# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4f691f9-18ef-5f83-ae35-2e5643c48d06
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 20.08.2025 VBE.2024.585
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-585_2025-08-20.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2024.585 / ms / GM  
Art. 97 

 

Urteil vom 20. August 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Fischer, Vorsitz 

Oberrichter Roth 

Oberrichterin Hausherr  

Gerichtsschreiber Schweizer          

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____  

vertreten durch lic. iur. Isabelle Emmel, Advokatin, Falknerstrasse 26, 

Postfach, 4001 Basel    

     

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

     

 
   

Beigeladene   GastroSocial Pensionskasse, Buchserstrasse 1, 5000 Aarau      

 

    
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 7. November 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die 1982 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 7. September 

2020 aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen infolge eines am 

4. März 2020 erlittenen Unfalles bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug 

von Leistungen (berufliche Integration/Rente) der Eidgenössischen Inva-

lidenversicherung (IV) an. Die Beschwerdegegnerin tätigte Abklärungen in 

medizinischer, beruflicher und persönlicher Hinsicht, in deren Rahmen sie 

auch die Akten des Unfallversicherers beizog und eine Abklärung 

betreffend die Leistungsfähigkeit im Haushaltsbereich durchführen liess. 

Nach Rücksprache mit Dr. med. B._____, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, einem Arzt ihres 

Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), wies sie das Leistungsbegehren 

der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 8. Februar 2023 ab. Die 

dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht mit Urteil 

VBE.2023.141 vom 21. September 2023 teilweise gut, hob die Verfügung 

vom 8. Februar 2023 auf und wies die Sache zur weiteren Abklärung des 

psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und zur 

anschliessenden Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurück. 

 

1.2. 

In der Folge forderte die Beschwerdegegnerin aktuelle medizinische 

Berichte der behandelnden Ärzte an und legte diese erneut ihrem RAD-

Arzt Dr. med. B._____ vor. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 

verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 7. November 2024 

einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 7. November 2024 erhob die Beschwerde-

führerin mit Eingabe vom 12. Dezember 2024 fristgerecht Beschwerde und 

stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 7. November 2024 sei aufzuheben 
und der Beschwerdeführerin sei mindestens eine Viertelsrente aus-
zurichten. 

 2. Eventualiter sei die Angelegenheit für weitere medizinische Abklärun-
gen an die Vorinstanz zurück zu weisen. 

 3. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Vorinstanz." 

 

Zudem stellte sie folgende Verfahrensanträge: 

 

"1. Die GastroSocial Pensionskasse sei zum Verfahren beizuladen. 

 - 3 - 

 

 

 2. Es seien die Akten der Vorinstanz sowie des Verfahrens VBE.2023.141 
/ jl / sc vor dem Versicherungsgericht beizuziehen. 

 3. Es sei der Beschwerdeführerin ein Replikrecht zu gewähren." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 22. Januar 2025 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 27. Januar 2025 wurde die 

berufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin im Verfahren 

beigeladen und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gewährt. Mit Eingabe 

vom 29. Januar 2025 verzichtete diese auf eine detaillierte Stellungnahme 

und verwies auf die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der Ver-

fügung vom 7. November 2024. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Hinsichtlich des Antrags der Beschwerdeführerin auf Gewährung des 

Replikrechts (Verfahrensantrag Ziff. 3) ist darauf hinzuweisen, dass Art. 61 

lit. a ATSG ein rasches Verfahren vorsieht, woraus sich kein Anspruch auf 

einen zweiten Schriftenwechsel ergibt. Auch vor dem Hintergrund des 

Replikrechts (BGE 137 I 195 E. 2.3.1 S. 197; 133 I 100 E. 4.5 S. 103 f.) ist 

die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels nicht zwingend. Das 

Gericht kann Eingaben auch lediglich zur Kenntnisnahme zustellen, wenn 

von den Parteien erwartet werden kann, dass sie unaufgefordert dazu 

Stellung nehmen (BGE 138 I 484 E. 2.1 und 2.2 S. 485 f.; 133 I 98 E. 2.2 

S. 99). Dies trifft vor allem bei rechtskundig vertretenen Personen wie der 

Beschwerdeführerin zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_641/2014 vom 

16. Januar 2015 E. 2 mit Hinweisen). Das Versicherungsgericht stellte der 

Beschwerdeführerin die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 

22. Januar 2025 – worin sich diese darauf beschränkte, auf "die Aussagen 

in der Verfügung vom 07.11.2024" zu verweisen – mit Verfügung vom 

27. Januar 2025 zu. Bis zum vorliegenden Entscheid liess sich die 

Beschwerdeführerin nicht mehr vernehmen, weshalb von einem Verzicht 

auf das Replikrecht auszugehen ist (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 

9C_547/2021 vom 14. Dezember 2021 E. 2.2). 

