeeinflussende Änderung der 
Verhältnisse festgestellt wird, was hier der Fall war. Eine solche Mitteilung ist, wenn keine Ver-
fügung verlangt worden ist (Art. 74quater IVV), in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechts-
kräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 
8C_1005/2009, E. 3.2 mit Hinweis). 
 

 

 
 
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4. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand und - damit einher-
gehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit der Versicherten tatsächlich, wie von ihr geltend ge-
macht, seit Dezember 2016 in einer anspruchserheblichen Weise verschlechtert haben.  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person stützt sich die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) 
auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung 
zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 
arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2024, 8C_122/2023, E. 2.3). Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 
140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 
143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entschei-
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-
geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
5. Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 

 

 
 
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betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 
erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar 
für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine).  
 
6.1 Im vorausgegangenen, mit der Mitteilung vom 14. Dezember 2016 abgeschlossenen 
Revisionsverfahren stützte sich die IV-Stelle bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts auf das (Verlaufs-) Gutachten von Dr. B.____ vom 27. April 2016. Dieser hatte die Versi-
cherte bereits früher - im Rahmen der erstmaligen Prüfung ihres Rentenanspruchs - psychiat-
risch begutachtet. In der damaligen Expertise vom 2. November 2012 hatte er bei der Versi-
cherten als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlich-
keitsstörung mit ängstlichen, selbstunsicheren, histrionischen und dissozialen Anteilen (ICD-10 
F61.0), eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus (ICD-10 F60.3), 
Störungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärtigem episodischem Substanz-
gebrauch (ICD-10 F10.26) in beschützter Umgebung, eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0), eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ICD-10 F90), 
eine soziale Phobie (ICD-10 F40.1) und sonstige gemischte Angststörungen (ICD-10 F41.3) 
erhoben. Zur Frage der Arbeitsfähigkeit hatte er damals ausgeführt, dass die Explorandin in 
einer Hilfsarbeitertätigkeit fünf Stunden täglich ohne Verminderung des Rendements eingesetzt 
werden könnte. Sie sei gesamthaft zu 60 % arbeitsfähig. In seinem nachfolgenden, für das vor-
liegende Verfahren relevanten (Verlaufs-) Gutachten vom 27. April 2016 erhob Dr. B.___ bei 
der Versicherten nunmehr als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine kombi-
nierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlichen, selbstunsicheren, histrionischen und emotional 
instabilen Anteilen (ICD-10 F61.0), eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ICD-10 F90), eine so-
ziale Phobie (ICD-10 F40.1) und sonstige gemischte Angststörungen, noch subsyndromal aus-
geprägt (ICD-10 F41.3). Im Gegensatz zu früher komme es nicht mehr zu einem episodischen 
intensiven Alkoholüberkonsum, die Explorandin sei seit dem Frühjahr 2014 abstinent. Ihr Aktivi-
tätsniveau habe sich deutlich gebessert, seit sie keinen Alkohol mehr trinke. Gesamthaft habe 
sich der Gesundheitszustand gegenüber 2012 mässig verbessert, wobei weiterhin die auffälli-
gen Persönlichkeitszüge der Persönlichkeitsstörung vorliegen würden, die - wie 2012 - bei einer 
beruflichen Umsetzung zu Funktionsbeeinträchtigungen und gewissen Schwierigkeiten führen 
dürften. Die Explorandin sei weiterhin in jeder Hilfsarbeitertätigkeit fünf Stunden täglich ohne 
Verminderung des Rendements arbeitsfähig.  
 

 

 
 
