# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3459b9e-e848-5c83-9584-1e52c7525173
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.09.2025 PS250271
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS250271_2025-09-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PS250271-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Götschi

Urteil vom 29. September 2025

in Sachen

A._____, 
Schuldnerin und Beschwerdeführerin,

gegen

B._____ AG [Versicherung], 
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin,

vertreten durch B._____ AG, 

betreffend Konkurseröffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes 
Uster vom 26. August 2025 (EK250334)

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Erwägungen:

1.1 Die Schuldnerin und Beschwerdeführerin (nachfolgend: Schuldnerin) ist In-

haberin des Nähateliers A'._____, das die Erbringung von Dienstleistungen in den 

Bereichen Schneiderei, Textilreinigung und Textilpflege sowie den Handel mit 

Waren aller Art bezweckt (vgl. act. 4).

1.2 Mit Urteil vom 26. August 2025 (act. 3 [Aktenexemplar] = act. 8 = act. 9/7) 

eröffnete das Konkursgericht des Bezirksgerichts Uster (nachfolgend: Vorinstanz) 

den Konkurs über die Schuldnerin für folgende Forderung der Gläubigerin und 

Beschwerdegegnerin (nachfolgend: Gläubigerin) im Betreibungsverfahren Nr. … 

des Betreibungsamtes Dübendorf (nachfolgend: Betreibungsamt):

Forderung von 5'285.60CHF        

Zins -CHF                

Gläubigerkosten 500.00CHF           

Betreibungskosten 219.80CHF           

. / . Teilzahlungen -CHF                

Total 6'005.40CHF        

1.3 Gegen dieses Urteil erhob die Schuldnerin mit Eingabe vom 6. September 

2025 (Datum des Poststempels) rechtzeitig (vgl. act. 9/8 i.V.m. act. 2 S. 1) Be-

schwerde (act. 2), ohne Beilagen einzureichen.

1.4 Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen (vgl. 

act. 9/1-9). Der Kostenvorschuss für das Beschwerdeverfahren ist eingegangen 

(vgl. act. 10). Das Verfahren ist spruchreif. Mit dem vorliegenden Entscheid ist der 

Gläubigerin eine Kopie der Beschwerdeschrift (act. 2) zur Kenntnisnahme zuzu-

stellen.

2.1 Der Entscheid des Konkursgerichtes kann innert zehn Tagen mit Be-

schwerde nach der ZPO angefochten werden (vgl. Art. 174 Abs. 1 Satz 1 SchKG). 

Die Rechtsmittelinstanz kann die Konkurseröffnung aufheben, wenn der Schuld-

ner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass 

inzwischen die Schuld getilgt ist (Tilgung), der geschuldete Betrag beim oberen 

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Gericht zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist (Hinterlegung) oder der Gläubiger 

auf die Durchführung des Konkurses verzichtet hat (vgl. Art. 174 Abs. 2 SchKG).

2.2 Die Schuldnerin führt in ihrer Beschwerde im Wesentlichen aus, ihr Buchhal-

ter habe ihr absichtlich wichtige Dokumente und Informationen zum Konkursver-

fahren vorenthalten. Sie habe ihn deswegen bei der Polizei angezeigt. Ohne 

diese Informationen sei es ihr unmöglich gewesen, eine vollständige und fundierte 

Begutachtung ihres Falles vorzunehmen und die spezifischen Belange angemes-

sen zur Geltung zu bringen. Zudem seien die entstandenen Schulden bei der 

Gläubigerin nicht durch sie verursacht worden, sondern durch das Sozialamt Dü-

bendorf (vgl. act. 2).

2.3 Damit hat die Schuldnerin jedoch weder einen Konkursaufhebungsgrund 

(Tilgung, Hinterlegung, Gläubigerverzicht) urkundlich bewiesen noch die Zah-

lungsfähigkeit glaubhaft gemacht. Deshalb liegen die Voraussetzungen für eine 

Aufhebung der Konkurseröffnung (vgl. oben E. 2.1) nicht vor. Die Beschwerde ist 

somit abzuweisen.