 

2. 

2.1. 

Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 7. November 2024 

(Vernehmlassungsbeilage [VB] 84) – wie zuvor schon in derjenigen vom 

8. Februar 2023 (VB 84) – davon aus, dass die Beschwerdeführerin in einer 

angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei, wobei die zwischenzeit-

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lich durchgeführten Abklärungen ergeben hätten, dass die Beschwerde-

führerin bis am 19. September 2024 keine psychiatrische Behandlung mehr 

benötigt und folglich jedenfalls bis dahin keine sich auf die Arbeitsfähigkeit 

auswirkende psychische Beeinträchtigung aufgewiesen habe. Aus dem 

entsprechenden Einkommensvergleich resultiere eine Einschränkung im 

Erwerbsbereich von 13.47 %. Unter Annahme einer 60%igen ausserhäus-

lichen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall und 

unter Berücksichtigung der sich aus dem Haushaltsabklärungsbericht 

ergebenden Einschränkung im – mit 40 % zu gewichtenden – Haushalts-

bereich von 13 % errechnete sie einen (rentenausschliessenden) 

Invaliditätsgrad von rund 13 %. Die Beschwerdeführerin macht dem-

gegenüber im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegnerin habe die 

weiteren Abklärungen, insbesondere hinsichtlich ihres psychischen 

Gesundheitszustandes, zu denen diese mit Urteil des Versicherungs-

gerichts VBE.2023.141 vom 21. September 2023 angehalten worden sei, 

nicht durchgeführt. Die Sache sei daher erneut an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen, damit diese ein polydisziplinäres Gutachten einhole sowie 

eine neue Haushaltsabklärung durchführe und dabei auch überprüfe, in 

welchem Ausmass sie – die Beschwerdeführerin – im Gesundheitsfall 

erwerbs- bzw. im Haushaltsbereich tätig wäre, und danach über ihren 

Rentenanspruch neu verfüge (Beschwerde S. 10 ff.). 

 

2.2. 

Strittig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin das 

Rentenbegehren der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 7. November 

2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 117) zu Recht abgewiesen hat. 

 

3. 

3.1. 

In der mit Urteil VBE.2023.141 vom 21. September 2023 aufgehobenen 

Verfügung vom 8. Februar 2023 hatte sich die Beschwerdegegnerin in 

medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das vom Unfallversicherer in 

Auftrag gegebene Gutachten der C._____ GmbH, vom 7. Juni 2021, 

welches die Fachrichtungen Rheumatologie, Orthopädie und Psychiatrie 

umfasst (VB 64), und die auf den Akten beruhende Beurteilung ihres RAD-

Arztes Dr. med. B._____ vom 4. April 2022 (VB 73) gestützt. 

  

3.2. 

Im polydisziplinären Gutachten der C._____ vom 7. Juni 2021 wurden 

folgende Diagnosen gestellt (VB 64 S. 126): 

 

"Unfallbedingt: 

• St. n. Kontusion Os sacrum/Os coccygis 04.03.2020 (ICD-10: 
S33.7) 
 

Nicht unfallbedingt 

• Chronifizierte unspezifische Rückenschmerzen mit/bei 

 - 5 - 

 

 

- Haltungsinsuffizienz (R29.3) 
- Bandlaxizität (Beighton-Index 8/9) (M35.7) 
- Angeborener Blockwirbel HWK 6/7 mit Anschlussdegene-

ration HWK 5/6 (ICD-10: M47.82) 
- Chondrosen LWS (ICD-20: M47.87) 

• Chronische Schmerzen mit somatischen und psychischen Fak-
toren (ICD-10 F45.41) bei: Anpassungsstörung mit Angst und 
depressiver Reaktion (ICD-10 F43.23) infolge von psychosozialen 
Belastungen; Dringender Verdacht auf vorbestehende Panik-
störung (episodisch paroxysmale Angst) (ICD-10 F41.0)". 

 

Die noch geklagten Beschwerden könnten aus rheumatologischer Sicht 

höchstens teilweise erklärt werden; plausibel seien lediglich gewisse be-

lastungsabhängige Rückenschmerzen. Aus orthopädischer Sicht könnten 

die noch angegebenen Beeinträchtigungen, insbesondere die Schmerzen 

im Bereich des Os sacrum/Os coccygis, nicht objektiviert werden (VB 64 

S. 128). Betreffend die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als 

Köchin wurde festgehalten, dass aus rheumatologischer Sicht maximal von 

einer Einschränkung von 20 % ausgegangen werden könne, wobei der 

Beschwerdeführerin ein Teil ihrer bisherigen Aufgaben unzumutbar sei; 