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6.2 Im Rahmen des im Januar 2022 von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens 
gab die IV-Stelle bei PD Dr. C.____ ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag, welches dieser 
am 28. April 2023 erstattete. Darin erhob der genannte Facharzt bei der Versicherten als Diag-
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit kombinierte Persönlichkeitsstörungen (ICD-10 
F61.0) mit emotional instabilen, selbstunsicheren und abhängigen Anteilen, eine Aufmerksam-
keitsstörung ohne Hyperaktivität (ADS; ICD-10 F98.8), eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4), und Störungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, 
Vollremission (ICD-10 F10.202). In seiner Beurteilung verwies PD Dr. C.___ auf eine ausseror-
dentliche Diskontinuität in sämtlichen der relevanten anamnestischen Lebensbereiche. Dieser 
Aspekt sei in den Gutachten von Dr. B.____ nicht genügend herausgearbeitet worden. Die Be-
rufsanamnese der Explorandin falle im Grunde desolat aus. Sie sei derart rudimentär, dass sie 
für sich alleine schon zum Ausdruck bringe, dass die innerpsychische Struktur der Explorandin 
von besonders defizitärem Strukturniveau sein müsse. Sie habe an ihren Arbeitsstellen zwar 
keine interaktionellen Schwierigkeiten erlebt, sie sei jedoch stets eine ausserordentlich selbst-
unsichere Arbeitnehmerin geblieben, die von Selbstzweifeln und einem deutlich darniederlie-
genden Selbstwert begleitet worden sei, und zwar nicht nur in ihrer Berufsanamnese, sondern 
auch in jeglichen weiteren sozialen Kontexten. Dass ihre Berufsanamnese derart rudimentär 
ausfalle, bringe zum Ausdruck, dass die innerpsychische Belastbarkeit der Explorandin gering-
fügig sei. Sie habe sich arbeitsunfähig schreiben lassen, als sie sich von einem Chef gemobbt 
gefühlt habe. Sie habe sich bei der Arbeit derart unsicher erlebt und sich stets davor geängstigt, 
Fehler zu begehen oder zu langsam zu arbeiten, so dass sie nach Feierabend nie habe ab-
schalten können und daher häufig direkt schlafen gegangen sei, um nicht über die Arbeit nach-
denken zu müssen. Es werde dabei deutlich, wie wenig es der Explorandin möglich gewesen 
sei, eine Freizeit zu etablieren, die so wichtig gewesen wäre, um auch eine gewisse Selbstwirk-
samkeit zu etablieren. Berufliche Massnahmen habe sie aufgrund ihrer deutlich defizitären in-
nerpsychischen Belastbarkeit nicht zu ihren Gunsten nutzen können. Sozial sei sie nie wirklich 
integriert gewesen.  
 
Im Weiteren nahm PD Dr. C.____ eine Subtypisierung der diagnostizierten Persönlichkeitsstö-
rung vor und äusserte sich zur Affektpathologie und zur Aufmerksamkeitsstörung. Sodann wür-
digte er die bei der Explorandin vorhandenen Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen und 
kam dabei zum Schluss, dass die qualitativen Funktionsfähigkeiten schwer beeinträchtigt seien, 
so dass eine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht gegeben sei. Die Arbeitsfähigkeit sei 
in den beiden psychiatrischen Vorgutachten durch Dr. B.____ in den Jahren 2012 und 2016 
anders beurteilt worden, weil das Ausmass der psychischen Störung, explizit die Auswirkungen 
der psychostrukturellen Störung, nicht vollständig erfasst worden seien. Somit könne er formal 
einzig festhalten, dass die attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem Datum seiner Be-
gutachtung vorliege, im Wissen, dass die Arbeitsfähigkeit von 0 % schon seit vielen Jahren be-
stehe.  
 
6.3 In einer Aktennotiz vom 5. Juli 2023 hielt die RAD-Ärztin Dr. med. E.____, Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, nach Einsichtnahme in das Gutachten von PD Dr. C.____ fest, die-
ses gehe aus psychiatrischer Sicht im Vergleich zu den beiden Vorgutachten von Dr. B.____ im 
Wesentlichen von einem unveränderten Gesundheitszustand aus. PD Dr. C.____ begründe 

 

 
 
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nicht nachvollziehbar, warum Dr. B.____ die psychostrukturelle Störung nicht genügend erfasst 
habe. Dr. B.____ habe diese in seinen Gutachten jeweils ausführlich dargelegt. Im Übrigen 
müsse man den vorhandenen Beeinträchtigungen auch die sich abbildenden Ressourcen der 
Versicherten gegenüberstellen: Ihre kognitiven Fähigkeiten lägen in der Bandbreite der Norm, 
im Rahmen der Begutachtung hätten eine gute Kooperationsbereitschaft und keine interaktio-
nellen Schwierigkeiten bestanden, die Explorandin habe einen geregelten Tagesablauf und sie 
verfüge über gute Beziehungen zu ihrer Tochter, zu einer Freundin sowie zur Mutter und 
Grossmutter. Zudem sei die seit 2014 bestehende Alkoholabstinenz mittlerweile gefestigt. 
 