2.4 Anzumerken bleiben zwei Punkte:

Die Schuldnerin hatte Kenntnis des Konkursverfahrens vor Vorinstanz: Ihr 

wurde die Vorladung zur Konkursverhandlung vom 26. August 2025 (act. 9/4) am 

9. Juli 2025 persönlich am Schalter zugestellt (act. 9/5). Zudem wurde sie in der 

Vorladung von der Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die Konkurseröffnung 

ausgesprochen werde, wenn sie nicht spätestens bis zur Konkurseröffnungsver-

handlung a) eine schriftliche Erklärung der Gläubigerin beibringe, dass dieser sein 

Konkursbegehren zurückziehe oder ihr Stundung gewähre, oder b) durch Urkun-

den (Quittungen) beweise, dass die Schuld samt Zinsen und Kosten (einschliess-

lich der durch das Konkursbegehren entstandenen Kosten des Gerichts von 

Fr. 500.–) getilgt worden sei oder c) wenn nicht andere konkurshindernde Gründe 

im Sinne der Art. 172, 173 und 173a des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung 

und Konkurs der Konkurseröffnung entgegenstünden (vgl. act. 9/4 S. 2 Ziffer 2). 

Die Schuldnerin hatte daher grundsätzlich die Möglichkeit, auch ohne weitere In-

formationen oder Dokumente ihres Buchhalters, die Eröffnung des Konkurses zu 

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verhindern, namentlich durch Zahlung des in der Vorladung aufgeführten Betra-

ges von Fr. 6'005.40 (zuzüglich der Kosten des Gerichts von Fr. 500.–).

Ob die Schuldnerin oder das Sozialamt Dübendorf die Konkursforderung 

schuldet, darf im Konkursverfahren nicht mehr überprüft werden: Während ein 

(angeblicher) Gläubigerin eine Betreibung gegen einen Schuldner einleiten kann, 

ohne den Bestand seiner Forderung nachweisen zu müssen (Art. 69 SchKG), hat 

ein Schuldner die Möglichkeit, auf den Zahlungsbefehl hin Rechtsvorschlag 

(Art. 74 SchKG) zu erheben. Nach dem Rechtsvorschlag darf die Betreibung 

einstweilen nicht fortgesetzt werden und der Gläubiger wird auf den Rechtsweg 

(Zivilprozess oder Rechtsöffnungsverfahren) verwiesen (Art. 78 ff. SchKG, vgl. 

BGE 141 III 68 E. 2.1 m.w.H.). Erhebt der betriebene Schuldner hingegen keinen 

Rechtsvorschlag, so wird der Zahlungsbefehl rechtskräftig bzw. vollstreckbar. 

Dasselbe gilt auch dann, wenn ein erhobener Rechtsvorschlag rechtskräftig und 

definitiv beseitigt wurde. Mit der Rechtskraft des Zahlungsbefehls findet das Ein-

leitungsverfahren der Schuldbetreibung seine Beendigung (vgl. KUKO SchKG-

WINKLER, 2. Aufl. 2014, Art. 88 N 1 und 7). Die Vollstreckbarkeit der in Betreibung 

gesetzten Forderung steht nun fest und der Gläubiger kann mit der Einreichung 

des Fortsetzungsbegehrens (Art. 88 SchKG) die Weiterführung des Betreibungs-

verfahrens bewirken. Unterliegt ein Schuldner der Konkursbetreibung (vgl. Art. 39 

SchKG), wird die Betreibung gegen ihn auf dem Weg des Konkurses weiterge-

führt (vgl. Art. 166 ff. SchKG). Bestand und Vollstreckbarkeit der in Betreibung ge-

setzten Forderung bzw. der Zahlungsbefehl ist somit im ersten Verfahrensab-

schnitt (sog. Einleitungsverfahren) zu überprüfen (vgl. AMONN/WALTHER, Grundriss 

des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, § 15 N 2). Im zweiten 

Verfahrensabschnitt, hier dem Konkursverfahren, ist die Einwendung der Schuld-

nerin, sie schulde die Konkursforderung nicht, somit verspätet.

3. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten der Schuldnerin aufzuerlegen. 

Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 750.– festzusetzen 

(vgl. Art. 61 Abs. 1 i.V.m. Art. 52 lit. b GebV SchKG) und mit dem von ihr geleiste-

ten Kostenvorschuss zu verrechnen. Der Gläubigerin ist mangels entstandener 

Umtriebe keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet.

3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels der Beschwerdeschrift (act. 2), sowie an die Vorinstanz (unter 

Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Dübendorf, 

ferner im Urteils-Dispositiv an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich 

und an das Betreibungsamt Dübendorf, je gegen Empfangsschein.

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Götschi

versandt am:
29. September 2025