wenn aktive rehabilitative Massnahmen und sportliche Aktivitäten realisiert 

würden, könne nach spätestens sechs Monaten auch eine vollzeitige 

Tätigkeit uneingeschränkt realisiert werden. Aus orthopädischer Sicht 

betrage die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit am bisherigen Arbeitsplatz, 

da sich die Beschwerdeführerin bei den ihr unzumutbaren Aufgaben auch 

einmal helfen lassen könne, maximal 20 %, wobei sich die Einschränkung 

auf die Leistungsfähigkeit (langsameres Arbeiten, vermehrte Pausen) im 

Rahmen eines [zumutbaren] Pensums von 100 % beziehe. Aus psy-

chiatrisch-psychosomatischer Sicht könne die ungünstige psychosoziale 

Konstellation, welche zu einem massiven dysfunktionalen Verhalten 

beitrage, zu einer gewissen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führen. 

Die Ausprägung der psychiatrischen Befunde sei indes maximal mittel-

gradig, weshalb eine höhergradige (über 50%ige) Arbeitsunfähigkeit nicht 

begründet werden könne "und dies nur für besonders kognitiv an-

strengende Tätigkeiten" (VB 64 S. 133 f.). In einer angepassten Tätigkeit 

bestehe aufgrund krankhafter Ursachen medizinisch-theoretisch die 

Belastbarkeit für eine körperlich sehr leichte bis leichte wechselbelastende 

Tätigkeit. Eine solche Tätigkeit sei vollschichtig möglich, wobei eine 

Leistungseinbusse von rund 20 % nicht ausgeschlossen werden könne. 

Eine dem krankheitsbedingten Leiden der Beschwerdeführerin angepasste 

Arbeit mit wechselnd-belastender Tätigkeit, halb sitzend, halb stehend, 

ohne monotone Bewegungsabläufe und ohne Heben von Lasten über 5 kg 

im Überkopfbereich sei ohne zeitliche Einschränkung in einer vollen 

Leistungsfähigkeit möglich. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht wurde auf die Ausführun-

gen zur Arbeitsfähigkeit betreffend die bisherige Tätigkeit verwiesen (VB 64 

S. 135 f.).  

 

 - 6 - 

 

 

3.3. 

RAD-Arzt Dr. med. B._____ hielt in seiner Stellungnahme vom 4. April 

2022 betreffend die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit fest, 

hinsichtlich deren Beginn und Verlauf sei aus rein legalistischen Gründen 

bis zur gutachterlichen Untersuchung im März 2021 den Angaben der 

Taggeldversicherung zu folgen. Seitdem bestehe eine 80%ige Arbeits-

fähigkeit. Medizinisch-theoretisch könne allerdings laut den Gutachtern 

retrospektiv bereits ab dem 1. September 2020 von einer mindestens 

80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. In Bezug auf die von der 

Psychiaterin Dr. med. E._____ gestellten Diagnosen führte er aus, diese 

harmonierten nicht damit, wie sich die Beschwerdeführerin präsentiere. 

Des Weiteren hielt er fest, in einer angepassten Tätigkeit bestehe seit 

Ablauf des Wartejahrs am 1. März 2021 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, 

wobei der Beschwerdeführerin eine körperlich sehr leichte bis leichte 

Tätigkeit, "wechselbelastend auf Arbeitshöhe" und ohne Zwangshaltungen 

für die Wirbelsäule möglich sei (VB 73 S. 2 f.) 

 

4. 

4.1. 

Im Urteil VBE.2023.141 vom 21. September 2023 gelangte das Ver-

sicherungsgericht im Wesentlichen zum Schluss, dass die Beurteilung von 

RAD-Arzt Dr. med. B._____, der die von den Gutachtern der C._____ 

diagnostizierten chronischen Schmerzen mit somatischen und psychischen 

Faktoren bei Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion 

infolge von psychosozialen Belastungen sowie die von den Gutachtern aus 

psychiatrisch-psychosomatischer Sicht attestierte 50%ige Arbeitsun-

fähigkeit für kognitiv besonders anstrengende Tätigkeiten nicht berück-

sichtigt habe, nicht beweiskräftig sei. So habe RAD-Arzt Dr. med. B._____ 

sich nicht mit sämtlichen relevanten Vorakten auseinandergesetzt und sei 

bezüglich der Beurteilung der psychischen Beschwerden nicht fachkompe-

tent. Zudem habe das zur Prüfung, ob ein psychisches Leiden eine einen 

Rentenanspruch begründende Invalidität zu bewirken vermöge, durch-

zuführende strukturierte Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 nicht 

stattgefunden (vgl. dortige E. 4.4.). Die Sache wurde daher zur weiteren 

Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, wobei diese ins-

besondere angewiesen wurde, den medizinischen Sachverhalt in psychi-

atrischer Hinsicht weiter abzuklären (vgl. dortige E. 4.5.). 