6.4 Im Rahmen der Prüfung des Gutachtens von PD Dr. C.____ gelangte die RAD-Ärztin 
pract. med. F.____ in ihrem Bericht vom 10. Juli 2023 zum Schluss, dass mit Blick auf den Ver-
lauf seit der letzten Begutachtung von 2016 und im Vergleich mit den aktuell erhobenen Befun-
den von einem im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustand auszugehen sei. Der Ver-
sicherten könne weiterhin eine 60 %-ige Arbeitsfähigkeit attestiert werden. 
 
6.5 Im Laufe des Beschwerdeverfahrens äusserte sich schliesslich noch der RAD-Arzt 
pract. med. D.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit Bericht vom 22. Oktober 
2024 zum medizinischen Sachverhalt. Aus seiner Sicht sei aufgrund der gutachterlichen Aus-
führungen von PD Dr. C.____ von einer im Vergleich zum Status im Dezember 2016 verbesser-
ten gesundheitlichen Situation auszugehen. Es fänden aktuell weder eine ambulante Therapie 
noch eine psychopharmakologische Behandlung statt. Die Suchterkrankung und die Depression 
seien remittiert. Eine Verschlechterung betreffend des ADS sei von PD Dr. C.____ nicht erho-
ben worden und auch die festgestellte Persönlichkeitsstörung sei nicht stärker geworden. Eine 
medizinische Befundverschlechterung sei damit nicht ausgewiesen. Der von PD Dr. C.____ 
formulierte Aspekt, dass die Vorgutachten von Dr. B.____ unrichtig seien, stelle eine unzulässi-
ge Zweitmeinung des gleichen medizinischen Sachverhalts dar. Die vorgängigen Gutachten 
seien bereits eingehend durch den RAD geprüft worden. 
 
7.1 Im Rahmen der Würdigung des medizinischen Sachverhalts verglich die IV-Stelle das 
im aktuellen Revisionsverfahren eingeholte Gutachten von PD Dr. C.____ vom 28. April 2023 
mit dem im Referenzzeitpunkt erstellten (Verlaufs-) Gutachten von Dr. B.____ vom 27. April 
2016. Dabei gelangte sie - gestützt auf die von ihr eingeholten Einschätzungen des involvierten 
RAD-Ärzteteams - zum Schluss, dass von einem im Wesentlichen unveränderten Gesundheits-
zustand der Versicherten auszugehen sei. Bei der Beurteilung von PD Dr. C.____ handle es 
sich bloss um eine abweichende Bewertung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen medizi-
nischen Sachverhalts. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Als 
erstes kann festgehalten werden, dass sowohl Dr. B.____ als auch PD Dr. C.____ in ihren je-
weiligen Gutachten im Wesentlichen die gleichen Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit erheben. Von massgeblicher Bedeutung ist sodann, dass PD Dr. C.____ in seiner Ex-
pertise keine neuen Fakten aufführt, die eine seit der Begutachtung durch Dr. B.____ eingetre-
tene Änderung des medizinischen Sachverhalts belegen würden. Ebenso wenig macht er gel-
tend, dass sich die im Referenzzeitpunkt vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
und/oder deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seither in ihrer Beschaffenheit oder in 
ihrem Ausmass substanziell verändert hätten. Die Ausführungen von PD Dr. C.____ lassen 

 

 
 
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vielmehr den Schluss zu, dass seine Beurteilungen weitestgehend auf dem gleichen medizini-
schen Sachverhalt wie die Feststelllungen von Dr. B.____ beruhen (vgl. etwa den Abschnitt des 
Gutachtens, in welchem PD Dr. C.____ die Einschätzungen des Vorgutachters diskutiert, S. 22 
des Gutachtens). Dass die beiden Fachärzte in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten 
dennoch zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen, liegt laut PD Dr. C.____ darin, dass 
Dr. B.____ die ausserordentliche Diskontinuität in sämtlichen relevanten Lebensbereichen der 
Versicherten nicht genügend herausgearbeitet habe und dass er die Auswirkungen der psycho-
strukturellen Störung nicht vollständig erfasst habe. Im Weiteren ist im vorliegenden Zusam-
menhang auch die Stellungnahme von PD Dr. C.____ zum zeitlichen Verlauf der Entwicklung 
der Arbeitsfähigkeit (Ziff. 8.3 des Gutachtens, S. 32) zu beachten. PD Dr. C.____ beendet diese 
nämlich mit dem Hinweis, es sei ihm bewusst, dass die "Arbeitsfähigkeit von 0 %" der Explo-
randin "schon seit vielen Jahren bestehe". Mit dieser Aussage bringt er ebenfalls klar zum Aus-
druck, dass sich seines Erachtens der medizinische Sachverhalt im relevanten Zeitraum nicht in 
einer anspruchserheblichen Weise verändert hat.  
 
7.2 Mangels einer wesentlichen Änderung des massgebenden medizinischen Sachverhalts 
fehlt es vorliegend an einem Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG. Die IV-Stelle 
entschied daher in der angefochtenen Verfügung vom 20. Juni 2024 zu Recht, dass die Versi-
cherte weiterhin Anspruch auf die bisher ausgerichtete Viertelsrente habe. Die gegen diese Ver-
fügung erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden 
muss.  
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten 
ihr zu auferlegen sind. Der Beschwerdeführerin ist nun allerdings mit Verfügung vom 25. Okto-
ber 2024 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
8.2 Dem Prozessausgang entsprechend ist der Beschwerdeführerin keine Parteientschä-
digung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. In der Verfügung vom 25. Oktober 2024 ist ihr 
jedoch die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter bewilligt worden, weshalb 
dieser für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. Gemäss § 3 Abs. 2 
der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 beträgt das 
Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin machte in seiner Honorarnote vom 19. Dezember 2024 für das vorliegende 
Verfahren einen Zeitaufwand von 22,87 Stunden und Auslagen von Fr. 183.40 geltend. Wie der 
detaillierten Abrechnung zu entnehmen ist, beinhaltet dieser Gesamtaufwand nun allerdings 
auch Bemühungen, die im Rahmen des Verwaltungsverfahrens bis zum Erlass der angefochte-

 

 
 
Seite 12    

nen Verfügung erbracht wurden, und Auslagen, die in diesem Zeitraum entstanden waren. Bei 
der Bemessung des Honorars des Rechtsbeistands für das versicherungsgerichtliche Verfahren 
kann aber nur der im Rahmen des eigentlichen Beschwerdeverfahrens, d.h. der nach der Zu-
stellung der Verfügung entstandene Aufwand berücksichtigt werden. Dies bedeutet, dass vor-
liegend aus der Honorarnote vom 19. Dezember 2024 grundsätzlich nur der für den Zeitraum 
ab 25. Juni 2024 ("Eingang Verfügung") ausgewiesene Aufwand von 16,4 Stunden und die ab 
diesem Zeitpunkt entstandenen Auslagen von Fr. 157.90 entschädigt werden können. Während 
diese Auslagen zu keinen Beanstandungen Anlass geben, muss der für das eigentliche Be-
schwerdeverfahren ausgewiesene Zeitaufwand von 16,4 Stunden als zu hoch bezeichnet wer-
den. Der vorliegende Prozess gab weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht zu über-
durchschnittlich aufwändigen Erörterungen Anlass. Zudem waren nebst dem medizinischen 
Sachverhalt nicht noch andere invalidenversicherungsrechtliche Aspekte wie etwa der Einkom-
mensvergleich strittig. Zu berücksichtigen ist ferner, dass lediglich ein einfacher Schriftenwech-
sel durchgeführt wurde, d.h. nebst der Beschwerde - und den Ausführungen im Zusammenhang 
mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege - hatte der Rechtsvertreter keine weiteren Ein-
gaben an das Kantonsgericht zu verfassen. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, die für 
das Beschwerdeverfahren ausgewiesenen Bemühungen um 2,4 Stunden zu kürzen und dem-
nach das Honorar des Rechtsvertreters auf der Basis eines als angemessen erachteten Zeit-
aufwands von 14 Stunden festzusetzen. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 3'197.50 (14 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 157.90 zuzüglich 8,1 % 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
8.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
  

 

 
 
Seite 13    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. 

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