 

4.2. 

Im Nachgang zum Urteil VBE.2023.141 vom 21. September 2023 holte die 

Beschwerdegegnerin wiederum eine Stellungnahme von RAD-Arzt 

Dr. med. B._____ ein, auf welche sie sich in der Folge in der angefochtenen 

Verfügung vom 7. November 2024 in medizinischer Hinsicht auch im 

Wesentlichen stützte. RAD-Arzt Dr. med. B._____ hielt darin nach 

Kenntnisnahme der neu eingegangenen medizinischen Berichte fest, 

hinsichtlich der im C._____-Gutachten vom 7. Juni 2021 aus rheuma-

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tologischer Sicht attestierten 100%igen und der aus orthopädischer Sicht 

bescheinigten 80%igen Arbeitsfähigkeit seit 1. September 2020 habe sich 

nichts geändert. Aus psychiatrisch-psychosomatischer Sicht habe laut dem 

fraglichen Gutachten die ungünstige psychosoziale Konstellation, welche 

zu einem massiven dysfunktionalen Verhalten beigetragen habe und zu 

einer gewissen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führen könne, im 

Vordergrund gestanden. Dazu zählten offensichtlich kognitiv anstrengende 

Tätigkeiten. Aus psychiatrischer Sicht lasse sich folglich keine dauernde 

Schädigung der psychischen oder geistigen Gesundheit der Beschwerde-

führerin postulieren, so dass eine angepasste Tätigkeit mit jedweder 

körperlich sehr leichten bis leichten Arbeit übereinstimme, die der 

Persönlichkeitsstruktur, den vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, 

der Ausbildung und dem beruflichen Werdegang der Beschwerdeführerin 

entspreche. Dr. med. E._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-

therapie, die eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem 

Syndrom (ICD-10 F32.1) diagnostiziert habe, habe die Beschwerdeführerin 

"mangels Erfordernis" nach dem 5. November 2020 nicht mehr behandelt. 

Weiter hielt Dr. med. B._____ Folgendes fest: "Nachdem in der 

Zwischenzeit keine der ärztlich handelnden und behandelnden Personen 

mit einer klinischen Funktionsanalyse, die von äusseren Faktoren befreite 

Defizite beschreibt, aufwarten konnte, bestand mit Ablauf des Wartejahrs 

per 03.03.2021bis aktuell 100%ige Arbeitsfähigkeit". Abschliessend befand 

Dr. med. B._____, dass keine weiteren Abklärungen zu veranlassen seien 

(VB 111 S. 3). 

 

4.3. 

Indem die Beschwerdegegnerin lediglich (erneut) eine Stellungnahme von 

RAD-Arzt Dr. med. B._____, welcher wohl über den Facharzttitel "Ortho-

pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates", nicht 

aber über einen solchen für Psychiatrie und Psychotherapie verfügt, 

eingeholt hat, ist sie – wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht 

(Beschwerde S. 9 ff.) – der mit Urteil VBE.2023.141 vom 21. September 

2023 erfolgten Aufforderung, den psychischen Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin fachpsychiatrisch abklären zu lassen, nicht nachge-

kommen. Der anspruchsrelevante medizinische Sachverhalt erweist sich 

daher im Lichte der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c 

ATSG; BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200; 132 V 93 E. 5.2.8 S. 105; 125 V 193 

E. 2 S. 195) nach wie vor als nicht rechtsgenüglich erstellt. Die Sache ist 

deshalb – wie eventualiter beantragt (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 2) – zu 

weiteren Abklärungen, insbesondere zur ergänzenden fachärztlich 

psychiatrischen Beurteilung, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen 

(BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100; 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.). Danach hat 

die Beschwerdegegnerin zudem erneut eine Abklärung an Ort und Stelle 

betreffend die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Haushalts-

bereich durchzuführen (vgl. Urteil VBE.2023.141 vom 21. September 2023 

E. 4.4. letzter Absatz). 

 - 8 - 

 

 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde in dem Sinne teilweise 

gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 7. November 2024 

aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung und zur Neuverfügung 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 

 

5.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrens-

ausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

 

5.3. 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf Ersatz der 

richterlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG), denn die 

Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme ergänzender 

Abklärungen gilt als anspruchsbegründendes Obsiegen (BGE 132 V 215 

E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen). 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 

7. November 2024 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im 

Sinne der Erwägungen und zur Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdegegnerin 

auferlegt. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin die 

Parteikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 2'500.00 zu bezahlen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom 

siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 

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15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar (Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 

Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie 

in Händen hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 20. August 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Die Vorsitzende: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Fischer Schweizer